Von den Kriegsſchauplätzen.
* Großes Hauptquartier, 11. April. (W. T. B.
Amtlich.)
Weſtlicher Kriegsſchauplatz.
Am Yſerkanal bei Poeſele, ſüdlich von Drie Grachten,
nahmen wir drei von Belgiern beſetzte Gehöfte und
mach=
ten dabei 1 Offizier und 40 Mann zu Gefangenen.
Bei kleineren Vorſtößen gegen den Enore=Bach bei
Albert nahmen wir 50 Franzoſen gefangen.
Im Weſtteil der Argonnen mißglückte ein
fran=
zöſiſcher Angriff.
Die Kämpfe zwiſchen Maas und Moſel
nahmen erſt gegen Abend an Heftigkeit zu. Im
Wald=
gelände nördlich der Combres=Höhe verſammelten die
Franzoſen ſtarke Kräfte zu einem neuen Verſuch, unſere
Höhenſtellung zu nehmen. Der Angriff kam erſt heute
früh zur Ausführung und ſcheiterte gänzlich. Die
Höhenſtellung iſt ganz in unſerem Beſitz. Südöſtlich von
Ailly fanden die Nacht hindurch heftige Nahkämpfe ſtatt,
die zu unſeren Gunſten entſchieden wurden. Bei einem
ſtarken aber erfolgloſen franzöſiſchen Angriff
nördlich Flirey hatten die Franzoſen ſehr ſchwere
Verluſte.
In den geſtrigen Kämpfen im Prieſter=Walde
nahmen wir dem Feinde vier Maſchinengewehre ab. Die
anſchließenden ſehr erbitterten Nachtkämpfe blieben für
uns erfolgreich.
Die ſehrſchweren Verluſte der Franzoſen
in den Kämpfen zwiſchen Maas und Moſel laſſen
ſich noch nicht annähernd ſchätzen. Allein zwiſchen Selouſe
und Lamortville=Wald zählten unſere Truppen 700, an
einer kleinen Stelle nördlich Regniéville über 500
fran=
zöſiſch e Leichen. Wir machten 11 franzöſiſche
Offi=
ziere und 804 Mann zu Gefangenen und
erbeute=
ten 7 Maſchinengewehre.
Ein infolge zerſchoſſener Troſſe abgetriebener
deut=
ſcher Feſſelballon iſt nicht, wie die Franzoſen angeben, in
ihre Linien vertrieben, ſondern wohlbehalten bei
Mör=
chingen gelandet und geborgen.
In den Vogeſen ſchloß Schneeſturm eine größere
Gefechtstätigkeit aus.
Oeſtlicher Kriegsſchauplatz.
Bei Mariampol und Kalwarja, ſowie bei Klimki
an der Szkwa wurden ruſſiſche Angriffe abgeſchlagen.
Aus einem Orte bei Bromierz weſtlich von Plonsk
wurden die Ruſſen hinausgeworfen, dabei 80
Mann gefangen genommen und drei Maſchinengewehre
erbeutet.
In Polen ſüdlich der Weichſel unterhielten
die Ruſſen die ganze Nacht hindurch ein lebhaftes
Infan=
terie= und Artilleriefeuer.
Oberſte Heeresleitung.
Die Kämpfe zwiſchen Maas und Moſel.
* Berllin, 11. April. Aus dem Großen
Haupt=
quartier wird uns geſchrieben:
Ueber die Kämpfe bis zum Nachmittag des 7. April
wurde früher berichtet. Die folgenden Tage bis zum 10.
brachten ihre Fortſetzung. Während bis zum 7. die
fran=
zöſiſchen Angriffe ſich ausſchließlich gegen beide deutſchen
Flügel gerichtet hatten, ſetzte der Gegner nunmehr auch
zum Angriff gegen die Mitte an, nachdem er in der
Ge=
gend St. Mihiel neue ſtarke Kräfte verſammelt hatte.
Am Spätnachmittag des 7. erfolgte der erſte Angriff
aus dem Walde von La Selouſe 9 Kilometer
nörd=
lich von St. Mihiel, gegen unſere Stellungen in der
unge=
fähren Linie Seuzey-La Morville. Es kam zu
ſchweren Kämpfen, in denen der zurückflutende Angreifer
zahlreiche Tote und Verwundete auf dem Kampfplatz ließ;
zwei Offiziere und 80 Mann blieben gefangen in unſeren
Händen.
In der Nacht vom 7. zum 8 April dauerten die
Ar=
tilleriekämpfe an verſchiedenen Stellen der Front,
beſon=
ders an der Combres=Höhe und zwiſchen
Regnié=
ville- Feyen Haye, mit kurzen Unterbrechungen an.
Stellenweiſe erfolgten Infanterieangriffe. Südöſtlich von
Verdun, bei Marcheville, brachen zwei Angriffe bereits
hundert Meter vor unſeren Stellungen zuſammen. Im
Bois d’Ailly gelang es den Franzoſen, in einem Teil der
von ihnen am Tage vorher verlorenen Gräben wieder
ein=
zudringen. Die im Bois Brulé bei Tagesanbruch
begon=
nenen Angriffe wurden ebenſo wie drei nächtliche Vorſtöße
im weſtlichen Teile des Prieſterwaldes abgewieſen.
Am Nachmittag und Abend des 8. entfaltete der
Geg=
ner zugleich an verſchiedenen Teilen der Front eine rege
Tätigkeit. Ein am Walde von La Selouſe unternomme=
ner Vorſtoß ſcheiterte, ebenſo wie ein Angriff an derſelben
Stelle vom Tage vorher.
Gleichzeitig entwickelten ſich ſtundenlange ſchwere
Kämpfe am Bois de Mort=Mare, in denen der
Geg=
ner ſchließlich mit der blanken Waffe zurückgeworfen
wurde. In derſelben Weiſe endeten die Angriffe in der
Gegend von Regniéville, am Prieſterwalde und
ſüd=
lich der Orne.
Der 8. April, wie die Nacht zum 9., ſtanden unter dem
Zeichen erbitterter Kämpfe um die Combres=Höhe.
An dieſem Punkte ſcheinen die Franzoſen Verſtärkungen
aus den oben erwähnten neuen Kräften eingeſetzt zu
haben. Am 8. April, vormittags. beſetzten ſie die von uns
in Anbetracht des ſchwerſten Artilleriefeuers geräumten
Grabenſtücke, um die dann den ganzen Tag über heiß
ge=
kämpft wurde. In der Nacht zum 9. April gelang es
un=
ſeren Truppen, den Gegner aus dem Teil der Gräben
wie=
der hinauszuwerfen. Die ganze Hauptſtellung wurde von
uns gehalten. Ein neuer, bei Tagesanbruch mit
überlege=
nen Kräften angeſetzter franzöſiſcher Angriff zwang uns
indes wieder zur Räumung einiger Grabenſtücke.
