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177. Jahrgang
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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 26 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der Reichskanzler wird ſich Ende dieſer Woche nach
Korfu begeben.
Die italieniſche Kammer nahm eine Tagesordnung
zugunſten der Regierung mit 303 gegen 122 Stimmen
an und vertagte ſich bis zum 6. Mai.
*
Präſident Poincaré und Gemahlin haben ſich geſtern
nachmittag an die Riviera begeben.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
Vertagung oder Seſſionsſchluß.
*⁎* Zu dieſer in letzter Zeit vielerörterten Frage iſt
nun auch von offiziöſer Seite Stellung genommen
wor=
den, jedoch geht daraus noch nicht hervor, wie ſich die
Re=
gierung entſcheiden wird. Es war alſo verfrüht, wenn
berichtet wurde, die Regierung wolle im Reichstag die
Seſſion unter allen Umſtänden ſchließen. Ein ſolcher
Be=
ſſchluß wäre auch ſehr voreilig geweſen, da man ja über
die Leiſtungen des Reichstags in dem noch
bevorſtehen=
den Teile der Tagungsperiode nicht unterrichtet iſt und
dieſe Leiſtungen bei der Entſcheidung doch mit
ausſchlag=
gebend ſein müſſen. Im übrigen kann man das, was die
offiziöſe Auslaſſung betreffs des Uebermaßes an
geſetz=
geberiſcher Arbeit ſagt, nur gutheißen, denn ein
lang=
ſameres Tempo in der Ausarbeitung von Geſetzentwürfen
iſt ſchon längſt von vielen Seiten als dringend
wünſchens=
wert bezeichnet worden. Wenn darauf hingewieſen wird,
daß der dem Reichstag vorliegende Arbeitsſtoff Materien
enthält, deren geſetzliche Regelung vom Reichstag ſelbſt
gefordert wurde, ſo läßt ſich das nicht leugnen, wie ja
ein großer Teil der Geſetzesvorlägen überhaupt der
An=
regung des Reichstags ſeine Entſtehung verdankt. Daß
die zu dieſer Kategorie gehörenden Entwürfe, welche noch
der Beratung harren, wie z. B. die Regelung der
Kon=
kurrenzklauſel und die Zulaſſung des
Wiederaufnahme=
verfahrens in der Diſziplinargerichtsbarkeit, einem
Be=
dürfnis entſprechen, kann niemand in Abrede ſtellen.
Was nun die rechtzeitige Erledigung des Etats
be=
trifft, ſo wäre eine ſolche natürlich höchſt erwünſcht. Aber
auch der preußiſche Landtag weicht von der „alten, guten
Gewohnheit”, den Etat vor dem 1. April fertigzuſtellen,
mehr und mehr ab, was früher kaum einmal vorkam.
Es iſt alſo kein dem Reichstag allein eigentümlicher
Zu=
ſtand, mit dem Etat in Verzug zu bleiben. Auch die
Ver=
tagung anſtatt des Seſſionsſchluſſes iſt nicht nur im
Reichstag Gebrauch. Freilich iſt ſie hier nach und nach
zur Gewohnheit geworden, ſo daß die Legislaturperioden
an Stelle der fünf Seſſionen deren meiſtens nur noch zwei
zählen. Das entſpricht zwar nicht ſtreng der Verfaſſung,
aber es iſt auch nicht erſt allerneueſten Datums. So
um=
faßte die zweite Seſſion des Reichstags 1900/1903 drei
Seſſionsgbſchnitte mit 302 Plenarſitzungen. In der
ver=
floſſenen Legislaturperiode gab es gleichfalls eine
Seſ=
ſion, welche ſich über einen Zeitraum von 2½ Jahren
er=
ſtreckte; die laufende Seſſion begann am 7. Februar 1912,
ſie dauert alſo auch ſchon über 2 Jahre.
In der mehrerwähnten offiziöſen Auslaſſung wird
auch der Behauptung entgegengetreten, daß die
Freifahr=
karten für Abgeordnete bei der Entſcheidung der
Re=
gierung über den Schluß der Seſſion eine Rolle ſpielen.
Das war ja auch nicht gut anzunehmen. Bei der
bis=
herigen Praxis der Vertagung wurden immer nur die
Geſchäftsverhältniſſe im Reichstag berückſichtigt,
insbeſon=
dere, ob auf die Vorberatung einzelner Geſetzentwürfe
ſchon unverhältnismäßig viel Zeit verbraucht worden
war. Auch diesmal wird die Regierung dieſe Frage nicht
unbeachtet laſſen können.
Ein neuer Krieg auf dem
Balkan?
** Fürſt Wilhelm von Albanien ſcheint
wirklich eine Dornenkrone gewählt zu haben; die Wochen,
die er im Lande weilt, hat er außer dem
Begrüßungs=
jubel kaum etwas Erfreuliches erlebt, ſchwere Sorgen
treten an ihn heran. Trotz aller Mahnungen klafft der
Riß in der Bevölkerung ſchärfer denn je. die Unruhen im
Süden dauern an, und es erweckt den Anſchein, als ob
eine weitere ungünſtigere Wendung bevorſtände. Die
Epiroten wollen von Albanien nichts wiſſen; ein Teil
der dortigen Bevölkerung ſtrebt eine Vereinigung mit
Griechenland an, eine Bewegung, die begreiflicherweiſe
den Herrſchaften in Athen nicht unangenehm iſt. Ja, ſie
erhält zum mindeſten indirekte Förderung ſeitens
Grie=
chenlands, das nur ungern das eroberte Gebiet geräumt
hat. Woche auf Woche hat die griechiſche Heeresleitung
gezögert, die von den Mächten verlangte Zurückziehung
der Beſatzungstruppen vor ſich gehen zu laſſen; man fand
bald dieſen, bald jenen Vorwand, in der Hoffnung, die
Mächte mürbe zu machen. Auch die Epiroten ſelbſt
ſchei=
nen jetzt die Zeit für gekommen zu erachten, ihrerſeits
energiſcher vorzugehen. Wie es heißt, hat das Haupt des
Aufſtandes, Zographos, für die nächſte Woche eine
Ver=
ſammlung der Führer einberufen, in der wichtige
Ent=
ſchließungen beraten werden ſollen. Unter dieſen
Um=
ſtänden wäre es begreiflich, wenn man auch in Durazzo
ſich anſchickt, umfangreiche Gegenmaßnahmen in die Wege
zu leiten, und ſo verlautet, Fürſt Wilhelm habe einem
Vorſchlage Eſſad Paſchas zugeſtimmt, die geſamte
waffen=
fähige Bevölkerung einzuberufen, um gegen die Epiroten
vorzugehen.
Die Vorbereitungen für die
Mobil=
machung in Albanien ſind, wie bereits gemeldet,
im Gange. Fürſt Wilhelm erhielt zahlreiche Depeſchen,
in denen die Bevölkerung ihre Entrüſtung über die
Vor=
gänge in Epirus ausſpricht und ſich ihm zur Verfügung
ſtellt. Aus dem nördlichen Epirus ſind von albaniſchen
Regierungsbeamten Telegramme eingelaufen, die beſagen,
daß die albaniſche Gendarmerie nicht mehr nur
Komi=
tatſchis, ſondern auch aus regulären griechiſchen Truppen
zuſammengeſetzten Banden gegenüberſtehe. Von ſeiten
der Aufſtändiſchen würden Geſchütze und Mitrailleuſen
verwendet, die griechiſche Artilleriſten bedienten. Da die
Aufſtändiſchen von griechiſcher Seite fortwährend
Verſtärkungen erhielten, wagten ſie ſich, immer
mu=
tiger werdend, nunmehr an größere Plätze, welche die
Gendarmerie nur noch mit größter Mühe halten könnte.
Die Wiener Neue Freie Preſſe wendet ſich entſchieden
gegen ein militäriſches Eingreifen
Oeſter=
reichs in die albaniſche Angelegenheit in
Verbindung mit italieniſchen Truppenlandungen. Sie
ſagt u. a.: Wir können nur ſagen, daß ſchon der ferne,
noch ganz unbeſtimmte Gedanke an irgendeine
Verwen=
dung unſerer Soldaten in Albanien uns geradezu mit
Widerwillen erfüllt. Nichts könnte unvolkstümlicher ſein.
Oeſterreich iſt ſo vereinſamt auf dem Balkan, es leidet
unter ſo vieler Gegnerſchaft und außerdem unter der
inne=
ren Kühle früherer Freunde, daß es geradezu eine
Kata=
ſtrophe wäre, wenn wir uns jetzt noch mit Griechenland
verfeinden würden, von dem uns nicht die geringſten
ent=
gegengeſetzten Intereſſen trennen.
Deutſches Reich.
— Friede zwiſchen Aerzten und
Kran=
kenkaſſen. Zu den Auslaſſungen in der Sektion Groß=
Berlin des Verbandes der Aerzte Deutſchlands wird vom
Verband deutſcher Ortskrankenkaſſen, deſſen Vorſitzender
der ſächſiſche ſozialdemokratiſche Landtagsabgeordnete
Fräsdorf iſt, bemerkt, daß, abgeſehen von Elbing, der
Friede zwiſchen den Krankenkaſſen und Aerzten überall
in. Deutſchland wiederhergeſtellt ſei. Nur in einzelnen
Orten beſtänden noch kleine Differenzen über die
Hono=
rarfrage, die von dem Schiedsgericht zu ſchlichten ſeien.
Solche untergeordnete Streitigkeiten werde es immer
geben. Die Gründung einer Genoſſenſchaft für
Waren=
bezug liege nicht in der Abſicht der Kaſſen, wohl aber der
direkte Bezug beſtimmter Artikel. Gegen das Verhalten
der Kaſſen auf dieſem Gebiete ſei zwar eine Petition an
den Reichstag eingebracht, doch werde eine Gegenpetition
vorbereitet.
— Eine Statiſtik über die
Getreidebe=
ſtände. Der Bundesrat hat in ſeiner Sitzung vom
2. April dem Entwurf eines Geſetzes über ſtatiſtiſche
Auf=
nahmen der Vorräte von Getreide und Erzeugniſſen der
Getreidemüllerei zugeſtimmt. Das Geſetz, das dem
Reichs=
tag alsbald zugehen wird, gibt dem Bundesrat die
Voll=
macht, ſtatiſtiſche Aufnahmen ſolcher Vorräte für den
Um=
ſang des Reiches anzuordnen. Solche allgemeinen
Auf=
nahmen werden zunächſt in zwei aufeinanderfolgenden
Jahren vorgenommen. Später dürften ſie nur alle vier
Jahre ſtattfinden.
— Die württembergiſchen
Junglibera=
len. Der Vorſtand des Landesverbandes der württem=
bergiſchen Jungliberalen hat folgende Reſolution
be=
ſchloſſen: Der Landesverband der württembergiſchen
Jungliberalen erblickt in dem Beſchluß des Vorſtandes
der Partei, Unterhandlungen einzuleiten, um die
gleich=
zeitige Auflöſung des Jungliberalen und des
Altnatio=
nalliberalen Parteiverbandes herbeizuführen, einen im
Intereſſe der für die Parteien notwendigen
Jugendbewe=
gung bedauerlichen Schritt und ſpricht gleichzeitig die
Er=
wartung aus, daß der Jungliberale Reichsverband auch
fernerhin aufrechterhalten wird.
Eusland.
Oeſterreich=Ungarn.
Aenderung des Bukareſter Friedens.
Gegenüber einem im Journal des Débats veröffentlichten
Auſſatz, wonach Beſtrebungen zur Aenderung des
Buka=
reſter Friedens nur durch unmittelbare Einwirkung
Frank=
reichs und Rußlands vereitelt worden wären, wird
halb=
amtlich darauf hingewieſen, daß die Frage der
Durchſicht von Oeſterreich=Ungarn gemeinſam mit
Ruß=
land aufgeworfen und nur infolge der Gleichgültigkeit der
übrigen Großmächte von der Tagesordnung verſchwunden
ſetl.
Italien.
Salandras Programm. Die Kammer ſetzte
die Beratung über die am Donnerstag abgegebene
Re=
gierungserklärung fort. Miniſterpräſident Salandra
be=
tonte gegenüber den Ausführungen einiger Redner, das
neue Miniſterium habe ſich durchaus nicht vorgenommen,
die Welt erneuern zu wollen, und nehme auch nicht die
Ehre in Anſpruch, der Retter des Vaterlandes zu ſein.
Italien, in ſich gefeſtigt, ſtark auf dem Wege des
Fort=
ſchritts, verlange vielmehr von den Männern an der
Re=
gierung, daß ſie Vertrauen und den guten Willen zeigen,
um der Schwierigkeiten Herr zu werden, die nur durch
eine feſte Regierung und die Vaterlandsliebe des Volkes
leicht zu überwinden ſeien. Das Land verlange im
gegen=
wärtigen Augenblick eine ſtarke Verteidigung der
Stel=
lung, die es gegenüber den anderen Mächten errungen
chabe, gute Maßregeln auf dem Gebiete des Schulweſens,
des Wirtſchaftslebens und der ſozialen Fürſorge, eine
gute ehrliche Verwaltung, ſowie eine ſtrenge
Finanzwirt=
ſchaft. (Lebhafter Beifall.) Er ſei überzeugt, daß
Libera=
lismus mit Patriotismus gleichbedeutend ſei (Beifall),
daß die liberale Partei noch immer und ſolange würdig
ſei, die Regierungsgewalt in den Händen zu haben, als ſie
Selbſtzucht übe und ſich ihrer großen bürgerlichen
Pflich=
ten bewußt ſei. Der Miniſterpräſident erklärte, folgende
von Bettolo eingebrachte Tagesordnung anzunehmen:
Die Kammer geht, nachdem ſie von der
Regierungserklä=
rung Kenntnis genommen hat, zur Tagesordnung über.
Dieſe Tagesordnung wird in namentlicher Abſtimmung
mit 303 gegen 122 Stimmen bei 9 Stimmenthaltungen
gebilligt. Darauf vertagt ſich die Kammer bis zum
6. Mai.
Frankreich.
Die Rochette=Affäre. Die von der Regierung
angekündigten Strafmaßnahmen gegen den
Oberſtaatsan=
walt Fabre und den Gerichtspräſidenten Bidault haben
ſowohl in Richter=, wie in Anwaltskreiſen lebhaftes
Be=
fremden hervorgerufen. Die geplante Maßregelung
Fa=
bres wurde mit unverhohlenem Unwillen erörtert und
zahlreiche Beamte des Richterſtandes faßten den Beſchluß,
dem Oberſtaatsanwalt ihre unerſchütterliche Sympathie
auszuſprechen. Man beſchäftigt ſich auch bereits mit der
Nachfolgerſchaft Fabres. U. a. werden der Rat am
Kaſſa=
tionshofe, Fabrequettes und der Präſident des
Zivilge=
richts, Monier, genannt, welchen Frau Caillaux um
Rat=
gefragt hatte. Von den oppoſitionellen Blättern wird
an=
gedeutet, daß die Regierung bei der Wahl des künftigen
Oberſtaatsanwalts ſchon deshalb mit beſonderer Sorgfalt
vorgehen werde, weil es deſſen Aufgabe ſein werde, im
Prozeß gegen Frau Caillaux die Anklage zu vertreten Von
den Gegnern der Regierung wird die geplante
Maßrege=
lung Fabres ſehr ſcharf kritiſiert und der nationaliſtiſche
Deputierte Puglieſi=Conti hat ſich beeilt, dem
Miniſter=
präſidenten mitzuteilen, daß er ihn über den „niedrigen
Racheakt”, von welchem Fabre betroffen werden ſolle,
in=
terpellieren werde. „Sie haben”, heißt es in dem
Schrei=
ben, „dieſem Muſterbeamten nicht verzeihen können, daß
er Ihnen zum Trotz ſein Gewiſſen befreit hat. Ich werde
nicht verfehlen, Sie in der erſten Sitzung der neuen
Legis=
laturperiode wegen der von Ihnen begangenen ſchlechten
Handlungen zur Rechenſchaft zu ziehen.”
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 7. April 1914.
Nummer 97.
England.
Der Kampf um die Panamakanalzölle.
Das amerikaniſche Repräſentantenhaus hat die Vorlage,
die die Befreiung der amerikaniſchen Küſtenſchiffahrt von
den Kanalzöllen aufhebt, mit einer größeren Mehrheit
angenommen, als ſelbſt die Optimiſten in England
hoff=
ten. Die engliſche Preſſe vermeidet aber mit wenig
Aus=
nahmen ſehr weiſe jedes voreilige Triumphgeſchrei; denn
ſie weiß, daß der ſchwerſte Kampf im Senat, wo ſich
Geg=
ner und Freunde des Widerrufs bis jetzt in gleicher Zahl
gegenüberſtehen, erſt kommen wird, und daß dabei Wilſon
nichts mehr ſchaden kann als engliſches Lob. Gute
Ken=
ner der amerikaniſchen Stimmung befürchten, daß die
ganze Angelegenheit die engliſch=amerikaniſche Entente
ſchon jetzt recht ſchwer geſchädigt hat, da die Stimmung
der amerikaniſchen Maſſen ohne Zweifel dahin geht,
Eng=
land habe kein Recht, den Vereinigten Staaten über den
Betrieb eines Kanals Vorſchriften zu machen, den ſie ganz
mit ihrem Geld gebaut hätten, und daß ſich Wilſon der
engliſchen Unverſchämtheit nur mit Rückſicht auf die
japa=
niſche und mexikaniſche Gefahr gefügt habe. So weit iſt
dieſe Anſicht verbreitet, daß Wilſon nun ausdrücklich,
aber im Widerſpruch mit ſeiner Botſchaft, hat erklären
laſſen, er verlange Widerruf nicht wegen der Gefahr einer
internationalen Kriſe, ſondern einzig und allein, um den
guten Namen der Vereinigten Staaten zu retten.
China.
Verhandlungen wegen einer Anleihe.
Die Times meldet aus Peking vom 5. ds. Mts.: Der
Fi=
nanzminiſter hat am Freitag mit der Fünfmächtegruppe
Verhandlungen wegen einer Anleihe eröffnet, die der
Er=
wartung nach 25 Millionen Pfund betragen würde. Der
Zweck der Anleihe iſt, die früheren kurzfriſtigen Anleihen
zurückzuzahlen, die Ausgabe von Provinzialnoten zu
be=
feſtigen, die Währung zu reformieren und der Regierung
aus den gegenwärtigen Finanzſchwierigkeiten
herauszu=
helfen. Die Gruppe ihrerſeits wird auf eine Reform
der Verwaltung der Salzſteuer drängen und würde
ver=
langen, daß die Noteneinlöſung und die Währungsreform
einer ausländiſchen Aufſicht unterſtellt würden, um
be=
friedigende Reſultate zu erzielen.
Der neue Verfaſſungsentwurf gibt alle
Rechte in die Hände des Präſidenten. Der Präſident
ent=
ſcheidet über Krieg und Frieden, ſchließt Verträge, hat
das Oberkommando über Armee und Marine, ernennt die
Geſandten und iſt berechtigt, neue Aemter zu ſchaffen,
Be=
amte zu befördern oder zu degradieren. Außer für den
Beraterhof des Reichsverwaltungsgerichts und die
Rech=
nungskammer kann der Präſident neue Verordnungen
er=
laſſen. Während eines Krieges oder kriegsähnlichen
Zu=
ſtandes kann er die Freiheit der Bevölkerung beſchränken.
Schließlich kann der Präſident Belohnungen gewähren
und begnadigen. Der Vizepräſident unterſtützt den
Prä=
ſidenten in der Verwaltung und vertritt ihn in deſſen
Ab=
weſenheit. Der Verfaſſungsausſchuß wird den
Geſetzent=
wurf bis zum 20. April fertiggeſtellt haben.
* Valparaiſo, 5. April. Das Prinzenpaar
Hein=
rich von Preußen hat geſtern eine Parade über das
chileniſche und deutſche Geſchwader abgenommen. Die
Ab=
reiſe nach dem Feſtmahl, das der Admiral gab, erfolgte
um 10 Uhr abends.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 7. April.
* Der neue vortragende Rat in der Schulabteilung.
Der Großherzog hat den Direktor der Eleonorenſchule
zu Darmſtadt, Dr. Albert Lucius, zum vortragenden
Rat im Miniſterium des Innern, Abteilung für
Schul=
angelegenheiten, mit dem Amtstitel „Oberſchulrat” mit
Wirkung vom 16. April 1914 an ernannt.
* Ernennungen. Der Großherzog hat den
Mi=
niſterialreviſor Karl Bernhard zum
Miniſterialbuch=
halter bei den Miniſterien des Innern und der Juſtiz, die
Finanzaſpiranten Georg Lamp und Georg Fey in
Darmſtadt zu Oberrechnungsprobatoren bei der II.
Juſti=
fikaturabteilung der Oberrechnungskammer mit dem
Amtstitel „Oberrechnungsreviſor” ernannt, den Revi=
ſionsinſpektor bei dem Hauptſteueramt Offenbach Philipp
Lohnes zu Offenbach in gleicher Dienſteigenſchaft an
das Hauptſteueramt Gießen, den Bezirkskaſſeaſſiſtenten
bei der Bezirkskaſſe Worms Emil Ahlheim zu Worms
in gleicher Dienſteigenſchaft an die Bezirkskaſſe Mainz L
verſetzt, und den Hauptſteueramtsaſſiſtenten bei dem
Hauptſteueramt Darmſtadt Konrad Frank zu Darmſtadt
zum Reviſionskontrolleur bei dem gleichen
Hauptſteuer=
amt, den Buchhalter bei der Hauptſtaatskaſſe
Rechnungs=
rat Ferdinand Bormet unter Belaſſung des
Charak=
ters als Rechnungsrat zum Sekretär und Oberbuchhalter
bei dieſer Kaſſe ernannt.
* Ordensverleihungen. Der Großherzog hat
dem Geheimen Oberbaurat Profeſſor Hofmann und
dem Geheimen Oberbaurat Klingelhöffer in
Darm=
ſtadt die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des
ihnen von Seiner Majeſtät dem König von Sachſen
ver=
liehenen Komturkreuzes 2. Klaſſe des Albrechtsordens
und dem Baurat Wagner in Darmſtadt die Erlaubnis
zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner
Majeſtät dem König von Sachſen verliehenen
Ritter=
kreuzes 1. Klaſſe desſelben Ordens erteilt.
* Erledigt iſt eine mit einer evangeliſchen Lehrerin
zu beſetzende Lehrerinſtelle an der Volksſchule zu
Als=
feld.
— Vom Hoftheater wird uns geſchrieben: Während
der Karwoche bleibt das Hoftheater altem Brauch gemäß
geſchloſſen, um erſt am Oſtermontag die Vorſtellungen
wieder aufzunehmen. Für dieſen Tag iſt eine
Wieder=
holung der neuinſzenierten „Carmen” im Abonnement B
angeſetzt. Am Dienstag erlebt die Operette „Ein
Walzertraum” von Oscar Straus ihre
Erſtauf=
führung am Hoftheater. Mit dieſem ungemein luſtigen
und muſikaliſch reizvollen Werke, aus dem der Walzer
(. Leiſe, ganz leiſe zieht’s durch den Raum”), ſowie das
Piccoloduett beſonders populär geworden ſind, hat
Oscar Straus ſich in die erſte Reihe der modernen
Operettenkomponiſten geſtellt und faſt alle deutſche
Bühnen erobert. Für den Nachmittag des Oſterdienstag
wird als Kindervorſtellung zu Volksvorſtellungspreiſen
„Rothkäppchen” neueinſtudiert, dem ein von der
Ballettmeiſterin Ehrle arrangiertes Kinderballett folgen
wird. Am Mittwoch findet eine Wiederholung von
Eulenbergs Schauſpiel „Belinde” ſtatt, das bei ſeiner
hieſigen Erſtaufführung einen ſtarken Erfolg zu
ver=
zeichnen hatte.
C. Einführung des neuen Diviſionspfarrers. Am
Sonntag morgen fand in der St. Ludwigskirche die
Ein=
führungdes neuen Diviſionspfarrers Herrn
Krauſe durch Herrn Militäroberpfarrer Biſkup=
Frank=
furt a. M in ſein Amt ſtatt. Die katholiſchen Offiziere
der Garniſon mit ihren Familien und Abordnungen der
verſchiedenen Truppenteile waren hierzu erſchienen.
Mili=
täroberpfarrer Biſkup hielt die Einführungspredigt, in
der er u. a. die Verdſienſte hervorhob, die Herr
Domkapi=
tular Dekan Dr. Elz ſich während 25 Jahren um die
hie=
ſige Militärſeelſorge erworben hat. Eine eindrucksvolle
Predigt des neu eingeführten Herrn ſchloß ſich an.
* Großh. Golf=Klub. Am 4. d. Mts., 3 Uhr
nachmit=
tags, fand ſatzungsgemäß die Mitglieder=
Ver=
ſammlung des Großh. Golf=Klubs
Darm=
ſtadt im Golf=Klub=Hauſe am Böllenfalltor ſtatt. Der
Vor=
ſitzende, der einen kurzen Rückblick über die Tätigkeit des
Klubs im vergangenen Jahre gab konnte die erfreuliche
Mitteilung machen, daß die Mitgliederzahl ſich von 106
im Frühjahr 1913 auf 125 vermehrt habe, trotzdem der
Abgang durch Verſetzung, Austritt und Tod im
vergange=
nen Jahre die Ziffer 12 erreichte. Klubhaus und
Wirt=
ſchaftsbetrieb haben ſich bewährt, die Tüchtigkeit des
Per=
ſonals iſt aneckennenswert; der Platz, an dem ſeit den
erſten Monaten ds. Js. mehrfache Verbeſſerungsarbeiten
vorgenommen wurden, hat gut überwintert; die Grüns
und die Grasnarbe ſind im allgemeinen in vortrefflicher
Verfaſſung. Die Verſammlung beſchloß auf Antrag des
Vorſitzenden, im September ds. IJs, ein größeres
Wett=
ſpiel zu veranſtalten, an welchem auch für Auswärtige
offene Spiele zum Austrag kommen. Allmonatlich werden
von April ab zwei Wettſpiele nur für Mitglieder
veran=
ſtaltet, und zwar um den ſogenannten Monatsknopf und
den Jahresbecher. Nach erfolgter Rechnungsablegung
durch den Schatzmeiſter, der einen erfreulichen Bericht über
die Finanzen des Klubs zu geben imſtande war, und
gleichzeitig den Voranſchlag für 1914 bekannt gab erfolgte
die jährlich wiederkehrende Neuwahl des
Geſchäftsaus=
ſchuſſes. Hierauf entwickelten ſich über eine Anzahl
einge=
gangener Anträge, Wünſche und Anregungen lebhafte
Verhandlungen; der Vorſitzende ſchloß gegen 4.30 Uhr die
Verſammlung mit Dankesworten an die Erſchienenen.
* Die allgemeine heſſiſche Beamtenſterbekaſſe hielt in
Mainz ihre 12. Hauptverſammlung ab. Der 1. Vorſitzende,
Geh. Oberbaurat Imroth=Darmſtadt, eröffnete die
Verſammlung mit Begrüßungsworten. Er führte aus,
daß die Kaſſe am 31. Dezember 1913 das erſte Jahrzehnt
ihres Beſtehens abgeſchloſſen hatte. Mit Genugtuung
dürfe man auf die Entwickelung der Kaſſe zurückblicken,
hätten ſich doch alle Hoffnungen, die man bei der Grün=
dung auf die Kaſſe ſetzte, erfüllt. Die fortſchreitende
Eni=
wickelung und die ſegensreiche Wirkung der allen heſſiſchen
Beamten zugänglichen Einrichtung habe man in dem
ab=
gelaufenen Jahrzehnt beobachten können. Die Kaſſe ſei
finanziell ſo gut fundiert, wie man es nicht zu hoffen
ge=
wagt hätte. Das letzte Geſchäftsjahr habe finanziell das
günſtigſte Ergebnis ſeit Beſtehen der Kaſſe geliefert. Dies
ermögliche, die in den letzten 3 Jahren auf 35
Prozent=
bemeſſene Dividende auf 38 Prozent zu erhöhen.
Rech=
nungsrat Erb=Darmſtadt, Sekretär der Kaſſe, berichtete
über das abgelaufene Geſchäftsjahr, die Bilanz und über
die Bewegung des Mitgliederſtandes. Der Kaſſe
ge=
hören zurzeit 35 verſchiedene Beamtengruppen mit 2182
Mitgliedern mit einem Verſicherungskapital von
1 460 346,14 Mark an. Die Sicherheitsreſerve beträgt
22000 Mark. Im verfloſſenen Jahre ſind 7 Perſonen
ge=
ſtorben. Das ausbezahlte Sterbegeld betrug 5500 Mark.
Die Gewinnreſerve beläuft ſich auf 50 497,69 Mark.
Ober=
rechnungsreviſor Seeber=Darmſtadt hatte die
Jahresrech=
nung geprüft. Die Geſamteinnahme betrug 123 683,38,
die Geſamtausgabe 123 261,96 Mark, ſo daß ein
Bar=
beſtand am Jahresſchluſſe von 421,42 Mark vorhanden iſt.
Die Verſammlung erteilte dem Vorſtand und dem
Rech=
ner der Kaſſe, Hauptſtaatskaſſebuchhalter Burk=Darmſtadt,
Entlaſtung. Die Vorſtandswahl ergab die einſtimmige
Wiederwahl des ſeitherigen Vorſtandes. Die Herren Erb,
Burk und Seeber führen die Geſchäfte des Vereins. Sier
erhielten bisher für ihre Mühewaltung eine Vergütung
von 1600, 800 und 200 Mark. Mit Rückſicht auf den guten
Stand der Kaſſe und die erhöhte Arbeitslaſt beantragte
der Vorſtand, die Vergütungen für den Sekretär auf 2000
Mark, die des Rechners auf 900, die des Reviſors auf 300
Mark für die nächſten 5 Jahre zu erhöhen. Der Antrag
wurde einſtimmig gutgeheißen. Als Ort der nächſten
Ver=
ſammlung wurde Darmſtadt beſtimmt. (Darmſt. Ztg.)
