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177. Jahrgang
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 18 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Ddie Ausführung eines Lutherdenkmals, das
auf der Veſte Koburg ſeine Aufſtellung finden ſoll, wurds
dem Bildhauer Eberhard Encke=Berlin übertragen.
Im norwegiſchen Storthing teilte der Miniſter
des Aeußern mit, daß Ende Juni in Chriſtiania eine
internationale Konferenz zuſammentreten wird, um über
die Beſitzrechte auf Spitzbergen endgültig zu
ent=
ſcheiden.
Durch Dekret des Königs von Griechenland wird
eine vollſtändige Amneſtie für alle diejenigen
Perſonen erlaſſen, die während der letzten beiden Kriege
oder vorher Gegner Griechenlands unterſtützten.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 5 und 6.
Unſere Sanitätsärzte.
— Von militäriſcher Seite wird uns geſchrieben:
Im Reichstage iſt ſchon des öfteren Klage darüber
eführt worden, daß es in der Armee ſtark an
Aerzten mangele, und auch in der Preſſe ſind
e ſich dadurch ergebenden Uebelſtände ſeit
Jahren kritiſiert worden. Für den Ernſtfall verfügen wir
über eine ganz beträchtliche Anzahl von Aerzten des
eurlaubtenſtandes, und auch aus den Kreiſen der
Zivil=
irzte würden ſicherlich zahlreiche Hilfskräfte kommen, aber
herdurch wird die unzulängliche Zahl für den
Friedens=
and nicht geändert. Die Gründe hierfür ſind bekannt,
ſie gipfeln in der Hauptſache in dem Umſtande, daß zwar
dem Buchſtaben nach die Militärärzte als Offiziere gelten,
onne daß aber eine wirkliche Gleichſtellung in der Praxis
zu verzeichnen war. Ganz abgeſehen davon, daß es
Re=
gumenter geben ſoll, deren Offiziere einen geſellſchaftlichen
Verkehr mit ihren ärztlichen Kameraden ablehnen, gab
e: auch in der Dienſtvorſchrift Beſtimmungen, die zum
Ausdruck brachten, daß die Militärärzte nicht als
Voll=
offiziere gelten. So trugen bisher die Sanitätsoffiziere,
auch wenn ſie bei der übenden Truppe Dienſt taten, keine
Feeldbinde, wodurch ſie ſich ſchon äußerlich von den
übri=
gen Offizieren unterſchieden. Des weiteren beſtanden
ſandere Vorſchriften für das Grüßen, Marſchieren der
Taruppen, für die Beerdigungen uſw.
Mancher mag das für eine Aeußerlichkeit anſehen, in.
Usirklichkeit aber mußte eben dieſe Differenz zwiſchen den
Sanitäts= und anderen Offizieren die beteiligten Kreiſe
peinlich berühren, und dieſe Umſtände trugen auch dazu
bei, oft recht tüchtige Perſönlichkeiten vom Eintritt in den
ärztlichen Heeresdienſt fernzuhalten. Man hat dann durch
andere Mittel verſucht, das Manko zu ergänzen, indem
rean für Aerzte, die nicht auf der Kaiſer=Wilhelm=
Aka=
demie für Militärärzte koſtenfreies Studium genoſſen
hatten, bei ihrem Eintritt in die Armee
Studiumgeldent=
ſhädigungen und manche Erleichterungen gewährte.
Cleichwohl vermehrte ſich die Zahl der Eintretenden nur
um ein Geringes, und ganz beſonders bei der letzten
Heeresvermehrung mußte ſich dieſer Mangel ganz
empfind=
luch bemerkbar machen. Es gab Zeiten, wo in den unteren
E=tellen 40 bis 60 Prozent fehlten, und wenn auch die
iSeren ſämtlich beſetzt waren, ſo mußten deren Inhaber
neeiſt einen Teil der Funktionen der unteren Militärärzto
noch mit übernehmen, mit dem Reſultat großer
Ueber=
lerſtung. Beiſpielsweiſe müſſen die Regimentsärzte
gleich=
zeitig den Dienſt der Stabsärzte des 1. Bataillons mit
wahrnehmen, höchſtens daß ihnen ein junger Aſſiſtenzarzt
nooch zur Verfügung ſteht, der bei vielen Bataillonen
ſo=
gar fehlt.
Jetzt endlich hat man ſich entſchloſſen, die
langjähri=
gen Forderungen der Militärärzte zu erfüllen und die
vor=
handenen Beſtimmungen, die eine Differenzierung mit ſich
brachten, aufzuheben, eine Maßnahme, die nicht nur in
teen beteiligten Kreiſen mit großer Genugtuung zu
be=
trüßen iſt, da ſie zweifellos indirekt der ärztlichen
Für=
ſorge in der Armee zugute kommen wird. Gewiß haben
umſere Militärärzte auch ſo in hohem Maße ihre Pflicht
erfüllt, und der glänzende Geſundheitszuſtand der
deut=
ſchen Armee im Gegenſatz zur franzöſiſchen iſt ein
treff=
liecher Beweis ihrer großen Tüchtigkeit, aber unſere
Sani=
tätsoffiziere werden jetzt um ſo freudiger ihren Dienſt
er=
füllen, und die jetzt zum Ausdruck gebrachte Anerkennung
wird man ihnen wohl gönnen; ſind doch aus den Reihen
ter Militärärzte Männer hervorgegangen, die der
Volks=
geſundheit unvergängliche Dienſte geleiſtet haben.
Vernichtete Reichskaſſenſcheine.
Eine offiziöſe Auslaſſung beſagt: Nach den
Be=
obachtungen der Reichsſchuldenverwaltung mehren ſich
ſtändig die Fälle, in denen Erſatz für
Reichs=
kaſſenſcheine erbeten wird, die aus Unachtſamkeit
ganz oder teilweiſe vernichtet worden ſind. Die Behörde
iſt ſehr oft außerſtande, dieſem Erſuchen zu entſprechen,
weil ſie nach den geſetzlichen Beſtimmungen nur dann
Erſatz leiſten darf, wenn entweder von einem echten
Reichskaſſenſchein ein Reſt vorgelegt wird, der mehr als
die Hälfte eines ſolchen beträgt, oder wenn es auf Grund
der beigebrachten Beweiſe als ausgeſchloſſen erachtet
wer=
den muß, daß die nicht vorgelegten, mehr als die Hälfte
betragenden Teile noch wieder zum Vorſchein kommen
können.
In der bei weitem überwiegenden Mehrzahl
derarti=
ger Fälle iſt der Schaden in der Weiſe erſtanden, daß in
größeren Betrieben bei den Lohnzahlungen die
Ar=
beiter verſchloſſene Lohntüten mit Hartgeld und
Papier=
geld erhalten, ſodann die Lohntüte zerriſſen, das Hartgeld
ausgeſchüttet und die zerriſſene Lohntüte mit dem noch
darin haftenden Papiergeld weggeworfen haben. Wenn
dann der Verluſt entdeckt worden iſt, ſo iſt häufig die
Lohntüte oder ein Teil davon nicht mehr aufzufinden
ge=
weſen.
Es ergibt ſich hieraus, daß offenbar weitere Kreiſe
ſich noch nicht genügend an den Gebrauch des Papiergeldes
und an die Notwendigkeit, es ſorgſam zu behandeln,
ge=
wöhnt haben. Ganz beſonders ſcheint dies da der Fall
zu ſein, wo die Lohnzahlung durch Lohntüten bewirkt
wird. Sehr wünſchenswert würde es ſein, wenn die
Preſſe hier belehrend und aufklärend wirken könnte.
Zu=
gleich auch könnte ſie Anregung zu der Prüfung geben,
ob und inwieweit die größeren gewerblichen und
kauf=
männiſchen Unternehmungen, welche Lohnzahlungen
mit=
tels Tüten leiſten, einerſeits unmittelbar belehrend auf
die Angeſtellten einwirken können, andererſeits aber durch
zweckmäßige Geſtaltung der Lohntüten, durch Wahl eines
ſchwer zerreißbaren Materials für dieſe, durch geeignete
Aufdrucke und ähnliche Mittel gewiſſe Geſahren für die
Scheine von vornherein auszuſchalten in der Lage ſind.
Deutſches Reich.
— Reiſepläne des Kaiſers. Der Kaiſer reiſt
am 3. März abends von Berlin nach Oldenburg ab. Dort
wird er dem Großherzog von Oldenburg einen kurzen
Beſuch abſtatten, um dann nach Wilhelmshaven
weiter=
zufahren, wo er der Rekruten=Vereidigung anwohnen
wird. In der Nacht vom 5. auf 6. März wird er auf der
„Deutſchland” nach Helgoland fahren; der 6. März iſt für
die Beſichtigung der Inſel beſtimmt. Ueber
Wilhelms=
haven wird der Kaiſer dann die Heimreiſe nach Berlin
antreten, wo er am 7. März mittags eintrifft.
— Eine Anti=Zentrumspartei? Die
Kund=
gebung des neuen Reichsausſchuſſes der Zentrumspartei
wird von dem „integralen” Kampforgan des Grafen
Op=
persdorff mit einer Stimmungsmache für die Bildung
eines Anti=Zentrums beantwortet. Klarheit und
Wahr=
heit veröffentlicht in dieſer Beziehung zunächſt eine
Er=
klärung des Pfarrers Holzamer in Mainflingen, der
we=
gen jener Kundgebung des Reichsausſchuſſes der
Zen=
trumspartei ſeinen Austritt aus letzterer erklärt, indem
er u. a. folgendes bemerkt: „Ich warte auf die Rückkehr
des Zentrums zu der alten katholiſchen Grundlage oder
noch beſſer auf das Erſtehen einer neuen Partei der
Katho=
liken, die nicht bloß ihren Grundſätzen und ihrem Wirken
nach, ſondern auch ihrem Namen nach katholiſch iſt, auf
die Katholiſche Volkspartei des Deutſchen Reiches, welche
ihr Weſen ſcharf definiert als „eine ihrer Art nach
poli=
tiſche Partei, welche immer und überall im Einklang ſteht
ſowohl mit dem Glauben und den Geboten der
katholi=
ſchen Kirche, als auch mit der Verfaſſung des Deutſchen
Reiches.” Auch aus dem Münſterlande läßt ſich
Klar=
heit und Wahrheit eine Zuſchrift ſenden, die mit ähnlicher
Tendenz gegen das Zentrum arbeitet. Es wird darin
ausgeführt, wie dort die ländlichen Kreiſe wegen der
„liſtigen Beſteuerung des Kindeserbes”, des
Landkranken=
kaſſengeſetzes uſw. gegen das Zentrum erbittert ſind. Die
Petrus=Blätter ſchlagen in dieſelbe Kerbe, wenn ſie einer
ausgeſprochen „katholiſchen” Kritik jener Kundgebung des
Reichsausſchuſſes der Zentrumspartei im Briefkaſten die
verſteckte Weiſung folgen laſſen, bei den Wahlen nicht
mehr für Zentrumskandidaten zu ſtimmen und ſich an den
Beiträgen für die Parteikaſſe nicht mehr zu beteiligen.
Bei der Schärfe, die der Gegenſatz zwiſchen dem „
politi=
ſchen” Zentrum und den integralen Katholiken
angenom=
men hat, erſcheint es nicht ausgeſchloſſen, daß dieſe
zen=
trumsfeindliche Stimmungsmache die Bildung einer
„katholiſchen” Partei einleitet. Doch muß man ſich vor
Ueberſchätzung dieſer Gegenſtrömung hüten.
— Die Deutſche Geſellſchaft für
Welt=
handel. Die Beſtrebungen auf eine Zuſammenfaſſung
der am deutſch=amerikaniſchen Güteraustauſche beteiligten
induſtriellen und kommerziellen Kreiſe ſollten bekanntlich
zur Gründung eines deutſch=amerikaniſchen
Wirtſchafts=
verbandes führen. Anläßlich dieſer Begründung
gepflo=
gene Verhandlungen ließen jedoch den Wunſch entſtehen,
dasjenige, was hier für das Gebiet der deutſch=
amerikani=
ſchen Wirtſchaftsbeziehungen geplant war, auf breiteſter
Grundlage möglichſt für alle großen Abſatzgebiete der
deutſchen Ausfuhr zu ſchaffen. Der endgültige
Satzungs=
entwurf wird in der im März ſtattfindenden Sitzung
feſt=
geſtellt werden. Angeſichts des großen Intereſſes, das ſich
in der Induſtrie für die neue Organiſation zeigt, legten
die beiden zentralen Induſtrieorganiſationen jedoch Wert
darauf, vor einer offiziellen Begründung der Geſellſchaft
mit den ihnen angeſchloſſenen Induſtriekreiſen noch nähere
Fühlung zu nehmen. Infolgedeſſen iſt die für den 26.
Fe=
bruar geplante Gründungsverſammlung der Deutſchen
Geſellſchaft für Welthandel vorläufig verſchoben worden,
dagegen findet Anfang März in Berlin eine Beſprechung
des Vorbereitungsausſchuſſes des deutſch=amerikaniſchen
Wirtſchaftsverbandes ſtatt, damit dieſer Ausſchuß
Ge=
legenheit hat, zu der Begründung der neuen Geſellſchaft
Stellung zu nehmen. Ebenſo werden bezügliche
Verhand=
lungen mit ſolchen Vereinigungen, die ähnliche Zwecke
verfolgen, insbeſondere mit den jetzt bereits beſtehenden
zweiſtaatlichen Verbänden, nach einer endgültigen
Feſt=
ſtellung der Satzungen geplant.
Ein Wort für die Gewerkſchaften.
Die Bayeriſche Staatszeitung kommt in ihrer letzten
Mon=
tagsſchau auch auf die Gewerkſchaftsfrage zu ſprechen,
wozu ſie ausführt:
Die Meinungsverſchiedenheiten, die innerhalb der
katholiſchen Kirche Deutſchlands ſeit einiger Zeit
aufge=
treten ſind, nehmen das Intereſſe der Oeffentlichkeit in
ſteigendem Maße in Anſpruch. Daß dieſe
Meinungs=
verſchiedenheiten bedauerlich ſind, darüber herrſcht in allen
jenen Kreiſen Uebereinſtimmung, die von der
Notwendig=
keit des Zuſammenſchluſſes aller auf gemeinſamem
poſi=
tivem Boden ſtehenden Elemente gegenüber den Feinden
unſerer religiöſen, ſtaatlichen und geſellſchaftlichen
Ver=
hältniſſe überzeugt ſind. Die Konſequenzen und
Begleit=
erſcheinungen, die ſich aus den modernen
Arbeitsverhält=
niſſen ergeben, können nicht ausſchließlich vom
Stand=
punkt der religiöſen Normen geprüft werden. Eine
etwas=
weniger reichliche Betonung des theoretiſchen
Standpunk=
tes in derartigen Fragen würde weſentlich zur
Ermitte=
lung eines gemeinſamen Weges zum gemeinſamen Zieke
beitragen. Es iſt zu hoffen. daß, nachdem man hüben
und drüben dieſen ſeinen theoretiſchen Standpunkt mit
hinreichender Deutlichkeit präziſiert hat, allmählich eine
Beruhigung der Gemüter eintritt. Eine ernſthafte
Ge=
fährdung des Beſtandes der chriſtlichen Gewerkſchaften
könnte als ein Erfolg doch nur von der Sozialdemokratie
gebucht werden, was wohl von keinem der beiden Lager
gewünſcht werden kann.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Die deutſch=böhmiſche Verſtändigung.
In einer am Montag nachmittag in Wien abgehaltenen
Beratung der deutſch=böhmiſchen Abgeordneten wurde
be=
ſchloſſen, am 1. März eine Vollverſammlung der
deutſch=
böhmiſchen Abgeordneten nach Prag einzuberufen.
Maß=
gebend für den Beſchluß iſt der Umſtand, daß den einzelnen
Parteien noch die Möglichkeit geboten werden ſoll, vor der
endgültigen Beſchlußfaſſung ihrerſeits ſich ſchlüſſig zu
werden.
Frankreich.
Der Sieg der Regierung. Die Agence Havas
teilt mit: Die Beruhigung in der Kammer, die zur
An=
nahme der Unterſuchung führte, war die Folge einer
wichtigen Beratung, die am Montag im
Finanzmini=
ſterium zwiſchen Caillaux, Doumergue, Viviani und
meh=
reren Abgeordneten der Linken ſtattgefunden hatte. Die
dabei Verſammelten waren der Anſicht, daß eine
Mi=
niſterkriſis am Vorabend der Wahlen beklagenswerte
Fol=
gen haben werde und daß die republikaniſche Mehrheit
eine ſolche Kriſe vermeiden müßte. Es wurde anerkannt,
daß die Angelegenheit mit Annahme der Unterſuchung
beendet ſein könne unter der Bedingung, daß dieſe nicht
den Grundſatz des Dreijahrgeſetzes in Frage ſtelle. Das
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. Februar 1914.
Nummer 56.
Ergebnis der Kammerſitzung wird in der Pariſer Preſſe
eifrig beſprochen.
Die radikalen Blätter erklären mit großer
Befrie=
digung, daß die Debatte mit einer Niederlage des von
Briand begründeten Verbandes der Linken geendigt habe.
Der Radical meint, die Bilanz des Tages beſtehe für
die=
ſen Verband und deſſen rückſchrittliche Anhänger darin,
daß ſie ſich ſowohl in bezug auf die Reden auf der
Tri=
büne wie bei der Abſtimmung einer vollſtändigen
Ent=
haltung befleißigt hätten. — Jaurés ſchreibt in der
Huma=
nité: Das verunglückte Eingreifen Millerands wird die
Zerſetzung des Verbandes der Linken beſchleunigen. Aber
auch das Miniſterium braucht auf dieſen Tag nicht ſtolz zu
ſein. Es hatte zwar eine „triumphierende Mehrheit”,
aber nur, weil es jeder Erklärung über die dreijährige
Dienſtzeit ausgewichen iſt. Die Sozialiſten haben
des=
halb in dem ganzen Streite nichts zu ſuchen gehabt und
ſich der Abſtimmung über den Antrag Abel=Ferry
ent=
halten. Nach der Schilderung des Kriegsminiſters
Nou=
lens von der unheilvollen Unvorſichtigkeit, mit der das
Dreijahrgeſetz von ſeinen Urhebern durchgeführt worden
iſt, kann man ſich fragen, wie lange dieſes unglückliche
Geſetz ſein Daſein noch fortſchleppen wird. — Die
kon=
ſervativen Blätter erklären, die Regierung und die
ge=
einigten Radikalen hätten auf der ganzen Linie die Flucht
ergriffen, ſo daß es ihren Gegnern nicht möglich geweſen
ſei, ſie zu faſſen und anzugreifen.
Zu dem Bergmannsſtreik wird) gemeldet:
Der Streik der franzöſiſchen Bergleute, der am Montag
begann, iſt in Süd= und Mittelfrankreich ſo gut wie
all=
gemein. Im Norden dagegen iſt die Arbeit nicht
nieder=
gelegt worden. Aus St. Etienne wird gemeldet, daß im
ganzen Loiregebiet kein einziger Bergmann eingefahren
iſt, ebenſo iſt der Streik allgemein in den Gebieten von
Douai, Marſeille, Maton, Cranſac und Béziers. In
Courriére ſtreiken von 6000 Bergleuten nur 1100. In den
Dep. Nord und Pas de Calais, ſowie in der Gegend von
Grenoble wird die Arbeit fortgeſetzt.
serbien.
In Beſprechung der politiſchen Lage
auf dem Balkan ſtellt das Regierungsorgan
Samou=
prawa u. a. feſt, daß Bulgarien durch Drohungen das zu
erlangen hoffe, was es durch brutale Gewalt nicht
er=
reichen konnte. Bei neuen Konflikten, die jedenfalls durch
dieſe Haltung Bulgariens hervorgerufen werden könnten,
würden die Verbündeten, die im Vorjahre trotz der
bul=
gariſchen Grauſamkeiten das beſiegte Bulgarien ſchonten,
nur ihr legitimes Recht ausüben, wenn ſie alle
Maßnah=
men ergriffen, um ſich für die Zukunft gegen derartige
un=
erwünſchte Eventualitäten vollkommen zu ſichern. In
die=
ſer Hinſicht würden die Verbündeten zweifellos die
Bil=
ligung Europas finden, das ohne Zweifel recht habe,
wenn es Frieden auf dem Balkan wolle. Am Schluſſe
des Artikels wird der Türkei der Rat gegeben, Chios und
Mytilene aufzugeben, weil ſie noch Schlimmeres erleben
würde, wenn ſie den Frieden ſtöre.
Die Verluſte der Serben im letzten
Kriege. Der Kriegsminiſter teilte in der Skupſchting
folgende Zahlen über die Verluſte der ſerbiſchen Armee
in den letzten beiden Kriegen mit: Im ſerbiſch=türkiſchen
Kriege hatte die ſerbiſche Armee 5000 Tote und 18000
Verwundete, im ſerbiſch=bulgariſchen Kriege 7—8000 Tote
und 30000 Verwundete. 2500 Leute ſtarben infolge ihrer
Verletzungen 11—12000 an Krankheiten und 4300 an der
Cholera, von den letzteren entfallen 4000 auf den
ſerbiſch=
bulgariſchen Krieg.
Rumänien.
Bei den Senatswahlen aus dem zweiten
Wahlkollegium wurden gewählt 47 Liberale, 2
Konſer=
pative und 1 Demokrat. Zwei Stichwahlen ſind
erforder=
lich. Unter den Gewählten befindet ſich auch der Miniſter
des Innern Mortzun.
Japan.
Der Marineſkandal. Das Marinedepartement
gibt bekannt: Die zur Unterſuchung der
Beſtechungsange=
legenheit in der Marine eingeſetzte Kommiſſion iſt auf=
gelöſt worden. Die geſamte Unterſuchung befindet ſich
jetzt in den Händen der Marinegerichtsbehörde. Der
Staatsanwalt gibt bekannt, er werde vor Eröffnung des
Gerichtsverfahrens keine weiteren Eröffnungen machen.
* Homburg v. d. H., 24. Febr. Die erſte
Durch=
ſicht der Wehrſteuererklärungen hat nach einer
Bekanntgabe des hieſigen Landratsamts ergeben, daß in
dieſem Jahre annähernd 6 Millionen Mark
Kapitalver=
mögen im Taunusgebiet mehr deklariert wurden.
* Fürſt oder König? Die Köln. Ztg. ſchreibt:
Nach der Anſprache Eſſad Paſchas an den Prinzen
Wilhelm zu Wied und der Annahme des Thrones
durch den Prinzen ſelbſt iſt die Streitfrage aufgetaucht,
ob der Titel des neuen Herrſchers auf dem Balkan Fürſt
oder König iſt. Die Meldungen über die Feierlichkeiten
im Schloſſe zu Neuwied und in Waldenburg verzeichnen
beide Titel, und hiernach haben ſich die einen Blätter für
den Fürſten=, die anderen für den Königstitel entſchieden.
Was iſt richtig? Die Rede Eſſad Paſchas wurde in
alba=
niſcher Sprache gehalten; in ihr ſoll es nur einen Ausdruck
für die beiden Begriffe Fürſt und König geben. Es dürfte
alſo an der Ueberſetzung liegen. Dieſe Ueberſetzung
frei=
lich dürfte im Schloſſe zu Neuwied dem Prinzen Wilhelm,
dem Brauch gemäß, vorgelegen haben, wogegen wiederum
ſpricht, daß der Fürſt vorher ausdrücklich erklärt haben
ſoll, er gehe nur als Fürſt nach Albanien; die Zeit für ein
Königtum Albanien ſei noch nicht gekommen. Jedenfalls
iſt Albanien von den Mächten nur als
Fürſten=
tum aufgeſtellt worden. Im übrigen iſt die Hauptſache,
daß der Staat Albanien die Segnungen eines eigenen
Herrſcherhauſes erfährt und daß der Prinz aus dem Hauſo
Wied ſeine ſchwere Aufgabe antritt.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 25. Februar.
Aus dem Staatsdienſt entlaſſen haben Se.
Königl. Hoheit der Großherzog den außerordentlichen
Profeſſor an der Techniſchen Hochſchule zu Darmſtadt
Dr. Bernhard Neumann auf ſein Nachſuchen mit
Wirkung vom 1. April 1914.
g. Verwaltungsgerichtshof. In der am Samstag,
den 28. Februar, ſtattfindenden Sitzung des Großh.
Verwaltungsgerichtshofes kommt eine
beſon=
ders weite Jagdkreiſe intereſſierende Angelegenheit zur
Verhandlung. Es handelt ſich um die Entſcheidung über
die Verpachtung der Gemeindejagd in
Unterſchönmattenwag. Die Verhandlung in
die=
ſer Sache iſt öffentlich und findet vormittags 9¾ Uhr
im Sitzungsſaale des 2. Zivilſenats des
Oberlandes=
gerichts (altes Gerichtsgebäude) ſtatt.
— Vom Großh. Hoftheater. Heute gelangt Richard
Wagners „Der fliegende Holländer” mit
Kam=
merſänger Georg Weber in der Titelpartie unter Leitung
von Hofkapellmeiſter de Haan und Regiſſeur Lert im
B=Abonnement zur Aufführung. Am Donnerstag beginnt
der diesjährige Ibſen=Zyklus mit der
Neueinſtudie=
rung von „Baumeiſter Solneß” Auf die vier
Vorſtel=
lungen des Zyklus, „Solneß” Stützen der Geſellſchaft”,
„Borkman” und „Rosmersholm” wird ein Sonder=
Abonnement zu ermäßigten Preiſen eröffnet, mit deſſen
Ausgabe geſtern nachmittag an der Hoftheatertageskaſſe
be=
gonnen worden iſt und deſſen Verkauf an den folgenden
Tagen fortgeſetzt werden wird. Die vier Vorſtellungen
des Zyklus finden im Rahmen der
Abonnementsvorſtel=
lungen ſtatt, und zwar fällt jedem Buchſtaben eine
Vor=
ſtellung zu. Zu den Einzelvorſtellungen gelten die
klei=
nen Preiſe. Mit der Anſetzung der erfolgreichen
Neu=
inſpenierung des „Kaufmanns von Venedig” für
Freitag entſpricht die Hoftheaterleitung vielfach
ge=
äußerten Wünſchen. In der erſten Wiederholung des
Luſtſpiels, das anläßlich des Heine=Gaſtſpiels mit größter
Freude begrüßt wurde, ſpielt ſnſer Charakterſpieler Kurt
Weſtermann erſtmalig die Rolle des „Shylok” Am
Sonn=
tag erſcheint Hermann Bahr, der erfolgreiche
Luſt=
ſpieldichter und Literat, als Vortragender im Hoftheater.
