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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Nr. 283.
Mittwoch, den 14. Oktober.
1914.
Der Krieg.
Die Enthüllung engliſcher Perfidie. — Staatshilfe für die Arbeitsloſen. — Aus Oſtpreußen. — Ein ruſſiſcher Panzers
kreuzer vernichtet. — Der Rückzug der Ruſſen. — Die ruſſiſchen Streitkräfte. — Eine arabiſche Proklamation. — Neueſte
Nachrichten von den Kriegsſchauplätzen.
Die Enthüllung engliſcher
Verichte
Der Bruch der belgiſchen Neutralität durch
England und Belgien.
* Berlin, 12. Okt. (W. T. B. Amtlich.) Die Nordd.
Allg. Ztg. ſchreibt:
Durch die eigene Erklärung Sir Edward Greys iſt die
Behauptung der engliſchen Regierung bereits als
unhalt=
bar erwieſen, daß die Verletzung der belgiſchen
Neutrali=
tät durch Deutſchland das Eingreifen Englands in den
gegenwärtigen Krieg veranlaßt hat. Das Pathos
ſitt=
licher Entrüſtung, mit dem der deutſche Einmarſch in
Bel=
gien von engliſcher Seite zur Stimmungsmache gegen
Deutſchland bei den Neutralen verwertet worden iſt, findet
eine neue und eigenartige Beleuchtung durch gewiſſe
Do=
kumente, welche die deutſche Heeresverwaltung in den
Archiven des belgiſchen Generalſtabs in
Brüſſelaufgefunden hat.
Aus dem Inhalt einer Mappe welche die Aufſchrift
trägt „Intervention anglaise en Belgique” geht hervor,
daß ſchon im Jahre 1906 die Entſendung
eines engliſchen Expeditionskorps nach
Belgien für den Fall eines deutſch=franzöſiſchen
Krie=
ges in Ausſicht genommen war. Nach einem
vorgefunde=
nen Schreiben an den belgiſchen Kriegsminiſter vom 10.
April 1906 hat der Ehef des belgiſchen Generalſtabs mit
dem damaligen engliſchen Militärattaché in Brüſſel,
Oberſt=
leutnant Barnardiſton, auf deſſen Anregung in
wieder=
holten Beratungen einen eingehenden Plan für
ge=
meinſame Operationen eines engliſchen
Expedi=
tionskorps von 100000 Mann mit der belgiſchen
Armee gegen Deutſchland ausgearbeitet. Der
Plan fand die Billigung des Chefs des engliſchen
General=
ſtabs, Generalmajors Griorſon. Dem belgiſchen
General=
ſtab wurden alle Angaben über die Stärke und Gliederung
der engliſchen Truppenteile, über die Zuſammenſetzung des
Expeditionskorps, ferner die Ausſchiffungspunkte, eine
genaue Zeitberechnung für den Abtransport u. dergl.
ge=
liefert. Auf Grund dieſer Nachrichten hat der belgiſche
Generalſtab den Transport derengliſchen
Trup=
pen in das belgiſche Aufmarſchgebiet, ihre Unterbringung
und Ernährung dort eingehend vorbereitet. Bis
in alle Einzelheiten iſt das Zuſammenwirken ſorgfältig
ausgearbeitet worden. So ſollten der engliſchen Armee
eine große Anzahl Dolmetſcher und belgiſcher Gendarmen
zur Verfügung geſtellt und die nötigen Karten
geliefert werden. Selbſt an die Verſorgung engliſcher
Verwundeter war bereits gedacht worden. Dünkirchen,
Calais und Boulogne waren als Ausſchiffungspunkte für
die engliſchen Truppen vorgeſehen. Von hier aus ſollten
ſie mit belgiſchem Eiſenbahnmaterial in das
Aufmarſch=
gebiet gebracht werden. Die beabſichtigte Ausladung in
franzöſiſchen Häfen und der Transport durch franzöſiſches
Gebiet beweiſt, daß den engliſch=belgiſchen Vereinbarungen
ſolche mit dem franzöſiſchen Generalſtab vorausgegangen
waren. Die drei Mächte haben die Pläne für ein
Zuſammenarbeiten der „verbündeten
Ar=
meen”, wie es in dem Schriftſtück heißt, genau feſtgelegt.
Dafür ſpricht auch, daß in den Geheimakten eine Karte des
franzöſiſchen Aufmarſches vorgeſunden worden iſt. Das
erwähnte Schreiben enthällt einige Bemerkungen von
be=
ſonderem Intereſſe. Es heißt dort an einer Stelle,
Oberſt=
leutnant Barnardiſton habe bemerkt, daß man zur Zeit
auf die Unterſtützung Hollands nicht rechnen
könne. Er habe ferner vertraulich mitgeteilt, daß die
eng=
liſche Regierung die Abſicht habe, die Baſſins für den
eng=
liſchen Verpflegungsnachſchub nach Antwerpen zu
ver=
legen, ſobald die Nordſee von allen deutſchen Kriegsſchiffen
geſäubert ſei. Des weiteren regte der engliſche
Militär=
attaché die Einrichtung eines belgiſchen
Spionage=
dienſtes in der Rheinprovinz an.
Das vorgefundene militäriſche Material erfährt eine
wertvolle Ergänzung durch einen ebenfalls bei den
Geheim=
papieren befindlichen Bericht des langjährigen
belgiſchen Geſandten in Berlin, Baron
Greindl, an den belgiſchen Miniſter des Aeußern, in dem
mit großem Scharfſinn die dem engliſchen Angebot zu
Grunde liegenden Hintergedanken enthüllt werden, und in
dem der Geſandte auf das Bedenkliche der Situation
hin=
weiſt, in die ſich Belgien durch eine einſeitige
Partei=
nahme zu Gunſten der Ententemächte begeben habe. In
dem ſehr ausführlichen Bericht, der vom 23. Dezember 1911
datiert iſt, und deſſen vollſtändige Veröffentlichung
vor=
behalten bleibt, führt Baron Greindl aus:
Der ihm mitgeteilte Plan des belgiſchen Generalſtabs
für die Verteidigung der belgiſchen Neutralität in einem
deutſch=franzöſiſchen Kriege beſchäftige ſich nur mit der
Frage, was für militäriſche Maßnahmen für den Fall zu
ergreifen ſeien, daß Deutſchland die belgiſche Neutialität
verletzte. Die Hypotheſe eines franzöſiſchen
An=
griffs auf Deutſchland durch Belgien habe
aber gerade viel Wahrſcheinlichkeit für ſich. Der Geſandte
führt dann wörtlich folgendes aus: „Von der franzöſiſchen
Seite her droht die Gefahr nicht nur im Süden von
Luxem=
burg, ſie bedroht uns auf unſerer ganzen gemeinſamen
Grenze. Für dieſe Behauptung ſind wir nicht nur auf
Mutmaßungen angewieſen. Wir haben dafür poſitive
Anhaltspunkte. Der Gedanke einer Umfaſſungsbewegung
von Norden her gehört zweifellos zu den Kombinationen
der Entente Cordiale. Wenn das nicht der Fall wäre,
ſo hätte der Plan, Vliſſingen zu befeſtigen, nicht ein ſolches
Geſchrei in Paris und London hervorgerufen. Man hat
dort den Grund gar nicht verheimlicht, aus dem man
wünſchte, daß die Schelde ohne Verteidigung bliebe. Man
verfolgte dabei den Zweck, unbehindert eine engliſche
Gar=
niſon nach Antwerpen überführen zu können, alſo den
Zweck, ſich bei uns eine Operationsbaſis für eine
Offen=
ſive in der Richtung auf den Niederrhein
und Weſtfalen zu ſchaffen und uns dann mit
fortzu=
reißen, was nicht ſchwer geweſen wäre; denn nach
Preis=
gabe unſeres nationalen Zufluchtsortes hätten wir durch
unſere eigene Schuld uns jeder Möglichkeit begeben, den
Forderungen unſerer zweifelhaften Beſchützer Widerſtand
zu leiſten, nachdem wir ſo unklug geweſen wären, ſie dort
einzulaſſen. Die ebenſo perfiden wie naiven Eröffnungen
des Oberſten Barnardiſton zurzeit des Abſchluſſes der
Entende Cordiale haben uns deutlich gezeigt, um was es
ſich handelte. Als es ſich herausſtellte, daß wir uns durch
die angeblich drohende Gefahr einer Schließung der Schelde
nicht einſchüchtern ließen, wurde der Plan zwar nicht
auf=
gegeben, aber dahin abgeändert, daß die engliſche
Hilfs=
armee nicht an der belgiſchen Küſte, ſondern in dem
nächſt=
liegenden franzöſiſchen Hafen gelandet werden ſollte.
Hier=
für zeugen auch die Enthüllungen des Kapitäns Faber,
die ebenſowenig dementiert worden ſind, wie die
Nach=
richten der Zeitungen, durch die ſie beſtätigt oder in
einzel=
nen Punkten ergänzt worden ſind. Dieſe in Calais und
Dünkirchen gelandete engliſche Armee würde nicht an
unſere Grenze entlang nach Longwy marſchieren, um
Deutſchland zu erreichen, ſie würde ſofort bei uns von
Nord=
weſten her eindringen. Das würde ihr den Vorteil
ver=
ſchaffen, ſofort in Aktion treten zu knnen, falls wir eine
Schlacht riskieren wollen. Es würde ihr ermöglichen, an
Reſſourcen aller Art reiche Provinzen zu beſetzen auf alle
Fälle aber unſere Mobilmachung zu behindern oder ſie
nur zuzulaſſen, nachdem wir uns formell verpflichtet
hätten, die Mobilmachung nur zum Vorteil
Englands und ſeines Bundesgenoſſen
durchzuführen. Es iſt dringend geboten, im voraus
einen Schlachtplan für die belgiſche Armee auch für dieſe
Epentualität aufzuſtellen. Das gebietet ſowohl das
In=
tereſſe an unſerer militäriſchen Verteidigung als auch die
Führung unſerer auswärtigen Politik im Falle eines
Krieges zwiſchen Deutſchland und Frankreich.?
Dieſe Ausführungen von vorurteilsfreier Seite ſtellen
in überzeugender Weiſe die Tatſache feſt, daß dasſelbe=
England, das ſich jetzt als Schirmherr der belgiſchen
Neutralität gebärdet, Belgien zu einer
einſeiti=
gen Parteinahme zu Gunſten der Ententemächte
beſtimmt und daß es zu einem Zeitpunkte ſogar an eine
Verletzung der holländiſchen Neutralität
gedacht hat. Des weiteren erhellt daraus, daß die
bel=
giſche Regierung, indem ſie den engliſchen
Ein=
flüſterungen Gehör ſchenkte, ſich eine ſchwere
Ver=
letzung der ihr als neutraler Macht obliegenden
Pflichten hat zu Schulden kommen laſſen. Die Erfüllung
dieſer Pflichten hätte es erheiſcht, daß die belgiſche
Re=
gierung in ihren Verteidigungsplänen auch die Verletzung
der belgiſchen Neutralität durch Frankreich vorgeſehen,
und daß ſie für dieſen Fall analoge Vereinbarungen mit
Deutſchland getroffen hätte, wie mit Frankreich und
Eng=
land. Die fünf aufgefundenen Schriftſtücke bilden einen
dokumentariſchen Beweis für die den maßgebenden
deut=
ſchen Stellen lange vor Kriegsausbruch
be=
kannte Tatſache der belgiſchen Konnivenz mit den
Ententemächten. Sie dienen als eine Rechtfertigung
fürunſer militäriſches Vorgehen und als eine
Beſtätigung der der deutſchen Heeresleitung zugegangenen
Informationen über die franzöſiſchen Abſichten. Sie mögen
dem belgiſchen Volke die Augen darüber öffnen, wem es
die Kataſtrophe zu verdanken hat, die jetzt über das
un=
glückliche Land hereingebrochen iſt
Staatshilfe für die Arbeitsloſen.
* Berlin, 12. Okt. (Nichtamtlich.) Die Nordd. Allg.
Ztg. ſchreibt: Nicht ohne Berechtigung bezeichnete man
nach der glänzenden Durchführung der militäriſchen und
finanziellen Mobilmachung die wirtſchaftliche
Mo bilmachung als die dritte Aufgabe. Daß der
Krieg tief in unſer wirtſchaftliches Leben eingreifen würde,
wußten wir. Wir wiſſen, daß unter unſeren Gegnern
beſonders England den erhofften wirtſchaftlichen
Zuſam=
menbruch Deutſchlands als ausſchlaggebenden Faktor in
die kriegeriſche Rechnung einſtellten. Wenn die gegneriſche
Rechnung heute ſchon ſich als falſch erwieſen hat, iſt das
ſowohl der ſoliden Organiſation der
deut=
ſchen Volkswirtſchaft in der vergangenen
Frie=
denszeit zu danken, wie den energiſchen Maßnahmen, die
ſofort nach Kriegsausbruch vom Reich und den
Bundes=
ſtaaten, von den Kommunen und den ſtarken
wirtſchaft=
lichen Verbänden ergriffen worden ſind. Die großartige
ſoziale Geſetzgebung war im Frieden mehr und mehr zur
eigentlichen Grundlage unſeres wirtſchaftlichen Lebens
ge=
worden. Der Fürſorge für die
lohnarbeiten=
den Klaſſen wurde auch nach dem Ausbruch des
Krie=
ges unter allen den ſtaatlichen und privaten Hilfsaktionen
die erſte Stelle eingeräumt. Die Verminderung, Stockung
und zeitweiſe Stillegung zahlreicher gewerblicher Betriebe
während der Kriegszeit ſchuf ſehr bald eine große Zahl
von Arbeitsloſen, vornehmlich in den großen Städten und
den Induſtriezentren. Daneben wurden durch die
Ein=
berufung zur Fahne andere Betriebe, vor allem die vor den
Erntearbeiten ſtehende Landwirſchaft, in mehr oder
min=
der ſtarkem Umfange der Arbeitskräfte beraubt.
Die=
jenigen Betriebe endlich, die für Armee= und
Flottenliefe=
rungen zu arbeiten hatten, erfuhren eine bedeutende
Be=
lebung und mußten bald einen erhöhten Arbeiterbedarf
empfinden.
Es galt ſomit, zwiſchen dem Arbeitermangel und der
Arbeitsloſigkeit einen Ausgleich zu ſchaffen und für eine
große Zahl von Arbeitsloſen, die in anderen
pri=
vaten Betrieben keine Beſchäftigung fanden, zu
ſor=
gen. Bereits heute iſt feſtzuſtellen, daß gegenüber der Zeit
zu Anfang des Krieges die Zahl der Arbeitsloſen ſich
vermindert hat. Unter voller Anerkennung der
ver=
dienſtlichen Mitwirkung von Kommunen und Privaten
kann geſagt werden, daß die jetzt ſchon fühlbare
Vermin=
derung der Arbeitsloſigkeit auch zum nicht geringen Teil
den wirkſamen Maßnahmen der Reichs= und
Staatsbehör=
den zu danken iſt. Unbedingt mußte und muß der
Grund=
ſatz feſtgehalten werden, daß, ſoweit irgend möglich, den
Arbeitsloſen nicht durch unmittelbare Unterſtützungen,
ſon=
dern durch Arbeitsgelegenheit geholfen werden muß.
Die=
ſes iſt weniger aus Gründen der allgemeinen
Wirtſchaft=
lichkeit geboten, als durch die Rückſicht auf die
arbeits=
willigen und arbeitsfähigen Arbeiter ſelbſt, denen es
tun=
lichſt zu erſparen iſt, daß ſie der öffentlichen Armenpflege
zur Laſt fallen. Wird ſich dieſer Grundſatz auch nicht überall
und für die ganze Kriegsdauer in idealer Weiſe
durch=
führen laſſen, ſo wird ihm doch bis zur Grenze des
Er=
reichbaren gefolgt werden müſſen.
Die Aufgabe, zwiſchen dem Arbeiterbedarf und der
Arbeitsloſigkeit einen Ausgleich herbeizuführen, ſtand
zu=
nächſt vor der Schwierigkeit, daß ſich allenthalben in beſter
Abſicht, aber unter Verkennung der durch den Krieg
ge=
ſchaffenen beſonderen Verhältniſſe auf dem Arbeitsmarkt
freiwillige, unbezahlte Arbeitskräfte zur Verfügung
ſtell=
ten, ſowohl für die Herſtellung von Kriegsbedarf, wie auch
für diejenigen Betriebe, denen die Mobilmachung
Ar=
beitsträſte in großer Zahl entzogen hatte. Das galt
zu=
nächſt für die bei Kriegsausbruch in vollem Gange
befind=
lichen Erntearbeiten. Gegenüber dem anfänglichen
Beſtreben, die Einbringung der Ernte der Schuliugend
zuzuweiſen brachte die im Reichsamte des Innern
unter=
gebrachte Reichszentrale für Arbeitsnachweiſe 12000
In=
duſtriearbeiter in der Landwirtſchaft unter. Den
Mili=
tär= und Marinewerkſtätten wurden
Arbeits=
kräfte vermitelt, ebenſo den Betrieben, die mit der
Lieferung von Kriegsmaterial beauftragt waren. Die
ar=
beitsloſen Kalibergleute wurden in den
oberſchleſt=
ſchen Hütten untergebracht. Den landwirtſchaftlichen
Be=
trieben ſind techniſche Arbeiter aus der Induſtrie
über=
wieſen worden. Dem Arbeitermangel in den
Zuckerfabri=
ken iſt durch Ausgleich ebenfalls abgeholfen worden. Die
Reichszentrale arbeitet zuſammen mit den beſtehenden
pro=
vinziellen Arbeitsnachweiſen und Gewerkſchaften. Durch
vorangehende Vereinbarungen über die Arbeits= und
Lohnbedingungen wird etwa möglichen Lohnſtreitigkeiten
wirkſam begegnet.
Den Bemühungen, einen Ausgleich zwiſchen
dem Arbeitsbedarf und dem Angebot von
Arbeitskräften zu ſchaffen, ſtehen naturgemäß nicht
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Oktober 1914.
Nummer 283.
bis zum 4. Oktober an, wo der Angriff der Deutſchen zum
Stehen gebracht wurde. Die Kirchen waren gefüllt von
Menſchen, die voll Dank waren für den guten Fortgang.
Die Ankunft der engliſchen Verſtärkungen vor Lier war
aber zu ſpät, (!) da ein Sektor des Forts bereits zum
Schweigen gebracht war, und die Deutſchen
außerordent=
lich ſtarke Artillerie auf die von ihnen beſetzte Seite des
Fluſſes in Stellung brachten, und die engliſchen Truppen
bombardierten. Spät in der Nacht ſah ein belgiſches
Re=
giment, das einige Schützengräben bei Tüffel beſetzt hielt,
einige Soldaten auf ſich zukommen, die man für Engländer
hielt, da ſie auf den Anruf „Freund” antworteten. Als
zwei Wachtpoſten fielen, merkte man, daß man ſich getäuſcht
hatte. Die Deutſchen ſtürmten nun die Schützengräben,
wo der größte Teil der Beſatzung im Schlafe lag und
töte=
ten 1200 bis 2000 Mann. Das war das dritte Unglück
bei der Verteidigung. Das erſte war, daß Fort Wawre
durch einen unglücklichen Zufall in die Luft flog, das
zweite war die Abſchneidung der Waſſerzufuhr für
Ant=
werpen. Die Unruhe, die am 5. Oktober mit dem
Bom=
bardement der Vorſtädte begann, wuchs in den nächſten
Tagen bis zur Niedergedrücktheit, als der Strom der
Flüchtlinge aus den Vorſtädten in Antwerpen ankam.
Es war klarer Mondſchein, als das Bombardement am
8. Oktober begann. Von dem erſten Schuß wurde die
ganze Stadt erſchüttert. Die Bevölkerung ſtrömte in die
Straßen. Der größte Teil der Armen wanderte in
ge=
drückter Stimmung nach der Grenze. Die Granaten
wälz=
ten ganze Häuſer auf die Straßen. Das Rathaus und
der Dom bleiben wie durch ein Wunder bei dem
Bombar=
dement unverſehrt.
* Haag. 12. Okt. Nach einer telegraphiſchen
Be=
richtigung wird die Geſamtzahl der auf holländiſchem
Gebiete entwaffneten engliſchen und belgiſchen
Soldaten auf 22000 und nicht auf 40000 geſchätzt.
* Nach einer Meldung des Telegraaf ſoll das
bel=
giſche Königspaar auf der Flucht aus Antwerpen
eine Nacht in Salzaete zugebracht und dann nach Oſtende
weitergefahren ſein. Die Königin ſei nach England
über=
geſetzt, der König in Oſtende geblieben.
* Sofia, 12. Okt. Die Zeitung „Kambana” nennt
die Erſtürmung Antwerpens eines der größten
Ereigniſſe des jetzigen Krieges. Die Bedeutung dieſes
hauptſächlich gegen England geführten Schlages
be=
ſtände vornehmlich in deſſen Folgen für die weiteren
Ope=
rationen. Der Kanal, ſowie die Hauptſtadt Englands
ſind damit bedroht. Der Sieg der Deutſchen auf dem
franzöſiſchen Kriegsſchauplatz ſei ſichergeſtellt. Der Fall
Antwerpens werde aber auch auf das ruſſiſche
Kriegs=
theater größten Einfluß ausüben und das
Selbſtbewußt=
ſein der öſterreichiſchen und deutſchen Armeen heben. Die
ohnehin gehörig gerupften Flügel des ruſſiſchen Adlers
würden dadurch noch mehr beſchnitten. Dieſer beginne,
an mehreren Stellen verwundet, jene Gebiete zu räumen,
die ſeit einem Jahrhundert für ihre Befreiung vom
ruſſi=
ſchen Joch kämpfen. Der Fall Antwerpens werde zur
Befreiung vieler unter dem Joche Rußlands und deſſen
Verbündeten ſchmachtenden Völker beitragen. „Deshalb”
— ſchließt das Blatt — „begrüßen wir aufs herzlichſte
den großen deutſchen Erfolg.”
Aus Oſtpreußen.
* Königsberg, 12. Okt. Oberpräſident v.
Ba=
tocki eröffnete heute nachmittag die erſte Sitzung der
Kriegshilfskommiſſion für die Provinz
Oſtpreußen mit einer einleitenden Anſprache, in welcher
er u. a. ausführte: Wir dürfen und wollen hoffen, daß
die Gefahr einer neuen ſchweren Invaſion durch den
Feind dank der unvergleichlichen Tapferkeit unſerer Armee
abgewendet werden wird und daß der Feind auch aus
den kleinen Grenzbezirken, die er jetzt noch beſetzt hält, bald
mit Hilfe dieſer Armee wird vertrieben werden. Der
Oberpräſident dankte alsdann den tapferen Truppen und
ihrem Führer, deren Taten von keiner anderen Tat
un=
ſerer Heeresmacht verdunkelt würden, und fuhr dann fort:
Echt preußiſch war es, daß dicht hinter dem
abziehen=
den Feind die Miniſter nach Oſtpreußen kamen, um ſich
perſönlich von dem Zuſtande zu überzeugen und
Maß=
nahmen anzuordnen, die zum Wohle der Provinz dienen
konnten. Die ſchwerſte Arbeit, die uns in Oſtpreußen
ob=
liegt, wird nach unſerem endgültigen Siege darin gipfeln,
daß wir unſere Bevölkerung wieder ſtärken und feſtigen.
Denn nur wenn das gelingt, kann Oſtpreußen ſeine
Auf=
gabe, ein Hort des Deutſchtums zu ſein, erfüllen. Bet
allen unſeren Maßnahmen müſſen wir als erſte Aufgabe
im Auge behalten das Ziel, die Menſchen aller Stände
und aller Berufe als treue Deutſche und als treue Oſt=
unerhebliche Schwierigkeiten entgegen. Die Unternehmer
müſſen mehr, als ſie es im Frieden gewohnt waren, ihre
Anſprüche in bezug auf gelernte Arbeiter zurückſtellen. Die
Arbeiter werden nicht ſelten gegen bisher ungewohnte
Arbeiten ihre in Friedenszeiten berechtigte Abneigung
überwinden müſſen. Für einzelne ſpezielle Betriebe wird
es in der Tat ſchwer ſein, geeignete Arbeitskräfte in
genü=
gender Zahl zu finden. Die öffentlichen und ſtaatlichen
Bemühungen können für die Dauer nur dann das volle
gewünſchte Ergebnis haben, wenn die Einzelnen ſich willig
den unbequemeren und ſchwierigen wirtſchaftlichen
Be=
dingungen der Kriegszeit fügen. Es iſt natürlich nicht
daran zu denken, daß ein Ausgleich der Arbeitskräfte allein
dauernd und durchgreifend Hilfe für die große Zahl der
Arbeitsloſen bringen kann, denn es ſteht der
Arbeiter=
bedarf doch noch weſentlich hinter der Arbeitsloſigkeit
zurück.
Gewiß iſt man auf privater Seite bei dem Ausbruch
des Krieges vielfach überſtürzt vorgegangen, man ſchränkte
Betriebe ein oder legte ſie ſogar ſtill, die ſehr wohl hätten
aufrecht erhalten werden können. Bei zunehmender
Be=
ruhigung iſt von hier aus allmählich eine Beſſerung auf
dem Arbeitsmarkte zu erwarten; ja, ſie iſt in einzelnen
Orten, zumal in Berlin, bereits fühlbar. Wirklich
zurei=
chende Hilfe für die Arbeitsloſen iſt doch nur von großen
und vermehrten Arbeitsgelegenheiten zu
er=
warten. Wenn in der Oeffentlichkeit wiederholt darauf
hingewieſen worden iſt, daß in erſter Linie der Staat
be=
rufen ſei, Arbeit für die Arbeitsloſen bereit zu ſtellen, ſo
darf geſagt werden, daß ſeitens des Staates dem in
großem Umfange erwähnten Bedürfnis Rechnung getragen
worden iſt und weiterhin Rechnung getragen werden wird.
Gerade in dieſer Kriegszeit wird der Staat ſeine Stellung
als der größte Arbeitgeber in vollem Umfange und unter
aller praktiſch möglichen Zurückſtellung fiskaliſcher
Rück=
ſichten ohne Bedenken ausfüllen. Neben der
Durchfüh=
rung der für den Friedenszuſtand geplanten öffentlichen
Bauten und Arbeiten ſoll auch mit der Begebung
unmittel=
barer Notſtandsarbeiten vorgegangen werden. Es iſt
her=
vorzuheben, daß die Fortführung der öffentlichen
Arbei=
ten, die dem Friedensbedürfnis angepaßt werden müſſen,
auch als ſolche wirken. Oeffentliche Arbeiten, die im
Frieden geboten waren durch die Bedürfniſſe des
wachſen=
den Verkehrs und die ſtändige Steigerung des
wirtſchaft=
lichen Lebens, werden im Kriege, der auf die allgemeine
wirtſchaftliche Tätigkeit und Betriebſamkeit notwendig
lähmend wirkt, lediglich fortgeführt in Rückſicht auf die
ſchwierige Lage des Arbeitsmarktes. Daneben muß der
Ausgleich zwiſchen der Arbeitsloſigkeit und dem durch die
Einberufng zum Waffendienſt verurſachten
Arbeiterbedürf=
nis natürlich beſonders zur Geltung kommen bei
öffent=
lichen Arbeiten mit ihrem gewaltigen Arbeiterbedarf.