C Darmſtadt als Ausgangspunkt des Prinz Heinrich=
Fluges 1914. Nachdem die Vorarbeiten im Verein für
Luftfahrt nunmehr beendet ſind und Darmſtadt als
Aus=
gangspunkt geſichert iſt, hat ſich zur Durchführung des
Prinz Heinrich=Fluges, der ſich bekanntlich von den
frü=
heren Flügen weſentlich unterſcheiden wird, nun ein
Or=
ganiſations=Ausſchuß gebildet. Zum
Vor=
ſitzenden dieſes Ausſchuſſes wurde Herr Baron v.
Oetin=
ger, zu deſſen Stellvertreter Herr Direktor Baier
ge=
wählt. Zur Erledigung der Geſchäfte, zur
Auskunftsertei=
lung uſw. hat der Ausſchuß eine Geſchäftsſtelle im
Bahnhofshotel errichtet, die unter Nr. 2408 an das
Fernſprechnetz angeſchloſſen wurde.
Schulfahrt an die Waſſerkante. Der Heſſiſche
Landesausſchuß des Deutſchen Flottenvereins
veran=
ſtaltet im Juni eine von der Schulabteilung des Großh.
Miniſteriums des Innern empfohlene Fahrt nach
Lübeck-Kiel- Hamburg, zu der Lehrer und
Schüler höherer Lehranſtalten ſich durch Vermittelung
ihrer Schulleitungen noch bis Ende April anmelden
können. Programme haben die Schulen erhalten,
Reiſe=
leitung: Hauptmann a. D. Vollmar in Darmſtadt,
Heinrichſtraße.
— Poſtformulare. Die Zahlkartenformulare für
Einzahlungen im Poſtſcheckverkehr können vom 1. Juli ab
auch von der Privatinduſtrie hergeſtellt werden. Den
Druckereien wird jedoch empfohlen, hiermit vorläufig
noch nicht zu beginnen, da eine Aenderung des jetzigen
Formulars bevorſteht. Auch die braunen
Nachnahme=
karten und Nachnahme=Poſtpaketadreſſen mit anhängender
Poſtanweiſung oder Zahlkarte, die ſchon jetzt von der
Privatinduſtrie hergeſtellt werden dürfen, werden geändert
werden. Von der Herſtellung oder Beſchaffung größerer
Vorräte an ſolchen Formularen iſt daher zweckmäßig
ab=
zuſehen. Die Poſtverwaltung wird demnächſt
Muſter=
formulare herausgeben, die alsdann von den
Poſtſcheck=
ämtern und Poſtanſtalten bezogen werden können.
* Stenographie. Man ſchreibt uns: Der
Gabels=
berger Stenographenverein (gegr. 1861, Schirmherr Se.
Königl. Hoheit der Großherzog) hat eine Anzahl
Ge=
ſchäftsſtenographen herangebildet, die in der Lage ſind,
den weitgehendſten Anſprüchen auf ſtenographiſchem
Ge=
biete zu entſprechen. Um ſich auf dieſer Höhe zu
erhal=
ten, darf der Verein nicht im ſtolzen Gefühl ſeiner
ſeit=
herigen Erfolge ausruhen. Deshalb wird der Verein von
1861 am 20. April 1914, abends 8½ Uhr, in ſeinem
Haupt=
unterrichtslokal im Schulhaus am Ballonplatz (Parterre)
wieder einen gut geleiteten Anfängerkurſuseröffnen.
Leiter iſt Herr Stud. Bleſſing, der ſchon vor längerer Zeit
die Geſchäftsſtenographenprüfung mit beſtem Erfolg
ab=
gelegt hat. Im Damenverein finden ebenfalls am 20.
April 1914 Mittags= und Abendkürſe für Anfänger ſtatt.
Leiterin iſt Frl. Klara Eppert, Karlſtraße 36.
Orphenm. Nach einer kurzen durch die Karwoche
bedingten Unterbrechung der Vorſtellungen beginnt am
13. April (Oſtermontag) ein intereſſantes Gaſtſpiel:
Pariſiana=Kammerſpiele und Künſtler=
Cabaret”, das unter der Leitung des Münchener
Schriftſtellers und ehem. Regiſſeurs des Kgl. Theaters
am Gärtnerplatz, Richard Manz, ſteht. Das Enſemble
Frühling an der Bergſtraße.
Von Inge Karſten.
Frühling läßt ſein blaues Band wieder flattern
durch die Lüſte. Wer dieſen grandioſen Auftakt des
Jahres nicht in ſeinen tiefſten Tiefen miterlebt, für den iſt
der Frühling nicht gekommen, für den iſt das Leben ein
Jammerlal und er verdient es nicht beſſer.
Ein wunderbarer Troſt liegt darin, daß auch die
dun=
kelſten Mächte der Erde der goldenen Ueberlegenheit des
Lichtes weichen müſſen.
Frühlingskräfte ſind unbeſiegbar, Frühlingsgewalten
laſſen ſich nicht bändigen.
Soll ich dir ein Märchen erzählen vom Frühling? Und
wenn ich dir ſagte, daß es kein Märchen iſt, ſondern
blühende wonnevolle Wirklichkeit, dies Märchen vom
Frühling an der Bergſtraße, und daß auch dir es zur
Wirk=
lichkeit werden kann, wenn das Leben es gut mit dir meint
und dich dieſe Straße führt?
Komm, ſetze dich im Geiſte zu mir auf den Mauerrand,
der die Ruine der Burg Windeck umzieht und laß uns
zu=
ſammen das Märchen vom Frühling erleben; gib mir
deine Hand, daß du es ſelig fühlſt, daß es ſich wirklich
begibt.
Verloren ſchweift der Blick über das ahnungsvolle
Land. Zu unſern Füßen träumt Weinheim, ſagen= und
poeſieumfloſſen, und die munteren Waſſer der Weſchnitz
plaudern fröhlich von vergangenen Zeiten, als noch die
Ritter auf den Burgen hauſten, die jetzt epheuumſponnen
als Ruinen von den Bergen grüßen.
Die Welt ſteht im Karfreitagszauber. Oſtern naht,
das große Auferſtehungsfeſt. Dann werden die Berge
und Täler ein einziges Blütenmeer ſein. Birnbäume und
Kirchbäume werden ſchneeige Kronen tragen und
Oſter=
glocken werden von Halde zu Halde ſchwingen.
Doch warum ſpreche ich von dem, was kommen will?
Iſt es doch ſchwer genug, das Glück der Gegenwart zu
er=
tragen, dieſe köſtliche Zeit von ahnungsvoll
Aufjauchenzen=
dem, von lenzesfrohem Durcheinander, von etwas
unver=
antwortlich Seligem.
Tauſend Augen, tauſend Sinne wünſche ich mir, um
all das Unſagbare, Herrliche zu faſſen. Dort ein
ſchäumen=
der Mandelbaum, der mit dem goldgelben japaniſchen
Ginſter Zwieſprache hält. Das iſt ein Flüſtern und
Wiſpern in den Zweigen, daß der Weißdorn aus ſeinem
Knoſpenſchlaf erwachen und die Pfirſichblüten es in ihrem
grünen Blätterbett nicht mehr lange aushalten werden.
Siehſt du das junge Grün die Berge heraufklettern und
fühlſt du die warmen Winde über die Höhen wehen, die
überall hin die Botſchaft tragen wollen, daß der Frühling
gekommen iſt?.
Komm, laß uns durch die Abendſonne gehen, an den
feinblättrigen Sträuchern vorüber, hinunter ins
Städtchen, durch alte winklige verträumte Gaſſen,
wo der Frühling laut und leiſe bei der Arbeit iſt.
Man meint, er habe hier nicht viel gut zu machen, was der
Winter verdorben hat; als habe die Sorge in dieſen
Mauern keinen breiten Raum. Ein ſpärlicher
Pfirſich=
baum, der ſich hilfeſuchend an altes verfallenes Gemäuer
lehnt, ein weißer Schlehenbuſch an einem Staket, ein
efeuumſponnener Erker und in dieſe Verträumtheit
hinein das Grün der ſanft geſchwungenen Hügelketten,
das iſt ſo wunderſam friedlich und beruhigend, daß män
nur immer weiter gehen möchte in dieſem ſchönen ſtillen
Glück.
Bin ich wohl noch derſelbe Menſch, der vor Stunden
ſorgenbeladen in dieſen Mauern einzog? Sorgen? Wo
ſind ſie? Der Frühlingswind hat ſie auf ſeine ſchnellen
Flügel genommen und fortgetragen über Tal und Höhen
und eine ſtille beglückende Wunſchloſigkeit iſt in mir
einge=
zogen. Sind es nun wirklich nur die blühenden Bäums
und knoſpenden Sträucher, daß ſolche unausſprechliche
Seligkeit in mir iſt?
Laß es dir ſagen: Der Frühlingsgedanke iſt es.
Das Alte iſt vergangen, ſiehe, es iſt alles neu geworden.
Könnte ich es nur aller Welt ſagen, welch wunderholdes
Märchen ſich jetzt im Herzen Deutſchlands, an der
Berg=
ſtraße, begibt und wie töricht jung die Seele dabei wird,
daß ſie vor Verwirrung ſich ſelber nicht mehr kennt.
Mag auch der Alltag mich wieder in Feſſeln ſchlagen,
das Eine bleibt doch, das nehme ich unverlierbar mit
mir: Eine ſtumme tiefe Seligkeit!
Und würde man mich fragen, was mich ſo ſtill und
froh verſonnen macht, ich wüßte nichts zu ſagen. Vielleicht
würde ich ihm nur den Blütenzweig in meiner Hand
geben.
Nun wird bald alles ein einziges leuchtendes
Blüten=
meer ſein. Die weißen Blütenkronen werden ſich mir zum
Tempel formen und der Wunder Größies Erhabenſtes
werde ich erleben, für das es keine Worte gibt.
Ich weiß es, die Welt iſt überall ſchön im
Frühlings=
ſchmuck und doch werde ich ein ewiges Heimweh haben
nach den ſtillen Träumen, die ich auf den ſchimmernden
Höhen der Bergſtraße träumte, nach den ſchönen heiligen
Gedanken, die ich von der Burg Windeck ins Tal
hinunter=
ſchickte, wo ſie die fröhlichen Waſſer der Weſchnitz
weiter=
tragen in die blühende, ſonnendurchglühte Unendlichkeit.
Wer ein krankes Herz hat, der trage es hinein in den
Frühling, der über die Bergſtraße brauſt; der laſſe ſeine
Blicke über die ſonnigen Rebengelände ſchweifen und übee
die trotzigen Steinmauern der Windeck und Wachenburg
und er wird in ſeinem Herzen den Frühling erleben zu.d
ein Auferſtehungsfeſt feiern.
Mummer 97.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 7. April 1914.
Seite 3.
bhält eine Reihe hervorragender Namen aus dem
ßbiete der Kleinkunſt und wird uns die neueſten
Priſiana=Schlager der letzten Winterſaiſon in möglichſt
Aendeter Darſtellung und Inſzenierung vorführen.
Darmſtädter Schulen.
* Das Ludwig=Georgs=Gymnaſium hatte
habgelaufenen Schuljahre einen Schülerbeſtand von 403;
Laufe des Schuljahres ſind eingetreten 21, ausgetre=
33, dem Glaubensbekenntnis nach waren 345
evange=
ch. 48 katholiſch, 8 iſraelitiſch, anderen Konfeſſionen
ge=
hren an 2. Nach dem Wohnſitz der Eltern ſind aus
Armſtadt 364, aus anderen heſſiſchen Orten 35, aus
nicht=
ſhſiſchen Orten 4. Die Reifeprüfung am 8. März 1913
be=
ſſinden 18 Schüler, am 15. September 1913 3 Schüler, am
Februar 1914 17 Schüler, am 6. März 1914 1 Schüler
i0d am 14. März 11 Schüler. Der Lehrkörper der Schule
ſſtzt ſich zuſammen aus dem Direktor, 15 Oberlehrern und
weiteren Lehrkräften. Der Unterricht im neuen
Schul=
ihre beginnt am 21. April.
Das Großh. Neue Gymnaſium wurde nach
hr Statiſtik vom 15. Mai 1913 von insgeſamt 201
Schü=
n (darunter 2 Mädchen) beſucht. Nach dem
Glaubens=
hkenntnis waren 177 evangeliſch, 18 katholiſch, 6
iſrae=
ſiſch. Aus Darmſtadt gebürtig waren 105, aus anderen
hſſiſchen Orten 93, aus nichtheſſiſchen Orten 3. Der
Un=
kricht wird von 20 Lehrkräften (dem Direktor, 13
Ober=
hrern und 6 ſonſtigen Lehrern) erteilt. Die Zahl der
Nitglieder des pädagogiſchen Seminars im Winter
913/1914 war 8. Die Reifeprüfung am 18. Februar 1914
ſurde von 20 Schülern (darunter 1 Mädchen) beſtanden.
er Unterricht im neuen Schuljahre beginnt am 21. April.
Das Großh. Realgymnaſium wies am
b. Mai 1913 einen Schülerbeſtand von 1128 auf, darunter
4 Schülerinnen. 274 davon gehörten der Vorſchule an.
on den 1128 Schülern waren 934 evangeliſch, 121
katho=
lſch, 70 iſraelitiſch und 3 ſonſtige. 57 Prüflinge, darunter
Mädchen, konnten bei der von dem Direktor geleiteten
Naturitätsprüfung das Zeugnis der Reife erhalten. 38
Abiturienten konnten von der mündlichen Prüfung befreit
berden. An der Schule wirken neben dem Direktor, Geh.
Schulrat Münch, von den außerordentlichen Lehrern
abge=
ſhen, 46 Lehrkräfte. 18 Lehramtsreferendare waren
Mit=
ſlieder des mit der Anſtalt verbundenen pädagogiſchen
Se=
hinars. Das Realgymnaſium iſt die einzige Anſtalt, die
kit Jahren den Schülern bis zur Obertertia einſchließlich
ſie Möglichkeit gibt, die Aufgaben unter Aufſicht von
Leh=
ſern nachmittags in der Schule anzufertigen. Dieſe auf
Punſch der Eltern eingeführten Arbeitsſtunden werden
luch im nächſten Schuljahre weitergeführt. In dem
Jah=
jesbericht ſelbſt iſt die von Herrn Oberlehrer Dr. Köſer
jur Jahrhundertfeier am 17. Oktober 1913 verfaßte
Feſt=
ſichtung abgedruckt. Der Unterricht im neuen Schuljahre
jeginnt am 21. April.
Die Groß. Ludwigs=Oberrealſchule hatte
im 15. Mai 1913 einen Schülerbeſtand von 408 Schülern
darunter 2 weibliche), davon waren 312 evangeliſch, 73
ka=
holiſch. 19 iſraelitiſch, 4 ſonſtige; aus Darmſtadt gebürtig
waren 315, aus anderen heſſiſchen Orten 86, aus
nichtheſſi=
ichen Orten 7. Die Reifeprüfung haben 13 beſtanden. Das
Lehrerkollegium beſteht aus dem Direktor, 16 Oberlehrern,
Reallehrern und 3 außerordentlichen Lehrern. Die
Di=
lektion empfiehlt den Eltern, ihre Kinder nur da
Schreibhefte, Bücher und dergleichen kaufen zu laſſen, wo
lleine ſchädliche Lektüre aufliegt. Der Jahresbericht
ent=
hält eine Beilage „Schulkind und Elternhaus” von Prof.
Dr. Karl Roller. Das neue Schuljahr beginnt am 21. April.
Die Großh. Liebigs=Oberrealſchule zählte
im verfloſſenen Schuljahre 351 Schüler; davon waren
ſevangeliſch 334, katholiſch 12, iſraelitiſch 5, aus Darmſtadt
lgebürtig 261, aus anderen heſſiſchen Orten 88, aus
nicht=
heſſiſchen Orten 2. Die Reifeprüfung beſtanden 12 Schü=
Aer. Das Lehrerkollegium ſetzt ſich zuſammen aus dem
Direktor, 15 Oberlehrern und 8 ſonſtigen Lehrkräften. Die
Zahl der Mitglieder des pädagogiſchen Seminars war 10.
In die Liebigs=Oberrealſchule werden Söhne von
Fa=
milien aufgenommen, die nördlich der Rheinſtraße,
Alex=
ſanderſtraße und Dieburger Straße wohnen, ſowie
die=
jenigen Auswärtigen, die am Hauptbahnhof ankommen.
Das neue Schuljahr beginnt am 21. April. Der
Jahres=
bericht enthält eine Beilage von Profeſſor Ludwig Balſer,
Lehrplan für geometriſches Zeichnen und darſtellende
Geo=
metrie in der Oberrealſchule.
Die Eleonorenſchule (Höhere Mädchenſchule
mit Frauenſchule) verzeichnete am 15. Mai 1913 einen
Be=
ſtand von 399 Schülerinnen; davon waren evangeliſch 319,
katholiſch 16, iſraelitiſch 63, ſonſtige 1; aus Darmſtadt
ge=
bürtig 339, aus anderen heſſiſchen Orten 56, aus
nicht=
heſſiſchen Orten 4. Das Lehrerkollegium ſetzte ſich
zuſam=
men aus 25 männlichen und weiblichen Lehrkräften
einſchließlich des Direktors. Das neue Schuljahr beginnt
am 20. April. — Das Großh. Seminar für
Volksſchullehrerinnen beſuchten im Schuljahr
1913/1914 insgeſamt 109 Schülerinnen, und zwar 64
evan=
geliſche und 45 katholiſche. Die Entlaſſungsprüfung be=
ſtanden 35 Schülerinnen, darunter 13 Externe. Der
Unter=
richt wurde von dem Direktor, 7 Lehrern und 9
Lehrerin=
nen erteilt. Das neue Schuljahr beginnt am 22. April.
Die Kaufmänniſche Fortbildungsſchule
der Großh. Handelskammer Darmſtadt
be=
gann das Schuljahr 1913/1914 am 31. März. Die
Schüler=
zahl betrug an dieſem Tag 269. Aus dem vorigen
Schul=
jahr waren 163 Schüler verblieben, zu denen 106 neu
ein=
getretene hinzukamen. Im Laufe des Schuljahres wurden
noch weitere 12 Schüler aufgenommen. Vermindert hat
ſich die Schülerzahl während des Jahres um 22 Schüler,
die teils ausgewieſen werden mußten und teils entlaſſen
wurden. Entlaſſen wurden am Ende des Schuljahres
72 Schüler aus den Klaſſen la, lb und le. Das
Lebens=
alter der Schüler betrug mit wenigen Ausnahmen 14 bis
17 Jahre. Im Alter von 14 Jahren ſtanden 37 Prozent
von 15 Jahren 16 Prozent, von 16 Jahren 37 Prozent,
von 17 Jahren 9 Prozent. 18 und mehr Jahre alt waren
1 Prozent. Ihre Vorbildung hatten erhalten: in
Volks=
ſchulen 49 Prozent, in Mittelſchulen 42 Prozent, in
Pri=
vatſchulen 2 Prozent, in höheren Schulen 7 Prozent. Nach
Geſchäftsbranchen verteilten ſich die Schüler mit 17
Pro=
zent auf Fabriken, mit 20 Prozent auf Großhandlungen,
mit 1 Prozent auf Banken, mit 4 Prozent auf
Großge=
werbebetriebe, mit 43 Prozent auf Detailgeſchäfte, mit 7
Prozent auf kaufmänniſche Bureaus und 8 Prozent auf
ſonſtige Bureaus. Der Lehrkörper beſteht aus dem
diri=
gierenden Lehrer und 11 weiteren Lehrkräften. Das neue
Schuljahr beginnt am 20. April.
Die Großh. Landwirtſchaftliche
Winter=
ſchule zu Darmſtadt eröffnete den 48. Lehrgang am
Montag, den 3. November. Die Geſamtſchülerzahl betrug
72. Hiervon entfallen 33 auf die „Obere” und 39 auf die
„Untere Abteilung” 8 Schüler hatten die Berechtigung
zum Einjährig=Freiwilligen. Der Lehrkörper ſetzt ſich
zuſammen aus 10 Lehrern. Der landwirtſchaftliche
Unter=
richt für Soldaten wurde fortgeſetzt. Es nahmen 170
Mann daran teil Der Beſuch war allerdings häufig
lückenhaft und überſtieg ſelten die Zahl 120, wohl infolge
anderweitiger dienſtlicher Inanſpruchnahme der
Mann=
ſchaften. Der 49. Lehrgang beginnt am Montag, den 2.
No=
vember.
Feier des 25jährigen Beſtehens der
hauswirt=
ſchaftlichen Fortbildungsſchule.
St. Darmſtadt, 6. April.
Im mit Fahnen und grünenden Pflanzen ſinnig
ge=
ſchmückten Turnſaal des Schulhauſes in der
Rundeturm=
ſtraße beging die hauswirtſch. Fortbildungsſchule heute bei
zahlreicher Beteiligung die Feier ihres 25jährigen Beſtehens
Die Herren Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing,
Kreis=
ſchulinſpektor Kiſſinger, mehrere Stadtverordnete, der
Lehrkörper der Schule, viele ehemalige und die
gegen=
wärtigen Schülerinnen wohnten der Feier bei. Der unter
Leitung des Herrn Hauptlehrers Schäfer hübſch
vorge=
tragene Chor „Mit dem Herrn fang alles an” leitete die
Feſtordnung ein. Herr
Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing
hielt darauf eine herzliche Glückwunſchanſprache, in der
er etwa folgendes ausführte: Im Namen des Vorſtandes
und der Verwaltung entbiete ich Ihnen allen ein herzliches
Willkomm und danke herzlich für das zahlreiche Erſcheinen.
Die Feier unſerer Schule iſt von beſonderer Bedeutung,
wenn man zurückblickt in die Vergangenheit und erwägt,
wie aus durchaus beſcheidenen Anfängen heraus unſere
Schule ſich entwickelt hat. Die hauswirtſchaftliche
Fort=
bildungsſchule wurde 1889 gegründet. Veranlaſſung zur
Gründung war ein Vortrag, den mein Amtsvorgänger.
Herr Oberbürgermeiſter Ohly, 1888 auf der Tagung eines
Vereins für Volkswohlfahrt in Karlsruhe hielt. Herr
Ohly ſagte dort: „Die haushälteriſche Untüchtigkeit der
Hausfrau äußert zwar auch in den Familien der
bemittel=
ten Klaſſen ihre ſchädlichen und peinlichen Wirkungen,
kann jedoch bei der Möglichkeit, mangelnde eigene
Tüchtig=
keit der Frau durch bezahlte Hilfe zu ergänzen, in der
Re=
gel nicht ſo ſehr ſchädigend auf das Familienwohl
wir=
ken und in ihren Folgen nicht ſo gemeingefährlich
wer=
den, wie in den Familien der weniger bemittelten
Volks=
klaſſen.‟ Er verlangte deshalb für die ſchulentlaſſenen
Töchter dieſer Volksklaſſen die Einrichtung von
hauswirt=
ſchaftlichen Schulen. Herr Ohly war ein Mann der Tat.
Er ſagte in Karlsruhe: „Man muß nur wollen und
ent=
ſchieden ans Werk gehen. Der Erfolg wird nicht
aus=
bleiben und die Arbeit reichlich lohnen.‟ Er rief die
Schule alsbald ins Leben. Die Berechtigung ſeiner Worte
ſehen wir heute. Mit 25 Schülerinnen eröffnete Herr
Oberlehrer Pfaff im Jahre 1889 die Anſtalt. Heute, im
Jubiläumsjahre, iſt die Beſuchsziffer auf 581 geſtiegen.
4 Lehrperſonen waren außer dem Schulleiter 1889 an der
Schule im Nebenamt tätig. — heute zählt das
Lehrer=
kollegium der Anſtalt insgeſamt 23 Lehrperſonen. Von
ihnen ſind 10 im Hauptamt an der Schule verwendet. Die
Geſamtzahl der wöchentlichen Unterrichtsſtunden betrug
1889 — 16, heute werden in den drei Abteilungen der
Schule zuſammen wöchentlich 293 Unterrichtsſtunden
er=
teilt. Zur Bewältigung dieſer Arbeit ſind 32 Klaſſen und
Kurſe eingerichtet. Aber auch die Koſten ſind
dement=
ſprechend gewachſen. 200 Mark ſtädtiſcher Zuſchuß waren
im erſten Jahre nötig, 18 430 Mark im Jahre 1913. Wenn
dieſe Summen nicht im ähnlichen Verhältnis ſtehen wie
die Zahl der Schülerinnen im 1. und im 25. Jahre, ſo
kommt das daher, daß im erſten Jahre, ja, eine Reihe
von Jahren, von einer den Leiſtungen entſprechenden
Ver=
gütung an die Lehrperſonen nichr geredet werden kann.
Ganz beſonderer Dank gebührt den Lehrerinnen und
Leh=
rern, die in den erſten Jahren unter ungünſtigen
Verhält=
niſſen an der Schule arbeiteten. Zu ihnen gehören auch
2 Damen, die heute das Jubelfeſt der aktiven Lehrerinnen
mitfeiern, das ſind Fräulein Claus und Fräulein
Engau. Sie haben ſich jederzeit durch Eifer und
Pflicht=
treue ausgezeichnet, ebenſo auch Frau Wiegand, die
nun 23 Jahre an der Schule wirkt. Die übrigen
Lehrper=
ſonen, welche in den erſten Jahren an der Anſtalt tätig
waren, ſind entweder bereits verſtorben, ſo der Gründer
der Schule, Herr Kreisſchulinſpektor Pfaff und Herr
Leh=
rer Eißfelder, oder ſie haben einen anderen
Wirkungs=
kreis gefunden, wie der zweite Leiter der Schule, Herr
Kreisſchulinſpektor Schmeel in Worms, Fräulein Ritſert
und Fräulein Lerch, oder ſie haben, als ſich ihre
Berufs=
pflichten am Hauptamte mehrten, die nebenamtliche
Tätig=
keit an der Schule aufgegeben. Ein neuer Stamm von
Lehrerinnen und Lehrern hat ſich den beiden Jubilarinnen
zugeſellt, der beſtrebt iſt, im Geiſte des Gründers der
An=
ſtalt und der früheren Lehrerinnen und Lehrer zu arbeiten
am Wohle unſerer Jugend. Die Verwaltung iſt dem
Lehr=
körper zu beſonderem Danke verpflichtet und ſie entledigt
ſich gern dieſer Pflicht mit dem Ausdruck der Hoffnung,
daß die Schule auch weiterhin wachſen, blühen und
ge=
deihen möge zum Wohle unſerer heranwachſenden
Ju=
gend, unſerer Stadt und unſeres Vaterlandes.
Hierauf ergriff das Wort der Leiter der Schule, Herr
Hauptlehrer Schäfer,
zu einer längeren Feſtanſprache. Er führte u. a.
aus: Ueberall in unſerem deutſchen Vaterlande hat in
den letzten Jahren machtvoll eine Bewegung eingeſetzt,
welche die Fürſorge für die deutſche Jugend auf ihre
Fahne geſchrieben hat. Die Urſache dazu war die
Er=
kenntnis, die ſich in immer weiteren Kreiſen Bahn
ge=
brochen hat, daß die bürgerliche Geſellſchaft nicht mehr
ruhig die Hände in den Schoß legen und zuwarten
darf, in welcher Weiſe ſich die heranwachſende Jugend
körperlich und geiſtig entwickelt, von wem ſie beeinflußt,
geleitet und geführt wird. Gewiß haben einſichtige
Män=
ner und Frauen ſchon vor langen Jahren auf die dringende
Notwendigkeit einer planmäßigen Fürſorgearbeit
hinge=
wieſen und dieſelbe vorbereitet, aber die Erwerbung der
allgemeinen Erkenntnis ihrer Wichtigkeit blieb im
weſent=
lichen doch der neueſten Zeit vorbehalten. Daß es
not=
wendig iſt, auch den ſchulentlaſſenen Mädchen noch
beſon=
dere Fürſorge angedeihen zu laſſen, das wird heute im
Ernſte kaum mehr jemand beſtreiten. Hat doch ſchon das
Schulgeſetz von 1874, das uns die
Knabenpflichtfortbil=
dungsſchule für Heſſen brachte, auch die heranwachſende
weibliche Jugend nicht ganz vergeſſen, indem in § 16 auch
Mädchenfortbildungsſchulen vorgeſehen wurden, leider
al=
lerdings ohne Beſuchszwang. In welcher Weiſe ſind
aber die Knabenfortbildungsſchulen ſeit dieſer Zeit
aus=
gebaut und nach den Anforderungen des praktiſchen
Le=
bens umgeſtaltet und eingerichtet worden! Und wie ſteht
es noch heute um die ſchulentlaſſenen Mädchen? In
frü=
herer Zeit trat die heranwachſende weibliche Jugend in
die Fußſtapfen der Hausfrau und Mutter. Hausarbeit,
Küchenarbeit und Kindererziehung, das waren die
Tätig=
keiten, die nach dem altbewährten Muſter der Voreltern
von dem heranwachſenden weiblichen Geſchlechte erlernt
und verlangt wurden. Nach erfolgter Konfirmation trat
das Mädchen erſt recht in den Dienſt der Hauswirtſchaft,
ſo daß dann in der Regel eine ſpäter nachfolgende
Ehe=
ſchließung eine den jeweiligen familiären Verhältniſſen
ent=
ſprechende fertige Führerin des Haushaltes vorfand. Wie
ſieht es aber heute aus? Viele Mädchen verlaſſen nach
be=
endigter Schulzeit das Elternhaus und gehen in Stellung.
