Darmstädter Tagblatt 1914


Freitag, den 4. September.

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177. Jahrgang
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Nr.243.

Freitag, den 4. September.

1914.

2er kre

Die deutſchen Waffenerfolge. Deutſche Flieger über Paris. Eine katholiſche Kriegsdenkſchrift. Ein Lob des
deutſchen Heeres von norwegiſcher Seite. Aus Paris. Ein Aufruf des Präſidenten Poincaré. Verluſtliſte Nr. 15.

Der Krieg und die Bericht=
Eriatung,

** Zu Beginn des Krieges wurde den Blättern, die
jetzt bekanntlich unter Zenſur ſtehen, verboten, irgend
etwas über die Reiſe oder den Aufenthalt des Kaiſers
während des Krieges zu veröffentlichen. Trotzdem hat
die Kölniſche Zeitung am 31. Auguſt eine ausführliche
Meldung über die Abreiſe des Kaiſers aus Koblenz es
iſt jetzt, nachdem es ja in allen Blättern geſtanden hat,
kein Geheimnis mehr veröffentlicht, nebſt zwei Bekannt=
machungen
, in denen der Kaiſer für die während ſeines
Aufenthalts betätigte patriotiſche Geſinnung der Bevölke=
rung
und der Ehef des Generalſtabs v Molte dem
Magiſtrat der Stadt Koblenz für das hilfsbereite und
freundliche Entgegenkommen gelegentlich der Einquartie=
rung
des Stabes ihren Dank ausſprechen.
Ob die Köln. Ztg. trotz des erlaſſenen Verbotes er=
mächtigt
worden iſt, dies zu veröffentlichen, entzieht ſich
unſerer Kenntnis. Es iſt aber wohl anzunehmen. In
dieſem Falle iſt es aber unverſtändlich, weshalb die Mel=
dung
nicht durch das Wolffſche Bureau offiziell ver=
breitet
worden iſt. Ebenſo hat man verſchiedene An=
ſprachen
des Kaiſers an die Truppen aus vereinzelten
Blättermeldungen aufleſen müſſen. Hier liegt ein ent=
ſchiedener
Mangel in der Organiſation unſerer amtlichen
Berichterſtattung vor. Man dürfte doch wenigſtens er=
warten
, daß Meldungen über unſeren Kaiſer, die für das
deutſche Volk von ſo hervorragendem Intereſſe und für
die Veröffentlichung freigegeben ſind, auch auf amtlichem
Wege zur Veröffentlichung an die Blätter ausgegeben
werden. Die Preſſe hätte wohl um ſo mehr Anſpruch
darauf, als ſie ja eigentlich nur ſolche auf amtlichem Wege
ihr zugegangene Meldungen veröffentlichen darf und ſich
in loyalſter Weiſe allen von der Militärbehörde geäußerten
Wünſchen im Intereſſe des Vaterlandes unterordnet.

Engliſches Lob.

** Die Times hat, wie geſtern mitgeteilt worden,
den deutſchen Truppen Lob ausgeſprochen und ihre groß=
Tüchtigkeit und Ueberlegenheit anerkannt. Auch die als
deutſchfeindlich bekannte Daily Mail rühmt die Haltung
der Deutſchen in Brüſſel mit auffallend warmen Worten,
Dieſes engliſche Lob muß mit größtem Mißtrauen ent=
gegengenommen
werden, nachdem man eben noch die
Deutſchen mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln
zu bekämpfen und zu ſchädigen geſucht hat. Es muß
hinter dieſem auffallenden engliſchen Lob irgend ein
eigennütziger Zweck geſucht werden, der es jetzt vorteilhaft
erſcheinen läßt, die Feindſchaft gegen die Deutſchen aus
geſchäftlichen Rückſichten nicht zu ſchüren. Vielleicht, da
man in England die glänzenden Siege der Deutſchen nicht
mehr wegleugnen kann, hält man es für vorteilhaft die
Sieger nicht noch mehr zu verſtimmen. Auf alle Fälle
heißt es: Vorſicht. Die Deutſchen dürfen ſich durch engli=
ſches
Lob nicht täuſchen oder einſchläfern laſſen. Wenn
wir unterlegen wären, würde England uns triumphierend
den Fuß auf unſeren Nacken geſetzt haben. Denn es hat
erwieſenermaßen die Vernichtung Deutſchlands herbeifüh=
ren
wollen und ſich zu dieſem Zwecke ſogar mit der gelben
Raſſe verbündet.

Die deutſchen Waffenerfolge.

* Berlin, 3. Sept. Amtlich wird mitgeteilt, daß
nach hier vorliegenden Nachrichten die Oeſterreicher
in der großen Schlacht ungefähr 50000 Gefan=
gene
und etwa 200 Geſchütze erbeutet haben.
* Berlin, 3. Sept. Nachträglich wird noch von ver=
ſchiedenen
Berichterſtattern der Berliner Blätter gemeldet:
Die Armee des Generaloberſten v. Bülow
hat in der ſiegreichen Schlacht von Saint Quentin
gegen 4 franzöſiſche Armeekorps und 3 Kavalleriediviſionen
gekämpft. Die Schlacht war heiß und hat zwei Tage ge=
zauert
.
* Berlin, 3. Sept. (Nichtamtlich.) Die Nord=
deutſche
Allgemeine Zeitung ſchreibt: Mitten in den Jubel
über den Sieg, der zwiſchen Reims und Verdun errun=
zen
wurde, fällt die Meldung von dem herrlichen Erfolge
unſerer Verbündeten gegen die Ruſſen. Nach hartnäcki=
gem
Ringen iſt es den ſtandhaften und tapferen Truppen
Oeſterreich=Ungarns gelungen, den Feind zum Weichen zu
bringen und ihm ſchwere Opfer zuzufügen. In großen
Mengen mußten ſich die Ruſſen als Gefangene ergeben.
Einen deutlichen Maßſtab für die Größe des Sieges bietet
die Anzahl der erbeuteten Geſchütze. Unter außerordent=
lichen
Schwierigkeiten haben glänzende Führereigenſchaf=
ten
mit ſtaunenswerten Leiſtungen der Truppen zuſam=
mengewirkt
, um eine gewaltige Schlacht gegen den Feind
autführen. In Deutſchland wird dieſe ruhmreiche Waffen=

tat mit Begeiſterung gefeiert werden. Wir beglückwün=
ſchen
aus tieſtem Herzen den Kaiſer und König Franz
Joſef zu dieſem Tag, der ein weiteres Ruhmesblatt in
die glorreiche Geſchichte des öſterreichiſch=ungariſchen Heeres
einfügt. Mit wärmſten Empfindungen gedenken wir auch
der heldenhaften Streiter und Führer, die dieſen ehrwür=
digen
Sieg erfochten haben.
* Berlin, 3. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Die
neue ſiegreiche Kunde von Reims und Verdun wird von
der Mehrzahl der Blätter als eine Krönung des Feſttages
angeſehen, zu dem der Erinnerungstag an Sedan gewor=
den
iſt. Die Voſſiſche Zeitung ſchreibt: Als Berlin geſtern
im Flaggenſchmuck prangte, beſonders auch in den Ar=
beitervierteln
, wo bei den Wahlen faſt ausſchließlich
ſozialdemokratiſche Stimmen abgegeben werden, lebte im
Innern aller die Hoffnung, daß dieſer 2. September nicht
zu Ende gehen möchte, ohne daß ein neuer Sieg dem deut=
ſchen
Volle kund und zu wiſſen gekan werde. und die
Hoffnung iſt nicht zuſchanden geworden. Der Tag von
Gedan hat durch die geſtrige frohe Botſchaft eine neue
Bedeutung gewonnen. Die Poſt führt aus: Unſer Vor=
marſch
iſt unwiderſtehlich. Die neueſten Kundgebungen
des Generalquartiermeiſters melden uns den Mißerfolg
von 10 franzöſiſchen Armeekorps. Nahezu ½ Million
Franzoſen ſind geſchlagen. Mit ſtolzer Befriedigung hört
das deutſche Volk, daß auch ſein Kaiſer mitten im Felde
unter ſeinen Truppen war.
* Stuttgart, 3. Sept. Als geſtern abend die
neuerlichen Siege der deutſchen Truppen
über die Franzoſen durch Extrablätter bekannt wurden
und ſpäter noch die Nachricht von dem Sieg der Oeſter=
reicher
über die Ruſſen eintraf, ſammelte ſich in allen
Stadtteilen die Bevölkerung und zog unter Abſingen
vaterländiſcher Lieder nach dem Wilhelmspalais. Eine
Muſikkapelle begleitete die Menge. Der König erſchien
am Eingang und hielt eine Anſprache, die in begeiſtert
aufgenommene Hurras auf unſer liebes deutſches Vater=
land
und die Armee ausklang. Hochs und Hurras auf
Kaiſer Wilhelm, Kaiſer Franz Joſef, unſeren König und
unſer geliebtes Württemberg wurden noch ausgebracht.
Schließlich ſtimmte die Menge Großer Gott, wir loben
Dich! und Die Wacht am Rhein an und löſte ſich unter
dieſen Geſängen langſam auf. Zweimal kam es auch vor
der öſterreichiſchen Geſandtſchaft zu begeiſterten Kund=
gebungen
, wobei der Geſandte jedesmal eine Anſprache
hielt. Noch ſpät wogte eine ſiegesfreudige Menge durch
die Straßen.
* Wien, 2. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) In begei=
ſterten
Worten weiſen die Blätter erneut auf die unver=
gleichlichen
Waffentaten der deutſchen Armeen und
den ſtaunenswerten Sieg des Generaloberſten v. Hin=
denburg
hin, des Befreiers von Oſtpreußen, welcher
den Ruſſen an Deutſchlands Oſtgrenze ein zweites
Sedan bereitete. Dies ſei die glänzendſte Vorfeier des
Sedantages, den in feſtlicher Weiſe zu begehen Deutſch=
land
gerade heute wahrhaftigen Anlaß habe. In den
Blättern wird die Hoffnung und Zuverſicht ausgedrückt,
daß die erſten Septembertage jetzt auch für Oeſterreich=
Ungarn an Galiziens Grenzen gleiche Erfolge bringen,
damit ſie in Zukunft ebenſo hiſtoriſche Feſttage werden
mögen, wie diejenigen der deutſchen Armee von 1870
und 1914.
* Malmö, 3. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Syd=
ſvenske
Dagbladet ſchreibt: Wir bewundern wohl alle in
dieſer Stunde die unerhörte Energie und Kraft, den groß=
artigen
Mut und das Selbſtvertrauen, womit das
deutſche Volk gegen drei. um nicht zu ſagen, gegen
vier Großmächte kämpft. Abgeſehen von der ſittlichen
Kraft im deutſchen Volke, iſt es die gute Heeresorgani=
ſation
, durch die das deutſche Volk ein Volk in Waf=
fen
iſt, der die bisherigen Erfolge zu danken ſind und
welche die Möglichkeit gibt auszuhalten oder ſogar zu
ſiegen in dem ungleichen Kampfe. Was bisher in erſter
Linie ausſchlaggebend war, die militäriſche Erziehung, iſt
der verketzerte und verhöhnte deutſche Drill, der nun
Triumphe feiert.

Deutſche Flieger über Paris.

* Berlin, 2. Sept. Der erſte deutſche Flie=
ger
, der während dieſes Krieges über Paris erſchien
und neben einigen Bomben auch ein Manifeſt herunter=
warf
, der Leutnant v. Hiddeßen, zählt, wie das Ver=
liner
Tageblatt hervorhebt, durch ſeine faſt tollkühne Ver=
wegenheit
zu den beſten Fliegern der deutſchen Armee.
Leutnant v. Hiddeßen, der zum Leib=Dragoner=
Regiment Nr. 24 gehört, trat 1908 in das Heer ein
und wandte ſich vor etwa vier Jahren der Fliegerei zu.
Er wurde von ſeinem Regiment auf längere Zeit beur=
laubt
und wandte ſich an Auguſt Euler, der damals in
Habsheim eine kleine Fliegerſchule eröffnet hatte. v. Hid=
deßen
war einer der erſten und der beſten Schüler, die
unter Eulers Leitung das Pilotenexamen ablegten.

Schon nach wenigen Wochen beherrſchte der junge Offizier
die damals noch recht ſchwerfälligen und ſchwer zu behan=
delnden
Maſchinen. Prinz Heinrich wurde dann ebenfalls
auf den jungen Offizier aufmerkſam, als er ſelbſt bei
Euler im Fliegen Untericht nahm. v. Hiddeßen legte
dann am 31. Dezember 1910 ſein Pilotenexamen ab und
machte gleich darauf eine ganze Reihe von Ueberlandflü=
gen
. Wiederholt flog er von dem Flugplatz zu Liebes=
mählern
ſeines Regiments nach Darmſtadt und flog
ſelbſt bei Nacht und Nebel dann wieder zurück. Bei
einem Manöver im Jahre 1911 verwandte man zum er=
ſten
Male Flieger zum Aufklärungsdienſt, und v. Hid=
deßen
war imſtande, damals ſo glänzende Meldungen zu
machen, daß man bald darauf an den weiteren Ausbau
des militäriſchen Flugweſens ging. Im Juni 1912 flog
er mit ſeinem Doppeldecker, der den hübſchen Namen
Gelber Hund führte, von Frankfurt a. M. nach
Darmſtadt und beförderte dabei 20000 Poſtkarten.
Nach zahlloſen glänzenden Flügen nahm Leutnant v. Hid=
deſſen
im Jahre 1913 am Prinz=Heinrich=Flug teil und
gewann dank ſeiner Energie den erſten Zuverläſſigkeits=
preis
. Späterhin wurde v. Hiddeßen nach Döberitz ab=
kommandiert
und machte von hier aus weite Ueberland=
flüge
.

Auskünfte über Deutſche in Feindesland.

* Berlin, 2. Sept. Der Reichsanzeiger ſchreibt in
ſeinem nichtamtlichen Teil: In den Ländern, mit denen
wir uns im Kriegszuſtand befinden (Frankreich, Groß=
britannien
, Rußland, Japan, Belgien, Serbien und Mon=
tenegro
), leben eine große Anzahl von Reichsdeutſchen,
über deren Ergehen die hieſigen Angehörigen Auskunft
zu erhalten wünſchen. Dieſe Angehörigen haben ſich bis=
her
regelmäßig an das Auswärtige Amt gewandt, das
die Auskünfte durch Vermittelung der mit dem Schutz der
deutſchen Intereſſen in den feindlichen Ländern betrauten
amerikaniſchen Vertreter in Montenegro des italieni=
ſchen
Vertreters einzuziehen ſucht. Bei der zunehmen=
den
Anzahl ſolcher Anträge ſchien es erwünſcht, eine Zen=
tralſtelle
zu ſchaffen, die in enger Fühlung mit dem
Auswärtigen Amt für eine tunlichſt baldige und ſach=
gemäße
Erledigung der Anträge zu ſorgen hat. Als ſolche
Stelle iſt die Zentral=Auskunftsſtelle für
Auswanderer, Berlin W. 35, Karlsbad 9/10, einge=
richtet
worden, deren eigentliche Aufgaben gegenwärtig
in den Hintergrund treten. Für die neue Tätigkeit der
Zentral=Auskunftsſtelle iſt folgender Geſchäftsgang vorge=
ſehen
: Dieienigen Perſonen, die über ihre Angehörigen
im feindlichen Ausland Auskunſt zu erhalten wünſchen,
haben ſich mündlich oder ſchriftlich an die Zentral= Aus=
kunftsſtelle
zu wenden und dabei möglichſt genaue An=
gaben
über die Perſon und die letzte Adreſſe des Ge=
ſuchten
zu machen. Die Antragſteller erhalten, ſoweit die
Angelegenheit nicht unmittelbar erledigt werden kann,
einen Vorbeſcheid, in dem ſie wegen Behandlung ihrer
Anträge benachrichtigt werden. Die Anträge werden nach
Prüfung und Sichtung dem Auswärtigen Amt über=
ſandt
. Dieſes zieht durch Vermittelung der mit dem
Schutz unſerer Intereſſen betrauten fremden Vertretungen
die gewünſchten Auskünſte ein und übermitelt ſie der
Zentral=Auskunſtsſtelle, die daraufhin die Antragſteller
beſcheidet. Außer den Auskünften über den Verbleib und
das Ergehen der Reichsdeutſchen im feindlichen Ausland
erteilt die Zentral=Auskunftsſtelle auch Ratſchläge wegen
der Möglichkeit, mit ihnen in Verbindung zu treten oder
ihre Rückehr herbeizuführen; ſerner nimmt ſie Geſuche
um Ueberweiſung von Geld zur Unterſtützung ſolcher Per=
ſonen
entgegen. Die zu überweiſenden Gelbſummen, die
regelmäßig den Betrag von 500 Mark nicht überſchreiten
ſollen, werden bei der Depoſitenkaſſe O der Deutſchen Bank,
Berlin W. 9 Potsdamer Straße 134a, auf das zu dieſem
Zweck beſonders eingerichtete Konto der Legationskaſſe
des Auswärtigen Amts einzuzahlen und die Quittungen
mit den entſprechenden Geſuchen der Zentral= Auskunfts=
ſtelle
vorzulegen ſein. Die Geſuche gelangen ſodann
gleichfalls an das Auswärtige Amt, wo das Weitere ver=
anlaßt
wird. Weitergehende Anträge, insbeſondere auf
Uebermittelung von Päſſn an Reichsdeutſche im ſeind=
lichen
Ausland, auf Heimſchaffung, auf Erteilung von
Schutz, auf Erwirkung von Schadenerſatz werden aus=
ſchließlich
vom Auswärtigen Amt erledigt. Ebenſo ſchei=
det
die Auskunftserteilung über die in Kriegsgefan=
genſchaft
geratenen Angehörigen unſeres Heeres und
unſerer Marine aus, da dieſe Auskünſte von den mili=
täriſchen
Stellen durch Vermittelung des Auswär=
tigen
Amts beſchafft werden. Was die von unſeren Trup=
pen
bereits beſetzten feindlichen Gebiete betrifft, ſo wer=
den
in dieſen Auskünſte der in Rede ſtehenden Art von
den deutſchen Militär= und Zivilbehörden erteilt werden.
Die Zentral=Auskunſtsſtelle wird ſich daher entweher mit
dieſen Behörden unmittelbar ins Benehmen ſetzen oder
die Geſuchſteller an ſie verweiſen. Anträge auf Beſchaf=
fung
von Auskünften über Deutſche im neutralen

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Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 4. September 1914.

Nummer 243.

Ausland werden zweckmäßig weder an das Auswär=
tige
Amt, noch an die neue Zentralſtelle, ſondern unmittel=
bar
an das zuſtändige Kaiſerlich Deutſche Konſulat ge=
richtet
. Die Schreiben ſind in deutſcher Sprache abzufaſſen
und unverſchloſſen abzuſenden.

Eine katholiſche Kriegsdenkſchrift.

* Köln, 2. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Die Köl=
niſche
Volkszeitung veröffentlicht eine Kriegsdenk=
ſchrift
an das Kardinalkollegium in Rom, die
von einer Anzahl hervorragender Führer der deut=
ſchen
Katholiken veranlaßt wurde. Es wird darin
die Ueberzeugung dargelegt, daß Recht und Gerech=
tigkeit
auf Seiten Deutſchlands ſind, wobei
betont wird, daß in dem deutſchen Weißbuch von keiner
Seite auch nur die geringſte Unrichtigkeit nachgewieſen
werden konnte, daß auch von keiner Seite eine Ergänzung
verſucht wurde, welche dem Bilde eine andere Farbe hätte
geben können. Ferner wird auf die Frömmigkeit
der deutſchen Katholiken hingewieſen. Auch hier gehe
der Kaiſer mit dem erbaulichſten Beiſpiel
voran. Jede Depeſche aus dem kaiſerlichen Hauptquartier
enthalte den Beiſatz, daß der Sieg dem Herrn der Heer=
ſcharen
zu danken ſei. Die Denkſchrift verteidigt die
deutſche Armee gegen die Verleumdungen und hebt hervor,
daß ſie die beſtdiſziplinierte Armee iſt. Der ſchwerſte An=
griff
in dem jetzigen Weltkriege komme von dem ortho=
doxen
Moskowitertum, deſſen Sieg die ſchwerſte
Schädigung des Katholizismus darſtellen würde. Zum
Schluß werden in der Denkſchrift die Kardinäle gebeten,
ſie möchten nur die Ueberzeugung gewinnen, daß das
Deutſche Reich um ſeine Exiſtenz kämpft, in dieſem
Kampfe aber ſchon große Siege errungen habe. Das
deutſche Volk vertraut auf Gott und ſeine gerechte Sache
und wird den Sieg an ſeine Fahnen heften.

Ein Lob des deutſchen Heeres von
norwegiſcher Seite.

* Kriſtiania, 3. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.)
Bei der heutigen Immatrikulation hielt der Uni=
verſitätsprofeſſor
Gerhart Gran vor den Studenten eine
Anſprache, in welcher er unter anderem ausführte: Man
kann ſeine Sympathien und Antipathien haben, wo man
will. In einem trifft ſich die ganze Welt in dieſen Tagen
in erſtaunter, hingeriſſener Bewunderung der deut=
ſchen
Tatkraft, die überwältigt. Dieſe gewaltige
Tüchtigkeit beruht vor allem darauf, daß kein anderes
Volk ſo durchſetzt von Wiſſenſchaft iſt wie das deutſche.
Man hat viel von dem preußiſchen Kriegsgeiſt geſprochen,
aber darin ſtehen die Preußen ſicher hinter vielen Völkern
Afrikas und Aſiens zurück und nicht darauf kommt es an
in einem modernen europäiſchen Kriege, ſondern auf die
Wiſſenſchaft, dieſe imponierende Genauigkeit, die faſt un=
fehlbar
iſt. Jeder Knopf trifft ſeine Leitung, jede Leitung
führt nach der Zentrale. Dieſe wunderbare Organiſation
iſt, faſt einem Hirne gleichend, kompliziert, wie ein un=
überſehbares
Netz ſich kreuzender, gleichlaufender Bahnen,
wovon jede nach der ihr beſtimmten Station hinführt, die
ſämtlich zu einem gemeinſamen Ziele hinführen, das der
Beſtimmungsort iſt. Es wurde oft verächtlich geſagt, der
preußiſche Soldat ſei zu einer bloßen Nummer herabge=
ſunken
. Das iſt falſch. Nummern wären in dem gegen=
wärtigen
Kriege wertlos. Jeder Leitungsdraht führt
ſchließlich zu dem individuell bewußten Willen, der, be=
ſeelt
von dem Geiſte der Wiſſenſchaft, der Genauigkeit und
von Eifer das Aeußerſte voll bewußt tun wird. Der ge=
ringſte
Mißgriff kann da unheilvoll werden. Kamerad=
ſchaftsgefühl
, gemeinſame Vaterlandsliebe, das kommt
alles zuſammen. Dieſe Organiſation müſſen
wir bewundern, dieſe Gedankenenergie, mit der ihr
Grund gelegt iſt, dieſe wiſſenſchaftliche Konſequenz, mit
der ſie durchgeführt wird. Hierin haben alle Nationen von
den Deutſchen zu lernen. Die geſamte Abendpreſſe bringt
den angeführten Teil der Rede, die von den Studenten
begeiſtert aufgenommen worden iſt.

Nachrichten für das Auslana während
des Krieges.

* Der Gedanke, daß die Beziehungen zwiſchen den
deutſchen Kaufleuten und ihren ausländiſchen Geſchäfts=
freunden
verwertet werden, um den wahrheitswidrigen
Berichten unſerer Feinde über die Kriegsereigniſſe und die
Zuſtände im Deutſchen Reich entgegenzuwirken, hat einen
überaus großen Beifall gefunden. Beim Deutſchen
Handelstag, der die Verwirklichung dieſes Gedankens
übernommen hat, ſind durch Vermittelung ſeiner Mitglie=
der
(Handelskammern uſw.) etwa 200000 Beſtellungen
auf die im Ausland zu verbreitenden wahrheitsgetreuen
Berichte in deutſcher, engliſcher, franzöſiſcher, italieniſcher,
portugieſiſcher oder ſpaniſcher Sprache eingegangen. Nach=
dem
die der Verſendung in den fremden Sprachen ent=

gegenſtehende Schwierigkeit überwunden iſt, wird das Un=
ternehmen
nunmehr zur Ausführung gelangen.

Fürforgemaßnahmen.

* Man ſchreibt uns: Die vom Deutſchen In=
duſtrieſchutzverband
, Sitz Dresden, ſofort nach
Kriegsausbruch eingeleitete, auf den Ausgleich des durch
den Krieg in vielen Branchen eingetretenen Ueberſchuſſes
und des in einigen Induſtriezweigen entſtandenen Man=
gels
an Arbeitskräften gerichtete Aktion hat ſich trefflich
bewährt. Wenn auch angeſichts der überaus großen Menge
überſchüſſig gewordener Arbeitskräfte leider nicht daran
zu denken iſt, daß alle als entlaſſen Gemeldeten anderweit
untergebracht werden könnten, ſo iſt es dem Eingreifen
der großen Organiſation des Deutſchen Induſtrieſchutz=
verbandes
doch gelungen, den Notſtand wenigſtens einiger=
maßen
lindern zu helfen. Der Deutſche Induſtrieſchutz=
verband
, mit ſeinen mehr als 5000 Mitgliedern, die größte
gemiſcht=gewerbliche Organiſation Deutſchlands zur Ver=
tretung
von Arbeitgeberintereſſen, iſt gern bereit, Anmel=
dungen
, auch von Nichtmitgliedern, einerſeits der über=
ſchüſſigen
und andererſeits geſuchter Arbeitskräfte zwecks
der Ermöglichung des Ausgleichs auch weiterhin entgegen=
zunehmen
.

Vaterlandsverräter.

* Straßburg, 2. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Aus
Kolmar ſchildert der Berichterſtatter der Straßburger
Poſt das rigoroſe Vorgehen der Franzoſen
in bewegten Worten. Zu den feſtgeſtellten Verhaftungen
von Beamten und Altdeutſchen wird feſtgeſtellt, daß die
franzöſiſchen Truppen mit fertigen Verhaftungs=
liſten
in die Dörfer kamen, wobei der bekannte Kol=
marer
Maler Jean Jacques Waltz, gen. Hanſi, die trau=
rige
Rolle eines Angebers und Verräters ſpielte. Die
Leute in den Dörfern, die Hanſi täglich in der Uniform
eines franzöſiſchen Infanteriſten geſehen haben, erzählen
mit Abſcheu von dem gemeingefährlichen Treiben dieſes
Vaterlandsverräters. Die Franzoſen waren in dem feſten
Glauben, daß ſie das Elſaß nicht mehr würden verlaſſen
müſſen. Sie hißten unter theatraliſchen Anſprachen an
dem Turm zu Türkheim die franzöſiſche Fahne, ſtellten die
Uhr nach franzöſiſcher Zeit, regelten die Verkaufspreiſe,
verboten der Bevölkerung jedes Verlaſſen des Dorfes, das
Lichtanzünden uſw. und waren überhaupt ſo mißtrauiſch,
daß die erſten Pickelhauben als wahre Erlöſung begrüßt
wurden.
Außer dem nichtswürdigen Hanſi befand ſich auch ſein
Verteidiger, Rechtsanwalt Helmer, bei den Franzoſen
im Münſtertal, desgleichen auch eine unbekannte Größe,
der Zahnarzt Huck. Der Ortskommandant erklärte, wie
ſchon berichtet, alle drei für Landesverräter. Er
warnt die Bevölkerung davor, ihnen Aufenthalt zu ge=
vähren
oder ihren Aufenthalt zu verheimlichen. Hanſis
Ruckſack, Uniform und Munition wurden im Münſtertal
gefunden. Der Held iſt anſcheinend in Zivil geflüchtet.
Von ſeinen beiden Geſinnungsgenoſſen Wetterlé und
Blumenthal ſchreibt der erſte als ehemaliger Reichs=
tagsabgeordneter
ſeine giftigen Artikel gegen Deutſchland
und Elſaß im Echo de Paris, letzterer im Matin, natürlich
gegen gute Bezahlung, wie aus Offerten der Zeitung her=
vorgeht
, die in Hanſis Ruckſack gefunden wurden. Blu=
menthal
ſchädigte ſogar vor ſeinem Abſchied noch die
Staatskaſſe, indem er ſich am 31. Juli noch ſein Gehalt
für den Monat Auguſt in Höhe von 1000 Mark auszahlen
ließ, obwohl er damals bereits wußte, daß Herr Diefen=
bach
als Bürgermeiſter beſtätigt war. Wir gönnen den
Franzoſen von Herzen ſolche Leute, und freuen uns, daß
wir dieſe politiſchen Brunnenvergifter endgültig los ſind,
bemerkt hierzu die Straßburger Poſt. (Hätte aber ſchon
früher geſchehen können!)

