Bezugspreis:
Anzeigenpreis:
177. Jahrgang
Ausg. A (mit Ill. Unterhaltungsbl.) monatl. 60 Pfg.,
Die 49mm breite Petitzeile oder deren Raum:
vierteljährl. Nk. 1.30: Ausaabe B (mit Ill.
Unter=
im Kreiſe Darmſtgdt 10 Pfg. auswärts 20 Pfg.;
kaltungsblatt u. Ill. Wochen=Chronik) monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der wöchentlichen Beilage: die 84mm breite Reklamezeile oder deren Raum
80 Pfg., viertelichrl. Mf. 2.40. Beſtellungen nehmen
im Kreiſe Darmſtadt 30 Pfg., auswärts 75 Pfg.;
entgegen: die Geſchäftsſtelle Rheinſtr. 23 (Fernſpr.
Rabatt nach Tariſ. Anzeigen nehmen entgegen: die
Nr. 1 u. 426), unſere Filialen Landagenturen u. alle
Geſchäftsſtelle Rheinſtr. 23 die Filialen u. Agen=
Poſtämter. Verantwortlichkeit für Aufnahme von
turen, Anzeigenerped. des In= und Auslandes. Bei
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
Anzeigen an beſtimmten Tagen wird nicht übernom.
Konkurs od. gerichtl. Beitreib. fällt jed. Rabatt weg.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 26 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der Kaiſer iſt geſtern um 9 Uhr 40 Minuten in
Ve=
nechig eingetroffen und hat ſich ſogleich an Bord der
„Hohenzollern” begeben.
*
Der Reichstag erledigte geſtern Anfragen, dann in
dritter Leſung den Geſetzentwurf über Verlegung
der deutſch=ruſſiſchen Landesgrenze
und den Etat für Kiautſchou.
Geſtern abend wurde bei Köpenick auf der Spree ein
Fährkahn von einem Schleppdampfer
angerannt und zum Sinken gebracht. Von
20 Inſaſſen konnten nur 7 gerettet werden.
Zum italieniſchen Kriegsminiſter wurde General
Grandi ernannt.
Das engliſche Unterhaus hat die
Effektiv=
ſtärke der Flotte, ſo wie ſie im Etat feſtgeſetzt
war, angenommen.
Der japaniſche Miniſterpräſident hat dem
Kaiſer das Entlaſſungsgeſuch des
Mini=
ſſteriums überreicht.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
Die Statthalterfrage.
— Entgegen allgemeiner Erwartung iſt die
Ent=
ſcheidung über die Frage, wer als Nachfolger des
Grafen Wedel ſeinen Einzug im Straßburger
Statthalter=
palaſt halten wird, noch nicht gefallen, obwohl der
bis=
herige Inhaber des Poſtens nach Berlin gereiſt war und
hier mit dem Reichskanzler eine lange Beſprechung hatte
und auch vom Kaiſer in Audienz empfangen worden war.
Das Ergebnis dieſes Aufenthaltes war überraſchend,
Graf Wedel kehrt nach den Reichslanden nochmals für
kurze Zeit zurück weil man ſich wohl anſcheinend über
einen geeigneten Nachfolger bezw. über einige damit in
Zuſammenhang ſtehende Veränderungen in hohen
Re=
gierungsſtellen nicht endgültig ſchlüſſig geworden iſt. Der
Kaiſer hat ſeine Reiſe nach Wien und Korfu angetreten,
ohne ſeine Wahl zu treffen, die Entſcheidung iſt alſo noch
für einige Zeit vertagt. Möglich, daß ſie in Korfu
er=
folgen wird, denn der Kaiſer hat den Reichskanzler
ein=
geladen, die Oſterferien als ſein Gaſt im ſchönen Achilleion
zu verbringen, und während dieſer Zeit wird man nach
eingehenden Beſprechungen eine definitive Regelung der
ganzen Angelegenheit vornehmen. Hoffentlich erfolgt
dann nicht nochmals eine Vertagung, denn in den
Reichs=
landen will man endlich wiſſen, woran man iſt; denn
wenn auch die maßgebenden Verwaltungsſtellen daſelbſt
bereits beſetzt ſind, ſo kommt doch auf die Perſon des
Statthallers, die ja nicht nur repräſentative Bedeutung
hat, ſehr viel an.
In der letzten Zeit iſt vielfach der preußiſche Miniſter
des Innern von Dallwitz als Nachfolger hingeſtellt
wor=
den, und man erwartete am Samstag die offizielle
Mit=
teilung von der erfolgten Ernennung, indeſſen iſt ſie
bis=
her nicht gekommen. Die Kandidatur ſcheint aber doch noch
im letzten Augenblick auf Schwierigkeiten geſtoßen zu ſein.
Als ſein Name genannt wurde, ſind vielfach Bedenken
ge=
äußert worden, insbeſondere wurde geltend gemacht, daß
die Entſendung eines bisherigen preußiſchen Miniſters
des Innern auf den hohen Poſten die Bewohner der
Reichslande verletzen müſſe, indem man ſie einer
preu=
ßiſchen Provinz gleichſtelle, an deren Spitze man nicht
ſel=
ten verabſchiedete Miniſter ſetzt. Auch ſonſt wurden
Ein=
wände laut, ſo, daß Herr von Dallwitz kein Redner ſei
und über ein ſehr ungeeignetes Organ verfüge und
der=
gleichen mehr. Von linksſtehender Seite wurde
insbe=
ſondere darauf hingewieſen, daß er ſtreng konſervativ ſei
und daß ſeiner eventuellen Haltung von vornherein
Miß=
trauen begegnen würde.
Ob alle dieſe Dinge die Verzögerung veranlaßt haben
oder ob andere Momente in Frage kommen, entzieht ſich
für die Außenſtehenden. Jedenfalls aber wäre zu
wün=
ſchen, daß die Frage in wenigen Wochen ihre Regelung
findet und daß man nach Straßburg eine Perſönlichkeit
ſchickt, die ſich nach ihrer ganzen Veranlagung dazu eignet
und in den Reichslanden nicht ablehnend aufgenommen
wird.
Das neue italieniſche Kabinett.
*⁎* Die Löſung der durch den Rücktritt Giolittis
ver=
anlaßten Kabinettskriſis hat ziemlich lange Zeit in
An=
ſpruch genommen, was beweiſt, daß manche
Schwierig=
keiten zu überwinden waren, ehe das neue Kabinett,
welches die Firma Salandra trägt, ſich konſtituieren
konnte. Miniſterpräſident Antonio Salandra, der außer
dem Vorſitz noch das Reſſort des Innern verwaltet, iſt
in der wiſſenſchaftlichen und politiſchen Welt Italiens
wohlbelannt. Er ſteht im 61. Lebensjahre, war zuerſt
Advokat, ſpäter Profeſſor des Verwaltungsrechts an der
Univerſität Rom und gab zahlreiche volkswirtſchaftliche,
hiſtoriſche und juriſtiſche Schriften heraus. Seit 1886 ſteht
er im politiſchen Leben, war in der Kammer Anhänger
Crispis und ſchloß ſich ſpäter der Rechten unter Sonnino
an. Nachdem er in verſchiedenen Miniſterien
Unterſtaats=
ſekretär geweſen war, übernahm er im erſten Kabinett
Sonnino das Finanz= und im letzten das
Schatzporte=
feuille. Auch von ſeinen jetzigen Mitarbeitern haben die
meiſten ſchon der Regierung angehört. So namentlich
der Marquis San Giuliano, welcher das Reſſort des
Aeußern behalten und ſich in ſchwieriger Zeit in der
Lei=
tung der internationalen Politik Italiens bewährt und
ſich auch als ein treuer Freund des Dreibundes gezeigt
hat. Der Rechten gehört u. a. der neue Schatzminiſter
Rubini an, der, ein Nationalökonom von Ruf, im letzten
Kabinett von Sonnino das Reſſort der öffentlichen
Ar=
beiten leitete. Der jetzige Arbeitsminiſter Ciuffelli war
im Kabinett Luzzati Poſtminiſter, wogegen der neue
Unterrichtsminiſter Daneo, welcher Giolittianer iſt,
das=
ſelbe Portefeuille im letzten Kabinett Sonnino inne hatte.
Das erſt vor einiger Zeit neugebildete
Kolonialminiſte=
rium leitet der frühere Gouverneur von Erythrea, Martin,
von dem man hinſichtlich der Erſchließung von Tripolis
bedeutendes erwartet. Finanzminiſter Rava ſaß mit
San Giuliano zuſammen im Kabinett Fortis und leitete
damals den Ackerbau.
Das neue Kabinett nennt ſich das Miniſterium der
liberalen Sammlung, ſeine Hauptaufgabe wird die
Durch=
führung der Steuerreform ſein, die Giolitti erhebliche
Schwierigkeiten bereitete. Während dieſer aber eine
er=
hebliche Mehrheit im Parlament hatte, die nur in
ein=
zelnen Spezialfragen nicht zuſammenhielt, iſt das Kabinett
Salandra noch ungünſtiger daran, es iſt von vornherein
auf ſchwankende Mehrheiten angewieſen und bedarf vor
allen Dingen der Unterſtützung der Anhänger Giolittis.
Ob es unter dieſen Umſtänden eine längere Lebensdauer
haben wird, ob es die ihm geſtellten Aufgaben zu löſen
vermag, kann erſt die Erfahrung lehren. In der
inter=
nationalen Politik Italiens wird durch den
Kabinetts=
wechſel keine Aenderung eintreten, da, wie ſchon oben
geſagt, das Portefeuille des Aeußern in den Händen
San Giulianos bleibt, der bekanntlich in Begleitung des
Königs ſich zur Begrüßung Kaiſer Wilhelms nach Venedig
begeben hat
Deutſches Reich.
Waffengebrauch des Militärs in
El=
ſaß=Lothringen. Das Berliner Tageblatt meldet
neuerdings aus München, daß nach Mitteilung des
baye=
riſchen Kriegsminiſteriums eine Einigung zwiſchen den
Bundesſtaaten über den Waffengebrauch des Militärs
er=
zielt worden iſt. Hierbei handelt es ſich nur um den
Er=
laß gleichlautender Beſtimmungen für Elſaß=Lothringen,
nicht aber für das ganze Reich. Tatſache bleibt aber, daß
die für Elſaß=Lothringen neu ſormulierten, für alle dort
ſtationierten verſchiedenen Bundestruppen einheitlichen
Beſtimmungen dem Sinne nach in den weſentlichſten
Punkten das gleiche ſagen, wie die preußiſche
Kabinetts=
order von 1820. Der Paſſus iſt allerdings umgeändert
worden, nach welchem ein Eingreifen der Militärgewalt
aus eigenem Entſchluß für erlaubt erklärt wird, wenn die
Zivilbehörde zu einem ſolchen Eingreifen zu ſpät Befehle
ergehen läßt. Dafür hat man auf Antrag der
ſüddeut=
ſchen Staaten geſetzt, daß das Militär bei entſtehendem
Notſtand nach den allgemeinen amtlichen Beſtimmungen
zum Eingreifen aus eigenem Entſchluß berechtigt ſei.
— Wünſche des Gewerbeſtandes und in
Vergeſſenheit geratene
Regierungsvor=
lagen. Vom Hanſabund wird uns geſchrieben: Das
neue Buchmachergeſetz wird nach der Ertragsſchätzung dem
Reiche eine Mehreinnahme von reichlich 15 Millionen
Mark erbringen, obwohl nach privaten Schätzungen noch
höhere Erträge erwartet werden dürfen. Bei dieſem An=
laß iſt zu erhoffen, daß die gewerbefreundlichen
Abgeord=
neten des Reichstages auf alsbaldige Aufhebung des
Scheckſtempels hinwirken werden, deſſen Ertrag zuletzt nur
noch etwa zwei Millionen erbrachte. Weite Kreiſe des
Mittelſtandes und Detailhandels und zahlreiche Gruppen
des Hanſabundes haben u. a. dieſe Wünſche geäußert,
und man darf erwarten, daß ihnen jetzt Erfüllung zuteil
wird. Auch die aus ſinanziellen Gründen nicht erfolgte
Wiedereinführung eines billigen Ortsportos ſollte
nun=
mehr im Intereſſe des Verkehrs wieder verſucht werden.
Im Jahre 1909 wurde ſeitens der verbündeten
Regierun=
gen vorgeſchlagen, das Ortsporto für Poſtkarten zu
er=
mäßigen, und über eine Ermäßigung auf 3 Pfg. iſt auch
verhandelt worden. Die Aufhebung der Fahrkartenſteuer
ſollte ebenfalls wieder einmal in den Mittelpunkt der
Dis=
luſſion gerückt werden. Zu dieſer Abgabe wurde ſeitens
der verbündeten Regierungen ſeinerzeit ausgeführt, daß
dieſelbe unpopulär und ungerecht ſei. Auch hat dieſe
Steuer, deren Ertrag auf 40 Millionen geſchätzt wurde,
nicht entfernt dieſe Summe erreichen können. Ein
Ein=
gehen auf dieſe Wünſche würde in weiten Kreiſen des
Gewerbeſtandes und des Hanſabundes freudig begrüßt
werden und den gerade in letzter Zeit bezweifelten
Nach=
weis erbringen, daß der Reichstag ſich die Wünſche des
Gewerbeſtandes wohl angelegen ſein läßt.
— Aus Elſaß=Lothringen. Zu der zweiten
Leſung des Etats des Statthalters, die am Mittwoch in
der Erſten Kammer ſtattfindet, haben die Mitglieder Dr.
Molitor und Genoſſen folgenden Antrag eingebracht: Die
Erſte Kammer bleibt nach wie vor bei ihrer in den
bei=
den letzten Jahren ausgeſprochenen Auffaſſung, daß die
Herabminderung der Repräſentationskoſten des
Kaiſer=
lichen Statthalters nicht begründet iſt und der
verfaſ=
ſungsmäßigen Stellung des Statthalters nicht entſpricht.
— Die liberalen Parteien in Sachſen.
Die ſächſiſchen Nationalliberalen, vertreten im
National=
liberalen Landesverein, verſammelten ſich in Plauen zu
ihrer Frühjahrsverſammlung. Der Hauptpunkt der
Ver=
handlungen war das geplante Abkommen mit den
Frei=
ſinnigen. Nach den Reden der Landtagsabgeordneten Dr.
Kaiſer=Dresden und Nitzſchke=Leipzig wurde folgende
Re=
ſolution angenommen: Der Vertretertag erblickt in einem
allgemeinen taktiſchen Abkommen mit der Fortſchrittlichen
Volkspartei für die Landtagswahl 1915 das gegebene
Mit=
tel, um den liberalen Einfluß in Sachſen zu ſtärken,
ins=
beſondere die Sozialdemokratie zurückzudrängen. Er
er=
mächtigt deshalb den Vorſtand des Nationalliberalen
Landesvereins zu weiteren Verhandlungen unter der
Vor=
ausſetzung, daß der bisherige nationalliberale Beſitzſtand
gewahrt bleibt und daß das ganze Abkommen der
Be=
deutung der Nationalliberalen Partei in Sachſen gerecht
wird,
Ausland.
Frankreich.
Annahme des Finanzgeſetzes. Die
Kam=
mer hat mit 399 gegen 115 Stimmen die Artikel des
Finanzgeſetzes angenommen, die über ererbte, im
Aus=
lande untergebrachte Kapitalien handelt.
Die Kammerwahlen. Der Vollzugsausſchuß
der radikalen und ſozialiſtiſch=radikalen Partei nahm
ein=
ſtimmig einen Beſchlußantrag an, in dem erklärt wird, daß
eine Verzögerung der Kammerwahlen eine ernſte
Unzu=
träglichkeit bedeuten würde. Die Regierung hat ſich
übri=
gens gleichfalls gegen jeden Aufſchub des Wahltermins
ausgeſprochen. Jaurés meint in der Humanité, eine
Ver=
zögerung der Wahlen wäre der ſchwerſte Fehler, den die
republikaniſche Partei begehen könnte. Jede Partei habe
bereits ihre Kampfſtellung eingenommen, und wenn
ein=
zelne Politiker wegen der etwaigen Wirkungen der
jüng=
ſten Ereigniſſe und der Rochette=Unterſuchung auf die
Wählerſchaft Beſorgniſſe hegen, dann würden die
Republi=
kaner gerade durch den Aufſchub des Kampfes den
Ein=
druck der Furcht und der Schwäche hervorrufen.
Die Gerüchte von einer
bevorſtehen=
den Demiſſion des Kabinetts Doumergue
tauchen abermals in äußerſt hartnäckiger Form auf. Sie
gewinnen entſchieden dadurch an Boden, daß keinerlei
offizielle Dementis dagegen veröffentlicht werden. Der
Grund für eine neue Kriſe wäre darin zu ſuchen, daß
tat=
ſächlich durch das Ausſcheiden von Caillaux und Monis
dem Kabinett Doumergue der rein radikal=ſozialiſtiſche
Charakter, den es bisher hatte, genommen worden iſt.
Wie aus glaubwürdiger Quelle verſichert wird, fand
Montag abend eine längere Miniſterkonferenz ſtatt, die ie=
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. März 1914.
Nummer 84.
doch kein entſcheidendes Reſultat ergeben haben ſoll.
Je=
denfalls kann man den Gedanken einer Demiſſion des
Ka=
binetts nicht von der Hand weiſen. Als mutmaßlicher
Nachfolger Doumergues gilt allgemein Delcaſſé. Doch iſt
auch dies nur Vermutung. Die Regierung hat ihrerſeits
verkünden laſſen, daß ſie nicht die Abſicht habe, den
End=
termin der Wahlen, der auf den 26. April feſtgeſetzt iſt,
zu verſchieben.
England.
Die Homerulekriſe. Die Debatte im
Unter=
hauſe dauerte faſt zwei Stunden. Während der ganzen
Zeit war das Haus gedrängt voll und es herrſchte große
Erregung. Es kam zu mehreren Unterbrechungen,
beſon=
ders während der Rede Asquiths.
Bonar Law erklärte, die Lage ſei ernſter, als
Kriegs=
miniſter Seely ſie angedeutet habe. Er führte dann die
Erklärung an, die, wie er ſagte, von General Paget und
den Offizieren gegeben worden ſei, nachdem Paget einen
Beſuch im Kriegsamt gemacht habe. Dieſe Erklärung ging
dahin, daß aklive Operationen gegen Ulſter begonnen
wer=
den ſollten und daß Paget erwarte, daß das Land am
Samstag in Flammen ſtehen werde und daß er folgende
Weiſungen aus dem Kriegsamt erhalten habe: Erſtens, daß
die Offiziere, die in Ulſter beheimatet ſind und die
Erlaub=
nis erhalten, in Urlaub zu gehen, wieder eingeſtellt
wer=
den ſollten, zweitens: daß diejenigen Offiziere, die nicht
geſonnen wären, aktive Operationen gegen Ulſter
vorzu=
nehmen, ihren Abſchied einreichen müßten und entlaſſen
würden. Bonar Law erklärte ſchließlich, unter dieſen
Um=
ſtänden würde es für Asquith ſchwer ſein, das Haus oder
das Land zu überzeugen, daß mit oder ohne ſein Wiſſen
einige Kollegen, die die Regierung vertreten, dieſe
Trup=
penbewegungen nicht vorgenommen hätten im Sinne des
abgekarteten Planes, um Ulſter entweder herauszufordern
oder einzuſchüchtern. — Asquith wiederholte, daß die
er=
griffenen Maßnahmen reine Schutzmaßnahmen geweſen
ſeien. Die Regierung beabſichtige nicht, weitere Schritte
zu unternehmen. General Paget ſeien keine beſonderen
Inſtruktionen geſandt worden außer den bereits
erwähn=
ten, die mit den ergriffenen Maßregeln zuſammenhingen,
außer den allgemeinen Inſtruktionen an alle
Komman=
deure, in denen ſie darauf hingewieſen würden, daß es
ihre Pflicht wäre, den Zivilbehörden beizuſtehen und in
denen vorgeſchlagen werde, daß die in dem Unruhengebiet
beheimateten Offiziere nicht dort verwendet werden
ſoll=
ten. Dies habe nichts mit dem Bürgerkrieg zu tun,
ſon=
dern das gleiche Vorgehen würde eingeſchlagen worden
ſein, wenn es ſich um einen Ausſtand handelte. Es ſei
Tatſache, daß einige Offiziere die von General Paget an
ſie gerichteten Fragen und Bemerkungen in einem weiteren
Sinne ausgelegt hätten, doch ſei der Armeerat überzeugt,
daß ein Mißverſtändnis vorlag. (Lachen bei der
Oppoſi=
tion.) Unter dieſen Offizieren befand ſich auch General
Gough, einer der ausgezeichnetſten Kavallerieführer. Aber
ſämtliche Offiziere kehrten bedingungslos auf ihre Poſten
zurück. Asquith beſprach dann die von Bonar Law über
die Pflichten der Armee zum Ausdruck gebrachten
Anſich=
ten und ſagte, wenn Laws Doktrin von einer großen
po=
litiſchen Partei angenommen würde, ſo würde der ganze
Bau des Staates zerſtört. Balfour ſpottete über die
Be=
mühungen der Miniſter Asquith und Seely, das, was in
der Armee geſchehen ſei, als geringfügig hinzuſtellen, und
erklärte, die von Asquith erwähnten Inſtruktionen ſeien für
Ulſter beſtimmt. Gough habe ſeine Entlaſſung nachgeſucht,
weil er glaubte, er werde den Befehl erhalten, gegen
Ul=
ſter vorzugehen. Er ſei entlaſſen worden, weil er nicht
gegen Ulſter kämpfen wollte, und ſei wieder eingeſtellt
worden, obwohl er bei ſeiner Erklärung blieb, daß er
nicht gegen Ulſter kämpfen werde.
Südafrika.
Defizit bei den Eiſenbahnen. Der
Eiſen=
bahnminiſter erklärte im Abgeordnetenhauſe, er erwarte
für das Jahr 1913/14 bei den Eiſenbahnen ein Defizit
von 5,7 Millionen Mark. Dieſes ſei hauptſächlich aus
dem Ausfall in den Einnahmen entſtanden.
Mexiko.
Der Tod Bentons. Der Bericht des britiſchen
Konſuls in Galveſton, Paceval, über den Tod Bentons
beſagt, daß in dem Kampfe, der mit dem Tode endete,
kein Piſtolenſchuß abgegeben worden ſei. Das legt die
Vermutung nahe, daß Benton durch Stiche getötet
wor=
den iſt. Der Bericht macht keine Angaben über die
To=
desart, außer der Feſtſtellung, daß der Farmer nicht
er=
ſchoſſen worden iſt. Damit iſt die Erzählung Villas, die
Hinrichtung ſei auf Grund eines kriegsgerichtlichen
Ur=
teils durch Erſchießen von einer Abteilung Soldaten
vollſtreckt worden, hinfällig.
Japan.
Vertagung des Reichstags. Ein kaiſerlicher
Erlaß ordnet die Vertagung des Reichstags vom 25. März
ab an. Dies iſt gleichbedeutend mit einer Auflöſung
des=
ſelben. Wenn kein weiterer Erlaß die Seſſion verlängert
findet das Budget von 1913/14 auf das für 1914/15
An=
wendung. Die Marine wird 6½ Millionen Pfund
Ster=
ling verlieren, die in dieſem Jahre im Etat für ſie
an=
geſetzt worden waren.
* Nichtbeſtätigung des Pfarrers Fuchs
in Dortmund. Wie bereits mitgeteilt, iſt die
Ent=
ſcheidung des Oberkirchenrats im Falle des Pfarrers Liz.
Fuchs zuungunſten der Dortmunder Reinoldigemeinde
aus=
gefallen. Pfarrer Fuchs iſt nicht beſtätigt worden Den
in den Eingaben des Presbyteriums der Reinoldi=
Ge=
meinde gegen das Weſtfäliſche Konſiſtorium erhobenen
Vorwurf. es hätte entgegen dem Wortlaut des § 12,3 des
Kirchengeſetzes vom 15. Auguſt 1898 von der Abhaltung
des Kolloquiums mit Pfarrer Liz. Fuchs zu Unrecht
Ab=
ſtand genommen, weiſt der Beſcheid zurück, da das Geſetz
wörtlich beſtimme, daß „bei dem Uebertritt eines im
geiſtlichen Amte einer anderen deutſchen Landeskirche
an=
geſtellten Geiſtlichen das Konſiſtorium durch ein
Kollo=
quium feſtzuſtellen hat, daß er für den Dienſt der
Lan=
deskirche geeignet iſt, falls es nicht hierüber anderweitig
ausreichend unterrichtet iſt‟ Ebenſo wenig wie ein
Ver=
ſtoß des Weſtfäliſchen Konſiſtoriums gegen den
Wort=
laut der Geſetzesbeſtimmung vorliege, habe das
Weſt=
fäliſche Konſiſtorium gegen den Sinn des Geſetzes
ver=
ſtoßen. Eine ausreichende Kenntnis für die Entſcheidung
des Konſiſtoriums, daß Pfarrer Liz. Fuchs nicht geeignet
ſei für den Dienſt der preußiſchen Landeskirche habe das
Konſiſtorium ſchon vor der Abhaltung des Kolloquiums
erlangt. Darauf unterſucht die Entſcheidung unter dem
Geſichtspunkt eines Eingreifens von Aufſichtswegen den
Tatbeſtand. Es handle ſich um die Erklärung
heſ=
ſiſcher Geiſtlicher im Falle Jatho, die vom
Pfarrer Liz. Fuchs mit unterſchrieben war und in der
u. a. im „Namen des Evangeliums” gegen die Abſetzung
Jathos proteſtiert, dem Spruchkollegium „gänzliche
Ver=
ſtändnisloſigkeit” vorgeworfen, die Landeskirche als „eine
ſich evangeliſch nennende” Kirche bezeichnet wird. In
dieſem Schreiben wird ferner geſagt: Jatho ſei das Amt
„nach einem von menſchlicher Kurzſichtigkeit und
Unglau=
ben diktierten Recht” genommen worden. Die
Entſchei=
dung betont, daß das Konſiſtorium von Weſtfalen
Pfar=
rer Liz. Fuchs Gelegenheit gegeben habe, ſich offen wegen
der ſeinerzeit von ihm unterſchriebenen Erklärung
auszu=
ſprechen, und weiſt die Unterſtellung zurück, als habe das
Konſiſtorium von Pfarrer Liz. Fuchs einen Widerruf
verlangt. Nachdem Pfarrer Liz. Fuchs auf zwei Fragen
des Konſiſtoriums eine klare Antwort gegeben, ſei er auf
die dritte Frage, „ob er noch heute auf dem in jener
Er=
klärung bekundeten Standpunkt ſtände”, die Antwort
ſchul=
dig geblieben. Eine ſolche beſtimmte und unumwundene
Erklärung auf ſeine Fragen müßte aber das Konſiſtorium
verlangen. Da ſie verſagt worden ſei, ſo ſei es nach dem
Beſcheide des Evangeliſchen Oberkirchenräts nicht zu
be=
anſtanden, wenn das Weſtfäliſche Konſiſtorium nach dem
vorliegenden Sachverhalt ſich für ausreichend unterrichtet
erachtete, daß Pfarrer Lic. Fuchs nicht für den Dienſt der
Landeskirche geeignet ſei. Ausdrücklich betont der
Be=
ſcheid am Schluß, daß auf dieſer Rechtslage hinſichtlich
eines Eingreifens von Aufſichtswegen der von Pfarrer
Liz. Fuchs angebotene Nachweis über ſeine religiös=
theo=
logiſche und kirchlich=praktiſche Befähigung nicht in Frage
komme.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 25. März.
* Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben den Poſtſekretären Geor=g
Heinrichs in Rüſſelsheim und Georg Jochim in
Birkenau das Ritterkreuz 2. Klaſſe des Verdienſtordens
Philipps des Großmütigen, ſowie dem Briefträge
Johann Mensdorf in Lauterbach und dem
Poſt=
hilfsſtelleninhaber Briefträger a. D. Ernſt Schaaf in
Ober=Gleen das Allgemeine Ehrenzeichen mit der In
ſchrift „Für langjährige treue Dienſte”; das Ehrenzeichen
für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren an Leonharz
Müller in Höchſt, Kreis Erbach, ferner dem Emi
Bauer zu Wimpfen i. T. verliehen.
Der König von Preußen hat den
Haupt=
mann und Adjutanten der 3. Garde=Infanterie=Brigads
v. Olberg (ehemals 115), den Oberleutnant der Reſervg
des Leib=Drag.=Regts. (2. Großh. Heſſ.) Nr. 24 v.
Frey=
hold in Dedeleben, Provinz Sachſen, den Rittmeiſten
und Eskadronchef im Leib=Drag.=Regt. (2. Großh. Heſſ.)
Nr. 24 Grafen v. Limburg=Stirum nach Prüfung
derſelben durch das Kapitel und auf Vorſchlag des
Durch=
lauchtigſten Herrenmeiſters, Prinzen Eitel Friedrich von
Preußen, Königliche Hoheit, zu Ehrenrittern des
Johan=
niter=Ordens ernannt.
* Uebertragen wurde dem Lehrer Hermann Bender
zu Stumpertenrod, Kreis Schotten, die erledigte
Lehrer=
ſtelle an der Volksſchule zu Lauter, Kreis Gießen; dem
Schulamtsaſpiranten Ludwig Becker aus Darmſtadt
eine Lehrerſtelle an der Volksſchule zu Mainflingen, Kreis
Offenbach.
* Ernannt wurde der Kanzleiwärter bei der
Hauptſtaatskaſſe Paul Hinze zum Kaſſediener bei
dieſer Kaſſe.
* Militärdienſtnachrichten. Im Beurlaubtenſtande,
Zu Hauptleuten befördert: die Oberleutnants der
Re=
ſerve: Laubis des Leibgarde=Inf.=Regts. (1. Großh.
Heſſ.) Nr. 115 (II Berlin), Ochſenius des Inf.=Leib=
Regts. Großherzogin (3. Großh. Heſſ.) Nr. 117 (
Pots=
dam), Bendemann des Großh. Art.=Korps, 1. Großh.
Heſſ. Feldart.=Regts. Nr. 25 (VI Berlin), Riekes des
Inf.=Regts. Kaiſer Wilhelm (2. Großh. Heſſ.) Nr. 116
(Torgau), Gräf des Inf.=Leib=Regts. Großherzogin
(3. Großh. Heſſ.) Nr. 117 (I Düſſeldorf), Reuter des
Inf.=Regts. Prinz Carl (4. Großh. Heſſ.) Nr. 118 (II
Ham=
burg), Hebenſtreit des 5. Großh. Heſſ. Inf.=Regts.
Nr. 168 (I Hamburg), Schuchmann (I Darmſtadt) des
1. Naſſ. Inf.=Regts Nr. 87, Löslein (II Darmſtadt),
Becker (I Darmſtadt) des Leibgarde=Inf.=Regts,
(1. Großh. Heſſ.) Nr. 115, Biondino (Mainz),
Weſter=
nacher (I Frankfurt a. M.) des Inf.=Leib=Regts.
Groß=
herzogin (3. Großh. Heſſ.) Nr. 117, Brill des 2. Großh.
Heſſ. Feldart.=Regts. Nr. 61 (Gießen). Zu Rittmeiſtern
befördert: die Oberleutnants der Reſerve: Langen des
Leib=Drag.=Regts. (2. Großh. Heſſ.) Nr. 24 (II Köln),
Haſenkamp des Leib=Drag.=Regts. (2. Großh. Heſſ.)
Nr. 24 (Kiel), Rautenſtrauch des Leib=Drag.=Regts.
(2. Großh. Heſſ.) Nr. 24 (Saarlouis), Andreae (Alfred)
des Garde=Drag.=Regts. (1. Großh. Heſſ.) Nr. 23
(IIFrankfurt a. M.), Rieſe des Großh. Heſſ. Train=
Bats. Nr. 18 (III Frankfurt a. M.). Zu Oberleutnants
befördert: die Leutnants der Reſerve: Wolf (I
Darm=
ſtadt), Weimer (Friedberg) des Inf.=Regts. Kaiſer.
Wilhelm (2. Großh. Heſſ.) Nr. 116. Zu Leutnants der
Reſerve befördert: die Vizefeldwebel bezw.
Vizewacht=
meiſter: Rühl (VI Berlin) des 2. Großh. Heſſ. Feldart.=
Regts. Nr. 61, Morell (I Breslau) des Leibgarde=Inf.=
Regts. (1. Großh. Heſſ.) Nr. 115, Anton (I Darmſtadt),
Fehrer (Gießen) des Leibgarde=Inf.=Regts. (1. Großh.
Heſſ.) Nr. 115
g. Strafkammer I. Der Fuhrmann Karl Debus
von hier war am 18. Dezember v. J. beim Fahren durch
die Hochſchulſtraße mit ſeinem Möbelwagen am Randſtein
hängen geblieben. In dem Aerger darüber ſchlug er mehr
auf die Pferde ein, als notwendig ſchien; auch dann noch,
als der Wagen bereits frei war. Dieſe Tierquälerei erregte
einen Paſſanten derart, daß er dem Mann Vorhalt machte.
Der drehte den Spieß um und drohte dem unbequemen
Mahner mit dem Peitſchenſtiel. Ein benachrichtiger
Schutz=
mann ſtellte dann den Fuhrmann, doch weigerte ſich dieſer,
ſeinen Namen zu nennen. Das Schöffengericht hatte den
Angeklagten wegen Nötigung und öffentlicher Beleidiaung
zu drei Monaten Gefängnis und wegen der Tierquälerei
Die neue Nationalgalerie.
** Aus Berlin wird uns geſchrieben: Das
Pro=
viſorium in der Nationalgalerie, wodurch jahrelang den
Beſuchern das Erdgeſchoß verſchloſſen war, iſt jetzt beendet.
Der von Ludwig Juſti bei ſeinem Amtsantritt beantragte
Umbau der unteren Räumlichkeiten iſt nach langen
mühe=
vollen Verſuchen nunmehr fertiggeſtellt und die Galerie
wieder in allen Teilen der Oeffentlichkeit zugänglich. Die
Nationalgalerie hat darunter zu leiden, daß, ehe man an
eine Verwendung als Muſeumsbau dachte, ſie als ein
keinerlei Gebrauchszwecken dienendes Denkmal der
Regie=
rung Friedrich Wilhelms IV gedacht war. Der „
korin=
thiſche Tempel” zu dem Friedrich Wilhelm IV. ſelbſt eine
Skizze gemacht hatte, ſollte gebaut und in dieſem Tempel,
möglichſt ohne daß es zu merken geweſen wäre, eine
Bil=
dergalerie eingeordnet werden. Durch dieſe Vermengung
der Abſichten ergaben ſich für die Benutzung des Hauſes
vielerlei Schwierigkeiten. Es waren mehr Schau= als
brauchbare Ausſtellungsäume vorhanden und in den ſo
entſtandenen Räumen waren die Lichtverhältniſſe in vielen
Fällen unmöglich. Kommt hinzu, daß die Nationalgalerie
ſchon in den 80er Jahren, alſo ein Jahrzehnt nach ihrer
Fertigſtellung, für den damals vorhandenen Beſtand an
Kunſtwerken nicht mehr ausreichte. An einen
Erweite=
rungsbau iſt aber auf der Muſeumsinſel nicht mehr zu
denken. Es fehlt an Platz, nachdem man mit den
Meſſel=
ſchen Muſeumsneubauten begonnen hat, und es fehlt bei
der Geſchloſſenheit der Baumaſſe auch an der künſtleriſchen
Möglichkeit. Ehe man aber an die Errichtung eines
Mu=
ſeumsneubaues für die Kunſt der neueren Zeit zu gehen
vermag, mußte man, wie Juſti in einer zu der
Wieder=
eröffnung der Galerie erſchienenen Denkſchrift ausführt,
es mit einer größeren Anpaſſung des vorhandenen
Ge=
bäudes an den Muſeumszweck verſuchen.
Dreierlei Mängel waren es, die durch den inneren
Umbau des Galeriegebäudes beſeitigt werden ſollten: die
Raumnot, die widrigen Beleuchtungsverhältniſſe und der
Mangel an mittelgroßen Räumen, die den mittelgroßen
Bildern, wie ſie in den letzten Jahrzehnten größtenteils
gemalt werden, entſprechen. Man hätte in dieſer Hinſicht
viel erreichen können, wenn man eine Aufteilung der
mächtigen, durch zwei Geſchoſſe gehenden Säle, die für die
Cornelius=Fresken eingebaut worden ſind vorgenommen
hätte. Dann wäre aber das Galeriegebäude in ſeiner
jetigen Geſtalt angetaſtet worden. Die Umbauten, das
war der Vorſchlag Juſtis, ſollten aber ſo vorgenommen
werden, daß die neueren Einbauten jederzeit wieder
be=
ſeitigt und das Gebäude in ſeinen alten Zuſtand mühelos
wiederhergeſtellt werden könnte. Deshalb machte man ſich
an eine Umgeſtaltung des Erdgeſchoſſes, das ja im
beſon=
deren Maße zweckwidrig war. Es gab da eine fächerartig
aufgeteilte Apſis mit einzeln abgeteilten Kabinetten, in
die der Beſchauer von einem dunklen Mittelraum aus
ein=
zutreten hatte. Da die Eingänge den Fenſtern gegenüber
lagen, war man, ehe man überhaupt ein Bild anſehen
konnte, durch das einſtrömende Licht geblendet, und was
an den Wänden hing, mußte zunächſt alles ſchwarz
erſchei=
nen. Der Mittelraum zwiſchen dieſen Kabinetten war
für die Aufſtellung von Kunſtwerken unbrauchbac und lag
völlig verdunkelt, nachdem Tſchudi, um in die Kabinette
wenigſtens Ruhe zu bekommen, ihre Eingänge mit Stoffen
abgeſchloſſen hatte. Die Plaſtiken waren aufgpſtellt in
einer Wandelbahn, die nicht nur von mehreren Seiten
Licht hatte, ſondern die allmählich auch ſo vollgepropft
war, daß ein einzelnes Stück für ſich überhaupt nicht
ge=
noſſen werden konnte.
Dieſe Unzuträglichkeiten zu beſeitigen und für
mittel=
große Bilder geeignete Räume zu ſchaffen, war das Ziel,
das Juſti mit dem Baumeiſter Wille bei dem jetzigen
Um=
bau verfolgte. Die Wandelbahn wurde beſeitigt und eine
Folge von drei Raumgruppen angelegt, die Juſti nach den
in ihnen dominierenden Meiſtern Böcklin=, Menzel= und
Leibl=Reihe genannt hat. In der Leibl= und Böcklin=
Reihe, die an den Längsſeiten ſich gegenüber liegen, ſind
je vier mittelgroße Säle entſtanden, in die man durch
Türen unterhalb der Fenſter eintritt. Durch Einzug von
niedrigeren Decken, durch Einfügung einer Voute von
Profilen und ornamentierten Streifen unterhalb der
Decken und durch Abſchrägung der nach dem Innern
ge=
legenen Rückwand ſind dieſe Räume den mittelgroßen
Bildern dieſer beiden Malerkreiſe angenähert. Als
Wand=
ton wurde für die Reihe Böcklin, Feuerbach, Marées Rot
gewählt, wobei Sockel und Sims in Gold und Schwarz
abgeſetzt wurden. Für die Leibl=Reihe mit koloriſtiſch ſo
verſchiedenartigen Bildern, wie ſie von Liebermann,
Trüb=
ner Slevogt uſw. da ſind, entſchied man ſich für ein
war=
mes Grau. Am Rande dieſer beiden Reihen, beherrſcht
durch das Tryptichon von Marées und auf der Gegenſeite
durch die dekorativen Gemälde von Klinger, entſtanden
zwei verſchiedenartige achteckige Räume, in denen in
ge=
wählten Einzelſtücken Zeichnungen der hier ausgeſtellten
Maler geboten werden ſollen.
Die eigentliche Apſis nimmt fünf Räume mit den
Werken von Menzel ein. Menzels Bilder haben
ducch=
weg einen kleinen Maßſtab. Sieht man von der „Anſprache
Friedrichs des Großen vor der Schlacht bei Leuthen” ab,
ſo ſind die „Tafelrunde” das „Flötenkonzert” und das
„Eiſenwalzwerk” die umfänglichſten Bilder, die hier
unter=
zubringen waren. Es galt daher für dieſen größten
Ber=
liniſchen Maler des 19. Jahrhunderts eine Reihe
beſon=
ders intimer Räumlichkeiten zu ſchaffen. Da man mit
Rückſicht auf die vorhandenen Fenſteröffnungen, die ja aus
Pietät gegen den vorhandenen Bau nicht angetaſtet
wer=
den ſollten, die Decken der palaſtartig hoch angelegten
Säle nicht über ein beſtimmtes Maß herunterziehen konnte,
kam man dazu, dieſe Wirkung durch eine Höherlegung des
Fußbodens zu erſtreben. So führen jetzt in die Menzel=
Apſis acht Stufen empor, womit auch äußerlich ſchon
die=
ſer bedeutendſte Beſitz der Galerie aus dem übrigen
Be=
ſtand herausgehoben wäre.
Nun galt es noch für die Plaſtiken zu ſorgen, die in
der jetzt von der Böcklin=Reihe eingenommenen
Säulen=
halle untergebracht waren. Juſti hat ſich da das Beiſpiel
Tſchudis zunutze gemacht, die Sammlung durch Ausleihen
an andere Muſeen und durch Magazieren zu entlaſten.
Durch die neue Gründung der Bildnisſammlung war die
Galerie ſchon ſowieſo um eine Reihe von Büſten entlaſtet
worden. Für die Ausſtellung der übrigen Plaſtiken ergab
ſich im Erdgeſchoß die große, mit ſchwarzem Samt
ausge=
ſtattete Querhalle, die als Hintergrund für die Figuren
ruhige Wandflächen erhielt, wodurch allerdings das von
zwei Seiten einſtrömende Licht nicht beſeitigt werden
konnte. Weiterer Raum für Plaſtiken iſt dann noch geſchaffen
worden durch Schließung der Durchfahrt unter der
Denk=
malstreppe, durch Ausräumung der runden Halle vor dem
großen Cornelius=Saal und ſchließlich durch die
Verwen=
dung des Treppenhauſes, deſſen Architektur als
Hinter=
grund für geeignete Bildwerke gedacht iſt. In die
Bilder=
ſäle ſind der einheitlichen Wirkung halber nur Bronzen
aufgenommen worden.
Durch dieſe Umbauten ſind zu den bisher verfügbaren
549 Meter Wandfläche weitere 120 Meter Behangfläche
ge=
ommen. Damit iſt der jetzige Beſtand der Galerie
ein=
wandsfreier als bisher untergebracht worden; für den
weiteren, bei einer modern gedachten Galerie unerläßlichen
Zuwachs aber wird man ſich doch ſchon jetzt anfreunden
müſſen mit dem Gedanken an einen neuen Bau, der, wie
Juſti ſchreibt, „von einem Meiſter, der unſere Zeit in den
Nerven hat”, zu ſchaffen wäre,
Nummer 84.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. März 1914.
Seite 3.
zu einer Woche Haft verurteilt. Die Strafkammer hielt
dem Angeklagten ſeine Erregung darüber, daß ein
Unberu=
ifener ſich einmiſchte, zugute und ermäßigte die
Gefängnis=
ſtrafe auf zwei Monate. — Der Arbeiter Friedrich
Bauer von hier wurde wegen Erpreſſung in zwei Fällen
zu einem Jahr Gefängnis und fünf Jahren
Ehr=
verluſt verurteilt; fünf Wochen der Unterſuchungshaft
wer=
den ihm in Anrechnung gebracht. Die mitangeklagte
Ehe=
frau wurde von der Anklage eines Erpreſſungsverſuches
freigeſprochen.
* Nachtrag zur Tagesordnung für die Sitzung der
Stadtverordneten=Verſammlung am 26. März 1914:
15. Verlegung eines zweiten Geleiſes der Straßenbahn
in der Liebigſtraße.
* Von der Techniſchen Hochſchule. Der
Großherzog=
liche ordentliche Profeſſor der Mathematik, Herr Dr. J.
Horn, erhielt einen ehrenvollen Ruf an die Univerſität
Jena. Es iſt aber gelungen, die bewährte Kraft der
Darmſtädter Techniſchen Hochſchule zu erhalten und den
ihr drohenden ſchweren Verluſt abzuwenden.
Vom Hoftheater. Die heutige Mittwochs=
Vor=
ſtellung gehört dem D=Abonnement und bringt den
Turfſchwank „777: 10” deſſen Erfolg bei der Premiere
hinter dem der „Spaniſchen Fliege” nicht zurückſtand,
und der im Gegenſatz zu den meiſten andern Schwänken
neueren Datums nicht nur außerordentlich humorvoll,
ſondern auch ſehr harmlos geſtaltet iſt. Am Donnerstag
findet das Gaſtſpiel Eliſabeth von Schroeder=
Clary in Tosca, am Freitag im B=Abonnement
das erſte Auftreten von Johannes Sembach als
Lohen=
grin ſtatt.
* Kaufmänniſche Fortbildungsſchule für Mädchen.
Am Montag, den 23. März, fand die
Abgangsprü=
fung der Schülerinnen in den freundlichen Räumen der
Mädchenarbeitsſchule in der Karlſtraße 16 ſtatt. Dieſe
Fortbildungsſchule wurde Oſtern 1905 auf Anregung der
Vorſitzenden des Kaufmänniſchen Vereins für weibliche
Angeſtellte, Frau Geh. Juſtizrat Weber, und des
verſtor=
benen Stadtverordneten Kalbfuß gegründet. Sie trägt
einem dringenden Bedürfnis der Ausbildung der
weib=
lichen Jugend die ſich dem kaufmänniſchen Beruf
zuwen=
den will, Rechnung. In dieſem Jahre wurde der
Fort=
bildungsſchulunterricht, deſſen Dauer 1 Jahr beträgt, von
18 Schülerinnen beſucht. Dieſelben waren in
Buchfüh=
rung, Wechſellehre, kaufmänniſcher Korreſpondenz und
kaufmänniſchem Rechnen, Schönſchreiben, Stenographie
und Maſchinenſchreiben unterrichtet worden und gaben
die ausgelegten ſchriftlichen Arbeiten Zeugnis für den
Fleiß und die Gewandtheit der Schülerinnen. Fräulein
Anna Ruths prüfte eingehend in der Wechſellehre, dem
Scheckverkehr und den verſchiedenen Methoden der
Konto=
korrentrechnung. Die Mädchen antworteten ſicher und
bewieſen, daß ſie mit dem Stoff wohl vertraut ſind.
Dar=
auf wurde ein kaufmänniſcher Brief diktiert, der in
kür=
zeſter Friſt flott ſtenographiert wurde. Außerdem wurde
mit der Kopierpreſſe gearbeitet und die auf der
Schreib=
maſchine angefertigten Briefe waren ſauber und korrekt
ausgeführt. Fräulein Helene Schmidt prüfte in
anregen=
der Weiſe in der franzöſiſchen und engliſchen Sprache. Es
wurde hier ganz beſonders die kaufmänniſche Praxis
beachtet, die franzöſiſche Korreſpondenz berührt und aus
der Handelsgeographie mit Benutzung eines Globus in
engliſcher Sprache gefragt und geantwortet. Nach
been=
deter Prüfung ergriff der Vorſitzende, Profeſſor Kiſſinger,
das Wort, drückte ſeine Freude über den Fleiß und das
Betragen der Schülerinnen aus und ermahnte ſie, dieſen
Eigenſchaften auch in ihrem Berufe treu zu bleiben, dann
würden ſie es weiter bringen, als manche hervorragend
Beanlagte, denen dieſe Eigenſchaften abgehen. Mit dem
Danke an die Lehrerinnen und dem Wunſche, daß es den
Schülerinnen auf ihrem Lebenswege gut gehen möge,
ſchloß er die Prüfung. Wie die Leiſtungen der
kaufmän=
niſchen Fortbildungsſchule von den hieſigen Prinzipalen
geſchätzt werden, beweiſt die Verwendung eines Teils
der abgehenden Schülerinnen in hieſigen Geſchäften.
Der neue Kurſus beginnt am 24. April.
* Das Doppelquartett Rheingold hielt ſeine
Abend=
unterhaltung im Kaiſerſaal ab. Der geräumige Saal
war bis auf das letzte Plätzchen beſetzt. Unter der
Lei=
tung des bewährten Dirigenten, Herrn Franz Damm,
wurden die verſchiedenen Chöre meiſterhaft zum Vortrag
gebracht. Herr Roſemann erfreute die Zuhörer mit einem
Cellovortrag. Die einzelnen Muſikſtücke wurden von
einer Abteilung der Kapelle des Infanterie=Leibg=
Re=
giments Nr. 115 ausgeführt. Ein Baßſolo von Herrn
K. Eyberger, ſowie die von Herren Steinmann, Ahl und
Wedel vorgetragenen Couplets und humoriſtiſchen
Vor=
träge wurden durch reichen Beifall ausgezeichnet. Ein
von Fräulein Jungknecht und Fräulein Hoht, ſowie den
Herren Urbach, Eyberger, Hoht und D. Heldmann flott
geſpieltes Theaterſtück „Das verhängnisvolle
Hochzeits=
geſchenk” beendete das Programm. Dem Tanze wurde
bis zur frühen Morgenſtunde gehuldigt.
nn. Der Sanitätsverein „Einigkeit” hielt am Mon
tag abend in der Reſtauration „Zur Stadt Koburg” ſeine
29. ordentliche Hauptverſammlung ab. Aus
dem von dem erſten Vorſitzenden, Herrn Burhenne,
erſtatteten Jahresbericht war zu entnehmen, daß die Zahl
der Mitglieder am Ende des Vereinsjahres 952 beträgt.
Die Zahl der Vereinsärzte beträgt 33 und außerdem ſind
5 Spezialärzte und 4 Zahnärzte bereit, die
Vereinsmit=
glieder gegen ermäßigtes Honorar zu behandeln.
Außer=
dem wird den Mitgliedern in ſämtlichen Apotheken
Darmſtadts ein Rabatt von 10 Prozent gewährt. Auch
bei verſchiedenen Optikern wird auf optiſche und
chirur=
giſche Bedarfsartikel eine Preisermäßigung bis zu 20
Prozent gewährt. Der Bericht des Rechners, Herrn
Werkmeiſter Prieſter, ergab an Einnahme 10176 Mark
an Ausgabe 10175,16 Mark. Das Honorar an die Herren
Aerzte betrug in 1913 insgeſamt 8610,15 Mark. In den
30 Jahren des Beſtehens des Vereins wurden für
Aerzte=
honorare 143290 Mark verausgabt. Das
Vereinsver=
mögen bſeträßt am Schluß des Verwaltungsjahres
7370,30 Mark gegen 6902,32 Mark im Vorjahr. Die Kaſſe
unterſteht dem Kaiſerlichen Aufſichtsamt für
Privat=
verſicherung. Nach dem Reviſionsbericht waren nach
dreimaliger Rechnungsprüfung Kaſſe und Bücher in
muſterhafter Ordnung und wurde dem Rechner, Herrn
Prieſter, mit Dank und Anerkennung Entlaſtung
er=
teilt. Auch dem geſamten Vorſtand wurde für ſeine
Ge=
ſchäftsführung der Dank des Vereins ausgeſprochen. Bei
der Neuwahl des Vorſtandes wurde der ſeitherige
Vor=
ſitzende, Herr Burhenne, einſtimmig wiedergewählt, und
die übrigen Herren in ihren Aemtern beſtätigt.
Neuge=
wählt wurden die Herren Schwöbel und Weber.
Vaterländiſche Bismarckfeier. Am 1. April
ge=
denken wir des 99. Geburtstages unſeres
ein=
zigen und unvergeßlichen Kanzlers.
Ueber=
all in deutſchen Landen finden ſich deutſche Frauen und
Männer in dieſen Tagen zur feſtlichen Gedächtnisfeier
zuſammen. In einer Stunde der Erinnerung wollen ſie
die überragende Geſtalt unſeres eiſernen Kanzlers wieder
lebendig werden laſſen; in einer Stunde der
vaterländi=
ſchen Erhebung wollen ſie noch einmal das
unvergleich=
liche und unvergängliche Werk Bismarcks in ſich
aufneh=
men; in einer Stunde des nationalen Wollens geloben
ſie, das von unſerem Großen zurückgelaſſene Erbe zu
be=
wahren und mit allen Kräften zu mehren und zu ſtärken.
In einer ſolchen vaterländiſchen Bismarckfeier, fern von
allem parteipolitiſchen Striche einer feſtlichen Beſtätigung
des nationalen Gedankens, fordert die
National=
liberale Partei alle vaterländiſch geſinnten Frauen
und Männer auf. Am Dienstag, den 31. Mär= abends
8¼ Uhr, findet im feſtlich geſchmückten „Kaiſerſaal”
(ohne Tiſche und Bierausſchank) eine Bismarckfeier ſtatt.
Feſtredner des Abends iſt Herr Profeſſor Dr. Hermann
von der Kgl. Akademie in Poſen. Er ſpricht über „
Bis=
marcks Werk und Erbe” Frauen und Männer von
va=
terländiſcher Geſinnung, ohne Unterſchied der Partei,
werden ſich an dieſem Abend zu einer nationalen Feier
zuſammenfinden.
* Deutſche Friedensgeſellſchaft, Ortsgruppe
Darm=
ſtadt. Auf den öffentlichen Vortrag des päpſtlichen
Prälaten Domkapitular Dr. Alexander Gießwein aus
Peſt über: „Chriſtentum und
Friedens=
bewegung” am heutigen Mittwoch im Fürſtenſaal
ſei hiermit hingewieſen. (Siehe Anzeige.)
— Bewährte Hausmittel. Sehr häufig kann man
in Zeitungen Anpreiſungen von „bewährten
Haus=
mitteln” finden. Es werden da Mittel für Pflege des
Teints, gegen Magenkrankheiten, Fettleibigkeit,
Rheu=
matismus, Ischias uſw. empfohlen. Ferner wird darauf
hingewieſen, daß die betreffenden Mittel, die ſtets
namentlich angegeben werden und eine auffallende
Be=
zeichnung tragen, in den Drogerien und Apotheken zu
haben ſeien. Durch den Wortlaut des Artikels wird
vielfach der Eindruck erweckt, als ob die Mittel nur
einige Pfennige koſteten. Der Preis ſtellt ſich aber
ſpäter als unverhältnismäßig hoch heraus. Vielen der
angeprieſenen Mittel geht überhaupt jede Wirkung ab.
Es iſt daher dringend Vorſicht geboten. Wer bereits
auf dieſem Gebiete Erfahrungen geſammelt hat, wolle
ſie der Zentralſtelle zur Bekämpfung der
Schwindelfirmen in Lübeck, Parade 1, mitteilen,
die, wenn irgend möglich, auch mit Rat und Tat an
Hand geht.
** Brand. Geſtern nachmittag 3 Uhr brach in dem
Fahrzeugſchuppen der Funkerkompagnie
infolge Exploſion einer Benzinlötlampe Feuer aus.
Der Schuppen brannte nieder. Durch Eingreifen der
Lagerfeuerwehr und der Darmſtädter Feuerwehr wurde
der Brand in 35 Minuten auf ſeinen Herd beſchränkt.
Der Materialſchaden iſt nicht bedeutend. Perſonen
wur=
den nicht verletzt.
* Orpheum. Haskel=Enſemble. Als letzten
Repertoire=Wechſel bringt der neue Spielplan
heute Mittwoch, den 25. März, zwei weitere Novitäten
des amüſanten Haskel=Enſembles, womit die fidelen
Gäſte während der reſtlichen 6 Tage des Monats ihr
Gaſt=
ſpiel beſchließen werden. Es ſind zwei weitere erprobte
Schlager, betitelt „Das Adoptivkind” und „Wie werde ich
energiſch” welche ſeither eine nach Hunderten zählende
Aufführungsziffer erreicht haben. Der reichhaltige Abend
wird durch eine Reihe neuer Varieté=Kunſtkräfte an
Ab=
wechſelung noch gewinnen. (S. Anz.)
* Saalbautheater. „Die Kino=Königin” im
Darmſtädter Saalbautheater. Heute,
Mitt=
woch, morgen Donnerstag, und übermorgen Freitag,
finden noch drei Wiederholungen der glänzenden
drei=
aktigen Operette Die Kino=Königin” von Jean Gilbert
durch das Neue Berliner Operetten=Enſemble im
Darm=
ſtädter Saalbautheater ſtatt, worauf nochmals
aufmerk=
ſam gemacht ſei. Nach der geſtrigen Erſtaufführung hier
in Darmſtadt dürfte auch dieſen drei weiteren
Gaſtſpiel=
vorſtellungen im Saalbautheater ein voller Erfolg zu
prophezeien ſein. Der alleinige Vorveckauff iſt nur im
Veckehrsbureau, Wartehalle am Ernſt=Ludwigsplatz,
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
— Herr Dr. med. Oberdörffer von Schloß
Rhein=
burg bei Schaffhauſen, wird am 25., 26. und 27. März
drei hochintereſſante Vorträge halten über die
Ent=
wickelung der Kultur der weißen Raſſe.