Gegenüber dieſen Ereigniſſen an der Combres=
Höhe treten die Vorgänge auf der übrigen Front in den
Hintergrund. Von einigen Feuerüberfällen abgeſehen,
verlief die Nacht vom 8. zum 9. im allgemeinen ruhig. Nur
am Bois de Mort=Mare, an dem nachmittags die
Franzoſen nach ſtundenlangem Ringen unter ſchwerſten
Verluſten zurückgeworfen wurden, griffen ſie in den
Abendſtunden von neuem an, ohne ein beſſeres Ergebnis zu
erzielen. Dagegen gelang es unſeren in die franzöſiſche
Stellung nachdrängenden Truppen, zwei Maſchinengewehre
zu nehmen. Trotz dieſer Mißerfolge entſchloß ſich der
Feind am früheſten Morgen des 9. April zur Erneuerung
des Angriffs, der aber wiederum unter außerordentlichen
Verluſten für ihn zuſammenbrach.
Am 9. April legten die Franzoſen wieder den
Schwer=
punkt ihrer Angriffe auf den Nordflügel zwiſchen der
Orne und der Combres=Höhe. So griffen ſie in der
Woepre=Ebene zwiſchen Parfondrapl und
Marche=
ville von mittags bis mitternacht viermal, jedesmal
in einer Breite von etwa ſechs Kilometern, an. Sie
wur=
den ſtets verluſtreich zurückgeſchlagen. Während der Nacht
entfalteten darauf die Minenwerfer, zeitweiſe von
Ar=
tillerie unterſtützt, lebhafte Tätigkeit. Am Nachmittag
ſtieß der Gegner auf der ganzen Linie der Combres=Höhe
aus ſeinen Gräben hervor, nachdem er ſeit Vormittag
unſere Stellungen unter ſchwerſtem Artilleriefeuer
gehal=
ten hatte. Es gelang ihm, an einer Stelle bis zur Mulde
auf der Südſeite der Höhe durchzuſtoßen, ehe ſich der
An=
griff im Feuer unſerer zweiten rückwärtigen Stellung
ver=
blutete. Unſere Truppen behaupteten nicht nur die Höhe.
ſondern ein Regimentskommandeur ergriff die Initiative
zum Gegenangriff, der uns wieder in den Beſitz von Teilen
unſerer Vorſtellung brachte Ein zweiter Angriff ſcheint
geplant geweſen zu ſein, ſeine Ausführung hinderte
in=
deſſen das wirkſame Feuer unſerer Artillerie. Der
Geg=
ner beſchränkte ſich in der Nacht auf die Beſchießung der
Höhe und des dahinterliegenden Dorfes Combres.
Auf der übrigen Front brachte der Tag in der Mitte
der Kampffront, in der Linie Suzey-Spada, einen
ern=
ſten, aber erfolgloſen Angriff des Gegners. Wir machten
71 Gefangene. Ein Angriff ſchwächerer Kräfte im Walde
von Ailly wurde leicht abgewieſen, und auch ein Vorſtoß
über die Linie Regniéville-Fey en Haye endete unter
außerordentlich ſtarken Verluſten bereits in unſerem
Artil=
leriefeuer; nördlich von Regniéville blieben an einer Stelle
500 Leichen liegen.
Der Abend des 9. April brachte am Crair des
Carmes im Prieſterwalde einen deutſchen Angriff, diem
es gelang, drei Blockhäufer und zwei
Verbindungsgrä=
ben dem Gegner zu entreißen, wobei zwei
Maſchinen=
gewehre und 50 Gefangene in die Hände unſerer Truppen
ſielen.
Am 10. April fanden Artilleriekämpfe auf der
ganzen Front ſtatt. Es konnte beobachtet werden,
daß die Franzoſen eifrig ſchanzten und ihre ſtark
gelichte=
ten vorderen Reihen durch neue Truppen ergänzten,
ins=
beſondere auf dem Nordflügel ſüdlich der Orne, in der
Mitte gegenüber der Linie Suzey=Spada, ſowie am
Süd=
flügel in Gegend von Regniepille. Die
Truppenanſamm=
lungen wurden mit ſtarkem Feuer belegt und die dadurch
hervorgerufenen Verluſte mögen der Grund geweſen ſein,
daß der Gegner den Entſchluß zum Angriff nicht finden
konnte. Auch bei Les Eparges am Fuß der Combres=
Höhe ſtellten die Franzoſen ſtarke Kräfte bereit, die unſer
Artillerieſeuer faſſen konnte.
Nur im Prieſterwalde kam es an dieſem Tage
zu einem franzöſiſchen Angriff, der ohne Mühe
abgewie=
ſen wurde.
So endete auch der 10. April wie alle
vorhergegan=
genen Tage mit einem volken deutſchen Erfolg
auf ſämtlichen angegriffenen Fronten. An dieſem Tage
dankte der franzöſiſche Oberbefehlshaber General Joffre
der erſten Armee dafür, daß ſie die Stellung bei Les
Epar=
ges — das iſt die Combreshöhe — den Deutſchen entriſſen
habe. Um dieſe Stellung wird ſeit Wochen mit kurzen
Unterbrechungen gekämpft. Die Franzoſen haben mehrere
Male gemeldet, daß ſie die Stellungen genommen und feſt
in der Hand hätten. Die letzten Kämpfe um die viel
um=
ſtrittene Stellung ſind oben geſchildert worden.
Tatſäch=
lich haben die Franzoſen vorübergehend einzelne Gräben
der Stellung beſetzt gehabt; bis auf einen kleinen
un=
weſentlichen Teil ſind ſie aber alle wieder zurückerobert
worden.
Der öſterreichiſche Tagesbericht.
* Wien, 11. April. Amtlich wird verlautbart
unterm 11. April 1915: In den Beskiden hat ſich nichts
ereignet.
Im Waldgebirge dauern die Kämpfe an
ein=
zelnen Abſchnitten fort. Oeſtlich des Uzſoker Paſſes
wurden bei Ausnützung der Erfolge vom 9. April
wei=
tere 9 Offiziere, 713 Mann gefangen und
zwei Maſchinengewehre erbeutet.
An der Front in Südoſtgalizien nur
Geſchütz=
kampf und kleinere nächtliche Unternehmungen.
In Weſtgalizien und Ruſſiſch=Polen herrſcht Ruhe.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalſtabs:
v, Höfer, Feldmarſchalleutnant.
Die Kämpfe in den Karpathen.
