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177. Jahrgang
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 22 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der Kreisausſchuß hat die im November erfolgte Wahl
der Stadtverordneten in Gießen für
un=
gültig erklärt.
Das Prinzenpaar Heinrich von Preußen iſt
am Sonntag nachmittag in Buenos Aires eingetroffen.
Der Kommandeur der Schutztruppen,
General=
major v. Glaſenapp, hat aus Geſundheitsrückſichten
ſeinen Abſchied eingereicht. Ueber ſeinen
Nach=
folger ſind noch keine Beſtimmungen getroffen.
Premierminiſter Asquith macht bekannt, daß der
Kriegsminiſter Seely ſowie Feldmarſchall French
und General Ewart demiſſioniert haben.
As=
quith ſelbſt übernimmt das Kriegsminiſterium.
In den Putilowwerken in Petersburg ſtreiken
alle 15000 Arbeiter.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 5 und 6.
Die langſame
Parlaments=
arbeit.
— Am Freitag ſind Reichstag und preußiſches
Ab=
geordnetenhaus in die Oſterferien gegangen, um ſich von
der parlamentariſchen Arbeit für einige Wochen zu
er=
holen. In den beiden Häuſern iſt man leider mit dem
Etat nicht fertig geworden und hieran trägt die Schuld
oder zum großen Teil die eingeriſſene Redeluſt oder
viel=
mehr ſchon Redeſucht, denn es wird von Jahr zu Jahr
in dieſer Beziehung ſchlimmer, trotz aller guten Vorſätze,
die zum Seſſionsbeginn in Erſcheinung treten. Was nutzt
es, wenn der Seniorenkonvent zuſammenkommt und
be=
ſchließt, für den Etat ſo und ſo viel Tage und für den
ſo und ſo viel, wenn alle dieſe Vorſchläge nachher einfach
über den Haufen geworfen werden. Es iſt nun einmal
allem Anſcheine nach in allen Parlamenten ein
un=
ausrottbares Uebel bei den Etatsdebatten,
aus dem hundertſten ins tauſendſte zu kommen, anſtatt
ſich ſtreng an den eigentlichen Beratungsſtoff zu halten.
Auch die Gewohnheit, in der Regel drei Garnituren von
Rednern aufmarſchieren zu laſſen, verzögert die
Abwicke=
lung der Geſchäfte ungemein, und es wäre dringend zu
wünſchen, wenn die Parteien ſich etwas Selbſtzucht
auf=
erlegten. Würde es denn nicht vollauf genügen, wenn
erforderlichenfalls noch ein zweiter Fraktionsredner die
Ausführungen des erſten ergänzt? Aber nein, meiſt muß
noch ein dritter ſein Sprüchlein herſagen, das ſelten etwas
neues bringt, ſondern nur das ſchon gehörte wiederkaut.
Ebenſo erlebt man es nicht ſelten, daß ein Sprecher
er=
klärt, er ſchließe ſich vollſtändig den Ausführungen ſeines
Vorredners an, kommt aber dann doch noch mit einem
langen Sermon, um darzutun, daß ſeine Fraktion ſich
gleichfalls eingehend mit der betreffenden Angelegenheit
befaßt hat; es will eben keiner hinter dem anderen
zurück=
ſtehen, was würden ſonſt die Wähler ſagen!
Bedenklich iſt auch die Zahl der vielen
Initiativan=
träge, die jedesmal bei Beginn der Tagung eingebracht
werden, und deren Zahl meiſt ſo groß iſt, daß in der
Re=
gel noch nicht einmal der zehnte Teil zur Erledigung
ge=
langt. Auch die an und für ſich recht nützliche Einrichtung
der ſogenannten kleinen Anfragen droht die Geſchäfte zu
verzögern; es wird nicht ſelten eine Anfrage wegen einer
recht untergeordneten Angelegenheit eingebracht, die ſich
ohne Aufhebens durch direkte Fühlungnahme des
betref=
fenden Abgeordneten mit den Regierungsſtellen erledigen
ließe, aber dann würde ja die Außenwelt nichts erfahren.
Das ſind ſo kleine Schäden, deren Beſeitigung im
Inter=
eſſe des Parlamentes ſelbſt dringend zu wünſchen wäre.
Das lange Hinziehen der Debatten bringt es ſchließlich
zuwege, daß beim Nahen des Seſſionsendes ſelbſt die
allerwichtigſten Sachen Hals über Kopf bearbeitet werden
müſſen und bei verſchiedenen Geſetzentwürfen der letzten
Zeit hat man ja zur Genüge ſehen müſſen, was bei einer
ſolchen ſchnellen Arbeit herauskommt: Allerlei Lücken und
Ungenauigkeiten, die nachher die größten Schwierigkeiten
km Gefolge haben; es ſei nur an die Reform der
Reichs=
verſicherungsordnung mit ihren verſchiedenen Zweigen
ferinnert. Gewiß ſoll die eifrige Arbeit der Sendboten
fdes Volkes nicht verkannt werden, aber auch für ſie gilt
der Satz, daß ſich in der Beſchränkung der Meiſter zeigt.
Königin Wilhelmine.
* Aus Amſterdam wird der Köln. Ztg.
geſchrie=
ben: Seit einer Reihe von Monaten bildet das Leben
am niederländiſchen Hofe ein von den früheren
Gewohnheiten abweichendes Bild dar; Jahr für Jahr
war es bei dem herkömmlichen Zeremoniell geblieben,
es wurden die gebräuchlichen Beſuche in den einzelnen
Provinzen gemacht, um Oſtern wurde das Hoflager auf
eine Woche in Amſterdam aufgeſchlagen, und nur bei
An=
läſſen ganz beſſonderer Art wurde der Hauptſtadt die
Ehre eines weiteren königlichen Beſuches zuteil. Die
üblichen Feſtlichkeiten in der Reſidenz Haag
wäh=
rend der Wintermonate gingen nach dem Hergebrachten
vor ſich; man wußte im voraus, daß die ſtehenden
Ein=
ladungen zu den Gartenfeſten im Loo vom
Hoſmarſchall=
amt an beſtimmte Perſonen gerichtet wurden. Dann
wurden wieder einzelne Städte von der Königin beſucht,
ſie wohnte den Eisfeſten im vergangenen Winter in
Friesland bei, und von ſelbſt verſteht es ſich, daß bei
großen nationalen Feſten, bei Ausſtellungen oder wenn
es ſich um die Erfüllung der Repräſentationspflichten
handelte, die Königin ſtets zur Stelle war.
Dieſer dem Staatshaupt durch Herkommen
vorge=
zeichnete Wirkungskreis iſt aber neuerdings bedeutend
erweitert worden. Königin Wilhelmine ſteht an der
Spitze eines der kleineren europäiſchen Staaten, und wenn
das Oberhaupt einer Großmacht ſeine Tätigkeit und die
Sorge für ſeine Untertanen ſowohl räumlich wie zeitlich
oft nur in allgemeinen Umriſſen entfalten kann, hat die
Regentin eines kleinen Landes den Vorteil, ſſich mit den
Einzelheiten der Verwaltung, des Handels und der
In=
duſtrie beſchäftigen zu können, was bei dem Herrſcher
eines umfangreichen Staates ſchon durch die der
perſön=
lichen Arbeitskraft geſteckten natürlichen Grenzen
ausge=
ſchloſſen iſt. Von dieſem Vorzug macht Königin
Wilhel=
mine nunmehr den ausgiebigſten Gebrauch: Vertreter des
Handels, die Leiter induſtrieller Unternehmungen, die
Vorſtände gemeinnütziger Einrichtungen werden in raſcher
Aufeinanderfolge von ihr empfangen, wobei ſie ſich in die
Einzelheiten der Betriebe und Unternehmungen einweihen
läßt; ſie beſucht ſelbſt Fabriken und gewerbliche Anlagen,
wobei an den verſchiedenen Plätzen kein amtlicher
Emp=
fang ſtattfindet; häufig wird ihr Beſuch vorher gar nicht
angekündigt, damit ſie Menſchen und Zuſtände nicht im
Feſtgewande, ſondern im werktätigen Leben und Treiben
ſieht. Sie ſtieg in Amſterdam in Kellerwohnungen hinab
und kletterte in das dritte Stockwerk einer
Arbeiterwoh=
nung, um ſich ſelbſt von der Wirkung des ſogenannten
Wohnungsgeſetzes zu überzeugen, über das viel geſprochen
und noch mehr geklagt wird. Wiederholt hat ſie die
Ar=
beiten an den Amſterdam umgebenden Feſtungswerken in
Augenſchein genommen, wie ſie ja auch den
Truppen=
manövern häufig beiwohnt. Abends werden im Schloß
von Zeit zu Zeit Vorträge gehalten, wobei die
Darlegun=
gen über die niederländiſchen Kolonien einen Vorzug
haben, ſo daß auch auf dieſem Gebiet die Königin ihre
Kenntniſſe bereichert.
Wer ſeine Regentenpflichten mit ſolcher
Ge=
wiſſenhaftigkeit auffaßt und erfüllt, darf auch auf
rückhaltloſe Anerkennung und Bewunderung rechnen,
und gerade in Holland, wo die Hingebung an das Haus
Oranien in der Volksſeele ſo tief wurzelt, wird man es
doppelt zu ſchätzen wiſſen, daß die bei ihrer Huldigung
geſprochenen Worte: „Oranien kann nicht genug für
Niederland tun” kein leerer Schall geblieben ſind.
Deutſches Reich.
Der Reichstag nach den Oſterferien.
Nach den vorläufigen Reichstagsdispoſitionen iſt
beabſich=
tigt, nach Oſtern zunächſt die zweite Leſung des
Kon=
kurrenzklauſelgeſetzes und die zweite Leſung der Novelle
zum Militärſtrafgeſetzbuch vorzunehmen. Man hofft, daß
die Differenzpunkte zwiſchen der Regierung und dem
Reichstage bei beiden Geſetzentwürfen bis dahin beſeitigt
ſein werden. Nach Erledigung dieſer Vorlage werden
die beiden Novellen zur Gewerbeordnung über das
Gaſt=
wirts= und Kinoweſen und zur Bekämpfung der
Schund=
literatur zur erſten Leſung geſtellt werden. In der erſten
Maiwoche will man die Etatsberatung wieder aufnehmen
in der Hoffnung, daß die Budgetkommiſſion bis dahin
den Etat des Auswärtigen Amtes und den Heeresetat
erledigt (haben wird. Zum Schluß ſollen noch die
Be=
ſoldungsnovelle, das Altpenſionärgeſetz und das
Renn=
wettgeſetz verabſchiedet werden. Das Altpenſionär= und
das Rennwettgeſetz werden dem Reichstage in den
Oſter=
ſerien zugehen und Ende April zur erſten Leſung geſtellt
werden.
— Die Abſtimmungüber das Mandat des
Abg. Hoeſch. Nach der amtlichen Liſte haben bei der
Abſtimmung über die Gültigkeit der Wahl des Abg.
Hoeſch, die ſo viel Aufſehen erregt hat, für die Gültigkeit
der Wahl geſtimmt die Konſervativen, die
Freikonſerva=
tiven, die Deutſchvölkiſche Vereinigung, die Elſäſſer, das
Zentrum und die Welfen mit Ausnahme des Abg. Alpers,
der ſich der Abſtimmung enthielt. Außerdem haben noch
für die Gültigkeit geſtimmt die keiner Partei
angehören=
den Abgeordneten Graefe=Sachſe, Heſtermann (früher
Bauernbund), Dr. Graf von Poſadowsky, weiter der
Alt=
nationalliberale Dr. Becker und die drei der
National=
liberalen Partei angehörenden Abgeordneten Dr.
Baer=
winkel, Kleye und Strack.
— Angeſtelltenverſicherung und
Hypo=
thekenmarkt. Die Reichsverſicherungsanſtalt für
An=
geſtellte hat die Abſicht, einen Teil ihres Vermögens in
Hypotheken anzulegen. Verſchiedenen Gemeinden
gegen=
über hat ſie ſich bereit erklärt, Grundſtücke gegen
erſt=
ſtellige hypothekariſche Belaſtung bis zur Höhe von ½ bis
//0 des gemeinen Wertes zu beleihen. Der Zinsfuß ſtellt
ſich auf 4½ bis 5 Prozent, doch iſt Zahlung eines
ein=
maligen Verwaltungskoſtenbeitrages von ½ Prozent
Vor=
bedingung. In beſonderen Fällen will die Anſtalt
Ver=
günſtigungen eintreten laſſen, auch will ſie für kleine
Wohnhäuſer Hypotheken zweiter Stelle vergeben, ſofern
deren Sicherheit garantiert iſt.
— Der Zentralvorſtand der
National=
liberalen Partei, der in Berlin tagte, beſchloß, mit
den jungliberalen und altliberalen Sonderverbänden
we=
gen ihrer unverzüglichen Auflöſung in Verhandlungen
zu treten. In einer weiteren Auslaſſung wurde die
Er=
wartung ausgeſprochen, daß der gegenüber anderen
Par=
teien vor drei Jahren gefaßte Beſchluß, insbeſondere betr.
die ſozialdemokratiſchen Stichwahlbedingungen,
aus=
nahmslos befolgt wird. Weiterhin beſchäftigte ſich der
Zentralvorſtand mit der Frage, wie eine beſſere
Füh=
lungnahme zwiſchen dem Parlament und den
Gewerkſchaf=
ten herbeizuführen ſei. Als Ort des nächſten allgemeinen
Vertretertages wurde Köln gewählt, als Zeitpunkt der
27. September beſtimmt.
— Die Sozialdemokraten und die Wahl
in Borna. Der Vorwärts bemüht ſich, den
ſozial=
demokratiſchen Wahlerfolg in Borna=Pegau in der
Haupt=
ſache auf die Heranziehung eigener Reſerven
zurückzu=
führen. Er gibt nur zu, daß über 1000 fortſchrittliche
Wähler bei der Stichwahl in das ſozialdemokratiſche
La=
ger abſchwenkten, den Hauptzuwachs des
ſozialdemokra=
tiſchen Stichwahlgewinnes aber (rund 1400 Stimmen)
will er aus ſozialdemokratiſchen Reſerven beſtehen laſſen.
Es iſt nur eine Spekulation auf die Urteilsloſigkeit ſeiner
Leſer, wenn das ſozialdemokratiſche Zentralorgan den
Anſchein erwecken will, als ob die koloſſale
Wahlbeteili=
gung von 93,3 Prozent dürftig genug geweſen ſei, um das
Vorhandenſein ſozialdemokratiſcher Reſerven außer
Zwei=
fel zu ſtellen, während ſie nach dem Eingeſtändnis der
Rheiniſchen Zeitung und der Mannheimer Volksſtimme
gar nicht vorhanden ſein konnten. Weshalb ſich der
Vor=
wärts gegen die Anerkennung der fortſchrittlichen
Stich=
wahlleiſtung in Borna=Pegau ſperrt, iſt nicht ſchwer zu
erkennen. Es kommt dem ſozialdemokratiſchen
Zentral=
organ offenbar darauſ an, die fortſchrittliche Wahlhilfe
in Borna=Pegau deshalb hinweg zu interpretieren, weil
man auf ſſozialdemokratiſcher Seite die Gegenleiſtung
mög=
lichſt niedrig halten will, damit die Dämpfungstaktik
von 1912, die die radikalen „Genoſſen” ſtark erbittert hat,
ſich nicht wiederhole.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Graf Berchtolds Begegnung mit
Giu=
liano. Graf Berchtold reiſt am 15. April von Wien
nach Abbazia ab, wo am 16. April Marquis di San
Giu=
liano eintreffen wird, der am 14. von Rom nach Abbazia
abreiſt. Die Zuſammenkunft der beiden Staatsmänner
dürfte zwei Tage dauern. Von beſonderer Wichtigkeit
für die Ausſprache, die in Abbazia gepflogen werden
wird, ſowie für die Stimmung in Italien dürfte es ſein,
daß indeſſen die öſterreichiſche Regierung wahrſcheinlich
die Frage der italieniſchen Rechtsfakultät in Oeſterreich
mit Hilfe des § 14 geregelt haben wird. Von italieniſcher
Seite wurde bekanntlich gerade auf dieſe Angelegenheit
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 31. März 1914.
Nummer 90.
immer großer Wert gelegt, doch haben die zerfahrenen
Verhältniſſe im öſterreichiſchen Parlament eine Erledigung
bisher nicht geſtattet.
Frankreich.
Die Rochette=Affäre. Der Herausgeber des
Perpignaner Blattes L’Indépendant des Pyrénées
orien=
tales, der kürzlich berichtet hatte, daß zwei Journaliſten
einem Mitgliede des Kabinetts Monis im Jahre 1911
einen Gewinnanteil an einem Geſchäft Rochettes für den
Fall des Prozeßaufſchubs verſprochen hatten, erklärte
einem Berichterſtatter, er würde, falls der
Unterſuchungs=
ausſchuß ihn vorgeladen hätte, ſich unter Hinweis auf ſein
Berufsgeheimnis geweigert haben, mehr auszuſagen, als
in ſeinem Artikel ſtehe. Denn er ſei der Anſicht, daß das
Berufsgeheimnis der Journaliſten denſelben Wert beſitze
wie das des Rechtsanwalts.
Vereinigte Staaten.
Das deutſche Petroleummonopol. Das
Staatsdepartement hat den amerikaniſchen Botſchafter in
Berlin, Gerard, angewieſen, die deutſche
Petroleummono=
polvorlage zu prüfen und, wenn ſie Ungerechtigkeiten
gegenüber amerikaniſchen Intereſſen herbeizuführen
ſcheine, Einſpruch zu erheben. Staatsſekretär Bryan
be=
riet mit Präſident Wilſon, ehe er an den Botſchafter
Ge=
rard telegraphierte.
Japan.
Die Kabinettsklriſis. Der Kaiſer hat den
Präſidenten des Oberhauſes, Fürſten Tokugawa, zur
Bil=
dung eines Kabinetts aufgefordert, doch hält man es für
zweifelhaft, daß Fürſt Tokugawa den Auftrag annehmen
wird. Sollte er ablehnen, ſo wird wahrſcheinlich Baron
Hirata mit der Bildung des Kabinetts betraut werden.
* Die Immunität der Abgeordneten.
Wir leſen in den Berl. N. Nachrichten: Eine für den
Um=
fang des ganzen Deutſchen Reiches maßgebende
Immuni=
tät der einzelſtaatlichen Abgeordneten kann es nur
inſo=
weit geben, als dieſe in Reichsgeſetzen vorgeſehen iſt. Ein
Beiſpiel aus jüngſter Zeit mag dies erläutern. Als es
ſich um die Geltung der vielberufenen preußiſchen
Kabi=
nettsorder von 1820 handelte, iſt von den verſchiedenſten
Seiten darauf hingewieſen worden, daß die Order, wenn
ſie überhaupt noch zu Recht beſtände, jedenfalls nur in
Preußen Anwendung finden dürfte und daß ſie nicht
ein=
mal den preußiſchen Truppen, die ſich in Elſaß=Lothringen
aufhielten, zur Richtſchnur ihres Handelns dienen könnte.
Gerade dieſes letztere Moment hat dann, wie man ſich
erinnern wird, zu den Verhandlung der Bundesſtaaten
untereinander geführt mit dem Ziel, einheitliche
Vorſchrif=
ten auf dieſem Gebiete für die Reichslande zu ſchaffen
Was aber in jenem Falle für Preußen Recht war, muß
auch gegenwärtig für Bayern Geltung finden. Die
ba=
diſche Regierung hat daher völlig korrekt gehandelt, wenn
ſie den in ihrem Staatsgebiet betroffenen, ſteckbrieflich
verfolgten Beſchuldigten feſtnehmen ließ. Gänzlich
ver=
fehlt war übrigens von vornherein der in der Beſchwerde
geltend gemachte Einwand des Abg. Abreſch, daß er auf
der Reiſe von der bayeriſchen Pfalz nach München
not=
wendigerweiſe die Gebiete anderer Bundesſtaaten
be=
rühren mußte. Dieſer Umſtand hätte nicht einmal dann
Berückſichtigung finden können, wenn die Verhaftung auf
dem Bahnhof in Mannheim im Zuge erfolgt wäre. Es
kommt aber hinzu, daß Abreſch ausgeſtiegen war und
einen Spaziergang durch die Stadt machte, als ſeine
Feſt=
nahme erfolgte. Auch aus einem anderen Grunde ſcheint
die äußerſte Zurückhaltung hinſichtlich einer
Stellung=
nahme zu ſeinen Gunſten geboten.
* Petersburg, 30. März. Geſtern abend
wohn=
ten der Kaiſer, die Kaiſerin=Witwe, das
Prin=
zenpaar Ferdinand von Rumänien, Prinz Carol
von Rumänien und die hier anweſenden Großfürſten und
Großfürſtinnen einem zum Beſten der Invaliden
veran=
ſtalteten Konzert bei. Unter den Anweſenden befanden
ſich ferner der Kriegsminiſter, der Miniſter des Innern
und der Präſident der Reichsduma.
* Durazzo, 30. März. Geſtern nachmittag trafen
die Kinder des Fürſtenpaares von
Alba=
nien, Prinzeſſin Marie Eleonore und der Kronprinz
Carol Viktor, an Bord der italieniſchen Jacht „Miſurata”
von Brindiſi kommend hier ein. Sie wurden von ihren
Eltern empfangen und unter begeiſterten Kundgebungen
des Publikums, beſonders der Schuljugend, nach dem
Palais geleitet.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 31. März.
* In den Ruheſtand verſetzt wurde der Lehrer
an der Volksſchule zu Ockenheim, im Kreiſe Bingen,
Georg Wunderle auf ſein Nachſuchen, unter
Aner=
kennung ſeiner langjährigen treuen Dienſte, vom 1. April
1914 an.
g. Strafkammer II. Die Frankfurter, die am
preußi=
ſchen Buß= und Bettag alljährlich Offfenbach beſuchen,
geben der Offenbacher Polizei immer viel zu ſchaffen,
trotzdem ihrem Treiben weitgehendſte Duldung zu Teil
wird und nur bei Roheitsausſchreitungen eingeſchritten
wird. So war auch am letzten Buß= und Bettag auf dem
Marktplatz ein alleingehender Kaufmann von drei dieſer
Feiertagsbeſucher beleidigt worden und ſchließlich auch
von einem mit dem Stock mißhandelt worden. Da der
Betreffende ſich weigerte, ſeinen Namen anzugeben, wurde
er zur Wache ſiſtiert, wohin die übrigen folgten. Hier
führten ſie ſich in unverantwortlicher Weiſe guf. Das
Schöffengericht verurteilte den Angeklagten, der geſchlagen
hatte, den Fahrradhändler Alois Geiger von
Gries=
heim a. M., zu 40 Mark Geldſtrafe. Seine
Beruf=
ung wurde geſtern von der Strafkammer als unbegründet
verworfen.
* Für den allgemeinen Buß= und Bettag, der in
unſerem Lande nach alter, frommer Sitte wiederum am
Sonntag Palmarum zu begehen iſt, hat der Großherzog
nachſtehendee Bibelſtellen als Predigttexte ausgewählt
und beſtimmt, und zwar: i. Für den Vormittag:
Luk. 13, 6—9: „Er ſagte ihnen aber dies Gleichnis. Es
hatte einer einen Feigenbaum, der war gepflanzet in
ſeinem Weinberge; und kam und ſuchte Frucht darauf
und fand ſie nicht. Da ſprach er zu dem Weingärtner:
Siehe, ich bin nun drei Jahre lang alle Jahre kommen
und habe Frucht geſucht auf dieſem Feigenbaum, und
finde ſie nicht; haue ihn ab, was hindert er das Land?
Er aber antwortete und ſprach zu ihm: Herr, laß ihn
noch dies Jahr, bis daß ich um ihn grabe und bedünge
ihn, ob er wollte Frucht bringen; wo nicht, ſo haue ihn
darnach ab.” 2. Für den Nachmittag: Römer 2, 4:
„Berachteſt du den Reichtum ſeiner Güte, Geduld und
Langmütigkeit? Weißt du nicht, daß dich Gottes Güte
zur Buße leite
* Gaswerksdirektor Friedrich. Herr
Gaswerksdirek=
tor Friedrich hat aus Geſundheitsrückſichten um
Ver=
ſetzung in den Ruheſtand nachgeſucht. Dieſem Geſuch iſt
durch Beſchluß der vorletzten
Stadtverordnetenverſamm=
lung unter Anerkennung der langjährigen der Stadt
ge=
widmeten Dienſte des Genannten entſprochen worden.
Herr Friedrich hat 43 Jahre ununterbrochen dem
Gas=
werk vorgeſtanden. Zur Zeit ſeines Eintritts in die
Dienſte des Gaswerks im Jahre 1871 waren die
Ge=
ſchäfte dieſes Unternehmens noch von beſcheidenem
Um=
fange. An der kraftvollen Weiterentwicklung des Werkes
bis zu ſeiner jetzigen Höhe hat Herr Friedrich
weſent=
lichen Anteil. Die Geſamtabgabe an Gas ſteigerte ſich
innerhalb dieſer Zeit von 1 MMillion auf 8½ Millionen
Kubikmeter. Die bahnbrechenden techniſchen
Vervoll=
kommnungen auf dem Gebiete der Gasbeleuchtung und
der Verwendung des Gaſes zu Koch= und Kraftzwecken
wurden von ihm ſtets rechtzeitig erkannt und die oft
be=
deutenden Maßnahmen rechtzeitig der Stadtverwaltung
zur Durchführung empfohlen, ſo daß das ſtädtiſche
Gas=
werk in ſeinem jetzigen Beſtande in wirtſchaftlicher und
techniſcher Beziehung jeden Vergleich mit Gaswerken
ähnlicher Größe auszuhalten vermag. Auch die jüngſten
Maßnahmen zur weiteren Steigerung des Gasverbrauchs
ſind noch von ihm entworfen und eingeleitet worden
Bezüglich ſeines Lebenslaufes folgen wir einem Artikel
im Journal für Gasbeleuchtung und Waſſerverſorgung,
wonach Herr Direktor Friedrich im Jahre 1869 in den
Dienſt der Neuen Gasgeſellſchaft Wilhelm Nolte u. Co.,
Berlin, als Dirigent der Gasanſtalt Buchholz im
ſächſi=
ſchen Erzgebirge getreten war und 1870 in gleicher
Eigen=
ſchaft an die größere Gasanſtalt Limbach bei Chemnitz,
der gleichen Geſellſchaft gehörend, verſetzt wurde. Sein
Vater war als techniſcher Leiter der 1849 erbauten
Por=
tativ=Gasanſtalt von der im Jahre 1853 gegründeten
Ak=
tiengeſellſchaft zur Errichtung einer neuen Gasanſtalt
(Holzgasanſtalt) übernommen worden. Bei ſeinem Tode
berief der VVerwaltungsrat der Aktiengeſellſchaft den Sohn
als Betriebsleiter vom 15. Februar 1871 ab, ſo daß die
Gasverſorgung Darmſtadts von ihren Anfängen bis jetzt,
alſo während 65 Jahren, unter der techniſchen Leitung
der Familie Friedrich ſtand. Unter der Leitung des jetzt
ſcheidenden Herrn Friedrich nahm das Gaswerk,
beſon=
ders nach dem Uebergang an die Stadt im Jahre 1880,
einen großartigen Aufſchwung. Auch bei der Erbauung
des neuen Gaswerks in den Jahren 1900 bis 1902
ver=
mochte Herr Direktor Friedrich ſeine reichen Erfahrungen
als Mitglied der Gaswerksbaubehörde der Stadt
nutz=
bringend zur Verfügung zu ſtellen. Seit Beſtehen der
Berufsgenoſſenſchaft der Gas= und Waſſerwerke iſt Herr
Friedrich Vertrauensmann und ſeit Jahren
Vorſtands=
mitglied bei deren Sektion 6. In der
Gaswerksdeputa=
tion, in der die Ruheſtandsverſetzung des Herrn Friedrich
zur Sprache kam, wurde namentlich von den älteren
Mit=
gliedern der Deputation, ſo von Herrn L. Lautz und
Herrn Juſtizrat Lindt, ſehr bedauert, Herrn Friedrich aus
dem ſtädtiſchen Dienſt ſcheiden zu ſehen, und mit höchſt
anerkennenden Worten wurde ſeiner Tätigkeit, ſeines
Eifers und ſeines erfolgreichen Wirkens als
Gaswerks=
direktor gedacht. Ebenſo iſt in einem Schreiben des Herrn
Oberbürgermeiſters an Herrn Friedrich zum Ausdruck
ge=
kommen, daß die Stadtverordnetenverſammlung in
Wür=
digung ſeiner großen Verdienſte um die Entwicklung des
ſtädtiſchen Gaswerks ihn durch ein beſonderes
Ehren=
geſchenk ausgezeichnet habbe. Der Dezernent des
Gas=
werks, Herr Beigeordneter Ekert, hat ferner Veranlaſſung
genommen, Herrn Friedrich bei ſeinem Abſchied aus dem
Amte in gleicher Weiſe, wie das bereits bei ſeinem
vier=
zigjährigen Dienſtjubiläum geſchehen iſt, die vollſte
An=
erkennung der Stadtverwalltung auszuſprechen. Möge es
Herrn Friedrich vergönnt ſein, den wolverdienten
Ruhe=
ſtand noch recht lange bei beſtem Wohlbefinden im Kreiſe
ſeiner Familie zu genießen.
Vaterländiſche Bismarckfeier. Der 99.
Geburts=
tag Bismarcks wird in allen Teilen Deutſchlands von.
vielen Tauſenden treuer Deutſcher feſtlich begangen. Er
iſt zu einem nationalen Gedenktag geworden, wie die
Tage der großen Ruhmestaten unſerer Väter.
Wir=
wollen uns in Darmſtadt mit unſeren deutſchen Brüdern
einig wiſſen in dem Gedächtnis an die gewaltige und
unvergängliche Perſönlichkeit des Altreichskanzlers und
in der Treue und Liebe zu ſeinem Werke, das wir als
Erbe übernommen haben, um es gekräftigt und gemehrt
unſeren Nachkommen zu überlaſſen. „Bismarcks Werk
und Erbe” iſt darum der Gegenſtand der
Gedächtnis=
rede, die Profeſſor Dr. Herrmann aus Poſen in der
heutigen von der Nationalliberalen Partei
veran=
ſtalteten öffentlichen Bismarckfeier halten wird. Die
Feier findet abends 8¼ Uhr im feſtlich geſchmückten
„Kaiſerſaal” ſtatt. Es wird nochmals beſonders darauf
hingewieſen, daß die Tiſche entfernt ſind, daß ein
Reſtaurationsbetrieb nicht ſtattfindet. Dadurch iſt allen
national Geſinnten, Männern und Frauen, der Beſuch
erleichtert.
— Konzert des Mozart=Vereins und Inſtrumeutal=
Vereins. In der uns übermittelten im Sonntagsblatt
erſchienenen Notiz befanden ſich einige Fehler, um deren
Be=
richtigung wir erſucht werden. Zuerſt muß es heißen
ſtatt: unter Mitwirkung der Kammerſängerin Frau Anna
Heinfeſt aus Frankfurt a. M.: unter Mitwirkung der
Kammerſängerin Frau Anna Kämpfert aus
Frank=
furt a. M. Außerdem wurde Nr. 5 des Programms
höchſt zeitgemäß in drei Tangoſtücke von Grety=
Mottl umgeändert Es muß natürlich heißen: Drei
Tanzſtücke von Gretry=Mottl.