Rumänien und Deutſchland.

* Bukareſt, 2. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Heute
iſt eine Broſchüre zur Aufklärung der Lage Worte
an die Rumänen erſchienen, deren Verfaſſer, ein ehe=
maliger
Abgeordneter, unter dem Pſeudonym John
Franza ſchreibt, und der ein liberaler Politiker iſt. Der
erſte Teil der Schrift befaßt ſich mit den Beziehungen Ru=
mäniens
zu Deutſchland. Der Verfaſſer führt aus, daß
ſeit 1878 Rumänien nur Gutes von Deutſchland erfahren
habe, wofür noch das vorige Jahr ein Beweis geweſen ſei.
Woher alſo plötzlich dieſer Ausbruch des Haſſes gegen
Deutſchland, der einige von uns dazu verführt, zu ver=
langen
, daß wir unſere Intereſſen vergeſſen und uns in
den Abgrund der Vernichtung ſtürzen. Dieſer Haß iſt
kein rumäniſcher Haß und wird nicht durch rumäniſche
Intereſſen und Schmerzen veranlaßt. Es iſt der Haß der
Franzoſen gegen Deutſchland und von denen bei uns ein=
geführt
, die ganz franzöſiſiert ſind und glauben, daß un=
ere
Gegenwart und Zukunft gegen Frankreich in Gefahr
gebracht werden könnte. Ein ſolcher Ausbruch der Ge=

fühle iſt 1870 noch verſtändlich geweſen, weil damals der
Kampf Deutſchlands keine Folgen für uns hatte. Heute
ber, wo der Krieg wider die Herrſchaft Rußlands über
die Länder geführt wird, zu denen auch Rumänien gehört,
iſt dieſer Ausbruch ein Beweis gänzlichen Mangels der
Gefühle für die Intereſſen des rumäniſchen Volkes.

Die Rumänen und Ungarn.

* Peſt, 2. Sept. (Nichtamtlich.) Graf Tisza rich=
tete
eine Depeſche an den öſterreichiſch=ungariſchen Ge=
ſandten
in Bukareſt, Czerin, in der es heißt, er ſei glück=
lich
, die Nachricht beſtätigen zu können, daß die ganze
rumäniſche Bevölkerung Ungarns mit patrio=
tiſcher
Begeiſterung an dem großen Kampf teilnehme, der
für die Sache der Ziviliſation und Freiheit des euro=
päiſchen
Südoſtens geführt werde. Dieſe große Wahr=
heit
, die ich ſeit einem Vierteljahrhundert gepredigt habe,
ſchreibt Graf Tisza, die der Solidarität der Lebensinter=
ſſen
der ungariſchen und rumäniſchen Raſſe, offenbart ſich
in der gegenwärtigen ruhmreichen furchtbaren Kriſe.

Aus Paris.

* Dem 8=Uhr=Abendblatt geht ein Bericht eines
Schweizers zu, worin die Stimmung in Paris ge=
ſchildert
wird. Es heißt da:
Eine Rotte von etwa zweitauſend Menſchen, die meh=
rere
rote Fahnen trugen, wälzte ſich dem Elyſéepalaſte
zu. Die Faubourg St. Honoré war von einem großen
Schutzmannsaufgebot abgeſperrt. Die Schutzleute trugen
Karabiner und Brownings. Man hörte Rufe wie: Nie=
der
mit Joffre! Nieder mit dem Krieg!‟ Ein
erſchreckter Bürger, der ſeitwärts ſtand, raunte mir zu:
Das ſind die Anarchiſten! Aber unter der Menge be=
fand
ſich, wie ich beobachten konnte, eine größere An=
zahl
wohlanſtändig ausſehender Perſonen, die durchaus
nicht den Eindruck machte, als ſei ſie in gewöhnlichen
Zeiten umſtürzleriſch geſinnt. Das Gedränge wurde im=
mer
größer. Von allen Seiten ſtrömten Menſchenmaſſen
herbei, bis der Zug auf etwa neuntauſend bis zehntauſend
Perſonen angeſchwollen war. Aus der Menge wurden
jetzt auch Rufe laut: Es lebe Frankreich! Nieder mit
Deutſchland! Nationaliſten hatten ſich eingefun=
den
, die die Armee hochleben ließen, und es entſpann ſich
bald ein lebhafter Streit, der in Tätlichkeiten ausartete.
Es krachten Revolverſchüſſe und es gab viele Verletzte.
Wie man am Abend hörte, ſollen im Tumulte etwa zwan=
zig
Leute getötet worden ſein. Plötzlich drängte die ganze
Maſſe nach vorwärts, und im Nu war die Schutzmanns=
kette
durchbrochen. Die Schutzleute waren dem wütenden
Andrang gegenüber einfach ohnmächtig, ſie wagten von
ihren Waffen keinen Gebrauch zu machen, da ſie ſonſt
hätten fürchten müſſen, maſſakriert zu werden. Man ſchrie
nach dem Präſidenten Poincaré. Das Tor des Elyſée=
palaſtes
blieb verſchloſſen und alle Fenſter hatte man dicht
verhängt. Die Menge machte Miene, das Tor zu ſtürmen,
und nur einigen beſonneren Elementen, die flehentlich
baten, davon abzuſtehen, war es zuzuſchreiben, daß es
nicht zu dieſem Gewaltakte kam. Die Verwirrung, die
in Paris herrſcht, läßt ſich nicht beſchreiben. Man hat die
Stadt in der größten Haſt mit Lebensmitteln verſehen,
ſoviel ſich eben in der näheren Umgebung an Vieh und
Gemüſe auftreiben ließ. Seitdem bekannt geworden iſt,
daß die Regierung ihre Koffer gepackt hat und bereit
iſt, von Paris nach Bordeaux abzureiſen, iſt die
Verzweiflung und Kopfloſigkeit noch geſtiegen. Die Bahn=
höfe
werden geſtürmt, jeder will ſich in Sicherheit bringen;
die meiſten aber müſſen unverrichteter Dinge wieder um=
kehren
, da der ſpärliche Zugverkehr dieſe Menge nicht be=
fördern
kann und da es auch nicht beſtimmt iſt, wie weit
man mit den einzelnen Zügen kommt. Vor allem ſucht
man Frauen und Kinder abzuſchieben, aber auch Männer,
und ſolche, die bisher in der zuverſichtlichſten Stimmung
waren, wollen Paris verlaſſen. Neben der Belagerung
fürchtet man täglich den wirklichen Ausbruch der Re=
vution
, und tatſächlich deuten viele Anzeichen darauf
hin, daß es noch zu fürchterlichen Tumulten kommen wird.
* Paris, 2. Sept. Das Kriegsminiſterium kündigt
an, daß die Regierung auf den Rat der Militärbehör=
den
Paris verläßt. Es ſei nicht wahrſcheinlich, daß
die Deutſchen Paris angreifen, aber Paris werde das
Zentrum der militäriſchen Manöver, weshalb ſich die Maß=
regel
empfehle. Der amerikaniſche Botſchafter bleibt in
Paris, um den Schutz der Deutſchen und Oeſterreicher aus=
zuüben
. Der Sitz der Regierung wird wahrſcheinlich, wie
im Jahre 1870, Bordeaux ſein.

Der Verräter.

* Die Franzoſen haben ihren erſten Verräter Aus
dem Haag wird gemeldet: Die hieſigen Blätter erhalten
von belgiſchen Behörden die zenſierte Meldung, daß der
franzöſiſche General Perſin von ſeinen eige=

Wie ein Engländer ſich die
Zerſtörung von Berlin ausmalt.

C.K. Der Engländer H. C. Wells, der bekannte Ver=
faſſer
utopiſtiſcher Romane, hat ſeine Phantaſie gerade in
dieſem Jahre an einem beſonders zeitgemäßen Stoff ver=
ſucht
, indem er in einem Zukunftsbild den letzten
Krieg in der Welt darſtellt. In dieſem Roman, in
dem eine glücklicherweiſe noch nicht erreichte Entwicklung
der Flugkunſt und Vervollkommnung der Exploſivſtoffe
vorausgeſetzt wird, findet ſich auch ein Kapitel, das kühn
überſchrieben iſt: Die Zerſtörung von Berlin.
Hören wir, wie der phantaſiereiche Engländer ſich und
ſeinen Landsleuten dieſen Vorgang ausmalt:
Ein junger Flieger mit Kugelkopf und ſchwarzem
ſtruppigem Haar ſtellt folgende Betrachtung an: Nichts
in der Welt kann uns davon abhalten, nach Berlin zu
gehen und den Deutſchen mit gleicher Münze heimzuzah=
len‟
Die Weſtmächte haben nämlich durch die Zentral=
mächte
in dieſem Zukunftskrieg eine ſchwere Niederlage
erlitten, die die Flieger auswetzen ſollen. Zwei Flug=
zeuge
, mit Bomben ausgerüſtet, fliegen los. Fern nord=
oſtwärts
in einem See von dunſtigem Licht und flimmernd
in all ſeiner nächtlichen Beleuchtung lag Berlin. Der
linke Finger des Steuermanns ſuchte Straßen und Plätze
unter ſich auf der Karte, die an ſeinem Steuer be=
feſtigt
war. Da lag in einer Reihe von Seen die Havel;
dort in jenen Wäldern mußte Spandau ſein; da teilte ſich
der Fluß um die Potsdam=Inſel, und rechts war Char=
lottenburg
. Weit dehnte ſich der Tiergarten; dahinter er=
hob
ſich das Kaiſerliche Schloß, und zur Rechten jene gro=
ßen
Gebäude, jene reichbeflaggten und bemaſteten Dächer,
mußten die Bureaus ſein, in denen der Generalſtab Zen=
traleuropas
hauſte. Es war alles kalt, klar und wolken=
los
in der Morgendämmerung. Er blickte plötzlich auf
als ein ſummendes Geräuſch aus dem Licht aufwuchs und
langſam lauter wurde. Faſt über ihm zog ein deutſches

Flugzeug ſeine Kreiſe, um ihn aus ungeheuerer Höhe her=
auszufordern
. Er machte eine Gebärde mit dem linken
Arm nach dem düſteren Manne hinter ihm, packte dann
mit beiden Händen das kleine Rad und ſchoß vorwärts.
Er beobachtete aufmerkſam und geſpannt, aber ganz ver=
ächtlich
den Verſuch, ihn zu erreichen. Kein lebender
Deutſcher, das wußte er ſicher, konnte ihn überfliegen;
ſelbſt keiner von den beſten Franzoſen. Mochten ſie wie
Falken auf ihn herniederſtoßen; ſie konnten es nicht ſo
ſchnell, daß er nicht fähig geweſen wäre, unter ihnen durch=
zuſchlüpfen
. Sie riefen ihn in Deutſch an durch ein Me=
gaphon
, als ſie noch etwa zwei Kilometer entfernt waren.
Die Worte rollten zu ihm in einem Getöſe dumpfer Laute.
Dann beunruhigt durch ſein grimmiges Schweigen, nah=
men
ſie die Jagd auf und ſtießen nieder, etwa 100 Meter
über ihm und viele hundert Meter hinter ihm. Sie fingen
an, zu verſtehen, wer er war. Eine Kugel ziſchte durch die
Luft an ihm vorbei, eine andere folgte. Etwas ſchlug
gegen die Maſchine. Es war Zeit zu handeln. Die brei=
ten
Straßen, der Park, die Paläſte unten breiteten ſich
näher und näher vor ihnen aus. Fertig! ſagte der
Steuermann. Das hagere Geſicht hart bis zur Grauſam=
keit
, nahm der Bombenwerfer mit beiden Händen die
große Atom=Bombe aus der Kiſte. Es war eine ſchwarze
Kugel, zwei Fuß im Durchmeſſer. Zwiſchen ihren Hand=
griffen
war ein kleiner Zelluloidſtift, und zu dem beugte
ſich ſein Kopf, bis ſeine Lippen ihn berührten. Er mußte
hineinbeißen, um die Luft zu dem Induktor zu laſſen.
Ihrer Wirkung ſicher, beugte er ſich über die Seite des
Flugzeuges und maß die Entfernung. Dann warf er ſich
raſch vorwärts, biß den Stift ab und ſchleuderte die
Bombe. Wie ein purpurner Blitz leuchtete es auf. Die
Bombe fiel in einer Flammenſäule durch die Luft wir=
belnd
. Beide Flugzeuge flogen wie Federbälle hin und
her, und der Steuermann focht mit blitzenden Augen und
zuſammengepreßten Zähnen in großen Kurven um ſein
Gleichgewicht. Der hagere Mann hing zuſammenge=
krümmt
da; ein Glück für ihn, daß er feſtangeſchnallt war.
Als er wieder herunterblicken konnte, war es, wie wenn

er auf den Krater eines Vulkans ſähe. Auf dem Garten=
platz
vor dem Kaiſerlichen Schloß ſchoß ein zitternder
Stern mit ſchrecklichem Glanz empor und goß Rauch und
Flammen aus wie eine Anklage. Sie waren zu hoch, um
Menſchen zu ſehen oder die Wirkung der Bombe auf die
Faſſade des Bauwerkes zu beobachten, bis es plötzlich zu=
ſammenſtürzte
und ſich auflöſte, wie Zucker in Waſſer. Der
Mann ſtarrte einen Augenblick hin, zeigte ſeine langen
Zähne, und dann warf er in ſeiner zuſammengekrümmten
Stellung die zweite Bombe. Die Exploſion erfolgte dies=
mal
faſt direkt unter dem Flugzeug und ſchleuderte es auf=
wärts
, wobei es faſt ſenkrecht ſtand. Um ein Haar wäre
die letzte Bombe aus der Kiſte geſtürzt; der Bombenwerfer
ergriff ſie und biß mit plötzlicher Entſchloſſenheit den Zel=
luloidſtoff
ab. Bevor er ſie noch ſchleudern konnte, war
der Flugapparat auf die andere Seite geworfen, und die
heftige Bewegung riß ihm die Bombe direkt aus der Hand.
Nun war auch ſie explodiert, und um Steuermann, Wer=
fer
und Flugzeug flogen Splitter von Metall und Tropfen
von Feuchtigkeit. Ein dritte Säule blendender Glut ſtürzte
in einem Feuerſtrudel hernieder auf die dem Untergange
geweihten Häuſer
Das ſind die Bilder, in deren Ausmalung ſich die
Engländer vor dem Ausbruch des Krieges nicht genug
tun konnten; der Untergang Berlins, der offenen, gegen
keinen Feind geſchützten Stadt, erſchien ihnen als Ziel.
Heute, wo ihre Vorbereitungen ſich als nicht genügend
und ihre Luftwaffen als ohnmächtig zu ſolcher Zerſtörung
erwieſen haben, erheben ſie die wildeſten Beſchuldigungen
gegen die Deutſchen, die mit der furchtbaren, vor dem
Kriege von ihnen wie von den Franzoſen immer nur mit
Spott bedachten Waffe des Zeppelin der ſchwer ge=
rüſteten
Feſtung Antwerpen empfindlichen Schaden zu=
fügten
. Der Korreſpondent des Daily Chronicle kann in
einem Telegramm aus Antwerpen vom 26. Auguſt nicht
genug Worte des Abſcheus über dieſe tragiſchſte Nacht
des Krieges finden ein Beweis, welche gewaltige Wir=
kung
unſer Luftkreuzer ausüben konnte!

[ ][  ][ ]

Nummer 243.

Darmſtätder Tagblatt, Freitag, den 4. September 1914.

Seite3.

nen Truppen wegen verſuchten Verrates füſiliert
wurde. Er ſoll drei Tage zu ſpät mit 200000 Mann
Hilfstruppen vor Namur erſchienen ſein.

Die Kunſtſchätze von Löwen gerettet.

* Amſterdam, 2. Sept. Ein aus Löwen
zurückgekehrter Korreſpondent des Nieuwe Rotterdamſche
Courant berichtet, daß das weltberühmte Rathaus in=
mitten
der Trümmerhaufen wie ein zierliches Kleinod er=
halten
geblieben iſt; ebenſo iſt die herrliche Kathedralc
nur zum Teil verwüſtet, doch wieder herſtellbar. Die rei=
chen
Kunſtſchätze der Kirche ſind gerettet.

Die Engländer in Aegypten.

* Dem Corriere della Sera wird vom 19. Auguſt aus
Kaixro gemeldet, daß die Lage in Aegypten trotz
einer ruhigen Oberfläche ziemlich delikat ſei. Von Port
Said bis nach Port Sudan den Suez=Kanal hinunter und
an mehreren Punkten der Rote Meer=Küſte hat das eng=
liſche
militäriſche Kommando ſeine Wachſamteit verſtärkt
und rüſtet ſich in fieberhafter Eile, von Hunderten und
Hunderten Eingeborenen Verteidigungswerke er
richten zu laſſen. Etwa 3000 Soldaten des engliſchen
Okkupationskorps rüſten ſich, Aegypten zu ver=
laſſen
und ſich nach England einzuſchiffen. An ihre Stelle
kommen nach manchen Berichten 20000, nach anderen
40000 indiſche Soldaten; ein kleiner Teil davon
iſt bereits eingetroffen und in das Städtchen Heliopolis
bei Kairo gelegt worden, während der größere Teil noch
unterwegs oder vor der Ausſchiffung in Suez iſt. Pro=
viant
= und Munitionsniederlagen ſind an mehreren Stel=
len
errichtet worden; anderes Material wird von Malta
oder England erwartet. Mehrere engliſche Schiffe ſind
beſonders mit der Kaperung deutſcher und öſterreichiſcher
Handelsſchiffe beauftragt und kreuzen beſtändig um die
ägyptiſchen Küſten
Dieſe Mitteilungen zeigen, daß ſich die Engländer
auf einen Angriff auf Aegypten gefaßt machen.
Von wem? Von der Seeſeite kann der Feind nicht gut
kommen; alſo zu Lande, von Aſien her . Da die eng=
liſche
Beſatzungsarmee im Nillande überhaupt nur etwa
8000 Mann ſtark war, ſo dürfte ſie heute 5000 zählen. Ueber
die Verſtärkungen aus Indien wiſſen wir noch nichts
Näheres. Es handelt ſich um eingeborene indiſche Trup=
pen
, vermutlich um Hindus; denn die Mohammedaner,
die den kriegstüchtigeren Teil der indiſchen Eingeborenen=
armee
bilden, wird Lord Kitchener ſchwerlich der England
keineswegs günſtigen nationalen und religiöſen Stimm=
ung
Aegyptens ausſetzen.
Ueber die Stellung, welche das ägyptiſche Volk
in dieſem Kriege, der auch über die Zukunft der moham=
medaniſchen
Welt entſcheiden wird, einnimmt, hören wir
nichts; aber wahrſcheinlich wird die Mehrzahl mit
Deutſchland ſympathiſieren, das gleichzeitig
gegen ihre engliſchen Unterdrücker und gegen die Ruſſen
die Hauptfeinde der türkiſchen Vormacht des Islam, im
Kampfe ſteht. Die ganz von England gegängelte ägyptiſche
Regierung hat uns freilich den Krieg erklären müſ=
ſen
. Dies iſt ein vollkommen widerrechtlicher
Akt, denn Aegypten iſt kein ſouveräner Staat und ohne
Erlaubnis des Sultans nicht berechtigt, Kriege zu führen.
Geſtützt auf die Tatſache, daß Aegypten rechtlich immer
noch türkiſche Provinz iſt, haben ſich denn auch, wie wir
dem eingangs genannten Mailänder Blatt entnehmen, die
diplomatiſchen und konſulariſchen Vertreter Deutſchlands
und Oeſterreich=Ungarns geweigert, ihre Poſten zu ver=
laſſen
, obgleich die ägyptiſchen Behörden den Verkehr mit
ihnen unterbrochen haben.
Die offene Mißachtung der ſtaatsrechtlichen Stellung
Aegyptens wird die Stimmung in Konſtantinopel jeden=
falls
verſchärfen.

Stadt und Land.

Darmſtadt, 4. September.
Das Großh. Regierungsblatt Nr. 31, vom
1. September, hat folgenden Inhalt: 1. Vererdnung,
die Befugniſſe des Territorialkommiſſärs bei der Feſtung
Mainz betreffend. 2. Bekanntmachung, Anſchlußgleis der
Firma Rexroth=Lynen G. m. b. H. zu Michelſtadt be=
treffend
.
Die Verluſte der 115er. Ein dem Leibgarde=
Inf.=Regt. angehöriger verwundeter Offizier, der nach
Darmſtadt zurückgekehrt iſt, ſchreibt uns: Als ich geſtern
verwundet nach Darmſtadt zurückkehrte, um mich beim
Erſatz=Bataillon zu melden, hörte ich zu meinem großen
Erſtaunen von den Tatarennachrichten, die über die Ver=
luſte
des Regiments in Umlauf ſind. Auf meine Er=
kundigung
, woher die Gerüchte ſtammen, wurde mir
geſagt, von Erzählungen Verwundeter. Wenngleich ich
keinesfalls in dieſem Maße nicht ſo recht daran
glaube, bitte ich dringend, derartigen Gerüchten auf
das Entſchiedenſte entgegenzuwirken und ſich betr. Mit=
teilungen
über Verluſte darauf zu beſchränken, was auf
Grund der Mitteilungen der Militärbehörde bekannt ge=
geben
wird. Sie würden im Intereſſe unſerer Heeres=
verwaltung
und der Ruhe der Gemüter unſerer Darm=
ſtädter
handeln, wenn Sie mit allen Mitteln der Ver=
breitung
ſolcher Nachrichten entgegenwirken wollten und
dieſe Zeilen der Kenntnis der geſamten Darmſtädter
Preſſe zugänglich machen würden.
-g. Kriegsbeute. Geſtern nachmittag wurde neue
Kriegsbeute in ſtattlicher Anzahl eingebracht, ein neues,

beredtes Zeichen von dem Siegeszug unſerer Truppen.
Bei dem Anblick der langen Reihe von franzöſiſchen und
belgiſchen Geſchützen fühlte jeder, eine Armee, die ein ſo
großes Artilleriematerial faſt unverſehrt in die Hände des
Gegners fallen läßt, muß ganz furchtbar geſchlagen ſein.
Um 5 Uhr wurde die erſte Serie Geſchütze im Triumph=
zuge
durch die Stadt geführt. Es waren 6 franzöſiſche
Rohrrücklaufgeſchütze und 15 belgiſche Geſchütze leichter
Feldartillerie, ſowie eine Anzahl Protzen. Die belgiſchen
Kanonen ſcheinen älterer Konſtruktion zu ſein. Die Be=
gleitmannſchaften
hatten die Kriegsbeute mit Eichenlaub
bekränzt. Der Transport ging durch die Rheinſtraße, am
Schloß vorbei, durch die Ludwigs= und die Hügelſtraße
nach dem Artilleriedepot. Ueberall harrte eine dicht=
gedrängte
Menſchenmenge des Vorbeizuges. Weitere
Transporte von 6 Geſchützen, einigen Maſchinengewehren,
ſowie einer großen Anzahl von Protzen und anderen
Wagen folgte ſpäter, die jedoch ſämtlich durch die Neckar=
ſtraße
geführt wurden.
* Kriegsfürſorge. 160 Mk. wurden von dem
Verein der Innenſtadt als Beitrag zu der
ſtädtiſchen Sammlung zum Beſten der Bedürftigen und
Hinterbliebenen Darmſtädter Krieger abgeführt.
Wie wir von der Stadtbehörde erfahren, begingen
am 3. d. M. Herr Profeſſor der Techniſchen Hochſchule
Friedrich Müller und Frau Gemahlin in aller Stille den
Tag ihrer Silbernen Hochzeit. Sie übergaben der Stadt
an dieſem Tag den Betrag von 500 Mark als Kriegs=
fürſorge

* Die Freiwillige Sanitäts=Hauptkolonne vom
Roten Kreuz Darmſtadt gibt ihren Bericht für den
Monat Juli bekannt. Danach hatte ſie in dieſem Zeit=
raum
in 168 Fällen Hilfe zu leiſten. Die Anrufe er=
folgten
in 30 Fällen durch behördliche Organe, in 138
Fällen durch Private. 106 Transporte wurden mit dem
Kraftwagen ausgeführt, 23 mit dem beſpannten Wagen
und 3 mit Räderbahren. Am Tage wurde die Rettungs=
wache
16mal, nachts 107mal angerufen. Die Geſamt=
tätigkeit
der Kolonne ſeit Einrichtung der ſtändigen
Rettungswache im Juli 1906 beläuft ſich auf 10 670 Fälle,
im laufenden Jahre auf 1091 Fälle.
Kriegerverein Darmſtadt. In der am Mittwoch
abgehaltenen Monatsverſammlung berichtete der 1. Vor=
ſitzende
über das Kriegerfeſt 1914, das auf das
beſte verlaufen ſei und noch zur rechten Zeit abgehalten
wurde, ſo daß es manchen Anſporn für die jetzige ſchwere
Zeit gegeben habe. Sodann wurde bekannt gegeben, daß
der Vorſtand beſchloſſen habe, für jedes der ſieben Polizei=
reviere
ein Vorſtandsmitglied zu beſtimmen, um die Ver=
hältniſſe
zur Unterſtützung der bedürftigen Familien der
zur Fahne eingezogenen Kameraden zu prüfen und
Vorſchläge zu machen. Die zur Fahne eingezogenen
Kameraden, ſind während des Krieges von Zahlung
der Beiträge befreit. Kamerad Frick hat dem Verein ein
Bild (Handzeichnung nach A. Dürer) geſchenkt zugunſten
der bedürftigen Familien der zur Fahne eingezogenen
Kameraden. Das Bild iſt durch Beſchluß der Monats=
verſammlung
im Verein zu verloſen und bis zum
14. d. Mts. in der Möbelhandlung von Gebr. Trier,
Wilhelminenſtraße, zur Anſicht ausgeſtellt.
* Kinderleſezimmer. Da während des Krieges noch
mehr Hausfrauen und Mütter gezwungen ſind, dem
Erwerbsleben nachzugehen, hat ſich für viele unbeauf=
ſichtigt
zurückbleibende Kinder eine beſondere Notlage
herausgebildet. Hier helfend einzugreifen, wird nunmehr
auch die Jugendgruppe des Allgemeinen deutſchen Frauen=
vereins
, Ortsgruppe Darmſtadt, bemüht ſein, indem ſie
ihr Kinderleſezimmer in der Ballonſchule
ab Montag, 7. September, in Betrieb ſetzt und während
der Kriegsdauer täglich öffnet. Montags, Mittwochs,
Donnerstags und Samstags wird es von 36 Uhr, Diens=
tags
und Freitags von ½57 Uhr=nachmittags unent=
geltlich
für Mädchen und Knaben im Alter von 6 bis
14 Jahren geöffnet ſein. Die Kinder werden mit Bilder=
büchern
und ausgeſucht guten Jugendſchriften beſchäftigt.
Gaben von geeignetem Leſeſtoff oder Geldſpenden wer=
den
mit vielem Dank entgegengenommen.
* Städtiſche Leſe= und Bücherhalle. Während
des Monats Juli wurde die Leſehalle im ganzen von
2838 (im Juli 1913 von 3097) Perſonen beſucht, durch=
ſchnittlich
an jedem Tag von 91 Perſonen. Im Auguſt
von 3123 (Auguſt 1913 von 3382), durchſchnittlich an
jedem Tag 100 Beſucher. Aus der Bücherhalle nach
Hauſe entliehen wurden im Monat Juli 8401 Bände,
darunter 3239 wiſſenſchaftliche und belehrende Werke.
Im Monat Auguſt 1439 Bände, darunter 361 wiſſen=
ſchaftliche
und belehrende Werke. Wegen Umzug und
Neueinrichtung war die Leſehalle vom 1.5. Juli ge=
ſchloſſen
. Die Bücherhalle war geſchloſſen vom 1. Juli
bis 23. Auguſt. Die Zahl der neu eingeſchriebenen Leſer
ſtieg auf 2378. An Büchergeſchenken gingen im Monat
Juli und Auguſt weiter ein: von Herrn Profeſſor Beck
ein von ihm verfaßtes Werk, von Herrn Heidenheimer
1 Bd., von Herrn Buchdruckereibeſitzer Hohmann ein
Werk ſeines Verlages in 2 Exemplaren. Allen Gebern
herzlichſten Dank. Weitere Schenkungen von Büchern,
oweit ſolche nicht veraltet, ſind jederzeit willkommen.
* Verwundete in Mainzer Lazaretten. Die folgen=
en
Verwundeten ſind in den Mainzer Lazaretten unter=
gebracht
. Auskunft über dieſelben wird ausſchließlich er=
teilt
: Im Roten Kreuz, Mitternacht Nr. 4 (Auskunftsſtelle
für Verwundete), vormittags 912 Uhr und nachmittags
36 Uhr. Die Beſuchszeit in den Lazaretten iſt nur
Mittwochs und Sonntags von 2 bis 5 Uhr: Inf.=Regt.

