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177. Jahrgang
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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Nr. 192.
Mittwoch, den 15. Juli.
1914.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der Vizefeldwebel Walter Pohl vom Pionierbataillon
Nr. 17, der an Rußland Feſtungspläne verkaufte, wurde
geſtern vom Kriegsgericht wegen Landesverrats
zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt.
Der deutſche Geſandte in Peking v. Haxthauſen iſt
in Berlin geſtorben.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6 und 7.
Gefährliche Diplomaten.
D Die grauſige Tat von Serajewo zieht noch immer
ihre Kreiſe, und die Begleitumſtände ſcheinen tatſächlich
irgendwelche politiſche Folgen zeitigen zu wollen. Dazu
kommt der ſeltſame Zufall, daß gerade der größte Feind
Oeſterreich=Ungarns in der Wohnung des Vertreters der
Donaumonarchie plötzlich einem Herzſchlage erlegen iſt.
Ein Ereignis, das begreiflicherweiſe das größte Aufſehen
erregt hat, da auch in dieſem Falle eine Einwirkung auf
die politiſchen Ereigniſſe leicht eintreten kann.
Bezeich=
nend für die in Belgrad herrſchende Stimmung iſt es, daß
man es in einigen Hetzblättern ſo darzuſtellen verſucht, als
ob dieſer Tod kein ganz zufälliger wäre, denn in nicht
miß=
zuverſtehender Abſicht fordern verſchiedene Blätter eine
genaue Unterſuchung der Todesurſache und Obduktion der
Leiche, um volle Klarheit zu gewinnen.
Dieſe Verdächtigung Oeſtereich=Ungarns und ſeines
Geſandten ſpricht Bände, ſie iſt ein Symptom für die in
Serbien herrſchende Stimmung, die es allem Anſchein nach
auf Reibungen und Konflikte abgeſehen hat, in der
Hoff=
nung, daß weittragende Konſequenzen ſich anſchließen
und Rußland dann zur Niederzwingung der
Donau=
monarchie in die Breſche ſpringt. Welch große Hoffnungen
man auf Rußland geſetzt hat und wohl noch ſetzt, geht aus
den Nachrufen hervor, die dem verſtorbenen ruſſiſchen
Ge=
ſandten von Hartwig allgemein zuteil werden; man feierr
ihn in Belgrad weit mehr als in Rußland ſelbſt und
be=
fürwortet ein Begräbnis auf Koſten des ſerbiſchen
Staa=
tes, eine Ehrung, die wohl kaum jemals einem fremden
Diplomaten zuteil geworden iſt. Die ruſſiſche Regierung,
die ſeit einer Reihe von Monaten ganz im panſlawiſtiſchen
Fahrwaſſer ſchwimmt, wird dem kaum entgegenſtehen, in
der Hoffnung, daß dergeſtalt ihr Weizen blüht, aber eine
andere Folge einer derartigen Haltung wäre der Schluß,
daß Rußland die panſlawiſtiſchen Treibereien auf dem
Balkan aus beſtimmten Gründen begünſtigt. Das müßte
wiederum auf die Beziehung der Donaumonarchie zum
Zarenreiche einwirken und neuerliche Beunruhigung in die
Dinge auf dem Balkan bringen. Viel wird davon
ab=
hängen, wen man in Petersburg zum Nachfolger
Hart=
wigs beſtimmt. Dieſer galt als eine der allerbeſten Stützen
einer dreibundfeindlichen Politik auf dem Balkan, er war
in dieſer Hinſicht der getreue Schüler Iswolskis, der es
wohl auch in ſeiner Eigenſchaft als Botſchafter in Paris
für ſeine Hauptaufgabe hält, gegen Deutſchland zu ſchüren,
ähnlich wie Herr Delcaſſé die gleichen Geſchäfte während
ſeiner kurzer Anweſenheit in Petersburg beſorgt hat. Eine
derartige Politik, die mit dem Feuer ſpielt, kann niemals
zu etwas Gutem führen, denn ſie iſt geeignet, die
folgen=
ſchwerſten Konflikte heraufzubeſchwören.
Sowohl an der Seine wie an der Newa iſt zweifellos
eine Strömung vorhanden, die darauf hinausläuft, lieber
heute als morgen eine bewaffnete Entſcheidung
herbeizu=
führen, in der beſtimmten Erwartung, Deutſchland
nieder=
zuſchmettern und damit dem Dreibund den Todesſtoß zu
verſetzen. Dieſe Rechnung wäre allerdings ohne den Wirt
gemacht, denn wir wiſſen nur zu gut, weſſen wir uns von
beiden Nachbarn zu verſehen haben, und der Ausgang
könnte vielleicht ein ganz andere ſein, als man ihn in
Petersburg und Paris erhofft.
Die Finanzen von Braſilien.
K. K. Zum erſten Male iſt Deutſchland in dieſem Jahre
vor die Frage geſtellt, ob es ſich an der Befruchtung des
Wirtſchaftslebens von Braſilien durch Hergabe von
Ka=
pital beteiligen ſoll. Der Geldbedarf Braſiliens iſt dieſes
Mal ungewöhnlich hoch. Schon Ende 1912 beliefen ſich
die ſchwebenden Verbindlichkeiten auf 274 Millionen
Mil=
reis, ſo daß bei dem augenblicklichen Kurſe von 1,34 Mark
eine Anleihe von mindeſtens 400 Millionen Mark in Frage
kommt. Die bisherigen äußeren Staatsanleihen der
Bun=
desrepublik Braſilien, die ſich annähernd auf 2 Milliarden
Mark belaufen, wurden faſt durchweg von dem Hauſe N. M.
Rothſchild, dem Bankier Braſiliens, in London auf den
Markt gebracht. Nur 300 Millionen Fres, wurden von
Frankreich aufgebracht.
Als Braſilien im Jahre 1822 ſeine Unabhängigkeit
vom portugieſiſchen Mutterlande erklärte, übernahm es
von der früheren Kolonialregierung eine Schuldenlaſt in
Höhe von 9870 918 Milreis. Da in der Folgezeit der
Staatsbedarf durch die ordentlichen Einnahmen nicht
ge=
deckt werden konnte, ſchritt man zur Aufnahme von
Zwangsanleihen durch die Ausgabe ungedeckter und
unein=
lösbarer Banknoten. Nach dem Greshamſchen
Währungs=
geſetz, demzufolge das ſchlechte Geld das gute verdrängt,
wurde durch dieſe wachſende Ausgabe von Papiergeld nicht
nur das wenige vorhandene Gold, ſondern ſchließlich auch
das Silber außer Landes gedrängt. Das damit
ſchwin=
dende Vertrauen des Auslandes in die Finanzkraft des
Landes hatte ein ſtändiges Sinken des Wechſelkurſes im
Gefolge. Im Jahre 1833 mußte daher die offizielle
Pa=
rität des Milreis von 67½ engliſchen Pence auf 43 Pence
herabgeſetzt werden, 1846 gar auf 27½ Pence.
Das Jahr 1889 brachte entſcheidende Umwälzungen im
politiſchen und wirtſchaftlichen Leben Braſiliens. Mit
Ab=
ſchaffung des Kaiſertums und der Erklärung Braſiliens
zur Republik ging Hand in Hand die völlige Abſchaffung
der Stlaverei. Das hatte eine volſtändige
Neuorgani=
ſation der bisher durch Sklaven beſorgten
landwirtſchaft=
lichen Arbeit zur Folge. Die junge Republik hatte in den
erſten Jahren bedeutſame organiſatoriſche Aufgaben zu
erfüllen. Die Umgeſtaltung des Arbeitsverhältniſſes in
der Landwirtſchaft, die Neueinrichtung der Verwaltung,
die Umwandlung der bisherigen Provinzen des
gewal=
tigen Reiches in autonome Staaten, all dieſes erforderte
ganz bedeutende Mittel. Die Ausgabe ungedeckten
Papier=
geldes bei gleichzeitiger Aufnahme äußerer Anleihen wurde
daher ganz übermäßig geſteigert. Von 194 Millionen
Mil=
reis im Jahre 1989 ſtieg das umlaufende ungedecte
Pa=
piergeld auf 712 Millionen im Jahre 1897. Der
Wechſel=
kurs erreichte infolge derartiger Finanzoperationen im
Jahre 1898 ſeinen tieſten Stand mit 5½ Penee!
Unter dieſen Umſtänden ſah ſich das Londoner Haus
Rothſchild, das in den Jahren 1883 bis 1805 nicht
we=
niger als 46 Millionen Pfund Sterling braſilianiſcher
An=
leihen auf den Londoner Markt gebracht hatte, zum
Ab=
ſchluß des ſogenannten Funding=Loan=Vertrages vom 15.
Juni 1898 veranlaßt. Das Zuſtandekommen dieſes
Ver=
trages, der für Braſiliens moderne Finanzwirtſchaft von
weittragender Bedeutung wurde, iſt vor allem dem
vier=
ten Präſidenten der Republik, Dr. Campos Salles, zu
dan=
ken. Es wurde in dem Vertrage beſtimmt, daß die Zinſen
der bis zum Abſchluß des Vertrages beſtehenden äußeren
Schuld bis zum 30. Juni 1901 nicht mehr in bar, ſondern
in 5prozentigen Garantieſcheinen (Funding=Bonds)
ge=
zahlt werden ſollten. Gleichzeitig wurde die Amortiſation
der äußeren Schuld bis zum 30. Juni 1911 vertagt! Die
braſilianiſche Regierung übernahm als Entgelt für das
gewährte Moratorium die Verpflichtung, die durch
Unter=
brechung des Zinsdienſtes frei werdenden Staatsmittel
zur Verminderung des umlaufenden Papiergeldes zu
ver=
wenden. Die Wirkung dieſes Funding=Loan=Vertrages,
der der Regierung Braſiliens Zeit laſſen ſollte, allmählich
Ordnung in die Staatsfinanzen zu bringen, war eine recht
günſtige. Der Umlauf des ungedeckten Papiergeldes, der
am 31. Auguſt 1898 ſich auf 778 Millionen Milreis ſtellte,
ſank bis Ende 1908 auf 634 Milionen. Die
Staatsfinan=
zen erfuhren in dieſer Zeit eine derartige Beſſerung, daß
Braſilien bereits am 1. Januar 1910 — alſo 18 Monate
vor der vertraglich feſtgeſetzten Friſt — die Amortiſation
der äußeren Schuld wieder aufnehmen konnte.
Eine weitere Konſolidierung erfuhren die Finanzen
Braſiliens durch die im Jahre 1906 erfolgte Gründung der
Caira de Converſao, der Konverſionskaſſe. Keine
finanz=
politiſche Maßnahme hat die braſilianiſchen
Staatsfinan=
zen auch nur annähernd in ſo günſtiger Weiſe beeinflußt,
wie die durch Geſetz vom 6. Dezember 1906 beſchloſſene
Gründung dieſer Konverſionskaſſe. Ihre Hauptaufgabe
war, durch allmähliche Anſammlung einer
Gold=
reſerve ſtabile Währungsverhältniſſe herbeizuführen.
Die Kaſſe gewann durch geſchickte finanztechniſche
Opera=
tionen einen wachſenden Einfluß auf die Kursgeſtaltung
und damit zugleich auf das geſamte Wirtſchaftsleben
Bra=
ſiliens Ende 1911 belief ſich der Goldbeſtand der
Kon=
verſionskaſſe auf 23949 165 Pfund Sterling.
Im Staatshaushalt Braſiliens hat ſich freilich trotz
aller Bemühungen bis heute das Gleichgewicht nicht
her=
ſtellen laſſen. Nach Reduzierung derjenigen
Staatsein=
nahßen und =ausgaben, die in Gold erfolgen (zu 27 Pence)
auf Papiermilreis (16 Pence) ſtellen ſich die
Geſamtein=
nahmen in den erſten 10 Jahren des 20. Jahrhunderts auf
3887 Millionen Milreis, denen in den 10 Jahren an
Aus=
gaben 4182 Mil. Milreis gegenüberſtehen, ſo daß ſich ein
De=
fizit von 295 Millionen Milreis ergibt. Die größte
Ein=
nahmequelle Braſiliens ſtellen die Einfuhrzölle dar, die
etwas zwei Drittel der geſamten Staatseinnahmen
aus=
machen. Es folgen die ſogenannten inneren
Staatsein=
nahmen welche die Betriebsgewinne der Staatsbahnen,
der Poſt und Telegraphie umſaſſen. Neben den
Stempel=
gebühren ſind endlich die Konſumſteuern auf Tabakwaren,
Getränke, Streichhölzer, Salz, Textilwaren, Parfümerien,
Spielkarten uſw. zu nennen. In dem gegenwärtig zur
Beratung ſtehenden Staatshaushalt für das Jahr 1915
ſind die Einnahmen auf 112000 Contos Gold und 334648
Contos Papier, die Ausgaben auf 88440 Contos Gold
und 388 543 Contos Papier veranſchlagt. Bei der
Ein=
bringung des Entwurfes in der Kammer erklärte der
Fi=
nanzminiſter, daß die Einnahmen des Jahres 1915
in=
folge der gegenwärtigen Kriſis vorausſichtlich um 62000
Contos, alſo annähernd 83 Millionen Mark, niedriger
ſein würden als im Vorjahr.
Zuſammenfaſſend möge noch erwähnt werden, daß ſich
die äußere Schuld Braſiliens am 31. Dezember 1912 auf
96 316 600 Pfund Sterling ſtellte. Neben dieſer Schuld
der „Union” Braſilien beſtehen noch bei den einzelnen
Bun=
desſtaaten und den Kommunen auch zu einem großen Teil
im Ausland aufgenommene Anleihen in Höhe von
1474749007 Milreis. Die innere Schuld belief ſich am
angegebenen Tage auf 642852 600 Milreis, die ſchwebenden
Verbindlichkeiten erreichten eine Höhe von 274377588
Mil=
reis, der Umlauf des Papiergeldes betrug 607025 525
Mil=
reis. Insgeſamt kommt alſo die Verſchuldung Braſiliens
mit Einſchluß der Schulden der einzelnen Bundesſtaaten
und der Kommunen etwa den Staatsſchulden des
Deut=
ſchen Reiches gleich.
Deutſches Reich.
— Bismarck=Jahrhundertfeier. Mit
fol=
genden Worten erläßt Horſt Kohl, der bekannte
Bismarck=
forſcher, die Aufforderung, den hundertſten Geburtstag
Bismarcks als Nationalfeſt zu begehen:
Zwanzig Jahre werden bald verſtrichen ſein, ſeit der
letzten großen nationalen Feier zu Ehren Bismarcks: die
hundertſte Wiederkehr ſeines Geburtstages ſteht vor der
Tür. Er ſelbſt ſchläft freilich nun ſchon ſeit 16 Jahren den
Schlaf der Toten unter den Baumrieſen des
Sachſenwal=
des; aber mehr als je fühlen wir Deutſche, was er uns
war: der Schöpfer unſerer nationalen Einheit und der
Be=
gründer unſerer Machtſtellung in der Welt. Wäre
Bis=
marck nicht geweſen, ſo wäre Deutſchland noch heute ein
geographiſcher Begriff, ein Spielball der fremden Mächte
und ein Raub der Nachbarnationen, denen ein ſtarkes und
geeinigtes Deutſchland unvereinbar erſchien mit den
Inter=
eſſen Europas und der Welt. Daß es anders geworden
iſt, iſt allein Bismarcks Verdienſt und der Ruhm des
preu=
ßiſchen Königs, der ihn jahrzehntelang im Dienſte ſeines
engeren und weiteren Vaterlandes ſich auswirken ließ und
allen Anfeindungen zum Trotz Treue mit Treue lohnte.
Was vor 50 Jahren noch den Beſten unſeres Volkes als ein
Traum erſchien, der niemals ſich erfüllen könne, durch ihn
ward es in der kurzen Friſt von acht Jahren Wahrheit und
Leben: Im Deutſchen Reich erhielten die Deutſchen den
nationalen Staat, und unter dem ſtarken Schutz ſeiner
Wehrmacht entwickelte ſich ſchnell das ſeit Jahrhunderten
niedergehaltene und ausgeplünderte Volk zum mächtigſten
Kulturfaktor der Gegenwart und zum Hort des
Weltfrie=
dens. Wahrlich, wir haben allen Grund, am 1. April 1915
in einer großen allgemeinen Feier uns zu Bismarck zu
bekennen und vor dem Auslande zu bekunden, daß alle,
die in Deutſchland völliſch empfinden, entſchloſſen ſind,
ſein großes Werk zu ſchützen und zu verteidigen mit Gut
und Blut gegen alle ſeine Widerſacher innerhalb und
außer=
halb ſeiner Grenzen. Der deutſche Kaiſer hat ſeiner
deutſch=
nationalen Geſinnung Ausdruck gegeben, indem er dem
größten Schiff, das bisher auf deutſchen Werften gebaut
wurde, den Namen Bismarck gab, damit es mit dem
Namen des größten Mannes unſerer Nation der Welt die
Macht des unter Kaiſer und Reich geeinigten Deutſchland
verkünde. Er hat ſich damit an die Spitze des deutſchen
Volkes geſtellt und ihm die Bahn zu einer nationalen
Gedenkfeier großen Stils freigemacht.
— Eine welfiſche Mahnung zum Frieden.
Freiherr v. Schele=Schelenburg erläßt in ſeiner Eigenſchaft
als Vorſitzender des Direktoriums der Deutſch=
Hannover=
ſchen Partei an die deutſch=hannoverſche Lokalpreſſe
fol=
gende Mahnung zum Frieden: „Die deutſch=hannoverſche
Lokalpreſſe beſchäftigt ſich ſeit einiger Zeit ſehr lebhaft mit
herzoglich braunſchweigiſchen Beamtenangelegenheiten.
Selbſtverſtändlich muß es jedem Organ der Preſſe
über=
laſſen bleiben, welche tatſächlichen Vorgänge es ſeinem
Leſerkreiſe mitzuteilen für notwendig oder wünſchenswert
erachtet. Wenn aber dieſes oder jenes deutſch=
hannover=
ſche Organ glaubt, Vermutungen oder Kombinationen an
ſolche Nachrichten knüpfen zu ſollen, ſo ſchädigt es dadurch
das Intereſſe der eigenen Partei am empfindlichſten,
zu=
mal ſolche Ausführungen meiſt von der geſamten kleinen
Preſſe und gegneriſchen Blättern aufgenommen werden.
Außerdem bekunden dieſe deutſch=hannoverſchen Blätter,
die der unmittelbaren Einwirkung der Parteileitung nicht
unterſtehen, einen bedauerlichen Mangel an
Parteidiſzi=
plin, nachdem vom Direktorium die Parole ausgegeben iſt,
alles zu vermeiden, was Sr. Königl. Hoheit dem Herzog
von Braunſchweig ſeine Stellung als Bundesfürſt und
Landesherr erſchweren könnte. Dahin müſſen auch
Kom=
mentare gerechnet werden, welche Kritik an den
Regierungs=
handlungen Sr. Königl. Hoheit des Herzogs von
Braun=
ſchweig üben.” Wie verträgt ſich dieſe maßvolle
Aeuße=
rung des Freiherrn v. Schele=Schelenburg mit ſeinem
Er=
laß gegen die Errichtung des Langenſalza=Denkmals?
— Neue Hetzereien gegen deutſche
Jour=
naliſten in Paris. Die Gebrüder Caſſagnac ſetzen
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Juli 1914.
Nummer 192.
ihren Don Quichote=Feldzug gegen die Pariſer
Korreſpon=
denten einzelner Berliner Blätter fort. Sie richteten eine
weitere Attacke gegen den früheren Pariſer
Korreſponden=
ten des Berliner Lokal=Anzeigers und forderten ihn zur
Rechenſchaft für die Machenſchaften, die er ſeinerzeit
ver=
übte. Dieſer erklärte klipp und klar, daß er ſich nicht
ver=
pflichtet fühle, Rechenſchaft für Geſchehniſſe zu geben, die
bereits mehrere Jahre zurückliegen. Die Herren
Caſſag=
nac veröffentlichen jetzt die Antwort des früheren
Lokak=
anzeiger=Vertreters, fügen aber in einem höchſt ironiſchen
Tone dazu, daß derſelbe noch im Laufe des Montags mit
ſeinem Dienſtmädchen Paris verlaſſen hätte.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Zur Lage. Das Fremdenblatt erinnert an die
Kundgebungen des Abſcheus und an die ſchärfſte
Verurtei=
lung, welche das Serajewoer Attentat in der geſamten
ge=
ſitteten Welt hervorgerufen hat. Es betont, daß die
all=
gemeine Trauer des Auslandes ein Troſt für die
Mon=
archie, für den Herrſcher derſelben und für die
Bevölke=
rung war. Weiter ſchreibt das Blatt:
Ganz beſonderen Eindruck mußte aber in Oeſterreich=
Ungarn die Entſchiedenheit machen, mit der ſich die
Oef=
fentlichkeit des verbündeten Deutſchen Reiches an unſere
Seite geſtellt hat. Die deutſche Preſſe ermangelte nicht,
mit aller Klarheit auf die Bedeutung der Mordtat in
Serajewo hinzuweiſen und die grundlegenden Momente
politiſcher und allgemein menſchlicher Moral aufzuzeigen.
In der geſamten Preſſe des Deutſchen Reiches gibt ſich die
gleiche Auffaſſung kund im Appell an die europäiſche
Kul=
turgemeinſchaft und in der Einmütigkeit des Urteils.
Zu=
gleich gibt die deutſche Preſſe auch dem Bekenntnis der
treuen Freundſchaft zur Donaumonarchie beredten
Aus=
druck. Andere Blätter ſprechen davon, daß die
Kulturge=
meinſchaft auch die politiſchen Intereſſen Deutſchlands und
Oeſterreich=Ungarns nebeneinanderſtelle; dabei wird die
volle moraliſche Unterſtützung der Monarchie zugeſagt. In
Oeſterreich=Ungarn wird man dieſe Kundgebungen der
deutſchen Preſſe, in denen ſich ein volles Verſtändnis für
unſere Sache und unſere bündnistreue Geſinnung
aus=
ſpricht, mit herzlicher Genugtuung begrüßen. Bezeugen ſie
doch neuerlich die Feſtigkeit der Freundſchaft, welche beide
Mächte eint, und die Unerſchütterlichkeit des erprobten
Bündniſſes, das auch in dieſen ernſten Tagen ſeine Kraft
vor aller Welt erkennen läßt.
Italien.
Italieniſche Rüſtungen. Die halbamtliche
Tribuna bezeichnet als beſtimmenden Grund der
Einbe=
rufung des Reſervejahrganges 1891 die Notwendigkeit, den
um die libyſchen Beſatzungen verminderten Friedensſtand
in einem Augenblick voll beiſammen zu haben, wo
an=
geſichts der unſicheren internationalen Lage, insbeſondere
im Orient, der innere Friede um jeden Preis gewahrt
werden müſſe. Dieſe Auffaſſung ſtimmt mit Anſchauungen
überein, die in Berliner diplomatiſchen Kreiſen vertreten
werden. Es iſt demnach wahrſcheinlich, daß die Gründe
jener militäriſchen Maßregel Italiens ſowohl auf dem
Ge=
biet der inneren wie auf dem der auswärtigen Politik
lie=
gen. In jedem Falle aber ſollten die italieniſchen
Vorkeh=
rungen von Griechenland auf das ernſteſte beachtet werden.
Die Ausnützung der albaniſchen Kriſis durch griechiſche
Truppen in Südalbanien iſt bisher nicht glaubhaft
wider=
rufen worden. Je vollſtändiger aber ſolche griechiſchen
Einbrüche in albaniſches Gebiet den Abmachungen
zuwider=
laufen, die Griechenland mit den Großmächten getroffen
hat, und je klarer es iſt, daß dieſe Südalbanien
betreffen=
den Abmachungen in erſter Linie italieniſchen Bedürfniſſen
gerecht werden, um ſo weniger darf Griechenland an der
Entſchloſſenheit Italiens zweifeln, die Durchführung der
Verträge zu ſichern. Die Folgerungen für das, was
Grie=
chenland in Südalbanien zu tun und zu laſſen hat, ergeben
ſich hieraus von ſelbſt.
Frankreich.
Der Senat beriet den Geſetzentwurf, durch welchen
der Kriegs= und Marineminiſter zu einmaligen Ausgaben
für die Bedürfniſſe der nationalen Verteidigung
ermäch=
tigt werden.
Charles Humbert, der Berichterſtatter der
Heereskom=
miſſion, erklärte, daß, wenn das Dreijahrgeſetz dem Lande
die notwendige Zahl von Soldaten gegeben habe, doch
große Anſtrengungen notwendig ſeien, um ihre materielle
Organiſation zu verbeſſern. Er wies vor allem darauf
hin, daß das Material der Feldartillerie immer mehr
gegenüber dem deutſchen ins Hintertreffen gerate. Der
franzöſiſchen Armee fehlten Offiziere. Das Bedürfnis
nach ihnen liege klar zu Tage und ſei jetzt anerkannt.
Deutſchland verfüge über erſtklaſſiges Material, was die
Feſtungsartillerie betreffe. Frankreich ſtehe in dieſer
Be=
ziehung nicht beſſer da. Für viele Geſchütze habe man
zum großen Teil Granaten aus Gußeiſen. Die
franzö=
ſiſche Haubitze entſpreche nicht mehr den Anforderungen
des Krieges und ſei erſichtlich geringwertiger als die
deutſche. Redner warf dann der Heeresverwaltung vor,
daß ſie aus den Fortſchritten der franzöſiſchen Induſtrie
keinen Nutzen gezogen habe. Die Feſtungskommandanten
forderten ſeit langen Jahren eine Vermehrung ihrer
Be=
ſtände und den Umtauſch des alten Materials gegen neues.
Sie forderten auch die Verteilung der Granaten über
mehrere Plätze. In dieſer Hinſicht ſei jedoch nichts
ge=
ſchehen. Die Granaten würden nach wie vor in einem
einzigen Magazin aufbewahrt. Charles Humbert
kriti=
ſierte weiter ſehr lebhaft die Heeresverwaltung und
er=
klärte, daß die franzöſiſche Induſtrie gewiſſe Gegenſtände
dem Auslande in beſſerer Qualität liefere als dem Heere.
(Bewegung.) Es ſei nicht genügend Geſchützmupition
vor=
handen, es fehle auch an anderen
Ausrüſtungsgegenſtän=
den, darunter 2 Millionen Paar Schuhe. Man verfüge
gegenwärtig nicht über das notwendige Material, um die
Moſel oder den Rhein zu überſchreiten. Die Forts und
Befeſtigungen zwiſchen Toul und Verdun ſeien ſeit dem
Jahre 1875 nicht verbeſſert und könnten nur einen
un=
genügenden Widerſtand leiſten. Der Eindruck, den die
Einnahme eines dieſer Forts zu Anfang eines Krieges
auf das Land machen würde, ſei nicht abzuſehen.
Hum=
bert wies dann darauf hin, daß Deutſchland im Gegenteil
alle ſeine Werke an der Grenze in die Lage verſetzt hätte,
ihre Aufgabe zu erfüllen. Die Befeſtigungen ſeien dort
den Fortſchritten auf dem Gebiete der
Belagerungsartil=
lerie angepaßt. Metz würde nicht beſchoſſen werden
kön=
nen, ehe nicht die erſte Befeſtigungslinie, welche 12
Kilo=
meter davon entfernt ſei, genommen wäre. Die vom
Parlament geforderten Millionen ſeien umſonſt
ausge=
geben worden. (Bewegung, große Aufregung.) Das
Parlament werde alle unumgänglich notwendigen Opfer
bringen. Man müſſe die Organiſation und die
Denk=
weiſe der leitenden Stellen der Armee ändern. Die
Kriegsminiſter wechſelten zu oft und ſeien über die ihnen
unterſtehenden Dienſtzweige ſchlecht unterrichtet.
Hum=
bert ſchloß, der Miniſter müſſe ſeine Pflicht erfüllen, da
das Land, welches dem Heere alles gebe, was es von ihm
fordere, das Recht habe, von der Heeresverwaltung zu
fordern, daß ſie ihrerſeits alle notwendigen Opfer bringe.
(Sehr gut, lebhafter Beifall.)
England.
Die Ulſterleute. Am 13. ds. Mts. fand
anläß=
lich des Jubiläums der Schlacht am Boyne eine große
unioniſtiſche Demonſtration ſtatt. Carſon ritt an der Spitze
des Zuges von 50000 Mann, der ſieben Meilen lang war,
an den Verſammlungsort auf einen Platz außerhalb der
Stadt. In den früheren Jahren führten ſolche Umzüge
ge=
wöhnlich zu Blutvergießen; jetzt trat infolge der
ſtren=
gen Vorſchriften der Führer auf beiden Seiten trotz
der politiſchen Spannung bisher kein Zwiſchenfall ein
Nach dem Eintreffen des Zuges auf dem Feſtplatz hielt
Carſon eine Anſprache, in der er erklärte, die Regierung
würde den Geiſt der Ulſterleute nie unterdrücken. Er
be=
konte, Ulſter werde gewinnen, weil Gott ſein Recht ſchützen
werde. Die Verſammlung ſchloß mit einer Reſolution, die
eine Huldigung an den König enthielt. Es war in
Bel=
faſt eine ſtarke Polizeimacht aufgeboten; die Truppen
wa=
ren in der Kaſernen zuſammengezogen. Alle anderen
Feſt=
verſammlungen in ganz Ulſter verliefen ruhig, ein
bemer=
kenswerter Gegenſatz zu den früheren Jahren.
