Der Krieg.
Von den Kriegsſchauplätzen. — Der Seekrieg. — Der Luftkrieg. — Der Krieg im Orient. — Eine deutſche Denkſchrift. —
Teuerungsunruhen und Alkoholverbot in Rußland. — Angriffe gegen die franzöſiſche Regierung. — Japan und China.
Von den Kriegsſchauplätzen.
* Großes Hauptquartier, 4. Mai.
(W. T. B. Amtlich.)
Weſtlicher Kriegsſchauplatz.
In Flandern ſetzten wir unſere Angriffe
von Norden und Oſten mit großem Erfolg fort.
Hente morgen fielen Zevenkote,
Zonne=
beke, Weſthoek, der Polygoneveld=
Wald, Nonne=Bosſchen, alles ſeit 7
Mo=
naten heiß umſtrittene Orte, in unſere
Hand. Der abziehende Feind ſteht unter dem
Flankenfeuer unſerer Batterien nördlich und
ſüdlich von Ypern.
In den Argonnen verſuchten die
Fran=
zoſen nördlich Le Four de Paris vergeblich
einen von uns am 1. Mai eroberten Graben
zurückzunehmen.
Die Artilleriekämpfe zwiſchen Mags
und Moſel nahmen auch geſtern ihren
Fort=
gang.
Oeſtlicher Kriegsſchauplatz.
Die Zahl der in der Verfolgung auf Mitau
gefangen genommenen Ruſſen iſt auf über
4000 geſtiegen. — Erneute ruſſiſche
An=
griffe ſüdweſtlich von Kalwarja wurden
ab=
geſchlagen, 170 Gefangene blieben in unſerer
Hand.
Ebenſo ſcheiterten ruſſiſche Angriffe ſüdöſt;
lich von Angnſtow unter ſtarken Verluſten
für den Feind, der dort an Gefangenen 4
Offi=
ziere, 420 Mann und 2 Maſchinengewehre
verlor.
Anch bei Jedwabno nordöſtlich von Lomza
wurde ein ruſſiſcher Nachtangriff abgeſchlagen.
Südöſtlicher Kriegsſchauplatz.
Die Offenſive zwiſchen Waldkarpathen
und oberer Weichſel nahm guten Fortgang.
Die Beute des erſten Tages belänft ſich auf
21500 Gefangene, 16 Geſchütze, 47
Maſchinengewehre und zurzeit noch
unüberſehbares Kriegsgerät aller Art.
Oberſte Heeresleitung.
* Wien, 4. Mai. Amtlich wird
verlaut=
bart: In treuer Waffenbrüderſchaft haben
Deutſchlands und Oeſterreich=Ungarns
verbün=
dete Truppen einen neuen Sieg erfochten.
Die ſeit dem Rückzug der Ruſſen nach unſerer
ſiegreichen Schlacht bei Limanowa in
Weſt=
galizien haltende ſtark befeſtigte feindliche Front
zwiſchen Weichſel und dem
Karpathen=
hauptkamm wurde in ihrer ganzen
Aus=
dehnung erobert. In Fortſetzung des
An=
griffs haben die öſterreichiſch=ungariſchen und
die deutſchen Streitkräfte auch geſtern an der
ganzen Front unter den Angen des Armee=
Oberkommandanten, Feldmarſchall Erzherzog
Friedrich, neue Erfolge erkämpft, ſind
unauf=
haltſam weiter nach Oſten vorgedrungen und
haben ſtarke ruſſiſche Kräfte ernent zum eiligen
Rückzug gezwungen.
Die Bedeutung des Geſamterfolges
läßt ſich noch nicht annähernd überſehen. Die
Zahl der bisherigen Gefangenen iſt auf
über 30000 Mann geſtiegen und nimmt
ſtündlich zu. In den zahlreich eroberten
ruſ=
ſiſchen Stellungen wurde eine Unmenge Kriegs=
material erbeutet. 22 Geſchütze und 64
Maſchinengewehre ſind bei der erſten Beute.
An allen übrigen Fronten iſt die Situation
im großen unverändert.
Der ſtellvertretende Chef des Generalſtabs:
von Höfer, Feldmarſchalleutnant.
Der Sieg in Weſtgalizien.
* Der Vorſtoß in Weſtgalizien bis über den
Dunajec hinaus bedroht die Stellung der Ruſſen bei
Przemysl und darf wohl als der Anfang einer großen
Offenſive aufgefaßt werden, die hoffentlich dazu führen
wird, die Ruſſen aus dem von ihnen beſetzten Gebiet zu
vertreiben. Ein vielverſprechender Anfang, eine
Früh=
lingsbotſchaft, die noch Größeres erhoffen läßt. — In der
vom Berliner Lokalanzeiger herausgegebenen
Kriegszei=
tung heißt es: Die ruſſiſche Stellung ſchien ſchwer zu
durchbrechen, da die Ruſſen nach Einſtellung ihrer
Offen=
ſive am Dunajec geraume Zeit gehabt haben, ihre
Defen=
wei die Strlung or in der Gene in, Ohn dent
un=
mehr eingedrückten Flügel ſchwebt die ganze ruſſiſche
Kar=
pathenſtellung in der Luft. Auf ihrem äußerſten linken
Flügel durch das Vordringen der öſterreichiſch=ungariſchen
Armee zwiſchen Pruth und Dnjeſtr, auf dem rechten Flügel
bei Malaſtow mit Umgehung bedroht, bleibt auch hier nur
noch ſchleuniger Rückzug nach Nordoſten und Norden,
Weſten hinter den Trümmern des eingedrückten Flügels
nachſtürmen und damit heute ſchon den Rückzug nach
Aerdoſten erntlich behrahden eiten. 2n ſicht dam it.
daß wir in dem Siege um Dunajec einen Erfolg errungen
haben, der für den Ausgang des Krieges auf dem öſtlichen
Kriegsſchauplatz entſcheidend zu werden verſpricht.
Die Frkf. Ztg. ſchreibt: Schon ſeit einiger Zeit wußte man
in den Kreiſen, die mit den Vorgängen hinter der Front
beſſer als die breite Oeffentlichkeit vertraut zu ſein ein
Recht haben, daß die Armee Mackenſen im Raume von
Neu=Sandec aufmarſchiert war. Die wichtigſte
Einbruch=
ſtelle ſcheint die im öſterreichiſch=ungariſchen Tagesbericht
erwähnte Gegend geweſen zu ſein, die durch den Namen
außerordentlicher Ueberlegenheit gewählt, da ſie den
Eck=
pfeiler der ruſſiſchen Stellung berührte, ſo daß ein Erfolg
ſofort auch die ruſſiſchen Stellungen am Dunajec, deren
Schwerpunkt bei Tarnow liegt, ſchwer gefährden mußte.
Der Angriff hat auch öſtlich vom Dunajec zu einer
Er=
ſchütterung der bisherigen Stellungen der Ruſſen geführt
und den verbündeten Kräften die Ueberſchreitung des
umſo mehr, da unſere Armeen im Süden drängen und im Unterlaufs des Dunajee ermöglicht, der Monate lang die
ſtrategiſche Grenze der beiden feindlichen Heere
gebil=
det hat.
Der Vormarſch im nordweſtlichen Rußland
* Baſel, 3. Mai. Der Militärkritiker der Basler
Nachrichten hält die neue Umfaſſung der Ruſſen
von Norden ziemlich vorgeſchritten. Wäre das nicht
der Fall, würden die Deutſchen gewiß nicht ſo viel
be=
kanntgeben. Sie müſſen — fährt er fort — auch ſicher
ſein, daß die Ruſſen nicht in der Lage ſind, rechtzeitig
Gegenmaßregeln zu treffen. Aus dem bisherigen Verlauf
des Feldzuges geht hervor, daß keine ſtarken ruſſiſchen
Reſerven mehr vorhanden ſind. Der Kritiker beſpricht die
Schwierigkeit für die Ruſſen, Verſtärkungen
heranzuſchaf=
fen und ſchließt: Bei dem raſchen Handeln Hindenburgs
dürfte, bis alles geſchehen iſt, die Entſcheidung bereits
ge=
fallen ſein.
Die Beſchießung Dünkirchens.
* Lyon, 3. Mai. Nouvelliſte meldet: Dünkirchen
wurde Samstag und in der Nacht vom Samstag zum
Sonntag wieder beſchoſſen. Kurz nach 6 Uhr fielen
ſieben 30,5 Zentimeter=Granaten auf verſchiedene Teile
der Stadt. Ein deutſches Flugzeug überflog gleichzeitic
die Stadt und gab Lichtſignale, um die Einſchlagſtellen der
Geſchoſſe anzuzeigen. Um 6 Uhr 45 Min. bis 7 Uhr
30 Min. fiel alle fünf Minuten eine Granate nieder.
Nachts wurde die Stadt zweimal beſchoſſen. 47
Zivil=
perſonen wurden getroffen. Der Schaden ſoll groß ſein.
* (Ctr. Bln.) Flüchtlinge von der franzöſiſchen
Nord=
ſeeküſte, die nach einer Londoner Meldung der
National=
tidende in Folkeſtone eintrafen, erzählen, die
Beſchie=
ßung von Dünkirchen habe eine furchtbare
Wirkung gehabt. Die Granaten ſeien in einem
Ab=
ſtand von 10 Minuten von 6 Uhr abends ab eingeſchlagen.
Die Zivilbevölkerung ſei in Scharen aus der Feſtung
ge=
flüchtet. Nach der gleichen Londoner Meldung iſt man in
engliſchen Militärkreiſen überzeugt, daß in Deutſchland die
Konſtruktion eines neuen Mörſertyps
ge=
glückt ſei, der eine zielſichere Schußentfernung von 22
engliſchen Meilen möglich mache. Nach aufgefundenen
Granathülſen handele es ſich um einen Typ von 15,2 Zoll.
Die engliſchen Schiffskanonen größten Typs, die in
Dün=
kirchen aufgeſtellt ſeien, hätten das Feuer nur mit 15
Mei=
len Schußweite beantworten können, daher ſei auch ein
Verſuch engliſcher Kriegsſchiffe, die deutſchen Batterien
zu beſchießen, erfolglos geblieben.
T.U. Rotterdam, 4. Mai. Die Times meldet aus
Nordfrankreich: Die Splitter der Granaten, die in
Dünkirchen niedergefallen ſind, wurden einer
Unter=
ſuchung unterzogen. Dieſe ergab, daß ſie wahrſcheinlich
von Haubitzen von 38 Zentimeter herrühren. Einige der
Splitter tragen den Namen Krupp, andere Skoda. Einige
Sachverſtändige halten es für wahrſcheinlich, daß die
Ge=
ſchütze, aus denen ſie abgefeuert wurden, dieſelben ſind
welche die Forts von Lüttich, Namur, Antwerpen und
Maubeuge zertrümmerten. Jene Geſchütze tragen rund
32 Kilometer. Ueber die Wirkung der Geſchoſſe erzählt der
Korreſpondent der Times folgendes: Die Wirkung iſt
ſchrecklich und verheerend. Der Donner der
Ka=
nonen gleicht dem, wenn eine Pulverfabrik in die Luft
fliegt. Am Donnerstag und Freitag waren tiefe Löcher
von großem Umfange in den Straßen Dünkirchens
ge=
riſſen. Im Zentrum der Stadt wurden mehrere Gebäude
ſchwer beſchädigt und in den Außenvierteln viele kleine
Häuſer vollkommen zerſtört. Das Opfer der erſten
Gra=
nate war ein junges Mädchen, dem ein Splitter den Kopf
abriß. Eine andere Granate fiel auf einen großen Platz
nieder und tötete 6 Bürger. Auch das Stadthaus, der
Bahnhof und die Kaſerne wurden getroffen. Ebenſo
wurde das Militär=Hoſpital teilweiſe zerſtört. Einige
Verwundete wurden dabei getötet. Das Arſenal, das das
Ziel der Deutſchen geweſen zu ſein ſchien, wurde nicht
getroffen. Für die Leute, die in England zurückbleiben
ſagt der Times=Korreſpondent, ſei es der Mühe wert, über
den Schaden, den die Haubitzen mit großer Tragweite
ver=
urſachen, nachzudenken.
Der Seekrieg.
* London, 3. Mai. Nach Telegrammen aus Ipswich
iſt der britiſche Torpedobootszerſtörer „
Re=
cruit” mitſchiffs torpediert worden. Der Re=
gierungsdampfer „Daiſy”, der zur Hilfe geeilt iſt und 30
Mann von der Beſatzung rettete, wurde von einem
deut=
ſchen Torpedoboot angegriffen. Der Schuß ging fehl. In
zwiſchen mußte jedoch „Daiſy” das Boot mit den
Gerette=
ten loslaſſen, die nun weiter zu rudern verſuchten, dabei
aber von dem Unterſeeboot angefallen wurden, ſo daß
vier von ihnen verwundet wurden. In dieſem Augenblick
näherte ſich eine Diviſion britiſcher Zerſtörer, wovon zwei
die Verfolgung der deutſchen Torpedoboote aufnahmen,
während die anderen das Unterſeeboot überwachten. Die
Deutſchen wurden ſchnell vertrieben. Die Engländer ſetzten
Boote aus, um die Ueberlebenden zu retten.
* Aberdeen, 3. Mai. Das Reuterſche Bureau
meldet: Drei Fiſchdampfer, die hier eingelaufen ſind,
be=
richten, daß ſie heute früh von deutſchen
Unterſee=
booten verfolgt wurden. Sie ſahen, wie zwei
an=
dere Fiſchdampfer aus Aberdeen durch Schüſſe von
Unterſeebooten verſenkt wurden.
Meldung des Reuterſchen Bureaus: Die
Beſatzun=
gen der beiden Fiſchdampfer, die bei Aberdeen verſenkt
wurden, haben in Booten das Land erreicht.
* Rotterdam, 4. Mai. Der Telegraph meldet über
das Gefecht bei Noordhinder: Der Kommandant
des deutſchen Torpedobootes glaubte Fiſcherfahrzeuge vor
ſich zu haben, als er ſich den drei Minenfiſchern näherte
und ſie aufforderte, ſich zu ergeben. Ein
Patrouillenfahr=
zeug gab als Antwort einen Kanonenſchuß auf das
Tor=
pedoboot ab. Als dieſes alle Kanonen auf den
Minen=
fiſcher richtete, machte dieſer eine Wendung und rammte
das Torpedoboot am Maſchinenraum, ſo daß es in zwei
Teile geſpalten wurde und ſank.
* Rotterdam, 4. Mai. Der Nieuwe Rotterdamſche
Courant meldet aus London: Der amerikaniſche
Dampfer „Gulflight” von Port=Arthur in Texas
unterwegs, der 15 Meilen von den Seillyinſeln von einem
deutſchen Unterſeeboot, das gleich darauf im Nebel
ver=
ſchwand, torpediert wurde, iſt von zwei
Patrouillen=
fahrzeugen gefunden worden. „Gulflight”, die eine
Oel=
ladung führte, ſank nicht, ſondern wurde nach einem
guten Ankerplatz geſchleppt. Der Kapitän iſt an den
Fol=
gen des erlittenen Schreckens geſtorben. Zwei Mann ſind
über Bord geſprungen und ertrunken.
* London, 3. Mai. Meldung des Reuterſchen
Bureaus. Ein deutſches Unterſeeboot
ver=
ſenkte geſtern 60 Meilen vom Tyne den
Fiſchdamp=
fer „Sunray‟ Die Beſatzung wurde gerettet.
* London, 3. Mai. Der Fiſchdampfer „
Bar=
bados” iſt von einem Treffen mit deutſchen
Unterſee=
booten an der belgiſchen Küſte beſchädigt in Yarmouth
eingelaufen. Der Kapitän wurde verwundet. Der
Fiſch=
dampfer brachte 17 Mann von der Beſatzung der
torpedier=
ten „Columbia” mit. Der „Barbados” verwendete
gegen den Torpedoangriff zwei kleine Geſchütze. Die
Be=
ſatzung des torpedierten Dampfers „Europe” rettete ſich
in ein kleines Boot. Das Unterſeeboot beſchoß den
Damp=
fer zuerſt erfolglos, ſowie einen Fiſchdampfer aus
Loweſtoft, der die Schiffbrüchigen aufgenommen hatte.
Drei Geſchoſſe fielen neben dieſem nieder. Später
verſenkte das Unterſeeboot den „Europe”.
* Kriſtiania, 4. Mai. Der Kapitän des nach
Lon=
don beſtimmten norwegiſchen Dampfers „Baldwin
telegraphierte: Der „Baldwin” wurde in der Nordſee
von einem deutſchen Unterſeeboot
torpe=
diert, die Mannſchaft wurde in Leith gelandet.
* London, 4. Mai. Reutermeldung. Ein
deut=
ſches Unterſeeboot torpedierte und
ver=
ſenkte den norwegiſchen Dampfer „
Ameri=
can”, 6400 Tonnen groß, am Samstag in der Nordſee
Der norwegiſche Poſtdampfer „Sterling” rettete die Be
ſatzung, die in Newcaſtle gelandet wurde. Am Samstag
feuerte ein Unterſeeboot zwei Torpedos auf den
„Sterling” ab und überholte den Dampfer, erlaubte
ihm aber ſpäter, weiterzufahren.
* London, 3. Mai. Die Times meldet aus Neu=
York: Bekannte Perſönlichkeiten, die am Samstag an
Bord der „Luſitania” gingen, um nach Liverpool zu
reiſen, wurden telegraphiſch davor gewarnt,
die Reiſe anzutreten. Alfred Vanderbilt erhielt
ein Telegramm, daß die „Luſitania” torpediert werden
würde. In Liverpooler Schiffahrtskreiſen hegt man keine
Beſorgnis, da Maßregeln ergriffen worden ſind, um die
Routen der transatlantiſchen Dampfer zu beſchützen.
* (Ctr. Bln.) Die Times richtet an die Admiralität
die Mahnung, die verhältnismäßige Ruhe im Unterſee
boothandelskrieg (?) als Warnung zu betrachten, daß
Deutſchland eine Aktion großen Stils,
viel=
leicht ſogar im Mittelmeer plane und die
Boote deshalb zurückhält. Die Tätigkeit deutſcher
Unter=
ſeeboote im Golf von Biscaya ſei gar nicht ernſt genug zu
nehmen.
Der Luftkrieg.
* Berlin, 4. Mai. (W. T. B. Amtlich.)
Am 3. Mai hat ein deutſches Marine=
Luftſchiff in der Nordſee ein Gefecht
mit mehrerenengliſchen Unterſeebooten
gehabt; es bewarf die Boote mit Bomben und
brachte eines von ihnen zum Sinken,
Die Unterſeeboote beſchoſſen das Luftſchiff mit
Geſchützen, ohne es zu treffen. Das Luftſchiff
iſt wohlbehalten zurückgekehrt.
Der ſtellvertretende Chef des Admiralſtabs
gez. Behncke.
* Berlin, 4. Mai. (W. T. B. Nichtamtlich.) Unſere
Flugzeuge in Flandern haben in letzter Zeit einel
rege Tätigkeit entfaltet. Sie haben zahlreiche Angriffe
auf Sceſtreitkräfte und Handelsſchiffe des Feindes
aus=
geführt und dabei wiederholt Erfolge erzielt. Unter ang
derem wurde am 26. April im Weſtdiepein britis
ſches Linienſchiff der „Formidable‟=Klaſſe m
Bomben beworfen und durch Treffer beſchädigt. Am
gleichen Tage wurden einige engliſche Vorpoſtenfahrzeugſ
erfolgreich angegriffen.
* Petersburg, 4. Mai. Rjetſch ſchildert die
furcht=
bare Wirkung der deutſchen Luftbombenau
Bialyſtok, die viele Perſonen töteten und faſt
ſſämt=
liche Fenſterſcheiben zertrümmerten, einzelne Häuſer in
Aſche legten, die Waſſerleitungen und die Synagoge bes
ſchädigten.
Der Krieg im Orient.
* Konſtantinopel, 4. Mai. Das Große
Haupt=
quartier teilte geſtern mit: Um das beſchränkte
Ge=
biet, auf dem ſich der Feind bei Ariburnu befindet,zu
erweitern, verſuchte er heute mit dem linken Flügel einen
neuen Vormarſch. Infolge unſerer Gegenangriffe
wurde er mit großen Verluſten in die ſehr felſigen Täler
zurückgeworfen und dann nach dem Ufer gedrängt
Unterdeſſen rief das Feuer unſerer Artillerie auf einem
feindlichen Transportſchiff einen Brand
her=
vor. Die anderen Transportſchiffe, die ſich an der Küſte
befanden, entfernten ſich eiligſt. Geſtern wurde das
Pan=
zerſchiff „Agamemnon” das Bulair indirekt zu
beſchießen ſuchte, von vier Granaten getroffenz
es zog ſich zurück, da es das Feuer nicht mehr fortſetzen
konnte. Bei einem Zuſammenſtoß zwiſchen unſeren
Gen=
darmen mit ſieben bewaffneten Matroſen, die mit einem
Offizier von einem feindlichen Unterſeeboot auf einer
un=
bewohnten Inſel vor Bodrut im Aegäiſchen Meer
gelan=
det waren, wurden die letzteren getötet. Auf den
an=
deren Fronten nichts Bedeutendes.
* London, 4. Mai. Lord Charles Beresford
hielt kürzlich eine Rede in Portsmouth, in derer
ſagte, daß die gegenwärtige Unternehmung gegen die
Dardanellen nach Dilettantenſtrategie
aus=
ſehe. Es ſei bewieſen, daß man wohl wußte, daßdas
Wetter ungünſtig war. Die Aktion ſei begonnen worden
bevor das Heer bereit war und bevor die nötigen Maße
regeln getroffen waren, um die Schiffe gegen treibende
Minen zu ſchützen. Das ſei ein großer Fehler, den dieRe
gierung gemacht habe, und man müſſe ſpäter eine
Unter=
ſuchung darüber einleiten. Im Augenblick müſſe man
jedoch alles tun, um der Regierung aus den Folgen dieſes
Fehlers zu helfen.
Ein Neutraler im Zoſſener
Kriegsgefangenenlager.
C.K. Im Pariſer Temps veröffentlicht ein
Neu=
traler, der ſeine Briefe aus Bergen datiert, unter dem
Titel „Zurück aus Deutſchland” Schilderungen
ſei=
ner Eindrücke und Beobachtungen, die er während der
Reiſe in unſerm Lande gemacht hat. Sein letzter Brief iſt
dem Gefangenenlager in Zoſſen gewidmet und zeichnet das
Lagerleben im ganzen in freundlichen Farben, wenngleich
der Verfaſſer in ſeiner Geſinnung augenſcheinlich auf der
gegneriſchen Seite ſteht. Er bemängelt die Quantität der
Nahrung; aber er betont, daß nach allem, was er geſehen
hat und was man ihm erzählte, die franzöſiſchen
Gefange=
nen im Zoſſener Lager gut behandelt werden. Seine
Schilderung legt dafür auch im einzelnen Zeugnis ab.
„Das Lager,” ſchreibt er, „iſt ein rieſiges Quadrat, das
von einer dreifachen Stacheldrahteinzäunung von 3 Meter
Höhe umgeben iſt. Hunderte von Baracken mit geteerten
Pappdächern, parallel mit Gäßchen laufend, bilden die
Stadt. Am Eingang des Lagers wird ſtrenge Aufſicht
ge=
halten. Zum erſtenmal in dieſer Jahreszeit breitet die
Sonne, die hinter einem Wolkenverſteck hervorkommt, etwas
Licht und Wärme über die graue Erde Brandenburgs.
Alle Gefangenen hat ſie herausgelockt; ſie träumen, gehen
auf und ab, die einen einſam, andere wieder in Paaren
oder Gruppen. Ein Engländer ſpielt Fußball mit
dem=
ſelben Eifer und derſelben Ueberzeugung wie in Brighton.
Einige, die erſt kürzlich aus dem Lazarett entlaſſen
wur=
den, lehnen an den Baracken, um ſich von der
Frühlings=
ſonne aufwärmen zu laſſen. Am Haupteingang holt eine
Abteilung die Kartoffeln aus der Erde, die die Deutſchen
dort im Herbſt in kleinen Haufen in ſtrohgefüllte
Schlupf=
winkel geſteckt haben. Es ſind etwa 20 Gefangene von
3 Soldaten bewacht, und während 5 oder 6 von ihnen die
Säcke füllen, amüſieren oder necken ſich die anderen oder
treiben irgendeinen Schabernack. Nicht alle haben ihre
Uniformen behalten, die einen haben Jacken, andere alte
Mäntel an; wo ſie die her haben, weiß ich nicht. Faſt alle,
die im Feld waren, ſind „Haarmenſchen” geworden. In
einer Ecke des Lagers, in der Nähe der Küchen, wird eine
Partie Fußball geſpielt.
Alle Truppenteile ſind vertreten: die Infanterie, die
afrikaniſchen Schützen; die Koloniſten ſpielen gegen die
Ar=
tillerie. Manche ſind in hohen Stiefeln; es macht nichts,
ſie laufen wie die Haſen, der Ball fliegt und ſpringt über
die Grenze hinaus; ein Pfiff ertönt; der Schiedsrichter
gibt ſein Urteil ab — denn es iſt eine Partie nach allen
Regeln — man klatſcht bei den guten Schlägen und belacht
die Ungeſchickten. Drei Koloſſe von Ruſſen, in Wirklichkeit
noch Kinder die nichts vom Spiel verſtehen, verſetzen
ein=
ander, um ſich gelenkig zu machen, große Schläge mit ihren
zuſammengerollten Mänteln. Als ein Franzoſe ſie
an=
ſpricht, antwortet einer der Iwans: „Mich nicht verſtehen,
mich nicht verſtehen.” In anderen Lagern hat die
Not=
wendigkeit der Arbeit für die körperliche und geiſtige
Ge=
ſundheit, der Wunſch, ihr Gehirn und ihre Arme zu
be=
ſchäftigen, die Gefangenen erſtaunlich erfinderiſch gemacht
Die kupfernen Soldatenſchüſſeln der Ruſſen z. B. ſind leicht
zu verarbeiten, und einige Künſtler unter ihnen ſtellten
Töpfe, Henkelkrüge, Blumenvaſen daraus her mit ſolch
einem Erfolge, daß die deutſchen Offiziere und
Mann=
ſchaften welche für ihre Häuslichkeit kauften. Ich habe
Gegenſtände in den Händen gehabt, die aus allen mög=
lichen Dingen von den Gefangenen hergeſtellt worden
waren; hier iſt eine Brieftaſche aus dem Leder eines ruſſie
ſchen Stiefels verfertigt, dort ein Papiermeſſer, das be
wunderungswürdig ſchön aus einem 12 Zentimeter langen
Nagel, der zum Bau der Baracken verwendet war, ent
ſtanden iſt. Um ſich die Langeweile der endloſen
Winter=
tage zu vertreiben, hatten ein paar Gefangene dieſen Nagel
genommen und ſeine Spitze in die Glut des Ofens geſteckt
bis er rot wurde. Dann liefen ſie ſchnell und legten ihll
auf die Schienen einer Feldbahn, die das Lager durch
querte. Kühner Schmied, mit dieſem Handwerkszeug des
Glücks begann dein Kunſtwerk! So ſetzte er 10 bis
Tage ſeine Arbeit fort, dann verzierte er ſie mit Blumen
und gab ihr die Form eines Jatagans. Cellini kann, als
er ſeinen „Perſeus” goß, nicht mehr Hartnäckigkeit, guten
Willen und Talent darauf verwendet haben, als der
Söl=
dat für ſein Papiermeſſer. Ich habe einige Zeichnungen
eines Kunſtſchülers geſehen, die eine ſtellte eine Baracke
vor und war „Der Käfig” unterſchrieben. Im
Gefangenen=
lager kann ein Maler ſein Glück machen. Die deutſchen
Offiziere, ihre Frauen und Kinder gehen an der Staffelef
vorbei, und die kleine Summe, die der Künſtler verdient
verteilt er unter ſeine armen Kameraden. Er weigert ſich
auch nicht, das Bild des Herrn Hauptmann zu malen. Um
die Langeweile zu vertreiben, haben die Gefangenen der
meiſten Lager Vorſtellungen gegeben und Chöre gebildet,
und am Abend ſtimmen ſie die Toulouſaine oder
Mon=
tagnes des Pyrénées an. Nach allem, was ich geſehen und
gehört habe, ſind die Gefangenen in Zoſſen weder
Quäle=
reien noch ſchlechter Behandlung ausgeſetzt . . .