Unternimmt daneben der Staat noch unmittelbar
Not=
ſtandsarbeiten in größerem Umfange, ſo muß eine
Ent=
laſtung des Arbeitsmarktes ſehr bald in Erſcheinung
treten.
Es darf erwartet werden, daß die anfangs ſchwer
lösbar erſcheinende Frage der Arbeitsloſigkeit
allmählich ſo weit zur Löſung kommt, daß von
einem nationalen wirtſchaftlichen Notſtand in großem
Um=
fange nicht mehr geſprochen werden kann, zumal wenn
die Kommunen und auch Private dem Vorbilde des
Staa=
tes folgen. Neben Eiſenbahn= und Waſſerbauten werden
die in großem Stile geplanten Meliorationsarbeiten in
den Hoch= und Niederungsmooren die erſte Stelle unter den
öffentlichen Arbeiten einnehmen. Hierzu kommt die
Fort=
führung bezw. Ausführung der in der Hauptſtadt und den
Provinzen begonnenen und geplanten Bauten für
behörd=
liche Zwecke. Die Leiſtungen und Lieferungen für die
Staatsbahnen werden tunlichſt aufrecht erhalten werden,
ungeachtet des verminderten Bedürfniſſes. Nimmt man
hinzu die Arbeitsgelegenheiten, die für die dauernde
Be=
reitſtellung des Kriegsbedarfs geſchaffen wurden, ſowie
endlich die Arbeiten, die durch das Retabliſſement in der
Provinz Oſtpreußen notwendig werden, ſo iſt die
Erwar=
tung berechtigt, daß die ſtaatlichen Aufwendungen zur
Be=
kämpfung der Arbeitsloſigkeit hinter der Größe der
ge=
ſtellten Aufgabe nicht zurückſtehen werden.
Der Fall von Antwerpen.
* London, 12. Okt. In den Schilderungen des
Korreſpondenten der Morning Poſt über Antwerpen
heißt es: Bei der Nachricht von der engliſchen Hilfe
am 3. Oktober ging eine Welle beinahe phantaſtiſcher
Zu=
verſicht durch die Stadt. Jubelnde Menſchenmengen
durch=
zogen die Straßen, die Vorbereitungen für die Abreiſe der
Regierung wurden aufgeſchoben. Die Begeiſterung dauerte
preußen unſerer Provinz zu erhalten und, ſoweit ſie
hinausziehen mußten, ſobald als möglich in die Provinz
zurückzuführen. Wir wollen den Kopf klar, Ruhe im
Her=
zen und Mut behalten, der dicht hirter dem abziehenden
Feinde ſchon wieder den Pflug auf das Feld führen und
den Hammer auf den Ambos ſchlagen läßt. Wenn wir
das erreichen, werden wir mit Gottes Hilfe und der
Unterſtützung des Staates, die uns, wie ich jetzt ſchon
ſagen darf, in großzügiger und weitherziger Weiſe zuteil
werden ſoll, auch aus den jetzigen Schwierigkeiten zu
einer ſchönen Zukunft gelangen. Sodann wurde ein
Danktelegramm an den Kaiſer geſandt.
Gent von den Deutſchen beſetzt.
* Berlin, 13. Okt. Nach Amſterdamer Meldungen
haben die Engländer in Oſtende wieder neue
Ab=
teilungen von Marinetruppen gelandet, auch die
Fran=
zoſen haben Marinetruppen herangeführt, die dicht bei
Gent ſtänden, ſo daß dort eine Schlacht zu erwarten ſei.
Am 11. Oktober ſollen die Engländer bei Quatrecht und
Melle gekämpft haben und ſich durch Gent auf Zeebrugge
zurückgezogen haben. Die Deutſchen haben angeblich
geſtern morgen den Bahnhof von Gent beſetzt.
* Amſterdam, 12. Okt. (Ctr. Frkft.) Die Frankf.
Ztg. meldet: Die deutſchen Truppen haben
heute morgen Gent beſetzt. Um 10 Uhr kam eine kleine
Abteilung Kavallerie an und ritt nach dem Stadthaus,
Ihr Kommandeur begab ſich zum Büxgermeiſter und zu
den Schöffen, worauf auf dem Rathauſe die deutſche Flagge
gehißt wurde. Hierauf begab ſich die Kavallerieabteilung
geführt durch die Schöffen Anſeele und Bruyne, nach dem
Poſt= und Telegraphenamt, wo einige Befehle erteilt
wur=
den. Eine größere Abteilung deutſcher Truppen wird jeden
Augenblick erwartet. Auch längs der holländiſchen Grenze
bei Selzaete ſind die Deutſchen im Anmarſch.
Der Telegraaſ berichtet: Wie man ſagt, haben die
Engländer ſich dagegen gewehrt, daß die Stadt Gent
kampflos aufgegeben werde. In einer geſtern abe
gehaltenen Sitzung des Stadtrates wurde beſchloſſen, Gent
als offene Stadt zu erklären und die Stadt bei
An=
kunft der Deutſchen zu übergeben. Im Laufe des
Abends machten ſich die in der Stadt anweſenden
eng=
liſchen und franzöſiſchen Soldaten bereit, nach dem Weſten
abzuziehen. Man wird verſuchen, ſich in Ypern zu den
verbündeten Armeen zu ſchlagen. Auch die Verwundeten
wurden aus Gent nach Oſtende gebracht, um von da nach
England transportiert zu werden, ebenſo kriegsgefangene
Deutſche.
Ein ruſſiſcher Panzerkreuzer
vernichtet.
* Berlin, 13. Okt. (W. T. B. Amtlich.) Ein
ruſſi=
ſcher Panzerkreuzer der Bajanklaſſe iſt am 11.
Ok=
tober vor dem finniſchen Meerbuſen durch einen
Torpedoſchuß zum Sinken gebracht worden
Der ſtellvertretende Chef des Admiralſtabs:
von Behncke.
* Berlin, 13. Okt. (W. T. B. Nichtamtlich.) Nach
uns vorliegenden Telegrammen verbreitet die ruſſiſche
amtliche Telegraphen=Agentur zu dem am
lich gemeldeten Untergang eines ruſſiſchen Panzen
kreuzers folgende Nachricht:
Am 11. Oktober, 2 Uhr nachmittags, ruſſiſcher Zeit,
griffen feindliche Unterſeeboote von neuem unſere Kreuzer
„Bajan” und „Pallada”, die in der Oſtſee auf Vorpoſtens
waren, an. Obgleich die Kreuzer ſofort ein ſtarkes
Ar=
tilleriefeuer eröffneten, gelang es gleichwohl einem
Unter=
ſeeboot, ein Torpedo gegen den „Pallada” zu ſchießen.
Auf dieſem entſtand eine Exploſion und der
Kreu=
zer ſank mit ſeiner ganzen Beſatzung
ſenk=
recht in die Tiefe.
„Pallada” war ein moderner Panzerkreuzer und 1907
vom Stapel gelaufen, als letztes einer auf drei Schiffe
berechneten Kreuzerklaſſe von je 8000 Tonnen
Waſſerver=
drängung, die nach der Vernichtung der baltiſchen Flotten
bei Tſuſhima in Bau genommen wurde. Seine Bewaff=,
nung beſtand aus vier 20,3=Zentimeter=, acht 15=Zentimeter=
Geſchützen und einigen kleineren Kanonen; die
kriegs=
mäßige Bemannung umfaßte 568 Mann.
Der Krieg aus der
Vogel=
perſpektive.
*⁎* Das ganz neuartige und ſeltſame Bild, das der
Krieg dem Flieger aus ſeiner hohen Luftwarte darbietet,
ſchildert ein engliſcher Fliegerleutnant in
an=
ſchaulichen Briefen. „Das Leben hier draußen und hoch
oben iſt ſo völlig verſchieden von allem, was Du Dir
vor=
ſtellen kannſt, daß es faſt unmöglich iſt, es zu beſchreiben
Laß Dir mein gewöhnliches Tagewerk erzählen: Um 6
Uhr morgens nimmt man in aller Eile ſein Frühſtück
und dann geht es los. In weniger als einer Stunde iſt
man 30 Kilometer entfernt über einer Schlacht, die dicht
unter deiner Naſe tobt: Hunderte und Tauſende von
Menſchen, die in den verſchiedenſten Stellungen aus den
verſchiedenſten Gräben und Schanzen aufeinander
los=
ſchießen, und nicht zu wenige ſchießen auch auf einen ſelbſt.
Das alles ſieht von der Luft her ſo komiſch und merkwürdig
aus, weil man die Geſchichte auf beiden Seiten der
Kämpfenden und von jedem Standpunkt aus ſehen kann,
während die da unten in den meiſten Fällen nicht einmal
das ſehen, worauf ſie ſchießen. Es iſt ein durchaus
wiſſen=
ſchaftliches Hinſchlachten. Eine Batterie erfährt B.
daß ein Trupp der Feinde an einer beſtimmten Stelle ſich
eingegraben hat; ſie richtet ihre Kanonen auf dieſe Stelle,
ohne zu ſehen, welche Wirkung ihre Geſchoſſe haben. So
habe ich z. B. neulich Kanonen geſehen, die Granate über
Granate auf eine beſtimmte Stelle niederhageln ließen,
und doch war auf einem Umkreis von Kilometern kein
Menſch dort. Vorgeſtern ſah ich, wie einige deutſche
Gra=
naten mit gewaltigem Gedröhn mitten in einem unſerer
Schützengräben explodierten. Eine nach der andern. Die
Verluſte müſſen furchtbar geweſen ſein.
Es iſt ein gewaltiger Anblick von oben. Wir kriegen
auch unſer Teil ab, denn ſie haben beſondere Kanonen
mit denen ſie gegen Flugzeuge ſchießen, und dieſe
gefähr=
lichen Dinger lauern überall auf uns, ganz abgeſehen von
dem Gewehrfeuer und den Schrapnells. Neulich machte
ich einen Erkundungsflug von etwa 200 Kilometern; ich
war völlig erfroren, aber da einem das täglich paſſiert, ſo
gewöhnt man ſich daran. Es war kein beſonders inter=
eſſanter Aufklärungsflug. Wir warfen ein oder zwei
Bomben auf einige Biwaks, die dadurch doch etwas in
ihrer Ruhe geſtört wurden, denn ſie fingen an, auf uns mit
Gewehren zu ſchießen. Dann aber kamen dieſe deutſchen
„Anti=Flugzeug=Kanonen” und das iſt eine recht
unange=
nehme Sache. Dieſe Kanonen feuern eine Art
Schrap=
nell, das in einer beſtimmten Höhe explodiert. Sobald ſie
unſere Höhe herausgefunden haben, dann ſchleudern ſie
mit dieſen Kanonen ſo ſieben oder acht Schrapnells zu
gleicher Zeit, die alle um einen herum explodieren. Jedes
Schrapnell iſt mit runden Kugeln geladen, etwa ſo groß,
wie die Murmeln, mit denen wir als Kinder ſpielten, und
die pfeifen einem nun um die Ohren. Eine von dieſen
Kanonen hat es beſonders auf uns abgeſehen und trifft
mit einer wahrhaft inſtinktiven Sicherheit. Wir haben ihr
den Spitznamen „Archibald” gegeben. Während meiner
Feuertaufe bei Maubeuge blieb ich noch von ihr verſchont.
Wir flogen damals in Wolken weit über die feindlichen
Stellungen, und als wir glücklich zurückkamen und die
franzöſiſchen Linien erblickten, da gingen wir tiefer
her=
unter und wurden plötzlich mit einem Feuer aus wohl
tauſend Gewehren begrüßt. Man hatte mich für einen
Deutſchen gehalten, weil meine Maſchine von den anderen
verſchieden iſt. Das war meine Feuertaufe, die ich nie
vergeſſen werde. Mein erſtes Gefühl war Ueberraſchung,
der ſogleich eine Art Furcht folgte, die dann in eine Arr
Bezauberung überging. Ich war wirklich faſziniert von
den Löchern, die in den Tragflächen erſchienen, wenn eine
Kugel durchſchlug; es waren glücklicherweiſe nur wenige.
Ich guckte aus meinem Apparat herunter, um zu ſehen
in was für einer Höhe ich war, als mir ein Holzſplitter
an die Stirn flog, den eine Kugel losgeriſſen; gleichzeitig
zerſchlug eine Kugel den Petroleumbehälter und alles
Petroleum floß aus. So mußte ich denn herunter und
konnte froh ſein, daß ich glücklich landete.
Das nächſte Mal machte ich Bekanntſchaft mit „
Archi=
bald‟ Wir waren bei Valenciennes aufgeſtiegen und
plötzlich ſah ich fünf oder ſechs dicke Rauchwolken um
mich, und dann regnete es Kugeln. Das alte Ding richtet
jeden Tag bei uns Schaden an. Das Flugapparatmodell
das auch meine Maſchine hatte, hat großes Unglück
ge=
habt. Es waren nur vier ſolcher Apparate, und ſie ſind alle
futſch. Der erſte fand ſein Ende bei Amiens; er ſtürzte
zu Boden und ging in Flammen auf, wobei Flieger und
Mitfahrer verbrannten. Der zweite wurde zwiſchen Amiens
und Maubeuge heruntergeſchoſſen. Der dritte war meiner;
er zerbrach beim Landen, und ich kam wie durch ein
Wun=
der davon. Die vierte Maſchine wurde verbrannt
gefun=
den, nachdem man ſie ſeit zwei Tagen vermißt hatte. Von
dem Schickſal des Fliegers wußte man nichts, bis ein
Kriegskorreſpondent, der von den Deutſchen gefangen
ge=
nommen worden war, berichtete, er hätte das Grab des
Fliegers bei Enghien, nördlich von Mons, geſehen. Die
Deutſchen hatten ein Kreuz darauf geſtellt, auf dem
ge=
ſchrieben ſtand: „Herr Flier” (Flier engliſch für das
deutſche „Flieger”.)
— Wie König Carol Carmen Sylva fand. Des
Kö=
nigs alter treuer Freund und Berater, Kronprinz
Friedrich Wilhelm von Preußen, der mit ihm
in Baden=Baden zuſammentrifft, rät ihm dringend, „alle
anderen in Frage kommenden Partien aufzugeben und
ſich um die Prinzeſſin Eliſabeth von Wied zu
bewerben. Er kenne ſie genau, ſie habe ebenſo viel Geiſt
wie Herz, edles Streben und einen unwiderſtehlichen
Lieb=
reiz.‟ Der Kronprinz will eine Begegnung vermitteln,
ohne daß die Prinzeſſin etwas ahnt. Fürſt Carol fährt
unterdeſſen in wichtigen Geſchäften nach Paris, und als
er Kaiſer Napoleon von ſeinem Plan Mitteilung macht,
erklärt dieſer ſein Einverſtändnis mit den Worten: „Die
deutſchen Prinzeſſinnen ſind ja ſo gut erzogen!‟ Der
Kron=
prinz, der ſich auf der Reiſe nach Konſtantinopel befindet,
telegraphiert aus Venedig, daß das Rendezvous mit der
Fürſtin von Wied am 12. Oktober in Köln vereinbart ſei.
Zu verabredeter Stunde trifft der Fürſt ein, und der
pein=
liche Augenblick der erſten Begegnung iſt ſchnell und
an=
genehm überwunden. In ihrer lebhaften und
unbefan=
genen Art” leſen wir in den Aufzeichnungen eines
Augen=
zeugen, „erkundigte ſich die liebreizende Prinzeſſin nach
ſeinem Lande und ſeinem Leben dort; ſie friſchen
gemein=
ſame Berliner Erinnerungen auf, und Prinzeſſin Eliſabeth
ruft ihm ins Gedächtnis zurück, wie ſie einſt auf der Treppe
im Schloß ſtolperte und nur dank ſeines ſtarken Armes,
der ſie auffing, keinen Schaden nahm. Ehe die Promenade
zu Ende, iſt Fürſt Karl bereits in ihrem Banne; ſie hat
ihn für immer erobert und an ſich gefeſſelt, ohne ſelbſt eine
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Oktober 1914.
Nummer 283.
und Brüſſel, gewöhnliche und eingeſchriebene offene Briefe
Poſtkarten, Druckſachen, Warenproben und Geſchäftspapiere
in deutſcher und franzöſiſcher Sprache, ferner Telegramme
in offener Sprache zugelaſſen werden, und zwar,
Tele=
gramme aus Brüſſel in deutſcher und franzöſiſcher, nach
Brüſſel nur in deutſcher Sprache. Mitteilungen über
Rü=
ſtungen, Truppen= und Schiffsbewegungen oder andere
militäriſche Maßnahmen ſind verboten. In den
Tele=
grammen müſſen bei der Auflieferung Name und Wohnung
des Abſenders angegeben ſein. Auf Verlangen müſſen
ſich Abſender und Empfänger über ihre Perſönlichkeit
aus=
weiſen. Die Taxen und Tarife ſind dieſelben wie vor
Ausbruch des Krieges im Verkehr mit Belgien. Die
Fran=
kierung der Sendungen erfolgt in Belgien mit deutſchen
Poſtwertzeichen, die in ſchwarzer Schrift den Aufdruck
Belgien und die Angabe des Werts in Centimen tragen.
— Poſtaliſches. Es ſind neu feſtgeſetzt worden die
Umrechnungsverhältniſſe für Poſtanweiſungen:
nach Ländern der Frankenwährung (Italien, Schweiz uſw.
auf 100 Fr. — 87 Mk., nach Rumänien auf 100 Lei = 87 Mk.,
nach den Niederlanden und den niederländiſchen Kolonien
auf 100 Gulden — 186 Mk., nach Dänemark, Schweden
und Norwegen auf 100 Kronen — 114 Mk., nach den
Vereinigten Staaten von Amerika und nach Cuba auf
100 Dollars — 440 Mk.
C. Der Krieg und die Lebensmittelpreiſe. Die
Frage des bisherigen Einfluſſes des Krieges auf die
Lebensmittelpreiſe in den 17 heſſiſchen Kreisſtädten hat
in den Nummern 960 und 961 der Mitteilungen der
Großh. Zentralſtelle für die Landesſtatiſtik ihre
ziffer=
mäßige Beantwortung gefunden. Hiernach iſt vielfach
überhaupt keine Erhöhung eingetreten, und wo eine
ſolche erfolgt iſt, da war ſie mäßig. Was zunächſt die
Fleiſchpreiſe betrifft, ſo iſt das Ochſenfleiſch in
Darm=
ſtadt und Mainz im Auguſt um 8 Pfg. per Pfund
gegenüber dem Juli aufgeſchlagen, während in
Oppen=
heim das Mehr 6 und in Friedberg 4 Pfg. beträgt
und in Lauterbach ſogar eine Verbilligung um 5 Pfg.
eingetreten iſt. In den übrigen Kreisſtädten waren
die Preiſe unverändert. Beim Schweinefleiſch ſchwankten
die Preiſe im Juli zwiſchen 60 und 90 Pfg., im Auguſt
zwiſchen 66 Pfg. und 1 Mk. per Pfund. Der größte
Aufſchlag kam in Darmſtadt und Worms mit 10 Pfg
für das Pfund vor, worauf Gießen mit 8, Offenbach
und Schotten mit 5 Pfg. folgen. Beim Kalbfleiſch ſind
die Preiſe im allgemeinen die gleichen geblieben, ebenſo
beim Hammelfleiſch, das in Bingen ſogar um 10 Pfg.
und in Alsfeld um 5 Pfg. abgeſchlagen hat. Auf der
andern Seite hat Weizenmehl im Zuſammenhang mit
den ſtark geſtiegenen Weizenpreiſen einen nicht
uner=
heblichen Aufſchlag erfahren, indem der Schwankung
zwiſchen 19 und 22 Pfg. per Pfund im Juli eine ſolche
von 20 bis 26 im Auguſt gegenüberſteht. Auch
Roggen=
mehl iſt um eine Kleinigkeit teuerer geworden, was
auch bei Erbſen und Linſen der Fall war. Trinkeier
wurden im Juli durchſchnittlich mit 8½ Pfg. bezahlt,
während im Auguſt der Preis auf 9½ Pfg. ſtieg, und
auch bei Kocheiern iſt der Aufſchlag von 7 auf 8½ Pfg.
nicht unbeträckt ich.
— Warme Unterkleider für die Truppen. Die
Turn=
geſellſchaft Darmſtadt bittet ihre Turnerinnen,
ſich umgehend bei dem erſten Vorſitzenden, Jean Stichel,
Schulſtraße 1, zur Hausſammlung von warmen
Unter=
kleidern für die im Felde ſtehenden Truppen zu melden.
Zugleich werden ſämtliche Hausfrauen Darmſtadts
ge=
beten, alles, was an gebrauchten Hemden, Unterhemden,
Hoſen zu entbehren iſt, zu ſtiften; behaltet nur das
aller=
nötigſte. Auch an wollenen Strümpfen, Leibbinden,
Puls=
wärmern, Weſten, Ohrenſchützern, Halstüchern,
Taſchen=
tüchern wird ſich gewiß manches vorfinden für die im Felde
ſtehenden Millionen von Soldaten; es werden deshalb
auch Millionen von Gegenſtänden gebraucht. Zentral=
Sammelſtelle Schulſtraße 1, 1. Etage, Jean Stichel, 1.
Vor=
ſitzender. Zur Weiterbeförderung an die Militär=
Ver=
waltung.
— Eiſenbahndienſtjubiläum. Heute, 14. Oktober
feiert Herr Peter Schnell, Maſchiniſt der
Eiſenbahn=
werkſtätte, Amt I, ſein 25jä hriges
Dienſtjubi=
läum.
Straßenbahn nach dem Martinsviertel. Die
Dop=
pelgleiſe einſchließlich der Oberleitung ſind von der
Alexanderſtraße über den Hoftheaterplatz durch die
Hoch=
ſchulſtraße verlegt und am 23. vor. Mts. landespolizeilich
abgenommen worden. Die beſchleunigte Fertigſtellung
erfolgte, um Verwundetentransporte vom Hauptbahnhofe
oder den einzelnen Lazaretten nach dem Reſervelazarett II
(der Hochſchule) auszuführen. Der Gleisbau von der
Pan=
kratiusſtraße, Wenckſtraße bis zum Riegerplatz wird
fort=
geführt, wenn den Unternehmern die erforderlichen
Pfla=
ſterer, Fuhrwerke uſw. wieder zur Verfügung ſtehen.
* Kurſe für klaſſiſche Gymnaſtik. Man ſchreibt
uns: Unter der bewährten Leitung von Fräulein Sofie
Heyl beginnen demnächſt wieder die Kurſe für klaſſiſche
Gymnaſtik nach der Methode des Kaſſeler Seminars
von Profeſſor Zimmer, deren einzige öffentliche
Vor=
führung im Frühling innerhalb des Naturheilvereins
ſo außerordentlich großen Beifall und Anerkennung
ge=
funden hatte. Daß die Kurſe gerade jetzt eröffnet
werden, iſt aus der Erwägung entſprungen, wie nötig
es iſt, das weibliche Geſchlecht ſo geſund, ausdauernd
und leiſtungsfähig als möglich im Hinblick auf die
Zu=
kunft unſeres Volkes nach dem Kriege zu machen.
Näheres iſt aus der Anzeige in der heutigen Nummer
zu erſehen.
* Feldpoſtſendungen. Es wird darauf aufmerkſam
gemacht, daß es ſich empfiehlt, bei der Aufſchrift für
Feldpoſtſendungen (namentlich Pakete) ſtatt der Tinte,
die leicht verwiſcht, chineſiſche Tuſche zu verwenden, die
für einige Pfennige in den Papierläden zu kaufen iſt.
=gs. Unfälle. Montag abend nach 6 Uhr ſtürzte ein
älterer Mann in ſeiner Wohnung die Kellertreppe hinab
und zog ſich eine Gehirnerſchütterung und
Schädelbruch zu. Der Verletzte wurde in
bewußt=
loſem Zuſtande von der Rettungswache ins Städtiſche
Krankenhaus verbracht. — Geſtern vormittag nach 7 Uhr
ſtürzte ein Schloſſer von der Luftſchiffhalle ab. Derſelbe
erlitt Schädel=, Arm= und Beinbrüche und
wurde durch die Rettungswache mittels Krankenauto ins
Städtiſche Krankenhaus verbracht, woſelbſt der inzwiſchen
eingetretene Tod feſtgeſtellt wurde.
=gs. Hahn b. Pfungſtadt, 3. Okt. (Unfall.) Geſtern
abend ſtürzte ein Dienſtknecht in einer Scheune von der
Leiter ab und erlitt einen doppelten Unterkieferbruch
ſowie verſchiedene Kopfverletzungen. Der Verunglückte
wurde von der Darmſtädter Rettungswache mittels
Kran=
kenautos ins Krankenhaus verbracht.
k. Erzhauſen, 12. Okt. (Beerdigung.) Geſtern
nach=
mittag wurde ein zweites Opfer des Feldzugs, der 36
jäh=
rige Landwehrmann Ludwig Köhres, auf dem hieſigen
Friedhof zur letzten Ruhe gebracht. Derſelbe war in
einem Darmſtädter Lazarett ſeinen Verwundungen erlegen.
Faſt die ganze Gemeinde gab ihm das letzte Geleite. Der
Kriegerverein ſchoß die üblichen Ehrenſalven über das
Grab.
Offenbach, 13. Okt. (Meſſerheld.) Der aus
Lüttich ausgewieſene Schloſſer Theodor Anders zog in
einer hieſigen Wirtſchaft nach einem heftigen Wortwechſel
kurzerhand das Meſſer und verſuchte, auf ſeine Gegner
los=
zugehen. Er wurde ſofort von den anderen gepackt und
aus dem Zimmer herausgeworfen. Auf der Straße warf
er ſich auf die Erde und ſtach wie ein Wahnſinniger um
ſich, ſo daß ſich niemand an den gefährlichen Menſchen
wagen konnte. Bei dieſer Gelegenheit bekam ein
vorbei=
gehender Unbeteiligter von Anders einen Stich in das
linke Schienbein. Die Sehne wurde faſt durchſchnitten, ſo
daß möglicherweiſe das Bein des unſchuldig Verletzten
ſteif bleiben wird. Der Geſtochene wurde mit einem Auto
ins Krankenhaus gebracht, Anders wurde durch
Polizei=
beamte verhaftet. Da die Zellen mit Obdachloſen
voll=
kommen belegt waren, ſo wurde Anders, da keine Zelle
mehr frei war, zu einem dieſer Obdachloſen gelegt. Auch
hier gebärdete ſich Anders wieder wie raſend und biß dem
bei ihm liegenden Obdachloſen ein Ohrläppchen ab, ſo daß
auch dieſer blutend ins Krankenhaus gebracht werden
nußte.