Portugal.
Politiſche Unruhen. In Oporto ereigneten
ſich bei der Ankunft und der Abreiſe des Führers der
Partei der Revolutioniſten, d’Almeida, der ſich auf einer
Wahlagitationsreiſe befindet, blutige Zuſammenſtöße, bei
denen mehrere Perſonen durch Meſſerſtiche und Schüſſe
ſchwer verletzt wurden. Die Menge drang ferner in das
Gebäude der katholiſchen Zeitung Liberdad ein, ſo daß
die Polizei mehrere Verhaftungen vornahm. Die
Regie=
rung hielt eine beſondere Beratung ab, um die Ordnung
in Liſſabon aufrecht zu erhalten. Dank der getroffenen
Maßnahmen vollzog ſich auch die Rückkehr d’Almeidas
ohne Zwiſchenfall.
Balkanſtaaten.
Antiöſterreichiſche Propaganda in
Ser=
bien. Von einem Kenner der ſerbiſchen Verhältniſſe
wird uns geſchrieben: Bei den antiöſterreichiſchen
Trei=
bereien, die von Serbien aus nach Oeſterreich=Ungarn
hin=
überwirken, ſpielt die Narodna Odbrana — wörtlich:
Volkswehr — eine führende Rolle. Die Haltung des
amt=
lichen Serbien zur Narodna Odbrana trägt äußerlich die
Form der Neutralität zur Schau. Beſtimmte Anzeichen
weiſen aber auf den Zuſammenhang zwiſchen der Narodna
Odbrana und dem ſerbiſchen Staate hin. Guten Kennern
des ſerbiſchen Budgets iſt es nicht ſchwer, im Etat
Ser=
biens gewiſſe Poſitionen zu bezeichnen, die unter harmz
loſen Titeln weſentlich zugunſten der Narodna Odbrana
wirken. Allerdings darf man dieſe Titel nicht beim Etat
des Kriegsminiſteriums oder beim Etat des Auswärtigen
Amtes ſuchen, ſondern beim Etat für Kultus und
Unter=
richt. Es iſt eine bekannte Tatſache, daß die Beſchaffung
von Flinten für Schüler, von Revolvern für Freiſchärler
durch ſtaatliche Lieferung erfolgte, wie auch die Bomben
und Revolver bei dem Serajewoer Attentat aus ſtaatlichen
ſerbiſchen Vorräten herrühren. Die Unſchuldsbeteuerungen
der ſerbiſchen Regierung nach dem Meuchelmord von
Se=
rajewo in allen Ehren! Aber das amtliche Serbien kann
nicht beſtreiten, daß es dazu beitrug, eine Atmoſphäre zu
ſchaffen, in der nachher ſolche Entladungen des blinden
Fanatismus gegen Oeſterreich=Ungarn erfolgten. In
Ser=
bien und unter den Augen ſerbiſcher Behörden ſind
Ele=
mente groß gezogen worden, aus denen Attentäter
hervor=
gingen.
Der Sohn des öſterreichiſchen
Ge=
ſandten Barons von Giesl, der ſich aus
Bel=
grad nach Semlin geflüchtet hat, erzählte über ſeine
Ao=
reiſe von ſeinem Vater folgendes: Mein Vater befahl mir,
mit dem erſten Zuge abzureiſen. Er riet mir, ſofort
meine Koffer zu packen. Mein Vater war anſcheinend
ru=
hig, doch konnte er ſeine Bewegung nicht verbergen und er
gab ſchließlich zu, daß ſich ſehr verhängnisvolle Ereigniſſe
vorbereiteten und daß er für mein Leben fürchtete.
Für das Staatsbegräbnis des
ruſſi=
ſchen Geſandten von Hartwig wird ein
beſon=
deres Zeremoniell für das Leichenbegängnis ausgearbeitet,
deſſen Koſten von der ſerbiſchen Regierung beſtritten
wer=
den. Die ſerbiſchen Miniſter heben den Sarg vom
Lei=
chenwagen und tragen ihn in die Kirche hinein, die
frem=
den Diplomaten aus der Kirche hinaus.
Im Zuſammenhang mit dem jüngſten
eumäniſchen Grenzzwiſchenfall faßte
dasbulga=
riſche Kriegsminiſterium den Beſchluß, die Aufmerkſamkeit
des Chefs der 4. Diviſion (Preslaw) auf dieſe
bedauerns=
werten Vorgänge zu lenken und dem Chef des 8.
Regi=
nents, ſowie dem Bataillonskommandanten dieſes
Re=
giments eine Rüge zu erteilen, weil ſie den
Grenzwacht=
dienſt Leuten anvertrauten, die hierfür nicht genügend
ge=
ſchult waren, des ferneren die Kompagniekommandanten,
ſowie den Kommandanten des Grenzwachtzuges zu
ver=
ſetzen. Die in den Zwiſchenfall verwickelten Soldaten
werden mit Arreſt belegt, die gerichtliche Unterſuchung
wird ihre Verantwortlichkeit feſtſtellen. Dieſe Maßnahmen
verden in allen Kreiſen gebilligt und die Zwiſchenfälle
in der rumäniſch=bulgariſchen Grenze allgemein bedauert.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 15. Juli.
Wird es in den Hundstagen warm bleiben!
ml. Man hat es ſich nach dem meiſt kühlen und
reg=
neriſchen Mai, vor allem nach dem ungemein rauhen und
unfreundlichen Vorſommer, der bis zum Ende der erſten
Juniwoche gedauert hatte, nicht träumen laſſen, daß uns
dieſer Sommer ſo anhaltende und intenſive Hitze bringen
werde, wie ſie jetzt faſt ohne Unterbrechung ſeit vollen fünf
Wochen herrſcht. Nach den beiden letzten Jahren waren
wir ja auch nicht gerade verwöhnt, und man glaubte es
ſchon als etwas Unabänderliches hinnehmen zu müſſen,
Andreas Gryphius.
Zu ſeinem 250. Todestage, 16. Juli.
Von Dr. Paul Landau.
Ein Vierteljahrtauſend iſt dahingegangen, ſeit der
größte deutſche Dichter des 17. Jahrhunderts in das ſo oft
von ihm beſungene dunkle Tal des Todes geſtiegen. Und
wieder, wie vor 200, wie vor 100 Jahren ſcheint ihm, der
lange Zeit vergeſſen, ja verachtet war, eine freundlichere
Sonne des Ruhmes zu lächeln. 1714 umſtrahlte ihn noch
die volle Gloriole, in der ſeine Zeitgenoſſen ihn einſt
ge=
ſehen. „Kein deutſcher Dichter kann Gryphius den erſten
Rang im Tragiſchen ſtreitig machen”, erklärte Ulrich
Kö=
nig, und auch Gottſched, der ihn gern gegen ihm
unbe=
queme Ausländer ausſpielte, bezeichnete ihn als den, der
es „in der Dichtkunſt am weiteſten gebracht” habe. So
war denn noch 1741 Johann Elias Schlegels „
Verglei=
chung Shakeſpears und Andreas Gryphs”” der erſte
Auf=
ſatz in deutſcher Sprache, der von dem britiſchen
Dichter=
könig handelt, nach Anſicht der damaligen Zeit für
Gry=
phius durchaus nicht ſchmeichelhaft. „Die meiſten
Lieb=
haber der deutſchen Poeſie” berichtet Joh. E. Schlegel, „
fan=
den Gryphen nicht ſonderlich geehrt, wenn man ihn nicht
über einen ſo unregelmäßigen und ſeltſamen Schriftſteller
erhöhete, als ihnen Shakeſpear abgemalet ward.”
Jo=
hann Elias’ Neffe freilich, der Romantiker Auguſt Wilhelm
Schlegel, hat über dieſe Paralleliſierung des deutſchen
Barockdichters mit dem Großmeiſter des Dramas vornehm
gelächelt, und doch ſollte bald nach ſeinen Vorleſungen
über die dramatiſche Literatur, in denen er ſo abfällig
über Gryphius urteilte, eine neue Verehrung dieſes
Poe=
ten einſetzen. Achim v. Arnim fand in ſeinem
leidenſchaft=
lich tragiſchen Liebesdrama „Cardenio und Celinde” den
Stoff für ſein genialiſches Studentenſpiel „Halle” und
wenn man von ihm ſagen muß, daß er das Beſte von
Gryphius lernte, ſo kann man in dem zweiten Bearbeiter
von „Cardenio und Celinde” in Immermann, nur einen
Stümper ſehen, der das düſtere Pathos und dumpfe
Grauen des Gryphiusſchen Stils als unerträglichem
Schwulſt und Schauder ſteigerte. Ludwig Tieck wies
Gryphius in ſeiner Sammlung „Deutſches Theater”
da=
mals vor hundert Jahren einen Ehrenplatz an, indem er
drei Dramen von ihm, neben „Cardenio und Celinde” noch
die beiden tollen Luſtſpiele „Horribiliſcribifax” und den
„Peter Squenz”, dem Publikum zugänglich machte, und
Jakob Grimm erkannte ſeine hohe Bedeutung für die
Sprachgeſchichte an. Auch wir Heutigen ſtehen dem
Haupt=
meiſter des deutſchen Barocks in der Dichtung wieder mit
einem feiner geſtimmten Gefühl für den innern Rhythmus
und die tragiſche Größe ſeines Schaffens gegenüber. Wie
in der Kunſtgeſchichte ſich eine gerechte Würdigung des
Barockſtils Bahn gebrochen hat, ſo fängt man auch in der
Literaturgeſchichte an, die eigentümlichen Reize des lange
geſchmähten Schwulſtes” zu empfinden, und wie die
bil=
denden Künſtler zuerſt für dieſe verachtete Periode Partei
ergriffen, ſo lebt auch in unſerer heutigen Dichtung ein
ſtarkes Empfinden für die Wirkungen dieſes Stils, das
ſich nicht nur in den Spielereien Arno Holzens, ſondern
auch in der dunklen Rhetorik Stefan Georges und der
Dramatik Hofmannsthals ausſpricht.
Die dumpfe Trauer und die tiefe Tragik, die auf dem
deutſchen Volke während des dreißigjährigen Krieges und
nachher laſteten, haben in Andreas Gryphius‟ Dichtung
ihren ſtärkſten, innerlich erlebteſten Ausdruck gefunden.
Wohl hat Grimmelshauſen in ſeinem Simpliciſſimus=
Ro=
man die Schrecken des „großen Krieges” realiſtiſcher
ge=
ſchildert, aber der Lyriker und Dramatiker vollbrachte erſt,
was dem Epiker verſagt wax: den Seelenton, das
leiden=
ſchaftliche Pathos für all dies Leiden zu finden. Wie eine
ſeiner Tragödien ſelbſt mutet uns die Geſchichte ſeiner
Jugend an. Den Vater verlor er früh, vielleicht durch
das Gift eines falſchen Freundes. Die Mutter ſtarb. nach=
dem ſie wieder geheiratet, im zwölften Jahre des
Soh=
nes, und nun muß er die Willkür des Stiefvaters
erdul=
den, von dem er ſagt: „Wer hat der Güter Reſt nicht
die=
biſch mir entzogen — und meinen Geiſt gekränkt und mich
mit Liſt betrogen!‟ Der ältere Bruder, der ihm Troſt
und Hilfe geweſen, erliegt dem großen Sterben; auch eine
Schweſter verliert er; die Geliebte wird ihm von der Peſt
dahingerafft, und er erlebt den Untergang dreier Städte,
in denen er ſeine Jugend verbracht, von Glogau,
Frau=
ſtadt und Freiſtadt, durch rieſige Feuersbrünſte. So wird
der frühreife Knabe zwiſchen den grauſigen Geſpenſtern
des ſchwarzen Todes, zwiſchen dem ſchwelenden Qualm
gefräßiger Brände und zwiſchen den Greueltaten einer
entfeſſelten Soldateska zum Dichter, und im Peſtjahr 1633
entſteht ſeine erſte Dichtung, das lateiniſche Heldengedicht:
„Die Wut des Herodes und die Tränen der Rahel”, das
lange verſchollen war und uns erſt vor kurzem in einer
muſterhaften Ausgabe neu geſchenkt worden iſt. Schon
hier ſteht der junge Poet, der ſich mit erſtaunlicher
Viel=
wiſſerei die Bauſteine für ſein Epos aus der ganzen
an=
tiken und mittelalterlichen Literatur herbeigeholt, auf der
Höhe künſtleriſcher Kraft und bietet in der ſchroffen
Ge=
genüberſtellung von Licht und Schatten, in der Ausmalung
blutiger Greuel und widerlicher Grauſamkeit, in dem
Pa=
thos grandioſer Deklamationen ein echtes Barockwerk. Die
Wanderung durch das Totenreich im 2. Teil atmet nicht
nur die „Moderluft aus Dantes Hölle” ſondern auch
etwas von der ernſten Monumentalität des großen
Flo=
rentiners, die Gryphius in ſeinen ſpäteren Werken
bis=
weilen zu erreichen weiß.
Hatte das Schickſal den jungen Gryphius tief
hinein=
geſtoßen in die ſchweren Aengſte und Nöte ſeiner Zeit,
ſo verlieh es ihm, gleichſam um dem Dramatiker die ſo
notwendige Allſeitigkeit des Fühlens zu gewähren, auch
eine glückliche Periode voller Mut und Hoffen, die das
Beſte in ſeinem Schaffen heranreifen ließ. Seinen
Gön=
ner und Freund, den kaiſerlichen Pfalzgrafen=Georg von
Nummer 192.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Juli 1914.
Seite 3.
daß nun auch dieſer Sommer von 1914 wieder das leider
ſo häufige Bild einer warmen Jahreszeit zeigen würde,
in deren Verlauf Wärme die ſeltene Ausnahme bildet,
während Regen und Kühle die Regel bilden. Aber es iſt,
wie geſagt, anders gekommen, und die anhaltende Hitze
fängt ſchon an, uns, die wir ja nie mit dem Wetter
zu=
frieden ſind, läſtig zu werden. Man ſtellt bereits
Ver=
gleiche mit dem heißen Sommer von 1911 an, obwohl
deſſen höchſte Temperaturen in dieſem Jahre bei weitem
noch nicht erreicht worden ſind. Aber die Jahreszeit iſt
noch nicht ſo weit vorgeſchritten wie während der Periode
großer Hitze von 1911, die, wie erinnerlich, nach langen
Sommerwochen mit veränderlichem Wetter erſt um den
20. Juli einſetzte, um dann allerdings faſt ununterbrochen
bis zum Ende der erſten Septemberwoche anzudauern.
Die Hundstage waren es, die ſich vor drei Jahren
durch jene intenſiven Hitzegrade ausgezeichnet haben, die
noch in der Erinnerung fortleben, umſomehr, als damals
ſieben Jahre lang dieſe normalerweiſe wärmſte Zeit des
Jahres ausnahmslos veränderliche Witterung ohne
irgendwie beſonders hohe Temperaturen gebracht hatte.
In einigen von dieſen Jahren, z. B. im Jahre 1910, war
es ſchon im Frühling und Vorſommer ſehr warm
ge=
weſen; aber der eigentliche Sommer hatte immer
außer=
ordentlich viel zu wünſchen übrig gelaſſen. Es iſt auch
keineswegs ein günſtiges Zeichen für den weiteren
Ver=
lauf des Sommers, wenn ſchon frühzeitig, womöglich Ende
April oder Anfang Mai große Hitze eintritt. Es iſt
bei=
nahe ſo, als ob in ſolchen Fällen der Sommer ſein
Pul=
ver, will ſagen, ſeine Hitzeſtrahlen vorzeitig verſchießen
würde; denn in überraſchend zahlreichen Fällen ſtellen ſich
nach warmen Vorſommern unangenehme Hundstage mit
andauernder Trübung und faſt herbſtlicher Kühle ein.
So waren ja auch die beiden letzten Sommer von 1912
und 1913, und es liegt daher durchaus kein Grund zu
Befürchtungen für die eigentliche Hochſommerzeit
vor, wenn es zu Beginn der warmen Jahreszeit nicht
recht heiß werden will. Um ſo größer iſt dann nämlich die
Ausſicht auf echtes Sommerwetter während desjenigen
Teiles der warmen Jahreszeit, der nach dem vieljährigen
Durchſchnitt die höchſten Temperaturen bringen ſoll. Und
das ſind die ſog. Hundstage. Sie ſtehen uns noch bevor:
ihr Anfang fällt auf den 23. Juli, und juſt um dieſe Zeit
ſind die Tage mit der höchſten Durchſchnittswärme des
Jahres. Wohlgemerkt, mit der Durchſchnittswärme. Im
Einzelnen iſt das Witterungsbild natürlich ſehr
ver=
ſchieden; aber das Maximum der mittleren Wärme kommt
natürlich dadurch zuſtande, daß in dieſen Tagen häufiger
als zu irgendeiner anderen Zeit des Sommers
verhältnis=
mäßig hohe Temperaturen erreicht werden. Ob das auch
in dieſem Jahre wieder der Fall ſein wird, läßt ſich
natür=
lich mit voller Beſtimmtheit noch nicht ſagen, wenngleich
die gegenwärtigen Witterungsausſichten keinerlei
Anhalts=
punkte für eine bald bevorſtehende völlige Umgeſtaltung
der Wetterlage enthalten. Man muß vielmehr annehmen,
daß die zurzeit in ganz Europa herrſchende Hitze
unbe=
ſchadet vorübergehender Unterbrechungen durch Gewitter
noch eine ganze Weile fortdauert; denn es läßt ſich
augen=
blicklich in dem herrſchenden Witterungstypus wieder
ein=
mal mit aller Schärfe die große Beharrungstendenz
er=
kennen, die den einzelnen Wetterlagen, mögen ſie nun gut
oder ſchlecht ſein, eigentümlich iſt. So liegt denn auch der
Schluß nicht fern, daß uns in dieſem Jahre die
Hunds=
tage noch reichlich mit Hitze beglücken oder — heimſuchen
werden, ganz wie man will, und wie der Einzelne
ver=
anlagt iſt. Selbſt wenn demnächſt einmal ein etwas
länger dauernder Rückſchlag zu kühlerem und regneriſchem
Wetter kommen ſollte, ſo braucht daraus doch noch nicht
zu folgen, daß das Sommerwetter bereits für dieſes Jahr
vorbei iſt. Kehrt doch gar zu gern der Witterungstypus,
der einmal der Jahreszeit ſeinen Stempel aufgedrückt hat,
nach kurzen Unterbrechungen immer wieder, und wie in
den feuchtkühlen Sommern nach vereinzelten warmen
Tagen leider das Regenwetter immer wieder zurückkehrt,
ſo pflegt ſich in heißen Sommern nach vorübergehenden
Unterbrechungen auch die Hitze immer wieder einzuſtellen,
wie wir das im Jahre 1911 ja erlebt haben.
Sollte ſich tatſächlich die Witterung während der
kom=
menden Wochen in dieſer Weiſe geſtalten, ſo beſteht alle
Ausſicht dafür, daß wir auch noch höhere Wärmegrade
er=
reichen, als wir ſie bisher gehabt haben. Denn die Hitze
hat ſich während der vergangenen fünf Wochen mehr durch
ihre Dauer als durch ungewöhnliche Intenſität
ausge=
zeichnet, und über 32 Grad C. iſt das Queckſilber in
Mitteleuropa bisher nicht geſtiegen. Selbſt im heißen
Süden iſt nur einmal bisher eine weſentlich höhere
Tem=
peratur erreicht worden, und zwar zu Ile d’Aix in
Weſt=
frankreich mit 36 Grad C. Sonſt haben es weder
Süd=
frankreich noch Italien bisher zu höheren Temperaturen
als 32 bis 33 Grad C. gebracht, Werte, die während der
letzten Wochen ſelbſt in Finnland und Nordſchweden
häu=
fig erreicht worden ſind. Meiſt ſind in Mitteleuropa in
dieſem Sommer die Maximaltemperaturen ſogar ſtets
etwas höher als in dem als heiß verſchrieenen Italien
ge=
weſen. Jedenfalls beſteht zurzeit hinſichtlich der
Wärme=
verhältniſſe nicht der geringſte Unterſchied zwiſchen den
Mittelmeerländern und den Gegenden im hohen Norden
am Polarkreiſe, und nur im Bereiche des Nordatlantik mit
ſeiner ſtark abkühlenden Wirkung herrſcht jene nur mäßige
Sommerwärme, die dieſen Gebieten eigentümlich iſt.
Ordensverleihungen. Der Großherzog hat
dem Bürgermeiſter, Ortsgerichtsvorſteher und
Standes=
beamten Philipp Schneider in Heßloch das
Allge=
meine Ehrenzeichen mit der Inſchrift „Für langjährige
treue Dienſte” am Bande des Verdienſtordens Philipps
des Großmütigen, dem Bürgermeiſter,
Ortsgerichtsvor=
ſteher und Standesbeamten Ludwig Lang zu
Pfung=
ſtadt das Silberne Kreuz des Verdienſtordens Philipps
des Großmütigen und dem Revier=Polizeikommiſſär
Johannes Bergmann in Darmſtadt die Goldene
Medaille des Ludewigs=Ordens verliehen.
* Gerichtsferien. Heute beginnen die Gerichtsferien,
die bis zum 15. September dauern. Während dieſer Zeit
arbeiten die Juſtizbehörden mit weſentlich eingeſchränktem
Betrieb. Zu den Sachen, die während der Gerichtsferien
weiter bearbeitet werden, gehören Strafſachen, Arreſtſachen
und einſtweilige Verfügungen, Streitigkeiten zwiſchen
Ver=
mieter und Mieter wegen Ueberlaſſung und Räumung von
Wohnräumen und Zurückhaltung der vom Mieter
einge=
brachten Sachen, Streitigkeiten zwiſchen Dienſtherrſchaft
und Geſinde hinſichtlich des Dienſt= oder
Arbeitsverhält=
niſſes, Alimentenſachen, Wechſelſachen, Bauſachen, wenn
über die Fortſetzung eines angefangenen Baues geſtritten
wird. Auf das Koſtenfeſtſetzungsverfahren,
Mahnverfah=
ren, Zwangsvollſtreckungsverfahren und Konkursverfahren
ſind die Ferien ohne Einfluß. In der freiwilligen
Gerichts=
barkeit, Grundbuch=, Vormundſchafts=, Nachlaß= und
Han=
delsregiſterſachen tritt kein Stillſtand ein, doch kann die
Bearbeitung der Vormundſchafts= und Nachlaßſachen
unterbleiben, ſoweit das Bedürfnis einer Beſchleunigung
nicht vorhanden iſt. In Zivilprozeßſachen vor den
Amts=
gerichten hat das Gericht auf Antrag auch andere Sachen
als Ferienſachen zu bezeichnen, doch können dieſe, wenn
ſie ſtreitig werden, wieder abgeſetzt werden. — Die
Straf=
kammer hielt ihre letzte Sitzung vor den Ferien am
Mon=
tag ab. Die erſte Sitzung der Ferienſtrafkammer iſt am
Donnerstag. Die Ferienſtrafkammer tagt in der erſten
Hälfte der Ferien Dienstags, Donnerstags und Samstags.
in der zweiten Hälfte Montags, Mittwochs und Freitags.
D Nachtrag zur Tagesordnung für die Sitzung
der Stadtverordneten=Verſammlung am 16. Juli.
5. Ueberſicht über die Einnahmen und Ausgaben des
Realgymnaſiums, der Ludwigs= und der Liebigs=
Ober=
realſchule für 1913. 6. Entwurf einer neuen
Friedhofs=
ordnung für die Stadt Darmſtadt.
* Adoptionsſchwindel. Man ſchreibt uns: „Hübſches
Mädchen, fünf Monate alt, geſund, vergibt als eigen mit
1500 Mark.‟ Dieſe und ähnliche Anzeigen kann man
im=
mer wieder finden. Die Anzeigen gehen faſt durchweg von
ſolchen Perſonen und Inſtituten aus, die es auf die
Ta=
ſchen kinderloſer Leute abgeſehen haben. Die Bewerber
erhalten ein gedrucktes oder ſonſtwie vervielfältigtes
Schreiben, worin ihnen empfohlen wird, in einer
beſtimm=
ten Zeitung zu inſerieren. Die Zeitung iſt angeblich das
„erſte Publikationsorgan auf dem Gebiete der
Kinder=
pflege” und gelangt ſo an die meiſten geheimen
Entbin=
dungsanſtalten, wo ſie dann von Tauſenden geleſen wird,
die ihr Kind in Pflege oder als eigen vergeben wollen. In
Wirklichkeit erfahren dieſe Blätter keine zweckmäßige
Ver=
breitung. Ihren Verlegern iſt es nur um das Einſtreichen
der hohen Inſertionsgebühren zu tun. Andere
Adoptions=
ſchwindler inſerieren auch in der oben angegebenen Weiſe.
Den Bewerbern ſenden ſie ein mechaniſch vervielfältigtes
Schreiben zu, worin ſie einige unbeſtimmte Angaben über
das zu vergebende Kind machen. Damit nun aber das
Kind nicht in unrechte Hände gelangt, iſt es erforderlich,
daß der Vermittler eine Auskunft über die Verhältniſſe des
Bewerbers einholt. Die dadurch entſtehenden Unkoſten hat
der Bewerber zu tragen und im voraus zu zahlen. Auf
dieſen Betrag haben die Adoptionsſchwindler es nur
ab=
geſehen. Nachher finden ſie ſchon Mittel und Wege genug,
um ſich von der ganzen Angelegenheit zu drücken. Bevor
man alſo mit unbekannten Adoptionsvermittlern feſte
Ab=
machungen trifft oder ihnen Beträge einſendet, erkundige
man ſich über ſie. Auskunft erteilt gern die Zentralſtelle
zur Bekämpfung der Schwindelfirmen in Lübeck, Parade 1,
die auch Beſchwerden bereits geſchädigter Perſonen
ent=
gegennimmt. Minderbemittelten geht die Städtiſche
Rechtsauskunftsſtelle hier, Stadthaus, mit
Rat und Tat an Hand.
Oeffentlicher Arbeitsnachweis in der Provinz
Starkenburg. Bei den öffentlichen
Arbeitsvermittelungs=
ſtellen in der Provinz Starkenburg ſprachen im Monat
Juni 2972 Stellenſuchende vor, darunter 720 weibliche.
Es waren 1738 offene Stellen gemeldet (739 für weibliche
Perſonen); 814 Stellen (276 mit weiblichen Kräften)
konn=
ten beſetzt werden. Unter den in Stellung gebrachten
Leuten waren 117 Wanderer, 17 Ausländer; es waren
außerhalb der Provinz anſäſſig 108 (5 weibliche). Nach
Orten außerhalb der Provinz wurden abgegeben 24
Ar=
beitskräfte (2 weibliche). In 27 Fällen gelangten
Fahr=
preisermäßigungsſcheine zur Ausgabe. Die
Beſcheinig=
ung über erfolgloſe Arbeitsnachfrage wurde, auf Antrag,
59 Wanderern erteilt. Die Spannung zwiſchen
Arbeits=
angebot und =nachfrage hat ſich gegenüber dem Stand des
Vormonats gebeſſert. Während im Monat Mai in den
männlichen Berufen auf 100 offene Stellen 276
Arbeit=
ſuchende kamen, waren es im Berichtsmonat 225. Die
Vermittelungstätigkeit iſt weniger ergiebig geweſen. Von
100 für männliche Perſonen offenen Stellen wurden 54,
gegen 75 im Vormonat, beſetzt. Die größte Spannung
zwiſchen Arbeitsangebot und =nachfrage herrſchte im
Be=
rufszweig der Maſchiniſten, Heizer, Fabrikarbeiter, der
Induſtrie der Holz= und Schnitzſtoffe, der Lederinduſtrie
und Metallinduſtrie. Die Anzahl der Stellenſuchenden
überwog hier bei weitem. Die Träger der öffentlichen
Arbeitsvermittelung in Starkenburg ſind die
Arbeits=
ämter: Darmſtadt, Waldſtraße 19/21, Fernruf 371;
Offenbach, Domſtraße 12, Fernruf 342, und die
Kreis=
arbeitsnachweiſe: Bensheim, Ortskrankenkaſſe,
Fern=
ruf 9; Dieburg, Ortskrankenkaſſe, Fernruf 252 (mit
Nebenſtellen in Babenhauſen, Groß=Bieberau, Groß=
Um=
ſtadt, Groß=Zimmern, Reichelsheim und Reinheim);
Gernsheim, Großh. Bürgermeiſterei, Fernruf 25,
ſo=
wie Langen, Großh. Bürgermeiſterei, Fernruf 2. Die
Bureaus weiſen offene Stellen nach und vermitteln
ge=
lernte, ſowie ungelernte Arbeiter und Arbeiterinnen für
Gewerbe, Handel und Landwirtſchaft, auch Dienſtboten
und Hausbeamtinnen. Die Benutzung iſt grundſätzlich
koſtenlos.
ml. Schutz gegen den Heuſchnupfen. Eine der läſtigſten
Erkrankungen des Atmungsſyſtems iſt der Heuſchnupfen.
Man verſteht darunter ſchwere katarrhaliſche
Erſchei=
nungen der oberen Luftwege, einhergehend mit
Kopf=
ſchmerzen, Müdigkeit, Niesreiz und Fieber, die auf einer
Giftwirkung von Grasblütenſtaub auf die betreffenden
Schleimhäute beruhen. Jedes Jahr zurzeit der Grasblüte
befällt er mit unfehlbarer Sicherheit die dafür
disponier=
ten Menſchen und macht ihnen das Leben zur Qual. Ein
richtiges Heilmittel war bisher nicht bekannt. Auch ein
Verſuch mit Heilſerum hatte keinen eigentlichen Erfolg.
