Abonnementspreis:
Anzeigenpreis:
177. Jahrgang
Ausg. A (mit Ill. Unterhaltungsbl.) monatl. 60 Pfg.,
Die 49mm breite Petitzeile oder deren Raum:
vierteljährl. Mk. 130: Ausgabe B (mit Ill.
Unter=
im Kreiſe Darmſtadt 10 Pfg., auswärts 20 Pfg.;
haltungsblatt u. Ill.= Wochen=Chronik) monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der wöchentlichen Beilage: die 84mm breite Reklamezeile oder deren Rait:
60 Pfg. vierteljährl. Nk. 2.40. Abonnements nehmen
im Kreiſe Darmſtadt 30 Pfg., auswärts 75 Pfg.;
entgegen: die Geſchäftsſtelle Rheinſtr. 23 (Fernſpr.
Rabatt nach Tarif. Anzeigen nehmen entgegen: die
Nr. 1 u. 426), unſere Filiaken, Landagenturen u. alle
Geſchäftsſtelle Rheinſtr. 23, die Filialen u. Agen=
Poſtämter. Verantwortlichkeit für Aufnahme von
turen, Annonenexped. des In= u. Auslandes. Bet
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
Anzeigen an beſtimmten Tagen wird nicht übernom.
Konkurs od. gerichtl. Beitreib. fällt jed. Rabatt weg
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 32 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der Reichstag erledigte geſtern eine kurze Anfrage
und begann hierauf die Beſprechung der
Inter=
pellationen über Zabern. Der
Reichskanz=
ler ergriff hierbei das Wort zu einer längeren Rede.
Die Budgetkommiſſion des Reichstages
lehnte die von der Regierung geforderten
ſogenann=
ten Oſtmarkenzulagen ab gegen die Stimmen
der Konſervativen, Nationalliberalen und
Fortſchritt=
lichen Volkspartei.
In Johannesburg wurde ein verwegener Verſuch
gemacht, einen der großen elektriſch betriebenen
Ladekräne auf dem Güterbahnhof in die Luft zu
ſprengen. Der Verſuch mißlang.
Die Nachrichten aus dem Hochwaſſergebiet
beſagen, daß im Kreiſe Köslin noch ca. 18000 Morgen
Land unter Waſſer ſtehen. Eine ganze Reihe von
Ge=
meinden an der Oſtſeeküſte hat durch Abbruch der
Hoch=
ufer und durch Fortſchwemmung des Landes bei der
Sturmflut ganz bedeutende Verluſte erlitten.
Bei dem Bobſleigh=Rennen um den
Raw=
tims=Pokal in St. Moritz kam es zu verſchiedenen
Unſällen. An einer Kurve ſtürzten die Prinzeſſin
Erika von Hohenlohe und Prinz Antoine
von Orleans=Braganza aus dem Bobſleigh.
Die Prinzeſſin kam mit leichteren Verletzungen davon.
Der Prinz erlitt einen Bruch des Naſenbeins. Beim
Sturz eines anderen Bobſleighs erlitt die Prinzeſſin
Friedrich Karl von Hohenlohe, die Mutter der
Prin=
zeſſin Erika, Verletzungen am Knie.
Im ungariſchen Abgeordnetenhauſe kam es
geſtern wieder zu erregten Szenen, ſo daß die
Parlamentswache mehrmals Mitglieder der Oppoſition
aus dem Saal entfernen mußte. Die geſamte Oppoſition
verließ ſchließlich das Parkament.
Tageskalender zur Geſchichte der
Befreiungskriege.
24. Januar 1814‟ Die ſchleſiſche Armee überſchreitet die
Marne bei St. Dizier, nachdem ſie Toul weggenommen.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 8.
Wirtſchaftslage und Politik.
Der 22. Januar ds. Js. wird in den Annalen
des Wirtſchaftslebens aus dem Grunde denkwürdig
blei=
ben, weil an dieſem Tage ſowohl die Deutſche Reichsbank
wie die Bank von England ihren Diskont um ein halbes
Prozenk herabgeſetzt haben, ſo daß er jetzt bei der
Reichs=
bank 4½, bei der Bank von England 4 Prozent beträgt.
Die Börſen von Berlin und von London haben dieſe
Er=
mäßigung des Zinsfußes der beiden Zentralbanken
gün=
ſtig aufgenommen; namentlich die Kurſe der Berliner
Börſe wieſen im allgemeinen eine feſte Haltung auf. Das
erſcheint um ſo begreiflicher, als eine merkbare
Ermäßi=
gung des Reichsbankdiskonts für die Vorbedingung eines
neuen Aufſchwunges unſerer wirtſchaftlichen Verhältniſſe
gegolten hat.
Vielleicht ſteht es nicht außer jedem Zuſammenhange
mit der für einen nahen Zeitpunkt vorausſehbaren
Er=
mäßigung des Diskonts in Berlin und in London, wenn
eben jetzt von Paris aus Nachrichten verbreitet werden,
die neue Verwickelungen am Balkan ankündigen. Es
handelt ſich dabei teils um das angebliche
Zuſammen=
gehen der Türkei und Bulgariens gegen Griechenland, teils
um die Behauptung, daß Italien der Türkei gegen die
Abtretung der Inſel Stampalia Kriegsſchiffe (4
Torpedo=
zerſtörer und 3 Aviſo) überlaſſen habe. Die halbamtliche
Tribuna beeilte ſich, der Ausſtreuung, daß Italien von der
Türkei Land erwerben wolle, nachdrücklich
entgegenzutre=
ten, und bekräftigte dadurch abermals die jüngſt vom
Marcheſe di San Giuliano in der Kammer zum Ausdruck
gebrachte Entſchloſſenheit Italiens, für die Integrität des
ottomaniſchen Reiches eintreten zu wollen. Mit einem
türkiſch=bulgariſchen Kriege gegen Griechenland dürfte es
vor der Hand kaum anders ſtehen, als mit dem angeblichen
Trachten Italiens nach dem Erwerbe türkiſchen Gebietes;
denn vor Juni wird der in türkiſchen Beſitz
übergegan=
gene Dreadnought Braſiliens nicht in Dienſt geſtellt
wer=
den können. Aber ſolange die Inſelfrage ſchwebt, iſt für
Treibereien der gedachten Art um ſo größerer Spielraum
vorhanden, je mehr die jungtürkiſchen Machenſchaften in
Albanien darauf hindeuten, daß am Goldenen Horn die
Zeiten einer abenteuerlichen Politik noch nicht vorüber
ſind.
Oeſterreich=Ungarn
und die Handelsvertragsfrage.
** Man ſchreibt uns: Die Erklärung des
Staatsſekre=
tärs Delbrück, daß für Deutſchland zurzeit kein
An=
laß vorliege, durch Kündigung der beſtehenden
Tarifver=
träge den Anſtoß zur Neuregelung der
Handelsbeziehun=
gen zu geben, iſt in Wien ohne Zögern halbamtlich
be=
antwortet worden. Das Wiener Fremdenblatt hat zwar
jene Erklärung Delbrücks als eine höchſt wichtige
Kund=
gebung für die Stabiliſierung der handelspolitiſchen
Be=
ziehungen anerlannt, aber hinzugefügt: die einfache
Ver=
längerung des Handelsvertrages ſei undenkbar, es
müß=
ten gewiſſe Reviſionen durch Zuſätze beſchloſſen
wer=
den. Selbſt wenn auf dem Wege des Zuſatzvertrages
un=
ſere Handelsbeziehungen zu Oeſterreich und zu Ungarn in
einzelnen Punkten abgeändert oder ergänzt werden
ſol=
len, ſo bedeutet auch dieſes Verfahren eine
Verein=
fachung der handelspolitiſchen
Verhand=
lungen. Denn das Verhandlungsgebiet wird in
gro=
ßem Maßſtabe eingeſchränkt, ſobald der beſtehende
Tarif=
vertrag als ganzes nicht gekündigt wird und nur Zuſätze
erhält, die einzelne der bisher geltenden Beſtimmungen
abändern oder neue hinzufügen. Der Abſchluß des neuen
Tariſvertrages iſt alſo, falls keine Kündigung des
beſtehen=
den erfolgt, weſentlich erleichtert.
Was die Kündigung ſelbſt anbelangt, ſo iſt ſie in den
mit Oeſterreich und mit Ungarn abgeſchloſſenen Vertrage
etwas anders geregelt, als in den wichtigſten
Tarifver=
trägen, die das Deutſche Reich ſonſt in den Jahren
1904/1905 abgeſchloſſen hat. Während nämlich unſere
Handelsverträge mit Belgien, Bulgarien. Italien,
Ru=
mänien, Rußland, der Schweiz und Serbien vom 31.
De=
zember 1916 ab täglich mit einjähriger Friſt kündbar ſind,
enthält der mit Oeſterreich und mit Ungarn abgeſchloſſene
Handelsvertrag das Abkommen, daß der Vertrag am 31.
Dezember 1914 für den 31. Dezember 1915, ſowie vom
31. Dezember 1916 ab täglich mit einjähriger Friſt
künd=
bar iſt. Das „Zollpolitiſche A=B=C=Buch” von Dr.
Wal=
ter Borgius (Verlag von Duncker u. Humblot in München
und Leipzig, Preis 2 Mark) macht auch auf dieſen
Sach=
verhalt aufmerkſam.
Olympiſche Spiele und
Reichelnge
* Die unerwartete Ablehnung der von der
Reichs=
regierung in den Reichshaushalt eingeſetzten Summe von
200000 Mark (verteilt auf drei Jahre) zur Vorbereitung
der ſechſten Olympiade durch die
Budgetkommiſ=
ſion des Reichstags hat den Deutſchen
Reichsaus=
ſchuß für Olympiſche Spiele veranlaßt,
nach=
ſtehende Petition an den Reichstag zu richten:
Die deutſchen Turn= und Sportverbände bitten durch
ihre Vertretung, den Deutſchen Reichsausſchuß für
Olym=
piſche Spiele, den Deutſchen Reichstag, bei Beratung des
Haushalts des Reichsamts des Innern freundlichſt die
von der Reichsregierung als Zuſchuß für die
Vorbereitun=
gen der Olympiſchen Spiele des Jahres 1916 vorgeſehenen
200 000 Mark zu bewilligen und dem Beſchluß der
Budget=
kommiſſion auf Streichung dieſer Summe nicht
beizutre=
ten. Bei der Veranſtaltung der Olympiſchen
Spiele handelt es ſich um die ſechſte Wiederholung
die=
ſer internationalen turneriſchen und ſportlichen
Wett=
kämpfe, die in immer ſteigendem Maße wichtige, alle
zivi=
liſierten Völker der Erde vereinigende
Kulturereig=
niſſe geworden ſind. Der Deutſche Reichsausſchuß für
Olympiſche Spiele hat ſich mit Zuſtimmung Seiner
Maje=
ſtät des Kaiſers zur Uebernahme der Veranſtaltung der
Spiele des Jahres 1916 bereit erklärt und der deutſche
Sport und das deutſche Turnen ſehen es als eine
Ehren=
pflicht an, durch eine muſtergültige und großzügige
Ver=
anſtaltung dem deutſchen Namen Ehre zu machen. Hat es
ſich doch erwieſen, daß die öffentliche Meinung der
ge=
ſamten Kulturwelt an dem Ergebnis der Spiele
Anteil nimmt. Würde nun das Reich auf der
Verſa=
gung der Mittel beſtehen bleiben, ſo würde damit
die Vorbereitung ſtark behindert vor allem würde die
Veranſtaltung ſelbſt in ihrer Bedeutung herabgemindert
durch die Kennzeichnung als ein rein privates Feſt ohne
jedes Reichsintereſſe, alle werbenden Wirkungen einer
öffentlichen Anerkennung der Spiele würden abgeſchnitten.
Auch die repräſentative Vertretung bei den Spielen
gegen=
über den uns beſuchenden Nationen würde erſchwert, wenn
man nicht davon ausgehen kann, daß das Deutſche Reich
ſelbſt ſich an der Unterſtützung der Veranſtaltung beteiligt
hat, wie es im Jahre 1912 die ſchwediſche Regierung tat.
Abgeſehen aber von allen dieſen Erwägungen ſollte
die von der Reichsregierung in den Etat eingeſetzte
Summe von 200 000 Mark zur organiſatoriſchen
Veran=
ſtaltung der Spiele nicht verwandt werden, ſondern ſie
ſollte laut Beſchluß des Reichsausſchuſſes ohne Abzug
den deutſchen Turn= und Sportverbänden
je nach Zweckmäßigkeit und Bedürftigkeit in feſtgelegten
Raten überwieſen werden und unmittelbar der
furneri=
ſchen und ſportlichen Ausbildung der Jugend dienen.
Dieſe finanzielle Unterſtützung der Turn= und
Sportver=
bände iſt nötig, wenn wir bei den Olympiſchen Spielen
in allen Wettkämpfen günſtig abſchneiden wollen. Die
deutſche Jugend hat mit großer Begeiſterung die
Vorbe=
reitungen aufgenommen. Alle Kreiſe des
Vol=
kes ſind vom olympiſchen Sportgedanken
erfaßt worden. Die Vereine und Verbände fühlen
heute ſchon den ſtärkenden Einfluß der neuen und
wichti=
gen Aufgaben, vor die ſie geſtellt ſind, und ſtellen mit
Ge=
nugtuung die Belebung und den Aufſchwung in ihrer
Ar=
beit feſt. In dieſe Arbeit bitten wir den Deutſchen
Reichstag helfend einzutreten. Es gilt, in dieſen Spielen
ein Zeugnis deutſcher Organiſationskraft
zu geben, die Gaſtfreundſchaft zu erwidern, die wir 1896
und 1906 in Athen, 1900 in Paris, 1904 in St. Louis,
1908 in London und 1912 in Stockholm in hervorragendem
Maße genoſſen haben, der herbeiſtrömenden Welt unſer
Vaterland in ſeiner Schönheit, in ſeiner induſtriellen,
wirtſchaftlichen und militäriſchen Macht zu zeigen; es gilt,
durch das Können unſerer Turn= und Sport=Jugend im
Turnen und im Sport den Beweis für die unverſiegbare
Quelle unſerer Rüſtigkeit und Volkskraft zu führen; es
gilt in erſter Linie aber, dieſe internationalen Spiele mit
deutſchem Geiſte zu erfüllen und ſie unſerer
eigenen Entwickelung nutzbar zu machen. Sie ſind in
ihrem innerſten Zwecke ein Werbemittel. Ihre
ſegens=
reiche Folge iſt ein ſtarkes Geſchlecht.
gez. v. Podbielski, Staatsminiſter, Präſident.
Deutſches Reich.
Konſervative Kundgebungen. Aus
Stettin wird gemeldet: Auf dem Parteitage der
pommer=
ſchen Konſervativen wurde eine Reſolution angenommen
zu dem Thema „Kaiſergewalt oder Parlamentarismus”,
in der das während der letzten Reichstagsverhandlungen
(Zabern) hervorgetretene Streben der demokratiſchen
Par=
teien, die konſtitutionellen Grundlagen im Sinne einer
parlamentariſchen zu verſchieben und in die oberſte
Kom=
mandogewalt einzugreifen, als die zurzeit ſchwerſte
Ge=
fahr für den Reichsbeſtand bezeichnet wird und alle
Volksklaſſen und Parteien, die noch auf dem Boden
un=
ſerer Reichsverfaſſung ſtehen, zu gemeinſamer Arbeit
auf=
gefordert werden. Der Regierung wird ferner
Unter=
ſtützung zugeſagt in der Abwehr der eingangs
gekenn=
zeichneten Beſtrebungen. Ein Redner, General v.
Vie=
tinghof=Bütow, erklärte, er hoffe, daß das Zentrum und
die Nationalliberalen ſich zu einem gemeinſamen
Vor=
gehen gegen die Demokratie bereit finden laſſen würden.
Der Reichskanzler ſei auf einem falſchen Wege und müſſe
der Sozialdemokratie mit ſcharfen Mitteln entgegentreten.
Die Zeit der Defenſive ſei vorüber und die der Offenſive
gekommen.
Das Kaligeſetz. In der Zweiten badiſchen
Kammer erklärte Finanzminiſter Dr. Rheinboldt
bezüg=
lich der Kalifrage, daß dem Reichstag ein neues Kaligeſetz
bisher nicht zugegangen, aber in Ausſicht geſtellt worden
ſei. Nach dem bisherigen Verlaufe der Verhandlungen
dürfe man damit rechnen, daß das Geſetz ſo geſtaltet werde,
daß Baden in die Lage komme, eine Reihe von
Kali=
werken zu erſchließen. Die Regierung habe ſich bemüht,
Baden bezüglich der Kaligewinnung eine
Ausnahmeſtel=
lung zu verſchaffen, und er hoffe, daß dieſe
Ausnahme=
beſtimmungen auch die Billigung des Reichstages finden
würden.
Zum Regierungswechſel in Elſaß=
Lothringen. Wie die Straßb. N. Ztg. von gut
unter=
richteter Seite erfährt, wird ſich die neue Regierung
fol=
gendermaßen zuſammenſetzen: Statthalter wird General
von Hoiningen, der jetzige Kommandeur des 14.
Armee=
korps, Staatsſekretär der jetzige Bezirkspräſident v.
Putt=
kamer, Unterſtaatsſekretär des Innern der
Bezirkspräſi=
dent von Gemmingen und Unterſtaatsſekretär der Juſtiz
Oberlandesgerichtspräſident Molitor.
— Die Dresdener Hausſuchungen. Im
Reichsamt des Innern wurde auf Anfrage erklärt,daß
dieſes Reichsamt dem Vorgehen der ſächſiſchen Behörden
völlig fern ſteht. Es ſolle von dieſer Seite nichts
veran=
laßt werden, und man wiſſe von dem Eingreifen in
Dresden lediglich das, was durch die Preſſe bekannt
ge=
worden ſei. Was aber über die Gründe in einem Teile
der Preſſe geſagt werde, wie Vorbereitung für ein
Mono=
pol und ähnliches, müſſe jedenfalls in das Gebiet müßiger
Kombinationen verwieſen werden. In Berlin ſei man um
ſo weniger veranlaßt, gegen die genannte Firma
vorzu=
gehen, als dieſes Haus ſich, wie ſchon gemeldet,
ausdrück=
lich bereit erklärt hatte, an der vom Reichsamt des Innern
über den Truſt geplanten Enquete teilzunehmen und alle
gewünſchten Unterlagen zur Verfügung zu ſtellen.
Seite 2
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Januar 1914.
Nummer 24.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Die Perſonalſteuernovelle. Das
öſterreichi=
ſche Herrenhaus nahm den Bericht der gemeinſamen
Kon=
ferenz über die Perſonalſteuernovelle an. Im Laufe der
Debatte ſprach der Berichterſtatter Freiherr v. Plener
ſeine Freude aus, daß die Gefahr eines Konflikts
zwi=
ſchen leiden Kammern beſeitigt und die parlamentariſche
und geſetzmäßige Verabſchiedung der Vorlage ermöglicht
wurde. Sogleich habe ſich, was die Hauptſache ſei, eine
wichtige Annäherung zwiſchen beiden Häuſern vollzogen,
die für die ganze künftige Geſetzgebungsarbeit von großem
Werte ſei. Der Berichterſtatter wies den Vorwurf zurück,
daß die geringfügige Erhöhung der Steuerſtufen bei
Ein=
kommen unter 10000 Kronen ein Angriff auf den
Mittel=
ſtand bedeute. Graf Clammartinic betonte, daß ſich die
Aktion des Herrenhauſes nicht gegen die Regierung
ge=
richtet habe, deren loyale Haltung gegenüber der Konferenz
er anerkenne.
Die Südbahnfrage. In Wien fand eine
Ver=
waltungsratsſitzung der Südbahn=Geſellſchaft ſtatt, in der
mitgeteilt wurde, daß die fertiggeſtellten Vertragsentwürfe
über das Sanierungsübereinkommen nächſtens Gegenſtand
von Verhandlungen zwiſchen der Südbahn und dem
Prio=
ritätskuratorium bilden werde.
Der Fall Hopf im öſterreichiſchen
Abge=
ordnetenhauſe. Im öſterreichiſchen
Abgeordneten=
hauſe brachten die Abgeordneten Jro und Genoſſen eine
Interpellation an den Miniſter des Innern und den
Ju=
ſtizminiſter, betr. den Verkauf von gezüchteten Bazillen
und Reinkulturen an den Giftmörder Karl Hopf in
Frank=
furt durch das Inſtitut Krahlſches Muſeum in Wien, ein.
In der Interpellation heißt es: Sind die Miniſter
ge=
neigt, ſofort ſchärfſte Beſtimmungen in bezug auf die
Züchtung und Abgabe von Bazillen und Reinkulturen zu
erlaſſen, ſtrengſtens aber die genaueſte Einhaltung dieſer
Beſtimmungen durch die wiſſenſchaftlichen Inſtitute zu
wahren und bezüglich des Falles Hopf die
verantwort=
lichen Perſonen des Krahlſchen Muſeums nach den
bezüg=
lichen Paragraphen des Strafgeſetzes zur Verantwortung
zu ziehen?
Frankreich.
Die Gruppe der geeinigten Radikalen
und Radikal=Sozialiſten hat dem
Kammerprä=
ſidenten ihre Mitgliederliſte übergeben. Dieſe umfaßt die
Namen von 168 Deputierten. Ueber das Aufnahmegeſuch
von einigen weiteren radikalen Deputierten, darunter des
Handelsminiſters im Kabinett Barthou, Maſſé, der von
dem Kongreß in Pau aus der radikalen Partei
ausge=
ſchloſſen worden war, wird demnächſt beraten werden.
Die Gruppe iſt die weitaus ſtärkſte der Kammer,
England.
Das Marinebudget. Wie verlautet, iſt über
das diesjährige Marinebudget im Kabinett eine Einigung
erzielt worden. Das von Churchill in der letzten Seſſion
vorgelegte Programm werde nicht aufgegeben werden.
Das Budget werde zwar notwendigerweiſe jedes bisher
dem Parlament unterbreitete Flottenbudget erheblich
überſchreiten, werde aber mit der Zuſtimmung aller
Mi=
niſter eingebracht werden. — Im Gegenſatz zu dieſer
Meldung berichten die Times und der Daily
Chro=
nicle übereinſtimmend, daß ſich der letzte Kabinettsrat
nicht mit dem Flottenetat beſchäftigt hat, daß dieſer
viel=
mehr in der nächſten Woche zur Beratung kommen werde.
Portugal.
Ein Verfaſſungskonflikt. Zu allem
an=
deren Elend iſt in Portugal nun auch noch ein ſchwerer
Zwiſt zwiſchen der Regierung und dem Senat
ausgebro=
chen, der zugleich einen Zwiſt zwiſchen Ober= und Unter=
haus bedeutet. In dem kürzlich neugewählten Unterhauſe
hat nämlich Herr Coſta, der tatſächliche Diktator der
Re=
publik, durch eine ſkrupelloſe Wahlmache eine große
Mehr=
heit erhalten, im Senate aber hat er dieſe Mehrheit nicht
und darum regiert er am liebſten mit der zweiten
Kam=
mer und läßt die erſte möglichſt weit links liegen. Nun
hat aber der Senat eine öffene Aktion gegen die
Regie=
rung begonnen, um ſich größere Geltung zu verſchaffen.
Er hat einen Beſchluß gefaßt, der die Regierung zwingen
ſoll, in den Senatsſitzungen zu erſcheinen, was ſie bisher
nur ausnahmsweiſe tat, und behauptet, dazu das
ver=
faſſungsmäßige Recht zu haben. Außerdem hat er einen
formellen Proteſt gegen dieſes ſyſtematiſche Fernbleiben
beſchloſſen, den ſein Präſidium Herrn Coſta übermitteln
ſoll. Dagegen hat nun wieder die Regierung ihr
Unter=
haus mobil gemacht und dort durch den Führer der
Re=
gierungspartei, Braga, einen Dringlichkeitsantrag
ein=
bringen laſſen, der die Einberufung des Kongreſſes
for=
dert, um über eine Vertagung des Parlaments
auf die Dauer von zehn Tagen abzuſtimmen und
eine Auslegung des Artikels 25 der Verfaſſung
herbeizuführen, der zu den Meinungsverſchiedenheiten
zwiſchen der Regierung und dem Senat Anlaß
ge=
geben hat. Die Dringlichkeit wurde auch mit 81
gegen 46 Stimmen beſchloſſen. Die Freunde des Senats
machten freilich in der Sitzung einen ſolchen Lärm, daß
u. a. die Tribünen geräumt werden mußten. Die Kammer
hat dann am Donnerstag den Antrag Braga
angenom=
men. Die Minderheit verließ den Sitzungsſaal unter
Zeichen des Proteſtes. Der Kongreß tritt am 26. Januar
zuſammen.
Rußland.
Kein Beſuch Poincarés. Ein Beſüch
Poin=
carés am Zarenhofe iſt nicht vorgeſehen. Die
Zaren=
familie wird von Ende März bis Ende des Jahres in
der Krim weilen, abgeſehen von einem von Ende Juni
bis Ende Juli berechneten Aufenthalt in Peterhof.
Der Miniſterrat beſchloß, dem Reichsrat und
der Reichsduma eine Geſetzesvorlage über die Erwerbung
beziehungsweiſe den Verluſt der ruſſiſchen
Untertanen=
rechte vorzulegen. Dieſe Frage unterliegt nach dem
be=
ſtehenden Geſetze zwar nicht eigentlich der Kompetenz der
Reichsduma, doch ſei ſie von hervorragender allgemeiner
und ſtaatlicher Bedeutung. Der Teil der Vorlage, der
Finnland betrifft, wird der Prüfung des finniſchen
Land=
tages und des finniſchen Senates unterbreitet.
Griechenland.
Eine Unterredung mit König
Konſtan=
tin. Die Voſſiſche Zeitung meldet aus Athen: König
Konſtantin erklärte dem Korreſpondenten der Voſſiſchen
Zeitung in einer Unterredung: Wir wünſchen mit
Al=
banien in den beſten Beziehungen zu leben. Auch hat der
König von Rumänien mich gebeten, daß ich dem Prinzen
zu Wied freundlich entgegenkomme. Der König Flärte
ferner, mit der Aufgabe von Nordepirus werde
Griechen=
land ein ſchweres Opfer zugemutet. Epirus ſei
griechi=
ſches Land. Die Inſelfrage, fuhr der König fort, ſcheint
ja bereits zu unſerer Zufriedenheit erledigt zu ſein. Alle
von uns beſetzten Inſeln außer Imbres, Tenados und
Caſtellorizo werden dem griechiſchen Staate einverleibt
werden. Betreffs der griechiſchen Flottenrüſtungen
er=
klärte der König, augenblicklich ſei noch kein weiteres
Kriegsſchiff im Auslande angekauft, doch ſtänden größere
Ankäufe auf dem Regierungsprogramm. Ueber General
Eydoux, den Chef der franzöſiſchen Militärmiſſion in
Athen, ſagte der König: Die Ernennung zum Athener
Korpskommandanten ſtand von Anfang an im Programm
und darf nicht mit der Art der Verwendung der deutſchen
Militärmiſſion in Konſtantinopel auf eine Stufe geſtellt
werden. Ein Zuſammenhang zwiſchen den beiden
Vor=
gängen beſteht nicht.
Vereinigte Staaten.
Die japaniſche Landfrage in
Kalifor=
nien. Das Komitee des Unterhauſes für
Einwan=
derungsangelegenheiten erörterte die Rede des
japani=
ſchen Miniſters des Aeußern über die japaniſche
Land=
frage in Kalifornien. Das Komitee lehnte es ab, einen
Termin für eine neue Beratung der Geſetzesvorlage
an=
zuberaumen, durch die die Aſiaten vom Landerwerb in
Kalifornien ausgeſchloſſen werden. — Mit Bezug auf
die Rede des japaniſchen Miniſters des Aeußern erklärte
Präſident Wilſon, daß die Verhandlungen mit Japan in
freundſchaftlicher Weiſe geführt werden würden. Eine
Verhandlung über den neuen Vertrag hinge von der
Streitfrage ab, ob Kalifornien durch das neue Geſetz über
Landerwerbungen von Ausländern beſtehende Verträge
verletzt habe.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 24. Januar.
