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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Nr. 266.
Sonntag, den 27. September.
1914.
Der Krieg.
Die Leiſtungen der Engländer in dem gegenwärtigen Kriege. — Um unſere Kolonien. — Erlebniſſe eines in Frankreich
Gefangenen. — Die Neutralität Staliens. — Engliſche Lügenmeldungen. — Die Forts ſüdlich Verdun haben ihr Feuer
eingeſteilt.
Die Leiſtungen der Engländer in
dem ge g nwärtigen Kriege.
C) Da es jetzt keinem Zweifel mehr unterliegt, daß
England der eigentliche Urheber des Krieges iſt, da es
ferner von England nicht beſtritten wird, daß im Falle
eines Sieges unſerer Feinde England den Löwenanteil
der Siegesbeute fordert, ſo muß män unwillkürlich fragen:
Was hat denn dieſes Land bis heute eigentlich für den
Krieg geleiſtet? Die nach Frankreich und Belgien geſandte
Armee beſtand angeblich aus 160 000 Mann, in Wirklichkeit
jedoch kaum aus der Hälfte, und wenn man in Betracht
zieht, daß bei Ausbruch des Burenkrieges (der ja auch wie
dieſer Krieg monatelang vorher geplant war), über ein
Monat verging, bis die erſte Armee von 40 000 Mann
ein=
geſchifft werden konnte, ſo dürften 80000 Mann eher zu
hoch als zu niedrig gegriffen ſein. Dieſelben beſtanden
ohne Zweifel aus den Elitetruppen, die aber bei dem erſten
Anprall von den deutſchen Soldaten vollſtändig geſchlagen
und in die Flucht getriehen wurden. Dies beweiſt zur
Ge=
nüge, daß eine Armee von Söldnern, die den Soldaten
ein=
fach als ein Geſchäft und nicht als eine Pflicht betrachtet,
keine Chance gegen ein Volk in Waffen hat.
Der engliſche Soldat rekrutiert ſich zum größten Teil
aus heruntergekommenen Menſchen, die abſolut keine
Ar=
beit mehr finden können, und die um nicht zu verhungern,
den „Kingſhilling” aus reiner Verzweiflung annehmen.
Auch die Führung iſt lange nicht auf der Höhe der Zeit.
Der Offizier iſt ein Gentleman. Benehmen, Kleidung uſw.
ſind ſtets tadellos. Seine Hauptbeſchäftigung iſt der Sport.
Der beſte Poloſpieler, der beſte Reiter, der beſte Tänzer
iſt der bekannteſte Offizier. Das prachtvolle
Kriegsmini=
ſterium in Whitehall iſt Nebenſache. Von einem
wirk=
lichen ernſten Studium, wie man dies in ſo ausgedehnter
Weiſe bei dem großen Generalſtab in Berlin findet, kann
abſolut keine Rede ſein. Die Marine jedoch iſt es, von der
man in England am meiſten erwartet; auf ſie haben die
Engländer ihre ganze Hoffnung geſetzt. Man erwartet
ein zweites Trafalgar und einen zweiten Nelſon. Ein
eng=
liſcher Miniſter erklärte vor nicht langer Zeit, daß die
eng=
liſchen Flotte überhaupt nicht defenſiv, ſondern nur offenſiv
ſein könne und im Kriegsfalle eventl. ſofort den Feind
angreifen und vernichten müſſe. Faſt zwei Monate ſind
ſeit der Kriegserklärung verfloſſen, und die Flotte hat ſich
kaum bemerkbar gemacht. Kein Wunder, daß das engliſche
Volk anfängt ungeduldig zu werden, kein Wunder, daß auch
die Verbündeten, die zu Land ſchon enorme Verluſte
er=
litten, noch immer auf die großen Siege der Flotte
war=
ten, von der ſie ſich natürlich die größte Hilfe und
Unter=
ſtützung verſprachen. Was tut England da? Es nimmt
Zuflucht zu einem theatraliſchen Coup. Von Oſt=Indien
läßt es einen Teil der Elitetruppen kommen. Prachtvolle
dunkle Reitergeſtalten, dieſe Goorkahs, die aber von
mo=
derner Heerestaktik keine Ahnung haben, die das Klima
nicht vertragen können und deren Erſcheinen auf dem
Kriegsſchauplatz nur dazu dienen ſoll, die Verbündeten
zu beruhigen, den Krieg in die Länge zu ziehen, um eventl.
Deutſchland wirtſchaftlich und finanziell auszuhungern und
dadurch den Frieden zu erzwingen.
Englands Leiſtungen auf dem Kriegsſchauplatz ſind
daher ſo gut wie nichts im Verhältnis zu denen ſeiner
Verbündeten und trotzdem wird es was hoffentlich
aus=
bleiben wird, den Hauptanteil der Siegesbeute für ſich
be=
anſpruchen. Es war immer ſo und wird auch immer ſo
bleiben, bis die Mächte endlich einmal einſehen werden,
daß England allein niemals einen Krieg gewonnen hat,
daß es die Eitelkeit und Schwäche anderer Nationen
be=
nutzt, um durch deren Gut und Blut ſich ſelbſt auf die
ver=
werflichſte Weiſe zu bereichern.
Um unſere Kolonien.
* Hamburg, 25. Sept. Der Hamburger
Korreſpon=
dent veröffentlicht folgenden ihm zur Verfügung
geſtell=
ten Brief des Staatsſekretärs v. Solf an
den Direktor der deutſchen Handels= und
Plantagengeſell=
ſchaft in den Südſeeinfeln, Otto Riedel! Daß das
Ge=
ſchick Samoas mir perſönlich ſehr nahe geht, brauche ich
nicht zu verſichern. Niemand weiß beſſer als Sie, wie
ſehr mir die Perle der Südſee, dieſes Kleinod unter
unſe=
ren deutſchen Kolonien. im Laufe meiner mehr denn
zehn=
jährigen Gouverneur=Tätigkeit ans Herz gewachſen iſt.
War es mir doch vergönnt, auf dieſem vielumſtrittenen,
von drei Nationen heiß begehrten Inſelreich die deutſche
Flagge zu hiſſen, und habe ich doch, wie auch Sie, und
eine lange Zeit mit Ihnen, die beſten Jahre meines
Lebens zugebracht und daran gewendet, auf der Inſel
Frieden zu ſtiften, eine geordnete Verwaltung einzuführen
und Samoa einer geſunden wirtſchaftlichen Entwickelung
näher zu bringen. Und jetzt, da nach jahrelanger, müh=
ſeliger Arbeit das Feld beſtellt und die Zeit der Ernte
gekommen iſt, ſoll ſie von ſchnöden, wehrloſe Anſiedler
überfallenden Eindringlingen eingeheimſt werden. Zum
Glück wird das Geſchick unſerer Kolonien nicht in Afrika
und der Südſee, ſondern auf den Schlachtfeldern Europas
entſchieden, und bei den bisherigen Erfolgen unſerer
Waf=
fen hege ich das felſenfeſte Vertrauen, daß es uns
gelin=
gen wird, auch unſere ſchlimmſten Feinde, die Engländer
niederzuringen. Aber es iſt eine ſchwere Aufgabe, viel
ſchwerer, als es ein großer Teil unſerer Landsleute denkt,
der das engliſche Weltreich nur vom Hörenſagen kennt
und durch die von gerechtem Zorn über ſein bisheriges
Verhalten gefärbte Brille anſieht. Die militäriſchen
Machtmittel Englands zu Lande brauchen wir nicht zu
fürchten. Mit den Künſten Kitcheners und Frenchs
wer=
den Moltke und unſere Kommandierenden fertig. Zur
See ſteht unſere junge, zahlenmäßig unterlegene Flotte
gegen die größte Seemacht unſerer Zeit, die es noch nötig
fand, außer dem franzöſiſchen Verbündeten auch Japan
heranzuziehen. Es möchte vermeſſen klingen in dieſem=
un=
gleichen Kampfe mehr zu erwarten als eine tödliche
Schä=
digung des engliſchen Gegners. Hat aber nicht auch
Nel=
ſon bei Trafalgar gegen eine Uebermacht geſiegt?
Das Beiſpiel unſerer Feinde berechtigt uns zu den
kühnſten Hoffnungen, denn Großbritanniens Preſtige, ſchon
erſchüttert durch unſere Siege über ſeine Truppen, wird
jede Schlappe zur See ſchwer empfinden. Denn Englands
Macht über die ihm botmäßigen Völkerſchaften liegt in
dem Glauben an die Unbeſiegbarkeit des Mutterlandes.
Trotz alledem heißt es: Kühl bleiben und auf der Hut
ſein. Denn ſelbſt bei einer Schwächung Englands
dür=
fen wir die der engliſchen Kriegführung eigentümlichen,
den Mangel an militäriſcher Vereitſchaft erſetzenden Mittel
nicht unterſchätzen. So verwerflich und hinterliſtig die
Waffen auch ſind, mit denen England unſeren Handel und
unſere Induſtrie bekämpft, ſo ſind es doch Waffen, die
an Gefährlichkeit unſeren gefährlichen Haubitzen
gleich=
kommen. Einem Hamburger brauche ich dieſe Gefahr
nicht weiter zu beſchreiben. Sie, mein lieber Herr
Rie=
del, Sie alle fühlen ſie am eigenen Leibe und mit
geſtei=
gerter Bitterkeit. Denn mit Ihnen und Ihren
Lands=
leuten weiß ich mich in dem ehrlichen Geſtändnis einig,
daß wir den Engländern die ſtrupelloſe Gehäfſigkeit, die
ſie ſeit dem 4. Auguſt der Welt zeigen, nie und nimmer
zugetraut haben. Klage nützt aber nichts. Wir müſſen
auch gegen dieſe Mittel kämpfen und durchhalten,
durch=
halten nach beiden Seiten, militäriſch und wirtſchaftlich,
bis wir Ruhe und Sicherheit wenigſtens für ein
Jahrhun=
dert erſtritten haben. Während wir mit unſeren
kontinen=
telen Feinden um den Sieg kämpfen, geht der Kampf mit
England um die Siegesbeute, und die darf bei den
opfer=
freudigen Heldenleiſtungen unſeres Volkes nicht zu klein
ſein. Ich will zunächſt unſere Kolonien wieder haben.
Was ſonſt noch von dem Friedensſchluß erhofft wird und
erreichbar iſt, darüber wollen wir uns etwas ſpäter
unter=
halten. Vom Standpunkt meines Reſſorts aus werden
Sie es mir aber nicht verübeln, wenn ich jetzt ſchon den
Wunſch hege, die Friedenspalme für ein größeres
Deutſch=
land in Afrika zu pflanzen. Da gedeihen die Palmen
gut. Und Samoa, lieber Herr Riedel! Daß ich bedacht
ſein und mich dafür einſetzen werde, dieſe herrliche Inſel
wieder mit dem deutſchen Vaterlande vereinigt zu ſehen,
des ſeien Sie unbeſorgt. gez. v. Solf.
Die Kömpfe im Weſten,
* Berlin, 26. Sept. Die Erwartung, daß ſich an
der Sperrfortslinie zwiſchen Verdun und
Toul bald etwas ereignen werde, hat ſich alſo erfüllt, ſo
ſchreibt der Berl. Lokalanz. und er fährt fort: Dem 11.
bayeriſchen Regiment von der Tann gebührt die Ehre, den
erſten Vorſtoß auf das ſtarke Hindernis der Sperrforts
zwiſchen Verdun und Toul gemacht zu haben, was für
unſere ſeit Wochen kämpfenden Truppen zwiſchen Maas
und Oiſe von ſo großer Bedeutung iſt. Die dominierende
Lage des gefallenen Forts Camp des Romaines war, wie
ſchon der Name ſagt, von den alten Römern erkannt
wor=
den. Das Fort liegt nur 1½ Kilometer von dem im
Maastal liegenden Ort Beslée, deſſen Brücke ſofort den
erwünſchten Uebergang üher die Maas bot. So ſtehen die
erſten Truppen des bayeriſchen Kronprinzen im Rücken
der franzöſiſchen Front und damit dürfte das Zeichen zu
einem letzten verzweifelten Durchbruch oder zum Rückzug
auf der ganzen Linie gegeben ſein. Weitere Kämpfe auf
dem rechten Flügel zeigen, daß wir den Angreifern hart
auf der Klinge bleiben werden, ſo daß ſelbſt ein
unerwar=
teter Rückzug der Franzoſen uns gute Erfolge bringen wird.
* Paris, 25. Sept. (Ctr. Frkft.) Nach einem am
25., nachmittags 3 Uhr, ausgegebenen Bulletin finden im
Zentrum außerordentlich heftige Kämpfe ſtatt, bei denen
es den Deutſchen an der Maas nördlich von Verdun
gelungen iſt, ſehr wichtige Erfolge
davonzu=
tragen.
Das Bulletin beſagt weiter: Auf unſerer Linken
findet eine allgemeine, ſehr heftige Aktion zwiſchen unſeren
Kräften, welche zwiſchen der Somme und der Oiſe ſtehen,
und den deutſchen Armeekorps ſtatt, welche der Feind bei
Tergnier (weſtlich von La Fére) und St. Quentin
zuſam=
mengezogen hat. Einige dieſer deutſchen Korps ſind vom
Zentrum hierhin gekommen, andere aus Lothringen und
den Vogeſen, und zwar ſind dieſe über Lüttich und
Valen=
ciennes nach Cambrai transportiert worden.
Oeſtlich der Argonnen hat der Feind von
Varen=
nes aus auf das rechte Ufer der Maas vorſtoßen können.
Es iſt ihm gelungen, auf den Höhen an der Maas bei
Hattonchatel (zwiſchen Verdun und Toul) Fuß zu faſſen.
Er geht auf Saint Mihiel vor und hat die Forts Paroches
und Camp des Romains beſchoſſen. (Frankf. Ztg.)
Die Vernichtung der Armee Rennenkampf.
* (Ctr. Bln.) Generalleutnant v. Morgen, bisher
Kommandeur der 81. Infanteriebrigade (Lübeck), hat an
den Bürgermeiſter von Lübeck, Magnifizenz Eſchenburg,
einen Brief vom öſtlichen Kriegsſchauplatz geſandt, deſſen
Wortlaut der Kreuzzeitung wie folgt übermittelt wird:
„Suwalki, den 13. September. Habe geſtern nach
kurzem Kampfe Suwalki genommen und ſitze jetzt im
Gou=
vernementspalaſt. Heute morgen zog ich mit meiner
Divi=
ſion ein, am Weichbild der Stadt von Pfarrer und
Bürgermeiſter mit Brot und Salz begrüßt. Die ruſſiſchen
Beamten waren geflohen. Es war ein herrlicher Morgen
für mich. Ich habe einen Generalſtabsoffizier als
Gou=
verneur des Gouvernements eingeſetzt. Morgen geht es
weiter gegen den Feind. Die Armee Rennenkampf iſt
vollſtändig vernichtet. 30 000 Mann Gefangene.
Rennen=
kampf und der Höchſtkommandierende, Nikolai
Niko=
lajewitſch, ſind in Zivilkleidern aus
In=
ſterburg geflohen. Der Plan der Ruſſen war, uns
einzukeſſeln. Die Sache wurde aber vereitelt. Das größte
ruſſiſche Armeekorps, welches aus ſüdlicher Richtung zu
der Umfaſſung unſerer Armee heranrückte, wurde von mir
am 7. September bei Bialla und am 9. September bei Lyck
geſchlagen und wieder über die Grenze getrieben.
Ob=
gleich ich mich nach kriegeriſchen Erfolgen ſehnte, ſo
herr=
lich und großartig hatte ich ſie aber nicht
erwartet. Ich verdanke ſie der Angriffsluſt und
der Tapferkeit meiner Truppen in erſter Linie. Ich bin
wohl tollkühn am 9. Sept. geweſen, als ich eine
drei=
fache Uebermacht, die in befeſtigten Stellungen
ſtand, angriff. Aber ſelbſt wenn ich geſchlagen wurde,
hätte ich meinen Auftrag erfüllt, denn dieſes ruſſiſche
Korps konnte nicht mehr zur Entſcheidung heran, und ſo
ſetzte ich am Abend mein letztes Bataillon ein und ſtürmte
das am rechten Flügel liegende Dorf Bobern. Dieſe meine
letzte Anſtrengung muß für die Ruſſen ſo eindrucksvoll
geweſen ſein, daß ſie bereits in der Nacht den Abzug
be=
gannen. Am Morgen des 10. September wurden die letzten
Schützengräben genommen. Meine Gegner waren
Elite=
truppen der ruſſiſchen Armee, finnländiſche
Schützenregi=
menter. Der Geſundheitszuſtand bei mir iſt leidlich.
General v. Morgen ſchreibt weiter, daß ihm der
Ober=
kommandierende v. Hindenburg ſagen ließ, er werde dieſe
Siegestat nicht vergeſſen, und daß er vor der Schlacht das
Eiſerne Kreuz 2. Klaſſe erhalten hatte. Als er in Lyck
einzog, hätten ihm die Bewohner die Hände geküßt.
Deutſcher Schadenerſatz an Luxemburg.
* Die deutſche Regierung hat, wie berichtet, in
Luxemburg eine Zentralſtelle geſchaffen zur Unterſuchung
der durch den Durchmarſch der Truppen entſtandenen
Fol=
gen. An der Spitze der Zentralſtelle ſteht Geheimrat
Weide=
mann. Entſprechend der Zuſage des Reichskanzlers hat
die Reichsregierung zunächſt einen Vorſchuß von 400 000
Mark der Luxemburger Generalkaſſe für die Bezahlung
des entſtandenen Schadens zugeführt. (Berl. Tgbl.)
Zeppelin über Oſtende.
* London. 25. Sept. Nach einer geſtrigen
Reuter=
meldung aus Oſtende hat ein Zeppekinkuftſchiff
die Stadt um 11 Uhr abends überflogen und drei
Bomben abgeworfen, die wenig Schaden angerichtet und
niemanden getötet haben. Das Luftſchiff kam von Thielt
über Thorhout und kehrte in der Richtung Thielt zurück.
Die erſte Bombe fiel in das Bois de Boulogne, die
zweite auf den Fiſchmarkt, die dritte in ein Baſſin.
Aufklärung der Ausländer.
* Kiel, 25. Sept. Reichstagsabgeordneter
Fried=
rich Naumann veröffentlicht in dem führenden Blatt
der däniſch geſinnten Nordſchleswiger, dem Heimdal des
Reichstagsabgeordneten Hanſſen, einen Leitartikel in
däni=
ſcher Sprache, der zur Auftlärung über deutſche
Verhältniſſe in Dänemark dienen, ſoll. Der
Hejmdal leitet ihn mit den Worten ein, daß man in Däne=
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 27. September 1914
Nummer 266.
mark gewiß mit Intereſſe die Darlegungen des berühmten
freiſinnigen Reichstagsabgeordneten leſen werde.
Nau=
manns Aeußerungen ſind geeignet, die mindeſtens durch
einen Teil der däniſchen Preſſe verbreiteten unrichtigen
und entſtellten Nachrichten ins rechte Licht zu rücken. Das
iſt in Danemark ſehr notwendig.
* (Ctr. Bln.) Aus Breslau wird gemeldet: Das
Auswärtige Amt entſandte den Profeſſor der Philoſophie
an der Breslauer Univerſität Kühnemann, der als
Aus=
tauſchprofeſſor in Amerika wiederholt ſehr gefeiert worden
iſt, nach den Vereinigten Staaten zur
Aufklä=
rung der öffentlichen Meinung. Profeſſor Kühnemann
iſt nach der Breslauer Zeitung auf einem holländiſchen
Schiff bereits in Amerika angelangt.
Erlebniſſe eines in Frankreich Gefangenen.
* Wien, 25. Sept. Der während des Krieges
ge=
fangene, aus Frankreich zurückgekehrte Oberingenieur
Chriſten, welcher vor dem Kriege bei dem ſtaatlichen
Kraftwerk an der Rhone angeſtellt war, berichtet über ſeine
Wahrnehmungen und Erlebniſſe in der
Reichs=
poſt, die dazu ſchreibt: Chriſtens Ausſagen ſind
insbeſon=
dere charakteriſtiſch für die frühen Kriegsvorbereitungen
Frankreichs, die ſelbſt unſerem Ultimatum an Serbien
vorausgingen. Chriſten hatte Anfang des Jahres
Gelegenheit, mit dem inzwiſchen ermordeten
Sozia=
liſtenführer Jaurés zu ſprechen, der ſchon damals
im Verlaufe des Geſprächs mitteilte, Frankreich
hätte ſich mit einer Macht zu Lande und zur
See verbunden, um in naher Zeit Deutſchlands Ende
herbeizuführen. Damals, erzählt Chriſten, habe ich dieſer
Unterredung mit Jaurés noch gar keine Bedeutung
beige=
meſſen. Erſt als ich am 18. Juli auf einer Dienſtreiſe
be=
merkte, daß in den Vogeſen größere Truppenmaſſen
zu=
ſammengezogen wurden, erinnerte ich mich der
Vorher=
ſagungen Jaurés. Am 21. Juliwurde bereits der
Kriegszuſtandverkündet. Am 27. Juli bekam ich
vormittags meine Papiere mit der Aufforderung,
Frank=
reich zu verlaſſen. Der Bahnverkehr war aber bereits für
Zivilperſonen geſperrt. Nachmittags wurde ich verhaftet
und zuſammen mit 179 Deutſchen, Oeſterreichern und
Un=
garn in einen Keller geſperrt. Am nächſten, Morgen ging
es unter Bewachung nach Toul. Auf dem Wege durch die
Stadt wurden wir vom Publikum mit Steinen, Kies und
Kot beworfen. Am Abend wurden wir in einem Eiskeller
auf Stroh untergebracht. Vom 2. Auguſt an wurden wir
unter Kolbenſtößen und Ohrfeigen gezwungen, um Toul
Schanzen zu graben und Stacheldrähte zu ziehen. Die
Schanzgräben hatten eine Breite von 1,80 Meter. Sie
wurden mit Stacheldraht beſpannt.
Unter uns befand ſich auch ein gewiſſer Paul Chamber,
Prokuriſt der deutſchen Wollfabrik Schlumberg in
Bel=
fort, der 80000 Franken Silber ſeiner Firma bei ſich hatte.
Als er ſich gegen die Wegnahme des Geldes wehrte, wurde
er hinter die Zitadelle geführt, mußte ſich dort ſein Grab
ſelber ſchaufeln und wurde dann kurzer Hand
niederge=
ſchoſſen. Am 10. Auguſt hörten wir Kanonendonner und
Schrapnellkugeln praſſelten auf das Dach. Am nächſten
Tage wurden wir beſonders roh behandelt und ſchlecht
beköſtigt. Alles Geld mußten wir hergeben, ich allein 800
Franken Arbeitsgelder und für 28000 Franken
Obligatio=
nen. Am 18. Auguſt hörten wir wieder Geſchützdonner.
Jeder von uns Oeſterreichern und Ungarn gedachte im
ſtillen unſeres Kaiſers, deſſen Geburtstag wir im Herzen
feierten. Krankenwagen brachten Verwundete in großer.
Menge, darunter 16 ſchwer verletzte Deutſche. Die
Bevöl=
kerung und die Soldaten benahmen ſich gegen dieſe armen
Schwerverletzten in ſchmachvollſter Weiſe. Sie
überſchütte=
ten ſie mit Schmähungen und ließen ſie drei Stunden in
der heißeſten Sonnenglut liegen. Als ich den Armen mit
meinem Taſchentuch Kühlung verſchaffen wollte, wurde ich
von einem Offizier mit dem Säbel zurückgeſtoßen. Schon
damals machte ſich gegen die Regierung eine Mißſtimmung
geltend. Der Mitteilung des Matin und des Echo de Paris
von einer Beſetzung Magdeburgs und der Belagerung
Münchens wurde nicht viel Glauben geſchenkt. Auch die
Automobile, welche in Toul mit der Aufſchrift „de Berlin”
die Stadt durchfuhren, vermochten die Zweifel der
Bevöl=
kerung nicht zu zerſtreuen. Chriſten berichtet, das Volk
habe wenig Hoffnung auf ein glückliches Ende des Krieges
und verlange bereits ſtürmiſch nach einer neuen Regierung.
In Toul habe er hohe Offiziere wiederholt die Meinung
ausſprechen hören, daß eine neue Regierung ſich dann an
den Vertrag mit England und Rußland, nur gemeinſam
Frieden zu ſchließen, nicht zu halten brauche, da für ſie
dieſer Vertrag ja nicht beſtehe.
Die Fleiſchverforgung Oeſterreich=Ungarns.
* Wien, 25. Sept. In einem in der Neuen Freien
Preſſe erſchienenen Artikel beſchäftigt ſich der
Agrarchemi=
er Stoklaſa, Profeſſor an der Prager Techniſchen
Hoch=
ſchule, mit der Frage der Fleiſchverpflegung der
ſterreichiſch=ungariſchen Monarchie für die Kriegszeit. Nach
ſeinen Zuſammenſtellungen exiſtiert in Oeſterreich=Ungarn
und Bosnien eine ſolche Menge Vieh, daß der Fleiſchbedarf
Oeſterreich=Ungarns, das bezüglich des Fleiſchverbrauchs
unter allen Staaten an achter Stelle ſteht, vollſtändig
gedeckt iſt, alſo die Monarchie genügend Lebensmittel
für 1914 beſitzt, ohne auf die Einfuhr aus anderen
Län=
dern angewieſen zu ſein. Wenn ſchließlich ein Teil der
außerordentlich großen Rübenanbaufläche mit Brotfrüchten
bebaut würde, wäre auch bei einer längeren Dauer des
Krieges nicht der geringſte Grund zu
Beſorg=
niſſen hinſichtlich der Verpflegung vorhanden. Was die
Düngung anlangt, ſo wird hervorgehoben, daß 1913
Oeſter=
reich=Ungarn ungefähr 900000 Meterzentner
Ammonium=
ſulfat erzeugte, wovon 700000 Meterzentner nach
Deutſch=
land und Italien ausgeführt wurden. Dagegen betrug die
Einfuhr von Chiliſalpeter nach Oeſterreich=Ungarn im
Jahre 1912 rund eine Million Meterzentner. Da aber
Stickſtoff in der Form von Ammoniumſulfat auf die
Er=
höhung der Pflanzenerzeugung und die Qualität des
Ertrages die gleiche Wirkung ausübt wie Stickſtoff in Form
von Chiliſalpeter, ſo könnte Oeſterreich=Ungarn ſich mit
Leichtigkeit von der Einfuhr des letzteren freimachen und
ſeinen Bedarf an Stickſtoff zur Düngung ſelbſt decken.