Sie alle ſind dem erziehlichen Einfluß des Elternhauſes
(wenn es überhaupt noch einen ſolchen auszuüben
ver=
mochte) faſt vollſtändig entrückt. Aehnlich liegt es auch bei
allen den Mädchen, die in Fabriken eintreten, Ladnerin
oder dergleichen werden. Nach ſtatiſtiſchen Angaben
ver=
heirateten ſich 90 Prozent der Mädchen aus den unterſten
Ständen, müſſen alſo ſpäter einen eigenen Hausſtand
füh=
ren. Aber nur zu bald wird in vielen Fällen der
neuge=
gründete Hausſtand ein Spiegelbild der Unfähigkeit der=
Hausfrau ſein. Die Familie iſt aber die Grundlage der
geſellſchaftlichen und ſtaatlichen Ordnung. Unſere
Vater=
ſtadt darf für ſich den Ruhm in Anſpruch nehmen, daß ſie
zu den Städten gehört, die ſchon vor mehr als vierzig
Jahren erkannt haben, daß für die ſchulentlaſſenen
Mäd=
chen der minderbemittelten Stände etwas getan werden
muß. Schon in den 70er Jahren wurde hier eine Fort=
Feuilleton.
** Die Tragödie auf der Eisſcholle. An die
erſchüt=
ternden Nachrichten über die Tragödie der Robbenfänger
von Neufundland und dem Untergang von zwei großen
Fangſchiffen knüpft der bekannte Labrador=Forſcher Dr
Wilfred Grenfell an, um aus ſeinen perſönlichen
Erfah=
rungen ein Bild von der Entwickelung der Kataſtrophe
ud der Häufigleit ähnlicher Unglücksfälle zu geben. „Um
die Robben zu fangen,” ſo führt Grenfell im Daily
Chro=
nicle aus, „bahnen ſich die Schiffe vor St. Johns einen
Weg durch die Eisfluten, die von der Strömung
nord=
wärts getrieben werden, aus Labrador kommen und oft
eine Breite von 200 engliſchen Meilen erreichen. Die
jungen Robben werden auf dem Eiſe Anfang März
ge=
boren. Die Schiffe arbeiten ſich an die Nähe der
Robben=
felder heran, alsbald werden dann die Mannſchaften
aus=
geſetzt), um die Robben zu erſchlagen und zum Schiff zu
bringen. Nun kommt es oft vor, daß das Schiff nicht bis
in die Nähe der Robben vordringen kann; die Männer
ſind dann genötigt, über die Eisſchollen zu klettern, um
ihre Beute zu erreichen. Bei plötzlichen Veränderungen
der Windrichtung bricht das Eis und die Schollen treiben
fort. Die Folge iſt, daß die Jäger auf kleineren oder
größeren Eisſchollen in alle Himmelsrichtungen über das
Meer verſtreut werden, und viele Stunden mögen
ver=
gehen, ehe es gelingt, alle Verſchlagenen wieder
aufzu=
finden und an Bord zu nehmen. Vor einigen Jahren
ſetzte der Dampfer „Greenland” über 100 Mann auf das
Eis, und 48 der Robbentöter erfroren, weil plötzlich ein
Schneeſturm losbrach, das ganze Eisfeld in Bewegung
brachte und es den Fiſchern nicht möglich war. zum
Dampfer zurückzufinden. Ich halte nach meinen
Erfah=
rungen den Robbenfang für einen der gefahrvollſten
Be=
rufe, da die Eisſchollen bei heftigem Winde und Sturm
oft mit einer Geſchwindigkeit von 10—15 Kilometer in der
Stunde fortgetrieben werden, ſo daß ein Mann in kurzer
Zeit leicht auf eine Entfernung von 40 Kilometer von
ſeinem Schiffe verſchlagen werden kann. Eine weitere
Quelle der Gefahr iſt es daß die Dampfer einzeln jagen
was aus dem Wunſche der Fiſcher ſich erklärt, ein gutes
Robbenfeld möglichſt allein auszubeuten. Wenn dann
dem Schiffe ein Unglück zuſtößt, ſind die Jäger von jeder
Rettungsmöglichlleit abgeſchnitlen, und in den meiſten
Fällen kommt die Hilfe dann zu ſpät. Des öfteren
er=
eignet es ſich auch, daß im Treibeis liegende Schiffe vom
Sturme landeinwärts getrieben und dann an der Küſte
vernichtet werden. Schon manche Schiffe ſind auf dieſe
Weiſe untergegangen. Die Robbenfänger ſind ein hartes
und rauhes Geſchlecht, die Furcht nicht kennen; oft jagen
ſie bis ſpät in die Nacht hinein auf Eisſchollen; ich war
ſelbſt Mitglied einer Jagdpartie, die dann vom Schiffe
abgeſchnitten war und erſt nach Stunden geborgen
wer=
den konnte. Es war ein ſchlechter Tag geweſen, viele
Eisbrüche waren vorgekommen, und wir hatten nur
einige 20 Robben erlegt. Die Nacht überraſchte uns, es
war bitter kalt; um uns warm zu halten, ſprangen wir
auf unſerer Eisſcholle wie die Laubfröſche umher. Um
dem Schiff ein Zeichen zu geben, in welcher Richtung wir
zu ſuchen waren machten wir ſchließlich aus Tauen und
Robbenfett ein Feuer und wurden endlich auch aus
un=
ſerer höchſt ungemütlichen Lage befreit.
Der Robbenfang dauert gewöhnlich von März bis
Mai. Daß Schiffe untergehen, kommt, wie geſagt, öfters
vor, in einer Saiſon gingen einmal drei Schiffe unter.
Jedes dieſer Fahrzeuge hatte eine Beſatzung von 200
Mann, und alle konnten gerettet werden. In der Tat iſt
es erſtaunlich wie wenig Menſchenleben der Robbenfang
im allgemeinen fordert. Alles in allem arbeiten wohl
rund 2000 Menſchen in dieſem gefährlichen Berufe, und
wenn die Männer für die ganze Saiſon nur 50 Dollars
bekommen, ſind ſie zufrieden. Es kann ihnen auch
wider=
fahren, daß ſie überhaupt nichts erlangen. In beſonderen
Glücksfällen mag ihr Verdienſt 150 Dollars erreichen, doch
dann muß das Schiff 40000 Robben erbeuten. Die höchſte
Jagdbeute eines Schiffes, deren ich mich erinnere, waren
43000 Robben. Für die ganze Flotte iſt eine Beute von
300000 Robben eine gute Strecke, eine halbe Million gilt
als eine ausgezeichnete Ernte der Robbenfängerſaiſon.”
— Das Fliegen als Univerſitätsfach. Aus Neu=York
wird berichtet: Die amerikaniſche Yale=Univerſität hat nun
das Fliegen und die Luftſchiffahrt als offizielles
Studien=
fach in ihren Lehrplan aufgenommen: in der Sheffield
Scientific School der Yale=Univerſität werden unter der
Oberleitung von Profeſſor Breckenridge fortan regelmäßig
Vorleſungen und Uebungen in der Konſtruktion und im
Bau, ſowie in der Behandlung von Flugmaſchinen und
Luftfahrzeugen abgehalten werden. Mit der gewaltigen
Entwickelung der Flugzeuginduſtrie in Amerika iſt der
Bedarf an Ingenieuren und Technikern, die ſich ſpeziell
mit den Problemen der Luftſchiffahrt beſchäftigt haben,
außerordentlich geſtiegen. Der Flugzeugbeſtand der Welt
wird auf rund 10000 geſchätzt, der Geſamtwert aller heute
vorhandenen Luftſchiffe und Flugmaſchinen auf nahezu
400 Millionen, und bei dem Wachſen dieſer Induſtrie
wird die Nachfrage nach Ingenieuren, die die Flugkunſt
zu ihrem Spezialſtudium machten, von Tag zu Tag größer.
C.K. Theaterſtücke in Fortſetzungen. Aus London wird
berichtet: Ein originelles neues Experiment wird vom 20.
April an das Coliſeum=Theater unternehmen. Die
Direk=
tion hat Arthur Bourchier und Miß Violet Vanbrugh
verpflichtet, um mit ihnen ein Theaterſtück in Fortſetzungen
zu geben. Der erſte Verſuch wird mit dem vieraktigen
Stück „Finde die Frau” unternommen. In der erſten
Woche wird allabendlich der erſte Akt gegeben, in der
zweiten der zweite uſw. Beſuchge der ſpäteren Akte, die
die vorhergehenden vielleicht nicht geſehen haben, werden
durch eine Schilderung der Handlung im Programmbuche
in die dramatiſchen Vorausſetzungen des Stückes
einge=
führt, ſo daß ſie „im Bilde” ſind.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 7. April 1914.
Numner 9
bildungsſchule für konfirmierte Mädchen gegründet.
Un=
ter den Unterrichtsfächern ſtanden Handarbeiten obenan.
Dann wurde noch Rechnen und Deutſch erteilt. Wenn nun
auch die erſte Darmſtädter Mädchenfortbildungsſchule nur
wenige Jahre beſtand, die Erkenntnis der Wichtigkeit
einer derartigen Schule lebte weiter. Sie fand einen
überzeugten Vertreter in dem verſtorbenen
Oberbürger=
meiſter Ohly.
Redner warf dann einen Rückblick auf die
Entwicke=
lung der Schule, auf die Tätigkeit ihrer früheren Leiter
und Lehrer, erwähnte dankend die Errichtung der
Zweig=
abteilungen in Beſſungen und in der Lagerhausſtraße uſw.
Er fuhr dann fort: Wenn in dem Geſagten der
bedeu=
tende Aufſchwung, den die Anſtalt in den letzten Jahren
genommen hat, auf die leichtere Gelegenheit zum Beſuch
der Schule zurückgeführt wurde, ſo muß das hier eine
kleine Einſchränkung erfahren. Mögen noch ſo viele
Zweig=
abteilungen einer ſolchen Anſtalt errichtet werden, wenn
der richtige Geiſt nicht in ihr herrſcht, wird ſie nicht
voran=
kommen. Es muß daher an dieſer Stelle beſonders
her=
vorgehoben werden, daß die Lehrerinnen und Lehrer der
hauswirtſchaftlichen Fortbildungsſchule ihr gutes Teil zu
dem Wachſen und Blühen der Anſtalt beigetragen haben
durch den Eifer und die Pflichttreue, mit denen ſie an der
Schule wirken. Ihnen, meine verehrten Kolleginnen und
Kollegen, muß ich darum heute herzlich danken für die
Be=
rufstreue, die Sie immer gezeigt haben. — 25 Jahre beſteht
die hauswirtſchaftliche Fortbildungsſchule und 25 Jahre
wirken meine beiden Kolleginnen, Fräulein Claus und
Fräulein Engau, an der Anſtalt. Sie gehören zu den
Mitgründerinnen, haben ſie doch in den erſten Jahren
in uneigennützigſter Weiſe ihre Kräfte der Schule, ich darf
ſagen, unentgeltlich zur Verfügung geſtellt. Denn die
kleine Anerkennung, die ihrer Arbeit nach Schluß des
erſten Jahres in Münze wurde, kann man als
Ver=
gütung nicht betrachten, ſollte auch nach den
Ak=
ten als ſolche nicht angeſehen werden. Beide Lehrerinnen
ſind hauptamtlich als Handarbeitslehrerinnen an der
Mäd=
chenſchule I tätig. Welche Summe von Arbeitsfreudigkeit
zeigte ſich aber darin, daß die Damen 25 Jahre lang nach
Schluß ihrer Tätigkeit an der Volksſchule noch an drei
Wochentagen von 4, beziehungsweiſe 3—7 Uhr abends, in
einer oft überfüllten Klaſſe der hauswirtſchaftlichen
Fort=
bildungsſchule die Mädchen im Hand= und Maſchinennähen
unterwieſen und die ſchönen Reſultate erzielten, wie wir ſie
nachher in den Ausſtellungsſälen auch in dieſem Jahre
wieder bewundern dürfen! Hunderte ehemaliger
Schüle=
rinnen, die heute vielleicht ſchon lange Jahre einen
eige=
nen Hausſtand führen, werden dankbar ihrer Lehrerinnen
gedenken, die ſie angeleitet haben, Wäſche und
Kleidungs=
ſtücke richtig in Ordnung zu halten und dadurch manche
Mark im Haushalte zu erſparen. Möge es unſeren
bei=
den Jubilarinnen vergönnt ſein, noch recht lange in
Rüſtig=
keit und Friſche weiterzuwirken zum Wohle unſerer
Ju=
gend! — Herzlichen Dank möchte ich aber auch den
Mit=
gliedern des Lehrerkollegiums, die ihre freie Zeit
teilweiſe geopfert haben, um zu helfen bei den
regel=
mäßigen Wanderungen, zu denen wir alljährlich unſere
Mädchen hinausführen in die engere oder weitere Heimat,
um ihren Geſichtskreis zu erweitern, ihnen die Schönheiten
der Heimat zu zeigen und ihren Körper zu ſtärken und zu
kräftigen. Danken möchte ich auch dem Herrn Sanitätsrat
Dr. Noellner, der nun ſchon ſechs Jahre im Auftrag
der Zentrale der Mutter= und Säuglingsfürſorge den
Teil=
nehmerinnen unſerer Abendkurſe alljährlich vier Vorträge
über wichtige Gebiete aus der Volksgeſundheitspflege
hält. Daß die hauswirtſchaftliche Fortbildungsſchule mit
allen ihren Einrichtungen ſich des Vertrauens der Eltern
erfreut, das beweiſt die rege Benutzung aller ihrer
Ein=
richtungen, das beweiſt vor allem das ſtändige Anwachſen
der Zahl der Schülerinnen, die im Jubeljahre auf 581
ge=
ſtiegen iſt.
Dankbar ſei es hier anerkannt, daß die
Stadtver=
waltung ſeither keine Mittel geſcheut hat, die Schule
auszubauen und es ihr ſo zu ermöglichen, die Aufgaben,
die ihr geſtellt ſind, zu erfüllen. Dankbar ſei hier auch die
Fürſorge hervorgehoben, deren ſich unſere Lehrerinnen,
die im Hauptamt an der Anſtalt tätig ſind, gerade in den
letzten Jahren zu erfreuen hatten. 4449 Frauen und
Mäd=
chen haben in den 25 Jahren, die nun die
hauswirtſchaft=
liche Fortbildungsſchule beſteht, an den Segnungen eines
geordneten Haushaltungsunterrichts teilgenommen, davon
entfallen auf die letzten fünf Jahre 2318, gewiß eine
an=
ſehnliche Zahl. Und doch iſt die Zahl immer noch nicht
groß genug. Alle müßten kommen, denn gerade unter
de=
nen, die eben noch nicht am Fortbildungsunterricht
teil=
nehmen, ſind viele, denen es beſonders not tun würde, daß
ſie hauswirtſchaftliche Ausbildung empfangen. Hier kann
nur die Pflicht=Mädchenfortbildungsſchule helfen. Hoffen
wir, daß das in Arbeit befindliche Schulgeſetz uns die
obli=
gatoriſche Mädchenfortbildungsſchule bringen wird.
Wir aber, die wir bereits an einer
Mädchenfortbil=
dungsſchule wirken, wir wollen uns heute geloben, auch
fernerhin mit ganzer Kraft für unſere Anſtalt tätig zu ſein
und ſo an unſerem Teil dazu beitragen, daß die
Unwirt=
ſchaftlichkeit der Frauen aus den minderbemittelten
Volks=
ſchichten immer geringer werde, daß ein Geſchlecht
heran=
wächſt, das es verſteht, hauszuhalten mit dem, was es
be=
ſitzt, zum Segen für ſich ſelbſt und zur Hebung der
Volks=
wohlfahrt.
Ehrung der Jubilarinnen.
Namens des Lehrerkollegiums hielt ſodann Herr
Leh=
rer Herbſt eine herzliche Glückwunſchanſprache an die
beiden Jubilarinnen, Fräulein Claus und Fräulein
Engau, und überreichte ihnen als Angebinde je eine
ſilberne Fruchtſchale. Die Schülerinnen hatten einen
Blumenkorb geſtiftet, den Eliſabeth Ganßmann
mit einem hübſch geſprochenen Gedicht überreichte. Die
Schülerinnen bereiteten aber den beiden geliebten
Lehre=
rinnen noch eine beſondere Freude durch die Aufführung
eines reizenden Spiels, in dem ſie alle ihre
Herzens=
wünſche in ſinnigen Verſen ausſprachen. Zum Schluß
überreichte noch eine der friſchen Sprecherinnen ein Buch
nit Widmungen von ſämtlichen Schülerinnen.
Weiteren Vorträgen des Mädchenchors folgte die
Entlaſſung derSchülerinnen, die Herr Lehrer
Mathey in beſonders feierlicher und ſinniger Weiſe
vor=
nahm. In ſeine eindringliche Schlußanſprache waren
Ge=
dichte eingeflochten, die von Schülerinnen vorgetragen
wurden. — Den Beſchluß der Feier bildete ein
Rund=
gang durch die Ausſtellung. In zwei Sälen
waren die Handarbeiten der Schülerinnen, die auf den
ver=
ſchiedenſten Gebieten ganz ausgezeichnetes geleiſtet hatten,
aufsgeſtellt. Die Arbeiten — Stickereien, Wäſche und
Kleider aller Art — fanden die ungeteilte Anerkennung der
Beſucher.
Am Abend vereinigten ſich der Vorſtand, das
Lehrer=
kollegium und einige Gäſte zu einem gemeinſamen Mahle
im Saalbau. Auch dieſer Teil des Feſtes verlief aufs
ſchönſte und zeigte, welch gutes Verhältnis zwiſchen
Vor=
ſtand und Lehrerkollegium der Anſtalt herrſcht.
Für die ehemaligen Schülerinnen der
hauswixtſchaftlichen Fortbildungsſchule
fand am Sonntag eine Feier in den Räumen des
Schul=
hauſes, Rundeturmſtraße, ſtatt. Bei derſelben waren alle
Jahrgänge der früheren Schülerinnen von 1889—1913
ver=
treten. Nachdem von den jetzigen Schülerinnen ein Chor
vorgetragen worden war, begrüßte der Leiter der Schule,
Herr Schäfer, die Gäſte. Herr Profeſſor Kiſſinger
hielt dann namens des Vorſtandes die eindrucksvolle
Feſtrede. Ein Schülerchor ſchloß die Feier, der eine
Be=
ſichtigung der Ausſtellung folgte. Dann vereinigten ſich
die ehemaligen Schülerinnen mit dem Lehrerkollegium und
dem Vorſtand zu einem gemütlichen Kaffee im Feſtraume.
Für die Unterhaltung ſorgte Herr Lehrer Mathey, der
einige Lieder vortragen ließ, desgleichen Herr Lehrer
Herbſt und Herr Lehrer Kröpp, der mit Fräulein
Mathey durch vierhändige Klaviervorträge erfreute. — Die
Ausſtellung war während dieſer Zeit ſo überaus ſtark
be=
ſucht, daß man zeitweilig nicht durchkommen konnte,
des=
gleichen am Montag vormittag. Es ſollen faſt 200
An=
meldungen fürs neue Jahr eingegangen ſein.
* Weiterſtadt, 6. April. (Zur
Bürgermeiſter=
wahl.) Am Samstag fand unter dem Vorſitz des Herrn
Lehrer Schenk eine Wählerverſammlung zur
Bürgermeiſter=
wahl ſtatt, wobei der ſeitherige Beigeordnete Meinhardt
als Kandidat aufgeſtellt wurde. Ein Beſchluß ſeitens
der Wähler ſteht noch nicht feſt, da die Wähler auf eine
Ab=
ſtimmung nicht eingingen.
Offenbach, 6. April. (Ein Bubenſtreich.) In der
Nacht vom Samstag zum Sonntag ſtürzten mehrmals
plötzlich an einer beſtimmten Stelle unweit des
Sport=
platzes Paſſanten, die ihren Weg durch die Anlagen des
Iſenburgeings nahmen. Bubenhände hatten dort ein
ſtarkes Drahtſeil über den
Promenaden=
weg geſpannt. — (Im Gnadenwege
erlaſ=
ſen.) Dem Weichenſteller Burckhardt und dem
Schrankenwärter Herzog, die wegen des
Eiſenbahn=
unglücks am Uebergang der Sprendlinger Landſtraße im
September vorigen Jahres wegen fahrläſſiger Tötung zu
je einem Monat Gefängnis verurteilt worden waren, iſt
jetzt im Gnadenwege die Gefängnisſtrafe zu einer
Geld=
ſtrafe in Höhe von 150 Mark umgewandelt worden.
sd. Bürſtadt, 6. April. (Meſſerſtecherei.) In der
vergangenen Nacht gegen 12 Uhr gerieten der Joh. Fr.
Gotha und Bernh. Beilſtein III. von hier in einer
Wirt=
ſchaft in Streit, in deſſen Verlauf der jähzornige Gotha
plötzlich ſein Taſchenmeſſer zog und es dem B. in die
rechte Schulter ſtieß. Der Rohling ließ das Meſſer ſtecken
und lief davon, ſo daß G. längere Zeit hilflos liegen blieb.
Er wurde ſpäter verbunden und in das Krankenhaus nach
Worms verbracht. Die Wunde iſt ſehr ſchwer. Gotha
wurde verhaftet.
Mainz, 6. April. (Autodiebe.) Vor dem
Haupt=
bahnhofe mieteten geſtern nachmittag drei Franzoſen ein
Automobil, um damit eine Rundfahrt durch die Stadt zu
machen. In der Neubrunnenſtraße luden ſie den Chauffeur
ein, mit in eine Wirtſchaft zu kommen. Während ſich der
Chauffeur an einem Glaſe Wein gütlich tat, verſchwanden
die Herren durch eine Hintertür und fuhren mit dem
Automobil in der Richtung nach Frankfurt davon. Bei
Wicker gerieten die Diebe mit ihrem Auto in einen
Stra=
ßengraben und mußten infolge Defektes das Fahrzeug im
Stiche laſſen. Man hat von ihnen noch keine Spur. Das
Auto iſt nach Mainz zurückgebracht worden.
Bingen, 6. April. (Die Hauptverſammlung
des Weinbauvereins der Provinz
Rhein=
heſſen und der Bergſtraße) ſprach ſich geſtern mit
einer Mehrheit von 30 Stimmen bei vielen
Stimmenthal=
tungen für die Erhöhung der Alkoholgrenze in geringen
Weinjahren aus. Sollte dieſer Antrag im Verband nicht
angenommen werden, ſo ſollen die Delegierten für die
Er=
höhung des Zuckergehalts bei geringen Weinjahren von
20 auf 25 Prozent ſtimmen.
Gießen, 6. April. (Verhaftung eines
Zucht=
häuslers.) Der Ausbrecher Hornmann, der nach
Ab=
urteilung des Amtsgerichts Grünberg zu vier Jahren
Zuchthaus aus dem dortigen Gefängnis ausgebrochen war,
wurde heute vormittag 11 Uhr auf dem Aſterweg erkannt
und geſtellt und nach einer Verfolgung von einem
Gen=
darmen und einem Schutzmann verhaftet.
(*) Büdingen, 5. April. (Das goldene
Jubi=
läum) konnte dieſer Tage die hieſige
Krankenpflege=
ſtation feiern. Die Station wurde auf Veranlaſſung der
Fürſtin Thekla ins Leben gerufen und erhielt ſpäter zum
Andenken an die Fürſtin Mathilde den Namen Mathilden=
Hoſpital. Im Herbſt 1906 wurde das neue Krankenhaus
in Benutzung genommen. So blickt jetzt die Anſtalt auf
ein halbes Jahrhundert treuer Diakoniſſenarbeit in
un=
ſerer Stadt zurück.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 5. April. Zu der
Ver=
giftungsaffäre in Steglitz verlautet noch, daß
die Aerzte bei dieſem Fall vor einem Rätſel ſtehen. Die
Unterſuchung im Lichterfelder Krankenhaus hat ergeben,
daß Rieſch keinerlei Gift zu ſich genommen hat, da ſich
Spuren hiervon in der Magenſäure oder im Darm
zwei=
fellos hätten nachweiſen laſſen. Der Zuſtand des
Patien=
ten hat ſich bisher noch nicht gebeſſert. Er iſt bisher noch
keinen Augenblick aus ſeiner Bewußtloſigkeit erwacht, und
es iſt die Frage, ob es den Aerzten gelingen wird. Rieſch
am Leben zu erhalten. Die Feſtſtellungen der Friedenauer
Polizei haben inzwiſchen ergeben, daß, entgegen anderen
Meldungen, von den anderen Hochzeitsgäſten niemand
er=
krankt iſt. Eine Fiſchvergiftung kann alſo bei den
Rieſch=
ſchen Eheleuten, wie anfangs angenommen wurde nicht
vorliegen. Dagegen iſt eine Vergiftung durch
Methyl=
alkohol, wie der Arzt Dr. Frank mitteilt, nicht ganz von
der Hand zu weiſen. Die ſeinerzeit bei den Aſyliſten
be=
obachteten Erſcheinungen ſind zum Teil auch bei dem im
Krankenhaus liegenden Buchhalter aufgetreten.
Gegen=
wärtig ſucht die Polizei feſtzuſtellen, wo die jungen
Ehe=
leute nach dem Hochzeitsfeſt eingekehrt ſind. Da R. mit
ſeiner Gattin die Hochzeit um zwei Uhr nachts verließ,
aber erſt um drei Uhr die etwa fünfzehn Minuten von
dem Feſtlokal entfernte Wohnung in der Kreuznachſtraße
betrat, ſo muß angenommen werden, daß die Gatten in
dieſer Zeit noch ein Lokal aufgeſucht haben. Die
Obduk=
tion der Leiche der Frau R. wird am Montag nachmittag
ſtattfinden. — Durch ein Großfeuer, das in der Nacht
vom Sonntag im Bootshaus des Rudervereins „
Aleman=
nia” in Treptow ausbrach, wurden an 30 Vereinsboote im
Werte von 60000 Mark vernichtet.
6. April. Die Gläubigerverſammlung der
in Konkurs geratenen Warenhausfirma Wolf
Wert=
heim findet am 6. Mai ſtatt. Mit dem Konkurs ſchließt
das Paſſagekaufhaus, eine der letzten Unternehmungen,
die den Namen Wolf Wertheim trugen. Dem
Lokalanzei=
ger zufolge dürften bei der Durchführung des Konkurſes
nur etwa 5 Prozent herauskommen. 1200 Angeſtellte des
Paſſagekaufhauſes werden ſtellungslos. Die Zahl der
Gläubiger ſoll 4000, die der geſamten Paſſiven 25 Millio=
nen Mark betragen, denen an Aktiven nur 3 Millionen
gegenüberſtehen. — Die Leiche des Generals v.
Stuenz=
ner wurde geſtern abend in aller Stille bei Fackelſchein
aus ſeiner Villa in Fürſtenwalde nach der Ulanenkaſerne
übergeführt. Dort fand in der Reitbahn heute eine
Trauerfeier ſtatt, welcher als Vertreter des
Kai=
ſers der kommandierende General des 3. Armeekorps,
Ge=
neral v. Lochow, beiwohnte.
Wiesbaden, 6. April. (Feſtſpiele.) Gelegentlich
der Anweſenheit des Kaiſers in Wiesbaden vom 13. bis
18. Mai 1914 finden folgende Vorſtellungen im
Königlichen Theater ſtatt: Mittwoch, den 13. Mait
„Die Journaliſten‟. Donnerstag, den 14. Mai: „
Lohen=
grin”. Freitag, den 15. Mai: „Der Richter von Zalamea”
Samstag, den 16. Mai: „Don Juan”. Sonntag, den 17,
Mai: (Unbeſtimmt). Montag, den 18. Mai: „Oberon”.
Ludwigshafen, 6. April. (Gefährlicher
Wilde=
rer.) Drei Radfahrer, die auf dem Wege nach
Rhein=
gönheim waren, gerieten kurz vor dem Dorfe mit einem
gewiſſen Johann Monsky, der mit einem Gewehr
ausge=
rüſtet war und offenbar wildern ging, in Streit, in deſſen
Verlauf Monsky einen der Radfahrer, den Arbeiter Georg
Willemer aus Frieſenheim, erſchoß. Die Begleiter
Willemers fielen nunmehr über Monsky her und
mißhan=
delten ihn ſo ſchwer, daß er ins Krankenhaus übergeführt
werden mußte.
Saarbrücken, 6. April. (Erſchoſſen.) Der
Gaſt=
wirt Spielmann in Altenkeſſel=Neudorf hat in der
ver=
gangenen Nacht ſeinen Schwager Johann Kunzler im
Streit erſchoſſen. Der Streit war infolge vos
Familien=
zwiſtigkeiten entſtanden. Die Frau des Wirtes ſoll von
dieſem öfters mißhandelt worden ſein und der Erſchoſſene
ergriff Partei für ſeine Schweſter. Der Täter wurde
ver=
haftet.
Winningen a. d. Moſel, 6. April. (Feuer.) Heute
nacht wurden durch ein Feuer zehn Wohnhäuſer
ein=
geäſchert. Zahlreiche Familien ſind obdachlos. Das
Feuer, das ſich wegen eines herrſchenden Sturmes weiter
ausbreitet, wütet noch fort.
Wadendorf (Unterfranken), 6. April. (Den
Bru=
der erſchlagen.) Der 62jährige Waldarbeiter
Fried=
mann erſchlug ſeinen um drei Jahre älteren Bruder
mit=
einem Beil. Der Täter wurde verhaftet.
Gelnhauſen. 6. April. (Automobilunfall.)
Zwiſchen Gelnhauſen und Meerholz verunglückte geſtern
das Automobil der Gebrüder Heilmann aus
Geln=
hauſen. Dem einen der Herren Heilmann drangen Teile
der Schutzſcheibe in den Kopf, ſo daß er getötet wurde.
Die übrigen Inſaſſen erlitten ſchwere Verletzungen.
