Bezugspreis:
Ausgabe A. (mit Illuſtriertem Unterhaltungsblatt)
monalich 6o Pig. Ausgade B imt Züuſtriertem
ünterhaltungsblatt und Jünſtrierter Wochen=
Ehronit) monallich 80 Pig. Beſtelungen nehmen
erlgegen die Geſchäftsſtelle Rheinſtr. 23 (Fernſnr.
Nr. 1 u. 420). unſere Fillalen, Landagenturen u. ale
Poſtämter. Verantwortlichkeit für Aufnahme von
Anzeigen an beſtimmten Tagen wird nicht übernom.
178. Jahrgang
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der wöchentlichen Beilage:
Illuſtriertes Anterhaltungsblatt.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Anzeigenpreis:
Die 49 mm breite Petitzeile im Kreiſe Darmſtadt
10 Pfa., ausw. 2 Pfg. Familienanzeigen 50
Pfg=
die Amm breite Nerklamerelle oder beren Na
im Kreiſe Darmſiabt 50 Pfg. auswaris 19 Pa=
Hecheat uech Parit. Ameigen uchnen eutgegeröihte
Geſchältsſtele Rheinſtr. 2, die Filalen u.
Agen=
uren, Anzeigenerpeb. des Zu= und Auslanbes. Bei
Konkurs ob. gerichtl. Beitreib. fällt jeb. Kabatt weg.
Der Krieg.
Von den Kriegsſchauplätzen. — Die Kämpfe in Kamerun und Togo. — Die belgiſchen Kunſtdenkmäler. — Jtalien und der
Krieg. — Die politiſche Zenfur in Frankreich. — Das Ausfuhrverbot von Kriegsmaterial aus Schweden. — Sin Erlaß des Kaiſers.
Ein franzöſiſches Unterſeeboot zum Sinken gebracht.
Von den Kriegsſchauplätzen.
Schwere Niederlage der Franzoſen und
Rückzug über die Hisne.
* Großes Hauptquartier, 15. Jan.
(W. T. B. Amtlich.)
Weſtlicher Kriegsſchauplatz.
Vor Weſtende zeigten ſich geſtern einige
Torpedoboote und kleinere Fahrzeuge, die ſich
der Küſte bis auf etwa 14 Kilometer näherten.
Franzöſiſche Angriffe beiderſeits Notre
Dame de Lorette nordweſtlich Arras wurden
von unſeren Truppen abgewieſen.
Ein vor 8 Tagen bei Eeerie nördlich
Arras dem Feinde entriſſener von Teilen
einer Kompagnie beſetzter Schützengraben ging
uns geſtern verloren. Die Kämpfe an dieſer
Stelle ſind heute wieder im Gange.
Nördlich und nordöſtlich Soiſſons iſt das
nördliche Aisne=Ufer von Franzoſen
endgültig geſäubert worden. Die
Deutſchen eroberten in ununterbrochenem
An=
griff die Orte Cuffiſe, Crony und
Buey=
le=Long, Miſſy und die Gehöfte Vauxrot
und Verrerie. Unſere Beute aus den
drei=
tägigen Kämpfen nördlich Soiſſons beläuft ſich
jetzt auf rund 5200 Gefangene, 14 Ge=
ſchütze, 6 Maſchinengewehre und
mehrere Revolverkanonen.
Die Franzoſen erlitten ſchwere Verluſte.
4—5000 tote Franzoſen wurden auf dem
Kampffeld gefunden. Der Rückzug ſüdlich
der Aisne lag unter dem Feuer unſerer
ſchweren Batterien.
Wie ſehr ſich die Verhältiſſe gegen frühere
Kriege verſchoben haben, zeigt ein Vergleich
der hier beſprochenen Kämpfe mit Ereigniſſen
von 1870. Wenn auch die Bedeutung der
Gefechte nördlich Soiſſons mit derjenigen der
Schlachten von 1870 nicht zu vergleichen iſt,
ſo entſpricht doch die Breite des Kampffeldes
annähernd der von Gravelotte- St. Privat.
Die franzöſiſchen Verluſte aber vom
12. bis 14. Januar 1915 überſteigen aller
Wahrſcheinlichkeit nach die der Franzoſen am
18. Auguſt 1870 um ein Beträchtliches.
Feindliche Augriffe nördlich Verdun bei
Conſenvoye ſcheiterten. Mehrere Vorſtöße
gegen unſere Stellungen bei Ailly, ſüdöſtlich
St. Mihiel, wurden durch Gegenangriffe,
nach=
dem ſie ſtellenweiſe zwiſchen unſere vorderſten
Gräben geführt hatten, unter ſchweren
Ver=
luſten für den Feind zurückgeſchlagen. Im
letzten Nachſtoß eroberten unſere Truppen die
feindlichen Stellungen, die aber nach
Wieder=
aufbau unſerer eigenen Stellungen freiwillig
und ohne Kampf während der Nacht wieder
aufgegeben wurden.
Ein unbedeutender Angriff bei Mesnil
nördlich St. Mihiel wurde von unſeren
Truppen abgewieſen.
Im übrigen fanden in den Vogeſen nur
Artilleriekämufe ſtatt.
Oeſtlicher Kriegsſchauplatz.
In Oſtpreußen und im nördlichen Polen
keine Veränderung.
Die Angriffe in Polen weſtlich der Weichſel
machten langſam Fortſchritte.
Bei Eroberung eines Stützpunktes nordöſtlich Rawa
blieben 500 Ruſſen als Gefangene in unſerer Hand;
3 Maſchinengewehre wurden erobert. Heftige ruſſiſche
Gegenangriffe wurden unter ſchwerſten Verluſten
für die Ruſſen zurückgeſchlagen.
Oberſte Heeresleitung.
Die franzöſiſchen Berichte vom
Donners=
tag geben die Niederlage zu. Es heißt dort: Im
Zentrum behaupteten wir unſere Stellungen um das Dorf
Erouy herum trotz wiederholten Anſtrengungen des
Fein=
des, im Oſten jedoch, vor Vregny, mußten wir
zu=
rückweichen. Das Anwachſen der Aisne hat bereits
mehrerd Brücken und Stege, die wir geſchlagen
hat=
ten, weggeſchwemmt, wodurch die Verbindungen unſerer
Truppen unſicher gemacht wurden. Unter dieſen
Bedin=
gungen ſetzten wir uns im Süden des Fluſſes
feſt, in dem zwiſchen Crouy und Miſſy gelegenen Teil mit
dem Brückenkopf auf dem Nordufer.
Und weiter: Wie bereits geſagt wurde, hatte das
An=
wachſen der Aisne, indem es mehrere Brücken und
Stege zerſtörte, die Verbindungen unſerer in den erſten
Abhängen des Fluſſes operierenden Truppen ſehr unſicher
gemacht und hinderte uns, ihnen Verſtärkungen zu
ſen=
den. Dieſes war die weſentliche Urſache des Rückzuges
unſerer Truppen, die unter ſchwierigen
Bedingun=
gen kämpften. Genötigt, infolge Einſturzes einer Brücke,
einige Kanonen zurückzulaſſen, haben wir ſie
unbrauch=
bar gemacht. Die Deutſchen machten Gefangene,
beſon=
ders Verwundete, die bei der Rückzugsbewegung nicht
alle mitgenommen werden konnten. Unſererſeits machten
wir eine bedeutende Zahl (2) nichtverwundeter
Gefan=
gener, welche Bataillonen von ſieben verſchiedenen
Regi=
mentern angehören. Zum Troſte wird dann hinzugefügt:
Alles in allem handelt es ſich um einen Teilerfolg unſeres
Gegners, der jedoch keinen Einfluß haben dürfte auf die
Geſamtheit der Operationen. In der Tat befindet ſich den
Feind infolge der durch das Steigen der Aisne auch für
ihn entſtandenen Hinderniſſe und infolge der
Maßnah=
men, die wir getroffen haben, in der Unmöglichkeit,
ſüd=
lich des Fluſſes dieſen Erfolg auszunützen, der nur einen
rein lokalen Charakter (1) hat.
* Genf, 14. Jan. Die Guerre Mondiale beſpricht
den großen franzöſiſchen Mißerfolg in der
Gegend von Soiſſons. General Mounoury griff die
mehrfach erwähnte Höhe 132 an. Dieſe iſt das Plateau
zwiſchen den Tälern, in denen die Dörfer Vaur, Euffies
und Crouy liegen. Jenſeits Crouy liegt das Plateau
Perrière. Die Deutſchen bombardierten in der Nacht
vor=
her aufs heftigſte dieſe beiden Höhen, um den Feind in
Unkenntnis darüber zu ſetzen, auf welches Plateau der
eigentliche Angriff gerichtet werden ſollte. Dann warfen
ſie plötzlich zwei Brigaden gegen Crouy und das Treffen
endigte ſo für die Franzoſen mit einer völligen Niederlage
in einer regelloſen Flucht.
* Zu den deutſchen Erfollgenbei Soiſſons
wird dem Berliner Lokalanzeiger über Kopenhagen aus
Paris gemeldet: Nördlich Soiſſons wogt ſeit Anfang
Ja=
nuar ein heftiger Kampf um den 132=Meterhügel, der ſich
aus dem Joſienne=Tal erhebt. Anfänglich war es den
Franzoſen gelungen, die Deutſchen von dem Hügel zu
ver=
brängen. Am Donnerstag unternahmen die Deutſchen
einen Gegenangriff, vertrieben die Franzoſen und ſetzten
ſich in den Beſitz des ſtrategiſch wichtigen Hügels. Die
Deutſchen ſind ſomit Herren über das Joſienne=Tal mit
ſeinen großen, wichtigen Eiſenbahnlinien und den beiden
wichtigen Chauſſeen zwiſchen Chauny und Laon. In der
Champagne wurden gleichfalls eine Reihe erbitterter
Kämpfe ausgefochten. In der Richtung auf Perthes und
Beauſejour unternahmen die Deutſchen mit Ausſicht auf
* Ueber die Stimmung unter den ruſſiſchen
Truppen in Galizien wird von dem ins
Karpa=
thengebiet entſandten Spezialkorreſpondenten des Berl.
Tagebl., Aage Madelung, gemeldet: Daß die Ruſſen große
Truppenmaſſen hinter den Karpathen zuſammengezogen
haben, iſt jetzt unwiderleglich bewieſen. Die Mitteilung,
daß die Ruſſen wenig Luſt haben, weiter zu kämpfen;
wird beinahe von allen Gefangenentransporten, auch aus
anderen Gegenden, beſtätigt. Wo ſie nicht mehr Gefahr
laufen, von ihren eigenen Kameraden im Rücken unter
Feuer genommen zu werden, falls ſie ſich ergeben, laufen
ſie über. Sie erklären, man hat uns verſprochen, bis
Neu=
jahr zu Hauſe zu ſein. Wir haben nur für das Jahr 1914
Treue geſchworen, für das neue Jahr ſind wir nicht
ver=
eidigt. In der Feuerlinie ſieht man ſelten ruſſiſche
Offi=
ziere; ſie ſtehen hinten mit gezogenem Revolver, um ihren
Mannſchaften den Rückzug abzuſchneiden. Es wird
wie=
derholt behauptet, daß viele japaniſche Offiziere bei der
ruſſiſchen Artillerie als Befehlshaber auftreten, die auch
mit dem Fernglas als ſolche erkannt wurden. Die von
uns aufgegriffenen ruſſiſchen Kundſchafter ſollen das=
guten Erfolg ununterbrochen Vorſtöße. Bei Beauſejour
wurden die Franzoſen unter großen Verluſten Schritt für
Schritt zum Rückzuge gezwungen.
* Der Korreſpondent des Daily Chroniele in
Frank=
reich hat folgenden Bericht über den vollſtändigen
Zuſammenbruch der franzöſiſchen Offen=
ſive und die Hoffnungsloſigkeit auf ein
Vorwärtskom=
men des franzöſiſchen Heeres nach London geſandt: Es
hat keinen Zweck, die Tatſachen zu verſchleiern und zu be=
ſchönigen, die ſchon aus den Bekanntmachungen des
fran=
zöſiſchen Generalſtabes erſichtlich ſind. Es iſt Tatſache,
daß die von Joffre angekündigte Offenſive
unvermute=
ten Schwierigkeiten begegnet iſt und daß im allgemeinen
als Antwort darauf deutſche Angriffe eingeſetzt haben,
die erfolgreich waren. Es hat ſich dadurch gezeigt, daß
der langſame Stellungskrieg keineswegs die Kräfte der
Deutſchen am meiſten vermindert, oder man muß
anneh=
men, daß die deutſchen Heere auf der ganzen Front
erheb=
liche Verſtärkungen erhalten haben. Jedenfalls ſteht feſt,
daß die Deutſchen in den Argennen, wo gerade am
erbit=
tertſten und hartnäckigſten gekämpft und jeder Fußbreit
Boden verzweifelt verteidigt wird, täglich Gelände
gewinnen, zwar nicht viel, aber doch hinreichend genug,
um ihre Front von Ende Dezember um 8 bis 11
Kilome=
ter vorzuſchieben, was gerade hier von beſonderer
Bedeu=
tung iſt, weil dadurch die Lage Verduns gefährdeter wird,
und eine langſame Einkreiſung zuſtande kommt. Auch bei
Pont=ä=Mouſſon ſind größere und keineswegs erfolgloſe
Anſtrengungen des Feindes feſtzuſtellen, desgleichen bei
Soiſſons, wo zwiſchen Crouy und Eufſies mit deutſchen,
ſoeben neu zuſammengezogenen Streitkräften ein heftiger
Kampf tobt. Der Ruf nach engliſchen
Verſtär=
kungen wird bei unſeren Verbündeten immer lauter
und es iſt zu hoffen, daß ſie nicht lange mehr auf ſich
warten laſſen.
TU. Amſterdam, 15. Jan. Tyd meldet aus
Veurne, dem Hauptquartier des belgiſchen, noch im Felde
ſtehenden Heeres, daß im belgiſchen Heere und
im Heere der Verbündeten ſehr ſtark Typhus
herrſche. Ein Krankenpfleger ſchreibt in einem Briefe, daß
er in Mardyck, in der Nähe von Dünkirchen, 8 Tage lang
als Typhuskrankenpfleger tätig war. Die Schulen und
alle öffentlichen Gebäude, ſowie einige große
Privatwoh=
nungen ſind zu Hoſpitälern umgewandelt worden. In
den Schulen liegen 122 Typhuskranke, davon ſind 47
Fran=
zoſen, 16 Belgier und 60 Engländer. In dem Hotel de
Lyon liegen 19 Typhuskranke, in einem Privathauſe 79.
Die franzöſiſchen Militärbehörden haben alle möglichen
Vorſichtsmaßnahmen getroffen. Doch breitet ſich der
Typhus namentlich unter denjenigen Truppen, die in den
mit Waſſer gefüllten Laufgräben geweſen ſind, aus.
ſelbe beſtätigt haben — Das Wetter iſt in den letzten
Ta=
gen langſam beſſer geworden, es friert leicht und die
Wege wurden wieder fahrbar.
Die Kämpfe in Kamerun und in Togo
bilden den Inhalt einer neuen Veröffentlichung des
Reichs=Kolonialamtes, die auf Grund amtlicher,
auf Umwegen eingetroffener Telegramme des
Gouper=
neurs Ebermaier und einer Anzahl Privatberichte
die Tapferkeit des deutſchen Widerſtandes und ſeine
gu=
ten Ausſichten beweiſt. Wohl haben ſich Engländer und
Franzoſen außer Togos auch der Küſtenzone in Kamerun
bemächtigt, wo ſie in einer Stärke von 15000 Mann mit
vielen Geſchützen, Maſchinengewehren und mehr als 30
Fahrzeugen in der Uebermacht auftraten. Aber im
Innern des Landes iſt die deutſche Verwaltung in voller
Tätigkeit und ſtützt ſich dabei auf eine faſt ausnahmslos
treueeingeborene Bevöllkerung. Unſere
far=
bigen Truppen haben ſich den Feinden an Ausbildung,
Schießfertigkeit und Mut weit überlegen gezeigt, und
viele Tauſende der Bulu, Jaunde und Bamumleute
mel=
deten ſich zum Kriegsdienſt. Unruhen ſind nur in
Ebo=
lowa beim Beginn des Krieges vorgekommen, wo der
Häuptling Zampa hingerichtet werden mußte. Selbſt in
Neu=Kamerun ſind bis auf eine unbedeutende
Aus=
nahme Aufſtände ausgeblieben, wenn auch die
Unzuver=
läſſigkeit der Eingeborenen unſeren Streitkräften Nach=
ſchub und Nachrichtendienſt erſchwerte. Die Franzoſen
haben trotz dieſer ihnen vorteilhaften Haltung der
Einge=
borenen Neu=Kameruns bis jetzt nicht mehr in ihre
Ge=
walt bekommen, als was den Sſanga= und Ubangi=Zipfel
umfaßt; über die Alt=Kameruner Grenze ſind ſie nicht
vor=
gedrungen. Faſt überall deutſchfreundlich war die
Hal=
tung der Hauſſa und der Stämme im Norden des
Schutz=
gebietes. Dieſer Zuſammenhalt zwiſchen Verwaltung und
Eingeborenen iſt für den weiteren Verlauf der Ereigniſſe
um ſo wichtiger, als die Erklärung des Helligen
Krieges in Konſtantinopel uns zuſtatten kommen wird.
Einen dunkelen Punkt im Bilde des Verhaltens der
Ein=
geborenen ſtellen eigentlich nur die Duala dar, die
ver=
räteriſcher Weiſe die Engländer mit ihren Kanus in die
Krieks von Duala und Umgebung geführt haben. Hier
iſt auch die barbariſche Kriegführungunſerer
Feinde in beſonders abſtoßender Form zutage getreten.
Hals über Kopf wurden die deutſchen Männer und Frauen
durch ſchwarze Soldaten nach dem Garten des
Regie=
rungs=Krankenhauſes zuſammengejagt, wo ſie in der
tro=
piſchen Sonne faſt einen ganzen Tag ſich aufhalten
muß=
ten, ohne Eſſen und Trinken zu erhalten und ohne von
ihren Habſeligkeiten mehr als das Notwendigſte
mitneh=
men zu dürfen. Daß ſie dann unter ſchwarzer Bedeckung
auf dem Gange durch eine der belebteſten Straßen zur
Landungsbrücke die höhniſchen Beſchimpfungen und
Be=
drohungen der Dualaneger über ſich ergehen laſſen
muß=
ten, beſtätigt die auch ſonſt bei jeder möglichen
Gelegen=
hheit beobachtete Abſicht unſerer Feinde, das Anſehen der
Deutſchen vor den Eingeborenen zu erniedrigen. Haben
ſich Engländer und Franzoſen damit als Angehörige der
weißen Raſſe geſchändet, ſo befleckten ſie den Namen von
Kulturvölkern durch die rohe Art, mit der die
Fortfüh=
rung der bürgerlichen Kriegsgefangenen beiderlei Ge=
ſchlechts erfolgte. Behandlung, Verpflegung und
Unter=
bringung waren ſowohl in Ibadan (Südnigerien) wie
auf dem nach England gehenden Transportſchiff „Obuaſi”
namentlich für Männer ſo ſchlecht, daß ſchwere
Erkrankun=
gen nicht ausbleiben konnten. Da den Weggeführten bis
auf geringe Beträge die vorhandenen Geldmittel ohne
Quittung weggenommen wurden, kamen ſie in traurig=
ſter Verfaſſung auf engliſchem Boden an. Die
Reichs=
regierung hat ſofort die erforderlichen Schritte getan,
um ihnen Fürſorge zu verſchaffen. Die von den
Frau=
zoſen nach Kotonon (Dahomey) weggeführten Deut=
ſchen hatten es eher ſchlimmer als beſſer; für ſie ſind
eben=
falls die erforderlichen Verhhandlungen eingeleitet
wor=
den. Wo die Franzoſen die Oberhand gewannen, wurde
icht nur deutſches Eigentum wüſt geplündert, ſondern
auch die Fortführung deutſcher Geſchäfte unmöglich
ge=
macht. Dieſe Ausdehnung des Krieges auf
Privatver=
hältniſſe iſt für die franzöſiſche Kultur ebenſo bezeichnend,
wie das Plündern unter den Augen der Porgeſetzten.
Als ein politiſcher Umſtand von Wichtigkeit ſei
ſchließ=
lich hervorgehoben, daß das britiſche
Gouverne=
ment von Nigerien bereits wochenläng vor dem
Kriegsbeginn mit einem baldigen Ausbruch der
Feindſeligkeiten gerechnet haben muß. So
wurde ein nach Köln adreſſierter, am 23. Juli aus
Ga=
rua abgegangener Poſtſack in Yola geöffnet und die
Briefpoſt am 30. Juli loſe an den Vertreter der Niger=
Kompagnie in Garua, nicht an die deutſche Reſidentur,
zurückgeſandt. Aus dem Anhalten deutſcher Boten in
Ni=
gerien, der Feſtſetzung deutſcher Eingeborener in Yola
und aus ähnlichen Vorkommniſſen hat dann der
Reſi=
dent, Hauptmann Freiherr von Crailsheim, geſchloſſen,
daß in Yola zum Kriege gerüſtet würde, und daraufhin
am 13. Auguſt den Kriegszuſtand erklärt. Dieſes
eng=
liſche Vorgehen im Innern Afrikas wirft ein neues Licht
auf die Verlogenheit der Londoner Regierung, die
angeb=
liche Verletzung der Neutralität Belgiens am
4. Auguſt als Kriegsvorwand zu benützen!
Die belgiſchen Kunſtdenkmäler.
* Berlin, 14. Jan. Die Norddeutſche Allgemeine
Zeitung ſchreibt: Ueber die Ausbeſſerung der durch die
Kriegsvorgänge zu Schaden gekommenen hiſtoriſchen
Bau=
denkmäler in Belgien hat der Vorſitzende des
Denkmäler=
rates der Rheinprovinz, Geheimer Regierungsrat Dr.
Cle=
men, folgenden weiteren Bericht erſtattet:
Ich habe bei meiner letzten Anweſenheit in Belgien
zu meiner großen Befriedigung feſtſtellen können, daß
die kirchlichen und kommunalen Verwaltungen ſich mit
Eifer der vorläufigen Sicherung der
beſchä=
digten Baudenkmäler angenommen haben und
daß dabei auch die von Herrn Geheimerat Falke und von
mir gegebenen Anregungen und Anweiſungen durchweg
befolgt werden. In Löwen iſt das ſehr ſolid
projek=
tierte Notdach über der ganzen Kirche bereits vollendet
und man geht an die proviſoriſche Verſchalung der bei der
Feuersbrunſt zerſprungenen Fenſter an der Süd= und
Weſtſeite heran. Das Innere iſt im weſentlichen
aufge=
räumt. Eine Wiederbenutzung der Kirche iſt in kurzer
Zeit möglich. In Mecheln iſt man damit beſchäftigt, in
ganz ſachgemäßer Weiſe im Inneren der Kathedrale durch
Verſchalung eine proviſoriſche Abſperrung zu ſchaffen.
Das Langhaus iſt gegen das ſüdliche Seitenſchiff und das
Querſchiff durch Holzeinbauten bis zur Scheitelhöhe der
Bögen abgetrennt. Die Sicherungsarbeiten am
Mauer=
werk an der Südſeite werden hinter dieſer Abtrennung
ſpäter in aller Ruhe erfolgen können. Auf der Nordſeite
ſind die geſprungenen Fenſter ſchon proviſoriſch durch
neue Glasfenſter erſetzt. Ebenſo iſt man an der Kirche
Notre Dame dabei, die durch die eingedrungenen
Grana=
ten verurſachten Lücken proviſoriſch zu verſchalen und die
Fenſter zu ſchließen. In Lier iſt an der
Gommarius=
kirche das Dach bereits reſtauriert. Bei den durch die
Gra=
naten verurſachten Beſchädigungen am Chor ſind provi=
ſoriſch zur Stütze des Mauerwerks Backſteinſäulchen
auf=
gemauert. Die koſtbaren Glasgemälde im ſüdlichen
Sei=
tenſchiff wie im Hochchor werden ganz ſachgemäß
vorläu=
ig mit Papier verklebt und von außen verſchalt, ſo daß
ihre Wiederherſtellung in einer günſtigeren Zeit möglich
erſcheint. In Dinant iſt ebenſo das Dach über der
Pfarrkirche proviſoriſch wieder hergeſtellt und man trägt
ſich mit der Abſicht, den großen und für das Stadtbild
wie die ganze Erſcheinung des Tales ſo charakteriſtiſchen
barocken Zwiebelturm über der Weſtfront wieder zu kon=
ſtruieren. Alle dieſe Arbeiten ſind techniſch einwandfrei
durchgeführt. Ich habe an einzelnen Stellen noch weitere
Ratſchläge erteilen können. Es iſt zu hoffen, daß die
beſchädigten Gebäude unter dieſen Notdächern
den Winter und die Regenzeit gut
über=
tehen werden und daß dann in einer friedlicheren
Periode der Ausbau und die Wiederherſtellung möglich
ſein wird.
Im Frühjahr wird es ſich empfehlen, dieſe und die
übrigen Bauwerke noch einmal einer Beſichtigung zu
unterziehen, um feſtzuſtellen, ob im Laufe des Winters
irgend welche ſchädlichen Erſcheinungen ſich gezeigt
haben.
Italien und der Krieg.
* Unter dieſer Ueberſchrift ſchreibt die Neue Zürcher
Zeitung:
In Nr. 34 der Neuen Zürcher Zeitung erſchien eine
Schilderung der Leichenfeier von Bruno Garibaldi in
Rom, an einem „jener milden römiſchen Winterſonntage,
die mit der Zauberkraft der Muſik die Seele in Heiterkeit
und feſtliche Lebensfreude tauchen”. Wenn eine ſolche
Einleitung zur Beſchreibung einer Leichenfeier ein Reflex
der Stimmung iſt, die den Schreibenden und damit den
Zuſchauer erfüllt hat, dann muß dieſe Stimmung eine
gehobene und ſonnige geweſen ſein.=Aus dem Augenblick
heraus begreifen wir ſie auch. Aber als kühlere Zuſchauer
aus der Ferne durchzieht uns beim Leſen von den Rufen
von Tauſenden über einem Grab: „Nieder mit Oeſterreich,
nieder mit Deutſchland! Krieg, Krieg!” ein ganz anderes
Gefühl. Abgeſehen davon, daß wir meinen, Italiens
Söhne täten beſſer daran, ihr Leben und ihr Blut für die
Verteidigung des eigenen Landes aufzuſparen, anſtatt
noch weiter Haß zu ſäen, wo ſchon zu viel Abneigung be=
ſteht, ſcheint es uns, als paſſe es nicht gut zu dem Ent=
ſchluſſe und zu der Verkündigung eines Landes, ſich
neu=
ral zu verhalten, wenn in ſeiner Hauptſtadt ſolche
Kund=
gebungen ſtattfinden. Wir meinen ferner, daß es auch
beſſer wäre, wenn ein Berichterſtatter, der in die Zeitung
eines anderen neutralen Landes ſchreibt, ſeinen eigenen
Gefühlen, die wir ja gewiß als ſolche anerkennen, etwas
weniger freien Lauf ließe. Der Moment war ja gewiß
ergreifend, als der Vater, der zwei Söhne verloren, an das
Grab des einen trat. Aber ſein Ruf zur Rache! — der
mußte einen kalten Schauder auslöſen.
„Der einmütige Schrei: Nieder mit Oeſterreich, nieder
mit Deutſchland! Krieg, Krieg! aus dem Munde von Tau=
ſenden wird zwar gewiſſe Zeitungsſchreiber nicht von dem
felſenfeſten Glauben abbringen, daß kein Menſch in
Ita=
lien den Krieg wünſche. Möchten doch die Optimiſten
recht behalten!“ Zu dieſen Zeitungsſchreibern und
Opti=
miſten gehört auch der Einſender, der ſich zwar für ſich
nicht bewußt iſt, einmal geſagt oder geſchrieben zu haben,
daß kein Menſch in Italien den Krieg wünſche, ſondern
nur, daß die Mehrheit des italieniſchen Volkes und vor
allem der König gegen den Krieg ſeien. Wir wollen
beich=
ten, woher wir unſeren Optimismus haben: Wir ſehen
nicht ein, warum Italien jetzt auch noch in einen Krieg
eintreten ſolle, in dem es nicht um ſeinen eigenen Leib
und ſeine Ehre geht, und der nur noch mehr Gebiete und
auch ſein eigenes Land verwüſten kann, das friedlich und
blühend zur erhalten ihm ſelbſt und ganz Europa ſo wohl
und ſo not tut. Etwa dem Geſchrei erhitzter Köpfe oder
ungewiſſen Hoffnungen zuliebe?
Italien wollte nicht mit Qeſterreich und Deutſchland
gehen und mußte es nach ſeinem Vertrage auch nicht. Es
wird doch kein Staat in einen Krieg treten, wenn ihn nicht
eigene höchſte Lebensintereſſen oder eingegangene
Ver=
träge dazu zwingen. Wenn Italien, das nicht mit
Oeſter=
reich und Deutſchland gehen wollte, doch Krieg wollte
dann müßte es gegen Oeſterreich und Deutſchland gehen.
alſo gegen Verbündete, von denen es ſelbſt Beiſtand
erwarten würde, wenn eine Situation einträte, in welcher
nach dem Dreibundvertrage Oeſterreichund
Deutſch=
land Italien beiſtehen müßten. Daß ein Staat
der mit Recht auf ſeine hohe Kultur ſtolz iſt, ſeinen
Ge=
noſſen, in deren Bunde er ſelbſt mächtig geworden iſt und
die er ſelbſt in der eigenen Not anrufen würde, in den
Rücken fällt, daß ein Volk vor der Weltgeſchichte ſich ein
ſolches Odium aufladen will, aus nackten politiſchen
In=
tereſſen, das können wir ſo wenig glauben, als daß ein
edler König ſein gegebenes Wortbricht, und
darin beſteht unſer Optimismus. Dieſer Optimismus wird
auch noch dadurch beſtärkt, daß nun wiederholt
Situatio=
nen und Ereigniſſe eingetreten ſind, die glauben ließen,
Von den Vogeſen zum
engliſchen Kanal.
Deutſche Kriegsbriefe von Paul Schweder.
Zwiſchen Nacht und Tag pfeift leiſe das Telephon im
Unterſtand. Es hat in dieſem Weltkriege überhaupt
aller=
lei Neuerungen übernommen, von denen wir hoffentlich
im Frieden profitieren werden. Beſonders die
Deutlich=
keit der Verſtändigung und die Höflichkeit der
Verbin=
dungsſtellen iſt geradezu überraſchend. „Der Herr
Kriegs=
berichterſtatter wird geſucht! Ob er ſchon aufgeſtanden
iſt?” — Er iſt aber überhaupt noch nicht im Bett geweſen.
Die helle Mondnacht und der würzige Tannenduft haben
ihn nach Mitternacht aus dem idylliſchen Blockhäuschen
am Felſenhang hinausgelockt und nun pendelt er mit
Offi=
zieren und Mannſchaften in den Schützengräben hin und
her, den Blick nach dem ſchwarzen, ſchweigenden Wald
auf der anderen Seite der Talmulde gerichtet, wo ab und
zu ein Gewehrſchuß ertönt.
Doch nun heißt es ſcheiden. Den Wasgenwald gegen
die belgiſche Küſte, die fröhlichen Bayern gegen die ernſten
blauen Jungen unſerer Marine, das Waldesrauſchen
gegen das Meeresbrauſen eintauſchen, vom Fels zum
Meer zu reiſen. Noch einmal ſchaue ich in die einzelnen
Unterſtände hinein, rufe den Feldgrauen Grüße und
Wünſche fürs neue Jahr und für eine fröhliche Heimkehr
zu und verabſchiedete mich dann von den neugewonnenen
Freunden in dem reizenden Blockhaus, das mir ein
heimeliges Quartier in dieſen erſten Tagen des neuen
Jahres geweſen iſt. Schon hat ſich die Patrouille formiert,
die mich im Dunkel hinab nach dem Dörfchen geleiten ſoll,
in dem mein Kraftwagen wartet. Da tritt ein langer,
ernſter Würzburger an mich heran. „Die dritte und die
vierte Kompagnie wünſchen dem Herrn
Schriftleut=
nant glückliche Reiſe und bitten ihn, die Heimat zu
grüßen!‟. — Die Heimat! Wir ſehen uns alle an und
keiner ſpricht ein Wort. Wer unter uns hat nicht in die=
ſen Weihnachts= und Neujahrsnächten an die Heimat
ge=
dacht? Und da kam nun einer hineingeſchneit in die Stille
und Einſamkeit dieſes weltverlaſſenen Tales, der doch
etwas von der Heimat wiſſen mußte, der gewiß wieder zu
ihr kam, und da kam es mächtig über ſie: „Traute Heimat,
ſei gegrüßt!”
Wir wandern ſchweigend und geduckt über das
nächtliche Feld. Drüben konnten ſie uns ſolange
nicht ſehen, als der Mond hinter der ſchwarzen
Wolken=
wand blieb, und wir erſparten auf dieſe Weiſe ein hüb=
ſches Stück Weges. Flüſternd erzählte mir der
Mädchen=
chuldirektor in der feldgrauen Uniform, daß die Feldpoſt
hm bis heute noch keinen Weihnachtsgruß von ſeiner
Frau und den Kindern gebracht habe, während ein
bär=
tiger Münchener den Kameraden von der Patrouille klar
zu machen ſuchte, daß die Kriegsberichterſtatter keinerlei
Möglichkeit hätten, in dieſes ſtille, abgelegene Tal etwa
ein Faß Münchener Bier gelangen zu laſſen, denn ſonſt
würde er mir das ſchon geſteckt haben. Plötzlich erhellt
der Mond die Landſchaft und faſt gleichzeitig ſagt es von
drüben her: „Pitſch! Pitſch! Pitſch!” und noch einmal:
„Pitſch! Pitſch! Pitſch!‟ Ich kriege einen Stoß ins Kreuz,
daß ich platt auf dem Bauche liege, und als ich mich etwas
verdutzt umſehe, liegen auch meine Begleiter im betauten
Graſe eingekuſchelt. Einen Augenblick ſpäter hat ſich
der Mond wieder hinter die Wolkenwand zurückgezogen,
nd nun kriechen wir vorſichtig bis zum nächſten
Straßen=
graben weiter, wo wir uns hinabgleiten laſſen. „Na,‟
lachte der Profeſſor, „da haben Sie die zweite Beſcherung.
Aber nun ſind Sie in Sicherheit und ein Mann bringt Sie
noch bis an den Wagen. Wir müſſen jetzt zurück. Es kann
das was geben, wenn der Mond heraus iſt. Leben Sie
wohl und wenn Sie wieder einmal in die Vogeſen
kom=
men, ſo denken Sie daran, daß hier oben einige Leute
ſitzen, die ſich Ihnen ein wenig weſensverwandt fühlen.
1.
Sie ſind uns immer von Herzen willkommen!“
Ich nahm ſeine Hand in meine beiden Hände und
dachte daran, daß dieſer Held mit ſeinen paar hundert
Mann ſeit Monaten hier oben auch für mein Heim und
meine kleine Welt kämpft. Was kann der armſelige Mund
in ſolchen Minuten wohl ſagen? Alſo zog ich meine
Sturmhaube, ließ den wilden Morgenwind um die
Schlä=
fen wehen und neigte mich tief und ſchweigend. Er ſtand
da wie ein alter römiſcher Feldherr mit ſeiner Kohorte im
Hintergrunde, und auch ſie verſtand mich. Dann zogen ſie
davon. Schattenhaft und lautlos verſchwand einer nach
dem anderen im weitgeöffneten Schlunde der nächtlichen
Dunkelheit. Aber es wird ein Tag ſein, da ziehen ſie
mit Blumen geſchmückt, von Fahnen umflattert und mit
Jubel ohne Maßen begrüßt, in die Stadt am grünen
Pfälzerwald ein. Dann werde ich bei ihnen ſein und ſie
beneiden um den Empfang, der nur dem ſieggekrönten
Krieger blüht.
Der Fahrer meines Kraftwagens ſteht perſchlafen und
verfroren da, als ich endlich im Dorfe lande. Noch ſind
die Straßen menſchenleer, da kein Einwohner vor
Son=
nenaufgang ſie betreten darf. Und es iſt wie im Märchen
von der verwunſchenen Stadt. Die Schornſteine rauchen,
der Dorfbach plätſchert, die Hähne krähen und irgendwo
knarrt ein Fenſterladen. Aber die Menſchen bannt ein
Machtwort in die Finſternis. Ich mache meinen Ab=
ſchiedsbeſuch bei dem liebenswürdigen oberſten Gaſtgeber
dieſer Tage. Er geleitet mich mit ſeinen Offizieren noch
bis an den Ausgang des Dorfes. Aber plötzlich zerreißt
ein ſcharfer, heulender Ton die Morgenſtille und wenige
Schritte von uns entfernt ſchlägt praſſelnd eine Granate
in einen Gartenzaun, daß ſeine Splitter hoch über das
Dach der Weberei geſchleudert werden. Wieder liegt dicht
vor meinen Füßen ein Eiſenſplitter, nur einer von der
Länge eines Fingers, aber mit wohlausgezackten ſcharfen
Rändern. Und ich muß an den armen Teufel im Lazarett
von Rethel denken, dem ein ſolcher kleiner Splitter den
ganzen Oberſchenkel zerriß.
In raſender Fahrt geht es dann nach einem
noch=
maligen kurzen Aufenthalt im ſchönen Belval und am
vereiſten Skigelände der Eote noir vorüber Straßburg zu,
wo mich der wohldurchwärmte D=Zug aufnimmt.
Unter=
wegs gibt’s auf einmal einen heftigen Ruck durch den
ganzen Zug. Ein feindlicher Flieger hat ſechs Bomben
auf die Strecke geworfen und zwei Schienen
heraus=
geriſſen, weshalb wir auf ein Notgleiſe hinübergezogen
werden. So habe ich denn auf vielerlei Weiſe die
Weih=
nachts= und Neujahrsgrüße des Feindes zu ſpüren
be=
kommen, und fröhlich fahre ich ſchließlich in den
Frank=
furter Hauptbahnhof ein, wo das eben Erlebte faſt wie
ein wüſter Traum erſcheint. Wie ein Traum iſt es mir
dann auch, als ein Abgeordneter der Linken in
mein Abteil einſteigt, aber einer, der eben von
einem Liebesgabentransport zurückkommt und ganz
enthuſiasmiert von denen da draußen ſpricht. Es hat
Tage gegeben, da er uns nicht gefiel, ſo daß ich mich
dop=
pelt freue, ihn an einem Tage ſprechen zu hören, wo ſein
jetzt werde Italien aus ſeiner Inaktivität heraustreten,
wobei es aber immer durchgehalten hat. Wir ſagen nicht,
daß das immer der Fall ſein wird. Es können
Situatio=
nen eintreten, wo Italien ſelber ſeiner eigenen Handlung
nicht mehr frei iſt.
Wir wollen auch ſagen, was uns bei unſerer „
Zei=
tungsſchreiberei” wegleitend iſt: die Gemüter diesſeits
und jenſeits der Landesgrenze zu beruhigen und damit
dem Frieden zu dienen! Es iſt das in unſerem Lande be=
ſonders nötig, in das große, interventioniſtiſch geſinnte
italieniſche Blätter in ſchweren Mengen eingeführt und
fleißig, wenn auch oft mit ſehr gemiſchten Gefühlen
ge=
leſen werden. Wir hätten wahrlich mehr Freude, wenn
auch aus Rom ruhigere Stimmen ertönten, die einer
optimiſtiſcheren Anſchauung weitere Nahrung gäben, an=
ſtatt die Köpfe noch mehr zu erhitzen. Man kann ja an
vieles denken und wir tun das in der Schweiz auch; aber
wir ſprechen nicht zu laut davon und hüten uns, den
Teu=
fel an die Wand zu malen, denn dann kommt er.
Der Verkauf der „Dacha‟.
* London, 14. Jan. Die Times ſchreibt: Die
beabſichtigte Uebernahme des Dampfers „Dacia”, der
Hamburg=Amerika=Linie, der unter amerikaniſcher
Flagge fahren ſoll, wird in Schiffahrtskreiſen mit gro=
ßem Intereſſe verfolgt. Man glaubt, daß eine ſolche
Uebertragung als ein Präzedenzfall von
größ=
ter Wichtigkeit ſein würde. Es wird offen geſagt,
daß die Verbündeten die Uebertragung nicht anerkennen
ſollten, da ſie ungeſetzlich ſei. Die „Dacia” müßte, wenn
ſie zur See ginge, durch ein britiſches Kriegsſchiff be=
ſchlagnahmt werden. Seit die deutſchen Dampfer von den
Meeren verſchwanden, beeilten ſich die japaniſchen Geſell
ſchaften, die Gelegenheit wahrzunehmen. Die
Flott=
machung von deutſchen Schiffen würde daher unangenehm
empfunden werden. Die Schiffsbeſitzer hätten bereits die
Charterung von amerikaniſchen Schiffen, die Baumwolle
nach Bremen bringen ſollen, mit Erſtaunen verfolgt.
Während jedoch anerkannt wird, daß Gründe dafür be=
ſtehen, dieſen Handel zu erlauben, würde der Verkauf eines
deutſchen Dampfers an einen amerikaniſchen Beſitzer als
etwas ganz anderes und eine viel ernſtere Angelegenheit
betrachtet werden.
Kardinal Mercier.
* Amſterdam, 14. Jan. Der Telegraaf
ver=
nimmt aus Brüſſel, der päpſtliche Nuntius habe an
Kardinal Mercier geſchrieben und ihm angeraten,
künftighin die deutſchen Gefühle in ſeinen Hirtenbriefen
nicht wieder zu verletzen.
Präſident Doincaré
hat einen Abſtecher zur Front gemacht. Wenn er bei
ſol=
cher Gelegenheit durch Vorſpiegelung eigener
Siegeszu=
verſicht den Mut der Franzoſen zu beleben ſucht, wird
ihm das auch in Deutſchland niemand verübeln. Aber
er beſchränkte ſich darauf nicht, ſondern fügte noch hinzu:
Frankreichs Sieg werde eine Rache an Barbaren und
ein Triumph der lateiniſchen Raſſe ſein. Durch
dieſe Wendung hat er die deutſche Kritik herausgefordert
Nicht in dem Sinne, daß er flammende Entrüſtung gegen
ſich entfachte, jedoch inſofern, als er die deutſche
Spott=
luſt weckte. Denn was an ſeinen Worten vor allem
auf=
fällt, iſt die Beſcheidenheit, die Beſiegung Deutſchlands
— die mit jedem Tage in eine nebelhaftere Ferne ver=
ſchwindet — als einen Sieg der lateiniſchen Raſſe zu
be=
zeichnen. Ein Frankreich, das mit dem ſlawiſchen
Ruß=
land, dem germaniſchen Großbritannien, dem zur Hälfte
germaniſchen Belgien im Bunde ſteht, ſowie Turkos,
Se=
negalneger, Indier uſw. als Kriegskameraden ehren muß,
macht ſich ſelbſt vor ſeinen Mitkämpfern lächerlich, indem
es die erſehnte Beſiegung Deutſchlands als Triumph der
lateiniſchen Raſſe bezeichnet. Vermutlich hat Herr Poin=
caré inſtinktiv empfunden, wie ungewohnt in galliſchem
Munde eine Beſcheidenheit wirkt, die Slawen, Germanen,
Neger und Inder der lateiniſchen Raſſe einreiht und
des=
halb den gehaßten Deutſchen als „Barbaren” eins
aus=
gewiſcht. Der Präſident ahnt gar nicht, daß er damit die
plebejiſche Natur der Machthaber des heutigen
Frankreich ins hellſte Licht ſetzte. Wenn ſchon das
Ober=
haupt der Republik ſo mit grotesken
Ehrabſchneide=
reien arbeitet, was bleibt dann ſeinen miniſteriellen
Handlangern, den Viviani, Delcaſſé uſw. noch übrig?
Armes Frankreich!
Die Mängel des franzöſiſchen Sanitätsweſens.
* Berlin, 13. Jan. Aus dem Bericht, den der
be=
kannte Chirurg Doyen den Mitgliedern des franzö=
ſiſchen Parlaments geſandt hat, in dem die
ſchwe=
ren Mängel des Sanitätsdienſtes nachgewieſen werden,
wird in dem Eelair ein Teil veröffentlicht. Die Guerre
Sociale bezeichnet Doyens Bericht als wichtige
Enthül=
lungen. Dieſes Blatt führt eine Stelle aus der Denkſchrift
en, wonach die große Sterblichkeit unter den franzöſiſchen
Verwundeten in den erſten Kriegsmonaten auf einen
Irr=
tum zurückzuführen ſei, der ſich in einem Rundſchreiben
an die franzöſiſchen Aerzte im Auguſt 1914 befunden habe.
Das Unterlaſſen rechtzeitiger Reinigung der Wunden habe
viele Todesfälle verurſacht.
Die Naturaliſierung in Frankreich.