* Hausfrauenverſammlung. Da durch Einbeziehung
der Dienſtboten in die allgemeine Ortskrankenkaſſe ſich
nancherlei Unzuträglichkeiten ergeben haben und
infolge=
deſſen der Wunſch nach Errichtung einer ſtädtiſchen
Dienſt=
botenverſicherung in den Kreiſen der Hausfrauen und der
Haushaltungsvorſtände immer dringender geworden iſt,
haben mehrere hieſige Frauenvereine es für nötig
er=
achtet, eine allgemeine und gründliche Ausſprache über die
Aenderung der Krankenverſicherung der Dienſtboten
her=
beizuführen. Zu dieſem Zweck werden ſämtliche
Haus=
frauen auf Donnerstag nachmittag 5 Uhr in den „
Kaiſer=
ſaal” zu einer Verſammlung eingeladen, in der im
An=
ſchluß an ein Referat des Herrn Reallehrers Kahl die
Frage erörtert werden ſoll, welche Schritte zu
unterneh=
men ſind, um die Stadtverwaltung zur Errichtung einer
ſtädtiſchen Dienſtbotenkrankenkaſſe zu veranlaſſen. Indem
noch beſonders darauf hingewieſen wird, daß es ſich nicht
ausſchließlich und in erſter Linie um Ermäßigung der
Wochenbeiträge handelt, darf erwartet werden, daß die
Hausfrauen für dieſe wichtige und dringende Frage ihr
Intereſſe dadurch bekunden, daß ſie ſich recht zahlreich in
der Verſammlung einfinden, die man gerade aus dem
Vor 100 Jahren:
Der Einzug in Paris.
(Zum 31. März.)
** „Da iſt er alſo endlich, der große Sündenpfuhl!”
So ſprach Gneiſenau in tiefem Sinnen, als er am
Abend des blutigen 30. März vom erſtürmten Montmartre
auf das dampfende und wimmelnde Paris niederblickte.
Da lag im letzten Abendſonnenſtrahl, vom Glanz des
ſinkenden Geſtirns in einen glutroten ſchweren Dunſt
ge=
taucht, das unüberſehbare Häuſermeer zu den Füßen der
preußiſchen Sieger; da lag die Rieſenſtadt, aus der alles
Unheil der letzten beiden Jahrzehnte mit
weltverwüſten=
der Gewalt hervorgebrochen, Paris ſo lange die
über=
mütige Herrin Europas, nun gedemütigt, ohnmächtig ihre
Tore dem Feinde öffnend. Es hatte noch zuletzt
helden=
nütiger Anſtrengungen bedurft, um das große Ziel zu
erreichen. Nachdem Blücher mit kühnem Entſchluß den
Marſch auf Paris begonnen, war die Hauptarmee
lang=
ſam nachgerückt; doch entſtand dadurch eine ſolche
Ver=
ſäumnis, daß es den beiden franzöſiſchen Marſchällen
Mortier und Marmont gelang, ihre Truppen noch
recht=
zeitig nach Paris zu werfen. Es wäre ein Leichtes
ge=
weſen, die Franzoſen von dem Weg nach Paris
abzu=
drängen, und dann hätte ſich die Hauptſtadt bei den
ge=
ringen Kräften, die ſie verteidigten, ohne Kampf
über=
geben müſſen. Aber die Eitelkeit des Zaren verhinderte
einen raſchen und energiſchen Vormarſch. Kaiſer
Alexander wollte als der erſte in Paris
ein=
ziehen, um ſichtbarlich vor ganz Europa als der „
Agamem=
non dieſes Krieges” als der Befreier vom Joch des
Ty=
rannen zu erſcheinen. Deshalb mußte die Armee Blüchers
die Straße räumen, auf der ſie vor der Hauptarmee
mar=
ſchierte, und dieſer den Vortritt laſſen. Da ſtanden nun
die furchtbar mitgenommenen preußiſchen Korps, die die
Strapazen des Winterfeldzuges faſt allein getragen hatzen,
zur Seite an der Chauſſee in Parade und begrüßten
jubelnd ihren König, den ſie zum erſten Male in dieſem
mühevollen und verluſtreichen Feldzuge, wenn auch
frei=
ſich nur vorüberreitend, ſahen. Die Garden, die noch
gar nicht ins Feuer gekommen waren, blickten ſchmuck
drein. Sie ſollten ſich jetzt zum Schluß noch ihren
Lor=
beer auf dem Schlachtfelde holen.
Die Kaiſerin Marie Luiſe war mit dem kleinen König
von Rom auf Napoleons Geheiß nach der Loire gebracht
worden; den Oberbefehl führte Napoleons Bruder König
Joſeph. Trotzdem die Befeſtigungen von Paris nuc
ſchwach waren — des Kaiſers Selbſtgefühl hatte nie an
eine Belagerung ſeiner Hauptſtadt denken mögen — waren
doch die Stellungen, in die die 38000 Mann Verteidiger
geführt werden konnten, ſehr günſtig, und ſo kam es am
30. noch zu einem hartnäckigen Kampf. Zunächſt geriet
nur die Hauptarmee der Verbündeten an den Feind, die
in der Mitte der Schlachtordnung ſtand; die Befehle an
den rechten Flügel, den Blücher, und an den linken, den
der Kronprinz von Württemberg bildete, wurden erſt ſo
ſpät ausgegeben daß ſie nicht mehr zur rechten Zeit
ein=
trafen. Das Gefecht entbrannte zunächſt um das
hoch=
gelegene Roumainville, das die Verbündeten nahmen
und zu einem wichtigen Stützpunkt machten. Dann wogte
der Kampf um verſchiedene Vorſtädte hin und her. Die
Blücherſchen griffen erſt kurz vor Mittag ein, und nun
drängte die Uebermacht allmählich die ſich mit dem letzten
Aufgebot ihrer Tapferkeit wehrenden Franzoſen zurück.
Feldmarſchall Blücher, der wieder beſonders heftig an
ſeinem Augenleiden litt, ließ ſich in ſeinem gelben Wagen
bis dicht an die Schlachtlinie heranfahren, und an der
gel=
ben Kaleſche, in der er träumend ſaß, hafteten viele Blicke,
weil die entſcheidenden Befehle von hier ausgingen. Da
keine andere Rettung mehr möglich war erteilte König
Joſeph ſchon um Mittag den beiden Marſchällen die
Voll=
macht, mit den Verbündeten zu unterhandeln. Bald wal
der Waffenſtillſtand geſchloſſen; doch kam die
Nach=
richt nach dem rechten Flügel zu ſpät: Blücher hatte ſchon
den entſcheidenden Vorſtoß befohlen. Nach einer
glänzen=
den Kavallerieattacke hatte der Sturm auf den Montmartre
begonnen, da ſprengten plötzlich Adjutanten mit
wehen=
den weißen Tüchern daher. Der Ruf erſcholl: „
Waffen=
ſtillſtand! Friede!” „Den Eindruck zu beſchreiben, den
dieſe Worte ausübten, iſt unmöglich,” erzählt ein
Mit=
kämpfer, „um ehrlich zu ſein, muß ich geſtehen, daß die erſte
Empfindung bei mir eine ſonderbare Miſchung der
Ge=
danken war: Gottlob, daß es vorbei iſt! und: Schade,
daß es vorbei iſt! Das Feuer ſchwieg, und angeritten
kamen Friedrich Wilhelm und Kaiſer Alexander. Ein
tauſendfaches Hurra aus freudig und tief bewegten Herzen
begrüßte ſie.” Von den „fünf Windmühlen” des
Mont=
martre ſchauten die Bataillone, Gewehr bei Fuß,
ſehn=
ſüchtig nach Paris herunter. Da ſetzt ſich auf einmal der
Oberſt von Below mit ſeinem braven lithauiſchen
Dragoner=Regſmen! in Marſch durchreitet im
gemäch=
lichen Zuge den ganzen Montmartre und zeigt ſeinen
Leuten Paris. Als York ihn wegen dieſer
Inſubordi=
nation zur Rede ſtellt, antwortet er gelaſſen; das habe er
ſeinen Leuten ſchon in Tilſit verſprochen.
Die große Befreiungstat, an der Mühle von
Tau=
roggen begonnen, ſie war an der Mühle des Montmartce
beendet! Below hatte recht gehabt, ſeinen Lithauern ſo
mir nichts, dir nichts Paris zu zeigen, denn bei dem
feier=
lichen Einzug am nächßten Tage kamen nur die ſchmucken
Garden in die Stadt, während die ruhmreichen Korps
der Blücherſchen Armee ſich hinter den Barrieren
herum=
ſchleichen mußten. Der Einmarſch der
Monar=
chen am 31. geſtaltete ſich zu einem jubelnden
Triumph=
zug, bei dem die Begeiſterung der Pariſer keine Grenzen
kannte. „So iſt wohl, ſeit Reiche ſtehen und fallen, kein
Feind und kein Sieger empfangen worden,” erzählt Graf
Schwerin, „Herr von L’Eſtocg, der zuerſt mit einem Zuge
Garde=Ulanen einritt, ward beinahe vom Pferde geriſſen.
Ueberall war der Zug von der jubelnden Maſſe
einge=
drängt. Ein betäubendes Vivat „dem König, dem Kaiſer,
den Alliierten, dem Frieden” füllte die Lüfte. Je weiter
der Zug vorrückte, deſto größer ward die Volksmaſſe deſto
unbändiger der Jubel. Ganz Paris war auf den Beinen,
wonnige Trunkenheit ſchien alle zu benebeln. Durch den
ſchönſten Teil der Stadt ging der Triumphzug; der Tag war
ſonnenhell und klar. Paris erſchien in all dieſem
zauber=
artigen Nimbus impoſant ſchön. In den Champs Elyſées
hielten die Monarchen Muſterung über die Truppen...‟ In
dem Zug fehlte der deſſen Taten hauptſächlich den Sieg
her=
beigeführt hatten, Blücher lag mit verbundenen Augen auf
ſeinem Lager: aber in ſeinen Schmerzen gedachte der
ritterliche Held der Königin Luiſe, der das Unglück des
Vaterlandes das Herz gebrochen, und mit ſtarker Stimme
rief er aus: „Sie iſt gerächt!
Grunde auf den Nachmittag anberaumt hat, um den
Frauen den Beſuch in recht großer Anzahl zu ermöglichen.
— Tanzaufführungen. Man ſchreibt uns: Anläßlich
des hier tagenden 3. Verbandstages des Süddeutſchen
Tanzlehrerverbandes vom 25. bis 27. April in dem
Re=
ſtaurant „Rummelbräu” findet, wie im Anzeigenteil die
Ausſchreibung zeigt, unter fachmänniſcher Leitung am 26.
April ein Feſtball ſtatt, welcher eingeleitet wird durch ein
Heſſiſches Tanzturnier. Man zweifelt nicht, daß die
ſorg=
fältig vorbereitete Veranſtaltung auf die Geſellſchaft von
Darmſtadt und aus dem ganzen badiſchen und heſſiſchen
Lande viel Anziehungskraft ausüben wird und das
Tur=
nier mit anſchließendem Feſtball einen bei der
Bedeu=
tung der modernen Tänze leicht begreiflichen großen
An=
klang finden wird. Eingeleitet wird das Turnier mit
einem Konzert. Die zwei Wochen vor dem‟
Tur=
nier ſtattfindenden Trainingsabende, welche in Form
ge=
ſellſchaftlicher Zuſammenkünfte gedacht ſind, geben
Ge=
legenheit, Partner zu finden und gemeinſchaftlich zu üben.
Ein erſtklaſſiges, fachkünſtleriſch zuſammengeſetztes
Preis=
gericht iſt für das Turnier gewonnen, dem prominente
Perſönlichkeiten angehören. Die Turnier= und Ballmuſik
ſtellt die Kapelle des Großh. Artillerie=Regiments Nr. 61
(Obermuſikmeiſter Weber). Näheres über Nennungen und
Preisgericht wird noch bekannt gegeben. (Siehe heutige
Anzeige.)
Die Verbeſſerung der Verkehrsverhältniſſe am
Oſtbahnhof, insbeſondere die Beſeitigung der
Kreuzung der Erbacher Straße mit der
Eiſenbahnanlage.
— Zu dem in der Nummer vom 28. März erſchienenen
Schreiben des Herrn Stadtverordneten Schäfer
erhiel=
ten wir folgende Zuſchrift: Die Vorſchläge des Herrn
Stadtverordneten Schäfer ſind nicht allein in den
ſtädti=
ſchen Ausſchüſſen zur Verleſung und Beſprechung gplangt,
ſondern auch in ausgiebigſtem Maße in der letzten
Sſladt=
verordneten=Verſammlung. Das ſtädtiſche Tiefbauamt
hat nach den von Herrn Schäfer dargelegten Vorſchlägen
und Skizzen auf Veranlaſſung der Stadtverwaltung ein
Projekt im Sinne des Schäferſchen Vorſchlags
ausge=
arbeitet für eine Ueberführung der Eiſenbahn im Zuge
Erbacher Straße-Landgraf=Georgs=Straße. Dieſes
Pro=
jekt wurde in den Ausſchüſſen vorgebracht und auch in
der Stadtverordneten=Verſammlung eingehend erläutert.
Bei der Verhandlung in der Stadtverordneten=
Verſamm=
lung hat Herr Beigeordneter Ekert eingangs ſeiner
Aus=
führungen ausdrücklich bedauert, daß Herr
Stadtver=
ordneter Schäfer wegen Krankſein verhindert ſei, an den
Beratungen ſelbſt teilzunehmen, um ſein Projekt ſelbſt zu
erläutern. Es wäre durchaus unrichtig, wenn man
an=
nehmen wollte, daß ſeine Projektvorſchläge unbeachtet zur
Seite geſtellt worden wären, denn gerade das Gegenteil
iſt der Fall: ſeine Vorſchläge haben diejenige eingehende
Würdigung und Behandlung in den Ausſchüſſen und der
Stadtverordneten=Verſammlung gefunden, die dem Ernſt
und der Tragweite der Angelegenheit entſpricht.
Ins=
beſondere hat auch Herr Stadtverordneter Sames das von
dem Tiefbauamt aufgeſtellte Projekt eingehend erläutert.
Nach der Beurteilung der Eiſenbahndirektion und den
Darlegungen in der Stadtverordneten=Verſammlung
konnte aber leider die dankenswerte Projektanregung des
Herrn Stadtverordneten Schäfer namentlich in
An=
betracht der bedeutend höheren Koſten und der ſchwierigen
Anſchlüſſe an den Güterbahnhof, wie auch wegen der
Frei=
haltung des Neu= oder Umbaues des Oſtbahnhofes ſelbſt,
zur Ausführung nicht empfohlen werden.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— In der Freien Literariſch=
Künſt=
leriſchen Geſellſchaft wird Sonntag, den 5. April
(Mathildenhöhſaal), Irene Trieſch einen
Vortrags=
abend halten, der ein gewählt wertvolles Programm
auf=
weiſt. So gelangen u. a. „Hero und Leander” von
Schiller, „Der getreue Eckart” und die indiſche Legende
„Der Gott und die Bajadere” von Goethe zum Vortrag.
Ganz beſonderes Intereſſe verdienen die Stücke, die Frau
Trieſch aus dem „Alten Teſtament lieſt” und die zu hören,
ein Erlebnis wunderbarſter Eigenart bedeuten ſoll.
Frau Trieſch ſteht von ihrer Wirkſamkeit am Frankfurtec
Stadttheater her auch hier noch in guter Erinnerung.
Sie zählt bekanntlich heute zu den erſten Darſtellerinnen
Deutſchlands.
* Reſidenztheater am weißen Turm. Heute
wird das entzückende Luſtſpiel „Zapatas Bande” mit Aſta
Nielſen zum letztenmal gezeigt. Außerdem kommt die neue
Serie deutſchſprechender Films zur Vorführung. Als
Neuheit präſentiert ſich die Luna=Film=Geſellſchaft mit
dem Senſationsfilm „Ein ſeltſames Gemälde‟.
* Eberſtadt, 29. März. (Dekorierungsfeſt.)
Im feſtlichen mit Tannengrün geſchmückten Saale des
„Darmſtädter Hof” hielt am Samstag die hieſige
Orts=
gruppe des Odenwaldklubs ihr zweites Dekorierungsfeſt
ab. Das Programm wickelte ſich vor zahlreichen Beſuchern,
auch auswärtigen, beſonders Darmſtädter und Seeheimer
Klubgenoſſen ab, und zeigte wiederum, daß auch bei
klei=
neren neuen Ortsgruppen das Feſt ſich großen Zuſpruchs
ſtets zu erfreuen hat. Der Prolog, ſehr geſchickt und
ſinn=
reich von Frau Weil gedichtet, wurde mit Temperament
von Frl. G. Bär vorgetragen. Die Feſtrede hielt Herr
Direktor Metz, der Vorſitzende der Ortsgeuppe. Herr Karl
Schmidt, der über eine gute Baritonſtimme verfügt,
brachte Lieder „Seemannslos” und „Marinelied” zum
Vortrag, die beifällig aufgenommen wurden. Das
be=
kannte Theaterſtück „Rivieraveilchen” von Heern Dr. Eugen
Köſer hat wiederum den größten Beifall aller Beſucher
ge=
erntet. Sämtliche Mitwirkende im Theaterſtück Herr
Guſtav Bickelhaupt, Fräulein Dieter, Frl. Eliſe Dächert,
Herr Karl Schmidt, Herr L. Becker, Fräulein Schmidt und
Herr Göbel leiſteten Vorzügliches und bewieſen, daß ſie
keine Neulinge auf der Bühne ſind. Nach
gemeinſchaftlich=
geſungenen Liedern „Fahrender Geſelle” und „Es regt
ſich was im Odenwald” wurde zur Dekorierung geſchritten.
Dekoriert wurden zwei Damen und ſechs Herren,
denen mit einem guten Schuß 1911er vom Vorſitzenden
oetiſche Verſe gewidmet waren. Frl. Metz aſſiſtierte
ihrem Vater, wie immer, hilfsbereit, und heftele den
Treuen das Goldene an. Nach einem „Friſch auf” auf die
Dekorierten nahm Herr Loewe das Wort zu einer
Be=
glückwünſchung der Eberſtädter Ortsgeuppe im Namen
des Zentralausſchuſſes, der Darmſtädter und Seeheimer
Ortsgruppe und empfahl auf der Baſis wie ſeither
fort=
zufahren zum Wohle der Eberſtädter Oetsgruppe ſowohl,
als auch des Geſamt=Odenwaldklubs. Auch ſeine Rede
klang aus in einem „Friſch auf” auf den Klub. Die
Haus=
kapelle, ein gutes Streichquartett und das
Männerquar=
tett, verſchönten den Abend und hielten die Anweſenden
bis zum hellen Tage bei flotten alten und modernen
Tän=
zen im Bann. Allen Beſuchern wird das Feſt in froher
Erinnerung bleiben und nun „Friſch auf” ins neue
Wanderjahr.
— Weiterſtadt, 30. März. (Arbeitsjubiläum.)
Peter Reul=Weiterſtadt feiert am 4. April ſein
40jähriges Jubiläum bei der Firma Karl Schenck=
Darm=
ſtadt, Eiſengießerei und Waſchinenkabrik.
— Jugenheim, 29. März. Einen großen Genuß
ver=
ſchaffte unſerem Kurort der Sängerchor des
Darm=
ſtädter Lehrervereins zuſammen mit der
treff=
lichen Pianiſtin Fräulein Betty Goldſchmidt aus
Doct=
mund, indem ſie ihr tags vorher in Darmſtadt gegebenes
Konzert hier am Sonntag zum Beſten unſeres
Ver=
ſchönerungsvereins wiederholten. Unter ſeinem
Dirigen=
ten, Herrn Borngäſſer, ſang der Chor Griegs
dank=
bare „Landerkennung” zwei nicht überall ganz einfache
Nachtlieder von Schubert, die Ballade Jane Grey von
Hutter die von Bleyle feinfühlig komponierte Dichtung
Nietzſches Nach neuen Meeren” und endlich — aller
Kunſt zum Trotz das Feld auf dem ein Männerchor ſtets
ſiegt — drei alte Volkslieder. Beſonders gefallen hat
offenbar Kremſers „Komm,o komm, holdes Liebchen”
das ja ſeine Wirkung nie verfehlt, freilich durch
unauf=
dringliche Akzente, eine leichte Steigerung des Tempos
und gelegentliche weitere Abdämpfung des Klangs noch
zärtlicher und dringlicher herausgebracht werden kann.
Im übrigen zeigten aber ſämtliche Darbietungen, daß
ernſte, hingebende Arbeit geleiſtet war. Um die
Klavier=
begleitung machte ſich Herr Niebergall verdient; den Olaf
Trygvaſon ſang an Stelle des „dienſtlich verhinderten”
Kammerſängers Herrn Stephani ein ungenanntes
Ver=
einsmitglied klangvoll und ſicher. Zwiſchen den Chören
erfreute Fräulein Goldſchmidt mit Beethovens nicht eben
leichten 32 Variationen in C=Moll und drei Stücken von
Chopin. Die ſympathiſche jugendliche Künſtlerin verfügt
über einen leichten Anſchlag und eine ach=unggebietende
Technik, auch gelang es ihr, ihre Vorträge poetiſch zu
beſeelen. Die den großen Saal der „Krone” faſt bis auf
den letzten Platz füllende Hörerſchaft zollte den
Klavier=
wie den Geſangs=Vorträgen reichen Beifall aus
unver=
wöhnten Gemütern. Und mit dem Dank für den
Kunſt=
genuß vereinte ſich der Dank dafür, daß die Künſtler ſich
ſo ſelbſtlos in den Dienſt des Gemeinwohls geſtellt haben.
Auerbach, 30. März. (Unfall) Ein hieſiger Müller
geriet beim Auswechſeln eines Treibriemens in das
Ge=
triebe und wurde herumgeſchleudert, ſo daß ihm neben
einer Quetſchung mehrerer Rippen der rechte Arm
abge=
riſſen wurde. Der Schwerverletzte wurde nach Heidelberg
in die Univerſitätsklinik gebracht.
Offenbach, 30. März. (Sturz aus dem
Fen=
ſter.) Der verheiratete 38jährige Samuel Limpp aus
der Eiſentalſtraße 42 ſtürzte heute früh gegen 4 Uhr aus
dem Fenſter ſeiner im zweiten Stock gelegenen Wohnung.
Er zog ſich ſchwere innere Verletzungen und eine
Ver=
ſtauchung des Rückgrates zu. — (Ein ſchwerer
Un=
fall) trug ſich am Samstag nachmittag auf dem
Grund=
ſtück der erſten deutſchen Aluminium=Fahrradwerke von
Gebrüder Gieſe in der Gerberſtr. 35 zu. Auf dem
Fabrik=
hof befindet ſich ein 10 Meter tiefer Brunnen, der früher
zum Speiſen des Dampfkeſſels benutzt, aber bereits ſeit
einer Reihe von Jahren ſtädtiſcherſeits geſchloſſen wurde.
Dieſer Brunnenſchacht, deſſen Durchmeſſer etwa 1 Meter
beträgt, war mit Bohlen bedeckt, die etwas morſch geweſen
ſein mögen. Als ein ſchweres Arbeitspferd des
Unter=
nehmers Windecker, deſſen Fuhrknecht mit Abladen von
Kohlen dort beſchäftigt war, beim Umwenden den
ver=
deckten Brunnenſchacht betrat, brachen die Bohlen entzwei,
und das Pferd ſtürzte hinterrücks in den
Schacht. In die ſofort aufgenommenen
Bergungsarbei=
ten teilten ſich Mannſchaften der ſtädtiſchen Feuerwehr
und eine Anzahl ſtädtiſcher Arbeiter, die man aus dem in
der Nähe liegenden ſtädtiſchen Fuhrpark zu Hilfe geholt
hatte. Unter der Leitung des Tierarztes Dr. Strauß
wurden die Arbeiten vorgenommen, die aber fehr
ſchwer=
wiegender Art waren. Zunächſt mußte ein Zugang zu
dem Brunnenſchacht gegraben werden, um an das Tier,
deſſen Kopf nur ſichtbar war, heranzukommen. Nach über
zweiſſtündiger angeſtrengter Tätigkeit gelang es, mit
Hebe=
vorrichtungen und Flaſchenzügen das Tier wieder
heraus=
zuholen, das einige erhebliche Verletzungen davongetragen
hatte.
Neu=Iſenburg, 30. März. (Das
geheimnis=
volle Wirtshaus.) Bei Ausſchachtungsarbeiten am
Südende der Frankfurter Straße ſtieß man in einer Tiefe
von etwa einem Meter an drei verſchiedenen Stellen auf
drei guterhaltene menſchliche Skelette.
Zwei waren vollſtändig, dem dritten fehlte der Kopf.
Irgendwelche andere Gegenſtände, die einen Anhalt hätten
geben können, aus welcher Zeit die Skelette ſtammen, ſand
man nicht. Außerdem wurden die Grundmauern eines
alten Wohnhauſes freigelegt. Vor mehr als hundert
Jahren ſoll an der Heerſtraße Frankfurt-Darmſtadt ein
einſames Wirtshaus geſtanden haben, das keinen guten
Ruf genoß. Es liegt die Vermutung nahe, daß die
Ske=
lette von Reiſenden herrühren, die in dem Wirtshaus
übernachteten und vielleicht ihres Geldes wegen ermordet
wurden. Die Knochenreſte wurden geſammelt und nach
dem neuen Iſenburger Friedhof verbracht.
Klein=Krotzenburg, 30. März. (Einen
Buben=
ſtreich), der den Eltern der Täter jedenfalls recht teuer
zu ſtehen kommt, verübten einige 13 bis 14 Jahre alte
Bürſchchen. Dieſe begaben ſich unter dem Vorwande,
ſpa=
zieren zu gehen, nach dem iſraelitiſchen Friedhof, warfen
dort einige Grabſteine um und demolierten auch andere
wertvolle Platten Der angerichtete Schaden, der ſich auf
ca. 200 Mark beziffert, ſoll von den Eltern der beteiligten
Schüler gedeckt werden.
— Wald=Michelbach, 30. März. (Freie
Vereini=
gung heſſ. Nationalliberaler.) Eine vom
Wahl=
kreisausſchuß der Nationallib. Partei im
Landtagswahl=
kreiſe Wald=Michelbach geſtern nach Wald=Michelbach
ein=
berufene öffentliche politiſche Verſammlung, in der der
Geſchäftsführer der „Freien Vereinigung”, Dr. Linſſe=
Mainz, in großen Zügen die Stellung der
Nationallibe=
ralen Partei im Reiche und in Heſſen beleuchtete, nahm
einen anregenden und lebhaften Verlauf. An die
Aus=
führungen des Referenten ſchloß ſich eine von dem Führer
der Fortſchrittlichen Volkspartei im Wahlkreiſe, Dr.
Winkler=Wald=Michelbach, eingeleitete eingehende
Ausſprache über die parteipolitiſchen Verhältniſſe in
Heſſen, insbeſondere über die Stellung der beiden
libe=
ralen Parteien zueinander. Von nationalliberaler Seite
griffen außer dem Referenten die Herren Helf rich und
Bürgermeiſter Stein, der Leiter der Verſammlung, in
die Debatte ein. — Der Verſammlung ging eine
Be=
ſprechung vorauf, in der die während der Wahlkampagne
vorbereitete Gründung eines nationalliberalen
Wahlver=
eins für Wald=Michelbach endgültig beſchloſſen wurde.
Die konſtituierende Verſammlung ſindet an einem der
erſten Tage nach Oſtern ſtatt.
sd. Bürſtadt, 30. März. (Bedauerlicher
Un=
fall.) Heute nachmittag beſuchte die Ehefrau
Leinin=
ger von hier ihre ebenfalls hier wohnende Schweſter,
eine Frau Klever. In ihrer Begleitung waren ihre beiden
Töchterchen im Alter von 4 und 5 Jahren. Während die
Frau Leininger ihrer ſie beſuchenden Schweſter
Verſchie=
denes zeigte, blieben die beiden Mädchen einen Augenblick
im Nebenzimmer unbeaufſichtigt. Plötzlich hörten ſie in
dem Nebenzimmer einen Schuß fallen und die fünd Jahre
alte Anna Leininger kam in das Zimmer gelaufen und
fiel mit dem Rufe „Mama” ihrer tieferſchrockenen Wutter
in die Arme. Die angſterfüllte Mutter wollte mit dem
Kinde zum Arzt eilen, es verſchied jedoch unterwegs in
ihren Armen. Der Arzt konnte nur noch den Tod
feſt=
ſtellen, und zwar war der Tod hervorgerufen durch einen
Schuß in das Herz, den ſich das Kind ſelbſt beigebracht
hatte. Wie ſpäter ermittelt wurde, hatte das Mädchen in
dem Schrank herumgewühlt und dabei war ihr ein
ge=
ladener Revolver in die Hände gefallen. Sie muß die
gefährliche Schußwaffe direkt auf die Bruſt gehalten
haben, denn als ſie zu ihrer Mutter ins Zimmer gelaufen
kam, hatten ihre Kleider Feuer gefangen. — Dieſer
be=
dauerliche Fall beweiſt wieder, daß man gar nicht
vor=
ſichtig genug ſein kann mit der Aufbewahrung von
ge=
ladenen Schußwaffen.
Mainz, 30. März. (Die
Stadtverordneten=
wahl in Mainz=Kaſtel) kam heute vor dem
Pro=
vinzialausſchuß zur Verhandlung. Die Berufung ſeitens
der Sozialdemokraten wird als unbegründet
ver=
worfen; die Koſten vor dem Provinzialausſchuß hat
der Berufungskläger zu tragen. Der Kreisausſchuß hatte
bekanntlich die Wahl des Sozialdemokraten Hirſchſpiegel
für ungültig erklärt. — (Ein bedauerlicher
Un=
glücksfall ereignete ſich am Samstag mittag vor der
Kaſerne der 117er. Als das 1. Bataillon mit der
Regi=
mentsmuſik vom Bismarckplatz aus nach der Kaſerne
ein=
bog, lief ein fünſjähriger Junge luſtig vor der Muſik her
und achtete dabei nicht auf einen großen
Petroleum=
wagen. Das Kind lief in das Fuhrwerk hinein und wurde
überfahren. Blutüberſtrömt wurde es unter dem Wagen
hervorgeholt und auf Anordnung der Offiziere nach dem
Revier der Kaſerne gebracht. Später ſtellte es ſich heraus,
daß das verunglückte Kind das Söhnchen des Feldwebels
Eckel von der 2. Kompagnie der 117er ſei. Das Kind
wurde ſpäter von den Eltern nach Hauſe gebracht.
* Mainz, 30. März. (Weinverſteigerung.)
Geſtern fand die Verſteigerung der Großh.
Heſ=
ſiſchen Weinbaudomänenverwaltung ſtatt.
Sie hatte ein ſehr gutes Ergebnis. Zum Ausgebot kamen
70 Nummern 1911er Weiß= und Rotweine. Der
Geſamt=
erlös der Verſteigerung beziſfert ſich auf 150 790 Mark obne
Fäſſer.
Feuilleton.
P Münchener Theater. Die „Münchener
Kammer=
ſpiele”, jetzt das rührigſte Theater Münchens, brachten am
27. März das dreiaktige Luſtſpiel „Der häßliche
Ferante” von Sabatino Lopez zur deutſchen
Ur=
aufführung. Das Stück iſt eine prickelnd geiſtreiche
dra=
matiſche Diskuſſion über die Gkücksmöglichkeiten der
Häß=
lichen. Harry Walden vom Burgtheater in Wien
hätte ſich für ſein Gaſtſpiel keine glänzendere Paraderolle
ausſuchen können als dieſen häßlichen Bankier Ferante,
der mit ſeiner Häßlichkeit alle beſiegt, die Männer und die
Frauen, die Jungen und die Alten, die Laſterhaften und
die Reinen. Das ausverkaufte Haus bereitete der Novität
einen vollen Erfolg.