* Budapeſt, 10. April. In einer Beſprechung der
Lage in den Karpathen ſagt der militäriſche
Mit=
arbeiter des Peſter Lloyd: Der Umſtand, daß die Ruſſen
den Durchbruchsverſuch, wenn vielleicht auch nur
vorüber=
gehend, einſtellten, könnte darauf hindeuten, daß die Kraft
des Gegners überhaupt erſchöpft und daß ſeine Offen:
ſive gegen jenen Abſchnitt zuſammengebrochen iſt, oder
daß der Feind ſich wenigſtens momentan ausgegeben hat
und zur Wiederaufnahme ſeiner Abſicht neue Verſtärkungen
heranzuziehen gedenkt und deren Eintreffen erſt abwarten
will. Jedenfalls bedeutet die in den Oſtbeskiden
einge=
tretene Ruhe mindeſtens moraliſch einen großen Erfolg
unſerer und unſerer Verbündeten Waffen. Daß dafür in
den Waldkarpathen öſtlich des Uzſoker Paſſes der Gegner
zu neuen Angriffen geſchritten iſt, ſcheint keine andere
Be=
deutung zu haben, als die, daß er beabſichtigte, unſere
Front an einem anderen Teile bloß zu beſchäftigen und
unſere Aufmerkſamkeit von der Duklaſenke abzulenken.
Was immer die ruſſiſche Heeresleitung beabſichtigen
mag, unſere Lage iſt derart, daß ſie allen Möglichkeiten
Rechnung trägt. Jedem neuen Vorſtoß werden unſere
Truppen mit Erfolg entgegentreten.
* Konſtantinopel, 10. April. Der Heldenmut,
mit dem die öſterreichiſch=ungariſchen Heere
in den Karpathen gegen überlegene Kräfte der Ruſſen
kämpfen, findet in allen hieſigen Kreiſen tiefe
Bewunde=
rung, die ſich auch in lobenden Würdigungen in der
tür=
kiſchen Preſſe kundgibt. Der Tanin ſchreibt in einem
Leitartikel: Die ſeit zwei Wochen in den Karpathen
an=
dauernden Kämpfe zeigen, daß die Ruſſen trotz aller
Ver=
ſtärkung durch neue Kräfte nichts ausgerichtet haben. In
den neuen Verteidigungslinien in den Karpathen bewieſen
die Oeſterreicher und Ungarn eine bewunderungswürdige
Ausdauer und Feſtigkeit und machten alle Angriffe
wir=
kungslos. Beſonders muß hervorgehoben werden, daß die
heldenmütigen öſterreichiſch=ungariſchen Heere in dieſem
Verteidigungskriege ſich nicht darauf beſchränkt haben, den
Feind aufzuhalten und ihm ſchreckliche Verluſte
beizubrin=
gen, ſondern daß ſie ihm auch in der Bukowina und in
den Karpathen ſchwere Niederlagen zugefügt haben. Daß
es den Ruſſen trotz der durch den Fall Przemysls
frei=
gewordenen Truppen nicht gelungen iſt die
Karpathen=
front zu durchbrechen, bildet den beſten Beweis dafür, daß
die Offenſivkraft des Feindes beträchtlich geſchwunden iſt.
Die Karpathenkämpfe bilden ein bedeutendes Ereignis.
Wir zollen unſere Anerkennung den Beiſpielen an
Helden=
mut, die das öſterreichiſch=ungariſche Heer hier gibt, das
ſeit neun Monaten die ganze Laſt der ruſſiſchen Offenſive
zu tragen hat und deſſen hohen Grad von militäriſchem
Wert wir niemals in, Zweifel gezogen haben. Dieſer
Hel=
denmut, der die ruſſiſchen Pläne umgeſtürzt hat, wird,
deſſen ſind wir ſicher, zum furchtbarſten für den Feind.
Der Seekrieg.
* Hoek van Holland. 10. April. Der
niederlän=
diſche Dampfer „Konſtanze Katherine”, der heute, von
Falmouth kommend, in den neuen Waſſerweg einfuhr,
hatte fünf Mann von der Beſatzung des engliſchen
Dampfers „Harpalyce” an Bord, der bei dem
Leuchtſchiff „Noordhinder” torpediert wurde oder auf
eine Mine ſtieß. „Harpalyce” war ein Schiff des
Belgi=
ſchen Unterſtützungskomitees. Der holländiſche Dampfer
Eliſabeth”, der nachts von Rotterdam nach Neu=York
ab=
gefahren war, traf hier mit 22 Mann der Beſatzung der
„Harpalyee” an Vord wieder ein, die er 7 Meilen
nord=
öſtlich von Noordhinder aufgefiſcht hatte. „Harpalyce‟
hatte eine Bemannung von 53 Mann, 27 ſind davon
ge=
rettet worden, 26, darunter der Kapitän und der erſte
Steuermann, wahrſcheinlich ertrunken.
* Berlin, 11. April. Der Rotterdamſche Courant
meldet: Der Dampfer „Harpalycen fuhr geſtern abend
von Rotterdam nach Reweaſtle mit Ballaſt ab,
nachdem er die Ladung, welch: aus Gütern für die
Bel=
giſche Unterſtützungskommiſſion beſtand,
ge=
löſcht hatte. Der Dampfer hatte bei ſeiner Abfahrt keine
Beziehung mehr zur Kommiſſion. Der dritte
Steuermann ſagte aus, daß er etwa ſechs Meilen
nord=
öſtlich von Noordhinder eine ſtarke Exploſion an
Steuer=
bord wahrgenommen hatte Ein großes Leck war
ge=
ſchlagen worden und das Schiff ſank in fünf
Minuten. Das Unterſeeboot war von niemand
geſe=
hen worden. Einige hatten ein Periſtop bemerkt. Nach
anderen Berichten ſant das Schiff in 10 Minnten. Die
eigentliche Bemannung des Schiffes beſtand aus Chineſen.
Das Schiff hatte einen Bruttotonnengehalt von 5940
Ton=
nen und gehörte dem Londoner Reeder Harriſon.
Es war am 2. März von Neu=York abgefahren und am
B0. März in Rotterdam angekommen.
* Lyon, 11. April. Lyon Républicain meldet aus
Madrid: Die Zeitung Phare de Vigo berichtet, daß
kürz=
lich aus Liſſabon die Nachricht einlief, die Beſatzung des
Dampfers „Southpoint” ſei auf der Berlenga=
Inſel gelandet. Die „Southpoint” ſei von dem
deut=
ſchen Unterſeeboot „U 28‟ 60 Meilen von Kap
Finiſterre, nördlich Vigo, angehalten und durch
Kanonen=
ſchüſſe verſenkt worden. Die Beſatzung erhielt eine
Viertelſtunde Zeit, die „Southpoint” zu verlaſſen. Sie
konnte nur das nackte Leben retten und wurde nach
län=
geren Irrfahrten von dem Kohlendampfer „Wellington”
aufgenommen und nach der Berlenga=Inſel gebracht.
„Phare de Viga” erinnert daran, daß vor einigen Wochen
die Anweſenheit eines Unterſeebootes in der Nähe der
Cantabriſchen Küſte gemeldet wurde und daß es ſich
ver=
mutlich um „U 28” handelte.
Eine Unterredung mit Hindenburg.