Bahr, der hier als vorzüglicher Sprecher bekannt iſt, wird
einen Vortrag über „Schauſpielkunſt halten. Die
Perſon des Vortragenden und die Wahl des Themas
ſichern dem Vortrag, der in Form einer Matinee im
Hof=
theater ſtattfindet, im voraus das größte Intereſſe.
D Ausländiſche Schwindelanzeigen. Seit einigen
Jahren erſcheinen in zahlreichen deutſchen Zeitungen von
London ausgehende Anzeigen, deren ſchwindelhafte
Grundlage eigentlich von vornherein einem Zweifel nicht
begegnen ſollte. Trotzdem fallen ihnen immer wieder
un=
erfahrene Perſonen zum Opfer. Es ſei deshalb in
folgen=
dem auf einige dieſer Anzeigen beſonders hingewieſen:
„Profeſſor Roxroy, 177a Kenſington High Street
London W.” erbietet ſich gegen Einſendung eines
Geld=
betrages den Charakter zu deuten und eine Lebensvorauss
ſage zu ſtellen. Ein angeblicher Elmer S. Knowles
ſowie ein „National Inſtitute of Seiencest=
Dep. 3010 A., Weſtminſter Bridge=Road Nr. 258, London
S. E., behaupten, „das Geheimnis myſteriöſer Macht ſei
endlich enthüllt; eine einfache Methode zur Kontrolle der
Gedanken und Gewohnheiten eines anderen”, ſowie zur
Beeinfluſſung eines, auch Tauſende von Meilen
entfern=
ten Menſchen könne durch das Werk des „Profeſſors
Know=
les” erlernt werden. Das Werk werde durch das Inſtitut
mit Hilfe eines hierzu gegründeten Fonds von 100000
Mark koſtenlos verteilt. (In Wirklichkeit werden von dem
Beſteller für das Buch nebſt einem „radio=hypnotiſchen
Kriſtall” 120 Mark verlangt.) Ein „Hugh Mc. Kean
Dep. 1506 A. Nr. 41, Tothill Street, London SW., endlich
erzählt, er habe innerhalb von zwei Jahren „mit einen
Idee und 40 Mark als Anfangskapital” 100000 Mark ver
dient. Sein Buch: „Gewinnbringende Gelegenheiten im
Poſtorder=Geſchäft” lehre, wie man „auf ehrliche,
auf=
richtige und gewiſſenhafte Weiſe” Geld erwerben könne
Das Buch ſende er auf Wunſch unentgeltlich zu; für
Porto=
gebühren könne indeſſen der Beſteller 20 Pfg. in
Brief=
marken der Beſtellung beifügen. — Alle dieſe Firmen ſind
Unternehmungen eines Amerikaners Elmer S. Prag
ther, der, wie man ſieht, in der Wahl von Decknamen
nicht unerfinderiſch iſt. Er hat auch noch andere
Firmen=
bezeichnungen zu ſeiner Verfügung, ſo „The Univerſal
Mail Order Inſtitute” 260 Weſtminſter Bridge
Road. London S.E. Man ſollte ſich jedenfalls als ven
nünftiger Menſch auf Anzeigen des beſchriebenen oden
eines ähnlichen Inhalts, wie ſich auch der Anpreiſende
nennen mag, nicht einlaſſen. Die erſehnten Glücksgüten
ſind durch die Hilfe des amerikaniſchen Menſchenfreunde
ſicherlich nicht zu erlangen.
— Führungen im Landesmuſeum. Die 11. Führung
findet Sonntag, den 1. März 1914, ſtatt. Thema: Möbel
und Zimmereinrichtungen; Renaiſſance, Barock und
Rokoko. Ausnahmsweiſe beginnt die Führung bereits
vormittags 8¼ Uhr und können 25 Karten ausgegeben
werden, die von Donnerstag bis Samstag um 12 Uhn
im Verkehrsbureau unentgeltlich zu haben ſind.
Einlegung von Gas= und Waſſerleitungen.As
Richtſchnur zur Behandlung von Geſuchen für Einlegung
von Gas= und Waſſerverſorgungs=Leitungen, ſowie zu
Aufſtellung von Laternen zur Straßenbeleuchtung wurden
im Jahre 1903 „Grundſätze” aufgeſtellt, die ſich in manchen
Hinſicht als nicht mehr ganz zeitgemäß erwieſen. Von der
ſtädtiſchen Verwaltung wurden daher neue Grundſätze
ausgearbeitet, die kürzlich die Billigung der
Stadtverord=
netenverſammlung fanden und deren wichtigſte
Beſtim=
mungen und Aenderungen von allgemeinem Intereſſe ſein
dürften.
Außerhalb des Bebauungsplanes werden
derartige Leitungen auf Antrag nur dann verlegt, wenn
die Intereſſenten die entſtehenden Koſten zinsfrei vorlegen.
Innerhalb des Bebauungsplanes können die
Leitun=
gen in noch nicht ausgebauten Straßen eingelegt werden,
wenn die Antragſteller bereit ſind, die entſtehenden Koſten,
dem heutigen Geldſtand entſprechend, mit 6 Prozent zu
verzinſen. Als Erleichterung wurde die neue Beſtimmung
eingeführt, daß auf den Zinsbetrag der Ueberſchuß der
Einnahme aus Gas= und Waſſergeld über den jeweils
feſt=
geſetzten Selbſtkoſtenbetrag aufgerechnet wird. Hierdurch
werden ſich in allen Fällen die wirklich zu zahlenden
Zins=
beträge weſentlich verringern oder von vornherein ganz
verſchwinden. Die Zinsverpflichtung erliſcht, wenn der
Ueberſchuß der Einnahme den Zinsbetrag in drei
aufein=
anderfolgenden Jahren erreicht hat. Der Anſchluß
öffent=
licher Laternen, Hydranten oder Brunnen gibt keinerlei
Anſpruch auf vorzeitige Rückzahlung der vorgelegten
Koſten oder auf Erlaß der Zinsverpflichtung. Bei
Aufſtel=
lung von Laternen in obenerwähnten Straßen ſind die
Beſtimmungen über Vorlage bezw. Verzinſung der
An=
lagekoſten die gleichen wie vorſtehend bei den Anſchluß
leitungen. Die Koſten für Gasverbrauch und Bedienung
der Anlage ſind von den Intereſſenten ebenfalls zu
bezah=
len. Die Verpflichtungen erlöſchen, ſobald die Gaswerks
Deputation erklärt, daß ein öffentliches Intereſſe an der
Beleuchtunganlage vorliegt.
Vortrag über Spitzenkunſt. Auf den Vortrag, den
Fräulein Dr. Schuette aus Leipzig im Anſchluß an die
Spitzenausſtellung des Gewerbemuſeums
Eine hiſtoriſch=denkwürdige
Generalswohnung.
n. Aus Kaſſel ſchreibt man uns: Der vor kurzem
zum komandierenden General des 11. Armeekorps in Kaſſel
ernannte Generalleutnant Otto von Plüskow hat nunmehr
ſeine Dienſtwohnung, ein altes, ſchloßartiges Gebäude an
der „Schönen Ausſicht” bezogen, an das ſich manche
hiſto=
riſche Erinnerung knüpft. Der langgeſtreckte Bau wurde
im Jahre 1709 als Palais für den Prinzen
Georg von Heſſen errichtet und erſcheint äußerlich
durchaus ſchmucklos ja, faſt nüchtern. Seine Lage iſt jedoch
eine überaus reizvolle. Von den Fenſtern des Schloſſes blickt
man auf die alten rauſchenden Baumkronen des ſchönen
Karlsaueparkes hinab, der ſich unmittelbar am Fuße des
hochliegenden Gebäudes ausbreitet. Weiter ſchweift das
Auge meilenweit über das herrliche Fuldatal hinweg bis
zu den im Hintergrunde aufragenden maleriſchen
Kon=
turen des heſſiſchen Berglandes mit dem Kaufunger Wald
und dem Meißnergebirge.
Seine bedeutſamſte Rolle ſpielte das ehemalige
Prinzenpalais zur Zeit der franzöſiſchen
Fremd=
herrſchaft in Kaſſel. Im Jahre 1811, während der
„luſtike‟ Weſtfalenkönig Jéröme in der kurheſſiſchen
Haupt=
ſtadt das Szepter führte, brach in dem alten
ehr=
würdigen, unmittelbac an der Fulda gelegenen Schloſſ
des Landgrafen Philipps des Großmütigen, das dem
König Jéröme als Hofſitz diente, eine gewaltige
Feuers=
brunſt aus, die den ſchönen Bau faſt vollſtändig in Aſche
legte. Da Jéröme auf Anraten ſeiner abergläubiſchen und
furchtſamen Gemahlin einen Wiederaufbau des
landgräf=
lichen Schloſſes nicht vornehmen wollte, war er gezwungen,
ſich einen anderen Aufenthaltsort zu ſuchen. Seine Wahl
fiel auf jenes ſchlichte Gebäude an der „Schönen Ausſicht”
deſſen prächtige Lage es ihm angetan haben mochte. Hier
verbrachte der König Weſtfalens die beiden letzten Jahre
ſeiner kurzen Herrlichkeit, bis ihn 1813 die anrückenden
ruſſiſchen Truppen für immer aus Kaſſels Mauern
ver=
trieben. Die Weltgeſchichte iſt eine launenhafte Dame:
dieſelben Gemächer, in denen zu Zeiten der tiefſten Er=
niedrigung Deutſchlands der flatterhafte Sinn des fremden
Herrſchers ein galantes Hofleben von verſchwenderiſcher
Pracht entfaltete, ſie hallen heute von den derben Tritten
biederer Ziehleute wieder, die keuchend die Möbel eines
Armeebefehlshabers des geeinigten deutſchen Kaiſerreiches
an die Wände rücken!
Bei dieſer Gelegenheit mag übrigens ein franzöſiſches
Scherzwort über den neuen Bewohner des Jéröme=
Palais angebracht ſein. Als Herr von Plüskow vor
Jahren in Paris an der Beerdigung eines Präſidenten
der franzöſiſchen Republik teilnahm, erregte der Offizier
durch ſeine gewaltige Körpergröße nicht geringes
Auf=
ſehen. Irgend ein geiſtreicher Pariſer prägte damals in
aufrichtiger Bewunderung dieſer Hünengeſtalt das
hübſche Wortſpiel: Ma foi! Monsieur Plüskow est plus
au haut!
Feuilleton.
C. Meteorologiſches aus Heſſen. (Vgl. Nr. 28 dieſes
Blattes vom 28. Januar.) Der verfloſſene Januar war
unter vorwiegendem hohen Luftdruck in den meiſten Teilen
des Landes der kälteſte Wintermonat ſeit dem Februar
1895 und blieb hinter dem 10jährigen Mittel von 1901 bis
1910 um 2½ bis 3 Grad Celſius zurück. Die Monatsmittel
bewegen ſich zwiſchen —5,0 Grad in Neunkirchen und
— 1,8 in Mainz (Darmſtadt: — 2,4), aber auch Lauterbach
mit Monatsmitteln von — 4,6 und Schotten mit — 4,1
weiſen noch Kältegrade auf, wie ſie ſeit langem nicht mehr
beobachtet worden waren. Hinſichtlich der tiefſten Stände
bilden Lauterbach mit — 19,9 und Mainz mit — 10.7 Grad,
beides am 1., die Gegenſätze (Darmſtadt: — 12,0 am 23.),
während die Höchſtſtände zwiſchen 7,9 Grad in Mainz und
3,9 in Schotten ſchwanken (Darmſtadt: 6,3). Die
Bewöl=
kung war in Neunkirchen mit einem Prozentſatz von 47
und 9 heiteren Tagen am geringſten, in Darmſtadt mit
69 Prozent und nur einem heiteren Tag am größten.
Die meiſten Froſttage (29) weiſen Schotten und
Neun=
kirchen auf, wogegen Gießen. Mainz und Offenbach nur
23 verzeichneten (Darmſtadt: 24). Auch die Zahl der
Eis=
tage d. h. ſolcher, an denen die Temperatur ſtändig unter
Null blieb, wan bedeutend; die Gegenſätze bilden hier
Darmſtadt, Mainz, Offenbach, Michelſtadt mit 15, gegen
über Schotten mit 19. Die Niederſchläge fielen faſt aus
ſchließlich zu Anfang und zu Ende des Monats; die Pen
riode vom 11.—26. blieb faſt völlig trocken. Die Abwei
chungen von dem 10jährigen Durchſchnitt waren faſt nil
ends bedeutend nur Worms war auffallend naß und ein
Teil Oberheſſens entſchieden zu trocken. Die Gegenſätzt
ſtellen ſich auf 88,6 Millimeter in Waldmichelbach und 1
in Lich (Darmſtadt: 44,3). In Lauterbach betrugdie
höchſte Tagesſumme nur 4 Millimeter gegenüber 29,7i
Waldmichelbach. In Ulrichſtein gab es 18 Schneetage, in
Grolsheim (Kreis Bingen) nur 3 (Darmſtadt: 10). Die
Schneedecke erreichte im Vogelsberg bis zu 1 Meter und
im Odenwald bis zu 60 Zentimeter, und blieb dort wähl
rend des ganzen Monats liegen, während in der
Rhein=
ebene, z. B. in Darmſtadt, eine ſolche nur vom 1.—4. und
vom 27. bis Monatsende vorhanden war und gerade
während der großen Kälteperiode vom 11.—25., der Boden
ungeſchützt blieb. Vereinzelt meldet Groß=Gerau einen
Hagelfall. Die Waſſerſtände vom Rhein und Maiſ
überſteigen den Mittelwert nicht unbedeutend als Folg
eines ſtarken Anſchwellens um die Monatsmitte. Die ge
nannten Flüſſe, ſowie der Neckar brachten einigemäll
Treibeis und der Main war vom 25. an bei Groß=
Stein=
heim und Raunheim zugefroren.
— Die Seele der Frau — im Fingernagel. Zahlloſ
Dichter und Weiſe haben es verſucht, die Seele der Frau
zu ergründen, aber keiner iſt bisher auf den Gedanken
kommen, durch den eine New=Yorker Manicure das ewige
Problem gelöſt haben will. Ihr Handwerk hat Adelé
Ritchie darauf geführt, daß das Spiegelbild der weiblichen
Seele ſich in den Nägeln darſtelle, und in einem längeren
Aufſatz teilt ſie ihre Entdeckung allen mit, die ſich für dieſe
merkwürdige Methode der angewandten Pſychologie
intereſſieren ſollten. Beſonders jungen Männern, die ſich
eine Gefährtin fürs Leben erküren wollen, empfiehlt ſie ihr
neuartiges Syſtem des Charakterleſens. Die Erwählte
hat z. B. lange halbmondförmige Nägel, die zart roſag
färbt ſind und einen vollkommen weißen Mond haben
Dann iſt ſie ziemlich nachläſſig und träge und ein Mann
der nicht ſehr gute Nerven hat, wird mit ihr eine unglück
liche Ehe führen. Ein kurzer dicker Nagel mit ſtark ühen
Sonntag, den 1. März, vormittags 11¼ Uhr, in der
Ma der Großh. Landesbaugewerkſchule (Neckarſtraße 3)
hſten wird, ſei nochmals hingewieſen. Der Name der
rtragenden iſt durch wertvolle Veröffentlichungen auf
I Gebiete der Geſchichte der Spitze bekannt, und der
Ertrag, der durch Lichtbilder erläutert werden ſoll, wird
ſih nicht nur auf dem Boden des Spezialfachs bewegen,
kodern die Zuſammenhänge mit der allgemeinen
Kunſt=
chichte und der Geſchichte der Mode betonen. So wird
* Vortrag dazu beitragen, den Beſuch der Spitzenaus=
Aung fruchtbarer und anregender zu machen. Der
Ein=
ſt zum Vortrag, an den ſich eine Führung durch die
sſtellung anſchließen wird, iſt frei.
— Darmſtädter Vortragsverband. Die Rezitation
Richard Wagners Parſifal”=Dichtung durch
ſern Hofrat Hugo Edward, der man in unſeren
Mſliebenden Kreiſen mit beſonderem Intereſſe
entgegen=
iht, iſt wegen der Ueberfülle von Veranſtaltungen, die
ſ Ende März und Anfang April hier bevorſtehen, auf
Prtag, den 20. April, verſchoben worden.
— Deutſch=Evangeliſcher Frauenbund, Ortsgruppe
Arnſtadt. Von der Verloſung zum Beſten des
Abend=
ſns ſind eine Anzahl Gewinne nicht abgeholt worden.
iche Gewinnliſte vom Freitag, den 20. Februar.)
Die=
en können Donnerstag, den 26. Februar, nachmittags
Um 3 bis 6 Uhr, im Abendheim, Waldſtraße 21, in
Emp=
ſtg genommen werden. Nicht abgeholte Gewinne ver=
Alin zum Beſten des Vereins.
In Amerika verſtorbene Heſſen. Herr William Funk
ſth infolge eines Herzſchlages. Herr Funk wurde am
Pärz 1856 in Hamm, Heſſen=Darmſtadt, geboren und
m als 14jähriger Jüngling nach Amerika. — Unterm
Februar wird aus Chikago, Ill., gemeldet: Mit Herrn
iry Greenebaum, welcher hier im Alter von 80
ähren ſtarb, iſt ein Mann dahingeſchieden, welcher einſt,
etwa vier Dezennien, unter den Deutſch=Amerikanern
ſerer Stadt eine hervorragende Rolle ſpielte. Er war
Jahre 1833 in Eppelsheim in Heſſen=Darmſtadt
Piren und folgte im Alter von 15 Jahren ſeinem Bruder
Gas nach Amerika. — Aus Columbus, Ohio, wird unterm
Webruar berichtet: Frau Barbara Kraft, geborene
idrich, die langjährige Lebensgefährtin von Herrn
ſüms Kraft, iſt geſtorben. Frau Kraft, eine brave deutſche
lſat, welche ſich wegen ihres freundlichen, ſtets hilfsberei=
Weſens eines großen Freundeskreiſes erfreute
nd beſonders unter den Mitgliedern von der
Evangeliſch=
oteſtantiſchen St. Johannes=Gemeinde (Paſtor T.
Leh=
min), und deren Frauenverein, denen ſie ſeit langen
Jah=
in Treue angehörte, ſehr beliebt war, erblickte am 28.
Aguſt 1827 in Seidenbach in Heſſen=Darmſtadt das
Uhr der Welt, erreichte alſo ein Alter von faſt 86½ Jahren.
e kam im Jahre 1858 mit ihrem Bruder, dem vor
Jah=
verſtorbenen bekannten Gärtnereibeſitzer Adam
Fend=
ſ nach Amerika. Ebenfalls in Columbus, Ohio, iſt am
ebruar Frau Anna Maria Horch, geb. Knies, die
Atwe des vor drei Jahren ihr im Tode vorangegangenen
dſchen Pioniers Heinrich Horch, geſtorben. Die Ent=
Pfene wurde am 6. Dezember 1829 in Heſſen=Darmſtadt
piren, erreichte ſomit ein Alter von 84 Jahren. Sie kam
Ploreijähriges Kind nach Amerika. — In ſeinem Heim
Little Pine Creek Road, Indiana Townſhip, unweit
Atsburg, Pa., ſchied am 3. Februar Herr Georg
Slumph, nach zweijährigem Krankenlager in ſeinem
Lebensjahre von dieſer Welt. Der Entſchlafene
er=
ſchte am 8. Juli 1856 zu Brensbach im Großherzog=
In Heſſen das Licht der Welt. Nachdem Herr Schlumph
ſn Jahre im alten Vaterlande als Lehrer tätig ge=
Iſen, kam er im Frühjahr 1886 nach Amerika. — Aus
tisburg, Pa., wird berichtet: Die Aſche von Herrn
Liedrich Heiſt, welcher vor wenigen Tagen in Me
Kees=
rt nahe Pittsburg, im Alter von 50 Jahren verſtarb
ud deſſen Leiche in Pittsburg verbrannt wurde, iſt per
krtpoſt nach der alten Heimat geſandt worden. Das
ßlet war an zwei Brüder des Verſtorbenen, Philipp und
ſirriſt Heiſt, in Reichelsheim, Heſſen=Darmſtadt,
ſriſſſiert, welche die Aſche zwiſchen den Gräbern der
bei=
h Eltern eingraben werden. Man glaubt, daß dieſes
s erſte Paket ſeiner Art war, das nach dem Auslande
endt wird.
S Milchreviſionen. Während des Monats Januar
ſd durch die hieſige Polizei 3842 Milchreviſionen
vor=
meemmen worden. Hierbei wurden drei Proben teils
teen Waſſerzuſatz und teils wegen zu geringem
Fett=
halts beanſtandet und dem chemiſchen
Unterſuchungs=
nt zur Unterſuchung übergeben. Infolge dieſer
Bean=
ſirdungen und zwecks Aufklärung des Sachverhalts
ſr die Erhebung von drei Liefer= und zwei Stallproben
erforderlich. 24 Liter gewäſſerte Milch ſind beſchlagnahmt
worden.
— Aſchermittwoch, Ludwigshöhe. Das übliche
Mitt=
wochskonzert wird bei einem beſonders gewählten
Programm den Teilnehmern der Karnevalveranſtaltungen
beſonders erwünſcht ſein, weil der hiermit verbundene
Spaziergang durch den Wald nur gut bekommen wird.
Der muſikaliſche Teil liegt in den Händen einer Abteilung
der Kapelle des Artillerie=Regiments Nr. 61.
* Salvatorfeſt im Bürgerkeller. Am Donnerstag
fin=
det im Bürgerkeller großes Salvatorfeſt ſtatt,
worauf auch an dieſer Stelle hingewieſen ſei. (Siehe Anz.)
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
* Der Richard Wagner=Verein wird auf
ſeinem am nächſten Montag ſtattfindenden 224.
Vereins=
abend dem Darmſtädter Publikum wieder die
Bekannt=
ſchaft mit einem Pianiſten erſten Ranges vermitteln: dem
Pariſer Maurice Dumesnil. Wir leſen über ihn
im „Düſſeldorfer General=Anzeiger”: „Das war wieder
einmal ein großer Abend, der vergangene Samstag, an
dem der hier noch unbekannte Pianiſt Maurice
Du=
mesnil im faſt vollen Ibachſaal ſeine große Kunſt
er=
klingen ließ. Schon der Feinſchliff des techniſchen
Rüſt=
zeugs, der aller Nüancen fähige, ſtets weiche Anſchlag,
ganz beſonders aber der Eigenwuchs der muſikaliſchen
Anſchauung, die eminente Fähigkeit des Geſtaltens ließen
von Anfang an den Spieler der Extraklaſſe erkennen. Er
begann mit Mozart, und er kann Mozart ſpielen. Das
war alles ſo duftig, klarflüſſig und leichtbeſchwingt, von
ſo perlender Geläufigkeit, ſtiliſtiſch delikat und fein
ge=
troffen. Dann kam Bach mit dem Präludium und der
Fuge in A-moll in der ganz ausgezeichneten
Klavierbe=
arbeitung von Emanuel Moor. Ich muß geſtehen, daß
ich noch ſelten ein ſo lebendiges und zugleich
monumen=
tales Bachſpiel gehört habe. In großartiger, ganz
orgel=
mäßiger Schattierung baute er das herrliche Werk zu
machtvoll ragender Größe auf. Die Hörer gerieten denn
auch in eine Erhebung und Begeiſterung, die den ganzen
Abend über anhielt. Hervorragend in ihrer beſonderen
Art war auch ſeine Vorführung der Appaſſionata.
Deut=
ſche bedeutende Spieler faſſen das Werk anders an. Aber
Dumesnils Auſſaſſung war ſo einheitlich und
abgeſchloſ=
ſen, die Gliederung ſo klar und plaſtiſch, daß ſein feuriges
Spiel vollkommen überzeugte und gewann.”
Karneval in Darmſtadt.
St. Heute ſind ſie verrauſcht, die Tage der Freude.
Freundlich und harmlos iſt der neue Tag aufgegangen, der
erſte im Philiſterjahr. Freundlich und heiter lächelt die
Sonne, wie ſie geſtern den ganzen für viele ſo herrlichen
Tag gelächelt hat. Strahlend ſchön, als ſpüre die liebe
alte Dame mit einem Male ſelbſt das Verlangen, ſich mit
zu freuen, ihrer Strahlen Gold um die Wette gleißen
und leuchten zu laſſen mit all dem Tand und Flitter
er=
borgten Glanzes, der die Freudentage unter Prinz
Karne=
vals goldenem, befreiendem Szepter umleuchten mußte.
Umleuchten mußte, damit die mit mehr oder weniger
Gewaltanwendung herbeizitierte innere und äußere
Sorg=
loſigkeit und genießende Freude unterm Schutz der
Narrenkappe, der Tauſende ſich hingaben in dieſen Tagen,
auch erſtrahle für alle die, die dem Philiſtertum die
Treue zu brechen, ſich nicht entſchließen konnten. Damit
ſie in ein einziges großes Vergeſſen hülle die Laſten und
Sorgen des Alltags mit Steuererhöhung und Wehrſteuer
mit Beamtenbeſoldungs. und Deckungsfragen, mit
Dienſt=
botenverſicherung und all den ſchönen Dingen. — — Ganz
freundlich lachte in der Frühe die Sonne, und doch
leuch=
tete ſie für alle die Genießer der letzten Tage einen grauen,
öden Tag ein, der Aſchermittwoch. — Aber geſtern,
am
Faſtnachtsdienstag,
da gingen ſie noch einmal hoch, bergehoch die brandenden
Wogen der Freude, des vergeſſenden Genießens. Viele
Tauſende belebten die Straßen. Soviel Menſchen gibts
gar nicht in Darmſtadt, wie da luſtwandelten,
konfetti=
verfend, Luſtſchlangen ſauſen laſſend, pritſchenſchlagend,
ſingend, muſizierend, und ſich gegenſeitig aufmunternd
und anulkend durch die Straßen zogen. Wo iſt das ruhige
ſtille (manche ſagen ſogar ſteife) Darmſtadt von ehedem!
Kanns in Köln, in Mainz wirklich noch ſchlimmer ſein?
Masken einzeln und in Gruppen marſchierten, fuhren auf
allen möglichen und unmöglichen Vehikeln durch die
Straßen. Ueberall gabs was zu ſehen, trotzdem kein
Zug war, keine Kappenfahrt. Beſonders originell und
witzig waren, wie immer, die Beſſunger Elfer. Mit elf
Schubkarren zogen ſie in Gehrock und Zylinder durch die
Straßen, und die Schubkarren enthielten in Säcken voll
Gold, die erſte Rate des Wehrbeitrages.