B. B. Dem Flötenlehrmeiſter Friedrichs des Großen,
Johann Joachim Quantz, ſoll in ſeiner Heimatſtadt
Ober=
ſchaden im Hannoverſchen ein Gedächtnisbrunnen errichtet
werden. Die Ausführung des bildneriſchen Schmuckes des
Brunnens iſt dem bekannten Bildhauer Profeſſor Guſtav
Eberlein in Berlin übertragen worden. — Der
Flöten=
virtuoſe Quantz beſuchte zunächſt die Herzogliche
Muſik=
ſchule in Merſeburg, wirkte dann 1714 in Dresden, wurde
1718 Hoboiſt bei der Polniſchen Kapelle in Warſchau,
ge=
noß dann in Italien Scarlattis Unterricht und kehrte
hierauf über Frankreich und England nach Dresden zur
Königlichen Kapelle zurück, von wo aus ihn König
Frie=
drich II. im Jahre 1741 nach Berlin berief. Als Komponiſt
arbeitete er faſt nur für ſeinen Königlichen Schüler, den
„Alten Fritz”, für den er mehr als 400 Stücke geſetzt hat.
C.K. Mit Tangos ſpinnt man Seide. Eine gute
Eigenſchaft des vielfach ſo arg geſchmähten Tango haben
die Seidenfabrikanten von Neu=York herausgefunden,
deren Jahresverſammlung in einem rückhaltloſen Hymnus
auf den geſchäftlichen Nutzen des ſüdamerikaniſchen Tanzes
gipfelte. Die Seidenfabrikanten, die in ihrer
Ge=
ſamtheit bei ihrer diesjährigen Generalverſammlung das
ſtattliche Kapital von 300 Millionen Dollar repräſentierten
haben 1913 das beſte Jahr gehabt, das bisher die
amerikaniſche Seideninduſtrie aufzuweiſen hatte, und ſie
hoffen, daß es mit Hilfe des Tango 1914 noch beſſer
wer=
den wird. In den letzten 15 Monaten wurden in den
Ver=
einigten Staaten und Kanada 250000 neue Webſtühle
ein=
geſtellt, und die Einfuhr von Rohſeide iſt um 15 Prozent
geſtiegen. Dabei wurde die Leiſtungsfähigkeit ſämtlicher
Fabriken auf das Aeußerſte angeſpannt und man konnte
gar nicht ſo viel Seidenſtoffe liefern, als verlangt wurden.
Und dieſen Segen wollen die Seidenfabrikanten nichts
anderem ſo ſehr verdanken als dem Tango. Wenigſtens
erklärte der Präſident des Verbandes Ramſay Peugnet,
jede Dame in den Vereinigten Staaten huldige heutzutage
dieſem exotiſchen ſüdamerikaniſchen Tanze, gehe bereits
nachmittags zum Tango=Tee und abends nach dem Theater
zum Tango=Ball, und dazu brauchen ſie natürlich eine
Un=
menge Toiletten, wie ſie früher nicht üblich geweſen ſeien.
Auch eine Frau mit beſcheidenen Mitteln ſei mit einem
Geſellſchaftskleid im Jahr nicht mehr zufrieden, ſie müſſe
deren mehrere haben, und dazu kämen dann noch mehrere
Tanztoiletten, die alle aus Seide ſein müßten. Die
Seiden=
händler haben alſo alle Urſache, dem Tango dankbar zu
ſein, und deshalb ſchloß der Präſident ſeine mit großem
Beifall aufgenommene Rede mit einer freundlichen
Huldi=
gung an jene kühnen Modejäger, „die im Lande der
Azteken, Tollteken und Inkas aus alten Büchern, alten
Bildern, alten Schriften und alten Töpfen jene exotiſchen
rnamente finden, die die Tangoraſerei ſo ſchön
unter=
ſtützen.”
— Die Saugflaſche des Elefanten. Kürzlich wurde ein
junger Elefant im Zoologiſchen Garten von London krank
und konnte nicht mehr wie bisher, von der Mutter ſeine
tägliche Nahrung erhalten. Man mußte alſo zur
künſt=
lichen Ernährung übergehen. Aber das erſchien ein
ſchwie=
riges Unterfangen, denn eine gewöhnliche Saugflaſche hat
ein ſolches Elefantenbaby raſch ausgeſchlürft, und es hätte
lange gedauert, bis man ihm die nötige Portion
verab=
reicht hätte. Der Wächter kam aber auf einen klugen
Ein=
fall; er goß die Milch in einen großen Kübel und leitete
ſie dann durch einen Gummichlauch in das Maul des
kranken Elefantenkindes. Das Rieſenbaby ſaugte und
ſchlürfte mit Behagen und erhielt auf dieſe Weiſe ſeine
tägliche Portion, bis es wieder hergeſtellt war.
Budenheim, 30. März. (Verirrtes Kind.)
Geſtern abend 9 Uhr ſtellte ſich hier ein vierjähriger Junge
ein, der angeblich Heinrich Wittkopf heißt, und erzählte,
er habe mit ſeinem Onkel die Mainzer Meſſe beſucht.
Nähere Angaben über ſeinen Heimatsort ſowie über den
Namen des Onkels konnte er nicht machen. Der Junge
iſt gut gekleidet, ſcheint aber vom Lande zu ſtammen; er
wurde vom Polizeidiener in Verwahrung genommen.
Worms, 30. März. (Automobilunfall.) Geſtern
nachmittag gegen 2 Uhr, als der Chauffeur des
Auto=
droſchkenunternehmers Wollweber am Bahnhof ſſein
Auto=
mobil in Bewegung ſetzen wollte, zerſprang das
Schwung=
rad, infolgedeſſen der vordere Teil des Wagens
zertrüm=
mert wurde. Abſpringende Eiſenteile traffen den
Chauf=
feur am linken Arm, wobei der Arm erhebliche Verletzun
gen erlitt. Der Verletzte wurde mittels Automobils ins
ſtädtiſche Krankenhaus gebracht.
Gießen, 30. März. (Die
Stadtverordneten=
wahlen.) Der Kreisausſchuß hat wegen formeller
Ver=
ſtöße bei der Feſtſtellung des Wahlergebniſſes die im
November erfolgte Wahl der neuen Stadtverordneten für
ungültig erklärt. Die Ausſagen der bei dem
Zähl=
geſchäft beteiligten Wahlvorſteher gaben dem
Kreisaus=
ſchuß die Ueberzeugung, daß die Auszählung nicht
ord=
nungsgemäß erfolgt ſei und verurteilte die Reklamanten
zu einem Zehntel und die Stadt Gießen in den Reſt der
Koſten.
Gießen, 30. März. (Beide Augen verloren.)
Das zweijährige Kind eines Bahnbeamten ſtürzte geſtern
ſo unglücklich von einem Stuhl auf ein Glas, daß dieſes
dem Kinde ein Auge ausſtieß und das andere derart
ſchwer verletzte, das die Sehkraft erlöſchen wird.
(*) Büdingen, 28. März. (Das 75jährige
Be=
ſteben der Gewerbeſchule) wurde durch eine
würdige Feſtlichkeit gefeiert. Glückwünſche ſprachen aus
Fürſt Wolfgang zu Yſenburg=Büdingen, Gewerberat
Noack=Darmſtadt, Regierungsrat Böckmann, Geheimerat
Rabenau, Bürgermeiſter Fendt. Fürſt Wolfgang
über=
reichte eine Jubiläumsſtiftung von 3000 Mk.,
welche den Namen Fürſt Wolfgang=Stiftung erhielt.
Die Feſtrede hielt Fabrikant Schäfer, der die
Entwick=
lung der Anſtalt ſchilderte. Mit dem Jubiläum war
eine Ausſtellung von Zeichnungen und Modellarbeiten
der Schüler verbunden.
Nieder=Mockſtadt, 30. März. (Durch Großfeuer)
wurden die Wirtſchaftsgebäude des Landwirts Heinrich
Appel zerſtört. Sämtliche Erntevorräte ſowie die
land=
wirtſchaftlichen Maſchinen vernichteten die Flammen.
Das ſchon brennende Wohnhaus konnte noch gerettet
wer=
den. Die Urſache des Brandes dürfte nach den
bisheri=
gen Ermittelungen in Brandſtiftung zu ſuchen ſein.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 29. März. Die Voſſiſche
Zeitung, die am Samstag abend eine Andeutung von
einer Amtsmüdigkeit von Exzellenz v. Harnack brachte,
erhielt eine Zuſchrift, in der bemerkt wird, daß ſich
Har=
nack ſchon lange die Frage vorgelegt habe ob ihm ſein
Beruf und die wiſſenſchaftlichen Arbeiten die Fortführung
des Nebenamtes der Generaldirektion der Königlichen
Bibliothek geſtattet. Einſtweilen nehme ihn aber die
Ein=
richtung in den neuen Räumen der Bibliothek vollauf in
Anſpruch. — Heute fand im Zirkus Buſch eine vom Bund
der Haus= und Grundbeſitzerverein einberufene
Maſſen=
kundgebung gegen die ſteuerliche
Ueber=
laſtung des Haus= und Grundbeſitzes ſtatt.
In einer Reſolution wurde die beabſichtigte Aenderung
des Kommunalabgabengeſetzes als eine ſchwere Gefahr für
die Großgrundbeſitzer bezeichnet und beſonders gefordert,
daß die Erhebung einer Gemeindewertzuwachsſteuer
ver=
boten wird. — Dem von der ruſſiſchen Regierung zum
Studium der franzöſiſchen Anſtalt für Athletik entſandten
Fürſten Lwoff wurden von ſeinem Koch und von ſeinem
Kammerdiener Kunſtgegenſtände im Werte von
200000 Mark geſtohlen. Die Diebe wurden
ver=
haftet. Ein großer Teil der geſtohlenen Sachen wurde bei
Pariſer Kunſthändlern gefunden, die der Hehlerei verdächtig
ſind. — Auf den Vorortzug Strausberg-
Ber=
lin wurde kurz vor der Station Mahlendorf geſchoſſen.
Eine Kugel zertrümmerte eine Fenſterſcheibe eines Abteils
dritter Klaſſe, ohne jedoch jemand zu verletzen. Der Täter
iſt unbekannt.
30. März. Der Zweckverband Groß=Berlin
trat heute vormittag im Berliner Rathauſe zu einer
Voll=
verſammlung zuſammen und ſtimmte u. a. der Heeſtellung
des Lindentunnels und dem damit verbundenen Ausbau
des Straßenbahnnetzes der Stadt Berlin zu.
Kronberg i. T., 30. März. (Beim Kartenſpiel
erſchlagen.) Heute früh 5 Uhr gerieten beim
Kar=
tenſpiel mehrere junge Burſchen in Sreit, wobei der
Schuhmacher Nikolaus Schäfer einen gewiſſen Hans
Schäfer aus Frankfurt a. M., der bei einer Schiffſchaukel=
Geſellſchaft in Kronberg beſchäftigt iſt, totgeſchlagen hat.
Mannheim, 30. März. (Die drei vermißten
Mittelſchüler,) Söhne angeſehener Bürger
Mann=
heims, von denen einer ſeinem Vater 6000 Mark
ent=
wendet hatte, ſind geſtern in Nizza verhaftet worden
und befinden ſich auf dem Transporte nach Mannheim.
Die Annahme, daß ſich die jungen Leute zur
Fremden=
legion begeben haben, erweiſt ſich alſo als hinfällig.
Nürnberg, 30. März. (Verhaftete
Mädchen=
händlerin.) Auf dem hieſigen Hauptbahnhof wurde
eine auswärtige Mädchenhändlerin verhaftet, die 3
Mäd=
chen nach Leipzig verſchleppen wollte.
Pforzheim, 30. März. (Verbrannt.) Geſtern
abend verbrannte in Neuenbürg das Automobil des
Arztes Dr. Hensler, wobei der 30jährige Chauffeur Schäfer
in den Flammen umkam.
Metz, 30 März. (Erſchoſſen.) Als am Samstag
ein Ziviliſt in der Feſte Lothringen einen Sack mit Kohlen
ſtehlen wollte und trotz dreimaligen Anrufens des Poſtens
nicht ſtehen blieb, ſondern die Flucht ergriff, zielte der
Poſten nach den Beinen und ſchoß. Der Mann
brach zuſammen, konnte aber nicht mehr am Orte
aufge=
funden werden. Er ſtammt aus dem Orte Féves bei Metz
und iſt dort geſtern früh geſtorben.
Köln, 30. März. (Die Deutſche
Friedens=
geſellſchaft) veranſtaltete eine öffentliche
Kund=
gebung für den ewigen Völkerfrieden. Als Hauptredner
war der Förderer der Friedensbewegung in Oeſterreich=
Ungarn, Domherr Gießwein=Budapeſt erſchienen, der vie
vielfach mißverſtandenen Ziele der Beſtrebungen der
Friedensfreunde ſchilderte und die Kulturſtaaten und
Re=
gierungen aufforderte baldigſt Vorbereitungen für die
Einberufung einer dritten Haager Konferenz zu treffen.
Oberhauſen, 30. März. (Verſchüttete
Berg=
leute.) Auf einer Zeche waren, wie gemeldet, zwei
Bergleute verſchüttet worden. Als man nach 30
(Stunden zu den Verunglückten vorgedrungen war, fand
man ſie noch beide lebend vor. Der eine konnte auch
ge=
gettet werden, während der zweite durch ein abermaliges
Nachſtürzen der Geſteinsmaſſen wieder verſchüttet wurde
und ſeinen Tod fand.
Kiel, 30. März. (Spät aufgeklärtes
Ver=
brechen.) Die Kriminalpolizei verhaftete die Witwe
des vor ſechs Jahren erhängt aufgefundenen Glaſers
Schmidt. Der 17jährige Sohn hat angegeben, daß ſeine
Mutter ihren Mann umgebracht habe. Die Frau ſoll
be=
reits ein Geſtändnis abgelegt haben.
Kahlberg, 30. März. (Feuer.) Im Anweſen des
Kaufmanns Pahlke brach Feuer aus, das ſich ſchnell über
das Logierhaus und die Reſtauration und ein
Kolonial=
warengeſchäft ausbreitete und dieſe ganz in Aſche legte.
Die Bewohner retteten ſich; mit großer Mühe gelang es,
das angcenzende Hotel Reimer zu ſchützen.
Poſen, 30. März. (An Trichinoſe erkrankt.)
In Borek iſt eine aus neun Perſonen beſtehende Familie
an Trichinoſe lebensgefährlich erkrankt. Der
Fleiſch=
beſchauer, welcher das Schmein für trichinenfrei erklärt
hatte, verſuchte ſich zu erſchießen, verletzte ſich aber nur
unbedeutend.
Lugano, 30. März. (Automobil=Unfall.)
Geſtern ſtürzte ein von hier kommender, mit ſechs Perſonen
beſetzter Kraftwagen bei der Talfahrt vom Monte Ceneri
über eine mehrere Meter hohe Mauer hinab. Dabei wurde
der Stadtrat Somazzi getötet, drei andere Inſaſſen
des Kraftwagens wurden ſchwer verletzt.
Paris, 30. März. (Ein Bergrutſch), der ſich auf
ein Gelände von mehr als 15 Hektar erſtreckt, hat das Dorf
Noailhac (Departement Corréz) zerſtört. Sechs
Bauerngehöfte ſind vernichtet worden. Die Bewohner
konnten ſich rechtzeitig retten. Es heißt, daß der
Berg=
rutſch, der noch fortdauert, durch ein Erdbeben verurſacht
worden iſt.
Madrid, 30. März. (Attentat.) Wie Imparcial
aus Barcelona meldet, drang geſtern vormittag der
venezolaniſche Nationaliſt Roſas in die Wohnung des
früheren Präſidenten von Venezuela, Zelaya, in einem
Vororte Barcelonas ein und feuerte mehrere
Revolver=
ſchüſſe auf Zelaya ab, ohne jedoch zu treffen, weil Zelaya
den Arm des Angreifers niederſchlug, Roſas wurde der
Polizei übergeben. Wie es heißt, hat Roſas in Venezuela
den Onkel Zelayas ermordet und hat auch bereits
meh=
rere Mordverſuche auf Zelaya unternommen.
London, 30. März. (Der Maler Hubert
Her=
komer) iſt in Devonſhire gefährlich erkrankt.
Wellington (Neuſeeland), 30. März. (Feuer im
Warenhauſe.) In einem Warenhauſe in Upper Hutt
brach um Mitternacht Feuer aus. Als mehrere Perſonen
ſich bemühten, die Waren in Sicherheit zu bringen, erfolgte
eine furchtbare Azetylenexploſion, durch die 6 Perſonen
getötet wurden; etwa 12 Perſonen wurden verletzt.
Einige wurden vollſtändig in Stücke geriſſen.
Gerichtszeitung.
* Zweibrücken, 29. März. Ein
umfang=
reicher Meineidsprozeß beſchäftigte geſtern das
Pfälziſche Schwurgericht. Wegen einer Lappalie hatten
der Bergmann Joſef Lupp der Tagner Heinrich Winter
und der Tagner Johann Wagmann, alle aus
Mittelbex=
bach, Meineide geleiſtet, wofür ſie zu je einem Jahr
Ge=
fängnis verurteilt wurden. Angeſtiftet zu ihren
Eides=
verletzungen wurden ſie von dem Fabrikarbeiter Franz
Klos und dem Geſchäftsagenten Nikolaus Ruffing, ebenfalls
aus Mittelberbach, von denen der Erſtgenannte 1 Jahr 6
Monate Zuchthaus und 2 Jahre Ehrverluſt, Ruffing 3
Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverluſt zudiktiert
er=
hielt.
* Trier, 30. März. Die Strafkammer
ver=
urteilte heute den Johann Meſſer wegen der
Kirchen=
diebſtähle in den katholiſchen Kirchen in Conz und
Waſſerlieſch zu fünf Jahren Zuchthaus. Sein
Komplize Gales, der nach Luxemburg geflüchtet war und
dort feſtgenommen wurde erhielt am 28. März wegen
der=
ſelben Straftaten fünf Jahre Gefängnis. Die beiden
hatten in Waſſerlieſch die Kirche derart ausgeraubt, daß
kein Gottesdienſt mehr abgehalten werden konnte.
Zur Haftentlaſſung des Abg. Abreſch.
* Mannheim, 30. März. Wie die Neue Bad.
Landesztg. erfährt, beſtehen die Gründe, die zu der
Ent=
laſſung des Abg. Eugen Abreſch geführt haben, aus
folgendem: Eine Verletzung des Artikels 7, § 26 der
baye=
riſchen Verfaſſungsurkunde und des § 6, Abſatz 2, Ziffer 1
des Einführungsgeſetzes zur Str.=P.=O. iſt durch die
Verhaftung des Angeſchuldigten nicht erfolgt.
Es haben demnach ſtaatsrechtliche Gründe zur Aufhebung
des Haftbefehls nicht geführt. Er wurde vlelmehr
aufge=
hoben, weil nach dem gegenwärtigen Stand des
Verfah=
rens dringende Verdachtsgründe für das Vorliegen einer
ſtrafbaren Handlung nicht gegeben ſind. Es beſtehen
zur=
zeit keine hinreichenden Beweiſe, daß der
Abtretungsver=
trag vom 27. und 28. Januar 1890 über die Lubaſche
Erb=
ſchaft zwiſchen Abreſch und Alexander v. Harder nur zum
Schein abgeſchloſſen wurde. Für eine Scheinnatur des
Vertrages käme höchſtens in Betracht, daß Abreſch Herrn
v. Harder die Einziehung des Nachlaſſes in vollem
Um=
fange in den Jahhren 1890 bis 1895 überließ und dann
mehr als 10 Jahre vergehen ließ, ohne die Herausgabe
des Nachlaſſes zu betreiben. Gegen die von Harder
be=
hauptete Scheinnatur des Vertrages ſpricht, daß
Rechts=
anwallt v. Harder, als ihm der Vertrag in dem
Rechts=
ſtreite gegen die Oberrheiniſche Bank vorgelegt wurde,
und auch in den folgenden Jahren bis 1914 überhaupt die
Scheinnatur des Vertrages nicht geltend gemacht hat. Er
hat vielmehr durch die notariell beglaubigten beiden
Er=
lärungen vom 12. Februar 1910 den Vertrag ausdrücklich
anerkannt und mit notariell beglaubigter Unterſchrift
er=
klärt, daß er Abreſch aus dieſem Vertrage 2½ Millionen
ſchulde. Harder hat den Abtretungsvertrag außerdem
wiederholt anerkannt in den Urkunden vom 12. Juli 1911
und vom 5. Juli 1912. Es kann daher nicht angenommen
verden, daß Herr v. Harder, der Juriſt iſt und als
Rechts=
anwalt an vielen Rechtsgeſchäften für ſich und andere
teil=
genommen hat, bei der Abgabe dieſer Erklärungen ſich
der Scheinnatur des Vertrages nicht erinnert hätte. Für
einen Betrug zum Nachteil des Herrn v. Harder liegen
demnach keine Beweiſe vor.
Was nun den Betrug zum Nachteil der Ilſe von
Harder anlangt, ſo könnte derſelbe nur gegeben ſein,
wenn der Abtretungsvertrag vom 27. und 28. Januar
1890 ein Scheinvertrag geweſen wäre. Iſt dieſer aber
ein ernſt gemeinter Vertrag, dann könnte ein Betrug an
Ilſe v. Harder nur noch in Betracht kommen, wenn dieſe
durch Vorſpiegelung falſcher Tatſachen beſtimmt worden
wäre, die Urkunde vom 12. Februar 1910, durch die ſie
die von ihrem Vater anerkannte Schuld von 2,5 Millionen
Mark übernahm, zu unterzeichnen. Eine ſolche Feſtſtellung
hält das Gericht nicht für gegeben. Es ſpricht gegen einen
Betrug, daß Ilſe v. Harder in Gegenwart ihres Vaters
die von ihrem Vater ſelbſt verfaßte Urkunde unterzeichnet
hat. Der Tatbeſtand des Betruges konnte gleichfalls des=
halb nicht feſtgeſtellt werden, da die Urkunden vom
12. Juli 1911 und 6. Juli 1912, durch welche ſich Ilſe von
Harder mit ihrem Vater verpflichtet, ihr Gut in
Argen=
tinien Herrn Abreſch für 2 Millionen Mark zu übereignen,
die an der Forderung des Herrn Abreſch an Herrn von
Harder abgerechnet werden ſollten, unter dem Beiſtande
und auf Anraten des Vaters der Ilſe v. Harder zuſtande
gekommen ſind. Eine Ausbeutung des Leichtſinns oder
der Unerfahrenheit der Ilſe v. Harder kann deshalb nicht
angenommen werden; weder ſie noch ihr Vater befanden
ſich in einer Notlage. Das Gericht kommt aus dieſen
Gründen zu der Ueberzeugung, daß eine weitere
Ver=
längerung der Unterſuchungshaft nicht gerechtfertigt wäre.
Luftfahrt.
* Berlin, 30. März. Das deutſche
Generalkon=
ſulat in Paris erteilte dem Flieger Brindejone am
28. März einen Reiſeſchein zu einem Fluge über die
deutſche Grenze. Die Fahrt ſoll auf einem
Ein=
decker von Dijon über Epinal, Saargemünd, Homburg,
Worms, Darmſtadt, Frankfurt a. M., Schlüchtern und
Meiningen nach Gotha und zurück in der Zeit zwiſchen
dem 1. und 15. April ausgeführt werden.
* Mannheim, 30. März. Das
Militärluft=
ſchiff „S L 2”, hat, nachdem es heute morgen eine
Probefahrt gemacht hatte, heute nachmitlag eine 2
½ſtün=
dige Fernfahrt unternommen die es über
Mannheim und ſüdlich bis in die Gegend von Karlsruhe
führte Wenn das Wetter morgen ſo bleibt, wie es heute
war, ſo gedenkt das Luſtſchiff eine größere Fernfahrt, die
zweite Uebernahmefahrt, zu unternehmen.
* Straßburg, 30. März. Heute nachmittag 4.45
Uhr iſt ein L.V.G.=Doppeldecker auf einem Fluge bei dem
Beſchreiben einer Kurve ab gerutſcht. Der
Führer des Flugzeuges, Leutnant Schulz, hat einen
Unterſchenkelbruch und Verletzungen am Kopf
davon=
getragen. Sein Beobachter, Hauptmann Reinhardt
vom Infanterie=Regiment Nr. 70, iſt tot. Der Apparat iſt
total zertrümmert.
* Hamburg, 30. März Der Chefpilot der
Hamburger Zentrale für Aviatik, Krumſiek, der
früh 5 Uhr 30 Minuten auf einem Eindecker in Dresden
ſtartete, landete nach zwölfſtündigem Fluge nachmittags
5 Uhr 32 Minuten auf dem Flugplatz Fuhlsbüttel.
Er ſchlug damit den Weltrekord für Eindecker, der bisher
10 Stunden 20 Minuen betrug, um 1 Stunde 40 Minuten.
* Recſeny (Ungarn), 30. März. Der Ballon
„Niederſchleſien” der am Sonntag nachmittag in
Schwiebus unter Führung von Karl Richard Mann
aus Kroſſen a. d. Oder, mit den Mitfahrern Dr. Michali,
Fabrikant Rothe und Referendar Venzky an Bord,
aufge=
ſſtiegen war, flog über das Altvatergebirge und die
Kar=
pathen nach Ungarn und landete heute vormittag um 10.30
Uhr in der Nähe von Baba bei Peſt glatt. Der Ballon
legte 550 Kilometer zurück.
Turnen, Spiele und Sport.
* Automobilſport. Die von dem „Wiesbadener
Auto=
mobil=Klub E. V.” beantragte Genehmigung der
Taunushöhen=Fahrt iſt von ſämtlichen beteiligten
Landratsämtern, dem Herrn Landeshauptmann, der
Königlichen Regierung, ſowie dem Königlichen
Ober=
präſidium gegeben und wird ſofort nach Eingang der
Fahrtgenehmigung durch das Miniſterium die
defini=
tive Ausſchreibung der Konkurrenz nebſt
Streckenſkizze und Höhenprofil allen beteiligten Kreiſen
zugeſtellt werden. Die Konkurrenz verſpricht einen
hoch=
intereſſanten Verlauf zu nehmen, da neben den gewaltigen
Höhen des Taunusgebirges auch zum Teil mittelmäßige
und ſchlechte Straßen von der Fahrt abſichtlich berührt
werden, um eine Prüfungsgrundlage für den in der
Prä=
miierung geſuchten zuverläſſigen Tourenwagen
abzu=
geben. Erfreulicherweiſe beſitzt der Klub bereits die
Zu=
ſage einer großen Anzahl von Sonderpreis=Stiftungen.
So wird außer den vom Wiesbadener Automobil=Klub
aus Anlaß ſeines 10. Stiftungsfeſtes gegebenen wertvollen
Preiſſen ein Preis des Kaiſerlichen Automobil=Klubs,
ſo=
vie des Magiſtrats der Reſidenzſtadt Wiesbaden zur
Ver=
fügung ſtehen, auch haben die Deutſche Benzol=
Vereinig=
ung Bochum 2 Preiſe von 450 Mack Deutſche Dunlop=
Gummi=Co, einen Preis von 300 Mark. Auto=Mafam,
G. m. b. H., einen Preis von 250 Mark, Kronprinz A.=G.
mehrere ſilberne Becher geſtiftet. Weitere Preiſe ſind
zu=
geſagt von den Firmen Deuta=Werke G. m. b. H., Optiſche
Anſtalt C. P. Goerz, Robert Boſch, Peters Union und
ſtehen noch eine ganze Reihe von Preis=Stiftungen in
Ausſicht, über welche ſpäter berichtet werden wird. Ueber
ſämtliche Sonderpreiſe wird ein Verzeichnis aufgeſtellt, in
welchem auch die für die Erringung derſelben
vorgeſchrie=
benen Bedingungen der Stifter zur Bekanntgabe gelangen.
Die techniſche Kommiſſion des Klubs iſt bereits ſeit
Wochen in der Streckenorganiſation tätig. Es werden 500
Richtungspfeile angebracht, welche alle Abzweigungen
tach Möglichkeit erkenntlich machen, ſo daß auch den
mel=
enden fremden Fahrern eine hinreichende Orientierung
über die Strecke der Taunushöhen=Fahrt möglich iſt.
Nennungen, ſowie ſonſtige Zuſchriften und Anfragen ſind
an die Geſchäftsſtelle des „Wiesbadener Automobil=Klub”
Moritzſtraße 29, zu richten. Nennungsſchluß iſt 8. April.
* Pferdeſport. Rennen zu Saint=Cloud,
30. März. Prix de Teſſancourt. 3000 Francs. 1. Jean
Lieur Pachalik (Allemand), 2. Big, 3. In Pace. 36:10;
15, 27. 24:10. — Prix de Bailly. 5000 Francs. 1. J.
Rut=
ger le Roys Omaha (O'Neill), 2. Dacier, 3. Abel. 56:10;
23, 21:10. — Prix des Villas. 5000 Francs. 1. Marquis
de Ganays Irminſul (Ch. Childs), 2. La Pépite, 3.
Hau=
ot. 68:10; 36. 38:10. — Prix de Taurnerocheß. 3000
Francs. 1. Aichedeakons Ginko (J. Childs), 2. Mr.
Ru=
dolphe, 3. Tor di Quinto. 327110; 75, 61, 18:10. — Prix
dEvécquement. 5000 Francs. 1. J. Rütgers le Roys
Pirpiriol, 2. Le Baladeuc, 3. Le Bouddha. 26:10; 17, 34,
55:10. — Prix des Allées. 5000 Francs. 1. W Darlings
Lathyrus, 2. Neſtor V., 3. Oxyure. 23:10; 13, 30, 25:10.
Schiffsunfälle.
* Hamburg, 30. März. Die am 30. Dezember von
Neu=Orleans nach Oporto in Portugal abgegangene
eiſerne Bark „Bann” iſt ſeit dieſer Zeit ſpurlos
ver=
ſchwunden. Vermutlich iſt ſie mit der aus 25 Mann
beſtebenden Beſatzung ein Opfer der jüngſten Stürme
geworden.
* Volo, 30. März. Der Levantedampfer „
Teno=
dos” iſt geſtrandet.
* Falmouth, 30. März. Der chileniſche
Transport=
dampfer „Maipo” der Maſchinenſchaden erlitten
hat und von dem deutſchen Dampfer Sierra Cordoba”
und einem engliſchen Dampfer Hilfe erhielt, iſt von dem
engliſchen Dampfer „Nordham” hier eingeſchleppt
worden. — Die Fiſcherbark „Jeanne d’Arc”, die nach
Neufundland unterwegs war, iſt mit dem engliſchen
Dampfer „Viktoria” zuſammengeſtoßen und
ge=
ſunken. Die Mannſchaft wurde gerettet. Die „
Vikto=
ria” iſt ſchwer beſchädigt hier eingelaufen.
* Tſingtau, 30. März. Der Dampfer „
Ger=
nes” von der Bremer Roland=Linie iſt in der Nähe von
Tſingtau auf Grund geſtoßen und mit Waſſer in
Raum I hier eingetroffen.
Erdbeben.