Die Behandlung der deutſchen Konſuln in
Rußland und die Zerſtörung der deutſchen
Botſchaft in Petersburg.
* Berlin, 4. Mai. Eine Sonderbeilage der
Norddeutſchen Allgemeinen Zeitung enthält die
Denk=
ſchrift über die Behandlung der
deut=
ſchen Konſuln in Rußland und die
Zerſtörung der deutſchen Botſchaft in
Petersburg. Es heißt in der Denkſchrift u. a.: Es
galt bisher als ſelbſtverſtändlich, daß die Vertreter des
feindlichen Landes mit der ihnen zukommenden Rückſicht
behandelt wurden und daß man ihnen freie Ausreiſe
ge=
währte. Es war der ruſſiſchen Regierung vorbehalten, alle
bisherigen Grundſätze auf den Kopf zu ſtellen, indem ſie die
deutſchen Konſulatsbeamten wie auch einige Angeſtellte
der Botſchaft in einer jeder Menſchlichkeit baren Weiſe
Monate lang in der unwürdigſten Gefangenſchaft hielt,
auf das Raffinierteſte quälte und vielfach dauernd an ihrer
Geſundheit ſchädigte. Unbeläſtigt entkamen die Beamten
des Petersburger Generalkonſulats, der Gerant des
Generalkonſulats Moskau, die Beamten des Konſulats
Wladiwoſtok und des Generalkonſulats Warſchau mit
einer Ausnahme. Uebrigens wurde das Warſchauer
Kon=
ſulatsperſonal in Wilna von betrunkenen Offizieren in
der pöbelhafteſten Weiſe beſchimpft. Alle anderen
Kon=
ſulatsbeamten wurden verhaftet. Die Kanzleien und
Privatwohnungen wurden durchſucht, die Akten vielfach
konfisziert und die Herren ſelbſt wie gemeine Verbrecher
behandelt. Alle Sachen und Geld wurden ihnen
wegge=
nommen; ſie wurden für das Verbrecheralbum
photogra=
phiert und gemeſſen. Auch Fingerabdrücke wurden von
ihnen genommen. Sie wurden bei jeder Gelegenheit einer
herabwürdigenden Unterſuchung unterworfen, vielfach mit
dem gemeinſten Geſindel zuſammengeſperrt und teilweiſe
per Etappe befördert, was in Rußland als das
Schreck=
lichſte gilt; die Verpflegung war direkt geſundheitsſchädlich.
Die monatelange abſolute Einzelhaft wirkte auf manche
Organismen zerrüttend. Bei dem außerordentlich
niedri=
gen Kulturzuſtand der Bevölkerung iſt der Aufenthalt in
einem ruſſiſchen Gefängnis, das durchweg von Ungeziefer
ſtrotzt, für Menſchen mit höheren Kulturanſprüchen an ſich
unerträglich. Manche Herren ſind noch jetzt mit Narben
bedeckt. Die fürchterlichen Schilderungen des Amerikaners
Kennan treffen für die Etappen zu — für die
Polizei=
gefängniſſe auch heute noch. Dieſe Behandlung unſerer
Beamten wurde bis in die letzte Zeit fortgeſetzt und
be=
ruhte nicht etwa auf Uebergriffen der Lokalbehörden,
ſon=
dern war von der Regierung angeordnet.
Die Denkſchrift führt dann eine große Zahl
haar=
ſträubender Fälle als Beiſpiele an und ſagt: Das war die
von der ruſſiſchen Regierung in Ausſicht geſtellte „
rück=
ſichtsvolle” Behandlung. Wie die ruſſiſche Regierung auch
ſonſt ihr Wort hält, geht aus den letzten
Tauſchver=
handlungen hervor. Nachdem alles durch die
betref=
fenden Botſchaften feſt verabredet war, ließ die deutſche
Regierung ihre Gefangenen los, während die
entſprechen=
den deutſchen Herren erſt nach fünf Wochen und kräftigen
Mahnungen entlaſſen wurden. Sehr ſchwer war für die
Beamten die Unterdrückung aller Briefe aus der Heimat.
Dabei hatten ſie das entſetzliche Los der anderen
Zivil=
gefangenen vor Augen, die in den unwirtlichſten Gegenden
Rußlands vielfach einem langſamen, grauſamen Tode
preisgegeben waren. Bei dieſer ſchmählichen
Be=
handlung unſerer Konſuln, die Monate lang in
der unwürdigſten Weiſe gequält wurden, hatte die
ruſ=
ſiſche Regierung die Stirn, ſich in einem eigenen
Rundſchreiben über angeblich ſchlechte Behandlung der
ruſſiſchen Funktionäre in Deutſchland zu beklagen und
Ausdrücke wie „Unmenſchlichkeit” und dergleichen
heuch=
leriſche Phraſen zu gebrauchen. Aber was konnte trotz
der Uebertreibungen und Erfindungen vorgebracht
wer=
den? Nur, daß einige Leute in den erſten aufgeregten
Tagen nach der Kriegserklärung einige Unbequemlichkeiten
und Unfreundlichkeiten ſeitens des Publikums zu erdulden
hatten. In Bezug auf die Behandlung der
Zivil=
perſonen, gegen welche die ruſſiſche Regierung in dieſer
unerhört rohen, unmenſchlichen Weiſe vorgegangen iſt und
die zu Tauſenden einem langſamen, gräßlichen Hinſterben
überantwortet ſind und werden, werden die Behauptungen
der ruſſiſchen Regierung an anderer Stelle kritiſch
be=
leuchtet werden, da die Schilderung der in
Ruß=
land begangenen Untaten hier einen zu großen
Raum in Anſpruch nehmen würde. Beſonders hebt das
Rundſchreiben der ruſſiſchen Regierung die ſchlechte
Be=
handlung des Herrn von Bellegarde, des ruſſiſchen
Vertreters bei der Buchgewerbe=Ausſtellung in Leipzig
hervor. Dieſer iſt ſiſtiert worden, weil er durch ſeine
wiederholte Teilnahme an nächtlichen Verſammlungen in
einer von einem verdächtigen Ruſſen gemieteten Villa in
Großdauben ſich verdächtig gemacht hatte. Er iſt jedoch
ſofort dem regulären Verfahren unterworfen und nach
zehn Stunden wieder freigelaſſſen worden,
wäh=
rend unſere Herren ohne jede andere Verhandlung als
mit ſubalternen Poliziſten in den unwürdigſten
Gefäng=
niſſen zuſammen mit gemeinen Verbrechern monatelang
herumgeſchleppt wurden. Uebrigens ſprach der Leipziger
Stadthauptmann Herrn Bellegarde ſein Bedauern wegen
der erlittenen Unbequemlichkeiten aus. Dieſer dankte für die
Freundlichkeit. Als ſchlecht behandelt iſt auch Herr von
Knorring, früherer Miniſterreſident in
Darmſtadt, genannt worden. Das Beiſpiel iſt ſchlecht
gewählt, da Herr von Knorring, der eine Menge Leute
mitgenommen hatte, bei ſeiner Abreiſe den Wunſch zu
erkennen gab, den Polizeiorganen im Hinblick auf die
außerordentlich vornehme Ausführung der Ueberwachung
eine namhafte Gratifikation zu geben, wovon er jedoch
deutſcherſeits abgehalten wurde. Die Vorgänge bei der
Abreiſe des Botſchafters von Berlin ſind
ſtark übertrieben und der Botſchafter iſt ſelbſt an den
Be=
läſtigungen ſchuld, weil er die mit der Polizei getroffenen
Vereinbarungen nicht eingehalten hat. Die Autos ſollten
in den Hof einfahren, ſtatt deſſen wurden ſie vor dem
Hauſe aufgeſtellt und beladen, wobei die Angeſtellten der
Botſchaft außerordentlich herausfordernd
auftraten, ſo daß die Erbitterung unter dem
Publi=
kum allgemein war. Als die Wagen abfuhren, allerdings
unter ſehr berechtigten Pfuirufen und verfolgt von einem
Teile des Publikums, rückten vereinbarungsgemäß
Polizei=
truppen an. Uebrigens fuhren die Wagen ſo ſchnell, daß
ernſtere Beläſtigungen gar nicht ſtattfinden
konnten; es wurden auch keine bemerkt. Der Botſchafter
mit den Mitgliedern der Botſchaft fuhr erſt ab, als die
Polizei die Straßen frei gemacht hatte. Er wurde in
kei=
ner Weiſe beläſtigt. Am Bahnhof waren die
Fürſten=
zimmer geöffnet und ein Extrazug bereitgeſtellt. Es war
auch ein Vertreter des Auswärtigen Amtes anweſend,
demgegenüber Herr Swerbejew kein Wort über die
an=
geblichen Beläſtigungen fallen ließ.
Bei der außerordentlichen Dürftigkeit des tatſächlichen
Materials, das der ruſſiſchen Denkſchrift
zu=
grunde liegt, liegt die Annahme nahe, daß die ganze
Denk=
ſchrift nur verfaßt iſt, um die Aufmerkſamkeit von der
ſkandalöſen Tatſache der unter den Augen und mit
offen=
barer Billigung der Regierungsorgane erfolgten
Zer=
ſtörung des deutſchen Botſchaftsgebäudes
abzulenken. Der ungeheuerliche, ſeit dem Raſtatter
Ge=
ſandtenmord einzig daſtehende
Völkerrechts=
bruch ſpielte ſich nach dem Bericht der deutſchen
Beam=
ten, die innerhalb und außerhalb der Botſchaft Zeugen
der Vorgänge waren, folgendermaßen ab: Am 4. Auguſt
fand bereits am Nachmittag vor der Botſchaft eine
Demon=
ſtration ſtatt, bei welcher von Militärperſonen ſtark
auf=
reizende Reden gehalten worden waren. Gegen 10 Uhr
abends erſchien eine vieltauſendköpfige Menge und begann
Steine gegen die Botſchaft zu werfen. Dann wurde
zu=
nächſt eine kleine Tür nach der Moika mit Aexten
erbro=
chen, worauf der Mob in das Gebäude eindrang und alles,
ſoweit er es nicht mitnahm, kurz und klein ſchlug. Die
auf dem Platz aufgeſtellte Polizei verhielt ſich vollſtändig
paſſiv, ebenſo der Stadthauptmann. Einige Angeſtellte
waren über die Dächer entflohen, der greife Hofrat
Kattner konnte nicht ſchnell genug laufen und wurde
auf die ſcheußlichſte Weiſe ermordet. Ein
an=
derer Herr, der ſchon unter einem mit einem Meſſer
be=
waffneten Hooligan lag, wurde auf wunderbare Weiſe
da=
durch gerettet, daß gerade in dieſem Augenblick die
elek=
triſche Beleuchtung im ganzen Gebäude erloſch, worauf
die Menge, von paniſchem Schrecken ergriffen, plötzlich
floh und es dem Beamten gelang, ſich unter die aus dem
Gebäude herausſtrömende Menge zu miſchen. Kurz vor 12
Uhr drangen neue Horden ein und ſetzten das
Zerſtörungs=
werk fort. Um 1¾ Uhr ſetzte der inzwiſchen etwas
abge=
flaute Anſturm mit erneuter Kraft ein. Um 2¾ Uhr
ver=
ſuchte die Menge, die Botſchaft in Brand zu ſetzen, was die
Polizei, die offenbar für die umliegenden Häuſer
befürch=
tete, endlich bewog, einzuſchreiten. Aus der Leichtigkeit,
mit welcher es ihr gelang, in wenigen Augenblicken die
Botſchaft und den Platz zu ſäubern, geht die
verbreche=
riſche Mitſchuld der Regierung klar
her=
vor. Die deutſchen Beamten ſprachen ſchon um 11 Uhr
mit dem amerikaniſchen Geſchäftsträger, der erklärte, daß
er bereits das Auswärtige Amt um Schutz gebeten habe.
Der öſterreichiſche Botſchafter machte um 1 Uhr Herrn
Saſonow auf die unerhörten Vorgänge aufmerkſam,
erhielt aber von ihm die unglaubliche Antwort: „IIs ont
cassé quelques vitres‟. Dieſe frivole Aeußerung des
Mannes, der die äußeren Beziehungen des Zarenreiches
leitet, findet ihre Beleuchtung in dem nachſtehenden
Be=
fund der amerikaniſchen Botſchaft: „The
ger-
man embassy was completely wrecked by the mob, not
a single article of furniture being left undestroyed‟.
Man kann dieſe Großtat der ruſſiſchen Regierung am beſten
mit den Worten ihres jetzigen beſten Freundes und
dama=
ligen oppoſitionellen Polenführers Roman Dmowski
kenn=
zeichnen, der in einer Dumarede, die ihm damals von der
Regierung gewaltig übel genommen wurde, ſehr richtig
ſagte: Das ruſſiſche Volk hat manche gute Eigenſchaften,
aber die Regierung iſt eine aſiatiſche.
Schulter an Schulter mit unſeren
Verbündeten.
IV.
Mit warmen, duftigen Tagen iſt der Frühling
gekom=
men. Von früh bis ſſpät geſchäftig am Werk, hat die
Aprilſonne die meterhohe Schneeſchicht von den Bergen
heruntergewaſchen, und nachdem wochenlang die reichlich
geſpülten Wege und Landſtraßen wie bei einem
Groß=
reinmachen unter Waſſer geſtanden haben, entpuppen ſich
die Karpathen mehr und mehr als ein nahbares
Mittel=
gebirge. Die Geländeſchwierigkeiten, die ſich aus der
Lagerung ihrer ineinander verſchränkten einzelnen
Höhen=
züge ergeben, gebieten der Kriegführung dieſelbe Vorſicht,
dieſelbe Geduld wie zuvor. Aber der Hochgebirgscharakter
iſt mit dem Schneemantel größtenteils abgeſtreift, und
damit ſind zugleich eine Menge Schrecken und Mühſale
weggefallen, die während der Wintermonate die
Wider=
ſtandskraft unſerer aus der Ebene kommenden deutſchen
Soldaten auf eine oft grauſame Probe ſtellten. Der
Winterfeldzug in den Karpathen wird in der deutſchen
Kriegsgeſchichte mit ſeinen neuen und wichtigen
Erfahrun=
gen ein beſonderes Kapitel beanſpruchen. Wer ſich einen
Begriff davon machen will, was unſer Heer an der
unga=
riſch=galiziſchen Grenze, gewiſſermaßen unvorbereitet,
ge=
leiſtet hat, wird ſich immer die Monate Januar, Februar,
März vergegenwärtigen müſſen, in denen der Himmel mit
den Ruſſen verbündet ſchien. Während unſere Truppen
mit Schnee und Eis rangen, hatte der Feind jenſeits des
Gebirges Muße genug, ungezählte Verſtärkungen aus den
nördlichen Ebenen heranzuziehen. Wir ſchildern deshalb
die Stellungen unſerer Streitkräfte am beſten ſo, wie wir
ſie Anfang März noch in tiefſter Winterlichkeit geſehen
haben.
Grob bezeichnet liegen ſich die kämpfenden Heere auf
parallelen Bergketten gegenüber, auf Ketten von vielen
Bergen und Hügeln, die einzeln beſetzt und befeſtigt
wer=
den müſſen, und nicht etwa auf ununterbrochen lang
geſtreckten Rücken, die in einer zuſammenhängenden
ge=
raden Linie zu verteidigen wären. Dieſe parallelen
Höhen=
ketten trennt aber kein einfach durchgehendes Talzſie ſind
durch hundert Sättel miteinander verbunden, und der
Zwiſchenraum ſtellt ſich wiederum als ein
vielverſchlun=
genes, wenn auch niedrigeres Gebirge dar. An den
ſüd=
lichen Gürtel der höchſten Erhebungen mußten die
verbün=
deten Deutſchen, Oeſterreicher und Ungarn, an den
nörd=
lichen die Ruſſen ihre Mannſchaften und ihren
Nachſchub=
möglichſt nahe heranſchaffen. Dabei gelangte man, mit
Wagenkolonnen oder mit Eiſenbahnen, bis an einen
Punkt, meiſtens ein größeres, für die Unterbringung eines
Generalkommandos oder eines Diviſionsſtabes geeignetes
Dorf, von wo aus der Weitermarſch nur auf ſteilen
Ge=
birgspfaden und der weitere Transport von Ausrüſtung,
Verpflegung und Munition nur mit Tragtieren oder
menſchlichen Laſtträgern zu bewerkſtelligen war.
Schon die ſtattlichen Dörfer, die verhältnismäßig
bequem zu erreichen ſind und allenfalls den höheren
Stä=
ben ein erträgliches Quartier bieten, laſſen ſich in ihrer
Dürftigkeit und Kahlheit höchſtens mit den zerſtörten
Ort=
ſchaften des weſtlichen Kriegsſchauplatzes vergleichen.
Auch wo die Feinde früher noch nicht gehauſt haben,
ent=
behrt man die beſcheidenſten Bequemlichkeiten, die an
einen auch nur niedrigen Grad von Ziviliſation erinnern
könnten. Sie gehören nicht einmal zum Hausrat der
beſſeren Wohnungen eines Geiſtlichen, eines Lehrers oder
eines Förſters, oder ſind ſolche Seltenheiten, daß ein
Fin=
diger ſich beizeiten ihrer bemächtigt hat. Aus der
Siede=
lung ragt gewöhnlich eine intereſſante alte griechiſch=
katho=
liſche Kirche hervor; ein Holzbau mit hölzernem,
pagoden=
artigem Glockenturm daneben; zuweilen auch ein
auffal=
lend großes, modernes ſteinernes Gotteshaus mit
ver=
dächtigen Anklängen an ruſſiſch=byzantiniſche Bauweiſe.
Alles andere iſt niedrig und armſelig. Nur wenige von
den Blockhäuſern ſind auch außen mit Lehm verklebt oder
gar angeſtrichen; die meiſten ſtehen nackt und urwüchſig
unter ihrem zeltartig überhängenden Strohdach. Das
Innere bildet einen einzigen Wohnraum zwiſchen zwei
Schuppen, die rechts und links die überdachte Fläche
aus=
füllen. Inmitten eines ſolchen Raumes ſteht ein klotziger
ſteinerner Ofen; er hat keinen Schornſtein, heizt das Haus,
dient gleichzeitig als Kochherd, und auf ſeiner oberen
Platte pflegt die Bauernfamilie zu ſchlafen. Einige
Prit=
ſchen, ein ſchnell gezimmerter Tiſch und eine Bank
ver=
wandeln die räucherige Bude in eine Unterkunft für ſo
und ſo viele Offiziere. Günſtigſtenfalls erzieht das
Zu=
ſammenleben mit ihren Gäſten die Bewohner der
Ofen=
platte zu einer ſchüchternen Vorahnung von Sauberkeit.
Die Mannſchaften, aber auch die Stäbe mit ihren
Kanz=
leien, leben am beſten in den Baracken, die nach Art
unſerer Arbeiterkantinen, je nach ihrem Zweck
verſchie=
den, in wenigen Stunden aus dem Boden wachſen.
In=
nerhalb der Dorfſchaften gewahren wir auch
behelfs=
mäßige Lazarette, Vorratsſpeicher, Gefangenenlager und
Pferdeſtälle.
Von hier aus verteilen ſich nun die Truppen und die
Tragtierkolonnen auf die zu den Gefechtsſtellungen
führen=
den Wege. Zuerſt ſind es noch Straßen; der
niedergetre=
tene Schnee läßt die Breite eines mäßigen Fuhrwegs
erkennen. Bald aber geht es auf kaum angedeuteten
Pfa=
den weiter — ein kräftigendes Vergnügen, wenn das
Wet=
ter ſchön und der Schnee hart iſt, dagegen bei weichem,
alles verdeckenden Neuſchnee und eiſigem Schneetreiben
eine verzweifelte Tretmühle für den ſchwer bepackten
Mann.
Das Wetter und immer wieder das Wetter! Es hat
bei unſerem Vorgehen die allergrößte Rolle geſpielt. An
manchen herrlichen ſonnigen Froſttagen hört man aus
jedem dritten Munde den fröhlichen Ausruf: Der reinſte
Winterſport! Die weißen Kuppen leuchteten blendend
gegen den blauen Himmel. Auf jedem ihrer
weitaus=
ladenden Zweige trug die majeſtätiſche Kiefer ihre
glitzernde, ſchimmernde Laſt. Von den ſchroffen Hängen
ſauſten mit roten Geſichtern die Schneeſchuhpatrouillen zu
Tal, keck und abenteuerlich in ihren raſchen Bewegungen.
Feſtgebunden an kurze Pflöcke ſprangen und kläfften die
unheimlich tatendurſtigen Polarhunde im Schnee umher
CK. Der Kaiſer und die Verwundeten. Vom Kaiſer
im Kriege erzählt der Berichterſtatter des Neu=Yorker
Globe, Herbert Corey, einige Geſchichten, die er während
ſeines Aufenthaltes in Deutſchland gehört hat. Er
kenn=
zeichnet das deutſche Gefühl gegenüber dem Kaiſer als
„einen flammenden Patriotismus”, wenn ſie auch in ihm
durchaus nicht den geheimnisvollen „Kriegsherrn”, als den
die Engländer ihn ſchildern, ſehen, ſondern „einen
warm=
herzigen gebietenden, männlichen Mann” Von einem
Deutſchen in hoher Stellung iſt Corey folgende Geſchichte
erzählt worden: „Ich will Ihnen etwas vom Kaiſer
be=
richten, das Ihnen erklären wird, warum wir ihn ſo lieben.
Kurz nach der Schlacht von Soiſſons beſuchte der Kaiſer
ein Feldlazarett. Er kam dabei zu einer Tür, die
ge=
ſchloſſen war. „Gehen Sie nicht hinein, Majeſtät,” baten
die Adjutanten, „es iſt ein ſterbender Mann darin, der
furchtbar verwundet iſt.” „Ich will hineingehen,” war die
Antwort. In dem Raum lag ein junger Leutnant. Er
war noch bei Bewußtſein und wußte, daß er im Sterben
lag. Er war ganz allein. Die Dienſte der Pfleger im
La=
zarett wurden bei denen gebraucht, bei denen noch
Hoff=
nung auf Rettung war. Der Kaiſer kniete an ſeinem Bett
nieder. „Gehen Sie,” ſagte er zu den anderen. Von Zeit
zu Zeit öffneten ſeine Begleiter ein wenig die Tür, um
nach ihm zu ſehen. Immer wieder fanden ſie den Kaiſer
auf ſeinen Knien an der Seite des ſterbenden Mannes,
laut betend. Erſt als die gemarterte Seele entflohen war,
verließ der Kaiſer das Zimmer . . .‟ Eine der
dramatiſch=
ſten Geſchichten vom Kaiſer wird von einem anderen
Be=
ſuch in einem Feldlazarett erzählt. Ein Verwundeter lag
ſterbend in ſeinem Feldbett. Als der Kaiſer herantrat,
öffnete der Sterbende ſeine Augen und ſagte lächelnd: „Ich
hatte einen Traum. Es ſchien mir, daß mein Kaiſer käme
und an meinem Bett ſtünde.” „Schauen Sie her,” ſagte
der Kaiſer, „es war kein Traum: Ihr Kaiſer ſteht an
Ihrer Seite.” Wieder huſchte ein Lächeln über das
Ant=
litz des Mannes, der ſanft hinüberſchlummerte. Weiter
erzählt der amerikaniſche Berichterſtatter, daß der Kaiſer
vor einigen Wochen in ſeinem Auto eine Straße in
Frank=
reich entlangfuhr, als ihm eine Gruppe Verwundeter
be=
gegnete. Sie waren auf dem Wege zum nächſten Lazarett,
einige leichter Verwundete halfen den anderen Kameraden.
Der Kaiſer ließ den Wagen halten. „Wie weit iſt es zum
Lazarett?” fragte er. „Zwölf Kilometer, Majeſtät.” „Ich
will nicht fahren, wenn dieſe Leute laufen müſſen,” ſagte
der Kaiſer, ſtieg aus und half den Verwundeten in den
Wagen. Dann ging er mit ſeinen Begleitern zu Fuß bis
zur nächſten Stadt.
* Heldentat eines jungen Mädchens. Erwähnung ver
dient die Heldentat eines jungen Mädchens
von der man jetzt Erfährt. Es war bei den
Befreiungs=
kämpfen in der Bukowina, und der Ort Piſtyu war von
den Ruſſen beſetzt worden. Die 19 Jahre alte Studentin
Suſanne Scherr fand nun durch Zufall einen ſehr
wich=
tigen ruſſiſchen Tagesbefehl. Sie faßte den kühnen Ent
ſchluß, trotz aller drohenden Gefahren das Schriftſtück den
öſterreichiſchen Truppen zu überbringen, wanderte zwei
Tage und Nächte durch unwegſame. vom Feinde beſetzte
Wälder und erreichte endlich, halbtot vor Erſchöpfung,
den Oberſtleutnant Papp, dem ſie ihr Dokument über
geben konnte. Irgend eine Belohnung zu nehmen, lehnte
das brave junge Mädchen ab, indem es erklärte, aus
Vaterlandsliebe gehandelt zu haben.
* „Heringskartoffeln.” Auf welche Mittel
Kartoffel=
händler gekommen waren, um die geſetzlichen Höchſtpreiſe
nicht einhalten zu müſſen, zeigte ein Fall, der die
Straf=
kammer in Berlin beſchäftigte. Wegen Ueberſchreitung
der Höchſtpreiſe war der Kartoffelhändler G. aus Neukölln
angeklagt. Der Angeklagte war, wie die Verhandlung ergab,
in folgender Weiſe zu Werke gegangen: Wenn jemand
in ſeinem Laden Kartoffeln verlangte, ſo erklärte er erſt,
keine zu haben. Dann aber erklärte er dem Kunden, daß
er ihm Kartoffeln verkaufen würde, wenn der Betreffende
gleichzeitig auch einen Hering kaufen werde.
In den meiſten Fällen gingen die Kunden auch hierauf
ein, in der Meinung, es handele ſich um den bekannten
Berliner „Sechſer=Hering‟ Der Angeklagte berechnete
nun aber dieſen Hering, der ihn ſelbſt 2½—3 Pfg. koſtete,
mit 20 Pfg., ſo daß er dadurch indirekt an den Kartoffeln
einen höheren Verdienſt von 15 Pfg. hatte. Der
Staats=
anwalt beantragte 75 Mark Geldſtrafe. Das Gericht
erkannte jedoch auf 100 Mark Geldſtrafe, da es
ſich hier um einen recht raffinierten Fall handele; das
Gericht habe lange geſchwankt, ob es den Angeklagten
nicht zu einer Gefängnisſtrafe verurteilen ſolle. In der
Tat verdienen ſolche Hallunken, die jetzt Kriegswucher
treiben, ins Loch geſteckt zu werden.
und konnten es nicht abwarten, daß man ſie vor den
Schlitten ſpannte und ſie, immer ihrer zehn
zuſammen=
gekoppelt, eine Laſt bergan ziehen hieß, die weder von
Menſchen noch von Pferden über Geröll und Klippen
hin=
weggezerrt werden kann. Aber das Bild verdüſterte ſich
auch wieder. Nebelwolken und peitſchender Sturm ſchienen
nichts Gutes zu verkünden. Die treppenmäßig
ausge=
hauenen Wege waren ſo glatt übereiſt, daß man ohne
Steigeiſen, Nagelſchuhe und Eispickel nicht von der Stelle
kam. Hinter der Wand, die man hinaufklomm, dröhnte
mit dreifachem Echo Geſchützdonner wie von
aufprallen=
den Lawinenſtürzen. Von Zeit zu Zeit mußte man in
den tiefen Schnee beiſeite treten und die von oben
kom=
menden, künſtlich und behutſam geſteuerten Handſchlitten
vorbeilaſſen, auf denen die Schwerverwundeten ihre lange,
unruhevolle Reiſe zum Lazarett zurücklegen. Wann
kom=
men wir ans Ziel? Wie wird es uns droben ergehen bei
dieſer Kälte?