* (Ctr. Bln.) Aus Rom wird berichtet: Der im
Hauptquartier des Feldmarſchalls von Hindenburg
wei=
lende bekannte italieniſche Publiziſt
Caba=
ſino Renda veröffentlicht eine lange Unterredung
mit Hindenburg. Das Geſpräch begann mit der
Er=
wähnung der Garibaldiner, deren Geſchichte Hindenburg
auf das Genaueſte kennt. Wie dereinſt die Freiwilligen
Garibaldis, ſo beſitzen auch unſere Leute denſelben
Enthu=
ſiasmus, dasſelbe heilige Feuer. Glauben Sie mir, ſagte
der Feldmarſchall zu dem Italiener, es iſt für mich eine
wahre Herzensfreude, an der Spitze eines
ſolchen Heeres zu ſtehen. Jeder Soldat iſt im
Kampfe ein Held. Dann iſt der Geiſt der Truppen
wun=
derbar und derſelbe bei Generälen wie beim letzten
Mus=
ketier. Wenn ich zum Beiſpiel aus ſtrategiſchen Gründen
Truppen zurückgehen laſſe, ſind die Leute ſo freudig und
ſiegesbewußt wie beim Angriff. Das Herrlichſte aber ſind
meine Flieger. Was dieſe leiſten, grenzt einfach an
Wunder! Ueber Deutſchlands Feinde ſagte Hindenburg:
Wer kann im Ernſte an die famoſe Million Kitcheners
glauben? Und wenn ſchon, ſo wären es nicht Soldaten
ſondern beliebige Menſchen, die man in Uniform geſteckt
hat, um ein Heer zu ſchaffen. Es fehlt den
Englän=
dern an der Ausbildung und Führung, an den
Offizie=
ren und Unteroffizieren, die wir Deutſche uns erſt in
langen Generationen heranbilden mußten. Was die
Ruſſen betrifft, ſo ſchießt die Artillerie gut,
verſchleu=
dert aber ungeheuer viel Munition. Die Infanterie iſt
tüchtig, aber die Kavallerie taugt nichts. Die Ruſſen ſchlagen
ſich zwar gut, aber ihr Diſziplin beruht nicht wie bei uns
auf Intelligenz und Moral, ſondern auf blindem
Gehor=
ſam. Die Ruſſen haben im japaniſchen Kriege viel
ge=
lernt und ſind namentlich im Schützengrabenkampf
erfah=
ren. Kaum nehmen ſie eine Stellung, ſo verſchwinden ſie
in ein paar Minuten unter der Erde. Aber wenn es keine
Schützengräben gibt, oder wenn ſie herausgehen, geht es
ihnen ſchlecht. Vor ihrer numeriſchen Uebermacht braucht
niemand bange zu ſein. Bei Tannenberg waren ſie drei
mal ſtärker als wir, aber es half ihnen doch nichts.
Uebri=
gens haben wir viele unfehlbare Anzeichen dafür, daß
die Ruſſen (deren Brigandage in Oſtpreußen Hindenburg
mit Worten der Entrüſtung brandmarkt) bereits
mürbe ſind und ihnen das Kriegsrohmaterial
auszu=
gehen beginnt, das ſie in unerhörter Weiſe verſchleudern.
Aus der Art und Weiſe, wie ſich die Ruſſen heute ſchlagen,
erſieht man, daß es nicht mehr lange dauern wird. Sie
haben, ſchloß Hindenburg, unſere Linien beſucht und ſich
überzeugt, daß unſer Heer ſich nicht ſchlagen läßt. Wir
uns ſchlagen laſſen? Ausgeſchloſſen,
aus=
geſchloſſen!
Die engliſchen Verluſte.
* Haag, 12. April. Der Londoner Korreſpondent
des Nieuve Courant meldet: Das Preſſebureau gibt die
Zahl der engliſchen Verluſte in den 8 Monaten
bis zum 31. März bekannt. Die Liſte gibt die
Geſamt=
zahl der Toten, Verwundeten und Vermißten mit 99759
an, ohne die Verluſte der 83 (!) Regimenter
der indiſchen Truppen, von denen nur die
Offi=
ziersverluſte gemeldet werden. An Offizieren verlor
die engliſche Armee 1828 Tote, 3257 Verwundete, 701
Ver=
mißte und 195 Gefangene, an Mannſchaften 17780
Tote, 56830 Verwundete, 17666 Vermißte und 1482
Ge=
fangene.
Die Munitionsſorge in England.
* London, 10. April. Lord Kitchener richtete ein
Schreiben an den Mayor von Newcaſtle, worin er
drin=
gend eine vermehrte Herſtellung von
Muni=
tion in den Fabriken am Tyne fordert. Tauſende von
Arbeitern ſeien nötig. Geſtern fand in Newcaſtle eine
Verſammlung unter dem Vorſitz des Mayors in
An=
weſenheit eines Vertreters des Kriegsamtes ſtatt, um
Maßregeln zur Sicherung der notwendigen Arbeitskräfte
zu beraten. Ueberall in den engliſchen Städten werden
Plakate angeheftet, worauf unter der Ueberſchrift: „
Män=
ner, welche die Armee jetzt braucht!” gelernte und
unge=
lernte Arbeiter aufgefordert werden, ſich in den
Werkſtät=
ten zu melden, in denen Geſchütze, Gewehre und
Muni=
tion hergeſtellt werden.
Gegen die Trunkſucht in England.
* Rotterdam, 10. April. Dem „Nieuwe
Rotter=
damſchen Courant” zufolge rieten die Vertreter des Wein=
und Branntweinhandels in England dem Schatzkanzler,
den Alkoholgehalt der Getränke
herabzu=
ſetzen und den des Whiskys um 40 pCt. zu
vermin=
dern. Ein vollſtändiges Ausſchankverbot würde ſchon
deshalb auf Schwierigkeiten ſtoßen, weil die Beiprodukte,
die ſich bei der Erzeugung alkoholiſcher Getränke ergeben,
nicht entbehrt werden könnten.
Das Elend in Serbien.
* London, 10. April. „Daily Chronicle” meldet
aus Athen: Kapitän Benett, der von einer Reiſe durch
Serbien zurückgekehrt iſt, berichtet, daß die
Verhält=
niſſe dort, anſtatt beſſer zu werden, ſich täglich
ver=
ſchlimmern. Eine fürchterliche Typhusepidemie wütet
m ganzen Lande. In Monaſtir ſeien allein 3000 Kranke,
iber nur 10 Aerzte. Es beſteht das größte Bedürfnis
rach Aerzten und Pflegerinnen. Das Land hat die
Alliierten bisher vergeblich um Hilfe gebeten.
* Berlin, 12. April. Der Reichskanzler hat
ſich, wie der Lok.=Anz. meldet, ins Große Hautquartier
be=
geben.