* Vom Hofe. Ihre Königl. Hoheit die
Großher=
zogin empfingen am Donnerstag mittag 12½ Uhr im
Neuen Palais den Generalleutnant Freiherrn von
Lütt=
witz, Kommandeur der 25. Diviſion. Der Fürſt zu
Solms=Lich nahm an der Frühſtückstafel im Neuen
Palais teil. Graf und Gräfin Kuno zu Stolberg=
Roßla nebſt Prinzeſſin=Tochter ſind nachmittags 5¾4 Uhr
abgereiſt. (Darmſt. Ztg.)
* Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog haben dem Präſidenten der Preußiſchen
Zen=
tralgenoſſenſchaftskaſſe, Wirkl. Geh. Oberfinanzrat
Hei=
ligenſtadt in Berlin, das Komturkreuz 1. Klaſſe des
Verdienſtordens Philipps des Großmütigen, dem erſten
Vorſtandsbeamten der Reichsbankhauptſtelle Frankfurt
am Main, Kaiſerl. Geh. Regierungsrat Heinrich Beling,
das Ritterkreuz 1. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps
des Großmütigen zum 17. Januar 1914 verliehen und dem
Franz Freiherrn Wambolt von Umſtadt in
Bir=
kenau die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des
ihm von Sr. Maj. dem König von Bayern verliehenen
Ritterkreuzes des Hausritterordens vom Heiligen Georg
erteilt.
* Pfarrperſonalie. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog haben dem Pfarrverwalter Fritz Weiß zu
Bieber die evangeliſche Pfarrſtelle daſelbſt übertragen.
RbG. Reichsgerichts=Entſcheidung. (Wie man
ſich=
billig— Ausſtelllungs kan inchen
verſchafft.) (Nachdruck verboten.) In
Offen=
bach war Kaninchenausſtellung. Der
Hilfsarbei=
ter Kaſpar Schaumburg wußte, daß ſein Freund L.
Kanin=
chen beſitzt, ſie aber weggeben müſſe, weil er keinen Stall
für ſie hatte; er ging ihn deshalb an, ihm die Kaninchen
zu ſchenken. Als er abſchlägig beſchieden wurde, kam er
nächſten Tag wieder darauf zu ſprechen und da ſoll ihm L.
eins verſprochen haben. Da ihm dies jedoch zu wenig
war, begab er ſich in der Nacht zum 27. Juni 1913 in den
Hof des Hauſes Hermannſtr. 40, wo die Kaninchen des L.,
aber auch die eines gewiſſen Sch. untergebracht waren.
Während die des L. in einem verſchloſſenen Raume ſich
be=
fanden, waren die des Sch, in einer offenen Kiſte, die ſich
aber hinter einer 2 Meter hohen Bretterwand befand. Da
ihm offenbar die Kaninchen in der offenen Kiſte leichter
zu erreichen ſchienen, überſtieg er die Bretterwand und
eignete ſich die 17 Stallhaſen des Sch. an und verkaufte ſie
am anderen Tag in der Ausſtellung das Stück mit 1 Mk.;
bemerkt ſei noch, daß Schaumburg, als er den Hof mit den
in einem Sack verborgenen Kaninchen verließ, von Sch.
betroffen wurde, der ihn frug, was er in dem Sacke habe
Er gab zur Antwort: die Kaninchen ſeines Freundes L.;
da Sch. ihm das glaubte, ſah er nicht nach ſeinem Stall.
Wegen dieſes Diebſtahls hatte ſich Schaumburg am
19. September 1913 vor der Strafkammer Darmſtadt wegen
Diebſtahls in wiederholtem Rückfall zu verantworten und
erhielt auf Grund des obigen Sachverhalts 1 Jahr
Ge=
fängnis. Die Strafkammer nimmt an, daß der Angeklagte
nicht wußte, welches die Kaninchen des L. waren. Seine
Behauptung. L. habe ihm ſämtliche Kaninchen geſchenkt,
wird als unglaubhaft angenommen. Daß ihm L. eins
geſchenkt habe, wird aber trotz der gegenteiligen
Behaup=
tung des als Zeugen vernommenen L. als wahr
angenom=
men. Der Diebſtahl iſt durch Einſteigen erfolgt. Gegen
ſeine Verurteilung legte der Angeklagte Reviſion eim
Reichsgericht ein. Der Begriff der rechtswidrigen
Zuelg=
nung ſei verkannt. L. habe ihm ſämtliche Haſen geſchenkt
Europas neueſter Herrſcher.
* Unter dieſem Titel gibt Frederic William Wile in
der Daily Mail eine außerordentlich feſſelnde
Charakter=
ſchilderung des Prinzen Wilhelm zu Wied der ſich
nun rüſtet, das ſchwere und verantwortungsreiche Amt
eines Fürſten von Albanien anzutreten. Nicht umſonſt
pflegte man den Fürſten, wenn er als Gaſt ſeiner Tante
Carmen Sylva am rumäniſchen Königshofe erſchien,
„Lohengrin” zu nennen; das leuchtende Weiß und
der ſchimmernde Helm der Potsdamer Gardedukorps=
Uni=
form mag der erſte Anlaß zu dieſer ſcherzhaften Umtaufe
geweſen ſein; aber doch trifft dieſes Wort auch viele Züge
im Weſen dieſes ungewöhnlich hochgewachſenen und
kraft=
vollen Mannes, der ſich als junger Leutnant ein
Vergnü=
gen daraus machte, mit einem Arm einen
Regimentskame=
raden hoch in die Luft zu heben. Ja, Lohengrin —, denn
ſein brennender Wunſch iſt es, die Gefahren und
Ungewiß=
heiten eines neuen Amtes auf ſich zu nehmen; ihn lockt es,
dem Unbekannten zu trotzen. Und ſeine Frau iſt gleichen
Schlages; wie er ſchenkt auch dieſe in den wilden Steppen
der Moldau geborene Prinzeſſin den wohlgemeinten
War=
nungen beſorgter Freunde kein Gehör; mit weit offenen
Augen und tapferen Herzen ziehen dieſe Beiden hinaus in
das, was andere ihr „albaniſches Abenteuer” nennen. Die
kriegeriſchen Söhne der albaniſchen Berge ſollen Mut und
Tapferkeit verehren; wenn dem ſo iſt, haben Prinz Wilhelm
und ſeine Frau den höchſten Anſpruch auf Treue und Liebe
ihrer künftigen Landeskinder. Als „ein Werkzeug der
Zivi=
liſation” will er hinaus und alle, die dieſen Mann
perſön=
lich kennen, ſeine unerſchrockene Ehrlichkeit und die von
ſeinem großen Vorfahren Wilhelm von Oranien ererbte
Schweigſamkeit, wiſſen, daß es ihm damit ernſt iſt. Wie
haben ſich die Freunde und Kameraden nicht bemüht, ihm
von dem „wahnſinnigen” Plan abzureden; wie ſchilderte
man ihnen nicht alles, was ſie verlieren, und alles, was
ihrer dagegen harrt. Aber er ſagte: Nein. Dort unten
harrt ſeiner eine Aufgabe, eine Pflicht, die doppelt verlockt,
weil ſie ſchwer und groß iſt; und ſie werden ziehen.
Fragt ſeine Freunde, was die Weſenszüge des
Prin=
zen ſind, und alle werden ſofort antworten: ſeine
Leiden=
ſchaft für den Soldatenberuf und ſeine unſtillbare Liebe zu
den Büchern. „Als er in Jena als Student der Philoſophie
zu den Füßen Haeckels ſaß, waren ihm die Freuden der
Bücher mehr, als die üblichen Studentenfreuden beim
Bier=
ſeidel und auf dem Fechtboden. Aber ſein Rieſenkörper
verlangte nach Anſtrengungen, und jede den Büchern
ab=
gerungene Freiſtunde galt der Stählung der Muskeln. An
der Univerſität wurde Prinz Wilhelm als der ſtärkſte Mann
der Jenenſer „Alma mater” berühmt, und noch heute
er=
zählt man ſich Geſchichten von ſeiner Körperkraft. Als er
Soldat wurde, blieb ihm ſeine zähe, freudige Willenskraft
treu. Es war kein Zufall, daß der junge Leutnant bald
zur Kriegsakademie kam. Und wenn man andeutet, daß
ſein Rang und ſeine Stellung ihm die militäriſche Karriere
erleichtert haben würden, dann antworten die Kameraden
lächelnd: auch wenn er Müller, Meier oder Schulze
ge=
weſen wäre — er mußte zum Generalſtab kommen, und
er wäre dazu gekommen. Und er kam als Rittmeiſter in
den Generalſtab; eine ehrlich verdiente glänzende
Solda=
tenlaufbahn würde ihm offenſtehen, wenn die Aufgabe
dort unten in Albanien ihn nicht in die Fremde zöge. Ja,
„die Wieds” — wie ſie von den Freunden genannt werden
— „die Wieds haben Energie und Enthuſiasmus der
Jugend” urteilt der Engländer. „Enthuſiasmus, trotz
ſeines gelaſſenen äußeren Wefens. Denn der Prinz iſt in
ſeinem äußeren Weſen ſehr ruhig und nachdenklich. Im
Geſpräch enthüllt ſich Intelligenz und Wille. Seine Worte
ſind knapp und ſtreben ſtets zum Kern der Dinge. Man
fühlt es ſofort: ein Mann der Tat! Seine Geſtalt, die von
löwenhafter Kraft zeugt, und ſein Antlitz, das von
über=
legter Entſchloſſenheit erzählt, müſſen ihre Wirkung haben.
Prinzeſſin Sophia aber iſt alles andere, als die
hoch=
geſtellte zeremonielle Prinzeſſin. Man ſpürt in ihr ſofort
die Frau von ruheloſem Ehrgeiz und zähem,
zielbewuß=
tem Willen. Die ungezwungene freie Atmoſphäre ihrer
Kindheit erklärt die zwangloſe, ungekünſtelte Natürlichkeit
ihres Weſens. Als einfaches Landkind wurde ſie zwiſchen
den Hügeln und Steppen an der Moldau erzogen, von einer
Mutter, die Dichterin, Muſikerin und Malerin war. Man
erzog ſie dazu, einfachen Leuten nicht auszuweichen, und
ihre erſten Partner beim Tanze waren Forſtgeſellen und
die Gutsbeamten ihres väterlichen Beſitztums. Freimütig
und tolerant und dabei mutig ſind „die Wieds”
wohl=
berufen, den Thron des ſtürmiſchen Albaniens zu beſteigen.
Gewiß ſuchten die Mächte weit und breit, ohne
ihresglei=
chen zu finden.”
Bernadin de Saint=Dierre und
Alexander von Humboldt.
** Der 100. Todestag Bernadin de Saint=
Pierres am 24. Januar ruft die Geſtalt eines
Dichters in die Erinnerung, der in der Geſchichtel des
modernen Naturgefühls eine bedeutende Rolle ſpieltrer
hat die Wunder der tropiſchen Landſchaft, die vorhen von
kühnen Entdeckern und kühlen Gelehrten mehr ſachlichh
ge=
ſchildert worden war, für die Poeſie entdeckt und ſo
eigent=
lich erſt die ideale Natur des Rouſſeauſchen naiven
ſMen=
ſchen, die der Philoſoph nur geträumt, geſchaffen. Eine
abenteuerliche Sehnſucht und Schwärmerei nach unbekannt
dämmernden Fernen trieb ſchon den 12jährigen Knabenzu
einer Fahrt nach Martinique, und nachdem ihn ein
walchſel=
reiches Schickſal im alten Europa hierhin und dorthitn
ge=
worfen hatte, lechzte er nach Ruhe und Frieden in juingen
Ländern, will die Rouſſeauſchen Ideen in Wirklichkeſit
um=
ſetzen und verſucht, mit einer Anzahl gleichgeſinntetr
ein=
facher Menſchen, bald in Madagaskar, bald am Aralſek
An=
ſiedelungen zu gründen, in denen das Glück der Urzeit
Wie=
der aufleben ſoll. Seine Pläne mißglücken, ſeine Utopken
zerrinnen, und es bleiben ihm nur noch die Freuden
Phantaſie, die Luſt der Träume, in denen ſich all ſein
leben in glühenden Farben ſpiegelt.
Aus dieſen Viſionen einer mit ſtarken Sinnen geſchau
ten fremden Natur ſind die unvergänglichen Schönheiten
geboren, die das einfache Geſchehen ſeiner Idyllen mit
einem herrlichen Kranz von Landſchaftsbildern umrahmen
Eingefügt in ſeine wunderlichen Naturſtudien, deren
un=
wiſſenſchaftliches Fabulieren längſt erkannt iſt, liegt wien
ein Juwel in einer Kette von bunten Glasſtücken die
Dich=
tung, die ſeinen Namen unſterblich gemacht hat, die
Erzäh=
lung von „Paul und Virginia”. Die Tragik, die in
dem hier geſchilderten Zuſammenſtoß des einfachen
Natur=
kindes aus der glücklichen Südſee mit der überfeinerten
Bildung alter Kulter geſchildert iſt, läßt uns freilich kalt;
ſie iſt nach einem Wort Goethes nur aus der äußerlichen
Abſicht entſprungen, „um alle ſchmerzlichen Mißverhältniſſe
zur Sprache zu bringen, welche in neueſten Staaten
zwi=
ſchen Natur und Geſetz, Gefühl und Herkommen, Beſtreben
und Vorurteil ſo bang und beängſtigend ſind.” Wunder=
Nummer 24.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Januar 1914.
Seite 3.
und da er nicht wußte, welches die Haſen des L. ſeien, ſo
habe er bei der Wegnahme der Schſchen Kaninchen lediglich
in einem Irrtum gehandelt. Das Reichsgericht erkannte
jedoch auf koſtenpflichtige Verwerfung der
Revi=
ſion.
Stadtverordneten=Verſammlung. Zur 21. Sitzung
der Stadtverordneten=Verſammlung am Donnerstag,
den 29. Januar, nachmittags 3½ Uhr, iſt folgende
Tages=
ordnung feſtgeſetzt: 1. Mitteilungen. 2. Geſuch um
Geſtattung einer Ausnahme von der Beſtimmung des
Ortsbauſtatuts für einen Neubau im Gebiete der
Garten=
ſtadtgenoſſenſchaft am Heinrich=Wingertsweg. (Referent:
Herr Sames.) 3. Einrichtung von bewohnbaren
Dach=
räumen in einem Neubau am Hauptbahnhof. (Ref.: Herr
Sames.) 4. Geſuch um Befreiung von den Beſtimmungen
in § 69 der Ausführungsverordnung zur Allgemeinen
Bau=
ordnung für Saalbauſtraße Nr. 19. (Ref.: Herr Sames.)
5. Geſuch der Poſtverwaltung um die Erlaubnis zur
Auf=
ſtellung eines Kabelverzweigers in der Stadthaushofreite.
(Ref.: Herr Lindt.) 6. Einwendungen gegen die Herſtellung
eines Fußſteiges auf der Südſeite der Kaupſtraße, zwiſchen
Arheilger Straße und Pankratiusſtraße. (Ref.: Herr
Sa=
mes.) 7. Geſuch um Geſtattung des Ueberſchreitens der
Fluchtlinie der Frankfurter Straße bei Einfriedigung der
Hofreite Rhönring 1. (Ref.: Herr Lindt.) 8. Benutzung
ſtädtiſchen Geländes für die Ausſtellung der
Künſtlerkolo=
nie 1914 auf der Mathildenhöhe. (Ref.: Herr Baurat
Jaeger.) 9. Vermietung des Pavillons auf der Nordſeite
des Hallenſchwimmbades. 10. Herabſetzung der
Jahres=
miete für eine Wohnung in der ſtädtiſchen Hofreite
Lin=
denhofſtraße 5. 11. Einfriedigung des zu dem
Garten=
gelände der Knaben=Arbeits=Anſtalt hinzugezogenen
an=
ſtoßenden Wieſengeländes. (Ref.: Herr Bormet.) 12.
Mietvertrag über die Unterbringung von Schulklaſſen in
dem Hauſe Bleichſtraße 2. 13. Elektriſche Bahn
nach dem Martinsviertel. 14. Maßnahmen zur
Erhöhung des Gasverbrauches; hier: Einrichtung
eines Ausſtellungsraumes in der Stadt
und Annahme einer Werbedame. 15. Ergänzung des
Gas=
preistarifes durch Beſtimmungen über den Preis des
Gaſes für gewerbliche Zwecke. 16. Aenderung des
Bäder=
tarifes für das Hallenſchwimmbad. (Ref.: Herr Sames.)
17. Erlaß einer Ortsſatzung nach Art. 59 des
Gemeindeum=
lagengeſetzes. 18. Entwurf einer neuen
Wochenmarktord=
nung. (Ref.: Herr K. Lautz.) 19. Antrag des Stadtv.
Aß=
muth und Konſ. auf Errichtung eines ſtädtiſchen
Woh=
nungsamtes. 20. Voranſchlag über die Verwaltungskoſten
der Sparkaſſe für 1914. (Ref.: Herr Bormet.) 21.
Voran=
ſchlag der Pfennigſparkaſſe für 1914. (Ref.: Herr Bormet.)
22. Erhebung von kirchlichen Umlagen für 1914: a) der
ver=
einigten evangel. Zivilgemeinde (Geſamtgemeinde); b) der
katholiſchen Kirchengemeinden St. Ludwig und St.
Eliſa=
beth; e) der katholiſchen Kirchengemeinde St. Martin zu
Beſſungen. (Ref.: Herr Bormet.) 23. Abſchluß der Kaſſe
der Erziehungs=Anſtalt Ohlyſtift in Gräfenhauſen für 1912
Ref.: Herr Bormet). 24. Aenderungen der Beſtimmungen
üüber den Achtuhrladenſchluß.
Vom Hoftheater. Die heutige Vorſtellung „König
Karl” die im C=Abonnement ſtattfindet, beginnt um 7½
Uhr. Am Sonntagnachmittag gelangt als
Volks=
vorſtellung zu ermäßigten Preiſen Adams komiſche
Oper „Wenn ich König wäre” unter muſikaliſcher Leitung
von Kapellmeiſter Lert und der Spielleitung von Regiſſeur
Nowack zur Aufführung. Die Vorſtellung beginnt um 2½
Uhr. Der Vorverkauf findet nunmehr heute im
Verkehrs=
bureau ſtatt; die Ausgabe der reſtlichen Karten erfolgt am
Sonntag an fhr Tageskaſſe des Hoftheaters. Am Sonntag
abend geht als A=Abonnementsvorſtellung die erfolgreiche
Poſſen=Neuheit „Filmzauber” in Szene. Der Beginn iſt
auf halb 8 Uhr angeſetzt. Der Vorverkauf für die
Volks=
vorſtellung am Montag: „Grigri” von Paul Lincke wird
irm Verkehrsbureau bis einſchließlich Montag fortgeſetzt.
werden. Als Feſtvorſtellung zur Feier des Geburtsfeſtes
S. M. des Deutſchen Kaiſers wird am Dienstag
Humper=
dincks Märchenoper „Königskinder” zur Aufführung
ge=
langen.
Der weitere Spielplan der nächſten Woche lautet:
Mittwoch, den 28. Januar (99.
Abonnementsvorſtel=
lung, B 24): Der Feldherrnhügel. Gewöhnliche
Preiſe. Anfang halb 8 Uhr. Donnerstag, 29. Jan.
(100. Abonnementsvorſtellung. C 25): Grillparzer=
Zyklus; dritter Abend: Sappho (neu einſtudiert).
Kleine Preiſe. Anfang halb 8 Uhr. Freitag, 30. Jan.
(101. Abonnementsvorſtellung, D 26): Rigoletto.
Ge=
wöhnliche Preiſe. Anfang halb 8 Uhr. Samstag. 31. Jan.,
keine Vorſtellung. Sonntag, 1. Februar (102.
Abonne=
mentsvorſtellung, B 25) neu einſtudiert: Der
Opern=
ball. Gewöhnliche Preiſe. Anfang 7 Uhr.
* Künſtlerfeſt. Man ſchreibt uns: Auf zahlreiche
An=
fragen gibt der Feſtausſchuß des Künſtlerfeſtes, das am
Samstag, den 31. Januar, im „Saalbau” im Rahmen
eines Varietee=Nachtfeſtes ſtattfinden wird, bekannt, daß
n der ausgeſchriebenen Schönheitskonkurrenz ſich alle
Feſt=
beſucherinnen beteiligen können. Den Preis trägt die
Be=
ſitzerin der größten Anzahl von Bons für die
Schönheits=
konkurrenz davon. Die Bons, welche die Form von roten
Herzen haben, ſind am Feſt bei allen verkaufenden Damen
und an ſämtlichen Verkaufsſtänden erhältlich. Die Herren,
welche die Bons kaufen, ſchenken ſie jener Dame, die ſie als
Preisträgerin erwählt haben. Der Feſtausſchuß hat für
die Siegerinnen zehn wertvolle Preiſe ausgewählt, die am
Samstag in den Schaufenſtern der Firma Rittershaus,
Ecke Ernſt=Ludwig= und Ludwigſtraße. zur öffentlichen
Ausſtellung gelangen. Die Preisverteilung wird am
Feſt=
tage um 2 Uhr nachts im Vorſaal des Fürſtenzimmers im
„Saalbau” vom Komitee der Schönheitskonkurrenz
vor=
genommen werden. Der Kartenvorverkauf für das Varietee=
Nachtfeſt wird täglich bei den Firmen Schutter,
Eliſabethen=
ſtraße, und Arnold, Wilhelminenſtraße, fortgeſetzt. An den
Vorverkaufsſtellen ſind von Samstag an auch die
Pro=
grammhefte erhältlich, die neben dem genauen Verzeichnis
der Darbietungen, auch belletriſtiſchen Inhalt aufweiſen.
C. Wählerverſammlung. Im großen Saale des
„Feierabend” fand am Donnerstag eine große, bürgerliche
Wählerverſammlung ſtatt, die ſich mit der bevorſtehenden
Wahl der Ausſchußmitglieder für die hieſige Allgemeine
Ortskrankenkaſſe beſchäftigte. Nach einleitenden Worten
des Vorſitzenden hielt Herr Arbeiterſekretär Karl Laufer
einen orientierenden Vortrag über das neue
Krankenkaſſe=
geſetz, wobei er als deſſen Hauptvorzug gegenüber dem
bis=
herigen Zuſtand die einheitliche Behördenorganiſation und
das einheitliche Verfahren bezeichnete. Die
Landkranken=
kaſſen hält Redner für überflüſſig und begrüßt das
Ver=
ſchwinden der Gemeindekrankenkaſſen. Daß das Handwerk
die Beſtimmung als unbillig auffaßt, wonach die
Natural=
bezüge der Handwerksgehilfen auf täglich 1,60 Mk. angeſetzt
ſind, gegenüber nur 1.— Mk. bei den Dienſtboten, findet
Redner begreiflich. Neu war die Mitteilung, daß eine
ganz beträchtliche Zahl von hieſigen Herrſchaften die ihnen
vor fünf Wochen ſeitens der Ortskrankenkaſſe überſandten
Fragebogen deren Rückſendung ſpäteſtens am 3. Januar
erfolgen ſollte, immer noch nicht ausgefüllt haben. Seitens
der Arbeitgeber iſt nur eine Liſte eingereicht, die demnach
als gewählt zu betrachten iſt. Was die Liſten
der Arbeitnehmer betrifft, ſo verſicherte der Redner,
daß die Liſte Nr. 2 (bürgerlich) keine beſtimmte Richtung.
habe. Ferner beklagte er die für die Dienſtmädchen ſo
überaus ungünſtig angeſetzte Wahlzeit von Samstags
3—8 Uhr und Sonntags 9—1 Uhr und ſchließt ſeine
licht=
vollen Ausführungen mit der dringenden Mahnung zu
eifrigſter Beteiligung. Dieſe Mahnung unterſtützte der
Vorſitzende und ſchließt um 10 Uhr die Verſammlung, die
hoffentlich ihre Früchte tragen wird.
* Ortskrankenkaſſenwahl. Man ſchreibt uns:
Sams=
tag, den 24. Januar, und Sonntag, den 25. Januar, findet
die Wahl der Vertreter zum Ausſchuß der Allgemeinen
Ortskrankenkaſſe, Blumenthalſtraße 7, ſtatt. Für alle
bür=
gerlichen Wähler kommt nur der Wahlvorſchlag 2 in
Be=
tracht, auf welchem alle Berufsſtände vertreten ſind.
Jeder ſorge in ſeinem Kreiſe dafür, daß der bürgerliche
Wahlvorſchlag am Tage der Wahl ungeſtrichen benutzt
wird. (Näh ſiehe Anz.)
* Stenographie. Man ſchreibt uns: Es iſt eine
voll=
endete Tatſache, daß die Stenographie ein Hauptfaktor im
Bureauweſen geworden, ja man kann ſagen, des öffentlichen
Lebens iſt. Bei den Stadtverwaltungen, bei vielen
Staats=
behörden und in den Betrieben der Induſtrie und des
Handels iſt ſie zum Pflichtfach der Beamten und
ſchreiben=
den Angeſtellten gemacht worden. Die Vorteile, welche
dem häufig mit Arbeit überlaſteten Beamten oder
Kauf=
mann durch die Anwendung der Stenographie zuteil
wer=
den, ſind wohlbekannt. Die Ueberlegenheit des
Steno=
graphen dem nichtſtenographierenden gegenüber, wird von
Vorgeſetzten und Prinzipalen dadurch am deutlichſten
ge=
kennzeichnet, indem ſie bei Vakanz, immer dem
Steno=
graphen den Vorzug geben und die beſſer bezahlten Stellen
nur mit ſolchen beſetzen. Darum ſollte jeder mit Tinte
und Feder arbeitende ſich dieſes wichtige Rüſtzeug des
Berufes zu eigen machen. Der Gabelsberger
Steno=
graphenverein (gegr. 1861) wird am Donnerstag, den
29. ds. Mts., in ſeinem Unterrichtslokal, im Schulhaus
am Ballonplatz, einen Anfängerkurſus eröffnen, und bietet
ſomit jedem jungen Mann Gelegenheit, die Stenographie
gründlich zu erlernen. Der Unterricht liegt in den
be=
währten Händen eines im Anfängerunterricht erprobten
Lehrers. Für Damen findet der Unterricht bei Fräulein
Clara Eppert, Karlſtraße 36, ſtatt und beginnt am
Don=
nerstag, den 5. Februar ds. Js. Auch lehrt der Verein
das Maſchinenſchreiben.
* Fortſchrittliche Volkspartei. Auf den heute aben
von der Fortſchrittlichen Volkspartei veranſtalteten Fa
milienabend wird nochmals aufmerkſam gemacht.
* Turngemeinde Darmſtadt. Die 8. Tageswan
derung findet am nächſten Sonntag, den 25. d. M., ſtatt
Abfahrt vom Hauptbahnhof 7 Uhr 50 Minuten nad
Bensheim, von wo aus die Wanderung beginnt.
Dieſ=
führt nach Lindenfels-Kaiſerturm-Reichelsheim, Marſch
zeit 7 Stunden; Fahrgeld 1,35 Mark, Ruckſackverpflegung
Alle wanderluſtigen Mitglieder werden eingeladen und
um zahlreiche Beteiligung erſucht.
* Der Bezirksverband Darmſtadt des Heſſiſchen
Landesgewerbevereins hält morgen, Sonntag, den 25.
Ja=
nuar, in Erzhauſen eine Vertreterverſammlung ab.