Auf halber Höhe ein letztes Dorf, noch viel
kümmer=
licher als das im Tal; an einem in Deckung liegenden,
etwa einer mäßigen Sennhütte vergleichbaren Hauſe ein
Schild: Stab der F. Brigade; bis hierher bringen
Trag=
tiere täglich zweimal das Eſſen in Kochliſten herauf. Was
noch höher hinauf befördert werden muß, beſorgen
Men=
ſchen= und Hundekräfte. Es folgt ein Anſtieg, bei dem
auch das ſichere, willige Maultier verſagt, eine richtige
Kraxelei. Im Gänſemarſch, mit großen Abſtänden bewegt
ſich der Zug der Laſtträger Schritt für Schritt langſam
aufwärts; auf dem Rücken Behälter mit Kommißbroten
oder vollgeſtopfte Ruckſäcke, gelegentlich auch einen eiſernen
Ofen. Der Weg führt im Walde empor. Ein Glück, daß
es hier noch überall Bäume gibt, daß man Bau= und
Brennholz in Hülle und Fülle zur Verfügung hat und
wenigſtens das nicht hinaufzuſchleppen braucht. Bald
hallt denn auch alles von den Schlägen der Axt und dem
ächzenden Schnitt der Säge. Wir ſind in der unteren
Stellung, wo der ausruhende Teil der Mannſchaften in
Bereitſchaft liegt, während die anderen den
Schützengra=
ben bewachen oder die Gebirgskanonen bedienen oder in
den Unterſtänden der größeren Geſchütze die Befehle
er=
warten, die ihnen vom Beobachtungsſtand durch den
Fernſprecher übermittelt werden. Die untere Stellung iſt
als ein terraſſenförmig angelegtes Waldhöhlenlager zu
bezeichnen. Halb in den Schnee, halb in den Erdboden
eingegraben, überdeckt mit Baumſtämmen, und dieſe
wie=
der mit Schnee, Erde und Tannenzweigen, ſtellen dieſe
Woh=
nungen, auch wenn ſie geheizt werden können, den denkbar
primitivſten Aufenthalt dar. Ein verwahrloſter Nomade
hält es in einer ſolchen Behauſung nicht wochenlang aus,
unſer Offizier und unſer Soldat nur deshalb, weil ſie
Charakter genug haben, fürs Vaterland auf alles zu
ver=
zichten, was ihrer Kulturſtufe angemeſſen wäre, ſogar auf
Reinlichkeit.
Jetzt noch die letzten 4—500 Schritte bergan, und wir
gelangen in die Feuerſtellung. Unmittelbar unter dem
höchſten Kamm zieht ſich die Schützenlinie hin; lauter
ein=
zelne Unterſchlüpfe von der Art der ſchon beſchriebenen,
aber in der Regel nicht heizbar, da der Rauch uns dem
Gegner verraten würde. Ein ſcharfer, pfeifender Wind
bläſt uns hier oben entgegen. Wir ſchauen über den Rand
ins Tal und zu den von den Ruſſen beſetzten Bergen
hin=
über; aber ducken uns ſchleunigſt, denn der da drüben
paßt gut auf und begrüßt uns ſofort mit ein paar
Gewehr=
ſchüſſen, die dicht neben uns in das Unterholz ſchlagen
Nur aus der Deckung, wo das Scherenfernrohr ſteht,
kön=
nen wir in Gemütsruhe beobachten. In der weißen
Wandtafel der jenſeitigen Berge erblicken wir große
braune Trichter und Spritzflecken, einen neben dem
an=
deren: Da hat unſere Artillerie ſich ins Fremdenbuch
ge=
ſchrieben. Nah dabei ſind deutlich die ruſſiſchen
Draht=
verhaue zu erkennen, etwas höher die Schützengräben, ab
und zu auch einzelne Geſtalten, die zu ſchanzen, und
an=
dere, die etwas heranzutragen ſcheinen. Auf einem
Berg=
rücken, der ſich wurmhaft von drüben ins Tal herein und
zu uns her windet, liegen ſich unſere und die ruſſiſchen
Truppen auf 300 Meter gegenüber. Man kann die
Par=
teien genau unterſcheiden; aber ſie kämpfen jetzt nicht. In
einer anderen Richtung ragt ein trotziger Kegel empor,
die Kuppe durch eine Rundbefeſtigung nach allen Seiten
zu einer ſtarken Feſtung gemacht. Uneinnehmbar, ſagt
jeder. Wir müßten, um die Feſtung zu nehmen, entweder
in der Nacht oder im Angeſicht des Feindes von hier ins
Tal hinabſteigen und aus dem Tal den ſteilen Berg
hin=
anſtürmen. Die Hälfte unſerer Leute würde abſtürzen
die andere zuſammengeſchoſſen werden. Etwas ähnliches
haben die Ruſſen mehrmals gegen uns verſucht und dabei
alles verloren. Uneinnehmbar, — Und wir haben die
Stellung dennoch genommen, wenige Wochen darauf!
Es dunkelt. Um ins Tal zurückzukehren, trennen wir
uns von dem erſtaunlichen Anblick dieſes ſtarren weißen
Ozeans. Hier wird alles klar, was ſich nach der Landkarte
ſo überaus ſchwierig vorſtellen und beurteilen läßt. Hier
wird auch klar, daß die Kriegführung in den verſchneiten
Karpathen ihre eigenen Geſetze befolgt und ſchon
voll=
kommen anders geartet iſt, als zum Beiſpiel die in der
nahen Bukowina, wo das niedrige Hügelland ganz
an=
dere Aufgaben ſtellt. Hinter dem gewandten Führer
ſtei=
gen wir taſtend in die nächtliche Tiefe hinab. Alles
um=
fängt uns ſchwarz und ſchweigend, nur der Schnee ſcheint
manchmal in ſanften Farben aufzublinken. Man begreift,
was es heißt, in ſolcher Nacht eine Ueberrumpelung des
Feindes zu wagen.
Nach ſtundenlangem Abſchied treten wir unten in die
erleuchtete Baracke eines öſtereichiſch=ungariſchen
Divi=
ſionsſtabes. Um den bretternen Tiſch herum ſitzt ein
Dutzend Offiziere: Deutſch=Oeſterreicher, Ungarn,
Tſche=
chen, Kroaten; mitten darunter ein paar Deutſche: ein
Berliner, ein Stuttgarter, ein Hamburger. Ein
ungari=
ſcher Huſaren=Rittmeiſter, blaue Attila, rote Reithoſen,
greift eine Geige von der Wand. Sie gehört einem
preu=
ßiſchen Feldwebel und iſt in den zierlichen Händen des
Ungarn eigentlich zu plump; der Bogen wie aus der
Nibe=
lungenzeit (behauptet er). Aber es iſt doch eine Geige,
und obendrein eine deutſche Geige! Und er ſpringt
auf einen Holzblock, ſtimmt, probiert und beginnt zu
ſpie=
len. Und er ſpielt den Krieg und ſpielt den Frieden, ſpielt
die Kameradſchaft und die Treue, die Geduld, die
Sehn=
ſucht, den Zorn, den Mut und auch den Uebermut. Alle
ſitzen verſunken da, lauſchen den nahen Tönen und ſtarren
in die Ferne. Und ſeine Geige grüßt die Ausharrenden.
die droben im eiſigen Gebirge auf Poſten ſtehen und das
ungewiſſe Schickſal des kommenden Tages erwarten.
W. T. B.
Teuerungsunruhen und Alkoholverbot in
Rußland.
* Stockholm, 4. Mai. Die Petersburger Telegr.=
Agentur meldete aus Moskau unter dem 23. April über
Unruhen: Der Hauptkommandierende der Stadt
Mos=
kau bringt zur allgemeinen Kenntnis, daß es am 18. April
wegen der Teuerung für Lebensmittel auf dem
Preobraſhensky=Platz zu Ordnungswidrigkeiten kam, die
durch ein Polizeiaufgebot raſch unterdrückt worden ſind
Am 21. und 22. April kam es nach 7 Uhr abends erneut
zu Ordnungswidrigkeiten auf der Bresnaja, welche in
keinerlei Zuſammenhang mit der Produktenteuerung
ſtan=
den, ſondern ausſchließlich den Charakter des Treibens
von Hooligans hatten, ſowohl was die Zuſammenſetzung
der Menge anlangt, als auch ihre Tätigkeit, die im
Wer=
fen von Steinen und zerbrochenen Flaſchen auf die
Poli=
zeiorgane zum Ausdruck kam. — Der
Hauptkommandie=
rende erinnert die Bevölkerung von Moskau daran, daß
alle notwendigen Maßnahmen zur Verbilligung der Preiſe
für Produkte erſter Notwendigkeit getroffen werden,
wes=
halb er auch hofft, daß die Bevölkerung der Hauptſtadt
völlige Ruhe wahren werde, eingedenk deſſen, daß jegliche
Ordnungswidrigkeiten innerhalb des Reiches,
insbeſon=
dere im Herzen Rußlands, Moskau, ungünſtig auf die
Stimmung der „glänzenden Armee” wirken und nur dem
Feinde zum Vorteil gereichen können. Der
Hauptkomman=
dierende wendet ſich an die geſunde Vernunft der
Bevöl=
kerung der Hauptſtadt und erläßt zu gleicher Zeit eine
Warnung, daß jegliche Anſammlungen auf den Straßen
verboten ſind. Gegen die Störer der Ordnung werden
die entſchiedenſten Maßnahmen getroffen werden.
* Moskau, 4. Mai. Mit den Unruhen in
Moskau ſteht eine Verordnung des Moskauer
Stadt=
hauptmanns in Zuſammenhang, wodurch die Hausbeſitzer
verpflichtet werden, alle Zugänge von der Straße von
6 Uhr abends bis 6 Uhr morgens verſchloſſen zu halten
Zuwiderhandelnden wird Geldſtrafe bis zu 3000 Rubeln
evtl. Haft bis zu drei Monaten angedroht.
* Petersburg, 4. Mai. Die Fleiſchnot
dauert unvermindert fort. Am 24. und 25. April waren
viele Fleiſcherläden wegen Fleiſchmangel überhaupt
ge=
ſchloſſen. Nach dem Ergebnis der Unterſuchung des
Eiſen=
bahnminiſters lagern auf vielen Stationen große Mengen
Fleiſches, die aus Mangel an Transportmitteln nicht
ver=
ſandt werden können. — Es herrſcht auch großer Mangel
an Jod für Desinfektionszwecke. — Die Semſtwos des
Gouvernement Minsk haben ſich für die
Beſchlag=
nahme aller vorhandenen Lebensmittel
ausge=
ſprochen, da dort völliger Mangel an allem herrſcht.
* Petersburg, 3. Mai. Nach dem Rjetſch ergibt
die Statiſtik, daß, je ſchärfer das Alkoholverbot
ge=
handhabt wird, die Anzahl der Todesfälle infolge von
Säuferwahnſinn deſto mehr anwächſt. Die Zahlen
ür Februar 1915 ſind faſt dreimal ſo hoch wie im Auguſt
1914. Die Unterſuchung hat ergeben, daß alle Stände gleich
tark an dem Anwachſen beteiligt ſind. Daraus iſt
erſicht=
lich, daß das Alkoholverbot ſeinen Zweck nicht
er=
reicht und daß die Bevölkerung ſich an
Erſatz=
ſtoffe, beſonders vergällten Spiritus, gewöhnt hat. Es
müßten daher andere Maßregeln ergriffen werden, um das
nationale Laſter auszurotten.
Engliſche Verluſte.
* London, 4. Mai. Die letzte Verluſtliſte
verzeichnet 200 Offiziere, die größte Zahl ſeit den
Kämpfen bei Neuve Chapelle. 111 Offiziere gehörten der
Territorial=Armee an.
Die Angriffe gegen Churchill.
* In dem bereits erwähnten Leitartikel, der ſich
be=
ſonders mit dem engliſchen Dardanellenunternehmen
be=
ſchäftigt, ſagt die Morning Poſt: Wer iſt der
Verant=
wortliche für den koſtſpieligen groben Fehler,
koſt=
ſpielig, ob die gegenwärtige Operation gelingt oder
fehl=
ſchlägt? Wir behaupten, daß der erſte Lord der
Admirali=
tät gegen die Anſicht der Fachleute handelte, daß er das
Kabinett glauben machte, er habe die Anſicht Fiſhers
hinter ſich, was nicht wahr war. Das Kabinett iſt nicht
erantwortlich, da es die Wahrheit nicht kannte. Die
Wahrheit iſt, daß Winſton Churchill eine
Ge=
fahr für England iſt. Er hat Schuld an dem
un=
heilvollen Antwerpener Unternehmen, an den Verluſten
der an dieſem Unternehmen beteiligten Marinediviſion
und der 7. Diviſion, an dem Untergang der „Creſſy”,
„Abonkir” und „Hogue”, die damals Sir Jellicoes Befehl
nicht unterſtanden, an den dem Craddock=Geſchwader
er=
teilten unbrauchbaren Befehlen. Ueberall ſehen wir den
Amateur über den Fachmann hinwegſchreiten. Sollen
wir auf ein noch teureres Unheil warten? Lord Fiſher
und Kitchener ſind nicht verantwortlich, aber wir warnen
ſie doch, daß ſie, wenn ſie nicht Einſpruch erheben und auf
Fachaufſicht drängen, teilhaben an der Schande und
Verantwortung. Zeit iſt es, daß ſie ſprechen und die
drohende Gefahr der Amateur=Einmiſchung beim Mann
am Ruder abwenden. Die Verfaſſung hat keinen Platz
für ſolch ein Phänomen. Wir warnen Lord Fiſher,
Kit=
chener und das Kabinett, daß ſie durch ihre Fügſamkeit
dieſem Mißbrauch gegenüber ihre Pflicht vernachläſſigen
und das Land in Gefahr bringen. Churchill ſollte die
Gnade haben, einzuſehen, daß ſeine Lage unmöglich
ge=
worden iſt, und einem Seemann von Beruf
Platz machen.
Angriffe gegen die franzöſiſche Regierung.
* Paris, 4. Mai. Clemenceau veröffentlicht im
Homme enchainé eine Reihe von Artikeln, in welchen er
eftige Angriffe gegen Poincaré und das
Miniſterium Viviani richtet. Er wirft ihnen vor
daß ſie in autokratiſchem Gelüſt beabſichtigten, ſich der
Kontrolle des Parlaments zu entziehen. Die dem
Trium=
virate Poincaré, Millerand und Viviani naheſtehende
Preſſe bekämpfte mit allen Mitteln die Kontrolle des
Par=
laments, die Zenſur ließ allen Angriffen gegen das
Par=
lament freien Lauf, dagegen beſtehe Preßfreiheit für die=
jenigen nicht, welche die Verfaſſung der Republik gegen
die diktatoriſchen Beſtrebungen einiger Weniger
vertei=
digen möchten. Jetzt beabſichtige man anſcheinend wieder
das Parlament auszuſchalten. Man werde den Kammern
angeblich demnächſt vorſchlagen, ſich mit den eigenen
Hän=
den zu erdroſſeln. Man werde ſich bereit erklären, von
dem Vorrechte, die Parlamentsſeſſion geſchloſſen zu
er=
klären, keinen Gebrauch zu machen, ſondern die Kammern
lediglich zu vertagen, falls die Kammern ſich verpflichten,
keine Sitzungen abzuhalten. Dies würde bei der
gegen=
wärtigen inneren und äußeren Kriſe nichts anderes
be=
deuten, als der ſchlimmſten Kataſtrophe entgegenzugehen.
Die augenblickliche Regierung, die kaum ein
inneres Gleichgewicht beſitze, bedürfe umſo mehr der
Kon=
trolle durch das Parlament, als die ganze
Exi=
ſtenz Frankreichs auf dem Spiele ſtehe.
Eine merkwürdige Geſchichte.
* Baſel, 3. Mai. Die Nationalzeitung erwähnt
wiederholt, daß anſcheinend die franzöſiſchen=
Schwerverwundeten, die über Konſtanz
ausge=
tauſcht worden ſind, noch immer nicht zu ihren
Angehörigen entlaſſen worden ſind. Beim
La=
zarett in Konſtanz ſind in den letzten Tagen zahlreiche
Briefe eingelaufen, in denen die Verwandten ſich nach dem
Befinden von Invaliden erkundigen, die ſchon längſt nach
Frankreich ausgeliefert worden ſind. So fragt z. B. die
Mutter eines Offiziers, ob denn der Transport der
Ver=
wundeten noch immer nicht ſtattgefunden habe. Dabei
befindet ſich der invalide Offizier bereits ſeit über einem
Monat auf franzöſiſchem Boden. Aus brieflichen
Nach=
richten geht hervor, daß die Invaliden von Lyon aus
nach Korſika gebracht worden ſind. Es liegt nahe, zu
glauben, daß man verhindern will, daß die
Inbg=
liden über die Verhältniſſe in Deutſchland
ſprechen, die doch immerhin ganz anders ſind, als die
franzöſiſche Preſſe ſie ſchildert.
Japan und Ching.
* Petersburg, 4. Mai. Rjetſch ſagt in ſeiner
Wochenüberſicht: Die Ereigniſſe im fernen Oſten
verurſachen eine gewiſſe Unruhe. Die chineſiſche
Regierung kann gar nicht die Forderungen Japans
er=
füllen, ohne ſich in den Augen der öffentlichen Meinung
des Landes völlig zu kompromittieren. Mit Bedauern
ſtellen wir feſt, daß gegenüber den Verſicherungen Okumas
über eine friedliche Löſung des Streitfalles die japaniſche
Preſſe durch oſtentative Drohungen einen allzu großen
Druck ausübt. Zu berückſichtigen iſt, welche Erſchwerung
der politiſchen Situation es wäre, wenn im fernen Oſten
gleichfalls kriegeriſche Ereigniſſe einträten.
* London, 4. Mai. Reutermeldung aus Peking:
Geſtern antwortete China auf Japans abgeänderte
For=
derungen. Der japaniſche Geſandte der einige
Vorbehalte Chinas für unberechtigt hielt, erklärte, er müſſe
das Anerbieten der Rückgabe Kiautſchous
zurück=
ziehen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 5. Mai.
* Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Poſtagenten a. D. Wilhelm
Fuhr in Mümling=Grumbach das Allgemeine
Ehren=
zeichen mit der Inſchrift „Für langjährige treue Dienſte‟
am Bande des Verdienſtordens Philipps des
Groß=
mütigen, ferner Ihre Königl. Hoheit die
Groß=
herzogin dem Polizeidiener Kaſpar Lang zu
Landen=
hauſen, Kreis Lauterbach, das Allgemeine Ehrenzeichen
mit der Inſchrift „Für 50jährige treue Dienſte” am
Bande des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen
verliehen. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger
Feuerwehren wurde verliehen durch Entſchließung Ihrer
Königl. Hoheit der Großherzogin an Karl Weitz
zu Alsfeld.
* In den Ruheſtand verſetzt wurde der Lehrer
Lorenz Kitz zu Ober=Seibertenrod auf ſein Nachſuchen,
unter Anerkennung ſeiner langjährigen treuen Dienſte,
mit Wirkung vom 15. Mai d. J. an.
* Militärdienſtnachricht. Zum Leutnant der Reſerve
mit Patent vom 22. März 1915 befördert: Fäth (II
Darm=
ſtadt), Fähnrich, früher im Fußart=Regt. Nr. 14, des
Fuß=
art.=Regts. Nr. 3, jetzt im Reſ.=Fußart.=Regt. Nr. 3.
Kriegsauszeichnung. Feldwebel Friedrich
Techel=
im Reſerve=Inf.=Regt. 254 wurde zum Offizier=Stellver
treter ernannt und mit dem Eiſernen Kreuz ausgezeichnet,
* Die Sitzungen des Schwurgerichts der Provinz
Starkenburg für das zweite Quartal 1915 werden
Mon=
tag, den 7. Juni, vormittags halb 10 Uhr, unter dem
Vor=
ſitze des Herrn Landgerichtsrats Dr. Maurer ihren Anfang
nehmen.
* Die Todesurteile gegen den Studenten Vogt und
Frau Heydrich vom Reichsgericht beſtätigt. Das
Reichs=
gericht beſchäftigte ſich mit der Reviſion der beiden Ver= der Verurteilten. Ihre Reviſion gründete ſich auf.
behauptete Formfehler; u. a. war als Reviſionsgrund
an=
gegeben, daß die Beſtimmungen über den Ausſchluß der
Oeffentlichkeit verletzt waren. Da das Reichsgericht dieſe
Einwände verwarf, bleibt es bei dem Urteil des
Schwur=
gerichts vom 12. März. Das Urteil bedarf noch der
Be=
ſtätigung durch den Großherzog.
— Großh. Hoftheater. Heute Mittwoch wird der
Wagner=Zyklus mit einer Aufführung von „Rienzi” der,
vor kurzem neu einſtudiert und neu ausgeſtattet, mit
großem Erfolg wieder in den Spielplan aufgenommen
wurde, fortgeſetzt. Es gelten die kleinen Preiſe (B 41).
Donnerstag, den 6. Mai, C 38, gaſtiert das Enſemble
des Neuen Theaters aus Frankfurt a. M. noch einmal
mit Schnitzlers Komödie „Profeſſor Bernhardi”, die bei
ihrer Erſtaufführung auch hier bei Publikum und Preſſe
ganz außergewöhnlichen Erfolg hatte. Da Herr Otto
Framer, der den Pfarrer Franz Reder ſpielt, verhindert
iſt, am Donnerstag mitzuwirken, hat Herr Kurt Ehrle
dieſe Rolle übernommen. Die Vorſtellung beginnt
wieder um 7½ Uhr, es gelten die kleinen Preiſe. Für
Freitag iſt „Mignon” angeſetzt, D 38. Samstag
nach=
mittag 2 Uhr wird „Wilhelm Tell” als
Schülervor=
ſtellung gegeben. Abends findet eine Verwundeten=
vorſtellung „Annaliſe” ſtatt, vorher wird Leina Anderſen
einige Tanzſzenen, zu denen ſie ſich ſelbſt mit der Geige
begleitet, vorführen.
Gaſtſpiel Gertrud Geyersbach. Im Laufe
des Wagner=Zyklus wird Gertrud Geyersbach in zwei
ihrer beſten Partien auftreten. Die Künſtlerin wird am
Sonntag, den 9., die Senta im „Fliegenden Holländer”
und Mittwoch, den 12., die Eliſabeth in „Tannhäuſer”
ſingen.
— Kaiſer Wilhelm=Spende deutſcher Frauen, In
einer Huldigungsanſchrift haben deutſche Frauen und
Jungfrauen unſerem Kaiſer zu ſeinem Geburtstage
ihr unwandelbares Vertrauen ausgeſprochen und
gleich=
zeitig eine „Kaiſer Wilhelm=Spende deutſcher
Frauen” als Gabe der deutſchen Frauenwelt
darzu=
bringen verſprochen. Dies Verſprechen ſoll jetzt eingelöſt
werden. In allen Gauen unſeres Vaterlandes werden
zu dieſem Zweck Geldſammlungen veranſtaltet. Unſer
liebes Heſſenland darf in der Betätigung opferwilliger
Vaterlandsliebe nicht zurückſtehen. Wenn auch hier in
Darmſtadt in privaten Frauenkreiſen und Schulen ſchon
hin und wieder in dankenswerter Weiſe für die Spende
geſammelt worden iſt, ſo ſoll jetzt das Intereſſe für die
Sammlung P noch viel weitere Kreiſe hineingetragen
werden. Ein Ausſchuß, der die Sammlung für die
Kaiſer Wilhelm=Spende deutſcher Frauen für Darmſtadt
in die Wege leiten will, erläßt einen Aufruf, der
heute im Anzeigeteil unſeres Blattes erſcheint und auf
den hiermit hingewieſen ſei. Jeder gebe nach ſeinen
Kräften und Mitteln, auch die kleinſte Gabe iſt herzlich
willkommen.
— Die Kleiderſammelſtelle 1914/15 teilt uns
mit, daß ſie zu ihrer Entlaſtung und zur Erleichterung
des Einkaufs den Einzelverkauf ihrer „Kriegsſtiefel” von
nun an verſchiedenen Läden in der Stadt überträgt.
(Siehe heutige Anzeige.) Im Ausſtellungsgebäude,
Ein=
gang im Hochzeitsturm, werden nur die
Maſſen=
beſtellungen angenommen und einzelne Paare an die
vom Fürſorgeamt Empfohlenen abgegeben. Die Preiſe
ſind die von der Sammelſtelle angeſetzten.
* Städtiſche Schulzahnklinik, Waldſtraße 21.
Sprech=
ſtunden: 9—12 und 2—5 Uhr, Samstags 2—4 Uhr.
Kin=
der, die die Schule noch nicht beſuchen, werden nur
mor=
gens behandelt. Im Monat April 1915 wurden
behan=
delt: 391 Kinder (238 Mädchen, 153 Knaben) mit 499
Kon=
ſultationen. Gefüllt wurden 408 Zähne, ausgezogen
wur=
den 195 Zähne (162 Milchzähne, 33 bleibende Zähne).
Zahl der Tage, an denen Sprechſtunden abgehalten
wur=
den: 22.
Abholung poſtlagernder Sendungen. Auf
An=
ordnung der zuſtändigen Militärbehörden dürfen die
für den Empfang poſtlagernder Sendungen
er=
forderlichen Ausweiſe nur noch von den
Polizei=
behörden ausgeſtellt werden. Sie müſſen die
Photo=
graphie der zur Abholung berechtigten Perſon enthalten
und haben damit nicht für den einzelnen Fall, ſondern
allgemein Gültigkeit. Die Ausweiſe, welche von
Polizei=
behörden aus dem Bereiche anderer Armeekorps
aus=
geſtellt ſind, gelten auch für den Bereich des XVIII.
Armee=
korps. Poſtausweiskarten, ſowie Ausweiſe aller übrigen
Behörden und der Nachrichtenoffiziere pp. berechtigen
nicht mehr zum Empfang derartiger Sendungen.
— Die 46. ordentliche Generalverſammlung
des Deutſchen Bühnenvereins findet am 15. Mai
in Darmſtadt im Hotel „Zur Traube” ſtatt.
* Gartenbauverein Darmſtadt. Wie aus dem
Anzei=
genteil zu erſehen iſt, wird Herr Lehrer Preſſer einen
Vortrag halten über das Thema: „Wie die Mutter Erde
ihre Menſchenkinder in die Schule genommen hat”.
— Schonet die Wieſen! Man ſchreibt uns: In der
letzten Zeit ſind wiederholt Klagen laut geworden, daß die
Schulkinder — leider vielfach dem Beiſpiel der
Er=
wachſenen folgend — die Wieſen betreten, um
Blumen zu pfflücken, die dann gar oft bald darauf
wieder achtlos beiſeite geworfen werden. Die
Erwach=
ſenen, namentlich die Eltern, ſollten es als ihre Pflicht
an=
ſehen, den Kindern, wo ſich Gelegenheit dazu bietet, immer
wieder zum Bewußtſein zu bringen, daß das eine große
Unart iſt. Dabei ſollte bei ihnen auch das Verſtändnis für
die Naturſchönheiten geweckt und gezeigt werden, daß dieſe
Schönheiten Eigentum der Allgemeinheit ſind, und daß,
ab=
geſehen davon, daß man kein Recht hat, ſich fremdes
Eigen=
tum anzueignen, dieſe Schönheiten durch das Abreißen der
Blumen vernichtet werden.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— Reſidenz=Theater am Weißen Turm. Fran
Anna Müller=Linke, die beliebte Humoriſtin, präſentiert ſich
wieder in dem Militärluſtſpiel „Frl. Feldwebel”. Wer
er=
innert ſich nicht der köſtlichen Humoreske „Mobilmachung
in der Küche”, in welcher oben genannte Künſtlerin zum
erſtenmal Triumphe feierte. So auch das Filmwerk „Frl.
Feldwebel” welches Lachſalven durch ſeine originelle und
urkomiſche Handlung bei dem Beſchauer auslöſen muß.
Neben dieſem Zweiakter erſcheint noch der große
Kriminal=
roman in 5 Akten „Schuldig oder Nichtſchuldig” auf der
weißen Wand. Durch dieſe geſchickte Zuſammenſtellung
des Programms muß jeder Beſucher auf ſeine Koſten
kom=
men, fehlen doch auch diesmal nicht die neueſten
Ereig=
niſſe vom Kriegsſchauplatz. Eine herrlich kolorierte
Natur=
aufnahme „Sevilla” vervollſtändigt den Spielplan. (Siehe
Anzeige.)