Die Neutralität Italiens,
* Berlin, 26. Sept. Ueber die Aufgabe
Itali=
ens heißt es in einem offenen Brief des Herzogs von
Caſoria, den das Giornale d’Italia veröffentlicht: Der
Herzog geißelt die Verſuche, Italien in den Krieg
hinein=
zutreiben bis aufs Blut. Gewiß habe die öſterreichiſche
Politik gegenüber Italien manches Unrecht begangen, aber
warum vergeſſen die Italiener all das ſchwere Unrecht,
das die Franzoſen gegen Italien begingen? Von der
Be=
ſitzergreifung von Tunis bis zur Metzelei von Aigues=
Mor=
tes und zur Unterſtützung Meneliks, endlich zu dem für
Italien ſo tief kränkenden Zwiſchenfall der Dampfer „
Car=
thago” und „Manuba” während des Tripoliskrieges. Der
Herzog ſetzt alsdann auseinander, wie ſehr ſchädlich ein
Zuſammengehen Italiens mit der Entente wäre und kommt
ſchließlich zu dem Schluß, daß die Regierung die Politik
der Neutralität unbedingt fortführen werde.
* Rom, 26. Sept. Die italieniſchen
Sozia=
liſten veranſtalteten am 24. September in Turin eine von
einer enormen Menſchenmenge beſuchte
Proteſtverſamm=
lung gegen den Krieg und für die ſtrikte Einhaltung
deritalieniſchen Neutralität. Nach Schluß der
Verſammlung durchzog die Menge unter den Rufen: „
Nie=
der mit dem Krieg!” die Hauptſtraßen. Die Menge wurde
ſchließlich von der Polizei zerſtreut.
Die Hoffnungen der ruſſiſchen Juden.
* Man ſchreibt uns: Für die zukünftige Geſtaltung
Oſteuropas iſt das dort wohnende jüdiſche Element von
beſonderer Bedeutung. In Weſt= und Südrußland
woh=
nen 6 Millionen Juden, die bekanntlich von der
Regie=
rung des Zaren in der grauſamſten Weiſe unterdrückt und
verfolgt werden. Dieſes jüdiſche Element iſt für
Deutſch=
land inſofern von beſonderem Intereſſe, als es
durch=
weg Deutſch verſtäht. Dieſe merkwürdige
Tat=
ſache erklärt ſich dadurch, daß die Juden im Mittelalter
über Deutſchland nach Polen gewandert ſind und ſeit
dieſer Zeit die deutſche Sprache beibehalten haben. Sie
ſprechen den „Jargon” oder das Jiddiſch” eine aus dem
Mittelhochdeutſchen ſtammende Mundart, die mit
ſlawi=
ſchen und hebräiſchen Worten nur wenig vermiſcht iſt.
Wenn die ruſſiſchen Juden durch die kriegeriſchen
Ereigniſſe der Gegenwart von dem Druck der ruſſiſchen
Herrſchaft befreit und einer geſunden Entwicklung
entge=
gengeführt würden, ſo werden ſie zweifellos ein
wirt=
ſchaftlich außerordentlich nützliches Element darſtellen, das
für die Verbreitung des deutſchen Sprach= und
Wirt=
ſchaftseinfluſſes überall von größter Bedeutung ſein
wird.
Wie ſehnlich die Juden nicht nur in Rußland ſelbſt,
ſondern auch außerhalb Rußlands die Befreiung ihrer
Stammes= und Glaubensbrüder vom ruſſiſchen Joch
er=
warten, zeigt unter anderem auch die Tatſache, daß die
vornehmſte und bedeutendſte jüdiſche Tageszeitung
Ame=
rikas, The Jewiſch Exponent, in einem längeren Artikel,
betitelt „Der Krieg und die Judenfrage” Rußland als
en Feind des Judentums brandmarkt und ſeine
Nieder=
age herbeiwünſcht. Die gleiche jüdiſch=amerikaniſche
Zeitſchrift bringt die Nachricht, daß die Londoner Times
ſich ſcharf gegen die jüdiſche Preſſe Neuyorks wendet, weil
dieſe in der gegenwärtigen Kriſis Sympathien für
Deutſchland zeigt.
Lloyd George.
* Der engliſche Schatzkanzler Lloyd George, der
ja bekanntlich bei der Marconiaffäre um ein Haar ſein
Amt verloren hätte, weil er wiſſentlich
Regierungsge=
heimniſſe benützte und für eigene Rechnung in Mareoni=
Aktien ſpekulierte, ſoll im Unterhauſe geſagt haben, daß
Deutſchland im Stande ſei, die erſte Milliarde
aufzubrin=
gen, aber er wiſſe nicht, wie es mit der letzten Milliarde
ſtehe.
Wir wollen dies nicht weiter unterſuchen, denn dier
Zeit wird dies lehren, nur möchten wir dem Kanzler
darauf antworten, daß eine Milliarde in Deutſchland viel
weiter reicht, als in England, wo die Herren Offiziere,
wie ſich bei dem jüngſten Lipton=Prozeſſe herausſtellte,
vom Oberſt herunter bis zum gemeinen Soldaten, für
gelieferten Proviant uſw. ſeit vielen Jahren jedes
Quar=
tal einen Scheck für Proviſion erhalten haben und wofür
der Herr Oberſt, ein Mann aus allererſter Familie, mit
6 Monaten Gefängnis beſtraft wurde.
Derartige faule und morſche Zuſtände ſind Gott ſei
Dank in Deutſchland undenkbar, zdenn unſere Offiziere
und Soldaten ſind vor allem Ehrenmänner und deshalbe
reichen auch unſere Milliarden viel weiter als in Eng=
land.
Engliſche Luftſchiffe nach Frankreich.
* (Ctr. Bln.) Dem Hannoverſchen Kurier wird aus
Rotterdam gemeldet, daß zwei engliſche
Luft=
ſchiffe den Kanal überflogen und längs der franzöſiſchen
Küſte den Weg nach dem engliſchen Hauptquartier in
Frankreich eingeſchlagen haben.
Die Engländer in Hegupten.
* Wien, 26. Sept. Die Politiſche Korreſpondenz
erfährt aus London über Holland: In unterrichteten
Krei=
ſen beſtätigt man, daß zwiſchen dem Vizekönig und
Abbas Paſcha und der engliſchen Regierung ein
ſcharfer Zwieſpalt entſtanden ſei. Zur Ueberraſchung
der Regierung habe Abbas Paſcha gegen das Vorgehen
der Engländer in Aegypten eine ſehr entſchiedene
Ein=
ſprache erhoben und ihnen das Recht beſtritten, dort nach
ihrem Gutdünken eine Mobiliſierung zu verfügen und
an=
dere einſchneidende Maßregeln zu treffen, wie es in den
letzten Wochen vorgekommen ſei. Selbſtverſtändlich ſei
an eine Rückkehr des in Konſtantinopel weilenden Abbas
Paſcha bis auf weiteres nicht zu denken.
Engliſche Lügenmeldungen.
* Berlin, 25. Sept. (W. T. B. Amtlich.) Aus
Brüſſel wird amtlich gemeldet: Die in auswärtigen
Blättern verbreiteten Nachrichten über einen
Meuchel=
mord bayeriſcher Truppen und Schlägereien
zwiſchen bayeriſchen und preußiſchen Truppen, ſowie das
Entkommen franzöſiſcher Gefangener ſind ſämtlich dreiſt
erfundene Lügen.
** Dieſer Proteſt gegen engliſche Lügenmeldungen
bezieht ſich auf einen Artikel der Times vom 21. September,
der nach einer uns zugegangenen privaten Mitteilung
in wörtlicher Ueberſetzung folgendermaßen lgutet:
„Oſtende, den 19. September 1914.
Aufrühreriſche Bayern.
Gefangene Franzoſen erlaubt zu entfliehen.
Erzählungen von Inſubordination bayeriſcher Soldaten
und Zuſammenſtöße mit preußiſchen Soldaten ſind ſo
zahl=
reich, daß es unmöglich iſt, dieſelben zu ignorieren. Viele
Vorkommniſſe in dieſer Beziehung wurden mir bereits
gemeldet, aber das merkwürdigſte jedoch wurde mir geſtern
von dem Brüſſeler Vertreter der Times berichtet.
Es handelt ſich um ſechs Züge gefangener Franzoſen
von Maubeuge, die abſichtlich von bayeriſchen Soldaten
frei gelaſſen wurden. Dieſe ſechs Züge wurden an einer
Stelle angehalten, wo die Bürger Brüſſels von der Straße
aus den gefangenen Franzoſen Zigaretten, Obſt uſw.
reichen konnten. Kurz darauf wurde einem Soldaten ein
Zivilrock überreicht, den er anzog und ſofort verſchwand.
Dieſes Beiſpiel fand Nachahmung. Die bayeriſchen
Sol=
daten nahmen nicht die geringſte Notiz davon, bis zuletzt
Wahrheit.
Nicht der Geiſt der ruhigen, bürgerlichen
Liebe der Verfaſſung und der Geſetze, ſondern
die verzehrende Flamme der höheren
Vater=
landsliebe, die die Nation als Hülle des
Ewigen umfaßt, ſoll uns regieren.
Fichte.
Draußen regnete es in Strömen. Die Bäume bogen
ſich im Wind. Wir gingen zum Eſſen. Mit einem Male
ſagte einer am Tiſch: „Unſere armen Truppen!‟ Da wollte
nichts mehr ſchmecken. Der wahnſinnige Widerſinn, daß
wir hier in aller Gemütsruhe unſere Suppe eſſen und
einſtweilen unſer Fleiſch und Blut niedergeſchoſſen wird,
ging leibhaftig durch die Stube. Was wird unſerer Seele
heute zugemutet! Und wir aßen doch; wahrhaftig! wir
aßen zu Ende. War es vielleicht nur ſo eine Rührſeligkeit
des Augenblicks, die uns raſch unſerer armen Helden
denken ließ, um nachher deſto beruhigter dem eigenen
Genuß uns hinzugeben, wie man ſich oft mit einem
gedankenloſen Vaterunſer gegen Gewiſſensbiſſe verſicherte?
Nein, nein! Es war ganz echt, was wir empfanden; aber
ebenſo echt war der Hunger, der geſtillt ſein wollte; und
daß beides wahr war und beides ſein Recht begehrte, das
war gerade der Widerſpruch, der erſchrecken machte.
In Friedenszeit geht es allerdings auch nicht anders
zu. Wir ſind nur gewöhnt, die Schrecken des Tages nicht
mehr zu ſehen. Auch da geht irgendwo ein Menſch
zu=
grunde, während du am Tiſch ſitzeſt, und kommt das
Un=
glück nicht bloß über ein einziges Haus. Man iſt
allmäh=
lich abgeſtumpft, weil man jeden Tag dasſelbe in der
Zeitung lieſt. Jetzt in Zeiten des Schießens und Feuerns
wird man ſich der Gemeinſamkeit viel raſcher bewußt. Die
Zeit fordert von dir, daß du im ganzen lebſt; das iſt gut.
Wir lernen hoffentlich auch für ſpätere Friedenszeit uns
mehr ins Ganze hineinzuſtellen und die Lebenskraft, die
zugleich ſchafft und zerſtört, in ihrer unfaßbaren Größe
nicht zu verſchleiern. Die Wahrheit iſt immer rätſelhaft
weil ſie größer iſt als unſer Hirn und Herz.
Iſt es gefühllos, wenn ich ſage: ich danke, daß wir
vor Wahrheiten geſtellt werden. Keiner unter uns hat
den Krieg heraufbeſchworen. Aber, nachdem er da iſt,
wollen wir ſeiner innerlich Herr werden, wie über jedes
andere Geſchick. Das tun wir, indem wir auch zu ihm
ſprechen: Du mußt uns ſagen, wenn du auch nicht magſt.
So unterliegen wir nicht, ſondern tragen ſittlichen Gewinn
davon. Ich ſehe ihn in der Erkenntnis, daß die reine
bürgerliche Ruhe, welche Geſetz und Verfaſſung hält, noch
nicht der höchſte Wert iſt. Sie muß nach ihren Wurzeln
gefragt werden. Wo ſie aus Selbſtſucht und bequemem
ſtechengeiſt herſtammt, iſt ſie ſchlecht, mag ihre Aeußerung
noch ſo angenehm und gerecht erſcheinen. Nur wenn ſie
von einem höheren Geiſt getragen wird, gewinnt ſie
ſitt=
liche Macht. Diefer „höhere Geiſt” iſt keine Redensart.
Man hat ihn nicht etwa auch jetzt erfunden, um die Maſſen
in einen Rauſch zu verſetzen. Er war immer da in den
Menſchen, die ihre Vaterlandsliebe nähren ließen nicht
vom Erwerb, nicht vom Verein, nicht vom Mund, ſondern
von einer glühenden inneren Flamme der Begeiſterung
über das, was eines Volkes Größe ausmacht. Sie wußten,
daß die Kraft eines Volkes im Verborgenen ruht und daß
hinter der Geſchichte unſeres Geſchlechts das Ewige nicht
ausgeſtorben iſt. Krieg iſt Revolution, die dem Geſetz
des Staates folgt und unter den Augen der Regierung vor
ſich geht. Er verletzt Geſetze, um Geſetzmäßigkeit zu
ſchaf=
fen; er hebt Ordnungen auf, um höhere Ordnungen zu
gründen. Er vertraut dem Volk das Gut des Staates an,
damit er dieſes Gut vor der Gefahr rette und ſeine
Heilig=
keit deſto unantaſtbarer werde. So ſteigt aus Kriegszeit
die Flamme der höheren Vaterlandsliebe unverzüglich
hoch; und es iſt Sünde, das mit einem Rauſch zu
ver=
gleichen, was aus der höchſten ſittlichen Begeiſterung
ent=
ſtammt. Frauenliebe und Männerfreundſchaft nähren ſich
auch von ewigen Wurzeln und ſind in ihren Wirkungen
unberechenbar; ſie verachten aber den, der ſie des Rauſches
bezichtigen wollte, weil ſie nur Ungeahntes ſchaffen und
vor nichts zurückſcheuen. Freilich muß unſer Herz viel
größer werden, um dieſe Wahrheiten zu erkennen, die wie
Narrheit ſcheinen, aber Segen ſtiften. Manchmal mag das
Herz faſt zerſpringen, weil ſeine Kammer zu winzig iſt,
um alle Widerſprüche zu bergen und ſie zu einigen. Dann
beſteht aber doch die frohe Gewißheit, daß der, der Laſten
trägt, der Wahrheit näher iſt als der, der ſie überhaupt
nicht anfaßt.
Gottfried Traub
(in der neueſten Nummer der Hilfe).
Auf den franzöſiſchen
Schlacht=
feldern.
C Tragiſche Epiſoden aus den Kämpfen an der
Marne erzählt Luigi Barzini im weiteren Verlauf ſeiner
Briefe, die im Corriere della Sera erſcheinen. Er hat am
12. September Chambry beſucht; die Spuren des Kampfes,
die er ſah, zeugten von der Erbitterung, mit der auf
beiden Seiten geſtritten wurde; ſie laſſen aber auch
deut=
lich erkennen, daß die deutſchen Truppen, wie es aus
un=
ſeren offiziellen Meldungen hervorging, angeſichts einer
Uebermacht in Ordnung zurückgenommen wurden. Der
Anblick der Toten löſt in dem Italiener ein Gefühl der
Achtung von der Ordnung und Diſziplin, in der die
deut=
ſchen Truppen kämpfen, aus. „Längs dem Rand der
Straße von Chambry” erzählt Barzini, „bietet ſich eine
Epiſode des Kampfes von Mann gegen Mann, die von
den Leichen erzählt wird. Eine Schar Deutſcher, die
ver=
einzelt geblieben war, hatte aus dem Straßenrand eine
Barrikade gemacht und unterhielt dort, zwiſchen den
bei=
den Straßenrändern eingegraben, ihr Feuer. Sie konnte
ſich nicht mehr zurückziehen. Sie leiſtete Widerſtand, ſo
lange ſie vermochte; der letzte franzöſiſche Tote liegt 3
Me=
ter von ihr entfernt. Dann ging der Sturm vorüber und
ſtreckte ſie zu Boden. Von Bajonettſtichen durchbohrt
lie=
gen die deutſchen Soldaten in einer Reihe in der
Verſchan=
zung. Verbogene Bajonette, zerſplitterte Gewehre
zeu=
gen von der Gewalt des wilden und verzweifelten
Kamp=
fes. Als erſter in der Reihe liegt der Sergeant, der ſie
führte. Es ſcheint, als ob er im Tode noch ſeine Befehle
gäbe. Eine andere Gruppe von Leichen ſchart ſich um
den Leichnam eines Offiziers. Der Rückzug wurde durch
das Opfer der aufeinander folgenden kleinen Trupps
ge=
deckt. Wie die Toten einander ähnlich ſind! Nur die
Uni=
form unterſcheidet ſie Franzoſen und Deutſche liegen gleich
am Boden, die Unterſchiede der Raſſen verſchwinden unter
der ſchrecklichen Maske des Todes. Es iſt eine Art
Brü=
derlichkeit unter den gefallenen Feinden. Jeder tote
Deutſche hat ſeinen Torniſter noch auf der Schulter, iſt
tadellos gekleidet, als ſei er zu einer Totenparade
ge=
rüſtet, und bildet mit der Gepäcktaſche eine quadratiſche
eigenartig eintönige Maſſe. Nichts geriet beim Fallen in
Nummer 266.
Darmſtätder Tagblatt, Sonntag, den 27. September 1914.
Seite 3.
die ſechs Züge leer waren. Die meiſten Gefangenen waren
noch in Uniform und verſteckten ſich in die benachbarten
Häuſer. Den gleichen Abend wurden auch dieſen
Gefan=
genen Zivilkleider überſandt. An einem Depot allein 400
Anzüge. Im ganzen ſchätzt man, daß über 8000
Ge=
fangene auf dieſe Weiſe entkamen.
Ich bezweifle nicht, daß dies die vollſte Wahrheit iſt,
und daß unter den bayeriſchen Soldaten die furchtbarſte
Inſubordination herrſcht. Einige weigerten ſich, auf einen
Aeroplan zu feuern, der über Brüſſel flog, und 400 dieſer
Bayern wurden ſpäter ohne Waffen unter preußiſcher
Be=
deckung durch die Straßen Brüſſels geführt. Die
Haupt=
urſache des Aufruhrs (abgeſehen von dem furchtbaren Haß
der Bayern gegen die Preußen) war die Beſchimpfung
preußiſcher Soldaten gegen die Königin der Belgier, die
eine bayeriſche Prinzeſſin iſt. Photographien Ihrer
Majeſtät ſollen mit beleidigenden Gemeinheiten behandelt
worden ſein.”
Die Gemeinheiten ſind lediglich auf ſeiten der Times
und ihrem verlogenen Vertreter.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 27. September.
* Verliehen wurde das Ehrenzeichen für Mitglieder
Freiwilliger Feuerwehren durch Entſchließung Sr. Königl.
Hoheit des Großherzogs dem Georg Hörr IV. zu
Reichelsheim i. O.
* Verſetzt haben Ihre Königl. Hoheit die
Groß=
herzogin den Bezirkskaſſier der Bezirkskaſſe Mainz III
Georg Philipp Ruhl zu Mainz in gleicher
Dienſteigen=
ſchaft an die Bezirkskaſſe Offenbach.
* Schwurgericht. Die Sitzungen des
Schwur=
gerichts beginnen am 28. September unter dem Vorſitz
des Großh. Landgerichtsrats v. Pfiſter (Stellvertreter
iſt Großh. Landgerichtsrat Müller) mit der
Verhand=
lung gegen Georg Otto Babel, Gelegenheitsarbeiter,
und Ludwig Kappes Fabrikarbeiter aus Darmſtadt,
wegen Raubes; Vertreter der Anklage iſt Staatsanwalt
Gauf, Verteidiger Dr. Fulda und Juſtizat Grünewald.
Dienstag, den 29. September, wird gegen den Schloſſer
Heinrich Martin Schlett von Mosbach wegen
Körper=
verletzung mit tödlichem Erfolg verhandelt (Gerichtsaſſeſſor
Dr. Langenbach, Rechtsanwalt Carnier II.). Am Freitag,
den 2. Oktober, und den folgenden Tagen wird gegen
den Bäckergeſellen Philipp Flörſch von Monzernheim,
wohnhaft in Hofheim, wegen Raubmordes verhandelt
(Oberſtaatsanwalt Dr. Schwarz, Rechtsanwalt Carnier I.).
Am Donnerstag, den 1. Oktober, wird gegen den
Stein=
hauer Joſeph Schopper von Angl in Niederbayern,
in Auerbach wohnhaft, wegen Mordverſuchs verhandelt
(Staatsanwalt Gauf, Juſtizrat Hallwachs).
* Zum Feldgeiſtlichen eruannt wurde, wie man
uns mitteilt, Herr Dr. Italiener, Rabbiner der
Iſraelitiſchen Religionsgemeinde hier, und hat ſich derſelbe
bereits vor 14 Tagen zu den Truppen begeben.
Ritter des Eiſernen Kreuzes. Das Eiſerne
Kreuz wurde verliehen Leutnant Karl Wagner, Feld=
Art.=Regt. Nr. 61, Oberleutnant und Bataillonsführer
Freiherrn v. Gall vom 29. Reſ.=Inf.=Regt., Dr. Otto
Röhm, Oberleutnant der Landwehr.
— Großh. Hoftheater. Heute abend geht zu
gewöhn=
lichen Preiſen Wagners „Fliegender Holländer”
unter Leitung von Hofrat Ottenheimer in Scene.. Die
Vorſtellung gehört der Serie A, der auch der erſte Abend
des „Fauſt”=Zyklus am Dienstag zufällt. Am Mittwoch
bleibt das Hoftheater geſchloſſen. Die nächſte Vorſtellung
der Serie B findet alſo erſt am Sonntag, den 4
Okto=
ber, ſtatt. Morgen, Montag, iſt als Volksvorſtellung
zu ermäßigten Preiſen Meyer=Förſters „Alt=
Heidel=
berg” in der bekannten Beſetzung angeſetzt.
— Krieg und Religion. Die Gemeindeglieder der
Paulusgemeinde werden es gern hören, daß Herr Pfarrer
Rückert ſeine am Sonntag, den 20., gehaltene Predigt
über Math. 10, 34—39 auf vielfachen Wunſch dem Druck
übergeben hat und dieſelbe nun im Verlag von Johs.
Waitz, Hofbuchhandlung, erſchienen iſt. (Preis 20 Pfg.)
Das Thema: „Krieg und Religion” wird nicht nur die
Hörer dieſer Predigt intereſſieren, ſondern in dieſer
ernſten Zeit jeden denkenden Menſchen, auch unſere
tapferen Krieger im Felde.
— Vortrag Traub. Am Dienſtag, den 29.
Septem=
ber wird der als hervorragender und geiſtvoller Redner
bekannte Pfarrer D. Gottfried Traub aus Dortmund
ſeinen berühmten Vortrag „Wie erleben wir den Krieg?”
halten, der in anderen Städten, ſo auch in Frankfurt,
begeiſterten Widerhall gefunden hat. Der Beſuch ſei
da=
her auf das Wärmſte empfohlen, zumal der geſamte
Er=
trag dem Roten Kreuz und der Kriegsfürſorge der Stadt
Darmſtadt zu gleichen Teilen zugute kommen ſoll. Der
Vortrag findet in der Turnhalle am Woogsplatz ſtatt
und beginnt um 8¼ Uhr abends.
Unſere Flotte und der Krieg. Ueber dieſes
Thema wird auf Veranlaſſung des
Gartenbau=
vereins Darmſtadt deſſen Vorſtandsmitglied, Herr
Konter=Admiral Weſtphal zu Traiſa am Donnerstag,
den 1. Okrober, abends 8 Uhr, im Kaiſerſaal einen
Vor=
trag mit Lichtbildern halten. Da gerade in der jetzigen
Kriegszeit der Gegenſtand des Vortrags allgemeines
Intereſſe in allen Kreiſen erregen dürfte, ſo hat ſich der
Verein entſchloſſen, ihn einem größeren Zuhörerkreis
zu=
gänglich zu machen. Es werden deshalb an
Nichtmit=
glieder Eintrittskarten zu 50 Pfg., an Schüler und
Schülerinnen zu 30 Pfg. abgegeben. Der Erlös ſoll ohne
Abzug der Unkoſten dem Städtiſchen Hilfsfonds
zu=
fließen, aus dem die in Not geratenen Angehörigen der
hieſigen Kriegsteilnehmer unterſtützt werden.
gs. Schwerer Unfall. Geſtern vormittag fiel an
dem Neubau der Deutſchen Bank ein Zimmermann vom
Gerüſt ſo unglücklich, daß er ſich innere Verletzungen und
Quetſchwunden am Kopfe zuzog. Er mußte mittels
Kranken=
kraftwagens von der Rettungswache in das Städtiſche
Krankenhaus verbracht werden.
Heſſiſche Eiſenbahn=Aktien=Geſellſchaft.
g- Die Heag hielt geſtern nachmittag im Stadthaus
unter dem Vorſitz des Vorſitzenden vom Aufſichtsrat,
Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing, die dritte ordentliche
Generalverſammlung ab. Dem Geſchäftsbericht des
Vor=
ſtandes über das Geſchäftsjahr 1913/14 entnehmen wir
folgendes:
Das Ergebnis des zweiten Geſchäftsjahres iſt im
all=
gemeinen als ein günſtiges zu bezeichnen. Durch den
Ausbau der elektriſchen Straßenbahnen innerhalb der
Stadt Darmſtadt ſind neue Gebiete erſchloſſen, deren
Zu=
bringerverkehr günſtig auf den Verkehr der Hauptlinien
einwirkte. Fahrgäſte aus ſolchen Stadtteilen, die bisher
die Hälfte ihres Weges zu Fuß zurücklegen mußten und
für die Fortſetzung bisher die Straßenbahn nicht
benutz=
ten, befahren jetzt die ganze Strecke und haben zu der
Er=
höhung der Einnahmen bedeutend beigetragen. Der
Mehrüberſchuß gegenüber dem Vorjahre beträgt daher
auch etwa 15 Prozent.