Dennoch blieb die Karnevalgeſellſchaft
Narrhalla ihrer Pflichten, das Straßenbild zu
be=
leben, ſich bewußt. Zunächſt folgte ſie alter Tradition
gemäß einer Einladung ihres Ehrenpräſidenten Max
Anſpach in ſeine närriſche Hochburg am Weißen Turm.
Zur Ehrenrettung ſeines getreuen Hausgeiſtes muß
kon=
ſtatiert werden, daß es kein Malzkaffee war, der kredenzt
wurde, ſondern bei edlerem Saft wurden ein paar Stunden
verbracht in gegenſeitigem Anerkennen und Preiſen der
Verdienſte um den Karneval. Präſident Supp toaſtete
auf den Ehrenpräſidenten Anſpach, der mit
unentweg=
ter Treue zur Fahne Narrhalls ſchwört, und der
Ehren=
präſident auf das Blühen des Karnevals in Heſſens
Reſi=
denz. Währenddem konzertierten auf dem von Tauſenden
frohgeſinnter Menſchen erfüllten Ernſt=Ludwigs=Platz
die Kapellen des Leibgarde=Regiments Nr. 115 und des
Feldartillerie=Regiments Nr. 61 unter ihren
Obermuſik=
meiſtern Hauske und Weber. Daran ſchloß ſich eine
Rundfahrt des Elferrats der Narrhalla in
Autos durch die Straßen der Stadt. Und überallhin
ver=
breitete ſich die Freude am närriſchen Tun. Hoch oben im
golderfüllten Reich der Sonne zogen zwei
Aero=
plane ihre Kreiſe, und auch ſie ließen ſich mitreißen
von dem fröhlichen Tun da unten. Gerade als der
Elfer=
rat auf ſeiner Rundfahrt vor dem Hotel Heß anlangte,
von der Hauskapelle auf dem Balkon mit den Klängen
des Narrhallamarſches begrüßt, flatterten Grüße an
flatternden Fähnchen in den Narrenfarben herab und einer
erreichte alsbald ſein Ziel. Leutnant Reinhardt von
der Fliegertruppe ſandte an das „Hotel Heß” ſeinen Gruß
aus den Lüften! Ehrenpräſident Anſpach hielt hier
eine Anſprache an das Volk der Narren, die in einem
Hoch auf den Karneval ſchloß. Dann wurden noch
Be=
ſuche abgeſtattet bei ehemaligen Prinzen und Freunden,
und um 7 Uhr fand der Elferrat ſich im „Hotel Heß” zum
Souper ein, von den Hunderten, die das Hotel wieder
füllten, freudig begrüßt. Auch hier ſtiegen wieder Toaſte
und ſchnell ſchwanden die Stunden. Die offizielle
Tätig=
keit des Elfecrates fand ihren Abſchluß in einem Beſuch
im Städtiſchen Saalbau, wo das allgemeine
Maskentreiben die Veranſtaltungen, wie immer, beſchloß.
Vom Uniontheater des Herrn Reich wurde das
Karnevaltreiben in den Straßen vielfach kinematographiſch
aufgenommen und wird am Donnerstag vorgeführt
wer=
den.
Auch die beiden Prinzen machten im offenen
Wa=
gen eine Rundfahrt durch die Straßen. Beſondere
Ver=
anſtaltungen fanden geſtern noch ſtatt im „Hotel Heß”
und im „Darmſtädter Hof‟ Beide Lokale waren
wieder überfüllt und der Betrieb dauerte die ganze Nacht
hindurch. Ebenſo in den Cafés „Zur Oper”, „Schloßcafé”
und „Ernſt Ludwig‟ Nun aber erwächſt dem
gewiſſen=
haften Chroniſten die Pflicht, vorausahnend ein
Stim=
mungsbild zu widmen dem
Aſchermittwoch:
-
? ? ? — — — — Oh! Oh!
O, ſag das nicht, Schatz! — —
* Liedertafel. Man ſchreibt uns: Die
Vorberei=
tungen für den großen Maskenball der Liedertafel, der am
kommenden Samstag in ſämtlichen Räumen der Turnhalle
am Woogsplatz ſtattfindet, ſind ſoweit getroffen, und es
ſteht nach alledem zu erwarten, daß auch dieſes Jahre
wie=
der punkt 12 Uhr ein großer Einzug ſtattfindet. Hoch zu
Roß wird Prezioſa mit ihrem Zigeunerhauptmann nebſt
Gefolge unter den Klängen zweier Muſikkapellen ihren
Ein=
zug halten. Nach erfolgtem Einzug wird das Gefolge einen
prunkhaften Zigeunertanz, dem verſchiedene
Gruppierun=
gen vorausgehen, aufführen. Die Dekoration, welche von
Herrn Hoftheaterdekorationsmeiſter Müller hergeſtellt wird,
iſt vollſtändig der Idee des Abends angepaßt. Zum Tanz
werden ununterbrochen zwei Kapellen aufſpielen. In den
Nebenräumen der Galerie kann man beim ſchäumenden
Sekt ſich ergötzen. Auch iſt Gelegenheit geboten, ſich als
Erinnerung der fröhlichen Stunden des Abends
photogra=
phiſche Aufnahmen, einzeln oder in Gruppen, anfertigen
zu laſſen. Unerwähnt wollen wir nicht laſſen, daß die neu
angefertigten Koſtüme teilweiſe durch die Firma J.
Schle=
gel, Luiſenſtraße, ſowie durch die Mitwirkenden ſelbſt ge=
ſr Nagel gewachſenem Fleiſch ſoll ein religiös geartetes
Prrperament anzeigen. Die mit ſolchen Nägeln begabte
knie heiratet am beſten einen Miſſionar oder Prediger.
eine gut geformte und ſtarke Nägel mit breiten Monden
nd einer geſund rötlichen Färbung laſſen auf eine Frau
n ausgeſprochener Perſönlichkeit ſchließen, die
gewöhn=
ihh mehrere Male heiratet und meiſt ihren Mann ſehr
Licklich macht. Schmale dünne Nägel ohne jeden Mond
hiarkteriſieren den weiblichen Typus, der zum Dienen
üburen iſt und ſich für den Mann aufopfert. Die Dame,
Prunde, dünne dunkel gefärbte Nägel ohne jedes darüber
ſſrachſene Fleiſch hat, iſt dem „Telephonfieber”
ver=
ſflen. Sie muß alle Viertelſtunde jemanden anrufen und
ſchte am liebſten ein Telephon um den Hals tragen.
Si=
jein höchſt unruhiger und wenig häuslicher Geiſt, und
Männer haben es meiſtens nicht gut bei ihr; trotzdem
reiratet ſich gerade dieſer Typus vielfach ausgezeichnet.
An ziemlich großer ovaler Nagel mitz tief dunkler Färbung,
nner übergewachſener Haut, der in das Fleiſch einge=
Attet iſt, iſt der Frau eigen, die den Mann beherrſcht und
t: ihren Willen in der Ehe durchſetzt. Die Frau, die
frem Lebensinhalt im Geldverdienen ſucht und ſich ſo
t auf Geſchäfte verſteht wie ein Mann, hat gewöhnlich
ſiree runde und ſehr häßlich mit Fleiſch überwachſene
ſſinel. Ihr größter Gegenſatz, die leichtſinnige
Ver=
ſp enderin, die nur auf Putz und Vergnügen bedacht iſt,
At lange ſchmale Nägel mit vielen Furchen, die ſie ſpitz
ud bemalt trägt. Eine Abart von dieſem Typus ſtellt
Fr „Kabarett=Nagel” dar, kurz und ſpitz, mit
vollkomme=
hn Monden, der ſolchen Damen zugehört, die am liebſtn
ſe Nächte in Kabaretts und Tanzſalons verbeingen. Den
Apiſch amerikaniſchen Nagel” mit dem natürlich alle er=
Auklichen Vorzüge verbunden ſind nennt die Verfaſſerin
An mittelgroßen Nagel mit kleinen weißen Monden,
ſenig übergewachſenem Fleiſch und einer natürlichen
ge=
ſnden roſa Färbung. Die Frau die einen ſolchen
Kngerſchmuck ihr eigen nennt, wird die beſte Ehefrau ſein,
ſten igſtens für den, der ſich überhaupt entſchließt, die Seele
Frau im Fingernagel zu ſuchen.
C.I.. Der Städtebauer des modernen Athen. Die
ſſiegeriſchen Erfolge Griechenlands während des
Balkan=
lieges ſollen auch äußerlich in Athen ein Echo ſinden.
t dem nationalen Triumphe iſt der Plan erſtanden,
ſthen in arößtem Stile zu einer Weltſtadt
auszubauen zu einer Metcopole, die in einer neuen
architektoniſchen Phyſiognomie die Machterweiterung
Griechenlands ſymboliſiert. Dieſer Ausbau Athens nach
modernen künſtleriſchen Grundſätzen des Städtebaues iſt
ein Lieblingsplan König, Konſtantins und ſeiner
Ge=
mahlin. Während einſt ein deutſcher Künſtler, Klenze, die
architektoniſche Entwicklung der griechiſchen Hauptſtadt
ent=
warf und anbahnte, wird jetzt ein Engländer vor der
großen und reizvollen Aufgabe ſtehen, das neue Athen,
das Athen der Zukunft, zu ſchaffen. Auf Betreiben des
Königspaares hat Thomas H. Mawſon der bisher
als Lehrer für Gartenarchitektur und Städtebau an der
Univerſität Liverpool wirkte, den Auftrag erhalten, die
Pläne zur Vergrößerung und Verſchönerung Athens zu
entwerfen. Mawſon, der zu dieſem Zwecke längere Zeit
in Athen weilte iſt nun in London eingetroffen und
äußerte ſich aufs höchſte begeiſtert über die Ausſichten des
Werkes das der König ihm anvertraut hätte. „Athen mit
ſeiner herrlichen Lage und ſeinen wundervollen
Architek=
turreſten bildet in der Tat ein unvergleichliches
Wirkungs=
gebiet für jeden Architekten. Die Stadt iſt heute nicht
imſtande, die Tauſende aufzunehmen, die jetzt nach Athen
ziehen: allein in den letzten 12 Monaten iſt die
Bevölke=
rung um 50000 Köpfe angewachſen. Während der letzten
Wochen war ich faſt ununterbrochen mit dem König und
der Königin unterwegs wir fuhren raſtlos umher, um die
Möglichkeiten und die Einzelheiten der großen Neuanlage
zu beſprechen. Der Plan ſieht u. a. die Errichtung eines
mächtigen modernen Bahnhofes vor, der der
Endpunkt aller Bahnlinien werden ſoll. Dieſer Bau ſoll
alle jüngſten Errungenſchaften der Technik erhalten,
glei=
tende, bewegliche Treppen uſw. Vor dem Bahnhof wird
ein gewaltiger freier Platz angelegt mit reichem
Garten=
ſchmuck, Statuen und Kolonaden: und von dieſem Platze
aus werden fächerförmig die großen Avenuen ausſtrahlen,
die durch die Stadt führen ſollen. Man wird von hier
einen wundervollen Blick auf die Akropolis haben, auf den
weiter rechts liegenden Theſeus=Tempel und auf das neue
Parlamentsgebäude, das am Ende eines großen
Boule=
vard auf einem Hügel emporragt. Auch die Anlagen
großer moderner Hotelpaläſte an denen es bisher
in Athen fehlt, ſind vorgeſehen. Meine Pläne erſtrecken
ſich ſodann auf den Bau einer modernen Prachtſtrraße,
die von Athen nach dem Piräus führt und die in ihrer
Grundlage etwa in der gleichen Art erfolgen ſoll, wie der
Bau der Berliner Döberitzer Heerſtraße, die von Berlin
über Charlottenburg weiter hinaus in den Weſten führt.
Zur Verwirklichung dieſer Pläne iſt eine Dauer von 50
Jahren vorgeſehen.”
* Der albaniſche Hofbäcker. Prinz Wilhelm zu
Wied, der friſchgebackene Herrſcher Albaniens ſcheint ein
Feinſchmecker zu ſein. Er hat über den Reiſen nach
Rom und Paris und London und über den diplomatiſchen
Problemen, die ihn beſchäftigten, das zukünftige leibliche
Wohl nicht außer acht gelaſſen. Um den Appetit auch in
ſeinem neuen Reiche nicht zu verlieren, hat er ſich, der
Berl. Morgenp. zufolge, von der Spree einen eigenen
Kuchenbäcker beſtellt. Im Anfang des Monats
er=
ſchien im Zentralarbeitsnachweis der Bäckerinnung in der
Krautſtraße der Herr, der ſich als „albaniſcher Küchenchef”
legitimierte. Der Küchenchef teilte mit, daß er beauftragt
ſei, für die neue albaniſche Hofhaltung einen Bäcker zu
engagieren. Durch Vermittlung des Arbeitsnachweiſes
fiel die Wahl auf den in Ueckermünde geborenen Gehilfen
Albert Richter. Abgeſehen davon, daß der junge Mann
in etlichen Jahren die Titulatur eines „albaniſchen Hof.
bäckermeiſters” erlangen wird erhält er für ſeine Tätigkeit
einen Wochenlohn von 15 Mark und volle Verpflegung,
Wohnung und Wäſche. Wenn auch dieſe Poſition im
An=
fang wie man ſieht, an pekuniären Erträgniſſen nicht allzu
reich iſt, ſo birgt ſie doch zweifellos den Kern zu großem
Ruhme in der politiſchen Zeitgeſchichte.
* Meeresbummel einer Weinflaſche. Eine lange und
weite, jedenfalls auch an Fährniſſen und Anfechtungen
reiche Fahrt hat eine leere Weinflaſche beſtanden, die am
21. Juni vorigen Jahres — gelegentlich eines ſchwäbiſchen
Sängerfeſtes — in Tübingen von einigen trinkfrohen
Ge=
ſellen dem Neckar überantwortet wurde. Bei den
Ab=
ſendern, die den Inhalt der Flaſche durch ihre
Viſiten=
karten und einen Brief mit der Bitte um Mitteilung über
eine eventuelle „Landung” des Objektes erſetzt hatten,
ging nämlich dieſer Tage die Mitteilung ein, daß die
Flaſche am 7. dieſes Monats bei der Inſel
Schier=
monnikoog — einer Nachbarinſel von Borkum —
auf=
gefiſcht worden ſei. Sie bummelte alſo vom Neckar in den
Rhein und mit dieſem in die Nordſee.
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. Februar 1914.
Nummer 56.
ſtellt werden. Da auch dieſes Jahr der Kartenverkauf ein
ſehr reger iſt, ſei ſchon jetzt darauf hingewieſen, ſich
Karten möglichſt im Vorverkauf zu beſorgen. (Alles Nähere
in dem folgenden Anzeigenteil.)
* Groß=Umſtadt, 24. Febr. (
Geflügelausſtel=
lung.) Der Verein für Vogel= und Geflügelzucht in Groß=
Umſtadt hält am Sonntag, den 1. März er., im „Weißen
Roß” ſeine diesjährige Vereins=Geflügelausſtellung ab.
Zweck dieſer Schau iſt, durch einen bewährten Preisrichter
(Herrn P. Dietz=Wixhauſen) feſtzuſtellen, welche Tiere die
beſten ſind, um den diesjährigen Zuchtſtamm zu bilden.
Nebenbei können Mitglieder und andere Liebhaber zur
Aufbeſſerung ihrer Zucht gute Tiere erſtehen. Es kommen
Waſſergeflügel, Hühner, Tauben und Kanarien zur
Einzel=
ausſtellung und Einzelprämiierung. Der Katalog iſt ſehr
reichhaltig. Auswärtigen Züchtern iſt Gelegenheit geboten,
die Auswahl am beſten zu treffen und preiswert zu
kau=
fen. Eine Tombola=Verloſung bringt Abwechſelung und
Ausſicht auf billigen Gewinn.
Offenbach, 24. Febr. (Verhütetes
Verbre=
chen.) Eine aufregende Szene ſpielte ſich heute früh
gegen 3 Uhr an der Mainbrücke ab. Der zurzeit hier auf
Urlaub weilende Soldat Andreas Hillenbrand vom 5.
bayeriſchen Infanterie=Regiment in Bamberg verſuchte um
die genannte Zeit die Fabrikarbeiterin Anna Bachinger,
hier wohnhaft, nach vorausgegangenem Wortwechſel von
der Mainbrücke in den Main zu ſtürzen.
Auf die Hilferufe der Bachinger eilten zwei Brückenwärter
herbei und verhinderten die Ausführung des Vorhabens.
Hillenbrand wurde alsdann der Polizei und von dieſer
der Militärbehörde übergeben. — (In Notwehr!)
Einen gefährlichen Ausgang nahm ein Wirtshausſtreit,
der geſtern abend in einer hieſigen Wirtſchaft aus
geringfügigen Urſachen entſtanden war. Zwiſchen den
Fuhrunternehmern Gebrüder Müller und Georg Heinrich
Karl waren Meinungsverſchiedenheiten entſtanden. Als
Karl gegen 1 Uhr nach Hauſe gehen wollte, wurde er an
der Ecke der Mathilden= und Auſtraße von einem der
Ge=
brüder Müller überfallen. Karl zog ſeinen Revolver und
feuerte auf ſeinen Angreifer einen Schrotſchuß ab, der
die=
ſem in den Kopf ging. Die Sanitätswache leiſtete dem
Verletzten die erſte Hilfe und veranlaßte ſeine
Unterbrin=
gung in das ſtädtiſche Krankenhaus. Von einer
Verhaf=
tung Karls wurde abgeſehen, da er ſich anſcheinend in
Notwehr befunden hat.
— Dreieichenhain, 24. Febr. (Ausgrabungen.)
Wie ſchon früher an dieſer Stelle mitgeteilt wurde, ſollen
im Laufe des Sommers unter der Leitung des Großh.
Denkmalpflegers Herrn Profeſſor Anthes und des Großh.
Baurats Herrn Krauß=Darmſtadt im ſogenannten
Schloß=
garten der hieſigen Burgruine Ausgrabungen
vorgenom=
men werden, die das Bild der Geſamtlage der Burg,
ſo=
wie deren Baugeſchichte weſentlich vervollſtändigen
dürf=
ten. Der Staat, der Hiſtoriſche Verein für das
Großher=
zogtum Heſſen, der Heſſiſche Verein für Heimatpflege, der
Geſchichts= und Verkehrsverein Dreieichenhain, ſowie
an=
dere an der Baugeſchichte der geſchichtlich bedeutſamen
Burg intereſſierten Korporationen werden hierzu Mittel
zur Verfügung ſtellen. — Herr Baurat Krauß=Darmſtadt
unter deſſen ſachverſtändiger Leitung ſchon in den Jahren
1910 und 1911 in dem Hauptteil der Burg Ausgrabungen
vorgenommen wurden, und der daher als der beſte Kenner
der Baugeſchichte der Burg gelten darf, wird nun am
1. März, 5 Uhr nachm., im Saale des Gaſthauſes „Zur
Krone” einen Vortrag halten, in dem er neben der
Be=
handlung der Geſchichte des Reichsbannforſtes Dreieich
und der Entwickelung der Stadt Hayn beſonders auf die
Baugeſchichte der Burg Hayn eingehen wird. Der
Vor=
trag dürfte in weiten Kreiſen Intereſſe finden, zumal mit
demſelben eine kleine Ausſtellung aller dem hieſigen
Ge=
ſchichts= und Verkehrsverein zur Verfügung ſtehenden
Pläne und Anſichten der Burg und anderer hieſiger
hiſto=
riſcher Bauten verbunden iſt. Der Ertrag eines mäßigen
Eintrittsgeldes ſoll zu dem oben angegebenen Zweck
Ver=
wendung finden.
Seligenſtadt, 24. Febr. (Jugendliche Diebe.)
Der vor einigen Tagen durch einen 13jährigen
Schul=
knaben ausgeführte Diebſtahl bei einem hieſigen Bäcker
und Gaſtwirt ſcheint noch mehrere Mitſchuldige an das
Tageslicht zu fördern. Der eine Schüler nebſt ſeinem
Mithelfer wurden von der Schule aus durch die
Gendar=
merie feſtgenommen und der Zwangserziehungsanſtalt in
Mühlheim zugeführt. Jetzt ſchweben weitere
Unter=
ſuchungen gegen einen gleichalterigen Jungen und einen
von 16 Jahren aus einem benachbarten Dorfe, die
jeden=
falls auch der Zwangserziehungsanſtalt überwieſen
werden.
Neu=Iſenburg, 24. Febr. (Selbſtmord.) Vor
einiger Zeit hat hier ein Mann ſeine beiden Kinder mit
Leuchtgas vergiftet und war ſeitdem ſpurlos
verſchwun=
den. Jetzt iſt ſeine Leiche bei Schwanheim aus dem Main
geländet worden.
* Michelſtadt, 24. Febr. (Wanderausſtellung
„Das Kind”.) Am Dienstag, den 17. Februar, wurde
im Saale des Altdeutſchen Hauſes in Michelſtadt die
Wan=
derausſtellung der Großh. Zentrale für Mutter= und
Säug=
lingsfürſorge in Heſſen eröffnet. Zu der
Eröffnungsfeier=
lichkeit war eine große Anzahl geladener Gäſte erſchienen.
Die Mitglieder der Direktion der Großh. Zentrale
erläuter=
ten den Zweck der Ausſtellung, alsdann ſprach Herr Dekan
Bernbeck über ihre Bedeutung im Zuſammenhange mit
dem Wanderkurſus. Herr Kreisrat Dr. Kranzbühler
eröff=
nete die Ausſtellung und Ihre Durchl. die Frau Fürſtin zu
Erbach=Schönberg und Frau Gräfin zu Erbach=Fürſtenau
machten mit den anderen Beſuchern einen Rundgang durch
die Ausſtellung. Wie wir hören, wird eine große Anzahl
Führungen für Frauen= und Jungfrauenvereine, der
oberen Volksſchulklaſſen, für die Schweſtern der
Kranken=
pflegeſtation und für die Hebammen ſtattfinden.
Nam=
hafte Zuſchüſſe zur Deckung der Koſten der Ausſtellung
wurden von den Gemeinden Michelſtadt, Erbach und
Stein=
bach bewilligt.
Von der Tromm, 24. Febr. (Goldene
Hoch=
zeit.) Die Odenwaldwanderer wird es intereſſieren, zu
hören, daß geſtern der „Großvater am Trommturm”.
Georg Oberle, und ſeine Ehefrau geb. Malſch das Feſt
der Goldenen Hochzeit feierten.
Mainz, 24. Febr. (Der Fremdenverkehr am
Faſtnachtmontag) erreichte nicht die Höhe wie in
früheren Jahren, das weiſen die Verkehrsziffern bei der
Eiſenbahn und der Straßenbahn nach. Der ſpäte
Ent=
ſchluß zur Veranſtaltung eines Zuges und die dadurch
auch eingeſchränkte Reklame mag in erſter Linie die
Ur=
ſache davon ſein. Auch bemerkte man, daß bei all dem
lebhaften Trubel die Zahl der Maskierten und namentlich
die früher ſo maſſenhaft auftretenden Gruppen von
Mas=
kierten weſentlich zurückgegangen iſt. Unter dem Titel
„Aus der närriſchen Kinderſtube” hatte auch der
dies=
jährige Zug wieder eine Menge von luſtigen und
ſatiri=
ſchen Gruppen in ſeinem Programm. Das Publikum
ſtrömte lange in buntem Getriebe durch die Straßen.
(„Süddeutſches” Kleinbahn=Idyll.) Wollte
da geſtern nachmittag ein Zug ſeine Paſſigiere nach
Bretzenheim und Hechtsheim bringen. Jedoch kurz hinter
der Halteſtelle Münſterplatz ging es infolge
Maſchinen=
defekts nicht mehr weiter. Trotz der größten Anſtrengung
des Perſonals kam der Zug nur einige Meter vorwärts,
um ebenſo viele Meter wieder zurückzugleiten. Obwohl
ſich viele von den Hunderten von Zuſchauern hilfreich
zeigten, indem ſie durch Menſchenkraft der Maſchine ihre
ſchwere Arbeit erleichtern wollten, mußte ſchließlich
ge=
wartet werden, bis eine Erſatzmaſchine kam. Unter
all=
gemeinem Halloh, Tücherſchwenken und dem Rufe „
Glück=
liche Reiſe” ſetzte ſich der Zug in Bewegung.
Worms, 24. Febr. (Der ſtädtiſche
Voran=
ſchlag für 1914) iſt von Oberbürgermeiſter Köhler
herausgegeben worden. Hiernach iſt die wirtſchaftliche
Entwickelung der Stadt ausgezeichnet, ſo daß bei den
ſtädtiſchen Betrieben erhöhte Ablieferungen an die
Stadt=
kaſſe eingeſtellt werden konnten. Andererſeits ſind die
Be=
laſtungen gegenüber dem Vorjahr recht erheblich
gewor=
den. An wichtigen Erneuerungen und Verbeſſerungen
ſind vorgeſehen: Schaffung einer Automobil=Feuerſpritze,
Aufhebung des Werftgeldes bei dem Hafen, Erweiterung
des Krankenhauſes, Errichtung einer neuen Volksſchule,
Erbauung einer neuen ſtädtiſchen Rheinbadeanſtalt,
Vor=
arbeiten zur Einführung der Schwemmkanaliſation,
Er=
weiterung im Hafenbetrieb, Einführung einer modernen
Straßenbeleuchtung in den Hauptgeſchäftsſtraßen, weitere
Ausgeſtaltung des Friedhofes und Ausbau neuer Straßen.
* Bingen, 24. Febr. (Verſchwunden.) Seit dem
17. d. M. abends wird die hier wohnhafte Ehefrau des
Oberlehrers Profeſſor Ludwig Kreiſel, Louiſe
Wilhel=
mine geb Schmahl, vermißt und mit ihr das am 17. März
1906 in Bingen geborene Kind Elſe Kreiſel. Die Frau iſt
ſeit längerer Zeit hochgradig nervös. Es iſt deshalb nicht
ausgeſchloſſen, daß ſie in dieſem Zuſtande mit dem Kinde
planlos umherirrt oder aber Selbſtmord verübte und das
Kind beſeitigt hat. Die Vermißte iſt 1,75 Meter groß,
ſchlank, hat dunkelbraunes Haar, bleiches längliches Geſicht
blaue Augen, trug helle Bluſe, weißen Stehkragen mit
weißem Chaperon, dunkelblaues Koſtüm, ſchwarzen
Samt=
hut und Handtaſche. Das Kind iſt zirka 1,20 Meter groß,
kräftige Geſtalt, blond, blaue Augen, trug graues Kleid,
graues Mäntelchen und ſchwarze Stiefel.