Offenbach, 4. Mai. (Das Offenbacher
Stadt=
theater.) Herr Direktor Adalbert Steffter, der
Direk=
tor des Offenbacher Interims=Stadttheaters, ſchloß mit
der Turnhallen=Verwaltung einen Vertrag ab, womit die
von ihm bisher innegehabte Bühne in der Goethe=
Turn=
halle bis zum Jahre 1921 ſeinen künſtleriſchen
Be=
ſtrebungen geſichert bleibt. Steffter beabſichtigt, Bühne
und Saal, ſowie den geſamten Theaterbetrieb zu
moder=
niſieren und ferner einen Theaterverein ins Leben zu
rufen, dem die Aufgabe zufallen ſoll, immer weitere Kreiſe
für ein ſtädtiſches Theater zu intereſſieren, an deſſen
Vor=
bereitung er nun ſchon jahrelang eifrig tätig iſt.
Gießen, 4. Mai. (Von der
Landesuniverſi=
tät.) Das Großherzogliche Miniſterium hat für die
Zwecke des agrikultur=techniſchen
Labora=
toriums bei dem landwirtſchaftlichen Inſtitut der
Lan=
desuniverſität 3000 Mk. für ein Jahr bewilligt, ſo daß
Herr Profeſſor Dr. Kleberger ſeine Tätigkeit fortſetzen
kann.
Gießen, 4. Mai. (Ein Waldbrand.) Geſtern
nachmittag entſtand in der Umgebung des
Bergwerks=
waldes, wahrſcheinlich infolge eines bei Rodungsarbeiten
angezündeten Feuers, ein Waldbrand der bald einen
ſol=
chen Umfang annahm, daß man die Feuerwehr
alar=
mieren mußte. Die Wehr rückte mit der Motorſpritze aus.
Durch die an der Brandſtelle lagernden aufgeſtapelten
Holzvorräte drohte das Feuer eine große Ausdehnung
anzunehmen, und es hätte zu Schlimmerem kommen
kön=
nen, wenn nicht ein in der Nähe befindlicher kleiner Teich
die Speiſung der Motorſpritze mit reichlichen
Waſſer=
mengen geſtattet hätte. So konnte man den Brand, dem
vor Eintreffen der Wehr bereits Bergwerksarbeiter
ver=
geblich zuleibe gegangen waren, erſticken, ehe größerer
Schaden angerichtet wurde.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 3. Mai. Das Berliner
Philharmoniſche Orcheſter reiſte geſtern in einem
Sonderzug nach Brüſſel, um unter Leitung
Wein=
gartners dort heute und morgen zwei große Konzerte zu
Wohltätigkeitszwecken zu veranſtalten.
Paris, 3. Mai. (Unterſchlagungen.) Petit
Pariſien meldet: Die Staatsanwaltſchaft in Paris
ver=
haftete eine Anzahl Angeſtellter der
Wohltätigkeits=
anſtalt Secours Nationale, welche große
Un=
terſchlagungen zuungunſten des Secours Nationale
begangen haben. Bisher wurden 17 Verhaftungen
vor=
genommen. Bei Hausſuchungen wurde eine große Anzahl
geſtohlener Gegenſtände gefunden.
9. ordentliche evangeliſche
Landesſynode.
g. Die 9. ordentliche evangeliſche
Landes=
ſynode des Großherzogtums Heſſen trat geſtern
vor=
mittag im Landesſynodalſaale zu einer kurzen Tagung
zu=
ſammen. Der geſtrigen Sitzung ging ein öffentlicher
Gottes=
dienſt in der Stadtkapelle voraus. Oberkonſiſtorial=
Präſi=
dent D. Nebel eröffnete die Tagung mit folgenden
Worten:
Im Auftrage Seiner Königlichen Hoheit des
Groß=
herzogs liegt mir die ehrenvolle Aufgabe ob, die 9.
ordent=
liche Landesſynode zu eröffnen. Wir treten heute in
un=
ſere Arbeit ein in einer Zeit, wo der furchtbare Krieg, der
über unſer Vaterland hereingebrochen iſt, unſer aller
Den=
ken und Empfinden beherrſcht. Wie der Krieg jeden Einzelnen
völlig in Anſpruch nimmt und alle Intereſſen völlig
umge=
ſtaltet hat, ſo ähnlich auch auf allen Gebieten des
öffent=
lichen Lebens. Auch im kirchlichen Leben hat der Krieg
ungeheure Einwirkungen gehabt, und bei allem unendlich
Schwerem, was wir täglich erleben, haben wir doch
Ur=
ſache zu herzlicher Dankbarkeit über die Zunahme des
kirch=
lichen Lebens und des religiöſen Empfindens. Die
ge=
waltigen Erfahrungen dieſes Krieges haben zu einer
reli=
giöſen Erneuerung unſeres Volkes und zu einer Größe
der Sinnesart geführt, die nicht nur vorübergehend iſt.
Aber nicht nur unſer Volk daheim, auch unſere Soldaten
draußen an der Front haben wieder beten gelernt und
das alte Lutherlied „Eine feſte Burg iſt unſer Gott” und
Gottvertrauen haben ſie zu gewaltigen Leiſtungen
be=
fähigt.
Eine weſentliche Aufgabe der Kirche iſt es, dieſen durch
das Volk gehenden kirchlichen Sinn auch nach dem
Frie=
densſchluß zu erhalten zu ſuchen. Auch die evangeliſche
Kirche Heſſens hat ſich an den Werken der
Barmherzig=
keit beteiligt. Wenn das Oberkonſiſtorium der
Landes=
ſynode bei ihrem Zuſammentritt größere Fragen nicht
vorlegt, glaubt es damit dem Empfinden Rechnung tragen
zu ſollen, da unſer aller Empfinden vom Kriege in
An=
ſpruch genommen iſt. Es folgte damit aber auch dem
Bei=
ſpiel des Reichs und der einzelnen Staaten, wenn wir uns
nur mit ſolchen Fragen beſchäftigen, die jetzt erledigt
wer=
den müſſen, ſo dem Voranſchlag des Zentralkirchenfonds.
Mit dem Wunſche, „Gott ſchütze unſer Vaterland, Gott
ſchütze auch unſere evangeliſche Landeskirche”, und im
Namen und im Auftrage Seiner Königlichen Hoheit des
Großherzogs erkläre ich die 9. ordentliche evangeliſche
Lan=
desſynode für eröffnet.
Nun geſtatten Sie mir einige perſönliche
Bemerkun=
gen. Wir kommen zu einer ſpäten Zeit zuſammen, obgleich
das Synodal=Rechnungsjahr bereits am 1. April
begon=
nen hat. Wenn wir heute ſo ſpät zuſammentreten, bitte
ich die Urſache in meiner eigenen Perſon zu ſehen, da ich
ſeit dem Ausbruch des Krieges etwas zu ſehr belaſtet war.
Es hat das verſpätete Zuſammentreten Schaden nicht
ge=
bracht, alle Geſchäfte, die zu erledigen waren, konnten doch
erledigt werden. Ich habe noch die Ehre, mitzuteilen,
daß Großh. Miniſterium des Innern Herrn
Miniſterial=
at Dr. Weber als Staatskommiſſar abgeordnet hat.
Nach weiteren geſchäftlichen Mitteilungen wird feſtgeſtellt,
daß von 56 Mitgliedern der Synode 55 erſchienen ſind.
Hierauf werden die neu eingetretenen Herren verpflichtet.
Als Alterspräſident übernimmt nunmehr Geh.
Forſt=
rat Dr. Wimmenauer die Geſchäftsführung und
er=
nennt zu Schriftführern Dekan Jaudt in Planig und
Bürgermeiſter Krapp von Sickenhofen. Es werden durch
das Los fünf Abteilungen für die Wahlprüfungen
ge=
ildet; die Prüfung der Wahlen erfolgt fofort. Weſentliche
Anſtände haben ſich nach dem Bericht der Berichterſtatter
nicht ergeben, die Wahlen werden alle für gültig erklärt,
mit Ausnahme der Wahlen von Rodheim und
Grünberg, deren Gültigkeitserklärung vorbehalten
bleibt, da die Prüfung der Wahlakten noch nicht
abge=
chloſſen werden konnte. Es folgt die Wahl des 1.
Präſi=
denten durch Stimmzettel. Auf Pfarrer Dingeldey=
Darmſtadt entfallen 50 Stimmen. Er iſt ſomit gewählt.
Herr Dingeldey dankt für das ihm erwieſene
Ver=
rauen und gedenkt des bisherigen Präſidenten, des
Gehei=
nen Schulrats Stamm in Gießen, der in den
Ruhe=
ſtand getreten iſt. Als 2. Präſident wird mit 54 Stimmen
Herr Oberamtsrichter Römheld in Nidda gewählt. Nach
eſchäftlichen Mitteilungen teilt der Vorſitzende mit, daß
angeregt wurde, Herrn Geh. Schulrat Stamm einen
tele=
graphiſchen Gruß zu ſenden; die Anregung wird beifällig
aufgenommen.
Hierauf wird die Sitzung geſchloſſen. Nächſte Sitzung
Mittwoch 9 Uhr.
Handel und Verkehr.
Nach Mitteilungen der Poſtverwaltungen
von Luxemburg und der Schweiz werden in
dieſen Ländern alle Poſtſendungen als
unzu=
äſſig behandelt, die äußerlich irgendwelche, ſich
uf den Kriegszuſtand beziehenden Darſtellungen, Zeichen
der Bemerkungen beſchimpfenden, beleidigenden oder
nſittlichen Juhalts tragen, ſowie alle Poſtkarten oder
nderen unverſchloſſenen Sendungen, bei denen
wahr=
genommen wird, daß der Inhalt für Angehörige eines
der kriegführenden Länder beſchimpfender Natur iſt. Die
chweizeriſche Poſtverwaltung hat darauf hingewieſen,
aß ſie dazu u. a. auch Sendungen rechnet, die Aufdrucke,
Klebezettel, Stempelabdrücke oder handſchriftliche Zuſätze
nit den Worten „Gott ſtrafe England” aufweiſen.
Für die Auflieferer von Poſtſenzugen nuch dem neu=
tralen Ausland empfiehlt es ſich daher zu ihrem eigenen
Vorteil, ſolche Angaben bei den Sendungen zu
unter=
laſſen.
Das Umwandelungsverhältnis für
Poſtanweiſungen an Kriegsgefangene in
Frankreich, den franzöſiſchen Beſitzungen uſw.
be=
trägt jetzt bei der Umſchreibung in Bern 100,90 Franken
für 100 in Frankreich auszuzahlende Franken, für
Poſt=
anweiſungen an Kriegsgefangene in England und ſeinen
Beſitzungen bei der Umſchreibung im Haag 12,30 Gulden
für 1 Pfund Sterling.
* Berlin 3. Mai. Diesmal ſteht der
Reichs=
bank=Ausweis nnter dem Zeichen des Ultimo, da
ſich ein geſteigerterer Bedarf an Zahlungsmitteln geltend
machte. Der Goldbeſtand hat ſich um 6,7 Millionen Mark
erhöht, der Silberbeſtand iſt um 1,9 Millionen Mark
zurück=
gegangen. Darlehenskaſſenſcheine wurden 15,6 Millionen
in Verkehr geſetzt. Der Beſtand davon beträgt 752
Mil=
lionen. Der Geſamtbetrag der über den früheren
Höchſt=
umlauf von 240 Millionen ausgegebenen
Reichskaſſen=
ſcheine iſt auf 12 Millionen geſtiegen. Bei der Reichsbank
ſind 16,5 Millionen Reichskaſſenſcheine vorhanden, wovon
6,8 Millionen nicht mehr umlaufsfähig ſind. Der geringe
Beſtand von rund 10 Millionen bei den zahlreichen
Bank=
anſtalten beweiſt, wie notwendig die Vermehrung der
Zehnmarkſcheine war. Von der durch den Ultimobedarf
hervorgerufenen Steigerung des Notenumlaufes entfallen
2285 Millionen gegen 2185 Millionen in der Vorwoche
auf kleine Noten. Die Golddeckung der Noten beträgt
44,6 Prozent gegen 46,7 Prozent in der Vorwoche, die
ge=
ſamte Metalldeckung 45,5 gegen 47,7 Prozent in der
Vor=
woche, die Deckung aller täglich fälligen Verbindlichkeiten
durch Gold 35 gegen 36,4 Prozent. Die Einzahlungen auf
die Kriegsanleihe ſind bis zum 30. April auf 6900
Mil=
lionen geſtiegen gegen 6579 Millionen am 23. April.
Dieſer für den Ultimo beſonders bemerkenswerten
erhed=
lichen Zunahme ſteht, wenn auch nur eine geringe
Ver=
minderung von Darlehenskaſſenſcheinen für Kriegsanleihe
und Zwecke der ausgeliehenen Beträge gegenüber. Dieſe
belief ſich am 23. April auf 491,8 Millionen, am 30. April auf
491,3 Millionen Mark. Die Geſamtſumme der
Aus=
eihungen bei den Darlehenskaſſen iſt um 10,6 Millionen
auf 1413,3 Millionen zurückgegangen.
* Berlin, 4. Mai. (Börſenſtimmungsbild.)
Zuverſichtlichere politiſche Erörterungen als geſtern
be=
irkten eine allgemein feſter einſetzende Tendenz an dem
heutigen Börſenverkehr, der ſich auch nach den
vorüber=
gehenden Realiſierungen erhalten konnte. Gut behauptet
varen chemiſche Werte. Von ſchleſiſchen Werten waren
Bismarckhütte, Caro, Hegenſcheidt und junge Erdölaktien
nachgebend. Heimiſche Renten waren ziemlich
unver=
indert, ebenſo ausländiſche Valuten. Tägliches Geld. und
Privatdiskont 4 Prozent.
Landwirtſchaftliches.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 27. April bis 3. Mai 1915.
Die vor einiger Zeit verfügte Beſchlagnahme der
Futtermittel, vor allem aber die Maßnahmen gegen die
Spekulation mit Reis, hatten, wenn ſie auch reichlich ſpät
kamen, immerhin die Wirkung, gewiſſe Handelskreiſe
nach=
denklich zu ſtimmen und ihren Tatendrang etwas zu
dämpfen. Aber auch die Witterung trug in der
Berichts=
woche ſehr erheblich dazu bei, die Unternehmerluſt am
Produktenmarkte einzuſchränken. Die Ausſicht auf
bal=
dige Grünfütterung veranlaßt die landwirtſchaftlichen
Verbraucher zu größerer Vorſicht beim Einkauf von
Fut=
termitteln, und was den Bedarf für menſchliche
Nahrungs=
zwecke anlangt, ſo ſind die Mühlen, nachdem die Preiſe für
Maismehl von 95 Mk. allmählich auf 75 Mk.
zurück=
gegangen ſind, auch nicht mehr ſo dringliche Käufer für
das Rohprodukt. Der Preisrückgang für Maismehl iſt
nicht allein die Folge der ziemlich ſtark
angewachſe=
nen Produktion, es kommt vielmehr noch hinzu, daß die
Reis=Verordnung nicht ohne Einfluß auf die
Preisbil=
dung von Reismehl geblieben iſt und inſofern auch für
die Marktlage des Maismehles eine Rolle ſpielt. Alle
dieſe Umſtände haben dazu beigetragen, die Preiſe für
Mais etwas von ihrem hohen Stande herabzudrücken.
Während feine alte Ware immerhin noch bis 620 Mk.
er=
zielte, war guter Mais ſchon zu 580 bis 600 Mk. zu kaufen.
Anderſeits haben ſich die Preiſe für geringe Qualitäten
zuletzt etwas gehoben, da für derartiges Material, das
für Futter= und Brennereizwecke in Frage kommt,
ver=
mehrte Nachfrage vorlag. Dabei iſt das Angebot darin
inſofern kleiner geworden, als die Zufuhren infolge
be=
ſchleunigter Beförderung neuerdings in beſſerer
Beſchaf=
fenheit eintreffen. Immerhin beſtehen noch große
Preis=
differenzen, und es iſt auch diesmal viel Mais je nach
dem Grade der Beſchädigung zu Preiſen von 200—500
Mark gehandelt worden. Gerſte, deren Preislage in
ſtar=
kem Maße durch die Nachfrage der Graupenfabriken
be=
einflußt wird, mußte ſich auch eiwas niedriger ſtellen,
trotzdem von einem größeren Angebot in dieſem Artikel
nicht geſprochen werden kann. Die im Berliner
Großhan=
del bezahlten Preiſe bewegten ſich zwiſchen 620 und 630
Mark, doch ſollen ab ſächſiſchen Stationen 10 bis 15 Mk.
höhere Preiſe bezahlt worden ſein. Bemerkenswert iſt
die flaue Tendenz für Erbſen. Die Händler in der
Pro=
vinz, die größere Mengen zurückgehalten und dadurch
die Preiſe bis auf etwa 1100 Mark hinaufgetrieben hatten,
kommen jetzt mit ſtärkerem Angebot heraus, finden aber
ſelbſt bei Forderungen von 800 bis 950 Mark nur
verein=
zelt Käufer. Auch hier zeigt ſich wieder, daß nicht der
wirkliche Bedarf, ſondern die ſpekulativen Käufe der
Händ=
ler den preistreibenden Faktor darſtellen. Feſt lag in
der Berichtswoche eigentlich nur Kleie. Seit Ankündigung
der Beſchlagnahme hatten ſich die Einfuhrhändler von
neuen Erwerbungen zurückgehalten, wodurch das
In=
gebot immer mehr zuſammenſchrumpfte und da die
in=
ländiſche Erzeugung wegen der ſtarken Ausmahlung des
Getreides verhältnismäßig gering iſt, ſo erklärt es ſich,
daß für ausländiſche Kleie in letzter Zeit wieder Preiſe
von 41 bis 42 Mark angelegt wurden.
— Pferdeverſteigerungen. Samstag, den 8.
Mai, von vormittags 10 Uhr an, findet im Hofe des
Jagd=
ſchloſſes Kranichſtein eine Verſteigerung von 30 aus
Bel=
gien eingeführten Pferden bezw. Zuchtfohlen ſtatt. Ferner
kommen daran anſchließend 3 2jährige Fohlen der
Auf=
zuchtſtation der Landwirtſchaftskammer mit zur
Verſtei=
gerung. An der Verſteigerung der aus Belgien
eingeführ=
ten Tiere können nur heſſiſche Landwirte teilnehmen, welche
eine Beſcheinigung ihrer Bürgermeiſterei beibringen, daß
ihnen bei der Mobilmachung Pferde genommen worden
ſind. Die Verſteigerung erfolgt gegen Barzahlung ohne
jede Rückvergütung. Die Verſteigerungsbedingungen
be=
züglich der 3 Aufzuchtſtationsfohlen werden beim Verkaufe
beſonders bekanntgegeben. Weiter kommen am gleichen
Tage, nachmittags 3 Uhr, auf dem Kaſernenhofe des
Dra=
goner=Regiments Nr. 24 7 Stück kriegsunbrauchbare Pferde
unter den früheren Bedingungen zum Verkaufe.
— Schlachtviehmarkt Darmſtadt.
Schweine=
markt am 3. Mai. Auftrieb 129 Schweine. Preis pro
50 Kilogramm Schlachtgewicht 130 Mark. Zutrieb von
Landſchweinen; Preiſe pro 50 Kilogramm Schlachtgewicht
120—125 Mark. Marktverlauf: rege; Ueberſtand.
F.C. Frankfurt a. M., 3. Mai. (Viehmarkt.)
Auftrieb: 1590 Rinder, darunter 143 Ochſen, 59 Bullen,
und 1388 Kühe, 304 Kälber, 44 Schafe, 1873 Schweine.
Preiſe pro 50 Kilogramm Lebendgewicht (Schlachtgewicht)
in Mark: Ochſen: a) 62—68 (118—125), b) 55—60 (100
bis 110): Bullen: a) 58—61 (100—105), b) 54—57
(93); Kühe: a) 58—62 (104—112), b) 55—60 (102—107),
c) 1. 53—56 (102—108), 2. 50—53 (93—98), d) 41—46 (82
bis 92), e) 34—40 (77—84); Kälber: a) —, b) 68 (113),
c) 64—66 (107—110), d) 60—63 (102—107), e) 57—59
(97—100); Schafe: 55 (120); Schweine: a) 100 bis
107½ (125—130), b) 97½—105 (115—125), c) 105—108
(125—135). — Marktverlauf: Geſchäft bei Rindern und
Kälbern lebhaft, geräumt; Schafen, Schweinen ruhig, bleibt
Ueberſtand.
Kartoffelmarkt. Im großen 13¾—14 Mark,
im kleinen 15—16 Mark.
F.C. Frankfurt a. M., 4. Mai. (Heu= und
Strohmarkt.) Bezahlt wurde für Heu 4,70—5,00 Mk.
Stroh fehlte. Geſchäft: langſam. Die Zufuhren waren
aus den Kreiſen Hanau, Friedberg und Dieburg.
Die Frankfurter Pferdemärkte, welche
wegen Ausbruch der kriegeriſchen Unruhen und der damit
verbundenen Ausmuſterung ſämtlicher Pferdebeſtände im
Auguſt vor. Js. abgeſagt werden mußten, werden mit
einem eintägigen Arbeits=Pferdemarkt am 12. Mai
ver=
ſuchsweiſe wieder aufgenommen. Die immer ſtärker
wer=
dende Nachfrage nach Gebrauchspferden für die
Landwirt=
ſchaft, Fuhrwerksbetriebe uſw. einerſeits und das erhöhte
Angebot von Zucht= und Arbeits=Pferden aus
benach=
barten Provinzen anderſetis haben die Wiedereröffnung
der Pferdemärkte bedingt. In den diesbezüglichen
Vor=
beſprechungen und Beratungen wurde beſonders auf die
Förderung der Pferde=Zucht hingewieſen und es ſoll
Sorge getragen werden, daß der Markt möglichſt
zahl=
reich mit kaltblütigen Zuchtſtuten beſchickt wird und ſomit
die Züchter in die Lage verſetzt werden, ihr Zuchtmaterial
zu ergänzen.
Vermiſchtes.
— Die erſte Kunſtauktion während des
Krieges, die eine größere Sammlung von Gemälden
unſerer bedeutendſten deutſchen Meiſter bringt, findet am
10. Mai in den Sälen der Firma Preſtel im alten
Beth=
mann=Palais in der Buchgaſſe 11a, Frankfurt a. M.
ſtatt. Vertreten ſind Meiſter wie Böcklin, Menzel, Thoma,
Lenbach, Uhde, Haider, Liebermann, Corinth, Segantini
u. v. a. Der Sammlung, die ſchon jetzt zu ſehen iſt, iſt
eine Gruppe von Gemälden angeſchloſſen, deren ganzes
Verkaufserträgnis ohne Abzug dem Fonds für
Kriegs=
hinterbliebene zufällt.
— Beſeitigung der engliſchen
Pferde=
moden. Der Leipziger Tierſchutzverein ſchreibt: „Von
England haben wir die Sitte übernommen, unſeren
Pfer=
den durch das ſogenannte „Kupieren” die Schweifrübe zu
kürzen. Es ſind ſich nun alle Sachverſtändigen darüber
einig, daß dieſe Handhabung unzweckmäßig iſt. Die
Pferde können ſich mit kurzen Schweifen nicht genügend
gegen die Inſekten wehren. Es geht ihnen deshalb viel
von ihrer Ruhe und infolgedeſſen auch von ihrer
Lei=
ſtungsfähigkeit verloren. Auch bei der Behandlung von
kranken, reſp. erholungsbedürftigen Tieren werden in der
Regel bei den langſchweifigen Pferden die beſſeren
Ergeb=
niſſe erzielt, weil dieſe Tiere ruhiger ſtehen und die
Heil=
mittel ſo mehr zur Geltung kommen. Zur rationellen
Aus=
nutzung unſeres Pferdebeſtandes, der einen Teil unſeres
Nationalvermögens darſtellt, iſt es deshalb notwendig, daß
wir die kurzſchweifige, engliſche Pferdemode abſchaffen und
dafür eine langſchweifige, deutſche Mode einführen.”
Literariſches.
— Die Vernichtung der engliſchen
Welt=
macht und des ruſſiſchen Zarismus durch den Dreibund
und den Iſlam. (Verlag von Wilhelm Borngräber,
Ber=
lin W 30, 1,80 Mk.) Dem Werk haben bedeutende
deut=
ſche Männer und vielgenannte angeſehene Neutrale
Bei=
träge geſpendet, u. a. Sven Hedin, Ernſt Häckel und
Dernburg. Englands Schuld am Kriege, Englands
Schickſal, das deutſch=öſterreichiſch=ungariſche Bündnis,
ſo=
wie alle Vergangenheits=, Gegenwarts= und
Zukunfts=
probleme werden hier von ſachkundigen Männern in
vor=
nehmer, ſachlicher Weiſe erörtert. Das Buch iſt deshalb
für die nach Klarheit und Verſtändnis Strebenden
be=
rechnet.
— Flora von Deutſchland. Ein Hilfsbuch
zum Beſtimmen der zwiſchen den deutſchen Meeren und den
Alpen wildwachſenden und angebauten Pflanzen.
Bear=
beitet von Prof. Dr. O. Schmeil und J. Fitſchen.
14/15. Auflage. 1000 Abbildungen und 439 Seiten. In
biegſamem Leinenband 3,80 Mk. Verlag von Quelle &
Meyer in Leipzig. 1914. — Aeußerlich weiſt die neue
Auf=
lage dieſelben Vorzüge auf wie bisher: Ueberſichtliche
An=
lage, tadelloſer Druck, dünnes Papier, handliches Format.
Bei näherem Zuſehen aber merkt man überall die fleißige
Weiterarbeit. Die Zahl der Abbildungen iſt vermehrt;
die achtunggebietende Zahl 1000 iſt erreicht und damit
die Benutzbarkeit noch gefördert. Die Tabellen, die zum
Beſtimmen der Familien und Gattungen nach einfachſten
Mitteln dienen, ſind völlig umgearbeitet und ſehr
zweck=
mäßig geſtaltet; doch iſt erfreulicherweiſe die Seitenzahl
wenig gewachſen und der Charakter der Taſchenflora nach
wie vor vollkommen gewahrt.
— Beim ruſſiſchen Bären und bei der Gazelle der
Nordſee könnte man den Inhalt der Hefte 17 und 18 des
bekannten Völkerrkrieges (Verlag Julius Hoffmann,
Stuttgart) zuſammenfaſſen. Die Kämpfeunſerer Feldgrauen
an der oſtpreußiſchen Grenze, nach der Schlacht von
Tannen=
berg, ſind in lebendigen Schilderungen im 17. Heft
darge=
ſtellt. Heft 18 führt uns zu den Kämpfen der Oeſterreicher
in Galizien und bringt viel Wiſſenswertes über die
immer wieder in den Mittelpunkt des Intereſſes rückende
Feſtung Przemysl, ihre erſte ſchwere Belagerung und den
gelungenen Entſatz. Den Schluß von Heft 18 bilden die
Kriegsereigniſſe in der Nordſee von Ende Auguſt bis
An=
fang November. Heft 19 und 20 bieten die Darſtellung des
Seekriegs bis Anfang November, der heldenmütigen
Ver=
teidigung von Tſingtau und der Kämpfe in den deutſchen
Schutzgebieten. Das Bildmaterial iſt in allen dieſen
Heften wieder ſehr reichhaltig, die Reproduktion
vorzüg=
lich. Von jeder Kolonie iſt eine Karte beigegeben. Preis
jedes Heftes 30 Pfennig.
Der Krieg.
Der Sieg in Weſtgalizien.
* Berlin, 4. Mai. Es ſei darauf hingewieſen, daß
ſowohl das deutſche wie das öſterreichiſch=
un=
gariſſche Communiqué ein Geſamtbild geben.
Die Gefangenen= und Beutezahlen ſind alſo in beiden
Communiqués als für beide Teile geltend zu betrachten.
Es wäre ſomit ein Fehler, den Geſamtgewinn durch
Addieren der Zahlen in beiden Communiaués
heraus=
rechnen zu wollen. Die maßgebende Zahl iſt immer die
größere, da ſie auf der jüngeren Zählung beruht. Jedes
von beiden Communiqués hat verzeichnet, was zuletzt
von dem Geſamtbilde bekannt war.
* Berlin, 4. Mai. Unter Mißbrauch des
Kenn=
zeichens „W. T. B.” ſind heute nachmittag in Berlin über
die Kriegsbeute der ſiegreichen
Verbünde=
ten in Weſtgalizien Zahlenangaben verbreitet
worden, die den allein maßgebenden amtlichen Meldungen
widerſprechen und die Oeffentlichkeit irreführen. Die
Ver=
folgung der Schuldigen iſt eingeleitet.
* Frankfurt, 4. Mai. (Ctr. Frkft.) Der Frkft.