— Jugenheim 30. März, vorm 10 Uhr. Heute
nacht 1 Uhr 53 Minuten 44 Sekunden begann die
Auf=
zeichnung eines ſtärkeren 2 Stunden dauernden
Fern=
bebens aus 9700 Kilometer Entfernung. Der 2.
Vor=
läufer ſetzte ſcharf 2 Uhr 4 Minuten 30 Sekunden ein.
Das Hauptbeben war 2 Uhr 35 Minuten.
* Heidelberg 30. März. In der vergangenen
Nacht zeichnete der Seismograph der Königſtuhlwarte ein
heftiges Fernbeben auf. Der Einſatz erfolgte um
1 Uhr 54 Min., das Hauptbeben 2 Uhr 22 Min.; das
Maximum wurde 2 Uhr 30 Min. erreicht. Die
Herd=
entfernung beträgt zirka 9500 Kilometer.
Aus Korfu.
* Achilleion, 30. März. Zur geſtrigen Abendtafel
beim Kaiſer war Profeſſor Doerpfeld geladen. Heute
morgen unternahm der Kaiſer einen Spaziergang im
Park.
* Achilleion, 30. März. Der Kaiſer unternahm
heute nachmittag mit Gefolge einen Ausflug in
Auto=
mobilen durch Benizze über Hagideka.
Die Reiſe des Prinzenpaares Heinrich
von Preußen.
* Buenos Aires, 30. März. Die Ankunft
des Dampfers „Kap Trafalgar” mit dem
Prinzenpaar Heinrich an Bord erfolgte am
Sonntag nachmittag gegen 4½ Uhr bei herrlichem
Son=
nenſchein. Infolge des vorhergegangenen Sturmwetter9
ſhatte ſich die Ankunft etwas verzögert. Die im Hafen
liegenden Schiffe hatten Flaggengala angelegt, desgleichen
war die Stadt ſelbſt reich beflaggt. Zur Begrüßung des
Prinzenpaares hatten ſich der deutſche Geſandte Freiherr
von dem Busſche=Haddenhauſen, der deutſche
Generalkon=
ſul, der argentiniſche Miniſter des Aeußern, der
Marine=
miniſter, der Bürgermeiſter und das militäriſche Gefolge
des Präſidenten an Bord begeben, wo der Prinzeſſin im
Auftrage des Präſidenten Blumenſpenden überreicht
wur=
den. Um 5 Uhr gingen die Herrſchaften an Land, wo ſie
von der deutſchen Kolonie, dem deutſchen Kriegerverein
und dem deutſchen Geſangverein, der ein Begrüßungslied
vortrug, empfangen wurden. Das Prinzenpaar war von
der Reiſe auf dem herrlichen Schiffe hochbefriedigt. Am
ſpäten Nachmittag machte das Prinzenpaar in
Automo=
bilen, die der Präſident zur Verfügung geſtellt hatte, eine
Spazierfahrt. Abends fand an Bord des „Kap
Traſal=
gar” ein kleines Eſſen ſtatt, zu dem die Herren der
Ge=
ſandtſchaft, der Generalkonſul und die argentiniſchen
Herren des Gefolges eingeladen waren. Die Preſſe bringt
in dem herzlichſten Tone gehaltene Begrüßungsartikel und
Bilder des Prinzenpaares.
ücktritt des engliſchen
Kriegs=
miniſters.
* London, 30. März. Der Premierminiſter
As=
quith mehrere andere Miniſter, ſowie
Generalfeld=
marſchall French, Generalleutnant Ewart hatten heute
in der Downingſtreet eine lange Beratung. Asquith
be=
gab ſich dann zum Könige.
* London, 30. März. Premierminiſter Asquith
macht bekannt, daß der Kriegsminiſter Seely, ſowie
Feldmarſchall French und General Ewart
demiſ=
ſioniert haben. Asquith ſelbſt übernimmt das
Kriegsminiſterium.
* London, 30. März. Das erſte Anzeichen für den
Rücktritt des Kriegsminiſters Seely war der Umſtand,
daß er bei ſeinem Eintritt im Unterhauſe auf den
hinteren Bänken Platz nahm. Premierminiſter
As=
quith gab den Rücktritt der Generale French und Ewart
bekannt und die Gründe hierfür. Er verſtehe dieſe Gründe,
ſſagte Asquith, obſchon er ſie bedauere. Die Offiziere
wünſchen es vollkommen klargeſtellt zu ſehen, daß ſie in
völliger Uebereinſtimmung mit ſeiner Erklärung vom 27.
dieſes Monats ſeien. Asquith zollte ſodann der
Loyali=
tät, der Tüchtigkeit und der Ergebenheit, mit der die
Offi=
ziere dem Staate und der Armee dienten, warme
Aner=
kennung und ſprach die Hoffnung aus, daß ſie fortfahren
würden, dem Staate und dem Heere zu dienen. Hierauf
teilte der Premierminiſter Asquith mit, daß der
Kriegs=
miniſter Seely ihn zu ſeinem Bedauern davon
unter=
ichtet habe, daß er ſich verpflichtet fühlte, den gleichen
Weg einzuſchlagen. Er, Asquith, habe ſich mit großem
Widerſtreben entſchloſſen, Kriegsminiſter zu werden.
* London 30. März. Im Oberhauſe gab im Laufe
der Debatte Lordpräſident des geheimen Rats
Wis=
count Morley, der zuſammen mit dem
Kriegs=
miniſter Seely die zwei Paragraphen der
Denk=
ſchrift ausgearbeitet hatte, die dann von der Kammer nicht
gebilligt wurde, eine Erklärung ab, aus der man
den bevorſtehenden Rücktritt herausleſen kann.
Aus Mexiko.
* Neu=York 29. März. (Reuter.) Nach einem
Telegramm aus Chihuahua ſind dort in Zügen 300
verwundete Rebellen aus Torreon eingetroffen. Es wird
gemeldet, daß die Geſamtzahl der Verwundeten 1000
be=
trägt. Die Zahl der Toten iſt noch nicht bekannt.
* Juarez, 30. März. Nach einer von der
Heeres=
leitung der mexikaniſchen Inſurgenten
her=
rührenden Meldung haben die Kämpfe um den Beſitz
Tor=
eons geſtern bis zum ſpäten Abend angedauert. Die
In=
ſurgenten befinden ſich jetzt im Beſitz faſt aller Stellungen.
Sie geben zu, in den ſechstägigen Kämpfen 900 Tote und
Verwundete gehabt haben. Der Verluſt der Bundestruppen
vird auf 2000 Mann geſchätzt. Von anderer Seite wird
angenommen, daß die Verluſte der Inſurgenten zu niedrig
angegeben ſind. Die gefangenen Bundestruppen wurden
gezwungen in die Inſurgentenarmee einzutreten. Die
ge=
fangenen Offiziere werden erſchoſſen, wenn ſie nicht der
Sache der Inſurgenten den Treueid ſchwören.
* Mexiko, 30. März. Die Inſurgenten haben
Chilpancingo eingenommen.
Vermiſchtes.
— Das leichteſte Holz der Welt. Ein Baum
von höchſt merkwürdiger Art, deſſen Holz noch beträchtlich
leichter iſt als der Kork, wächſt an den ſchilfreichen Ufern
des öſtlichen Tſchadſee im Sudan. Dieſer ſtrauchartige
Baum, auf den die Holzwelt nachdrücklich die
Aufmerkſam=
keit der europäiſchen Technik und Induſtrie lenkt, führt bei
den Eingeborenen verſchiedene Namen. Die Kuris nennen
ihn Marea, die Budumas Fogu, die Araber Ambach,
wäh=
rend er in der Botanik als Herminiera claphroxylon
bezeichnet wird. Der Stamm, der an der Wurzel eine
Stärke von 20—30 Zentimeter hat, nach oben aber dünner
iſt, wird 4—5 Meter hoch; in ſeinem Laub, das dem der
Mimoſen ähnlich iſt, entwickeln ſich ziemlich große gelbe
Blüten. Der Baum ſpielt im Leben der um den Tſchadſee
hauſenden Völker eine bedeutende Rolle und ſein Holz
findet mannigfache Verwendung. Wegen ſeiner
außer=
ordentlichen Leichtigkeit wird es beſonders im Waſſer beim
Schwimmen verwendet. Die Kuris ſtellen eine Art
Schwimmer her, der aus einer Stange des Mareaholzes
beſteht, bogenartig gekrümmt und bei einem Durchmeſſer
von nur 12—15 Zentimeter etwa 2½ Meter lang iſt. Auf
dieſem Gerät reitet der Kuri nun im Waſſer wie auf
einem Pferde und macht dabei mit den Füßen oder Händen
Schwimmbewegungen. Das Schimmholz ragt mit der
Spitze etwa 30—40 Zentimeter aus dem Waſſer heraus,
und auf dieſen trockenen Teil wird häufig noch ein kleines
Kind geſetzt, das dann ſicher und unverſehrt die
Waſſer=
fahrt mitmacht. Die Eingeborenen ſetzen mit Hilfe dieſer
Schwimmgeräte ohne alle Schwierigkeit über Gewäſſer von
½ Kilometer Breite und tragen dabei noch ihre Waffen
oder anderes Gepäck auf dem Kopfe. Aber nicht nuo die
außerordentliche Leichtigkeit des Holzes nützen dieſe
pri=
nitiven Stämme aus, ſondern ſie haben auch erkannt, daß
die eigenartige Faſerung des Mareaholzes dem
Eindrin=
gen von Schwertklingen und Lanzenſpitzen einen ganz
invermutet ſtarken Widerſtand entgegenſetzt und ſtellen
deshalb aus dieſem Holz ihre Kriegsſchilde her.
Literariſches.
rung des Wanderns iſt zugleich Jahresbericht der
Aus=
kunftsſtelle für Jugendwandern und wird, trotz vieler
Abbildungen und 160 Seiten Umfang, nur 1.40 Mk. koſten.
Das deutſche Wanderjahrbuch, eine
Veröffentlichung des Zentralausſchuſſes zur Förderung der
Volks= und Jugendſpiele in Deutſchland, erſcheint am
15. April im 4. Jahrgange und zwar im Fritz Eckardt
Ver=
lage in Leipzig. Dieſer Bericht über Stand und Förde=
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 30. März. Das Geſetz, betreffend die
vor=
übergehende Zollerleichterung bei der
Fleiſch=
einfuhr vom 13. Februar 1913, tritt mit dem 31. d. M.
außer Kraft. Demgemäß wird den Gemeinden eine
Zoll=
rückvergütung nur noch für ſolches Fleiſch gewährt, das ſie
bis zum 31. März an die Verbraucher abgeſetzt haben. Für
Fleiſch, das erſt nach dieſem Zeitpunkte abgeſetzt wird,
verbleibt es bei der Erhebung der vollen Zollſätze von 27
bezw. 35 Mark auf den Doppelzentner.
* Berlin, 30. März. Der Kommandeur der deutſchen
Schutztruppen, Generalmajor Glaſenapp, hat aus
Geſundheitsrückſichten, dem Berliner Lokanlanz.
zufolge, ſein Abſchiedsgeſuch eingereicht. Ueber ſeinen
Nachfolger ſind noch keine Beſtimmungen getroffen worden.
* Berlin, 30. März. Die Norddeutſche Allgemeine
Zeitung ſchreibt: Rußkoje Slowo ließ einen ruſſiſchen
Würdenträger, der mittelbar als der ruſſiſche
Kriegsmini=
ſter Geneval Sſuchomlinow kenntlich gemacht war,
poli=
tiſche Aeußerungen aus einem Geſpräch
mit dem deutſchen Kaiſer mitteilen. Der
Kriegs=
miniſter ermächtigte demgegenüber das amtliche ruſſiſche
Informationsbureau zu der Erklärung, daß in der
Audienz, die der Kaiſer dem ruſſiſchen Kriegsminiſter
Sſu=
chomlinow gewährte, ausſchließlich ſpeziell militäriſche
Fragen Gegenſtand der Unterhaltung bildeten und Fragen
politiſchen Charakters dabei völlig unberührt blieben. Wie
wir hören, wäre eine Zurückweiſung der falſchen Angaben
des Rußkoje Slowo ſchon früher erfolgt, wenn der
ruſſi=
ſche Kriegsminiſter, der beim Erſcheinen des Artikels von
Petersburg abweſend war, nicht erſt bei ſeiner Rückkehr
von der Veröffentlichung des Rußkoje Slowo Kenntnis
erhalten hätte.
* Straßburg, 30. März. Die von den hieſigen
Ver=
einen und Korporationen in großem Stil geplante Ehrung
für den Grafen und die Gräfin v. Wedel in Form eines
impoſanten Fackelzuges findet nunmehr beſtimmt am
Sonntag, den 19. April, abends 8½ Uhr ſtatt.
* Straßburg, 30. März. Der Automobilkluh
von Elſaß=Lothringen hat in ſeiner geſtrigen
Generalver=
ſammlung den Kaiſerlichen Statthalter Grafen v.
We=
del zu ſeinem Ehrenmitglied ernannt.
* Zabern, 30. März. Das Wachtkommando für
Zabern, bisher von einer Abteilung des Infanterie=
Regiments Nr. 132 geſtellt, welche letztere morgen in ihre
Garniſon Straßburg zurückkehrt, wird von morgen ab
durch eine Kompagnie des Straßburger Sachſen=
Regi=
ments Nr, 105 unter Hauptmann Oppermann geſtellt.
* Bremen, 30. März. In Gegenwart zahlreicher
Ver=
treter von Hamburg und Bremen lief heute auf der
Werft der Aktiengeſellſchaft Weſer in Bremen der
Paſſa=
gier=Schnelldampfer „William OSwald‟
der Hamburg=Amerika=Linie vom Stapel.
* Paris, 30. März. In der Deputierten=
Kam=
mer brachte Lefevre du Prey (Rechte) eine
Inter=
pellation über die chineſiſche Anleihe ein die am
7. April emittiert werden ſoll. Der Redner zeigte ſein
Erſtaunen darüber, daß das Projekt einen Brief des
Mi=
niſterpräſidenten Doumergue an den Präſidenten der
emittierenden Bank enthalte, in der die Garantien der
Anleihe aufgezählt werden. Außerdem ſeien zwei
ein=
flußreiche Perſönlichkeiten dieſer Bank André Berthelot
und Charles Victor. Der Redner verglich zum Schluſſe
dieſe Angelegenheit mit den Geſchäften Rochettes, die die
Sparer ruinierten.
* Paris, 30. März. Die Deputiertenkammer
nahm mit 443 gegen 70 Stimmen den außerordentlichen
Nachtragskredit von 217682 716 Francs für
die militäriſchen Operationen in Marokko an.
* Belgrad, 30. März. Die Blätter melden: In dem
ſerbiſchen Dorfe Banja bei Prizrend kam es zu einem
von Albaneſen aus Albanien hervorgerufenen
Auf=
uhr in deſſen Verlauf der ſerbiſche Kreispräfekt
Re=
kitſch verwundet wurde. Militär ſtellte die Ordnung
wie=
der her.
* Stockholm, 30. März. Anläßlich der deutſchen
Blättermeldung betr. den Geſundheitszuſtand
des Königs wird mitgeteilt, daß dieſe Meldung, die
nur im Zuſammenhang mit der Einſtellung der
gewöhn=
lichen Audienzen, ſolange ſich der König auf Schloß
Drott=
ningsholm aufhält, erſchien, falſch iſt. Deg
Geſundheits=
zuſtand des Königs beſſert ſich.
* Petersburg, 30. März. Die Petersburger
Tele=
graphenagentur verbreitet eine Depeſche, wonach die
ruſ=
ſiſche Botſchaft in Berlin eine Note der deutſchen
Re=
gierung erhalten habe, in der aus Anlaß des
Zwiſchen=
falles mit dem Kapitän Boljakow das
Be=
dauern zum Ausdruck gebracht und mitgeteilt wird, daß
die Beamten, denen ein Verſehen zur Laſt fällt,
diſzi=
plinariſch beſtraft oder zurechtgewieſen werden.
* Waſhington, 30. März. Präſident Wilſon
er=
klärte, die Inſtruktion an den amerikaniſchen Botſchafter
in Berlin in Verbindung mit der deutſchen
Petroleum=
orlage hätten lediglich eine Anfrage, nicht einen
Pro=
teſt enthalten. Er habe den Botſchafter angewieſen,
feſt=
zuſtellen, ob eine unterſchiedliche Behandlung der
amerika=
niſchen Induſtrie vorläge.
* Kapſtadt, 30. März. Im Parlament wurde auf
lntrag des Juſtizminiſters Dewet ein ſcharfer Antrag
zur Aufrechterhaltung des Friedens, worin
ſtrenge Strafen für Verſammlungen von aufrühreriſchen
Maſſen, ſowie für Verhinderung von Arbeitswilligen bei
Ausſtänden vorgeſehen werden, zurückgezogen. Dewet
er=
klärte, er werde anſtelle der Bill einen Zuſatzantrag zu
dem Geſetz, betreffend aufrühreriſche Verſammlungen und
deren Auflöſung, einbringen.
* Tokio, 30. März. Fürſt Tokugawa erklärte ſich
außerſtande die Bildung des Kabinetts zu
übernehmen. Die Seiyukwai= oder Unioniſtenpartei
hat beſchloſſen, jedem Miniſterium Widerſtand
entgegen=
zuſetzen, das ſich nicht verpflichtet, die Regierung nach
ihrem Parteiprogramm zu führen.
Attentat auf einen Militärpoſten.
* Straßburg, 30. März. Als am Freitag gegen
Mit=
ternacht auf dem öſtlich von Kehl gelegenen Forts
Kirch=
bach die Glocke der Einlaßpforte gezogen wurde und der
Wachthabende, ein Sergeant vom Infanterie=Regiment
Nr. 136, in dem Glauben, es ſei der aus der Stadt
zurück=
gekehrte Kommandant des Forts, der Einlaß begehre, die
Tür öffnete, fiel aus nächſter Nähe ein Schuß.
Die Kugel ſtreifte leicht die Bruſt des Unteroffiziers, und
als dieſer einige Schritte herausging, um ſich nach dem
Attentäter umzuſehen, fiel ein zweiter Schuß.
Dies=
nal wurde der Wachthabende an der Leiſtengegend getrof=
Großherzogliches Hoftheater.
Montag, 30. März.
Bunter Abend.
W-l. Zu Volksvorſtellungspreiſen hatte das
Hof=
theater heute abend unter Leitung des Herrn Dr. Paul
Sander einen ſogen. Bunten Abend veranſtaltet,
an dem „die Kunſt früherer Tage lebendig werden” ſollte.
Zu Worte kamen die Altmeiſter Mozart, Gluck, Bach und
Moliére und einige andere Zeitgenoſſen. Der erſte Teil
des Abends wurde eröffnet mit einem von Herrn
Erke=
lens und Frau Baum ſchön geſpielten Andantino aus
dem Konzert für Flöte und Harfe mit Klavierbegleitung
von Mozart, das, „obwohl es dem heutigen Geſchmack
wenig mehr zuſagt, dennoch ein lebhaftes Intereſſe
er=
weckte. Herzliches Gefallen fand man an den von Frau
Ehrle unter Aſſiſtenz von Herrn Jürgas dezent und
graziös ausgeführten, zu einem Ganzen vereinigten
an=
mutigen drei Tänzen nach Muſik von Gluck, Pergoleſi und
Goſſec, die ſtürmiſchen Beifall auslöſten. Als Meiſter
ſeines Inſtrumentes bewährte ſich Herr Konzertmeiſter
Schnurrbuſch in drei Stücken für Violine und Klavier,
Allegretto von Boccherini=Kreisler, Andante cantabile von
Nardini und die bekannte Gavotte von Bach, von denen
die zweite, mit tiefem Empfinden und ſeelenvollem Ton
geſpielte Nummer den Preis verdiente. Den Beſchluß
des erſten Teiles bildete die „Kaffeekantate” von
J. S. Bach, die zum erſten Male ſzeniſch aufgeführt
wurde. Den Stoff für die harmloſe Handlung bildet der
Zorn des Schlendrian über das Laſter des Kaffeetrinkens,
dem ſich ſeine Tochter Lieschen ergeben hat. So fern wie
dieſer Humor liegt unſerem heutigen Empfinden die
Muſik, deren Monotonie bei der in die Länge gezogenen
Handlung in uns ſo etwas wie ein Gefühl der Pein
er=
weckt, wenn ſich auch Herr Stephani und Frau
Kal=
lenſee alle Mühe gaben, das uns verloren gegangene
Gefühl für dieſen Humor neu zu beleben. Die kleine
Partie der Luſtigen Perſon ſang Herr Hilsdorf. Das
altertümliche Zimmer mit den Butzenſcheiben und die
Koſtüme paßten ſich dem muſikaliſchen Stil der Kantate
an. Muſikaliſche Leiter waren die Herren Franz
Sautier der auch die Klavierbegleitung übernommen
hatte, und Herr Hans Oppenheim.
Den zweiten Teil eröffnete Frau Beling=Schäfer
mit drei mit vielem Charme geſungenen altfranzöſiſchen
Liedern, die von Frau Baum auf der Harfe begleitet
wurden. Beide Damen erſchienen in reizenden
Rokoko=
koſtümen. Den intereſſanten Beſchluß des Abends bildete
die Erſtaufführung des Moliéreſchen vieraktigen Luſtſpiels
„Die Gezierten. Die Moliéreſchen Luſtſpiele, die
bekanntlich weit mehr als Poſſen, nämlich Satiren auf
geſellſchaftliche, moraliſche und ſonſtige Verirrungen
und Modetorheiten ſind, die er geißeln will, müſſen aus
dem Geiſte ihrer Zeit beurteilt und bewertet werden. Hier
geißelt Moliére das Preziöſentum jener Damen,
die, um ſich den Anſchein des Geiſtreichen und des
Schön=
geiſtigen zu geben, ſich in unnatürlichen Geſpreiztheiten
und Geziertheiten ergingen. Wie ihr ganzes Gebaren,
iſt auch ihre Sprache gekünſtelt. Sie bezeichnen die Dinge
nie bei ihrem eigentlichen Namen, ſondern umſchreiben
ſie durch geſuchte Ausdrücke. Der Spiegel iſt „der Berater
der Grazie” der Tanz eine „Erweckung der Seele der
Füße” der Diener holt nicht einen Seſſel herbei, ſondern
„kutſchiert die Gemächlichkeit der Unterhaltung heran” ꝛc.
Die beiden Preziöſen, die ein Opfer ihrer Modetorheit
werden, wurden von den Damen Gothe und Horn
ſehr anmutig und graziös dargeſtellt; auch das ſchöne
Sprechen muß als ein beſonderer Vorzug lobend erwähnt
werden. Den geſtrengen und gekränkten Vater ſpielte Herr
Jürgas, die beiden proſaiſchen, bei den Preziöſen
ab=
geblitzten und ſich dafür rächenden Liebhaber die Herren
Schneider und Kroczak. Als falſcher ſchöngeiſtiger
Marquis bewährte ſich Herr Harprecht, der auch die
Regie führte, wieder als gewandter Darſteller. Die
Dienerin zeichnete Frau Müller=Rudolph mit
der=
ber, dem Charakter der Rolle entſprechender Komik. Die
kleinere Rolle des falſchen Grafen ſpielte Herr Jordan.
In der Inſzenierung bekundete ſich der an unſerer Regie
gewohnte künſtleriſche Geſchmack und das feine Gefühl für
Stilechtheit. Das Publikum nahm das etwa 250 Jahre
nach ſeinem Entſtehen zum erſten Male aufgeführte
inter=
eſſante Luſtſpiel mit ſehr lebhaftem Beifall auf.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 31. März 1914.
Nummer 90.
fen; die Kugel plattete ſich aber an einem Fünfmarkſtück
ſeines Portemonnaies ab, ohne weiteren Schaden zu tun.
Die alsbald ausgeſchickten Patrouillen kehrten wieder
zu=
rück, da es bei der tiefen Dunkelheit im Gelände nicht
möglich war, den Täter zu ermitteln.
Die Bayeriſche Staatszeitung gegen General Keim.
* München, 30. März. Die Bayeriſche Staatszeitung
ſchreibt in ihrer Montagsſchau zu den Angriffen die
General Keim gegen den Grafen v. Hertling
gerichtet hat: Der durch ſeinen Eifer, mit dem er die
maß=
gebenden politiſchen und militäriſchen Stellen im Reiche
über den Umfang ihrer Pflichten belehrt, nicht durchweg
vorteilhaft bekannte General Keim erging ſich
gelegent=
lich einer Verſammlung, die kürzlich in Eſſen ſtattfand, in
mehr ſcharfen als überlegten Angriffen gegen den
bayeri=
ſchen Miniſterpräſidenten wegen deſſen bekannten
Aeuße=
rung über die Rüſtungen. General Keim iſt ein Mann,
deſſen vorteilhafte Abſichten über jeden Zweifel erhaben
ſind, dem aber, wie die ganze Art ſeiner Agitation
zu=
gunſten der Stärkung unſerer militäriſchen Machtmittel
beweiſt, die Gabe des Maßhaltens fehlt, das zur
Führ=
ung einer ernſthaften Diskuſſion nötig iſt. Die Art
voll=
ends, mit der er die Notwendigkeit einer neuen Milliarde
für Heereszwecke begründet, iſt geradezu grotesk. Dieſer
begeiſterte Patriot prophezeit nämlich für den Fall, daß
ſein Vorſchlag, neuerdings 1000 Millionen für Heereszwecke
auszugeben, nicht verwirklicht werden ſollte, den Verluſt
verſchiedener Provinzen und 30 Milliarden
Kriegsent=
ſchädigung. Eine Agitation dieſes Stiles kann der Sache
unſerer Armee nichts nützen, ihr vielmehr nur ſchaden, da
ſie allen antimilitariſtiſchen Elementen reiche und
will=
kommene Angriffspunkte bietet.
Die Wahlen in Schweden.
* Stockholm, 30. März. Die erſten Reſultate
der Wahlen zur Zweiten Kammer ſind jetzt
bekannt. Bei der heutigen Auszählung der Stimmen in
einem der beiden Stockholmer Wahlkreiſe zeigt ſich, daß
für die Partei der Verteidigungsfreunde 6220 Stimmen
abgegeben wurden, während die Liberalen (Anhänger des
ehemaligen Miniſterpräſidenten (Staff) 3580 Stimmen und
die Sozialdemokraten 10831 Stimmen erhielten. Die
Liberalen verloren damit ein Mandat an die
Verteidig=
ingsfreunde. Bei den Wahlen im Jahre 1911 erhielten
in dem gleichen Wahlkreiſe die Moderaten 3291 Stimmen,
die Liberalen 3830 und die Sozialdemokraten 9340
Stim=
men. Die Wiederwahlen des Führers der Rechten
Ad=
miral Lindmann und des Führers der Sozialdemokraten,
Redakteur Branting, ſowie des ehemaligen
Kultus=
miniſters im Miniſterium Staff. Dr. Berg, ſind geſichert.
Ein neuer Komet.
— Frankfurt, 30. März. Vom Ppyſikaliſchen Verein
in Frankfurt wird der Frkft. Ztg. mitgeteilt: In
Both=
kamp bei Kiel wurde, laut Nachricht der Zentralſtelle in
Kiel, heute morgen 3½ Uhr von Herrn Dr. Gritzinger
ein Komet der Größe 9.5 entdeckt. Er ſteht im
Stern=
bild der Schlange und hat eine ſtark ſüdweſtliche
Beweg=
ung.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Der hohe Druck über dem Feſtland hat ſich ſeit
Sonntag verſtärkt und in ganz Deutſchland
Auf=
heiterung verurſacht, nachts gingen die Temperaturen
zum Teil unter 0 herunter. Das weſtliche
Tiefdruck=
gebiet ſcheint langſam nach Nordoſten abzuziehen. Wir
können daher mit Fortdauer der beſtehenden Witterung
rechnen.
Ausſichten in Heſſen für Dienstag, den 31. März:
Vielfach heiter, trocken, tagsüber mild, nachts kühl und
vielfach Froſt, Winde aus ſüdlichen Richtungen.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Gegen lästigen Husten
werden allgemein Laboda Dragées angewandt. Der
Huſten wird raſch gelindert, der Schleim gelöſt und
freie Atmung erzielt. Die Stimme wird klar und
krättig. Preis M. 1,50 die Blechdoſe, bequem in der
Taſche zu tragen; in Apotheken erhältlich.
(I,8247
Ferromanganin=Geſellſchaft, Frankfurt a. M.
Sie haben recht! Tatſächlich ſollten in keinem
Schlaf=
zimmer die Nachttiſcheinlagen aus impräg. Holzfilz
fehlen. Dieſelben nehmen den üblen Geruch weg u. töten
Krankheitskeime. Für mehrmon. Gebrauch koſten dieſelben
St. 25 Pf. Zu haben in Haushaltg= u. Drog.=Geſch. (I,2266
Gröhlich begrüßt man die erſten Knoſpen, und die
2 uralte Freude an der Natur treibi die Menſchen hinaus
aus der Enge der Häuſer. Grundſatz aber ſollte ſein, ſich
nicht nur mit Vorſicht zu kleiden, ſondern auch die
em=
pfindlichen Schleimhäute der Luftwege gegen krankhafte
§ Reizungen zu ſchützen, indem man einige von Fays
Sa=
dener Mineral=Paſtillen mit auf den Weg nimmt. Die
2 Paſtillen ſind angenehm im Geſchmack, bequem in der
4 Anwendung u. ſicher in der Wirkung. Man kauft ſie in
allen Apotheken, Drogerien ꝛc. für 85 Pfg. Doch achte man
Tſtets auf den Namen Fay und auf den weißen amtlichen
Kontrollſtreifen des Bürgermeiſter=Amtes und des
Ge=
meinderates zu Bad Soden a. Taunus.
(I,6293
elädel-Blusen -..
(985a
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in grösster Auswahl, vom einkachsten bis
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Gewächs Fürstl. v. Metternich’sche Domäne
(I13375)
Geſchäftliches.
Jede tüchtige Hausfrau ſollte ihre täglichen
Aus=
gaben in ein Haushaltungsbuch notieren. Ein ſolches
Buch erleichtert außerordentlich das Disponieren über das
Wirtſchaftsgeld; weiß man doch ſofort, wo man ſparen
muß, wenn der Inhalt des Portemonnaies ſchneller
abnimmt als der Monat. Trotzdem das Gehalt meines
Mannes uns in die Lage verſetzt, beſten Bohnenkaffee
und beſte Naturbutter zu kaufen, dachte ich eines Tages:
du kannſt doch auch einmal einen Verſuch mit
Korn=
franck machen, ſei es auch zuerſt nur mit einem
ge=
ringen Zuſatz zu dem Bohnenkaffee, und ich muß ſagen,
daß dies in meiner Familie/nicht gar auffiel. Waren es
zuerſt nur ein paar Lot zu einem, Pfund, ſo war bald
die Miſchung halb und halb und da das Getränk auch
ſo vortrefflich mundete, ſagte mir eines Tages mein Mann,
nimm doch mal ganz reinen Kornfranck, er ſoll ja
be=
ſonders für Kinder und auch für Nervöſe bekömmlicher
ſein. Ich habe das dann verſucht und heute trinken
wir nur noch Kornfranck. Abgeſehen von dem
Vor=
teil, den Kornfranck gegenüber Bohnenkaffee in
geſund=
heitlicher Beziehung beſitzt, kommt für eine ſparſame
Hausfrau beſonders der Preisunterſchied in Betracht.