Reich und Ausland.
Homburg v. d. H., 13. Okt. Die Kaiſerin iſt heute
früh 8 Uhr auf dem hieſigen Königlichen Schloß
einge=
troffen.
Rom, 12. Okt. Die Blätter heben die Willenskraft
San Giulianos hervor, der ſich trotz ſeines ſchweren
Leidens keine Erholung in den Geſchäften gönnte und
diplomatiſche Konferenzen abhielt. Di San Giuliano
empfing nachmittags die Sterbeſakramente, doch hielt die
Beſſerung in ſeinem Befinden im Laufe des Nachmittags
an. Der Miniſter befaßte ſich auch heute mit
Dienſtange=
legenheiten und wollte Zeitungen leſen.
Rom, 13. Okt. Nach dem vormittags ausgegebenen
Krankheitsbericht iſt in dem Befinden des Miniſters
des Aeußern, di San Giuliano, nach gut
ver=
brachter Nacht eine weitere leichte Beſſerung
einge=
treten.
Der Tod des Königs von Rumänien.
* Bukareſt, 12. Okt. Das eigenhändig
ge=
ſchriebene Teſtament des Königs iſt vom 26.
Februar 1899 datiert, mit einem Zuſatz vom 27. Dezember
1911 verſehen. Der König bemerkt darin einleitend, daß
er, nahezu 60 Jahre alt, die Pflicht fühle, ſeine letzten
Verfügungen zu treffen. Sein Leben ſei ſo eng mit
ſei=
nem geliebten Lande verknüpft, daß er wünſche, daß es
auch nach ſeinem Tode Beweiſe ſeiner Liebe erfahre. Es
heißt dann weiter: Trotz aller Hinderniſſe, die ſich mir
ent=
gegengeſtellt, trotz aller heftigen Angriffe gegen mich ging
ich ohne Furcht auf dem Wege des Rechtes vorwärts.
Ver=
trauend auf Gott und die Treue meines Volkes, gelang es
mir, an der Mündung der Donau und am Schwarzen
Meere einen Staat mit einer guten Armee und mit allen
Mitteln aufzurichten, die ihn befähigen, ſeine ſchöne
Stel=
lung zu bewahren und dereinſt ſeine hohen Beſtrebungen
zu verwirklichen. — Seinem Nachfolger empfiehlt der
König ſeinen Wahrſpruch: Alles für das Land, nichts für
mich. Der König dankt ſodann allen von Herzen, die mit
ihm gearbeitet, und verzeiht allen, die gegen ihn
geſchrie=
ben und geſprochen haben, indem ſie ihn verleumdeten
oder verſuchten, Zweifel an ſeinen guten Abſichten zu
er=
wecken. Er ſendet allen ſeine letzten Grüße voller Liebe
und bittet, daß auch zukünftige Generationen ſich deſſen
von Zeit zu Zeit erinnern, der ſich mit ganzer Seele
ſei=
nem geliebten Volke widmete und in deſſen Mitte er
glücklich war. Das Teſtament enthält ſodann
Anordnun=
gen für das Leichenbegängnis, das der König einfach
wünſcht Der König wünſcht in Curtea de Agres
beige=
ſetzt zu werden. Nur wenn die Hauptſtadt wolle, daß er
inmitten ſeiner geliebten Bukareſter bliebe, ſolle die
Bei=
ſetzung in Curtea bis zum Bau eines Mauſoleums
provi=
ſoriſch ſein. — Das Teſtament ſetzt den zukünftigen König
als Univerſalerben ein und ſetzt Legate feſt für die
Köni=
gin=Witwe und die Mitglieder des Königshauſes, die im
Zuſatz des Teſtamentes erwähnt ſind. Ferner werden 12
Millionen Lei für wohltätige Zwecke beſtimmt, 600000
Lei für die nationale Kirche und je 400000 Lei für die
katholiſche und die evangeliſche Kirche. Endlich wird
ver=
fügt, daß alle Würdenträger, welche dem König Dienſte
erwieſen haben, Kunſtgegenſtände als Andenken erhalten.
* Bukareſt, 12. Okt. Um 10½ Uhr vormittags
fand im Schloß Peleſch ein Gottesdienſt ſtatt, an dem das
Königspaar, die Königliche Familie, die Miniſter, ſowie
Vertreter der Behörden und der Armee teilnahmen. Die
Leiche des Königs Carol wurde ſodann auf einer
bei Plewna erbeuteten Geſchützlafette nach dem Bahnhof
und durch Sonderzug nach Bukareſt übergeführt. Auf
allen Bahnhöfen erwieſen die Vertreter der Behörden
und der Armee, ſowie die Geiſtlichkeit der Leiche die
letz=
ten Ehren. Beim Paſſieren der Forts Khitila und
Mogo=
ſaia gaben die Geſchütze der Forts 101 Kanonenſchüſſe
ab. Bei der Ankunft des Zuges auf der Station
Mogo=
ſaia um 3 Uhr nachmittags erwarteten die Präſidenten
der Kammer und des Senats, die ehemaligen Miniſter,
Generäle und hohe Richter, ſowie das diplomatiſche Korps
den Leichenzug. Der Sarg, der mit einer rumäniſchen
Flagge bedeckt war, wurde auf eine von ſechs Pferden
ge=
zogene Geſchützlafette gelegt, worauf ſich der Leichenzug
über die Chauſſee Chiſilif durch die Stadt zum
König=
lichen Palais bewegte. Eine ungeheure Menſchenmenge
begrüßte in größter Ehrfurcht den Zug; von zahlreichen
Balkonen und Fenſtern wurden Blumen herabgeworfen.
Vor dem Sarge ſchritt eine Abordnung der Königlichen
Leibgarde, ſowie die Veteranen aus dem Jahre 1878, die
Geiſtlichkeit, Vertreter aller Regimenter mit ihren Fahnen
und ein Diviſionsgeneral, der den Säbel und die Eiſerne
Krone des verſtorbenen Königs trug. Zu beiden Seiten
ſchritten die Präſidenten der Kammer und des Senats,
der Miniſterpräſident und der Präſident des oberſten
Kaſſa=
tionshofes. Hinter dem Sarge wurde das Leibpferd des
verblichenen Königs geführt. Es folgten König
Ferdi=
nand und die Prinzen Carol und Nikolaus, die Miniſter
und Zivilwürdenträger, das diplomatiſche Korps, das
Offizierkorps, die Vertreter ſämtlicher ſtaatlicher
Inſtitu=
tionen, Abordnungen aus dem Lande uſw. Auch bei dem
Auszug aus Mogoſaia waren 101 Kanonenſchüſſe
abgege=
ben worden. Die Leiche iſt im Thronſaal aufgebahrt
worden, wo das Publikum am Dienstag und Mittwoch
zugelaſſen wird. Die Königin=Witwe und die Königin
Marie ſind nachmittags im Sonderzuge von Sinaia nach
Bukareſt gefahren, wo ſie nachmittags um 5½ Uhr
ein=
traſen.
Der Mordprozeß von Serajewo.
* Serajewo, 13. Okt. In der von der hieſigen
Staatsanwaltſchaft verfaßten Anklageſchrift wird
die Anklage gegen Princip und Genoſſen,
insge=
ſamt 22 Perſonen, wegen Hochverrats erhoben, gegen
weitere drei Perſonen wegen Verbrechens der
Mitwiſſer=
ſchaft und der Verheimlichung von Waffen, die für das
Attentat beſtimmt waren. Die Anklageſchrift behandelt
ausführlich die Entſtehungsgeſchichte der in Belgrad von
Organen der Narodna Ochrana angezettelten Verſchwös
rung. Sie ſchildert eingehend die Reiſe der Verſchwörer
und die Einſchmuggelung von Waffen und Bomben nach
Bosnien, ferner wie die Verſchwörer in Serajewo
Mit=
täter warben, wie ſie die Waffen unter ſich verteilten und
ſich zur Ausführung des Attentats auf den Straßen
auf=
ſtellten. Princip habe in der Unterſuchung eingeſtanden,
daß er mit dem zweiten Schuß den Landeschef töten
wollte, jedoch die Gemahlin des Erzherzogs traf. Zum
Schluß ergeht ſich die Anklageſchrift ausführlich über die
Motive des Attentats. Sie ſchildert das
irreden=
tiſtiſche Treiben der großſerbiſchen Kreiſe in Belgrad, die
bis zum königlichen Hofe hinaufreichten, und die
Wühl=
arbeit gegen Oeſterreich=Ungarn und die habsburgiſche
Dy=
naſtie in Serbien, Kroatien und Bosnien, die den
einzi=
gen Zweck hatte, Kroatien, Dalmatien, Iſtrien, Bosnien
und die Herzegowina ſowie die von Serben bewohnten
ſüdungariſchen Provinzen von der Monarchie loszureißen
und Serbien anzugliedern. Die Verſchwörer Princiß,
Grabez und Gabrinovitſch haben eingeſtanden, daß ſie in
Belgrad den Haß gegen die Monarchie und ihre
großſer=
biſche Geſinnung eingeſogen, die politiſche Vereinigung
aller Südſlawen im Sinne hatten, und daß der Zerfall
Oeſterreich=Ungarns und das Erſtehen eines großſerbi= Reiches ihr politiſches Ideal geweſen ſei. Im
Dienſte dieſes Ideals hätten ſie den Plan zu dem
Mordanſchlag gegen den Erzherzog Franz
Ferdinand gefaßt und ſchließlich verwirklicht.
* Serajewo, 13. Okt. Die Verhandlung in dem
begonnenen Prozeß gegen Princip und Genoſſen
wird öffentlich geführt. Außer Princip ſind 24
Mitan=
geklagte auf der Anklagebank erſchienen. Der Mitang
geklagte Mohammed Mehemed Reſie iſt nach Montenegro
entwichen, wo er von den Behörden entwaffnet, jedoch aus
dem Gefängnis von Nikſix entflohen ſein ſoll. Nach dem
Verleſen der Anklageſchrift wurden die Angeklagten
Nedjelyko und Kaprewo vernommen.
Stimmen aus dem Publikum.
Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Rebaktig
einerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 dei
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— Groß iſt der Opferſinn, welcher zurzeit das
deutſche Volk beſeelt. Inſonderheit iſt der Ruf der
ver=
ſchiedenſten Regimenter nach warmem Unterzeug nicht
ungehört verhallt. Alle Schichten der Bevölkerung
haben nach Möglichkeit verſucht, dieſem Rufe gerecht zu
werden. Doch auf eins möchte Einſender dieſes
ge=
fälligſt aufmerkſam machen. Die meiſten dürften es
wohl unterlaſſen haben, die neuen Wäſcheſtücke vor
dem Abſenden ins Feld einmal durchwaſchen zu laſſen,=
Denn Wäſche aller Art, inſonderheit Normalwäſche,, wenn die Sachen vorher nicht durchgewaſchen
werden, auf der Haut unangenehme Reizwirkungen
auszulöſen, die das Tragen der Wäſche zur Qugl
werden laſſen. Dieſem Ungemach kann durch
Leichtig=
keit durch entſprechende vorherige Behandlung der Sachen
abgeholfen werden. Denn unſere Lieben im Felde
werden zur großen Wäſche und namentlich jetzt in der
ſchlechttrocknenden Jahreszeit keine Zeit finden. D.
— Wäre es nicht einzurichten, daß in allen
Kranken=
häuſern — wie ſeither bereits in den meiſten — ein
täg=
licher Beſuch der Verwundeten durch Angehörige
geſtat=
tet würde? Wenn das auch in friedlichen Zeiten nicht
möglich ſein ſollte, ſo wäre es als Vergünſtigung unſeren
braven Vaterlandsverteidigern doch zu gönnen. Auch
wäre Gleichmäßigkeit in dieſer Beziehung erwünſcht.
Handel und Verkehr.
— Im Reichspoſtgebiet iſt die Zahl der Kontoine
haber im Poſtſcheckverkehr Ende September
1914 auf 101 367 geſtiegen (Zugang im Monat September
666). Auf dieſen Poſtſcheckkonten wurden im September
gebucht 1422 Millionen Mark Gutſchriften und 1460,5 Mil= Mark Laſtſchriften. Bargeldlos wurden 1579,2
Millionen Mark des Umſatzes beglichen. Das
Geſamt=
guthaben der Kontoinhaber betrug im September
durch=
ſchnittlich 270,3 Millionen Mark.
Landwirtſchaftliches.
— Schlachtviehmarkt Darmſtadt.
Schweine=
markt am 12. Oktober. Auftrieb 385 Schweine. Preiſe
1. Qual. pro 50 Kg. Schlachtgewicht 78. Mk., 2. Qual.
77 Mk., 3. Qual. 77 Mk. Marktverlauf: rege, Ueberſtand.
Frankfurt a. M., 12. Okt. (Viehhof=
Markt=
bericht.) Auftrieb: 3020 Schweine. Preiſe pro Zentner
Lebendgewicht (Schlachtgewicht) in Mark. a) 50½—62½
(78—80), b) 60—62 (77—79), c) 61—62½ (78—80), d) 61
bis 62½ (78—80). Marktverlauf: ziemlich rege, doch
er=
heblicher Ueberſtand. — Kartoffel: en gros, en detail,
nicht notiert.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 6. bis 12. Oktober.
Obwohl der Getreidehandel im Hinblick auf die noch
unentſchiedene Frage der Höchſtpreiſe große Zurückhaltung
bekundet, war die Stimmung in der Berichtswoche doch
recht feſt. Die Befriedigung des laufenden Bedarfs
erfor=
dert regelmäßige Anſchaffungen, während wegen der
Hack=
fruchternte und der Herbſtbeſtellung nur ſchwaches Angebot
vorliegt. Beſonders fühlbar machte ſich die Knappheit
des Angebots bei Weizen, für den namentlich Süd= und
Weſtdeutſchland rege Nachfrage zeigt. Aber auch die
nord=
deutſchen Mühlen traten als Käufer auf und bewilligten
täglich höhere Forderungen. Unter dieſen Umſtänden
haben die Preiſe für Weizen am Berliner Markte ſeit der
Vorwoche um zirka 10 Mark angezogen. Für Roggen
be=
kundete neben dem Weſten auch Hamburg dauernd
Kauf=
luſt, dazu kam, daß die öſtlichen Mühlen Anſprüche ſtellten
und dabei Preiſe bewilligten, die anderweitig kaum zu
er=
zielen waren. In Berlin waren die Käufer mit Rückſicht
auf die zu erwartende Feſtſetzung von Höchſtpreiſen
vor=
ſichtig, mußten ihre Gebote aber trotzdem um 3 Mark
er=
höhen, um nur den notwendigſten Bedarf zu decken. Auch
Hafer fand in der Berichtswoche wieder mehr Beachtung,
da Händler, die an die Behörden zu liefern haben. Deck=
Nummer 283.
Weizen Roggen Gerſte Hafer
Hserlin . . 253-257 225-226
213-223
220
200-207
Krönigsberg 215-244 209½
253
215
206
237
Doanzig .
248-253 218-222 228-232 203-208
Stettin.
220 210-230 190-205
246-248
Woſen
Breslau 237-242 214-219 210-220 195-200
Roſtock . . 240-245 212-217 220-223 205-207
wamburg . 256-258 229-231 248-250 220-222
234
255
250
210
Aziel
Leipzig . . 248-254 223-228 235-245 209-216
249-253 224-228 230-240 209-215
Oresden
200-210
Altenburg . 240-245 220-225
266-269 236-239
231-234
Cöln .
232-235
250
Krefeld . . 267-270 235-238
Mannheim 270-277½ 232½-245 230-235 225-232½
Würzburg. 258-260
220-225 221-222
München . 280-288 240-246 233-243 226-233
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Oktober 1914.
Seite 5.
lungen vornahmen. Für Gerſte machte ſich in den letzten
z agen wieder ſtärkere Nachfrage ſeitens Hamburgs
be=
ierkbar, auch anderweitig zeigte ſich Begehr, der bei
ſhhwachem Angebot eine weitere Befeſtigung der
Preis=
luge verurſachte. Es blieb dabei nicht öhne Einfluß, daß
ſtie Forderungen für öſterreichiſche Gerſte weiter
ange=
zogen haben, was anſcheinend damit zuſammenhängt, daß
tieſe Getreideart von den öſterreichiſchen Mühlen in
ver=
ſäärktem Maße zur Mehlerzeugung verwendet wird. Es
ſtellten ſich die Preiſe für inländiſches Getreide am letzten
Markttage in Mark per 1000 Kg. wie folgt:
Vermiſchtes.
— Schweizer Fremdenverkehr. Aus Luzern
wird uns mitgeteilt: Wie wir vernehmen, ſoll im
Aus=
gand vielfach die Meinung verbreitet ſein, die zurzeit in
wer Schweiz beſtehenden Verhältniſſe, namentlich
hin=
ſichtlich des Geldverkehrs und der
Lebensmittelver=
worgung, ſeien für fremde Gäſte ungünſtig. Dem
gegen=
über mag wohl vielen mit der aufklärenden Mitteilung
gedient ſein, daß die ſchweizeriſchen Verkehrs= und
Geld=
verhältniſſe in jeder Beziehung vollſtändig geordnete
und die Kurortsbetriebe des Landes auch in der
gegen=
wärtigen Zeit durchaus ungeſtörte ſind.
C. K. Der Krieg und die amerikaniſche
Bücherwelt. Unter den Handelszweigen, die in
Ame=
ika durch den Krieg ſchwer geſchädigt werden, befindet ſich
auch der Büchermarkt. Dabei kommt es weniger in
Be=
rracht, daß die Vereinigten Staaten von dem größten
Zinnlieferanten der Welt, von England, abgeſchnitten
wer=
den und daß dadurch die Metalltypen der Setzmaſchinen
ine große Teuerung erleiden. Viel wichtiger iſt, daß es
elmerika auch allmählich an gewiſſen Papierſorten fehlen
vürfte. Die Vereinigten Staaten ſind zugleich
Ex=
vorteure und Importeure von Papier, und zwar halten
ſich Export und Import die Wagſchale, ſie betragen etwa
11000 Tonnen täglich. Aber zum Unglück für den
Buchhan=
oel beſteht der Import zum großen Teil in Buchpapier,
und deshalb dürfte bald in allen Papieren, die zum
Druck von Büchern verwendet werden, eine beträchtliche
Teuerung eintreten. Ein großer Teil der Bücher, die auf
Oen amerikaniſchen Markt kommen, iſt in England gedruckt,
o beſonders viele illuſtrierte Prachtwerke und zahlreiche
rviſſenſchaftliche Bücher. Die Amerikaner, die nun im
we=
entlichen auf die eigene Bücherproduktion angewieſen
ſind, werden Augen machen, ſo meint die Chicagoer
Eve=
ning Poſt, wie verändert die Buchläden bald ausſehen
tverden und welch eine weitgehende literariſche
Umwäl=
zung damit eingeleitet iſt. „Der Charakter der Romane
lind Dichtungen, die jetzt gedruckt werden, wird ſich von
Grund auf verändern, denn man will nur noch Kriegs=
Geſchichten hören, und es iſt ſehr zweifelhaft, ob bei
die=
ſer Nachfrage die wertvolle Literatur ſiegt. Auf der an=
Deren Seite kann man aber hoffen, daß die bedeutenden
Dichter hier einen ihrer würdigen Stoff finden werden
und ihn zu wirklich künſtleriſchen Dichtungen geſtalten
können.” Blicken ſo die Buchhändler und die Leſer
Ame=
rikas mit Trauer auf die Folgen des Krieges für den
Bü=
thermarkt, ſo haben nach Anſicht des Boſtoner Transcript
Die Bibliophilen allen Anlaß zur Freude, denn für ſie ſoll
ich jetzt eine überaus günſtige Gelegenheit eröffnen, um
uvertvolle Werke billig zu kaufen. „Schon manche große
Bibliothek iſt durch einen Krieg geſchaffen worden. Die
berühmten Billiotheken der Ptolomäer wurden auf dieſe
Weiſe bereichert, daß man feindliche Schiffe mit
Bücher=
lladungen anhielt und die koſtbaren Werke den eigenen
Schätzen einverleibte, während ſich die urſprünglichen
Be=
ſitzer mit Abſchriten begnügen mußten. So kann
natür=
llich Amerika nicht verfahren, da die Vereinigten Staaten
üm letzten Jahrzehnt ein gewaltiger Importeur von koſt=
Garen und ſeltenen Büchern geweſen ſind, ſo werden
mach dem Krieg günſtige Bedingungen für den Bücherkauf
aaus Europa vorhanden ſein. Manchen reichen Sammler
ſin Deutſchland oder England wird der Krieg zwingen,
fſeine Bücher zu verkaufen, und Amerika wird der Käufer
ſſein.‟ Jedenfalls denken die Amerikaner ſchon ziemlich
rweit voraus!
Literariſches.
„Vor hundert Jahren”, ſo lautet die
Ueber=
ſſchrift des erſten Aufſatzes in dem zu Ende des vorigen
Monats erſchienenen Kalender des Deutſchen Flotten=
Wereins für 1915. Sehr anſchaulich beſchreibt
General=
leutnannt v. Hößlin darin den Entſcheidungskampf, den
letzten gegen Napoleon, der ſich auf einem hiſtoriſchen
oden abſpielte. Namen wie Brüſſel, Charleroi, Namur
ſſind heute in jedermanns Mund, und deshalb wird de
Verfolgung der Operationen Blüchers dem Leſer einen
ganz beſonderen Genuß bereiten. Noch ein weiterer ArtikI
des Kalenders leitet hinüber zu den Ereigniſſen, die heue
die Welt bewegen. In einem kurzen Aufſatz, „Die letzte
Blockade der Oſtſeeküſte”, ſchildert Geheimer
Admiralitäts=
rrat Koch die Ereigniſſe von 1864, die kühnen Un
mehmungen der kleinen preußiſchen Flotte gegen de
füberlegene däniſche Seemacht, die den ganzen deutſchen
Handel in der Oſtſee lahmlegte. Heute ſtehen wir im
Kampf gegen vier der ſtärkſten Seemächte der Welt, und
micht nur die Oſtſee, ſondern auch die Nordſee ſteht dem
Handel offen. Das haben wir allein dem Vorhandenſen
runſerer Flotte zu verdanken. Von unſerer Flotte handelt
auch der übrige Inhalt des Kalenders. Auch einige Aufſätze
belehrenden Inhalts ſind vorhanden, z. B. ein ſehr
intereſſanter Verſuch, einige der älteren deutſchen
See=
mannslieder dem Gedächtnis wieder näher zu bringen.
Beſonders reichhaltig iſt der Abſchnitt „Wiſſenswertes
für das tägliche Leben” der den mit zahlreichen hübſchen
Bildern geſchmückten Kalender (Preis 70 Pf.) zu einem
nützlichen Ratgeber nicht nur in allen
Marineangelegen=
heiten, ſondern auch in zahlreichen ſonſtigen Fällen machen
wird.
— Im Verlage von Alexius Kießling, Berlin SW. 11, iſt
ſoeben eine neue Kriegskarte im Maßſtabe 1: 3000000
erſchienen, die in ſauberer, ſechsfarbiger Ausfühtung Europa
von den Orknevinſeln bis St. Petersbura, von Cherboura
bis Konſtantinopel in ausführlicher Bearbeitung darſtellt.
Die Karte umfaßt ſomit ſowohl den öſtlichen wie auch
weſtlichen Kriegsſchauplatz, ferner die Kampfplätze in der
Nord= und Oſtſee. 22 Staaten mit vielen Tauſenden von
Ortſchaften ſind ganz oder zum Teil auf ihr enthalten.
Die Rückſeite des Umſchlages enthält einen Plan der
Be=
feſtigungen von Paris. Der Preis beträgt 1 M.
— Die Kriegsgeſetze zivilrechtlichen Inhalts
v. 4. Aug. 1914, Preis geheftet M. —,40. Die
Kriegs=
geſetzeöffentlich=rechtlichen und
verwaltungsrecht=
lichen Inhalts, vom 4. Auguſt 1914, Preis geheftet
M. —,40. Textausgabe mit Einleitung, Kernworten,
er=
läuternden Anmerkungen und ausführlichem Sachregiſter,
herausgegeben von Geh. Juſtizrat Univ.=Profeſſor Dr.
Karl Gareis. Verlag von Emil Roth in Gießen.
Vorzüg=
liche Ausſtattung und billiger Preis haben die Gareis’ſche
Sammlung deutſcher Reichsgeſetze, welche die einzige iſt,
in der man alle deutſchen Reichsgeſetze in gut
kommen=
tierter Textausgabe findet, in der Juriſtenwelt und beim
Publikum eingeführt.
— Sturmzeichen Roman von Richard
Skow=
ronnek Verlag Ullſtein und Co., Berlin und Wien,
1 Mark. In der Zeit nach dem Balkankrieg und mehrere
Monate vor dem Ausbruch des Weltkrieges iſt dieſer
Roman entſtanden. Mit vaterländiſcher Sorge hat Richard
Skowronnek hier prophezeit, was ſeitdem Ereignis
ge=
worden iſt: den Ueberfall Rußlands auf Deutſchland,
den Vorſtoß der Koſakenhorden in das oſtpreußiſche
Seen=
gebiet und die heldenmütige Abwehr durch die
bereit=
ſtehenden deutſchen Truppen. So gibt dieſer Roman, der
aus der Begeiſterung geboren, mit froher Begeiſterung
aufgenommen werden wird, eine prächtige Schilderung
unſeres gegenwärtigen nationalen Daſeins.
Vom weſtlichen und öſtlichen
Kriegsſchauplatz.
* Großes Hauptquartier, 13. Okt. (W. T. B.
Amtlich.) Vom weſtlichen Kriegsſchauplatz
liegen Nachrichten von Bedeutung nicht vor. Heftige
An=
griffe des Feindes öſtlich Aſoiffons ſind abgewieſen
wor=
den. Im Ardenner Walde finden andauernd erbitterte
Kämpfe ſtatt, Unſere Truppen arbeiten ſich im dichten
Unterholz und in äußerſt ſchwierigem Gelände mit allen
Mitteln des Feſtungskrieges Schritt für Schritt vorwärts.
Die Franzoſen leiſten hartnäckigen Widerſtand, ſchießen
von den Bäumen und mit Maſchinengewehren von den
Baumkanzeln und haben neben etagenweiſe angelegten
Schützengräben ſtarke, feſtungsartige Stützpunkte
einge=
richtet. Die von der franzöſiſchen Heeresleitung
verbrei=
tete Nachricht über Erfolge ihrer Truppen in der
Woe=
vre=Ebene ſind unwahr. Nach Gefangenenausſagen iſt
den Truppen mitgeteilt worden, die Deutſchen ſeien
ge=
ſchlagen und mehrere Forts von Metz bereits gefallen.