Ztg. wird aus dem Kriegspreſſequartier gemeldet: Die
glückliche Schlacht in Weſtgallizien wächſt zu einem
kriegentſcheidenden Schlage an. Noch ſind die
Kämpfe nicht zu Ende, da die Ruſſen immer wieder in
ihren Aufnahmeſtellungen ſtandzuhalten verſuchen, doch
dringt die verbündete Front unaufhaaltſam
weiter vor. Bald wird auch ein großer Teil der noch
durch die Gebirgskämpfe gebundenen Kräfte der
Verbün=
deten frei werden und in die Entſcheidungskämpfe
ein=
greifen können.
Ausſagen von Gefangenen ſchildern übereinſtimmend
die Wirkung der verbündeten Artillerie, die
furchtbarer war, als man ſie ſich vorzuſtellen vermag. Die
Leute, die ſich von den erlittenen Qualen und Strapazen
durchweg noch nicht zu erholen vermochten, ſagen
überein=
ſtimmend, daß ſie ſich’s in der Hölle nicht ärger
vorſtel=
len können, als es vier Stunden lang in ihren
Schützen=
gräben geweſen ſei. Korps, Diviſionen, Brigaden und
Regimenter ſchmolzen zuſammen wie in der Glut eines
Hochofens. Nach keiner Seite hin war eine Rettung
möglich, denn es gab keinen Flecken Erde, auf den die 400
Geſchütze der Verbündeten nicht gewirkt hätten. Bei einer
ruſſiſchen Reſervediviſion wurden ſämtliche
Gene=
räle und Stabsoffiziere getötet oder
verwun=
det. Dazu tobte der Irrſinn in den Reihen der Ruſſen
und von allen Seiten übertönten hyſteriſche Schreie noch
das Gebrüll unſerer Geſchütze, was für menſchliche Nerven
zu ſtark war. Ueber die Reſte der Ruſſen, die ſich ſcheu in
die letzten Winkel der Schützengräben drückten, brach dann
der gewaltige Anſturm unſerer Infanteriemaſſen los, vor
denen auch die herbeieilenden ruſſiſchen Reſerven
zuſam=
menſchmolzen.
* Wien, 4. Mai. In Würdigung des großen
Sieges der verbündeten Armeen in
Weſt=
galizien heben ſämtliche Blätter die enge
Waffenbrüder=
ſchaft hervor und betonen, daß der neue Sieg, deſſen
Fol=
gen ſich gegenwärtig gar nicht überblicken laſſen, den
Be=
ginn einer neuen Phaſe des Krieges bedeuten würde.
Das Neue Wiener Tagblatt ſagt: Der gewaltige Sieg iſt
vielleicht der wichtigſte Erfolg des bisherigen
Feldzuges in Galizien. Die ſtärkeren Nerven
und die ſtählerne Ausdauer entſchieden das Schickſal von
Weſtgalizien. Die amtliche Mitteilung vom Durchbrechen
der ruſſiſchen Front läßt die feindliche Niederlage als eine
Kataſtrophe erkennen. Das Blatt weiſt auf die
erfolg=
reiche Offenſive der deutſchen Truppen in
Nordweſtruß=
land hin, die die überwältigende Tatſache verzeichnet, daß
die nördlichſte Armee von Berlin weiter entfernt ſteht als
von Petersburg. Das iſt der Beginn der
Frühjahrs=
offenſive der beiden kriegsgewaltigen Kaiferſtaaten.
— Das Fremdenblatt betont, daß die Kunde vom
Durch=
bruch und Eindrücken der ruſſiſchen Front in Paris und
London die ohnehin ſchon ſtark geminderten Erwartungen
auf den großen Bruder Rußland in bedeutendem Maße
herabmindern wird. Das Blatt hebt dann hervor, daß
die deutſchen Truppen in überraſchender Art, die von der
genialen Führung zeugt, in Kurland und im
Gouverne=
ment Wilna eingefallen ſind. Mit überwältigendem
ſtrategiſchen Elan, der in der kraftvollen und
entſchloſſe=
nen taktiſchen Durchführung zur erfolgreichen Tat wurde,
riſſen die Verbündeten die Initiative an ſich und ſchlugen
den Gegnern auf dem öſtlichen ſowie weſtlichen
Kriegs=
ſchauplatz die ſchwerſten Wunden. — Die Neue Freie
Preſſe ſchreibt: Es handelt ſich zweifellos um eine groß
artige Aktion, deren ganze Größe erſt die Zukunft
erken=
nen laſſen wird; denn einer der ſchönſten und in ſeiner
ferneren Rückwirkung auf die Geſamtlage vielleicht
be=
deutungsvollſten Siege des Feldzuges wurde erkämpft.
— Die Reichspoſt ſchreibt: In einer herrlichen
Gemein=
ſamkeit ward jetzt der Sieg erfochten, der mit einem
ge=
waltigen Schlage die Lage in Weſtgalizien umformt. Der
Sieg im Raume von Gorlice iſt die militäriſche
Ergän=
zung der ſiegreichen Karpathenſchlacht. Die großzügige
Offenſive, die aus Weſtgalizien hervorbricht und zugleich
n Oſtgalizien Höhe auf Höhe nimmt, trifft mit dem
blitz=
ſchnellen Vordringen der deutſchen Nordarmee durch
Samland nach Kurland zuſammen, das große neue ruſſiſche
Gebietsteile dem deutſchen Schwerte unterwirft.
* Bern, 4. Mai. Der Bund ſchreibt über die
Kriegs=
lage: Längſt erwartet, doch überraſchend fiel der große
Schlag. Die ruſſiſche Front zwiſchen der Weichſel und
den Karpathen wurde durchbrochen an einer Stelle, wo
der Schlag die ganze Verteidigungsſtellung über den
Haufen werfen mußte. Die Verluſte müſſen ſehr groß
ſein. Zweifellos ſind mächtiges Artilleriematerial und
zahlreiche Gefangene in die Hände des Siegers gefallen.
Die Breite des Durchbruches kann mit 80 Kilometern
an=
genommen werden, damit iſt geſagt, daß das Loch an
Ort und Stelle nicht geflickt werden kann. Auch die
Zu=
rücklegung der Front iſt unmöglich, denn damit würde die
Verbindung zwiſchen der ruſſiſch=polniſchen und der
Kar=
pathenfront zerriſſen und damit auch die
Karpathenſtel=
lung gefährdet. Der Durchbruch am Dunajec iſt demnach
eine vorzüglich mit der gebotenen Heimlichkeit auf breiter
Grundlage vorbereitete und glänzend durchgeführte
Ope=
ration großen Stils. Es iſt anzunehmen, daß die ruſſiſche
Heeresleitung doch zu einer Neugruppierung ſchreiten
muß, welche einen Verzicht auf die
Wiederauf=
nahme der Offenſive in ſich ſchließt. Den aus
der allgemeinen militäriſchen Lage und den ſich daraus
er=
gebenden Folgen werden auch die ſich nicht entziehen
können, die jetzt noch zwiſchen Neutralität und
Intervention zu ſchwanken ſcheinen.
Unſere Luftflotte in Tätigkeit.
* Rotterdam, 4. Mai. Der Dampfer „Vlietſtroom”
hatte geſtern vormittag ungefähr 10 Meilen von Ymuiden
einen Zeppelin über ſich. Nachdem das
Luft=
ſchiff eine halbe Stunde das Schiff umflogen hatte,
ver=
ſchwand es in weſtlicher Richtung. Auf den Waddeninſeln
wurde geſtern ein in weſtlicher Richtung fahrendes
Luft=
ſchiff geſehen. Später flog eines nach Oſten vorüber.
* Rotterdam, 4. Mai. Der Rotterdamſche
Cou=
rant meldet aus London vom 3. Mai, daß laut
Eve=
ning News in Dover am Vormittag zwiſchen 11 und
11½ Uhr ein deutſches Flugzeug geſehen
wurde, das aus der Richtung Oſtende kam. Als das
Flugzeug drei Meilen vom Admiralitätspier entfernt war,
eröffneten die Flugzeugkanonen ein Feuer, das einige
Mi=
nuten ununterbrochen anhielt. Das Flugzeug wurde
da=
durch behindert, ſich dem Lande zu nähern, und flog etwas
ſpäter weiter nach Folkeſtone, ohne Schaden angerichtet zu
haben.
Ein Luftkampf über Ezernowitz.
* Wien, 4. Mai. Das Neue Wiener Tagblatt meldet
aus Czernowitz: Am Freitag abend erſchien ein
ruſſiſcher Flieger und belegte unſere Stellungen
mit Bomben. Ein deutſcher Doppeldecker nahm
die Verfolgung auf und zwang den ruſſiſchen Flieger zur
Landung auf beſſarabiſchem Boden. Während der
Rück=
kehr des deutſchen Fliegers ſtieg ein weiterer feindlicher
Flieger auf. Der deutſche Doppeldecker nahm ſeine
Ver=
folgung auf. Längere Zeit rangen beide Flieger
mit=
einander, ſchließlich gelang es dem deutſchen
Doppel=
decker, den Ruſſen zu überfliegen. Der Feind gab zehn
vergebliche Piſtolenſchüſſe ab. Der Doppeldecker erwiderte
mit 15 Karabinerſchüſſen und traf das feindliche
Flug=
zeug, das jäh abſtürzte. Der Apparat iſt
zertrüm=
mert, die Inſaſſen tödlich verwundet. Der in Czernowitz
weilende Erzherzog Leopold Salvator, der den Kampf
beobachtete, beglückwünſchte wärmſtens den ſiegreichen
Flieger mit den Worten: „Das warmein ſchönſtes
Erlebnis!‟ Der Kampf ſpielte ſich in einer Höhe
von 2080 Metern ab.
Der Seekrieg.
Das Seegefecht in der Nordſee.
* London, 4. Mai. Der amtliche Bericht der
Admi=
ralität über das Seegefecht in der Nordſee ſagt,
daß die beiden Torpedoboote, die die „Columbia” angriffen
und ſpäter verſenkt wurden, den Kampf begannen, ohne
die Flagge zu hiſſen. Daily Mail meldet: Der Kampf.
begann am Samstag um 11 Uhr 30 Minuten, als die
„Recruit” eine Patrouillenfahrt machte. Die „Recruit”
befand ſich zwiſchen zwei Leuchtſchiffen, als ſie ein
Peri=
ſkop bemerkte, das ganz in der Nähe war. Alsbald wurde
ein Torpedo abgeſchoſſen, der das Schiff ſchwer
beſchä=
digte. Es neigte ſich über und ſank ſchnell. Die engliſchen
Zerſtörer wurden durch Signale des
Fiſch=
dampfers „Daiſy” herbeigerufen, der die
Mannſchaft der „Recruit” rettete. Während des
Rettungs=
werkes wurde er von den Deutſchen beſchoſſen. Die brie
tiſchen Zerſtörer ſichteten die deutſchen Torpedoboote um
3 Uhr 30 Minuten. Nur zwei Torpedobootszerſtörer
eröffneten das Feeur auf die deutſchen Schiffe uns
ſetz=
ten es fort, bis die deutſchen Boote ſanken. Das
Ge=
fecht war um 5 Uhr beendet. Der Flottenkorreſpondent
der Daily Mail bezeichnet es als bemerkenswert, daß ein
deutſches Unterſeeboot die „Recruit”, verſenkte,
obwohl=
dieſe nur 5½ Fuß Tiefgang hatte.
* London, 4. Mai. Die Admiralität berichtet: Nach
dem Seegefecht am vergangenen Samstag ſind energiſche
Anſtrengungen gemacht worden, die deutſchen
See=
leute zu retten. Leutnant Hartol ſprang ſelbſt ins Waſſer.
Es wurden 2 Offiziere und 24 Mann gerettet. Die
deut=
ſchen Kriegsgefangenen teilten mit, daß ſie einen engliſchen
Fiſchdampfer in den Grund gebohrt hätten; ehe ſie von
„Laforey” geſichtet wurden, hätten ſie einen Leutnant und
einen Mann von dem Fiſchdampfer gerettet. Als die
Deutſchen gefragt wurden, was aus den Geretteten
ge=
worden wäre, antworteten ſie, die Gefangenen befänden
ſich unter Deck und hätten vermutlich das Leben verloren.
Weitere verſenkte Dampfer.
* Haag, 4. Mai. Der Nieuwe Courant meldet: Die
Trawler „Martaban” und „Mercury” aus Hull
ſind durch ein Unterſeeboot zum Sinken
ge=
bracht worden. Die Beſatzungen wurden gerettet. Drei
andere Trawler, die durch dasſelbe Unterſeeboot verfolgt
wurden, ſind entkommen.
*London, 4. Mai. Daily Mail meldet: Die
Mann=
ſchaften des Dampfers „Mobile” ſind am Samstag.
abend heimgekehrt. Es heißt jetzt, daß das Schiff nicht
torpediert, ſondern von einem deutſchen Unterſeeboot durch
Bomben und Geſchützfeuer verſenkt
wor=
den ſei.
Wie der Daily Telegraph zum Untergang des
„Edale” meldet, wurde das Schiff Samstag früh um 6.
Uhr torpediert. Die aus 24 Perſonen beſtehende
Mannſchaft iſt auf den Scilly=Inſeln gelandet. Das
Unterſeeboot habe nach dem Torpedieren für 15
Minu=
ten getaucht und darauf neun Geſchoſſe abgefeuert. Der
„Edale” hatte Getreide vom La Plata nach Mancheſter
geladen.
Der Fiſchdampfer „Mercie” der am 20. März von
Grimsby abgefahren war, wird jetzt amtlich
ver=
loren gegeben
* London, 4. Mai. (Meldung des Reuterſchen
Bureaus.) Der Dampfer „Minterne” wurde geſtern
früh in der Nähe der Scilly=Inſeln ohne vorherige
War=
nung torpediert. Die Beſatzung wurde, nachdem ſie
den ganzen Tag in einem kleinen Boot in ſchwerem Sturm
getrieben, geborgen.
Die Erweiterung der Landſturmpflicht
in Oeſterreich=Ungarn.
* Wien, 3. Mai. Die neuen geſetzlichen Vorſchriften,
betreffend zeitweilige Erweiterung der
Land=
ſturmpflicht gelangen morgen in beiden Staaten der
Monarchie zur Veröffentlichung; für Oeſterreich durch eine
Kaiſerliche Verordnung, ſowie mit Rückſicht auf ein Tirol
und Vorarlberg von altersher zuſtehendes Privileg durch
ein beſonderes Kaiſerliches Patent für dieſe Kronländer.
Die neuen Beſtimmungen erhalten nur für die Dauer des
gegenwärtigen Krieges Geltung. Die
Landſturmpflicht=
fängt mit dem Beginn jenes Jahres, in dem die
Wehr=
pflichtigen das 18. Lebensjahr vollenden, an und währt
bis zum Ende jenes Jahres, in dem er das 50. Lebenss
jahr vollendet. Das erſte Aufgebot umſaßt die
Landſturm=
pflichtigen bis zum Ende des Jahres der Vollendung des
42. Lebensjahres; das zweite Aufgebot die älteren
Land=
ſturmpflichtigen. Bei dem außerordentlichen Bedarf,
namentlich wenn die Reſerven und Erſatzreſerven unzu=
reichend ſind, kann der ganze Landſturm auf die Dauer
der unumgänglichen Notwendigkeit in Anſpruch
genom=
men werden. Das zweite Aufgebot kann jedoch nur
aus=
nahmsweiſe herangezogen werden und zu Dienſten in der
Front erſt dann verwendet werden, wenn die
Angehöri=
gen des erſten Aufgebots im allgemeinen zu ſolchen
Dien=
ſten bereits in Anſpruch genommen worden ſind. Ebenſo
wird jedenfalls das Beſtreben dahin gehen, daß die
Acht=
zehnjährigen erſt dann an die Front kommen, wenn die
übrigen Jahrgänge des erſten Aufgebots bereits an die
Front geſandt ſind. Die Muſterung des jüngſten
Landſturmjahrganges erfolgt durch eine gemiſchte
Kommiſſion, wodurch möglichſte Gewähr für eine
ein=
gehende Prüfung der phyſiſchen Eignung gegeben iſt. Eine
Heranziehung der neugeſchaffenen Landſturmkategorie iſt
angeſichts der Reſerven, über die die Monarchie,
insbe=
ſondere auch durch die angeordnete neuerliche Muſterung
bereits landſturmpflichtiger Jahrgänge verfügt, für die
nächſte Zeit noch nicht ins Auge gefaßt. Im
volkswirt=
ſchaftlichen Intereſſe wird die Militärverwaltung bemüht
ſein, bei der Einziehung unentbehrlicher Arbeitskräfte auf
dem Gebiete der Landwirtſchaft, Gewerbe, Handel,
Indu=
ſtrie und Bergbau unter ſorgfältiger Rückſichtnahme auf
eine ungeminderte Aufrechterhaltung dieſer Betriebe
vor=
zugehen.
Die Arbeiterbewegung in England.
* London, 4. Mai. Ein amtliches Whitepaper über
den Zeitverluſt in den Bezirken des Schiffsbaus,
der Munitionsfabrikation und des
Transport=
weſens enthält einen Auszug aus dem Briefe des
Admi=
rals Jellicoe vom 26. März an Churchill, in welchem
es heißt: Ich binſehrbeſorgt wegen der
Arbeits=
lage am Tyne und im Clydebezirke. Die
Schlagkraft der Flotte wird dadurch ſo ſehr beeinflußt,
daß ich es für meine Pflicht gehalten habe, zu
telegraphie=
ren. Der Bericht eines Offiziers in verantwortlicher
Stel=
lung über die Lage am Clyde iſt ſehr beunruhigend. Er
ſagt, daß ſich die Arbeiter durchweg weigerten, am
Sams=
tag nachmittag zu arbeiten, und daß ſie den
Mittwoch=
nachmittag, wenn nicht den ganzen Mittwoch, feiern,
aber Sonntags arbeiten, weil ſie dafür den doppelten
Lohn bekommen. Er ſagt ferner, daß wenig
ener=
giſch gearbeitet wird. Das Docken und die
Repa=
raturen der Torpedobotszerſtörer werden in allen Fällen
durch dieſe Arbeiterſchwierigkeiten aufgehalten oder
dauern doppelt ſo lange, als nötig. Der Direktor des
Transportweſens in der Admiralität berichtete am 6. März
an Churchill: Die Transportarbeiten gehen nur unter
ern=
ſten Schwierigkeiten der Arbeiter vor ſich und werden
ſchnell ganz unkontrollierbar. Die gegenwärtigen
Arbeits=
nöte im Clydebezirk und in Liverpool ſtehen erſt in den
Anfängen; aber wenn nicht ernſte Maßregeln getroffen
werden, werden wir in jedem Hafen des Königreichs
Auf=
ſtände haben und die Lieferungen für Armee und
Flotte hören auf.
Schwedens Neutralität.
Stockholm, 3. Mai. In Anweſenheit des
Königs, des Kronprinzenpaares, der übrigen in Schweden
anweſenden Mitglieder der königlichen Familie, der
Re=
gierung und des Kammerpräſidenten, fand heute in
Go=
thenburg der Stapellauf des Linienſchiffes
„Sverige” ſtatt, deſſen Bau ausſchließlich durch die
be=
merkenswerte Nationalſſammlung ermöglicht
wurde, die in 100 Tagen ungefähr 20 Millionen Mark
erbrachte.
* Stockholm, 4. Mai. Bei dem von der Stadt
Gothenburg anläßlich des Stapellaufes des Panzerſchiffs
„Sperige” gegebenen Mahle hielt der König eine
Rede in welcher es unter anderem heißt: Der
Welt=
brand, der ſo lange Zeit gedroht hat, iſt ſchließlich zur
Wirklichkeit geworden, und tobt immer noch. Bisher
ge=
lang es, unſer Land außerhalb des Kampfes zu halten, und
ich hoffe innig, daß dies mit Hilfe des Allerhöchſten auch
weiter durchgeführt wird. Die Gefahr für uns, in den
gegenwärtigen Kampf hineingezogen zu werden, iſt jetzt
nicht geringer, als bei Kriegsbeginn. Ich hielt es von
An=
fang an für eine gebieteriſche Pflicht, im Intereſſe des
Vaterlandes in dem gegenwärtigen Weltkriege ſtrenge
Neutralität aufrecht zu erhalten, was im Lande
all=
gemeine Zuſtimmung gefunden hat. Der König drückte
ſchließlich die Erwartung aus, daß niemand in Wort oder
Tat etwas unternehmen werde, das die Lage Schwedens
erſchweren könnte.
Typhus in Montenegrs.
* Waſhington, 4. Mai. Die montenegriniſche
Regierung hat nach einer Mitteilung des
Staatsdeparte=
ments den amerikaniſchen Geſandten in Athen davon in
Kenntnis geſetzt, daß die Typhusepidemie
ſchreck=
liche Fortſchritte im Lande macht. Beſonders
peinlich mache ſich dabei der völlige Mangel an
Aerzten, Medikamenten und Desinfektionsmitteln
be=
merkbar. Die Regierung in Cetinje hat daher durch
Ver=
mittelung des Geſandten das amerikaniſche Rote Kreuz
um Hilfe gebeten und erſucht, eine vollſtändig ausgerüſtete
Miſſion nach Montenegro zu entſenden.
Der Krieg im Orient.
* Konſtantinopel, 4. Mai. Die Blätter
ver=
öffentlichen ausführliche Erzählungen verwundeter
Offi=
ziere und Soldaten, aus denen hervorzuheben iſt, daß die
feindlichen Offiziere zum größten Teil junge
Leute ſind, daß die feindlichen Kriegsſchiffe gegen den
öſtlich Arni Burnu errichteten Verbandsplatz das
Feuer eröffneten, daß die türkiſchen Truppen die
feind=
lichen Schützengräben auch mit Handbomben angriffen
und daß die Schiffsgeſchoſſe erſtickende Gaſe verbreiteten.
Den osmaniſchen Soldaten gelang es bei Kum Kaleh,
den Feind aus ſeinen durch Drahtverhaue geſchützten
Verſchanzungen zu vertreiben; unſere Truppen verfolgten
den Feind ſogar bis ans Meer. Der Feind bedient ſich
eines Feſſelballons, um das Feuer ſeiner Schiffsartillerie
zu leiten, ſowie Flugzeugen, die Bomben werfen.
Japan und China.
* London, 4. Mai. Daily Telegraph meldet aus
Peking vom 1. Mai: Die chineſiſche Antwort
auf die japaniſchen Forderungen enthält
fol=
gende Punkte: 1. Schantung: bereits erledigt. 2.
Man=
dſchurei: China bewilligt den japaniſchen Konſuln das
Recht, in den chineſiſchen Gerichtshöfen bei der
Verhand=
lung aller chineſiſch=japaniſchen Landſtreitigkeiten anweſend
zu ſein. 3. Hanyeping: China ſtimmt dem zu, die
Geſell=
ſchaft nicht für den Staat in Beſchlag zu nehmen, ſondern
überläßt ſie den chineſiſch=japaniſchen Unternehmern.
China verſpricht auch, kein fremdes Kapital aufzunehmen,
um die japaniſchen Schulden abzuzahlen. 4. Keine
Land=
abtretungen: wie bereits verabredet. 5. China gibt in den
Fragen, die Waffen und Munition und den Berater der
Yangtſebahnen betreffen, nicht nach, wohl aber in den
Fragen der Schulen, Kirchen und Spitäler. China
ge=
ſteht Japan auch Vorzugsrechte in Fukien zu. 6.
Oſt=
mongolei: China gibt in den Fragen der Eiſenbahnen,
Handelsrechte und lokalen Anleihen nach. Man kann ſagen,
daß China Fukien und die Oſtmongolei preisgibt, um
mit allen Mitteln einen offenen Konflikt zu
vermeiden. Die nächſte Woche wird zeigen, ob es
möglich ſein wird, eine kriegeriſche Austragung der An
gelegenheit zu umgehen.
* Berlin, 4. Mai. (W. T. B. Amtlich.) Die von
der Heeresverwaltung gegen die Sendungen von
Oſter=Liebesgaben erlaſſene Erklärung gilt
ſinn=
gemäß auch für derartige Sendungen anläßlich des
Pfingſtfeſtes. Demnach iſt es nicht angängig, beſondere
Pfingſtliebesgabenſendungen an die Front zu ſchicken
Weder die Militärpaketdepots noch die
Güterabfertigungs=
ſtellen übernehmen die Beförderung von geſchloſſenen
Transporten mit Liebesgabenpaketen, die anläßlich des
Pfingſtfeſtes etwa geplant ſein ſollten.
* Pforzheim 3. Mai. In der Nähe des
Forſt=
hauſes Kaltenbrunn im nördlichen Schwarzwald auf der
badiſchen Seite wurde von einem Forſtmann ein
fran=
zöſiſcher Feſſelballon zwiſchen den
Tannen=
bäumen hängend aufgefunden. Einige Seile des Korbes
waren abgeſchnitten. Bei dem Feſſelballon ſand man
eine Anzahl franzöſiſcher Schriftſtücke und Photographien.
* Wien, 4. Mai. Bei ſämtlichen Geſchäftsſtellen der
Kriegsdarlehenskaſſen wurden bis zum 30. April 67,2
Millionen Kronen Darlehen gegeben und 34,3 Millionen
Kronen zurückgezahlt.
* Rom 4. Mai. Die Blätter melden: Infolge des
geſtrigen Beſchluſſes des Miniſterrats nimmt der
Kö=
nig nicht an der Enthüllung des Denkmals
für die Tauſend in Quarto teil.
* Rom, 4. Mai. Die Nachricht von der
Nichtteil=
nahme des Königs und der Miniſter an der
Garibaldi=Feier in Quarto wird von den
hie=
ſigen Zeitungen im allgemeinen ruhig beſprochen. Sie
erblicken je nach der Parteiſchattierung als
Interventio=
naliſten oder Neutraliſten darin ein Anzeichen einer
un=
mittelbar bevorſtehenden Verwickelung oder eine
Beſſe=
rung der Lage in friedlichem Sinne. Giornale d’Italia
und Tribuna wollen der Abſage der Regierung keine
ent=
ſcheidende Bedeutung beigemeſſen wiſſen und verlangen
ein ruhiges Zuwarten gegenüber den künftigen
Beſchlüſ=
ſen und Maßnahmen der Regierung, die mit allen
Mäch=
ten in ſehr lebhaften diplomatiſchen Verhandlungen ſtehe.
* Rom 3. Mai. Meldung der Agenzia Stefani.
Monſignore Nolens mit einem politiſchen Auftrag von
der Regierung der Niederlande an den
Hei=
ligen Stuhl, hatte mehrere Unterredungen mit dem
Kar=
dinal Staatsſekretär Gaſparri, in denen der Vorſchlag
der Niederlande, eine Vertretung der
Nieder=
lande beim Heiligen Stuhl zu errichten, erörtert
wurde. Der Vatikan kam den Wünſchen der
niederlän=
diſchen Regierung entgegen. In dieſem Sinne wurde
an den niederländiſchen Miniſter des Aeußeren berichtet.
Der neue niederländiſche Geſandte wird dem Laienſtande
angehören.
* London, 4. Mai. Eine Lloyd=Meldung aus
Nagaſaki beſagt, der japaniſche Dampfer „Fuki
Maru” ſei infolge eines Zuſammenſtoßes mit dem
ja=
paniſchen Dampfer „Daichi Maru” geſunken.
Drei=
ßig Mann ſind ertrunken.
* London, 4. Mai. Das Urteil des Kriegsgerichts
über die beiden aus einem Gefangenenlager entflohenen
deutſchen Offiziere von Adler und von
Sanders=
leben lautet auf 28 Tage Haft ohne Zwangsarbeit.
* Petersburg, 4. Mai. Ein kaiſerlicher Ukas
ord=
net die Ausgabe von 200 Millionen Rubeln
fünfprozentiger Schatzſcheine auf den Märkten
des Auslandes an.
* Petersburg, 4. Mai. Die Petersburger
Tele=
graphen=Agentur meldet: In Iſpahan hat der Doktor
Pujen eine Ankündigung anſchlagen laſſen, in der
ge=
ſagt wird, daß die Alliierten vollkommen
ge=
ſchlagen ſeien und die Engliſche Bank in
Teheran Bankerott gemacht habe. Die
Ankün=
digung rief in der Stadt große Unruhe hervor. Vor
der Bank entſtand ein Auflauf. Die Menge verlangte
ſtür=
miſch den Austauſch der Banknoten gegen Gold und
Sil=
ber. Polizei wurde aufgeboten, um die Ruhe herzuſtellen.