Bremen, 6. April. (Eiſenbahnunfall.)
ſAmt=
lich.) Geſtern abend gegen 11 Uhr fuhr der von Kurhaven
kommende Perſonenzug 915 bei der Ausfahrt aus
dem Bahnhof Lehe infolge unrichtiger Weichenſtellung in
ein falſches Gleis und überrannte den am Ende ſtebenden
Prellbock. Die Lokomotive ſtürzte mit mehreren Wagen
die Dammböſchung hinab. Der Lokomotivführer und der
Heizer wurden getötet. Reiſende ſind nicht verletzt worden.
Dresden, 6. April. (Unter dem Verdacht des
Raubmordes verhaftet.) Unter dem Verdacht, die
Frau Maria Hill, die Schweſter des Dresdener
Staats=
anwalts Becker, deren Leiche vor etwa drei Monaten bei
Ventimiglia aufgefunden wurde, ermordet und beraubt
zu haben, iſt der Italiener Carlo Artemi verhaftet worden.
Breslau, 6. April. (Bei dem Morde in dem
Bureau eines Rechtsanwaltes) handelt es
ſich um den Bureauvorſteher Müller und die 16jährige
Ruprecht. Die Tat geſchah vermutlich, weil das
Mäd=
chen auf die Liebesanträge Müllers nicht einging und den
Vorſchlag, mit ihm zu fliehen, ablehnte. Die Flucht ſcheint
ſeit langem vorbereitet geweſen zu ſein. Vor fünf Tagen
lieferte Müller 5000 Mark nicht ab, die er wegſchicken
ſollte. Außerdem ſtahl er ſeinem Vater ein
Sparkaſſen=
buch, das ihm dieſer aber wieder abnahm.
Poſen, 6. April. (Gattenmordaus Habgier.)
Nunmehr hat ſich herausgeſtellt, daß der kürzlich verhaftete
Landwirt Maciejewski in Ulrichstal, in deſſen Keller man
die verkohlte Leiche ſeiner Frau fand, kurz vorher die Frau
mit 20000 Markineine Lebensverſicherung
einkaufte.
London. 6. April. (Neue Schandtaten der
Wahlweiber.) In der St. Martinskirche am
Trafalgar Square entſtand geſtern abend eine
Explo=
ſion, durch die ein Teil der Betſtühle losgebrochen und
zwei bunte Glasfenſter zertrümmert wurden. Man nimmt
an, daß Wahlweiber Bomben in die Kirche gelegt haben.
Petersburg, 6. April. (Beendigung der
Aus=
ſverrung.) In ſechs Fabriken und einigen
Klein=
betrieben, die zeitweilig ihren Betrieb eingeſtellt hatten,
iſt die Arbeit wieder aufgenommen worden. Die
übri=
gen Werke, darunter die Putilow=Werke, nehmen am 8.
April, die baltiſche Werft erſt nach Oſtern die Arbeit
wie=
der auf.
Riga, 6. April. (Arbeitsniederlegung.) In
mehreren großen und vielen kleinen Betrieben haben heute
morgen die Arbeiter die Arbeit niedergelegt. Die Zahl
der Ausſtändigen beziffert ſich auf 30000.
Neu=York, 6. April. (Straßenkampf.) Am
Sams=
tag nachmittag kam es auf dem Union Square zu einem
dreiſtündigen Straßenkampfe zwiſchen
unge=
fähr 2000 Anhängern der „Vereinigten unabhängigen
Ar=
beiter der Welt” und 400 Poliziſten. Die Arbeiter
beab=
ſichtigten in der 5. Avenue die Fenſterſcheiben bei reichen
Leuten einzuwerfen als Proteſt gegen die Geſellſchaft.
Es gab viele blutige Köpfe. Schließlich gelang es, neun
Haupträdelsführer zu verhaften.
Paſadena (Kalifornien), 4. April. (Der „
Holz=
könig” Weyerhäuſer geſtorben.) Der größte
amerikaniſche Holzinduſtrielle Friedrich Weyerhäuſer iſt
hier, wie bereits gemeldet, geſtorben. Sein Vermögen
wird nach dem Rockefellers für das größte geſchätzt.
Weyerhäuſers Lebensgeſchichte klingt wie ein Roman.
Als 18jähriger Burſche hatte er noch keinen Heller, als er
ſtarb war er achtfacher Milliardär. Er war 1834 in
Nie=
derſaulheim in Heſſen geboren als Sohn eines
Winzers dem er bei der Arbeit half. 1852 wanderte er
mit Mutter und Schweſtern nach Amerika aus. Er fand
Beſchäftigung in einem Sägewerk, das er ſpäter mit einem
Partner kaufte. Er ſah voraus, daß bei der gewiſſenloſen
Waldwirtſchaft Amerikas bald Holzknappheit eintreten
müßte, und war daher beſtrebt ſich große Waldbeſtände
zu ſichern, die früher noch ſehr billig zu haben waren. Am
Anfang arbeitete er mit Partnern, ſpäter ohne ſie und
ſchließlich beſaß er im Nordweſten Amerikas koloſſale
Waldbeſtände, aus denen Ströme von Gold in ſeine Kaſſe
floſſen. Dabei lebte er in einſiedleriſcher
Zurückgezogen=
heit und kannte keine Extravaganzen, mit denen ſonſt
ame=
rikaniſche Milliardäre der Welt Stoff zur Unterhaltung
geben.
Nummer 97.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 7. April 1914.
Seite 5.
Die Beſtattung Paul Heyſes.
* München, 5. April. Heute nachmittag wurde
aul Heyſe auf dem Waldfriedhofe zur letzten
R uhe beſtattet. Die Trauerſeier in der Einſegnungshalle
wurde durch das Schumannſche Abendlied eingeleitet.
Dar=
auf trat der Geſchäftsträger der preußiſchen Geſandtſchaft
Prinz Sayn=Wittgenſtein an die Bahre und legte
im Auftrage des Kaiſers eine Kranzſpende nieder.
So=
dann ergriff Ludwig Fulda das Wort zu einer
län=
geren Gedächtnisrede, in der er das Hoheprieſtertum des
Dahingegangenen feierte. Namens der Münchener
Freunde widmete Ludwig Ganghofer dem
Heimge=
gangenen einen herzlichen Nachruf. Unter dem
Voran=
ſtritt einer Muſikkapelle bewegte ſich der endloſe
Trauer=
zug nach dem feierlich geſchmückten Grabe. Der Sarg
wurde von fackeltragenden Ratsdienern geleitet. Ihm
folgten die Angehörigen, der Vertreter des Kaiſers mit
den Vertretern mehrerer bayeriſcher Prinzen, eine große
Anzahl Schriftſteller, die Vertreter der beiden ſtädtiſchen
Kollegien, ferner u. a. als Vertreter der Univerſität der
Rektor Magniſicus Unterſtaatsſekretär Dr. Mayr, der
Präſident der Akademie der Wiſſenſchaften, Geheimrat von
Heigel, Generalintendant Freiherr v. Franckenſtein,
Ver=
treter von Zeitſchriften und Zeitungen und eine
Abord=
nung der Stadt Kolberg. Am Grabe ſprachen noch der
Bürgermeiſter Lehmann für die Stadt Kolberg, Dr.
Raehl=
mann für die Deutſche Goethe=Geſellſchaft, Profeſſor
Schuddecke für die Schillerſtiftung, Ludwig Fulda für den
Verband deutſcher Bühnenſchriftſteller, Hofrat Sturz für
das deutſche Hochſtift, und andere. Die Grabmuſik
be=
ſſchloß die eindrucksvolle Trauerfeier.
Luftfahrt.
Kriegsmäßige Ballonverfolgung.
S. Frankfurt, 5. April. An der kriegsmäßigen
Ballonverfolgung, die der Frankfurter Automobilklub und
der Frankfurter Verein für Luftſchiffahrt mit
Unterſtütz=
ung des Generalkommandos des 18. Armeekorps
veran=
ſtalteten, nahmen acht Freiballone, 9 Militärflugzeuge von
der Fliegerſtation Darmſtadt und 25
Automo=
bile teil. Für die Veranſtaltung war folgende Aufgabe
geſtellt: Die Ballons ſollien aus der belagerten Stadt
Frankfurt über die Einſchließungsarmee hinweg für eine
Entſatzungsarmee Nachrichten auf einer vom Feinde nicht
beſetzten Poſtſtation telegraphiſch aufgeben. Die der
Be=
lagerungsarmee zugehörigen Automobile ſollten die
Auf=
gabe der Telegramme verhindern. Die Flugzeuge mußten
die Ballons „zerſtören” eine Aufgabe, die als erfüllt galt,
wenn es dem Flieger gelang, oben auf dem Ballon
befind=
liche Ziffern richtig zu erkennen.
Die Ergebniſſe ſind folgende: Flieger:
1. Hauptmann Hüſer, der in 1 Stunde und 45
Minu=
ten (vom Start bis zur Landung) ſieben Ballons
über=
flog und erkannte; 2. Leutnant Zahn, der in 2 Stunden
58 Minuten ſieben Ballons erkannte; 3. Leutnant von
Oſterroht, der in 1 Stunde 16 Minuten 6 Ballons
er=
kannte; 4. Hauptmann von Gersdorff, 5. Leutnant
von Breverlow. Die Leutnants Rocco und Ihn
mußten wegen Motordefektes vorzeitig niedergehen.
Siegende Ballons: 1. „Aachen” (Führer H.
Meh=
ker), 2 Stunden 21 Minuten; 2. „Wiesbaden” (Führer
Hauptmann Stuhlmann), 3. „Moenus” (C. Bieber),
4. „Taunus” (Dr. Seefried). Hauptmann Stuhlmann mit
Ballon „Wiesbaden” erhielt noch einen beſonderen Preis,
weil er von keinem Flieger erkannt wurde. Zwei Ballons,
der Ballon „Tilly II” wurde von dem Automobil des
Herrn Paul Chriſtian, und der Ballon „Heſſen” von dem
Auto des Herrn Karl Kayſer beſiegt.
Der Sternflug nach Monaco.
* Paris, 5. April. Die Flugleiſtung Hirths
hat hier großen Eindruck gemacht. Ein Blatt meint.
dieſelbe ſei der beſte Beweis für die von den Deutſchen
auf dem Gebiete des Flugweſens erzielten Fortſchritte.
Es wäre zu hoffen, daß die Leiſtung Hirths für die
fran=
zöſiſchen Flieger den nötigen Anſporn bilde, damit ſie
ihren einſtigen Vorſprung zurückgewinnen. Hirth teilte
einem Berichterſtatter mit, daß er faſk auf der ganzen
Strecke von Gotha bis Marſeille mit widrigen Winden,
mit Schneetreiben, Hagel und Wirbeln zu kämpfen hatte
Auf dem Wege von Dijon bis Marſei’g ſei er im
Rhone=
tal in ſo dichten Nebel geraten, daß er kaum ſeinen
Flug=
genoſſen wahrgenommen hätte. Auf dem Fluge habe er
ſich zumeiſt in einer Höhe von 2500 Metern gehalten.
Hirth wurde in Marſeille von Vertretern des franzöſiſchen
Aeroklubs und dem Fliegeroffizier Gerard, dem
Vertre=
ter des franzöſiſchen Kriegsminiſteriums, beglückwünſcht.
* Marſeille, 6. April. Trotz des heftigen
Stur=
mes iſt Hirth um 8.53 Uhr nach Monaco
abge=
flogen.
* Marſeille, 6. April. Als der Flieger Hirth
heute früh 9¼ Uhr bei Tamaris landen wollte, ſchlug der
Apparat um. Hirth und ſein Paſſagier blieben
unver=
letzt. Nach den notwendigen Reparaturen ſteigt der
Flieger wieder auf.
* Paris, 6. April. Wie aus Marſeille
ge=
meldet wird, hat der deutſche Flieger Hirth wie ſein
Fluggenoſſe Schlüter bei dem Unfall in Tamaris einige
nur ſehr leichte Verletzungen erlitten, doch
iſt es zweifelhaft, ob ſie noch heute ihren Flug fortſetzen
können. Der erſte Platz in dem Wettfliegen ſcheint
dem=
nach dem franzöſiſchen Flieger Brindejonc de Moulinais
geſichert.
* Mülhauſen i. E., 5. April. Auch der Aviatiker
Ernſt Stöffler, der Bruder Viktor Stöfflers, beteiligt
ſich an dem Monaco=Flug. Er gedenkt am
kom=
menden Dienstag oder Mittwoch in Gotha aufzuſteigen.
Sieger in dem Monaco=Flug iſt bekanntlich der, welcher
die Strecke von 1100 Kilometern in der kürzeſten Zeit
durchfliegt.
sr. Monaco, 6. April. Von den Teilnehmern an
dem internationalen Sternflug nach Monaco iſt bisher
nur ein einziger, und zwar Brindejoncdes
Mouli=
nais, eingetroffen. Brindejonc hatte am zweiten Tage,
wie berichtet, Marſeille erreicht, von wo aus er den
Wei=
terflug mit ſeinem Waſſerflugzeug am dritten Tage
fort=
ſetzen wollte. Infolge des ſtürmiſchen Wetters verzögerte
ſich der Start. Erſt um ½¼12 Uhr konnte er den Abflug
wagen, und erreichte dann auch glücklich das Ziel nach
einer Geſamtflugzeit von 12 Stunden 2 Minuten 28
Se=
kunden. Die übrigen franzöſiſchen Teilnehmer, die am
zweiten Tage geſtartet waren, ſind liegen geblieben. Der
dritte deutſche Teilnehmer, Schlegel, der mit einem
Appa=
rat der Waggonfabrik Gotha fliegen wollte, dürfte auf
den Start verzichten.
* Kopenhagen. 6. April. Geſtern nachmittag ging
auf der Inſel Samſö ein deutſcher Ballon nieder, der, aus
ſüdlicher Richtung kommend, dicht über das Meer daher
geflogen war. Der Gondel entſtiegen, dem Lokalanzeiger
zufolge zwei deutſche Offiziere und ein Kaufmann Müller
aus Lübeck. Sie waren früh in Lübeck aufgeſtiegen um
nach Aarhus zu fliegen. Als der Ballon über dem Meere
war, begann er wegen Undichtigkeit der Hülle zu ſinken.
Die Gondel tauchte von Zeit zu Zeit in das Meer nieder.
Die Luftfahrer waren genötigt, alle entbehrlichen
Ge=
genſtände aus dem Korb zu werfen, und ſogar ihrer
Stie=
feln und ihrer Kleidungsſtücke mußten ſie ſich entledigen.
Aus Korfu.
* Achilleion, 5. April. Das Kaiſerpaar
nahm heute vormittag an dem Gottesdienſt in der
Schloß=
kapelle teil, den der Militäroberpfarrer Goens abhielt, und
empfing ſpäter den Beſuch des griechiſchen Kronprinzen.
Nachmittags unternahm das Kaiſerpaar eine
Automobil=
fahrt nach Peleka.
* Achilleion, 6. April. Der Kaiſer hörte heute
vormittag die Vorträge der Chefs des Militär= und des
Marinekabinetts, ſowie des Geſandten von Treutler. Zur
Mittagstafel waren geladen die Königin von Griechenland
und Prinzeſſin Helene.
* Korfu, 6. April. Der Kaiſer, die Kaiſerin
und die Königin der Hellenen verweilten heute
bei den Ausgrabungen in Garitza.
Der Prozeß Caillaux.
Die Vernehmung des Präſidenten der
Republik.
* Paris, 6. April. Der Matin berichtet: Der Erſte
Präſident des Appellgerichtshofes, Senator
Fo=
richon, hat ſich geſtern ins Elyſée begeben, um in der
Angelegenheit der Frau Caillaux das Zeugnis des
Präſidenten der Republik entgegenzunehmen.
Dieſer ohne Beiſpiel daſtehende Vorgang ſei
auf folgendes zurückzuführen:
Am Vormittag des 16. März, wenige Stunden
vor dem von Frau Caillaux verübten Anſchlag, fand im
Elyſée ein Miniſterrat ſtatt. Vor Beginn desſelben bat
Caillaux den Präſidenten der Republik um eine
Privat=
unterredung, die ihm Poincaré ſofort gewährte. In
gro=
ßer Aufregung erzählte Caillaux, er wiſſe aus beſter
Quelle, daß Privatbriefe, welche er an ſeine Frau
geſchrie=
ben habe, als dieſe noch die Gattin eines anderen geweſen
ſei, dem Figaro übergeben worden ſeien, und daß
Cal=
mette die Abſicht habe, dieſe Briefe zu veröffentlichen.
Poincaré entgegnete mit großem Nachdruck, daß ihm
eine ſolche Vermutung durchaus unbegründet ſcheine. Er
kenne Calmette als einen Ehrenmann, der einer ſolchen
Tat nicht fähig ſei. Calmette würde niemals Briefe
ver=
öffentlichen, welche die Frau des Miniſters in das Spiel
hineinzerren. Caillaux erklärte, daß die Perſonen, die
ihn verſtändigt hätten, ſich nicht irren könnten. Uebrigens
lägen beſtimmte Anzeichen vor, daß neue
Veröffentlichun=
gen gegen ihn vorbereitet würden. Habe doch
Cal=
mette in der neueſten Nummer des Figaro einen Artikel
gegen ihn veröffentlicht unter dem Titel „Komiſches
Inter=
mezzo biographiſche Notizen über „Jo”, von Herrn
Jo=
ſeph Caillaur‟ Das Wort „Intermezzo” deutet darauf
hin, daß noch etwas kommen ſolle, und dieſes etwas ſeien
die intimen Briefe. Poincaré erwiderte nochmals
ein=
dringlich, daß er es für unmöglich halte, daß Calmette
etwas derartiges tun werde. Die Tatſache, daß derſelbe
in dem vom Figaro veröffentlichten „Jo=Briefe”, den
Schlußſatz unterdrückt habe, der mit der Politik nichts zu
tun hatte, ſei ein beſtimmter Beweis dafür, daß Calmette
niemals gewiſſe Grenzen überſchreiten werde. Poincaré
forderte Caillaux auf, ſich nochmals zu erkundigen, und
mit ſeinem Anwalt zu beraten. Caillaux erhob ſich und
rief mit zorn= und angſterfüllter Stimme: Wenn Calmette
ſo etwas tut, dann töte ich ihn. Nochmals bemühte ſich
der Präſident, den Finanzminiſter zu beruhigen und ihn
von jeder Unbeſonnenheit abzuhalten. Nachmittags
be=
gab ſich der Miniſterpräſident Doumerque zum
Präſiden=
ten der Republik, um mit ihm über Angelegenheiten der
auswärtigen Politik zu ſprechen. Nach einigem Zögern
berichtete Poincaré dem Miniſterpräſidenten die von
Cail=
laux ausgeſprochenen Befürchtungen und Drohungen,
wor=
auf Doumergue erwiderte, er werde alles aufbieten, um
Caillaux zu beruhigen und eine übereilte Handlung zu
verhindern. Aber in demſelben Augenblick, als
Doumer=
que das Elyſée verließ, begab ſich Frau Caillaux bereits
in die Redaktion des Figaro und bald darauf ſtürzte
Cal=
mette tödlich getroffen zuſammen.
Am 2 April wurde Caillaux vom
Unterſuchungsrich=
ter Bouchard vernommen, dem er auch von der
Unter=
redung mit dem Präſidenten der Republik Mitteilung
machte. Er erſuchte den Richter, darüber das Zeugnis
des Staatsoberhauptes einzuholen. Der
Unterſuchungs=
richter verſtändigte von dieſem Begehren die
Staatsan=
waltſchaft, welche ſich, da kein Präzedenzfall vorlag, an
den Juſtizminiſter wandte. Poincaré beſeitigte alle
Schwie=
rigkeiten, indem er erklärte, daß er, wie jeder Bürger, die
Pflicht habe, die Wahrheit zu ſagen, wenn die Juſtiz des
Landes dies erfordere, und da es ſich um keinerlei
Staats=
geheimniſſe und keine öffentliche Angelegenheit, handle,
ſo ſei er bereit, als Zeuge auszuſagen. Entſprechend den
Paragraphen 510 und 511 des Straſprozeßverfahrens begab
ſich dann auch der Erſte Präſident des
Appellationsgerichts=
hofes Forichon geſtern vormittag ins Elyſée.
Poin=
caré leiſtete den Eid, worauf Forichon ihm die Ausſagen
Caillaux’ vorlas. Poincaré erklärte, daß er dieſe
Aus=
ſagen nur beſtätigen könnte, und ſchilderte dann eingehend
die Szene, die ſich zwiſchen ihm und Caillaux abgeſpielt
hatte. Dieſe Erklärungen wurden zu Protokoll genommen
und von Poincaré unterzeichnet.
* Paris, 6. April. Zu der vom Präſidenten der
Re=
publik in, der Angelegenheit der Frau Caillaux
ge=
machten Ausſagen wird gemeldet, daß zwiſchen
Poin=
caré und Caillaux vereinbart worden war, durch
einen gemeinſamen Freund den Advokaten Maurice
Ber=
nard erforderlichenfalls bei Calmette einen Schritt
unter=
nehmen zu laſſen, um die Veröffentlichung der
intimen Briefe Caillaur zu verhindern,
falls deren Veröffentlichung wirklich beabſichtigt wäre.
Der Advokat Maurike Bernard beſuchte noch am
Nach=
mittag Poincaré und Calmette, Aber ſeine Intervention
kam zu ſpät, denn bevor er noch Calmette beſuchen konnte,
hatte Frau Caillaux bereits den Anſchlag verübt.
* Paris, 6. April. Der Unterſuchungsrichter
Bou=
card vernahm in der Angelegenheit der Frau
Cail=
laux den Mitarbeiter des Figaro Lazarus, welcher
be=
ſtätigte, daß Calmette die Privatbriefe, deren
Ver=
öffentlichung Caillaux befürchtete niemals beſeſſen
habe. Der Zeuge gab ſodann verſchiedene Einzelheiten
über die von Calmette gegen Caillaur unternommene
Kampagne an. Er erzählte u. a., daß Calmette ihm im
Monat Januar genaue Mitteilungen über die Rolle
Cail=
laux in der Agadir=Kriſe gemacht und zur Kennzeichnung
derſelben zwei diplornatiſche Schriftſtücke gezeigt habe,
welche für Caillaux ſo niederſchmetternd geweſen ſeien,
daß ihre Veröffentlichung unverzüglich den Sturz Cgil=
laux hätte herbeiführen müſſen. Die Schriftſtücke trügen
eine Nummer, unter der ſie allem Anſchein nach im Archiv
des Quay d’Orſay aufbewahrt ſeien. Caillaur erklärte,
er kenne dieſe Schriftſtücke nicht da er ſonſt einen
außer=
politiſchen Zwiſchenfall heraufbeſchwören würde. Calmette
ſei ſogar ſo weit gegangen, daß er den Journaliſten
Ro=
bert de Jouvenel, welcher eines dieſer unter dem Namen
„grünes Dokument” bekannten Schriftſtücke in einer
Wochen=
ſchrift veröffentichen wollte, dringend bat, Stillſchweigen
zu beobachten.
Schiffsunfälle.
* Swinemünde, 6. April. Als das
Lehr=
geſchwader heute morgen den Hafen verließ, geriet
das Flaggſchiff, der Panzerkreuzer „Friedrich Karl”,
der ohne Schlepper fuhr, beim Wenden im Hafen auf den
Grund. Der Unfall iſt darauf zurückzuführen, daß der
Waſſerſtand der Swine infolge ſüdlichen Windes um einen
Meter geſunken iſt und die Enge des Hafens das Drehen
ohnehin ſchwierig machte. „Friedrich Karl” wurde nach
zwei Stunden mit Hilfe von Schleppern wieder flott und
auch die anderen Schiffe verließen mit Hilfe von
Schlep=
pern glücklich den Hafen.
* London, 6. April. Auf der Themſe iſt heute
der Flensburger Dampfer „Minna Schuldt”,
der von Barcelona nach London beſtimmt iſt, mit dem
engliſchen Dampfer „Gannet” kollidiert. „Gannet”
ſank, ſeine Beſatzung wurde aber gerettet. „Minna
Schuldt” wurde am Bug beſchädigt.
* St. John, 5. April. Der Robbenfänger „Erik”
iſt heute mittag hier eingetroffen und berichtet, daß er von
dem Dampfer „Southern Croß” der früher „
Ter=
ranova” hieß und der Erneſt Shackletons
Expedi=
tionsſchiff war, nichts geſehen und nichts gehört habe.
Der Kapitän des „Erik” erzählte, daß die Dampfer Erik”
und „Southern Croß” am Donnerstag vor acht Tagen
auf der Reiſe waren und daß an dieſem Tage die
„Southern Croß” die Heimreiſe antrat. Sie hatte 17000
Robben an Bord und ſo tief geladen, daß ſie einen Teil
der Vorräte und ihre Kohlen auf Deck verſtauen mußte.
Ein zweiter Robbenfänger, der heute nachmittag hier
ein=
traf, hat „Southern Croß” am Freitag vor acht Tagen auf
der Heimreiſe geſichtet. Man hat jetzt die „Southern
Croß” mit ihrer Beſatzung von 175 Mann als verloren
aufgegeben.
* London, 6. April. Die Daily Mail meldet aus
St. John vom 5. d. Mts.: Ein alter Kapitän äußerte
ſich über den vermißten Dampfer „Southern
Croß” ſeine Fracht von Robbenfett und Robbenpelzen
würde in einem Sturme wie loſe Melaſſe ſich verhalten.
Nichts könnte ſchlimmer ſein, denn bei jedem Ruck würde
die Fracht verſchoben werden, und es ſei faſt ſicher, daß
dadurch die Seiten des Schiffes aufgeriſſen würden,
wo=
durch es wie ein Stück Blei ſinken müſſe.
Sturm und Unwetter.
* Erfurt, 6. April. Im Thüringer Wald
wütet heute anhaltender, heftiger Sturm. In
Blanken=
burg wurde ein leerer Lokomotivſchuppen umgeworfen
nud ein großer Schornſtein umgeſtürzt, der in die
Tele=
graphen=, Fernſprech= und Starkſtromleitungen fiel und
eine große Anzahl Leitungen, ſo nach Saalfeld und
Ru=
dolſtadt, zerſtörte. Erhebliche Sturmſchäden wurden in
der Umgegend von Eisfeld angerichtet. In Koburg
wur=
den Schlote umgeworfen und die oberen Geſchoſſe einiger
Anweſen beſchädigt. Aus anderen Orten wird ebenfalls
von großen Schäden an Gebäuden und Bäumen berichtet.
* München, 6. April. Seit heute mittag wütet
in Südbayern ein orkanartiger Sturm, der an
verſchiedenen Stellen Schaden anrichtete. In München
wurde ein Haus abgedeckt, wobei ſechs Perſonen
verletzt wurden. In Paſſau wurde ein 25 Meter hoher
Ausſichtsturm umgeſtürzt und zertrümmert.
Vom Balkan.
* Konſtantinopel, 6. April. Nachrichten aus
Elbaſan beſagen, daß der Gouverneur Okis Paſcha an
der Spitze von 2000 Albanizrn dem bedrängten Koritza
zu Hilfe geeilt iſt
* Durazzo, 6. April. Im Hinblick auf die
anar=
chiſtiſchen Zuſtände in Südalbanien hat die
albaniſche Regierung Liſten über die zur Bildung einer
Miliz verfügbaren Beſtänſe anlegen laſſen. Wie
verlau=
tet, werden im ganzen Lande alle ehemaligen Redifs vom
29. bis zum 39. Lebensjahre heute oder morgen zur
Kon=
trollverſammlung einberufen.
* Paris 6. April. Nach einer aus London
datier=
ten, ſichtlich offiziöſen Meldung, ſind die Beſprechungen
zwiſchen Frankreich, England und Rußland
be=
züglich der Antwort der letzten griechiſchen
Note dem Abſchluß nahe. Die von Rußland gegen den
franzöſiſch=engliſchen Entwurf erhobenen Einwendungen
ſcheinen behoben und man werde ihn vorausſichtlich in
einigen Tagen den Dreibundmächten vorlegen können,
doch werde es noch weiterer Verhandlungen bedürfen, um
die Geſichtspunkte der Tripelentente und des Dreibundes
in dieſer Frage in Einklang zu bringen.
Aus Mexiko.
* Neu=York. 6. April. Nach einem Telegramm
des Neu=York World aus Juarez zufolge iſt die
Kom=
miſſion, die im Auftrage des Inſurgentenführers
Car=
ranza die Umſtände unterſuchte, unter denen der
Eng=
länder Benton getötet wurde, zu dem Ergebnis
ge=
kommen, daß der Bürgermeiſter von Chihuahua, Rudolfo
Fierro. Benton in dem Eiſenbahnzuge niedergeſchoſſen hat,
in dem er ihn in das Gefängnis von Chihuahua üben
führen ſollte. Der Zug ſei darauf angehalten, der
Ster=
bende hinausgetragen und noch eine Gewehrſalve auf ihn
abgegeben worden. Die Leiche ſei in Samalayukan
ver=
ſcharrt worden.
* Berlin, 6. April. Der hieſigen mexikaniſchen
Geſandtſchaft iſt ein amtliches Telegramm aus
Mexiko zugegangen, in welchem mitgeteilt wird daß
die Stadt Torreon ſich nach wie vor in der Gewalt der
Regierungstruppen befindet, und daß auch keine Gefahr
zu beſtehen ſcheint, daß die Stadt in die Hände der
Auf=
ſtndiſchen falle.
Literariſches.
Wiener Mode. Prachtvolle Oſterplatten und
ſonſtige Oſterüberraſchungen für den Speiſetiſch bringt das
neue Heft der Wiener Mode (Wien VI, Gumpendorfer
Straße 87). Frau Marianne Stern, die bekannte Wiener
Kochlehrerin, die dem Küchenteil der Wiener Mode
vor=
ſteht, hat ſich hier ſelbſt übertroffen. Den ſchönen Jlu
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 7. April 1914.