Die Einnahmen der Dampfbahn ſind um etwa
7 Prozent zurückgegangen, da die über dieſelben Gleiſe in
der Heidelberger Straße geführten elektriſchen Wagen den
Stadtverkehr ſaſt vollſtändig aufnehmen. Durch
Ver=
minderung der Betriebsausgaben konnte
jedoch ein Mehrüberſchuß dem Vorjahre gegenüber erzielt
werden.
Die Stromabgabe aus den
Elektrizitäts=
werken iſt durch die Herabſetzung des Strompreiſes für
elektriſches Licht von 70 auf 50 Pfg. für die Kilowattſtunde
vom 1 April 1912 ab, durch die Einführung im Betrieb
billigerer Glühlampen und durch den Anſchluß mehrerer
Großkonſumenten innerhalb Darmſtadts erheblich
ge=
ſtiegen. Am 23. Dezember 1913 wurde die erſte
Hoch=
ſpannungsfreileitung bis Groß=Umſtadt fertiggeſtellt und
am Ende des Geſchätfsjahres die Ortsnetze Groß=Umſtadt,
Habitzheim, Georgenhauſen, Zeilhard. Roßdorf und
Gun=
dernhauſen in Betrieb genommen. Eine größere
Strom=
entnahme aus den Ueberlandleitungen wird daher erſt
im nächſten Geſchäftsjahre zu erwarten ſein. Das
bishe=
rige Ergebnis der Fernverſorgung iſt immerhin den
Er=
wartungen entſprechend als günſtig zu bezeichnen. Trotz
des günſtigen Abſchluſſes, wie aus der Gewinn= und
Verluſtrechnung erſichtlich, iſt von der Verteilung einer
höheren Dividende dem Vorjahre gegenüber abgeſehen
und vielmehr eine Herabſetzung des
Stromprei=
ſesvon 50 auf 45 Pfg. für die Kilowattſtunde
inner=
halb der Gemarkung Darmſtadt vom 1. Oktober 1914 ab
vom Aufſichtsrat beſchloſſen worden.
Am 1. Dezember 1913 verſtarb unſer
Aufſichtsratsmit=
glied Herr Geheime Baurat Rötelmann im Alter von 67
Jahren. Derſelbe war Mitbegründer unſerer Geſellſchaft
und ein eifriger Förderer des Ausbaues des
Straßen=
bahnnetzes innerhalb der Stadt Darmſtadt und nach den
Vororten. Seine Unterſtützung bei unſeren Arbeiten wird
in dauernder Erinnerung bleiben.
Das Aktienkapital beträgt 4 Millionen. Von der
erſten Anleihe mit 5 Millionen ſtanden Ultimo März 1914
noch 2800000 Mark zur Verfügung. Für den Ausbau
der elektriſchen Straßenbahnen nach den Vororten und
die Fortführung der Fernleitungen in der Provinz
Starkenburg werden weitere Mittel erforderlich. Der
Auf=
nahme einer zweiten Anleihe im Betrage von 6
Millio=
nen iſt daher nähergetreten und ſolche vom Großh.
Staats=
miniſterium bereits genehmigt worden. Die
Anlagekapi=
talien ſetzen ſich am Schluſſe des Berichtsjahres wie folgt
zuſammen: Elektriſche Straßenbahn 1952385,46 Mk.,
Dampfbahn 1058 434,65 Mk., Elektrizitätswerke 4 518 494,69
Mark. Die konzeſſionsmäßigen Erneuerungsfonds betragen
am 31. März 1914: Elektriſche Straßenbahn 405 329,87 Mk.,
Dampfbahn 245 149,42 Mk., der Erneuerungsfonds der
Elektrizitätswerke 252723 Mk. Die konzeſſionsmäßigen
Reſervefonds betragen am 31. März 1914: Elektriſche
Straßenbahn 19982,20 Mk., Dampfbahn 11097,30 Mk.
Die Gewinn= und Verluſtrechnung ſieht
vor: Rücklage in die Erneuerungsfonds der Bahnen
50010,58 Mk., Rücklage in den Erneuerungsfonds der
Elektriſchen Werke 150000 Mk., Obligationszinſen 200000
Mark, Talonſteuer 1000 Mk., Abſchreibung Disagio 20000
Mark, Reingewinn 311 680,39 Mk., Summa 732690,97 Mk.
Gewinnverteilung: 1. 5 Prozent an den
geſetz=
lichen Reſervefonds 15584,02 Mk., 2. 4 Prozent Dividende
160000 Mk., 3. 6 Prozent Tantiemen an den
Aufſichts=
rat 8165,78 Mk., zur Verfügung der Generalverſammlung
127930,59 Mk., Summa 311 680,39 Mk. Die Verwendung
des zur Verfügung der Generalverſammlung ſtehenden
Betrages von 120 918,72 Mk. wird wie folgt vorgeſchlagen:
Prozent Superdividende 20000 Mk, Vortrag auf neue
Rechnung 107930,59 Mk. Summa 127930,59 Mk.
An Betriebsmitteln ſind vorhanden bei der
Straßen=
bahn: 49 Motorwagen, 16 Anhängewagen, 2 Salzwagen,
bei der Dampfbahn: 8 Lokomotiven, 40 Perſonenwagen,
2 Güterwagen, 1 Bahnmeiſterwagen. Die Elektriſche Bahn
hatte an Betriebs=Einnahmen zu verzeichnen 659 546,43
Mark, ab Fahrkartenſteuer 996,30 Mk., mithin 658 550,13
Mark. Durchſchnittliche Betriebslänge 16,16 Kilometer.
Einnahme für 1 Kilometer Betriebslänge 40751,86 Mk.
Triebwagen 1721,003 Kilometer (2 Anhängewagen — 1
Triebwagen=Kilometer). Gefahrene Rechnungskilometer
1717.836 Kilometer. Einnahme für 1 Rechnungskilometer
38,13 Pfg. Beförderte Perſonen 6927840. Die
Betriebs=Ausgaben betrugen insgeſamt 445846,16 Mk.
Bei einer Betriebslänge von 16,16 Kilometern — 2 758950
für 1 Kilometer. Bei 1717836 gefahrenen
Rechnungskilo=
metern 25,83 Pfg. für 1 Rechnungskilometer. (2
Anhänge=
wagen=Kilometer — 1 Triebwagen=Kilometer.
Die Dampfbahn hatte an Betriebseinnahmen
Geſamt=
einnahme 293 470,51 Mk., ab Fahrkartenſteuer 786,39 Mk.,
mithin 292 684,21 Mk. Betriebslänge 17,40 Kilometer,
Einnahme für 1 Kilometer Betriebslänge 16820,93 Mk.,
geleiſtete Nutzkilometer 255864, Einnahme für 1
Nutzkilo=
meter 1,144 Mk. Die Betriebsausgaben betrugen 176 967,02
Mark. Bei einer Betriebslänge von 17,40 Kilometern
— 10 170,50 für 1 Kilometer, bei 255864 gefahrenen
Nutzkilometern 69,13 Pfg. für 1 Kilometer.
Der Erneuerungsfonds der elektriſchen Straßenbahn
hatte einen Beſtand am 1. April 1913 von 358 312,77 Mk.,
am 31. März 1914 von 405 329,87 Mk., der Reſervefonds
der Elektriſchen Straßenbahn einen Beſtand am 1. April
1913 von 19 215,86 Mk., am 31. März 1914 von 19982,20
Mark, der Erneuerungsfonds der Dampfbahn einen
Be=
ſtand am 1. April 1913 von 219 285,91 Mk., am 31. März
1914 von 245 149,42 Mk., der Reſervefonds der Dampfbahn
hatte einen Beſtand am 1. April 1913 von 10707,75 Mk.,
am 31. März 1914 von 11097,30 Mk.
Elektrizitätswerke. Im abgelaufenen
Ge=
ſchäftsjahr konnte der vom Aufſichtsrat genehmigte
Aus=
bau der Fernleitungen derart gefördert werden,
daß bereits am 23. Dezember 1913 das nach Nieder=
Ram=
ſtadt führende 20000 Volt=Hochſpannungskabel und die wei‟
tergeführten Freileitungen nach Groß=Umſtadt in Betrieb
Unordnung. Gürtel, Patrbnentaſche, Degenſcheide,
Aus=
rüſtungsſtücke aller Art, zuſammengerollte Decken,
Zelt=
leinwand, alles grau und an Ort und Stelle zurechtgelegt,
zugeſchnallt oder geſchnürt, ſcheint unzertrennlich zum
Körper zu gehören. Nicht einmal der mit einer Hülle
be=
deckte Sturmhelm fiel herab oder trennte ſich vom Haupte.
Man gewinnt nicht den Eindruck eines
zuſammengebro=
chenen Heeres. Während die toten Franzoſen die
un=
widerſtehliche Wut des Angriffes verraten, zeugen die
to=
ten Deutſchen von Ordnung und Diſziplin. Das deutſche
Heer iſt zurückgegangen, hat aber keine Niederlage erlitten.
Da es den Angriffen nicht ſtandhalten konnte, zog es ſich
eilig, aber ohne Verwirrung zurück. Es hat ſich vom
Feinde losgelöſt. Die Deutſchen mußten auch Verwundete
zurücklaſſen, aber zu ihrer Pflege blieben gleichzeitig
ganze Abteilungen des Sanitätskorps. Die Franzoſen
machen die Verwundeten nebſt ihren Aerzten und
Apo=
thekern, die Rang und Autorität behalten, zu Gefangenen.
Das alles bildet eine kleine deutſche Organiſation, die
inmitten des franzöſiſchen Heeres mechaniſch zu wirken
fortfährt mit ihrem ſtrengen Grüßen, ihren Befehlen,
ab=
geſchloſſen und ungeſtört, als wäre nichts weiter geſchehen.
Der Rückzug ging unter dem Schutze großer
Artilleriege=
ſchütze, die in der Nachhut aufgeſtellt waren, vonſtatten.
Dadurch iſt eine geſchloſſene Verfolgung, auch das
Vor=
tücken einer verfolgenden Kavallerie unmöglich. Man
muß mit Geduld manövrieren, die Batterien umkreiſen
und ſie aus ihren Stellungen treiben. Die deutſche
In=
fanterie läßt ſich nie einholen. Wohl löſen ſich kleine
Teile von den deutſchen Reihen los, kleine Gruppen
laſ=
ſen ſich aufgreifen, aber der ganze Heereskörper bleibt
da=
bei unverſehrt
— Bei den deutſchen Gefangenen in Alderſhot. In
der hochgelegenen Gegend, etwa 5 Kilometer von dem
Dorfe Frimley, liegt ein breites Plateau, bedeckt mit
Ge=
ſtrüpp und eingerahmt von einzelnen Gruppen hoher
Tan=
nen und Kiefern. Mehr als 16 Hektar dieſes Landes ſind
von dem Dickicht gereinigt und in zwei Lager aufgeteilt
worden. In dem einen dieſer Lager befinden ſich
bür=
gerliche Kriegsgefangene, die man in England
zurückgehal=
ten hat; in dem anderen haben die deutſchen Soldaten
Aufnahme gefunden, die auf dem Schlachtfelde (vermutlich
im Kampfe mit den Franzoſen) gefangen genommen
wur=
den. Einen Beſuch bei dieſen gefangenen deutſchen
Sol=
daten ſchildert ein Mitarbeiter der Times. „Zu der
friedlichen, idylliſchen Umgebung ſtehen die Uniformen
in einem merkwürdigen Gegenſatz, und die Geſtalten der
Krieger, die ſich hier auf und ab bewegen, erſcheinen faſt
un=
wirklich in dieſer Stille der Natur. Jeden Tag erhalten
die Gefangenen Brot und Fleiſch. Sie holen ſich ſelbſt
ihr Waſſer aus einer Anzahl von Ziſternen und ſammeln
ſich ſelbſt das Holz für ihre Feuer. Außer dieſen
Beſchäf=
tigungen haben ſie nichts zu tun, und ſie ſcheinen ſich
da=
bei recht wohl zu fühlen, ſoweit die Beobachtung von
einem Punkt, ſo nah als die offizielle Genehmigung und
der Drahtzaun das geſtatten, dies feſtſtellen läßt. An
einer Stelle gibt die Abſperrung dem Publikum die
Mög=
lichkeit, bis zu 50 Meter an die Lager heranzukommen,
und davon machen viele Gebrauch. Den ganzen
Nach=
mittag hindurch konnte man Dutzende von Leuten ſehen,
die den langen Hügel bis zu der Einfriedung
empor=
ſtiegen. Die Zahl der Automobile, die unten auf die
Be=
ſucher warteten, erweckte den Anſchein, als ſei Renntag.
Viele Leute kamen auch zu Fuß, andere hatten Räder
be=
nutzt, und alle wollten die deutſchen Soldaten ſehen. Die
Deutſchen zeigten nicht den geringſten Unwillen darüber,
daß ſie ſo angeſtarrt werden. Sie ſtehen in Gruppen
hin=
ter dem Draht und blicken auf die Beſucher mit einer
Miene beluſtigter Duldung. Alle Soldaten tragen die
graue Uniform, und herrſcht hier Einförmigkeit, ſo herrſcht
deſto größere Mannigfaltigkeit in ihren Kofbedeckungen.
Jede nur mögliche Form iſt da zu ſehen. Einige erinnern
an die Soldaten auf den alten Bildern von Waterloo
andere ſehen wieder ſo aus wie die kegelförmigen Mützen,
die von den kanadiſchen Jägern getragen werden. Da
gibt es Tſchakos, Mützen und Helme; der Helm eines
Offiziers war ohne die Schutzhülle von Tuch, die auf den
meiſten zu ſehen iſt. Es war ein wahres Wunder. Ein
Ding von Schwarz und Gold, das im Sonnenlicht
leuch=
tete und blitzte. Stets, wenn dieſer Ofizier in den
Ge=
ſichtskreis der Zuſchauer kam, dann lief ein Gemurmel
durch die Reihen, und die anweſenden Damen machten
gewöhnlich die Bemerkung: „Ah, das iſt zweifellos ein
Ulan.” Soweit man das beurteilen kann, ſind dieſe
gefan=
genen Soldaten alles Leute von kräftigem Körperbau,
viele von ihnen ſind ungewöhnlich groß, doch iſt
wenig=
ſtens ein kleiner unter ihnen. Ich ſah ihn geſtern. Sein
Haar war ſtrohgelb, ſein Geſicht bartlos. Die ungewohnte
Umgebung, in der er ſich befand, brachte ihn nicht im
ge=
ringſten aus ſeiner Ruhe, ſondern er wuſch gleichmütig
ſein Hemd. Die bürgerlichen Gefangenen ſind nicht ſo
ruhig, ſondern ſie vertreiben ſich auf alle mögliche Weiſe
die langweiligen Stunden der Gefangenſchaft. Heute
hatten ſie einen improviſierten Boxkampf. und ſonſt iſt
Bockſpringen eine beliebte Unterhaltung. Das Lager ſelbſt
hinter dem ewigen Drahtzaun beſteht aus einer großen
Anzahl von weißen Zelten und Wellblechbauten.
gibt es Küchen und Waſchplätze, und nachts erfolgt die
Beleuchtung durch Bogenlampen, die von hohen Pfählen
ihr Licht herniedergießen. Zwiſchen den Drahtzäunen,
in denen es zwei 10 Fuß hohe gibt, marſchieren
Schild=
wachen mit gefällten Bajonetten auf und ab. Es ſind
etwa 900 Soldaten in dem Lager und beträchtlich mehr
Ziviliſten.”
* Der jüngſte Inhaber des Eiſernen Kreuzes dürfte
nach der Norddeutſchen Allg. Zeitung der Fähnrich
Gün=
ther Paulus ſein, der noch nicht 16 Jahre alt iſt. Der
junge Krieger hat bereits 2 Schlachten und 3 kleinere
Ge=
fechte mitgemacht, bei deren einer er ſich durch Tapferkeit
beſonders auszeichnete. Paulus befindet ſich zur Zeit im
Lazarett in Wiesbaden.
** Die auf ski. Wie uns mitgeteilt wird, werden
von unkundigen Leuten Träger ſolcher Namen, die
auf ski endigen, fälſchlicher Weiſe für Ruſſen gehalten.
Dies beruht, wie geſagt, auf Unkenntnis und iſt töricht.
Die Träger ſolcher Namen, meiſtens Adlige, entſtammen
der Provinz Poſen; es ſind gute Deutſche. Zahlreiche
Offiziere in unſerer deutſchen Armee tragen ſolche Namen.
* Die Schlachtentoilette von Paris. Im Corriere
della Sera ſchreibt Luigi Barzini über die
Verteidig=
ungsvorbereitungen in Paris: „Was die
Pa=
riſer am meiſten beſtaunen, das ſind die neuerrichteten
Verteidigungswerke im Stadtbild. Das riecht nach
Pul=
verdampf. Das iſt der Krieg auf der Schwelle des Hauſes.
Zu vielen Wohnungen muß man über Barrikaden und
Sandſäcke klettern. Die Straßenbahnen zirkulieren
zwi=
ſchen Reihen, auf deren Höhen Kinder ſpielen.
Schau=
luſtige durchwandern in Trupps die Stadt und rufen: Sie
ſollen nur kommen! Wo es nicht weiter geht, ſtaut ſich die
Menge vor den Barrieren, und ſobald eine Exploſion
er=
folgt, jubelt alles: C’est le canon! Stolz, den
Kanonen=
donner zu hören. Aber es iſt keine Kanone. Es werden
einfach Häuſer in gefährdeten Rayons mit Dynamit in
die Luft geſprengt. Ganze Zonen verſchwinden ſo vom
Erdboden, wie ein Schiffsdeck einſinkt und ins Waſſer
taucht. Tauſende von Heimſtätten werden vom Erdboden
raſiert, eine Welt fällt in Trümmer zuſammen. Eine Wüſte
breitet ſich aus. Der Sturmwind fährt über die Stadt,
die Kriegsfurie. Paris macht ſeine Schlachtentoilette.”
* „Verlor zwei Stiefel und einen Strumpf ‟
Gene=
ral Rennenkampfs Stiefel ſind gegenwärtig in Königsberg
in einem Schaufenſter auf dem Steindamm gegenüber der
Steindammer Kirche ausgeſtellt. Wie eine Aufſchrift an
dem Schaufenſter beſagt, hat der ruſſiſche Gencral die
Stiefel — es ſind hohe Stulpſtiefel beſter Arbeit — in
Gumbinnen auf der Flucht hinterlaſſen.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 27. September 1914.
Nummer 266.
genommen wurden. Ebenfalls wurde das 20000 Volt=
Kabel vom Elektrizitätswerk II nach Eberſtadt verlegt
und für das Umformerwerk der Straßenbahn in Eberſtadt
in Betrieb genommen. Die mit 6000 Volt betriebenen
Freileitungen von Groß=Umſtadt nach Altheim, Semd,
Klein=Zimmern, von Georgenhauſen nach Gundernhauſen,
Roßdorf und von Fürth nach Schlierbach und Lindenfels
wurden fertiggeſtellt und zum Teil dem Betriebe
über=
geben. Die Ueberführungs= bezw. Verteilungsſtationen
in Nieder=Ramſtadt, Ober=Ramſtadt, Georgenhauſen,
Habitzheim, Groß=Umſtadt, Roßdorf, Gundernhauſen und
Lindenfels und die Ortsnetze Groß=Umſtadt, Habitzheim,
Roßdorf, Gundernhauſen und Lindenfels wurden in
Be=
trieb geſetzt. Weitere 20000 Volt=Freileitungen von Ober=
Ramſtadt über Gadernheim nach Heppenheim, von
Darm=
ſtadt nach Weiterſtadt, Wixhauſen, Braunshardt, von
Alt=
heim nach Münſter und von Habitzheim nach Lengfeld
und die anſchließenden 6000 Volt=Freileitungen mit den
dazugehörigen Transformatoren= und Schaltſtationen,
ſo=
wie etwa 20 Ortsnetze ſind im Bau begriffen. Bis zum
31. März 1914 wurde mit 81 Gemeinden der vom Großh.
Miniſterium genehmigte ſogen. Normalſtromlieferungsver
trag abgeſchloſſen. Die beiden Elektrizitätswerke Ober=
Ramſtadt und Spachbrücken wurden erworben. Der
Be=
trieb der Elektrizitätswerke vollzog ſich im abgelaufenen
Geſchäftsjahre ohne Störungen. Von den erzeugten
6 405019 Kwſt. wurden an das Kabelnetz 5816 297 Kwſt.
abgegeben. Der Eigenverbrauch betrug demnach 588 722
Kilowattſtunden. An die Abnehmer wurden abgegeber
4979327 Kwſt. Der Verluſt in den Drehſtrom=
Gleich=
ſtromumformern, in den Transformatoren und im
Lei=
tungsnetz betrug demnach 836970 Kwſt. oder 14 Prozent
der an das Kabelnetz abgegebenen Energie. Am Schlutz
des Geſchäftsjahres waren an das E eltrizitätswerk
an=
geſchloſſen: 25 Transformatoren mit einer Geſamtleiſtung
von 1265 K.V. A. Von den Transformatoren bezw.
Dreh=
ſtrom=Gleichſtromumformern wurden mit Strom verſorgt:
1. 75 470 Glühlampen mit 3346,4 Kwſt., 2. 982
Bogenlam=
pen mit 455,7 Kwſt., 3. 1760 Motoren mit 2090,5 Kwſt.,
4. Staatsbahn mit 2685,7 Kwſt., 5. Straßenbahn mit 2479,6
Kwſt., 6. Eigenverbrauch mit 301,6 Kwſt.,
Geſamtanſchluß=
wert der Elektrizitätswerke 11359,5 Kwſt.
Betriebs=Einnahme. Einnahme für Licht
349671,99 Mk., für Kraft 374 799,76 Mk., für Zählermiete
24803,69 Mk., für Straßenbahn 120 316,—, für Pacht und
Miete 6805,95 Mk., für Inſtallation 86 207,10 Mk., für
Kabelzinſen 3176,65 Mk., ſonſtige Einnahmen 317,09 Mk.,
zuſammen 966 098,23 Mk., ab Stromrabatt 11357,36 Mk.
Summa 954 740,87 Mk. Abgegebene Kilowattſtunden
5816 297, Einnahme für 1 Kilowattſtunde 16,42 Pfg.
Die Betriebsausgaben betrugen 746559,98 Mk. Nutzbar
abgegebene Kilowattſtunden 5816 297, demnach Ausgabe
für die nutzbar abgegebene Kilowattſtunde 11,12 Pfg.
Her=
geſtellte Kilowattſtunden 6 405019, für die hergeſtellte
Kilo=
wattſtunde 11,66 Pfg.
Gegen den Geſchäftsbericht, ſowie die aufgeſtellte
Bi=
lanz und Gewinn= und Verluſtrechnung hat der
Aufſichts=
rat nichts einzuwenden und iſt damit einverſtanden.
Der Geſchäftsbericht wird, da Einwendungen nicht
er=
hoben werden, genehmigt, ebenſo die Bilanz und
Ge=
winn= und Verluſtrechnung für 1913/14. Dem Vorſtand
und Aufſichtsrat wird Entlaſtung erteilt. Für das
ver=
ſtorbene Aufſichsratsmitglied Geh. Baurat Rötelmann
wird Herr Eiſenbahndirektor Nettel=Mannheim in den
Aufſichtsrat gewählt, ebenſo wird Herr Eiſenbahndirektor
Nettel als Rechnungsprüfer gewählt. Damit war die
Tagesordnung erledigt.
Die Süddeutſche Eiſenbahn=Aktiengeſellſchaft
hielt am Vormittag im Verwaltungsgebäude der
Geſell=
ſchaft in der Neckarſtraße ihre 21.ordentliche
Gene=
ralverſammlung unter dem Vorſitz des Vorſitzenden
des Verwaltungsrates, Hugo Stinnes=Mülheim
(Ruhr), ab. Es waren 8 Aktionäre mit 6375 Stimmen
ver=
treten. Der Bericht der Direktion und des Aufſichtsrats
über das Ergebnis des abgelaufenen Geſchäftsjahres,
ſo=
wie die Bilanz und Gewinn= und Verluſtrechnung wurden
genehmigt. Danach wurde die Verteilung einer Dividende
von 6½ Prozent auf das voll eingezahlte Aktienkapital
von 26 Millionen Mark, ſowie die Tantiemen mnit 75 520
Mark an den Aufſichtsrat und 29866 Mark an die
Direk=
tion gutgeheißen. Vorſtand und Aufſichtsrat wurde Ent=
Ludwig Wüllner=Abend.
W. Der Richard Wagner=Verein veranſtaltete
geſtern abend vor vollbeſetztem Saale in der
Turnge=
meinde einen Ludwig Wüllner=Abend, der Zahl nach den
zehnten. Dr. Ludwig Wüllner iſt, wenn das
Locken=
haar ſeines charakteriſtiſchen Kopfes auch ergraut iſt, im
Herzen ein Jüngling geblieben, er hat nichts von ſeinem
hinreißenden Temperament und der Gewalt und der Seele
ſeines Vortrags eingebüßt und reißt ſeine Zuhörer durch
die faſzinierende Macht ſeiner Perſönlichkeit mit ſich fort.
Iſt er uns als Sänger auch längſt bekannt, ſo muß man
doch wieder die glänzende Beherrſchung ſeines Organs
und die geradezu vorbildliche techniſche Behandlung und
die ſeeliſche Gewalt ſeines Vortrags bewundern. Er
ſang im ganzen 7 Lieder von Franz Schubert, Robert
Schumann, Theodor Streicher, Arnold Mendelsſohn,
Fritz Jürgens und Hugo Wolf, von denen er das am
meiſten zündende Soldatenlied „Der Geworbene” von
Fritz Jürgens wiederholte.