Als beſtes Schutzmittel galt die Flucht vor dem
Blüten=
ſtaub nach Helgoland oder ins Hochgebirge. In letzter
Zeit wurde nun von verſchiedenen Seiten auf die
Eigen=
ſchaften von Chlorkalzium hingewieſen, beſonders von
Prof. Emmerich und Prof. Loewe. Doſen von etwa
3 Gramm der Reinſubſtanz pro Tag ſollen einen Anfall
abkürzen helfen. Am beſten fängt man ſchon Monate vor
der Grasblüte an, regelmäßig das Mittel zu nehmen, um
den Anfall überhaupt zu unterdrücken. Jedenfalls läßt
die Einfachheit des Mittels einen Verſuch gerechtfertigt
erſcheinen.
* Odenwaldklub. Das Burgfeſt auf dem
Frankenſtein übertraf alle Erwartungen. Ueber
1000 Perſonen hatten ſich dort eingefunden. Lange
bevor der Feſtzug die Straßen Eberſtadts belebte, waren
die aus vielen Ortsgruppen Erſchienenen zahlreich zur
alten Burg emporgeſtiegen, in deren Vorhof ſich ein
fröhliches Treiben erging. Im alten Gemäuer fand die
eigentliche Tagung ſtatt, die von Bürgermeiſter Mueller
mit kernigen Worten eröffnet ward. Raſch hatten ſich
die langen Bankreihen gefüllt und friſche Weiſen der
Kapelle wechſelten mit den Liedern des gemiſchten
Chores des Darmſtädter Evang. Handwerker= und
Arbeitervereins unter Leitung des Reallehrers Ad.
Schäfer ab, dann erklangen die alten Odenwald= und
Odenwälder Lieder; die tanzluſtige Jugend kam auch
zu ihrem Recht. Im Schlußwort gedachte Direktor
Kiſſinger der geſchichtlichen Vergangenheit des vom
Frankenſtein ſichtbaren Heimatlandes und der an den
Namen Ohly anknüpfenden Geſchichte des Klubs und
dankte allen, die zum Gelingen des Feſtes ihr gut Teil
beigetragen hatten. Mit einer kurz nach 9 Uhr
ein=
ſetzenden, weithin ſichtbaren Beleuchtung der Ruine
Schönborn, mußte er freilich noch in ſeinen Armen ſterben
ſehen. Dann aber ging er, 27 Jahre alt, als Begleiter
einiger reicher Jünglinge nach Holland, Frankreich und
Italien und lebte ſorgenfrei, nur der Ausbreitung ſeines
bereits gewaltigen Wiſſens hingegeben. Zurückgekehrt,
verbrachte er in Straßburg 1646—47 ein angenehmes
Jahr und danach in Frauſtadt jene glückliche Liebeszeit,
die Anfang 1649 zu ſeiner Vermählung führte. Als
Syn=
dikus der Stände des Fürſtentums Glogau hat er dann
ſeine Mannesjahre in ſegensreichem Wirken für ſein
ſchle=
ſiſches Vaterland verwandt, dem Dienſt Apolls nur noch
ſeltene Mußeſtunden ſich widmend, bis den noch nicht
Achtundvierzigjährigen mitten in einer
Ständeverſamm=
lung am 16. Juli 1664 der Schlag traf.
In den Jahren des Reiſens und der Muße ſind die
ſechs wichtigſten Dramen Gryphius entſtanden, darunter
zwei ſeiner ausgelaſſenſten Luſtſpiele. Seine Lyrik aber
begleitete ihn durch ſein ganzes Leben; ſie läßt uns den
tiefſten Einblick in ſein Weſen tun, denn ſie iſt echte
Ge=
legenheitspoeſie im Goetheſchen Sinne, ſo tief und wahr
erlebt, wie kaum noch etwas anderes der Zeit. Sie wird
getragen von einem düſter=melancholiſchen Grundton, der
ihr etwas feierlich Gehaltenes, pathetiſch Predigendes
ver=
leiht. Nur ſelten ſinkt ſie in der Ausmalung der „Greueln
der Verwüſtung” ins Niedrige herab. Die Eitelkeit der
Welt iſt ein Hauptthema ſeiner Sonette, Oden und
Epi=
gramme. Großartig ſingt er:
Itzt ſind wir hoch und groß /und morgen ſchonvergraben:
Itzt Blumen, morgen Koth ” wir ſind ein Wind, ein
Schaum,
Ein Nebel und ein Bach ½ ein Reiff, ein Thau” ein
Schatten.
Itzt was und morgen nichts ½ und was ſind unſer
Thaten?
Als ein mit herber Angſt durchaus vermiſchter Traum.”
Selbſt die Geliebte iſt ihm nur ein Symbol
menſch=
licher Vergänglichkeit; hinter den blühenden Wangen und
leuchtenden Augen grinſt ſchon der Totenſchädel, und die
höchſte Schönheit zeigt die Märtyrerin, „die nicht zagt vor
Flamm’ und Eiſen” All ſeine Sehnſucht ſtrebt empor
zu den Sternen, die er ſo wundervoll gefeiert, nach dem
Jenſeits, und den würdigſten Gegenſtand ſeiner Gedichte
findet er im Leben des Herrn; ein Buch ſeiner Oden heißt
„Tränen über das Leiden Jeſu Chriſti” ſeine „
Kirchhofs=
gedanken” wühlen in Skeletten und Gräbern; ſeine „Sonn=
und Feiertags=Sonette” verherrlichen die erhabenen
Augenblicke des Kirchenjahrs. Obgleich er auch einige
volkstümliche Kirchenlieder geſchaffen hat, wie die
be=
kannten „Die Herrlichkeit der Erden muß Rauch und
Aſche werden”, „Jeſu, meine Stärke!” u. a., iſt er doch
mehr ein theologiſcher Dichter, der als ſtrenggläubiger
Proteſtant dem Geiſt der Gegenreformation mit ſeinen
Symbolen und Allegorien in deutſcher Sprache die
ergrei=
fendſte Geſtalt geliehen. „Künſtleriſcheren und zugleich
überzeugungsvolleren Ausdruck”, ſagt ein feiner
Beurtei=
ler, „hat die theologiſche Dogmatik ſeit den Tagen
Dan=
tes wohl nicht gefunden, als bei Gryphius.” Auch in
ſei=
ner freien und durchaus perſönlichen Form ſteht er in
ſeiner Zeit allein; er hat das eben aus Italien
einge=
führte und von Opitz franzöſierte Sonett „germaniſiert”,
ihm ein deutſches Weſen aufgeprägt, und überhaupt in
ſeinen beſten Gedichten ein ergreifendes Bekenntnis voll
ſchwermütiger Schönheit, tiefſinniger Weltüberwindung
und heroiſcher Größe hinterlaſſen.
Mit= und Nachwelt haben den Lyriker Gryphius
lange über dem Dramatiker vergeſſen, und doch erhalten
ſeine Trauer= und Luſtſpiele erſt die rechte Reſonanz
durch die dunkeltönende Melodik ſeiner Gedichte. Seine
Bedeutung liegt hier ſchon darin, daß er in einer Epoche,
da es in Deutſchland keine Bühne und kein
Theaterpubli=
kum gab, die einzige bedeutende dramatiſche Begabung
geweſen iſt. So wird denn ſeine Originalität nur wenig
dadurch geſchmälert, daß er in Form und Inhalt von den
großen Holländern jener Zeit, vor allem von Vondel,
ab=
hängig iſt. Die Einteilung in einzelne „Abhandelungen”
die Einführung des Chors in den lyriſchen „Reyhen” die
die Akte ſchließen, die Beachtung der drei Einheiten, von
denen aber nur die Einheit der Zeit ſtreng innegehalten
wird — all dies ſind Elemente des Vondelſchen Dramas.
Wenn er ſich in der „Katharina von Georgien” an
Von=
dels „Maagden” im „Papinian” an des Holländers
be=
rühmten „Palamedes” anſchließt, wenn er die Anregung
zu ſeinen beiden beſten Luſtſpielen, dem „Peter Squenz”
und der „Geliebten Dornroſe” holländiſchen Werken
ent=
nimmt, ſo darf man deshalb doch den ihm eigentümlichen,
echt deutſchen Gehalt ſeiner Werke nicht unterſchätzen. Den
rechten Maßſtab für Gryphius' Wert verſchlägt ſich auch
der, der ihn, wie es ſo oft geſchehen, an Shakeſpeare mißt.
Wohl ſcheint vieles, beſonders in den Luſtſpielen, dazu
aufzufordern. Iſt doch die Komödie vom Herrn Peter
Squenz nur eine Erweiterung und Vergröberung des
Rüpelſpiels aus dem Sommernachtstraum” gemahnen
doch die ſpitzfindig=geiſtreichen Plänkeleien der
Liebes=
paare, die Rodomontaden der Bramarbaſſe, die in einer
ſtolzen Bilderflut hinſtrömenden Monologe der tragiſchen
Helden an den Briten! Aber Stimmung und Atmoſphäre
ſind eine andere. Wo bei Shakeſpeare Freiheit herrſcht,
iſt bei Gryphius Zwang, wo dort ſchöne Harmonie ſich
breitet, hier düſterer Fanatismus, ſtatt reinen Lichtes
blu=
tige Schatten, ſtatt der Renaiſſance Barock. Und gerade
da, wo dieſes gruſelige Hexen= und Geſpenſterweſen zum
wilden Knäuel ſich ballt, wie in „Cardenio und Celinde‟
da entfaltet ſich die imponierende Kraft, der heftige
Schwung des deutſchen Dichters. Seine Märtyrerdramen,
ſchwache Nachahmungen der Jeſuitenkunſt, ſagen uns
heute nicht mehr viel; in ſeinem bedeutenden, aber
unfer=
tigen Erſtling, dem „Leo von Armenien” intereſſiert am
meiſten die ſchillernde Wallenſteingeſtalt des Michael
Bal=
bus. Aber im „Carolus Stuardus” greift er keck ins
Leben der Gegenwart und ſchafft das erſte politiſche Stück
unſerer Dichtung; in „Cardenio und Celinde” geſtaltet er
ebenfalls aus der unmittelbaren Wirklichkeit heraus das
erſte „bürgerliche Trauerſpiel” ein erſchütterndes Drama
von Wolluſt und Grauſamkeit, von Süße und Grauen.
Und in dem toll=barocken Scherzſpiel „Horribiliſcribifar”
mit ſeinem Chaos von Sprachmengerei und Intrigen
ſtehen die prahleriſchen Haudegen, die ausgedienten
Hel=
den des großen Krieges, leibhaftig vor uns. Die reifſte
Blüte ſeiner Dramatik aber iſt dem Dichter aus dem ſonſt
ſo unfruchtbaren Boden der Feſtſpieldichtung entſproſſen,
das lebensechte und empfindungszarte Spiel „Die
ge=
liebte Dornroſe” das älteſte Drama im ſchleſiſchen Dialekt,
ein Vorklang Gerhard Hauptmannſcher Heimatsdichtung,
das uns noch heute mit dem vollen Zauber der
Volks=
poeſie umfängt.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Juli 1914.
Nummer 192.
ſchloß das wohlgelungene Wanderfeſt, das wohl zu
einer dauernden Einrichtung werden darf.
* Geſangverein Liederkranz. Das Sommerfeſt
hatte ſich eines außerordentlich zahlreichen Beſuches zu
erfreuen. Im Garten konzertierte der größte Teil der
Kapelle des Art.=Regts. Nr. 70 in Metz, der ſeine Aufgabe
vorzüglich erledigte. Im Saale wurde außerdem dem
Tanze flott gehuldigt. Einige von den Sängern des
Vereins wirkungsvoll vorgetragene Chöre wurden mit
großem Beifall aufgenommen. Für die Kinder war eine
Polonäſe arrangiert. Bei der reichhaltig ausgeſtatteten
Blumen=Tombola konnten viele mit ſchönen Gewinnen
bedacht werden. Bei eingetretener Dunkelheit wurde
der Garten illuminiert, was der Veranſtaltung ein
be=
ſonderes Gepräge verlieh.
* Konzerte uſw. Ludwigshöhe. Die ſeit langen
Jahren beſtehenden Kurkonzerte (Mittwoch und Samstag)
bilden für Darmſtadt eine Annehmlichkeit ſeltener Art.
Die Leiſtungen der hier in Betracht kommenden Kapellen
ſind genügend anerkannt. Die elektriſche Bahn
ver=
mittelt den Verkehr bis zur Waldgrenze und von hier
aus kann der Beſucher auf bequemen Wegen die
Ludwigshöhe ohne Mühe erreichen, wo er ſich unter
ſchattigen Bäumen oder in den angenehmen
Reſtau=
rationsräumen nach Wunſch erholen kann. So iſt
alles geboten, dem Beſucher dieſer Konzerte in freier
Natur und bei guter Muſik genußreiche Stunden zu
be=
reiten. Mittwoch, den 15. Juli, findet abends Reunion
in den luftigen Sälen ſtatt. (Siehe auch Anzeige.)
Heſſiſcher Hof. Die ſeit Jahren beſtehenden
Mittwochs= und Samstags=Konzerte hieſiger
Militär=
kapellen erfreuten ſich ſtets eines großen Beſuches, und
ſo ſollen dieſe Konzerte auch heuer ungeſtört weiter
geführt werden. Das nächſte Konzert am Mittwoch,
den 15. Juli, wird von der Kapelle des Großh. Heſſ.
Art.=Regts. Nr. 61 ausgeführt. Das Programm ſieht
einen Operettenabend vor, wobei nur gern gehörte und
moderne Stücke Berückſichtigung finden ſollen. (Näheres
im Anzeigenteil.)
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
Das Union=Theater, Rheinſtraße 6, bietet
vermöge ſeines hohen Raums und vorzüglicher Ventilation
entſchieden bei der jetzigen Jahreszeit einen angenehmen
und kühlen Aufenthalt; ſo wurde feſtgeſtellt, daß bei der
enormen Hitze das Thermometer nur 16 R. aufgewieſen
hat. Die Leitung läßt es ſich nicht nehmen, das
Programm ſo vielſeitig und intereſſant wie nur möglich
zuſammenzuſtellen; für heute und folgende Tage wurde
das vieraktige Drama „Die Prima=Ballerina” auf nur
drei Tage erworben. Die Hauptrollen in dieſem Film
werden von der berühmten Prima=Ballerina Fräulein
Smirnowa vom Kaiſerl. Ruſſ. Hofballett in St.
Peters=
burg und Herrn Warlamow, Kaiſerl. Ruſſ.
Hofſchau=
ſpieler, dargeſtellt. Durch genügende humoriſtiſche, Natur=
und wiſſenſchaftliche Films wird das auserleſene
Groß=
ſtadtprogramm vervollkommnet, ſo daß ein Beſuch lohnend
und zu empfehlen iſt.
Neu hergeſtellte Fernſprechanſchlüſſe
und Henderungen bei beſtehenden Sprechſtellen.
a) Neue Anſchlüſſe. 2350 Beyer, Heinr.,
Her=
ren=Moden und Sport=Ausſtattung, Georgenſtr. 1 (Laden
Rheinſtr. 33a). 2410 Eier=Konſumhaus Inh. Adolf
Her=
zig, Eier und Butter en gros, Mathildenplatz 2. 1617
Oeffentliche Fernſprechſtelle im Verkehrsbureau, Ernſt=
Ludwigsplatz 5. 2403 Peter, Friedrich, Kolonialwaren
und Wirtſchaft, Neue Ireneſtr. 71, Ecke Mollerſtraße.
(335) Riedeſel, Fritz, Freiherr zu Eiſenbach, Leutnant,
Eſchollbrückerſtr. 1. 1754 Tramer, Auguſt,
Hochſchulrech=
ner, Aliceſtr. 5. 1147 Wagner, Peter, Dr., Rechtsanwalt
Fuchsſtr. 20.
b) Aenderungen. 1815 Ackermann, Wilh.,
Darm=
ſtraße 57, jetzt Soderſtr. 136. 964 Bayer=Haack,
Soder=
ſtraße 14, jetzt Ernſt=Ludwigſtr. 5. 2486 Brill, Philipp,
jetzt Nr. 2347. 1605 Danielowsky=Lange übertragen an
Frau Merkelbach, Inſtitut Kirſchbaum. 782 Engel u. Co.,
Alois, jetzt Nr. 541. 216 Harres, Jul., jetzt Nr. 2346.
1995 Heſſenbräu, jetzt Nr. (181). 2242 Heſſ. Automobil=
Klub, Klubheim jetzt Nr. 2404. 2418 Homberger, Hugo,
jetzt Nr. 156. 2418 Homberger, Ludwig, Frau, jetzt Nr.
156. 1235 Made, Leonhard, Karlſtr. 66, jetzt Annaſtr. 2
Ecke Karlſtraße. 616 Miniſterium der Juſtiz, jetzt Nr. 439
293 Oppenheimer, Richard, Ohlyſtr. 33, jetzt
Roquette=
weg 28. (2557) Pfaelzer, Max, Wohnung Liebigſtr. 47,
jetzt Frankfurterſtr. 64. 2009 Pob, Joh., Soderſtr. 101,
übertragen an Frau Eliſe Hornung. 1528 Roeder,
Phi=
lipp, jetzt Nr. 2408. 823 Strauß u. Mayer, jetzt Nr. 2405.
1582 Verkehrsbureau, jetzt Nr. 582. 2576 Wilz, Thomas,
jetzt Nr. 2348.
e) Abgebrochene Sprechſtellen. 1115
Beh=
rendt, Bruno. 1660 Göhrig, Georg. 156 Homberger, M.
(156) Homberger, Eduard. 1259 Jünger, Horſt. 2176
Mengeringhauſen, Johann. 1987 Müller, Heinrich. 920
Pauly, Emil. 2139 Schöberl, H. 2588 Solms=Braunfels
Prinzeſſin. 2132 Weber, M., i. F. M. Weber u. K. Rohde.
1984 Wolff, Uebungsplatz.
K. Roßdorf, 14. Juli. (Unvorſichtiger Schütze.)
Geſtern mittag wollte der 12jährige Sohn des
Zimmer=
manns Johannes Emig IV. Ratten ſchießen; er ſchoß ſich
ſelbſt zwei Finger ab und ein Auge aus. Die Verletzung
iſt ſo ſchwer, daß er ſogleich nach Darmſtadt ins
Kranken=
haus verbracht werden mußte.
-h- Auerbach, 13. Juli. (Durch Einbruch) in das
Bureau eines hieſigen Hotels wurden etwa zweitauſend
Mark geſtohlen. Von den Dieben hat man keine Spur.
h- Von der Bergſtraße, 14. Juli. (Mit dem
Kornſchnitt) hat man an einigen Plätzen ſchon
be=
gonnen. Mit dem Ertrag iſt man allſeitig zufrieden.
* Groß=Umſtadt, 14. Juli. (Der
Bezirksſpar=
kaſſe) in Groß=Umſtadt wurde bei dem Poſtſcheckamt in
Frankfurt a. M. ein Konto unter Nr. 8979 eröffnet, ſo daß
jetzt die Zahlung von Spareinlagen, Kapitalzinſen,
Ka=
pitalabträgen uſw. auch über dieſes Konto erfolgen kann.
Bei Einzahlungen mittelſt Zahlkarten iſt außer dem
ein=
zuzahlenden Betrage nebſt etwaigen Mahn= und
Pfän=
dungskoſten noch eine Gebühr von 5 Pfg. für Beträge bis
25 Mark und 10 Pfg. für Beträge über 25 Mark mit
ein=
zuzahlen und iſt um dieſe Gebühr der Betrag auf der
Zahlkarte höher anzugeben. Als Quittungen für die
Ein=
zahlungen auf Poſtſcheckkonto oder Zahlungen durch
Poſt=
anweiſungen dienen die Poſteinlieferungsſcheine.
Offenbach, 14. Juli. (Ein ſchwerer
Unglücks=
fall) ereignete ſich geſtern namittag bei den Arbeiten
am großen Sammler in der Mainſtraße. Ein mit dem
Rangieren der Feldbahnwagen beſchäftigter Arbeiter der
Firma Flauaus u. Stöſſel geriet beim Anhängen eines
Wagens zwiſchen die Puffer. Hierbei wurde ihm
eine Hand vollſtändig zerquetſcht. — (Ueberfallen.)
Als am Sonntag abend der 19 Jahre alte Reinhold Bohn
aus Fulda, der ſich vorübergehend hier aufhält, vom
Fel=
ſenkeller nach Hauſe gehen wollte, wurde er plötzlich von
mehreren, noch nicht feſtgeſtellten Burſchen überfallen und
durch Stockhiebe und Meſſerſtiche erheblich am Kopfe
ver=
letzt.
A Beerfelden, 13. Juli. (Pferde= und
Fohlen=
markt.) Der heutige große Pferde= und Fohlenmarkt
erfreute ſich eines ſehr guten Beſuchs, allerdings etwas
beeinträchtigt dadurch, daß infolge der in Hüttenthal
auf=
getretenen Maul= und Klauenſeuche kein Rindvieh
aufge=
trieben werden durfte. Die Pferde waren in großer Zahl
und beſter Qualität zu ſehen; der wohltätige Einfluß
die=
ſer Veranſtaltung auf die Pferdezucht zeigt ſich jedes Jahr
aufs neue dadurch, daß allmählich ein vollſtändiges Fehlen
minderwertiger Tiere und ein Fortſchritt in der Qualität
eingetreten iſt. — Gegen 10 Uhr begann die
Prämiie=
rungskommiſſion ihre Tätigkeit. Der
Landespferdezucht=
verein war vertreten durch die Herren
Oberlandſtall=
meiſter v. Willich und Major a. D. Störk; die
Landwirt=
ſchaftskammer durch die Herren Oekonomierat Lang und
Dr. Müller; das Kreisamt Erbach durch Herrn Kreisrat
Dr. Kranzbühler und Kreisveterinärarzt Brücher; in
er=
freulicher Weiſe bekundeten ihr Intereſſe für dieſe
Veran=
ſtaltung durch ihre Gegenwart Se. Durchlaucht der Fürſt
zu Erbach=Schönberg und Se. Erlaucht der Graf Konrad
zu Erbach=Erbach. — Gegen 1 Uhr war die
Preisver=
teilung. Nun bewegte ſich der Zug, Muſik und
Kom=
miſſion voran, die prämiierten Tiere folgend, nach der
Mitte des Städtchens. Im Zug ſah man auch die ſehr
hübſchen erſten Treffer für die morgige Verloſunge
1 Zweiſpänner und 2 Einſpänner; gewiß hat noch
man=
cher durch Kauf eines Loſes ſich Ausſicht auf den Beſitz
eines derſelben geſichert. Mittags begann dann das
Marktleben innerhalb des Städtchens; das Karuſſell, der
Kinematograph, die Schießbude uſw. boten für Jung und
Alt Gelegenheit zu amüſantem Treiben. Für
Prämiie=
rungszwecke wurden 1300 Mark verausgabt. Die Tiere
wurden nach Alter und Arbeitsart eingeteilt und danz
klaſſenweiſe ausgezeichnet. Folgende Pferdebeſitzer
er=
hielten erſte Preiſe: V. Siefert II.=Airlenbach, J. G.
Schäfer=Unter=Moſſau, M. Bickel III.=Zotzenbach, P.
Kö=
nig=Forſtel, J. A. Schäfer III.=Airlenbach, G. Bert=
Wall=
bach, L. Meiſinger=Schönnen, Hill u. Schwarzſchild=Etzean;
zweite Preiſe: G. Bert=Wallbach, Hill u. Schwarz=,
ſchild=Etzean, A. Siefert=Airlenbach, A. Bechtel=Zotzenbach,
L. Kredel=Etzean, G. Olt=Haiſterbach, Gebr. Buchheimer=
Groß=Sachſen, Nathan Neu=Fränkiſch=Crumbach, Joſephl
Haas=Neuſtadt.
A. Beerfelden, 13. Juli. (Hitzſchlag.) Am
Sams=
tag erlitt eine hieſige Frau einen Hitzſchlag, infolgedeſſen
Lähmungserſcheinungen auftraten. Da der Mann zurzeit
auch ſchwer krank iſt, mußte ſie ins Kreiskrankenhaus nach
Erbach verbracht werden.
Mainz, 14. Juli. (Entgleiſung.) Im
Güter=
bahnhof bei der Unterführung gegenüber der Goetheſtraße
entgleiſten geſtern abend 6 Uhr fünf Güterwagen,
dar=
unter zwei vom Mannheimer Viehhof zum heutigen
Vieh=
markt angekommene Viehwagen. Während der eine
Vieh=
wagen noch aufrecht ſtehen blieb, ſtürzte der andere, welcher
mit 19 jungen Ochſen und Rindern beladen war,
vollſtän=
dig um, ſo daß das Wagendach zur Seite lag. Um die
Tiere, von denen einige nur geringere Verletzungen
er=
litten hatten, aus dem Wagen zu bringen, mußte das
Wa=
gendach ausgebrochen werden. Die Urſache der
Entglei=
ſung war, daß gleichzeitig vom Perſonenbahnhof und
Gü=
terbahnhof in ein und dasſelbe Gleis abgeſtoßen wurde,
wodurch ſich auf der Weichenkreuzung die Wagen
gegen=
ſeitig zur Seite warfen. Die Aufgleiſungsarbeiten waren
gegen 10 Uhr abends von dem Perſonal der hieſigen
Be=
triebswerkſtätte beendet.
Worms, 14. Juli. (Selbſtmord.) Geſtern abend
hat ſich ein hier in der Bärengaſſe wohnhafter
Schank=
wirt auf der Chauſſee von Worms=Hochheim nach
Herrnsheim, unweit des neuen Friedhofs, erſchoſſen.
— (Geländete Leiche.) Im Laufe des geſtrigen
Nachmittags wurde im Rheine hier in der Nähe des
Zoll=
hafens die Leiche des Packers Wilhelm Gindel aus
Kreuznach, zuletzt wohnhaft in Speyer, geländet. Gindel
iſt laut Ausſchreiben am 9. ds. Mts. in Speyer beim
Ba=
den im offenen Rheine ertrunken.
Zornheim, 14. Juli. (Hiſtoriſche Funde.) Bei
den Ausſchachtungsarbeiten an der Militärbahn wurden
etwas oberhalb unſeres Dorfes mehrere Gräber eines alten
fränkiſchen Friedhofes entdeckt. In einem Grab fand man
außer den Gebeinen einen Dolch, eine Lanze und mehrere
Töpfe. Der Zeit nach ſtammen die Funde, wie von
ſach=
verſtändiger Seite feſtgeſtellt wurde, wohl aus dem 6. bis
8. Jahrhundert. Aehnliche Gräberreihen fand man in
vielen rheinheſſiſchen Orten, ſo auch 1862 in der Nähe von
Nieder=Olm.
Nieder=Ingelheim, 14. Juli. (Beim Baden im
Rhein) in der Nähe der Lebertsau ertrunken iſt
ge=
ſtern früh 10 Uhr der 18jährige Schloſſer Johann
Schweikhard von hier. Trotz eifrigen
Nachforſchun=
gen konnte ſeine Leiche noch nicht geborgen werden.
Bingen, 14. Juli. (Tödlich verunglückt) iſt
der 18 Jahre alte Arbeiter Wendelin Brecht aus
Reiners=
heim an dem Brückenbau in Kempten, indem er in eine
Maſchine geriet. Er wurde in das Hoſpital nach Bingen
verbracht, wo er ſeinen Verletzungen erlegen iſt.
(*) Friedberg, 13. Juli. (Ein jugendlicher
Abenteurer) wurde mit einer Schußwunde in der
Hand in das Hoſpital gebracht. Der 13 Jahre alte Knabe
war aus Gießen entlaufen und hatte ſich mit einem
Re=
volver verſehen. Im Eiſenbahnzug ging das Schießzeug
los und dem Jungen blieb die Kugel in der Hand ſtecken.
Polizeilich wurde er nach Gießen zurückgebracht.
— Laubach, 13. Juli. (Jahresverſammlung
es Evangeliſchen Bundes.) Unſer Städtchen
hatte vor zwei Jahren die Freude, den Heſſiſchen Guſtav
Adolf=Verein begrüßen und ſein Jahresfeſt hier feiern zu
dürfen. Wir wiſſen, daß Laubach manchem Feſtbeſucher
Feuilleton.
O) Das Denkmal der roten Prinzeſſin. In der
ſchlich=
ten kleinen Gemeindekirche von Gravesend wird der
ame=
rikaniſche Botſchafter in London am kommenden
Donners=
tag feierlich in Anweſenheit der Stadtbehörden und einer
Abordnung amerikaniſcher Seeoffiziere und Matroſen
zwei ſchöne Kirchenfenſter einweihen, die zur Erinnerung
an die Prinzeſſin Pocahontas beſtimmt ſind und fortan
als das Denkmal der roten Prinzeſſin eine
Sehens=
würdigkeit von Gravesend bilden werden. Sie ſollen an
eine romantiſche Liebesgeſchichte aus jenen Tagen
gemah=
nen, da britiſche Koloniſten in Amerika ein neues Heim
ſuchten. Es waren die Tage der Prinzeſſin Pocahontas,
der kleinen Tochter des „Indianer=Kaiſers” Powhatan.