Nummer 97.
ſtnatonen der ferigen Gerichte ſind genaue Rezepte
bei=
gegeben, und keine Hausfrau ſollte verfehlen, daraus
Nutzen zu ziehen. Das Heſt iſt ſoeben erſchienen und zum
Preiſe von 60 Hellern (50 Pfg.) in jeder Buchhandlung
er=
hältlich.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 6. April. Die Norddeutſche Allgemeine
Zei=
tung meldet: Dem Vernehmen nach iſt für die Abreiſe
des Reichskanzlers nach Korfu die zweite
Hälfte dieſer Woche in Ausſicht genommen.
* Berlin, 6. April. Der Reichsanzeiger veröffentlicht
das Poſtſcheckgeſetz vom 26. März 1914.
* München, 6. April. Die Münchener Neueſten
Nach=
richten melden aus Oberammergau: Geſtern wurde
in einer ſtark beſuchten Gemeindeverſammlung die Frage
der Aufführung von Paſſionsſpielen im
Jahre 1915 einſtimmig abgelehnt, weil man in
früheren Jahren, zuletzt 1905, ſchlechte Erfahrungen
ge=
macht habe, und hauptſächlich auch deshalb, weil in den
Jahren nach dem Spieljahr der Fremdenverkehr ſehr
zurückgegangen ſei.
* Zabern, 6. April. Wie das Zaberner Wochenblatt
von zuſtändiger Stelle erfährt, findet der Termin, betr.
die Entſchädigungsklage des Arbeiters Murer gegen
den Leutnant Frhrn. v. Forſtner, am 28. April ſtatt.
* Siegen, 6. April. In Greifenſtein im Dillkreiſe
brach heute Großfener aus, dem bis mittag 12
Häu=
ſer zum Opfer fielen. Bei dem herrſchenden Sturm iſt der
ganze Ort gefährdet.
* Wien, 6. April. Der Inhaber der Firma Karl
Frank ſtiftete zur Erbauung einer Filiale des
Wilhel=
mineſpitales für kranke Kinder drei Millionen
Kronen, ſowie drei Bauerngüter.
* Innsbruck, 6. April. Aus Brunneck wird gemeldet:
Hauptmann Ritter von Dittmann vom 36.
Inſan=
terie=Regiment, der zunächſt mit 5 Herren auf der Jagd
weilte, beſuchte allein den Weinkeller der Weinhandlung
Meyer. Als er den Keller verlaſſen wollte, fand er die
Tür verſchloſſen. Da ihm nicht ſofort geöffnet wurde,
ge=
riet er in große Aufregung, ſo daß er den Säbel zog. Als
dann die Tür geöffnet wurde, holte er aus der Kaſerne
mehrere Soldaten und ließ mehrere Herren auf
ſeinen Befehl verhaften und nach der Kaſerne
bringen. Es trifft nicht zu, daß die Herren bei der
Ver=
haftung mit dem ſcharf geladenen Gewehr bedroht worden
ſeien. Wie feſtgeſtellt wurde, hat der Offizier in einem
Zuſtand vollſtändiger Sinnesverwirrung gehandelt. Es iſt
Vorſorge getroffen, daß der Vorfall völlig aufgeklärt
wird. Die Verhafteten ſind alsbald aus der Haft
ent=
laſſen worden.
* Prag, 6. April. In Birkenberg bei Pribram
erſchlug der Bergarbeiter Scherner in einem
Wahn=
ſinnsanfall ſeinen elfjährigen Sohn und ſeine Frau
und verübte dann Selbſtmord. Sein anweſender zweiter
Sohn verlor vor Schreck die Sprache.
* Paris, 6. April. Das Kriegsminiſterium
verbreitet folgende Note: Einige franzöſiſche Zeitungen
berichteten kürzlich, daß in deutſchen Blättern Nachrichten
veröffentlicht werden, denen zufolge ein
deut=
ſcher Fremdenlegionär aus Remagen oder
Bres=
lau, namens William Rudnick, am 10. Januar 1914 in
Sidib el Abbas, erſchoſſen oder bei ſeiner Feſtnahme
ge=
tötet worden ſein ſoll. Der einzige Zwiſchenfall, der
ſich in dieſer Zeit ereignete, iſt der Selbſtmord eines
fran=
zöſiſchen Legionärs. Die letzte militäriſche Hinrichtung
lm Bezirk Oran fand am 6. Juli 1913 ſtatt und wurde
an einem Franzoſen vollzogen, der wegen Beleidigung
und Bedrohung eines Vorgeſetzten zum Tode verurteilt
worden war. Ein Legionär William Rudnick aus
Bres=
lau iſt zwar in der Rolle von 1911 in der zweiten Legion
verzeichnet, befand ſich aber in dieſer Zeit in Oſtmarokko,
von wo er am 12. November 1911 deſertierte, ohne
wieder=
gefunden und verhaftet zu werden. Alle Nachrichten in
deutſchen Blättern darüber ſind unwahr.
* Paris, 6. April. Der für den Abend anberaumte
Kabinettsrat, in welchem die Frage der
Nachfol=
gerſchaft des Oberſtaatsanwalts Fabre erörtert
wer=
den follte, wurde verſchoben, da mehrere Miniſter in ihre
Wahlbezirke abgereiſt ſind.
* Petersburg, 6. April. Das Miniſterium des Aeußern
hat ein Orangebuch veröffentlicht, das die
diplomati=
ſchen Dokumente über das im Jahre 1912 abgeſchloſſene
Abkommen mit der Mongolei und über das
Pekinger Abkommen vom Jahre 1913 enthält.
* Petersburg, 6. April. Der von der
Budgetkom=
miſſion der Reichsduma vorbereitete Bericht über
das Staatsbudget 1914 ſetzt die ordentlichen und
außer=
ordentlichen Ausgaben auf 3 580 328093 Rubel. alſo 329,8
Millionen Rubel höher als im Jahre 1912, die ordentlichen
und außerordentlichen Einnahmen auf 3612 659163
Rubel, alſo 362 Millionen Rubel mehr als im Jahre 1913,
feſt. Die erwarteten Einnahmen überſteigen ſomit die
Ausgaben um 32331090 Rubel. Die Budgetkommiſſion
ſchlägt vor, den Ueberſchuß zum Bau von
Staatszufuhr=
wegen, Sekundärbahnen und anderen Verkehrswegen zu
verwenden. Bei der Durchführung dieſes Vorſchlages
werde das Staatsbudget 1914 an ordentlichen Einnahmen
3 571 159 258 Rubel, an außerordentlichen Einnahmen
13 400000 Rubel, an ordentlichen Ausgaben 3 299 118 168
Rubel und an außerordentlichen Ausgaben 313 440015
Rubel betragen. Die ordentlichen Einnahmen würden
ſo=
mit die ordentlichen Ausgaben um 272040090 Rubel
überſteigen.
2 Mign. 6. Apeil. Iu den Fabrien ſtreiten
33000, im Hafen 700 Arbeiter. Als ein Teil der
Streikenden verſuchte, eine Kundgebung zu veranſtalten
und zwei verhaftete Agitatoren zu befreien, wurden die
Demonſtranten von der Polizei zerſtreut und drei, welche
die Kundgebung angeſtiftet hatten, verhaftet.
* Cherſon. 6. April. Während einer Durchſuchung der
Arreſtanten des Zuchthauſes überfieelen die
Sträf=
linge die Aufſeher und verwundeten zwei. Bei
der Unterdrückung der Meuterei wurden zwei Sträflinge
von der Gefängniswache getötet und fünf verwundet.
* Bukareſt, 6. April. Gegenüber den Nachrichten von
einer angeblichen Miſſion des Generals Coanda in
Konſtantinopel wird von zuſtändigen Kreiſen erklärt, daß
es ſich in keiner Weiſe um eine offizielle
Miſſion handelt. Der General unternimmt
gegen=
wärtig mit ſeiner Familie eine Orientreiſe. Da er
Mitglied der rumäniſchen Delegation für die
Verhandlun=
gen über den Bukareſter Vertrag war, iſt es nur
ſelbſt=
verſtändlich, wenn er mit verſchiedenen Politikern
Unter=
redungen über Fragen hatte, an denen Rumänien in
ſei=
ner vermittelnden Haltung intereſſiert iſt.
* Konſtantinopel, 6. April. Nachdem die europäiſchen
Kabinette die von Rußland vorgeſchlagenen
Kandiva=
ten für die Poſten der zwei Generalinſpektoren.
für Reformen in den oſtanatoliſchen Wilajets
angenommen haben, werden die Botſchafter
wahrſchein=
lich heute nachmittag einzeln dem Großweſir mündlich die
Kandidaten, nämlich zwei Belgier, zwei Holländer und
einen Norweger, vorſchlagen.
* Mulden 6. April. Zwei in der Umgebung der
Sta=
tion Utai einquartierte chineſiſche Bataillone
haben gemeutert und die Stadt Iluntſchau
ge=
plündert. Aus Mulden und Kirin ſind fünf
Batail=
lone zur Unterdrückung der Meuterei ausgerückt.
— Friedenau, 6. April. Heute nacht iſt auch der
Ehe=
mann Rieſch, der mit ſeiner Frau unmittelbar nach der
Hochzeit unter Vergiftungserſcheinungen erkrankt war,
ge=
ſtorben.
Der Urheber des Debrecziner Bombenattentats verhaftet.
* Peſt, 6. April. Der Urheber des
Bomben=
attentats im Debrecziner Biſchofspalaſt,
Catarau, iſt in der Umgebung von Uesküb
feſtge=
nommen worden. Das öſterreichiſch=ungariſche Konſu=,
lat hat die Geſandtſchaft in Belgrad verſtändigt, um die
zur Auslieferung nötigen Schritte einzuleiten. Die Spur
Cataraus wurde durch einen Brief gefunden, in dem er
ſeinen Eltern mitteilte, er wolle ſich zunächſt in Uesküb
auf=
halten und ſich ſpäter nach der Schweiz begeben.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Eine Dame verliert 22 Pfund Körpergewicht
in 7 Wochen und läuft mit den Kindern
um die Wette.
Sie erzählt zum Beſten intereſſierter Leſer, wie ſie
das erreichte.
„Nachdem ſelbſt die beſten Schneiderinnen es
verzwei=
felt aufgegeben hatten, meine äußere Erſcheinung ſchick und
elegant zu geſtalten; nachdem mir faſt jede Anſtrengung
verſagt war, weil mir die geringſte ſchon den Atem nahm
und mir die Schweißperlen aus allen Poren trieb;
nach=
dem mir mein Arzt eröffnet hatte, daß die Verfettung
all=
mählich alle Lebensorgane ergreiſe und mich zum Grabe
treiben werde, brachte ich es fertig, mein Gewicht
inner=
halb ſieben Wochen um 22 Pfund, den Umfang von
Hüf=
ten und Unterleib um 18 Zentimeter zu verringern”, ſagt
Madame Mathot, wohnhaft in Paris, Rue Ordener 72.
„Ich hatte vorher ſchon ſo viele Sachen ohne Erfolg
pro=
biert, daß ich glaubte, es gebe keine Hoffnung mehr für
mich, bis mir Mademoiſelle Marguerite, ein Mannequin
der Rue de la Paix, ihre eigene Erfahrung zum beſten
gab und mir riet, ich ſolle es, als Letztes, einmal mit den
einfachen, harmloſen Reſia=Blättern probieren, die ich für
wenig Geld in der Apotheke bekommen könne.”
„Nachdem ich eine Woche lang Reſia=Blätter
genom=
men hatte, ging mein Körpergewicht raſch herunter. Ich
ſetzte mit der Behandlung fort, und ehe ich es gewahr
wurde, war ich ſchon einige Pfund leichter geworden; ich
fühlte mich bei alledem ſo wohl und voll neuer
Lebens=
kraft, daß ich übermütig mit den Kindern um die Wette
zu laufen begann, etwas, was bei mir einige Wochen
zu=
vor noch als ein Ding der Unmöglichkeit erſchienen wäre.
Jetzt habe ich wieder eine ſchlanke, wohlgeformte Figur,
mein Fleiſch iſt ſo feſt wie Marmor und ich fühle mich
nicht nur, ſondern ſehe auch um Jahre verjüngt aus.”
Anmerkung: Zum Beſten der Leſer ſei hier
ge=
ſagt, daß Reſia=Blätter weder Schilddrüſe noch
irgend=
welche ſchädliche Drogen enthalten und von jedermann, der
ſein überflüſſiges Fett loshaben möchte, vertrauensvoll
angewandt werden können.
(VIII,9055
die 3. Straßburger Münſter=Geld=Lotterie, deren
Ziehung bereits am 23., 24. und 25. April
ſtatt=
findet, bietet wieder Bar=Geld=Gewinne von 75000,
30000, 20000, 10000 Mk. ꝛc., die für nur 3 Mk.
ge=
wonnen werden können. — Dieſe Loſe dieſer Lotterie
werden ſehr ſchnell geräumt ſein, ſchleuniger Kauf daher
zu empfehlen; die Loſe à 3 Mk. (Porto und Liſte
30 Pfg. extra) ſind in Lotteriegeſchäften und
Loſever=
kaufsſtellen zu haben, auch durch die bekannten General=
Agenturen Lud. Müller & Co. in Berlin, Werderſcher
Markt 10, und J. Stürmer, Straßburg i. E.,
Lang=
ſtraße 107, zu beziehen.
Da
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und erhält die Zähne rein und gelund!
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A9155
(Die Kultur verſeinert ſich ohne Frage. Selbſt beil
Ernährungs= und Heilmittel müſſen ſich dieſer
Tat=
ſache anpaſſen und die Zahl der Dinge, die man heute
Tin konzentrierter Form haben kann, iſt gar nicht zu
Züberſehen. Fays ächte Sodener Mineral=Paſtillen
ſind auf dieſem Wege ſchon vor mehr als 25 Jahren
Xvorangegangen. Sie bieten gleichſam die wohltätigen
Kräfte der Sodener Gemeinde=Heilquellen No. 3
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Geſchäftliches.
Eine bewährte Methode zur Desinfektion
der Mund=eund Rachenhöhle. In der rauhen
Jahreszeit iſt die Gefahr der Erkältung und die
Auf=
nahmefähigkeit für die Bakterien der ſogenannten
Er=
kältungskrankheiten am größten. Infektionskrankheiten,
wie Diphtherie, Scharlach, Typhus und andere, werden
bekanntlich dadurch hervorgerufen, daß die Keime mit
der Atmungsluft, durch die Nahrung oder Hände in die
Mundhöhle gelangen. Als Schutz vor Anſteckung
be=
währen ſich die Formamint=Tabletten der Firma
Bauer & Cie., Berlin. Sie machen beim Aufſaugen im
Munde den Speichel zum Desinfektionsmittel, das in
alle Fältchen der Schleimhäute eindringt und die dorthin
gelangten Krankheitskeime vernichtet. Wir verweiſen auf
den der heutigen Nummer beiliegenden Proſpekt. (Sp9135
The Church of England Service in the
Hofkirche
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Easter-Sunday
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12 p. m.: Mattins followed by ceiebration of the Holy
Communion.
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(IX,9109
[ ← ][ ][ → ]Nummer 97.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 7. April 1914.
Seite 7.
Statt beſonderer Anzeige.
Mein lieber Mann, unſer guter Vater,
Großvater, Bruder und Onkel
(9153
Rudolf Burg
Städt. Güterverwalter i. P.
iſt heute morgen nach längerem, ſchwerem
Leiden im 66. Lebensjahre ſanft verſchieden.
Darmſtadt, am 6. April 1914.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Marie Burg,
geb. Keller.
Die Beerdigung findet am 8. April,
nachmit=
tags 2¾/ Uhr, vom Trauerhauſe,
Dieburger=
ſtraße 106, aus ſtatt; die Einſegnung ¼ Stunde
vorher.
Von Beileidsbeſuchen bitten wir abſehen zu
wollen.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das Tiefdruckgebiet über dem Ozean hat ſich verſtärkt
und weiter über Europa ausgebreitet; ſeine Ausläufer
brachten uns bei lebhaften ſüdweſtlichen Winden
zeit=
weilig Regenſchauer. Wir werden heute im Bereiche von
Randwirbeln des nordweſtlichen Tiefdruckgebietes bleiben
und Fortdauer der beſtehenden veränderlichen Witterung
zu erwarten haben.
Vorausſichtliche Witterung in Heſſen am Dienstag,
7. April: Veränderlich, teils trüb, teils aufklärend,
zeit=
weiſe Regenfälle, weſtliche Winde, Temperatur wenig
ge=
ändert.
Tageskalender.
Dienstag, 7. April.
Konzert um 8 Uhr im Konſervatorium für Muſik
(Mühlſtraße 70).
Danksagung.
Für die uns erwieſene Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meines lieben
Mannes ſage herzlichen Dank im
Namen der ganzen Familie.
Hermine Bauder, geb. Greb.
Darmſtadt, den 6. April 1914.
Todes=Anzeige.
Geſtern nachmittag verſchied ſanft nach
kurzem Krankſein im 79. Lebensjahre unſere
liebe Schweſter, Schwägerin, Tante und
Großtante
(B9111
Pauline Seederer.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Seederer,
Oberſt z. D.
Darmſtadt, 6. April 1914.
Die Einſegnung findet am Mittwoch, den
8. ds. Mts., 3 Uhr nachmittags, im
Sterbe=
hauſe Martinſtraße 48 ſtatt, hieran anſchließend
die Beerdigung auf dem Darmſtädter Friedhof.
(9084
Verſteigerungskalender.
Mittwoch, 8. April.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 10 Uhr
Rundeturmſtraße 16.
Mobitiar= uſw. Verſteigerung um 3 Uhr in
der „Ludwigshalle‟
Dünger=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Train=
kaſerne (Eſchollbrückerſtraße).
Drick und Verlagt z. g. eilicſe Zeſtuchenckert
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil Maxr Streeſe; für den Anzeigenteil,
Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Carl Friedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren.
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen:
nachträg=
liche werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſtkripte
werden nicht zurückgeſandt.
Vor dem Osterfeste ist es mir nicht möglich, meiner werten Kundschaft mit
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9104
[ ← ][ ][ → ]Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 7. April 1914.
Nummer 97.
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Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 7. April 1914.
Seite 9.
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Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 7. April 1914.
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9108
Reibmaschinen . . . . . . . 1.65, 1.25
Wandkaffeemühlen . . 3.75, 2.50, 1.95
. . 10,8, 5 ₰
Kaffeelöffel . . .
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Salatseiher emailliert
. . 35, 25, 10 ₰
Salatbestecke
. Paar 85, 48, 35 ₰
Tischbestecke .
3 Liter 2 Liter 1Liter
Buttermaschinen
2.75 2.25 1.45
1.55, 1.25, 85 ₰
Backformen
Teigschüsseln emailliert . 1.25, 95, 85 ₰
1.45, 1.25, 88 ₰
Puddingformen.
Eierschränke .
2.25, 1.15, 45 ₰
65, 55, 45 ₰
Wellhölzer
Servierbretter
1.95, 1.75, 1.50
35, 25, 18 ₰
Tabletts
Fleisch-Hackmaschinen . . 3.75, 2.75
Brotkasten rund
1.45, 1.10
Bügelbretter guter Bezug
1.95, 1.10
Fensterleder
95, 75, 38 ₰
Wäscheklammern . Dutzend 12 und 8 ₰
Wäscheleinen
85, 48, 33 ₰
Scheuerbürsten.
28, 20, 15 ₰
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Feiertage:
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Pariſer Artiſchoken
Pariſer Spargelſpitzen
Engliſche Treibhausgurken
Engliſche Rharbarber
Neue Malta=Kartoffeln
Canariſche Tomaten
Friſche Ananas, auch im Ausſchnitt
Friſche Cap=Trauben
Friſche Cap=Birnen
Friſche Cap=Pflaumen
Amerikaniſche Aepfel neuer Ernte
Grapes Fruits
Kibitzeier
Caviar
Gänſeleberpaſteten
(9114
Aufſchnitt= und Käſeplatten
Salate und Mayonnaiſen
Friſches Tafelgeflügel
Brüſſeler Poularden
Hamburger Enten
Junge Vierländer Gänſe
Steyriſche Milchmaſtpoulets
Theodor Stchmer
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Nr. 42.
Dienstag,. 7. April.
1914.
Bekanntmachung.
Es iſt beabſichtigt, die elektriſche Straßenbahn in der Dieburgerſtraße hier
on der Mühl= bis zur Taunusſtraße zweigleiſig auszubauen und in der
Stift=
ſraße zum Aufſtellen von Reſervewagen in beſonderen Fällen ein
Nebenabſtell=
eis anzulegen.
Die Pläne der Anlage liegen in der Zeit von Dienstag, den 7. bis Montag,
en 13. ds. Mts. einſchließlich auf dem Bureau des Großh. Polizeiamts zur
Mnſicht offen.
Landespolizeilicher Prüfungstermin wird auf Dienstag, den 14. ds. Mts.,
Ahormittags 11 Uhr, auf Großh. Polizeiamt anberaumt.
Einwendungen gegen die Anlage ſind in dieſem Termin bei Meidung des
Ausſchluſſes vorzubringen.
. (9072
Darmſtadt, den 3. April 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Bekanntmachung.
Der Metzger Adam Hamm V. beabſichtigt auf dem Grundſtück Flur I Nr. 34,
gelegen zu Weiterſtadt, Kreuzſtraße 30, ein Schlachthaus zu errichten.
Pläne und Beſchreibung hierüber liegen 14 Tage lang, vom Erſcheinen dieſes
in dem Darmſtädter Tagblatt an gerechnet, auf dem Bureau der Großh.
Bürger=
meiſterei Weiterſtadt zur Einſicht der Intereſſenten offen.
Etwaige Einwendungen ſind binnen dieſer Friſt bei Meidung des Ausſchluſſes
bei Großh. Bürgermeiſterei Weiterſtadt vorzubringen.
(9070
Darmſtadt, den 2. April 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Piſtor.
Anliche Ruchrichten des Groß, Polzeiants Darntſadt=
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
icher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
Uinden ſich: 1 deutſche Dogge, 1 Pinſcher, 1 Foxterrier. 1 Foxterrier,
Boxer (zugelaufen). Die Hunde können von den Eigentümern bei
lem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der
ſicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags
Uhr, ſtatt.
(9083
Unerlaubtes Kollektieren.
Im Januar ds. Js. iſt in Frankfurt a. M. unter der
Bezeich=
jung: „Internationale Schriftenmiſſion” ein Unternehmen gegründet
porden, das angeblich unentgeltliche Krankenpflege bezweckt. Nach
Angabe des Unternehmers ſind 7 ſogenannte Krankenſchweſtern
ingagiert, die von Haus zu Haus gehen und das religiöſe Blättchen
Es werde Licht” vertreiben. Die Schweſtern gebrauchen beim Verkauf
uſes Blättchens an den Türen die Worte: „Für unentgeltliche
Kranken=
flege‟, „für Miſſion”, „für die Armen”, „zur Bekämpfung der Schund=
Uſteratur” und dergleichen und haben bereits viele tauſend Stück ſolcher
Pruckſchriften für 10 Pfg. das Stück abgeſetzt.
Sie tragen Schweſternkleidung (dunkelblaues Kleid mit weißen
Punkten, ſchwarzen Mantel und ſchwarzes Häubchen mit weißer
Ein=
haſſung) Krankenpflege iſt noch nicht geleiſtet worden, die Einnahmen
ſind vielmehr zur Unterhaltung der Unternehmer und des Perſonals
verwendet worden. Es beſteht der dringende Verdacht, daß es ſich
um eines iener Inſtitute handelt, die jetzt überall auftauchen und
Unter dem Vorwand ſozialer und religiöſer Rettungsarbeit (Fürſorge für
Obdachloſe, Krankenpflege, angeblich Miſſionsdienſt) der Bereicherung
ſper Inhaber dienen, die teilweiſe erheblich vorbeſtraft und
unge=
ignet ſind.
Dasſelbe Geſchäft betreibt ein gewiſſer Willy Dietrich ſeit 1912
von Breslau aus mit den ſogenannten „Schweſtern vom ſchwarzen
Rreuz‟. Dietrich wurde von der Strafkammer Breslau am 9. Juli
11912 wegen unerlaubten Kollektierens verurteilt. Kürzlich wurde auch
hier eine ſogenannte Schweſter vom ſchwarzen Kreuz ermittelt, die die
Flättchen „Friedensklänge” und „Es werde Licht” vertrieb und den
AErlös an das Dietrich’ſche Unternehmen abiieferte.
Wir empfehlen dringend, kollektierenden Perſonen gegenüber von
Ader größten Vorſicht zu ſein, und ſie nur dann zu unterſtützen, wenn
ſie eine von uns ausgeſtellte polizeiliche Genehmigungsurkunde vor=
Atigen können.
Schwindelunternehmungen vorbezeichneter Art ſchädigen die
reelle Miſſionstätigkeit, der durch die Spekulation Unberufener eine
Menge Werte entzogen wird.
Darmſtadt, den 31. März 1914.
(8985go
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Bekanntmachung.
Betreffend: Sonntagsruhe im Handelsgewerbe und im
Gewerbe=
betrieb der Bäcker, Friſeure und Photographen.
Um Zweifeln zu begegnen, ſehen wir uns unter Bezugnahme
lauf die Bekanntmachung des Großh. Kreisamts Darmſtadt vom
27. Dezember 1907 veranlaßt, die für die kommenden Feſtage auf
Grund des § 105e der Reichsgewerbeordnung für die nachſtehend
aufgeführten Gewerbszweige erlaſſenen Vorſchriften über die
Sonn=
tagsruhe zur allgemeinen Kenntnis zu bringen:
I. Am Karfreitag und an den beiden Oſterfeiertagen darf
im Handelsgewerbe auf Grund der Beſtimmungen des Ortsſtatuts
vom 6. September 1907 weder eine Beſchäftigung von Gehilfen,
Lehrlingen und Arbeitern, noch ein Gewerbebetrieb in offenen
Ver=
kaufsſtellen ſtattfinden.
Ausnahmen auf Grund des § 105e der Reichsgewerbeordnung
ſind nur zugelaſſen:
A. Für den erſten Oſterfeiertag:
1. für Bäcker und Konditoren in der Zeit von vormittags 5 bis
9 Uhr und 11 bis 12 Uhr;
2. für Milchhändler und Molkereien in der Zeit von
vormit=
tags 5 Uhr bis nachmittags 1 Uhr und nachmittags von
6 bis 8 Uhr;
3. für Blumenhändler in der Zeit von vormittags 5 bis 9 Uhr
und von 11 bis 12 Uhr mittags;
4. für Verkäufer von Roheis von vormittags 6 Uhr bis
nach=
mittags 1 Uhr;
5. für Zeitungsſpediteure von vormittags 6 bis 9½ Uhr. (
Zei=
tungs= und Druckſchriftenverkauf an den Hauptbahnhöfen
ohne Zeitbeſchränkung.)
B. Für den Karfreitag und den zweiten Oſterfeiertag:
1. für Bäcker in der Zeit von vormittags 5 bis nachmittags
1 Uhr;
2. für Konditoren in der Zeit von vormittags 5 Uhr bis
nachmittags 3 Uhr:
3. für Metzger und Fleiſchwarenhändler in der Zeit von
vor=
mittags 6 Uhr bis 11 Uhr;
4. für Milchhändler und Molkereien in der Zeit von
vormit=
tags 5 Uhr bis 1 Uhr nachmittags und von 6 bis 8 Uhr
nachmitags;
5. für Blumenhändler in der Zeit von vormittags 7 Uhr bis
9 Uhr und von 11 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags;
6. für Verkäufer von Roheis von vormittags 6 Uhr bis
nach=
mittags 1 Uhr;
7. für Zeitungsſpediteure in der Zeit von vormittags 6 Uhr
bis 3 Uhr. (Zeitungs= und Druckſchriftenverkauf an den
Hauptbahnhöfen ohne Zeitbeſchränkung.)
II. In den Bäckereien darf an dem Karfreitag eine
Arbeits=
ſchicht wie an den Werktagen eingelegt werden, jedoch mit der
Ein=
ſchränkung, daß die Schicht ſpäteſtens um 2 Uhr nachmittags beendigt
iſt, und unter der Bedingung, daß den Gehilfen und Lehrlingen vom
2. Feiertag abends 10 Uhr bis zum nächſten Tage abends 7 Uhr
eine ununterbrochene Ruhezeit gewährt wird.
III. Der Gewerbebetrieb der Friſeure und die Beſchäftigung
von Gehilfen und Lehrlingen im Friſeurgewerbe iſt am Karfreitag
und am erſten Oſterfeiertag geſtattet:
a) außerhalb der Werkſtätte bis 12 Uhr mittags;
b) innerhalb der Werkſtätte von 9 Uhr vormittags bis 12 Uhr
mittags.
Am zweiten Oſterfeiertag iſt jeglicher Gewerbebetrieb
ein=
ſchließlich desjenigen der Friſeuſen unterſagt.
M e e e
Sonn= und Feſtagen, ein Gewerbebetrieb der Friſeure und die
Be=
ſchäftigung von Gehilfen und Lehrlingen innerhalb und außerhalb
der Werkſtätte in der Zeit von 6 bis 9 Uhr nachmittags bei der
Vorbereitung von öffentlichen Theatervorſtellungen und
Schauſtel=
lungen geſtattet.