117: Gefr. d. R. Emil Haub, 9. Komp. Musk. d. R.
Guſtav Krämer, 9. Komp. Inf.=Regt. 118: V.=Feldw.
Walter Vogel, 11 Komp. Erſ.=Batl. Inf.=Regt 116:
Musk. d. L. Johann Kilian, 1. Komp. Erſ.=Batl. Inf.=
Regt. 118: Musk. d. L. Jakob Reitz, 11. Komp.

Genaue Adreſſierung der Brieffendungen.

* Metz, 31. Aug. Noch immer gehen in Metz täglich
Tauſende von Briefſendungen für Angehörige der mobi=
len
Truppen ein, durchweg mit der Beſtimmungsbezeich=
nung
Metz, bei Metz und dergleichen. Dieſe Sendun=
gen
müſſen zunächſt aus den vielen für die Kriegsbeſetzung
der Feſtung Metz beſtimmten ausgeſondert und dann auf
die Feldpoſtſammelſtelle in Straßburg zurückgeleitet wer=
den
, um von da nach nochmaliger Bearbeitung endlich
auf den rechten Weg zum Feldheere zu gelangen. Durch
die vorſchriftswidrige Adreſſierung entſteht nicht bloß eine
mehrtägige Unterbrechung in der Beförderung zum Feld=
heere
, ſondern es werden auch die Abflußkanäle, die für
andere Sendungen (an Private und an Truppen in feſten
Standquartieren) freigehalten werden müſſen, unnötiger=
weiſe
verſtopft und der Poſt die Erfüllung ihrer ſchweren
Aufgabe, der ſie ſeit Wochen mit vermindertem Perſonal
in ununterbrochener Arbeit bei Tag und Nacht gerecht zu
werden ſucht, faſt unmöglich gemacht. Den Schaden aber
hat das Publikum ſelbſt und unſere brave Armee.
Es ergeht deshalb immer wieder die dringende Bitte
an alle Beteiligten, auf Feldpoſtbriefe an Angehörige des
Feldheeres keinen Beſtimmungsort, ſondern nur den
Truppenteil anzugeben. Nur Sendungen an Truppen in
feſten Standquartieren (Feſtungsbeſatzungen und derglei=
hen
), an Kranke und Verwundete in Lazaretten ſollen eine
Beſtimmungsangabe enthalten. Im=weiteren wird daran
rinnert, daß verſchloſſene Privatbriefe nachzElſaß= Lothrin=
gen
nicht zuläſſigeſind.

Kunſtnotizen.

Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc.,dereneim=Nacht
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behälterſichedie Redaktidneihr=Urteilivor.
* Reſidenztheater am Weißen Turm. Wir
machen an dieſer Stelle nochmals darauf aufmerkſam,
daß die Theaterleitung die Geſamteinnahme des heutigen
Tages ohne Abzug der Kriegsfürſorge über=
mittelt
, und empfehlen wir, ſchon des guten Zwecks
halber, den Beſuch aufs wärmſte, noch dazu, da das
Programm als äußerſt dezent zu bezeichnen iſt. Wir
verweiſen nur auf das zur Vorführung gelangende
Kunſtwerk von Hugo v. Hoffmannsthal: Das fremde
Mädchen mit der bekannten Tänzerin Grete=Wieſental
in der Hauptrolle. (Siehe Anzeige.)

Jugenheim a. d. B., 2. Sept. (Zum Beſten der
Kriegsfürſorge) in unſerer Gegend veranſtaltet der
Konzert=Verband der unteren Bergſtraße gemeinſam mit
dem hieſigen Verſchönerungsverein am kommenden Sonn=
tag
, den 6. d. M., nachmittags 5 Uhr beginnend, im Hotel
Zur Krone ein Konzert. Dank dem liebenswürdigen
Entgegenkommen des Hoftheater=Intendanten Dr. Eger
iſt es gelungen, die Hofopernſängerin Fräulein Clemen=
tine
Feiſtle, Herrn Hofſchauſpieler Kurt Weſtermann und
das Darmſtädter Streichquartett der Herren Kammermuſi=
ker
Mehmel, Diedrich, Brückmann und Andrä zur Mit=
wirkung
zu gewinnen, ſo daß für den Beſucher das Be=
vußtſein
, einen edlen Zweck gefördert zu haben, mit erle=
ſenen
künſtleriſchen Genüſſen verbunden ſein wird. Das
Programm iſt der Stimmung unſerer Zeit angepaßt. Da
das Konzert um 5 Uhr beginnt, benutzen vielleicht Darm=
tädter
Kunſtfreunde dieſe Gelegenheit zu einem Ausflug
in unſere jetzt ſo ſtille Bergſtraße. Der Eintrittspreis iſt
auf 50 Pfg. feſtgeſetzt, doch werden auch Karten zu 1,50 Mk.
und 2.50 Mk. ausgegeben.
Mainz, 3. Sept. (Der jüngſte heſſiſche Krie=
ger
) dürfte wohl der vor einigen Tagen beim Fußartil=
lerie
=Regiment Nr. 18 als Freiwilliger eingetretene Sohn
einer Witwe ſein. Der junge Vaterlandsverteidiger voll=
endet
erſt im März 1915 das 16. Lebensjahr, zählt alſo
heute noch nicht ganz 15½ Jahre. Da der jugendliche Pa=
triot
befürchtete, daß ihm die Mutter die Einwilligung
zu ſeinem Dienſteintritt verſagen werde, ſo ging er früh
morgens zur Stellung in die Kaſerne worer für tauglich
befunden und ſofort eingekleidet wurde.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 3. Sept. Auf dem =
beritzer
Uebungsplatze iſt der erſte Transport eng=
liſcher
Gefangener in der vergangenen Nacht ein=
getroffen
. Es ſind faſt ausſchließlich Infanterie und eine
kleinere Anzahl der bekannten ſchottiſchen Hochländer, die
beſten Truppen des Inſelreiches. Die Engländer machten
teilweiſe einen vollkommen niedergeſchlagenen Eindruck.
Die Ankündigungen der Kaffees und Konzert=
häuſer
in Berlin werden von der Polizei ſehr ſcharf
überwacht. Nach einer Anweiſung des Polizeipräſidenten
dürfen ſie keine Angaben enthalten, welche auf Nachtbetrieb
oder lebeweltartiges Weſen hindeuten. Es dürfen nur
Angaben gemacht werden, die ſich dem Ernſte der Zeit
anpaſſen. In mehreren Fällen ſind Ankündigungen in
Zeitungen und auf Plakaten beanſtandet worden; der Ver=
antwortliche
wurde verwarnt.
Frankfurt, 3. Sept. (Nicht zenſierte militä=
riſche
Artikel.) Auf Erſuchen des ſtellvertretenden
General=Kommandos teilt der Frankf. Generalanz. mit:
Das General=Kommando hat verfügt, daß die Frank=
furter
Nachrichten nur einmal täglich er=
ſcheinen
dürfen, weil ſie militäriſche Artikel ohne
Genehmigung des General=Kommandos veröffentlicht
haben.
Dresden, 3. Sept. (Ruſſiſche Gefangene.)
Auf dem Truppenübungsplatz Königsbrück bei Dres=
den
, der ſchon 5000 Franzoſen beherbergt, ſind heute
auch 8500 ruſſiſche Gefangene aus der Schlacht bei
Tannenberg eingetroſen. Die Zahl der Gefangenen ſoll
auf 15000 gebracht werden.
Breslau, 3. Sept. (Der frühere Generalgou=
verneur
von Köln), der General der Infanterie
Kurt von Sperling, ſtarb hier im 65. Lebensjahre.

Handel und Verkehr.

* Darmſtadt, 3. Sept. Die Bank für Handel
und Induſtrie (Darmſt. Bank) gibt bekannt: Die eng=
liſchen
und franzöſiſchen Banken haben grundſätzlich die
Diskontierung und Einziehung von Wechſeln auf England
und Frankreich abgelehnt, ſofern ſie ein deutſches Giro tra=
gen
, auch dann wenn ſolche Wechſel von deutſchen Firmen
in das neutrale Ausland giriert waren. Dies veranlaßt uns,
Ihnen die ergebene Mitteilung zu machen, daß wir im
vaterländiſchen Intereſſe es auch unſererſeits ablehnen,
uns aus dem Auslande (auch dem befreundeten oder neu=

Feuilleton.

* Welche Opfer an Menſchenleben koſtete der Feldzug
1870/71? Es wird vielleicht zur Beruhigung vieler Fa=
wilien
, die Angehörige unter den Vaterlandsverteidigern
haben, beitragen, wenn wir die amtlichen Ziffern des letz=
ten
großen Krieges aufgrund des deutſchen Generalſtabs=
werkes
(Bd. 5, S. 865 und 875) hier mitteilen: Insgeſamt
haben an dem Kriege teilgenommen: 1113254 Mann=
ſchaften
und 33 101 Offiziere. Insgeſamt haben außerdem
heutſcherſeits im deutſchen Vaterlande zur Verteidigung
der Meeresküſte, zur Bewachung der Kriegsgefangenen
und Beſatz der deutſchen Feſtungen gewirkt: 338 738
Mannſchaften und 9319 Ofiziere. Insgeſamt betrugen ſo=
mit
die zur Waffe gerufenen Deutſchen: 1451992 Mann=
ſchaften
und 42 420 Offiziere. Gefallen ſind insgeſamt,
einſchl. der an den erlittenen Verletzungen Geſtorbenen:
16397 Mannſchaften und 1871 Offiziere. Verwundet wur=
den
84304 Mannſchaften und 4184 Offiziere. Insgeſamt
haben ſomit kaum 2½ Prozent von den in den Krieg
=gerückten Truppen in den Schlachten und infolge der darin
erlittenen Verwundungen den Heldentod erlitten, alſo nur
einer von vierzig der ins Feld gezogenen Verteidiger des
heimiſchen Herdes! Die beſſeren Waffen beſchleunigten die
Entſcheidung und kürzten die Kriege ab aber ſie ver=
minderten
auch die Opfer des Krieges! Hoffen wir, daß
die weitere Vervollkommnung der Waffen, beſonders der
Artillerie, auch in dieſem Kriege geringere Verluſte und

eine ſchnellere Entſcheidung herbeiführen wird. Den voll=
kommeneren
Waffen ſtehen auch vollkommenere Abwehr=
möglichkeiten
gegenüber.
* Ich kann nicht anders. In dieſen Tagen hat ſich
in Görlitz etwas Drolliges begeben; ich hörte es von einer
Augenzeugin. Steht alles dicht gedrängt vor einer De=
peſche
, auch eine Mutter mit ihrer noch backfiſchartigen
Tochter. Die junge Dame ſteht eingeklemmt. Ach Mut=
ter
, komme doch, nörgelt ſie, es iſt doch ganz egal, ob
die Franzoſen gewonnen haben oder wir. Damit wendet
ſie ſich zum Gehen, ſchon aber ſitzen zwei Ohrfeigen
auf ihren Backen, gegeben von einem älteren Herren.
Darauf reicht dieſer der Mutter ſeine Karte und ſagt: So,
nun verklagen Sie mich, ich konnte nicht anders Auf das
Bravogeſchrei der Umſtehenden fliehen Mutter und Toch=
ter
, als ob ſie Franzoſen oder Ruſſen wären.
B. B. Der Glücksklee des Kronprinzen. Eine Pots=
damer
Blumenhandlung hatte vor einiger Zeit dem Kron=
prinzen
ins Feld mittels Feldpoſtbriefes vierblätterigen
Glücksklee geſandt und dabei zum Ausdruck gebracht, daß
der Klee den Kriegsunternehmungen des Kronprinzen
reichen Erfolg bringen möge. Jetzt iſt folgendes Dank=
ſchreiben
eingetroffen: Seine Kaiſerliche Hoheit der
Kronprinz hat ſich über die Sendung der vierblätterigen
Kleeblätter herzlich gefreut und mir befohlen, Ihnen
Höchſtſeinen beſten Dank für dieſe Sendung zu übermit=
teln
. Das muß ja helfen! Sehr ergebenſt v. Planitz,
Maior

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 4. September 1914.

Nummer 243.

tralen) zugehende Wechſel auf Deutſchland einſchließlich
eigener Akzepte, zu diskontieren oder zum Einzug zu über=
nehmen
, ſofern ſie Giri aus einem mit Deutſchland im
Kriegszuſtande befindlichen Lande tragen, es ſei denn, daß
der Ueberſender damit einverſtanden iſt, daß ihm der
Gegenwert ſolcher Rimeſſen auf einem mit 4 Prozent ver=
zinslichen
Separatkonto gutgeſchrieben wird und er ſich
während der Kriegsdauer jeder Verfügung über das ſo
entſtandene Guthaben enthält.

Der neue Papft.

* Rom, 3. Sept. Die Agenzia Stefani meldet: Kar=
dinal
della Chieſa wurde zum Papſt gewählt.
Keiner der Kardinäle, die in erſter Linie als papa=
bili
galten, iſt gewählt worden, ſondern einer, von dem
überhaupt nicht oder nur ganz entfernt geſprochen worden
iſt. Es hat eben keiner der bevorzugten Kandidaten die
Mehrheit erhalten, worauf man ſich auf einen Outſider
einigte, So war es auch bei der letzten Wahl im Jahre
1903.
Ein Telegramm meldet, daß der neue Papſt ſich Be=
nedikt
XV. nennt. Sein Vorgänger dieſes Namens,
Benedikt XIV., regierte von 1740 bis 1758 die Kirche.
* Rom, 3. Sept. Der neue Papſt Benedikt XV.
wurde am 21. November 1854 in Genua geboren.
Unter Leo XIII. iſt er Subſtitut im Staatsſekretariat ge=
worden
, wo er die rechte Hand Rampollas war. Seit
16. Dezember 1907 war er Erzbiſchof in Bologne.
Anfangs 1914 iſt Benedikt vom Konſiſtorium, das Pius X.
hielt, zum Kardinal gewählt worden. Der neue Papſt
gilt, wie die Germania ſchreibt, als ein hervorragender
Patriarch und Gelehrter.
* Rom, 3. Sept. Um 11¾ Uhr zeigte ſich der Papſt
auf dem Innenbalkon der Petersbaſilika, deſſen Brüſtung
mit einem Behang von rotem Samt und goldenen Fran=
ſen
geſchmückt war. Die Menge begrüßte den Papſt mit
lebhaftem Beifall. Nach den hergebrachten Zeremonien er=
teilte
der Papſt den Gläubigen den apoſtoliſchen Segen
und begab ſich darauf unter den Jubelrufen der Menge
in die Gemächer zurück.

Aus Albanien.

* Valona, 2. Sept. Die erſten Abteilungen der
Aufſtändiſchen ſind unter Vorantragung einer tür=
kiſchen
Fahne friedlich in die Stadt eingerückt. An=
dere
lagern in den Vororten. Es hat ſich kein Zwiſchenfall
ereignet.
* Durazzo, 31. Aug., 11 Uhr abends. Auf einige
Kanonenſchüſſe, die von der Artillerie der Beſatzung ab=
gegeben
wurden, antworteten die Aufſtändiſchen mit
einigen Kanonenſchüſſen. Ein Geſchoß fiel diesſeits der
Verſchanzungen nieder. Von zwei anderen, die augen=
ſcheinlich
gegen das Königliche Palais gerichtet waren,
fiel eine in das Meer in der Nähe der Häuſer der Stadt.
* Durazzo 2. Sept. Die Verſammlung der No=
tabeln
hat beſchloſſen, die Aufſtändiſchen zu bitten,
die Entſcheidung der Stadt bis Samstag vormittag zu
erwarten. Mittwoch vormittag wird die Kontrollkommiſ=
ſion
ſich nach Schiak begeben, um die endgültige Faſſung
der Forderungen der Aufſtändiſchen entgegenzunehmen
und ein Abkommen zu treffen. Der Fürſt reiſt, wenn
nichts Unvorhergeſehenes dazwiſchen kommt, am Donners=
tag
ab.

Landwirtſchaftliches.

Schlachtviehmarkt Darmſtadt. Schweine=
markt
am 2. September. Auftrieb: 116 Schweine. Preiſe
1. Qual. (pro 50 Kg. Schlachtgewicht) 63 Mk., 2. Qual.
62 Mk., 3. Qual. 61 Mk. Marktverlauf: rege, Ueberſtand.
Schweinemarkt am 3. September. Auftrieb: 135
Schweine. Preiſe 1. Qugl. (pro 50 Kg. Schlachtgewicht)
63 Mk., 2. Qual. 62 Mk., 3. Qual. 61 Mk. Marktverlauf=
mäßig
, Ueberſtand. Kälbermarkt am 3. September.
Auftrieb: 175 Kälber. Preiſe 1. Qual. (pro 50 Kg. Lebend=
gewicht
) 1. Qual. 44 Mk., 2. Qual. 42 Mk., 3. Qual. 40 Mk.
Marktverlauf: Schleppend.
Frankfurt a. M., 2. Sept. (Viehhof= Markt=
bericht
.) Auftrieb: 1438 Schweine. Preiſe für 1 Zentner
Lebendgewicht (Schlachtgewicht) in Mark. a) 4851 (62
bis 64), b) 4749 (6263), c) 4851 (6062), d) 4851
(6062). Marktverlauf: Langſam, Ueberſtand. Kar=
toffelmarkt
: en gros 67 Mark, en detail 8½—9 Mk.

Literariſches.

Hans Hyan, Diana, Geſchichten aus
Buſch und Heide. Ein neues Buch von Hans Hyan,
dem Erzähler der Diebs= und Verbrechergeſchichten, deſſen
Roman Die Verführten berechtigtes Aufſehen hervor=
rief
. Aber hier wird man den Berliner Autor vergebens
in den Schlupfwinkeln ſeiner früheren Lieblingsfiguren
ſuchen; hier iſt er hinausgezogen in Buſch und Heide, ins
friſche grüne Land, hier darf er ſeine begeiſterte Liebe für
die freie Gottesnatur zeigen. Hyan iſt paſſionierter und
erfahrener Jäger. Jede ſeiner Geſchichten verrät das und
zeigt die intime Detailkenntnis, die den Realiſten des
Großſtadtlebens auch da auszeichnet, wo er ſeine Helden
mit der Büchſe hinter dem Wilde herpürſchen läßt. Und
das iſt das Schöne an dieſen Erzählungen: in ihnen lebt
alles aus ſich heraus!

Neue Erfolge.

Großes Hauptquartier, 3. Sept.
(W. T. B. Amtlich.) Bei der Wegnahme
des hoch in den Felſen gelegenen Sperr=
forts
Givet haben ſich ebenſo wie bei
dem Bombardement von Namur die
von Oeſterreich zugeſandten ſchweren
Motorbatterien durch Beweglichkeit,
Treffſicherheit und Wirkung vortrefflich
bewährt. Sie haben uns ausgezeichnete
Dienſte geleiſtet. Die Sperrbefeſtigun=
gen
Hirſon=les=Ayvelles, Condé la fere,
Laon ſind ohne Kämpfe genommen wor=
den
. Dadurch befinden ſich ſämtliche

Sperrbefeſtigungen im nördlichen Frank=
reich
mit Ausnahme der Feſtung Mau=
beuge
in unſeren Händen.
Gegen Reims iſt der Angriff ein=
geleitet
. Die Kavallerie der Armee des
Generaloberſten von Kluck ſtreift bis
Paris. Die Weſtheere haben die Aisne=
Linie überſchritten und ſetzen den Vor=
marſch
auf die Marne fort. Einzelne
Vorhuten haben ſie bereits erreicht. Der
Feind befindet ſich vor den Armeen des
Generaloberſten v. Kluck, v. Bülow,
v. Hauſen und des Herzogs von
Württemberg im Rückzug auf und
hinter die Marne.
Vor der Armee des deutſchen Kron=
prinzen
leiſtete der Feind im Anſchluß
an Verdun Widerſtand, wurde aber zu=
rückgeworfen
.
Die Armeen des Kronprinzen von
Bayern und des Generaloberſten von
Heeringen ſtehen noch immer einem
ſtarken Feinde in befeſtigten Stellungen
in Franzöſiſch=Lothringen gegenüber.
Im oberen Elſaß ſtreiten deutſche und
franzöſiſche Abteilungen unter gegen=
ſeitigen
Kämpfen.
In Oſtpreußen ernten die Truppen
des Generaloberſten v. Hindenburg
weitere Früchte ihres Sieges. Die Zahl
der Gefangenen wächſt täglich. Sie
iſt bereits auf 90000 Mann geſtiegen.
Wieviel Geſchütze und Siegeszeichen
noch in den preußiſchen Wäldern und
Sümpfen ſtecken, läßt ſich noch garnicht
überſehen. Wahrſcheinlich ſind nicht
nur zwei ſondern drei ruſſiſche komman=
dierende
Generale gefangen. Der ruſ=
ſiſche
Armeeführer iſt nach ruſſiſchen
Berichten gefallen. Der Generalquar=
tiermeiſter
v.=Stein.

Dieſe neue, überaus erfreuliche Nachricht von den Erfol=
gen
unſerer Armeen im Weſten, die heute früh in der erſten
Morgenſtunde eintraf, läßt es erklärlich erſcheinen, wes=
halb
es der tapfere Herr Poincaré und ſeine Regierung
ſo eilig hatten, die Seineſtadt zu verlaſſen und ſich in
einen ſicheren Hafen zu retten, der eine befreiende Aus=
ſicht
auf die rettende See bietet. Deutſche Kavallerie ſtreift
ſchon bei Paris! Das iſt der Schreckensruf, der den fran=
zöſiſchen
Machthabern in ihr Gebein gefahren iſt. Noch
anderes Erfreuliches weiß der Bericht zu melden. Sämt=
liche
Sperrbefeſtigungen im nördlichen Frankreich ſind in
unſeren Händen, meiſt ohne Kampf genommen. Somit
dürfte die völlige Einſchließung von Paris bald vollendete
Tatſache ſein. Im Süden, in Franzöſiſch=Lothringen,
leiſten die Franzoſen noch hartnäckig Widerſtand. Dieſe
Streitkräfte ſtützen ſich noch auf einige Feſtungen. Ihr
Schickſal dürfte nach dem Durchbruch der Mitte der fran=
zöſiſchen
Stellungen bald beſiegelt ſein. Die Nachrichten
aus dem Oſten laſſen die völlige Vernichtung der ruſſiſchen
Armee immer vollſtändiger erſcheinen. Es ſind tatſächlich
nur noch Trümmer der Armee dem vernichtenden Schlage
entgangen.

Erfahrungen eines deutſchen Diplomaten
in Frankreich.

* Berlin, 3. Sept. Die Nordd. Allgem. Ztg. teilt
mit: Ein deutſcher Konſularbeamter in Süd=
frankreich
ſchildert Vorfälle bei ſeiner Abreiſe: Als ich
im Automobil bis Narbonne fuhr, um dort den letzten
nach Spanien abgehenden Zug zu benutzen, wurden meine
Papiere auf einer größeren Station unterſucht, nicht ohne
daß ich hierbei von dem Pöbel beſchimpft und
beleidigt wurde. Drei deutſche Erzieherinnen aus
meinem Bezirk, die kurz darauf ebenfalls im Automobil
nach Spanien flüchten wollten, wurden von der Bevölke=
rung
mißhandelt und dann, weil angeblich der Spionage
verdächtig, unterſucht.

Die in Deutſchland weilenden Chineſen.

* Berlin 3. Sept. Obwohl die chineſiſchen
Staatsangehörigen in Deutſchland ſich durch
Abzeichen in ihren Landesfarben kenntlich gemacht haben,
iſt es doch leider vielfach vorgekommen, daß die Chineſen
Beläſtigungen und Beleidigungen erfuhren, weil ſie für
Japaner gehalten wurden. Die hieſige diplomatiſche Vér=
tretung
Chinas brachte Fälle dieſer Art zur Kenntnis
der deutſchen Regierung. Wir glauben, daß dieſer Hin=
weis
genügt, um künftig ſolche Mißgriffe zu verhüten
und den in unſerem Lande weilenden Chineſen diejenige
Rückſicht und das Entgegenkommen zu ſichern, worauf ſie
als Angehörige einer neutralen, befreundeten Macht An=
ſpruch
haben.

Die Erfolge der Oeſterreicher.

* Wien 3. Sept. (W. T. B.) Die letzten zuſammen=
faſſenden
Berichte der einzelnen Kriegsberichterſtatter be=
ſtätigen
, daß das bisherige Ergebnis der Rie=
ſenſchlacht
als ein vollſtändiger und glän=
zender
Sieg an der ganzen Nordfront bezeichnet wer=

den kann. An der Oſtfront dauert das Ringen noch an.
Die Berichterſtatter weiſen auf die ungleichmäßige Aus=
bildung
und Wirkung der ruſſiſchen Artillerie hin, welche
ſtellenweiſe vorzüglich ſchoß, anderwärts vollſtändig ver=
ſagte
. Die Berichterſtatter heben übereinſtimmend die
glänzenden Leiſtungen der öſterreichiſch=ungariſchen Ar=
tillerie
hervor, ſie weiſen beſonders auf die Bravour der
Preßburger und Kaſchauer Korps hin. Die meiſten Blät=
ter
ſtellen feſt, daß ſich auf öſterreichiſch=ungariſcher Seite,
namentlich in Oſtgalizien, die Spionage und der Kund=
ſchafterdienſt
der ruſſenfreundlichen Beamten ſich unan=
genehm
fühlbar mache.
* Wien, 3. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Die Blät=
ter
begrüßen den durchſchlagenden Erfolg der Armeen
Auffenberg und Dankl als ein hochbedeutſames
Ereignis, das nicht nur in der Monarchie, ſondern auch
bei den Verbündeten freudige Empfindung hervorrufen
werde. Durch den Sieg der Armee Auffenberg und das
von ſiegreichen Gefechten begleitete Vordringen der Armee
Dankl bis Lublin erſcheine das Ziel der Angriffsopera=
tionen
zwiſchen Bug und Weichſel vollſtändig erreicht.
Was den noch fortdauernden Kampf in Oſtgalizien be=
treffe
, ſo ſei die Zuverſicht wohl begründet, daß es binnen
kurzem gelingen werde, auch die in der Umgebung von
Lemberg ſtehenden Truppenmaſſen niederzuwerfen. Das
Fremdenblatt ſtellt feſt, daß nunmehr durch die
Erfolge der öſterreichiſch=ungariſchen Truppen und
der deutſchen Truppen gegen Rußland und
durch die durchſchlagenden Erfolge Deutſchlands an der
Weſtfront der gemeinſame ruſſiſch=franzöſiſche Opera=
tionsplan
vollſtändig zunichte gemacht ſei.
Die in drei Linien geplante Offenſive der Ruſſen eine
gegen Oſtpreußen, die zweite gegen Preußen von Ruſſiſch=
Polen aus, die dritte gegen Galizien ſei gründlich ge=
ſcheitert
.

Ein Aufruf des Präſidenten Poincaré.