„Billig und ſchlecht” iſt ein Prädikat, das
viele Produkte verdienen, die von ungeeigneten
Be=
rieben hergeſtellt werden. So ſehr die reelle Induſtrie
ſich auch bemüht, zum Beiſpiel Bouillon=Würfel in ſtets
gleichmäßig guter Qualität zu liefern, ſo wenig Wert
legen hierauf gewiſſe Gelegenheits=Fabrikanten. Sie
verarbeiten billiges Material, um die Verbraucher durch
möglichſt niedrigen Verkaufspreis zu locken. Zur
Be=
ſeitigung der mancherlei Mißſtände wird bereits ein
Einſchreiten der Behörden geplant. Um ſich vor
Ent=
täuſchungen zu bewahren, ſollte das Publikum nur
Bouillon=Würfel erſtklaſſiger Firmen kaufen, da dieſe
in völlig einwandfreier Weiſe und beſter Qualität
her=
geſtellt werden.
Dampfernachrichten.
Holland=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Aug. Cellarius in Darmſtadt, Bleichſtr. 53.
„Rotterdam” 23. März 9 Uhr vorm. von Villefranche
ſur Mer abgegangen. „Nieuw Amſterdam” 24. März
vorm. in Neu=York angekommen. „Noordam” 22. März
2 Uhr 35 Min. nachm. Lizard paſſiert. „Ryndam”
20. März nachm., in Rotterdam eingetroffen. „Potsdam”
24. März vorm. von Neu=York abgegangen mit 60
Ka=
jüts= und 650 Paſſagieren 3. Klaſſe.
Statt Karten!
Die glückliche Geburt eines Töchterchens
beehren sich anzuzeigen
Dr. Fritz Stellwaag,
Privatdozent an der Universität Erlangen,
Hedwig Stellwaag, geb. Kittler.
30. März 1914.
(B8347
Die Geburt eines gesunden
JUNGEN
zeigen hocherfreut an
Emanuel Blum u. Frau
Große Ochsengasse 19.
(8289
Statt Karten!
Die glückliche Geburt eines
ge-
sunden TOcHTERCHENS zeigen
hocherfreut an
(8282
Dipl.-Ing. CARL. CONRAD, Oberingenieur
und Prokurist der Oberschlesischen Beton-
und Tiefbau-Unternehmung,
nebst FRAU ALICE, geb. ScHNABEL.
Gleiwitz, 28. März 1914.
Statt beſonderer Anzeige.
Heute früh ½ 2 Uhr entſchlief nach kurzem
ſchweren Leiden unſer lieber Vater,
Schwieger=
vater, Großvater und Bruder, der (8379
Oberamtsrichter i. P. Geh. Juſtizrat
Dr. August Scriba
im 71. Lebensjahre.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Manfred Seriba, Gerichtsaſſeſſor,
Meline Zimmer, geb. Scriba,
Hedwig Scriba,
Marie Scriba, geb. Seth,
Prof. Wilhelm Zimmer, Oberlehrer,
Chriſtian Scriba, Pfarrer,
und vier Enkelkinder.
Darmſtadt, Magdeburg und Gießen,
den 30. März 1914.
Die Einſegnung findet am Dienstag um 2¼ Uhr
im Trauerhauſe Darmſtadt, Heinrichſtraße 77,
ſtatt; die Beerdigung erfolgt am Mittwoch
um 4 Uhr in Alsfeld.
Dankſagung.
8342)
Kinder und Enkel.
Für die überaus zahlreichen Beweiſe inniger
Teilnahme, ſowie für die tröſtenden Worte des
Herrn Pfarrer Marx ſagen herzlichen Dank
die trauernden Hinterbliebenen:
Katharina Wolf,
Danksagung.
Für die vielen Beweise inniger
Teil-
nahme bei dem uns so schwer
betroffe-
nen Verluste sagen wir herzlichsten
Dank.
(8293
Darmstadt, den 30. März 1914.
Emma Radke u. Söhnchen,
Familie H. Hohmann.
Gottesdienſtliche Anzeige.
Johanneskirche. Mittwoch, den 1. April,
bends 8 Uhr: 6. Paſſionsandacht. Pfarrer Marx.
Tageskalender.
Dienstag 31. März.
Großh. Hoftheater Anfang 7 Uhr, Ende 10½ Uhr
(Ab. A): „Arda”.
Konzert des Mozart=Vereins und Inſtrumental=
Vereins um 8 Uhr im Saalbau.
Vaterländiſche Bismarckfeier um 8¼ Uhr im
„Kaiſerſaal”.
Monatsverſammlung des Deutſchen und öſterr.
Alpenvereins um 8½ Uhr im „Fürſtenſaal”
Konzerte: Hotel Heß um 4 Uhr. — Bürgerkeller um
8 Uhr. — Perkeo um 8 Uhr.
Bilder vom Tage. (Auslage unſerer Expedition
Rheinſtraße 23): Kaiſer Wilhelm II. in Venedig. —
Die Einweihung der Königlichen Bibliothek in
Ber=
lin. — Zum drohenden Bürgerkrieg in England.
Verſteigerungskalender.
Mittwoch, 1. April.
Mobiliar= uſw Verſteigerung um 10 und 3 Uhr
in der „Ludwigshalle‟
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 10 und 3 Uhr
Rundeturmſtraße 16.
Gewerbebibliothet (Bblothek,
Voröilderſamm=
lung und Patentſchriftenauslegeſtelle) geöffnet Werktags
von 9—12½ und 3—6 Uhr, ausgenommen Samstag
nachmittags. — Bibliothek=Abende Dienstags
und Freitags von 8—10 Uhr abends.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil Mar Streeſe; für den Anzeigenteil,
Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Carl Iriedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren.
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen;
nachträg=
liche werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte
werden nicht zurückgeſandt.
Nummer 90.
Darmſtädter Tagblcktt, Dienstag, den 31. Marz 1914.
Seite
Unſere Illuſtrierte Tiefdruck=Beilage
Wochen=Chronik
monatlich 20 Pfennig
kann jetzt auch von unſeren auswärtigen Abonnenten bei unſeren Agenturen und bei ſämtlichen
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nachmittags von 3—5 Uhr, im Schullokale, Schulſtraße 9 (
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ſowie alle Intereſſenten ſind hierdurch ergebenſt eingeladen. (8270if
Das Kuratorium:
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daher durchaus ſorgfältiger, perſönlicher Unterricht. Die Anſtalt
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zielte ſtets ſehr gute, überraſchende Erfolge; man verlange Proſp.
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werden täglich von 12—1 Uhr und von 3—5 Uhr nachmittags in der
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1914.
Bekanntmachun
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Unter Hinweis auf die §§ 3, 15—27 der Verordnuna vom 6. Mai 1907, den
Rad=
fahrverkehr betreffend ſowie unter Hinweis auf die Strafbeſtimmungen im Falle
einer Verſäumnis, wird zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Erhebung des
Stempels für Fahrräder für das Rechnungsjahr 1914
von heute ab bis 31. März 1914 an jedem Wochentage,
vormittags von 9—12 Uhr,
bei Großherzoglichem Kreisamt Darmſtadt, Neckarſtraße Nr. 3 im Erdgeſchoß,
Zim=
mer Nr. 3, ſtattfindet.
Wir fordern daher alle Beſitzer von Fahrrädern, welche ſie auf öffentlichen
Wegen und Plätzen benutzen, auf, die Stempelabgabe während der obenerwähnten
Zeit, unter Vorlage der Radfahrkarten, zu entrichten oder ſofern die
Voraus=
ſetzungen hierzu vorliegen, während derſelben Zeit ſ. § 19 Abſ. 2 der Verordnung)
Antrag auf Befreiung von der Abgabe zu ſtellen.
Anſprüche auf Befreiung ſind:
1. für die Stadt Darmſtadt bei dem zuſtändigen Polizeirevier,
2. für die Landgemeinden des Kreiſes bei der Großh. Bürgermeiſterei des
Wohnortes vorzubringen.
Befreiungsanträge, die nach dem 1. April 1914 geſtellt werden,
können keine Berückſichtigung mehr finden.
Darmſtadt, den 17. Februar 1914.
(4562a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Michel.
Verordnung, den Radfahrverkehr betreffend.
Vom 6. Mai 1907, §§ 3, 15—27 der Verordnung.
C. Der Radfahrer.
a) Ausweis über die Perſon des Radfahrers.
§ 3. Wenn ein Fahrrad auf öffentlichen Wegen und Plätzen benutzt werden
ſoll, hat der Beſitzer hiervon dem für ſeinen Wohnort zuſtändigen Kreisamt ſchriftlich
oder mündlich Anzeige zu erſtatten und die in Nr. 60 des Tarifes zum
Urkunden=
ſtempelgeſetz in der Faſſung der Bekanntmachung vom 24. März 1910 vorgeſchriebene
Stempelabgabe für die Radfahrkarte zu entrichten.
Das Kreisamt erteilt dem Anmeldenden eine auf den Namen des Radfahrers
lautende Radfahrkarte, die nach anliegendem Muſter ausgeſtellt wird.
Der Radfahrer hat die Radfahrkarte bei ſich zu führen und auf Verlangen dem
zuſtändigen Beamten vorzuzeigen.
Für Perſonen unter 14 Jahren erfolgt die Ausſtellung auf Antrag des Vaters,
Vormundes oder ſonſtigen Gewalthabers.
Die Radfahrkarte gilt für den Umfang des Deutſchen Reiches.
Radfahrer, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt außerhalb des Deutſchen Reiches
haben, haben einen anderweiten genügenden Ausweis über ihre Perſon bei ſich zu
führen und auf Verlangen dem zuſtändigen Beamten vorzuzeigen.
E. Vorſchriften über die Stempelabgaben.
§ 15. Die Stempelabgabe für die Jahreskarte (§ 3, Abſ. i), gültig vom 1. April
bis 31. März des folgendes Jahres, beträgt 5 Mark. Entſteht die Abgabepflicht in
der Zeit zwiſchen 1. Oktober und 31. März des folgenden Jahres, ſo iſt für dieſen
Zeitraum nur die Hälfte dieſes Betrages zu entrichten.
§ 16. Das Kreisamt trägt die Anmeldungen unter fortlaufenden Nummern in
ein Verzeichnis ein, erhebt die in § 15 erwähnte Abgabe und erteilt den Anmeldenden
1. eine Radfahrkarte (§ 3),
2. eine Nummerplatte, die der Nummer des Verzeichniſſes entſpricht.
§ 17. Auf der Rückſeite der Radfahrkarte ſind Stempelmarken im Betrage der
entrichteten Abgabe durch das Kreisamt aufzukleben und zu entwerten.
Bei den von der Stempelabgabe befreiten Perſonen (§23) erhalten die
Radfahr=
karten auf der Rückſeite den Vermerk „Stempelfrei bis 31. März 19 . .
§ 18. Die Nummerplatte trägt auf beiden Seiten auf weißem Grund in 6cm
hoher lateiniſcher Schrift den Anfangsbuchſtaben der Behörde, die die Radfahrkarte
ausgeſtellt hat (für das Kreisamt Dieburg Di) und dahinter in 5cm hohen Ziffern
die Nummer der Radfabrkarte (§ 16). Die Nummern werden je nachdem ſie von einer
Behörde der Provinz Starkenburg, Oberheſſen oder Rheinheſſen zugeteilt worden ſind,
in roter, blauer oder grüner Farbe aufgetragen. Bei den für den Landbezirk eines
Kreiſes ausgegebenen Nummerplatten iſt der betreffende Buchſtabe in der Farbe der
Nummer, bei den Nummerplatten für den Stadtbezirk eines Kreiſes dagegen in
ſchwarzer Farbe ausgeführt.
Das Fahrrad muß beim Befahren öffentlicher Wege und Plätze mit der
Nummer=
platte verſehen ſein. Letztere, deren Inſchrift ſtets in lesbarem Zuſtande erhalten
werden muß, iſt in der Richtung der Längsaxe des Fahrrades und nach vorn gerichtet
derart zu befeſtigen, daß die Inſchrift von beiden Seiten gut ſichtbar iſt. Die
Nummer=
platte wird von der Behörde beſchafft und den Beſitzern von abgabepflichtigen
Fahr=
rädern unentgeltlich geliefert. Wer von der Stempelabgabe befreit iſt, hat die Koſten
der Nummerplatte zu erſetzen.
Beſitzer von ſolchen Fahrrädern, die mit Nummerplatten verſehen ſind, dürfen
zur Kontrollierung der Abgabe nicht angehalten werden.
§ 19. Die Abgabe iſt von einer und derſelben Perſon, auch bei einem Wechſel
des Fahrrades, innerhalb desſelben Jahres (1. April bis 31. März) ſtets nur einmal,
und zwar erſtmalig bei der Anmeldung des Fahrades und ſodann alljährlich im
Monat März für das darauffolgende Rechnungsjahr unter Vorlage der Radfahrkarte
bei dem Kreisamt zu entrichten.
Innerhalb der gleichen Friſten haben die Perſonen, die gemäß § 23 Befreiung
von der Abgabepflicht in Anſpruch nehmen, bei dem Kreisamt entſprechenden Antrag
zu ſtellen.
§ 20. Wer den Beſitz eines anmeldepflichtigen Fahrrades im Laufe eines Jahres
aufgaibt oder verliert, hat dies dem Kreisamt ſeines Wohn= oder Aufenthaltsortes
längſtens binnen einer Woche unter Vorzeigung der Karte und Rückgabe der
Nummer=
platte anzuzeigen.
Wer, ohne den Beſitz aufzugeben, das Fahrrad auf öffentlichen Wegen und
Plätzen nicht mehr benutzen will, kann ſich durch Abmelden des Rades unter Rückgabe
der Nummerplatte von der weiteren Abgabepflicht befreien.
Die Abmeldung iſt in das nach § 16 zu führende Verzeichnis einzutragen und
dem Abmeldenden auf Verlangen auf der ihm erteilten Karte zu beſcheinigen.
§ 21. Verlegt der Beſitzer eines anmeldepflichtigen Fahrrades ſeinen
Wohn=
oder Aufenthaltsort in einen andern Kreis, ſo iſt das Rad bei dem Kreisamt, das
die Radfahrkarte ausgeſtellt hat, abzumelden und bei dem für den neuen Wohn= oder
Aufenthaltsort zuſtändigen Kreisamt unter Vorlage der Radfahrkarte anzumelden; das
letztere erteilt eine neue Nummerpiate und zieht die bisher geführte Rummerplatte
behufs Rückgabe an das zuſtändige Kreisamt ein.
§ 22. Es iſt verboten Nummerplatten eigenmächtig anzufertigen, die Inſchrift
von Nummerplatten eigenmächtig zu ändern und ſolche Nummerplatten zu führen, die
nicht von der zuſtändigen Behörde erteilt ſind.
Der Beſitzer eines mit Nummerplatte verſehenen Fahrrades darf dieſes an
andere Perſonen zur Benutzung auf öffentlichen Wegen und Plätzen nur
vorüber=
gehend überlaſſen.
F. Ausnahmen.
§ 23. Von der Stempelabgabe ſind befreit:
1. Militärperſonen und ſonſtige Perſonen, die in Dienſten des Reiches oder eines
Bundesſtaates, einer Provinz, eines Kreiſes oder einer Gemeinde ſtehen und
Fahrräder überwiegend zur Erledigung der ihnen obliegenden
Dienſt=
geſchäfte benutzen:
2. Perſonen, die das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zur
Arbeitsſtelle oder zur Ausübung ihres Berufes oder Gewerbes benutzen, ſofern
ihr Einkommen den Betrag von jährlich 1500 Mark nicht erreicht.
die das Fahrrad
ſuche der in einer anderen Gemeinde oder mindeſtens 2½, Kilometer von der
Wohnung entfernt gelegenen Schule benutzen;
4. Perſonen, die ſich zum Kurgebrauch oder weniger als 30 Tage lang im
Groß=
herzogtum aufhalten;
5. Perſonen, die ein Fahrrad, für das die Stempelabgabe bereits entrichtet iſt,
vorübergehend benützen. (§ 22. Abſ. 2).
§ 24. Wird auf Grund des § 23 eine Befreiung von der Stempelabgabe in
Anſpruch genommen, ſo iſt vorzulegen:
1. in den Fällen der Ziffer 1 eine Beſcheinigung der vorgeſetzten Dienſtbehörde
dahingehend, daß das Fahrrad überwiegend zu dienſtlichen Zwecken
verwendet wird.
2. in den Fällen der Ziffer 2 der letzte Steuerzettel und eine Beſcheinigung der
Bürgermeiſterei oder Polizeibehörde über das Vorliegen der weiteren
Voraus=
ſetzung. Bei Bedienſteten genügt hinſichtlich des letzten Punktes eine
Beſcheini=
gung des Arbeitgebers, die jedoch durch die Bürgermeiſterei oder Polizeibehörde
beſtätigt ſein muß;
3. in den Fällen der Ziffer 3 eine Beſcheinigung der Bürgermeiſterei oder der
Polizeibehörde oder des Klaſſenlehrers.
Ueber den Anſpruch entſcheidet, vorbehaltlich der Beſchwerde an das Miniſterium
des Innern, das Kreisamt, bei dem die Stempelabgabe zu entrichten ſein würde.
Die Steuerbehörden ſind verpflichtet, den Kreisämtern auf Verlangen jede zur
Entſcheidung erforderliche Auskunft zu geben.
§ 25. Eine Verpflichtung zum Führen einer Nummerplatte und zum
Mit=
führen einer Radfahrkarte beſteht nicht für die in § 23 Ziffer 1 genannten
Perſonen, wenn:
1. dieſe bei Benutzung des Rades Uniform, Amtskleidung oder ein Amtsabzeichen
tragen, oder
2. das Rad als zu Dienſtzwecken beſtimmt von der vorgeſetzten Behörde kenntlich
gemacht iſt.
§ 26. Ob und inwieweit Ausnahmen von den in Gemäßheit des § 13 ergangenen
Vorſchriften für den dienſtlichen Radfahrverkehr der Beamten der Poſt= und
Tele=
graphenverwaltung und anderer öffentlicher Verwaltungen, ſowie der Gendarmen
zuzulaſſen ſind, beſtimmt das Miniſterium des Innern.
G. Strafbeſtimmungen.
§ 27. Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften über die Entrichtung der
Stempelabgabe werden nach dem Geſetz vom 12. Auguſt 1899 über den
Urkunden=
ſtempel in der Faſſung der Bekanntmachung vom 24. März 1910, Zuwiderhandlungen
gegen die übrigen Vorſchriſten dieſer Verordnung und gegen die darin vorbehaltenen
allgemeinen oder beſonderen polizeilichen Anordnungen (§ 13) in Gemäßheit des
§ 366 Nr. 10 des Reichsſtrafgeſetzbuches mit Geldſtrafe bis zu 60 Mark oder mit Haft
bis zu 14 Tagen beſtraft.
Urkundenſtempelgeſetz.
Artikel 31, Abſ. 1. Die im Art. 14 Nr. 2 bezeichneten Perſonen haben, wenn ſie
den Vorſchriften bezüglich der Verpflichtung zur Entrichtung des Stempels
zuwider=
handeln, unbeſchadet ihrer Haftpflicht für den fehlenden Stempel (Art. 14), eine
Geld=
ſtrafe verwirkt, welche dem vierfachen Betrage des hinterzogenen Stempels
gleich=
kommt, mindeſtens aber drei Mark beträgt. Jede zuwiderhandeinde Perſon trift die
ganze Strafe. Auf Beamte findet dieſe Vorſchrift keine Anwendung.
Abſ. 3. Die Verhängung der Strafe terfolgt nach Maßgabe der Vorſchriften
des Geſetzes, die Einführung des Verwaltungsſtrafbeſcheids bei Zuwiderhandlungen
gegen die Vorſchriften über die Erhebung öffentlicher Abgaben und Gefälle betreffend,
vom 20. September 1890.
Abſ. 4. Wenn ſich aus den Umſtänden ergibt, daß eine Stempelhinterziehung
nicht hat verübt werden können oder nicht beabſichtigt worden iſt, ſo tritt ſtatt der
vorgedachten Geldſtrafe eine Ordnungsſtrafe bis zu zweihundert Mark ein.
Art. 33. Wer es den beſtehenden Beſtimmungen zuwider, unterläßt, die nach
den Tarifnummern 10, 35, 41, 49, 50, 53, 60, 90 erforderli hen Erlaubnisſcheine und
Karten zu löſen, verfällt in die im Artikel 31 Abſ. 1 beſtimmte Strafe. Die
Vor=
ſchriften des Artikels 31 Abſ. 2 bis 4 finden entſprechende Anwendung.
Die hinterzogene Stempelabgabe iſt von demienigen nachzuentrichten, der im
Falle der Löſung des Erlaubnisſcheines oder der Karte zur Zahlung des Stempels
verpflichtet geweſen wäre. Die Einziehung der Abgabe erfolgt nach Maßgabe der
Vorſchriften des Artikels 26.
Unterſteht die Perſon, die nach Abſ. 2 die Stempelabgabe nachzuentrichten hat,
wegen Minderjährigkeit oder wegen ihres geiſtigen oder körverlichen Zuſtandes der
Beaufſichtigung, ſo haſtet für die Entrichtung der Stempelabgabe auch derſenige,
welcher kraft Geſetzes zur Führung der Aufſichk verpflichtet iſt Die Haftbarkeit tritt
nicht ein, wenn der Aufſichtspflichtige nachweiſt, daß er ſeiner Pflicht genügt hat oder
daß die Stempelhinterziehung auch bei gehöriger Aufſichtsführung erfolgt ſein würde.
Die Beſtimmung des Abſ. 2 Satz 2 findet Anwendung.
An die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Vorſtehende Bekanntmachung empfehlen wir Ihnen wiederholt in geeignet
erſcheinender Weiſe zur Kenntnis der Intereſſenten Ihrer Gemeinde zu bringen.
Darmſtadt, den 17. Februar 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Michel.
Darmſtadt, den 16. März 1914.
Betreffend: Die Führung der Rekrutierungsſtammrollen; hier Zu= und Abgänge
Militärpflichtiger.
Der Zivil=Vorſitzende der Großh. Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt
an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Indem ich Sie auf die Beſtimmungen des § 46 Ziff. 13 der Wehr=Ordnung vom
22. November 1888 (Neuabdruck im Reg.=Bl. Nr. 68 von 1901) hinweiſe, nach welcher
von jeder An= und Abmeldung eines Militärpflichtigen zur bezw. von der Stammrolle
infolge Aufenthaltswechſels, behufs Berichtigung der alphabetiſchen und Reſtanten=
Liſten, hierher Mitteilung zu machen iſt, empfehle ich Ihnen die entſprechenden
An=
zeigen — bei Anmeldungen unter Vorlage des Loſungsſcheines — für jeden Mann
(7223a
getrennt, alsbald zu erſtatten.
Dr. Reinhart, Regierungsrat.
Bekanntmachung.
Am 2., 3., 6., 7., 16., 17., 20., 21., 23. 24., 27., 28. und 30. April 1914, von
mor=
gens 7 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit, wird Schießen mit ſcharfer Munition
von Truppenteilen des XVIII. Armeekorps auf dem Schießplatz bei Meſſel abgehalten
werden.
Schußrichtung vom Steinhügel, 1 km nördlich Meſſel in nordnordweſtlicher
Richtung gegen die Wieſen am Rutſchbach.
Das gefährdete Gelände:
im Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich,
„ Weſten: Dammweg-Brunnersweg ausſchließlich,
„ Süden: Forſthaus Steinacker-Steinhügel ausſchließlich,
im Oſten: Alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über
Milches=
wieſe-Sauwieſe-Schreibertswieſe-Geishecke einſchließlich
wird während des Schießens durch Poſten, Wegſchranken und Warnungstafeln abgewerrt.
Das Betreten des Geländes während der Schießzeit iſt verboten. (Pblizei=
Verordnung Kreisamt Darmſtadt, 25. Seprember 1900)ie
(8300a
Darmſtadt, den 25. März 1914.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: Dr. Reinhart.
Gut erhalt.
Damen=
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Näheres in der Expedition.
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Prima Brot
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schrank und mehrere
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gänge illustrierte Zeitschriften
billig abzugeben. Zu erfragen
in der Expedition. (7980sgi
Bekanntmachung.
Im Intereſſe des ungehinderten Fußgängerverkehrs auf den
Fußſteigen iſt das Befahren der Fußſteige mit Fuhrwerken jeder
Art (auch Handwagen) bei Strafe verboten. Ausgenommen von
dieſem Verbote iſt, ſoweit hierdurch der Fußgängerverkehr nicht
ge=
hindert wird, die Beförderung von Kindern in Kinderwagen und
von Kranken in Krankenwagen (Fahrſtühlen); es dürfen jedoch
niemals 2 Kinder= oder Krankenwagen gleichzeitig nebeneinander
auf dem Fußſteig aufgeſtellt oder fortbewegt werden.
Die Schutzmannſchaft iſt zur Ueberwachung angewieſen und
wird namentlich gegen das die Fußgänger in hohem Grade
gefähr=
dende Abwärtsfahren der Kinder mit Sportwagen u. dergl. auf
den Fußſteigen ſteiler Straßen einſchreiten.
Darmſtadt, den 27. März 1914.
(8283im
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
DieLieferung von Dienſtkleidern und Mützen.
Die Lieferung von Dienſtkleidern und Mützen für die ſtädt.
Bedienſteten ſoll vergeben werden.
Angebote mit Stoffmuſter ſind bis längſtens 10. April ds. Js.,
verſchloſſen und mit entſprechender Aufſchrift verſehen, im Stadthaus
(Zimmer Nr. 39) abzugeben, wo auch die Lieferungsbedingungen
zur Einſicht offen liegen.
(8310a
Darmſtadt, den 25. März 1914.
Der Oberbürgermeiſter:
J. V.: Schmitt.
Bräotiſche Sparkaſſe Barmſtaot
22 Hügelſtraße 22
Fernſprech=Anſchluß Nr. 456
Mündelſichere Anſtalt unter Haftung der Stadt Darmſtadt.
Strengſte Amtsverſchwiegenheit gegen jedermann, auch
gegen=
über Behörden (vergl. § 25 der Satzung).
Reſerven über M. 2000000, Aktiven über M. 40000000,
Spareinlagen über rd. M. 38000000.
Poſtſcheck=Konto Frankfurt a. M.
Reichsbank=Giro=Konto.
Nr. 5869.
Scheck=Konto bei der
Depoſiten=
kaſſe der Bank für Handel Scheck=Konto bei der Heſſiſchen
Landes=Hypothekenbank.
und Induſtrie, der Deutſchen
Bank, Zweigſtelle Darmſtadt,
und der Deutſchen
Vereins=
bank, Zweigſtelle Darmſtadt.
Verkehrszeit an allen Werktagen:
vormittags vom 1. April bis 30. September von 8—12½ Uhr,
„ 1. Oktober bis 31. März von 8½ —12½ Uhr;
nachmittags (Samstag ausgenommen) von 3—5 Uhr.
I. Darlehensgeſchäft und Verwaltung: im erſten Stock.
Ausleihung von Hypothekengeldern.
Darlehen gegen Hinterlegung von Wertpapieren.
Darlehen gegen Bürgſchaft.
II. Einlagen= und Rückzahlungsgeſchäft: im Erdgeſchoß.
Tägliche Verzinſung.
Zinsfuß bis 10000 M. — 3½ %,
über 10000 M. — 3% für die ganze Einlage.
Scheck= und Ueberweiſungsverkehr.
Ausgabe von Heimſparbüchſen.
(4263a
Städtiſche Pfeunig=Sparkaſſe.
Einzahlungen in Beträgen von 10, 20 Pfg. u. ſ. f. bis einſchließlich
eine Mark, werden jeden Samstag, nachmittags von 2—8 Uhr,
von nachverzeichneten Erhebeſtellen entgegengenommen:
Praſſel, M. W., Schulſtr. 10. Poth, E., Heinheimerſtr. 20.
Landau, M., Mathildenplatz 1. Schwab, T., Ernſt=Ludwigspl. 4.
Supp, A. J., Marktplatz 8.
Bopp, K., Heinheimerſtr. 74.
Dr. Waitz, Pfarrer, Mollerſtr. 23. Jarraſch, J., Heinheimerſtr. 35.
Seibert, Fr., Pallaswieſenſtr. 44.
Kolb, Ph., Dieburgerſtr. 9.
Waitz, E., Eliſabethenſtr. 16.
Koch, K., Marktplatz 3.
Büchler, A., Roßdörferſtr. 26.
Stephan, H., Stiftſtr. 29.
Möſer, J. H., Ruthsſtr. 24.
Finke, P. C., Ballonplatz 5.
Klockow, F., Pankratiusſtr. 26. Sulzmann, A., Forſtmeiſterſtr. 2.
Matthes, H., Liebfrauenſtr. 58.
Merz, L., Gardiſtenſtraße 1.
Erb, O., Alexanderſtr. 17½.
Scholl, R., Soderſtr. 44.
Netz, Direktor.
Zwangsverſteigerung.
Die nachſtehend bezeichneten Grundſtücke, die zur Zeit der
Ein=
tragung des Verſteigerungsvermerks auf den Namen a) des Peter
Trautmann, Schuhmachermeiſter, b) Trautmann, Karolina geb.
Gut=
brodt, deſſen Ehefrau, beide in Darmſtadt, als Geſamtgut der
Er=
rungenſchaftsgemeinſchaft im Grundbuch eingetragen waren, ſollen
Donnerstag, den 28. Mai 1914, nachmittags 3 Uhr,
durch das unterzeichnete Gericht (Saal Nr. 219) verſteigert werden.
Die Verſteigerung erfolgt im Wege der Zwangsvollſtreckung.
Der Verſteigerungsvermerk iſt am 29. Januar 1914 in das
Grundbuch eingetragen worden.
Inſoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des
Verſteigerungs=
vermerks aus dem Grundbuche nicht erſichtlich waren, ſind ſie
ſpäte=
ſtens im Verſteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von
Geboten bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden und, wenn der
Gläubiger widerſpricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls ſie bei
der Feſtſtellung des geringſten Gebots nicht berückſichtigt und bei der
Verteilung des Verſteigerungserlöſes dem Anſpruche des Gläubigers
und den übrigen Rechten nachgeſetzt werden.
Diejenigen, welche ein der Verſteigerung entgegenſtehendes
Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuſchlags
die Aufhebung oder einſtweilige Einſtellung des Verfahrens
herbei=
zuführen, widrigenfalls für das Recht der Verſteigerungserlös an
die Stelle des verſteigerten Gegenſtandes tritt.
Darmſtadt, den 16. März 1914.
(8295
Großherzogliches Amtsgericht I.
Bezeichnung der Grundſtücke.
Grundbuch für Darmſtadt Band VI Blatt 474:
Ord.=
Betrag der
Gewann
Flur Nr. Kulturart
qm
Nr.
Schätzung
II 760 Grabgarten Heinheimerſtraße 37
II 761 Hofreite Nr. 61 daſelbſt
118
28000 Mk.
II 761¾10 Grasgarten
32
daſelbſt
(Vorgarten)
Unser Büro befindet sich jetzt
Rheinstrasses
(seither Gravier-Atelier Schulz).
Robert Grastorf G. m. b. H. Beton- u. Eisenbetonbau
Darmstadt
(8343
Hannover
Berlin
Danzig.
Bekanntmachung.
Dienstag, 7. April I. Js.,
vormittags 10½ Uhr,
ſoll die dem Karl Guſtav Richard
Buſch dahier an dem Anweſen:
Flur Nr. qm
1077 200 Hofreite,
I 1076 123 Grabgarten
Wie=
nersſtraße 77,
zuſtehende ideelle Hälfte in
unſe=
rem Bureau, Grafenſtraße 30,
zwangsweiſe verſteigert werden.