Spiesheim, 24. Febr. (Die hartnäckigen
Ge=
meinderäte.) Der Bürgermeiſter ordnete die
Neu=
pflaſterung einer kleinen Dorfſtraße an, ohne vorher die
Genehmigung des Gemeinderats einzuholen. Hierüber
richteten ſieben Gemeinderatsmitglieder eine Beſchwerde
an das Kreisamt und ſpäter auch, als der nicht
befrie=
digende Beſcheid der Behörde eingetroffen war, eine
Klageſchrift ans Miniſterium. Die Bemühungen der
Be=
hörde zur Beilegung des Konflikts waren vergeblich. Der
Gemeinderat verlangt entſchieden, daß der Bürgermeiſter
die Koſten für die Neupflaſterung perſönlich trage.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 23. Febr. Die
Urauffüh=
rung des noch unveröffentlichten neuen Dramas Fritz
v. Unruhs „Louis Ferdinand, Prinz von
Preußen” im Deutſchen Theater durch Reinhardt iſt auf
preußiſchem Boden auf Grund eines Geſetzes, das die
Darſtellung von hiſtoriſchen Geſtalten des
Hohenzollern=
geſchlechtes von der beſonderen Erlaubnis des Kaiſers
ab=
hängig macht, durch eine Verfügung des preußiſchen
Mi=
niſters des Innern unterſagt worden. Die von
Rein=
hardt angekündigte Aufführung und auch die vom
Frank=
furter Schauſpielhaus geplante Inſzenierung dieſes
Preu=
ßen=Dramas iſt damit unmöglich gemacht: und in Preußen
bleibt ganz allgemein dem Werke der Weg zur öffentlichen
Aufführung verſperrt. — Unter
Vergiftungs=
erſcheinungen erkrankten am Sonntag nachmittag 21
Mann des Garde=Train=Bataillons in Tempelhof. Die
Mannſchaften hatten Schellfiſch zu Mittag gegeſſen. Bald
darauf ſtellte ſich bei einer Anzahl Soldaten ſtarkes
Un=
wohlſein und Erbrechen ein. Da dies die typiſchen
Merk=
male der Vergiftung ſind ſo wurden die Erkrankten
ſo=
fort ärztlich behandelt. Ein Teil der Erkrankten erholte
ſich bald wieder, ſo daß ſie am Dienſt am Montag wieder
teilnehmen konnten. Mehrere Kranke mußten jedoch in
das Garniſonlazarett gebracht werden. Reſte der
Fiſch=
mahlzeit, die wahrſcheinlich die Krankheit verurſacht hat,
ſind dem bakteriologiſchen Inſtitut zur Unterſuchung
ge=
ſchickt worden. Die Küchenkommiſſion hat den Fiſchen im
Rohzuſtand nichts Verdächtiges angemerkt. — Durch
Brunnengaſe wurde heute in der Schultheißbrauerei
der Brunenbauer Schultz getötet. Er war mit der
Re=
paratur eines etwa 25 Meter tiefen Brunnens beſchäftigt
und war an einer Leiter hinabgeſtiegen, ohne ein Licht
mit=
zunehmen, um die giftigen Gaſe des Brunnens feſtzuſtellen.
In einer Tiefe von etwa 5 Metern ſtürzte er ab und blieb
auf einem Podeſt liegen. Nach vergeblichen Verſuchen
der Arbeiter der Brauerei, den Beſinnungsloſen
herauf=
zuholen, wurde die Feuerwehr alarmiert. Ein
Feuerwehr=
mann, der mit einem Blaſebalg dem Verunglückten friſche
Luft zuführte, drang bis zu dem Verunglückten vor und
ſeilte ihn an. Ein Arzt ſtellte feſt, daß keine Rettung mehr
möglich war. Die Leiche wurde beſchlagnahmt.
24. Febr. Bei einem Neubau auf der
Muſeums=
inſel ſtürzte heute vormittag das Deckengewölbe
ein und begrub mehrere Arbeiter; einer wurde ſchwer
verletzt. — Drei Männer, welche in einem
Konfektions=
geſchäft in Friedenau eingebrochen und für 2000 Mark
Damenbluſen erbeutet hatten, beſtiegen ein Auto und
wie=
ſen den Chauffeur an, nach Neukölln zu fahren. Der
Chauffeur ſchöpfte Verdacht und fuhr ſie bis zu einer
vorübergehenden Schutzmannspatrouille und ließ dann die
Leute verhaften.
Straßburg, 24. Febr. (Prozeß.) Am 26. d. M.,
vormittags 9 Uhr, wird vor der Strafkammer die auf
An=
trag des Präſidenten des oberſten Schulrats gegen den
verantwortlichen Redakteur Jung vom Jouenel d’Alſaice
eingeleitete Offizialklage wegen Beleidigung
der Lehrer aus dem Steintale verhandelt werden. Das
Journal d’Alſace hatte eine abfällige Kritik an der
Unter=
richtserteilung geübt, indem es behauptete, der Unterricht
werde im „Unteroffizierston” erteilt. Das Blatt iſt
er=
bötig, den Wahrheitsbeweis anzutreten.
Saarbrücken, 24. Febr. (Verhafteter Mörder.)
Der Urheber eines am 3. Februar um Mitternacht in der
Nähe der Spicherer Berge verübten Mordverſuchs auf
einen Chauffeur wurde heute nacht in der Perſon eines
aus Elberfeld ſtammenden ehemaligen Unteroffiziers
namens Emil Schmidt ermittelt und verhaftet. Schmidt
war zuletzt Unteroffizier im Infanterie=Regiment Nr. 70
und war wegen Betrugs und Fahnenflucht degradiert
worden. Er behauptet, nicht die Abſicht gehabt zu haben,
den Chauffeur zu töten. Er habe ihn nur kampfunfähig
machen wollen, um ihn dann ſeines Geldes zu berauben.
Oberweiler, 24. Febr. (Eiſenbahnunfall.) Der
Kurszug der Müllheim-Badenweiler Lo=
kalbahn, der den Müllheimer Bahnhof mittags um
12.20 Uhr verläßt und um 12.46 Uhr in Oberweiler fällig
iſt, ſtieß nach Paſſieren der Ausweiche vor dem
Orts=
anfang mit einem von Badenweiler kommenden
Probe=
zug der neuen elektriſchen Bahn, beſtehend aus drei
Wagen, zuſammen. Der Anprall war außerordentlich
heſtig. Die Lokomotive bohrte ſich in den Führerſtand
des erſten Motorwagens deſſen Führer noch rechtzeitig
abſpringen konnte. Der Lokomotivführer, der Poſtſchaffner
und mehrere Fahrgäſte wurden leicht verletzt. Der
Ma=
terialſchaden iſt ziemlich erheblich.
Kupferdreh, 24. Febr. (Auf der Zeche „Vik
toria” ereignete ſich heute morgen bei Schichtbeginn eit
ſchwerer Unglücksfall. Durch verbotswidrige
Be=
nutzung des Förderhaſpels zum Einfahren in den blinden
Schacht wurden acht Bergleute, die ſich auf dem
Förder=
geſtell befanden, teils ſchwer, teils leicht verletzt. Das
Unglück iſt darauf zurückzuführen, daß der Arbeiter, den
die Maſchine bediente, dieſe nicht in der Gewalt hatte,
Sieben Verletzte wurden dem Krankenhaus Bergmannsg
heil zugeführt, einer konnte ſich in ſeine Wohnung
be=
geben.
Koburg, 24. Febr. (Ein Lutherdenkmal.) Die
em Denkmalausſchuß für das Lutherdenk
nal auf der Veſte Koburg angehörenden Künſtler
und der Arbeitsausſchuß haben heute vormittag in
Gegen=
wart des Herzogs von Sachſen=Koburg und Gotha, deſ
Herzogin von Albany, der Mutter des Herzogs,
einſtim=
mig beſchloſſen, dem Bildhauer Eberhard Encke=
Berlin die Ausführung des Denkmals zu übertragen
Hamburg, 24. Febr. (Vergiftung durch Spei
ſen.) Heute morgen wurde die aus ſechs Perſonen
beſtehende Familie des Milchhändlers Lüdden
in ihrer Wohnung beſinnungslos aufgefunden
Eine Tochter war bereits tot, das Ehepaar und die zweitz
Tochter wurden beſinnungslos in das Krankenhaus
ge=
bracht. Der Zuſtand der anderen Kinder iſt weniger
e=
denklich. Wahrſcheinlich liegt eine Vergiftung durch
ver=
dorbene Speiſen vor.
Hamburg, 24. Febr. (Wegen
Unterſchlagun=
gen verhaftet.) Die Polizei verhaftete den hier ein
getroffenen Geſchäftsleiter der Deutſch=Weſtafrikaniſchen
Handelsgeſellſchaft, der als Leiter der weſtafrikaniſchen
Niederlaſſung an der Goldküſte Unterſchlagungen
in Höhe von 100000 Mark begangen hat.
Breslau, 24. Febr. (Verhafteter Betrüger)
Der erſte Direktor der Innungsbank, Boockmann,äſt
geſtern abend wegen des dringenden Verdachtes
desBe=
truges, der Unterſchlagung und Urkundenfälſchung
ver=
haftet worden.
Lemberg, 24. Febr. (Dauerſchlaf.) Der
Leut=
nant des 36. Infanterie=Regiments Rudolf Lang, iſt vor
einer Woche in einen ſo tiefen Schlaf verfallen, daß
es bis heute trotz aller ärztlichen Bemühungen nicht
ge=
lang, ihn aus dem Schlafe zu wecken.
Baſel, 24. Febr. (Auf dem Feſtkommerszu
Ehren der Berliner Liedertafel) brachte der
Vorſitzende der Baſeler Liedertafel ein Hoch auf den
deut=
ſchen Kaiſer, den Förderer des Männergeſanges, aus. Der
Vizepräſident des Regierungsrates des Kantons Baſel=
Stadt, Mangold, begrüßte die Berliner Liedertafel
na=
mens der Stadt. Generalkonſul Wunderlich trank auf diel
ſanges= und lebensfriſche Stadt Baſel. Profeſſor Willi=g
ger dankte namens der Berliner Liedertafel für den herz4
lichen Empfang und überreichte als Andenken der Baſeleh
Liedertafel eine Frithjofſtatue. Der Präſident und der
Dirigent der Berliner Liedertafel wurden zu
Ehrenmit=
gliedern ernannt. Die Wohltätigkeitsvorſtellung ergah
einen Reingewinn von 2500 Francs.
Paris, 24. Febr. (Der Bergarbeiteraus
ſtand.) Im heutigen Miniſterrat berichtete der
Mi=
niſter des Innern, daß die Zahl der ſtreikenden
Bergarbeiter ungefähr 40000 bei einer Geſamtzahl
von 225000 betrage. Bisher ſei kein Zwiſchenfall
vor=
gekommen.
Paris, 24. Febr. (Verhandlungen zur Been
digungdes Schifferſtreiks.) Die
Dampfſchiffahrts=
geſellſchaft Meſſagerie Maritimes hat ſich in einer Mittei
lung an den Unterſtaatsſekretär der Handelsmarine
be=
eit erklärt, ſich in Sachen ihres Konfliktes mit ihren
Ma=
rine=Ingenieuren in Marſeille einem Schiedsgericht
zu unterwerfen.
Paris, 24. Febr. (Automobilunglück.)g
aus Poitiers gemeldet wird, fanden geſtern der Inge
nieur Laurent und deſſen Gattin bei einer Automobil
fahrt ihren Tod.
Madrid, 24. Febr. (Eine ſchreckliche Typhus
epidemie) richtet unter der Bevölkerung von
renueva in der Provinz Granada große Verheerungen an
Mehr els zwei Deittel der Bevölkerung ſind erkran
Auf 3 Erkrankungen kommen 2 Todesfälle. Der Kirchholl
kann die Zahl der Verſtorbenen nicht aufnehmen. Die
Leichen denr erſt vor kurzem verſtorbenen Einwohner
muß=
ten wieder ausgegraben werden, um den Opfernes
Typhus Platz zu machen. Schlechtes Trinkwaſſer ſolldie
Urſache der verheerenden Seuche ſein.
Brüſſel, 24. Febr. (Geſtohlene Diamanten
Von den in Antwerpen am 14. November v. J. geſtohl
lenen Diamanten im Werte von 300000 Frane
ſind für etwa 15000 Francs wiedererlangt worden
Einem jungen Manne, der 33 Steine, die zu den
ſtohlenen gehören, bei einem Juwelier verkaufen wolll
und verhaftet wurde, wurden die Steine abgenommen
Chriſtiania, 24. Febr. (Schwerer Verluſ
In dem Vororte Aſkad iſt die Villa des norwegiſcheſ
Spitzbergenforſchers Hauptmanns Jſachſen vollſtändiſ
niedergebrannt. Dabei iſt auch das ſehr wertvoll
Archiv, Jſachſens wiſſenſchaftliche Ergebniſſe, Tagebüchel
und Aufzeichnungen ſeiner Reiſe, ein Raub der Flammeſ
geworden. Viele der Werke ſind geradezu unerſetzlich
Baku, 24. Febr. (Der Brand der Naphthas
behälter) in den Bakunitwerken dauert fort. Bisher
ſind in 18 Reſervoirs über 500000 Pud verbrannt.
Schaden überſteigt eine Million Rubel.
Sport, Spiel und Turnen.
* Pferdeſport. Rennen zu Auteuil. 24. Febl
Prix de Paſſy; 3000 Francs: 1. Comte du Verdiers
LeBa=
lafré II, 2. Epidote, 3. Negro. 15:10; 10, 12:10. — Pri
Valentino; 8000 Francs: 1. Ch. Liénarts Scoff II, 2.
Canche, 3. Boſton IV 26:10; 16, 18:10. — Prix du
duc; 10000 Francs: 1. L. Olry=Röderers Conſeriſ
2. Halbronnette, 3. Les Beaux Arts. 35:10; 18, 26110.
Prix Caſtiglione; 4000 Francs: 1. M. Descazeauxs
Mon=
tagnard, 2. Francois Joſeph II, 3. Bonjour II. 43110
47110. — Prix Beaumanoir; 4000 Francs: 1. L. Roben
Cob, 2. Clopotar, 3. Andee II. 66:10; 32, 34:10. — P
de la Faiſanderie: 4000 Francs: 1. H. Rigauds Sam
Freya, 2. Tribun II, 3. Oria. 19.10; 13, 17.10,
Nummer 56.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. Februar 1914.
Seite 5.
Eh preußiſcher Geſetzentwurf gegen die
Güterſchlächterei.
* Berlin, 24. Febr. Die Norddeutſche Allgemeine
Sung veröffentlicht einen Auszug aus dem Entwurf
5 Grundteilungsgeſetzes, das dazu beſtimmt
i der planloſen Zerſchlagung land= und
ſigtſtwirtſchaftlicher Beſitzungen
entgegen=
zütreten und andererſeits eine der Allgemeinheit nütz=
Uc Zerteilung ſolcher Beſitzungen, die zur
Vermeh=
nung der bäuerlichen und Kleinbetriebe
au dem Wege der inneren Koloniſation führt, zu
för=
dch. Der bereits von der Thronrede angekündigte
Ent=
ſüf geht dem Landtage in allernächſter Zeit zu. Die
Süptbeſtimmung des erſten Abſchnittes beſteht darin, daß
dZerſchlagungen, die von gewerbsmäßigen Grundſtücks=
Mdlern und Vermittlern vorgenommen werden, künftig=
In der Genehmigung des Regierungspräſidenten unter=
Wen ſollen. Außerdem wird unter gewiſſen
Bedingun=
dem Käufer das Recht eingeräumt, vom Vertrage
Elickzutreten. Der zweite Abſchnitt ſchlägt zur
unmittel=
er Förderung der Koloniſation verſchiedene
Maßnah=
vor , beſonders ein geſetzliches Vorkaufsrecht für den
Sat, um die Beſchaffung von Land für Anſiedlerſtellen
fer leichtern; ferner enthält er Vorſchriften, die die Re=
Ang der hypothekariſchen Verhältniſſe bei Verkäufen
Grundſtücksteilen erleichtern ſollen, endlich zur För=
Murg der Bildung von Rentengütern die Erhöhung der
ftlichen Rentenbankkredite auf neun Zehntel des Tax=
Ites und die Bereitſtellung von 75 Millionen zur
Ce=
rung von Zwiſchenkrediten.
In der Begründung des Entwurfs heißt es:
Geſetzentwurf wendet ſich in ſeinem erſten Abſchnitt
jügen den gewerbsmäßigen Güterhandel,
fül gerade die in Verbindung mit ihm vorkommenden
ſirdſtückszerſchlagungen zahlreiche Mißſtände für die
ldwirtſchaftliche Bevölkerung und die Allgemeinheit zur
lüite haben. So wird der ländliche Grundbeſitz, deſſen
Adenſtändigkeit für den Staat von der größten
Wichtig=
lſiſt, künſtlich gelockert. Auch für die landerwerbende
ſwölkerung iſt die Tätigkeit der Grundſtücksparzellanten
lüſ nicht von Nutzen. Die landhungrigen Arbeiter und
Uſlinſtellenbeſitzer laſſen ſich gewöhnlich verleiten, Preiſe
ü die von ihnen begehrten Landſtücke zu zahlen, die dem
ißllichen Ertragswert nicht entfernt entſprechen. Die bei
Grundſtückszerſchlagungen erworbenen hohen Ge=
Umne der Händler haben eine unerwünſchte Wirkung auf
Grundſtückspreiſe. Die behördliche Genehmigung, die
Uſu dienen ſoll, die gewerbsmäßigen Zerſchlagungen zu
Anufſichtigen und, ſoweit ſie ſchädlich ſind, zu verhindern.
lfe geregelt, daß ein Antrag auf Genehmigung beim
Imdrat zu ſtellen iſt. Nach den nötigen Vorermittelungen
ilſtheidet der Regierungspräſident über die Erteilung
I Verweigerung der Genehmigung. Auf etwaige
Be=
lſwerden entſcheidet der Oberpräſident endgültig. Das
Rcerittsrecht will die Beteiligten vor Uebereilung oder
Iervorteilung ſchützen. Innerhalb einer einwöchigen
Aſt ſollen die Vertragsſchlüſſe rückgängig gemacht
wer=
pürfen.
Sind die Vorſchriften des erſten Abſchnittes für die
ere Koloniſation nur unmittelbar von Nutzen, ſo will
Seſetzentwurf im zweiten Abſchnitt die innere Ko=
Aniſation auch unmittelbar fördern. Das
Prlaufsrecht des Staates ſoll dieſem und den ſonſtigen
der Durchführung der inneren Koloniſation betrau=
Stellen den Erwerb des geeigneten Siedelungslandes
Lichtern. Zugleich will auch dieſe Maßregel der preis=
Abenden und den Grundbeſitz lockernden
Händlertätig=
auf dem Grundſtücksmarkt entgegenwirken. Die
Er=
ſſtrung hat gezeigt, daß die nach der geltenden Geſetz=
Mſung zugelaſſene Beleihung von Rentengütern mit dem
ſieenbankkredit in Höhe von nur drei Vierteln des
Tax=
rtes dem Bedürfnis nicht mehr genügt. Der Entwurf
t daher für Kleinbetriebe eine Erweiterung der Be=
Abungsgrenze auf neun Zehntel des Taxwertes vor. Das
ſriſchreiten der inneren Koloniſation macht auch eine
ſrriehrung der Mitel für den Zwiſchenkredit erforder=
I. Die Zwiſchenkreditmittel, die bisher nur 15
Millio=
betragen haben, ſollen auf 75 Millionen vermehrt
wer=
ſ. Weitere Erleichterungen des Verfahrens zur
Bil=
ſune von Rentengütern beſtehen in den Vorſchriften über
P Srlaß von Stempeln, Gebühren und dergleichen.
Engliſches Unterhaus.
* London, 24. Febr. Churchill antwortete im
kierhaus auf eine Anfrage, daß beſchloſſen worden ſei,
tüeſem Jahre ſtatt der großen Manöver eine
Pbemobilmachung der dritten Flotte ſtattfinden
laſſen; dieſe Probemobilmachung ſei notwendig,
an=
berſeits ſeien die Erſparniſſe auf dieſe Weiſe
beträcht=
er. (Ironiſcher Beifall der Oppoſition.) Alle
gewöhn=
ſien Manöver und Uebungen würden wie ſonſt
ſtatt=
hdan. Churchill fügte hinzu, er würde bei
Gelegen=
ßt der Flottenvoranſchläge darauf eingehen.
Tullibar=
e fragte, ob die Ausbildung des Perſonals nicht den
ſtereſſen des Schatzamtes geopfert würde Churchill
ant=
ſreete: Nein, dieſem wichtigen Gegenſtande wird volle
Pachtung geſchenkt. In Beantwortung einer
An=
ſig über die angeblich beabſichtigte Abtretung der Neuen
Briden an Frankreich erklärte Sir Grey: Die Abtretung
* Neuen Hebriden kommt nicht in Frage. Es beſteht
i Grund für die in dieſer Richtung in Auſtralien zum
Vsoruck gekommene Beunruhigung. Wie ich ſchon
mit=
heilt habe, wird der Frage, welche Schritte zur Ver=
Perung der gemeinſamen Verwaltung ergriffen werden
ſnten, von der britiſchen und franzöſiſchen Regierung
Eſtee Aufmerkſamkeit geſchenkt. Ich kann gegenwärtig
he weitere Mitteilung machen, ich kann nur ſagen, daß
die Abtretung nicht erwägen. Kinloch=Cooke (Unioniſt)
ge ob die Frage der Neuen Hebriden in den
Vechand=
ſgten über den neuen Vertrag, der zwiſchen Frankreich
d England abgeſchloſſen werden ſolle, erwähnt worden
Grey erſuchte den Frageſteller um Angabe, welchen
Arnrag er meine, worauf Cook erwiderte, er meine den
rurag zwiſchen Frankreich und England, deſſen Abſchluß
borrſtehe. Grey, der verwundert zu ſein ſchien,
antwor=
e idann: ich muß um ſchriftliche Mitteilung der Frage
Luchen. (Gelächter.)
Das Attentat in Debreczin.
* Peſt, 23. Febr. Die Exploſion rührt wahr=
Einilich von Kreaſit her; dies wird daraus gefolgert,
die Sprengwirkung beſonders von oben nach unten
ſätbar war. Die Getöteten Jacskovics und Slepkvotzky
Ntten beſonders an den Füßen furchtbare Verletzungen.
r Advokat Alexander Eſſath erlitt ſtarke innere Verletzun=
M. Den 7 am ſchwerſten Verletzten ſind die Blutadern im
ſicht durch den Luftdruck aufgeriſſen. Sie erlitten
Blu=
gen von Naſe und Mund. Die Leichtverletzten ſind ins
ial gebracht worden und ſollen polizeilich vernommen
werden. Der Stadthauptmann bittet um Entſendung von
Artillerieoffizieren aus Großwardein, die heute abend
ein=
treffen. Das Gebäude, in dem die Exploſion erfolgte, iſt
durch den ſtädtiſchen Oberingenieur unterſucht worden.
Dieſer erklärte, daß weitere Unglücksfälle nicht zu
befürch=
ten ſeien. Trotzdem ſind aus dem Hauſe beinahe alle
Ein=
wohner ausgezogen.
— Debreczin, 24. Febr. Man glaubt, den
Ur=
hebern des Attentats auf der Spur zu ſein. Das
zerſtörte Gebäude der Handelskammer wird von Militär
bewacht, da es einzuſtürzen droht.
* Peſt 24. Febr. In amtlichen Kreiſen herrſcht die
Auffaſſung, den Urheber des Anſchlags in
Deb=
reczin in jenen Kreiſen zu ſuchen, die Zwietracht zwiſchen
Ungarn und Rumänen ſäen, und die Herſtellung guter
Beziehungen vereiteln wollen. Es wäre ungerecht, den
ungarländiſchen Rumänen die Verantwortlichkeit
aufzu=
bürden.
Schiffsunfälle.
* Bremen, 24. Febr. Vom Kapitän des der
deut=
ſchen Dampfſchiffahrts=Geſellſchaft Hanſa
gehörigen Dampfers „Wildenfels” iſt heute früh
ein drahtloſes Telegramm eingelaufen. Danach iſt nicht
der „Wildenfels” in Seenot geraten, ſondern der aus
Kopenhagen ſtammende däniſche Dampfer „
Eklip=
tika‟. Dieſer erlitt im Golf von Biscaya Schiffbruch.
Der Dampfer „Wildenfels” war auf die Hilferufe
herbei=
geeilt und konnte 11 Perſonen retten. Dieſe ſtellen
aber nicht die ganze Beſatzung des verunglückten Schiffes
dar. Ein Teil der Leute iſt ertrunken. Die „Ekliptika”
ſelbſt iſt geſunken.
Bei der Deutſchen Dampfſchiffahrtsgeſellſchaft Hanſa
iſt von dem Kapitän des Dampfers „Wildenfels”
fol=
gendes drahtloſes Telegramm eingetroffen:
Dampfer „Ekliptika” iſt bei Kopenhagen im Sturm auf 47
Grad Nord, 6 Grad Weſt geſunken. Gerettet wurde ein
Paſſagier, der zweite Maſchiniſt, ein Meßroom=Boy, fünf
Matroſen und drei Heizer. Der Kapitän iſt tot. Die
Mel=
dungen über den deutſchen Dampfer „Wildenfels”
beruhen danach auf einem Irrtum. Es ſcheint ſich
viel=
mehr um den däniſchen Dampfer „Ekliptika” zu handeln,
dem der Dampfer „Wildenfels” zu Hilfe eilte.
* Kopenhagen, 24. Febr. Die hieſige
Dampf=
ſchiffahrtsgeſellſchaft „Urania” erhielt ein Radiotelegramm
des Dampfers „Wildenfels”, das die Kataſtrophe des
Dampfers „Ekliptika” beſtätigt. 11 Mann, nämlich ein
Paſſagier, der zweite Maſchinenmeiſter, der Meßjunge
fünf Matroſen und drei Heizer, wurden gerettet. Der
Kapitän iſt umgekommen. Das Schickſal der übrigen
Mannſchaft iſt unbekannt.
* Bremen, 24. Febr. Lant einem
Funkentele=
gramm iſt der nach Oſtaſien gehende Dampfer des
Nord=
deutſchen Lloyd „Prinzeß Alice” heute morgen auf der
Schelde an der Steuerbordſeite beſchädigt worden.
Er ſetzte heute mittag ſeine Reiſe von Vliſſingen
nach Southampton fort und wird dort docken, um
zwei gebrochene Schraubenflügel auszuwechſeln. Er ſetzt
am Donnerstag die Reiſe nach Oſtaſien fort.