Tatſächlich haben unſere dort fechtenden Truppen an keiner
Stelle Gelände verloren. Etain iſt nach wie vor in
un=
ſerem Beſitz. Die heftigen franzöſiſchen Angriffe gegen
unſere Stellung bei St. Mihiel ſind ſämtlich abgewieſen
worden.
Unſere Kriegsbeute von Antwerpen
läßt ſich auch heute noch nicht überſehen. Die Zahl der
in Holland Entwaffneten iſt auf nahezu 28000
angeſtie=
gen. Nach amtlichen Londoner und niederländiſchen
Nachrichten befinden ſich hierunter 2000 Engländer.
Schein=
bar haben ſich viele belgiſche Soldaten in Zivilkleidung
nach ihren Heimatsorten begeben. Der Gebäude= und
Materialſchaden in Antwerpen iſt gering. Die Schleuſen=
und Fähranlagen ſind vom Feinde unbrauchbar gemacht
worden. Im Hafen befinden ſich 4 engliſche, 2 belgiſche,
1 franzöſiſcher, 1 däniſcher, 32 deutſche und 2 chileniſche
Dampfer, ſowie 2 deutſche Segelſchiffe. Soweit deutſche
Schiffe unterſucht werden konnten, ſcheinen die Keſſel
un=
brauchbar gemacht worden zu ſein. (Danach ſcheint ſich
die Meldung von der Verſenkung der deutſchen
Handels=
ſchiffe im Hafen von Antwerpen nicht zu beſtätigen. D.
Red.)
Auf dem öſtlichen Kriegsſchauplatz
ver=
lief der 11. Oktober im allgemeinen ruhig. Am 12.
Okto=
ber wurde ein erneuter Umfaſſungsverſuch der Ruſſen
bei Schirwindt abgewieſen. Sie verloren dabei 1500
Ge=
fangene und 20 Geſchütze. In Süd=Polen wurden
die ruſſiſchen Vortruppen ſüdlich von Warſchau durch
un=
ſere Truppen zurückgeworfen. Ein Uebergang der Ruſſen
über die Weichſel ſüdlich Iwangorod wurde unter
Ver=
luſten für die Ruſſen verhindert.
Oberſte Heeresleitung.
Zum Fall Antwerpens.
* London, 13. Okt. Times meldet aus
Bor=
deaux: In franzöſiſchen militäriſchen Kreiſen glaubt
man, Antwerpens Fall verlängere den Krieg. Die
Deutſchen könnten den Hafen befeſtigen und eine Baſis
für Zeppelinangrifffe gegen Englands
Küſten aus ihm machen. Engliſche Militärs halten die
Tage der Feſtungen für gezählt, da den gewaltigen
Ge=
ſchoſſen der deutſchen Rieſengeſchütze kein Feſtungswerk
widerſtehen könne. (Die Anſicht, daß der Fall
Antwer=
pens den Krieg verlängere, iſt nur vom franzöſiſchen
Standpunkt der Niederringung Deutſchlands aus
ver=
ſtändlich.)
* Amſterdam, 13. Okt. Aus Arel wird
ge=
meldet, 12. Oktober: Entlang der geſamten
hollän=
diſchen Grenze wurde geſtern heftig gefochten,
beſonders bei Moerbeke, Wachtebeke und Exaerde und
zwiſchen St. Nicolas und Gent. Die deutſchen Vorpoſten
wurden geſtern bei Moerbeke und Selzaete etwas
zurück=
getrieben. Aber im ganzen dringen die Deutſchen in der
Richtung Gent-Oſtende vor. Unaufhörlich iſt
Kano=
nendonner und Schnellfeuer zu vernehmen. Es
ſcheint, als ob der Reſt des belgiſchen Heeres noch die
ver=
zweifelte Hoffnung hegt, den Feind zurückzuhalten. Es
koſtet den Belgiern ſtarke Verluſte, beſonders an Reiterei.
An der Grenze entlang wimmelte es von reiterloſen
bel=
giſchen Pferden, die wild herumlaufen und ſtark
abge=
magert ſind.
* Amſterdam, 13. Okt. Telegraaf meldet aus
Roſendaal vom 12. Oktober: Eine Abteilung von 200
belaiſchen Chaſſeurs überſchritt die bolländiſche
Grenze bei Bouchaute und bei Philippine in
Flan=
dern. Sie wurden entwaffnet.
* Amſterdam, 13. Okt. Nieuwes van den Dag
meldet aus Breda vom 12. Okt.: Ein Holländer, der
geſtern nach Antwerpen radelte, erzählt, daß ihm nur
geringe Beſchädigungen der Stadt aufgefallen
ſeien. Zerſtörte Häuſer müßten geſucht werden. In den
Docks iſt die Zahl der Schiffe auffallend groß, ſie
führ=
ten keine Flaggen,, nur einige die amerikaniſche.
Unbe=
ſchädigt ſind das neue große Hoſpital, der Königspalaſt
und die Zentralſtation. Bei dem Stadthaus ſind nur
im Seitenflügel die Fenſter zerbrochen. Im ganzen
ſind nach Meldungen aus guter Quelle nur 200
Häu=
ſer beſchädigt. Unzutreffend iſt das Gerücht, daß
die Deutſchen die Männer zwiſchen 18 und 30 Jahren
eingezogen haben, um ſie arbeiten zu laſſen. Ganze
Ka=
rawanen von Flüchtlingen ſind bereits zurückgekehrt.
Tauſende deutſcher Matroſen und Infanteriſten
durchzie=
hen ſingend die Stadt. Ihr Ausſehen iſt vortrefflich.
Von den Häuſern wehen ungehindert die belgiſchen
Fahnen.
* Köln, 13. Okt. Profeſſor Wegener, der
Be=
richterſtatter der Köln. Ztg., der in Antwerpen war,
tele=
graphiert: Die Forts ſind furchtbar
zerſchoſ=
ſen, die Stadt faſt gar nicht. Die Garniſon iſt
geflüch=
tet, zum größten Teil nach Weſten. Die verängſtigte
Be=
völkerung taucht allmählich aus den Kellern auf. Sie
iſt voller Zorn auf die Engländer, welche
die Beſchießung verſchulden und dann zurückwichen. Ich
fand auf dem Arbeitstiſch des Königs die Köln. Ztg.
vom 2. Oktober, welche die „Wahrheit über Löwen”
ent=
hielt.
Die Operationen in Belgien.
* Amſterdam 13. Okt. Telegraaf meldet aus
Sas van Gent: Die Beſetzung von Selzaete verlief ruhig,
nur gegen Abend hörte man einige Schüſſe auf Perſonen,
die ſich längs der Eiſenbahn hinſchlichen. Viel Kavallerie
und Artillerie kam am Abend auf der anderen Seite des
Kanals an. Die Deutſchen ſtellten das elektriſche Licht
wie=
der her und arbeiteten den ganzen Abend an der
Wieder=
herſtellung der Brücke, die die Belgier, um den Abzug zu
verhindern, mit Gewalt in die Höhe getrieben hatten.
Ueber den Einzug der Deutſchen in Gent wird noch
er=
wähnt, daß er mit voller Muſik geſchah, gerade nachdem
die letzten Engländer die Stadt verlaſſen hatten. Sofort
wurde von dem Rathaus, dem Poſtamt und dem Bahnhof
Beſitz genommen und die franzöſiſchen, belgiſchen und
engliſchen Flagger mit der deutſchen Flagge vertauſcht.
Das auf dem Poſtamt liegende Geld wurde in Beſchlag
genommen. Eine Proklamation wurde erlaſſen, worin
bekanntgemacht, iſt, daß bis Dienstag diejenigen, die die
Stadt zu verlaſſen wünſchen, es tun können, daß aber
dann keine Erlaubnis zum Verlaſſen mehr gegeben
würde. Viele hunderte von Belgiern ſind darauf aus
Gent weggegangen.
* Amſterdam 13. Okt. Durch den Beſitz von
Gent verfügt Deutſchland über den wichtigſten
Eiſenbahnknotenpunkt. Nach hierher gelangten
Berichten geſchieht der Vormarſch auf der ganzen Strecke
von Courtrait über Gent bis Selzaete, das auch in
deut=
ſchem Beſitz iſt. Der Verſuch des Reſtes des belgiſchen
Heeres der durch Abteilungen engliſcher und franzöſiſcher
Marineſoldaten verſtärkt iſt, zu der verbündeten Armee in
Frankreich durchzuſtoßen, iſt jetzt ſchon als mißglückt
an=
zuſehen, während die
Umſchließungsoperatio=
nen ſich automatiſch vollziehen.
Die Lage der gefangenen franzöſiſchen
Geiſtlichen.
* Berlin 13. Okt. Während die deutſchen
Geiſt=
lichen im Felde, ſoweit ſie nicht als Militärſeelſorger
An=
ſtellung finden, allgemein zur Krankenpflege verwendet
werden, müſſen bekanntlich die franzöſiſchen
Geiſt=
lichen als einfache Soldaten im Heere mit den
Waffen kämpfen. Viele von ihnen ſind dadurch bereits in
Gefangenſchaft geraten und wurden in unſeren großen
Gefangenenlagern untergebracht. Mit der Bitte, das Los
dieſer Geiſtlichen zu verbeſſern, wandte ſich der Erzbiſchof
von Köln mit einer Throneingabe an den Kaiſer.
Wie wir hören, hat der Kaiſer in hochherziger Weiſe
die=
ſer Bitte ſtattgegeben und zu genehmigen geruht, daß
die gefangenen franzöſiſchen Geiſtlichen wie Offiziere
be=
handelt werden.
Feindliche Flieger über Karlsruhe.
* Karlsruhe, 13. Okt. (W. T. B. Nichtamtlich.)
Heute nachmittag und heute abend erſchien ein
feind=
licher Flieger über der Stadt. Das abends gegen
6 Uhr erſchienene Flugzeug bewegte ſich langſam über den
Waffen= und Munitionsfabriken und den Kaſernen. Wie
man erfährt, entkam der Flieger unverſehrt.
Reiche Beute.
* Stettin 13. Okt. Die Neueſte Nachrichten
melden: Unter Führung deutſcher Marinemannſchaften
kamen geſtern in Swinemünde an die Dampfer „Belle
Ile” (Kriſtiania), „Grimdon” (Gefie), „Fingal” (
Karls=
hamm), alle drei von Schweden und Rußland mit
Holz=
fracht nach London beziehungsweife Grimsby
unter=
wegs. Die Dampfer waren von deutſchen
Torpedoboo=
ten bei Falſterbo angehalten worden. Vergangene Nacht
wurde ferner der Dampfer „Luiſe” der Dampfſchiffahrts=
Geſellſchaft Kopenhagen, mit Gütern und Proviant für
Rußland beladen, in Swinemünde eingebracht. Endlich
ſind heute früh in Begleitung deutſcher Torpedoboote in
Swinemünde eingetroffen die Dampfer „Fore” (
Goten=
borg) und „Onton” (Schweden) mit Holz von Rußland
nach England beſtimmt.
Heldentat eines Bayern.
* München, 13. Okt. Ein Bataillon eines
bayeri=
ſchen Reſerve=Infanterie=Regiments wollte in dem
leer=
gelaufenen, 3 bis 4 Meter tiefen Saarburg-Saarbrückener
Kohlenkanal ungeſehen vorrücken, als plötzlich
Waſ=
ſer in den Knanalſchoß das den Soldaten bis an
die Patronentaſchen heranreichte. Ein dem Bataillon
angehöriger Mechaniker radelte 1½ Kilometer zur nächſten
Schleuſe. 400 Meter vor dem Ziel riß ihn eine
franzöſi=
ſche Granate vom Rade. Da er nur eine Streifwunde
er=
hielt, fuhr er weiter An der Schleuſe ſtanden zwei
fran=
zöſiſiſche Poſten, den einer erſchoß er, der andere warf eine
Handbrmbe, die aber ins Waſſer fiel. Dem Mechaniker
gelang es, die Schleuſe zu ſchließen. Unmittelbar darauf
erhielt er einen Schuß in den Oberſchenkel und fiel ſelbſt
ins Waſſer. Ein anderes heranrückendes Bataillon
ſäu=
berte den Schützengraben vom Feinde. Das gefährdete
Bataillon hatte der bayeriſche Mechaniker gerettet.
Er wurde zum Unteroffizier ernannt und erhielt das
Eiſerne Kreuz.
Der amtliche franzöſiſche Kriegsbericht.
* Paris, 13. Okt. Das amtliche Communigus
ent=
bält keine Nachrichten über Einzelheiten und ſpricht dann
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Oktober 1914.
Nummer 283,
von heftigen Angriffen auf der ganzen Front. Auf vielen
Stellen hätten die Franzoſen Terrain gewonnen,
nirgends ſolches verloren.
Senegaleſen in Kamerun.
* Paris, 13. Okt. Der Temps meldet aus Vigo:
Der engliſche Dampfer „Aurora”, der ſich in Las Palmas
befindet, ſoll in Kamerun 5000 Senegaleſen
ausgeſchifft haben. Dort ſollen große Gefechte im Gange
ſein, deren Ausgang nach ungewiß ſei. — Nach anderen
Nachrichten wurden nur 600 Senegaleſen gelandet,
Eine deutſche Taube über Paris.
* Paris, 13. Okt. Geſtern vormittag 10 Uhr
über=
flogeine Taube Paris und warf ſechs Bomben
ab. Eine durchſchlug das Glasdach des Nordbahnhofs
und fiel zwiſchen zwei Waggons; die anderen fielen in
die Rue Pouchet, Nue Cauchois und auf den Boulevard
Elichy, ohne Schaden anzurichten. Fünf franzöſiſche
Flugzeuge nahmen die Verfolgung des deutſchen auf. Es
werden neue Fluggeſchwader in den Dienſt geſtellt werden,
um den weiteren Taubenangriffen entgegenzutreten.
Die belgiſche Regierung in Bordeaux.
* Rotterdam, 13. Okt. Nieuwe Rotterdamſche
Courant berichtet: Nach einer Meldung aus zuverläſſiger
belgiſcher Quelle iſt die belgiſche Regierung nach
Bordeaux verlegt worden.
Englands Zeppelinfurcht.
* London, 13. Okt. Die Times beſchäftigt ſich in
einem Leitartikel mit einem eventuellen Zeppelin=
Angriff auf England. Falls Luftſchiffe kommen,
wird dies auf den Ausgang des Krieges von keiner
Be=
deutung ſein. Man wiſſe ſehr gut, wie wir Zeppelin=
Luftſchiffe zu empfangen haben.
Die indiſchen Hilfstruppen.
* Genf 13. Okt. (Ctr. Frkft.) Außer den Ende
Sep=
tember in Marſeille eingetroffenen Hindus, deren
Zahl etwa 20000 beträgt und die mit der ſüdfranzöſiſchen
Bahn an die engliſche Front befördert wurden, erwartet
man die ſofortige Ankunft weiterer 30000. In Marſeille
iſt ſtändig ein engliſcher Generalſtab ſtationiert. Das
Caſino de la Plage wurde zu dieſem Zweck auf drei
Jahre gemietet zur Einrichtung eines Generalquartiers,
dem ſpeziell die Organiſierung aſiatiſcher und afrikaniſcher
Truppentransporte obliegt.
Die kanadiſchen Hilfstruppen.
* Paris, 13. Okt. Dem Temps wird aus
Mont=
real gemeldet, daß die Stärke des kanadiſchen
Freiwilligenkorps auf vier Doppelkompagnien
mit einem Radfahrerkorps feſtgeſetzt ſei. Die Stadt
Quebec werde ein Panzerauto mit einem
Schnellfeuer=
geſchütz ſtellen.
Ruſſiſche Finanznöte.
* Paris, 13. Okt. Wie der Korreſpondent des
Temps aus Petersburg meldet, will die ruſſiſche Regierung,
um die Kriegskoſten zu decken, mehrere Steuern
erhöhen, ſo die Mietſteuer, die Steuerpflicht der
No=
maden, die Viehſteuer, Stempelſteuer, Verſicherungsſteuer,
Erbſchaftsſteuer; ferner ſollen die Zölle erhöht werden.
Die Regierung berechnet die entſtehenden Mehreinnahmen
auf 400 Millionen Rubel. Ferner beabſichtigt die
Regie=
rung die Einführung einer Frachtſteuer, deren Ertrag auf
200 Millionen Rubel berechnet wird, und eine
Einkom=
menſteuer ſoll 150 Millionen einbringen. Alle dieſe
Steuer=
projekte ſollen der Duma unterbreitet werden, die hierzu
in der erſten Hälfte des November einberufen werden ſoll.
Die Führer aller Parteien ſollen erklärt hahen, daß ſie die
Entwürfe der Regierung einſtimmig annehmen würden.
Der Geſamtertrag der Finanzoperationen wird auf
1 Milliarde berechnet. Sollte dieſe Annahme nicht richtig
ſein, ſo beabſichtigt der Finanzminiſter eine innere Anleihe
von 1 Milliarde aufzunehmen, deren Erfolg jetzt ſchon
ge=
ſichert ſei.
Der ruſſiſche Kampfbericht.
* Petersburg, 13. Okt. Der Große Generalſtab
teilte am 11. Oktober folgendes mit: Auf dem linken
Weichſelufer haben Kämpfe bei Iwangorod und
Warſſchau begonnen. Auf der übrigen Front ſind
keine Veränderungen zu melden.
Die Ruſſen bereiten ſich auf eine große
Schlacht vor.
* London, 13. Okt. Die Morningpoſt meldet aus
Petersburg: Hier werden die gegenwärtigen
Opera=
tionen vollſtändig geheim gehalten. Es iſt zu
er=
warten, daß es zu einer Rieſenſchlacht kommen wird, die
in ihrem Umfange alles übertreffen wird, was bisher
be=
kannt wurde. Es dauert wahrſcheinlich noch eine Woche,
bis Nachrichten von Bedeutung zu erwarten ſind.
Rußland und Perſien.
* Konſtantinopel 13. Okt. Ildam erfährt von
unterrichteter Seite, daß Perſer= und Kurdenſtämme
be=
reits dreimal Angriffe gegen Rußland
un=
ternommen haben. Die Ruſſen wurden geſchlagen. Die
Kurden nahmen 3 Offiziere gefangen, 40 Ruſſen fielen.
Die Stadt Urmia, in welche die Ruſſen flüchteten, iſt voll
von Verwundeten. Die Kurden ſollen ſich Urmia bis auf
zwei Wegſtunden genähert haben.
Die Afghanen marſchieren in Indien ein.
* Wien, 13. Okt. Die Südſlawiſche Korreſpondenz
meldet aus Konſtantinopel: Auf Grund von
Mel=
dungen türkiſcher Blätter in Teheran berichtet die Zei
tung Schems aus Aſchkabat in Indien, daß der Sohn
des Emirs von Afghaniſtan mit ſeiner Armee die
indiſche Grenze angriffsweiſe überſchrit
ten habe. — Der gleiche Bericht meldet aus Simla:
Das Erſcheinen des Kreuzers „Emden” vor Madras
rief eine große Bewegung unter der dortigen
nationali=
ſtiſchen Bevölkerung hervor. Gegen engliſche Beamte
wur=
den Attentate verübt. Als deren Veranlaſſer werden
Angehörige der indiſchen Unabhängigkeitspartei, der
ſtärkſten revolutionären Vereinigung Indiens, bezeichnet.
Unter den kriegeriſchen Sikhs Nordindiens ſei eine
revo=
lutionäre Bewegung ausgebrochen. Die
be=
kannteſte Zeitung, die Sikhlandeswl Khasla Gazette iſt
von der Regierung unterdrückt worden. Hinſichtlich der
Ueberführung indiſcher Truppen nach dem enropäiſchen
Kriegsſchauplatz wird erklärt, daß hierfür in erſter Linie
die Beſorgnis maßgebend geweſen ſei, die Trupepn
könn=
ten ſich bei einer etwaigen Aufſtandsbewegung dieſer
auſchließen.
* Berlin, 13. Okt. Der Bundesrat ſtimmte der
Vorlage, betreffend Vornahme einer kleinen
Vieh=
zäblung am 1. Dezember 1914, zu.
* Berlin, 13. Okt. Der norwegiſche Dampfer
Aquila, von Neu=York nach Kopenhagen mit Petroleum
unterwegs, wurde von einem engliſchen
Kriegs=
ſchiff aufgebracht und nach Kirkwill (
Orkney=
inſeln geſchleppt.
* Bremen, 13. Okt. Wie die Weſerzeitung mitteilt,
erhielten die Reedereien der in Antwerpen
feſtge=
haltenen deutſchen Schiffe aus Brüſſel von der
Reichskanzlei die telegraphiſche Aufforderung, ihre
Ver=
treter nach Antwerpen zu entſenden und von ihrem
Eigentum wieder Beſitz zu ergreifen.
* Peſt, 12. Okt. Heute wurden feierlich die
Stra=
ßentafeln auf der Kaiſer=Wilhelmſtraße und
dem Berliner Platz angebracht. Den mächtigen
Stra=
ßenzug, der ehemals Waitzener Boulevard hieß,
durch=
queren rieſige Flaggen, ſchwarz=gelbe, rot=weiß=grüne und
ſchwarz=weiß=rote. Auf Verfügung des Bürgermeiſters
wird heute abend eine Muſikkapelle mit klingendem Spiel
über die neue Kaiſer=Wilhelmſtraße bis zum Berliner
Platz ziehen und dort mehrere deutſche patriotiſche
Hym=
nen und Lieder ſpielen. Ferner findet abends eine große
Illumination ſtatt. Der Bürgermeiſter Dr. Barczy ſandte
an den deutſchen Generalkonſul, den Grafen Fürſtenberg
eine telegraphiſche Mitteilung, daß heute der Beſchluß auf
Umtaufung der Straße vollzogen ſei. Das Telegramm
ſchließt mit folgenden Worten: Im Stolze und in der
Zu=
verſicht auf die herrlichen Siege unſerer militäriſchen und
ſittlichen Gemeinſchaft begrüßen wir durch Ihre
Vermit=
telung Ihren großen Herrſcher und Ihr glorreiches Volk.
* Marſeille 13. Okt. 200 deutſche und
öſterreichiſche Dienſtpflichtige, welche ſich auf
Dampfern unter ſpaniſcher und italieniſcher Flagge
be=
fanden, ſind im Hafen von Cannes gefangen genommen
und in Forts an der Küſte interniert worden.
* Kopenhagen 13. Okt. Nationaltidende
mel=
det aus Paris, daß die Königin der Belgier in
Oſtende eingetroffen ſei.
* London, 13. Okt. Die Times meldet: Die
Mannſchaſten der Marinebrigade, die nach
achttägi=
ger Abweſenheit geſtern von Antwerpen in Dover
angekommen ſind, erzählten, ſie ſeien acht Tage in der
Hölle geweſen. Sie ſeien eine Zeitlang zwiſchen
deutſches und belgiſches Feuer geraten und ſie mußten
den Belgiern telephonieren, das Feuer einzuſtellen.
Trotz=
dem einige Leute erſt ſeit 6 Wochen im Dienſt ſind,
zeig=
ten dieſe in den Schützengräben unter dem Granatſeuer
die größte Kaltblütigkeit. Nach dem Abmarſch von
Ant=
werpen ſind ſie 40 Meilen bis Brügge marſchiert und
von dort ab mit der Eiſenbahn weiter transportiert
wor=
den. Die Zahl der belgiſchen Flüchtlinge wird von
Eng=
ländern auf 40000 geſchätzt.
* Petersburg, 13. Okt. Prinz Oleg, der Sohn
des Großfürſten Konſtantin, iſt geſtern ſeiner
Verwun=
dung, die er in Kampfe erhielt, erlegen.
* Athen, 12. Okt. Meldung der Agence d’Athenes.
Eſſad Paſcha iſt zum Präſidenten der
Regie=
rung von Albanien und Oberbefehlshaber
ernannt worden. Er hat die Aufmerkſamkeit der
autono=
men Regierung von Epirus auf die proviſoriſche Beſetzung
von Berat durch einige Epiroten gerichtet, um in der
Zu=
kunft ähnlichen Beſetzungen vorzubeugen. Karapanos, der
Miniſter des Aeußern von Epirus, antwortete
telegra=
phiſch, daß ein epirotiſches Korps in der Tat die
Demar=
kationslinie überſchritten habe, nachdem es von albaniſcher
Seite vorher angegriffen worden war. Ihm ſei ſofort
Weiſung erteilt worden, in ſeine Stellung zurückzukehren.
Karapanos ſagt weiter: Unglücklicherweiſe artete ein
neuerlicher Angriff von albaniſcher Seite in einen Angriff
gegen die friedliche Bevölkerung aus und führte zu
Feuers=
brünſten in Berat und anderen chriſtlichen Nachbardörfern.
Ich zweifle nicht daran, daß Sie diejenigen, die ſich
ſol=
cher Verwüſtungen ſchuldig gemacht haben, züchtigen
wer=
den, um gefährliche Repreſſalien zu vermeiden. Wegen der
gut nachbarlichen Beziehungen, die wir zu erhalten
wün=
ſchen, werden wir inzwiſchen alle Maßnahmen ergreifen,
damit die epirotiſchen Truppen zurückgezogen werden und
keinen Vorwand zu Konflikten bieten. Wir vertrauen,
daß Sie gerne ähnliche Anweiſungen erteilen werden.
* Kopenhagen, 13. Okt. Der kubaniſche Geſandte
in Berlin, Queſadi, proteſtiert in einem Telegramm an
die Zeitung Politiken gegen die vom Reuterbureau
ver=
breitete Meldung der Neu=Yorker Times, nach welcher
er ohne Geld in Berlin ſei und ſein Sohn in Berlin
im Gefängnis ſitze. Er erklärt, die Meldung ſei
falſch, daß er ſich ohne Mittel befinde und ſein einziger,
14jähriger Sohn habe noch niemals im Gefängnis
ge=
ſeſſen. Er werde eine Schadenerſatzklage gegen
die Neu=Yorker Times und gegen das Reuterbureau
an=
ſtrengen.
Verluſtliſte (aus Nr. 47 und 48).
Reſerve=Infanterie=Regiment Nr. 68.
St. Hubert am 22, Sedan vom 26. bis 29. Aug., Heiltz
vom 6. bis 10 Le Buiſſon vom 7. bis 9., Ripont vom
14, bis 17., Mesnil und Tahure vom 14. bis 19. Sept.
I. Bataillon, Rheydt.
1. Kompagnie: Reſ. Hermann Hielſcher, Bad
Nauheim, lv.
Landwehr=Infanterie=Regt. Nr. 81, Frankfurt a. M.
Bar de Sapt am 16., Chatte am 20.
und Celles am 21. und 22. Sept.
I. Bataillon.
1. Kompagnie: Wehrm. Friedrich Weigand,
Garbenteich, t.; Wehrm. Valentin Oſtheimer,
Heppen=
heim, lv.
3. Kompagnie: Wehrm. Benno Leopold,
Pfed=
dersheim, ſchv.