IV. In den Werkſtätten der Photographen iſt am erſten
Oſterfeiertag jeglicher Gewerbebetrieb unterſagt. Am Karfreitag
und am zweiten Oſterfeiertag iſt die Ausübung des
Gewerbe=
betriebes und die Beſchäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und
Ar=
beitern in den photographiſchen Werkſtätten geſtattet ausſchließlich
zum Zweck der Aufnahme von 11 Uhr vormittags bis 4 Uhr
nach=
mittags.
dsg. Wenn die Sonn= und Feiertagsarbeiten länger als 3
Stun=
den dauern, ſo ſind die Arbeiter entweder an iedem dritten Sonntag
für volle 36 Stunden oder an jedem zweiten Sonntag mindeſtens in
der Zeit von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends oder in jeder Woche
während der zweiten Hälfte eines Arbeitstages, und zwar ſpäteſtens
von 1 Uhr nachmittags ab von jeder Arbeit frei zu laſſen. Wenn
die Arbeiter durch die Sonntagsarbeit an dem Beſuche des
Gottes=
dienſtes verhindert werden, ſo iſt ihnen an jedem dritten Sonntag
die zum Beſuche des Gottesdienſtes erforderliche Zeit frei zu geben.
Wir haben die Schutzmannſchaft beauftragt, die richtige
Ein=
haltung der vorſtehend bekanntgegebenen Beſchäftigungs= und
Ver=
kaufszeiten ſtreng zu überwachen und Uebertretungen unnachſichtlich
zur Anzeige zu bringen.
Darmſtadt, den 1. April 1914.
(9073id
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Neuban der Luftſchiffer=Kaſerne
zu Darmſtadt.
Die Maurermaterialien zum Neubau des
Familienwohnge=
bäudes ſind entweder im ganzen oder nach Bruchſteinen, gebrannten
Steinen, Zement, Kalk und Sand ꝛc. getrennt öffentlich zu vergeben.
Die Bedingungen liegen im Neubaubureau der
Luftſchiffer=
kaſerne am Dornheimer Weg hier, während der Dienſtſtunden von
8—12 Uhr vormittags und von ½ 3—6 Uhr nachmittags aus.
Die Verdingungsunterlagen können dortſelbſt zum Preiſe von
0,40 Mk. oder gegen poſt= und beſtellgeldfreie Einſendung dieſer
Be=
träge an das Militär=Bauamt, Riedeſelſtraße hier, bezogen werden.
Die ausgefüllten Angebote nebſt den vorgeſchriebenen Proben
ſind bis Samstag, den 11. April, vormittags 10 Uhr, an
vor=
genanntes Neubaubureau völlig poſt= und beſtellgeldfrei einzuſenden,
woſelbſt die Eröffnungen am vorgenannten Zeitpunkt erfolgen werden.
Die Zuſchlagsfriſt beträgt 28 Tage.
(9076
Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, den 8. April 1914, vorm. 10 Uhr,
werden im Pfandlokale Rundeturmſtr. 16 (Reſtaur. zur Roſenhöhe)
dahier
1. auf freiwilliges Anſtehen: 1 gr. Partie Porzellan, geeichte
Bier= u. Weingläſer, Beſtecke, Küchengeſchirr u. a. m.;
2. zwangsweiſe: 1 große Partie Damenſonnenſchirme:
ferner: Diwans, Kleiderſchränke, Vertikos, Trumeauxſpiegel,
Tiſche, Büfetts, 1 Spiegelſchrank 1 Ausziehtiſch,
Galerie=
ſchränke, 1 Bet, Sofas, Schreibtiſche, 1 Schreibkommode
mit Schrankaufſatz, 1 Kommode, 2 Glasſchränke, 1
Jalouſie=
ſchrank, 1 Büroſchrank, 1 Kaſſenſchranf Ladenſchränke,
Laden=
theken mit Glasaufätzen, 1 Ladenkaſſe, 1 Schreibmaſchine,
5 Gas= und elektr. Lüſter, 91 Bände Bibliothek des Wiſſens
und der Unterhaltung, 1 Eisſchrank, Oxford, Weißwaren,
1 Pianino, 1 Grammophon, 1 Hund (Boxer), 1 Landauer,
Haferquetſchmaſchine, Schrotmühlen, 1 Dampfmaſchine,
1 Papierſchneidmaſchine, Pappdeckelſcheere u. 1 Stanzmaſchine
durch den Unterzeichneten verſteigert.
(9151
Die Verſteigerung der fettgedruckten Sachen findet ſicher ſtatt.
Berbert, Großh. Gerichtsvollzieher
Georgenſtraße 11, I.
Verſteigerungs=Anzeige,
Mittwoch, den 8. April 1914, nachm. 3 Uhr,
verſteigere ich im Verſteigerungslokal „Zur
Ludwigs=
halle (Obergaſſe) im Auftrage des Herrn
Konkursver=
walters Raab dahier die zur Konkursmaſſe J. Schnitzer
ge=
hörigen Warenbeſtände, als:
Eine große Partie Schuhwaren (Herren= und
Damen=
ſtiefel, Herren= und Damen=Halbſchuhe, Mädchen= und
Knabenſchuhe, Kinderſtiefel), Hei den, Unterhoſen,
Röcke, Kragen, eine Partie Sonnenſchirme u. a. m.;
ferner zwangsweiſe: Hausmobilien durch alle Rubriken
(9146
öffentlich meiſtbietend gegen Barzahlung.
Die Uhren= und Goldwaren=Verſteigerung
Grafenstrasse 25 — wird Dienstag
vormittag 10 Uhr fortgeſetzt.
Kapp, Großh. Gerichtsvolzieher
.
zu Darmſtadt, Georgenſtraße 1.
Täglich frische Eier
aus dem Neſt an Priv. abzugeb.
Werd. ins Haus gebracht. Off. u.
E 59 an die Expedition. (*9430id
Kräftige Penſeeſtöckchen
100 Stück Mk. 1.50 abzugeben.
Näheres in der Exped. (9082
Kut erh. Kinderwagen preisw. zu
perk. Karlſtr. 104½, II. (*9392
Waſchmaſchine, wenig gebraucht,
für die Hälfte des Wertes zu
verkaufen. Wo ſaat d. Exped. (*9385
Briefmarken
— Faksimiles. —
Auswahl bill. Joh.
Christ-
mann, Kempten (Bay.)
Ein ſchöner Hafenſtall f. 10 Mk.
E zu verkaufen.
(*9321
Stiftſtraße 46.
Bekanntmachung.
Dienstag, den 12. Mai I. Js.,
vormittags 11 Uhr,
ſoll die der Firma Bruſt & Poſt,
vorm. P. Graef. Geſellſchaft mit
beſchränkter Haftung, dahier
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
16 175 3382 Hofreite im
Bach=
gang Nr. 20,
in unſerem Bureau, Grafenſtraße
Nr. 30, II, zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K52/13
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, wird
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 4. April 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (VIII,9091
Bekanntmachung.
Dienstag, den 12. Mai 1914,
vormittags 10½ Uhr,
ſollen die dem Gaſtwirt Ludwig
Wolff und deſſen Ehefrau
Mar=
garethe, geb. Wolff, dahier
ge=
hörigen Riegenſchaften:
Flur Nr. am
XVIII 1727/10 125 Hofreite
Don=
nersbergring
Nr. 32,
XVIII 1729/10 32 Grasgarten
daſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe
ver=
ſteigert werden.
(K28/14
Darmſtadt, 4. April 1914
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen.)
Frantz. (IX,9095
Bekanninachung.
Dienstag, den 12. Mai 1914,
vormittags 11 Uhr,
ſollen die dem Gaſtwirt Ludwig
Wolff und deſſen Ehefrau
Mar=
garethe, geb. Wolff, dahier
ge=
hörigen Liegenſchaften:
Flur Nr. am
XVIII 173 127 Hofreite
Don=
nersbergring
Nr. 30,
XVIII 17370 32 Grasgarten
daſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe
ver=
ſteigert werden.
(K27114
Darmſtadt, 4. April 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen.)
Frantz. (IX,9093
Belaunmachung.
Dienstag, den 12. Mai 1914,
vormittags 10¾ Uhr,
ſollen die den Gaſtwirt Ludwig
Wolf Eheleuten dahier
zugeſchrie=
benen Liegenſchaften:
Flur Nr. qm
XVIII 173¾/10 128 Hofreite
Don=
nersbergring
Nr. 23,
XVIII 17370 37 Grasgarten
daſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe
ver=
ſteigert werden.
(K30/14
Darmſtadt, 2. April 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
GBeſſungen.)
Frantz. (IX,9094
Bekanntmachung.
Dienstag, den 12. Mai 1914,
vormittags 11¼ Uhr,
ſoll die dem Gaſtwirt Ludwig,=
Wolf und deſſen Ehefrau Mar=”
garethe, geb. Wolf, dahier
ge=
hörige Liegenſchaft:
Flur Nr. am
XVIII 173¾/0 177 Hofreite
Don=
nersbergring
Nr. 26,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe
verſtei=
gert werden.
(K29/14
Darmſtadt, 4. April 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
Frantz. (IX,9092
dkl. u. dkl. Rock m. graugeſtr.
Anluſ Hoſe, all. mittl. Gr.,wg. getr.,
zv. Gr.Ochſengaſſel.H5th.I.(*379im
Klappſportwagen, gut erhalt., bill.
zu verk. Müllerſtr. 7, I. (*9378
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 7. April 1914.
Nummer 97.
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ca. 35 cm lang . . 6.00
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zeugſchränke, Bücherſchränke, Divlomat=Schreibtiſche,
Schreib=
pulte, Drehſtühle, Sekretäre, Chiffoniere, Diwan, Chaiſelonque,
Seſſel, Salongarnituren, Büfett, eichen, 1 Büfett, nußb.,
Kre=
denz, Leder=, beſſ. und einf. Stühle, Auszug=, ovale und
Küchen=
tiſche, Zeichenbretter und Tiſch, Korb= und Verandenmöbel,
Blumenſtänder, Gartentiſche und Stühle, Sitz= u.
Liegebade=
wanne, Waſchmaſchine, Fahrrad mit Freilauf, 1 zweiräd.
Hand=
wagen, Gas= und elektr. Lüſter, Sportwagen und Kinderſtuhl,
Küchenſchrank, Tiſch und Stühle, Gartenſchlauch.
Schränke, Truhen, Kommode, Seſſel, Stühle,
Antike Möbel: Spiegel, Zinn, Oelgemälde.
(9122
Regale mit Schubladen, Glasſchränke,
Laden=Einrichtungen: Theken, Firmenſchilder uſw.
Auktionator und
Johannes Krummeck,
Taxator.
Möbel= und Auktionshaus Bleichſtraße 1, Teleph. 1774.
Ausſtellungslokal: Grafenſtr. 2. Tägl. ununterbrochen geöffnet.
Annahme von Verſteigerungen, Verkäufen u. Taxationen,
1 elegantes Fremdenschlafzimmer, nussbaum.
Vermögens=Bilanz vom 31. Dezember 1913.
Oktroi=Rückvergütung.
Anſprüche auf Oktroi=
Rückver=
gütung aus dem Verwaltungsjahr
1913 (1. April 1913 bis 31. März
1914) müſſen unter Vorlage der
bezüglichen Ausfuhr=
Beſchei=
nigungen (zuſammengeſtellt) und
der Quittungen über die bezahlte
Oktroiabgabe längſtens bis zum
1. Mai ds. Js. geltend gemacht
werden.
(8895so
Darmſtadt, 1. April 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt.
Mitgliederſtand:
Ende 1912
50
Zugang in 1913 .
Abgang in 1913 .
Stand Ende 1913 . 54
Darmſtadt, den 19. Februar 1914.
(9043
Spar= und Vorſchußverein der kathol. Gemeinde Darmſtadt
eingetragene Genoſſenſchaft mit beſchr. Haftpflicht
Der Direktor: Prof. Ensgraber, Der Rendant: P. Meſſerſchmitt=
Haftſumme:
63 200 ℳ
2800 ℳ
66000 ℳ
4 400 ℳ
61 600 ℳ
Kanalbauarbeit.
Die Herſtellung von etwa 400m
Rohrkanälen im Baugebiet am
Heinrichwingertsweg ſoll vergeben
werden.
Arbeitsbeſchreibungen und
Be=
dingungen liegen bei dem
Tiefbau=
amt, Zimmer Nr. 4, zur Einſicht
offen. Auch werden dort die
Ange=
botſcheine abgegeben.
Angebote ſind bis
Dienstag, 14. April I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzu=
(9145im
reichen.
Darmſtadt, 6. April 1914.
Tiefbauamt.
Keller.
Bekanntmachung.
Dienstag, den 12. Mai 1914,
vormittags 11½ Uhr,
ſollen die den Schloſſermeiſter
Georg Friedrich Rettig Eheleuten
gehörigen Liegenſchaften:
Flur Nr. am
VI 436 157 Hofreite
Fran=
kenſteinſtraße
Nr. 42,
VI 436¾/10 27 Grasgarten
(Vorgarten)
daſelbſt,
VI 437 130 Grabgarten
da=
ſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe ver=
(K85/13
ſteigert werden.
Die Genehmigung der
Verſteige=
rung wird auch dann erfolgen, falls
kein der Schätzung entſprechendes
Gebot eingelegt wird und andere
rechtliche Hinderniſſe nicht
ent=
gegenſtehen.
Darmſtadt, 6. April 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſungen).
Frantz. (IX.9171
m Backofen u. Partie
Gasherd Weinflaſchen zu
ver=
kaufen.
Luiſenſtraße 6, I. (*9423
In unſer Handels=Regiſter, Ab=
Iteilung B, wurde heute
ein=
getragen hinſichtlich der Firma:
Carl Schenck,
Eiſengieße=
rei und Maſchinenfabrik,
Geſellſchaft mit
beſchränk=
ter Haftung, Darmſtadt.
Oberingenieur Oskar Brix und
Oberingenieur Adolf Plotz beide
in Darmſtadt ſind als
Geſamt=
prokuriſten beſtellt. Dieſelben ſind
in Gemeinſchaft mit einem
Ge=
ſchäftsführer oder mit einem
Pro=
kuriſten zeichnungsberechtigt, ebenſo
die bereits beſtellten Prokuriſten
Georg Kramer und Georg
Darm=
ſtädter. Die Prokura des Heinrich
Kraus, Kaufmann in Darmſtadt,
iſt erloſchen.
(9065
Darmſtadt, 3. April 1914.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Die
Epileptiſchen=Anſtalt
zu Nieder=Ramſtadt
bittet wiederum um getragene
Kleider, altes Weißzeug, Lappen,
ſowie Gebrauchsgegenſtände aller
Art. Die Sachen werden nach
Be=
ſtellung (telephoniſch Amt
Darm=
ſtadt 572 oder ſchriftlich in den
Briefkaſten Nieder=
Ramſtädter=
ſtraße 13) jederzeit mit herzlichem
Dank im Hauſe abgeholt.
Weimar, Pfarrer. (6998a
Brennholz-
Verkauf.
Dienstag, 7. April, wird
Wingerts=
gäßchen 1 kleingeſchnittenes
Brenn=
holz, per Ztr. zu 1 Mk., verk. (*9431
Herren=Lackſtiefel (wenig getr.,
Gr. 44) 4 M., Herr.=Waſchweſten
(weiß u. geſtr.) p. Stück 1,40 M., grauer
Herren=Anzugf. gr., ſchl. Hrn. 18 M.,
ſchw. f. Tuchjacke (benäht, f. ſtärkere
Dame, Gr. 46) 8 M., Herren=
Sport=
hemd 1,40 M., weiße Cheviotjacke
(Gr. 44) 5 M., Nick.=Kaffee=u.=
Milch=
kanne nebſt Zuckrd. u. Brett 8M., 6bl.
altd. Bierbech. nebſt Krug u. Holzbr.
zuſ.6 M., Likörſervice1,20 M., Kriſt.=
Deckelglas m. Kaufm.=Wapp. 5 M.
zu verk. Kiesſtraße 124 II. (*9424
Efeukäſten mit Gitterwände,
2 Chokolade= und
Bonbons=
ſchrank, kleine Eismaſchine,
guß=
eiſ. Waſſerbecken, 70/42/11, alles
ſehr billig abzugeben
(*9376
Soderſtraße 2, 1. St.
Kinderſportwagen z. Verſt., mit
K Verdeck, f. 6 Mk. zu verk. (*9371
Liebfrauenſtr. 95, III.
Pettſtelle mit Sprungrahm. weg.
D Platzmangel billig zu verk.
*9405imd)
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Mathildenplatz 1 —
Telephon 116.
Nummer 97.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 7. April 1914.
Seite 13.
Lasset des Kindes Fuss
wachsen, wie er soll.
Des Kindes Fuss muss
zweck-
mässig beschuht sein, damit es
im Alterauffesten Füssen steht
„ung-Deutschland‟
bester
Pfadfinder-Stiefel
garantiert wasserdicht.
N. &r bagebss!
Es ist eine der schönsten und zugleich wichtigsten
Aufgaben der Eltern, die Gesundheit ihrer Kinder zu
überwachen und von ihnen alles fernzuhalten, was dem
Körper irgendwie schädlich sein könnte.
Besondere Aufmerksamkeit ist dabei dem Fusse zu
schenken, denn derselbe spielt im täglichen Leben eine
zu wichtige Rolle, als dass man ihn nicht mit grösster
Aufmerksamkeit behandeln sollte.
Wir haben seit langem auch für den jugendlichen
Fuss eine berechtigte Sorgfalt gehegt und immer auf
Erzielung gesundheitlicher, hygienisch richtiger
Pass-
formen besonderen Wert gelegt.
Einige preiswerte Sorten:
Babyschuhe
150
22
Kinderstiefel .
70 190 250 30o
68
Knabenstiefel
560 580
Mädchenstiefel
480 500 540
290 380 A.
Sandalen
Nachdruck verboten .
Die Qualität unserer Schuhe
und Stiefel ist vorzüglich; wir
haben ganz besonders auf die
bekannte Lebhaftigkeit der
Jugend geachtet.
peier
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Straß-
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9118
Wildfangstiefel
Stellengstche
Ofe Stell
Junge Kontoriſtin mit
beſt. Ref. ſucht
Faintenting
per 1. Juli. Dieſelbe iſt
ſeit 7 Jahren a. d. Büro
einer hieſig. Fabrik als
Buch=
halt. u. Korreſpondent.
be=
ſchäft. u. an ſelbſt. Arbeit.
gewöhnt. Off. u. C4 a. d.
Exp. d. Bl.
(8268imf
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E 15 an die Exped. d. Bl. (*9355
Modiſtin empfiehlr ſich in all.
modern. Putzarbeiten bei hübſcher
Ausführung u. bill. Berechnung.
Lichtenbergſtr. 23, I. links. (*9403
Aushilfsköchin m. beſt. Empfehl.,
welche auch Hausarb. übernimmt,
ſucht ſofort Stelle
(*9419
Taunusſtraße 49, III. links.
Junge Frau ſucht morgens zwei
Stunden Beſchäftigung. Näheres
Taunusſtraße 51, parterre. (*9440
Weiblich
vormittags zwei
Laufdienſt 2Stunden, geſucht
Kahlertſtr. 1½ Stb. (*9360
Junges Mädchen, welches
bürger=
lich kochen kann, ſucht Stelle
Ruthsſtr. 23, II. (*9311.
Frau ſucht noch Waſchen (*9300
Obergaſſe 4, Manſ.
Jung. Fräul. ſucht Stellung als
Stütze, erfahr. i. feinbürgerl. Koch.,
all. häusl. Arb. u. Ausbeſſ. d. Wäſche.
Angeb. unt. M 444 an Haasenstein
& Vogler. A.-G., Cassel. (II,9103
Jung. kinderl. Frau, in allen
Zweigen des Haush. erf., ſ. Stelle
als Haushälterin. Offerten unt.
E 47 an die Exped. (*9414
Junge unabhängige Frau geht
ganze, auch halbe Tage waſchen
und putzen. Frau Säemann,
Schloßgaſſe 34, Hinterh. (*9980
Haushälterin, geſ. Alters, w.
15 Jahre einen Haush. führte, ſucht
Stell. bei ält. einz. Herrn. Näh.
Heinheimerſtr. 59, 3. St. (*9302
Junge Witwe ſucht Stellung in
mutterloſem Haushalt. Off. unt.
(*9332.
E 30 an die Exped.
n ſuchtmorg.und
junges Mädchen mittags Lauf=
dienſt.
Ludwigshöhſtr. 9. (B9132
Mädch. ſucht Laufſt. morg. ſofort
*9377) Pankratiusſtr. 28, 1. Stock.
Männlich
Junger Mann
ſucht per ſofort Stellung auf
kauf=
männiſchem Büro. Offerten unter
D 40 an die Exped. (*9313ids
Für 121 kr. Jungen wirdBeſchäftig.
geſ. Liebfrauenſtr. 95, III. (*9372
mit gut. Zeugn.
Fahrbursche ſucht
Beſchäfti=
gung. Forſtmeiſterſtr. 11. (B9130
Hausverwaltungen werden von
gew. Beamten, früher im
Bau=
fach tätig, übernommen. Off. unt.
E 16 an die Exped. (*9354ids
Jung. kräft. Mann
v. Lande, welch. die höh.
Bürger=
ſchule beſucht hat, ſucht paſſ.
Lehr=
ſtelle in einem kaufm. Geſch. od.
auf einem Büro. Offerten unter
E 39 an die Exped. (*9365im
Weiblich
Stenotypistin
sofort geſucht. Offerten mit näh.
Angaben und Gehaltsanſprüchen
u. E 24 an die Expedition. (*9338
Geübte Stenotypiſtin
(Gabelsberger) a. mit ſonſtig.
Bureauarbeiten vertr., ſuchen 4
zu bald. Eintritt Internationale 4
Elastigen Compagnie m. b. H.,
Darmstadt.
(*9323imd
Sossessssee.
Schneiderinnen
bei hohem Lohn auf Dauerſtellung
ſofort geſucht. Damenkonfektion
W. Schnell,
*9368imd)
Kirchſtr. 19.
Junges Mädchen
für leichte Arbeit
(*9396
per ſofort geſucht.
Weiner, Schulſtraße 9.
Modes.
per ſofort
Zuarbeiterinnen geſucht.
Anna Weiner,
Schulſtr. 9, II. St.
9397)
Selucht
eine tüchtige erſte Verkäuferin
für beſſeres Kurz= und Modewarengeſchäft in dauernde,
ange=
nehme Stellung per bald. Nur branchekundige Damen finden
Be=
rückſichtigung. Offerten unter E 22 an die Exped.
(9078id
Lehrmädchen
für den Verkauf ſucht Kath.
Raab, vorm. Alice=Bazar,
Spezialgeſchäft für Braut= u.
Babyausſtattung. Vorzuſtell.
10 bis 1 Uhr.
(*9295
von achtbaren Eltern per ſofort
oder ſpäter geg. Vergütung geſucht
Schuhhaus Neptun
Marktplatz. (7225a
für ſofort brave, tüch=
Suche tige Lauffrau (B8823
Orangerieſtraße 5.
Geſucht
auf 1. Mai nach Wiesbaden zur
ſelbſtändigen u. alleinigen Führung
des Haushaltes eines ält. Herrn
eine in Küche u. Haus durchaus
erfahrene Perſon
Unbedingte Zuverläſſigkeit und
evangeliſche Konfeſſion Bedingung.
Vorzuſtellen vormittags von 9½
bis 11, nachmittags von 2 bis 3
Uhr bei Weiffenbach,
Klappacher=
ſtraße 11, II.
(B8141
Laufmädchen geſucht.
Supper, Kirchſtr. 10.
Frot
(*9410
Zuverläſige tüchtige Köchin,
ie gern backt, für kleinen Betrieb
gen guten Lohn tagsüb. geſucht.
Inm. von 4—6 Uhr nachmittags.
102im) Martinſtraße 2, II.
Reinliche Lauffrau geſucht
Hutenbergſtr. 40, I.
53)
für mitags zum
Mädchen Spülen geſucht
*9429)
Soderſtraße 9. I.
Junges Laufmädchen
per ſofort geſ. Näh. Exped. (9158
Tüchtige ſaubere Lauffrau
per ſofort geſ. Näh. Exped. (9157
Sauberes Dienſtmädchen oder
Lauffrau für ſofort ſucht Front,
Eliſabethenſtr. 17 (Laden). (*9433
od. Lauf=
Eiet. aut. 1t
frau ſof.
geſ. Magadalenenſtr. 11 I. (*9367
Junges Mädchen für nachm.
zu einjähr. Kinde geſucht (*9357
Rhönring 83, II.
wegen Erkrantung meines
Suche Mädchens ſofort Aushilfe,
oder für dauernd gut bürgerliche
Köchin
die auch Hausarbeit übernimmt.
Freifrau von Rotenhan
Dieburgerſtr 190. — Teleph. 2029.
Hausmädchen zum 15. April
oder 1. Mai für Penſion in
Wies=
baden geſ. Näh. Soderſtr. 115, I. (*
Tüchtiges Laufmädchen
für die Zeit von morgens bis
nachmittags etwa 4 Uhr geſucht
Inſelſtraße 17, part. (*9298
Ein ſolides ält. Mädchen, welches
kochen kann, für ſofort geſucht zu
alleinſt. ält. Fräulein. Zu
er=
fragen in der Expedition. (*9392
Suche u. empf. mehrere Haus= u.
Alleinmädch. z. 15. April u. 1. Mat.
Johannette Weißmantel,
ge=
werbsmäßige Stellenvermittlerin,
(*9299
Karlſtr. 30, Tel. 1909.
Jaubere Lauffrau
geſucht Eſchollbrückerſtr. 3, II. (*9395
Suche ein anſtänd. Mädch. für
Hauhalt, welch. auch Liebe hat zu2
kl. Kindern. Näh. bei T. Strecker,
Hügelſtraße 2, 2. St. (*9384
von 7½—B, Uhr
Lauffrau früh oder
Lauk-
mädchen tagsüber geſucht.
*9390) Blusen-Spezialist
20 Wilhelminenſtr. 28.
Tücht., träft. Mädch., Nähe
Bahn=
hof wohn., vorm. 3 Std. geſ. (*9329
Bahnhofsplatz 12, III. rechts.
Ein ſoldes und geſundes Mäck=
Echen für Küchen= und
Haus=
arbeit geſucht; Kenntniſſe im Kochen
erwünſcht, aber nicht verlangt.
9085imk) Hügelſtraße 8, I.
l. doued, Manicſienerſtr 38
ſucht baldigſt für Küche u. Haus
Frau
zur Aushilſe bis 1. Mai vorm. v.
(2079
8 bis mittags 2 Uhr.
Zu melden Saalbauſtr. 77, I.,
von abends 6 Uhr ab.
Männlich
Ein erſahrener, tüchtiger
Techniker
oder Kaufmann, der die
Bau=
materialienbranche kennt, wird v.
hieſigem Baugeſchäft in ſelbſtänd.
u. dauernde Stellung geſucht.
Bewerbungen m. Zeugnisabſchr.,
Anſprüche uſw. unt. E 53 an die
Expedition ds. Bl.
(*9408ifs
für Werkſtatt,
Bauſchreiner ſowie
Soll=
ladenſchreiner f. Anſchlagen von
Rolläden ſofort geſucht. (B9134
Georg Müller, Mech. Bauſchreinerei
Darmſtadt Sandbergſtr. 4.
Oeene
Ungebung einen rührigen, möglichſt mit der Branche
ver=
trauten
General-Vertreter
gegen Gehalt und Speſen zur perſönlichen Organiſation und
Acquiſition auf Grund neu eingeführter, beſonders günſtiger
Tarife.
(II3590
Deutſche Lebens=Verſicherungsbank A.=G., Berlin
Subdirektion Frankfurt a. M., Kronprinzenstr. 17.
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 7. April 1914.
Nummer 97.
Neu aufgenommen!
für Herren, Damen und Kinder
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Ein Einkommen von 12—30000 Mark u. mehr p. a.
garantiert dieUlebernahme des alleinigen Engrosvertriebes unſerer
weltberühmten Spezialfabrikate (Gebrauchs= und Metall=
Maſſen=
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eingeführt ſind. Seltene Weltſchlager u. konkurrenzlos billige Preiſe
beila Qualität. Rieſenumſätze nachweisbar! Die führenden
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Staats=
behörden des In= u. Auslandes zählen zu unſeren feſten Kunden.
Wir ſuchen für größeren Wirkungskreis
intelligente u. geſchäftsgewandte Herren,
die den Weiterausbau der Organiſation tatkräftig fördern und den
Alleinvertrieb auf eigene Rechnung übernehmen können. Sehr
lohnende u. dauernde prima Exiſtenz mit ſtändig ſteigendem
Ein=
kommen bei vornehmer kaufmänniſcher Tätigkeit. (Kein
Waren=
abſchluß u. keine Lizenzſache!) — Wir unterſtützen das Geſchäft
im beiderſeitigen Intereſſe durch großzügige Reklame, künſtleriſche
Plakate, Kataloge, Broſchüren uſw. — Verhandlungen unter
Vor=
lage des Original=Beweismaterials über die bisher erzielten großen
Erfolge finden demnächſt in Darmſtadt ſtatt, wozu die
geeig=
neten Bewerber eingeladen werden. — Nur Herren mit
tadel=
loſer Vergangenheit und einigen Mille Barkapital können
berück=
ſichtigt werden.
Ausführliche Briefofferten befördert die Annoncenexpedition
Daube & Co., Cöln a. Rh., unter F. 2289.
NB. (Kurze Anfragen von Neugierigen, Offerten von
In=
ſeratenjägern und Poſtkarten bleiben unbeantwortet.) (III,9102
Ais Leiter eiles Verkaufsbaros
ſucht prominente Geſellſchaft erſte Kraft, die beſonders
be=
fähigt iſt, tüchtige Vertreter heranzuziehen. Gewährt
wird für den Anfang ein monatliches
(9154
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Dieſes erhöht ſich ſchon nach wenigen Monaten und wird
bei guten Leiſtungen ein langfriſtiger, unkündbarer
Ver=
trag geſchloſſen. Für gute Vertreter gewährt die Zentrale
außerdem noch ein Fixum. — Es wollen ſich nur Herren
melden, die gewillt ſind, ihre ganze Kraft einzuſetzen, und
die über ein disponibles Barkapital von ca. 10000 Mark
verfügen. Offerten unter E 50 an die Expedition.