Die Tagesordnung umfaßt neben dem allgemeinen
Tätig=
keitsbericht verſchiedene Wahlen, ſo des Vorſitzenden, deſſen
Stellvertreters, des Rechners, der Vertreter zum Ausſchuß
des Landesgewerbevereins u. dgl. mehr. Mit der
Ver=
ſammlung verbunden iſt eine Ausſtellung der
Schülerar=
beiten der Handwerker=Zeichenſchule Erzhauſen.
* Vortrag. Am 2. Februar wird wie ſchon
mitge=
teilt, Herr Pfarrer Deggau aus Beedenkirchen einen
Lichtbildervortrag über Eduard von Gebhardt
halten. Der Reinertrag iſt zum Beſten des
Eliſabethen=
ſtiftes. Näheres iſt aus den demnächſt erfolgenden
An=
zeigen erſichtlich.
* Nachtlaufen auf dem Woog. Man ſchreibt uns:
Ermöglicht durch Entgegenkommen der Heag iſt heute,
Samstag, zum erſtenmal in dieſem Jahre Nachtlaufen
auf dem Woog. (S. Anzeige.)
* Eisbahn am Böllenfalltor. Heute Samstag
nach=
mittag iſt auf der Eisbahn Konzert. Heute abend
und morgen Sonntag abend findet Nachtlaufen bei
elektriſcher Beleuchtung ſtatt.
* Kaninchenſchau. Wie aus dem Anzeigenteil der
heutigen Nummer erſichtlich, veranſtaltet der
Kaninchen=
zuchlverein Darmſtadt und Umgegend (Alter Verein)
mor=
gen, 25. Januar. im Reſtaurant „Heſſiſcher Hof” eine
Rammlerſchau für alle Raſſen. Die Ausſtellung ſoll
hauptſächlich dazu dienen, den Züchtern Gelegenheit zu
geben, paſſende ſchöne Tiere zu finden. Auch iſt für eine
Dombola geſorgt.
* Orpheum. (Walden=Enſemble.) Morgen, Sonntag,
25. Januar, finden zwei Aufführungen der neueſten
Bur=
lesken=Poſſe „Nu ſchlägts 13!!!” ſtatt; nachmittags
4 Uhr in der gleichen Beſetzung wie abends bei den
be=
kannten niedrigen Preiſen. Es ſind die einzigen
Sonn=
tagsvorſtellungen mit dieſem überaus luſtigen Stück,
ſo=
wie der letzte Sonntag im Walden=Gaſtſpiel, da dieſes
mit Ende kommender Woche zu Ende geht.
* Konzerte uſw. Ludwigshöhe. Am morgigen
Sonntag, den 25. Januar konzertiert die Kapelle des
Leib=
garde=Regiments unter Obermuſikmeiſter Hauske. Die
Vor=
tragsordnung bietet meiſt beſſere und gehaltvolle Muſik.
Beſonders Intereſſe findet vorausſichtlich die flotte
Marſchkompoſition eines in Amerika lebenden
Darm=
ſtädters, des Herrn Rob. Heiß, betitelt: „Good Cheer”.
Siehe Anzeige.
* Darmſtädter Faſtnachtszeitung. Der allenthalben
mächtig ſich regende Karnevalsgeiſt hat auch die
Darm=
ſtädter Faſtnachtszeitung zu ihrem 32. Jahrgang ins
Leben gerufen. Treffliche Beiträge zeichnen die ſoeben
er=
ſchienene erſte Nummer derſelben aus. Das Abonnement
(5 Nummern) koſtet 1.— Mk. bei freier Zuſendung ins
Haus. Einzelne Nummern zu 20 Pfg, ſind in allen durch
Plakate kenntlich gemachten Verkaufsſtellen und im
Ver=
lag H. Hohmann, Waldſtraße 4, zu haben.
* Ein Schmetterling, den die urenge Kälte nicht
nur nicht abgehalten hatte, ſeine ſchützende Puppe ſo zur
Unzeit zu verlaſſen, ſondern der auch ganz munter
umherflattert, wurde uns geſtern von Herrn Ludwig
Ganß gezeigt, der das Tierchen in der Kaplaneigaſſe
gefangen hatte.
Provinziglausſchuß.
g. Der Provinzialausſchuß beſchäftigte ſich in ſeiner
geſtrigen Sitzung mit der Gemeinderatswahl in
Ginsheim. Ginsheim und Guſtavsburg bilden eine
Gemeinde. Bis zum Jahre 1907 wurde der bis dahin aus
9 Mitgliedern beſtehende Gemeinderat von den beiden
Orten gemeinſchaftlich gewählt. Durch Ortsſtatut vom
Auguſt 1907 wurde beſtimmt, daß die Gemeinden
Gins=
heim und Guſtavsburg räumlich abgegrenzte Wahlbezirke
bilden ſollen. Es wurde vom Gemeinderat beſchloſſen,
daß künftighin auf den Wahlbezirk Ginsheim 9 und auf
voll und unveraltet aber wirkt heute noch die tiefe
Beſee=
lung der Tropenwelt. Um dieſer Tat willen hat
Alexan=
er von Humboldt in der genialen Skizze der
Ent=
wickelung des Naturgefühles, die er in ſeinem Kosmos
bot, Bernadin de Saint=Pierre einen ruhmvollen Platz
ein=
geräumt und ſelbſt den tiefen Einfluß bekannt, den er durch
ihn empfangen. Während Buffon die ſüdliche Natur nur
nach Schilderungen anderer dargeſtellt hatte, iſt hier dieſes
großartige Phänomen von einem Dichter heiß und
leiden=
ſchaftlich erlebt. „Paul und Virginia, ein Werk, wie es
kaum eine andere Literatur aufzuweiſen hat” ſagt
Hum=
holdt, „iſt das einfache Naturbild einer Inſel mitten im
tropiſchen Meere, wo, bald von der Milde des Himmels
beſchirmt, bald von dem mächtigen Kampf der Elemente
bedroht, zwei anmuthvolle Geſtalten in der wilden
Pflan=
zenfülle des Waldes ſich maleriſch wie von einem
blüthen=
reichen Teppich abheben.” Auf ſeinen großen Reiſen in
die gleichen Zonen, die Humboldt mit Aimé Bonpland
lunternahm, iſt dies Meiſterwerk dem Naturforſcher ein
geliebter Gefährte geworden. „Viele Jahre lang iſt es
von mir und meinem teuren Begleiter und Freunde
Bon=
plaand geleſen worden; dort nun (man verzeihe den Anruf
am das eigene Gefühl), in dem ſtillen Glanze des ſüdlichen
Himmels, oder wenn in der Regenzeit, am Ufer des
Ori=
noco, der Blitz krachend den Wald erleuchtete, wurden wir
beide von der bewunderungswürdigen Wahrheit
durch=
drungen, mit der in jener kleinen Schrift die mächtige
Tro=
bemnatur in ihrer ganzen Eigentümlichkeit dargeſtellt iſt.”
Der Einfluß Saint=Pierres, der in der ganzen Literatur,
bei Chateaubriand wie bei den Deutſchen Lenau und
Seals=
jeld, ein ſo tiefgehender war, iſt denn auch in Humboldts
chönen Schilderungen, vor allem in ſeinem dichteriſch=
an=
ſſchaulichen „Anſichten der Natur” zu ſpüren.
Feuilleton.
* Gegen die Mode der Damenhüte mit Federn oder
anzen Bälgen farbenprächtiger Vögel wendet ſich jetzt
ſuch der Univerſitätsdozent Dr. Konrad Guenther in der
ſtordd. Allg. Ztg. in einem Aufſatz: Der Mode
Trauer=
piel. Er ſchreibt u. a.: Millionen herrlichſter
Vogelgeſtal=
en werden alljährlich vernichtet, damit ſich wenige Händ=
ler bereichern, und die Federn oder die ausgeſtopften
Lei=
chen der Tiere als ein für ſchön gehaltener Indianerputz
die Hüte der Damen ſchmücken können. Am furchtbarſten
hat unter der Verfolgung der Edelreiher zu leiden; ein
großer Vogel in vollſtändig ſilberweißem Federkleid. Und
das erklärt ſich folgendermaßen: Der Edel= oder
Silber=
reiher hat auf ſeinem Rücken lange, prächtig zerſchliſſene
Federn, die unter dem Namen „Aigretten” einen beliebten
Putz auf den Hüten oder ſogar auf den Friſuren unſerer
Damen darſtellen. Leider aber trägt der Vogel dieſen
Schmuck nur zur Brutzeit. Dann bauen die Tiere im
Sumpfwalde ihre Neſter auf hohen Bäumen, und wenn
gerade die Jungen ausgeſchlüpft ſind, erſcheinen die
Scher=
gen des Federhandels und knallen einen Reiher nach dem
anderen herunter. Den toten Tieren ziehen die Jäger die
Rückenhaut ab, an der die langen Federn ſitzen, und
ver=
laſſen dann mit ihrem Raub die Stätte. Immer
jämmer=
licher wird das Rufen der Jungen oben in den Neſtern,
aber ihre Eltern kommen nicht mehr, um ihnen Nahrung
zu bringen; ſie liegen unten blutig und zerriſſen und
ver=
weſen langſam, während oben das Geſchrei ſchwächer und
ſchwächer wird, und allmählich der Tod die Kleinen von
den Qualen des Hungers erlöſt. Iſt es aber möglich, daß
unſere Frauen und Mädchen, die erfahren, mit welchen
ent=
ſetzlichen Quälereien die Aigrette auf ihrem Hut erkauft iſt,
noch Freude an ihr haben? Wahrlich, wer von ihnen ein
Herz hat, wird ein= für allemal auf den Schmuck verzichten.
Der gewaltige Kondor der Kordilleren iſt vielfach ſchon ganz
ausgerottet, denn ſeine langen Schwungfedern müſſen die
Hüte zieren, und mit vergifteten Fleiſchbrocken wird er
getötet. Der größte Flieger des Ozeans, der Albatros,
brütete in ungezählten Tauſenden auf den Sandwichinſeln.
Federjäger kamen hin und töteten über eine Million von
ihnen, und zwar ſchnitten ſie den lebenden Tieren die
Flü=
gel ab, warfen ſie in Gruben und ließen ſie verhungern.
In unſerem Lande haben an derartigen Nachſtellungen
vor allem die Eulen zu leiden, deren weiches Gefieder auch
einmal von der Mode auserſehen wurde zu Verzierung der
Hüte, und dann vor allem die Möwen. Welche
Geſchmack=
loſigkeit, über einem friſchen Mädchengeſicht eine
Möwen=
leiche mit jammervoll aufgeſperrtem Schnabel!
* Die Angſt franzöſiſcher Staatsmänner vor dem Film.
In einer franzöſiſchen Zeitung macht ein Berufsphoto=
graph intereſſante Mitteilungen über die Art, wie ſich die
Staatsmänner der Republik benehmen, wenn ſie auf den
Film gebannt werden ſollen. Am beſten ging es noch mit
Fallieres, der ſich eine gewiſſe Routine angeeignet hatte.
Poincaré wollte zunächſt vom „Filmen” überhaupt nichts
wiſſen. Er fügte ſich ſchließlich aber, wenn auch
wider=
willig, der unvermeidlichen Pflicht, in der Erkenntnis,
daß er das Opfer ſeiner Berühmtheit ſchuldig ſei.
Schwie=
riger war es, Herrn Doumergue, dem derzeitigen
Miniſter=
präſidenten, die Ueberzeugung, daß die Berühmtheit zur
Filmaufnahme verpflichtet, beizubringen. Er hatte immer
Eile und entzog ſich mit unvergleichlicher Geſchicklichkeit
jedem Verſuch, ihn zu ſtellen. Eines Tages hielt ich ihn
aber doch feſt und beſtürmte ihn mit den Worten: „Herr
Präſident, Sie bringen mich um mein Brot. Ich habe vier
Kinder zu ernähren und will hinzufügen, daß ich ein guter
Republikaner bin.” Seither leiſtet er auch keinen
Wider=
ſtand mehr und erklärt ſich liebenswürdig bereit, ſich auf
dem Film verewigen zu laſſen.
* Eine chineſiſche Flohfalle. Ein engliſcher Reiſender,
Dr. Edward Hindle, hat im weſtlichen China ein
merkwür=
diges Gerät entdeckt, das dem praktiſchen Erfindungsgeiſt
der Chineſen wieder einmal ein recht vorteilhaftes Zeugnis
ausſtellt. Während alle anderen Völker die Flohjagd der
Fertigkeit eines jeden einzelnen überlaſſen, haben die
Chi=
neſen dazu eine beſondere Falle erſonnen, die wenigſtens
in der großen und volkreichen Provinz Szetſchwan in
all=
gemeinem Gebrauch zu ſein ſcheint. Sie beſteht aus zwei
Stücken aus Bambusrohr, deren eines im anderen ſteckt.
Das äußere hat eine Länge von etwa einem Fuß, einen
Durchmeſſer von etwa 6 Zentimeter und iſt in der
Längs=
richtung mit Löchern verſehen. Das innere Stück iſt ebenſo
lang, hat aber nur zwei bis drei Zentimeter Durchmeſſer.
Es wird durch einen hölzernen Pflock in ſeiner Stellung
gehalten. Das innere Rohr iſt mit Vogelleim oder
ande=
rem klebrigen Stoff bezogen, das äußere dient nur als
Schutz. Die Falle wird zwiſchen die Bettücher oder an
andere Stellen gelegt, wo die Gegenwart von Flöhen
beſon=
ders wahrſcheinlich iſt. Alle Inſekten, die durch die Löcher
eindringen, werden durch den Vogelleim feſtgehalten. Die
Flohfalle ſollte namentlich auch in Indien zur Bekämpfung
der Peſtepidemien eingeführt werden.
Guſtavsburg 3 Mitglieder entfallen ſollen. Bei der
vor=
jährigen Gemeinderatsergänzungswahl ſollten erſtmals
Ginsheim 3 und Guſtavsburg 3 Mitglieder wählen, in
Zukunft jedoch, alle 3 Jahre zu Ginsheim 3 Mitglieder und
zu Guſtavsburg 1 Mitglied infolge Ausſcheidens erſetzt
werden. Bei der vorjährigen Ergänzungswahl hatten 4
Mitglieder auszuſcheiden, und zwar 2 Mitglieder aus dem
Bezirk Ginsheim und 2 aus dem Bezirk Guſtavsburg.
In=
zwiſchen hatte ſich auch die Zahl der Wahlberechtigten, die
in 1907 in Ginsheim 383 und in Guſtavsburg 171 betrug,
auf das Verhältnis von 470:315 verſchoben. Daher
be=
antragte der Bürgermeiſter im Gemeinderat im Juni v. J.,
daß im Bezirk Ginsheim 1 und im Bezirk Guſtavsburg
3 Mitglieder gewählt werden möchten. Dieſer Antrag
wurde mit Stimmengleichheit abgelehnt. Das Kreisamt
und der Kreisausſchuß Groß=Gerau, denen die Sache zur
ſchiedsrichterlichen Entſcheidung vorgelegt wurde, ſtimmten
dem Antrag des Bürgermeiſters zu, worauf nunmehr der
Gemeinderat mit 8 gegen 6 Stimmen der Beteiligung
ebenfalls zuſtimmte. Gegen die hiernach ſtattgefundene
Wahl haben 4 Gemeinderatsmitglieder, die damals in der
Minderheit blieben, Einwendung erhoben. Vom
Kreis=
ausſchuß wurde die Reklamation verworfen, desgleichen
geſtern vom Provinzialausſchuß.
Durch die neue Linie der Straßenbahn war eine
Aenderung der Fluchtlinie an der Nordoſtecke
der Wendelſtadtſtraße und Bismarckſtraße erfolgt
und wurden hierzu von dem Kaufmann Simon
Boden=
heimerſchen Beſitztum an der Ecke Wendelſtadtſtraße=
Bis=
marckſtraße 8 Quadratmeter nötig. Die Stadt bot 50 Mk.
für den Quadratmeter, außerdem eine Vergütung von 335
Mark für Verſetzung der Vorgarteneinfriedigung auf die
neue Straßenflucht und Aenderung der Gartenanlage
Bodenheimer verlangt 100 Mk. für den Quadratmeter und
außerdem eine Entſchädigung von 9000 Mk. für
Minder=
wert des Reſtgeländes und Mietausfall, der durch die
Nähe der Bahn erwachſe. Es ſoll am 4. Februar ein
Augenſcheinstermin ſtattfinden.
Der Rechner der Ortskrankenkaſſe zu Auerbach,
Wilhelm Axt, wurde am 1. Januar 1909 als Mitglied
in die Fürſorgekaſſe aufgenommen. Sein
ruhegehalts=
fähiges Einkommen wurde damals auf 1000 Mk. feſtgeſetzt.
Als Vordienſtzeit wurden ihm 7 Jahre angerechnet. Am
23. Februar v. Js. iſt Axt geſtorben, er hinterläßt eine
Witwe. Die ruhegehaltsfähige Dienſtzeit beträgt
insge=
ſamt 11 Jahre 1 Monat und 23 Tage. Durch Beſchluß des
Verwaltungsrats der Fürſorgekaſſe vom 26. Auguſt 1911
wurde das Dienſteinkommen des Axt rückwirkend vom
1. Januar 1911 an auf 1320 Mk. feſtgeſetzt. Der Vorſtand
der Ortskrankenkaſſe Auerbach teilte am 28. März 1913 der
Fürſorgekaſſe mit daß das Gehalt des verſtorbenen
Rech=
ners Axt in der Sitzung vom 6. Februar 1913
rückwirkend=
vom 1. Januar 1913 an auf 1800 Mk. feſtgeſetzt worden ſei.
Auf Grund von Feſtſtellungen beſtreitet die Fürſorgekaſſe
nun ihre Verpflichtung zur Bewilligung eines
Witwen=
geldes aus dem Einkommen von 1800 Mk., vielmehr legte
ſie dem Witwengeld nur den Betrag von 1320 Mk.
zu=
grunde. Dagegen klagte die Witwe Axt. Der
Provinzial=
ausſchuß gab der Klage der Wilhelm Axt Witwe zu
Auer=
bach ſtatt.
Strafkammer.
g Der Lotteriekollekteur Paul Lippold von
Leip=
zig ſtand wegen Vergehens gegen das heſſiſche
Lotteriegeſetz vor der Strafkammer. Der Angeklagte,
der bereits etwa 50 mal wegen ähnlicher Vergehen
be=
ſtraft iſt, hatte einem Einwohner von Seligenſtadt ein
Los einer in Heſſen nicht genehmigten Lotterie zugeſandt.
Er wird zu 1000 Mark Geldſtrafe verurteilt, die
event. mit 100 Tagen Gefängnis zu verbüßen iſt.
Der 17jährige Monteur Peter Lipp von Wald=
Michel=
bach hat ſich in eine dortige Wirtſchaft eingeſchlichen und
aus dem Keller Wein, Sekt und 1000 Stück Zigarren
ge=
ſtohlen. Der geſtändige Angeklagte wird zu 2 Monaten
Gefängnis abzüglich 3 Wochen der Unterſuchungshaft
verurteilt.
Der 19jährige Gärtner Ludwig Leiſt von
Erlach=
brunn hat im November vorigen Jahres in Offenbach im
Saalbau einen fremden Ueberzieher ſich angeeignet, wurde
jedoch dabei erwiſcht. Da er ſchon viermal wegen
Dieb=
ſtahls vorbeſtraft iſt, wurde er zu 5 Monaten
Ge=
fängnis abzüglich 5 Wochen der Unterſuchungshaft
ver=
urteilt.
Viel Frechheit und Humor beſaßen zwei Einbrecher,
die es ſich eine Nacht in dem Hauſe eines Wald=
Michel=
bacher Karuſſellbeſitzers gemütlich machten. Der 19jährige
Taglöhner Joſef Scholl aus Rotterdam hatte drei
Wochen bei dem Karuſſellbeſitzer in Arbeit geſtanden und
war ohne Grund ausgetreten. Er verabredete ſich mit
dem 23jährigen Dienſtknecht Fridolin Gros zu
gemein=
ſchaftlichen Diebesfahrten. In einer Nacht in der Zeit
vom 5. bis 10. September verſchafften ſie ſich Eingang in
das Haus, das ſich an einen Bergabhang anlehnt und
von dem aus eine Tür in den oberen Stock führt.
An=
fänglich verſuchten die beiden, das Dach abzudecken, um
auf dieſe Weiſe Eingang zu finden. Da dies zu
zeit=
raubend war, hoben ſie kurzer Hand die Tür aus und
machten es ſich dann im Hauſe bequem. Als am anderen
Tage die Frau des Hauseigentümers zurückkehrte, ſah ſie
zu ihrem Erſtaunen neben der Butter ein Licht in der
Küche ſtehen. Anſcheinend hatte ſich hier jemand
uner=
laubter Weiſe an den Küchenvorräten gütlich getan. Bei
näherer Unterſuchung fand ſie zwei Zimmer in
ziem=
licher Unordnung. Die Schubläden und Schränke waren
durchwühlt und der Inhalt in den Stuben
umhergewor=
fen. In einem Bett hatten die beiden Gauner Nachtruhe
gehalten. Außerdem hatten ſie ſich aus den
vorgefun=
denen Vorräten neu ausſtaffiert. Es fehlten u. a. drei
Hoſen, ein Regenſchirm, Schuhe und Strümpfe und
Hem=
den. Eine gute ſchwarze Tuchhoſe fand man in der
Scheune. Dieſe wurde jedenfalls fortgeworfen, da die
bei=
den keine Verwendung dafür hatten. Das Gericht
ver=
urteilte den Angeklagten Scholl wegen ſchweren
Dieb=
ſtahls im Rückfalle zu 1 Jahr Gefängnis abzüglich
2 Monate der Unterſuchungshaft und den Angeklagten
Gros zu 4 Monaten Gefängnis abzüglich 1 Monat der
Unterſuchungshaft.
Der 31jährige Schuhmacher Heinrich Held von
Al=
ſenz wird wegen eines in Rüſſelsheim begangenen
Ver=
gehens nach § 175 des Strafgeſetzbuches zu 2 Monaten
Gefängnis verurteilt.
Am 5. Dezember kam es an der Ecke der Wald= und
Bleichſtraße in Offenbach zwiſchen zwei Jungen zu einer
Schlägerei, in die ſchließlich ein Erwachſener eingriff und
mit dem Spazierſtock den einen ſchwer durch Schläge auf
den Kopf mißhandelte. Der Held flüchtete ſchließlich in
ein Haus, wo man beim Nachſuchen den 31jährigen
Fried=
rich Kraft auf einem Abort fand, der erſt auf energiſche
Aufforderung hin öffnete. Kraft leugnet, den Jungen
geſchlagen zu haben. Das Schöffengericht erachtete aber
den Beweis ſeiner Täterſchaft für erbracht und verurteilt
ihn zu 40 Mark Geldſtrafe. Die Strafkammer
ver=
warf die vom Angeklagten eingelegte Berufung und er
höhte die Strafe, der Berufung der Staatsanwaltſchaft
ſtattgebend, auf 60 Mark.
Orpheum.
Gaſtſpiel des Max Walden=Enſembles.
St. Das Max Walden=Enſemble ſetzt ſein Gaſtſpiel im
Orpheum mit ſteigendem Erfolge fort. Zur Aufführung
gelangt neuerdings: „Nu ſchlägt’s 131!!‟ Burleske
Poſſe mit Geſang und Tangotanz in drei Akten (nach einer
Idee von Lippſchitz und Jakobi) von Max Walden
und Hugo Buſſe. (Muſik arrangiert von A. Wicher und
Hans Schirmer. Inſzeniert von Max Walden.
Diri=
gent: Hans Schirmer; Harfeniſtin: Lilly Chriſtoph.)
Ein ganz tolles Ding, dieſe burleske Poſſe, an der ſo vieſe
Köpfe mitgearbeitet haben. Dem äußeren Erfolg nach zu
urteilen, das Beſte des bisherigen Repertoires. Denn man
kann bei aller Ausgelaſſenheit und tollen Fröhlichkeit, die
auf das Publikum faſzinierend wirkt, dieſer Poſſe auch
eine ernſte Seite abgewinnen. Sie iſt nämlich nichts
an=
deres, als eine recht geſund anmutende Satire auf die
Aus=
wüchſe der Frauen=Emanzipation. Nicht ganz neu im
Sujet, aber ſehr wirkungsvoll und hin und wieder ein
Körnlein ſchöner Wahrheit bergend. Die Poſſe ſchildert, wie
ſelbſt die überzeugteſte Männerfeindin ſchließlich doch dem
Feinde erliegt, als einer ernſtlich um ſie wirbt. Damit iſt
die Handlung eigentlich, bei weitem aber nicht der Inhalt,
erſchöpft. Denn es ſind eine Menge komiſcher, das
Zwerch=
fell erſchütternder Zwiſchenfälle, Geſangs= und
Tanzein=
lagen uſw. eingeflochten, die den Inhalt ſo vielſeitig und
reichhaltig geſtalten, daß die frohe Laune den ganzen
Abend andauert, und zwar in fortgeſetzter Steigerung. Von
den Geſangsduetten iſt das bei weitem erfolgreichſte, in
ſeiner Neuheit originelle „Zank=Duett” das die Damen
ReſiKrizek und Chriſta Hoffmann mit geradezu
aufregendem Temperament ſingen und — ſchimpfend zetern.
Weiter ſeien genannt das Mondſchein=Duett von Fraulein
Bartling und Herrn Wallbrück: Walzerfreuden von
Reſi Krizek; La Gitanette, Original=Tango Maxixe,
ge=
tanzt von Fräulein Reſi Krizek und Herrn
Oehler=
king; das Anbeter=Duett und als Finale des zweiten
Aktes der große Tango argentino, den das ganze Enſemble
zum beſten gibt, allerdings in einer Form, die für den
Ball=
ſaal weniger zu empfehlen iſt.
Die Aufführung iſt ſehr flott und temperamentvoll, wie
die Poſſe es erheiſcht, das Zuſammenſpiel ausgezeichnet.
In die Hauptrollen teilen ſich als Anton Pannemann,
Kor=
ſettfabrikant: Max Walden, als Mathilde, ſeine Frau:
Julie Mohrmann, ſeine Töchter Charlotte und Grete:
Reſi Krizek und Marie Bartling, Rentier Fiſcher:
Karl Bödeker, deſſen Sohn Hans, ſtud. med.: Joſeph
Wallbrück, Fritz Zeller: Otto Ottbert und als
Aga=
memnon Papapopolus, ein Grieche: Heinz Oehlerking,
der ein kleines Kabinettsſtück aus dieſer allerdings ſehr
oankbaren Rolle geſtaltet; ebenſo wie Chriſta Hoffmann
aus der Schriftſtellerin und Erzfeindin des männlichen
Geſchlechts Dr. Kaſſandra Siebknecht. Auch die übrigen
Rollen — es ſind deren noch ein ganzes Dutzend — ſind
gut verteilt. Die Hauskapelle des Orpheums leiſtet wie
immer Vorzügliches und trägt zum Gelingen des Abends
bei.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
* Die Meininger Hofkapelle, ein in unſeren
Konzertſälen ſtets mit beſonderer Freude begrüßter Gaſt,
wird am 3. Februar wieder nach Darmſtadt kommen, um
im Richard Wagner=Verein unter Generalmuſikdirektor
Dr. Max Regers Leitung ihr ſechſtes Konzert zu geben.
Wie die Kapelle ſelbſt und ihr berühmter Leiter, ſo dürfte
auch das Programm des Abends diesmal eine beſondere
Anziehungskraft ausüben. Es bringt (im Richard
Wag=
ner=Verein zum erſtenmal) die D=Dur=Symphonie Nr. 35
von Mozart und Beethovens C=Moll=Symphonie Nr. 5,
ſowie — auf beſonderen Wunſch des Dirigenten —
Ri=
chard Wagners Siegfried=Idyll. Die mit Spannung
er=
wartete Neuheit des Konzerts werden die vier
Tondich=
tungen für großes Orcheſter von Mar Reger ſein, zu denen
er durch die vier Böcklinſchen Gemälde: Der geigende
Ere=
mit, Im Spiel der Wellen Die Toteninſel und
Baccha=
nale, angeregt worden iſt. Wir werden darüber noch
nähere Mitteilungen bringen. Da die Konzerte der
Mei=
ninger hier bekanntlich ſtets vor ausverkauftem Saale
ſtattzufinden pflegen, iſt baldigſte Beſchaffung von
Ein=
trittskarten im Vorverkauf dringend anzuraten.