* Lyon, 14. Jan. Dem Nouvelliſte wird aus Paris
gemeldet, daß das Dekret über die
Nichtigkeitser=
klärung der Naturaliſierungen, das der
Kam=
mer unterbreitet werden wird, beſtimmt, daß die
Natu=
raliſation durch Beſchluß des Staatsrates aberkannt
wer=
den kann, wenn 1. der Naturaliſierte die fremde
Staats=
angehörigkeit beibehielt, während er die neue erwarb, 2.
gegen Frankreich Waffendienſte kat, 3. anläßlich eines
Krieges mit Frankreich dem fremden Lande Dienſte lei=
ſtete, 4. im Kriegsfall Frankreich verließ, um ſich ſeiner
Militärpflicht zu entziehen. Die Nichtigkeitserklärung der
Naturaliſation, die perſönlich iſt, kann gegebenenfalls auch
auf die Frau und Kinder ausgedehnt werden.
Die politiſche Zenfur in Frankreich.
* Lyon, 14. Jan. Dem Progrss wird aus Paris
gedrahtet: Die Kammergruppe der Sozialiſten hat einen
Beſchlußantrag angenommen, in welchem ſie gegen die
adminiſtrative Zenſur politiſcher
Nach=
richten Stellung nimmt und die Regierung auffordert,
der Preſſe möglichſt viele amtliche Nachrichten über
Er=
eigniſſe und Fragen zu übermitteln, die die Preſſe und
das Publikum lebhaft intereſſierten. Die
interparlamen=
tariſche Journaliſtengruppe des Senats und der Kammer
hat einſtimmig eine Erklärung angenommen, durch welche
die Regierung aufgefordert wird, die ungeſetzliche
admi=
niſtrative politiſche Zenſur abzuſchaffen. Die Gruppe
er=
nannte eine Abordnung die mit dem Miniſterpräſidenten
Viviani in Unterhandlungen treten ſoll.
Das Ausfuhrverbot für Kriegsmaterial in
Schweden.
* Stockholm, 14. Jan. Stockholms Dagbladet
meldet, daß das Ausfuhrverbot für
Kriegs=
material, das ſeit dem Beginn des Krieges beſteht,
jetzt durch die Verordnung der Regierung in Zukunft auch
für diejenigen Waren gelten ſoll, die mit den ſtändigen
Auslandlinien befördert und bei der Durchfuhr zu
unmit=
telbarer Tranſitverſendung nach dem Auslande bezeichnet
worden ſind, oder deren endgültige Beſtimmung nach dem
Auslande aus den beigefügten Papieren oder auf andere
Weiſe hervorgeht. Die Zeitung begrüßt mit großer Be=
friedigung die Maßnahme, die für die ſchwediſche
Politik der Neutralität im Hinblick auf den
Tranſitverkehr nach Rußland via Karungi und Tornea
eine beſondere Bedeutung habe. Auch die übrigen
Zeitun=
gen erklären das Tranſitverbot für Kriegsmaterial als
eine natürliche Folge der Neutralitätspolitik. Svenska
Dagbladet ſagt: Die Maßnahme iſt nicht gegen eine be=
ſtimmte Macht gerichtet. Schweden kann nur nicht
geſtat=
ten, daß ſeine Häfen zum Verkehrsmittel im Dienſte von
kriegführenden Mächten gebraucht werden. — Stockholms
Tidningen führt aus: Mit dieſem Verbot iſt die völlig
loyale Neutralität, die Schweden immer zu beachten
be=
müht war, noch ſtärker hervorgehoben und man dürfte
an=
nehmen, daß das früher hie und da hervorgetretene
Miß=
trauen ganz verſchwinden werde.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 16. Januar
* In den Ruheſtand verſetzt wurden der
Bahn=
wärter Balthaſar Spiehl in Sickenhofen, der Weichen=
ſteller Franz Breitwieſer in Ober=Ramſtadt und der
Schaffner Ludwig Euler in Gießen, ſämtlich in
der Heſſiſch=Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft, vom
1. Februar 1915.
* Kriegsauszeichnungen. Mit dem Eiſernen Kreuz=
1. Klaſſe wurden im 18. Armeekorps ausgezeichnet: Major
und Batls.=Komm. Soldan (Inf.=Regt. 168), Hptm.
Leß=
ner (Reſ.=Inf.=Regt. 116), Hptm. v. Goetze (Reſ.=Inf. Regt.
116), Hptm. Goevel (Reſ.=Inf.=Regt. 116), Hptm. Moeſer
(Reſ.=Inf.=Regt. 118), Hptm. Vogt (Reſ.=Inf.=Regt. 118),
Hptm. Domiglaff (Inf.=Regt. 168), Lt. Weiß (Inf.=Regt.
168), Off.=Stellv. Pfänder (Reſ.=Inf.=Regt. 118).
Im Dezember erhielt das Eiſerne Kreuz 2. Klaſſe bet
den Kämpfen im Weſten der Major und
Artilleriekomman=
deur im Rhein. Fußart.=Regt. Nr. 8 (Metz) Weiß
aus Darmſtadt.
Zur 17. Sitzung der Stadtverordneten=
Verſamm=
lung am Donnerstag, den 21. Januar, nachmittags 3½
Uhr, iſt folgende Tagesordnung aufgeſtellt: 1. Mitteilungen.
2. Vortrag des Oberbürgermeiſters über den Stand der
Gemeindeangelegenheiten am Schluſſe des Jahres 1914.
3. Geſuch um Befreiung von der Beſtimmung in § 32 Ab=
ſatz 6 der Baupolizeiordnung für Wingertsgäßchen 5.
4. Geſuch um Erlaubnis zur Belaſſung zweier Fenſter in
der Brandmauer des Hauſes Blumenthalſtraße 37. 5. Ge=
ſuch der Militärverwaltung um Geſtattung einer
Aus=
nahme von der Beſtimmung in § 5 des Ortsbauſtatuts
für die Errichtung eines Erweiterungsbaues für das
Wagenhaus 6 des Traindepots auf dem Exerzierplatz.
6. Herſtellung eines Backofens in der Hofreite Luiſen=
ſtraße 16. 7. Einführung der Gasbeleuchtung im Städti=
ſchen Armenhaus. 8. Die Unterhaltung des Kranken=
Kraftwagens. 9. Voranſchläge des Realgymnaſiums und
der Ludwigs=Oberrealſchule für 1915. 10. Voranſchläge
der Sparkaſſe und der Pfennigſparkaſſe für 1915. 11. Her=
ſtellung der Eſchollbrücker Straße zwiſchen dem alten
Bahngelände und dem Groß=Gerauer Weg. 12. Erlaf
einer Polizeiverordnung zu der Friedhofsordnung des
Waldfriedhofs.
Großh. Hoftheater. Am Sonntag wird Halévys
große Oper „Die Jüdin‟, die vor kurzem neu einſtudiert
und neu inſzeniert mit großem Erfolge wieder in den
Spielplan aufgenommen wurde, auf C 19 wiederholt.
Es gelten die kleinen Preiſe. Für Montag, den 18., iſt
„Der Feldprediger”, als Vorſtellung für die Garniſon
angeſetzt. — Schillerzyklus im Hoftheater. Donnerstag,
den 21. Januar, beginnt mit einer Neueinſtudierung der
„Räuber” ein Schillerzyklus. Im Verlaufe von ungefähr
ſechs Wochen werden ſämtliche abgeſchloſſenen Dramen
des Dichters in der Reihenfolge der Entſtehung zur
Aufführung gelangen. Auf dieſe im Abonnement
ſtatt=
findenden Vorſtellungen wird noch ein Extraabonnement
eröffnet, und zwar in drei Abteilungen, auf welche
einzeln abonniert werden kann und die ſich
folgender=
maßen zuſammenſtellen. Erſte Abteilung: „Die Räuber
(21. Januar), „Die Verſchwörung des Fiesco‟ (23. Januar)
„Kabale und Liebe‟ (26. Jan.), „Don Carlos‟ (29. Jan.).
Zweite Abteilung: „Wallenſtein”=Trilogie (2 Abende).
Dritte Abteilung: „Maria Stuart‟, „Die Jungfrau von
Orleans”, „Die Braut von Meſſina”, „Wilhelm Tell“.
Herz und Mund überfließt von dem Glücksgefühl, ein
Deutſcher zu ſein und ein Vertreter und Lehrer des
Vol=
kes dazu. Er hat keine Sorge wegen unſerer finanziellen
und wirtſchaftlichen Rüſtung und ich keine wegen Unſeren
da draußen. Und ſo klingen unſere gegenſeitigen
Mit=
teilungen wie zwei feingeſchliffene Gläſer aneinander und
es gibt einen guten Klang.
Dann iſt es mir, als wenn die Heimat, die teure, mich
auf einige Stunden ganz in ihren Bann gezogen hätte.
Strich nicht eben noch eine kleine Hand über mein Geſicht
und klang da nicht ein frohes Kinderlachen an mein Ohr?
Aber als ich erwachte, rief ſchon wieder ein Schaffner durch
die Stille der Nacht den Namen einer mitteldeutſchen
Station. Meterhoher Schnee deckte rings die Felder, und
als ich abermals die Augen auftat, brauſte der Zug über
die neue Kölner Rheinbrücke. Der gewaltigſte der deut=
ſchen Dome reckte ſeine Doppeltürme gegen den kalten,
klaren Morgenhimmel, und wenige Stunden ſpäter war
ich abermals in Feindesland — auf Belgiens
blutgetränk=
tem Boden. Lüttich, heute kaum noch beachtet, Löwen
eilte an den breiten Coupéfenſtern vorüber und im
Abend=
dämmern nahm mich das ſchöne, alte Brüſſel auf. Am
nächſten Morgen betrete ich bei Gent den Boden von
Flan=
dern und um die Mittagsſtunde empfängt mich das
zwitſchernde und ſchwatzende Geläut des Glockenſpiels auf
dem hohen Belfried von Brügge, der Stadt, wo ich
end=
lich Atem holen darf zu neuem Schauen und zu neuem Tun
Sanitätshunde auf dem Schlachtfelde.
* Die große Aktion, die der „Deutſche Verein für
Sa=
nitätshunde” zu Beginn dieſes Feldzuges einleitete, hat
gute Erfolge gezeitigt, Erfolge, von denen jeder ein
un=
erſetzliches, bei den vielen Verluſten doppelt wertvolles
Menſchenleben bedeutet. Und während ſchon ſeit längerer
Zeit im Weſten eine große Zahl Sanitätshunde arbeitet,
iſt nun auf Anregung des Generalfeldmarſchalls v.
Hin=
denburg, der dieſer neueſten Errungenſchaft der Kriegs=
ſanität ſofort vollſte Aufmerkſamkeit zuwandte, auch der
Oſten noch weit ausgiebiger mit Hunden verſehen worden.
Im ganzen ſind durch das Kriegsminiſterium nunmehr
gegen 1400 Sanitätshunde mit eigenen Führern
bei unſeren Truppen im Felde eingeſtellt. Jeder neue
Feldpoſtbrief, den ein Sanitätshundführer ſchreibt, bringt
den ſchlagenden Beweis für die Unentbehrlichkeit der
ſchö=
nen, klugen Tiere, die mit ihrem Spürſinn verwundete
Kämpfer vom martervollen Tode retten.
So ſchreiben die Führer R., H., L. und K. einer
Sani=
tätskompagnie:
„An dieſem Abend rückten wir um 7 Uhr aus zum
Schlachtfelde, wo wir ſchon ſehnſüchtig von unſeren ſchwer
daniederliegenden verwundeten Kameraden erwartet
wur=
den. Wir erfuhren, daß der Feind 3—4 Kilometer weit
zurückgeſchlagen worden ſei. Es war eine finſtere, düſtere
Nacht, dichter Nebel, da war Wald und Feld, Bäume lagen
auf den Straßen, in dem Walde lagen die: Bäume kreuz
und quer und Feuer bekamen wir von den Seiten. Jetzt
ging es los, um unſeren armen Kameraden zu helfen
„Revierenl ſuch verwundet!“ war unſer
Kom=
mando, und ſchon ſauſten die Hunde davon und wir ſchnell
dahinter her, damit ſie nicht zu lange bellen, denn wir
waren nicht weit von den feindlichen Stellungen entfernt.
Es dauerte nicht lange, als wir Gebell vernahmen.
Wir ſchnell, ſo ſchnell wie möglich vorwärts in der
Rich=
tung, aus welcher das Gebell kam. Da kamen uns ſchon
die Hunde entgegengelaufen. Wir ſchnell mit ihnen vor.
Da lag einer ſtöhnend und jammernd, ſeine Augen waren
auf den Hund und ſeinen Führer gerichtet, und rief: „Hilf
mir, lieber Kamerad! Gib mir doch bitte etwas zu
trin=
ken, denn ich habe furchtbaren Durſt!” Wir gaben dem
Armen Kaffee aus der Feldflaſche, den er gierig zu ſich
nahm. Sodann liefen wir davon und holten Träger,
da=
mit die Aufgefundenen ſchneller fortgeſchafft würden.
War der erſte fort, ſo hörte man ſchon wieder
bellen, und ſo ging es weiter, bis wir viele, viele
Ver=
wundete gefunden und das Schlachtfeld abgeſucht hatten.
Am Morgen des 7. November gingen wir dann mit unſeren
vierbeinigen Brüdern nach ſchwerer Arbeit und ſehr müde
zurück zu unſerem Lager, wo wir dann gleich in tiefen
Schlaf verfielen. Ja, Herr Polizeiinſpektor, man ſagte
wir ſollten uns die Verwundeten notieren, die wir
gefun=
den haben, aber das iſt ein Ding der Unmöglichkeit, denn
dazu iſt keine Zeit; hier heißt es arbeiten, und zwar ſo
ſchnell wie möglich. Rufen, ſprechen und Licht anzünden
dürfen wir nicht, auch die Hunde dürfen keine Schelle
tra=
gen, anderenfalls wir unter feindliches Feuer genommen
werden. 14 Verwundete, die von unſeren
Hunden gefunden wurden, wären niemals von den
Sanitätern gefunden worden, und ſie wären beſtimmt
ihrem Schickſal überlaſſen und hilflos liegengeblieben. Es
macht ſich keiner hiervon ein Bild. Wir, ſowie unſere
Hunde, ſind hier bei der Kompagnie gut gelitten. Die
Eng=
länder und Franzoſen liegen da wie geſät. Viele
Fran=
zoſen und Engländer ſind gefangen genommen worden.”
Sanitätshundführer B. von der Meldeſtelle Münſter
berichtet: „In der Nacht am 12. Dezember hat mein
„Stern” bei Rz. in Ruſſiſch=Polen ſeine Meiſterleiſtung
vollbracht. Vom Jägerbataillon . .. wurde ein Hund
an=
gefordert, da 3 Leute ſeit 24 Stunden vermißt waren. Wir
hatten alſo das Gefechtsfeld des vorherigen Tages abzu
ſuchen, und da dies vor der Schützenlinie der Ruſſen lag
konnte das nur im Dunkel der Nacht geſchehen. Mit dret
Bahren, 12 Leuten und einem Feldwebel zog ich abends
um ½7 Uhr los, das erſte Mal, daß ich vor unſerer
Schü=
tzenlinie arbeiten ſollte; ich hatte doch ein wenig Dampf
dabei. Sämtliche Leute haben wir mit „Stern” gefunden;
aber den ſchönſten Erfolg hatten wir, als wir zum zweiten
Male mit unſeren Bahren zurückgingen. Schon vorher
hatten wir 3 Leute vom. .. Infanterie=Regiment gefunden,
die hier ſeit 36 Stunden gelegen hatten. Auf dem
Rück=
wege nun war „Stern” eine ganze Zeit weg. Hinter Wild
geht er nicht mehr; ich hatte deshalb auch keine Angſt
Plötzlich in der Ferne ein ſcharfes Bellen. Der Feldwebel
und ich hin, und der Hund ſteht bei einem Verwundeten.
Es war der Unteroffizier F. T. vom Infanterie=
Regi=
ment Er hatte mit einem Schuß durch beide Ober=
ſchenkel drei volle Tage hilflos dort gelegen. Die Freude
dieſes Menſchen war ſo groß, daß er den Hund umarmt
und geküßt hat. Der Herr Major des Jägerbataillons
will dies dem Rittmeiſter unſerer Kompagnie perſönlich
melden.”
So kann man jeden Tag neue Erfolge unſerer
Hunde verzeichnen, deren Anzahl laut Verfügung des
Kriegsminiſters für jede Sanitätskompagnie nun von vier
auf acht erhöht werden ſoll, während gleichzeitig 250 Tiere
auf einmal nach dem Oſten abgehen. Die für die Hunde
gemachten Aufwendungen werden durch ihre ſegensreiche
Wirkſamkeit vollauf belohnt. Aber auch die pekuniären
Anſprüche an den Verein ſteigen unabläſſig. Da kann, da
muß jeder Beſitzende helfen! Denkt, es ſind vielleicht Sohn
und Bruder, die ſehnſüchtig auf den treuen Hund als
Retter warten! Gebt! Gebt, ſo viel ihr könnt. Die
Mili=
tärkanzlei des Großherzogs von Oldenburg, des
Protek=
tors des Deutſchen Vereins für Sanitätshunde, nimmt
Hans Hyan.
jede Gabe gern entgegen.
Die Extraabonnements=Preiſe für die erſte,
beziehungs=
weiſe dritte Abteilung ſind: Sperrſitz 10,40 Mk., Parterre
7,60 Mk. I. Rang 12,40 Mk., II. Rang 6,40 Mk. uſw.
Die Extraabonnements=Preiſe für die zweite Abteilung
betragen die Hälfte der obengenannten Preiſe. Die
Karten für die erſte Abteilung werden am Montag,
den 18. Januar, nachmittags von 3½— 5 Uhr, ſowie an
den darauffolgenden Tagen, vormittags, zu den
üb=
lichen Kaſſenſtunden, bis einſchließlich Mittwoch, den
20. Januar, an der Tageskaſſe des Hoftheaters
ab=
gegeben. An den betreffenden Vorſtellungstagen werder
Karten nur zu Tageskaſſenpreiſen verkauft
Oberlandesgerichtsrat Wagner †. Am 13. Januar
I. Js. verſchied nach längerem Leiden
Oberlandesgerichts=
rat Wagner zu Darmſtadt. Nachdem er im Frühjahr
1879 die Staatsprüfung zurückgelegt, war er bis zu ſeiner
Anſtellung beſchäftigt beim Amtsgericht Darmſtadt II.,
uls Vertreter des Amtsanwalts in Groß=Umſtadt, al=
Amtsanwalt in Alzey und Friedberg und als
Hilfs=
richter in Groß=Umſtadt. Am 25. Januar 1888 wurde
er Amtsrichter in Lorſch, am 14. März 1894 Amtsrichter
beim Amtsgericht Darmſtadt I, in welcher Stellung er
mehrmals als Hilfsrichter am Landgericht zu Darmſtadt
verwendet wurde. Seit 7. Mai 1902 war er
Land=
gerichtsrat am Landgericht zu Darmſtadt und wurde
als ſolcher mehrmals beim Oberlandesgericht verwandt
Am 1. April 1905 erfolgte ſeine Ernennung zum
Ober=
landesgerichtsrat. An Auszeichnungen wurden ihm das
Ritterkreuz 1. Klaſſe und das Ehrenkreuz des
Philipps=
ordens verliehen. — Ausgerüſtet in reichem Maße mit
den für den Richterberuf erforderlichen Eigenſchaften,
hat er in dieſem Berufe lange Jahre ſegensreich gewirkt.
Treue Erfüllung ſeiner Pflichten war ihm
Lebensauf=
gabe bis zur letzten Stunde ſeines Wirkens; als im
Sommer vorigen Jahres ihn die Krankheit heimſuchte,
der er nun erlegen iſt, harrte er pflichttreu im Dienſte
aus bis ans Ende ſeiner Kraft. Sein lauterer Charakten
und ſeine trefflichen kollegialen Eigenſchaften erwarben
ihm allſeitige Hochſchätzung und Zuneigung. Sein
An=
denken wird in Ehren fortleben.
Im Silberkranz. Am Montag, den 18. Januar,
feiern die Eheleute Adam Sattler, Schuhmacher, und
Frau, geb. Feuerbach, Stiftſtraße 77, das Feſt der
Silber=
nen Hochzeit.
Darmſtadts Induſtrie, Handel und Gewerbe
Das unter dieſem Titel von Oberbürgermeiſter Dr
Gläſſing herausgegebene Heft, das in überſichtlicher
Zuſammenſtellung das Weſen, die Aufgabe und die
Wirkung der kommerziellen Inſtitute Darmſtadts, die
ſozialpolitiſchen Einrichtungen und die Bedeutung des
Induſtrie= und Gewerbeſtandes für die Ausfuhr nach
dem Ausland darſtellt, iſt in A. Bergſtraeßers
Hof=
buchhandlung erſchienen und von allen Buchhandlungen
zu beziehen. Preis 60 Pfennige.
* Der erſte Schmetterling von 1915. Geſtern fand das
Unteroffizier=Korps der 2. Kompagnie des Erſatz=Land=
ſturm=Bataillons II. Darmſtadt im Walde einen eben
entwickelten Zitronenfalter in der Rinde eines Baumes
Das Tierchen, das man uns auf die Redaktion brachte,
iſt trotz der niedrigen Temperatur recht munter.
Verwertung der Küchenabfälle.
Wie uns mitgeteilt wird, ſind die erforderlichen
Schritte von den zuſtändigen Behörden bereits eingeleitet
worden, um eine ſachgemäße Verwertung der
Küchenabfälle aus den ſtädtiſchen
Haus=
haltungen auch in der Stadt Darmſtadt durchzuführen.
Das Kreisamt hat im Dezember durch die
Bürgermeiſte=
reien der Landgemeinden Erkundigungen darüber
eingezo=
gen, welche Landwirte in der Umgegend die Küchenabfälle
zu übernehmen gedenken. Die Stadtverwaltung Darm=
ſtadt hat ihrerſeits bei verſchiedenen Städten in
Deutſch=
land, in denen die Verwertung der Küchenabfälle bereits
durchgeführt iſt, Erkundigungen über die zweckmäßigſte
Art der Sammlung und Verwertung angeſtellt. Am 12
Januar fand unter dem Vorſitze des Herrn
Provinzial=
direktors Fey die Beratung einer Kommiſſion ſtatt, der
u. a. Herr Beigeordneter Ekert als Vertreter des
Ober=
bürgermeiſters, ferner der Vorſitzende des
Landwirtſchafts=
kammerausſchuſſes, Herr Oekonomierat Fritſch, ſowie die
Herren Oekonomierat Haug, Baurat Keller, Medizinalrat
Dr. Gros, Regierungsrat Gennes, Veterinärrat
Weins=
heimer anwohnten.
Die Stadt Darmſtadt, der die Meldungen für
Abnahme von Küchenabfällen mitgeteilt wurden, will nun
in einem Bezirke die Verwertung alsbald durchführen. Es
ſollen zunächſt nur geſammelt werden rohe und gekochte
Kartoffelreſte und Kartoffelſchalen, rohe Gemüſe= und
Salatabfälle und Brotreſte. Von der Sammlung von
Knochen und ſonſtigem Spülicht ſoll vorerſt noch abgeſehen
werden, da dieſe Abfälle leicht verderben und für das Vieh
ſchädlich werden. Doch ſoll auch die Verwertung dieſer
Abfälle in Bälde erfolgen, wenn das Abholen ſo geregelt
iſt, daß es öfters in der Woche und raſch ſtattfinden kann.
Das Abholen der Küchenabfälle durch die Landwirte
be=
reitet inſofern noch Schwierigkeiten, als es in den Orten
vielfach an Pferdefuhrwerk hierfür fehlt. Die aus den
Land=
gemeinden vorliegenden Meldungen zur Abnahme der
Küchenabfälle ſind noch nicht ſehr zahlreich und genügen
nicht, um die Abfälle aus der ganzen Stadt zu verwerten.
Es wird deshalb am Mittwoch, den 20. ds. Mts., eine
Verſammlung des Bezirksausſchuſſes der
Landwirte unter dem Vorſitz des Herrn Oekonomierat
Fritſch ſtattfinden, um die Landwirte auf die Wichtigkeit
dieſer Sache aufmerkſam zu machen und weitere
Abneh=
mer für die Küchenabfälle zu gewinnen.
Bei den Beratungen der Kommiſſion wurde auch die
Frage der Errichtung einer ſtädtiſchen Anſtalt zur
Trock=
nung der geſammelten Küchenabfälle und
deren Verwertung in getrocknetem Zuſtande eingehend er=
örtert. Die Frage iſt noch nicht abgeſchloſſen, man war
aber der Anſicht, daß die Errichtung einer ſolchen An=
ſtalt, die längere Zeit in Anſpruch nehmen würde, die
als=
baldige Sammlung und Verwertung der Abfälle nicht
auf=
halten dürfe. Auch wurde erwähnt, daß die Stadt die
Errichtung einer eigenen Schweinemäſterei zur
Verfütte=
rung der Abfälle in Erwägung gezogen habe, doch be=
ſtänden Zweifel, ob die Stadt nicht bedeutende Zuſchüſſe
zu einem derartigen Unternehmen leiſten müſſe.
Feldpoſtbriefe nach dem Feldheer im Gewicht
über 250 bis 500 Gramm
werden für die Zeit vom 1. bis einſchließlich 7. Februar
von neuem zugelaſſen. Die Gebühr beträgt 20 Pfg.
Die Sendungen müſſen dauerhaft verpackt ſein. Nur
ſehr ſtarke Pappkaſten, feſtes Packpapier oder dauerhafte
Leinwand ſind zu verwenden. Für die Wahl des
Ver=
packungsſtoffes iſt die Natur des Inhalts maßgebend;
zer=
brechliche Gegenſtände ſind nach Umhüllung mit Papier
oder Leinwand ausſchließlich in ſtarke Schachteln oder
Kaſten zu verpacken. Die Päckchen, auch die mit Klam
merverſchluß verſehenen, müſſen allgemein mit
dauerhaf=
tem Bindfaden feſt umſchnürt werden, bei Sendungen von
größerer Ausdehnung in mehrfacher Kreuzung. Die
Aufſchriften ſind auf die Sendungen niederzuſchreiben
oder unbedingt haltbar auf ihnen zu befeſtigen und müſſen
deutlich und richtig ſein.
Außer kleinen Bekleidungs= und
Gebrauchsgegenſtän=
den ſind auch Lebens= und Genußmittel zuläſſig, aber nur
ſo weit, als ſie ſich zur Beförderung mit der Feldpoſt
eig=
nen. Ausgeſchloſſen ſind leicht verderbliche Waren, wie
z. B. friſches Obſt, friſche Wurſt; ferner feuergefährliche
Gegenſtände, wie Patronen, Streichhölzer und
Taſchen=
euerzeuge mit Benzinfüllung. Päckchen mit Flüſſigkeiten
ſind nur zugelaſſen, wenn die Flüſſigkeiten in einem
ſtar=
ken, ſicher verſchloſſenen Behälter enthalten und dieſer in
einen durchlochten Holzblock oder in eine Hülle aus ſtarker
Pappe feſt verpackt iſt, und ſämtliche Zwiſchenräume mit
Baumwolle, Sägeſpänen oder einem ſchwammigen Stoff ſo
angefüllt ſind, daß beim Schadhaftwerden des Behälters
die Flüſſigkeit aufgeſaugt wird.
Sendungen, die den vorſtehenden Beſtimmungen nicht
entſprechen, werden von den Poſtanſtalten unweigerlich
zurückgewieſen.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
Reſidenz=Theater am Weißen Turm. Ab
heute kommt das dramatiſche Schauſpiel in 3 Akten
„Dunkle Wege” mit den bekannten Schauſpielern Julius
Strobl und Richard Waldemar zur Vorführung. Mit
ungeheurer Realiſtik zeigt ſich hier die Lebensgeſchichte
eines Abenteurers. Mit einer fabelhaften
Geſtaltungs=
kraft ſind dramatiſche Momente geſchaffen worden, die
das Publikum fortreißen. Sind es die intereſſanten
Augenblicke oder die ſchweren Schickſalsſchläge des
Hel=
den, die fieberhaft im Banne halten, oder die packenden
Bilder von einer nie geahnten Natürlichkeit? Ein
weite=
rer Schlager „In eigener Sache” iſt der Roman eines
Detektivs in 2 Akten. Die „Dokumente zum
Welt=
krieg” ſind dieſes Mal beſonders intereſſant und ſehen
wir unſere braven Bayern beim Vorgehen im Sturm
und Beſetzung eines feindlichen Schützengrabens. Um
Zweifler zu überzeugen, wird darauf aufmerkſam gemacht
daß alle Aufnahmen, welche in den Kriegsdokumenten zur
Vorführung gelangen, unbedingt Originalaufnahmen ſind.
Kleinere Humoresken und Naturaufnahmen
vervollſtändi=
gen den Spielplan. (S. Anz.)
Pfungſtadt, 15. Jan. (Begrüßungswerter
Beſchluß.) In unſerer großen Gemarkung gibt es
noch gar manches Stück Land, das man ſeither
unbe=
wirtſchaftet liegen ließ, oder nur der Aufforſtung mit
Kiefern für wert hielt. Die Gemeindeverwaltung will
hierin Wandel ſchaffen und den Privaten mit gutem
Beiſpiele vorangehen. Sie beſchloß in ihrer bletzten
Sitzung, eine etwa 15 Morgen umfaſſende Fläche, die
ſeither als Waldgelände eingetragen war, umroden
und mit Kartoffeln bebauen zu laſſen.
Für einen Teil des Schilfrohrs auf dem
gemein=
heitlichen Torfgelände wurden bei der Verſteigerung
ungenügende Preiſe trotz guter Ernte geboten.
Deshalb will die Gemeinde die betreffenden Losſtücke
ſelbſt einer ten laſſen.
Mainz, 15. Jan. (Alles Goldmußzur
Reichs=
bank.) Mainzer Kinematographentheater machen
be=
kannt, daß ſie für die Folge an jeden Beſucher, welcher
ein 10=oder 20=Markſtück an die Kaſſe bringt, einen
Kaſſenſchein, ſowie ein Freibillett aushändigen.
Mainz, 15. Jan. (Zu dem Mord am
Linſen=
berg.) Das Netz zieht ſich trotz dem hartnäckigen
Leug=
nen des inhaftierten Lampe immer enger um ihn
zuſam=
men. So wurde durch einen Bretzenheimer Einwohner
feſtgeſtellt, daß nicht, wie irrtümlich berichtet, der
Ermor=
dete nur bis 9,40 Uhr, ſondern bis 10,10 Uhr in der Wirt=
ſchaft von Funk auf dem Aliceplatz ſaß. Der Zeuge
be=
kundete auch, daß Kätzner und Lampe
beiſam=
men ſaßen und ſich ſtritten, ſo daß der Zeuge zur An=
ſicht kam, es würde zwiſchen den beiden zu einer
Schlä=
gerei kommen. Weiter wurde feſtgeſtellt, daß der
Ermor=
dete beim eiligen Verlaſſen der Wirtſchaft ſeinen Regen=
ſchirm ſtehen ließ. Lampe nahm den Schirm an ſich
und verließ ebenfalls kurz nach dem K. das Lokal.
Be=
kanntlich wurde der Schirm neben der Leiche gefunden.
Lampe beſtreitet trotz alledem, in der Wirtſchaft geweſen
zu ſein; er könne deshalb auch nicht den Schirm des K.
mitgenommen haben. Bei allen früheren Anklagen gegen
den Lampe leugnete er ſtets, trotz einwandfreier
Ueber=
führungen. Die ſämtlichen Kleidungsſtücke des Lampe
wurden an den Gerichtschemiker Dr. Popp nach
Frank=
furt zur Unterſuchung geſandt. Trotz der vorhandenen
ſchwerwiegenden Indizien und Beweiſe geht die Unter=
ſuchung auch nach einer anderen Richtung weiter. Der
verdächtige Georg Lampe iſt 1878 in Gau=Bickelheim
ge=
boren und wohnt ſeit Jahren in Bretzenheim. Er hatte
öfters Streit mit Kätzner. — (Schwere
Verwun=
dung.) In einem Hauſe der Auguſtinerſtraße ſpielte
geſtern der Lehrling Erwin Fleiſchmann aus
Koſt=
heim mit ſcharfen Patronen. Plötzlich ging eine
der Patronen los, die Kugel drang dem Fl. in den Kopf.
Der Schwerverletzte wurde von der Sanitätswache ins
Krankenhaus gebracht. Jedenfalls iſt das eine Auge
ver=
loren.
Nackenheim, 15. Jan. (Verunglückt.) Beim
Ran=
gieren im Mainzer Hauptbahnhof geriet vorgeſtern abend
der Rangierer Chriſtian Geiberger von hier mit dem
rechten Fuß unter einen Wagen und wurde überfahren
Die Mainzer Sanitätswache brachte den Verunglückten
ins dortige Städtiſche Krankenhaus. Der Fuß muß
amputiert werden.
G. K. Bad Nauheim, 14. Jan. (Vom
Kur=
betrieb.) Frau von Beneckendorff=
Hinden=
burg, eine nahe Verwandte des Generalfeldmarſchalls,
weilt ſeit einiger Zeit hier. Sie iſt ſchon ſeit Jahren
ein ſtändiger Gaſt unſeres Bades und benutzt jetzt die
ruhigere Winterszeit, um ihre Kur vom letzten Sommer
zu wiederholen. Unter den vielen hier anweſenden
Militärs befinden ſich verſchiedene hohe Offiziere. Täglich
kommen neue Gäſte an. Die Bäder des ſtaatlichen
Bade=
hauſes, das den ganzen Winter über offen bleibt, werden
außerordentlich ſtark in Anſpruch genommen, ebenſo das
medico=mechaniſche Zander=Inſtitut. Als beſonders
wert=
voll bei der Behandlung von Kriegsverletzungen und von
Herzſchädiaungen durch die Anſtrengungen des Feldzugs
erweiſt ſich das neu gegründete ſtaatliche
mediziniſch=
diagnoſtiſche Inſtitut (Leiter Profeſſor Dr. Weber), in
dem Röntgendurchleuchtungen, Pulsunterſuchungen und
lektrokardiogramme für Kriegsteilnehmer koſtenlos
aus=
geführt werden. Durch die Röntgenkontrolle vor und
nach der Badekur konnte bereits bei ſehr zahlreichen
Kriegsteilnehmern der günſtige Erfolg der Bad
Nau=
heimer Bäder einwandfrei feſtgeſtellt werden.
„La Thilorière” oder der Einfall in England. Ben
Akibas Ausſpruch, daß es nichts Neues unter der Sonne
gibt, bewahrheitet ſich auch in dem Plan eines Einfalles
in England mit Hilfe von Luftſchiffen, vor dem heute
Großbritannien zittert. Derartige Gedanken ſind auch
ſchon vor hundert Jahren gegen die meerumgürtete Inſel
geſchmiedet worden, nur daß damals nicht wie heute im
Lenkluftſchiff eine ſehr ernſthafte Grundlage für die
Ver=
wirklichung ſolcher Gedanken gegehen war, ſondern daß
Hirngeſpinſte auftauchten, die aus der Begeiſterung für
den damals mode gewordenen Luftballon geboren wurden.
Immerhin iſt der Gedanke ſo merkwürdig und bietet eine
ſo ſchlagende Parallele zu heutigen Ideen, daß auf ein
intereſſantes Dokument der damaligen „engliſchen Inva=
ſionsgefahr” hingewieſen ſei. Im Jahre 1804 erregte eine
vielverbreitete Zeichnung großes Aufſehen, die die Unter=
ſchrift „La Thilorière oder der Einfall in England” führte.
Das Bild, das ſich in Paul Lacroir’ Werk über das
Di=
rektorium, Konſulat und Kaiſerreich abgebildet findet, zeigt
mehrere Luftballons, die im großen und ganzen die Form
der Erfindung Mongolfieres bezeigen. Die Ballons haben
Ellipſengeſtalt und ſind mit gekreuzten und bebänderten
Lorbeerzweigen ſchön dekoriert; der Ballon trägt eine Art
Trichter, an den ſich eine rund herumgehende Plattform
anſchließt, und auf dieſer Plattform ſieht man nun eine
dichtgedrängte wimmelnde Menge von Soldaten, kühne
Reiter hoch zu Roß, ganze Bataillone mit flatternden
Fah=
nen uſw. Die Mongolfieren ſchweben über dem Kanal:
ſie ſind bereits ein beträchtliches Stück von den Ufern der
franzöſiſchen Küſte entfernt, und nicht allzu weit winken die
engliſchen Küſten, die ihr Ziel ſind. Eine nähere
Erläu=
terung der Zeichnung gibt an, daß dieſe „Thilorière” das
geeignetſte Mittel für Napoleon wäre, um endlich den
ver=
haßten Engländern auf den Leib zu rücken; jeder dieſer
Luftballons ſei für 300000 Franes herzuſtellen und könne
ſage und ſchreibe 3000 Mann befördern. Mit
verhältnis=
mäßig geringen Koſten werde man alſo imſtande ſein, eir
ſtarkes Heer nach dem trotzigen Albion zu bringen. Man
hatte ja damals bereits wirklich den Ballon in der
Krieg=
führung zu verwenden angefangen, und dieſer überkühne
Plan iſt ein neuer Beweis für die unbegrenzten Möglich
keiten, die man vor hundert Jahren an das erſte gelungene
Aufſteigen von Luftballons knüpfte.
* Das Heldenviertel in Berlin=Lankwitz.
Generalfeld=
marſchall v. Hindenburg hat der Gemeinde Berlin=Lankwitz
für die ihm zuteil gewordene Ehrung, eine Straße an der
neuerrichteten Gardetrain=Kaſerne nach ſeinem Namen zu
benennen, ſchriftlich gedankt und dabei zum Ausdruck
ge=
bracht, daß er darin nicht nur eine Ehrung ſeiner Perſon,
ſondern auch der ihm anvertrauten Armeen, in deren
Reihen die braven Märker mit Auszeichnung fechten,
er=
blickt. Er verbindet damit den herzlichen Wunſch, daß der
Gemeinde nach ehrenvollem Frieden ferneres Blühen und
Gedeihen beſchieden ſein möge. Ferner haben, wie bereits
Generaloberſt v. Emmich, ſo auch kürzlich Generaloberſt
v. Kluck und Generalleutnant v. Ludendorff für die ihner
durch die Taufe einiger neuer Straßen im „Heldenviertel”
nach ihren Namen zuteil gewordenen Ehrungen in glück
wünſchenden Schreiben ihren herzlichen Dank der
Ge=
meindeverwaltung mitgeteilt. Lankwitz war bekanntlich
die erſte Vorortsgemeinde, die neu angelegte Straßen nach
den berühmten Heerführern im gegenwärtigen Kriege
be=
eichnete.
* Der ruſſiſche Kalender. Wie in den meiſten Dingen,
ſind die Ruſſen auch in ihrem Kalender rückſtändig.
Sie haben ſich der vom Papſt Gregor XIII. im Jahre 158
geſchaffenen Kalenderreform nicht angeſchloſſen, ſondern der
von C. J. Caeſar im Jahre 46 v. Chr. eingeführten
Ka=
lender beibehalten, und ſind bekanntlich eine Reihe von
Tagen hinter unſerer Zeit zurück. Denn da der Julianiſche
Kalender die Zeit, welche die Erde mehr als 365 Tage zu
hrer Umdrehung um die Sonne gebraucht (5 Stunden,
48 Minuten und 45 Sekunden) nicht genau berechnet, ein
Fehler, den der Gregorianiſche Kalender dadurch, daß er
den Schalttag (29. Februar) alle hundert Jahre einmal
ausfallen und nur alle vierhundert Jahre wiederkehren
äßt, beſeitigt hat, kommen die Ruſſen immer weiter hinter
uns zurück. Im Jahre 1582 betrug der Unterſchied ſchon
9 Tage, darum ließ man damals 10 Tage ausfallen und
ſchrieb nach dem 4. gleich den 15. Oktober. Der Abſtand
vergrößerte ſich in jedem Jahrhundert um einen Tag, ſc
daß er gegenwärtig 13 Tage beträgt. Die Ruſſen feierten
alſo am 14. Januar Neujahr.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 15. Jan. (Feuer.) In
Brandenburg a. d. Havel brach geſtern nachmittag in einem
Arbeitsſchuppen des Artilleriedepots durch bisher nicht
aufgeklärte Urſache Feuer aus, das auf ſeinen Herk
beſchränkt werden konnte. Infolge einiger während des
Feuers erfolgter Exploſionen trug eine Anzahl von
Ar=
beitern mehr oder weniger ſchwere Verletzungen davon.
Der durch das Feuer verurſachte Materialſchaden iſt
un=
bedeutend.
Troyes, 15. Jan. (Die Seine ſteigt ſchnell)
und iſt bereits an verſchiedenen Stellen über die Ufer
ge=
treten.
Handel und Verkehr.
* Berlin, 15. Jan. Börſenſtimmungsbild.
Dank günſtigen Berichten von den Kriegsſchauplätzen und
dem flüſſigen Geldſtand hielt im freien Privatverkehr die
Hauffeſtimmung an und führte für die bekannten
Spezial=
werte, deren Kreis ſich durch Hinzutritt neuer Papiere
täglich etwas erweitert, zu weiteren Kursſteigerungen.
Am Rentenmarkt war das Ergebnis des Tages, daß die
Kriegsanleihe unter lebhaften Hurra=Rufen den Pariſtank
erreichte und ihn bei regen Umſätzen behaupten konnte.
Kriegsſchatzanweiſungen hielten ſich ½ Prozent darunter.
Auch für andere heimiſche Rentenwerte beſtand Kaufluſt,
ebenſo zu Arbitragezwecken wiederum für Japaner,
ſo=
wie für Ruſſen und ruſſiſche Bankaktien. Tägliches Geld
2½ Prozent, Privatdiskont 4 Prozent; bei beiden auch
darunter anzukommen.
Landwirtſchaftliches.
Frankfurt a. M., 14. Jan. (
Viehhofmarkt=
bericht.) Auftrieb: 136 Rinder (10 Ochſen, 126 Kühe),
851 Kälber, 316 Schafe, 1256 Schweine. Preiſe per 50 Kilo
Lebendgewicht, Schlachtgewicht, in Mark: Kälber:
a) 54—58 (90—96), b) 45—50 (75—83), c) 40-44 (68—75);
Schafe: a) 44 (94—96), b) 36—38 (85—90); Schweine:
a) 65-67,50 (83—85), h) 64—66 (80—82), c) und d) 66 bis
67,50 (83—85). Marktverlauf: Kälber flau, Schafe rege
(geräumt), Schweine gedrückt, Ueberſtand.
Stimmen aus dem Publikum.
ür die Beröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Rebaktlon
Einerlei Berantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in voklem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Wobekommt man K=Brot?
In verſchiedenen Bäckereien habe ich vergebens nach
K=Brot gefragt. Eine Bäckerei, die es vorrätig hält,
konnte ich bis jetzt nicht ermitteln. In den befragten
Bäcke=
reien wurde mir der Beſcheid, das dort zum Verkauf ge=
ſtellte Brot ſei ebenfalls „Kriegsbrot‟. Iſt dieſe Antwort
auch inſofern richtig, als die Zuſammenſetzung aller
Brot=
ware durch die Kriegsvorſchriften geregelt iſt, ſo bleibt doch
die Tatſache beſtehen, daß gerade die beſondere Art des
Kriegsbrots, die zu genießen vor allem unſere
vaterlän=
diſche Pflicht iſt, nämlich das mit dem Zeichen K
verſehene „K=Brot” — vom 15. Januar ab auch das
Brot mit dem Doppelzeichen Kk —, offenbar nur ſchwer
zu haben iſt. Wer die Schuld hieran trägt, kann ich nicht
beurteilen. Vielleicht das Publikum ſelbſt! Beobachtet
man, wie es vielfach den ungeheuren Ernſt der Brotfrage
für Deutſchlands Schickſal noch nicht erfaßt hat, ſo kann
man wenigſtens vermuten, daß es das K=Brot beim Bäcker
nicht fordert oder es womöglich ablehnt. Keinesfalls ſollte
dieſer Zuſtand aber dahin führen, daß auch derjenige, der
in dieſer beſcheidenen Weiſe dazu beitragen will, daß
Deutſchland ſich in der Ernährungsfrage nicht eines Tages
einem Ende mit Schrecken gegenüber ſieht, nicht in der
Lage iſt, K=Brot zu kaufen, weil er keine Verkäufer findet.
Es wäre daher erwünſcht, wenn alle diejenigen Bäckereien
öffentlich bekannt gemacht würden, in denen Brot mit dem
Zeichen K — künftig auch KK — zu haben iſt.
Eine Hausfrau.
Notſchrei der heſſiſchen Gaſtwirte.