Zu noch geſteigerter Wirkung gelangt Wüllners
künſt=
leriſche Eigenart in ſeinen Rezitationen, in denen ſich
die ganze Seele ſeiner Vortragskunſt reſtlos entfaltet
Ihn gehört zu haben, iſt ein inneres Erlebnis, es zu
be=
ſchreiben ſchwer. Die vier Rezitationen „Die Schlacht”
von Friedrich Schiller, „Cincinnatus” und „Schrei:
wär’ es doch!” von Detlev von Liliencron, und „O mein
Vaterland” von Gerhart Hauptmann machten die
Zuhö=
rer vor Schauer förmlich erbeben. Das mit hinreißender
Gewalt des Pathos und ſeeliſcher Inbruſt vorgetragene,
auf den gegenwärtigen Krieg bezügliche Gedicht von
Ger=
hart Hauptmann ergriff die Zuhörer bis ins innerſte
Mark und hinterließ einen allen unvergeßlichen Eindruck
Den Beſchluß machte das Melodram: „Hektors
Beſtat=
tung”. Aus dem 24. Geſang von Homers „Ilias”
über=
ſetzt von Johann Heinrich Voß. Mit begleitender Muſik
von Botho Sigwart, in dem ſich Wüllner als
unüber=
trefflicher Vortragskünſtler bewährte, der das geſprochene
Wort der Muſik in bewundernswerter Weiſe anzupaſſen
weiß. Der Vortrag dieſes Geſangs aus den Homeriſchen
Heldengedichten, an denen in den Schulen ſo viel
geſün=
digt wird, war wie eine Offenbarung, und mit
wachſen=
dem Staunen und Bewunderung horchte man auf dieſe
nie gehörten und nie geahnten Töne, die aus der
Homeri=
ſchen Heldenwelt herüberklangen wie der erſchütternde
Geſang kunſtbegeiſterter und vortragsgewaltiger
Rhapſoden.
Dr. Wüllner erntete begeiſterten Beifall. Die
Klavierbegleitung lag bei Herrn Coenrad V. Bos in
berufenen Händen.
laſtung erteilt. Ohne Debatte genehmigt wurde der Ver
trag des Verkauſs der Lokalbahn Karlsruhe-
Durmers=
heim-Spöck (nebſt Abzweigung von Grünwinkel nach
Daxlanden) an die Stadt Karlsruhe; zugleich wurde die
vorgeſchlagene entſprechende Statutenänderung genehmigt.
Infolge der Niederlegung ihres Amtes als
Aufſichtsrats=
mitglieder mußten für die Herren Bachſtein und Landrat
v. Einern Neuwahlen erfolgen. Es wurden neugewählt
Gutsbeſitzer Joh. Terboven=Trillendorf (Kreis Eſſen)
und Landrat Dr. jur. Brandt=Eſſen. Wiedergewählt
wur=
den die ſtatutengemäß ausſcheidenden Herren Geheimrat
Holle und Geheimrat Gillhauſen.
Die Forts ſüdlich Verdun
zum Schweigengebracht
* Großes Hauptquartier, 26. Sept.
abends. (W. T. B. Amtlich.) Der Feind
hat unter Ausnutzung der Eiſenbahn
einen weit ausholenden Vorſtoß
gegen die äußerſte rechte Flanke des
deutſchen Heeres eingeleitet.
Ein=
hierbei auf Bapaume vorgehende
fran=
zöſiſche Diviſion iſt von
ſchwä=
cheren deutſchen Kräften
zurück=
geworfen worden.
Auch ſonſt iſt der Vorſtoß zum Stehen
gebracht.
In der Mitte der Schlachtfront ging
uuſer Angriff an einzelnen Stellen
vorwärts.
Die angegriffenen Sperrforts
ſüdlich Verdun haben ihr Feuer
eingeſtellt.
Unſere Artillerie ſteht nunmehr im
Kampfe mit Kräften, die der Feind auf
dem weſtlichen Maasufer in Stellung
brachte.
Auf den übrigen Kriegsſchauplätzen
iſt die Lage unverändert.
Nachdem geſtern gemeldet werden konnte, daß das
Fort Camp des Romains gefallen iſt, kommt jetzt die
Kunde, daß auch die übrigen angegriffenen Forts ihr
Feuer eingeſtellt haben. Die Wirkung der deutſchen
Be=
lagerungsgeſchütze läßt an Schnelligkeit nichts zu
wün=
ſchen übrig. Die Beſchießung dürfte nur drei Tage
ge=
währt haben. Die Forts, die nun zum Schweigen
ge=
bracht wurden, ſind Troyon, Les Paroches und Liouville;
Paroches liegt auf dem weſtlichen Maasufer, die beiden
anderen auf dem öſtlichen. Die übrigen nicht erwähnten
Forts, mit Ausnahme von zweien im Norden von Toul,
gehören zum unmittelbaren Feſtungsring. Ihr Schickſal
iſt mit dem der beiden Feſtungen Toul und Verdun
ver=
knüpft. Unſer Heer hat jetzt eine etwa 35 Kilometer breite
Einfallſtraße ſich erzwungen. Dieſe Erkenntnis erklärt
auch den verzweifelten Umgehungsverſuch der
Franzo=
ſen auf dem rechten äußerſten deutſchen Flügel, der auch
mit einem Mißerfolg endete.
* Paris, 26. Sept. Ein um 11 Uhr abends
ver=
öffentlichtes amtliches Communiqué lautet: 1. Auf
unſerem linken Flügel in der Gegend nördlich von Noyon
hatten unſere Vortruppen gegen überlegene feindliche
Streitkräfte einen Mißerfolg. Sie wurden vormittags
gezwungen, etwas zurückzugehen. Als indeſſen neue
Kräfte hinzugezogen wurden, nahmen dieſe Vortruppen den
Kampf wieder auf. Die Schlacht in dieſer Gegend nimmt
einen beſonders heftigen Charakter an. 2. Im
Zentrum hat ſich nichts neues ereignet. 3. Auf unſerem
rechten Flügel dauert der Kampf fort. Auf den Höhen der
Maas konnten deutſche Streitkräfte bis St. Mihiel
vorrücken. Sie vermochten aber nicht, die Maas zu
überſchreiten.
* London, 26. Sept. Der Mancheſter Guardian
ſagt: Die deutſche Stellung an der Aisne iſt
ſo ſtark, daß, wenn keine ſtrategiſchen Ueberraſchungen
eintreten, jeder Angriff zu einem Rückſchlag
führen muß, der nur Erfolg haben kann, wenn der Gegner
zur Erſchöpfung gebracht iſt. Die Deutſchen haben die
Kunſt der Feldbefeſtigung auf eine Höhe gebracht, die
bisher nicht erreicht wurde. Sie machen eine Stellung
von gewöhnlicher natürlicher Stärke zu einer
Feſtungs=
linie, die ſtärker und widerſtandsfähiger iſt, als eine
er=
baute Linie von Stahl.
Die „Brummer” vor Verdun.
* Stockholm, 26. Sept. (Ctr. Bln.) Londoner
Meldungen geben zu, daß die gefürchteten 42
Zenti=
meter=Geſchütze vor Verdun in Stellung gebracht
worden ſind und daß ſich der Belagerungsring
merkbar enger um die Feſtung geſchloſſen habe.
Fürſorge für die Deutſchen im Ausland.
* Berlin, 26. Sept. (W. T. B. Amtlich.) Die
deut=
ſchen Vertretungsbehörden, Konſulate uſw. im
Auslande ſind, ſoweit es mit Rückſicht auf die kriegeriſchen
Ereigniſſe möglich geweſen iſt, angewieſen worden, die
im Ausland zurückgebliebenen Familien der
in deutſche Heeresdienſte eingetretenen Mannſchaften
nach Maßgabe des Bedürfniſſes zu unterſtützen. Das
Kriegsminiſterium hat Vorſorge getroffen, daß den
zu=
ſtändigen Konſulaten unverzüglich Beſcheinigungen über
die Einſtellung deutſcher Mannſchaften überſandt werden.
* Berlin, 26. Sept. Alle deutſche Staatsangehörige,
die nach Kriegsausbruch aus Rußland, Frankreich
und England mit Einwilligung der dortigen Behörden
zur ückgekehrt ſind, werden dringend erſucht, ihre
Adreſſen der Deutſchen Bank, Berlin W. 8, zuzuſenden,
Ferner wird gebeten, die Namen aller der
Staatsangehöri=
gen, von denen feſtſteht, daß ſie noch in jenen Landern
zurückgehalten werden, ebenfalls der Deutſchen Bank
mit=
zuteilen.
Der Dank von Hindenburgs.
* Berlin, 26. Sept. Dem Generaloberſten v.
Hin=
denburg gehen fortgeſetzt nicht nur aus allen Teilen
Deutſchlands, ſondern auch aus Oeſterreich=Ungarn und
dem Auslande von einzelnen Perſonen und Vereinen
Sympathiekundgebungen in Form von Telegrammen,
Kar=
ten, Briefen, Gedichten, Bildern, Büchern und Liebesgaben
aller Art zu. Der Generaloberſt iſt dienſtlich zu ſehr be=, um der immer mehr anſchwellenden Maſſe dieſer
Glückwünſche gegenüber ſeinen urſprünglichen Vorſatz
durchführen zu können, jedem einzelnen für die ihn aufs
richtig erfreuenden Zeichen des Vertrauens und der wohle
wollenden Geſinnung zu danken. Er bittet daher, es
durch dieſe Veröffentlichung ein= für allemal
tun zu dürfen.
Der Krieg in den Kolonien.
* Berlin, 26. Sept. Aus De utſch=Oſtafrika
ſind zum erſten Male ſeit Kriegsausbruch
Privatnach=
richten hier eingetroffen. Aus den Vermerken auf den
Briefen und Karten geht hervor, daß die Poſtſachen die
engliſche Zenſur paſſiert haben. Die Engländer haben alſo
offenbar die deutſch=oſtafrikaniſche Küſtel
blockiert . Daresſalam wurde als offene
Stadt=
nicht verteidigt. Die engliſchen Kreuzer haben auf die
Funkenſtation Schüſſe abgegeben; darauf wurde die weiße
Flagge über der Stadt gehißt, und es ſind bis zum Abgang
der Poſt, etwa am 20. Auguſt, keine weiteren Angriffe auf
Daresſalam erfolgt. Der Turm der Funkenſtation
iſt nach den hier vorliegenden Berichten von den
Deut=
ſchen ſelbſt zerſtört worden. Die weißen Frauen
und Kinder befanden ſich bis Abgang dieſer Poſt offenbar
noch in Daresſalam. Ob infolge der ausgebrochenen
Kämpfe im Innern die Engländer tatſächlich, wie die
eng=
liſche Admiralität meldet, ſpäter Daresſalam zerſtören
ließen, darüber liegen Nachrichten von deutſcher Seite nicht
vor. Dagegen wurde beſtätigt, daß Taveta von den
Deutſchen beſetzt worden iſt. In Sanſibar iſt
es nach einem hier vorliegenden Privattelegramm vom
27. Auguſt den Leitern der deutſchen Firmen geſtattet
wor=
den, daſelbſt zu bleiben, doch ſtehen die Deutſchen unter
behördlicher Aufſicht. Eine gewiſſe geſchäftliche Betätigung
iſt ihnen erlaubt. Sie dürfen Gelder einkaſſieren und die
vorhandenen Warenlager veräußern. Die deutſchen
An=
geſtellten ſind ſchon am 7. Auguſt nach Tanga gebracht
worden. In Mombaſſa ſind alle Deutſchen ſofort nach
Ausbruch des Krieges feſtgenommen und ſpäter nach=
Nairobi übergeführt worden. — Irgend welche
amt=
liche Nachrichten ſind beim Reichskolonialamt noch nicht
eingetroffen. Auf etwaige Anfragen konnte daher
auch=
nur mitgeteilt werden, was in dieſer Meldung
enthal=
ten iſt.
* London, 26. Sept. Wie die Admiralität
mit=
teilt, hat ſie von dem Vizeadmiral Patey ein Telegramm
des Inhalts erhalten, daß Friedrich=
Wilhelms=
hafen, der Sitz der Regierung von Deutſch=Neuguineg
von auſtraliſchen Truppen beſetzt worden iſt,
ohne bewaffneten Widerſtand zu finden. Der Feind iſt
offenbar bei Herbertshöhe verſammelt geweſen, wo Kämpfe
ſtattgefunden haben. In Friedrich=Wilhelmshafen wurde
die britiſche Flagge gehißt und eine Garniſon eingerichtet.
Für die Elſaß=Lothringer.
* Straßburg, i. E., 26. Sept. Nach der
Straß=
burger Korreſpondenz ſind an Gaben für die
Kriegsge=
ſchädigten in Elſaß=Lothringen bis geſtern 7925 Mark
ein=
gegangen. Auch haben mehrere altdeutſche Städte
Spen=
den in Ausſicht geſtellt.
Vom Untergang des Hilfskreuzers „Kaiſer
Wilhelm der Große‟.
* Poſen, 26. Sept. Wie das Poſener Tageblakk
erfährt, iſt der Hilfskreuzer „Kaiſer Wilhelm
der Große” ſeinerzeit nicht, wie von den Engländern
gemeldet wurde, durch den engliſchen Kreuzer „
Highfly=
wer” in den Grund gebohrk worden, ſondern der
Kom=
mandeur hat den Dampfer nach Verſchießung der
geſamten Munition ſelbſt in die Luft
ge=
ſprengt. Dem Poſener Tageblatt ging der Brief
eines Offiziers vom „Kaiſer Wilhelm der Große” zu, in
dem es heißt: Nach der Wegnahme engliſcher Schiffe
nah=
men wir bei Rio del Oro, an der Küſte Weſtafrikas,
tage=
lang Kohlen ein; da ſpürte uns „Highflywer” auf und
griff uns in neutralem Gebiete an. Als wir unſere
Mu=
nition verſchoſſen hatten, verſenkten wir unſeren lieben
„Kaiſer Wilhelm der Große” nachdem unſere
Mann=
ſchaft durch Boote an Land gebracht worden war. Wir
kamen nach Las Palmas; wir wurden von den Spaniern
rieſig nett aufgenommen. Die Engländer ſchoſſen
jämmerlich ſchlecht und wir hatten nur wenig
Ver=
wundete.
Zeppelin auf Erkundigungsfahrt.
* Amſterdam, 26. Sept. Telegraf meldet aus
Antwerpen vom 25. September: Das
Zeppelin=
luftſchiff, das über Oſtende geſichtet wurde, hat
an=
ſcheinend die ganze Provinz Weſtflandern
über=
flogen, denn es wurde in Kortryk, Sotteghem, Rouſſe,
Nivoe und Geeraadebergen geſichtet.
Gürkiſche Matroſen.
* Konſtantinopel, 24. Sept. Sabah ſchreibt:
Die engliſche Regierung hatte einige Dampfer
der Khedivial=Linie nach Indien geſchickt, um von
dort=
her Truppen nach Aegypten zu transportieren. Die zur
Bemannung der Schiffe gehörigen 180 türkiſchen
Matroſen weigerten ſich, angeſichts dieſes
Auf=
trages länger Dienſt zu tun, da ihnen ihre ottomaniſche
Vaterlandsliebe und ihr Gewiſſen es verbiete. Die
Ma=
troſen trafen an Bord des Schiffes „Saidieh” in
Konſtan=
tinopel ein. Sabah beglückwünſcht die Matroſen zu ihrer
Haltung.
Der Krieg zur Ses.
* Paris, 26. Sept. Der deutſche Kreuzer Emden”
hat nur neun Granaten auf Madras abgeſchoſſen. Man
glaubt, daß er ſich nach Pondicherry gewandt hat. Zwei
Tanks, die er in Brand geſteckt hat, enthielten 600000
Hektoliter Petroleum.
* Kopenhagen, 26. Sept. National Tidende
mel=
det aus London: Die Taten des Kreuzers „
Em=
den” wecken hier allgemeines Intereſſe. Man
bewundert den ſchnellen Vorſtoß des Schiffes, das die
Eigenſchaften des Fliegenden Holländers mit denen „
Ala=
bamas” vereinigt, des Schiffes, das während des
ameri=
laniſchen Bürgerkrieges über vierzehn Monate lang der
Schrecken der Handelsſchiffe war. Gewiß habe die „
Em=
den” Madras nur geringen Schaden zugefügt, aber die
Energie, mit der der Kreuzer auf dem Kriegsſchauplatz
auf=
tritt, mache das Schiff populärer im Volk als die ganze
deutſche Flotte, die hinter den Geſchützen des Kieler Kanals
gedeckt liegt.
* London, 25. Sept. Das Reuterſche Bureau meldet
aus Rio de Janeiro: Der deutſche Dampfer „
Preu=
ßen” iſt in Santos angekommen; er ſchiffte den Kapitän
und 15 Mann von der „Indian Prince” aus, die von dem
„Kronprinz Wilhelm” in den Grund gebohrt
worden war. Nach einem Lloyd=Telegramm iſt der Reſt
der Beſatzung an Bord der „Ebernburg”.
Vom öſtlichen Kriegsſchauplatz.
* Wien, 26. Sept. Amtlich wird mitgeteilt: Die
nach der Schlacht von Lemberg eingeleitete Verſammlung
unſerer Streitkräfte in einem Raume weſtlich der San
hat nicht nur der Ententepreſſe Veranlaſſung zu den
bös=
willigſten und lächerlichſten Kommentaren gegeben,
ſon=
dern auch anderswärts falſche Vorſtellungen
über die Lage unſeres Heeres
hervorge=
rufen. Demgegenüber muß darauf hingewieſen
wer=
den, daß die erwähnte Verſammlung durchaus freiwillig
erfolgte, wofür als Beweis nur angeführt ſei, daß der
Gegner nirgends zu ſtören vermochte oder verſuchte.
Feindlicherſeits aufgeſtellte Behauptungen über Erfolge
an der Sane ſind unwahr. Es handelt ſich lediglich um
einzelne, mit großem Aufwand an Truppen und ſchwerem
Geſchütz und Munition inſzenierte Beſchießungen gegen
feldmäßig geſicherte und ſchwach beſetzte
Uebergangsſtel=
len, die nach Erfüllung ihres Zwecks und Sprengung der
Brücken freiwillig geräumt wurden. — Die aus London
ſtammende Nachricht von dem Fall zweier Forts
von Przemysl iſt natürlich gänzlich aus der
Luft gegriffen. Auf dem Balkankriegsſchauplatz
iſt die Lage, wie auch aus dem letzten, deutlich genug
ge=
faßten Cummunigué hervorgeht, unverändert gut. Der
Stellvertreter des Chefs des Generalſtabes. v. Höfer,
Generalmajor.
Ernüchterung beim Dreiverband.
* Wien, 26. Sept. Das Fremdenblatt ſchreibt:
In den Reichen der Tripelentente beginnt die Zeit der
Ernüchterung. Alle die Phantaſien aus London,
Paris und Petersburg, welche die öffentliche Meinung zu
täuſchen wußten, ſcheinen endgültig erledigt. Von den
großen, rieſigen Leiſtungen, welche die Mächte der Tripel=
Entente angekündigt haben, iſt kaum eine zur Wirklichkeit
geworden. Auch die fortwährenden Verſuche, teils durch
Verſprechungen, teils durch angedrohte Gewalt dem
Kriege Fernſtehende zu beeinfluſſen, ſind nicht gerade ein
Zeichen dafür, daß ſich die Tripelentente zu ſtark fühlt.
Die engliſche Admiralität über den Untergang
der drei Panzerkreuzer.
* London, 26. Sept. Die Admiralität gibt ein
Communiqué heraus, in dem geſagt wird:
Das Sinken des „Aboukir” war ein gewöhnlicher
Kriegsvorfall, der bei Patrouillen vorkommt. Die „Hogue‟
und Creſſy” aber gingen zugrunde, weil ſie anhielten, um
Menſchenleben zu retten und dadurch ein gutes Ziel boten.
Natürlich gebot die Menſchlichkeit, Rettungsmaßnahmen
zu ergreifen. Der ſchwere Verluſt hätte vermieden werden
können, wenn die ſtrengſten militäriſchen Erwägungen
befolgt worden wären. Dieſer Fall machte es aber
ver=
zeihlich, wenn man unter den augenblicklichen Umſtänden
die Menſchlichkeit der Kriegsführung vorausſetzte.
Weiter heißt es: Die Umſtände werden es als geboten
erſcheinen laſſen, die Kriegsſchiffe in Zukunft anzuweiſen,
wenn ein Schiff auf eine Mine geſtoßen oder dem Angriff
eines Unterſeebootes ausgeſetzt iſt, daß die anderen
Schiffe unverzüglich vorgehen und das Wrack ſeinem
Schickſal überlaſſen, da durch Rettungsarbeiten
die militäriſche Sendung gefährdet wird. Dagegen ſollen
kleine Schiffe ſo ſchnell wie möglich zur Hilfe geſandt
wer=
den. Weiter betont das Communiqué, daß ſich die Diſziplin
vorzüglich bewährt habe, und daß alle Rangklaſſen der
Beſatzung eine gute Aufführung bewieſen hätten. Ein
ungeheuerer Verluſt ſei der Untergang der drei Schiffe
nicht, wenn man vom Mannſchaftsverluſt abſieht, denn die
Schiffe hätten der älteſten Klaſſe angehört.
Wie ein Offizier der Creſſy” berichtet, habe er das
Periſkop des Unterſeebootes in einer Entfernung von 300
Schritten wahrgenommen. Die „Creſſy” eröffnete das
Feuer und ging mit Volldampf vor, um der Mannſchaft
des Aboukir” Beiſtand zu leiſten. Da wurde auf die
Creſſy” ein Torpedo aus 300 Schritt Entfernung
abge=
ſchickt. Er ſah die Spuren des Torpedos deutlich. Der
erſte Torpedo traf auf der Steuerbordſeite auf, ein zweiter
verfehlte ſein Ziel, ein dritter traf den Maſchinenraum.
Der „Hogue” wurde zweimal in 20 Sekunden getroffen.
Auch die Ruſſen verwenden Dum=Dum=Geſchoſſe.
* Wien, 26. Sept. (Wiener Korr.=Bur.) Unter der
von den ruſſiſchen Truppen auf dem Schlachtfelde von
Krasnik zurückgelaſſenen Munition befanden ſich auch
Ge=
ſchoſſe, deren harter Mantel an der Spitze den
Blei=
kern frei läßt, Dum=Dum=Geſchoſſe. Der
öſterreichiſche Miniſter des Aeußern gab dieſe Verletzung
der Haager Deklaration von 1899 den Regierungen der
verbündeten und neutralen Mächte mit dem Anfügen
be=
kannt, daß das öſterreichiſche Oberkommando derzeit
nicht daran denkt, mit Repreſſalien vorzugehen.
Die üble Lage der neutralen Staaten.
* Kriſtiania, 25. Sept. Das Morgenbladet
druckt einen engliſchen Brief an einen norwegiſchen
Ab=
nehmer ab, in welchem der Londoner Fabrikant ſagt, er
könne den von dem Kunden verlangten
Rohſtoff nicht liefern, da die engliſche Regierung
durch Norwegens und Schwedens unfreundliche
Hal=
tung England gegenüber veranlaßt worden
ſei, den Export nach Skandinavien mit
größ=
tem Mißtrauen zu betrachten. Die Schuld an
dem Nichtliefern trage nicht er oder England, ſondern
Skandinavien. Das Morgenbladet bemerkt hierzu:
Der=
artige Brieſe Englands ſind keine Seltenheit, aber auch
beutſche Lieferanten haben ähnlich geſchrieben.
Verluſtliſte (aus Nr. 33).
Infanterie=Regiment Nr. 118 (Worms).
(Gefecht bei Maiſſin am 22. 8. 14.)
Ohne Angabe des Bataillons oder der
Kompagnie: Maj. Lotz, lv.; Maj. Stehberger,
lv.; Maj. v. Notz, t.; Oberlt. Fendel, lv.
I. Bataillon.
Leibkompagnie: Lt. Scheuermann, ſchv.;
Lt. Wiedemann, vw.: Vizef. Karl Menges
Semd, t.; Musk. Adolf Börger Offenbach, t.; Musk.
Johann Dell, Koſtheim, t.; Musk. Ludwig
Hoh=
mann, Gießen. t.: Musk. Heinrich Reitz, Dodenau, t.;
Musk. Rudolf Severing, Kruckel, t.; Musk. Heinrich
Eckweiler, Pfaffenſchwabenheim, t.; Musk. Wilhelm
Weinmann, Volksheim, t.; Musk. Karl Balzer,
Hanau, t.; Musk. Johann Lipp, Königſtädten, t.
Musk. Valentin Wunderle, Viernheim, t.; U.=O.
Rudolf Hoffmann, Dierdorf, ſchv.; U.=O. Hermann
Klimmeck, Krugdanken, vw.; U.=O. Johann Peters,
Klitſchendorf, vw.; Musk. Eugen Bottner, Dreibrunnen,
vw.: Musk. Heinrich Doneyer, Diemeringen, vw.;
Musk. Stanislaus Liſitzky, Rohlingshauſen, vw.; Musk
Philipp Chriſt Egelsbach, vw.: Gefr. Ludwig
Gehner, Biſchofsheim, vw.: Musk. Karl Walter=
Biebesheim, vw.: Einj.=Freiw. U.=O. Heinrich Trümmer,
Worms, vw.; Musk. Heinrich Braun, Ober=
Breiten=
bach, vw.; Musk. Joſef Brisbois, Gaulsheim, vw.;
Musk. Heinrich Kaspari, Wilmar, vw.: Musk. Peter
Galle, Kaſtel, vw.; Musk. Wilhelm Frey,
Flon=
heim, vw.: Gefr. Ernſt Paul Bohn, Reichsfeld, vw.
Hoboiſt May, ſchv.; Hilfshoboiſt Rieſe, lv.; Musk.
Jakob Göttelmann, Framersheim, vm.; Gefr. Albert
Andreas Buchert, Wanne, vm.; Musk. Adam Bernadi,
Weiſenau, vm.; Einj.=Freiw. U.=O. Wilhelm
Weln=
haben, Schmälenberg, vm.; Musk. Johann Anſtherr,
Mainz, vm.; Musk. Heinrich Göriſch, Oberingelheim,
vm.; Musk. Ernſt Henninger, Deinsheim, vm.; Musk.
Heinrich Keller, Ober=Beſſingen, vm.; Musk. Lorenz
Joſef Duda, Sandberg, vm.; Musk. Adam
Land=
zettel, Darmſtadt, vm.; Musk. Louis Minhardt,
Metz, vm.; Musk. Albert Penkert, Gr. Geſtewitz, vm.
Musk. Ernſt Hermann Reitz, Offenbach, vm.; Musk.