C Der Lieder=, Lauten= und
Viola=
d’Amour=Abend, den das Künſtlerpaar Lieſelott und
Conrad Berner am Montag, den 26. d. M., im Saale
des Hotels „Zur Traube” veranſtaltet, verdient höchſtes
Intereſſe aller Freunde dieſer reizvollen Spezialität des
Konzertſaales. Das Künſtlerpaar bietet eine intereſſante
Veranſtaltung in ziervollem Rahmen. Berner erſchöpft in
ſeinen geſchmackvollen Bearbeitungen alle
Klangmöglich=
keiten der Viola d’Amour und Lieſelott Berner iſt
den bekannten Lautenſängern, wie etwa Kote und
Scho=
lander, ſtimmlich weit überlegen. Die Stimme der
Sän=
gerin vereinigt ſich mit der Viola d’Amour und der Laute
zu einem einzigen Wohllaut. Man kann ſich kaum etwas
Schöneres denken. Die Darbietungen des Künſtlerpaares
bilden ein einheitliches Ganzes, das ganz perſönlicher Art
iſt und daher auch nicht nachgemacht werden kann. In
dieſen und ähnlichen Feſtſtellungen iſt die Kritik ſich einig.
Auf das intereſſante und beſonders klangſchöne
Inſtru=
ment, die Viola d’Amour, in deren Behandlung die
Mei=
ſterſchaft Berners allgemein anerkannt wird, haben wir
bereits=hingewieſen. Es ſteht alſo am Montag ein äußerſt
genußreicher Abend zu erwarten. Kartenverkauf bei der
Firma Gg. Thies Nachflg. (Leop. Schutter).
C Tanzabend Leiſtikow. Die anmutige
Tanz=
künſtlerin Gertrud Leiſtikow, die im letzten Jahre mit ſo
großem Erfolge hier auftrat, wird auch, wie ſchon
mit=
geteilt, am Montag, den 26. Januar, im Saalbau
hier=
ſelbſt einen eigenen Tanzabend veranſtalten. Die
Künſt=
lerin hat ſich in den letzten Jahren durch ihre feine
Eigen=
art und vornehme Anmut wie durch künſtleriſche
Höchſt=
leiſtung auf ihrem beſonderen Wege die Sympathie aller
Herzen gewonnen. Zu dem Tanzabend macht ſich daher
das lebhafteſte Intereſſe geltend. Es ſoll noch erwähnt
werden, daß ihre pianiſtiſche Soliſtin, die
Klaviervirtuo=
ſin Paula Stritt=Wienecke, München, mehrere Vorträge in
dem intereſſanten, abwechſelungsreichen und vollſtändig
neuen Programm beitragen wird. Die Koſtüme, deren in
Farbe nud Form aparter und vornehmſter Geſchmack
all=
ſeitig Bewunderung erregt, hat der Münchener Architekt
Dipl.=Ing. Siegfr. Werner Müller geſchaffen. Gertrud
Leiſtikow wird, worauf beſonders aufmerkſam gemacht
ſei, ein vollſtändig neues Programm bringen,
ſo daß auch den Beſuchern des vorjährigen Tanzabends
durchaus Neues geboten wird. Es dürfte intereſſieren,
wie die Künſtlerin, die hier bekanntlich einen vollen
Er=
folg ihrer Kunſt errang, auch ſonſt von der Kritik
be=
bandelt wird. Es ſchreibt u. a. der Braunſchweiger Allg.
Anzeiger: „Kunſt in der verfeinertſten Form bieten dieſe
Tänze, die von feſſelnder Wirkung ſind und ſo leicht nicht
erreicht werden können. Die bewegte Kleiderkunſt der
Sacchetto iſt Kultur, die Leidenſchaftlichkeit der Saharet iſt
graziöſe Natur, die körpergewordene Klangſchönheit der
Wieſenthals iſt Kunſt, der Tanz der Leiſtikow aber iſt
Reinkunſt, iſt in der Tanzkunſt das, was „Ariadne” unter
den Opern, „Dorian Gray” unter den Romanen, „Der
Arzt am Scheidewege” unter den Dramen iſt. Gertrud
Leiſtikow iſt eine Tänzerin von höchſter Vollendung. Sie
bot eine Fülle von hohen künſtleriſchen Eindrücken, wie
ſie ſo glänzend abgeſtimmt in der Form und doch ſo voll
tiefen Inhalts keine andere bisher geboten hat.”
Der Kartenverkauf liegt in den Händen der Firma
Gg. Thies Nachflg. (Leop. Schutter). Es ſei noch darauf
aufmerkſam gemacht, daß den Mitgliedern der verehrlichen
Vereine Ermäßigungen für den Tanzabend am
26. Januar im Saalbau von der Direktion zugebilligt
wurden.
— Kinematographiſche
Schülervorſtel=
lungen. Der Darmſtädter Ausſchuß für
kinematogra=
phiſche Schülervorſtellungen veranlaßt für den 27. Januar,
Kaiſersgeburtstag, im Reſidenztheater am
Wei=
ßen Turm kinematographiſche Vorführungen für
Schü=
lerinnen und Schüler. Die Auswahl und
Zuſammen=
ſtellung der Films zu dem Tagesprogramm geſchieht durch
Mitglieder des genannten Ausſchuſſes, wie auch vor
die=
ſen noch eine beſondere Probevorführung ſtattfindet.
Hier=
durch iſt Bürgſchaft gegeben, daß den Beſuchern durch
die Technik der Kinematographie unter Ausſchaltung alles
Anſtößigen wirkliche Freude und Genuß bereitet wird.
Kurze Vorträge vor und ſachliche Erläuterungen während
der Vorführungen der einzelnen Bilder bewirken deren
beſſere Würdigung und leichtes Verſtehen. Das Programm
beginnt, der Bedeutung des Tages entſprechend, mit einem
heiteren Militärſchauſpiel in Berlin. Es folgen im
zwei=
ten Teil Bilder der Segnungen des Friedens aus
Land=
wirtſchaft, Wiſſenſchaft und Technik. Ein dritter Teil
führt in die Ferne, nach dem eben vielgenannten
Konſtan=
tinopel und Umgebung, ferner nach Afrika, wo eine
Ele=
fantenjagd die Erbeutung des Elfenbeins veranſchaulicht,
und zurück in die heimiſche Werkſtätte des
Elfenbein=
ſchnitzers der das in künſtleriſche Formen bringt, was
jenſeits des Ozeans erjagt wurde. In intereſſanter
Ver=
anſchaulichung wird dann die Gewinnung des wichtigſten
aller Erze, des Eiſenerzes, geſchildert, und eine luſtige
Schlußnummer wird die Triumphe der Photographie und
Kinotechnik in der Verwandlungskunſt zeigen. Wie früher,
iſt für Aufſicht im Saal Sorge getragen. Die Karten zu
10 Pfg. können ab Sonntag an der Kaſſe des
Reſidenz=
theaters im voraus gelöſt werden. Für begleitende
Per=
ſonen und für numerierte Sitzplätze ſind Karten zu 20 Pfg.
erhältlich. Die Vorſtellungen beginnen um 10 Uhr, 11½,
1½ und 3 Uhr.
* Ediſons Kinetophon in Darmſtadt.
Wie aus dem Anzeigenteil der heutigen Nummer
hervor=
geht, wird man jetzt auch in Darmſtadt Gelegenheit haben,
die überall aufſehenerregende neueſte Erfindung des
be=
kannten Amerikaners, den ſprechenden Film, zu
hören und zu ſehen. Die Erfindung iſt ſo überwältigend
und ſo eigenartig, daß man der Leitung des Union=
Theaters dankbar ſein muß, daß Darmſtadt mit zu
den erſten Städten gehört, in denen das Publikum
Ge=
legenheit erhält, einen ſprechenden Film zu hören. Von
der Größe und Bedeutung der Erfindung kann ſich nur
der eine Vorſtellung machen, der das Kingtophon geſehen
hat. Die auf der Leinwand erſcheinenden Verſonen reden
und ſingen in das Publikum, als ſtänden ſie auf einer
regulären Bühne, die Scherben eines zur Erde geworfenen
Tellers klirren, das Gebell zweier über die=Szene
ſprin=
gender Hunde erfüllt den Zuſchaueraum uſw. Wie
ge=
ſagt, man muß dieſe grandioſe Erfindung geſehen haben,
um ſeſtſtellen zu können, daß es ſich nicht etwa um ein
eingeſtelltes Grammophon handelt, das ja niemals zu den
Bewegungen des Mundes der dargeſtellten Perſonen
paſſen würde, ſondern um eine Einrichtung, bei der Rede
und Geſte des Darſtellers gleichzeitig aufgenommen
wur=
den und deshalb auch immer zuſammen harmonieren. Da
dem Union=Theater durch das Hierherbringen der
Neu=
heit ganz bedeutende Unkoſten entſtanden, ſah ſich die
Lei=
tung leider genötigt, für ſämtliche Plätze des Theaters
einen entſprechenden Aufſchlag auf die Preiſe zu legen
der aber ſicher gern bezahlt wird, wenn man weiß, daß
man etwas zu ſehen bekommt, was in ſolcher Vollendung
die Welt noch nicht ſah.
* Reſidenztheater am Weißen Turm. Ab
heute nur drei Tage kommt der dritte Film der Suzanne
Grandais=Serie zur Vorführung, und zwar der Film
„Das Lufttorpedo” Senſationsſchauſpiel in drei Akten
Auch ein Senſationsſchauſpiel kann Kunſt bieten und ſich
frei halten von jeder unnatürlichen Effekthaſcherei und
blutrünſtigen Handlung. Es muß allerdings dann eine
logiſche und ſpannende Handlung aufweiſen und in den
Mittelpunkt eine Figur wie die der Oberſtentochter Suzy
Crawford ſtellen, die von der wahren Kunſt der Suzanne
Grandais zu einer Heldin geſtempelt wird, die Ehre und
Glück ihrer Familie, welche von einem abenteuerlichen
Schuft in den Staub getreten waren, rächt. Sie opfert
den Bräutigam, um den Bruder zu retten, und tritt dem
Verführer des Bruders kühn entgegen. Das iſt wieder
ein echter Grandaisfilm, nervenſpannend im Aufbau,
feſſelnd im Spiel und dramatiſch in der lebenswahren
Geſtaltung eines Familienſchickſals. Das Lebensbild in
zwei Akten „Spiel des Schickſals” zwei Humoresken, eine
hochintereſſante Naturaufnahme und die Wochenchronik
be=
ſchließen den Spielplan.
— Traiſa, 22. Jan. (Vortrag über den
Wehrbeitrag.) Auf Veranlaſſung des hieſigen
Verkehrs= und Verſchönerungsvereins wird am
kommen=
den Sonntag, den 25. Januar, nachmittags, im Saale des
Herrn Bürgermeiſters Walther („Zum Heſſiſchen Hof”)
Herr Miniſterialregiſtrator Jünger einen Vortrag über den
Wehrbeitrag halten, und zwar mit beſonderer
Berückſichti=
gung der heſſiſchen, ſowie der familien= und erbrechtlichen
Verhältniſſe.
Eberſtadt, 23. Jan. (Ehrenbürgermeiſter.) Die
geſtrige Gemeinderatsſitzung brachte die Entſcheidung in
der in letzter Zeit lebhaft erörterten Frage:
Ehrenbürger=
meiſter oder Berufsbürgermeiſter? Der Gemeinderat
be=
ſchloß, das Amt des Bürgermeiſters als Ehrenamt
beizu=
behalten.
* Heppenheim a. d. B., 23. Jan. (Eine
Natureis=
bahn) ſelten ſchöner Art befindet ſich auf den
Heppen=
heimer Wieſen. Wer dieſen geſunden Sport liebt, dem iſt
die beſte Gelegenheit geboten, ihn dort auszuüben. Die
Eisbahn erſtreckt ſich meilenweit in der Richtung
Lauden=
bach-Weinheim zu. Sie wird von der Gemeinde
Heppen=
heim unterhalten und wird kein Eintritt erhoben, auch
bietet das reizend gelegene Städtchen Touriſten ein
an=
genehmes Ziel während den gegenwärigen herrlichen
Wintertagen.
Goddelau, 23. Jan. (Einen gefährlichen
Marſch) machte vorgeſtern ein Rekrut aus Alzey, der
Nummer 24.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Januar 1914.
Seite 3.
zurzeit beim Inf.=Regt. Nr. 115 zu Darmſtadt dient. Der
junge Vaterlandsverteidiger befand ſich auf dem
Truppen=
übungsplatz bei Griesheim. Dort packte ihn das
Heim=
weh derart, daß er in voller Ausrüſtung auf= und
davon=
lief, um nach Hauſe zu kommen. Er lief querfeldein, bis
er in hieſiger Gemarkung in eine Torfgrube fiel.
Durch=
näßt mit Eis und gefrorenem Schlamm bedeckt, ſchleppte
er ſich bis an die erſten Häuſer, wo er bewußtlos
zuſam=
menbrach. Er wurde halb erfroren gegen 9 Uhr nachts
aufgefunden. Geſtern wurde er zu ſeinem Regiment
zu=
rückgebracht.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 22. Jan. Der Oberpräſident
der Provinz Brandenburg, Wirkl. Geh. Rat von
Con=
rad iſt heute vormittag an der Riviera geſtorben. —
Ge=
heimrat Ludwig Hoffmanns Pläne für den
Neu=
bau des Königlichen Opernhauſes ſind fertiggeſtellt
und werden demnächſt im Abgeordnetenhaus den
Abgeord=
neten und der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht werden. —
Vor der Feuerwache in der Turmſtraße wurde geſtern
abend ein Paſſant tobſüchtig. Er ging auf
meh=
rere Leute los und konnte erſt nach langen Bemühungen
überwältigt werden. Mannſchaften der Feuerwache
brach=
ten, wie das Tageblatt meldet, den Kranken nach dem
Krankenhaus Moabit, wo aber die Aufnahme
verweigert=
wurde. Der Mann wurde dann nach der Charité
trans=
portiert. Dort kam der Unglückliche, der, als der 31
jäh=
rige Klempner Mantke ermittelt wurde, wieder zu ſich.
Er erklärte, daß er im Sommer des Vorjahres von einem
tollwütigen Hunde gebiſſen worden ſei. — Für 10000
Mark Schmuckſachen geangelt — buchſtäblich
ge=
angelt — haben Einbrecher in der vergangenen Nacht in
der Rheinſtraße 17 zu Friedenau. Der Laden des
Juwe=
liers Oſtwald hat ein vorſpringendes Schaufenſter mit
zwei ſchmalen Seitenſcheiben. Eine von dieſen
zertrüm=
merten Einbrecher. Dann müſſen ſie mit einem Angelhaken
die ganzen Auslagen herausgeholt haben. Die Beute
be=
ſteht hauptſächlich aus Ringen, Halsbändern,
Vorſteck=
nadeln und Uhrketten. Der Einbruch wurde heute
mor=
gen um 5½ Uhr von der Frühſtücksausträgerin entdeckt.
23. Jan. Für den verſtorbenen
Oberprä=
ſidenten v. Conrad wird hier eine Trauerfeier
ſtatt=
finden. Die Beiſetzung erſolgt in dem Erbbegräbnis der
Familie in Fronza in Weſtpreußen. — Ein
gewal=
tiger Dachſtuhlbrand kam heute vormittag kurz
nach 10 Uhr in der Großbeerenſtraße, Ecke Hornſtraße, zum
Ausbruch. Ein Kind, das in Lebensgefahr geriet, konnte
noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Der
Dach=
ſtuhl wurde vollſtändig ein Raub der Flammen. — Der
1887 zu Kolmar geborene Schneider Salomon lief heute
nachmittag gegen 3 Uhr, als der Kronprinz nach
ſei=
nem Palais zurückkehrte, hinter deſſen
Auto=
mobil. Ein Schutzmann nahm Salomon an der Rampe
feſt und führte ihn der Polizeiwache zu, wo er, da er den
Eindruck eines Geiſteskranken machte, von dem
zu=
ſtändigen Kreisarzt unterſucht wird. In ſeinen konfuſen
Reden behauptet der Siſtierte ein Bruder des Kronprinzen
zu ſein, den er um Unterſtützung für ſeinen
Lebensunter=
halt bitten wollte.
Frankfurt, 23. Jan. (Sammlungen für Frau
Hopf.) Die Frankfurter Blätter veröffentlichen Aufrufe
und Sammlungen zugunſten der dritten Frau des
Maſſenmörders Hopf, da ſie arm und durch den Genuß von
Giften körperlich ganz zerrüttet iſt. Die Frankf. Ztg.
quit=
tierte heute früh ſchon über den Empfang von 1975 Mark.
Frankfurt, 23. Jan. (Engliſche Autobuſſe für
Frankfurt ?) Der Polizeipräſident von Frankfurt hat
einem engliſchen Konſortium die Erlaubnis erteilt, in
Groß=Frankfurt elektriſche Autobus=Linien zu errichten,
trotz des Einſpruches des Frankfurter Magiſtrats.
Frankfurt, 23. Jan. (Ein bedeutſamer
Vor=
trag.) Auf Einladung der hieſigen Handelskammer wird
der Kaiſerl. ruſſiſche Hofrat Dr. A. von Markon, Beamter
für befondere Aufträge des Kaiſerl. ruſſiſchen
Finanzmini=
ſteriums, mit Genehmigung des ruſſiſchen Finanzminiſters
einen Vortrag über „Rußlands Finanzen, Geldmarkt und
Eiſenbahnweſen” am Samstag, den 24. Januar, abends
7 Uhr, im großen Börſenſaale halten. Der Vortrag iſt
öffentlich und koſtenfrei.
Homburg i. Pf., 23. Jan. (Mordverſuch eines
Geiſteskranken.) Während geſtern in der
hie=
ſigen Heil= und Pflegeanſtalt der Anſtaltsarzt Dr.
Mark=
graf mit der künſtlichen Ernährung eines Kranken
be=
ſchäftigt war, wurde er von dem in der Anſtalt zur
Beob=
achtung ſeines Geiſteszuſtandes untergebrachten
Unterſu=
chungsgefangenen Kallmayer überfallen und
durch ünf Meſſerſtiche in den Rücken
ver=
letzt. Das Befinden des Arztes iſt den Verhältniſſen nach
gut und man hofft, falls keine Komplikationen eintreten,
daß er in einigen Tagen das Bett wieder wird verlaſſen
können. Einem Oberpfleger brachte Kallmayer einen
klei=
nen Stich in einen Finger bei.
Biedenkopf, 23. Jan. (Nach dem Tanzen
er=
blindet.) Im nahen Wetter wohnte ein junges
Mäd=
chen bis zum frühen Morgen einem Tanzkränzchen bei und
begab ſich dann zur Ruhe. Als es nach Stunden erwachte,
mußte es die Wahrnehmung machen, daß es völlig
er=
blindet war.
Heidelberg, 23. Jan. (Todesfall.) In der
ver=
gangenen Nacht ſtarb hier Generalleutnant z. D. v.
Win=
ning, Inhaber des Eiſernen Kreuzes erſter Klaſſe, im
Alter von 73 Jahren.
Karlsruhe, 23. Jan. (Das Schwurgericht) fällte
heute nacht gegen 2 Uhr in der Abtreibungsaffäre, die
ſeinerzeit in dem benachbarten Durlach großes Aufſehen
erregt hatte, das Urteil gegen den Lokomotivführer Herzog
aus Karlsruhe, gegen deſſen Ehefrau Wilhelmine Herzog
und gegen die Ehefrau Berta Kiefer wegen Abtreibung.
Herzog wurde zu 3 Jahren 6 Monaten Zuchthaus, ſeine
Ehefrau zu 7 Jahren Zuchthaus und Frau Kiefer wegen
Beihilfe und Zuführung von Klienten zu 4 Jahren
Ge=
fängnis verurteilt. Außerdem wurden allen Angeklagten
die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren
aberkannt.
Weiler bei Schlettſtadt, 22. Jan. (Kinoprozeß.)
Die Klage des Kinobeſitzers Cacelin auf Schadenserſatz
gegen den Pfarrer und Rektor Loyſon, der gelegentlich
der Vorführung des Bildes „Quo vadis” vor den
Gefah=
ten des Kinos gewarnt hatte, wurde heute von dem
Amts=
gerichte abgewieſen, da kein Grund zur
Schadenserſatz=
pflicht vorliege.
Nürnberg. 23. Jan. (Stiftung.) Zehn hieſige
Bür=
ger ſtellten dem Oberbürgermeiſter Dr. v. Schuh 100000
Mark für einen von ihm zu beſtimmenden freien Zweck
zur Verfügung. Die Stiftung ſoll den Namen
Schuh=
ſtiftung tragen.
Eſſen, 23. Jan. (Verbrannt.) In der Gemeinde
Botrop verwendete die 10jährige Tochter eines
Berg=
mannes beim Feueranzünden Petroleum. Eine aus
dem Ofen ſchlagende Flamme entzündete das Bett, in
welchem zwei kleine Geſchwiſter des Mädchens lagen. Die
beiden Kinder verbrannten. Der zu Hilfe eilende
Vater erlitt ſchwere Brandwunden.
St. Moritz, 23. Jan. (Schwerer Bob=Unfall.)
Bei den geſtern veranſtalteten Bob=Rennen auf der
Creſtabahn ſtürzte leider ein Bob um. Die Inſaſſen,
Prinzeſſin Erika von Hohenlohe=Oehringen, der Prinz von
Orleans und der Bremſer, wurden herausgeſchleudert. Die
Prinzeſſin erlitt eine Quetſchung am Genick, der Prinz
brach das Naſenbein und dem Bremſer wurde die Schulter
ausgerenkt. Einen ähnlichen Unfall erlitt die Mutter der
Prinzeſſin Erika, Prinzeſſin Friedrich Karl von Hohenlohe,
die durch Umkippen des Schlittens eine Verletzung am
Kinn davontrug. Der franzöſiſche Dramatiker Bataille
er=
litt bei einem Unfall ebenfalls Verletzungen. Ein anderer
Herr ſtürzte 400 Meter ab und wurde bewußtlos in das
Hotel gebracht.
Paris, 23. Jan. (Verhaftung einer
Gift=
mörderin.) Ein ſchreckliches Verbrechen, das in
ge=
wiſſer Hinſicht an die Taten des Giftmörders Hopf
er=
innert und vielleicht ſogar durch Hopflektüre des
Pro=
zeſſes gegen Hopf angeregt worden iſt wurde in
Cam=
brai aufgehellt. Eine 30jährige Frau vergiftete vor acht
Tagen ihren Vater, den 60jährigen Lecompte, mit
Arſe=
nik und brachte geſtern ihrem Bruder dem 34jährigen
Jules Lecompte gleichfalls dasſelbe Gift in Speiſen bei.
Die Aerzte hatten anfangs den Tod des alten Mannes,
der außerordentlichen Kälte zugeſchrieben. Durch den Tod
des Bruders der Oktavi Lecompte, auf die Giftmiſcherin,
aufmerkſam geworden, ſchritt man zur Obduktion, die das
Vorhandenſein von Gift in der Leiche ergab. Sie wurde
ſofort verhaftet. Es konnte ihr nachgewieſen werden, daß
ſie ſich das Gift vor 10 Tagen beſorgt, und das Gift
zu=
nächſt an einer Kuh erprobte, die infolge der Vergiftung
einging.
Brüſſel, 23. Jan. (Eiſenbahnunfall.) Unweit
des Bahnhofes in Schärbeck ſtieß heute mittag der
Blockeilzug Brüſſel-Antwerpen auf zwei Güterwagen.
Zwei Perſonen wurden verletzt.
Petersburg, 23. Jan. (Ein Gardeleutnant
als Mörder.) Der ruſſiſche Gardeleutnant von
Kolſa=
koff hat einen dreifachen Mord unter beſonders tragiſchen
Umſtänden begangen. Er befand ſich mit mehreren
Freun=
den und Freundinnen in einem Café und ließ die im Lokal
konzertierende Zigeunerkapelle auf eigene Rechnung
meh=
rere Stunden lang ſpielen. Eine Zigeunerin, in die er ſich
verliebt hatte, verfolgte er unaufhörlich mit
Liebes=
anträgen. Als der Vater des Mädchens ſich dieſes verbat,
ſchoß der Leuanant ihn ohne weiteres nieder und verletzte
das junge Mädchen gleichfalls durch mehrere
Revolver=
ſchüſſe. Auch auf die anderen Zigeuner, die auf ihn
ein=
ſtürmten, feuerte er Schüſſe ab, tötete einen von ihnen und
verletzte zwei andere. Kolſakoff wurde verhaftet.
Riga, 22. Jan. (Die Schiffahrt im
Riga=
iſchen Meerbuſen) leidet unter außerordentlichen
Schwierigkeiten. Zwanzig Dampfer ſind vom Eiſe
um=
ringt; einige davon befinden ſich in äußerſter Not. Dem
Eisbrecher „Jermak”, der den havarierten Eisbrecher
„Peter der Große” bugſiert, iſt es unmöglich, den
gefähr=
deten Dampfern zu helfen. Im Hafen harren zwanzig
Dampfer der Abfahrt.
Neu=York, 23. Jan. (Radiumſtiftung eines
Unbekannten.) Ein amerikaniſcher Multimillionär,
der nicht genannt ſein will, hat eine Summe von 75
Mil=
lionen Dollars ausgeworfen, um allen amerikaniſchen
Hoſpitälern fünf Gramm Radium zu verſchaffen, die
aus=
ſchließlich zur Behandlung von Krebskranken dienen ſollen.
Der Präſident der Geſellſchaft zur Erzeugung chemiſcher
Produkte, Fannery, teilte geſtern die hochherzige Stiftung
der Minenkommiſſion des Repräſentantenhauſes mit und
erklärte, daß der Stifter weder Carnegie noch Rockefeller
ſei. Das Radium wird aus den radiumhaltigen Werken
von Kolorado gewonnen. Der Preis eines Gramms
Ra=
dium beläuft ſich ungefähr auf 100000 Dollars. In fünf
Jahren hofft man ſo viel Radium gewonnen zu haben,
daß man dem Willen des Stifters gerecht werden kann
Die zu gewinnende Menge beträgt ungefähr 200 Gramm.
St. Louis, 22. Jan. (Rückerſatzanſpruch gegen
Syndikate.) Bei dem hieſigen Bundesgericht iſt gegen
zehn frühere Direktoren der unter Konkursverwaltung
ſtehenden San Louis und San Franzisko=Bahn ein
Ver=
fahren auf Rückerſtattung von mehr als 14 Millionen
Dol=
lars eingeleitet worden. Es handelt ſich um die
Rückerſtat=
tung aus den von einem Syndikat organiſierten Verkäufen
kleinerer Bahnen an die San Louis und San Franzisko=
Bahn.
Kalkutta, 22. Jan. (Hochverrat.) In dem
Bariſal=Hochverratsprozeſſe verurteilte das Gericht 12
An=
geklagte zu zwei bis 12 Jahren Deportation.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 23. Jan. Am Bundesratstiſche:
Reichs=
kanzler von Bethmann Hollweg, Dr. Delbrück,
Lisco, Kühn, Kriegsminiſter v. Falkenhayn.
Haus und Tribünen ſind ſtark beſetzt. — Präſident Dr.
Kaempf eröffnet die Sitzung um 12 Uhr 5 Minuten.