* Toulon, 24. Febr. Ueber das Scheitern des
franzöſiſchen Panzerkreuzers „Waldeck=
Rouſſeau” werden folgende Einzelheiten bekannt: Der
Unfall ereignete ſich bereits Sonntag abend gegen 9½ Uhr,
zu einer Zeit, da das Unwetter am heftigſten wütete. Der
Kapitän ließ vorſichtshalber den zweiten Anker fallen.
Trotzdem gelang es nicht, des Sturmes Herr zu werden.
Der Wind trieb das Schiff mit unwiderſtehlicher Gewalt
der Küſte zu. Vergebens ließ der Kapitän Gegendampf
geben. Unglücklicherweiſe funktionierte aus noch
unauf=
geklärten Gründen der Kondenſator nicht, ſo daß nichts
weiter übrig blieb, als das Schiff längsſeitig zu ſteuern,
um ein völliges Scheitern zu verhindern. Die beiden zur
Hilfeleiſtung abgegangenen Schleppdampfer ſind geſtern
abend an Ort und Stelle eingetroffen und haben die
Flott=
machungsarbeiten begonnen, ohne jedoch bisher den
Kreu=
zer aus ſeiner Lage befreien zu können.
* Toulon, 24. Febr. Die geſamten Kohlenvorräte des
aufgefahrenen franzöſiſchen Panzers „Waldeck=
Rouſſaau” wurden ausgeladen, um die Flottmachung
zu erleichtern. Wie verſichert wird, hat das Schiff
kei=
nerlei Havarie erlitten.
* Paris 24. Febr. Wie aus Arcachon gemeldet
wird, iſt die Schifferbark „Marie Madeleine‟
bei Ferret von einem anderen Segelboot angerannt
worden und ging ſofort unter. Vier Mann der
„Marie Madeleine” ſind ertrunken.
Zur Lage in Mexiko.
* Veracruz, 23. Febr. Am Samstag wurde ein
Militärzug, auf welchem ſich eine nach Jalapa
be=
ſtimmte Kompagnie Infanterie befand, von den Rebellen
in der Nähe der Station Limo der interozeaniſchen
Eiſen=
bahnlinie in die Luft geſprengt. Die Exploſion
war fürchterlich. Der ganze Zug wurde
auseinander=
geriſſen. 55 Offiziere und Soldaten, ſowie ein engliſcher
Lokomotivführer ſind getötet worden. Ein nachfolgender
Perſonenzug, auf welchen die Rebellen feuerten, iſt
ent=
kommen, indem er ſchleunigſt zurückfuhr. — Das
Streu=
minenſchiff „San Franzisko” der Unionſtaaten hat ſich
mit der vor Veracruz liegenden Schlachtſchiffflotte
ver=
einigt.
* Paris, 24. Febr. Dem hieſigen Neu=York Herald
wird aus Veracruz gemeldet, daß die daſelbſt
befind=
liche amerikaniſche Abteilung Marineinfanterie neue
Ver=
ſtärkungen erhalten ſolle. Es ſei offenkundig, daß die
amerikaniſche Regierung keine Mitwirkung ſeitens der
engliſchen, deutſchen und ſpaniſchen Truppen zulaſſen
wolle, falls ein Expeditionskorps nach der Stadt Meriko
entſandt werden ſollte.
* London, 24. Febr. Nach einer Depeſche aus El
Paſo bemühen ſich die Freunde des Herrn Benton
fortgeſetzt, einen vertrauenswürdigen Zeugen zu finden,
der der Hinrichtung Bentons beigewohnt hat.
* Waſhington, 24. Febr. Der engliſche Geſandte
ſoll am Montag, den 23. Februar, zweimal beim
Staats=
departement angefragt haben, ob Nachrichten über das
Schickſal der Engländer Lawrence und
Cur=
tiß vorliegen. Man habe geantwortet, daß man nichts
erfahren habe.
* Waſhington, 24. Febr. Geſtern fand eine
Kon=
ferenz zwiſchen dem Präſidenten Wilſon und dem
provi=
ſoriſchen Präſidenten des Komitees für
auswär=
tige Angelegenheiten und Mitgliedern des
Ko=
mitees ſtatt. Es wurde beſchloſſen, daß, wenn der Senat
die mexikaniſche Lage diskutieren werde, die
De=
batte unter Ausſchluß der Oeffentlichkeit ſtattfinden ſolle.
* Waſhington, 24. Febr. Nach einer
halbamt=
lichen Nachricht haben Japan und Frankreich be=
ſchloſſn, Seeſoldaten in Meriko zukanden, die
als Wache für die Geſandtſchaften dienen ſollen.
* Chihuahua, 24. Febr. Dem amerikaniſchen Konſul
wurde auf ſeine Nachfrage im Gefängnis von Chihuahua
erklärt, daß der Deutſch=Amerikaner Buſch ſich
nie dort befunden habe. Auch im Rathaus war
keine Spur von ihm zu finden.
* London, 24. Febr. Eine Depeſche aus Mexiko
zeigt an, daß Präſident Huerta ein Dekret erlaſſen
hat, daß vom 25. d. M. an eine Exportſteuer von
3 Peſos per 100 Pfd. Kaffee in Hülſen und eine Steuer
von 3½ Peſos für Kaffee ohne Hülſen erhoben wird.
Vermiſchtes.
Deutſche Kulturarbeit in Elſaß=
Lothringen. Ein gutes Bild von der Durchdringung
Elſaß=Lothringens mit deutſcher Kultur bietet die
Ver=
breitung guter Bücher im Reichslande. Leider
werden im elſäſſiſchen Volke noch zu wenig deutſche Bücher
geleſen. Vor allem fehlt es nämlich an guten deutſchen
Volksbibliotheken. Man kann dies in ſchlagender Weiſe
aus den Jahresberichten der Deutſchen Dichter=Gedächtnis=
Stiftung erſehen, die alljährlich den ländlichen
Volksbib=
liotheken allenthalben im Deutſchen Reiche ſorgfältig
aus=
gewählte Sammlungen guter Bücher in durchweg neuen,
ſchön gebundenen Exemplaren zur Verfügung ſtellt. Wir
greifen zum Vergleich das Großherzogtum
Heſ=
ſen heraus, das nur eine halb ſo große Ausdehnung hat
wie Elſaß=Lothringen; aber während Heſſen im Laufe der
Jahre 1904—1912 nicht weniger als 12705 Bände von der
Deutſchen Dichter=Gedächtnis=Stiftung in Hamburg=
Groß=
borſtel erhalten hat, konnten in das doppelt ſo große
Reichsland in derſelben Zeit nur 3164 Bände gehen. Die
Bewerbungen um gute deutſche Bücher’gehen alſo aus
Heſſen im Verhältnis zur Ausdehnung des Landes achtmal
ſo häufig ein wie aus dem Reichslande. Deshalb muß im
Intereſſe der deutſchen Kultur dringend der Ruf erhoben
werden: Gründet gute deutſche Volksbibliotheken in Elſaß=
Lothringen!
Literariſches.
Unterrichtsbriefe zur Einführung
in die „Höhere Mathematik” enthaltend:
Stereo=
metrie, Trigonometrie, Analyſis, Analytiſche Geometrie
der Ebene, Differential und Integral in Geſprächsform
zum Selbſtunterrichte, verfaßt von Direktor a. D. C. G.
Weitzel. Das Werk erſcheint in 30 Lieferungen in
Lexikonformat zu 50 Pfg. Hiervon ſind bereits 24
Liefe=
rungen erſchienen. Auch bereits vollſtändig in zwei
Bänden geh. jeden zu 7,50 Mk. In zwei Bänden geb.
jeden zu 8,75 Mk. (A. Hartlebens Verlag in Wien und
Leipzig.) — In allen bisher erſchienenen Heften iſt das
Prinzip „Selbſtuntericht” hochgehalten; darum wird auch
ein mittelbegabter Schüler, der mit der Mathematik
Schwierigkeiten hat, vorausgeſetzt. Unterſtützt wird
die=
ſes Prinzip noch ganz weſentlich durch Breite und
Aus=
führlichkeit der Darſtellung, durch zahlreiche mit
Er=
klärungen und voller Ausrechnung verſehene Beiſpiele,
durch Figuren und durch die Art der Behandlung, d. h.
Zwiegeſpräch zwiſchen Lehrer und Schüler, Mittel, die
ganz beſonders dem Verſtändnis der Mathematik und
vor allem dem der höheren Mathematik (Algebra,
Ana=
lyſis, Analytiſche Geometrie, Differential und Integcal)
dienen.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 24. Febr. Wie die Norddeutſche Allgemeine
Zeitung hört, iſt für den durch die Verſetzung des
Ge=
ſandten von Buch nach Luxemburg freigewordenen
Poſten in Guatemala Wirkl. Geh. Legationsrat R.
Leh=
mann in Ausſicht genommen.
* Haag, 24. Febr. In der Erſten Kammer erklärte bei
der Beratung des Budgets des Aeußern Miniſter
Lou=
don in Erwiderung auf eine Anfrage, betreffend die
dritte Friedenskonferenz, daß das nationale
Komitee zur Vorbereitung der Konferenz ihm
endgülti=
gen Bericht im Laufe des Monats März erſtatten werde.
Er habe mit Rußland bezüglich des Zuſammentritts der
Konferenz verhandelt. Der Miniſter betonte, er ſei kein
Anhänger der Beteiligung von Delegierten der
Arbeiter=
parteien an dieſer Konferenz, die in erſter Linie eine
An=
gelegenheit der Diplomaten und Rechtsgelehrten ſei.
* Paris, 24 Febr. Der Ausſchuß der
Vereini=
gung der Linken unter dem Vorſitz Briands nahm
heute eine Tagesordnung an, in der feſtgeſtellt wurde,
daß die drei Kabinette Briand, Barthou und Doumerque
das Dreijahrsgeſetz für die Sicherheit des Landes als
notwendig anerkannt haben. In der Tagesordnung wurde
ferner beſchloſſen, für das Geſetz über die Laienſchule, die
ſozialen Geſetze und das Geſetz für die nationale
Ver=
teidigung einzutreten.
* Paris, 24. Febr. Ein Geſetzentwurf, durch
welchen das zwiſchen dem Vertreter der franzöſiſchen und
ſpaniſchen Regierung und den beteiligten
Finanzgeſell=
ſchaften abgeſchloſſene Abkommen über den
Bau der Eiſenbahn Tanger-Fez genehmigt
wird, wird der Kammer Anfang nächſter Woche zugehen.
* London, 24. Febr. Die atlantiſche
Konfe=
renz, die geſtern und heute Sitzungen abhielt, hat ſich
vertagt und ſetzt die Verhandlungen am 17. März in
Berlin fort.
* London, 24. Febr. Der Dampfer „Umgeni”
befin=
det ſich noch in Graveſend Er wartet die Flut ab. Die
deportierten ſüdafrikaniſchen
Arbeiter=
führer beharren auf ihrer Weigerung, das
Schiff zu verlaſſen; ſie wollen nur in Südafrika
vieder das Schiff verlaſſen. Sie erließen eine
umfang=
reiche Erklärung, in der ſie einen Aufruf an das britiſche
Volk richten, daß jeder Brite in Südafrika das Recht auf
den Prozeß vor ſüdafrikaniſchen Gerichten haben ſollte.
Sie proteſtieren in der Erklärung heftig daß die
ſüdafri=
kaniſche Regierung ſich gerichtliche Befugniſſe anmaße und
in Südafrika bewaffnete Burenaufgebots verwende, um
britiſche Arbeiter zu terroriſieren.
* London, 24. Febr. Eine kleine Abordnung der
Ar=
beiterführer erhielt die Erlaubnis, die aus Südafrika
ver=
annten Arbeiterführer an Bord des „Umgeni” zu
be=
ſuchen. Nachmittags umfuhren die
Frauenſtimmrecht=
lerinnen den „Umgeni” in Booten, ſchwenkten Fahnen und
riefen: „Stimmrecht für uns Frauen!” Nachdem die drei
Verbannten ausgeſchifft waren, begaben ſie ſich nach
London.
* Sofia, 24. Febr. (Agence Bulgare.) Die
franzö=
ſiſche Geſandtſchaft teilte dem Miniſterium des Aeußern
mit, daß die griechiſche Regierung allen durch die
letzten Ereigniſſe bloßgeſtellten Perſonen volle
Amneſtie gewährte. Das Athener Kabinett ſei der An=
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. Februar 1914.
Nummer 56.
ſicht, daß der Wiederaufnahme der diplomatiſchen
Be=
ziehungen nichts im Wege ſtehe.
* Albany, 24. Febr. Der Appellationsgerichtshof des
Staates Neu=York hat auf die Berufung des Ex=
Polizei=
leutnants Becker, der wegen Ermordung des
Bordell=
beſitzers Roſenthal am 16. Juli 1912 zum Tode
verur=
teilt wurde, Aufnahme der Unterſuchung angeordnet.
Die Berufung der vier anderen zum Tode Verurteilten
wurde verworfen.
* Kapſtadt, 24. Febr. Die
Indemnitätsvor=
lage wurde in zweiter Leſung angenommen.
* Delhi, 24. Febr. Die Truppenabteilung,
die kürzlich eine Strafexpedition gegen die
Eingeborenenſtämme unternommen hatte, die in
britiſches Gebiet eingefallen waren, iſt geſtern nacht
wohl=
behalten nach Ruſtan zurückgekehrt. Sie, zerſtörte
verſchie=
dene Dörfer, tötete einige Eingeborene, nahm zehn
gefan=
gen und erbeutete einige Gewehre und viel Vieh. Auf
britiſcher Seite ſind keine Verluſte zu verzeichnen.
Kriekkaten.
N. R. Auf Ihre Frage teilen wir Ihnen mit, daß
der Verfaſſer der kürzlich von uns veröffentlichten
Plau=
derei über den Humor Albert Heines der artiſtiſche
Sekre=
tär unſerer Hofbühne, Herr Paul Eisner, iſt.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
(Californiſcher Feigen=Sirup)
iſt ein angenehmes, natür=
Califie
liches Abführmittel von
her=
vorragendem Wohlgeſchmack und erprobter Wirkung
bei Erwachſenen und Kindern in allen Fällen von
(I,5126
Verſtopfung und träger Verdauung.
In allen Apotheken zu haben zu Mk. 1.50 die
Original=
flaſche; extra große Flaſche Mk. 2.50. Beſtandteile: Syr.
fici Californ. 75, Ext. Senn. lig. 20, Elix. Caryoph. comp. 5.
Oüfzf sind Stevorfustenund
Heiserfefffalihbeirn
läglichen Gebrchchvon
Wüberlbleſten
Vorkdtigmallen
ZO=
fheltenundDrogerierz
reeisder Origfnidl-
SchachfelTI1-
Ein langer Earnebal iſt eine Luſt. Aber die Fülleder
geſellſchaftlichen Verpflichtungen nd ſonſtigen
Ver=
gnügungen iſt doch auch nicht frei von Nachteilen für die
L Geſundheit. Am häufigſten ſind Erkältungen, gegen
Ideren Folgen Fays ächte Sodener Mineral=Paſtillen
Llängſt bewährt ſind. Beſonders gute Dienſte tun die
Paſtillen auch morgens beim Aufſtehen, weil ſie Rauch=
Tverſchleimungen ꝛc. beſeitigen und ſchnell den Hals voll=
Sſtändig freimachen. Man achte aber auf den Namen
Fay, weil nur Fays Paſtillen aus den Salzen der Heil=
Tauellen 3 u. 18 des Bades Soden a. Taunus gewonnen
§ ſind. Die Schachtel koſtet 85 Pfg., überall erhältl. (I.3987
otel zur Krone, Auerbach
empfiehlt seine Säle zur Abhaltung von
Fest-
lichkeiten, Familienfeiern, Konferenzen
usw. — Diners täglich zu M. 1.20, 2.—, 2.50
ohne Vorbestellung.
(864a
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Ver=
treter: Adolf Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Mordamerika: „Arcadia” von Baltimore kommend,
23. Febr. 7 Uhr 30 Min. morgens Dover paſſiert.
„Graf Walderſee” nach Neu=York, 21. Febr. 4 Uhr
30 Min. nachm. Lizard paſſiert. „Kaiſerin Auguſte Victoria”,
von Neu=York kommend, 22. Febr. morgens in
Ham=
burg. „Pallanza”, von Boſton kommend, 22. Febr.
6,Uhr morgens in Hamburg. „Pennſylvania‟21. Febr. 5 Uhr
nachm. von Neu=York direkt nach Hamburg. „Rugia” nach
Philadelphia, 21. Febr. 1 Uhr 15 Min. nachm. Eaſtbourne
paſſiert. „Trojan”, von Neuorleans kommend, 21. Febr.
11 Uhr abends in Hamburg. — Weſtindien, Mexiko:
Bavaria” nach Mexiko, 20. Febr. in Havanna. „
Con=
ſtantia”, von Weſtindien kommend, 23. Febr. morgens
in Hamburg. „Frankenwald” 21. Febr. von Progreſo,
ausgehend. „Georgia” 19. Febr. in St. Thomas.
„Kronprinzeſſin Cecilie” nach Havanna und Mexiko,
21. Februar 10 Uhr morgens in Coruna. „
Oden=
wald” von Weſtindien kommend, 21. Febr. 10 Uhr
30 Min. abends in Nordenham. „Patagonia” von
Weſtindien kommend, 22. Febr. 8 Uhr morgens in Havre.
„Sachſenwald” 20. Febr. von St. Thomas über Havre
nach Hamburg; „Schwarzwald” nach Weſtindien, 21. Febr.
10 Uhr morgens in Antwerpen. „Weſterwald” nach
Havanna und Mexiko, 23. Febr. 7 Uhr morgens Queſſant
paſſiert — Oſtaſien: „Aragonia” 22. Febr. 6 Uhr
morgens von Dalny nach Tſchemulpo. „Aſſyria‟
21. Febr. in Singapore, ausgehend. „Belgravia‟ 22. Febr.
in Vancouver, ausgehend. „Braſilia” von Antwerpen,
21. Febr. 11 Uhr abends in Hamburg. „Hoerde‟ 21. Febr.
von Perim nach Penang. „Iſtria” nach Liverpool,
23. Febr. 2 Uhr 30 Min. morgens Dover paſſiert.
„Scandia” 21. Febr. in Hongkong, ausgehend. „Syleſia‟
21. Febr. morgens Perim paſſiert, heimkehrend. „Spezia‟
21. Febr. in Kobe, ausgehend. „Suevia” 22. Febr. in
Tſingtau, heimkehrend. „Uckermark” 22. Febr. 6 Uhr
10 Min. morgens von Cuxhaven nach Port Sa:d.
Württemberg” nach Aniwerpen, 22. Febr. 1 Uhr nachm.
Cuxhaven paſſiert. — Verſchiedene Fahrten: „Liberia”
von Indien kom., 21. Febr. 5 Uhr nachm. Perim paſſiert.
„Nordmark”, von Indien kommend, 22. Febr. nachm.
Gibraltar paſſiert. „Perſepolis” nach Perſien, 23. Febr.
7 Uhr morgens in Antwerpen. „Rhenania” nach Afrika,
21. Febr. nachm. Gibraltar paſſiert. „Steiermark” nach
Weſtafrika, 21. Febr. 6 Uhr 30 Min. abends Dover paſſiert.
Kofeke
in Milch, Kakao, Suppen oder
Gemüsen die besfgeeignefe,
leicht verdauliche u. nahrhaffe 65
Krankenkost.
Geſchäftliches.
Die deutſchen Städtewappen. Anläßlich
des Kaiſer=Jubiläums begann die Kaffee=Handels=
Aktien=
geſellſchaft in Bremen, die Herſtellerin des bekannten
coffeinfreien Kaffees Hag, mit der Herausgabe einer etwa
3000 Motive umfaſſenden Serie von Ortswappen der
deut=
ſchen Städte, Flecken und Dörfer. Die Zeichnungen nach
amtlichen und archivaliſchen Quellen ſtammen von dem
berühmten Heraldiker Profeſſor Otto Hupp. Die
Wappen=
bilder von Oſtpreußen, Weſtpreußen und Brandenburg
lie=
gen bereits vor, ihre Verbreitung erfolgt nur auf die
Weiſe, daß jedem Kaffee=Hag=Paket verſchiedene
Wappen=
marken beigelegt werden. Damit die Sammler die kleinen
Kunſtblätter in würdiger Weiſe aufbewahren können,
werden im Laufe der Zeit kleine, für je eine Provinz
be=
ſtimmte Sammelbücher herausgegeben, die auch tertlich ſo
ausgeſtattet ſind, daß ſie in jedem Hauſe als
willkomme=
ner Gaſt begrüßt werden. Die Hefte zur Aufnahme der
Wappen der Provinzen Oſtpreußen und Weſtpreußen ſind
bereits erſchienen. Dieſe Sammelhefte werden nur von
der Kaffeehag-Bremen auf Grund von Gutſcheinen, die
ebenfalls den Kaffee=Hag=Paketen beiliegen, koſtenlos
ab=
gegeben.
Gottesdienſtliche Anzeigen.
Johanneskirche. Mittwoch, den 25. Februar,
abends 8 Uhr: I. Paſſionsandacht. Pfarrer Dingeldey.
Eliſabethenſtift. Donnerstag, den 26. Februar,
nachmittags 3 Uhr: I. Paſſionsandacht. — Samstag,
den 28. Februar, nachmittags 8 Uhr: Beichte. —
Sonn=
tag, den 1. März, vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt
(mit Abendmahl). Pfarrer Hickel. Vorm. 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. — Donnerstag, 5. März: II. Paſſionsandacht.
Familiennachrichten.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher
Teilnahme bei dem Heimgange meiner
lieben Frau, unſerer herzensguten
Mut=
ter, ſagen innigſten Dank
Carl G. Groebe u. Kinder.
Darmſtadt, 23. Februar 1914. (5141
Dankſagung.
Es drängt mich, Allen, die mir in der Trauer
um meine liebe Mutter
(5174
Therese Schneider
geb. Schaaf
wohltuende Beweiſe ihrer Liebe und Verehrung
für die Entſchlafene gegeben haben, innigſt
empfun=
denen Dank auszuſprechen.
Darmſtadt, 24. Februar 1914.
Im Namen der Hinterbliebenen:
David Schneider.
Dankſagung.
Für die überaus herzliche Teilnahme bei dem
uns ſo ſchwer betroffenen Verluſte durch das
Hin=
ſcheiden unſerer lieben unvergeßlichen Tochter,
Schweſter, Nichte und Couſine
(5145
Mariechen
ſagen wir Allen, insbeſondere Herrn Pfarrer
Junker, den Herren Aerzten und Schweſtern, den
Schulkameraden, Verwandten, Freunden und
Be=
kannten, ſowie für die zahlreichen Blumenſpenden
unſeren tiefgefühlteſten Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Frau Bäckermeister Aug. Breitwieser Wwe.
und Kinder.
Ober=Ramſtadt, 23. Februar 1914.
eute entſchlief ſanft nach kurzem
Kranken=
lager unſere innig geliebte Mutter,
Groß=
mutter, Schwiegermutter und Schweſter
Hertha von Hanneken
gebavon der Lancken
im 58. Lebensjahre.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Margarete Vogt, geb. v. Hanneken,
Ferdinand v. Hanneken, Hauptmann
im Leibgarde=Inf.=Regt. Nr. 115,
Hermann v. Hanneken, Leutnant im
Oldenburgiſchen Inf.=Regt. Nr. 91,
Heinrich Vogt, Major beim Stabe
des Inf.=Regts. v. Goeben Nr. 28,
und eine Enkeltochter.
Hannover, den 22. Februar 1914.
Trauerfeier am 24. Februar, 9.30 Uhr vorm.,
im Trauerhauſe: Hannover, Steinriede 11.
Beiſetzung am 25. Februar, 3 Uhr nachm., auf
dem alten Friedhofe zu Weimar.
(5111
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Heute nacht entſchlief nach kurzer
Krank=
heit unſere liebe
(*4844
Fräulein
Charlotte Traut.
Im Namen ihrer Freunde:
Frau Baurat Wißmann,
Hoffmannſtraße 30.
Darmſtadt, den 24. Februar 1914.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Die Wetterlage hat ſich ſeit geſtern nur wenig
geän=
dert. Immer noch lagert tiefer Druck, der ſeit geſtern ſich
etwas abgeſchwächt hat, im Norden von England. Ueber
Deutſchland ſteigt der Luftdruck fortwährend, ſo daß wir
morgen zwar wolkiges, doch vorwiegend trockenes Wetter
erwarten können.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, 25. Februg
Vorwiegend wolkig, meiſt trocken, etwas kühler, öſtliche
Winde.
Tageskalender.
Mittwoch, 25. Februar.
Großh. Hoftheater, Anfang 7 Uhr, Ende 10 Uh
(Ab. B): „Der fliegende Holländer”.
Vortrag von Profeſſor Schwarz um 8 Uhr inde
Eliſabethenkirche.
Spielabend des Schachklubs um 8 Uhr im Reſtaurant
„Kaiſerſaal”
Abſchiedsmahl des Prinzen Karneval um 9½ Uhe
im Café Ernſt=Ludwig.
Konzerte: Hotel Heß um 3 Uhr. — Ludwigshöhe um
4 Uhr. — Bürgerkeller um 8 Uhr. — Perkeo um 8 Uh
Verſteigerungskalender,
Donnerstag, 26. Februar.
Hofreite=Verſteigerung des Jakob Appelman
(Rhönring 15) um 11 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr inde
Turnhalle am Woogsplatz.
Holzverſteigerung um 9 Uhr in der Schneiderſche
Gaſtwirtſchaft zu Waſchenbach.
Brennholz=Verſteigerung um 9½ Uhr im
Eberſtädter Gemeindewald (Zuſammenkunft auf dem
Bäckerweg am Eingang des Waldes).
Holzverſteigerung um 10 Uhr im Hebererſche
Saale zu Meſſel.
Druck und Beragt z. e. Miltihiche Soſluchenſteſt
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilletof
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil Max Streeſe; für den Anzeigenteill
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Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträße
liche werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte
werden nicht zurückgeſandt.
bleibt der erste und meistens auch
42
E
der beste! Was folgt, sind —
Teebeaaofe
erst Kommt
Nachahmungen! In guten Küchen
herrscht seit Jahren die anerkannt
SZZy
5355.e82
feinste und erste
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1 Würfel 5 Pfg., 5 Würfel 20 Pfg. Wo nötig, Verkaufsstellen-Nachweis durch die Rotti-G. m. b. H., München.
Vertreter: Ferdinand Joos, Agenturen und Kommissionen, Darmstadt.
(II,512
Mummer 56.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. Februar 1914.
Weiblich
ſucht junge Frau zu
Miale übernehmen, a. liebſten
ckerei m. Café. Kaution kann
Atellt werden. Gefl. Offerten u.