Das war ein mächtiger Stammeshäuptling, der unter den
Indianern und unter den Koloniſten durch ſeine Klugheit
und ſeine Schlauheit berühmt war und eine Reihe von
kleineren Indianerhäuptlingen und Unterhäuptlingen zu
ſeinen Untertanen zählte. Den Kaiſertitel verdankte
Pow=
hatan dem monarchiſchen Selbſtgefühl König Jakobs I.,
der es als eine Erhöhung ſeiner Würde anſah, über einen
Kaiſer zu herrſchen; ſo ſchickte der engliſche Hof denn dem
mächtigen Indianerführer eine Flaſche Oel und eine
Krone zur Morgengabe. Die Legende freilich will wiſſen,
daß Kaiſer Powhatan über die Aermlichkeit dieſer
un=
praktiſchen Gabe die Naſe rümpfte und lieber Gewehre
erhalten hätte. Seine Tochter Pocahontas, die rote
Prin=
zeſſin ward 1594 geboren und verbrachte ihre Kindheit
wohl kaum anders als die meiſten Indianermädchen. Aber
ihr großer Tag kam, als die Krieger ihres Vaters eine
Bootsmannſchaft von Koloniſten, die auf dem
Chickaho=
miny=Fluſſe eine Erkundungsfahrt angetreten hatten,
über=
ſielen und niedermetzelten bis auf einen, den Kapitän
John Smith. Eine zeitlang wurde Smith von Powhatan
gefangen gehalten und anſcheinend von der roten
Prin=
zeſſin, die ihn ſchon früher, in Jamestown, kennen gelernt
hatte, gepflegt und verwöhnt. In dem Herzen der
Toch=
ter des Urwaldes keimte Liebe zu dem Bleichgeſicht auf.
Aber John Smith wurde von den Indianern zum Tode
verurteilt, mit einem Steine, der künftig heilig gehalten
werden ſollte, wollte man ihm den Schädel zerſchmettern.
Das Urteil ſollte vollzogen werden, der Gefangene lag
ſchon ausgeſtreckt am Boden, als plötzlich die junge
Toch=
ter des Indianer=Kaiſers ſich über das Opfer warf und
es mit ihrem Leibe beſchützte. Das verzögerte die
Hin=
richtung: und Pocahontas erlangte inzwiſchen von ihrem
Vater die Zuſicherung, John Smith zu ſchonen. Man
beſchloß, den Gefangenen gegen zwei Kanonen aus dem
Fort auszutauſchen, worauf Smith ſofort einging, weil er
wohl wußte, daß die Wilden nicht imſtande ſein würden
die Geſchütze mitzuführen. Nach dieſem Abenteuer
wur=
den die Bande, die Smith mit ſeiner jungen indianiſchen
Retterin verknüpften, noch inniger, bis der Engländer bei
einer Exploſion verunglückte und in die Heimat
zurück=
kehren mußte. Er kam nie in die Kolonie zurück; der
armen kleinen roten Prinzeſſin erzählte man, ihr weißer
Freund ſei tot. Pocahontas, die damals 15 Jahre zählte,
trauerte bitterlich um John Smith, blieb ſtets eine
Freun=
din der weißen Anſiedler, aber die Freude am Leben ſchien
dahin. Dann, als ſie 20 Jahre alt geworden war, teilte
ſie das Schickſal mancher weißen Prinzeſſin, man opferte
ſie der Politik. Sie ſollte einen wohlhabenden Koloniſten
John Rolfe heiraten, man verſprach ſich aus dieſer
Ver=
bindung eine günſtige Einwirkung auf das Verhältnis der
beiden Raſſen. Pocahontas fügte ſich, ſie wurde getauft,
erhielt den Namen Rebekka, und bald führte Rolfe ſeine
ſchöne junge rote Frau, die ihm inzwiſchen einen Knaben
beſchert hatte, nach England, wo ſie viel bewundert und
auch bei Hofe vorgeſtellt wurde. Es kam ſogar zu einem
gefährlichen Zwiſchenfall: dem König gefiel die anmutige
junge Indianerin ſo ausnehmend, daß, er auf den
Ehe=
mann eiferſüchtig wurde und ihn beſchuldigte, Verrat
ge=
übt zu haben, da er die Tochter eines fremden Herrſchers
ohne Genehmigung des Königs von England geheiratet
habe. Das Leben der armen Pocahontas hätte vielleicht
harmoniſch geendet, wenn ſie nicht eines Tages
unerwar=
tet ihren totgeglaubten Freund, den Kapitän John Smith,
wiedergeſehen hätte. Man führte ſie nach Brentford, ohne
ihr zu ſagen, wen ſie wiederſehen ſollte; und plötzlich ſtand
ſie nun dem Abgott ihrer Jugend gegenüber. Die Chronik
berichtet, daß die rote Prinzeſſin zur Bildſäule erſtarrte;
dann aber kam über ihre Lippen ein zärtliches leiſes
Flü=
ſtern. „Vater!” murmelte ſie; es war der Koſename, mit
dem ſie einſt Smith gerufen hatte. Von dieſem Tage an
kränkelte Pocahontas, wurde nie mehr fröhlich geſehen,
ſtarb bald darauf; die Chronik berichtet an gebrochenem
Herzen. Ihre Heimat Virginien ſah ſie nicht wieder. Als
ſie im Begriffe ſtand, zur Rückkehr nach Amerika an Bord
zu gehen, ſtarb ſie. In der alten Stadtkirche von
Graves=
end legte man die rote Prinzeſſin zur ewigen Ruhe. Jetzt,
nach 4 Jahrhunderten, ſetzt ihr die Nachwelt ein Denkmal.
* Bücher als gute Kgpitalsanlage. Aus London wird
berichtet: Die vierte Abteilung der Bücherſammlung Huth
iſt bei Sotheby verſteigert; die viertägige Auktion endete
mit einem Ertrage von 372221 Mark. Damit erreicht
die Geſamtſumme, die bisher bei den Verſteigerungen der
verſchiedenen Abteilungen der Sammlung Huth erzielt
wurde, den ſtattlichen Betrag von über 3 382000 Mark,
wobei die unter der Hand verkaufte Shakeſpeare=
Samm=
lung nicht mitgerechnet iſt. Mit dem Erträgnis dieſer
Sammlung würde der Erlös 4 Millionen überſteigen. Der
höchſte Preis, der am letzten Verſteigerungstage bezahlt
wurde, fiel auf ein illuſtriertes Exemplar von Lyſons‟
Environs of London”, das 11600 Mark brachte. Ein
Manuſkript des 15. Jahrhunderts, „Statuta Civitatis
Londoniarum” erzielte 3040 Mark; 1876 hatte es 900
gekoſtet. Ein Exemplar von „Look about you” 1600,
er=
zielte 2070 Mark; das Stück hatte 1869 285 Mark
ge=
koſtet. Für Lovelaces „Lucaſta” 1649, wurden 2900 Mark
bezahlt; das Werk hat Huth 1871 für 105 Mark gekauft.
Für Luthers „contra Henricum Regem Anglige” 1522.
ein Widmungsexemplar der erſten Auflage, hatte der
Sammler 1856 42 Mark bezahlt; bei der jetzigen Auktion
brachte das Stück 1320 Mark. Für „The Churle and the
byrde” 1555, 8 Blätter, hatte Huth 540 Mark angelegt,
jetzt brachte das Werk 4500 Mark. Für Lylys „Alexander,
Campaſpe and Diogenes” 1584, wurden 4800 Mark
be=
zahlt; 1868 wurde das Exemplar für 252 Mark gekauft.
Die Kapitalsanlage hat ſich ſomit gelohnt.
ml. Das Rätſel der Freibillets. Eines Morgens
fliegt=
bei Fairburns, einem jungverheirateten engliſchen
Ehe=
paar, ein Brief ins Haus. Inhalt: 2 Parkettbillets für
die Oper und ein Zettel mit der lakoniſchen Bemerkung:
„Ratet, von wem!‟ Die Handſchrift iſt beiden fremd.
Vergebens raten ſie hin und her. Endlich entſcheidet der
junge Ehemann: „Auf alle Fälle gehen wir hin, mein
Schatz!‟ Die Opernvorſtellung iſt wunderſchön, und
Fair=
burns leeren nach dem Theater ein Glas Sekt auf das
Wohl des unbekannten Billetſpenders. In fröhlichſter
Laune gehts nach Hauſe. Im Auto natürlich. Der
Wa=
gen hält. Man ſteigt aus, und das junge Frauchen hüpft
ſelig die Stufen hinauf, ſchließt die Tür auf und — ſchreit:
„Diebe! Einbrecher! Raſch, Liebling, raſch!” „Liebling”
nimmt fünf Stufen auf einmal und ſieht die Beſcherung.
Und bald ſitzen beide heulend und zähneklappernd „auf
den Trümmern von Karthago‟ Da ſpringt er mit einem
Satz zu dem Tiſchchen, wo am Morgen noch die „Venus
von Milo” thronte. Sein Auge hat eine Karte erſpäht.
„Nun wißt Ihr” ſteht darauf. Nichts weiter. Und
ſie wußten es!
Nummer 192.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Juli 1914.
Seite 5.
von damals noch in guter Erinnerung iſt. Für dieſes Jahr
hat es den Evangeliſchen Bund eingeladen, die
Jahres=
verſammlung für das Großherzogtum hier zu halten.
Schon die liebliche Lage der Feſtſtadt lockt zu einem
Be=
ſuche. Gewiß wird auch mancher, der einſt Schüler des
hie=
ſigen Gymnaſiums war, gerne wieder einmal am 23. und
24. Auguſt ſeine Schritte hierher lenken. Selten wird man
einen ſchöneren Feſtplatz für eine Volksverſammlung
fin=
den, als es der hinter dem Schloßgarten gelegene Ramsberg
iſt. Prächtige Spaziergänge, weit ſich ausdehnende
Wal=
dungen bietet Laubach den Naturfreunden, und für die,
welche nur ganz wenig gehen wollen, iſt der ſchöne,
ſchat=
tige Schloßgarten zur Erholung geeignet, der durch die
Hochherzigkeit unſeres Grafenhauſes allen offen ſteht. Die
Hauptſache freilich iſt, was das Feſt in geiſtigem Sinne
bieten wird! Es iſt uns eine ganz beſondere Freude,
mit=
teilen zu können, daß der Bundesdirektor Dr. Everling
von Berlin ſelbſt kommen will und ſowohl in der
Volks=
verſammlung als auch in der Hauptverſammlung einen
Vortrag hält. Wir laſſen an alle alte Freunde und
Mit=
glieder im Lande, aber auch an ſolche, die noch ferne
ſtehen, die herzliche Bitte ergehen, daß ſie am Feſte
teil=
nehmen und ſich mit hinweiſen laſſen auf die hohen
edlen, den wahren Frieden fördernden Aufgaben des
Evangeliſchen Bundes.
Das Trebur=Aſtheimer Schwarzbachpumpwerk.
* Der Vorſtand des Schwarzbachpumpwerks ſchreibt
uns:
In letzter Zeit ging durch verſchiedene Tageszeitungen
eine Notiz, die ſich mit dem Schwarzbachpumpwerk, ſowie
den Verhältniſſen in dem dazugehörigen
Entwäſſe=
rungsgebiet befaßte und die Pumpwerksanlage als
unwirkſam und verfehlt bezeichnete. Da genannte Notiz
neben direkten Unrichtigkeiten viele Uebertreibungen und
falſche Schlußfolgerungen enthält, bemerken wir
berich=
tigend folgendes:
Das Pumpwerk hat ſich als genügend groß bemeſſen
erwieſen, da das diesjährige Frühjahrshochwaſſer
(8. März bis 18. April), welches 6 Wochen lang
ununter=
brochen Zuflüſſe der Schwarzbach brachte, wie ſie wohl
kaum je ſtärker vorkommen, mit zweien der aufgeſtellten
drei Aggregate bewältigt werden konnte. Das Pumpwerk
liegt auch nicht zu hoch, da die Sohle des Saugſchachtes
25 Zentimeter unter der Schwarzbachſohle liegt, womit
die größte, überhaupt mögliche Abſenkung erreicht
wer=
den kann.
Der Schaden, der in dieſem Jahre trotz des
Pump=
werkes entſtand, wurde nicht durch Verſagen des letzteren
verurſacht, vielmehr lediglich dadurch, daß das Profil des
Schwarzbachs, Landgrabens, ſowie der anderen in dieſe
einmündenden Vorfluter nicht groß genug war,
um die diesjährigen, ausnahmsweiſe ſtarken
Nieder=
ſchläge abzuführen, ſo daß Ausuferungen eintreten
muß=
ten. Ein großer, wenn nicht der größte Teil des
Scha=
dens, entſtand aber durch direkt anfallendes Regenwaſſer,
das ſich in tiefen, abſeits der Vorfluter liegenden Stellen
anſammelte, von wo es bei der nahezu horizontalen Lage
des Geländes, ſowie mangels Abzuggräben keinen Abfluß
hatte. Der auf dieſe Weiſe entſtandene Schaden berechnet
ſich in dieſem Jahre z. B. für Trebur etwa zu 10000
Mark, für Aſtheim auf etwa 2—3000 Mark. Ohne
Pumpwerk wäre bei dem diesjährigen
Frühjahrshochwaſſer das
Schwarzbach=
gebiet zwiſchen den Dämmen bis
Sommer=
dammhöhe überſchwemmt worden. Bei der
langen Dauer des Hochwaſſers wäre durch Druckwaſſer
auch das hinter den Dämmen liegende Gebiet ſchwer
ge=
ſchädigt worden, ſo daß eine Beſtellung der Aecker, die
jetzt überhaupt nicht betroffen ſind, wenn nicht überhaupt
unmöglich gemacht, ſo doch ſehr erſchwert geweſen wäre.
Zuſammen mit dem Sommerhochwaſſer hätten die
dies=
jährigen Hochwaſſer alſo ohne Pumpwerk ſicher Schäden
verurſacht, die hinter den Hochwaſſerſchäden vom Jahre
1910 nicht zurückſtänden.
Der Schaden wurde im Jahre 1910 allein für die
Ge=
markungen Trebur und Aſtheim zuſammen zu etwa
200000 Mark ermittelt. Aus dem Unterſchied zwiſchen
dieſem Schaden und dem diesjährigen ergibt ſich die
Wirk=
ſamkeit des Pumpwerks, das auf alle Fälle enorme
Vor=
teile gebracht hat. Letztere ſind ſo groß, daß ſich auch die
in dieſem Jahre ausnahmsweiſe hohen Betriebskoſten,
wie ſie wohl nur ſelten erforderlich werden, ohne weiteres
rentieren. Es iſt alſo falſch, zu behaupten, daß das
Schwarzbachpumpwerk verſagt oder die darauf gebauten
Erwartungen nicht erfüllt habe.
Die beteiligten Gemeinden waren ſich von Anfang
an darüber klar, daß zur Beſeitigung aller Schäden
noch Verbeſſerungen an den Vorflutgräben erforderlich
würden. Die Verbeſſerungen der Vorflutverhältniſſe
her=
zuſtellen, muß und wird die Aufgabe der beteiligten
Ge=
meinden im Laufe der nächſten Jahre ſein. Dann werden
auch Schäden, wie ſie ſich in dieſem Jahre infolge der
ganz außergewöhnlich ſtarken Niederſchläge zeigten,
all=
mählich ganz vermieden werden.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 13. Juli. Die
Char=
lottenburger Kurfürſtendamm=Gegend
wurde geſtern in der zehnten Abendſtunde, weil das
elektriſche Licht verſagte, plötzlich in tiefes
Dun=
kel gehüllt. Da auch die Straßenbahnen ohne Strom
waren und in tiefer Dunkelheit ſtehen blieben, verbreitete
ſich das Gerücht von einem ſchweren Unfall auf den
elek=
triſchen Werken. Die Urſache des Verſagens des
elektri=
ſchen Stromes war aber darin zu ſuchen, daß eine
Ma=
ſchine defekt geworden war. Da die Gleichſtrommaſchinen,
durch die die Kraft für die elektriſchen Bahnen mitgeteilt
wird, bald wieder liefen, konnte der elektriſche
Straßen=
bahnbetrieb nach etwa 10 bis 15 Minuten wieder
auf=
genommen werden. Die Lichtleitungen waren erſt nach
einer halben Stunde wieder im Betrieb. Das Publikum
in den Reſtaurationen fand ſich mit der unfreiwilligen
Lichtentziehung leicht ab. — Bei einem über
Lichter=
felde niedergehenden Gewitter zerſtörte ein
Blitz=
ſtrahl einen Teil der automatiſchen Hebelwerke. Der
Signalmaſt wurde betriebsunfähig. Dadurch erlitten die
von Weſten kommenden Züge Verſpätungen. Es gelang
erſt nach längerer Zeit, die Signalwerke wieder in
Ord=
nung zu bringen. Inzwiſchen wurde der Signaldienſt
von Beamten verſehen, die an den Vorſignalen aufgeſtellt
waren.
14. Juli. Heute vormittag fand hier die
Trauer=
feier für Julius Rodenberg ſtatt. Profeſſor
Lenz hielt einen Nachruf, worauf Bürgermeiſter Reicke
das Wort ergriff. Sodann wurde der Sarg nach
Fried=
richshagen zur Beiſetzung übergeführt. — Die Meldungen
über zahlreiche Erkrankungen an Hitzſchlag
beim Grenadierregiment Nr. 12 in Frankfurt
a. O. ſtellen ſich nach den von zuſtändiger Seite
einge=
zogenen Erkundigungen als ſtark übertrieben her=
aus. Dem Garniſonslazarett ſind im Anſchluß an die
Uebung nur elf Leute zugeführt worden. Von dieſen
wurden noch an demſelben Tage acht wieder entlaſſen.
Von den drei ſchwerer Erkrankten, die im
La=
zarett zurückgeblieben ſind, iſt einer, der Einjährig=
Frei=
willige, Gefreite Kuinzer, an den Folgen eines
Hitzſchla=
ges geſtorben. Die beiden anderen Leute befinden ſich
zwar noch in Lazarettbehandlung, ſind aber bereits außer
Gefahr. Der irrtümliche Eindruck, daß zahlreiche Leute
an Hitzſchlag erkrankt ſeien, entſtand dadurch, daß die
Ba=
taillone des Regiments beim Rückmarſch in den Standort
mehrere Leute, die Anzeichen von Schwäche verrieten, auf
Fahrzeugen befördern ließen. Im ganzen benutzten 28
Mann die elektriſche Straßenbahn, um in die Kaſerne
zurückzukehren. Sechzehn ſind auf Wagen befördert
wor=
den. Elf ſind zu Fuß nach Hauſe marſchiert, nachdem ſie
zum Zwecke einer längeren Raſt hinter der Truppe
zurück=
gelaſſen worden waren. Alle dieſe Leute nahmen keinen
Schaden an ihrer Geſundheit, was ſchon der Umſtand
be=
weiſt, daß kein einziger von ihnen an dem auf die Uebung
folgenden Tage revierkrank war.
Frankfurt a. M., 14. Juli. (Schwerer
Verkehrs=
unfall.) Innerhalb der Unterführung an der
Franken=
allee und Günderodeſtraße geriet der 18 Jahre alte
Milch=
mann Alois Sorg mit ſeinem Handkarren zwiſchen zwei
aus verſchiedenen Richtungen kommende Automobile, als
dieſe einander ausweichen wollten. Infolge des
Zuſam=
menſtoßes ſeines Karrens mit dem einen Auto wurde er
unter das andere geſchleudert, das über ihn wegging.
Die beiden Kraftwagen, die nicht mehr genügend bremſen
konnten, karambolierten ebenfalls, wobei ſie teilweiſe
er=
heblich beſchädigt wurden. Während die beiden
Chauf=
feure mit leichten Schnittwunden davonkamen, wurde
dem Milchfahrer der eine Oberſchenkel
vollſtän=
dig abgequetſcht; auch erlitt er noch weitere ſchwere
innere und äußere Verletzungen. Nachdem er nur mit
Mühe aus ſeiner Lage hatte befreit werden können, wurde
er dem Städtiſchen Krankenhauſe zugeführt, wo er
hoff=
nungslos daniederliegt.
Wiesbaden, 14. Juli. (Selbſtmord.) Der 19
Jahre alte Seminariſt in Wetzlar, Fritz Mades, der zum
Ferienbeſuch bei ſeinen Eltern hier in Wiesbaden weilte,
hat ſich geſtern erſchoſſen. Die Eltern ſollen dem jungen
Mann eine Reiſe mit ſeiner Braut verwehrt haben, und
dies hat Mades in den Tod getrieben.
Neuſtadt (Heſſen=Naſſau), 14. Juli. (Ein ſchweres
Unwetter) richtete geſtern abend in ganz Heſſen=Naſſau
großen Schaden an. In der Nähe von Frankenberg
wur=
den mehrere Gebäude vom Blitz eingeäſchert.
Mannheim, 14. Juli. (Ausſperrung.) Da ein
großer Teil der hieſigen Tabakarbeiter in den Ausſtand
getreten iſt, haben die Fabrikanten die allgemeine
Aus=
ſperrung ſämtlicher Tabakarbeiter beſchloſſen.
Zabern, 14. Juli. (Bürgermeiſter
Knöpf=
ler.) Der Gemeinderat hat mit 17 von 23 abgegebenen
Stimmen den bisherigen Bürgermeiſter Knöpfler der
Re=
gierung zur Ernennung vorgeſchlagen.
Dirgenheim (Oberamt Neresheim), 14. Juli. (Vom
Blitz erſchlagen.) Bei dem geſtrigen ſchweren
Ge=
witter wurden auf dem Felde die 61jährige Frau Thereſe
Dauſer und ihre 22jährige Tochter Martha vom Blitz
er=
ſchlagen.
Eſſen (Ruhr), 14. Juli. (Der
Handelsmini=
ſter v. Sydow) iſt geſtern hier eingetroffen und wird
morgen nach der Möhnetalſperre bei Arnsberg weiterreiſen.
Fürth, 14. Juli. (Bilderdiebſtahl.) Ein
an=
ſcheinend bereits vor vielen Wochen erfolgter Diebſtahl
von 40 Bildern aus der Städtiſchen Galerie wurde erſt
jetzt bemerkt, als ein Frankfurter Händler einige
ge=
ſtohlene Bilder der Fürther Galerie zum
Kaufe anbot.
Finſterwalde, 14. Juli. (Lohnbewegung.) Die
Textilarbeiter haben im Einvernehmen mit den
Nieder=
lauſitzer Textilarbeitern beſchloſſen, in eine Lohnbewegung
einzutreten und neue Forderungen zu ſtellen. Es
kom=
men 30000 Arbeiter in Betracht.
Halle, 14. Juli. (Großfeuer.) In der
Automobil=
zentrale von Otto Kühn entſtand infolge einer Exploſion
des Benzinbehälters ein Großfeuer, das 20 Automobile
vollſtändig zerſtörte.
Dresden, 14. Juli. (Bei einem Gewitter) im
ſächſiſchen Erzgebirge wurde das Rathaus von Geyer
durch Blitzſchlag in Brand geſetzt und brannte bis auf die
Umfaſſungsmauern nieder.
Leipzig, 14. Juli. (Etwa 1000 franzöſiſche
Buchgewerbeinduſtrielle) beſuchten geſtern die
Wartburg und fuhren dann nach Leipzig zur Beſichtigung
der Bugra.
Chemnitz, 14. Juli. (Die drei Kinder des
verſtorbenen Erzherzogs Franz Ferdinand)
ſind auf der Wechſelburg eingetroffen, wo ſie längeren
Aufenthalt nehmen.
Prenzlau, 14. Juli. (Automobilunfall.) Heute
morgen ereignete ſich zwiſchen den Dörfern Dauer und
Göritz ein ſchweres Automobilunglück. Ein Automobil der
Zeitungsfirma Moſſe=Berlin, das täglich die Blätter des
Verlages nach den Oſtſeebädern befördert, fuhr in voller
Geſchwindigkeit gegen einen Baum und überſchlug ſich,
wobei es vollſtändig zertrümmert wurde. Der Chauffeur
iſt tot. Ueber die Urſgche ließ ſich bisher nichts ermitteln.
Wilhelmshaven, 13. Juli.= (Die großen
Linien=
ſchiffe des Nordſeegeſchwaders) haben heute
nachmittag ihre Sommerreiſe nach Norwegen angetreten.
Innsbruck, 13. Juli. (Zu dem
Touriſten=
unglück) am Großen Venediger wird noch gemeldet,
daß bei einer Tour auf dem Großen Venediger fünf
Tou=
riſten in einen heftigen Schneeſturm gerieten und
um=
kamen. Drei von den Verunglückten, welche ſämtlich von
Wiener Neuſtadt ſtammen, ferner ein Privatbeamter aus
Graz, ſind legitimiert, während die Identität eines
jun=
gen Mannes, anſcheinend eines Studenten, der keinerlei
Papiere bei ſich hatte, bis jetzt noch nicht feſtgeſtellt
wer=
den konnte. Die Leichen ſind heute nachmittag unter
großen Schwierigkeiten geborgen worden und befinden
ſich auf dem Transport nach Windiſch=Matrei. Nähere
Einzelheiten fehlen noch.
Mailand, 14. Juli. (Ein Auto in einen
Ab=
grund geſtürzt.) Bei Porto Mauritio in Ligurien
iſt in der Nähe der Forts Montesci und Nava ein zum
Artillerietransport dienendes Auto mit 5 Soldaten in
einen über hundert Meter tiefen Abgrund geſtürzt.
Mailand, 14. Juli. (Unfall.) Bei einem über
100 Kilometer führenden Steher=Rennen wurde der
Rad=
fahrer Bruni von einer Schrittmachermaſchine überfahren
und mit ſchweren inneren Verletzungen und einer
Ge=
hirnerſchütterung ins Spital gebracht.
Bergamo, 14. Juli. (Der Maſſenmörder.) Wie
ſich jetzt herausſtellt, hat der Maſſenmörder Pianetta ſeine
Mordtaten nicht in Camerata Cornello, wo er wohnhaft
iſt, ſondern in dem benachbarten San Giovanni di Bianco
verübt. Er tötete zuerſt den Doktor Morali und dann den
Pfarrer Paleni, deſſen kranke Mutter von der Nachricht
ſo erſchüttert wurde, daß ſie im Sterben liegt. Sodann
tötete Pianetta den Gemeindeſekretär Giudier und deſſen
Tochter in ihrem Hauſe und unterwegs einen
Gemeinde=
beamten, einen Schuhmacher und deſſen Bruder. Es
ſcheint, daß Pianetta aus Rachſucht gehandelt hat.
Amſterdam, 14. Juli. (Juwelendieb.) Einen
ſchweren Verluſt hat geſtern ein Diamanthändler erlitten,
dem im Eiſenbahnzuge eine Taſche mit Brillanten im
Werte von 200000 Mark geſtohlen wurde. Er war geſtern
nach Antwerpen gereiſt und vermißte bei der Ankunft an
ſeinem Reiſeziel die Taſche. Er ſetzte ſofort die Polizei in
Kenntnis, die eine Unterſuchung einleitete. Der Händler
iſt nicht imſtande, anzugeben, auf welche Weiſe ihm die
Taſche abhanden gekommen ſein ſoll.
Brüſſel, 14. Juli. (Todesfall.) Der ehemalige
Bürgermeiſter der Stadt Brüſſel, Charles Puls, iſt im
Alter von 77 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalles
geſtorben.
Paris, 14. Juli. (Anarchiſten.) Den Blättern
zufolge wurde heute nacht in dem Vorort Asniéres ein
Ruſſe feſtgenommen, der im Verdachte ſteht, ein
Helfers=
helfer des verhafteten Banditen Maharachwili zu ſein.
London, 14. Juli. (Feuer an Bord eines
Kriegsſchiffes.) An Bord des Kreuzers „
Minne=
ſota” brach in der Nacht zum Montag ein Feuer aus, das
erſt nach vierſtündiger Löſcharbeit eingedämmt werden
konnte. 40 Tonnen Kohlen mußten entfernt werden, ehe
man an den Brandherd heran konnte. Der Luftzutritt
fachte die Flammen an. Die Hitze war ſo enorm, daß die
Panzerplatten des Schiffes rot glühend waren.
Petersburg, 14. Juli. (Das Attentat auf den
falſchen Propheten.) Ueber das Attentat auf den
Pater Rasputin werden neue Einzelheiten bekannt. Er
hatte am Mittwoch Petersburg verlaſſen und war am
Samstag im Dorfe Petrank eingetroffen. Nach dem Schluß
der von ihm dort abgehaltenen Meſſe hielt ihn eine
weiß=
gekleidete Frau an und machte ihm lebhafte Vorwürfe
mit kreiſchender Stimme. Der Prieſter trat zur Seite und
kehrte in ſeine Wohnung zurück. Als er am Abend auf
dem Wege zu reichen Bauern war, die ihn eingeladen
hatten, trat ihm dieſelbe Frau entgegen und zeigte ihm
einen Brief. Der Wunderdoktor trat von neuem zur
Seite. Plötzlich warf ſich die Frau auf ihn und ſtieß ihm
mit einem dolchartigen Meſſer zweimal in den Unterleib.
Blutüberſtrömt ſank Rasputin zu Boden. Die Frau
wurde ins Gefängnis geführt. Nachdem der Prieſter
wie=
der zum Bewußtſein gekommen war, bat er, die Frau
freizulaſſen. Dieſe ſelbſt erklärte, ſie habe ihn ermorden
wollen, weil er ein falſcher Prophet ſei, der alle Welt
be=
trüge. Man nimmt an, daß die Bluttat von einem
Ri=
valen Rasputins, der ſich als Wunderdoktor einen
be=
rühmten Namen machen wollte und ſich in dieſem
Be=
ſtreben durch Rasputin behindert fühlte, angeſtiftet
wor=
den iſt.