Paris, 10. April. Der „Temps” meldet: Der
Miniſter des Innern richtete ein Rundſchreiben an
die Präfekten, in dem er erklärt, er ſei benachrichtigt
worden, daß in einigen Departements Frauen von
Mobiliſierten einen Teil der ihnen gewährten
Staatsunterſtützung für alkoholiſche Getränke ausgeben.
Die Präfekten ſollten beachten, daß einem derartigen
Mißbrauch geſteuert werden müſſe und die geſetzlichen
Vorſchriften über die Trunkenheit ſtreng
anzuwen=
den ſeien. Nötigenfalls ſollte die Staatsunterſtützung
jeder Perſon, die damit Mißbrauch treibt, entzogen werden.
Darmſtadt, 12. Apeil.
— Großherzogliches Hoftheater. Als Volks= und
Garniſonvorſtellung zu ermäßigten Preiſen ging heute
zum erſten Male in dieſer Spielzeit Anzengrubers
Pfarrer von Kirchfeld” in Szene. In der morgigen
Aufführung von „Tosca”, die unter muſikaliſcher Leitung
Erich Kleibers ſteht, ſingt Mira Koroſec vom
Stadt=
theater in Hamburg die Titelrolle als Gaſt, in den
übrigen Hauptpartien ſind beſchäftigt die Herren Becker
(Cavaradoſſi), Schützendorf (zum erſtenmal Scarpia) und
Stephani (Angelotti). Mittwoch, den 14., beginnt der
Grillparzer=Zyklus mit einer Neueinſtudierung von „Des
Meeres und der Liebe Wellen‟ Darin ſind beſchäftigt
die Damen Hacker (Hero), Meißner (Janthe) und Niedt
(Mutter), ſowie die Herren Baumeiſter (Naukleros),
Ehrle (Leander), Hacker (Tempelhüter), Heinz (Ober
prieſter) und Peterſen (Vater). Regie Hans Baumeiſter.
Die nächſte Wiederholung der Geſangspoſſe „Wie einſt
im Mai” findet am Donnerstag, den 15. April (C. 34),
ſtatt.
* Das Großherzogliche Hoftheater veranſtaltete
geſtern vormittag in Anweſenheit des Großherzogspaares
eine Bismarckgedenkfeier, bei der Geh. Kirchenrat
Profeſſor D. Dr. Samuel Eck von Gießen die
Gedächtnis=
rede hielt. Wir werden auf die ſtimmungsvoll und
erhebend verlaufene Feier morgen zurückkommen.
E. Der Mozartverein veranſtaltete am Samstag im
Kaiſerſaal einen Vaterländiſchen Liederabend,
deſſen guter Beſuch ihn für die mancherlei Mühe und
Ar=
beit, die ihm die mit Rückſicht auf die Darmſtädter
Bis=
marckfeier erfolgte Verſchiebung des Konzertes bereitet
haben mag, vollauf entſchädigt haben dürfte. Es war dies
zugleich das erſte und einzige Mal, daß der Verein in
dieſem Kriegswinter ſelbſtändig hervortrat. Der ſonſt ſo
ſtattliche Vereinschor erſchien zwar ſtark
zuſammenge=
ſchloſſen, zeigte aber in ſeinen Vorträgen unter Herrn
Kapellmeiſter Fritz Rehbocks ſtraffer, friſcher und freier
muſikaliſcher Leitung dieſelbe hohe Leiſtungsfähigkeit wie
in Friedenszeiten. Wir hörten als ſtimmungsvolle
Ein=
leitung Theodor Körners „Gebet” und „Lützows wilde
Jagd” in der bekannten klaſſiſchen Vertonung Karl Maria
von Webers, dann den mit beſonders lebendiger
Nüan=
cierung einſtimmig vorgetragenen „Fridericus rex” von
Loewe und Reiſſigers ſchon ziemlich
antiquier=
ten, aber ſehr friſch geſungenen „Blücher
am Rhein” Von ganz famoſer Wirkung waren die zwei
Kriegsmärſche mit Klavierbegleitung: Marſch der
finn=
ländiſchen Reiterei und Torgauer Marſch, die in der
mar=
igen Rhythmik und der prächtigen Tonfülle ihrer
Wieder=
gabe mächtig einſchlugen. Das klangſchön und weihevoll
geſungene Niederländiſche Dankgebet machte den Beſchluß
der Chorvorträge, die ſämtlich herzlichſten Beifall ernteten.
Um die Klavierbegleitung machte ſich Herr Siegfried
May verdient. — Als Geſangsſoliſt war für den Abend
der von ſeiner Wirkſamkeit am Darmſtädter Hoftheater
her noch in beſtem Andenken ſtehende Hofopernſänger
Auguſt Kieß aus Düſſeldorf gewonnen worden, der ſich
noch im Vollbeſitze ſeiner blühenden, in allen Lagen leicht
anſprechenden und ungemein kraftvoll ausgebenden
Ba=
ritonſtimme erwies, von der er mit gereifter Schulung
wirkſamſten Gebrauch zu machen weiß. Wie der Sänger
aber dazu kam, uns eine Viertelſtunde lang mit der
ge=
ſchmackloſen Schauerballade „Die Gruft der Liebenden”
einem der ſchwächſten Erzeugniſſe der Loeweſchen
Muſe, aus der vaterländiſchen Stimmung zu reißen,
bleibt ſchlechthin unerfindlich. Er verſöhnte uns
dann zwar wieder durch die Wahl der drei
herrlichen Hugo Wolffſchen Lieder: „Der König bei der
Krönung”, „Biterolf” und „Heimweh” und Loewes „Prinz
Eugen” und den Weinzierlſchen Schlager: „Horch auf, du
träumende Tannenforſt” ſang er dem Publikum vollends
zu Dank, das ihn mit Applaus aufs reichſte bedachte und
wiederholt hervorrief. Als Deklamator hatte Herr
Hofſchauſpieler Kurt Weſtermann von hier
dem Abend ſeine große und fein differenzierte
Vortragskunſt geliehen, dabei aber im
Pro=
gramm ſich leider vollſtändig vergriffen. Denn Willy
Veſpers „Liebe und Haß‟ Ernſt Rosmers „Die Mutter”
Richard Rapps „Fünf Kreuzer” des Bulgaren Kyrill
„Deutſchland” und Karl Geißlers „Die deutſchen
Bar=
baren” mögen zwar „zeitgemäß” genannt werden können,
ſind aber ſo bar allen und jeden dichteriſchen Gehalts, daß
man den daran verſchwendeten Aufwand von Kunſt faſt
bedauern konnte. Zu voller Höhe aber erhob ſich
Weſter=
mann in der Schlußnummer: Wildenbruchs „Unſer
Bis=
marck” die zündend einſchlug. Der gemeinſame Geſang
von „Deutſchland, Deutſchland über alles” beſchloß den
vaterländiſchen Abend.
Großherzogliches Hoftheater.
Sonntag, 11. April.
Precioſa.