* Paris, 3. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Präſi=
dent
Poincaré und die Regierung richteten folgenden
Aufruf an das Land:
Franzoſen! Seit mehreren Tagen ſtellen erbitterte
Kämpfe unſere heldenhaften Truppen und die feindliche
Armee auf die Probe. Die Tapferkeit unſerer Soldaten
hat ihnen an mehreren Punkten bemerkenswerte Vorteile
eingetragen, dagegen hat uns im Norden der Vorſtoß
der deutſchen Streitkräfte zum Rückzuge gezwungen.
Dieſe Lage nötigt den Präſidenten der Republik und die
Regierung zu einem ſchmerzlichen Entſchluſſe.
Um über das Heil der Nation zu wachen, haben die Be=
hörden
die Pflicht, ſich zeitweilig von Paris zu
entfernen. Indeſſen wird der hervorragende Ober=
befehlshaber
der franzöſiſchen Armee voll Mut und Be=
geiſterung
die Hauptſtadt und ihre Bevölke=
rung
gegen den Eindringling vertei=
digen
. Aber der Krieg ſoll gleichzeitig im übrigen
Lande weitergeführt werden; ohne die Furcht, nachzulaſ=
ſen
, ohne Aufſchub oder Schwäche wird der heilige Kampf
für die Ehre der Nation und die Sühne des verletzten
Rechts weitergehen. Keine unſerer Armeen iſt in ihrem
Beſtande erſchüttert. Wenn einige von ihnen bemerkens=
werte
Verluſte erlitten haben, ſo ſind die Lücken ſofort
von den Depots aus wieder ausgefüllt worden. Der Auf=
ruf
von Rekruten ſichert neue Quellen an Menſchenenergie.
Widerſtand und Kampf, das ſoll die Parole
der verbündeten engliſchen, ruſſiſchen, belgiſchen und fran=
zöſiſchen
Heere ſein. Widerſtand und Kampf, während die
Engländer uns zur See helfen, die Verbindungen un=
ſerer
Feinde mit der Welt abzuſchneiden. Widerſtand
und Kampf, während die ruſſiſchen Armeen wei=
ter
vorrücken um den entſcheidenden Stoß in das
Herz des Deutſchen Reiches zu führen. Es iſt die Auf=
gabe
der republikaniſchen Regierung, dieſen hartnäckigen
Widerſtand zu leiten. Ueberall werden ſich zum Schutze
der Unabhängigkeit Frankreichs die Länder erheben, um
dieſem furchtbaren Kampfe ſeine ganzen Kräfte und ſeine
Wirkſamkeit zu verleihen.
Es iſt unumgänglich notwendig, daß die Regierung
freie Hand zum Handeln behält. Auf Wunſch der Mili=
tärbehörden
verlegt die Regierung daher für
den Augenblick ihren Aufenthalt nach einem
Punkt, Frankreichs, wo ſie in ununterbrochener
Verbindung mit der Geſamtheit des Landes blei=
ben
kann. Sie fordert die Mitglieder des Parlaments
auf, ſich nicht fern von ihr zu halten, um gegenüber dem
Feinde zuſammen mit der Regierung und ihren Kollegen
den Sammelpunkt der nationalen Einheit zu bilden. Die
Regierung verläßt Paris, erſt, nachdem ſie die Verteidi=
gung
der Stadt und des befeſtigten Lagers durch alle in
ihrer Macht ſtehenden Mittel ſichergeſtellt hat. Sie weiß,
daß ſie es nicht nötig hat, der bewunderungswürdigen
Pariſer Bevölkerung Ruhe, Entſchlußkraft und Kaltblü=
tigkeit
zu empfehlen. Die Bevölkerung von Paris zeigt
jeden Tag, daß ſie den größten Pflichten gewachſen iſt.
Franzoſen! Zeigen wir uns dieſer tragiſchen Um=
ſtände
würdig. Wir werden den endlichen Sieg erringen,
wir werden ihn erringen durch den unermüdlichen Wil=
len
zum Widerſtande und zur Beharrlichkeit. Eine
Nation, die nicht untergehen will, die, um zu leben, we=
der
vor Leiden noch vor Opfern zurückſchreckt, iſt ſicher
zu ſiegen.
Der Aufruf iſt von Poincaré und ſämtlichen Miniſtern
unterzeichnet.

Dieſes Phraſengewäſch des Präſidenten wird keinen
Eindruck mehr machen, ebenſowenig wie die dreiſte Lüge,
daß die ruſſiſchen Armeen weiter vorrücken, um den
entſcheidenden Stoß in das Herz des Deutſchen Reiches
zu führen‟ Dies wagt Poincaré zu ſagen, nachdem in
zwei großen Schlachten die Ruſſen aufs Haupt geſchlagen
und über 120000 Ruſſen in Gefangenſchaft geraten ſind.
Der Präſident, der jetzt vor den heranrückenden Deut=
ſchen
die Flucht ergreift und die Hauptſtadt im Stich
läßt, dürfte Paris anders wiederfinden, als er es jetzt
verläßt. Es iſt begreiflich, daß dieſe Kundgebung in
Paris eine unbeſchreibliche Panik hervorgerufen hat.
Auch die Leichtgläubigkeit der Franzoſen hat ihre Gren=
zen
, ebenſo wie ihre Geduld mit der verlogenen Regie=
rung
, die ſich jetzt, wo die Gefahr im Anzuge iſt, in Si=
cherheit
bringt.

Der Auszug der Pariſer Regierung.

* Paris, 3. Sept. Die Agence Havas meldet: Prä=
ſident
Poincaré und die franzöſiſche Regierung haben
heute nacht Paris verlaſſen und ſich nach Bordegux
begeben.

Von der franzöſiſchen Mittelmeerflotte.

* Paris, 3. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Die
franzöſiſche Flotte hat geſtern die Befeſtigungswerke und
die Reede von Cattaro beſchoſſen. Die Beſchießung ver=
urſachte
großen Schaden. Mehrere Gebäude ſind beſchä=
Ligt worden und in Brand geraten.

[ ][  ][ ]

Nummer 243.

Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 4. September 1914.

Seite 5.

* Wien, 3. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Amtlich
wird bekannt gegeben: Am 1. September morgens erſchien
die franzöſiſche Mittelmeerflotte, beſtehend
aus 16 großen Einheiten, Schlachtſchiffen, Panzerkreu=
zern
und zahlreichen Torpedofahrzeugen auf große Ent=
fernung
vor der Einfahrt der Bucht von Cattaro
und gab 40 Schüſſe aus ſchwerem Kaliber gegen das ver=
altete
Fort auf Punta d’Oſtro ab, ohne den dortigen
Werken Schaden zuzufügen. Von der Be=
ſatzung
wurden 3 Mann leicht verwundet. Die franzöſiſche
Flotte dampfte dann mit einer Schwenkung nach der
weſtlichen Küſte und wandte ſich ſodann mit ſüdlichem
Kurs, um anſcheinend die Adria zu verlaſſen. Es handelt
ſich daher offenbar um eine wirkungsloſe Demonſtration
der franzöſiſchen Streitkräfte an unſerer ſüdlichen Küſte.

Ein Zeppelin=Luftſchiff über Antwerpen.

* London, 3. Sewt. (W. T. B. Nichtamtlich.) Reu=
ter
meldet aus Antwerpen unterm 2. September: Ein
Zeppelin, der heute früh kurz vor 4 Uhr Antwerpen über=
flogen
hat, iſt ziemlich ſcharf beſchoſſen worden.
Gleichwohl hat er es vermocht, mehrere Bomben ab=
zu
werfen. Zehn Häuſer ſind ſchwer beſchädigt wor=
den
. Fünf Bomben ſollen auf eine Viehweide gefallen
ſein.

Frankreich ſucht Italien zu kaufen.

* Rom 3. Sept. Frankreich hat, wie der Frkf. Ztg.
berichtet wird, der italieniſchen Regierung durch eine
Bankgruppe eine Anleihe von 1 Milliarde und mehr zu
guten Bedingungen offerieren laſſen. Miniſterpräſident
Salandra hat die Offerte mit dem Hinweis abgelehnt,
daß Italien nicht die Abſicht habe, eine auswärtige An=
leihe
aufzunehmen.

Die Deutſchen in Kanada.

* Kopenhagen, 3. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.)
National Tidente meldet aus Ottawa: Die deutſche
Bevölkerung Weſtkanadas bekundet offen, daß
ſte auf ſeiten Deutſchlands ſteht. Dies erweckt großen
Unwillen bei der übrigen Bevölkerung; man befürchtet
Unruhen.

Ein Dampfer auf eine Mine aufgelaufen.

* London, 3. Sept. Nach einer hier eingetroffe=
nen
Meldung ſtieß ein Dampfer auf eine Unterwaſ=
ſermine
und ſank. Von den 11 Mann der Beſatzung
ſind 6 ertrunken, während die übrigen 5 gerettet wer=
den
konnten. Es handelt ſich um dasſelbe Schiff, das vor
kurzem die Mannſchaft des däniſchen Dampfers rettete,
der in derſelben Gegend auf eine Mine auflief und ſank.
(Es handelt ſich offenbar um einen engliſchen Dampfer,
der an der engliſchen Küſte geſunken iſt. D. Red.)

* Heidelberg, 3. Sept. Die Fliegerleutnants
Zahn und Reinhardt haben wegen hervorragender
Flugleiſtungen das Eiſerne Kreuz erhalten.
* Mülhauſen i. E., 3. Sept. (W. T. B. Nichtamt=
lich
.) Die Neue Mülhauſer Zeitung meldet, daß vorgeſtern
der Verleger und Beſitzer des Mülhauſer Tageblattes,
Hans Brinkmann, von der Zivilbehörde verhaf=
tet
und das Weitererſcheinen des Blattes verboten
wurde. Der Grund iſt unbekannt.
* Wien, 3. Sept. Die lügenhaften Berichte der aus=
ländiſchen
Preſſe über unſere Erfolge in Serbien ſind völ=
lig
gegenſtandslos. Der militäriſche Zweck unſe=
res
Vorſtoßes iſt vollkommen erreicht.
* Wien, 3. Sept. Die ſüdſlawiſche Korreſpondenz
meldet aus Konſtantinopel: Die türkiſchen Blätter
beſprechen die Ankündigung der engliſchen Regierung,
indiſche Truppen im europaiſchen Kriege
zu verwenden es ſei erſtaunlich, mit welcher Selbſt=
verſtändlichkeit
die engliſche Regierung dieſe Unterneh=
mung
ankündigt angeſichts der Stimmung, die in Indien
herrſcht. Man müſſe aber annehmen, daß England wohl
wiſſe, wie es in Indien beliebt iſt. Wenn nun trotzdem
ſolch pompöſe Ankündigung geſchehe, ſo ſei dies ein Bluff
echt engliſcher Art, um die Bundesgenoſſen mit einer
ſchönen Geſte zu ermutigen. Die Mohammedaner Indiens
halten treu zur Türkei. Sollte der Verſuch von Rußland
und England gemacht werden, die Dardanellen zu forzie=
ren
, ſo dürfte die Empörung in Indien ſich in hellen
Flammen erheben.
* Amſterdam, 3. Sept. Der hohe Turm der Ka=
thedral
von Mecheln, der den Belgiern als Beobachtungs=
warte
diente und von der deutſchen Axtillerie unter Feuer
genommen wurde, droht einzuſtürzen. Das be=
rühmte
Glockenſpiel iſt zerſtört. Die Belgier haben alle
Kunſtſchätze aus den Kirchen Mechelns und das wertvolle,
im Schepenhaus untergebrachte Archiv nach Antwerpen
übergeführt.
* Kapſtadt, 3. Sept. (W. T. B. Nichtamtlich.) Der
Lord Devilliers, der ſtellvertretende Generalgouver=
neur
der ſüdafrikaniſchen Union, iſt geſtern geſtorben.

Aufruf.

Unter dem überwältigenden Eindruck der deutſchen
und öſterreichiſchen Siege im Oſten und Weſten werden
überali die Theater wieder eröffnet. Voran gehen die
dreußiſchen Hoftheater, die auf ausdrücklichen Wunſch des
Kaiſers ihren vollen Betrieb wieder aufnehmen werden.
Alle anderen Hoftheater, die meiſten großen Stadttheater,
folgen dieſem Beiſpiel.
Auch die Darmſtädter Hofbühne darf nicht
zurückbleiben. Unſer Kunſtinſtitut wird gerade jetzt mehr
denn je ſeinen edelſten Beruf erfüllen können. Patriotiſche
Werke, die Klaſſiker, Wagners. Mozarts und Webers
Opern werden den Grundſtock des Spielplans bilden und
in dieſen ſchweren Zeiten Erhebung und Begeiſterung
ſpenden.
So löſt unſer Hoftheater mit der Wiederaufnahme der
Vorſtellungen eine hohe künſtleriſche Aufgabe. Es
erfüllt aber zugleich auch eine im höchſten Maße verant=
wortungsvolle
ſoziale Pflicht gegenüber der Exi=
ſtenz
ſeiner Mitglieder. Zwar ſorgt Seine Königliche Ho=
heit
bis zu einem gewiſſen Grade für die dreihundert An=
geſtellten
des Hoftheaters und deren Familien. Aber
darüber hinaus iſt eine weitgehende Unterſtützung durch
unſer Publikum, ſtarkes Abonnement und lebhafter Thea=
terbeſuch
notwendig, um den Mitgliedern einen finanziel=
len
Rückhalt zu geben und die Stetigkeit des Betriebes zu
ſichern. Gerade wir Darmſtädter, die Grund haben, auf
unſer Hoftheater ſtolz zu ſein, müſſen in dieſen ernſten
Tagen dazu beitragen, unſerer Stadt die Segnungen ech=
ter
deutſcher Kunſt zu erhalten und gleichzeitig einer ho=
hen
ſozialen Pflicht zu genügen.
Wir wenden uns an alle unſere Mitbürger im feſten
Vertrauen auf ihre Kunſtbegeiſterung und ihr patrioti=
ſches
Gefühl, und wir hoffen, daß jeder, wie bisher, das
Seine zu dem edlen Zweck beiträgt. Vor allem halte,
wer ſich als Abonnent angemeldet hat, dieſe Anmeldung

aufrecht; wer bisher noch beiſeite ſtand, leiſte jetzt dem
Aufruf der Generaldirektion Folge.
Das Hoftheater muß nicht nur bedeutende künſtleriſche
Werte, ſondern auch große wirtſchaftliche Verpflichtungen
gegenüber den hunderten von Angeſtellten wahren. Nur
wenn alle unſere Mitbürger unſer Kunſtinſtitut nach Kräf=
ten
unterſtützen, wird das Hoftheater inſtand geſetzt wer=
den
, ſeine jetzt doppelt wichtige und bedeutungsvolle Auf=
gabe
nach der kulturellen wie nach der ſozialen Seite voll=
auf
zu erfüllen.
Chefredakteur Ammenn, Finanzminiſter Dr. Braun,
Exzellenz, Chefredakteur Behre, Profeſſor Dr. Berger,
Rektor der Techniſchen Hochſchule, Juſtizrat Dr. Bender,
Stadtverordneter, Hofrat Dr. Buſchmann, Finanzrat Em=
merling
, Rechtsanwalt Dr. Fulda, Landtagsabgeordne=
ter
und Stadtverordneter, Kommerzienrat Goebel, Ober=
bürgermeiſter
Dr. Gläſſing, Frau Agnes Gläſſing, Gehei=
mer
Hofrat de Haan, Generalmajor Freiherr von Heyl
Baronin Doris Heyl, Rechnungsrat Henrich, Landtags=
abgeordneter
und Stadtverordneter, Redakteur Knoblauch,
Sanitätsrat Dr. Kolb, Rittmeiſter a. D. Lungershaufen,
Dr. Willy Merck, Frau Mathilde Merck, Profeſſor Men=
delsſohn
, Bürgermeiſter Mueller, Oberpoſtdirektor Mil=
kau
, Geh. Oberſchulrat Nodnagel, Sanitätsrat Dr. Noell=
ner
, Freiherr von Oetinger, Freifrau von Oetinger, Ju=
ſtizrat
Dr. Oſann, Landtagsabgeordneter und Stadtver=
ordneter
, Ingenieur Ph. Roeder, Generalmajor von
Randow, Stadtkommandant, Dr. Schmidt, Direktor der
Hofbibliothek, Stemmer, Stadtverordneter, Vorſ. des
Verkehrsvereins, Staatsrat Süffert, Kommerzienrat
Eugen Trier, Profeſſor Dr. Vetterlein, Stadtpfarrer Vo=
gel
, Rud. Wittich, Chefredakteur Dr. Waldaeſtel, Vorſ. des
Landesvereins Heſſ. Zeitungsredakteure und des Darmſ
Journaliſten= und Schriftſteller=Vereins, Oberamtsrichte
Dr. Wünzer, Landtagsabgeordneter, Frau Lilli Wolfskehl.

Deutsche Bank Darmstadt

Aufbewahrung und Verwaltung
von Wertpapieren.

(X.3521

Mitteilungen aus dem Geſchäftsleben.

Die einſchneidende Wirkung der Mobilmachung auf
das Wirtſchaftsleben und auf die Aufrechterhaltung
großer gewerblicher Betriebe läßt ſich an der Tatſache
feſtſtellen, daß von den in der Zigarettenfabrik
Yenidze (Kommerzienrat Zietz) beſchäftigt geweſenen
mehr als 205 kaufmänniſchen und techniſchen Beamten
und Meiſtern ſchon über die Hälfte ins Feld gerückt iſt.
Von den Zurückgebliebenen haben viele noch ihre Ein=
berufung
zu gewärtigen. Da der Fabrikbetrieb
aufrechterhalten werden ſollte, ſo mußte ſelbſt jetzt, wo
die Geſchäftslage im allgemeinen nicht günſtig iſt, Erſatz=
perſonal
angeſtellt werden, ſonſt wäre die Arbeits=
gelegenheit
für die große Anzahl weiblicher Arbeiter
nicht aufrecht zu erhalten geweſen. Kommerzienrat
Zietz hat auch jetzt wieder einen Beweis ſeiner Fürſorge
gegeben, indem er beſtimmte, den Angehörigen der im
Felde ſtehenden verheirateten Beamten das Gehalt
weiter zu zahlen. Die Familien der zu den Waffen ein=
berufenen
Arbeiter erhalten wöchentliche Unterſtützung
nach Maßgabe der Zahl der Familienzugehörigen. Die
Salem Aleikum=Zigarettenfabrik hat auch für die deutſchen
Truppen zu Händen des Roten Kreuzes 1 Million
Zigaretten geſtiftet.

Familiennachrichten.

Am 22. Auguſt erlitt den Heldentod fürs
Vaterland mein innigſtgeliebter, unvergeßlicher
Gatte, unſer lieber, herzensguter Sohn, Bruder,
Schwiegerſohn, Schwager, Onkel und Pate
Vizefeldwebel
Karl Menges.
Um ſtille Teilnahme bitten
die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Anna Menges, geb. Sturmfels
Familie Georg Menges II.
Familie Georg Menges III.
Familie Heinrich Menges
Familie Johannes Menges
Familie Georg Sturmfels IV.
Semd, Bingen a. Rh., Darmſtadt,
(18215
den 3. September 1914.

Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Verwandten, Freunden und Bekannten
die traurige Mitteilung, daß unſere liebe
Schweſter, Schwägerin und Tante (B18238
Hortense Pfaff
geſtern abend nach längerem Leiden ſanft ver=
ſchieden
iſt.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Sofie Pfaff,
Louiſe Pfaff,
Reg.= und Baurat Ludwig Pfaff
und Frau,
Dr. Alfred Pfaff und Frau,
Dr. med. Ernſt Pfaff.
Darmſtadt, Karlſtr. 73½, 3. Sept. 1914.
Die Beerdigung findet Samstag von der
Friedhofskapelle aus in der Stille ſtatt.

Statt beſonderer Anzeige.
Unſer lieber Sohn, Bruder, Bräutigam,
Neffe, Vetter und Schwiegerſohn
(18220
Regierungsassessor
und Leutnant der Reserve
Adol Schad
erlitt am 22. Auguſt den Heldentod fürs
Vaterland.
W. Schad, Poſtdirektor, und Frau,
Augo Schad, Kaufmann,
Kurt Schad, Leutnant (im Felde),
Else Schad,
Else Mumm, als Braut,
Familie Poſtdirektor A. Schad, Frank=
furt
a. M.,
Fabrikant C. Schad, Worms,
Oberingenieur Mumm, Wein=
heim
(Baden).
Darmſtadt, den 2. September 1914.
Beileidsbeſuche dankend abgelehnt.

Todes=Anzeige.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Unſeren lieben Verwandten, Freunden und
Bekannten die tiefſchmerzliche, traurige Nach=
richt
, daß mein innigſtgeliebter Bräutigam,
unſer lieber, treuer, guter, braver Sohn und
Schwiegerſohn
(18231
Hans Dubbels
praktischer Zahnarzt
Unteroffizier der Reserve
auf dem Felde der Ehre für das Vaterland
geſtorben iſt.
Die Braut Otti Köhler
und Familie Zahnarzt Köhler,
Darmſtadt, Waldſtraße 34,
Familie Oberlehrer Dubbels,
Hamburg, Hohenfelden=Allee.
Darmſtadt, den 3. September 1914.

Danksagung.
Alle, welche bei unſerem unerſetz=
lichen
Verluſte uns Teilnahme be=
wieſen
und mit tröſtendem Zuſpruche
beigeſtanden haben, bitten wir, auf
dieſem Wege unſeren tiefgefühlten
Dank entgegenzunehmen.

Darmſtadt, den 4. Septbr. 1914.

(B18243

Dankſagung.

Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem ſchweren Verluſte meines im Alter von
25 Jahren durch einen Automobilunfall ſo plötz=
lich
aus dem Leben geriſſenen innigſtgeliebten
Mannes, unſeres guten Sohnes, Bruders, Schwie=
gerſohnes
, Schwagers und Onkels
(18227
Friedrich Funck
z. Zt. in der 2. Erſatzbatterie Großh. Feld=
Art.=Regts. Nr. 25
ſagen wir allen Freunden und Bekannten, beſon=
ders
dem Regimentskommando, ſeinen Kameraden
in der 2. Erſatzbatterie, ſeinen verehrten Vorgeſetzten,
Kollegen und Mitarbeitern vom Eiſenbahn= Werk=
ſtättenamt
I Darmſtadt, dem Eiſenbahnverein
Langen und Umgegend (Ortsgruppe Wixhauſen),
der Station Altheim, ſeinen Schulkameraden, dem
Jugendverein Altheim und ſeinem beſonderen
treuen Freunde für die zahlreichen Kranzſpenden,
ſowie für die liebevolle Behandlung im Städtiſchen
Krankenhaus und die troſtreichen Worte des Herrn
Pfarrers Lehr unſeren tiefgefühlten Dank.
Frau Kätchen Funck, Familie Poth,
Familie Diehl.
Familie Funck,
Wixhauſen, Altheim, Dieburg, 3. Septbr. 1914.

[ ][  ][ ]

Seite

Darmſtädter Tagolan, Freitag, den 4. Septemper 1914.

Nummer 243.

Nachruf.

In einem Nachtgefecht am 24./25. Auguſt
fand den Heldentod fürs Vaterland (18240
Hauptmann der Reserve
Dipl.-Ind- Max Müller
Großh. Regierungsbauführer, Lehrer und
Aſſiſtent an der Abteilung für Architektur
bei der Großherzoglichen Techniſchen Hoch=
ſchule
zu Darmſtadt.
Die Hochſchule betrauert in ihm einen be=
gabten
Künſtler und erfolgreichen Lehrer.
Darmſtadt, den 3. September 1914.
Der Rektor der Großherzoglichen
Techniſchen Hochſchule:
Dr. E. A. Berger.

Städtiſches Hallenſchwimmbad Mühl=
ſtraße
33 (geöffnet an Werktagen von 7 Uhr morgens
bis 8½ Uhr abends, Sonntags von 712½ Uhr
morgens).

Dritte Liſte der Gaben für Kriegszwecke an das
Diakoniſſenhaus Eliſabethenſtift, Darmſtadt.
Frau St. 3 M, B. M. Hachenburger 20 M., Auguſte
Dingeldey 6 M., Frau Lehrer Dornes 10 M., Frl. M.
G. W. 20 M., Klaſſe Va Mittelſchule II 11 M., Klaſſe
Vlb und IIIa, IVb und VIIb 11.50 M., Ev. Pfarramt
durch Pfarrer Döll in Wallenrod 20 M., Frl. Brand=
ſtätter
10 M., Frau Stamm 5 M., Wacker=Niederramſtadt
10 M., Witwe Georg 3 M., Witwe Heß 1.50 M., N. N.,
Groß=Bieberau, 100 M., Fr. Kath. Klump 2 M., deren
Kinder: Konrad, Paul, Franz, Röſel und Annchen Klump
aus den Sparbüchſen 2.50 M., Frau Benell=Gießen 10 M.,

Oberlandesgerichtspräſident Kullmann 20 M., Pfarrer
Deggau=Beedenkirchen 10 M., N. N. 1 M., N. N. 2 M.,
N. N. 5 M., Oberkonſiſtorialpräſident D. Nebel 20 M.,
Grube Meſſel 1000 M., N. N., Worms, 10 M., Frl. Geiſt
5 M., Frau Sanitätsrat G. 5 M., Frau Zinkeiſen in
Buchſchlag 10 M., Frau Marie Brück 10 M., Frl. Bich=
mann
5 M., Schweſtern in Erbach 15 M., Hedwig Volz
50 Pfg., Adolf Geiger 10 M, Mathilde Geiger 10 M., Bäcker=
meiſter
Hartmann 5 M., Nau & Sohn 10 M., Frau Kißler
50 M., Oeſterling 1 M., Brückner 1 M., Organiſt Reuſch
10 M., Kinder der Kinderſchule 1 M., Hauptlehrer Ritz
10 M., Lehrer i. P. Ritz 10 M., N. N. 10 M., Großherzogl.
Staatsverlag 10 M., N. N. 2 M., Prof. Dr. Geiſt 10 M.,
Pfr. Wagner 10 M., Frl. Biedenkopf 3 M., Frau Lamp
5 M., Frau Pfr. Bernbeck 10 M., Frau Dr. Lautenſchläger
20 Mk., E. Scharfenberg 10 M., E. u. F. Baaſch 20 M.,
Mädchen bei Frau Ohl 2 M., von Breidenbach 20 M.,
Wagner 2 M., Ahl 4 M., Frau Minna Stemmer 15 M.,
C. A. 10 M., Baronin von L. 50 M., N. N. in Seeheim
5 M., G. Vogel in Seeheim 2 M., Fr. Bohn in Seeheim
1 M., H. Sch. in Seeheim 5 M., Dr. Stockhauſen in
Leheim 20 M., M. u. R. 40 M., Frauenverein Gimbsheim
400 M., N. N. 2 M., Frl. Traumüller 2 M., Zahnarzt
Fritz Heus 10 M., Egner 10 M., S. S. S. 40 M., Frl. Z.
5 M., Frl. R. 20 M., Frl. L. W. 3 M., Hiller 4 M.,
Adler 5 M., Wilh. Löſch 10 M., D. Marie Kalbfuß 3 M.,
Frau Rendant Heil 10 M., Frau Lehrer Heis 15 M.,
Major Frank 50 M., Frau Miniſterialrat Göring 15 M.,
N. N. 10 M., Schw. El. R. 50 M., Frl. Knobloch in
Arheilgen 2 M., Gärtner Schuch in Elim 5 M., Frau
Pfr. Keller 50 M., Bäckermeiſter Jöſt 20 M., N. N. 6 M.,
N. N. 10 M., N. N. 30 M., N. N. ein kleines Scherflein
f. d. Verwundeten 5 M., E. H. 1.40 M., Frau B. St.
2 M., Frl. Ottilie Heumann 10 M., Pfr. Nebel in Laubach
10 M., Frau Neſtle 3 M., Schw. M. M. in Arnsburg
20 M., Kind Töppel 50 Pfg.. Schönfeld 10 M., N. N. in
Georgenhauſen 12 M., Frau Parcus 3 M., Lehrer Waſſer
in Stockhauſen 10 M., Frau Heyer 10 M., Frl. Emmel
2 M., Frl. Anthes 10 M., Geheimerat D. Walz 10 M.,
Frau E. v. Pfiſter 3 M., Durch den Pfarrer Schäfer in
Crumſtadt 8 M., Schw. J. H. 5 M., Frau N. N. 10 M.,
Frl. Marie Sonne 10 M. Allen Gebern ſei herzlicher
Dank geſagt! Weitere Gaben ſind ſehr willkommen.

Bei der Darmſtädter Volksbank: Frl. Stellwegen
6 M., Ungenannt 100 M., Margarete Gründler 87 Pf.,
Bezirksverein Beſſungen 100 M., Gemeinde Nonnenroth
(Kr. Gießen) 500 M., Erlös aus ſilbernen Schießpreiſen
des verſtorbenen Majors a. D. J. Heß 110 M., L. Ph.
Wittmann 10 M., Frau E. Wittmann 15 M., Pfarrer
Lic. Linck, Partenheim (Ev. Gemeinde Partenheim 33 M.,
Ev. Gemeinde Vendersheim 8 M.), 41 M., zuſammen
882.87 M.

28. Quittung.

In der Sammelſtelle des Darmſtädter Tagblatts=
wurden
für den Heſſiſchen Landesverein vom Rotten
Kreuz weiter folgende Beträge abgegeben:
Hermann Dahlenbruch bei Gebr. Trier 20 M., J. Wz.
(2. Gabe) 30 M., Aus der Paulusgemeinde Ungenannt
6 M., Freifrau Lina von Schäffer=Bernſtein (2. Rate)
15 M., Forſtaſſeſſor Kern 50 M., J. u. L. 10 M., Gretchen
Göttmann 2 M., Ph. Schweinsberger 20 M., Dr. Freudel
(2. Gabe) 10 M., Ungenannt 20 M., Geſchwiſter Strauß,
Wilhelminenſtr., 10 M, Grüner Weg 27, II., ſtatt Fahne
10 M., Fregattenkapitän a. D. Lautenberger 20 M., Anton
Schwarz, Kiesſtr. 10, 5 M., K. E. 10 M., Kränzchenkaſſe
5 M., zuſammen M. 243., hierzu die bereits veröffent=
lichten
41866.78 M., insgeſamt
42 109.78 Mk.