4. Kompagnie: Wehrm. Heinrich Jüngling,
Orleshauſen, t.; Wehrm. Valentin Gebhardt,
Haiſter=
bach, lv.; Wehrm. Johann Kany, Darmſtadt, lv.
Infanterie=Regiment Nr. 84.
I. Bataillon, Schleswig.
Tirlemont am 18., Mons am 23. Aug., Chäteau=Thierry
am 3., Eſternay am 6., Montreuil am 9., Septmonts am
11. und Aizy am 20. und 21. Sept.
4. Kompagnie: Hauptm. Gottfried v.
Lichten=
berg, Darmſtadt, t.
III. Bataillon, Schleswig.
Nimy und Maiſiöres am 23. und Mons am 23. u. 24. Aug.
10. Kompagnie: Musk. Ludwig Fiſcher,
Eber=
ſtadt, t.
Landwehr=Infanterie=Regiment Nr. 118, Worms.
Vitry le Frangois vom 8. bis 10. 9. 14.
II. Bataillon.
5. Kompagnie: Gefr. Lorenz Ringhof vw.;
Wehrm. Simon Salomon, vw.; Gefr. Georg Sachs,
vw.; Wehrm. Heinrich Seif, vw.; Wehrm. Franz Spitz,
vw.; Wehrm. Michael Stohr, vw.; Wehrm. Jakob
Schedel, vw. Wehrm. Peter Wehrmeiſter, vw.;
Wehrm. Peter Wilhelm, vw.; Gefr. Adolf
Wort=
mann, vw.; Gefr. Jakob Kley, vw.; Wehrm. Paul
Cezone, vw.; Wehrm. Georg Daſchmann, vm.
C. Kompagnie: Feldw. Daniel Sachs, vw.;
Offiz.,Stellvertr. Vizefeldw. d. Reſ. Wilhelm Berndes.
vw.; Gefr. Rudolf Roth, t.; Wehrm. Wilhelm Völpel,
t.; Wehrm. Nikolaus Zimmer, t.; Wehrm. Ernſt
Helmbold, t.; Gefr. Philipp Decker, vw.; Wehrm.
Adam Gehbauer, vw.; U.=O. Quierin Voß, vw.;
Gefr. Ludwig Wegerich, vw.; Wehrm. Georg Spilger,
vw.; Wehrm. Wilhelm Schäfer, vw.; Wehrm. Jakob=
Weber, vw.; Wehrm. Karl Muth, vw.; Wehrm.
Johann Bergmann, vw.; Wehrm. Johann Kremer,
vw.; Wehrm. Franz Cottin, vw.
7. Kompagnie: Oberlt. d. Reſ. Heinz Leué,
ſchv.: Off.=Stellv. Vizef. d. Landw. Anton Lutz, ſchv.
Wehrm. Heinrich Opper, ſchv.; Wehrm. Friedrich
Horn, ſchv.; Wehrm. Philipp Bangert, ſchv.; Gefr.
Heinrich Krämer, ſchv.; Wehrm. Johann Meiſinger,
ſchv.; Wehrm. Johann Ruthof, ſchv.; Wehrm. Johann
Gutbrot, t.; Wehrm. Johann Fahl, ſchv.; Wehrm==
Auguſt Weber, ſchv.; Wehrm. Johann Schmelz,
ſchv; Wehrm. Franz Jertz, lv.; Wehrm. Fritz
Kübler=
lv; We rm. Jakob Ruſter, lv.; Wehrm. Adam
Ebert=
ſchv; Wehrm. Julius Henry, ſchv.; Gefr. Heinrich
Stroh, ſchv. Wehrm. Peter Wagenbach, lv.
Wehrm. Karl Abel, lv.; Wehrm. Philipp Eichner,
ſchv.; Wehrm. Georg Anſtatt, ſchv.; Wehrm. Joſef
Bouſſeler, ſchv.; Wehrm. Anton Nanus, ſchv.;
Wehrm. Peter Brockers, ſchv.; Wehrm. Joſef Ernſt
Kaiſer I., ſchv.; Gefr. Michael Ehre, ſchv.: Geft.
Georg Habicht, ſchv.; Feldw. Paul Friedrich,
ſchv; Wehrm. Guſtav Foller, ſchv.: Gefr. Theodor
Wollinger, ſchv.; Gefr. Ernſt Brauer, ſchv.;
Wehrm. Emil Siebert, ſchv.; Wehrm. Georg Sattler,
ſchv.; Wehrm. Georg Lebbin, ſchv.; Gefr. Heinrich
Stroh I., ſchv.
8. Kompagnie: Lt. d. Reſ. Scheele, ſchv.
Wehrm. Joſeph Auguſt Clauſe, ſchv.; Wehrm.
Her=
mann Rennuth, ſchv.; Gefr. Eduard Steuernagel,
t.; Wehrm. Heinrich Joſt, lv.
III. Bataillon.
9. Kompagnie: Oberlt. d. Reſ. Mergell, ſchv
Wehrm. Adam Seibert, t.; Wehrm. Valentin
Laufers=
weiler, lv.; Wehrm. Chriſtian Klippel, lv.; U.=O.
Friedrich Freitag, vw.; Wehrm. Auguſt Geisler, lv.,
Wehrm. Karl Boyon, ſchv.; U.=O. Heinrich Lohr, ſchon
Wehrm. Peter Kiren, lv.; U=O. Ludwig Schunck, lv.;
Wehrm. Jakob Pfannkuchen, lv.; Wehrm. Johann
Reinecker, ſchv.; Gefr. Julius Bonche, ſchv.; U.=O.=
Friedrich Karl Heldmann, lv.
10. Kompagnie: Vizef. d. Landw. Off.=Stellv.
Schließmann, lv.; U=O. Heinrich Becker, lv.; Gefr.
Georg Vogt, lv.; Wehrm. Peter Fiſcher, lv.; Gefr.
Joſef Effler, lv.; Gefr. Georg Deforth, lv.; Gefr.
Nikolaus Dechert, lv.; Gefr. Heinrich Dimmler, lv.;
Gefr. Franz Joſef Everling, lv.; Gefr. Georg Wanner,
ſchv.; Wehrm. Jakob Waf, ſchv.; Wehrm. Franz Alfr.
Barthelemy, ſchv.; Wehrm. Reinhard Benz, ſchv.;
Wehrm. Alfr. Ludwig Lonain, ſchv.; Wehrm. Joh.
Joſef Jaquet ſchv.; Gefr. Joh. Adam Stoll, lv.;
Wehrm. Jakob Meckes, ſchv.; Gefr. Foſef Houldinger
lv.; Gefr. Joſeph Henry, lv.; Wehrm. Georg Burkhardt,
ſchv.; Wehrm. Wilhelm Schaad, lv.; Wehrm. Ernſt=
Schlitz, ſchv.; Wehrm. Valentin Ohnleitner, ſchv.
Wehrm. Ludwig Knobloch, ſchv.; Gefr. Auguſt Hoerth
ſchv.; Wehrm. Jakob Kraus, lv.
Infanterie=Regiment Nr. 117, Mainz.
II. und III. Bataillon.
(Gefechte im Weſten vom 22. 8. bis 10. 9., Orte nicht
angegeben; Bermericourt, Orainville, Reims vom=
14. bis 22. 9. 14.)
II. Bataillon.
5. Kompagnie: Hauptm. Wilhelm Wichert,
vw.; Haupim. v. Brandenſtein, vw.; Lt. Zemſch
t.; Lt. d. Reſ. Schweitzer, t.; Vizef. Weltzinger, t.;
Musk. Horn, t.; Reſ. Kraus, t.; Reſ. Redlich, t.;
Reſ. Rickert, t.; Reſ. Alois Schüler, t.; Reſ.
Schutzbach, t.; Reſ. Steinhauer, t.; Reſ.
Tra=
bold, t.; Reſ. Thiel, t.; Reſ. Karl Fink, t.; Musk.
Aigner, vw. Reſ. Bommersheim, vw.; Reſ.
Kolb, vw.; Reſ. Lauffer, vw.; Reſ. Lüdke, vw.;
Reſ. Merth, vw.: Gefr. d. Reſ. Mazerath, vw.;
Gefr. d. Reſ. Oerl, vw.; Reſ. Sauer, vw., Reſ.. d. Weiden, vw.; Reſ. Weißenborn, vw.;
Musk. Denni, vw.; Musk. Knöß, vw.; Musk.
Liebermann, vw.; U.=O. Mauer, vw.; U.=O.=
Stabel, vw.; U.=O. Lamm, vw.; Musk. Reiche,
t.; Reſ. Adelmann, vw.; Reſ. Martin Finkel,
vw.; Reſ. Schmidlehne, vw.; Musk. Schaupp,
vw.; Musk. Haacke, vw.; Musk. Walter, vw.; Reſ.
Berninger, vw.: Reſ. Jummel, vw.; Reſ. Heinrich
Klippel, vw.; Reſ. Kohrmann, vw.; Reſ. Röſch,
vw.; Reſ. Seeger, vw.; Reſ. Safnius, vw.; Reſ.
Franz Schmelzer vw.; Reſ. Diehl, vw.; Reſ.
Schmitz, vw.: Gefr. d. Reſ. Keſſel, vw.; Musk.
Oertel, t.; Musk. Wagner, t.: Gefr. Schlaudt, vw.;
Musk. Uhlig, vw.; Musk. Hainz, vw.; Musk. Oswald,
vw.; U.=O. Kalthoff, vw.; Reſ. Schmidt II., vw.;
Reſ. Ernſt Klippel, vw.; Fähnr. Germann, lo.;
Gefr. Horniſt Martin Beckmann, Langen, t.; Reſ.
Andreas Müller, Laubenheim, t.; Musk. Chriſtian
Diehl, Sprendlingen, vm.; Musk. Albert Fiſcher=
Pfaffenhofen, vm.: Reſ. Alois Kohlhundt,
Mittel=
brunn, vm.; Musk. Hans Nonnenmacher,
Bocken=
heim, vm.; Musk. Johann Pozor, Niroiſche, vm.;
Musk. Vinzens Rösner, Zawada, vm.; Musk. Heinrich
Schulte=Schrepping, Hattingen i. W., vm.; Reſ.
Franz Zimmer Heidesheim, vm.; Reſ. Karl Siegel,
Kirchhain, vm.; Musk. Karl Leng, Gießen, vm.; Musk.
Antoine, vm.; Musk. Fuls, vm.; Reſ. Ludwig
Finkel, vm.; Reſ. Friedrich, vm.: Reſ. Fetter,
vm.; Reſ. Freidhöfer, vm.: Reſ. Jacob Müller,
vm.; Reſ. Philippi, vm.; Reſ. Richter, vm.; Reſ.
Schuhmacher, vm.; Reſ. Michael Schollmeier,
vm.; Reſ. Johann Schmidt I., vm.; Reſ. Trunk,
vm.; Reſ. Vogler, vm.; Reſ. Weckhardt, vm.;
Gefr. d. Reſ. Steinhauer, vm.
6. Kompagnie: Oberlt. Oertel, vw.: Lt. d. Reſ.
Weiſe, t.: Gefr. d. Reſ. Schlicht, t.; il.=O. Joh.
Schweickhardt, vw.; U.=O. Meyer vw.; Musk.
Schneider, vw.; Musk. Schäfer II., vw.; Reſ.
Meyer, vw.; Reſ. Hurlett, vw.; Reſ. Roth I., vw.;
Reſ. Barth, vw.; Reſ. Wilhelm Gerlach, Philippſtein,
t.; U.=O. Friedrich Wiihelm Maas, Minden, lv.: Gefr.
d. Reſ. Johann Andreas, Dolgesheim, ſchv.; Gefr. d.
Reſ. Anton Johann Schmitt, Gernsheim, lv.; Gefr.
d. Reſ. Heinrich Chriſtmann, Philippſtein, lv.; Musk.
Johann Diacourt, Neu=Iſenburg, lv.; Musk. Johann
Schäfer I., Langen, lv.; Musk. Johann Velte,
Orles=
hauſen, lv.; Musk. Sebaſtian Holzmeiſter, Alzenau,
ſchv.; Gefr. d. Reſ. Adolf Emil Schreibweiß,
Heidel=
bera, lv.; Reſ. Ewald Stroh, Kirſchhofen, lv.; Gefr. d.
Nummer 283.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Oktober 1914.
Seite 7.
Meſ. Joſef Bender, Dietersheim, lv.; Reſ. Jakob
Schneider, Koſtheim, lv.; Gefr. d. Reſ. Fritz Johann
Maſchke, Schlettau, t.; U.=O. Hugo Walter Wendt,
Hausfelde, ſchv.; Musk. Friedrich Wilhelm Sommer,
Sr.=Karben, lv.; Musk. Johann Leilich, Offenbach, lv.;
Musk. Ernſt Theodor Ulrich, Straßhurg, lv.; Reſ.
Va=
dentin Rothgerber, Gonſenheim, lv.; Musk. Heine,
vm.; Gefr. d. Reſ. Schang, vm.; U.=O. Wuſt, vw.;
Wizef. d. Reſ. Klinger, vw.; Gefr. Winkler vw.;
Musk. Jäger, vw.; Musk. Huff, vw.; Musk.
Göttel=
mann, vw.; Musk. Bauer, vw.; Reſ. Gottſchalk,
Sw.; Reſ. Berthold, vm.; Musk. Hardt, vm.; Serg.
Windmann, t.; Reſ. Menne, t.; Gefr. Kiſſel, vw.;
UI.=O. Görns, vw.; Musk. Frieß, vw.; Musk.
Jiſcher, vw.; Reſ. Anton Herrmann, vw.; Reſ.
Mal=
chus, vw.; Reſ. Friedrich Stritter, vw.; Reſ.
Gang=
uff, vw.; Reſ. Mattern, vw.; Reſ. Feck, vw.
7. Kompagnie: Lt. d. Reſ. Kraus, vw.; Gefr. v. d.
Schmitt, t.; Gefr. Kraus, vw.; Reſ. Fleiſcher, vw.; Reſ.
Menges, vw.; Reſ. Wollmann, vw.; Reſ. Baſtian,
ww.; Reſ. Lemy, vw.; Reſ. Friedrich Nonnemacher,
(Mainz, lv.; Musk. Philipp Kaffenberger, Höllerbach,
v.; Musk. Paul Didiergeau, Urbels, lv.; U.=O. d. Reſ
Franz Lumb, Sulzheim, lv.; Off.=Stellv. Friedrich Rill,
Mainz, lv.; Reſ. Joſef Bellinger, Frickhofen, lv.; Musk.
Philipp Storck, Sprendlingen, lv.; Reſ. Joſeph Matheis.
Mainz, lv.; Reſ. Stefan Nern, Mainz, lv.; Gefr. d. Reſ.
(Wilhelm Reith, Motken, lv.; Reſ. Ludwig Bürner,
Hemsbach, lv.; Musk. Auguſt Mahr, Offenbach, t.
Musk. Heiſer, t.; Reſ. Kertz, t.; Reſ. Geil t.; Reſ.
Stude, t.; Musk. Anthes, t.; Reſ. Secker, vw.; Reſ.
PPauly, vw.; Reſ. Weil, vw.; Reſ. Schindler, vw.;
Reſ. Franz, vw.; Reſ. Hereher, vw.; Reſ. Schäfer IV
ww.; Reſ. Joſef Becker, vw.; U.=O. d. Reſ. Hummel,
ww.; U.=O. d. Reſ. Möbus, t.; Gefr. Sattler, t.; Reſ.
Kurtz, t.; Einj.=Freiw. U.=O. Weber, vw.: U.=O.
Schwarz, vw.; Musk. Pfannebecker, vw.: Musk.
MMeckes, vw.; Musk. Scheu, vw.; Musk. Beckerle,
ww.; Gefr. Hattemer, vw.; Gefr. d. Reſ. Specht; vw.;
(RReſ. Stöckel, vw.; Reſ. Deichmann, vw.
8. Kompagnie: Lt. d. Reſ. Schwöbel, vw.; Vizef.
Jaroſch, t.; U.=O. d. Reſ. Paul Schmitt, t.; Musk.
(Ritz, t.; Vizef. d. Reſ. Hironymi, vw.; U.=O. Mezger,
ww.; U.=O. d. Reſ. Zimmermann, vw.; Musk.
Mindinger, vw.; Musk. Oberheim, vw.; Musk.
Brenner, vw.; Gefr. d. Reſ. Steglitz, vw.; Reſ.
Franz, vw.; Musk. Lampert, vw.; Musk.
Dörr=
hhöfer, vw.; Musk. Löſch, vw.; Musk. Scheer, vw.;
Musk. Brauer, vw.; Musk. Sachs, vw.; Musk.
(Reich, vw.; Musk. Schmitt II., vw.; Tamb.
Wollenweber, vw.; Horniſt Keuper, vw.; Reſ.
Hahner, vw.; Reſ. Braun, vw.; Reſ. Bieſer,
w.; Reſ. Krebs, vw.; Reſ. Nattermann, vw.;
Meſ. Herſcher, vw.; Reſ. Mehrlein, vw.; Reſ.
Mattes, vw.; Reſ. Edmund Engler, vw.; Reſ.
Müller, vw.; Reſ. Amran, vw.; Reſ. Eimicke, vw.;
Reſ. Bingenheimer, vw.; Reſ. Zinkel, vw.; Reſ.
Siebenhaar, vw.; Reſ. Schilling, vw.: Reſ.
Moppel, vw.: Reſ. Thoma, vw.; Reſ. Lind, vw.;
Reſ. Stumm, vw.; Reſ. Windiſch, vw.: Reſ. Stolz,
ww.; Reſ. Sartorius, vw.; Reſ. Weißbender, vw.;
Reſ. Engler, vw.; Reſ. Buſch, vw.; Reſ. Thewald,
ww.; Gefr. d. Reſ. König, vw.; Gefr. d. Reſ. Schnatz,
ww.; Gefr. d. Reſ. Mühlheuſer, vw.: Gefr. d. Reſ.
ZZöller, vw.; Gefr. Schäfer, t.; U.=O. d. Reſ. Phil.
Schmitt, vw.; Musk. Sprengler, vw.; Musk.
Spahn, vw.; Gefr. Kuhn, t.; Gefr. d. Reſ. Haxel,
ſt.; Reſ. Schinacher, t.; Reſ. Orthmeier, t.; Reſ.
Schuſter, vw.; Reſ. Köppen, vw.; Reſ. Keidel,
ww.; Reſ. Fiſchhaupt, vw.; Reſ. Rüdinger, vw.;
Reſ. Steimebach, vw.; Reſ. Ferdinand, vw.;
Musk. Becker II., vw.; Musk. Stürze, vw.; Musk.
Paul Möller, Rudolſtadt, t.
III. Bataillon. 9. Kompagnie: U.=O.
Wil=
helm Schleuß, Pansdorf, ſchv.; U.=O. d. Reſ. Emil
HHeſele, Mainz, lv.; Musk. Paul Meyer Eichhofen, t.,
Wehrm. Peter Imſchweiler, Mainz, t.; Musk. Alfons
Müller, Nothalten, ſchv.; Musk. Jakob Fuchs,
Sta=
decken, lv.; Musk. Friedrich Kotheimer Oſthofen,
ſſchv.; Reſ. Aloys Gros Schellenberg, lv.; Reſ. Eduard
Braun, Ober=Ingelheim, lv.; Reſ. Alexander Wolz,
Wöllbach, ſchv.; Reſ. Johann Weidmann,
Heides=
heim, lv.; Gefr. d. Reſ. Adam Wolf, Berdt, lv.; Musk.
udwig Röſch, Eich, ſchv.; Musk. Johann Geiſt,
Undenheim, lv.; Musk. Georg Döning, Mainz, ſchv.;
Musk. Louis Funk, Wiesbaden, lv.; Reſ. Wilhelm
Weil, Mainz, lv.; Musk. Julius Hirſch, Weyer, ſchv.;
Musk. Georg Hangen, Zotzenheim, lv.; Reſ. Joh.
Wöhmer, Limbach, lv.; Reſ. Baptiſt Weyranther,
Trumſtadt, ſchv.; Reſ. Karl Schüler, Maroth, lv.; Musk.
Franz Rath, Freiburg, lv.; Musk. Philipp Mohr,
Pfung=
ſſtadt, ſchv.; Gefr. d. Reſ. Friedrich Gebhardt,
Ruben=
hheim, vm.; Reſ. Alois Kesberg, Mainz, vm.; Musk.
(Konrad Waller, Bubenheim, vm.; Reſ. Albert Groth,
Meuſtadt, vm.; Gefr. d. Reſ. Horniſt Joſef Kilian,
Dreisbach, vm.; Gefr. d. Reſ. Friedrich Weingarten,
(Roßbach, vm.; Musk. Wilhelm Rochelle, Hochwald,
wm.; Reſ. Johann Mergenthal, Oberingelheim, vm.;
Reſ. Adolf Lappas, Hirſchau, vm.; Wehrm. Wilhelm
SScheerer, Laurenbura, vm.; Musk. Georg Braunbeck,
„Zornheim, vm.; Musk. Karl Degreif, Stadecken, vm.
10. Kompagnie: Reſ. Ludwig Harniſch,
Alten=
buſeck, t.; Reſ. Ignatz Tellinger, Hermannsdorf, lv.;
Gefr. d. Reſ. Joſef Kaſt, Buchen, lv.; Reſ. Emanuel
Roſenthal, Wennings, ſchv.: Reſ. Johann Kehl,
Weiſenau, ſchv.; Reſ. Franz Weßler, Mainz, lv.; Reſ.
„Johann Weil, Klein=Schwalbach, lv.; Gefr. d. Reſ.
Albert Pretzel; Weißenſee, lv.; Reſ. Wilhelm Sinn,
SSpatzendorf, vm.; Reſ. Joſef Kaiſer, Weichenthal, vm.;
Reſ. Georg Schlamp, Flonheim, vm.: Reſ. Georg
Klemenz, Kaiſerslautern, vm.
11. Kompagnie: U.=O. Heinrich Weſp, Arheilgen,
ſſchv.; Gefr. Valentin Noll, Wiesoppenheim, ſchv.; Tamb.
Nikolaus Samshak, Nelka, ſchv.; Musk. Aloys Peter,
Mainz, t.; Musk. Willy Wacker, Gießen, ſchv.; Musk.
Franz Fiſch, Jügesheim, lv.; Musk. Wilhelm
Beck=
mann, Plagwitz, t.; Musk. Chriſtian Velte,
Wehr=
lheim, lv.; Musk. Wilhelm Werum, Mombach, lv.
Musk. Paul Schuchardt, Mülhauſen, lv.; Musk. Karl
Wagner, Rappoltsweiler, vm.; Musk. Joſef Sturm,
Oberreifenberg, vm.; Musk. Hermann Langenſiepen,
Düſſeldorf, vm.; Musk. Johann Keim, Hechtsheim, vm.;
Musk. Karl Adam Himchmann, Fulda, vm.; Musk.
Georg Uſſelmann, Oberſeebach, vm.: Musk. Karl
Wilhelm Volz, Hirſau, vm.; Musk. Edmund Hahn,
Oberriedenberg, vm.; Musk. Johann Wilhelm
Diel=
mann, Weiſenau, vm.; Musk. Ludwig Henſel,
Rohr=
bach, vm.; Musk. Peter Kopp, Selzen, vm.; Musk.
Albert Kiſſinger. Selzen, vm.; Musk. Adolf Schröder,
Neuhoff=Eldena, vm.; Musk. Chriſtof Wilhelm
Zelt=
wanger, Höpfigheim; vm.; Musk. Friedrich Wilhelm
Scheller, Homburg, vm.: Musk. Gotthelf Emil
Hintzche, Schleeſen. vm.: Musk. Martin Schweik=
hardt, Hochheim, vm.; Musk. Franz Frank, Koſtheim,
vm.; Musk. Karl Ermus, Mainz, vm.; Musk. Max
Neumann, Kaſtel, vm.; Musk. Ludwig Peter Mayer,
Dornholzhauſen, vm.; Musk. Georg Roth, Mainz, vm.;
Musk. Ludwig Johann Weil, Finthen, vm.; Musk.
Gottfried Nicolay, Budenheim, vm.; Musk. Willy
Neumann, Ehrenberg, vm.; Musk. Alfred Nelle,
Friedrichsdorf, vm.: Gefr. Hugo Stern, Dettenſee, vm.;
Musk. Friedrich Wilhelm Jakobs, Elberfeld, vm.;
Musk. Karl Ruhl, Obernheim, vm.
12. Kompagnie: Reſ. Adolf Wolf, Mainz, vm.;
Geſr. d. Reſ. Heinrich Anspach, Koſtheim, vm.; Reſ.
Wilhelm Röhrig, Mainz, vm.; U.=O. d. Reſ.
Schwan=
engel, vm.; Musk. Julius Lauſecker, Straßburg i. E.,
vm.; Musk. Jakob Wilhelm, Gernsheim, vm.; Reſ.
Heinrich Wohlſtadt, Mainz, vm.; U.=O.=Aſpt. Alfred
Körner, Irmenetſch i. S., vm.; Musk. Georg Keßler,
Brückenau in Bayern, vm.; Musk. Jakob Stumpf,
Bobſtadt, vm; Reſ. Friedrich Petri, Langenheim, vm.;
Gefr. Hermann Schröder, Maspe, vm.; Gefr. Heinrich
Kornel, Eſchersheim, vm.; Musk. Georg
Wickers=
beim, Oſtheim, vm.; Musk. Heinrich Leopold,
Berle=
burg i. W., vm.; Gefr. d. Reſ. Guſtav Gutfleiſch,
Mann=
heim, vm.; Reſ. Karl Müller, Mainz, vm.; Reſ.
Niko=
laus Koch II, Kehler, Heiligenſtadt, vm.: Musk.
Lud=
wig Eck, Rappoltsweiler i. C., vm.; Gefr. Wilhelm
Schäfer, Hechtsheim, vm.; Reſ. Karl Hertlein, Mainz,
vm.; Musk. Schönwald; Danzig, vm.; Musk. Joſef
Schmidt I., Viernheim, vm.; Musk. Hermann Weber I.,
Siegen, vm.: Reſ. Karl Weſtermann, Mainz, vm.;
Gefr. d. Reſ. Adam Kuhn, Hechtsheim, vm.; Musk.
Hein=
rich Mengel Elsheim, t.; Musk. Wilhelm Armbruſt,
Rodheim, t.; Musk. Ferdinand Jung, Wenden, t.; Reſ.
Bernhard Dorsheimer, Mainz, t.; Wehrm. Ferdinand
Schreiber, Mainz, t.; Musk. Karl Bockins,
Appen=
heim, lv.; Musk. Kurt Teichmann, Peinitz, ſchv.;
Tam=
bour Otto Kreuzer Walldorf, ſchv.; Musk. Ernſt
Völkel, Weidenau, lv.; Musk. Ernſt Schmitt II.,
Lam=
pertheim, lv.; Gefr. Bernhard Timpe, Bottrop, ſchv.;
Musk. Fritz Weick, Biebenheim, ſchv.; Musk. Adolf
Hainz, Worms, lv.; Wehrm. Johann Bachmann,
Mainz, lv.; Reſ. Anton Veſt, Reckenberg, lv.; Reſ.