Wilhelm Rupp, Goddelau, vm.: Musk. Adam
Satt=
ler, Jügesheim, vm.; Musk. Wilhelm Heinrich
Heit=
mann, Lücklenburg, vm.; Musk. Georg Seliger, Mainz,
vm.; Musk. Johann Mart. Schardt, Frickhofen, vm.;
Musk. Leonhard Stein, Worms, vm.; Musk.
Fried=
rich Schwarz, Niederingelheim, vm.; Musk. Adolſ
Felgenbüſcher, Neeheim, vm.; Musk. Clemens
Zimmermann, Hellenhahn, vm.; U.=O. d. R. Kurt
Sieber, Worms, vm.: Gefr. d. R. Jakob Reiß,
Horch=
heim, vm.: Gefr. d. R. Karl Haſſinger, Dienheim,
vm.; Gefr. d. R. Heinrich Baaden Herrnsheim, om.;
Reſ. Georg Gall, Worms, vm.; Reſ. Paul Kuß,
Weſt=
mann, vm.; Reſ. Adam Barth, Worms vm.; Reſ.
Ernſt Heubeck, Haufbenner, vm.; Reſ. Philipp
Bitt=
mann, Mettenheim, vm.; Reſ. Heinrich Fuhrmann,
Worms, vm.: Reſ. Georg Huber Tacherding,
vm.: Reſ Georg Leonhard Adolf, Herrnsheim,
vm.; Reſ. Georg Freudenberger, Worms, vm.; Reſ.
Georg Nettelbeck, Stießel, vm.; Reſ. Ludwig Müller,
Alsheim, vm,; Reſ. David Bender, Nackenheim, vm.;
Reſ. Philipp Schenk, Dienheim, vm.: Reſ. Jgnaz
Gockel, Sternude, vm.: Fahnenj. U.=O. Hans Fritz
Karg, Friedberg, vm.: Einj.=Freiw. Heinrich Jochem,
Heppenheim, vm.: Reſ. Wilhelm Oberle, Worms,
vm.; Musk. Wilhelm Blös, Lünckerg, vm.; Musk.
Georg Herrmann, Heßloch, vm.; Musk. Johann
Kon=
rad Oeder Hausback, vm.; Musk. Johann
Gerns=
heimer, Pfiffligheim, vm.: Musk. Johannes Krimm,
Oppenheim, vm.; Gefr. d. Reſ. Heinrich Hermann
Göh=
ler Zittau, vm.; Reſ. Friedrlch Merkel, Pfiffligheim,
vm.; Reſ. Oskar Wilhelm I., Backau, vm.; Reſ.
Wil=
helm Diehl, Biebelnheim, vm.; Reſ. Adam Deſoi,
Hachenheim, vm.; Reſ. Adam Kronenberger,
Hachen=
heim, vm.; Reſ. Jak b Wagner II., Kettenheim, vm.;
Reſ. Georg Koch, Erbesbüdesheim, vm.; Reſ. Heinrich
Klein I., Freilaubersheim, vm.: Reſ Heinrich Schön,
Siefernheim, vm.; Reſ. Jakob Machemer I.,
Freilau=
bersheim, vm.: Reſ. Joſef Müller II., Wöllſtein, vm.;
Reſ. Fritz Pitthahn, Zotzenheim, vm.; Reſ. Philipp
Sieben, Zotzenheim, vm.; Reſ. Friedrich Adam
Mö=
bus, Wonsheim, vm.; Reſ. Franz Trapp Gau=
Wein=
heim, vm.; Reſ. Jakob Albert, Schornsheim, vm.; Reſ.
Georg Gräff, Undenheim, vm.; Reſ. Jakob
Danter=
mann, Gau=Weinheim, vm.; Reſ. Friedrich
Mache=
mer II., Freilaubersheim, vm.: Il.=O. d. Reſ. Viktor
Jung, Undenheim, vm.; Reſ. Wilhelm Hammen,
Schornsheim, vm.; Gefr. d. Reſ. Anton Eiſinger,
Wein=
heim, vm.: Gefr. d. Reſ. Philipp Grieg, Eckolsheim, vm.;
U.=O. d. Reſ. Karl Kurt Waldſchmidt, Schrecksbach,
vm.; Musk. Heinrich Guch, Harnheim, vm.: Reſ.
Fried=
rich Wilh. Geiß, Mörfelden, vm.; Reſ. Peter Hach,
Groß=Bieberau, vm.; Gefr. d. Reſ. Heinrich
Feld=
mann, Dornheim, vm.: Reſ. Heinrich Dörr,
Rothen=
ſtein, vm.; Reſ. Adam Keller, Ober=Modau, vm.; Reſ.
Adam Johann Walther, Königſtädten, vm.; Gefr. d
Reſ. Philipp Ludwig Stolle, Kelſterbach, vm.; Reſ.
Karl Orth, Eckartsborn, vm.; Reſ. Georg Wagner,
Keilbach, vm.; Reſ. Georg Winkler I., Mitlechtern, vm.;
Reſ. Johann Jakob Kronenberger, Hackenheim, vm.;
Reſ. Philipp Schmidt, Horchheim, vm.; U.=O. Philipp
Röder, Groß=Bieberau, t.; Musk. Wilhelm Karl
Reiß, t.; Musk. Friedrich Klevens Worms t.;
Musk. Heinrich Guthy, Pfiffligheim, t.; Musk. Wilhelm
Georg Hay, Biebelnheim, t.; Musk. Andreas Schaffner,
Mörfelden, t.; Feldw. Friedrich Seidenſchnur, Sadan,
vw.; Musk. Michael Edelmann, Worms, vw.; Musk.
Karl Katthagen, Schwerte, vw.: Musk. Philipp Gauck,
Offſtein, vw.: Musk. Konrad Hils, Pfiffligheim, vw.;
Musk. Auguſt Helm, Gimbsheim, vw.; Musk. Georg
Bullig, Dirmſtein, vw.; Musk. Konrad Dauer
Hoch=
heim, vw.; Musk. Philipp Wennesheimer, Worms,
vw.; Musk. Karl Staab, Wöllſtein, vw.; Musk. Adam
Wieland Viernheim, vw.; Musk. Heinrich Hoock,
Viernheim, vw.; Musk. Paul Böhland, Weißenfels,
vm.; Musk. Wilh. Stegmann, Lindheim, vm.; Musk.
Adam Steil, Dittelsheim, vm.; Musk. Friedr.
Rothen=
meyer St. Johann, vm.; Musk. Johann Schmitt,
Darmſtadt, vm.; Musk. Anton Georg Leußler,
Dorn=
heim, vm.; Musk. Leonhard Rühl, Mettenheim, vm.;
Musk. Peter Stoll, Ettringen, vm.
2. Kompagnie: U=O. Spieß, t.; U.=O. Kneip, t.;
Reſ. Jung, t; Reſ. Seitz, t.; Reſ. Ploß, t.; Musk.
Stüh=
linger, t.; Musk. Kulzer, t.; Musk. Dapper, t.; Vizef
Acker, vw.; U.=O. Hübner, vw.; U.=O. Lauterbach,
vw.; U.=O. Baumhard vw.; U.=O. Leiſt, vw.; U.=O.
Schön, vw.; U.=O. Burkhard, vw.; Musk. Uſinger,
vw.; Reſ. Schembs, vw.; Einj.=Freiw. Koch, vw.; Musk.
Untereiner vw.; Reſ. Klein, vw.; Reſ. Höfler, vw.
Musk. Sattler, vw.: Gefr. Kühl, vw. Gefr. Mohr, vw.;
Musk. Rocker, vw.; Musk. Kraft, vw.; Musk. Hebra, vw.
Gefr. Weller, vw.; Musk. Gräff, vw.: Musk. Volkel,
vw.; Einj.=Freiw. Herz, vw.; Reſ. Helbrig, vw.; Musk.
Oberſte, vw.; Reſ. Gundermann, vw.; Einj.=Freiw.
Hofbrücker, vw.: Reſ. Mochemer, vw.; Musk.
Scherer, vw.; Musk. Gölz, vw.; Reſ. Lautenſtein,
vw.; Reſ. Stoll, vw.; Reſ. Lipp, vw.; Musk. Wißner,
vw.; Reſ. Eder, vw.; Reſ. Mittwoch, vw.; Musk.
Strunk, vw.; Tambour Voirin, vw.; Gefr. Schobert,
vw.; Reſ. Müller, vw.; Reſ. Pöſchel, vw.; Reſ. Hauf,
vw.; Musk. Paul, vw.; Reſ. Dauphin, vw.; Musk.
Schnettler, vw.; Einj.=Freiw. Friedrich Herz, Worms,
vm.; Musk. Paul Glathe, Dresden, vm.: Musk.
Lud=
wig Schreck, Hamm, vm.; Musk. Rudolf Suttinger,
Finſterwalde, vm.; Musk. Ludwig Völkel, Erndebrucke,
vm.; Reſ. Friedr. Reiber, Worms, vm.; Reſ. Jul. Junker,
Frankenthal, vm.; Reſ. Wilhelm Hannemann, Rhede,
vm.; Reſ. Joſef Schmeele, Wallertheim, vm.;
Reſ. Ludwig Schwahn, Leiſelheim, vm.; Reſ. Adam
Lutz, Ober=Klingen, vm.; Reſ. Auguſt Daum, Worms,
vm.; Reſ. Otto Bernhard, Frieſenheim, vm.; Reſ. Georg
Kraus, Nackenhein, vm.; Musk. Konrad Siebert,
Heckershauſen, vm.; Reſ. Wilhelm Korell, Boſenheim,
vm.; Reſ. Johann Blos, Flomborn, vm.; Reſ. Peter
Gundermann, Schwabach, vm.; Reſ. Friedrich Scholl,
Gau=Heppenheim, vm.; Reſ. Heinrich Steil, Flonheim,
vm.; Reſ. Nikolas Krämer, Wörrſtadt, vm.; Reſ. Franz
Maurer, Nordheim, vm.; Reſ. Wilhelm Armbrüſter,
Framersheim, vm.; Reſ. Georg Walther, Wieſenhof,
vm.; Reſ. Johann Schader, Bürſtadt, vm.; Gefr. d. Reſ.
Johann Illy, Hamm, vm.; Reſ. Karl Chriſt,
Gins=
heim, vm.; Reſ. Heinrich Bender, Ginsheim, vm.; Reſ.
Joh. Cammer, Viernheim, vm.; Reſ. Lorenz Morſch,
Nordheim, vm.; Reſ. Ludwig Lank, Münſter, vm.; Reſ.
Adolf Schulz, Langula, vm.; Reſerviſt Georg Seitz,
Inzinga, vm.
3. Kompagnie: Hptm. Freienſehner, lv.; Lt.
Enck, t.; Lt. Nehry, lv.; U.=O. Franz Rack,
Oppers=
hofen, t.; U.=O. d. Reſ. Richard Mager, Berlin, t.;
U.=O. d. Reſ. Johann Esper, Alsheim, t.: Einj.=Freiw.
Jakob Becker, Gimbsheim, t.; Gefr. Fritz Auguſt Lotze,
Herten, t.; Reſ. Philipp Schäfer, Fürfeld, t.; Reſ.
Jakob Lüttger, Boſenheim, t.; Musk. Wilhelm
Sens=
felder, Groß=Gerau, t.; Musk. Wilhelm Brenner,
Bermersheim, t.; Musk. Hermann Maurer,
Darm=
ſtadt, t.; Musk. Franz Joſeph Wendlinger,
Kogen=
heim, t.; Musk. Johann Jakob Korder, Neu=Iſenburg,
t.; Musk. Wilhelm Kraus, Groß=Gerau, t.; Musk.
Hermann Rabanus, Bogum, t.; Reſ Paul Blum,
Gundheim, t.; Reſ. Daniel Aha, Geinsheim, t.; Musk.
Kaſimir Katſchmarek, Noſisza=Mochen, t.; Musk.
Albert Brunter, Molsheim, t.; Musk. Karl Sauer,
Wonsheim, vw.; Musk. Adolf Libertſeder, Biebrich,
vw.; Reſ. Johann Biebergall, Oberellen, vw.; Reſ.
Philipp Schäfer, König, vw.; Reſ. Jakob Bungert,
Kriegsfeld, vw.; Reſ. Georg Tetzer, Freimersheim, vw.;
Reſ. Wilhelm Nungeſſer, Eſſelborn, vw.; Reſ. Peter
Fiſcher, Welchesheim, vw.; Reſ. Heinrich Wolf, Ober=
Hilbersheim, vw.; Reſ. Karl Hangen, Ober=
Hilhers=
heim, vw.; Reſ. Joſeph Hermann, Planig, vw.; Reſ.
Georg Kober, Ober=Dibach, vw.; Reſ. Heinrich Hodel,
Rüſſingen, Pfalz, vw.; Reſ. Auguſt Sperb Eſſelborn,
vw.; Reſ. Georg Brill, Lengfeld, vw.; Reſ. Wilhelm
Götz, Worms, vw.; Reſ. Adam Rauz, Hochheim, vw.;
Reſ. Konrad Maurer, Gimbsheim, vw.; Gefr. Wilhelm
Clemens, Wechesheim, vw.; Reſ. Johann Blank,
Dieburg, vw.; Reſ. Adam Schmidt, Heppenheim, vw.;
Musk. Guſtav Lenz, Bibrach, vw.; Musk. Ludwig
Klenk, Hohenſtadt, vw.; Reſ. Aug. Sauer, Wonsheim,
vw.; Reſ. Fritz Eichner, Neuhauſen, vw.; Musk. Wilh.
Groſch, Offenbach, vw.; Musk. Friedrich Lehr, Groß=
Umſtadt, vw.: Gefr. d. Reſ. Karl Karle, Hirſchhorn a. N.,
vw.: Musk. Emil Krug, Pfiffligheim, vw.; Musk. Karl
Koban, Mörfelden, vw.; Musk. Phil. Weſtphal,
Windecken, vw.; Musk. Emil Schneider, Colmar, vw.;
Musk. Bernh. Nitſchke, Offenbach, vw.; Reſ. Fritz
Bieſer, Ober=Hilbersheim, vw.; Musk. Bernhard
Schrautemeyer, Lippſtadt, vw.; Einj.=Freiw. Georg
Wohlfahrt, Heppenheim, vw.; Gefr. Friedrich Hahn,
Neuenhaus, vw.; Musk. Georg Weick II., Barr, vw.;
Musk. Georg Hechler, Groß=Zimmern, vw.; Musk.
Auguſt Dietz, Gunſenau, vm. Gefr. Gottfried Philippi,
Weißlingen, vm.; Musk. Philipp Pfaff, Sprendlingen,
vm.; Einj.=Freiw. U.=O. Georg Baltz, Guntersblum, vm.;
Musk. Karl Beh, Stuttgart, vm.; Musk. Richard Braun,
Süßdorf, vm.; Musk. Heinrich Bernhard, Ponday, vm.;
Musk. Karl Dambmann, Büdingheim, vm.; Musk.
Friedrich Dexheimer, Gundernheim, vm.; Musk. Auguſt
Molitor, Winkel, vm.; Musk. Wilhelm Weick I., Gau=
Odernheim, vm.; Musk. Ludwig Decker, Offſtein, vm.;
Reſ. Peter Schmitt, Dittelsheim, vm.; Reſ. Karl Strupp,
Oſthofen, vm.; Reſ. Guſtav Müller, Worms, vm.; U.=O.
d. R. Chriſt. Schnell, Sprendlingen, vm., Reſ. Karl
Stillgenbauer, Niederwieſen, vm.; Reſ. Phil. Ramp,
Zotzenheim, vm.; U.=O. d. R. Karl Sturm, Alzey, vm.;
Reſ. Max Weißbacher, Bibra, vm.; Gefr. Peter Hopp,
Dieburg, vm.; Reſ. Otto Fleig, Mainz, vm.; Reſ. Ernſt
Baslen, Mainz, vm.; Reſ. Karl Feiſt, Seelbach, vm.;
Reſ. Georg Moos, Lampertheim, vm.; Reſ. Ludwig
Wetzel, Lampertheim, vm.; Reſ. Georg Vetter, Gronau,
vm.; Reſ. Phil. Rodenhöfer, Heppenheim a. B., vm.;
Gefr. d. Reſ. Andr. Schneider, Heppenheim a. d. W., vm.;
U.=O. Hermann Hein, Großenwade, vm.; Reſ. Heinrich
Lallemand, Horchheim, vm.; Reſ. Wilhelm Haub,
Bodenheim, vm.; Reſ. Wilhelm Schnehl, Sprendlingen,
vm.; U.=O. d. Reſ. Ernſt Pfeil, Worms, vm.; Reſ. Hans
Müller, Gotha, vm.; Kriegs=Freiw. Otto Zentgraf,
Reichenbach, vm.; Gefr. d. Reſ. Andreas Lies,
Pfedders=
heim, vm.; Reſ. Wilh. Gerner, Wiesbaden, vm.; Reſ.
Jakob Becker, Niederwieſen, vm.; U.=O. Richard Jakob,
Inheiden, vm.; Reſ. Guſtav Peter Müller, Worms,
vm.; Musk. Ludwig Decker, Offſtein, vm.; Reſ. Peter
Schmitt, Dittelsheim, vm.; Musk. Ignatz Bender,
Winkel, vm.; Reſ. Jakob Köhler, Worms, vm.; Reſ.
Philipp Meiſter, Gronau, vm.; Musk. Otto
Els=
heimer, Undenheim, vm.; Reſ. H. Müller II.,
Gotha, vw.; U.=O. Paul Mayer, Worms, vw; Musk.
Jakob Stumpf, Ober=Hilbersheim, vw.: Reſ. Johann
Seidenfuß, Hamm, vw.; Reſ. Friedrich Schönmehl,
Worms, vw.; Reſ. Johannes Müller 2, Darmſtadt, t.;
Musk. Georg Hilgert, Nieder=Ingelheim, t.
4. Komp.: Reſ. Niſchwitz, t.; Reſ. Bingenheimer,
t.; U.=O. Adomeit, vw.; U.=O. Welz, vw.; Musk.
Bacher vw.; Musk. Falk, vw.; Musk. Lott, vw.;
Musk. Peterler, vw.; Musk. Renner, vw.; Musk.
Welker, vw.; Musk. Wilhelm, vw.; Reſ. Reudelhüber,
vw.; Reſ. Weihrauch, vw.; Reſ. Geiß, vw.; Reſ.
Lottermann, vw.; Reſ. Eichhorn, vw.; Reſ. Grimm,
vw.; Reſ. Nickelwart, vw.; Musk. Reinhard, vw.;
Reſ. Müller, vw.; Reſ. Lahr, vw.; Reſ. Darmſtadt,
vw.; Reſ. Baumgärtner, vw.; Reſ. Lebert, vw.:
Reſ. Schneider, vw.; Reſ. Zahlbach, vw.; Reſ.
Gärtner, vw.; Reſ. Schilling, vw.; Reſ. Burger,
vw.; Vizef. Karl Lupp, Hersfeld, vm.; U.=O. Friedrich
Traub, Bermersheim, vm.; U.=O. Adolf Helm, Zulau,
vm.; U.=O. H. Körner, New=York, Amerika, vm.: Musk.
Aloys Schmatz, Ober=Schellnach, vm.; Musk. Wilhelm
Jakob Hochſtein, Dütelsheim, vm.; Musk. Eugen
Daniel Heinrich Guſtav Fernkorn, Offenbach, vm.;
Musk. Engelbert Henkel, Reichlos, vm.; Musk. Joſeph
Jäger, Koſtheim, vm.; Musk. Menne H. Kahl, Linden,
vm.; Musk. Karl Margraf, Mainz, vm.; Musk. Franz
Roth, Aſtheim, vm.; Musk. Martin Schmitt,
Zorn=
heim, vm.; Musk. Johann Valtin, Frettenheim, vm.;
Reſ. Georg Uhl, Frieſenheim, vm.; Reſ. Johann
Schnorrenberger, Gau=Weinheim, vm.; Reſ. Michael
Utz, Neuſitz, vm.; Reſ. Ludw. Müller, Lampertheim,
vm.; Reſ. Otto Jakob Hinderer, Wimpfen, vm.; Reſ.
Kaſpar Jäger, Lorſch, vm.; Reſ. Georg Merkel,
Auer=
bach, vm.; Reſ. Guſtav Karl Buck, Wimpfen, vm.; Reſ.
Johann Emil Geyer, Wimpfen, vm.; Reſ. Heinrich
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 27. September 1914.
Nummer 266.
Zehner, Planig, vm.; Reſ. Philipp Fiſchborn, Planig,
vm.; Reſ. Heinrich Winter, Gau=Odernheim, vm.; Reſ.
Heinrich Wildmann, Erbes=Büdesheim, vm.; Reſ. Paul
Karl Albert Rode, Oſtrowo, vm.; Reſ. Philipp Peter
Treißer, Auerbach, vm.; Reſ. Eugen Rendelhuber
Lambsheim, vm.; Reſ. Gettfried Weihrauch, Albig,
vm.; Reſ. Jakob Geiß, Mörfelden, vm.; Reſ. Karl Chr.
Nicklwarth, Wimpfen, vm.; Reſ. Karl Lahr, Fürfeld,
vm.; Reſ. Jakob Darmſtadt, Ludwigshöhe, vm.; Reſ.
Friedrich Baumgärtner, Nieder=Saulheim, vm.; Reſ.
Jakob Lebert, Fürfeld, vm.; Reſ. Chriſtoph Schneider,
Nackenheim, vm.; Reſ. Konrad Balbach, Nackenheim, vm.;
Reſ. Jakob Gärtner, Monzernheim, vm.; Reſ. Ludwig
Burger, Bickenbach, vm.; Musk. Gottfried Reinhard,
Ilbenſtadt, vm.; Musk. Heinrich Bacher, Groß=Gerau,
vm.; Musk. Johann Lott, Offenbach a, M., vm.;
Musk. Heinrich Renner, Worms, vm.; Musk. Johann
Heinrich Völker, Seckbach, vm.; Reſ. Franz Arnold,
Hamm, vm.; Musk. Huber, vm.; Musk. Kroh, vm.
Reſ. Fingerle, vm.
II. Bataillon.
5. Kompagnie: Serg. Georg Wanderer,
Bi=
ſchofsgrün, t.; Musk. Guſtav Grube, Wickede, t.; Feldw.
Wilhelm Emil Ernſt Koß, Kolberg, vw.; U.=O. Andreas
Lohrum, Dieburg, vw.; U.=O. Philipp Schaab,
Rim=
bach, vw.; Gefr. Heinrich Friedrich Schmidt, Hohen=
Sülzen, vw.; Musk. Hugo Andreas Heßberger,
Offen=
bach, vw.; Reſ. Friedrich Plattner, Nieder=Flörsheim,
vw.; Musk. Karl Schmitt, Bieblisheim, vw.; Musk.
Karl Linker, Alzey, vw.; Musk. Guſtav Joh. Karl
Hartmann, FDortmund, vw.; Musk. Jakob Wunder,
Viernheim, vw.; Musk. Heinrich Eckardt, Lauter, vm.;
Musk. Eduard Roegner, Mainz, vm.; Musk. Alfred
Karl Mühl, Ruprechtau, vm.; Reſ. Friedrich Seibert,
Hamm, vm.; Gefr. d. Reſ. Heinrich Breit wieſer,
Gunters=
blum, vm.; Gefr. d. Reſ. Julius Jakob Beſt,
Köngern=
heim, vm.; Musk. Johann Aichele, Kelſterbach, vm.;
Musk. Eduard Hees, Seckmauern, vm.; Musk. Heinr.
Philipp Berth. Engel, Hemelingen, vm.; Musk. Joh.
Clerres, Abenheim, vm.; Reſ. Gottfried Kramüller.
Heinaten, vm.; Reſ. Friedrich Böhmer, Fürfeld, vm.; Reſ.
Peter Schäfer, Gabsheim, vm.; Reſ. Valentin Diehm,
Abenheim, vm.; Reſ. Joh. Adam Arnold,
Schnorren=
bach, vm.
6. Kompagnie: Off.=Stellv. Joſef Eismeyer,
Mainz, t.; Vizef. Johannes Tensfeldt, Großenmaspe,
t.; Gefr. Fritz Hill, Udenheim, t.; Musk. Heinrich
Reinheimer, Griesheim, t.; Reſ. Friedrich Hoch,
Worms, t.; Reſ. Wilhelm Thoma, Munzingen, t.;
Reſ. Peter Müller, Birkenau, t.; Musk. Auguſt
Sicken=
berger, Dietesheim, t.; Serg. Edmund Hugo Fenk,
Gotha, ſchv.; U.=O. d. Reſ. Johann Adam Braner,
Heidelberg, ſchv.; Einj.=Freiw. U.=O. Oskar Julius
Roh=
land, Inden, lv.; Gefr. d. Reſ. Andreas Wilhelm Kull,
Zaiſenhauſen, lv.; Reſ. Georg Baldauf, Brandan, ſchv.;
Gefr. d. Reſ. Georg Andreas Adler, Gernsheim, vw.;
Reſ. Peter Jakob, Lorſch, vm.; Musk. Karl Jochheim,
Bruchhauſen, vm.; Reſ. Guſtäv Wind, Weſthofen, t.;
Gefr. Heinrich Dangmann, Worms, vm.
7. Kompagnie: Hptm. Wilhelm Trapp lv.;
Lt. d. Reſ. Schmoll ſchv.; Vizef. d. Reſ. Karl Dautel,
Wimpfen, ſchv.; Feldw. Nikolaus Staab, Gernsheim,
lv.; U.=O. Ludwig Mager, Niederhauſen, lv.; Musk.
Wilhelm Winkel, Andorf, ſchv.; U.=O. Georg Garth,
Guntersblum, ſchv.; Musk. Hermann Sauter,
Herber=
tingen, lv.; Musk. Heinrich Heeb, Allendorf, vw.; Musk.
Alfred Knecht, Malſtatt, vw.; Musk. Johann Weber,
Worms, lv.; Musk. Jgnatz Mann, Budenheim, ſchv.