Schon zu wiederholten Malen haben Sie in Ihrem
geſchätzten Blatte Bericht erſtattet über die Lage in den
einzelnen Gewerben zur Kriegszeit. Eines der am meiſten
Not leidenden Gewerbe iſt unzweifelhaft das
Gaſtwirts=
gewerbe; denn, abgeſehen von Garniſonſtädten und
eini=
gen dieſen benachbarten Plätzen, die auch Einquartierung
haben, gibt es doch eine große Zahl von Städten, Luftkur=
und Badeorten, die während der Kriegszeit weder
Ein=
quartierung noch Lazarette erhalten haben und in denen
infolgedeſſen, da auch Geſchäftsreiſende, Kurfremde und
Touriſten völlig fehlen, ſpeziell im Wirtsgewerbe ein
Tief=
tand erreicht iſt, wie nie zuvor. Wenn nun aber in dieſer
chweren und verdienſtloſen Zeit es gar noch
Haus=
herren gibt, die von den Gaſtwirten, welche für gutes und
zumeiſt teueres Geld Wirtſchaften gemietet haben,
unge=
achtet des bedeutend geringeren Umſatzes doch die volle
Miete verlangen oder nur einen kaum ins Gewicht
fallen=
den Teilbetrag nachzulaſſen geneigt ſind, ſo muß ich mir
im Intereiſſe des notleidenden
Gaſtwirts=
gewerbes die Frage erlauben: Warum wird
für Darmſtadt und das Großherzogtum Heſſen nicht die
gleiche Einrichtung getroffen, wie man ſie z. B. in
Mann=
heim hat: eine Kriegsfürſorgezentrale für
das Wirtsgewerbe, welche alle Differenzen zwiſchen
Hausherrn und Mieter regelt und vor allem die Miete für
die oft recht teueren und jetzt brach liegenden Wirtslokale
auf einen den gegenwärtigen Zeitverhältniſſen und dem
derzeitigen Umſatze entſprechenden Betrag feſtſetzt? Es iſt
dies eine Einrichtung, die nicht allein in den veränderten
Zeitverhältniſſen wohl begründet iſt, ſondern die auch die
Möglichkeit bietet, manche gefährdete Exiſtenz vor dem
Un=
tergang zu bewahren. „Mietseinigungsämter” genügen
hierfür nicht. Hier müſſen Fachleute — Brauereibeſitzer
und Wirte — beigezogen werden, die unter Vorſitz einer
ſtädtiſchen oder ſtaatlichen Kommiſſion die
Mietsverhält=
niſſe zwiſchen Wirt und Hausherrn regeln. Es iſt dies
ein dringendes Bedürfnis, und je eher eine
der=
artige Zentrale errichtet wird, deſto ſegensreicher wird ihre
Tätigkeit ſein.
H. J.
— Schafft die unnötigen und verderblichen Freſſer
ab, nämlich die Luxushunde, die dem Vieh, das
zu unſerer Erhaltung nötig iſt, das Futter wegfreſſen
und uns die Lebenshaltung mit verteuern! Das
Halten der Luxushunde in jetziger Zeit ſollte möglichſt
erſchwert und ihre Abſchaffung, ſoweit angängig,
veran=
laßt werden.
P.
Vermiſchtes.
— Was der Soldat am meiſten braucht.
Ein bei der Oſtarmee ſtehender Wiesbadener Stabsarzt
ſchreibt: Zu den häufigſten Anfragen an uns, die wir im
Felde ſtehen, gehört die: „Was können wir Ihnen
mal ſchicken?” Zu Nutz und Frommen beider Teile
möchte ich die Dinge nennen, die der Soldat am meiſten
braucht und wünſcht, und die er, namentlich im ausge=
ſogenen Polen, am ſchwierigſten ſich verſchaffen kann:
Kaffee, am beſten als Cefabu, Tee (nicht Tabletten),
Kon=
denſierte Milch in Tuben, Keks, Zucker, gutes Salz,
Schoko=
lade, harte Zervelat, Leber= und Blutwurſt in Büchſen,
Kognak (in Glasflaſchen, nicht Blechbüchſen!), Zigarren,
Zigaretten, Papierſpitzen, dicke Kerzen, elektriſche
Taſchen=
lampen mit Reſervebatterien, Seife, Wollſachen (Hand=
ſchuhe, Pulswärmer, Kopfhauben, Leibbinden, Ohren=
ſchützer, Halstücher uſw.). Keine 5=Kilogramm=Pakete, die
chwer zur Front vorzubringen ſind, beſonders in dem an
Transportmitteln armen Oſten! Am beſten 250=Gramm=
Paketchen, die faſt immer ankommen, und beſonders
Aus=
nutzung der 500=Gramm=Tage.
Das Erdbeben in Stalien.
* Rom, 14. Jan. Das Erdbebenunglück, das
in der Preſſe und in der öffentlichen Meinung die
Erör=
terung über den Krieg faſt vollſtändig zurückgedrängt hat,
hat in der hieſigen deutſchen und öſterreichiſch=ungariſchen
Kolonie aufrichtige Teilnahme geweckt.
* Rom, 14. Jan. Nach einer Zeitungsmeldung hat
der Papſt ſich heute nachmittag aus dem Vatikanspalaſt
durch die St. Peterskirche nach dem Lazarett Santa
Martha beim Vatikan begeben, um die aus dem
Erdbeben=
gebiet angelangten Verwundeten, 100 an der Zahl, zu
be=
uchen. Er verteilte Unterſtützungen an ſie, ließ ſich
Einzel=
heiten ihres Unglücks erzählen und ermahnte ſie zum
Ver=
trauen auf die Barmherzigkeit Gottes. Der Papſt hat
hierbei das Gebiet des Vatikans nicht verlaſſen.
* Rom, 15. Jan. Die Blätter erörtern eingehend
den Beſuch des Papſtes im Hoſpiz Santa
Martha. Die Tribuna ſagt: Der Papſt verließ den
Vati=
kan, aber nur, um ſich über Gebäude, die ſein Beſitz ſind,
wieder in das Beſitztum des Heiligen Stuhles zu
bege=
ben. Giornale d’Italia ſagt, das Ereignis entbehre nicht
einer gewiſſen Bedeutung. Das Blatt erinnert daran,
daß Papſt Pius X. anläßlich des Erdbebens in Calabrien
die im Hoſpiz Santa Martha untergebrachten Verletzten
nicht beſuchte. Sie wurden vielmehr nur von dem
Kardi=
nal=Staatsſekretär beſucht. Das Blatt meint, es könne
ausgeſchloſſen oder ungewiß fein, ob der Papſt den
Vati=
kan verließ, aber es ſtehe feſt, daß er, von Mitleid
getrie=
ben, juriſtiſche und politiſche Auffaſſungen
unberückſich=
tigt ließ.
* Rom, 15. Jan. Nach noch nicht amtlich
beſtätig=
ten Nachrichten iſt der unterirdiſche Kanal, der
die Gewäſſer der Hochebene von Marſico, Provinz
Po=
tenza, entleert, auf eine Strecke von etwa 30 Meter durch
das Erdbeben verſchüttet worden. Zu dem großen
Elend durch das Erdbeben droht eine furchtbare
Ueberſchwemmung.
* Rom, 15. Jan. Der Meſſaggero ſchreibt: Nach
Berechnungen glaubt man, daß 11000 Menſchen in
Avezzano begraben ſind. In Cappadocia ſind alle
Häuſer unbewohnbar, die Kirche iſt eingeſtürzt, die
Bevöl=
kerung kampiert im Freien auf Schnee. In Caſtello
Fiume ſind faſt alle Häuſer eingeſtürzt; man hat bis
jetzt zwanzig Tote hervorgezogen, befürchtet aber, daß
weitere dreißig ſich unter den Trümmern befinden. Von
Alba Fucenſe iſt nichts übrig geblieben; es ſcheint,
daß niemand gerettet wurde. Die Hälfte von Seur=
ſola Maricana iſt eingeſtürzt, die Kapelle iſt nur noch
eine Ruine. Hunderte von Toten liegen unter den Trüm.. Von mehr als 900 Einwohnern ſind nur 30 dem
Tode entgangen. Halb Magliano de Marſi iſt zer=
ſtört. Die Zahl der Toten dürfte dort 1300 betragen.
Ceſe iſt vollſtändig zerſtört. Von mehr als 500
Ein=
wohern blieben nur 30 unverletzt. Cappelle del Marſi iſt
vollſtändig eingeſtürzt. 1300 Opfer liegen unter ſeinen
Trümmern. San Benedetto iſt ebenfalls zerſtört.
3000 Menſchen, faſt die ganze Bevölkerung des Ortes,
ſind begraben. Ebenſo ſind Ortuechlo und Gioja del Marſi
zerſtört, in denen 2400 bzw. 3500 Bewohner lebten.
Pes=
eina iſt zu drei Vierteln zerſtört. Die Toten werden auf
4000 geſchätzt, das iſt die Hälfte der Bevölkerung
* Rom, 15. Jan. Die Königin=Witwe und die
Herzogin von Aoſta beſuchten das Hoſpital in San
Giacomo und ſprachen den Verletzten Troſt zu. Ein
Flüchtling aus Magliano del Marſe berichtete dem
Meſſaggero, daß in dieſer Gegend 1500
Menſchenge=
tötet worden ſind. Die Zahl der Ueberlebenden betrage
dort beinahe zweihundert. Es ſei eine Feuersbrunſt
ausgebrochen, welche das Zerſtörungswerk vollendete.
* Rom, 15. Jan. Durch einen königlichen Erlaß iſt
der Generalinſpektor im Miniſterium des Innern,
Doz=
za zum königlichen Kommiſſar ernannt und
be=
vollmächtigt worden, unter dem direkten Befehl des
Miniſteriums des Innern für alle aus dem Erdbeben
vom 13. Januar ſich ergebenden Notwendigkeiten Sorge zu
tragen. Der Erlaß gibt außerordentliche Verfügungen,
ähnlich denen bei dem Erdbeben von Meſſina, über
Zu=
erkennung von Beſitz und Eigentum, über Feſtſtellungen
von Todesfällen, Mündelſchutz verlaſſener Kinder ſowie
Ausführung von Arbeiten.
* Sora, 15. Jan. Heute ſind aus den Trümmern
von Sora 60 Tote und 100 Verwundete
gebor=
gen worden. Man ſchätzt die Zahl der hier getöteten
Sinwohner auf 300 bis 400.
* Rom, 15. Jan. Giornale d’Italia meldet: Ein
fremdländiſcher Botſchafter äußerte in höflicher Weiſe den
Wunſch, eine Aktion des Auslandes zugunſten der vom
Erdbeben Betroffenen einleiten zu dürfen, etwa wie
da=
mals beim Erdbeben von Meſſina. Giornale d’Italin
fügt hinzu: Wie auf offizielle Anfrage die italieni=
ſche Regierung kurz darauf erklärt, iſt im
gegen=
wärtigen Augenblick keine beſondere Unter=
Sroßherzogliches Hoftheater.
Freitag, 15. Januar.
Der Verſchwender.
Wil. In neuer Einſtudierung ging heute Raimunds
von echter volkstümlicher Poeſie getragenes
Zauber=
märchen „Der Verſchwender” wieder in Szene und
fand eine ſehr beifällige Aufnahme, trotzdem die mehr als
vierſtündige Dauer der Aufführung das Publikum zum
Schluſſe ermüdete. Die Rolle des Flottwell ſpielte zum
erſten Male Herr Ehrle, der im Gegenſatz zu ſeinen
Vorgängern die Rolle etwas nüchtern=proſaiſch auffaßte,
während ſich eine idealere Auffaſſung mit dem Charakter
der Rolle doch ſehr gut verträgt. Man braucht deshalb
nicht gleich in ein ſo hohes Pathos zu verfallen, wie Herr
Schützendorf als ſein anderes Ich. Herr Harprecht
als Valentin gefiel beſonders im letzten Akte von der
Szene des Wiederſehens mit Flottwell an, die er ſehr
gemütvoll ſpielte. Zu den beſten Szenen gehörte die
Fa=
milienſzene in Valentins Hauſe, in der Frau Gothe
als Roſa, Frl. Hacker als Lieſel und Frl. Hinken als
Michel durch die geſunde Realiſtik ihrer Darſtellung
er=
früiſchend und erheiternd wirkten. Herr Weſtermann
ſpielte die Rolle des Kammerdieners Wolf mit
ausge=
prägter Charakteriſtik und ohne ſtörende Uebertreibungen.
In kleineren Rollen wirkten Frl. Pils als Cheriſtane,
Frau Meißner als Amalie, Herr Heinz als
Präſi=
dent, Herr Jürgas als Dumont, Frau Müller=
Hanno als altes Weib und Herr Baumeiſter als
Gärtner, aus dem er ein Kabinettſtückchen ſchauſpieleri=
ſcher Kunſt machte, erfolgreich mit.
Durch Einlagen hatte man das Intereſſe an der
Auf=
führung zu erhöhen geſucht. Das eingelegte Tanzcouplet
im 3. Aufzuge (von Herrn Harprecht und Frau
Gothe) fiel zwar aus dem Rahmen des Stückes
her=
aus, erzielte aber einen durchſchlagenden Erfolg. Für
ſeine Geſellſchaft hatte Flottwell „die erſten Künſtler der
Reſidenz” geladen, die das doppelte Zuhörerpublikum
mit ihrer Kunſt unterhielten. Frl. Feiſtle und Frau
Jacobs ſangen zwei Lieder zur Harfe, die von Frau
Baumgeſpielt wurde, Herr Jürgas und Frau Ehrle
tanzten in kleidſamen Rokokokoſtümen eine Gavotte, Herr
Andreae ſpielte Tarantella für Cello mit
Orcheſterbe=
gleitung, während zwei Tänze von 8 Damen des
Bal=
letkorps den Beſchluß machten. Mit beſonderer
Befriedi=
gung ſoll hier bemerkt werden, daß ſich das Ballet auf
unſerer Bühne in neuerer Zeit zu einer wirklichen Kunſt
herausbildet. Auf weitere Einzelheiten des
improviſier=
ten Unterhaltungsabends einzugehen müſſen wir uns ver=
ſagen. Sämtliche Darbietungen der Künſtler ernteten
lebhaften Beifall des zweifachen Publikums.
Die neue Inſzenierung des Stückes zeugte von
vie=
lem Geſchmack und Stilgefühl, beſonders in die Augen
fiel die ſchöne Szene vor Flottwells Schloß mit dem von
der Hofgärtnerei geſtellten herrlichen Blumenſchmuck auf
dem Balkon aus weißem Flieder und roten Poinſettien
und der hohen grünen Heckeneinrahmung.
Die Aufführung war gegen ½12 Uhr beendet, anſtatt,
wie angekündigt, gegen ½11 Uhr.
ſtützung oder Sammlung erwünſcht. Dies
ſei nicht vereinbar mit dem Charakter der
internationalen Lage. Dies richtet ſich ebenſo an
die Neutralen und an die übrigen Mächte. Giornale
dItalia billigt die Entſcheidung der Regierung, welche
der allgemeinen und öffentlichen Meinung entſpreche.
Frühere Erdbeben=Kataſtronhen
Rbohen!
79 n. Chr. Ausbruch des Veſuvs. Zerſtörung von
Herculanum und Pompeji. Angeblich 30000
Tnte.
1631 n. Chr. Ausbruch des Veſuvs. 20000 Tote.
bf
1667 Erdbeben im Kaukaſus. 80000 Tote.
1669 Ausbruch des Aetna. Zwölf Orte zerſtört.
25 000 Tote.
693 Erdbeben auf Sizilien. 100000 Tote.
1703 Erdbeben in Japan. Yeddo zerſtört. 200000
Tote.
1731
Erdbeben in China. 100000 Tote.
1755 1. Nov. Erdbeben in Liſſabon. 50000 Tote.
1783 Erdbeben in Calabrien. 100000 Tote.
1797 Erdbeben in Panama. 40000 Tote.
1
1868 Erdbeben in Peru. 20000 Tote.
1883 Ausbruch des Vulkans auf Krakatau (Java).
40000 Tote.
1895 Erdbeben in Japan. 20000 Tote.
200 Lofe.
1902 8. Mai. Ausbruch des Mont Pels auf
Mar=
inique. 32000 Tote.
1905 8. Sept. Erdbeben in San Franeisco. 500 Tote.
1908 28. Dez. Erdbeben in Calabrien und Sizilien=
80000 Tote.
—
Der Krieg.
Ein Srlaß des Kaiſers.
* Berlin, 15. Jan. (W. T. B. Amtlich.) Der
Reichs=
anzeiger veröffentlicht nachſtehenden Erlaß des Kat=
ſers an den Reichskanzler:
Im Hinblick auf den Ernſt der Zeit iſt auf meinen
Wunſch bereits angeordnet, daß aus Anlaß meines
be=
vorſtehenden Geburtstages neben den
kirch=
lichen und den Schulfeiern von den ſonſt
üblichen feſtlichen Veranſtaltungen
ab=
geſehen wird. — In den langen Jahren
meiner Regierung bin ich daran gewöhnt, daß an
dieſem Tage meiner in Tauſenden von Telegrammen,
Schriftſtücken von Behörden, Vereinen und einzelnen
Pa=
trioten freundlich gedacht wird. Eine ähnliche Fülle
teil=
nahmsvoller Kundgebungen könnte aber diesmal bei
meinem Aufenthalt in Feindesland leicht zu
Stö=
rungen des telegraphiſchen und
poſtali=
lchen Dienſtverkehrs im Feldeführen und die
mir und dem Großen Hauptquartier obliegenden
Arbeiten beeinträchtigen. Ich bin daher zu der
Bitte gezwungen, in dieſem Jahre von einem beſonderen
Ausdruck von Glück= und Segenswünſchen mir gegenüber
abzuſehen. Es bedarf auch eines ſolchen in der über unſer
Vaterland ſo unvermutet hereingebrochenen Zeit der
Heimſuchung nicht. Habe ich doch mit inniger
Befriedi=
gung vielfach erfahren, welches ſtarke Band der Liebe und
des Vertrauens mich und das deutſche Volk in
kraftvol=
ler Einmütigkeit umſchlingt. Ich danke im voraus
jedem Einzelnen, der an meinem Geburtstage ſeine
treue Fürbitte für mich vor den Thron des Höchſten bringt
und meiner freundlichſt gedenkt. Ich weiß mich eins mit
dem geſamten deutſchen Volke und ſeinen Fürſten in dem
unſer aller Herzen bewegenden Gebetswunſche, deſſen
Erhörung Gott der Herr uns in Gnaden gewähren wolle:
Weiterer Siegüber unſere Feinde und nach
ehrenvollem Fuieden eine glückliche
Zu=
kunft unſeres teueren Vaterlandes. Ich
erſuche Sie, dieſen Erlaß zur öffentlichen Kenntnis zu
bringen.
Großes Hauptquartier, 13. Jan. 1915.
Wilhelm I. R.
Der Sieg bei Soiſſons.
* Berlin, 15. Jan. Der Berliner Lokalanz. meldet:
Zu dem Kampfe bei Vregny ſchreibt unſer
militäri=
cher Mitarbeiter: Durch den unter den Augen des Kai=
ſers ausgeführten Sturm auf die Hochfläche von
Vregny gewann der Vorſtoß vom 12. Januar gegen
die Höhen bei Cuffies und Crouy an Bedeutung, indem er
die Spitze des Keiles, der hier in die
fran=
zöſiſche Stellung getrieben wurde, auf
eine Breite von 9 Kilometern erweiterte.
Die Hochfläche von Vregny liegt genau 9 Kilometer öſtlich
der Hochebene von Euffies. Der kleine Ort ſelbſt liegt
3½ Kilometer nördlich der Aisne. Zwiſchen ihm und dem
in oſtſüdöſtlicher Richtung an der Aisne gelegenen Orte
Conde=ſur=Aisne liegen zwei Forts eingezeichnet, die von
den Höhen von Vregny ebenſo beherrſcht werden wie
Soiſſons von den Höhen bei Crouy und Euffies.
Zur Vorgeſchichte des Krieges.
* München, 15. Jan. Gegenüber den
Bemühun=
en des franzöſiſchen Gelbbuches, die Verantwortung für
den Krieg auf Deutſchland abzuwälzen, bringen die
Münchner Neueſten Nachrichten Berichtigungen dieſer
ſchiefen Darſtellungen und Ausfüllungen nicht unab=
ſichtlicher Lücken des Gelbbuches. Danach
war der erſte Schritt der deutſchen Diplomatie zur
Mil=
derung der Kriſis die Darlegung des Botſchafters
Frei=
herrn von Schoen in Paris, warum Deutſchland die
Wiener Forderungen an Serbien als berechtigt anerkenne,
und die Mahnung in freundſchaftlicher Form, den Konflikt
zwiſchen Oeſterreich=Ungarn und Serbien lokaliſiert zu
raſſen. Der franzöſiſche ſtellvertretende Miniſter de
Aeußern, Bienvenn Martin, nahm die Eröffnung
zuſtim=
mender auf, als das Gelbbuch erkennen läßt. Trotz voller
Diskretion deutſcherſeits beſprach die Pariſer Preſſe dieſe
Erklärungen bereits mehrere Tage und behauptete, genau
wie das Gelbbuch, fälſchlich, daß dieſe Mitteilungen nun
in Paris, nicht auch in London gemacht worden ſeien.
Die halbamtliche franzöſiſche Richtigſtellung auf
Verlan=
gen des Botſchafters blieb wirkungslos. Die ſchon
wider=
legte Behauptung, die deutſche Regierung habe den
Wort=
laut des Wiener Ultimatums an Serbien vor der Ueber=
reichung gekannt, wird von dem Gelbbuch wiederholt, deſ=
ſen häufige Anzweifelungen der deutſchen
Friedfertigkeit beweiſen, daß die franzöſiſche
Regierung das Mißtrauen ihrer Preſſe
gegen Deutſchland nährte, trotz wiederholter,
eindringlicher Vorſtellungen des Botſchafters.
Aus dem Gelbbuch ſelbſt geht hervor, daß Frankreich
nichts unternahm, um Rußland von einer Einmiſchung in
die Streitfrage zwiſchen Wien und Belgrad abzuhalten.
Bienvenu Martin nahm am 29. Juli zwar von
Deutſch=
lands fortgeſetzten Bemühungen in Wien Notiz, verlangte
aber, Deutſchland ſolle auch das militäriſche Vorgehen
gegen Serbien aufhalten, ohne ſeinerſeits von einer
zu=
rückhaltenden Einwirkung Frankreichs in Petersburg zu
reden. Den Appell des deutſchen Botſchafters zur
Fried=
fertigkeit an Viviani am 29. Juli, durch den ausdrücklich
die Verkündigung des Zuſtandes drohender Kriegsgefahn
vermieden werden ſollte, übergeht das Gelbbuch
vollſtän=
dig und ſchwächt die Frage des Botſchafters vom 31. Juli
ob Deutſchland nach ſeinem Ultimatum an Rußland mit
Frankreichs Neutralität rechnenkönne, zu der bloßen Fräge
nach Frankreichs künftiger Haltung ab. Da Vivianis
Antwort ausweichend wenn nicht abwei=
ſlend=war, mußte man dahinten den Zweck vermuten
Beit und Vorſprung für die
Kriegsvorbe=
rejtung zu gewinnen. Aus der letzten kritiſchen
Phaſe bringe das Gelbbuch nur das Schreiben des Bot=
ſchafters vom 3. Auguſt, in welchem der Kriegszuſtand als
durch die franzöſiſchen Feindſeligkeiten eröffnet erklärt
wird „aber nicht ſeine vorausgegangene mündliche
Erklä=
rung, daß die ſchriftliche Mitteilung nicht alle bereits
er=
folgten feindſeligen Handlungen Frankreichs aufzählen
werde, weil ſchon ein bezügliches Telegramm des
Reichskanzlers ſchwer verſtümmelt
einge=
gangen ſei. Dieſelbe Lücke iſt in Vivianis
Mitteilun=
gen an die Mächte und das Parlament, die gerade
des=
halb die deutſche Begründung des Bruches als
leichtfer=
tig zu bezeichnen unternehmen. Der dem Botſchafter in
der gleichen Unterredung zugeſagte Schutz der
Deutſchen blieb, wie der förmliche Belagerungszuſtand
den Pariſer Botſchaft und der dorthin geflüchteten Deut=
ſchen beſpeiſt, ziemlich illuſoriſch.
Die in dem Gelbbuch wiedergegebene Beſchwerde des
franzöſiſchen Botſchafters in Berlin über die ihm
abver=
llangte Bezahlung des Sonderzuges wurde ſofort nach der
Erhebung durch die Rückerſtattung des irrtümlich
erhobe=
nen Betrages gegenſtandslos. Aber auch der deutſche Bot=
ſchafter wurde mit dem Sonderzuge nicht an den
ge=
wünſchten Beſtimmungsort gebracht. Der Zug iſt nicht,
wie behauptet, beſchlagnahmt, ſondern ſchnellmöglichſt
über die Schweiz nach Frankreich zurückgeleitet worden.
Alle dieſe Beiträge zeigen, daß das Gelbbuch
ten=
denziös bezweckt, Deutſchland ſeinen
gu=
ten, friedfertigen Willen abzuſprechen und
das Streben nach Verſchäufung der längſt vorhandenen
Gegenſätze zu unterſchieben. Eine beweiskräftige Be
gründung ſeiner Anſchuldigungen kann das Gelbbuch nicht
bringen, aber auch die Annahme nicht entkräften, daß
Frankreich jeden rechtzeitigen wirkſamen Schritt zur
Er=
haltung des Friedens unterlaſſen und gleich ſeinen
Bundesgenoſſen durch frühzeitige,
um=
fangreiche für Deutſchland bedrohliche
Kriegsvorbereitungen die Kataſtrophe
herbeigeführt habe.
Die deutſchen Unterſeeboote vor Dover.
* London, 15. Jan. Die Preßaſſociation hat von
einem Augenzeugen einen Bericht über den Angriff
dautſcher Unterſeeboote auf Dover erhalten,
in dem es heißt: Kurz nach Mitternacht, nachdem die
Scheinwerfer eine beſonders lebhafte Tätigkeit entwickelt,
wurden mit den Fernrohren Gegenſtände erſpäht, die wie
Periſkope ausſahen. Die Scheinwerfer
konzen=
trierten die Lichtkegel ſofort auf die verdächtige Stelle.
Von dem öſtlichen Wellenbrecher wurden zwei Schüſſe
ge=
löſt. Die Zeugen des Vorfalles glauben, daß die Peri=
ſkope infolge des Feuers verſchwanden. Man weiß jedoch
nicht, ob ſie getroffen wurden, oder ſich durch
freiwilli=
ges Tauchen in Sicherheit gebracht haben. Nach dem
Vorfalle ſchwiegen die Kanonen. Im Laufe der Nacht
wurde an der Küſte ein zweiter Alarmſchuß ab
gegeben. Der Poſten auf dem Admiralitätspier
ſchien ein Licht entdeckt zu haben, das ſich an
verbote=
ner Stelle bewegte. Der Poſten feuerte und die Wache
wurde herausgerufen. Die Küſte wurde abgeſucht, aber
nichts Verächtiges gefunden. Nach einer
an=
deren Meldung war ein Patrouillenboot auf der Rück
fahrt von der Unterſuchung eines vorüberfahrenden
Schif=
es begriffen, als ein feindliches Tauchboot auf der Lee=
ſeite erſpäht wurde. Die Batterie an dem Wellenbrecher
feuerte zwei Schüſſe ab. Nach einem dritten Bericht wurde
ein Unterſeeboot in der Nähe der Landſpitze
wahrge=
nommen.
* London, 15. Jan. In Mareden, fünf Meilen
von South Shields, fiel in der Nähe einer großen Farm
ein mächtiges Geſchoß nieder, das von einem
Fort an der Mündung des Tyne abgefeuert
worden war.
Eine deutſche Taube über der
Themſe=
mündung.
* London, 15. Jan. Daily Telegraph meldet aus
Southend: Am 13. Januar gegen Mitternacht wurde im
Lichte eines Scheinwerfers eine Taube geſehen, die
kurze Zeit über der Themſemündung ſchwebte
und in nördlicher Richtung verſchwand. Es wurden keine
Schüſſe abgegeben und keine Bomben abgeworfen.
Der öſterreichiſche Tagesbericht.
* Wien, 15. Jan. Amtlich wird verlauthart, 15.
Ja=
nuar 1915: Während an der Front in Ruſſiſch=
Po=
len nur ſtellenweiſe Geſchütz= und
Maſchinengewehr=
feuer einſetzte, war geſtern am Dunajee ein
hefti=
ger Geſchützkampf im Gange. Beſonders unſere
ſchwere Artillerie wirkte gut. Sie ſchoß ein großes
Magazin des Gegners in Brand und brachte
nach einigen Schüſſen eine ſeit mehreren Tagen gut
pla=
zierte feindliche ſchwere Batterie zum Schweigen.
In den Karpathen herrſchte Ruhe. Zunehmender
Froſt beeinträchtigt die Gefechtstätigkeit.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalſtabs:
v. Höfer, Feldmarſchalleutnant.
* Wien, 15. Jan. Der Kriegsberichterſtatter der
Neuen Freien Preſſe teilt mit: Der Feind verhält ſich
auf allen Teilen der Front paſſiv. Er ſcheint zu
neuen Unternehmungen das Eintreffen des jüngſten,
Re=
krtenjahrganges abzuwarten. Laut übereinſtimmenden
Ausſagen von vertrauenswürdigen Kriegsgefangenen
kommen die Mannſchaftstransporte jetzt immer ochne
Gewehre an die Front und werden dort mit den
freigewordenen Gewehren bewaffnet.
Unglaublich.
* Berlin, 15. Jan. Das Berliner Tageblatt
mel=
det aus Magdeburg: In das Gefängnis des hie=
ſigen Polizeipräſidiums wurden fünf engliſche
Offiziere eingeliefert zur Verbüßung einer
achttägi=
gen Arreſtſtrafe, die gegen ſie erkannt wurde, weil ſire
mit den ihnen gelieferten Kommißbroten
Fußball ſpielten.
Ein Schandfleck für die franzöſiſche
Nation.
* Paris, 15. Jan. Guſtave Herpé verlangt,
daß nach der Frage des Geſundheitsdienſtes
die dringende Frage der Interniertenlager
erle=
digt werde, welche kein Ruhmesblatt in der
franzöſiſchen Geſchichte ſei. Anfangs Auguſt
ſetzte ſich ein Schwarm der Bevölkerung in den Kopf, das
Land ſei voller Spione. Spione gab es, aber als die
deutſche Lawine in Frankreich einbrach, ſei es allzu einfach
geweſen, die Niederlage durch die ungenügende
Vorberei=
tung, die zahlenmäßige Unterlegenheit und das Fehlen
ſchwerer Artillerie zu erklären. Man mußte einen
Sün=
denbock finden, diesmal ſeien Spione der Sündenbock
ge=
weſen. Die Regierung verlor den Kopf und befähl, alle
Deutſchen zu internieren. Die unglücklichen Opfer
wur=
den unter dem Johlen der Bevölkerung in Eiſenbahnzüge
gebracht und in die Waggons eingepfercht. In
den für ihren Aufenthalt beſtimmten Städten würden ſie
zwiſchen zwei Reihen von Soldaten und Schutzleuten in
Lokale geführt, wonichts zu ihrem Empfange
vorbereitet war und wo Männer, Frauen und Kinder
wochenlang auf Stroh oder nacktem=Boden
in einem widerlichen Durcheinander hauſen mußten und
wie Sträflinge behandelt wurden. Man werde niemals
die Zahl der armen Kinder kennen lernen, welche in die=
ſen Zuchthäuſern infolge des Elends und der
Entbehrungen geſtorben ſeien. Dies ſei eine
ſchöne Reklame für Frankreich im
Aus=
lande. Das Parlament ſolle Maßnahmen für eine
würdige Behandlung der Internierten treffen, um den
guten Ruf Frankreichs und die Ehre der Republik’zu
ret=
ten. (Daß dieſe ſkandalöſen Zuſtände in den franzöſiſchen
Internierungslagern herrſchen, iſt ſchon längſt bekannt.
Wertvoll iſt es aber für uns, daß dies auch von franzöſi
ſcher Seite offen zugeſtanden wird. Wo bei dieſer
Sach=
lage die franzöſiſche Regierung noch den traurigen Mut
hernimmt, von amtlicher Feſtſtellung ſchlechter
Behand=
lung der Gefangenen in Deutſchland zu reden, iſt
eigentlich unverſtändlich, nimmt aber nach den bisherigen
Erfahrungen in dieſem Kriege nicht Wunder. D. Red.)
* Berlin, 15. Jan. (W.T. B. Amtlich.) Die
Preſſe des feindlichen Auslands behauptet, die
Kriegs=
gefangeney in Deutſchland würden ſchlecht
behandelt im Gegenſatz zu der Behandlung, der
Kriegsgefangenen durch unſere Gegner. Eine durch die
Agence Havas verbreitete Note des franzöſiſchen
Kriegs=
miniſteriums äußert ſich in gleichem Sinne. Andererſeits
herrſcht in Deutſchland vielfach die Anſicht, die feindlichen
Kriegsgefangenen würden verwöhnt. Beides iſt falſch
Die Kriegsgefangenen werden in Deutſchland nach dem
Völkerrecht und den Vorſchriften, die dieſem entſprechen,
behandelt, nicht beſſer und nicht ſchlechter. So wird es
auch weiter gehalten werden.
Eine Blockade Englands.
* Köln, 15. Jan. Der Kölniſchen Zeitung gehen
von geſchätzter Seite Ausführungen zu, die empfehlen,
aus Englands Kriegsmethode, uns
auszu=
hungern, die unerbittlichen Folgerungen
zu ziehen. Danach muß auch für uns das ganze engliſche
Volk als Feind angeſehen werden und England, wi
und wie wir es treffen können, als
krieg=
führend behandelt werden. Wenn die deutſche
Zufuhr um jeden Preis vernichtet werden ſoll, iſt es für
uns nicht nur Kriegsrecht, ſondern Kriegspflicht, mit allen
uns zu Gebote ſtehenden Mitteln die engliſche
Zu=
fuhr zu ſchädigen. Kurz, der von dem
Großadmi=
ral v. Tirpitz als möglich hingeſtellte Kampf der
Unterſeeboote gegen die engliſche Handelsfllotte
muß rückſichtslos eingeleitet und durchgeführt werden, und
auch unſere Luftflotte ſollte ſich die Zerſtörung des
eng=
liſchen Handels nach Kräften angelegen ſein laſſen. Wenn
die engliſche Handelsflotte überall, wo ſie in den Bereich
unſerer Unterſeeboote gerät, von dem Untergang bedroht
iſt, würden auch jenſeits des Kanals die Neutralen mehr
Rückſicht begegnen. Heute ſieht man drüben noch nicht
ein, was man dieſen eigentlich zumutet, nämlich nichts
weniger, als die Aufgabe ihrer Neutralität.
England will jetzt Mittel anwenden, um den Krieg
abzukürzen. Wieviel Menſchenleben im Falle des
Gelin=
gens der Aushungerung Deutſchlands zugrunde gehen
würden, iſt ihnen alſo gleichgültig. Demgegenüber haben
wir noch ein größeres Intereſſe daran, den Krieg
ab=
zukürzen. Ob wir wollen oder nicht, wir müſſen den
Lebensnerv Englands, nämlich ſeine Handelsflotte,
zu treffen ſuchen. Im übrigen änderte ſich die
Krieg=
führung zur See aber dadurch, daß Unterſeeboote
und Luftſchifffe hinzugekommen ſind. Auch bei einer
Minenſperre kann man auf Rettungsmaßnahmen keine
Rückſicht nehmen. Es genügt hier, daß die Tatſache den
Beteiligten mitgeteilt wird. Die Folgen haben dann die
Schiffer ſelbſt zu tragen, wenn ſie die Fahrt durch das
Minengebiet wagen. Sinngemäß würde und müßte auch
die Ankündigung genügen, daß Unterſeeboote die
eng=
liſche Küſte blockieren. Es iſt außerdem richtig, daß
eng=
liſche Kriegsſchiffe den offenen Hafen
Daresſalaam aufs neue bombardiert und
die darin befindlichen Handelsſchiffe vernichtet haben. Es
iſt und muß das für uns ein Beweis dafür ſein, wie
Eng=
land im Grunde ſeiner Seele über unſer Vorgehen gegen
eine Handelsflotte denkt. Daß wir auch bei” ſchärfſter
Ausnützung der Unterſeeboote gegen die engliſche
Han=
delsflotte alle vermeidbaren Menſchenopfer im Sinne der
Humanität vermieden ſehen möchten, iſt für uns ſelbſtver=
ſtändlich. Aber es gilt den Krieg abzukürzen.
Der Geſundheitszuſtand der kanadiſchen
Truppen.
* London, 15. Jan. Der Daily Telegraph meldet
aus Montreal: Die hartnäckigen Meldungen, daß in
dem kanadiſchen Kontingent Englands die Meningitis
und andere Krankheiten ausgebrochen
ſeien, haben in Kanada große Beunruhigung
her=
vorgerufen. Man iſt vielfach der Anſicht, daß es beſſer
wre, das Keningen uch der Frou iu ſchicen, aid et
während der Ausbildung unter ſchlechten Bedingungen in
England ruhmloſer Krankheit und dem Tode
auszuſetzen.
Die Beläſtigung des neutralen Handels.
* Kriſtiania, 15. Jan. Die norwegiſche Amerikas
Linie erhielt von dem Kapitän des Dampfers „
Ber=
gensfjord” folgendes Radiotelegramm: Wir wurden,
250 Meilen von Bergen entfernt, auf der genehmigten
Route angehalten. Ein engliſcher Kreuzer
verhaftete zwei verdächtige Offiziere und
ſechs deutſche Verlader, und brachte uns trotz des
Proteſtes nach Kirkwall, wo weder Paſſagiere
noch Fracht gelandet wurden. Ich verſtehe die Abſicht
dahin, alle Schiffe, gleichgültig obmit oder
ohne Grund, aufzubringen
Der Krieg im Orient.
Die Ruſſen ſind durch die türkiſchen Erfolge zu einer
Umgruppierung gezwungen.
* Petersburg, 15. Jan. Mitteilung des
Gene=
ralſtabs der Kaukaſus=Armee. Um einer falſchen
Auf=
faſſung von unſeren Operationen in
Aſer=
beidſchan während der letzten Tage entgegenzutreten,
hält es der Generalſtab der Kaukaſusarmee für
notwen=
dig, zu erklären, daß infolge der Eröffnung einer ent=
ſcheidenden Aktion in der Hauptgegend dieſes
Kriegsſchau=
platzes eine gewiſſe Umgruppierung
unſe=
rer Streikräfte erforderlich machte. Infolgedeſſen
ergab ſich die Notwendigkeit, in Aſerbeidſchan eine
Kon=
zentration unſerer Truppen an beſtimmten Orten
vorzu=
nehmen, was die Räumung= mehrerer
beſetz=
ter Punkte erforderte. Dieſe Umgruppierung
wurde nicht unter dem Druck des Feindes
vorgenom=
men (2), ſondern als Folge eben des bezeichneten Planes.
Während unſere Truppen dieſe Operationen ausführten,
fand kein bedeutendes Unternehmen ſtatt, abgeſehen von
einem Zuſammenſtoß unſerer Vorhut mit dem Feinde bei
Miandul. Auf dieſe Weiſe räumten wir alſo
Aſer=
beidſchan nicht, ſondern wir nahmen nur eine Dislokation
vor, welche der neuen Lage mehr entſprach.
Eine Unterredung mit Souchon.
* Konſtantinopel, 15. Jan. Der Führer der
türkiſchen Flotte, Admiral Souchon, hat dem
Chefredak=
teur der Defenſe Nationale, Mehmed Zeki, emne
Un=
terredung gewährt, in der er ſeine Befriedigung über die
deutſch=tükiſche Waffenbrüderſchaft
aus=
drückte. Das Bündnis diene der Erhaltung des
euro=
päiſchen Gleichgewichts: Deutſchland habe das
größte Intereſſe an einer ſtarken Türkei.
Der Admiral ſprach’ſehr warm von den ſtaatsmänniſchen
Fähigkeiten und dem Patriotismus der führenden türki=
ſchen Politiker, deren einziges Ziel eine energiſche
Förde=
rung des Staatswohles ſei. Die Kriegsereigniſſe be=
ſprechend, erklärte Souchon, die ruſſiſche Flotte
habe bisher lediglich Fiſcherboote und
neutrale Handelsſchiffe in den Grund
ge=
bohrt, letztere unter Verletzung des Völkerrechts.
Schließ=
lich äußerte er ſeine Befriedigung über die türkiſchen
Offiziere und Mannſchaften, die erſtklaſſiges Material und
vor allem lernbegierig ſeien. Daher ſeien an Bord
Schu=
len gegründet worden. Die Seeleute fingen bereits an,
Deutſch zu ſprechen und zu verſuchen, die Leiſtungen den
Kameraden auf der verbündeten Flotte zu überbieten.
Er zähle die Tage ſeines hieſigen Dienſtes zu den
wert=
vollſten ſeines Lebens. Dieſe erſte öffentliche Aeußerung
des Admirals Souchon erregt in türkiſchen Kreiſen
leb=
hafte Genugtuung.
Sin franzöliſches Unterſeeboot zum Sinken
gebracht.
* Konſtantinopel, 15.Jan. Das Große
Hauptquartier teilt mit: Das franzöſiſche Unter=
ſeeboot „Saphir” verſuchte, ſich dem Eingang
der Dardanellenſtraße zu inähern, wurde
aber ſofort von unſerer Artillerie zum Sinken
ge=
bracht. Ein Teil der Mannſchaft konnte gerettet werden.
* Berlin, 15. Jan. Das Berl. Tageblatt meldet
aus Rotterdam: In der Gegend von Auxerre iſt der
franzöſiſche Militärflieger Lucien abgeſtürzt.
* Baſel, 14. Jan. Laut Nationalzeitung erhöhte
die Londoner Vereinigung der
Mehlhänd=
ler den Mehlpreis um weitere 2 Schilling pro Sack, ſo
daß nunmehr der Preis auf 45 Schilling pro Sack ſteigt.
* Amſterdam, 14. Jan. Infolge der neulich
er=
folgten Flucht einiger engliſcher Offiziere aus dem
holländiſchen Gefangenenlager wurden 40 engliſche
Offi=
ziere aus Groningen nach Bodegraven gebracht.
* London, 15. Jan. Daily Telegraph meldet:
Das Brixhamer Fiſcherfahrzeug „Bonnie Boys” bemerkte
in der Nähe von Exmouth am Dienstag nachts ein Schiff,
das Morſelichtſignale abgab. Als das
Fiſcher=
fahrzeug ſich dem Schiffe näherte, wurde es in
gebroche=
nem Engliſch gefragt, wie weit es nach Teignmouth
ſei. Das Schiff hatte das Ausſehen eines
Oeltank=
dampfers.
* London, 15. Jan. Daily Telegraph meldet aus
Neu=York: Die Ankündigung, daß drei Millionen Dollars
Gold aus Shanghai eingeführt werden, bildete an der
Börſe den Gegenſtand lebhafter Erörterungen, da dies ſeit
Beſtehen der amerikaniſchen Banken die erſte Gold=
ſendung aus China iſt. In Bankkreiſen, die mit
Oſtaſien handeln, wird geglaubt, daß der Goldimport
auf Rechnung deutſcher Firmen geſchieht,
deren Agenten infolge des Krieges Geſchäfte liquidieren
müſſen.
* London, 14. Jan. 200 überlebende
Deutſche von den Kreuzern „Nürnberg” und
„Gneiſenau” ſind heute in England eingetroffen.
Franzöſiſche Kammer.
* Paris, 15. Jan. Deschanel beſtieg die Prä=
ſidententribüne und führte in ſeiner Anſprache aus
Frankreich ſei ſeit dem Ausbruch des Krieges eines Herzens
und einer Seele. Die=Klugheit der: Deputierten werde
dieſe moraliſche Einigkeit mit der Pflicht der Kontrolle in
Einklang zu bringen verſtehen, die in Zukunft energiſcher
als jemals ausgeübt werden müſſe. Hätte das Parlament
mehr gewagt und mehr gewußt, ſo würde Frankreich heute
beſſer daran ſein. Die erſte Aufgabe der Kammer ſei, die
im Felde Stehenden und deren Familien zu unterſtützen,
Maßnahmen zur Wiederherſtellung der
verwüſteten Gebiete zu treffen, gemeinſam mit
der Nation und der Regierung daran zu arbeiten, den
Feind zu vertreiben, Belgien zu befreien, die
Wiedereinverleibung Elſaß=Lothringens
vorzubereiten, gleichzeitig das Friedens= und das
wirtſchaftliche Regime des nationalen
Wiederauf=
baues vorzubereiten und die Grundlagen für ein neues,
brüderlicheres und blühenderes Frankreich zu ſchaffen
Deschanel betonte die Notwendigkeit des Ausharrens und
der Geduld. Die Zeit ſei in dieſer langen Prüfung ein
wertvoller Helfer. Die beiden Kaiſerreiche hätten alle
Kräfte aufgewendet, dem Dreiverband hätten die Stunden
des Sieges noch nicht geſchlagen. Deschanel hob den Mut
der Helden hervor, brachte die Leiden der Gefangenen und
Toten in Erinnerung und verherrlichte das franzöſiſche
Volk, das dank ſeiner großen Tugenden, die höchſten
Ge=
fahren überſtehe. Wir, müſſen, erklärte Deschanel, Voll
ſtrecker ſeines Gedankens, Diener ſeiner Tapferkeit bleiben.