Auf der Tagesordnung ſteht zunächſt die
Anfrage
des Abg. Dr. Quarck=Frankfurt a. M. (Soz.): Will der
Herr Reichskanzler die nötigen Schritte tun, um angeſichts
der Feſtſtellungen im Frankfurter
Giftmordpro=
zeß Hopf eine Ergänzung der deutſchen Geſetze und
Verordnungen über den Handel mit Giften durch
Einbe=
ziehung ſeuchenerregender Mikroorganismen in das
amt=
liche Verzeichnis der Gifte, ſowie eine internationale
Re=
gelung des Handels mit Giften und ſolchen
Mikroorganis=
men in Anlehnung an den § 12 der preußiſchen
Landes=
polizei=Verordnung vom 22. Februar 1906 in die Wege zu
leiten?
Direktor im Reichsamt des Innern v. Jonquiér es:
In dem jüngſt in Frankfurt a. M. gegen den Fechtlehrer
Hopf geführten Strafverfahren iſt feſtgeſtellt worden, daß
es dem Angeklagten gelungen iſt, ſich in den Beſitz von
Kulturen von Typhus= und Cholera=Bakterien zu ſetzen.
Nach den Berichten der Preſſe hat er ſie aus Wien bezogen.
Die auf Grund des § 27 des Reichsgeſetzes über die
Be=
kämpfung gemeingefährlicher Krankheiten vom 30. Juni
1900 vom Reichskanzler erlaſſenen Vorſchriften über das
Arbeiten und den Verkehr mit Krankheitserregern machen
das Arbeiten und den Handel mit derlei Mikroorganismen.
ebenſo wie die Aufbewahrung von polizeiliche Erlaubnis
abhängig. Die Abgabe von Choleraerregern darf nur an
zum Beſitz ermächtigte Perſonen erfolgen. Ueber die
Ab=
gabe anderer Krankheitserreger iſt nach genauer Vorſchrift
Buch zu führen. Dieſe Vorſchriften haben ſeither genügt,
um dem Mißbrauch von Bakterienkulturen und
geſund=
heitlicher Gefährdung durch ſolche vorzubeugen. Sie
ſchei=
nen auch Hopf von dem Verſuch abgehalten zu haben, ſich
in Deutſchland Bakterienkulturen zu verſchaffen.
Unab=
hängig von dem Frankfurter Prozeß iſt aber ſchon vor
einiger Zeit das Kaiſerliche Geſundheitsamt veranlaßt
worden, zu prüfen, ob die betr. Vorſchriften noch allen
Anforderungen entſprechen. Die Erfahrungen des
Pro=
zeſſes ſollen hierbei berückſichtigt werden. Die
Veranlaſ=
ſung, insbeſondere zu erwägen, ob auch auf dem Wege
internationaler Vereinbarungen Schutz
gegen den Bezug aus dem Auslande geſchaffen werden
kann, die reichsrechtlichen Vorſchriften über das Arveiten
und den Verkehr mit Krankheitserregern mit den
landes=
rechtlichen Vorſchriften über den Handel mit Giften zu
verbinden, wird ſich bei der Verſchiedenheit des
Gegen=
ſtandes und der Rechtsgrundlage nicht empfehlen.
Die Interpellationen über Zabern.
Es folgt die Interpellation der
Sozial=
demokraten betr. die kriegsgerichtlichen
Verhandlun=
gen über die Vorgänge in Zabern in Verbindung
mit der Fortſchrittlichen Interpellation betr.
die Befugniſſe der Militärbefehlshaber zur
Ausübung der öffentlichen Gewalt. Zur Begründung der
ſozialdemokratiſchen Interpellation erhält das Wort Abg.
Dr. Frank=Mannheim (Soz.): Zum zweiten Male
in=
nerhalb kurzer Zeit müſſen wir uns mit den Zaberner
Vor=
gängen beſchäftigen. Das Haus will wiſſen, ob es
vor=
wärts oder rückwärts geht, zumal von ſeiten des
Herren=
hauſes ein dem Reichstag entgegengeſetzter Standpunkt
eingenommen worden iſt. Der Reichskanzler hat uns
zu=
geſtanden, daß Recht Recht bleiben ſoll und daß in der
Zaberner Angelegenheit volle Sühne geſchaffen werden
ſoll. Statt deſſen hat er die Gerichtsherren veranlaßt, auf
die Rechtsmittel zu verzichten. Er hat nicht nach den
Prinzipien der Gerechigkeit gehandelt, nach dem Grundſatz,
das zu tun, was für den Staat nützlich iſt. Das
Straß=
burger Urteil beweiſt gar nichts über Schuld oder
Nicht=
ſchuld der Offiziere; es beweiſt einzig und allein die
Un=
zulänglichkeit der Militärgerichte. Wir verlangen daher
ihre Abſchaffung. Oberſt von Reuter beruft ſich auf eine
Kabinettsorder von 1820, die man vor faſt 100 Jahren ſich
ſchämte, zu veröffentlichen und die dem Gouverneur das
Recht gibt, mit militäriſcher Macht einzuſchreiten, wenn
es ihm gefällt. Während der Beratungen über den
Be=
lagerungszuſtand in den 50er Jahren hatte kein Menſch
daran gedacht, daß die Kabinettsorder von 1820 noch
geſetz=
liche Gültigkeit gehabt hat. Oberſt von Reuter wollte es
zu einem Konflikt treiben. Er hat die ganze Aktion
ſorg=
fältig vorbereitet, indem er ſchon Tage vorher den
Kohlen=
keller räumen ließ. Dabei wird bei ihm angenommen, daß
er in gutem Glauben gehandelt habe. Auch der Kronprinz
hat ſich in dieſe Angelegenheit eingemiſcht, vorausgeſetzt,
daß die in der Preſſe veröffentlichten Depeſchen richtig
ſind. Dieſe Einmiſchung iſt unheilvoll und unerträglich.
Wir ſind dem Kronprinzen dankbar für dieſe Kundgebung,
denn dadurch wird man aufgerüttelt, darauf zu achten, daß,
wenn dieſer künftige Kaiſer ſich derart anläßt, es
notwen=
dig iſt, ſeine Geſchicke ſelbſt in die Hand zu nehmen. (Gr.
Unruhe. Lärm.) — Präſident Dr. Kaempf bittet den
Redner, ſich zurückhaltender zu äußern, ſonſt müſſe er ihn
in die Schranken der Ordnung verweiſen. — Frank (
fort=
fahrend): Ich erinnere Sie an das Schriftſtück, in dem er
von ſeinen geliebten Huſaren Abſchied nimmt, (Große
Un=
ruhe, die ſich zu ungeheuerem Lärm auswächſt. Rufe:
Frechheit.) — Präſident Dr. Kaempf rügt dieſe
Ausfüh=
rungen des Redners, die als eine Beleidigung des
Kron=
prinzen aufgefaßt werden könnten. Ich kann mir nicht
denken, daß es beleidigend iſt, wenn ich den Kronprinzen
zitiere. Wenn er ſagt, es ſei das höchſte Soldatenglück, an der
Spitze der Huſaren gegen den Feind zu reiten, ſo iſt das
Volk der Anſicht, daß dieſes Soldatenglück das größte
Volksunglück ſein werde.
Was will der Reichskanzler tun, um die perſönliche
Freiheit zu ſchützen? Fälle, wie Zabern, können ſich jeden
Augenblick in anderen Orten des Reiches wiederholen.
Die Ordensverleihung an den Oberſten von Reuter hat
Beunruhigung hervorgerufen. Der Reichskanzler hat im
Abgeordnetenhauſe von ſchlafloſen Nächten geſprochen.
Wir haben den Eindruck, daß er das, was er in der Nacht
verſäumt hat, am Tage nachholt. (Große Heiterkeit.) Der
Reichskanzler hat noch um gut Wetter gebeten. Frank
kommt dann auf die Konfliktszeit zu ſprechen und wird
dabei wiederholt vom Präſidenten zur Sache gerufen, und
fährt dann fort: Wie damals handelt es ſich jetzt um die
Forderung verfaſſungsmäßiger Zuſtände. Wir, die Rotte,
die ſich Reichstag nennt, ſind die wahren und wirklichen
Schmiede der Volkszukunft. (Lebhafter Beifall bei den
Sozialdemokraten.)
Reichskanzler Dr. v. Bethmann Hollweg: Ich
nehme ſofort das Wort, um gegen die Worte, die der Herr
Vorredner mit Bezug auf den deutſchen Kronprinzen
ge=
braucht hat, Proteſt einzulegen. (Große Bewegung im
ganzen Hauſe; lebhafter Beifall rechts, fortgeſetzte
Un=
ruhe und Zwiſchenrufe der Sozialdemokraten.) Dieſe
Worte atmen den Geiſt, mit dem die Sozialdemokratie
er=
füllt iſt (Lärm bei den Sozialdemokraten) und des Haſſes
der ſie gegen jeden ſoldatiſchen Geiſt erfüllt. Der
Vor=
redner hat behauptet, daß der deutſche Kronprinz in
in=
timſter Freundſchaft mit Verächtern der Verfaſſung, mit
Staatsſtreichhetzern ſtehe. Das iſt ein unerhörter
Vor=
wurf, den ich mit aller Entſchiedenheit hiermit
zurück=
weiſe. (Lebhafter Beifall rechts, große Unruhe bei den
Sozialdemokraten.)
Abg. Dr. v. Liſzt=Glogau (Fortſchr. Volkspt.) führt
zur Begründung derfortſchrittlichen
Inter=
pellation aus: Wir haben nicht die Abſicht, die letzte
Zaberndebatte zu erneuern. Wir haben keinen Anlaß,
von unſeren damaligen Ausführungen etwas
zurückzu=
nehmen. Unſere heutige Haltung wäre genau ſo wie
da=
mals. Die ganzen ungeheuerlichen Zuſtände ſind
hervor=
gerufen worden durch lächerliche Geringfügigkeiten, die
mit Leichtigkeit hätten beſeitigt werden können.
Charak=
teriſtiſch iſt die Haltung der beiden elſaß=lothringiſchen
Kammern. Der ſchwerſte Fehler war, daß der
Kriegs=
gerichtsherr auf Einlegung der Rechtsmittel verzichtet hat.
Oberſt v. Reuter iſt vom Staatsanwalt darauf
aufmerk=
ſam gemacht worden, daß ſein Vorgehen ungeſetzlich war.
Dennoch iſt er vorgegangen. Das Volk verſteht nicht,
wes=
halb nicht die Entſcheidung des Reichsmilitärgerichts
an=
gerufen worden iſt. Nun zu der Frage, ob die
Kabinetts=
order von 1820 gültig iſt. Wenn militäriſche Vorgeſetzte
mit Zivilperſonen zu tun haben, ſo gelten nicht die
Mili=
tärdienſtvorſchriften, ſondern es gilt das in den
betreffen=
den Orten geltende Recht, alſo für Elſaß=Lothringen das
Reichsrecht, bezw. das Reichsſtrafgeſetzbuch. In den
Krei=
ſen unſerer Offiziere iſt leider die Anſicht verbreitet, daß
für ſie andere Vorſchriften über die Notwehr gelten als
für die Zivilperſonen. Soweit nicht beſondere Geſetze und
Ausnahmebeſtimmungen beſtehen, hat das Militär nicht
das Recht, in die Befugniſſe der Zivilverwaltung
ſelb=
ſtändig einzugreifen, wenn es ſich um Unterdrückung von
inneren Unruhen handelt, das ergibt der klare Wortlaut
der Reichsgeſetzgebung, die für das Reichsland
Gültig=
keit hat. Wir haben einen Geſetzentwurf eingebracht,
der die Grenze zwiſchen den Befugniſſen der
Militär= und der Zivilverwaltung feſtſetzen
ſoll. Dabei ſind wir an die äußerſte Grenze gegangen, um
die militäriſchen Befugniſſe nicht zu beſchneiden. In der
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Januar 1914.
Nummer 24.
Kommiſſion kann er weiter ausgebaut werden. Wir
wollen, daß unſer Heer ein Volksheer im wahren Sinne
des Wortes iſt. Dem Preußentag ſprechen wir das Recht
ab, Retter des Preußengeiſtes zu ſein, der Preußengeiſt iſt
viel beſſer. Die Einheit zwiſchen Nord und Süd, zwiſchen
Militär und Zivil bald herzuſtellen, das iſt der Zweck
unſe=
rer Interpellation und unſeres Antrages. ((Lebhafter
Beifall bei den Fortſchr.).
Zur Beantwortung der
Interpellatio=
nen nimmt das Wort
Reichskanzler von Bethmann Hollweg:
Meine Herren! Ich knüpfe zunächſt an die
Ausfüh=
rungen des letzten Herrn Vorredners an, daß Klarheit
darüber beſtehen muß, in welchem Falle das
Militär bei Unruhen einzugreifen hat. Das
Militär hat daran ein gleiches Intereſſe. Der Grundſatz,
daß das Militär regelmäßig erſt auf Requiſition der
Zivil=
behörden einzugreifen hat, iſt verfaſſungsmäſſiges Recht,
ſoviel ich ſehe, aller Bundesſtaaten. Daß es
ausnahms=
weiſe einer Requiſition nicht bedarf, iſt von der preußiſchen
Verfaſſungsurkunde ausdrücklich und prinzipiell anerkannt
worden, denn ſonſt hätte ſie ſich nicht ein beſonderes Geſetz
darüber vorbehalten können. Dieſes Geſetz iſt
tatſäch=
lich nicht erlaſſen. Es entſteht die Frage, ob aus dem
Feh=
len dieſes Geſetzes geſchloſſen werden muß, daß Militär
niemals unter keinen Umſtänden eingreifen darf, wenn es
an einer Requirierung der Zivilbehörde fehlt. Meine
Herren! Von den im Reichsgeſetz vorgeſehenen Fällen
der Selbſthilfe und Selbſtverteidigung brauche ich nicht zu
ſprechen. Ueberall, wo die Vorausſetzungen der Notwehr
und des Notſtandes im Sinne des Strafgeſetzbuches und
des bürgerlichen Geſetzbuches vorliegen, iſt es unbeſtritten,
daß das Militär ebenſo gut wie jeder andere berechtigt
iſt, alle zur Abwendung eines Angriffes, zur Abwendung
der Gefahr erforderlichen Handlungen innerhalb der durch
das Geſetz gezdgenen Grenzen vorzunehmen. Ferner kann
ich natürlich ausſcheiden die geſetzlich geregelten Fälle des
Krieges und des Belagerungszuſtandes. Das iſt jetzt ein
Punt den der Herr Abg. v. Liſzt ſelbſt berührt hat, daß
dem Militär auch ohne beſonderes Geſetz das Recht
zu=
geſtanden werde, ſelbſtändig einzugreifen, wenn es ſich um
Beſeitigung von Hinderniſſen handelt, die ſich ihm bei
Ausführung der ſtaatshoheitlichen Funktionen, bei
mili=
täriſchen Uebungen und auf Poſten uſw. entgegenſtellen.
Die Berechtigung dazu folgt aus den allgemeinen
Rechts=
grundſätzen, und da, meine Herren, wird dem Militär
das Recht zugeſtanden werden müſſen, auch ohne
Re=
quirierung der Zivilbehörden ſelbſtändig
einzugreifen, wenn die Zivilbehörde überwältigt
oder aus anderen Gründen außerſtande iſt, die
Re=
quierierung zu erlaſſen. Dieſes Recht, das auch
im Staatsrecht ausdrücklich anerkannt iſt, beruht auf dem
Gedanken, daß der Staat ſeine Exiſtenz ſelbſt in Frage
ſtellen würde, wenn er auf dieſes Recht verzichten wollte,
zur Ueberwindung einer dem Beſtand des Staates, der
Grundlage des Staatsweſens drohende, auf andere Weiſe
nicht abwendbare Gefahr mit allen Kräften
entgegenzu=
treten und zu ſeinem eigenen Schutz die ihm zur
Ver=
fügung ſtehende Kraft der bewaffneten Macht
anzuwen=
den. Meine Herren! Ich glaube, daß ich hiermit ganz
klar die Lage umſchrieben habe, die ſich aus den Folgen
des Geſetzes und der allgemeinen Rechtsgrundlage ergibt.
Die Vorſchrift über den Waffengebrauch des Militärs
und ſeine Mitwirkung bei der Unterdrückung der Unruhen,
die ja durch die Zaberner Vorgänge in den Vordergrund
gerückt iſt, iſt ein für den Dienſtgebrauch des preußiſchen
Militärs und der ihm angeſchloſſenen Kontingente
be=
ſtimmte Zuſammenſtellung der Fälle, in welchen das
Mi=
litär befugt ſein ſoll, einzuſchreiten. Daß Oberſt v. Reuter
dieſe Inſtruktion auf ihre Rechtsgültigkeit nicht
nachzu=
prüfen hatte, darüber beſteht wohl heute kein ernſthafter
Streit mehr.
Die Angriffe richten ſich dagegen, daß die
Inſtruk=
tion von 1899 der notwendigen geſetzlichen Grundlage
ent=
behrt, und zwar dort, wo ſie die Kabinettsorder vom 17.
November 1820 anzieht. Man ſtreitet über die
Geſetzes=
kraft dieſer Order. Meine Heoren! Nach meinem
Dafür=
halten geht dieſer Streit an dem Kern der Sache doch
einigermaßen vorbei. Die Kabinettsorder von
1820, ſoweit ſie in die Inſtruktion von 1899 übernommen
worden iſt, regelt zunächſt das Verhalten des Militärs
für den Fall, daß es von der Zivilbehörde requiriert
worden iſt, alſo für den ſpäter von der Verfaſſung
aufge=
ſtellten geſetzlichen Fall. Weiterhin beſtimmt die
Ka=
binettsorder von 1820, wie ſich das Militär verhalten ſoll,
wenn die Zivilbehörde nicht requirieren konnte, weil ſie
überwältigt war oder aus anderen Gründen außerſtande
war, die Requiſition zu veranlaſſen. Inſoweit kann die
Rechtsgültigkeit der Inſtruktion von 1899 in keiner Weiſe
rechtlich angefochten werden und darin werden mir auch
die Herren, die die Interpellation von Payer
unterſchrie=
ben haben, wie ich aus dem Wortlaut der Interpellation
ſchließen möchte, nicht widerſprechen. Die Kabinettsorder
von 1820 beſtimmt dann weiter, daß das Militär auch
ohne Requiſition der Zivilbehörde einſchreiten dürfe, wenn
die Zivubehörde mit der Requiſition zu lange) zögerte,
während ihre Kräfte nicht mehr ausreichten. Obauch dieſe
Vorſchriften in Vecfaſſung und Geſetz die notwendigen
Grundlagen finden, darüber iſt der Streit entſtanden.
Bisher, ſeit Beſtehen, ſeit 1820, iſt dieſe Vorſchrift, ſoweit
ich ſehe, niemals angefochten worden und vor allem, meine
Herren, dieſe Vorſchrift iſt in der ganzen Zeit bis auf den
Fall in Zabern niemals praktiſch angewendet worden.
(Unruhe und Heiterkeit.) Dieſe Vorſchrift der
Kabinetts=
order von 1820 iſt gleich den übrigen Vorſcheiften in die
Anweiſung von 1890 übernommen worden. Dieſe Dienſte
andeiſung iſt niemals der Oeffentlichkeit vorenthalten
worden. Von der Heimlichkeit, von der Herr Abg. Dr.
Frank geſprochen hat, iſt abſolut keine Rede. Nun hat das
Kriegsgericht in Straßburg es als unzweifelhaft
hinge=
ſtellt, daß die Dienſtanweiſung von 1899 für das Militär
unbedingt rechtsverbindlich iſt. Zu einer Prüfung der
Frage, ob die Kabinettsorder von 1820 Geſetzeskraft hätte,
iſt das Kriegsgericht überhaupt nicht gekommen; denn die
Frage, ob der Oberſt v. Reuter ſtrafbar, oder ſtraflos iſt,
hing rechtlich lediglich von der Frage ab ob ſein
Vor=
gehen durch die Dienſtinſtruktion von 1899 gedeckt wäre.
Meine Herren! Aus demſelben Grunde würde auch bei der
Berufung das Reviſionsgericht ſich niemals mit der Frage
der Rechtskraft der Kabinettsorder von 1820 zu befaſſen
haben. . Nachdem nunmehr infolge der Vorgänge in
Zabern und infolge der Erörterungen, welche ſich daran
geknüpft haben, ſich ergeben hat, daß die Kabinettsorder
Zweifel und Mißverſtändniſſe über ihren Inhalt nicht
ganz ausſchließt, hat Seine Majeſtät der Kaiſer,
wie dem Reichstag bekannt, ſofort befohlen,
nach=
zuprüfen, ob die Dienſtanweiſung von 1899 dort, wo
ſie die Beſtimmungen der Kabinettsorder von 1820
ver=
wertet, die für dieſen Teil maßgebenden
Rechts=
grundſätze die ich vorhin angedeutet habe, klar und
zweifelsfrei wiedergibt. Meine Herren! Die
rufung iſt im Gange. Sie wird zugleich mit der
gcöß=
ten Beſchleunigung durchgeführt werden und mit ihrem
Ergebnis wird die Anweiſung von 1899 in Einklang
ge=
bracht werden. Damit iſt alles geſchehen, was zurzeit
überhaupt geſchehen kann. (Widerſpruch links.) Meine
Herren! Ich hoffe es wird bei dieſer Gelegenheit möglich
ſein, unter den Dienſtanweiſungen für die verſchiedenen
Kontingenten angehörenden Truppenteile im Reichslande
diejenige Uebereinſtimmung in allen weſentlichen
Punk=
ten herbeizuführen, die ich für wünſchenswert halten
muß.
Meine Herren! An einen geſchichtlichen Vorgang will
ich bei dieſer Gelegenheit noch aufmerkſam machen. Im
Jahre 1850 und 1851 hat das preußiſche
Staatsmini=
ſterium verhandelt über den Erlaß des Geſetzes, das gemäß
Artikel 3b der preußiſchen Verfaſſungsurkunde darüber
Beſtimmungen treffen ſollte, in welchen Fällen das Militär
ausnahmsweiſe ohne Requiſition dazu übergehen könne,
einzuſchreiten. Das preußiſche Staatsminiſterium iſt
in=
deſſen damals nach eingehenden Verhandlungen zu der
Ueberzeugung gekommen, daß ein Geſetz, wie es der
Ver=
faſſung vorzuſchweben ſcheine, nicht zu machen iſt, und hat
infolgedeſſen von dem Erlaß eines ſolchen Geſetzes Abſtand
genommen. Bei dieſer Frage iſt die Erwägung
maß=
gebend geweſen, daß die Fälle des ſtaatlichen Notſtandes,
die hier in Frage ſtehen, ſich einer erſchöpfenden und für
alle Fälle zutreffenden Feſtſtellung durch das Geſetz
ent=
zögen. Ob und wo militäriſche Hilfe zu requieren iſt, wird
ſich immer nur unter Berückſichtigung der beſonderen
Ver=
hältniſſe des Einzelfalles entſcheiden laſſen. Ein Geſetz
würde immer nur den allgemeinen Grundſatz aufſtellen
können und die Regelung der Einzelheiten den
Inſtruk=
tionen überlaſſen müſſen. Von dieſem Grundſatz aus iſt
das preußiſche Staatsminiſterium davon abgegangen, ein
Geſetz zu erlaſſen, und in Uebereinſtimmung hiermit ſind
die Dienſtanweiſungen von 1851, von 1861, von 1863 und
dann die Vorſchrift von 1899, die in den letzten Tagen ſo
viel beſprochen worden iſt, herausgegeben worden. Meine
Herren, ich meine, einerlei, ob Geſetz oder Inſtruktion, wo
Zweifel beſtehen, muß und wird, das wiederhole ich, unter
allen Umſtänden Klarheit geſchaffen werden. Meine
Her=
ren! Draußen auf dem Lande verſucht man, die
Beſtim=
mungen dieſer Inſtruktion als ungeheuerlich, als eine
Herausforderung hinzuſtellen, als einen Beweis für ein
herrſchendes Säbelregiment. Meine Herren, wenn
ein Säbelregiment vorhanden wäre, dann hätte
wohl die Armee von der ihr zuſtehenden Rechtsmacht
Ge=
brauch gemacht und, ich wiederhole, das iſt hier der einzige
Fall, wo die hierin ſtrittigen Beſtimmungen angewandt
worden ſind. Meine Herren! Das Volk wird die
einſeiti=
gen Uebertreibungen nicht verallgemeinern. Ich weiß, der
Fall Zabern hat ſo trübe Fluten aufgewühlt, (Sehr
rich=
tig!), daß ganze Generationen darin ertrinken können. Von
den Verhältniſſen im Reichslande will ich im einzelnen
nicht ſprechen. Daß dort viel geſchehen muß, um zu
nor=
malen Zuſtänden für das Land und für das Reich zu
kom=
men, das iſt unſtreitig und das wird geſchehen. Aber,
meine Herren, einer Auffaſſung muß ich entgegentreten, der
Auffaſſung, daß der Zaberner Fall typiſch ſei für die
Ver=
hältniſſe im Reichsland. Meine Herren, ich habe ſchon bei
der Beantwortung der Interpellationen darauf
hingewie=
ſen, daß es doch vreinzelte Vorkommniſſe waren, welche den
erſten Anſtoß gegeben haben, und daß perſönliche
Unſtim=
migkeiten vorgelegen haben, eine Tatſache, die jetzt durch
das Kriegsgericht leider zu ſehr bewahrheitet worden iſt.
Meine Herren, ich glaube, man erweiſt weder dem Lande
noch dem Reiche einen Dienſt, wenn man aus den Zaberner
Vorgängen einen anderen, als den allgemeinen Schluß
zieht, daß die Reichslande nur unter einer
ruhigen, einheitlichen und gerechten, aber
feſten Verwaltung ſtehen können. (Lebhafter
Beifall.) Meine Herren wenn Sie über die Reichslande
hinausgehen, die nervöſe Stimmung, in der ſich ein Teil
der Nation in den letzten Wochen befindet, iſt ſchließlich in
dem Verſuche zum Ausdruck gekommen, einen partikularen
Gegenſatz zwiſchen Nord und Süd zu konſtruieren.
Meine Herren! Dieſer Verſuch muß im Keime erſtickt
wer=
den! (Lebhafter Beifall.) Meine Herren! Der Bayer, der
Franke ſieht mit anderen Augen und mit anderen
Stim=
mungen als der Preuße und der Nordländer und jeder iſt
eifrig darauf bedacht, ſeine Stammeseigenart mit allen
ihren Vorzügen und auch mit allen ihren Schwächen zu
verteidigen, der Süddeutſche ſo gut wie der Norddeutſche.
Aber, meine Herren, wohin ſoll es führen, wenn man ſich
immer wieder gegenſeitig dieſe Vorzüge und dieſe
Schwä=
chen vorhält? (Sehr richtig!) Meine Herren, dadurch
könnten nur mißliebige Verſtimmungen hervorgerufen
werden. Wir haben es ja in den letzten Tagen geſehen,
wie mit einem Male ſchwere Aergerniſſe hervorgezaubert
werden auf Grund von Mißverſtändniſſen. (Lebhafter
Beifall und Widerſpruch.) Meine Herren! Sie können
ver=
ſichert ſein, kein Deutſcher könnte ſo ſtolz auf ſein
Volks=
tum ſein, wie er es iſt, wenn wir nicht das einende Reich
hätten.