Ausgehend von den Uranfängen der
Menſchheitsentwicke=
lung überhaupt, wird er die Zuhörer zunächſt
zurückfüh=
ren in die Gefilde von Zentralaſien, wo die Wiege
unſe=
rer Raſſe und Entwickelung geſtanden hat. Dann wird
er zeigen, wie ſich die weiße Raſſe aus niederen Raſſen
zu einer Kultur und Ziviliſation emporarbeitete, die ihr
verhängnisvoll wurde, indem die Menſchheit ihre
Ver=
ſtandestätigkeit zu Unnatur und Befriedigung niederer
Genüſſe mißbrauchte. Der Redner wird dann weiter auch
auf den Zuſammenhang zwiſchen Religion, Philoſophie,
Heilkunde uſw. eingehen und wird den Beweis bringen,
wie alle großen Menſchheitsführer die Miſſion hatten, die
Menſchheit wieder zu der Erkenntnis der für den
Men=
ſchen gültigen Naturgeſetze zu führen. Am zweiten Abend
werden dieſe Geſetze als die Naturgeſetze erläutert. Am
dritten Abend wird gezeigt, wie die wahre Lebenskunſt
mit Sittlichkeit und Kenntnis der Sexualgeſetze im
Ein=
klang ſteht. Die Kräfte der Verjüngung und
Wieder=
geburt haben wir in uns; dieſe Kräfte werden leider zu
Ausſchweifungen vergeudet, während ſie uns zu
ungeahn=
ten Höhen der Entwickelung führen könnten.
Groß=Gerau, 24. März. (Ein großes
Kultur=
werk), das Pumpwerk der Schwarzbach, wurde in
feier=
licher Weiſe in Gegenwart des Geheimerats Dr. Wallau,
verſchiedener Bürgermeiſter und ſonſtiger Gäſte ſeiner
Be=
ſtimmung übergeben. Das Pumpwerk, das in einer
Se=
kunde 6000 Liter Waſſer auswirft, bewirkt einen
Unter=
ſchied des Waſſerſtandes im Rhein und in der
Schwarz=
bach von 1,50 bis 2,16 Meter, ſo daß die Orte Aſtheim,
Trebur u. a. hochwaſſerfrei gehalten werden können.
H. Lampertheim, 23. März. (Feuer.) Zum
zweitenmal innerhalb 8 Tagen ertönte heute nacht gegen
1 Uhr die Feueralarmglocke. In der Scheuer des
Land=
wirts Heinrich Medert in der Neuſchloßſtraße war Feuer
ausgebrochen, durch das die Heu= und Strohvorräte faſt
vollſtändig vernichtet wurden. Zum Glück konnte das
Feuer, das von Gäſten aus einer benachbarten Wirtſchaft
zuerſt geſehen worden war, ſofort gelöſcht werden, ſo
daß nennenswerter Gebäudeſchaden weiter nicht entſtand.
Offenbar liegt Brandſtiftung vor. Die Ermittelungen
nach dem Täter waren bis jetzt ohne Erfolg.
Heuſenſtamm, 24. März. (Unfall.) Der 45jährige
Drechſler Bott erlitt am Samstag einen Unfall, der
ihm das Auge koſtete. Beim Zuſchneiden einer Nabe
ſprang ein Splitter in das Auge ſo daß dasſelbe auslief
und die Sehkraft als verloren gilt. Er wurde ſofort dem
Städtiſchen Schweſternhauſe in Offenbach überbracht.
Mainz, 24. März. (Mordverſuch auf eine
Telegraphengehilfin.) Die in Koſtheim
woh=
nende Telegraphengehilfin Frl. Eliſe Schmitt ging
geſtern abend 9 Uhr nach Beendigung ihres Dienſtes zu
Fuß vom Mainzer Telegraphenamt nach Koſtheim.
Zwi=
ſchen Kaſtel und Koſtheim, etwa 200 Meier von den erſten
Wohnhäuſern Koſtheims entfernt, wurde Frl. Schmitt auf
dem linksſeitigen Fußſteig von zwei Kerlen beläſtigt. Frl.
Schmitt ging deshalb auf den Straßendamm, dem Gleis
der elektriſchen Bahn entlang. Darauf gab einer von den
beiden drei Schüſſe auf Frl. Schmitt ab, die ſie an
einem Ohr und am Kopf trafen; dann packten ſie die
bei=
den Kerle gleichzeitig am Halſe, zerriſſen ihr Kleid und
ſchlugen auf ſie ein. Einer der Kerle verletzte das Mäd=
Feuilleton.
O. Meteorologiſches aus Heſſen. (Vgl. Nr. 56 dieſes
Blattes vom 25. Februar.) Der verfloſſene Februar war
durchgängig zu mild und in den meiſten Landesteilen zu
trocken. Die Temperaturmittel ſchwanken zwiſchen 4,1 Grad
Celſius in Darmſtadt und 2,2 in Michelſtadt und Bad=
Nauheim. Auch die 519 Meter hoch gelegene Station
Neunkirchen meldet das ungewöhnlich hohe Mittel von
4,1 Grad, das aber vom Großh, Hydrographiſchen Bureau
für etwas zu hoch bezeichnet wird. Tatſache iſt jedoch,
daß namentlich im erſten kalten Drittel des Monats eine
ſogen. Temperaturumkehrung ſtattgefunden hat. Der höchſte
Monatsſtand wurde mit 15,6 Grad am 16. in Michelſtadt
beobachtet, während in Bad=Nauheim des Thermometer
nicht über 10,1 Grad ſtieg (Darmſtadt: 13,5). Den
nied=
rigſten Wert weiſt Michelſtadt mit —9,7 am 5. auf,
wäh=
rend in Neunkirchen ſeltſamerweiſe die Temperatuc nicht
unter — 2,0 fiel (Darmſtadt: — 7,2). Die
Bewölkungs=
ziffer war für die Jahreszeit niedrig; die Gegenſätze
bil=
den Mainz mit 70 und Neunkirchen mit 45 Prozent (
Darm=
ſtadt: 62). Die Zahl der Froſttage ſchwankt zwiſchen 20
in Michelſtadt und Hochwaldhauſen einerſeits und nur
7 in Neunkirchen andererſeits (Darmſtadt: 12). Eistage,
d. h. ſolche an denen das Thermometer ſtändig unter Null
zeigte, fehlten an den meiſten Stationen, nur die
rhein=
heſſiſchen Stationen Mainz und Worms weiſen je 2 und
Alzey einen auf. Die größte Niederſchlagsmenge wurde
in der Station Herchenhain mit 70,1 Millimeter gemeſſen,
während Gießen nur 15,7 notierte (Darmſtadt: 33,2).
Ueberhaupt war der nordweſtliche Teil Oberheſſens
ab=
norm trocken. Schneefälle wurden nur ungefähr an der
Hälfte der Stationen beobachtet, wobei Herchenhain mit
7 an der Spitze ſteht (Darmſtadt: 1). Die meiſten
rhein=
heſſiſchen Stationen, ſowie Böllſtein Neunkirchen,
Groß=
bieberau und Oberroden melden ein Gewitter, eine in
die=
ſem Monat recht ungewöhnliche Erſcheinung. Das Mittel
der Waſſerſtände überſtieg in Mainz und Worms den
langjährigen Durchſchnitt ziemlich erheblich, während bei
der Lahn das Umgekehrte der Fall war und der Neckar
einen annähernd normalen Stand aufwies.
— Die albaniſche Nationalhymne. Um dieſelbe Zeit,
da die Albaneſen in Durazzo ihren neuen Herrſcher
will=
kommen hießen, empfing Albanien auch ſeine
National=
hymne. In dem nationalen Liederſchatz des albaniſchen
Landes würde es gewiß nicht an patriotiſchen und
kriege=
riſchen Weiſen gefehlt haben, von denen die eine oder
an=
dere ſich zur Nationalhymne geeignet hätte, aber die
Lie=
benswürdigkeit eines Italieners hat den Albaneſen die
Qual einer Wahl erſpart. Es war der italieniſche
Kapell=
meiſter Nondella, der das Verlangen nach einer albaniſchen
Nationalhymne vorausahnte und ſo komponierte er denn
für den neuen Staat einen Marſch, der zwar vielleicht nicht
viel Lokalfärbung beſitzt, dafür aber friſch und
tempera=
mentvoll klingt. Albanien iſt damit im übrign durchaus
nicht das erſte Land, das ſeine Nationalhymne vom
Aus=
land erhalten hat: die ſpaniſche Königshymne ſtammt von
Friedrich dem Großen, und in Frankreich wird noch heute
vielfach behauptet, daß die Engländer die Melodie zu
ihrem „God ſave the King” von den Franzoſen entlehnt
hätten. Wie dem auch ſein möge, die Bürger der jungen
Hauptſtadt Albaniens hatten in den letzten Tagen
aus=
reichend Gelegenheit, die neue Nationalhymne zu
erler=
nen. Drei Tage lang ſpielte die Stadtkapelle von Bari,
die man zum Einzug des Prinzen Wilhelm nach Albanien
gerufen hatte, täglich wohl 15—20 mal die neue Hymne.
Die Stadtkapelle hat im übreigen die Söhne der albaniſchen
Berge nicht reſtlos begeiſtert, die ſchlichten Bauern
lauſch=
ten mit erſtaunten Blicken der Orcheſtermuſik, und es ſcheint,
daß ſie die einfacheren heimatlichen Muſikinſtrumente
vor=
ziehen, die ſie von Kindheit auf vernahmen: die
Hirten=
flöte und das Tambourin.
C.K. Die Kugelernte auf dem Balkan. In Marſeille
ſind in dieſen Tagen vier Schiffe eingetroffen, die eine
ſeltſame Ladung vom Balkan brachten: unzählige kleine
Säcke, von denen ein jeder ungefähr einen Zentner wog
und die nichts enthielten als ſeltſam geformte kleine
Bkei=
ſtücke, plattgedrückte Kugeln, Geſchoſſe, von denen einige
noch deutlich Blutſpuren zeigten. Allein der Dampfer
„Crimée” landete mehr als 2000 dieſer Säckchen im
Ge=
ſamtgewicht von über 2000 Zentnern. Woher ſtammt dieſe
ſeltſame Fracht? Es ſind die Kugeln und Geſchoſſe von
den Walſtätten des Balkankrieges, Kugeln, die
verwun=
deten und töteten und auch jene Gsſchoſſe, die ihr Ziel
nicht erreichten und irgendwo verirrt auf den Boden
ſanken. Fleißige Bauern und arme, verſpätete
Schlacht=
feldwanderer haben in mühſamer, langwieriger Arbeit alle
dieſe Projektile geſammelt und in Säcke gepackt, um aus
dieſen Abfällen des Krieges beſcheidenen Nutzen zu ziehen.
Von Marſeille gehen die Kugeln nach Paris und an die
Röhrenfabriken, werden eingeſchmolzen und finden nach
kriegeriſcher Vergangenheit eine friedlichere Beſtimmung:
Gas= und Waſſerleitungsröhren, ſowie
Kap=
ſeln für Weinflaſchen werden aus ihnen bereitet. Auch
große Säcke und Kiſten mit den Reſten geplatzter oder
zer=
ſtörter Patronenhülſen aus Kupfer oder Meſſing ſind von
den Balkankriegsplätzen nach Marſeille verſandt worden,
um hier als altes Metall verkauft zu werden. Denn das
Metall behält ſeinen Wert und niemand fragt nach der
mörderiſchen Vergangenheit.
* Eine Hauptſtadt ohne Tinte. Der albaniſche
Korre=
ſpondent einer rumäniſchen Zeitung ſchickte ſeinem
Ver=
lag einen mit Bleiſtift geſchriebenen Bericht, worin es
be=
zeichnenderweiſe heißt: „Ich muß mit Bleiſtift ſchreiben,
weil ich in dem Hotel, wo ich wohne und täglich 24 Mark
bezahle, keine Tinte bekommen kann. Der Wirt, der
ugenſcheinlich auf den guten Ruf ſeines Hauſes ſehe
be=
dacht iſt, verſichert, er habe wohl eine Flaſche Tinte
ge=
habt, dieſe ſei aber ausgelaufen, und es ſei ihm nicht
mög=
lich geweſen, in ganz Durazzo neue Tinte aufzutreiben.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. März 1914.
Nummer 84.
chen mit einer in ein Taſchentuch gehüllten und heute früh
am Tatort gefundenen großen Schraube am Kopfe und an
einem Auge ſchwer. Die beiden Mordbuben ſchleppten
dann ihr Opfer nach dem rechten Fußſteig und warfen die
Aermſte in den Straßengraben. Die Hilferufe der
Schwer=
verletzten hörte der ſechzehnjährige Sohn des in der Nähe
wohnenden Bauunternehmers Lutz, der aus dem
benach=
barten Gaſthauſe Hilfe herbeiholte. Die Verletzungen von
Frl. Schmitt, die an Kopf, Bruſt und Rücken arg
zuge=
richtet iſt, ſollen ernſt, aber nicht lebensgefährlich ſein.
Sie wurde zur Operation in das Rochushoſpital nach
Mainz verbracht. Die im Laufe der Nacht von der
Kri=
minalpolizei mit einem Polizeihund angeſtellten
Nach=
forſchungen haben leider zur ſofortigen Ermittelung der
Täter nicht geführt. Man ſoll aber den Tätern auf der
Spur ſein. Heute bei Tagesanbruch fand man die
Hand=
taſche und das Taſchentuch des Opfers.
Friedberg, 24. März. (Dammrutſch.) Auf der
Güterzugſtrecke Friedberg-Bruchenbrücken fand geſtern
gegen abend ein ſtarker Dammrutſch ſtatt. Beide Gleiſe
ſind längere Zeit geſperrt. Die Güterzüge werden bis auf
weiteres über die Perſonenzuggleiſe nach und von hier
geleitet.
Lich, 24. März. (Guten Appetit.) Im Gießener
Anz. leſen wir: Sehr bedenkliche Eigenſchaften unſeres
Leitungswaſſers und die Mißſtände ſeiner Quellenfaſſung
ſollten nun doch endlich die Gemeindeverwaltung bewegen,
baldmöglichſt zweckmäßige Abhilfe zu ſchaffen. Vom
hygieniſchen Standpunkt aus iſt es unbedingt erforderlich,
daß die Bewohner reines Waſſer der Leitung entnehmen
können. Oder will man etwa gegenüber den Tatſachen,
daß allzu oft unſer Leitungswaſſer ſtark getrübt iſt und
daß man ſchon hier und da Fröſche (!!) und
andere Fremdkörper aus Leitungsröhren
in Wohnhäuſern entfernte, behaupten, daß unſere
Leitung kein unreines und geſundheitsſchädliches Waſſer
enthalte? Die Gemeindeverwaltung weiß doch, daß die
beiden Quellenfaſſungen verfehlt ſind und einer gründlichen
Verbeſſerung bedürfen. Warum ſucht man nicht zu
ver=
meiden, daß ſo große Mengen Tagwaſſer in die
Quellen=
faſſungen eindringen, und daß die Rohre, die das Waſſer
aus den Quellen abführen, allen möglichen Unrat mit
auf=
nehmen, weil ſie nicht mit den notwendigſten
Siebvorrich=
tungen verſehen ſind? Warum wird das Leitungsnetz nicht
von Zeit zu Zeit von den dazu beſtimmten Inſtallateuren
gereinigt?
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 23. März. Der
Kron=
prinz nimmt von übermorgen ab an einer
Uebungs=
reiſe des Großen Generalſtabs teil. — Die letzte
Enkelin des Reichsfreiherrn v. Stein, Frau
Gräfin von der Groeben, iſt in Potsdam geſtorben. Sie
war die Majoratsherrin der v. Steinſchen Schlöſſer und
ausgedehnten Beſitzungen in Naſſau, Meiningen und
Weſt=
falen. Dieſe gehen nun als Majorat an den Sohn der
Verſtorbenen, den Grafen Unico von der Groeben über,
der die meiſte Zeit in Paris lebt. — In der Müllerſtraße
fuhr geſtern ein Automobilomnibus, der infolge
eines Anpralls gegen einen Pflaſterſtein ins Schleudern
geraten war, gegen die Umzäunung der Baugrube der
Untergrundbahn. Die Umzäunung brach entzwei und der
Wagen kam mitſamt den Fahrgäſten quer über die
Bau=
grube zu liegen. Nur einem glücklichen Zufall war es zu
danken, daß der Wagen ſich an einigen eiſernen Trägern
feſtrammte und auf dieſe Weiſe hängen blieb. Die
Fahr=
gäſte konnten alle aus ihrem unfreiwilligen Gefängnis
herausklettern. Eine Frau klagte über Schmerzen im
Rücken und mußte die Hilfe der nächſten Unfallſtation
in Anſpruch nehmen.
Mannheim, 24. März. (Verhaftung.) Es beſtätigt
ſich, daß der bayeriſche Landtagsabgeordnete Abreſch
im Zuſammenhang mit der Affäre Abreſch=v. Harder in
Unterſuchungshaft genommen worden iſt. In der
baye=
riſchen Kammer wurde die Verhaftung des Abgeordneten
Eugen Abreſch in Mannheim lebhaft erörtert. Der in dem
Hauſe anweſende Miniſter des Innern, Freiherr von
Soden, erklärte in Privatgeſprächen mit den
Abgeordne=
ten auf Befragen, daß auch ihm eine Beſtätigung über die
Verhaftung des Abgeordneten Abreſch zugegangen ſei.
Er wolle den Bericht des badiſchen Miniſteriums des
Innern abwarten. Auch habe er ſich mit dem bayeriſchen
Juſtizminiſterium in Verbindung geſetzt. Dort ſei ihm
aber geantwortet worden, daß man höchſtwahrſcheinlich
an der Sachlage nichts ändern könne, da der Haftbefehl
von einem außerbayeriſchen Gerichte und die Verhaftung
auf außerbayeriſchem Boden erfolgt ſei.
Ueber den Verbleib der Tochter des Mannheimer
Rechtsanwalts v. Harder, die Abreſch entführt haben
ſoll, um ſich in den Beſitz ihres Vermögens zu ſetzen, ſoll
übrigens weder bei ihren Angehörigen, noch bei den
Ver=
wandten Abreſchs etwas zu erfahren ſein.
Krozingen bei Freiburg, 24. März. (Neues
Ther=
malbad.) Heute wurde hier das neue Thermalbad
ſei=
ner Beſtimmung übergeben. Die Krozinger Quelle, die
anläßlich des Erdbebens im November 1911 zutage
ge=
treten iſt, gilt nach dem Befunde von Sachverſtändigen
für die waſſerreichſte heiße Quelle Europas
und liefert täglich ſieben Millionen Liter Waſſer.
Fulda, 24. März. (Ueberfahren.) Der
Bauunter=
nehmer Frindler=Gelnhauſen wurde heute früh auf dem
Bahnhof Fulda von dem Rhönzug überfahren und
ſo=
fort getötet.
Landsberg a. W., 24. März. (Dammrutſch.)
Zwiſchen den Stationen Weyritz und Neuendorf auf der
Strecke Landsberg-Soldin erfolgte ein Dammrutſch. Der
Verkehr wird durch Umſteigen aufrecht erhalten.
Hagen i. W., 24. März. (Revolverheld.) Der
vorbeſtrafte 20jährige Arbeiter Dietrich, der kürzlich aus
dem Gefängnis entlaſſen worden war, ſtahl am
Sonn=
tag ſeinen Eltern Schmuckſachen. Für die
Wiederbeſchaf=
fung wurde Polizei in Anſpruch genommen. Wütend
dar=
über, verletzte Dietrich durch Schüſſe ſeine Mutter tödlich
und eine Schwägerin, ſowie einen jüngeren Bruder
er=
heblich. Er wurde von der Polizei durch Säbelhiebe
kampfunfähig gemacht und verhaftet.
Ilmenau, 24. März. (Seine Frau erſchoſſen.)
Der taubſtumme Schreiner Hoffmann geriet mit ſeiner
ebenfalls taubſtummen Frau in Streit und feuerte fünf
Revolverſchüſſe auf die Frau ab, die tödlich verletzt
wurde.
Wilhelmshaven, 23. März. (
Automobilun=
fall.) Kapitänleutnant Baron v. Schwartzenberg
iſt von einem Automobil überfahren und ſchwer verletzt
worden.
Kiel, 24. März. (Zum Kieler Werftprozeß.)
Der Kaufmann Neugebauer=Hamburg, der frühere
Maga=
zinaufſeher Chrunſt=Hamburg und der frühere
Gefängnis=
aufſeher Grieß=Neumünſter, die in der Angelegenheit des
Kieler Werftprozeſſes kürzlich in das Unterſuchungs=
gefängnis eingeliefert worden waren, wurden heute aus
der Haft entlaſſen.
Franzensbad, 24. März. (Zur Verhaftung Dr
Habls.) Der frühere Amtsdirektor Dr. Habl iſt jetzt
gegen freies Geleit zurückgekehrt. Er hat eine Kaution
von 12000 Kronen geſtellt. Er will nachweiſen, daß die
gegen ihn erhobenen Beſchuldigungen (Mord,
Mordver=
ſuch, Betrug, Unterſchlagung uſw.) nicht auf Wahrheit
beruhen.
Rom, 24. März. (Gemälderaub.) In dem
unbewohnten Schloß des Grafen Cavazza in San
Martino bei Bologna wurde in der Nacht auf den
Mon=
tag ein großer Gemälderaub verübt. Die Diebe drangen
vom Dache her in das Schloß ein und nahmen, während
der Kaſtellan in tiefem Schlafe lag, alle Gemälde von den
Wänden. Nicht weniger als dreizehn beſte Werke wurden
geſtohlen. Aus der Auswahl der Gemälde wird
geſchloſ=
ſen, daß die Diebe Kenner waren.
Petersburg, 23. März. (Unterſtützung der
durch den Sturm Geſchädigten.) Die
Kai=
ſerin Alexandra Feodorowna hat ein
Komi=
tee zur Unterſtützung der von dem Sturm am 30.
dieſes Monats im Südoſten Rußlands
heimge=
ſuchten Bevölkerung organiſiert und als erſte Hilfe zur
Verteilung an die Bedürftigen 50000 Rubel bewilligt.
Kiew, 23. März. (Sturm.) Geſtern und die ganze Nacht
herrſchte im Südoſten Rußlands ein heftiger Sturm.
In den von ihm heimgeſuchten Dörfern und Ortſchaften
wurden zahlreiche Dächer losgeriſſen und Bäume
ent=
wurzelt. Mehrere Telegraphenlinien wurden beſchädigt
und viele Fahrzeuge auf dem Dniepr von ihren
Anker=
plätzen losgeriſſen.
Sokolin (Ruſſiſch=Polen), 24. März. (Von
Wild=
ſchweinen getötet.) Ein Waldhüter wurde auf
ſei=
iem Rundgange von Wildſchweinen angefallen und
ge=
tötet.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 24. März. Präſident Dr. Kaempf
eröffnet die Sitzung um 2,02 Uhr. — Auf Antrag des
Abg. Dr. Spahn (Zentr.) wird von dem Etat des
Aus=
wärtigen Amts auch der Titel „Staatsſekretär”
nachträg=
lich an die Budgetkommiſſion verwieſen. Auf der
Ta=
gesordnung ſtehen zunächſt
Anfragen.
Abg. Mumm (Wirtſch. Vgg.) fragt: Welche
Maß=
nahmen ſind vom Reichsverſicherungsamt getroffen, um
die Anſtellungsbedingungen und Rechtsverhältniſſe, ſowie
die Beſoldung der Angeſtellten der
Berufsgenoſſenſchaf=
ten nach den Vorſchriften der Paragraphen 690 bis 705
der Reichsverſicherungsordnung zu geſtalten? Inwieweit
haben die Berufsgenoſſenſchaften dieſe Maßnahmen
durch=
geführt? Was ſoll geſchehen, um alle
Berufsgenoſſen=
ſchaften zu einer angemeſſenen Beſoldung ihrer
Angeſtell=
ten anzuhalten? Welches ſind die leitenden Gedanken
des Reichsverſicherungsamtes für die weitere Geſtaltung
dieſer Rechtsverhältniſſe?
Direktor im Reichsamt des Innern Dr. Caſpar:
Das Reichsverſicherungsamt hat zum Zwecke einer
ange=
meſſenen Regelung der allgemeinen
Anſtellungsbedingun=
gen und Rechtsverhältniſſe der Angeſtellten der
Berufs=
genoſſenſchaften, einſchließlich ihrer
Beſoldungsverhält=
niſſe, am 31. Oktober 1912 eine Muſterdienſtordnung
er=
laſſen und bei Genehmigung der von den
Berufsgenoſſen=
ſchaften beſchloſſenen Dienſtordnungen für eine ſolche
an=
gemeſſene Regelung Sorge getragen. In ſeinem
Ge=
ſchäftsbericht für 1913 hat es ſich über ſeine Tätigkeit auf
dieſem Gebiete und über deren Erfolge zuſammenfaſſend
geäußert. Leitender Gedanke des
Reichsverſicherungs=
amtes bei der Genehmigung der Dienſtordnungen iſt das
Beſtreben, den Willen des Geſetzgebers in einer für alle
Beteiligten billigen und ausreichenden Weiſe
durchzu=
führen.
Abg. Dr. Junck (natl.) fragt: Es iſt die Meinung
geäußert worden, daß die Erhebung des
Wehr=
beitrages von Ausländern (§ 10 und 11 des
Wehrbeitragsgeſetzes vom 3. Juli 1913) nach beſtehenden
Staatsverträgen des Deutſchen Reiches unzuläſſig ſei.
Welche Stellung nimmt der Reichskanzler hierzu ein?
Unterſtaatsſekretär im Reichsſchatzamt Jahn: Die
Erhebung des Wehrbeitrages von Ausländern gemäß
§ 10 und 11 des Geſetzes über einen einmaligen
außer=
ordentlichen Wehrbeitrag vom 3. Juli 1913 ſteht nach
An=
ſicht der Reichsleitung nicht in Widerſpruch mit
beſtehen=
den Staatsverträgen des Deutſchen Reiches. Der
Wehr=
beitrag iſt keine Abgabe, welche zu Kriegszwecken oder
in=
folge anderer außergewöhnlicher Umſtände auferlegt wird.
Die Bezeichnung außerordentlicher Wehrbeitrag bedeutet
ſachlich nichts anderes als eine nachdrückliche Betonung
der Einmaligkeit dieſer Abgabe von Vermögen und
Ein=
kommen. Die Kennzeichnung des Wehrbeitrages als eine
außerordentliche Finanzmaßnahme bezieht ſich ſomit
keineswegs auf den Verwendungszweck, ſondern beruht
lediglich auf finanzpolitiſchen Erwägungen, bei denen die
Abgrenzung der Finanzhoheit des Reiches und der
Bun=
desſtaaten im Vordergrund ſteht. Auf den Wehrbeitrag
iſt auch die Beſitzſteuer derart aufgebaut, daß der
Wehr=
beitrag ſich gewiſſermaßen als die erſtmalig in beſonderer
Form zur Erhebung gelangende Beſitzſteuer darſtellt.
Abg. Baſſermann (natl.) fragt: Iſt die
Zei=
tungsnachricht richtig, daß das kaiſerliche
Konſu=
lat in Aden durch die engliſche Firma
Aden Coal Company verwaltet und nach
außen durch einen Deutſchen, der Cleark dieſer Firma iſt,
repräſentiert wird? Gedenkt der Herr Reichskanzler mit
Rückſicht auf die Wichtigkeit der dortigen deutſchen
Inter=
eſſen die Einſetzung eines Berufskonſuls in Ausſicht zu
nehmen?
Direktor im Auswärtigen Amt Dr. Matthieu: Die
Geſchäfte des Konſulats in Aden werden augenblicklich
von einem Deutſchen namens Vogelſang wahrgenommen.
Derſelbe iſt Angeſtellter der Firma Aden Coal Company.
Dieſe Firma hat aber auf die Geſchäfte des Konſulats
kleinen Einfluß, wie Konſulate überhaupt nicht Firmen,
ſondern nur Perſonen übertragen werden können.
Be=
reits ſeit einiger Zeit ſind Bemühungen im Gange, das
Konſulat wieder einem ſelbſtändigen deutſchen Kaufmann
zu übertragen. Die Schwierigkeit dabei beruht darin,
daß ſelbſtändige Reichsangehörige ſich nicht im Hafen
von Aden (Steamer Point), ſondern nur in der etwa 7
Kilometer entfernten Stadt (Aden Kamp) befinden. Das
iſt auch der Grund, weshalb das Konſulat zurzeit von
dem Kaufmann Vogelſang, dem einzigen im Adenhafen
wohnhaften Deutſchen, verwaltet wird. Sollten dieſe
Be=
mühungen zu keinem Ergebnis führen, ſo wird nur übrig
bleiben, das Konſulat eingehen zu laſſen. Unſere
Inter=
eſſen in Aden ſind zu unbedeutend, um die Einrichtung
eines Berufskonſulats zu rechtfertigen. Die konſulariſche
Tätigkeit beſteht faſt ausſchließlich in der An= und
Ab=
muſterung von Schiffsmannſchaften.
Abg. Baſſermann (natl.) fragt: Anfangs
Ja=
nuar dieſes Jahres iſt in Perm der deutſche
Reichsangehörige Hans Rudolf Berliner
bei einer Ballonlandung von den ruſſiſchen
Behörden verhaftet worden und wird ſeitden
wegen Spionageverdacht feſtgehalten. Iſt der Hert
Reichskanzler bereit, mitzuteilen, welche Schritte im
Intereſſe des Genannten ſeitens der deutſchen Regierung
unternommen worden ſind?
Direktor im Auswärtigen Amt Dr. Kriege: An
7. vorigen Monats ſind die Reichsangehörigen Berliner
Haaſe und Nicolai in einem Freiballon in Bitterfeld
auf=
geflogen und am 11. vorigen Monats im Gouvernemern
Perm in Rußland niedergegangen. Die Herren ſind dann
nach Petersburg gebracht worden und werden dort in
einem Hotel unter polizeilicher Ueberwachung gehalten
weil gegen ſie wegen Spionageverdacht eine gerichtliche
Unterſuchung eingeleitet worden iſt. Das Ueberfliegen
der ruſſiſchen Grenze iſt, ſofern nicht eine beſondere
Er=
laubnis erteilt wird, verboten. Dieſes Verbot iſt uns
von der ruſſiſchen Regierung mitgeteilt und zur
Kennt=
nis der deutſchen Luſtfahrerkreiſe gebracht worden. Au
Veranlaſſung des Auswärtigen Amtes hat ſich der kaiſer
liche Botſchafter in Petersburg für die baldige
Freilaſ=
ſung der Luftfahrer verwandt, aber die Antwort erhalten
daß zunächſt das Ergebnis der gerichtlichen Unterſuchung
abgewartet werden müſſe. Die Botſchaft iſt daraufhin
angewieſen worden, auf möglichſte Beſchleunigung des
Verfahrens hinzuwirken. Nach einem ſoeben
eingegan=
genen Telegramm der Botſchaft, wird die Unterſuchung
vorausſichtlich in den nächſten Tagen ihren Abſchluß
finden.
Abg. Dr. Frank (Soz.) fragt: Da in dem
Geſetzent=
wurf vom 25. Februar 1914, betreffend Aenderung der
Gewerbeordnung, für einen Teil theatraliſcher
Vorſtel=
lungen, neue Beſtimmungen vorgeſchlagen werden, iſt die
Befürchtung laut geworden, daß die zugeſagte Regelung
des ganzen Theaterweſens noch auf lange Zeit
hinaus=
geſchoben ſei. Iſt der Herr Reichskanzler bereit, darüber
Auskunft zu geben, ob noch in dieſem Jahr der Entwurft
eines Reichstheatergeſetzes dem Reichstag vorgelegt
wer=
den wird?
Direktor im Reichsamt des Innern Dr. Caſpar:
Die Vorbereitungen für die geſetzliche Regelung des
Theaterweſens ſind ſoweit vorgeſchritten, daß dem
Bun=
desrat in nächſter Zeit der Entwurf eines Geſetzes
vorge=
legt werden kann. Es wird von den Beratungen im
Bundesrat abhängen, wann der Entwurf an den
Reichs=
tag gelangt.
Es folgt die Abſtimmung über den Antrag, die
Petition der Bäckerinnung „Germania” nach Schutz gegen
Boykott und Streikausſchreitungen der Regierung als
Material zu überweiſen. Die Kommiſſion hat Uebergang
zur Tagesordnung beantragt. Die Abſtimmung bleibt
zweifelhaft. Es findet Hammelſprung ſtatt. Dabei
ſtim=
men für den Antrag 92 Abgeordnete, 150 ſtimmen
da=
gegen. Der Antrag iſt ſomit abgelehnt. Die Petition
wird durch Uebergang zur Tagesordnung
er=
ledigt. — Es folgt die dritte Leſung des
Geſetzent=
wurfes, betreffend die
Verlegung der deutſch=ruſſiſchen Landesgrenze
vom Memelſtrom bis zum Piſſekfluß. Das Geſetz wird
ohne Debatte definitiv angenommen. Es folgen
Rechnungsſachen, die ohne Debatte erledigt
wer=
den. Der Nachtragsetat für Südweſtafrika
(Diamanten=Einnahmen und Bahnbau Karibib-Windhuk)
wird ohne Debatte in dritter Leſung angenommen.
So=
dann beginnt die zweite Leſung des
Etats für Kiautſchou und das oſtaſiatiſche
Marinedetachement.
Der Abg. Nacken (Ztr.) erſtattet Bericht und führt
aus: Der Etat iſt mit großer Vorſicht aufgeſtellt worden.
Das Detachement bei Tſingtau zurückzuziehen, iſt
gegen=
wärtig noch nicht angängig. Die Verhältniſſe in
Kiautſchou ſind durchaus geſund. Der Handel iſt
geſtie=
gen und die Einwohnerſchaft hat ſich ſeit 1910 um etwa
20000 Perſonen vermehrt. Die deutſch=chineſiſchen
Hoch=
ſchulen müſſen ausgebaut werden, um der drohenden
amerikaniſchen Konkurrenz rechtzeitig vorzubeugen.
Staatsſekretär Großadmiral v. Tirpitz: Der
Marine=
verwaltung und mir perſönlich iſt vom allererſten Anfang
an klar geweſen, daß wir mit der Beſitzergreifung von=
Tſingtau einen guten Griff gemacht haben, obgleich vor
17 Jahren noch nicht alle Chancen voll überſehen werden
konnten. Wir ſind deshalb mit dem Tempo der
Entwicke=
lung der Kolonie vorſichtig vorgegangen. Die
berechtig=
ten Intereſſen der Chineſen ſind bei allem Feſthalten an
den Chancen ſtets berückſichtigt geblieben. Unſere
Ko=
lonie Tſingtau iſt dazu da, den Chineſen einen Einblick
in unſere wirtſchaftliche und kulturelle Stellung zu
ge=
währen. Die Herſtellung regelmäßiger und raſcher
Fluß=
verbindungen iſt notwendig, da durch die Bahnbauten
nach dem Innern des Landes ein größerer Güterumſchlag
zu erwarten iſt. Dazu kommt, daß Tſingtau der
nörd=
lichſte eisfreie Hafen Chinas iſt und ſomit ſtändig dem
Verkehr offen ſteht. Greifen wir jetzt zu, um den
deut=
ſchen Intereſſen in China Eingang zu verſchaffen. (
Bei=
fall.) — Abg. Dr. Paaſche (natlb.): Es hat ſich
nie=
mand zum Wort gemeldet. Da mnöchte ich es nicht
unter=
laſſen, dem Staatsſekretär die Anerkennung für das
aus=
zuſprechen, was unter ſeiner Leitung in China geſchehen
iſt. Wir hoffen, daß Kiutſchou immer mehr das wird,
was wir erſtreben: ein nutzbringendes Kulturzentrum in
Oſtaſien. China mit ſeinen vielen hundert Millionen
Menſchen iſt geeignet, für die deutſchen Intereſſen ein
außerordentlich günſtiges Abſatzgebiet abzugeben. Auf
Einzelheiten des Etats gehe ich nicht ein. Die beſte
Aner=
kennung iſt, daß ſich niemand gemeldet hat, um Kritik an
dieſem Etat zu üben. (Beifall.) — Damit ſchließt die
Diskuſſion. Der Etat wird angenommen
und eine Reſolution der Budgetkommiſſion auf
Einſtel=
lung einer Poſition zur Verbreitung der deutſchen Sprache
und Förderung der Privatſchulen für chineſiſche Schüler
in den nächſten Etat ebenfalls. Damit iſt die
Tages=
ordnung erſchöpft.
Der Präſident ſchlägt vor, die nächſte Sitzung
abzu=
halten am Donnerstag, den 26. März, nachmittags 2 Uhr,
und als Tagesordnung: Petitionen, Notetat,
Wahlprüfun=
gen, Duellantrag. — Abg. Graf Weſtarp (konſ.)
be=
antragt, zuerſt den Duellantrag und ſodann die
Wahlprü=
fungen vorzunehmen. — Abg. Ledebour (Soz.)
widerſpricht dem. Die Abſtimmung bleibt zweifelhaft.
Es findet Hammelſprung ſtatt. Für den Antraa Graf
Weſtarp ſtimmen 101 Abgeordnete, dagegen 122. Es
ver=
bleibt ſomit bei dem Vorſchlage des Präſidenten.
Schluß ¾4 Uhr.
* Berlin, 24. März. Die Budgetkommiſſion
des Reichstags beriet heute den Etat für das
Auswärtige Amt. Bei den Geſandtſchaften und
Konſulaten befindet ſich eine Mehrforderung von 480500
Mark. Dieſe Summe ſoll verwendet werden, um den
Zugang zu dem diplomatiſchen Dienſt den Befähigten ohne
Rückſicht auf die Vermögenslage zu ermöglichen nach einer
Forderung des Reichstags vom Jahre 1913, deren Be=
Nummer 84.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. März 1914.
Seite 5.
willigung der Staatsſekretär damals in Ausſicht ſtellte.
Der Staatsſekretär des Auswärtigen Amtes äußerte ſich
unter Hinweis auf die dem Reichstage vorgelegte
Denk=
ſchrift kurz über die Grundſätze der neuen
Beſoldungs=
ordnung. Die vom Reichstag gewünſchte Denkſchrift über
die Begründung einer Auslandshochſchule konnte noch
nicht fertiggeſtellt werden. In dieſer Angelegenheit ſind
eingehende Verhandlungen mit verſchiedenen Reſſorts
er=
forderlich die noch nicht abgeſchloſſen werden konnten.
Eine endgültige Stellungnahme zu dieſer Frage war
da=
her noch nicht möglich. Hinſichtlich der Vorbildung der
Beamten des Auswärtigen Dienſtes bemerkte der
Staats=
ſekretär, daß auf die juriſtiſche Grundlage nicht verzichtet
Awerden könne ohne daß man das Beſtehen beſtimmter
Exa=
mina überſchätzen ſollte. Der Wert der Perſönlichkeit
werde gerade im diplomatiſchen Dienſt ſtets beſonders
maßgebend ſein. Die ſeit kurzem durchgeführte Reform
der Vorbildung ſcheine ſich nach den bisherigen
Erfahrun=
gen zu bewähren. Die Vertreter verſchiedener
bürger=
lichen Parteien beantragten in einer Reſolution die
Errich=
tung einer Auslandshochſchule und die Einſetzung
einer Prüfungskommiſſion, vor der eine Prüfung
abzu=
legen iſt, von deren Beſtehen die Anſtellung im
Auslands=
dienſt abhängig gemacht werden ſoll. Staatsſekretär von
Jagow legte Verwahrung gegen generelle Vorwürfe ein
die von einem Mitgliede der Kommiſſion gegen unſere
Diplomatie erhoben wurden. Irrtümlich ſei die Annahme,
daß die Diplomatie überaltert ſei, und ebenſo
irrtüm=
lich ſei die Vorſtellung, daß es den deutſchen Diplomaten
an wirtſchaftlicher Vorbildung fehle. Daß die Aufgabe
der Botſchafter nicht allein auf wirtſchaftlichem ſondern in
erſter Linie auch auf politiſchem Gebiete liege, ſei klar und
zeigte ſich ja gerade in den letzten Jahren. Stabilität in
der Beſetzung der diplomatiſchen Poſten ſtrebe auch das
Auswärtige Amt an.
Der Staatsſekretär des Auswärtigen Amtes führte
verſchiedenen Kommiſſionsrednern gegenüber noch u. a.
aus, für ſolche diplomatiſchen Poſten, wo wirtſchaftliche
Spezialkenntniſſe beſonders bedeutungsvoll ſeien würden
gerade Beamte aus dem konſulariſchen Dienſt gewählt, die
beſonders gute wirtſchaftliche Kenntniſſe beſitzen.
Hin=
ſichtlich der Durchſetzung von Konzeſſionen in
überſeeiſchen Ländern ſei es eine falſche
Auffaſ=
ſung, anzunehmen, die Vertreter des Reiches müßten den
Kaufleuten die Konzeſſionen fix und fertig herausholen
Es ſei Aufgabe der Reichsvertreter, auf Möglichkeiten
aufmerkſam zu machen und zur Verwirlichung von
Pro=
jekten behilflich zu ſein. Die Arbeit der Erwerbung von
Konzeſſionen müßent aber die Intereſſenten ſelber leiſten.
Die Fälle ſeien nicht ſelten, wo die Intereſſenten zur
Aus=
nützung vorhandener Möglicheiten fehlten oder verſagten.
* Berlin, 24. März. Die 20. Kommiſſion
des Reichstags nahm in zweiter Leſung den Entwurf,
betreffend die Gebührenordnung für Zeugen
und Sachverſtändige im weſentlichen nach den
Be=
ſchlüſſen der erſten Leſung an.
Gerichtszeitung.
* Metz, 24. März. Heute beginnt vor dem
Ober=
kriegsgericht die auf mehrere Tage berechnete
Be=
rufungsverhandlung gegen den früheren Leutnant
Tiegs vom Fußartillerie=Regiment Nr. 16 in
Dieden=
hofen, der am 20. November vorigen Jahres wegen
Tot=
ſchlags, verübt an dem Fahnenjunker Förſter, von dem
gleichen Regiment, vom Kriegsgericht zu zehn Jahren
Zuchthaus und Ausſtoßung aus dem Heere verurteilt
worden war. Nach dieſer Verurteilung tauchte die
Ver=
mutung auf, daß Tiegs nicht ganz zurechnungsfähig ſein
könnte, weshalb er inzwiſchen auf ſeinen Geiſteszuſtand
beobachtet worden iſt. Zu der Verhandlung ſind mehrere
Sachverſtändige geladen.
* Metz, 24. März. In dem Prozeß gegen den
früheren Leutnant Tiegs vor dem
Oberkriegs=
gericht wurde bald nach der Eröffnung die Oeffentlichkeit
für die ganze Dauer des Prozeſſes wegen Gefährdung
mi=
litäriſcher Intereſſen ausgeſchloſſen.
* Luxemburg, 24. März. Vor dem
Zucht=
pollizeigericht begann heute vormittag die
Ver=
handlung gegen den Biſchof Koppes wegen ſeiner
be=
kannten Rede auf dem Metzer Katholikentage, deretwegen
eine Anzahl linksgerichteter luxemburgiſcher
Abgeordne=
ter Verleumdungsklage gegen den Biſchof angeſtrengt
hatte. Eine Reihe von Journaliſten aus Deutſchland,
die der damaligen Verſammlung des Katholikentages
bei=
wohnten, ſind als Zeugen geladen worden
* LLuxemburg, 24. März. (In dem Prozeß
gegen Biſchof Koppes vor dem
Zuchtpolizeige=
richt war eine Anzahl von Mitgliedern des Lokalkomitees
des Metzer Katholikentages als Zeugen erſchienen. Der
Biſchof ſelbſt war anweſend. Den Vormittag füllte die
Zeugenvernehmung aus. Der Biſchof ſelber äußerte ſich
über ſeine Rede, die er aus dem Stegreife gehalten habe.
Er habe damit keinen Abgeordneten beleidigen wollen.
Die Ausdrücke bezüglich der Freimaurerei ſeien zwei
päpſt=
lichen Enzykliken entnommen. Am Nachmittag begannen
die Plädoyers.
Der Kaiſer in Venedig.
* Venedig, 24. März. Ueberall werden feſtliche
Vorbereitungen für den Empfang des
deutſchen Kaiſers getroffen. Da die Kaiſerin
verhindert iſt, den Kaiſer zu begleiten, wird auch die
Königin Elena nicht nach Venedig kommen. Die Blätter
knüpfen an die Tatſache, daß der Miniſter des Aeußern
Marquis di San Giuliano den König nach Venedig
be=
gleiten wird, längere Kommentare. Zum Bankett an Bord
der „Hohenzollern” am Mittwoch abend, werden die
Spitzen der Militär= und Zivilbehörden von Venedig
Einladungen erhalten.
* Venedig, 24. März. Der Kaiſer mit Gefolge
iſt im Sonderzug um 9,40 Uhr hier eingetroffen;
General=
oberſt v. Keſſel iſt dem Gefolge hinzugetreten. Beim
Einlaufen des Zuges ſpielte die Stadtkapelle die deutſche
Hymne. Auf dem Bahnhofe waren erſchienen der deutſche
Botſchafter v. Flotow, Militärattaché Major v. Kleiſt,
Marineattaché Korvettenkapitän Freiherr v.
Senar=
clens=Grancy, die Kommandanten der deutſchen
Kriegsſchiffe, der deutſche Konſul Rechſteiner, die
Spitzen der italieniſchen Behörden und die Mitglieder
des venetianiſchen Adels. Der Kaiſer, der kleine
Admi=
ralsuniform trug, begrüßte die Verſammlung auf das
freundlichſte. Der Kaiſer übergab dem Sindaco 3000
Mark für die Hinterbliebenen der mit dem Hafendampfer
Verunglückten.
* Venedig, 24. März. Nach dem geſtrigen
düſte=
ren Trauertage herrſchte heute prachtvolles
Früh=
lingswetter. Die öffentlichen Gebäude und
Privat=
paläſte ſind reich beflaggt. Der Canale Grande iſt
beſon=
ders prachtvoll geſchmückt. Zahlloſe Gondeln und
Motor=
boote führen die Behörden zum Bahnhof. Herrliche
Tep=
piche und reicher Pflanzenſchmuck vom Anlegeplatz bis
zum Ende des Bahnſteiges, der mit reichsdeutſchen und
italieniſchen Wappen behängt iſt, verleihen der Station
ein feſtliches Gepräge. Das Ufer des Canale Grande iſt
ſchwarz voll Menſchen. Eine große Menſchenmenge hält
die Stufen einer gegenüberliegenden Kirche dicht beſetzt.
Um 9,20 Uhr waren bereits alle Behörden: der deutſche
Botſchafter, Admiral Souchon und die Kommandanten
der deutſchen Kriegsſchiffe anweſend. 20 Minuten ſpäter
fuhr der Hofzug auf der Station ein, während die
Stadt=
kapelle die deutſche Nationalhymne intonierte. Der
Kai=
ſer begrüßte, am Wagenfenſter ſtehend, militäriſch die
Er=
ſchienenen, ſprang ſchnell heraus und ſchüttelte zunächſt
dem Vizeadmiral Garolli herzlichſt die Hand und
unter=
hielt ſich ſodann angelegentlichſt mit dem Bürgermeiſter.
Nach der Begrüßung des deutſchen Botſchafters und der
Herren der Botſchaft durchſchritt der Kaiſer den
Warte=
ſaal. Der Kaiſer ſah blühend aus und war in
ausge=
zeichneter Stimmung. Das ſpalierbildende Militär
ſchul=
terte beim Erſcheinen des Monarchen das Gewehr und
die Menge brach in laute Hochrufe aus. Der Kaiſer
beſtieg, begleitet von dem Generaladjutanten v. Pleſſen
und ſeinem Flügeladjutanten, das Ruderboot der „
Hohen=
zollern‟. Den Fahrzeugen des venetianiſchen Ruderklubs
folgend, durchſchnitt das kaiſerliche Boot blitzſchnell die
Fluten des Canale Grande. Das ſich an den Fenſtern und
den Balkonen befindende Publikum begrüßte das Boot
überall auf das lebhafteſte. In Motorbooten folgte das
übrige Gefolge dem kaiſerlichen Boot in geringer
Ent=
fernung. Als das kaiſerliche Boot in Sicht kam, feuerte
der Kreuzer „Breslau” Geſchützſalut und die auf dem
Oberdeck aufgeſtellte Mannſchaft begrüßte den Kaiſer mit
einem lauten dreimaligen Hurra. Gleichzeitig führte das
Luftſchiff Parſeval” glänzend gelungene Manöver aus
denen der Kaiſer die größte Aufmerkſamkeit ſchenkte. Um
10 Uhr ſtieg der Kaiſer an Bord der „Hohenzollern”
noch=
mals durch Salven begrüßt.
* Venedig, 24. März. An Bord des Schiffes ließ
ſich der Kaiſer zunächſt die Schiffsmannſchaft
vorſtel=
len, die bei dem Dampferunglück Hilfe leiſtete. Mittags
war Frühſtückstafel an Bord. 1 Uhr 45 Minuten
nach=
mittags begab ſich der Kaiſer im Ruderboot mit Gefolge
nach dem Palaſt Vallis Moncenigo am Canale Grande.
Um 5 Uhr nahm der Kaiſer den Tee bei Graf und Gräfin
Papadopoli.
* Venedig, 24. März. Zur Abendtafel an
Bord der „Hohenzollern” wurden geladen der deutſche
Botſchafter, der Militär=Attaché und der Marine=Attaché,
ſowie Graf Farini.
Luftfahrt.
* Johannisthal, 24. März. Der Flieger
Linnekogel ſtellte heute mittag auf einem Rumpler=
Eindecker neueſter Konſtruktion einen
Welthöhen=
rekord mit einem Fluggaſt auf, da er eine Höhe von
5500 Metern erreichte.
Turnen, Spiele und Sport.
* Fußballſport. F.=K. Olympia=Darmſtadt
1898. Das 3. Pokalſpiel der Nord= und Weſtkreis=
Fuß=
ballrunde gegen die Ligamannſchaft des F.=Sp.=V.
Frank=
furt endete nach intereſſantem Verlauf mit 111
unentſchie=
den. Olympia unternahm durch einen unverhofften
Durchbruch und unhaltbaren Schuß des Mittelſtürmers
Ensgraber die Führung. Doch nicht allzu lange konnte
ſie dieſe behalten. Schon vor Halbzeit gelang es der
un=
ermüdlich angreifenden Stürmerreihe der Gäſte, den
Aus=
gleich herbeizuführen. Das Spiel wurde ſehr flott
durch=
geführt und zeigte recht ſpannende Momente. — Dem
Spiel der 1. Mannſchaft ging das Privatſpiel der 2.
Mannſchaft gegen die 1. Mannſchaft des Fußball=
Klubs Olympia=Lorſch voraus. Die
Darm=
ſtädter Mannſchaft gewann mit 210. Beide Tore erzielte
der Halbrechte Mager. Die Gäſte zeigten gutes
Zuſam=
menſpiel. Die Einheimiſchen verdanken den ſchönen
Er=
folg in erſter Linie dem vorzüglichen Torwächter Böcher.
— Nächſten Sonntag, den 29. März, findet, wie in allen
größeren Plätzen Deutſchlands, ſo auch hier, ein
Wald=
lauf ſtatt. Nähere Mitteilungen folgen noch.
Der Rochetteausſchuß in Frankreich.
* Paris 23. März. In der
Nachmittags=
ſitzung lehnte Maitre Bernard neuerlich ab, ſeinen
unbekannten Gewährsmann zu nennen und über die
Unterredungen mit Caillaux Aufſchluß zu geben. Dieſe
Ablehnung ſei endgültig. Auf Bitten Caillaux’ erklärte
er, daß der Gewährsmann mit Caillaux nicht identiſch
ſei. Briand erinnerte an die Interpellation über die
Rochette=Angelegenheit, auf welche er habe antworten
müſſen und betonte, daß er durchaus eine korrekte Rolle
ſpielte. Von Anfang der Sache an habe er dem
Staats=
anwalt die Anweiſung gegeben, Rochette ſtreng zu
über=
wachen, und wenn er verdächtig erſchiene, ihn vor
Er=
öffnung der Unterſuchung fragen zu laſſen, ob er eine
Nachprüfung der Bücher zulaſſen wolle. Als Briand zum
zweitenmale Juſtizminiſter war, plädierte Rochette für
Nichtigkeit des Verfahrens und Verjährung. Briand
ließ den Generalſtaatsanwalt rufen und machte ihm
hef=
tige Vorwürfe, daß er einen Aufſchub von ſieben
Mo=
naten gewährt habe, und verhehlte ihm nicht, daß er ihn
ganz dafür verantwortlich machen würde. Fabre
zö=
gerte zunächſt mit der Antwort, ſagte aber ſchließlich, er
habe dieſen Aufſchub gewährt, weil er dazu gezwungen
worden ſei. Als Beamter ſei er gewöhnt, zu gehorchen
und habe geglaubt, ſich einem höheren Befehl beugen zu
müſſen. Briand erklärte weiter, er ſei wenige Tage vor
dem Tode Calmettes telephoniſch zu Barthou gerufen
worden, wo er Calmette getroffen habe. Barthou habe
ihm geſagt daß Calmette den Bericht habe veröffentlichen
wollen. Er — Briand — habe Calmette beſchworen,
dies nicht zu tun und Calmette habe dies mit ſeinem
Ehrenwort verſprochen Ein Ausſchußmitglied bemerkte
darauf, er habe am Tage des Amtsantritts des Kabinetts
Doumergues in einer Redaktionsſtube gehört, daß
Bar=
thou den Bericht Fabres beſitze, mit welchem er ſeine
Gegner erdolchen könnte, wann er wollte. An dem
an=
geblichen Montag, fuhr das Ausſchußmitglied fort,
tele=
phonierte man mir, daß man den Bericht Fabres am
an=
dern Morgen veröffentlichen werde. Dieſe Nachricht
wurde mir von einem Redakteur des Figaro beſtätigt.
Briand wiederholte, daß Calmette ſein Ehrenwort
ge=
wiß nicht gebrochen hätte. Ein Ausſchußmitglied
be=
merkte darauf: Ja, aber außer Calmette konnte auch ein
anderer eine Abſchrift des Berichts beſitzen. Die
Unter=
redung mit dem Oberſtaatsanwalt Fabre ſchilderte Briand
ebenſo wie dieſer. Von dem ihm durch Fabre
übergebe=
nen Schriftſtück habe er ſeinen Kollegen im Miniſterrat
Mitteilung gemacht; dann habe er das Schriftſtück in
Großherzogliches Hoftheater.
Dienstag, den 24. März.
Zum erſten Male:
Belinde.
Ein Liebesſtück in 5 Aufzügen von Herbert Eulenberg.
W-l. Herbert Eulenbergs Trauerſpiel „Belinde‟ — die
modernen Dramatiker vermeiden mit faſt komiſcher Furcht
die Bezeichnung „Trauerſpiel oder „Tragödie‟ —
behan=
delt das pſychologiſch und juriſtiſch intereſſante Enoch
Arden=Thema, das tragiſche Schickſal des verſchollenen und
tot geſagten Mannes der nach Jahren in ſeine Heimat
zurückkehrt und ſein Weib im Beſitze eines andern und ſich
ſeiner Rechte als Gatte und Hausherr entſetzt ſicht. Zwar
iſt Beliade, als ihr Gatte Eugen nach zehn Jahren
zurück=
kehrt, nicht die Frau, ſondern nur die Verlobte eines
andern, aber für die pſychologiſche Behandlung des
The=
mas iſt es dasſelbe. Eugen, dem von den Verwandten
ſeiner Frau ſeine Armut vorgeworfen worden war, war
vor zehn Jahren nach Amerika gegangen, um reich zu
wer=
den und ſeine über alles geliebte Frau zu beglücken. Er
hatte nicht geſchrieben, anfangs weil es ihm zu ſchlecht
ging, ſpäter nicht, „aus Trotz” — eine etwas
unwahr=
ſcheinliche Motivierung, aber der Dichter braucht ſie und
das genügt. Als er zurückkehrt, findet er „ſeinen Stuhl
beſetzt und ſeine Frau auf ewige Zeiten ihm verloren”.