Schwören wir, bis ans Ende ohne Fieber, ohne
Uebermut ſeine getreuen Sendboten zu bleiben und mit
ihm die heilige Pflicht zu erfüllen, welche jemals an eine
menſchliche Familie herangetreten iſt. Er ſtellte ſchließlich
feſt, welche neuen Sympathien jenſeits der Grenze kund
wurden, begrüßte die beiden auf dem Felde der Ehre
ge=
fallenen Garibaldi und drückte ſeine tiefe Dankbar
keit für den General Garibaldi aus. Wieder einmal ſei
italieniſches Blut mit dem franzöſiſchen uuf den
Schlacht=
feldern gefloſſen, damit aus den Kriegsgreueln und
To=
desſchatten die ſiegreichen Helligkeiten einer ewigen
Ge=
rechtigkeit erblühen.
Die Rede Deschanels wurde beifälligſt aufgenommen.
Bei den Worten über Italien und Garibaldi
er=
hoben ſich die Miniſter und klatſchten begeiſtert Beifall.
Die Tagesordnung wurde durch Handerheben einſtimmig
angenommen. Die Sitzung wurde aufgehoben. Die
nächſte findet am Dienstag ſtatt.
* Paris, 15. Jan. Der Miniſterrat beſchloß, dem
Parlament eine Geſetzesvorlage zu unterbreiten, nach
der der Betrag für die Ausgabe von
Nationalver=
teidigungs=Gutſcheinen ſowie gewöhnlichen
Staats=Gutſcheinen auf 3 Milliarden erhöht wird.
* Paris, 15. Jan. Im Senat erklärte geſtern
Duboſt, die Einigkeit und das gegenſeitige Vertrauen
der Senatoren ſei notwendiger als je. Das Jahr
1915 werde ein entſcheidendes Datum für Frankreich bilden.
Deutſchland berauſche ſich an dem drohendſten Kai=
ſertraum, den die Welt jemals gekannt habe, und
ſchwelge jetzt in Brand und Blut im Gegenſatz zu
Frank=
reich. Deutſchland habe die Wiſſenſchaft des Todes
orga=
niſiert. Der augenblickliche Kampf ſei der fürchterlichſte
in der Geſchichte und müſſe mit erbarmungsloſer
Vernich=
tung jenes mittelalterlichen Deſpotismus enden, welcher
in ſo ungeheuerlicher Weiſe auferſtanden ſei. Duboſt
ſchloß mit der Aufforderung, Gambettas zu gedenken.
Hierauf vertagte ſich der Senat auf Dienstag.
Letzte Nachrichten.
* Berlin, 15. Jan. Die Generalverſammlung
des Bundes der Landwirte, welche Mitte Fe
bruar im Zirkus Buſch ſtattfinden ſollte, iſt vom
Ober=
kommando in den Marken verboten worden.
* Sitten, 15. Jan. Das Dorf Obergeſtelenlin
Oberwallis iſt geſtern Morgen durch eine Lawine
teilweiſe zerſtört worden. Viele Stellen ſind
dem Erdboden gleichgemacht worden. Die Einwohner
konnten noch rechtzeitig aus den Häuſern flüchten.
* Paris, 15. Jan. Der Figaro meldet aus
Liſſa=
bon: Der Finanzminiſter brachte für das Rechnungsjahr
1915/16 den Budgetvoranſchlag ein, welcher ohne
eine Erhöhung der Abgaben und Steuern mit einem
Ueberſchuß von 215 Contos abſchließt. Der Senat
ratifizierte in letzter Leſung den Handelsvertrag
mit England. Der Kongreß beſchloß, ſich auf den
4. März zu vertagen. Die Wahlkollegien werden am
7. März zuſammentreten.
* Paris, 15. Jan. Der Temps meldet aus
Monte=
video: Caillaur und Gemahlin ſind hier am 12.
Ja=
nuar eingetroffen.
* Kopenhagen, 15. Jan. Nach halbamtlicher ruſſi
ſcher Mitteilung haben zahlreiche. Fälle von
Trunkenheit in den Straßen von Petersburg, trotz
des Branntweinverbots, den Verdacht auf das Trinken
von — Möbelpolitur geführt. Der Petersburger
Stadtkommandant hat dem Medizinalrat vorgeſchlagen,
zu veranlaſſen, daß Möbelpolitur nur verkauft werden
darf, wenn ſie mit derartigen Beimengungen verſehen iſt,
daß ihre Verwendung als Getränk ausgeſchloſſen iſt.
Der Medizinalrat hielt die Frage für ſehr wichtig, be
dauerte aber, daß die gegenwärtige ruſſiſche Geſetzgebung
keine Handhabe hierfür biete. Er hat die Angelegenheit
dem Handelsminiſter zur weiteren Bearbeitung
über=
geben.
Briefkaſten.
I. L. Die Mechaniſch=Techniſche
Materialprüfungs=
unſtalt an der Techniſchen Hochſchule befaßt ſich mit der
Unterſuchung derartiger Stoffe. Es dürfte ſich empfehlen,
das Leder dort unterſuchen zu laſſen. Es läßt ſich nicht
ohne weiteres beurteilen, worauf der Ausſchlag
zurück=
zuführen iſt.
A. B. A. 1. In der Königlichen Gemäldegalerie zu
Dresden befindet ſich ein Bild von Guido Reni (
Chriſtus=
kopf mit Dornenkrone). Das auf dem Bild ſichtbare Stück
des Purpurmantels iſt vielleicht das von Ihnen
ange=
führte Tuch. 2. Ein ſolches Soldatenlied iſt uns nicht
be=
kannt.
Verluſtliſte (aus Nr. 124 und 125).
Leibgarde=Infanterie=Regiment Nr. 115, Darmſtadt.
Leibgarde=Infanterie=Regiment Nr. 115, Darmſtadt.
Infanterie=Regiment Kaiſer Wilhelm Nr. 116, Gießen.
Gren. Phil. Butterfaß (5. Komp.), Budenheim,
ſchv.; Gren. Wilhelm Roßwag (5. Komp.), Grötzingen,
lv., bei der Tr.; Reſ. Wilhelm Gaubatz (6. Komp.)
Egelsbach, lv.: Gefr. Tamb. Johann Lotz (7. Komp.)
Erzhauſen, lv.
Gefr. Peter Schaub (4. Komp.), Neunkirchen, lv.
Infanterie=Regiment Kaiſer Wilhelm Nr. 116, Gießen.
Feldartillerie=Regiment Nr. 61, Darmſtadt, Babenhauſen
Gefr. Peter Schaub (4. Komp.), Neunkirchen, lv.
Kriegsfrw. Auguſt Volb (4. Komp.), Gießen, lv.; Reſ.
Wilh. Müller (6. Komp.), Guntersdorf, lv.
Infanterie=Regiment Kaiſer Wilhelm Nr. 116, Gießen.
Kan. Heinrich Schuhmann (5. Battr.), Steinbach
Feldartillerie=Regiment Nr. 61, Darmſtadt, Babenhauſen
Infanterie=Regiment Kaiſer Wilhelm Nr. 116, Gießen.
Kan. Heinrich Schuhmann (5. Battr.), Steinbach
i. Odw., lv., Parvillers 9. 12. 14.
Feldartillerie=Regiment Nr. 61, Darmſtadt, Babenhauſen
Reſ. Karl Riehm (9. Komp.), Lollar, lv.; U.=O.
Infanterie=Regiment Kaiſer Wilhelm Nr. 116, Gießen.
i. Odw., lv., Parvillers 9. 12. 14.
Reſ. Karl Riehm (9. Komp.), Lollar, lv.; U.=O.
Melchior Paulus (12. Komp.), Allendorf a. d. Lumda,
(Berichtigung früherer Angaben):
lv.; U.=O. Johann Bauer (12. Komp.), Dresden,
ge=
fallen: Gefr. d. Reſ. Johannes König (12. Komp.),
Griesheim b. Darmſtadt, gefallen.
(Berichtigung früherer Angaben):
Griesheim b. Darmſtadt, gefallen.
Infanterie=Leib=Regiment Nr. 117, Mainz.
Musk. Heinr. Laucht (3. Komp.), Allna, nicht †
ſondern vw.; Musk. Phil. Heß (5. Komp.), Doſſenheim
bisher vw., † Feſtungslaz. Koblenz 30. 10. 14; Musk. Ad.
Seim (9. Komp.), Ehringshauſen, bisher vw. in Gefg.=
ſchaft, † Hoſpital Bordeaux 21. 9. 14: Reſ. Karl Lenz
(10. Komp.), Stockheim, bisher vw., † Reſervelaz. Jülich
21. 11. 14; Wehrm. Ph. Mark (10. Komp.), Darmſtadt,
bisher vw., † Reſervelaz. Wiesbaden 28. 11. 14; Reſ. Ernſt
Ellrich (11. Komp), Groß=Eichen, bisher vm., vw.;
Reſ. Friedr. Helftenbein (12. Komp.), Hainbach,
bis=
her vm., vw.; U.=O. Louis Keil (ohne Angabe d. Komp.)
Feldkrücken, bisher vw. in Gefgſch., † Bar le Due 23. 9.
Musk. Edmund Schütz (5. Komp.), f infolge Krank=
Infanterie=Leib=Regiment Nr. 117, Mainz.
Feldkrücken, bisher vw. in Gefgſch., † Bar le Due 23. 9.
Musk. Edmund Schütz (5. Komp.), f infolge
Krank=
heit, Kriegslaz. Nr. 7, St. Quentin; Musk. Andr.
Ko=
walski (7. Komp.), † infolge Krankheit, Kriegslaz. 7,
St. Quentin.
Infanterie=Leib=Regiment Nr. 117, Mainz.
(Berichtigung früherer Angaben):
Musk. Wilh. Kempa (8. Komp.), Maſſenau, lv.; Reſ.
Rud. Kraus (8. Komp.), Bietigheim, lv.
(Berichtigung früherer Angaben):
Rud. Kraus (8. Komp.), Bietigheim, lv.
Infanterie=Regiment Nr. 118, Worms.
Musk.= Peter Herle (7. Komp.), Bürſtadt,
Bens=
heim, bisher vw., † Laz. Mainz 17. 11. 14; Musk. Ritz
(8. Komp.), nicht f, ſondern vw.
Reſ. Gg. Roß (5. Komp. v. Erſ.=Batl.), f an ſeinen
Infanterie=Regiment Nr. 118, Worms.
Reſ. Gg. Roß (5. Komp. v. Erſ.=Batl.), f an ſeinen
Wunden Kriegslaz. St. Quentin: Vizef. Joh. Konrad
Schmitt (9. Komp. v. Erſ.=Batl.), † an ſeinen Wunden
Reſervelaz. Nr. 7 Frankfurt a. M
Infanterie=Regiment Nr. 118, Worms.
Geſtorben infolge Krankheit):
Reſervelaz. Nr. 7 Frankfurt a. M
Landwehr=Infanterie=Regiment Nr. 118, Mainz, Worms.
Erſ.=Reſ. Karl Peter (3. Komp. v. Erſ.=Batl.), f
Reſerve=Feldlaz. Nr. 52 Challerange.
U.=O. Oskar Werner Georg Haupt (1. Komp.),
Landwehr=Infanterie=Regiment Nr. 118, Mainz, Worms.
Landwehr=Infanterie=Regiment Nr. 21, Danzig.
U.=O. Oskar Werner Georg Haupt (1. Komp.),
Kaſſel, tödl. vl.; Wehrm. Johannes Gebhardt 2. (4
Komp.), Vielbrunn, vm.; Wehrm. Joh. Martin
Schitt=
lohr (9. Komp.), Neuſtadt, lv.; Wehrm. Auguſt Cordel
(10. Komp.), Udern, lv.: Wehrm. Ludwig Wellein (10.
Komp.), Liesberg, lv.: Wehrm. Joſ. Steigerwald (10.
Komp.), Wieſen in Bay., lv.
Landwehr=Infanterie=Regiment Nr. 21, Danzig.
Reſerve=Infanterie=Regiment Nr. 25, Neuwied, Koblenz,
12, Kompagnie: Füſ. Jak. Lohr, Wies=
Oppen=
heim, vm.
Reſerve=Infanterie=Regiment Nr. 25, Neuwied, Koblenz,
Andernach.
2. Kompagnie: U.=O. Friedrich Kampf, Planig,
Alzey, vw.
Infanterie=Regiment Nr. 68, Koblenz.
Infanterie=Regiment Nr. 69, Trier.
Reſ. Leonhard Vette (3. Komp.), Langen, vm.;
Off.=Stellv. Jakob Boos (5. Komp.), Gau=Bickelheim,
gefallen: Gefr. Karl Zitzmann (9. Komp.), Flonheim,
gefallen; Reſ. Wilhelm Hortt (9. Komp.), Mainz,
ge=
fallen; Musk. Otto Schmidt (9. Komp.), Birklar, vw.
Infanterie=Regiment Nr. 69, Trier.
fallen; Musk. Otto Schmidt (9. Komp.), Birklar, vw.
Erſ.=Reſ. Eduard Thiele, Darmſtadt, gefallen
Ta=
hure 10. 12. 14.
Infanterie=Regiment Nr. 69, Trier.
Krgsfrw. Karl Schweitzer (2. Komp.), Unterſchön=
Infanterie=Regiment Nr. 140, Hohenſalza.
Infanterie=Regiment Nr. 146, Allenſtein
Krgsfrw. Karl Schweitzer (2. Komp.),
Unterſchön=
mattenwag, vw.; Musk. Wilhelm Bürger (3. Komp.),
Biebesheim, vm.; Reſ. Franz Gerhardt (3. Komp.),
Dreieichenhain, lv.: Reſ. Johann Rockel (3. Komp.),
Schwarz, lv.; Musk. Franz Helfrich (3. Komp.),
Wald=
michelbach, lv.; Musk. Fritz Schäfer, Bingen, lv.
Infanterie=Regiment Nr. 140, Hohenſalza.
Infanterie=Regiment Nr. 146, Allenſtein
michelbach, lv.; Musk. Fritz Schäfer, Bingen, lv.
Infanterie=Regiment Nr. 168, I. Bataillon, Butzbach.
8. Kompagnie: Reſ. Eugen Groß, Wimpfen,
Heppenheim, ſchv.
Infanterie=Regiment Nr. 146, Allenſtein
Infanterie=Regiment Nr. 168, I. Bataillon, Butzbach.
4. Kompagnie: Gefr. Ludwig Harth. Gau=
2. Kompagnie: Erſ.=Reſ. Chriſtian Stephan,
Seligenſtadt, vm.; Erſ.=Reſ. Rudolf Lotz, Groß=Umſtadt,
vm.: Musk. Mathias Schneider, Bodenheim, vm.;
Gefr. Wilhelm Gilsdorf, Welgesheim, lv.
Infanterie=Regiment Nr. 168, I. Bataillon, Butzbach.
9. Kompagnie: Krgsfrw. Martin Zimmer=
4. Kompagnie: Gefr. Ludwig Harth. Gau=
Odernheim, lv.: Erſ.=Reſ. Nikolaus Wohlfarth,
Hoch=
heim, lv.; Musk. Philipp Mößinger, Darmſtadt, lv.;
Erſ.=Reſ. Friedrich Faulſtich, Fechenheim, lv.: Erſ.=
Reſ. Johann Jung, Offenbach a. M., lv.; Musk. Ludw.
Straub 2., Worms, lv.; Musk. Peter Horſt,
Biſchofs=
heim, lv.; Gefr. Philipp Fritz, Babenhauſen, lv.; Erſ.=
Reſ. Peter Gömmer, Büdingen, gefallen; Musk.
Leon=
hard Renner, Viernheim, lv.: Gefr. Fritz Bauer,
Weiſenau, lv.; Reſ. Theodor Pfendt, Bürgel, gefallen.
Reſerve=Infanterie=Regiment Nr. 205, Frankfurt a. O.
Gefr. Wilhelm Gilsdorf, Welgesheim, lv.
Reſerve=Infanterie=Regiment Nr. 223, Frankfurt a. M
9. Kompagnie: Krgsfrw. Martin
Zimmer=
mann, Schneppenhauſen, ſchv.
Reſerve=Infanterie=Regiment Nr. 205, Frankfurt a. O.
Musk. Joſeph Kullmann (9. Komp.), Mainz, lv.;
Reſerve=Infanterie=Regiment Nr. 223, Frankfurt a. M
Musk. Joſeph Kullmann (9. Komp.), Mainz, lv.;
Musk. Hans Bernhard (10. Komp.), Mainz, lv.;
Musk. Peter Schmidt 2. (11. Komp.), Mombach=Mainz
lv.; Musk. Karl Bredhauer (12. Komp.), Hungen, lv.
Reſerve=Infanterie=Regiment Nr. 223, Frankfurt a. M
Reſerve=Jäger=Bataillon Nr. 24, Marburg.
lv.; Musk. Karl Bredhauer (12. Komp.), Hungen, lv.
Oberſtl. Kurt Frhr. Schenck zu Schweinsberg
(Stab), Schmalkalden, ſchv.; Krgsfrw. Friedrich Streb
(1. Komp.), Griedel, lv.: Jäger Georg Hoffmann
(2. Komp.), Friedberg, gefallen; Jäger Friedrich Grohe
(2. Komp.), Rockenberg, vm.; Jäger Ernſt Geiger (3.
Komp.), Friedberg, lv.; Jäger Johs. Nau (3. Komp.),
Kaſtel=Mainz, vm.; Jäger Hermann Schmidt 4. (3. K.),
Lich, vm.
Reſerve=Jäger=Bataillon Nr. 24, Marburg.
III. Bataillon.
Infanterie=Regiment Nr. 13, Münſter.
Lich, vm.
III. Bataillon.
Infanterie=Regiment Nr. 28, Ehrenbreitſtein, Coblenz.
9. Kompagnie: U.=O. d. Reſ. Rud. Anger
Mainz, ſchv.
Infanterie=Regiment Nr. 28, Ehrenbreitſtein, Coblenz.
8. Kompagnie: Musk. Ludwig Ehly, Lauben=
II. Bataillon.
Reſerve=Infanterie=Regiment Nr. 64, Berlin.
8. Kompagnie: Musk. Ludwig Ehly,
Lauben=
heim, ſchv.
Reſerve=Infanterie=Regiment Nr. 64, Berlin.
III. Bataillon.
Reſerve=Infanterie=Regiment Nr. 64, Berlin.
Reſerve=Infanterie=Regiment Nr. 80, Oberlahnſtein,
11. Kompagnie: Gren. Lucas Mundſchenk,
Aſtheim, ſchv.
Reſerve=Infanterie=Regiment Nr. 80, Oberlahnſtein,
Wiesbaden, Höchſt
Aſtheim, ſchv.
2. Kompagnie: Erſ.=Reſ. Wilhelm Perrot, Neu=
1. Kompagnie: Erſ.=Reſ. Peter Eidenmüller,
Brensbach, lv.
2. Kompagnie: Erſ.=Reſ. Wilhelm Perrot, Neu=
Iſenburg, ſchv.
3. Kompagnie: Erſ.=Reſ. Joſef Feller, Groß
Steinheim, lv.
Infanterie=Regiment Nr. 94, Weimar, Eiſenach, Jeng.
Kompagnie: Erſ.=Reſ. Philipp Geyer, Bürgel,
lv.; Wehrm. Lukas Schilling, Groß=Steinheim, lv.
Steinheim, lv.
Infanterie=Regiment Nr. 94, Weimar, Eiſenach, Jeng.
lv.; Wehrm. Lukas Schilling, Groß=Steinheim, lv.
5. Kompagnie: Musk. Methard Gerſtung,
Har=
heim, t.
Infanterie=Regiment Nr. 94, Weimar, Eiſenach, Jeng.
Straßburg i. E., Mutzig.
Infanterie=Regiment Nr. 143,
Straßburg i. E., Mutzig.
2. Kompagnie: Erſ.=Reſ. Valentin Schaffner,
Griesheim, t.
Maſchinengewehr=Kompagnie: Kriegsfr. Ernſt
Reinhardt, Mörlenbach, ſchv.
Reſerve=Jäger=Bataillon Nr. 6, Oels.
1. Kompagnie: Wehrm. Ernſt Klinkerfuß.
Bad=Nauheim, lv.
Kavallerie=Regiment v. Bettendorff.
Geſtorben infolge Krankheit:
Ltn. d. Reſ. Franz Boerckel, Gonſenheim, f 24. 12. 14.
II. Pionier=Bataillon Nr. 8, Coblenz.
2. Reſerve=Kompagnie: Musk. Ludw. Sproß,
Darmſtadt, v.
(217a
Trauer-Hüte
Trauer-Crépe
Trauer-Grenadine
Trauer-Schleier
empfiehlt in bekannt größter Auswahl
Adolf Geiger
Ecke Ludwigstraße und Ludwigsplatz.
(Wo kein Wohnort angegeben iſt, iſt Darmſtadt gemeint.)
Zweiunddreißigſte Liſte der Kriegsgaben
für das Rote Kreuz.
(Wo kein Wohnort angegeben iſt, iſt Darmſtadt gemeint.)
Bei der Zentral=Abteilung des Roten Kreuzes:
Es gingen weiter ein:
(Wo kein Wohnort angegeben iſt, iſt Darmſtadt gemeint.)
Bei der Zentral=Abteilung des Roten Kreuzes:
Frau Baronin von Oetinger 300 ℳ, Geh. Oberbergrat
Profeſſor Dr. Lepſius 100 ℳ, Charles Doerner,
Mil=
waukee, 10 ℳ, von dem Vorſtandsmitg ied des Deutſchen
Flottenvereins, Herrn Doſe, Eintrittsgeld für einen in
der Ludwigs=Oberrealſchule gehaltenen Vortrag über die
deutſche Marine, 29 ℳ, Wirklicher Geheimerat Römheld
Exzellenz 400 ℳ, Frau Amtsrichter Heiſe, Erlös für einen
verkauften Anhänger, 5 ℳ, von der Direktion der Eleonoren=
ſchule aus dem Erlös eines Vortrags 8 ℳ, durch Miniſter
von Hombergk Exzellenz, von dem landwirtſchaftlichen
Kränzchen, 600 ℳ, Profeſſor Dr. Rauch, Gießen, als
Er=
trag der Jahrbücher „Heſſen=Kunſt” (Kriegsausgabe)
300 ℳ, durch Pfarrer Gerhard, Griesheim, 32 ℳ, von
Sr. Durchlaucht dem Prinzen Franz Joſef von
Batten=
berg 500 ℳ, Frau Finanzrat Klingelhöffer, Erlös für ein
verloſt es Oelbild, 130 ℳ, Beigeordneter Beſt, Dolgesheim,
Ertrag eines Wohltätigkeitskonzertes, 68.15 ℳ, aus dem
Erlös von Arbeiten junger Mädchen 10 ℳ, von der
Kreiskaſſe Gießen, Beiträge für Oktober, November und
Dezember von den Bauaſpiranten Martin 6 ℳ, Kimpel
6 ℳ, Seim 15 ℳ, von Rechtsanwalt Rohde als Buße in
einer Privatklageſache 20 ℳ. Zuſammen 2539.15 ℳ.
Bei der Städtiſchen Sparkaſſe Darmſtadt: Von
Bei der Bank für Handel und Induſtrie: Ev.
Pfarramt Lengfeld i. Od. (5. Rate) 100 ℳ, Ev. Gemeinde
Staden 20 ℳ, Ev. Gemeinde Stammheim 60 ℳ,
Finanz=
miniſter Braun und Frau (4. Gabe) 100 ℳ, Beiträge von
Gemeinden des Kreiſes Alsfeld 980.50 ℳ, Lokalkomitee
vom Roten Kreuz Wöllſtein 64.40 ℳ, Zweigverein vom
Roten Kreuz Zwingenberg a. d. B. 106.93 ℳ, Ev.
Pfarr=
amt Arheilgen 62.50 ℳ, Ev. Kirche Nieder=Ingelheim
(Ertrag der I. de Roock’ſchen Stiftung in 1914) 116.05 ℳ,
Großh. Bürgermeiſterei Gräfenhauſen 63 ℳ, Ortsgruppe
Maſſenheim 15 ℳ, aus Ueberau (für den Monat
De=
zember) 44 ℳ, Gemeinde Beuern (2. Rate) 202 ℳ,
Kreis=
kaſſe Gießen 1431. 90 ℳ, Gemeindekaſſe Dudenhofen 99.80 ℳ,
Frau Major Schörke 100 ℳ, Darmſtädter Tagblatt 460 ℳ,
Ev. Pfarramt Burg=Gräfenrode 218 ℳ, Schulrat
Gunder=
loch, Dieburg, 45 ℳ, Ortsausſchuß des Roten Kreuzes
Weckesheim (Poſt Reichelsheim) 40 ℳ, Gemeinde Gedern
200 ℳ, Einzelgaben aus Gedern 52.70 ℳ, Strafgelder
für Fremdwörter aus Gedern 3 ℳ, Gemeinde Brandau
145.40 ℳ, Gemeinde Allertshofen 22.30 ℳ, Gemeinde
Hoxhohl 30.90 ℳ, Gemeinde Kleeſtadt 124.50 ℳ,
Orts=
ruppe des Roten Kreuzes Nieder=Wöllſtadt 504 ℳ, Ev
Pfarramt Klein=Zimmern 12 ℳ, Zweigverein des Roten
Kreuzes Vilbel 33 ℳ, Gemeinde Kempten 71 ℳ, Frau
Bürgermeiſter Schmidt für Zweigverein vom Roten
einer Privatklageſache 20 ℳ. Zuſammen 2539.15 ℳ.
Kreuz Oppenheim a. Rh. 263 ℳ, Bürgermeiſterei
Stamm=
heim (Heſſen) 78.70 ℳ, Sammelſtelle Groß=Umſtadt i. O.
280 ℳ, Bürgermeiſterei Rumpenheim 79 ℳ, Ev.
Pfarr=
amt Maulbach (Oberh.) 300 ℳ, Gemeinde Petterweil
15.35 ℳ und Gemeinde Holzhauſen 23.81 ℳ (beides zu
verwenden für die Hindenburg=Armee), Grube Meſſel
500 ℳ, Darmſtädter Tägl. Anzeiger 76.40 ℳ, Gemeinde
Eſchollbrücken 49.41 ℳ. Zuſammen 8193.55 ℳ.
Bei der Darmſtädter Volksbank: Kath. Pfarramt
Bei der Städtiſchen Sparkaſſe Darmſtadt: Von
Lehrern und Lehrerinnen der Darmſtädter Volks= und
Mittelſchulen 450 ℳ, desgl. 250 ℳ, Frau
Landgerichts=
rat Conradi 10 ℳ. Zuſammen 710 ℳ.
Eſchollbrücken 49.41 ℳ. Zuſammen 8193.55 ℳ.
Bei Hauptſtaatskaſſedirektor Derheimer: Von
Bei der Darmſtädter Volksbank: Kath. Pfarramt
Klein=Krotzenburg 88 ℳ, Schulrat Backes, Kreis Gr.=Gerau,
500 ℳ, Karl Berz 0.50 ℳ, Phil. Nicoley III., Roßdorf
3 ℳ, N. N. 10 ℳ, Staudinger 10 ℳ, Landgerichtsdirektor
Dr. A. Nagel 10 ℳ, Aktuariatsaſſiſtent David Schneider
1 ℳ Hilfskomitee des Roten Kreuzes Nieder=Erlenbach
bei Friedberg (Vorſ. Fabrikant Karl Wetzell) 343.25 ℳ,
Zweigverein des Roten Kreuzes Pfungſtadt 700 ℳ
Kommerzienrat L. Heyn (Gewinn aus verloſtem Anteil=
ſchein) 20 ℳ, Gemeinde Münſter b. Dieburg durch Großh
Bürgermeiſter Walter 100 ℳ. Zuſammen 178875 ℳ.
rat Conradi 10 ℳ. Zuſammen 710 ℳ.
Allen Gebern herzlichen Dank!
Bei Hauptſtaatskaſſedirektor Derheimer: Von
Heinr. Fornoff, 321 N Elmwood Ave Oak Park, Ill.,
200 ℳ, Hofoptiker J. Weingarten 1.40 ℳ, Heinr. Meyer
in Joinville (Braſilien), als Mitglied der
Deutſchbund=
gemeinde in Darmſtadt, 50 ℳ, Sammelſtelle Laubach
164 ℳ, Dr. Bauſch 5 ℳ, Armierungs=Munitionskolonne
beim Reſ.=Fußartillerie=Regiment Nr. 3, 6. u. 7. Batterie
in Belgien 40 ℳ, Frau v. Marchtal, Cannſtatt=Stuttgart,
100 ℳ, Hilfskomitee Nieder=Ingelheim 50 ℳ, in der Zeit
vom 21. November bis einſchl. 20. Dezember 1914 ſind
von heſſiſchen Beamten und Lehrern, ſowie von Dozenten
und Beamten der Techniſchen Hochſchule neben den von
den Einzelnen geſpendeten einmaligen Beiträgen durch
fortlaufenden Gehaltsabzug eingegangen 7511.98 ℳ.
Zuſammen 8122.38 ℳ.
Allen Gebern herzlichen Dank!
Zuſammen 8122.38 ℳ.
Familiennachrichten.
Die Geburt eines gesunden Jungen
zeigen hocherfreut an
Lehramtsassessor Ernst Büttner
z. Zt. im Feld
und Frau Gertrud, geb. Link.
Wimpfen a. N., den 13. Januar 1915.
(1192
Die Geburt eines kräftigen Knaben
(*990
zeigen hocherfreut an
Aug. Schäfer und Frau
Johanna geb. Bauder.
Darmstadt, Ludwigsplatz 6.
Todes-Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute Abend ½7 Uhr meinen innigstgeliebten,
guten Mann, unseren lieben Vater, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel
Aloys Engel
Fabrikant
nach schwerem Leiden, wohlvorbereitet durch den Empfang der hI. Sterbesakramente, im Alter
von 55 Jahren, zu sich in die Ewigkeit abzurufen.
In tiefer Trauer
Darmstadt, 14. Januar 1915.
Anna Engel, geb. Schumacher
Rich. Engel, Kriegsfreiw. im Pionier-Bat. Nr. 25
Helene Engel
Maria Engel
Viktoria Engel
Familie Schumacher.
Die Beerdigung findet Montag, den 18. Januar, um 11 Uhr, vom Portale des Waldfriedhofes
aus statt.
(1265
Kondolenzbesuche dankend verbeten.
Den Heldentod fürs Vaterland ſtarben:
Unſer lieber A. H.
Großh. Kreisgeometer
Heinrich Weber
Offizier=Stellvertreter Inf.=Regt. 136
bei einem Sturmangriff vor Yyern
am 30. Oktober 1914.
Unſer lieber A. M.
Ingenienr
Emil Spickhoff
Offizier=Stellvertreter Infant.=Regt. 53
am 1. Januar 1915 in Nordfrankreich.
Wir werden ihnen ſtets ein treues Andenken
bewahren!
Darmſtadt, den 15. Januar 1915.
Ver Akademiſche Berein.
1249)
J. A.: Rudolf Burk.
Todes=Anzeige.
Den Tod fürs Vaterland ſtarb infolge
ſchwerer Erkrankung heute früh ½7 Uhr im
Garniſonlazarett unſer lieber Sohn und Bruder,
Erſatz=Reſerviſt
Hch. Ernſt Völger
Infanterie=Regt. Nr. 143, 3. Komp.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Peter Völger VI., Schloſſermeiſter.
Arheilgen, den 15. Januar 1915.
Die Beerdigung findet ſtatt: Sonntag,
Nach=
mittag 3 Uhr, in Arheilgen.
(1253
Dankſagung.
Für die warme Anteilnahme beim
Verluſt unſeres geliebten Mannes und
Vaters ſagt herzlichen Dank
Im Namen der ganzen Familie:
Frau Emilie Cramolini.
Darmſtadt, Mainz, Cöln=Deutz, Rathenow,
(B1220
den 15. Januar 1915.
Statt jeder beſonderen Anzeige.
Nach langem bangem Warten geſtern die
traurige Nachricht erhalten, daß unſer
heiß=
geliebter, einziger Sohn und herzensguter
Bruder, Neffe und Vetter, der
Kriegsfreiwillige
Wiuh Dimorich
im Infanterie=Regt. 143, 5. Komp.
am 8. November v. J. bei Velthok=Ypern, in
noch nicht vollendetem 22. Lebensjahre, den
Heldentod fürs Vaterland erlitten hat.
In tiefem Schmerz:
Wilhelm Zimbrich.
Dinchen Zimbrich, geb. König.
Frieda Zimbrich.
Elly Zimbrich.
Darmſtadt, den 13. Januar 1915. (*914
Von Beileidsbeſuchen bitten wir gütigſt
abſehen zu wollen.
Am 16. Dezember ſtarb den Heldentod für
das Vaterland in Rußland unſer
innigſt=
geliebter, unvergeßlicher Sohn, Bruder, Schwager
und Onkel
Georg Kroll
Erſatz=Reſerviſt im Reſerve=Infant.-Regt.
Nr. 116.
Familie Ph. Kroll.
Familie Ludwig Wenz.
Familie Auguſt Preiß.
Darmſtadt, 15. Januar 1915.
(*948
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Verwandten, Freunden und Bekannten
hier=
mit die traurige Nachricht, daß geſtern früh 6 Uhr
unſere gute Mutter und Großmutter
Frau Marie Klöſer
geb. Kimpel
nach kurzer Krankheit im 84. Lebensjahre ſanft
entſchlafen iſt.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 15. Januar 1915. (1259
Die Beerdigung findet Samstag, den 16.
Januar, vormittags 11 Uhr, vom Krankenhauſe,
Grafenſtr. 9, auf dem Beſſunger Friedhof ſtatt.
Todes=Anzeige.
Nach langer Ungewißheit erhielten wir die
traurige Nachricht, daß mein herzensguter,
un=
vergeßlicher Mann, der treuſorgende Vater
ſeiner Kinder, unſer lieber, guter Sohn, Bruder,
Schwiegerſohn, Schwager und Onkel
Wilhelm Ruths
Wehrmann im Reſ.=Inf.-Regt. 116, 4. Komp.,
am 23. Oktober vor. Jahres, in der Schlacht
von Le Quesne durch eine feindliche Kugel
tötlich getroffen wurde.
Darmſtadt, 15. Januar 1915.
In tiefem Schmerz:
*1000)
Frau Marie Ruths und 4 Kinder,
Familie Wilhelm Ruths,
Familie Ludwig Ruths.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
ſowie die reichen Kranzſpenden bei dem ſchweren
Verluſte unſeres innigſtgeliebten Gatten, Sohnes
und Bruders
Anguſt Mlertſching
ſagen wir Allen herzlichen Dank. Insbeſondere
vielen Dank dem Herrn Pfarrer Velte für ſeine
troſtreiche Grabrede, ſowir Allen denen, die den
Entſchlafenen bei ſeinem ſchweren Krankenlager
tröſteten.
(1225
In tiefer Trauer:
Emma Mertſching, geb. Ebeling.
Eliſe Mertſching, geb. Alleborn.
Villenkolonie Eberſtadt, den 15. Januar 1915.
Die Verlustlisten
ſämtlich von der erſten erſchienenen
der ganzen deutſchen Armee liegen
Liſte bis zu den neueſten Liſten in unſerer Geſchäftsſtelle
zur Einſichtnahme auf.
Wetterbericht.
Eine Aenderung der allgemeinen Wetterlage iſt nicht
eingetreten. Die den ganzen Weſten und Norden bedeckende
Depreſſion hat ſich vertieft und über Mitteleuropa
aus=
gedehnt. Die milde und trübe Witterung dauert an.
Wetterausſichten für Samstag: Bedeckt, zeitweiſe
Niederſchläge, mild, ſüdweſtliche Winde.
Tageskalender.
Samstag, 16. Januar.
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende nach
10 Uhr (Volksvorſtellung): „Als ich noch im
Flügel=
kleide‟.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton.
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Kurt Mitſching; für den
Anzeigen=
teil, Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem Ge=
ſchäftsleben: Paul Lange, ſämtlich in Darmſtadt. — Für
den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an
die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche
wer=
den nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden
nicht zurückgeſandt.
Groser Saison-Ausverkauf!
In allen Abteilungen bedeurende
Dhierbreis-Posten
50
1223
Extra-Rabatt
auf alle im Preise nicht
ermäßigte Waren,
ausgenommen
Harn debr- Komsennu Narht
„Netto-Artikel‟
Smeue
Weiblich
Deſeres Fräuteinſuch änſange=
ſtelle als angehende Verkäuferin
(gleich welcher Branche). Ang. unt.
856 an die Geſchäftsſt.
(*994
Dausbaherm.
Sehr tücht. Frau, mittl. Jahr.,
würde in Haushalt (evtl. Geſchäft)
die Hausfrau erſetzen. Gefl.
An=
gebote mit Gehaltsangabe erbeten
unt. § 77 a. d. Geſchäftsſt. (*941sim
Junge Frau ſucht abends Büro
od. Laden z. putzen oder mittags
2 Stund. Darmſtr. 8, Manſ. (*989
Sa. Frau
ſucht Aushilfe, geht
auch Putzen
Soderſtr. 48. Hechler. (*1005
Perſ., tücht. Schaelderin empf.
ſich in u. auß. d. H., zu ſol. Preiſen.
*241mss) Heidelbergerſtr. 45, II.
Suche bei verehrl. Hausfrauen
noch Kundſchaft im
Weisszeugnähen
Flicken, ſowie ſonſt. Handarbeiten.
Anfr. u. § 78 a. d. G ſchäftsſt. (*945
Aelteres Madchen ſucht noch
Kunden zum Waſchen. Näh.
Teich=
hausſtraße 38, Hinterb., p. (*915
Männlich
Gerb. ſteihigerMau, mit ſchriſtl.
Arb. vertr., ſ. Beſchäft. Ang. unt.
§ 57 an die Geſchäftsſt. (*922
Tlcht. zuverläſ. Schweizerm. gut.
Zeugn. ſucht Stell. Eintritt ſof.
A. Graf, Groß=Bieberau. (*968sg
Braver Junge
WVollsſchüler
ſucht Lehr=
ſtelle auf kaufm. Büro oder bei
Rechtsanwalt. Angeb. u. § 89
an die Geſchäftsſtelle.
(*1002sg
Oe Ze
Weiblich
Kontoristin
ſofort geſucht
Herzberger & Weger
*900fs) Karlſtr. 3.
Ein Alteres
Fräulein
das mit Büro= und
Regiſtratur=
arbeiten, ſowie in Stenographie u.
Maſchinenſchreiben Fertigkeit hat,
könnte baldigſt in einem hieſigen
Geſchäfte angenehme Stell. finden.
Angebote mit näheren Angaben u.
Gehaltsanſprüch. unt. 8 10 an die
Geſchäftsſtelle ds. Bl. (1010msi
Cüchtige Handnäherin
auf Mützen ſofort geſucht.
*950)
Mollerſtr. 41, II. Hth.
für mein Delikateſſen=Geſchäft
ſuche per ſofort jüngere
Verkäuferin.
Georg Ludwig Kriegk
Rheinſtraße 17. (1255
Lehrmädch., aus guter Familie,
für die Kurz= u. Wollwarenbranche
geſucht. Landwehrſtr. 15. (595a
Ein Mchen
an Büfett geſucht, weiches
Haus=
arbeit mit übernimmt.
Anfangs=
gehalt 25 Mk. pro Monat m. freier
Station. Karl Rieſterer, Oekonom
Offz.=Kaſino, Tr.=Uebgspl. (936ms
Ein brabes, ehrliches Mädchen
geſucht, welches etwas von Kaffee=
und kalter Küche verſteht.
Anfangs=
gehalt 30 Mk. pro Monat mit fr.
Station. Karl Riesterer,
Oeko=
nom, Offizier=Kaſino, Truppen=
übungsplatz.
937ms
Tücht., chrl. Häuchen
für den ganzen Tag geſucht. Das=
ſelbe muß bürgerlich kochen können.
Zu erfragen Pankratiusſtraße 2½,
Laden.
(1072mfs
Mädchen
für leichte Näharbeit
ſofort geſucht Karl=
ſtraße 58, 3. St., r.
(*989
Saubere, zuverläſſige
Aufwart=
frau v. 8—11 Uhr ſofort geſucht.
Hügelſtraße 29 part.
(*961
Junges Mädchen aus guter
Familie nachmittags zu zwei
Kindern geſucht. Angebote unter
§ 79 an die Geſchäftsſt. (*944
Unabhängige Monatsfrau oder
=Mädchen für nachmittags geſucht
Soderſtraße 110, II. (*1008
Aelt. Frau
zur Führung des
Haushalts per
ſofort geſ. Gardiſtenſtr. 12, I. (*1006
En im Nähen, Bügein und
Servieren durchaus bewandertes
Hausmädchen wird zum 1. Febr.
geſucht. Nur ſolche mit langjähr.
Zeugniſſen aus guten Häuſern
wollen ſich vorſtellen zwiſchen 4 u.
5 Uhr nachm. bei Pran lustigrat
Bender, Heinrichſtr. 12. (1258sids
Zuverl.
beſeres Alleinmädchen,
das kochen kann, für guten, ruhigen
Haushalt zum 1. Februar geſucht.
Erfragen in der Geſchäftsſt. (*1013
Suche Köchinnen, perſelte u. gut
bürgerliche, Hausmädchen die
näben, bügeln, ſervieren können,
Alleinmädchen, die kochen u. nicht
kochen können, beſſeres älteres
Kindermädchen zu 1 Kinde,
Allein=
mädchen für gute Geſchäftshäuſer
für ſof., 1. u. 15. Febr. u. 1. März.
Frau Minna Dingeldein
gewerbsmälige Stellenvermiitlerin
Eliſabethenſtr. 5, Tel. 531. (*1010
Uinabhängiges Laufmädchen
oder Frau ſofort geſucht. Vik=
(*934
toriaſtraße 24, part.
Solides, reinliches Mädchen
für 1. Februar geſucht. Stift=
(*942
ſtraße 7, 2. St.
Einfaches Mädchen
das ſchon gedient hat, zum 1. Febr.
von älterem Ehepaar geſucht
Näheres Geißenſee 10. (*921
Ein Servierfräulein
A
ſofort geſucht
Obergaſſe 3 (Ratskeller).
Saubere Lauffrau vorm. 2 Std.
(*842ds
geſucht. Heinrichſtr. 50.
Tücht. Waſchfrau für Montags
geſ. Sobuchmann, A-tilleriestr. 10. (*101g
Mädchen für morgens, das in
d. Nähe d. Kiesſtr. wohnt geſ. Näh.
Fil.=Geſchäftsſt. Kiesſtr. 34. (VIII1238
Sauberes Laufmädchen geſucht
Niederramſtädterſtr. 36, II (*971
Eine Haufrmn geſucht Wil.
helminenſtraße 35, 2. Stock. (*965
Sitr Ma
oder älteres Mädchen, welches in
all. Hausarb. erfahr. iſt, f. tagsüb.
in ein. kl. Haush. geſucht. Zu erfr.
in der Geſchäftsſtelle.
(*964
Sauberes Laufmädchen für
nachmittags ½2—5 Uhr geſucht.
Schützenſtraße 7, II.
(*963
Ebrliches, ſolldes und fleißiges
Mädchen zu älterem
Ehe=
paar geſucht. Näheres in der
Geſchäftsſtelle.
(1226so
Saub. Laufmädchen v. 5—4 Uor
geſucht. Eliſabethenſtr. 52. (*956
Offene Stellen
aller Berufe
enthält ſtets
die Zeitung: Deutſche Vakanzen=
Poſt, Eßlingen 143. (I, 1241
Neueste Erimnaung
(Kaiſ. Pat.=Amt Nr. 620912)
jahrelang ſichere Exiſtenz für Herren
u. Damen, für Deutſchland
ſtaaten=
weiſe zu verkaufen. (Ausgenommen
Baden und Württemberg).
Er=
forderlich zirka 200 Mk. Nach
Er=
halt von Mk. 1.50 Freizuſendung
von Muſter durch Zimmermann &
Co., Heidelberg.
(*810dfs
zum sot. Eintritt gesucht
militärfreier, junger
(993ism
Herr oder Dame
für Stenographie und
Schreib=
maſchine, ferner
tüchtiger Beamter
für Magazinverwaltung geſucht
Angeb. unter § 2 Geſchäftsſtelle.
Zum ſofortigen Eimtrit ſucht eine
Großhandlung einen perfekten
Btenographen
und Maſchinenſchreiber mit den
nötigen kaufmänniſch. Kenntniſſen.
Angebote mit näheren Angaben u.
Gehaltsanſprüch. unt. § 14 an die
Geſchäftsſtelle ds. Bl. (1009msi
Tücht., erfahrener u. euergiſcher
Badranter
der bereits in Baugeſchäften auf
größeren Bauſtellen tätig war,
zum ſofortigen Eintritt
gesucht.