* Konſtantinopel, 4. Mai. Die
Eieraus=
fuhr nach verbündeten und befreundeten
Ländern iſt geſtattet worden.
* Athen, 4. Mai. Das Dekret über die
Auf=
löſung der Kammer iſt heute amtlich
bekanntge=
geben worden. Die Wahlen ſind auf den 3. Juni
an=
geſetzt. Die neue Kammer tritt am 23. Juli zuſammen.
Letzte Nachrichten.
* Berlin, 4. Mai. Pfarrer Mirbt wurde wegen
Betruges in zwölf Fällen zu fünf Jahren
Gefäng=
nis und fünf Jahren Ehrverluſt verurteilt.
* Petersburg, 4. Mai. Amtlich wird gemeldet: Bei
der Exploſion in der Fabrik für
Spreng=
ſtoffe in Okhta am 29. April, in der im Augenblick
der Exploſion 278 Arbeiter tätig waren, wurden 26
ge=
tötet oder derart verwundet, daß ſie ihren Verletzungen
erlegen ſind; 59 Arbeiter wurden in das Hoſpital
eingeliefert, 43 werden vermißt. In den Werkſtätten
für Hülſen wurden vier Arbeiter getötet. Drei mußten in
Pflege genommen werden. Von den 18 die Fabrik
über=
wachenden Soldaten wurden elf getötet und vier in das
Hoſpital übergeführt. Die Geſamtzahl der Opfer iſt
fol=
gende: Verwundet 63 Perſonen, ferner 34, die nicht dem
Fabrikperſonal angehören; getötet oder ihren Verletzungen
erlegen ſind 41 Perſonen; vermißt werden 43. Im ganzen
hat das Unglück 147 Opfer gefordert, zu denen 34
Privat=
perſonen gerechnet werden müſſen.
Verluſtliſte.
* Die Preußiſche Verluſtliſte Nr. 209
ent=
hält: 10. Etappen=Inſpektion. — Infanterie
uſw.: Garde: 5. Garde=Regiment z. F.; 1. und 2. Garde=
Reſerve=Regiment; 2. Garde=Erſatz=Regiment; Grenadier=
Regiment Nr. 5; Garde=Schützen=Bataillon.
Grenadier=
bezw. Infanterie= bezw. Füſilier=Regimenter Nr. 1, 4, 5
(ſ. Erſ.=Inf.=Regt. Gropp), 6, 9, 13, 14, 16, 18 (ſ. Erſ.=Inf.=
Regt. v. Reinhard), 26, 32, 37, 38, 40, 41, 42, 45, 50, 52, 53,
54, 56, 57, 58, 61, 64, 65, 67, 68, 70 (ſ. Feldfliegertruppe),
80, 83, 93, 95, 97, 109, 110, 111, 118, 128, 129, 132, 135
(ſ. auch Feſtungs=Maſchinengewehr=Abt. Nr. 11), 136, 137,
140, 144, 152 (ſ. Erſ.=Inf.=Regt. v. Reinhard), 154 (ſ. Beſ.=
Regt. Nr. 3 der Brigade Rüdiger), 158, 165, 166, 167, 173,
174. Reſerve=Infanterie=Regimenter Nr. 1, 3, 7, 15, 17,
18, 19 (ſ. Beſ.=Regt. Nr. 5 der Brigade v. Reißwitz), 21,
36, 48, 52, 56, 57, 59, 61, 65, 66, 69, 70, 73, 74, 77. ,79, 80,
82, 83, 207, 208, 209, 210, 211, 212, 213, 216, 224, 225, 227,
229, 230, 235, 255, 258, 259, 260, 261, 263, 264, 265, 266.
Reſerve=Erſatz=Regiment Nr. 4. Erſatz=Infanterie=
Regi=
menter Bott (ſ. Beſ.=Regt. Nr. 3 der Brigade Rüdiger),
Gropp v. Reinhard (ſ. auch Feſtungs=Maſchinengewehr=
Abt. Nr. 9, Graudenz). Landwehr=Infanterie=Regimenter
Nr. 1, 3, 6, 7, 11, 12, 13, 16, 23, 36, 38, 46, 48, 51, 52, 55,
66, 72, 73, 74, 81, 84, 99, 110, 118. Landwehr=Erſatz=
Regi=
menter Nr. 1, 5 (ſ. Feſtungs=Maſchinengewehr=Kompagnie
Nr. 2). Beſatzungs=Regiment Nr. 1 der Brigade Douſſin
Nr. 3 der Brigade Rüdiger, Nr. 5 der Brigade v.
Reiß=
witz. Brigade=Erſatz=Bataillone Nr. 5, 9, 12, 17 (ſ.
Land=
wehr=Inf.=Regt. Nr. 23), 40. Landwehr=Brigade=Erſatz=
Bataillon Nr. 25 (ſ. Landw.=Erſ.=Regt. Nr. 1).
Land=
ſturm=Bataillone I Allenſtein, 3. Koblenz, III Darmſtadt,
III Poſen, I Rawitſch (ſ. Beſ.=Regt. Nr. 1 der Brigade
Douſſin), Wehlau. 3. Landſturm=Erſatz=Bataillon des
VII. Armeetorps. Sammelſtelle der Landſturm=Inſpektion
des XVII. Armeekorps. Jäger=Bataillone Nr. 8, 9;
Re=
ſerve=Jäger=Bataillone Nr. 1, 10. Maſchinengewehr=
Abtei=
lung Nr. 7 der 9. Kavallerie=Diviſion; Feſtungs=
Maſchinen=
gewehr=Abteilungen Nr. 2 Thorn, Nr. 6, Nr. 9 Graudenz
und Nr. 11; Reſerve=Feſtungs=Maſchinengewehr=
Abteilun=
gen Nr. 1 der 5. Landwehr=Diviſion und Nr. 2; Feſtungs=
Maſchinengewehr=Kompagnie Nr. 2. — Kavallerie:
Dragoner Nr. 15, 19; Huſaren Nr. 4, 11; Ulanen Nr. 15;
Jäger zu Pferde Nr. 2, 8, 10; Erſatz=Kavallerie=Regiment
Nr. 6; Reſerve=Erſatz=Eskadron des IX. Armeekorps;
Re=
ſerve=Kavallerie=Abteilung Nr. 49. —
Feldartille=
rie: Regimenter Nr. 8, 15, 21, 38, 44, 50, 55, 59, 73, 80;
Reſerve=Regimenter Nr. 9, 65; 2. Landſturm=Batterie des
IV. Armeekorps. — Fußartillerie: Regimenter Nr.
5, 6, 10 (ſ. Feldfliegertruppe), 20; Landſturm=Bataillon des
X. Armeekorps. — Pioniere: Regimenter Nr. 18, 23,
24, 25, 29; Bataillone II. Nr. 1, I. Nr. 2, I. Nr. 5, II. Nr.
6, I. Nr. 7, II. Nr. 16, I. Nr. 27; Reſerve=Bataillon Nr. 39.
Erſatz=Bataillone Nr. 2, 21; 3. Landwehr=Kompagnie des
VI. und 2. des XVI. Armeekorps. Minenwerferzug Nr. 4
des I. Reſervekorps; Scheinwerferzug des VII.
Armee=
korps. Verkehrstruppen: Feldfliegertruppe.
Kraftfahr=Bataillon. — Straßenbau=Kompagnie
Nr. 17 (ſ. 10. Etappen=Inſpektion). — Sanitäts=
Formationen: Sanitäts=Kompagnien der Garde=
Erſatz=Diviſion und Nr. 1 des XVI. Armeekorps. Haupt=
Reſeive=Lazarett Halle a. d. S. — Train=Abteilung
Nr. 17. Pferdedepot Nr. 2 (ſ. Train=Abteilung Nr. 17). —
Kriegs=Bekleidungsämter des IV. und XVII.
Armeekorps. — Weiter iſt erſchienen die Sächſiſche
Verluſt=
liſte Nr. 139.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Auch das Brot iſt unſer Rüſtzeng.
Geht ſparſam damit um.
231. Rönigl. Preuss. Klassen-Lotterie.
Zu der vom 7. Mai bis 3. Juni stattfindenden
Haupt- und Schluss-Ziehung
habe ich noch einige Lose abzugeben. (P6863
Achtel Viertel Halbe Ganze
Mk. 25.− Mk. 50.− Mk. 100.− Mk. 200.−
Oscar Petrenz,
Elisabethenstrasse 5.
i. Fa.: Müller & Rühle, Kgl. Preuss. Lotterie-
Einnehmer.
Hofbuchhandlung.
Fernsprecher 220.
Jugenheim a. d. B., Stettbacher Tal.
Hotel und Pension Odenwaldheim
in friedl. Naturlage. Wald, Berge, Hiess. Wasser. Vorzügl.
Verpfleg. Wochenpens. 30—35 Mk. Inh.: L. Barth u. Frau.
Im Nebenhaus:
Kurheim und
vegetarische Pension Waldhaus
Luftbad, Kurbäder etc. Wochenpens. 28—32 Mk.
Auch Aufnahme pflegebedürftiger Kinder, Kriegs-
(6832a
kranker etc. Inhaber: Otto Kresse.
Mitteilungen aus dem Geſchäftsleben.
Die Milchnot iſt behoben, wenn junge
Mütter ſtatt der friſchen Milch Neſtles Kindermehl
den Säuglingen geben, denn dieſes enthält einen hohen
Prozentſatz der tadelloſen und abſolut geſunden
Alpen=
kuhmilch, außerdem auch noch alle anderen organiſchen
und anorganiſchen Beſtandteile, die zur kräftigen Muskel=
und Knochenentwickelung und zum geſunden Gedeihen
des Kindes erforderlich ſind. Aeußerſt nahrkräftig und
dabei ſelbſt für die zarteſten Säuglinge leicht verdaulich,
iſt die Zubereitung leicht und ſchnell, denn es genügt
etwas Waſſer, um eine vollſtändige Mahlzeit zu
er=
halten. Probedoſe koſtenfrei durch Neſtle=Geſellſchaft
Berlin, W. 57.
Familiennachrichten.
Todes=Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
(7054
unſer liebes Töchterchen
Kätha
im Alter von 6 Jahren in die Ewigkeit zu ſich
zu rufen.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Philipp Beitz.
Darmſtadt, den 4. Mai 1915.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 6. Mai,
nachmittags um 4 Uhr, auf dem
Waldfried=
hof ſtatt.
Den Heldentod fürs Vaterland
erlitt Ende April unſer
unvergeß=
licher Sohn, Bruder und Schwager,
mein innigſtgeliebter Bräutigam
(6982
Ridol) Memm
Schütze im Lehr=Inf.=Regt. Nr. 6
im Alter von 26 Jahren.
In tiefer Trauer:
Familie Ludwig Klemm,
Ida Gutſchwager,
Familie Hans Weißmann.
Darmſtadt, Steinau aOder, 4. Mai 1915.
Waldſtr. 25.
Manner-N
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
unſer langjähriges, treues Mitglied und
Mit=
begründer des Vereins
(B7025
Herrn Kau Hreſſe
aus dieſem Leben abzurufen.
Die Beerdigung findet am Mittwoch,
nach=
mittags 4 Uhr, auf dem Waldfriedhof ſtatt.
Der Vorſtand.
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
heute morgen 11 Uhr meine innigſtgeliebte,
treubeſorgte Gattin
(7028
Anna Hoffmann
geborene Eiſenhauer
nach kurzem, aber ſchwerem Leiden in die
Ewigkeit abzurufen.
Um ſtille Teilnahme bittet
der tieftrauernde Gatte:
Johann Adam Hoffmann,
Schreiner.
Darmſtadt (Aliceſtr. 43), Brensbach, Langen,
Arheilgen, den 3. Mai 1915.
Die Beerdigung findet am Mittwoch,
nachmit=
tags 2¾ Uhr, von der Leichenhalle aus auf
dem Waldfriedhof ſtatt.
Todes=Anzeige.
Heute vormittag verſtarb nach langem
Leiden unſere liebe Mutter, Schwiegermutter
und Großmutter
(*9227
Frau Sophie Wetzel
geb. Schweickert
im 56. Lebensjahre.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt,
Rhönring 145,
4. Mai 1915.
Swakopmund,
Die Beerdigung findet Donnerstag,
nachmit=
tags ½4 Uhr, auf dem Waldfriedhof ſtatt.
Statt jeder beſonderen Mitteilung.
Heute nachmittag verſchied ſanft nach
kurzem Leiden mein innigſtgeliebter Mann,
unſer treubeſorgter, unvergeßlicher Vater,
Schwiegervater, Großvater, Schwager u. Onkel
Herr Marx Sternfels
im 67. Lebensjahre.
Im Namen der tieſtrauernden Hinterbliebenen:
Jeanette Sternfels, geb. Spies,
Lion Sternfels u. Frau, geb. Berliner,
Simon Spies u. Frau, geb. Sternfels,
Elias Kornſand u. Frau, geb. Grünebaum.
Leeheim, Darmſtadt, den 4. Mai 1915.
Beerdigung: Donnerstag, 6. Mai, 2 Uhr vom
Trauerhauſe in Leeheim, 4 Uhr Friedhof
(7061
Groß=Gerau.
Dankſagung.
Für die uns bewieſene herzliche Teilnahme
beim Heimgang unſres lieben Onkels, des
Herrn Pfarrers
Friedrich Mäller
(6985
ſagen wir unſern aufrichtigen Dank.
Adele Partridge, geborene Möller,
Frieda Möller.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſeres lieben Vaters, des
Herrn Ph. Roßmann
für die troſtreiche Grabrede des Herrn Pfarrers
D. Waitz, dem Kriegerverein und dem
Lehrer=
kollegium des Ludwigs=Georg=Gymnaſiums, ſowie
für die vielen Blumenſpenden ſagen wir unſeren
(7055
herzlichen Dank.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher
Teilnahme und die vielen
Blumen=
ſpenden bei dem Hinſcheiden unſeres
Lieblings ſagen wir Allen unſeren
herzlichſten Dank.
Familie Jakob Kohlmann,
Königl. Lokomotivführer.
Darmſtadt, den 4. Mai 1915.
(7056
Für die uns bewieſene wohltuende
Teilnahme ſagen wir herzlichen Dank.
Eliſabeth Liſt, geb. Dern,
Ferdinand Dern, Lehramts=Aſſeſſor,
Liſe Dern,
Profeſſor Dr. Theodor Liſt,
Minna Dern, geb. Petry.
Darmſtadt, 3. Mai 1915.
(7010
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vormittags und
3—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 26. April: dem Kaufmann Hugo
Jablonski, hier, Soderſtraße 132, eine T. Alice Felicia.
Am 28.: dem Taglöhner Andreas Pflanz,
Schloßgarten=
ſtraße 47, ein S. Ernſt Ludwig. Am 30.: dem
Fabrik=
arbeiter Friedrich Schmidt, Liebfrauenſtraße 82, ein S.
Otto. Am 29.: dem Kaufmann, z. Zt. Erſatz=Reſerviſt
Jakob Breitwieſer, Große Ochſengaſſe 5, ein S. Georg.
Am 26.: dem Bankbeamten Auguſt Brill, Inſelſtraße 17,
eine T. Herta Luiſe. Am 29.: dem Kellner Franz Löwer,
Darmſtraße 39, ein S. Philipp. Am 30.: dem
Werkſtätte=
arbeiter Robert Hinkel, Taunusſtraße 51, eine T.
Her=
mine Elfriede. Am 2. Mai: dem Badediener, z. Zt.
Land=
wehrmann, Georg Muntermann, Mühlſtraße 10, eine
T. Sophie Marie. Am 30. April: dem Bureaubeamten
Gottfried Baßler, Kaupſtraße 23, eine T. Sabine
Doro=
thea Anna. Am 26.: dem Werkzeugſchmied Hermann
Döring, Kaupſtraße 51, ein S. Hans.
Aufgebotene. Am 21. April: Automobilmechaniker
Georg Gräb in Frankfurt a. M. mit Eliſabetha Gotha,
hier, Heidelberger Straße 21. Am 26.: Kaufmann Karl
Koch in Gotha mit Margarete Niemann in Erfurt.
Geſchäftsführer Robert Porges, hier, Liebigſtraße 4,
mit Elſa Winter, hier, Liebigſtraße 4. Kaufmann
Wil=
helm Böſche, hier, Magdalenenſtraße 1, mit Schneiderin
Marie Kirſchthaler, hier, Schulſtraße 6. Am 27.:
Sekre=
tär bei der Bürgermeiſterei Wilhelm Ludwig (ger.
Philipp) Eckel, hier, Müllerſtraße 36, mit Dorothea=
Strauch, hier, Müllerſtraße 10. Am 28.: Schneider
Jakob Flauaus mit Marie Arnold, beide in Alsbach.
Am 29.: Spengler und Inſtallateur Ludwig Schuſter,
hier, Große Kaplaneigaſſe 5, mit Katharina Schanz,
hier, Große Kaplaneigaſſe 5. Am 30.: Hausdiener
Hein=
rich Chriſtian Büchler in Aſchaffenburg mit Emilie
Hofmann in Steinheim. Wagenputzer Georg
Haber=
mehl, hier, Landwehrſtraße 21, mit Eliſabetha Regnitz,
hier, Eliſabethenſtraße 34.
Eheſchließungen. Am 1. Mai: Privatgelehrter Karl
Ernſt von Otto in Bensheim mit Eliſabeth Eißfeldt,
geb. Feger, in Paſing bei München. Geometer Ludwig
Faulhaber mit Hedwig Grün, beide hier.
Modell=
ſchreiner, z. Zt. Landſturmrekrut, Wilhelm Rabe mit
Margareta Plank, beide hier.
Geſtorbene. Am 28. April: Eliſabeth Holler,
Dienſtmagd, 42 J., ev., led., aus Kleeſtadt, hier,
Erbacher=
ſtraße 25. Philipp Ernſt Ludwig Becht, Spengler
16 J., ev., led., Liebfrauenſtraße 89. Dr. Joſeph Gott
fried Max Alberts, prakt. Arzt, 57 J., ev., aus Bens
heim, hier, Steinſtraße 21. Am 25. Oktober 1914: Karl
Anton Müller, Sergeant im Drag.=Regt. Nr. 24, 24 J.,
kath., led., Holzhofallee 25. Am 17. März 1915: Fridolin
Guſtav Treuſch, Metzger, Horniſt=Gefreiter im Leib=
Garde=Inf.=Regt. Nr. 115, 20 J., ev., led., Neugaſſe 11.
Am 29. April: Valentin Höhl, Landwirt, Sanitäts=
Gefreiter im Reſerve=Lazarttt III, Darmſtadt, 40 J., ev.
aus Griesheim, hier, Reſerve=Lazarett III, Exerzierplatz
Am 14. Dezember 1914: Karl Clemens Johann
Nör=
gel, Schloſſer, Gefreiter im II. Pionier=Bataillon Nr. 21,
24 J., ev., led., Waldſtraße 1½. Am 29. April 1915:
Maria Friederike Elgert, geb. Linck, Witwe des
Rent=
ners, 57 J., ev., Hochſtraße 42. Am 30. April: =Peter
Dern, Großh. Kammermuſiker i. P., 63 J., ev.,
Schützen=
ſtraße 9. Am 17. Januar: Karl Schieferſtein,
Fabrik=
arbeiter, Landwehrmann im LLandwehr=Erſatz=Bataillon
Nr. 116, 41 J., ev., Mollerſtraße 14. Am 30. April
Mathilde Auguſte Kohlmann, Tochter des
Lokomotiv=
führers, 6 J., kath., Rhönring 99. Am 1. Mai: Margarete
Blößer, geb. Doloſe, Witwe des Bahnarbeiters,78 J.,
ev., Pankratiusſtraße 46. Philipp Roßmann, Pedell
i. P., 95 J., ev., Gardiſtenſtraße 12. Am 2. Mai.: Franz
Erzgräber, Telegraphenſekretär, 55 J., ev.,
Liebig=
ſtraße 51. Am 1. Mai: Gg. Vöglin, Lokomotivführer i. P.,
68 J., ev., Müllerſtraße 37. Am 3. Mai: Eliſabetha
Saal, geb. Schimpf, Ehefrau des Schreinermeiſters,
52 J., ev., aus Nieder=Klingen, hier, Wenckſtraße 12. Am
2. Mai: Emma Reubold, Privatin, 82 Jahre, ev., led.,
Heinrichſtraße 96.
Gottesdienſtliche Anzeigen.
Mittwoch, den 5. Mai 1915.
Hofkirche: Abends um 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Abends um 8 Uhr: Kirchenmuſikaliſche
Abendfeier. Kollekte.
Johanneskirche: Abends um 8½ Uhr: Andacht.
Pfarrer Marx.
Martinskirche: Abends um 8 Uhr:
Kriegsbet=
ſtunde. Pfarrer D. Waitz.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Abends um
8 Uhr: Kriegsbetſtunde im Gemeindehaus,
Hofgarten=
ſtraße. Pfarrverwalter Storck.
Pauluskirche: Abends um 8 Uhr: Kriegsbetſtunde.
Pfarrer Rückert.
Wetterbericht.
Die Luftdruckverteilung Europas iſt augenblicklich in
raſcher Umlagerung begriffen; das Luftdruckgebiet, das
auch bei uns auf der Rückſeite der oſtwärts abgezogenen
De=
preſſion ſofortiges Aufklaren verurſachte, weicht vor dem
Herannahen neuer Depreſſionsgebiete von Südweſten und
Nordweſten ebenfalls oſtwärts zurück.
Südweſtdeutſch=
land hat neben der Wirkung des ſüdweſtlichen Tiefs
be=
reits wieder völlige Trübung. Bei dem weiteren
Umſich=
greifen iſt auch weiterhin mit ziemlich wolkigem, kühlem
Wetter zu rechnen.
Wetterausſichten für Mittwoch: Meiſt bedeckt,
zeit=
weilig Niederſchläge, kühl, ſüdliche bis ſüdweſtliche
Winde.
Tageslalender.
Großh. Hoftheater, Anfang 7 Uhr, Ende nach 11
Uhr (Ab. B): „Rienzi”.
Lichtbilder=Vorführung von Louis Geiſt um
8½ Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz (
Krieger=
verein).
Konzert um 8 Uhr im „Perkeo”.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Kurt Mitſching; für den
Anzeigen=
teil, Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Ge=
ſchäftsleben: Paul Lange, ſämtlich in Darmſtadt. — Für
den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an
die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche
wer=
den nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden
nicht zurückgeſandt.
Neue Eingänge
besonders preiswerter Wasch-Blusen
Wasch-Voile-Blusen
mit Einsätzen, Stickersien, Säumchen u. Hohlsäumen 1.50, 4.75, 5.25, 5.75, 6.75, 7.50, 9.50 etc.
Wasch-Voile-Blusen
ganz aue modernen Stickerei-Voilestoffen
4.75, 6.75, 7.75, 8.75, 9.75, 11.50, 12.50 otc.
Wasch-Voile-Blusen
mit Handstickereien
9.75, 10.50, 12.75. 15.50, 17.50, 18.50, 19.50 etc.
Unsere Reklame-Bluse
elegante Wasch-Voile-Bluse, Vorderteil,
Rücken und Aermel mit reicher
Hand-
stickerei, in allen Grössen . 13.50
(7051
Carl Schürmann & Co.
Einquartierung.
Eine Vergütung für geleiſtete Quartiere, ſowie für Verpflegung
einquartierter Mannſchaften kann ſpäter nur dann gewährt werden,
wenn die Quartierſcheine alsbald nach Abgang der
Mann=
ſchaft dem ſtädtiſchen Einquartierungsausſchuß, Stadthaus, Zimmer
Nr. 23, zur Anerkennung vorgelegt werden.
Bei Verzicht auf Einquartierungsvergütung zu Gunſten
bedürftiger Angehörigen von Kriegsteilnehmern wird um
Ab=
gabe der Quartierſcheine auf vorbezeichnetem Amtszimmer
gebeteu.
(6662a
Darmſtadt, den 23. April 1915.
Der Oberbürgermeiſter.
Dr. Gläſſing.
Brennholz=Verſteigerung.
(Eiſenbahn=Fiskus.)
Freitag, den 7. ds. Mts., morgens 9 Uhr,
verſteigert der Unterzeichnete an Ort und Stelle aus Abtrieb in der
Bürgertanne (Kreuz Dornheimer=Weg und Wiehäuſer Haus=Schneiſe):
19 rm Kiefern=Knüppel,
10 rm
Reiſig=Knüppel,
40 rm
Stöcke (grob).
Darmſtadt, den 4. Mai 1915.
Kullmann, Geh. Forſtrat.
(7060
Stammholz-Verſteigerung.
Montag, den 10. Mai I. Js., von vormittags
10½ Uhr ab,
werden im Gaſthauſe von Friedrich Lehr zu Altheim aus dem
Domanialwald Ober= und Mittelforſt verſteigert:
Stämme, Eichen: 1 I. Kl. — 1,02 fm, 1 II. Kl. — 1,19 fm,
4 III. Kl. — 3,57 fm, 2 V. Kl. — 0,61 km; Eſchen 9 VI. Kl.
— 0,76 km; Birken: 1 IV. Kl. — 0,96 fm; Ulmen: 1III. Kl.
— 0,80 fm; Kiefern: 9 II. Kl. — 12,94 fm, 12 III. Kl.
— 11,04 fm; Lärchen: 1 IV. Kl. — 1,11 fm, 48 V. Kl. —
12,05 fm; Fichten: 9 IV. Kl. — 8,31 fm, 31 V. Kl. — 9,36 fm.
Derbſtangen, Buchen: 2 Stück — 0,09 fm, Eſchen: 10 Stück
0,53 fm.
Nutzſcheiter, Kiefern: 14 rm (2,5 m lang, rund).
Großh. Förſter Schott zu Altheim und Großh. Forſtwart
Wolf zu Richen zeigen auf Verlangen das Holz vor und erteilen
nähere Auskunft.
Auszüge aus dem Verſteigerungsprotokoll werden vom 5. Mai
I. Js. ab von unterzeichneter Stelle auf Wunſch koſtenlos geliefert.
Dieburg, den 28. April 1915.
(6986
Großherzogliche Oberförſterei Dieburg.
Hofmann.
Zwangsverſteigerung
Das nachſtehend bezeichnete Grundſtück, das zur Zeit der
Ein=
tragung des Verſteigerungsvermerks auf den Namen der Elberding,
Margarete, zu Frankfurt a. M., Heideſtraße 59, im Grundbuch
ein=
getragen war, ſoll
Mittwoch, den 12. Mai 1915, uachmittags 4 Uhr.
durch das unterzeichnete Gericht, Neues Gerichtsgebäude, Zimmer 219,
verſteigert werden.
Die Verſteigerung erfolgt im Wege der Zwangsvollſtreckung.
Der Verſteigerungsvermerk iſt am 25. Februar 1915 in das
Grundbuch eingetragen worden.
Inſoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des
Verſteigerungs=
vermerks aus dem Grundbuche nicht erſichtlich waren, ſind ſie
ſpäte=
ſtens im Verſteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe
von Geboten bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden und, wenn
der Gläubiger widerſpricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls ſie
bei der Feſtſtellung des geringſten Gebots nicht berückſichtigt und
bei der Verteilung des Verſteigerungserlöſes dem Anſpruche des
Gläubigers und den übrigen Rechten nachgeſetzt werden.
Diejenigen, welche ein der Verſteigerung entgegenſtehendes
Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuſchlags
die Aufhebung oder einſtweilige Einſtellung des Verſahrens
herbei=
zuführen, widrigenfalls für das Recht der Verſteigerungserlös an
die Stelle des verſteigerten Gegenſtandes tritt.
(5045a
Darmſtadt, den 22. März 1915.
Großherzogliches Amtsgericht I.
Bezeichnung des Grundſtücks.
Grundbuch für Darmſtadt (Bezirk I) Band III, Blatt 143:
Flur I Nr. 512, 104 qm Hofreite Nr. 10, Hinkelsgaſſe.
Be=
trag der Schätzung 5000 Mark.
Hen, Stroh, Torfſtren,
Hafer=Erſatz, Kleie=Erſatz,
Hirſe, Buchweizen, Salatkartoffeln,
Saathafer, Saatweizen, Saatkartoffeln,
Kleeſamen, Wicken, Erbſen, (6779a
Fleiſchfuttermehl und künſtl. Dünger
empfiehlt ab Lager Wendelstadtstrasse 40
Carl Manck Nachf.