Sie hat einem Jüngling, Roger, ihr Herz zugewandt, der
„die Kerze ergriffen hatte, die auf dem Tiſche ſtand und
darauf brannte, daß einer ſie ergriff” und beabſichtigt,
ſich mit ihm zu vermählen. Tags vorher erſcheint Eugen
wie das Geſpenſt aus dem Grabe und ſtellt ſich zwiſchen
beide Geliebte. Er weicht nicht und will nicht weichen,
vielmehr bis zum letzten Atemzug „um jeden Finger und
jedes Haar von ihr kämpfen” Auch Roger verzichtet nicht
auf das geliebte Weib. Schließlich entſcheidet zwiſchen
beiden ein ſogen, amerikaniſches Duell, bei dem das
Todeslos auf Roger fällt, infolgedeſſen er ſich erſchießen
muß. Belinde, anfangs verzweifelt und „wie Niobe,
ganz Tränen”, wird durch die Treue und ſtandhafte Liebe
ihres edelgeſinnten Gatten gerührt, und die alte Liebe
zu ihm erwacht wieder in ihrem Herzen. Aber mit dem
Makel der Untreue belaſtet und in dem Gefühl, ſeiner
Liebe nicht mehr würdig zu ſein nimmt ſie Gift und büßt
ihre Untreue durch den Tod. Eugen, dem ohne ſie das
Leben wertlos geworden iſt, beſchließt, ihr zu folgen und
den freiwilligen Hungertod zu ſterben.
Das Trauerſpiel iſt bis zu dem Tode Rogers im
3. Akte ſehr ſpannend. Mit dem vierten Akte ſetzt die
pſychologiſche Motivierung der inneren Umwandlung
Belindes ein, mit der ſich der Verfaſſer eine hohe und
ſchwierige, aber im Sinne eines echten Dichters gelöſte
Aufgabe geſtellt hat. Wenn der innere Wert der beiden
letzten Akte auch höher ſteht, als der der erſten, ſo läßt die
dramatiſche Spannung andererſeits infolge des
Hervor=
tretens des rein Pſychologiſchen zum Nachteil der
Hand=
lung und der langen Dialoge nach.
In dem „verſchlungenen Garten des Innern”
Belin=
dens ſich zurechtzufinden iſt nicht ſo ganz leicht. Das
Urteil über das Stück ſelbſt iſt aber abhängig von der
Be=
urteilung ihres Charakters in deſſen Zeichnung ſich der
Verfaſſer, wie ſchon bemerkt, als ein echter Dichter zeigt,
der die ſeeliſchen Regungen und Empfindungen eines
Weibes bis in die Tiefen nachſpürt und die einzelnen
Fäden ſeines Gewebes mit pſychologiſcher Feinheit zu
einem Ganzen geſchickt zu vereinigen weiß. Je ſchwieriger es
von Anfang iſt, die ſeeliſche Metamorphoſe Belindens
glaub=
würdig zu machen, deſto größer iſt der Triumph für den
Dichter, wenn es gelungen iſt.
Ein von vornherein feſt umgrenzter Charakter von
imponierender Konſequenz, ein ganzer Mann, iſt Eugen,
während Roger der gänzlich im Banne ſeiner
Liebes=
raſerei ſtehende jugendliche und beglückte Liebhaber iſt.
Die epiſodiſche Rolle des — viel zu breit behandelten —
Hyazinth nimmt etwa die Stelle des Narren in den
Shake=
ſpeareſchen Tragödien ein, der unter der Maske des Toren
ſich in geiſtreichen Paradoxen bewegt und den Ernſt des
Lebens perſifliert.
Das Stück, das mit Ausnahme der auf dieſen Weiſen
im Gewande des Halbidioten ſich beziehenden Stellen in
Verſen geſchrieben iſt, zeichnet ſich durch Schönheit und
Tiefe der Sprache aus und muß als ein tiefangelegtes
und poetiſches Werk bewertet werden. Neben den
Vor=
zügen aber können auch die Mängel nicht unerwähnt
blei=
ben. Ein Fehler iſt es daß die entſcheidende Wendung in
der Handlung dem Zufall in Geſtalt eines „amerikaniſchen
Duells” überlaſſen wird während ſie ſich aus den
Be=
gebenheiten und Charakteren mit innerer Notwendigkeit
heraus entwickeln ſoll. Hätte der Zufall, über den der
Dichter nicht Herr iſt, dem Eugen anſtatt Roger den
wei=
ßen Todesball in die Hände geſpielt, ſo wären die beiden
letzten Akte nicht möglich geweſen. Sodann tritt die
Figur des Hyazinth zu aufdringlich in den Vordergrund
und paralyſiert nicht ſelten die ſchönſten tragiſchen
Wir=
kungen, obwohl man ja die Abſicht des Dichters, die ihn
dabei geleitet hat, wohl erkennt.
Die Aufführung darf höchſtes Lob beanſpruchen Die
Regie führte Herr Paul Eisner, der mit dieſem Debut
als Regiſſeur viel Ehre eingelegt hat. Als Belinde gab
Frl. Pils eine tief angelegte, fein ausgearbeitete und
konſequent durchgeführte, dabei intereſſante
Charakter=
ſtudie. Nur das pathetiſche Sprechen hat ſie noch nicht
ganz abgelegt. Brillant war Herr Baumeiſter, der
die Rolle des Eugen ſo lebenswahr und lebenswarm
ſpielte, daß man ſie ſich beſſer dargeſtellt nicht denken
kann. Den Jüngling Roger ſpielte Herr Ehrle mit der
ganzen Leidenſchaft eines in Liebesparoxysmus
befange=
nen Jünglings. Die Liebe iſt bei Eulenberg oft mehr
Sinn=
lichkeit, Als Hyazinth, der ewig behandſchuhte Mann „vom
letzten Adel”, bot Herr Harprecht gleichfalls eine fein
durchdachte und charakteriſtiſch durchgeführte Leiſtung.
Die kleineren Rollen des Ignaz, des Moritz und des
Phi=
lipp fanden in den Herren Heinz, Waſſermann
und Peter ſen vortreffliche Vertreter. Die Rolle des
Backfiſches Cäcilie ſpielte Frl. Horn anmutig und
natür=
lich. Nur muß ihre Sprechweiſe noch fließender werden.
Das Stück hat nur eine Szene, nämlich das Zimmer
Belindens das mit gewohntem Geſchmack ausgeſtattet
war. Das Haus wurde erſt nach dem dritten Akt während
der längeren Pauſe erhellt, die übrigen Pauſen waren
ganz kurz. Das Publikum nahm die Neuheit ſehr
bei=
fällig auf.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. März 1914.
Nummer 84,
einen verſiegelten Umſchlag getan und es dem
Perſonal=
direktor übergeben. Es ſei kein amtliches Schriftſtück
ge=
weſen; er hätte den Eindruck gehabt, als ob ihm Fabre,
nur um ſich zu ſichern, nur eine Kopie des Schriftſtückes
übergeben habe. Als er, Briand ſpäter
Miniſterpräſi=
dent geworden ſei und das Juſtizminiſterium verlaſſen
habe, habe er das Schriftſtück ſeinem Nachfolger,
Bar=
thou, übergeben und dann nicht mehr davon ſprechen
hören. In der morgigen Sitzung wird Barthou
ver=
nommen.
* Paris, 24. März. Der Rochette=Ausſchuß
vernahm heute vormittag zunächſt den früheren
Miniſter=
präſidenten Barthou. Dieſer verwahrte ſich entſchieden
gegen den Vorwurf, daß er die Kampagne des Figaro
gegen Caillaux angeſtiftet und Calmette verſchiedene
Schriftſtücke geliefert habe. Er habe im Gegenteil auf
An=
regung Doumergues den Direktor des Figaro, Calmette,
erſucht, gewiſſe Depeſchen über gewiſſe Angelegenheiten,
welche nicht innerer Natur waren, nicht zu veröffentlichen,
und Doumergue und Caillaux haben ihm dafür lebhaft
gedankt. In der Rochette=Affäre habe er ſich vor drei
Jahren einen Angriff des radikalen Rappel zugezogen,
weil er dem Erſuchen des Herausgebers dieſes Blattes,
Dumesnil, eine Unterſuchung gegen einen der
Sachver=
ſtändigen anzuordnen, nicht Folge geleiſtet habe. Kurz
nachdem das Miniſterium Monis an das Ruder
gekom=
men ſei, habe er erfahren, daß der Rochette=Prozeß
ver=
tagt werden ſolle. Er habe zu Caillaux geſagt: Es gehen
merkwürdige Dinge zu. Monis hat den Oberſtaatsanwalt
kommen laſſen, um die Rochette=Affäre zu verſchieben.
Caillaux habe geantwortet, er habe bei Monis Schritte
unternommen, um den Aufſchub zu erlangen. Caillaux
habe hinzugefügt, Rochette beſitze eine Liſte der
Emiſſio=
nen verſchiedener Geſchäfte. Er beabſichtige, dieſe Liſte
zu veröffentlichen, was eine große Aufregung hervorrufen
könnte. Er habe bei Monis interveniert, damit derſelbe
dieſe Enthüllungen Rochettes verhindere. Barthou ſagte
weiter: Auf meine Frage, warum er ſich nicht an den
Juſtizminiſter gewandt habe, antwortete Caillaux, daß es
ſich da um die richtige Manier handle. Der Juſtizminiſter
Perrier beſitze dieſe nicht.
Barthou ſagte weiter aus, als Briand ihm den
Bericht Fabres übergeben habe, riet er ihm, dieſen auch
an ſeinen Nachfolger weiter zu geben, denn es handle ſich
um ein ihm perſönlich übergebenes Dokument. Er,
Bar=
thou, habe daran gedacht, den Bericht zu vernichten und er
ſei glücklich, daß er es nicht getan habe. Er habe es ſtets
abgelehnt, den Bericht auszuliefern, namentlich Calmette
gegenüber. Calmette habe ihm geſagt, daß er ſich
ander=
weitig eine Abſchrift davon verſchafft habe. Er, Barthou,
und Briand hätten darauf beſtanden, daß Calmette den
Bericht nicht veröffentlichen ſollte. Calmette gab ſein
Ehrenwort und fügte hinzu, er werde einen ſehr genauen
Auszug veröffentlichen. Auf ihm vorgelegte Fragen faßt
ſich Barthou dahin zuſammen, daß er den Bericht Fabres
ſeinem Nachfolger nicht übergeben habe, nachdem er zu
Briand bemerkte, daß es ſich um kein amtliches
Schrift=
ſtück handle, und da er glaubte es könnten ſich
Unzuträg=
lichkeiten ergeben, wenn der Bericht von Hand zu Hand
ginge. So habe er den Bericht mitgenommen, ohne daß
Briand einen Einwand gemacht habe; denn beide hätten
damals dem Dokument keine außergewöhnliche Bedeutung
beigemeſſen.
* Paris 24. März. Die Kammer nahm ohne
Erörterung einen von Jaurés eingebrachten
Geſetz=
entwurf an, der beſtimmt, daß die Rochette=
Kommiſſion von den richterlichen Vollmachten
Ge=
brauch machen könne, die ihr geſtern und vorgeſtern vom
Parlament und der parlamentariſchen
Unterſuchungs=
kommiſſion zugebilligt worden ſind.
Das Attentat der Frau Caillaux.
* Paris 23. März. Die frühere Mitarbeiterin des
Figaro, Frau Macagne Eſtredere, welche vom
Unter=
ſuchungsrichter Boucard in der Angelegenheit der Frau
Caillaux vernommen wurde, erklärt, daß
Cal=
mette vergeblich einer Perſon 30000 Francs angeboten
habe, welche ihm eine Zuſammenkunft mit der
geſchiede=
nen Frau Caillaux=Dupré verſchaffen ſollte, welche
pho=
tographiſche Kopien mehrerer Privatbriefe Caillaux’
be=
ſitze. Calmette habe auch ihr ein ähnliches Anerbieten
gemacht, doch habe ſie dasſelbe gleichfalls abgelehnt. Der
Komponiſt Iſidor de Lare beſtätigt, daß Frau Macagne
Eſtredere bei der Fürſtin von Monaco bei einem
Früh=
ſtück, welchem auch Frau Caillaux beiwohnte, von dieſem
Anerbieten Calmettes erzählt habe. Er habe den Ein=
druck gehabt, daß Calmette ſich eine Waffe gegen Caillaux
verſchaffen wolle.
* Paris, 24. März. Der Figaro veröffentlicht
bezüglich der Ausſage ſeiner ehemaligen Mitarbeiterin
Macagne Eſtredere, wonach Calmette 30000 Francs
an=
geboten habe um eine Zuſammenkunft mit der
geſchiede=
nen Gattin Caillaux', der Beſitzerin verſchiedener intimer
Briefe des letzteren, zu erlangen, eine Note, in der dieſe
Behauptung als höchſt unwahrſcheinlich bezeichnet wird.
Calmette, welcher alle Welt kannte, habe nicht nötig
ge=
habt, 30000 Francs für eine derartige Zuſammenkunft
zu bezahlen. Es ſei auch höchſt unwahrſcheinlich, daß
Calmette, deſſen Vorſicht und Verſchwiegenheit
ſprich=
wörtlich waren, über dieſe Dinge mit Frau Eſtredere
ge=
ſprochen hätte. Er habe über ſeine Kampagne nur mit
einigen Mitarbeitern geſprochen, zu denen er vollſtes
Vertrauen hatte. Die Fürſtin von Monaco welche der
Verteidiger der Frau Caillaux, Labori, gleichfalls als
Zeugin namhaft gemacht hatte, wird kaum vorgeladen
werden. Sie wird, obgleich ſie geſchieden iſt, als
ſoupe=
räne Fürſtin angeſehen, und deren Vorladung könne nur
durch diplomatiſche Vermittelung erfolgen. Der
Unter=
ſuchungsrichter Boucard, der die Unterſuchung nicht
ver=
zögern wolle, dürfte daher auf die Zeugenausſage der
Fürſtin von Monaco verzichten.
Schiffsunglück auf der Spree.
* Köpenick, 24. März. Heute abend gegen 5½
Uhr wurde auf der Spree ein Fährkahn, der von der
Spindlerſchen Fabrik nach der Lindenſtraße überſetzen
wollte, von einem Schleppdampfer angerannt und zum
Sinken gebracht. Von den ſämtlichen Inſaſſen, etwa 20
bis 22, darunter viele Frauen, konnten nur 7
ge=
rettet werden. Bisher konnte nur die Leiche einer
jungen Frau geborgen werden.
* Köpenick, 24. März. Zu dem Unglück aut
ver Oberſpree wird noch gemeldet: Um 5¾ Uhr
ließen ſich 22 Arbeiter der Spindlerſchen Fabrik nach dem
anderen Ufer der Spree überſetzen. Ein von einem
Schleppdampfer gezogener Kahn fuhr gegen die Fähre,
dieſelbe kippte um und ſämtliche Inſaſſen fielen ins
Waſ=
ſer. Bis 7 Uhr waren 6 lebend geborgen. Nach den
Ausſagen der Geretteten hat der Führer des Dampfers
Schuld an dem Unglück. Die Verunglückten ſind
Fami=
lienväter aus Friedrichshagen.
* Köpenick, 24. März. Zu dem Untergang
des Fährbootes wird noch gemeldet: Um ¾6 Uhr
iſt das Fährboot, das mit 21 Perſonen beſetzt war — die
Zahl ſteht noch nicht genau feſt — von dem
Schlepp=
dampfer „Paul” der Reederei Pankow, Führer Max
Polzenhagen aus Stralau, zum Kentern gebracht
worden. 9 Perſonen konnten gerettet werden, 11 bis
12 ſind wahrſcheinlich ertrunken. Die
ge=
naue Zahl ſteht noch nicht ſeſt. Der Führer des
Schlepp=
dampfers gibt an, daß er ſich vor dem Zuſammenſtoß in
der Kajüte aufgehalten habe und die Führung dem 19 Bootsmann Karl Valentin übertragen habe. Auf
das erſte Warnungsſignal eilte er an Deck. Auf das zweite
Warnungsſignal, gab er dem Botsmann den Befehl, links
zu ſahren. Der Schleppdampfer kam auch noch an dem
Fährboote vorbei. Das geſchleppte Schiff kam jedoch
ge=
gen die Fähre. Polzenhagen gibt an, daß das Unglück
nicht geſchehen wäre, wenn das Schiff in dem Fahrwaſſer
des Dampfers gehalten hätte.
Vermiſchtes.
— Von der Intelligenz der Fiſche. Der
ehemalige Vorſteher und Leiter des Armenhauſes von
Mantua, Lazzé, in Nonno weiß eine intereſſante
Beob=
achtung mitzuteilen Im Garten des Armenhauſes befand
ſich ſeit Jahren ein Waſſerbaſſin von etwa 1½ Meter
Tiefe, in dem, man weiß nicht woher, unter vielen kleinen
Fiſchen vier ſchöne Karpfen ihren Wohnſitz aufgeſchlagen
hatten. Lazzé hatte es ſich zur Gewohnheit gemacht,
täg=
lich Brotſtücke in das Baſſin zu werfen, und mußte
mit=
der Zeit die Wahrnehmung machen, daß die Karpfen unter
all den anweſenden Fiſchen die einzigen waren, die ſich
an dieſe Fütterung gewöhnten. Sobald die Fiſche ihr
Stück Brot erhalten hatten, tauchten ſie in die Tiefe des
Waſſers und waren nicht mehr zu ſehen. „Eines Tages”,
berichtet Lazzé, „vergaß ich die Fütterung, ich war
ander=
weitig beſchäftigt. Plötzlich kommt mein kleiner Junge
ganz aufgeregt herbeigelaufen. Vater, Vater, da ſind
Fiſche, die den Kopf aus dem Waſſer herausſtrecken!” Ich
eilte zu dem Baſſin und ſah mit Staunen die vier Karpfen:
ſie ſtreckten wirklich die Köpfe aus dem Waſſer hervor und
ſchienen auf etwas zu warten. Ich warf ihnen ihre
Brot=
rationen zu, und ſie verſchwanden ſofort. Allein der Vor= begann mich zu beſchäftigen, ich wollte nun ergrüns
den, ob die Fiſche wirklich Intelligenz beſitzen, und
ſo=
wiederholte ich das Experiment viermal, gab ihnen einige=
Tage lang ihr Futter, machte dann aber eine Pauſe.
Wenn ich an dieſem Tage ſpäter zum Baſſin kam, fand
ich die Karpfen ſtets mit aus dem Waſſer geſtreckten
Köpfen gleichſam wartend vor, als wollten ſie ſagen:
Wo=
bleibt denn heute unſer Brot? Seitdem bin ich zu der
Ueberzeugung bekehrt, daß auch die Fiſche Intelligenz
he=
ſitzen.”
Literariſches.
* Herbert Eulenbergs Liebesſtück „Belinde
das geſtern ſeine Erſtaufführung am Darmſtädter Hofs
theater erlebte, iſt im Verlag von Kurt Wolff in Leipzig,
als Buch erſchienen. Auch die Dramen „Alles um Geld‟,
„Dogenglück”, „Simſon” ꝛc. ſind in demſelben Verlagee
ſchienen.
— Das Märzheft (Nr. 15) vom Pariſer Chie
kommt wie der Frühling mit Glanz und Blüten! Und
— die neue Mode iſt da! Wieder ſind es mehr als 100
Modelle in allen Kleiderarten, Bluſen, Bluſenröcken, in
Kindergarderoben, die das Märzheft vom Pariſer Chie
bringt. Und beim Durchblättern dieſes Heftes wird es
einem wirklich frühlingswarm zu Sinn. Wie reizende
Glockenblumen ſehen manche Koſtüme aus, bei manchen
denkt man an die Blüte des Krokus. Wer ſich die erſten
Frühlingsveilchen kauft, der kauft ſich wißbegierig und
ſehnſuchtsvoll auch das Märzheft vom Pariſer Chic. —
Abonnements nimmt jede Buchhandlung, Poſtamt oder
direkt der Verlag Guſtav Lyon. Berlin SW. 68,
Schützen=
ſtraße 8, entgegen. Preis 40 Pfg pro Heft, 1,20 Mark
vier=
teljährlich und 4,50 Mark pro Jahr.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Straßburg i. E., 24. März. Die Zweite
Kam=
mer ſtimmte heute gegen die Stimmen der Sozialdemos
kraten, die den Termin des
Wiederzuſammen=
tritts der Kammer auf den 3. November feſtſetzen
wollten, dem Regierungsvorſchlag auf Vertagung des
Landtages bis zum 17. November zu.
* München, 24. März. Heute mittag 12 Uhr beſuchte
der König von Württemberg mit dem Ehrendienſt
das Rathaus. Er wurde vom Oberbürgermeiſter Dr.
Borſcht und dem Bürgermeiſter Brunner am
Ein=
gang des Rathauſes empfangen und durch die
Repräſen=
tationsräume geführt, wobei ihm der Oberbürgermeiſter
einen Willkommentrunk der Stadt darreichte. Der König
dankte für die Begrüßung und trank auf das Wohl, das
Wachſen und Blühen der Stadt. Darauf begab ſich das
Königspaar mit Gefolge und dem Ehrendienſt zu einem
Frühſtück in der württembergiſchen Geſandtſchaft, zu dem
noch weiter geladen waren: Staatsminiſter Graf von
Hertling, Oberſtzeremonienmeiſter Graf von Moy, der
bayeriſche Geſandte in Stuttgart Graf v. Moy,
Legations=
rat Freiherr von Gemmingen und andere.
* München, 2.). März. Ueber die parlamentariſche
Behandlung des Falles Abreſch wird noch bemerkt,
daß das Direktorium der Kammer keine Schritte zur
Prä=
ziſierung des Rechtsſtandpunktes unternehmen wird, da
dieſer klar liegt. Abgeordneter Abreſch wurde ſeinerzeit
vom Zentrum und dem Bund der Landwirte in den
Land=
tag gewählt.
* Danzig, 24. März. Der Dampfer „Franziska” der
in der Nacht zum Montag am Danziger Heiſterneſt
ſtran=
dete, iſt heute nachmittag von privaten und fiskaliſchen
Dampfern abgeſchleppt und nach dem Danziger
Ha=
fen gebracht worden.
* Sofia, 24. März. Die Sobranje wurde auf den
2. April zu einer außerordentlichen Seſſion
einbe=
rufen.
* Rom, 24. März. Der König unterzeichnete heute
die Ernennung des Generals Grandi zum
Kriegs=
miniſter. General Taſſoni wurde zum
Unterſtaats=
ſekretär im Kriegsminiſterium ernannt.
* Athen. 24. März. Wie die Agence d’Athenes
mel=
det, wird ſich der Miniſterpräſident Venizelos
wahr=
ſcheinlich in Begleitung des Miniſters Streit nach
Korfu begeben, um den deutſchen Kaiſer zu
be=
grüßen.
* Kapſtadt, 24. März. Der engliſche
Arbeiter=
führer Tom Mann iſt in Kapſtadt eingetroffen.
* Neu=York, 24. März. Ein Telegramm aus Elverijel
im Staate Durango meldet: Der wirkliche Angriff auf
Torreon begann geſtern. General Villa beſetzte Lerdo
und ging widerſtandslos mittags zum Angriff auf General
Gomez in Patacio vor, wo ein ſehr blutiges Gefecht
ſtatt=
ſtand. Die Verluſte waren auf beiden Seiten ſehr ſchwer,
große Maſſen Verwundeter wurden nach dem Hoſpital in
Elverijel gebracht. Nach einem Telegramm des
Haupt=
quartiers der Aufſtändiſchen in Matamoros nahmen
die Aufſtändiſchen Guerrero nach
neunſtündi=
gem Kampfe ein.
Ein Dementi.
* Paris, 24. März. Die Agence Havas ſetzt den
Ge=
rüchten von Spaltungen im Kabinett und dem
beabſichtigten Zurücktreten gewiſſer Miniſter ein
formelles Dementi entgegen.
Briefkaſten.
H. St., hier. Frau K. hat tatſächlich einmal
aus=
nahmsweiſe die Eliſabeth geſungen.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Der Hausarzt empfiehlt bei Neigung zur Verſtopfung,
räger Verdauung, uſw.
(I,7749
(Californiſcher Feigen=Syrup),
das wohlſchmeckende, milde
Califie
2 und zuverläſſige Abführmittel,
das für Kinder und Frauen beſonders geeignet iſt.
In allen Apotheken zu haben, zu Mk. 1.50 die Originalflaſche; extra groß
Flaſche Mk. 2.50. Beſtandteile: Spr. ſei Californ. 75, Ext. Senn. lig
20, Elix. Caryoph. comp. 5.
eine bewährfe
Krankenkost
für Erwachsene
bei Störungen der Verdauung.,
bei Schwäche u. Appetitlosiakelt.
Saalbautheater.
Die Kino=Königin.
St. Die Theater bekämpfen den Kino als ihren
größ=
ten Konkurrenten, der mit ſeinen unkünſtleriſchen
Darbie=
tungen ihre künſtleriſche Miſſion lähmt, und die
Ope=
rettenlibrettiſten machen die ſchönſte Reklame für den
Kon=
kurrenten. Nach dem „Filmzauber” bringen ſie „Die
Kinokönigin” und ſtellen ſich damit das Zeugnis aus,
daß ſie entweder ſehr aktuell oder — geiſtig arm ſind. An
der „Kinokönigin” iſt ſo ziemlich nichts Neues. Daß ein
Bräutigam die Braut warten läßt zum Verlobungsfeſt
und die Verlobung ſchließlich in die Brüche geht, iſt nicht
neu. Auch daß ein Lift verſagt und gerade an einer Stelle
hängen bleibt mit zwei Menſchen darinnen, die abſolut
nicht zuſammen überraſcht ſein wollen, ſoll ſchon
dage=
weſen ſein. Und daß ein halbverkommener Sprößling
eines alten Adelsgeſchlechtes nach Amerika geht, um
Mil=
lionen zu erwerben, entweder als Kinoſchauſpieler, oder,
da er Duſel hatte, als Bräutigam eines Goldfiſchchens
iſt ebenſo wenig neu, wie der Schauſpieler, der ſich für
einen großen Künſtler mit einem kleinen Zungenfehler
hält, während die Direktoren immer der umgekehrten
An=
ſicht zuneigen, daß er ein kleiner Schauſpieler mit einem
großen Zungenfehler iſt. Auch daß eine Kino=Duſe, die
von dem Geliebten verſchmäht wird, Rache dadurch nimmt,
daß ſie einen kompromittierenden Film entriert, dürfte
im Zeitalter des Kinos keine ganz neue Idee ſein. Ebenſo
wenig, daß ſich ſchließlich doch alles in Wohlgefallen
auf=
löſt und ſich alle kriegen. All das wie geſagt, iſt nicht
neu. Aber aus der mehr oder weniger geſchickten
Anein=
anderreihung dieſer bekannten Tatſachen und ihrer
orga=
niſchen Verbindung durch eine Anzahl noch weniger neuer
Witze entſtand „Die Kino=Königin” Operette in
3 Akten von Georg Okonkowsky und Julius Freund.
Muſik von Jean Gilbert. Orcheſter: Muſikkorps Inf.=
Regts. Nr. 115. Orcheſter=Dirigent: Dr. Berthold Ullmann.
Regie: Oberregiſſeur Georges La Tour=Albrecht uſw.
uſw. uſw. Und ein Neues Berliner Operetten=Enſemble
(Direktion: E. Aßmy) macht den „größten
Operetten=
ſchlager” der Gegenwart daraus und beglückte ſämtliche
halbwegs erfolgverſprechenden Städte des Reiches
da=
mit. Da durfte auch Darmſtadt nicht fehlen und wir haben
ein viermaliges Gaſtſpiel! —
Der äußere Erfolg der geſtrigen Erſtaufführung war
gut. Die Muſik, in der Jean Gilbert vielfach Anleihen
bei ſich ſelbſt und anderswo gemacht hat, iſt recht hübſch
und flüſſig ausgefallen, wenn ſie auch nicht ſo viel
Cha=
rakter zeigt, wie z. B. die der keuſchen Suſanne. Ueber
den Mangel an einheitlicher Handlung mußten die
„Schlager” hinweghelfen, deren jeder Akt eine ganze
An=
zahl aufzuweiſen hat. Dieſe Gefangs= und Tanzduette,
Enſembleſzenen uſw. bringen Leben in die ziemlich
unde=
finierbare Handlung und feſſeln die Aufmerkſamkeit des
Auditoriums. Viele der Schlager ſind ja ſchon längſt
be=
kannt geworden, ehe die Kino=Königin auch hier Audienz
gab — und die „lieblichen kleinen Dingerchen” ſummen
ſchon längſt in den Gaſſen umher, am Tage und auch „In
der Nacht, wenn die Liebe erwacht‟ Der Theaterzettel
freilich macht eine „große Einlage” daraus. Auch die
übrigen Geſangsſchlager, Drum träume ſüß, lieb’
Mägde=
lein” Juplala=Duett” Man lacht, man lebt, man liebt”
„Zärtlich, ſüße und leiſe” „Ach Amalie, wer hätte das
gedacht” ſind vielfach bekannt geworden, wie es ja ein
ſehr beliebter Trick der modernen Operettendichter iſt, ihre
Schlager der Operette vorauszuſchicken in die Provinz,
damit ſie Propaganda machen.
Die Aufführung durch das Neue Berliner Operetten=
Enſemble war recht flott und wirkſam. Die
Einzelleiſtun=
gen bewegen ſich in der Bewertung zwiſchen den
Prädi=
katen gut bis vorzüglich. Zu letzteren möchten wir zählen
den ganz ausgezeichnet — ſtotternden Kinoregiſſeur des
Herrn Toni Capell, die in Tanz und Spiel ganz
rei=
zende Annie des Frl. Liſa Wehn, deren geſangliches
Können leider nicht ganz auf der Höhe ihrer Darſtellung
ſtand, was wohl auf eine Indispoſition zurückzuführen
war, den Clutterbuck des Herrn Hans Swoboda und
die Kinokönigin Delia Gill die Emmy Dorffer äußerſt
geſchickt und erfolgreich in Geſang und Spiel
verkör=
perte. Gut war auch Georges La Tour=Albrecht
als Baron de Gardennes, der beſonders mit den „
lieb=
lichen kleinen Dingerchen” Erfolg hatte, und Fini
Frank als Virginia Clutterbuck. Die übrigen
Mitſpie=
ler rechtfertigen keine beſondere Erwähnung. Wohl aber
noch die Regie, die bei den Unzulänglichkeiten der
Saal=
baubühne verhältnismäßig Hervorragendes leiſtete. Das
Publikum bereitete der Kinokönigin einen warmen
Empfang, der hin und wieder herzlichen Charakter
an=
nahm.
Nummer 84.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. März 1914.
Seite 7.
Straussfedern-Engroshaus
Rudolf Wolff
Bismarckstr. 55
Prima Straußfedern
Paradies-Reiher
Kronen-Reiher
Stangen-Reiher
in nicht zu übertreffender Auswahl.
6956a) Einzelverkauf zu Engrospreisen.
L. C. Wittich’ſche
Hofbuchdruckerei
empfiehlt ſich zur Anfertigung ſämtlicher
Druckſachen in vornehmer Ausführung
Sonderleiſtungen:
Illuſtrations= u. Tehrfarbendrucke
Maſſenauflagen
Darmſtadt:: Rheinſtraße 23
Fernſprecher 1 und 426
Geſchäftliches.
Einige hieſige Schuhmachermeiſter brachten vor
eini=
ger Zeit eine Anzeige, die einen neuen Fußmodellier=
Apparat, D. R. ang., erwähnt, der ſchon mehrere Wochen
im Gebrauche iſt. Nicht bloß die Meiſter, ſondern auch
vielfach Kunden, deren Fußbekleidung nach ihm gefertigt
wurde, rühmen den großen Fortſchritt, den er brachte.
Ein Teil dieſer Kunden hatte normale Fußverhältniſſe,
ein anderer derſelben litt an mancherlei Fußleiden, da
die Füße abnorm waren. Dieſe Erfindung zeigt, daß
ſich das ganze Schuhmacherhandwerk der Gegenwart eifrig
bemüht, nicht bloß eine ſchöne, ſondern auch eine ſolche
Beſchuhung zu liefern, die die vielen Fußübel ſorgfältig
berückſichtigt. Viele moderne Menſchen klagen über
Hüh=
neraugen und Plattfußanlagen, Entzündungen des
Fer=
ſenbeins, Ballenbildung, Verhärtungen der Sohle,
Sen=
kungen der Fußwurzeln und Mittelfußknochen. Dieſe
Leiden bringt man nicht auf die Welt, ſondern man
er=
wirbt ſie durch ſchlechtes Schuhwerk. Dieſen Unglücklichen
müſſen Arzt und Schuhmacher helfen, die es verſtehen, die
Fußbekleidung dem Fuße genau anzupaſſen. Für Eltern
und Erzieher iſt es daher ungemein wichtig, ſtets auf
voll=
kommen paſſendes Schuhwerk zu achten.
In der Schule iſt heut Geographieſtunde. Die
kleinen Neunjährigen verſagen leider in den meiſten
Fragen — wie kann man mit neun Jahren auch wiſſen,
wie die Planeten alle heißen, wie groß die Erde iſt und
vas derlei ſchwierige Fragen ſonſt ſind. Der Lehrer
möchte ſchier mutlos werden — ſchließlich verſucht er es
doch noch mit einer letzten Frage: „Wer kann mir ſagen,
was ein Globus iſt?” Sofort erhebt die ganze Klaſſe
wie ein Mann die Hand, einer überſchreit den anderen,
und aus 35 friſchen Kinderkehlen ſchallt es freudig:
„Ein Globus iſt ein Putz=Extrakt!”
Viel Glück iſt in dem Hauſe, wo die Kinder gut
gedeihen. Ein ideales Nährmittel iſt ein Pudding aus
Sinner=Puddingpulver. Die Kinder reißen ſich
um dieſen Leckerbiſſen und da er nur aus den
nahr=
hafteſten und leichtverdaulichſten Rohſtoffen beſteht,
be=
kommt er aufs beſte! Man verlange ausdrücklich Sinner!
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Ver=
treter: Adolf Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Arcadia” über Halifax nach Boſton,
22. März 10 Uhr 30 Min. morgens Dover paſſiert.
Barcelona” von Boſton kommend, 22. März 8 Uhr
40 Min. morgens Lizard paſſiert. „Batavia” nach
Baltimore, 22. März von Ponta Delgada. „Dortmund”
21. März 10 Uhr morgens in Philadelphia. „Imperator”
21. März 3 Uhr nachm. von Neu=York über Cherbourg
und Southampton nach Hamburg. „Kaiſerin Auguſte
Victoria” von Neu=York kommend, 21. März 11 Uhr
30 Min. abends in Hamburg. „Preſident Lincoln” nach
Neu=York, 22. März 10 Uhr 45 Min. abends von
Southampton. „Pretoria” 21. März 5 Uhr 30 Min.
nachm. von Neu=York direkt nach Hamburg. —
Weſt=
indien, Mexiko: „Antonina” von Mexiko und
Havanna kommend, 22. März 8 Uhr 30 Min. abends
in Hamburg. „Conſtantia” nach Weſtindien. 22. März
4 Uhr nachm. Dover paſſiert. „Dania” nach Havanna
und Mexiko, 22. März 10 Uhr abends Dover paſſiert.
„Fürſt Bismarck” nach Havanna und Mexiko, 21. März
nachm. von Corung. Grunewald” von Weſtindien
kommend, 21. März 8 Uhr abends von Havre. „
Kron=
prinzeſſin Cecilie” 21. März von Veracruz, heimkehrend.
„Sibiria” nach Jamaika, 22. März in Ponta Delcada.
„Spreewald” von Weſtindien kommend, 22. März 3 Uhr
nachm. Lizard paſſiert. „Steigerwald” nach Mexiko,
22. März in Havanna. „Wasgenwald” von Mexiko
und Havanna kommend, 23. März 10 Uhr morgens in
Hamburg. — Südamerika, Weſtküſte Amerikas: „Badenia‟
nach dem La Plata, 22. März 5 Uhr morgens in
Vliſſingen. Motorſchiff „Chriſtian X.” von Neu=York,
22. März in Paranagua. „König Wilhelm II.” nach
dem La Plata, 21. März 4 Uhr nachm. von Rio de
Janeiro. „Macedonia” 22. März in Paranagua.
„Naſſovia” nach Neu=York, 22. März von Viktoria. —
Verſchiedene Fahrten: „Cleveland”, Orient= und
Indien=
fahrt, 21. März 5 Uhr nachm. in Jaffa. „Kurmark”
nach Indien, 21. März 3 Uhr morgens Gibraltar
paſſiert. „Markomannia” von Perſien kommend, 21. März
von Malta. Vergnügungsdampfer „Meteor”, dritte
Mittelmeerfahrt, 22. März 4 Uhr nachm. von Saloniki.
„Numantia” 21. März nachm. von Cochin. „Nordmark”
nach Indien, 21. März von Falmouth nach Malta.
„Perſepolis” nach Perſien, 22. März morg. Perim paſſiert.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Ausläufer des Tiefdruckgebietes über dem Ozean
ver=
urſachten Montag in ganz Deutſchland zeitweiſe Trübung
und Regen= in höheren Lagen auch Schneefälle. Das
Tiefdruckgebiet hat ſeinen Einfluß weiter ſüdoſtwärts
ausgedehnt. Wir haben heute im Bereich der
Randge=
bilde des Tiefs weiterhin mit unbeſtändigem Wetter zu
rechnen.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 25. März:
Unbeſtändig, zeitweiſe aufhelternd, zeitweiſe
Nieder=
ſchläge, Temperatur wenig geändert.
Tageskalender.
Mittwoch, 25. März.
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende 9¾ Uhr
(Ab. D): „777110‟.
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Saalbautheater, Anfang 8 Uhr: „Die
Kino=
königin”.
Vortrag von Profeſſor Mußler um 8 Uhr in der
Eliſa=
bethenkirche.
Vortrag von Domkapitular Dr. Gießwein um 8¼ Uhr
im „Fürſtenſaal” (Friedensgeſellſchaft).
Vortrag von Dr. med. Oberdörffer um 8½ Uhr im
„Kaiſerſaal”.
Generalverſammlung der Heidenreich= von
Sie=
boldſche Stiftung für arme Wöchnerinnen um 3½ Uhr
Grüner Weg 21.
Hauptverſammlung des Dialonievereins um 3½
Uhr im Landesſynodalgebäude.
Hauptverſammlung des Literariſchen Vereins um
5½ Uhr im Vereinslokal.
Hauptprüfung um 5 Uhr im Konſervatorium für
Muſik (Mühlſtraße 70).
Spielabend des Schachklubs um 8 Uhr im Reſtaurant
„Kaiſerſaal”
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Hotel Heß um
4 Uhr. — Bürgerkeller um 8 Uhr. — Perkeo um 8 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 26. März.
Hofreite=Verſteigerung des Julius Triebert
(Viktoriaſtraße 63) um 11 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Altes Metall= uſw. Verſteigerung um 9 Uhr
Eſchollbrückerſtraße 18.
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Turnhalle am Woogsplatz.
Stammholz=Verſteigerung um 9½ Uhr (
Zu=
ſammenkunft auf der Chauſſee Meſſel-Urberach an der
Schnellenbruchſchneiſe).
Nutz= und Brennholz=Verſteigerung um 10
Uhr im Zeilharder Gemeindewald (Zuſammenkunft bei
Gaſtwict Heberer, Station Meſſel).
Großh. Hofbibliothek geöffnet: Montag bis
Freitag von 9—1 Uhr und 2—4 Uhr, Samstags von
9—1 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil Max Streeſe; für den Anzeigenteil,
Anzeigenbeilagen und Mitteilungen aus vem
Geſchäfts=
leben: Carl Friedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren.
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen;
nachträg=
liche werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte
werden nicht zurückgeſandt.
SHHH H37
EEHEEEEESESES
Die eleganteſten
Blumen=Arrangements
zu allen Gelegenheiten
liefert in bekannt
ge=
schmackvoller Ausführung
Lina Hardt
Spezialgeschäft für mod. Blumenbinderei
Rheinstraße 14 — Telephon 1070.
(7263a
Schellenberg’s wellberühmtes
„20 Jahre jünger‟
auch genannt „Exlepäng‟
(Direktion: WiLLV ROEMHELD)
Mittwoch, 25. März, 8 Uhr
Donnerstag, 26. März, 8 Uhr
Freitag, 27. März, 8 Uhr
Moch 3 Abendel
Neues Berliner
Operetten-Ensemble
(Direktion: E. Assmy)
Die
Operette in 3 Akten von
Graue Haare
machen alt, man
sollte dieselben
entfernen, denn
man ist nur so
alt, wie man
aus-
sieht. Sieht man
jung aus, ist man
jung, sieht man
alt aus, ist man
alt,niemandfrägt
nach dem
Ge-
burtsschein. —
Herm.
Schellen-
bergs „20 Jahre
jünger”
auchge-
nannt, Exlepäng‟
gibt jedem Haar
die früh. Farbe
wieder. Flasche
Mk. 3.50. Ueber
10Jahre erprobt.
Tausende Dankschreiben. Von
Aerzten, Professoren etc.
ge-
braucht u. empfohlen. Goldene
Medaille Leipzig 1913. Färbt
nach und nach unauffällig.
Man lasse sich nichts anderes als
ebensogut aufreden. (7837a
Zu haben bei
A. Daniel
Ludwigsplatz
Hauptschlager:
„Liebliche, kleine Dingerchen!
„Man lacht, man lebt, man liebt!‟
„In der Nacht!‟ — „Ach, Amalia!‟
Der größte
Operetten-
erfolg der letzten Jahre!
Im Berliner Metropoltheater
über 300 Aufführungen!
Das Neue Berliner Operetten-
Fnsemble gastierte bereits in
über 100 Städten mit
durch-
sohlagendem Erfolg!! (7130a
Preise (inkl. Steuer):
3.30, 2.20. 1.70, 1.10 Mk.
Vorverkauf: Verkehrsbüro.
2türig. Kleiderſchrank,
Auszieh=
tiſch, Diwan, Seſſel, Rauchtiſch,
Bücherbrett, Spiegel, verſch. Bilder,
1 Reißbrett zu verkaufen (*8052
Pallaswieſenſtr. 15, I.
Neuer Gard.=Spanner bill. abzug.
M Arheilgerſtraße 82, pt. (*8057
Gut erh. Konfirmanden=Anzug
billig zu verk. Anzuſ. 9—12 Uhr
*8070) Beckſtraße 75, 1. St.
Ein neues 4ſitzig. Break, ein. neuen
geſchl. Milchwagen, zwei neue
Federrollchen, neue Stuhlwagen
billigſt bei Ph. Hofmann,
Eber=
ſtadt, Darmſtädterſtr. 5. (6574a
aus herrſchaftl. Kreiſen
getr. Herren=Anzüge,
mittl. Fig. Off. m. Pr.
unt. V 46 an die Exp. (*7334
Nach
Cus!
Amerika
mit den neuen
Doppelſchrauben=
poſkdampfern des
Korddeutſchen
Lloyd
Regelmäßige
verbindungen
nach allen
übrigen Weltteilen
Nähere Auskunſt, Fahrkarten
und Druckſachen durch
Korddeutſcher
Lloyd Bremen
und ſeine Vertretungen
Darmſtadt:
Anton Fiſcher,
Frank=
furterſtraße 12/14
Diebura: Carl Reh.
(X,355)
Dörr-Gemüse
Neue Julienne Nr. 3 ¼ Pfd. 20 ₰
Neue Julienne Nr. 2 ½ Pfd. 25 ₰
Neue Julienne Nr. 1 ¼ Pfd. 30
Neue Prinz. -Julienne ¼ Pfd. 40 ₰
Getrocknete
neue Schneide-Bohnen
100 gr — 4 Portionen 40 ₰
A. Reichard
Kolonialwarenhaus.
Ecke Bleich- u. Caeinostr. Tel. 104.
7827)
Seite 8.
Darmſtadter Tagblatt, Mittwoch, den 25. Marz 1912.
Nummer 84.
Hauswirtſchaftliche Fortbildungsſchule.
Die hauswirtſchaftliche Fortbildungsſchule blickt mit dem Schluß
des laufenden Schuljahres auf ein fünfundzwanzigjähriges
Be=
ſtehen zurück. Aus dieſem Anlaß iſt für die Schülerinnen der
der=
maligen Abendkurſe, ſowie fur alle Schülerinnen früherer
Jahrgänge (Tages= und Abendkurſe) eine beſondere Feier für
Sonn=
tag, den 5. April, nachmittags 3 Uhr, in der Turnhalle des
Schulhauſes Rundeturmſtraße 9 geplant.
Es erſcheint aber notwendig, daß ſich alle ehemaligen
Schülerinnen, die an dieſer Feier teilnehmen wollen, vorher
an=
melden und Eintrittskarten empfangen.
Die Karten werden ausgegeben: Freitag, den 27. März,
von 8—12 und von 2—6 Uhr und Samstag, den 28. März,
von 8—12 Uhr in den Fortbildungsſchulräumen der Schulhäuſer
Rundeturmſtraße 9, Lagerhausſtraße 9 und Hermannsſtraße 21.
Ohne Karte kann der Zutritt zu der Feier nicht geſtattet werden.
Darmſtadt, den 24. März 1914.
(7758mdf
Der Vorſtand:
Dr. Glässing, Oberbürgermeiſter.
für Mädchen.
Der Unterricht beginnt am 24. April d. J., Karlstr. 16, I.,
vormittags 11 Uhr mit folgenden Unterrichtsfächern:
Buchführung, Wechsellehre, Korrespondenz, kaufm.
Rechnen, Stenographie, Maschinenschreiben,
Französisch und Englisch.
Anmeldungen nehmen entgegen: Frl. A. Ruths,
Heidenreich=
ſtraße 29 und Frl. Ph. Walz, Karlſtraße 43.
Auskunft erteilt Frl. Neudecker, Schirmgeſchäft, Ernſt=
Ludwigſtraße 9.
Der Vorsitzende
Profeſſor Kissinger.
6783a)
Me sge e die ie cie de die it dr 35 Ze te he ie e te e te e
Alice-Kochschule
Die nächſten Kochkurſe beginnen am
u. und 2. Aprit.
(*8015
Der Vorstand.
e die eie Mie die Se eis is 2g. h. Src. 3. Srd. td. Sig. r. .
Kursus für Schwerhörige.
Ableſen vom Munde, hierdurch der Menschheit wiedergegeben.
Wohltat für Angehörige. Defekt nicht mehr bemerkbar.
heilt Dir. F. Baum,
Wilhelminenstr. 35,
SoGotern
Ecke Hügelſtr. (2977a
Kein unnützer Apparat zur Selbſtheilung, wovor in Zeitungen
gewarnt wird empfohlen durch die oberſte Schulbehörde.
und glatte Trauringe in 8 verschied. Formen
in grosser Auswahl vorrätig, Paar v. 10 Mk. an
Gg. KARP.
Hoflieferant, Darmstadt
Ludwigstrasse 20.
(2a
für
Zahle die höchsten Preise
jeder
AETERTURER Art
und erbitte Offerte, bevor Sie nach auswärts verkaufen.
Hermann Sonnthal
Hof-Kunst- und Antiquitätenhandlung.
Elisabethenstr. 28.
(7757)
Telephon 975.
An- und Verkauf
antiquer Kunst- und Dekorationsgegenstände
wie: Porzellanfiguren, Bronzen, Gemälde, Stiche,
Gläser, Möbel, Zinn, Fayencen, Spitzen, Stoffe,
Stickereien, Silbergeräte, Skulpturen, Uhren,
: Waffen, Bücher etc. etc.
Regzugshalber Plüſchſofa, Seſſel,
Schrank, Tiſche, Gaslampen,
Portiere, Anzüge ꝛc. ſehr billig zu
verkaufen. Kaſinoſtr. 10, pt. (*8091
Megen Umzug billig abzugeben:
gebr. Bettſtelle m. Strohmatr.
u. 3teil. Seegrasmatr., 1
Schüſſel=
brett, 1 Stehlampe, 1 alte
Wanduhr.
(*8087
Kirchſtraße 5, II.
G
ut erh. Sitz= u. Liegewag. z. vf.
Kranichſteinerſtr. 9, I. (*8029
Gunge wolfsf. deutſche
Schäfer=
hundin (Horſt v. Boll Tochter)
billig in gute Hände zu geb.
(*7999)
Mollerſtr. 12, part.
2 ſchone Springer
zu verkaufen
(6552a
Eberſtadt, Strohweg 18.
Große
Gelegenheit!
1tür. Kleiderſchrank 20 Mk., ein
guterhalt. Diwan 18 Mk.,
Waſch=
tiſch 7 Mk., 1 Handnähmaſchine
6 Mk., eine Wanduhr 7 Mk. —
Daſelbſt neues Vertiko, pol., mit
3 Spiegeln, 65 Mk., Auszugtiſche
25 Mk., Stühle à 5 Mk.,
Plüſch=
diwan 55 Mk., pol. Betten mit
Sprungrahmen u. Matratzen, à
80 Mk., 2tür. pol. Schrank 55 Mk.
*8095) Lauteſchlägerſtr. 7, I. links.
Uercht
Stenographie und
Maschinen-Schreiben
Die Nachfrage nach
Damen und Herren, die
perfekt ſind in
Steno=
graphie und
Maſchinen=
ſchreiben, iſt größer als
das Angebot. Nur
gründ=
liche Ausbildung in dieſen
Fächern bietet Ausſicht
auf gut bezahlte Stellen.
Wir legen daher beſond.
Wert auf ſachgemäße
Ausbildung, um beide
Fächer praktiſch
ver=
werten zu können. Der
Stenographie=Unterricht
erfolgt nach dem
ver=
breitetſt. Syſtem
Gabels=
berger; die Erlernung
des Maſchinenſchreibens
nach der einzig
daſtehen=
den Unterwood=
Meiſter=
ſchafts=Meth. (10 Finger=
Blindſchreibmethode) auf
verſchiedenen Maſchinen
durch bewährte Kräfte.
Der Unterricht kann bei
billigſtem Honorar
je=
derzeit begonnen werden.
Jede Auskunft in unſerer
Geſchäftsſt.,
Mathilden=
platz 8, v. abends 6½ U. ab.
Kaufmännische
Steno-
graphen-Gesellschuft
Gabelsberger (E.v.)
(Darmſtädter
Stenotypiſten=Schule)
Mathildenplatz 8.
6766a
Mathematik
d. akadem. gebild. Lehrer. Vorbrtg.
a. Einj.=, Finanz=, Geom.=, Matur.. Vorexamen, Nachhilfe. Sorgfält.
ſchnelle Förderung. Mäß. Honorar.
Wittmannſtr. 30, I.
(B1187
von höchstprämilert.
Kruteler schwarz. Wpandottes
werden abgegeben.
Arheilgen, Dieburgerstr. 1. (7222a
Nachhilfeſtunden t.ſämtl. Fächern,
Vorbereitung z. Einj.=Prüfung.
Unterricht in der franz. und engl.
Sprache werd. gewiſſenhaft erteilt.
Gefl. Anfragen unter W 82 an
die Expedition.
(*7812gms
Kursus für freien Vortrag
Stärkung der Willenskraft
und der Perſönlichkeit.
Die Folge hiervon iſt, logiſch frei
der vorwärts kommen will, wird Riegerplatz 8.
den Kurſus mit Freuden begrüßen.
Dir. F. Baum
Wilhelminenſtraße 35
(dipl. Lehrerin)
Französin erteilt Unterricht
— lernen — Italie
dagegen deutſch., franz.,
Mal=Unterricht erteilen.
erteilt Georg Göbel,
Muſik=
lehrer, Neckarſtraße 3, Mittelbau,
part. (links).
(6931a
Wo kann beſſere Dame das
gründl. erlerne
Putzfach Offerten u. A.
wünſcht ab6 Uhr abds
Fräulein gründl. Unterricht in
an die Exped. d. Pf.
Klavierschule
Frau E. Hochstätter,
im Zuſchneid.
Unterricht und
Kleider=
machen erteilt gründlich
Juizen de Melaue.
mr mit
Teaas
Putz-Exfrakf
en.a
c. Lalen
Pickel, Gesichtsröte, übermässige Schweissbildung
beseitigen Sie
rasch mit - Kino-SeifC.
Diese ist frei von schädlichen Bestandteilen
enthält Ingredienzien, welche desinfizierend
wirken und bei regelmässigem Gebrauche
— die Heilung fördern. —
Verhindert Übertragung v. Hautkrankheiten
Preis per Stück 60 Pfennige.
Nur echt mit Firma: Rich. Schubert 8 Co., Weinböhla.
Zu haben in den Apotheken und Drogerien.
(IX,7813
KARL. HEIMARCHITEKT
wohnt seit dem 16. ds. Mts.
Wienersstraße 66
Telephon wie seither „
Nr. 1611.
(7170mm Glaſerarbeiten:
werden raſch u. billig ausgeführt
Beckerſtr. 34 u. Arheilgerſtr. 82.
Anlage, Unterhaltung
von Gärten
Billige und fachgemäße Bedienung.
Rudolf Hank
Kunst- u. Landschaftsgärtner
Moosbergstraße 24.
(B7806 Teparaturen von Schreinerarb.,
Ausſpänen v. Fußböden fert.
bill. Offert. u. A 40 Exp. (*8012 Qm Neueinziehen von Bohnern,
a) ſowie im Flechten von Rohr=
ſtühlen empfiehlt ſich
Heinrich Bockhard.
Eliſabethenſtraße 1, Stb., 1. St.
Poſtkarte genügt. (6465a Dachdeckerarbeiten
undüberzeugend ſprechen zu können. werden prompt und billig aus=
Jeder Beamte, Geſchäftsmann,geführt L. Chriſten, Dachdecker,
(7508a Zu allen vorkommenden Weiß=
5binder= u. Anſtreicherarbeiten
empf. ſich zu bill. Preiſen H. Bender,
Weißbindergeſchäft, Fuhrmann=
ſtraße4½, Werkſt. Kiesſtr. 9. (*7766gm werden gut u. billig
Stühle geflochten (*7952
Langgaſſe 10, parterre. Schneiderin empf. ſich in u. auß.
81S d. Hauſe für Koſtüme, Konfir=
mandenkleider u. Kinderkleider
bei billigſter Berechnung. (*7970
r Näheres in der Exp. ds. Bl. Handſtricken
Achtung! u. Häkeln aller
Art wird angenommen (*7964
ründl. Klavier- u. Violinunterricht Seeſtr. 3, Htb., N. d. Orang.=Allee. ügelwäſche jed. Art w. angen.
D7965mds) Heinheimerſtr. 22, II. utempfohl. Frau nimmt noch
Kunden an im Waſch. u. Putz.
Off. u. A 36 a. d. Exped. (*7984 1trümpfe werden neu angeſtr.
Schwarzhaupt,
*8074) Schuſtergaſſe Nr. 13.
Tüchtige kautionsfähige
Wirtsleute
ſuchen gutgehende, größ. Wirt=
ſchaft zu mieten evtl. ſpäter zu
ekaufen. Offerten unter A 33 an
die Expedition ds. Bl. (*7995 Moutinierter Klavierſpieler zur
Inſtrumentalbegleitung gegen
Honorar geſucht. Schriftl. Offert.
unter A 26 an die Exp.: (7717 am Sonntag Abend
Verlorené Uhr ein Bund
Schlüſſel. Abzugeben in der Ex=
pedition ds. Bl.
(*7991
Elektromotor
Gleichſtrom (Nebenſchlußmotor),
3—4 Ps ſtark, bei 110 Volt
Span=
nung, zu leihen evtl. zu kaufen
geſucht. Offert. A 35 Expd. (*7996
Hell nußb. pol. Schlafzim., enth
Spiegelſchr., Waſchkommode m.
Aufſ. u. Marm., Nachtſchr., 1 vollſt.
Bett; ferner 1 pol. OTiſch, 1 rund.
Klapptiſch, 3 pol. Rohrſtühle, 1 lack.
Kleiderſchr., 1 Büchergeſt. bill. zu vk.
*7957) Mauerſtr. 24, 2. St.
t erh. Küchenſchr. bill zu verk.
Näh. Karlſtr. 103, Stb. (*7953
fniformſtücke (Einſ. 115) zu verk.,
II *7738ms) Liebigſtr. 3, 2. St.
ſehr gut erhalt,
Grammophon mit 9 doppelſ.,
wenig geſpielten Platten billig zu
verkaufen. Einzuſeh. abds. nach 6
Uhr Wienersſtr. 61, II. (*7986
ſine ſchwarze Seiden=Grenadine=
Bluſe (faſt neu) und ſchwarzer
Rock billig zu verkaufen. (*8080
Kahlertſtraße 22, II.
weißlack. Kinderklappſtühlchen,
11 Bettſtelle mit 3teil. Matratze
(*8076
zu verkaufen
Landwehrſtraße 29,
L.
Ernstgemeint!
Zwei Herren, des Alleinſeins
müde, wünſchen auf dieſem Wege
die Bekanntſchaft zweier beſſer.
junger Damen
zwecks Heirat
zu machen. Es wird vor allem
auf angenehmes Aeußere geſehen.
Photographie erwünſcht, aber nicht
Bedingung. Anonym zwecklos.
Diskretion Ehrenſache. Off. unter
A 32 a. d. Exped.
(*7990
2 Jahre altes Mädchen
ſofort in gute Pflege zu geben.
Off. u. A 51 an die Exp. (*8036
Hochfeines gemischtes
Borr Ubst
(Back-Obst)
Pfd. 40, 60, 80, 100 ₰
garantiert nur aus neuen
kalifornischen etc.