Ottawa, 14. Juli. (Zur Verurteilung der
„Storſtad‟.) Da der erſte Offizier der Storſtad”
Tuftenes, ein norwegiſches Seemannszertifikat beſitzt,
können die kanadiſchen Behörden keine Strafe über ihn
verhängen; indeſſen iſt ein Bericht an die norwegiſchen
Behörden geſandt worden. Das kanadiſche Geſetz ſoll
aber dahin abgeändert werden, daß in Zukunft Offiziere
ausländiſcher Schiffe, die ſich an der kanadiſchen
Küſten=
ſchiffahrt beteiligen, ein kanadiſches Zertifikat haben
müſ=
ſen. Die Vorſchläge der Kommiſſion, einen beſſeren Schutz
des Lebens auf hoher See betreffend, werden von der
Regierung im Verein mit dem Britiſchen Handelsamt
bald ausgeführt werden. Dem Vorſchlage, für abgehende
und ankommende Schiffe getrennte Lotſenſtationen zu
er=
richten, wird ſofort nachgegeben werden.
Gerichtszeitung.
* Berlin, 14. Juli. Das Kriegsgericht verhandelte
heute über den Landesverrat des Feldwebels Pohl von
der erſten Ingenieurinſpeltion. Pohl hat an Rußland
ganze Feſtungspläne ausgehändigt. Der Angeklagte
ge=
hörte zur dritten Kompagnie des Pionierbataillons Nr. 17
und wurde anfangs dieſes Jahres zur erſten
Ingenieur=
inſpektion nach Berlin abkommandiert, um hier als
Schrei=
ber tätig zu ſein In dieſer ſeiner Eigenſchaft wurden ihm
auch Feſtungspläne, Skizzen und andere ſehr wichtige
Dokumente zugängig. Er bezog ein Geſamteinkommen
von 140 Mark. Er ſetzte ſich mit dem Oberſten v.
Baſa=
row, dem Militärattaché der ruſſiſchen Botſchaft, in
Ver=
bindung und übergab dieſem die Feſtungspläne von
Pillau und Boyen. Im ganzen erhielt er für ſeine
Dienſte 500 Mark und wollte auch Skizzen von
Helgo=
land und Borkum ausliefern. Kopien hatte er bereits
angefertigt. Vor der neuen Zuſammenkunft mit dem
Militärattaché wurde Pohl jedoch verhaftet. Die
Ver=
handlung erfolgte unter Ausſchluß der Oeffentlichkeit.
Vizefeldwebel Walter Pohl wurde wegen
Ver=
brechens gegen das Spionagegeſetz vom 3. Juli 1893 und
wegen Beſtechung zu einer Geſamtſtrafe von 15
Jah=
ren Zuchthaus, 10 Jahren Ehrverluſt, Zulaſſung von
Polizeiaufſicht und Ausſtoßung aus dem Heere
verur=
teilt. Die bei dem Verurteilten vorgefundenen 500 Mark
werden als dem Staate verfallen erklärt. Der
Verhand=
lungsführer bemerkte, nachdem er das Urteil verkündet
hatte, daß der Gerichtshof beſchloſſen habe, die
Urteils=
gründe nicht in öffentlicher Sitzung mitzuteilen, da
da=
durch eine Gefährdung der Staatsſicherheit zu befürchten
ſei. Die Oeffentlichkeit wurde daher ſofort wieder
aus=
geſchloſſen.
* Kolmar, 14. Juli. Der Zeichner Waltz, genannt
Hanſi, hat ſich bis heute abend 6 Uhr, bis zu welchem
Zeitpunkt die ihm zur Antretung ſeiner Strafe gewährte
Friſt abgelaufen war, in Kolmar nicht geſtellt.
* Freiburg, 14. Juli. Das hieſige
Schwur=
gericht verurteilte heute nach zweitägiger Verhandlung
den 37 Jahre alten Metzger Karl Friedrich Grether,
Inhaber eines Delikateßgeſchäftes und einer
Gemüſe=
handlung in Badenweiler, der in der Nacht vom
Oſtermontag zum Oſterdienstaa die 77 Jahre alte
Rent=
nerin Maria Sutter in deren Villa ermordet und beraubt
hat, zu lebenslänglichem Zuchthaus und
Ab=
erkennung der bürgerlichen Ehrenrechte. Ueberlegung
wurde bei der Tat nicht angenommen.
* Tokio, 14. Juli. Die Angeklagten im Marine=
Beſtechungs=Prozeß wurden zu folgenden
Stra=
fen verurteilt: Pooley zu zwei Jahren
Gefäng=
nis und eine unerhebliche Geldſtrafe, Herrmann zu einem
Jahre Gefängnis, Blundell zu zehn Monaten und Kaga
zu vier Monaten Gefängnis. Die Strafvollſtreckung
wurde für ſämtliche Angeklagte, außer Pooley, auf drei
Jahre hinausgeſchoben.
* Tokio, 14. Juli. Pooley und Hermann
legten gegen das gegen ſie erlaſſene Urteil in dem
Ma=
rine=Beſtechungsprozeß Berufung ein.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Jnli 1914.
Nummer 192.
Luftfahrt.
Wieder ein deutſcher Höhenweltrekord.
* Leipzig, 14. Juli. Einer unſerer älteſten Flieger
Heinrich Oelerich, hat heute morgen auf dem
Exer=
zierplatz Leipzig=Lindenthal, dem Flugfeld der Deutſchen
Flugzeugwerke, den Höhenweltrekord ohne Fluggaſt, den
erſt am 9. Juni der Rumpler=Pilot Linnekogel auf 6570
Meter gebracht hatte, neuerdings gedrückt, indem er auf
einem Doppeldecker die fabelhafte Höhe von 7500
Meter erreichte. Oelerich iſt ſomit der erſte Flieger, der
ſich mehr als 7½ Kilometer von der Erde
ent=
fernte.
* Berlin, 13. Juli. An die Teilnehmer am
Dreieckflug wurde nun auch der Preis des
preu=
ßiſchen Kriegsminiſteriums verteilt, der in
Höhe von 10000 Mark für ſolche Flieger ausgeſetzt war,
die ihre Etappen mit Paſſagieren zurückgelegt hatten. In
die Summe teilen ſich 20 Flieger, und zwar erhalten:
Langer 1043 Mk., v. Loeßl 614 Mk., R. Freindt 612 Mk.,
Roſenſtein 585 Mk., Stagge 581 Mk., R. Boehm 568 Mk.,
Rupp 540 Mk., Reiterer 533 Mk., Hoefig 515 Mk.,
Linne=
kogel 514 Mk., Oelerich 512 Mk., Ballod 484 Mk., Beck
471 Mk., Kahnt 471 Mk., A. Friedrich 421 Mk., Schlüter
413 Mk., Krumſiek 384 Mk., Kießling 322 Mk., Steffen
319 Mk., Schumann 87 Mk.
* Frankfurt a. M., 14. Juli. Das
Zeppelinluft=
ſchiff „Viktoria Luiſe” veranſtaltet bei günſtiger
Wit=
terung täglich Luftfahrten von 1½= bis 2ſtündiger Dauer,
außerdem Fernfahrten von 5 Stunden Dauer. Aehnliche
Fahrten unternehmen auch das in Dresden ſtationierte
Zeppelinluftſchiff „Hanſa” und das Luftſchiff „Sachſen” in
Leipzig. Nach Städten, die im Umkreiſe (50 bis 150
Kilo=
meter Entfernung) dieſer Orte liegen, können auch
Fahr=
ten mit Landung, Paſſagierwechſel und Rückfahrt nach
dem Ausgangshafen veranſtaltet werden.
* Freiburg i. Br., 14. Juli. Der bekannte
Flieger=
leutnant Adami vom Flugplatz Wahn bei Köln landete
heute morgen hier glatt mit zwei Paſſagieren. Er gedenkt
noch heute nach München weiterzufliegen.
* Peſt, 14. Juli. Der deutſche Flieger
Baſ=
ſer, der heute früh um 5½ Uhr auf Flugplatz
Johannis=
thal auf einem Rumplerdoppeldecker mit Fabrikdirektor
Elias als Paſſagier aufſtieg, iſt nach ununterbrochenem
Fluge über Dresden, Teſchen, Brünn, Goeding um 10
Uhr vormittags auf dem hieſigen Flugplatz gelandet.
Die Flieger gedenken heute nachmittag nach Sofia
weiter zu fliegen.
* Paris, 14. Juli. Wie aus Reims gerüchtweiſe
gemeldet wird, iſt die bekannte Fliegerin Baronin de
la Roche infolge eines Abſturzes ſchwer verletzt
worden. Sie hatte bereits vor einigen Jahren durch den
Abſturz ihres Flugzeuges lebensgefährliche Verletzungen
erlitten.
* Athen, 13. Juli. Während eines Uebungsfluges
auf dem hieſigen Flugplatz ſind der Stabskapitän
Firſ=
ſow und ſein Fluggaſt abgeſtürzt. Beide ſind tot.
* Otſchakow, 14. Juli. Auf dem hieſigen
Militär=
flugplatz ſtürzten der Stabskapitän Jeſſipow und
ſeine Mechaniker ab. Beide waren ſofort tot.
Die Huldigung der Stände in Meiningen.
* Meiningen 13. Juli. Heute vormittag gegen
10 Uhr fand die feierliche Huldigung der Stände vor dem
Herzog Bernhard von Meiningen ſtatt.
Sämt=
liche Abgeordnete des Landtages waren anweſend, nur die
Sozialdemokraten fehlten. Ferner waren anweſend die
Staats= und Hofchargen, die Mitglieder der Regierung und
Preſſevertreter. In feierlichem Zuge betraten das
Her=
zogspaar und ihr Gefolge den Saal. Während des
feſt=
lichen Aktes hielt der Herzog dann die Thronrede.
Dar=
auf verlas der Miniſter die Urkunde, welche den Treueid
des Herzogs mit ſeiner Unterſchrift enthält, und
über=
reichte ſie dem Präſidenten des Landtags. Alsdann
ver=
wies der Staatsminiſter die Landtagsabgeordneten auf
den bereits geleiſteten Eid und forderte ſie auf, dem
Her=
zog zu huldigen, was auch geſchah. Der Herzog dankte
in warmen Worten und ſprach die Hoffnung aus, daß mit
dem feierlichen Akt das Band zwiſchen dem Herzog und
dem Lande unzertrennlich geknüpft ſei. Er verlas darauf
das Reſkript, in welchem die Schließung des
außerordent=
lichen Landtages angeordnet wird. Nachdem der
Präſi=
dent des Landtags auf das Herzogspaar ein Hoch
ausge=
bracht hatte, in das alle Anweſenden begeiſtert
einſtimm=
ten, verließen die hohen Herrſchaften den Saal. Um 11½
Uhr war der feierliche Akt beendet.
Enthüllungen über das franzöſiſche
Kriegsmaterial.
* Paris, 14. Juli. Die Enthüllungen des
Sena=
tors Humbert über den Zuſtand des franzöſiſchen
Kriegs=
naterials und die daran geknüpfte Debatte haben im
Parlament und in der Preſſe das größte Aufſehen
her=
vorgerufen. Es heißt, daß das Miniſterium heute
vor=
mittag nach der Truppenſchau von Longchamps eine
Be=
ratung abhalten werde, in der die Erklärungen feſtgeſtellt
werden ſollen, die der Kriegsminiſter und der
Miniſter=
präſident nachmittags im Senat abgeben werden. In
Regierungskreiſen gibt man ſich der Hoffnung hin, daß
die Darlegungen der beiden Miniſter den Senat
beſtim=
men werden, die geforderten Kredite zu bewilligen, wenn
auch mit dem Vorbehalte, daß die ganze Angelegenheit
beim Wiederzuſammentritt des Parlaments im Herbſte
eingehend erörtert werde. Der Zuſtand des
Kriegsmate=
rials dürfte heute auch in der Kammer zur Sprache
ge=
langen, da der bonapartiſtiſche Deputierte Laſies
beab=
ſichtigt, an den Kriegsminiſter eine Anfrage über die
geſtrige Senatsdebatte zu richten.
Jaurés ſchreibt in der Humanité: Wußte denn der
Senat nicht, daß die Militärverwaltung ſchablonenhaft
und ohne jede Vorausſicht arbeitet? Hat der Skandal des
Dreijahrgeſetzes, das nur die von dem Burean des
Kriegsminiſteriums begangenen Fehler verhüllen ſoll,
nicht genügt, um dem Senate die Augen zu öffnen? Die
Enthüllungen Humberts haben auf die Senatoren wie
die Exploſion einer Bombe gewirkt. In der Kammer ſind
ſchon viel ſchlimmere Tatſachen enthüllt worden, aber man
wollte nicht hören und nicht begreifen. Diesmal jedoch
ſcheint der Senat aufgerüttelt worden zu ſein. Ein
Defi=
zit von einer Milliarde, das amtlich in der Kammer
ein=
geſtanden wird, die Zerrüttung unſeres ganzen
Vertei=
digungsſyſtems, die im Senat verkündet wird, ohne daß
die Miniſter des Land ſofort beruhigen können — dahin
iſt es mit uns gekommen! Soweit hat die ſeit einigen
Jahren betätigte rückſchrittliche Militär= und
Kolonial=
politik Frankreich gebracht! — Der Radical ſchreibt: Zwei
Stunden lang haben die Senatoren die furchtbarſte An=
klagerede gehört, die jemals gegen den Großen
General=
ſtab gehalten wurde; denn niemand kann heute mehr
leugnen, daß nur der Große Generalſtab an den Fehlern
und unglaublichen Nachläſſigkeiten die Schuld trägt, welche
Humbert enthüllt hat. — Der Gaulois ſagt: Als wir
Konſervativen auf die Gefahren hinwieſen, hat man uns
nicht glauben wollen; heute ſtößt einer der Führer der
republikaniſchen Partei den Alarmruf aus. Welche
Ant=
wort wird die Regierung darauf erteilen? Diesmal
kön=
nen wir uns nicht mit unbeſtimmten Erklärungen
begnü=
gen; wir verlangen die Wahrheit, die ganze Wahrheit.
Der Figaro ſchreibt: „Wir ſind alſo weder verteidigt, noch
regiert” rief Clemenceau aus. Dieſer Zwiſchenruf
kenn=
zeichnet das ganze Syſtem. Die radikale Politik, die mit
ihren Mehrheitskombinationen und ihrem
Verwaltungs=
fanatismus alles vernachläſſigt, was nicht Partei= und
Wahlangelegenheit iſt, iſt in der geſtrigen Senatsſitzung
endgültig gebrandmarkt worden.
Der Eclair bemerkt zu den geſtrigen
Senats=
debatten: Die Enthüllungen des Herrn Humbert, die durch
das Einſchreiten Clemenceaus verſchärft wurden, tragen
zur Verſchlimmerung der gegenwärtigen Verworrenheit
weſentlich bei. Inmitten dieſer Unordnung tritt der
Prä=
ſident der Republik morgen ſeine Reiſe nach Rußland an.
Sein Miniſterpräſident, der ihn begleiten ſollte, wird
durch Parlamentsdebatten zurückgehalten, welche in einen
wirklichen Streit über den wahren Wert der franzöſiſchen
Armee und ihr Rüſtzeug ausarten. Welch bedauerliches
Mißgeſchick und welches Vorſpiel zu dem diplomatiſchen
Akt, der ſich in dieſen Tagen in Rußland vollziehen ſoll
Die albaniſche Kriſis.
* Durazzo, 13. Juli. Abends. Der Hauptmann
Ghillard konnte vor dem Falle von Berat die
Geſchütze noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Man
be=
fürchtet, daß Valona innerhalb zwei Tagen
fällt. General de Weer beabſichtigt, Valona mit der
Beſatzung zu verlaſſen, da die Stadt wegen ihrer
ungün=
ſtigen Lage und der geringen Beſatzung den Aufſtändiſchen
nicht ſtandhalten könne. In der Lage iſt keine Aenderung
eingetreten. Am Rasbul wurde heute eine beſonders
ſtarke Bewegung beobachtet. Ismail Kemal begibt ſich
heute nach Valona.
* Durazzo, 14. Juli. Mittags. Sicheren
Nachrich=
ten zufolge haben in der Umgebung von Valona
bereits Kämpfe mit den Aufſtändiſchen
ſtattgefunden. Zwei italieniſche Dampfer ſind unterwegs
nach Valona, um die italieniſche Kolonie in Sicherheit zu
bringen. Dem Vernehmen nach geht morgen ein Teil der
vor Durazzo ankernden Flottille nach Valona.
* Durazzo, 14. Juli. Nach von General de Veer
aus Valona über die dortige Lage hierher gelangten
Nachrichten hat die albaniſche Regierung geſtern
abend den Dampfer „Herzegowina” dorthin geſandt, um
Waffen und Mannſchaften an Bord zu
nehmen.
* London, 14. Juli. Im Unterhaus erklärte
der Parlamentsunterſekretär Acland auf eine Anfrage,
er habe vor den britiſchen Delegierten bei der
inter=
nationalen Kontrollkommiſſion in
Al=
banien die Nachricht erhalten, daß Koritza von
einer Streitmacht, die aus gemeinſchaftlich vorgehenden
Aufſtändiſchen und Epiroten beſtanden, beſetzt worden
ſei. Der britiſche Geſchäftsträger in Athen berichtete, daß
die griechiſche Regierung die Epiroten dringend
aufgefor=
dert habe, ſich zurückzuziehen, wenn ſie von der
inter=
nationalen Kontrollkommiſſion dazu aufgefordert werden.
Acland erklärte, er wiſſe nicht, welchen Erfola dieſe
Mah=
nung gehabt habe.
Aus Mexiko.
Die Abdankung Huertas.
* Waſhington 14. Juli. Oliveira
telegra=
phierte dem Staatsſekretär Bryan, daß die Abdankung
Huertas zugunſten Carbajals für heute oder
Mittwoch erwartet werde. Bryan teilte inoffiziell mit,
daß die Vereinigten Staaten Carbajal nicht anerkennen
werden, daß er aber bereit ſei, mit ihm inoffiziell zu
un=
terhandeln, bis die Macht einem Konſtitutionaliſten
über=
tragen würde.
* Waſhington, 13. Juli. General Carranza hat
die amerikaniſche Regierung in aller Form davon
unter=
richtet, daß er ſich auf keine Vermittelung mit
Huertas Abgeſandten einlaſſe und nur die
bedingungs=
loſe Uebergabe annehme.
* Mexiko City, 14. Juli. Nach hier
umlaufen=
den Gerüchten nimmt man an, daß Huerta heute nach
Veracruz abreiſe, um ſich auf dem Dampfer
„Eſpagne” einzuſchiffen. Es befinden ſich bereits
meh=
rere Beamte Huertas an Bord der „Eſpagne”.
* Sandiego (Kalifornien), 14. Juli. Wie
Admi=
ral Howard aus Mazaklan berichtet, ſtreiften die
Auf=
ſtändiſchen an der ganzen pazifiſchen Küſte entlang.
Wahrſcheinlich würden die Bundestruppen in einer Woche
nur noch Mazatlan und Salina Eruz in Beſitz haben.
* Kingstown (Jhmaica), 14. Juli.
Flücht=
linge aus Mexiko berichten, daß zu der Zeit, als
ſie die Hauptſtadt verließen, jeden Augenblick ein Angriff
der Rebellen auf die Stadt befürchtet wurde. Der deutſche
Kreuzer „Karlsruhe” iſt heute früh nach der mexikaniſchen
Küſte abgegangen.
* Mazatlan, 14. Juli. Der deutſche Kreüzer
„Leipzig” der am 9. Juli von hier nach Guayamas
abgegangen iſt, iſt dort bereits eingetroffen.
Literariſches.
— Die elegante Frau. Seit Jahren hat die
Damenmode nicht eine ſo ſinnverwirrende Vielfältigkeit
der Erſcheinungen gezeigt wie gerade zu Beginn dieſer
Saiſon. Und es ſcheint, als wolle ſich der „Mode=
Wirr=
warr” aus dem Frühling in den Sommer fortpflanzen.
In dieſem Augenblick modiſcher Ungewißheit kommt der
neueſte Band der illuſtrierten „Brevierſammlung” des
Ver=
lages Dr. Eysler & Co. ſehr gelegen. „Die elegante Frau”
ſo nennt die bekannte Modeſchriftſtellerin Margarete
v. Suttner ihr „Damenbrevier”. Tatſächlich iſt das
kleine Werk eine faſt lückenloſe Ueberſicht über den geſamten
Intereſſenkreis der Dame. Sehr folgerichtig ſetzt die
Ver=
faſſerin alle ſachlichen und modiſchen Ausführungen eine
kleine Plauderei über den Begriff „Dame” voran, und
es gelingt ihr wirklich, über dies unzählige Mal behandelte
Thema Neues und zugleich Treffendes zu ſagen.
Unter=
ſtützt von ſehr lebendigen Illuſtrationen bleibt nichts
un=
beſprochen, was auf das Thema „die elegante Frau”
Bezug hat, und ſo ſtellt ſich das kleine Werk (Preis 2 Mk.
gbd. 3 Mk.) als ein wahrhaft vollendetes „Damenbrevier”
dar, das unter Damen und Herren ſicherlich ſehr bald
viele Freude haben wird.
— Das Kommandobuch. Exerzierreglement
für die Infanterie in Verbindung mit Felddienſtordnung
und Schießvorſchrift. Nach beſonderer Methode bearbeitet
und durch 92 Zeichnungen, davon 61 mehrfarbige, und
2 Tafeln bildlich veranſchaulicht, nebſt praktiſchen Winken
für Reſerve= und Landwehroffiziere und
Offiziersaſpiran=
ten von Karl Siwinna, Hauptmann d. R. des Infanterie=
Regiments Keith (1. O/S.) Nr. 22. 1914. Phönix=Verlag.
Die ungemein praktiſche Anordnung des Stoffes ſtempelt
das Buch zu einem Hilfsmittel erſten Ranges für die
Offiziere, Offiziersaſpiranten und Unteroffiziere des
Be=
urlaubtenſtandes nicht minder, wie für die des aktiven
Dienſtſtandes. Ein kurzer Blick in das Büchlein
über=
zeugt jeden Sachkundigen ſofort von ſeinem hohen Wert.
An Anerkennungen hat es nicht gefehlt.
— ReimRichers. Eine Hamburger Geſchichte von
Adalbert Meinhardt (Marie Hirſch). 304 Seiten.
3 Mk., gebd. 4 Mk. Leipzig, Heſſe u. Becker Verlag. Im
Nachlaß der vortrefflichen Erzählerin fand ſich das
druck=
fertige Manuſkript eines Erziehungsromans: wohl das
reifſte Buch der verſtorbenen Schriftſtellerin, die, dem
Viel=
ſchreiben abhold, ſich ſtets als eine gewiſſenhafte
Künſt=
lerin bewährte. Das beſte, was man von dem neuen
Roman ſagen kann, iſt vielleicht, daß er belehrt, ohne je die
Abſicht fühlen zu laſſen, und daß er das Zeug hat, für
viele eine Art Troſtbüchlein zu werden. Dabei feſſelt er den
Leſer von der erſten bis zur letzten Seite und darf daher
auch als gute Unterhaltungslektüre angeſprochen werden.
Aus dem ganzen Buche ſpricht eine reine Seele, eine
anima candida; es darf daher unbedenklich in die Hände
junger Leute gelegt werden, wenn es auch nur von
Män=
nern und Frauen nach ſeinem vollen Werte gewürdigt
werden kann.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Wien, 14. Juli. Kriegsminiſter Ritter von
Krobatin tritt morgen einen Urlaub an.
* Bad Iſchl, 14. Juli. Kaiſer Franz Joſef
hat heute ſeinen erſten Jagdausflug während
ſei=
nes diesjährigen Sommeraufenthaltes unternommen. Er
fuhr um 4½ Uhr im offenen Wagen in das Jagdrevier.
* Brüſſel, 14. Juli. Bei dem Zuſammenſtoß
eines Automobils mit einem Motorrad
wurde bei Brügge der Rennfahrer Doorno getötet
und der franzöſiſche Rennfahrer Delacroix ſchwer
ver=
letzt.
* Paris, 14. Juli. Bei der Beratung des
Poſt=
etats im Senat entſtand eine lebhafte Debatte über
die Kredite für die Wohnungsgelder der
Poſtbeamten, deren Ablehnung die bekannten
Zwi=
ſchenfälle vom 23. Juni hervorriefen. Handelsminiſter
Thomſon und Miniſterpräſident Viviani traten für
die Bewilligung der Kredite ein. Viviani ſagte, man
ſolle die Ungehörigkeiten einiger zu Ausſchreitungen
nei=
gender Beamten nicht Tauſende von beſcheidenen
Beam=
ten leiden laſſen. Die Kredite wurden dann mit 146 gegen
113 Stimmen bewilligt.
* Paris, 14. Juli. Die anläßlich des
National=
feſttages ſtattfindende Parade war vom glänzendſten
Wettebegünſtigt. Eine große Menſchenmenge wohnte
derſel=
ben bei und begrüßte den Präſidenten Poincaré durch
begeiſterte Zurufe, beſonders, als er verſchiebenen
Regk=
mentern die ihnen beſtimmten Fahnen übergab. Das
Flie=
gergeſchwader führte über dem Paradefeld Flüge aus.
Unter den fremdländiſchen Perſönlichkeiten befand ſich
Djemal Bey, der ſeine Bewunderung ausſprach. Um 10.20
Uhr kehrte Präſident Poincaré ins Elyſée zurück; es
ereig=
nete ſich kein Zwiſchenfall, der Präſident wurde lebhaft
begrüßt. — Als der Brigadegeneral Vaimbois in
Ne=
vers ſich zur Parade begeben wollte, ſcheute ſein Pferd und
warf ihn ab. Der General erlitt einen doppelten Bruch
des linken Beines.
* Bern, 14. Juli. Es wird hier beſtätigt, daß
Grie=
chenland und die Türkei die ſchweizeriſche
Regie=
rung erſucht haben, in der Streitfrage, betreffend die
Ent=
ſchädigungen für die aus Kleinaſien und Thrazien
Aus=
gewanderten, Schiedsrichter zu ernennen, falls
ſich die Smyrnaer Kommiſſion nicht ſollte einigen können.
Einige Blätter melden, der Bundesrat ſei geneigt, den
Auftrag anzunehmen.
* Montreal, 14. Juli. Die Canadian Pacific
Railroad will unverzüglich gegen den früheren
Eigentümer der „Storſtad”
Schadenerſatzan=
ſprüche für den Verluſt der „Empreß of Ireland” von
2 Millionen Dollars geltend machen. Der die Canadian
Pacific Railroad vertretende Anwalt behauptet, der
Be=
fund der Unterſuchungskommiſſion zeige, daß die
Eiſen=
bahngeſellſchaft für den Schaden nicht haftbar ſei.
* Liſſabon, 14. Juli. Am Schluſſe der Verſammlung,
die ſich mit der politiſchen Lage und namentlich mit
eini=
gen Alfonſo Coſta zugeſchriebenen Maßnahmen
beſchäf=
tigte, kam es zum Handgemenge, wobei Schüſſe
ab=
gegeben und Steine geſchleudert wurden. Mehrere
Per=
ſonen wurden verletzt. Kavallerie und die republikaniſche
Garde zerſtreute die Menge. Die Ruhe iſt
wiederher=
geſtellt.
* Belgrad, 14. Juli. Die feierliche Beſtattung
des verſtorbenen Geſandten v. Hartwig fand
vormit=
tags unter großem militäriſchem Gepränge ſtatt. Auf dem
Wege von der ruſſiſchen Geſandtſchaft bis zur Kathedrake
bildeten Truppen Spalier. Als Vertreter des Königs nahm
Kronprinz Alexander an der Trauerfeier teil. Die
kirch=
liche Einſegnung fand in der Kathedrale ſtatt. Von da ab
bewegte ſich der Zug zum Friedhof, wo die Leiche in einem
Ehrengrabe beſtattet wurde, das die Gemeinde Belgrad
geſtiftet hat.
* Belgrad, 14. Juli. Die Nachrichten über die gegen
öſterreichiſche Staatsangehörige geplanten
Kundgebungen ſind, wie das ſerbiſche
Preſſe=
bureau mitteilt, grundlos. Sie ſind auf irrige
Infor=
mationen der öſterreichiſch=ungariſchen Kolonie
zurückzu=
führen.
* Buenos=Aires, 14. Juli. Geſtern wurde der
Ent=
wurf des Budgets für 1915 im Kongreß
ein=
gebracht. Darin ſind die ordentlichen Ausgaben mit
329516990 Papier=Piaſtern angeſetzt, die Ausgaben für
öffentliche Arbeiten mit 46 898 271 Piaſtern und 16 550000
ſind für Wertpapiere vorgeſehen. Für Hilfsausgaben
ſind 13313 150 eingeſtellt. Die Einnahmen werden auf
341 968 742 geſchätzt. Die Einnahme aus verſchiedenen
Wertpapieren geſtattet, über 50 Millionen zu verfügen.
In der Botſchaft wird geſagt, daß die getroffenen
Maß=
nahmen es geſtatteten, 26 Millionen zu erſparen. Aus
dem Budget dieſes Jahres würden noch 30 Millionen
erſpart werden können. Die Botſchaft erklärt ferner, daß
die wirtſchaftlichen Wirren noch vor Jahresende ſchwächer
werden würden.