Offerten mit kurzem Lebenslauf,
Bildungsgang und Angabe der
bisherigen Tätigkeit ſind unter
Beifügung von Zeugnisabſchriften
zu richten unter W. 501 F. M.
an Rudolf Mosse,
Mann-
heim.
(I,1217
Bansechlonger gan.
Näheres i. d. Geſchäftsſt. (*977sg
Tüchtigen Bauſchloſſer und
(*816ds
Lehrling ſucht
J. Huhn, Ludwigshöhſtr. 19.
Spengler und Inſtallateur.
auch jüngerer, in dauernde Arbeit,
ſowie kräftiger Lehrling geſucht.
A. Guntrum, Stiftſtr. 52. (852a
Wir ſuchen für unſere Karoſſerie=Abteilung für ſofort
oder ſpäter:
Schloſſer, Anſchläger, Schmiede,
Blech=
treiber, Garnierer, Polſterer, Tapezierer,
Kiſſenmacher und Verdeckmacher, ſowie
Schneider und Portefeuiller,
die mit der Nähmaſchine arbeiten können.
(944ids
Schriftlichen Offerten ſind tunlichſt Zeugnisabſchriften
beizufügen.
Adlerwerke, vorm. Heinrich Kleyer, A.=G.
Frankfurt a. M.
Hoher Veruienst!
Suche für den Vertrieb einer
Wohlfahrtsſache geeigneten Herrn
oder Dame zwecks Uebergabe der
Vertretung für Darmſtadt und
Umgebung. 50/100 Mk.
erforder=
lich.
(*943
P. Löding
Frankfurt a. M.
Kesselschmiede
Nieter, Stemmer
u. Zuschläger
finden lohnende Beſchäftigung
An=
meldung bei Werkführer Ernſt.
Badische Anilin- u. Soda-Fabrik,
Ludwigshafen. (1117dfs
Fabrik Oppau, Gasbehältermontage.
Tüchtige, ältere
Schlosser u.
Dreher
ſofort geſucht.
(872gms
The Turner Company A.-G.
Oberursel a. T.
Tüchtiger
(1189
Arbeiter
geſucht Rheinſtraße 26. Vorzu=
ſprechen Montag von ½8—9 Uhr.
Ein braver junger Mann
für 1 Pferd, der auch Schweine
füttert, geſucht. Lohn 10 Mk. pro
Woche mit freier Station. Nur
gut=
empfohlene Leute woll. ſich melden.
Karl Riesterer, Oekonom, Offz.=
Kaſino, Truppenübungspl. (938ms
Hausbursche
jüngerer, vom Lande, Radfahrer
mit guten Zeugniſſen, zum ſoforti=
(1049a
gen Eintrit geſucht.
Karl Illert, Schweinemetzgerei
Darmſtadt, Wendelſtadtſtr. 20.
Tächt. Hausbursche
ſofort geſ. Frankfurterſtr. 6. (*987
eräe
Hausburſche
mit guten Zeugniſſen zu möglichſt
ſofortigem Eintritt geſucht. (1147fs
Friedrich Schaefer
Ludwigsplatz 7.
Kräft. Hausburſche
geſucht
(1262
Gg. Appfel, Schloßgaſſe 34.
Hausburſche (Radfahrer) ge=
ſucht. Karlſtr. 18, part.
(*973
Zahnarzt
ſucht einen
tüchtigen
Lehrjungen
wenn mögl. bis zu Oſtern. Angeb.
u. § 91 an die Geſchäftsſt. (*999sm
Lehriinssstche
auf Oſtern zu beſetzen.
Berechtigung zum Einjährigen
erforderlich.
(*951sg
Emil Sander
Kleider= und Uniformfabrik
Bismarckſtraße 54.
Kaufmänn. Lehrling
aus guter Familie mit guten
Schul=
zeugniſſen in Weinhandlung für
Oſtern geſucht. Selbſtgeſchr. Ang.
u. S85 a. d. Geſchäftsſt. (1245si
Die Dame,
Pir den Schien m.
grauem Griff ſich in
hieſ. Geſchäft angeeignet, w. erſucht
denſ. umgeh. abzug., andernf. Anz.
erfolgt. Näh. Geſchäftsſtelle. (*926
G
Verloren
eine große, gelbe Haarnadel
mit goldenem Kopf. Dem
Wiederbringer eine gute
Beloh=
nung Riedeſelſtraße 12. (*913sg
Goldene Damſehanr
verloren
auf dem Wege Martinſtraße,
Herd=
weg, Hermannſtraße, Karlſtraße.
Abzugeben gegen Belohnung
Martinſtraße 41.
(*936
Unser diesjähriger
Driser-esvennttef
in unserem Spezial- Kinderkonfektions-Geschäft
Wilhelminenstraße 17½
beginnt am Montag, den 18. Januar
Wir machen schon an dieser Stelle darauf aufmerksam, daß wir
ganz besondere Vorteile bieten werden
Eri berefnn& 29.
1248
Wilhelminenstraße 17½
Kaufmänniſcher Stellennachweis.
Das ſeither in der Handelskammer untergebrachte Büro des
kaufmänniſchen Stellennachweiſes iſt für die Dauer des Krieges in
die Geſchäftsräume des öffentlichen Arbeitsnachweiſes, Waldſtraße 19,
Fernruf Nr. 371, verlegt worden.
Die Herren Geſchäftsinhaber werden erſucht, die Einrichtung
(818ss
rege zu benutzen.
Arbeitsamt.
Zehnklaſſige höhere Mädchenſchule
Teleph. 1605 12 Sandſtraße 12 Gegr. 1870
verbunden mit
privater Frauen=u. Haushaltungsſchule
Unterricht nach den Vorſchriften für die höheren Mädchenſchulen
des Großherzogtums Heſſen. — Klaſſiſches Turnen.
(784a
Näheres durch
Frau A. Merkelbach, Schulvorſteherin.
20 bis 30 Prozent sparen Sie
wenn Sie Ihren Bedarf in eleganter.
Herren u. Knuben Bekteldung
sovis Konfirmanden-Anzüge
in meinem
Saison-Ausverkauf
decken.
1260
Wilhenn beuster
Markt 11½, Ecke Marktstrasse.
Mainzer Roſenkohl
per Pfund 20 Pfg.
Prachtvolle Mainzer Sellerie,
Mainzer Karotten, roteRüben u.
Schwarzwurzel billigſt bei Prau
Stilling Wwe., Hochſtr. 4. (1015
Gleg. u. einf. Herren= u. Damen=
Kleider und Mäntel zu
ver=
kauf. Wo, ſ. d. Geſchäftsſt. (*940si
Ein Prahrat.
(Panther) billig
zu verkaufen
(*920
Mauerſtraße 24, part.
12 Apoſtel=Cee
feiner Artikel für Wiederverkäufer
u. Hauſierer, b. Gg. Beckenhaub,
Eberſtadt, Seeheimerſtr. 20. (*993
Oe
Berlitz-Methode
Sprach-Unterricht
Karlstr. 63. (*791dfs
Schreibmaſchinen=Unterricht
nur neue Maſchinen.
Stenographie (Gabelsberger)
Aufnahmen jederzeit. Zahlung
mo=
nalch.
(273a
H. Opel, Schützenſtraße 5,
1. Stock.
Mathematik d. akad. gebild. Lehrer
Sorgfält. ſchnelle Förderung. Mäß
Honor. Wittmannſtr. 30, I. (B274
Erfahrene Lehrerin
erteilt Unterricht in Deutſch, Franz.
u. Ital. (Gramm., Konverſ.,
Lit=
teratur); auch Latein für Anfänger.
Beſte Refer. Zu erfr. in der Ge=
ſchäftsſtelle ds. Blattes. (791sms
Wergibt lint.=1
Aichhilfe=Stunde?
Sekundaner
Gefl. Angeb. u. § 94 Geſchäftsſt.(*
Uſer erteilt einem Realgymna=
ſiaſten von 13 Jahren
Nach=
hilfeſtunden in Latein u.
Fran=
zöſiſch. Ang. u. 884 Geſchäftsſt. (*984
Klavierunterricht
wird erteit,
Std. 60 Pfg.
Ang. unt. § 82 Geſchäftsſt. (*967
Wer
ertelt Anſ.=Uintericht im
Skizzieren? Angeb. erb.
unter § 22 a. d. Geſchäftsſt. (*916
Violinunterricht
geſ. Angeb.
m. Preis p.
Std. u. § 74 a. d. Geſchäftsſt. (*919
Dücker-Innung Darmstadt.
An unſere werte Kundſchaft!
Indem der hohe Bundesrat beſtimmt hat, daß vom
15. Januar in unſeren Betrieben die Arbeit von
abends 7 bis morgens 7 Uhr verboten iſt, teilen wir
unſeren werten Abnehmern mit, daß wir morgens
Mürbes (Wickelweck), dann die Brötchen backen und
gegen Abend von 5 bis 7 Uhr austragen laſſen.
Be=
treffs Sonntags werden wir noch näheres bekannt geben.
Durch die hohen Mehlpreiſe, welche ſchon ſeit der
Mobilmachung beſtehen, ſind wir gezwungen, einen
Aufſchlag des Brotes eintreten zu laſſen.
(1230
Darmſtadt, den 15. Januar 1915.
Der Vorſtand.
Die Dauerausſtellungdes ſtädt. Gaswerks
Grafenſtraße 30 zeigt Fernſprecher 360
die Verwendung des Gaſes
zum Leuchten,
Kochen,
Braten,
Backen,
zur Warmwaſſerbereitung,
zur Raumbeheizung,
zum Kraftbetrieb
und zu verſchiedenen Zwecken der Induſtrie.
Eintritt frei.
(588a) Kein Verkauf.
Heilinstitut für Beinkranke (838a
Beingeschwüre, Beinflechten, Adernentzündung, Plattfuss
Spezialarzt Dr. med. Franke
Behandlung ohne Bettruhe, Operation u. Berufsstörung.
Frankfurta. M., Kaiserstr. 66,
Ecke Moselstr., Klosterhof.
NurDienstag u. Freitag 1—5Uhr
Unbemittelte und Frauen von Kriegern kleines Honorar!
Neue
fehderane Reihoſe mit
Lederbeſatz abzugeben. Zu
erfragen in der Geſchäftsſt. (*939
Pelerichrant mit Amnmant=
ſpiegel, faſt neu, billig zu
ver=
kaufen Schuchardſtr. 1, II. (*954
Bekanntmachung
über die Vertretung eines Genoſſen in der Generalverſammlung einer Erwerbs=
und Wirtſchaftsgenoſſenſchaft und über das Ausſcheiden aus der Genoſſenſchaft.
Vom 17. Dezember 1914.
Der Bundesrat hat auf Grund des § 3 des Geſetzes über die Ermächtigung des
Bundesrates zu wirtſchaftlichen Maßnahmen uſw. vom 4. Auguſt 1914 (Reichs=Geſetzbl.
S. 327) folgende Verordnung erlaſſen:
§ 1. Gehört ein Genoſſe einer eingetragenen Genoſſenſchaft zu den Perſonen,
die im § 2 des Geſetzes, betreffend den Schutz der infolge des Krieges an Wahrnehmung
ihrer Rechte behinderten Perſonen, vom 4. Auguſt 1914 (Reichs=Geſetzbl. S. 328)
be=
zeſchnet ſind, ſo fann er ſein Stimmrecht in der Generalverſammlung durch einen
Be=
pollmnächtigten ausüben. Für die Vollmacht iſt die ſchriftliche Form erforderlich und
genügend. Ein Bevolimächtigter kann mehr als einen Genoſſen vertreten.
§ 2. Iſt bei dem Gerichte, das die Liſte der Genoſſen führt, infolge des Krieges,
ein, wenngleich nur vorübergehender Stillſtand der Rechtspflege eingetreten, ſo gilt, falls
die Tatſache, die gemäß §§ 65 bis 68 des Geſetzes, betreffend die Erwerbs= und Wirt=
ſchaftsgenoſſenſchaften, das Ausſcheiden eines Genoſſen begründet, nicht bis zum Schluſſe
des Geſchäftsjahres, zu dem das Ausſcheiden erfolgen ſoll, in die Liſte eingetragen
iſt, das Ausſcheiden auch ohne Eintragung mit dem Schluſſe dieſes Geſchäftsjahrs als
erfolgt. Unter der gleichen Vorausſetzung findet, falls der Tod eines Genoſſen nicht
bis zum Schluſſe des Geſchäftsjahrs in die Liſte der Genoſſen eingetragen iſt, die im
§ 125 Abſ. 2 des Geſetzes gegebene Vorſchrift über die Haftung des Erben für die
bis zum Tage der Eintragung von der Genoſſenſchaft eingegangenen Verbindlichkeiten
keine Anwendung.
Die im § 69 des Geſetzes bezeichnete Verpflichtung des Vorſtandes, die
Ein=
tragung in die Liſte zu veranlaſſen, wird durch die Vorſchriften des Abſ. 1 nicht
be=
rührt; konnte der Vorſtand der Verpflichtung nicht bis zu dem im § 69 bezeichneten
Zeitpunkt nachkommen, ſo hat er das Ausſcheiden in dem von ihm geführten
Ver=
zeichnis der Genoſſen zu vermerken und das zur Eintragung in die Liſte Erforderliche
unverzüglich nach Wegfall des Hinderniſſes nachzuholen.
§ 3. Dieſe Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündung in Kraft.
Berlin, den 17. Dezember 1914.
(1188
Der Stellvertreter des Reichskanzlers
Delbrück.
Bekanntmachung.
Die nachſtehende Bekanntmachung Großherzoglichen Mintſteriums des Innern
vom 13. des. Mis,. bringen wir hiermit zur dfentlichen Kennnis. Hterbet weiſen wir
darauf hin, daß die von den Fabrikanten und Händiern nach Zifer b der
Bekannt=
machung bei den Ortspolizeibehörden einzureichenden Nachweiſungen Art Menge
und Aufbewahrungsort der ſichergeſtellten Decken und Namen (Firma) der Beſitzer zu
enthalten und daß die Beſtände vorläufig in den Lagerräumen zur alleinigen Ver=
ügung des Kriegsminiſteriums zu verbleiben haben. Uber die Freigabe einzeiner
Stücke oder eines Teils der beſchlagnahmten Menge trifft das Königlich Preußiſche
Kriegsminiſterium ſpäter Beſtimmung.
(1228
Darmſtadt, den 15. Januar 1915.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß von dem Königlich
Preußiſchen Kriegsminiſterium angeordnet worden iſt, daß
*a) ſämtlichen Fabrikanten und Händlern die Veräußerung der bei ihnen
lagern=
den eigenen und fremden Beſtände, ſowie der eigenen bei Spediteuren und
in Lagerhäuſern lagernden Beſtände an wollenen, wollgemiſchten,
halb=
wollenen und baumwollenen Decken, ſowie an Filzdecken — ſoweit nicht
die Stücke nachweislich zur Ausführung eines unmittelbaren Auftrages einer
Heeres= oder Marine=Dienſtſtelle beſtimmt ſind — bis auf Weiteres verboten
iſt, und
b) daß die Fabrikanten und Händler den Ortspolizeibehörden binnen 3 Tagen
nach Erlaß der Anordnung eine Aufſtellung dieſer Beſtände einzureichen
haben, ſoweit es ſich um mindeſtens 50 Stück insgeſamt handelt, damit die
Heeresverwaltung dieſe Beſtände nötigenſals ankaufen kaun.
Darmſtadt, den 12. Januar 1918.
Großherzogliches Mintſterium des Innern.
v. Hombergk.
Krämer
Bekanntmachung.
Bekanntmachung.
Die Lieferung der Schreibmaterialien für die unterzeichneten Behörden im
Rechnungsjahre 1915 ſoll im Wege des öffentlichen Wettbewerbs vergeben werden.
Angebote ſind bis zum 1. Februar ds. Is. bahier einzureichen.
Die miniſteriellen Vorſchriften finden Anwendung, insbeſondere ſind für die
Eigenſchaften des Papiers die in der Bekanntmachung des Großh. Staatsminiſteriums
vom 17. Januar 1907 (Reg.=Bl. Nr. 7 von 1907) vorgeſchriebenen Beſtimmungen
maßgebend.
(1231
Darmſtadt, den 12. Januar 1915.
Großherzogliche Provinzial=Direktion Starkenburg
und
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Am 18., 19., 20., 21., 22. und 23. Januar 1915 wird auf dem Truppen=
Gbungsnlaß mit Infanterie=Munition ſcharf geſchofen. Der Plan wird am 18. und
23. Januar d. Js. von 1 bis 5 Uhr nachmittags, an den übrigen Tagen von 12 Uhr
mittags bis 5 Uhr nachmittags geſperrt.
Die Abſperrung erſtreckt ſich bis zum Landgraben.
1243sid
Darmſtadt, den 14. Januar 1915.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: von Starck.
In einem Gehöfte der Gemarkung Lämmerſpiel (Kreis Offenbachſ iſt die Maul=
Darmſicht, den 4. Januar 1913.
(1232
und Klauenſeuche ausgebrochen.
J. V.: von Starck.
In einem Gehöfte der Gemarkung Lämmerſpiel (Kreis Offenbachſ iſt die Maul=
Darmſicht, den 4. Januar 1913.
Betreffend: Das Kriegs=Erſatzgeſchäft für 1915 im Kreiſe Darmſtadt.
Der Zivil=Vorſtzende der Großh. Erſatzkommiſſion Darmſtadt
au die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Unter Bezugnahme auf die wiederholt erfolgte diesſeitige Bekanntmachung des
Muſterungstermins empfehſe ich Ihnen ſich an den in derſelben näher bezeichneien
Tagen mit den Miltäkrpflichtigen Ihrer Gemeinden vormittags 7½ Uhr zum
Muſterungsgeſchäft einzufinden.
Die betr. Militärpflichtigen ſind darauf aufmerkſam zu machen, daß ſie ſich in
den Straßen Darmſtadts und im Muſterungslokal ruhig und anſtändig zu betragen
haben und namentlich nicht im angetrunkenen Zuſtande vor der Erſah=Kommiſton
(1232
und Klauenſeuche ausgebrochen.
erſcheinen dürfen. Zuwiderhandelnde werden alsbald in Gewahrſam gebracht und
unter Umſtänden entſprechend beſtraft.
Militärpflichtige, welche nicht pünktlich erſcheinen, ſind, ſofern ſie dadurch nicht
eine härtere Strafe verwirkt haben, mit Geldſtrafe bis zu 30 Mk. oder mit Haft bis
(677dss
zu 3 Tagen zu beſtrafen.
Dr. Reinhart.
Bekanntmachung.
Betreffend: Geſuche um Befreiung und Zurückſtellung Militärpflichtiger vom
Militär=
dienſt während des Krieges.
Auf Anordnung des ſtellvertretenden Königl. Generalkommandos 18.
Armee=
korps weiſe ich auf das Nachſtehende hin:
1. Alle Geſuche um Befreiung und Zurückſtellung vom Militärdienſt, ſoweit es
ſich um Miltärpſlichtige handelt, die im ſreiſe Darmſtadt wohnen, (
geſelungs=
pflichtig ſind), ſind bei den Großh. Bürgermeiſtereien des Wohnorts
anzu=
bringen, von welchen ſie mir vorgelegt werden. Die Geſuche ſind eingehend
zu begründen und durch Beiſchluß von Vermögensbeſcheinigungen, ärztlichen
Atteſten und ſonſtigen der Sache dienlichen Beſcheinigungen, gehörig zu belegen.
Mündliche Geſuche ſind nicht zuläſſig.
2. Nach erfolgter Einberufung der Militärpflichtigen können Reklamationen nach
den Beſtimmungen der Wehr=Hrdnung nicht mehr erhoben werden, ſoiche ſind
vielmehr nur noch möglich bei noch nicht eingeſtellten Rekruten und ſolchen
Militärpflichtigen, die bereits früher auf Grund einer eingereichten Reklamation
vorläufig zurückgeſtellt wurden.
In allen übrigen Fällen können nur Zurückſtellungen in Betracht kommen.
Darmſtadt, den 5. Januar 1914.
(783a
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion des Aushebungsbezirks
Darmſtadt.
Dr. Reinhart.
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum
einjährig=
freiwilligen Militärdienſt im Frühjahr 1913.
Die jungen Leute, welche beabſichtigen, ſich der im Frühjahr 1915
ſtattfinden=
den Prüfung zu unterziehen, werden hierdurch aufgefordert, ihre Geſuche um
Zu=
laſſung bei Meidung des Ausſchluſſes von dieſer Prüfung
ſpäteſtens bis zum 1. Februar 1915
bei der unterzeichneten Kömmiſſion einzureichen.
Hinſichtlich der Anbringung der Geſuche wird das Folgende bemerkt:
1. Das Geſuch iſt bei der unterzeichneten Prüfungs=Kommiſſion nur dann
einzureichen, wenn der ſich Meldende im Großherzögtum Heſſen ſeinen
dauernden Aufenthaltsort hat.
Bei Einſendung durch die Poſt iſt die Sendung an die Kommiſſion
nicht an den Vorſitzenden zu richten.
2. Die Zulaſſung zur Prüfung kann in der Regel nicht vor vollendetem
17. Lebensjahr erfolgen.
3. Das Geſuch muß von dem Betreffenden ſelbſt geſchrieben ſein. Auch
erſcheint es zweckdienlich, wenn ſteis die nähere Adreſſe angegeben wirb.
4. Dem Geſuche ſind folgende Papiere beizufügen:
a) Geburtszeugnis (Auszug aus dem Zivilſtands=Regiſter, nicht Taufſchein).
b) Die Einwilligung des geſetzlichen Vertreters nach folgendem Muſter,
Erklärung
des geſetzlichen Vertreters zu dem Dienſteintritt als Einjährig=
Freiwilliger.
Ich erteile meinem Sohne (Mündel)
-geboren am
zu-
meine Einwilligung zu ſeinem
Dienſteintritt als Einjährig=Freiwilliger und erkläre
gleichzeitig-
a) daß für die Dauer des einjährigen Dienſtes die Koſten des Unter=
— halts mit Einſchluß der Koſten der Ausrüſtung, Bekleidung und
Wohnung von dem Bewerber getragen werden ſollen:
b) daß ich mich dem Bewerber gegenüber zur Tragung der Koſten
des Unterhalts mit Einſchluß der Koſten der Ausrüſtung,
Be=
keidung und Wohnung für die Dauer des einläbrigen
Bienſte=
verpflichte, und daß, ſoweit die Koſten von der Militärverwaltung
beſtriten werden, ich mich dieſer gegenüber für die Erfahpſicht
des Bewerbers als Selbſtſchuldner verbürge.
—den
—19.
Vorſtehende Unterſchriſt de-
und zugleich, daß der Bewerber d.-
Ausſteller-der obigen
Er=
klärung
nach-
den Vermögensverhältniſſen zur Beſtreitung der
Koſten fähig iſt, wird hiermit obrigkeitlich beſcheinigt.
den=
G. 5
Je nachdem von dem Bewerber ſelbſt oder ſeinem geſetzlichen Vertreter
die Koſten getragen werden, iſt in der Erilärung Satz a oder b und ſind
dementſprechend in der Beurkundungentweder die Worte , der Rewerber oder
nder Ausſtelter der obigen Erlärung‟ anzuwenden, das Nichtzutrefende
dagegen zu ſtreichen.
e) Ein Unbeſcholtenheitszeugnis, welches von der Polizei=Obrigkeit oder
der vorgeſetzten Dienſtbehörde auszuſtellen iſt.
d) Ein ſelbſtgeſchriebener Lebenslauf.
5. In dem Geſuche ſt ferner anugeben=
3) Ob, wieoft und wo der ſich Meldende ſich der Prüfung vor einer Prüfungs=
Kommiſſion bereits unterzogen hat, und von denjenigen, welche ſich der
wiſſenſchaftlichen Prüfung unterziehen wollen, noch
weiter=
b) In welchen zwei fremden Sprachen (wahlweiſe von Franzöſiſch, Engliſch,
Lateiniſch und Griechiſch und an Stelle des Engliſchen Ruſſiſch) die Prüfung
erfolgen ſoll.
6. Iſt bereits früher ein Geſuch um Zulaſſung zur Prüfung eingereicht worden,
ſo bleibt dem erneuten Geſuche nur ein Unbeſcholtenheitszengnis
bei=
zulegen.
7. Es iſt nur zweimglige Teilnahme an der Prüfung geſtattet, eine dritte
Zulaſſung kann ausnahmsweiſe von der Erſatzbehörde 3. Inſtanz genehmigt
werden.
Im weiteren weiſen wir darauf hin, daß Geſuche um Zulaſſung zu einer
ſpäteren, als der im Frühjahr des I. Militärpflichtjahres — d. i, des Jahres, in
weichem das 20. Lebengjahr vollendet wird- ſtatfindenden Prüſung, der Genehmiaung
der Erſatzbehörde 3. Inſtanz bedürfen und bei den ferſabz=Kommiſtonen des
Aufenthalts=
oris, nicht bei uns, einzureichen ſind, weiche die Geſuche der Erſahbehörde 3. Inſtanz
vorlegen werden.
Da die Erledigung derartiger Geſuche eine längere Zeit beanſprucht, ſo empfiehlt
ſich im Intereſſe der Nachſuchenden, mit Einreichung derſelben nicht bis zum äußerſten
Termin zu warten, ſondern dieſelben alsbald auhängig zu machen, andernfalls unter
Umſtänden eine Zulaſſung zur bevorſtehenden Prüfung nicht mehr möglich iſt.
Ueber die Anforderüngen, weiche an die zu Prüfenden geſtellt werden, gibt die
Prüfungs=Drdnune (Anl. 2 zur Wehr=Ordnung vom 22. November 1898 — Reg=Bl.
Nr. 65 von 1900 Auſchluf.
Bezüglich des Prüfungstermins, ſowie des Lokals, in welchem die Prüfung
ſtattfindet, erfolgt weitere Bekanntmachung, oder es ergeht beſondere Ladung zur Prüfung.
Bemerkt wird noch, daß während des Krieges erleichterte Prifungen nicht
abgehalten werden.
Darmſtadt, den 2. Januar 1915.
Großherzogliche Prüfungshommiſſion für Einjährig=Freiwilige.
Der Vorſitzende:
(773sss
von Starck, Regierungsrat.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 Handtaſche aus Metallgeflecht mit gleichem
Vortemonnale mit über 5 Mk. Inhalt und 1 Laſchentuch. Mehrere
öſterreichiſche Kronenſcheine und Guldenſtücke. 1 mittelgroß. Schlüſſel.
1brauner Heirenglacchandſchuh. 1 Peitſche mit braunem Stiel.
1 Radierung vom „Eimer” (eingerahmt). 1 großer Milchkannendeckel.
1 Dolch in Lederſcheide. 1 weißer Kinderpeiztragen. 1 geibe Broſche
(1224
mit rotem Stein.
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 17. Jan.,
ſind nachmitags in der Zeit von 1 bis 3 Uhr abends folgende
Apotheken geöffnet: Hirſch=Apotheke Nieder=Ramſtädterſtraße, und
Apotbeke am Zuſtiapalaſt, Bismarckſtr. Ale übrigen Apotheken
ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.
Guterh. ſchw. Damen=
Aſtrachan=
jacke für 10 Mk. zu verkaufen.
*975) Näheres in der Geſchäftsſt.
Dunkelblauer Euttawah mit
Weſte, dunkl. Ueberz., mittl.
Fig., bill. z. vk. Bleichſtr. 38, II. (*970
Ein Garbich
in Trommeln zu 100 und 50kg
in Büchsen zu 5, 1, ½ kg
(1046a
billigst
J. Donges & Wiest.
Grafenstrasse 26.
Inventur-Ausverkauf
Ois
00%%
unter Preis!
Ein Posten Herren-Ulster und Paletots, sonst 55—70 Mk., jetzt 40— 45 Mk.
„ „ „ „ „ „ „. 45—52 „ „ 30—35 „
J- 3 „ „ „ „ „ 35—40 „ „ 20-25 „
„ „ „ „ „ „ „ 28—30 „ „ 15—18 „
„ Jünglings-Ulster „ „ „ 25—30 „ „ 12—14 „
Die gleiche Ermässigung trifft Posten in
Herren-, Jünglings- und Knaben-Anzügen, Mänteln, Pelerinen und Joppen.
Ein Posten
WasserdichteWosten
sonst 12.50 Mk.
jetzt 9.00 Mk.
Vrort
V nächst
Grafenstr. 23½
Rheinstraße.)
Bekanntmachung.
Im hieſigen Schlachthof wurde bei einem aus Frankfurt a. M.
eingeführten Stück Vieh Maul= und Klauenſeuche feſtgeſtellt. Die
Abſchlachtung des geſamten Viehbeſtands und die Desinfektion
wur=
den ſofort vorgenommen; die Seuche kann als erloſchen betrachtet
werden.
Darmſtadt, den 14. Januar 1915.
(1210
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
—E Re
Kriegs=Muſterung 1915.
Die nachſtehende Bekanntmachung bringe ich hiermit zur
Kennt=
nis der Beteiligten.
Darmſtadt, den 7. Januar 1915.
Der Oberbürgermeiſter:
Dr. Gläſſing.
Bekanntmachung,
betreffend: Das Kriegs=Erſatz=Geſchäft im Kreiſe Darmſtadt
für 1915.
Im Kreiſe Darmſtadt wird das Kriegs=Erſatz=Geſchäft für 1915
in der Zeit vom 15. bis 22. Januar ds. Js. im Hauſe der
Turn=
gemeinde dahier, Woogsplatz 5, in nachſtehender Weiſe abgehalten
werden:
I. Freitag, den 15. Januar ds. Js., vormittags 7½ Uhr:
Muſterung ſämtlicher Militärpflichtigen
a. aus der Stadt Darmſtadt, deren Namen mit den
Buchſtaben A—F beginnen,
b. aus den Gemeinden Schneppenhauſen u. Wirhauſen.
II. Samstag, den 16. Januar ds. Js., vormittags 7½
Uhr:
desgleichen a. aus der Stadt Darmſtadt, Buchſtaben G-K:
b. aus der Gemeinde Meſſel.
III. Montag, den 18. Januar ds. Js., vormittags 7½ Uhr:
desgleichen a. aus der Stadt Darmſtadt, Buchſtaben L—R;
b. aus den Gemeinden Erzhauſen und Ober=Ramſtadt.
IV. Dienstag, den 19. Januar ds. Js., vormittags 7½ Uhr:
desgleichen a. aus der Stadt Darmſtadt, Buchſtabe S:
b. aus der Gemeinde Griesheim.
V. Mittwoch den 20. Januar ds. Js., vormittags 7½ Uhr:
desgleichen a. aus der Stadt Darmſtadt Buchſtaben T—3:
b. aus den Gemeinden Arheilgen, Braunshardt,
Eſchollbrücken, Hahn und Roßdorf.
VI. Donnerstag, den 21. Januar ds. Js., vormittags 7½ Uhr:
desgleichen aus den Gemeinden Eberſtadt, Gräfenhaufen, Malchen,
Nieder=Beerbach, Nieder=Ramſtadt und Pfungſtadt.
VII. Freitag, den 22. Januar ds. Js., vormittags 71!
Uhr:
desgleichen a. aus den Gemeinden Traiſa und Weiterſtadt;
b. die von den Truppenteilen zur Dispoſition der
Erſatzbehörden entlaſſenen Leute.
Es haben ſich hierzu einzufinden:
1. Sämtliche im Jahre 1895 geborenen Leute, ſoweit ſie
nicht bereits bei einem Truppenteil freiwillig eingetreten
ſind. Der Beſitz des Berechtigungsſcheins zum
einjährig=
freiwilligen Militärdienſt entbindet nicht von der Geſtellung.
Auch diejenigen, die etwa im Vorjahre an einer
Landſturm=
muſterung teilgenommen haben, ſind zur Geſtellung
ver=
pflichtet.
2. Die in den Jahren 1894, 1893 und früher geborenen Leute,
die beim vorjährigen Kriegs=Erſatz=Geſchäft als zeitig
un=
auglich zurückgeſtellt worden ſind.
Die Militärpflichtigen aus früheren Jahren haben ihre Loſungs=
ſcheine (Muſterungs=Ausweiſe) und Berechtigungsſcheine
vorzu=
legen, die im Jahre 1895 geborenen ihre Berechtigungsſcheine, ſoweit ſie
bereits in deren Beſitz ſind.
Nicht pünktliches Erſcheinen oder Nichtgeſtellung zur Muſterung
zieht die in der Wehr=Ordnung angedrohten Strafen nach ſich und
hat unter Umſtänden die Einſtellung als Unſicherer zur Folge.
Darmſtadt, den 4. Januar 1915.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt.
Dr. Reinhart.
(799a
Sammlungen zu Gunſten der Kriegsfürforge
der Stadt Darmſtadt.
Die Sammlungen haben bis jetzt das ſchöne Ergebnis gezeitigt,
daß rund 100 000 Mark bei der Stadtkaſſe und der Sparkaſſe für
die Zwecke der ſtädtiſchen Kriegsfürſorge eingezahlt wurden. Ueber
einen Teil dieſer Summe iſt bereits öffentlich quittiert worden. Eine
zweite Quittungsliſte wird in Kürze die ſeitdem weiter gezeichneten
Beiträge im einzelnen veröffentlichen.
Das Ergebnis iſt ein ſchönes Zeugnis für die Opferwilligkeit
der Bürger unſerer Stadt. Gegenüber den gewaltigen Aufgaben,
die der Stadtverwaltung aus der Fürforge für die Bedürftigen,
für die Hinterbliebenen von Kriegsteilnehmern, für die
Erwerbs=
loſen uſw. erwachſen ſind und noch erwachſen werden, iſt es aber
dringend wünſchenswert, daß die Opferfreudigkeit nicht nachläßt und
auch künftig weitere Zuwendungen erfolgen.
Neben den genannten Aufgaben wird künftig auch die Für=
ſorge für die als Invaliden aus dem Kriege Heimkehrenden
be=
deutende Mittel erfordern.
Eine große Zahl von Stadt= und Staatsbeamten, von Lehrern,
Beamten und Arbeitern in Privatbetrieben hat in anerkennenswerter
Weiſe durch regelmäßige Gehalts= und Lohnüberweiſungen dem Fond
einen ſtändigen Einnahmezuwachs geſichert. Dieſes Beiſpiel verdient
Nachahmung.
Ich richte daher an alle diejenigen, die hierzu in der Lage
ſind, die herzliche Bitte, durch weitere Gaben die
Sammeltätig=
keit der Stadt für die Kriegsfürforge auch fernerhin nach
Kräften zu unterſtützen und damit die ſchweren Aufgaben der
Stadtverwaltung in der gegenwärtigen Kriegszeit erleichtern
zu helfen.
Beiträge werden von der Stadtkaſſe und der Städtiſchen
Sparkaſſe entgegengenommen.
(1194sss
Darmſtadt, den 13. Januar 1915.
Der Oberbürgermeiſter.
Dr. Gläſſing.
Mitwoch, den 20. Zamuari
1915, vormittags 11 Uhr,
fin=
det im Geſchäftszimmer der
unter=
zeichneten Verwaltung — Riedeſel=
ſtraße 60 — die Verdingung der
Lieferung der für 1915
erforder=
lichen Mandel=, Kern=, Schmier=
ſeife, Soda, Brennſpiritus und
Makulaturpapier ſtatt. Die
Be=
dingungen liegen im
Geſchäfts=
zimmer der Verwaltung aus,
kön=
nen auch gegen Erſtattung der
Schreibgebühren bezogen werden.
7952)
Garniſonverwaltung.
Bekanntmachung.
Die heute in der Turnhalle
da=
hier abgehaltene
Holzverſteige=
rung iſt genehmigt. Die Abfuhr=
ſcheine können vom 21. Januar an
bei den Kaſſen abgeholt werden.
Darmſtadt, 14. Januar 1915.
Großh. Oberförſterei Beſſungen.
Daab.
(1190
Eleg. Samtmantel
und, Samtkleid aus beſſ. Hauſe,
ſow. verſchied. ſeid. Kleider zu den
bill. Preiſen, Mädch.= u. Kinderkleid.
i. groß. Ausw. Ballonpl. 10, p. (1229sg
Drain=Ertra=Rock, Dienſtrock,
Mantel, Helm zu verkaufen
Karlſtraße 74½, parterre.
(*962
Kaum getragenen (725
Uniformsrock
(rote
Dragoner)
zu verkaufen. Ernſt=Ludwigſtr. 7, I.
Waſchtiſch
mit Spiegelaufſ.
und Marmorpl.
aus gutem Hauſe zu verkaufen.
*983) Näheres in der Geſchäftsſt
Empfehle feinſte
Land=
Satter
bei Ballen von
2—7 Pfd. ſchwer
Pfd. Mk. 1.30
Kieler Sprotten
Rieſenrollmöpſe
Remouladenheringe
Bismarckheringe
Delikateßheringe
in verſchiedenen Saucen
Oelfardinen
Doſe von 40 Pfg an
Feinſt. Räucheraal
im Ausſchnitt. (VIII, 1247
Fertigs
Delikateſſenhandlung
Karlſtr. 47. Telephon 641.
Unser
Inventur-Ausverkauf
endigt schon nächste Woche.
Spezial-Angebot in:
Dunkelblauen
JAckEN-KLElDER
9o0 1200 1900 2000 2500 28oo
Früherer Wert das drei- und vierfache.
In unseren Schaufenstern zu besichtigen!
Im Eck-Erker
eine erlesene Auswahl ganz neuer feiner
16Geikleider.
Ganz enorm billige nie wiederkehrende
Kaufgelegenheit!
Gebr. Höslein
(1218
Hoflieferanten
Ludwigsplatz Ludwigsplatz
Slcuerzernebung.
Das V. Ziel der Gemeindeſteuer für das
Rechnungs=
jahr 1914 iſt bis Ende dieſes Monats an den
Werk=
tagen vormittags von 8½ bis 12½ Uhr hierher zu
entrichten.
Darmſtadt, den 12. Januar 1915.
(1122a
Die Stadtkaſſe.
J. V.: Schneider.
Bekanntmachung.
Wir bringen hiermit nachſtehende Aenderung des § 3 der
Tarif=
beſtimmungen für den Bezug von elektriſchem Strom zur Kenntnis:
„Bis auf weiteres werden Hausanſchlüſſe bis zu einer
Länge von 10m ab Straßengrenze kostenlos ausgeführt.”
(1240sss
Darmſtadt, den 12. Dezember 1914.
Heſſiſche Eiſenbahn=Aktien=Geſellſchaft.
Brennhotz=Verſteigerung Nr. 3.
(Stadtwald.)
Freitag, den 22. Januar I. J., vormittags 9 Uhr,
werden in der Turnhalle, Woogsplatz 5 hier, aus dem Diſtrikt
Holzſchlag (Abt. 24 und 26) der Forſtwartei Heiligkreuz (Forſtwart
Hofmann) verſteigert:
Scheiter: 345 rm Buchen, 64 rm Eichen;
Gew. Reiſig (Wellen): 39,50 Hdt. Buchen, 5 Hdt. Eichen;
Stöcke (fein): 134 rm Buchen, 38 rm Eichen.
Das Holz ſitzt an gut fahrbaren Wegen unter den Nummern
531—809. Unterſtrichene Nummern kommen nicht zum Ausgebot.
Darmſtadt, den 12. Januar 1915.
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
(1197sm
Frau Lofte.
Roman aus der Zeit des Weltkrieges von Ewald Zorn.
17)
Nuchdruck verboten
Und nach einer Weile des Schweigens ſtieß er leiden=
ſchaftlich hervor:
ick verboten.)
Und es genügt mir ja, Dich zu lieben und Deine Liebe
zu beſitzen! — Sieh, ich möchte nie mehr ſchreiben, ich bin
auch ohne das glücklich, reſtlos glücklich!
r:
Lotte hatte ſich aufgerichtet, und während ſie ihr
Köpfchen an ſeine Schulter lehnte, ſagte ſie eindringlich:
Paul täuſche Dich nicht!
Genügt Dir unſere Liebe nicht? klang es ihr ſtatt
aller Antwort entgegen.
Ja, Dul Du weißt es! Ihre Lippen berührten leiſe
ſeinen Mund. Aber grade weil ich Dich liebe, deshalb
bange ich für Dich und möchte alles meiden, was unſere
Liebe gefährlich werden könnte! Sieh, dieſe
Unfruchtbar=
keit wird an Dir nagen, — ſie tut es jetzt ſchon, wenn Du
es auch vor Dir ſelbſt und vor allen Dingen vor mir noch
nicht recht wahrhaben willſt, — — und dieſe
Unfruchtbar=
keit wird nach und nach für Dich ein immer größerer
Stein des Unbehagens in unſerer Liebe werden!
Du Sorgſame! — Beſchäftigſt Du Dich mit dieſen
Gedanken ſchon lange?
Ja, ſagte ſie zögernd. Schon lange wollte ich mit
Dir darüber reden, doch immer wieder hielt mich etwas
davon ab. Ich bin mir ſelbſt nicht recht klar darüber, was
das war. Doch heute abend iſt es mir leicht gefallen,
da=
von zu ſprechen . . . . . . . Es gibt ja ſo vieles, was wir
nicht im hellen Tageslicht, nicht bei flutendem Lampen=
ſchein erzählen mögen. . . . .
Benm igenſich ſchulten wir denen, die wir ſicben.
unſer Herz am leichteſten aus, wenn nur gedämpfte
Far=
ben in unſerer Umgebung herrſchen, wenn wir die Nähe
des Geliebten nur fühlen . . .
Mein gutes, ſorgendes Weibl’ſagte Paul innig und
wartete ſtill, daß ſie ihm noch mehr von ihren quälenden
Gedanken ſagen würde.
Aber Lotte war plötzlich ſchweigſam geworden. An
Pauls Bruſt gelehnt ſaß ſie da und grübelte.
Wie hatte ſie vor einigen Tagen ihrer Freundin Rola
gegenübergeſtanden, wie hatte ſie ihr abwehrend
zuge=
rufen: Glaubſt Du denn nicht, daß Paul dann in ſeiner
Verzweiflung, in ſeiner Sehnſucht erſt recht nicht daran
denken würde, erſt recht nicht dazu kommen würde, ſeine
Arbeit wieder aufzunehmen? Glaubſt du denn nicht, daß
ich ihn vielleicht damit dem Untergange preisgebe? Fühlſt
du nicht, daß das alles eine Spekulation wäre, viel zu
gewagt, um einen ſolch hohen Einſatz leichtſinnig auf’s
Spiel ſetzen zu dürfen?
Und darauf Rola: Wenn ich dieſe Tat für eine
Spe=
kulation hielte, hätte ich ſie Dir niemals geraten! — — —
Ich weiß auch, was Dich dieſe Tat koſten würde, aber
ich halte ſie für nötig — — — —! Und dann noch der
Verigleich mit dem Arzt: — — — der achtet auch nicht
auf die Schmerzen, die eine Operation ſeinem Patienten
verurſachen muß, wenn er die Gewißheit hat, daß er ihm
das Leben damit rettet!
Lotte, was ſinnſt du? Paul ſah ſie prüfend an.
Da lachte ſie laut auf.
Habe ich geträumt, Lieb? — — — — Es war nichts
— — Beſonderes, über — ddas — ich — nachſann — — —
Sie heie ncht verhindem konen, daß ſe üer die
Unwahrheit ihrer Worte errötete.
Obſchon die Dunkelheit im Zimmer dieſes Erröten
verdeckte, ließ ſich Paul nicht eine Sekunde irre machen,
— er hatte den unreinen Ton in ihrem gezwungenen
La=
chen gehört. Das hatte die Dunkelheit nicht verdecken
können.
Seit wann verſchweigt mir meine Lotte etwas? ſagte
er mit leiſem Vorwurf in der Stimme.
In Frau Lottes Herz gab es einen kurzen heftigen
Kampf. Doch die Wahrheitsliebe ſiegte.
Verzeih mir, Liebſter!
Und dann erzählte ſie ihm alles. — Von ihren
ſorgen=
vollen Gedanken und von ihrem Plan, deſſen Ausführung
ſie zur ſtetigen Erhaltung ſeiner Liebe für nötig gehalten
hatte. — — —
Paul aber konnte das alles nicht verſtehen, denn noch
vermochte er ſich ſelbſt zu täuſchen, noch glaubte er ſich in
ſeiner Liebe allein zufrieden, noch erkannte er nicht die
Gefahr, die in ſeiner Untätigkeit, in der Unterdrückung
ſeines künſtleriſchen Wollens für ihn und ſeine Liebe lag.
Und noch glaubte er zu fühlen, daß Lotte nicht Kraft
genug beſitzen werde, ihn, wenn auch nur auf Wochen, zu
verlaſſen! — — —
Lug.
Mit einem verzeihenden Lächeln nahm er ſein Weib
in ſeine Arme, — — — — — und an dem wilden Quell
ſeiner Küſſe trank ihr ſorgendes Herz auf einige Stunden
ein ſchnelles Vergeſſen. — — —
Ein wonnevolles Vergeſſen. — zum letzten men
Zum letzten mal!
ergeſſen, — zum letzren mal!