Edel-
früchten hergestellt als:
Kalif. Sta. Clara-Pflaumen
„ Pfirsiche
„ Pfirsiche geschält
„ Aprikosen
„ Birnen
Amerik. Dampfäpfel
Amerik. Quarters-Aepfel
tal. Kirschen
Ital. Prünellen
Türk. Pflaumen
Türk. Pflaumen ohne Steine
etc.
A. Reichard
Kolonialwarenhaus.
Ecke Bleich- u. Casinostr.
Tel. 104. (7192a
Nummer 84.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. März 1914.
Seite 3.
Zu cktra billigen Preisen
12500p Strümpfe
nur eingeführte prima Qualitäten.
Damen-Strümpfe
Baumwolle, schwarz, sehr haltbare Qualität . . . Paar C,4.8
Baumwolle, schwarz u. lederfarbig, gestrickt, Paar 0.80, 0.70, 0.65
Flor, schwarz, beste Ausführung . .
Par 1.35
Baumwolie, mit hübschem Zwickelmuster, gewebt . Paar 1.35
Wolle, gewebt, in schwarz, sehr dauerhaft .
Paar 1.75, 1.55
Herren-Socken
Baumwolle, grau, gestrickt .
. Par 0.35
Baumwolle, dauerhafte, prima Qualität, in grau, schwarz
und braun
Paar 0.75, 0.58
, , „
,, ,
Unger’s Spezialmarke, Baumwolle, grau,glatt gestrickt, Paar 0.70
Maccofarbige, prima Qualität, alle Grössen Paar 0.65, 0.55
Wolle, gewebt und gestrickt, englisches Fabrikat, in grau und
schwarz..
. Paar 1.50, 1.25, 1.10
Kinder-Strümpfe
Schulstrumpf, schwarz und lederbraun
Grösse 1 2 3 4 1
30 35 40 45 50 55 60 65 70
Unger’s Spezial-Strumpf, mit. Durchbruchmuster, Längsstreifen,
schwarz und lederbraun
Grösse 2
3
65
70
75
80
85
90
95 1.00
Söckchen, Baumwolle, hellgestreift
Grösse 0
28 32 35 38 42 45 48 52 55
Söckchen, Baumwolle, einfarbig und gemustert, mit wollenem Rand,
alle Farben
Grösse 0
1.
6
35 38 42 46 50 55 60 65 70
Baumwollene Beinlängen und Füsse für Damen und Kinder
in schwarz, in grösster Auswahl, zu sehr billigen Preisen.
Gebrüder Unger Darmstadt.
Ludwigstr. 9
Telephon 2553.
Ausgabe von schwarz-weissen Rabattmarken.
(7712
ADEEFTUT1U T5
Wirklich
brauchbarer
Strapazier-
Wagen.
Spricht für
sich selbst.
Probieren und vergleichen!
Zwei- und viersitzig von Mk. 4100.− an mit Glasscheibe und Verdeck.
Frühzeitige Bestellung dringend zu empfehlen, da Nachfrage enorm wächst.
Inh. A. OBER
Müller & ODer Grossherzogl. Hoflieferant
Karlstrasse 30
(7155a)
Tel. 2498.
Danon
I
Sämtliche Neuheiten sind eingetroffen und
empfiehlt in reichhaltiger Auswahl
Anna Bersch, Schuchardstr. 13
Hüte werden nach den neuesten Modellen umfassoniert.
Aeltere Sachen auf Wunsch verwendet. (6544a
Frachtvoll. Moquettedwan, ged.
P Arbeir preiswert z. verkaufen.
F. Albert, Wilhelminenſtr. 35.(*841imd
— brennende Vusskohlen,
G per Ntr. Mr. 1.30 frei Kele
Schydlowski, Schulzengaſſe 3. (6933a
e
Man kann bei den ſich maſſenhaft
mehrenden zweifelhaften Mitteln
gegen Haarleiden nicht genug auf
das bereits ſeit 46 Jahren ſich
be=
währende, von Autoritäten
emp=
fohlene, ſich durch Güte und
Billig=
keit auszeichnende
Haarwaſſer vonRetter, München
aufmerkſam machen, welches
wirk=
lich leiſtet, was es verſpricht:
Kon=
ſervierung und Kräftigung der
vor=
handenen Haare, Reinigung von
Schuppen, Weich= und
Glänzend=
machen der Haare. Z. h. um 40 Pfg.
und Mk. 1.10 bei M. W. Praſſel,
Schulſtraße 10.
(II,4173
guterh. getragene
Billige Kleider aus den
feinſten Herrſchaftshäuſern kaufen
Sie Ballonplatz 10, part. (7059a
Kein Laden. —2a
Konfirmanden= u. Kommunikanten=
Anzüge u. Prüfungs=Anzüge
finden Sie nirgends ſchöner und preiswerter
als im
Konfektions=Haus
W. Deuster
Markt 11½ Ecke Marktstrasse.
(7465sms
Empfehle mein reichhaltiges Lager
bei Bedarf während der Umzüge.
Beleuchtungskörper jeder Art für Gas und Elektriſch.
Gaskoch= u. Heizapparate, elektr. Koch= u. Heizapparate,
Badeeinrichtungen.
Metalldraht=und Halbwatt=Lampen
(Ofram, Wotan, A. E. G. ꝛc.)
Zurückgeſetzte Beleuchtungskörper 10— 20% Rabatt.
für Gas, Waſſer
Inſtallationen jeder Art Elektriſch ꝛc.
Umändern u. Aufarbeiten ſämtl. Beleuchtungskörper.
H. Brunner, Inſtallation, Eliſabethenſtr. 33
Telephon 850.
(7438a
Kinder
und Sport-
Wagen
zur Auswahl im Spezialgeschäft
J. Donges & Wiest, Elisabethenstr. 25½
Großer Umsatz! Billigste Preise! (5532a
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. März 1914.
Nummer 84.
Die Hebung unſeres Körpergewichts.
Von einem Spezialiſten.
Die meiſten Mageren nehmen täglich vier bis 6 Pfund
ſolide, fettproduzierende Nahrung zu ſich, und ihr
Körper=
gewicht und Umfang ändern ſich nicht im geringſten,
wäh=
rend andererſeits runde und „umfangreiche” Perſonen nur
ganz leichte Eſſer ſind und dabei immer mehr zunehmen. Es
iſt Unſinn zu behaupten, das läge ſo in der Natur des
be=
treffenden Individuums. So ein Zuſtand iſt kein
natür=
licher. Magere Leute bleiben mager, weil ihr Stoffwechſel
defektiv iſt, Sie abſorbieren gerade genug von der
ein=
genommenen Nahrung, um das Leben und den Anſchein
von Geſundheit und Stärke zu erhalten. Da hilft auch kein
Stopfen, und von zwölf Mahlzeiten im Tag bleibt kein
Pfund bei ihnen. Alle fettproduzierenden Elemente der
Nahrung paſſieren unbehelligt den Verdauungskanal und
gehen unverbraucht wieder ab, eine richtige Verſchwendung.
Solche Leute brauchen etwas, was dieſe Elemente
aſſi=
milieren hilft, daß ſie ins Blut übergehen und vom
Blut=
kreislauf aus den dürftigen Zellengeweben zugeführt
wer=
den, etwas was die roten Blutkörperchen vervielfältigt und
die Verteilung der Nährſubſtanzen durch das Blut anregt,
fördert. Für dieſen Zweck empfehle ich immer folgendes
Rezept: 15 gr Cardamommtinktur, 60 gr Salrado comp.
und 90 gr einfachen Zuckerſirup, dazu genügend deſtill.
Waſſer zum Auffüllen einer 250=Gramm=Flaſche. Das
Rezept kann in jeder Apotheke oder Drogerie
zuſammen=
geſtellt werden; nehmen Sie davon 20 Minuten vor jeder
Mahlzeit regelmäßig 1 bis 2 Eßlöffel ein, die
Gewichts=
zunahme iſt oft ganz erheblich und nimmt von Woche zu
Woche zu. Seine verdauungsfördernden, kräftigenden
Eigenſchaften kommen bei Entkräftung ſehr zuſtatten und
geben zumal älteren Leuten neue Lebenskraft und Energie.
Wenn Ihr Körpergewicht unter dem Normal iſt wenn Ihr
Verdauungs= oder Nervenſyſtem nicht ſo funktioniert vie
es ſollte, verſuchen Sie das genannte Rezept, und Sie
wer=
den ſehen, wie ſchnell es hilft.
(VIII., 7685
Zweite Kammer der Stände.
107. Sitzung.
St. Darmſtadt, 24. März.
Am Regierungstiſch: Staatsminiſter Dr. v. Ewald,
Finanzminiſter Dr. Braun, Miniſter des Innern
v. Hombergk zu Vach, Staatsräte Dr. Becker,
Süffert, Miniſterialräte Hölzinger, Dr. Kratz,
Schliephake, Dr. Weber.
Präſident Köhler eröffnet die Sitzung um 10¼ Uhr.
Das Haus tritt alsbald in die Tagesordnung ein und ſetzt
die Spezialberatung des
Hauptvoranſchlags für 1914
fort. Es wird zunächſt das zurückgeſtellte Kapitel 39,
Höhere Bürgerſchulen, beraten. Abg. Mergell
beantragt hierzu, vom Rechnungsjahre 1914 ab auch den
höheren Bürgerſchulen in Beerfelden, Groß=Umſtadt,
Rei=
chelsheim i. O., Rimbach, Rüſſelsheim, Hungen,
Sprend=
lingen (Rheinheſſen) und Wöllſtein, die zurzeit keinerlei
Staatszuſchuß genießen, die nach dem neuen Geſetz über
die höheren Schulen zuläſſige Staatsbeihilfe zu
gewäh=
ren. Als Ausgangspunkt für die Berechnung der
perſön=
lichen Koſten einer Schule dienen hierbei in allen Fällen
die Schulgeldſätze der ſtaatlichen Anſtalten. — Der
An=
trag iſt unterſchrieben von den Abgeordneten Berthold,
Fenchel, Hauck, Kredel, Lang, Schott. — Weiter liegt
hierzu ein Antrag Henrich vor die Regierung zu
ermächtigen, die Zuſchüſſe zu den Koſten der höheren
Mädchenſchulen auch für 1914 zu gewähren.
Abg. Molthan als Berichterſtatter erklärt, daß es
ſich bei dem erſten Antrag (Mergell) um Anſtalten
han=
delt, denen die Staatszuſchüſſe entzogen worden ſind.
Der Antrag bezweckt, den Anſtalten entgegenzukommen
deren Exiſtenzberechtigung erwieſen ſei. Der
Finanzaus=
ſchuß bittet, dem Antrag zuzuſtimmen. Auch den Antrag
Henrich bittet der Ausſchuß anzunehmen.
Abg. Mergell gibt eine ausführliche Begründung
ſeines Antrages, die auf der Tribüne aber unverſtändlich
bleibt. Redner verbreitet ſich beſonders ausführlich über
die Bedeutung der höheren Bürgerſchulen.
Staatsrat Süffert teilt mit, daß die Regierung
dem Antrag Henrich zuſtimmen kann. Nicht dagegen kann
die Regierung dem Antrag Mergell zuſtimmen, da die
hierfür in Frage kommenden Schulen ein rein lokales
Intereſſe haben. (Die weitere Begründung des
gegneri=
ſchen Standpunktes der Regierung bleibt in der Unruhe
des Hauſes auf der Tribüne unverſtändlich.) Die
Re=
gierung werde die Schulen mit möglichſtem Wohlwollen
behandeln, dem Antrag Mergell bitte er jedoch nicht
zu=
zuſtimmen.
Abg. Molthan: Dieſes Wohlwollen der Regierung
iſt ein rein platoniſches; wir bitten, dem Antrag Mergell
zuzuſtimmen. — Die Anträge Henrich und Mergell,
ſowie der Ausſchußantrag werden
angenom=
men.
Ohne Debatte wird angenommen Kapitel 40,
Leh=
rerſeminare uſw — Zu Kapitel 53. Aerztlicher
Dienſt und Impfweſen, wünſcht Abg. Joutz die
Errichtung eines Lehrſtuhles für Homöopathie an der
Univerſität Gießen. — Das Kapitel mit dem Kapitel 54
wird debattelos angenommen. — Zu Kapitel 55,
Heb=
ammenlehranſtalt zu Mainz, wünſcht Abg. Dr.
Wolf=Gonſenheim, daß die heſſiſche Regierung in der
Hebung des Hebammenweſens allein vorgehe. Das
Ka=
pitel wird angenommen.
Zu Kapitel 56, Landsheil= und
Pflege=
anſtalt Philippshoſpital bei Goddelau,
vertritt Abg. Senßfelder wiederholt eine Eingabe
der Irrenwärter um Regelung bezw. Verbeſſerung ihrer
Gehaltsbezüge.
Abg. Raab verbreitet ſich ſehr eingehend über die
materielle Lage der Irrenwärter und beklagt es, daß die
Regierung ſich ablehnend gegen die Eingabe der
Irren=
wärter verhalten habe. Er wendet ſich beſonders dagegen,
daß die Wärter nach 6jähriger Dienſtzeit entlaſſen
wer=
den. Hier würde ganz ſchematiſch verfahren. Das ſei
ebenſo falſch, wie die Tatſache, daß man die Wärter
winge, 6 Jahre auszuhallen dadurch, daß man ihnen erſt
nach 6 Jahren einen Teil des verdienten Lohnes
aus=
zahle. Hierdurch wird es immer ſchwerer, das geeignete
Perſonal zu erhalten. Er beantragt die Regierung
zu erſuchen, die Eingabe einer wohlwollenden Prüfung
zu unterziehen und ſpäteſtens dem Landtag von 1915 eine
Vorlage zu machen.
Abg. Dr. Oſann: Der Ausſchuß hat die Anſtalt
einer Beſichtigung unterzogen und den Eindruck
gewon=
nen, daß die Anſtalt ganz vorzüglich geleitet wird und
daß gerade auch das ärztliche und Pflegeperſonal ganz
ausgezeichnet ausgebildet iſt und ſeinen ſchweren Dienſt
muſtergültig ausübt. Der Finanzausſchuß hat darum,
da er die Eingabe der Irrenwärter für berechtigt hält,
be=
ſchloſſen, dieſe Eingabe bei der Wichtigkeit der Materie
beſonders zu beraten. Dieſe Beratung ſoll ſofort nach
Erledigung des Budgets ſtattfinden.
Miniſterialrat Hölzinger möchte das Geſagte
unterſchreiben. Die ganze Materie ſei ſo ſchwierig und
wichtig, daß ſie einer eingehenden und beſonderen
Be=
ratung bedarf. Redner bittet, dem Ausſchußantrag
zu=
zuſtimmen und den Antrag Raab abzulehnen.
Abg. Raab tritt nochmals für ſeinen Antrag ein,
damit die Angelegenheit nicht wieder hinausgezogen
wird. — Abg. Molthan iſt gegen dieſen Antrag, da
man das Haus unmöglich feſtlegen könne, ohne die
An=
gelegenheit genaueſtens geprüft zu haben. Der
Aus=
ſchußantrag und der Antrag Raab werden
an=
genommen. — Ebenſo ohne Debatte Kapitel 57.
Zu Kapitel 57a, Landes=Heil= und
Pflege=
anſtalt bei Alzey, rügt Abg. Raab daß den
Wär=
tern für Verpflegung und Wäſche 600 Mark abgezogen
werden, ſo daß ſie mit 800 Mark ihre Familie ernähren
ſollen. Das ſei natürlich nicht möglich, ſo daß nur
ledi=
ges Perſonal hier auskommen kann. Auch dem
techni=
ſchen Perſonal, Schloſſern und Heizern uſw., iſt es
un=
möglich, eine Familie zu begründen. Redner befürwortet
eine dahingehende Eingabe des techniſchen Perſonals.
Miniſterialrat Hölzinger: Die Eingabe des
tech=
niſchen Perſonals iſt erſt vor 14 Tagen hier eingegangen.
Die Regierung wird den Wünſchen inſofern entſprechen,
daß ſie dem techniſchen Perſonal geſtattet, ſich ſelbſt zu
ver=
pflegen und dafür der im Budget eingeſtellte Betrag von
86 Pfg. pro Kopf ausgezahlt wird. — Das Kapitel wird
genehmigt. Ebenſo ohne Debatte die Kapitel 58 und 59.
Zu Kapitel 60, Abwehr und Unterdrückung
von Viehſeuchen, vermag der Ausſchuß den under
Titel 5 angeforderten Zuſchuß von 3000 Mark zu einer
vom Kreis Büdingen zu leiſtenden Abfindungsſumme an
eine Maſchinenfabrik in ſeiner Mehrheit nicht zu
befür=
worten, da er eine Verpflichtung des Staates hierfür
nicht erkennen kann. Er beantragt daher Ablehnung
dieſer 3000 Mark. Der Ausſchuß beantragt gegen
zwei Stimmen: Bewilligung von 80000 Mark in
Ein=
nahme und 170300 Mark in Ausgabe.
Abg. Dr. Weber iſt gegen den Ausſchußantrag und
bittet, dem Kreis Büdingen den Zuſchuß weiter zu
be=
willigen, da der Kreis das ſonſt als eine Zurückſetzung
empfinden müſſe.
Miniſterialrat Hölzinger ſtimmt dem zu, um ſo
mehr, als der Staat tatſächlich alljährlich 3000 Mark
auf=
wenden müßte, wenn der Kreis Büdingen die
Verpflich=
tung nicht auf ſich genommen hätte.
Abg. Hauck kommt hierbei auf das amtliche
Ver=
wiegen der Schlachttiere zu ſprechen und bringt hierbei
einige Beſchwerden vor.
Miniſterialrat Hölzinger verbreitet ſich eingehend
über die einſchlägigen Beſtimmungen über das
Verwie=
gen von Schlachtvieh. Die Verordnung iſt im
Regie=
rungsblatt abgedruckt. Zur Ausführung der Verordnung
iſt beſtimmt, daß von Kreisämtern und Gemeinden alle
erforderlichen Maßnahmen zu treffen ſind.
Präſident Köhler erſucht hierbei, doch zu dieſem
Kapitel nicht mehr zu ſprechen; es hat mit Viehſeuchen
abſolut nichts zu tun und könnte überhaupt etwa bei der
Beamtenbeſoldung oder dergleichen beſprochen werden.
(Heiterkeit.)
Abg. Henrich beantragt nunmehr namens des
Ausſchuſſes, den Zuſchuß für Büdingen zu
bewilligen und die Ausgabeſumme um 3000 Mark zu
erhöhen.
Abg. Hauck iſt mit der Regierungsantwort nicht
zu=
frieden. Die Maßnahmen in den verſchiedenen
Gemein=
den ſeien noch nicht genügend geregelt. Die
Kreisfleiſch=
beſchauer ſollten die Sache in die Hand bekommen.
Miniſterialrat Hölzinger weiſt nochmals darauf
hin, daß durch Verordnung vom 18. April 1909 die
Kreis=
ämter angewieſen ſind alle Anordnungen, die notwendig
ſind, ſelbſtändig zu erlaſſen. Das iſt auch geſchehen. —
Der Ausſchußantrag wird angenommen.
Ebenſo Kapitel 61 und Kapitel 62.
Zu Kapitel 63, Armenpflege liegt ein Antrag
des Abg. Hauck vor: Ich beantrage: Zu Kapitel 63 unter
Ziffer 18 zu ſetzen: „Dem Heilſtättenverein für das
Großherzogtum Heſſen 20000 Mark”. Die Ausgabe für
dieſes Kapitel von 117016 Mark auf 137016 Mark zu
er=
höhen. — Abg. Dr. Oſann beantragt namens des
Aus=
ſchuſſes Ablehnung dieſes Antrages da der
Heilſtätten=
verein vorerſt über genügend Mittel verfüge.
Abg. Hauck befürwortet ſeinen Antrag, den der
Aus=
ſchuß abzulehnen bittet.
Abg. Molthan: Der Heilſtättenverein ſelbſt hat
einen derartigen Wunſch noch nicht geäußert. Wenn der
Verein ſelbſt mit einem Erſuchen an das Haus herantritt,
kann man ſich damit nochmals beſchäftigen. Redner bittet,
den Antrag zurückzuziehen.
Miniſter des Innern v. Hombergk zu Vach: Die
Regierung erkennt die Bedeutung des Heilſtättenvereins
voll und ganz an, ſie hat ſich aber gegen den Antrag Hauck
ausgeſprochen, weil es ihr nicht angängig erſcheint, derart
große Beträge zur Unterſtützung einzelner Vereine zu
be=
willigen, ohne dahingehende Erſuchen gründlich zu
bera=
ten und zu prüfen. Der Heilſtättenverein hat aber ſelbſt
noch niemals ein Erſuchen zur Unterſtützung aus
Staats=
mitteln eingebracht. Er hat vielmehr ſeine Aufgaben
ſeit=
her ſtets aus freiwilligen Beiträgen beſtritten. Die
Re=
gierung bittet alſo, den Antrag Hauck abzulehnen. — Nach
weiteren kurzen Bemerkungen des Abg. Henrich wird
ie ine eie beiht un de eſentg 38
genommen.
Zu Kapitel 65 beantragt der Ausſchuß: 1 die in
Ein=
nahme und Ausgabe vorgeſehenen 167270 Mark zu
be=
willigen; 2. die Großherzogliche Regierung
zu erſuchen, für die Folge die Einnahmen aus
Bei=
trägen der Feuerverſicherungsgeſellſchaften, aus
Kapital=
zinſen, von Gebäuden und Grundſtücken, und ſonſtige
Einnahmen des Fonds, ſoweit ſie den ihr bisher zur
freien Verfügung ſtehenden Betrag überſteigen,
minde=
ſtens aber den Betrag von 40000 Mark, in die Einnahmen
des Budgets zur Verfügung der geſetzgebenden Faktoren
einzuſtellen. Aus dieſen überſchießenden Einnahmen ſind
zunächſt die Zuſchüſſe an die Provinzialſiechenanſtalt zu
beſtreiten. Der hiernach verbleibende Reſt wird, ſoweit er
nicht für weitere, im Budget feſtzuſetzende, öffentliche und
gemeinnützige Zwecke beſtimmt wird, dem Kapital
zuge=
ſchlagen.
Miniſter des Innern von Hombergk zu Vach:
Die Regierung hat ſich mit dem Erſuchen des
Ausſchuß=
antrages nicht einverſtanden erklärt, weil der ihr zur
Ver=
fügung ſtehende Anteil an der Summe, der ſeither 80000
Mark betrug, ein für allemal feſt begrenzt werden ſoll,
während die ſonſtigen Einnahmen des Fonds eine
ſtei=
gende Tendenz zeigen. Die Einnahmen des Fonds
be=
ſtehen bekanntlich aus einer Abgabe der
Verſicherungs=
anſtalt und aus den Zinſen des Fonds. Wenn alſo die
Abgaben der Anſtalt wachſen und der Fonds anwächſt,
wachſen auch die Zinſen. An dieſem Wachſen aber ſoll
der Staat keinen Anteil haben und der Ueberſchuß dem
Budget zufließen. Das will mir nicht richtig erſcheinen,
namentlich nicht um deſſentwillen, weil doch die
Anforde=
rungen an den Fonds ſtändig wachſen, während der
Geld=
wert ſinkt. Es iſt darum notwendig, daß auch der Staat
an dem wachſenden Ueberſchuß beteiligt wird. Ich würde
daher vorſchlagen, ein Erſuchen anzunehmen etwa
dahin=
gehend, daß die Regierung erſucht wird, ein Abkommen
mit den Ständen zu treffen wonach die der Regierung
zur freien Verfügung ſtehenden Beträge fixiert werden
Gegen den Antrag des Ausſchuſſes müſſen wir uns aber
mit aller Entſchiedenheit wenden.
Nach weiteren kurzen Ausführungen der Abgg.
Hen=
rich und Dr. Weber wird der Ausſchußantrag
angenommen.
Zum Kapitel 67,
Reichsverſicherungsord=
nung liegt ein Antrag der Abgg. Leun und Genoſſen
vor: Wir beantragen, die geforderten Mehrkoſten
inſo=
lange abzulehnen, als nicht in jeder Provinzialhauptſtadt
ein Oberverſicherungsamt oder mindeſtens in Gießen und
Mainz je eine beſondere Spruchkammer errichtet wird.
Abg. Raab fragt an, bis wann endlich eine Novelle
zum Geſetz, betreffend das Knappſchaftsweſen, zu
erwar=
ten iſt, das im Sinne der neuen
Reichsverſicherungsord=
nung neu geordnet werden müſſe. Den Antrag Leun hält
Redner nicht für gerechtfertigt, da Spruchkammern in den
verſchiedenen Provinzen bereits beſtehen. Nur, daß die
Arbeiten alle in Darmſtadt vorbereitet werden müſſen,
er=
ſchwert und verzögert die Rechtſprechung. Es iſt
vorge=
kommen, daß Arbeiter auf ihre Berufungsentſcheidung bis
8 Monate warten mußten. Die Spruchkammern verſagen
alſo in der Praxis. Er bittet, dem Ausſchußantrag
zuzu=
ſtimmen und dabei die Regierung zu erſuchen die
Errich=
tung zweier weiterer Oberverſicherungsämter in die Wege
zu leiten und den Landſtänden baldmöglichſt Vorlage
zu machen. Redner führt dann Beſchwerde über die
Lun=
genheilanſtalt Sandbach, reſpektive über die
Landesver=
ſicherungsanſtalt. Die Anſtalt wurde im vorigen Jahre
neu geſtrichen, und zwar von den Inſaſſen. Hierbei
wur=
den giftige Farben verwendet und dabei nicht einmal die
vom Bundesrat erlaſſenen Vorſichts= und
Schutzbeſtim=
mungen angewendet.
Abg. Fenchel zieht den Antrag Hauck zugunſten des
Antrags Raab zurück. — Abg. Damm (ſchwer
verſtänd=
lich) bittet, den Antrag Raab und den Antrag Fenchel
ab=
zulehnen. Für 3 Verſicherungsämter iſt Heſſen zu klein.
Miniſterialrat Schliephake: Zu den
Ausführun=
gen des Abg. Raab iſt ſchon neulich mitgeteilt worden, daß
die Landesverſicherungsanſtalt dem Miniſterium nicht
un=
terſteht; wir müſſen es deshalb aus prinzipiellen Gründen
ablehnen, auf die Ausführungen einzugehen. Die Novelle
zum Knappſchaftsgeſetz iſt in Vorbereitung und wird
dem=
nächſt an das Haus gelangen. Beſchwerden über
Ver=
zögerung von Entſcheidungen ſind noch nicht an die
Re=
gierung gelangt. Wenn wirklich einmal eine Verzögerung
eingetreten ſein ſollte, ſo iſt ſicher dann nicht das
Oberver=
ſicherungsamt in Darmſtadt ſchuld denn es iſt ſchließlich
ganz gleich, ob die Entſcheidungen in Darmſtadt, Mainz
oder Gießen vorbereitet werden. Die drei Spruchkammern
in den drei Provinzen genügen vollauf. Die
Oberverſiche=
rungsämter ſind daher unnötig und würden nur erheblich
die Koſten vermehren. Im Intereſſe aller Inſtanzen liegt
es, wenn nur ein Oberverſicherungsamt beſteht, ebenſo
im Intereſſe der einheitlichen Rechtſprechung. Ich bitte
alſo dringend, die Anträge Raab und Hauck abzulehnen.
Abg. Henrich als Berichterſtatter bittet auch, den
Antrag Raab abzulehnen. — Abg. Raab ſtellt der
Regie=
rung Material über Verzögerungen von Entſcheidungen
in Ausſicht. — Abg. Fenchel vertritt nochmals den
An=
trag Raab. — Der Ausſchußantrag wird
ange=
nommen, der Antrag Raab abgelehnt.
Zu Kapitel 68.
Arbeiterkolonie und Arbeitsnachweis,
beantragt der Ausſchuß: 1. Die angeforderten 10500
Mark zu bewilligen; 2. die Großherzogliche
Re=
gierungzu erſuchen: a) im Bundesrat für die
Ein=
führung einer Reichs=Arbeitsloſen=Verſicherung zu wirken,
b) den Ständen alsbald — jedoch ſpäteſtens bis zur
Vor=
lage des nächſten Budgets — eine Denkſchrift vorzulegen
über den Umfang der im Großherzogtum zurzeit
beſtehen=
den und in den letzten Jahren beobachteten
Arbeitsloſig=
keit, über die Leiſtungen aus öffentlichen Mitteln zur
Be=
kämpfung der Arbeitsloſigkeit und ihre Folgen im Bereich
des Großherzogtums, ſowie über die Erfahrungen, die in
anderen Bundesſtaaten mit der Gewährung von
Staats=
beihilfen gemacht worden ſind, e) die Anträge der
Abge=
ordneten Ulrich und Genoſſen für erledigt zu erklären.
bei Hieren leiden, Harnsaure, Zucker, Eiweiss.
Fürstliche Wildunger Mineralquellen, A.-G., Bad Wildungen — Schriften kostenfrei
1913: 14664 Badegäste
1913: 2278876 Flaschen Versand
Nummer 84.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. März 1914.
Seite 11.
Miniſter des Innern von Hombergk zu Vach=
Oas Problem der Behebung der Arbeitsloſigkeit, die auf
das Zuſammenſtrömen der Arbeiter in den größeren
Städten und in den Induſtriezentren zurückzuführen iſt,
trheiſcht das ernſthafte Studium und die fortgeſetzte
Auf=
meckſamkeit der Regierung. Es hieße jedes menſchliche
Gefühl verleugnen, wollte man die Augen verſchließen vor
dem durch die unverſchuldete Arbeitsloſigkeit verurſachten
Elend, wie es uns von Herrn Ulrich ſo draſtiſch
geſchil=
dert worden iſt. Es fehlt nicht an Vorſchlägen und an
beachtenswerten Verſuchen zur Löſung dieſer Frage. Aber
über das Verſuchsſtadium iſt man noch nirgends
hinaus=
gslangt. Die notwendigſte und erfolgreichſte
Arbeits=
loſenfürſorge beſteht zweifellos in der Schaffung von
Ar=
beitsgelegenheit. In dieſer Beziehung ſind der Staat,
Gemeinden und Gemeindeverbände in gleicher Weiſe
be=
ſtrebt, in Zeiten der Verſchlechterung des Arbeitsmarktes
durch Zuweiſung von öffentlichen Arbeiten, die zu dieſem
Zweck zurückgeſtellt worden ſind nach Möglichkeit Abhilfe
zu ſchaffen. Die von den Kreisämtern und den
Handels=
bammern eingezogenen Nachrichten ergeben wie dies ja
auch in Ihrem Ausſchußbericht beſtätigt wird, keinen
An=
halt dafür, daß die Arbeitsloſigkeit in dieſem Winter einen
Umfang erreicht habe, der zu beſonderen Maßnahmen
Ver=
anlaſſung böte. So ſind auch in unſerer Nachbarſtadt
Frankfurt die Arbeitsloſenunterſtützungen vom Magiſtrat
wieder eingeſtellt worden, nachdem von den bewilligten
30000 Mark 29000 Mark ausgegeben worden waren und
die am 24. Februar vorgenommene Zählung nur 477
Ar=
beitsloſe, wovon 298 auf das Saiſongewerbe entfallen,
ge=
zählt wurden. Inſoweit die Arbeitsloſigkeit durch
Zu=
weiſung von Arbeit nicht behoben werden kann, ſind auch
bei uns die Städte Mainz und Offenbach zur Gewährung
von Barunterſtützungen an ſolche Arbeiter, die ohne ihr
Verſchulden arbeitslos geworden ſind, übergegangen. Die
für die Barunterſtützungen aufgeſtellten Grundſätze weichen
inſofern weſentlich voneinander ab, als in Offenbach die
Unterſtützungen in Anlehnung an das ſogen. Genter Syſtem
durch Vermittelung der Berufsvereine, die ſelbſt
Arbeits=
loſenunterſtützung gewähren, ausgezahlt werden und es
den Arbeitern und Privatangeſtellten, die einer derartigen
Organiſation nicht angehören, überlaſſen bleibt, ſich durch
Spareinlagen bei der ſtädtiſchen Sparkaſſe Anwartſchaft
auf den ſtädtiſchen Arbeitsloſenzuſchuß zu erwerben. In
Mainz dagegen wird die Unterſtützung ohne Rückſicht auf
die Zugehörigkeit zu einem Berufsverein gewährt und bei
Nichtorganiſierten auch von einer Spareinlage nicht
ab=
hängig gemacht. Eine Arbeitsloſenverſicherung hat noch
keine unſerer Städte verſucht. Eine ſolche Verſicherung
könnte nach unſerer Anſicht wirkſam nur durchgeführt
wer=
den als Zwangsverſicherung durch das Reich. Eine ſolche
iſt aber zurzeit undurchführbar. Die von den Gemeinden
bis jetzt geſchaffenen Einrichtungen können als eine
be=
friedigende Löſung der Frage der Arbeitsloſenfürſorge
nicht angeſehen werden und ſtimmen wir daher den
Aus=
führungen in dem Bericht Ihres Ausſchuſſes vollkommen
bei, „daß die Frage noch nicht genügend geklärt ſei, und
daß noch nicht genügend Erfahrungen und Material
vor=
liegen um eine Inanſpruchnahme des Staates in
beſtimm=
ter Richtung zu rechtfertigen‟. Durchaus anzuerkennen
iſt das Beſtreben einzelner Betriebsinhaber, der
Arbeits=
loſigkeit in ihren Betrieben zu Zeiten verminderter
Auf=
träge durch Zahlung von Wartegeldern durch Einlegung
von Feierſchichten und derartigen Maßnahmen
vorzubeu=
gen und ſich ſo einen Stamm von gelernten Arbeitern zu
ſichern. Allſeitig als wirkſam anerkannte Hilfsmittel, um
die Frage der Arbeitsloſenverſicherung der Löſung
ent=
gegenzuführen, ſind die Maßnahmen zur
Arbeitsvermitte=
lung, Arbeitsverteilung und Arbeitsbeſchaffung durch die
Förderung und den Ausbau der Arbeitsnachweiſe. Wir
haben daher zu dieſem Zweck 1500 Mark mehr angefordert,
was die einſtimmige Zuſtimmung Ihres Ausſchuſſes
ge=
funden hat. Dagegen kann ich mir von der von dem
Aus=
ſchuß erbetenen Denkſchrift über den Umfang der im
Groß=
herzogtum zurzeit beſtehenden und in den letzten Jahren
beobachteten Arbeitsloſigkeit, über die Leiſtungen aus
öffentlichen Mitteln zur Bekämpfung der Arbeitsloſigkeit
und ihrer Folgen im Bereich des Großherzogtums, ſowie
über die Erfahrungen, die in anderen Bundesſtaaten mit
der Gewährung von Staatsbeihilfen gemacht worden ſind,
einen weſentlichen Erfolg wenigſtens im nächſten Jahr
noch nicht verſprechen.
Abg. Henrich iſt erfreut, daß auch die Regierung
dem Problem der Arbeitsloſenfürſorge volle
Aufmerkſam=
keit ſchenkt. Ein Eingreifen mit öffentlichen Mitteln
recht=
fertige ſich nur bei unverſchuldeter, als wirtſchaftliche
Maſſenerſchkinung auftretender Arbeitsloſigkatt. Gewiß
könnte der Arbeitgeber durch beſſere Verteilung der Arbeit
vielfach vorbeugen. Man verſuche die Arbeitsloſigkeit
wohl durch Schaffung neuer Arbeitsgelegenheit (
Notſtands=
arbeiten, Urbarmachung von Oedländereien) zu bekämpfen,
aber das habe keine große praktiſche Bedeutung. Viel
größere Bedeutung habe die Arbeitsvermittelung.
Die öffentlichen Arbeitsnachweiſe hätten bis jetzt viel
ge=
leiſtet, ſie könnten aber noch mehr leißen, namentlich in
Heſſen, das im Verhältnis weniger leiſte als die
Nachbar=
ſtaaten. Redner beſpricht im Anſchluß daran die
Land=
flucht und die Arbeiternot auf dem Lande. Daß der
männ=
liche Arbeiter eine dauernde Beſchäftigung aufſucht, iſt
nur zu billigen, dagegen ſei es zu beklagen, wenn die
Ar=
beiterinnen die Fabrilarbeit der geſunderen
landwirt=
ſchaftlichen Arbeit vorziehen. Nach all den beſprochenen
Maßnahmen wird aber noch genug Anlaß zur Hilfe bei
unverſchuldeter Arbeitsloſigkeit vorliegen. Das haben
zuerſt die Arbeiterorganiſationen eingeſehen, die ſchon viel
auf dieſem Gebiet geleiſtet haben. Auch die
Gemein=
den gehen immer mehr daran, Unterſtützungen zu gewähren.
Unterſtützungen ohne Gegenleiſtung ſeien bedenklich.
Ver=
ſicherungskaſſen ohne Beitrittszwang haben bis jetzt wenig
Erfolg gehabt. Das vielfach angewandte Genter Syſtem
(Gemeindezuſchüſſe an Gewerkſchaften) ſei mangelhaft, da
es nur den organiſierten Arbeitern zugute komme.
Neuer=
dings iſt ein neues Syſtem aufgekommen (auch in
Frank=
furt), wonach mit den Organiſationen
Rückverſicherungs=
verträge abgeſchloſſen wurden und den
nichtorgani=
ſierten Arbeitern die freiwillige Verſicherung möglich
ge=
macht wird. Die lokalen Verſicherungen werden wegen
der ungleichmäßig verteilten Riſiken immer mangelhaft
ſein. Es ſei deshalb eine allgemeine Reichsverſicherung
anzuſtreben, ſo ſchwierig dieſe Frage auch ſei. Doch
müß=
ten die Arbeitgeber von neuen Laſten möglichſt verſchont
werden. Staatliche Beihilfe gewährt bis jetzt
Bayern an Gemeinden, die eine Arbeitsloſenverſicherung
eingeführt haben. Redner macht darüber nähere
Mittei=
lungen. Voreder Staatsbeihilfe dürfe man auch bei uns
nicht zurückſchkecken. Die Arbeiter hätten den gleichen
An=
ſpruch an den Staat wie andere Berufsſtände. Allerdings
müſſe man vorher genau wiſſen, wo, wie und in welchem
Umfang man helfen wolle und ſolle. Dieſe Hilfe ſei aber
immer nur als ſubſidiäre Maßregel gedacht, die
Haupt=
ſache bleibe die Arbeitsbeſchaffung. Redner empfiehlt die
Anträge des Ausſchuſſes zuo Annahme.
Abg. v. Helmolt: Auch wir erkennen an, daß die
behandelte Materie ſehr wichtig iſt, doch behandeln wir
die Sache von anderem Geſichtspunkte aus. Tatſache iſt,
daß trotz der Arbeitsloſigkeit immer noch auf dem Lande
ein erheblicher Mangel an Arbeitern herrſcht. Alljährlich
wandern Tauſende von Arbeitern vom Lande ab nach den
Großſtädten, beſonders nach Berlin, ohne daß ſie dort
ge=
nügende Arbeitsausſichten haben. Viel iſt auch ſchuld,
daß die Politik der Gewerkſchaften und der
Sozialdemo=
kratie Arbeitgeber und Arbeitnehmer immer mehr
ent=
fremdet. Auch der Widerſtand der Gewerkſchaften gegen
die Ueberſtunden iſt ſchuld an der Arbeitsloſigkeit, da die
Unternehmer gezwungen werden, bei dringender Arbeit
Aushilfskräfte einzuſtellen, die dann natürlich, ſobald die
Arbeit nachläßt, wieder entlaſſen werden. Eine ſtaatliche
Arbeitsverſicherung würde, wie das ganze ſoziale
Ver=
ſicherungsweſen uns ſchon dargetan hat, das
Selbſtver=
antwortungsgefühl der Arbeiter noch mehr beeinträchtigen.
Das liegt nicht im Intereſſe des Volksganzen. Trotzdem
iſt natürlich notwendig, daß Staat und Gemeinden nach
Möglichkeit der Not der Arbeitsloſen ſteuern, doch gehören
dazu einwandfreie Unterlagen, die wir aber noch nicht
haben. Ich bin überzeugt daß die große Mehrzahl der
Arbeiter die Arbeit der Unterſtützung vorziehen wird,
aber es gibbt doch auch viele, die gern jeder Arbeit aus dem
Wege gehen. Dieſe zu unterſtützen, liegt doch kein Grund
vor. Eine Arbeitsloſenverſicherung nach Genter Syſtem
würde nur die Gewerkſchaften ſtärken, dazu liegt aber
abſolut kein Anlaß für uns vor. Jedenfalls wäre die
Ar=
beitsloſenverſicherung mehr oder weniger eine Prämie auf
die Landflucht. Wir verhalten uns alſo dem Antrag des
Ausſchuſſes gegenüber durchaus ablehnend.
Darauf wird die Sitzung auf nachmittags ½4 Uhr
vertagt. — Schluß ½2 Uhr.
108. (Nachmittags=) Sitzung.
Am Regierungstiſch: Staatsminiſter Dr. v. Ewald,
Finanzminiſter Dr. Braun, Miniſter des Innern von
Hombergk zu Vach, Staatsrat Dr. Becker,
Mini=
ſterialräte Schliephake, Dr. Kratz.
Präſident Köhler eröffnet die Sitzung um 3½ Uhr.
Die Debatte über Kapitel 68 zur Arbeitsloſenverſicherung
wird fortgeſetzt. Abg. Raab bedauert, daß der
Aus=
ſchuß den Antrag Ulrich abgelehnt habe. Der
Abge=
ordnete Ulrich hat beantragt, die Regierung zu erſuchen:
1. im Bundesrat für die Einführung einer Reichs=
Arbeits=
loſen=Verſicherung zu wirken, 2. im Hauptvoranſchlag für
1914 den Betrag von 50000 Mark bereitzuſtellen, aus dem
denjenigen Gemeinden ein Zuſchuß gewährt wird, die
eine Arbeitsloſenunterſtützung zur Einführung bringen und
als Tit. 3 einziſtellen: „„Beitrag zur
Arbeitsloſenunterſtütz=
ung” 50000 M. Die von den Vorrednern vorgebrachten
Ge=
gengründe laſſen die rauhe Wirklichkeit vermiſſen.
Red=
ner verſucht in längeren Ausführungen dieſe Gründe zu
entkräften. Die Not durch die Arbeitsloſigkeit ſei in
Heſ=
ſen tatſächlich ſehr groß. Die Arbeiter ſind meiſt auf
Selbſthilfe angewieſen. Die Gewerkſchaften hätten
außer=
ordentlich ſegensreich gewirkt und er müſſe die gegen ſie
gerichteten Vorwürfe aufs ſchärfſte zurückweiſen. Diel
Gewerkſchaften haben ſtaatserhaltender gewirkt, als die
Miniſter mit ihren Geheimräten. (Präſident Köhler
rügt dieſen Ausdruck). Die Arbeiter fürchten die
Ar=
beitsloſigkeit mehr als die Krankheit, gegen die ſie ja
verſichert ſind. Früher hat man allerdings auch gegen
die Krankenverſicherung Einwendungen erhoben.
Heſ=
ſen habe in bezug auf die Arbeitsloſigkeit im Auguſt
vori=
gen Jahres an fünfter Stelle im Reiche geſtanden. Die
Zwei guterhaltene Wagen,
eine Partie Branntwein= u.
Eſſigfäſſer, letztere für Regenfäſſer
geeignet, ein Pflug, eine eiſerne
und eine hölzerne Egge, ein
Schleifſtein, eine Hobel= und
eine Schnitzbank, ein Geſtell mit
ovalen Fäßchen, zirka 20 Zentn.
Grummet (7371sm
preiswert abzugeben.
Eberſtadt, Pfungſlädterſtr. 33.
Saatkartoffeln!
Norddeutſche Kaiſerkrone
Opto date
Induſtrie
Georg Klöppinger V.
Pfungſtadt, Eberſtädterſtr. 32.
Markttags in Darmſtadt auf
dem Schillerplatz. (7162a
1a Land=
Offertere Winterware:
trockenen Beinſchinken, garantiert
echt u. mild geſalzen, à Pfd. 1,10 M.,
desgl. Rollſchinken in jeder Größe
à Pfd. 1,25 M., ſow. alle Art.
Dauer=
wurſt zu ſoliden Preiſen. (7304a
Oberhess. Wurstfabrikation
Karl Völzing
Ruppertenrod (Oberheſſen).
Pfanzenkübel.
Waſchbütten in allen Größen
empfiehlt Fried. Fey, Küfermeiſter,
Tannenſtraße 8. — Reparaturen
billigſt.
(B7589
Torfmull
in ganzen und halben Ballen
empfiehlt billigſt
W. Nungeſſer, Dieburgerſtr. 10,
Fernſprecher 864. (*7736om
Damen-Konfektion,
J1. Nern= Lang, Mühlstrasse 40, I.
Erstklassiges Atelier für moderne Maßschneiderei.
Garantie schicker Verarbeitung bei billigster Berechnung.
(6735a)
Alte Bilder, Bücher,
antikes eisernes Uhrwerk mit
sc önem Glockenschlag, für
Haus=
uhr und verſchiedene antike
Gegen=
ſtände ſehr billig abzugeben. Näh.
(7507a
Expedition.
O Klapiere
faſt neu, teilweiſe aus Miete
zu=
rückgekommen, bis zu 250 Mk. unt.
Katalogpreis, mit Garantieſchein
abzugeben. — Pianohandlung,
Elisabethenstr. 12. (7342a
nigodin
Aerztliche Gutachten rühmen das ſchnelle Nachlaſſen der Anfälle
und der Reiz=Erſcheinungen und die große Erleichterung des
Auswurfes bei
Tachen= und Kehlkopf=Katarrh,
Bronchial=Aſthma, Bronchial=
Ka=
tarrh uſw.
Frei von Alkohol und künſtlichen
Beruhigungs=
mitteln, kein Geheimmittel, garantiert
unſchädlich. Von Kindern und
Säug=
lingen gern genommen. Preis Mk. 2.25
in den Apotheken.
Extr. Selaginell.
saccharat comp.
(I.2622
Tetar-Ausverkauf
wegen Geschäfts-Aufgabe.
Verkauf zu bedeutend reduzierten Preisen.
Auf „Helvetia‟-Obst- u. -Gemüse-Konserven
30% Rabatt.
Karl Vogel, Mollerstr. 17.
Früher Filiale Hebermehl.
(*8006
[ ← ][ ][ → ]Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. März 1914.
Nummer 34,
Ausführungen der Abgeordneten Schott und von Helmolt
forderten zum Widerſpruch geradezu heraus. Die
Miß=
ſtände ſind namentlich in der heutigen unſinnigen
Wirt=
ſſchaftsordnung begründet. — Das Kapitel wird dann
mit Annahme des Ausſchußantrages genehmigt.
Mit Kapitel 69, Kreisgeometer, werden die
Kapitel 74, Bodenmeliorations= und
Waſ=
ſerverſorgungsweſen uſw., und 102, Kataſter,
zuſammenberaten. Hierzu liegen folgende Anträge
vor=
die Abgeordneten Singer und Genoſſen
beantra=
gen: 1. Die Stellen der Kreisgeometer auf Inhaber zu
bewilligen. 2. Die Angliederung der Vermeſſungsämter
an das jeweilige Finanzamt in die Wege zu leiten; die
Abgeordneten Fenchel und Genoſſen beantragen
zu Kapitel 74, Titel 2, III einzuſtellen ſtatt, wie
vorge=
ſehen: 1. ſtatt 11 Feldbereinigungsgeometer, 13 und
dem=
gemäß ſtatt 34600 Mark, 38600 Mark. 2. ſtatt 8
Feld=
bereinigungsgeometergehilfen, 16 und folgerichtig dann
ſtatt 16000 Mark, 32000 Mark; der Abg. Dr. Oſann
beantragt: Die Zweite Kammer wolle Großh Regierung
erſuchen, bei der bevorſtehenden Neuorganiſation des
Geometerweſens den Kataſtergeometern ſtatt der
Bezahlung nach Taxen, ein feſtes Einkommen zu
ge=
währen.
Nach einer Geſchäftsordnungsdebatte wird beſchloſſen,
die ſämtlichen Anträge aus dem Budget herauszunehmen
und geſondert zu behandeln.
Abg. Urſtadt beſpricht eingehend die Lage der
Privatgeometer. Die Reorganiſation der hier in Frage
kommenden Materie könne durchgreifend nur dann
durch=
geführt werden, wenn eine Sachverſtändigenkommiſſion
eingeſetzt wird, deren Aufgabe es auch ſein müßte, die
Verhältniſſe in den anderen Staaten zu ſtudieren. In
den Examen ſcheinen die Anſorderungen zu hoch
ge=
ſchraubt worden zu ſein, oder die Vorbildung auf die
Examen iſt ungeeignet. Denn nur dadurch iſt die große
Zahl der unbeſtandenen Examen zu erklären. Redner
macht verſchiedene Reorganiſationsvorſchläge. Den
Ka=
taſtergeometern ſollte ein feſtes Einkommen garantiert
werden. Die Geometer 2. Klaſſe ſind beſonders ſchlecht
geſtellt. Man ſollte ſie wenigſtens von der
Verſicherungs=
pflicht befreien.
Es wird dann beſchloſſen, die mitgeteilten Anträge
der Vereinfachungskommiſſion zu
über=
weiſen.
Abg. Boxheimer unterſtützt den Wunſch des Abg.
Urſtadt, die Geometer 2. Klaſſe von der
Verſicherungs=
pflicht zu befreien.
Abg. Schott bleibt auf der Tribüne unverſtändlich.
Er tritt für die Beibehaltung des Vermeſſungsamtes in
Wöllſtein ein — Wolf=Stadecken befürwortet eine
beſ=
ſere Organiſation des Voranſchlagsweſens.
Der Ausſchußantrag zu Kapitel 69 — dahin
geändert, daß die Anſtellung von fünf weiteren
Kreis=
geometergehilfen bewilligt wird — wird dann
ange=
nommen.
Ohne Debatte werden erledigt die Kapitel 70, 71,
(72 und 73.
Zu Kapitel 74, Bodenmeliorations= und
Waſſerverſorgungsweſen uſw., liegt folgender
Antrag der Abgeordneten Lang, Kredel und
Mer=
gell vor: Wir beantragen: Unter Kapitel 74, Titel 3
und 5 des Staatsvoranſchlages für 1914 ſind für
Auf=
forſtungen von Gemeindewüſtungen und Ueberführen von
Gemeindeſchälſchlägen in Hochwald Staatsbeihilfen
vor=
geſehen. Die wirtſchaftliche Lage im ſüdlichen Odenwald
hat bis in die neueſte Zeit hinein unverändert — und
infolge der neuen Gemeindeſteuergeſetzgebung wohl noch
in verſtärkterem Maße — zur Veräußerung von
Privat=
grundbeſitz geführt, für die häufig faſt kein anderer
Kauf=
liebhaber zu finden war, als der Fiskus oder ein
Stan=
desherr. Die unmittelbar beteiligten Gemeinden haben
in ſolchen Fällen, namentlich, wenn ihr Jagdrecht
gefähr=
det erſcheint, nach Möglichkeit und Kräften gekauft Es
hat ſich jedoch, zumal, wenn vorerſt ertragloſe
Schäl=
waldungen zum Verkauf ſtanden gezeigt, daß ſtark
be=
laſtete Gemeinden, wie zum Beiſpiel neuerdings Ober=
Sensbach, ſolche Käufe nicht ausführen konnten. Der
Kreis Erbach beabſichtigt daher, in ſolchen Fällen
einzu=
ſpringen und derartiges Gelände, das die Gemeinden
nicht erwerben können, zu kaufen, um es ſpäter, wenn
die finanzielle Lage der Gemeinde günſtiger geworden
iſt, an dieſe zurückzugeben. Zu dieſem Zweck erſcheint es
erwünſcht, daß die in Kapitel 74, Titel 3 und 3a.
vorge=
ſehenen Beihilfen bei Vornahme entſprechender
Meliora=
tionen auch dem Kreis zugute kommen, der ja hier
ledig=
lich als Geſchäftsführer der Gemeinden tätig wird und
der in gleicher Weiſe auf Förderung durch Staatsbeihilfe
rechnen darf, wie die Gemeinden oder wie Private (bei
Umwandlung von Eichenſchälſchlägen in Viehweihe). Wir
beantragen daher die erwähnten Budgetpoſten auch
zu=
gunſten der im Beſitz von Kreiſen befindlichen Wüſtungen
und Schälſchlägen zur Verfügung zu ſtellen.
Abg. Lang möchte ſeinem Antrag einige Worte
hin=
zufügen: Ein weiteres Gut wurde inzwiſchen in
Heb=
ſtahl außer Ober=Sensbach frei. Wenn der Kreis nicht
raſch durch Kauf zugegriffen hätte, ſo ſtand am ſelbigen
Tage der Güterſchlächter, ferner ein Geldmann, der 300
Morgen zuſammenhängend ſucht, um eigene Jagden zu
erwerben, und zwei andere Liebhaber dahinter. Der
Kreisausſchuß Erbach iſt deshalb vom Kreistage
ermäch=
tigt, mit Hilfe des Meliorationsfonds derartige Güter
zu kaufen, um ſolche in ſpäteren Jahren den Gemeinden,
wenn ſolche kräftig genug ſind, wieder zurückverkaufen
zu können. Hebſtahl konnte nicht kaufen, da es vor
einigen Jahren erſt Feldbereinigung hatte, und ſchon für
37000 Mark Ländereien gekauft hat, war alſo faſt am
Ende ſeiner Leiſtungsfähigkeit. Umwandlungen von
Schälwaldungen in Hochwaldungen oder Viehweiden
ſind mit großen Koſten verknüpft. Da Finanzausſchuß
und Miniſterium ſich für derartige Käufe ausgeſprochen
haben zugunſten des Kreiſes, und die Gelder in Kap., 74
vorgeſehen ſind, ſo kann das Haus, des guten Zweckes
halber, ſich auch dafür ausſprechen.
Abg. Korell=Ingelheim möchte die
Aufmerkſam=
keit des Hauſes und der Regierung auf die
Ueberſchwem=
mungen zwiſchen Ingelheim und Frei=Weinheim lenken,
wo den Bauern die Ernte vollſtändig vernichtet wurde.
Abg. Dr. Weber befürwortet die Ausdehnung der
Hutweidenmeliorationen im Vogelsberg. — Der
An=
trag des Ausſchuſſes und der Antrag
Lang werden angenommen.
Zu Kapitel 75, Landgeſtüt, das mit 75a,
Land=
wirtſchaftskammer, zuſammenberaten wird, frägt
Abg. v. Brentano, ob die Regierung nicht auch eine
Geſtütsſtation in Rheinheſſen vorſehen will.
Abg. Korell=Ingelheim befürwortet ſeinen
An=
trag, betreffend Anſtellung eines Obſt= und
Gemüſebau=
technikers in Nieder=Ingelheim. Der Antrag lautet: Die
Großh. Regierung wird erſucht, die Anſtellung eines
kauſmänniſch geſchulten Obſt= und
Gemüſebau=
technikers in Nieder=Ingelheim durch Verhandlungen
mit dem Kreiſe Bingen, der Landwirtſchaftskammer,
ſo=
wie den Gemeindevorſtänden der beiden Ingelheim und
von Frei=Weinheim, und dem Vorſtande des
Ingelhei=
mer Obſtmarktes zu fördern und in den nächſten
Staats=
voranſchlag nötigenfalls einen angemeſſenen Betrag als
Zuſchuß einzuſetzen.
Redner kritiſiert dann wiederholt das Reblausgeſetz
insbeſondere die Entſchädigung für Schäden, die durch die
Reblausbekämpfung entſtehen. Gegen das Reblausgeſetz
wolle er nicht vorgehen, doch dürfe es in der Anwendung
nicht zum Ruin der Winzer werden — Abg. Wolf=
Stadecken befürwortet ſeinen Antrag, die Kellerkontrolle
auf Staatskoſten ausführen zu laſſen. — Abg. Finger
bleibt auf der Tribüne unverſtändlich. Er befürwortet
einen Antrag auf Errichtung einer Geſtütsſtation im
ſüd=
lichen Teil von Rheinheſſen, etwa in Pfeddersheim oder
Heppenheim uſw. Auch eine Fohlenweide fehlt dort. —
Abg. Molthan möchte dem Abgeordneten Korell
ge=
genüber doch betonen, daß man unter allen Umſtänden
an dem Reblausgeſetz feſthalten ſollte. Das Verfahren
zur Feſtſtellung der Entſchädigung müſſe allerdings
be=
ſchleunigt werden. Dem Antrag Wolf bezüglich der
Koſten der Kellerkontrolle, bittet Redner zuzuſtimmen,
da die Kellerkontrolle im öffentlichen, allgemeinen
Inter=
eſſe erfolge.