Die Kriegsſtiefel
9137
der Kleider-Jammelſtelle 1914/15
ſind von jetzt an im Laden von Frau Echinger, Karlſtraße 79,
ſowie im Mercedes-Schuhgeschäft, Rheinſtraße 7, zu haben.
Sickwurz zu verkaufen. (*9158 Starker Waldwagen bill. zu vk.
Forſtmeiſterſtraße 18. 1 *9183) Marktſtraße 1, 2. St.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 12. Mai 1. Js.,
vormittags 10½ Uhr,
ſollen die den Schreiner Georg
Bert Eheleuten dahier
zugeſchriebe=
nen Immobilien:
Flur Nr. qm
III 380 321 Hofreite
Arheilger=
ſtraße 54,
III 381 146 Hofreite
Arheilger=
ſtraße 54½,
in unſerem Bureau, Grafenſtraße
Nr. 30, II., zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K18/15
Darmſtadt, 8. April 1915.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (VIII.5622
Aufforderung.
Anſprüche an den Nachlaß der
am 7. April ds. Js. zu
Darm=
ſtadt verſtorbenen Frau Steuerrat
Eckhardt ſind bis zum 15. Mai
ds. Js. bei dem Unterzeichneten
geltend zu machen.
(7013
Bensheim a. d. B., 3. Mai 1915.
Baurat Plock,
Darmſtädter Straße 56.
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Freitag, den 7. Mai 1915, vormittags 9 Uhr,
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freiwillig die aus dem Nachlaſſe der verſtorbenen Fräulein
Agnes Katzenmeyer herrührenden Gegenſtände gegen Barzahlung
für beſtimmt:
a) Speiſezimmer: 1 Büfett, 1 Kredenz, 1
Aus=
ziehtiſch, 8 Stühle, 1 Klubſofa, 1 Standuhr.
b) Schlafzimmer: 2vollſtändige Betten, 2
Nacht=
tiſchchen mit Marmor, 1 Waſchtoilette mit
Marmorplatte und Spiegel, 1 Spiegelſchrank,
1. Handtuchhalter, 2 Stühle.
c) Herrenzimmer: 1 Bücherſchrank, 1
Schreib=
tiſch, 1 Tiſch (eichen), 1 Schreibſeſſel, 1 Diwan.
d) Küche (pitch pine): 1 Küchenſchrank, 1.
An=
richte mit Porzellangarnitur, 1 Tiſch, 2 Stühle.
Ferner: 1 Nähmaſchine, 1 Eisſchrank,
1 Truhe, 1 Küchenſchrank, 1 Gasherd, 1
Flur=
garderobe, 1 Lüſter, 1 Telephonapparat, ein
große Partie Kleider, Weißzeug, Porzellan,
und Küchengeſchirr, eine Partie Vorhänge,
Tep=
piche, Decken, ſilberne Löffel und Gabeln und
verſchiedene andere Gegenſtände.
Die Möbel ſind faſt neu und ſehr gut erhalten.
Darmſtadt, den 1. Mai 1915.
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Thüre, Großh. Gerichtsvollzieher,
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1 Speiſezimmer: Anszugtiſch u. 4 Lederſtühle,
1 Büfett u. Diwan=Umbau, dunkel eichen, 1 Glas= oder
Bücherſchrank, 1 Kredenz, nußbaum, Kommode, Pfeilerſchränke,
Trumeau=Spiegel, 10 eich. Lederſtühle, einf. Stühle,
Schreib=
tiſchſeſſel, 4 pol. Vertikos, 1 Diwan, 1 Diwan m. 2 Seſſeln,
1 Sofa m. 6 gep. Stühlen, 1 gutes pol. Bett m.
Roßhaar=
matratzen, eiſ. Bettſtelle, Kiſſen, Roßhaarmatratzen, 4
Kleider=
ſchränke, zweitür., Waſchkommode, Nachttiſch, groß.
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regal m. 2 Schubladen, Noten= und Bücherregale,
Peddigrohr=
ſeſſel, 1 Glasſchrank m. Schiebetüren, 1 geſchloſſ. Küchen=
Anrichte, 1 Partie Vorhänge u. weiße Tiſchtücher uſw.
1 Küchen=Einrichtung, mod., pitſch=vine.
Glasſchrank, eingelegtes Pult, ge=
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Bekanntmachung.
Betreffend Muſterung der unausgebildeten Landſturmpflichtigen II. Aufgebots.
Es wird hierdurch zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß die Muſterung der
unausgebildeten Landſturmpflichtigen II. Aufgebots, alſo der in den Jahren 1874,
1873, 1872, 1871, 1870 und nach dem 1. Auguſt 1869 geborenen Leute im
Hauſe der Turngemeinde, Woogsplatz 5, ſtattfindet.
Im Anſchluß hieran findet ferner die nochmalige Muſterung der in den Jahren
1895, 1894 und früher geborenen Militärpflichtigen, welche im Januar l. Js.
zurückgeſtellt worden ſind, ſowie der weiter nachſtehend aufgeführten Pflichtigen ſtatt.
Es haben zu erſcheinen:
A. Die Landſturmpflichtigen II. Aufgebots.
I. Montag, den 10. Mai 1915
Vormittags 7 Uhr: Die im Jahre 1874 geborenen Leute aus der Stadt Darmſtadt,
deren Namen mit dem Buchſtaben A—R einſchließlich beginnt.
Nachmittags 2 Uhr: Sämtliche Leute der oben bezeichneten Jahrgänge aus der
Ge=
meinde Arheilgen.
II. Dienstag, den 11. Mai 1915
Vormittags 7 Uhr: Sämtliche im Jahre 1873 geborenen Leute aus der Stadt
Darmſtadt.
Nachmittags 2 Uhr; 1. Die im Jahre 1874 geborenen Leute aus der Stadt
Darm=
ſtadt, Buchſtabe 8—2.
2. Sämtliche Landſturmleute aus den Gemeinden Braunshardt,
Malchen und Nieder=Ramſtadt mit Waſchenbach.
III. Mittwoch, den 12. Mai 1915
Vormittags 7 Uhr: Die im Jahre 1872 geborenen Leute aus der Stadt Darmſtadt.
Nachmittags 2 Uhr: Sämtliche Leute aus den Gemeinden Eich und Ober=Ramſtadt.
IV. Freitag, den 14. Mai 1915
Vormittags 7 Uhr: Die im Jahre 1871 geborenen Leute aus der Stadt Darmſtadt.
Nachmittags 2 Uhr: Sämtliche Leute aus den Gemeinden Erzhauſen und Roßdorf.
V. Samstag, den 15. Mai 1915
Vormittags 7 Uhr: Die im Jahre 1870 geborenen Leute aus der Stadt Darmſtadt.
Nachmittags 2 Uhr: Sämtliche Leute aus den Gemeinden Eſchollbrücken,
Gräfen=
hauſen, Hahn, Meſſel und Nieder=Beerbach.
VI. Montag, den 17. Mai 1915:
Vormittags 7 Uhr: 1. Die nach dem 1. Auguſt 1869 geborenen Leute aus der
Stadt Darmſtadt.
2. Sämtliche Leute aus den Gemeinden Traiſa, Weiterſtadt
und Wixhauſen.
Nachmittags 2 Uhr: Sämtliche Leute aus den Gemeinden Eberſtadt und Schneppen=
,
hauſen.
VII. Dienstag, den 18. Mai 1915:
Vormittags 7 Uhr: Sämtliche Leute aus der Gemeinde Griesheim.
Nachmittags 2 Uhr: Sämtliche Leute aus der Gemeinde Pfungſtadt.
B. Die Militärpflichtigen:
VIII. Dienstag, den 18. Mai 1915
Vormitkags 7 Uhr: Die im Jahre 1894 und früher geborenen Leute aus der Stadt
Darmſtadt, Buchſtabe A-H.
Nachmittags 2 Uhr: Die im Jahre 1894 und früher geborenen Leute aus der Stadt
Darmſtadt, Buchſtabe 1—2.
IX. Mittwoch, den 19. Mai 1915
Vormittags 7 Uhr: 1. Die im Jahre 1894 und früher geborenen Leute aus
ſämt=
lichen Landgemeinden des Kreiſes.
2. Die im Jahre 1895 geborenen Leute aus der Stadt
Darm=
ſtadt, Buchſtabe A-L.
Nachmittags 2 Uhr: 1. Die im Jahre 1895 geborenen Leute aus der Stadt
Darm=
ſtadt, Buchſtabe M-O.
2. Die im Jahre 1895 geborenen Leute aus ſämtlichen
Land=
gemeinden des Kreiſes.
X. Donnerstag, den 20. Mai 1915
Vormittags 7 Uhr: Die im Jahre 1895 geborenen Leute aus der Stadt
Darm=
ſtadt, Buchſtabe P-z.
C. Weiter werden gemuſtert:
XI. Donnerstag, den 20. Mai 1915
diejenigen Landſturmpflichtigen des I. Aufgebots, die bei früheren Muſterungen
gefehlt haben und zwar:
Vormittags 7 Uhr: Diejenigen aus der Stadt Darmſtadt,
Nachmittags 2 Uhr: Dieienigen aus den Landgemeinden des Kreiſes.
KII. Freitag, den 21. Mai 1915
Sämtliche Landſturmpflichtige, die bei früheren Muſterungen des Landſturms
dem Landſturm ohne Waffen überwieſen wurden.
XIII. Samstag, den 22. Mai 1915
1. Wie am 21. Mai.
2. Der zeitig untauglich befundene Landſturm I. Aufgebots.
XIV. Dienstag, den 25. Mai 1915
1. Wie am 22. Mai, Ord.=Nr. 2.
2. Der nur garniſonsdienſtfähig befundene Landſturm I. Aufgebots.
XV. Mittwoch, den 26. Mai 1915
1. Wie am 25. Mai, Ord.=Nr. 2.
2. Für berittene Truppen ausgehobener Landſturm I. Aufgebots.
3. Untaugliche Mannſchaften des Beurlaubtenſtandes.
XVI. Donnerstag, den 27. Mai 1915
Wie am 25. Mai, Ord.=Nr. 3.
XVII. Freitag, den 28. Mai 1815
Wie am 25. Mai, Ord.=Nr. 3.
Sämtliche Leute ſind zur Teilnahme an der Muſterung verpflichtet und haben ſich
an den vorbezeichneten Tagen und Zeiten pünktlich im Muſterungslokal einzufinden,
mit Ausnahme:
1. derjenigen welche von der Geſtellung ausdrücklich befreit worden ſind;
2. der vom Dienſt im Heere und in der Marine Ausgemuſterten;
3. der Gemütskranken, Blödſinnigen und Krüppel uſw.
Die im Dienſte der Eiſenbahnen, der Poſt, der Telegraphie und der militäriſchen
Fabriken feſt angeſtellten Beamten und ſtändigen Arbeiter, die von ihren Behörden ere
unabkömmlich anerkannt und für die Unabkömmlichkeitsbeſcheinigungen eingereicht
wer=
den, ſind von der perſönlichen Geſtellung gleichfalls befreit.
Wer der Geſtellung keine Folge leiſtet, hat die im Militärſtrafgeſetz und der
Diſziplinarſtrafordnung vorgeſehenen Strafen zu gewärtigen.
Geſuche um Entbindung von der Geſtellung ſind unzuläſſig.
Zugleich werden diejenigen, welche der Aufforderung, ſich zur Stammrolle zu
melden, bis jetzt nicht nachgekommen ſind, nochmals aufgefordert, dies unverzüglich zu
tun und ſich zur Muſterung einzufinden, ſoweit ſie den vorerwähnten Jahrgängen
ange=
hören.
Ansdrücklich wird bemerkt, daß nur diejenigen, die ſich am Freitag, den
21. Mai I. Js., ab zu ſtellen haben, beſondere Ladung ſeitens der Bezirks=
Kommandos erhalten werden; alle übrigen Leute haben nur dieſe
Bekannt=
machung als Ladung anzuſehen.
Gleichzeitig werden die Landſturmpflichtigen aufgefordert, ſich während der
Muſterung im und vor dem Muſterungslokal, ſowie auch in den Straßen der Stadt
ruhig zu verhalten, andernfalls Zuwiderhandelnde in Polizeigewahrſam genommen
würden und nach Maßgabe der einſchlägigen geſetzlichen Beſtimmungen Strafe zu
gewärtigen hätten.
Wegen dringender häuslicher und gewerblicher Verhältniſſe können
Landſturm=
pflichtige hinter die letzte Jahresklaſſe ihres Aufgebots, in beſonders dringenden Fällen
auch hinter die letzte Jahresklaſſe des zweiten Aufgebots zurückgeſtellt werden.
e
bringen und aufs eingehendſte zu begründen, wenn ſie Verückſichtigung erfahren ſollen.
Darmſtadt, den 4. Mai 1915.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion des Kreiſes Darmſtadt.
von Starck, Regierungsrat.
Betr.: Die Muſterung der unausgebildeten Landſturmpflichtigen II. Aufgebots.
An die
Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes Darmſtadt.
Unter Bezugnahme auf die vorſtehende Bekanntmachung lade ich Sie ein, ſich
mit den Landſturmpflichtigen Ihrer Gemeinde an den betreffenden Tagen bei der
Muſterung einzufinden, oder ſich im Falle der Verhinderung durch jemand vertreten zu
laſſen, welchem die Verhältniſſe der Landſturmpflichtigen genau bekannt ſind.
Ich empfehle Ihnen, die Landſturmpflichtigen noch ausdrücklich auf meine
vor=
ſtehende Bekanntmachung hinzuweiſen, bezw. dieſelbe in ortsüblicher Weiſe zu
ver=
öffentlichen.
Sollten ſich inzwiſchen noch Leute bei Ihnen angemeldet haben, bezw. bis zum
Termin noch anmelden, ſo wollen Sie dieſelben alsbald und ſpäteſtens im
Muſterungs=
termin namhaft machen.
Darmſtadt, den 4. Mai 1915.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion des Kreiſes Darmſtadt.
von Starck, Regierungsrat.
(7061mds
Bekanntmachung
betreffend Verwendung von Benzol und Solventnaphta
ſowie Höchſtpreiſe für dieſe Stoffe.
Auf Grund des Geſetzes über den Belagerungszuſtand vom 4. Juni 1851 (G.=S.
1904 S. 451 ff.) des Geſetzes betreffend Höchſtpreiſe vom 4. Auguſt 1914 (R.=G.=Bl. S. 339)
in der Faſſung der Bekanntmachungen über Höchſtpreiſe vom 17. Dezember 1914
(R.=G.=Bl. S. 516) und vom 2. Januar 1915 (R.=G.=Bl. S. 25) und der
Bekannt=
machung über Vorratserhebungen vom 2. Februar 1915 (R.=G.=Bl. S. 54) wird
hier=
mit verordnet:
§ 1. Dieſer Verfügung unterliegen nicht nur in den Handel gebrachtes
ge=
reinigtes oder ungereinigtes 90er Benzol bezw. Motorenbenzol oder Miſchungen dieſer
mit gereinigten oder ungereinigten Benzolhomologen, ſondern auch Betriebsſtoffe, die
hergeſtellt ſind aus Kokereirohbenzol, Leichtöl aus der Teerdeſtillation, Vorlaufölen
von der Deſtillation von Teeren, ſogen. Kohlenwaſſerſtoff aus den Oelgasanſtalten,
wie auch überhaupt alle benzolhaltigen Körper, die aus Prozeſſen pyrogener Zerſetzung
entſtammen, gleichgültig, ob ſie unter ihrem wiſſenſchaftlichen oder techniſchen Namen
oder unter Phantaſienamen in den Handel gebracht werden.
§ 2. Dieſes Benzol darf nur in enttoluoltem Zuſtande verkauft, geliefert
und verbraucht werden.
Die chemiſchen Fabriken gelten für diejenigen Mengen, die ſie zur Herſtellung
von Benzolderivaten für die Heeresverwaltung verwenden, als Reinigungsanſtalten.
Sie ſind alſo zum Bezuge von toluolhaltigem Benzol berechtigt und unterliegen
ebenſo wie andere Reinigungsanſtalten den Beſtimmungen dieſer Verfügung.
Soweit mit den vorhandenen Apparaten eine vollſtändige Toluol=Entziehung nicht
möglich iſt, muß jedoch mindeſtens der Toluolgehalt ſoweit herabgeſetzt werden, daß
er in der Verbrauchs=Miſchung höchſtens ½ des Benzol=Gehalts ausmacht,
gleich=
gültig, ob es ſich um ein reines Benzol=Toluol=Gemiſch oder um ein Gemiſch mit
dritten oder weiteren Komponenten handelt.
Einer Benzolgewinnungs= oder Reinigungsanſtalt, der es nachweislich durchaus
nicht gelingt, dieſe Vorſchrift zu erfüllen, oder die ſich außerſtande ſieht, die
Ent=
toluolung in der vorgeſchriebenen Weiſe ausführen zu laſſen, kann durch die Inſpektion
des Kraftfahrweſens eine Ausnahme geſtattet werden.
§ 3. Das Benzol von der in § 2 gekennzeichneten Beſchaffenheit darf in letzter
Hand nur geliefert werden: — ſoweit nicht das Kriegsminiſterium oder in ſeinem
Auftrage die Inſpektion des Kraftfahrweſens durch Sonderabmachung mit den Er= oder durch Sondererlaß darüber verfügt hat oder verfügen wird —
a) an chemiſche Fabriken (Farbwerke), ſoweit es nachweislich zur
Herſtellung=
von Benzolderivaten für die Heeresverwaltung dient;
b) an landwirtſchaftliche, ſtaatliche oder kommunale Betriebe, wenn es nache
weislich als Motorenbetriebsſtoff (ausſchl. für Kraftwagen) zu
landwirtſchaft=
lichen, ſtaatlichen oder kommunalen Zwecken benutzt wird:
C) an gewerbliche Betriebe als Motorenbetriebsſtoff ſowie allgemein als
Kraft=
wagenbetriebsſtoff, jedoch nicht über rund 15% der Erzeugung bezw. der
den Lagerhaltern und Verkäufern von den Gewinnungsanſtalten gelieferten
Mengen:
d) an die Erzeuger zum Selbſtverbrauch in Mengen, die in Vereinbarung mit
der Inſpektion des Kraftfahrweſens feſtzuſetzen ſind.
§ 4. Das gemäß § Ze abgegebene Benzol darf nur in vorher von der Inſpektion
des Kraftfahrweſens zu genehmigenden Gemiſchen verabfolgt werden. Ausnahmen
bedürfen der beſonderen Erlaubnis dieſer Dienſtſtelle.
Soweit dies Benzol von Beſitzern abgegeben wird, die es ihrerſeits von Dritten
erworben haben, kann es nur zur Abgabe gelangen, wenn ſie von ihren Lieſeranten
die ausdrückliche ſchriftliche Beſtätigung erhalten haben, daß von letzteren eine Abgabe
von Benzol für dieſen Zweck noch nicht erfolgt iſt.
§ 5. Solventnaphta muß in letzter Hand an ſolche Verbraucher abgegeben
werden, die dieſes Erzeugnis zur Erfüllung unmittelbar vorliegender Heeresaufträge
brauchen.
§ 6. Benzol (§ 1, 2) und Solventnaphta ſind ohne Verzug dem Verbraucher
zuzuführen und dürfen nicht länger als höchſtens einen Monat auf Lager gehalten
werden. Mengen, die nach dieſer Friſt vom Verbraucher nicht angefordert ſind, müſſen
der Inſpektion des Kraftfahrweſens angezeigt werden, die hierüber weitere Verfügung
treffen wird.
§ 7. Höchſtpreiſe.
a) Die nach dem Enttoluolen verbleibenden 80/85er Benzole oder deren
Miſch=
ungen mit toluolfreien Fraktionen der höheren Benzolhomologen oder
an=
anderen, Körpern, gleichviel unter welchem Namen und in welcher
Zuſammen=
ſetzung ſie geliefert werden dürfen an die Verbraucher nicht teurer als zu
einem Preiſe von 47 Mk. für 100 kg veräußert werden. Miſchungen gemäß
§ 4 fallen nicht unter dieſen Höchſtpreis.
b) Der Höchſtpreis (letzter Hand) beträgt für:
Reintoluol: 45.— Mk. für 100 kg
Solventnaphta 1: 43.− „ „ 100 „
II: 33.− „
100 „
Fylol: 43.—
„ 100 „
§ 8. Der Höchſtpreis ſchließt die Verſendungskoſten ab letzter Lagerſtelle nicht
ein und gilt für Zahlung Zug um Zug. Wird die Zahlung geſtundet, ſo dürfen bis
2 v. H. Jahreszinſen über Reichsbankdiskont hinzugeſchlagen werden.
§ 9. Nicht berührt durch die Höchſtpreisfeſtſetzung werden: die gegenwärtig
vertraglich feſtgelegten Preisvereinbarungen zwiſchen den Benzolgewinnungsanſtalten
und ihren Abnehmern und die Vereinbarungen der Heeresverwaltung mit beſtimmten
Benzolgewinnungsanſtalten bezw. deren Intereſſenvertretung, ſoweit ſie die
Höchſt=
preiſe nicht überſchreiten.
§ 10. Die Benzolgewinnungsanſtalten haben bis zum 9. jeden Monats der
Inſpektion des Kraftfahrweſens eine Auftellung der im Vormonat erzeugten
Benzol=
mengen nach dem ihnen zugegangenen Muſter einzureichen.
§ 11. Mit Gefängnis oder Geldſtrafe in der in den eingangs genannten
Geſetzen beſtimmten Höhe wird beſtraft, wer dieſer Verordnung zuwiderhandelt, ſo= nicht nach allgemeinen Strafbeſtimmungen höhere Strafen verwirkt ſind.
§ 12. Dieſe Verordnung tritt mit dem 1. Mai 1915 in Kraft. Die
unterzeich=
nete Kommando=Behörde beſtimmt den Zeitpunkt des Außerkrafttretens.
Frankfurt (Maim, den 29. April 1915.
(6897
Stellv. Generalkommando 18. Armeekorps.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 mittelgroßer Schlüſſel mit Meſſingſchild und
Aufſchrift. 1 Fünfmarkſchein. 1 kleines ſchwarzes Portemonnaie mit
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finden ſich: 1 Pinſcher (zugelaufen). Die Hunde können von den
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
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ſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
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Die Adoptivtochter.
Original=Roman von H. Courths=Mahler.
46)
(Nachdruck verboten.)
Komm morgen früh an die Parkpforte hinten in der
Klausſtraße, damit ich Dich wenigſtens ſehen kann — bis
Mittag halte ich’s nicht aus, Und bring den Schlüſſel
mit, ja? Du haſt ihn doch noch? Willſt Du?
Sie ſah ſtrahlend zu ihm auf.
Ja — ich will — nur zu gern!
Er küßte ſie.
Liebling, goldener — komm auch nicht zu ſpät, damit
wir dem neidiſchen Schickſal eine Stunde abtrotzen.
Wann wirſt Du da ſein?
Um acht Uhr. Dann bleibt uns eine volle Stunde,
ehe ich ins Laboratorium gehe. Frau Steinbrecht iſt doch
auch vor neun Uhr nicht wach?
Nein. Ach, Herbert, von ihr muß ich Dir ſo viel
er=
zählen. Aber jetzt iſt keine Zeit dazu.
Nur noch einen Kuß, bettelte er.
Sie bot ihm erglühend die Lippen. Er hielt ſie feſt.
Liebſte, es iſt ein Jammer, daß wir uns das alles
auf der Straße ſagen müſſen.
Sie faßte ſeinen Kopf und ſah ihm tief in die Augen.
Mir war’s, wie in der Kirche, ſagte ſie, erſchauernd
unter ſeinem Blick. Du weißt ja nicht, wie ich Dich liebe!
rief ſie leiſe, und ihn noch einmal küſſend, riß ſie ſich los
und eilte davon.
Vergiß nicht — morgen früh! rief er ihr leiſe nach.
Ich komme! tönte es zurück.
Er blieb ſtehen und ſchaute ihr nach. Ehe ſie das Tor
erreicht hatte, blieb ſie ſtehen und winkte nach ihm zurück.
Ein verklingender Jauchzer traf an ihr Ohr. Sie drückte
die Hände ans Herz und ſchloß die Augen.
Liebſter — ach, Du mein liebſter Herbert! flüſterte ſie
tief aufatmend.
Im Veſtibül kam ihr Frau Stange entgegen.
Gnädiges Fräulein, Sie möchten den Tee allein
ein=
nehmen. Die gnädige Frau möchte noch ausruhen.
Britta erſchrak.
Fühlt ſie ſich nicht wohl?
Doch, gnädiges Fräulein, nur müde iſt ſie, weil ſie in
der Nacht nicht geſchlafen hat.
Britta legte ihre Hand auf die der alten Frau.
Warum nennen Sie mich auf einmal gnädiges
Fräu=
lein, liebe Frau Stange? fragte ſie ganz verwundert.
O — ich weiß, was ſich ſchickt. Die gnädige Frau hat
mir geſagt, daß Sie mit ihr verwandt ſind. Ach Gott,
gnädiges Fräulein, wie das der liebe Gott ſo ſeltſam
ge=
ſchickt hat. Die gnädige Frau hat mir alles erzählt, und
ich habe vor Rührung geweint. Nun weiß ich auch, warum
Sie ſich bei den Bildern ſo aufgeregt haben.
Britta nickte.
Ja, liebe Frau Stange — das Leben meint es
plötz=
lich ſehr gut mit mir. Aber bitte, laſſen Sie die förmliche
Anrede, ich bin noch immer die arme Britta Loſſen und
kein gnädiges Fräulein.
Ich weiß, was ſich ſchickt, Sie gehören nun zur
Herr=
ſchaft. —
Dabei blieb Frau Stange, und Britta mußte ſich das
„gnädige Fräulein”gefallen laſſen.
Britta konnte ſich an dieſem Abend ungeſtört in ihre
Glücksträume einſpinnen. Frau Steinbrecht blieb
un=
ſichtbar.
Herbert Frenſen war langſam nach der Stadt
zurück=
gegangen. Sein Geſicht war wie durchleuchtet von innerer
Glückſeligkeit. Als er Britta traf, war er auf dem Wege
zu ſeinem Onkel geweſen, um dieſem und der Tante
mit=
zuteilen, daß er avanciert war. Das wollte er nun
nach=
holen.
An der Haustür begegnete ihm Theo. Die
Vet=
tern begrüßten ſich ſehr froſtig und ſtiegen ſchweigend die
Treppe empor.
Sie fanden Onkel und Tante im Wohnzimmer. Die
Tante ließ ſofort eine Erfriſchung bringen, und der Onkel
holte Zigarren herbei.
Hier in dieſem trauten Kreiſe empfand ſelbſt der
blaſierte Theo ein wohliges Behagen. Wenn in ſeinem
Herzen ein wärmeres Gefühl war, ſo galt es dieſen
bei=
den alten Leuten, deren ſelbſtloſe Liebe nicht ohne
Ein=
druck auf ihn blieb.
Sein Leichtſinn hatte den alten Herrſchaften freilich
ſchon manchmal Sorge gemacht, aber von ſeinem wahren
Charakter wußten ſie nichts. In ihrer Gegenwart gab er
ſich auch Mühe, liebenswürdiger zu erſcheinen.
Das Benehmen der beiden Vettern zueinander wurde
freundlicher, als ſie das Zimmer betraten. Beide
ver=
mieden es, die Spannung, die zwiſchen ihnen lag, zu
zeigen.
Herbert fiel das heute nicht ſchwer. Er war von
ſeinem Glück ſo erfüllt, daß er für kleinlichen Hader nicht
Raum hatte. In Theo aber gärte noch immer ein an Haß
grenzender Groll. So oft er Britta wiederſah, ſtiegen
Rachegelüſte in ihm auf. Er wußte auch, daß er nicht
eher zufrieden ſein würde, als bis er ſich für die
Demüti=
gung, die er durch Herbert erlitten, gerächt hatte.
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den jungen Leute.
Heute habe ich eine Neuigkeit, die Euch nicht wenig
in Staunen ſetzen wird, ſagte er.
Haſt Du etwa das große Los gewonnen? ſcherzte
Theo.
Da ich nicht in der Lotterie ſpiele, iſt das unmöglich.
Aber Ihr werdet große Augen machen. Meine Neuigkeit
betrifft Fräulein Britta Loſſen, ſagte der alte Herr
lang=
ſam, ſeine Neffen ſcharf beobachtend. Als dieſe ſich mit
roten Köpfen jäh aufrichteten, lächelte er.