Denn als Paul Gotland drei Tage ſpäter, mit Ehren
reich beladen in ſein Heim zurückkehrte, da hatte Frau
Saison=Ausverkauf!
Zeitgemasse Konfektion
zu gewaltig herabgesetzten Preisen
450 975 1550 1850 2350
aus einfarbigen und
gemusterten Stoffen jetzt
früher bis 49.00
Mäntel
650 1250 1975 2950 3950
in marine,
schwarz u. farbig jetzt
früher bis 89.00
Jackenkleider
Unsere enorme Billigkeit beweisen unsere Schaufenster!
1221
D.Rehfeld&Ce
G.
M.
b.
H.
Darmstadt
Ludwigstrasse 5
Telephon 2539.
Seitgemässes Spezialhaus für Damen-, Backfsch- u. Einder-Konfekticn.
Bckaueren!
aller Damen-
und
Herren-Stoffen182a)
Frau B. Dietsch
Schulstrasse 3
Sonnenfalten-,
Hoch- und Flachplisse
Gaufrieren, Auszacken
Tinssteren.
Ivemtur=Ausverkauf
Sämtliche garnierte und ungarnierte Hüte weit unter Preis.
Helene Martin, Ernst-Ludwigstr. 7.
792ss)
Feldpoltpackung
Leberwurſt, Blutwurſt, Schwartenmagen und
ausgebratenes Fett in Doſen a ½ Pfund empfiehlt
Jac. Heil, Hoflieferant
Markt 5.
262a)
Schirmfabrik
L. W. Schlüter, Kirchſtr. 27
empfiehlt
Regenſchirme
für Damen, Herren und Kinder
(271a
in allen Preislagen.
Hale ſchn., Nantaltermaen. (270s
Tannäpfel
per hI 85 Pfg., bei 10h80 Pfg
Fichtenzapfen
per h1 50 Pfg., bei 10 h1 45 Pfg.
Heinrich Keller Sohn
Heidelbergerſtr. 28. Tel. 101. (B265
Gten ee
u. Reise-Effekten etc. Prompte Bedienung. Teleph, 555. (261a
Hmuus Qebbinge
nach
Frauenarzt San. Rat.Dr. Alfr. Machenhauer.
fobrite. P3 Gündner-tong, Dantusradte.
tewongenn Vorzenartaie u. Gersdhenanen
Heruorragende Neubeit für- Gesundee
Leidende von unübertroff. Wirkung.
Verkaufsst.: Ferd. Röth, Soderstr. 5. Tel. 1149.
Keformhaus „Aristat, Ernst-Ludwigetraste 2.
Tel. 971. — Extraankertigu —, Fabrilt Nosgdörfer=
(8000
strasse 11, Fol. Sba.
Ges geschützt.
Feldpost-
Kartons
vorschriftsmässig.
in allen Größen, empfiehlt billigſt
J. W. Schneider
Kartonnagenfabrik 863a
Lauteschlägerstraße 2e
Hammelfleisch
in alen Preislagen.
Spezialität:
geh. Kalbskoteleits
in allen Größen vorrätig
Zaoa
bei=
Ludwig Hein,
Hofmetzgermeiſter,
Schuſtergaſſe 19 Telefon 278
Fur Niederverkäufer!
Ansichtskarten
von Darmſtadt, der Bergſtraße,
dem Odenwald und dem Neckartal
in allen Ausführungsarten
und Preislagen.
Ferner Genre- u. Gratulations-
Karten zu allen Gelegenheiten.
Stets Neuheiten von Kriegskarten
Anfertigung und Verlag
Wilhelm Gerling, Darmstadt
Waldſtr. 30. Telef. 1952. (*427ams
Den Brief, den ihm Lotte hinterlaſſen hatte und den
Lolie mus Lundgiche volbracht, . —. — dan war dieſes
Heim der höchſten Liebe leer geweſen. — —
Den Brief, den ihm Lotte hinterlaſſen hatte und den
Heim der höchſten Liebe leer geweſen. — —
ihm ſeine erſchütterte Schweſter, ihn zu tröſten,
über=
reichte, übergab er ungeleſen den Flammen.
Und ziellos, die ſtarren Blicke immer ſtarf nach vorn,
Für ſein Leben bangend, achteten Rudolf und Marie
auf jeden ſeiner Schritte, aber eines Nachts war es ihm
doch gelungen „unbemerkt das Haus zu verlaſſen.
reichte, übergab er ungeleſen den Flammen.
Und ziellos, die ſtarren Blicke immer ſtarf nach vorn,
in das Dunkel der Nacht gerichtet, — ſo war er wie ein
Flüchtling, von der wilden Meute ſeiner in der Irre
ſu=
chenden Gedanken gehetzt im nahen Walde verſchwunden.
doch gelungen „unbemerkt das Haus zu verlaſſen.
Das Leben und Treiben der bayeriſchen Landeshaupt=
9. Kapitel.
chenden Gedanken gehetzt im nahen Walde verſchwunden.
Leute, die nichts beſſeres zu tun hatten, wanderten,
Das Leben und Treiben der bayeriſchen Landeshaupt=
ſtadt ging in den erſten Julitagen des Jahres 1914 ſeinen
gewohnten Gang. Die Wolke, die ſich aus dem
Pulver=
dampf ſerbiſcher Bomben über Serajewo gebildet hatte,
und die ihren Schatten einige Zeit auf ganz Europa und
weit darüber hinaus warf, ſchien ſich verzogen zu haben.
9. Kapitel.
An den Börſen wurde nach wie vor hoffnungsfreudig
Leute, die nichts beſſeres zu tun hatten, wanderten,
nach Vergnügungen ſuchend, bis ſpät in die Nacht durch
Münchens Straßen, ſaßen in den Kaffeehäuſern oder
flirteten in den Tanzlokalen.
weit darüber hinaus warf, ſchien ſich verzogen zu haben.
Ueberall ſchien Glück und Frieden zu herrſchen.
An den Börſen wurde nach wie vor hoffnungsfreudig
weiterſpekuliert. Der Lärm der Induſtrie wollte nicht
verſtummen. Der Bauer ſah dankbar zu der heiß
her=
niederſengenden Juliſonne auf, die in dieſem Jahr zu
einer beſonders guten Ernte ihr Beſtes tun wollte.
Ueber=
all taten fleißige Menſchen ihre Pflicht.
flirteten in den Tanzlokalen.
Ueberall ſchien Glück und Frieden zu herrſchen.
Auch Greiel Sichlers Hofmungen auf hr olüdk waren
Fried Gerſting kam jetzt jeden Abend zum Eſſen und
größer geworden.
Gretel, was gibt es Neues hien im Hauſe? hatte er
Fried Gerſting kam jetzt jeden Abend zum Eſſen und
war gleichmäßig lieb und nett zu Gretel.
Neues? Gretel beſann ſich. Ja, geſtern is’ die junge
Gretel, was gibt es Neues hien im Hauſe? hatte er
eines Abends „ſein Mädel” gefragt.
Neues? Gretel beſann ſich. Ja, geſtern is’ die junge
Frau hier im erſten Stock eingezogen, die am Mittwoch
gemietet hat. Sie hat mich gebeten, jeden Morgen zwoa
Stunden zu ihr zu kommen und in ihren Zimmern a biſſel
nach dem Rechten zu ſehen. I’ tu’s gern, a nett’s Weiberl
eines Abends „ſein Mädel” gefragt.
is’s!
J glaub’ ſchof. Hab’ noch net ſo direkt fragen mögen.
Iſt’s eine Witwe?
is’s!
Dann war Fried Gerſting gegangen, früher als ſonſt,
J glaub’ ſchof. Hab’ noch net ſo direkt fragen mögen.
n Kummer hat’s auf jeden Fall, das hab’t gemerkt.
Mit einem Satz war er ddie drei Stufen, die nach der
Dann war Fried Gerſting gegangen, früher als ſonſt,
der Kneipe wegen.
n Kummer hat’s auf jeden Fall, das hab’t gemerkt.
In ſeiner Haſt wäre er an der Haustüre beinahe mit
Mit einem Satz war er ddie drei Stufen, die nach der
Straße führten, hinuntergeſprungen.
Nur eine Sekunde hatten ſich die beiden in die Augen
In ſeiner Haſt wäre er an der Haustüre beinahe mit
einer großen, dunkelgekleideten Dame zuſammengerannt.
Galant ſprang er noch im letzten Augenblick zur Seite und
murmelte, während er den Hut zog,, ein „Verzeihung”.
Straße führten, hinuntergeſprungen.
Unwillkürlich blieb der Student an der Haustüre
Nur eine Sekunde hatten ſich die beiden in die Augen
geſehen, dann war die Dame mit einem leichten
Kopf=
nicken an Fried vorüber die Treppe zum erſten Stock
hin=
aufgeſchritten.
Unwillkürlich blieb der Student an der Haustüre
ſtehen und ſah der ſchlanken, ſchönen Geſtalt mit weit
offenen Augen nach, bis ſie oben verſchwunden war.
aufgeſchritten.
Seht wandte er ſich mit fimender Mene zum Gchen.
Alſo das iſt die junge Frau, die Gretel „a’ nett’s
Und einige Tage ſpäter kam Fried wieder wie damals
Alſo das iſt die junge Frau, die Gretel „a’ nett’s
Weiberl” nannte!
Und einige Tage ſpäter kam Fried wieder wie damals
an dem verhängnisvollen Sonntag mit einer Depeſche in
der Taſche haſtig die Thereſienſtraße entlang und bog in
Gretels Mutterhaus ein.
Guten Tag, Frau Siedler!
Mutter Siedler öffnete ihm ſelbſt.
Gretels Mutterhaus ein.
Guten Tag, Herr Gerſting!
Guten Tag, Frau Siedler!
Mutter Siedler öffnete ihm ſelbſt.
Guten Tag, Herr Gerſting!
Das ſcho’, aber ſie hat Beſuch. Die junge Frau von
Iſt Gretel zuhauſe?
Guten Tag, Herr Gerſting!
In Frieds Kopf gingen die Gedanken einen Augen=
Das ſcho’, aber ſie hat Beſuch. Die junge Frau von
oben is” bei ihr. Gretel Gat’ſe gebeten, ſich doch auch mal
in unſerer Wohnung umzuſehen, un da is” ſe halt heut‟
Nachmittag runterkommen. A nett’s Weiberl! Gar net
hochnäſig, wie ſonſt ſolchene Damen.
En war ja heute nicht mit der Hoffnung hierherge=
In Frieds Kopf gingen die Gedanken einen
Augen=
blick eilig durcheinander. Sollte er umkehren, grade jetzt,
wo ſich ihm die Gelegenheit ſo leicht bot, die er nun ſchon
tagelang brennend geſucht hatte?
hochnäſig, wie ſonſt ſolchene Damen.
En war ja heute nicht mit der Hoffnung
hierherge=
kommen, die junge ſchöne Frau, die ihm damals an der
Haustüre begegnet war, wiederzuſehen, nein, heute nicht,
er hatte ja nur mit Gretel über eine neue politiſche
Nach=
richt, die ihm ſehr wichtig erſchien, ſprechen wollen, wußte
er doch, daß ſeine kluge Gretel ſich auch lebhaft für derlei
Dinge intereſſiertte und darüber mitzuſprechen verſtand.
tagelang brennend geſucht hatte?
(Fortſetzung folgt.)
10/0
Rabatt
gewähren wir auf alle
nicht reduzierten Waren
Saison-
Ausverkauf
40/0
Rabatt
gewähren wir auf alle
nicht reduzierten Waren
Grosse Posten Weiss- u. Leinenwaren bringen wir zu enorm billigen Preisen zum Verkauf.
Ein
Posten
weisse Hemdentuche . . Neter 26 38 45 ₰
Ein
Posten
weiss Reuforoé . . . . . Aeter 20 56 65 ₰
Ein
Posten
weiss Groise hräftige Ware . Meter 32 40 45 ₰
Ein
Posten
weiss Piqué grose Ausmusterung Meter 39 58 72 ₰
Ein
Posten
Damaste
130 cm breit, moderne
Muster . . . . . . Meter
76, 95, 1.15
Ein
Posten
Damaste
160 cm breit, moderne
Muster . . . . . Meter
1.10 1.251.45
Ein
Posten
weiss Halbleinen
ca. 160 cm breit,
la Fabrikat, Mtr.
95, 1.55 1.65
Ein
Posten
graue Handtuchstoffe
enorm
billig . Meter
10 15 16.
Ein
Posten
rot/weiss
karrierte
Handtuchstoffe
sehr preiswert:
Meter:
263540₰
Ein
Posten Dreilhandtuchstoffe!
weiss u. weiss mit
roten Streifen Mtr.
30 45 ₰0 ₰
Ein
Posten abgepasste Handtücher voile Grösse . Stück 15 20 ₰
Ein
Posten abgepasste Gidsertücher ges. u. geb.. Stück 40 34 ₰
Ein
Posten Alschtücher enorm billig . . . Stück 95 ₰ 1.25
Ein
Posten einzelne Tischtücher
Halbleinen u.
Reinleinen
weit unter Preis.
Ein Posten
rasengebleichte Halbleinen-Reste
160 cm breit, in Längen von 1 bis 4 Meter
1000
regulärer Wert 2.50 . . . . . . . . . Meter
Ein Posten
einzeine Kinder-u. Damenwüsche
etwas trüb geworden
weit unter Preis!
1242
Mainzer Warenhaus
Markt 7
Markt 7
Guggenheim G. Marx.
Feldpost-Kartons
in jeder Größe liefert die (B1130
Kartonnagen-Abteilung
Chr. Achtelstädter & Co.,
Darmſtadt. Telephon 895.
Täglich
40—50 Liter
Voll=
milch geſucht. Ang. u.
§ 43 an die Geſchäftsſt. (*807dfs
Bettſtelle mit Federmatraße,
Sopha, Küchentiſch billig zu
verk. Friedrichſtr. 11, 2. St. (*930
Gutes Pianino,
kreuzſ., wenig geſpielt, bill. z. verk.
Gustav Theiß,
Nieder=Ramſtädterſtr. 31, I., r. (*947
Neu= und Anſtricken
von Strümpfen ſow. Beinlängen
auf der Maſchine billig u. promp:
Heinheimerſtr. 50, I. Hahnes. (827a
Gelegenheit!
Möbelfabrik verkauft zum
Selbſt=
koſtenpreis:
Büffet, Kredenz,
Schlafzimmer,
Küchen uſw.
Gefl. Anfragen unter § 39 an
die Geſchäftsſtelle.
(1196sfd
Gbrauchte,au
erhaltenes
Marest
preiswert zu verkaufen
(1129a
Frankfurterſtr. 46, 1. St.
Ca. 200
feldgraue
Gummi-
aihtlit. Poferinten
sofort zu liefern.
W. Deuster
Markt 11½ (1263
Chem.=nhnſiolog. Laboratorium
für Unterſuchungen jeder Art
(Nahrungs= u. Genußmittel,
Ge=
brauchsgegenſtände uſw.).
Spezial=Laboratorium für
Urin=Unterſuchungen.
Daktyloskopiſche Aufnahmen (Auf=
ſuchen u. photographiſche
Wieder=
gabe u. Beſtimmung von
Finger=
abdrücken bei Einbrüchen, Dieb=
ſtahl uſw.).
(275a
H. Metzler
Darmſtadt. Schützenſtr. 7.
Tel. 1130.
Wer Abenmalem Gicht, Jſchae,
Gelenk=, Geſichts=, Genick=
ſchmerzen uſw. hat, verl. gratis
Prob. v. I. Zahns Salbe, Ober=
Lngelheim.
(276a
Dichurgerſr 653, ſch gr. Hoſ.. Pflanzaart., 1. April.
(1208s
Gutgehendes Kolonialwaren=
Geſchäft preisw. z. verk. Ernſtg.
Ang. u § 75 Geſchäftsſt. (*931sm
Suche Fülale, zam eneriet
welche Branche, per ſofort als
Exiſtenz zu übern. Angeb. u.
867 a. d. Geſchäftsſt. (*882fsg
Garten oder Acker
zu pachten geſucht.
Angebote mit Preis u. Lage unter
§ 88 a. d. Geſchäftsſt. d. Bl. (*991
Gerter
2505 am, in
Beſ=
ungen, enth. große
Spargelanlage, zum jährl.
Pacht=
preis von 40 Mk. zu verp. Ang. u.
R 81 an die Geſchäftsſt. (1014ms
Madht
zu pachten geſucht.
Tolkemit,
Eck=
hardtſtraße 35.
(*880fs
1965 am Acker
bei Bahnhof Kranichſtein zu
ver=
pachten. Näheres Lauteſchläger=
ſtraße 9, I. Darmſtadt.
(*972si
Emdſehle mich den ilt. (9131
Gartenbesitzern!
imn regetr. Beſchneiden und
Uin=
pfropfen von Zwergobſtbäumen,
Hochſtämmen ꝛc., Anpflanzung
von Spalierobſt ſtatt Reben) an
Wände u. freiſtehende Spaliergärt.
Reelle Ausführ., 35jähr erfolgreiche
Praxis i. In= u. Ausl. Obſtgärtner
Matthes, Ludwigshöhſtraße 74a.
Wäſche z. Waſchen u. Bügein
wird angenommen. (*745msg
Frau Müller, Sandbergſtr. 4.
Kinderkleider, ſpez.
Knaben=
anzüge, werden angefertigt.
1005a) Neckarſtr. 18, part. rechts.
Gh
Leghuhner
Frühbrut, geſunde, ſtarke Tiere in
groß. Auswahl, billigſt. Schröder,
Karlsſtraße 22.
976
Kauartenhähne u. Zuchtwelbch.
billig zu verkaufen (*929sg
Mauerſtr. 9½, Stb. rechts.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt i.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
6 —5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Falle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 7. Januar: dem Schuhmachermeiſter
Hubert Kreutzer, Gervinusſtraße 34, ein S. Wilhelm
Hubert; am 10.; dem Fabrikarbeiter Georg Roehm,
Arheilger Straße 68, ein S. Johann Georg; dem
Silberar=
beiter, zurzeit Gefreiter im Reſ.=Inf.=Regt. Nr. 116,
Hein=
rich Reuter, Soderſtraße 90, ein S. Paul Heinrich. Am
11.; dem Schmied Adam Wittersheim, Pankratiusſtraße
37, ein S. Fritz. Am 8.: dem Prokuriſt Adolf Vogel,
Kranichſteinerſtraße 59, eine T. Anna Katharine Marie=
Louiſe. Am 7.: dem Taglöhner Heinrich Flörsheimer,
Arheilger Straße 35, eine T. Eliſabeth Wilhelmine. Am 10.:
dem Glaſer Georg Erb, Neue Ireneſtraße 19, eine T.
Margarete. Am 7.: dem Fuhrmann Valentin Gallei,
Erbacher Straße 46, eine T. Katharine. Am 9.: dem
Kaufmann Heinrich Biewener, Kaupſtraße 1, ein S.
Otto Harry Werner. Am 8.: dem Bäcker Martin Rüdel,
Mühlſtraße 25, eine T. Klara Ottilie. Dem Taglöhner
Iſidor e Brotek, Kranichſteiner Straße 65, eine T.
Vero=
mka. Am 10., dem Handelsmann Johannes Kappes,
Langgaſſe 21, ein S. Adam. Dem Dachdecker Franz
Krichbaum, Fuhrmannſtraße 1, ein S. Heinrich. Am
12.: dem Badewärter Jakob Fleiſchmann, Obergaſſe 26,
ein S. Friedrich Wilhelm. Am 10.: dem Inſtallateur
Albert Friz, Pallaswieſenſtraße 54, eine T. Elfriede
Lieſelotte Irma. Am 9,: dem Photographmeiſter Auguſt
Schäfer, Ludwigsplatz 6, ein S. Am 13.: dem
Fabrik=
arbeiter Georg Humla, Lichtenbergſtraße 73, ein S.
Georg Friedrich. Dem Fabrikanten Georgo Göbel,
Stirn=
weg 12, eine T. Annelieſe. Am 11.; dem Zugführer bei
der Staatsbahn Joſeph Karbaum, Kahlertſtraße 1,
eine T. Am 10.; dem Geflügelhändler Leonhard
Schrö=
der, Karlſtraße 27, ein S. Heinrich.
Aufgebotene. Am 5. Januar: Eiſenbahn=Aſſiſtent
Ludwig Jochim in Wiebelsbach mit Juſtine Rummel
hier, Bleichſtraße 41. Am 6.: Metzger Ludwig Lauten=
ſchläger hier, Mühlſtraße 18, mit Katharina Ripper hier,
Mühlſtraße 18. Am 7.: Akademiſcher Kunſtmaler Walther
Horſt, Annaſtraße 10, mit Charlotte Mitteldorf,
Feld=
bergſtraße 32. Am 8.: Fabrikarbeiter Jakob Bergſträßer
in Eberſtadt mit Katharine Roß, Dienſtmädchen hier.
Eheſchließungen. Am 4. Januar: Eiſenbahnſchloſſer,
zurzeit Gefreiter der Reſerve, Hermann Hahn mit Berta
Weismüller, beide in Wiesbaden. Am 5.:
Fabrikarbei=
ter, zurzeit Gardefüſilier, Otto Wolf hier mit Anna
Reinhardt in Mittelſtille; Bahnarbeiter, zurzeit Gardiſt,
Heinrich Bopp hier mit Schneiderin Magdalena
Bren=
del in Appenheim. Am 6.: Bäcker, zurzeit Musketier,
Leonhard Pfannenmüller in Kleinbirkach mit Johanna
Debus hier; Dachdecker, zurzeit Musketier, Heinriche
Becker mit Auguſte Eichel, beide hier; Kaufmann, zurzeit
Musketier, Auguſt Heldmann hier mit Luiſe Himmel
mann in Arheilgen. Am 7.: Taglöhner Ludwig Löſer
mit Katharine Roth, geb. Kahl, beide hier; Zeichner,
zurzeit Gardiſt, Jakob Gerſtenſchläger mit Eliſabetha
Zollner, beide in Reichenbach: Bahnarbeiter, zurzeit
Gardiſt, Adam Müller mit Fabrikarbeiterin Margarete
Raſemann, beide in Lampertheim. Am 8.: Sanitäts=
Vizefeldwebel Hermann Klein in Straßburg=Neudorf
mit Chriſtine Plock in Lorsbach.
Geſtorbene. Am 7. Januar: Eliſe Zimmermann,
geb. Külp, Witwe des Landgerichtsſekretärs, 72. J., ev.,
Nieder=Ramſtädter Straße 33; Philipp Scherer,
Speng=
lermeiſter, 70 J., ev., Langgaſſe 49. Am 5.: Karl Otto
Wil=
helm Vaſterling, Dragoner, Drag.=Regt. 23, 24 J., ev.,
ledig, Marienplatz 1. Am 8.: Anton Wilh. Schneider,
Schüler, Sohn des Glaſers, 6 J., kath., Kaupſtr. 5. Am 9.:
Ferdinand Mann, Rentner, 75 J., ifrael., Hügelſtr. 73.
Am 8.: Gertraude Reichert, Kontoriſtin, 24 J., ev., ledig
Emilſtraße 27: Marie Keßler, geb. Volk, Witwe des
Bäckermeiſters, 92 J., ev., Kiesſtraße 44. Am 9.: Alphonſe
Deblangy, Gießer, Soldat im franz. Inf.=Regt, 51
24 J., kath., ledig, aus Mactieſes la Amiens, Frankreich,
hier Hochſchulſtraße 2. Am 8.: Friedrich Gieg, Sohn
des Schmieds, 2 J., ev., aus Höchſt, hier Erbacher Straße
25; Johanna König, Witwe des Kantors, 74 J., ev., aus
Neukölln, hier Erbacher Straße 25. Am 9.: Emil Ludwig
Schmidt, Sparkaſſebureauaſſiſtent, 39 J., ev., Adolph=
Spießſtraße 23. Anna Schäfer, geb. Gunkel, Witwe des
Dienſtmanns, 50 J., ev., Nieder=Ramſtädter Straße 50.
Am 10.: Karl Jakob Theodor Wilhelm Meyer,
Stu=
dent, Kanonier im Feldart.=Regt. Nr. 61, aus Bierſcheid
23 J., ev., led., hier Hochſchulſtraße 2. Friedrich Gottlieb
Neßling, Großh. Hofkammerrat i. P., 82 J., ev.,
Die=
burger Straße 86. Am 9.: Adam Scheuermann,
Tag=
löhner, 65 J., kath., aus Heppenheim a. d. B., hier Grafen=
ſtraße 9. Am 11.: Emilie e Römheld, Privatin, 71 J.,
ev., led., Erbacher Straße 25. Am 10.: Chriſtian Stier,
Weißbinder, 40 J., ev., aus Griesheim, hier Grafen=
ſtraße 9. Ludwig Ganß, Taglöhner, 78 J., ev., Große
Kaplaneigaſſe 11. Chriſtian Kling, Privatier, 68 J.,
ev., led., Grafenſtraße 9. Am 11.: Wilhelmine
Curt=
man, Privatin, led., Heinrichſtraße 80. Emmae Frank,
geb. Schwemmer, Witwe des Feldwebels, 64 J., kath.
Karlſtraße 31. Am 12.: Nikolaus Guthier, Invalide,
59 J., kath., Kiesſtraße 14. Am 23. Okt. 1914: Henri
Spanier, Kaufmann, Reſerviſt im Reſ.=Inf.=Regt.
Nr. 116, 34 J., iſr., hier Saalbauſtraße 28, zu Le Quesne.
Am 12. Jan. 1915: Joſeph Kinsky, Metalldreher, 58 J.,
kath., Liebfrauenſtraße 48. Am 8. Nov. 1914: Friedrich
Knöll, Schreiner, Wehrmann im Inf.=Regt. Nr. 116, ev.,
hier Wendelſtadtſtraße 51, zu Lomme in Frankreich. Am
12. Jan. 1915: Guſtave Karcher, Gärtnerlehrling, 16 J.,
ev., led., aus Eberſtadt, hier Grafenſtraße 9. Am 13.:
Liſette Lochmann, geb. Daum, Witwe des
Wacht=
meiſters i. P., 63 J., ev., Dieburger Straße 212. Am 12.:
Anna Marie e Roßmann, geb. Vogel, Ehefrau des
Gen=
darmeriewachtmeiſters i. P., 73 J., ev., Gardiſtenſtraße 12.
Am 16. Dez. 1914: Karl Mehring, Poſtſchaffner,
Wehr=
mann im 1. Garde=Reſ.=Regt., 34 J., kath., hier
Feld=
bergſtraße 71, im Lazarett in Meißen. Am 14. Jan. 1915:
Eduard Löſch, Kaufmann, 50 J., kath., Darmſtraße 21.
Am 28. Oktober 1914: Alfons Arel George Lundareen,
Architekt, Vizefeldwebel der Reſ. im Gren.=Regt. Nr. 3,
24 J., ev., led., hier Mauerſtraße 22, im Gefecht bei
Ka=
miercka. Am 29. Auguſt 1914: Dietrich Hottum, Metzger,
Reſerviſt im Inf.=Regt. Nr. 115, 24 J., ev., led., hier
Roß=
dörfer Straße 11, im Lazarett Chateau Roumont.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt II.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
8—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 28. Dez. 1914: dem Tapeziermeiſter
Chriſtoph Johann Friedrich Eigenbrodt, Herdweg 18
ein S. Georg Friedrich Leonhard. Am 1. Jan. 1915: dem
Verſicherungs=Oberinſpektor Chriſtign Michgel Wilhelm
* Johner, Nodbergſtraße 71, ein S. Ghriſten Wiheim
Oswald. Am 4.: dem Oberlehrer am Neuen Gymna=
ſium Profeſſor Philipp Auguſte Keßler, Wittmann=
ſtraße 29, ein S. Paul Friedrich Wilhelm. Dem
Kauf=
mann Jakob Karl Heinrich Guſtav Vierheller zu
Brüſſel ein S. Georg Friedrich, Herdweg 67. Am 10.;
dem Korrektor Karl Adolph Fuchs, Neue Nieder=
ſtraße 5, eine T. Irmgard Karoline Hedwig. Am 7.; dem
Rittmeiſter im Garde=Drag.=Regt. Nr. 23 Maximilian
von Becker, Eichbergſtraße 12, ein S. Bernhard Viktor
Alexander.
Aufgebotene. Am 4. Jan.: Dachdecker Heinrich
Lutz=
wig Brückmann in Frankfurt a. M. und Marig
Röder, Kiesbergſtraße 5. Am 12.: Schreiner
Johan=
nes o Mayer zu Darmſtadt, Ahaſtraße 20, und Aung
Maria Gries, ebenda.
Eheſchließungen. Am 31. Dez. 1914: Bautechniker
Wilhelm Philipp Müller, Mollerſtraße 13, und Auguſte
Eliſabethe Anna Wieſenecker, Heidelberger Straße 88.
Am 2. Jan. 1915: Taglöhner Johann e Thalheimer,
Karlſtraße 79, und Maria o Moos, Schloßgaſſe 15. Am
4.: Gartentechniker, z. Zt. Kanonier im Reſ.=Feldart.=
Regt. 56, Anton Friedrich Grüber und Katharina
Chriſt zu Homburg v. d. Höhe. Am 5.: Kanonier der
3. Erſatz=Battr. Feldart.=Regts. 25 Karl Otto Jäger,
Heidelberger Straße 47, und Klara o Falch zu
Offen=
bach a. M. Gefreiter im Feld=Inf.=Bat. Nr. 70 Johann
Heinriche Hartmann und Katharina Münzenberger zu
Heidesheim, Kr. Bingen. Am 6.: Maurer, z. Zt. Gardiſt
im Feld=Inf.=Bat. Nr. 70, Michgel Brechtel und
Katha=
rina Ringhof zu Viernheim. Am 6.: Kgl.
Bergreferen=
dar, z. Zt. Leutnant der Reſ. im Feld=Bat. Nr. 70, Ernſt
Kolb und Marie Mathilde Lina Charlotte Albertine
SSchneider, Martinſtraße 70. Am 9.: Sergeant in der
Train=Erſatz=Abteilung Nr. 18 Heinrich Dietz und
Mar=
garete Hufer in Steinheim. Am 10.: Hausburſche, z. Zt.
Rekrut im Erſ.=Bat. Inf.=Leibregts. Nr. 117 in Mainz
Karl Heinrich Creter und Antonia Paſoweck,
Wein=
bergſtraße 2a.
Geſtorbene. Am 22. Okt. 1914: Erſatz=Reſerviſt
Tape=
zier Johann Valentin Karl Koch, 25 J., ev., Aha=
ſtraße 24, gefallen bei Le Quesne. Am 23.: Bureaugehilfe
Erſatz=Reſerviſt Karl Wolf, 26 J., led., ev., Heidelberger
Straße 102, gefallen bei Le Quesne. Am 22.: Schloſſer
Wehrmann Johanne Sparrenberger, 29 J., ev.,
Wein=
bergſtraße 33, gefallen bei Le Quesne. Am 1. Jan. 1915₰
Alwine Haeſeler, geb. Schondell, Ehefrau des
Oberleur=
nants a. D. und Kurdirektors, 42 J., ev., Heidelberger
Straße 124. Frangois Pognod, Landwirt, jetzt
Kriegs=
gefangener, Soldat im franzöſiſchen Inf.=Regt. Nr. 140,
25 J., kath., aus Oungon, Kanton Saint Jouaſſe. Am 5.:
Mathilde Eliſabeth Friederike Freifrau Schenck zu
Schweinsberg, geb. von Eyff, Witwe des Großh.
Ober=
konſiſtorialſekretärs, 75 J., ev., Wittmannſtraße 15. Am
6.: Luiſe Rohrbach, geb. Steinius, Witwe des
Stein=
druckers, 78 J., ev., Ludwigshöhſtraße 16. Am 7.:
Hen=
riette Schloßer, geb. Steup, Witwe des Großh.
Stabs=
quartiermeiſters i. P., Rechnungsrat, 78 J., ev.,
Moos=
bergſtraße 28. Am 6.: Eliſabethe Schaubach, geb. Roth,
Witwe des Sattlermeiſters, 83 J., ev., Wittmannſtraße 15.
Georg Wilhelm Gebhardt, 14 J., ev., aus Erbach t. O.
Nieder=Ramſtädter Straße 177. Am 8.: Charlotte
Klin=
gelhöffer, geb. Wolf, Ehefrau des Oberlehrers, Profeſſor,
41 J., ev., Am Erlenberg 9. Am 10.: Ludwig Weber,
Sohn des Bürſtenmachers, 2 J., ev., Ludwigshöhſtraße 9.
Am 117: Oberſtleutnant a. D. Ludwig o Cramolini, 67 J.,
ev., Annaſtraße 35. Luiſe o Andreß, geb. Jung, Witwe
des Pfandmeiſters i. P., 86 J., ev., Moſerſtraße 5. Am
29.-Aug. 1914: Leutnant der Reſ. des Königl. Sächſ.
Schützen=Regts. Nr. 108 Forſtaſſeſſor Georg Emanuel
Freiherr von Wedekind, 31 J., ev., Heinrichſtraße 11,
ge=
fallen bei Vieil St. Remy (Frankreich).
Goleodienſtliche Anzeigen
Evangeliſche Gemeinden.
2. Sonntag nach Epiphanias, den 17. Januar 1915
Hofkirche: Vorm. um 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Mittwoch den 20. Jan., abends um 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Velte.
Vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Zimmermann. — Abends um 6 Uhr: Pfarrer
Mitrlech, den 20. Jan., avenos um o Uhr: Anoachr.
Memmert. Kollekte für die innere Miſſion. —
Mitt=
woch, den 20. Jan. abends um 8½ Uhr: Kriegsbet
ſtunde. Pfarrer Velte.
Stadtkapelle: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer
Zimmer=
mann. — Vormittags um 11¼ Uhr:
Kindergottes=
dienſt. Pfarrer Vogel.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
17. Jan., nachm. um 2 Uhr: Taubſtummengottesdienſt.
Vfarrer Kleberger.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. um 8½ Uhr:
Garniſonpfarrer Schäfer. — Um 10½ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt (Steinſtr. 24, Muſikſaal).
D
Johanneskirche: Kollekte für einen zweiten Lazarett=
Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer Dingeldey.
zug.
Mitt=
Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
woch, den 20. Januar, abends um 8 Uhr: Andacht.
Pfarrer Marx.
2
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer D. Waitz.
Vorm. um 11 Uhr: Kindergottesdienſt für den Oft
bezirk. Pfarrverwalter Storck. — Nachm. um 4 Uhr:
Betſtunde im Martinsſtift. Pfarrer Schneider.
Abends um 6 Uhr: Pfarrverwalter Storck —
Mitt=
woch, den 20. Januar, abends um 8 Uhr: Andacht.
Pfarrverwalter Storck.
Herberge zur Heimat: Vorm. um 9 Uhr: Pfarrer
Memmert.
Eliſabethenſtiſt: Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Lenz. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. — Freitag, den 22. Januar, abends um
8¼ Uhr: Kriegsbetſtunde.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vormittags um
10 Uhr: Pfarrer Wagner. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarrer Wagner. — Abends um
6 Uhr: Pfarrer Zimmermann. — Mittwoch, den
20. Januar, abends um 8 Uhr: Kriegsbetſtunde.
Pfarr=
aſſiſtent Sann.
Pauluskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrverwalter
Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Fuchs.
Pfarraſſiſtent Sann. — Mittwoch, den 20. Jan., abends
um 8 Uhr: Kriegsbetſtunde. Pfarrer Rückert.
Lutheriſcher Gottesdienſt. (Selbſtändige evang.=lutheriſche
Kirche.) Am 2. Sonntag nach Epiphanias, den 17. Jan.,
nachmittags um 5 Uhr, im „Feierabend‟, Stiftſtraße 51:
Superintendent Anthes.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 17. Jan.,
vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nach=
mittags um 4 Uhr: Bibelſtunde von Garniſonpfarrer
Schäfer. — Abends um 8½ Uhr: Gebetsvereinigung.
Dienstag, den 19. Jan., abends um 8½ Uhr:
Blau=
kreuzbibelſtunde und Gebetsvereinigung. — Mittwoch,
den 20. Jan., abends um 7½ Uhr: Kriegsbibelſtunde für
Soldaten. Garniſonpfarrer Schäfer. — Donnerstag,
den 21. Jan., abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde und
Gebetsvereinigung. — Zweig der Stadtmiſſion
(Beſſungerſtr. 88, Hth.). Sonntag, den 17. Jan., vorm.
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. — Nachmittags um 3 Uhr:
Jugendbund für Jünglinge. — Um 4½ Uhr:
Jugend=
bund für Jungfrauen. — Freitag, den 15. Jan., abends
um 8½ Uhr: Bibelſtunde und Gebetsvereinigung,
Evangeliſche Gemeinſchaft (Teichhausſtr. 34):
Sonn=
tag, den 17. Jan., nachm. um 2 Uhr: Sonntagsſchule.
— Abends um 8½ Uhr: Gottesdienſt. Prediger A. Berner=
Frankfurt a. M. — Dienstag, den 19. Jan. abends um
8½ Uhr: Bibelſtunde.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (Lagerhaus=
ſtraße 4): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. —
Mitt=
woch, abends um 8½ Uhr.
Hemeinde gläubig getaufter Chriſten (Baptiſten), Mauer=
ſtraße 17: Sonntag, den 17. Januar, vormittags um
9½ Uhr: Predigt. Prediger Winhold. — Um ¾11 Uhr:
Sonntagsſchule. —
Nachmittags um 4 Uhr: Predigt.
Prediger Winhold. — Abends um 6 Uhr:
Jugend=
verein. — Mittwoch, den 20. Jan., abends um 8½ Uhr:
Kriegsgebetſtunde.
Karholiſche Gemeinden
2. Sonntaa nach Epiphanie, den 17. Januar 1915
St. Ludwigskirche: Samstag, den 16. Januar, nachm.
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte.
— Sonntag nach
Sonntag, vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um 6 Uhr: Erſte heil. Meſſe — Um
7 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.
Um 8 Uhr:
Militärgottesdienſt mit Predigt. — Um ½10 Uhr:
Hoch=
amt mit Predigt. — Um 11 Uhr: Letzte heil. Meſſe.
Nachmittags um 3 Uhr: Sakramentaliſche
Bruderſchafts=
andacht mit Predigt. — Freitag, abends um 8 Uhr:
Bittandacht zur Erflehung der göttlichen Hilfe in der
gegenwärtigen Kriegszeit.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag,
vormit=
tags um ½7 Uhr: Heil. Meſſe. — Nachm. um 4 Uhr:
Verſammlung des 3. Ordens. — Abends um 6 Uhr:
Roſenkranzandacht.
Kapelle in der Waldſtraße: Vorm. um 7 Uhr: Heil.
Meſſe. — Nachm. um 4 Uhr: Verſammlung des kathol.
Dienſtmädchenvereins.
ioſrangunbuth
Kapelle zu Ober=Ramſtadt: Sonntag, vormittags um
9 Uhr: Singmeſſe mit Predigt.
00
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 16. Jan.,
nach=
mittags um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte.
5
Sonntag, vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr:
Heil. Meſſe mit Predigt und Generalkommunion der
Jungfrauen. — Um ½10 Uhr: Hochamt und Predigt. —
Nachm. um 2 Uhr: Sakramentaliſche Andacht. —
Diens=
tag und Freitag, abends um 8 Uhr: Kriegsandacht und
Segen. — Montag, Mittwoch und Donnerstag, abends
um ½6 Uhr: Roſenkranz für die Krieger.
Kapelle in Arheilgen: Sonntag, vorm. um ½10 Uhr;
Amt und Predigt.
um 70 ahr Resſentrung für oie Krieger.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
16. Jan., nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. um 6 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte. — Um 7 Uhr: Heil. Meſſe. — Um 9 Uhr: Amt
mit Predigt. — Nachmittags um ½3 Uhr: Herz=Mariä=
Andacht. — Mittwoch, abends um 6 Uhr: Kriegsgebet.
Geiegencen zur veu. Beichte.
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 16. Jan., nachm.
um 3 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
Sonntag, vormittags um ½6 Uhr: Beichte. — Um
½7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. — Um
(10 Uhr: Hochamt, Predigt und Kriegsgebet. —
Nach=
mittags um ½2 Uhr: Chriſtenlehre. — Um 2 Uhr:
An=
dacht. — Werktags, um ¾8 Uhr: Singmeſſe mit
Kriegs=
andacht.
elegenhett.
In der Provinzial=Pflegeanſtalt bei
Eberſtadt: Donnerstag Predigt und Kriegsgebet.
Kapelle zu Pfungſtadt: Sonntag, vorm. um 7 Uhr=
Beichte. — Um ½8 Uhr: Amt und Predigt. —
Nach=
mittags um ½2 Uhr: Andacht. — Montag und
Frei=
tag, nachm. um ½5 Uhr: Kriegsbetſtunde.
Trauungen auswärt. Paare: Pfarrer Kleberger.
Beerdigungen auswärts Verſtorbener: Pfarter
Velte.
Crtaufte, Getraute und Beerdigte.
.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Lukasgemeinde: 25. Dez.: Dem Bürobeamten
Heinrich Wilhelm Hartherz S. Helmut Hans Konrad, geb.
11. Nov. 12. Jan.: Dem Uhrmacher Otto Heinrich Wurz
T. Theodore Martha, geb. 12. Mat. 13. Jan.: Dem
Kauf=
mann Heinrich Kircher T. Hildegard, geb. 26. Okt.
Markusgemeinde: 10. Jan.: Dem Schreiner
Caſimir Müller T. Eliſabeth, geb. 18. Dez. 1914. 13. Jan.:
Dem Bautechniker Johann Georg Schönig S. Georg Ernſt
Ludwia, geb. 4. Nov. 1914.
Martinsgemeinde: 31. Dez.: Dem
Bierbrauerei=
hilfsarbeiter Heinrich Bernhard S. Otto Karl, geb. 6. Nov.
3. Jan.: Dem Keſſelſchmied Chriſtian Büttner S. Auguſt
Wilhelm, geb. 14. Nov. Dem Aushilfsſtationsſchaffner
Friedrich Geiß S. Friedrich Karl Jacob, geb. 7. Dez. Dem
Kutſcher Paul Max Rechenberg T. Johanna Eliſabeth,
geb. 13. Dez. 9. Jan.: Dem Eiſenhobler Karl Beimert
T. Toni geb. 16. Nov.
er geb.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
ont geb.
Lukasgemeinde: 10. Jan.: Eliſe Zimmermann
eb. Külp, Ww. d. Gr. Landgerichtsſekretärs, 67 J, alt,
ſtarb 7. Jan. 11. Jan.: Marie Keßler geb. Volk, Ww. d.
Bäckermeiſters, 92 J. alt, ſtarb 8. Jan. Anna Schäfer,
Ww. des Dienſtmannes, 50 J. alt, ſtarb 9. Jan. 12. Jan.
Kaiſerl. Telegraphen=Aſſiſtent Otto Dollega, Einj. Freiw.
Gefreiter, 23 J. alt, ſtarb 28. Aug. 1914 bei Raucourt
in Frankreich. 14. Jan,: Minna Kurtmann, Privatin,
T. des Gr. Direktors, 71 J. alt. ſtarb 11. Jan.
Markusgemeinde: 10. Jan: Otto Heleine, 6 J.
alt, ſtarb 8. Jan. 11. Jan.: Sparkaſſebüro=Aſſiſtent Emil
Schmidt. 39 J. alt. ſtarb 9. Jan.
L. des Gr. Vireitors, 71 3. alt, ſtarb 11. Jan.
Kaplaneigemeinde: 8. Jan.: Emil Wilhelm
Werling, S. d. Gärtners Oskar Robert Werling, 5 Mon.
alt, ſtarb 5. Jan. 10. Jan.: Spenglermeiſter Philipp
Scherer, 70 J. alt, ſtarb 7. Jan. 13. Jan.: Handarbeiter
Ludmie Ganſ 78 J. alt. ſtarb 10. Jan.
Schmtbt, 30 3. alt, ſtarb 3. Jan.
Johannesgemeinde: 9. Jan.: Katharine Schaub
geb. Fey, Ehefrau des Gaſtwirts Heinrich Schaub, 61 J.
alt, ſtarb 7. Jan. 10. Jan.: Gertrud Reichert T. des
Eiſenbohnbedienſteten Franz Reichert, 22 J. alt, ſtarb 8. Jan.
Luboig Ganß,
Martinsgemeinde: 31. Dez.: Weißbindermeiſter
Chriſtian Friedrich Karl Juuls, 52 J. alt, ſtarb 28. Dez.
. Jan.: Auguſte Arheilger geb. Heyl, Ww. des
Arreſt=
nisaufſehers Johannes Arheilger, 87 J. alt, ſtarb 7. Jan.
0. Jan.: Städt. Taglöhner Peter Krämer, 81 J. alt,
ſtarb 7. Jan.
Eheneume
Schneider’s
Invontur-Ausverkaum
Heute und folgende Tage sind nachstehende Artikel zu billigsten Räumungspreisen ausgelegt:
5 Serien Damen-Wäsche
Serie
I.