Miniſterialrat Schliephake verbreitet ſich
zu=
nächſt über die Geſtütsſtationen, beſonders über die
Wünſche, in Lich eine Station zu errichten. Die
Zweck=
mäßigkeit einer ſolchen Station iſt nicht feſtſtehend, doch
wird die Frage ebenſo wie die Errichtung einer Station
in Rheinheſſen geprüft werden. Alle Wünſche auf
Errich=
tung von Geſtütsſtationen können unmöglich erfüllt
wer=
den. Die kleinen Stationen ſind durchaus unzweckmäßig.
Auch die Züchter haben davon keinen Vorteil.
Jeden=
falls ſind die Vorteile der größeren Stationen durchaus
überwiegend gegenüber den Nachteilen einer weiteren
Entfernung. Dem Abg. Dr. Weber iſt die Regierung
dankbar für die Anregung bezüglich der
Hutweiden=
meliorationen im Vogelsberg. Dem Wunſche des Abg.
Korell=Ingelheim wird die Regierung gerne entſprechen.
Was die Beſchwerden über das Reblausgeſetz betrifft, ſo
hat ſich der Bundesrat ſchon damit beſchäftigt und
wer=
den entſprechende Ausführungsbeſtimmungen wohl
dem=
nächſt ergehen. Zur Frage der Koſten der Kellerkontrolle
iſt feſtzuſtellen, daß dieſe zu den ortspolizeilichen Koſten
gehören, die nach der Landgemeindeordnung von den
Ge=
meinden zu tragen ſind. Dem Wunſche, die
Reblausent=
ſchädigungen zu beſchleunigen, wird nach Möglichkeit
ent=
ſprochen, wenn aber Meinungsverſchiedenheiten entſtehen,
muß der Rechtsweg beſchritten werden.
Abg. Dr. Weber bittet, den Antrag Wolf geſondert
zu beraten da der Ausſchuß ſich damit noch nicht
be=
ſchäftigen konnte. — Abg Fenchel vertritt nochmals
den Antrag, in Lich eine Geſtütsſtation zu errichten. —
Nach weiteren Ausführungen der Abgeordneten Korell=
Ingelheim und Wolf=Stadecken wird der
Ausſchuß=
antrag zu Kapitel 75 angenommen.
Zum Kapitel 75a liegt ein Antrag Brauer u. Gen.
vor, den geſtrichenen Zuſchußbetrag von 53000 Mark
für die Landwirtſchaftskammer wieder
ein=
zuſtellen.
Miniſter des Innern v. Hombergk zu Vach
ver=
weiſt auf die im Ausſchußbericht niedergelegte
Begrün=
dung der ablehnenden Haltung der Regierung unter
Dar=
legung ſehr ausführlichen Zahlenmaterials, aus dem
her=
vorgeht, daß die Landwirtſchaftskammer ſehr wohl ohne
dieſen Zuſchuß auskommen kann. Redner möchte
gleich=
zeitig der Legende entgegentreten, als ob der ſeitherige
Referent für die Landwirtſchaftskammer nicht mit der
nötigen Energie für die Intereſſen der Landwirtſchaft
eingetreten ſei. Das Gegenteil ſei der Fall. Den
ab=
lehnenden Standpunkt haben lediglich der Herr
Finanzmini=
ſter und der Redner vertreten. Er gebe ſich der Hoffnung
hin, daß für das Jahr 1915 ſich eine Einigung mit der
Landwirtſchaftskammer erzielen laſſe.
Abg. Breidenbach: Schon ſeit mehreren Jahren
habe er das zweifelhafte Vergnügen, die
Landwirtſchafts=
kammer bei dieſem Kapitel zu vertreten. Es ſei bedauen
lich, daß die Landwirtſchaftskammer Feinde ringsum
habe, daß ſelbſt die eigenen Reihen noch nicht erfaßt haben
was die Landwirtſchaftskammer der Landwirtſchaft füll
Nutzen bringt. Er kritiſiert dann die damaligen Ausfühn
rungen des Miniſters des Innern nach der Darmſtädter
Zeitung, und rügt, daß der Herr Miniſter in ſeine Zahll
lenaufſtellung allerlei Beträge eingeſetzt hat, die doch auch
im Intereſſe der Städte aufgewendet werden. Er bes
ſpricht dann ſehr eingehend die Lage der Landwirtſchaft,
Der Gerſtenbau ſei dem Ruin verfallen. Millionen von
Zentnern würden vom Auslande eingeführt. Die Land
wirtſchaft müſſe unbedingt geſchützt und unterſtützt
wer=
den, um ihre große Aufgabe erfüllen zu können. Redner
bittet ſchließlich, dem Antrag Brauer zuzuſtimmen.
Miniſter des Innern v. Hombergk zu Vach
ver=
wahrt ſich gegen den Vorwurf, daß die gegebene Zahlens
zuſammenſtellung tendenziös aufgeſtellt worden war. Die
Aufſtellung iſt nur gemacht worden zum Vergleich mit den
Aufwendungen anderer Staaten. Es mußten darum alle
Aufwendungen in Betracht gezogen werden, die andere
Staaten hierbei in Betracht ziehen.
Abg. Henrich wird nach den neueren Feſtſtellungen
für den Antrag Brauer ſtimmen.
Der Antrag Brauer wird hierauf
ein=
ſtimmig angenommen. Damit iſt der
Ausſchuß=
antrag gefallen und die Summe von 144190 Mark wird
um 53 100 Mark in Ausgabe erhöht.
Kapitel 76, Bergbau, wird debattelos
ange=
nommen.
Zu Kapitel 77, Kunſtſtraßenweſen, bringen
die Abgg. Kredel und Lang Wünſche lokaler
Natur=
vor. Abg. Lang führt aus: Es kommen in den von den
beiden Abgeordneten vertretenen Bezirken für die in den
nächſten Jahren zu bauenden Straßen ärmere
Gemein=
den mit vielfach recht hohen Gemeindeſteuern in Betracht,
z. B. Würzberg, Ernsbach, Elsbach, Roßbach, Ober=
Kainsbach, Rothenberg, Schöllenbach=Heſſelbach uſw. Es
iſt bei dieſen Orten der Regierung Gelegenheit gegeben,
mit den übrigen Mitteln von 1911 an dieſen bedrängten
Orten unter die Arme zu greifen. — Das Kapitel wird
dann angenommen.
Zu Kapitel 78 befürwortet Abg. Heedt ſeinen
An=
trag, den Staatszuſchuß auf 30000 Mark noch in dieſem
Budget zu erhöhen.
Miniſterialrat Schliephake ſtellt einiges in den
Ausführungen des Vorredners richtig und weiſt darauf
hin, daß die Regierung in anderer Beziehung, z. B.
Bei=
trägen für Kaufmänniſche Fortbildungsſchulen, die
Han=
delskammer entlaſte. Die Angelegenheit erſcheint
jeden=
falls nicht ſo dringlich, daß ſchon das gegenwärtige
Bud=
get damit belaſtet wird, zumal ein Geſuch der
Handels=
kammer ſelbſt nicht vorliegt.
Der Antrag Heedt wird angenommen. Der
Ausſchußantrag iſt damit abgelehnt.
Die Kapitel 79, 79a, 80, 80a werden debattelos
er=
ledigt.
Zu Kapitel 81, Gewerbeaufſicht, macht Abg.
Raab längere Ausführungen über den Schutz der
Bau=
handwerker, der vielfach ungenügend ſei. Vor allem ſei
zu rügen, daß das Aufſichtsperſonal nicht techniſch gebildet
iſt, und daß die Regierung ſich immer noch nicht
entſchlie=
ßen kann, Leute aus Arbeiterkreiſen hierzu heranzuziehen.
Miniſterialrat Dr. Kratz erörtert eingehend die Art
der Durchführung der Bauaufſicht unter Zugrundelegung
von Zahlenmaterial, und ſtellt feſt, daß die heſſiſche
Bau=
berufsgenoſſenſchaft die größte Zahl von Reviſionen
vor=
genommen hat. Was die Baupolizeiaufſicht betrifft, ſo
iſt das Sache der Baupolizeibehörden (Kreiſe und Städte),
für das notwendige geeignete Material zu ſorgen. Es
iſt übrigens wiederholt anerkannt worden, daß Mißſtände
beſeitigt wurden.
Der Ausſchußantrag wird angenommen.
Ebenſo ohne weſentliche Debatte die Kapitel 82 bis 87.
Damit iſt die VIII. Hauptabteilung erledigt. Die Sitzung
vird um 7¼ Uhr geſchloſſen.
Nächſte Sitzung Mittwoch 9 Uhr.
Ein vernachläſſigter
Schnupfen hat ſchon
manchem die
Ge=
ſundheit gekoſtet.
I,5125
6
Spſ
Döſe 30 Pfg.
A
Meesthuher
A
Rheinische
Treuhand-Gesellschaft A.-G.
O 7. 26. MANNHEIM Tel. No. 7155.
Aktienkapital Mk. 1500000.−.
Weitverzweigte Beziehungen zu
III,3118) ersten Finanzkreisen.
Bilanzprüfungen
Buchhaltungs- und Betriebs-Organisationen.
Liquidationen, Sanierungen.
Vermögens-Verwaltungen.
8 riöse Gründungen.
Gutachten in Steuer- und Auseinandersetzungssachen.
Eingehende Beratung in Beteiligungs-Angelegenheiten.
Unbedingte Verschwiegenheit.
Damen=Hüte!
Vorjährige, die nach den letzten Modellen gearbeitet
(7661a
werden ſollen, erbitte ich jetzt.
Frau A. Reith, geb. Reinicke
Ernst Ludwigstrasse 24.
kut erhalt. Schulbücher bis zur
ut erhaltene Bauhütte zu
Oberprima des Realgymnaſ. kaufen geſucht. Offert. unter
zu verk. Hochſtr. 8., I. (*7857idA 13 an die Exnedition. (*7923id
Haare
ausgekämmte und abgeſchnittene
kauft fortwährend zu den höchſten
Preiſen
(5563a
Friedrich Tillmann,
Eliſabethenſtraße 21.
Neu= und Anſtricken
von Strümpfen ſow. Beinlängen
auf der Maſchine billig u. prompt
Heinheimerſtr. 50, I. Hahnes. (827a
Sorold Gelyvent
reinigt die Wieren.
Zur Frühjahrskur trinken Sie bei Störungen
der Nierenfunktionen und der Harnorgane.
SSteinleiden und Gicht täglich frühmorgens
Flasche Larola-Heilquelle; 1o
Flaschenge-
mügen, um Sie von der günstigen Wirkung
zu überzeugen; fragen Sie Ihren
Haus=
larzt! In allen Apotheken, Drogerien
und mineralwasserhandlungen erhältlich;
wo nſcht vorrätig, direkter Bezug.
Kurprospekle und Trinkvorschriften d. Cavolabad Rappoltsweiler, Südvogesen,
guterh. Kinderwngen (15 Mk.)
zu verk. Schießhausſtr. 54. (B7687 1 Reyl & John, Mannlaktur ware 1. (55 1a
Nummer 84.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. März 1914.
Seite 13.
Gevergungs
in allen modernen Stoffen und Farben, von Mark 10.− anfangend.
HERMANNBERGER, Hoflieferant
Ernst-Ludwigstrasse 10, Ecke der Marktpassage.
7775
Erntitiaseige Spateme.
In vollendeter Auswahl
Adolf Kling
Grafenstr. 35, vis-ä-vis dem Hotel
Darmstädter Hof.
ca. 32 cm I., 12br. M. 1.—
„37„ „ 14 „ „ 1.50
„ 42 „ „ 15 „ „2.50
„ 45 „ „ 16 „ „4.25
„50 „ „ 18 ₰ „7.—
Prima Ware in allen
Größ. u. Preisl.
Fan-
tasien u. Flügel bill.
Kein
Ladengeschäft!
AUG. ROLLE
7167mm
Straußfedern-Spezialgesch.
Waschen, Färben, Kräuseln in best. Ausführung. Karlsstr. 28½, I. Et.
Brautoaare!
Besichtigen Sie zwanglos und unverbindlich
in Ihrem eigenen Interesse nachstehende mit
bedeutender Preisermäßigung
zu-
sammengestellte Wohnungs-Einrichtungen.
5-Zimmer-Einrichtung mit Küche u. Vorplatz . Mk. 3950.−
Z-Zimmer-Einrichtung mit Rüche u. Vorplatz . Mk. 3360.−
Z-Zimmer-Einrichtung mit Rüche u. Vorplatz . Mk. 2940.−
3-Zimmer-Einrichtung mit Küche u. Vorplatz . Mk. 2710.−
3-Zimmer-Einrichtung mit Rüche u. Vorplatz Mk. 2450.-−
3-Zimmer-Einrichtung mit Küche u. Vorplatz . Mk. 1980.−
3-Zimmer-Einrichtung mit Rüche u. Verplatz . Mk. 1380.−
2-Zimmer-Einrichtung mit Rüche u. Vorplatz . Mk. 940.−
A. Schwabir.
Haus für kompl. Wohnungseinrichtungen in allen Preislagen
Rheinstraße 41 (keine Läden) Marienplatz 9
Man achte genau auf die Firmal Laden mit 5 Schaufenstern.
Man verlange Preisliste und Abbildungen.
Jafel-Aepfel Damen-Hüte!!
Ananas=Reinetten 10 Pfd. 2.50
Rote Eisäpfel . . 10 Pfd. 2.30
10 Pfd. 1.80
Koch=Aepfel .
(4966a
empfiehlt
Joh. Walther Ecke Roßdörfer=
und Wienersſtraße, Telephon 1598.
Herrschaften u. Hotels
offerieren wir unſere
feinſte Tafelbutter und
vollfette Tafelkäſe
in Poſt= und Bahnverſand
Molkereigenoſſenſchaft, eingetr.
Genoſſenſchaft m. beſchr. Haftpflicht,
Ranstadt (Oberheſſen). (6231a
Zur Konfirmation
empfehle billigſt
Thren
und Goldwaren.
Große Auswahl! (6930a
Gervinus-
A. Baum, str. 30, I.
Guterh. Kuchenſchrank bill.zu vf.
Kiesſtr. 24, Htb., I. I. (*7596sm
Grosse Auswahl in schick garnierten und
un-
garnierten, sowie Zutaten. Billige Preise. Hüte zum
Um-
arbeiten, sowie Fassonieren nach den selbst mitgebrachten
Pariser Modellen, erbitte rechtzeitig.
(6589a
Anna Weiner, Modes
Schulstrasse 9, II. Stock.
Eigene Fassonier- und Panamahut-Wäscherei.
Zu spät gekommenl
„Bitt’ schön, Herr Lehrer, um
Entschul=
digung. Wir sind zu Haus so lange beim
Frühstück sitzen geblieben, weil der Kaffes
so gut geschmeckt hat. Mama hat ihn
heute zum ersten Mal mit
Weber’s Carlsbader Kaffeegewürz
zubereitet.‟
Ein guter Morgenkaffee ist wohltuend und
er=
frischend, wenn er mit Weber’s Carlsbader
Kaffeegewürz zubereitet wird. Bei
Verwen=
dung von Weber’sCarlsbader
Kaffeegewürzver=
mindern sich dienervenerregenden Eigenschaften
der Kaffeebohnen, während der
gesundheitför=
dernde Nährwert des Getränkes sich erhöht.
Die Erbſchaft.
Roman von Adeline Genke.
(Nack druck verboten.)
30
Ach Gott, ſagte Lotte gedrückt, jetzt nur nicht auch noch
einen Beſuch! Mit innerem Widerſtreben entſchloß ſie ſich
endlich, hinauszugehen und zu öffnen — und als ſie
öff=
nete, ward ihr Geſicht ganz bleich: Da ſtand der Doktor
Hans Bauer!
Was wollte er?! Allerhand ſchreckhafte
Vorſtellun=
gen kreuzten ſich blitzſchnell in ihrem Hirn: Sie zum
Pro=
zeſſieren und dergeſtalt neuer nutzloſer Quälerei
animie=
ren? Oder indirekt für ſeine Bemühungen nun doch ein
Honorar fordern? Ach, ſie wußte ſelbſt nicht recht, was
ſie alles dachte in ihrem ſchmerzhaften Schrecken. Ganz
mechaniſch lud ſie ihn zum Nähertreten ein, ſtellte ihn
Mutter und Schweſtern vor und bot ihm einen Sitz.
Aber auch der Doktor Hans Bauer ſah ernſt und
et=
was gedrückt aus. Anſtatt Platz zu nehmen, blieb er
ſtehen, blickte Lotte Arnold an, blickte rundum, faßte ſich
wie neulich in den Halskragen und blickte Lotte Arnold
wieder an.
Ja, nun iſt’s doch anders gekommen — anders, als
wir dachten, förderte er bruchſtückweiſe ſeine Gedanken
zutage. Herrgott, mein Lebtag werd’ ich an den Schrecken
denken! Den Kopf hab’ ich mir darum zerbrochen — und
hab’ doch nichts dagegen tun können! — Und nun wiſſen
Sie’s ja!
Ja, nun wiſſen wir’s, ſagte Lotte und ſuchte nach
einem mühſamen Lächeln, das ihr jedoch nicht gelang.
Ja, ja, murmelte Hans Bauer, ſcheußlich war’s
aber wie ich’s da las —
Ihr Herr Vetter hatte es Ihnen ſchon mitgeteilt, als
ich das letztemal zu Ihnen kam, nicht wahr? fragte Lotte,
um nur etwas zu ſagen.
Ja, ja, er hatte mir’s gerade zuvor mitgeteilt, nickte
Hans Bauer gedrückt. Und ich weiß ja, ſcheußlich war’s
von mir — ich hätte Sie vorbereiten, es Ihnen nach und
nach beibringen müſſen — aber ich konnt’s Ihnen
wahr=
haftig nicht ſagen!
Lottes Augen öffneten ſich plötzlich weit. Sie
konnten —
Nicht! Nein! Ich bracht’s nicht zuwege — faktiſch,
mit dem beſten Willen bracht’ ich’s nicht zuwege! geſtand
Hans Bauer mit dem Mut der Verzweiflung. Zehnmal
wollt ich anſetzen, zehnmal hab’ ich’s verſucht, aber wie
ich Sie da ſo vor mir ſah in Ihrem Eifer und glücklichen
Hoffen — und doch auch ſelber genug Beſcheid von Ihnen
und allem wußte — und daran dachte, wie Sie neulich
vor mir daſaßen und weinten — zehnmal blieb mir da
wieder das Wort im Hals ſtecken! Ich konnt’ Ihnen den
Schlag nicht verſetzen! — Nicht um die Welt hätt’ ich’s
gekonnt! Und wenn’s auch hundertmal meine Pflicht
ge=
weſen wäre, es Ihnen mitzuteilen — und wenn’s nichts
gibt, das mich entſchuldigt — ich — ich konnt’s eben nicht!
Sie konnten nicht! Deshalb! Deshalb! Ein
Jubel=
ſchrei, ein lauter, erlöſter Jubelſchrei war’s aus Lottes
Mund.
Wieſo: deshalb? fragte er verſtändnislos und hatte
es dann doch in der nächſten Sekunde ſchon begriffen, was
dies jauchzende „Deshalb!” bedeutete. Und da bewies
der Doktor juris Hans Bauer wieder einmal ſeine ganze
gelegentliche Zerſtreutheit. Daß ſie nicht allein waren,
wie in ſeinem Bureau, vergaß er — er vergaß die kleine
Mama und Thea und Mizzi, die in Lebensgröße da im
Zimmer ſaßen — vergaß völlig die ſechs weiblichen Augen
ind dren, de de ſcher end bechter nd eastr 31
ſeine Arme hatte er ſich im gleichen Augenblick Lotte
Ar=
nold geholt und hielt ſie darin feſt. Lotte! Aber Lotte!
Wie haſt Du denn ſo was von mir denken können! Wie
haſt Du mich denn für ſo einen elenden jämmerlichen Kerl
halten können, der ſein liebes Mädel nicht mehr mag,
bloß weil ſie zufälligerweiſe keine Sechzigtauſend erbt!
Wie haſt Du denn auch nur einen einzigen Augenblick —
Und dann bewieſen es ſeine Lippen zwar ohne
wei=
tere Worte, aber trotzdem in einer jeden ferneren Zweifel
gänzlich ausſchließenden Weiſe Lotte Arnold intenſiv und
lange, wie er ſie noch immer „mochte”, ſo daß ihr in den
letzten Tagen ein wenig blaß gewordenes Geſicht
ſchließ=
lich rot wie eine Purpurroſe ſich ihm entzog und ſie ihm
halb verlegen, halb lachend ein vorwurfsvolles: Aber,
Hans, die Mutter! zuflüſterte.
Denn Mama Arnold ſaß da, verſteinert, traute nicht
ihren Augen, traute nicht ihren Ohren.
Ja, ſo! beſann ſich Hans Bauer und lachte. Vor den
alten Rohrſeſſel zog er Lotte mit ſich, und mit juriſtiſcher
Beredſamkeit floß es nun über ſeine Lippen, wie er ſeine
Lotte lieb gehabt hätte von der erſten Stunde des
Kennen=
lernens an — wie er gern Himmel und Erde in Bewegung
geſetzt hätte, um ihr die erſehnte Erbſchaft zu verſchaffen
— wie er nur die geſtern erfolgte Rückkunft ſeines
beſon=
deren Gönners und Freundes, des alten Juſtizrats
Mül=
ler, abgewartet und dieſer nach erfolgter Rückſprache ſich
bereit erklärt habe, ſich zur Ruhe zu ſetzen und ihm die
geſamte Praxis abzutreten — und wie er mit einer ſo
klu=
gen, praktiſchen Frau wie ſeine Lotte in ein paar Jahren
unbedingt ein reicher Mann ſein müſſe! Und er ſchloß
ſeine ganze ſprudelnde Auseinanderſetzung mit der
For=
derung: Nun ſegnen Sie uns, Mamachen!
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. März 1914.
Nummer 84,
Ausstellung
stilger., eintach bürgerlicher,
sowie vornehmer
Eronnungs-Linrichtungen
für jeden Geschmack, in
allen Holz- und Stilarten,
sowie Preislagen.
MUDLETFI125
Neu eingeführt!
ZFrer Preise-Sybtcm
Bar-
Preis
Differenz
zwischen
Bar- und
1 Zielpreis
nur 10 %
Besuch meiner Ausstellungsräume ohtte
jede Kaufverpflichtung.
Mprlvr KrTtr
Darmstadt, Bleichstrasse 51.
Uebervorteilung hierdurch
ausge-
schlossen, da jeder Gegenstand mit
wei Preis-Auszeichnungen, Bar-
Preis und Ziel-Preis, versehen ist.
(5138a
Ilisch obst
feinſte Miſchungen
per Pfd. 40, 60 u. 80 Pfg.
Türk. u. kalif.
Pflaumen
per Pfund von 32 Pfg. an
Dampfäpfel
feinſte Marke
per Pfund 60 Pfg.
per Pfund
Kalif. Birnen so Pfg.
per Pfd.
Kalif. Pfirsiche 70 Pfg.
Kalif. Aprikosen
per Pfund 90 Pfg. u. 1.10 Mk.
Nudel u. Maccaroni
in allen Preislagen.
Schwabs Eiernudeln
Schüle-Nudeln
3 Glocken-Maccaroni-
Nudeln
Knorrs Maccaroni
empfiehlt (7585a
Friedrich
Hoberment
Ecke Nied.-Ramstädter- u. Kiesstr.
Telephon 1054.
Komplette Badeeinrichtung
wegzugshalber billig zu verk.
Ludwig Fiſcher, Inſtallateur,
Langgaſſe 21. (*7701som
Heridozon
hervorragende Neuheit moderner Körperpflege. Alleinverkauf für
(II.7100
Darmſtadt: Hoffriſeur Willy Hermes, Luiſenſtr.
febergangs=Hüte, Jahres=Hüte
fert. fein u. billig an, ält. Hüte
werd. umfaſſoniert, ſchick u. modern
garniert. Zutaten bill. (7393a
Ludwigsplatz 8, Vdh., III.
Aa
a SGad,
A Pa g
Schokolade
Kakao
Konfitüren
Tee Kaffee
Cakes
feinste Qualitäten, stets frisch, in
reichhaltiger Auswahl, sowie
Bonbonieren
und aparte Geschenkartikel
zu allen Gelegenheiten empfiehlt
billigst das Spezialgeschäft
August Wecks
vorm. Fr. Ganssmann
10 Ernst-Ludwigstr. 10
(im Hause Herm. Berger)
Fernsprecher 1755.
Zweiggeschäft Frankfurt a. M.-Süd,
Darmstädter Landstrasse 66, am
Wendelsplatz. (5668a
mahag. geſchn. ant.
Zu verk., Sofa 100 Mark,
nußb. Bett m. Matr., f. größ. Kind,
18 Mk., ant. Kerzenlüſter (Rokoko)
uſw. Martinſtraße 37. (*7373dom
Geſichts=
ausſchlag,
Pickel, Miteſſer, Flechten uſw.
ver=
ſchwinden meiſt ſehr ſchnell, wenn
man den Schaum von Zucker’s
Patent-Medizinal-Seife (in
drei Stärken, à 50 Pf., M. 1.—,
u. M. 1.50) abends eintrocknen
läßt. Schaum erſt morgens
ab=
waſchen u. mit Zuckooh-Creme
(50 u. 75 Pf). nachſtreichen.
Groß=
artige Wirkung, von Tauſenden
beſtätigt. Bei Fr. Schaefer, A. Logel,
Ch. Schwinn, Drog., Georg Liebig
Nachf., Hoflieferanten, u. Gg. Frz.
Frank, Parfümerie. (E,2863.
Und Mama Arnold, der ein Schwiegerſohn immer
als ein Ding vorgeſchwebt hatte, das nach langem
Han=
gen und Bangen, Warten, Hoffen und Fürchten, Bedenken
und Ueberlegen und nochmals Bedenken endlich zu
vor=
ausbeſtimmter Stunde ſteif und feierlich in Frack und
Zy=
linder kam und in ſteifen, feierlichen Worten ſein
An=
liegen vortrug, ſah ihn nun wie aus den Wolken
herab=
geſchneit hier urplötzlich vor ſich, fand keine einzige
Se=
kunde Zeit zum Bangen und Fürchten und Bedenken und
mußte zerfließend die zwei vor ihr ſtehenden glücklichen
Leutchen ſegnen.
Danach aber kam’s alsbald noch hinter dem die
Rüh=
rung tilgenden Taſchentuch hervor, als erſter Triumph
nach durchlittener ſchwerer Zeit: Und die
Verlobungs=
karten, die beſtellen wir bei der Müllern im
Papier=
lädchen! —
Mit der wiedergefundenen Schweſternherzlichkeit von
früher hatten die Aelteſte und Jüngſte der Arnoldsmädel
dem vor ihren Augen gewordenen Brautpalar gratuliert,
dann ließ man ihm Zeit und Gelegenheit zum
ungeſtör=
ten Sichausſprechen.
Mama Arnold und Thea gingen in die Küche; einen
feſtlichen Verlobungskaffee wenigſtens mußte es doch nun
geben. Mizzi war an den Wäſcheſchrank im Schlafzimmer
geſchickt worden, um das ſorgfältig geſchonte beſte Gedeck
hervorzuſuchen und den Tiſch damit zu rüſten.
Endlich war’s gefunden; es vorſichtig auf dem Arm
tragend, öffnete ſie die Tür zum Wohnzimmer. Da ſaßen
auf dem alten Kattunſofa zuſammen der Doktor Hans
Bauer und Lotte, ſprachen kein einziges Wort miteinander,
ſahen einander nur lange an — und dann küßten ſie ſich.
Mizzi drückte die Tür leiſe wieder zu. Ins
Schlaf=
zimmer rannte ſie zurück, das geſchonte Kaffeegedeck warf
ſie irgendwohin und ſich ſelbſt auf die Kiſſen des nächſten
Bettes — und ſchluchzte — ſchluchzte. —
So gab’s denn in dem Regiſtratorswitwenheim nun
wirklich eine echte, richtige Braut, und wenn Mama
Ar=
nold auch manchmal noch ſtaunend das graue Köpfchen
ſchüttelte, mußte ſie es nachgerade doch einſehen, daß ſie
trotz der verlorenen Erbſchaft und des unheilkündenden
Traumes von der dreifach geſpenſtiſchen Dreizehn dennoch
einen leibhaftigen, greifbar lebendigen Schwiegerſohn
beſaß.
Und Hans Bauer weilte kaum ein paar Stunden in
der kleinen Wohnung im dritten Stock der Mietkaſerne, da
war er dort auch ſchon völlig zu Hauſe, und keins dachte
mehr daran, daß es doch eigentlich ein faſt Fremder war,
mit dem ſie da ſo rückhaltlos alle Sorgen und kleinen
In=
timitäten ihres ſchlichten Daſeins beſprachen und teilten.
Aber durch Lotte wußte er ja ſeit langem von ſo vielem
genauen Beſcheid, überall hin lief er ihr nach und miſchte
ſich mit ſeiner warmen Luſtigkeit ſo ungeniert und
ſelbſt=
verſtändlich in alle ihr Leben und ihre häuslichen
Ange=
legenheiten betreffenden Dinge, daß man gar nicht dazu
kam, ſich irgendwie vor ihm zu genieren. Wie ein Strom
von Friſche und Fröhlichkeit ging es von ihm zu der ſo
leicht verängſtigten und bekümmerten Mama Arnold
hin=
über. Ordentlich ſelber verliebt war ſie in ihren
Schwie=
gerſohn, und wehmütigen Blickes betrachtete ſie oft ihre
Aelteſte und Jüngſte, denen das Schickſal kein ſolches Glück
gönnte wie ihrer Zweiten.
Thea zeigte jetzt noch mehr Ernſt und Gehaltenheit
wie früher, ſo daß Mama Arnold ſchließlich nicht anders
konnte, als doch einmal an die ängſtlich geſchonte Wunde
zu rühren.
Es gibt ja noch andere Männer, Theachen.
Viel=
leicht findeſt Du doch noch einen, tröſtete ſie ſchüchtern.
Aber da flammte es auf in den dunklen Augen ihrer
Aelteſten. Noch einmal einen anderen?! Zum zweiten
Male Glauben und Liebe an einen Mann wegwerfen?!
Nein, Mutter, damit bin ich fertig für alle Zeit! Von kei=
nem will ich mehr wiſſen, von keinem! Allein zimmere
ich mir nun mein Leben zurecht.
Allein, ach du lieber Gott! Mama Arnold hing
be=
trübt das graue Köpfchen. Von ſolchem Alleinſein hielt
ſie nichts. Aber es iſt doch nicht immer einer wie der
andere, gab ſie zu bedenken. Sieh nur, wie glücklich
Lotte iſt!
Ich gönne ihr das Glück von Herzen — aber ich bin
nicht Lotte! Für mich iſt einer wie der andere! ſagte
Thea hart und beſtimmt.
Jedoch Mama Arnold war noch nicht überzeugt.
Wenn Du nun aber wieder einen lieb hätteſt? fragte
ſie leiſe.
Dann werde ich eben mit mir fertig zu werden
ver=
ſuchen! erwiderte Thea mit der gleichen Härte und
Be=
ſtimmtheit, die der kleinen Mama den Mut zu weiterem
Zureden gänzlich nahmen.
Und Mizzi, ihre lebenſprühende, lebensluſtige Mizzi
konnte jetzt auch manchmal ſo ſehr ſtill ſein! Und ſo
ar=
beitseifrig war ſie nach dem Verluſt der Erbſchaft
gewor=
den! Wo ſie’s vermochte, half ſie daheim noch nebenher
der allezeit tätigen Lotte, nahm ihr häusliche
Beſchäf=
tigungen und da und dort einen Gang ab.
Jetzt hatte ſie den Kaffeetiſch gedeckt und den
ein=
fachen ſelbſtgebackenen Kuchen daraufgeſtellt; es war
wieder Sonntag nachmittag, der erſte nach Lottes
Ver=
lobung. Hans Bauer war vor einer halben Stunde
ge=
kommen und freute ſich des gemütlichen Beiſammenſeins
im Heim ſeiner Braut, denn draußen regnete es in
Strö=
men. Und gerade wie am vorigen Sonntaa ſchallte da
im Korridor plötzlich die Klingel. Mizzi nahm das
leer=
gewordene Tablett vom Tiſch, ſtrich mit der Rechten ihr
weißes Schürzchen glatt und ging, um den vermeintlichen
Bekannten zu öffnen, die ſich trotz des ſchlechten Wetters
zu einem Gratulationsbeſuch aufgemacht hatten.
(Fortſetzung folgt.)
Kummer 84.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. März 1914.
Seite 15.
Amtliche Nachrichten des Grofh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 Taſchenmeſſer mit weißem Stiel. 1 Pritſche.
1 große Bernſteinhalskette. 1 großer Schlüſſel 1 Hundemarke mit
der Nr. 5124. 1 braunes Stofftäſchchen. 1 Karbidbehälter f.
Motor=
klaterne. 1 großes Schlachtmeſſer. 1 ſchwarzes ſchmales Handtäſchchen
mit Taſchentuch und einigen Pfennigen. 1 Träger von einer
Hand=
taſche mit ſchwarzer Kordel.
(7730
Ortsſatzung über den Betrieb von
Wirtſchaften.
Auf Beſchluß der Stadtverordneten=Verſammlung vom 26. Februar
1914 und mit Genehmigung Großh. Miniſteriums des Innern vom
10/13. März 1914 wird auf Grund der §§ 142 und 33 Abſatz 3 der
Gewerbeordnung für das Deutſche Reich und des § 50 Abſatz 2 der
Ausführungsverordnung zur Gewerbeordnung vom 20. März 1912
beſtimmt:
§ 1.
Die Erlaubnis zum Betriebe einer Gaſtwirtſchaft, ſowie zum
nicht nur vorübergehenden Ausſchänken von Wein, Bier und anderen
geiſtigen Getränken, außer Branntwein, ſoll nur dann erteilt werden,
wenn ein Bedürfnis hierfür vorhanden und nachgewieſen iſt.
§ 2.
Dieſe Ortsſatzung hat vom 1. April 1914 bis zum 31. März
918 Gültigkeit.
(7814
Darmſtadt, den 23. März 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Mueller.
Räumungsfriſten bei der Wohnungsmiele.
Zum bevorſtehenden Vierteljahreswechſel bringe ich
nachſtehen=
des Ortsſtatut wiederholt zur Kenntnis. Wenn nicht anderes
ver=
einbart iſt, iſt für die Dauer der ſtatutariſchen Räumungsfriſten
Miet=
zins an den bisherigen Vermieter nicht zu entrichten. (7788mds
Darmſtadt, den 20. März 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
I. V.: Mueller.
Auf Grund des Geſetzes vom 6. Januar 1906, betreffend die
Räumungsfriſten bei der Wohnungsmiete, wird auf Beſchluß der
Stadtverordneten=Verſammlung vom 31. Mai 1906, ſowie nach
An=
hörung des Kreisausſchuſſes und mit Genehmigung Großherzogl.
Miniſteriums des Innern vom 2. November 1906 zu Nr. M. d. J. 37271
folgendes Ortsſtatut erlaſſen, deſſen Beſtimmungen ſofort in Kraft
treten:
§ 1. Endigt das Mietverhältnis am Schluſſe eines
Kalender=
vierteljahres, ſo muß die Räumung gemieteter Wohnungsräume
durch den Mieter:
a) bei kleinen, d. h. aus höchſtens 3 Zimmern und etwaigem
Zubehör beſtehenden Wohnungen am erſten Tage des
fol=
genden Monats, ſpäteſtens 5 Uhr nachmittags,
b) bei mittleren, d. h. aus 4 bis 5 Zimmern und etwaigem
Zubehör beſtehenden Wohnungen am zweiten Tage des
folgenden Monats, ſpäteſtens 12 Uhr mittags,
e) bei großen, d. h. aus mehr als 5 Zimmern und etwaigem
Zubehör beſtehenden Wohnungen am dritten Tage des
folgenden Monats, ſpäteſtens 12 Uhr mittags, beendet ſein.
§ 2. Die im § 1 beſtimmten Räumungsfriſten werden nur
mit der Beſchränkung gewährt, daß
a) bei Wohnungen, welche aus 3 bis 4 Zimmern und etwaigem
Zubehör beſtehen, ein Zimmee,
b) bei Wohnungen, welche aus mehr als 4 Zimmern und
etwaigem Zubehör beſtehen, zwei Zimmer,
ſchon am erſten Tag des folgenden Monats, ſpäteſtens 12 Uhr
mit=
tags, vollſtändig geräumt ſind.
§ 3. Kann der Mieter ſchon mit der Beendigung des
Miet=
verhältniſſes ſeinen Ueberzug in die neue Wohnung bewerkſtelligen,
ſo finden die Vorſchriften der §§ 1, 2 keine Anwendung.
Hat der Vermieter auf Grund eines ihm geſetzlich oder
ver=
tragsmäßig zuſtehenden Rechtes das Mietverhältnis ohne Einhaltung
einer Kündigungsfriſt gekündigt, ſo ſtehen die in den §§ 1, 2
bezeich=
neten Räumungsfriſten dem Mieter nicht zu.
§ 4. Fällt der Tag, an welchem nach den §§ 1, 2 die
Räu=
mung ganz oder teilweiſe zu beendigen iſt, auf einen Sonntag oder
einen ſtaatlich anerkannten allgemeinen Feiertag, ſo tritt an die Stelle
des Sonntags oder des Feiertags der nächſtfolgende Werktag.
Darmſtadt, den 27. November 1906.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
Morneweg.
Nachſter Zuchtviehmarkt in Darmſtadt
Dienstag, den 31. März 1914.
Darmſtadt, den 21. März 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
I. V.: Schmitt.
(7744ms
Slammhotz= u. Lutzſchener=Verſteigerung
Montag, den 6. April I. Js., vormittags
½9 Uhr beginnend,
(werden zu Darmſtadt, in der Reſtauration „Zum Heiligen Kreuz”
Dieburgerſtraße Nr. 234 (Halteſtelle der elektriſchen Straßenbahn,
verſteigert:
Stämme:
II.
, 41
108 St r. — 14,47 fm
= 28,74 (Wagnerholz).
Buchen: Kl. II 4 St. — 5,54 fm, Kl. III 14 St. — 12,56 fm
Nutzſcheiter:
Eichen, 263 rm (geſpalten).
Nummerverzeichniſſe werden durch unterzeichnete Stelle
koſtenlos, Revierkarten gegen portofreie Einſendung von 50 Pfg
abgegeben. Das Holz wird auf Wunſch durch die in dem Verzeich
nis namhaft gemachten Forſtwarte vorgezeigt. Die nächſten Bahn
ſtationen ſind 2—5 km entfernt. Die Eichen=Nutzſcheiter kommen
nicht vor 1 Uhr nachmittags zum Ausgebot.
Darmſtadt, den 23. März 1914.
(7721
Großh. Oberförſterei Kranichſtein.
van der Hoop.
Wegſperre.
Die Hanauer Steinſchneiſe zwiſchen Speierhügelſchneiſe und
Frankfurterſtraße wird wegen Walzarbeiten ab 1. April bis Oſtern
für Fuhrwerke geſperrt; ſtellvertretend iſt der Erzhäuſer Weg
(7720
zu benutzen.
Darmſtadt, den 23. März 1914.
Großh. Oberförſterei Kranichſtein.
van der Hoop.
Gescharts Verlesung und Einptenlung.
Meiner werten Kundschaft, sowie Freunden und Bekannten die
ergebene Mitteilung, dass ich von Mittwoch, den 25. März ab meine
Geschäftslokalitäten von Marktstrasse nach
neben den Laden des Herrn Juwelier Stork verlegt habe.
Das mir seither in so grossem Masse entgegengebrachte Wohlwollen
bitte auch auf meine neuen Geschäftslokalitäten übertragen zu wollen.
Hochachtungsvoll
Gustav Kanzler, Herren- u. Damen-Friseur
Schulstrasse 12 — Telephon 2215.
(7810msm
Wer seine Zimmer
Wer seine Wohnung
Wer sein Haus
vorteilhaft und preiswert renovieren will, wende sich bei Bedarf von
Tapeten, Linoleum, Lincrusta, Matten
und Spannstoffen
vertrauensvoll an meine Firma
en gros
Wilhelm Ehrhardt
en
. 2 51/5
„ — 78,88
— 21,74
Darmstädter Tapeten-Versandhaus
Filiale Ernst-Ludwigstrasse 4 — Telephon 486.
(7821a
Musterkarten gern zu Diensten.: Hausbesitzer höchsten Rabatt.:: Vertreter und Agenten im In- und Auslande
Zu
bevorſtehenden
Familienfeſten empfehlen
in nur mustergültigen
Qualitäten:
Braunschweiger
Stangenspargel
Extrafeine Erbſen
Frz. Prinzeßbohnen
zu reduzierten
Frühjahrspreiſen.
Kompottfrüchte
von Clot
Mirabellen
2 Pfund=Doſe . . 30₰
Stachelbeeren
2 Pfund=Doſe . . 80 ₰
Birnen, weiß u.
rot, 2 Pfd.=Doſe 110₰
Weichſelkirſchen
ohne Stein
2 Pfund=Doſe . . 130 ₰
Süßkirſchen, rot
ohne Stein
2 Pfund=Doſe . . 140 ₰
Aprikoſen,
unge=
ſchält, 2 Pf.=Doſe 160 ₰
do., geſchält
2 Pfund=Doſe . . 240₰
Submiſſion auf Eichen=Autzſcheit.
(Stadtwald.)
Montag, den 30. März 1. Js., morgens 9 Uhr,
ſollen die bis dorthin einzuſendenden, mit „Submiſſion” bezeichneten
ſchriftlichen Gebote auf folgende Eichen=Nutzſcheiter=Loſe geöffnet
werden:
Los Nr. 1 = 57 rm Nr. 1342—13591 Los Nr. 4 = 51 rm Nr. 1397—1414
„ „ 2 — 76 „ „ 1360—1379
„ 5 — 61 „ „ 1415—1434
„ 3 — 54 „ „ 1380—1396
p. 6 — 38
1435—1445
Das Holz, beſonders geeignet für Glaſer und Küfer, ſitzt in den
Abteilungen 8 und 9 der Forſtwartei Heiligkreuz.
Auskunft und Vorzeigung auf vorherige Mitteilung durch Herrn
Forſtwart Hofmann am 27., 28. und 29. d. Mts., ſowie jederzeit
durch die unterzeichnete Stelle, wo auch die Verkaufsbedingungen
offen liegen.
Darmſtadt, den 17. März 1914.
(7205dm
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Faſelochs=Verkauf.
Montag, den 30. März 1914, vormittags 11½ Uhr,
wird auf hieſigem Rathauſe ein gutgemäſteter, zur Zucht untauglich
gewordener Faſelochs auf dem Submiſſionswege vergebrn.
Be=
dingungen liegen vom 23. d. Mts. ab auf unſerem Büro zur
Ein=
ſicht offen.
Pfungſtadt, den 23. März 1914.
(7731ms
Großherzogliche Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
Lang.
Düngerverkauf.
Freitag, den 27. März, von 9¾ Uhr vormittags ab, wird
auf dem vorderen Hofe der alten Kavallerie=Kaſerne am Marienplatz
in Darmſtadt die Matratzenſtreu von einer Eskadron öffentlich
meiſtbietend verſteigert.
(7826md
Garde=Dragoner=Regiment Nr. 23.
Ananas=
Erd=
beeren 2Pfd.=D. 175₰
Aſſortierte
Früchte 2Pf.=D. 145₰
Pfirſiche, kalif.
2 Pfund=Doſe . .240₰
Prompter Verſand.
Moriz
Sandau
Mathildenplatz 1,
Telephon 116.
Gebr. C
kompl. Speisezimmereinrichtung
billig zu verkauf. Anzuſehen von
11—1 u. 3—5 Uhr.
(*8045mf
Wilhelminenſtr. 17½, I.
Aus 2Dunggruben die ungewaſſ.
2 Jauche, ca. 4—5 Wagen,
ab=
zugeben Eliſabethenſtr. 1, I. (6727a
Mannheimer
Jubiläums-Maimarkt 1614 —1914
3. bis 5. Mai.
Pferderennen am 3., 5. und 10. Mai
Zichung der Lotterie — bar Geld sofort — am 6. Mai
42 Hauptgewinne, Jubiläumspreis Mk. 7000.−
1958 Silberpreise und andere Gegenstände
zus. 2000 Gewinne im Werte von Mk. 60000.−.
Für die Wagenpferde 75%, für die Arbeitspferde und
Rind-
viehgewinne 80% bar, für die Silberpreise der volle Geldwert.
Los Mark 1.—, 11 Lose Mark 10.—.
Kassier: Johs. Peters, O 7, 5.
Mannheim, im Januar 1914.
(II,7099
Landwirtschaftlicher Bezirksverein. Badischer Rennverein.
Lose zu beziehen durch J. F. Lang Sohn in Heddesheim.
Wegen Umzug
4 Flughecken, 12 Zuchthecken, 10
Geſangskaſten, 1 Geſangsſchrank,
ca. 100 Einſatzbauer, ſehr billig zu
verk. Ludwigshöhſtr. 1½. (7818mig
nige Kannen prima gut
Vollmilch
an Bäcker (gut gekühlt) abzugebei
Offerten unter A 50 an die
Ex=
pedition ds. Bl.
(7761mds
Likörgläser . 20, 14. 9 ₰
8 ₰ Butterdose . . 30, 25 ₰
Käseglocken ss. 68, 40 ₰ Toilette-Garnitur
5teilig . . Bierbecher 16, 15. 9 ₰
Likör-Service Stellig1,25 Fruchtschalen ss, 55 ₰
Aufsatz, Steilig . . 1.35 Glasteller . . 10, 8,
Glasschalen 20, 15. 5 ₰
8 ₰
85 ₰ 1.05 1.20
Salatseiher 1.40, 1.25,
Kaffekanne, 2 Liter
Console mit Mass
Eimer, 28 cm .
Teigschüssel, 32 cm
Suppenschüssel
Nudelpfanne . . 65, 58.
e. des besbhl. Umzuge
Milchtopf mit Einsatz . .
Kasserole mit Stiel . . .
Kaffee-u. Zuckerdosen St.
Kinderbecher
Kochtopf m. Deckel, 20 cm
Teigschüssel, 32 cm . .
Bratpfanne m. Stiel, 25 cm
Handleuchter .
extra
Brises-Bises-Stangen, stark, St. 16 ₰ Galerieleisten
Rosetten
bestehend aus:
Paar 35, 25 ₰ Eisenstangen
1Messingstange, 130cm
2 Endknöpfe
10 Ringe
2 Träger . komplett
Wäscheleinen .
Schrubber
Bodenbesen
Möbelbürsten .
Abseifbürsten.
Federwedel
68, 48, 33 ₰
55, 48, 35 ₰
95, 75, 55 ₰
85, 65, 45 ₰
20, 18, 14 ₰
75, 45, 28 ₰
Waschbretter
mit prima Zinkeinlage.
Putzschrank, 3teilig
Kaffeemühle, gross .
Reibmaschine
Kartoffelpresse
Wirtschaftswage
85, 65 ₰
1.15
1.15
1.25
1.10, 88 ₰
1.95
dekoriert, echt Porzellan, 12, 6 Kaffee-Service
9teilig, echt Porzellan 3₰ Kuchenteller. 65, 35 ₰
p durch-
Desserttellel brochen 18 ₰ Tassen mit
Untertasse
22, 15, 2 4 Waschgarnitur
4teilig
moderne Dekore
2.45, 7812 Satz-Milchtopf
fein dekoriert, 6 Stück 38₰
Maßgeschäft feiner Damen-Garderobe
Spez. Jacken-Kleider und Mäntel
August Knieriemen
Darmstadt
früher bei Fa. Berger, Ernst-Ludwigstr.
74 Riedeselstr. 74,
hält sich den geehrten Damen unter Garantie für tadellosen
Sitz und feinste Ausführung bestens empfohlen.
Reichhaltiges Musterlager modernster Stoffe. (5789a
Grosser Eisschrank u. Restaurationsherd
(5741a
ſehr gut erhalten, billig abzugeben im
Residenz-Automat.
assessessseseg
Musikinstrumente
aller Art.
Christian Arnold
nur Ernst-Ludwigstrasse 8, am weissen Turm.
Alle Reparaturen billigst.
(3007a
Pianinos
faſt neu, unt. Garantie ſehr billig
abzug. Abbild. zu Dienſten. (6155a
Pianoforte-Fabrik
Wilhelm Arnold
königl. bayer. Hoflieferant
Aschaffenburg. D. R G. M.
erſetzt alle Schornſteinaufſätze,
beſeitigt Rauchplage und ver=
beſſert den Zug im Kamin.
Dauerhafter, daher billiger
wie jeder Kaminaufſatz.
G. Kugel, Wittmannstr. 4.
Telephon 763. (B7113 Eichen=Scheitholz Mk. 1.—
Buchen=Scheitholz „ 1.35
Tannen=Klötzchen „ 1.35
per Zentner frei Keller.
la. trocken, kurz geſchn. u. geſpalt.
(790a
Martin Jahn
Brennholz=Dampfſchneiderei Pallaswieſenſtr. 30. — Tel. 305.
Dekorations=Piſtolen
und alter hessischer Offi-
ziers-Säbel zu verkaufen. Näh.
Expedition.
(7506a
Wo
kaufen Sie preiswert
ungefälſchten, reinen
Blenen-Honig!
Bei: (6994a
Fr. Beckenhaub
Medizinal-Drogerie
Ecke Schul= und Kirchſtraße
Drogerie Carl Watzinger
Wilhelminenſtraße 11.
(Schwarz-weisse Rabattmarken).
1 Gasluſter
(5 ſlammig)
billig abzugeben. Näh. in der
Ex=
pedition ds. Bl.
(6856t
Nr. 84.
Mittwoch, 25. März.
1914.
Luftfahrt.
Teilnehmer am Prinz Heinrich=Flug 1914.
Zu dem Prinz Heinrich=Flug 1914 haben genannt:
2 Offiziersflieger (Eindecker): 1. Leutn. Canter
(Flugzeugführer), Wettbewerber: Kgl. preuß.
Heeresver=
waltung, Rumpler=Taube, 2. Hauptmann von Detten,
Kgl. preuß. H., Albatros=Taube. 3. Oberleutn
Hantel=
mann, Kgl. preuß. H., Albatros=Taube. 4. Oberleutn.
Joly, Kgl. preuß. H., Gotha=Taube, 5. Oberleutn, Kaſtner,
Kgl. preuß. H., Albatros=Taube. 6. Oberleutn. Kolbe,
Kgl. preuß. H., Albatros=Taube, 7. Oberleutn. Ladewig,
Kgl. preuß. H., Rumpler=Taube. 8. Leutn. Pfeifer, Kal.
preuß. H., Albatros=Taube. 9. Leutn. Pretzell, Kgl. preuß.
Heeresverwaltung, Albatros=Taube. — Doppeldecker:
10. Oberleutn. v. Beaulieu, Kgl. preuß. H., L. V. G.=
Dop=
peldecker. 11. Leutn. Bonde Kgl. preuß. H., Albatros=
Doppelbecker. 12. Leutn. v. Butkar, Kgl. preuß. H., 2. B.
G.=Doppeldecker. 13. Leutn, Carganiev, Kgl. preuß. H.,
L. V. G.=Doppeldecker. 14. Oberleutn. Emrich, Kgl. bayr.
Heeresverwaltung. Otto=Doppeldecker. 15. Oberleutn.
Geyer, Kgl. preuß. H., Aviatik=Doppeldecker. 16. Leutn.
v. Hiddeßen, Kgl. preuß. H., Albatros=Doppeldecker. 17.
Leutn. Schlemmer, Kgl. bayr. H., L. V. G.=Doppeldecker.
18. Leutn. Frhr. v. Thüna, Kal. preuß. H., L. V G.=
Dop=
peldecker. 19. Leutn. Walz, Kgl. bayr. H., L. V. G.=
Dop=
peldecker. 20. Leutn. Wentſcher, Kgl. preuß. H., L. V. G.=
Doppeldecker. Sämtlich mit 100pferdigen Mercedes=Motor.
B. Zivilflieger. (Eindecker): 21. Anslinger
(Flugzeugführer), Wettbewerber: Goedecker=Mainz,
Goe=
decker=Eindecker, 100pferd. Mercedes. 22. v. Arnim,
Ober=
leutnant d. R. v. Arnim, Eindecker, 120pferd. Argus. 23.
Beck, Kondor=Werke (Eſſen=Ruhr), Kondor=Eindecker. 100. Mercedes. 24. Freindt, Jeannin=Flugzeugbau=
Ber=
lin, Jeannin=Stahltaube, 120pferd. Argus. 25. Friedrich,
Rumpler G. m. b. H.=Berlin, Rumpler=Eindecker 100pferd.
Mercedes. 26. Höfig, Deutſche Flugzeugwerke Leipzig=
Lindenthal. Eindecker, 100pferd. Mercedes. 27. Krumſiek,
Zentrale für Aviatik=Hamburg. Hanſa=Gotha=Taube, 100. Mercedes. 28. Paſchen, D. Briſtolwerke=Halberſtadt,
Briſtol=Taube, 110pferd. Argus. 29. Schlegel. Gothaer
Waggonfabrik=Gotha, Gotha=Taube, 100pferd. Mercedes.
30. Steffen. Sportflieger G. m. b. H.=Berlin, Etrich=Taube,
100pferd. Mercedes. 31. Stiefvater, S. Kgl. Hoh. Prinz
Friedr. Sigismund, Bulldogg, 120pferd. Argus. —
Dop=
peldecker: 32. Hennig, Otto Schwade & Co.=Erfurt,
Schwade=Doppeldecker, 80pferd. Schwade. 33. Laitſch,
Luſtverkehrsgeſelſchaft=Verlin, L. B. G.=Doppeldecker. 100. Meredes. 34. Schauenburg, Allgemeine
Elektrizi=
tätsgeſellſchaft=Berlin, A. E. G.=Doppeldecker, 100pferd.
Benz. 35. Schüler, Ago Flugzeugwerke=Berlin, Ago=
Dop=
peldecker, 140pferd. Argus. 36. Schroeder, D.
Sommerflug=
zeugwerke =Darmſtadt, Sommer=Doppeldecker. 100pferd.
Gnöme, 37 Sommer, Robert Sommer=Frankfurt a. M.,
Sommer=Doppeldecker, 90pferd Gnöme. 38. Viktor
Stoeffler, Automob. und Avfatik=Mülhauſen i. E., Aviatik=
Doppeldecker, 109pferd. Oberurſel. 39. Dipl.=Ing. Thelen,
Albatroswerke=Berlin, Albatros=Doppeldecker, 75pferd.
e ee enehene
Otto=Doppeldecker, 140pferd. Argus.
Die unter B. angeführten Flugzeuge in Privatbeſitz
werden ſich zunächſt nach § 4 der Ausſchreibung einer Puns
prüfung unterziehen müſſen, bei der ſie den Nachweis
er=
bringen, daß ſie gewiſſen militäriſchen Anforderungen
ge=
nügen. Die Vorprüfungen werden vor dem Flug zumeiſt
auf den Flugplätzen, an denen die einzelnen Firmen
an=
ſäſig ſind, ſtattſinden.
sr. Das Freiwillige Automobilkorps beim Prinz
Hein=
rich=Fluge. Der Prinz Heinrich=Flug dieſes Jahres wird
an die Begleitautomobile ganz beſonders hohe
Anforde=
rungen ſtellen, da ſehr große Entfernungen in Frage
kom=
men. Man hat ſich allerdings entſchloſſen, von dem
bis=
herigen Modus abzugehen, die Flieger durch Automobile
zu verfolgen, um ihnen bei Notlandungen ſchnell Hilfe
leiſten zu können. Immerhin wird es noch genügend für
die Begleitautomobile zu tun geben. Die an dem Flug
beteiligten Wagen des Kaiſerlichen Freiwilligen
Auto=
mobilkorps ſollen vorzugsweiſe als Ordonanzwagen
ver=
wandt werden und entweder den Prinzen Heinrich
beglei=
ten, oder ſich in der Nähe der Depots aufhalten und den
Verbindungsdienſt mit den Flugplätzen in Darmſtadt,
Frankfurt a. M., Hamburg und Köln unterhalten.
Da=
neben ſollen aber noch Privatautomobiliſten zur
Unterſtütz=
ung herangezogen werden, um im Notfalle Fliegern ſchnell
Hilfe bringen zu können. Die Beſitzer von Automobilen,
die in dieſer Weiſe ihre Unterſtützung gewähren wollen,
müſſen ſich verpflichten, an beſtimmten Tagen auf
telegra=
phiſchen oder telephoniſchen Anruf mit ihren Wagen zur
Verfügung zu ſtehen, und ſollen entweder Offiziere
der Leitung oder auch Monteure mit Erſatzmaterial von
den nächſtgelegenen Bahnhöfen nach der eventuellen
Not=
landungsſtelle von Fliegern befördern. Die
Verſtändi=
gung erfolgt in der Weiſe daß die Flieger nach erfolgter
Notlandung zunächſt die Oberleitung des Prinz Heinrich=
Fluges oder den Vertreter des nächſtgelegenen Depots
an=
rufen. Von dort werden dann eventuelle Wünſche an die
Automobiliſten weitergegeben.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt i.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 20 März: dem Fabrikarbeiter Adam
Bickel, Erbacherſtr. 13, ein S. Adam. Am 15.: dem
Poſt=
boten Karl Delp, Arheilgerſto. 78. ein S Karl. Am 19.:
Lokomotivheizer bei der Staatsbahn Phil. Laun
Vik=
toriaplatz 10, eine T. Eliſabeth Margareta. Dem Maurer
Georg Vierheller, Woogſtr. 1, ein S. Franz Georg
Jo=
hannes Am 21.: dem Dachdecker Gottfried Stelzer,
Sackgaſſe 10, ein Sohn. Am 22.: dem Kupferſchmied
Jo=
hannes Volk, Schutnechtſtr. 52, ein S. Ludwig.