Nummer 192.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Juli 1914.
Seite 7.
Geſandter von Haxthauſen .
* Berlin, 14. Juli. Der deutſche Geſandte in Peking,
Herr v. Haxthauſen, iſt geſtern abend in Berlin
ge=
ſtorben. Sein Tod reißt eine Lücke in unſere diplomatiſche
Vertretung in China, die ſchmerzlich empfunden werden
wird, weil der verſtorbene Geſandte nach dreijähriger
Tä=
tigkeit in China ſich nun mit allen Verhältniſſen vertraut
gemacht hatte und im Begriff ſtand, perſönlich erworbene
Kenntniſſe zum Nutzen ſeines Amtes zu verwerten. Als
Herr von Haxthauſen vor drei Jahren als ein
vollkomme=
ner Neuling in chineſiſchen Dingen nach dem Oſten
ge=
kommen war, war eben die Revolution ſiegreich und
Juan=
ſchikais Macht war im Entſtehen. Aber dem neuen
Ge=
ſandten fehlten, lt. Frkf. Ztg., infolge von
Verſetzun=
gen in der Geſandtſchaft die erfahrenen Hilfskräfte, die
das alte Chineſentum und die Männer der neuen Zeit
perſönlich kannten, und die mit der Pſychologie des
Chine=
ſen vertraut waren. In dieſer ſchwierigen Lage war Herr
von Haxthauſen gezwungen, mit außerordentlicher
Vor=
ſicht zu operieren, und dieſe natürliche Vorſicht wurde ihm
von vielen ſchlecht angerechnet, die nur die Erforderniſſe
des Deutſchtums im Auge hatten: raſches, energiſches
Zu=
greifen, energiſches Unterſtützen der deutſchen
Handels=
intereſſen. Herr von Haxthauſen hat ſich ſpäter in ſeine
Geſchäfte eingearbeitet, bis ihn ein Darmleiden zwang,
ſich in Berlin einer Operation zu unterziehen. Als ein
ſchwerkranker, ſchon vom Tode gezeichneter Mann kehrte
er in ſein Amt zurück, und mit bewundernswerter Energie
hat er noch in den letzten Monaten Studienreiſen nach
Mittel= und Südchina unternommen, um Land und Leute
und die vielgeſtalteten deutſchen Intereſſen aus eigener
An=
ſchauung kennen zu lernen. Vor wenigen Wochen mußte er
aber nach Berlin zurückkehren, und hier erkannte man bald,
daß es keine Hoffnung mehr für ihn gab. Auch diejenigen,
die mit ſeiner politiſchen Haltung nicht immer einverſtanden
geweſen ſein mögen, erkennen ſeinen Willen, ſeine
perſön=
liche Liebenswürdigkeit und ſeinen Pflichteifer an. Für
das Deutſche Reich aber wird es nötig ſein, in dem immer
noch nicht ganz zur Ruhe gekommenen unſicheren China
einen Geſandten zu bekommen, den eigene Kenntnis des
Oſtens unabhängig macht und in den Stand ſetzt, ſchon
gleich bei ſeinem Amtsantritt ein entſcheidendes Wort zu
ſprechen.
* Berlin, 14. Juli. Zum Tode des deutſchen
Ge=
ſandten in China, v. Haxthauſen, ſchreibt die
Nord=
deutſche Allgemeine Zeitung: Dem auswärtigen
Reichs=
dienſt wird in dem früh Dahingeſchiedenen ein Beamter
von erprobter Tüchtigkeit entriſſen. Auch als Menſch
er=
warb der Verſtorbene mit ſeiner friſchen, männlichen
Per=
ſönlichkeit ſich an den verſchiedenen Stätten ſeines
Wir=
kens Sympathien, die ihm ein ehrendes Andenken ſichern.
Von der Nordlandreiſe.
* Baleſtrand, 13. Juli. Heute morgen gegen 8 Uhr
unternahm der Kaiſer einen faſt zweiſtündigen
Landaus=
flug. Mittags fand ein kriegsgeſchichtlicher Vortrag des
Generals Freiherrn von Freytag ſtatt. Nachmittags
bear=
beitete der Kaiſer die von dem Kurier gebrachten Eingänge.
Das Wetter iſt andauernd ſchön.
Unfälle in den Bergen.
* Innsbruck, 14. Juli. Die Leichen der von
dem Kopftörl=Grat abgeſtürzten
Mün=
chener Touriſten Denk und Rueger ſind nach
ſchwie=
riger Bergung nach Kufſtein gebracht worden, wo ſie
wahrſcheinlich beerdigt werden.
* Appenzell, 14. Juli. Am Säntis iſt der 27
jäh=
rige Dr. Hans Schönau aus Bregenz abgeſtürzt. Er
beſtieg am Samstag, begleitet von zwei Herren, den
Sän=
tis und trennte ſich am Nachmittag von ihnen, weil er
durchaus über den ſogenannten blauen Schnee
zurück=
kehren wollte. Er ſtürzte am Samstag abend beim
Lau=
berkopf ab. Der Tod war anſcheinend nicht ſofort
ein=
getreten. Ein Sohn des Seealpwirtes fand die Leiche am
Dienstag morgen.
Zur Erkrankung des Herzogs von Aoſta.
* Neapel, 14. Juli. Nachdem der Herzog von
Aoſta von einem infektiöſen Fieber, von dem er befallen
worden war, gänzlich geheilt ſchien, iſt geſtern abend
fol=
gendes Bulletin ausgegeben worden: Die Krankheit des
Herzogs von Aoſta, ein infektiöſes Darmleiden, das ſeit
den erſten Tagen des Juni einen regelmäßigen Verlauf
genommen hatte, zu keiner Beſorgnis Anlaß bot, und
am 7. und 8. Juli beinahe gänzlich geſchwunden ſchien,
zeigt ſeit drei Tagen eine Verſchlimmerung mit hohem
Fieber, Darmbeſchwerden und leichten Anzeichen von
Herz=
ſchwäche. Die Temperatur beträgt 39,6. (gez.) Pescarolo.
Verde.
Nach der Veröffentlichung des Bulletins begab ſich
eine große Zahl von Einwohnern Neapels in den Palaſt
des Herzogs, um ſich einzutragen. Die Herzogin Helene
leitet die Pflege ihres Gemahls.
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amander
Die Revolution auf Haiti.
* Waſhington, 13. Juli. Aus Anlaß der Revolution
auf Haiti hat die amerikaniſche Regierung Befehl gegeben,
daß 700 Marineſoldaten in Guantanamo zur
Ein=
ſchiffung nach Haiti bereit zu halten ſind.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Der feſtländiſche hohe Druck hat ſich ſeit Montag
ſtark verflacht; das weſtliche Tiefdruckgebiet iſt etwas
oſtwärts vorgedrungen. Mit ſeinem weiteren
Vor=
dringen haben wir bei allmählich über Süd nach
Süd=
weſt drehenden Winden Zunahme der Bewölkung, doch
noch meiſt trockenes, warmes Wetter zu erwarten.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 15. Juli:
Allmähliche Zunahme der Bewölkung, meiſt trocken,
warm, ſüdliche bis ſüdweſtliche Winde.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
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Infolge eines Unglücksfalles verſchied in
Danzig=Langfuhr mein teurer, hoffnungsvoller
Sohn, unſer innigſtgeliebter Enkel, Neffe und
Vetter
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Herr Hans Lubbe
cand. ing.
im faſt vollendeten 24. Lebensjahre.
Im Namen der Hinterbliebenen
in tiefer Trauer:
Paul Lubbe, Bauinſpektor,
Frau Marie Trapp.
Hamburg,
Sechslingspforte 6, den 14. Juli 1914.
Darmſtadt,
Kiesſtraße 92,
Die Einäſcherung findet am Freitag, den 17. ds.
Mts., in Hamburg ſtatt.
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Geſtern Nachmittag ½5 Uhr verſchied nach
längerem Leiden mein lieber Mann, unſer guter
Bruder, Schwager und Onkel
Herr August Baldauf
Rechnungsrat i. P.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Minna Baldauf.
Darmſtadt, den 14. Juli 1914.
Liebigſtraße 46.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 15. Juli,
nachmittags 5 Uhr, vom Portale des ſtädt.
Friedhofs aus ſtatt.
(16233
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Ver=
treter Adolf Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Bulgaria” nach Baltimore, 11. Juli
11 Uhr 55 Min. nachts Cuxhaven paſſiert. „Corcovado‟,
Neu=York=Levante=Dienſt, 12. Juli 7 Uhr abends von
Gibraltar. „Hamburg” von Neu=York nach Genua,
12. Juli 7 Uhr abends in Neapel. „Kaiſerin Auguſte
Victoria” 11. Juli 3 Uhr nachm. von Neu=York über
Cherbourg und Southampton nach Hamburg. „König
Wilhelm II.” nach Neu=York, 13. Juli 1 Uhr 15 Min. morg.
Lizard paſſiert. Piſa” von der Levante nach Neu=
York, 11. Juli 4 Uhr nachm. Gibraltar paſſiert. „Preſident
Grant” nach Neu=York, 12. Juli 10 Uhr 30 Min. abends
von Southampton. „Preſident Lincoln” von Neu=York
kommend, 12. Juli 8 Uhr morgens Dover paſſiert.
„Vaterland” von Neu=York kommend, meldet drahtlos,
am 13. Juli 4 Uhr 30 Min. nachm. in Southampton zu
ſein. „Wittekind”, von Kanada kommend, 11. Juli
12 Uhr 30 Min. mittags auf der Elbe. — Weſtindien,
Mexiko: „Conſtantia” 10. Juli in St. Thomas. „Savoia‟
nach Weſtindien, 12. Juli 12 Uhr 35 Min. mittags
Dungeneß paſſiert. „Weſterwald” 12. Juli von Vera
Cruz. — Oſtaſien: „Emden” 12. Juli von Hankow nach
Hongkong. „Friſia” 13. Juli in Dalny, ausgehend.
„Goldenfels” 11. Juli 6 Uhr morgens von Hongkong
nach Singapore. „Preußen” 12. Juli 11 Uhr morgens
von Tſingtau nach Schanghai. „Scandia” 12. Juli von
Malta nach Port Said. „Segovia” 11. Juli 1 Uhr
nachm. von Hongkong nach Singapore. — Verſchiedene
Fahrten: Aleſia” nach Indien, 11. Juli 12 Uhr 30 Min.
mittags Queſſant paſſiert. „Kurmark” nach Indien,
11. Juli in Port Said. Vergnügungsdampfer „Meteor”,
zweite, Nordlandfahrt, 13. Juli 7 Uhr morgens auf der
Elbe. „Victoria Luiſe”, dritte Nordlandfahrt, 12. Juli
in Reykjavik.
Tageskalender.
Mittwoch, 15. Juli.
Konzerte: Platanenhain um 4½ und 8 Uhr. —
Lud=
wigshöhe um 4 Uhr. — Heſſiſcher Hof um 8 Uhr.
Perkeo um 8 Uhr.
Bilder vom Tage. Bilderauslage unſerer Expedition
Rheinſtraße 23). Von der Trauerfeier und der
Bei=
ſetzung des Erzherzogspaares Franz Ferdinand. — Die
neuen Höchſtkommandierenden in Oeſterreich=Ungarn. —
Die drei deutſchen Sieger im franzöſiſchen
Automobil=
rennen um den Grand Prix. — Joſeph Chamberlain f.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 16. Juli.
Verſteigerung (ein Faß Panſen) um 4 Uhr im
Güterſchuppen (Hauptbahnhof).
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Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: i. V.: Max Streeſe; für den übrigen
redaktionellen Teil: Max Htreeſe; für den Inſeratenteil,
Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Paul Lange, ſämtlich in Darmſtadt. — Für den
redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an die
„Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
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[ ← ][ ][ → ]Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Juli 1914.
Nummer 192.
usverkauf
aison
Frankfurt a. M.,
Zeil 72-74-76-78
beginnt Mittwoch, den 15. Jull, morgens 6 Uhr.
Ganz riesige Warenvorräte, grösser als je zuvor, sind meinem diesjährigen Saison-Ausverkauf
unterstellt, und verkaufe ich einen grossen Teil meiner Konfektion für die Hälfte
des früheren Wertes und vielfach noch billiger. Der Saison-Ausverkauf
er-
streckt sich auf alle Abteilungen meines Hauses Zeil 72-74-76-78. In 6 grossen Etagen sind
meine Riesenvorräte, mehr als 60000 Stück Damen- u. Kinder-
Konfektion, dem enorm billigen Ausverkauf unterstellt.
Frankfurt a. M.,
Zeil 72-74-74-78
Bei meinem letzten Ausverkauf musste ich trotz meiner sechs grossen Stockwerke in den Nachmittagsstunden
des öfteren wegen Ueberfüllung meine Lokale schliessen und bitte ich deshalb auch die Vormittagsstunden
zum Einkauf zu benutzen.
Im
Parterre:
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Ein Posten trübgewordene Batist-Blusen jetzt per Stück 30 ₰
Grosse Posten weisse
600 farb. Wasch- u.
200 weisse Batist-
Barchent-Blusen
Batist-Blusen
blusen mit Einsätzen
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jetzt per Stück 70 ₰
garniert . . jetzt 55 ₰
höher . . . jetzt 60 ₰
regul. Preis bedeutend höher.
regul. Preis bedeutend höher.
150 Musseline-
Blusen, imitiert, in
aparten Dessins jetzt 75 ₰
regul. Preis bedeutend höher.
Ein grosser Posten Blusen aus
leinen-
artigen Stoffen, halsfrei, in blau, grau
jetzt per Stück
Ein grosser Posten schwarze Satin-
Blusen
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Ein grosser Posten farbige Kattun- u.
Barchent-Blusen, früherer Preis
bedeutend höher, jetzt per Stück 1.50 u.
Mehrere Hundert weisse und farbige
Crepon-Blusen mit aparten Kragen
und Manschetten, jetzt per Stück 1.50 u.
Ein Postenfarb.
Satin-
blusen mit
Rüschen-
garnitur, jetzt p. St.
regulärer Wert bis
75 ₰
2.50.
1 gr. Post.
Musseline-
blusen, imit., schöne
dunkle Dessins, jetzt 95 ₰
regul. Wert bedeutend höher.
Ca. 2000 Batist-, Voile- u. Creponblusen
in modernen Fassons, eingeteilt in Serien zu
jetzt 1.25 2.25 2.95 4.75 6.50
jetzt 1.75 2.50 3.− 6.− 6.75
Wert teilweise das Doppelte und Dreifache.
600 weisse Wasch-Voile-Blusen
etwas bestaubt, früherer Wert bis 10.−
jetzt zu 3.90 2.90 2.25 1.85 1.2
Ein groster Posten Grepon-Blusen mit
Zacken-Garnierung . . . . . jetzt
Ein großer Posten Waschvoile-Westen-
Blusen, hochaparte Fassons, jetzt
Ein grosser Posten Waschvoile-Blusen
aus getupfter oder bestickter Waschvoile,
mit schönem Kragen u. Einsätzen, jetzt
Ein grosser Posten hocheleg.
Wasch-
voile-Blusen mit wundervoller Stick.,
früherer Wert bis 14.—, jetzt per Stück
Ein grosser Posten handgestickte
Wasch-Blusen mit ganz wundervollen
Stickereien versehen, früherer Wert
bis 11.—
. . . . . jetzt
Ein grosser Posten schwarze Batist-
Blusen, früh. Wert bis 10.—, jetzt 3.— u.
Grosse Posten Seiden-Blusen,
hoch-
moderne Fassons, mit römisch gestreift.
Band garniert, in modernen Farben und
prima Qualität
jetzt 6.50 u.
2.50
2.95
Ein grosger Posten Täl-Blusen in weis
und ecru, mit aparten Einsätzen,
hals-
frei und hochgeschlossen
.jetzt
Ein grosser Posten Tüll-Blusen in weiss
und créme, gefüttert, mit hübschen
Ein-
sätzen, regulärer Wert das Doppelte,
jetzt 2.75,
Grosse Posten schwarze Spitzen-
Blusen, gefüttert, neue Fassons, mit
schwarzem Seidenkragen u. Manschetten
jetzt
Ein grosser Posten Spitzen-Blusen
in ereme Spitzenstoff, geküttert, mit
modernem Seidenkragen, jetzt 6.50
1.75
Sacken Rostamlen
Ein grosser Posten Jackenkleider aus
Stoffen englischer Art, modern verarbeitet,
früherer Wert bis 18.—
jetzt 4.50
Ein grosser Posten Jackenkleider,
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jahrsaison 1914, wirklicher Wert bis 25. in Serien zu 8.—, 7.—, 6.−
Ein grosser Posten Jackenkleider aus Ia
mödernen Phantasiestoffen, aufSeidenfutter,
früherer Wert bis 25.—
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Kammgarn-Röcke mit Knopfgarnitur
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Jacken-
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 192.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Juli 1914.
Seite 9.
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Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Juli 1914.
Nummer 192.
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und außer dem Hauſe, auch
Kinder=Garderobe wird angen.
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ſucht noch einige Kd. a. d. Hauſe.
Grafenſtr. 4, Mittelb., I. St. (*1211mm
Leil Sebidk Fränlein
ſucht Führung eines kl. nur beſſ
Haushaltes. Kleiner Gehalt, gute
Behandl. Hauptſache. Gefl. Off.
unter H 36 an die Exped. (*1241
Mädch. ſ. Laufſt. morg. u. nachm.
ſof. Pankratiusſtr. 30½, H. p. (*1158
Geb. junges Mädchen
aus guter Familie ſucht Stelle als
Stütze per ſofort oder ſpäter. Off
erb. u. H 22 a. d. Exp. (*1191md
Der Katholische
Nieder=Ramſtädterſtraße 30
(täglich 3—5), ſucht für mehr. jüng.
Mädchen
leichte Stellen (zu Kindern) für die
Ferienmon., evtl. f. dauernd. (16178
Männlich
Hochbautechniker
Architekt) mit 4 Semeſter Hochſchule
und längerer Bureaupraxis, ſucht
Stellung in einem Baugeſchäft od.
Architekturbureau zwecks weiterer
Vervollkommnung. Gefl. Off. unt.
G33 an die Exp. ds. Bl. erb. (*1159
30 Maik
demjenigen, der ſtrebſamem Mann
Vertrauensſtellung
irgendwelcher Art verſchafft. Kaut.
kann geſtellt werden. Offert. unt.
88 an die Exped. d. Bl. (*1092im
Geſucht.
Ich ſuche für meinen
ſehr empfehlenswerten
(B16131
Diener eine
Aushilfsstelle
für etwa 6 Wochen.
Frl. Anna Textor
Darmſtadt, Steinackerſtr. 11
ſucht leichte
Zuverläſſ. Mann Beſchäftig.
gegen geringe Vergüt., evt.
ſtunden=
weiſe. Off. u. H 29 Exp. (*1227md
Ein braver Junge achtbarer
Eltern ſucht Stelle auf Büro oder
ſonſt in einem Geſchäft. Gute
Zeugniſſe ſtehen zu Dienſten. Off.
unter H 13 an die Exp. (*1107
Ohl
Wolblich
Buchhalterin
die doppelte Buchführung und
Maſchinenſchreiben praktiſch
be=
trieben hat, geſucht. Nur ſolche
Bewerberinnen wollen ſich melden.
Offert. unt. H 2 Exped. (*1121im
Per 1. Aug. a. o. wird für einen
größeren kaufmänn. Betrieb eine
junge Dame
geſucht. Dieſelbe muß in
Steno=
graphie u. Schreibmaſchine perfekt
ſein und eine ſchöne Handſchrift
haben. Kenntniſſe in Büroarbeit.
ſind erwünſcht. Offert. mit
Zeug=
nisabſchriften und Gehaltsangabe
unter 6 75 an die Exped. ds.
Blattes erbeten.
(16092gm
Lehrmädchen
welches Putzmachen gründlich
er=
lernen will, ſof. geſucht. A. Reith=
Reinicke, Ernſt=Ludwigſtr. 24. (*124s
Modes!
Zuarbeiterin, die etw. im
Ver=
kauf bewandert, geſucht. (*1154
E. Hohmann, Eliſabethenſtr. 16.
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1. Papierfachmann, 24 J., einj.
ged., engl. u. franz.
Sprachkennt=
niſſe, fleißig u. ſtrebſam, firm in
Annahme v. Druckaufträgen und
Extra=Anfertigungen, reiſegewandt,
ſucht, geſt. auf la Zeugniſſe,
aus=
ſichtsreiche Lebensſtellung. Off. u.
H 26 an die Exped. (16248a
Herr, 26 J., hat noch 5 Stunden
evtl. den ganzen Tag frei, ſucht
paſſende Beſchäftigung.
Offerten unt. 6 71 an die
Ex=
pedition d. Bl.
1219
Ja. Fuhrmann mit guten Zeug
niſſen ſucht Beſchäftigung. Forſt
meiſterſtraße 11, 1. St. (B16238
(16246
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baldigen Eintritt geſucht.
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verbunden mit Lehrſtellenvermittlung u. Berufsberatung
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Waldſtraße 19/21.
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Die Benutzung iſt grundſätzlich koſtenlos.
Nur in der Dienſtbotenabteilung und
Hausbeamtinnenab=
teilung zahlen Herrſchaften für das Einſchreiben der Geſuche 20 Pfg.
und für die Vermittlung 1 Mk. Dienſtboten zahlen keine Gebühr.
Arbeitsamt Darmſtadt.
(11823a
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eine perf. Verkäuferin auf
Mode= und Beſatzwaren.
Off. mit Gehaltsanſpr. nur
ſchriftlich erbeten an (*1206
Strauss & Mayer,
Hoflieferanten,
Schulſtraße 8.
Putzarbeiterin
ſowie
Zuarbeiterinnen
per 1. Sept. geſucht. (16059gms
Schriftliche Offerten erbeten
Adolf Geiger.
Kontoriſtin
evtl. Anfängerin, mit guten
Kennt=
niſſen, perfekt in Stenographie u.
Schreibmaſchine, ſofort oder ſpäter
geſucht. Off. u. H 9 Exp. (*1147ms
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koch., zu zwei Leuten, zu einer Dame,
ſowie in gute Geſchäftshäuſer.
Frau Berta Nessling,
gewerbs=
mäßige Stellenvermittlerin,
Lud=
wigſtraße 8.
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Zuverläſſiges
beſſeres Mädchen
mit guten Zeugniſſen per ſofort
oder ſpäter geſucht
(B15837
Hobrechtſtraße 1, part.
Saub. fleiß. jung. Mädchen
tagsüber ſofort geſucht. (*1104im
Heidenreichſtr. 21, part.
Haus- und
Küchenmädchen
geſucht per ſof. oder zur Aushilfe
*1101im) Grafenſtraße 18, part.
Lehrmädchen
das den Verkauf erlernen möcht
ſofort geſucht.
(*1247
A. Reith-Reinicke
Eruſt Ludwigſtraße 24.
Putzfrau geſucht.
*1214
Kahlertſtraße 28, 2. Stock.
Ein kräftiges, ſchulfreies
Mäd=
chen vom Lande für alle
Haus=
arbeiten in beſſeres Haus für ſof.
geſucht. Stütze vorhanden. Off.
inter H 24 an die Expedition
dieſes Blattes.
(*1210ms
Schneiderin, die ſchick zu arbeit.
verſteht u. aus dem Hauſe geht,
ſofort einige Tage geſucht. Adreſſen
mit Preis unter H 31 an die
Expedition.
(*1231
Zuverläſſ. Laufmädchen geſucht.
Näh. Expedition ds. Bl. (*1214
Tügliges ardenſt. Lädchen
in Haushalt mit Kindern geſucht
*1192ms) Stiftſtraße 40, part.
Kleine Familie ſucht z. 15. Sept.
tucht. Alleinmadchen
welches auch zu kochen verſteht.
Zu erfr. Hochſtraße 47. (*1238
saub. Lauffrau gesucht
*1199md) Frankfurterſtr. 17, pt.
Lauffrau zur Aushilfe 1 Std.
von 10—11 Uhr geſucht.
*1193) Mollerſtraße 34, III.
eine Lauffrau fürmorgens
Juche 2—3 Stunden. Frau Danz,
*1202
Bleichſtraße 46.
Jüngeres Laufmädchen
oder Frau
für Werktags vormittag. Kies=
(16236a
ſtraße 92, parterre.
Geſucht
tüchtige Monatsaushilfe, auch
Lauffrau, für ſogleich.
Heinrich=
ſtraße 97.
(16235mds
Ein Mädchen
zum Blumenverkauf in der
Aus=
ſtellung der Künſtlerkolonie geſ.
Näh. Wilhelminenſtr. 8. (*1224
Männlich
Fabrik bei Darmſtadt ſucht für
das Bureau
perfecten
Stenotypiſten
der auch in ſonſt. Bureauarbeiten
erfahren iſt. Offerten nebſt
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nisabſchriften unter H 18 an die
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Nummer 192.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Inli 1914.
Seite 11.
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Spiel-Anzüge, Größe 1 u. 2, Wert bis 2.80
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Grösse 3, 4, 5, 6, 7
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Bluse 1.35
Wert bis 3.95.
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Lud=
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Igrabe
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Juli 1914.
Nummer 192.
21. Jahresverſammlung des
Hauptverbandes deutſcher
Ortskranken=
kaſſen, e. V.
2. Verhandlungstag.
*0' Darmſtadt, 14. Juli.
Herr Knoblauch eröffnet die Sitzung und lädt die
Herren Arbeitgeber zu einer Beſprechung ein, desgleichen
am Mittwoch die Vertreter ſolcher Kaſſen, die
Zahn=
klinik beſitzen.
Die Verbandsrechnung iſt geprüft und für
richtig befunden worden; die Verſammlung erteilt dem
Vorſtand Entlaſtung. — Ueber
die Entwickelung des Kaſſenbeamtenrechts
ſeit dem Inkrafttreten der
Reichsverſiche=
rungsordnung
berichtet. Herr Juſtizrat Dr. Meyer=Frankenthal.
Er führt etwa aus: Die Beamten ſind ein wichtiges
Bindeglied im Kaſſenweſen; es gelte, das Recht zu ſchützen,
ſoweit irgend tunlich iſt. Vor der
Reichsverſicherungsord=
nung galt, abgeſehen vom bürgerlichen Recht, die
Ver=
tragsfreiheit. Sie wurde durch die
Reichsverſicherungs=
ordnung im weſentlichen aufgehoben. In den neuen
Be=
ſtimmungen wohnen nebeneinander der Geiſt des ſozialen
Fortſchritts und des Rückſchritts. Zu erſterem gehört
einmal die Verhältniswahl und die Zuſtimmung
getrenn=
ter Mehrheiten. Auf der anderen Seite iſt die
Bewegungs=
freiheit ſehr eingeengt, insbeſondere die der Beamten
ſelbſt. Der Verband hatte ſchon früher durch einen
Tarifvertrag die Gegenſeitigkeitsverhältniſſe zu regeln
verſucht. Es iſt ein Kompromiß, der erſt nach Stürmen
zuſtande kam, da mancherlei Gegenſätze zu überwinden
waren. Er zeitigte aber doch erfreuliche Fortſchritte in
Beſſerung der ſozialen Verhältniſſe der Beamten, ſowie
ihrer Angehörigen, Einſchränkung der Entlaſſungsgründe,
Verkürzung der 10=Jahrfriſt, der R.V.O. auf 5 Jahre
wegen Entlaſſung aus nichtigem Grunde. Das Beſtreben
vieler Verſicherungsämter, dieſe Beſſerung zu verhindern,
müſſe als unhaltbar bezeichnet werden. Gebeſſert
wur=
den Gehälter Penſionen, Urlaube u. a. mehr. Dieſer
Tarif, bezw. der vorliegende Entwurf, will nicht in jeder
Beziehung für jeden Ort bindend ſein, ſondern als
Muſter Spielraum laſſen für Berückſichtigung
jeweili=
ger beſonderer Verhältniſſe. Dieſem Vertrag iſt nun
ſtarke Konkurrenz erſtanden infolge der R. V.O. durch die
Dienſtordnungen verſchiedenſter Staatsbehörden. Auf
dem Umwege der Dienſtordnung wird verſucht, die freie
Entwickelung zu hindern und der Selbſtverwaltung neue
Feſſeln anzulegen. Die Dienſtordnung iſt die Grundlage
des Dienſtrechts, ſie bedarf der Genehmigung der
Ober=
verſicherungsämter. Dabei werde ſehr oft verſucht, das
Recht der Kaſſenvorſtände einzuengen. Die preußiſche
Regierung verlangte im beſonderen auch eine
Prüfungs=
ordnung mit einem Prüfungsausſchuß, alles gekrönt durch
irgendeinen behördlichen Beamten mit wichtigem
Voll=
zugsrecht. Bayern iſt milder vorgegangen. Alle Kaſſen,
die nicht unbeſehen alles behördlicherſeits Verlangte
hin=
nehmen, haben ſich hiergegen gewendet, einzelne mit aller
Schärſe. Frankenthal z. B. deshalb, weil es den
Vor=
ſitzenden des Prüfungsausſchuſſes aus dem Vorſtand
wünſcht. Die Prüfung ſolle vernünftigen Zwecken dienen,
nicht aber einer weiteren Bureankratiſierung. Es ſind
heute befähigte Kräfte notwendig, wo früher beſcheidene
Kenntniſſe genügten; das Recht iſt ungemein kompliziert
geworden. Notwendig ſei Heranbildung jüngſter Kräfte
aber nicht auszuſchließen eine Blutauffriſchung‟
durch geeignete Kräfte aus der Arbeiterſchaft. Abgewehrt
müſſe das Beſtreben werden, das darauf gerichtet iſt, der
Staatsbehörde über alles das letzte Wort zu laſſen.