Ludwig Mayer, Trügleben, lv.; Reſ. Philipp Franzl
Höchſt, lv.; Reſ. Adolf Becker, Höchſt, lv.; U.=O.=Aſp.
Philipp Krämer, Ingesheim, lv.; Reſ. Lorenz. Hardt,
Wörſtadt, lv.; Wehrm. Wilhelm Steuer, Lamsheim
i. Pfalz, lv.; Reſ. Karl Seib Kaſtel, lv.; Reſ. Auguſt
Wilhelm, Bretzenheim, lv.: Reſ. Philipp Nantz, Höchſt,
vm.; Musk. Stanislaus Nowak, Goſtrowo, vm.; Reſ.
Heinrich Becker, Zornheim, vm.; Musk. Guſtav
Im=
gram, Gr.=Steinheim, vm.; Musk. Joh. SeiblI.,
Offen=
heim, vm.: Reſ. Ch. Müller II., Homberg, vm.; Reſ.
Johann Uſinger, Ruppertsheim, vm.: Reſ. Kaſpar
Stendebach, Ettersdorf, vm.; Reſ. Auguſt Schick,
Mainz, vm.; Reſ. Heinrich Kleber I., Unterliederbach,
lv.; Gefr. Zink, lv.
Infanterie=Regiment Nr. 144, Metz.
Damprix am 23., Baroncourt am 24., Livry am 30. Aug.
bis 2. Sept., Vilosnes am 1., Jubicourt am 6.,
Ippe=
court vom 7. bis 9. und Heippes am 9. Sept.
II. Bataillon.
8. Kompagnie: Reſ. Jakob Groß, Somsheim, t.
1. Garde=Ulanen=Regiment, Potsdam.
Houx am 15., Dinant am 20., Vailly vom 28. Aug. bis
13. Sept. und Branches am 2. und 3. Sept.
2. Eskadron: Rittm. Auguſt v. Scholl, Forſthaus
Beſſungen, t.
Reſerve=Feldartillerie=Regt. Nr. 16, Trier.
Le Buiſſon am 6. und 7., Bignicourt am 8.
und Ripont vom 14. bis 18. Aug.
II. Abteilung.
4. Baiterie: Gefr. O. Muth, Oſthofen, ſchv.
Feldartillerie=Regiment Nr. 25, Darmſtadt.
La Chapelle=Maurupt und Tuilerie am 8. Sept.
I. Abteilung.
2. Batterie: Sergt. Kinzel, Grobnig, lv.; Sergt.
Schütz, Albshauſen, lv.
Verwundete und kranke Soldaten
in Darmſtädter Lazaretten.
Mitgeteilt vom Heſſiſchen Landesverein vom Roten Kreuz.
Die Lazarette ſind durch die nachſtehenden Buchſtaben
bezeichnet:
— Alicehoſpital Dieburger Straße 21. Täglich 3—4 Uhr nachm.
B — Diakoniſſenhaus Eliſabethenſtift, Erbacher Straße 25. Sonntag,
Diens=
tag, Freitag 3—4 Uhr nachm. — C — Eleonorenheim (Lazarett J. K. H. der
Großherzogin, Heinheimerſtraße 21) Sonntags morgens von ½11—½12 Uhr,
nachmittags von 4—6 Uhr, Dienstags, Mittwochs und Freitags von 4—½6
Uhr. — D — Ernſt=Ludwig=Heilanſtalt (Dr. Loſſen), Steinſtraße 21.
Täg=
lich 2—5 Uhr nachm. — E — Garniſonlazarett (Reſ.=Laz. I),
Alexander=
ſtraße 27. Mittrroch, Samstag und Sonntag 2—4 Uhr nachm.
F — Haus Hagenburg, Dieburger Straße 241 (Hirſchtöpfe.) Täglich
4—5 Uhr nachm. — G — Dr. Machenhauerſche Klinik, Lagerhausſtraße 24.
Täglich 2—4 Uhr nachm. — H — Marienhöhe (Geneſungsheim).
— I — Schweſternhaus der Barmherzigen Schweſtern, Nieder=Ramſtädter
Straße 30. Nachmittags von 2—4 Uhr. — K — Städtiſches Krankenhaus,
Grafenſtraße 1. Werktäglich 2—3½ Uhr nachm. Sonntags 11—12 Uhr
vorm. — L — Städt. Saalbau (Reſ.=Laz. III), Riedeſelſtraße 40. Täglich
2—5 Uhr nachm. — M — Techniſche Hochſchule (Reſ.=Laz. II), Hochſchulſtraße 1.
Sonntags, Mittwochs und Samstags von 2—4 Uhr nachm. N— Dr
Weberſche Augenklinik (Dr. Ollendorff), Frankfurter Straße 42. Täglich
10—12 Uhr rorm., 3—6 Uhr nachm.
Hinter jedem Lazarett ſind die Beſuchszeiten angegeben,
die nach Möglichkeit einzuhalten ſind. Ausnahmen werden
zugelaſſen.
Zugang vom 12. Oktober:
Andel, Philipp, Darmſtadt, Inf. 115/12, B — Becker,
Peter, Schwanheim, Inf. 118/7, K — Bleßmann, Friedr.,
Frankfurt a. M., Inf. 221, L. — Eberlein, G., Kleinhauſen,
Inf. 115/6, B — Emich, Franz, Zell (Pfalz), Inf. 115/6,
G — Erb, Gottlieb, Parsdorf, Inf. 70, Maſch.=Gew., B —
Fink, Fritz, Offenbach a. M., Inf. 115, L. — Fritſch,
Wil=
helm, Michelbach (Dieburg), Landft.=Inf. 50, L. —
Ger=
mann, Martin, Kirch=Brombach, Inf. 118/8, B — Geßner,
Karl Eduard Heinrich, Pfeddersheim, Inf. 115/9, B
Greß, Phil., Reinheim (Kreis Dieburg), Pion.=Batl. 21/3
(* — Hayda, Oskar, Oſterode, Art.=Dep. Darmſtadt, L. —
Halbriegel, Karl, Spieſſen (Oſtweiler), Erſ.=Drag. 23, L.
Karl, Leo, Schirrweiler, Art. 61/4, L. — Kaufhold, Joh.,
Naumburg, Reſ.=Feldbäckerei, Kol. 28, 24. A.=K., K —
Kleber, Karl, Ober=Ramſtadt, Drag. 24/2, G — Kuhl, Joh.,
Trais=Münzenberg, 2. Landft.=Esk., Hanau, L. —
Lein=
haas, Chriſt., Strensdorf, Reſ.=Drag. 4, L. — Leißer, Hch.,
Egelsbach, Inf. 115/4, B — Metz, Ludw., Mainz, Erſ.=
Art. 61, L — Meyer, Peter, Eberſtadt, Inf. 115, L —
Nau=
mann, Johann, Worfelden, Inf. 115/5, B — Pfaff, Heinr.,
Launsbach (Wetzlar), Reſ.=Drag 4, L. — Ritſert, Wilhelm,
Fehlheim, Train 18, L. — Seibel, Karl, Darmſtadt, Inf.
116/4, B — Siech, Paul, Ems, Reſ.=Drag. 4, L. — Schürig,
Martin, Darmſtadt, Inf. 118/1, B — Steiniel, Heinrich,
Kupferdreh (Eſſen), Reſ.=Art. 48, L. — Stolte, Heinr.,
Döll=
bergen, Art. 48, Leichte Mun.=Kol., B — Stoppebein, Frd.,
Gabsheim, Drag. 23, B — Vollrath, Peter,
Pfaffenbeer=
furth (Erbach), Inf. 115/5, G — Völger, Gg., Arheilgen,
Inf. 115/4, B.
Aus den Lazaretten entlaſſen
am 12. Oktober:
Arbogaſt, Karl, Inf. 115, L. — Bender, Auguſt, Inf.
221, L — Bitter, Wilhelm, Darmſtadt, Reſ.=Inf. 116/1, I
Brück, Herm., Erbes=Büdesheim, Art. 25/4, B —
Büch=
ler, Rud., Homburg, Huſ.=Regt. 16, H — Deichert, Ludw.,
Elmshauſen, Reſ.=Art. 25/2, I — Dreſſel, Paul, Grün,
Reſ.=Inf. 133/4, I — Eckert, Friedr., Inf. 118, L. — Georgi,
Emil, Oberreichenau, Reſ.=Inſ. 133/3, I — Gerhold, Jak.,
Inf. 115, L. — Graff, Herm., Reſ. 221/1, K — Gräter, Frd.,
Inf. 125, L. — Hahn, Adam, Inf. 116, L. — Heilmann,
Georg, Inf. 118, L. — Helfrich, Franz, Inf. 116, L.
Hinkel, Joh., Landw.=Inf. 118. L. — Hoffmann, Wilh.,
Drag. 24, L. — Kiefer, Karl, Biſchweiler, Jäger=Btl. 8/4, I
Lannert, Ad., Lindenfels, Reſ.=Inf. 118/1, I — Lücker,
Georg, Inf. 116, L. — Mann, Anton Eichſchlag (Bayern),
Feld=Art. 25, Erſ.=Batl., H — Mann, Franz,
Bechtholds=
heim, Inf. 115, Maſch.=Gew., H — Mayer, Taver,
Hoch=
ſtadt, 1. Bayer. Pion.=Batl., München, I — Ruths, Phil.,
Inf. 115, L. — Seubert, Gg., Kronungen, Reſ.=Inf. 15/4, I
Scheuermann, Karl, Leutnant, Inf. 118/1, K — Schuch,
Wilh., Eberſtadt, Inf. 115/1, H — Schuchmann, Ludwig,
Landw., L. — Wagner, Heinr., Darmſtadt, Inf. 115/12, H
Wendler, Oskar, Lisnitz, Reſ.=Inf. 133/8, I — Wendler,
Reinh., Herwigsdorf, Reſ.=Inf. 101/7, I — Zibold, Karl,
Markgrüningen, Inf. 121, H — Ziegler, Karl Wilhelm,
Darmſtadt, Inf. 118, Maſch.=Gew., H.
Deutsche Bank Darmstadt
Aufbewahrung und Verwaltung
von Wertpapieren.
(X,3521
38. Quittung.
In der Sammelſtelle des „Darmſtädter Tagblatts”.
wurden für den Heſſiſchen Landesverein vom Roten
Kreuz weiter folgende Beträge abgegeben:
E. K. (3. Gabe) 10 M., Frl. Trude Döring 3 M.,
1 Rubel, 2 Schilling zum Einſchmelzen von Ungenannt,
Grube Meſſel, Geh. Oberforſtrat Dr. Thaler (3. Rate)
30 M., Hintſche, Thonig, Lutz, Kuhles, Thein, Hoffmeiſter
z. Zt. im Eliſabethenſtift, aus Freude über den Fall von
Antwerpen, 3 M., Beamte und Unterbeamte der
Feld=
poſtexpedition der V. Kavallerie=Diviſion 17 M., Walter
Paetow 2 M., Ungenannt 50 M., Kaufmann Louis
Holz=
müller (2. Gabe) 25 M., Ergebnis der 4. Verloſung im
Rhönring 10 M., Baumbach 20 M., zuſammen 170 M.
Hierzu die bereits veröffentlichten 44 318.42 M., insgeſamt
44 488.42 Mark.
21. Quittung.
In der Sammelſtelle des „Darmſtädter
Tag=
blatts” wurden für Kriegsnotleidende in Oſtpreußen
weiter folgende Beträge abgegeben:
Frau und Frl. Hellwig 10 M., Frau Major Schwirz
50 M., Referendar Groh 5 M., O. T. 3 M., Frl. Strauß
10 M., E. Pf. 20 M., E. L. 5 M., C. M. P. 5 M., Frl.
Mootz 10 M., Kaufmann Louis Holzmüller 25 M.,
Lehrer Weinmann 5 M., Frau Marg. Haas 5 M., Major
L. 10 M., Adolf Schmidt 10 M., Robert Anſpach 25 M.,
Babette 2 M., zuſammen 200 M. Hierzu die bereits
ver=
öffentlichten 8397.57 M., insgeſamt
8597.57 Mark.
8. Quittung.
In der Sammelſtelle des „Darmſtädter Tagblatts”
wurden zu Gunſten der Hinterbliebenen von
Kriegs=
reilnehmern und ſonſtigen Hilfsbedürftigen aus der
Stadt Darmſtadt weiter folgende Beträge abgegeben:
Hechler, ein Orden zum Einſchmelzen, Rechnungsrat
A. Rettberg II. 10 M., Frl. Emma Mittler 50 M., H.
K. 13 M., Triebwagenführer der Betriebswerkſtätte
Darm=
ſtadt 25 M., Privatier Auguſt Reh 5 M., Privatin
Mar=
garete Reh 5 M., Frau E. Suter 10 M., L. Brill 10 M.,
K. Helwert 10 M., Frau Gl. 5 M., Geburtstagsgeld von
E. D. 10 Mk., Verkauf von Extrablättern des Darmſtädter
Tagblatts von Nr. 123—135 73.25 M., Ungenannt, Grube
Meſſel, 1 Taler zum Einſchmelzen, zuſammen 226.25 M.,
hierzu die bereits veröffentlichten 1953.89 M., insgeſamt
2180.14 Mark.
6. Quittung.
In der Sammelſtelle des „Darmſtädter
Tag=
blatts” wurden für die Kriegsnotleidenden in Elſaß=
Lothringen folgende Beträge abgegeben:
Eine arme Frau 2 M., Frl. E. S. 5 M., Frl. N. N.
5 M., Frl. Strauß 10 M., E. Pf. 10 M., E. L. 2 M.,
Frl. Schwab 50 M., Kaufmann Louis Holzmüller 25 M.,
General Draudt 20 M., Adolf Schmidt 10 M., Robert
Anſpach 25 M. Zuſammen 164 M., hierzu die bereits
veröffentlichten 985 M., insgeſamt
1149 Mark.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt i.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
8 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 7. Okt.: dem Taglöhner Joſef Georg
Schnellbecher, Magdalenenſtraße 21, eine T. Margarete
Eliſabeth. Am 5.: dem Taglöhner Balthaſar Finck,
Ernſthofen, Kr. Dieburg, eine T. Anna. Am 8.: dem
Tag=
löhner Johann Philipp Herber, Große Kaplaneigaſſe 30,
eine T. Philippine und Anna Maria. Am 6.: dem
Stadt=
ſekretär Ludwig Schrauth, Eliſabethenſtraße 23, ein S.
Werner Martin Ludwig. Am 3.: dem Taglöhner Adolf
Winter, Gardiſtenſtraße 4, ein S. Hans. Am 12.: dem
Hilfsarbeiter z. Zt. Landwehrmann Guſtav Schäfer,
Arheilgerſtraße 14, ein S. Guſtav Adolf Wilhelm. Am 7.:
dem Großh. Eichmeiſter Joſef Hartmann, in Friedberg,
Neue Ireneſtr. 19, eine T. Lilli Maria, hier, Mühlſtraße 8.
Am 10.: dem Färber Gerſchon Roſenkranz, Obergaſſe 40,
eine T. Roſa. Am 10.: dem Friedhofsarbeiter Georg
Landzettel, Inſelſtraße 19, ein S. Wilhelm.
Aufgebotene. Am 7. Okt.: Bau=Ingenieur Friedrich
Wilhelm Finnendahl, Düren, mit Ida Kotthaus,
Elberfeld. Am 9.: Fabrikarbeiter Johann Netſcher III.,
Ober=Ramſtadt mit Eliſabetha Klingenbeck, Darmſtadt.
Am 10.: Spengler und Inſtallateur Johann Schönbroich
mit Büglerin Katharina Klein, beide hier. Am 12.:
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Oktober 1914.
Nummer 283.
Biegelmeſter Wilhelm s Dert mit Mathilde s Driehorn,
beide hier.
Eheſchließungen. Am 6. Okt.: Vizewachtmeiſter
Alexan=
der Zirkler, hier, mit Lydia Dettinger in Arheilgen.
Am 8.: Lehrer Friedrich Adolf Pätz in Rodheim mit
Eliſabetha Kredel in Mommart. Am 9.: Feldwebel Adolf
Schmidt mit Schneiderin Anna Föller, beide hier.
Am 10.: Zimmerparlier Wilhelm Hartmann mit
Modi=
ſtin Chriſtina Kredel, geb. Vetter, beide hier.
Fabrik=
arbeiter Georg Reeg mit Paula Vonderſchmitt, beide
hier. Goldarbeiter Johann Storck mit Eliſabetha
Hechler, beide hier. Lehmformer z. Zt. Erſatzreſerviſt
Wilhelm Wittmann mit Büglerin Wilhelmine Hopp,
beide hier.
Geſtorbene. Am 7. Okt.: Hedwig Blaul,
Kranken=
pflegerin 28 J., ev., ledig, aus Berlin, hier, Stiftſtr. 16.
Am 8.: Karl Wilhelm Wißner, Profeſſor, Großh.
Ober=
lehrer, 53 J., ev., Inſelſtraße 17. Am 9.: Katharina
König, geb. Wolf, Witwe des Schuhmachers, 68 J., ev.,
aus Brensbach, hier, Grafenſtraße 9. Chriſtian Schmidt,
Privatier, 74 J., ev., Soderſtraße 10. Am 11.: Johann
Anton Fraas, Bahnportier i. P., 70 J., kath.,
Land=
wehrſtraße 79. Am 12.: Eliſabethe Grimm, geb. Alberth,
Witwe des Lithographen, 58 J., ev., Langegaſſe 5.
Gottesdienſtliche Anzeigen.
Mittwoch, den 14. Oktober 1914.
Hofkirche: Abends um 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Abends um 8½ Uhr: Kriegsbetſtunde.
Pfarrer Zimmermann.
Johanneskirche: Abends um 8 Uhr: Andacht.
Feier des hl. Abendmahls mit Vorbereitung. Pfarrer
Marx.
Martinskirche: Abends um 8 Uhr: Andacht.
Pfarraſſiſtent Lindenſtruth.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Abends um
8 Uhr: Kriegsbetſtunde. Pfarrer Wagner.
Pauluskirche: Abends um 8 Uhr: Kriegsbetſtunde.
Pfarrer Schneider.
Evang. Gemeinde Nieder=Ramſtadt: Abends um
8 Uhr: Kriegsbetſtunde. Pfarrverwalter Weik.
Familiennachrichten.
Den Heldentod fürs Vaterland erlitt am
22. Auguſt ds. Js. unſer lieber, unvergeßlicher
und einziger Sohn, der
(*7184
Ausketier
Karl Reitz
im Inf.-Regt. Nr. 168, 10. Kompagnie,
im 22. Lebensjahre.
Es bitten um ſtille Teilnahme
die trauernden Hinterbliebenen:
Konrad Reitz u. Frau.
Darmſtadt, den 13. Oktober 1914.
Wendelſtadtſtr. 50.
Im Kampfe für das Vaterland fiel in
den letzten Tagen des September unſer treuer
Sohn, Bruder und Neffe
(19949
Wilhelm Büchner
Offiz.-Stellv. im Infanterie-Regiment 99.
Darmſtadt, den 12. Oktober 1914.
Im Namen der Familie:
Profeſſor Dr. Büchner,
Oberlehrer.
Von Beileidsbeſuchen bitten wir gütigſt
ab=
ſehen zu wollen.
Nachruf.
Am 22. August erlitt auf dem Felde der Ehre unser lieber Kollege und
frühere Mitarbeiter
Willy von der Becke
Offiziersstellvertreter
den Heldentod fürs Vaterland.
Wir werden dem leider so früh Dahingeschiedenen stets ein ehrendes
Andenken bewahren.
Das Personal der Firma Friedrich Schaefer.
Darmstadt, den 13. Oktober 1914.
(19946
Mein herzliebster Gatte, unser guter
Vater, Pflegevater und Bruder
Prof. Dr. med. Steiner
Geheimer Sanitätsrat
schied gestern abend plötzlich aus dem
Leben.
In tiefem Schmerze:
Margarete Steiner, geb. Lemonius,
Erich Steiner, Leutnant d. Res.,
Marta Witt, geb. Steiner,
Werner Steiner,
Waldemar Pabst, Hauptmann im
Generalstab,
Heinz Pahst,
Callista Pabst, geb. Rolkers,
Charlotte Mattern, geb. Pabst,
Fritz Heinz Witt, Zahnarzt,
Hans Mattern, Dipl.-Ing., Leutnant
d. Res.
als Kinder.
Cöln, Bremen, Darmstadt,
den 11. Oktober 1914.
(K19960
Dankſagung.
Für die herzliche Teilnahme und die
zahl=
reichen Blumenſpenden, die uns bei dem
Hin=
ſcheiden unſeres treubeſorgten Vaters, Großvaters,
Bruders, Schwagers und Onkels
(B19959
Karl Hof, Schreinermeiſter
erwieſen wurden, ſagen wir Allen, insbeſondere
Herrn Pfarrer Wagner für ſeine troſtreiche
Grab=
rede, herzlichen Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Ruppert,
Familien Hof.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme bei
dem uns betroffenen, ſchweren Verluſte meines
unvergeßlichen Gatten, unſeres innigſtgeliebten
Vaters, Bruders, Schwagers und Onkels, des
Herrn Profeſſor Karl Wißner
ſagen wir allen unſeren tiefgefühlten Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Frau Profeſſor Wißner und Söhne.
(19932
Darmſtadt, den 14. Oktober 1914.
Wetterbericht.
Im Laufe des geſtrigen Tages kam über den Alpen
und dem ſüdlichen Mitteleuropa ein Hoch zur Entwickelung,
das ſich heute morgen nach Nordoſten zu hinzieht und ein
Aufklaren in vergangener Nacht gebracht hat; gleichzeitig
trat in dieſen Gebieten, Schweiz, Südweſt= und
Süd=
deutſchland, ein ſtarke Abkühlung ein. Das Tief im Weſten
hat ſich jedoch unter Verſtärkung weiter oſtwärts
vorge=
ſchoben, ſo daß die Bewölkung wohl ſchnell wieder
zu=
nehmen wird und Niederſchläge eintreten dürften; die
Auf=
heiterung wird alſo nur von kurzer Dauer ſein. Die
Tem=
peratur dürfte bei ſüdweſtlichen Winden ziemlich raſch
wieder anſteigen.
Wetterausſichten für Mittwoch: Ziemlich bewöll
zeitweiſe Niederſchläge, wärmer, ſüdweſtliche Winde.
Tageskalender.
Mittwoch, 14. Oktober:
Großh. Hofrheater, Anfang 7½ Uhr, Ende nach
9½ Uhr (Ab. B): Oeſterreichiſch=patriotiſches Konzert,
Vortrag von Direktor Diekmann um 8¼ Uhr im „
Kai=
ſerſaal” (Naturheilverein).
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 15. Oktober.
Grasſamen=Verſteigerung um 3 Uhr im
neuen ſtädtiſchen Lagerhaus.
Großh. Hofbibliothek, geöffnet: Montag bis
Freitag von 9—1 Uhr und 2—4 Uhr, Samstags von
9—1 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Kurt Mitſching; für den
Anzeigen=
teil, Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Ge=
ſchäftsleben: Paul Lange, ſämtlich in Darmſtadt. — Für
den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an
die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche
wer=
den nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden
nicht zurückgeſandt.
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beſſ. Küche (Kochen, Backen,
Ein=
machen) teilnehmen.
(15130a
welche am Sonntag
Diejenige, abend in der
Turn=
halle, Galerie rechts, 1 Opernglas
mit Futteral in Verwahr. nahm,
iſt erkannt und wird erſucht, es in
der Geſchäftsſt. d. Bl. abzug. (*7197.
Nummer 283.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Oktober 1914.
Seite 9.
Herein fur naturgemaße Lebens= u. Heilweiſe
(Naturheilverein) e. V., Darmſtadt.
Mittwoch, den 14. Oktober 1914, abends 8¼ Uhr,
wird Herr Direktor Rudolf Diekmann aus Berlin=
Wilmersdorf, der durch ſeine in den Vorjahren
ge=
haltenen Vorträge vorteilhaft bekannt iſt, im
Kaiſer=
ſaal (Grafenſtraße) einen
öffentlichen Vortrag für Männer und Frauen
halten über das Thema:
„Der Krieg, eine ernſte Mahnung zur naturgemäßen
Lebens= und Heilweiſe‟.
(Die Anforderung des Krieges an die Kämpfer und an die
Nichtkämp er — Kriegskrankheiten und Kriegshygiene
Samariterdienſt draußen und daheim.)
Zur teilweiſen Deckung der Unkoſten wird ein Eintrittsgeld von
20 Pfg. erhoben. Unſere Mitglieder mit Frauen, ſowie neubeitretende
Mitglieder haben freien Eintritt.
(19725sm
Unſer Luftbad bleibt noch bis Sonntag, der
18. Oktober, geöffnet.
Der Vorſtand
L. Saeng, Vorſitzender.
Karhaus Mllchelstautl. 3.
für Nervöse und Erholungsbedürftige
bleibt geöffnet.
Prospekt verlangen.
(18819a
lephon 173
Rheinstraße
Nur einige Tage das grandiose Meisterwerk
Die Landſtraße
von Paul Lindau.
Drama in 5 Akten. Gespielt von den ersten
Berliner Künstlern. Außerdem ein ganz (*7237
auserwähltes Beiprogramm.
(*7217md
Donnerstag
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Mittwoch, den 14. Oktober 1914.
18. Abonnements=Vorſtellung. B 4.
Oeſterreichiſch=patriotiſches
Konzert.
Muſikaliſcher Leiter: Erich Kleiber.
1. Radetzky=Marſch . Strauß
(Die Großh.
Hof=
kapelle)
2. Feldmarſchall
Ra=
detzky
. Grillparzer
(Kurt Ehrle)
3. Variationen über:
„Gott erhalte Franz
. Haydn
den Kaiſer”
(Streichorcheſter der
Großh. Hofkapelle)
4. Volkslieder
(Auguſt Globerger)
5. Die Werbung . . Lenau
(Melodrama, geſpr.
v. K. Weſtermann)
(Violine: Adolf
Schiering, Klavier:
Franz Sautier)
6. Oeſterreichiſche
Sol=
datenlieder
(Bruno Harprecht)
7. Militär=Marſch. Schubert
(Die Großh.
Hof=
kapelle)
Hierauf:
Unter dem Doppeladler.
Marſch von Friedrich Wagner
Wallenſtein’s Lager.
Dramatiſches Gedicht in 1 Aufzug
von Schiller.
Spielleiter: Hans Baumeiſter.
Perſonen:
Wachtmeiſter von
ein. Terzky’ſchen
Karabiner=Regt. K. Weſtermann
Trompeter v. ein.