4 an die Exped. erbeten. (*4797
ebildete Deutſche, mit
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hhmem Organ, erfahren im
Vor=
n (Deutſch, Engl., Franzöſiſch)
nſcht entſprech. Beſchäftigung.
u. M 98 a. d. Exp. (*4783mds
Mädchen, w. koch. u. alle
Haus=
b. kann, ſ. Stelle z. 1. Apr.
Aus=
ien, w. auch koch., ſuch. Beſchäft.,
ch halbe Tage oder ſtundenw.
Frau Berta Neßling,
ge=
rbsmäßige Stellenvermittlerin,
Awigſtraße 8.
(*4685oim
Meinl. Frau ſ.f. morgens
Beſchäf=
uig. Lauteſchlägerſtr. 42, I. (*4805
Vlleinmädchen, ſelbſt. in Führ.
Haushalts und bew. in Näh=
Hausarb., ſ. bei alleinſt. Dame
Pt älter. Ehepaar Stellung per
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Beſſeres Fräulein
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Uſh: Stellung um ihre Kenntniſſe
rerwerten. Kinderlieb u. gerne
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Darm=
d-, Luiſenſtraße 7. (4818a
Exzieherin m. mehrjähr. Praxis
ſih- Stelle in feinem Haus. Näh.
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Männlich
Eentrofechniner
ſihe Stellung als Betriebsaſſiſtent
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Idung u. lange, praktiſche
Tätig=
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Wred. d. Bl.
(*4835
ung., verh. Mann ſucht Arbeit
henid welcher Art, nimmt auch
Ahilfsſtelle an
(*4834
Luteſchlägerſtraße 44, Seitenbau.
telle
Weiblich
Tücht. gewandte
Verkadferm
für beſſeres Geſchäft der
Nahrungsmittelbranche, per
ſofort geſucht. Gefl. Offerten
u. N 14 Expedit. (5163md
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zur Aushilfe über Oſtern
geſucht Fritz Eichberg,
Ernſt=Ludwigſtr. 6. 5164md
Mädchen
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(B5152
Eſtungerſtraße 41.
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Papiergeſchäft geſucht. Off. u.
7 an die Expedition. (*4820
ſucht, wegen
Verhei=
ſtterſchaft ratung d. Mädchens,
ſädchen, das kochen kann, ältere
hme ſucht Alleinmädchen, brave
ſädchen erhalten gute Stellen in
ſchäftsh. Frau Berta Nessling,
neerbsmäßige Stellenvermittlerin
Ludwigſtr. 8. (*4686oim
rdentliches Mädchen
Nahhren im Haushalt, vor= und
lich mittags einige Stunden
ge=
ſch: Hochſtr. 26, I. (*4739im
dchtig. Mädchen
r alle Hausarbeit gegen guten
hhn geſucht. Näheres
Fuchs=
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(*4523smds
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Waldſtraße 6, Zimmer Nr. 6
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ſtunden von 9—12 Uhr und von 3—6 Uhr.
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Von den Herrſchaften wird eine Einſchreibgebühr von
20 Pfg. und eine Vermittlungsgebühr von 1 Mk. erhoben.
Für Dienſtboten iſt die Benutzung der Abteilung koſtenlos.
Zentralanſtalt für Arbeits= und Wohnungsnachweis.
Saubere Frau für eine Stunde
vor= und nachmittags geſucht. Näh. Dileſte Anſtenung
Kiesſtraße 71, im Laden. (*4842md
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ſtraße 55, 2. Stock.
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Kiesſtraße 35, I.
(*4819
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Mädchen
das Gelegenheit hat, ſich im
Kochen ſelbſtändig zu machen.
Vorzuſtellen Aliceſtr. 23, I. (*4827
rachtiges Mädchen
auf 1. März geſucht
etwas Kochen verlangt. Näheres
Gervinusſtraße 62.
(5165
Tücht. ſaubere Lauffrau
vormitt. 2 Std., mittags 1 Std.
geſucht. Erbacherſtr. 1, I. (5119
Für die Kleinkinderſchule,
Stiftſtraße 45, wird ein fleißiges
Mädchen geſucht. (5117md
Ordentl. ält. Mädchen tagsüber
geſ. Heinheimerſtr. 69, p. I. (*4838
Tücht, gut empfohl. Lauffrau,
welche ſchon in beſſ. Häuſern diente,
für morg. 2—3 Std. auf 1. März
geſucht. Vorſtellen von 9—11 Uhr
morgens Herdweg 66, II. (*4831
Tüchtiges ſauberes Mädchen
für Hausarbeit ſofort geſucht
Magdalenenſtr. 11, 1. Stock. (*4846
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Haus-
tätigkeit, wenn Sie 2 bis
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erwerb 600 Kolonialkrieger-
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gewöhnt ſind, wollen Offerten
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vornehmen Beruf leichter
ſyſte=
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Lebens=
ſtellung bietet, widmen wollen.
Kaufleute, welche
Privatkund=
ſchaft beſuchen, eventuell
Privat=
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Stellung durch Nebenverdienſt
er=
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ſofort in dauernde Stellung geſ
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Vermittler hier u. außerh. für
Verſicher. (Leben, Haftpflicht,
Un=
fall, Feuer) geg. gute Abſchlußproviſ.
geſ. Off. unt. M 55 Exp. (*4847
Kullcher
ſtadtkundig, geſucht. (B5038
Heidelbergerſtraße 25.
Jüngerer Hausburſche (
Rad=
fahrer), kein Fortbildungsſchüler, geſ.
Näheres in der Exped. (*4818
Alleinſtehender, gut
be=
leumundeter, noch rüſtiger
Halbinvalide für ein hieſiges
Fabrikanweſen als (5168mf
Torschliesser
und Wächter
baldigſt geſucht. Offerten
mit Lebenslauf und
Lohn=
anſprüchen unter N 15
an die Exped. erbeten.
aus guter Familie,
Jg. Mann mit Berechtig. zum
Einjährigen, findet Stellung als
Lenriing
für Kontor, gegen Vergütung,
für Oſtern, Ihrig’s Kontor,
Futterartikel=Großhandlung,
Hügelſtraße 59.
(5003a
Lehrling
geg. ſof. Vergütung auf Kontor
geſucht Karlſtraße 54. (B4994
Für mein Kontor und Laden
einen Kaufm. Lehrling mit
guter Schulbildung geſucht. (4924a
Gg. Korbus
Einmachgeſchäft und
Kolonial=
waren. Luiſenſtraße 36.
Inteligenter, kräftiger Junge als
Lehrling
für die Schreibſtube zu Oſtern
ge=
ſucht. Rechtsanwalt Brust.
(*4709ims
Rheinſtraße 15.
Kehrig
mit gutem Schulzeugnis zu Oſtern
geſucht. Anton Braunwarth,
Ernſt=Ludwigſtraße 3. (5073im
Leiling.
Sohn achtbarer Eltern, m. guter
Allgemein=Bildung, als kaufmänn.
Lehrling geſucht.
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Ernſt=Lndwigſtraße 1.
Lehrling
mit guter Schulbildung per Oſtern
gegen ſofort. Vergütung geſucht.
Gebr. Katzenstein, Kaffee=Import,
Waldſtraße 22. (4482a
Lehrlinc
für Zahntechnik unter günſt.
Bedingungen geſucht. (*4810
Jonas
Riedlingerſtraße 39.
Tapezier=Lehrling geſucht.
Fr. Freudenberger, Karlſtr. 27. (4864a
Tapezierlehrling, Sohn
acht=
barer Eltern, mit guter Schul=
(4254a
bildung geſucht
Carl Herber, Wilhelminenſtr. 10.
Ein Lehrling geſucht
G. Haag, Hoftapezier
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Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. Februar 1914.
Nummer 56.
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Dobermann.
(5115
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Jagdhund (zugelaufen). Die Hunde können von den
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Ver=
ſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag,
vormitags 10 Uhr, ſtatt.
(5132
Warnung vor unlauteren Darlehensvermittlern.
Wir haben ſchon wiederholt vor dem unlauteren
Geſchäfts=
gebahren gewiſſer Darlehensvermittler gewarnt, die in Zeitungen
ſich zur Vermittelung oder Beſchaffung von Darlehen unter
an=
ſcheinend günſtigen Bedingungen erbieten, denen es aber vielfach
weniger um die Beſchaffung der Darlehen zu tun iſt, als um die
Er=
zielung von Gewinn; entweder machen ſie die Behandlung der
Dar=
lehensgeſuche von der Vorauszahlung eines die wirklichen Auslagen
überſteigenden Koſtenvorſchuſſes für Einholung einer Auskunft
über die Kreditwürdigkeit des Nachſuchenden uſw. abhängig oder ſie
überſenden auf Grund von zur Irreführung geeigneter
Zeitungs=
annonen und Proſpekten den Darlehenſuchenden eine ſogenannte
Geldoffertenliſte, d. j. ein umfangreiches Verzeichnis von
Darlehens=
vermittlern und Darlehensgebern, gegen Bezahlung einer Gebühr,
die meiſt durch Nachnahme erhoben wird. Wie berechtigt dieſe
Warnung iſt, beweiſt die Tatſache, daß fortwährend Verurteilungen
derartiger Perſonen wegen Betrug zu empfindlichen Strafen bekannt
werden.
Da auch hieſige Einwohner durch das unlautere
Geſchäfts=
gebahren derartiger Perſonen zu Schaden gekommen ſind, können
wir unſere Mahnung zur Vorſicht gegenüber unbekannten
Darlehens=
vermittlern nur wiederholen.
Darmſtadt, den 20. Februar 1914.
(5060im
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Nächſter Zuchtviehmarkt in Darmſtadt
Dienstag, den 3. März 1914.
Darmſtadt, den 21. Februar 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt.
(5112ms
Die Fleiſchverdingung
für den Standort und den Truppenübungsplatz Darmſtadt für die
Zeit vom 1, April bis 30. Juni 1914 findet am 3. März 1914, 9 Uhr
vormittags, im Geſchäftszimmer des Proviantamts —
Eſchollbrücker=
ſtraße 25 — ſtatt.
Die Lieferungsbedingungen liegen in der Garniſon=
Fleiſch=
ausgabeſtelle — Blumenthalſtraße 111— aus, können auch gegen
Be=
zahlung der Selbſtkoſten von 50 Pfg. bezogen werden. Verſiegelte
Angebote mit der Aufſchrift: „Angebote auf Fleiſchlieferung” ſind
im Geſchäftszimmer des Proviankamts vor Beginn des Termins
abzugeben.
(84885
*Die Lieferung für den Truppenübungsplatz erfolgt zuſammen
mit dem Bedarf für die Garniſon Darmſtadt nach den für die
Gar=
niſon gültigen Bedingungen durch die Fleiſchausgabeſtelle.
Auf den Zuſatz zu Ziffer 16 der Bedingungen wird
be=
ſonders hingewieſen.
Proviantamt Darmſtadt.
Brennholz=Verſteigerung Nr. 10.
(Stadtwald.)
Freitag, den 27. Februar l. Js., vorm. 9 Uhr,
ſollen in der Turnhalle (Woogsplatz 5) hier aus dem Diſtrikt
Nachtweide, Abt. 45, ſowie aus verſchiedenen Diſtrikten der
Forſt=
wartei Heiligkreuz (Forſtwart Hofmann) verſteigert werden:
Scheiter: 216 rm Buchen, 2 rm Hainbuchen, 59 rm Eichen,
—15 rm Birken.
Knüppel: 170 rm Buchen, 43 rm Hainbuchen, 258 rm Eichen, 15 rm
Birken, 2 rm Erlen, 5rm Kiefern, 8 rm Lärchen, 18 rm Fichten.
Reiſigknüppel: 73rm Buchen, 23 rm Hainbuchen, 92 rin Eichen,
4 rm Birken.
Stöcke (fein): 6 rm Buchen, 7 rm Eichen.
Stöcke (grobſ: 4 rm Fichten.
Das Holz trägt die laufenden Nummern 1372—1808 und iſt
ſämtlich gut abfahrbar. Unterſtrichene Nummern kommen nicht zum
Ausgebot. Weitere Brennholz=Verſteigerungen finden in dieſer
Forſt=
wartei nicht mehr ſtatt.
Darmſtadt, den 19. Februar 1914.
(4848sm
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Antz= u. Brennholz=Verſteigerung Nr. 11.
(Stadtwald.)
Dienstag, den 3. März l. Js., vormittags 9 Uhr,
werden in der Turnhalle (Woogsplatz 5) hier aus der Beſſunger
Tanne (Forſtwart Geriſch) verſteigert=
I. Nutzholz:
Stämme, Kiefern: I. Kl. 1 St. — 1,47 fm, II. Kl. 14 St.
16,13 fm, III. Kl. 53 St. — 44,59 fm und IV. Kl.
1 St. — 0,66 fm.
II. Brennholz:
Kiefern, Scheiter: 110 rm, Knüppel: 130 rm,
Reiſig=
knüppel: 222 rm und Stöcke: 41 rm (grob).
Das Holz ſitzt in den Abteilungen: Kaiſerſchlag 9 und 12,
Maitanne 27 und 31, Texas 42 und anderen Diſtrikten, hat die
Nutz=
holz=Nummern 1—2288 und die Brennholz=Nummern 115—578 und
iſt ſämtlich an gut fahrbare Wege gerückt. Unterſtrichene Nummern
fallen aus. Stammholzverzeichniſſe ſind bei Herrn Forſtwart
Ge=
riſch, Frankenſteinſtraße 44, zu haben.
(5118ms
Darmſtadt, den 23. Februar 1914.
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Preiſe für Fleiſch
in der Stadt Darmſtadt
am 20. Februar 1914.
(Mitgeteilt von der Großh.
Zentral=
ſtelle für die Landesſtatſtik.)
Häufigſter Preis in 8 pro Pfund
Ochſenfleiſch mit Beilage . . 96
Rindfleiſch „ „ . 80—90
Kuhfleiſch
. 81‟)
Kalbfleiſch
100
Hammelfleiſch „
100
Schweinefleiſch,
84
Leberwurſt gewöhnliche
70
Blutwurſt,
70
Geräucherter Speck
. 110
Schweineſchmalz, inländiſches 80
*) Durchſchnittspreis.
Die Erhebung erſtreckte ſich auf
45 Metzgereien, und zwar auf 25,
in denen Ochſen=, Rind= od.
Kuh=
fleiſch, auf 16, in denen Kalbfleiſch,
auf 7, in denen Hammelfleiſch und
17, in denen Schweinefleiſch
ver=
kauft wurde.
mie Fuhrleiſtungen beim
ſtädti=
ſchen Gaswerk ſollen für die
Zeit vom 1. April 1914 bis 31. März
1915 vergeben werden.
Die Vergebungsbedingungen
können bei der unterzeichneten
Ver=
waltung, Frankfurterſtraße Nr. 29,
Zimmer Nr. 3, in den
Dienſt=
ſtunden eingeſehen werden.
Angebote ſind bis Samstag,
den 28. Februar, vormittags
11 Uhr, verſchloſſen und mit dem
Vermerk „Fuhrleiſtungen”
ver=
ſehen, einzureichen.
(4847fm
Darmſtadt 13. Februar 1914.
Städtiſche Gaswerksverwaltung.
Friedrich.
Die in der Zeit vom 1. April
1914 bis 31. März 1915 bei
dem ſtädtiſchen Gaswerk
vorkom=
menden Rohrgrabenarbeiten
ſollen vergeben werden. Die
Ver=
gebungsbedingungen können bei
unterzeichneter Verwaltung,
Frank=
furterſtraße 28, Zimmer 3, in den
Dienſtſtunden eingeſehen werden.
Angebote ſind bis
Montag, den 9. März ds. Js.,
vormittags 10 Uhr,
verſchloſſen und mit dem
Ver=
merk „Erdarbeiten” verſehen,
ein=
zureichen.
(5162md
Darmſtadt, 23. Februar 1914.
Städtiſche Gaswerks=Verwaltung.
Friedrich.
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Das Umpflügen von an Feldwege ſtoßenden Grundſtücken.
Vor der jetzt beginnenden Feldarbeit mache ich darauf aufs
merkſam, daß das Einpflügen in die Feldwege ſowie das Wenden
der Pflüge auf ihnen verboten iſt und Zuwiderhandlungen gemäß
den Beſtimmungen des Art. 39 des Feldſtrafgeſetzes Strafe nach
ſich ziehen.
Das Feldſchutzperſonal iſt angewieſen, die Befolgung dieſes
Ge=
bots zu überwachen und Zuwiderhandelnde unnachſichtlich zur Anzeige
zu bringen.
Darmſtadt, den 20. Februar 1914.
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Nummer 56.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. Februar 191x.
Seite 9.
Ein vernachläſſigter
Schnupfen hat ſchon
manchem die
Ge=
ſundheit gekoſtet.
Orma
ese Geuſen
eſe 80 fg
1,5125
Vermiehtes.
** Kanarienvögel als Schlagwetteranzeiger. Ein
Ka=
narienvogel in ſeinem Bauer, den der Bergmann als ein
notwendiges Stück ſeiner Ausrüſtung mit unter Tag
mimmt, erſcheint uns gewiß als ein ſeltſamer Begleiter,
und doch iſt dieſe Rolle des Kanarienvogels in den
Ver=
einigten Staaten durchaus keine vereinzelte Erſcheinung
rnehr. Und es handelt ſich dabei nicht etwa um eine
Lieb=
haberei der Bergleute, die ſich von ihren zwitſchernden
Freunden auch bei der Arbeit nicht trennen wollen, ſon=
Dern die kleinen Tiere dürfen als die beſten Propheten
Der Gefahr gelten, wenn ſchlagende Wetter oder ähnliche
Kataſtrophen den Menſchen in der Tiefe der Erde be=
Drohen. Die Fähigkeit mancher kleiner Tiere, die giftigen
Waſe in der Luft bereits zu ſpüren, wenn ſie für den
Menſchen noch gar nicht wahrnehmbar ſind, iſt von dem
Offiziellen Bureau für Bergwerkskunde in den
Vereinig=
gen Staaten durch zahlreiche Verſuche erwieſen worden,
und im Seientifie American berichten Georges A. Burrel
und Frank M. Seibert über die neueſten Ergebniſſe dieſer
äntereſſanten Forſchungen. Nachdem man zunächſt das
Verhalten von Meerſchweinchen, Kaninchen, Hühnern,
Hunden, Mäuſen und Kanarienvögeln giftigen Gaſen
gegenüber unter Tage genau beobachtet hatte, kam man
zu der Feſtſtelung, daß Mäuſe und Kanarienvögel am
beſten geeignet ſind, um das Auftreten etwaiger ſchädlicher
Gaſe frühzeitig und ſicher anzuzeigen. Beſonders die
Ka=
narienvögel weiſen bereits bei der Einatmung ganz
ge=
ringer Mengen von Kohlenoryd ein derartig verändertes
Weſen auf, verlieren ſo raſch das Bewußtſein, daß der
Bergmann lange bevor er auch nur das Geringſte ſpürt,
auf die Gefahr aufmerkſam wird. Nach den
Beobachtun=
gen von J. S. Haldane tritt eine Gewöhnung der
Kana=
rienvögel an die giftigen Gaſe nicht ein. Ein Tierchen,
das ſechs= oder ſiebenmal hintereinander dem Einfluß
einer geringen ſchädlichen Gasmenge ausgeſetzt wird, wird
jedesmal wieder ſofort betäubt und kommt dann an der
friſchen Luft wieder zu ſich. Die Bergleute haben alſo an
dem kleinen Begleiter im Vogelbauer den ſicherſten und
beſten Vorausverkünder der Gefahr. Bleibt der Vogel
auf ſeiner Stange ſitzen, dann weiß der Menſch, daß er
in Sicherheit iſt. Beim erſten Anzeichen einer Ohnmacht
des Tierchens erkennt der Menſch, daß es Zeit iſt, an
ſeine eigene Sicherheit zu denken. So wird ihm der
Ka=
narienvogel zu einem wertvollen Begleiter bei ſeiner
ge=
fährlichen Arbeit.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt 1.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 17. Febr.: Dem Schutzmann Adolf
Trauthwein, Darmſtraße 5, eine T. Marig. Dem
Ober=
ingenieur Adolf Plotz, Obere Liebfrauenſtraße 12, ein S.
Karl Hans. Am 19.: dem Straßenbahnſchaffner Jakob
Becker, Roßdörfer Straße 31, ein S. Karl Otto. Am 20.:
dem Fabrikarbeiter Phil. Friedrich, Lauteſchlägerſtr. 42,
eine T. Johanna Auguſte. Am 22.: dem Schloſſer Georg
Stein, Schloßgaſſe 12, eine T. Anna Marie. Am 17.:
dem Schmied Heinrich Bopp. Kranichſteiner Straße 15,
eine T. Wilhelmine. Am 18.: dem Poſtboten Ad. Stamm,
Schuchardſtraße 9, ein S. Fritz. Am 21.: dem
Hausbur=
ſchen Johannes Senger Mühlſtraße 23, ein S. Hans.
Am 20.: dem Gaſtwirt Ludwig Gelfius, Lichtenbergſtr.
20, eine T. Elſa. Am 17.: dem Elektromonteur Guido
Beyreuther, Weiterſtädter Weg 38, ein S. Fritz Karl.
Dem Heizer Philipp Schwinn, Weiterſtädter Weg 80,
eine Tochter. Am 22.: dem Buchbinder Ferd. Hanke,
Brandgaſſe 12, eine
Eliſabeth. Am 17.: dem Wein=
hündler und Weineſaurateur Inan o Prim,
Mahilben=
platz 8, eine T. Chriſtina.
Aufgebote. Am 19. Febr.: Dreher Heinrich Röder
und Dienſtmädchen Joſepha Schmitt, beide Erbacher
Straße 13. Am 20.: Arzt Prof. Dr. Wilh. Karl Guſt. Phil.
Ludwig Tuisco Max Draudt hier und Helene Eliſabeth
Neckelmann in Hamburg. Architekt Heinrich Guſtav
Spieker in Dortmund und Bertha Kunkel in
Offen=
bach. Sekretär Karl Theodor Reitz in Berlin=
Schöne=
berg und Anna Maria Marg. Mann, Liebigſtraße 61.
Hilfsarbeiter Karl Müller, Kiesſtraße 16, und
Dienſt=
bote Anna Mahr, Waldſtraße 48. Sergeant im Garde=
Dragoner=Regiment Nr. 23 Andreas Wilhelm Karll
Schwartz, Marienplatz 1. und Stubenmädchen Johanna
Regina Bauer, Ohlyſtraße 58. Am 23.:
Eiſenbahnſekre=
tär Georg Phil. Schlottner in Düſſeldorf und Frieda
Thereſe Müller, Grüner Weg 9. Ingenieur Ad.
Rein=
heimer, Saalbauſtraße 25, und Marie Antonie Reeg,
Grafenſtr. 17. Schreiner Heinrich Schäfer,
Lichtenberg=
ſtraße 77, und Helene Delp, daſelbſt.
Eheſchließungen. Am 19. Febr.: Hilfsarbeiter
Fried=
rich Hönig mit Barbara Fiſcher geb. Thomasberger,
beide hier. Am 21.: Fabrikarbeiter Friedrich Nagel mit
Schneiderin Anna Stork, beide hier. Eiſenbahn=
Aus=
hilfsſchaffner Johannes Großhaus mit Marie
Wal=
ther beide hier. Taglöhner Adam Ereter mit Eliſa
Wälliſch, beide hier. Am 23.: Kellner Guſtav Geyer
mit Gertrud Albert, beide hier.
Geſtorbene. Am 19. Febr.: Helene Marg. Kremsler,
Tochter des Taglöhners, 1 J., kath., Große Ochſengaſſe 34.
Am 20.: Margarethe Groebe geb. Grimm, Ehefrau des
Geflügelhändlers, 46 J., ev Schulſtraße 16. Margarethe
Lohr geb. Hornung, Ehefrau des Zimmermanns, 38 J.,
ev., aus Dornheim, hier Dieburger Straße 21. Georg
Ritzert, Taglöhner, 72 J., ev., Obergaſſe 18. Am 21.:
Jak. Herm. Kaul, S. des Vizewachtmeiſters, 3 Mon., ev.,
Heidelberger Straße 47. Maria Feldbauer, T. des
Fabrikarbeiters, 7 J., ev., aus Arheilgen, hier Grafenſtr. 9.
Viktoria Philippine Schäfer, T. des Schreiners, 1 J.,
ev Pankratiusſtraße 50. Am 22.: Margarethe Eliſabethe
Wahlig, T. des Oberaſſiſtenten, 14 J., kath., Darmſtr. 23.
Am 21.: Anna Martha Alberth, T. des Austrägers, 1 J.,
ev., Große Bachgaſſe 14. Margar. Erbes geb. Creter.
Witwe des Maurers, 91 J., ev., Grafenſtr. 9. Am 22.: Kark
Auguſt Schulz, Kaufmann, 63 J., ev., Pankratiusſtr. 41.
Der reichste Mann der Welt
„Ich bin leider einmal zum Sparen
ge=
zwungen. Der einzige Kaffee, der mir
schmeckt, ist billig, weil er mit
Weber’s Carlsbader Kaffeegewürz
zubereitet wird.‟
Weber’s Carlsbader Kaffeegewürz ist
trotz seiner Billigkeit dem vornehmen
Feinschmecker unentbehrlich. Es sibt
dem Kaffee einen pikanten Geschmack,
sowie einen köstlichen Duſt und
ver=
leiht ihm eine goldbraune Farbe.
Rino-Salbe
wird angewendetbei Beinleiden,
bösen Fingern, Hautleiden,
Verletzungen, Bartflechten,
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Salic., Bors. je 1, Eig. 20 Proz.
Geg
Alleinſtehende a
ſchuldl. geſch. Dame, Mitte 20,
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telligent, hübſch, ſchlank, 400,000 M.
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nettem Herrn in gut. Poſit. bald.
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kannt und wird gebeten, denſelben
dort wieder abzugeben,
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denken. Gegen Belohnung abzug.
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Verloren!
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brosche. Abzugeben gegen
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hörend, gegen Belohnung
abzu=
geben Liebigſtr. 27.
(*4790
Beſtellungen auf die
Wochen=Chronik
N
monatlich 20 Pfennig
(einzelne Nummer 10 Pfg.) nehmen unſere Expedition, unſere Trägerinnen, ſowie unſere Agenturen
und ſämtliche Poſtanſtalten entgegen, die letzteren unter der Bezeichnung Darmſtädter Tagblatt
Ausgabe B. Die Chronik iſt 8ſeitig mit reichem Bilderſchmuck in Tiefdruck und in tadelloſer
Ausführung, ſo daß ſie fortlaufend eine Illuſtrierung der hervorragenden Ereigniſſe der letzten Woche
bietet und eine Ergänzung des mehr feuilletoniſtiſch gehaltenen Illuſtrierten Unterhaltungsblattes darſtellt.