Gottesdienſt der israelitiſchen Religionsgemeinde
Haupt=Synagoge (Friedrichſtraße 2).
Freitag, den 4. Sept.: Vorabendgottesdienſt 7 Uhr.
Samstag, den 5. Sept.: Morgengottesdienſt 8 Uhr
30 Min. Sabbatausgang 7 Uhr 50 Min.

Gottesdienſt in der Synagoge der israelitiſchen Religions=
geſellſchaft
.
Samstag, den 5. Sept.: Vorabend 6 Uhr 30 Min.
Morgens 7 Uhr 45 Min. Nachmittags 5 Uhr. Sabbat=
ausgang
7 Uhr 50 Min.
Wochengottesdienſt von Sonntag, den 6. Sept., ans
Morgens 6 Uhr. Nachmittags 6 Uhr 30 Min.

Verſteigerungskalender.

Samstag, 5. September.
Pferde=Verſteigerung um 10 Uhr in der Train=
Kaſerne (Eſchollbrücker Straße).
Obſt=Verſteigerung um 10 Uhr an der Darmſtädter
Straße nach der Emelinenhütte.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Kurt Mitſching; für den Anzeigen=
teil
, Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem Ge=
ſchäftsleben
: Paul Lange, ſämtlich in Darmſtadt. Für
den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an
die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche wer=
den
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden
nicht zurückgeſandt.

Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.

Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
findet
ſich: 1 Dobermann (zugelaufen). Die Hunde können von den
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Ver=
ſteigerung
der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
tag
, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
(18224
Straßenſperre. Wegen Vornahme von Kanalbauarbeiten wird
die Pallaswieſenſtraße zwiſchen der Blumenthal= und Rößlerſtraße
vom 3. bis zum 20. September 1914 für den Fuhrwerks= und Rad=
fahrverkehr
geſperrt.
(18223

Kraftleserklärung von Pfandſcheinen.

Die Inhaber der angeblich abhanden gekommenen Pfandſcheine
Nr. 5020, 8281, 9365, 13940, 13944, 13945, 13995,
13996, 24532, 24535, 26 157, 27011, 28830, 33 459
und 34 261 werden hiermit aufgefordert, ihre Anſprüche innerhalb
14 Tagen, vom Tage des Erſcheinens dieſer Bekanntmachung an ge=
rechnet
, in unſerem Geſchäftszimmer Kirchſtraße Nr. 9 geltend
zu machen, widrigenfalls nach Ablauf dieſer Friſt gemäß § 30 der
Satzung vom 1. März 1913, betreffend das ſtädtiſche Leihamt Darm=
ſtadt
, die Kraftloserklärung der Pfandſcheine erfolgen wird.
Darmſtadt, den 2. September 1914.
(18214
Städtiſches Leihamt.
Paul.

Obſt-Verſteigerung.

Samstag, den 5. September, vormittags 10 Uhr,
wird das der Gemeinde Traiſa gehörige Obſt an der Darmſtädter
Straße nach der Emelinenhütte abteilungsweiſe meiſtbietend verſteigert.
Traiſa, den 2. September 1914.
(18236
Großherzogliche Bürgermeiſterei Traiſa.
Walter.

leichter und ſchwerer
Arbeitspferde

iſt eingetroffen bei

Einn Strauf

Pferde=
handlung
Grob-Gelud.

Große Auswahl!

Zur Wieder-Eröffnung
Prima Kartoffeln

(18212

per Pfund 5 Pfg., per 10 Pfund 46 Pfg.,
per Zentner 4,50 Mk.
(18228fg

Darmstädter Eiergroßhandel, Landwehrst. 13.

Betreffend: Konkurs über das Ver=
mögen
des Kaufmanns Edmund
Schreiner von Darmſtadt.
Beſchluß.
I. Zur Abnahme der Schluß=
rechnung
des Verwalters und zur
Erhebung von Einwendungengegen
das Schlußverzeichnis und etwaiger
Beſchlußfaſſung über nicht verwend=
bare
Vermögensſtücke iſt Terminauf
Donnerstag, 24. Septbr. 1914,
vormittags 11½ Uhr,
Zimmer Nr. 219, vor dem unter=
zeichneten
Gericht beſtimmt worden.
II. Die Vergütung des Konkurs=
verwalters
iſt auf 1000 Mark feſt=
geſetzt
worden.
(18225
Darmſtadt, 1. September 1914.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.

Trauer=u. Uebergangs=Hütte
in großer Auswahl, billige Preiſe.
18119a) Anna Weiner,
Schulſtraße 10, 1. Stock.
Paar wenig getragene Militär=
11 Schaftenſtiefel, Größe 42, für
8 Mk. zu verk. Kiesſtr. 88. (*4148ms

Geſchickte
Damenſchneiderin
empf. ſich zur Anfertigung ſeiner
u. einfacher Damenkleider und
Bluſen, pro Tag 2 Mk. Frau
Fiſcher, Karlſtr. 27, 1. St. (*4312

Grammeleentt
von dem Golfplatz am Böllenfalltor
zu vergeben. Näh. von Freitag
vormittag an durch Aufſeher
E. Schiedel in dem Klubhaus am
Böllenfalltor zu erfahren. (18211df
Empfehle von täglich friſch
eintreffenden Sendungen:
Feinſte
Süßrahm=Tafelbutter
per Pfund Mk. 1.50
Friſcheſte Landbutter
per Pfund Mk. 1.30
Vorzügl. Speise-Ouark
(Käſematte, weißer Käs)
beſonders zu Backzwecken
geeignet (18242
Emmenthaler Käſe
Edamer, Gouda
Tilſiter, Camembert
ſowie alle Sorten
Frühstückskäse.
Ferner täglich friſch:
Joghurt-Milch
Kefir-Milch
Dickmilch
Saurer Rahm
W. Reitinger
2 Soderſtraße 2
am Kapellplatz
Telephon ſ1 83II

ardin. z. waſch. u. büg., d. Bl. 50 Pf.,
nimmt an Wäscherei und Spannerei
Lichtenbergſtr. 23, I links. (*4318

NB. Wiederverkäufer und
Reſtaurateure erhalten billigſte
Vorzugspreiſe.

Cie Arbeiterſchaft der Chemiſchen Fabrik von E. Merck gibt
hierdurch öffentlich ihrer Dankbarkeit Ausdruck dafür, daß die
Firma Merck für die Familien ihrer zum Heere einberufenen Arbeiter
durch Zahlung fortlaufender Unterſtützungen Fürſorge getroffen hat
und daß ſie ihre übrigen Angeſtellten ohne Verkürzung von Gehältern
und Löhnen im Dienſte behält, trotzdem die Mehrzahl der Betriebe
nur noch in beſchränktem Umfang beſchäftigt iſt. Es verdient beſon=
ders
hervorgehoben zu werden, daß die Firma keine ihrer vielen
Arbeiterinnen, für die infolge des Krieges zum großen Teil Beſchäf=
tigung
nicht mehr vorhanden war, entlaſſen hat, ſondern ihnen unter
Fortzahlung der Löhne Gelegenheit gibt, ſich während der Arbeits=
ſtunden
durch Anfertigung von Soldatenſtrümpfen uſw. für das
Vaterland zu betätigen.
Das hochherzige Verhalten der Firma in dieſer ſchweren Zeit
wird bei uns unvergeſſen bleiben.
(18219
Die Arbeiterſchaft
der Chemiſchen Fabrik von E. Merck.

Karhaus Michelstaut l. 3.
für Nervöse und Erholungsbedürftige

bleibt geöffnet.

Prospekt verlangen.

(18222

leisch Roschlug
80 Pfg.
Schweinefleiſch
Koteletts und geſalz.
90
Fleiſch .
80
Schmalz .
Fleiſchwurſt und
Schwartenmagen . 84
Schweinemetzgerei
A. L. Dieter
Mathildenplatz 10.

Friſche
Odenwälder Landhuttor
das Pfund Mk. 1.20
und Mk. 1.30
empfiehlt
(*4341
M. Greib
Schulſtraße 9 Telephon 735.

Speckige Bauernhandkäse
*4337
mit Kümmel
1 Stück 12 Pf., 3 Stück 35 Pf.
Gelbe Mäuschen
10 Pfund 90 Pfg.
Wangenheimer Frühzwetſchen
(keine Spätzwetſchen)
feine Eßzwetſchen 3 Pfd. 20 Pfg.
bei L. Stilling Wtw., Hochſtr. 4

Zute Kartoffeln frei ins Haus
50 Kilo Mk. 4.50. (*4334fs
Sensfelderhof, Poſt Wixhauſen,
W. Engel.

Getr. Männerſtiefel u. Schuhe,
Einmachgläſer u. Steintöpfe
nimmt dankend an (18241fs
das Saalbau=Lazarett.

Neue Kriegs=Poſtkarten für
N Händler uſw., bunt, 100 Stück
Mk. 3.50.
(*4338
Bernhardt, Eliſabethenſtr. 35.

Während meiner Einberufung
führt mein bisheriger Aſſiſtent
Herr Zahnarzt Sehuien
meine Praxis in gewohnter Weiſe
weiter.
(18153a
Zahnarzt Nieswandt
Rheinſtr. 29, I.
Fernruf 1659.

Für eine gutgehende
Wirtſchaft
tüchtige, kautionsfähige
Wirtsleute
geſ. Näh. Dieburgerſtr. 93. (18221fs

Peſtellungent. Einmachen. Grau=
birn
. u. noch verſch. andere Sort.
Birnen, Falläpfel u. Zwetſchen zu
verk. Arheilgerſtr. 19. (*4342fsg

Gauz friſch eingetroffen!
Ia Fliegenfänger
J. Kredel, Darmstadt,
obere Rheinſtraße 5,
Fernſprecher 2454. (*4339
Verſand auch nach auswärts.

Eine Kaute Miſt zu verkaufen,
er kann auch gefahren werden.
*4330fsg)
Beckſtraße 2.

Schwarzes Portemonnaie
(Andenken) mit viel Silbergeld
verloren. Gegen hohe Belohnung
abzugeben. Frau Seltmann,
Neue Ireneſtraße 71. (*4310

in Futteral ver=
1 Kneiſer loren obere Rhein=
ſtraße
. Gegen Belohnung abzug.
Sandbergſtraße 52, II. (*4346

Uer

in junger weißer Fox entlaufen.
E Abzugeben bei
(18235
Bangert, Frankfurterſtr. 100.

[ ][  ][ ]

Nummer 243.

Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 4. September 1914.

Seite 3.

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(18237

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Wild-Rugeuf . . . per Pfund 4090 Pfg.

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(18217

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Feinſte Deutſche
Süßrahm=Tafelbutter
per 1 Pfd. Mk. 1.40
Adler=Marke
per 1 Pfd. Mk. 1.50
Nuß=Butter
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per 1 Pfd. 63 Pfg.
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Karlſtraße 102 u. Nieder= Ram=
ſtädterſtraße
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Heute Wohltätigkeits-Vorstellungen!
Zum letztenmal:
(18226
Dus freinide Hädchen
von Hugo v. Hoffmannsthal
mit Grete Wiesenthal.
Die heutige Tages-Einnahme wird zum
Besten der Kriegsfürsorge abgeführt.

(12042a

Zute Eßbirnen, Pfund 8. und
10 Pfg., gebr. Aepfel 10 Pfg.,
Geleeäpfel 6 Pfg., Falläpfel 3
und 5 Pfg. abzugeben (*4092if
Vitthan, Karlshof.

Zebr. Tafelbirnen im Zentner
u. pfundweiſe abzugeben
*4179mdf) Arheilgerſtr. 19.

öne Beſte=Birnen zum Ein=
machen
zu verkauf. (*4188mfo
Ireneſtr. 65 im Laden.

Plüſchgarnitur,
Zu verkaufen Tiſche, Trumeau=
Spieg., ſchw. Vertik., Sofa, Waſch= u.
Nachttiſch mit Marmorplatte und
Chaiſelongue bei Sellwig, Nieder=
Ramſtädterſtraße 58. (18203a

erſch. Kachelöfen, 2 iriſche Oef.
u. 3 Herde bill. abzug. (*4320fs
Konrad Kohl, Parcusſtr. 8.

Während der Kriegslage
verkaufe ſämtliche
Schuhwaren
meines ganzen Waren=
lagers
ohne Ausnahme,
von den billigſten bis zu
den feinſten,
zu bedeutend redu=
zierten
Preiſen,
teils zum
Selbſtkoſtenpreis.

4 Schillerplatz 4.

Tobias Wilders Weg zur Höhe.
Von Zdenko von Kraft.
(Nachdruck verboten.)

36)
Hier, im Garten beim Oberen Eggel ging es leb=
haft
zu. Da ſaßen Bauernburſchen und Holzknechte bei
Bier und Wein. Ein junger Menſch in roter Joppe führte
das große Wort. Er erzählte offenbar etwas von hoher
Wichtigkeit, denn die Bauern ſteckten die Köpfe zuſammen
und ließen die Pfeifen ausgehen.
Nun ratterte ein Wägelchen über die Straße her. Neu=
gierig
ſahen die Männer auf, und der Wortführer ſprang
in die Höhe.
Da, rief er, hab ichs nöd g’ſagt? Das is gwiß wieder
a neue Ladung von dene afrikaniſchen Viecher, die er
bracht hat.
Der Wagen kam herbei. Er war voll von Koffern und
Kiſten. Neben dem Kutſcher ſtand ein Käfig mit einem
ſchönen Papagei.
Jubelnd rannte Kathi, die Kellnerin, ein paar Schritte
hinter dem Wagen her.
Schafskopf! ſagte der Papagei mit Würde und drehte
ihr den Rücken zu.
Marand Joſeph, kreiſchte das Mädel und bekreuzte
ſich, a Vogel, der ſchimpfen kann!
Die Burſchen lachten. Dann nahm der Stimmführer
wieder das Wort und ſetzte ſeinen belehrenden Vor=
trag
fort.
No alſo, Leut’, da könnts es jetzt ſelber ſehen, was
er für verrückte Einfäll’ hat, der neue Herr vom Tennen=
hof!
An Vogel ſchimpfen lernen! Chriſtlich is das nöd.
Weißt, Spechterlenz, ſagte einer der Holzknechte, das
hat er vom Vater Gott hab ihn ſelig! Der is auch ſo
einer g’weſen ohne Glauben und Gottesfurcht.
Ein derber, klotziger Mann, der ein Führerzeichen auf
dem Hut hatte, ſchlug zornig mit der Fauſt auf den Tiſch.
Schämts Euch denn gar nöd? Habts nix G’ſcheiters
zum Reden, als wie an Toten ſchlecht machen?

Recht haſt, ſtimmte ein zweiter bei, ganz recht! Er
muß den Buben doch ſakriſch gern g’habt haben, daß er ſich
noch beim letzten Schnaufer auf ihn b’ſonnen hat, nach
zwölf lange Jahr.
Zwei Männer kamen die Straße herauf und blieben
vor dem Wirtsgarten ſtehen: Friedrich Winter und Gott=
walt
Hellmer. Sie reichten ſich die Hände, und Gottwalt,
der in Edlach Geſchäfte hatte, ſchritt die Straße weiter,
während Winter in den Garten trat.
Die Unterhaltung der Bauern ſtockte. Der fremde Gaſt
ſtörte ſie.
Erſt nach einer Weile fingen ſie aufs neue zu ſchwatzen
an, und einer wandte ſich wieder an den klobigen Berg=
führer
:
Wo warſt denn, Zuberer? Haſt führen müſſen?
Ah na! Der Herr Lerch hat mich nach Payerbach ge=
ſchickt
. Sein’ kranken Hund hab’ ich außitragen müſſen zum
Viehdoktor. Ah ja! Auf ſein' Hund paßt er gut auf!
So? Der Neugierige ſog ein Weilchen nachdenklich an
ſeiner Pfeife. Wann macht er denn Hochzeit, der Herr?
Weiß ich? Wann er noch zehn Jahr warten will
mir is auch recht.
Da wird er wohl aus Lieb’ heiraten weil er ſich
gar ſo lang’ Zeit läßt? Wann er ums Geld heiraten müßt‟,
tät’s ihm preſſieren.
Geh’, Du biſt a Narr, Neulerchner! Der Herr hat Geld
wie Heu!
Freilich ja! Seit der ander über d’ Wand hat abi=
fallen
müſſen, war der Herr mit die Finanzen alleweil in
der ſchönſten Ordnung.
Ein ſcheues Lachen um den Tiſch herum. Und einer
mahnte: Du! Gelt! Paß a bißl auf, was D’ redſt!
Neulerchner wich aus. Ich hab nix g’ſagt. Und ich
weiß nix. Und’s Maul verbrenn’ ich mir nöd. Aber ’s
könnt’ ſchon ſein, daß er ſelbigsmal in die Kahlmäuer von
Glück hat ſagen können der Herr!
Freilich, nickte der Spechterlenz, der eine fallt abi und
macht d’ Augen zu und der ander hat den Vorteil da=
von
und kommt in d’ Höb!! Es is halt nöd anders.

Winter ſaß regungslos bei ſeinem Tiſch. Nur ſeine
Hände zitterten. Und dann plötzlich fragte er raſch:
Sie meinen wohl den Friedrich Winter? Der damals
vom Danielſteig abſtürzte?
Die Bauern drehten die Köpfe.
Ja, den mein’ ich! ſagte der Spechterlenz. Den Win=
ter
. So hat’r ſich g’ſchrieben, ja.
Und wiſſen Sie auch, wie das Unglück geſchehen
iſt damals?
Mein! ’s is lang’ her! Abg’ſtürzt is er halt. So
was paſſiert, man weiß nöd wie! D’ Rax hat ihre Mucken.
Is nöd der Erſte g’eweſen und wird göd der Letzte ſein.
Heuer haben’s ſchon viere abitragen. Bei die Stadtleut’
fehlt’s halt allweil a biſſil in die Knie.
Winter atmete ſchwer.
An jenem Unglück trug wohl der Führer die Schuld?
Ich glaube, Roth hat er geheißen?
Roth, ja! So heißt er. Ja, freilich hat er a Schuld.
’s war a ſchwerer Leichtſinn von ihm!
Der Bergführer, der kſeit einer Weile geſchwiegen hatte,
runzelte die Stirn und ſagte mit grober Stimme:
Reden is leicht, Spechterlenz! Aber beſſer machen
das is wieder was anders. Ich bin a Führer und halt
was auf mei Ehr. Und ich weiß, was der Roth für einer
is. An beſſern Führer hat’s nie nöd geben auf der Rax.
Und der ſoll a Schuld g’habt haben? Warſt leicht dabei
Spechterlenz? Was? Weißt es g’nau, wie’s gweſen is?
Ich will nix g’ſagt haben. Aber möglich wär’s allweil,
daß die G’ſchicht a wen’g anders war, als wie’s die Herrn
Gendarmen aufg’ſchrieben haben. Dabei g’weſen is keiner
als der Roth und der ander. Und wann der Roth in
ſeiner Kümmernis amal a bißl zviel hat und im Rauſch
nimmer weiß, was er redt
Zuberer! mahnte ein Beſonnener den Erregten.
Ja, ja, ich bin eh ſchon ſtad! murrte der Führer.
Aber wann der Neulerchner ſagen därf, daß dös Unglück
für’n Lerch grad zur rechten Zeit kommen is, ſo därf ich
auch ſagen, daß der Roth nix dafür kann.
(Fortjetzung folat.)

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Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Freitag, 4. September 1914.

Nr. 243.

Heilbronn, verw. Landw. Wilhelm Munz aus Walden=
weiler
, Gemeinde Sechſelberg, O.=A. Backnang, verw.
Bandwehrm. Auguſt Neutz II aus Frankenbach, O.=A. Heilbronn,
verw. Landwehrm. Hermann Reber aus Ungeheuerhof, Gm. Back=
kang
, verw. Landwehrm. Karl Schäfer I aus Aichholzhef, Gem.
Unterweiſſach, O.=A. Backnang, verw. Landwehrm. Wilhelm
Scheible aus Frankenbach, O.=A. Heilbronn, verw. Landwehrm.
Karl Schmetzer aus Heilbronn, verw. Landwehrm. Chriſtian
Schmirer aus Eichhof, Gem. Neuenſtein, O.=A. Oehringen, verw.
2. Komp.: Vfw. Offiziersſtellv. Robert Theurer aus Donau=
eſchingen
, verw. U.=O. Offiziersaſpir. Heinrich Holland aus Stutt=
gart
, verw. U.=O. Friedrich Dederer aus Heilbronn, gefallen.
U.=O. Wilhelm Holpp aus Aichen, Gem. Nellingen, O.=A. Blau=
beuren
, verw. Landwehrm. Chriſtian Allinger aus Lauffen, O.=A.
Beſigheim, verm. Landwehrm. Adolf Bauſch aus Stuttgart, verm.
Landwehrm. Ignatz Beerhalter aus Wangen=Stuttgart, gefallen.
Landwehrm. Wilhelm Bitz aus Freudenthal, O.=A. Beſigheim, ge=
fallen
. Landwehrm. Rudolf Egner aus Stuttgart, verw. Land=
wehrm
. Eugen Gerner aus Mockmühl, O.=A. Neckarſulm, verw.
Landwehrm. Friedrich Höhnle aus Heilbronn, verm. Landwehrm.
Foſef Kagerer aus Böckingen, O.=A. Heilbronn, verm. Land=
wehrm
. Eduard Menges aus Dexheim, Kr. Oppenheim (Rhein=
Heſſen), verm. Landwehrm. Chriſtian Niklas aus Criſpenhofen,
O.=A. Künzelsau, verm. Landwehrm. Chriſtian Scheuermann aus
Großerlach, O.=A. Backnang, verw. Landwehrm. Ludwig Söhnle
aus Heilbronn, verw.
3. Komp.: Gfr. Johann Lang aus Stuttgart, gefallen. Land=
wehrmann
Heinrich Wagner aus Böckingen, O.=A. Heilbronn, ge=
fallen
. Landwehrm. Franz Hartmann aus Rengershauſen, O.=A.
Mergentheim, verw., Bruſtſchuß. Landwehrm. Gottlob J. Kern
aus Backnang, verw. Arm und Bein. Landwehrm. Friedrich Haag
aus Schäftersheim, O.=A. Mergentheim, verw., Bein. Landwehrm.
Heinrich Müller aus Laibach, O.=A. Künzelsau, verw., Kopf. Land=
wehrm
. Emil J. Sautter aus Waldenweiler, Gem. Sechſelberg,
O.=A. Backnang, verw., Arm. Gfr. Gottlieb J. Schliechenmaier
ims Horbach, Gem. Waldrems, O.=A. Backnang, verw., Bein. Gfr.
Karl W. Glöckel aus Heilbronn, verm. Landwehrm. Joſef Fr.
Maile aus Stuttgart, verm. Landwehrm. Karl Friedr. Schmetzer
aus Ingelfingen, O.=A. Künzelsau, verm. Landwehrm. Adolf G
Rufer aus Heilbronn, verm.
4. Komp.: Landwehrm. G. Eberle aus Flein, O.=A. Heilbronn,
verm. Landwehrm. Robert A. Reichel aus Heilbronn, verw.
Landwehrm. Karl D. Sträßer aus Sechſelberg, O.=A. Backnang,
vermißt.
9. Komp.: Stabsarzt d. Landw. Dr. Liebermeiſter aus Tübin=
gen
, verw.
10. Komp.: Vfw. Rieker, verw. Vfw. Ziegler verw.
11. Komp.: Vfw. Heſter, verw.
12. Komp.: Oberlt. d. Landw. Bammelsberger aus Heilbronn,
verwundet.
Infankerieregiment Nr. 124, Weingarten.
2. Komp.: Musk. Karl Müller aus Laufen, O.=A. Balingen,
verw., Bruſtſchuß.
3. Komp.: U.=O. d. Reſ. Franz Wengle aus Bußmaier, Gem.
Kappel, O.=A. Ravensberg, geſtorben infolge Unglücksfalls. Gfr.
Richard Reiff aus Breitenholz, O.=A. Herrenberg, gefall., Bruſtſch.
Infankerieregiment Nr. 125, Stultgart.
5. Komp.: Musk. Wilhelm Müller aus Schwarzenberg, O.=M.
Freudenſtadt, ertrunken beim Baden infolge Herzſchlages.
Infankerieregiment Nr. 126, Straßburg.
7. Komp.: Reſ. Haiſch, verm. Reſ. Rechsberger, verm. Reſ.
Haag, verm. Reſ. Frommel, verm. Reſ. Dold I verm. Reſ.
Wendel, verm. Reſ. Zecht, verm. Reſ. Huonker, verm. Reſ.
Pfau II, verm. Reſ. Schneider I, verm.
12. Komp.: Musk. Bitterwolf, berm. Musk. Schieder,
verm. Musk. Schmidt II, verm. Musk. Stark, verm. Musk.
Wieſer, verm. Reſ. Beilharz, verm. Reſ. Biersel, verm. Gfr.
Klocher, verm. Reſ. Hanny, verm. Gfr. Kaupp, verm. Reſ.
Lägeler, verm. Gfr. Herzog, verm. U.=O. d. Reſ. Steingruber,
verm. Reſ. Böhm, verm. Reſ. Brudermaun, verm. Reſt
Katzmann, verm. Reſ. Schwarz, verm.

Ulanenregiment Nr. 19, Ulm.
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ſchw. verw., linkes Bein. Ulan Max Meyer I aus Münſter,
O.=A. Cannſtatt, I. verw., linkes Bein.

Kaiſerliche Marine.
Verluſtliſte Nr. 2. S. M. S. Magdeburg.
1. Kapitän=Lt. Kunzu, tot. 2. Ober=Art.=Mechan.=Maat Bürger.
tot. 3. Mootmannsm. Köhler, tot. 4 Heizer Lühr, tot. 5. Heizer
Suchaus, tot. 6. Heizer Wedel, tot. 7. Maſchiniſtenanw. lenner,
tot. 8. Einj. Maſchin.=Anw. Kultzen, tot. 9. Oberm.=Anw. Wack,
tot. 10. F. T. Gaſt Rockenberger, tot. 11. Matr. Fröhlich, tot=
12. Matr. Wagner, tot. 13. Obermat. Hoyer, tot. 14. Obermaſch.s.
Anw. Guſtav Schmidt, ſchwer verw., Verletzung an Bauch und
Handgelenk. 15. Maſchin.=M. Kretezer, ſchwer verw. I. Arm und
I. Unterſchenkel. 16. Signal=M. Steinthal, ſchwer verw., r. Hals=
ſeite
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ſchmettert
. 18. Matr. Kurt Schulze, ſchwer verw r. Kopfſeite.
19. Bootsmannsmaat Bartmann, ſchw. verw., I. Fuß ſtark zer=
ſchmettert
. 20. Maſchiniſtenmaat Martens, ſchw. verw., l. Halsſeite.
21. Maſchiniſtenanwärter Saul, ſchw. verw., I. Oberkiefer und I.
Oberarm. 22. Marineſtabsing. Koch, l. verw., über linkem Auge.
23 Lt. zur See Schaitler, I. verw., kl. Fleiſchwunde. 24. Matroſe
Nehrweld, I. verw., Bruch des r. Unterarms. 25. Matroſe Zilske,
I. verw., Mund und Kopf. 26. Matroſe Röcker, I. verw., rechtes
Scheitelbein. 27. Maſchiniſtenmaat Ricken, I. verw., I. Halsſeite.
28. Maſchiniſtenmaat Rülsker, l verw.küber dem l. Auge. 29. Funken=
telegraphie
=Obermaat ühle, l. verw., große Fleiſchw. I. Oberarm.
30. Maſchiniſtenanwärter Kreuter, l. verw., I. Hand. 31. Korvetten=
kapitän
Habenicht, verm. 32. Ob.=Lt. zur See Walther Render,
verm. 33. Steuermann leske verm. 34. Obermaſchiniſt
Kannenberg, verm. 35. Obermaſchiniſt Aifred Schmidt, verm.
36. Maſchiniſt Baus, verm. 37. Maſchiniſt Bzetge, verm.
38. Bootsmannsmaat Heln, verm. 39. Bootsmannsmaat Köhler
verm. 40. Bootsmannsmaat Raſchke, verm. 41. Bootsmanns=
maat
Schulze, verm. 42. Oberhoboiſtenmaat Rechenbach, verm.
43. Signalmaat benker, verm. 44. Oberfeuerwerksmaat Gerdi,
verm. 45. Obermatroſe Ammermann, verm. 46. Obermatroſe
Beomgarden, verm. 47. Obermatroſe Löhner, verm. 48. Ober=
matroſe
Rönſpeck, verm. 49. Obermatroſe Schwärz, verm. 50.
Ej. Freiw. Matroſe Cheone, verm. 51. Matroſe Roſchke verm.
52. Matroſe Erfeling, verm. 53. Matroſe Fröhlich, verm. 54.
Matroſe hielſcher, verm. 55. Matroſe, Erſatzreſ. Recker verm.
56. Obermaſchiniſtenmaat Rost, verm. 57. Overmaſchiniſtenmaat
Schnick, verm. 58. Maſchiniſtenmgat Rahr, verm. 59. Maſchi=
niſtenmaat
Hoffmann, verm. 60. Maſchiniſtenmaat Stielow, verm.
61. Oberverwaltungsſchreiber Fleäler verm. 62. Funkentelegraphie=
Obermaat Nleuhaus, verm. 63. Maſchiniſtenanwärter Debruyh,
verm. 64. Obermaſchiniſtenanwärter Korgen, verm. 65. Ein=
jähriger
Obermaſchinkſtenanwärter Paſch, verm. 66. Maſchi=
niſtenanwärter
katilake, verm. 67. Maſchiniſtenanwärter
Köhler verm. 68. Maſchiniſtenwanwärter, Pälaske, verm.
69. Maſchiniſtenanwärter Rahel, verm. 70. Maſchiniſtenanwärter
Rüdiger verm. 71. Maſchiniſtenanwärter Scheffler, verm. 72. Ober=
heizer
Abel, verm. 73, Oberheizer Chrabowskl, verm. 74. Ober=
heizer
d. Reſ. Ehler, verm. 75. Oberheizer d. Reſ. Fuchs, verm.
76. Oberheizer Haäze, verm. 77. Oberheizer Herzog, verm.
78. Oberheizer hütter, verm. 79. Oberheizer Mäurer, verm.
80. Oberheizer d. Reſ. Nedergeſänn, verm. 81. Oberheizer d. Reſ.
Rehling. verm. 82. Oberheizer Roßhirt, verm. 83. Heizer Balduin,
verm. 84. Heizer Bannhaus, verm. 85. Heizer Ellertz, verm.
86. Heizer Friedrich, verm. 87. Heizer Bulchmann, verm. 88. Heizer
Rerchenröther, verm. 89. Heizer Kirchheim, verm. 90. Heizer
Kenſe, verm. 91. Heizer Rudkers, verm. 92. Heizer Lange, verm.
98. Heizer Schaper, verm. 94. Heizer Schleife, verm. 95. Heizer
Siyn, verm. 9b. Heizer Schupp, verm. 97. Heizer Schulden, verm.
98 Heizer Wiedawsky, verm. 99. Zimmermannsgaſt Laeger, verm.
100. Schuhmachersgaſt Cibulski, verm. 101. Schuhmachersgaſt
fieler, verm, 102. Minenoberbootsmannsmaat lleunſtlel, verm.
103. Minenoberheizer Schneor, verm. 104 Torpedoobermaſchiniſten=
anwärter
Schnelle, verm, 105. Schiffsbarbier ltzke, verm.