Terzky’ſchen
Ka=
rabiner=Regim. Adolf Klotz
L. Schützendorf
Konſtabler
Erſter 1 Scharf= Hans Debus
Zweiter) ſchütz Fr. Jachtmann
Erſter ſHolk.reit. Frz. Schneider
Zweiter) Jäger Otto Thomſen
Erſter Buttler. Heinrich Hacker
Zweiter) Drag. Br. Waigandt
Arkebuſ.
Erſtervom Rgt. Paul Peterſen
Zweiter( Tiefen= Otto Wolf
bach
Küraſſ. von einem
wallon. Regim. Hs. Baumeiſter
Küraſſ. von einem
lombard. Regim. Jean Sautier
. Harry Harris
Kroat .
Uhlan.
Karl Weber
Rekrut
Emil Kroczak
Bürger
. Herm. Knispel
Rich. Jürgas
Bauer.
Bauernknabe . . Frieda Herbach
Adolf Jordan
Kapuziner
Soldatenſchul=
. A. Fleiſchmann
meiſter . .
Marketenderin Minna Müller
Aufwärterin . . Hertha Hinken
Soldatenjunge Erga Jungkurth
Nach dem Konzert längere Pauſe.
Preiſe der Plätze (Kleine
Preiſe): Sperrſitz: 1.—12. Reihe
3.70 ℳ, 13.—19. Reihe 3.20 ℳ,
Par=
terre: 1.—5. Reihe 2.35 ℳ, 6.—8.
Reihe 1.95 ℳ, Proſzeniumsloge
5.20 ℳ, Mittelloge 5.20 ℳ,
Bal=
konloge 4.70 ℳ, I. Rang 4.20 ℳ,
II. Rang: 1.—6. Reihe 2.15 ℳ,
7. u. 8. Reihe 1.75 ℳ, I. Galerie
1.15 ℳ, II. Galerie 65 ₰.
Kartenverkauf: an der
Tages=
kaſſe im Hoftheater von 9½—1½
Uhr und eine Stunde vor Beginn
der Vorſtellung.
Anf. 7½ Uhr. Ende nach 9½ Uhr.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Donnerstag, 15. Okt. (Keine
Vorſtellung.)
Freitag, 16. Okt. 19. Ab.=Vorſt.
D 5. „Colberg‟. — Hierauf:
„Erſter Klaſſe zur Grenze.”
Kl. Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Samstag, 17. Okt. Außer Ab.
II. Sonder=Vorſtellung.
Vater=
ländiſches Konzert. Hierauf:
Erſter Klaſſe zur Grenze.”
Anfang 8¼ Uhr.
Anmeldungen auf Abonnements
werden noch fortwährend von der
Hoftheater=Hauptkaſſe in den
Kaſſe=
ſtunden vormittags von 10—12½
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Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Oktober 1914.
Nummer 283.
Obligatoriſche Fortbildungsſchule.
Die Eröffnung des Unterrichts der hieſigen obligatoriſchen
Fortbildungsſchule für den Winter 1914/15 erfolgt am Montag, den
19. Oktober, 5 Uhr nachmittags, und zwar für die Schüler des
vormaligen Stadtbezirks Darmſtadt in den Schulhäuſern am
Ballonplatz und in der Müllerſtraße, für die Schüler der
vor=
maligen Gemeinde Beſſungen im Schulhaus in der
Ludwigshöh=
ſtraße. Zum Beſuche der Fortbildungsſchule ſind geſetzlich verpflichtet
alle diejenigen jungen Leute, die in den Jahren 1912, 1913 und 1914
aus den hieſigen Volks= und Mittelſchulen entlaſſen worden ſind,
und diejenigen, die nach ihrer Entlaſſung aus den Schulen anderer
Gemeinden ſich hier aufhalten, ohne anderen genügenden
Schul=
unterricht zu genießen.
Geſuche um gänzliche oder teilweiſe Befreiung vom Beſuche
der Fortbildungsſchule ſind bei Meidung der Nichtberückſichtigung
alsbald ſchriftlich an Großh. Kreisſchulkommiſſion Darmſtadt
(Neckarſtraße 3) zu richten. Nach dem 15. Oktober einlaufende
Ge=
ſuche können keine Berückſichtigung mehr finden. Bis zur
Entſchei=
dung dieſer Behörde muß die Fortbildungsſchule beſucht werden.
Die Geſuche müſſen von den Schülern ſelbſt verfaßt, geſchrieben und
unterſchrieben ſein ſowie Angaben enthalten über: Alter, Heimatsort,
Namen und Geſchäft der Eltern, ſeitheriger Schulbeſuch, dermalige
Beſchäftigung des Schülers. In den Eingaben ſind die Gründe
an=
zuführen, aus welchen Befreiung erbeten wird; außerdem ſind Art,
ſowie Stundenzahl etwaigen anderen Unterrichts und die dieſen
Unterricht erteilenden Lehrer zu bezeichnen. Solche
Fortbildungs=
ſſchulpflichtige, die im vorigen Winter vom Schulbeſuch befreit waren,
haben ihr Geſuch zu erneuern oder Beſcheinigung über genügenden
anderen Unterricht erneut vorzulegen.
Die Schüler, die mit Erfolg die Winter=Tagesſchule für
Bau=
handwerker und Metallarbeiter oder die Abend=Fortbildungsſchule
der Gewerbeſchule (der Beſuch einer Fachklaſſe oder des
Zeichen=
unterrichts allein befreit nicht von der obligatoriſchen
Fortbildungs=
ſchule) oder die kaufmänniſche Fortbildungsſchule dahier beſuchen,
ſind von dem Beſuche der obligatoriſchen Fortbildungsſchule befreit,
ebenſo diejenigen Schüler der landwirtſchaftlichen Winterſchule,
welche dieſe die letzten zwei Jahre mit Erfolg beſucht haben. Ferner
ſind befreit die ehemaligen Schüler höherer Lehranſtalten, die ein
Jahr lang die Obertertia beſucht und in den Hauptfächern das
Klaſſenziel erreicht haben.
Die Eltern der Schulpflichttgen oder deren Stellvertreter, ebenſo
die Dienſtherrſchaften und Lehrherren, die ſchulpflichtige junge Leute
im Dienſt oder in der Lehre haben, ſind kraft Geſetzes verpflichtet,
bie jungen Leute zum Beſuche der Fortbildungsſchule anzuhalten
(Artikel 24 des Schulgeſetzes und § 120, Abſatz 2 der deutſchen
Ge=
werbeordnung). Den Schülern iſt die zum Beſuche der
Fortbildungs=
ſchule nötige Zeit, und zwar in der Ausdehnung zu laſſen, daß ſie
vor Beginn des Unterrichts ſich genügend waſchen, ankleiden und
auch eſſen können. Zuwiderhandlungen werden mit einer
Polizei=
ſtrafe von 2 bis 20 Mk. (Art. 25 des Schulgeſetzes) geahndet.
Un=
entſchuldigte Verſäumniſſe unterliegen den geſetzlichen Schulſtrafen
(je 20 Pfg., im Wiederholungsfalle 40 Pfg.), welche nötigenfalls
durch Haft nach Maßgabe der §§ 28 und 29 des
Reichsſtrafgeſetz=
buches vollſtreckt werden. Außerdem erfolgt zwangsweiſe Abholung
in die Schule.
Die Schüler, welche in den Winterhalbjahren 1912/13
und 1913/14 die Fortbildungsſchule dahier ſchon beſuchten,
haben ſich am 19. Oktober, um 5 Uhr (in Beſſungen um 4 Uhr)
nachmittags, in den Turnſälen derjenigen Schulhäuſer dahier
ein=
zufinden, in welchen ſie in den früheren Jahren Unterricht empfingen.
Die Schüler, die Oſtern 1914 aus der Stadtknabenſchule I
und II, aus der Bezirksſchule in der Lagerhausſtraße, ſowie aus
der Knabenmittelſchule I und Mittelſchule II entlaſſen worden
ſind, haben ſich zu derſelben Zeit in der Turnhalle des Schulhauſes
am Ballonplatz einzufinden.
Die von auswärts in den Stadtbezirk Darmſtadt zugezogenen
Schulpflichtigen müſſen ſich ebenfalls in dem Schulhaus am
Ballon=
platz melden.
Die im Bezirk der früheren Gemeinde Beſſungen
wohnen=
den Schüler aus den drei Jahrgängen 1912, 1913 und 1914 haben
ſich Montag, den 19. d. Mts., 4 Uhr nachmittags, in der
Turn=
halle des Schulhauſes Ludwigshöhſtraße 42 einzufinden.
Alle Fortbildungsſchulpflichtigen aus den Jahren 1912,
1913 und 1914, die von dem Beſuche der Fortbildungsſchule
befreit ſein wollen, haben — auch wenn ſie ſchon um Befreiung
bei Großh. Kreisſchulkommiſſion eingekommen ſind — in den
Turn=
hallen der genannten Schulhäuſer ebenfalls Montag, den 19. d. Mts.,
nachm. präzis 5 Uhr (in Beſſungen um 4 Uhr) zu erſcheinen.
Es wird beſonders darauf aufmerkſam gemacht, daß die
in den Vorjahren übliche ſchriftliche Ladung der einzelnen
Fortbildungsſchulpflichtigen in Wegfall gekommen iſt.
Die im Laufe des Schuljahres von auswärts oder
von anderen hieſigen Schulen kommenden
Fortbildungs=
ſchulpflichtigen haben ſich alsbald im Schulhaus am
Ballonplatz perſönlich zum Schulbeſuch zu melden.
Zu den Eltern, Lehr= und Dienſtherren ſpreche ich auch
diesmal das Vertrauen aus, daß ſie den großen Nutzen des
der männlichen Jugend unentgeltlich gebotenen
Fortbildungs=
unterrichts erkennen und nach Kräften bemüht ſein werden, die
Zwecke der Schule durch Ueberwachung des Schulbeſuchs und
Anſpornung der Schüler zur Folgſamkeit gegen Vorſteher und
Lehrer der Schule, ſowie zu Fleiß, Ordnung und guter Sitte in
und außerhalb der Schule zu fördern.
(19406sdm
Darmſtadt, den 1. Oktober 1914.
Der Vorſitzende des Schulvorſtandes:
Dr. Gläſſing, Oberbürgermeiſter.
Hauswirtſchaftliche Fortbildungsſchule.
Das Winterhalbjahr beginnt Donnerstag, 15. Oktober d. J.
Unterrichtsgegenſtände: Hand= und Maſchinennähen, Flicken,
Stopfen und Sticken, Bügeln und Kochen, hauswirtſchaftliches Rechnen
und Deutſch.
Außerdem findet für vorgeſchrittenere Schülerinnen ein Kurſus
im Anfertigen von einfachen Kleidern ſtatt.
Das Schulgeld beträgt:
a) für hieſige Schülerinnen vierteljährlich 3 Mark,
b) für auswärtige Schülerinnen vierteljährlich 9 Mark.
In beſonderen Fällen kann es hieſigen Schülerinnen erlaſſen
werden.
Anmeldungen werden Donnerstag, den 15. d. Mts.,
nach=
mittags von 3—4 Uhr, im Schulhauſe in der Rundeturmſtraße
von dem Leiter der Schule entgegengenommen.
Darmſtadt, den 8. Oktober 1914.
Der Vorſtand.
Dr. Gläſſing, Oberbürgermeiſter.
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Wiederbeginn der Kurſe Mitte Oktober.
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Beſter Erſatz f. teuere Privatſtunden. Kein Schulwechſel mehr nötig.
Die Schüler werden nicht nur einfach überwacht. Nichtverſtandenes
durch Fachlehrer erklärt. Erziehung und Gewöhnung zu ſelbſtändigem
Arbeiten (Arbeitsprinzip). Beginn 15. Oktober.
(B19306
Auswärtige Schüler erhalten vorzügliche Vollpenſion.
Notize Solche aus der Umgebung Darmſtadts können als
Halb=
penſionäre (Mittageſſen — Vesper — Arbeitsſtunde) aufgenommen
werden, um abends zu ihren Eltern zurückzukehren. Der Leiter.
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Das Winterſemeſter beginnt Donnerstag, den 15. Oktober.
Anmeldungen werden jederzeit entgegengenommen.
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ſowie in dem Inſtitute zu haben.
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Der Direktor: Martin Vogel.
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Unſer nächſter Lehrgang für Anfänger beginnt am Freitag,
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Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
Nr. 152.
Mitwoch, 14. Stiober.
1914.
Bekanntmachung.
Am 15. und 16. d. Mts., jedesmal von 12 bis 6 Uhr nachmittags, wird auf
dem Truppenübungsplatz mit Infanterie=Munition ſcharf geſchoſſen. Die Abſperrung
erſtreckt ſich bis zum Landaraben.
(19930
Darmſtadt, den 13. Oktober 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: von Starck.
Bekanntmachung.
Nachdem in zwei Gehöften in Waſchenbach die Maul= und Klauenſeuche
ausgebrochen iſt, ordnen wir hiermit auf Grund der§§ 161 der Ausführungsvorſchriften
des Bundesrats zum Reichsviehſeuchengeſetz die folgenden Maßnahmen an:
I. Die geſamte Gemarkung Waichenbach wird zum Sperrbezirk erklärt.
II. Für den ganzen Bereich des Sperrbezirks werden folgende Maßnahmen
angeordnet:
1. An den Haupteingängen des Sperrbezirks ſind Tafeln mit der deutlichen
und haltbaren Aufſchrift „Maul= und Klauenſeuche=Sperrbezirk. Einfuhr und
Durch=
treiben von Klauenvieh, ſowie Durchfahren mit Wiedertäuergeſpannen verboten” leicht
ſichtbar anzubringen.
2. Sämtliche Hunde ſind feſtzulegen. Der Feſtlegung iſt das Führen an der
Leine und bei Ziehhunden die feſte Anſchirrung gleich zu achten. Die Verwendung
von Hirtenhunden zur Begleitung von Herden und von Jagdhunden bei der Jagd
ohne Leine kann geſtattet werden.
3. Schlächtern, Viehkaſtrierern, ſowie Händlern und anderen Perſonen, die
gewerbs=
mäßig in Ställen verkehren, ferner Perſonen, die ein Gewerbe im Umherziehen
aus=
üben, iſt das Betreten aller Ställe und ſonſtiger Standorte von Klauenvieh im
Sperr=
bezirke, desgleichen der Eintritt in die Seuchengehöſte verboten. In beſonders
dring=
lichen Fällen kann die Ortspolizeibehörde Ausnahmen zulaſſen.
4. Dünger und Jauche von Klauenvieh, ferner Gerätſchaften und Gegenſtände
aller Art, die mit ſolchem Vieh in Berührung gekommen ſind, dürfen aus dem
Sperr=
bezirk nur mit unſerer Erlaubnis unter den von uns anzuordnenden Vorſichtsmaßregeln
ausgeführt werden.
5. Die Einfuhr von Klauenvieh in den Sperrbezirk, ſowie das Durchtreiben von
ſolchem Vieh durch den Bezirk iſt verboten. Dem Durchtreiben von Klauenvieh ſteht
das Durchfahren mit Wiederkäuergeſpannen gleich. Die Einfuhr von Klauenvieh zur
ſofortigen Schlachtung, im Falle eines beſonderen wirtſchaftlichen Bedürfniſſes auch
zu Nutz= und Zuchtzwecken, kann von uns geſtattet werden.
6. Die Ver= und Entladung von Klauenvieh auf der Eiſenbahn im Sperrbezirk
iſt verboten. Ausnahmen hiervon können von uns zugelaſſen werden. Die Vorſtände
der betr. Stationen ſind zu benachrichtigen.
II. Für alle verſeuchten Gehöfte werden folgende Maßnahmen angeordnet:
1. Ueber alle verſeuchten Ställe wird die Sperre verhängt. Die abgeſperrten
Tiere dürfen aus dem Stalle nur mit polizeilicher Erlaubnis zur ſofortigen
Schlach=
itung entfernt werden unter Beobachtung der von dem Großh. Kreisveterinärarzt
über den Transport und den Ort der Schlachtung angeordneten Maßregeln.
2. Die auf dem Gehöft befindlichen Pferde dürfen außerhalb des geſperrten
Gehöftes verwendet werden, jedoch nur unter der ausdrücklichen Bedingung, daß ihre
Hufe vor dem Verlaſſen des Gehöftes desinfiziert werden.
3. Das Geflügel iſt ſo zu verwahren, daß es das Gehöft nicht verlaſſen kann.
4. Fremdes Klauenvieh muß von dem Gehöft ferngehalten werden.
5 Milch darf aus dem Gehöft nur weggegeben werden, nachdem ſie vorher
abgekocht worden iſt.
g. Dünger und Jauche dürfen aus den verſeuchten Gehöften und Ställen nur
abgefahren werden, nachdem ſie vorher gehörig mit Kalk desinfiziert worden ſind.
7 Futter und Spreuvorräte dürfen aus dem Gehöfte nur mit polizeilicher
Er=
laubnis und nur im Einverſtändnis mit dem Großh. Kreisveterinärarzt entferntwerden.
8. Wagen und ſonſtige Fahrzeuge dürfen aus dem Gehöſt nur entfernt werden,
(nachdem ſie durch Fahren über eine entſprechend lange Kallſchicht desinfiziert worden ſind.
9. Die Stallgänge der verſeuchten Ställe, die Plätze vor den Türen dieſer
Ställe und vor den Eingängen des Gehöfts, ſowie die etwaigen Abläufe aus der
Dungſtätte oder dem Jauchenbehälter ſind täglich mit einer entſprechendrn breiten und
ſetwa 1 cm hohen Kalkſchicht zu verſehen.
10. Die geſperrten Ställe dürfen, abgeſehen von Notfällen, ohne polizeiliche
Genehmigung nur von dem Beſitzer oder ſeinem Vertreter oder den mit
Beaufſich=
ttigung und Wartung der Tiere betrauten Perſonen betreten werden. Perſonen, die
in abgeſperrten Ställen verkehrt haben, dürfen erſt nach erfolgter Desinfektion das
Seuchengehöft verlaſſen; insbeſondere haben ſie ihre Schuhe in dem ausgeſtreuten
Kalk zu desinfizieren.
11. Zur Wartung des Klauenviehs im Seuchengehöfte dürfen Perſonen nicht
verwendet werden, die mit fremdem Klauenvieh in Berührung kommen.
III. Für die nicht verſeuchten Gehöfte werden folgende Anordnungen getroffen:
1. Sämtliches Klauenvieh der nicht verſeuchten Gehöfte iſt in den Ställen
ab=
zuſondern und darf aus den Gehöſten in der Regel nicht herausgebracht werden.
2. Zum Schlachten darf Klauenvieh nicht außerhalb des Sperrbezirks verbracht
werden.
3. Für landwirtſchaftliche Zwecke darf Klauenvieh aus nicht verſeuchten Gehöften
fmit beſonderer Erlaubnis der Ortspolizeibehörde benutzt werden.
4. Die Abſonderung der Tiere in nicht verſeuchten Ställen wird ſolange aufrecht
erhalten, bis aus allen Seuchengehöften entweder ſämtliches Klauenvieh beſeitigt oder
abgeheit und n alen Fäler die vorſhrſtomihige Desinſelon erwirt
worden iſt.
IV. Von der Bildung eines Beobachtungsgebietes wird vorerſt abgeſehen.
V. Für den ganzen Kreis Darmſtadt wird bis auf weiteres die Abhaltung von
Klauenviehmärkten (insbeſondere Ferkelmärkte) unterſagt.
VI. Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Anordnungen werden mit
Gefäng=
nis bis zu 2 Jahren oder mit Geldſtrafe bis zu 3000 Mk. beſtraft.
Darmſtadt, den 12. Oktober 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: Dr. Reinhart.
An die Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
Wir weiſen Sie auf obige Bekanntmachung hin. Sie iſt ſofort ortsüblich
bekannt zu geben. Der Befolg der angeordneten Maßnahmen iſt durch das
Polizeiverſonal ſtreng zu überwachen.
Etwa in Ihren Gemeinden wohnende Viehhändler ſind von den
Vor=
ſchriften ſogleich beſonders in Kenntnis zu ſetzen.
Darmſtadt, den 12. Oktober 1914.
(19929
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
An die
Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
Obwohl Futter für die Viehbeſtände reichlich zur Verfügung ſteht, ſo iſt es doch
ein Gebot der Vorſicht, nicht nur mit dem Vorhandenen ſorgfältig hauszuhalten,
ſondern auch Mittel und Wege aufzuſuchen und zu gebrauchen, die geeignet ſind, noch
mehr Futtervorräte für künftigen Bedarf aufzuſpeichern. Da auch Kraftfuttermittel,
ſoweit ſie vom Auslande bezogen werden, während des Kriegs nur in ſehr beſchränkten
Mengen zur Verfügung ſtehen, ſo empfiehlt es ſich auch deshalb, hierfür geeigneten
Erſatz zu ſchaffen.
Als ſolche Erſatz= und Ergänzungsfuttermittel kommen gewiſſe Walderzeugniſſe
und in dieſem Jahre beſonders die in einzelnen Gegenden reichlich anfallenden Eicheln
in Betracht. Es iſt deshalb wichtig, daß in den Gemarkungen, in denen Eichenbeſtände
vorhanden ſind, geeignete Maßnahmen zum Sammeln der Eicheln und zu ihrer
Verwendung als Futtermittel getroffen werden.
Soweit Domanialwaldungen in Betracht kommen, hat Großb Miniſterium
der Finanzen, Abteilung für Forſt=und Kameralverwaltung, die Großh. Oberförſtereien
angewieſen, gegenüber den Wünſchen der Viehhalter, beſonders auch der Beſitzer von
Kleinvieh, weitgehend entgegenzufommen. Hinſichtlich der Gemeindewaldungen
wollen die Großh. Bürgermeiſtereien alsbald entſprechende Beſchlüſſe nach Benehmen
mit den Großh. Oberförſtereien veranlaſſen.
Zum Sammeln der Eicheln können in erſter Linie Schulkinder unter Aufſicht
von Lehrern verwendet werden. Es dürſte ſich aber auch, falls für die geſammelten
Eicheln eine angemeſſene nach den örtlichen Verhältniſſen feſtzuſetzende Vergütung
gewährt wird, die Möglichkeit zu mäßigem Arbeitsverdienſt für Bedürftige ergeben.
Ueber die Behandlung und Verwendung der Eicheln als Futtermittel iſt das
Wichtiaſte nachſtehend zuſammengeſtellt.
Sie wollen das weiter Erforderliche hiernach alsbald veranlaſſen und über das
Veranlaßte bis zum 15. ds. Mts. berichten.
Darmſtadt, den 9. Oktober 1914.
(19812gim
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Behandlung und Verwendung der Eicheln als Futtermittel.
Die Eicheln ſind, wenn ſie nicht unmittelbar verfüttert werden, nach dem Sammeln
entweder im Freien oder in einem trockenen, luſtigen Raume (Schuppen, Tenne,
Speicher) flach aufzuſchütten und abwelken zu laſſen. Für längere Aufbewahrung
müſſen ſie alsdann getrocknet werden. Dies geſchieht entweder in Backöfen oder
Darren oder durch dünnes Ausbreiten auf luſtigen Böden und öſteres Wenden.
Am einfachſten und vorteilhafteſten laſſen ſich die Eicheln durch Eintrieb der
Schweine in die Waldungen zur Zeit des Abfalls der Eicheln als Futer verwerten.
Die Schweine verzehren hierbei auch anderes Zufuter. Es braucht deshalb vor dem
Austrieb und nach der Rückkehr nur noch wenig Futter verabreicht zu werden.
Für die Stallfütterung werden die Eicheln am beſten getrocknet und durch
Schlagen von den Schalen befreit (enthülſt). Die Schalen enthalten viel Holzfaſer.
Deshalb ergeben die enthülten Eicheln beſſere Futterwirkungen. Die Eicheln ſind
eiweißärmer als die Körner der Getreidearten. Deshalb iſt namentlich bei
Stall=
fütterung auf eine entſprechende Zufuhr an Eiweiß im übrigen Futter zu achten.
Durch friſche (abgewelkte) Eicheln kann etwa ein Viertel des ſonſt zu verabreichenden
Geſamtfutters erſetzt werden. Bei Einſtellung von Eicheln in die Fütterung der
Zuchtſchweine iſt die Zugabe von guter Kleie empfehlenswert, die auch die ſtopfende
Wirkung der Eicheln ausgleicht. Die gedörrten und enthülſten Eicheln verabreicht
man am beſten in Schrotform, und zwar im Gemenge mit anderem Futter in
dick=
breiger Zubereitung. Von trockenen Eicheln rechnet man etwa 1 bis 1½, Pfund auf
das Tier täglich, zu welcher Menge aber nur allmählich angeſtiegen werden darf.
Geſunden: 1 ſilbernes Kettenportemonnaie mit Inhalt. 1
Porte=
rmonnaie mit über zehn Mark Inhalt. 1 Portemonnaie mit über
tvier Mark. 1 Brieftaſche mit Wanderſchein ꝛc., auf den Namen
Spickner lautend. 1 mittelgroßer Schlüſſel. 1 ganz kleines
Porte=
rmonnaie mit 1,50 Mk. Inhalt. 1 kleines lila Portemonnaie mit
zeinigen Pfennigen. 1 leeres Portemonnaie mit einem gelben Ring.
1 weiße Metallbroſche, ein M darſtellend. 1 Brieftaſche mit
Militär=
ſpaß, auf den Namen Barth ausgeſtellt. — Zugeflogen: 1 weiße
Lockentaube.
(19927
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
llicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
ffinden ſich: 1 Pinſcher, 1 Boxer. 1 Dalmatiner, 1 deutſcher
Schäfer=
lhund, 1 Pinſcher (zugelaufen). Die Hunde können von den
Eigen=
ſtümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Verſteige=
rrung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag,
(19914
tvormittags 10 Uhr, ſtatt.
Impftermin.
In dem Mädchenſchulhauſe Beſſunger Straße 67 findet
Mitt=
twoch, den 14. Oktober, nachmittags von 2—4 Uhr, ein
öffent=
llicher unentgeltlicher Impftermin und Mittwoch, den 21. Oktober
U. Js., nachmittags von 2—4 Uhr der Nachſchautermin für die
„Kinder des Beſſunger Stadtbezirks ſtatt.
Impfpflichtig ſind alle im vorigen Jahre geborenen, ſowie die
aus früheren Jahrgängen mit der Impfung im Rückſtande verbliebenen
Kinder.
Ich mache noch beſonders darauf aufmerkſam, daß aus einem
Hauſe, in dem anſteckende Krankheiten wie Scharlach, Maſern,
Diphtherie, Krupp, Keuchhuſten, Flecktyphus, roſenartige Entzündungen
oder die natürlichen Pocken herrſchen, die Impflinge zum algemeinen
Termin nicht gebracht werden dürfen, und daß die Kinder zum
Impftermin mit reingewaſchenem Körper und mit reinen Kleidern
gebracht werden müſſen.