W-l. Das romantiſche Schauſpiel „Precioſa” des
im Jahre 1823 geſtorbenen Schauſpielers und Dichters
Pius Alexander Wolf, des die Muſik von Carl Maria
von Weber Unſterblichkeit verliehen hat, iſt ein Stück für
die Jugend und für Erwachſene eine ſchöne Erinnerung
an der Kindheit ſelige Tage, in die man ſich ja ſo gerne
zurückverſetzt. So hat es denn wohl jung und alt
gefal=
len. Die Titelrolle, ein Gemiſch von Natürlichkeit und
Sentimentalität, ſpielte Frl. Hacker die viel echte
Wärme des Empfindens für ſie einzuſetzen hatte und auch
ihrer deklamatoriſchen Aufgabe mit künſtleriſchem Takte
gerecht wurde. Die Rolle iſt nicht leicht zu ſpielen und
ein falſches theatraliſches Pathos, das Frl. Hacker zu
ver=
meiden wußte, kann ihr verhängnisvoll werden. Den
romantiſchen Jüngling und Liebhaber der Precioſa,
deſſen Rolle dieſelbe Gefahr in ſich ſchließt wie die der
Precioſa, ſpielte Herr Ehrle mit liebevoller Hingabe an
ſeine Aufgabe. Für die Zigeunermutter und den
Zigeu=
nerhauptmann ſchufen Frau Müller=Hanno und
Herr Heinz charakteriſtiſche Geſtalten. Die ſpaniſchen
Edlen und deren Angehörige waren durch die Herren
Knispel, Kleinert, Frl. Niedt und Herrn
Schneider entſprechend vertreten. Herr Kleinert
erwies ſich auch in dieſer ernſten Rolle als eine tüchtige
ſchauſpieleriſche Kraft, deren Erwerbung für das
Hof=
theater zu empfehlen iſt. Die dankbare derbkomiſche Rolle
des invaliden Schloßvogtes trug Herrn Jordan vielen
Beifall ein.
Spielleiter war Herr Nowack, muſikaliſcher Leiter
Herr Chordirektor Preuß. Die Inſzenierung war
ge=
ſchmackvoll, der äußerliche ſzeniſche Prunk war gegen
früher eingeſchränkt und mehr Gewicht auf die
Einheit=
lichkeit des Stils gelegt worden. Die Chöre ſangen gut.
Die von Frau Ehrle in neuzeitlichem Geſchmack
refor=
mierten Tänze verdienen beſonders lobend erwähnt zu
werden.
Die langen Zwiſchenpauſen der letzten Zeit ſind wohl
auf einen Mangel an techniſchem Perſonal zurückzuführen.
Es würde ſich in dieſem Falle aber empfehlen, ſie vorher
auf dem Zettel anzukündigen.
Literariſches.
Wilhelm II. Friedenskaiſer oder
nicht? Von Chefredakteur P. Heinſick. Oskar
Born, Verlag, Leipzig. Preis geheftet Mk. 1.—, gebunden
Mk. 1,60. Das kleine, ſachlich geſchriebene Werkchen will
uns den Kaiſer im Lichte ſeines ſteten Friedenswillens
und Friedenswollens zeigen und hat ſich eine große
Lite=
ratur zu Nutze gemacht, dieſe mit Fleiß und Sachkenntnis
verwertend. Alle die kernigen, teils großzügigen
Friedens=
worte des Kaiſers werden hier wieder in Erinnerung
zu=
rückgerufen, werden in Wechſelwirkung gebracht mit der
jetzigen kriegeriſchen Zeit, ſagen uns, welche ungeheure
Willensſpannung bei unſerem Kaiſer gegen den Krieg
vorhanden war.
Der jetzt allerorts tobende Weltkrieg hat eine
Menge Bedürfniſſe gezeitigt, die jedermann im täglichen
Gebrauch unentbehrlich geworden ſind. Dazu gehören auch
die Kriegskalender. Beſonders ſei auf Bongs
Kriegskalender mit Illuſtrationen
hinge=
wieſen, deſſen 6. und 7. Heft (Preis je 20 Pfennig,
Deut=
ſches Verlagshaus Bong u. Co,, Berlin W 57) ſoeben
er=
chienen. Sie umfaſſen den Zeitraum vom 7. Dezember
1914 bis 31. Januar 1915, bringen alſo die Berichte aus
üngſter Zeit.
Letzte Nachrichten.
* London, 11. April. Die „Times” meldet aus
Liverpool: In einem großen Tabakmagazin in den
Merſey=Docks brach heute eine Feuersbrunſt aus,
die weiteren Umfang annahm und um Mitternacht noch
nicht gelöſcht war.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
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Heute verſchied nach kurzem Leiden unſere
geliebte Mutter
Frau Elmire Seham
geb. Steinmetz.
Im Namen der tieftrauernd
Hinterbliebenen:
Eduard Belzam, Rittmeiſter d. L.=K.,
Führer der 5. Art.=Mun.=Kol.
Carl Belzam, Major,
Führer der 4. Landw.=Esk.
Darmſtadt, den 10. April 1915.
(5814
Die Einſegnung findet Dienstag, den 13. April,
nachmittags 2 Uhr, im Sterbehauſe,
Neckar=
ſtraße 19, ſtatt, die Beiſetzung daran anſchließend
auf dem alten Friedhof.
Den Heldentod fürs Vaterland erlitt infolge
ſeiner Verwundung und Erkrankung im
Reſervelazarett Jauer in Schleſien mein lieber
Gatte, unſer guter Sohn und Bruder (5815
Gardefüſilier
hermann Köhler.
In tiefem Schmerz:
Kätha Köhler, geb. Friedrich.
Familie J. Ph. Köhler.
Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag
3 Uhr auf dem ſtädtiſchen Friedhof (Nieder=
Ramſtädterſtraße) ſtatt.
Todes=Anzeige.
Geſtern abend entſchlief nach kurzem, mit
großer Geduld ertragenem Leiden unſere
innigſt=
geliebte Tochter, Schweſter, Nichte, Tante und
Schwägerin
Girohorr Reheiein
im Alter von 24 Jahren.
Darmſtadt, den 10. April 1915.
(5816
Die trauernden Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet Dienſtag nachmittag
um 3 Uhr von der Friedhofskapelle, Nieder=
Ramſtädterſtraße, aus ſtatt.
Tageskalender.
Montag, 12. April.
Großh. Hoftheater Anfang 7 Uhr, Ende vor 10
Uhr (Volks= und Garniſonsvorſtellung): „Der Pfarrer
von Kirchfeld”.
Hauptverſammlung des Vereins „Daheim” um
8½ Uhr im Reſtaurant „Kaiſerſaal”.
Monatsverſammlung des Vereins für Vogel=
und Geflügelzucht um 9 Uhr in der „Krone”.
Verſteigerungskalender.
Dienstag, 13. April.
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr im
Rat=
haus zu Pfungſtadt.