Aufgebotene. Am 20. März. Packer Karl Johann
Chriſtian 5 Dietz zu Heilbronn, mit Dienſtmädchen Lina
Johanna Schäfter zu Neckargartach. Sänger Karl
3 Lochmann, mit Ghorfängerin Roſa Emilie e Kühn,
beide zu Trier. Buchhalter Ludwig Huxhorn II., mit
Pfungſtadt Konditor
Philip e Sior zu Kirch=Verſurth, mit Dienſtbote Maria
Weimar, hier. Am 21.: Eiſenbahnbetriebs=Ingenieur
Friedr. Wilhelm Dietz, hier, mitz Dorothee Luiſe Sophie
Alwine Kaſtorf zu Gonſenheim. Zimmermann Johann
Anton Schader, mit Anna Barbara Hochling beide zu
Bensheim. Hofkutſcher Peter Kraft, hier, mit Eliſabethe
Götz zu Jugenheim. Kaufmann Moritz Adler, hier,
mit Sara Roſenberg zu Griesheim Kaufmann
Her=
mann Zimmermann, Nieder=Ramſtädterſtr. 29, mit
Elonore Pullmann zu Groß=Zimmern. Am 23.:
Tag=
löhner Johann Peter Ehmig, Mauerſtr. 22, mit
Dienſt=
bote Elſa Katharine Moter, Arheilgerſtr. 25. Fuhrknecht
Peter Grimm, Hinkelsgaſſe 7, mit Fabrikarbeiterin
Katharine Gerhard, ebendaſelbſt. Möbelpolier Adolf
Leder, Viktoriaplatz 6, mit Sophie Margarethe
Sag=
gau zu Uslar. Kaufmann Joh. Anton Henning,
Alexan=
derſtr. 9 mit Verkäuferin Magdalene Eliſabeth Breuer.
ebendaſelbſt. Reiſender Joſef Edmund o Begurh zu
Frankfurt a. M. mit Margareihe Wilhelmine Eliſabeihe
5 Morchel. Irensſtr. 66, Schloſſer Georg Ludwig s Uſſter,
Schulnechtſtr. 57, mit Strohhutnäherin Ehriſtinas Donges,
Große Kaplaneigaſſe 35.
Eheſchließungen. Am 18. März: Fabrikant Rudolph
Traiſer, mit Eliſabethe Bauer, beide hier Am 21.:
Schreiner Heinrich Schäfer, mit Helene Delp, beide
hier. Schloſſer und Mechaniker Heinrich Roßmann, hier,
mit Katharina Nungeſſer zu Arheilgen. Am 23.:
Kunſt=
maler Karl 5 Schultheiß zu München mit Alie o Trier,
hier.
Geſtorbene. Am 19 März: Ernſt Geſſer,
Ge=
noſſenſchaftsbeamter i. P. 61 J. kath., Beckſtr. 71.
Su=
ſanne Marie Bindewald, geb Haffer, Witwe des
Schloſſers, 77 J., ev., Neue Ireneſtr. 72. Am 20.:
Hein=
rich Kraus, Kaufmann, 47 J., ev., Emilſtr. 30. Auguſt
Heil Sohn des Schreines. 6 J., ev., aus Nieder=
Ram=
ſtadt, hier Grafenſtr. 9. Johann Hans Ehrler, Sohn
des Tapeziers 2 J., kath., Blumenthalſtr. 54. Am 21.:
Michael Helfrich Hofſchuhmachermeiſter, 61 J., kath.,
Friedrichſtr. 16. Friedrich Neidig, Fabrikarbeiter. 22 J.,
ev., ledig, Arheilgerſtr. 19. Am 22.: Emil Büdinger,
10 Monate alt, ev Sohn des Schreines Gr. Bachgaſſe 14.
Gewerbemuſeum Neckarſtraße 3. Geöffnet täglich
von 11—1 Uhr: bei Sonderausſtellungen auch
Werk=
tags nachmittags von 3—5 Uhr.
Schönste Ostergeschenke in bekannt billigen Preislagen empfiehlt
Spezialhaus für Herren- und Kinder-Kleidung
WILIWV ScHWAB, Ludwiosplatz.
S
Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Mittworg, den 23. März 1914.
Nummer 84.
obkalar
Anzeige
Erſcheint 2mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten. — Für den
Wohnungs=Anzeiger beſtimmte Inſerate müſſen ſtets tagsvorher bis ſpäteſtens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen. Später uns zugehende Inſerate können
nur am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden.
Inſertionspreis: 10 Pfg. die einſpaltige Petitzeile; von 10maliger Wiederholung an 10% Rabatt.
Zlee
Hermannstr. 31
gegenüber dem Beſſ. Hofgarten,
Haus mit Gas, elektr. Licht,
Zentralheizung,
Warmwaſſer=
leitung und ſchönem Garten
per 1. April 1914 zu vermieten.
Näheres Heinrichſtraße 82,
(390ms
Baubüro.
Ecke Heinrich=u. Hoffmannſtr. 26,
1. u. 2 St., herrſchaftliche Wohnung,
elektr. Licht, Gas, Bad, Veranda
u. reichl. Zubehör, per 1. Juli 1914,
zuſammen oder getrennt, zu verm.
Näheres parterre.
(639ms
Einfamilienhaus
Grüner Weg 85
11 Zimmer nebſt reichl. Zubehör,
2 Veranden, 2 Badez., Zentralheiz.,
der Neuzeit entſprechend einger.,
alsbald zu verkaufen, event. zu
vermieten. Näh. Ohlyſtraße 69,
parterre, Telephon 586. (B5727ms
Tintenviertel.
Haus zum Alleinbewohnen
Schießhausſtraße 124
mit Vor= und Hintergarten,
Ge=
ſamtfläche 820 am, modern
ein=
gerichtet, enth. Diele, neun, z. T.
ſehr große Wohnräume, 2
Kam=
mern, Badezimmer, Küche mit
An=
richtraum, Loggia, Terraſſe uſw.
per 1. April
anderweitig zu vermieten.
Einzuſ. tägl. zw. 10 u: 12 Uhr
und 3 und 5 Uhr nachm.
Näh. Auskunft daſelbſt u. durch
den Eigentümer.
(5696ms
Das Haus
Annaſtraße 54
enthaltend 12 Zimmer, Bad und
reichliches Zubehör, Garten, iſt
per 1. Juni 19 4 event. ſpäter zu
vermieten. Näheres bei (6202ms
J. Glückert, Bleichſtr. 371
Heidelbergerstr. 43,
I. Etage, ſchöne 10—12 Zimmer u.
vielem Zubehör, mit oder ohne
Stallung, Garten, per 1. April zu
vermieten. Näheres daſelbſt bei
(B392ms
J. Conr. Mahr.
Schnletr. 10, 1 Sock.,
8—10 Zimmer, Bad, Elektr u.
Gas=Anlage, m. Garten p. 1. Juli,
auf Wunſch früher beziehbar, zu
vermieten. Einzuſehen vorm. von
11—1 Uhr, nachm. von 3—5 Uhr.
Näheres bei Hern Ludwig Trier,
Riedeſelſtr. 17, Tel. 1189, (*86oms
Das Haus Steinſtraße 35
iſt wegen Verſetzung des
Frei=
herrn Major von Röder ab
1. Juli 1914 anderweitig zu
ver=
mieten. Das Haus enthält 7
ge=
räum. Zimmer u. 5
Manſarden=
räume, elektr. Licht,
Badeein=
richt., ſehr ſchönen Garten. Der
Preis iſt pro Jahr Mk. 3000.—
Nähere Anfragen nur durch die
Firma Joſ. Trier,
Wilhel=
minenſtraße 25.
(781ms
Herrschafts-Wohnung.
Eliſabethenſtr. 70 (4086ms
Beletage, hochelegant, mit elektr.
Lichtanlage, Kochgas, 7 Zimmern,
Badezimmer, geſchloſſ. Veranda,
Burſchenzim., Manſardenräume,
per 1. Juli zu vermieten. Auf
Wunſch Stallung und Remiſe.
Näh. zu erfr. im Büro im
Seiten=
bau zwiſchen 11—12 u. 2—5 Uhr.! Mauerstrasse 34
Zu vermieten per 1. Juli ds. Js.
Hobrechtstr. 8, pt.,
herrſchaftliche ſchöne Wohnung,) zu vermieten. Preis Mk. 600.−
und ſonſt. reichliches Zubehör,
Zentralheizung, Gas u. elektr. Licht.
Näh. in der. Wohnung. (B6009ms5 gr. Zimmer Badez., Speiſek.,
Bismarckſtr. 52, 2. St.
7 Zimmerwohnung mit Veranda
und reichl. Zub. für 1. April 1914,
auf Wunſch früher, zu verm. Näh.
Heinrichſtr. 12, pt., 7 Zimmer,
Bad, Fremdenzimmer und viel
Zubehör, Garten, mit oder ohne
Stallung und Burſchenwohnung
zum 1. April zu vermieten. Näh. geräum. 5 Zimmerwohnung mit
daſelbſt.
(397ms
Zmmme
eitchte it ene
16 gr. Zimmer mit reichlich. Zubeh.,
Auf Wunſch etwas früher. Alles
Nähere daſelbſt 2. Stock. (2962ms
Eliſabethenſtr. 52, parterre od.
1. Etage, 6 Zimmer, Kabinett u.
Zubehör per 1. Juni od. 1. Juli
zu vermieten.
(5695ms
Eein Seutertr. 1 1. Sallustr.
elegante Herrſchaftswohn., 6 Zim.,
Badezim. und reichl. Zubeh. ver
1. Juli zu vermieten. (5994ms
Näheres daſelbſt oder Baubüro
H. Sames, Pallaswieſenſtr. 26.
Viktoriaſtraße 90, II., große
u. reichl. Zubeh. p. 1. Juli. (7387ms
Moſerſtraße
elegante 6 Zimmer=Wohnung in Viktoriaſtr. 24, pt., 5 Zimmer
freier, ruhig. Lage, neu hergericht.,
mit reichlichem Zubehör, Veranda,
a. W. Fremdenzim., alsbald oder
ſpäter zu vermiet., evtl. möbliert.
Näh. Auskunft und Einſicht der
Pläne bei A. Kadel,
Kranich=
ſteinerſtraße 37, I. (B7129ms
Zimmer
Fretetertr 6.
(Herrngarten gegenüber)
7 Zimmerwohnung mit all. Zub.,
elektr. Licht, Gas, Zentralheizung,
Veranden, im 1. Obergeſchoß, per
1. April 1914 zu vermieten.
Näheres Dipl.=Ing. Gg. Hinkel,
Frankfurterſtr. 16½ (1272ms
Landwehrſtraße 14, 3. St.
ſchöne 6 Zimmer=Wohnung mit
allem Zubehör und Garten per
ſofort zu vermieten.
Näheres daſelbſt 1. Stock und
Frankfurterſtraße 80. (7457ms
Ernst-Ludwigstr. 12
Ecke Marktpassage
Erste Etage
Zubehör, per 1. Juli zu
vermieten. — Beſichtigung
11—12 u. 3—4 Uhr. (5767a
Heidelbergerstr. 21, I.
ſchöne, große 6 Zim.=Wohn. m. Bad,
Veranda u. all. ſonſt. Zub. (7803a
Zimmer
Wienersſtr. 58, I, 5 Z.=Zn. mit
Zubeh. ſof. evtl. ſpät. z. v. (B1819ms
Wilhelmstr. 25, part.
berſchaftl. 7 Zimmerwohn. (große
Räume) mit reichl. Zub. u. Garten
auf 1. Juli od. früher, event. mit
Stallgebäude für 6 Pferde.
Ein=
zuſehen zwiſchen 11—12 Uhr außer
Sonntags.
(B2997ms
Heidelbergerstr. 43
I. Etage
7 Zimmerwohn., Balkon, Garten
u. reichl. Zub. für 1. April 1914,
mit oder ohne Stall. (B2989ms
Karlſtraße 66, 3. St.,
neu=
zeitliche 7 Zim.=Wohnung preisw.
zu vermieten. Näh.
Heidelberger=
ſtraße 7, 3 St.
(7782ms
Schöne 5 Zimmerwohnung, Ecke
Moosberg= u. Kiesbergſtr. Nr. 48,
für 1. April zu vermieten. Preis
520 Mark.
(B570ms
Inſelſtraße 29, I., 5 Zimmer=
Wohnung mit allem Zubehör per
1. April zu vm. Näh. pt. 1257ms
Kirchstrasse 10
ſchöne 5 Zimmerw. per 1. April
1914 zu verm. Zu erfrag. daſelbſt
im Bluſenh. W. Schneil. (B571ms
Eichbergstrasse 12
iſt die Beletage, beſtehend aus fünf
Zimmern, Küche, Bad, 2 Zimmern
im Dachgeſchoß, Bodenkammer ꝛc.,
per ſofort zuverm. Einzuſehen
täglich von 10—12 Uhr. Näheres
Schießhausſtraße 44. (B561ms
Steinackerstr. 14, I.
5 Zimmer mit Garten, gr. Veranda
und Zubehör, zum 1. April 1914
zu verm. Preis 800 Mk. Beſichtig.
von 11—12 Uhr.
(B1184ms
Bleichstr. 28 Wohn. mit
5 Zimmer=
Bad, Veranda und ſonſt. Zubehör
zu vermiet. Näh. parterre. (1315ms
Rlesstr. 54, I. Wohnung,
daſelbſt 5 Zimmer, Manſarde, per
1. April zu verm. (VIII, 1508ms Schöne, grosse 5 Zimmer-
wohnung, Gas, Badezimmer.
Balkon u. Zubehör, p. 1. April
7 Zimmer, Bad, Valkon, Garten1 Näh. das. bei Wilh. Nagel. (1586ms Wirmaunſtraße 25, part.,
Veranda u. Zub. zum 1. April.
Näh. Nr. 23, part. (B3559ms Wendelſtadtſtr. 26, 1. Etage
part. u. Saalbauſtr. 71. (395ms 5 gr. Zimmer mit reichlich. Zubeh.,
Bad uſw. per 1. Juli zu vermieten.
Alles Näh. Wendelſtadtſtraße 28,
2. Stock.
(2961ms Ecke Soder= und
Soderſtr. 44 Stiftsſtr., ſchöne
Zubehör per 1. Juli, evtl. früher,
zu verm. Näh. part. (5683ms Kiesſtraße 67, 1. Stock, Fünf=
zimmerwohnung per 1. April zu
vermieten.
(1111ms Hochſtr. 64, I., 5 Zim.=Wohn.,
Bad uſw. per 1. Juli zu vermieten. neu hergerichtet, elektr. Licht, Gas,
Bad, Balkon, Veranda u. reichl.
Zubehör, Gartenbenutzung, ſofort
zu verm. Näh. parterre. (4622ms Gervinusſtr. 79, part.
5 Zimmerwohn. mit Fremdenzim.,
Magd= und Bodenkammer nebſt
reichlichem Zubehör, per 1. Juli zu
vermieten. Einzuſehen zwiſchen
3—5 Uhr.
Näh. Gg. Hillgärtner, Liebfrauen=
ſtraße 50, Telephon 1955. (6398ms neuzeitl. 6 Zimmerwohnung, Bad Frankfurterstr. 36, I.
gegeuüber dem Herrngarten, herr=
ſchaftliche 5 Zimmerwohn. mit Bad
u. ſämtl. Zubehör zu vm. (6395ms mit Badekabinett u. Zubehör per
1. April zu vermieten. (2053ms Heidelbergerſtraße 36, II., gr.
5 Zimmerw. m. a. mod. Zubeh.,
gr. Veranda, per 1. Juli zu verm.
Näh. 1. St. o. Lad. (Straub). (6779a Hochſtr. 26 iſt die Wohnung
im 1. Obergeſchoß mit 5 Zim.,
Fremdenzim. u. ſonſt. Zubeh. per
1. Juli d. J. anderw. zu vermiet.
Einzuſ. v. 1. April ab nachm. zw.
4—6 Uhr. Näh. ert. Herr Architekt
Weber, Dieburgerſtr. 8. (6723ms Wilhelminenstrasse 171
5 Zim.=Wohn., im 1. Obergeſchoß,
mit allem Zubehör, Balkon und
Verandagarten nebſt Zentralheiz.
per 1. Juli 1914 zu verm. Näh.
6 Zimmer, Badezimmer u.bei Gg. Hinkel, Diplom=Ing.,
Frankfurterſtr. 16½, part. (6713ms heidelbergerstr. 9½
große 5 Zimmerwohnung, 3. Stock,
mit Gas, Veranda, Bad u. reichl.
Zubeh. per 1. April zu vermieten.
Zu erfragen Soderſtr. 22. (3530ms Bleichſtraße 30, II. Etage,
5 Zimmer=Wohnung m. Bad, per
ſofort od. ſpäter zu verm. (7081ms Frankfurterstr. 90
ſch. ger. 5 Zim.=Wohn. mit reichl.
Zubehör per 1. Juli zu vermieten.
Näheres daſelbſt, part. (7093a Kiesstr. 131, 3. Stock
große 5 Zimmerwohn. mit reichl.
Zub. verſetzungshalb. per 1. Juli,
daſ. der 1. Stock per 1. Oktober zu
verm. Näh. part.
(7190ms Viktoriaſtraße 94, II., große
neuzeitl. 5 Zimmerwohnung mit
allem Zubehör per ſof. (7386ms 5 Zimmer=
Soderstr. 89, I., wohnung
mit Veranda u. Zubeh. z. 1. Juli.
Näh. Beckſtraße 67, II. (7385ms
Hochstrasse 58
Ecke Mathildenſtr. (*7451sms
eleg. 5 Zim.=Wohn. im 1. Stock,
„ 2.(Knieſtock),
getrennt od. zuſam., ab 1. Juni zu
verm. Gas, elektr. Licht, Speiſek.,
Bad, gr. Verandg, Zentralheizung,
Bleichpl., reichl. Zubehör. Ganzes
Haus wird innen u. außen neuzeitl.
herger. Näh. Viktoriaſtr. 32, II.
Dieburgerſtr. 28, die Parterre=
Wohnung, 5 Zimmer u. Zubehör
per 1. Juli zu verm. (5991gims
Näheres daſelbſt und bei Val.
Waaner, Große Ochſengaſſe 26.
Viktorigſtraße 73, I., ſchöne
5 Zimmerwohng. per 1. Juni zu
verm., evtl. früher. Näh. daſ. (*6452ms
5 ſchöne
Waldstr. 50, II., Zim.,
Küche, Veranda, Mädchenkammer,
Bodenkammer, 2 Keller, Gas evtl.
elektriſch Licht, Waſchküche. Preis
680.— Mark.
(575m
Viktoriastr. 25, 1. St.
ſchöne 5 Zim.=Wohn., Gas, Balkon
u. oll. Zub. p. 1. Juli zu vm. (7729ms
Liebigſtr. 47, II., 5 Zimmer=
Wohnung mit Bad und allem
Zubehör, Preis 730 Mk., baldigſt
zu vermieten.
(7723ms
Roqueieweg 10, II.
5 Zimmerwohn., verſehen mit Gas
u. elektr. Licht, Fremdenzimmer u.
weiteren zugehörigen Räumen zum
1. Okt. zu verm. Zu beſichtigen von
11—½,2 u. 4—6 Uhr. Näh. daſelbſt,
ſowie Roquetteweg 34. (B7777ms
1 Zimmer
mit allem Zubehör ſehr preiswert
per 1. April zu vermieten. Näh.
daſelbſt im 1. Stock. (2996ms
Pallaswieſenſtraße 15, 1. St.,
ſchöne geräumige 4 Zimmer=
Woh=
nung, Gas, Veranda, per 1. April.
Näheres 1. Etage. (611ms
Im ſtädtiſchen Hauſe
Luiſen=
ſtraße 16 iſt die Wohnung imerſten
Obergeſchoß des Mittelbaues,
be=
ſtehend aus 4 Zimmern, Küche
und Keller alsbald zu vermieten.
Bewerber erhalten nähere
Aus=
kunft im Stadthaus, Zimmer
Nr. 56.
(598ms
Emilſtr. 27 ſchöne 4 Zimmer=
Wohnung mit Gas und allem
Zubehör per 1. April zu vermieten.
Näheres im 1. Stock. (130ms
Mauerstrasse 34
Schöne, gr., helle 4
Zim-
merwohnung, Gas, Badezim.,
Balkon u. Zubehör, per 1. April
zu vermieten. Näheres daselbst
bei Wilh. Nagel. (1585ms
1. Stock, 43=
Waldſtraße 30, Wohnung
mit allem Zubehör per 1. April,
evtl. ſpäter zu verm. (1120ms
Gutenbergſtr. 47 ſehr ſch. 4 Z.=
Wohn. i. 1. St. zu verm. Beziehbar
April. Näh. Karlſtr. 10. (1119ms
2. Stock, ſhöne
Ahastr. 24 4 Zim.=Wohn.,
geſunde, freie Lage, bis 1. April
(B2070ms
zu vermieten.
Friedrichſtraße 24 4
Zimmer=
per 1. April zu vermieten. (1180ms
Näheres 1. Stock.
n in bevorz, freier
Soderstr. 119 Lage, d. Neuzeit
entſprechend, eleg. 4 Z.=Wohnung
m. Fremden= u. Mädchenz., Bad,
Veranda u. ſonſt. reichl. Zubehör,
per 1. April zu vermieten.
Ein=
zuſehen von 3—5½ Uhr. Näheres
Wendelſtadtſtr. 31. pt. (*443ms
Per 1. Juh 1. 3.
4 Zimmer=Wohnung im 1. Stock
mit Balkon, Gas= u. Waſſerleitung
zu verm. Näh. Pankratiusſtr. 2½,
Fahrradhandlung. (2993ms
Pankratiusſtr. 41, Mart.=Drog.,
4 od. 5 Zimmer, 1. Et., mit allem
Zubeh. zum 1. März oder ſpäter
preiswert zu vermieten. (3774ms
Ecke Moller= u. Ireneſtr. 71, I.,
ſchöne 4 Zim.=Wohn. weg. Wegzug
per 1. April. event. ſpäter zu verm.
Preis 430 Marf Näh. part. (5692ms
in nachster Nähe des Waides
Roßdörferſtraße 102, part.,
neuzeitliche 4 Zim.=Wohnung
mit Gas, elektr. Licht,
Kohlen=
aufzug, Linoleum in allen Zim.,
mit Badezim., Fremdenzim.,
Veranda u. Zubeh., f. 800 Mk.
p. 1. Apr. od. früh. wegzugsh. zu
verm. Näh. Heinrichſtr. 87 pt.,
oder Rheinſtr. 15, 1. St. (Büro),
Telenhan Nr. 100. (B5788ms
Weuekstr. 37, I.
4 Zim.=Wohnung mit Zubehör per
1. Juli zu vermieten. (7245ms
wabeſenſtrete 4171,
4=Zimmerwohnung, 1. Stock, zu
verm. Näh. daſelbſt part. oder=
Zimmerſtraße 1. (1115ms
Taunusstrasse 12
ſchöne 4 Zimmerw. mit all. Zubeh.
an ruhige Leute z. 1. Juli zu vm.
Näh. parterre Is,
(7085ms
Austr. 5 part.
ſchöne 4 Zim.=Wohn., ohne
Gegenüber, mit kompl.
Bade=
einrichtung, Küche, Gas,
Man=
ſardenzimmer, 2 Kellr per
1. April billig zu verm. Näh.
Rheinſtr. 32 (Bureau) oder
Inſelſtr. 19, part. (6105ms
5 Zim.=
Eckhardtstr. 21 Wohnung
zum 1. Juli.
(6131ms
Gutenbergſtr. 31 neu herger.
ſchöne 4 Zimmerwohn. mit Balkon,
Veranda, Manſardenkammer und
Gartenanteil, per ſofort zu verm.
Preis 500 Mk. Näh. part. (6394ms
Mathildenſtr. 35, I., 4 Zimmer=
Wohn., Glasveranda, Badezim.,
2 Kam. u. Gart. z. 1. Juni ev. 1. Juli
zu verm. Näh. zwiſchen 10—1 und
3—5 Uhr Soderſtr. 115, I. (6721ms
4 Zimmer-Wohnung, 1. Etage.
mit reichlichem Zubehör, per 1. April
zu vermieten. Näheres bei Keller,
Liebfrauenſtr. 93, 1. Stock. (6922ms
Neue Schwanenstr. 69, II.
ſchöne 4 Zim.=Wohn., freie Lage,
Bad mit Badeeinricht., Veranda
u Manſarde zu verm. (7156ms
7 a. d. Frank=
Irenestr. 11, I. furterſtraße,
ſch. 4 Zim.=W. wegzugsh. an rub.
Fam. z. 1. Juli z. vm. Näh. pt. (7125ms
Lichtenbergſtr. 21, I., 4 Zim.=
Wohnung per 1. Juli an ruhige
Mieter zu vermieten. (7398ms
Näh. Gartenſtr. 1, Kontor.
Iminenstrasse 9
kleine 4 Zimerwohnung, 2. Stock,
an ruhige Leute per 1. Juli zu
vermieten.
(*7554sm
Sandbergſtraße 58, III., ſchöne
4 Zimmerwohn. mit Veranda und
reichl. Zubeh., p. 1. Juli od. früh.
zu verm. Einzuſ. daſelbſt. Näh.
Heidelbergerſtraße 84. (B7482ms
Mollerſtraße 34, I., neuzeitl.
4 Zimmerw., gr. Vorplatz, Balkon,
vollſt. Gas=Badeeinricht.,
Fremden=
u. Mädchenzim., p. 1. Juli. (7391ms
4 Zimmerwohnung, neuherger.,
an kleine Familie od. einz. Dame
per 1. Jult. Zu erfrag.
Kranich=
ſteinerſtraße 59¾0, III., oder
in der Eiſenhandlung Hublitz,
Kirchſtraße 18.
(*230gms
ſchöne.
Zubehör, Zentral=Heizung.
Ludwigsplatz 2, näheres im
(5937t
Laden.
zwei 4 Zim.=Wohn.
Riesſtr. 127 im 1. u. 3. St. z. vm.
Näh. im 2. St. od. part. (7732ms
Pfründnerhausſtr. 10 ſchöne
neuzeitl. 4 Zim.=Wohn., Badez. u.
ſonſt. Zub. zum 1. Juli. Näh. daſ.
1. St. Einzuſ. von 10 Uhr morg.
bis 4 Uhr nachm.
(7771a
70
Gartenhaus 1. St., abgeſchl. 4 Z.=W.
nebſt reichl. Zubeh. u. Gas p. 1. April
zu vm. Näh. Heidelbergerſtr. 70, II.
oder Kiesſtraße 127, E. (7787ms
3 Zimmer
Liebigſtr. 48 eine 3 Zimmer=
Wohnung zu vermieten. (2656ms
Mollerſtr. 28, 2. Stock, ſchöne.
3 Zim.=Wohn. per 1. April zu verm.
Näh. Bismarckſtr. 55, 1. St. (1449ms
Heinrichstrasse 93,
Manſarde, 3 gerade, ſchöne
Zim=
ner, Waſſerleitung, Gas, p. 1. April
914 zu verm., wird neu hergerichtet.
Näheres partere. (630ms
Taunusstrasse 44
drei ſchöne 3 Zimmerwohn. alsb.
u. zum 1. April l. Js. zu verm. Näh.
Am Breitwieſenberg 15. (2415ms
Mollerſtr. 43, 2. St., ſchöne
3 Zim.=Wohn. mit reichl. Zubeh. per
1. April, event. früher, zu verm.
Näh. bei Hutzler, 1. St. (3348ms
Nummer 84.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. März 1914.
Dieburgerſtr. 54, Hinterbau,
3 Zimmerwohnung mit Werkſtätte
u. Zubehör zu verm. Näh. daſ.
part. od. Hügelſtr. 30, II. (5685ms
Ruthsſtr. 17, eine 3 und eine
2 Zimmerwohn. (Manſ.) zu verm.
Näheres parterre.
(6036ms
Forſtmeiſterplatz 4 ſchöne 3 Z.
Wohnung ſof. zu verm. (B6076ms
Neue Niederſtraße 19
gr. hübſche 3 Zimmerw. m. Balk.,
Manſardenz., Badez. mit kompl.
Einricht. nebſt all. Zubeh., d. Neuz.
entſprech. Näheres Neue
Nieder=
ſtraße 17, part.
(B6116ms
Infelſtr. 19, part., Hth., ſchöne,
helle 3 Zim.=Wohn. mit Küche u.
Speiſekammer, Gas, 2 Keller und
Trockenboden, per 1. April billig
zu verm. Näh. daſelbſt im
Vorder=
haus, parterre.
(6104ms
Liebigſtr. 46, 2. St., 3 Zim. u.
1 Zim. in der Manſ. mit Zubehör
per ſofort oder ſpäter an ruhige
Mieter.
(6761ms
Riedeſelſtraße 66, Manſ.,
3 Zimmer=Wohnung mit allem
Zubehör zu vermieten. (6825ms
Bessungerstr. 88½
3 Zimmerwohnung zu mäß. Preiſe.
Näh bei Hammer daſelbſt. (6826ms
55)
Neue Niederstr. 22
2 ſchöne 3 Zimmerwohnung. Näh.
Heinrichſtraße 87, part. (B7109ms
Kranichſteinerſtraße 7, I.,
3 Zim.=Wohn. mit allem Zub.
M. 37.50 pro Monat. Zu erfrag.
1. Stock rechts.
(7050a
Frankfurterstr. 55
part., 3 und 2 Zim.=Wohnung
per 1. Juli zu verm. (7191ms
Lucasweg 5, III., mod., freundl.
3 Zimmer=Wohnung zum 1. Juli
zu verm. Einzuſehen täglich von
2—4 Uhr.
(7449ms
Moosbergſtr. 91,
Dreizimmer=
wohng. per 1. Juni oder 1. Juli
zu vermieten. Näheres
Kiesberg=
ſtraße 37.
(B7481ms
Mauerſtraße 23, Manſarde,
3 Zim.=Wohn. per 1. Mai. Preis
25 Mk. monatl. Näh. 3. St. (*7989
Feldbergſtr. 83, III., gr. 3 Zim.=
Wohnung, Koch= und Leuchtgas,
Veranda u. Zub. Näh. daſelbſt
od. Eliſabethenſtr. 62. (7728ms
Magdalenenſtr. 11, Vorderh.,
part., hübſche 3 Zim.=Wohn. m. Gas
u. all. Bequemlichk. zu vm. (*7954
Liebfrauenstr. 113
neuzeitliche, große 3 Zimmerwohn.,
Veranda, Bad, Gasofen u. allem
Zubehör per 1. Juli zu beziehen.
Einzuſ. zwiſch. 12—4 Uhr. (7809ms
Soderſtraße 62 ſchöne Drei=
Zim.=Wohn, Preis 22 Mk. per
Monat. Näh. part.
(*7267
gr. 3 Zim.=
Müllerstr. 7, II., Wohn. ſof.
zu vermieten.
(7455mom
Martinstrasse 95
(Gartenhaus) eine geräum. 3 Zim.=
Wohn., Gas, Veranda, Bleichplatz,
Gartenanteil ꝛc., ſofort zu verm.
Näh. im Kontor daſelbſt. (B7779ms
3 Zimmerwohnung (Manſarde)
per 1. April, event. auch ſpäter zu
verm. Preis 23 Mk. Näh.
Stift=
ſtraße 101 b. Frau Debus. (7784ms
wohnung per 1. Juli. (7783ms
Luiſenſtr. 34, Htb., 2 Zim.=
Wohn. zu verm.
(644ms
Hügelſtraße 29, Manſarde,
2 Zimmer, Küche, Kammer, Keller,
per 1. April 1914 an ruhige und
kinderloſe Leute zu verm. (655ms
Sandſtr. 28, Seitenbau, Zwei=
Zimmerwohn m. Zubeh. (4315ms
Große Ochſengaſſe 12 Zwei=
Zimmerwohnung mit Küche per
ſofort zu vermieten. Näheres
Emilſtr. 21, III., frdl. ſonn.
2 Zimmerw. (k. Manſ.) p. 1. April
an einz. Dame bill. z. verm. Näh.
bei L. Heß, Taunusſtr. 23. (6051ms
Wohnung mit 2
Hochſtr. 24 Zimmer, Küche u.
Zubehör, an ein kinderloſes
Ehe=
paar oder einzelne Perſon alshald
zu vermieten. Näheres bei Herrn
Weber, Dieburgerſtr. 8. (6050ms
2 Zim.=Wohnung zu verm.
Näh. Ballonplatz 9, I. (6112ms
Herdweg 17, Seilenb.
2 Zimmerwohn. Pr. 16Mk. (B6256ms ſich auch für Kaffeefiliale, zu ver=
Wohn., 15 Mk. monatl. (B7116ms
. Freundliche 2 Zim.=Wohn. an
kleine Familie per 1. April zu
ver=
mieten. Näh. bei Hugenschütz,
Langegaſſe 51.
(*2449
Vorſtmeiſterplatzs ineuer Mitel.
bau), beſſ. 2 Zim.=Wohn., Balkon,
Gas. Monatl. 24 Mk. (B7401ms
Roßdörferſtr. 46 frdl. 2 Z.=W.
im Seitenb. bis 1. Mai beziehb.
Näh. Vdh. pt. Anz. b. 4 Uhr. (7486mis
In der ſtädtiſchen Hofreite
Lindenhofſtraße 5 iſt eine kleine
Wohnung, beſtehend aus zwei
Zimmern nebſt Küche, auf den
15. April ds. Js. z. vermieten. Näh.
im Stadthaus, Zimmer 56
487ms
per1.April
2=Zimmerwohnung zu verm.
Näh. N.=Ramſtädterſtr. 43, I. *7874imd
Bleichſtr. 17, Hth., hochpart.,
2 Zim.=Wohn., neuzeitl., per 1. Mai
zu verm. bei Bitſch. (*8009mfo
Hofgartenstrasse 9
2X2 Zim.=Wohn. b. 1. Apr. (7724ms
Beſſungerſtraße 41, Hinterbau,
2 Zim. u. Küche p. 1. Mai. (B7801ms
Heidelbergerstrasse 70 I.
möbl. Wohn. von 2—3 Z., Kücheꝛc.,
Glasabſchl. u. Gas, per 1. April zu
verm. Näh. Heidelbergerſtr. 70, II.,
oder Kiesſtraße 127, E. (7786ms
(1r
Arheilgerstrasse 82
1 Zimmer, Küche nebſt Keller an
1 oder 2 brave Perſonen ſofort
oder ſpäter zu vermieten. (5122ms
Fuhrmannſtr. 10, part., leres,
ſauberes Zimmer ſofort zu verm.
Näheres Seitenbau. (5329ms
Arheilgerſtr. 69 unmöbl. Zim.
mit ſep. Eingang.
(6722ms
Wienersſtraße 46, I. r., größ.
unmöbl. Zimmer ſof. o. ſp. (7485ms
Für Photographen.
Georgenſtraße 1½ ſoll Wohnung
nebſt Atelier anderweitig vermietet
werden. Näheres durch C. W. Braun,
Martinſtraße 74.
(B664ms
In der ſtädt. Hofreite
Holz=
ſtraße 14 ſind zwei kleine
Woh=
nungen auf den 1. April d. Js.
zu vermieten. Näheres im
Stadt=
haus, Zimmer 56. (5121ms
Obergaſſe 18 kleine Wohnung
zu vermieten.
(6806ms
ſch. leine
Erbacherstr. 46 Wohn.
mit abgeſchloſſ. Vorplatz, paſſ. für
1—2 Perſ., per 1. April zu verm.
Näheres parterre.
(7157ms
Liebfrauenſtr. 51 eine Manſ.=
Wohnung z. vermieten. (*7618sm
In ſchönſter Lage
Eberſtadts eine frdl.
7—8 Zim.=Wohn.
mit Badezimmer u. Veranda
und ſonſtigen
Bequemlich=
keiien baldigſt zu vermieten.
Nähere Auskunft
Heidel=
bergerſtraße 16. (1223ms
N.-Ramstadt-Trautheim
4 Z.=Wohnung zu verm. Näheres
bei Gärtnerei Onken.
(6318a
Srlie
ue
In dem ſtädtiſchen Gebäude
Emilſtr. 27, part., 3 Zimmer= am neuen Hauptbahnhof iſt ein zu
Geſchäftszwecken geeigneter Raum
von 22 qm Bodenfläche alsbald
zu vermieten.
(667ms
Näh. im Stadthaus, Zimmer 56.
ien
mit Zim., für jed. Geſch.
Laden paſſ., groß und hell, zu
verm. Näh. Karlſtr. 30, I. (669ms
Laden (für Filiale geeigneh)
ſofort zu vermieten. (2442ms
Eliſabethenſtraße 37.
Eliſabethenſtr. 56 neuzeitlicher
Laden mit 2 anſtoß. Räumen, auch
daſelbſt bei Störger. (5325ms als Filiale geeignet, zu verm. Näh.
(671ms
daſ. im 2. Stock.
Saalbauſtraße 38 ein ſchöner
Laden per ſofort.
(675ms
Laden mit geräum. 2 Zimmer=
Wohnung, für jedes Geſchäft
paſſend, in konkurrenzloſer Lage
(1219ms
per 1. April.
Näheres Stiftſtraße 52, part.
eräumiger Laden, für Filiale
geeignet, billig zu vermieten.
Soderſtraße 44.
(5098ms
Nieder=Ramſtädterſtraße 65
Laden, in welch. m. Erfolg chem.
Wäſchereifiliale betrieb. wurde, eig.
Seitenb., mieten. Kann ſofort bezog. werd.
Lindenhofstr. 7 2 Zim.= 1 Näh. Baubüro daſelbſt. (3002ms oder Herrn zu vermieten. (B7111ms
Waldſtr. 7, Laden m. od. ohne
Wohn. u. Räume im Htb. (1362ms
Laden per 1. Juli
Marktstr., zu vermieten.
Näh. Schillerplatz 2, III. (7396ms
Me
Mathildenplatz 9
Werkſtätte zu vermieten. (685ms zu vermieten.
geräumige Werkſtatt, heizbar, mit zu vermieten.
Gas, zu vermieten.
ſi
Luisenstr. 10
zu vermieten. Näheres
Braun, Martinſtraße 74.
Lagerräume.
15. Mai 1914 zu vermieten.
haus, Zimmer 64, erteilt.
I. V.: Schmitt.
2722ms)
Bleichſtraße 25 (*3018
und 2 Zimmer=
2 Lagerräume Wohn. zu verm.
In der Nähe des
Güterbahnhofs
große Lagerräume
u. Gelände (7808ms
auf lange Zeit zu verpachten.
Näheres Rheinſtraße 26, Büro.
M
Sellumer
mieten.
(677ms
Wendelſtadtſtr. 49,
für 3 Pferde mit Remiſ
zu vermieten.
Mölerte Zimmer
Zimmer zu vermieten. (2160msund ohne Penſion.
Zimmer mit Gas u. Schreibtiſch
zu vermieten.
(5324ms
Aliceſtr 23 (Penſion Lonbre)
2—3 möbl. Zimmer oder Wohn=Eliſabethenſtr. 22, möbl. Zim.
und Schlafzimmer. (5723ms
Steinackerſtr. 12 möbl.
Wohn=
u. Schlafzim. zu verm. (B5740ms gut möbl. Zimmer. (7727ms
Eaſinoſtr. 17 gut möbl. Wohn= Ernſt Ludwigſtraße 3, III.,
Wendelſtadtſtraße 33, part., Schloßgraben 11 ein fein möbl.
möbl. Zimmer mit Koſt. (5688ms
p. Woche 3.50 Mk. (Winter.) (6393ms Zimmer per 1. April. (*7956
Kaſinoſtraße 7, I., ſchön möbl.
Wohn= u. Schlafz. zu v. (6437ms! Ludwigſtr. 15, 2. St., großes,
Wohn= u. Schlafz. z. verm. (6034ms Neckarſtraße 18, part., großes
Hochſtraße 27, pt., kleineres,
einf. möbl. Zimmer, nach dem
Garten gelegen, p. 1. April, monat= Pankratiusſtr. 5, part., r., gut
Viktoriaſtr. 26, I., gut möbl.
Zimmer zu vermieten. (6102ms möbl. Wohn= und Schlafzimmer
Aliceſtraße 6 hübſchmöbl. Zim.,zu vermieten.
mit u. ohne Penſion, zu vm. (4513a
Frankfurterſtr. 58, part., gut
möbl. Zimmer f. ruh. Miet. (7124ms
Gervinusſtraße 63, II., möbl.
Zimmer zu vermieten. (6716ms Alexanderſtr. 5, I., 3 gr., hell mbl.
Riedlingerſtr. 20 ſofort 2 gut
2 weitere, eventl. alle 4 zuſ. (7084ms
Herdweg 66, II., 1—2 ſchöne
gut möbl. Zimmer an geb. Dame
Möbl. Zimmer per 1. April
zu vermieten.
(7182ms
Lauteſchlägerſtr. 9, part.
möbl. Zimmer ſofort. (7159ms vermieten.
Waldſtraße 50, 1. St., möblLouiſenplatz 1 Zimmer, evtl. mit Penſion, per
mod. Laden (n. Rheingauer Wein=1. April zu vermiet. (7158ms ſtube) zu verm., evt. m. 5 Z.=Wohn. Karlſtraße 53, 3. Stock, ſchö
Näh. Wilhelmſtr. 25, pt. (B6771ms möbliertes Zimmer. (*7250ms Saalbauſtr. 10, I., gut möbl
Zim. m. Gas u. Schreibt. (7181m Kranichſteinerſtraße 18, einf
möbl. Zimmer an ſoliden Arbeiter
(7363a mſtädterſtraße 51 Beikſtr. 83, Gartenh., I., möbl
Werkſtätte zu verm. (1917ms Zimmer mit oder ohne Penſion
Wendelſtadtſtr. 27, Werkſt. u. nur an Dame zu vermieten. An=
verſch. Lagerräume per 1. Juli zu zuſehen abends nach 6 Uhr. (7388ms verm. Näher. 1. Stock. (7127ms Inſelſtraße 19, II., eleg. möbl
Kranichſteinerſtr. 18, kleinere Zimmer mit Gas und Schreibtiſch
(7389ms (7362a Eſcholbrückerſtr. 6, I., 3 ſch
möblierte Zimmer, auch einzeln,
zu vermieten.
(7505a re1 Soderſtr. 44½, I., einf. möbl.
ne Zim. mit ſep. Eing. z. verm. (74471 F. Kiesſtr. 16, part., einf. möbl.
s Zimmer zu vermieten. (7484t Rheinstrasse 6, 1. St.
er=eleg. Wohn= und Schlafzimmer
imloder ein ſehr groß., eleg. Zimmer
8,per 1. April zu verm. (7546a re Mühlſtraße 28, 1. Etage, ſchön
nmöbl. Wohn= u. Schlafzimmer, ſep.
ilsEingang, zu verm.
(7595t Neckarſtr. 24, Seitb., gr. ſchön
Nähere Auskunft wird im Stadt= möbl. Zimmer zu verm. (*7836imd Luiſenſtr. 32, II., b. Wedel, mbl.
Zim. n. d. Str. mit Penſion. (7673a Wilhelminenſtraße 13
2. Stock
ein ſchönes großes gut möbliertes
Zimmer zu vermieten. Näheres
Leihbibliothek daſelbſt.
(6953a Frankfurterſtraße 24, part.
freundl. Zimmer mit Penſion in
gut. Hauſe ſof. zu verm. (5938t ſchön
im ganzen od. geteilt, a. Wunſch Wäldstrasse 32 möbliert.
Zimmer
zu vermieten.
(7028t Zwei ineinandergehende möbl.
Zimmer und zwei einzelne möbl.
Zimmer ſofort zu vermieten. Zu
erfr. i. Laden Kaſinoſtr. 15. (7086t er Heinheimerſtr. 22, III., möbl.
ſt. Zim. m. Koſt, Woche 12 Mk. (7252a s Soderſtr. 6½, I., Kapellplatz
2 eleg. Zimmer zu verm. (7594mg Pfründnerhausſtr. 9, II., bei
Neue Niederſtr. 15, Stallung alleinſt. Frau ein kl. Zim. zu verm.
für 3 Pferde ſofort zu ver= Preis mit Kaffee 15 Mk. (*7772gms u. möbl.
zLuisenstr. 10, pt., Zimmer
tper 1. April zu verm. (7574oms (7383ms Neckarſtr. 16 gut möbl. Wohn=
u. Schlafz., evt. Penſ., z. vm. (6404oms Luiſenſtraße 6, II., ſep., möbl.
Moosbergſtr. 79, III., möbl. Zimmer zu vermieten. (6470oms 5 Kaſinoſtraße 21, 2. Stock
bl. Zim. m. g. gut möbl. Wohn= u. Schlafz. m
Penſ., ev. f. 2 j. Hrn. paſſ. (4313ms Schreibt., Gas ꝛc. bill. z. v. (6847oms gut Erbacherſtr. 3, I., großes gut
möbliertes Wohn= u. Schlafzim. möbliertes Zimmer, Schreibtiſch,
ſoſort an beſſ. Herrn. (4317ms Gas, zu vermieten. (7087oms Kiesſtr. 30, p., ſchön möbliert. Aliceſtraße 6, möbl. Zim. mit
(7273a ehrſtr. 6, möbl. Zimmer Steinſtraße 24, part., gut möbl.
mit od.ohne Penſion zu verm. 2868ms Wohn= u. Schlafz., auf Wunſch mit
Roßdörferſtr. 23, part., möbl. Klavier, preiswert zu verm. (6397mg Gut möbl., sonn. Zimmer
an ſolid. Herrn oder junge Dame
Kranichſteinerſtraße 36, im beſt. Familie, Heidelbergerſtr., fein.
1. Stock, ein gut möbl. Zimmer,ruh. Haus, elektr. Licht. Gefl. Anfr.
auf Wunſch Penſion. (4341ms u. W 64 a. d. Exped. (*7842msm III., ſchön
n. d. Straße, ſep. E., billig. (7705a Saalbauſtraße 25, 3. Stock, und Schlafzimmer. (5725msgroßes, gut möbl. Zim. (7726ms Zimmer zu vermieten. (7722ms Karlſtr. 47 ſchönes möbl. Zim.) Gartenſtr. 18, III., ſchön möbl. gut möbl. Zim. mit elektr. Licht
Liebigſtr. 13, I., eleg. möbl. mit 1 od. 2 Betten zu verm. (*8019 ſehr gut möbl. Zimmer an beſſ
Herrn zu vermieten. (*8022mfg lich 15 Mark, zu verm. (B6010ms möbl. Zim. mit od. ohne Penſ. (*8002 Bismarckſtraße 74, II., fein
(*8004 Landwehrſtraße 26, 1. Stock,
möbl. Zim., ſep. Eing., b. z. v. (*8016 Caſinoſtraße 27, II., hübſch
möbl. Zimmer zu verm. (*7981 W.=u. Schlafz. m. Schreibt. ſof. (*8026 möbl. Zimm. zu vm., per 1. Mai Neue Schwanenſtr. 71, I., eleg.
möbl. Wohn= u. Schlafz. m. Bad j.
feinem Hauſe p. 1. Apr. z. vm. (*7966
Seite 19.
Friedrichſtraße 18, 2. Stock,
gut möbl. Wohn= und Schlafzim.,
paſſend für 2 Herren, mit Penſion,
zu verm. Näheres part. (7725ms
Salbanſtr. 33, part, 1, möbl.
Zim. an ordentl. Arb. z. v. (*8050ms
Grafenſtr. 41, Htb. part., ſch.
einf. möbl. Z. zu vm. (*8038md
Heinheimerſtr. 22, III., ſch. m.
Z. m. Koſt per Woche 12 ℳ. (7770a
Bleichſtr. 40, II. I., gut möbl.
Zim. per ſofort.
(*7766a
Mühlſtr. 70, III. (Kapellpl.).
möbl. Zim. zu verm. (*7763a
Neue Kiesbergſtr. 47, p., g.mbl.
Zim. ſof. z. vm., in geſ. Lage. (*7450
Landgraf Georgſtr. 62, II., el.
mbl. Wohn= u. Schlafz., ſep. Eing.
Eliſabethenſtr. 49, II., einf.
möbl. Zim. mit gutem Bett bill.
zu vermieten.
(7773a
Rückertstrasse 42
2 fein möbl. Zim. in beſſ. Hauſe an
2 Herren p. 15. April z. vm. (7785ms
mit od. ohne Möbel
Aelt. Herl erhält bei
kinder=
loſen Leuten gute Penſion und
beſte Verpflegung. Näheres in
der Expedition ds. Bl. (*7892imf
Seminariſtin oder
Schülerin find. gute Pension.
Näheres in der Expedition. (7675a
Schüler finden gute Penſion
bei vollem Familienanſchluß
5693ms)
Roßdörferſtraße 40.
Dillige Fenston
für Schülerinnen höherer
Lehran=
ſtalten. Gute Verpflegung,
mütter=
liche Aufſicht, evtl. Ueberwachung
der Schularbeiten. Offerten unt.
U 68 an die Expedit. (6951a
Schülerin od. jüngerer Schüler
höh. Lehranſtalten findet herzliche
Aufnahme und gute Penſion in
gebildeter Familie. Näh. in der
Expedition d. Bl.
(*8000mgm
Schufer
welche zu Oſtern das Gymnaſium
zu Bensheim a. d. B. (oder die
Oberrealſchule zu Heppenheim)
beſuchen ſollen, finden gute Penſion,
Aufſicht und Anleitung in dem
Hauſe eines
Oberlehrers a. D.
Langjährige Erfahrung, beſte
Er=
folge, vorzügliche Referenzen. Off.
unter § 90 an die Exped. (6410a
Schüler oder Schülerinnen höh.
Lehranſtalten erhalten gute
Penſion in geb. Familie.
Liebigſtraße 36, II.
4229a)
(Johannesviertel).
4 Schaufenſter
in dem Oktroiaufſichtshäuschen
an der Allee (Zufahrtsſtraße zum
Bahnhof) ſind ſofort anderweit
zu vermieten. Nähere Auskunft
Stadthaus, Zimmer 64. (711a
Darmſtadt, 1. Juli 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
I. V.: Schmitt.
Geiegenhentskauf
2 Zimmer und Küche Mk. 450.—,
ſchönes Schlafzimmer mit echtem
Marmor u. Kriſtallſpiegel,
Wohn=
zimmer mit eleg. Diwan u. Küche
(ganz neu) Weber, Tapeziermſtr.,
Rheinſtr. 47, Hinterhaus. (7117a
ein Herren=
Badewanné, Anzug
weg=
zugshalber billig zu verkaufen
(*7979md) Mathildenſtr. 50, part.
1 Petrolenmlüſter
3flammig, ſehr billig abzugeben.
Anzuſehen vormittags (*7982md
Wittmannſtraße 14, 1. St.
1 Nachttiſch,
Gewehr, 1 Bettſtelle,
1 Waſchtiſch zu verkaufen. (*7973
Näheres in der Exp. ds. Bl.
Tahrräder m. Freil. 58 Mk. an.
* Obere Eliſabethenſt 7,
Fahrrad=
handlung. O. Hänſel. (7429a
eiß lack. Schrank 20 M.,
Gas=
herd 5 M., 2 Stühle 6 M.
zu verk. Wienersſtr. 73, II. (*7891im
Fleisch u. veg. Kost von
60 Pf. b. M. 1.— im Abonn.
Fleisch u. veget. Kost v.
50 Pf. bis 70 Pf. im Abonn.
Aurehant des berühnten
:: Wormser Weinmostes::
Kiesſtraße 14, parterre, gut
Karlſtraße 46, 1. St., kl. einf. möbl. Zimmer, ſeparat, billig zu
(*8041mf
Kein Trinkzwang. (114
— Damenzimmer.
Reform-Restaurant
4 Alexanderstrassa 4 1. Sie
Seite 20.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. März 1914.
Nummer 84.
Wilhelminenstrasse 19, I. Darmstädter Hausbesitzerverein. Telephon Nr. 560.
Inſertionspreis: 10 Pfg. die einſpaltige Petitzeile;
Zu vermieten:
von 10maliger Wiederholung an 10% Rabatt.
Zimemete Zimmer
Haus Herdweg 97
neu hergerichtet
seit 10 Jahren von Herrn
Major v. Lössl bewohnt, ist
versetzungshalber anderw. zu
verm. Daselbe bestcht aus
14 Zim., Küche, Badez., Balkon
Verandas, Mädchenz., Keller,
Gas, elekir, Licht, Stallung f.
4 Pferde, Remise, Burschenz.,
Heuboden, Garten, nebst reichl.
Zubehör. Kann ev. auch
ge-
teilt, sofort, oder zum 1. April
bezogen werden. Näheres
Herdweg 99, II. (1852ms
Olbrichweg 6, 14 u. 16 höhe)
(
Mathilden=
moderne herrſchaftliche 6 Zimmerwohnungen mit allem
Komfort, Diele, Veranda, Loggig, Küche mit Anrichte und
Speiſekammer, Nebenräumen, Bad, elektr. Licht,
Warmwaſſer=
bereitung, Zentralheizung, Kohlen= u. Wäſcheaufzug,
Dienſt=
treppe uſw., zum Preiſe von 1500—2200 Mk., zu vermieten.
Beſichtigung von 10—12 und von 2—4 Uhr. Nachfragen
Olbrichweg 6, I. I. im Büro.
Weiteren Aufſchluß, ſowie Einſichtnahme der Pläne bei
Heinrich Funk, Grafenſtraße 23½, Tel. 446. (415ms
Eck-
Mathildenstr. 55, haus.
in freier Lage elegante 5 Zimmer=
Wohnung m. Gas u. elektr. Licht,
Loggia u. all. Zubeh. Näh. im
(1226ms
Nebenhaus.
Georgenstr. 8, I. St.
6 Zimmer Bad, Gas,
Fremden=
zim. u. all. Zubehör zum 1. April.
Einzuſehen von 2—4 Uhr. Näh.lherrſchaftl. 6 Zimmerw. m. Balkon,
ſparterre.
(1247ms
Siltr. 10,
Merter 1
Haus zum Alleinbewohnen,
ca. 8 Zimmer, mit modernem
Zubehör. Näh. Eliſabethen=
(406ms
ſtraße 68, Büro.
Villa „Irene‟
neben Kurhaus Trautheim
(Gartenſtadt Nieder=
Ram=
ſtadt, Traiſa), enthaltend 7 gr.
Zimmer, Küche, Bad,
Seiten=
gebäude m. 2 groß. Zimmern,
Autogarage, elektriſch. Licht,
Waſſerleitung, mit großem
parkähnlichem Garten, groß.
Baumgrundſtück u.
Gemüſe=
garten per ſofort zu verm.
evtl. zu verkaufen. Weiteren
Aufſchluß, ſowie
Einſicht=
nahme der Pläne ꝛc. bei
Hein-
rich Funk, Grafenſtr. 23½,
Telephon 446. (4092ms
Heidelbergerstr. 7
Ecke Riedeselstr., Herrſchaftl.
groß. Bade= u. Ankleidezim., elektr.
Licht, Gas, Erker, Veranda zum
1. Juli oder früher. Näheres da=
(6309ms
ſelbſt 1. Etage.
Rochnerrschattl. Villa
im südl. Stadtteil,
ent-
grosser Garten nebst
reichl. Zubehör, mit
allem Komfort der
Neu-
zeit ausgestattet, evtl.
mit Stallung z. 1. Juli.
Näheres
Verwaltungs-
u. Verwertungs-
Gesell-
schaft für Immobilien
m. b. H., Nieder-
Ram-
städterstr. 14, Tel. 2464.
(6817ms
Wilhelminenstr. 50, part.
herrſchaftl. 6 Zim.=Wohnung nebſt
Zubehör zum 1. April. Näheres
Grafenſtr. 15, I.
(4388ms
Annaſtr. 36, p.
6 Zimmer mit Bad, Gas,
Bal=
kon, Vorgarten, allem
Zube=
hör, event. gerades, geräum.
Fremdenzimmer im
Oberge=
ſchoß zu m 1. April.