Darmſtadt, den 9. Oktober 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
(19753si
B.: Schmitt.
Städtiſche Sparkaſſe Darmſtadt.
Kaſſenſtunden an allen Wochentagen vormittags von
(17152a
8—12½ Uhr, nachmittags von 3—5 Uhr.
(Samstags nachmittags geſchloſſen.)
verkauft waggon= und
fuhrenweiſe
(19834a
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zu verk. Heinheimerſtr. 22. (*7232
Liebesgaben.
Die bis jetzt für das Feldartillerie=Regiment 61 und die von
ihm aufgeſtellten Formationen eingegangenen Liebesgaben ſind den
Feldtruppen übermittelt worden. Allen Gebern herzlichen Dank!
Die Weihnachtsgaben ſollen Ende November zur Abſendung
bereitgeſtellt werden. Liebesgaben für Weihnachten bittet man an
die unterzeichnete Erſatz=Abteilung — Beſſungerſtraße 125,
Stabs=
gebände — abzugeben, woſelbſt auch jede nähere Auskunft erteilt wird.
Darmſtadt, im Oktober 1914.
(19890
Erſatz=Abteilung Feldartillerie=Regiment 61.
Bekanntmachung.
Der Kranz der alten Pflegerinnen aus dem Jahr 1870/71, der
in dem Schulhaus in der Hermannsſtraße (Mittelſchule II) eine
Arbeitsſtube unterhält, bittet um Zuwendung von getragenen
Kinder=
kleidern, damit ſie für hieſige arme Kinder hergerichtet werden können.
Die Bitte der alten Pflegerinnen wird hiermit angelegentlichſt empfohlen.
Darmſtadt, den 6. Oktober 1914.
(19818gim
Der Oberbürgermeiſter:
Dr. Glaſſing.
Einquartierung.
Eine etwaige Vergütung für geleiſtete Quartiere, ſowie für
Verpflegung einquartierter Mannſchaften wird ſpäter nur dann
ge=
währt, wenn die Quartierſcheine innerhalb der nächſten 10 Tage
nach Abgang der Mannſchaften dem ſtädtiſchen Einquartierungs=
Ausſchuß, Stadthaus, Zimmer Nr. 23, zur Anerkennung vorgelegt
werden. Es ſind von den Quartiergebern bis jetzt viele Scheine noch
nicht zur Vorlage gekommen, und bitte ich, dieſes alsbald nachholen
zu. wollen.
Umquartierung von Mannſchaften, die länger als 8 bis 10 Tage
in einem und demſelben Quartier lagen, wird auf Nachſuchen und
Vorlage des Quartierſcheines durch den vorſtehend bezeichneten
Ausſchuß vorgenommen.
(19585a
Darmſtadt, den 5. Oktober 1914.
Der Oberbürgermeiſter:
Dr. Gläſſing.
Aufo zu verkaufen
Landaulet, 1424 Ps, erſtkl. Marke, eleg. Wagen, ſehr billig,
ein=
rückungshalber. Angebote unter W 38 an die Geſchäftsſtelle. (*7157
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Oktober 1914.
Nummer 283.
Landſturm=Muſterung.
Nachſtehende Bekanntmachung bringe ich hiermit zur Kenntnis
der Beteiligten.
(19942mds
Darmſtadt, den 12. Oktober 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
Dr. Gläſſing.
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Muſterung und Aushebung der unausgebildeten
Landſturmpflichtigen.
Es wird hierdurch zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß die
Muſterung und Aushebung der militäriſch nicht ausgebildeten
Landſturmpflichtigen in der Zeit vom 15. bis 19. Oktober 1914 im
Hauſe der Turngemeinde, Woogsplatz 5, ſtattfindet.
Es haben zu erſcheinen:
Donnerstag, den 15. Oktober 1914
Vormittags ½8 Uhr: Die im Jahre 1890 geborenen Leute aus
der Stadt Darmſtadt und ſämtlichen
Landgemeinden des Kreiſes.
Nachmittags ½2 Uhr: Die im Jahre 1888 geborenen Leute aus
der Stadt Darmſtadt und ſämtlichen
Landgemeinden des Kreiſes.
Freitag, den 16. Oktober 1914
Vormittags ½8 Uhr: Die im Jahre 1894 und 1891 geborenen
Leute aus der Stadt Darmſtadt und
ſämtlichen Landgemeinden des Kreiſes.
Nachmittags ½2 Uhr: Die im Jahre 1889 geborenen Leute aus
der Stadt Darmſtadt und ſämtlichen
Landgemeinden des Kreiſes.
Samstag, den 17. Oktober 1914.
Vormittags ½8 Uhr: Die im Jahre 1893 und 1892 geborenen
Leute aus der Stadt Darmſtadt und
ſämtlichen Landgemeinden des Kreiſes,
ſowie die im Jahre 1887 geborenen
Leute aus den Gemeinden Arheilgen,
Braunshardt, Eberſtadt, Eich, Erzhauſen,
Eſchollbrücken, Gräfenhauſen, Griesheim,
Hahn, Malchen, Meſſel, Nieder=
Beer=
bach, Nieder=Ramſtadt und Waſchenbach.
Nachmittags ½2 Uhr: Die im Jahre 1887 geborenen Leute aus
der Stadt Darmſtadt und den
Gemein=
den Ober=Ramſtadt, Pfungſtadt,
Roß=
dorf, Schneppenhauſen, Traiſa,
Weiter=
ſtadt und Wixhauſen.
Montag, den 19. Oktober 1914
Vormittags ½8 Uhr: Die im Jahre 1886 geborenen Leute aus
der Stadt Darmſtadt und ſämtlichen
Landgemeinden desKreiſes.
Nachmittags ½2 Uhr: Die im Jahre 1885 geborenen Leute aus
der Stadt Darmſtadt und ſämtlichen
Landgemeinden des Kreiſes.
Sämtliche vom Aufruf betroffenen Landſturmpflichtigen ſind
zur Teilnahme an der Muſterung verpflichtet und haben ſich an den
vorbezeichneten Tagen und Zeiten pünktlich im Muſterungslokal
ein=
zufinden mit Ausnahme:
1. derjenigen, welche von der Geſtellung ausdrücklich befreit
worden ſind;
2. der vom Dienſt im Heere und in der Marine
Ausge=
muſterten;
3. der Gemütskranken, Blödſinnigen und Krüppel uſw.
Die im Dienſte der Eiſenbahnen, der Poſt, der Telegraphie
und der militäriſchen Fabriken feſt angeſtellten Beamten und
ſtän=
digen Arbeiter, die von ihren Behörden als unabkömmlich anerkannt
und für die Unabkömmlichkeitsbeſcheinigungen eingereicht werden, ſind
von der perſönlichen Geſtellung gleichfalls befreit.
Wer der Geſtellung keine Folge leiſtet, hat die im
Militär=
ſtrafgeſetz und der Disziplinarſtrafordnung vorgeſehenen Strafen zu
gewärtigen.
Geſuche um Entbindung von der Geſtellung ſind unzuläſſig.
Zugleich werden diejenigen, welche der Aufforderung, ſich zur
Stammrolle zu melden, bis jetzt nicht nachgekommen ſind, nochmals
aufgefordert, dies unverzüglich zu tun und ſich zur Muſterung
einzu=
finden, ſoweit ſie den vorerwähnten Jahrgängen angehören.
Gleichzeitig werden die Landſturmpflichtigen aufgefordert, ſich
während der Muſterung im und vor dem Muſterungslokal, ſowie
auch in den Straßen der Stadt ruhig zu verhalten, andernfalls
Zuwiderhandelnde in Polizeigewahrſam genommen würden und nach
Maßgabe der einſchlägigen geſetzlichen Beſtimmungen Strafe zu
ge=
wärtigen hätten.
Wegen dringender häuslicher und gewerblicher Verhältniſſe
können Landſturmpflichtige hinter die letzte Jahresklaſſe ihres
Aufge=
bots, in beſonders dringenden Fällen auch hinter die letzte Jahresklaſſe
des zweiten Aufgebots zurückgeſtellt werden.
Derartige Geſuche ſind bei den Großh. Bürgermeiſtereien
un=
verzüglich anzubringen und aufs eingehendſte zu begründen, wenn ſie
Berückſichtigung erfahren ſollen.
Darmſtadt, den 9. Oktober 1914.
Der Zivil=Vorſitzende der Erſatz=Kommiſſion des
Kreiſes Darmſtadt.
Dr. Reinhart.
Kraftlagerklärung von Pfandſcheinen.
Die Inhaber der angeblich abhanden gekommenen Pfandſcheine
Nr. 14789, 18483, 23673, 24724, 26423, 32083,
33 920 und 35 851 werden hiermit aufgefordert, ihre Anſprüche
innerhalb 14 Tagen, vom Tage des Erſcheinens dieſer
Bekannt=
machung an gerechnet, in unſerem Geſchäftszimmer — Kirchſtraße
Nr. 9 — geltend zu machen, widrigenfalls nach Ablauf dieſer Friſt
ge=
mäß § 30 der Satzung vom 1. März 1913, betreffend das ſtädtiſche
Leih=
amt Darmſtadt, die Kraftloserklärung der Pfandſcheine erfolgen wird.
(19897
Darmſtadt, den 12. Oktober 1914.
Städtiſches Leihamt.
Paul.
Bekanntmachung
die Erhebung der israel. Gemeindeſteuer pro 1914 betr.
Das Hebregiſter der israel. Gemeindeſteuer pro 1914 liegt vom
14. d. Mts. ab acht Tage lang zur Einſicht der Intereſſenten in dem
Gemeindezimmer, Friedrichſtr. 2, während der Zeit von 9—12 Uhr
vormittags offen.
Beſchwerden gegen die in dem Hebregiſter enthaltenen Anſätze
ſind binnen der erſten 4 Wochen nach Ablauf der Offenlegungsfriſt
entweder ſchriftlich oder mündlich zu Protokoll bei Großh. Kreisamt
Darmſtadt vorzubringen. Später vorgebrachte Beſchwerden können
(19895
keine Berückſichtigung finden.
Darmſtadt, den 10. Oktober 1914.
Der Vorſtand
der israelitiſchen Religionsgemeinde.
Lichten=Stangenhotz.
(Stadtwald.)
In Forſtwartei Heiligkreuz (Forſtwart Hofmann), Abteilung 4,
Hinterhecke, kommen ca. 100 fm Fichten=Derbſtangen I. Kl. zur
Fäl=
lung. Schriftliche Gebote nimmt bis zum 20. l. M. entgegen:
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
(19581mm
Darmſtadt, den 5. Oktober 1914.
Obſt= und Gemüſe=Ausſtellung zu Darmſtadt.
Verloſung.
Bei der heute ſtattgehabten Verloſung ſind auf die nachſtehend verzeichneten Loſe die beigeſetzten
Gewinne gefallen:
Een ſchen,
Eien ſosne de (one
en
ietr ſer
ew
ſohn,
3 5 .
28
3 2 (*90
28
38 N 1 3
28
N 3
„ „
„
8 1721 536385 1219 196 1897134 2754270) 3490250) 4241 40 472613521 5571 6416334 103
19 421) 537297) 1234 488 1933 245 27671356/ 3517 1811 4246 1131 4728 3325587 48016336
35 197) 546 223 1238 500 1942 492) 2780 2921 3535 262 4249 231) 47292641 5589 7916371447
52367† 557
1275 426) 1944 271) 27981 56u 3663 2361 4252 160f 4732 7815621 1616375 353)
612871 563 382) 1286 3931 1951 328u 2810 2981 3667 1691 4262 2761 4750 129 5632. 32516376 154
712151 586 2471 1308 487) 1953 2801 2829370) 3676240) 4273389) 47742181 5649 3871638112
79 230) 596 201 1309 471 1956
2854 3381 3685347) 4295 459) 4782 465 5665 2786393 286
903121 598 306 1310 2811 1959) 30) 2948 15) 37002221 4298 3571 4817 290 5666 29416405 17
110 242) 6124501 13352101 1976 2291 29781441 37061827 4304 4961 4818 481 5675 1416410 164
124 458 632 2511 1357303 1980 1671 2982 4371 37221139 4309 3091 4827 941 5701 10016421 57
125 2321 658 362) 1366 1731 2003 3901 299111113730 424n 4316 2271 4876 3261 5706 3916442110
136/3431 6642391 1368 4831 2021 441) 3001 531 3753
4321 283) 4900 442 5723 23716476 490
152/2551 674374 1386 1221 2030 3721 3006 191 37603171 4322 751 4936402u 5744 321165471203
179) 621 678394 1395 220) 20343361 3019 2061 3770124) 4325 358 4949! 44 5746 36816574355
180 3861 713 281 13991484) 2045 495) 3045 415 3785 3651 4328 499n 4957 3831 5748137616606 468a
207 400) 7203921 14021 36 2060 4691 3074 1561 3795 681 4350 102) 49901251 575612116607 209
213 241 721315) 1415 246 2126 771 3o88 1091 38o7 190 43662531 49941179 5771 6616631 258
218/296 723335 1434 305 2187320 3091 1861 3811 521 4368 395 4997 256 5820 117 6642 359
3094 451 38121591 4369 205 5025 413 5824
219) 901 776 4201 1438 2071 2221
6661 445
232 406 779 485M 1442 761 2247 4381 3097 267) 3820 3021 43783441 50324571 5825 10816665 350
2412171 8101531 1447295) 22654481 3100 4751 3877 27 4387 162 5036 491 5826 8416668 213
22691 498 3120148 3878 1581 43921373) 5055 243j 5839 115 6678 59
2431521 8114281 1451
24913491 816434) 1459 1781 2283 194) 3121 273n 3885 279n 4417 427) 5080 2141 5866 221(6686 224
266 175) 8413811 1488157 2300 3291 31593791 3906 4291 4427 461 5099 4331 5881 22516702 67
269 183) 8471931 1534 423 23273301 3168 1891 3926 911 44403111 5141 388 5921 40316727334
277257) 849288) 1549 42y 233614781 3184411 39291 131 44433971 5143 2331 5928 8616739 322
2781131) 858 1201 1559 2591 2338118) 3207 1871 3955 93 4450 2381 5150 4745978 31016751 32
336 185) 871 410 15631130/ 2347 35n 3223377y.3969 1071 4453 1371 5186 1551 5981 34916757 150
879 1011 1571 191) 2351 248 32321191 3976 101 4472 105 52072081 5990 14016785 82
341
3422741 890 282) 15742681 2362 2021 3235 249n 4004 2264 4493 263n 5225 47715995 3136800 486
353) 408) 893 3481 1591
2375200) 3246 41 4032 651 45072991 5253 2691 6029 22816829 21m
356)354 902 284 1623 3371 2396 4181 32552441 4044 4601 4523 497 5254 4561 6039 3016847 166
24321461 3261 3231 4051 396) 45274721 5290 2111 6045 1636856 11
364 432) 905 216 1627
2437 43) 3263184 4076 251 4538
369) 132) 919 285 1632
5292 192 612214116858112.
24531881 32783311 4093 462/ 4552 2541 5298
3911 4521 944234 1645
6123 16816859 272
1695
401) 366 971
*2476 551 3286 391 4101 425 4569 4221 5303 1981 6127 46716861 489
4031 1761 987 501 17011265) 2504 145 3294364) 4110 4441 4588 463 5330 351 6131 21916871 416
404 260) 1016 691 17111771 25171351 3310 4461 4115 801 4591 451 5336 3071 6173 39816911 275
407 4491 1028 345) 1729116 2538 3391 3337 851 4133 235) 4598 1801 5372 731 6180l 47316967 127
408 342) 1053
1747 4011 2539 261) 3346 1471 4135 212u 4623 435v 5400 6116191 13616975 291
414 341 1056 314 1761340) 2590 4531 3356 3631 41443411 46373041 5418 7416201 360169761440
415 981 1108 404 17641141 2616 174) 3374 501 4149 4191 4645 165 5421 2041 6211 12816989 97a
418 293à 1121 631 1797 476 2633346y 33923611 4151 261 4649 405u 5488 46616225 51
4363241 11321455 1821409n 2638 181 3416 2214153 1061 4650 96) 5489 266 6267 439
449 464M 1137 412) 1823493 265914213433 1991 4155 291 4665 4701 5500 4716269 95
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508l 871 1173 171 1850 195 27401231 3472138 4206 4311 4713 891 5548
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4722151 5564 13316333 430
Die Abgabe der Gewinne erfolgt nur gegen Rückgabe der Loſe in der Reſtauration „Schützenhof”
zu Darmſtadt von vormittags 10 Uhr bis nachmittags 1 Uhr und nachmittags von 3 bis 5 Uhr.
Gewinne, welche bis Freitag, den 16. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, nicht abgeholt ſind, werden
alsdann verſteigert. Der Erlös wird 14 Tage dem Gewinner aufbewahrt. Nach 14 Tagen verfällt das
Geld zugunſten des Unternehmens.
Darmſtadt, den 13. Oktober 1914.
19961
Die Verloſungs=Kommiſſion.
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mein Mann im Kriege, bitte mich
berückſichtigen zu wollen. (*7218mds
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Komme ſofort! Preiſe für
etrag. Kleider, Schuhe, Boden=
und Kellerkram.
(*7210md
Poſtkarte genügt.
J. Rlnm, Woogſtr. 1.
Obſt= und Kurtoffelmarkt.
Die Verſteigerung der nicht abgeholten
Ge=
winne findet Freitag, nachmittags 3 Uhr, im
„Schützenhof” ſtatt.
Das Komitee.
19916)
Bekanntmachung.
Es iſt angeregt worden, Sammlungen von Haus zu Haus in
Darmſtadt vorzunehmen, um warmes Unterzeug für die Truppen im
Felde, ſowie Lazarettwäſche zu erhalten. Man hat indeſſen hiervon
Abſtand genommen. Es ſind ja wohl nur noch wenige Häuſer hier,
deren Bewohner nicht bereits ſolche — auch gebrauchte —
Gegen=
ſtände geſchenkt haben.
Um jedoch weitere Spenden zu erleichtern, genügt eine
Fern=
ſprechnachricht an unſere Materialien=Abteilung im Alten Palais
(Fernruf 20) oder eine Poſtkarte; die Sachen werden dann abgeholt
werden.
Diejenigen Gegenſtände, die das Rote Kreuz für Truppen und
Lazarette ohne weiteres gebrauchen kann, werden ihrer Beſtimmung
zugeführt. Soweit die Verwendung erſt nach Ausbeſſerung möglich
iſt, geſchieht letztere in unſeren Nähſtuben, andere, für Truppen und
Lazarette nicht geeignete Stücke führen wir den in der Stadt bereits
beſtehenden Frauen=Arbeitsſtuben zu, welche die Sachen herrichten
zum Gebrauch für die Familien Einberufener oder Hinterbliebener.
Es werden alle Hausfrauen gebeten, nachzuſehen, ob ſie
ent=
behrliches Unterzeug oder Wäſche beſitzen und dann die Materialien=
Abteilung zur Abholung zu veranlaſſen.
(19963
Heſſ. Landesverein vom Roten Kreuz, Zentr.=Abteilung.
Korwan.
Den verehrten Patienten und Einwohnern
Darm-
stadts und Umgebung gebe, um irrtümer zu
vermeiden, zur gefl. Kenntnis, dass die
zahnärzt-
liche Praxis des
(19910md
Zahnarztes Wolters
sich nicht mehr Rheinstrasse 17, Ecke Grafenstrasse,
befindet. Da mein Mann im Felde steht, ist die Praxis
vom 15. Oktober ab bis auf weiteres geschlossen.
Frau Wolters.
Habe meine Praxis wieder aufgenommen
Zahnarzt Fritz Heuß
Rheinstraße 14.
(*7012gm)
Telephon 2171.
l. aut erb. Fülloſen bl. zu verk.
Filnctſtel,wvenig getr, bl. zubt.
N7151) Kahlertſtr. 21, 1. St.
*7205md) Mauerſtr. 32, II.r.
Nummer 283.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Oktober 1914.
Seite 13.
erſcheint 2mal wöchentlich in der Auflage des Darmſtädter Tagblatts
und bietet ſomit die größte Gewähr für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Anzeigen. Für den Wohnungs=Anzeiger beſtimmte Anzeigen müſſen ſtets
ſtagsvorher bis ſpäteſtens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen. Später uns zugehende Anzeigen können nur am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden.
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60)
Es wurde Nacht.
Ueberall glimmerten die kleinen Lichter auf — dieſe
Lichtlein der menſchlichen Not und der menſchlichen
Freude. Wie tränende Augen waren ſie in dieſer naſſen
Finſternis. Und bald erloſchen ſie.
Nur an einem einzigen Hauſe blieben mehrere
Fen=
per erleuchtet die ganze Nacht hindurch. Und an den
anderen dunklen Scheiben dieſes Hauſes irrte immer
wieder ein raſcher Schein vorüber — als hätte in dem
Lauſe ein Schlafloſer viel zu ſuchen während dieſer Nacht.
Bevor es Morgen wurde, kam einer lautlos aus dem
bauſe, hinter den Schultern einen leichtgepackten Ruckſack
in der Hand den Bergſtock. Langſam trat er hinaus in
den dünnen Schnee, ſpähte in das Dunkel und lauſchte
gegen die Straße hin. Dann ging er mit jagendem
Schritt davon. Plötzlich erſchrak er und wollte ſich
ver=
bergen, weil er auf der Straße einen räſchen klatſchenden
Schritt vernahm. Doch Bretterzäune ſperrten zur Rechten
und Linken die ſchmale Fahrgaſſe. Und da ging ſchon der
andere Wegſucher dieſes grauen Morgens an dem
Er=
ſchrockenen vorüber, den Bergſtock in der Hand, einen
leichtgepackten Ruckſack hinter den Schultern. Wie zwei
ähnliche Brüder waren die beiden in dieſem ſtumpfen,
alles umſchleiernden Grau — nur daß der eine Zung und
ſchlank war, der andere älter und feſter. Und der eine
wanderte haſtend gegen die Rax hinauf, der andere hetzte
keuchend hinunter gegen das Thal der Mürz.
Als der Tag erwachte, verwandelten ſich die Flocken
in dünnen Regen, der den kleinen Schnee von der Erde
wegfraß.
Alle Höhen waren eingehüllt in ſchwere, langſam
züehende Wolken. Wenn das Grau ſich klüftete, ſah man
da droben die weißen Wände und ein weißes Gewirbel.
Auf den Bergen mußte ſchwerer Schnee gefallen ſein und
Stürme ſpielten mit ihm.
Im Tale ſpielte der Wind nur mit dem fallenden
Regen und mit den welken Blättern, die er wie winzige
Barken mit gelben und roten Segeln über die braunen
Pfützen trieb.
Es war nicht gemütlich auf der Straße. Und dennoch
blieben immer wieder die Leute in den naſſen
Wetter=
mänteln beieinander ſtehen und ſchwatzten lange.
Eine ſonderbare, ganz unglaubliche Nachricht ſurrte
flinkfüßig zwiſchen Naßwald, Altenberg und Kapellen
herum. Spät am Nachmittage brachte Hellmers Magd
dieſe wunderliche Neuigkeit vom Krämer heim.
Gottwalt wurde ärgerlich über den törichten Klatſch
und ſagte: Das iſt doch Unſinn!
Schweigend ſtand Röschen am Fenſter und ſah
hin=
aus in dieſes wogende Grau. Eine wehe, ſchwere Trauer
war in ihren Augen. Was da in der Stube geredet
wurde, ſchien ſie nicht zu hören.
Seien Sie verſtändig und tragen Sie ſolche Dinge
nicht weiter! mahnte Gottwalt die Magd. Und als er mit
Röschen allein war, ſagte er: Lerch iſt keiner von denen,
die mir ſympathiſch ſind. Aber ſo was muß man ihm
doch ſagen, damit er ſich wehren kann. Ich will ohnehin
gerade hinüber zu Tobby —
Da wandte ſich Röschen vom Fenſter ab und hielt die
großen, heißglänzenden Augen auf ihren Mann gerichtet.
Warum? Was willſt Du noch von ihm?
Aber Kind! Er war doch heute wieder nicht da.
Vielleicht iſt ſein Fuß wieder ſchlechter geworden. Man
muß doch wiſſen, was los iſt. Und dann mach ich auch
gleich den Sprung zu Lerch hinüber — wenn ich’s auch
nur aus Rückſicht für Berkens tue.
Wieder ſtand Röschen am Fenſter und blieb ſo ſtehen
die lange Stunde, bis Gottwalt von ſeinem Wege
heim=
kehrte.
Röschen! Du! Denk’ Dir! Das iſt wirklich wahr!
Was?
Lerch iſt fort. Auf und davon. Seit heute nacht.
Wenn es bei ſeinen Verhältniſſen nicht ganz undenkbar
wäre, ſo würde das ſo ausſehen, als wäre er
durchge=
gangen. Einem Güterhändler aus Mürzzuſchlag hat er
den Auftrag gegeben, Haus und Gut zu verkaufen. Ich
vermute, daß ſie ihm drüben bei Berkens hinter eine
ſchmutzige Sache gekommen ſind. Bei Lerch im Hauſe
ſitzt ein junges Mädchen mit verheultem Geſicht.
Lerch? fragte Röschen, wie aufgerüttelt aus einem
ſchweren Traum.
Elſe wird ihm den Laufpaß gegeben haben. Endlich!
Zu wünſchen war es immer. Reinlichkeit und Schmutz
gehören nicht unter die gleiche Haube. Aber ich meine,
dieſer Bruch hat bei Elſe nichts mehr zerbrechen müſſen.
Oder glaubſt Du, Röschen, daß ſie ihn liebte — wirklich
liebte?
Ich weiß nicht, Gottwalt. Ich weiß gar nichts. Ich
weiß nur, daß ich . . . Sie hielt inne. Und dann fragte
ſie raſch: Warſt Du bei Tobby?
Er war nicht daheim. Und das Haus war zugeſperrt.
Aber ich kann mir doch nicht denken, daß er . .
Was? fragte Röschen mit zitterndem Laut.
Daß er heut’ zu Berg geſtiegen iſt. Weißt Du, er
wollte eine Bergfahrt machen, natürlich nicht allein,
ſon=
dern mit Erasmus. Das hab’ ich ihm zur Pflicht gemacht.
Es iſt viel Schweres über ihn hergefallen. Und es iſt
be=
greiflich, daß er Ruhe finden will — da droben — wo
ein ewiger Brunnen der Ruhe quillt. — Nein, Kind, ſchau
nicht ſo erſchrocken! Du brauchſt um Tobby keine Sorge
zu haben! Ich ſehe da ſelber nicht klar — aber was es
auch geweſen ſein mag, Tobby hat’s überwunden. Er iſt
ein feſter Mann geworden, der ſich einen Weg ſucht,
weißt Du . . . einen Weg zur Höhe.
(Fortietzung folgt.)
Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. Oktober 1914.
Nummer 283.
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