Stammholz=Verſteigerung um 10 Uhr im
„Rüſſelsheimer Hof” zu Rüſſelsheim.
Großh. Hofbibliothek, geöffnet Montag bis
Frei=
tag von 9—1 Uhr und nachmittags von 3—5 Uhr,
Samstag von 9—1 Uhr.
Ständige Rettungswache der Sanitätskolonne.
Telephonruf Nr. 2425.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Kurt Mitſching; für den
Anzeigen=
teil, Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Ge=
ſchäftsleben: Paul Lange, ſämtlich in Darmſtadt. — Für
den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an
die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche
wer=
den nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden
nicht zurückgeſandt.
Bekanntmachung,
die Abzahlungsgeſchäfte betreffend.
Nachſtehend bringen wir das Reichsgeſetz, betreffend die
Ab=
zahlungsgeſchäfte, vom 16. Mai 1894, wiederholt zur Kenntnis.
Darmſtadt, den 6. April 1915.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Dr. Reinhart.
Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutſcher
Kaiſer, König von Preußen ꝛc. ꝛc.
verordnen im Namen des Reichs, nach erfolgter Zuſtimmung des
Bundesrats und des Reichstags, was folgt:
§ 1. Hat bei dem Verkauf einer dem Käufer übergebenen
be=
weglichen Sache, deren Kaufpreis in Teilzahlungen berichtigt werden
ſoll, der Verkäufer ſich das Recht vorbehalten, wegen Nichterfüllung
der dem Käufer obliegenden Verpflichtungen von dem Vertrage
zurück=
zutreten, ſo iſt im Falle dieſes Rücktritts jeder Teil verpflichtet, dem
andern Teil die empfangenen Leiſtungen zurückzugewähren. Eine
entgegenſtehende Vereinbarung iſt nichtig.
Dem Vorbehalte des Rücktrittsrechts ſteht es gleich, wenn der
Verkäufer wegen Nichterfüllung der dem Käufer obliegenden
Verpflich=
tungen kraft Geſetzes die Auflöſung des Vertrages verlangen kann.
§ 2. Der Käufer hat im Falle des Rücktritts dem Verkäufer
für die infolge des Vertrags gemachten Aufwendungen, ſowie für
ſolche Beſchädigungen der Sache Erſatz zu leiſten, welche durch ein
Verſchulden des Käufers oder durch einen ſonſtigen von ihm zu
ver=
tretenden Umſtand verurſacht ſind. Für die Ueberlaſſung des
Ge=
brauches oder der Benutzung iſt deren Wert zu vergüten, wobei auf
die inzwiſchen eingetretene Wertminderung der Sache Rückſicht zu
nehmen iſt. Eine entgegenſtehende Vereinbarung, insbeſondere die vor
Ausübung des Rücktrittsrechts erfolgte vertragsmäßige Feſtſetzung
einer höheren Vergütung iſt nichtig.
Auf die Feſtſetzung der Höhe der Vergütung finden die
Vor=
ſchriften des § 260 Abſ. 1 der Zivilprozeßordnung entſprechende
An=
wendung.
§ 3. Die nach den Beſtimmungen der§§ 1, 2 begründeten
gegen=
ſeitigen Verpflichtungen ſind Zug um Zug zu erfüllen.
§ 4. Eine wegen Nichterfüllung der dem Käufer obliegenden
Verpflichtungen verwirkte Vertragsſtrafe kann, wenn ſie
unverhältnis=
mäßig hoch iſt, auf Antrag des Käufers durch Urteil auf den
an=
gemeſſenen Betrag herabgeſetzt werden. Die Herabſetzung einer
ent=
richteten Strafe iſt ausgeſchloſſen.
Die Abrede, daß die Nichterfüllung der dem Käufer obliegenden
Verpflichtungen die Fälligkeit der Reſtſchuld zur Folge haben ſollte,
kann rechtsgültig nur für den Fall getroffen werden, daß der Käufer
mit mindeſtens zwei aufeinanderfolgenden Teilzahlungen ganz oder
teilweiſe im Verzug iſt und der Betrag, mit deſſen Zahlung er im
Verzug iſt, mindeſtens dem zehnten Teil des Kaufpreiſes der
über=
gebenen Sache gleichkommt.
§ 5. Hat der Verkäufer auf Grund des ihm vorbehaltenen
Eigen=
tums die verkaufte Sache wieder an ſich genommen, ſo gilt dies als
Ausübung des Rücktrittsrechts.
§ 6. Die Vorſchriften der §§ 1—5 finden auf Verträge, welche
darauf abzielen, die Zwecke eines Abzahlungsgeſchäfts (§ 1) in einer
anderen Rechtsform, insbeſondere durch mietweiſe Ueberlaſſung der
Sache zu erreichen, entſprechende Anwendung, gleichviel ob dem
Empfänger der Sache ein Recht, ſpäter deren Eigentum zu erwerben,
eingeräumt iſt oder nicht.
§ 7. Wer Lotterieloſe, Inhaberpapiere mit Prämie (Geſetz vom
8. Juni 1871, Reichs=Geſetzblatt S. 210) oder Bezugs= oder
Anteil=
ſcheine auf ſolche Loſe oder Inhaberpapiere gegen Teilzahlung
ver=
kauft oder durch ſonſtige auf die gleichen Zwecke abzielenden Verträge
veräußert, wird mit Geldſtrafe bis zu fünfhundert Mark beſtraft.
Es begründet keinen Unterſchied, ob die Uebergabe des Papiers
vor oder nach der Zahlung des Preiſes erfolgt.
§ 8. Die Beſtimmungen dieſes Geſetzes finden keine Anwendung,
wenn der Empfänger der Ware als Kaufmann in das
Handels=
regiſter eingetragen iſt.
§ 9. Verträge, welche vor dem Inkrafttreten dieſes Geſetzes
ab=
geſchloſſen worden ſind, unterliegen den Vorſchriften desſelben nicht.
Urkundlich Unſerer Höchſteigenhändigen Unterſchrift und bei=
(5645sg
gedrucktem Kaiſerlichen Inſiegel.
Gegeben Prökelwitz, den 16. Mai 1894.
Wilhelm.
(L. S.)
Graf von Caprivi.
Die Regelung des Verkehrs mit Brot
in der Stadt Darmſtadt.
Die neuen Vorſchriften des Bundesrats und die
Ausführungs=
beſtimmungen der Stadt Darmſtadt ſichern unſere Brotverſorgung.
Die Stadtverwaltung hatte bei ihren Beratungen mit der Tatſache
gerechnet, daß in gewiſſen Fällen der behördlich zugeteilte Brotbedarf
für Perſonen mit anſtrengender körperlicher Tätigkeit nicht ausreichen
wird. Sie war jedoch nicht imſtande, die außerordentlich ſchwierige
Entſcheidung einer ſozialen Gliederung der Bevölkerung im allgemeinen
bei Zuteilung der Brotkarte durchführen zu können.