SarmſtädterTagblart
Freitag, den 4. September
1914.
Nr. 243.

Amtliche Verluſtliſte Nr. 15.

Das Fragezeichen vor einigen Namen in Verluſtliſte
Nr. 14 bedeuket nur, daß der Dienſigrad nicht bekannt iſt
Königlich Preußiſche Armee.
Grenadierregiment Nr. 3, Königsberg i. Pr.
3. Komp.: Hptm. Balduin von Eichſtädt, verw.
5. Komp.: Reſ. Otto Böhnke, verw. Gren. Auguſt Plaumann,
Verw. Gren. Franz Wunter, verw. Gren. Emil Zimmermann,
verwundet.
6. Komp.: Reſ. Albert Klein III, verw. Gren. Hugo Nieß=
wand
, verw. Reſ. Friedrich Skiſchuß, verw.
7. Komp.: Gren. Wilhelm Bowien, verw. Gren. Otto Doerk,
verw. Gren. Chriſtian Henſchke, verw. Gren. Andreas Lucka,
verw. Gren. Ernſt Meiſterzock, verw. Gfr. d. Reſ. Franz Schulz,
verw. Gren. Wilhelm Stute, verw. Vfw. Guſtav Warſtadt, verw.
8. Komp.: Reſ. Andreas Baginski, verw. Reſ. Ernſt Lange I
verw. Gren. Guſtav Manzik, verw. Reſ. Julius Pfeiffer, verw.
Reſ. Auguſt Pompowski, verw. Vfw. Ernſt Hermann Schlicht,
verw. Reſ. Albert Tondar, verw. Gren. Guſtav Uſſat, verw.
9. Komp.: Reſ. Auguſt Berendt, verw. Füſ. Otto Wanke, verw.
Reſ. Paul Wolff, verwundet.
10. Komp.: Vfw. d. Reſ. Wilhelm Thurau, verw. Reſ. Emil
Werſuhn, verw. Reſ. Karl Hermann Wolter, verw.
11. Komp.: Füſ. Ewald Barthel, verw. Füſ. Reinhold Bieſen=
ſach
, verw. Gfr. Ludwig Gnandt, verw. Füſ. Wilhelm Jekubzick,
herw. Re.ſ Friedrich Jühlke, verw. Füſ. Karl Käding, verw.
Hüſ. Johannes Kaſper, verw. Füſ. Emil Kühn, verw. Konrad
Heinrich Hugo Lerps, verw. Gfr. d. Reſ. Georg Schmerling, verw.
r. Kurt Sturzbecher, verw. Füſ. Max Friedrich Teuber, verw.
g. d. Reſ. Arthur Franz Wilhelmi, verw. Füſ. Friedrich Rein=
hold
Winkelmann, verw.
12. Komp.: Reſ. Bohl, verw. Einj. Gfr. Max Guſtav Erz=
ſerger
, verw. Reſ. Valentin Ginſel, verw. Reſ. Guſtav Klein,
berw. Gfr. d. Reſ. Johannes Schaaphaus, verw. Reſ. Auguſt
Schwarz, verw. Füſ. Friedrich Wolff, verw. Reſ. Eduard Walter,
derwundet.
Ohne Angabe der Kompagnie: Füſ. Alfred Bruno Willi
Llaus, verwundet.
Grenadierregiment Nr. 4, Raſtenburg.
4. Komp.: U.=O. Walter Behrens, verw. Musk. Valentin
Kendzior, verw. Gfr. Paul Pätzold, verw.
Landwehrinfankerieregiment Nr. 6, Glogau.
1. Komp.: Gfr. Tambour Friedrich Göldner aus Borſchau,
Kr. Lüben, ſchw. verw.
5. Komp.: Wehrm. Richard Nüßler aus Kronitz, Kr. Bunz=
lau
, ſchw. verw.
Reſerveinfankerieregiment Nr. 13, Coesfeld.
5. Komp.: Inf. d. Landw. Johann Ott aus Dettenhofen=
Oberbayern, tot.
Infanterieregiment Nr. 20, Wittenberg.
II. Komp.: Musk. Eduard Gerdziak, verw. Musk. Emil
Wulze, verwundet.
9. Komp.: Reſ. Michael Koch, verw. Musk. Kasvar Jehle,
Epundet.
11. Komp.: Musk. Bernhard Michalski, verwundet.

Landwehrinfanterieregiment Nr. 30, Saarlouis.
11. Komp.: Wehrm. Karl Kolatke aus Kleinkensau, Kx
Tuchel, ſchw. verw.
Infankerieregiment Nr. 32, Meiningen,
II. Bataillon.
Major Günther von Freyhold, verwundet
Füſilierregiment Nr. 39, Düſſeldorf
1. Komp.: Gfr. Otto Oeſtreicher, verwundet.
3. Komp: Reſ. Heinrich Krebber, verwundet.
5. Komp.: Reſ. Auguſt Kamphanns, verw. Reſ. Johanne?
Weſtemeyer, verwundet.
6. Komp.: Reſ. Franz Hicking, tot.
10. Komp.: Reſ. Emil Flaſtbeck, verwundet.
11. Komp.: U.=O. Paul Motay, verw. Füſ. Wilhelm Sprent
ger, verw. Reſ. Friedrich Scheuer, verw.
2. Sanitätskompagnie: Wehrm. Karl Wulf, verw.
Ohne Kompagnieangabe: Reſ. Albert Wilhelm Holſtein, tor
Reſerveinfankerieregiment Nr. 51, Reiſſe.
3. Komp.: Reſ. Kaver Wolf, verwundet.
Erſaßbakaillon Infanterieregimenks Nr. 55, Dekmold.
1. Komp.: Reſ. Karl Gantner, verwundet.
2. Komp.: Landwehrm. Auguſt Reiſinger, verw. Reſ. Antox
Sink, verwundet.
3. Komp.: Landwehrm. Theodor Walter, verwundet,
Infankerieregiment Nr. 57, Weſel.
4. Komp.: Wehrm. Leonhard Widemer, verw.
Erſaßzbakaillon Landwehrinfankerieregiments Nr. 66, Deſſau
1. Komp.: Wehrm. Franz Wendler aus Eilenburg, tot.
Infankerieregiment Nr. 76, Hamburg.
3. Komp.: Musk. Paul Grothe, verw. Musk. Edgar Noak,
verwundet.
6. Komp.: Tambour Wilhelm Friedrich, verw. Reſ. Emil
Muſhiol, verwundet.
Infankerieregiment Nr. 83, Caſſel und Arolſen.
2. Komp.: Musk. Heinrich Bernotel, verw. Reſ. Wilhelm
Fiſcher, verw. Musk. Joh. Auguſt Flörke, verw. Musk. Wilhelm
Ring, verwundet.
3. Komp.: Musk. Jakob Arnold, verw. Musk. Ernſt Bieden=
dorf
, verw. Musk. Friedrich Rüdiger, verw.
4. Komp.: Musk. Joſeph Bitter, verw. Reſ. Heinrich Doering,
verw. Füſ. Lorenz Dann, verw. Musk. Franz Eickhoff, verw.
Musk Wilhelm Meugeroth. verw.
5. Komp.: Serg. Fahnenträger Wilhelm Bergmann, verw.
Musk. Wilhelm Fiſcher, verw. Musk. Karl Herrmann, verw.
Musk. Emil Hoffmann, verw. Musk. Samnel Holle, verw. Musk
Konrad Jäger II, verw. Degenfähnrich Ernſt Koch, verw. Musk.
Roland Kühner, verw. Musk. Roland Küllmer, verw. Georg
Mackenrodt, verw. Musk. Heinrich Müller II, verw. Musk.
Nikolaus Reis, verw. Lt. Wilhelm Scheffler, verw. Musk. Karl
Stroh, verw. Musk. Nikolaus Reiß, verw.
6. Komp.: U.=O. Wendolin Bauer, verw. Musk. Adolf Eck=
hardt
, verw. Gfr. Johann Hauſe, verw. Musk. Georg Jantzen,

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Freitag, 4. September 1914.
Seite 2.
Nr. 243.

ſerw. Musk. Theodor Lenz, verw. Musk. Fritz Sattrup, verw.
Musk. Heinrich Wilhelmi, verw.
7. Komp.: Hptm. Heinrich von Boehm, verw. U.=O. Johann
Fuß, verw. Musk. Rudolf Jahn, verw. Vizefw. Carl Liebetrau,
verw. Musk. Joſef Pirſy, verw. Musk. Karl Sauer, verw. Einj..=O. Johann Waß, verw. Musk. Mich. Winling, verw.
8. Komp.: Musk. Emil Erbelding, verw. Musk. Alois Gries=
ſeck
, verw.. Musk. Ludwig Gerlach, verw. Musk. Adolf Hempf=
ſing
, verw. Musk. Heinrich Jennemann, verw. Musk. Karl
koenig, verw. Musk. Alfred Krebs, verw. U.=O. Paul Lürmann,
ſerw. Musk. Ludwig Maſſon, verw. Musk. Peter Sauerwein,
ſerw. Musk. Ernſt Wimmetmann, verw. Musk. Wilhelm Win=
ſer
, verw.
9. Komp.: Musk. Adolf Berthold, verw. Einj. Gfr. Theodor
Blum, verw. Musk. Georg Häuſer, verw. Musk. Wilhelm Klein;
ſerw. Gfr. Otto Konradt, verw. Einj.=Freiw. Ernſt Krummelj
verw. Musk. Chriſtian Pohlmann, verw. Musk. Friedrich Schwa=
jenſtöcker
, verw. Karl Streuber, verw. Musk. Karl Flamme,
berwundet.
10. Komp.: Musk. Heinrich Föbbel II., verw. Musk. Heinrich
Böbel II., verw. Musk. Robert Heſſe, verw. Tamb. Karl Leit=
häuſer
, verw. Musk. Heinrich Peter, verw. Lt. d. Reſ. Hermann
Rodeck, verw. Einj.=Freiw. Eduard Siefendag, verw. Musk. Karl
Schaefer, verw. Musk. Hermann Schmidt, verw. Musk. Scherf,
tot. Gfr. Chriſtian Wilke, verw.
11. Komp.: Musk. Gottfried Habig, verw. Musk. Alwin
Hammerſchmidt, verw. Gfr. Friedrich Krume, verw. Musk. Hein=
rich
Paul, verw. Musk. Fritz Schalle, verw. Musk. Fritz Scholle,
berw. Musk. Chriſt. Schloemer, verw. Musk. Adam Ziegler,
derwundet.
12. Komp.: Musk. Heinrich Bächtel, verw. Musk. Edmund
Bitſcher, verw. Gfr. Friedrich Freſe, verw. Musk. Heinrich Knatz,
derw. Musk. Eduard Pütſcher, verw. Musk. Max Scheffler, verw.
Einj.=Freiw. Adolf Stoll, verw. Musk. Chriſtian Steinhardt, verw.
Musk. Wilhelm Wollmert, verw.
Maſchinengewehrkompagnie: Gfr. Karl Schroeder, verw.
Ohne Kompagnieangabe: Gfr. Erwin Hammerſchmidt, verw.
Musk. Konrad Kellner II., verw. Musk. Wilhelm Kraft, verw.
U.=O. Albert Müßer, verw. Einj.=Freiw. U.=O. Werner Rein=
hard
, verw. Einj.=Freiw. Karl Schette, verw. 6
Grenadierregimeni Nr. 89, Schwerin und Neuſtreliß.
Leibkomp.: Einj.=Freiw. Jaſper Möller, verw.
3. Komp.: Fahnenjunker Gerd Quadt aus Wykradt, Hüchten=
pruch
, verw. Einj.=Freiw. Berthold Reinicke, verw.
4. Komp.: Gren Wilhelm Vick, verw.
5. Komp.: Tamb. Friedrich Herbſt, tot.
6. Komp.: Gren. Rudolf Rütz, verw.
8. Komp.: Gren. Hermann Ramel, verw. Gren. Heinrich
Törper, verw.
12. Komp.: U.=O. d. Reſ. Karl Meyer, verw.
Ohne Angabe der Komp.: Reſ. Wilhelm Plog, verw.

Infankerieregiment Nr. 91, Oldenburg.
1. Somp.: Reſ. Hugo Früh, tot.
Infanterieregiment Nr. 92, Braunſchweig.)
2. Komp.: Reſ. Fritz Jürgens, verw.
3. Komp.: Musk. Hermann Waſſermann, verw.

Maſchinengewehrkompagnie.
Musk. Robert Rühl, verw.
Infanterieregiment Nr. 93, Deſſau und Zerbſt.)
6. Komp.: Reſ. Friedrich Hamner, verw.

Reſerveinfanterieregiment Nr. 93, Berlin.
o, Komp.: Hptm. u. Komp.=Ch. Willi von Tippelskirch, tot
Lt. d. Reſ. J. Sigwanz, tot. Reſ. Paul Wendland aus Weſteregeho,
KKreis Wanzleben, tot. Reſ. Panl Neumann aus Liebenthal Kreis
Landsberg a. W., tot. Vizefw. d. Reſ. Robert Büttner aus Roſen=
heim
=Rheinheſſen, Großherzogtum Heſſen, I. verw. U.=O. d. Reſ.
Richard Lehmann aus Berlin, l. verw. U.=O. d. Reſ. Paul Hölz
zer aus Hanau, Kreis Caſſel, ſchw. verw. Landwehrm. Karl Stan=
genberg
aus Wittich, Kr. Crefeld, l. verw. Reſ. Bruno Wentzel
laus Alt=Junecza, Kr. Konitz, I. verw. Reſ. Oskar Wilde aus
Kl.=Baulwie, Kr. Wohlau, I. verw. Reſ. Fritz Wilhelmy aus
Quedlinburg, Prov, Sachſen, I. verw. Reſ. Oswald Warlich aus

Neukölln, Bez. Berlin, l. verw. Landwehrm. Heinrich Stoffels
aus Eller=Düſſeldorf, l. verw. Gfr. d. Reſ. Franz Nettelbeck aus
Menz, Kr. Ruppin, l. verw. Landwehrm. Hermann Schulz aus
Hohenkirch, Kr. Brieſen, I. verw. U.=O. d. Reſ. Wilhelm Haafe
aus Wolgaſt, Kr. Anklam, tot. Reſ. Albert Nickel aus Lenzke=
Mühle, Kr. Oſthavelland, verm. Landwehrm. Georg Bühlmeyer
aus Neu=Ulm, Bayern, verm. Landwehrm. Walter May aus
Wieſenau, Kr. Düren, verm. Reſ. Bruno Welzer aus Berlin, ver=
mißt
. Reſ. Bernhard Nikolatski aus Altjahn, Kr. Marienwerder;
Weſtpr., vermißt.
6. Komp.: Sergt. Albert Fiſcher aus Dammhaſt, Kr. Templinz
l. verw. Vizefw. d. Reſ. Off.=Stellv. Arthur Sprüſſel aus Berlin)
ot. Gfr. Friedrich Zimmermann aus Hückeswagen, Kr. Lennepl
ſchw. verw.
7. Komp.: Gren. Willi Walter aus Bunzlau, ſchw. verw. Gren
Ignatz Mareinskowski aus Wulka, Kr. Mogilno, ſchw. verw. Gren!
Alfred Pförtner aus Nieder=Hermsdorf, Kr. Waldenburg, ſchwer
verw. Gren. Auguſt Puſch aus Groß=Gräditz, Kr. Glogau, l. verwi
Gren. Auguſt Czepluck aus Lipinsken, Kr. Lötzen, verm.
8. Komp.: Vizefw. d. Reſ. Walter Reichel aus Berlin, ſchwi
verw. Gren. Johannes Oldiges aus Verſen, Kr. Meppen, I. verw.
Gren. Paul Lachmann aus Braunſchweig, I. verw. Gren. Karl
Kachel aus Wertheim o. M., Kr. Moßbach i. Baden, ſchw. verwi
Gren. Paul Muchow aus Kuhz, Kr. Templin, ſchw. verw. Gren
Otto Volmerg aus Berlin, l. verw. Gren. Johann Oberpichler
aus Groß=Puspern, Kr. Gumbinnen, l. verw. Gren. Otto Noad
aus Niederjeſer, Kr. Lebus, ſchw. verw. Gren. Hermann Breiden=
ach
aus Saalmünſter, Kr. Schlüchtern, I. verw. Gren. Emil
Babriel aus Borſenowe, Kr. Mielitſch, verw. Gren.Paul Göld
ner aus Köben, tot. Gren. Adolf Guß aus Pfeffermühle, Kreis
Fiſchhauſen, ſchw. verw. Oblt. Matthieu, ſchw. verw.

Infankerieregiment Nr. 94, Weimar.
4. Komp.: Musk. Franz Peter, verw.
Infankerieregiment Nr. 112, Mülhauſen i. Eli.
10. Komp.: Reſ. Pius Schneider, verw.
11. Komp.: Musk. Hans Rück, verw. Musk. Franz Strohz
verwundet.
12. Komp.: Reſ. Wilhelm Stolz, verw. Lt. Reinhardt Moll)
verwundet.
Infankerieregiment Nr. 118, Worms.
8. Komp.: Einj.=Freiw. Heine, tot.
Infanterieregiment Nr. 161, Düren, Eſchweiler.
1. Komp.: Musk. Friedrich Kraut, verw. Gfr. d. Reſ. Auguß
Künkel, verw.
7. Komp.: Musk. Friedrich Schmidt I., verw.

Erſaßbakaillon der 82. Infankeriebrigade, Offenburg.
1. Komp.: Gfr. Renatus Lutz aus Rappoltsweiler, Kreis
Rappoltsweiler, tot. Musk. Karl Schlingenſiepen aus Elberfeldg
. verw. Musk. Juſtin Mey aus Reichenweier, Kr. Colmar, ſchw.
verw. Musk. Wilhelm Schulte aus Nordrath, Kr. Mettmann
I. verw.
2. Komp.: Wehrm. Ludwig Hunckler aus Ammerſchweier, Kr.
Rappoltsweiler, l. verw. Reſ. Wilhelm Knauf aus Barmen, ſchw.
verw. Wehrm. Valentin Kauffmann aus Rufach, Kr. Colmar,
I. verw. Reſ. Johann Oſthoff aus Mülheim, Ruhr, Kr. desgk.,
. verw. Reſ. Heinrich Weſtemeyer aus Mülheim, Ruhr, Kr. desgl.,
I. verw. Wehrm. Alfred Buhl aus Münſter, Elſ., Kr. Colmar, ver=
mißt
. Wehrm. Julius Lonzy aus Markirch, Kr. Rappoltsweiler,
verm. Wehrm. Eduard Lotz aus Deutſch=Rumbach, Elſ., Kr. Rap=
poltsweiler
, verm.
3. Komp.: Oblt. Fritz von Bülow aus Weißewarte, Kr. Stens
dal, ſchw. verw. U.=O. Rudolf Köhler aus Crefeld, ſchw. verw.
U.=O. Robert Wirtz aus Norhalle, Kr. Hagen i. W., I. verw.
U.=O. Walter Wieſe aus Hilden, Kr. Düſſeldorf, ſchw. verw. Reſ.
Franz Müller aus Wilda, Kr. Poſen, ſchw. verw. Reſ. Franz
Stachowski aus Bonchlas, Kr. Goſtyn, I. verw. Reſ. Hermany
Oſtgathe aus Gerſchede, Kr. Eſſen, ſchw. verw. Reſ. Guſtav Heß
aus Schillehnen, Kr. Ragnit, ſchw. verw. Reſ. Albert Bernhardt
aus Oberblankenau, Kr. Pr.=Ehlau, Il. verw. Reſ. Franz Gummß
aus Guchowo, Kr. Samter, I. verw. Reſ. Joſef Mika aus Cafi=
mir
, Kr. Leobſchütz, ſchw. verw. Reſ. Otto Waſchinski aus Pr.)
Mark, Kr. Elbing, gefg. Reſ. Joſef Harmes aus Grefrath, Krei
Kempen, gefg. Reſ. Joſef Weyh aus Colmar, gefg. Gfr. Theophl
Klima aus Nieder=Rydultau, Kr. Rybnik, gefg. Reſ. Johann Sall

Nr. 243

Darmſtadter Tagblatt, Freitag, 4. September 1914.

Seite 7.

Berngau, Oberpfalz, ſchwer verw., Bruſtſchuß. Reſ. Ludwig
Schreyer aus Floßenburg, Oberpfalz, ſchw. verw., Bauchſchuß.
U.=O. Georg Rubenbauer aus Sulzbach, Oberpfalz, l. verw., r.
Arm. Inf. Sixtus Doßler aus Fürth, Mittelfranken, I. verw.,
r. Bein. Inf. Karl Reiß aus Gunzenhauſen, Mittelfranken, I.
verw., Bein. Inf. Johann Völkl aus Waldeck, Oberpfalz, I.
verw., r. Bein. Inf. Faver Ziereis aus Schwarzenfeld, Oberpf.,
I. verw., I. Bein. Reſ. Joſeph Hermann aus Rohrbach, Oberpf.,
I. verw., Kopfſchuß. Reſ. Daniel Hopfner aus Hirſchau, Oberpf.,
I. verw., Hals. Reſ. Simon Höchſter aus Mainſtockheim, Unter=
franken
, I. verw., I. Arm. Inf. Andreas Schneider aus Neudeck,
Oberpfalz, I. verw., l. Bein. Inf. Karl Fluſty aus Konſtein, Mit=
telfranken
, l. verw. U.=O. d. Reſ. Peter Bina aus Fürth, Mittel=
franken
, l. verw., r. Arm. Gfr. d. Reſ. Johann Knauer aus
Fürth, Mittelfranken, verm. Gfr. d. Reſ. Georg Höſch aus Nürn=
berg
, verm. Inf. Oskar Krämer aus Fürth, Mittelfranken, verm.
Inf. Hans Moßgöller aus Rothenburg, Mittelfranken, verm.
Inf. Konrad Wieſener aus Poppenreuth, Mittelfranken, verm.
Inf. Georg Beſold aus Unterasbach, Mittelfranken, verm. Reſ.
Michael Flühr aus Nürnberg, verm.
7. Kompagnie: Lt. Alois Wolferseder aus Deggendorf, Nie=
derbayern
, ſchw. verw., Kopfſchuß. Inf. Chriſtoph Wedel aus
Fürth, Mittelfranken, ſchw. verw., Kopfſchuß. Inf. Georg Geiſt
aus Schwaig, Mittelfranken, ſchw. verw., Schulter u. Kinn. Reſ.
Wilhelm Rottner aus Vach, Mittelfranken, ſchw. verw., Schulter.
Reſ. Ludwig Krempel aus Burglengenfeld, Oberpfalz, ſchw. verw.,
Kopfſchuß. Reſ. Michael Vogel aus Velden, Mittelfranken, ſchw.
verw. Schulter. Gfr. Martin Roth aus Unterfürberg, Mittel=
franken
, l. verw., Streifſch. a. Kopf. Reſ. Nikolaus Rillhöfer aus
Alfeld, Mittelfranken, l. verw., Streifſch. a. Kopf. Reſ. Leonhard
Prottengeier aus Heroldsberg, Mittelfranken, l. verw., Arm. Gfr.
d. Reſ. Chriſtian Knödel aus Wittelshofen, Mittelfranken, I.
verw., Beinſchuß. Reſ. Auguſt Kohler aus Weißenburg, Mittel=
franken
, l. verw., linker Fuß. Reſ. Lorenz Haber aus Windsheim,
Mittelfranken, l. verw. I. Bein. Reſ. Erhard Lottes aus Stamm=
bach
, Oberfranken, l. verw., Hand. Inf. Johann Gilch aus Moos=
bach
, Oberpfalz, I. verw., Beinſchuß. Reſ. Friedrich Nitſch aus
Gaelingen, Friedland, verm. Reſ. Friedrich Schlicht aus Nürn=
berg
, verm. Reſ. Mathäus Götz aus Deyerling, Oberpf., verm.
8. Kompagnie: Gfr. d. Reſ. Leonhard Geißler aus Fürth,
Mittelfranken, I. verw., I. Arm. Inf. Baptiſt Kugler aus Naſnitz,
Oberpf., I. verw., I. Daumen. Inf. Johann Prem aus Gmeins=
rieth
, Oberpfalz, I. verw., r. Mittelfinger. Tambour Johann
Küspert aus Mühlbühl, Oberfranken, verm. Reſ. Thomas Feße
aus Schmiegling, Mittelfranken, verm. Reſ. Auguſt Weidenſam=
mer
aus Bayreuth, Oberfranken, verm. Reſ. Friedrich Sperk
aus Buchklingen, Mittelfranken, verm.
Reſervejägerbataillon Nr. 2.
Gfr. d. Reſ. Gotthard Weber aus Beckendorf, Niederbayern,
tot. Jäger d. Reſ. Heinrich Dietz aus Beratzhauſen, Mittelfran=
ken
, ſchw. verw., r. Arm. Jäßer d. Reſ. Ludwig Lang aus Kuſel,
Pfalz, ſchw. verw., I. Schulter. Jäger d. Reſ. Joſeph Weimann
aus Pirmaſens, Pfalz, ſchw. verw., I. Schulter. Ob.=Jäg. d. Reſ.
Chriſtian Heinrich Borſch aus Themar, Sachſ.=Mein., I. verw.,
I. Hüfte. Jäger d. Reſ. Eduard Haßler aus Kaiſerslautern, Pfalz,
I. verw., I. Unterarm.
2. Schweres Reiterregiment.
1. Eskadron: U.=O. Ludwig Dionys aus Walchſing, Nieder=
bahern
, ſchw. verw., r. Bruſt.
2. Eskadron: Reiter Karl Heinrich aus Haus, Niederbayern,
I. verw., Beinbruch. Reiter Stefan Kaiſer aus Jörnsdorf, Ober=
pfalz
, ſchw. verw. Gfr. Simon Krug aus Hart, Oberbayern, verm.
3. Eskadron: Lt. d. Reſ. Friedrich Dietrich aus München,
verm. Gfr. Johann Hoffmann aus Marxgrün, Oberfranken,
I. verw., linker Arm. U.=O. Georg Irrgang aus Kronwitt. Ober=
pfalz
, verm. U.=O. Dionys Thalkofer aus Poxau, Niederbayern,
verm. Reiter Johann Schmidt aus Oberheidelbach, Mittelfran=
ken
, verm. Reiter Joſeph Maurer aus Neukirchen, Niederbayern,
verm. Reiter Thomas Ries aus Altendorf, Oberpfalz, verm.
Reiter Raimund Häringer aus Berghof, Schwaben, verm. Reiter
Taddäus Harrer aus Kunerstweiler, Württemberg, verm. Reiter
Johann Limmer aus Dingolfing, Niederbayern, verm. Reiter
Franz Krieger aus Donauwörth, Schwaben, verm. Reiter Adolf
Kaiſer aus Oberwöhr, Niederbayern, verm. Gfr. Georg Angart
aus Wertingen, Schwaben, verm.
5. Eskadron: Gfr. Franz Dorfmeiſter aus Pfarrkirchen, Nie=
derbayern
, vermißt.
5. Feldartillerieregiment:
Reitende Abteilung, Stab: Fahr. d. Reſ. Auguſt Marhöfer
aus Obernheim, Homburg, I. verw., Schulter. Fahr. d. Reſ.
Auguſt Friedrich Graf aus Pirmaſens, Pfalz, I. verw., Geſäß.