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, kann
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das
einge=
legte Meiſtgebot die Schätzung
licht erreicht.
Darmſtadt, 2. März 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
(K76/13 Müller. (VIII,5612
Bekanntmachung.
Dienstag, 7. April 1914,
vormittags 10½ Uhr,
ſollen die der Zimmermeiſter
Kon=
rad Wienold Witwe, Margarethe,
geb. May, dahier gehörigen
Lie=
genſchaften:
Flur Nr. qm
VI 527 51 Grasgarten (
Vor=
garten)
Lands=
kronſtraße,
VI 527¾/10 340 Hofreite
Lands=
kronſtraße Nr. 79,
VI 528 81 Grabgarten
Landskronſtr.,
VI 529 63 Grasgarten
da=
ſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe
verſtei=
gert werden.
(K13/14
Darmſtadt, 2. März 1914.
Groß. Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen.)
Frantz. (IX,5035
Belanntmachung.
Dienstag, 7. April 1914,
vormittags 11 Uhr,
ſollen die der Zimmermeiſter
Kon=
rad Wienold Witwe, Margarethe,
geb. May, dahier gehörigen
Lie=
genſchaften:
Flur Nr. qm
VI 532 123 Hofreite
Tannen=
ſtraße Nr. 41,
VI 533 122 Hofreite
Tannen=
ſtraße Nr. 39,
VI 530 149¾10 Hofreite
Tan=
nenſtraße
Nr. 45,
VI 530¾/10 19/10 Grasgarten
(Vorgarten)
daſelbſt,
VI 531 42 Grasgarten
da=
ſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe
ver=
ſteigert werden. (K14/14
Darmſtadt, 2. März 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen.)
Frantz. (IX,5636
Bekanntmachung.
Dienstag, 5. Mai 1914,
vormittags 11 Uhr,
ſollen die den Heinrich Schäfer
Eheleuten dahier zugeſchriebenen
Liegenſchaften:
Flur Nr. qm
VI 487 77 Grasgarten
Moosbergſtr.,
VI 4877/10 193 Hofreite Nr. 94
daſelbſt,
VI 4877/10 95 Grasgarten
(Vorgarten)
da=
ſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtvaße 1, zwangsweiſe
ver=
ſteigert werden.
(K74/14
Die Genehmigung der
Verſteige=
rung wird auch dann erfolgen,
wenn ein der Schätzung
entſprechen=
des Gebot nicht eingelegt wird und
andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen.
Darmſtadt, 28. März 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen). (IX,8313
Frantz.
Bekanntmachung.
Dienstag, 5. Mai 1914,
vormittags 10½ Uhr,
ſollen die den Kaufmann
Wil=
helm Menges Eheleuten dahier
zugeſchriebenen Liegenſchaften:
Flur Nr. qm
336 523 Hofreite
Martin=
ſtraße Nr. 39,
337 49 Grasgarten (
Vor=
garten) daſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe
ver=
ſteigert werden.
(K21/14
Darmſtadt, 27. März 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen.)
Frantz. (IX,8316
Bekanntmachung.
In unſerem Handelsregiſter A
wurde heute die Firma „
Papier=
haus Leupold, Inh. Waldemar
Leupolt” in Eberſtadt gelöſcht. (8333
Darmſtadt, 24. März 1914.
Großherzogliches Amtsgericht II.
Kohlen, Holz und Briketts
empfiehlt ins Haus geliefert
VIII.1050) J. Müller, Kiesſtr. 20.
Verſteigerungs=Anzeige.
Mittwoch, den 1. April 1914
verſteigere ich im Verſteigerungslokale „Zur Ludwigshalle‟ (Obergaſſe):
a) vormittags 10 Uhr, im Auftrage des Herrn
Konkursverwalters die zur Konkursmaſſe
J. Schnitzer gehörigen Warenbeſtände, als:
Eine große Partie Herren=, Damen= und
Kinder=
ſtiefel, Halbſchuhe, Sandalen und Pantoffeln,
Sport=
ſchuhe, Arbeitsanzüge, Mancheſter= und Tuchhoſen,
blaue Hoſen, Normal= und Orfordhemden, Röcke u.
Unterhoſen, Strümpfe, ca. 50 Dtzd. Herrenkrag. u. a. m.
gegen Barzahlung.
b) nachmittags 3 Uhr, zwangsweiſe gegen
Bar=
zahlung:
Hausmobilien durch alle Rubriken
und hieran anſchließend auf freiwilligen Antrag:
Eine Badewanne mit Ofen, ſowie ein
vollſtändiges Bett (polierte Bettſtelle,
Roßhaarmatratze).
Verſteigerung beſtimmt.
(8367
Kapp,
Gerichtsvollzieher zu Darmſtadt.
Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, den 1. April 1914, vorm. 10 Uhr,
und, wenn nötig, nachm. 3 Uhr,
werden im Pfandlokale Rundeturmſtr. 16 (Reſtaur. zur Roſenhöhe)
1 große Partie Schuhwaren, darunter Herren=, Damen=
und Kinderſtiefel, 1 große Partie Damenſonnenſchirme,
ferner Diwans, Kleiderſchränke, Trumeauxſpiegel, Bilder,
Sofas, Galerieſchränke, Schreibtiſche, Kommoden, Tiſche,
1 Spiegelſchrank, Büfetts, Stühle, 1 Bücherſchrank, 1
Se=
kretär, 1 Salonſchrank, Schreibmaſchinen, 1 Eisſchrank,
1 Kaſſenſchrank, Ladenſchränke, Ladenregale, 1 Ladenkaſſe,
1 Jalouſieſchrank, 1 Grammophon, 4 Gas= und elektr.
Lüſter, Pianinos, Weißwaren, Oxford,
Haferquetſch=
maſchinen, Schrotmühlen, 1 Dampfmaſchine, 1 Hund (Boxer),
1 Pferd, 2 ſchwere Kaſtenwagen und 20 Zentner Heu
durch den Unterzeichneten zwangsweiſe verſteigert.
(8358
Die Verſteigerung der fettgedruckten Sachen findet ſicher ſtatt.
Berbert, Großh. Gerichtsvollzieher
in Darmſtadt.
Mlamm=, Brangen= und Hrennholz=
Verſteigerung.
Montag, den 6. April I. Js., vormittags 9½ Uhr:
werden auf dem Rathaus zu Roßdorf aus den Waldungen der
Gemeinde Roßdorf, Diſtrikt Mark und Hundsrück:
Scheiter Rmtr.: 9 Buchen, 18 Eichen, 4 Birken, 1 Erle, 209 Kiefern,
4 Fichten.
Knüppel Rmtr.: 44 Buchen, 31 Eichen, 7 Birken, 27 Erlen, 297 Kiefern,
24 Fichten.
Stöcke Rmtr.: 1 Buche, 1 Eiche, 91 Kiefern, 109 Fichten.
Wellen Stück 6000 Buchen verſteigert. Das Holz ſitzt im Hardeck,
Haſenböhl und Hundsrück, ſowie zerſtreutes. Die Nummern, welche
blau unterſtrichen ſind, kommen zum Ausgebot.
Dienstag, den 7. April I. Js., vormittags 9 Uhr,
im Diſtrikt Mark an Ort und Stelle:
Stämme Eſchen VI. Kl. 6 Stück — 0,97 Feſtm.
Stämme Kiefern II. Kl. 2 Stück — 2,22 Feſtm.
Stämme Kiefern III. Kl. 16 Stück — 8,59 Feſtm.
Stämme Kiefern IV. Kl. 7 Stück — 3,41 Feſtm.
Stämme Lärche IV. Kl. 1 Stück — 1,12 Feſtm.
Stämme Lärche V. Kl. 35 Stück — 6,92 Feſtm.
Stämme Fichten III. Kl. 8 Stück — 13,23 Feſtm.
Stämme Fichten IV. Kl. 36 Stück — 38,65 Feſtm.
Stämme Fichten Vb Kl. 400 Stück — 103,00 Feſtm.
Derbſtangen Fichten 2193 Stück = 142,37 Feſtm.
Derbſtangen Lärchen 7 Stück = 0,73 Feſtm.
Derbſtangen Eſchen 17 Stück — 1,05 Feſtm.
Reisſtangen Fichten 1144 Stück — 808 Feſtm.
verſteigert.
Zuſammenkunft auf der Kubig.
Förſter Haber erteilt nähere Auskunft.
Roßdorf, den 27. März 1914.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Roßdorf.
(8376im
Lorenz.
Bekanntmachung.
Dienstag, 5. Mai I. Js.,
vormittags 10½ Uhr,
ſoll die den Wilhelm Hilsdorf
Eheleuten dahier zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
IV 890 268 Hofreite
Hügel=
ſtraße Nr. 32,
IV 889 72 Grasgarten
da=
ſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K88/13
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, wird
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das
einge=
legte Meiſtgebot die Schätzung
icht erreicht.
Darmſtadt, 30. März 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I
Müller. (VIII,8315
Bekanntmachung.
Dienstag, 5. Mai l. Js.,
vormittags 11 Uhr,
ſoll die den Kutſcher Georg Dickel
Eheleuten dahier zugeſchriebene
Liegenſchaft:
qm
Flur Nr.
I 1382 462 Hofreite
Kies=
ſtraße Nr. 41,
I 1383 80 Grabgarten
daſelbſt,
n unſerem Bureau zwangsweiſe
(K16/14
verſteigert werden.
Darmſtadt, 27. März 1914.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (VIII,8314
En unſer Handels=Regiſter,
Ab=
teilung A, wurden folgende
Ein=
träge vollzogen:
Am 11. März 1914.
Hinſichtlich der Firma:
Heinrich Kichler,
Buch=
druckerei und Verlag des
Darmſtädter Täglichen
Anzeigers, Darmſtadt.
Ludwig Kichler jr., Kaufmann
in Darmſtadt, iſt zum Prokuriſten
beſtellt.
Am 13. März 1914.
Hinſichtlich der Firma:
Heinrich Sames,
Bauge=
ſchäft, Darmſtadt.
Philipp Aßmuth und Hermann
Thümmel, beide Bauführer in
Darmſtadt, ſind als Einzelproku=
(8279
riſten beſtellt.
Darmſtadt, 19. März 1914.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Bekanntmachung.
In unſer Handelsregiſter A wurde
heute eingetragen: Firma
Katha=
rina Leupolt in Eberſtadt,
In=
haber: Waldemar Leupolt Witwe,
Katharina, geb. Steitz, in
Eber=
ſtadt. Angegebener Geſchäftszweig:
Buch=, Papier=, Schreib= und Zei=
(8345
henwarenhandlung.
Darmſtadt, 24. März 1914.
Großherzogliches Amtsgericht II.
Waschtisch. Eisenbett
weiß lackiert, mit 3 teil. Matratze
zu verk. Ludwigshöhſtr. 55, II. (*8548
Nummer 90.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 31. März 1914.
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Die Erbſchaft.
Roman von Adeline Genke.
(Nachdruck verboten!.
36
Und Mizzi, der ein tatenloſes Sichfügen nun einmal
unmöglich war, kam zu dem Entſchluß, einen Verſuch zu
machen, Heinrich Gruber dies erſehnte zornige Wort
ab=
zulocken. Gelang ihr das auch nicht, dann — ja, dann
ging ſie nach Amerika! Dann wollte ſie den Vetter John
bitten, daß er ihr dort eine Stelle verſchaffte, wo ſie nicht
in Gefahr kam. Heinrich Gruber vielleicht einmal in
Be=
gleitung der ſanften, blonden, neuen Kontoriſtin ſehen zu
müſſen, die ihn ſo freundlich angelächelt hatte.
Und raſch zur Tat entſchloſſen, wie Mizzi Arnold
allezeit war, ging ſie gleich am nächſten Tage an die
Aus=
führung ihres Vorhabens. Den ganzen Morgen über
lauerte ſie auf eine Gelegenheit, das ungezogene Wort zu
ſprechen, das Heinrich Gruber reizen könnte — und
wäh=
rend des ganzen Morgens fand ſie keine Gelegenheit. So
glatt, ſo geſchäftsmäßig nüchtern wickelte ſich alles ab, daß
ein Widerſpruch oder ſo was gar nicht anzubringen war.
Und der eklige Knickermann kam noch dazu alle paar
Mi=
nuten wegen irgendeiner Kleinigkeit herangeſchlurft.
Al=
ter, unausſtehlicher Kerl! brummte Mizzi ihm einmal ſehr
vernehmlich nach, aber Heinrich Gruber hörte es nicht oder
wollte es nicht hören; er rechnete ruhig weiter. Und dann
kam der Nachmittag, wo es auch nicht beſſer werden wollte.
Ses iſ r as gichden ef aute naht umne un
And, rechneie mur . rechtete!
Aber jetzt! Mizzis Herzklopfen ſetzte plötzlich wie
un=
ſinnig ein — jetzt erhob er ſich, kam zu ihr herüber und
legte ein paar Blätter vor ſie hin. So, Fräulein Arnold,
wollen Sie, bitte, heute noch dieſe Kontoauszüge mit der
Maſchine abſchreiben?
Sie rang mit dem Ton, der ihr nicht aus der Kehle
wollte; dann aber gelang ihr der ſchnippiſche Klang:
Heute noch? Das wird ja wohl auch Zeit bis morgen
haben! — Ach, Gott, wenn er ſich nur ärgern wollte!
Jedoch Heinrich Gruber ärgerte ſich ganz offenſichtlich
nicht. Er guckte ſie nicht einmal an bei ſeiner
gleichmüti=
gen Antwort: Nein, es muß heute fertig werden!
Weiter alſo mit einem ſpöttiſchen Achſelzucken. Das
wird wohl nur Ihre übergroße Gewiſſenhafigkeit ſo
be=
ſtimmen, Herr Gruber.
Und wieder kein Blick und nur die ganz ruhige
Er=
widerung: Nein, Herr Knickermann hat es ſo beſtimmt.
Und zum dritten Male ihr ſchnippiſcher, aufreizender
Ton: Ja, wenn Sie dem alten Kerl nur das Wort reden
können! Mir fällt’s nicht ein, nach ſeinen Launen zu
fragen.
Und daraufhin Heinrich Grubers unverändert
ge=
laſſene Entgegnung, bei der er ſchon wieder auf ſeine
Bücher blickte: Nun, Sie werden’s ja auch nicht mehr allzu
lange nötig haben, Fräulein Arnold,
Dn and ſies aut ünr die Zeit wo er ſe iherhaußt
nicht mehr ſehen würde, wo er mit der ſanften Blonden
hier allein ſein würde, erinnerte er ſie nun ſchon! Es war
aus, ganz aus! Sie konnte nach Amerika gehen!
Und Mizzi ſenkte das dunlle Krausköpfchen tief über
ihre Maſchine und war todunglücklich.
So unglücklich, daß ihr am Abend das Konzert und
die Illumination im Stadtgarten, wohin der Vetter John
Kaſimir ſie alle miteinander führte, nicht einmal wie ſonſt
Freude machte. Gezwungen nur erwiderte ſie die
Necke=
reien, mit denen ſie wegen ihrer Schweigſamkeit von
Hans Bauer bedacht wurde, der ebenſo wie Lotte in
ver=
gnügteſter Stimmung war und John Eckardt in
lokal=
patriotiſchem Enthuſiasmus auf die verſchiedenen ſie
um=
gebenden Naturſchönheiten aufmerkſam machte.
Um den Weiher müſſen Sie unbedingt einmal
herum=
gehen, Vetter, animierte er den Amerikaner, nach dem Teich
hinüberdeutend, den der Garten jenſeits des
Konzert=
platzes einſchloß. Da gibt’s drüben auf der Brücke eine
ganz beſtimmte Stelle, wenn Sie da zwiſchen den
über=
hängenden Zweigen durchblicken, ſehen Sie die ganze
bunt=
glitzernde Herrlichkeit hier und die den Abhang
hinanſtei=
gende Stadt wie ein ſchimmerndes Bild in grünem
Rah=
men. Aber nur an einer ganz beſtimmten Stelle; laſſen
Sie ſich die nur von den Mädels zeigen, die kennen ſie
ganz genau. Das heißt, meine Lotte iſt zu müde zum
Mitgehen, ſchränkte er eilig ein.
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Ja, das kann ich mir denken, antwortete der Vetter
John verſtändnisvoll. Vielleicht hätten Sie die
Freund=
lichkeit, den Führer für mich zu machen, Couſine Thea?
Die Arnoldsälteſte ſchreckte leicht zuſammen. Ich
weiß nicht — — Ich erinnere mich nicht mehr recht —
Aber ich, ſagte Mizzi beſtimmt, wobei es plötzlich
wieder ſpitzbübiſch in ihren Braunaugen blitzte.
Kom=
men Sie, Vetter John, ich gehe mit Ihnen. Und in
man=
chen einſamen Wegen dort hinten iſt’s des Abends beim
Konzert auch beſonders hübſch, das werde ich Ihnen
gleichfalls zeigen. Sehr laut ſagte ſie’s und hatte, ſich an
ſeinen Arm hängend, den Vetter ſchon mit ſich gezogen.
Im nächſten Augenblick ging auch Thea neben ihnen.
Ich werde es mir doch auch einmal wieder anſehen, ſagte
ſie. Die beiden allein miteinander in den dämmerigen
Wegen herumſtreichen zu laſſen, dieſe Selbſtverleugnung
hatte ſie ſchließlich doch nicht nötig.
Ja, geh’ nur mit, nickte Mizzi harmlos. Jetzt ganz
munter und luſtig, plauderte ſie im Dahinſchreiten ihrer
Gewohnheit nach bunt durcheinander, bis der Weiher faſt
zur Hälfte umſchritten war und die zu einer
baumbe=
wachſenen Inſel führende Brücke in Sicht kam. Da knickte
ſie plötzlich mit einem kleinen Aufſchrei ein wenig ein.
Au, mein Fuß!
Was iſt’s denn, Couſinchen? forſchte der beſorgte
Vetter.
Ach, ſo ein dummer Stein! ſchmollte Mizzi und ſtieß
einen inghnde nieſt beſte, ücher den din ich
m=
geknickt und hab’ mir ein bißchen wehgetan.
Siehſt Du, das kommt von Deinen unvernünftig hohen
Abſätzen! erklärte Thea.
Wollen wir umſehren? erbot ſich John Kaſimir.
I wo! wies Mizzi das Anerbieten zurück. Ich ſetze
mich hier für eine Weile auf die Bank und ruhe den Fuß
aus. Ihr könnt Euch unterdeſſen die Ausſicht betrachten.
— So geht doch, ich will mir ja den Strumpf ausziehen!
flüſterte ſie der Schweſter zu, die unſchlüſſig zögerte.
Vor=
wärts, dort drüben zwiſchen den letzten Bäumen iſt’s,
Ihr könnt gar nicht fehlgehen, ſagte ſie laut.
Da mußte Thea Arnold denn mit John Eckardt allein
weiter gehen; eine Weigerung um die paar Schritte wäre
lächerlich erſchienen. Sie ſprach alſo im Weiterſchreiten
dies und jenes über die Schönheiten des Parkes und ſtand
dann neben ihm unter den überhängenden Baumzweigen
auf der völlig einſam daliegenden kleinen Brücke, wo ſie
jetzt merkwürdig raſch die geſuchte Stelle gefunden hattte,
von der aus ſie wirklich ein reizendes Bild vor ſich ſahen.
Vor ihnen lag in mattem Glanze der abenddunkle Weiher,
in dem ſich einzelne Laternenlichter ſpiegelten, während
weit drüben der illuminierte Konzertplatz in buntem Glanz
ſchimmerte und mit zahlloſen Lichtpünktchen die
bergan=
ſteigende Stadt ſich hinter ihm aufbaute. Warmer feuchter
Duft quoll aus den Büſchen, und in ſehnſüchtiger
Weich=
heit klangen Lohengrinweiſen vom Muſikpavillon zu ihnen
herüber,
Beide waren ſie ſtill geworden, John Kaſimir
hor=
chend, die Arnoldsälteſte im Gefühl einer plötzlichen
inne=
ren Schwäche, die mit Macht in dieſer verſchwiegenen
Ein=
ſamkeit zu zweien über ſie kam. So ſchwer, ſo fürchterlich
ſchwer erſchien ihr auf einmal wieder das Fertigwerden
mit ſich ſelber; alles in ihr lehnte ſich auf gegen die
ſelbſt=
auferlegte notwendige Tapferkeit und haderte mit ihrem
Geſchick. Warum hatte ſie kommen müſſen, dieſe unſelige
Erbſchaft, von der ſie nichts gehabt hatten als Not und
Leid? Wäre die nicht geweſen, dann hätte ſie wohl bis
an ihr ſeliges Ende an Arthur Helldorf geglaubt und wäre
glücklich dabei geweſen. Und ohne die Erbſchaft hätte ſie
John Eckardt nie kennen gelernt und brauchte nun, wo
aller Glaube ihr verloren gegangen war, nicht wider ihr
eigenes ſchwaches Herz zu ringen. Denn ſie wollte nicht
abermals eine Torheit zu bereuen haben, ſie wollte nicht!
Und da, mitten in ihren Gedanken, erſchrak ſie ſo ſehr,
daß ſie zuſammenzuckte. Ich muß nun wohl bald
ab=
reiſen, hatte John Eckardt geſagt.
Abbreiſen — an dieſe ſo naheliegende Möglichkeit hatte
ſie noch gar nicht gedacht! Ganz blaß war ſie geworden,
hatte unwillkürlich, wie einen Halt ſuchend, das hölzerne
Geländer umfaßt — wenn er es geſehen hätte und richtig
deutete!
(Fortſetzung folgt.)
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C. Auf Einladung der hieſigen Sektion des
Volks=
vereins für das katholiſche Deutſchland hielt am
Sonn=
tag Herr Profeſſor Lenhart’= Bensheim im
Kon=
kordiaſaal einen Vortrag über Alban Stolz, den
größ=
ten katholiſchen Volksſchriftſteller des vorigen
Jahrhun=
derts († 1883), deſſen Werke amf1. Januar d. J. in
buch=
händleriſchem Sinne „frei” geworden ſind. Letztere
Tat=
ſache wird auch dazu beitragen, die Werke Stolz’ auch
in andersgläubigen Kreiſen, die übrigens ſchon ſeit
Jah=
ren dem großen Volksſchriftſteller warmes Intereſſe
ent=
gegengebracht haben, noch mehr zu verbreiten. Worauf
beruht hauptſächlich ſeine Popularität? Stolz war ein
Kenner des menſchlichen Herzens wie wenige, er war
ehr=
lich und wahrhaftig bis zum Fanatismus, er war groß
in ſeiner Gottes= und Nächſtenliebe und ein Meiſter der
Erziehungskunſt. Die Germaniſten rühmen die
ſchöpfe=
riſche Kraft ſeiner Sprache. Die zweite Frage, die der
Redner ſich geſtellt hatte und die lautete: „Mit welcher
ſeiner Schriften ſollen wir die Lektüre anfangen?”,
be=
antwortete er dahin, daß er für das große Publikum
zu=
nächſt den „Kompaß für Leben und Sterben” und das
„Vaterunſer” empfahl. während für Frauen „Fügung
und Führung” und die unvergleichliche „Hl. Eliſabeth”
und für junge Eheleute die „Erziehungskunſt” und das
„Menſchengewächs” die richtige Reihenfolge bilden
dürf=
ten. Unter den vielen Nachahmern des großen
Schrift=
ſtellers ſind Heinrich Mohr und Peter Dörfler die
bedeu=
tendſten. Die Dankesworte, die der Vorſitzende, Dr. med.
Kocks, dem Redner ſpendete, fanden freudigen Widerhall.
Turnen, Spiele und Sport.
sr. Friede zwiſchen Turnen und Sport. Im Anſchluß
an die Hauptverſammlung des Deutſchen
Reichsaus=
ſchuſſes für Olympiſche Spiele trat der
Wettkampfaus=
ſchuß zu einer Sitzung zuſammen. Von den gefaßten
Be=
ſchlüſſen iſt der wichtigſte, daß eine Einigung zwiſchen
Turnen und Sport auf folgender Baſis erzielt wurde:
Die Deutſche Sportbehörde Athletik ſieht es als
ſelbſtver=
ſtändlich an, daß die Mitglieder der Deutſchen
Turner=
ſchaft an ſämtlichen vorbereitenden Wettkämpfen für die
Olympiſchen Spiele 1916 zu Berlin als Mitglieder der
Deutſchen Turnerſchaft teilnehmen können und
gegebenen=
falls als Wettkämpfer für 1916 gemeldet werden.
* Darmſtädter Sportklub 1905, e. V. Einen ſehr
be=
achtenswerten Sieg erfocht die 2. Mannſchaft des D. S.=C.
1905, indem ſie die 1. Mannſchaft des F.=C. Union,
Wix=
hauſen, auf deſſen Platz mit 6:2 Toren ſchlug. Wixhauſen
repräſentiert gute B=Klaſſe, erzielte in den Verbandsſpielen
mit Arheilgen gleiche Punktzahl, unterlag aber im
Ent=
ſcheidungsſpiel trotz beſſeren Spielens gegen ihren Gegner
knapp mit 3: 2. Auf ihrem eigenen Platz iſt Union ganz
beſonders ſtark, ſo konnte ſſie auch am vorigen Sonntag
die 2. Mannſchaft des F.=C. Germania, Pfungſtadt, mit
7:0 ſchlagen. Sportklübs Mannſchaft verfügt über einen
guten Sturm und brillante Verteidigung, in welcher ſich
der rechte Verteidiger ſehr gut einführte. Die Mannſchaft
wird in folgender Zeit in derſelben Aufſtellung ſpielen
und kann man auf deren Reſultate mit den beſten
Hoff=
nungen blicken. Eine weitere Abteilung beteiligte ſich an
dem Propaganda=Geländelauf und trug zum Gelingen
dieſer ſchönen Veranſtaltung viel mit bei.
Die Fußballmeiſterſchaftsſpiele im Reiche
hatten am Sonntag nachſtehende Reſultate: In
Dresden Rink gegen Budiſſa=Bautzen 4.0, in Jena Wacker=
Halle gegen Koburg 8:1, in Glauchau Chemnitzer
Ball=
ſpielverein gegen Zwickau 210, in Erfurt
Spielvereinig=
ung=Leipzig gegen Sportklub 511, in Weißenfels Verein
für Bewegungsſpiele Leipzig gegen Hohenzollern 11:0, in
Magdeburg Kricket=Viktoria gegen Köthen 622, in Breslau
Verein für Bewegungsſpiele gegen Blitz=Liegnitz 311, in
Danzig Pruſſia=Samland=Königsberg gegen Titania=
Stettin 4:1, in Königsberg i. Pr. V. f. B. gegen Oſtmark
2:0, in Kaſſel Kölner Ballſpielklub gegen Fußballverein
Kaſſel 211, in Düſſeldorf Duisburger Spv.—Düſſeldorfer
Sportverein 230, in Altona Altonaer 93 gegen Viktoria=
Hamburg 5:0, in Bremen Union=Altona gegen Werder 411,
in Hannover Holſtein=Kiel gegen Eintracht 110, in
Braun=
ſchweig Hannover 96 gegen Eintracht 0:0 abgebrochen, in
Frankfurt Fußballverein gegen Kickers=Stuttgart 0.0, in
Fürth Spielvereinigung gegen Verein für Raſenſpiele=
Mannheim 4:1, in Nürnberg Männer=Turnverein=München
gegen V. f. B. 211, in Berlin Hertha gegen Preußen 222,
Minerva gegen Berolina 4:2, Berliner Ballſpielklub gegen
Britannia 3:0, Viktoria gegen Vorwärts 111.
* Athletik. Bei dem Städtewettkampf im
Ringen, Mainz gegen Darmſtadt (Kraftſportverein),
ſiegte der Kraftſportverein Darmſtadt mit 7½ gegen 4½
Punkte. Der Zurück=Wettkampf findet im Oktober in
Darmſtadt ſtatt.
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Mars=Jagdrennen; Ehrenpreis und 3000 Mark, Diſtanz
3000 Meter: 1. Leutn. v. Platens (2. Kür.) Street Arab
(Beſ.), 2. Hallack (Leutn. v. Falckenhauſen), 3. Kings
Love (Ltn. v. Keller). Tot. 41:10. — Biévre=Jagdrennen;
3200 Mark, Diſtanz 3000 Meter: 1. La Turbie (Jentzſch),
1.— Park Hair (Fries), 3. Hacklers Beauty (Torke). Tot.
38:10, 21:10 (La Tourbie). — Preis von
Schön=
hauſen; Ehrenpreis und 7000 Mark, Diſtanz 3500 Meter:
1. Herrn K. Hartmanns Caliban (Lt. Streſemann), 2.
Ga=
liax (Herr Herfeldt), 3. Ekwanck (Dr. Rieſe). Tot. 365:10.
— Frühjahrspreis; Ehrenpreis und 12000 Mark, Diſtanz
3200 Meter: 1. Herrn E. v. Bennigſens Nicht doch (R.
Francke), 2. Gerolſtein (Wurſt), 3. Hammerſchlag (
Ne=
wey). Tot. 155:10. — Schüler=Jagdrennen; Ehrenpreis
und 4000 Mark, Diſtanz 3000 Meter: 1. Herren J. und G.
Reimanns Sara (Leutn. Demnig), 2. Margarete (Leutn.
Graf Holck), 3. Verlaß (Leutn. Greiffenhagen). Tot.
42:10. — Frühjahrs=Handikap, Hürdenrennen; 8000 Mark
Diſtanz 2400 Meter: 1. Herrn M. Lehmanns Schönbrunn
(Edler), 2. Tapage (Fries), 3. Merry Mat (Naſh). Tot.
28110.
Rennen zu Dresden. Preis von Pirna,
Ehren=
preis und 2800 Mark. Diſtanz 2000 Meter. 1. Herrn M.
Hechts Burgunder, 2. Black River, 3. Gaboriau. Tot. 32110
— Preis von Reick, 2700 Mark, Diſtanz 1200 Meter.
1. Graf K. Wuthenaus Mumpitz, 2. Fortunio, 3.
Pfalz=
graf. Tot. 149:10. — Preis von Grimma, 2800 Mark
Diſtanz 3500 Meter. 1. Herrn W. Wolffs Cuſtozza,
2. Tetzel, 3. Onoiſy le Roi. Tot. 31:10. — Preis von
Gruna, 3500 Mark, Diſtanz 1500 Meter. 1. Herrn W.
Sulzbergers Bijou, 2. Pacific, 3. Compaß. Tot. 96:10. —
Preis von Schönfeld, Ehrenpreis und 3000 Mark, Diſtanz
4000 Meter. 1. Graf A. Wuthenaus Triglav, 2.
Flitter=
gold, 3. Gondolier. Tot. 47110. — März=Flachrennen,
3200 Mark. Diſtanz 1600 Meter. 1. Leutn. Graf Seydlitz
Sandreczkis Curſor, 2. Sturmbraut, 3. Pfeil. Tot. 39110.
Rennen zu Dortmund. Maiden=Flachrennen;
2000 Mark, Diſtanz 1000 Meter: 1. Herrn Lampes Shaky
Lad, 2. Mato, 3. Rekreation. Tot. 45:10. — Jungfern=
Jagdrennen; 1500 Mark, Diſtanz 3000 Meter: 1. Herrn
Diſtelbecks La Tour, 2. Sirene, 3. Extaſe. Tot. 69:10. —
März=Jagdrennen; 2000 Mark, Diſtanz 3400 Meter: 1.