6918
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. Februar 1914.
Nummer 56.
Zum Ausſchneiden!
Ein ausgegeichnetes Rezept für einen
Huſtenſtu=
mit dem man ſich Geld ſparen kann.
Angeſichts der zurzeit herrſchenden regelrechten
Er=
kältungs= und Influenza=Epidemie dürfte nachſtehendes
Rezept vielen willkommen ſein. Beſchaffen Sie ſich in der
nächſten Apotheke 60 Gr. dreifach konzentrierten Anſy,
fü=
gen Sie das zuhauſe zu einem viertel Liter heißem Waſſer
und 250 Gr. geſtoßenem Zucker; umrühren, bis alles gut
aufgelöſt und vermiſcht iſt. Davon nimmt man ein bis
zwei Teelöffel voll viermal des Tages ein; das verſchaff
ſofortige Linderung und vertreibt meiſt ſchon innerhalb
24 Stunden den hartnäckigſten Huſten. Dieſer Huſtenſiruß
iſt ſehr angenehm einzunehmen, iſt vorzüglich gegen
Hei=
ſerkeit, leichte Erkältungen und zur Verhinderung der ſich
daraus häufig entwickelnden ſchlimmeren Erkrankungen
der Atmungswege. Da er auch gewiſſe nährende und
kräftigende Eigenſchaften beſitzt, eignet er ſich auch beſtens
in der Rekonvaleszenz. Wenn Sie nicht ſelbſt zur
Apo=
theke gehen, ſchärfen Sie dem Boten ein, daß er dreifach
konzentrierten Anſy verlangen muß. Das Rezept iſt ſchon
öfters empfohlen worden, die Nachfrage in den lokalen
VIII, 5142.
Apotheken iſt daher eine ſehr ſtarke.
Sport, Spiel und Turnen.
Sr. Pferdeſport. Kronprinz Wilhelm von
Preußen hat jetzt beim Unionklub auf Lebenszeit ſeine
Rennfarben: Weiß, ſchwarzer Gürtel und Kappe eintragen
laſſen. Der Kronprinz läßt in ſeinem Stalle einige
Hin=
dernispferde trainieren und iſt zuſammen mit Oberleutn.
F. v. Zobeltitz an den Steeplern Droll, King Boy, Kronos,
Lokman, Lord Longner, Mae Mahon, Nuſcha, Oriſſa,
Portman, Rojeſtwensky und Sea King beteiligt. Da die
Pferde bisher nur in Offiziersrennen geſtartet wurden, iſt
anzunehmen, daß ſie jetzt auch in Jockeirennen laufen
ſollen.
Sr. Der Waterloo=Cup, das Derby der Windhunde, das
alljährlich in England auf der Ebene von Altcar
aus=
getragen wird, wurde nach verſchiedenen, ſich über mehrere
Tage erſtreckenden Zwiſchenläufen beendet. Den
Entſchei=
dungslauf beſtritten Mr. A. F. Popes Dilwyn und Major
Mac Calmonts Leucoryr. Dilwyn ſtartete zum Kurſe von
211 als Favorit und rechtfertigte das Vertrauen durch einen
leichten Sieg. Der Beſitzer des Siegers erhält einen
Ehrenpreis und 10 000 Mark.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
ſeinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Prehgeiehes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Zur Hausfrauen=Verſammlung.
Als Frau bedauere ich, über die Verſammlung vom
20. dieſes Monats ein abfälliges Urteil abgeben zu müſſen.
Der erfriſchenden Rede des Herrn Landtagsabgeordneten
Henrich, die darin gipfelte, daß das letzte Wort in der
Geſtaltung der Darmſtädter Dienſtbotenverſicherung noch
nicht geſprochen ſei, mit der Beibehaltung der bisherigen
ſeparaten Verſicherung unter entſprechendem, den erhöhten
Leiſtungen angepaßtem Aufſchlag ſehr wohl noch gerechnet
werden könne, folgte ein zweiter Diskuſſionsredner, der
ſeinen breiten Redeſtrom trotz der mehrfachen „Schluß!”
Rufe nicht unterbrach. Er erreichte damit, daß die folgen=
den Rehdner nicht mehr zur Entwickelung ihrer Anſchten
kamen, ſo Herr Reallehrer Kahl, dem man, angeblich der
vorgerückten Stunde wegen, das Wort abſchnitt. Ich
nahm Veranlaſſung, mich nach der Verſammlung mit den
Unterlagen des Herrn Kahl bekannt zu machen. Da
er=
fuhr ich denn, daß man in unſerer Nachbarſtadt Mainz die
Dienſtbotenkrankenkaſſe unter Erweiterung der von der
Reichsverſicherungsordnung vorgeſchriebenen Leiſtungen in
ſtädtiſcher Verwaltung beibehalten hat. Bei gleichen
Leiſtungen, wie ſie die hieſige Allgemeine Ortskrankenkaſſe
bietet, wird in Mainz an Beitrag erhoben:
1. Klaſſe wöchentlich 20 Pfg., jährlich 10,40 Mk.
30.
15,60
35
5.
18,2d
In Darmſtadt ſoll bei der Allgemeinen Ortskrankenkaſſe
erhoben werden:
1. Klaſſe wöchentlich 30 Pfg., jährlich 15,60 Mk.
45
23,40 „
60
3.
31,00
Das ſind Zahlen, die für ſich ſelbſt ſprechen und die zur
Abwehr geradezu herausfordern. Aufgabe gerade der beſſer
ſituierten Frauen ſollte es ſein, hier mit aller Kraft zu
kämpfen, damit den Minderbemittelten die Laſt erleichtert
wird. Dies kann aber nur durch den einmütigen Antrag
auf Errichtung einer ſtädtiſchen Dienſtbotenkrankenkaſſe
geſchehen, die auch aus anderen, hier nicht näher zu
er=
örternden Gründen dringend wünſchenswert erſcheint.
Was in Mainz möglich iſt, muß auch in Darmſtadt erreich=
Eine Hausfrau.
bar ſein!
— Als Antwort auf das Eingeſandt, das ſich mit der
Hausfrauenverſammlung am Freitag beſchäftigt möchten
wir feſtſtellen: Die Handhabung der Geſchäftsführung
er=
folgte ſtreng in den üblichen parlamentariſchen Formen.
Als die erſten Diskuſſionsredner geſprochen hatten, ließ die
Leiterin der Verſammlung über einen Antrag auf
Be=
ſchränkung der Redezeit, der aus der Mitte der
Verſamm=
lung heraus geſtellt wurde, abſtimmen. Mit erdrückender
Mehrheit wurde der Antrag angenommen. Ebenſals auf
Wunſch der Verſammlung wurde einem der gemeldeten
Diskuſſionsredner eine Redezeit von 10 Minuten — ſtatt
der ſonſt beantragten 5 — bewilligt. Befürwortet in dem
Sinne, wie „mehrere Hausfrauen” verſtanden zu haben
ſcheinen, wurde die Einbeziehung der Dienſtboten in die
Ortskrankenkaſſe an dieſem Tage überhaupt nicht.
Fräu=
lein van Roy brachte lediglich allgemeine Betrachtungen
über das Reichsverſicherungsgeſetz und ſeine Folgen für
die neu in dasſelbe aufgenommenen Dienſtboten. Herr
Landtagsabgeordneter Henrich berichtete, daß, nachdem
ſchon Staatsſetretär Delbrück bei Erörterung der
Inter=
pellation der Konſervativen im Reichstage wegen
Hinaus=
ſchieben des Inkrafttretens des
Krankenverſicherungs=
geſetzes, eine dahingehende Anregung gegeben, auch die
Darmſtädter Stadtverwaltung in ihren Verhandlungen
mit der Ortskrankenkaſſe dieſe Forderung; erhoben hat.
In der Sitzung der Stadtverordneten vom 30. Dezember
1913 war verlangt worden: Die Ortskrankenkaſſe ſolle den
Wirt des Sachbezuges auf 1 Mk. pro Tag ſeſtſetzen, die
Dienſtboten in eine beſondere Klaſſe einreihen, bei der
der Beitragsſatz 4 Prozent betragen ſolle (gegen 4
Pro=
zent im übrigen) und darüber jährlich beſondere Rechnung
ablegen. Die Ortskrankenkaſſe war damit einverſtanden
und beantragte beim Oberverſicherungsamt enſprechende
Satzungsänderungen. Das Oberverſicherungsamt aber hat
die Sache dem Reichsverſicherungsamt zur Entſcheidung
vorgelegt, und da dieſe Entſcheidung von dort noch nicht
erfolgt iſt, wegen Geſchäftsüberhäufung dieſer
maßgeben=
den Stelle auch wahrſcheinlich nicht ſobald erfolgen wird,
ſind die Verhandlungen der Stadt mit der
Ortskranken=
kaſſe noch nicht zum Abſchluß gelangt. Nachdem das
Reichsverſicherungsamt geſprochen, wird ſich die
Stadtver=
ordnetenverſammlung zu entſcheiden haben, ob ſie die
Aufrechterhaltung der ſeitherigen ſtädtiſchen
Dienſtboten=
krankenkaſſe wünſcht. Bei den durch das Geſetz
feſtgeleg=
ten Mehrleiſtungen der neuen, gegen die ſeitherige Kaſſe,
wäre eine erhebliche Herauſſetzung des Beitrages
natüt=
lich eine Notwendigkeit. Da die Ortskrankenkaſſe darauft
angewieſen iſt, bald flüſſige Mittel in der Hand zu haben,
um ihren jeweiligen Verpflichtungen nachzukommen, hat
ſich der Oberbürgermeiſter damit einverſtanden erklärt, daß
die Beiträge vorläufig — alſo bis zur Entſcheidung des
Reichsverſicherungsamtes — auf der Geundlage eines
Satzes von 75 Pfg. als täglichem Wert der Sachbezüge
(bei einem Beitragsſatz von 4¼ Prozent) erhoben werden.
Auch Herr Knoblauch hat in ſeinen Ausführungen lediglich
feſtgeſtellt, was die Ortskrankenkaſſe geſetzlich leiſten muß,
und wie ſie ſich die Erfüllung dieſer Leiſtungen denkt,
da=
bei ausdrücklich betonend, daß ja noch nicht feſtſtände, ob
ſchließlich die Dienſtboten in dieſer Kaſſe blieben, oder, in
etwa Jahresfriſt, einer ſtädtiſchen Kaſſe zugeführt würden
Ob die Bedingungen, unter denen die Stadt Mainz eine
Sonderkaſſe für ihre Dienſtboten einzurichten gedenkt, der
Stadtverwaltung bekannt ſind iſt allerdings nicht erörtert
worden; wir nehmen das ohne weiteres als ſicher an
Einer eventl. nochmaligen Hausfrauenverſammlung aber
wünſchen wir aufrichtig beſtes Gelingen.
L. R.
Literariſches.
— Wie jede Familie im Eigenhauſe
billiger als zur Miete wohnen kann. Unter
dieſem Titel iſt eine ſchon in 100 000 Exemplaren verbreitete
Schrift des Königl. Bauinſpektor F. Flur erſchienen, die
allen Kreiſen die richtigen Wege zeigt, wie man aus dem
großen Miethauſe mit allen ſeinen geſundheitlichen und
ſonſtigen Nachteilen ohne Mehrausgaben in das idylliſche
von Gärten ungebeſte Einfamilienhaus ziehen kann. Danl
160 Seiten ſtarke lehrreiche Werk bezeichnet man als ein
Buch zum Luſt= und Planmachen für Jedermann und das
iſt es auch. Das im Heimkulturverlag zu Wiesbaden 38
erſchienene Buch koſtet portofrei 2 Mk. und für Mitglieder
der Geſellſchaft für Heimkultur e. V. (Sitz Wiesbaden)
wird es koſtenlos geliefert mit vier anderen größeren
Büchern und der Vereinszeitſchrift „Heimkultur” (
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wert 24 Mark).
— Volkstümliche Kunſt. Herausgeber Arthur
Dobsky. Verlag für Volkskunſt R. Keutel, Stutgalt
Heft 4. Es iſt zu begrüßen, wenn unſere Zeit ſich in den
Dienſt des Volkskunſtgedankens ſtellt. Das hat ſich in
be=
ſonderem Maße die Volkstümliche Kunſt vorgenommen,
deren zweites Februarheſt einen trefflichen Leitartikelt
„Die Kunſt dem Volke” von Robert Volz bringt. Einen
hochintereſſanten Beitrag hat der Vorſtand des Stuttgarten
Landesgewerbemuſeums. Profeſſor Guſtav E. Pazaurek,
geliefert. In dem Aufſatz „Dreierlei Rokoko” der mit
einer großen Anzahl reizvoller Bilder geſchmückt, durchaus
gemeinverſtändlich und inſtruktiv gehalten iſt. Auch den
übrige Inhalt des Heftes iſt wieder leſenswert und ſchön.
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Die Erbſchaft.
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Aber Mizzi hatte am abendlichen Julihimmel ein paar
ſſohlende Wolken entdeckt und wünſchte ein nochmaliges
ſſützendes Einhüllen.
Und wieder hüpfte Herr Zänglein davon und ſchleppte
Pfertig ein Bündel Zeitungen herbei. Er mußte in der
ſtt ein echter Wanderhändler ſein, denn verſtaubte
Zei=
ſtiglen aus allen Teilen des deutſchen Vaterlandes
wa=
ſinss, von der Straßburger Poſt bis zum Oberſchleſiſchen
ſſhrzeiger, die er ſuchend mit geſchäftigen Händen
durch=
ſſilllte. Und endlich entdeckte er triumphierend ein vom
Partb noch unberührtes Blatt und zog’s hervor: den
Mo=
ſſtettr einer weltbekannten deutſchen Bäderſtadt, in der
wohl zuletzt ſeiner geſchäftlichen Tätigkeit obgelegen:
. .. er Tageblatt lautet der großdedruckte Titel auf
r Hülle des Pates, mit dem Mizzi nun nach Hauſe eilte.
Draußen in einer noch unfertigen Straße im dritten
ſock einer Mietkaſerne war dies Zuhauſe belegen;
Jo=
nma Arnold, Regiſtratorswitwe” ſtand auf dem Porze=
Liſchildchen an der Flurtür. Dem kräftigen Doppeldruck
fden Klingelknopf und faſt gleichzeitigen, ungeduldigen
hplochen: So mach’ doch auf, Lotte! antwortete von innen
ſh helles: Ja, gleich! und was die Tür alsbald öffnete
d in einfachem, adrettem Hauskleid und großer Küchen=
Ffürrze daſtand, das hatte wieder eine ſtarke Aehnlichkeit
fit Mizzi und glich ihr doch auch wieder nicht. Die ju=
Umndblühende Geſtalt und der Geſichtsſchnitt und die
brau=
n Augen waren’s da wie dort, aber dieſe letzteren blick=
I hier weder übermütig und ein wenig begehrlich, noch
ch ernſt und ſchwärmeriſch, ſondern voll heiterer Zufrie=
denheit mit der ganzen Welt und dem eigenen Daſein und
Schaffen ins Leben hinein.
Was bringſt Du denn da? erkundigte ſich Lotte
Ar=
nold, die Flurtür hinter der jüngſten Schweſter ſchließend.
Abwarten! antwortete Mizzi ein wenig ſchnippiſch
und ſchnupperte nach der Küche hin. Ach, riecht das fein!
Sind die Puffer bald fertig?
Sie warten ſchon, weil ich weiß, daß unſer
Lecker=
mäulchen nicht gern wartet, lachte Lotte. Komm’ herein,
ins Wohnzimmer, damit Mutterle auch gleich ſieht, was
Du Schönes haſt. Den Arm um Mizzis Schultern legend,
zog ſie dieſe mit ſich in die vom rötlichen Abendlicht
er=
füllte Stube. So, Mutterle, da bring’ ich Dir die Mizzi.
So ſpät, Mizzi! klang es klagend aus dem
altmodi=
ſchen Rohrlehnſeſſel am Fenſter.
Mütterle Arnold, wie die verwitwete Regiſtratorin
mit dem Koſenamen von ihren drei Töchtern genannt
wurde, war ein kleines, ängſtliches, dürftiges Frauchen
das immer ein bißchen klagen mußte; in einer Reihe
ver=
gangener Sorgenjahre war es ihr zu einer Gewohnheit
geworden, von der ſie nicht mehr laſſen konnte; umhütet
und umſchützt von ihren jugendkräftigen und =friſchen
Kindern, bewölkte ſie ſich doch den Horizont ihres Daſeins
beſtändig mit allerlei Schwierigkeiten und Kümmerniſſen
Gar nicht ſo ſpät, Mutterle, beſtritt Mizzi tröſtend,
riß mit flinken, ungeduldigen Fingern die von Heern
Gotthold Zänglein geſpendete Zeitung von ihrem Paket,
löſte achtſamer das weiße Papier und breitete die
neu=
erſtandene Bluſe auf einem Stoß noch unvollendeter, feiner
Wäſchegegenſtände auseinander, der auf der am anderen
Fenſter ſtehenden Nähmaſchine aufgetürmt lag. So, das
hab’ ich mir vorhin gekauft. Fein, was?
Mizzi, Mizzi! jammerte Mama Arnold. So
leicht=
ſinnig! Wie wird das mal enden mit Dir!
Gut! lachte Mizzi fröhlich auf. Vier Mark — ganze
vier Mar hab’ ich ja runtergehandelt. Mutterle. Und die
andern vier krieg’ ich auch ſchon wieder beiſammen. Da
wird eben mal ein paar Wochen lang das Frühſtück= und
Veſperbrot trocken gegeſſen, es ſchmeckt doch.
Sorglich hatte Lotte die zu Boden geflatterte Zeitung
zuſammengelegt; mit ſachverſtändigem Blick begutachtete
ſie die Bluſe.
Sehr fein, Mizzi! Du haſt Geſchmack. Vor den über
der altmodiſchen Kommode hängenden Spiegel tretend,
hielt ſie den durchſichtigen Spitzenſtoff bewundernd gegen
ihren roſigweißen Hals. Wunderſchön! O, das müßt?
mir auch ſtehen.
Nicht wahr? meinte Mizzi ſtrahlend, ſah zu, wie Lotte
ſich in mädchenhaftem Vergnügen mit dem weißen Kleinod
hin und her wandte, ſtutzte vor einem plötzlichen
Gedan=
ken, ſchluckte ein paarmal und überwand ſich tapfer:
Be=
halll’ Du die Bluſe. Ich ſchenk’ ſie Dir, Lotte.
Aber Mizzi, was fällt Dir denn ein! wehrte Lotte
er=
ſchrocken ab. Ich werd’ Dir doch nicht Dein
Sauerver=
dientes abnehmen!
Doch, ſie wird Dir noch beſſer als mir ſtehen, und
Du ſollſt ſie haben, Hausmütterchgn, beharrte Mizzi
opfer=
mutig.
Aber nein, daran iſt kein Gedanke! Du behältſt ſie,
Kleine!
Es gab einen kleinen Wettſtreit edler
Selbſtyerleug=
nung, in dem Lotte ſchließlich der obſiegende Teil blieb.
Ich nehme mir Deine zum Muſter und nähe mir ganz
die gleiche, erklärte ſie ausſchlaggebend. Aber ein gutes
Herz hat ſie, unſere Mizzi; gelt Mutterle?
Ach, was fragen die Männer von heutzutage danach,
ob ein Mädchen gut iſt oder nicht! ſagte Mama Arnold,
das grauhaarige Köpfchen kummervoll ſenkend,
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. Februar 1914.
Nummer 56.
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Nun aber Schluß! rief Mizzi energiſch. Die Puffer
verbritzeln, und ich hab’ Hunger.
Thea iſt ja noch nicht da. Wir wollen ſie doch nicht
nacheſſen laſſen, bemerkte Lotte.
Die Thea hab’ ich geſehen. — Aus Mizzis Augen
ſprühte wieder die Empörung. — Doktor Helldorf, der
falſche Kerl, lief mal wieder neben ihr her und machte
ſeine Mätzchen. Und ſie hat ihn natürlich, wie immer,
ſo gläubig und verehrungsvoll angeguckt, als wenn er
der Herrgott ſelber wär', der — der Komödiant!
Mama Arnold ſeufzte bekümmert: Ach Gott, unſere
arme Thea!
Lotte erhob das friſche Geſicht. Sie iſt doch die Schönſte
von uns. Schließlich kann man nicht wiſſen, ob er ſie
nicht doch wirklich liebt und noch heiraten wird.
Der! rief Mizzi voll zorniger Verachtung. Der ſchöne
Artur Helldorf eine arme Lehrerin heiraten! Du meinſt
mal wieder, jeder müßt’ ſo warmherzig und ehrlich wie
Du ſein, Lotte. Aber mich macht er nicht dumm mit
ſeiner Lohengrinerſcheinung und dem ſeelenadligen
Ge=
baren. Ein Egoiſt vom reinſten Waſſer und kalt wie ’ne
Hundeſchnauze iſt er, ſag’ ich Dir. — Mizzis Erregung
äußerte ſich gern in kräftigen Ausdrücken. — Der liebt
auf der ganzen Welt nur einen Menſchen: ſich ſelber
näm=
lich. Weshalb macht er ihr denn nicht ſeinen Antrag,
wenn er die Thea wirklich gern hat?! Seine gute Stellung
als Oberlehrer an der Töchterſchule ſetzt ihn doch dazu
inſtand! Aber Gott bewahre, er braucht ja jeden Groſchen
für ſeine edle Perſon; der verkauft ſich mal ganz teuer
nur an die Allermeiſtbietende! Und inzwiſchen
ſchauſpie=
lert er der Menſchheit was vor und läßt ſich verehren und
beweihräuchern. Von der dritten Klaſſe bis zur oberſten
Seminar=Abteilung betet ihn die ganze Schule an. natür=
lich! Wär’ ich nur noch drin geweſen, wie er kam! An
mir hätt’ er ne Ausnahme kennen lernen ſollen.
In temperamentvoller Kampfbegier reckte Mizzi ſich
hoch und holte Atem zur Fortſetzung ihres
Entrüſtungs=
erguſſes.
Ein ganz erbärmliches Exemplar von Mann iſt er,
der ſchöne Artur Helldorf, das glaubt mir nur. Viel zu
gut iſt unſere Thea für ihn, und ſterbensunglücklich würde
ſie mit ihm, wenn ſie ihn wirklich kriegte. Aber das mach'
ihr mal einer klar; ſie iſt ja reinweg blind und taub, wo
ſich’s um ihn handelt! und er — — für allerhöchſtſeine
Gnaden bildet’s natürlich einen amüſanten Zeitvertreib
und Eitelkeitskitzel, ſo nebenher das für ihn brennende
Opferfeuer in ſteter Glut zu erhalten. Oh, wenn ich ihr
nur einmal beweiſen könnt'—
Da kommt ſie! rief Lotte, aufſpringend und hinaus
in den Korridor eilend, wo wieder die Klingel ſchallte.
Thea Arnold, die Aelteſte der drei Schweſtern, konnte
in der Tat als deren ſchönſte gelten. Ihre vollendet
eben=
mäßige Geſtalt überragte die der beiden andern ein wenig,
das ſtarke, dunkle Haar umrahmte in welligen
Madonnen=
ſcheiteln eine ſchmale Stirn, die braunen Augen hatten
mandelförmigen Schnitt und Klugheit und Wärme im
Blick.
Guten Abend, Mutterle, ſprach ſie, ſich zu der kleinen
Frau herabbeugend. Verzeih’, daß ich Euch warten ließ.
Aber Doktor Helldorf begegnete mir, als ich vom
Nach=
hilfe=Unterricht bei Kommerzienrats Elſe kam, und
er=
zählte ſo feſſelnd von ſeiner Ferienreiſe nach Spanien.
Jawohl: Der Zauber jener ſonnigen Stunden wird
mein ganzes Leben hindurch in mir nachwirken, gab Mizzi
in nicht ungeſchickter Nachahmung von Doktor Helldorf?
Ton und Gebärde ihrer Abneigung gegen ihn ſpöttiſchen
Ausdruck. Es ſtand ihm ſehr gut, dem ſchönen Arturl=
Die junge Lehrerin ſchüttelte nur leiſe den Kopf=
Darin biſt Du nun unverbeſſerlich, Mizzi.
Ja, weil ich Augen hab’, die ſehen, was andere leiden
Gottes partout nicht ſehen wollen, verſetzte Mizzi hitzig
Wenn ich Dich doch nur von Deinem blinden Glauben
kurieren könnt, Thea!
Kinder! mahnte die kleine Mama im Lehnſtuhl
ängſtlich.
Laß gut ſein, Mutterle, beſchwichtigte die Aelteſte
ruhig. Ich weiß, Mizzi vermag dieſen Mann nun einma
nicht richtig zu würdigen.
Dieſen Mann! — Mizzi erhitzte ſich immer mehr
O ja, gerad’ ich würdige ihn, wie’s ihm zukommt. Zum
Beiſpiel: warum hat er denn auf ſeine zauberhafte Reiſ
nicht endlich mal eine Frau mitgenommen? Sie zu
den ſollt’ ihm doch nun, weiß Gott, nicht mehr ſchwel
werden!
In Thea Arnolds Antlitz ſtieg lichte Röte, einen
Augenblick preßte ſie die Lippen aufeinander; dann jedoch
ſprach wie zuvor unerſchütterte Ueberzeugung aus ihrem
Ton: Darüber können Dritte nicht urteilen. Wie Dokto
Helldorf ſeine Handlungsweiſe auch einrichten mag, im
mer werden es triftige und ehrenhafte Gründe ſein,e
ihn dazu beſtimmen.
Natürlich, was er tut, das iſt wohlgetan! lachte Miz
grimmig. Was braucht der danach zu fragen, wie’s einen
armen Mädel dabei zumute iſt! — Nein, Thea, ſei mil
nicht böſ’! rief ſie, in raſcher Reue der Schweſter an den
Hals ſtürzend. Ich — ich kann das nun mal nicht ruhiſ
mitanſehen.
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 56.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. Februar 1914.
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Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. Februar 1914.
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Eine wahre Begebenheit, bearbeitet nach
dem berühmten Roman von Leo Tolſtoj.
Drama in 4 Akten.
Das Leben und Treiben während des
Fastnachts-Dienstags auf den Straßen
Darmstadts kommt voraussichtlich
am Donnerstag zur Vorführung. (5114
Nr. 36.
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Litwirkende: Frau Baum (Harfe), Herr Hofmusiker Winkler (Klarinette).