Fahr. d. Reſ. Peter Maier aus Starkertshofen, Oberbayern, ſchwo
verw., Lenden, Schenkel, Hand.
1. reitende Batterie: Kan. d. Reſ. Rudolf Lang aus Erf=
weiler
Ehlingen, Pfalz, I. verw., Oberſchenkel. Kan. d. Reſ=
Franz Mages aus Kaiſerslautern, Pfalz, verm.
2. reitende Batterie: V.=Wachtm. Otto Schwarz aus Politz,
Greiz, l. verw., Rücken. V.=Wachtm. Karl Hermann aus Blies=
mengen
, Pfalz, ſchw. verw., Bruſt. Einj. Gfr. Max Meier=Gidion
aus Mannheim, l. verw., Arm. Kan. Ludwig Lang aus Kaiſers=
lauter
, Pfalz, tot. Kan. Franz. Sauder aus Kaiſerslautern, Pfalz,
tot. Kan. Karl Glöckner aus Schopp, Pfalz, ſchw. verw. r. Arm
Kan. Otto Hirth aus Schwappach, Pfalz, ſchw. verw., I. Bein=
Kan. Karl Veſter aus Kaiſerslautern, Pfalz, ſchw. verw., r. Bein.
Kan. Chriſtian Gaubatz aus Pirmaſens, Pfalz, ſchw. verw., Arm
u. Bein. Kan. d. Reſ. Friedrich Schmitt aus Neckarſulm, ſchwe
verw., Bein. Kan. d. Reſ. Luitpold Diehl aus Eiſenberg, Pfalz,
I. verw., Bein.
3. reitende Batterie: U.=O. Jakob Woock aus Kapsweyer=
Pfalz, ſchw. verw., Bein. Gfr. Ferdinand Stefan Bauer aus
Frankenthal, Pfalz, ſchw. verw., Bauch.

Kgl. Württembergiſche Armee.
Verluſtliſie Nr. 3.
1. Komp.: Hptm. d. Reſ. Lang aus Stuttgart I. verw.
Lt. d. Landw. Frick aus Stuttgart verm. Fwlt. Ernſt J. Pz
Arnold aus Oehringen verm. U.=O. Joſef Preuß aus Ober=
brechen
, Kr. Limburg, verm. U.=O. Martin Schlenker aus
Lauffen, O.=A. Beſigheim, verm. U.=O. Karl Schmidt aus
Cannſtatt=Stuttgart verm. U.=O. Otto Streicher aus Bietigheim,
O.=A. Beſigheim, verm. U.=O. Hermann Zeller aus Mergent=
heim
verm. Gfr. Gottlieb Bareiß aus Stuttgart verm. Gefr4
Karl Bäuerle aus Böckingen, verm. Gefr. Karl Eberhardt
aus Stuttgart verm. Gfr. Friedrich Kuhn aus Sontheim a. N.,
O.=A. Heilbronn, verm. Gfr. Robert Luckner aus Stuttgart
verm. Gfr. Ernſt Mack aus Metterzimmern, O.=A. Beſigheimg
verm. Landw. Heinrich Albrecht aus Stuttgart verm. Landwa
Karl Betz I aus Großgartach, O.=A. Heilbronn, verm. Landw.
Martin Betz aus Fürfeld, O.=A. Heilbronn, verm. Landw.
Adolf Dauſch aus Gablenberg=Stuttgart verm. Landw. Gott=
lob
Gayde aus Heilbronn verm. Landw. Adolf Götz aus Heil=
bronn
verm. Landw. Wilhelm Hahn aus Murrhardt, O.=M.
Backnang, verm. Landw. Ludwig Heckler aus Heilbronn verm.
Landw. Carl Hofmann aus Cannſtatt=Stuttgart verm. Landw.
Gottlob Hofſäß aus Heiningen, O.=A. Backnang, verm. Landw.
Gottlieb Hofſäß aus Waldrems, O.=A. Backnang, verm. Landw.
Karl Kirſchner aus Böckingen, O.=A. Heilbronn, verm. Landw=
Anton Kleebauer aus Ebersberg, O.=A. Backnang, verm=
Landw. Karl Klenk aus Sechſelberg, O.=A. Backnang, verme
Landw. Emil Kober aus Weikersheim, O.=A. Mergentheim,
verm. Landw. Karl Krepp aus Fürfeld, O.=A. Heilbronn, verm
Landw. Wilhelm Laumann aus Fürfeld, O.=A. Heilbronng
verm. Landw. Karl Makko aus Wilhelmsheim, Gemeinds
Reichenberg, O.=A. Backnang, verm. Landw. Auguſt Manz aus
Bietigheim, O.=A. Beſigheim, verm. Lanw. Jakeb Narr aus
Backnang, verm. Landw. Guſtav Neutz I aus Böckingen, O.=A.
Heilbronn, verm. Landw. Wilhelm Neutz aus Frankenbach,
V.=A. Heilbronn, verm. Landw. Gottlieb Rapp aus Stuttgart,
verm. Landw. Karl Reifinger aus Walheim, O.=A. Beſigheimg
verm. Landw. Gottfried Siegle aus Stuttgart verm. Landwz
Gottlieb Schäfer aus Großaſpach, O.=A. Backnang, verm!
Landw. Balthaſar Schenk aus Harthaufen, O.=A. Mergentheim,
verm. Landw. Gottlieb Schick aus Vorderbüchelberg, Gemeinde
Spiegelberg, O.=A. Backnang, verm. Landw. Wilhelm Schlipf
aus Oppenweiler, O.=A. Backnang, verm. Landw. Hugo Schreis
ber aus Obereiſesheim, O.=A. Heilbronn, vermißt. Landwa
Karl Schwab aus Heilbronn, verm. Landw. Paul Steck aus
Stuttgart verm. Landw. Ernſt Stoll aus Kirchberg, O.=
Gerabronn, verm. Landw. Guſtav Stumpf aus Fürfeld, O.=A.
Heilbronn, verm. Landw. Karl Weber aus Unterweiſſach, O.=
Backnang, verm. Landw. Leonhard Weigel aus Weikersheim,
A.=A. Mergentheim, verm. Landw. Gottlieb Weipprecht aus
Bönnigheim, O.=A. Beſiaheim, verm. Landw. Karl Wurſt aus
ſtäsbach, Gemeinde Murrhardt, O.=A. Backnang, verm.
Landw. Wilhelm E. Zerrer aus Steinbach, O.=A. Backnang,
erm. Landw. Chrifian Ehmann aus Heilbronn, vermz
Landw. Harl Grnber aus Siebenknie, Gemeinde Sulzbach
O.=M. Backnang, verw. Landw. Georg Hammelehld
us Stuttgart, verw. Landw. Georg Lochſtampfer aus

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Freitag, 4. September 1914.

Nr. 243.

Meckendorf, Mittelfranken, verw. Reſ. Kaſpar Schertl aus Dorf=
gänlas
, Oberpf., I. verw: Reſ. Johann Koller aus Burglengen=
feld
, Oberpf., verm. Reſ. Johann Schüſſelbauer aus Eſchenfeld,
Oberpf., verm. Inf. Johann Gſchwendner aus Roding, Oberpf.,
l. verw., I. Bein. Inf. Michael Märkel aus Zimmering, Ober=
pfalz
, l. verw. Inf. Peter Meier aus Burglengenfeld, Oberpf. I.
verw. Inf. Karl Reinhardt aus Floß, Oberpf., verw.
5. Komp.: Leutn. Ludwig Finck, Kopfſchuß, tot. Gfr. d. Reſ.
Andreas Frieſer aus Kohlbach, Oberpfalz, tot. Gfr. Kaver Rie=
derer
aus Katzbach, Oberpfalz, tot. Einj=Freiw. Georg Sörgel
aus Hof, Oberfranken, tot. Inf. Andreas Ketterl aus Nunſting,
Oberpfalz, tot. Inf. Johann Seitz aus Altenſtadt, Oberpf., tot.
Inf. Michael Brucker aus Reiſach, Oberpf., tot. U.=O. Heinrich
Bittel aus Nürnberg, l. verw., I. Knie. U.=O. Johann Loben=
hofer
aus Hirſchau, Oberpf., I. verw., I. Schulter. U.=O. Wil=
helm
Koch aus Schönkirch, Oberpf., I. verw., I. Arm. U.=O.
Johann Schätzler aus Weiden, Oberpf., I. verw., I. Wange. Gfr.
d. Reſ. Joſeph Rieder aus Thurau, Oberpf., I. verw., I. Ober=
ſchenkel
. Gfr. d. Reſ. Paul Peinie aus Dolkan, Merſeburg, I.
verw., I. Oberſchenkel. Gfr. Joſeph Greiner aus Seubersdorf,
Oberpf., I. verw., I. Unterſchenkel. Reſ. Leonhardt Baer aus
Sulzbach, Oberpf., I. verw., Schuß I. Hand. Reſ. Friedrich Ehrl
aus Katzberg, Oberpf., I. verw., Streifſchuß an Bruſt und Hand.
Reſ. Franz Bachl, l. verw., Schuß am l. Oberſchenkel. Reſ.
Johann Auer aus Hilterdorf, Oberpf., I. verw., Streifſchuß an
I. Wange. Inf. Karl Rößler aus Reutlas, Oberpf., I. verw.
Gfr. d. Reſ. Guſtav Schlegel aus Nürnberg, I. verw., Schuß d.
l. Unterarm. Reſ. Max Schierer aus Schaßerndorf, Oberpf., I.
verw., an beiden Händen. Reſ. Peter Bamert aus Eigendorf,
Niederbahern, l. verw. I. Arm. Reſ. Peter Neft aus Sollbach, I.
verw., r. Fuß. Inf. Hermann Rötzer aus Neußbonau, Nieder=
bayern
, l. berw. I. Oberarm. Inf. Max Ellmann aus Zandt, Nie=
derbayern
, l. verw. r. Hand. Inf. Lorenz Karl aus Pullenried,
Oberpf, I. verw., r. Oberarm. Einj.=Freiw. Hans Buhl aus
Schwabach, Mittelfranken, l. verw. Geſicht. Reſ. Karl Junglas
aus Döfering, Oberpf., ſchw. verw., r. Arm und r. Fuß. Inf.
Eduard Schieder aus Windiſcheſchenbach, ſchw. verw., r. Schulter,
Inf. Johann Bauer a. Kaimling, Oberpf., ſchw. verw., Halsſchuß:
Inf. Johann Stadler aus Ebertsried, Oberpf., ſchw. verw., Ober=
ſchenkel
. Reſ. Kaver Kirſchner aus Bruck, Oberpf., ſchw. verw.,
r. Bruſt. Gfr. der Reſ. Bartholomäus Schmidt aus Amberg,
Oberpf., ſchw. verw., I. Hand. Inf. Quirin Jal aus Walzersreuth,
Oberpf., ſchw. verw., r. Oberſchenkel. Inf. Heinrich Plötz aus
Liegenried, Oberpf., ſchw. verw., r. Oberarm. Reſ. Karl Müller
aus Nürnberg, ſchw. verw., I. Seite. Reſ. Auguſt Amann aus
Falkenſtein, Oberpf., ſchw. verw., Unterleib. Inf. Alois Brunner
aus Höfen, Oberpf., ſchw. verw., Rückenſchuß. Inf. Franz Koller
aus Hammerberg, Oberpf., ſchw. verw., I. Knie. Inf. Adam
Meckl aus Schirmitz, Oberpf., ſchw. verw., beide Oberſchenkel.
Gfr. Theodor Diem aus Nürnberg, verm. Gfr. Johann Sperber
aus Engenthal, Mittelfranken, verm. Inf. Johann Brunner
aus Berndorf, Oberpf., verm. Inf. Georg Hecht aus Kager,
Oberpf., vermißt. Inf. Franz Huber aus Bucher, Oberpf., verm.
Inf. Johann Kohl aus Lehendorf, Oberpf., verm. Inf. Ferdinand
Süß aus Raggau, Oberpf., verm. Reſ. Michael Hauſer aus Pitz=
ling
, Oberpf., verm. Reſ. Johann Spießl aus Seebarn, Oberpf.,
verm. Reſ. Joſeph Simmert aus Neuſchönau, Niederbayern,
verm. Inf. Otto Kolb aus Pfaffenreuth, Oberpf., vermißt.
6. Komp.: Gfr. d. Reſ. Joſeph Schuſter aus Steinweg,
Oberpf., I. verw., I. Oberſchenkel. Gfr. d. Reſ. Andreas Wagner
aus Hof a. Regen, Oberpf., I. verw., Kopfſchuß. Gefr. d. Reſ.
Georg Hartmann aus Oberachtel, Oberpf., I. verw., Arm. Reſ.
Johann Robl, aus Heinrichskirchen, Niederbayern, I. verw., Fuß.
Reſ. Johann Merl aus Bubach, Oberpf., I. verw., I. Fuß. Reſ.
Andreas Hartmann aus Siegras, Oberpf., l. verw., I. Arm Inf.
Johann Oeſtreicher aus Weiden, Oberdſ, I. verw., Arm. Inf.
Johann Karl aus Unterkager, Niederbehern, I. verw., I. Fuß.
Gfr. d. Reſ. Karl Groß aus Nürnberg, ſchw. verw., Kopfſchuß.
Reſ. Johann Scherm aus Bernwinkel, Oberpf., ſchw. verw., Kopf=
ſchuß
. Reſ. Johann Thumann aus Ziegelſtein, Mittelfranken,
ſchw. verw., Hals. Inf. Joſeph Buchberger aus Faiting, Nieder=
bayern
, verm.
7. Komp.: Leutn. der Reſ. Friedr. Ruckdeſchel, I. verw., I.
Schulter. Inf. Joſeph Saller aus Rohrſtetten, Niederbayern. I.
verw., l. Unterſchenkel. Reſ. Joſeph Heppt aus Biſchwind, Unter=
franken
, I. verw. I. Unterarm. Reſ. Georg Konrad Pöllot aus
Röthenbach, Mittelfranken, I. verw. Granatſplitter im Fuß. Reſ.
Erwin Kurt Hölal aus Niederdriemitz, Sachſen, I. verw., Hals.
Reſ. Joſeph Schmaderer aus Loifling, Oberpf., I. verw. Granat=
ſplitter
, linker Fuß. Reſ. Jakob Gaham aus Achdorf, Nieder=
bayern
, I. verw., I. Bein. Reſ. Joſeph Hautmann aus Boden=
wöhr
, Oberpfalz, ſchw. verw., I. Bruſt. Inf. Georg Herbſt aus
Pürnberg. Miktelfr., chw. verw., I. Bruſt. Inf. Alois Haller

aus Waldmünchen, Oberpf., ſchw. verw., I. Ferſe und r. Ober=
ſchenkel
. Reſ. Joſeph Dotzler aus Perſchen, Oberpf., ſchw. verw!
Reſ. Anton Grau aus Pleinfeld, Mittelfranken, ſchw. verw., II
Oberſchenkel. Reſ. Martin Pöllot aus Nürnberg, verm. Reſ!
Georg Plößl aus Taxöldern, Oberpf., verm. Reſ. Johann Betzold
aus Krummennaab, Oberpf., verm. Inf. Karl Rath aus Wil=
denau
, Oberpf., verm.
8. Komp.: U.=O. Johann Braun aus Nürnberg, l. verw., r.
Hand. Inf. Robert Ziſcher aus Waldſaſſen, Oberpf., I. verw.,
Unterſchenkel. Inf. Max Meindl aus Wackerling, Oberpf., LI
verw., Fuß. Reſ. Johann Schuhmann aus Forchheim, Oberfr.;
I. verw., Oberſchenkel. Reſ. Johann Former aus Grabitz, Oberpf.,
I. verw., Handſchuß. Reſ. Adam Lager aus Büchenbach, Unterfr.,
verw., Beinſchuß. Reſ. Heinrich Leng aus Obererbach, Unterfr.,
l. verw., Fuß. Reſ. Johann Schöpf aus Gebenbach, Oberpf., I.
verw., Handſchuß. Reſ. Georg Leonhard Lang aus Win=
delsberg
, Mittefranken, I. verw., Fuß. Gfr. Johann Schmidt aus
Amberg, Oberpf., ſchw. verw. Arm und Beinſchuß. Gfr. der Reſ.
Johann Georg Bauer aus Amberg, Oberpf., ſchw. berw., r. Bruſt.
Gfr. d. Reſ. Johann Schwarzenberger aus Heſſelbach, Oberpfalz,
ſchw. verw., Oberſchenkel. Gfr. der Reſ. Georg Wurzelbacher
aus Seugaſt, Oberpf., ſchw. verw., Bruſtſchuß. Inf. Andreas
Braun aus Hetzmannshof, Oberpf., ſchw. verw., I. Schulter. Inf.
Chriſtoph Heitzer aus Kempten, Oberbayern, ſchw. verw., Kopf=
ſchuß
. Inf. Johann Hochmuth aus Burglengenfeld, Oberpf., ſchw.
verw., Oberſchenkel. Inf. Alois Mark aus Stein, Gemeinde Lie=
benſtein
, Oberpf., ſchw. verw., linker Unterſchenkel. Reſ. Johann
Loidl aus Windfäng, Oberpf., ſchw. verw., I. Kopfſeite. Reſ.
Michael Pirner aus Gerhardsberg, Oberpf., ſchw. verw. Bruſt=
ſchuß
. Reſ. Georg Schenkel aus Stifterslohe, Oberpfalz, ſchw.
verw., Rückenſchuß. Reſ. Johann Mayer aus Fallersdorf, Oberpf.,
verm. Reſ. Ambros Gick aus Leonberg, Oberpfalz, verm. U.=O.
Johann Chriſtian Reul aus Rothaushütte, Oberfranken, tot. Reſ.
Anton Blind aus Warburg, Oberpf., tot.
8. Infanterieregiment.
1. Komp.: Inf. Michael Kropp aus Zapfendorf, Oberfruslen,
ſchw. verw., I., Bruſt. Inf. Joſeph Meindl aus Wies, Oberbay.,
ſchw. verw., Bruſt. Gfr. Karl Frey aus Schönwindsach, Würt=
temberg
, l. verw., Unterſchenkel. Inf. Fritz Reichherzer aus
München, l. verw., I. Schläfe. Inf. Max Klotz aus München, I.
verw., I. Vorderarm. Inf. Eduard Oberhauſer aus Schaching,
Oberbayern, l. verw., l. Wade. Inf. Anton Limmer aus Mühl=
dorf
, Oberbayern, l. verwundet, I. Vorderarm.
3. Komp.: Inf. Joſeph Huber aus Birnbach, Oberbayern, I.
verw. Inf. Petrus Zollner aus Roitham, Oberbayern, ſchw. ver=
wundet
, Bruſtſchuß.
14. Infanterieregiment.
3. Komp.: Reſ. Georg Zahn aus Püchersreuth, Oberpfalz, kot.
7. Kompagnie: Gfr. Michael Georg Gſänger aus Hammer=
ſtein
, Mittelfranken, ſchw. verw., Kopf.
9. Kompagnie: Inf. Siegfried Wilmersdörfer aus Neumarkt,
Oberpf., tot, Hitzſchlag.
21. Infanterieregimenk.
5. Kompagnie.: Sergeant Johann Braun aus Gebhardsreuth,
Oberpf., l. verw., I. Arm u. l. Bein. U.=O. d. Reſ. Wilhelm Her=
tel
aus Nürnberg, l. verw., Beinſchuß. Gfr. d. Reſ. Johann Sieg=
mund
Guttendorfer aus Stettberg, Mittelfranken, I. verw., I.
Arm. Inf. Johann Reger aus Gröbenſtädt, Oberpf., I. verw.,
Armſchuß. Inf. Max Fleiſchmann aus Oberlangenſtadt, Ober=
franken
, l. verw., Rücken. Inf. Johann Eckſtein aus Weigenhofen,
Mittelfranken, l. verw., I. Arm. Reſ. Joſeph Leidl aus Moos,
Oberbayern, I. verw. Reſ. Johann Klemm aus Seeleinsbühl,
Mittelfranken, I. verw., Beinſchuß. Reſ. Georg Streng aus
Nürnberg, l. verw., Beinſchuß. Reſ. Johann Holzmann aus Forth,
Mittelfranken, l. verw., r. Bein. Reſ. Ludwig Ransbacher aus
Trüppach, Oberfranken, l. verw., Kopfſchuß. Reſ. Johann Kitt=
linger
aus Oberſachſen, Mittelfranken, l. verw., I. Bein. Gfr.
d. Reſ. Peter Rupp aus Nürnberg, verm. Gfr. d. Reſ. Johann
Reh aus Ley, Mittelfranken, verm. Reſ. Georg Voigt aus Bay=
reuth
, Oberfranken, verm. Reſ. Konrad Rehm aus Fürth, Mit=
telfranken
, vermißt. Reſ. Georg Buchner aus Unterlindelburg,
Mittelfranken, verm.
6. Kompagnie: V.=Feldw. d. Reſ. Friedrich Lippert aus Fürth,
Mittelfranken, ſchw. verw., I. Arm. Gfr. Johann Aſcherl aus
Schiltern, Oberpfalz, ſchw. verw., Bauchſchuß. Gfr. Johann Karl
aus Nasnitz, Oberpfalz, ſchw. verw., Bruſtſchuß. Inf. Leonhard
Strobel aus Oſternohe, Mittelfranken, ſchw. verw., Rückenſchuß:
Inf. Johann Zweck aus Sulzbach, Oberpfalz, ſchw. verw., Bauch=
ſchuß
. Reſ. Johann Foiſinger aus Rattrain, Oberbayern, ſchw.
verw., Bruſtſchuß. Reſ. Leonhard Kirllert aus Buch, Mittel=
franken
, ſchw. verw., Rückenſchuß. Inf. Johann Krichbaum aus

Nr. 243.

Darmſtädter Tagblatt, Freitag, 4. September 1914.

Seite 3.

laus Groß=Görlitz, Kr. Löbau, tot. Oblt. Emil Dieckmann aus
Eöthen, verm.
4. Komp.: Reſ. Hugo Kämmerer aus Walſchleben, Kr. Erfurt,
ſdt. Reſ. Fritz Meffert aus Dunddorf, Kr. Dunddorf, tot. U.=O.
d. Reſ. Hermann Spliethoff aus Mülheim, Ruhr, Kr. desgl., ſchw.
verw. Reſ. Friedrich Witzorek aus Kray, Kr. Eſſen, l. verw. Reſ.
Suſtav Brosda aus Montwitz, Kr. Ortelsburg, I. verw.
Erſatzbakaillon der 84. Infankeriebrigade, Offenburg.
1. Komp.: Reſ. Berlinghof aus Edingen, tot. Wehrm. Brauch
düs Ingelfingen, tot. Reſ. Edler aus Mörtelſtein, tot. Lt. d. Reſ.
Engler aus Freiburg, Breisgau, tot. U.=O. d. Landw. Brüderle
ſaus Berghaupten, verw. Gfr. d. Reſ. Oppenheimer aus Bretten,
verw. Wehrm. Goppelt aus Crailsheim, verw. Wehrm. Gmeiner
aus Petersthal, verw. Reſ. Kief aus Hockenheim, verw. Reſ.
Koöh aus Withauſen, verw. Reſ. Kern aus Hockenheim, verw.
Wehrm. Kiefer aus Durbach, verw. Reſ. Schnörr aus Neckar=
ßerach
, verw. Reſ. Kailbach aus Hochhauſen, verw. Wehrm. Walter
ſaus Sundheim, verw. Reſ. Quick aus Edingen, verw. Reſ. Boos
aus Schwetzingen, verw. U.=O. d. Landw. Ullmann, berw. Reſ.
Brenner I aus Edingen, verm. Reſ. Neltzhöffer aus Schwetzingen,
vvermißt.
2. Komp.: U.=O. Holzer aus Lahr, verw. San.=U.=O. Wieber
aus Frieſenheim, verw. Reſ. H. Haas aus Schriesheim, verw.
Reſ. Jakob aus Schriesheim, verw. Reſ. Stuck aus Ketſch, verw.
Wfr. Ding aus Schwetzingen, verw. Wehrm. Walther aus Helm=
flingen
, verw. Reſ. A. Haas aus Schriesheim, verm. Wehrm.
Schnebel aus Ichenheim, verm.
3. Komp.: Adolf Griesbaum aus Schweighauſen, tot. Julius
Hauk aus Neckarhauſen, verw. Leo Klein aus Reilingen, verw.
Wilhelm Zehnle aus Zell, verw. Johann Hüngerle aus Plank=
ſſtadt
, verm. Jakob Lehmann aus Gutach, verm. Joſef Schilli
ſaus Ortenberg, verm.
4. Komp.: Theodor Hauſer aus Ladenburg, tot. Friedrich
Waag aus Querbach, tot. Wilhelm Geſchwill aus Brühl, verw.
Wilhelm Greth aus Querbach, verw. Auguſt Panther aus Ober=
kkirch
, verw. Eugen Spaeth aus Schiltach, verw. Alfred Winner
aus Ladenburg, verw.
Maſchinengewehrzug des Infankerieregiments Nr. 136,
zugekeilt dem Erſaßbakaillon der 84. Infankeriebrigade.
Johann Hintzky aus Weißenburg, verw.

Jägerbakaillon Nr. 1, Orkelsburg.

Ohne Angabe der Komp.: Jäger Adolf Gitelhuber, verw.
Reſervejägerbakaillon Nr. 3, Lübben.
3. Komp.: Jäger Otto Schwemmert aus Eberswalde, Kreis
EEberswalde, tot.
Jägerbakaillon Nr. 4, Naumburg a. S.
2. Komp.: Lt. d. Reſ. Werner Kybitz, verw.
3. Komp.: Jäger Oswin Pröter, verw. Reſ. Guſtav Warthe=
mann
, verw.
4. Komp.: Reſ. Guſtav Hottenroth, verw. Jäger Karl Koch,
verwundet.
6. Komp.: Jäger Wilhelm Becker, verw. JägerKurt Bergner,
verwundet.
Jägerbakaillon Nr. 5, Hirſchberg.
Stab: Oblt. u. Adj. Max Wilhelm Reuter, verw.
1. Komp.: Gfr. Hugo Ermer, verw. Jäger Willy Haaſe, verw.
Fäger Guſtav Häusler, verw. Jäger Johannes Karpe, verw. Jäger
fAnton Kozlowsky, verw. Jäger Heinrich Lehmann, verw. Gfr.
Erich Matzker, verw. Jäger Wladislaus Piatyßek, verw. Jäger
Beorg Rösner, verw. Oberjäger Kurt Sommer, verw.
2. Komp.: Jäger Paul Cieplick, verw. Gfr. Franz Edeling,
verw. Jäger Wilhelm Gräbel, verw. Jäger Karl Kaſtner, verw.
Fäger Wladislaus Majewicz, verw. Jäger Johannes May, verw.
Fäger Auguſt Magnus, verw. Reſ. Paul Schröder, verw. Ober=
fäger
Robert Schuhmann, verw. Jäger Felix Tyrakowsky, verw.
Jäger Paul Theurich, verw.
3. Komp.: Jäger Karl Bittermann, verw. Jäger Franz Glat=
ſhor
, verw. Jäger Helmut Hoffmann, verw. Jäger Max Kunze,
verw. Jäger Fritz Kirchner, verw. Jäger Albert Meyer, verw.
Reſ. Paul Nerger, verw. Jäger Joſeph Otte, verw. Wehrm.
Franz Pannier, verw. Jäger Fritz Quägber, verw. Jager
Wladißlaus Szaj, verw. JägerAlfred Thamm, verw. Jäger Wil=
helm
Woeka, verw. Einj.=Freiw. Fritz Seiffert III., verw.