Zu kritiſieren ſei in der preußiſchen Dienſtordnung
auch die Vorſchrift wegen Urlaub und Aufrückung nach
Gruppen, ſtatt des beſſeren Dienſtalters. Redner beſpricht
im einzelnen die Vorſchriften über Anſtellung von
Beam=
ten, beſonders ſolcher, die als gemeindliche zu gelten
haben. Es beſtehe nun viel Streit darüber, welchen
Be=
amten ſolche Eigenſchaft beizulegen ſei. In dieſem Streit
habe Herr Geheimerat Hoffmann in privater
Meinungs=
äußerung in der Preſſe eine weite Einſchränkung des
Vorſtänderechts beliebt, die im weſentlichen von der
Re=
gierung als richtig erklärt wurde. Danach ſoll für drei
Gruppen von Beamten die Möglichkeit gegeben ſein zur
Beſtellung als gemeindliche Beamte. Im einzelnen
er=
örtert der Redner dieſe drei Grupen: Geſchäftsleiter auf
Lebenszeit, oder mit Ruhegehalt angeſtellte. Durch
Maß=
nahmen noch anderer Art, auch beſondere preußiſche
Geſetzgebung, ſind Beamte dieſer Art in Wirklichkeit der
Dienſtgewalt der betreffenden Staatsbehörde in die Hand
gegeben, den Kaſſenvorſtänden ſind ſie nahezu entrückt.
Aber auch die allgemeine Freiheit dieſer Beamten iſt
un=
gemein ſtark beſchränkt worden; Schlimmſtes ſei noch im
Herbſt beim preußiſchen Landtag zu erwarten. Eine
ver=
altete, ſeit 50 Jahren beſtehende Geſetzgebung ſoll in ganz
wichtigen Fragen für dieſe in die neueſte Zeit auf die
gemeindlichen Beamten” der Kaſſen übertragen werden.
Stehe doch ſelbſt eine achttägige Arreſtſtrafe in nicht zu
ſerner Ausſchtl Es ſet zu fragen, ob das Verſahren der
preußiſchen Regierung nicht gegen den Geiſt der
Reichs=
verſicherungsordnung verſtoße. Das ſei glatt zu bejahen,
ſchon deshalb, weil § 354, 6 der R. V.O. die religiöſe und
politiſche Tätigkeit auch der Beamten mit geringſter
Ein=
ſchränkung freigibt. Zur Abwehr all dieſer Angriffe auf
die Freiheit der Beamten habe der Bureauangeſtellten=
Verband Verſuche gemacht, die aber als teilweiſe
untaug=
lich bezeichnet werden müßten; er wolle die =Anſtellung
mit Ruhegehalt beſeitigen. Das Streben in ſolcher
Rich=
tung liege aber in der Menſchennatur. Der
Ortskranken=
kaſſen=Verband könne und müſſe ſolches anerkennen; es
könne aber erwogen werden, ob den Beamten nicht die
Wahl zwiſchen Anſtellung mit oder ohne Ruhegehalt
freizugeben ſei. Allgemein betrachtet, ſeien „die Menſchen
in Süddeutſchland beſſer als in Norddeutſchland”, aber
es ſind große Beſorgniſſe begründet dahin, daß das
preu=
ßiſche Beiſpiel Böſes gebärend wirken kann. Schwer zu
be=
greifen ſei, daß ein Teil der Beamten den Brotkorb
höher achte, als das wichtigſte Gut des Menſchen, die
Freiheit. Die Beamten ſeien an ſich mit Feſſeln
um=
geben, mehr brauchten ſie wahrhaftig nicht zu verlangen.
Gegen alle Beſtrebungen, dieſe Freiheit weiter zu
verküm=
mern, ſolle die Jahresverſammlung deutlich proteſtieren.
(Starker Beifall.)
Die Ausſprache wird zurückgeſtellt. — Es ſpricht zu 5:
Salvarſanbehandlung der Syphilis,
Herr Profeſſor Dr. Herxheimer=Frankfurt a. M. In
Frankfurt wurden in der Hauptklinik 11000 Fälle
behan=
delt. Nur der Außenſtehende kann zu Zweifeln gelangen,
wogegen der Kenner zu klaren Schlüſſen ſchon längſt
ge=
kommen ſei. Die ſogen. Nebenerſcheinungen ſeien ganz
außerordentlich gering. Erblindungs= und Todesfalle
blieben bei obigen Behandlungsfällen gänzlich aus. In
der Zuſammenſtellung eines Arztes, der 200 Todesfälle
durch Salvarſan angibt, ſollen 72 unbedingt dieſem Mittel
zur Laſt fallen, erwieſen ſind aber ſchließlich doch nur 7.
manch einzelner Todesfall komme auf andere Mittel.
Wich=
tig iſt eine genaue Beobachtung der Kranken. Dargetan
ſei das Recht des Arztes zur Anwendung von
Salvar=
ſan; bezüglich der Pflicht liege es etwas anders, da ſei
manches nebenher zu beachten. Entwickelt habe ſich aus
günſtigen Erfahrungen als wichtig die kombinierte
Be=
handlung mit Salvarſan und Queckſilber, bezw. Jod.
Redner gibt eine intereſſante Schilderung der drei Arten
von Syphilis. Die neue Behandlung ſchränke die
Rück=
fälle bei allen Erkrankungsformen auf ein geringſtes
Mindeſtmaß ein. Die neue Methode leiſtet den Kranken
einen großen Dienſt, ebenſo unſtreitig der
Volksgeſamt=
heit. Erheblich iſt die ſtarke Verkürzung der Kurdauer
und damit der Koſten; letzteres ſei beſonders für Kaſſen
recht beachtlich. Eine andere umfaſſende Statiſtik
behan=
delt die Wiederanſteckung; auch hier erwies ſich die neue
Methode als ungemein vorteilhaft. In Frankreich ſterben
jährlich 20 000, in Paris 3000 Menſchen an Syphilis. Das
würden, auf Frankfurt übertragen, 450 ſein; dabei
wer=
den aber nicht alle Fälle erfaßt. Alles in allem gelte es
den Kampf aufzunehmen gegen einen ſolchen Feind der
Menſchheit, und da müßten auch die Kaſſen an erſter
Stelle mitwirken. (Starker Beifall.)
Herr Fräßdorf führt aus, er ſei der Meinung, daß
der Vortrag eine Glanzleiſtung im Reigen der
Jahres=
verſammlungen bilde und gute Früchte zeitigen werde,
wenn die Kaſſen, wie es ſich gebührt, den gegebenen
An=
regungen folgen.
Herr Gräf dankt ebenfalls Herrn Prof. Herxheimer und
bedauert, daß es nicht möglich war Herrn Exzellenz
Ehr=
lich zur Jahresverſammlung zu bringen, da er krank iſt.
Die Verſammlung wäre wohl zu einem Triumph für den
verdienten Forſcher geworden.
Nach weiterer Debatte werden die
Leitſätze
einſtimmig angenommen:
„Bei jedem ſyphilitiſch erkrankten Menſchen iſt, je
frühzeitiger, deſto beſſer, eine kombinierte Salvarſan=
Queckſilber=Behandlung einzuleiten. Das Salvarſan ſoll
nach genauer Unterſuchung des Patienten im
Kranken=
haus angewendet werden, wo der Patient mindeſtens die
nächſten 24 Stunden verbeiben ſoll. Durch dieſe Kur wird
der Anſteckungsgefahr anderen Menſchen und ſpeziell der
Familie gegenüber nach dem heutigen Stande der
Wiſſen=
ſchaft am beſten entgegengewirkt. Da durch die genannte
Behandlung die Syphilis geheilt wird oder doch die
Rück=
fälle außerordentlich eingeſchränkt werden, ſo erwächſt,
neben den Vorteilen für die Patienten und für die
Allge=
meinheit, auch für die Krankenkaſſen ein ſehr weſentlicher
finanzieller Vorteil.” — Zur
Ausſprache
über Herrn Dr. Meyers Vortrag nimmt zunächſt Herr
Reichstagsabgeordneter Giebel vom
Bureaubeamtenver=
band das Wort und leitet aus dem Tarifvertrag ab, daß
ſeine moraliſchen Beſtimmungen in der Dienſtordnung
Aufnahme finden müßten. Das Vorgehen der preußiſchen
Regierung ſei ſcharf zu verurteilen, weil es mit dem Geiſt
der Reichsverſicherungsordnung ſich nicht verträgt. Redner
geht auf eine neue — wahrſcheinlich offiziöſe — Schrift
ein: Regulatib, betr. Regelung der Beamtenverhältniſſ,
und bezeichnete eine Anzahl dort vorhandener
Beſtimmun=
gen als ungeſetzlich. — Zu 6:
Das Berliner Aerzteabkommen vom 23.
De=
zember 1913,
berichtet Herr Rechtsanwalt Dr. Baum=Berlin: Es gelte
dem Grundſatz der freiwilligen Arbeitskraftverwertung
und allgemein dem der Koalitionsfreiheit. Angeſichts des
Umfanges der Organiſationen habe der Staat das Recht
und die Pflicht, Streitigkeiten möglichſt hintanzuhalten,
beſonders, wenn das Wohl der Allgemeinheit gefährdet
erſcheint. Der erſte und zweite Entwurf zur
Reichsver=
ſicherungsordnung enthielt reichlich viel Vorſchriften zur
Beilegung oder Beendigung von Streitigkeiten. Sie
wur=
den jedoch nicht Geſetz; nur zwei Beſtimmungen enthalten
einen gewiſſen Schutz der Kaſſen gegen Aerzteſtreits,
auf=
die die Aerzte Ende 1913 hinarbeiteten. Alle Welt
ſah=
mit Sorge dem 1. Januar 1914 entgegen, und wurde dieſer
Sorge enthoben, als es gelang, vor Jahresende das „
Ah=
kommen” zuſtande zu bringen. — Redner präziſiert die
Forderungen der Aerzte und ebenſo das Abkommen in
ſeinen wichtigſten Grundzügen. Der Vertragsabſchluß iſt
einzeln, nicht organiſationsweiſe; die Anſtellungsfrage
findet nur ganz allgemein Regelung — ein beſonderes
Arztſyſtem iſt nicht feſtgelegt. Das Ganze iſt ein allgemeines
Tarifabkommen, wie es zwiſchen anderen Parteien vielfach
ſchon beſteht. Es hat rechtliche Grundlage und aus ihm
folgern rechtliche Anſprüche, die von den Verbänden
gel=
tend gemacht werden können. Redner erörtert Einzelnes
von einem Urteil des Reichsgerichts. Der Vertrag ſei ein
ſolcher „zugunſten Dritter”; ſeine allgemeine Geltung
er=
fährt nur geringe Einſchränkungen. Die Beziehungen und
Verpflichtungen zwiſchen Einzelarzt und Kaſſe werden
jedoch durch Einzelvertrag geregelt. Vorausſetzung hierfür
iſt die Eintragung ins Arztregiſter — ein Vertragsangebot.
Gegen den Kollektivvertrag ſollten die Kaſſen ſich nach wie
vor wenden, denn nur der Einzelverträg binde den Arzt
rechtlich. Schwieriger ſei die Frage der freien Arztwahl.
Wohl ſolle dem Aerzteſtand ein ſtandeswürdiges
Auskom=
men ermöglicht werden, jedoch nicht auf Koſten der Kaſſen.
Zu hoffen und zu wünſchen ſei, daß das Abkommen Ruhe
ſchaffe zunutze friedlicher Entwickelung.
Auch dieſem Redner dankt ſtarker Beifall, dem der
Vor=
ſitzende Scholem noch beſonders Ausdruck gibt. — Herr
Dr. Baum habe den Befähigungsnachweis zum
Schrift=
leiter der Verbandszeitung erbracht.
Es liegt folgende
Reſolution
vor: Die 21. Jahresverſammlung des Hauptverbandes
deutſcher Ortskrankenkaſſen erkennt das Berliner
Einig=
ungsabkommen vom 23. Dezember 1913 grundſätzlich an.
Sie verpflichtet die Verbandskaſſen im beſonderen, die in
Abſchnitt 11 des Abkommens vorgeſehenen Beiträge zur
Abfindung der während der Konfliktszeit angenommenen
Aerzte zu entrichten. Das ſoll auch geſchehen in den
ſüd=
deutſchen Staaten, in welchen beſondere Abkommen
be=
ſtehen, wenn die dort tätigen Kaſſenärzte ſich gleichfalls
an der Aufbringung der Mittel, wie im Berliner
Abkom=
men vorgeſehen, beteiligen und die in Norddeutſchland
er=
zielten Vergünſtigungen den ſüddeutſchen Kaſſen zugeführt
werden.
Herr Kretſchmer=Breslau wendet ſich ziemlich
ſcharf gegen das Abkommen und beſonders gegen die Art,
in der es zuſtande gekommen iſt. Die Behandlung der
Nothelfer” ſei teilweiſe eine geradezu ſchofle; ob 10 Jahre
Ruhe gegeben ſei, iſt ſehr fraglich. Wenn er trotzdem das
Abkommen unterſtütze, ſo nur deshalb, daß höchſt
unan=
genehme Zuſtände ſich nicht allzu oft wiederholen.
Herr Fräßdorf verteidigt gegenüber dem
Vorred=
ner ſeine Stellung in der Erledigung dieſer großen und
wichtigen Streitfrage. Er habe in entſcheidender Stunde
im Einverſtändnis mit den Vorſtandskollegen gehandelt.
Wohl ſeien große Opfer auch von Einzelkaſſen zu bringen
geweſen; ohne ſolche kam eine Einigung nicht zuſtande.
Wichtig ſei die Beſtellung geeigneter Männer für Vertrags:
ausſchuß, Schiedsamt und Zentralausſchuß, weil es dort
gilt, die Intereſſen der Kaſſen wahrzunehmen.
Herr Pollender=Leipzig hielt die reſtloſe
Vernei=
nung des Kollektivvertrages für falſch, beſonders dort,
wo freie Arztwahl herrſcht, und erhärtet dies an der
Dar=
ſtellung von einſchlägigen Einzelheiten. Zur Auslegung
des Abkommens gehöre nicht nur Berückſichtigung der
Rechte, ſondern auch der Pflichten, die übernommen
wur=
den. Die Betriebskaſſen in Leipzig machen ſehr erhebliche
unnötige Erſchwerungen. — Ein Antrag auf Schluß der
Debatte wird abgelehnt, die Vertagung auf
Mitt=
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[ ← ][ ][ → ]Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Jnn 1914.
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Die höhere Pflicht.
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(Nachdruck verboten.)
24)
Das alſo war das Ende einer kurzen, poetiſchen
Glücks=
epiſode, die Hoffnungen, ſtille Sehnſucht und Wünſche in
einem törichten Mädchenherzen erweckt hatte? —
Immer tiefer ſank der braunlockige Kopf herab.
O, Onkel Gerald — wie haſt Du doch ſo unbeſtritten
recht gehabt!
Reinettes Wangen waren von heißer Glut bezogen,
und ihr Herz pochte, als ob es zerſpringen wollte; aber
Enttäuſchung, Wehegefühl oder Schmerz empfand ſie bei
dieſer überraſchenden Nachricht nicht.
Nur mächtig aufquellende Bitterkeit, Regungen von
Verachtung und verletztem Stolz legten davon Zeugnis
ab, wie alles, was ſie für Konrad Geldringen gefühlt hatte,
doch nur oberflächliches Gefallen, vielleicht auch nur
ge=
ſchmeichelte Eitelkeit geweſen war.
O, niemals hätte ſie glücklich zu ſein vermocht mit
einem Manne, der keine vornehmen Geſinnungen, keinen
Stolz, keine Achtung vor den heiligſten Empfindungen des
Weibes beſaß! —
Daher fort — fort mit allen Erinnerungen an jene,
in kindiſcher Tändelei verträumten Tage!
Innerlich befreit, atmete ſie auf, während ein ſüßes,
faſt ſchalkhaftes Lächeln den hübſchen Mund umſpielte.
Das war wieder einmal ſo recht Onkel Geralds
rück=
ſichtsvolle Art!
In ſeiner Sorge um ſie hatte er die verhängnisvolle
Zeitung hierher gelegt.
O, er wollte ſeinem „Kinde” Verlegenheit und Pein
erſparen.
Keiner ſeltl ſchn, wie die ſunge Sele kändſte und
ſich aufbäumte gegen die ihr angetane Schmach! —
Ach, Du guter, guter Onkel Gerald! Wenn Du nur
wüßteſt, daß Reinette in ihrem Innern ganz ruhig iſt —
ſeit —
Ja, die Ruhe war eben ſo ganz von ſelbſt gekommen.
2
Zur nämlichen Zeit ſaß Hofrat Rau im bequemen
Schaukelſtuhl bei ſeinem Schwiegerſohn.
Bereits am Tage vorher hatte er von „Abreiſe”
ge=
ſprochen, was er übrigens ſchon einige Male getan, ſich
aber von Frau Olly immer wieder zum Bleiben hatte
„bitten” laſſen, worauf der Hausherr indes heute nur: Wie
Du befiehlſt, Papa! entgegnete.
Es kan eigentlich ſelten vor, daß der alte Herr ſich für
ein Stündchen hier etablierte; wenigſtens nicht in einer ſo
gemütlichen Art, daß er gleich beim Eintreten, ſich
ver=
gnügt und ſchmunzelnd die Hände reibend, äußerte:
Haſt’s doch einen ſakriſchten G’ſchmack, Gerald! Net
alle Leut’ verſtehn’s, ſich mit Geld ein ſolch ſcharmant’s
Heim zu ſchaffen, wie Du! Dein Stuberl g’fallt’s mir.
Freut mich. Es kommt ja im Leben allerdings viel
auf Geſchmack an, der ganz unabhängig iſt von Summen,
die oft unnötig vergeudet werden, erwiderte der
Ange=
redete ein wenig ſcharſ, weil das recht taktloſe Berühren
der reichen Mittel, die aus des Schwiegervaters Kaſſe nach
Schönſtein floſſen, ihm peinlich war.
Andererſeits gedachte er an das protzenhafte und
ſta=
tiös möllierte Haus des Hofrates in Wien.
Im ſtillen überlegte Gerald auch, was wohl der
eigentliche Grund zu dieſer unverblümt ausgeſprochenen
Anerkennung ſein mochte.
Bereits ſeit der Rückkehr vom Gebirge hatte jener eine
ſo gewiß familiäre Vertraulichkeit an den Tag gelegt.
Wender ſic Seuncd indes an miſten venmnerit,
das war die beſorgt teilnehmende Frage nach der
bau=
lichen Reparatur im alten Schloß und was der ganze
„Schmarrin” wohl koſten dürfte.
Ich zahl’s! hatte er noch mit ſelbſtbewußter Miene
beigefügt.
Seltſam. Gerade dieſes Ueberbleibſel aus einer
locke=
ren, aber dennoch ſtreng exkluſiven, feudalen Zeit, war
dem pietätloſen und freidenkenden Oeſterreicher bisher
im=
mer ein Dorn im Auge geweſen. Am liebſten hätte er aus
dem alten Gemäuer eine Fabrik gemacht.
Solche Toleranz und Teilnahme mußte intſchieden
et=
was zu bedeuten haben.
In Erwartung des weiteren rauchte Baron Solten
ruhig und gelaſſen ſeine Zigarre. Der Hofrat verſchmähte
prinzipiell dieſen Genuß.
Wohl mehrere Minuten unterhielten ſich darauf beide
über gleichgültige Dinge, dann richtete der Aeltere den
maſſigen Oberkörper ſtraffer empor und begann zögernd:
Weißt’, ich hab’ eigentlich über eine b’ſondere Ange=,
legenheit mit Dir zu red’n.
So? — Bitte, Papa. Geſchäftlich oder privat? Ich
ſtehe zu Dienſten.
Ein kleines Unbehagen zitterte durch des Jüngeren
Organ.
Na — ganz privat und diskret — ſo wie zwei Männer
z’ſammen ſprechen, die ſich — ohne langmächt’'g zu
dis=
kutieren, ſchnell verſteh’n.
Betrifft es Olly?
Baron Solten legte die Zigarre fort.
Ka’ Spur! Ich möcht’ auch net, daß ſie ſich über die
Sach’ erſt viel aufregt. Kinder ſein’s halt Kinder!
Der Hofrat beguckte ſich dabei ſeine wohlgepflegte,
fleiſchige Hand.
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Jnli 1914.
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Na weißt’, Gerald, ich wär’ net abgeneigt für einen
zweiten Ehebund.
Ah — weshalb auch nicht, Papa? Du ſtehſt ſo allein,
haſt keiner Seele Rechenſchaft zu geben — biſt noch kräftig
und geſund . . . .
Der Angeredete ſchmunzelte und ſagte ſchnell:
Meinſt’, daß mich a jung’s Mädl noch gern haben
könnt’?
Zündenden Funken gleich blitzte es plötzlich in Geralds
Geiſte auf.
Jung? Nun, Deinen Jahren angemeſſen, natürlich,
Papa, gab er ſchlagfertig zurück.
Eh — warum ſollt’s Mädl net ſehr jung ſein? Daß
ältere Leut’ grad’ gern die Jüngſten frein, iſt net Neues
mehr. Könnt’ ihm ſchon was bieten. Alles was’ wünſcht,
ſollt’s krieg’n. Das fallt immer in die Wagſchale beim
Altersunterſchied. Kein roter Heller braucht’s zu haben —
nix!
Baron Solten ſaß mit dem Rücken nach dem Fenſter,
ſo daß ſeine Züge ſich nicht genau erkennen ließen,
trotz=
dem beugte er aber den Kopf herab, weil ein verräteriſches
Lächeln um ſeinen Mund zu zucken begann.
War der alte Mann im Schaukelſtuhl dort denn
eigent=
lich närriſch geworden?
Am liebſten hätte er laut aufgelacht. Allgütiger
Him=
mel, was doch ein paar ſchöne Mädchenaugen für Unheil
zu ſtiften vermögen!
Hofrat Rau war indes ſo ſehr mit ſeinen eigenen
Ge=
danken beſchäftigt, daß er den Ausdruck im Antlitz des
Schwiegerſohnes gar nicht wahrnahm.
Selbſtzufrieden fuhr er fort:
Schau, Gerald — ich hab’s mir ſchon lang’ im Kopf
zurechtg’legt; wozu auch die unnöt’gen Vorreden. Du biſt’s
ja kein grüner Junge mehr und wirſt’s die G’ſchicht vom
praktiſchen Standpunkt anſchaun’n. Dran beteiligt ſeid ihr
ebenfalls. Alſo glaubſt’s, daß das Reinetterl mich nimmt?
Das Lächeln aus Geralds Zügen war blitzſchnell
ver=
ſchwunden, dafür lagerte nun ein herber
Schmerzensaus=
druck um ſeinen feſtgeſchloſſenen Mund.
Kaufen — wie eine Ware von ihm kaufen wollte
der frivole Lebemann das wohlbehütete Kind, — in einen
goldenen Käfig ſetzen das reizende Spielzeug, es von
al=
len Freuden der Jugend abſchließen — nur für ſich!
Was Gerald anfangs lächerlich erſchienen war, das dünkte
ihm jetzt, wo das ominöſe Wort wirklich gefallen, faſt wie
eine Schande.
Jener leichtfertige Geldringen, der die
Unverſchämt=
heit gehabt hatte, ſeine gierigen Finger nach dieſer holden
Mädchenblüte anszuſtrecken, er wäre vielleicht noch eher
entſchuldbar, ihm war es einzig um Geldmittel, eine reiche
Mitgift, zu tun geweſen, mit welcher er ſeine Schulden
bezahlen und ſich arrangieren wollte. Hier aber wirkte
die lüſterne Verliebtheit des alten Lebemanns auf ihn
gleich einem Hiebe ins Geſicht.
Gerald vermochte nicht mehr ruhig und gefaßt zu
bleiben.
Er war emporgeſprungen und ſchob den Seſſel heftig
zurück.
Unmöglich erſchien es ihm auch, die verlangte
Ant=
wort ſofort zu geben. Aerger, Zorn und Ekel ſchnürten
ihm die Kehle zu.
Mochte der Schwiegervater ihn jetzt immerhin mit
lauernden Blicken beobachten, einerlei! Zeitig genug ſollte
er erfahren, wie dieſe Frage ſein Blut in Wallung brachte
Nun?
Des Hofrats kurzer Ton klang leicht gereizt.
Das iſt eine Angelegenheit, die Du mit Reinette ſelbſt
beſprechen mußt, gab Baron Solten in einem ſo
merk=
bar ſpöttiſchen und mokanten Tone zurück, daß ſein Gaft
heftig auf die Tiſchplatte ſchlug.
Bitt’ ſchön! Dies ſcheint’s mir doch wohl eine
g’ſpa=
ßige, recht wenig liebenswürdige Auskunft zu ſein! Wann
ich ſo was für korrekt hielt, dann käm’ ich g’wiß net erſt
zu Dir!
Meine Anſicht über jenen Punkt dürfte Dir vielleichk
ebenſo wenig gefallen, ſagte Gerald ſcharf, ohne ſeinen
Gang durch das Zimmer zu unterbrechen.
Eh! — Wieſo?
Der Hofrat wiegte den ſchweren Körper im
ſchnell=
ſten Tempo auf und ab. Weil ich es für Unnatur halte,
ja, vom Standpunkte der Moral es direkt verwerfe, junge
Weſen, denen das Leben noch völlig verſchloſſen iſt, an
das Alter zu binden. Daraus erwächſt meiſt nur Unheil,
es widerſpricht meinem ſittlichen Empfinden. Darum
ver=
lange auch nicht, daß ich jemals einen Finger rühre,
Dei=
nen etwas hochgeſchraubten Wünſchen zu willfahren.
Deib’l auch — das nenn’ ich deutlich g’redt!
Hofrat Rau blies die zinnoberrot gefärbten Backen
auf und kreuzte beide Arme über der Bruſt. Aus ſeinen
verſchwommenen Augen leuchtete ein häßlicher,
herausfor=
dernder Blick.
Ein Mann in meinen Jahren is’ net alt! erwiderte
er ſchroff.
Gewiß — aber in Anbetracht des kaum den
Kinder=
ſchuhen entwachſenen Mädchens erſcheint es mir beinahe
ſündhaft, an — eine Verbindung zwiſchen euch zu denken.
Uebrigens bin ich ziemlich feſt davon überzeugt, daß
Rei=
nette nie einwilligen würde, Deine — Frau zu werden!
Gerald ſprach zögernd und merklich akzentuiert, als ob
es ihm Mühe koſte, jene Worte hervorzubringen.
Pah! So a arm’s Haſcherl, das net ein eig’nes Hemd
auf dem Leib’ hat, darf’s Goſcherl gar net aufſperr’n bei
ſo wichtiger Frag’. Sollt’s froh ſein, wann ein
gutſituier=
ter Mann ’s nimmt. Kannſt’s mal mit dem Lex red’n;
ein g’ſcheiter Bub, der wird’s mir recht geben.
Ich handele ſtets nach meinem eigenen Ermeſſen,
kam die Antwort ſchneidend zurück.
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 192.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Juli 1914.
Seite 15.
Tankfurter Karsbertek. Vonr 1. Duf 191z.
Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. (Darmstädter Bank.)
Staatspapiere.
Dt. Reichsschatzanw. 4 100,40
Dt. Reichsanleihe p. 1918- 4 99,20
do. . . . . p. 1925 „
3½ 86,40
do. .
3 76,25
do, .
Preußische Schatzanw. 4 100,30
4 1 91,20
Staffelanleihe.
3½ 86,40
Consols .
3 76,00
d0. . .
Adische Staats-Anleihe: 4 —
3½l 89,00
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3 84,50
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do. unkdb. p. 1918 .
98,80
do, unkdb. p. 1920 .
E.-B.- u. Allgem. Anl.
4 99,00
unkdb. p. 1930 . .
3½ 8485
do. Anleihe . . .
. . . . . . . 3 1 75,00
do.
Hamburger Staats-Anl. . 4 98,00
13½ —
da. v. 1887/94
.. . 3½ 60,20
do, . . . . . . . .
Hessische Staats-Anleihe! 4 97,25
do. unkdb. p. 1921 . . . 4 97,81
½ 85,20
I .
do . . .
do. . . . . . . . . . . . . .. 3 73,85
Sächsische Staats-Rente 3 77,00
Württembg. Staats-Anl.
(unkdb. p. 1921). . . . 4 99,00
do. v. 79/80 . . . . . . . 3½ 88,20
do. . . . . . . . . . . . . . 37-.20
Bulgarische Gld.-Anl, . . 5 95,70
Griech. Anl. v. 1890 . . . . 1,6) —
do. v. 1887 Monopol 1¾4 —
Italienische Rente.
3½) —
Osterr. Stoats-R. v. 1913 . 14½ 89,50
do. Silber-Rente . . . . 4½ 83,50
do. Papier-Rente . . . 14½—
ds. Gold-Rente . . . . . 484,90
do. einheitl. Rente . . 4 80,79
Portug. Tab-Anl. 1891 . . 4½ 97,90
do, inn. amort. 1905 . . 4½ 75.50
do. unif. Serie I
3 63,80
do.