Fräulein Loſſen, Onkel? Was iſt mit ihr? fragte
Herbert haſtig.
Sie iſt eine reiche Erbin, ſagte Dr. Frenſen
bedacht=
ſam.
Aber Onkel — heute iſt doch nicht der erſte April! Wie
ſollte Frau Steinbrechts arme Geſellſchafterin dazu
kom=
men? rief Theo.
Fräulein Loſſen wird die Adoptivtochter und Erbin
von Frau Steinbrecht, obwohl ſie ſelbſt noch nichts davon
weiß.
Die beiden jungen Männer ſprangen erregt auf.
Her=
berts Stirn zog ſich zuſammen und ſeine Augen hefteten
ſich faſt ängſtlich auf den alten Herrn.
Das iſt doch ein Scherz, Onkel?
Der alte Herr lachte.
Hab ich’s nicht geſagt, daß Ihr große Augen machen
würdet? Nein, es iſt kein Scherz. Setzt Euch wieder und
laßt Euch erzählen. Erinnert Ihr Euch, gehört zu haben,
daß Frau Steinbrecht eigentlich gar nicht Steinbrecht
heißt?
Mir iſt, als hätte ich im Regiment etwas
Romanti=
ſches gehört von einer unglücklichen Ehe — und einer
erne ir ere er ereter
ſagte Theo.
Sie iſt eine geborene Steinbrecht — aber ihr Gatte,
von dem ſie ſich vor fünfundzwanzig Jahren ſcheiden ließ,
hieß — Loſſen — Heinz Loſſen!
Brittas Vater! entfuhr es Herberts Lippen.
Jawohl, Brittas Vater.
Der alte Herr erzählte nun ausführlich. Sowohl
Herbert als Theo lauſchten atemlos und Frau Dr.
Fren=
ſen hatte Gelegenheit, aus ihren Mienen allerlei Schlüſſe
zu ziehen.
Zum Schluß ſagte der alte Herr:
Wie ich ſchon ſagte, hat die junge Dame ſelbſt noch
keine Ahnung, daß Frau Steinbrecht ſie adoptieren und
zu ihrer Erbin einſetzen will. Ich bitte Euch deshalb,
meine Mitteilungen diskret zu behandeln. Euch wollte
ich darüber nicht im Dunkeln laſſen, denn mir ſcheint,
Fräulein Loſſen hat Euch einiges Intereſſe eingeflößt.
Aber ſo lange ſie arm war, habt Ihr Euer Intereſſe im
Zaum halten müſſen. Jetzt iſt das nicht mehr nötig.
Weiter will ich nichts ſagen.
Herbert und Theo hatten dieſe überraſchende
Mittei=
lung ſehr verſchieden aufgefaßt.
Herbert fühlte ſich zunächſt viel mehr beklommen als
beglückt.
Er ſagte ſich, daß er ſchwerlich den Mut gehabt haben
würde, ſich um Britta zu bewerben, wenn er vorher
ge=
wußt hätte, was er jetzt erfahren hatte.
Und heimlich aufatmend, dachte er: Gottlob, daß ich
vorhin ſchon mit Britta ſprach, ehe ich das wußte.
Theo ſaß ganz verblüfft auf ſeinem Platz und dachte
erregt:
Verdammt u ſo ein Pecht Wenn ich das geahut,
hätte ich mich doch ganz anders zu der ſchönen Britta
ge=
ſtellt. Da habe ich mich ſchön in die Neſſeln geſetzt! Ich
werde es nicht leicht haben, die Sache einzurenken. Aber
immerhin — wenn man mit Trauring und Standesamt
ins Feld ziehen kann, iſt die Sache bedeutend leichter.
Jetzt heißt es, Herbert unſchädlich zu machen. Der wird
natürlich auch ſchleunigſt nach dem Goldfiſch angeln. Als
edler Beſchützer und Tugendheld hat er einen Vorſprung
vor mir. Aber wenn auch — auf in den Kampf! Ich
habe ihm ja mein Wort gegeben, ſie nicht zu beläſtigen —
eine ernſthafte Werbung ſteht mir frei.
Unternehmend ſtrich er ſein Schnurrbärtchen.
Theo wurde ſehr vergnügt. Sein eminentes
Selbſt=
bewußtſein gaukelte ihm einen leichten Sieg vor.
Ver=
ſtohlen beobachtete er Herberts ernſtes Geſicht. Ob er bei
Britta etwa auch ſchon abgeblitzt war? Faſt ſah es ſo aus.
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Tüchtige Speigier u.
Installateure
ſucht
7005a)
Alex. Guntrum,
Stiftſtraße 52.
Schuhmachergehilſe
u. Lehrling ſofort geſucht(*8944gom
Heidelbergerſtraße 4.
4
Zuhrrae=Schloßer
geſucht. (6960imd
Müller & Ober,
Karlſtraße 30.
Tüchtiger Heizer
und Maschinist
welcher auch mit dem Umgang
von elektriſcher Lichtanlage
ver=
traut iſt, zum ſofortigen Eintritt
geſucht. Angebote unter W 12
an die Geſchäftsſtelle. (6970im
Ein durchaus nüchterner
Küfer und Hausbursche
per ſofort geſucht.
Weinhandlung Philipp Barth
6674a) Dieburgerſtr. 5.
Gärtner
für 2—3 Tage wöchentlich geſucht.
Gehaltsanſprüche ſind anzugeben.
Ang. u. W 20 Geſchäftsſt. (7011md
Tüchtiger flotter
Lackschreiber
zum ſofortigen Eintritt geſucht.
S. Wronker & Co.
Nachfolger. (704
Weissbinder gesucht.
J. Reichert, Maler=u. Weißb.=Mſtr.
Darmſtadt: Grafenſtr. 27. (*9217
Arheilgen: Heinrichſtraße 17.
Kellner, Köche, Hoteldiener,
Haus= u. Servierburſchen, junge
Burſchen, Kochlehrling,
Kellner=
lehrling, Reſtaur.=Köchin geſucht.
Adolf Dingeldein,
gewerbs=
mäßiger
Stellenvermitt=
ler, Eliſabethenſtraße 5, 2. Stock,
Telephon 531.
(*9192
Kräftiger,
zuverlässiger Hann
für unſere Eisfabrik für dauernd
(6987md
geſucht.
Venuleth & Ellenberger A.-G.,
Landwehrſtraße 75.
Hausburſche
ſofort geſucht. — L. Stumpf,
Neckarſtraße 28. (*9016im
Einen tüchtigen, ſtadtundigen
Hausburschen
der Radfahren kann, geſucht.
Schuhhaus Friedrich Soeder
Ludwigſtraße 12. (6968im
Jüngerer
Hausburſche
geſucht (6928im
K. Kittershaus, Ludwigsplatz.
Hausbursche gesucht
99im
Merkur-Drogerie, Bleichſtr. 46.(
Arbekerineh
für meine Arbeitsſtube zum
ſofor=
tigen Eintritt geſucht.
(7037
Theodor Schwab,
Damen=Konfektion.
für Konfektion
Lehrmädchen geſucht. (*8941gim
Niederramſtädterſtraße 15.
für Büro zum
Lehrmädchen ſofortigen
Ein=
tritt gegen monatliche Vergütung
geſucht. Angebote unt. W 16 an
die Geſchäftsſtelle ds. Bl. (*9133
Suche zum 1. Juni tagsüber
erfahrene Kindergärtnerin II. Kl;
zu 3 Kindern. Gute Zeugniſſe
Bedingung. Perſ. Vorſt. 2—3 und
7—8 Uhr. Frau von Sierakowski,
(6934im
Olbrichweg 17.
Gutempf. Frau für Laufdienſt
u. tücht. Waſchfrau geſucht.
*9022im) Landwehrſtr. 10, I.
Ein ordentliches Mädchen mit
guten Zeugniſſen für Hausarbeit
geſucht. Kirchſtr. 21, 2. St. (*9202
Braves, fleißiges Mädchen in
kleinen beſſ. Haushalt geſucht. Näh.
in der Geſchäftsſtelle.
(*9205
(*9168
Lauffrau geſucht.
Saalbauſtraße 38, III.
Laufmädchen oder Frau geſucht.
*9163) Schloßgartenplatz 6.
Reinliche Lauffrau vormittags
1 bis 1½ Stunde geſucht. (*9176
Liebfrauenſtraße 33, I.
Mädchen oder Frau geſucht v.
morg. ½ 8—10, mitt. von 2—3 Uhr.
*9186)Landgraf Philipp=Anl. 52, II.
Laufmädchen oder Frau
ſofort geſ. Näh. Geſchäftsſt. (*9155
Ein Frau tagsüber zu Kindern
(*9140
geſucht.
Große Bachgaſſe 9, 2. St.
Ein durchaus tücht. Mädchen,
welch. koch. kann, ſofort bei gutem
Lohn geſucht. Zu erfragen Luiſen=
(7003a
ſtraße 8 im Laden.
Ein ſauberes, ehrliches Mädchen
zum Milchtragen geſucht. Georg
Schmidt, Hohlerweg 7. (*9215
Männtich
Cohmis!
Ein tüchtiger Stenograph und
Maſchinenſchreiber für (6944im
sofortigen
Eintritt von hieſiger, angeſehener
Firma geſucht. Gute Bezahlung
bei dauernder Stellung. Angebote
mit Gehaltsanſprüchen unt. V 92
a. d. Geſchäftsſtelle d. Bl. erbeten.
Reisende
n. Platzvertreter werden
aller=
orts für leichtverkäufl. täglichen
Bedarfsartikel gegen hohe Pro=
(I,707
viſion geſucht.
Süddeutſche Volks=
Suppen=
würfel=Unternehmung,
München 15.
und Kutſcher
Poſtillone geſucht. (*9127
Poſthalterei, Grafenſtraße 6.
Wir ſuchen
für unſeren Automobilbau
tüchtige
Einrichter für Automaten — Maſchinenarbeiter
für Antomaten — Revolverdreher — Dreher für
Spitzenbänke — Dreher für Horizontal= und
Ver=
tikal=Bohrwerke — Anreißer — Schmiede.
Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer, A.=G.
(6754sm
Frankfurt am Main.
Privardiener.
Kräftiger, ſolider, ehrlicher Mann, der einige Erfahrung in
Krankenpflege beſitzt, den Krankenfahrſtuhl fährt und ſich ſonſt im
Hauſe etwas nützlich macht, für dauernd geſucht. Eintritt kann
(6644a
ſofort erfolgen.
Ludwig Schwab, Ernſt=Ludwigſtraße 23, II.
Leistungsfähige Firma der
Wachstuchbranche,
deren Fabrikate überall gut eingeführt sind,
Sucht als Vertreter
an allen Plätzen rührige Herren oder Damen, welche in
Kurz-
waren- Tapeten- Haushaltungs-, Ausstattungsgeschäften und
Warenhäusern gut eingeführt sind. Firmen, die solche Geschäfte
bezirksweise bereisen, werden besonders berücksichtigt. Gutes
und sicheres Einkommen. Offerten unter F. C. M. 638 an
(I,7006
Rudolf Mosse, Frankfurt a. M.
Junger, durchaus ehrlicher
Hausburſche
geſ. J. Haury. Mühlſtr. 20. (*9094im
Ein junger, ſaub. Hausburſche
ſofort geſucht.
(6972a.
Hügelſtraße 29 (Laden).
Solider
Hausbarsche ges.
Wein-
Gebr. Wenglein, handlung,
Steinackerstr. 1. (B,6935
Stadtkundiger Hausbursche
(Radfahrer)ngeſucht.
(*9150
Bäcker Knauf, Hoffmannſtr. 10.
Fahrradkundiger
Laufburſche
geſucht. „Jamaica‟., Ernſt=
1 Ludwigſtraße 1.
(*9206
Junger
ſanb. Hausburſche
(Radfahrer) ſofort geſucht. (X,6974
L. A. Fertig, Karlſtraße 47.
1 Fahrburſche u.
1 Hofarbeiter
zu ſofort. Eintritt geſucht. (6881md
Brauerei Rummel.
Wir ſuchen für ſofort einen
jüngeren
(6983
Laufburſchen.
Carl Schürmann & C0.
Jüng. Hausburſche geſucht.
Liebigſtraße 69.
(*9120)
Einige militärfreie
Hausburſchen
möglichſt jüng. Leute, geſucht.
Näheres bei (7058md
Kadel,
Wendelſtadtſtraße 11,
nachmittags von 6—7 Uhr.
geſucht
Tücht. Hausburſche (
Rad=
fahrer). Konditorei Hohenhoff,
(*9197md
Luiſenplatz.
Junger Mann od. Fräulein mit
guten Schulkenntniſſen als kaufm.
Lehrling
auf unſer Büro geſucht. (*9000im
Krankenkaſſe für Gewerbetreib.,
Kaufleute und Beamte, a. G.,
Darmſtadt, Ernſt=Ludwigſtr. 3.
Spengler- u. Installateurlehrl. geſ.
*8923gm) Ecke Brandg. u. Holzſtr.
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2 leere Zimmer geſucht. Preis
mit K. u. Bed. unt. W. 21 a. d.
(*9157
Geſchäftsſt. ds. Bl.
Zmmolen
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zu verkaufen. Angebote unter
W22 a. die Geſchäftsſt. (*9160md
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Kleiner schwarzer
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verloren zwiſch. Eberſtadt, Malchen,
Pfungſtadt. Hört auf den Namen
„Bürſchel”. Gute Belohnung.
Nachricht an Dr. Back,
Darm=
ſtadt, Schießhausſtr. 106. (B6933
Entflogen
Kanarienvogel, am rechten Fuß
Präm.=Ring 1914. Wiederbringer
Belohn. Gutenbergſtr. 27 I. (*9194
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„ Schreibmaſchinen
„ Sprechmaſchinen
werden in und außer dem Hauſe
zu den billigſten Preiſen ſchnell
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und gut ausgeführt.
Friedrich Händler
Mechaniker
Erbacherſtraße 5, 3. Stock.
I
Unter dem Allerhöchsten Protektorat
Ihrer Kgl. Hoheit der Grossherzogin
Kammermusik-Abend
zum Besten der Kriegsblindenfürsorge
Samstag, 8. Mai 1915
im grossen Saale des Hotels „Zur Traube‟
(Eingang Luisenstrasse)
unter gütiger Mitwirkung von Frau Lilli Wolfskehl, Herrn
Hofkonzertmeister A. Schiering und Herrn Hofmusiker
Hugo Andreae.
Vortragsfolge:
chnische
Krieg
Vortrags-Bühne
Tumhalle Woogsplatz
Darmstadt
1. Trio in D-dur, op. 70 Nr. 1
. . . L. v. Beethoven
(Geistertrio)
Allegro vivace e con brio. Largo
assal et espressivo. Presto.
2. Sonate in B-dur Nr. 15 für Klavier
und Violine
W. A. Mozart
Largo, Allegro, Andante,
Alle-
gretto.
3. Trio, op. 99
Franz Schubert
Allegro moderato. Andante un
poco mosso. Scherzo Allegro,
Allegro vivace.
Der Bechstein-Konzertflügel ist aus dem Lager der Firma
Hoflieferant A. W. Zimmermann (Ludwig Schweisgut).
Anfang 8 Uhr — Ende ¾10 Uhr.
Sperrsitz zu Mk. 5.—, Saal zu Mk. 3.-
Eintrittskarten: Vorsaalzund Galerie zu Mk. 2.— sind
in der Hofmusikalienhandlung von Heinrich Arnold,
Wilhel-
minenstrasse 9, im Verkehrsbüro und abends an der Rasse
zu haben.
(6708dm
Gartenbad Verem Darmstaut.
Monaks=Verſammlung
Donnerstag, den 6. Mai 1915, abends 8 Uhr
im „Kaiſerſaal”
Tages=Ordnung.
1. Geſchäftliches.
2. Vortrag des Herrn Lehrers Preſſer: „Wie die Mutter
Erde ihre Menſchenkinder in die Schule genommen hat.”
3. Verloſung von Edeldalienknollen an Mitglieder.
Zur Teilnahme an der Verloſung iſt die Mitgliedskarte
vor=
uzeigen. Der Monatsſchrift iſt diesmal ein Gutſchein beigelegt.
Einige Kleingärten ſind abzugeben.
(6984
Der Vorstand.
Tesldenz Meaten
Heute neues Programm:
„Frl. Feldwebel‟!!
Frau Anna Müller-Linke
in der Hauptrolle.
Schuldig oder Nichtschuldig?
Kriminalroman in 5 Akten.
(7027
5. (231.) Preussisch-Süddeutsche Klassen-Lotterie.
Zu der vom 7. Mai bis 3. Juni 1915 stattfindenden
Haupt- und Schlußziehung
habe ich noch Lose abzugeben, auch nach auswärts.
(6582a
Preis für
Los
N 25.-
ℳ6 50.— ℳ 100.— ℳ 200.-
Darmstadt, Rheinstr. 33.
Philipp I. Schmidt,
Telephon 127.
Königl. Preuss. Lotterie- Einnehmer.
E Freussisch Säddenische
Staatsiekerle.
Hauptziehung: 7. Mai bis 3. Juni.
Original-Lose:
Achtel Viertel Halbes Ganzes
Mk. 25.− Mk. 50.− Mk. 100.− Mk. 200.−
Chr. Kullmann, Königl. Lotene-Einnchner
Wilhelminenstr. 9. Telephon 351. (K6942
2. Abschnitt:
Torpedo im Längsschnitt.
Torpeda-Ausstoß-Rohre.
Verschießen des Torpedo.
Torpedoschutzetze
zur Abwehr des Torpedo.
Der Lauf unter Wasser.
Unterwasser-Explosionen.
Automatische Netzscheren
zum Zerschneiden der
Schutznetze.
Einrichtungen des Tief-
und Gradlaufes.
Dasmodern, Torpedoboot.
Taktikdes Torpedobootes,
Der Nachtüberfall.
Torpedoboots-Manöver.
Angriff einer
Torpedoboot-Flotille.
3. Abschnitt:
Seemine im Querschnitt.
Stoß- und
Beobachtungs-
minen.
Verankemn der Minen auf
dem Meeresgrunde durch
Minenleger.
Zündmechanismus der
Minen.
Auffischen feindl. Minen
durch Minensucher.
Minensperren,
Schiffsperrungen durch
Seeminen.
Springende Minenfeider.
Vemichtung
treibender Minen.
Minenexplosionen.
Karten
(außer Kartensteuer)
Ahendkasse: 3.—, 2.—, 1.—
Vorverkauf: 2.50, 1.50, —.80
Schülerkarten: —. 60.
Abonnement f. alle 4 Vorträge
8.—. 4.—. 2.-
Schülerkarten: 1.50.
IAustr. Programme 10 Pf.
Das Abonnement kann beim
Einlösen der ersten Karte
unverbindlich vorgemerkt
werden. Vereine, Schüler,
Militärverbände usw.
beson-
dereErmäßigung beiAbnahme
nicht unter 30 Karten.
Geory Thies Nachf. L. Schutter
Darmstaut, Elisabethenstr. 12.
erhass
Mr Elchtblider
aus dem Gesamtgebiet der Kriegstechnik
gehalten von
Dr. H. Beck
1. Unterseeboote,
Torpedos, Seeminen.
2. Die modeme
Hochsee-
schlacht.
3. Wanderung durch ein
modern. Schlachtschiff
4. Feld- u. Festungskampf
Die einzelnen Vorträge
setzen sich aus
verschie-
denen Kapiteln zusammen
und bildet jeder für sich ein
abgeschlossenes Ganzes.
I. Vortras
in drei Abschnitten
Freitag, 7. Mai
abends 8 Uhr:
Untersee
Boote
Terpedes
Seeimen
1. Abschnitt:
Tauchboote.
Unterwasserboote.
Unter- und Auftauchen.
Fahrt unter Wasser.
Die Lufterneuerung.
Gesunkene Unterseeboote.
Deren Rettung.
Sehrohre (Periskope).
Unterseebeot in Längs-
und Querschnitt.
Taktik der Unterseeboote.
Unterseeboots-Parade.
Die Waffen des Bootes:
Deckgeschütz u. Torpedo.
Frauen Heſſens!
Oft iſt ſchon für eine beſondere Kriegsnot gebeten, viel habt
Ihr geben und opfern können. Unſere Gebefreudigkeit aber darf
nicht aufhören. In ganz Deutſchland wird jetzt folgender Aufruf
vorbereitet, ihn richten wir auch an Euch in der ſicheren Erwartung,
daß Heſſens Frauen an Opferfreudigkeit nicht zurückſtehen werden.
Deutſche Frauen und Mädchen!
In dieſer ſchweren Zeit blicken wir deutſchen Frauen mehr als
ſonſt auf unſeren Kaiſer, dem der furchtbare Krieg eine doppelte Laſt
der Verantwortung auferlegt. Ihn, der in vorbildlicher Weiſe Freud
und Leid mit Seinem Volke teilt, bewegt vielleicht manchmal die
Frage: Wie trägt Mein Volk die vielen Opfer an Blut und Leben,
die bereits gefordert ſind und noch gefordert werden müſſen?
Deutſche Frauen, laßt uns ihm eine Antwort darauf geben,
laßt uns ihm in einer
Huldigungsſchrift
ſagen: Wir alle, auch die, welche durch den Verluſt ihrer Männer,
Söhne, Väter und Brüder ſchwer heimgeſucht ſind, blicken in
un=
wandelbarer Liebe jetzt wie zu Beginn des Krieges zu unſerm Kaiſer
auf und vertrauen mit ihm auf Gott und unſer gutes Recht.
Zugleich ſoll als Gabe der deutſchen Frauenwelt für
vater=
ländiſche Zwecke eine
Kaiſer Wilhelm=Spende deutſcher Frauen
dargebracht werden, über welche der Kaiſer freie Verfügung har.
Deutſche Frauen und Mädchen, ſchließt Euch alle obne Unterſchied
des Standes an, damit eine eindrucksvolle Kundgebung erreicht wird
Wir ſtören kein anderes Werk der Liebe, da unſer Kaiſer
die Spende verwenden wird, wo ſie am nötigſten iſt.
Die deutſche Frauenwelt als ſolche tritt hier auf den Plan!
Jede betrachte es als Ehrenſache ſich zu beteiligen und im Kreiſe
ihrer Hausgenoſſen und Bekannten nach Kräften für die Sammlung
der Namen und Spenden zu wirken! Auch die kleinſte Gabe iſt
(6988msm
willkommen.
Der Hauptausſchuß für Darmſtadt:
Frau Landgerichtsrat Dr. Güngerich, Eliſabeth Hauß, Frau
Regie=
rungsdirektor v. Hegelmaier, Wilhelmine Riedeſel Freiin zu
Eiſenbach, Freifrau von Schauroth, Frau Landgerichtspräſident
Theobald.
Eliſabeth Fürſtin zu Erbach=Schönberg, Frau Obermedizinalrat
Dr. Balſer, Frau Juſtizrat Dr. Bender, Frau Profeſſor Dr. A.
E. Berger, Baronin Biegeleben=Eſebeck, Frau Miniſter Dr. Braun,
Exzellenz, Frau Provinzialdirektor Fey, Ella Finger, Hermine Frey,
Schneidermeiſterin, Frau Karoline Friedrich, Wwe., Heimarbeiterin,
Frau Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing, Frau Profeſſor Dr. J.
Goldſtein, Frau General Freifrau v. Heyl, Frau Sanitätsrat Dr.
Hoffmann, Frau Generalleutnant Korwan, Exzellenz, Frau General
Freifrau v. Lüttwitz, Exzellenz, Frau Profeſſor Mendelsſohn, Frau
Dr. Willy Merck, Frau Oberkonſiſtorialpräſident Nebel, Frau
Direktor Dr. Otto, Anna Riedeſel Freifrau zu Eiſenbach, Exzellenz,
Frau Erbmarſchall Hedwig Riedeſel, Freifrau zu Eiſenbach, Frau
Marie Stemmer, Frau Staatsrat Süffert, Frau Geh. Baurat
Walbe, Frau Johanna Wenzel, Frau Marie Wittich.
Annahmeſtellen für die „Kaiſer=Wilhelm=Spende deutſcher Frauen”
für Darmſtadt: Bank für Handel und Induſtrie, Landgraf Philipp
Anlage 6 und Wilhelminenſtraße 14, Deutſche Bank, Luiſenplatz
Geſchäftsſtelle des „Darmſtädter Tagblatts” Rheinſtraße 23,
Geſchäftsſtelle des Heſſiſchen Evangeliſchen Sonntagsblattes
in Darmſtadt.
ut erhaltener Kinder=Sitz= und
Liegewagen für 15 Mark
(*9007im
zu verkaufen
Parcusſtraße 10, 1. St.
Slapſhortwag. zu bf. Franich=
Porzellanoſen zu verkaufen
ſteinerſtr. 51, Stb. r., II. (*91284 T *9178) Fuhrmannſtraße 3.
(6659a)
Großh. Hoftheater.
Mittwoch, den 5. Mai:
153. Abonnements=Vorſtellung. B41
Wagner=Zyklus.
Zweite Vorſtellung.
Rienzi.
Große tragiſche Oper in 5 Akten
von Richard Wagner.
Perſonen:
Cola Rienzi,
päpſt=
licher Notar Georg Becker.
Irene, ſ. Schweſter Mizi Marx
Steffano Colonna,
Haupt d. Familie
. Robert Perkins
Colonna
Adriano, ſ. Sohn Anna Jacobs
Paolo Orſini,
Haupt der
Fa=
mile Orſini, Otto Semper
Raimondo,
päpſt=
licher Legat . . Alfr. Stephani
Baroncelliſrömiſch Otto Thomſen
Cecco del (Bürgerg. Schützendorf
Vecchio
Ein Friedensbote Olga Kallenſee
Nach dem 1., 2. u. 4. Akte finden
längere Pauſen ſtatt.
Preiſe der Plätze (Kleine
Preiſe): Sperrſitz: 1.—12. Reihe
3.70 ℳ, 13.—19. Reihe 3.20 ℳ,
Par=
terre: 1.—5. Reihe 2.35 ℳ, 6.—8.
Reihe 1.95 ℳ, Proſzeniumsloge
5.20 ℳ, Mittelloge 5.20 ℳ,
Bal=
konloge 4.70 ℳ, I. Rang 4.20 ℳ,
II. Rang: 1.—6. Reihe 2.15 ℳ,
7. u. 8. Reihe 1.75 ℳ, I. Galerie
1.15 ℳ, II. Galerie 0.65 ₰.
Kartenverkauf: an der
Tages=
kaſſe im Hoftheater von 9½—1½
Uhr und eine Stunde vor Beginn
der Vorſtellung.
Anf. 7 Uhr. — Ende nach 11 Uhr.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Donnerstag, 6. Mai: 154. Ab.=
Vorſt. C 38. Enſemble=Gaſtſpiel
des „Neuen Theaters” in
Frank=
furt a. M. „Profeſſor
Bern=
hardi”. Kl. Pr. Anf. 7½ Uhr.
Freitag, 7. Mai: 155. Ab.=Vſt.
D 38. „Mignon”. Kl. Preiſe.
Anfang 7 Uhr.
Samstag, 8. Mai: nachmittags
2 Uhr. Außer Abonn. Schüler=
Vorſtellung: „Wilhelm Tell”
— Abends 7 Uhr. Auß. Abonn.
Verwundeten=Vorſtellung: Tanz=
Szenen Leina Anderſen.
Hierauf: „Anna=Liſe‟.
Aus dem Spielplan.
Sonntag, 9. Mai: 156. Ab.=Vſt.
D 39. Wagner=Zyklus III. Erſtes
Gaſtſpiel Gertrud Geyersbach:
„Der fliegende Holländer”.
Gew. Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Seidenband
für die
Hess. Tapferkeitsmedaille
und das (6462a
Eiserne Kreuz
nach Vorschrift vorrätig
eidenhaus
S EDUARD VOl2
Heltianes Kueßs cr. 130 .
10 Mk. zu verk. Anzuſehen
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Fomrh.
Alkoholfreier Apfelſaft.
¼ Flaſche 45 ₰, ½ Flaſche 25 ₰.
Hauptniederlage: (B6731
Dr. Struve’s Mineralwasser-
Fabrik, Rud. Schäfer Nachf.,
Martinstraße 95. Telephon 77.
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empfehle ausgezeichneten
Export-Apfelweing
per Flaſche 30 Pf. o. Glas.
G. Roth, Dieburgerſtr. 9.