Heerren Beyer und Schmeißers Coup d’Oeil, 2.
Flori=
mond Robertet, 3. Mitron. Tot. 38:10. — Ardey=
Hürden=
rennen; 2000 Mark, Diſtanz 3000 Meter: 1. Herrn E.
Doerts Flitting Light, 2. Almanſur, 3. Hareſtock. Tot.
23:10. — Hochofen=Jagdrennen; 2500 Mark, Diſtanz 3000
Meter: 1. Herrn E. Doerts Beaufort III, 2. Fighting Pat,
3. Kunſtſtück. Tot. 27110. — Markgrafen=Jagdrennen;
3000 Mk., Diſtanz 3000 Meter: 1. Rittm. Mylius’ Feſtiva,
2. Sylva, 3. Der kleine Bär. Tot. 61;10. — Jockei=
Flach=
rennen; 2000 Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1. Herrn R. Arlts
Saint George, 2. Corinna, 3. Saint Sabina. Tot. 18:10.
sr. Radſport. Kölner Eröffnungs=
Rad=
rennen. Bei gutem Wetter und ausgezeichnetem Beſuch
wurde am Sonntag die Kölner Radrennſaiſon eröffnet.
Das Programm beſtand nur aus Dauerrennen, die einen
glatten Verlauf nahmen. Der Große Eröffnungs=Preis
über 80 Kilometer ergab in jedem ſeiner beiden Läufe
den Sieg desjenigen Fahrers, der ſich vom Start ab die
Spitze ſicherte. Ueber 30 Kilometer ſiegte ſo der Belgier
Linart nach 22 Minuten 42 Sekunden mit nur 40 Metern
Vorſprung vor dem Berliner Saldow, dem 160 Meter
zurück der Belgier Huybrechts und 860 Meter zurück der
Kölner Günther folgte. Im 50 Kilometer=Lauf blieb
Sal=
dow nach 37 Min. 9,1 Sek. ſiegreich. Linart folgte mit
15 Meter Abſtand vor Günther 360 Meter und Huybrechts
3520 Meter. Im Geſamtklaſſement fiel der Sieg an Linart
auf Continental=Pneumatik, der 79,985 Kilometer bedeckte.
Es folgen Saldow 79,960 Kilometer, Günther 78,780
Kilometer und Huybrechts 76,280 Kilometer in dieſer
Reihenfolge. Die Rennen der Klaſſe B hatten folgende
Reſultate: 10 Kilometer=Lauf: 1. Eſſer 8:18,1, 2. Müller
190 Meter, 3. Kallen 720 Meter. 20 Kilometer=Lauf:
1. Kallen 16:04, 2. Müller 50 Meter, 3. Eſſer 390 Meter.
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alle Makel eines unſchönen Teints.
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berich=
tete jüngſt über einige großartige Reſultate, welche er bei
Damen mit unſchön gewordener, welkiger Geſichtshaut
er=
zielt habe, und zwar durch die bloße Anwendung einer
Lotion, die man ſich in jeder Apotheke wie folgt miſchen
laſſen könne: 60 gr Roſenwaſſer, 3,5 gr Benzoétinktur
und 60 gr Fleurs d’Oxzoin. Die Anwendung erfolge
abends und morgens vermittels eines weichen Tuches
oder Schwämmchens. Das beſeitige in einigen Tagen
alle Makel und Unreinheiten und gebe der Geſichtshaut
in überraſchend kurzer Zeit den roſigen Hauch der Jugend
wieder. Beſonders in Fällen, wo die Haut durch Wind
und Wetter rauh und riſſig geworden ſei, ſtelle dieſe
Miſchung ſchnell ihre ſammetweiche, geſchmeidige
Be=
ſchaffenheit wieder her, und ſelbſt bei ſcheinbar
hoffnungs=
los verfärbtem Teint habe ihn die Lotion nicht im Stiche
gelaſſen.
(VIII,8254
Srite Kammer der Stände.
2 2. Sitzung.
St. Darmſtadt, 30. März.
Am Regierungstiſche: Staatsminiſter Dr. v. Ewald
Finanzminiſter Dr. Braun, Miniſter des Innern von
Hombergk zu Vach Staatsräte Dr. Becker,
Lor=
bacher, Süffert, Miniſterialräte Hölzinger, Dr.
Weber, Schliephake, Geh. Oberfinanzräte Dr.
Rohde, Seip, Gehl. Landesökonomierat Müller,
Oberfinanzrat Balſer, Finanzrat Dr Michel.
Der zweite Präſident, Fürſt Karl zu Solms=
Hohenſolms=Lich, eröffnet die Sitzung um 9½ Uhr
gibt einige Entſchuldigungen bekannt und teilt mit, daß
Fürſt zu Solms eine Vollmacht auf den Prinzen
Rein=
hard zu Solms=Hohenſolms=Lich zur
Ver=
tretung in dem Hohen Haus eingereicht hat. Prinz
Rein=
hard zu Solms=Hohenſolms=Lich wird dann in das Hohe
Haus eingeführt und auf die Verfaſſung vereidigt.
Nach Mitteilung weiterer Einläufe wird in die
Tages=
ordnung eingetreten. Zur Regierungsvorlage, den
Hauptvoranſchlag der Staats=Einnahmen und=Ausgaben
für das Etatsjahr 1914
macht Finanzminiſter Dr. Braun längere einleitende
Mitteilungen. Der Finanzminiſter ſpricht der Erſten
Kammer und ihrem Ausſchuſſe den Dank der Regierung
dafür aus, daß ſie das Budget in der kurzen Zeit, die
da=
für zur Verfügung ſtand, zur Erledigung gebracht haben.
Das habe ſich nur dadurch erreichen laſſen, daß der
Aus=
ſchuß ſich darauf beſchränkt hat, eine Reihe von Fragen nur
zu ſtreifen, worauf auch ich mich heute beſchränken werde.
Das gilt beſonders von dem 1915 eintretenden Wegfall
der bundesſtaatlichen Stempelſteuern, und vom
Wehrbei=
tragsgeſetz. Es iſt als erfreulich anzuerkennen, daß der
Ausſchußbericht namentlich das Inkrafttreten des
Wehr=
beitragsgeſetzes nicht zum Anlaß von Vermutungen und
Fragen gemacht hat, die ſich für keinen Bundesſtaat mit
Sicherheit beantworten laſſen. Höchſtens wird vor
über=
triebenen Hoffnungen gewarnt werden können.
Einzel=
fälle ändern hieran gar nichts, weil den zu erwartenden
Mehreinnahmen ſicher auch Mindereinnahmen
gegenüber=
ſtehen. Daß es eine wichtige Aufgabe iſt, die
reichsrecht=
licheBeſitzbeſteuerung in wirtſchaftlich gerechtfertigte und die
Forderungen bundesſtaatlicher Finanzpolitik möglichſt
un=
berührt laſſende Formen zu bringen, ſoweit das
Reichs=
recht hierfür Spiekraum geſtattet, wird vom Ausſchuſſe
zutreffend betont. Ich entnehme daraus das grundſätzliche
Einverſtändnis der Hohen Kammer mit dem Standpunkt
der Regierung wonach auf das Beſtimmteſte erwartet
werden muß, daß in die Finanzhoheit der Bundesſtaaten
fernerhin keinesfalls über das Maß deſſen hinags
ein=
gegriffen werden wird, was ſich im Intereſſe der
Reichs=
verteidigung als notwendig erwieſen hatte In der
ſorg=
ſamen Pflege unſeres Verhältniſſes zu Preußen erkenne
ich im wohlverſtandenen Intereſſe des Landes eine
vor=
nehmſte Pflicht. Empfindlichkeit über das Verſagen
ein=
zelner Lokalwünſche muß darüber beiſeite treten. Was
die finanziellen Ergebniſſe der Betriebsgemeinſchaft angeht.
ſohat ſich der gefürchtete Rückgang unſeres
Anteils beſtätigt. Vor wenigen Tagen habe ich die
Nachricht aus Berlin erhalten, daß ſich Heſſens Anteil um
243 000 Mark weniger ſtellen wird, als im Etat für 1913
vorgeſehen war. Bis jetzt haben wir auch keinerlei Anhalt
dafür, daß ein beſſeres Erträgnis zu erwarten iſt, im
Gegenteil, der Januar dieſes Jahres iſt ſchlechter geweſen,
als der des Vorjahres. Das hat ſich für den Güterverkehr
wiederholt im Februar. Nach einer vorläufigen Schätzung
unſerer Buchhaltung verſchlechtert ſich der Etat durch die
Beſchlüſſe der Zweiten Kammer, denen Ihr Ausſchuß ja
beizupflichten beantragt, um 102551 Mk. Dieſer Betrag
wird aber durch die Mehrergebniſſe der laufenden
Aus=
gaben voll gedeckt.
Graf Kuno zu Stolberg=Roßla: Es iſt wohl
richtig, daß das Budget auf gute finanzielle Verhältniſſe
ſchließen läßt, doch halte ich es für notwendig, daß die
Re=
gierung an dem anerkennenswerten Standpunkt der
Spar=
ſamkeit durchaus feſthält. Denn die finanzielle Lage
Heſſens wird in gewiſſen Kreiſen doch wohl überſchätzt.
Vom anderen Hauſe iſt an dem Grundſatz der Sparſamkeit
leider nicht feſtgehalten worden, ein Antrag hat den
an=
deren gejagt und ſo kamen die Mehrausgaben. Die
Bud=
getrechte der Erſten Kammer ſind ſehr beſchränkt, ſie kann
darum auch nicht die gleiche Verantwortung übernehmen,
wie ſie Regierung und Zweite Kammer zu tragen haben.
Z e e
zuerkennen, daß die Eiſenbahneinnahmen erfreulich
wach=
ſen, aber es bleibt doch ſicher, daß ein Rückgang der
wirt=
ſchaftlichen Konjunktur unſere Reſerven bedenklich
gefähr=
den kann. Jetzt, nachdem eine große Anzahl Wünſche
er=
füllt wurde, muß man unbedingt an den Steuerzahler
denken. Eine Mehrbelaſtung des Steuerzahlers muß
un=
bedingt jetzt vermieden werden. Ja, man muß an eine
ſteuerliche Entlaſtung denken. Ich kann in dieſer
Beſtimmung dem Abg. Oſann nicht zuſtimmen, daß das
Hohe Haus den Gedanken an einen Steuerabbau
aufge=
geben hat. Herr Dr. Oſann hat eine zu optimiſtiſche
Auf=
faſſung von unſerer Finanzlage. Die Mittel des
Reſte=
fonds II müſſen zur Steuerregulierung bzw. Abbau
even=
tuell herangezogen werden können. Redner beſpricht dann
das Verhältnis zum Reich und ſtellt die Forderung auf,
daß die direkten Steuern unbedingt den Bundesſtaaten
verbleiben müſſen zur Erfüllung ihrer großen kulturellen
Aufgaben. Das Reich müſſe ſich auf die indirekten Steuern
beſchränken. Durch die neuen Reichsgeſetze, betr. die
Stempelſteuern und den Wehrbeitrag, iſt ein bedenklicher
harter Eingriff in die Finanzhoheit der Einzelſtaaten
er=
folgt. Wenn auf dieſem Wege fortgefahren wird, wird den
Bundesſtaaten der Lebensnerv unterbunden und wir
gehen dem Einheitsreiche zu. Das aber kann doch keiner
der Hohen Herren hier wollen. Ich möchte dabei an die
Worte des Freiherrn von Heyl erinnern, der eindringlich
für die Erhaltung der Bundesſtaaten eingetreten iſt. Ich
richte die dringende Bitte an die Regierung, daß ſie ſich
bei einer Wiederholung ſolcher Eingriffe mit aller
Ent=
ſchiedenheit dagegen wehrt. Es iſt bedauerlich, daß die
ſächſiſche Regierung in ihrem Widerſtand keine
Unter=
ſtützung im Bundesrat fand. (Bravo!)
Fürſt zu Iſenburg=Birſtein dankt dem Herrn
Finanzminiſter für die Anerkennung und ſtimmt den letzten
Ausführungen des Vorredners in allen Punkten zu. Redner
wirft dann einen Rückblick auf die ſteuerlichen Aufgaben,
die der 34. Landtag zu erledigen hatte und wie durch die
neuen Beſchlüſſe der Zweiten Kammer das Budget
ver=
ändert wurde. Wenn man bedenkt, daß ſeinerzeit, als der
Ruf nach Sparſamkeit laut wurde und in der
Verein=
fachungskommiſſion um Mark und Pfennig gefeilſcht
wurde, und alle die Sparſamkeitsreden von damals
ver=
gleicht, ſo muß man ſich heute wundern, zu welcher Praxis
die damals aufgeſtellte Theorie geführt hat. Die Zweite
Kammer hat die vom Herrn Finanzminiſter aufgeſtellte
dringende Forderung der Sparſamkeit verlaſſen und zu
allen Kapiteln Mehrbeiträge eingeſtellt. Wenn ich nun zu
den einzelnen Kapiteln im Namen des Ausſchuſſes meine
Ausſtände mache, ſo ſoll das keine Kritik an der
Bewillig=
ungsfreudigkeit des anderen Hauſes ſein, die wir ſehr
wohl verſtehen können.
Im Kapitel 12 ſah die Großh. Regierung vor,
von den Gemeinden einen erhöhten Gebührenbeitrag für
die Tätigkeit der Staatsbehörden bei der Veranlagung der
Steuern uſw. in Vorſchlag zu bringen; hierfür war eine
Mehreinnahme von 25000 Mark in Vorſchlag gebracht.
Die verehrliche Zweite Kammer hat dieſer
Mehreinſtel=
lung widerſprochen und ein Erſuchen auf Belaſſung der
Gebühren in der bisherigen Höhe angenommen. Im
Kapitel 28 hat der Finanzausſchuß Zweiter Kammer
für eine Zentralheizung im Kreisamtsgebäude zu Worms
einen Betrag von 7500 Mark eingeſtellt; außerdem für
Er=
richtung einer ſeptiſchen Baracke in der Frauenklinik zu
Gießen eine weitere Bewilligung von 13000 Mark
vor=
genommen. Nachdem man im Jahre 1910 die Zahl der
vom Staate unterſtützten höheren Bürgerſchulen reduziert
hatte — ſei es, daß man die unterhaltungspflichtigen
Ge=
meinden für ſinanzkräftig genug hielt, um ſolche allein zu
unterhalten, ſei es, daß die Schulen wegen ihrer geringen
Schülerzahl eine ſolche Unterſtützung nicht verdienten —
hat die verehrliche Zweite Kammer nunmehr die
Ermäch=
tigung verlangt, an acht weitere höhere Bürgerſchulen
einen Staatszuſchuß zu gewähren. Wenn auch
ziffern=
mäßig ein Betrag nicht eingeſtellt war, ſo wird man doch
zweifellos mit einer Mehrausgabe von 5000 Mark rechnen
dürfen. Zu Kapitel 68:
Arbeitsloſenverſiche=
rung, hat die verehrliche Zweite Kammer neben einem
Erſuchen im Bundesrat auf Einführung der
Reichsarbeits=
loſenverſicherung hinzuwirken, eine Denkſchrift über die
jetzt beſtehende, in der letzten Zeit beobachtete
Arbeitsloſig=
keit erbeten. Der Abgeordnete Ulrich hat auch weiterhin
den Antrag geſtellt, bereits in dieſem Hauptvoranſchlage
als Beitrag zur Arbeitsloſenverſicherung den Betrag von
50 000 Mark einzuſtellen. Allerdings iſt es in der verehrl.
Zweiten Kammer bei dem vom Finanzausſchuß
beſchloſ=
ſenen Erſuchen geblieben, und der Antrag hat eine
Mehr=
heit nicht einmal im Ausſchuß gefunden.
Das Kreisgeometer=Inſtitut in Kapitel 69 ſollte
ſich nach Anſicht derjenigen Faktoren, die dieſes Inſtitut
ſeinerzeit ins Leben riefen, ſelbſt erhalten, und
dieſes Kapitel ſchloß deshalb bisher immer in Einnahme
und Ausgabe mit demſelben Betrag ab. Da ſich die
Tätig=
keit der Kreisgeometer vermindert und andererſeits die
Bezüge der Beamten, insbeſondere infolge der
Beſol=
dungsordnung, erhöhten, war von der Großh Regierung
eine Erhöhung der Gebühren für die Tagesleiſtung der
Geometer in Vorſchlag gebracht. Hieraus war eine
Mehr=
einnahme von 43 000 Mark erwartet; die verehrliche Zweite
Kammer hat dieſe Mehreinnahme abgelehnt. Zu
Ka=
pitel 75 hat die Zweite Kammer den Staatsbeitrag für
die Landwirtſchaft um 53 100 Mark erhöht und bei
Ka=
pitel 78 wurde der Beitrag für die Handelskammern
von 21130 auf 30 000 Mark, mithin um 8870 Mark, erhöht
Endlich hat die verehrliche Zweite Kammer zu Kapitel
89 die Zahl der Stellen der etatsmäßigen
Aktuariatsaſſi=
ſtenten, die um zehn definitive Stellen vermehrt werden
ſollen, um 15 Stellen vermehrt, wodurch eine Mehrausgabe
es ſind dierdurch ällin in
Budget 1914 von der verehrl. Zweiten Kammer dauernde
Mehrausgaben beſchloſſen worden insgeſamt von 166870
Mark.
Wenn wir die Summe hinzunehmen, die uns ſo ſehr
beſchäftigt hat, zur Beſoldungsordnung, und noch den
An=
trag Leun hinzunehmen, die Koſten der Prüfung der
Ge=
meinderechnungen uſw. von 145000 Mark, auf den Staat
auch noch übernehmen, ſo ſteigt dieſe Summe ins
Unend=
liche. Es ergibt ſich im Fazit daß das diesjährige
Etats=
jahr ein Mehr von 498874 Mark erfordert; mit den 3½
Millionen für die Beſoldungsordnung iſt das eine Summe
von vier Millionen, die wir in Zukunft mehr zu
zahlen haben. Es iſt darum dringend zu wünſchen, daß in
Zukunft die größte Sparſamkeit waltet und daß die
Re=
gierung und auch dieſes Hohe Haus den Wünſchen der
Zweiten Kammer enventuell energiſch entgegentritt.
Staatsminiſter Dr. v. Ewald: Se. Erl. der Graf zu
Stolberg=Roßla hat es bedauert, daß nicht noch andere
Staaten im Bundesrat gleich der ſächſiſchen Regierung
gegen die Wehrbeitragsvorlage eingetreten ſind. Ich
möchte dazu fragen, was wäre der Fall geweſen, wenn
auch wir uns auf den Standpunkt der Königl, ſächſiſchen
Regierung geſtellt hätten? Dann wäre das Kompromiß
nicht zuſtande gekommen und es hätte eine erhebliche
Er=
höhung der Matrikularbeiträge kommen müſſen. Das hätte
für Heſſen aber eine erhebliche Erhöhung gerade
derjenigen Steuern unabwendbar gemacht,
von denen wir einmütig der Ueberzeugung ſind, daß ſie
eine Erhöhung nicht vertragen.
Frhr. v. Heyl zu Herrnsheim beſpricht Fragen
der Ermittlung des Ertragswerts für die Veranlagung zu
dem Wehrbeitrag uſw. Er rügt, daß die heſſiſchen
Finanz=
ämter ſich nicht entſchließen können, den wirklichen
Er=
tragswert feſtzuſtellen; jedenfalls, um die Staatsſteuern
nicht zu beeinträchtigen. Das führt aber zu endloſen
Be=
ſehwerden. Den Ausführungen des Grafen zu Stolberg=
Roßla möchte ich noch hinzufügen, daß Fürſt Bismarck
auch die Matrikularbeiträge für die maßgebenden
Steuer=
grundlagen der Bundesſtaaten bezeichnet hat. Redner
be=
ſpricht dann eingehender die Reichsſteuergeſetzgebung und
das Verhältnis der Sozialdemokratie dazu. Der
Bundes=
rat hat 1909 und 1912 völlig verſaat; er iſt ohne weiteres
vor dem Reichstage umgefallen. Man kann dieſe Politik
wohl gehen, aber wenn man Mut hat, löſt man ſolchen
Reichstag einfach auf. Das hätte wohl geſchehen können,
um den Einfluß der 110 Abgeordneten herabzumindern.
Redner beſpricht weiter eingehender die Beſteuerung der
Aktiengeſellſchaften, die Reichstagsſteuerpolitik uſw. Die
„Darmſtädter Zeitung” habe kürzlich einen Artikel über
Parlamentsherrſchaft gebracht, in dem dargelegt war, daß
der Parlamentarismus nicht nur in England und
Frankreich bankerott gemacht hat, ſondern auch in
Deutſch=
land. Unſere Steuerpolitik muß ſich auf den Schutz des
Mittelſtandes richten Redner bittet die Regierung um
Auskunft über den Stand des heſſiſchen
Genoſſenſchafts=
weſens.
Damit ſchließt die Generaldebatte und folgt die
Spe=
zialberatung. Die Kapitel, zu denen im Nachſtehenden
nichts anderes bemerkt iſt, werden ohne Debatte
ange=
nommen.
Zu Kapitel 10: Staatseiſenbahnen, ſpricht
Prinz Viktor zu Erbach=Schönberg der
Regie=
rung Dank aus für die Initiative, die ſie neuerlich zum
Bahnbauprojekt der Linie Bensheim-Lindenfels
ergriffen hat und betont die Notwendigkeit, daß die Bahn
in Rückſicht auf Induſtrie und Landwirtſchaft ſo
ausge=
baut wird, daß ſie an das große ſtaatliche Eiſenbahnnetz
angeſchloſſen werden kann und auch die Verbindung mit
dem Odenwald herſtellt. — Das Kapitel wird genehmigt.
Zum Kapitel 12: Direkte Steuern uſw., kommt
Fürſt zu Iſenburg=Birſtein auf die früheren
An=
träge des Hauſes, betr. die Veranlagung uſw., zu
ſpre=
chen, die die Vereinfachungskommiſſion beſchäftigten und
die in bezug auf Steuereinnahme und =veranlagung
Ver=
billigungen erreichen ſollten. Lediglich aus
Bekämpfungs=
politik ſei dieſer Antrag vom anderen Hauſe ſtrikte
abge=
lehnt worden. Die Regierung hat aber zugeſagt, daß ſie
auf die Anträge zurückkommen werde, wenn die Verhältniſſe
es geben Dieſe Verhälniſſe ſind wohl jetzt gegeben, und
wir dürfen annehmen, daß die Regierung ihnen nunmehr
näher tritt. Auch die Veranlagungen zur
Brandverſiche=
rungskammer, Landwirtſchaftskammer uſw. ſind damit
einzubeziehen. Redner ſtellt feſt, daß durch Annahme der
Vorſchläge eine Erſparnis von 155000 Mark gemacht
wer=
den könnte. Er verbreitet ſich eingehender über dieſe
Vor=
ſchläge und zieht Vergleiche mit der preußiſchen
Veran=
lagung.
Finanzminiſter Dr. Braun: Es iſt von dem Herrn
Vorredner wiederholt der Ausdruck gefallen, daß die
Steuerzahler durch die Steuerbehörden „
ausge=
quetſcht” würden. Ich muß gegen eine derartige
Be=
zeichnung denn doch energiſch Verwahrung
ein=
legen. Unſere Finanzämter haben die Aufgabe, die
geſetz=
lichen Vorſchriften auszuführen, und wer die Verhältniſſe
im Lande einigermaßen kennt, muß zugeben, daß die
Finanzämter nichts tun, als die Geſetze auszuführen.
Da=
mit entfällt aber der Vorwurf, der in der Bezeichnung
„ausquetſchen” liegt, und gegen den ich meine Beamten
wiederholt energiſch verwahre.
Staatsrat Dr Becker: Es wird bei allen
Steuer=
reformen der Fall ſein, daß ſie Angenehmes und
Unan=
genehmes bringen. Auch die heſſiſche Regierung hatte ſich
die Finanzreform von 1913 anders gewünſcht. Der
Bun=
desrat hatte ja auch andere Vorſchläge gemacht. Wenn
Freiherr v Heyl den Vorwurf erhebt, daß nicht an dieſem
Entwurf feſtgehalten wurde, ſo iſt dem entgegenzuhalten,
daß dann nicht die notwendige Deckung hätte geſchaffen
werden können für andere Laſten. Ob es unſerer
Bevölke=
rung und auch dieſem Hauſe angenehm geweſen wäre,
wenn die Geſamtausgaben auf die Matrikularbeiträge
geworfen worden wären, iſt eine andere Frage. Dann
hätten die Bundesſtaaten doch dieſe Beiträge aufzubringen
gehabt durch Steuererhöhungen. Als Anlage war
bei=
gefügt ein Beſitzſteuergeſetz. Ein Landesbeſitzſteuergeſetz
wäre ſicher ebenſo wenig angenehm geweſen, als das
Reichsbeſitzſteuergeſetz. Wir hätten in Heſſen ſicher eine
ganz neue Steuer durchführen müſſen. Die Neuregelung
hat jedenfalls den einen Vorzug, daß wir nicht benachteiligt
ſind gegenüber den anderen Bundesſtaaten. Im übrigen
glaube ich, daß Betrachtungen darüber heute hier keinen
großen Wert haben. Die Geſetze ſind da, und wir müſſen
uns mit ihnen abfinden. Wenn man dafür eine
Verant=
wortung ſucht, dürfen wir dieſe nicht nur bei der
Reichs=
regierung und beim Bundesrat ſuchen, ſondern auch beim
Reichstag. Und nicht nur bei einer Partei. Wir dürfen
nicht vergeſſen, daß auch die bürgerlichen Parteien des
Reichstages nach dieſer Neuregelung geſucht haben, und
daß gerade die ſtärkſte Partei des Reichstages am meiſten
dafür eingetreten iſt. Daß die Regierung einem Verſuch,
noch weiter zu gehen, mit aller Entſchiedenheit
entgegen=
treten wird, hat der Herr Finanzminiſter bereits geſagt.
Richtig iſt, daß die Heranziehung der Aktiengeſellſchaften
zum Wehrbeitrag keine genügende Regelung gefunden hat.
Wie alle Kompromiſſe, iſt dieſe Regelung mit zahlreichen
Mängeln behaftet. Freiherr v. Heyl hat darauf
hingewie=
ſen, daß die Aktiengeſellſchaften in der direkten Beſteuerung
in Heſſen begünſtigt ſeien dadurch, daß es ihnen geſtattet
iſt, das Aktienkapital von dem ſteuerpflichtigen Einkommen
in Abzug zu bringen. Das trifft nicht für Heſſen, ſondern
für Preußen zu. Für Heſſen iſt es umgekehrt geregelt.
Wir laſſen den Aktionären den Teil abziehen, der ſchon
von der Aktiengeſellſchaft verſteuert wird. Wenn weiter
auf die mancherlei Schwierigkeiten hingewieſen wurde,
die beſonders die Veranlagung des Grundbeſitzes in Heſſen
verurſacht hat, ſo darf feſtgeſtellt werden, daß ſich dieſe
Schwierigkeiten in allen Bundesſtaaten ergeben haben.
Erſt jüngſt hat der württembergiſche Finanzminiſter es
abgelehnt, dem Antrag auf Herausgabe einer genauen
Ausführungsbeſtimmung zu entſprechen. Es muß
einſt=
weilen ſo bleiben, daß die Streitfälle auf dem Wege des
Verwaltungsſtreitverfahrens entſchieden werden. Ich
möchte dann weiter darauf hinweiſen, daß die Belaſtung
der Einkommen in Heſſen in den letzten 20 Jahren eine
erhebliche Verſchiebung dahin erfahren hat, daß die
unteren Einkommen prozentual entlaſtet und die höheren
in ſteigendem Maße belaſtet wurden. Die kleinſten
Ein=
kommen ſind mit 0,59 Prozent, die größten mit 5,4 Proz.
belaſtet. Zu den Vereinfachungsanträgen nur wenige
Worte: Bislang ſind die Finanzämter des Landes
voll=
auf beſchäftigt. Die Frage, ob man ſpäter einer
Vermin=
derung der Finanzämter nahetreten kann, bleibt offen. Wir
ſind uns darüber einig, daß die Veranlagung nicht durch
das Kreisamt vorgenommen werden kann, ſondern nur
durch beſondere Steuerkommiſſare. Die Gemeinden mit
den Koſten der Veranlagung noch mehr zu belaſten, wird
in der Zweiten Kammer auf keine Gegenliebe ſtoßen. Man
hat doch ſchon den Verſuch, nur unſere Selbſtkoſten von den
Gemeinden bezahlen zu laſſen, zu durchkreuzen verſucht.
Ich hoffe gern, daß wir in dieſer Beziehung auf die
Unter=
ſtützung des Hohen Hauſes rechnen können.
Es ſprechen hierzu noch Fürſt zu Iſenburg=
Birſtein und Frhr. v. Heyl.
Oekonomierat Walter: Man iſt in der
Landwirt=
ſchaft jetzt zu der Aufaſſung gekommen, daß es viel
ſchwie=
riger iſt, den gemeinen Wert, als den Ertragswert
feſt=
zuſtellen. Beſonders in Gemeinden, in denen kein großer
Beſitzwechſel ſtattfindet. Nach dem Stande der heutigen
Landwirtſchaft, der Buchführung uſw., iſt es viel leichter,
den Ertragswert feſtzuſtellen; wir werden darum ſehr
gern dem Erſatz der Veranlagung nach dem gemeinen
Wert durch den nach dem Ertragswert zuſtimmen.
Graf zu Stolberg=Roßla freut ſich, daß der
Vertreter der Landwirtſchaft dieſen Standpunkt einnimmt
Was die Reichsſteuer betrifft, ſo liegt mir in erſter Linie
am Prinzip. Ich möchte, daß die Regierung feſtbleibt in der
Haltung gegen weitere Eingriffe in die Finanzhoheit der
Bundesſtaaten zum Segen Heſſens und des ganzen
Vater=
landes. — Damit ſchließt die Debatte. Das Kapitel wird
genehmigt.
Zum Kapitel 35: Kirchen, beantragt der Ausſchuß:
1. Großherzogliche Regierung zu erſuchen, in
Verhand=
lungen mit dem Großherzoglichen Oberkonſiſtorium einen
gerechten Ausgleich für die evangeliſche
Kirche herbeizuführen; 2. Bewilligung der Ausgabe von
485 721 Mark.
Prälat D. Dr. Flöring ſpricht dem Ausſchuß Dank
dafür aus, daß er mit dem Antrage einer von ihm
ge=
gebenen Anregung entſprochen hat.
Miniſter des Innern v. Hombergk zu Vach
ver=
ſichert, daß die Regierung dem Erſuchen des Ausſchuſſes
mit Wohlwollen gegenübertreten wird.
Domkapitular Dr. Bendix möchte darauf hinweiſen,
daß es ſich um Pfarreien handelt, deren Einkommen 1800
Mark nicht ereicht. Redner verbreitet ſich dann
eingehen=
der über die durch das neue Gemeindeumlagengeſetz
ge=
ſchaffene Lage der katholiſchen Kirchenſteuerfinanzen. Er
hält es für ſehr erwünſcht, daß, da die radikale Richtung
in der Zweiten Kammer immer mehr an Einfluß auf die
Steuergeſetzgebung gewinne, dieſe Materie der öffentlichen
Erörterung in der Kammer zu entziehen.
Freiherr v. Heyl kommt nochmals auf die von ihm
im Vorjahre angeſchnittene Frage der Theſaurierung
gro=
ßer Steuerſummen in den Zentralkirchenfonds zu ſprechen.