1.10
Serie
II
1.70
Serie
III
2000
Serie
IV
2.20
Serie
V.
2.70
Wert bedeutend höher.
als Damen-Hemden und Hosen, Nachtjacken.
Kniebeinkleider, Untertalllen mit Vorder- und
Rückengarnitur etc., in nur Ia Stoffen, mit guten
Stickereien und Festons besetzt.
Grosse
Posten
weisse Bettbezüge
aus gutem Damast, in hübsch, modernen Mustern
Serie I. Serie II Serie III Serie IV
3.50 3.95 4.50 5.25
Hnsben er eien Persuech mit menen bechenten
Spezial-Wäschetuch
Jeder Coupon 10 Meter.
„Frauenlob‟. „Edelweiss‟ „Monopol‟
3.50 4.50 5.25
Grose
weissekissenbezüge
Posten
aus nur soliden Stoffen mit Stickerei- oder Klöppel-
Einsätzen festoniert, ausgenäht oder gekurbelt
Serie I. Serie II Serie III. Serie IV
0.78 0.95 110 135
Enorm billig!
Ein
Posten
Herren-Kragen,
viele Fassons,
darunter beste Qualitäten, früherer Preis bis 70 ₰ . . . . jetzt jeder Kragen
Serie
I.
10%
Serie
II.
20%
Grosse
Posten
Spachtel-Kragen
weiss
u. cremn
Früherer Preis bis 2.25
Serie I Serie II Serie III
jetzt
jed. Stück
35₰ 50. 85₰
Prosen
Posten
Spitzen u. Tüll-Jabots
weiss und Crem
Früherer Preis bis 2.50
Serie I Serie II Serie III
jetzt
jed. Stück
3, 35., 500
Grosse
Posten
Spitzen und Einsätze
in Tüll, Spachtel und Valenciennes
50% unter Preis
Serie I Serie II Serie III
Ntr. 10 ₰ Ntr. 20 ₰ Ntr. 30 ₰
Nur solange Vorrat!
Ein
Posten
Damen-Tricot-Randschuhe
in schwarz u. farbig, Serie I II III
darunter
beste Qualt. u. Aust. Paar 45 65 85 ₰
Grosse Posten Knaben-Mützen
in marine und gemustert
Früherer Preis bis 2.25, jetzt jedes Stück
zum Aussuchen . . . . . . . . 20 ₰
Grosse Posten Teller-Mützen
Kieler Form
Früherer Preis bis 2.45, jetzt jedes Stück
zum Aussuchen . . . . . . . . 40 ₰
Grosse Posten Kinder-Mützen
für Knaben und Mädchen.
Früherer Wert bis 1.95, jetzt jedes Stück
zum Aussuchen . . . . . . . . . 20 ₰
Nur soweit Vorrat reicht!
Ein
Posten
Damen-Maco-Reformhosen
früherer Preis
bis 3.80
jetzt jedes
Ser 15
Besonders billig!
etzt 65.
Grose Posten Blusen-Schürzen
Serie I 1.50
jetzn 135
aus hübschen gestreiften Siamosen, reizende Verarbeitungen,
vollständige Grössen
ertztr 1.95 vutr 2.25
Grose Posten Unterrocke
in Tuch, Moire, Lüster,
Seide u. Waschstoffen
im Preise
ermäßigt
30.500
1222)
Kaurmaus
Pn Schnelder
Darmstudr
Ludwigstr. — Ecke Kirchstr.
Bestellungen auf
Einbanadechen
für das unserer Zeitung
wöchentlich beiliegende
Inustr. Uilternahtungseiaht
erbitten wir recht bald.
Geschäftsstelle des Darmstädter Tagblatts.
Gir dinger Mitans r ibende
tlſch Luiſenſtr. 10, pt. (732a
1 Piter ecdet dir ermten
Saalbauſtraße 23. (*953
Das Beste für die Augen
beſtes Stärkungs= und
Erfriſchungsmittel für
ſchwache entzündete Angen
und Glieder iſt das ſeit bald
100 Jahren weltberühmte,
ärztlich empfohlene (221a
von
Kölniſche Waſſer,
Joh. Chr.
Fochtenberger in Heilbronn.
Lieſerant fürſt. Häuſer,
Ehrendiplom.
Feinſtes Aroma, billigſtes
Parfüm. In Fl. à 45. 65 Pf.
u. 1.10 Mk.
Allein=
verkauf für Darmſtadt=
G. Hauptmann, Rheinſtraße.
Eee
Zu kaufen geſucht
gebr. Werkzeug. und Maſchinen
(Schloſſer. u. Schreinerei) u. gebr.
Schweiß=Brenner u. Apparate. Ang.
u. S92 an die Geſchäftsſt. (*1007so
Wandsäge zu kauf. geſ. Ang.
u. 896 Geſchäftsſt. (*1001sg
19241
Wer dort? (984a
hier V. Schatz, Schloßgaſſe 23.
Ich komme ſof. u. zahle Ihnen für
getrag. Kleider, Schuhe,
Zahn=
gebiſſe, alteFederbet. ſtetsdie öchſt.
Preiſe. Tel. Nr. 1924. Poſtk. genügt.
Kauſe alte
Silbergegenſtände
jeder Art. Gefl. Angebote unt.
§ 71 beſ. die Geſchäftsſt. (1170t
Kaufe
getr. Herren= u. Damenkl., Wäſche,
Stiefel, Möbel, Gold, Silber,
Ge=
biſſe, vollſt. Betten. Frau Levi, Kl.
Ochſeng. 4. Komme a. ausw. (615a
1transportabler Keſſel
geſ. Fell, Uebungsplatz. (*978sg
Noch gut erhalt. Fahrradk zu
kaufen geſucht. Angeb. unter
S 80 a. d. Geſchäftsſtelle. (*960sgo
Flaſchenzug
mit Ketten, 10—15 Zentner,
zu kaufen geſucht.
Angebote unter § 93 an die Ge=
ſchäftsſtelle ds Bl.
(1254
Gebrauctes, gut erhaltenes
Klavier
(Piano) zu kaufen geſucht. Angev.
unter § 83 a. d. Geſchäftsſt. (*966
Aakau. (130
Grit. Nieider
Stiefel, Mäntel, alte Bettfedern,
Zahngebiſſe, Fahrräder.
Poſt=
karte genügt. Komme auch ausw.
M. Obstfeld
Kleine Bachgaſſe 7.
Suche
dlte Porzellansachen
Teller, Taſſen, Serviee, Figur.,
Vaſen uſw. zu kaufen. (1169t
Angebote mit Preisangabe unt.
§ 72 bef. die Geſchäftsſt. ds. Bl.
am
weissen Turm.
Ab heute nur 3 Tage:
Dunkle Wege
Kriminal-Schauspiel in 3 Akten.
Dokumente zum Weltkrieg
u. a.
Vorgenen in Srarm
und Besetzung eines feindlichen Schützengrabens.
In eigener Sache
Der Roman eines Detektivs in 2 Akten.
Voranzeige!
Dorrit Weichsler
kommt ab Dienstag.
(1227
Telephon 173
Rheinstraße 6
Nur einige Tage!
Von
Malaherlruberranen
Grosses Wild-West-Drama in 3 Akten.
Zu spät
Hervorragendes Drama in 3 Akten.
Die neuesten Bilder des
Kriegsschauplatzes.
Voranzeige.
Ab Montag:
Das grosse Meisterwerk
berkanu venbasheroiie
Detektiy-Drama in 3 Akten nach dem Schauspiel
von Richard Oswald.
Inszeniert von Rudoff Meinert.
In den Hauptrollen die berühmten Künstler Alwin Neuss
und Friedrich Kühne vom Deutschen Theater. (*1005
Olymbia=
Cheater
Darmſtadt,
Inhaber:
Georg Brand.
Rheinſtraße 2.
Programm für Samstag, Sonntag, Montag.
Nur 3 Tage!
Schlager! In der Hauptrolle Henny Porten. Schlager!
3 Alte Die grauſame Sünderin 3 Ate
Schliagert
Schlagert
Serkupuannengunger Witel
Ein äußerſt ſpannender Senſationsfilm. (*1003
Um dieſes Programm zu vervollſtändigen, kommt noch ein
Senſationsfilm in 3 Akten, 3 Humoresken, und diverſe
Beſuch lohnti
andere Films zur Vorführung.
Garautiert wasserdichte
Lolttdcn Westen
Mk. 8.50 1191sm
bester Ersatz für
gesundheits-
schädliche Gummiwesten
Wilh. Deuster
Markt 11½, Ecke Marktstr.
1 Wäſcheſchrank
er Mreider
puppe (46)
billig zu verkaufen. Näheres bei
Beck, Rheinſtraße 2.
(*1004
Sch., weiße Schuhe, Nr. 37, Umh.=
Mant.b. z. v. Magdalenenſtr. 6, I. (*924
Reſtauration
Krat ſch (996sg
Magdalenenſtraße, a. d. Hochſchule.
Empfehle ff. bürgerlichen
Mittags= u. Abendtiſch.
Sep. Nebenzimmer mit Klavier.
Heute
Metzelluppe
wozu freundlichſt einladet (1193
Familie Fischer, Mollerſtr. 2.
Großh. Hoftheater.
Samstag, den 16. Januar:
Außer Abonnement.
Siebente Volksvorſtellung
zu ermäßigten Preiſen.
Als ich noch im Flügelkleide
Ein fröhliches Spiel in 4 Aufzügen
von Albert Kehm u. Martin Frehſee.
Spielleiter: Bruno Harprecht.
Nach dem 2. Aufz. längere Pauſe
Anfang 7½ Uhr. Ende nach 10 Uhr.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Sonntag, 17. Januar: 75. Ab.=
Vorſt. C 19.
„Die Jüdin”.
Kleine Preiſe. Anf. 7 Uhr.
Montag, 18. Jan.: Außer
Abon=
nement. Sonder=Vorſtellung für
die Garniſon: „Der
Feld=
prediger”. Anfang 7½ Uhr.
Zu dieſer Vorſtellung findet
kein Kartenverkauf ſtatt.
Dienstag, 19. Jan. 76. Ab.=Vſt.
A 19. „Der Verſchwender”
(mit Konzert=Einlagen). Kleine
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Mittwoch, 20. Jan.: 77. Ab.=Vſt.
B 20. „Mignon‟. Kleine Preiſe.
Anfang 7 Uhr.
Schiller=Zyklus.
Im Verlaufe von zirka 6 Wochen
werden ſämtliche abgeſchloſſenen
Dramen des Dichters in
chrono=
logiſcher Reihenfolge zur
Auf=
führung kommen. — Auf dieſe im
Abonnement ſtattfindenden Vor=
ſtellungen wird noch ein Extra=
Abonnement eröffnet, und zwar
in 3 Abteilungen, auf welche einzeln
abonniert werden kann und die
ſich folgendermaßen zuſammen=
ſtellen:
Die Räuber
I. Abteilung:
(21. Jan.). Die Verſchwörung
des Fiesko zu Genua (23. Jan.).
Kabale und Liebe (26. Januar).
Don Carlos (29. Januar).
II. Abteilung: Wallenſtein=
Trilogie (2 Abende).
III. Abteilung: Maria Stuart.
Die Jungfrau von Orleans.
Die Braut von Meſſina.
Wil=
helm Tell.
Die Extra=Abonnementspreiſe
für die erſte bezw. dritte Abteilung
ſind:
Sperrſitz 10.40 ℳ, Parterre 7 60 ℳ.
Proſzeniumsloge 16.40 ℳ,
Mittel=
loge 16.40 ℳ, Balkonloge 14.40 ℳ,
Erſter Rang 12.40 ℳ, Zweiter
Rang 6.40 ℳ, Erſte Galerie 4.40 ℳ,
Zweite Galerie 2.40 ℳ.
Die Extra=Abonnements=Preiſe
für die zweite Abteilung ſind:
Sperrſitz 5.20 ℳ, Parterre 3.80 ℳ,
Proſzeniumsloge 8.20 ℳ,
Mittel=
loge 8.20 ℳ, Balkonloge 7.20 ℳ,
Erſter Rang 6.20 ℳ, Zweiter
Rang 3.20 ℳ, Erſte Galerie 2.20 ℳ,
Zweite Galerie 1.20 ℳ.
Die Vorſtellungen beginnen
Donnerstag, den 21. Januar und
werden die Karten für die erſte
Abteilung Montag den 18. Jan.,
nachmittags von 3½—5 Uhr,
ſo=
wie an den darauffolgenden Tagen,
vormittags zu den üblichen Kaſſe=
ſtunden, bis einſchließlich
Mitt=
woch, den 20. Januar, an der
Tageskaſſe abgegebe.
den gügen Juden mme Pechnahtegahnl
„Halt, wer dal” — Scharf ertönt des Poſten Stimme
Durch die klare Sternennacht.
Einſam hielt er, Weihnachten im Sinne,
Vor den ſechs Geſchützen Wacht.
Rieſengroß, hochbeladen, kommt ein Wagen
mit Paketen angefahren.
„Kiſten, Kaſten durcheinander bunt verteilt
Sind aus Deutſchland hergeeilt
So ſpricht hoch vom Bock der Mann,
Der Poſten näher tritt heran.
Er meint, daß alle dieſe Sachen
Für die Batterie allein ſoll’n ſein,
Das iſt zuviel, unmöglich, nein!
Ganz ſprachlos aber wird er dann,
Als abzuladen man fängt an.
Der Hauptmann ſelbſt iſt hergekommen
Als er von ſolchem hat vernommen.,
Er freut ſich heute wie noch nie,
Wie man verſorgt hat die Batterie.
Dicht neben dem Rübenacker dort
Setzt ſich die Reihe der Pakete fort,
Paket wird neben Kiſte geſetzt,
Die kleinen erſt, die großen zuletzt.
Als man zu öffnen dann beginnt,
Sich überall gar Schönes find!
Hier Taſchenmeſſer, gute Seife,
Dort woll’ne Hemden mit iner Schleife,
Hier Ohrenſchützer, Lungenlätzchen,
Dort warme Stauchen, ſüße Plätzchen.
Bunt durcheinander ſind zu ſehin
All dieſe Dinge viel und ſchön.
Unmöglich iſt es aufzuzählen
So viele Sachen groß und klein,
Wir müßten ſonſt im Frieden ſein.
Im Kriege bleibt uns keine Zeit dafür.
„Aufpaſſen auf den Feind!” das iſt Parole hier
Drum machen wir nur wenig Worte,
Um unſeren Dank zu zeigen Euch,
Er iſt nicht von ſo leichter Sorte,
Durch Taten laßt uns ihn beweiſen gleich:
Feſt wie eine Eiſenmauer ſteh'n wir hier in Feindesland,
Sind tagtäglich auf der Lauer, bei dem Angriff ſchnell
zur Hand.
Für die Gaben Eurer Liebe
Beziehen die Franzoſen Hiebe,
Für die Arbeit Eurer Hand
Strafen wir das Engeland.
Im neuen Jahr drum ſollt Ihr ſehen,
Wie wir unſeren Dank verſtehen
Mit den beſten Grüßen der ganzen 1. Batterie des Feld=Art.=
Regiments Nr. 25.
(1252
Lenne, Hauptmann und Batteriechef.
Frauenverein der Schloßgemeinde.
Einladung zur Mitgliederverſammlung
am Donnerstag, 21. Januar, abends 8 Uhr,
im Gemeindehaus, Kiesſtraße 17.
Tagesordnung: Bericht für 1914,
Rechnung für 1914,
Anträge 10.
1246)
Für den Vorſtand:
Zimmermann, Pfarrer.
Darmstädter Streichquartett
(XVI. Jahr)
Fritz Mehmel, Alb. Diedrich, Fritz Brückmann, Emil Andrä.
Mitwirkende: Die Herren Chr. Gerh. Eckel-Frankfurt (Klavier)
und Hofmusiker Aug. Weyns (Violoncello).
H. Kammermusik-Abend
(Romantiker-Abend)
zum Besten der Kriegsfürsorge der Stadt Darmstadt
und der des Allgemeinen Deutschen Musikerverbandes.
Montag, den 18. Januar, abends 8 Uhr
(Ende 9¾ Uhr)
im Hotel „Traube‟.
Programm: Schumann, Streichquartett op. 41, 2, F-dur,
Volkmann, Klaviertrio op. 5, B-moll, Schubert, Quintett für
2 Violinen, Viola und 2 Violoncelli, op. 163. C-dur.
Berdux-Flügel (München) aus dem Hofpianolager von
A. w. Zimmermann hler.
(1071ms
Karten zu Mk. 3.— und Mk. 2.—; Studierende und Schüler
Mk. 2.—, Mk. 1.50 und Galerie Mk. 1.— bei Gg. Thies Nachf,
(L. Schutter), Hofmusikalienhandlung, und an der Abendkasse.
Elektrische
Taschenlampen
Feuerzeuge
feuer ſarme.
Oefchen
in größter Auswahl
Haas & Beinhard
Ecke Rhein-
und Grafenstraße.
(648a
erſcheint 2mal wöchentlich in der Auflage des Darmſtädter Tagblatts
und bietet ſomit die größte Gewähr für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Anzeigen. Für den Wohnungs=Anzeiger beſtimmte Anzeigen müſſen ſtets
tagsvorher bis ſpäteſtens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen. Später uns zugehende Anzeigen können nur am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden.
3 mmee Zimer
Menenentenr
Ecke Riedeſelſtraße, herrſchaftliche
Elage, enthaltend 3 Zimmer ink.
ompl., groß. Bade= u.
Ankleide=
zimmer, elektr. Licht, Gas, Erker,
Veranda, der ſofort zu vermieten.
Näh. daſelbſt 1. Etage.
(25ms
Khemnstrasse 45
iſt der 1. Stock, enthaltend 8
Zim=
mer, Badezimmer, mit reichl.
Neben=
räumen nebſt großer Veranda und
Gartenanteil für ſofort anderweit
zu vermieten. Gas und elektr.
Einrichtung.
Nähere Auskunft erteilt der
Be=
vollmächtigte Juſtizrat Dr. Bender,
Kaſinoſtraße 8.
(26ms
Heinrichſtraße 103
herrſchaft=
liche Wohnung von 8 Zim., Bad,
Veranda, Gas, elektr. Licht, alles
der Neuzeit entſpr., per ſofort zu
verm. Näh. part.
(27ms
Bieinkraße (ouſfewſiah
beſte Lage der Stadt, moderne
Wohnung im 1. oder 2. Stock,
auch zuſammen, je 9—10 ſehr große
Zimmer, m. Zentralheizung,
Warm=
waſerverforgung, Gas und eletr.
Licht, Vakuum und allem
Kom=
fort. Wünſche wegen innerer
Ein=
richtung werden berückſichtigt. Näh.
in der Geſchäftsſtelle.
(43ms
Rheinſtraße 34
zu verm.: 2. Stock 10
Zimmer=
wohnung, herrſchaftl., mit 2 Manſ.=
Zim. u. ſonſt. Zubeh. (a. zu
Büro=
zwecken geeign.), 2000 Mk.
Daſelbſt 2 Hallen u.
Pferdeſtal=
lung. Preis nach Vereinbarung.
Näh. im Erdgeſchoß.
(29ms
Grangerte=Allee 121
iſtdas
Ein=
familienh.,
beſtehend aus 8 Zimmern, großer
Diele, gedeckter Veranda, Garten
und vielem Zubehör zu vermieten.
Alles nähere bei J. Conr. Mahr,
Heidelhergerſtraße 43.
(B777ms
G
Das ſeither von Freifrau
H. Riedeſel zu Eiſenbach
bewohnte Haus iſt vom
April 1915 ab anderweitig zu
vermieten. Das Haus
ent=
hält 14 Zimmer nebſt Zubehör
u. Garten. Jede weitere
Aus=
kunft wird erteilt nurdurch die
Firma Joſeph Trier,
Wilhel=
minenſtraße 25.
(186s
arntererete d. derſartet
haus, 18 Zimmer, Stallung für
6 Pferde, Remiſe, Burſchenſtube
uſw., zum Alleinbewohnen u. ſct.
zu beziehen.
(B187s
Das Haus Wilhelmſtraße 11
enthaltend 12 Zimmer, mit
Garten, Stallung ꝛc., iſt per
1. April 1915 entweder zu
verkaufen oder zu vermieten.
Nähere Auskunft erteilt nur
die Firma Joſeph Trier,
Wilhelminenſtr. 25.
(751s
e
Gleg. Wohnung
7 Zim., mit
allem Zubeh.,
in gut. Haus, vorn. Lage, per 1. April,
auch früher, an ruh. Familie zu vm.
Näh. Hoffmannſtr. 26, p. (31ms
Neckarſtraße 11
7 Zimmer, Vorderhaus 1. Stock,
mit allem Zubehör per 1. April ev.
früher. Näh. daſ. im Kontor. (355ms
7 Zimmerwohnung mit allem
Zubehör, neu hergericht., zu verm.
Näheres Kirchſtraße 12. (520ms
Ecke Saudstr. 74 u. Salbanstr.
elegante Herrſchaftswohn., 7 Zim.,
Badezim. und reichl. Zubeh. per
ſofort zu vermieten.
(30ms
Näheres daſelbſt oder Baubüro
H. Sames, Pallaswieſenſtr. 26.
Wiftmannstr. 2
iſt der zweite Stock, beſtehend aus
7 Zimmern mit reichl. Zubehör
per ſofort evtl. ſpäter zu
ver=
mieten. Preis 1200 Mk. Einzu=
ſehen von 10—1 Uhr. Näheres
daſelbſt 1. Stock.
(B188s
Artillerieſtraße 4, 1. u. 2. St.,
7—8 Zim.=Wohn. mit reichl. Zub.
ev. mit Stallung ſof. zu vm. Näh.
Heinrich Funk, Grafenſtr. 23½,
(B1021ms
Telephon 446.
Milentofonte Audwigeſche
Darmſtädterſtr. 161.
Hübſch gelegene Villa, enth. 7 Zim.,
Fremdenzimmer, Bad, Veranda
uſw., in zirfe 1800 qm großem
Garten, wegen Wegzug von hier
auf längere Zeit zu verm. oder zu
verk. Näheres daſelbſt. (*734ms
3 Zimer
Herrſchaftl., geräum. 6 Zimmer=
Etage, 1. Stock, der Neuz. entſpr.,
mit reichlichem Zubehör, Veranda,
Gartenanteil, in der Nähe der mittl.
Heinrichſtraße zu vermieten.
Näh. Zeughausſtraße 3, Kontor,
od. Markinſtr. 2½, part.
(32ms
Mathildenstr. 49, I.
elegante, ſehr geräum. 6
Zimmer=
wohnung mit allem Zubehör per
1. April 1915 zu verm. Zu erfragen
(B33ms
2. Stock.
Schönegroße6= Zim.=Wohn.
neuzeitlich hergerichtet, mit Gas,
elektriſchem Licht, Badezimmer u
Zubehör, in ſchöner, freier Lage
umſtändehalber preiswert
ander=
weitig per 1. April od. 1. Juli z. vm
Adr. in der Geſchäftsſt. (*569gms
Ohiystrasse 69, II.
6 Zimmerwohn., herrſchaftl einger.,
Fremdenz., Küche, Bad, Veranda
u. Balkon, mit reichl. Zub.,
Garten=
anteil, per 1 April 1915 zu verm.
Näheres daſelbſt part. (B34ms
Friedrichſtr. 14, 1. u. 2. St.,
infolge Kriegsereigniſſe zwei gr.
eleg. 6= Zimmerwohn., neuzeitl.
ein=
gericht., m. Garten u. reichl.
Zu=
behör, z. vm. Näh. part. (35ms
Beckſtraße 64
eleg.6 Zim.. mit
Badez. Erker Loggia, Küche,2
Kam=
mern, Waſchküche, Bleichplatz, Vor=
und. Hausgarten.
(36ms
6 Zimmerwohnungen, Loggien,
Verandas, Balkons, ſogl. o. ſp. z. v.
Näh. Stiftſtr. 21, 1. St.
(37ms
Heinrichſtr. 11, 2. Stock
herrſchaftl. Wohn., 6—7 Zim.,
Bad, elektr. u. Gaslicht, Balkon
ohne Gegenüber nach d. Straße
u. dem Garten, mit all. ſonſt.
Zubehör gleich od. ſpäter zu vm.
Näh. daſ. 1. St. od. b. d. Eigent.
leaustichel, Schulſtr. 1. I. (391ms
Georgenſtr. 6, II.,
7 Zime=
Wohn. mit
all. Zub. z. 1. April zu vm. Einzuſ.
von 11—12 Uhr und von 3—4 Uhr.
Näheres 1. Stock.
(546ms
Bessungerstr 9, II.
6 Zimmerwohnung mit Bad und
allem Zubehör für ſofort oder
ſpäter zu vermieten.
(B193s
Heinrichſtr. 11, part.
6 Zimmer, Bad, neu
herge=
richtet, alsbald zu vermieten.
Auskunft erteiſt die Devo=
ſitenkaſſe der Bank für Handel
und Inäustrie, Wilhelminen=
ſtraße 14.
(190s
Steinackerstr. 1, I.,
große,
neuzeitl.
eingerichtete 6 Zimmer=Wohnung
mit reichlichem Zubehör. (B191s
Rheinstrasse 41
iſt der 2. Stock, neuzeitlich
herge=
richtet, beſtehend aus 6 Zimmern,
2 Veranden, Mädchenz., Badez. u.
ſonſt. Zubehör, Gas u. elektr. Licht,
auf Wunſch 2 Manſard.=Zim., u.
Stallung per 1. April zu vermieten,
evtl. für einige Monate. Zu
er=
fragen 1. Stock.
(843a
Bismarckſtr. 55, 2. Stock
ſchöne große 6 Zimmer=Wohnung
mit gr. Badez., Anteil an Bleichplaßz
u. Waſchküche, elektr. Licht, neu
her=
gerichtei, per ſofort oder 1. Apri
zu verm. Näh. parterre. (1084ms
Heidelbergerſtr. 9½, der eleg.
2. u. 3. St., 6 u. 4 große Zimmer
nebſt allem Zubeh., Gas u. elektr.
Licht, zuſamm. oder einzeln, weg.
Verſetzung per 1. April od.
ſpäte=
zu vermieten.
(1235s
Wilhelmſtraße40, Hochpart.,
herrſchaftl. 6 Zim.=Wohn. m. reichl.
Zubeh., Gas, elektr. Licht,
Zentral=
heizung, Warmwaſſerbereitung, ev.
mit Stallung, ſof. zu verm. Näh.
Heinrich Funk, Grafenſtr. 23½,
(B1020ms
Telephon 446.
Taunusſtr. 4, I., 6 Zim.=Wohn.
mit Bad und großem Garten per
1. April zu verm. Näh. bei
Nau=
heim & Co., Rheinſtr. 32. (1018ms
Anndstr. 6,
part., kompl. 6 Zim.=
Wohn., hübſch
her=
gerichtet, an ruhige Familie per
(1039ms
ſofort äußerſt billig.
Frakiaferstr. 70
1. St. ſchöne 6 Zim.=Wohn. zum
1. April z. vm. Näh. unt. St. (534s
Liebigstr. 5,
2. Stck., eine 6 Zim.=Wohnung vom
1 April 1915 ab zu verm. (743s
6 Zimmer,
elektr. Licht,
Ainterset 3.
Bad, Veranda zu verm. (797s
Weaderlſchlſtr. 28
1. od. 2. St., 6 große Zimm. mit
reichlich. Zubeh. ſofort zu vermiet.
Näh. daſelbſt. 2. St.
(192s
Mennger 10
1. Stock
eine geräumige 6 Zimmer=
Wohnung mit Bad u. ſonſt.
Zubeh. per 1. April zu verm.
Zu erfragen
Wilhelminen=
nlatz 12, Laden.
(1200ms
Grünerweg 27, part.
ger. 6 Zimmerwohn. mit Bad, Gas,
elektr. Licht, Gartenant., wird vollſt.
neu herg., p. 1. April 1915 z. verm.
Näh. daſ. v. vorm. 11Uhr ab. (1201ms
3 Zimer
Hochſtraße 53, 2. Stock, ſchöne
5 Zimmerwohnung mit großer
Veranda nach dem Garten und
allem Zubehör für 1. April zu
ver=
mieten Näh. daſelbſt part. (B39ms
II., mod. 5
Zim=
mer=Wohnung
mit Badezimmer, Veranda, Gas,
elektr. Licht u. ſonſt. Zubehör ſofort
oder ſpäter zu vermieten. Näheres
nebenan bei Junghans. (40ms
Friedrichſtr. 21, 2. Stock
ſchöne 5 Z.=Wohn. m. reichl. Zubeh.
z. 1. April bei Dr. Heil. (42s
Kirchſtr. 10 gr. 5 Z.=Wohn. z. vm.
Näh. Bluſengeſch. Schnell. (B48ms
Soderſtraße 87
5 Zimmerwohnung, 1. Stock, zwei
Keller, 2 Bodenkammern,
Waſch=
küche, per 1. April zu vermieten.
Näheres daſelbſt.
(41ms
Kiedeſelſtraße 55, I.
Moderne 5 Zimmerwohn. mit
reichl. Zubehör Gas, elektr. Licht,
kompl. Bad. per ſofort zu verm.
evtl. mit Stallung für 2 oder 3
Pferde. Näh. b. Junghans. (43ms
Ecke Viktoriastrasse
Ireneſtraße 12 iſt d. Erdgeſchoß,
neuzeitlich eingerichtet, aus fünf
großen Zimmern ſowie
Fremden=
zimmer und anderen Nebenräumen
beſtehend, ſofort zu vermieten. Auf
Wunſch mit groß. Vorgarten. Näh.
Büro Juſtizrat Dr. Bender, Kaſino=
ſtraße 2.
(44ms
Miltmannſtr. 15,
Erdgeſchoß,
5 Zimmer,
Veranda, Garten, wegen Todesfall
p. ſofort, a. ſpäter zu vm. (B45ms
Wegzugshalber! Obere
Guten=
bergſtr. 50 iſt eine freundliche
5 Zimmer=Paterrewohnung mit all.
Zubehör per ſofort oder ſpäter zu
vermieten. Zu erfragen bei Klein,
Gutenberaſtr. 56, part.
(46ms
Heidelbergerſtraße 73
(gegenüber dem Prinz=Emilgarten)
iſt in Zweifamilienhaus eine ſchöne
5 Zimmerwohnung im 1. Stock
nebſt 2 Zimmern u. 2 Kammern in
der Manſarde, Balkon u.
Garten=
anteil alsbald zu verm. (B49ms
Verl. Schießhausſtr. 80, part.,
eleg. 5 Zimmerwohnung mit zwei
Verandas, Vorgarten und reichl
Zubehör per 1. April zu vm. Näh.
daſ. od. Beſſungerſtr. 74. (B53ms
Hochſtraße 30, II.,
5ſch. Zim
u. 2 Kam.
in der Manſ., Gas ꝛc., Mitben. d.
Gartens, Bleichraſen, vom 1. April
an zu verm. Einzuſ. v. 11—1 und
2—5 Uhr. Näheres 1. Stock (B8ms
Taunusſtr. 5, part., neuzeitl.
5 Zim.=Wohnung zum 1. April zu
vermieten. Näh. 1. Stock. (425ms
Viktorigſtr. 50½, 5 Zim.=W. 2.
u. 3. St., neuzeitlich eingerichtet, zu
verm. Näh. Erdgeſchoß. (*12ms
Landwehrſtraße 24 im 1. und
2. Stock eleg. 5 Zim.=Wohn. per ſof.
od. 1. April anderw. zu verm. Zu
erfragen Landwehrſtr. 20. Wilh.
(14ms
Wöhrn.
Viktoriablatz 8, 1. St., ſchöne
5 Zimmer=Wohnung per 1. April.
Näh. Ludwig Müller,
Möbeleinrich=
tungshaus Karlsſtr. 47—49. (308ms
Herrschaftswohnung
Hobrechtſtr. 7, Villenviertel.
1. Stock, 5 große Zimmer Küche,
Badez., Linoleumböden, Veranda,
Gas u. elektr. Licht, 2 Zimm. im
Dachſt., 2 Keller, Waſchküche und
Bügelz., Garteu per ſof. od. ſpäter
zu vermieten. Näh. Hermannſtr. 7,
.Stock.
(B313ms
Parkusſtr. 8, 2. Stock, ſchöne
geräumige 5 Zim.=Wohnung mit
Gas und Balkon. Näheres im
(431ms
1. Stock bei K. Kohl.
Martinſtraße 8
5 Zimmerwohnung möbliert oder
unmöbliert ſofort zu vermieten.
Auskunft Annaſtraße 55. (B848ms
Fantierterstr. 7, I.
5 Zimmerwohnung mit allem
Zu=
behör per 1. April 1915 zu verm.
Näheres Parterre.
(352ms
Palaswieſenſtr. 39, part.
5 Zimmerwohnung mit Küche und
Zubehör für 1. April zu vermieten.
Näheres daſelbſt 2. Stock oder
Rheinſtraße 25, Kontor A. (356ms
Klappacherſtraße 16, 5 Z.=W.,
mit allem Zubehör, elektriſch und
Gaslicht. Näh. part.
(B305ms
Landskroustr. 93, pf.
5 Zimmer=Wohnung mit
Bad=
anſchl., Fremdenzim. u.
Mädchen=
zimmer, ſofort od. ſpäter zu verm.
Näh. Landskronſtr. 91, pt. (B619ms
Ktatinſtreſte 26, part.
5 Zimmerwohnung mit reichlichem
Zubehör, Gas, Gartenanteil für
1. April zu vermieten. (B558ms
Heidelbergerſtr. 85, I., 5 Zim=
Wohn. m. Balk. u. Zub. p. 1. April
zu vermiet. Näheres part. (B557ms
Beckstrasse 65, I.
ſchöne 5 Zimmerwohn. mit Zubeh
Näheres parterre.
(533ms
Stiſtſtr. 80 zwel 5 Z.=W. zu vm.
Zu erfr. Mühlſtr. 26, part. (571ms
Riedeselstrasse
geräumige Fünfzimmer=
Woh=
nung nebſt Zubehör per 1. April
zu vermieten. Näh. Holzhofallee 1,
Kontor.
(535ms
Airstraſt135,
1. Stock ſch.
5 Zim.=Wohn.
zu vermieten.
(547ms
Inſelſtraße 24, 3. St., ſchöne
große 5 Zim.=Wohn. zum 1. April.
Näh. 3. St.
(537ms
Landwenrstr. 1
frdl. 5 Zim.=W.
nebſt all. Zubeh.
per 1. April zu vermieten. (632ms
Nieder=Ramſtädterſtraße 32,
1. Stock, 5 Zimmer=Wohnung per
1 Februar.
(42t
Wendelstadtstr. 42, I.,
5 3. ſof. z.
v. (550ms
Ecke Rhein- u. Grafenstr.
2. Stock, Wohnung, 5 gr. Zimmer,
Dampfheizung, neuzeitliche Aus=
ſtattung, zu vermieten. (38ms
Roßdörferſtraße 71. 1. Stock,
5 Zimmer=Wohnung mit allem
Zubehör per 1. April zu vermieten.
325ms
Näheres parterre.
Mathildenhöhe= Stiftſtraße
5 Zim. mit Zubeh. zum 1. April zu
vermieten für kleine Familie.
Näheres bei L. Alter. (611ms
Viktortaſtr. 25
ſchöne 5 Zim.=
Wohnung m.
großer Veranda u. allem Zubehör
per 1. April zu verm.
(805ms
Viktorlasstabe 76, II.
5 Zimmer nebſt Zubehör (großer
Vorplatz per ſofort oder 1. April.
Stall und Autohalle im Hauſe.
800 Mk. Anzuſ. z. jed. Tagesz. (825ms
Anzufragen ebener Erde oder bei
P. Messerschmitt, Ludwigstr. 18. Pfeifenld.
Heinrichſtr. 128, II., eleg. 5=Z.=
Wohn., Fremdenz., Mädchenz., Bad,
Gas, elktr. L., mit all. Zubeh. (824ms
Viktorlastraße 76, I.
5 Zimmer nebſt Zubehör (großer
Vorplatz) per 1. April. 850 Mark.
Stall oder Autohalle im Hauſe.
Anzuſehen von 3—5 Uhr. (827ms
Anzufragen ebener Erde oder bei
P.Messerschmitt, Ludwigstr. 18, Pfeifenld.
Neue Darmſtr. Ecke Heidenreich=
ſtraße, Neubau, in herrl., fr. Lage,
iſt der 2. St., ganz neuzeitl., 5 Zim.
nebſt Zubeh. u. Gartenant. an ruh.
Mieter bis April zu verm. Preis
900 Mark.
(742ms
Heinrichſtraße 136, parterre,
herrſchaftliche 5 Zim.=Wohn. mit
geſchloſ. u. offener Veranda nebſt
Zubeh., Gas u. elektr. Licht, per
1. April zu verm. Einzuſ. von
11—12 Uhr vorm.
(858ms
Mühlſtraße 60 (Kapellplatz)
hübſche große 5 Zimmerwohnung,
freie, geſunde Lage, inmiten der
Stadt, daſelbſt Manſarde, 4 Zim.,
beiderſeits mit reichlichem Zubehör,
per 1. April zu vermieten. Näh.
Erdgeſchoß.
(756oms
Hügelſtr. 32 ſchöne 5 Z.=Wohn.
part., mit Gas, Bad u. all. Zubeh
nebſt Laden (evtl. auch ohne Lad.),
in der Nähe vom Neuen Palais,
ſofort zu vermieten.
(1032ms
Dieburgerſtr. 54, 1. Stock,
ge=
räumige 5 Zimmer=Wohnung mit
allem Zubehör ſofort zu vermieten.
Kein Gegenüber.
(1033ms
Hügelſtr. 32, II., ſchönes Zim.=
Wohn. mit Gas, Bad, Veranda u.
allem Zubehör, in der Nähe vom
Neuen Palais zu verm. Einzu=
ſehen von 11—1 Uhr vorm. u. von
4—6 Uhr nachmittags.
(1031ms
Stiftstrasse 5
Erdgeſchoß, 5 Zim.=Wohn. mit
reichlichem Zubehör iſt auf 1. Apri
zu vermieien. Ausrunſt durch die
jetzige Mieterin und Landwehr=
ſtraße 38, Telephon 407. (1036ms
Frankturterstr. 36
1. Stock, gegenüber dem
Herren=
garten, ſchöne 5 Zimmer=Wohn.
mit allem Zubehör pr. ſofort oder
ſpäter zu vermieten.
(1067ms
Erbacherstr. 63, II.
gegenüber der Künſtlerkolonie in
ruhigem Hauſe, geräumige 5 Zim.=
Wohnung mit Veranda u. ſchöner
Ausſicht zum 1. April evtl. früher
zu verm. Halteſtelle d. elektr. Bahn.
Näh. daſelbſt im Erdgeſchoß. (445ms
Rossdorferstrasse 11
2. Stock, eine 5=Zimmerwohnung
mit allem Zubehör einſchl. Bad
vom 1. April 1915 ab. Preis
700 Mk. Näh. 1. Stock, r. (253ids
Wienersſtr. 70, II., ſchöne gr.
5 Zim.=Wohn. m. od. ohne Garten
(51ms
zum 1. April zu verm.
Karistr. 74f, I.Elage,
elegante 5 Zim.=Wohn.
1. Stock, Gas, elektr. Licht, Veranda
u. ſonſt. Zubehör per 1. April zu
verm. — Näheres bei L. Alter,
Eliſabethenſtr. 34 oder
Mathilden=
plaß 1.
(607a
Für Mieter und Vermieter
kostenfreier Wohnungsnachweis
Ludwig Alter, Elisabethenstr. 34. (213a
Moſerſtraße 1, 1. Stock
ſchöne 5 Zimmer=Wohnung mit
reichl. Zubehör zum 1. April zu
verm. Näh. daſelbſt u. b. Scriba
Heidelbergerſtr. 65.
(B307s
Blumenthalſtraße 41 große
5 Zimmerwohnung mit reichlichem
Zubehör alsbald billig zu verm.
Näheres 1. Stock rechts.
(47s
Wittmannstr. 21, I.
5 Zimmer, Bad, Verandas, zwei
Manſardenzimmer ꝛc. zu verm.
Näh. Nr. 23 part.
(B194s
Wendelstadtsr. 26, I.
5 auch 4 große Zimmer m. reich
lichem Zubeh., Bad uſw., ſofort.
Alles Nähere Wendelſtadtſtr. 28,
2. Stock.
(196s
Heidelbergerſtr. 36, II. Stock
ger. 5 Zimmerw. m. a. Zub., Gas,
el. Licht ſof. Näh. Straub I.
St. od.
Lad. Preis n. Vereinb.
(22632a
Ecke Moller= u. Ireneſtr. 72, II.,
gr. 5=Zimmerw., Bade= u. M.=Zim.,
Balkon u. Veranda, 700 Mk. Näh.
Ireneſtr. 2, a. Frankfurterſtr. (198s
Obere Caunusſtr. 19, 2. St.
ſchöne 5=Zimmerwohnung mit
Heiz= und Leuchtgas u. ſonſtigem
Zubehör per 1. April zu verm.
Näh. Kranichſteinerſtr. 57, I. (312s
Luisenplatz 1, 5. St.
eleg. 5=Zimmerwohn., elektr. Licht
Gas, Bad. Näh. 1. Stock. (195s
Viktoriaſtr. 44,
vt., 5 gr. Zim.
dav. 2 Entreſol,
neuzeitl. eingericht., m. reichl. Zubeh.,
p. 1. April, ev. früh. Näh. 2. St. (529s
Viktorigſtr. 461.,
ger. 5 Zim.
Wohn. mit
Balk., Gas u. Zub., per 1. April ar
ruh. Fam. Näh. I. St.
(1203s
Landskronstrasse 7.
herrſchaftl. 5 Zim.=Wohn. m. Zub.
per 1. April zu vermieten. Näh.
Moosbergſtraße 15.
(*957sm
3 ZZime
Bleichſtr. 21 4 Zimmerw., neu
herger., per ſofort zu verm.
(59ms
Hedlingerstrasse 43
4 Zimmer=Wohnung im 3. Stock
mit allem Zubehör per ſof. zu
verm. Näh. part.
(60ms
Sandbergstrasse 69
ſchöne 4 Zim.=Wohn. mit Bad
freie Lage, per ſofort zu vermieten.
Näh. daſelbſt bei Gg. Friedr.
Rettig, Schloſſermſtr.
(B61ms
Gutenhergſtr. 10, III., ſchöne
4 Zim.=Wohn. m. all. Zub., Balkon,
Veranda per ſofort zu vermieten.
Näh. Gervinusſtr. 55, pt.
(63ms
Alexanderstr. 9,
4 Zim=
Wohn.
im mittl. Stock für 550 M. zu verm.
Näh. part. bei G. Böcher. (64ms
Eust-Ludwigstr.I,
Ecke
Schuchard=
traße, vier Zimmer, Küche und
Zubehör zu vermiet.
(71ms
Obere Lichtenbergſtr. 14, II.,
große moderne 4 Zimmerwohnung
zu vermieten. Näh. part. (72ms
Soderſtraße 87, part., 4
Zim=
merwohnung, 2 Keller, 2
Boden=
ammern per 1. April zu vermieten.
Näheres daſelbſt.
(73ms
Obere Taunusstrasse
Gutenbergſtraße 45 iſt der 1. St.
4 Z. m. Zub., z. Preis von 600 Mk.
per 1. April zu vermieten. (74ms
Kiesſtraße 127, II.,
4 3., Küche
mit
Vor=
ratsk., Badezim., Veranda ꝛc. zu
verm. Näheres daſelbſt part. (4ms
Liebigſtr. 18, ſchöne 4= Zimmer
wohnung zu vm. Näh. part. (315₰
Idyl. freie Lage.
In neu er
baut. Hauſe
herrſchaftliche 4 Zim.=Wohng.,
Beletage, per 1. April an ruh. Fam
z. v. Näh. Soderſtr. 110, pt. (17ms
Eliſabethenſtr. 23, III., 4
Zim=
merwohnung mit allem Zubehör
zum 1. April zu vermieten. (161ms
Landgraf-Philipp-Anlage 46
nächſt der Rheinſtr., vis à vie
den Anlagen, Parterre=Woh
nung, beſtehend aus 4 Zim
mern ꝛc., Gas und elektr. Licht,
per 1. April 1915 zu verm.
Näh. im 1. St. daſ. (309ms
Pallaswieſenſtr. 1, I., ſchöne
4 Z.=W. zu vm Näh. part. *196ms
Taunusſtr. 36, 3. Stock, ſchöne
4 Zimmer=Wohnung, Gas uſw.
1. April zu vermieten. Näheres
Kranichſteinerſtr. 44, 1. St. (589ms
Inselstr. 21, I. u. 3. St.,
zwei ſchöne 4 Zimmer=Wohnunger
mit Badezim., Küche, Gas, Man
ſarde und 2 Keller per 1. April
billig zu vermieten. Näheres bei
Flickinger, Inſelſtr. 19, pt. (422ms
Mollerſtr. 21, I. St.