Musk. Max Kirchſtein, Spezia, lv.; Reſ. Valentin
Drehlmann, Lampertheim, lv.; Reſ. Aloys Oberle,
Pfaffenſchwabenheim, lv.; Reſ. Wilhelm Schmidt,
Sternenfels, lv.; Reſ. Hermann Eitelwein,
Neckar=
gartach, lv.; Reſ. Jakob Göriſch, Lampertheim, vm.;
Reſ. Ludwig Eppelsheimer, Schrimsheim, vm.;
Reſ. Karl Schellenſchläger, Weinsheim, vm.; Reſ.
Otto Klein, Reinken, vm.; Reſ. Joſef Teuchmann,
Varwerk, vm.; Reſ. Chriſtian Doll, Wolfsheim, vm.;
Reſ. Aug. Blaſius, Hohenſülzen, vm.; Reſ. Valentin
Kilian, Bürſtadt, vm.; Musk. Joſef Wingenfeld,
Heidesheim, t.; Gefr, Jdhann Schmitt, Flonheim, t.;
Reſ. Heinrich Schlich, Altenbamberg, t.; Reſ. Peter
Schmidt, Viernheim, t.; Musk. Friedrich Kaibel,
Mombach, ſchv.; Musk. Joh. Kron, Abenheim, ſchv.;
U.=O. Alfred May, Wöllſtein, ſchv.; Gefr. Heckmann,
Worms, vm.; Reſ. Johann Heckmann, Worms, vm.;
Reſ. Karl Köth, Dienheim, vm.
8. Kompagnie: Hptm. Heinz Teute, Danzig,
ſchv.; Lt. Walter Hoßfeld, ſchv.; Lt. Kares, vm.:
Vizef. Oswald Griebſch, Hohenleina, t.; U.=O. Paul
Mühlmeiſter, New York, ſchv.; Musk. Aloys
Amendt, Wenkheim, t.; Musk. Ernſt Weibrecht,
Turnau, t.; Musk. Karl Hartmann, Dorn=
Dürk=
heim, t.; Vizef. Otto Randies, Groß=Brettſchneiten,
vm.; U.=O. Joſef Steiger, Kaiſerslautern, vm.; U.=O.
Franz Keller, Wiesoppenheim, vm.; U.=O. Chriſtian
Dettweiler, Wintersheim, vm.; Einj. Freiw.
Her=
mann Heim, Worms, vm.: Reſ. Karl Stein, Worms,
vm.; Gefr. Jakob Stittgen, Groß=Niederheim, vm.;
Musk. Karl Hofmann, Wetterfeld, vm.; Musk. Jakob
Muth, Guntersblum, Kr. Oppenheim, vm.; Musk.
Valentin Rüßler, Eich, vm.; Reſ. Johann Schaide,
Insbech, vm.; Reſ. Valentin Klein, Groß=Karbach,
vm.; Gefr. Jakob Sonntag, Boſenheim, vm.; Musk.
Georg Ohl, Richen, vm.: Reſ. Karl Schirmer,
Magdeburg, vm.; Reſ. Adolf Zinke, Breslau, vm.;
Reſ. Heinrich Haſſelbach, Bleidenſtadt, vm.; Gefr.
Friedrich Oswald, Guntersblum, vm.; Reſ. Georg
Scherer, Gimbsheim, vm.; Reſ. Johann Huber,
Gimbsheim, vm.; Reſ. Heinrich Schick, Raunheim, vm.;
Reſ. Heinrich Sieß, Olsheim, vm.; Gefr. Heinrich
Rei=
mund, Buchenbach, vm.; Reſ. Adolf Beſier,
Wies=
baden, vm.; Reſ. Johann Sterling, Eimsheim, vm.;
Musk. Theodor Chimilarsky, Sodullahntten, vm.;
Reſ. Johann Klee, Viernheim, vm.; Reſ. Heinrich
Schacht, Alzey, vm.: Reſ. Max Levi, Berolsheim,
vm.; Reſ. Julius Stallmann, Dolgesheim, vm.; Reſ.
Bernhard Kirſch, Bürſtadt, vm.; Musk. Ludwig Frank,
Eichloch, vm.; Horniſt Jak. Pfannemüller,
Dreieichen=
hain, vm.; U.=O. Karl Breitländer, Dortmund, vm.;
Reſ. Karl Bernhard, Frieſenheim, vm.; Musk. Karl
Pfaff, Sander, vm.; Gefr. Emil Hacheney, Billnein,
vm.; Reſ. Philipp Thomas, Viernheim, vm.; Gefr. Karl
Bengel, Neckar, vm.; Reſ. Heinrich Tey, Hohenſülzen,
vm.; Reſ. Rupprecht Frey, Beicker, vm.; Reſ. Franz
Schäfer, Dolgesheim, vm.; Reſ. Jakob Mertz,
Dolges=
heim, vm.; Reſ. Otto Spindler, Dolgesheim, vm.;
Reſ. Stanislaus Wiezzba, Dzeilie, vm.; Reſ. Heinrich
Schmitt, Alsheim, vm.; Musk. Fritz Eiſenhut,
Gerns=
heim, t.; Musk. Georg Geiſt, Steinbach, t.; Musk. Albert
Schott, Mannheim, ſchv.; Musk. Ludwig Fank, Kaſtel,
ſchv.; Musk. Valentin Fauerback, Griesheim, vw.; Reſ.
Richard Fendeiſen, Copitz, ſchv.; Reſ. Leonhard Neff,
Hammelbach, vm.; Reſ. Georg Haag, Rimbach, vm.;
Reſ. Eugen Kreuter, Worms, vm.
III. Bataillon.
9. Kompagnie: Hptm. Hans Hohmann, ſchv.; Lt.
d. Reſ. Schraub, ſchv.; Lt. Friedrich Müller, lv.; Vizef.
Mundt, Peine, t.; U.=O. Hermann Krauſe, Herten,
lv.; U.=O. Weickel, Oſthofen, lv.; U.=O. Philipp Sturm,
Freilaubersheim, lv.; U.=O. Eugen David, Gimbsheim,
lv.; Serg. Schätzel, lv.; Gefr. Adolf Roſſel,
Dotz=
heim, lv.; Gefr. Albert Auguſt Meyer I., Scherzheim,
lv.; Musk. Emil Graß, Braubach, lv.; Musk. Karl
Lo=
renz, Brumath, lv.; Musk. Heinrich Scheurer,
Bieb=
rich, lv.; Musk. Walther Alfred Behrend, Lüdenſcheid
i. W., lv.; Musk. Karl Hofmann, Neuenrade, lv.;
Gefr. Friedrich Noll, Hertlingshauſen, lv.: Einj.=Freiw.
Karl Philipp Engert, Bürſtadt, lv.; Musk. Johann
Heinrich Baldauf, Mainz, lv.; Musk. Karl Bugner,
Mainz, lv.; Musk. Johann Burkhard, Reichenheim,
lv.; Musk. Johann Peter Fath, Tröſel, lv.; Musk. Otto
Gilbert, Bürklar, lv.; Musk. Konrad Günter,
Leiſel=
heim, lv.; Musk. Jakob Haas, Mainz=Kaſtel, lv.; Musk.
Heinrich Horn, Nieder=Olm, lv.; Musk. Eduard
Kiſt=
ner, Arlingheim, lv.; Musk. Peter Knopp, St. Goar,
lv.; Musk. Karl Kunz, Mainz, lv.; Musk. Johannes
Pfeil, Webern, lv.; Musk. Johann Sebaſtian
Scham=
bach, Bensheim, lv. Musk. Jgnatz Schmidt II., Mainz=
Kaſtel, lv.; Musk. Wilh. Sproß, Darmſtadt, lv.; Musk.
Fritz Kluge, Zwötzen, lv.; Musk. Peter Spahn, Heiger,
lv.; Musk. Gottfried Paternoga, Katowitz, lv.; Gefr.
Franz Aloys Köppel, Worms, lv.; Reſ. Johann
Ger=
nant, Rhein=Dürkheim, lv.; Reſ. Jakob Naab,
Schwabs=
burg, lv.; Gefr. Karl Friedr. Eberhardt, Herrnsheim,
lv.; Reſ. Philipp Ertelmayer, Herrnsheim, lv.; Reſ.
Karl Heinrich Kempf, Biſchheim, lv.; Reſ. Franz Müller,
Viernheim, vm.; Reſ. Chriſtian Groh, Wintersheim, vm.;
Reſ. Jakob Schuhmann, Wendelsheim, lv.: Reſ. Georg
Wolf, Wendelsheim, lv.; Reſ. Friedrich Benk, Wörrſtadt,
lv.; Reſ. Karl Defath, Wörrſtadt, lv.; Reſ. Peter
Fütt=
ler, Alzey, lv.; Reſ. Heinrich Knell, Weinheim, lv.;
Reſ. Heinrich Schicketanz, Trebur, vm.; Reſ. Ludwig
Schulmayer Mörfelden, lv.; Reſ. Peter Täffner,
Worms, lv.; Reſ Adam Muth, Gimbsheim, lv.; Musk.
Peter Heinrich Stahl, Babenhauſen, lv.; Gefr. Hof,
lv.; Reſ. Ruh, Horchheim, vm.; Musk.
Weins=
heimer, Roſenheim, lv.: Reſ. Philipp Kläber,
Horchheim, lv.; U.=O. d. Reſ. Peter Paul Vollner,
Wiesoppenheim, vm.: Vizef. d.,Reſ. Hermann Saager,
Franke, vm.; Gefr. Wilhelm Schneider, Viebrich, vm.;
Musk. Adam Peter Schneider II., Siershahn, vm.;
Einj.=Freiw. Karl Philipp Engert, Bürſtadt, vm.;
Musk. Ernſt Ambron, Nieder=Wöllſtadt, vm.; Musk.
Guſtav Dambacher Mombach, vm.; Musk. Dellert,
Ballinghauſen, vm.; Musk. Georg Führer,
Büttel=
born, vm.: Musk. Heinrich Trodt, Reichenbach, vm.
Musk. Johann Wendelin Herkert, Hilders, vm.; Reſ.
Karl Helmöcke, Althaldensleben, vm.; Reſ. Chriſtian
Groh I., Wintersheim, vm.; Reſ. Jakob Lawall,
Alzey, vm.; Reſ. Sebaſtian Bromer, Wörrſtadt, vm.;
Reſ. Wilhelm Claner, Wallertheim, vm.; Gefr. d. Reſ.
Emil Johann Riebel, Schwabsburg, vm.; Gefr. d. Reſ.
Ernſt Clagſaam, Meſſel, vm.; Reſ. Johann Schäfer,
Weinheim, vm.; Reſ. Peter Fitteler, Alzey, vm.; Reſ.
Johann Bayer, Kreuznach, vm.; Reſ. Peter Röth,
Hochheim, vm.; Gefr. Heinrich Hartmann, Münſter.
vm.; Reſ. Philipp Schilling, Büttelborn, vm.; Reſ,
Heinr. Schicketanz, Trebur, vm.; Reſ. Johann Becker,
Uelversheim, vm.; Reſ. Albin Auguſt Gerhard Werner,
Göttingen, vm.; Musk. Joh. Julius Martin, Oggersheim,
vm.; Gefr. Heinrich Johann Antony, Bechtheim, vm.;
Musk. Johannes Schröder, Ehrlinghauſen, vm.; Gefr.
Paul Simones, Niederſelters, vm.; Gefr. d. Reſ. Hof,
vm.; Reſ., Ruh, Horchheim, vm.
10. Kompagnie: Hptm. Herrmann, t.; Lt.
Walther Müller, ſchv.; Lt. d. R. Muhl, t.; Fähnrich
Röſeler, ſchv.; Vizef. d. Reſ. Bender, ſchv.; U=O.
Müller, Potsdam, t.; U.=O. Gaß, Darmſtadt, ſchv.:
U.=O. d. Reſ. Hirſch, Oſthofen, ſchv.; U.=O. d. Reſ.
Braun Horchheim, t.; Feldw. Friedrich, Leiſelheim,
ſchv.; Vizef. Clauter, Dittelsheim, t.; U.=O. d. Reſ.
Dengler, Hallgarten, t.; U.=O. d. Reſ. Holl,
Aben=
heim, ſchv.; U.=O. d. Reſ. Klein, Obermoſchel, ſchv.;
Tambour Binz, Arheilgen, ſchv.; Musk. Heinrich
Stillger, Niederbrechen, ſchv.: Gefr. Caſpar,
Waldolwiſchheim, ſchv.; Musketier Hirſchberger,
Bingen, ſchv.; Musk. Karl Weber, Ober=Ramſtadt,
ſchv.: Gefr. Kedrowski, Miſchewitz, ſchr.; Musk.
Mayer, Alsbach, ſchv.; Musk. Zeißel, Hilbersdorf, t.;
Musk. Angermeier, Groß=Zimmern, vm.; Musk.
Philipp Böhmer Geilhauſen, t.; Musk. Felſing,
Ober=Gleen, t.; Musk. Flügen, Mainz, t.; Musk.
Hammel, Goddelau, vm.; Musk. Häfner, Drais, ſchv.:
Musk. Henning, Holzheim, t.; Musk. Kohl I., Neu=
Iſenburg, ſchv.; Musk. Koſſatz, Straupitz, ſchv.; Musk.
Eugen Kunner, Schönwald, t.: Musk. Landmann,
Niederſeemen, ſchv.: Musk. Ledermann, Zieh, ſchv.;
Musk. Luft, Wald=Amorbach, ſchv.; Musk.
Lutten=
berger, Neu=Bamberg, ſchv.; Musk. Martin Mainz,
t.Musk. Scheifele Ennabeuren, ſchv.; Musk. Schmuck,
Nieder=Olm, ſchv.; Musk. Schreiber Heidesheim, ſchv.;
Musk. Wagner, Eſſenheim, ſchv.: Musk. Will,
Wies=
baden, t.; Musk. Zerle, Groß=Eltingen, t.; Reſ. Biegi
Worms. ſchv.; U.=O. d. Reſ. Schumacher, Bladian, t.;
Reſ. Ohlenſchläger, Oppenheim, t.: Reſ. Lohmann
Dienheim, ſchv.: Reſ. Kreuter Biſſingen, t.; Reſ
Orlemann. Worms, ſchv.; Reſ. Ewald, Worms, ſchv.;
Gefr. d. Reſ. Hilß. Pfiffligheim, ſchv.; Reſ. Löb, Worms, t.;
Reſ. Gienger, Heppesau, ſchv.; Reſ. Johann
Ober=
haus, Oppenheim, ſchv.; Musk. Schanno, Straßburg,
ſchv.; Reſ. Gerhardt, Büdesheim, ſchv.; Gefr. d. Reſ
Johann Lahr II., Uffhofen, t.; Reſ. Rauſch, Eckelsheim,
ſchv.; Reſ. Uhink, Bretzenheim, ſchv.; Reſ. Philipp
Bayer I., Wonsheim, ſchv.; Reſ. Saß II., Wonsheim,
ſchv.; Reſ. Philipp Lahm, Wonsheim, t.; Reſ. Georg
Levigion, Sprendlingen, ſchv.; Gefr. d. Reſ.
Neid=
linger, Oppenheim, ſchv.; Reſ. Beyſer, Altbamberg,
ſchv.; Reſ. Georg Hertlein, Worms, ſchv.; Reſ. Johannes
Wagner, Abenheim, ſchv.; Gefr. d. Reſ. Holl III.,
Abenheim, ſchv.; Gefr. d. Reſ. Michel, Abenheim, ſchv.;
Reſ. Hch. Schreier, Worms, ſchv.; Reſ. Bonifer,
Worms, ſchv.: Reſ. Nägel, Viernheim, t.; Gefr. d.
Reſ. Georg Jakob Friedel, Viernheim, ſchv.: Gefr. d.
Reſ. Johann Fuhrmann, Unterſchönmattenwag, ſchv.;
Musk. Albert Auguſt Selchow, Oberſprockhövel, vm.
Musk. P. P. Baumert, Mainz, vm.; Musk. J. Paul
Düll, Sommerhauſen, vm.; Musk. J. J. Angemeier,
Groß=Zimmern, vm.; Musk. W. Hammel,
Godde=
lau, vm.; Musk. H. Merker, Pfungſtadt, vm.;
Musk. J. P. Pfaff, Niederrad, vm.; Musk. Philipp
Wilhelm Seibert, König, vm.; Musk. Philipp
Strauß, Niederroden, Kr. Dieburg, vm.: Einj.=
Freiw. Stippich Hohenkirchen, vm.: Reſ. Fr. W.
Hindrich, vm.; Reſ. O. Keidel, Eich, vm.; Reſ. G.
Ad. Heydt Leiſelheim, vm.; Reſ. J. Müller, Biblis,
vm.; Reſ. J. Kronauer Herrnsheim, vm.: Reſ.
R. Schwarz III., Herrnsheim, vm.;: Reſ. Johann
Fauth, Bechtheim, vm.; Reſ. Johann Nagel,
Nier=
ſtein, vm.: Reſ. H. W. Rauſchkolb, Eimsheim, vm.;
Musk. N. Bied, Bieber, vm.: Gefr. d. Reſ. G. Ph.
Michel, Ueberau, vm.: Gefr. d. Reſ. Fr. Schickert,
Undenheim, vm.; Gefr. d. Reſ. Fr. Regner, Alzey, vm.; Gefr.
d. Reſ. Jak. Wilſch, Dankenheim, vm.; Reſ. Ed. Köhl,
Fürfeld, vm.; Gefr. d. Reſ. Fr. C. L. Döring, Breslau,
vm.; Reſ. C. Mann, Wallertheim, vm.; Reſ. Johann
Kiefer, Alzey, vm.; Reſ. W. Rupp, Alzey, vm.; Reſ.
Chr. Joh. Stamacher, Doſſenheim, vm.; Reſ. Fr. Belsner,
Wittelshofen, vm.; Reſ. Georg Münk, Seeheim, vm.
Reſ. Gr. Jäger, Abenheim, pm.; Reſ. Gr. Schöppler,
Abenheim, vm.; Reſ. Joh. Ebeling, Dittelsheim, vm.;
Reſ. Pf. Günther, Leiſelheim, vm.; Reſ. Gg. Lind III.,
Leiſelheim, vm.: Reſ. J. Gg. Arnold, Waldmichelbach,
m.; Reſ. P. Seligmann, Nauheim, vm.; Reſ. Georg
Kempf, Viernheim, vm.: U.=O.=Schüler Denker,
Bünkum, vm.; Reſ. Wilh. Johann,
Unterſchönmatten=
vag, vm.; Reſ. C. Ritter, Unterſchönmattenwag, vm.;
Musk. H. Becker, Ruppertsburg, t.; Musk. O. Köck,
Ludwigsburg, t.: Musk. Wilh. Nieder, Meſſel, ſchv.;
Musk. Gg. Kirſch, Marburg, lv.; Musk. W.
Schiffer=
decker, Weiſenau, lv.; Reſ. Schneider, Offſtein, vm.
11. Kompagnie: Hptm. Paul Claſſen,
Wies=
baden, vw.; Lt. Fritz Kleine, t.; U.=O. Nikol.
Scheuer=
mann, Karlſtadt, t.; U.=O. d. Reſ. Phil. Eich, Ober=
Flörsheim, t.; Tambour Franz Rappert, Planig, t.;
Musk. Guſtav Schneider, Aſchersleben, t.; Musk. Peter
Mitſch, Unterhambach, t.; Vizef. d. Reſ. Walter
Vogel, Mainz, vw.; Vizef. Adum Fuhry, Horchheim,
vw.; U.=O. d. Reſ. Max Valentin, Guben, vw.; U.=O.
d. Reſ. Heinrich Heſſinger, Spiesheim, vw.; U.=O.
Georg Zöhler, Oberheldrungen, vw.; U.=O. Peter
Drauth, Eberſtadt, vw.; U.=O. d. Reſ. Jakob Seifert,
Münſter, vw;. U.=O. d. Reſ. Johann Kern, Worms, vw.;
U.=O. d. Reſ. Wilhelm Wolf, Stadecken, vw.; Reſ. Adam
Horn, Diersheim, vw.; Reſ. Friedrich Beutel,
Bens=
heim, vw.; Reſ. Adam Valk, Zell, vw.; Reſ. Franz
Heeb, Bensheim, vw.; Gefr. d. Reſ. Franz Draiſch,
Alzey, vw.; Reſ. Aloys Raiß, Arbing, vw.; Reſ. Jakob
Selzer, Pfeddersheim, vw.; Reſ. Jakob Steinbach,
Eppelsheim, vw.; Reſ. Philipp Großkopf, Jugenheim,
vw.; Musk. Heinrich Eiſen, Orbis, vw.; Musk. Wilhelm
Seiler, Horchheim, vw.: Musk. Heinrich Rudeck,
Annen, vw.; Musk. Adam Hambach, Kaſtel=Mainz,
vw.; Musk. Gottfried Schwerder, Horchheim, vw.;
Musk. Rudolf Weinmann, Mainz, vw.; Musk. Karl
Renner, Alzey, vw.; Musk. Karl Fell, Flomborn,
vw.; Musk. Guſtav Leitſch, Dieza, vw.; Horniſt
Hein=
rich Brüggemann, Minden, vw.; Tambour Eduard
Kaiſer, Riedelz, vw.; Einj.=Freiw. Karl Loſacher,
Wiesbaden, vw.; Einj.=Freiw. Richard Brehm, Rhein=
Dürkheim, vw.; Einj.=Freiw. Peter Müller, Heubach,
vw.; Musk. Stanislaus Walinski, Buchenhagen, vw.;
U.=O. d. Reſ. Georg Hohtes, Gadernheim, vm.; U.=O.
d. Reſ. Joſeph King, Vöhrenbach, vm.; U.=O. d. Reſ.
Georg Grohmann, Worms, vm.; Gefr. Jakob Becker,
Alzey, vm.; Gefr. Peter Badmann, Mörlenbach, vm.;
Gefr. Valentin Babilon, Viernheim, vm.; Gefr. Paul
Bulnau, Worms, vm.; U.=O. d. Reſ. Georg Heß,
Monsheim, vm.; Gefr. d. Reſ. Karl Brüg, Alezy, vm.;
Gefr. d. Reſ. Jakob Ebert, Neckarſteinach, vm.; Gefr.
d. Reſ. Leonhard Helfert, Nieder=Liebersbach, vm.;
Gefr. d. Reſ. Heinrich Hülm, Hüningen, vm.; Gefr. d.
Reſ. Adam Mühlfeld, Wahn, vm.: Einj.=Freiw.
Friedrich Rapp, Unter=Moſſau, vm.; Einj.=Freiw. Karl
Schönmann, Speyer, vm.: Einj.=Freiw. Philipp
Spilger, Ritenbach, vm.: Gefr. Anton Ziegelmeyer,
Langenbrücken, vm.; Musk. Adam Bickel,
Oberladen=
bach, vm.; Musk. Karl Bingenheimer, Eſſenheim,
vm.; Musk. Julius Bloch, Muttenholz, vm.; Musk.
Georg Berghinner, Hainſtadt, vm.; Reſ. Adam
Ber=
mont, Oſthofen, vm.; Reſ. Jakob Biontino,
Aben=
heim, vm.; Reſ. Heinr. Bernd, Würzweiler, vm.; Reſ.
Phil. Born, Worms, vm.; Reſ. Jakob Belz, Alzey,
vm.; Reſ. Adam Beck, Dittelsheim, vm.; Reſ. Adam
Brandt, St. Johann, vm.; Reſ. Ludw. Becker,
Mons=
heim, vm.; Reſ. Adam Brunnengräber, Fehlheim,
vm.; Reſ. Heinrich Chriſtmann, Worms, vm.; Reſ.
Jakob Dinges, Heppenheim, vm.; Musk. Wilhelm
Ebertz, Mainz, vm.; Musk. Georg Franz, Zwickau,
vm.; Musk. Johann Friedmann, Wallerſtädten, vm.;
Musk. Friedrich Göttmann, Reinheim. vm.; Reſ.
Her=
mann Gehm, Alzey, vm.; Musk. Karl Herrmann,
Stimpſach, vm.; Musk. Friedrich Heußer, Hundsdorf,
vm.; Reſ. Johann Hofmann, Hamm, vm.; Reſ. Peter
Hartenbach „Worms, vm.; Reſ. Philipp Heußel,
Framersheim, vm.; Reſ. Eugen Hudelmeier, Alzey,
vm.; Reſ. Aloys Heßler, Kleinhauſen, vm.; Reſ. Jakob
Hoffeler, Dorn=Dürkheim, vm.; Musk. Leo Janetzki,
Calan, vm.; Musk. Adam Ihrig, Kirchbrombach, vm.;
Musk. Peter Imhoff, Münchhauſen, vm.; Musk.
Hein=
rich Kilian, Reinheim, vm.; Musk. Peter Klein,
Kirch=
heimbolanden, vm.; Musk. Franz Knecht. Mainz, vm.;
Musk. Karl Kirch, Bodenheim, vm.; Musk. Karl
Kull=
mann, Griesheim, vm.; Musk. Johann Kunz,
Egels=
bach, vm.: Musk. Jakob Kunz, Kloppenheim, vm.; Reſ.
Ernſt Kräuter, Büſſingen, vm.; Reſ. Ludwig Kramm,
Alzey, vm.; Reſ. Philipp Klotz, Lampertheim, vm.; Reſ.
Lorenz Kohl, Unterabtſteinach, vm.; Reſ. Georg Kohl,
Unterabtſteinach, vm.; Musk. Wilhelm Lang,
Gernsheim, vm.; Musk. Guſtav Michel, Büheim,
vm.: Reſ. David Michels, Worms, vm.;
Reſ. Karl Maier Alzey, vm.; Reſ. Johann Müller,
Hendorf. vm.: Reſ. Jakob Mayer, Gundersheim, vm.;
Reſ. Philipp Merz, Wartenhörg, vm.; Reſ. Adam Mann,
Alzey, vm.; Reſ. Nik. Michelhaus, Heppenheim. vm.;
Reſ. Philipp Maurer, Hackenheim, vm.; Reſ. Jakob Naas,
Pfeddersheim, vm.; Musk. Philipp Obenauer,
Pfedders=
heim, vm.; Reſ. Johann Ohlenmüller, Bensheim, vm.;
Musk. Gg. Peter, Wallenrod, vm.; Musk. Sali Bracher,
Wenings, vm.: Reſ. Valentin Quanz, Bernshauſen, vm.;
Musk. Adam Rhein, Fürth. vm.: Musk. Wilhelm Rupp,
Alsfeld, vm.; Musk. Hermann Römer, Stanislano, vm.;
Musk. Georg Schupp, Oberbrieſchen, vm.: Musk. Jakob
Schilling, Kleinhauſen, vm.; Musk. Wilhelm Schekox
Schiltigheim, vm.; Einj.=Freiw. Schmidt, Schöppenſtedt,
vm.; Reſ. Auguſt Stock, Alzey, vm.; Reſ. Wilh. Stumpf,
Flonheim, vm.; Reſ. Johann Schall, Worms, vm.: Reſ.