Wir suchen.
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willig anderen Arbeiten unterzieht,
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für dauernde Stellung geſucht.
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Karlſtraße 23.
(*9416ids
ſucht
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Arbeits=
ſtelle. Näh. Expedition. (*9422ids
Tucht. Schloſſer
ſofort dauernd geſucht (9116imd
Emmel. Hölgesstrasse 9.
Taglöhner
(gelernt. Weißbind.) erhält dauernde
Beſchäftigung. Zu erfragen in
der Expedition d. Bl. (9119im
Rein=
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im Alter v. 14—16 Jahr. per ſof.
ge=
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Tüchtiger Möbelpacker
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Wendelſtadtſtraße 39.
(*9327
Kräftig. Hausbursche
für dauernd geſucht. Solcher, der
ſchon in Möbelgeſchäften tätig war,
wird bevorzugt.
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Gg. Ehrhardt & Söhne
Feldbergſtraße 36.
13—14jähr. Junge für kleine
Beſorgungen geſucht. Offert. unt.
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Entlaufen
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Wieder=
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Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 7. April 1914.
Nummer 97.
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Stück
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Dienstag, 7. April.
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Meter: 1. Herrn H. Rieges Talmont (Leutn. Frhr. von
Berchem), 2. Tory Hill II (Herr v. Weſternhagen), 3.
Diamond Hill (Leutn. v. Platen). Tot. 71:10. —
Flunker=
michel=Rennen; 5000 Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Kgl.
Hauptgeſtüt Graditz Granada (Winter), 2. Adamant
(Davies), 3. Moet (H. Teichmann). Tot. 25:10. —
Prior=
ter Jagdrennen; 8000 Mark, Diſtanz 3000 Meter: 1. Hrn.
H. Wenckes Partiſan (Brown), 2. Fromme Helene (Edler),
3. Pilgrim (A. Aylin). Tot. 114:10.
Rennen zu Hannover. Gulliver=Rennen; 4000
Mark, Diſtanz 1200 Meter: 1. Herrn R. Arlts Saint
George (Caſper), 2. Malta II (W. Plüſchke), 3. Norton
(Torke) Tot. 110:10. — Kaltenweider Jagdrennen;
Ehren=
preis und 2000 Mark’ Diſtanz 320 Meter: 1. Leutn. von
Morgens Killonan (Beſ.), 2. Orator II (Leutn. Krauſe),
3. M. P. (Leutn. Hallſtröm). Tot. 60110. — Bennigſen=
Rennen; 3800 Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1. Herrn E. F.
Gütſchows Heuſchrecke (Oleinik), 2. Villa (A. Plüſchke),
3. Oranier (Scheffer). Tot. 54:10. — Großes
Hannover=
ſches Handikap; Ehrenpreis und 13 000 Mark, Diſtanz 1500
Meter: 1. Herrn E. Biſchoffs Gael Rhu (Kühl), 2.
Haar=
buſch (Lane), 3. Szelmalom (Pretzner). Tot 68:10. —
Orkadian=Jagdrennen; Ehrenpreis und 3500 Mark. Diſt.
4100 Meter: 1. Leutn. Goeſchens Coral Wave (Beſ.), 2.
Holy Head (Leutn. Weinſchenk), 3. Snowdons Knight
(Leutn. v. Falckenhauſen). Tot. 62110. — Preis von
Steinach; 6000 Mark. Diſtanz 1300 Meter: 1. Herrn A.
Hungers Potoskaff (Kühl), 2. Roſaly (Warne), 3.
Dra=
kon (Olejnik). Tot. 100:10. — Lindener Jagdrennen;
Ehrenpreis und 3500 Mark, Diſtanz 3600 Meter: 1. Leutn.
v. Salderns Magiſter (Herr O. v. Mitzlaff), 2. Böske (Lt.
v. Falckenhauſen), 3. Myman (Leutn. Weinſchenk). Tot.
22:10. — Adeptus=Rennen; 1500 Mark, Diſtanz 1100
Me=
ter: 1. Herrn H. Blohmes ſen. Duellant (Beſ.), 2.
Mai=
blume (Kopmann), 3. Koralle (F. Biſchoff). Tot. 268:10.
* Bei der Graditzer Frühjahrs=Auktion
in Hoppegarten herrſchte rege Kaufluſt. Bei Fabel II, der
von Hannibal aus der Fama gezogenen zweijährigen
rechten Schweſter von Flagge erhielt Herr Biſchoff erſt
bei 18000 Mark den Zuſchlag. Es iſt dies die höchſte
Summe, die jemals für ein Graditzer Pferd auf der
Auk=
tion bezahlt wurde. 10 200 Mark legte Herr Opel=
Rüſ=
ſelsheim für die Hannibal=Tochter Gentiana an. Der
bekannte Induſtrielle vergrößerte durch den Ankauf der
Caius=Tochter Roxana noch weiterhin ſeinen jungen
Renn=
ſtall. Im ganzen brachten die elf zur Verſteigerung
ge=
ſtandenen Pferde die anſehnliche Summe von 61700 Mk.
Rennen zu Paris Prix de Croiſſy; 5000 Francs,
Diſtanz 1400 Meter: 1. Monſ. A. Zafiropulos Renard
Bleu III (O Neill) 2. Darling Boy (Mae Gee), 2. Sole
Sees (J. Reiff). Tot. 32.10. — Prix des Ferierres; 5000
Francs, Diſtanz 2200 Meter: 1. Monſ. A. Weills
Man=
darin IV (Mae Gee). 2. Smart (3. Reiff). 3. Vieil
Homme (Bellhouſe). Tot. 43:10. — Prir de Mars; 8000
Franes, Diſtanz 2000 Meter: 1. Monf. Deutſch de la M.s
Le Beau Deſir (J. Childs), 2. Arribo Biſto (M. Barat),
3. Eversley (O'Neill). Tot. 182:10.— Prix des Sablons;
Turnen, Spiele und Sport.
w. Turner=Schwimmen. Am 1. Januar wurde
erſt=
mals eine Erhebung über das Schwimmen in den
Turn=
vereinen angeſtellt, wobei es ſich ergab, daß im
Mittel=
rheinkreis 39 Vereine aus 13 Gauen beſondere
Schwimm=
abteilungen haben. Die Zahl der Mitglieder aller 39
Ver=
eine beträgt, die Knaben und Turnerinnen inbegriffen,
1031. Beſucht waren die Schwimmabende mit 21 131
Be=
ſuchern, wovon 186 Perſonen im letzten Jahre das
Schwimmen erlernten. Von den Darmſtädter Vereinen
nählt die Turngemeinde Darmſtadt 72 und die
Turngemeinde Beſſungen 51 Teilnehmer in
ihren Schwimmabteilungen; ferner haben Turnverein
Wiesbaden 111, Turnverein Frankfurt a. M. 100,
Turn=
verein Offenbach 79, Turngemeinde Sonnenberg 45,
Turn=
u. Fechtklub Frankfurt a. M. 45, Turnverein Linz a. Rh. 37.
Turngeſellſchaft Sachſenhauſen 33, Turngemeinde
Schier=
ſtein 32, Turnverein Niederrad 30, Turnverein Germania=
Trier 30 Durner=Schwimmer. — Der 4. Kreis=
Schwim=
mertag findet am 2. Mai in Wiesbaden ſtatt.
sr. Pferdeſport. Rennen zu Grunewald.
Elbe=Hürden=Rennen; 6000 Mark, Diſtanz
2400 Meter: 1. Herrn Lehmanns Schönbrunn (Jentzſch),
2. Doktor (Aylin), 3. Sturmwind (Edler). Tot. 71:10. —
Inveſtment.=Rennen; 5000 Mark, Diſtanz 1200 Meter:
1. Frhrn. v. Reiſchachs Rauchtopaz (M. Schmidt), 2. Pfeil
(Blades), 3. Swift (Shurgolh). Tot. 156.10. —
Her=
ſtraße=Jagdrennen; Ehrenpreis und 4000 Mark, Diſtanz
8500 Meter: 1. Leutn. Graf Wedels Paſſing Fair (Leutn.
v. Platen, Huſ.), 2. Hallack (Leutn. Prinz Bentheim),
3. Queens Flight (Leutn. v. Egan=Krieger). Tot, 63:10.
— Sappho=Handikap; 13000 Mark, Diſtanz 1600 Meter:
1. Herrn C. Fröhlichs Livadia (Shatwell) 2. Lord Dun=
30 Franes, Diſtan 20 Meier. n e
Nimbus (M. Henry), 2. Dagor (G. Stern), 3. Shannon
(Mac Gee). Tot. 21:10. — Prix de Fontainebleau; 15000
Francs, Diſtanz 2200 Meter: 1. Monſ. J. Des Forts!
Oreſte II (Allemand), 2. Kummel (J. Childs), 3. Our
Love (J. Bara). Tot. 36:10. — Prix de Chevilly; 10000
Francs, Diſtanz 3000 Meter: 1. Monſ. A. Aumonts On
Ferme (M. Henry), 2. Le Baladeur (J. Bara), 3. Le
Monetier (Sharpe). Tot. 135:10.
sr. Radſport. Eröffnungs=Rennen auf der
Berliner Olympia=Bahn. Hauptfahren: 1. Stabe,
2. Rudel ½ Lg., 3. Sphrage. — Eröffnungs=Preis, 30
Kilometer: 1. Saldow 22:58, 2. Dickentman 20 Meter,
3. Janke 800 Meter, 4. Nettelbeck 3610 Meter, 5. Ryſer
3620 Meter. — 2. Lauf, 50 Kilometer: 1. Janke 36.59,
2. Saldow 200 Meter 3. Dickentman 250 Meter, 4.
Nettel=
beck 2 Runden, 5. Ryſer weit zurück. — Geſamtklaſſement:
1. Saldow 79,800 Kilometer, 2. Dickentman 79,760
Kilo=
meter, 3. Janke 79,200 Kilometer, 4. Nettelbeck 74,360
Kilometer, 5. Ryſer. — Prämienfahren: 1. Kops, 2. Schulz,
3. Tietz. — Match mit karoſſerierten Fahrrädern, 5
Kilo=
meter: 1. Stellprink 5:23,2, 2. Dickentman. — Handikap:
1. Jokiel (65 Meter), 2. Sennecke, 3. K. Müller.
sr. Fernfahrt Bochum=Osnabrück=
Bochum. Für die vom Gau 3 (Weſtfalen) des
Deut=
ſchen Radfahrer=Bundes veranſtaltete Fernfahrt Bochum=
Münſter=Osnabrück und zurück über 287,4 Kilometer
ſtell=
ten ſich 32 von den 36 gemeldeten Berufsfahrern dem
Start. Bauer wurde 1. in 10 Stunden 26 Minuten,
2. Aberger ½ Lg., 3. Ludwig=Soſſenheim 10:31, 4. Düwel=
Berlin 10:33, 5. Kotſch=Kyritz 10:27, 6. Schenkel=Leipzig
* Lg., 7. Lewis=Südafrika 5 Lg., 8. Rieder=München
10:39. — Die Amateurklaſſe brachte 44 Teilnehmer an den
Start, doch brauchten dieſe nur über die 180 Kilometer
lange Strecke Bochum=Münſter=Bochum zu fahren.
Sie=
ger blieb von Heydt=Düſſeldorf nach 6 Stunden 43
Mi=
nuten mit halber Länge vor Uckerath=Eſſen ½ Lg. und
Birker=Duisburg 1 Lg. zurück.
sr. Rennen zu Paris. Das Goldene Rad von
Buffalo, ein Dauerrennen in drei Vorläufen von je
25 Kilometern und einem Endlauf über 50 Kilometer,
bildete am Sonntag die Hauptnummer der Pariſer
Rad=
rennen. Didier ſiegte im erſten Vorlauf in 2034,8 gegen
Bruni 100 Meter und Banderſtuyſt weit zurück; den
zweiten Vorlauf gewann Seres in 19:46 gegen Germain
la Fleche 6 Runden und Appelhans, der ſich außer Form
befindet, 7 Runden zurück. Den dritten Vorlauf holte ſich
Darragon in 20:19,2 gegen Guignard 1 Runde und La
Rue weit zurück. Im Endlauf hatte Darragon bis zum
35. Kilometer die Spitze, wurde aber dann von Seres
paſſiert, der ſchließlich in 40 Minuten 29,6 Sekunden als
überlegener Sieger vor Darragon 8 Runden und Didier
10½ Runden zurück durchs Ziel ging. Im Großen
Er=
öffnungspreis für Flieger ſtartete auch der Berliner
Lo=
renz, der ſich aber anſcheinend völlig außer Form befindet.
Er unterlag bereits im Vorlauf., wo er von Martin
ge=
ſchlagen wurde, und vermochte ſich auch im Endlauf nicht
zur Geltung zu bringen. Im Endlauf ſiegte Dupre mit
Handbreite gegen Schilling und Dupuy. Das Prämien=
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Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 7. April 1914.
Nummer 97,
fahren gewann Devoiſſoux gegen Mathieu und den
Deut=
ſchen Rettig.
sr. Fußballſpiele im Reiche. Die Fußballſpiele im
Reiche hatten am Sonntag nachſtehende Reſultate: In
Harburg: Holſtein=Kiel gegen Boruſſia unentſchieden 111;
in Hamburg: Viktoria gegen Union 422; in Halle: Wacker
gegen Kricket=Viktoria=Magdeburg 211; in Dresden:
Chemnitzer Ballſpiel=Klub gegen Dresdener F.=K. Ring
211 (nach zweimaliger Spielverlängerung), in Leipzig:
Berolina=Berlin gegen Leipziger Ballſpiel=Klub 211; in
Breslau: Sportfreunde gegen Viktoria=Forſt 211; in
Görlitz: Askania=Forſt gegen Preußen=Görlitz 910; in
Köln allſpiel=Klub gegen Duisburger Spielverein; in
Kaſſel: Preußen=Münſter gegen Fußball=Verein 211; in
Eſſen: Turnerbund gegen Viktoria=Duisburg 511; in
Mün=
chen:Männer=Turnverein München gegen Männer=
Turn=
verein Fürth 211.
sr. Fußballſport. Fußball=Länderkampf
Italien-Schweiz 1:1. In Genua ſtanden ſich die
repräſentativen Mannſchaften von Italien und der Schweiz
zum zweiten Male im Länderkampfe gegenüber. Wider
Erwarten konnten die Italiener, die noch am vergangenen
Sonntag die Franzoſen mit 2:0 geſchlagen hatten, gegen
die Schweizer Mannſchaft nur unentſchieden 111
abſchnei=
den. Das erſte Tor fiel in der 28. Minute durch den
ita=
lieniſchen Mittelſtürmer. Erſt 34 Minuten nach der Pauſe
gleichen die Schweizer aus.
Wien ſchlägt Berlin im Fußball=
Städte=
kampf 3:0. Die 20. Begegnung der repräſentativen
Fußballmannſchaften von Wien und Berlin ging am
Sonntag in Mariendorf vor ſich und endete nach faſt
durch=
weg offenem Kampfe mit 310 (Halbzeit 0:0) zugunſten
von Wien. Etwa 12000 Zuſchauer waren Zeugen eines
ſelten ſchönen Kampfes. Von den 20 Kämpfen hat Wien
nunmehr 13 gewonnen, Berlin 5, zwei endeten
unentſchie=
den. Das Torverhältnis ſtellt ſich auf 57:28 für Wien.
Fußball=Länderkampf Holland-
Deutſch=
land 4:4. Mit dem fünften Fußball=Länderkampf
zwi=
ſchen Holland und Deutſchland wurde am Sonntag bei
prächtigem Wetter vor ungefähr 25000 Zuſchauern das
Stadion in Amſterdam feierlich eingeweiht. Die deutſche
Mannſchaft ſchlug ſich mit dem ſchweren Gegner recht
tap=
fer und erzielte das günſtige unentſchiedene Reſultat von
4:4. Die bisherigen Reſultate waren: 1910 in Arnheim
Holland 4:2 ſiegreich, in Kleve Sieger Holland 211, 1912
in Zwolle unentſchieden 5:5, in Leipzig Sieger
Holland 322.
Vermiſchtes.
* Berühmte Kneipen. Irgendein Unerklärliches
haf=
tet der beſchaulichen Kneipe an. Das haben auch
Künſt=
ler und Dichter längſt erkannt, die einen guten Tropfen
ſtets zu ſchätzen wußten. Sie vor allem machten die
Knei=
pen berühmt. So erhielt der übrigens ſchon ſeit 1438
be=
ſtehende Auerbachs Keller in Leipzig ſeine richtige Weihe
und Bedeutung durch Goethe, der ihn zum Schauplatz der
Kellerſzene in ſeinem „Fauſt” machte. Behaglicher noch
und gemütlicher iſt das ſchon mehr als 500 Jahre alte
„Bratwurſtglöcklein” in Nürnberg, ſo leſen wir in dem mit
ſieben hübſchen Abbildungen illuſtrierten Beitrag „
Be=
rühmte Kneipen” von Hans Oſtwald in Heft 8 der
Monat=
ſchrift Arena (Deutſche Verlags=Anſtalt in Stuttgart).
Hier taten ſich ſchon Albrecht Dürer, Peter Viſcher, Hans
Sachs, Hieronymus Baumgartner und viele andere, ſo im
Mai 1890 Carmen Sylva, die Königin von Rumänien, an
knuſprig braun geröſteten Würſten und ſchäumenden Biere
gütlich. Der berühmteſten Trinkſtätten eine iſt aber
der „Bremer Ratskeller”. Allerlei Inſchriften an Wänden
und Fäſſern mahnen daran, daß ſchon ſeit Jahrhunderten
hier Geſchlechter auf Geſchlechter nach der Väter Sitte
ge=
zecht, bis dann Wilhelm Hauff, der leider allzufrüh
Ver=
ſtorbene hinabſtieg in die Gewölbe und ſich an den
herr=
lichſten Blumen des Rheingaus zu ſeinen „Phantaſien im
Bremer Ratskeller” begeiſterte. Der Wandel der Zeiten
iſt auch mit dieſer hiſtoriſchen Stätte nicht ganz glimpflich
verfahren und hat auch andere berühmte Künſtlerkneipen
ſtark verändert. So jene Weinſtube an der
Charlotten=
ſtraße zu Berlin, in der vor etwa 90 Jahren die berühmte
Tafelrunde des Geſpenſter=Hoffmanns nächtigte, der uns
ſo feine Märchen und romantiſche Phantaſtereien
hinter=
laſſen. Louis Devrient, Karl Maria von Weber und
andere geniale Freunde gehörten ihr an. Auch ſpätere
Künſtlergenerationen kehrten zu fröhlichem Trunk hier ein,
und Heine und Grabbe lernten einander dabei kennen.
Eine andere altehrwürdige Kneipe iſt das „Batzenhäusl”
in Bozen, deſſen jetziger Beſitzer es verſtanden, die Künſtler
für dieſe ſchön wiederhergeſtellte Stätte zu intereſſieren, ſo
Franz von Defregger Paul Heyſe, Halbe, Ludwig
Gang=
hofer, Hermann von Lingg, Eduard Grützner. Oberländer,
Benno Rauchenegger und viele andere mehr. Eine
Sehens=
würdigkeit, die zum Stadtbild gehört, iſt auch das
Münch=
ner Hofbräu. Ueber ganz Deutſchland ſind ferner Kneipen
verbreitet, die wegen ihrer Architektur allein ſchon
be=
rühmt ſind. So das „Bruſttuch” mit hochragendem Dach
und prächtigen Holzſchnitzereien in der viele bauliche
Koſt=
barkeiten des Mittelalters bergenden Harzſtadt Goslar.
Auch zahlreiche andere Städte beſitzen berühmte Kneipen,
von denen wir nur die alte Braunſchweiger „Mummen=
Brauerei” erwähnen wollen. Einſt ein ſtarkes, kraftvolles
Bier, das von trinkfeſten Rittern gern beſtellt wurde, iſt
es jetzt der milde Troſt der Schwachen und Kranken und
hat ſchon manchen wieder hereſtellt, der dann fröhlich zum
Glaſe mit anderer Füllung griff, der launigen
Verord=
nung Benno Raucheneggers folgend: A Viertel macht
gluſtig. / A Liter macht Schneid — / A Halbe macht
luſtig / Und nachher redſt g’ſcheit! —
* Roſenſchwindel. Im Hinblick auf die bevorſtehende
Roſenzeit wird folgende Mitteilung intereſſieren, die wir
dem Buch für Alle entnehmen: Für den Roſenduft
ſchwär=
men die meiſten Menſchen, Roſenöl bildet eines der
koſt=
barſten Parfüme. Hin und wieder begegnet man jedoch
Leuten, denen dieſer Wohlgeruch durchaus nicht
ange=
nehm iſt. Die Abneigung iſt mitunter in einer
beſonde=
ren Empfindlichkeit der Geruchsnerven begründet, und
dieſe kann ſo ſtark entwickelt ſein, daß die betreffenden
Per=
ſonen vom Roſengeruch krank werden. Am Ausgang des
Mittelalters muß dieſe Nervenverſtimmung häufiger
ge=
weſen ſein als heute, denn für Unpäßlichkeiten, die auf
dieſer Grundlage entſtanden, hatten die damaligen Aerzte
ſogar beſondere Namen geprägt; ſie ſprachen vom
Roſen=
ſchwindel und vom Roſenſchnupfen. Die erſtere Art des
Leidens war häufiger und äußerte ſich in Kopfſchmerzen
und Schwindelanfällen. Der Roſenſchnupfen dagegen
be=
gann mit ſtarkem Nieſen und Augentränen, dem ſich ein
regelrechter Katarrh anſchloß. Man berichtet von
Kran=
ken, die von dem Leiden geplagt wurden, ſolange die
Roſen blühten. Gewiß handelt es ſich dabei um eine dem
Heufieber ähnliche Erkrankung. Man hat behauptet, daß
auch verſchiedene Tiere an Roſenſchwindel leiden. Es
gibt Hunde, denen der Roſenduft höchſt unangenehm iſt.
Dem Rindvieh ſoll er auch nicht behagen. Daß der
Skarabäus und andere Miſtkäfer durch Roſenduft getötet
werden, iſt wohl eine Fabel; ſo viel aber ſteht feſt, daß
dieſer Wohlgeruch für ſie nichts Anziehendes hat, ihnen
vielmehr äußerſt zuwider iſt.
Literariſches.
— Nachdenkliches und Bedenkliches. Dem
großen Papierkorb entnommene Geſchichten von Rudolf
Dattler. Buchſchmuck von G. H. Leiſt. Verlag W.
Härtel u. Co. Nachf., Leipzig. 3 Mark broſch., 4,50 Mark
geb. Nachdenklich ſind ſie wohl alle, dieſe pſychologiſch
feinen Geſchichten, die manch intereſſantes Problem aufs
rollen und in eigenartiger, oft verblüffender Weiſe der
Löſung zuführen; bedenklich ſind die leicht erotiſch
an=
gehauchten Geſchichten nur für den Unreifen, dem man
das Buch nicht ohne weiteres in die Hand geben ſolll
Der Autor der pſychologiſch hochintereſſanten Studie „Von
einem der Vielzuvielen” hat, wie er in der originellen
Vorrede ausführt, die Novellen als Abſchluß eines
inter=
eſſanten, bald heiteren, bald traurigen Erlebniſſes
nieder=
geſchrieben, was ihnen allen den Reiz des wirklich
Er=
lebten verleiht.
Neues vom Mars. Die raſtloſe Arbeit der
Sternwarten hat in den letzten Jahren zahlreiche
Pro=
bleme der Sternenwelt gelöſt. Beſonders die Erforſchung
des Mars hat ein intereſſantes und umfangreiches
Ma=
terial ergeben. In geſchickter Weiſe ſind dieſe
wiſſenſchaft=
lichen Ergebniſſe als Grundlage zu einem ſoeben
erſchie=
nenen Roman („Fünf Jahre auf dem Mars” von W.
Schilling, 80 Pfg.. Phönix=Verlag Siwinna, Kattowitz)
benutzt worden. Ein Profeſſor wird durch eine
Radium=
exploſion in das Weltall hinausgeſchleudert. Angezogen
von den magnetiſchen Feldern des Mars, landet er auf
dem fremden Planeten, deſſen Bewohner ſich ſeiner
liebe=
voll annehmen. Intereſſant werden die Einrichtungen der
Marsbewohner, die Vor= und Nachteile des Marsklimas
uſw. geſchildert. Gleich Jules Verne verſteht es der
Ver=
faſſer, die fremde Welt mit kühnem Schwung darzuſtellen
und durch einen reizenden Plauderton uns an ſeinen
Ideen zu begeiſtern.
Deutſchland zur See. Ein Buch von der
deutſchen Kriegsflotte. Von Graf Ernſt zu
Revent=
low. Mit 48 meiſt ganzſeitigen Abbildungen im Text=
und 4 Farbenbildern. Leipzig 1913 (Otto Spamer).
Ge=
bunden 6 Mark. Der Grundgedanke des Buches iſt, in
weiten Kreiſen des deutſchen Volkes das Verſtändnis für
den Flottengedanken zu wecken und ſchon unſere reifere
Jugend für die große Bedeutung einer ſtarken deutſchen
Kriegsflotte zum Schutze unſerer Küſten, für unſere
Stel=
lung als Welt= und Handelsmacht und ganz beſonders im
Kriegsfalle zu begeiſtern. In äußerſt ſpannender Weiſe
werden wir durch die Geſchichte der deutſchen Flotte und
ihrer Vorgänger geführt, wir erfahren von ihrer
Ent=
ſtehung, ihren Einrichtungen und Gliederungen und lernen
tüchtige, unerſchrockene Seehelden und Flottenführer und
ferner Männer kennen, die mit weitſchauendem Blick die
Wichtigkeit einer ſtarken deutſchen Flotte erkannten und
denen wir es zu danken haben, daß unſere Marine bereits
heute eine achtunggebietende Stellung in der Welt
ein=
nimmt.
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 97.
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laus Weimar und Frau Agnes Braunfels aus Frank
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von hier, des Herrn Profeſſors Otto Freytag aus Stutt=
(gart, des Herrn Wilhelm Dern, ſowie der Grossherzog.
lichen Hofkapelle
Karfreitag, den 10. April 1914,
Anfang abends 7½ Uhr. — Ende 9¾/ Uhr
in der Stadtkirche:
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Eintrittskarten käuflich abgegeben werden. Es empfiehlt ſich, die
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Der Vorverkauf für die
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ſtellungen von Oſtern ab, beginnt
Mittwoch, den 8. April 1914,
und findet täglich (mit Ausnahme
Karfreitag und Oſterſonntag) zu
den üblichen Kaſſeſtunden an der
Tageskaſſe ſtatt.
Montag, 13. April. 146. Ab.=Vſt.
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Akten. Text von Henry Meilhac
und Ludovie Halevy. Muſik von
Georges Bizet. Gewöhnl. Preiſe
Anfang 7 Uhr.
Dienstag, 14. April. Nachmitt.
3½ Uhr. Außer Abonnem.
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dervorſtellung zu
Volksorſtellungs=
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Roth=
käppchen‟ Nach Tiecks
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namigem Märchen dramatiſiert.
— Hierauf: Zum erſten Male:
Oſtern im Walde. Ballett
von H. Ehrle. Muſik von
ver=
ſchiedenen Komponiſten.
Die verehrl. Abonnenten haben
zu der Kindervorſtellung ein
Vor=
kaufsrecht in der Art, daß ſie ſich
am Mittwoch, 8. April, nachmitt.
von 3½—5 Uhr, gegen Vorzeigen
ihrer Abonnementskarten entſprech.
Plätze ſichern können. (Die Plätze
der Ganz=Abonnenten bleiben am
8. April bis nachmittags 5 Uhr
aufbewahrt.)
Abends 7½ Uhr. 147. Ab.=Vſt.
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Walzertraum” Operette in
3 Akten von Oskar Straus.
Ge=
wöhnliche Preiſe.
Mittwoch, 15. April. 148. Ab.=
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wiederholt: Belinde‟ Gew.
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Die diesjährige Muſikkneipe
des A. H. K. S. C. V. Darmstadt
findet am Samstag, den 18. April, abends 8h. c.t.
im Gartenſaal des ſtädt. Baalbaus
ſtatt. Alle Mitglieder eines dem H. K. S. C. V. angehörigen Korps
ſind zur Teilnahme freundlichſt aufgefordert. — Es wird gebeten, in
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Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 7. April 1914.
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5)
Hans folgte ihm jetzt nur widerwillig. Ein geheimes
Gefühl ſchien ihn zu warnen; aber er fand keinen Grund
mehr, die Einladung des Barons abzulehnen, nachdem
dieſer ſich entſchuldigt hatte. Auch empfand er es als
eine Unhöflichkeit, daß er der Aufforderung des Barons,
der ſich Rittmeiſter a. D. nannte und mit dem er öfter
in dem Laden Karl Adolfs zuſammengetroffen war, ihn
zu beſuchen, noch nicht nachgekommen war. Wenn der
Baron auch gerade keinen beſonders angenehmen Eindruck
auf ihn gemacht hatte, ſo gehörte er doch jener
Geſell=
ſchaftsſchicht an, in der Hans bislang gelebt hatte, und
der Name Rautheim war ihm bekannt als der eines alten,
angeſehenen Adelsgeſchlechtes. Wenn der Baron daher
ſeine Bekanntſchaft ſuchte, ſo hatte er keine Veranlaſſung,
dieſer aus dem Wege zu gehen.
Im Korridor trafen ſie auf Eva, die mit ſcheuem
Gruß an ihnen vorüberhuſchen wollte.