III. . 3 66,50
do. Speziel Titel. . . .
9,50
Rumänen v. 1903 . .
5 99,80
do. Gold v. 1913.
.4½, 90.85
do. Schatzsch. v. 1913 . 4½ 90,80
do. conv.
4 84,60
do. v. 1890 .
4 94,70
do. v. 1891
4
do, v. 1905
4 85,10
do. v. 1908
4 85,10
do, v. 1910 .
4 85,10
Russische St-Anl.
4½ 98,60
do. kons. v. 1880
4 —
do, Gold v. 1890 .
4
do. v. 1902 . .
.... 4 80,05
Schweden v. 1880. . . . .
22155
do. v. 1886 .
86,60
Schweden v. 1890.
85,50
Serben steuerfrei .
do. amort. v. 1895
Türk. Egypt. Tribut.
do. kons. steuerfreie
do, Admin. v. 1903. .
75,30
do. unif. v. 1903. . . .
81,80
70,40
do. v. 1905. . . . . . . .
Ungarische Staats-Rente
1913 unkdb. bis 1923 . . 4½ 87,95
Ungar. Staatsk.-Scheine
v. 1913 . . . . . . . . . . . . 4½ 98,95
do. Gold-Rente. . . . .
80,40
do. Staats-Rente 1910.
7860
do. „
Kr. 4 78,60
Argent. innere Gold-Anl.
v. 1887 5 —
do. äußere v. 1890 .
5 1100,40
do. innere v. 1888 . . .4½ —
do. äußere v. 1888 . . . 4½
do. v. 1897 . . . . . . . . 4
Chile Gold-Anl. v. 1911. . 5
do. v. 1889 .
4½ —
do. v. 1906
4½ 89,50
Chines. St.-Anl. v. 1891
6‟ —
do. v. 1896 .
5 99,30
do. Reorg. Anl..
.. . 5 1 87,70
do. v. 1898 .
4½ 90,50
Japaner . .
4½ 91,90
Innere Mexikaner
68,00
Außere do.
. 18955 —
Mexikan. Gold v. 1904
4 69,40
do. cons. . .
3 —
do, Irrigat.-Anleihe . 4½ 67,50
Buenos-Aires Prov.
3½ 63,70
Tamaulipas . .
5
Sao Paulo E.-B.
5 —
do. v. 1913
5 97,80
Siam v. 1907.
4½ 96,70
Prioritäts-
Obligationen.
Südd. Eisenb.-Gesellsch.
v. 1895/97z½ 84,50
v. 1904 3½ 83,00
Hess. Eisenb.-Akt.-Ges.
Oblig., gar. v. d. Stadt
Darmstadt . . . . . . . . 4 94,00
Nordd. Lloyd-Obligat. . . 4½
Donau-Dampfschiff. v. 82 4% 91,00
Elisabethbahn . . . . . . . 4 1 89,00
Franz-Josef-Bahn. . . . . 4 −
Kaschau-Oderbergerv. 89
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Prag-Duxer ..
.. . . 3 71,40
Osterreich. Staatsbahn . 5 100,70
do. . . . . .
. . 4 81,70
do. . . . . . . . . . . . . . 3 72,00
do. Südbahn (Lomb.) .
97,40
do. do.
70,00
do. do.
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84,00
Russ. Südwest . .
84,40
Moskau-Kasan.
4½ 94,40
(0. . . . . . .
Wladikawkas. .
4 95,50
Rjäsan-Koslow.
4 85,20
Portugies. Eisenb. v.
3 65,00
4½
(0. ... .
Livorneser . . .
24 69,10
Salonique Monastir.
3½ 60,50
Bagdadbahn . . . . . . . . 4 78.00
Anatolische Eisenbahn .4½90,25
Missouri-Pacific I.
49000
do. do, v. 1905 . . 4 —
Northern-Pacific. . . . . . 4 95,00
Southern-Pacific . . . . . . 4 91,60
St. Lauis & San Francisco! 5 1100,20
Tehuantepec . . . . . . . . 5 1 86,00
Ungar. Lokalbahn . . . . 5 98,00
Provinz-Anleihen.
97,30
Rheinprov. Obl. Em. 20/21
do. Em. 10 . . . . . . . .3½ 87.80
3 84,00
do. „ 9. . .
3½ 84,00
Posen Prov.. .
4 95,80
Westfalen Prov. V. . .
Hess. Prov. Oberhessen . 4. 95,40
3½ 96,00
do. Starkenburg. .
Städte-
Obligationen.
Darmstadt.
4 95,30
do. . . . .
3½
Frankfurt .
4 97,00
do. .
3½ 68,10
Gießen
4 94,70
do. . . . .
3½
Heidelberg.
4
do. . . . .
3½ 87,20
Karlsruhe .
4 94,90
do. . . . . .
3½ 86,50
Magdeburg
4—
Mainz . . . .
4 94,80
G0. . . . .
3½ 88,00
Mannheim.
4 95,00
do. . . . .
3½ —
München . .
4 96,40
Sauheim:
3½
Nürnberg
4 95,60
do. . . . .
3½ 87.,50
Offenbach . . . .
do. v. 1914 . .
. . 4
(o. . . . . . .
. . .3½
Wiesbaden.
4
do. . .
.
Worms
do. . . .
Lissabon v.
Moskau v. 1912
94,00
Stockholm v. 16
94.25
Wien Komm.
-
Wiener Kassensc
99,05
Zürich v. 1889 .
Buenos Stadt v. 1892 .
Pfandbriefe.
100,00
Berliner Hyp.-Bk.-Pf. . .
9560
do. unkdb. 1918. . .
2875
do.
1919..
9475
1921.
do.
9600
40. „ 1922.:
8850
do. . . .
85,00
do. Komm.-Obl. unk. 1918
95,00
Frankf. Hyp.-Bk. pr. 1910
do. „ 1915 . . . . 4 96,00
1920. . . . 4 . 96,50
do. . „
do. Scr. 12—19. . . . . . 3½ 86,40
Kommunal-Oblig. Ser. 1,
unkdb. 1910 . . . . . . . 3½ 86,50
Frankf. Hyp.-Krod.-Ver.
Ser. 15—42 4 94,00
do. . . . . . . . 48—40 4 94,80
4 . 96,00
do. unk. 1922 „ 52
3¾/ 88,60
do. „ 1913. . . . .
3½ 86,50
do. Ser. 45 . . .
Hess. Land.-Hyp.-Bk. Pf.
96,90
Scr. 12, 13, 16
do. . . . . „ 14, 15, 171 4 86.90
do. unkdb. 1920 . . . . 4 97,40
1923 . . . . 4 97,50
do.
do. Ser. 1, 2, 6—8 . . . . 3½ 84,70
84.50
do.
3—5 . . . . . . .
do, kündb. 1915 . . . . . 3½ 84,70
do. Komm. unk. 1913 4 96,90
„ 19141 4 96,90
do. „
„ 1916) 4 97,10
do. „
„ 1920 4 97,40
do. „
„ 1923 4 97,50
do. „
do. verlosb. u. kündb. . 3½1 84,70
84,75
unkäb. 1915
do.
Meininger Hyp.-Bk. Pfab. 4 94,80
4 96,00
do. unkdb. 1922. .
do. . .
. . 3½ 86,00
Rheinische Hyp.-Bk. Pfb.
94,50
unkab. 1917
19191
94,20
do. . . . ..
1921 4 94,20
do. . . . ..
do. . . . .. „ 1924 4 96,50
3½ 84,40
Go. . . . . . . . . .
do, Komm. unk. 1923 . 4 95,20
do.
1924 .
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97,00
do. . . .... , . . . . . . 3½
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Unter-
nehmungen Zürich . . 10
Berg.-Märkische Bank.
Berliner Handelsges..
Darmstädter Bank . .
6½ 114,00
Deutsche Bank. . . . . . .12½23200
Deutsche Vereinsbank. . 6 118,25
Dt. Efekt. u. Wechs.-Bk. 6 (112.00
Disk.-Kommand.-Ant. . . 10 181,00
Dresdner Bank. . . . . . . 8½ 145,90
Div
Frankf. Hypothek.-Bank! 10 215.00
do. d0. Kred.-Ver.8½ 1155,60
Mitteldeutsche Kred.-Bk.6½ 115,20
107,00
Nation.-Bank f. Deutschl.
7 (121,75
Pfälzische Bank . . . . .
.. . . .8.43 (13860
Reichsbank .
12500
Rheinische Kredit-Bank.
106,50
A. Schaaffhaus. Bk.-Ver..
125,00
Wiener Bank-Verein . . .
Aktien von
Trans-
port-Anstalten.
Hamb.-Amerika-Packetf. 10 125,00
Norddeutscher Lloyd. . .1 8 (107.50
Frankfurt. Schleppschiff. 4 116,00
Südd. Eisenb.-Gesellsch. . 6½ 1128,00
Anatol. Eisenb. 60%-Akt. 5½
Baltimore . . . . . . . . . . 6 89.75
. . . . . 10 1186,25
Canada . . .
Schantung . .
. . . .7½. 1126½
3"
Frinn Heury.
Lombarden
.. . . . 0 15,50
.. 6 111050
Pennsylvania.
Industrie-Aktien.
Badische Anilin-Fabrik . 28 563,25
chem. Fabrik Griesheim 14 (240.10
Farbwerke Höchst . . . . 30 459,75
Ver, chem. Fabr. Mannh. 20 1302,00
Zement Heidelberg .
10 143,00
Chemische Werke Albert 30 1394,00
Holzverkohl. Konstanz 15 265,00
Lahmeyer
Schuckert, Nürnberg. . . 8 141,25
Siemens & Halske. . . . . 12 211,00
Bergmann Elcktr. . . . . . 5 111000
Allg. Elektr.-Gesellsch. . 14 238,50
Hagen Akkum. . . . . . . . 25 281,00
Deutsch. Übersee-Elektr. 1120
Gummi Peter . . . . . . . . 0 78,00
Adler-Fahrradwerke . . . 25 1284,50
Maschinenfabr. Badenia . 6 1123,00
Wittener Stahlröhren . . 0
Motoren, Oberursel . ..8½ 1152,00
Gasmotoren, Deutz . . . . 9 (121,00
Siemens Glas-Industrie . 15 —
Enzinger Filter ..
23 275,00
Steaua Romana
. . 10 145,00
Zellstoff Waldhof . . . . . 12 1166,50
Bad. Zucker-Waghäusel.12,83/213,00
Neue Boden-Aktien-Ges.
74,00
Süddeutsche Immobilien
54,50
Bergwerks-Aktien.
Aumetz-Friede . .
„ ,
12 147,80
Bochum. Bergb. u. Gußst. 14 1217,25
Leonhard, Braunkohlen. 9 1155,00
Konkordia Bergbau .
23 355,00
Deutsch-Luxemb. Bergb. 10 1122,00
Eschweiler . . . . . . . .
10 225,90
Gelsenkirchen Bergw. . 11 1177,75
Harpen Bergbau. . . . . .11 172,00
Kaliwerke Aschersleben . 10 —
Kaliwerke Westeregeln . 13 1186,00
Königin Marienhütte . . 5
Laurahütte . . . . . . . . . 8
Oberschles. Eisenbed.
4 1 80,00
Oberschl. Eisen-Industrie O 80.70
Phönix Bergbau .
18 (229,25
Rheinische Braunkohlen 11 230,00
Riebeck Montan . . . . . . 11 1176,00
South West.-Afr. Shares . 5
Verzinsliche
Anlehenslose.
Zk.
Badische .
TIr. 100 4 —
Cöln-Mindener . TIr. 1003½139,50
Holländ. Komm. . H. 100 3 114,00
Madrider . . . . . Frs. 100 3
Meininger Präm.-Pfdbr. . 4 1143,10
Osterreicher 1860er Lose . 4 1180,00
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Raab-Grazer . . . . A. 150 (2½
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Venediger . . .
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Amerikanische Noten.
14,19½
Englische Noten . .
20,50
Französische Noten. .
81,45
Holländische Noten .
169,40
Italienische Noten
*81,15
Osterr.-Ungarische Noten.
84,90
Russische Noten . . . . . . . .
Schweizer Noten. . .
81,50
Reichsbank-Diskont
4o. Lombard Zaf..
Tendenz:
Schwach.
Handel und verkehr.
— Frankfurt a. M., 14. Juli. (Börſe.) Zu
den ſchon vorhandenen ungünſtigen Momenten kamen
heute einige neue, welche geeignet waren, die erhoffte
Be=
ruhigung der Börſe nicht eintreten zu laſſen. Außer der
italieniſchen Mobiliſierung, über welche ſich die Börſe
immer noch nicht hinwegſetzen kann, verſtimmten
Belgra=
der Nachrichten über eine außerordentliche Beunruhigung
der dort lebenden Oeſterreicher und nicht zuletzt die
Aus=
führungen des Senators Humbert, die allgemein einen
peinlichen Eindruck hervorriefen. Einen weiteren Grund
für die erneute Mattigkeit der Börſe boten außer
nied=
rigeren Wiener Kursmeldungen die aus Neu=York
hier=
her gelangenden Nachrichten. Beſonders verſtimmte der
Rückgang der Kanadaſhares, die an der geſtrigen Neu=
Yorker Börſe wieder zirka 5 Proz. einbüßten, was
des=
halb noch beſonders in Erſcheinung tritt, weil der
vor=
liegende Wochenbericht über den amerikaniſchen Roheiſen=
markt wieder etwas zuverſichtlicher lautet, wie überhaupt
die neueſten amerikaniſchen Tendenzberichte das Beſtreben
erkennen laſſen, die Ausſichten der Neu=Yorker Börſe
wenigſtens für die nächſte Zeit günſtiger zu ſchildern. Der
wahre Grund für die Schwäche des Amerikaner Marktes
dürfte in der Unſicherheit zu ſuchen ſein, die betreffend
des Ausgangs der Frachtratenfrage immer noch herrſcht,
und ferner darin, daß angeſichts der Haltung, die die
Kommiſſion neuerdings zeigt, die Hoffnung auf einen
günſtigen Ausgang nur gering erachtet wird. Auch im
Verlauf konnte ſich eine beſſere Stimmung der Börſe nicht
durchſetzen, um ſo mehr, als von Berlin die Nachricht über
Zahlungsſchwierigkeiten einer dortigen mittleren
Bank=
firma gemeldet wurde. Der Kaſſamarkt lag matt. Auch
der Fondsmarkt war ſchwächer, doch gingen hier die
Kurs=
einbußen nicht über 0,35 Prozent hinaus. Tendenz matt.
Schiffsliſte für billige Briefe nach
den Vereinigten Staaten von Amerika (10
Pfennig für je 20 Gramm). Die Portoermäßigung er=
ſieit ſch mr auf die Breſe niht auch auf Poeſtenen,
Druckſachen uſw. und gilt nur für Briefe nach den
Ver=
einigten Staaten von Amerika, nicht auch nach anderen
Gebieten Amerikas, z. B. Kanada. Kronprinz Wilhelm”
ab Bremen 21. Juli, „Vaterland” ab Hamburg 22. Juli,
„George Waſhington” ab Bremen 25. Juli, „Imperator”
ab Hamburg 31. Juli, „Königin Luiſe” ab Bremen 1.
Auguſt, „Berlin” ab Bremen 4. Auguſt, „Kaiſerin Auguſte
Viktoria” ab Hamburg 6. Auguſt, „Bremen” ab Bremen
8. Auguſt, „Kaiſer Wilhelm der Große” ab Bremen 12.
Auguſt, „Vaterland” ab Hamburg 12. Auguſt. (Poſtſchluß
nach Ankunft der Frühzüge.) Alle dieſe Schiffe ſind
Schnelldampfer oder ſolche, die für eine beſtimmte Zeit
vor dem Abgange die ſchnellſte Beförderungsgelegenheit
bieten. Es empfiehlt ſich, die Briefe mit einem
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burg” zu verſehen.
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 192.
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 15. Inli 1914.
Weizen
Roggen Hafer
170
163‟
Königsberg
168
. 206 (—1 ) 167
Danzig .
164
Stettin .
167.
)160
203 (—
Poſen
. 201 (—
)158
162
Breslau
172
. 203
186
Berlin
179
184
Magdeburg . 204
. 200
180
Halle .
)180
. 201
178
182
Leipzig
Gresden
175
. 206 (—4 ) 173
177
Roſtock
)170 (*1
181
207
Hamburg
183 (41.
183
168 (—
Hannover
. 199
)184
Düſſeldorf .
212
185 (*41
Köln
177
Frankfurta. M. 215
)185 (*3 ) 195
Straßburg . . 207½
190
München . . 216
183
186 (—2
(—2)
Nummer 192.
Turmen, Spiele und Sport,
* Athletik. Bei den leichtathletiſchen Wettkämpfen in
Bayreuth i. B. gelang es den beiden Matadoren, dem
Weltmeiſter Joſeph Otto, und deſſen Bruder Meiſter
Edmund Otto, Erfolge zu erringen, die in der
Sport=
welt einzig daſtehen. Weltmeiſter Joſeph Otto errang
fünf 1. Preiſe und einen 2. Preis und zwar: 1. Preis,
Steinſtoßen, ½ Ztr., 1. Preis, Steinſtoßen, ¼ Ztr., 1.
Preis, Kugelſtoßen, 1. Preis, Kugelwerfen, 1. Preis,
Schleuderballwerfen, 2. Preis, Diskuswerfen. Meiſter
Edmund Otto errang: 2. Preis, Steinſtoßen, ¾4 Ztr.,
2. Preis, Steinſtoßen, ½ Ztr., 2. Preis, Kugelſtoßen, 2.
Preis, Kugelwerfen, 2. Preis, Speerwerfen, 3. Preis,
Schleuderballwerfen, 3. Preis, Diskuswerfen. Dieſe
groß=
artigen Erfolge berechtigen uns zu den größten
Hoff=
nungen für die Olympiade Berlin 1916.
Luftfahrt.
Grahame White als Ozeanflieger.
B. Um die 200000 Mark Prämie für den erſten
trans=
atkantiſchen Flug wird ſich auch der bekannte engliſche
Flieger Grahame White bewerben, und zwar mit einem
engliſchen Flugzeug und einem engliſchen Motor. In
Hendon wird bereits der Schuppen errichtet, in dem das
transatlantiſche Flugzeug erſtehen ſoll. Die Einzelheiten
der Konſtruktion des Entwurſes werden einſtweilen
ge=
heim gehalten, allein ſchon früher hat Grahame White
er=
klärt, daß ſein Ozeanflugzeug wenigſtens drei Perſonen
tragen muß. Der Apparat wird vier verſchiedene, von
einander unabhängige Motoren erhalten, ſoll vierzig
Stun=
den ohne Zwiſchenlandung fliegen können und zugleich
ſeefeſt” ſein, alſo im Notfall auch ſchwimmen können.
Vorausſichtlich wird ſich in England ein Komitee bilden,
dem die bekannteſten engliſchen Flugzeugbauer und
In=
genieure angehören, um den transatlantiſchen Apparat zu
erproben. Bei dem Ozeanflug wird Grahame White noch
einen zweiten Piloten mitnehmen.
Landwirtſchaftliches.
Kurzer Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 6. Juli bis 13. Juli 1914.
Trotzdem die Berichte aus den
Frühjahrsweizenge=
bieten der Union wieder günſtiger lauten und das
Acker=
baubureau an ſeiner hohen Ernteſchätzung feſthält,
bekun=
deten die amerikaniſchen Getreidebörſen im allgemeinen
eine etwas feſtere Tendenz. Man hat drüben bereits
große Mengen vorverkauft und iſt jetzt umſo mehr geneigt,
die weitere Entwicklung abzuwarten, als aus den
Län=
dern, deren Konkurrenz die Amerikaner in erſter Reihe zu
fürchten hätten, über eine Verſchlechterung der
Ernteaus=
ſichten geklagt wird. Das gilt für Kanada, wo es an
Feuchtigkeit fehlen ſoll, ganz beſonders aber für Rußland,
deſſen Ernte durch die in Mittel= und Nordrußland ſeit
längerer Zeit andauernde Hitze und Trockenheit derart
ge=
litten hat daß in größeren Gebieten mit der Möglichkeit
einer Mißernte gerechnet wird. Dieſe ruſiſchen Klagen
waren es vor allem, die einer Abſchwächung der Tendenz
entgegenwirkten. Von Einfluß war aber auch die wieder
ſeſt gewordene Haltung des Budapeſter Termimartes.
Der ungariſche Regierungsbericht, der nur eine kleine
Beſſerung aufwies, entſprach nicht den Erwartungen. In
Deutſchland verhielten ſich die Käufer im Hinblick auf den
befriedigenden Felderſtand ſehr reſerviert. Die Schätzung
der preußiſchen Roggenernte hat inſofern überraſcht, als
der in Ausſicht geſtellte Ertrag von 9186845 Tonnen nur
wenig hinter der vorjährigen Rekordernte zurückſteht. Da
das Wetter die Reife beſchleunigt und der Schnitt
verein=
zelt ſchon begonnen hat, ſo hat das Intereſſe für alte
Ware faſt ganz aufgehört und die Preiſe mußten weiter
nachgeben. Für Weizen beſtand auch wenig
Unterneh=
mungsluſt, indes ſtützte die feſtere Haltung des
Weltmark=
tes ſowie der Umſtand, daß das Ausland Nachfrage für
Abladung neuer Ernte zeigt, wenn auch zunächſt zu
un=
lohnenden Preiſen. Das Hafergeſchäft war ſehr ſtill,
Lie=
ferung durch Begleichungen gedrückt. Ruſſengerſte hatte
ſchwankende Tendenz bei wenig veränderten Preiſen,
da=
gegen war Mais feſt, da von der Donau nur wenig
An=
gebot vorlag, Argentinien ſchlechtes Wetter meldete und
in Nordamerika heißes, trockenes Wetter Beſorgniſſe für
die ohnehin nicht ſonderlich gut ſtehenden Maispflanzen
erweckt. Es ſtellten ſich die Preiſe für inländiſches
Ge=
treide am letzten Markttage wie folgt:
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Juli 202,75 (— 1,50),
Sept. 194 (— 1.25), Peſt Okt. 220,90 (*. 4,40), Liverpool
Okt. 152,10 (—6.90), Chikago Juli 120, 75 1—1,75), Roggen:
Berlin Juli 170,75 (—2,75), Sept. 162,75 (—2), Hafer:
Berlin Juli 166 (—5,50),, Sept. 159 (—2,75), Ruſſengerſte
frei Hamburg unverzollt Juli 117,75 (—1,25), Aug./Dez.
116 (—0,50), Mais: Argent. Juli/Aug. 109,25 (F 2,75),
Donau ſchwimm. 111,75 (* 3,25) Mk.
F.C. Frankfurt a. M., 14. Juli. (Heu= und
Strohmarkt.) Man notierte: Heu 3,50—3,70 Mark,
Stroh fehlte; alles per 50 Kilo. Geſchäft: flott. Die
Zu=
fuhren waren aus den Kreiſen Hanau und Dieburg.
Aachrichen des Sanderamis Damſtnd ſ.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 6. Juli: Dem Lagerhalter Juſtus
Haſſenpflug, Feldbergſtraße 69, eine T. Am 10.: dem
etſcte ueite Sltenit, Mene, Schftanſeat.
Nr 81, ein S. Heinrich Willi. Am 6.: dem Oberkellner
Ludwig Fiſcher, Kaupſtraße 54, ein S. Karl. Am 4.:
dem Kellner Heinrich Lorenz, Kleine Ochſengaſſe 2, ein
S. Otto. Am 5.: dem Zuſchneider Johann Klaaſen,
Roßdörfer Straße 29, ein S. Johann Wilhelm Heinrich.
Am 12.: dem Großh. Finanzaſſeſſor Hermann Fourier,
Obere Liebfrauenſtraße 36, ein S. Lothar. Am 7.: dem
Schloſſer Georg Seip, Lichtenbergſtraße 23, eine T.
Helene.
Auswärtig Geborene: Am‟ März: Dem Schreiner
Wilhelm Ewald in Zürich (Schweiz), eine S. Roſino
Friedrich. Am 14. Februar: dem Schuhmacher Ludwig
Molter, hier, Neckarſtraße 24, ein S. Hans Hermann
Ludwig.
Aufgebotene Am 10. Juli. Landwirt Jakob
Neu=
meiſter IV, Nieder=Ramſtadt, mit Dienſtmädchen
Marga=
retha Pfeifer, Kirchbeerfurt. Fuhrmann Jakob
Zim=
mermann IV, Biebesheim, mit Margaretha Wienold,
hier. Maſchinenarbeiter Johannes Steinbach, Neue
Irenenſtraße 19, mit Laufmädchen Anna Maria 5
Stein=
brecher, Neue Irenenſtraße 19. Am 11.: Hilfsarbeiter
Jo=
hannes Dehn, mit Chriſtine Goßner, beide Offenbach
a. M. Am 13.: Schuhmacher Jakob Kraus mit Anna
Maria Enders beide Dieburg. Leutnant im Pionier=
Bataillon Nr. 21 Hans Paul Wilhelm Nerger, Caſtel bei
Mainz, mit Eliſabeth Minna Irene Henſel,
Gervinus=
ſtraße 95.
Eheſchließungen. Am 7. Juli: Großh. Gerichtsaſſeſſor
Karl Muhl. mit Helene Orth, beide hier. Bahnarb.
Adam Müller, mit Maria Thienel, beide hier. Am.
11.: Lokomotivheizer Heinrich Berck, mit Katharina
Reul, beide hier. Fahrburſche Friedrich Becker, hier,
mit Eliſabethe Krichbaum in Nieder=Kainsbach.
Aus=
hilfsſtationsſchaffner Jakob Göttmann, hier, mit
Mar=
garete Schroth in Babenhauſen. Monteur Franz
Gremm, mit Schneiderin Maria Sevin, beide hier.
Bürvaſſiſtent bei dem Städt. Fürſorgeamt Guſtav Lang,
mit Dorothea Schneider, beide hier. Schreiner Adolf e
Leiſer, mit Eva Schäfer, beide hier. Kaufm. Buchhalter
Ludwig Höhner, mit Wilhelmine Zimmermann, beide
hier Kommiſſariſcher Eiſenbahn=Unteraſſiſtent Bernhard
Vollrath in Pfungſtadt, mit Anna Körner, hier.
Poſt=
bote Jakob Lemmertz, mit Köchin Anna Amend, beide
hier. Am 13.: Geſchäftsführer Hermann Hoffmann, mit
Friederike Schuſter, beide hier.
Geſtorbene. Am 10. Juli: Willi Flörsheimer, Sohn
des Taglöhners, 6 Monate, ev Arheilgenſtraße 35. Marie
Johanna Schenck, geb. Huybrechts, Witwe des
Priva=
tiers. 74 J., ev., Bismarckſtraße 21. Anna Katharing
Müller, geb. Krebs, Witwe des Feldſchützen, 89 J., ev.,
Erbacherſtraße 25. Am 11.: Philipp Katzenmayer,
Schreiner, 36 J., ev., aus Wirhauſen, hier Grafenſtraße 9.
Friedrich Jung, Sohn des Spenglers, 2 J., ev.,
Lang=
gaſſe 8. Am 12.: Gebhard Aug. Eduard Zernin,
Ver=
lagsbuchhändler, Hauvtmann à la suite. 84 J., ev.,
Bis=
mnarckſtraße 21. Joſef Pacuelt, Ziegeleiarbeiter, 39 J.,
kath., ledig, aus Arheilgen, hier, Erbacherſtraße 25. Am
13.: Lina Bär, Tochter des Taglöhners, 1 J., ev., aus
Griesheim, hier Erbacherſtaße 25. Am 12.: Eliſe Röſe,
geb. Bauermann, Schneiderin, Witwe des Schreiners, 51
J., ev., Arheilgenſtraße 50. Am 13.: Mathilde Johanna e
Friedrich, Tochter des Tapezierers, 9 Monate, ev.,
Kies=
ſtraße 21.
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 192.
Seite 23
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Sonntag, den 19. Juli:
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dem am Mittwoch, den
.Juli, von 12 Uhr mittags ab
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1. „Treue um Treue” Marſch
n C. Teike. 2. Ouvertüre zur
per „Die weiße Dame” von A.
oieldieu. 3. „Ganz allerliebſt‟
alzer von E. Waldteufel. 4.
An=
reihte Stücke aus der Oper „Der
tikado” von A. Sullivan. 5.
Un=
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laut Liste II,
Jagdartikel aller Art
Slaut Liste III,
Jagdbekleidungsstücke aller Art
laut Liste IV,
Munition laut Liste V.
Hunde-Dressur-Apparate
laut Liste X. (I,14089
— Preislisten kostenlos. —
Auswahlsendungen auf Wunsch.
Gewehr-Versand ab Cöln o. Suhl.
Wegzugshalber bill. zu verk.
hochelegante, große Eichen=
Flur=
toilette, ſow. maſſiv. 3arm.
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ſing=Gaslüſter
117
Obere Liebfrauenſtr. 36, I.
Das iſt die falſche, liebes Kind,
die trüglich man gegeben Dir;
bring ſie zurück, verlang geſchwind
die weltberühmte „Kavalier‟!
Koakbinter
Rmabneteufſerc 7.
Sehancht gushtaßt
meitchege.
Laud Lu
Fußſchweiß
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lindert am beſten
Desodoral.6
Zu haben bei
Gg. Germann, Grafenſtr. 35
zuterh. Kinderwagen zu verk.
1160) Dieburgerſtr. 64, part