Meine Herren! Das Beſte, das jeder deutſche Stand in
ſich fühlt an ſtaatlichem Verantwortlichkeitsgefühl und
Pflichtbewußtſein, das iſt gerade gut genug für das Reich,
das unſer Väter in treuer und tapferer Kameradſchaft mit
ihrem Blute erſtritten haben. (Lebhafter Beifall.) Meine
Herren! Alle haben in der gleichen Begeiſterung, in der
gleichen Hingabe und mit der gleichen Tapferkeit, auch die
bayeriſche Armee, von der jetzt in den letzten Tagen die
Rede iſt, ſeit den Verhandlungen des Preußentages, ihre
Pflicht getan. Und die bayeriſche Armee? Die
Schlacht=
felder von Wörth, Weißenburg und Bazailles, das blutige
Ringen um Orleans verkünden genug, was die bayeriſchen
Soldaten im Jahre 1871 geleiſtet haben. (Lebhafter
Bei=
fall.) Wir wiſſen, wie unſere Väter in treuer und tapferer
Kameradſchaft zuſammen gekämpft haben, wie in gleicher
Begeiſterung, Hingabe und Tapferkeit die bayeriſche Armee
mit der übrigen die Schlachten des ſiebziger Krieges
ge=
ſchlagen hat. Wir wiſſen, daß es König Ludwig von
Bayern war der dem König von Preußen die
Kaiſer=
würde angeboten hat. Wir wiſſen, daß das bayeriſche
Volk mit ſeinem König zuſammenarbeitet in Treue und
Liebe zum Reich, zuſammenarbeitet, wie alle anderen
Stämme. Der nationale Reichsgedanke, der in der
baye=
riſchen Armee in ebenſo ſicherer Hut iſt, wie am Neckar, am
Rhein und an der Memel, dieſer nationale Reichsgedanke
allein iſt es, der uns in Zeiten, über die ſich kein deutſcher
Mann freuen kann, über die politiſchen Parteigegenſätze
hinweghelfen kann. (Beifall.) Ebenſo entſchieden, wie
Sie mir im vorigen Monat Ihre Meinungsverſchiedenheit
kundgegeben haben, ebenſo entſchieden rechne ich darauf,
daß Sie mir zuſtimmen, wenn ich ſage, daß es nicht mehr
geht, in der Wunde herumzuwühlen, ſondern, daß es gilt,
dieſe Wunde zu heilen. (Lebhafte, allſeitige Zuſtimmung.)
Nur eine einzige Partei wird dem nicht zuſtimmen, ſie
wünſcht die Zaberner Vorfälle weiter auszunützen und für
ihre weitergehenden Ziele zu mißbrauchen. Das geht nicht
nur aus der Rede des Herrn Abg. Frank ſondern das geht
noch deutlicher aus der ſozialdemokratiſchen Preſſe hervor.
Ein halbes Jahr, nachdem das Volk die größte
Heeresver=
mehrung als notwendig erkannt und willig auf ſich
genom=
men hat, verlangen die Herren von der äußerſten Linken
nichts geringeres, als die Abſchaffung der Militärgerichte,
die umſtürzende Demokratiſierung des Heeres, die
Beſei=
tigung der kaiſerlichen Kommandogewalt, die Schaffung
eines demokratiſchen Volsheeres das Milizſyſtem. Meine
Herren, das iſt das Programm, das der Vorwärts
auf=
geſtellt hat, begleitet von wüſten Verſchmähungen gegen
das Bürgertum. (Große Unruhe bei den Soz.) Der
Vor=
wärts meinte, es gehöre nur Künheit dazu, dieſes
Pro=
gramm anzunehmen, aber freilich, dieſe Kühnheit traut
er den bürgerlichen Parteien nicht zu. Dieſe bürgerlichen
Parteien ſind alleſamt, Sie haben vielleicht den Vorwärts
geleſen, was Sie ſind. (Heiterkeit.), weshalb die
mo=
dernen Dantons, die Erinnerung an dieſen
Revolutions=
helden iſt ebenfalls aus dem Vorwärts, auf die
bürger=
lichen Kreiſe nicht rechnen. Als ich vor einiger Zeit ſagte,
das Beſtreben der Sozialdemokratie geht darauf hinaus,
Großherzogliches Hoftheater.
Freitag, 23. Januarz
Die Ahnfrau.
W-l. Das intereſſanteſte Ereignis des Grillparzer=
Zyklus iſt ohne Zweifel die Wiederaufführung der „
Ahn=
frau” und die damit gemachte Probe auf den Geſchmack
des heutigen Publikums.
Grillparzers „Ahnfrau” hat zu ihrer Zeit einen faſt
beiſpielloſen Erfolg gehabt, den man ſich aus der
Ge=
ſchmacks= und Geiſtesrichtung und der Stimmung jener
Zeit erklären muß. Man darf hier an Goethes „
Wer=
ther” erinnern. Wie Schiller mit ſeinen „Räubern” hat
Grillparzer mit dieſem Erſtlingsdrama einen Erfolg
er=
zielt, wie ſeine ſpäteren, reiferen und beſſeren Werke nie
wieder zu verzeichnen gehabt haben. Er hat ſich dagegen
verwahrt, daß die „Ahnfrau” als Schickſalstragödie
be=
zeichnet worden iſt, und hat es ſtets ſchmerzlich empfunden,
daß man ihn nach ſeiner „Ahnfrau” als Schickſalstragöden
charakteriſiert hat, was für ſeine ſpäteren Werke allerdings
nicht gilt. Der Schickſalsgedanke iſt auch noch nach
Grill=
parzer nicht aus dem Drama verſchwunden, wir brauchen
nur an Schillers „Wallenſtein” und „Braut von Meſſina”
zu erinnern, in der er allerdings in antiker Auffaſſung
ver=
tieft iſt. Mit unſerem ſittlichen und religiöſen Empfinden
iſt der Schickſalsglaube nicht mehr vereinbar. Heinrich
Laube will in der „Ahnfrau” weniger die volle
Schickſals=
idee als die „Theorie der Vererbung” erkennen was
ſchließlich auf eine Wortklauberei hinausläuft; der Begriff
der Vererbung iſt mit dem der tragiſchen Schuld
ebenſo=
wenig in Einklang zu bringen, wie der Schickſalsglaube.
Wie man es auch nennen mag, in letzter Linie
be=
herrſcht doch der Fatalismus, der Glaube an ein
unab=
wendbares Geſchick, dem der Einzelne machtlos
gegen=
überſteht, die ganze Handlung des Stückes. Wäre dies nicht
der Fall, und wäre der Untergang des Hauſes Borotin,
der uns hier in ſo ſchaurigen Szenen dargeſtellt wird, in
der ſittlichen Schuld der handelnden Perſonen anſtatt
der=
jenigen der geſpenſterhaft umherwandelnden Ahnfrau des
Hauſes und dem blindwütigen, brutalen Zufall begründet
ſo würde das Stück auch heute noch kraft ſeiner ſtraffen
Technik, ſeinem bewundernswerten dramatiſchen Leben
und ſeiner prägnanten poetiſchen Sprache von
erſchüttern=
der Wirkung ſein. So aber fehlt die Grundbedingung für
eine wirklich innere Anteilnahme an dem Schickſal des
Hauſes Borotin, das Gefühl des Schaurigen und
Gruſe=
ligen überwiegt und tritt an Stelle des Tragiſchen; die
Wirkung iſt deshalb für unſer Empfinden meiſtens nicht
tragiſch, ſondern oft tragikomiſch und erinnert an den
be=
rühmten Ausſpruch, daß vom Erhabenen zum Lächerlichen
nur ein Schritt iſt.
In bezug auf die Entwicklung der Handlung und
dra=
matiſche Steigerung, auf Knappheit, Prägnanz und Fluß
der Sprache kann das Stück, das reich iſt an poetiſchen
Schönheiten im einzelnen, auch heute noch als muſtergültig
gelten. Auch die Zeichnung der Charaktere des Stückes,
namentlich desjenigen der Berta, verrät ein dichteriſches
Genie. Die kurzen, gereimten vierfüßigen Trochäen (die
ſpäter für Scherzgedichte verwendet worden ſind) muten
beim Leſen leicht trivial an, ſind aber bei geſchickter
Be=
handlung und verſtändnisvollem Vortrag durch die
Dar=
ſteller auf der Bühne ſehr wirkſam. Freilich ſind ſie nicht
leicht zu ſpechen. und bei der Aufführung muß deshalb
auf eine ſinngemäße Behandlung der Verſe beſondere
Aufmerkſamkeit verwendet werden.
Es kann behauptet werden, daß dies bei der heutigen
Aufführung mit wenigen Ausnahmen geſchah; durch
ein=
zelne Streichungen war auch der Gefahr unfreiwilliger
Komik vorgebeugt worden. Die Rieſenrolle des Jaromin
die man in mehr als einer Hinſicht mit der Rolle des Karl
Moor in Schillers „Räubern” vergleichen kann, ſpielte
Herr Baumeiſter mit hinreißendem Temperament.
Es iſt keine kleine Aufgabe, dieſe ſchon an die phyſiſche
Aus=
dauer ungeheuere Anforderungen ſtellende, alle
Gefühls=
ſtadien von ſeligſter Liebesfreude bis zum Wahnſinn der
Verzweiflung durchmeſſende und bis zum höchſten Gipfel
der Leidenſchaft geſteigerte Rolle darzuſtellen und noch
Herr ſeiner ſelbſt zu bleiben und die künſtleriſche Grenze
nicht zu überſchreiten. Nur ein über alle Mittel der
Dar=
ſtellungs= und Deklamationskunſt gebietender Schauſpieler
kann dieſe Aufgabe löſen und die gefährlichen Klippen der
Rolle vermeiden. Daß dies Herrn Baumeiſter gelang,
iſt ein hohes Lob für ihn. Fräulein Pils die nach
län=
gerer Zeit wieder vor eine größere Aufgabe geſtellt war,
verlieh der der Sünde ihrer Ahnmutter unſchuldig zum
Opfer fallenden Berta ſympathiſche Züge ſchöner und
mil=
der Weiblichkeit und verhalf namentlich der Schlußſzene
durch eine intereſſante individuelle Auffaſſung und
Dar=
ſtellung zu tiefem Eindruck. Herr Heinz war für die
Rolle des alten Grafen Borotin, der, wie die beiden
erſt=
genannten Rollen, eine ganze künſtleriſche Kraft verlangt,
ein würdiger Vertreter. Die kleineren Rollen des
Kaſtel=
lans, des Hauptmanns, des Boleslavs und des Soldaten,
waren durch die Herren Knispel, Hacker,
Weſter=
mann und Schneider gut vertreten.
Die Regie hatte Herr Baumeiſter. Die
Inſzenie=
rung des Stückes wurde der düſter=ſchaurigen
Grundſtim=
mung gerecht; namentlich die der Schlußſzene, mit der aus
dem Grabe auferſtehenden Ahnfrau, ging auf die Nerven.
Auch die halbdunkle Beleuchtung des Zuſchauerraumes in
den Pauſen trug wohl der Stimmung des Stückes
Rechnung.
Welchen Eindruck die auf jeden Fall höchſt intereſſante
Aufführung auf das Publikum gemacht hat, iſt ſchwer
feſtzuſtellen, da der Beifall durch die ſchaurige
Nach=
wirkung zurückgehalten wurde. Nach dem dritten und
letzten Akte mußte der Vorhang aber mehrere Male wieder
aufgehen.
Nummer 24.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Januar 1914.
Seite 7.
die kaiſerliche Gewalt unter den ſozialdemokratiſchen
Zwang zu beugen, da hat man das vielfach als ein billiges
Schlagwort abgetan. (Zuruf von den Soz.) Nun, worauf
geht dann das vom Vorwärts ſeinen Leſern aufgetiſchte
Programm anders hinaus? (Sehr wahr, rechts.) Aber
es iſt gut, meine Herren, daß ſie mit ihren Plänen für die
Zukunft offen herausrücken. (Unruhe und Zurufe bei den
Soz.) Jawohl, meine Herren, laſſen Sie mich
aus=
ſprechen, daß dem Lande die Augen darüber geöffnet
wer=
den, wo die Reiſe hin ſoll unter Ihrer Führung. Fahren
Sie fort, halten Sie hinter dem Berge mit Ihren Plänen
zur Deſtruktion unſerer Volksheeres! Darin verſteht der
Deutſche keinen Spaß, er wird Sie übel heimſchicken. (
Zu=
ruf von den Soz.) Dann wird es in der
ſozialdemokra=
tiſchen Preſſe ſo dargeſtellt als ob die Vorgänge in Zabern
ein Paradigma ſein ſollten zwiſchen dem Militär und der
Arbeiterklaſſe, der Verſuch zu einer Vorübung, um die
ſoziale Frage als militäriſche Frage auf der Straße zu
köſen. Auch dieſe Aufreizung der Arbeiterklaſſe hat im
Vorwärts geſtanden. (Zuruf von den Soz.) Ich frage:
Was haben die Zaberner Vorgänge mit der Arbeiterfrage
zu tun? (Lachen bei den Soz.) Erſtens ſollte eine
Beleidi=
gung des engeren Stammesbewußtſeins der Elſaß=
Lothrin=
ger, eine Beſchönigung der Beleidigungen unſeres Heeres
abgeben. Dann ſucht man den Arbeitern zu ſuggerieren,
daß ihnen von dem Militär Herausforderungen drohen,
daß ein blutiger Konflikt zwiſchen Militär und
Arbeiter=
ſchaft herauſbeſchworen werden ſoll.
Unſer Heer iſt nicht für Parteikämpfe da, es iſt
wirk=
lich zu ſchade dafür. Glauben Sie mir, mir und allen von
der Regierung und in erſter Linie meinem Mitarbeiter,
dem Herrn Kriegsminiſter (Zuruf bei den
Sozialdemokra=
ten) widerſtrebt es über alles, das Militär zum
Polizei=
büttel zu machen. (Sehr richtig! rechts. Zurufe.) Das
Militär hat etwas anderes zu tun (Bravo! rechts), und
wir wünſchen nicht — die Regierung nicht und die
bürger=
lichen Parteien auch nicht — daß dies anders werde
da=
durch, daß aufgeregte Menſchenmaſſen auf die Straße
ge=
ſchickt werden, die die Herbeiholung militäriſcher Hilfe
nötig machen. (Lebhafte Zurufe bei den
Sozialdemokra=
ten.) Meine Herren! Wer, wie es in der
ſozialdemokrati=
ſchen Preſſe faſt täglich geſchieht, die Arbeiter ſo aufreizt,
um das in jeder Seele feſt fundamentierte Gefühl der
Zu=
ſammengehörigkeit von Volk und Heer zu ſprengen, der
mißbraucht den Glauben der Nation an Recht und Geſetz.
(Bravo! rechts.) Zu weſſen Nutzen? Wir haben in den
letzten Wochen geſehen, welches Bild ein Teil der
auslän=
diſchen Preſſe von den Zuſtänden in Deutſchland entwirft.
Die Leſer ſolcher Artikel müſſen glauben, in unſerem Land
müßten ganz verrottete Zuſtände ſein, indem die rohe
Säbelfauſt den friedſamen Bürger knebelt. Aus eigener
Anſchauung haben die fremden Journaliſten dieſe
Wiſſen=
ſchaft nicht, dazu ſind ſie viel zu intelligente Herren; aber
ich fürchte, ſie haben alles für wahr genommen, was ſie in
unſerer ſozialdemokratiſchen und auch in einem großen Teil
unſerer bürgerlichen radikalen Preſſe geleſen haben. (
Leb=
hafte Rufe: Hört, hört! und Sehr richtig! Zurufe bei den
Sozialdemokraten) und haben daraus ihre Schlüſſe
ge=
zogen, daß dieſelbe Preſſe in ihrer Einſeitigkeit die
miß=
liebigen Stimmen des Auslandes mit einem gewiſſen
Be=
hagen bei ſich ſammelt. (Sehr richtig! rechts.) Ich
ver=
folge die ausländiſche Preſſe ziemlich genau und ich habe
kein anderes Land gefunden, in dem bei dem Diſſenſus der
Meinungen die Oppoſiiton im Kampf gegen die Regierung
ſich zur Befeſtigung ihrer Stellung als Eideshelfer der
ausländiſchen Preſſe bediente. (Lärm und Zurufe bei den
Soz.) Das ſcheint uns Deutſchen vorbehalten zu ſein.
Da=
für macht man dann auch der Regierung Vorwürfe, daß ſie
es nicht verſtehe, die Ehre des deutſchen Namens zu
wah=
ren. Meine Herren! Die ſozialdemokratiſche Agitation
gegen unſere Heereseinrichtungen richtet ſich gegen die reale
Macht und den ſich in unſerer Armee verkörperten Geiſt.
Jedenfalls widerlegt dieſer Geiſt ſtrenger Selbſtzucht
treuer Pflichterfüllung im Dienſte des Vaterlandes alle
Klagen darüber, als ob der Bürger ſchutzlos der Willkür
des Militärs preisgegeben ſei, als ob eine konfliktslüſterne
Soldateska herrſche. (Unruhe links.) Meine Herren!
Unter der Herrſchaft dieſer Soldateska iſt Deutſchland ein
Menſchenalter lang ein ſtarker Hort des europäiſchen
Frie=
dens geweſen (Beifall rechts) haben Handel und Induſtrie
und alle Gewerbe einen Aufſchwung genommen, um den
uns die ganze Welt beneidet. Unter der Herrſchaft dieſer
Soldateska hat Deutſchland eine führende Rolle in der
Sozialpolitik betätigt, die von allen großen Nationen
nach=
geahmt wird. Unter dieſer Herrſchaft hat die freie
Betäti=
gung in der Pflege des bürgerlichen Gemeinweſens, der
Volksbildung, der Wiſſenſchaft, aller Volkskräſte über,
haupt, zu Erfolgen geführt, die ſich hinter keiner großen
Kulturnation zu verſtecken brauchen. (Beifall rechts.) Den
Ruhm, daß unſere Armee ein Volksheer, wie wohl kein
zweites in der Welt iſt; den Glauben, daß dieſes
Volks=
heer die Nation jung und geſund erhalten wird, weil es
jeden jungen Deutſchen in ſich aufnimmt und ihnen
Pflicht=
treue, Diſziplin und Königsliebe einimpft; die Gewißheit
daß uns beide Tugenden weiter nötig ſind, wenn unſere
Stellung in der Welt wir aufrecht erhalten wollen —, all
das werden wir uns nicht rauben laſſen, weil in einem
einzigen Orte des großen Deutſchen Reiches ſich Dinge
ab=
geſpielt haben, deren Wiederkehr kein Menſch wünſcht.
(Lebhafter Beifall bei den bürgerlichen Parteien, Ziſchen
bei den Soz.).
Darmſtädter Vortragsverband.
Der geſtern im Feſtſaale der Turngemeinde
veran=
ſtaltete heitere deutſche Dichterabend von Max
Hof=
paur, Kgl. Bayer. Hofſchauſpieler, hatte ſich wiederum
äußerſt zahlreichen Beſuches zu erfreuen. Ein Beweis
da=
für, daß der Künſtler nun auch in Darmſtadt eine große
Gemeinde treuer Anhänger ſeiner Kunſt beſitzt. Und
wie=
der kamen, die gekommen waren, ſich ein paar Stunden
an heiterer Dichtung, Humor, ſprudelndem Witz und
Sa=
tire zu erfreuen, vollauf auf ihre Koſten. Max Hofpaurs
ffein pointierter fließender Vortrag, den ein umfangreiches,
ziemlich modulationsfähiges Organ von ganz
vorzüg=
licher rethoriſcher Schulung wirkſamſt unterſtützt, wurde
jjeder Dichtung gerecht. Mochte es der geiſtvoll=moderne
Alfonſe Daudet ſein oder Alexander Moszkowski in ſeinen
Satiren, mochte es Karlchens (Karl Eingers) trockener,
derber Humor aus dem Münchener Milieu oder die fran=
Böſiſch=deutſch radebrechende Erzählung von dem erſten
Sündenfall von de Nora, dem Münchener Doktor und
Schriftſteller, ſein, oder Oſtinis geiſtvolle Humoreske vom
grünen Kakadu, oder eine der ſcharfen Satiren von Roda
Roda. Ganz gleich, der Künſtler erſchöpfte jede Dichung
tach Form und Gehalt, wenn auch ſeine bajuwariſchen
Vorträge, d. h. die mundartlichen, dem Publikum am
beſten gefielen. Mit dieſen, beſonders ſolchen von
Lud=
rvig Thoma, dem unerſchöpflichen, beſchloß er ſehr
ein=
drucksvoll den Abend. Wie ein Marcell=Salzer=Abend,
ge=
hört auch ein Max=Hofpaur=Abend zu einem geſunden
Genuß, wie ihn nur urwüchſiger, lachender Humor
ge=
währen kann, eine heilſame Medizin in unſerer miſerablen
St.
Zeit. Wir danken ſie den Künſtlern.
Auf Antrag des Abg. Dr. Müller=Meiningen
ſin=
det die
Beſprechung der beiden Interpellationen
ſtatt. — Abg. Fehrenbach (Zentr.): Heute kann ich dem
Reichskanzler eine andere Reſonnanz entgegenbringen, als
bei der erſten Interpellation. (Aha! bei den Soz.) Wir
wollen nicht die Wunden von neuem aufwühlen; wir
wol=
len ſie zu heilen ſuchen (Bravo!), und ſie in die grünen
Fluten verſenken, dazu die inzwiſchen gehörten
Beſchimpf=
ungen des Reichstages. Ich habe kein Wort meiner
frühe=
ren Rede zurückzunehmen. (Lebhaftes Bravo!) Man hat
es leider verabſäumt, dem elſaß=lothringiſchen Volke zu
ſagen, daß Sühne eintreten werde. Die Aeußerung des
Leutnants von Forſtner iſt und bleibt eine Beleidigung.
Es iſt nicht feſtgeſtellt worden, ob in Zabern wirklich innere
Unruhen geweſen ſind; es werden wohl Bubereien
ein=
zelner geweſen ſein, die zu Ausſchreitungen führten. Die
Vorgänge bei dem Straßburger Diner und die Ablehnung
des Extrazuges geben doch zu denken. Jetzt ſind die
Ur=
teile rechtskräftig; das Volk verſteht ſie nicht. Ich kenne das
militärgerichtliche Verfahren und ſchätze ſeine Objektivität
außerordentlich hoch ein. In dieſem Falle handelte es ſich
um einen politiſchen Prozeß, und iſt nicht auch ſchon von
den Zivilinſtanzen bei politiſch aufgeregten Zeiten und vön
politiſch aufgeregten Richtern das Recht gebeugt worden?
Anzuerkennen iſt es durchaus, daß Oberſt von Reuter alle
Verantwortung auf ſich genommen hat. Die
Kabinetts=
order von 1820 hat für Elſaß=Lothringen jedenfalls keine
Giltigkeit, denn ſonſt müßten dort neben der preußiſchen
auch bayeriſche und ſächſiſche Orders gültig ſein, und das
iſt unmöglich. Die Erſte Kammer hat die in ſie geſetzten
Erwartungen weit übertroffen; ſie hat gezeigt, daß die
Verfaſſung doch beſſer iſt, als man zuerſt angenommen hat
Das Verhältnis zwiſchen Militär und Zivil in Elſaß=
Loth=
ringen iſt nicht ſo, wie in anderen Gegenden Deutſchlands
Die Verantwortung für das, was die elſaß=lothringiſche
Zentrumspartei tut und ſagt, können wir nicht
überneh=
den, da wir ihr nichts zu ſagen haben.
Abg. Baſſermann (natl.): Auch wir können den
heutigen Ausführungen des Reichskanzlers nur zuſtimmen.
Die Rechtslage der Zaberner Vorgänge kann hier nicht
entſchieden werden. Die Grenzen zwiſchen Militär= und
Zivilverwaltung müſſen genau gezogen werden. Niemand
verkennt die Verdienſte Preußens um die Reichsgründung.
Die nationale Entwickelung geht weiter vorwärts. Wir
wollen den Reichstag hochhalten und pflegen, und er wird
auch im Reichslande immer feſtere Wurzeln faſſen. — Abg.
Graf Weſtarp (konſ.): Wohl ſelten iſt die Auffaſſung
einer Minderheit ſo beſtätigt worden, wie die meiner
Par=
tei in der Zaberner Angelegenheit. Beſtätigt hat ſich auch
unſere Auffaſſung von der Haltung der Zivilbehörden und
unſere ſonſtigen Befürchtungen. Die Anträge der
Sozial=
demokraten und Fortſchrittler lehnen wir ab, ebenſo die
der Nationalliberalen und die des Zentrums. Wir laſſen
uns von niemand übertreffen in der Beſchützung des
Reichsgedankens. — Ein inzwiſchen eingegangener
Ver=
tagungsantrag wird zurückgezogen. — Abg. Schultz=
Bromberg (Reichspt.): Man kennt den Reichstag gar nicht
wieder. Bei den Dezemberdebatten war er eine ſchäumende
Maſſe von Entrüſtung. Letzten Endes richtete ſich das
Miß=
trauensvotum nicht gegen den Reichskanzler, ſondern
gegen den Geiſt der Armee. Nicht, was populär iſt, tut
uns not, ſonbern Maßregeln und Männer, welche die Ehre
des Vaterlandes wahren. — Abg. Herzog (Wirtſch
Vag.): Erfreulich iſt, daß ſich die heutige Debatte
weſent=
lich ruhiger geſtaltet hat. als die frühere. Die
Militärbe=
hörde hat zweifellos beſſer abgeſchnitten, als die
Zivil=
behörde. Ein Vertagungsvorſchlag des Präſidenten
wird abgelehnt. — Abg. N umann (Fortſchr. Vpt.):
Oberſt von Reuter hat ſeine Freiſprechung, Ehre und einen
Orden bekommen, das Volk aber nicht Sühne und
Recht=
fertigung. Die Elſäſſer ſind von jeher an Militär
ge=
wöhnt. Für uns iſt der Reichstag keine Vereinigung
zu=
ſammengeflickter Fraktionen, ſondern der Ausdruck des
deutſchen nationalen Gedankens. — Abg. Ledebour
(Soz.): Der Kriegsminiſter hat davon geſprochen, daß im
gegebenen Falle für den Offizier die Berechtigung gegeben
ſei, dem Ziviliſten den Säbel durch den Leib zu rennen.
(Der Kriegsminiſter ſchüttelt mit dem Kopf.) Auf einen
Widerſpruch war ich nicht gefaßt. Darin liegt eine
Un=
wahrheit. (Vizepräſident Dove ruft den Redner zur
Ordnung.) Die Einmiſchung des Kronprinzen iſt bedauer
lich. Wir verlangen gleiches Recht für Soldaten und Zivil.
Staatsſekretär Dr. Delbrück: Die Sozialdemokratie
hat bewieſen, daß es hier nicht um die Wahrung der
Ver=
faſſung zu tun war, ſondern um einen Vorſtoß gegen
Ver=
faſſung und Monarchie. Ich lege Verwahrung ein gegen
die Hereinziehung der Perſon des Kronprinzen. — Nach
einer kurzen Erwiderung des Abg. Ledebour wird
vertagt. — Die Beſprechung iſt erledigt.
Nächſte Sitzung Samstag 10 Uhr. T.=O.:
Inter=
pellation über Befugniſſe der bewaffneten Macht.
Fort=
ſetzung der Etatsberatung. — Schluß nach 8¼ Uhr.
Luftfahrt.
* Frankfurt a. M., 22. Jan. Auf dem Frankfurter
Flugplatz Rebſtock legte heute vormittag Robert
Som=
mer von den Deutſchen Sommer=Flugzeugwerken G. m.
b. H. Darmſtadt auf einem Doppeldecker ſeiner Firma
die Pilotenprüfung nach den neueſten Beſtimmungen des
D. L. V. ab, ebenſo legte der Feldmeiſter Schröder
Chefpilot der gleichen Firma, ſeine Prüfung auf einem
Doppeldecker ab. Es ſind dies die erſten Pilotenexamen,
die auf dem Frankfurter Flugplatz Rebſtock abgelegt
wer=
den. Robert Sommer iſt geborener Frankfurter
* Konſtantinopel 23. Jan. Der
Kriegs=
miniſter Enver Paſcha hat mit der Organiſation
der türkiſchen Militär=Aviatik begonnen. Es verlautet, daß
er dem franzöſiſchen Flieger Vedrines unter
glänzen=
den Bedingungen ein Angebot gemacht hat, den Flugplatz
von San Stefano umzugeſtalten und eine Anzahl neuer
Flugzeuge für die türkiſchen Fliegertruppen anzuſchaffen.
Aus dem Hochwaſſergebiet.