Friedrich Spengler, Jugenheim, vm.; Reſ. Artur
Schä=
fer, Vornheim, vm.; Reſ. Karl Schmitt, Bensheim, vm.;
Reſ. Franz Schmitt, Bensheim, vm.; Musk. Karl
Vier=
heilig, Mainz, vm.; Musk. Heinrich Vierheller,
Hergen=
hain, vm.; Musk. Peter Vogel, Fränkiſch=Crumbach, vm.;
Reſ. Johann Werrsheim, Niedesheim, vm.; Reſ.
Valen=
tin Wüſt, Kleinhauſen, vm.; Reſ. Emil Weihrmann,
Wimpfen, vm.; Reſ. Karl Weickel, Bensheim, vm.; Reſ.
Georg Pfeiffer, Worms, vm.
12. Kompagnie: Hptm. Oldenburg, vw.; Lt. Külp,
vw.; Lt. d. Reſ. Frank, vw.; Lt. Rupp, vw.; Lt. Hans
Proske, Wiesbaden, t.; Vizef. Eduard Berentzen,
Metz, t.; Musk. Ludwig Zweyer, Alsleben, Bayern, t.;
U.=O. Johannes Alfred Pelz, Sallenſtein, vw.; Einj.=
Freiw. U.=O. Wilhelm Heinrich Bauer, Biebesheim, vw.;
Musk. Heinrich Keller, Ober=Ramſton, vw.; Tambour
Albert Fiſcher, Wambel, verw.; Musk. Karl Joh. Hein=
Nummer 266.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 27. September 1914.
Seite 7.
rich Jakobit, Unter=Liedersbach, vw.; Musl. Georg
Benz, Wixhauſen, vw.; Musk. Otto Schweiß,
Frei=
burg i. Br., vw.; Reſ. Auguſt Georg Hotz=Dierolf,
Neckar=Biſchofsheim, vw.; Reſ. Gg. Lautenſchläger,
Worms, vw.; Reſ. Johannes Klag, Weinsheim, vw.;
Musk. Philipp Meyer, Gadernheim, vw.; Musk. Georg
Darmſtadt, Harxheim, vw.; U.=O. Chriſtian
Bottel=
berger, Bechtheim, vw.; Musk. Ernſt Blodt,
Eſſen=
heim, vw.; Musk. Georg Geunebach, Meſſel, vw.;
Einj.=Freiw. Friedrich Hartmann, Iſerlohn, vw.;
Musk. Heinrich Nies, Rinderbügen, vw.; Reſ. Heinrich
Brand, Weinsheim, vw.; Einj.=Freiw. Felix Mann,
Pfiffligheim, vw.; Gefr. d. Reſ. Georg Hoffmann,
Oppenheim, vw.; Musk. Karl Friedrich Maus,
Gerns=
heim, vw.; Musk. Heinrich Karl Franz Hoch, Mainz,
vw.; Musk. Ferdinand Adam König, Obermörlen, vw.;
Musk. Mathias Fey, Mainz, vw.; Musk. Guſtav
Kohl=
mann, Eimsheim, vw.; Musk. Wilhelm Auguſt Robert
Steinſeifer, Siegen, vw.; Musk. Ludwig Werle,
Viernheim, vw.; Musk. Heinrich Michels, Altendorn,
vw.; Musk. Jakob Brand, Sprendlingen, vw.; Musk.
Adam Grünig, Stockſtadt, vw.; Musk. Johannes
Kreiner, Tohlingen, vw.; Gefr. d. Reſ. Jakob Raab,
Nierſtein, vw.; Reſ. Heinrich Oeſterreicher,
Dolges=
heim, vw.; U.=O. d. Reſ. Anton Wilhelm, Hackenheim,
vw.; Gefr. d. Reſ. Philipp Geyer, Flonheim, vw.; Reſ.
Johann Mauer, Flonheim, vw.; Reſ. Philipp
Mar=
tin II., Armsheim, vw.; Reſ. Georg Grieſer,
Heppen=
heim, vw.; Gefr. d. Reſ. Georg Geyer, Flonheim, vw.;
Reſ. Paul Max König, Dailien, vw.; Reſ. Johannes
Roßmann, Nierſtein, vw.; Reſ. Albert Friedrich
Quaas, Worms, vw.; U.=O. d. Reſ. Rudolf Hermann
Weigell, Pfeddersheim, vw.; Musk. Frz. Blaszczak,
Lamki, vm.; Musk. Heinrich Delzeit, Planig, vm.;
Reſ. Paul Karl Guſtav Geske, Worms, vm.; Reſ. Peter
Gernsheimer, Hochheim, vm.; Musk. Guſtav Gottl.
Vogt, Ubbediſſen, vm.; Musk. Nikolaus Adam Spahn,
Dietesheim, vm.; Musk. Chriſtian Metz, Reipertsweiler,
vm.; Musk. Karl Jennerich, Guntersblum, vm.; Musk.
Johann Franz Hof, Wöllſtadt, vm.; Horniſt Joſeph
Poggel, Holzwickede, vm.; Musk. Karl Anſtett,
Für=
denheim, vm.; Musk. Chriſtof Sauerwein, Langſtadt,
vm.; Musk. Adam Heinrich Schuchardt, Wallersdorf,
vm.; Musk. Heinrich Joſeph Haſſemer, Gau=
Alges=
heim, vm.; Reſ. Adam Schönmehl, Dienheim, vm.;
Reſ. Karl Fiſchborn, Biebelsheim, vm.; Reſ. Wilhelm
Schimsheimer, Nieder=Saulheim, vm.; Reſ. Ludwig
Krebs, Hahnheim, vm.; Gefr. Horniſt Georg
Pfanne=
becker, Dintesheim, vm.; Reſ. Karl Johann Montag,
Wendehauſen, vm.; Reſ. Joſeph Jaworski,
Wöll=
ſtein i. P., vm.; Reſ. Franz Gruber, Sulzheim, vm.;
Reſ. Karl Aulbach, Freimersheim, vm.; Reſ. Anton
Rickerich, Uffhofen, vm.; Reſ. Johann Chriſtof Lau,
Hackenheim, vm.; U.=O. d. Reſ. Johann Karl Schnell,
Worms, vm.; U.=O. d. Reſ. Georg Kalter, Pfiffligheim,
vm.; Reſ. Georg Muth, Herrnsheim, vm.; Gefr. d. Reſ.
Jakob Müller, Heppenheim, vm.; Reſ. Karl Neef,
Kriegsheim, vm.; Reſ. Martin Leopold Seelinger,
Monsheim, vm.; U.=O. d. Reſ. Georg Ludwig Mohr,
Groß=Gerau, vm.; Reſ. Jakob Embach, Bobſtadt, vm.;
Reſ. Jakob Meinhardt, Hofheim, vm.; Reſ. Jakob
Kleber, Hofheim, vm.; Reſ. Franz Zintel, Hofheim,
vm.; Reſ. Aloys Keckeit, Bonsweiher, vm.; Reſ.
Hein=
rich Siegel, Mörfelden, vm.; Reſ. Adam Hely, Weiher,
vm.; Reſ. Georg Pfennig, Viernheim, vm.; Reſ. Adam
Ebert, Birkenau, vm.; Reſ. Franz Jung, Volxheim,
vm.; Reſ. Karl Bohrmann, Wintersheim, vm.; Reſ.
Heinrich Weber, Heimersheim, vm.; Fahnenj. U.=O.
Ernſt Walter Schmidthals, Deutſch=Krone, vw.; Reſ.
Michael Rotenheber, Lorſch, vw.; Musk. Ernſt
Wil=
helm Wirth, Pirmaſens, vw.; Musk. Adam Georg
Cre=
ter, Darmſtadt, vw.; Musk. Paul Kemter, Offenbach,
vw.; Musk. Heinrich Hermann Döbler, Nieder=Wieſen
vw.; Musk. Ernſt Karl Weiß, vw.; Musk. Georg
Hein=
rich Fretter, Schiltigheim, vw.; Musk. Jakob
Sut=
ter, Röſchwog, vw.; Musk. Konrad Ballmert, Mainz,
vw.; Musk. Auguſt Henſel, Darmſtadt, vw.; Musk.
Peter Geibig, Guntersblum, vw.; Musk. Auguſt
Chri=
ſtian Pitzinger, Burgbernheim, vw.; Musk. Lorenz
Diehl, Sprendlingen, vw.; Musk. Jakob Bohrmann
Dietesheim, vw.; Musk. Philipp Emrich, Sprendlingen,
vw.; Musk. Heinrich Bretz, Flonheim, vw.; Musk.
Hein=
rich Strub, Worms, vw.; Musk. Walter Vollrath,
Flechenheim, vw.; Musk. Adam Dudem, Babenhauſen,
vw.; Musk. Chriſt. Lies, Genſingen, vw.; Musk.
Jo=
hann Gropp, Bechtheim, vm.; Musk. Karl Beutele,
vm.; Musk. Joſeph Griesbach, Höhnheim, vm.; Musk.
Valentin Geiß, Groß=Zimmern, vm.; Musk. Friedrich
Kappel, Biebelsheim, vm.; Musk. Jakob Koth, Gau=
Odernheim, vm.; Musk. Heinrich Fröcher, Gau=
Odern=
heim, vm.; Musk Daniel Hauck, Weinheim, vm.; Musk.
Jakob Schwarz, Kettenheim, vm.; Musk. Anton
Lün=
kenheimer, Biſchelheim, vm.; Musk. Philipp Dietz,
Flonheim, vm.; Musk. Johann Vetter, Sprendlingen,
vm.; Musk. Otto Hammes, Worms, vm.; Musk. Guſtav
Schrem, Pfuhl, vm.; Musk. Adam Beichert,
Nier=
ſtein, vm.; Musk. Peter Ferner, Oſthofen, vm.; Musk.
Adam Enders, Dieburg, vm.
Maſchinengewehr=Kompagnie: Musk.
Auguſt Zimmermann, Nierſtein, vm.; Musk.
Fried=
rich Jakob Jährling, Darmſtadt. vm.; Muk. Chriſt.
Becker, Frieſenheim, vm.; Musk. Heinr. Degontrie,
Groß=Steinheim, vm.
Infanterie=Regiment Nr. 143
(Straßburg i. E. und Mutzig).
Gefechte im Weſten vom 20. Auguſt bis 4. Sept. 1914.
I. Bataillon.
2. Kompagnie: Reſ. Friedrich Weidmann,
Sprendlingen, vm.
II. Bataillon.
6. Kompagnie: Vizef. Anton Heinſtadt,
Oppertshofen, lv.
III. Bataillon.
11. Kompagnie: Gefr. Friedrich Kraus,
Lampert=
heim, vw.; Vizef. Emil Böttinger, Darmſtadt, lv.
12. Kompagnie: Vizef. d. Reſ. Ludwig Böttinger,
Offenbach a. M., vw.; Reſ. Gefr. Auguſt Kleinſchmidt,
Mainz, ſchv.
Infanterie=Regiment Nr. 169 (Lahr und Villingen).
Napoleoninſel am 10., Vallerysthal am 20., Biberkirch am
20. und am 21., Dreibrunnen am 21. und am 23., Harzweiler
am 21., Merviller am 21., St. Poél am 24., Ménil am 26.
und am 27., St. Barbe am 26. und am 27. Auguſt 1914.
II. Bataillon.
7. Kompagnie: Reſ. Philipp Fink, Hemsbach, ſchv.;
Reſ. Michael Hohrein, Laudenbach, ſchv.
8. Kompagnie: Einj.=Freiw. Michgel Heinz,
Heddesheim, ſchv.; Musk. Joſeph Dobberthin, Mainz,
lv.; Musk. Johann Seibert, Mainz, lv.
III. Bataillon.
9. Kompagnie: Gefr. Adam Lederle I.,
Groß=
ſachſen, vw.; Musk. Heinrich Weber, Utphe, vw.
11. Kompagnie: Musl. Sebhaſ. Satiler, Worms, iv.
12. Kompagnie: Musk. Friedrich Guth, Nieder=
Ingolsheim, ſchv.
Ulanen=Regiment Nr. 6 (Hanau).
Gefechte bei Laval am 3., Warripont am 4.,
Heiltz am 7. September 1914.
3. Eskadron: Lt. Friedrich Wilhelm Prinz
von Heſſen, H., Frankfurt a. M., ſchv.; Lt. d. Reſ.
Ludwig Treſenius, Wiesbaden, ſchv.; U.=O. Hans
Eckert, Mainz, lv.; Gefr. Elias Stein, Climbach, lv.
Fußartillerie=Regiment Nr. 3 (Mainz).
Gefechte im Weſten am 21., 22. und 28. Auguſt 1914.
I. Bataillon.
1. Batterie: U.=O. Carl Opitz, Mainz, t.
2. Batterie; Gefr. Otto Goebel, Mainz, lv.
Feldflieger=Truppe.
Cormicy am 4. September 1914.
Flieger Joſef Schamari, Johannisberg i.
Rhein=
gau, lv.
Berichtigung früherer Verluſtliſten.
Dragoner=Regiment Nr. 14 (Colmar i. E.)
Gefr. d. Reſ. Paul Michel, Worms, bisher vm., iſt
im Lazarett.
Kaiſerliche Marine.
VVerluſtliſte Nr. 5.
(Vermißt” bedeutet, daß das Ableben mit hoher
Wahr=
ſcheinlichkeit anzunehmen iſt).
II. Matroſendiviſion.
Kapitulanten.
Oberbootsmannsmaat Anton Kaufmann aus
Frankfurt a. M., vm.‟; Oberbootsmannsmaat Peter
Raub aus Hochheim, vm.; Obermatroſe Leo Klein
aus Klein=Anheim, vm.”
I. Werftdiviſion.
Marineingenieur d. Reſ. Johannes Wagner aus
London, England, vm.
II. Werftdiviſion.
I. Abteilung.
Obermaſchiniſtenmaat Eduard Crecelius aus Höchſt
a. M., vm.‟
1. Kompagnie: Maſchiniſtenanwärter Gg. Schüßler
aus Bickenbach, vm.”
2. Kompagnie: Oberheizer Auguſt Soſſenheimer
aus Rüdesheim, vm.”; Oberheizer Wilhelm Kloß aus
Roßdorf, vm.‟ Heizer Chriſt. Heppel aus Drais, vm.”
Heizer Matthäus Erat aus Siedelsbrunn, vm.‟
Verwundete und kranke Soldaten
in Darmſtädter Lazaretten.
Mitgeteilt vom Heſſiſchen Landesverein vom Roten Kreuz.
Zugänge am 24. September:
Städtiſches Krankenhaus, Grafenſtraße 1
Beſuchszeit: Werktäglich 2—3½ Uhr nachmittags;
Sonntags 11—12 Uhr vormittags.
Baumann, Albert, Nieder=Haßlau, Inf. 139/6.—
Bergmann, Karl, Kaverditz, Inf. 106/2. — Bierögel, Alb.,
Krimmitſchau, Inf. 133/7. — Böttſcher, Alfred, Allefeld,
Inf. 133/12. — Burger, Georg, Ober=Kainsbach, Inf.
168/1. — Buſch, Gg., Leipzig, Inf. 106/6. — Buſch, Rich.,
Liebertwolkwitz, Inf. 107/7. — Drechsler, Ernſt, Oelsnitz,
Inf. 181/7. — Geißler, H., Borna, Art. 24/5. — Fritzſche,
Kurt, Mylau, Inf. 133/12. — Hallbauer, Willy, Triebes,
2. Jäger./13. — Heſſe, Kurt, Gelenau, Reſ.=Gren. 100/11. —
Hofmann, Heinr., Mockritz, Inf. 139/3. — Hoffmann,
Her=
mann, Neugersdorf, Inf. 181/4. — Illgen, Johann,
Leip=
zig, Artz 22/4. — Kauka, Paul, Queſitz, Inf. 139, M.=G.=K.
— Kredel, Ludw., Leuta, Inf. 87/3. — Krieger, Richard,
Groß=Deuben, Inf. 139/4. — Kroll, Hermann, Engelsdorf,
Inf. 181/6. — Leſch, Paul, Chemnitz, R.=Inf. 102.
Lindner, Otto, Leipzig=Reudnitz, Inf. 106/4. — Lipfert,
Arthur, Siegmar, Inf. 181/7. — Martin, Paul,
Reichen=
hain, Inf. 106/9. — Mehnert, Paul, Oberplanitz, Inf. 133.
— Meier, Aug., Wittenborn, Inf. 179/8. — Müller, Ernſt,
Auerhammer, Inf. 133/8. — Noack, Mathias, Bluno,
6 Garde=Art.=Rg. — Otto, Karl, Dresden, Jäg. 12/4. —
Poſt, Anton, Koblenz, Inf. 28, M.=G.=K. — Rohr, Georg,
Leipzig=Anger, Inf. 181/1. — Rühle, Arthur, Dresden,
Inf. 102/9. — Schlicke, Max, Eulenburg, Inf. 179/2. —
Schmid, Otto, Leipzig, Wiederitzſch, Inf. 107/9. —
Schön=
felder, Hugo, Kleinrückerswalde, Inf. 104/6. — Schraub,
Wilhelm, Leutn., Inf. 118/9. — Schultheiß, Paul, Zwickau,
Inf. 133/7. — Schwabe, Willy, Schwarzenberg, R.=Inf.
133/7. — Sonntag, Otto Altheim, Inf. 181/7. —
Spritz=
ner, Rudolf, Lauter, Inf. 133/7. — Wegerdt, Otto,
Roß=
wein, Inf. 139/6. — Weinhold, Alfred, Annaberg, Landw.=
Inf. 104/7. — Zuber, Chriſtian, Leipzig=Lindenau, Inf.
107/4.
Zugang am 25. September:
Haus Hagenburg, Dieburger Straße 241
(Hirſchköpfe)
Beſuchszeit: Täglich 4—5 Uhr nachm.
Adam, V., Gau=Odernheim, Inf. 115/4.
Ernſt=Ludwig=Heilanſtalt (Dr. Loſſen), Steinſtr. 21
Beſuchszeit: Täglich 2—5 Uhr nachmittags.
Schäfer, G., Flörsheim, Landft.=Inf.=Batl. 2/4.
Dr. Weberſche Augenklinik (Dr. Ollendorff)
Frankfurter Straße 42
Beſuchszeit: Täglich 10—12 Uhr vormittags,
3—4 Uhr nachmittags.
Grunpeter, K., Schwarzburg, R.=Inf. 116/4.
Diakoniſſenhaus Eliſabethenſtift, Erbacher Straße 25
Beſuchszeit: Sonntags, Dienstags und Freitags
3—4 Uhr nachmittags.
Geier, J., Gundernhauſen, Inf. 115/3. — Löffler, H.,
Darmſtadt, Inf. 115/1.
Städtiſches Krankenhaus, Grafenſtraße 1
Beſuchszeit: Werktäglich 2—3½ Uhr nachmittags;
Sonntags 11—12 Uhr vormittags.
Bock, Johann, Habitzheim, Inf. 115/6. — Burger, Gg.
Lodz, Inf. 168/1. — Heiß, Robert, Darmſtadt, Inf. 115/5.
— Krauſch, Wilhelm, Offenbach, Landw.=Inf. 115/4.
Kahn, Saly, Groß=Umſtadt, Inf. 115/11. — Michel, Georg,
Rimbach, R.=Inf. 118/8. — Schneider, Hugo, Saalfeld,
L.=Inf. 116/3. — Spatz, Peter, Heubach, Inf. 118/1.
Schweſternhaus der Barmherzigen Schweſtern,
Niederramſtädter Straße 30
Weidmann, Joh., Zell, Inf. 115/8.
Eleonorenheim (Lazarett J. K. H. der Großherzogin)
Heinheimerſtraße 21
Beſuchszeit: Täglich ½11—½12 Uhr vormittags,
4—6 Uhr nachmittags.
Maier, Fritz, Darmſtadt, Inf. 115/1. — Voland, Rich.,
Mosbeim. Inf. 139/4.
Techniſche Hochſchule (Reſ.=LazarettIl) Hochſchulſtr. 1
Beſuchszeit: Täglich 2—4 Uhr nachm.
Trautmann, Jak., Reichelsheim, Landw.=Inf. 118/2. —
Willwohl, Joh., Hirſchhorn, 1. Art. III/9.
Aus den Lazaretten entlaſſen
Am 25. September:
Appun, Max, Eisfeld=Koburg, R.=Inf. 40/6. — Backes,
Peter, Merſchweiler, Inf. 131/7. — Brandſtätter, Valentin,
Wattenheim, Inf. 115/3. — Borcherding, K., Groß=
Hegers=
dorf, Drag. 14/2. — Gerber, Richard, Ulm, Pion. 13. —
Gerſtenkorn, Sebaſtian, Felsbrunn, 4. Reſ.=Inf. 40/10. —
Gründling, Joh., Lorſch, Inf. 116/2. — Hartmann, Rud.,
Iſerlohn, Inf. 132/9. — Kahn, Friedrich, Wimpfen, R.=
Inf. 221/3. — Katz, E., Hochdorf, Inf. 125/7. — Koch, H.,
Wixhauſen, R.=Art. 25/1. — Krauß, Friedr., Gelſenkirchen,
Inf. 115/10. — Niebich, Wilh., Prieſtewitz, Pion. 6. — Proß,
K., Sulz, R.=Art. 25/6. — Schirdewahn, A., Rathe, Art. 6.
—Schneider, Adam, Ober=Nauſes, Inf. 115/3. —
Schwart=
paul, J., Altenaſſeln, Train 18/3. — Schwarz, Philipp,
Groß=Gerau, Art. 61. — Volk, Adam, Zell i. O., Inf.
118/11. — Wächter, Ph., Holzheim, Art. 84/5. — Walter,
Georg, Laudenau, R.=Inf. 118/3. — Winter, Otto,
Groß=
verner, Inf. 105/10. — v. Zeppelin, F., Schloß Ebersberg.
Drag. 23 (zur Erholung in der Villa Alvensleben, hier).
Verwundete in Mainzer Lazaretten.
Inf.=Regt. 117: Gefr. d Landw. Otto Bey; Musk.
Braunbeck; Reſ. Döpfner; Reſ. Ferdinand; Reſ. Harth;
Musk. Hoffmann; Musk. Horn; U.=O. d. Reſ. Hummel;
Reſ. Kesberg; Gefr. Kögler; Musk, Maier; Reſ. Müller;
Reſ. Nern; Reſ. Neumann; Reſ. Karl Schilling; U.=O.
Schleuſe; Reſ. Schreibweiß; Tamb. Gefr. Thirion;
Wehr=
mann Turezyk; Musk. Ulrich; Musk. Velte; Reſ. Weber;
Gefr. d. R. Weingarten. — Inf.=Regt. 118: Musk. Jakob
Caprano; Musk. Keim; Gefr. d. R. Lawall. — Reſ.=Inf.=
Regt. 118: Wehrmann Würtz.
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Von 21000 Arzten anerkanntes Kräftignsssmittel
für Körper und Nerven. Bereits vielfach
preis-
gekrönt, erhielt es auf dem Internationalen
Medizi-
nischen Kongreß 1913 den Großen Preis als einziges
Präparat in der Gruppe Nähr- und
Kräftigungs-
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1. bei-Nervenleiden .
2. bei Rekonvaleszenz und
Schwäche-
zuständen aller Art
3. bei Magen- und Darmleiden
4. bei Lungenleiden
5. bei Bleichsucht und Blutarmut
G. bei Kinderkrankheiten
7. bei Frauenleiden
8. bei Ernährungsstörungen
ferner 9. Merkblatt für werdende Mütter und
Wöchnerinnen.
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(6203a
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 27. September 1914.
Nummer 266.
34. Quittung.
In der Sammelſtelle des „Darmſtädter Tagblatts”
wurden für den Heſſiſchen Landesverein vom Roten
Kreuz weiter folgende Beträge abgegeben:
Georg Stier 10 M., M. Miltenberger 5 M., Juſtus
5 M., O. Jung (weitere Gabe) 20 M., E. S. 3 M.,
Kriegskaſſe der Schüler der „Darmſtädter Sprach= und
Handelsſchule” 10 M., durch Lehrer Heß die
Volksſchul=
klaſſe IIa Griesheim 10 M., Ungenannt aus Lengfeld
10 M., zuſammen 73 M. Hierzu die bereits
veröffent=
lichten 43 271.52 M., insgeſamt
43344.52 Mark.
16. Quittung.
In der Sammelſtelle des „Darmſtädter
Tag=
blatts” wurden für Kriegsnotleidende in Oſtpreußen
weiter folgende Beträge abgegeben:
Prof. Dr. Ernſt Bekker 10 M., Finanzrat Breitwieſer
10 M., Oberlandesgerichtsrat Sandmann (2. Gabe) 10 M.,
Durch Lehrer Heß die Volkſchulklaſſe IIa Griesheim 10 M.,
H. L. 1 M., H. B. 3 M., v. Strz. 50 M., Pfarrei Eberſtadt
211 M., Frl. A. u. O. Reh10 M., Gerichtsaſſeſſor Schneider
10 M., Gg. P, Eberſtadt, 2 M., Pflegerinnen vom Roten
Kreuz durch Obermedizinalrat Dr. Balſer 20 M., Ungenannt
aus Lengfeld 10 M. M. v. D. Ueberweiſung des
Ein=
quartierungsgeldes 5 M., Prof. Matthäi 5 M., Fräul.
Dreiße 5 M. Zuſammen 372 M., hierzu die bereits
ver=
öffentlichten 6493.07 M., insgeſamt
6865.07 Mark.
6. Quittung.
In der Sammelſtelle des „Darmſtädter Tagblatts”
wurden zu Gunſten der Hinterbliebenen von
Kriegs=
teilnehmern und ſonſtigen Hilfsbedürftigen aus der
Stadt Darmſtadt weiter folgende Beträge abgegeben:
Regierungsbaumeiſter Sehrt 10 M., Dr. Todt (
Prü=
fungsgebühren) 20 M., Verkauf von Extrablättern (Nr. 114
und 115) des Darmſtädter Tagblatts 8.65 M.,
Gerichts=
aſſeſſor Küchler und Frau 10 M., zuſammen 48.65 M.