Näh. 1. Stock. (1522ms
Landwehrstr. 19½
Ecke Liebigſtraße, ſchöne, große
8 Zimmer=Wohnung mit allem
Zubehör per 1. Juli. (6117ms
Mathildenſtraße 51, I.,
herrſchaftl. 6 Zimmerwohng. mit
elektr. Licht u. Gas, Manſardenz.
II. Etage, enth. 8 Zim. inkl. kompl. u. ſonſtig. Zubehör z. 1. Juli oderz
ſpäter. Zu erfragen dortſelbſt
od. Landwehrſtr. 33. (7137ms
(Künstler-Kolonie)
Veranda, Loggia, elektr. Licht,
Badez. m. Einr., Gartenanteil uſw.;
zum 1. April. Anzuſeh. von vorm.
11—½1 u. nachm. v. 3—5 Uhr.
Näheres parterre, Gg. Möſer I.,
Telephon 1103.
(930ms
Meldelbergerstr. 31 1, I.
herrſchaftl. Wohnung, 6 ſchöne,
tſgroße Zim. mit Bad, Gas, elektr.
Licht und all. Zub., zum 1. Juli.
Näheres 3. Stock 5
(7794ms
Mathildenstr. 10, I.
mit Bad, Gas, elektr. Licht,
Balkon u. all. mod. Zubehör
zum 1. Juli. Näh.
Soder-
straße 70, I. (5752ms
errmen
Grafenſtr. 23, II. St., nächſt der
Rheinſtraße, eleg. 5 Zimmerwohn.,
elektr. Licht, Kochgas, Bad, reichl.
Zubehör, an ruh. Mieter alsbald
(433ms
zu vermieten.
Heinrichſtr. 120, part.
5 Zimmer mit Zubeh., Baderaum,
Veranda, Speiſekammer,
Mädchen=
zimmer, evtl. noch großes Manſ.=
Zim., Gas zum 1. Juli. Näheres
1. Stock. Einzuſ. von 10—12 und
3—5 Uhr täglich.
(7470ms
Eckekies-u. Wienersstr. 74
ſeine ſchöne 5 Zimmer=Wohnung
mit großem Balkon.
(5753ms
Rossdörferstr. 79, II.
Gartenanteil u. all. Zub. z. 1. Juli.A
Näh. Hoffmannſtr. 16, I. (6447ms Näh. Kiesſtraße 84, II. (7143ms
5 od. 6 Zimmer=
Firſtate
wohn. mit all.
Zubeh. u. Gart. z. 1. Juli. Preisſ4 Zim. uſw. zum 1. April. (4096ms
750 Mk. Näh. 1. St. (5761ms
Bessungerstr. 111, I.,
ſchöne 5 Zim.=Wohnung mit Bad, zum 1. Juli.
Veranda, Manſ.=Zim., Gartenant
herrschaftl. 6 Zim.-Wohn. Preis 800 Mk. Näh. Hausbeſitzer=
Verein od. Herdweg 39. (6446ms Wohn. z. 1. April. Näh. K. Koch,
Liebigſtr. 10, 1. St.
ſch. 4 Z.=W. m. Bad, Balkon u. reichl.
Zubehör Näh. nur part. (712ms
Freantſarterstr. 14
leine 4 Zim.=Wohnung z. 1. Juli.
Näheres im Laden. (4914ms
Ludwigshöhstr. 55, II.
große freundl. 4 Zim.=Wohn.
mit Zubehör ſofort. Näheres
Heinrich Funk, Grafenſtr. 23½,
Telefon 446.
(487ms
Rosdrterstrasse
„Nied.-Ramstädterstr. 64, I. 4 Zim.=Wohn. m. Zubeh. z. 1. April.
5 Zim.=Wohn. zu verm. (5754ms Näheres Wendelſtadtſtraße 40
Tel. 163.
(2125ms
ſchöne 4 Z. 5 Z.=Wohn. m. Bad, Veranda, Mauerſtr. 50, III., Wohn. mit
Veranda und all. Zub. z. 1. Juli.
Lichtenbergstr. 26, III.
Obere Liebfrauenſtr. 46, I.
4 Zim.=Wohn., neuzeitl. eingericht.
(Veranda, Gas, Manſ.=Zim. uſw.),
(7471ms
Riedeſelſtr. 72, II., mod. 4 Zim.=
Eliſabethenſtraße 49. (5755ms
Dieburgerstr. 50,II.
ar neuzeitl. 5 Zim.=Wohn. o.
Gegenüber, Bad, Veranda,
Balkon und allem Zubehör.
Näheres part.
(1846ms
mod. 5 Z.=(
Roßdörferſtr. 81, I., W. m. all.
Zub. Grafenſtr. 22, Koch. (7139ms
Rossdörferstr. 75
Uilicestr. 3, I. St.
ſchöne 5 Zim.=Wohn. mit eingericht.
Badezim, Veranda, all. Zubehör
zum 1. April zu verm. Näh. bei
Jochheim, Taunusſtr. 1. (442ms
Lindenhofstr. 35, 2. St.
Friedrichstr. 13, I.
in freier Lage mod. 5 Zim.=Wohn.
Martinstrasse 54
II. u. III. Stock, zusammen
10 Zim. u. reichl. Zubehör,
Bad, elektr. Licht, Balkon,
Veranda, 2200 Mark, zum
1. April. Näh. Heinrich Funk,
Grafenstr. 23½, Tel 446. (425ms
men
lmoderne, geräumige 6 Zimmer=
Wohnung mit Badeeinrichtung,
Fremdenzim., Mädchenz. u. reichl.
Zubeh. per ſofort zu verm. Näh.
daſelbſt und bei Verwaltungs= u.
Verwertungs=Geſellſchaft für
haltend 18 Zimmer, Immobilien m. b. H., Nieder=
Ramſtädterſtraße 14, Tel. 2464,
ſauch Rhönring 113, I. (419ms
(
Künster-
tiftstr. 7, I. Kolonie)
herrſchaftl. ſchöne 6 Zim.=Wohn.
mit all. Komfort u. reichl. Zubeh
(2462ms
baldigſt zu verm.
C
Aheinſtraße 121, I.,
herrſchaftl. 6 Zimmerwohn., m. all.
Komfort der Neuzeit ausgeſtattet,
Verandas, Liſt, Zentralheizung,
Warmwaſſerbereit., Gas, elektr.
Licht, z. 1. Juli. Näh. dortſelbſt
oder 3. Stock.
(7138ms
Martinstr. 60, part.
6 Zimmer, davon 1 Z. Manſarde,
gr. Veranda, Bad, Speiſek., Gas,
AGartenanteil, ver ſofort. Näheres
Heinrichſtr. 58, I.
(421ms
Dieburgerstr. 72, I.
ſchöne 6 Zim.=Wohn. zum 1. April
ſoder lpiter.
(2464ms
mit Bad, Veranda Linoleumbelag,
Gas u. el. Licht. Näh. daſ. . 1. Stock
u. Heidelbergerſtraße 136, II. beiſ
C. Barth.
(448ms
(Haupt=
Stirnweg 16 bahnh.)
neuzeitliche 5 Zimmerwohnung im
(2454ms
2. Stock für ſofort.
Keirschet. 62 P.
5 Zim.=Wohn. m. Veranda, Bad,
Gas, elektr. Licht. Daſelbſt 4 Zim.=
Wohn. im 2. Stock mit 2 Kam.,
Gas u. elektr. Licht. Garten kann
lmitvermietet werden. (2737ms5 Zim.=Wohn. im 1. Stock, mit all.
moderne 5 Zimmer=Wohnung mit
Balkon, Bad. Gas, elektr. Licht,
in dem Schlaſzimmer Waſchtiſch
mit abfließendem Waſſer u. allem
Zubehör zum 1. Juli. (6810ms
Näheres daſelbſt 2. Stock oder
Mathildenplatz 9, 1. Stock.
Martinsstrasse 97, pt.
herrschaftl. 5 Zim.-Wohn.,
darunt. 3 grosse u. 2 kleinere
Zimmer, Veranda, Erker,
Gas, elektr. Licht,
Warm-
wasser- und Etagenheizung
und reichl. Zubehör.
Ein-
zusehen v. 10—5 Uhr. Näh.
im 1. Stock.
(5399ms
Kahlertſtr. 5½
4 Zim.=Wohn. im 2. St. m. Magd=
Au. Bodenkammer u. 1 Zim. i. der
Manſ., Bad m. Einricht. nebſt
Zu=
behör zum 1. April oder ſpäter.
Näh. Kahlertſtr. 7, part., und
Stiftſtraße 19, part. (7790ms
5 Z.=Wohn.
Hochstr. 53, I., mit großer
Veranda n.
dem Gart., elektr. Licht uſw. zu
ver=
mieten. Näh. parterre. (454ms
Schalstr. 12
Zubeh., in welch. ſeit Jahren ein
gutgehendes Etagengeſchäft
be=
ſtrieben wird, evtl. mit Lagerräumen
z. 1. Juli anderw. zu verm. (6811ms
Näh. Roquetteweg 3. Telef. 1416.
part., 5 Zim.=
Hügelſtr. 4 Wohn., ſowie 2
Entreſolz. m. Gas u. elektr. Licht
u. all. Zubeh. z. 1. April. (457ms
Näh. Martinſtr. 14, pt.
Neckarstrasse 6, I.
Herrſchaftswohnung, 7 Zimmer,Roquetteweg 4, pt..
große Diele, Bad, Veranda und
ſonſtiges Zubehör zu vermieten. ſelegante 6 Zimmer=Wohnung mit
(715msreichl. Zubeh., Gas u. elektr. Licht
Näheres parterre.
i
Eichbergstr. 26
wegen Verſetzung des ſeitherigen
Mieters der 1. Stock m. 7—8 Zim.,
Küche Bad, Fremdenzimmer in
der Manſ., Schrank=,
Mädchen=
u. Bügelzim., Gas u. elektr. Licht,
Gartenant. nebſt reichl. Zubehör.
Näh. part. od. bei G. Bernbeck,
Roßdörferſtr. 89, I.
(412ms
Neckarstr. 6, 3. Stock
Herrſchaftswohnung, 7 Zimmer,
Diele, Bad. Veranda, Balkon und
Zubehsr. Näh. daſ. part. (409ms
Ohlystrasse 33
Parterrewohnung, 7 Zimmer, Bad,
2 Verandas, Gas und elektr. Licht,
1 Souterainz, 1 Fremdenzimmer,
2 Kammern ꝛc. z. 1. Juli. Beſicht
v. 11½—1 Uhr und v. 3½—5 Uhr.
Näh. Roquettweg 3. (5397ms
1 Zimmer
Heidelbergerstr. 9½, I.
herrſch. 6 Z.=Mohn. mit Bad, Gas,Stirnweg 26 bahnhof)
el. Licht, Veranda, Erker. (423ms
zum 1. Juli. Näheres
Roquette=
weg 2 parterre.
(491ims
6 Zim.=Wohn. m. neu erbauter,
gedeckter Veranda, Badezim. Atägl. v. 10—12 Uhr.
auf d. Etage, Gas, elektr. Licht
u. Zubeh. Näh. 1. St. 4093ms
Grüner weg 44, I. St.
herrſchaftl. 6 Zim.=Wohn. m. gr.
Diele, geſchl. Veranda nebſt dem
nöt. Zubeh., elektr. Licht,
Zentral=
heiz., Entſtaubungsanl. z. 1. April.
Näh. Grüner Weg 40. (1244ms
Heidelbergerſtr. 77, part., Telephon 2464, auch
Rhön=
kons, evtl. mit 6 Zimmer, Gas u.
elektr. Licht. Näh. 3. Stock. (449ms
Milmannstr. 36, I.
ſſchöne 5 Zim.=Wohn., Bad und
Speiſekammer, Fremdenzim., gr.
Veranda u. Zubeh. z. 1. Juli. Näh.
part. oder Büro, Tel. 291. (4095ms
Liebigstrasse 39, I.,
Saalbaustr. 75, D., Awegen Verſetzung. geräum. 5 Zim.=
Wohn. zum 1. Mai. Einzuſehen
Beckstr. 3, parierre
5 Zimmer=Wohn. m. Bad u. reichl.
Zubeh. z. 1. Juli oder ſpäter. Näh.
Verwaltungs= u. Verwertungs=
Geſellſchaft für Immobilien m.
b. H., Nied.=Ramſtädterſtr. 14,
ſſchöne 5 Zim.=W. m. Bad, 2 Bal=ring 113, 1. Stock. (6812ms
3 Zimmer
(6082ms
Ludwigshöhstr. 1 gutem
in
Hauſe, 5 Zim.=Wohnung mit
Veranda, elektr. Licht,
Warm=
waſſerbereit., Zentralheiz.,
Linoleumbelag, 1. Stock. 950
Mk. pro Jahr. z. 1. April.
Näh. Heinrich Funk,
Grafen=
ſtraße 23½ Tel. 446. (352ms
Heidelbergerstr. 132, I.
Bad, elektr. Licht, Garten, Perfrag. im 1. St.
zum 1. April. 1400 Mk. Näh.
bei Heinrich Funk,
Grafen=
ſtraße 23½ Tel. 446. Beſicht.
von 2—4 Uhr nachm. (2473ms
(am Haubtl
ſchöne 6 Zim.=Wohn. f. ſof. (2465ms
Hoffmannstr. 47, part.
an der Landskronſtr., herr=5 Zimmerw. m. Badez., großer
ſchaftl. 6 Zimmerwohn. mit Veranda u. ſonſt. Zubehör. Zu=
(459ms
ger. 5 Zim.=
2. Stock daſelbſt Mk. 700.
Näh. Heinrich Funk, Grafen=
4 Zimmer=Wohnungen:
Gutenbergſtr. 58, pt.
ſofort oder ſpäter
Rhönring 129, II.
zum 1. April oder früher
Kaupſtr. 54, III.,
zum 1. April oder ſpäter
Lichtenbergſtr. 85, III.,
zum 1. April.
Näheres
Verwaltungs=
u. Verwertungs=Geſellſchaft
für Immobilien m. b. H.,
Nied.=Ramſtädterſtr. 14, I.,
Tel. 2464, auch Rhön=
(1853ms
ring 113, I.
Ludwigsplatz 2
4 Zim.=Wohn. im 2. Stock, 1
Magd=
kam., Trockenb., Waſchk. inkl.
Zen=
ſtralheiz., 730 Mk. z. 1.April. (1235ms
Mählstr. 40, II.
freundl. 4 Zim.=Wohn. (3 Zim. u.
Wohndiele) mit Veranda. Näh.
Hausbeſitzer=Verein u. C. Barth,
Heidelbergerſtr. 136. (6445ms
4 Z.=Wohn.
Mauerſtr. 24, II., mit Gas z.
1. Mai billig zu verm.
ſſelbſt u. Kiesſtr. 84, II.
Näh. da=
(7142ms
Soderstr. 73, part.,
4 Zimmer, Küche, Speiſek. u. all.
Zubeh. Auf Wunſch Garten.
Ein=
zuſ. v. 2—4 Uhr. Näh. 1. St. (1233ms
ſchöne 4 Zim.=
Liebigstr. 38 Wohn. mit
allem Zubeh.
Näh. part. (7792ms
Gutenbergstr. 54, II.
große 4 Zimmer=Wohnung mit
Bad und allem Zubeh. z. 1. Juli.
Näh. im Laden.
(7789ms
leitehegert. 10
völlig neu renovierte, mod.
4 Zimmerwohn. mit großem
Bade= u. Schrankzim.,
Bade=
einrichtung, elektr. Licht nebſt
Zubehr.
(7791ms
1. Stock Mk. 800
2. Stock Mk. 700
3. Stock Mk. 650.
Näh. Hch. Funk,
Grafen=
ſtraße 23½. Telephon 446.
4 Zim.=
Pankratiusstr. 8, II. Wohn.
mit Zubeh. zum 1. Juli. (6085ms
Nächſt dem Ludwigsplatz eine
4 Zim.=Wohn. im 1. St. Daſelbſt
zeine größere Werkſtätte m. Wohn.
Näh. Hausbeſitzer=Verein. (4915ms
Friedrichstr. 40, II.
in meinem Hauſe, gegenüber d. alt.
Bahnhöfen, geräum. 5 Zim.=Wohn
Kasinostr. 16, I. Wohn. mit nebſt Zubeh. z. 1. Juli an ruhigel
Veranda zum 1. April, Mk. 800. Mieter L. Schneider. (1533ms
4 Zim.=W.
Rauerſtr. 24, pt., mit Gas
ſo=
ſtraße 23½, Tel. 446. (717ms Port billig zu verm. Näh. Nr. 26,
Ilim Lad. u. Kiesſtr. 84, II. (7141ms
Friedrichstr. 17, part.
3 Büroräume, 18 Jahre
von Rechtsanwaltbewohnt,
a. f. jed. and. Geſchäft geeig., ab
1. April eventl. auch früher zu
vermieten. Näh. daſ. (2450ms
Kirchstrasse 12,
3 Zim.=Wohn. m. Zubehör. Zu
erfrag. im Laden.
(1238ms
Weinbergſtr. 14 3 Zim.=Wohn.
z. 1. April. Näh. 1. Stock. (6814ms
herr=
Wilhelminenpl. 13, p., ſchaftl.
Wohn., 3gr. Zim., Küche, Mädchen
zim., Gas u. elektr. Licht. Einzuſ.
von 10—12 Uhr vorm. (7472ms
Taunusſtraße 1, I., Nebenbau,
Hohler Weg, 3 Zim.=Wohn. m. Zub.
zum 1. Juli.
(7473ms
Seitenbau I.,
hastraß
3 Zim.=Wohn.
für ſofort.
(4921ms
Rheinſtraße 3 1 Manſ., 3 Zim,
30 Mk. pro Monat, zum 1. April
Näheres im Laden.
(3542ms
Fortſetzung folgende Seite.
[ ← ][ ][ → ]Namhmer 34
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. März 1914.
Seite 21.
3 Zimmer=Wohnungen:
Moosbergſtraße 52
Vorderh., 3. St. l., ſofort.
Schuknechtſtr. 56, I.
zum 1. April od. ſpäter.
Schuknechtſtraße 63
zum 1. April.
Karlſtraße 58, Manſ.
zum 1. April.
Beckerſtr. 25, II.,
zum 1. April.
Näh. Verwaltungs= und
Verwertungs=Geſellſchaftf.
Immobilien m. b. H.,
Nie=
der=Ramſtädterſtr. 14, I.,
auch Rhönring 113, I.,
Telephon 2464. (1544ms
Mathildenplatz 9, Mittelb.
3 Zim.=Wohn. m. Zubehör, 30 Mk.
Näh. Vorderh., 1. Stock. (2738ms
Große Kaplaneigaſſe 60 Ein=
und Zwei=Zimmer=Wohn. ſofort.
Näh. 2. Stock.
(7474ms
Geeräue
Schönes, großes Zimmer nebſt
Doppelkammer an einzelne Dame
oder Herrn in der Manſarde ſof.
Näh. Neue Stiftſtr. 23, II. (*756ms
Wendelstadtstr. 56, II.
3= u. 2 Zim.=Wohn. f. ſof. (2460ms
Moosbergſtraße 53 und 55
ſchöne 3= u. 4 Zim.=Wohn., 1. Stck.
Preis 450 u. 500 Mark. Näheres
Nr. 53, parterre.
(3541ms
Wendelſtadtſtr. 30, Stbau.
3 Zimmer=Wohn. zu vm. (7144ms
Gutanbergſtrae 52
Frankensteinstr. 62
hochpart., 3—4 Zimmerwohn. mit
Badeeinrichtung und Zubeh., weg.
Verſetzung ſofort. Näh. H. Funk,
Grafenſtr. 23½. Tel. 446. (7793ms
Im Mittelpunkt der Stadt,
Seitenb., 1. Stock, geräum. 3 Zim.=
Wohn. Preis 270 Mk. Näh. Ried=
(7795ms
ingerſtr. 33, II.
Zimmer
Nieder-Ramstädterstr. 5
Seitenbau, Manſ.=Wohn. an einz.
Perſon. Pro Monat 12 Mk. (7797ms
Näh. H. Funk, Grafenſtr. 23½
Heidelbergerstr. 127, part.
2 Zweizimmerw. für ſof. 2461ms
Wendelſtadtſtraße 40
Manſ.=Wohn. v. 2groß. Zim. u. groß
Küche an kinderl. Leuteſof. (6090ms
Waldſtr. 23, Hinterh., 2 Zim.=
Wohn. m. Kam. z. 1. Apr. (7146ms
2 Zimmer=Wohnungen:
Sandbergſtraße 45,
2. Stock, ſofort.
Näher. Verwaltungs= und
Verwertungs=Geſellſchaft
für Immobilien m. b. H.,
Nieder=Ramſtädterſtr. 14,
1. St., auch Rhönring 113,
1. St., Tel. 2464. (1545ms
LandgrafPhil.=Anlage24)
Erdgeſchoß f. Geſchäftszim. oder Grafenſtr. 25
Wendelstadtstr. 56
Laden zu vm. f. ſof. (2451ms
Lager f. ſofort.
(2449ms
Mod. helle Fabrikräume
im 2. u. 3. Stock, ca. 600 qm
groß, mit elektr. Einrichtung
und Zentralheizung, Aufzug,
ger. hellen Kellern im ſüdöſtl.
Stadtteil für ſaub. Gewerbe
oder Lagergeſchäft alsbald zu
vermiet. Näh. Heinrich Funk,
Grafenſtr. 23½, Tel. 446. (522ms
groß. geräum. Laden mit
groß. Keller und Magazin
z. 1. April. Näh. 1. St. (527ms
Heidelbergerstr. 44
ſchöner geräumiger Laden, mit
ſſoder ohne Wohnung, alsbald zu
vm. Näh. M. Hock daſ. (2453ms
frdl. Manſ.=
Sandbergstr. 46 Wohn. per
Hauptbahn=
ſofort, pro Monat 14 M. (512ms
Stirnweg 12,
hof,
Heinrichſtr. 106, pt., einzelnes
Zimmer mit eigenem Eingang
(3545ms
zu vermieten.
part., gr. freundl.
Ahaſtraße 20, 2 Zimmerwohn.
z. 1. April. Pro Mon. 25.50 Mk.
Näh. bei Eisenmann, Ahaſtr. 22, II.,
und Heinrich Funk, Grafenſtr. 23½,
Telephon 446.
(7147ms
Große Ochſengaſſe 14, I.,
ſchöne, gr. 2 Zim.=Wohn. ſof.
Näh. Wirtſchaft. (519ms
Manſ.=
Pankratusſtr. 26½, Wohn.
3 Zimmerw. z. 1. Juli. (7145mslvon 2 Zim. u. Küche. (6815ms
Unentgeltlicher Wohnungsnachweis u. nähere Auskunft
Tereh
Laden f. ſof. zu verm. (2452ms
In der (529ms
Rheinstrasse
grosser Laden
mit 330 qm Bodenfl., Büro,
Keller uſw. ſofort unter den
denkbar günſtigſten Beding.
Gefl. Off. unter J 80 an
die Exped. d. Bl. erbeten.
Blumenthalstrasse 47 ſoder Werkſtätte. Breite Torfahrt.
1. St., 2 Zim.=Wohn. für ſof. (2447ms Näh. 1. Stock v. 10—3 Uhr. (4659ms bergerſtr. 136, 2. Stock. (7798ms
Schlossgasse 12
über Preis uſw. in der Geſchäftsſtelle Wilhelminenstr. 19, 1. St., zu erfragen.
Geräumiger
Laden
in
prima Goscnd!
Näh. Hausbes.-Ver.
(6816ms
Ueberdeckte Halle
zu vermieten. Näheres
Kranich=
ſteinerſtraße 11.
(6081ms
Sandbergſtr. 59
große, helle Remiſe als Lagerraum
Laden mit Wohnung zum 1. April. Näh. Hinterh., 1. Stock, u. Heidel=
Weiblich
in Buchführung,
Fräulein Stenopraphie u.
Maſchinenſchreiben, ſowie in allen
Kontorarbeiten bewandert, ſucht125 Jahre alt, firm in dopp. u. amerik.
alsbald Stellung. Offerten unter
U 57 an die Exped. ds. Bl. (6934a
III 1.
mit guten Zeugniſſen, Erfahrung
im Haushalt (Kochen,
Weißzeug=
nähen, Flicken, Bügeln), wünſcht
paſſende Stellung für vor= oder
nachmittags, geht auch zu älterer
Dame als Geſellſchafterin. Näh.
Eberſtadt, Luiſenſtr. 7, I. (7454sm
Junges Fräutein aus guter
Familie, im Nähen u. Kochen
be=
wandert, ſucht Stelle als Stütze
od. zu Kindern b. Familienanſchl.
Off. u. W 89 a. d. Exp. (*7856im
Junge Frau ſucht Heimarbeit
im Sticken oder Nähen. Gefl.
Offerten unter A 21 an die
Exp. d. Bl.
7980
Gebildetes Fräulein
27 J., franz. ſpr., muſik., Kindererz.
perf., vorz. Zeugn., ſucht paſſende
Nachmittagsbeſchäftigung zu
Kin=
dern oder Dame. Bitte Anfragen
unter W90 an die Exped. (7654imd
Gut empf. Frau ſucht Laufdienſt
f. 2 Std. gleich o. 1. April. Zu erfr.
Fr. Germann, Hofmannſtr. 16. (*8061
Saub. ehrl. Mädch g.Waſch u. P., .
a. Laufd. an. Kirſchenallee 7, b. Stork(*
Unabh. ſ.e. Frau ſ. Waſch. u. Putz.,n.
a. Laufd. an. Kirſchenallee 7, b. Stork. (*
Jg. Frau ſ. Waſch. u. Putz., halbe
Tage od. abends Laden z. putzen.
Fr. Stein, Schloßgaſſe 12, II. (*8090
Unabh. Frau ſucht Laufdienſt.
Weinbergſtr. 6 b, Manſ. *8060
Jg. nächen ſ. morg. u. nachmitt.
2—3 Std. Laufdienſt. (*8084
Kranichſteinerſtr. 7, Seitenb. II.
Witwe
durchaus erfahren in allen Zweigen
des Haushaltes, ſucht Stellung
bei einzelner Dame oder Herr,
auch zu 2 Leuten. Es wird mehr
auf gute Behandlung wie auf Lohn
geſehen. Offerten unter A 69 an
die Expedition.
(*8093mf
Junge Frau ſucht Laufdienſt.
Näh. Kiesſtr. 26, Hth., part. (*8039
Junge, unabhängige Frau geht
(*8028
waſchen und pützen
Lauteſchlägerſtraße 32.
Jung., anſt., fleiß. Mädch. ſucht
Stelle v. morg. b. nach d. Spülen,
geht auch ganze od. halbe Tage zu
Kind. Eintritt ſofort. (B7799
Weinber gſtraße 45, III. links.
Junges, beſſeres Mädchen,
perf. i. Kochen u. a. Hausarb., m.
langj. Zeugn., ſ. St. als Haushälterin
in frauenloſem Haushalt.
*8001) Heidelbergerſtr. 38, I.
Ja. Frau ſ. Laufſt., morg. 2 St.,
beſſ. H., mögl. Martinsv. Off.
(*7959
u. A 29 an die Exp.
Männlich
Jung. Hochbautechnikermit guten Zeugniſſen ſucht Stel=
lung. Offerten unter A 54 an
die Expedition ds. Bl. (*8068 Kaufmann
Buchführ., ſämtl. Kontorarb., ſehr
gut bewandert in Nachkalkulation,
mod. Statiſt., Stenogr. u. Schreibm.,
ſucht dauernde Stellung. Gefl. Off.
u. W7 an die Exp. d. Bl. (*7568sms geſt. auf erſtklaſſ.
Gärtner, Zeugn. u. Emp=
fehlung, ſucht Stellung. Off. u. Für Sohn aus guter Familie
wird Lehrſtelle auf kaufmänn.
Büro geſucht. Offerten u. A 60
an die Expedition. (7804mdf Karlſtraße 52. Lehrstelle
ſucht braver ordentlicher Junge
für Kontor und Laden. Koſt und
Off. u. A 64 a. d. Exp. (*7928md welcher höhere
Intell. Junge, Lehranſt. beſucht,
ſucht auf Anwalts= od. kaufm. Büro
Lehrſtelle. Offerten unter A 38 SKAMAL Welblich branchekundige (I,7741
Verkäuferinnen
als Filialleiterinnen für neue Fili=
alen, nicht unter 25 Jahren, ledig,
bei gut. Gehalt für dauernde Stell. welches auch Liebe zu Kindern
Norddentsches Chocoladenhaus
G. m. b. H., Magdeburg I.Inſelſtraße 19, part. Kontoristin
Eintritt geſucht. Herzberger & Garantiert dauernd gutlohn.
Beimarben
erhält jede Dame durchkleichte Hand=
arbeit; die Arbeit wird nach jedem
Orte vergeben. Näh. durch Proſpekt
mit fertig. Muſter gegen Einſend.
von 40 Pf. in Mark. beiRosa Gebhardt,oder Stütze in kl. Haushalt gegen
Scheidegg i. Allgäu.
(I.7404 Tüchtige Einlegerin ſofort ge=
ſucht. J. Ph. Leuthner, Ernſt=
Ludwigsplatz 2.
(7638im ſucht (*7619som für den ganzen Tag
Mädchenl zum Austragen von
Paketen und Reinemachen ſofort
geſucht.
(7828md
J. Ph. Leuthner, Hofpapierhdlg.,
Ernſt=Ludwigsplatz 2. Frauen und Mädchen
finden dauernde u. lohnende Be=
(*8044msm
ſchäftigung.
J. Schönberg, Sortieranſtalt,
Pallaswieſenſtraße 98.
Zuverläſſ. Gartenarbeiter ſucht
Arbeit, auch einz. Tage. Näheres
iebfrauenſtr. 93 im Lad. (*7353mf
Lauffrau oder=Mädchen
täglich eine Stunde vormittags
geſucht.
(7737
Roßdärferſtraße 11, II, rechts.
welches Oſtern die Schule verläßt,
gegen ſofortige Vergütung geſucht.
A. Anton, Eliſabethenſtr. 1.
Küchen=Magazin, Glas und
Porzellan. 7491a Tuchtige, jung. Kochin
welche etwas Hausarbeit mit über=
nimmt und
(Fr7648
gewandt. Hausmädchen
zum 1. April geſucht. — Off. mit
Anſpr., Zeugn.=Abſchr. unt. N. 115
A 42 an die Exped. (*80271an D. Frenz, G. m. b. H., Wiesbaden. Ein ſchul=
entlaſſenes Mädchen
vom Lande zu Kindern geſucht.
(B7665 Ordentl. Dienſtm. v. Lande z.
1. April geſ Kl. Ochſengaſſe 4. (*7918im Wohnung im Hauſe erwünſcht. Frau für den ganzen Tag geſucht
Hochſtraße 26, I. (*7913im Suche Köchinnen, Haus=u. Allein=
mädch. in g. Privat=u. Geſchäftsh., 1
Herrſchaftsdiener f. hier. Johannette
Weissmantel, gewerbsmäßige Stel=
an die Expedition ds. Bl. (*8014lenvermittlerin, Karlſtraße 30,
Telephon 1909.
(*7926im Tüchtiges, gewandtes Mädchen
zum ſofortigen Eintritt geſucht
Schloßgartenſtr. 69, part. (6418a Junge ſaub. Lauffrau für drei
Wir ſuchen durchaus erſtlaſige, Nachmittage mn der Woche geſucht.
Nieder=Ramſtädterſtr. 11, pt. (7819 Junges williges
MASchf!
hat (am liebſten vom Lande), bei
hohem Lohn per 1. April geſucht.
(7834 Ordentl., fleiß. Mädchen
bei gutem Lohn für leichte Arbeit
tüchtig u. gewiſſenhaft, zum bald. geſucht. Näh. Exp. d. Bl. (7762md Ein ält. Herr ſucht zum 1. Mai
Weger, Buchhandlung, Karlſtr. 3. ein durchaus zuverläſſiges, älteres wird ältere unabh. Frau tagsüb.
geſetztes Mädchen
zur alleinigen Führung ſeines ſtadt, Sterngaſſe 15. (7733md
Hausſtandes. Lohn monatlich
30 Mk. Anerbietungen unt. A 45
an die Exped. d. Bl. (B7780 Besseres Alleinmädchen
hohen Lohn geſucht. (7738imd
Frau Hauptmann Becker
Kiesſtraße 124. Papierarbellellll c. w. Leske. 38098) Sandbergſtr. 69, part.Gehaltsanſpr. u. U 7 Exp. (6782a Ordentl. Mädchen für Haus=
arbeit in kleine Penſion z. 1. April 5—10 M. zu verd. Poſtk. genügt.
geſucht. Landwehrſtr. 6. (*8083md Köchinnen, Hausmädchen,
Süche Alleinmädchen, welche koch.
können, in großer Anzahl, für hier
u. auswärts. Frau Minna Dingeldein,
gewerbsmäßige Stellenvermittlerin
Eliſabethenſtr. 5, Teleph. 531. (*8092 geſucht. Mahr und Markwort, 18—25
Geſ. Landw.=Mädch., J.
1 J., b. 300 Mk. Geh., ſofort. F.für Eiſenbetonbau, für ſtändige
Klos, Rödgen, Kr. Gießen. (*8032ms
Suche auf 1. April ein
Mäd=
chen od. ſaub. unabhäng. Frau f.
den Nachmittag von 2—7 Uhr.
Eckhardtſtr. 21, 2. St. r.
(*7955
Unpartelischer Arbeitsnachweis Darmstaft.
Grafenſtraße 30, part. (Tile=
1. Gewerbliche Abteilung, phon Nr. 371). —
Geſchäfts=
ſtunden von 8—12½ Uhr und von 2½—6 Uhr.
Allgemeiner unentgeltlicher Nachweis für Arbeitgeber
und Arbeitnehmer.
Waldſtraße 6, Zimmer Nr. 6
2. Dienſtboten=Abteilung, (Telephon Nr. 371).—
Geſchäfts=
ſtunden von 9—12 Uhr und von 3—6 Uhr.
(2431a
Von den Herrſchaften wird eine Einſchreibgebühr von
20 Pfg. und eine Vermittlungsgebühr von 1 Mk. erhoben.
Für Dienſtboten iſt die Benutzung der Abteilung koſtenlos.
Zentralanſtalt für Arbeits= und Wohnungsnachweis.
Arbeiterinnen
für Konfektions=Aenderſtube ſucht in dauernde Stellung
Theodor Schwab
7714md)
Ordentliches Mädchen oder! Jung, ſaub. Mädch. für vorm.geſucht Emilſtr. 9, part. (*8030 Pihſran
zum Reinigen eines Büros per
1. April geſucht.
Vorzuſtellen
7735)
Waldſtraße 15, part. tägl. 3 Stun=
Laufmädchen den geſucht
*7974) Bismarckſtraße 42, II. Saub., brav. Mädchen für kl.
guten Haushalt nach Langen
geſucht. Zu erfragen bis 3 Uhr
nachm. Martinſtr. 29, II. (*7968 für tagsüb.
Ein Mädchen
geſucht
Gutenbergſtr. 39, I.
(*8062 Unabhäng. Mädchen od. Frau
für Vormittag geſucht.
(*7960
Mathildenſtraße 33, I. Fleiß. Mädchen ſof. geſucht.
*7962)
Schloßgartenſtr. 55, II. Nettes Servier=Fräulein ge=
(*7992
ſucht. Mauerſtraße 6. Gesucht
zu einem 2 jährigen Jungen
Näheres Griesheim b. Darm= Männlich Dadfahrer
für eine größere auswärtige Bau=
ausführung zum mögl. ſofortigen
Eintritt geſucht. Nur ſolche mit
rdentl. Laufmädchen f. täglich beſten Zeugn. u. praktiſchen Erfahr.
vorm. v. 8—10 Uhr geſucht. finden Berückſichtigung. Off. mit u. mehr im Hauſe tägl.
Rich. Hinrichs, Hamburg 15. (7053a Zum ſofortigen Eintritt ein tücht.,
energiſcher
Bauführer
Architekten, Kaſinoſtr. 8. (7672imd
Tüchtiger Statiker, hauptſächlich
Nebenbeſchäftigung geſucht. Off.
unt. A 3 an die Exp. (*7875im
8 Sichere Eriſten 5
mit jährl. Eink. bis evtl.
Mark u. mehr findet ſtreb=
6000 ſamer Herr od. Dame als
einer Verſandſtelle.
Filialleiter Paſſend für
jeder=
mann in Stadt od. Land. Kapital,
Kenntniſſe, Laden nicht erforderl.
Auch ohne Aufgabe des Berufs. Als
Nebenerwerb2—3 Std. tägl. Streng
reelle Sache. Auskunft koſtenfrei
durch S. 51 Daube & Co.,
Dresden. (III
Bedeut. Viehverſich. ſucht e. bei
Landwirten
bei mtl.
eingeführte Reiſekraft 150 Mk.
Salär u. Tant. Radf. bevorz. Off.
„G. R.‟, Leipzig-Vo. 18. V. (I,7742
Chaufear-Schule
Bingen a. Rh.
unter direkt. Staatsaufsicht.
Eintr. tägl. Stellennachweis.
Prospekte frei. (I,5200
Tücht. Tapeziergehilfen ſucht
F.Albert, Wilhelminenſtr. 35. (7540ims
Junger Schuhmacher geſucht
Karlſtraße 25, II. (*7901im
Junger Friseurgehilfe
per 1. April geſucht. (7399sms
Julius Mohr, Friſeur, Bensheim.
Suche ſofort einen tüchtigen
Geometergehulſen
auf kurze Zeit.
(7736
Möbus,
Großh. Geometer II. Kl.
Trebur, Kleine Grabengaſſe 3.
Tapezier-Gehilfen
flotte Kleber,
ſofort geſucht. Friedrich Eigenbrodt,
Herdweg 18. (B7776
täglich zu verdienen
2—10 Mk. Proſp. frei. Adressen.
verlag Joh. H. Schultz, Cöln 174. (II, 6296
Tüchtige ſelbſtändige
Beizer u. Polierer
eſucht.
(7836
J. Glückert
Hofmöbelfabrik.
Ehrlicher ſauberer. Hausburſche
geſucht, nicht über 17 Jahre,
Rad=
fahren erwünſcht Jacob
Hugen=
ſchütz, Langgaſſe 51. (7713md
Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. Marz 1914.
Nummer 34.
Wir ſuchen zum ſofortigen Eintritt für die
ausſchließ=
liche Bearbeitung des Platzes Darmſtadt und nähere Um=
(7715
gebung einen
Inſpektor
gegen Fixum und ſehr hohe Abſchlußproviſion.
Nichtfach=
mann (penſ. Beamter uſw.) wird durch einen Beamten der
Anſtalt — ohne Proviſionseinbuße — eingearbeitet und
dauernd im Geſchäft unterſtützt. Nur ſchriftliche Offerten
einzureichen an die Generalvertretung der Allgemeinen
Rentenanſtalt zu Stuttgart in Darmſtadt, Zimmerſtr. 3.
Schuhmachergehilfe geſucht.
J. Lotz, Saalbauſtr. 38. (*8075
geſucht Becker=
Anſtreicher ſtraße 30, p. (*8055
Kufscher
ſtadtkundig, ged. Kavall., ſof. geſucht
R. Reimann, Hügelſtr. 85. (7659imd
Suche für erſtes Herrſchaftshaus
nach Mannheim auf 1. April
2 gutempfohlene perfekte
Herrschaftsdiener
Off. mit Zeugnisabſchriften, Bild
u. Größenangabe u. V 87 an die
Expedition d. Bl. einſenden. (7330a
Rein=
liche Jungen u. Mädchens
im Alter v. 14—16 Jahr. per ſof.
ge=
ſucht. Näheres bei Wehner & Pahr,
Schokol.=Fabrik, Holzhofallee 1.
Tücht. Hausburſche ſof. geſ.
Näh. Frankfurterſtr. 6. (*8082
Juhrknecht
geſucht. (*7985md
Kiesſtraße 13.
Tapezierlehrling
mit gut. Schulzeugn. geſucht Carl
Herber, Wilhelminenſtr. 10. (6485a
Sohn acht=
Konditorlehrling. barer Elt.
findet unter günſtigen Bedingung.
zu Oſtern gute Lehrſtelle. Näh.
Konditorei Gg. Schwarz, Lud=
(*7767gms
wigsplatz 4.
Lehriine
—
geſucht. Vergütung wird gewährt.
A. Anton, Eliſabethenſtr. 1,
Küchen=Magazin, Glas u. Porzellan
Gartnerleheling
geſucht.
C. Völker, Hügelſtraße 89. (7599a
Zwei
kräftige Lehrlinge
für unſere Meſſingglaſerei nehmen
an Rast & Co., G. m. b. H.,
Aliceſtraße 5.
(7277a.
ſuck
(7662a
Lehrling Glaſerei Mahr.
Roßdörferſtraße 19.
Intenl. Eeht
gegen Vergütung geſucht.
*846ims
Photogr. Aug. Schäfer
Ludwigsplatz 6.
ſucht
Friseurlehrling A. panlel,
Ludwigsplatz 8.
(*7887im
Einen Lehrling ſucht Adolf
Thienemann, Gürtler u.
Metall=
gießer, Eliſabethenſtr. 61. (*8069
Lehrling geſucht
uuch für Büro, Radfahrer bevorzugt.
Peter Karn, Steinmetzgeſchäft
Friedrichſtr. 11. (*8021
Lehrling geſucht
W. Darmſtädter, Maler= u.
Weiß=
bindermeiſter, Riegerplatz 8. (*7976md
Studentenkorp. ſ. geeig. Kneipr.
ſof. z. miet., a. ganze Etage. Off.
(68413
u. U 12 an die Exp.
Haus
zum Alleinbewohnen
mit Garten, etwa 5—7 Zimmer in
Darmſtadt oder deſſen nächſter
Nähe zu mieten oder zu kaufen
geſucht. Offerten unter V 55 an
die Exped. erbeten. (7211dgm
Ruhige Familie
ſucht für 1. Juli oder 1. Oktober
neuzeitlich eingerichtete 5—6 Zim.=
Wohnung mit reichlichem Zubeh.
zu 1200 Mk. Südöſtliche Lage
be=
vorzugt. Offerten unter V 72 an
die Exp. ds. Bl.
17dsm
Für den Sommer
wird in der Bergſtraße (Auerbach,
Seeheim, Jugenheim) eine
möb=
blierte herrſchaftliche 5—6 Zim.=
Villa mit allem Zubehör geſucht.
Offerten unter A 58 an die
Exped. ds. Bl.
(*8058mds
Kinderloſes,
ruhiges En
Pauf
ſucht für 1. Juli d. Js. geräum.
euzeitlich hergerichtete 4Zimmer=
Wohnung in beſſerem Hauſe.
Offerten unter A 52 an die
Ex=
pedition ds. Bl.
(*8033ms
Stille kleine Familie
ſucht billige 4 Zimmerwohnung
ev. Manſ. in gut. Hauſe per 1. Juli.
Off. unter A 43 an die Exp. (*8025
Wart.=Wohn., 4 Zim., zu miet.
geſucht im Zentrum. Offert.
unt. A 10 an die Exp. (*7893im
Zinzelne Dame ſucht ruhige
4 Zimmerwohnung mit Bad
u. Veranda im Preiſe von 700 Mk.
für Juli oder Oktober. Offerten
u. W3 a. d. Expedition. (*7549sm
Daufmann ſucht per 1. April
S.
modern möbl. Zimmer
mögl. mit Gas bei kleiner beſſerer
Familie in der Nähe des „
Darm=
ſtädter Tagblatts” im Preiſe bis
30 Mk. Offerten mit Preis unter
A 25 an die Exp.
(*7967
Möbl. Zimmer
mit Gas od. elektr. L. u. mögl.
Telephon auf 8wöchentl. Uebung
von Offizier, Nähe Train=Kaſerne,
per 1. April
(II,7755
geſucht.
Offerten mit Preis unter
J. 14665 an Haaſenſtein &
Vogler, A.=G., Frankfurt a. M.
elt. Ehepaar w. 3 Zim.=Wohn.
Nähe Niederramſtädter=,
Roß=
hörfer=, Wieners= od. Soderſtr., kann
Hausverwalt. mit übern. werden.
Off. u. A 49 an die Exp. (*8040
Suche ſchöne 3 Zim.=Wohn.
per 1. od. 15. April in ruh. Hauſe
event. mit Gartenant. in ſüdweſtl.
bis weſtl. Stadtlage zu mäß. Preis.
Off. m. Pr. u. A 56 a. d. Exp. (*8064
Hofbeamter
(junges Ehepaar ſucht 3—4
Zimmerwohnung z. 1. Juli
in ſaub. Hauſe. Mögl. 3. St.
(Veranda). Off. m. Preisang.
Schöne 3 Zimmerwohnung mit
Bad für einzelne Dame in
der Nähe der Wilhelminenſtraße
bis 1. Juli geſucht.
Offerten unter A 53 an die
Expedition d. Bl.
(*8073ms
event.
Eingroß., auch zweimittlere
ineinandergehende
(*7906ims
Zimmer
im Zentrum der Stadt zu
Büro=
zwecken zu mieten geſucht. Offert.
unter A 11 an die Exp. erbeten.
Jg. Bangewerkſchüler
ſucht für 1. April Wohnung und
volle Penſion, oder möbl. helles
Zimmer m. Frühſtück. Angebote
mit Preis u. A 46 a. d. Exp. (7756
Für 1. event. 15. April
Wohn= u. Schlafzimmer (
Schreib=
tiſch) im öſtlichen Stadtteil von
Referendar geſucht. Offerten unt.
A 24 an die Exp. ds. Bl. (*7971
Privatbeamter ſucht ungeniert.
möbl. Zimmer od. 2 kl. (event.
volle Penſion), wo gute Gelegenh.
geboten iſt zum Radunterſtellen.
Alleinmieter bevorzugt. Offert.
unter A 55 an die Exp. (*8067
ut möbliertes Zimmer (Gas,
Schreibtiſch) in der Nähe der
Heinrichſtr., Hochſtr., Grüner Weg
von Akademiker geſucht. Off. mit
Preisangabe unt. A 57 umgehend
an die Exped. ds. Bl. (*8063
Peamter ſucht (nur für Monat
April) möbl. Zimmer mit
Früh=
ſtück. Angeb. mit Preisang. u. A 30
n die Expedition ds. Bl. (*8013
Ein ruſſ. Ehevaar ſucht 2—3
möblierte Zimmer. Offerten
mit Preisangabe unter A 68 an
die Expedition ds. Blattes. (*8096
Gut möbl. ſaub. Zimmer
für beſſ. Herrn auf 2—3 Wochen
ſofort geſucht. Offerten u. A 47
an die Expedition.
(7759imd
Saufmann ſucht in ruhigem
Hauſe gut möbl. Zimmer
mit Kachel= oder Dauerbrandofen
(möglichſt in der Nähe der alten
Bahnhöfe). Offerten mit Preis
unter A 48 an die Expedition d.
Bl. erbeten.
(7760
Gut möbl. Zimmer mit voller=
Penſion in gutem Hauſe zum
1. April geſucht. Angebote mit
Preis unter W 97 an die
Ex=
pedition ds. Bl.
(7637im
möbl. Zimmer
Geſucht von einzel. Herrn
(30—35 Mk. m. Fr.) zum 1. April
in der Nähe der Bismarckſtraße
Anerbietungen unter A 41 an
die Geſchäftsſtelle.
(*8017
Eigene Fabrikation!
Billige Preise
— für
Garamen
Leinen- u. Rips-Dekorationen
7.50 Mk. 16.50 bis 35.— Mk.
Tüll-Gardinen, reiche Auswahl
von 4.— Mk. an. Vorzügl. Ware.
Tüllstores f. extrabreite Fenster
Allovernets auch mit licht- u.
waschechten farbigen Effekten,
elfenbeinfarb.,
doppel-
breite Ware . . von 90 an.
Benützen Sie
die hierdurch
ge-
botenen Vorteile
Hess. Gardinen- und Stickerei-Manufaktur
HENRI PORTUNE, Darmstadt
Bleichstraße 1 G.m.b. H.
Telephon Nr. 1615
5913a
Große Fabrikräume mit Dampf= und elektr. Aulagen,
ſowie Werkſtätten, Kellereien, Stallungen u. Lagerplätze
in der früheren Diehl’ſchen Brauerei, Dieburgerſtraße,
ſofort zu vermieten. Näheres durch das beauftragte
(823a) Immobilienbüro B. Baer, Tel. 1145.
PenſtionierterBeamter, mitkleiner
Familie, ſucht zum 1. Juli ſchöne
4Zimmer=Wohnung mit Bad und
reichlich. Zubehör. Angebote unter
W35 an die Exp. erbet. (*7632sm
geſucht zum 3. April 2 möbliert.
Zimmer mit Bad f. läng. Zeit.
Off. unt. A 66 an die Expedition.
Beſichtigung 1. u. 2. April. (7824df
der Hochſchule ſucht Penſion
ab Semeſter=Anfang.
Ausführ=
liche Angebote an F. Silber,
Mainz, Kaiſerſtr. 98, IV. (7739
ſucht Penſion event.
Schüler per 1. April. Offert.
unt. A 28 an die Exp. (*7961mdf
Imerien
Ein in tadelloſem Zuſtande befindl.
6 Zimmer-Haue
in feinſter Lage der Stadt, direkt
vom Beſitzer zu verkaufen. Geringe
Anzahlung und billigen Zinsfuß.
Sehr gute, ſolide Kapitalanlage.
Offerten unter V 79 an die
Expedition ds. Bl.
(*7447sm
Gemren
Heinrichstrasse 105
elegante 6 Zimmer-Wohnung
(hochpart.) mit reichl. Zubehör,
Bad, Fremden=, Mädchenzimmer
u. Garten iſt per ſofort od. ſpäter
zu vermieten. Näh. daſelbſt od.
im Laden Rheinſtr. 33, Lotterie=
Einnahme. Pr. 1200 M. (7830ms
Lehrling
mit hübſch. Handſchr. u. guter
Schulbild. für das Kont. einer
Kohlenhandlung auf Oſtern
geſucht. Steigende monatl.
Ver=
gütung. Schriftl. Offert. unt.
A 63 an die Exped. (*8065msm
Lehrling
ſucht
(7734mdf
Georg Roth Nachf.
Inh. Philipp Kolb.
eine Wohnung ver=
Wer mieten will, wer eine
Wohnung ſucht, wer ein möbl.
Zimmer vermieten will, wer ein
möbl. Zimmer ſucht, wende ſich an
Wohnungs-Nachweis
Lauteſchlägerſtr. 7, I. (*8094
Täf
Beamtenfamilie (3 Perſ.)
ſuchen ſchöne 3—4 Zim.=Wohn. per
1. Juli i. Johannesviertel. Offerten
hit Preis u. U 96 Exped. (7119a
Oeen
Megerätft
KEI
Neue Schwanenſtr. 72, II., fein
möbl. Zimmer zu verm. (*8081mds
Kiesſtr. 47, II., ſchön möbl.
Zimmer, eventl. mit Penſion, per
1. April zu vermieten. (*7822a
Rheinſtraße 20, II., möbliertes
Wohn= und Schlafzimmer zu
vermieten.
(*8072ms
Eliſabethenſtr. 61, 1. St. l., ein
groß. möbl. Zimmer zu vm. (*8071
Kiesstr. 66, II.
2 kl. möblierte Zimmer (Wohn= u.
Schlaf=z.) mit Schreibtiſch u. Gas
ſofort zu vermieten.
(7831ms
Rehtung:. Aehtang!
Prima la schnittfeste hellrote
Salami
nach Ital. Art. Beste haltbare
Winterware, pikant i. Geschmack!
Aus feinstem untersuchtem Roß-,
Rind- u. Schweinefl. à Pfd. 110 Pf.,
desgleichen schöne schnittfeste
Knackwurst (polnische), geräuch.
Zungenwurst in Schweinsblasen.
Feinste pikante weiche Mettwurst,
Göttinger Art, per Pfd. 70 Pfg. ab
hier. — Jeder Versuch führt zur
dauernden Nachbestellung. Viele
Anerk. Vers. nur geg. Nachn. (166a
A. Schindler, Wurstfabrik,
Chemnitz, Sachsen 32.
Gelegenheitskauf
für Damen.
Bunte
Perltaſchen
eizende antike Muſter, zu
außer=
gewöhnlich billigen Preiſen
6685a) Eliſabethenſtr. 5, 1. St.
warfenkles
ſchöner, goldgelber, empfiehlt
Kies=Induſtrie
Inh. L. Enes, Beſſungerſtr. 66. (B7954
ſchw. Röcke u.
Gehrockanzüge, Bluſ., Frühl.=
Ueberzieher billig abzug. (7365a
Ballonplatz 10, part.
Prima Brot
Vorzügliche Brötchen
empfiehlt (7394a
Ph. Steinmetz
Brot- und Feinbäckerei,
Gutenbergstrasse 54.
Tannaananannnanunuah
Jeden Mittwoch Abend
Deli-
nkate Karlokfel-
Pranntachen!
Reform-Restaurant
Alexanderstrasse 4, 1. Stock.
(200)
I
Seite 23.
Fankurter Karsbericht Ve 2. Aarz 1914.
Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. (Darmstädter Bank.)
Z
Staatspapiere.
Dt. Reichsschatzanw.
Dt. Reichsanleihe p. 1918.
98,90
do. . . . . p. 1925
98,85
do. . . . . .
86,20
do. . .
77,80
Preußische Schatzanw.
99,90
Staffelanleihe.
90,40
Consols ..
86,15
de. . . . . . . .
7760
Badische Staats-Anleihe. 4 96.50
do. v. 92/94
3½ 89.50
do, .
3
Baverische Ablös.-Rente.
97,00
E.-B.-Anl. kdb. ab 1906 4 97,05
do. unkdb. p. 1918
4 97.10
do. unkdb. p. 1920
97,05
E.-B.- u. Allgem. Anl.
unkäb. p. 1900
4 97,20
do. Anleihe .
3½ 84,70
6o.
315,40
Hamburger Staats-Anl.
96.80
do. v. 188794
88,20
do.
79,80
Hessische Staats-Anleihe
97,20
do. unkdb. p. 1921 .
97,20
3o. . . . . . . .
.. .3½ 84.50
do. . . . . . . . . . . . . . 3 74,20
Sächsische Staats-Rente) 3 77,60
Württembg. Staats-Anl.
(unkdb. p. 1921). . . . 4 98,00
do. v. 79/80 . . . . . . .3½
do. . . .
. . . . . . . 3 76,50
Bulgarische Eld.-Anl. . . 5
Griech. Anl. v. 1890 . . . . 1,6) 54,80
do. v. 1887 Monopoll1¾/ 51,50
Italienische Rente. . 31,
Osterr. Staats-R. v. 1913 ℳ4½ 91,80
do. Silber-Rente . . . .4½
do. Papier-Rente . . .4½ 87,40
do. Gold-Rente . . . . . 4 87,85
do. einheitl. Rente . . 4 82,55
Portug. Tab-Anl. 1891 . .4½ 96,80
do. inn. amort. 1905 . .4½
do. unif. Serie I
6175
do.
III.
64,60
do. Spezial Titel. ..
945
Rumänen v. 1903 . . . . . . 5 99.65
do. Gold v. 1913.
4½ 91,00
do. Schatzsch. v. 1913 .4½100,00
do. conv. . . .
85,00
do. v. 1890 .
93,50
do. v. 1891
187,00
do. v. 1905 .
85,60
do. v. 1808
O9,50
do. v. 1910 .
85,60
Russische St.-Anl.
97,60
do. kons. v. 1880 „
87,10
do. Gold v. 1890
do. v. 1902 . .
90,10
Schweden v. 1880.:
do. v. 1885
2n
Schweden v. 1890. .
86,90
Serben steuerfrei
do. amort. v. 1805
7830
Türk. Egypt. Tribut .
do. kons. steuerfreie
85,00
do. Admin. v. 1903.
76,50
do. unit. v. 1903. .
do. v. 1905.
72,80
Ungarische Staats-Rente
1913 unkdb. bis 1923 . .
90,40
Ungar. Staatsk.-Scheine
v. 1913.
98,70
do. Gold-Rente.
88,40
do. Staats-Rente 1910.
81,50
do. „
Kr. 4 1 82,05
Argent. innere Gold-Anl.
v. 1887
do. äußere v. 1800
5 99,00
do. innere v. 1888 . . .4½ 94,90
do. äußere v. 1888 . . . 4½
do. v. 1807
Chile Gold-Anl. v. 1911. . 5 92,00
do. v. 1889 .
4½
do. r. 1906
4½ 87,60
Chines. St.-Anl. v. 1895
6
do. v. 186
5 99,20
do. Reorg. Anl.
5 87,25
do. v. 1898
4½ 90,10
Japaner
417 89.50
Innere Mexikaner
61,20
Außere do.
5 84,00
Mexikan. Gold v. 190
67,30
do. cons. . .
42,10
do. Irrigat.-Anleihe .4½ 69.00
Buenos-Aires Prov.
3½ 65,25
Tamaulipas .
5
Sao Paulo E.-B.