* Berlin, 22. Jan. Nachrichten aus dem
Hoch=
waſſergebiet zufolge, ſtehen in dem Kreiſe Köslin
allein 17000 bis 18000 Morgen Land noch unter Waſſer,
das mit dickem Eis bedeckt iſt. Darunter befinden ſich etwa
15000 Morgen am Jamunder See und über 1000 Morgen
bei Plenshagen. An der Oſtſeeküſte von Hinterpommern
hat eine ganze Reihe von Gemeinden teils durch den
Ab=
bruch der Ufer, teils durch Fortſpülung bei der
Sturm=
flut ganz bedeutende Verluſte an Land und Häuſern zu
be=
klagen. Da die Betroffenen in der Hauptſache arme See=
und Haffiſcher ſind, iß, dringende Hilfe erforderlich. Das
Bureau beſindet ſich Verlin, Alfenſtraße 10.
Ungariſches Abgeordnetenhaus.
* Peſt, 23. Jan. In der heutigen Sitzung des
un=
gariſchen Abgeordnetenhauſes kam es bei der
Spezialberatung über den Preſſereformentwurf
zwiſchen dem Präſidenten und den Oppoſitionellen, die ſich
der Geſchäftsordnung mehrfach widerſetzten, zu
hefti=
gen Kontroverſen. Zahlreiche Oppoſitionelle
wur=
den zur Ordnung gerufen. Wiederholt trat großer Lärm
ein. Während der Spezialdebatte verlangte Graf Julius
Andraſſy das Wort zur Hausordnung. Der Präſident
befragte das Haus, ob es Andraſſy hören wolle. Die
Mehrheit lehnte es jedoch ab, die Erlaubnis zu erteilen.
Andraſſy betonte jedoch, daß ihm gemäß der alten
Haus=
ordnung das Recht zuſtehe, unabhängig von der
Erlaub=
nis des Hauſes zu ſprechen. Mehrere Oppoſitionelle
ſchrien unausgeſetzt: Höret Andraſſy! Der Tumult wuchs
von Minute zu Minute. Da die Verhandlungen wegen
der ſtändigen Ruheſtörungen nicht fortgeſetzt werden
konn=
ten, ſah ſich der Präſident genötigt, ſechs
Oppoſitio=
nelle durch die Parlamentswache aus dem
Saal entfernen zu laſſen. Andraſſy widerſetzte
ſich erneut den Anordnungen des Präſidenten und begann
zu reden. Inmitten großen Lärms ſchloß der Präſident
die Debatte über den § 1 des Preßgeſetzes. Dieſer wurde
von der Mehrheit angenommen. Graf Andraſſy
wurde, da er fortfuhr, zu ſprechen, an den
Immuni=
tätsausſchuß verwieſen. Die geſamte Rechte
er=
hob ſich für den diesbezüglichen Antrag des Präſidenten.
Graf Andraſſy ſetzte trotzdem ſeine Rede fort. Der
Präſi=
dent ſuspendierte hierauf die Sitzung, und die
Rechte verließ den Saal. (Stürmiſcher Beifall links.)
Nach einer Pauſe von 10 Minuten erſchien die
Parla=
mentswache und forderte Andraſſy, Batthyanyi
und Stefan Huller auf, ſich aus dem Saale zu
entfer=
nen. Dieſe folgten der Aufforderung und verließen, von
je zwei Gardiſten begleitet, den Saal und das Gebäude.
Nach Wiedereröffnung der Sitzung erhob ſich der
Abgeord=
nete Alador Zichy und verſuchte zu ſprechen, trotzdem ihm
nicht das Wort erteilt wurde. Es herrſchte große Unruhe.
Die Sitzung wurde erneut ſuspendiert. Wieder erſchien
die Parlamentswache. Der Saalmeiſter forderte
die Abgeordneten Zichy und Johann Juſth auf, das
Haus zu verlaſſen. Beide entfernten ſich, worauf die Wache
abzog. Nach der Wiederaufnahme der Sitzung wurde die
Verfügung des Präſidenten mit 154 gegen 60 Stimmen
ge=
nehmigt. Die Abgeordneten Graf Zichy und Johann Juſth
wurden an den Immunitätsausſchuß verwieſen. Darauf
erhob Graf Albert Apponyi Proteſt gegen das Vorgehen
der Mehrheit. Unter ſeiner Führung verließ hierauf die
geſamte Oppoſition den Sitzungsſaal. Der
Prä=
ſident erklärte, daß der Proteſt des Grafen Apponyi, der
ſich gegen die Beſchlüſſe des Hauſes richte, null und nichtig,
ſei. Das Haus ſetzte ſodann in Abweſenheit der
Oppo=
ſition die Spezialdebatte über die Preßvorlage fort, welche
bis § 17 angenommen wurde.
* Peſt, 23. Jan. Der Abg. Zoltan Deſy hat dem
Miniſterpräſidenten Grafen Tisza wegen deſſen
Aeuße=
rung in der geſtrigen Sitzung des Abgeordnetenhauſes
ſeine Zeugen geſchickt.
Der ruſſiſche Demonſtrationsſtreik.
* Petersburg, 22. Jan. Nach amtlichen Angaben
beträgt die Zahl der Arbeiter Petersburgs, die
heute die Arbeit niedergelegt haben, 110 604.
Wegen Abſingens revolutionärer Lieder, ſowie
demonſtra=
tiver Ausſchreitungen wurden 134 Arbeiter verhaftet,
wo=
bei dreimal fruchtloſe Verſuche unternommen wurden,
die Verhafteten zu befreien. In einem Falle gab ein
Schutzmann, um eine aus 40 Mann beſtehende Gruppe
abzuwehren, zwei Schüſſe ab, ohne jedoch jemand zu
verletzen.
* Petersburg, 23. Jan. Geſtern früh nahmen die
ſtreikenden Fabrikarbeiter die Arbeit wieder auf. In den
Fabrikvierteln herrſcht vollſtändige Ruhe.
Streiks.
* London. 23. Jan. Der Streik der
Arbei=
ter im Londoner Kohlentransport hat geſtern
eine Ausdehnung erfahren. Es haben ſich 1000 Mann
dem Ausſtande angeſchloſſen, ſo daß jetzt etwa 9000 Mann
feiern. Man beſorgt, daß auch die Arbeiter des
allge=
meinen Transportgewerbes einen Sympathieſtreik
begin=
nen werden. In dem Konflikt zwiſchen den Arbeitgebern
und Arbeitern des Bootsgewerbes machte Sir George
Asquith geſtern einen Vermittelungsverſuch, der aber
keinen Erfolg hatte. Man erwartet, daß heute die
Aus=
ſperrung erfolgt, die 150000 Arbeiter betrifft.
* Pretoria, 22. Jan. Eine Verſammlung
von Eiſenbahnangeſtellten hat heute beſchloſſen,
en Streikfür beendet zu erklären. Eine große
Anzahl von Arbeitern hat ſich in den Werkſtätten zur
Arbeit geſtellt. Man erwartet, daß die Werkſtätten nächſte
Woche ihren Betrieb mit der vollen Zahl von Arbeitern
ller Grade, einſchließlich der Keſſelſchmiede, wieder
auf=
nehmen werden.
* Kapſtadt, 22. Jan. Alle Stampfwerke in
den Gruben ſind wieder im Gange. In der New=
Kleinfontein=Grube begann heute die Arbeit mit hundert
Stempeln. In der Van Ryn=Grube haben beide
Stampf=
werke die Arbeit begonnen. Eine ſtetige Rückkehr zu
nor=
malen Verhältniſſen iſt überall geſichert.
* Johannesburg, 22. Jan. Nach offiziellen
Nachrichten aller Gruben vom Weſtrand haben die
Be=
triebsleiter ſo viel Arbeiter, als ſie
brauchen.
Vom Balkan.
Der Fürſt von Albanien.
* Wien, 23. Jan. Das Deutſche Volksblatt meldet:
Der Prinz zu Wied hat die Kabinette verſtändigt, daß er
nach Beſuchen in Wien und Rom in den erſten Tagen des
Februar in Albanien zu landen gedenke.
* Konſtantinopel, 23. Jan. Geſtern wurde ein
Jrade veröffentlicht, in welchem das Miniſterium
er=
mächtigt wird, mit der Pariſer Omnium=Geſellſchaft
hin=
ter welcher die Bank Perrier ſteht, einen Vertrag
abzu=
ſchließen, welcher der Geſellſchaft die Konzeſſion für eine
Eiſenbahn Edremid=Smyrna mit einer Abzweigung nach
den Dardanellen verleiht mit einer Geſamtlänge von 500
Kilometer. Das Bankhaus Perrier überwies dem
tür=
iſchen Staatsſchatz 35 Millionen Francs für Rechnung der
bekannten Schatzanleihe von 100 Millionen Francs.
* Konſtantinopel, 23. Jan. Ein Jrade
be=
ſtätigt das Todesurteil des Kriegsgerichts
gegen Mukhtar Bei, den Sohn des Exſcheiks des Uel
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Januar 1914.
Nummer 24.
Islam, wegen Verſuches, einen Aufſtand zu erregen.
Mukhtar befindet ſich zurzeit in Frankreich.
* Belgrad, 23. Jan. Kronprinz
Alexan=
der und Miniſterpräſident Paſitſch ſind geſtern nach
Petersburg abgereiſt, um der Taufe des Sohnes
der Prinzeſſin Helene, der Tochter des Königs Peter,
bei=
zuwohnen. Während der Abweſenheit Paſitſchs
über=
nimmt der Finanzminiſter Patſchu interimiſtiſch das
Mi=
niſterium des Auswärtigen.
Darmſtadt, 24. Januar.
C) Verein für das Deutſchtum im Auslande. Die
Männerortsgruppe Darmſtadt des
Ver=
eins für das Deutſchtum im Ausland hielt
geſtern abend im Saale der Vereinigten Geſellſchaft ſeine
ordentliche Hauptverſammlung ab. Der von dem
Vorſitzenden, Herrn Geh. Schulrat Prof. Dr.
Schweis=
gut erſtattete Jahresbericht zeigte, daß auch im
ab=
gelaufenen Vereinsjahr eine rege Förderung der
Ver=
einsbeſtrebungen ſtattfand. Die Mitgliederzahl iſt auf
304 geſtiegen. Das im November vorigen Jahres
abge=
haltene Deutſche Feſt hat einen Reinertrag von
1800 Mark ergeben, der unter die drei hieſigen
Orts=
gruppen verteilt wurde. Zahlreiche Unterſtützungen
wur=
den auch in dieſem Jahre den bedrängten Deutſchen in
den Donauländern u. a. zugewieſen. Der von Herrn
Apotheker Ramdohr erſtallete Kaſſebericht ergab
in Einnahme 2237 Mark, in Ausgabe 1338 Mark. Der
Feſtüberſchuß und Kaſſeüberſchuß ſoll an den
Hauptvor=
ſtand nach Berlin überwieſen werden. Dabei ſollen für
die Schulausſtellunng in Hohenbach in Galizien 100 Mark
und für Bosnien ebenfalls 100 Mark Verwendung finden.
Dem Rechner wurde nach Prüfung und Richtigbefund der
Rechnung durch Herrn Regierungsrat Fuchs mit Dank
Entlaſtung erteilt. Bei der Vorſtandswahl wurden der
ſeitherige Vorſitzende, Herr Prof. Dr. Schweisgut, und
die übrigen Vorſtandsmitglieder einſtimmig
wieder=
gewählt.
C) Radium=Vortrag. Vor zahlreichen Zuhörern hielt
geſtern abend in dem Feſtſaal des Hotels „Zur Traube‟
der Phyſiker Herr Hermann Scheffler aus Dresden
einen hochintereſſanten Experimentalvortrag
über das Radium und deſſen geheimnisvolle
Eigen=
ſchaften. Im Jahre 1898 von Profeſſor Bequerel=Paris
in der Uranpechblende entdeckt, gelang es dem
Forſcher=
paar Curie drei Jahre ſpäter, aus der Pechblende reines
Radium zu gewinnen. Seit dieſer Zeit bis heute gelang
es im ganzen nur 17 Gramm Radium zu gewinnen.
Haupt=
ſächlich iſt es die öſterreichiſche Regierung, die zu
Joa=
chimsthal dieſen Stoff fabriziert und mit dem ſie
jähr=
lich ungeheure Einnahmen erzielt. Das Radium ſelbſt iſt
aber ein ſehr koſtbarer Stoff, und der Preis eines
Gramms beträgt zurzeit 500000 Mark. Die geringe
vor=
handene Menge und die langwierige und koſtſpielige
chemi=
ſche Gewinnungsmethode haben dieſen Preis bedingt.
Das im Beſitze des Redners befindliche Quantum betrug
15 Milligramm und genügte in vollem Maße, die
ſämt=
lichen Experimente in wohlgelungener Darſtellung zu
zei=
gen. Die Meinung, daß ſich das Radium verbrauche, iſt
irrig. Feſtgeſtellt und berechnet wurde, daß ſich erſt in
1700 Jahren die jetzt vorhandene Menge um die Hälfte
vermindert und in einer Milliarde von Jahren ſich
gänz=
lich auflöſt. Intereſſante Experimente zeigte der Redner
mit den elektriſchen Erſcheinungen der Luft unter dem
Ein=
fluß des Radiums, ſeine Einwirkung auf die
photogra=
phiſche Platte durch Herſtellung eines Negativs von zwei
Schlüſſeln und einem Zehnpfennigſtück im Verſchluß eines
Kaſtens, ſowie Durchleuchtungskraft von Holz, Eiſen und
Stein und der Hände. Beſonderes Intereſſe bot die helle
Durchleuchtung echter und unechter Diamanten, wobei der
Abend zeigte, daß zahlreiche Beſucher glückliche Beſitzer
echter Steine waren. Was das Radium im Dienſte der
Menſchheit bedeutet, erhellt aus den hochintereſſanten
therapeuthiſchen Darlegungen des Redners. Die Verſuche
über die Wirkungen des Radiums in der Therapie ſind
bis heute noch nicht abgeſchloſſen, doch iſt es ſicher, daß
auch hier noch auf große Erfolge zu hoffen iſt. Nach dem
jetzigen Stand der Radiumgewinnung ſei zu hoffen, daß
es auch in größeren Mengen für die Krankenhäuſer
zu=
gänglich gemacht werden kann. Reicher Beifall wurde
dem Redner zuteil, der auch nach dem Vortrage den
Hörern noch intereſſante Aufklärungen über dieſes
ge=
heimnisvolle Mineral gab.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 23. Jan. Heute abend trafen auf dem
An=
halter Bahnhof Prinzeſſin Frie drich Karl von
Heſſen mit Gefolge, Freiin von Bellersheim und dem
Hofchef Kamerherrn Freiherrn von Flotow ein. Die
Herr=
ſchaften nahmen im Königl. Schloß in den Petite=
Apparte=
ments Nr. 2 und 3 Wohnung.
* Berlin, 23. Jan. Die Königin der Hellenen
und der Kronprinz von Griechenland ſind heute
nachmittag 5½ Uhr mit Gefolge auf dem Anhalter
Bahn=
hof eingetroffen.
* Berlin, 23. Jan. Der Schneider Salomon, der
hinter dem Automobil des Kronprinzen
her=
lief, wurde als gemeingefährlich geiſteskrank
nach Dalldorf transportiert.
* Zabern, 23. Jan. Heute wurde der 57jährige
Mau=
rer und Fabrikarbeiter Hien wegen
Gefangenenbe=
freiung, verübt während der Zaberner
Straßen=
unruhen am 10. November vorigen Jahres in Tateinheit mit
tätlichem Angriff agen einen Pollizeibeamten und ufegen
Widerſtands gegen die Staatsgewalt zu einem Monat
Gefängnis verurteilt. — Jener Rekrut, der ſeinerzeit
wegen unbefugter Bekanntgabe dienſtlicher Mitteilungen
an die Preſſe bezw. wegen Unterſchreibens der bekannten
Mitteilungen an den „Elſäſſer” mit 43 Tagen Mittelarreſt
beſtraft worden war, wurde begnadigt, 29 Tage der
zuerkannten Strafe hatte er bereits verbüßt.
* Altona, 23. Jan. Der 27jährige Emil Bohn, der
ſeine 22jährige Geliebte Minna Meyer erſtach, wurde
heute vom Schwurgericht nach 13ſtündiger Verhandlung
wegen Mordes zum Tode verurteilt.
* Paris, 23. Jan. Die Miniſter des Krieges, der
Marine und der Finanzen brachten in der heutigen
Kammerſitzung den bereits angekündigten
Geſetz=
entwurf betreffend die Eröffnung von Krediten
für die nationale Verteidigung ein. Dieſe
Kredite betragen für das Heer 754½ Millionen und
für die Kriegsflotte 135½ Millionen Francs und ſind
zum größten Teil für die Verbeſſerung des
Priegsmate=
rials, namentlich der Feſtungsartillerie für Uebungszwecke,
der Eiſenbahnen, das Flugweſen, die Intendantur und
den Sanitätsdienſt beſtimmt. Eine beſondere
Beſtim=
mung des Geſetzentwurfes geſtattet die Kiellegung von
drei Aufklärungsſchiffen im Jahre 1914 ſowie eine Aus=
gabe von 50 Millionen Francs für das Marineflugweſen.
Die geſamten Ausgaben von 890 Millionen, von denen
be=
reits unter dem vorhergegangenen Miniſterium 250
Mil=
lionen ihrem Zweck zugeführt wurden, werden nicht in das
ordentliche Budget, ſondern in beſonderer Rechnung
ein=
geſtellt werden.
* Paris. 23. Jan. Wie aus Hanoi gemeldet wird,
iſt es dem vor kurzem in Kanton (China), verhafteten
anamitiſchen Revolutionär Pahm Boi Scho gelungen,
aus dem Gefängnis zu entweichen.
* Paris, 23. Jan. Heute morgen ſtieß auf der
Bahn=
linie Beauvais-Giſors bei der Station Rainvillers ein
Perſonenzug mit einem Kohlenzug
zuſam=
men. Ein Schaffner und ein Reiſender wurden getötet,
drei andere Perſonen ſchwer verletzt.
* London, 23. Jan. Staatsſekretär Grey gab heute
mittag im Miniſterium des Aeußern zu Ehren des
grie=
chiſchen Miniſterpräſidenten Venizelos ein
Früh=
ſtück, an dem auch mehrere Miniſter teilnahmen.
* London, 23. Jan. Der griechiſche Miniſterpräſident
Venizelos iſt abgereiſt, um ſich nach Paris und
Berlin zu begeben.
* Stockholm, 23. Jan. Außer den
Vermächtniſ=
ſen an Privatperſonen teſtamentierte die Königin=
Witwe Sophie 140000 Kronen dem Sofiaheim,
20000 Kronen dem Allgemeinen Stockholmer Schutzverein
und 10000 Kronen dem Schutzverein „Königin”.
* Santiago de Chile, 23. Jan. Die Kammer nahm
das Geſetz zur Reorganiſation der Eiſenbahnen und
Ver=
beſſerung ihres Betriebes an und bewilligte 4 710000
Pfund Sterling zur Beſchaffung von
Betriebsmate=
rial für Bahnbauten.
Die Oſtmarkenzulage abgelehnt.
* Berlin, 23. Jan. Die Budgetkommiſſion des
Reichs=
tages hat die Oſtmarkenzulagen, für welche 1,2 Millionen
Mark in den Etat der Reichspoſt= und=
Telegraphenver=
waltung eingeſetzt ſind, gegen die Stimmen der
Konſer=
vativen, Nationalliberalen und Fortſchrittler geſtrichen.
Der jüngſte deutſche Tunnel.
* Fulda, 23. Jan. Nach mehr als fünfjähriger Bauzeit
iſt, wie bereits gemeldet, der Durchſchlag des
Diſtelraſen=
tunnels im Stollen zwiſchen Schlüchtern und Flieden
er=
folgt. Der Diſtelraſen iſt ein 465 Meter hoher Bergrücken,
der Sattel zwiſchen der Rhön und dem Vogelsgebirge.
Der jüngſte deutſche Tunnel iſt genau 3650 Meter lang und
hat eine Steigung von 11100; er kürzt durch Ausſchaltung
der ſeitwärts und hochgelegenen Station Elm die Fahrzeit
auf der Strecke Frankfurt-Berlin ganz erheblich ab. Daß
an dem Durchſtich des Diſtelraſen (Buntſandſtein) ein
volles Jahr länger gearbeitet wurde, als man vorherſehen
konnte, liegt in den außergewöhnlichen Schwierigkeiten,
auf die man im Berg unvermutet ſtieß. Namentlich waren
es zwei Stellen, deren Ueberwindung viele Mühe koſtete,
Verwerfungsſpalten, 275 und 150 Meter breit, wo der
Druck des mit Ton, Kohlen und Waſſer durchmengten
Ge=
ſteins ſo ſtark war, daß man zur Faſſung und Stützung
Tübings (halbrund gebogene Eiſenplatten) einbauen
mußte. Auch war beſondere Sorgfalt nötig, um bei dem
nachrückenden „Rötling” vorwärts zu kommen. Die Elmer
Umgehungsſtrecke koſtet 15 Millionen Mark, wovon 9½
Millionen allein auf den Diſtelraſen=Tunnel entfallen. In
dieſe Koſten ſind eingeſchloſſen die Erweiterung der
Bahn=
höfe Flieden und Schlüchtrn mit Anſchlußgeleiſen. Der
um 566 Meter längere Kaiſer=Wilhelm=Tunnel bei Kochem
a. d. Moſel koſtete 5½ Millionen Mark weniger als der
Diſtelraſen=Tunnel, der mit Einführung des
Sommerfahr=
planes dem öffentlichen Betriebe übergehen werden wird.
Hebung des „A 7‟.
* London, 23. Jan. Unter unendlichen Schwierigkeiten
wurde geſtern nachmittag mit der Hebung des
Unterſee=
bootes „A 7” begonnen. Das Wetter war rauh und
ſtürmiſch. Trotzdem ſtiegen Taucher hinab und fanden
das Schiff ſenkrecht hochſtehend, mit dem
Hinter=
teil tief in den Sand gebohrt.
Ermordung einer Deutſchen in China.
* Schanghai, 23. Jan. Hier iſt die Gattin des
deut=
ſchen Fleiſchermeiſters Richard Neumann ermordet
aufgefunden worden. Der Mord der in früher
Morgen=
ſtunde begangen wurde, hat in Schanghai große Aufregung
verurſacht. Die Frau war ſchrecklich verſtümmelt.
Der Kopf war beinahe vom Rumpfe abgetrennt, ein Arm
nahezu abgehackt; ferner hatte der Mörder ihr mehrere
Finger abgeſchnitten, offenbar um ſich in den Beſitz der
Ringe zu ſetzen. Der Wert des entwendeten Geldes und
dr geſtohlenen Juwelen wird auf annähernd 4000 Pfund
geſchätzt. Die Brutalität, mit der das Verbrechen
ausge=
führt wurde, läßt darauf ſchließen, daß noch andere
Be=
weggründe als die eines bloßen Raubmordes vorliegen.
Der Gatte der Getöteten, der ein großes Geſchäft in
Schanghai beſitzt, befand ſich zurzeit des Mordes im
Ho=
ſpital. Die Frau war mit einem chineſiſchen Diener allein
zu Hauſe, der jedoch der Tat nicht verdächtig iſt.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Be
Gege
Hofaporheker Otto
ärztlich
Irrevanie bevorzugt.
b. L. B. 25tc
(2227a)
Beleuchtungs-
Körper
:: Installation ::
elektr. Anlagen
mmmmmammmmmmmmmmmmmmmmmmmmamminn
August Schaeffer
Moselstr.
Frankfurt a. M., — 40
Inventur-Ausverkauf
Schluss: Montag, den 26. Januar.
C. F. Erb Nachf.
Obere Elisabethenstrasse.
(2680
Erste Darmstädter
Werkstätte f. Grabmalkunst
und Kunstgewerbe
Wilhelm Götze
Hakademischer Bildhauer
Karlstrasse 94.
Ständige Ausstellung von
Grab-
denkmälern bei freiem Eintritt.
B1503
„Häusliche Schwitzkuren‟. Die vorzügliche
Wirkung von Heißluft=Schwitzbädern bei den
verſchiedenſten Krankheiten iſt bekannt. Trotzdem konnte
dieſe heilſame Methode bisher nicht recht aus dem Kreis
der Krankenhäuſer, Sanatorien und öffentlichen
Bade=
anſtalten ins große Publikum dringen. Es fehlte nämlich
an billigen Gelegenheiten zu ſolchen Schwitzkuren, es fehlte
ein brauchbarer Apparat für den häuslichen Gebrauch.
Mit der Konſtruktion des durch zwei deutſche
Reichs=
patente geſchützten „Kreuz=Thermalbades” hat ſich die
Sachlage geändert. Unſerer heutigen Nummer liegt ein
Proſpekt der Firma Kreuzverſand, Berlin N. W., Unter
den Linden 56, bei, aus welchem unſere Leſer erſehen
können, daß das „Kreuz=Thermalbad” wirklich das Ideal
eines derartigen Heimbades darſtellt.
(2772
Aus dem Geſchäftsleben.
Der Kaffee im griechiſch=türkiſchen Kriege.
Von einem griechiſchen Offizier.
Als in Athen der Befehl zur Mobiliſi erung des
Hee=
res erteilt wurde, war uns Offizieren nur eine ſehr kurze
Friſt geſtellt, uns mit dem Nötigſten zu verſehen. Unſere
Hauptſorge bildeten die Lebensmittel. Wenn man weiß,
mit welchen Schwierigkeiten die Verpflegung gerade im
Kriege und beſonders am Balkan zu kämpfen hat, ſo wird
man dies verſtehen. Unter dieſen Umſtänden machte ich
meine erſte Bekanntſchaft mit dem Kaffee Hag. Ein
Kauf=
mann empfahl mir und meinen Kameraden die Vorzüge
des coffeinfreien Kaffees, für welchen wir damals wenig
Sinn hatten. So nahmen wir denn eine ſtattliche Reihe von
Paketen in den bekannten charakteriſtiſchen Packungen mit
uns. Die Bedeutung des Kaffees für den Krieg iſt eine ſehr
große. Bei großen Marſchleiſtungen und Strapazen
be=
darf der Soldat eines Mittels, das Körper und Nerven
zuſammenreißt und zu beſonderer Leiſtungsfähigkeit
ſteigert. Starker Gebrauch von Alkohol iſt bekanntlich auf
die Dauer ohne geſundheitliche Störung nicht möglich. So
bleibt nur häufiger Kaffeegenuß. Ende September zogen
wir in drei Gruppen von Athen aus der Grenze zu.
Meine Freunde und ich hatten glücklich gute Wege durch
ebenes Land bis zu der nahe der türkiſchen Grenze
liegen=
den Stadt Lariſſa. Erſt zwei Stunden weiter machten
wir unſeren erſten Halt. Ermüdet und durſtig klopften
wir vergeblich an die Türen der Bauernhäuſer. Im
Kriege von 1897 hatten aber gerade hier in Theſſalien die
Türken wir die Barbaren gehauſt; in Erinnerung an den
trüben Ausgang dieſes Krieges verſchloſſen uns die
Bauern die Türen. So biwakierten wir denn im Freien
und benutzten das klare Waſſer des in der Nähe
fließen=
den klaſſiſchen Fluſſes Penaios, um damit unſeren Kaffee
zu bereiten. Er unterſchied ſich in nichts von jedem
an=
deren Kaffee, war ſehr angenehm im Geſchmack und
ge=
währte die bekannte typiſche Erfriſchung des
Kaffee=
genuſſes. Hier lagen wir einige Tage. Ein
geſchäfts=
kundiger Bauer aus Lariſſa etablierte ſich in einer
Bretter=
bude als Cafétier, und die Soldaten ſelbſt amüſierten ſich
täglich auf einer raſch aufgeſchlagenen Bühne mit Singen
und Schattenſpielen. Die Gemütlichkeit war fabelhaft,
wäre ſie nur nicht in der Nacht vom 16. auf den 17.