Halt, mein Fräulein, rief jedoch der Baron und
zwang ſie dadurch zum Stehenbleiben, indem er ſie
ehr=
erbietig grüßte. Ich habe Sie ſolange nicht geſehen, daß
Sie mir ſchon einen Augenblick ſchenken können. Was
macht der Herr Papa?
Ich danke, Herr Baron, es geht ihm gut.
Und die vortreffliche Mama? — Haha, ich erinnere
mich noch, wie vorzüglich ſie für mich ſorgte, als ich noch
bei Ihnen wohnte, mein Fräulein.
Das iſt lange her, Herr Baron.
Ja, an die zehn Jahre. Damals trugen Sie noch
einen Hängezopf, und jetzt ſind Sie ein großes und
hüb=
ſches Fräulein. Wie die Zeit vergeht! — Sind Sie denn
mit Ihrem jetzigen Mieter zufrieden, Fräulein Evar ſetzte
er mit ſchmunzelndem Lächeln hinzu.
Eva errötete leicht und ſandte einen zweifelnden Blick
zu Hans hinüber, der in ärgerlicher Verlegenheit daſtand.
Ihm war dieſe Begegnung mit Eva peinlich; die
war=
nende Stimme in ſeinem Innern machte ſich deutlicher
be=
merkbar.
Ich hoffe, daß ich dem Fräulein keinen Grund zur
Klage gebe, ſagte er.
Wiederum traf ihn ein bang zweifelnder Blick ihrer
blauen Augen, die ſie dann raſch niederſchlug.
Ich weiß nicht, was ich Ihnen auf Ihre Frage
ant=
worten ſoll, Herr Baron, entgegnete ſie leiſe.
Herr von Rautheim lachte.
Na, nehmen Sie ſich nur vor dem jungen Herrn in
acht, ſcherzte er. Man darf nicht mit dem Feuer ſpielen,
und junge Herzen ſind wie trockenes Stroh, das raſch
Feuer fängt.
Herr Baron —
Ja, ich komme ſchon, lieber Freund. — Leben Sie
wohl, Fräulein Eva — auf Wiederſehen — und denken
Sie an meine Worte: Junge Herzen und trockenes Stroh!
Er lachte wieder ſein meckerndes Lachen und drohte
Eva mit dem Finger, dann ſchob er die Hand unter den
Arm von Hans und führte ihn fort, indem er ihm in das
Ohr flüſterte: In der Tat — ein allerliebſtes Mädchen!—
Sie hätten ſie früher ſehen ſollen! Nichts als Arme und
Beine — und jetzt dieſe ſchlanke Fülle —
Laſſen wir das, Herr Baron, unterbrach ihn Hans
mißmutig.
Als Eva in das Wohnzimmer trat, kam ihre Mutter
aus der Küche. War das nicht der Herr von Rautheim,
mit dem Du draußen geſprochen haſt? fragte ſie.
Jg.
Und unſer Zimmerherr geht mit ihm fort?
Ja.
Frau Borchers lachte ſpöttiſch auf.
Das hab’ ich mir gleich gemacht, ſagte ſie mit ihrer
rauhen Stimme. Gleich und gleich geſelt ſich gern. Und
der Herr Baron von Ballhauſen ſchließt Freundſchaft mit
dem Herrn Baron von Rautheim. Wenn es ihm nur
gut bekommt. Na, mir kann’s gleich ſein.
Eva ſetzte ſich ſtill an ihre Arbeit. Aber ihr Vater
ſah von der Perücke, an der er arbeitete, auf und ſagte:
Weshalb ſollen die beiden Herren nicht zuſammen
ausgehen, Mutter? Herr Baron von Rautheim iſt ein
Gentleman —
Dem ich vor Jahren die Tür gewieſen habe,
unter=
brach ihn ſeine Frau böſe, als er frech wurde. Das iſt kein
Umgang für einen jungen Mann, der ſich ehrlich durch
Welt ſchlagen will.
Ach, Schatz, Du ſiehſt zu ſchwarz!
Nun, pir wollen es abwarten! ſagte Frau Borchers
ruhig und ging wieder in ihre Küche.
Karl Adolf brummte einige unverſtändliche Worte
vor ſich hin. Eva aber ſenkte den Kopf tief auf ihre
Ar=
beit, ihr war ſchwer und traurig um das Herz; ſie wußte
ſelbſt nicht, weshalb.
Es war ſpät am Vormittag des anderen Tages, als
Hans aus tiefem Schlummer erwachte. Der Kopf war
ihm wüſt und ſchwer, und er mußte ſich beſinnen, was
eigentlich mit ihm vorgefallen und wie er hier in ſein
Bett gekommen war.
Seine Kleidung lag unordentlich umher, ſein Bett
war zerwühlt, als ob er ſich während des Schlafes
un=
ruhig umhergewälzt habe. Und jetzt entſann er ſich auch
des vorhergegangenen Tages und der Nacht, und eine
heiße Glut überflammte ſein Geſicht.
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 7. April 1914.
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wald hinaus. Da ſchien Rautheim in ſeinem Element zu
ſein. Er kannte alle Jockeis und viele der Herrenreiter;
ſogar Hanſens Vetter, den jungen Grafen Kurt Ballhauſen
von den Leibhuſaren, kannte er und begrüßte ihn ſehr
kordial. Graf Kurt ſchüttelte auch Hans die Hand.
Das iſt recht, daß Du Dich ſehen läßt, Vetter, ſagte
er gutmütig lachend. Kannſt mich mal in Potsdam
be=
ſuchen. Haſt Malheur gehabt — na, Schwamm drüber.
Man kann auch ſo ein anſtändiger Kerl ſein. Auf
Wieder=
ſehen, Vetter!
Und er eilte davon, und Hans fühlte ſich ordentlich
gehoben, daß der Gardehuſar ſo kordial und
verwandt=
ſchaftlich mit ihm geſprochen.
Aber auch mit allerhand Leuten verkehrte Rautheim,
die Hans nicht recht gefallen wollten. Es gab da manches
heimliche Geſpräch und Geflüſter, und dann wurde Geld
gewechſelt und Notizen ausgetauſcht, und in den Augen
der Herren lag ein mißtrauiſcher, lauernder Ausdruck, und
ſie ſahen ſich oft ſcheu um und drückten ſich beiſeite, wenn
eien Gendarm ſich ſehen ließ.
Aber der Wein hatte Hanſens Sinne ſchon mnebelt,
ſo daß er nicht mehr klar ſehen konnte und keinen
Unter=
ſchied zu machen vermochte; und als er dann mit
Raut=
heim und einigen anderen Herren wieder beim Sekt in
den vornehmen Räumen eines Klubs ſaß und die Karten
auf dem grünen Tiſch lagen und Gold klitterte und
Pa=
pierſcheine kniſterten, da verlor er vollſtändig die
Be=
ſinnung und tauchte unter in dem Rauſch, der ſeine guten
Vorſätze in Rauch aufgehen ließ.
Was weiter die Nacht geſchehen, darauf wußte er ſich
nicht mehr deutlich zu entſinnen. In einem glänzenden
Ballokal waren ſie noch geweſen. Geſchminkte, duftende,
in tollen Modekoſtümen aufgeputzte Damen hatten ihn
um=
ſchwärmt. Er hatte mit ihnen getanzt, getrunken — was
weiter geſchehen, er wußte es nicht. Ein
undurchdring=
licher Nebel ruhte über den letzten Stunden der Nacht;
er entſann ſich nur noch, daß er mit Rautheim in einem
Auto nach Hauſe gefahren war, als ſchon der Morgen
graute.
Er ſtarrte mit weitgeöffneten Augen in das
Sonnen=
licht, das gleißend durch einen Spalt der Gardinen in
das Zimmer ſtrahlte. Er ſann und ſann, und ein heißes
Gefühl der Reue und der Scham durchſtrömte ihn.
Wie hatte er ſich nur ſo hinreißen laſſen können?!
Er erhob ſich, wuſch ſich und ſleidete ſich langſam an.
Da=
bei fiel ihm ſein Portemonnaie in die Hände; er öffnete
es, es enthielt nur noch wenige Markſtücke, obgleich es
ihm war, als wenn er die letzte Nacht im Golde gewühlt
hätte.
Da fiel ihm ein, daß er beim Spiel ſtark im Gewinn
geweſen war. Das Gold und Papiergeld hatte ſich vor
ſeinem Platz gehäuft — wo war das Geld geblieben?
Er ſuchte in ſeinen Taſchen. Nur ein einſames
Gold=
ſtück fand er noch in der Taſche ſeiner Weſte — ſonſt war
alles wieder dahin.
Wie gewonnen, ſo zerronnen, murmelte er mit
bitte=
rem Lächeln.
Er begab ſich in ſein Wohnzimmer. Kahl und öde
dünkte es ihm, das ihm ſonſt doch ſo traulich und
behag=
lich erſchienen war.
(Fortſetzung folgt.)
Mit Baron Rautheim hatte er in einem vornehmen
Weinreſtaurant geſpeiſt. Das Eſſen, der Wein, die
Be=
dienung, alles war vorzüglich, und Hans hatte ſich wirklich
einmal wieder mit Freude dem Genuß eines guten Diners
hingegeben, nachdem er wochenlang in einfachen
Bier=
lokalen ein frugales Mittageſſen eingenommen. Er
er=
innerte ſich der früheren Zeiten, wo er mit fröhlichen
Ka=
meraden mancher Flaſche Sekt den Hals gebrochen und
übermütigen Unfug getrieben.
Du lieber Himmel, er war noch jung, und das Leben
war ſo ſchön! Sollte er ſich jetzt ſchon in die Einſamkeit
vergraben? Was hatte er den verbrochen, daß er auf
jede Lebensfreude verzichten ſollte?
Der Baron Rautheim war ein amüſanter
Geſell=
ſchafter. Er erzählte aus der großen Welt, aus der
vor=
nehmen Geſellſchaft, von den Rennplätzen und nannte die
Namen hoher Herren, mit denen er verkehrte.
Sie werden ſich doch nicht einſpinnen, ſagte er
lachend, nur weil Ihnen das kleine Malheur paſſiert iſt,
den bunten Rock ausziehen zu müſſen! Das iſt ſchon
manchem vor Ihnen geſchehen, und man iſt doch kein
Duck=
mäuſer und Philiſter geworden. Sie, mit Ihrem Namen,
mit Ihren Verbindungen, mit Ihrer eleganten
Erſchei=
mung, Sie können eine Rolle in der Berliner Geſellſchaft
ſpielen. Ich werde Sie einführen. Wenn Sie erſt
ein=
mal warm geworden ſind, werden Sie ſich ſchon wohl
fühlen.
Und Hans ſchämte ſich faſt ſeines bisherigen Lebens
und ſtieß mit Herrn von Rautheim auf gute
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ſchaft an.
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Nummer 97.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 7. April 1914.
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Seite 26.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 7. April 1914.
Nummer 97.
Frankfurter Kursbericht vom 6. April 1914.
Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. (Darmstädter Bank.)
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97,40
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75,70
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Hamburger Staats-Anl.
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do. v. 1887/94
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96,75
Hessische Staats-Anleihe
do. unkdb. p. 1921 .
97,45
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. . . „
74,90
do. . . . . . . . .. . . . .
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Württembg. Staats-Anl.
(unkdb. p. 1921).. . . 4
98,00
do. v. 79/80 . . . .
3½ 87,90
(0... ..
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Bulgarische Gld.-Anl. . . 5 I 96,30
Griech. Anl. v. 1890 . . . . 1,61 55,30
do. v. 1887 Monopoll13/ 52,00
Italienische Rente. . . .
Osterr. Staats-R. v. 1913 .
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do, Silber-Rente . . . . 4½ 86,30
do. Papier-Rente . . . 4
do. Gold-Rente . . . . .
87,00
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82,55
Fortug. Tab-Anl. 1891 . .4½ 97.50
do. inn. amort. 1905 . .4½ 74,50
do, unif. Serie I . . . .
61,40
do. „
„ III.
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do. Spezial Titel.
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Rumänen v. 1903. .
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do. Gold v. 1913.
4½ 91,10
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4½100,00
do. conv..
4 85,40
do. v. 1890 .
4 94,00
do. v. 1891 .
485.,75
do. v. 1905
4 1 85,75
do. w. 1908 .
4 86,70
do. v. 1910 .
4 1 85,10
Russische St.-Anl. v.
4½ 98,05
do. kons. v. 1880
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do. Gold v. 1890
do. v. 1902 .
89,95
phweden v. 1880..
do. v. 1886 .
Zf.
Schweden v. 1890. .
Serben steuerfrei
87,10
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do, amort. v. 1895 .
Türk. Egypt. Tribut . . .8
do. kons. steuerfreie
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29/10 51,30
Raab-Oedenburg .
77,30
87,30
Kronprinz Rudolfbahn .
Russ. Südwest . .
85,15
2t.
Moskau-Kasan . . . . . . .4½
do. . . . . . . . . . . . . . 4 86,00
Wladikawkas. . . . . . . . 4 85,00
Rjäsan-Koslow . . . . . . . 4
Portugies. Eisenb. v. 1886
66,00
do. . . . . . . . . . . . . . 4½
Livorneser . . . . . . . . . .24/10 69,90
Salonique Monastir. . . .
62,00
Bagdadbahn . . . . . . . . 4 78.30
Anatolische Eisenbahn .4½ 90,50
Missouri-Pacific I. . . . . 4
do. do. v. 1905 . . 4 61,50
Northern-Pacific . . . . . . 4 95,90
Southern-Pacitic . . . . . . 4 92,70
St. Louis & San Francisco
-
Tehuantepec . . . . .
-
Ungar. Lokalbahn . . . . 5 98,50
Provinz-Anleihen.
96,20
Rheinprov. Obl. Em. 20/213½ 86,30
do. Em. 10 . .
3½ 83,25
do. „ 9. . .
3½ —
Posen Prov. . . . . . . ..
4 95,80
Westfalen Prov. V. . . . . 4 95,50
Hess. Prov. Oberhessen -3½ 85,80
do. Starkenburg. ..
Städte-
Obligationen.
4 94,90
Darmstadt.
3½ 87,00
do. . . . .
496,45
Frankfurt .
3½ 88,50
do. . . . .
94,50
Gießen . .
3½ 85,50
do. . . . .
4*10
Heidelberg.
3½ —
do. . . . .
4 94,85
Karlsruhe .
3½ 87,20
do. . . . .
4—
Magdeburg
4 95,00
Mainz . . . . .
3½ 87,00
do. . . . .
4½ 94,50
Mannheim .
3½ 85,95
do. . . .
4 96,00
München .
3½ —
Nauheim .
4 95,20
Nürnberg
3½ 86,50
do. .
4—
Offenbach
494,00
do. v. 1914
3½
do. . . . .
4
Wiesbaden.
3½ —
do. . . . . .
4 94,20
Worms . . . . .
3½ 87,00
(0. . . . . . . . .
4‟—
Lissabon v. 1888 .
4½ 93,60
Moskau v. 1912 . .
4
Stockholm v. 1880 .
Wien Komm. . .
Wiener Kassenscheine .4½ 98,80
Zürich v. 1889 .
Buenos Stadt v. 1892 . . . 6
Pfandbriefe.
Berliner Hyp.-Bk.-Pf. . . 4½ 100,00
98,00
d0. unkdb. 1918. . . .
93,50
1919. . . . .
do.
94,25
1921 . . . . .
do.
95,50
1922. . . . .
do.
do. . . . . . . . . . . . . . 3½ 83,50
95,00
do. Komm.-Obl. unk. 1918
95,00
Frankf. Hyp.-Bk. pr. 1910l
do. „ 1915 . . . . 4 96,00
4 1 96,40
do. „ 1920 . . . .
.. . 3½ 86,40
dc. Ser. 12—19.
Kommunal-Oblig. Ser. 1,
.3½ 86,50
unkdb. 1910
Frankf. Hyp.-Kred.-Ver
94,00
Ser. 15—42
94,80
do. . . . . . . „ 48—49
96,00
do. unk. 1922 „ 52
88,60
do. „ 1913. . . . . . .
86,50
do. Ser. 45 . .
.. . . 3
Hess. Land.-Hyp.-Bk. Pf.
96,90
Ser. 12, 13, 16
36,90
14, 15, 17
do. ... .
97,40
do, unkdb. 1920 . . . .
97,50
do. „ 1923 . . ..
84,30
do. Ser. 1, 2, 6—8 . . . .
8t.350
do. „ 3—5 . . . . . . .
do, kündb. 1915 . . . . . 3½ 81,00
do. Komm. unk. 1913 4‟ 96.90
„ 1914 4 96,90
do.
„ 1916 4 1 97.10
do.
1920 4 97,40
do. „
„ 1923 4 97,50
do.
84,30
do. verlosb. u. kündb. . 3
unkäb. 1915 3½ 54.350
do.
Meininger Hyp.-Bk. Pfdb. 4 94,50
4 95,80
do. unkäb. 1922.:
. . 3½ 86,00
do. . . . . .
Rheinische Hyp.-Bk. Pfb.
unkdb. 19171 4 94,00
do. . . . . . „ 1919) 4 1 94,00
1921) 4 94,10
do. . . . . .
do. . . . . . „ 1924 4 96,20
3½ 84,60
G0. . . . . . . . .
do. Komm. unk. 1923 . 4 95,20
1924 .
96,00
do.
96,40
Südd. Bod.-Kred.-Pfdbr. .
3½ 88,00
(0. . . . . . . . . . . .
Bank-Aktien.
Bank für elektr.
Unter-
nehmungen Zürich . .
152,00
Berg.-Märkische Bank.
Berliner Handelsges. . . . 8½ 163,00
Darmstädter Bank . . . . 6½ 123.29
Deutsche Bank. . . . . . .12½1249,25
Deutsche Vereinsbank. . 6 (117,50
Dt. Effekt.- u. Wechs.-Bk. 6 (118,30
Disk.-Kommand.-Ant. . . 10 186,35
Dresdner Bank . . .
.8½ 151,75
Frankf. Hypothek.-Bankl 10 211,50
do. do. Kred.-Ver. 8½ 154,60
Mitteldeutsche Kred.-Bk. 6½ 1116,90
(111,50
Nation.-Bank f. Deutschl.
122,00
Pfälzische Bank . . . . .
Reichsbank . . . . . . . . . 8,42 135,60
(127,00
Rheinische Kredit-Bank.
(103,15
A. Schaaffhaus. Bk.-Ver. .
Wiener Bank-Verein . . .
131,55
Aktien von
Trans-
port-Anstalten.
Hamb.-Amerika-Packetf. 10 (131,40
8 (115,40
Norddeutscher Lloyd. .
116,00
Frankfurt. Schleppschiff.
Südd. Eisenb.-Gesellsch. . 6½ 1129.00
(116,00
Anatol. Eisenb. 60%-Akt.
90.10
Baltimore .
10 2073/
Canada . .
(143,25
Schantung.
158,00
Prinz Henry.
21,75
Lombarden
6 113,25
Pennsylvania.
Industrie-Aktien.
Badische Anilin-Fabrik . 28 1639.00
Chem. Fabrik Griesheim 14 (267,75
Farbwerke Höchst . . . . 30 (644,00
Ver. chem. Fabr. Mannh., 20 339.00
Zement Heidelberg . . . . 10 157,80
Chemische Werke Albertl 30 447,00
Holzverkohl. Konstanz . 15 (312,00
129,20
Lahmeyer . . . . . . .
§ 114880
Schuckert, Nürnberg . .
12 213,00
Siemens & Halske. .
5 1123,00
Bergmann Elektr. .
Allg. Elektr.-Gesellsch. . 14 247.50
25 343,50
Hagen Akkum. . .
Deutsch. Ubersee-Elektr. 11 (177,40
0 82,00
Gummi Peter .
Kdler-Fahrradwerke . . . 25 1338,50
Maschinenfabr. Badenia 6 1122,00
Wittener Stahlröhren . . 0
Gasmotoren, Oberursel .8½ 1159,50
Gasmotoren, Deutz . . . . 9 1122,20
Siemens Glas-Industrie . 15 1236,50
23 318,00
Enzinger Filter
10 (148,00
Steaua Romana
Zellstoff Waldhof . . . . . 15
Bad. Zucker-Waghäusel .12,83/220,25
8550
Neue Boden-Aktien-Ges. .
Süddeutsche Immobilien 0 59,50
Bergwerks-Aktien.
Aumetz-Friede . .
12 (161,00
Bochum. Bergb. u. Gußst. 14 (22550
Leonhard, Braunkohlen . 9 1163,00
23 367,70
Konkordia Bergbau .
Deutsch-Luxemb. Bergb.! 10 1131,10
Eschweiler . . . . . . . . . . 10 221,50
(Dr.
Gelsenkirchen Bergw. . . 11 193½
Harpen Bergbau. . . . . .11 183½
Kaliwerke Aschersleben . 10 149,00
Kaliwerke Westeregeln . 13 203,50
Königin Marienhütte: . . 6 81,00
Laurahütte . . . . . . . . . 8 1152,00
Oberschles. Eisenbed. . . 6
Oberschl. Eisen-Industrie 3 69,00
Phönix Bergbau . . . . . . 18 238,10
Rheinische Braunkohlen 10 225,50
Riebeck Montan . . . . . . 12 198,00
South West.-Afr. Shares . 5 1121,00
Verzinsliche
Anlehenslose. 2f.
Badische . . . . . TIr. 100 4
Cöln-Mindener . TIr. 1003½134,00
Holländ. Komm. . H. 100 3 116,00
Madrider . . . . . Frs. 100 3 77.70
Meininger Präm.-Pfdbr. . 4 141,00
Osterreicher 1860er Lose . 4 179.50
Oldenburger . . . . TIr. 40) 3 128,30
aab-Grazer . . . . H. 150/2½/112,00
Unverziusliche
Mk.
p. St.
Anlehenslose.
. A. 7 35,80
Augsburger .
Braunschweiger
TIr. 20 (203,00
Fs. 45
Mailänder .
Fs. 10
do.
. . H. 7 36,90
Meininger . .
österreicher v. 1864 . H. 100
do. v. 1858 . A. 100
A. 100
Ungar. Staats . .
Venediger . . . . . . . Fs. 30
Türkische . . . . . . Fs. 400 168,60
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns. . . . . . . . 20,42
20-Franks-Stücke . . . . . . . 16,28
Amerikanische Noten . . . . 4,20
Englische Noten . . . . . . . . 20,45
Französische Noten. . . . .
81,35
Holländische Noten . . . . . (169,22
Italienische Noten . . . . . . 81,10
Osterr.-Ungarische Noten. . 85,15
Russische Noten . . . . . . . .
Schweizer Noten. . . . . . . . 81,25
Reichsbank-Diskont . .
do. Lombard Zsf.
Tendenz:
Schwächer.
Handel und verkehr.
— Frankfurt a. M., 6. April. (Börſe.) Die
Vorgänge in Albanien bewirkten eine Zurückhaltung der
Spekulation und eine allgemeine Geſchäftsunluſt machte
ſich bemerkbar. Dennoch konnte ſich die Börſe wenigſtens
anfangs ziemlich gut behaupten und die Kurſe eröffneten
in der Mehrzahl nur um Bruchteile eines Prozents unter
den vorgeſtrigen Schlußkurſen. Später drückten jedoch
wieder ungünſtige Berichte, ſowohl aus Belgien, wie aus
der heimiſchen Induſtrie. Der Geldmarkt war überaus
flüſſig. Der Privatdiskont ſtellte ſich auf 2¼ Prozent.
Im Zuſammenhange mit der Geld=Abundanz ſteht die
heute aus Berlin gemeldete Herabſetzung des Zinsfußes
für Scheckguthaben auf 1½ Prozent und man geht wohl
nicht fehl in der Annahme, daß auch andere Plätze die
Zinsſätze in abſehbarer Zeit gleichfalls reduzieren werden.
Naturgemäß lagen auch heute wieder Fonds feſter, weil
das Publikum, gedrängt durch die weichenden Zinsſätze,
behufs beſſerer Verzinſung der Guthaben den Anlage:
werten mehr Intereſſe zuwendet. Der Kaſſainduſtriemarkt
lag größtenteils ſchwächer.
* Darmſtadt, 6. April. In der heutigen
Gene=
ralverſammlung der Bank für Handel und
Induſtrie (Darmſtädter Bank) gedachte der
Vor=
ſitzende des Aufſichtsrats Präſident Dr. Kaempf,
einlei=
tend der verſtorbenen Mitglieder des Aufſichtsrats, des
Geh. Kommerzienrats Hedderich=Darmſtadt, Geh.
Kommer=
zienrats Beuchelt und des Wirkl. Geh. Oberbergrats Dr.
Fürſt. Aktionär Rechtsanwalt Grünebaum=Aſchaffenburg
fragte an, wie es komme, daß trotz der Angliederung der
Breslauer Diskontobank das Geſchäftsbild im laufenden
Jahre ſich nicht gebeſſert habe und warum es der
Darm=
ſtädter Bank nicht möglich ſei, eine gleichhohe Dividende,
wie die anderen D=Banken, auszuſchütten. Marx=
Ber=
lin ſprach als Vertreter der Angeſtellten=Intereſſen.
Ge=
heimrat v. Klitzing antwortete: Die geſchäftliche Lage der
beiden letzten Jahre ſei nicht erfreulich.
Provinzialinſti=
tute ſeien noch ſchlechter daran, als die ſogenannten
Groß=
banken. Die Aufnahme einer Provinzbank in einem
ſol=
chen Momente könnte daher nicht in der Weiſe befruchtend
wirken, wie wir ſie für die Zukunft erhoffen. Was die
Interpellation des Herrn Marx anbelange, ſo ſei die
Direktion der Anſicht, daß das geſetzliche Koalitionsrecht
nicht eingeſchränkt werden dürfe. Auf eine Anfrage über
die Aufnahme einer Kapitalserhöhung antwortete
Geheim=
rat von Klitzing: Wegen des niedrigen Zinsfußes haben
die Einnahmen aus Zinſen einen Rückgang erfahren, den
man dadurch wettzumachen hoffe, daß die Geſchäftsluſt
wieder angeregter wird. Die Kapitalserhöhung, die in
Ausſicht genommen ſei, werde verſchoben, bis wieder ein
normaler Aktienkurs vorhanden ſei. Die Bilanz wird
hierauf einſtimmig genehmigt. Für die durch Tod
aus=
geſchiedenen Aufſichtsratsmitglieder wird nur eine
Erſatz=
wahl vorgenommen, da in Zukunft die Zahl der
Mitglie=
der auf 20 reduziert werden ſoll. Als neues Mitglied
wurde Dr. Willi Merck=Darmſtadt gewählt.
Landwirtſchaftliches.
— Schlachtviehmarkt Darmſtadt.
Schweine=
markt am 6. April. Auftrieb 325 Schweine. Preiſe
(Schlachtgewicht 50 Kilogramm) 1. Qual. 63 Mk., 2. Qual.
62 Mk., 3. Qual 61 Mk. Marktverlauf: rege; Ueberſtand.
— Frankfurt a. M., 6. April. (
Schlachtvieh=
markt.) Amtlicher Bericht. Auftrieb: Rinder 1617
(Ochſen 612, Bullen 65, Färſen und Kühe 1040), Kälber
631, Schafe 637, Schweine 2776. Preis pro 100 Pfund
Lebendgewicht (Schlachtgewicht) in Mark: 1. Rinder:
A. Ochſen: a) vollfleiſchige, ausgemäſtete, höchſten
Schlacht=
wertes, 4—7 Jahre alt, 48—52 (86—90), b) junge
flei=
ſchige, nicht ausgemäſtete, und ältere ausgemäſtete 43—46
(78—83), c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere 38
bis 42 (70—77). B. Bullen: a) vollfleiſchige,
ausgewach=
ſene, höchſten Schlachtwertes 45—47 (75—78), b)
vollflei=
ſchige jüngere 41—44 (70—76). C. Färſen und Kühe:
a) vollfleiſchige, ausgemäſtete Färſen höchſten
Schlacht=
wertes 44—48 (79—86), b) vollfleiſchige, ausgemäſtete
Kühe höchſten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 41—44
(76—79), e) 1. wenig gut entwickelte Färſen 38—43 (73
bis 83) 2. ältere, ausgemäſtete Kühe 36—40 (67—74),
d) mäßig genährte Kühe und Färſen 30—35 (60—70)
e) gering genährte Kühe und Färſen 20—27 (46—61).
2. Kälber: a) feinſte Maſtkälber 64—66 (107—110),
b) mittlere Maſt= und beſte Saugkälber 58—62 (98—105),
c) geringe Maſt= und gute Saugkälber 52—56 (88—95).
3. Schafe: Stallmaſtſchafe: Maſtlämmer und jüngere
Maſthämmel 40—42 (88—92). 4. Schweine: a)
voll=
fleiſchige Schweine von 80 bis 100 Kilogramm
Lebend=
gewicht 48—50 (62—63), b) vollfleiſchige Schweine unter
30 Kilogramm Lebendgewicht 46—48 (59—61), e)
voll=
fleiſchige Schweine von 100 bis 120 Kilogramm
Lebend=
gewicht 47—50 (61—63), d) vollfleiſchige Schweine von
120 bis 150 Kilogramm Lebendgewicht 47—50 (61—63).
Marktverlauf: Am Rindermarkt flauer Geſchäftsgang und
Ueberſtand. Bei Kälbern, Schafen und Schweinen reger
Handel und ausverkauft. In der Oſterwoche findet der
Hauptmarkt Dienstag, den 14. April, ſtatt.
F.C Frankfurt a. M., 6 April. (
Kartoffel=
markt.) Man notierte: Kartoffel im Waggon 4,00—4,50
Mark, Kartoffel im Detail 5,00—5,50 Mark, alles per
50 Kilo.
Samstag, den 11. April
sind unsere Kassen und Schalter nur
bis
12½ Uhr
geöffnet.
(P9170
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