Die Kirche ſei geſetzlich nicht berechtigt, die Theſaurierung
ſo großer Summen (14 Millionen) vorzunehmen.
Prälat D. Dr. Flöring: Es müſſe der Meinung
widerſprochen werden, daß die Theſaurierung mit den
Intereſſen der Steuerzahler in Widerſpruch ſtehe. Es
handelt ſich hierbei nur darum, den Pfründenſtand zu
ſichern und zu verbeſſern. Man will die kleinen Pfründen
ergänzen. Es muß jeder vorſichtige Finanzpolitiker doch
durchaus billigen, wenn die Kirche in jenen großen
Auf=
gaben auch an die Zukunft denkt und die Grundlage ihrer
Finanzen zu beſſern ſucht. — Nach weiterer kurzer Debatte
wird das Kapitel genehmigt.
Zum Kapitel 36:
Landesuniverſität,
führt Geheimerat Profeſſor Dr. Leiſt aus: In dem Jahr,
in dem die bevorſtehende Gründung der Univerſität
Frankfurt zu beſonderer Sorge um die Zukunft der
Lan=
desuniverſität Veranlaſſung gibt, muß ich einige Worte zu
dem, was bei den Beratungen der Zweiten Kammer
geſagt worden iſt, ſprechen. Es iſt in dankenswerteſter
Weiſe darauf hingewieſen worden, daß es jetzt doppelt
nötig iſt, die Mittel zu gewähren, die die mediziniſche
Fa=
kultät braucht, um weit über die Landesgrenzen hinaus zu
wirken und Anziehung auszuüben. Mit gleichem Dank iſt
zu begrüßen, daß die Bedeutung betont wurde, die unter
den gegebenen Umſtänden die Pflege einiger der
Landes=
univerſität eigentümlichen Spezialitäten, beſonders der
Ausbau des Landwirtſchaftlichen Inſtituts, haben wird.
Aber iſt denn mit der geſteigerten Fürſorge für
Spezia=
litäten und die Medizin die Gefahr eines Niederganges
beſchworen? Das iſt zu bezweifeln — auch wenn dabei,
was bei der Budgetberatung entſchuldbar iſt, an die
Fre=
quenz gedacht wurde. Der Beſuch könnte erheblich
ab=
nehmen, auch wenn es gelänge, die Zahl der Mediziner
und Landwirte zu ſteigern. Es kommt doch auch etwas
darauf an, welche Anziehungskraft für Studierende der
Theologie die Univerſität ausübt. In Gießen fehlt da
manches, was viele dieſer Studierenden nach anderen
Uni=
verſitäten lockt. Aber gerade deshalb kann Gießen für
nicht gerade gleichgültige und auch nicht unbeträchtliche
Gruppen von Studierenden einen Vorzug bieten, nämlich
für diejenigen, die arbeiten wollen: Man kann
— um Höheres beiſeite zu laſſen — in Gießen beſſer in den
Seminarien tätig ſein und ſeine Doktordiſſertation
vor=
bereiten, als an manchem anderen Orte, die anziehender,
aber auch abziehender ſind, als Gießen. Um dieſen
Vorzug zu erhalten und zu ſteigern, bedarf es für die
meiſten der in Frage ſtehenden Studierenden nicht
koſt=
ſpieliger Inſtitute. Sie alle aber haben eines nötig, eine
gute Bibliothek! Die Univerſitätsbibliothek hat ein
ſchönes Gebäude, eine treffliche Verwaltung, aber viel zu
wenig Bücher und Zeitſchriften. Die Mittel für
Ergänz=
ung der Bibliothek und Buchbinderarbeiten — 33900 Mk.,
davon nur 28000 Mark aus allgemeinen Staatsmitteln —
bleiben erheblich zurück gegenüber denjenigen, die anderen
Univerſitätsbibliotheken zur Verfügung ſtehen. Freilich die
Studierenden der Rechtswiſſenſchaft und Nationalökonomie
werden in der nächſten Zeit nicht mehr ſo leicht in die Lage
kommen, notwendiges Arbeitsgerät zu vermiſſen. Es wird
ihnen bald zum Bewußtſein kommen, welchen Wert eine
Stiftung hat, die uns im vorigen Jahre zuteil
gewor=
den iſt. Aber auf anderen Gebieten würde, wenn nicht
Hilfe käme, die wiſſenſchaftliche Arbeit an unſerer
Univer=
ſität eine Einbuße erleiden, die aller Vorausſicht nach auch
in deren Frequenz an den Tag treten würde. Die
Für=
ſorge für einzelne Inſtitute könnte zwar Gießen vielleicht
den Beſtand einer mediziniſch=wiſſenſchaftlichen Akademie
garantieren, aber ſie würde allein nicht die Blüte der
heſſi=
ſchen Landesuniverſität ſicherſtellen.
Geh. Rat Koch möchte zu den beiden Kapiteln 36 und
37 einen Antrag ſtellen. Nach dem Wortlaut der
Anmer=
kung zur Gehaltsklaſſe 42 der Beſoldungsordnung tritt
eine Benachteiligung einzelner Dozenten ein, die gewiß
von keiner Seite gewollt iſt. Wir ſtellen alſo zunächſt den
Antrag, die beiden Kapitel 36 und 37 vorläufig an den
Ausſchuß zurückzuverweiſen, um im Ausſchuß die
Einzelheiten zu beraten. — Der Antrag wird
ange=
nommen. — Zu Kapitel 38:
Gymnaſien,
macht Domkapitular Dr. Bendix längere Ausführungen, in
denen er rügt, daß an den Oberrealſchulen zu viele Schüler
in den Einzelklaſſen ſind, daß das Maximum vielfach
über=
ſchritten wird. Die Aushilfe unter nicht angeſtellten
Lehr=
kräften bringt eine gewiſſe Unruhe in den inneren
Schul=
betrieb; das iſt im Intereſſe der ruhigen Arbeit zu
be=
dauern, zumal es ſich hier um die Bildung des zukünftigen
gebildeten Geſchlechts handelt. Redner wünſcht weiter,
daß die humaniſtiſche Bildung nicht zu ſehr hintangeſtellt
wird gegenüber der realen Bildung, und tritt in längeren
Ausführungen für die humaniſtiſche Bildung ein, ſchon
im Intereſſe einer beſſeren Rhetorik in den Parlamenten,
Gerichten, und eines beſſeren Journaliſtendeutſches uſw.
Man ſollte den höheren Lehranſtalten eine gewiſſe Ruhe
geben dadurch, daß man ihnen ein ſtändiges feſtangeſtelltes
Lehrperſonal läßt.
Staatsrat Süffert: Wir waren im Vorjahre in der
Lage, in Mainz und Darmſtadt aus je drei Klaſſen zwei
zu machen, weil die Schülerzahl es zuließ; dadurch
konn=
ten 16 Lehrkräfte erſpart werden. Die Regierung iſt ſtets
darauf bedacht, daß kein Mißverhältnis eintritt zwiſchen
definitiven und verwendeten Beamten. Die Verhältniſſe
ſind ſchon gebeſſert; aber es kommt in Frage, daß jetzt
zahlreiche akademiſche Lehrer Reſerveoffiziere ſind, die
all=
jährlich zu Uebungen eingezogen werden und dann
natür=
lich durch Hilfskräfte vertreten werden müſſen. Das
huma=
niſtiſche Gymnaſium erfährt in Heſſen durchaus keine
Zu=
rückſetzung, das beweiſt ja auch ſchon unſer Widerſtand
gegen die Zuſammenlegung der beiden Darmſtädter
Gym=
naſien, für deſſen Unterſtützung ich dem Hohen Hauſe
übrigens danke. Die Lehrpläne der humaniſtiſchen
Gym=
naſien ſind die gleichen geblieben. Aber etwas aus der
Welt der Technik muß der Gymnaſiaſt auch wiſſen. Man
muß aber doch anerkennen, daß auch die Real=Vollanſtalten
beſtrebt ſind. Humanes zu leiſten, Menſchen zu erziehen,
wenn ihre Mittel auch andere ſind. Ich glaube, Sie
dür=
fen vertrauen, daß auch die Realanſtalten nicht
zurückblei=
ben in der Ausbildung von Perſönlichkeiten.
Nach weiteren kurzen Ausführungen wird das Kapitel
genehmigt. — Darauf wird die Sitzung halb 2 Uhr
ge=
ſchloſſen. Nächſte Sitzung Dienstag 10 Uhr.
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Turnier-Teilnehmer zahlen inkl. Eintritt 3 Mark Nennungsgebühr. Für Turnierzuschauer und Ballbesucher Eintritt à Person 0.55 Mk. (Karten
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Lauteschlägerstr. 17, bis 5. April schriftlich erbeten und sind alle geübte Tänzerinnen und Tänzer sowie alle Interessenten zu dieser durchaus vornehmen
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DerVerbands-Turnier- und Festausschuß
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I. A.: Emil Trautmann, Mannheim.
I. Vorsitzender.
8360
Muſik=Verein.
Ordentliche Mitglieder=Verſammlung.
Mittwoch, 1. April 1914, abends 8 Uhr,
im Vereinshauſe.
Tages=Ordnung: 1. Jahresbericht.
2. Neuwahlen zum Vereinsausſchuß.
3. Aenderung der Satzung.
Die aktiven und inaktiven Mitglieder werden hierdurch zur
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(8276
Der Vorstand.
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heitent betreffend, zum Teil nichts anderes als Scheinangebote ſind, deren
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Dienstag, den 31. März 1914.
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. Georg Becker
herr
Ramphis, Ober=
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prieſter .
Amonasro, König
von Aethiopien,
Vater Alda’s . Robert Perkins
. Fritz Hilsdorf
Ein Bote
Eine Prieſterin . Marg. Beling=
Schäfer
Ein Palaſtoffizier Adolf Klotz
Eva Unger
. Luiſe Kümmel
Gefangene
.Luiſe Sturmfels
Aethiopier
. Fritz Hilsdorf
. Auguſt Kräger
Chöre: Robert Preuß.
Die Ballett=Arrangements, arrang.
von Hedwig Ehrle, beſtehen in
Ceremonien, Gruppierungen und
Tänzen der Bajaderen und
Kin=
der, und werden ausgeführt von
Adelheid Croneberg, Louiſe Rehr,
den Damen des Corps de Ballet
und den Eleven der Ballettſchule.
Krank: Annemarie Liſchke, Sybille
Huber. Beurlaubt: Charl. Pils.
Preiſe der Plätze (Gewöhnl.
Preiſe): Sperrſitz: 1.—13. Reihe
4.20 ℳ, 14.—20. Reihe 3.40 ℳ,
Parterre: 1.—5. Reihe 2.90 ℳ,
6.—8. Reihe 2.35 ℳ,
Proſzeniums=
loge 6.20 ℳ, Mittelloge 6.20 ℳ,
Balkonloge 5.20 ℳ, 1. Rang 4.70 ℳ,
2. Rang: 1.—6. Reihe 2.70 ℳ, 7. u.
8. Reihe 2.15 ℳ, 1. Galerie 1.35 ℳ,
2. Galerie 0.75 ℳ.
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Tages=
kaſſe im Hoftheater von 9½—1½
Uhr und eine Stunde vor Beginn
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Mittwoch, 1. April. 143. Ab.=
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Donnerstag, 2. April. 144. Ab.=Vſt.
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 31. März 1914.
Nummer 90.
Frankfurter Kursbericht vom 30. März 1914.
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r. 18975
99,00
do. äußere v. 1890 . . .
do. innere v. 1888 . . .4½ 94,90
4½ 92,50
do. äußere v. 1888
do. v. 1897
91,75
Chile Gold-Anl. v. 1911
do. v. 1889
4½
7 do. v. 1906 .
Chines. St.-Anl.
64
99,45
do. v. 1896
88,00
do. Reorg. Anl.
90,25
do. v. 1898
89,00
Japaner . .
62,50
Innere Mexikaner
84,50
Aubere do.
97,25Mexikan. Gold v. 1904 .
67,40
do. cons. . .
43,50
do. Irrigat.-Anleihe .4½ 69,50
Buenos-Aires Prov.
3½ 64½
Tamaulipas .
5
Sao Paulo E.-B.
5 90,80
do. v. 1913 . .
5 96,50
Siam v. 1907 . . . . . . . . .4½ 95,50
Prioritäts-
Obligationen.
Südd. Eisenb.-Gesellsch.
v. 139519r4
84,60
v. 19043½
Hess. Eisenb.-Akt.-Ges.
Oblig., gar. v. d. Stadt
Darmstadt..
93,9
Nordd. Lloyd-Obligat. . .4½ —
Donau-Dampfschiff. v. 82 4 92.00
Elisabethbahn.
4 91,05
Franz-Josef-Bahn.
4 87.50
Kaschau-Oderbergerv. 89) 4 83,30 1Wiesbaden.
Prag-Duxer .
3 72,20
Osterreich. Staatsbahn . 5
89,55
do.
74,70
do.,
98,15
do. Südbahn (Lomb.)
do. do.
71,60
Zo 5150
do.
do.
§ 7,60
Raab-Oedenburg
Kronprinz Rudolfbahn .
Russ. Südwest .
4 5500
Moskau-Kasan .
do. . . . . . .
4 85,60
Wladikawkas.
1Rjäsan-Koslow.
Portugies. Eisenb. v. 1886 3 65,90
4½
do.„
. .24/10 69,50
Livorneser.
62,50
Salonique Monastir.
4 78,20
1Bagdadbahn
Anatolische Eisenbahn .4½ 90,60
Missouri-Pacitic I.
4 6o3o
do. do. v. 1905 .
495.50
Northern-Pacitic . . .
Southern-Pacific . . . . . . 4 92,10
St. Louis & San Francisco) 5
Tchuantepoc
98,50
Ungar. Lokalbahn .
Provinz-Anleihen.
96,20
Rheinprov. Obl. Em. 20/21
86,30
do. Em. 10 .
3 83,30
do. „ 9. .
3½,
Posen Prov..
95,80
Westfalen Prov. V.:
9550
Hess. Prov. Oberhessen
85,80
do. Starkenburg.
Städte-
Obligationen.
Darmstadt.
34, 8t.00
do. . . .
96,40
Frankfurt::::. . . ..
do. . . . . . . . . . . . . .3½ 89,00
94,50
Gießen . . . . . . . . . . .
do. . . . . . . . . . . . . .3½ 86,60
Heidelberg . . . . . . . . . . 4 95,00
do. . . . . . . . . . . . . .3½ *5,30
Karlsruke . . . . . . . . . . 4 94.90
do. . . . . . . . . . . . . .3½ 87,20Rheinische Hyp.-Bk. Pfb.
Magdeburg . . . . . . . . .
Mainz . . . . . . . . . . . . . 4 95,10
do. . . . . . . . . . . . . .3½ 87,00
Mannheim . . . . . . . . . . 4 1 95,00
do. . . . . . . . . . . . . .5½
München . . .
.. . . . . 4 96,80
Nauheim .
... . . .3½) 2
Nürnberg
. . . . 4 95,20
.. . .3½ 86,20
do. . ..
. 4%0
Offenbach
do. v. 1914
4 94,00
do. . . .
3½
4
do. ..
.3½
Worms .
42
do. ..
3½
Lissabon v. 1888
4
Moskau v. 1912
4½ 93,60
Stockholm v. 1880 . .
Wien Komm. . .
Wiener Kassenscheine
98,70
87,50 Zürich v. 1889
Buenos Stadt v. 1892 . . . 6
Pfandbriefe.
Berliner Hyp.-Bk.-Pf. . . 4½ 100,00
9300
do. unkäb. 1918. . . ..
98.75
1919. . . .
do.
4 9425
do.
1921. . ..
4 95,50
do.
1922. . . .
.. . . . . . . 3½ 83,50
do. ..
95,25
1 do. Komm.-Obl. unk. 19181
95,00
Frankf. Hyp.-Bk. pr. 1910
9600
1915 .. .
(0.
96,50
1920 . . . . .
do.
dc. Ser. 12—19. . . . . 3½ 86,40
Kommunal-Oblig. Ser. 1,
. . . 3½ 86,50
unkdb. 1910 . .
Frankf. Hyp.-Kred.-Ver.
Ser. 15—42
94,00
48—49
94.90
do. . ..
96,00
do. unk. 1922 „ 52
88,60
do. „ 1913.
..3½ 86,50
do. Ser. 45 . .
Hess. Land.-Hyp.-Bk. Pf.
96,90
Scr. 12, 13, 16
96.50
14, 15, 17
do. . .
97.40
do. unkdb. 1920 . . . .
97.50
do.
1923 . . .
do. Ser. 1, 2, 6—8 . . . . 3½ 84,20
84.10
3—5 . . . . .
do.
3½ 54,30)0
do,. kündb. 1915.
96,90
do. Komm. unk. 1913
do.
96,90
1914
97,10
„ 1916
do.
37,4010
do.
„ 1920
97,50
do.
„ 1923
do. verlosb. u. kündb..
84,30
84,30
do.
unkab. 1915
Meininger Hyp.-Bk. Pfdb.
94.50
95,80
do. unkdb. 1922. ..
do.
86,00
94,00
unkdb. 1917
94,00
1910
do. . . . ..
94,20
1921
do. . . . .
do. .
96,20
1924
3½ 84,50
do. . . .7.
95,20
do. Komm. unk. 1923 .
96,00
1924
d.
96,40
Südd. Bod.-Kred.-Pfdbr.
88,00
G0. . . . . . „
Bank-Aktien.
Div.
Bank für elektr.
Unter-
nehmungen Zürich . . 10 194,20
Berg-Märkische Bank. . 7½ 160.10
Berliner Handelsges.. . . 8½ 162,10
Darmstädter Bank . . . . 6½ (12300
Deutsche Bank . . . . . . .12½ 262,90
Deutsche Vereinsbank. . 6 117,00
Dt. Effekt.- u. Wechs.-Bk. 6 1118,20
Disk.-Kommand.-Ant. . . 10 198.30
Dresdner Bank . . . . . . .8½ 158½
Ane e
Frankf. Hypothek.-Bank) 10 210,00
do. d0, Kred.-Ver l8½ (153,40
Mitteldeutsche Kred.-Bk. 6½ 1116.90
Nation.-Bank f. Deutschl. 6 1110.75
Pfälzische Bank . . . . . . 7 1128,50
. . . . .8.42 (135,00
Reichsbank
Rheinische Kredit-Bank. 7 (132.80
A. Schaaffhaus. Bk.-Ver.; 3 1102.50
Wiener Bank-Verein . . . 8 139,30
Aktien von
Trans-
port-Anstalten.
Hamb.-Amerika-Packetf. 10 130,40
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Norddeutscher Lloyd.
Frankfurt. Schleppschiff. 4 111600
Süad. Eisenb.-Gesellsch.6½ 128,50
Anatel. Eisenb. 60%-Akt. 5½ 116.00
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Baltimore .
10 209,75
Canada . . .
7½ 144,00
Schantung.
8‟
Prinz Henry.
21,75
Lombarden .
6 1112,00
Pennsylvanis. . . . . . .
Industrie-Aktien.
Badische Anilin-Fabrik . 28 1669,00
Chem. Fabrik Griesheim 14 269.50
30 668,25
Farbwerke Höchst . .
Ver. chem. Fabr. Mannh.: 20 339,00
Zement Heidelberg . .
10 /155,90Mailänder
Chemische Werke Alberti 30 448,50
Holzverkohl. Konstanz . 15 1313,75
Lahmeyer . . . . . . . . . . 6 128,50
Schuckert, Nürnberg . . . 8 1149.75
Siemens & Halske. . . . . 12 218,25
5 (123,50
Bergmann Elektr. . . .
Allg. Elektr. Gesellsch. . 14 247,00
25 342,00
Hagen Akkum. . .
Deutsch. Übersee-Elektr. 11 (177,00
Gummi Peter . . . . . . . . 0 80,75
Adler-Fahrradwerke . . . 25 329,00
Maschinenfabr. Badenia . 9 1116,00
Wittener Stahlröhren . . 0 168,00
Gasmotoren, Oberursel .8½ 1159,75
Gasmotoren, Deutz . . .
*9 (121,50
Siemens Glas-Industrie . 15 (238.00
Enzinger Filter . .
Steaua Romana .
10 (146,50
15 (225,25
Zellstoff Waldhof . . .
Bad. Zucker-Waghäusel .12,831217,80
Neue Boden-Aktien-Ges-- C
87,00
Süddeutsche Immobilien! 0 59,30
Bergwerks-Aktien.
Aumetz-Friede .
160,50
Bochum. Bergb. u. Gußst. 14 223,50
Leonhard, Braunkohlen . 9 1156,50
Konkordia Bergbau . . . 23 365,00
Deutsch-Luxemb. Bergb. 10 1130,75
IEschweller.:
10 220,20
(152
Gelsenkirchen Bergw. . . 11 1192.75
Harpen Bergbau. . . . . . 11 182½
Kaliwerke Aschersleben .10 —
Kaliwerke Westeregeln . 13 (208,50
Königin Marienhütte . . 6 86.00
§ (15050
Laurahütte.
Oberschles. Eisenbed. . . 6 84,00
Oberschl. Eisen-Industrie 3 67,50
Phönix Bergbau . . . . . . 18 (2388/
Rheinische Braunkohlen 10 231,00
Riebeck Montan . . . . . . 12 196,50
South West.-Afr. Shares . 5 1119,20
Verzinsliche
Anlehenslose. ſ2t.
Badische . . . . . TIr. 100 4 1177,50
Cöln-Mindener . TIr. 1003½142,75
Holländ. Komm. . H. 100 3
Madrider . . . . . Frs. 100 3 78,40
Meininger Präm.-Pfdbr.
140,20
Osterreicher 1860er Lose
180,00
Oldenburger . . . . TIr. 40
128,50
Raab-Grazer . . . . A. 150/2½
Unverzinsliche
Mk.
Anlehenslose.
p. St.
Augsburger
A. 7 35,00
Braunschweige
TIr. 20 201,00
Fs. 45
do.
Fs. 10 46,00
Meininger .
. H. 7 36,90
Osterreicher v. 1864 . H. 100
do.
v. 1858 . H. 100 554,70
Hl. 100
Ungar. Staats . . . .
Venediger . . . . . . . Fs. 30
Türkische . . . . . . Fs. 400 169,20
Gold, Silber und
Bänknoten.
Engl. Sovereigns. . . . .
20,45
20-Franks-Stücke . . . .
1626
Amerikanische Noten .
(4,20¼
Englische Noten. . . .
(20/48
Französische Noten. .
81,25
23 316,00Holländische Noten . .
(169,15
Italienische Noten . . . . . . 81,05
Osterr.-Ungarische Noten. . 85,10
Russische Noten. . . . . . . .
Schweizer Noten . . . . . . . . 81,20
Reichsbank-Diskont
do. Lombard Zsf.
Tendenz:
Schwächer.
Handel und Verkehr.
— Frankfurt a. M., 30. März. (Börſe.) Bei
außerordentlich ſchleppendem Geſchäft, das bereits ſeit
längerer Zeit zu konſtatieren iſt, verlief auch die heutige
Börſe in luſtloſer Stimmung. Trotz des anhaltend
bil=
ligen Geldſtandes waren die Anfangskurſe meiſt niedriger
als am Samstag. Am Montanmarkt lagen beſonders
Gelſenkirchener ſchwächer Der Markt ſteht noch immer
unter Druck durch die Schwierigkeiten betr. Erneuerung
des Kohlenſyndikats, ſowie neuerdings unter ſchlechten
Berichten vom belgiſchen Eiſenmarkt. Zu bemerken iſt,
daß die bei der heutigen Prämienerklärung
heraus=
kommende Ware anſcheinend ſchlanke Aufnahme fand, was
unſeres Erachtens auf einen vorhandenen Stückemangel
ſchließen läßt. Im Verlauf konnten ſich einige Kurſe
be=
feſtigen. Am Kaſſamarkt waren Aluminiumaktien 2¾4
Prozent höher auf den ausgezeichneten Abſchluß hin.
Ferner konnten Rheiniſche Braunkohlenaktien ihre
Steige=
rung um 7 Prozent fortſetzen. Höher waren ferner
Dür=
kopp 2,40, Rheiniſche Schuckert zirka 1 Prozent, niedriger
notierten u. a. Anilinfabrik 4 Prozent, Höchſter Farbwerke
2¾ Prozent, Akkumulatoren 2 Prozent, Kleyer 4½
Prozent.
Verhütung von Unfällen in der
Eiſen=
bahnverwaltung.
Mehrere in letzter Zeit vorgekommene
folgen=
ſchwere Unfälle, bei denen auf Bahnhöfen oder auf der
freien Strecke tätige Arbeiter durch Züge überfahren
wor=
den ſind, gaben dem preußiſchen Eiſenbahnminiſter Anlaß,
die Eiſenbahndirektionen erneut zu beauftragen, dafür zu
ſorgen, daß die Beſtimmungen der
Unfallverhütungsvor=
ſchriften in allen ihren Teilen von dem Perſonal ſorgfältig
beachtet werden. Insbeſondere iſt die Ausführung der
Vorſchriften über die Sicherung der Arbeitsſtellen ſtreng
zu überwachen. Von beſonderer Wichtigkeit iſt es, daß
die Arbeiter jedesmal vor Beginn der Arbeit zur Vorſicht
ermahnt und genau unterrichtet werden nach welcher Seite
herauszutreten iſt, wenn das Signal dazu gegeben wird.
Arbeiter, die im Dienſte von Unternehmern die
Bahnan=
lagen zur Ausführung von Arbeiten betreten müſſen, ſind
vor Beginn ihrer Tätigkeit auf die beſonderen Gefahren
des Eiſenbahnbetriebes ausdrücklich aufmerkſam zu machen,
auch ſind ihnen die entſprechenden Beſtimmungen der
Un=
fallverhütungsvorſchriften bekanntzugeben.
— Poſtformulare. Die Zahlkartenformulare für
Einzahlungen im Poſtſcheckverkehr können vom 1. Juli ab
auch von der Privatinduſtrie hergeſtellt werden. Den
Druckereien wird jedoch empfohlen, hiermit vorläufig
noch nicht zu beginnen, da eine Aenderung des jetzigen
Formulars bevorſteht. Auch die braunen
Nachnahme=
karten und Nachnahme=Poſtpaketadreſſen mit
anhängen=
der Poſtanweiſung oder Zahlkarte die ſchon jetzt von der
Privatinduſtrie hergeſtellt werden dürfen, werden geändert
werden. Von der Herſtellung oder Beſchaffung größerer
Vorräte an ſolchen Formularen iſt daher zweckmäßig
ab=
zuſehen. Die Poſtverwaltung wird demnächſt
Muſter=
formulare herausgeben, die alsdann von den
Poſtſcheck=
ämtern und Poſtanſtalten bezogen werden können.
— Schiffsliſte für billige Briefe nach
den Vereinigten Staaten von Amerika
(10 Pfennig für je 20 Gramm). Die
Portoermäßig=
ung erſtreckt ſich nur auf die Briefe, nicht auch
auf Poſtkarten. Druckſachen uſw. und gilt nur für
Briefe nach den Vereinigten Staaten von Amerika, nicht
auch nach anderenGebietenAmerikas, z. B. Canada. „
Impe=
rator” ab Hamburg 2. April, „Kronprinzeſſin Cecilie” ab
Bremen 7. April, „Amerika” ab Hamburg 9. April, „Prinz
Friedrich Wilhelm” ab Bremen 11. April, „Kaiſer Wilhelm
derGroße” abBremen 15. April, „PreſidentGrant”
abHam=
burg 16. April, „Kaiſer Wilhelm II.” ab Bremen 21. April,
„Kaiſerin Auguſte Victoria” ab Hamburg 23. April, „
Kron=
prinz Wilhelm” ab Bremen 28. April, „Imperator” ab
Hamburg 2. Mai. (Poſtſchluß nach Ankunft der Frühzüge.)
Alle dieſe Schiffe außer „Preſident Grant”, ſind
Schnell=
dampfer oder ſolche die für eine beſtimmte Zeit vor dem
Abgange die ſchnellſte Beförderungsgelegenheit bieten. Es
empfiehlt ſich, die Briefe mit einem Leitvermerke wie
„direkter Weg” oder „über Bremen oder Hamburg” zu
ver=
ſehen.
Landwirtſchaftliches.
— Schlachtviehmarkt Darmſtadt.
Schweine=
markt am 30. März. Auftrieb 308 Schweine. Schlachtge=
wicht 50 Kilogramm. Preiſe 1. Qual. 62—63 Mk.,
2. Qual. 62 Mk., 3. Qual. 61 Mk. Marktverlauf: mäßig;
wenig Ueberſtand.
— Frankfurt a. M., 30. März.
Schlachtvieh=
markt. (Amtlicher Bericht.) Auftrieb: Rinder 1247
Stück, darunter: 378 Ochſen, 40 Bullen, 829 Färſen und
Kühe, 260 Kälber, 187 Schafe 2607 Schweine. Preiſe für
1 Zentner Lebendgewicht (Schlachtgewicht in Mark.) 1.
Rin=
der: A. Ochſen: vollfleiſchige, ausgemäſtete höchſten
Schlachtwertes im Alter von 4 bis 7 Jahren 50—54 (90
bis 93), junge fleiſchige, nicht ausgemäſtete und ältere
aus=
gemäſtete 44—48 (80—86), mäßig genährte junge gut
ge=
nährte ältere 40—43 (74—79); B. Bullen: vollfleiſchige,
ausgewachſene höchſten Schlachtwertes 45—48 (75—80),
vollfleiſchige jüngere 41—44 (71—76); C. Färſen und
Kühe: vollfleiſchige, ausgemäſtete Färſen höchſten
Schlacht=
wertes 45—49 (81—88) vollfleiſchige, ausgemäſtete Kühe
höchſten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 41—44 (76—79),
wenig gut entwickelte Färſen 38—43 (73—83) ältere,
aus=
gemäſtete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe
36—40 (67—74)) mäßig genährte Kühe und Färſen 30 bis
35 (60—70) gering genährte Kühe und Färſen 20—27 (46
bis 61). Kälber: mittlere Maſt= und beſte Saugkälber
60—64 (102—108), geringere Maſt= und gute Saugkälber
54—58 (92—98). Schafe: Maſtlämmer und Maſthammel
40—42 (88—92). Schweine: vollfleiſchige Schweine von
80 bis 100 Kilo (160 bis 200 Pfund) Lebendgewicht 45—50
(58—62), vollfleiſchige Schweine unter 80 Kilo (160 Pfund)
Lebendgewicht 45—50 (58—62) vollfleiſchige von 100 bis 120
Kilo (200 bis 400 Pfund), Lebendgewicht 45—50 (58—62),
vollfleiſchige von 120 bis 150 Kilo (240 bis 300 Pfund)
Lebendgewicht 45—50 (58—62). Marktverlauf: Bei Ochſen
und Bullen lebhaftes, bei Kühen und Rindern ruhiges
Ge=
ſchäft; es wird ausverkauft. In Kälbern anfangs flotter,
ſpäter ruhiger Hamdel; desgleichen bei Schafen;
ausver=
kauft. Der Schweinemarkt verlief gedrückt und
hinter=
läßt Ueberſtand. — In der Oſterwoche findet der
Haupt=
markt Dienstag, den 14. April, ſtatt.
F.C. Frankfurt a. M., 30. März. (
Kartoffel=
markt.) Man notierte: Kartoffel im Waggon 4,00—4,50
Mk., Kartoffel im Detail 5,00—5,50 Mk. Alles pro 100 Killo.
Frühe und mittelfrühe
Saataartohei
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