Frogramm: W. A. Mozart, Klarinettenquintett. H. Spohr, Sonate
für Violine und Harfe. W. A. Mozart, Klavierquintett. (5093ms
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Der Holländer . Georg Weber
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Preiſe): Sperrſitz: 1.—13. Reihe
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6.—8. Reihe 2.35 ℳ,
Proſzeniums=
loge 6.20 ℳ, Mittelloge 6.20 ℳ,
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2. Rang: 1.—6. Reihe 2.70 ℳ, 7. u.
8. Reihe 2.15 ℳ, 1. Galerie 1.35 ℳ,
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Uhr und eine Stunde vor Beginn
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von 8—1 Uhr und von 2½ Uhr
bis kurz vor Beginn der
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ſtellungen entgegengenommen. —
Telephon Nr. 1582.)
Anfang 7 Uhr. — Ende 10 Uhr.
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Donnerstag, 26. Febr. 119. Ab.=
Vorſt. C 30. Ibſen=Zyklus.
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Solneß” (neu einſtudiert). Kl.
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Freitag, 27. Febr. 120. Ab.=Vſt.
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Venedig.” Kl. Pr. Anf. 7½ U.
Samstag, 28. Febr. Außer Ab.
30. Volksvorſtellung zu ermäßigten
Preiſen. „Hänſel u. Gretel.”
Anfang 7½ Uhr. (Vorverkauf bis
einſchl. Samstag, 28. Febr., im
Verkehrsbüro, Ernſt=Ludwigsplatz.
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Reihe 1.00 ℳ, Logenplätze 2.00 ℳ.
Die verehrl. Abonnenten können
ſich am Mittwoch, 25. Febr.,
nachmitt. von 3½—5 Uhr, gegen
Vorzeigung ihrer
Abonnements=
karten, Logen= bezw. Sperrſitzplätze
zu den oben normierten Preiſen
ſichern.
Der allgemeine Vorverkauf der
Karten findet Donnerstag,
26. Febr., ſowie an den
darauf=
folgenden Tagen, vormittags von
9½—1½ Uhr, an der Tageskaſſe
im Hoftheater ſtatt.
Am Sonntag, den 1. März, iſt
die Tageskaſſe bereits um 9½ Uhr
geöffnet.
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zu dem am Mittwoch, den
25. Febr., von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Inf.=(Leibgarde=Regts. Nr. 115.
1. „Reiterluſt” Marſch von L.
Blankenburg. 2. Ouvertüre zu
„Tannhäuſer” von R. Wagner.
3. Volksſzene aus „Der
Evangeli=
mann” von W. Kienzl. 4.
Früh=
lingsliedchen v. E. Bach. 5. „
Brüder=
lein ſein”, Walzer von L. Fall.
6. „Aufzug der Stadtwache in der
Biedermeierzeit” von L. Jeſſel.
Eintritt frei!
[ ← ][ ]Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 25. Februar 1914.
Nummer 56.
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do. v. 180
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do. v. 1891
85,00
„ do. v. 1905 .
85.60
do. V. 1908 .
do. v. 1910
86,10
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do. v. 1902 . .
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Argent. innere Gold-Anl.
v. 1887 5
do. äußere v. 1890 .
5 1100,40
do. innere v. 1888 . . .4½ 95,00
do. äußere v. 1888
4½ 96,00
do. v. 1897 . . .
4
Chile Gold-Anl. v. 1911. . 5 95,30
do. v. 1889%
4½
do. v. 1906 .
4½ 91,50
Chines. St.-Anl.
6
99,30
do. v. 1806
88,40
do. Reorg. Anl.
9150
do. v. 1898
1Japaner . .
91,25
Innere Mexikaner.
62,20
Außere do.
79.20
Mexikan. Gold v. 190.
6000
15,00
do. vons. .
do. Irrigat.-Anleihe .4½ 69,20
.3½ 68,00
Buenos-Aires Prov.
Tamaulipas.
6500
96₰0
Sao Paulo E.-B.
do, p. 1915 . . . . . . . . 5 1 98,40
Siam v. 1907 . . . . . . . . . 4½ 96,00
Prioritäts-
Obligationen.
Südd. Eisenb.-Gesellsch.
85,00
r. 180597
r. 1904
82,50
Hess. Eisenb.-Akt.-Ges.
Oblig., gar. v. d. Stadt
Darmstadt:
94,25
Nordd. Lloyd-Obligat.. .
9050
Elisabethbahn . .
Franz-Josef-Bahn.
Prag-Duxer .
73,20
Osterreich. Staatsbahn
98,50
do. ..
7600
do.
98.60
do. Südbahn (Lomb.)
2.70
do. do.
52,40
do. do.
7850
Raab-Oedenburg
Kronprinz Rudolfbahn . 4 0
Russ. Südwest . . . . . . . 4 86,40 e
4½ 95,70
Moskau-Kasan . .
4
do. . . . . . . . . . . .
Wladikawkas. . . . . . . . 4 95,90
4
Rjäsan-Koslow . .
Portugies. Eisenb. v. 1886 5 6910
4½ 8600
4o .
.20/10 69,70
Livorneser.
3 62.70
Salonique Monastir:
4 78,80
Bagdadbahn
Anatolische Eisenbahn .4½ 91,50
4 94,00
Missouri-Pacifie.
4 95,00
Northern-Pacitic..
4 92,00
Southern- Paeitie:
St. Louis & San Franciscol 5
5
Tehuantepec . . . . . . .
Ungar. Lokalbahn . . .
5
Provinz-Anleihen.
96,20
Rheinprov. Obl. Em. 20/21
3½ 86,30
do. Em. 10 .
3 83,30
do. . 9.„
20
3½
Posen Prov. . .
96,00
Westfalen Prov. V..
95.50
Hess. Prov. Oberhessen
do. Starkenburg .. . . 3½ 86,30
Städte-
öbligationen.
95,50
Darmstadt.
3½ 88,00
do.
9600
Frankfurt . .
3½ 80,60
do. . . . .
4% 9490
Gießen . .
3½ 86,10
do. . . .
94.95
Heidelberg:
85,90
do. .. .
95.20
Karlsruhe .
87,40
do. . ..
Magdeburg
95,50
Mainz .
87,50
do. ..
95,20
Mannheim
80.50
do.
97,60
München .
Sauheim:
95,10
Nürnberg
.3½ 86,50
do. —
Ofenbach
do. r. 1914;
do. . . .
Wiesbaden.
do. . .
Worms . .
95,0
87,10
do. .. . ..
Lissabon v. 1888
93.50
Moskau w. 1912 ..
Stockholm v. 1880 .
Wien Komm. . .
98.90
Wiener Kassenscheine
Zürich v. 1889 . .
92,00
Buenos Stadt v. 1892 . . . 6 1101,50 m
Pfandbriefe.
Berliner Hyp.-Bk.-Pf. . . 4½100,20
93,25
do. unkäb. 1918. . .
9460
do.
1919. . . . .
94,50
do.
1921 . . . . .
96.00
do.
192.
do. . . . . . . . . . . . . . 3½ 83,50
do. Komm-Obl. unk. 1918) 4. 95.25
Frankf. Hyp.-Bk. . . . . . 4
do. unkdb. 1910 . . . . 4 95,00
96,00
do.
1915 . . . .
1920 . . . . 4 96,50
do,
do. Ser. 12—19. . . . . . 3½ 86,40
Kommunal-Oblig. Ser. 1,
.. . . . 3½ 86,50
unkdb. 1910 .
Frankf. Hyp.-Kred.-Ver.
94,00
Ser. 15—42
94.90
48—49
do. . . . .
9600
do, unk. 1922 „ 52
do. „ 1913. . . . . . . 3¾/ 88.50
3½ 86,00
do. Ser. 45 . . .
Hess. Land.-Hyp.-Bk. Pf.
Sor. 12, 13, 16
96,70
96,70
14, 15, 17
do. . . .
do. unkäb. 1920 . . . . 4 97,30
4 1 97,40
1923 . . .
do.
84,80
do. Ser. 1, 2, 6—8 .
40, „ 3—5 . . . . . . . 3½ 84,50
3½ 84,80
do. kündb. 1915 . .
do. Komm. unk. 1913) 4 96.70
96,70
„ 1914
do.
96,90
1916
40. „
1920 4 1 97.30
do.
1023 4 97,40
do.
do. verlosb. u. kündb.,3½ 84,50
unkdb. 1915 3½ 84,50
do.
Meininger Hyp.-Bk. Pfäb. 4½ 94.50
95,50
do. unkdb. 192...:
1 3½ 8600
do. .
Rheinische Hyp.-Bk. Pfb.
unkdb. 1917
94,50
1919 4 94,50
do. .
94,50
1921
do. .
19241 4 96,20
do. :
3½ 85,30
d0.
do. Komm. unk. 1923 . 4 95,20
1924
96,00
do.
96,40
Südd. Bod.-Kred.-Pfäbr.
..3½ 88,00
do. .
Bank-Aktien.
Bank für elektr. Unter-
nehmungen Zürich . . 10 (194.50
7½ 153,70
Berg.-Märkische Bank.
Berſiner Handelsges.. . . 9½ 163.25
Darmstädter Bank . . . . 6½ 122.85
Deutsche Bank . . . . . . .12½259,40
Deutsche Vereinsbank 6 122,50
Dt. E Fekt.- u. Wechs.-Bk.l 6 (1118.9₰
Disk.-Kommand.-Ant. . . 10 1197,90 8½ 158½)
Dresdner Bank . . . . .
Frankf. Hypothek.-Bank 10 1217,40
Mitteldeutsche Kred.-Bk.l 6½ 122.00
1700
Nation.-Bank f. Deutschl.
12550
Pfälzische Bank . . . . .
. 6.95 140,90
Reichsbank . . .
(1380
Rheinische Kredit-Bank
A. Schaaffhaus. Bk.-Verz. 5 1105,30
Wiener Bank-Verein . . .7½ 140 00
Aktien von Trans-
port-Anstalten.
Hamb.-Amerika-Packetf. 10 1144,80
Norddeutscher Lloyd.
(127.75
Frankfurt. Schleppschiff. 4 1116,00
2 (129,80
Südd. Eisenb.-Gesellsch. .
2,50
Anatol. Eisenb. 60%-Akt. 5½
6 96,75
Baltimore .
10 (214.50
Canada .
½ 1139.30
Schantung
§ (163,00
Prinz Henr.
6 2225
Lombarden
. . 6 (113,00
Pennszlvania.. ..
Industrie-Aktien.
Badische Anilin-Fabrik . 28 1639,50
Chem. Fabrik Griesheim 14 269,00
Farbwerke Höchst . . . . 30 653,50
Ver. chem. Fabr. Mannh. 20 345,00
10 15375
Zement Heidelberg .
Chemische Werke Albert! 30 1454,00
Holzverkohl. Konstanz 15 (42390
6 126,00
Lahmeyer . . . . . . . . .
§ (15200
Schuckert, Nürnberg . .
Siemens & Halske. . . . . 12 220,00
5 (12650
Bergmann Eloktr. . . . .
Allg. Elektr.-Gesellsch. 14 (249,00
25 345,00
Hagen Akkum. . .
Deutsch. Übersee-Elektr. 11 (178,00
0
82,75
Gummi Peter . .
Adier-Fahrradwerke . . . 30 383,75
Maschinenfabr. Badenia . 9 133,00
Wittener Stahlröhren . . 0
Gasmotoren, Oberursel .8½ 158,70
9 (126,00
Gasmotoren, Deutz . . .
Siemens Glas-Industrie . 15
23 324,00
Enzinger Filter
Steaus Romana. . . . . . . 10 (15050
Zellstoff Waldhof . . . . . 15 (227,50,
Bad. Zucker-Waghäusel.12,83/212,90
Neue Boden-Aktion-Ges. . 6 92.00
Süddeutsche Immoblien 0 61.00
Bergwerks-Aktien.
Aumetz-Friede . .
12 167,50
Bochum. Bergb. u. Gußst.) 14 220½
Leonhard, Braunkohlen : 9 (159,00
Konkordia Borgbau
23 (349,90
Deutsch-Luxemb. Bergb. 10 (143½
Eschweiler . . . . . . . . . . 10 1221,80 Gelsenkirchen Bergw. . . 10 194,75
Harpen Bergbau. ...
11189,40
Kaliwerke Aschersleben . 10 157,00
Kaliwerke Wisteregeln : 18 16800
Königin Marienhütte . . 6 86,00
Laurshütte
§ (164,50
Oberschles. Eisenbed.
693,20
Oberschl. Eisen-Industrie 3 71,00
Phöniz Bergbau
18 (24425
Rheinische Braunkohlen 10 208,00
Riebeck Montan . . . . . . 12 201,00
South West.-Afr. Shares . 5 1119
Verzinsliche
Anlehenslose. (Zt.
Badische . . . . . TIr. 100 4. —
Cöin-Mindener . TIr. 1003½141,00
Holländ. Komm. . A. 100 3 117.00
Madrider . . . . . Frs. 100 3
Meininger Präw.-Pfäbr. . 4 1141,00
Osterreicher 1860er Loso . 4 (180,40
Oldenburger . . . . TIr. 40 3 129.25
Raab-Grazer . . . . H. 150/2½110,00
Unverzinsliche
Mk.
Anlehenslose.
p. St.
. A. 7
Augsburger
TIr. 20 19800
Braunschweige
Fs. 45
Mailänder
Te. 10
do.
Meininger .
.. A.7 3420
Osterreicher v. 1864 . H. 100
do. v. 1858 . H. 100
. H. 100 438,00
Ungar. Staats .
Fs. 30 7400
Venediger . . . . .
Türkische . . . . . . Fs. 400 (169,40
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . .
20,48
20-Franks-Stücke ..
16,28
Amerikanische Noten .
4,18½
Englische Noten . . .
20/46
Französische Noten.
81,25
169,40
Holländische Noten .
Italienische Soten .:.
81,10
Osterr.-Ungarische Noten . . 85,10
Russische Noten . .
Schweizer Noton . . . . . . . . 8110
Reichsbank-Diskont
de. Lombard 2sf.
Tendenz:
Handel und Verkehr.
— Frankfurt a. M., 24. Febr. Die Börſe
er=
öffnete bei geringem Geſchäft zu ziemlich behaupteten
Kur=
ſen. Lediglich am Schiffahrtsmarkte zeigte ſich etwas
Kaufluſt auf die gemeldete Pool=Verlängerung der
kon=
tinentalen Linien und in der Hoffnung auf einen
günſti=
gen Verlauf der Londoner Schiffahrtskonferenz. Im
übri=
gen zeigte die Spekulation im Hinblick auf den nahen
Ultimo Zurückhaltung. Von Transportwerten konnte ſich
Kanada etwas befeſtigen auf das Dementi der Verwaltung
hin, daß der Erwerb der Can. Northern Pac. Ry.
beab=
ſichtigt ſei. Von ſonſtigen Werten erholten ſich Naphtha
um zirka 2 Prozent auf beſſere Meldungen aus den Baku=
Bezirken über höhere Preiſe. Im weiteren Verlaufe blieb
die Börſe auch heute ſehr ſtill und die Kurſe hielten ſich
ungefähr auf dem geſtrigen Niveau. Von Fonds machte
ſich auch heute Intereſſe für die neuen Preuß. Schatzſcheine
bemerkbar, anſcheinend im Zuſammenhange mit dem
Zeich=
nungserfolg der jüngſt aufgelegten Hamburger
Staats=
anleihe und der neuen Ungarnanleihe. Am Kaſſamarkt
ſtiegen u. a. Anilinfabrik zirka 4½ Prozent, Chemiſche
Albert zirka 4 Prozent, ferner Concordia zirka 2½
Pro=
zent, Adler — 1¼ Prozent. Auch Kunſtſeide waren
er=
holt, zirka 93, Benz 195½. Trotz des Ultimo bleibt der
Geldmarkt flüſſig. Privatſatz 3½ Prozent. Tendenz
ruhig.
* Berlin, 24. Febr. Auf der vom 18. bis 20. März
abzuhaltenden Sitzung des Perſonenwagenausſchuſſes der
Preußiſch=Heſſiſchen Eiſenbahnen ſollen
Verbeſſerungen der D=Zugwagen 3. Klaſſo
beſprochen werden. Im Anſchluß an die Sitzung wird
eine Probefahrt mit einem verlängerten D=Zugwagen auf
der Strecke Berlin-Halberſtadt erfolgen.
* Berlin, 24. Febr. In der geſtrigen Sitzung des
Aufſichtsrats der Schantung=
Eiſenbahngeſell=
ſchaft wurde die Errichtung eines Eiſenwerkes im
deutſchen Schutzgebiet, deſſen Anlagekoſten auf 10
Millionen Mark veranſchlagt werden, erörtert. Es wurde
beſchloſſen, der ordentlichen Generalverſammlung zu
die=
ſem Zweck die Erhöhung des Aktienkapitals um 10
Mil=
lionen Mk. vorzuſchlagen. Es iſt beabſichtigt, daß die
neuen Aktien während der erſten drei Jahre 5 Prozent
Bauzinſen auf die eingezahlten Beträge erhalten ſollen.
* Berlin, 24. Febr. Der Aufſichtsrat der
Elek=
trizitäts=Lieferungsgeſellſchaft hat
be=
ſchloſſen, der auf den 30. April einzuberufenden
General=
verſammlung für das voll eingezahlte Aktienkapital von
30 Mill. Mk. eine Dividende von 12 Prozent
vorzuſchla=
gen. Im Vorjahre waren auf 22½ Mill. Mk. eingezahltes
Aktienkapital ebenfalls 12 Prozent Dividende verteilt
wor=
den.
* Wien, 23. Febr. Infolge des großen Erfolges
der Subſkription auf die neue 4prozentige
Königl. Ungariſche Staatsrenten=Anleihe
ſah ſich das Konſortium veranlaßt, die ihm nach dem
Ver=
trag zuſtehende Option auf 125 Millionen Kronen dieſer
Staatsrente unverzüglich auszuüben, und die Ungariſche
Allgemeine Kreditanſtalt hat dieſen Beſchluß des
Konſor=
tiums dem ungariſchen Finanzminiſter zur Kenntnis
ge=
bracht.
Landwirtſchaftliches.
H. Frankfurt a. M., 24. Fehr. (
Fruchtmarkt=
bericht.) Am Wochenmarkt war eine recht feſte
Stim=
mung vorherrſchend, beſonders wurde Landweizen
beſſe=
rer Qualität geſucht und höher bezahlt, während
min=
dere Sorten wenig beachtet waren. Landroggen blieb
ruhig, aber behauptet, ebenſo Gerſte und Mais, wenn auch
letztere reichlicher vorhanden waren. Hafer in guter Ware
gefragt. Ausländiſche Brotfrüchte im Einklang mit dem
Ausland höher geſucht. Die Forderungen für Mehl ſind
von der Mühlenvereinigung um 25 Pfg. heraufgeſetzt.
Futtermittel ſtetig. Der Mannheimer
Getreide=
markt zeigte feſte Haltung. An der Berliner
Pro=
duktenbörſe war Getreide unverändert, da die Käufer
zurückhaltend ſind. Das Inlandsangebot war nur mäßig
und die direkten Auslandsofferten zeigten behauptete
Preiſe. Auch Waren aus zweiter Hand waren nicht
billi=
ger. Hafer ruhig; der Konſum iſt ſchwach, das Angebot
reichlich. Nach den letzten Kabelnachrichten von den
ame=
rikaniſchen Getreidemärkten (Neu=York und
Chikago) waren Weizen und Mais anfangs feſt auf Käufe
der Firma Armour und die von privater Seite
vorliegen=
den hauſſelautenden Ernteſchätzungen von Winnipeg, dann
aber abgeſchwächt auf größeres Angebot der Farmer und
Abgaben der Kommiſſionshäuſer, ſowie auf
Realiſatio=
nen. Auch entſprach die Nachfrage nach Lokoware nicht
den Erwartungen.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſiger und Wetterauer 20.25, Norddeutſcher
20.25, Kurheſſiſcher 20.25, Rumäniſcher 21.50—23.25, La
Plata 23—23.50, Ruſſiſcher 21.50—23.25, Kanſas 23—23.50,
Manitoba 23—23.50, Redwinter 23—23.50, Walla Walla
22.75—23.50; Roggen, hieſiger 16.30—16.50, Bayeriſcher
16.40—16.50, Ruſſiſcher —, Amerikaniſcher —,
Rumäni=
ſcher —; Gerſte, Pfälzer 1725—18, hieſige und
Wetter=
auer 17—17.50, Riedgerſte 17—17.50, Ungariſche —,
Frän=
kiſche 17.50—18.25: Hafer, hieſiger 16.25—17, Bayeriſcher
16.50—17.25, Ruſſiſcher 17—19, Amerikaniſcher 17—17.50,
Rumäniſcher 17—18.75; Mais mixed 18.80—15, Ruſſiſcher
15—15.25, Donaumais 15—15.25, Rumäniſcher 15—15.25,
La Plata 14.75—15, weißer Mais 15—15.10, Weizenſchalen
10.75—11, Weizenkleie 10.25—10.50, Roggenkleie 10—10.50,
Futtermehl 12—14, Biertreber, getrocknet, 12,60—13,
Futter=
gerſte 13.25—13.75; Weizenmehl, hieſiges (Baſis ab
Mann=
heim) Nr. 0: 30.75—31, feinere Marken 31.25—31.50, Nr. 1:
29.50—29.75, feinere Marken 30—30.25, Nr. 2: 28—28,25,
feinere Marken 28.50—28.75, Nr. 3: 26.50—26.75, feinere
Marken 27—27.25, Nr. 4: 22.50—22,75, feinere Marken 23
bis 23.25; Roagenmehl, hieſiges, Nr. 0: 24.75—25, Nr. 1:
22.25—22.75, Nr. 2: 20—20.25.
F.C Frankfurt a. M., 24. Febr. (Heu= und
Strohmarkt.) Man notierte: Heu, Stroh, war nichts
angefahren. Alles per 50 Kilo.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 17. bis 23. Februar.
Am Weltmarkt herrſchte auch in der Berichtswoche feſte
Tendenz und die Exportländer ſetzten ihre Forderungen
weiter in die Höhe, namentlich Nordamerika ſucht aus dem
Verſagen der argentiniſchen Exporttätigkeit Nutzen zu
ziehen, während Rußland überhaupt mit Offerten zurück=
hält. Eine ſehr lebhafte Nachfrage machte ſich in der
Be=
richtswoche für auſtraliſchen Weizen bemerkbar. Die enge
liſchen Importeure begegnen beim Einkauf von auſtralie
ſchem Material diesmal in ſtärkerem Maße der
Kaufkon=
kurrenz außereuropäiſcher Verbrauchsgebiete. Namentlich
Japan und neuerdings auch Braſilien treten als Käufer
für die genannte Provenien; auf und tragen damit zur
Erhöhung der Forderungen bei. Die Kaufluſt Englands
erſtreckte ſich in der Berichtswoche wieder mehr auf den
vergleichsweiſe ſehr billigen deutſchen Weizen.
Infolge=
deſſen zeigte ſich für gute, zum Export geeignete Ware
an=
dauernd rege Nachfrage; auch die Mühlen traten mit
An=
ſprüchen hervor. Demgegenüber hat das Angebot vom
Inlande merklich nachgelaſſen, ſo daß allgemein höhere
Preiſe bewilligt werden mußten. In Uebereinſtimmung
damit und angeſichts der weſentlich höheren
Weltmarkt=
preiſe beſtand im Lieferungsgeſchäft mehr Intereſſe, und
da die Abgeber vorſichtig waren, ſo mußten 1,50—2 Mark
höhere Preiſe bewilligt werden Die feſtere Stimmung
für Roggen war zunächſt mehr dem Einfluß des Weizen= zuzuſchreiben, doch machte ſich auch für dieſen
Artikel in den letzten Tagen wieder mehr Kaufluſt geltend,
So wurde mehrfach ſächſiſcher Roggen nach Hamburg
ver=
kauft, auch ſchleſiſcher Roggen fand mehr Beachtung und
auch in Danzig ſchien ſich das Geſchäft wieder lebhafter zu
geſtalten, während das Angebot infolge der beginnenden
Feldarbeiten nachzulaſſen beginnt. Dies ſowie der
Mangel=
an ruſſiſchen Offerten gab im Lieferungsgeſchäft Anlaß zu=
Deckungen, die eine Kursſteigerung von zirka 1.50 Mark
bewirkten. Auch im Hafergeſchäft war eine leichte Abnahme”
des Angebots bemerkbar, aber der Abſatz blieb ſchleppend
und die Exporteure klagen, daß im Auslande nur
unloh=
nende Gebote zu erlangen ſind. Immerhin fehlt es für
gute Ware nicht an Verwendung. In Braugerſte finden
gute Qualitäten ebenfalls Beachtung. Ruſſiſche Gerſte
behielt luſtloſes Geſchäft bei zuletzt leicht befeſtigten
Prei=
ſen. Mais wurde in naher Ware etwas beſſer bezahlt. Es
ſtellten ſich die Preiſe für inländiſches Getreide am letzten
Markttage wie folgt:
Weizen Roggen
Hafer
Königsberg. . 200 (*5 ) 150
158
Stettin
149
.179
147
Poſen
142
. 182
150
Breslau.
145
. 181
154
Berlin
.193 (4 ) 153 (*2½
178
Magdeburg . 188 (*1 ) 153
170
Halle .
. 192 (*4 ) 158
175
Leipzig
184 (*1 ) 157
166
Dresden.
190 (44 ) 153
161
Roſtock
. 183 (*2 ) 151
150
Hamburg
. 196 (*2 1 155
170
Hannover
. 188 (4-2 ) 155
164
Düſſeldorf . . 193 (43 ) 160
173
Köln
. 193 (*3 ) 156
166
Frankfurt a. M. 202½ (*3½) 165
2½)
175
Mannheim . . 205
165
182½ (*2½)
Straßburg . . 205
172½
175
München . . 200 (— ) 165 (— ) 166 (20
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Mai 200,50 (*1,50
Peſt April 208,70 (* 3), Liverpool März 166, 10 (* 2,65)a
Chikago Mai 146 (*-1,35), Roggen: Berlin Mat 160,25
(* 1,50), Hafer: Berlin Mai 155 (*0,50), Futtergerſte
Südruſſ. frei Hamburg unverzollt ſchwim. 110,75 (4- 0.75)
Febr. 110 (*0,75), Mais Argent. ſchwim. 108,50 (4.11
April Mai 105 (—½), Donau Febr. März 106 (* 1) Mk,
4 M
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5
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VII 1843)
Achten Sie immer auf die Inschrift „Osram‟! — Ueberall erhältlich. Auergesellscheft, Berlin O.1f