5 89,75
do. v. 1913 ..
5 86.00
Siam v. 1907 . . .
95,50
Prioritäts-
Obligationen.
Südd. Eisenb.-Gesellsch.
v. 1895/973½ 84,30
„ v. 19043½ 82,00
Hess. Eisenb.-Akt.-Ges.
Oblig., gar. v. d. Stadt
Darmstadt . . . . . . . .
93,95
Nordd. Lloyd-Obligat. . .4½
Donau-Dampfschiff. v. 82
4' 92,00
Elisabethbahn . . .
4 1 90.50
Franz-Josef-Bahn. .
4 87,60
Kaschau-Oderberger v. 89) 4
Prag-Duxer .
3 72,60
Osterreich. Staatsbahn . 5
do. . . .
4 89,75
do.
3 74,25
do. Südbahn (Lomb.) . 5 98,10
71,60
do.
do.
20/10 51,60
do. do.
17,0
Raab-Oedenburg
87.50
Kronprins Rudolfbahn
Russ. Südwest .
85,20
uce
Moskau-Kasan . .
.4½ 93,80
go. . . . ..
wladikawkas.
486,30
Rjäsan-Koslow.
Portugies. Lisenb. v. 188
§ 66,80
do.
4½
Livorneser..
24
69,35
Salonique Monastir.
62,50
Bagdadbahn
4 7830
Anatolische Eisenbahn .4½ 90,30
Missouri-Pacitic I.
do. do. v. 1905
4 60,50
Northern-Pacific.
4 94,70
Southern-Pacitic
4 92,00
St. Louis & San Francis
-
Tehuantepec
Ungar. Lokalbahn
5 98,50
Provinz-Anleihen.
4 96,30
Rheinprov. Obl. Em. 20/21
3½ 86,30
do. Em. 10 .
383,30
do. „ 9₰
3½ —
Posen Prov..
4 95.80
Westfalen Prov.
Hess. Prov. Oberhessen . 4 96.00
3½ 86,00
do. Starkenburg
Städte-
Obligationen.
Darmstadt.
4 95,00
do. . . . .
3½
Frankfurt .
4% 96,50
3½ 88,00
do. . . . ..
4 94,50
Gießen . . .
86,50
do. . . . .
95.00
Heidelberg ..
*5,00
do. . . . .
9430
Karlsruhe . .
3½ 87,50
do. . . . .
Magdeburg
95,00
Mainz . . .
87,00
do. . ..
94,90
Mannheim .
3½ 85,85
do. ..
München .
4 96,00
Kapheim:
3½
4 95,20
Nürnberg
do. :
3½ 86,20
—
4
Offenbach
4 94,00
do. v. 1914 .
3½ 86,10
do.
Wiesbaden.
4-
3½
do. .
Worms
*4
d.
3½
Lissabon v. 1888
4
4½ 94,00
Moskau v. 1912
4
Stockholm v. 1880 . .
Wien Komm. . . . . . . . . 5
Wiener Kassenscheine .4½
98,70
Zürich v. 1889
Buenos Stadt v. 1892 . . . 6
Pfandbriefe.
Berliner Hyp.-Bk.-Pf. .
100,00
93,25
do. unkäb. 1915.;
1915:
94,00
do.
94.50
1921.
40.
85.75
1922. .
do.
do. .
83,50
. . „
do. Komm.-Obl. unk. 1918
95,25
9500
Frankf. Ap. Bk. pr. 1910
96,00
1915
do.
96,50
do.
1920 ..
dc. Ser. 12—19. . . . . . 3½ 86,40
Kommunal-Oblig. Ser. 1,
unkdb. 1910 .
86,50
.. . .3½
Frankf. Hyp.-Kred.-Ver.
Ser. 15—42
94,00
94,90
48—49
do. . . .
96,00
do. unk. 1922 „ 52
88,60
do. „ 1913. . . . . . .
3½ 86,50
do. Ser. 45 . . . .
Hess. Land.-Hyp.-Bk. Pf.
96,90
Ser. 12, 13, 16
96,90
14, 15, 17
do. . .
9740
do. unkdb. 1920
1923 .. .
97,50
do.
do. Scr. 1, 2, 6—8 . .
84,30
do. „ 3—5 ..
3½ 84.30
do. kündb. 1915.
3½ 81,30
do. Komm. unk. 1913
96,90
96,90
„ 1914
do.
do.
97,10
„ 1916)
97,40
„ 1920
do. „
97,50
„ 1923
do.
do. verlosb. u. kündb..
84,20
do.
unkräb. 1915 3½ 84,70
94,50
Meininger Hsp.-Bk. Pfdb.
95,80
do. unkdb. 1922.
do.
. 3½ 86,0
Rheinische Hyp.-Bk. Pfb.
94,00
unkdb. 1917
1919
94,00
do. . . . . .
94,30
1921
do. . . . . .
do. . . . . . „ 1924 4 96,20
3½ 84,50
do. . . . . . . . ..
do. Komm. unk. 1923
4 95,20
1924 .
do.,
4 96,00
Südd. Bod.-Kred.-Pfdbr.
96,40
do.
3½ 88,00
Bank-Aktien.
Bank für elektr.
Unter-
nehmungen Zürich . . 10 1194,30
7½ 158.60
Berg.-Märkische Bank.
Berliner Handelsges. . . . 8½ 162.50
Darmstädter Bank . . . . 6½ 123,00
Deutsche Bank . . . . . . .12½1259,50
117,00
Deutsche Vereinsbank.
Dt. Effekt.- u. Wechs.-Bk. 6 (118.00
Disk.-Kommand.-Ant. . . 10 (196.75
Dresdner Bank .
(155½1g
Dir
Frankf. Hypothek.-Bank 10 218,70
do. do. Kred.-Ver 6½ (1550
Mitteldeutsche Kred.-Bk. 6½ 117.25
Nation.-Bank f. Deutschl. 6 110.75
7 (128,25
Pfälzische Bank . . . .
Reichsbank
. . . . .8.42 /135,75
Rheinische Kredit-Bank . 7 (132,00
A. Schaaffhaus. Bk.-Ver..
102/70
§ 139,75
Wiener Bank-Verein . .
Aktien von
Trans-
port-Anstalten.
Hamb.-Amerika-Packetf. 10 1140,75
8 (123,15
Norddeutscher Lloyd
Frankfurt. Schleppschiff. 4 1116,00
Südd. Eisenb.-Gesellsch. . 6½ 129,50
Anatol. Eisenb. 60%-Akt. 5½ 1116.25
6 91,75
Baltimore .
Canada . .
10 212.50
7½ 143,25
Schantung .
§ (15825
Prins Honry.
0 21½
Lombarden
6 111260
Pennsylvania . .
Industrie-Aktien.
650,50
Badische Anilin-Fabrik . 28
Chem. Fabrik Griesheim 14 (260,90
30 (674,50
Farbwerke Höchst .
Ver. chem. Fabr. Mannh.. 20 339,00
10 115400
Zement Heidelberg . .
Chemische Werke Albert 30 450,00
Holzverkohl. Konstanz . 15 (314,50
6 1127,00
Lahmeyer
§ 15030
Schuckert, Nürnberg.
12 (213½
Siemens & Halske. .
Bergmann Elektr. . . . . . 5 1124,50
Allg. Elektr.-Gesellsch. . 14 248,25
25 (318,40
Hagen Akkum..
Deutsch. Übersee-Elektr. 11 (177,30
O 80,00
Gummi Peter
Adler-Fahrradwerke . . . 25 345,50
Maschinenfabr. Badenia . 9 1120,00
Wittener Stahlröhren . . 0 —
Gasmotoren, Oberursel .8½ 160,00
9 1122,00
Gasmotoren, Deutz . . . .
Siemens Glas-Industrie . 15 238.00
Enzinger Filter . . . . . . 23 324,00
.. . . . 10 145,25
Steaua Romana
Zellstoff Waldhof . . . . . 15 (224,00
Bad. Zucker-Waghäusel .12,83/215,00
88,00
Neue Boden-Aktien-Ges. C
Süddeutsche Immobilien O
59,30
Bergwerks-Aktien.
Aumetz-Friede .
. . 12 163,00
Bochum. Bergb. u. Gubst. 14 (223/75
Leonhard, Braunkohlen . 9 1157,50
23 360,00
Konkordia Bergbau
Deutsch-Luxemb. Bergb.! 10 1133,00
Eschweiler . . .
10 221.00
Z
Gelsenkirchen Bergw. . . 11 193,50
Harpen Bergbau . . . . . . 11 1184,50
Kaliwerke Aschersieben - 10 (153,00
Kaliwerke Westeregeln . 13 208,00
Königin Marienhütte . . 6 86,00
Laurahütte . . . . . . . . . 8 155,50
6 85,20
Oberschles. Eisenbed.
Oberschl. Eisen-Industrie
67,00
Phönix Bergbau . .
18 (239,25
Rheinische Braunkohlen 10 219,75
12 197,00
Riebeck Montan . . . ..
South West.-Afr. Shares . 5 1119,25
Verzinsliche
Anlehenslose. (2f.
Badische . . . . . TIr. 100 4 177,00
Cöln-Mindener . TIr. 1003½142,90
2
Holländ. Komm. . A. 100
Madrider . . . . . Frs. 100 3 77,00
Meininger Präm.-Pfdbr. .
141,00
österreicher 130er Lose:
180,00
Oldenburger . . . . TIr. 40 3 1128,30
Raab-Grazer . . . . H. 150/2½
Unverzinsliche
Mk.
Anlehenslose.
ſp. St.
Augsburger
. A.7 —
Braunschweiger
TIr. 20 (200,40
Mailänder
Po. 45
do.
Fe. 10 42,00
Meininger
. . . A.7 35,30
Ostereicher v. 1
A. 100 —
do.
v. 18
A. 100 555,00
A. 100
Ungar. Staats .
Fs. 30
Venediger
Türkische
Fs. 400 168,20
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns.
20,24
20 Franks-Stücke ::
16,26
Amerikanische Noten .
4,20½
Englische Noten . .
20/44
Französische Noten.
81,20
1169,15
Holländische Noten
Italienische Noten .
81,00
Osterr.-Ungarische Noten . . 85,00
Russische Noten .
Schweizer Noten. .
81,10.
Reichsbank-Diskont .
do. Lombard Zsf...
Tendenz:
Still.
Handel und verkehr.
— Frankfurt a. M., 24. März. (Börſe.) Auf
feſteren Verlauf der New=Yorker Börſe konnte auch der
hieſige Markt in freundlicherer Stimmung eröffnen.
Immerhin konnte ſich in verſchiedenen Werten größeres
Geſchäft nicht entwickeln, umſo weniger, als im Verlauf
neuerliche Unterbietungen am Eiſenmarkt gemeldet
wur=
den. Vorübergehend zeigte ſich Intereſſe für
Schiffahrts=
werte, doch trat auch hier bald wieder die bereits ſeit
län=
gerer Zeit zu beobachtende Zurückhaltung zutage.
Aus=
gehend von Deutſch=Luxemburgern machte ſich ſchließlich
eine ſchwächere Stimmung auf dem Montanmarkte
be=
merkbar, wodurch ſich die Geſamttendenz abſchwächte. Auch
heute war faſt auf allen Märkten eine große
Geſchäfts=
unluſt zu konſtatieren. Der Kaſſamarkt war ruhig. Es
ſind meiſt, wenn auch nicht erhebliche, Kursabſchläge zu
verzeichnen.
Landwirtſchaftliches.
— Groß=Gerau, 24. März. Der Maſſenauftrieb
bei den hieſigen Ferkelmärkten hält an. Am
letz=
ten Ferkelmarkt waren nämlich 1012 Tiere aufgetrieben.
Die Preiſe bewegten ſich aber denoch in ihrer ſeitherigen
Höhe und wurden für Ferkel 12—25 Mark, für Springer
28—39 Mark und für Einleger 40—55 Mark pro Stück
be=
zahlt. Der nächſte Ferkelmarkt findet am Montag, den
30. März d. J., ſtatt.
II. Frankfurt a. M., 24. März. (
Fruchtmarkt=
bericht.) Am Wochenmarkt war nur ruhiger Verkehr;
für Landweizen in beſſerer Ware zeigte ſich größere
Nach=
frage zu etwas höherem Preiſe, während mindere
Quali=
täten ſchwer verkäuflich ſind. Für 77 Kilo Weizen
wur=
den bis 21,25 Mk. bewilligt. Roggen ruhig und
behaup=
tet. Hafer in guten Sorten gefragt; auch Mais und Gerſte
feſt. Die Forderungen für Mehl und Futtermittel
blie=
ben unverändert. — Der Mannheimer
Getreide=
markt war ohne Preisänderungen. — An der
Ber=
liner Produktenbörſe war Getreide etwas matter
auf Realiſationen und die geringe Kaufluſt. Das
inlän=
diſche Angebot war nur mäßig, in guten Sorten knapp.
Die Auslandsofferten blieben unverändert. Hafer
be=
hauptet bei ſchwachem Konſum. — Nach den letzten
Kabelnachrichten von den amerikaniſchen
Ge=
treidemärkten (New=York und Chicago) waren
Weizen und Mais nach ſchwacher Eröffnung ſchließlich feſt
auf beſſere Nachfrage ſeitens der Mühlen in Kanſas City,
die Abnahme der Vorräte in Minneapolis und den
hauſſelautenden Viſible Supply=Ausweis. In Mais
er=
folgten zeitweiſe Abgaben der Firma Armour, ohne jedoch
die Preisbeſſerung beſonders zu beeinfluſſen. Die
ſicht=
baren Weizenvorräte ſind dort in dieſer Woche von 59,74
Millionen Buſhels auf 57,82 Millionen Buſhels und die
Maisvorräte von 20,27 Millionen Buſhels auf 20,08
Mil=
lionen Buſhels zurückgegangen. Auch in Kanada haben
die Weizenvorräte eine Abnahme von 21,12 Millionen
Buſhels bis 20,40 Millionen Buſhels erfahren.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſiger und Wetterauer 20,50—20,75,
Nord=
deutſcher 20,50—20,75, Kurheſſiſcher 20,50—20,75,
Ruſſi=
ſcher 22—23, La Plata 22,50—22,75, Rumäniſcher 22—23,
Kanſas 22,50—23, Manitoba 22—23, Redwinter 22,50 bis
23, Walla Walla 22,50—22,75; Roggen, hieſiger 16,35
bis 16,40, Bayeriſcher 16,35—16,40, Ruſſiſcher —,
Ame=
rikaniſcher —, Rumäniſcher —; Gerſte, Pfälzer 17,50
bis 18, hieſige und Wetterauer 17—17,50, Riedgerſte 17,50
bis 18, Ungariſche —, Fränkiſche 17,50—18; Hafer,
hie=
ſiger 16,25—17, Bayeriſcher 16,25—17,25, Ruſſiſcher 16,50
bis 18, Amerikaniſcher —, Rumäniſcher 16,50—17,75;
Mais mixed 15, Ruſſiſcher 15—15,20, Donaumais 14,90
bis 15,20, weißer Mais 15—15,10, La Plata 15,
Rumäni=
ſcher 15—15,20, Weizenſchalen 10,75—11, Weizenkleie 10,25
bis 10,50, Roggenkleie 10—10,50, Futtermehl 12—14,
Bier=
treber, getrocknet, 12,75—13, Futtergerſte 13,25—13,75,
Weizenmehl, hieſiges (Baſis ab Mannheim), Nr. 0: 31 bis
31,50, feinere Marken 31,50—31,75, Nr. 1: 29,50—2975,
feinere Marken 30—30,25, Nr. 2: 28—28,50, feinere
Mar=
ken 28.75—29, Nr. 3: 26,50—26,75, feinere Marken 27 bis
27,25. Nr. 4: 22,50—22,75, feinere Marken 23—23,25;
Roggenmehl, hieſiges, Nr. 0: 24,75—25, Nr. 1: 22,25 bis
22,75, Nr. 2: 20—20,50.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 17.—23. März.
Die matte Lage des Getreidemarktes hielt auch in der
erſten Hälfte der Woche an, erſt zum Schluſſe gewann der
Markt eine etwas feſtere Haltung. Die Gründe waren
wiederum die guten Ernteberichte vom Auslande, zu denen
noch der erſtmalige überaus günſtige Saatenſtandsbericht
des Deutſchen Landwirtſchaftsrats hinzukam. Nach
dem=
ſelben iſt in Deutſchland der Stand der Winterſaaten von
Roggen und Weizen im allgemeinen als befriedigend,
viel=
fach ſogar als gut zu bezeichnen. Außerdem ſtellt ſich
immer mehr heraus, daß die Anbaufläche von
Winterwei=
zen ſowohl im Auslande wie im Inlande wahrſcheinlich
eine größere iſt, als im Vorjahre. Der preisbefeſtigende
Faktor des Weltmarktes, die geringe Weizenausfuhr
Ar=
gentiniens, wurde durch die überaus ſtarke Ausfuhr
anderer Exportländer, wie insbeſondere Auſtraliens,
wett=
gemacht. Letzteres Land hat in dieſem Erntejahr bisher
faſt 300 000 Tonnen Weizen mehr ausgeführt, als in
der=
ſelben Zeit des Vorjahres Für Deutſchland kam noch
hinzu, daß endlich im Laufe der Woche der langerſehnte
Umſchwung zur trockenen Witterung und damit zur
Er=
ledigung der Frühjahrsbeſtellung und der
Frühjahrsaus=
ſaat eintrat, womit ein geringeres Angebot inländiſcher
Ware verbunden war. Die in Ausſicht ſtehende
Einfüh=
rung von Getreidezöllen in Rußland bewirkte im Oſten
ſtellenweiſe eine Wiederbelebung der Ausfuhr von Getreide
über die ruſſiſche Grenze. Im übrigen blieb die ruſſiſche
Drohung ohne Einfluß auf den Roggenmarkt.
Futter=
gerſte war überwiegend feſt, noch feſter Mais, da alte
Ware knapp iſt und die zu erwartende neue, aus
Argenti=
nien wegen des naſſen Erntewetters vorausſichtlich nicht
ganz einwandfrei ſein wird. Der Ausfuhrüberſchuß
Argentiniens wird auf ſechs Millionen Tonnen geſchätzt.
Es ſtellten ſich die Preiſe für inländiſches Getreide am
letzten Markttage gegenüber der Vorwoche wie folgt:
Weizen Roggen Hafer
Königsberg. . 200
152 (*1 ) 158 (—2
Stettin
151 (*1 ) 146
182
184
Poſen
146 (*2 ) 150
Breslau
181
)145
144
Berlin
193 (*1 ) 155 (*2 ). 179
165
191 (*1 ) 153
Magdeburg
157
Halle .
170
191
188 (*1 ) 157
Leipzig
166
Dresden
193 (*3 ) 152
161
)150
184
Roſtock
196
Hamburg
156 (*1 ) 165
Hannover
188
164
153
. 195 (*1 ) 156
Düſſeldorf
172
195
2 ) 156 (*1 ) 167
Köln
Frankfurta. M. 205½ (*1½) 165 (41 ) 170
165
Mannheim . . 207½
182½(
Straßburg . . 207½
172½(
175
166
. 200
162 (*2
München
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Mai 198,50 (* 0,75),
Peſt April 213,85 (P3,40), Paris März 215,60 (—),
Liver=
pool März 163,10 (—0,95), Chikago Mai 143,90 (—
Roggen: Berlin Mai 159,50 (—0,75), Futtergerſte
Süd=
ruſſ. frei Hamburg unverzollt ſchwim. 114 (—), März
112,50 (— 1,50), Mais Argent. ſchwim. 115 (4- 2), April(Mai
105,50 (* 1,50), Donau März 108,50 (-1) Mark.
Mildtemnld
Hofreite Obergaſſe 6
vollständig neu hergerichtet
zu verkaufen.
Nähere Auskunft erteilt die
Direktion der Städtiſchen
Spar=
kaſſe, Hügelſtraße 22, I. (806a
Das Haus
Eichbergſtr. 24
11 Wohnräume, Küche und Bad
enthaltend, mit hübſchem Garten,
Gas u. elektr. Licht
iſt zu verkaufen.
Alles Nähere durch W.
Girm=
ſcheid, Hochſtraße 58. (B4123
Einiamihienhaus.
Arheilgen, Darmſtädter Straße
Nr. 114 u. 116, Neubau, je 8 Zim.,
Küche, Badez., Gas u. Waſſerltg.,
Vor=u. Hinterg. z. vk. Pr. je 15000Mk.
Näh. Gg. H. Wolf Baugeſchäft,
Darmſtadt, Tel. 1090. (B7110
Eckhaus, 2 ſüdhg.
mit gutgeh. Kolonialwarengeſchäft
zu verkaufen.
Näh. Hausbeſitzer=Verein. (4923a
Zum
Alleinbewohnen
neuerbautes Landhaus,
Garten=
ſtadt Hohlerweg, 7 Zimmer mit
reichl. Zubeh., 2 große Veranden,
Bad, Gas, elektr. Licht,
Zentral=
heizung, gr. Garten, zu verkaufen.
Off. unt. P 41 an die Exp. (6416a
Solider Mann oder Frau erhält
kleines Haus in ſchöner
Alt=
ſtadtlage und beſtem Zuſtand ohne
Anzahlung auf Abzahlung. (B2420
Offert. unt. B 64 an die Exped.
direit am Ort,
In Eberstadt, Landhausplätze
ohne Anzahl. bill. Daſelbſt 2 Fam.=
Eckhaus, für jed. Geſch. paſſ., bei
kl. Anzahl. bill. Auch Tauſch auf
Wiesb. Objekt. Off. an
Poſtlager=
karte 500 Wiesbaden. (6641a
4, S od. Zim.=Haus
Tauſch: gegen Bauplatz oder
Gelände, nur vom Beſitzer. Off.
unt. W 74 an die Exp. (7708a
Sarien
mit vielen tragbaren Obſtbäumen
und Sträuchern an der nördlichen
Stadtgrenze zu verkaufen oder zu
verpachten. Off. unter W 19 an
die Expedition d. Bl. (7410sm
Kl. Baugelände zu verkaufen.
Haus o. Reſtkaufſchilling wird in
Zahlung genomm. Off. u. C 58
an die Expedit. d. Bl. (B2664
kan
Darlehen
Mark 400.— gegen hohe Zinſen
und gute doppelte Sicherheit für
kurze Zeit geſucht. Offerten unt.
(*8023
A 44 an die Exped.
gibt ohne Bürgen, ſchnell.
veld reell, kul. Ratenrückz., ſeit
1891 beſteh. Firma Schulz & Co.,
Berlin 61. Kreuzbergſtr 21. (1663a
Wtw. ſucht 100 Mk. v.
Selbſt=
geber, pünktl. monatl. Rückz.
Off. u. A 31 an die Exv. (*7993
Peſchäftsmann ſ. 50 Mk. gegen
Sicherheit u. h. Zinſen. Nur v.
Selbſtgeb. Off. u. A 65 a. Erp (*8088
Aypothelt von Selbſtgeber
1. auf Gelände geſucht. Offert.
unt. W 73 an die Exped. (7767a
erhalten ſichere Per=
Darlehen ſonen von Selbſtgeb.
gegen Sicherh. auf Möbel, Ceſſion,
Policen, ev. a. ohne Bürgen, ſowie
1. u. 2. Hypotheken durch (*8003ms
W. Schuchmaun, Stiftſtr. 46.
Rold-Darlehn ohne Bürg.,
Raten=
rückzahl., diskr., reell u. ſchnell.
Selbstgeber Schlevogt, Berlin 55,
(Ko,810
Roſenthalerſtr. 6.
ſofort od. ſpät. zu günſt.
I. AP. Beding. geſucht. (4321a
Off. unt. L. M. 45
ſauptpoſtlag.
Eleganter Kinderwagen billig
abzugeben. Landgraf
Georg=
ſtraße 62, bei Jung. (*8078md
Gut erh. Kinderwag.
zu verk. Karlſtr. 117, H. (*7969
National=
Regiſtrier=Kaſſe
mit Selbſtaddition, ½ Jahr im
Gebrauch, wegen Geſchäftsaufgabe
preiswert abzugeben
(*8907
Mollerſtraße 17.
große weiße Straußfedern,
noch nicht getr., da überzähl.,
ſehr preisw. z. verk. Anzuſ. b. 4 Uhr
nachm. Zu erfr. i. d. Exped. (*8010
Geigenlaide
2 Anſichten von Rothenburg
obd. Tauber, je 50 Mk.
Land=
ſchaft, über 1 Meter breit, incl.
Rahmen. Preis 40 Mk. Näheres
in der Expedition ds. Bl. (*8089
eganter Salon aus
Herrſchafts=
haus billigſt zu verkauf. (*8079
Nieder=Ramſtädterſtraße 45,
Tapezierwerkſtätte.
u verk. Bettſtelle m. Matratz.,
Tiſchchen u. verſch. Anzuſ. 12—.3
Uhr. Georgenſtr. 4, E. (*8031
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. Marz 1914.
Nummer 84.
3 Zum Hausputz
Geehrte Hausfrauen!
Alles, was Sie zum bevorſtehenden Hausputz
vrauchen, kaufen Sie am beſten nur in einem
Fach=
geſchäft. Sie finden alles Gewünſchte vor zu billigſten
Preiſen, auch Rat und Auskunft des Fachmanns
be=
treffs Verwendung der Fabrikate. Beſonders empfehle ich
Fußbodenlacke, p. Doſe zu Mk. 1.00, 1.25, 1.30, 1.50, 2.00
Parkettwachs, per Kilo 1.30, ½ Kilo 70, ½ Pfd. 40 Pfg.
Fußbodenöle, per Liter 50, 60 und 80 Pfg.
Stahlspäne, fein, mittel und grob, per Paket 22 Pfg.
Leinöl, roh und gekocht, mit und ohne Farbe.
Leinölfirnis, Sikativ, Terpentinöl, Terpentinersatz,
Pinsel u. Bürsten in reicher Auswahl.
(7802a
Anton Fischer, Adler-Drogerie
Frankfurterstr, 12/14. Telephon 186.
Spezialität: Farben u. Lacke, Fußbodenbedarfsartikel.
Haumann Germaild
sowie
Wolan Tahrräder
— in jeder Preislage.
(7719a
August Engel
Darmstadt
Schuchardstr. 8
Gegr. 1869.
1911s
Naturweine
EARLTTeinhandlung
Veinbau(5ez2
Zi
Telefon 942
in verschied. Preislagen Schützenstr.18 Darmstadt.
u. Qualitäten empfiehlt:
Verlangen Sie bitte meine Preisliste.
(7434a
L. 8 M. Fuld
12 Kirchstrasse 12a
gegenüber der Stadtkirche
Schwarz-weisse Rahattmarken
2 gebrauchte Badewannen,
verſchiedene Lüſter
für Gas und elektriſch Licht
Gasherde und Bratofen
ſpottbillig im Auftrag bei (*8011
Ecke Wald= u.
Adolf Kling Grafenſtraße.
Klapp=Sportwagen
(Brennabor), ſowie Küchen=
Gas=
lampe billig zu verkaufen Obere
Lichtenbergſtr. 16, part. (*7985
zut erh. Kinderwag. bill. zu vert.
(*7975) Heidelbergerſtr. 68,
Ich kaufe
getr. Kleider, Schuhe, Wäſche,
Zahngebiſſe, alte Bettfedern.
Poſtkarte genügt.
(7061a
M. Speier, Schloßgaſſe 10.
Wer dort ? (7046a
hier V. Schatz, Schloßgaſſe 23.
Ich komme ſof. u. zahle Ihnen für
getrag. Kleid., Schuhe, Möbel,
Zahn=
gebiſſe, alte Federbett. ſtets die höchſt.
Preiſe. Tel. Nr. 1924. Poſtk. genügt.
Geſſ. Kinder=Klappwageu, gebr.,
geſucht. Offert. mit Preis unt.
(*7977
22 an die Exp.
jeder Art werden
Bücher angekauft. Angeb.
unter A 23 an die Exp. (*7972
Versand
nach Russland.
Zahle hohe Preiſe für getragene
Garderobe, Zahngebiſſe, Gold,
Silber, Schmuck, Uniformen, Pelze,
Schuhe. Bin bis Samstag hier.
Off. u. A 34 a. d. Exp. (*7998md
(Nußb.), Umbau, zu kauf
Pian0 geſucht. Offert. m. Preis
unter A 37 a. d. Exped. (*8005
A
1e Nochste
Preiſe für getr. Kleider, Schuhe,
Wäſche uſw. Poſtkarte genügt.
A. Hochmann
Kl. Ochsengnsse 16. (*7928im
Du kaufen geſucht 1 viereckiger
0 eiſerner Gartentiſch,
zuſammen=
legbar, 1 Gartenbank ditto. Off.
unter A 19 an die Exp. (*7942im
d. Schlafzimmereinrichtung a.
MPrivatbeſitz zu kaufen geſucht.
Off. u. A 18 a. d. Exp. (*7940im
Kaufe
getrag. Kleider, Schuhe, Stiefel,
Zahngebiſſe u. Bettzeug. Zahle
beſte Preiſe. Poſtk. gen. (*7844im
M. Lemler, Obergaſſe 15, Laden.
werden zu allerhöchſt
Flaſchen Preiſen gekauft.
W. Feldmann, Lohndiener
Karlſtr. 73, Gartenh., I. (4812a
Leichter
4rädriger Handwagen
zu kaufen geſucht.
(*8046
Beſſungerſtraße 56.
Poppelſitz=Klapp=Sportwagen
zu kaufen geſucht. Angebote
erbitte unter A 62 an die Exped.
dieſes Blattes.
(*8048
Eiſernes Reſervoir
zirka 1—1½ Kubikmeter Waſſer
haltend, zu kaufen geſucht.
Offerten unter N. N. 200,
bauptpostlagernd. (*8047md
Gebr., gut erhalt. Klavier
zu kaufen geſucht. Offerten unter
A 30 an die Exp.
(*7958
Schuhwerk, gutes, ſowie defektes,
bezahlt am beſten
(*7951
C. Minkler, Langgaſſe 10.
Chriſtliches Geſchäft.
Gewähre bis auf weiteres bei
Barzahlung auf deutsche
1
Obst und denluse
Konserven
in Dosen und Gläser
bei Abnahme von 3 Dosen 10%, 12 Dosen 15%
25 Dosen 20% und 50 Dosen und mehr 25% Rabatt-
Garantie für erstklassige
Ware u. stramme Packung.
Ferner ausnahmslos auf alle Sorten
Te6. Gacho, Schokoladen, Blskuls, Kauee
bei Mindest-Abnahme von 1 Pfund 10% Rabatt.
Bei grösserer Abnahme wesentliche Preisermässigung.
Ferner auf alle Sorten
Kalif. Pflaumen, Aprikosen,
Apfel-
sow.
ringe, Mischobst, auf Datteln, Feigen
Nüsse, Tafelmandeln usw.
bei Abnahme von 1 Pfund 5%, bei 5 Pfund 10%,
bei 10 Pfund 15%, bei 25 Pfund 20% Rabatt auf
seitherige Preise.
Ferner auf alle
Weiss-, Rot-und Südweine Il
Kognak, Arrak, Rum
In- u. ausländ. Liköre
auch bei einzelnen Flaschen 10 10 Ruhat
bei mehreren Flaschen Preisermässigung.
Henkell, Burgeff, Kupferberg
Il.
per Flasche 40 Pfg. billiger.
KN
Alle Kolonialwaren
bei 5 u. 10 Pfund wesentl. Preisermässigung.
Brenner
Telephon Nr. 76 (7753
Versand nach allen Stadtteilen u. auswärts.
Benedenti-Mundwasser.
Unentbehrlich für
Mund und Zähne.
Zweckmäßig und
wohlschmeckend.
5139a
General-Depot für
Hessen:
Carl Ziegler
Darmstadt.
Altes Gold
Brillanten, Platin und Silber
kauft zum höchſten Wert (6928a
Juwelenhandlung Kurtz
Pädagogſtr. 2. — Telephon 1202.
Mansſcheine
über
(6684a
Brillanten, Gold- u.
Silber-
waren werden angekauft
Pädagogſtraße 2, part.
I. Ubstreid
Kleine Bachgaſſe 7, Teleph. 2085.
Wer dort?
ſo gehts den ganzen Tag fort.
Ich kaufe getragene Kleider,
Stiefel, Uniformen, alte Treſſen,
Zahngebiſſe
bis zu 20 Mark.
Poſtkarte genügt. (7547a
Wriefmarken, alte, loſe, u. a.
Brief, ſow. Sammlung. kauft
Hügelstr. 6, II. Zu ſpr. nachm.
—3 Uhr.
(6484a
Hundehütte
für deutſch. Schäferhund zu kaufen
geſucht. Schriftl. Angebote unter
W26 an die Exped. (*7626sm
kaufe getr. Herren= u.
Da=
menkleider, Stiefel,
Bett=
federn, Zahngebiſſe und
Waffen. Zahle die beſten Preiſe.
Poſtkarte genügt. Telephon 2097.
Schnitzer, (7328a
Schloßgaſſe 33.
Nähmaſchinen (neue) ſehr billig.
Obere Eliſabethenſtr. 7, O. Hänsel,
Fahrradhandlung.
(7430a
30 Mehl
als jeder andere, zahle ich für
ge=
tragene Sakko=, Gehrock=, Frack= u
Smoking=Anzüge, Stiefel, Uniform.
Zahngebiſſe, Pfandſcheine ꝛc. (7027a
Zarnicer, Kleine Bachgaſſe 1.
Komme auch nach auswärts.
getrag. Kleider,
Ich kaufe Schuhe u.
Uni=
formkleider, zahle die höchſten
Preiſe. Poſtkarte genügt. (7764a
H. Wiſchniack. Neugaſſe 1.
dent Hauptrollen
Oilion Tnedter
Rheinstrasse 6:: Telephon 173
Heute vollständig neues Programm
U. a.:
Dus denenniis des Billiden
Grosses Drama in 3 Akten.
Der Adoptio-Oater
Ergreifendes Drama in 1 Akt.
Ausflüge in Ober-Egypten
Herrliche Naturaufnahme
sowie Komödien, Humoresken u.
wissenschaftliche Aufnahmen.
Als Einlage:
Ihre Hoheit‟
mit Henny Porten in der Hauptrolle.
Ab Samstag der große Monopolfilm
Wbarch Nacht u. Graden
Drama in 5 Akten,
(7835
Konfirmations-Geschenke!
Eingerahmte Bilder u. Kunstblätter
von 1 Mark an in grösster Auswahl.
Neuvergoldung von Rahmen, Spiegel, Möbel.
Bleichen u. Restaurieren alter Stiche u. Gemälde.
Einrahmungen
(7718mg
in geschmackvoller und solider Ausführung.
Hermann Sonnthal
Elisabethenstr. 28 Hofkunsthandlung Telephon 975.
1500 Liter Apfelwein
beſter Qualität habe im Auftrag
preiswert zu verkaufen. (7754md
Avemarie, Untererheber
Arheilgen.
Nehrere eichene Waschbütten
M zu verkaufen. Näheres Hein=
richſtraße 103, part.
(7765a
Warenregal
mit Schubgefachen nebſt
Glas=
ſchrank wegen Geſchäftsaufgabe zu
30 Mk. abzugeben
(*8008
Mollerſtraße 17.
ut erhalt. Waſchmaſchine mit
G Waſſerſchiff u. Ofen zu verk.
2963) Kaupſtraße 49, 3. St.
Ing., Mitgl. d. deutsch. Schutzverb.
f. geist. Bigentum, prüft Erfindg.
kostenfr., reell u. sachgem. ff.
Re-
ferenz. Ausführl. Brosch. kostenl.
Mainz, Bahnhofstr.3, Tel. 2754.
Zwerghahn u. 2 Zwerghühner
zu verkaufen. Angebote erbitte u.
A 61 an die Expedition. (*8049
Verkaufe Jsland=Bruteier
Soderſtraße 67.
(*8053
Rolf d. St. Wendel=hlahe.
SZ. 21519, verſchiedentlich mit 2. u.
Ehrenpreiſen prämiiert, geſund u.
kräftig, im Freien gezogen.
Her=
vorragender erſtkl. Rüde, gelbgrau
gewolkt, wundervoller
Schäfer=
hundausdruck, mächt. Gebäude, ſ.
gutes Gangwerk, ungeh. Ausdauer
u. feuriges Temperament, ſteht
zum Decken frei,
evtl. billig zum Verkauf.
Nach=
weisb. beſte Vererbung.
Zucht=
bewertung ſtets „Vorzüglich”.
Näh. in der Exped. (*8056mgm
Schauſpielerhündchen (
Taſchen=
format), kleinſte Raſſe,
aller=
liebſtes Tierchen, verkäuflich.
Anzuſehen im Orpheum oder
Dieburgerſtraße 97. (*7741gim
Ein Hühnerhund
Brauntiger, im 3. Feld, mit guten
lagdlichen Eigenſchaften, zu
ver=
kaufen. Gefl. Offert. unt. W 70
an die Exp. ds. Bl. (7567gm
Die günſtigſte Gelegenheit für
PrimaLeghunher lels
iſt Ihnen jetzt bei mir geboten,
weil ſofort Nutzen. Aelt. Hühner
u. Hähne werd. eingetauſcht. (*8035
Glöckner,
Darmſtraße 33a, 2. Stock.
Legehühner (*7987
abzugeben Weiterſtädterſtraße 48.
Nr. 54.
Mitwoch, 25. März.
1914.
Fugenloſe
Stenrisoizboden
Kork=Eſtrich, Holz=Eſtrich, Bims=Eſtrich, Gips=Eſtrich,
Aſphalt=Kork=Eſtrich, Zement=Kork=Eſtrich.
Ausgleichsmaſſe für ausgetretene Holzböden und
Holz=
treppen ꝛc. Fugen=Kitte. Kork= und Aſphalt=Iſolierungen,
Zement= und Aſphalt=Arbeiten.
(*7978
Tsches Betonbau-, Steinholz, Isollerw.
Schuchmann
mit elektrischem Betrieb. Darmstadt
10 Artilleriestrasse 10
Telephon 2091.
Telephon 2091
Lonserven
Brechspargel, 4 Sorten
Stangenspargel, 6 Sorten
Spargel-Köpfe, 2 Sorten
Erbsen, deutsche, 3 Sorten
Erbsen, franz., 5 Sorten
Erbsen m. Carotten, 2 Sort.
Schnitt- u. Brechbohnen
7 Sorten
2 Pfd-Dose von 35 Pf. an
Princessbohnen, 3 Sorten
Dicke Bohnen, Flageolets
Gemischte Gemüse, 2 Sort.
Cardons, Kohlraby,
engl. Céléris
Sellery in Scheiben
Spinat, Tomaten-Purée
Artischokenböden
Steinpilze, Morcheln,
Pfifferlinge,
Champignous, 5 Sorten
Trüffeln, 2 Sorten
A. Reichard
Colonialwarenhaus
Ecke Bleich- u. Casinostr.
Telephon 104. (5800a
Achtung!
Wegen günſtigen Einkaufs von
Blumenkohl
prachtvolle Ware (*8066
Stück 10—25 Pfg.
Ed. Türtmann
Grafenſtraße 19. Telephon 1425
Saat=Kartoffeln „Kaiſerkrone zu
verk. Forſtmeiſterſtr. 20. (B7300
Täglich friſchgelegte Hühnereier
zu haben in der Reſtauration
„Zur Windmühle‟. (*8624mdf
Büfetts und
Vertikos!
Schlafzimmereinrichtung, faſt neu,
Kanapees, Kommode, Kleiderſchr.
Küchenſchränke, gr. Glasſchränke f.
jed. Geſchäft geeign., auch f. Kleider,
gr. u. kl. Spiegel, Flurgarderoben,
Tiſche, Stühle, Schwenktiſch,
Pulte mit Seitenſchränken,
Eis=
ſchränke, Gasherd mit Tiſch,
Gar=
tenmöbel, einz. Betten ꝛc. billig
abzugeben.
(*8042
Nur Schloßgaſſe 8.
Ein ſchöner
6flammig. Gilfer
für Gas u. Elektr. 20 Mk., ein 3fl.
mit Kriſtall, elektr., 8 Mk., verſch.
Lampen für Gas u. Elektr.
ſpott=
billig. G. Stark, Abt. Gürtlerei,
Frankfurterſtraße 5.
(*8037
Düchenſchrank billig zu verk.
K*8059) Eckhardtſtr. 5, 3. St.
in vollſt. gutes Bett iſt wegen
E Platzmangel zu verk. (7829
Mühlſtr. 12, 2. St. rechts.
aſt neuer Kinderklappſtuhl und
Sport=Klappwagen billig zu
verkaufen. Mühlſtr. 50, II. (*3020
D
Megz-pen
TEFeN-IDRT
½ Paket 55 Pfg., ½ Paket 30 Pfg.
Niederlagen: Ph. Secker Nachf.
Bessungerstr., Otto Erb,
Alexander-
strasse, Wilh. Beck, Saalbaustr., Fr.
Seibert, Pallaswiesenstr., und in
allen durch Plakate
gekennzeich-
neten Geschäften. (II,2982
Programm
zu dem am Mittwoch, den
25. März, von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Großh. Art.=Regts. Nr. 61.
1. Kriegsmarſch und
Schlacht=
hymne aus der Oper „Rienzi” von
Rich. Wagner. 2. Fantaſie aus
Friedrich v. Flotows „Aleſſandro
Stradella” von A. Schreiner.
3. „Dorfkinder”, Walzer aus der
Operette „Der Zigeunerprimas”
von Kälmän. 4. Triumphmarſch
aus der Oper „Alda” von (H. Verdi.
5. Angereihte Stücke aus „
Hof=
manns Erzählungen” von
Offen=
bach=Engel. 6. „In der Heimat,
da gibts ein Wiederſehn”,
Lieder=
marſch von Lindemann.
Eine Sensation ist der Film
Die Detektivin
AAkter Ein Kriminalroman von grösster VAkten
Spannung.
II. Hauptstück:
Wenn das Herz spricht
AAkter Ueberaus spannendes und zu Herzen AAkter
gehendes Drama.
Ein äusserst spannendes Bild, reich an effektvollen Szenen.
Es schildert uns Momente, wie sie packender u. realistischer
noch nicht dargestellt wurden.
III. Hauptstück:
(7811
Künstlers Lieb u. Leid
Grosses dramatisches Gemälde.
Akter Auch dieses in allen Teilen unüber- Jükter
treffliche Meisterwerk ist im
buch-
stäblichen Sinne eine „Attraktion‟. Jedes einzelne Bild,
jede Szene, selbst die nebensächlichsten Einzelheiten, sind
so durchdacht und vollendet zusammengestellt, dass sie
sich zu einem Gesamtbild von überwältigender Wirkung
vereinigen.
Der Trauermarsch
Akter
Ein wunderbares Drama.
Die Rolle Lucies wird von der
sieben-
jährigen Tänzerin Tina Valine gespielt.
fiorzu der übrige hochinteressante
und abwechslungsreiche Spielplan.
Akter
Res. Platz 50 ₰ I. Platz 35 ₰ II. Patz 19 ₰
am
weiß. Turm
Telephon 2099.
Vergeſſen Sie nicht!!! Nur noch 3 Tage:
Die Sumpfblume.
Mimiſches Drama in 4 Akten mit
Die mondſüchtige Familie. as
Luſtſpiel in 3 Akten.
(7817.
Ab Samstag, den 26. ds. Mts.
Asta Nielsen-Gastspiel.
Karionailiveraie parfel.
Varerlandische bistharekreier
am Dienstag, den 31. März, abends 8¼ Uhr
im feſtlich geſchmückten Kaiſerſaal.
Feſtrede über:
Bismarcks Werk und Erbe
von Professor Dr. Herrmann von der königl. Akademie in
Poſen, — Alle vaterländiſch geſinnten Frauen und Männer ſind
(7825
herzlich eingeladen.
Der Vorſtand.
Deutsche Friedensgesellschaft
Ortsgruppe Darmstadt.
Oeffentlicher Vortrag des päpſtlichen Prälaten,
Domkapitular Dr. Alexander Gießwein aus Budapeſt
über:
Christentum und Friedensbewegung.
Mittwoch, 25. März, abends 8¼ Uhr, im Fürstensaal.
Freunde und Gegner der Friedensbewegung sind eingeladen.
(7353fm)
Eintritt frei.
Freie Ausſprache.
Oeffentliche Vorträge
Dr. med. Oberdörffer
Rheinburg bei Schaffhausen.
Mittwoch, 25. März 1914, abends 8½ Uhr, Kaiſerſaal, Grafenſtraße:
Entwicklung und Kultur der weißen (ariſchen) Raſſe.
Reſervierter Platz 50 Pfg.
Eintritt 30 Pfg.
Donnerstag, 26. März, abends 8½ Uhr, Fürſtenſaal:
Menſchenkenntnis, die Kunſt aus Geſtalt, Geſicht und
Schädelbildung den Charakter und Geſundheitszuſtand
zu erkennen.
Reſervierter Platz 50 Pfg.
Eintritt 30 Pfg.
Freitag, 27. März, abends 8½ Uhr, Kaiſerſaal:
Sexualmoral und Lebenskunſt.
Reſervierter Platz 50 Pfg.
Eintritt 30 Pfg.
Spanische weinhalle
PICcADILIr
BeSITZen: CANL EAHNN
ZnesäHRiGen KöcHCNLEIER
DEs FEANKFURER RTSELLCRG:
CROFFNUNG,
SCIInwochf den ZSNSAR
SUrR
RNFURTN SGUSPIcHLaus.
(I,7745
Hichard Wagher-Vorch Darmstaut.
Samstag, den 4. April 1914, abends 8 Uhr,
im Festsaale der Turngemeinde:
Abschieds-Liederabend
von Hofopernsängerin Fräulein
ertrud
Geversbach.
Eintrittskarten für Nichtmitglieder: Sperrsitz im Saal zu 5 ℳ,
Numerierter Balkon zu 3 ℳ und Galerie zu 2 ℳ sind, soweit noch
vorhanden, bei Heinrich Arnold zu haben. (Die städtische
Billett-
steuer wird von der Vereinskasse getragen.) — Beitrittserklärungen
für das laufende Vereinsjahr, die noch vor dem obigen
Konzerte erfolgen, berechtigen zu dessen freiem
Be-
suche. Der Beitrag für den Rest des Jahres 1914 beträgt 10 ℳ.
Der Vorstand.
7816)
SDA
Mittwoch, 25. März, nachm. 4.-6 Uhr
Morel.
„ME88
unnna Kaffee-Konzert
7815)
Künstler-Orchester „ARONADl
Aus der Vortragsfolge:
Vorzüglichen
Kaffee, Kuchen Ouvertüre „Die Fingalshöhle‟ v. Mendelssohn
und Torten. Fantasie, Mignon”v. Thomas. Andante a. d.
Mendels-
sohn-Konzert f. Violine Herr Kapellmeister Aronadi.
(V 4
S
Perkeo-Saal.
Monat März täglich abends 8 Uhr
Carellos 8 Kometen.
(5652a
Best existierendas Wnsik-, Gesangs- und Tanz-Ensemble.
nur Mathildenplatz 8 — Telephon 1936
empfiehlt vorzüglichen
Rot u. Weisswein im Ausschank
von 20 Pfg. per ½ Liter an.
(5305a
Ueber die Strasse von 70 Pfg. an per Liter.
Bei Abnahme von 10 Liter Preisermässigung.
Billigste Bezugsquelle für Wiederverkäufer.
Ein Versuch führt zu dauernder Kundschaft.
J. Foix & Söhne, Inb. Juan Prim, Weingutsbesitzer.
Loiner Schwarzbror
per Stück 50 Pfg.
im Ausſchnitt ¼ Pfd. 8 Pfg.
Weizenſchrotbrot
vielfach ärztlich empfohlen
bei
1160a
Wilhelm Mitze
Hoflieferant.
Brot= und Wiener Feinbäckerei,
Ecke Hügel= und Schützenſtraße.
Gelegenhelskraul.
2 mod. Schlafzimmereinricht.
Zimmerkl., Badewanne,
Petro=
leumofen und Sonſtiges
umzugs=
halber zu verkauf. Näh. Müller,
Landgraf Georgſtr. 64. (6729a
raſch u. billig!
Emaille-Schilder
(6894a
Wilhelm Castan, Kirchſtraße 5.Trauringe, das Paar M. 10—70.
Grossh. Kabinettsgut
Kranichſtein (1156a
empfiehlt durch die eigenen
Milch=
wagen frei Haus
friſche beſte Voll= und
Kindermilch,
Schlagrahm,
ſüßen u. ſauren Rahm,
feinſte Tafelbutter,
friſche Eier eigen. Zucht.
Den weit. Verkauf meiner
Kinder=
milch habe Herrn
Wilhelm Reitinger,
Soderſtr. 2. Tel. 1834. übertragen
Adolf Hagedorn.
Telephon 183.
Reizende Neuheiten in
Halbedelstein-Kolliers
empfiehlt (7431a
Ernst Macholdt, Schulstr. 4.
Grosses Lager in Uhren, Gold- und
Silberwaren.
Spezialität:
Nach
Vork
Hei
ab Rotterdam
via Boulogne-sur-Mer
mit der
Holland Amerika Linie.
Erstkl., bis 24170 Reg.-Tonnen große
Doppelschrauben-Dampfer. (1839a
Neuer Dreischraubendampfer „
Staten-
dam” v. 35000 Reg.-Tonnen — 45000
Tonnen Wasserverdrängung im Bau.
Kajlts-Billette und Auskunft durch
Aug. Cellarius, Darmstadt
Ludwigsplatz3-Tel. 483.
Daarbadthedter
(Direktion: WILLV ROEMHELD)
Mittwoch, 25. März, 8 Uhr
Donnerstag, 26. März, 8 Uhr
Freitag, 27. März, 8 Uhr
Moch 3 Abende!
Neues Berliner
Operetten-Ensemble
(Direktion: E. Assmy)
Die
Operette in 3 Akten von
Sehrock., Frack, Smoking=
An=
züge , Zylinder zu verleihen.
Rheinſtraße 5, 2. Stock. (7051a
Iach- land
ſehr wenig geſpielt, wundervolle
Tonfülle, ſehrbill. Gelegenheitskauf.
Schutter, Eliſabethenſtr. 12.
Hauptschlager:
„Liebliche, kleine Dingerchen!‟
„Man lacht, man lebt, man liebt!‟
„In der Nacht!‟— „Ach, Amalia!‟
„Ich mußte mich vor 2 Jahren
am Hals wegen einer
Brusen
anſchwellung operieren laſſen. Die
Wunde iſt längſt vernarbt, trotzdem
waren die Drüſen im Januar wieder
ſtark angeſchwollen. Auf ärztl.
Rat trank ich Altbuchhorster
Mark-Sprudel Starckquelle
(Jod=Eiſen=Mangan=
Kochſalz=
quelle). Der Erfolg war
über=
raſchend. Schon nach 6 Fl. waren
die Drüſen zu meiner größten
Freude völlig zurückgegangen. Ich
werde den Markſprudel immer
trinken er ſchmeckt prachtvoll, wirkt
appetitanregend,
verdauungs=
fördernd u. blutverbeſſernd und
be=
kommt mir viel beſſer als Lebertran,
den ich früher trank. H. G." Aerztl.
warm empf. Fl. 65 u.95 Pf. inder
En=
gros=Niederlage Friedr. Schaefer
u. in d. Hofdrogerie Chr. Schwinn,
Rheinſtraße 8.
(E7751
Der größte
Operetten-
erfolg der letzten Jahre!
Im Berliner Metropoltheater
über 300 Aufführungen!
Das Neue Berliner Operetten-
Ensemble gastierte bereits in
über 100 Städten mit
durch-
schlagendem Erfolg!! (7130a
Preise (inkl. Steuer):
3.30, 2.20. 1.70, 1.10 Mk.
Vorverkauf: Verkehrsbüro.
Gasthaus
zum goldenen Hirsch
Inhaber: Gg. Imhof
empfiehlt
bürgerlichen Mittagstisch
und Abendessen
gut und billig.
Prima Fay=Bier.
(5742a
Damen
erhalten vorzüglichen
Mittagstisch von 60 Pf. an
(Separates Zimmer) (5381
Reform-Restaurant
Alexanderstrasse 4, I.
Schw. Gehrokanzug, Zylinder u.
ſonſt. Herrenkleider,
Akkord=
zither, Cankré=Inhalator.
*7994)
Annaſtraße 10, II.
Letzte 6 Tage!
OkrnLor399
Mittwoch,
Heute
25. März
Letzter Spielplan
2 Erst-Aufführungen 2
Die letzten Schlager des
Haskel-Ensemble.
Das
Auoprnma
Vaudeville in 1 Akt.
Musik von Artur Steinke.
Wie werde ich energisch?
Posse in 1 Akt.
Verfasst u. inszeniert v. L. Haskel
eine Serie I. (7832
Dazl Varieté-Kunst-Kräfte
Ververkauf im Verkehrah. Sis.
Großherz. Hoftheater.
Mittwoch, den 25. März 1914.
138. Abonnem.=Vorſtellung. D 36.
7777:10
Ein Turf= und Totoſchwank in
3 Starts von Otto Schwartz und
Carl Mathern.
Perſonen:
Graf v. Flandern,
Präſid. d.
Renn=
klubs . . . . . Emil Jannings
von Wangenheim,
Rennſtallbeſitzer. Heinrich Hacker
von Reichenbach,
Rennſtallbeſitzer. Herm. Knispel
von Deiningen=
Donnersmark,
Rittergutsbeſitzer K. Weſtermann
Graf Prittwitz, Lt.
b. d. Huſaren . Frz. Schneider
Frhr. v.
Starken=
burg, Leut. b. d.
Huſaren . . . Emil Kroczak
Siegfr. v.
Löwen=
ſtein, Kommer=
Rich. Jürgas
zienrat
Hertha, ſ. Tochter Käthe Meißner
Gräfin
Lind=
ſtröm, Haus=
* Sophie Doſtal
dame
Müller,
Pro=
kuriſt u. Che=
§ Hs. Baumeiſter
miker
Sally
David=
ſohn, Lehrling T Br. Harprecht
Minn. Müller=
Hennemann,
Köchin
Rudolf
Winkfield,
Klub=
verwalter . . . Paul Peterſen
Maud Seamons . Käthe Gothe
Wiedenkopf,
Ge=
richtsvollzieher . Adolf Jordan
Brandeis,
Krimi=
nalbeamter . . Aug. Kräger
Lona 1 Bar=
Wally 1 damen
Ein Gaſt
Ein Kellner
Beginn (üsl. 30 Ur.
Ab.=Buchſt. B bis
Parterré, Schluß abzugeben.
Off. u. W93 a. d. Exp. (*7850im
Eliſabeth Horn
Ellen Widmann
Hans Debus
Fritz Hilsdorf
Ein Dienſtmann. Frz. Herrmann
Preiſe der Plätze (Gewöhnl.
Preiſe): Sperrſitz: 1.—13. Reihe
4.20 ℳ, 14.—20. Reihe 3.40 ℳ,
Parterre: 1.—5. Reihe 2.90 ℳ,
6.—8. Reihe 2.35 ℳ,
Proſzeniums=
loge 6.20 ℳ, Mittelloge 6.20 ℳ,
Balkonloge 5.20 ℳ, 1. Rang 4.70 ℳ,
2. Rang: 1.—6. Reihe 2.70 ℳ, 7. u.
8. Reihe 2.15 ℳ, 1. Galerie 1.35 ℳ,
2. Galerie 0.75 ℳ.
Kartenverkauf: an der
Tages=
kaſſe im Hoftheater von 9½—1½
Uhr und eine Stunde vor Beginn
der Vorſtellung; im Verkehrsbüro
von 8—1 Uhr und von 2½ Uhr
bis kurz vor Beginn der
Vor=
ſtellung. (Im Verkehrsbüro
wer=
en auch telephoniſch
Kartenbe=
ſtellungen entgegengenommen. —
Telephon Nr. 1582.)
Anfang 7½ Uhr. — Ende 9¾ Uhr.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Donnerstag, 26. März. 139. Ab.=
Vorſt. C35. Gaſtſpiel von
Eliſa=
beth von Schroeder=Clary.
„Tosca‟. Tosca: Eliſabeth v.
Schroeder=Clary. Gew. Preiſe.
Anfang 7½ Uhr.
Freitag, 27. März. 140. Ab.=Vſt.
B 34. Erſtes Gaſtſpiel v. Johs.
Sembach. „Lohengrin‟
Lohengrin: Johs. Sembach.
Ge=
wöhnl. Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Samstag, 28. März. Auß. Ab.
35. Volksvorſtell. zu ermäß. Preiſen.
„Die ſpaniſche Fliege‟
Anfang 8 Uhr. (Vorverkauf bis
einſchl. Samstag, 28. März, im
Verkehrsbüro, Ernſt=Ludwigsplatz.
Verkauf der etwa noch vorhanden.
Karten am Tage der Vorſtellung
auch an der Tageskaſſe im
Hof=
theater zu den übl. Kaſſeſtunden.