Hierzu die bereits veröffentlichten 1778.05 M., insgeſamt
1826.70 Mark.
2. Dutttung.
In der Sammelſtelle des „Darmſtädter Tagblatts”
wurde für den Flottenbund deutſcher Frauen, e. V.,
abgegeben:
Durch Lehrer Heß die Volksſchulklaſſe IIa Griesheim
(Fl.=V. „Kap der Guten Hoffnung”) 6 M., hierzu die
bereits veröffentlichten 50 M., insgeſamt
56 Mark.
1. Quittung.
In der Sammelſtelle des „Darmſtädter
Tag=
blatts” wurden für die Kriegsnotleidenden in Elſaß=
Lothringen folgende Beträge abgegeben:
Dr. Siebert 10 M., E. Büttel 10 M., Stadtbibliothekar
Noack 50 M., Prof. Matthäi 5 M.
Zuſammen 75 Mark.
Familiennachrichten.
Statt Karten.
Die glückliche Geburt eines kräftigen
Jungens
zeigen an
(*5994
Martha Vilmar geb. Finkenwirth
Albrecht Vilmar.
Zurzeit Darmſtadt, den 25. September 1914.
Todes=Anzeige.
Wir machen hiermit die traurige
Mit=
teilung, daß am 22. ds. Mts. unſer
innigſt=
geliebter, guter Bruder, Schwager und Onkel, der
Fabrikbeſitzer
Forſt i. Lauſitz, im Alter von 51 Jahren, nach
langem, ſchwerem Leiden ſanft entſchlafen iſt.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Eliſe Hieronimus.
Darmſtadt, den 26. September 1914.
Heinrichſtr. 117
(*6018
Danksagung.
Für die vielen Beweise treuer
Freund-
schaft und herzlicher Teilnahme beim
Ver-
luste unseres geliebten Sohnes (K19126
Edward
sagen wir hiermit unseren innigsten Dank.
San.-Rat Dr. Brückner
und Frau.
Am 10. September fiel im Kampfe für sein Vaterland
mein innigstgeliebter Mann, unser Vater
Reinhold, Freiherr von Ungern-Sternberg
Oberhofmarschall Sr. K. H. des Großherzogs von Hessen
Major und Bataillons-Kommandeur im Leibgarde-Infanterie-Regiment Nr. 115.
Freifrau von Ungern-Sternberc
geb. Delmé-Radcliffe,
Alix unc
old.
Darmstadt, September 1914.
(19155
Für die vielen Beweiſe von Teilnahme an dem ſchmerzlichen Verluſte
unſeres geliebten Sohnes, Enkels, Bruders und Neffen
des Regierungsaſſeſſors
Walther Falkenhagen
Lentnant der Reſerve
ſagen wir auf dieſem Wege herzlichen Dank.
Im Namen der trauernden Familie:
Profeſſor Falkenhagen.
Darmſtadt, September 1914.
(B1916
Statt jeder beſonderen Anzeige.
Am 21. Auguſt erlitt den Tod fürs
Bater=
land unſer lieber Sohn, Bräutigam, Bruder,
Schwager und Neffe
Archivaſſiſtent
Dr. Otto Blaul
Unteroffizier d. Reſ. im 4. Gardegrenadier-Rrgt.
Beerfelden, Bad=Nauheim, Darmſtadt,
Oggers=
heim, Elbisheimerhof, Berlin, 26. Sept. 1914.
In tiefer Trauer:
Pfarrwitwe Eliſe Blanl geb. König,
Trude Heinrich,
Eliſe Hickel geb. Blaul,
Gottfried Blaul,
Hermann Blaul, zurzeit
Offiziersſtellver=
treter im Feſtungsdepot Germersheim,
Marie Blaul,
Heinrich Blaul, Lehrer, zurzeit
Kriegs=
freiwilliger im Erſatzdepot Darmſtadt,
Hedwig Blaul,
Hannah Blaul, Lehrerin,
Theodor Hickel, Pfarrer am Eliſabethenſtift,
Lisbeth Blaul geb. Wenzel,
Greta Blaul geb. Migeot. (*6017
Am 22. Auguſt fiel bei den Kämpfen in
Belgien unſer innigſtgeliebter älteſter Sohn
Königlich Preußiſcher Forſtaſſeſſor u. Leutnant
der Reſerve im Infanterie-Regiment Nr. 116.
Berlin=Wilmersdorf, 24. September 1914.
Mülberger, Reichsmilitärgerichtsrat,
und Frau Helene,
geb. Verdier de la Blaquiére.
9123
Dankſagung.
Für die zahlreichen Beweiſe herzlicher
Teil=
nahme bei dem Hinſcheiden meines innigſtgeliebten
Mannes, unſeres treubeſorgten Vaters,
Schwieger=
vaters, Bruders, Onkels und Schwagers (19137
Philipp Huck I.
Gepäckträger i. P.
ſagen wir allen Verwandten, Freunden und
Be=
kannten, beſonders ſeinen werten Kollegen der
Gepäckträgergemeinſchaft Frankfurt a. M. (
Haupt=
bahnhof), dem Geſangverein „Liederkranz” ſowie
der hieſigen Krankenſchweſter für die liebevolle
Behandlung und die troſtreichen Worte unſeres
Herrn Pfarrers Lehr unſeren tiefgefühlten Dank.
Wixhauſen, 26. September 1914.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Einer Anregung Folge gebend, werden
Extrablätfer, wir die Extrablätter zum Mindeſtpreis
von 5 Pfg. zugunſten der Hinterbliebenen von
Kriegsteilnehmern abgeben.
Wetterbericht.
Das Hoch über Mitteleuropa verflacht immer mehr,
während eine von Nordweſten her oſtwärts kommende
Depreſſion mit ihren ſüdlichen Gebieten nach dem
Feſt=
land zu vordringt. Immerhin behalten wir zunächſt
noch unter dem Einfluß des hohen Druckes heiteres Wetter.
Wetterausſichten für Sonntag: Ziemlich
heiter trocken, tagsüber mäßig warm, nachts kalt, ſchwache
ſüdliche Winde.
Tageskalender.
Sonntag, 27. September.
Großh. Hoftheater, Anfang 7 Uhr, Ende 10¼ Uhr
(Ab. A): „Der fliegende Holländer”.
Verſteigerungskalender.
Montag, 28. September.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 10 Uhr in der
„Stadt Pfungſtadt”.
Nachlaß=Verſteigerung um 2 Uhr Arheilgerſtr. 50.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Kurt Mitſching; für den
Anzeigen=
teil, Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem Ge=,
ſchäftsleben: Paul Lange, ſämtlich in Darmſtadt. — Für
den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an
die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche
wer=
den nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden
nicht zurückgeſandt.
Nummer 266.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 27. September 1914.
Seite 9.
Amtliche Nachrichten des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
Joh. Heinrich Kirſchner II. von Roßdorf wurde als
ſtellver=
tretender Nachtſchutzmann zu Roßdorf verpflichtet.
(19157
In Ginsheim (Kreis Groß=Gerau) iſt die Maul= und
Klauen=
ſeuche ausgebrochen.
Die geſamte Gemarkung Ginsheim wurde zum Sperrbezir!
erklärt.
(19156
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Dogge, 1 deutſcher Schäferhund, 1 Pinſcher (zugelauf.).
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier
ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde
findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags 10 Uhr, ſtatt. (19136
Warnung vor unlauteren Darlehensvermittlern.
Wir haben ſchon wiederholt vor dem unlauteren
Geſchäfts=
gebahren gewiſſer Darlehensvermittler gewarnt, die in Zeitungen
ſich zur Vermittelung oder Beſchaffung von Darlehen unter
an=
ſcheinend günſtigen Bedingungen erbieten, denen es aber vielfach
weniger um vie Beſchaffung der Darlehen zu tun iſt, als um die
Er=
zielung von Gewinn; entweder machen ſie die Behandlung der
Dar=
lehensgeſuche von der Vorauszahlung eines die wirklichen Auslagen
überſteigenden Koſtenvorſchuſſes für Einholung einer Auskunft
über die Kreditwürdigkeit des Nachſuchenden uſw. abhängig oder ſie
überſenden auf Grund von zur Irreführung geeigneter
Zeitungs=
annoncen und Proſpekten den Darlehenſuchenden eine ſogenannte
Geldoffertenliſte, d. i. ein umfangreiches Verzeichnis von
Darlehens=
vermittlern und Darlehensgebern, gegen Bezahlung einer Gebühr,
die meiſt durch Nachnahme erhoben wird. Wie berechtigt dieſe
Warnung iſt, beweiſt die Tatſache, daß fortwährend Verurteilungen
derartiger Perſonen wegen Betrug zu empfindlichen Strafen bekannt
werden.
Da auch hieſige Einwohner durch das unlautere
Geſchäfts=
gebahren derartiger Perſonen zu Schaden gekommen ſind, können
wir unſere Mahnung zur Vorſicht gegenüber unbekannten
Darlehens=
vermittlern nur wiederholen.
(19081sg
Darmſtadt, den 23. September 1914.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Liſte der deutſchen Gefangenen.
Das Auswärtige Amt in Berlin hat ſich durch Vermittelung
der neutralen Botſchaften in Berlin mit den feindlichen Mächten
zwecks Aufſtellung und Austauſch von genauen Liſten der in
den einzelnen Staaten zurückbehaltenen Gefangenen und
Ver=
wundeten nach dem Prinzip der Gegenſeitigkeit in Verbindung geſetzt.
Etwaige Anfragen wegen deutſcher Gefangenen oder
Verwun=
deten, von denen man annimmt, daß ſie in feindlichem Gewahrſam
ſind, wollen an Großh. Kreisamt dahier (Neckarſtraße 3) unter
An=
gabe von Namen, Geburtsort und=Tag, Militärverhältnis und
Truppenteil, Ort der letzten Nachricht oder Angabe des Gefechts,
in dem die Gefangennahme oder Verwundung ſtattfand, gerichtet
werden.
Darmſtadt, den 24. September 1914.
(19119gif
Der Oberbürgermeiſter:
Dr. Gläſſing.
Betr.: Das Einhalten der Tanbenzur Saatzeit.
Ich beſtimme hiermit, daß die Tauben von nun ab bis zum
15. k. Mts. eingeſperrt gehalten werden müſſen.
Zuwiderhandlungen werden nach Art. 39 Ziffer 2 des
Feld=
ſtrafgeſetzes mit Geldſtrafe bis zu 30 Mk. oder mit Haft bis zu
einer Woche beſtraft.
Mit Rückſicht auf die großen Schäden, die von den Tauben
zur Saatzeit angerichtet zu werden pflegen, muß eine genaue
Be=
obachtung der Vorſchrift im landwirtſchaftlichen Intereſſe verlangt
werden.
Eine ſtrenge Ueberwachung der Durchführung dieſer
Anord=
nung iſt daher veranlaßt worden.
Auf die Militärbrieftauben der Mitglieder des hieſigen
Brief=
taubenklubs findet vorſtehendes nur inſoweit Anwendung, als dies
das Reichsgeſetz vom 28. Mai 1894, den Schutz der Brieftauben
be=
treffend, zuläßt.
(19142gi
Darmſtadt, den 24. September 1914.
Der Oberbürgermeiſter:
I. V.: Ekert.
Lieferung von Steinkohlen für Stadtarme.
Diejenigen hier wohnhaften Steinkohlenhändler, die bereit ſind,
im kommenden Winter an Stadtarme Steinkohlen (Fettſchrot
I. Güte) in kleinen Mengen von einem Zentner ab frei
Auf=
bewahrungsort zu liefern, wollen ihre Angebote unter Stellung eines
für den ganzen Winter gültigen Preiſes bis längſtens 10. Oktober
I. Js. bei uns einreichen.
Darmſtadt, den 24. September 1914.
Städtiſches Armen= und Fürſorgeamt.
J. V.: Hopp.
19141)
Schlachtviehhof Darmſtadt.
Kälbermärkte: Montag, den 28. September
und Freitag, den 2. Oktober
(19140
(anſtatt Donnerstag.)
Die Direktion.
Nachlaß=Verſteigerung.
Montag, den 28. September 1914, nachm. 2 Uhr,
wird der Nachlaß der verſtorbenen Frau Eliſe Röſe, im Hauſe
Arheilgerſtr. 50, freiwillig gegen Barzahlung verſteigert, und zwar:
2 komplette Betten mit Roßhaarmatratzen, 1 zweitüriger
Kleiderſchrank, 2 Kommoden, 1 Sofa, 1 Ausziehtiſch, 4
Rohr=
ſtühle, 1 Vertiko, 1 Nähtiſch, 1 Bauerntiſch, 1 Blumenſtänder,
2 Regulatoren, 1 Nähmaſchine, 2 Spiegel, verſchiedene
Lampen, 1 Partie Bücher und Bilder, 1 Kücheneinrichtung,
1 Partie Damenkleider, Damenwäſche, Bettwäſche und
Tiſch=
wäſche, 1 Pelzgarnitur, verſchiedene Schirme, 1 ſilberne
Herrenuhr und 1 ſilberne Damenuhr.
(19139
Darmſtadt, den 25. September 1914.
Ludwig Raab, Amtsgerichts=Taxator.
10676a) Zeiss — Busch
punktuelle Brillengläser
mit und ohne Einfassung in Gold,
Doublé, Schildpatt, Horn etc. etc.
Prismen-, Reise- und Jagd-Gläser
und alle optischen Waren.
. W. Pfersdorff, nur 4 Luisenplatz 4.
(*5993
Hölgesſtr. 1 (Laden)
faſt neu, ſehr
S. U.-Motorrad, billig zu verk.
und 3 teiliger Haſenſtall,
noch neu, zu verkaufen. (*6004
Teichhausſtraße 38, 1. Stock.
Steuer=Erhebung.
Das 3. Ziel der Gemeindeſteuer
für das Rechnungsjahr 1914 iſt
bis Ende dieſes Monats an
den Werktagen, vormittags von
8 bis 12½ Uhr hierher zu
ent=
richten.
(18726a
Die Stadtkaſſe.
Koch.
Bekanntmachung.
Mittwoch, 28. Oktober I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die zum Nachlaß des Franz
Fehrer gehörigen Grundſtücke:
Flur Nr. qm
22 139 705 Acker am
Ludwigs=
weg,
37 75 1154 Acker am
Sand=
hügel,
zwecks Aufhebung der
Erbengemein=
ſchaft in unſerem Bureau,
Grafen=
ſtraße Nr. 30, II., zwangsweiſe
ver=
ſteigert werden.
(K82/14
Darmſtadt, 24. September 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (VIII, 19127
Graue geſtrickte
wollene
prima Ware
per Paar M. 1.10
extra ſchwere Ware
per Paar M. 1.50
Bedentende Vorräte
in
Hemden
Hoſen
Wämmſen
Jacken
Leibbinden
Ohrenſchützern
Stauchen
Imprägn.
Fuß=
lappen (18836a
L. T I. Tald
12 Kirchſtraße 12
gegenüber der Stadtkirche.
Koſcher Geflügel
unter Aufſ. des Herrn Dr. Marx.
Prima Gänſe, Enten,
Hühner, junge Hahnen
auch lebend
nächſten Dienstag auf dem
Markt, empfiehlt preisw. (*5973
K. Glöckner
Darmſtraße 33a, parterre.
Louis Hein
Hofmetzae
Hoflieferant
Schuster
gasse 19
Telephon
Nr. 273
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Ein Teil unserer Versicherten hat den Einschluss der
Kriegsgefahr bei Stellung ihres Lebensversicherungs-
Antrages seinerzeit ausdrücklich abgelehnt und es sich
infolgedessen selbst zuzuschreiben, dass ihre
Versiche-
rung nicht den gleichen Schutz gegen die Gefahren des
Krieges gewährt, den diejenigen Versicherten geniessen,
die bei der Antragstellung Einschluss der
Kriegsversiche-
rung gewünscht haben. Obgleich also diese Versicherten
an der bei der jetzigen Kriegslage ungenügenden
Ver-
sicherung selbst schuld sind, werden wir doch bei
etwaigen Kriegssterbefällen Rücksicht auf die
Hinter-
bliebenen nehmen und bei der Regulierung weitgehendstes
Entgegenkommen beobachten.
Ueber den Umfang unseres Entgegenkommens können
wir uns heute selbstverständlich noch nicht äussern, es
wird dies wesentlich von der Gesamtsumme der für
Kriegssterbefälle von unserer Gesellschaft
auszuzahlen-
den Beträge abhängen und sich im übrigen innerhalb
der hierdurch gezogenen Grenzen auch nach der Lage
des einzelnen Falles richten. Jedenfalls können wir
allen Versicherten, die jetzt im Felde stehen,
ohne das Kriegsrisiko gedeckt zu haben, nur
dringend raten, das Vertrauen zu uns zu haben,
dass wir alles, was möglich ist, tun werden, um
ihren etwaigen Hinterbliebenen die Wohltaten
der Versicherung in möglichst ausgedehntem
Maße zugängig zu machen.
Landsturmpflichtigen und Angehörigen des Sanitäts-
Personals wollen wir auch jetzt noch bis auf weiteres
gegen mässige Zusatzprämien den Einschluss der Kriegs-
Versicherung auf Grund unserer Kriegsversicherungs-
(19158
Bedingungen gestatten.
In unserer Volks-Versicherung ist auf Grund der
Bedingungen von 1910 die Kriegsgefahr in die
Versiche-
rung eingeschlossen.
Die Direktion.
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bezeichnung, alle möglichen Mittelchen angepriesen, die nicht nur absolut wertlos sind,
sondern auch mit einem den wirklichen Wert ungewöhnlich übersteigenden Preis
bezahlt werden müssen.
Liest man die wenigen Zeilen, die stets unter der Rubrik der Stadtanzeigen,
Briefkästen, Sport etc. unauffällig gesetzt sind, so bemerkt man stets, daß niemals
ein Preis dabei steht. Man bekommt den Eindruck, wie wenn die Sachen nur wenige
Pfennige kosten würden. Unzählige gehen in die Apotheke, verlangen das eine oder
andere und sind nicht wenig erstaunt über den hohen Preis, den sie dafür zahlen
müssen, um hinterher die Erfahrung zu machen, daß das Betreffende absolut wertlos ist.
Daß diese Leute, welche solche bittere Erfahrungen gemacht haben, mißtrauisch
werden und absolut reellen Angeboten kein Vertrauen mehr entgegenbringen, ist nicht
zu verwundern.
Im Interesse der auf diese Weise Geschädigten bringen wir diese Mitteilung an
die Offentlichkeit, die zu verbreiten wir uns wohl unterstehen würden, wenn das
Gesagte nicht der Wirklichkeit entspräche.
Der Zweck dieser Zeilen ist, die Leser darzuf aufmerksam zu machen, daß die
von der Firfa Hans Heiss & Co. (Dunpräparate), Ges. m. b. H. in Darmstadt,
in Zeitschriften und Tageszeitungen angepriesenen Dunpräparzte voll und ganz das
halten, was von ihnen gesagt wird, was von ärztlichen Autoritäten und einer Unmenge
Verbraucher der Dunpräparate durch Gutachten belegt wird.
Neuester Prospekt mit Gutachten wird einem jeden auf Wunsch kostenlos
zu-
gesandt. (Siehe heutiges Inserat „Dun”).
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Von Zdento von Kraft.
(Nachdruck verboten.)
46)
Grasmus! ſchrie Gottwalt hinüber. Kannſt Du das
Seil nachlaſſen? Nur einen halben Meter?
Aber Erasmus, mit blutrotem Geſicht, konnte vor
An=
ſtrengung nicht antworten. Und er hielt ſchon das äußerſte
Ende des Seiles in den erſtarrten Fäuſten.
Da ließ Gottwalt den Fels, an den er ſich geklammert
hatte, und begann, zu Tobias hinabzuklettern.
Herr! ſchrie Erasmus zwiſchen den Zähnen. Das iſt
der Tod! Da kommt keiner nunter! — Bleiben S!
Aber Hellmer blieb nicht. Jede Sekunde, die er
zau=
derte, fraß an der letzten Kraft, die noch in den Fäuſten
des Ergsmus war — und Tobias Wilder mußte
hinab=
ſtürzen ins Bodenloſe, das der Nebel umſchleierte.
Gottwalt warf den Ruckſack über einen Zacken und
begann den Weg zu ſuchen.
Es waren kaum fünfzehn Meter bis zu Tobias
hin=
unter. Aber Hellmer meinte: das wäre ein Weg durch das
Ewige. Die plattige Wand bot kaum einen Tritt, groß
genug, die äußerſte Kante des Fußes darauf zu ſetzen,
kaum einen Griff, der ſtark genng geweſen wäre, den Zug
des Körpers auszuhalten. Gottwalts Atem wurde zum
Keuchen. Sein Hut war längſt in der Tiefe verſchwunden
und hatte ihm den Weg gezeigt, den er ſelbſt gehen mußte,
wenn er nur einen Augenblick nicht ſicher ſtand, nur für
eine Sekunde die Kraft verlor.
Aber Gottwalt Hellmer verlor ſie nicht. Er erreichte
das breite Band, das unter Tobbys Füßen wie eine Brücke
hing — er ſtreckte die Arme, zog den halb Ohnmächtigen
zu ſich hinab und riß die Seilſchlinge auf.
Gottwalt!
Tobias brach in die Knie und umklammerte taumelnd
die Hand des Freundes.
Das Seil kam nachgeglitten und legte ſich wie eine
graue Schlange um die beiden her.
Oben lehnte Erasmus an dem Fels und rieb die
wundgeſcheuerten, erſtarrten Hände. Sein Blick war ein
Gebet. Dann nahm er das zweite Seil, ſchlang es um
den Mauerhaken und ließ es herunter. Gottwalt knüpfte
das Seil an den Gürtel des Freundes.
Das wurde eine ſchwere Plage: den Verletzten, der
ſich nur unter Schmerzen bewegen konnte, über die
Plat=
ten hinaufzuſeilen.
Nun waren ſie droben — beide.
Und doch nur einer.
Denn jener Tobby der den unglückſeligen Fehltritt
getan hatte, das war ein anderer als dieſer Tobias
Wil=
der, der nun da auf dem Felſen ſaß zwiſchen Gottwalt
und Ergsmus, zitternd an jeder Fiber ſeines Körpers.
Seine verſtörten Augen hingen unbeweglich im Leeren.
Auf keine Frage gab er Antwort. Obwohl er die Augen
offen hatte „ſchien er in einem tiefen, dumpfen Schlaf zu
liegen.
Was jetzt, Herr? fragte Ergsmus.
Hellmer blickte lange über den rieſigen Schlund der
Kahlmäuer hinaus — und blickte zurück auf die kleine
Wegſtrecke, die er überwunden hatte.
Erasmus! Gottwalt atmete ſchwer. Auf dieſer Stelle
waren wir heut zum letztenmal miteinander. Gott, der
mich mit ſeinen Händen da wieder herauftrug, hat mich
mit den gleichen Händen herabgeſtürzt aus dem Wahn,
daß ich an dieſer Stelle mit einem Eiſenſchuh
überſprin=
gen könnte, was er meinem Traum in den Weg geſtellt.
Herbſt und Winter werden vergehen, bevor ich eine neue
Straße ausgedacht haben werde, um dieſen Schlund für
meine Bahn zu überbrücken. Und dann im Frühjahr
wollen wir wieder beginnen, minder trotzig, mit größerer
Beſonnenheit! — Komm! Jetzt müſſen wir vor allem
den Tobby heimbringen. Ich habe mich an ſeinem jungen
Leben verſündigt, als ich ihn mitnahm in dieſes Wagnis.
Mit heißer Mühe, Tobias halb tragend, halb führend,
ſtiegen ſie den gleichen Weg hinunter, den ſie gekommen
waren. Bei Anbruch der Finſternis erreichten ſie die
Gamsecker Hütte. Dort blieben ſie über Nacht.
Tobias war übel zugerichtet, obwohl er keine
gefähr=
liche Verletzung davongetragen hatte. Seine Bruſt war
bei dem Sturz eingeſchnürt worden, daß ſie ſchmerzte,
ein Fuß war verrenkt, und der Körper war bedeckt mit
Schürfwunden und blauen Malen.
Jetzt lag Tobias auf der Holzbank der Gamsecker
Hütte Im eiſernen Ofen brannte das Feuer. Und
Hell=
mer ſaß an Tobbys Seite, um zu warten, bis er erwachen
würde. Erasmus war draußen damit beſchäftigt, eine
kleine Tragbahre zuſammenzuſtellen. Er ſchnitt lange
Aeſte ab, ſuchte ein paar feſte Stangen und band ſie mit
Seilen zuſammen.
Tobias ſchlug die Augen auf.
Röschen . . ., lällte er.
Du träumſt noch, Tobby! Röschen iſt drunten in
Altenberg! Wir beide ſind in der Gamsecker Hütte.
Weißt Du?
Tobias ſah Hellmer mit ſtarren Augen an und
ſchüt=
telte ſich wie im Fieber. Er verbarg das Geſicht in den
Händen.
Gottwalt . . . Du weißt nicht, wie gut Du biſt!
Der lachte. Ei freilich! Nicht beſſer als Du. Glaubſt
Du, ich zweifle daran, daß Du genau ſo viel für mich
getan hätteſt, wenn es nötig geweſen wäre?
„Ich . . . Für Dich?
Gottwalt Hellmer, dieſer Starke, war auch ein großes
Kind in ſeinem Vertrauen, in ſeinem Glauben an die
Menſchen. Sonſt hätte er aus dieſem hilfloſen Geſtammel
etwas hören müſſen, was ihn niedergeworfen hätte. So
aber nickte er nur. Und lächelte.
Ja, Tobby! Du für mich!
Gottwalt, bettelte Tobigs, bring mir friſches Waſſer
vom Brunnen!
Als Gottwald gegangen war, warf ſich Tobias gegen
die Wand, drückte das Geſicht in den Wettermantel, der
ſein Kiſſen war — und weinte, wie er noch nie geweint
hatte in ſeinem Leben.
(Fortſetzung folgt.)
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 27. September 1914.
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