4. Komp.: Jäger Alfred Kühn, verw. Jäger Heinrich Meyer,
verw. Jäger Franz Opaska, verw. Jäger Hermann Raupach, vers
wundet.
Maſchinengewehrabt.: Waffenmeiſter Robert Hagendorf, verw.
Ohne Komp.: Jäger Arthur Gehde, verw. Jäger Berthold
Hielſcher, verw. Jäger Wilhelm Koſchmieber, verw. Jäger Alberk
Kuhlmann, verw. Jäger Lorenz Nowack, verw.
Reſervejägerbakaillon Nr. 14, Colmar i. Elſ.
2. Komp.: Lt. d. Reſ. Rudolf Zimmermann, I. verw. Oheg
jäger Jasges Dörwaldt, l. verw. Jäger Herr, l. verw.
Reſervehuſarenregiment Nr. 3, Torgau.
2. Esk.: Obkt. von Schimpf, ſchw. verw. U.=O. Willi Kitziſig
ſchw. verw. Huſar Wilhelm Merlin, l. verw.
Regimenk Jäger zu Pferde Nr. 3, Colmar i. Elſ.
2. Esk.: Vizew. Georg von Blumenthal, verw.
Regimenk Jäger zu Pferde Nr. 6, Erfurk.
4. Esk.: Reſ. Emil Weiße I., verw.
Regiment Jäger zu Pferde Nr. 7, Trier.
3. Etk.: Jäger Ferdinand Pruns, verw.
4. Esk.: Jäger Joſef Felt, verw. Jäger Leonhard Nobis, beßl
wundet.
Regimenk Jäger zu Pferde Nr. 8, Trier.
2. Esk.: Vizewachtmeiſter Hermann Machleb, verwunden
4. Esk.: Jäger Wilhelm Adler, verwundet.
5. Esk.: Gfr. Paul Genkel, verwundet.
Erſatzeskadron: Reſ. Stanislaus Grzeemski, berwund
Regimeni Jäger zu Pferde Nr. 9, Inſterburg.
2. Esk.: Jäger Bernhard Herkentrup, verwundet.
3. Esk.: Jäger Johann Haſſe, verw. Jäger Karl Perrey
verw. U.=O. Otto Wegner, verwundet.
Regimenk Jäger zu Pferde Nr. 10, Angerburg.
3. Esk.: Gfr. Emil Mrotzek, verw. Jäger Schulz, verwi

Feldarkillerieregiment Nr. 1, Gumbinnen.
4. Batt.: Serg. Karl Kruſius, verwundet.
Leichte Munitionskolonne.
1. Abteilung: U.=O. Franz Haeneldt, verwundet.
ſ. Feldarkilleriemunikionskolonne VIII. Armeekorps, Cöln)
Tromp. U.=O. Drude aus Marienwalde, Bz. Lauenburg, tof)
Erſaßabkeilung Fußarkillerie Nr. 14, Karlsruhe.
Stab: Major von Reiche aus Baden=Oos, l. verw. O.=Lk.
Meiſter aus Lahr, l. verw. Kan. Angſt aus Epfenbach a. S., I4
verw. U.=O. d. Landwehr Morlock aus Karlsruhe, verm. Gfr.
Hildesheim aus Waldorf, verm. Gfr. Schenkel aus Hartheim)
verm. Meldereiter Frei aus Sandhauſen bei Heidelberg, verm.
Kan. Buch aus Pforzheim, vermißt.
1. Erſatzbatterie: Gfr. Wilhelm Mich. Gutmann aus Rohr=
bach
, Kr. Heidelberg, tot. Kan. Emil Neff aus Bruchſal, tot=
U.=O. Wilhelm Fels aus Karlsruhe, ſchw. verw. Sanitäts=U.=O
Karl Leop. Beetz aus Gengenbach, Kr. Offenburg, ſchw. verw.
Sfr. Peter Wenz aus Neuhemsbach (Pfalz), ſchw. verw. Gfr.
Jakob Reinhard aus Neumühl, ſchw. verw. Gfr. Wilhelm Bihler
aus Steinach bei Kinzigthal, ſchw. verw. Kan. Friedrich Lawo
aus Mannheim, ſchw. verw. Gfr. Philipp Bürk aus Windſchläg
bei Offenburg, ſchw. verw. Kan. Johannes Koch aus Bruchſal)
ſchw. verw. Kan. Guſtav Laier aus Forſt bei Bruchſal, ſchw. berw.
Kan. Ludwig Hauſer aus Schriesheim, bei Mannheim, ſchw. verwi
Kan. Auguſt Hettinger aus Mannheim, ſchw. verw. Kan. Friedrich
Köth aus Pforzheim, ſchw. verw. Kan. Wilhelm Bläſe aus Laidach
Kr. O.=A. Gmünd, ſchw. verw. Kan. Heinrich Katz aus Kirchhardt,
Kr. Sinsheim, ſchw. verw. Gfr. Engelbert Hofmann aus Ober=
ſcheidenthal
bei Mosbach, ſchw. verw. Kan. Emil Doſt aus Rüti
(Schweiz), ſchw. verw. U.=O. Heinrich Steinmüller aus Mann=
heim
, l. verw. U.=O. Berger aus Frankfurt, I. verw. Kan,
Friedrich Reinhard aus Pforzheim, l. verw. Kan. Karl Lareng

[ ][  ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Freitag, 4. September 1914.

Nr. 243.

aus Wolfach, I. verw. Kan. Otto Maushardt, aus Pforzheim.
vermißt.
2. Erſatzbatterie: U.=O. Brändle aus Backnang, Württemberg,
tot. Gfr. Krummel aus Diersheim, Kr. Offenburg, tot. Kan.
Merz aus Bruchſal, tot. Kan. Karl Schäfer aus Marlen, Kr.
Offenburg, tot. O.=Lt. d. Reſ. Oſter aus Berlin, ſchw. verw.
O.=Lt. von Beck aus Karlsruhe, ſchw. verw. U.=O. Bundſchuh aus
Steinbach, Kr. Wertheim, ſchw. verw. U.=O. Schlenker aus. Karls=
ruhe
, ſchw. verw. U.=O. Wittmer aus Mannheim ſchw. verw.
U.=A. Rüdenauer aus Aſſamſtadt, Bezirkskommando Mosbach,
ſſchw. verw. Kan. Debs aus Gambsheim, Kr. Straßburg, ſchw.
verw. Kan. Grampp aus Diersheim, Bezirkskommando Offen=
burg
, ſchw. verw. Kan. Bayer aus Hofweier, Amt Offenburg,
ſſchw. verw. Kan. Adolf Wagner aus Pforzheim, ſchw. verw.
Kan. Amrhein aus Pforzheim, ſchw. verw. Kan. Fahrer Karl Hof=
mann
aus Roſenhof, Gemeinde Deutſchneureith, ſchw. verw. Kan,
Häfner II aus Bretten, ſchw. verw. Kan. Lutz aus Eſchelbach)
Amt Sinsheim, ſchw. verw. Kan. Hansmann aus Schutterwald,
Amt Offenburg, ſchw. verw. Kan. Seider aus Wieſenthal, Amt
Bruchſal, ſchw. verw. Kan. Karl Feiſt I aus Durbach bei Offen=
burg
, ſchw verw. Kan. Koch aus Memprechtshofen, Amt Kehl,
ſchw. verw. Kan. Bleſch aus Oberwittſtadt, Amt Boxberg, ſchw.
verw. Kan. Stefan Wagner aus Pforzheim, ſchw. verw. Kan.
Stutz aus Niederſchopfheim, Amt Offenburg, ſchw. verw. Kan.
Tränkle aus Niederſchopfheim, Amt Offenburg, ſchw. verw. Kan.
Bernhard Huber aus Zuſenhofen, Amt Oberkirch, ſchw. verw. Gfr.
Hufnagel aus Wöſſingen bei Durlach, ſchw. verw. Gfr. Lipps
aus Schutterwald, Kr. Offenburg, l. verw. Gfr. Kern aus
Pforzheim, l. verw. Gfr. Walz, Moloffen, Kr. Offenburg. I,
verw. Kan. Schweikert aus Bruchſal, I. verw. Kan. Haſenmaier
aus Gochsheim, Kr. Bretten, I. verw.

Pionierbataillon Nr. 27, Trier.
1. Feldpionierkompagnie: Lt. d. Reſ. Georg Knoll aus Dan=
zig
, ſchw. verw. Pionier Wilhelm Hilgers aus Adenau, Kr.
Adenau, l. verw. Pionier Jakob Hoppſtädter aus Viebelskirchen,
Kr. Ottweiler, l. verw. Pionier Max Thomas aus Halle a. S.,
ſchw. verw. Pionier Johann Bormann aus Blendern, Kr. Verden
a, A., I. verw. Pionier Emil Andreeſen aus Hamburg, l. verw.
Pionier Auguſt Leichſering aus Akey a. E., Kr. Kalbe, I. verw.
Pionier Joſef Turin aus St. Johann, Kr. Saarbrücken, I. verw.
Pionier Karl Erny aus Königshofen, Kr. Straßburg, ſchw. verw.
Pionier Louis Eden aus Lehe, Kr. Lehe, ſchw. verw. Gfr. Her=
mann
Wege aus Arnsdorf, Mansfelder Seekreis, ſchw. verw.
Gfr. d. Reſ. Peter Floßdorf aus Cöln, ſchw. verw. Gfr. d. Reſ.
Johann Zewe aus Limbach, Kr. Saarlouis ſchw. verw. Reſ.
Adolf Reimann aus Saarbrücken, ſchw. verw. Reſ. Jakob Tullins
aus Kreuznach, Kr. Koblenz, ſchw. verw. Gfr. d. Reſ. Jakob Blum
aus Ellenbach, Kr. St. Wendel, ſchw. verw. Reſ. Wilhelm Himmel=
mann
aus Weſtufflen, Kr. Hofgeismar, verw. Pionier Wilhelm
Steffen aus Bildſtock, Kr. Saarbrücken, verw. Reſ. Chriſtian Feß
aus Biſchnisheim, Kr. Saarbrücken, verw. Reſ. Andreas Möller
aus Roſtock, Mecklenburg=Schwerin, verw. Gfr. d. Reſ. Ernſt
Bergle aus Mühlacker, Kr. Maulbronn, verw. Reſ. Wilhelm
Diefenbach aus Neunkirechn, Kr. Ottweiler, verw. Reſ. Nikolaus
Greff aus Auersmacher, Kreis Saarbrücken, tot. U.=O. der
Reſ.Walter Luſebrink aus Milspe, Kreis Arnsberg, I. verw.
Pionier Heinrich Luy aus Hoyweiler, Kr. Simmern, I. verw.
Gfr. d. Reſ. Friedrich Schwindt aus Brebach, Kr. Saarbrücken, I.
verw. Pionier Philipp Berg aus Gumbrechtshofen Kr. Hagenau,
I. verw., bei der Truppe verblieben. Pionier Wilhelm Kleyker
laus Worm, Kreis Aachen, I. verw., bei der Truppe verblieben.
Hptm. Heinrich Wandesleben aus Clausthal, Kr. Zellerfeld, I.
verw., bei der Truppe verblieben. Lt. Hans Diederichs aus
Panſchrau, Kr. Naumburg, l. verw. Pionier Franz Gußmann
aus Ridszullen, Kr. Goldap, l. verw. U.=O. Horniſt Otto Myrrhe
aus Annaburg, Kr. Torgau, l. verw. bei der Truppe verblieben.

1. mobile Landwehrpionierkompagnie VIII. Armeekorps.
Fw. Guſtav Quittſchalle aus Thauer, Kr. Breslau, l. verw.
U.=O. Theodor Eversheim aus Hoven, Kr. Euskirchen, ſchw. verw.

Berichtigung früherer Verluſtliſten.
Grenadierregiment 89, Schwerin und Neuſtrelitz.
Gren. Paul Bauer aus Stubbendorf, Kr. Malchin, bisher
vermißt, iſt verwundet.

Jüſilierregiment 90, Roſtock und Wismar.
Einj.=Freiw. Walter Klußmann, als tot gemeldet, iſt nich
laus Hamburg, ſondern aus Hameln.
Infanterieregiment 138, Dieuze.
Reſ. Chriſtian Braun aus Völlerdingen, Kr. Zabern, bishe
bermißt, iſt im Lazarett. Reſ. Theodor Hufer aus Silzheim, Krz
Zabern, bisher vermißt, iſt im Lazarett. Wehrm. Peter Müller
aus Wiesweiler, Kr. Saargemünd, bisher vermißt, iſt verwundet!
Infanterieregiment Nr. 172, Neubreifach.
Musk. Johann Berger aus Rotthauſen, Kr. Eſſen, bishei
vermißt, iſt verwundet. Musk. Ludwig Deſſel aus Nothfelden, Auz
Wolfhagen bisher vermißt, iſt verwundet. Musk. Julius Gaut
ſchienitz aus Beuthen, Kr. Oppeln, bisher evrmißt, iſt verwundet
Reſ. Karl Hardt aus Eichelſachſen, Kr. Schotten, bisher vermißt
iſt verwundet. Musk. Auguſt Hildebrandt aus Großbarſchle, Au
Eſchwege, bisher vermißt, iſt im Lazarett. Reſ. Otto Hinz aus
Ernſtwalde, Kr. Wehlau, bisher vermißt, iſt verwundet. Mus
Karl Hoffer aus Colmar, bisher vermißt, iſt verwundet. Reſt
Ludwig Lamouche aus Urbeis, Kr. Rappoltsweiler, bish. verm.
verw. Reſ. Joſ. Montjouie aus Hamich, Kr. Büren, bish. verm. iſt
verw. Reſ. Mathias Müller aus Niedermorſchweier, Kr. Colman
bish. verm., iſt verw. Reſ. Joſef Million aus Sulzbach, Kr. Coh
mar, bisher vermißt, iſt im Lazarett. Reſ. Konſtantin Meyer an
Türkheim, Kr. Colmar, bisher vermißt, iſt verwundet. Gfr. d. Reſ
Alfred Ottmann aus Zimmerbach, Kr. Colmar, bisher vermißt,
verwundet. Reſ. Heinrich Roſe aus Großmeder, Kr. Warburg
bisher vermißt, iſt verwundet. Musk. Joſef Riſſer aus Türkheintz
Kr. Colmar, bisher vermißt, iſt verw. Musk. Auguſt Römer aus
Siegen, bisher vermißt, iſt verwundet. Musk. Auguſt Schmitz ans
Lütgendortmund, Kr. Dortmund, bisher vermißt, iſt verwundet
Musk. Peter Schiffers aus Aachen, bisher vermißt, iſt im Lazas
rett. Musk. Walter Strüning aus Dortmund, bisher vermitt
im Lazarett. Reſ. Lükko Femmen aus Neermoor, Kr. Leer, bishel
vermißt, iſt verwundet. Tamb. Bernhard Viel aus Eſchwege,
Caſſel, nicht tot, ſondern verwundet. Gfr. Auguſt Wand aus
Biſchofferode, Kr. Worbis, bisher vermißt, iſt verwundet.
Liſte der im neukralen Holland Zurückgehaltenen oder der
in Lazarelken Unkergebrachten,
Infankerieregiment Nr. 16, Cöln.
F. Grünewald aus Schleswig, I. verw.
Infankerieregiment Nr. 25, Aachen.
Soldat George Oelner. Soldat Nikolaus Vinckel. Heinen
aus Neuß, ſchw. verw. Jüſſen aus Hehlrath bei Aachen, k
verw. Keever aus Aachen, ſchw. verw. Keller aus Stendalg
ſchw. verw. Lippold aus Zwickau, ſchw. verw. Prillmann
aus Aachen, ſchw. verw. Vogel aus Aachen, ſchw. verm
Winkel aus Aachen, l. verw. R. Birchoven, I. verw. Joſel
Beißel aus Aachen, Peliſerkerſtr. 13, I. verw. Bitus Ennen
äus Stolberg, I. verw. Johann Etſchenberg aus Aachen,
verw. Franz Fahnenfelt aus Aachen, l. verw. Peter Funkein
aus Höngen, l. verw. Joſef Geller aus Elſen, Rheinland
I. verw. Peter Görgen aus Saarwellingen, I. verw. Adan
Huppertz aus Aachen, l. verw. Fritz Jierkens aus Aachen, M
verw. Fritz Lahme aus Bielefeld, l. verw. Peter Mehlkopf
aus Aachen, l. verw. Wilhlem Schmitz aus Würſeln b. Aacheng
I. verw. Wilhelm Falther aus Cöln, ſchw. verw. H.it
mann, ſchw. verw. Hubert Thelen aus Aachen, ſchw. vermz
Musk. Heinrich Schüller, I. verw.)
Infankerieregiment Nr. 53, Cöln.
Lt. u. Adj. Göldner. Gren. Stamm, I. verw. R. Körbe
l. verw. Franz Sparoel aus Ramsdorf. Karl Körber, l. verm
Grenadierregiment Nr. 89, Schwerin und Reuſtrelitz.
Baeker aus Gehmiedkon, ſchw. verw. Filets aus Waldeck
ſchw. verw. Fiſcher aus Mecklenburg=Strelitz, ſchw. verm
Hinz aus Mucheud, ſchw. verw. Heinze aus Schwerin, ſchw
verw. Holft, ſchw. verw. Kraack aus Wismar, ſchw. verm
Albert Michgelis aus Reuſtrelitz, ſchw. verw. Müller aus
Neuſtrelitz, I. verw. Revelmann aus Kleden, ſchw. vermi
Gren. Rieshoff aus Schwerin, ſchw. verw. Sporella aus
Bornheim; ſchw. verw. Wilhelm Weſtfal aus Schwerin,

Nr. 243.

Darmſtädter Tagblatt, Freitag, 4. September 1914.

Seite 3

verw. Abel, I. verw. W. Godenrath, I. verw. C. Peterſen,
I. verw. Wilhelm Weßel aus Roggo, I. verw. Bruno Ma=
thies
aus Roſtock, ſchw. verw. Rudolf Meißner. Paul Hamman.
Gefr. Paul Reinke. Gren. Wilhelm Nevermann, I. verw.
Gren. Heinrich Alm, I. verw.
Füſilierregiment Nr. 90.
Dayt aus Jamel, ſchw. verw. Greiſer aus Roſtock, ſchw.
verw. Kölzow (Kökow) aus Roſtock, ſchw. verw. Marten
aus Plau, ſchw. verw. Paul Nieman aus Doberan, ſchw.
verw. Penz aus Retz, ſchw. verw. Schröder aus Ohslos,
ſchw. verw. Stolz aus Roſtock, ſchw. verw. Waſchull aus
Schachthagen, ſchw. verw. Cammin, I. verw. H. Flohr, I.
verw. R. Stephan, I. verw. A. Schmieter, I. verw. P. Schültze,
Il. verw. Füſ. Walter Heinrich Ahrendt aus Malchin. Hege=
mann
, ſchw. verw. Wilhelm Marckwartt, ſchw. verw.
P. Meyer, ſchw. verw. Hugo Schmidt. Auguſt Schreuder aus
Jennersdorf, l. verw. Wolff, ſchw. verw. Füſ. Heknrich Nie=
mann
aus Bartenshagen. Füſ. Hermann Tell. Füſ. Albert
Waack. Füſ. Paul Beggerow. Füſ. Peter Balzarek. Füſ.
Siggelon, ſchw. verw.
Gardemaſchinengewehrabteilung Nr. 2, Berlin: H. F. Ph.
Schrepper, I. verw.
19. Maſchinengewehromp.: 16. Lindner aus Heriſchdorf,
I, verw.

Jägerbataillon Nr. 7, Bückeburg.
Jäger Benneker aus Bückeburg, ſchw. verw. Jäger Hoch=
meiſter
aus Hupen, ſchw. verw. Jäger Köther aus Ohslos,
ſchw. verw. Jäger Müſſen aus Osnabrück, ſchw. verw. Jäger
Zummſtein aus Bückeburg, ſchw. verw. Jäger Brummberg
aus Hohenlaubrung, I. verw. W. Dalchow aus Ollendorf,
. verw. Jäger Joſef Emonds aus Breinig, I. verw. Cgecig,
Jäger Wilhelm Proſch.

Jägerbaiaillon Nr. 9, Raßeburg.
Jäger Ferdinand Scheel. Jäger Albert Spleitſtoeßer.
Jäger Karl Köhn.

2. Kavalleriediviſion.
Feldproviantmeiſter Heinrich Werner aus Nenhaus in
Weſtfalen, I. verw

Küraſſierregimenk Nr. 4, Münſter.
Kür. Walter Harder aus Stettin, I. verw.
Dragonerregiment Nr. 7, Saarbrücken.
A. Roth, I. verw.
Dragonerregiment Nr. 17, Ludwigsluſt.
Zahlaus aus Leipzig, ſchw. verw
Dragonerregimeni Nr. 18, Parchim.
Drag. Hermann Meier aus Finſterhagen, I. verw.
M. Walter, ſchw. verm
Ulanenregiment Nr. 3, Fürſtenwalde.
Fehnert aus Berlin, l. verw.
Huſarenregiment Nr. 12, Torsau,
Franz Schmidt aus Prieſtedt, ſchw. verw.
Jeldarkillerieregiment Nr. 3, Brandenburg.
Wilhelm Kiele aus Lichterſelde bei Berlin, I. verw.

Infanterieregiment Nr. 165, Quedlinburg u. Blankenburg.
U.=O. d. Reſ. Walter Dehnert aus Roßla, Kr. Sangerhaufen,
bisher vermißt, iſt verwundet. Musk. Jshannes Drücke aus
Wanfried, Kr. Eſchwege, bisher vermißt, iſt verwundet. Musk.
Richard. Hendrich aus Stempeda, Kr. Sangerhauſen, bisher ver=
mißt
, iſt verwundet. Musk. Wilhelm Hake aus Diesdorf, Kr.
Wanzleben, bisher vermißt, iſt verwundet. U.=O. d. Reſ. Fritz
Israel aus Halberſtadt, bisher vermißt, iſt verwundet. U.=O.

Bruno Kache aus Thale a. H., bisher vermißt, iſt verwundet)
Musk. Johann Skollik aus Neudorf, Kr. Kattowitz, bisher ver=
mißt
, iſt verwundet.
Dragonerregiment Nr. 7, Saarbrücken.
5. Eskadron: Dragoner Karl Wolff aus Kattern, bigher ver=
mißt
, iſt verwundet.
Berluſte durch Krankheiten.
Grenadierregiment Nr. 1, Königsberg i. Pr.
9. Kompagnie: Füſ. Eyuard Köppers, tot. Füſ. Paul Wer
ner, tot.
Königlich Bayeriſche Armee.
Berluſtliſte Nr. 3.
6. Infanterieregiment.
I. Kompagkie: U.=O. d. Reſ. Gerhard v. der Weth aus Plauen
Sachſen, l. verw., r. Schulter, Oberſchenlel. Einj.=Freiw. U.=O
Paul Reinhard aus Zangenberg, Zeitz, I. verw., r. Unterarm
Reſ. Johann Seibert aus Nabburg, Oderpf., I. verw., r. Ober=
ſchenkel
. Reſ. Wolfgang Roider aus Wändiſchbergerdorf, Oberpf.
I. verw., rechte Schulter. Reſ. Lorenz Orexlar aus Steinberg!
Oberpf., I. verw., Halsſchuß. Reſ. Jofep) Kick aus Reutlas,
Oberpf., I. verw., Stich i. I. Fuß. Inf. Karl Seibert aus Böhnn
Bruck, Oberpf., I. verw., r. Oberſchenkel. Inf. Michael Weber aus
Dürnberg, Oberpf., verw. Inf. Gottfried Müller aus Mähring
Oberpf., I. verw., r. Knig. Inf. Leonhard Kölbel aus Buchhoß
Oberpf., l. verw., r. Oberſchenkel. Inf. Johann Bauer II aus Sitzt
ambuch, Oberpf., tot. Reſ. Alois Frank aus Leonberg, Oberpf., tok
2. Kompagnie: Gfr. d. Reſ. Johann Schnurer aus Paſſau
Niederbayern, tot, Schuß d. d. Mund. Reſ. Alois Fedler aus
lenfeld, Oberpf., tot. Reſ. Heinrich Hilburger aus Floß, Oberpf
tot. Reſ. Franz Lommer aus Poſthof, Oberpf., tot. Rez. Johann
Bögner aus Konnersreuth, Oberpf., tot. Gfr. d. Reſ. Martin
Götz aus Joſeftal, Oberpf., verw. Reſ. Joſeph Georg Kohl am
Wolfartsfeld, Oberpf., I. verw., Fußſchuß. Reſ. Joſeph Merkl aus
Lettenhof, Oberpf., verw. Reſ. Laurenz Kraus aus Waidhau
Oberpf., verw. Reſ. Konrad Küchenreuther aus Hammer=Freben
Oberpf., verw. Inf. Fohann Wimmer aus Mäding, Niederbayerng
verw. Gfr. d. Reſ. Luitpold Rothhaller aus Friedensreuth, Oberz
pfalz, verw. Reſ. Johann Bölkl aus Hildweinsreuth, Oberpfg
I. verw., Armſchuß. Reſ. Georg Bayer aus Lingelmühle, Oberpf=
I. verw., Beinſchuß. Reſ. Jakob Lederer aus Mugelhof, Oberpf,
leicht verw., kleine Zehe. Reſ. Georg Ries aus Dürnsricht, Ober
pfalz, verw. Reſ. Joſeph Zeitler aus Triebendorf, Oberpf., verm
Reſ. Bierſack aus Altenſteinreuth, Oberpf., verm. Inf. Georg
Hammerer aus Haunritz, Oberpf., verm. Inf. Anton Trummen
aus Steitbühl, Oberpf., I. verw., Armſchuß. Inf. Michael Merkl
aus Seiboldsricht (Gem. Sigl) Oberpf., I. verw., Armſch. Inf. Karl
Ankofer aus Volling, Niederbayern, l. verw., Armſch. Inf. Johann
aus Volling, Niederbayern, I. verw., Armſchuß. Inf. Johann
Schmid aus Haunritz, Oberpf., I. verw., Arm= u. Oberſchenkel=
ſchuß
. Inf. Georg Lautner aus Menzlas, Oberpf., I. verw., Bein=
ſchuß
. Inf. Johann Hofmann aus Duggendorf, Oberpf., I. verw.,
Schuß d. Geſäß. Inf. Johann Geier aus Haunkenzell, Nieder=
bayern
, I. verw., Schuß i. d. Hoden.
3. Kompagnie: V.=Feldw. Joſeph Ernſtberger aus Wieſau,
Oberpf., tot. U.=O. Martin Nimmervoll aus Regensburg, ſchw.
verw., Kopfſchuß. U.=O. Michael Geisler aus Mehlmeißl, Ober=
pfalz
, ſchw. verw., r. Hand. Inf. Anton Donhauſer aus Geilohe
Oberpf., I. verw. Inf. Johann Greger aus Treveſen, Oberpf=
I. verw. Inf. Joſeph Hartinger aus Neunburg v. Wald, Oberpf.
l. verw. Reſ. Georg Zeikam aus Holzheim, Oberpf., I. verw. Reß
Michael Plößl aus Denglarn, Oberpf., I. verw. Reſ. Ludwig
Klein aus Walding, Oberpf., I. verw.
4. Kompagnie: Lt. 7. Inf.=Regts. Friedrich Günther aus Ex=
langen
, tot. Lt. d. Reſ. Ludwig Hirſchmann aus Röthenbach;
Oberpf., tot. Gfr. d. Reſ. Joſeph Barth aus Kehlheim, Oberpf.,
tot. Inf. Johann Schmitzberger aus Ried, Oberpf., tot. Inß
Michael Winter aus Altheid, Oberpf., tot. Inf. Joſeph Pirzei
aus Bubach, Oberpf., tot. Inf. Georg Bäuml aus Keith, Oberpf
ſchw. verw. Reſ. Heinrich Böhm aus Neubäu, Oberpf., ſchw. verw.,
Rückenſchuß. U.=O. Franz Dauhauſer aus Bödenwöhr, OberPf.,
I. verw., Bruſtſchuß. U=O. d. Reſ. Robert Schrödel aus Schwar=
zenbruck
, Mittelfranken, l. verw., r. Arm. Inf. Anton Allmann
aus Altrandsberg, Niederbayern, I. verw., Geſäß. Inf. Kaſpar
Dotzer aus Neumarkt, Oberpf., I, verw., Bauchſchuß. Gefr. Alog
Bleyer aus Dinau, Oberpf., I. verw., r. Bein. Gfr. Thomas Probſ
aus Haaa Oberpf., verw. Gfr. d. Reſ. Alvis Hofmann aus
Waldeck, Oberpf., verw. Eihj.=Freiw. Wilhelm Schindling aus Ofs
fenbach a. M., I. verw., r. Arm. Reſ. Johann Wadinger aus