Damit die Stadtverwaltung in die Lage verſetzt wird, in
Fällen, in denen der behördlich zugeteilte Brotbedarf
nach=
gewieſenermaßen nicht ausreicht, ausgleichen zu können, iſt es
erforderlich, daß einzelne Verbraucher, die die ihnen zugewieſenen
Brotmarken nicht voll in Anſpruch nehmen, die entbehrlichen
Marken der ſtädtiſchen Verwaltung zur Verfügung ſtellen.
Ich richte hiermit an die Einwohner der Stadt Darmſtadt
die Bitte, die Verwaltung bei der nicht leichten Durchführung
des Brotmarkenzwanges nach Möglichkeit zu unterſtützen und
uns insbeſondere alle Brotmarken zu überlaſſen, die nicht in
Anſpruch genommen werden. Ich bin dann in der Lage, in
zwingenden Ausnahmefällen Zulagen an Brot gewähren zu können.
Wer nicht auf das Brot angewieſen iſt und ſich in guten
Verhält=
niſſen befindet, iſt hierdurch in der Lage, ſeiner ſozialen, der Einheit
unſeres Volkes entſprechenden Auffaſſung in dieſer Beziehung
Aus=
druck zu verleihen.
Entbehrliche Brotmarken bitte ich, umgehend an das
Stadt=
haus, Zimmer Nr. 29, gelangen zu laſſen.
Darmſtadt, den 6. März 1915.
(3850a
Der Oberbürgermeiſter.
Dr. Gläſſing.
Aufnahme ſchulpflichtiger Kinder in die Mittel= und
Stadtſchulen an Oſtern 1915.
An die Eltern, Pflegeeltern und Vormünder von Kindern, die
am 2. Februar I. Js. in den einzelnen Schulhäuſern angemeldet
worden ſind, ergeht hiermit die Aufforderung, zu veranlaſſen, daß
die Kinder am Dienstag, den 13. April I. Js., vormittags
9 Uhr, in dieſen Schulhäuſern erſcheinen.
Die infolge Zuzugs oder aus ſonſtigen Gründen bis jetzt noch
nicht zur Aufnahme in die Schule angemeldeten ſchulpflichtigen
Kin=
der ſind unter Vorlage eines Nachweiſes über das Alter der Kinder
und des Impfſcheines oder einer Beſcheinigung über die Befreiung
von der Impfung im gleichen Termin in den nach der
untenſtehen=
den Einteilung in Frage kommenden Schulhäuſern zur Anmeldung
und Aufnahme vorzuführen.
Die Anmeldung und Aufnahme der Kinder hat zu erfolgen:
1. fürdie Knabenmittelſchule I im Schulhaus in der Friedrichsſtraße,
2. „ „ Mädchenmittelſchule I „
„ „ Viktoriaſtraße,
3. „ „ Mittelſchule II
„ „ Hermannsſtraße,
4. „ „ Stadtknabenſchule I
am Ballonplatz,
5.
in der Müllerſtraße,
M
6.
„ „ Ludwigshöhſtr.,
„ Stadtmädchenſchule I
7.
Rundeturmſtraße,
II
8. „
Emilsſtraße,
III „
Hermannsſtr. und
9. „
10. „ „ Bezirksſchule IV
Lagerhausſtraße.
Der Bezirk der Mittelſchule II, in die Knaben und Mädchen
aufgenommen werden, wird begrenzt durch die Eliſabethenſtraße, den
Ludwigsplatz, die Schulſtraße, Pädagogſtraße und die Soderſtraße,
mit Ausſchluß der Grenzſtraßen und Plätze.
Die Aufnahme der Kinder in die Stadtſchulen findet nach
der unten abgedruckten Bezirkseinteilung ſtatt.
Darmſtadt, den 1. April 1915.
Der Vorſitzende der Schulvorſtände.
Dr. Gläſſing, Oberbürgermeiſter.
Bezirks=Einteilung
für die Stadtknaben= und Stadtmädchenſchulen.
Bezirk I (Stadtknabenſchule I und Stadtmädchenſchule 1)
umfaßt den Stadtteil zwiſchen der Heinrichsſtraße, Eſchollbrücker
Straße und Holzhofallee einerſeits und der Allee, Rhein=,
Wil=
helminen=, Zeughaus= Hochſchul=, Magdalenen=, Alexanderſtraße,
Dieburger Straße, Heinheimer= und Gutenbergſtraße andererſeits.
Von den Grenzſtraßen gehören zu dem Bezirk die Rhein=,
Wihelminen=, Alexanderſtraße, Dieburger Straße, Heinheimer= und
Gutenbergſtraße, ſowie die Nordſeite der Heinrichsſtraße.
Bezirk II (Stadtknabenſchnle II und
Stadtmädchen=
ſchule II) umfaßt den nördlichen Stadtteil, begrenzt von der
Frank=
furter Straße, Wilhelminen= Zeughaus=, Hochſchul=, Magdalenen=,
Alexanderſtraße, Dieburger Straße, Heinheimer= und Gutenbergſtraße,
einſchließlich der Grenzſtraßen, mit Ausnahme der betreffenden
Strecken der Alexanderſtraße, Dieburger Straße, Heinheimer= und
Gutenbergſtraße.
Bezirk III (Stadtknabenſchule III und
Stadtmädchen=
ſchule III) umfaßt den Stadtteil ſüdlich der Heinrichsſtraße,
Eſcholl=
brücker Straße und Holzhofallee, einſchließlich der Südſeite der
Hein=
richsſtraße und der beiden anderen Grenzſtraßen (beiderſeitig).
Bezirk IV (Bezirksſchule IV in der Lagerhausſtraße)
umfaßt den nordweſtlichen Stadtteil, begrenzt von der Frankfurter
Straße, Wilhelminen= und Rheinſtraße weſtlich der Wilhelminen=
(5548dsg
ſtraße, ohne die Grenzſtraßen.
Fohlen=Verkauf.
Am Mittwoch, den 14. April I. J., vormittags 9 Uhr,
wird auf dem vorderen Hofe der Kaſerne am Marienplatz in
Darm=
ſtadt ein 8 Wochen altes Fohlen öffentlich meiſtbietend gegen Bar=
(5802
zahlung verſteigert.
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Reihe 1.15 ℳ, Parterre 1.15 ℳ
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loge 2.15 ℳ, Balkonloge 2.15 ℳ,
I. Rang 2.15 ℳ, II. Rang 1.15 ℳ.
I. Galerie 55 ₰, II. Galerie 45
Anfang 7 Uhr. Ende vor 10 Uhr.
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Mittwoch, 14. April: 136. Ab.=
Vorſt. B 37. Grillparzer=Zyklus.
Erſte Vorſtellung: „Des Meeres
und der Liebe Wellen”. Kleine
Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
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Donnerstag, 15. April: 137. Ab.=
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