ſehr ſchöne, der Neuzeit entſpr.
4 Zim.=Wohn. z. 1. April 1915
zu verm. Einzuſ. 10 Uhr vorm. b.
3 nachm. Näh. i. Erdgeſch. (349ms
Mathildenſtr. 36, II., 3 große
u. 1 kl. Zim., Küche, Speiſek., Badez.
m. Einr., Gas, elekt. Licht u. a. Zub.
z. 1. April. Näh. 1. Stock. (B55oms
Habe
ſchöne 4 Zimmerwohn.
nahe der Artillerie=Kaſerne zu
verm. Alles nähere bei J. Conrad
Mahr, Heidelbergerstr. 43, p. (B552ms
Wendelſtadtſtr. 47
1. Stock
4 Zimmerwohnung und Küche
per 1. April zu vermieten. Näh.
Zimmerſtraße 1.
(528ms
Liebigſtraße 77 große 4 Zim.
Wohnung mit allem Zubehör per
1. April zu verm. Einzuſ. von 3—
Uhr. Näh. Liebigſtr. 79, part. (522m
Liebigſtr. 55, II., 4 Zim.=Wohn.
per 1. April zu verm. Einzuſ. von
11—3 Uhr. Auskunft daſ. (521ms
Lannbterges uer
hochherrſchaftliche 4=, 5=, 6 10=Zimmerwohnungen
mit Zentralheizung.
Aus=
kunft Baubüro Ernſt=
Lud=
wig=Haus.
(536ms
Mühlſtr. 26 moderne 4 Zim.
Wohnung mit allem Zubehör zu
vermieten. Näh. parterre. (570ms
Kranichſteinerſtraße 4½ eine
ſchöne 4 Zim.=Wohn., der Neuzeit
entſprech. eingerichtet, per 1. April zu
verm. Näh. Kiesſtr. 81, part. (569ms
Krauichſteinerſtraße 6
1. u. 2. Stock zwei 4 Zim.=Wohn.
mit Zubehör per 1. April zu verm.
Näh. daſ. 10 Uhr vorm. bis 3 Uhr
nachm. oder Baubüro H. Sames
Pallaswieſenſtr. 26/28.
(549ms
Pallaswieſenſtr. 15, I., geräum.
4 Zim.=Wohn. Gas, Veranda per
1. April zu bez. Näh. part. (538ms
Rhönring 125 u. Kranichſteiner=
ſtraße, 2. St. ſchöne 4 Zim.=Wohn.
mit all. Zub. per ſof. od. 1. April
zu vm. Näh. 1. St. daſ.
(545ms
Lindenhoftraße 35, 2. Stock,
ſchöne 4=Zim.=Wohn. m. Linoleum,
Bad, gr. Veranda u. all. Zubehör
zum 1. April an Kinderloſe. Näh
1. Stock.
(VIII,596
Khönring 41
ſchöne 4
Zimmer=
wohn. mit allem
Zubehör ſehr preiswert, p. 1. April
zu vm. Näh. Rhönrina 79, I. (744ms
Saalbauſtraße 24, Seitenbau
4 Zimmer, Küche, mit allem Zub.,
per 1. April zu vermieten. (761ms
Eine der Neuzeit enſpr.
Vier=
zimmerwohn. mit Bad, elektr. u
Gaslicht, Veranda u. all. Zubeh.,
vis-à vis dem Prinz=Emilgarten u.
der Orangerieallee, zu verm. Näh
Beſſungerſtr. 4 im Laden. (B760ms
Karlſtr. 33 iſt der 2. Stock 4—5
Zimm., gr. Vorplatz, mit all. Zub.,
per 1. April an ruhige Leute zu vm
Preis 500 Mk. Näh. part. (759ms
Ludwigsplatz 8 große geräum.
4 Zimmerwohn. mit allem Zubeh
im 2. St. p. 1. April oder früher zu
verm. Näh. im Laden dortſelbſt u.
Büro Rechtsanwalt Dr. Hoffmann. (746ms
Gutenbergstrasse 23
große moderne 4 Zimmerwohngn.,
3. Stock und Part., mit allem
Zu=
behör per 1. April zu verm. Näh.
(806ms
bei Gievers.
Weuckſtr. 1
ſchöne 4.= Zimmer
wohnung mit Bad,
Manſardezimmer per 1. April.
Einzuſehen von 11—3 Uhr. Näh.
im Kolonialwarengeſchäft von
Peter Keil, Pankratiusſtr. (828ms
Saalbaustrasse 61
4 Z.=W., II. Stck., z. 1. Apr. m.
Zube=
hör zu verm. Näh. i. Laden. (803ms
Mollerſtr. 30, 2. Stock. ſchöne
4 Zimmerwohn. mit all. Zubehör
zu verm. Einzuſ. v. 2—4 nachm.
Näheres 3. Stock.
(859ms
Gutenbergstr.15, III.
Schöne 4=Zim.=Wohu. m. Bad
u. all. Zubeh. per ſof. od. 1. April
zu verm. Näh. 1. St. daſ. u
Bismarckſtraße 55, I. (823ms
Karlſtr. 63, 4 Zim.=Wohn. p.
1. April zu verm. Näh. part. od.
Nieder Ramſtädterſtr. 37, II. (741ms
Witmannſtraße 28 I.
4 Zim zu vermiet. Näh. part. (782a
Karlſtraße 67, I., gegenüb. der
Steinackerſtr., ſchöne 4 Zimmer
Wohnung mit Zubeh. zum 1. April
zu vermieten. Preis 650 Mk. Zu
erfragen im Erdgeſchoß. (B776ms
Heidelbergerſtr. Sſchöne 4=Z.=W.
im 2. St. an ruhige Mieter per
1. Juli. Zu erfr. im 1. St. (738m
Wenckſtraße 16, I.,
neuzeitl. gr. 4 Zim.=Wohn. m. Zub.
zum 1. April zu vermieten. (851ms
Kahlertſtr. 5
große, freundl.
Manſarde, vier
Zimmer, mit allem Zubehör, nur
an ruhige Leute zum 1. April zu
verm. Näh. part.
(927oms
Schöne, geräum. 4 Z.=W., 1. St.,
per ſof. Näh. Karlſtr. 30, I. (1028ms
Pallaswieſenſtr. 41 ſchöne 4 Z.
Wohn. im 2. Stock, mit Zubeh. per
1. April zu vermieten. (1037ms
Näheres daſelbſt im Laden.
Geräumige 4 Zimmer=Wohnung
mit allem Zubehör per 1. April
an ruhige Leute zu vermieten.
Näh. in der Geſchäftsſt. (B10614
Waldſtraße55
4 Zim.=Wohn.
mit Zubehör
zum 1. April zu vermieten. Anzu=
ſehen von 10—12 u. 2—5 Uhr. Näh
parterre.
(630a
Soderſtraße 52, I., ſchöne 4 Z.
Wohn. zu verm. Näh. part. (683a
Klediingerstr. 20, I. St.
je eine mod. 4 Zimmerwohnung
mit Linoleumböden, kompl. Bad
Veranden und allem Zubehör zum
1. April zu verm. Näh. daſelbſ
und Schießhausſtr. 45. (B357ids
Moosbergſtr. 30, 4 Z.=Wohn.
neuere Einr., Balkon, z. 1. Apr. z. v.
Näh. daſ. u. Aliceſtr. 6.
(234s
Viktorlastr. 75, III.
4 Zimmerwohn. mit allem Zubeh.
Vor= und nachmittags einzuſehen.
Näheres daſelbſt parterre. (75s
Mollerſtr. 35, I., 4 Zim.=Woh
nung ſof. z. verm. Näh. III. (199s
Dieburgerſtr. 9, part., 4 Zimm.
mit Zubehör ſof. beziehbar. (200s
Landskronstr. 65
Parterre, 4 Zimmer, Küche, Bad,
Loggia, nebſt allem Zubehör per
1. April. Näh. daſelbſt von 2—
Uhr od. Nr. 67 I. jederzeit. (737s
Karlſtr. 25 ſchöne 4 Z.=W. p. ſof
od. ſpäter. Preis 420 Mk. (1034ms
Ecke Dreibrunnen= u. Wingerts
bergſtr. 1 1,4 Zim.=W. m. all. Zubeh.,
gr. Vorpl. Einzuſ. 3—4 Uhr. (1236ms
Rhönring 15
4
Zimmerwoh=
nung ſofort
oder ſpäter zu verm.
(1256s
Pallaswieſenſtr. 1, ſch. 4 Zim.
Wohn. z. verm. Näh. part.
*932sm
Pfründnerhausſtr. 9, 2. Stock
ſchöne 4 Zimmerwohn., p. 1. April,
zu verm. Näh. ebendaſ. (1206ms
Nieder=Ramſtädterſtraße 5½
. St., große 4 Zimmerwohn. mit
Badez. u. all. Zubehör, per 1. April
an ruh. Leute zu verm. Näh. daſ.
(1199
u. Mühlſtr. 62, 2. St.
Hochstr. 62, parterre
elegante 4—5 Zimmer=Wohnung
an ruh. Mieter zu vm. (B1216ms
Niederramstädterstr. 15, I.
4 Zim.=Wohn. per ſof. od. 1. April
(500 Mk.) zu vm. Näh. part. (*958
3 Zimer
Taunusſtr. 44 ſchöne zwei 3
Zim.=Wohn. m. Zubeh. u. Gas für
360 M. Näh. daſ.
(78ms
Schöne 3 Zimm.=Wohnung in
Hths. zu verm. an ruhige Mieter.
Zu erfr. Heidelbergerſtr. 8, I. (79m
Eine Manſarden=Wohn, 3. Zim.
u. Küche, zu vermieten. (B80ms
Näheres Heidelbergerſtr. 90, I.
Erbacherſtraße 17, Hinterhaus,
3=Zimmerwohn. zu vm. (82ms
Caunusſtr. 45,
part. u. 2. St.
ſchöne 3 Zim.=
Wohnung zu vermieten. (83ms
Eliſabethenſtraße 39, 1. Stock,
eine Wohnung, beſteh. aus 3 Zim
Küche uſw. ſof. zu vm. Zu erfr.
im Glasladen daſelbſt. (85ms
Zwei 3 Zimmerwohnungen
per ſofort zu vermieten.
(86ms
Näheres Riedeſelſtr. 66.
Roßdörferſtr. 64, Manſarde,
3 Zim. u. Küche ſof. zu vermieten
Näh. Heidenreichstr. 29 u. 31p. (87ms
Karlſtr. 65
ſchöne 3 Zimmerw.
mit all. Zubeh. zu
verm. Näh. part.
(B88ms
Ireneſtraße 12
iſt die Manſardenwohn., aus 3 Zim.,
Badezim. u. Nebenräumen beſteb.
und neuzeitlich eingerichtet, per
ſofort zu vermieten. Näh. Büro
Juſtizrat Dr. Bender, Kaſino=
(89ms
ſtraße 8.
Beſungerſtr. 43, Neub., große,
geräumige 3 Zimmer=Wohnungen
(B91ms
zu vermieten.
Erbacherſtraße 17, 2. Stock
(92ms
3=Zimmerwohn. zu vm
Kahlertſtr. 49,gr. 3 Z.=W. m. Gas
u. Zubeh. p. ſof. od. ſpät. Näh. Lad
(93ms
und Lucasweg 17, II.
Stiftſtr. 91, I. Stock, 3 Zim.=
Wohnung n. Zubeh. z. 1. April z. v.
Näh. bei Wenz.
(94ms
Pankralusſtr. 13, ſchöne 3 Zim.=
Wohnung mit allem Zubehör
ſofort zu vermieten. Preis Mk. 400
jährlich.
(*77oms
Liebigſtraße 51, part.
3 Zim.=Wohn. per 1. April. (24ms
Hollerstrasse 12
ſchöne große 3 Zimmerwohn. mit
Gas u. all. Zubeh. in ruh. Hauſe
an ruh. kinderl. Leute per 1. April
zu verm. Anzuſehen von 2—4 Uhr
nachm. Näh. Manſarde. (354ms
Sandbergſtr. 60, Hth. part., ſch.
3 Zimmerw. zu verm. Zu erfrag
Vorderhaus, 1. St. lks. (B99m
In freier Lage
große 3 Z.=Wohng., Veranda, Gas
u. Waſſerl. Beſichtiguug: 2—4 Uhr
Niederramſtädterſtr. 243. (306ms
Schuchardſtr. 1, ger. 3
Zimmer=
wohnung ab 1. April 1915 oder
früher zu vermieten.
(B244ms
Näh. Henkel, Klappacherſtr. 1
Beſſungerſtr. 74, II., freundl.
moderne 3 Zimmerwohn. mit groß.
Balk., Speiſekam. und Zubehör zu
vermieten. Näh. parterre. (B554ms
Kiesſtraße 32, part., 3 Zimm.=
Wohnung mit Gas ſofort. (531ms
Liebfrauenſtr. 96 ſchöne 3 Zim.
Wohn. mit Gas, Veranda,
Bo=
denkam., Bleichpl., 2 Kellern per
1. April z. vm. Näh. part. (544ms
Gutenbergſtr. 17, II., 3 Zim.=
Wohnung zum 1. April zu
ver=
mieten. Näheres daſelbſt und
Gervinusſtr. 55, parterre. (610ms
Fuhrmannſtr. 3 3 Zim.=Wohn.
mit Gas zu vm. Pr. 27 Mk. (613ms
Schützenſtraße 12, 1. Stock.
3 Zimmerwohnung nebſt Zubehör
per 1. April 1915 zu verm. Näh.
Hügelſtr. 16, Geſchäftslokal. (758ms
Hochſtraße 6, freiſt. Hinter
haus, ſchöne 3 Zimmerwohn. an
ruhige Leute zu verm. (753ms
Pallaswieſenſtraße 43 ſchöne
freundliche 3 Zimmerwohnung ſof.
oder 1. April zu beziehen. Näh.
parterre.
(805ms
Viktoriastraße 78, II.
3 Zimmer, Bad u. Zubehör, per
1. Febr. od. ſpät. 400 Mk. (826m
Anzufragen ebener Erde oder bei
P. Messerschmitt, Ludwigstr. 18, Pfeienld.
Wenckſtraße 4, part., in ruhic
f. Hauſe hübſche 3 Zim.=Wohn. mit
Zub. und Vorgarten zum 1. April.
Näheres bei Bach, 2. Stock. (B775
Liebigſtraße 35 ſchöne Man
ſarde, 3 Zimmer, per 1. April zu
vermieten. Näheres parterre. (781a
Nede Miederstr. %
Seitenbau, 1. Stock, 3 Zimmerw
m. Gas u. Zubehör, Preis 320 Mk.,
bis 1. April. Daſelbſt Nr. 6, 2. St.
3 Zimmerwohnung mit Gas, gr.
Balkon, Kammern und allem
Zu=
behör, Preis 450 Mk., bis 1. April
Näh. Neue Niederſtr. 5, p. (B832ms
Ecke Schloßgartenplatz un
Schwanenſtr. 20, I. St., ſchöne
3 Zimmerwohnung per 1. Apri
(864ms
zu vermieten.
Gervinusſtraße 18, I.,
3 Zimmerwohn. p. 1. April zu ver
mieten. Näh. Heinrichſtraße 66
1. Stock.
(850ms
Schieſhausſtr. 66
zwel3 Zim.
Wohnungen
(B860ms
ſofort zu vermieten.
Soderſtr. 46, part., z. 1. April
ſchöne 3=Z.=W. m. Gas u. allem
Zubehör. Preis 400 Mk. (VIII83
Darmſtraße 33
große ſchöne 3 Zimmerwohn. mi
allem Zubehör ſofort zu vermieter
Näheres bei Aßmus.
(95oms
Müllerſtr. 18 ſchöne 3 Zim.=W.,
Manſarde. Näh. Müllerſtraße 1
im Laden.
(*712ms
Lauteſchlägerſtr. 17, Vdh. I.,
3 Zim.=Wohn. m. Zub. u. Gas, per
1. April ev. früh. Näh. daſ. Hth. I.
Vorm. 10—12., mtl. 27 ℳ. (1019ms
Gardistenstrasse 16
2. Stock links, per 1. April ſchöne
3 Zim.=Wohn., Speiſekam., Veranda,
Gas, Kloſett im Vorpl. Näh. be
Rudolf Sellwig. Nieder=Ram
ſtädterſtraße 58, 1. St. (1024ms
Heinheimerſtr. 90, 1. Stock
3 Zim.=Wohn. zu verm. (1087a
Schützenſtr. 6, 2. Stock, ſchön
3 Zimmer=Wohnung per 1. April
zu verm. Einzuſehen nachm. vor
3—5 Uhr. Näh. im Laden. (606ms
Nieder=Ramſtädterſtraße 32
geräumige Manſarde, 3 Zimmer
(541t
per 1. Februar.
Schwanenſtr. 61, I., gr. 3 Zim.
Wohn. per 1 April zu vm. Näh. be
K. Koch, Eliſabethenſtr. 49. (1234s
Adolf Spießſtraße 23, part.
(nächſt der Stiftſtraße) hübſche
3 Zimmerwohn. mit Veranda per
1. April, monatl. 40 Mk. (1168fso
Näh. Stiftſtraße 75, 1. St.
Eliſabethenſtr. 45, part., Vdh.,
ſchöne 3=Zim.=Wohn. m. Zub. Von
10—12 u. 3-5 Uhr anzuſehen, (162a
Neue Niederſtr. 22, 1. St.,
3 Zim.=Wohnung zu vm. (202s
Schulstrasse 11, I. Stock
3 Zimmerwohnung mit Küche, Gas
und ſonſtigem Zubehör an ruhige
Mieter alsbaldigſt zu verm. 204s
Kiesſtr. 35, nächſt d. Hochſtr., in
neuem Hauſe eine große 3 Zimmer
wohn., Baderaum, Speich. u.
Boden=
kamm., Veranda uſw. b. z. 1. April z.
vm. Pr. 480 M. Näh. pt. (VIII, 1236
Heidelbergſtr. 119, I., ſchöne
3 Zimmerwohnung, 1 Manſ.=Zim.,
Koch= und Leuchtgas und allem
Zubeh., nebſt Vorgart., p. 1. April
Näh. Heidelbergerſtr. 121. (B1250s
Taunusſtr. 1, Stb., Hohler Weg,
1. St., gr. 3 Zim.=Wohn.
(1209s
Dieburgerſtr. 62, ſch. Manſarde,
3 evtl. 5 Zimmer mit Zubeh. Näh.
Taunusſtr. 1, 1. St.
(1207s
Schwanenſtr. 8, 3Zimmerwohn.
ſof. z. verm.
(*933sms
Moosbergſtr. 60, ſch. 3 Zim.=
Wohn. mit Balkon, Gas u. allen
Zubeh. zu verm.
(*937sms
Habe eine ſchöne 3 Zimmer=
Wohnung nahe der Artillerie
Kaſerne, zu verm. Alles Nähere
bei J. Conr. Mahr, Heidelberger=
ſtraße 43.
(B1214ms
Heinhelmerstr. 74
zwei 3 Zim.=W., im I. Stck. per ſof.
im III. Stck. per 1. April. (1205ms
3 Zimer
Ecke Hoch= u. Kiesſtr. 34, II.
2 Z.-=W., Vorpl., Gas, f. 26 M. monatl.
an Kinderl. Näh. 1. St. (VIII, 100
Sgr. unmöbl. Zim. im 1. St. m.
abgeſchloſſ. Vorpl. z. verm. (103ms
Näh. Schulſtr. 4, II. rechts.
Fuhrmannſtr. 14 eine freundl.
große 2 Zimmerwohnung per ſofort
2 Mk. mtl., zu verm. Näh. da
ſelbſt im Laden.
(104ms
Wendelſtadtſtr. 49 2
Zimmer=
wohnung per ſofort.
(105ms
Sandſtr. 40 ſchöne 2 Z.-=W. zu
vm. Näh. daſ. bei Frau Mumm
und Soderſtraße 112.
(106ms
Grafenſtraße 4
im Mittel= u. Rückgebäude 2 kleinere
Manſardenwohnungen ſofort zu
vermieten. Zu erfragen Feldberg=
ſtraße 72. Telephon 678. (107ms
Schloßgaſſe 11 ſchöne 2 u. 3 Z.
Wohn. nur an ordentl. Leute zu vm.
Näh. parterre.
(B108ms
Ruckertſtr. 8, Kleine 2 Zim.=
Wohnung zu vermieten. (B116ms
Kranichſteinerſtr. 4 kl. 2 Zim.=
Wohn. f. 1 od. 2 Perſon. ſof. (*11485ms
Forſtmeiſterpl. 5 ineu. Mitelb.)
beſſ. 2 Zim.=Wohnung, Balkon u.
Gas. M. 24.50.
(B117ms
Karlſtraße 94 ſchöne Manſ.,
3 Zimmer mit Vorplatz und Gas.
118ms
H. Lautz.
Soderſtr. 22 gr. 2 Z.=W. m. Gas
u. Zubehör p. ſofort z. v. (109ms
Lichtenbergſtr. 23, Htb., Mſd.=
Wohn., 2 Zim., Küche u. Zubehör
monatl. 16 Mk.; daſelbſt parterr
Zim., Küche u. Zubeh., monat
21 Mk., per ſofort ev. ſpäter
zu vermieten.
(111ms
Näheres Lukasweg 9, part.
Karlſtr. 54, Vdrh., Manſarde,
2 Zim. u. Küche z. verm. (B113ms
Landwehrſtr. 43 2 Zim.=Wohn.
an kl. Fam. Preis M. 16.50. (115ms
Magdalenenſtr. 23 2
Zimmer=
wohnung, Glasabſchluß, Gas und
Zubehör p. ſof. zu verm. (822ms
Gutenbergſtraße 28 1 Manſ=
Wohn., 2 Zim., Küche u. Zubehör
zu verm. Zu erfr. Luiſenſtraße 4,
(745ms
im Ziaarrengeſchäft.
Sandbergſtr. 20 2
Zimmerwoh=
nung per 1. Febr. zu verm. Preis
(B886ms
per Monat 17 Mk.
Nieder=Ramſtädterſtr. 59, gr.,
ſch. 2 Zimmerw. per 1. April. Pr.
25 ℳ. Anzuſ. 11—1 Uhr. (1042ms
Beſſungerſtr. 94, II., 2 Zim.
und Küche zu vermieten. (1041ms
Heinheimerstr. 13
2 Zim.=Wohn. zu verm. (1030ms
Hochſtr. 2, III, 2 Z.=W. m. Küch
ſof. z. verm. Einzuſeh. von 3— 5 Uhr
nachm. Näh. Hochſtr. 43, I. (VIII1038
N.=Ramſtädterſtr. 32 2 unmbl
Z. m. u. o. Küche pr. 1. Febr. (543t
Schöne, helle 2 Zimmerwohn.
per ſof. zu vermieten. Zu erfragen:
Nieder=Ramſtädterſtr. 43, I. (*918sim
2 Zimmer
auch 1 Zim. mit Küche, abgeſchl.
Vorpl., nahe d. Art.=Kaſerne, z. vm.
Alles Nähere bei J. Conr. Mahr,
Heidelbergerſtraße 43. (B1215ms
Wilmannstr. 30, pt., 2 ſch. ger. Zim.
m. Küche u. Zub. z. 1. Apr. (1200ms
Kiesſtraße 21, Hinterh., eine
Wohnung (2 Zimmer und Küche)
zu vermieten.
(1211s
Heinheimerstr. 55, I., ſch. 2 Z.=W.
m. Veranda u. Gas. Alles
neuher=
ger., a. 2 Perſ. ſof. od. ſpät. Näh. p
Tannenſtr. 8, 2 Zimmer, Manſ.,
m. Gas, ſof. zu beziehen. (*927sm
3 Zimer
In der ſtädt. Hofreite, Lindenhof=
ſtraße Nr. 5, iſt eine kleine Woh
nung, beſtehend aus einem Zimmer
nebſt Küche, per ſofort zu
zu vermieten.
Näheres im Stadthaus, Zimmer
Nr. 63.
(119ms
Forſtmeiſterplatz 5, I., Stube
Kammer, Küche. 11 Mk. (B120ms
Inder ſtädliſchen Hofreite Holz=
ſtraße 14 iſt die
Erdgeſchoßwoh=
nung, beſtehend aus einem Zimmer
nebſt Küche ſof. zu verm. Näh. im
Stadthaus, Zimmer 63. (121ms
Soderſtr. 18 in gutem Hauſe
Manſ.=Z. u. Kab. an einz. Frau, mtl.
12 M. Näh. 2. S.
(551ms
unmöbl. Zimmer per ſofort
Klein.
zu vermiet.
Zu erfr. Stiftſtraße 101, I. (752ms
Holzſtraße 26, Hintergebäude
Zimmer und Küche per ſofort.
Näh. 1. St. bei A. Elwert. (739ms
Martinſtraße 89, II., leeres
Manſardenzim. (auch zum
Möbel=
einſtellen, und großer Lageraumf
Kiſten ꝛc zu vermieten. (B553ids
Oe Zimerehn
Wohnungen in jeder Größe,
ſowie Einfamilienhänſer zu
ver=
mieten. Näh. Heinrich Funk,
Grafenſtr 23½, Tel. 446. (122ms
Erbacherſtr. 15
3 kleine Wohn.
im Hinterhaus
an nur ruhige Leute zu vm. Näh.
Vorderhaus, part.
(124ms
Karlſtr. 62 ſchöne Manſarde m.
abgeſchl. Vorplatz verſetzungshalber
alsbaldz. vm Pr. 320 M. (B125ms
Landwehrſtr. 15 l. Manſarde
mit abgeſchl. Vorplatz. (526ms
Bleichſtr. 35, der I. u. II. Stock
zu vermieten und alsbalb oder
ſpäter zu beziehen.
(796ms
Schloßgartenſtr. 49 kl. Wohng.
mit Gas an alleinſteh. Perſ. (*sms
Bbergaſſe 4
freundl. Man=
ſardenwohng.
zu vermieten.
(206s
Arheilgerſtr. 33 kl. Wohnung
zu vermieten.
(*955
Langgaſſe 33, 2 kleine
Woh=
nungen zu vermieten. (*802sm
Ballonplatz 10, Ztb., k. Wohn., mil.
11,50 M. an ruh. L. zu verm. (*1159a
Se men
Eberkauf
Freiſtehendes Wohnhaus, enth.
7 Z., Küche, Bad, Manſ., 2 Verand.
Vor= u. Hintergarten in ſch. Lage
per 1. Apr. 15. Preis 800 M., desgl.
4 Z.=Wohn., Küche, Bad, Manſarde.
Preis 450 M.
(1204s
Heinrich Dächert II.
Stahlbad König i. O.
Villa Tramontana
Per 1. April 5 Zimmerwohnung m
allem Zubehör, Manſarden evtl.
Grabgarten zu vermieten. Durch
ſeine geſchützte angenehme Lage m
groß. ſchattigem Garten in nächſter
Nähe des Waldes geeignet für
Offiziere, penſion. Beamten uſw.
oder, wie bis dahin, als erſtklaſſige
Penſion. In letzterem Falle ſtehen
weitere Räume zur Verfügung.
*923)
Der Beſitzer.
B
Ernſt=Ludwigſtr. 3, I., Büro
zu verm. H. Stier.
(127ms
Karlſtr. 94 Atelier m. Ober=
Nord= u. elektr. Licht, für Maler
u. Bildhauer geeignet.
(128ms
Karlstrasse 43
im Seitenbau heller Raum für
züro, Atelier u. Aufbewahren von
Möbeln per ſofort zu vermieten.
Näh. 1. Stock.
(129ms
Mühlſtraße 26
Büro, 2 Räume, per ſofort zu verm.
Näh. pt.
(207s
Große helle Geſchäftsräume
Mitte d. Stadt, auch als Lag. z. jed.
Zweck paſſend, bill. zu verm. (*995
Näh. Landwehrſtraße 36.
Wilhelminenstr. 23, I.,
7—8 grosse Raume
mit reichlich. Zubehör,
neu hergerichtet, beſond. geeign. f. feineres Geſchäft od. größere
Büros, zuſammen oder geteilt, für ſofort. Näh. daſelbſt im
Seitenbau oder Wendelſtadtſtraße 28, II.
(212s
Am
Grafenſtraße 4
per ſofort großer Laden, event.
mit Wohnung, zu verm.
Zu erfragen Feldbergſtraße 72.
Telephon 678.
(130ms
Schuchardſtraße 12
Laden mit Wohnung, parterre, und
ſonſt. Geſchäftsräume, elektr. Licht
und Gas, zu vermieten. (133ms
Schuchardstr. 1
iſt der
Laden
mit anſchließendem Arbeitsraum, in
dem von Hrn. Coenen ſeit 10 Jahren
ein Tuch= und Maßgeſchäft
betrie=
ben, bis 1. April 1915 event. früher
zu vermieten, ev. auch 3 Zimmer
ohnung dabei. Näh. Klappacher=
(B134ms
Straße 1, parterre.
Heinheimerstr. au
Laden ſofort zu verm., evt. auch als
Büro, Lagerraum oder Werkſtatt.
Näh. b. W. Magel, Mauerstr. 34. (135ms
Saalbauſtraße 38 ſch. Laden
mit Ladenzim. zu vermieten. (3ms
Karlstrasse 66
Laden
Schöner großer Laden nebſt
Wohnzubehör, verkehrsr. Gegend
geeignet für jedes Geſchäft, per ſof.
zu vermieten. Zu erfragen daſelbſt
im 2. Stock.
(B136ms
Ladwigstr. 17
Groß. Laden
mit 2
Schau=
fenſtern und
Zubehör zum 1. April 1915 zu
vermieten. Näheres Berbenich,
Zimmerſtraße 3, I.
(137ms
Ernſt=Ludwigſtr. 21 ſch. Laden
mit 2 Schaufenſt., hell. Ladenz.,
ev. Lagerr. Näh. daſ. 1. St. (11ms
Woogſtraße 5 großer Laden
mit kleiner Wohnung ſof. zu verm
Näh. Eliſabethenſtr. 49. (578m
Laden
Roßdörferſtr. 49, in welchem ein
Friſeur=Geſchäft mit Erfolg
he=
trieben wird, nebſt Wohnung per
1. April d. J. billig zu vermieten.
Näh. bei Flickinger, Inſelſtr. 19, p.,
oder Rheinſtr. 32, parterre. (605ms
Laden
mit 2 Schaufenſtern,
Ladenz. u. Wohnung
per 1. Juli zu vermieten. Näheres
im Papiergeſchäft Graulich, Ecke
Schul= und Kirchſtraße. (755ms
Karlſtr. 21 Laden m. Wohn.
zu verm. (208s
Bleichſtr. 53 Laden u. 2 3. zu
verm. A. Cellarius.
(209s
Eliſabethenſtr. 3
(am Ludwigsplatz) Laden
m. Souterrain u. 1. Stock, ſeither
von der Fiſchhdlg. Gebr. Nöſinger
benutzt, per 1. April. A. Anton,
Eliſabethenſtraße 1, 1. Stock. (749s
Landwehrſtr. 39, Laden mit
Wohnung auf 1. April d. J. zu
vermieten. Näheres Nieder=Ram=
ſtädterſtraße 65, II. (*449sm
Smen
Zu vermieten
Srüch
für 3 Pferde, kleine Remiſe, ſowie
Burſchenzimmer nebſt Zubehör
Wilhelmſtraße 16. Näh. Bau
bureau Heinrichſtr. 82. (765ms
Ge
Mathndcnptatz 10
großer Laden mit
Lager=
räume ſowie 1. Stock
alsbald zu verm. (*662is
Teichhausſtr. 42 Zimmer zum
Möbeleinſtellen ſof. zu verm. (*998
Oer en
Grafenſtr. 2 kleinere Werkſtätte
nit 2 Zim., für Tapezier od. Sattler
geeignet, zu vermieten.
(138ms
mee Zimer
Heinrichſtr. 69 möbl. Zim. m.
Penſ., ev. f. 2 j. Hru. paſſ. (139ms
Kahlertſtraße 11 ſchön möbl.
Zimmer mit oder ohne Penſion
billigſt zu vermieten.
(140ms
Landwehrſtr. 15 hübſch möbl.
Zimmer zu vermieten. (141ms
Eliſabethenſtr. 5, I., hübſch
möbl. ſep. Zimmer z. vm. (144ms
Fantralusstr. 5, p. r., 2 möbl. Z.
zuſ. od. getr., m. od. oh. Penſ. (22758a
Wilhelmſtr. 2, II., gut möbl.
Zimmer zu vermiet. Einzuſehen
mittags zw. 3—5 Uhr. (B148ms
Wendelſtadtſtr. 34½, I. (Nähe
Johanniskirche), ſchönes möbl. Z.
zu vermieten.
(150ms
Kiesſtr. 58, fein möbl. Wohn=
und Schlafzimmer ſofort. 21ms
Kiesſtr. 58, fein möbl., großes
Zimmer, in ruh. Hauſe. (22ms
Bleichſtraße 39, II., möbl. Z.
mit Penſion.
(1ms
Soderſtraße 14, 2. St., ſchön
möbliert. Zimmer zu verm. (311ms
Laudwehrſtr. 15 hübſch möbl.
Zimmer zu vermieten.
(527ms
Parkusſtraße 15, part., möbl.
Zimmer, heizbar, an anſt. Arbeiter
billig zu vermieten.
(*192ms
Nieder-Ramstadterstr. 51 4,
gut möbl. Zim. mit Schreibtiſch
ſofort zu vermieten.
(523ms
Teichhausstr. 55, II.
gut möbl. Zim. ſof. zu vm. (524ms
Pankratiusſtr. 3, 3. St., nächſt
Hochſchule, ſchön möbl. Wohn= u
Schlafz. mit Schreibtiſch u. ſep.
(540ms
Eing. ſof. bill. zu verm.
Mauerſtr. 12, II., möbl. Zim
m. 1. od. 2 Betten, ſofort. (*443sms
Karlſtr. 28½, part., frdl. möbl
Zim., a. W. gute Penſion. (762ms
Schloßgartenſtraße 40 möbl.
Zimmer, kein Gegenüber. (*483sms
Eliſabethenſtr. 21, III., g. möbl.
Zimmer bei kleiner ſauberer Fam.
per 15. Jan. zu vermieten. (856ms
Nieder=Ramſtadterſtr. 3, I., ſch.
möbl Zim., a. W. Penſ. (*545gms
Karlſtr. 28, II., 2 gut möbl. Z.
ſofort billig zu verm.
(612gms
Besseres Fraulein
kann bei ruhiger Familie ſchön
möbl. Zimmer mit oder ohne
Penſion und Familienanſchluß
billig erhalten. — Näheres Ge=
ſchäftsſtelle
(904gms
Mauerſtr. 18, II., ſch. mbl. Z.
zu vm., mtl. 12 M.
(*710ms
Steinackerſtr. 12 möbl. Wohn
u. Schlafzim., ev. Burſchenzim.
zu vermieten.
(*594ms
Liebigſtr. 41, part., ſehr ſchön.
möbl. Wohn= und Schlafzimmer
ſofort zu vermieten.
(1023ms
Waldstr.12, Eing. Grafenſtr. 37, II., I.,
möbl. Zimmer ſof. zu vm. (*746ms
Nieder=Ramſtädterſtr. 34,
Stock, möbl. Zim. mit u. ohne
Penſion ſofort.
(1035ms
Karlſtr. 27, I., gut möbl. Zim., evtl
mit 2 Betten, ſof. zu verm. (1027ms
Schießhausſtraße 12 ein gut
möbl. Zimmer zu verm. (B1085
Ernſt=Ludwigſtr. 23, 3. Stock,
chön möbl. Zim. zu verm. (1088a
Bleichſtr. 40, links, 2. Stock
gut möbl. Zim. zu verm. (*760msg
Liebigſtr. 81 einſ. möblertes
Zimmer zu vermieten. (1066ms
inauartierung w. angen. Gute
Verpfleg. Karlſtr. 28½, p. 785a
Waldſtraße 32 möbl. Zimmer
zu vermieten.
(151t
Soderstr. 6½, III.,
(
Kapell=
platz.)
Gut möbl. Wohn= u. Schlafzimmer
zu vermieten.
(153t
Neckarſtr. 22, 2. St. (bei Fricke)
nächſte Nähe der Dragon.=Kaſerne
mod. möbl. Zimmer mit u. ohne
Penſion zu vermieten.
(628t
Wilhelminenplatz 10
1. Stock, ſchön möbl. Wohn= und
Schlafzimmer zu vermieten. (740t
Luiſenſtraße 6, 3. Stock, gut
möbl. Zimmer ſofort zu vm. (928t
Steinſtr. 24, 2. Stock, ein möbl.
Zim. mit oder ohne Penſion. (962t
Grafenſtr. 20, 2. St., links, gut
möbl. Zim. evtl. auch Wohn= und
Schlafzimmer per ſofort. (1083a
Waldſtr. 17, I., gut möbliert
Zimmer ſofort zu verm.
(1138
Einquartierung
mit und ohne
Verpflegung
zu mäßigem Preis. Zur Fortung,
Dieburgerſtraße 18.
(629a
Ludwigſtr. 16, III., mbl. Z. bil.
zu verm., auf Wunſch Penſ. (*868fe
Lichtenbergſtr. 14, III, möbl.
Zimmer zu verm.
(*864fs
Ainder benstenen
Mk. 8.50, 12.50, 15.75, 17.—, 19.50,
21.—, 23.50, 29. —.
Grösste Preiswürdigkeit vereint mit
besten Qualitäten.
Grosse
Hetall-
und
Holz-
Hetten
in
hundert-
facher
Auswahl.
1133
Entzückend ausgestattete komplette Kinderbetten
Mk. 35.-, 38.−, 42.−, 45.−, 48.− bis 75.—.
Betten-
Spezial-Haus
Buchaafr
Markt 11
Tel. 2188
Saalbanſtr. 25, II, gut möb.
Zimmer zu verm.
(*861fsg
Neckarſtr. 10, I., freund., gut
möhl. Zimmer zu verm. (*903fsg
Wilhelminenstr. 19, II.
möbl. Wohn.= u. Schlafz. (*726mds
Roßdörferſtr. 28, Manſarde
möbl. Zimmer ſofort zu vm. (960a
Waldſtr. 3, 2. St., ſchön möbl.
Zim, evtl. mit Penſion. (*658ids
Viktorigſtraße 90, II., elegant.
möbl. Wohn= und Schlafzimmer,
event. mit Penſion, Schreibtiſch,
Gaslicht, zu vermieten. (256ids
Frankfurterſtr. 57
(bei Klein)
ſchön möbliertes
Zimmer zu vermieten. (*620ids
Wilhelminenſtr. 35, II., Ecke
Hügelſtr., ein eleg. geräum. Zimmer,
feine freie Lage, Zentrum, mit Pen=
ſion, auch für kurze Zeit. (699a
Bleichſtraße 28, 2. Stock, gut
möbl. Zimmer, event. m. Penſion,
ſofort zu vermieten.
(1105a
Landwehrſtr. 6, möbl. Zim. m.
od. ohne Penſion zu verm. (7956
Soderſtr. 22 I., gut möbl. Z
m.
ſofort zu vermieten.
(757s
Graſenſtr. 24, 1. St., gr. möbl.
Wohn= u. Schlafz. m. elektr. L. 929os
In vornehmen Hauſe,
beſte Lage von Darmſtadt
ſüdöſtlich, ſind 3—4 Zimmer,
behaglich möbl., zuſammen
od. einzeln zu verm. Balkon
Gas, Zentralheizung. Elektr.
Bahn und Wald in
un=
mittelbarer Nähe. Angebote
erbeten unter R 94 an die
Geſchäftsſt. ds. Bl. (B1025ms
Waldſtr. 55, 2 gut möbl. Zim.
997som
zu verm. Näh. part.
Waldſtr. 9, II., ſchön möbl.
Wohn= u. Schlafz. mit elektr. Licht.
Zu erfragen 3. Etage.
(1233s
Heidelbergerſtr. 89, II., ſchön
möbl. Zim. ſof. zu verm (1237a
Waldſtr. 23, Hth. part, möbl.
Zimmer zu verm.
(*986
Saalbauſtr. 8, I., nächſt der
Rheinſtr., eleg. möbl. Salon nebſ
Schlafzimmer billig zu vm. (*981
Schuchardstr. 15, II.
(Ecke Luiſenſtraße)
gut möbl. Zimmer mit ſepar.
Eingang zu verm.
(*985
Grnſtchubnſsſtr. 9, II., en
möbl. Zim., event. mit Penſion,
bis 1. Febr. zu verm.
(*982
Saalbauſtr. 8, I. nächſt. d. Rhein=
ſtr., gr. gut möbl. Zim. zu verm. (*980
Frankfurterstr. 24, part.
2 möbl. Zimmer, zuſammen od
getrennt, ſof. zu verm. (*979sgc
Hoffmannſtr. 5½, III, möbl.
Zim. an beſſ. Arb. bill. (1257ms
Schloßgartenſtr. 1, 2. St.,
Eingang Pankratiusſtr. 1
bei Heilig,kl. reiz., weiß möbl.
Zimmer mit elektr. Licht an
Dame ſofort preiswert zu
vermieten.
(1219
Kahlertstr. 10, III.
ſchön möbl. Zimmer ſofort billig
zu vermieten.
(1213a
Ludwigshöhe (Kolonie) herr
groß. Balkonzimmer für 1 oder
Perſonen bill. zu vm. Chauſſee 136,
Halteſtelle Schirmſchneiſe. (*952
Schuſtergaſſe 8, I., möbl. Zim.
oder Schlafſtelle zu verm. (*946
Bieſcſtr. 39, I., Z mdbl. Zim.
ſofort zu vermieten.
(*969sg
ſchön
Heidelbergerſtr. 7, pt.,
möbl.
Zimmer zu vermieten. (*938sg
Alieſtr. 8, I., freundl. möbl. Z
mit oder ohne Penſion.
(935
Laulesehlägerstr. 23, I., Kl. mb. Z.,
f. 3 M. die Woche m. Kaffee z. v.
II. rchts, am
Hügelſtr. 75,
Marienplatz,
möbl. Zimmer zu verm. (*928
4 Schaufenſter
in dem Oktroiaufſichtshäuschen
an der Allee (Zufahrtsſtraße zum
Bahnhof) ſind ſofort anderweit
zu vermieten. Nähere Auskunft
Stadthaus, Zimmer 64.
(711a
Darmſtadt, 1. Juli 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt.
Zime
Gesucht für sofort
zum Unterſtellen von guten Möbeln
trockner Raum oder Wohnung von
3—4 Zimmern. Angeb. m.
Preis=
angabe. Näh. Schulſtr. 5, I. (*974
Wohnungs Cesden
modern eingerichtet, 5- 6 Zimmer,
mit allem Zubehör, für ſofort oder
ſpäter, von 2 Damen geſucht.
Angeb. mit Preisangabe erbeten
unt. § 76 a. d. Geſchäftsſt. (1198sgi
Feräumige 5—6 Zimmer=
Woh=
nung obere Bismarck=, Rhein=
ſtraße od. im Zentrum der Stadt
per 1. April von ruh. Mieter geſ.
Preis nicht über 800 M. Ang. u.
S61 an die Geſchäftsſt.
(1150a
Freundl. 3 Zimmerwohnung
möglichſt in d. Nähe d. Marienpl.
geſucht. Angeb. mit Preisang. u.
§ 48 an die Geſchäftsſt. (1121a
3—4 Z.-Wohn., pr. 15. Febr. geſ.
Südl. Stadtteil bevorz. Ang. unt.
§ 87 a. d. Geſchäftsſt.
(*992
Für 1. Februar
ſchöne Wohnung geſucht
2 Zimmer und Küche nebſt
Zube=
hör und ein Raum für Tauben=
ſchlag, ev. Einfamilienhaus, Nähe
Johannesviertel. Angeb. mit Preis
u. 8 70 a. d. Geſchäftsſt. (1195sms
Möbl. Zimmer
m. Schreibriſch,
i. ruh. beſſ. Haus
v. ſol. Mieter geſ. Angeb. m. gen.
Angab u. 8 95 Geſchäftsſt. (*1014
Suche
in der Nähe der Schul=
ſtraße ein einfach möbl.
Zimmer mit guter Penſion.
An=
geb. unt. § 81 Geſchäftsſt. (*958
Smmn
2. Hupothek
auf prima Objekt in feinſt.
Wohn=
lage geſucht. Angeb. unter R 82
(*618ids
an die Geſchäftsſtelle.
We
SFür Metzgereibetrieb faſt neues
Haus mit Laden in Land=
ſtädtchen bei Darmſtadt in
außer=
ordentlich günſtiger Lage, für nur
8000 Mk. krankheitshalber ſofprt
zu verkaufen, event. zu verpachten.
Angebote unter § 53 an die
Geſchäftsſtelle ds. Bl. (1128a
Gutgehendes
Kolonialwaren- oder
Papiergeſchäft
hier oder auswärts zu kaufen ge=
ſucht. Angebote unter R 86 an
die Geſchäftsſtelle.
(*569ids