Ok=
tober ſo jäh und gründlich geſtört worden! Um 3 Uhr
morgens geweckt, marſchierten wir die ganze Nacht über
Tyrnawo der Grenze zu. Bald waren die erſten
türki=
ſchen Streitkräfte beſiegt, Elaſſona wurde unſer. In
Eil=
märſchen ging es weiter über die verwahrloſten türkiſchen
Wege; unſere einzige Nahrung waren Kaffee und Brot.
Infolge von Fehlern in der Verſorgung blieb das Fleiſch
faſt ganz aus, und wir lernten die Bedeutung des Kaffees
in ihrem ganzen Werte ſchätzen. So ſchlugen wir uns
durch eine Unzahl kleiner Gefechte bis zur unvergeßlichen
Schlacht an der Sarantaporon=Enge durch, in der unſere
tapfere Mannſchaft einen mit Kanonen förmlich geſpickten=
Berg hinan ſtürmte und den Feind aus ſeinen ſtarken
Stellungen warf. Mit dem Sieg wächſt der Mut; das
zeigte ſich kurz darauf in der berühmten den ganzen Krieg
ſtark beeinfluſſenden Schlacht an der Eiſernen Pforte, in
welcher unſere beiden Flügel den Feind glücklich
um=
zingelten und einſchloſſen. Es war ein großer Erfolg,
und er machte uns den Weg nach Saloniki einigermaßen
frei. Noch einmal ſammelten ſich in der Wardar=Ebene
die geſamten türkiſchen Streitkräfte zum Widerſtand, es
wurde 38 Stunden ununterbrochen um Jenidje gekämpft.
Als die vollkommen erſchöpften Gegner hier endlich flohen,
konnten wir uns am Abend des ſchwerſten unſerer
Schlach=
tentage ſagen, daß der bittere Krieg für unſer Vaterland
ſiegreich entſchieden ſei. Während dieſer ganzen harten
und ereignisreichen Monate iſt uns Offizieren des
grie=
chiſchen Heeres ebenſo wie den gemeinen Soldaten der
Kaffee der beſte und treueſte Freund geweſen. Eine ganz
beſondere Erfahrung aber machten wir mit unſerem
neuen, jetzt dauernden Freunde, dem Kaffee Hag. Wir
konnten mit Vergnügen feſtſtellen, daß die Erfriſchung
durch ihn eine anhaltende und dauernde iſt, während der
gewöhnliche Kaffeegenuß zwar auch anregt, aber ſehr
ſchnell auch wieder Erſchlaffung folgen läßt. Die
Fach=
leute erklären dies daraus daß dieſer Bremer Kaffeemarke
ein ermattendes und ſchädliches Gift, das Coffein,
künſt=
lich entzogen wurde.
Nummer 24.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Januar 1914.
Seite 9.
für Spezial-Auskünfte, Er-
Detektw-Institutmittelungen, Beobachtun gen
- u. Vertrauens-Angelégenheiten.
Uebernahme nur einwandfreier Aufträge. Garantie für
gewissenhafte Eriedigung. Kiesstr. 34, I. Tel. 1668. (VII,831
Hilfe
für die durch Sturm und Unwetter
geschädigten Bewohner
der Ostseeküste!
Die letzten großen Stürme und
Ueber=
ſchwemmungen haben über eine große
An=
zahl deutſcher Familien an der Oſtſeeküſte
Not und Elend gebracht. Vielen ſind die
Wohnſtätten, anderen die Exiſtenzmittel
ver=
nichtet worden. Schnelle Hilfe allein
ver=
mag die größte Not bei der anhaltend ſtrengen
Kälte zu lindern. Die Expedition des „
Darm=
ſtädter Tagblatt”, Rheinſtraße 23, hat eine
Zeichnungsliſte für Beiträge aufgelegt.
Quittung erfolgt öffentlich.
(2597fsg
Doppelt gibt, wer ſchnell gibt!
Bisher ſind eingegangen: Rentner Briehinkel 3 ℳ.
F. S. 1 ℳ. N. N. 1 ℳ. Schweſter L. G. und R. V. 2 ℳ.
Prof. U. 6 ℳ. Frau Oberförſter Laubenheimer 5 ℳ.
Frau Memminger 2 ℳ. J. H. 1 ℳ. Poſtdirektor Schad
5 ℳ. Frl. E. Uhrich 2 ℳ. Frl. Dr. Johanna Schmidt
6 ℳ. J. Wenz 3 ℳ. Frl. Emilie Knorr 10 ℳ.
Unge=
nannt 1 ℳ. Freifrau Nordeck zu Rabenau 20 ℳ.
Unge=
nannt 2 ℳ. Ungenannt 1 ℳ.
Indem wir allen Spendern im Namen der Betroffenen
herzlichſt danken, nehmen wir weitere Gaben gerne
ent=
gegen.
„Darmſtädter Tagblatt‟
Geſchäftsſtelle.
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Armenia” von Philadelphia kommend,
20. Jan. 10 Uhr morgens Dover paſſiert. „Bavaria” von
Boſton kommend, 21. Jan. 4 Uhr morgens Dover
paſſiert. „Pallanza” nach Philadelphia, 19. Jan. 8 Uhr
abends von Halifax. „Pennſylvania” von Neu=York
kommend, 21. Jan. 4 Uhr 35 Min. morgens Dover
paſſiert. „Pretoria” nach Neu=York, 20. Jan. 1 Uhr
50 Min. nachm. Lizard paſſiert. „Scottiſh Monarch”
nach Philadelphia und Neuorleans. 21. Jan. 4 Uhr
50 Min. morgens Cuxhaven paſſiert. — Weſtindien,
Mexiko: „Corcovado” von Mexiko und Havanna
kom=
mend, 20. Jan. 4 Uhr nachm. von Santander nach
Bilbao. „Georgia” von Weſtindien kommend, 20. Jan.
7 Uhr abends in Hamburg. „Wasgenwald” nach
Ha=
vanna und Mexiko, 20. Jan. 3 Uhr nachm. von
San=
tander. „Weſterwald”, von Mexiko kommend, 19. Jan.
nachm. von Havanna über Coruna, Santander und
Havre nach Hamburg. — Oſtaſien: „Aleſia” nach
Wladiwoſtok, 21. Jan. 1 Uhr morgens Lizard paſſiert.
„Andaluſia‟, 20 Jan. 3 Uhr nachm. von Yokohama nach
Kobe. „Aragonia” von Neu=York, 19. Jan. 10 Uhr
morgens in Colombo. „Brisgavia” 20. Jan. 6 Uhr
abends von Havre nach Hamburg. „Fürſt Bülow‟
19. Jan. nachm. Perim paſſiert, heimkehrend. Iſtria‟
20. Jan. von Port Said nach Havre. „Sachſen” 20. Jan.
morgens Perim paſſiert, ausgehend. „Sileſia” 19. Jan.
in Schanghai, heimkehrend. „Sithonia” 18. Jan. nachm.
von Portland, heimkehrend. „Weſtphalia” 20. Jan.
12 Uhr mittags Gibraltar paſſiert, heimkehrend. —
Ver=
chiedene Fahrten =Vergnügungsdampfer „Meteor”, erſte
Mittelmeerfahrt, 20. Jan. 2 Uhr nachm. in Sevilla.
„Nicaria” 19. Jan. nachm. von Kilindini, heimkehrend.
„Sparta” nach Perſien, 20. Jan. von Suez. „
Steier=
mark” von Weſtafrika kommend, 19. Jan. von Teneriffa.
Familiennachrichten.
Dankſagung.
Für die uns in überaus reichem Maße zu
unſerem Goldenen Hochzeitstage am 17. d. M.
zugegangenen Ehrungen und Geſchenke ſagen wir
hiermit auf dieſem Wege Allen unſeren herzlichſten
Dank.
(2701
Dienstmann J. Häußge u. Frau
Grafenſtraße 29.
Allen Denen, die in ſo anerkennender Weiſe
an=
läßlich unſerer Goldenen Hochzeit unſerer
gedacht haben, ſagen wir auf dieſem Wege unſeren
herzlichen und innigſten Dank.
(*1814
Peter Engel und Frau,
Sensfelderhof bei Wixhauſen.
Todes=Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten die
traurige Mitteilung, daß heute unſer lieber
Vater, Schwiegervater, Großvater und Onkel
Bernhard Roth
nach kurzem Leiden im 79. Lebensjahre ſanft
entſchlafen iſt.
(B2702
Im Namen der Hinterbliebenen:
Georg Roth.
Darmſtadt, den 22. Januar 1914.
Karlſtr. 115.
Die Beerdigung findet am Sonntag,
nachmit=
tags um 3 Uhr, vom Friedhofsportal aus, ſtatt.
Danksagung.
Für die überaus vielen Beweiſe
herz=
licher Teilnahme bei unſerem ſchweren
Verluſte ſagen wir Allen innigſten
Dank.
(2699
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Käthe Bodenstein.
Gießen 23. Januar 1914.
Todes=Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten
die ſchmerzliche Nachricht, daß mein lieber
Gatte, unſer treubeſorgter Vater,
Schwieger=
vater, Großvater und Onkel
(2742
Hert- Schannes Waichtin
nach ſchwerem Leiden im 54. Lebensjahre ſanft
entſchlafen iſt.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Frau Margarethe Valentin,
geb. Scherm, nebſt Kindern.
Darmſtadt, Berlin, den 23. Januar 1914
Feldbergſtr. 62.
Die Beerdigung findet am Sonntag, 25. Jan.,
nachmittags 3 Uhr, vom Portal des
Fried=
hofes aus, ſtatt.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Heiteres, trockenes Wetter hatten wir geſtern im
Bereich des über ganz Europa lagernden
Hochdruck=
gebietes. Von Island her rückt eine Depreſſion vor und
drängt den hohen Druck, der ſich über Deutſchland noch
verſtärkt hat, weiter nach Südoſten. Wir dürften
morgen unter dem Einfluß des hohen Druckes keine
weſentliche Aenderung der beſtehenden Witterung zu
erwarten haben.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, den 24. Jan.:
Fortdauer der beſtehenden Witterung; meiſt heiter und
trocken, keine Zunahme des Froſtes, öſtliche Winde.
Tageskalender.
Samstag, 24. Januar:
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende vor
10½ Uhr (Ab. C): „König Kacl”.
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
Geburtstagsfeiern Sr. Maj. des Kaiſers:
Kriegerverein um 8½ Uhr im Saalbau. —
Kriegerkame=
radſchaft „Germania” um 9 Uhr im Vereinslokal.
Konzerte: Hotel Heß um 3 Uhr. — Ludwigshöhe um
4 Uhr. — Café „Metropole” um 8 Uhr.
Wahl der Vertreter und Erſatzmänner zur
Ortskrankenkaſſe von 3—8 Uhr, Blumenthalſtraße 7.
Nachtlaufen und Konzerte auf Eisbahnen:
Eis=
bahn Böllenfalltor. — Eisbahn Klappacherſtraße. —
Eis=
bahn Woog. — Eisbahn Oberwaldhaus.
Ausſtellung zum Kampfe gegen den Schmutz und
Schund in Wort und Bild im Ausſtellungsgebäude auf
der Mathildenhöhe (geöffnet von 10—8 Uhr).
Bilder vom Tage. (Auslage unſerer Expedition
Rheinſtraße 23): Militäriſche Hilfsmannſchaften im
Ueberſchwemmungsgebiet an der Oſtſee. — Winter im
Jungfraugebiet; grönländiſche Polarhunde in der
Schweiz. — Nordanſicht von Valona in Albanien. —
Empfang katholiſcher Geſellen aus Deutſchland durch
Papſt Pius X. in Rom.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Max Streeſe; für den Inſeratenteil,
Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Carl Friedrich Romacker, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren.
Etwaige Honorarforderungen ſind beizufügen;
nachträg=
liche werden nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte
werden nicht zurückgeſandt.
Kurſe vom 23. Januar 1914.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
In Proz.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,00
3½ Deutſche Reichsanl. 86,30
76,90
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99.60
3½ do. Conſols 86,30
76,90
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 97,40
92,00
do.
3½
do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 96,70
84,25
do.
3½
75,00
do.
4 Hamburger Staatsanl. 97,30
4 Heſſ. Staatsanleihe
4 do. do. (unk. 1918) 96,70
83,40
do.
3½
73,80
do.
76,70
3 Sächſiſche Rente .
4 Württemb. (unk. 1921) 98,70
do. v. 1875 92,50
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 95,60
1¾ Griechen v. 1887 .
4 Italiener Rente . . . . 100,50
½ Oeſterr. Silberrente 86,90
4 do. Goldrente . . . 88,70
4 do. einheitl. Rente . 83,00
3 Portug. unif. Serie I 62,00
3 do. unif. Serie III 64,00
9,50
3 do. Spezial .
5 Rumänier v. 1903 .
4 do. v. 1890 . .
do. v. 1905 . . 85,30
4 Ruſſen v. 1880
90,70
4 do. v. 1902
99,00
½ do. v. 1905
89,00
3½ Schweden
4 Serbier amort v. 1895 79,00
4 Türk. Admin. v. 1903 77,50
4 Türk. unifiz. v. 1903 85,50
4 Ungar. Goldrente . . . 84,50
4 do. Stoatsrente . . 82,5
In Proz.
Zf.
5 Agentinier . . . .
. 99,50
do.
4½ Chile Gold=Anleihe. 90,20
5 Chineſ. Staatsanleihe. 98,90
do.
91,40
4½
4½ Japaner . .
. . 91,60
5 Innere Mexikaner . . . 67,50
45,00
do.
3
4 Gold=Mexikanerv. 1904 70,00
5 Gold=Mexikaner . . . . 84,00
3½ Buenos Aires Prov. 68½
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
10 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 134,6
7 Nordd. Lloyd. . . . . 115,7
6½ Südd. Eiſenb.=Geſell. 122,50
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5½ Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 ..
6 Baltimore und Ohio 95,25
7½ Schantungbahn . . . 127,75
8 Luxemb. Prince Henri 156,0
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 21,90
6 Pennſylvania R. R. . 112,75
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger. . . 67,00
28 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik
. . . 577,50
14 Chem. Fabrik Gries=
. 262,50
heim
30 Farbwerke Höchſt. . . 625,50
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim
10 Cement Heidelberg . . 151,30
33 Chem. Werke Albert 448,00
12 Holzverkohl.
Kon=
ſtanz
.316,00
6 Lahmeyer
. . . . 120,50
In Proz.
Stob.
3 Schuckert, Nürnberg . . 145,40
12 Siemens & Halske . 215,50
14 Bergmann Electr. 128,00
11 Deutſch. Ueberſee Electr. 172,80
0 Gummi Peter . . . . 88,00
30 Adler=Fahrradwerke
365,00
Kleyer
9 Maſchinenf. Badenia 131,00
0 Wittener Stahlröhren
10 Steana Romana Petr. 149,50
15 Zellſtoff Waldhof . 226,7.
12.83 Bad. Zucker=Wag=
* 210,00
häuſel . .
0 Neue Boden=A. A.=Geſ. 91,00
0 Südd. Immobilien 56,60
Bergwerks=Aktien.
. 163,50
12 Aumetz=Friede
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 221,90
10 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb.
.137,10
10 Gelſenkirchener . . . . 192,50
11 Harpener . . . . . . . 186½
18 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb . . . 241,60
3 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro
. 63,40
156,50
8 Laurahütte ..
10 Kaliwerke Aſchersleben 148,50
Weſteregeln 193,50
13
5 South Weſt Africa . 116,75
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ.
1 Nordd. Lloyd=Obl. 98,10
4 Eliſabethbahn, freie . . 89,00
4 Franz=Joſefs=Bahn . . 86,00
Prag=Duxer . . . . . . 72,00
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn . 87,90
do.
75,20
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 98,90
4 Oeſt. Südb. (Lomb.) . .
In Proz
Zf.
2¾/10 Oeſt. Südb. (Lomb.) 52,20
3 Raab=Oedenburg
. 76,60
4 Kronprinz Rudolfbahn 86,00
4 Ruſſ. Südweſt . . . . . 86,10
4½ Moskau=Kaſan . . . 95,70
do.
86,60
4 Wladichawchas
86,70
4 Rjäſan Koslow
3 Portugieſ. Eiſenb. . . . 68,30
do.
4½
2¾/10 Livorneſer . . . . . 71,40
3 Salonique=Monaſtir. . 62,60
4 Bagdadbahn . . . . . . 79,70
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 91,90
4 Miſſouri=Pacific . .
4 Northern=Pacific . . . 94,60
92,20
4 Southern=Pacific
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 101,00
5 Tehuantepec . . . . . . 90,00
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 186,50
7½ Bergiſch=Märkiſche
Bank . . . . . . . 145,00
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 159,25
6½ Darmſtädter Bank . 119,75
12½ Deutſche Bank . . . 252,90
6 Deutſche Vereinsbank . 120,50
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 115,75
10 Diskonto=Kommandit 192,00
8½ Dresdener Bank . . 154,50
10 Frankf. Hypoth.=B. 213,00
6½ Mitteld. Kreditbank 119,50
7 Nationalb. f. Deutſchl. 118,25
7 Pfälziſche Bank . . . 123,75
6.95 Reichsbank . . . . . 138,50
7 Rhein. Kreditbank . . . 130,00
5 A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 101,75
7½ Wiener Bankverein . 135,25
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17
94,00
In ßrol.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . 84,59
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 15—19, 21—26 93,50
4 Hamb. Hypoth.=Bank 95,00
84,00
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,20
84,20
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
96,50
S. 12, 13, 16 .
S. 14, 15, 17, 24/26
.96,50
18—23 .
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 84,20
. 84,00
S. 3—5
84,10
S. 9—11.
4 Meininger Hyp.=Bank 95,00
84,00
do.
3½
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 93,50
3½ do. (unk. 1914) . . 83,30
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 96,90
86,50
do.
3½
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . . . . 94,5
86,10
3½ do.
95,70
4 Frankfurt.
97,25
3½ do.
4 Gießen
94,30
86,50
3½ do.
. 93,80
4 Heidelberg
3½ do.
84,50
4 Karlsruhe
3½ do.
85,40
4 Magdeburg
4 Mainz
95,00
3½ do.
Mannheim
94,20
3½ do.
85,3
München
96,30
3½ Nauheim
83,00
Nürnberg.
95,75
3½ do.
84,60
4 Offenbach .
3t.
-
3½ Offenbach
4 Wiesbaden . . . .
½ do.
4 Worms.
93,50
3½ do.
4 Liſſabonner v. 1888 . 75,90
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . Tlr. 100 176,75
3½ Cöln=Mindner „ 100 141,60
3 Holl. Komm. . fl. 100 119,00
3 Madrider . . Fs. 100 75,50
4 Meininger Pr.=Pfand=
141,30
briefe . .
4 Oeſterr. 1860er Loſe 178,50
. 128,00
3 Oldenburger . .
2½ Raab=Grazer fl. 150 111,00
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . fl. 7 35,00
Braunſchweiger Tlr. 20 206,90
Fs. 15 —
Freiburger .
Fs. 45 —
Mailänder .
do.
Fs. 10 —
Meininger .
.ſt. 7 —
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 —
do. v. 1858 fl. 100 567,00
Ungar. Staats . . fl. 100 441,00
Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 168,80
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns
20,45
0 Francs=Stücke
16,20
Amerikaniſche Noten
4,19½
Engliſche Noten
20,48
Franzöſiſche Noten
81,30
Holländiſche Noten.
169,45
Italieniſche Noten .
81,00
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,00
Ruſſiſche Noten . . . . . 215,00
Schweizer Noten . . . . . 81,20
Reichsbank=Diskonto . . . 4½%
Reichsbank=Lombard Zsf. 5½%
5 II.
Sanstag. 24. Zamar.
1914.
Bekanntmachung.
Es wird zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß das Großh. Proviantamt
Darmſtadt Roggen, Hafer und Roggenſtroh (Flegel=, Maſchinenplatt= und
Preßlang=
ſtroh) ankauft und den Heuankauf bis auf weiteres einſtellt.
Darmſtadt, den 19. Januar 1914.
(2668
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Die Gemeinde Reinheim beabſichtigt mit dem am 14. März d. Js. ſtattfindenden
Reinheimer Zuchtviehmarkt eine Verloſung von Vieh und Gebrauchsgegenſtänden zu
verbinden. Großh. Miniſterium des Innern hat die nachgeſuchte Erlaubnis zur
Ver=
anſtaltung dieſer Verloſung unter der Bedingung erteilt, daß bis zu 3500 Loſe zu
1 Mk. das Stnch und mindeſtens 607, des Brutweribſe,
aus dem Verkaufe der Loſe zum Ankauf von Gewinngegenſtänden zu verwenden ſind.
(2667
Der Vertrieb der Loſe in der Provinz Starkenburg iſt geſtattet.
Das Großh. Miniſterium des Innern hat dem Fürſtlichen Hofmarſchallamt zu
Detmold die Erlaubnis erteilt, 3000 Loſe einer am 7. Februar 1914 zu Gunſten der
Wiederherſtellung des Fürſtlichen Hoftheaters zu Detmold zu veranſtaltenden
Geld=
lotterie (2. Reihe) innerhalb des Großherzogtums zu vertreiben
Nach dem von der zuſtändigen Behörde genehmigten Verloſungsplan dürfen
125 000 Loſe à 3 Mk. ausgegeben werden. Zum Vertrieb in Heſſen dürfen nur mit
dem heſſiſchen Zulaſſungsſtempel verſehene Loſe gelangen.
(2666
Während der Zeit des Vertriebs der Loſe zur I. Klaſſe einer Königlich
Preußi=
ſchen Lotterie iſt Ankündigung, Ausgabe und Vertrieb der Loſe in Heſſen nicht geſtattet.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 kleines ſchwarzes Portemonnaie mit über 20 Mk.
Inhalt. 1 mattgoldene gedrehte Broſche. 1 Sekt= und 1 Bierzipfel
mit Medaillon und ſchwarz=weiß=rot=gold=Band. 1 brauner
Pelz=
muff mit weißem Seidenfutter. 1 Zwanzigmarkſchein. 1 kleines
braunes Portemonnaie mit über 1 Mk. Inhalt. 1 mittelgroßer
Schlüſſel. 1 Thermometer. 1 blaue Hutfeder. 1 Bernſteinhalskette.
(2679
1 graukariertes Kopftuch.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 deutſcher Schäferhund, 1 Boxer, 2 Kriegshunde (
zuge=
laufen). Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=
Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten
Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags 10 Uhr, ſtatt. (2698
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den 25. Jan.,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends folgende
Apotheken geöffnet: Hirſch=Apotheke, Nieder=Ramſtädterſtraße, und
Apotheke am Juſtizpalaſt, Bismarckſtr. Alle übrigen Apotheken
ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.
Aus Anlaß der Feier des Geburtstages Seiner
Mazeſtät des Kaiſers
bleiben am Dienstag, den 27. ds. Mts., die ſämtlichen ſtädtiſchen
Geſchäftszimmer und Kaſſen geſchloſſen.
(2649
Darmſtadt, den 24. Januar 1914.
Der Oberbürgermeiſter.
Dr. Gläſſing.
Wir nehmen Zeichnungen unserer Mlitglieder auf
die am 26. Januar 1914 aufliegende
Womundeisichererlaizer Staut An unſer Handels=Regiſter,
Ab=
unlemlev. leiankuhabar bis iez!
zum Kurse von
94.30%
bis 24. Januar abends spesenfrei entgegen. (2521ds
Darmstädter Volksbank
eingetrag. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.
Dir Tieſtrung des Behaſs an Fahier
für die Stäbe, Truppenteile und Behörden der 25. Diviſion für das
Rechnungsjahr 1914
etwa 155 Ries Kanzleipapier
Konzeptpapier
und 195 „
ſoll vergeben werden.
Termin: 27. Februar 1914, vormittags 11 Uhr, im
Ge=
ſchäftszimmer der Diviſionsintendantur, Darmſtadt,
Heidelberger=
ſtraße 23, II. Hier liegen die vor dem Termin anzuerkennenden
Lie=
ferungsbedingungen aus, ſie können auch gegen Einſendung von
70 Pfg. einſchließlich Beſtellgeld bezogen werden.
Die verſiegelten, mit Aufſchrift „Angebot auf Papierlieferung‟
verſehenen Angebote und Proben ſind an vorbezeichnete Adreſſe zu
richten.
(235fs
Intendantur 25. Diviſion.
Hotzverſteigerung.
Freitag, den 30. Januar l. J., vorm. von 9 Uhr an
ſollen in der Turnhalle, Woogsplatz 5, dahier aus den Diſtrikten
Moosberg und Herrgottsberg verſteigert werden:
Scheiter rm: 282 Buchen, 13 Eichen:
Knüppel rm: 225 Buchen, 16 Eichen;
Reiſig Hdt. W.: 47 Buchen, 1 Eiche;
Stöcke rm: 17 Buchen, fein geſpalten,
41 desgl., grob
14 Eichen,
Zur Verſteigerung kommen die Nummern 975 bis 1279.
Nähere Auskunft erteilt der Großh. Förſter Klipſtein zu
Böllen=
falltor.
Darmſtadt, am 16. Januar 1914.
Großh. Oberförſterei Beſſungen.
Daab.
(2500ms
Holz=Verſteigerung.
Montag, den 2. Februar d. Js., vormittags 9 Uhr
werden in der Günther’ſchen Gaſtwirtſchaft zu Roßdorf aus
Pfarr=
holz 7 der Forſtwartei Traiſa verſteigert:
Scheiter rm: 231 Buchen, 2 Eichen, 2 Kirſchbaum;
Knüppel, rm: 408 Buchen, 24 Eichen, 3 Kirſchbaum, 5 Lärchen;
Reiſig, H. W.: 48,8 Buchen, 2,0 Eichen, 0,5 Kirſchbaum;
Stücke, rm: 87 Buchen, 11 Eichen, 4 Lärchen.
Nähere Auskunft durch Großh. Förſter Hoffmann zu Eiſernhand.
Ober=Ramſtadt, den 20. Januar 1914.
(2648
Großh. Oberförſterei Ober=Ramſtadt.
Hoffmann.
Jagd=Verpachtung.
Donnerstag, den 5. Febr. 1914, nachm. 1 Uhr,
ſollen auf dem Rathaus in Wiebelsbach die Feld= und Waldjagden
der Gemarkungen Wiebelsbach, Frau=Nauſes und Ober=Nauſes auf
weitere 6 Jahre öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. (26738s
Wiebelsbach, am 21. Januar 1914.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Wiebelsbach.
Karn.
Bekanntmachung.
Montag, 26. Januar 1914,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die den Schloſſermeiſter
Georg Friedrich Rettig Eheleuten
gehörigen Liegenſchaften:
Flur Nr. am
VI 436 157 Hofreite
Fran=
kenſteinſtraße
Nr. 42,
VI 436¾/10 27 Grasgarten
(Vorgarten)
daſelbſt,
VI 437
130 Grabgarten
da=
ſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe verſtei=
(K85/13
gert werden.
Darmſtadt, 15. Dezember 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
Frantz. (IX,26443
En unſer Handels=Regiter,
Ab=
teilung B, wurde heute
einge=
tragen hinſichtlich der Firma=
Ph. Ullrich, Geſellſchaft
mit beſchränkter Haftung,
Darmſtadt.
Der Geſchäftsführer Friedrich
Rumpe hat ſeinen Wohnſitz nach
Wiesbaden verlegt. (2678
Darmſtadt, 17. Januar 1914.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt, I.
a teilung B, wurde heute
ein=
getragen hinſichtlich der Firma:
Schröder & Freund,
Ge=
ſellſchaft mit beſchränkter
Haftung, Buchdruckerei
und Verlagsanſtalt,
Darm=
ſtadt.
Der Sitz der Geſellſchaft iſt durch
Beſchluß der Geſellſchafter vom
23 Dezember 1913 nach Berlin
verlegt.
(2677
Darmſtadt, 16. Januar 1914.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Die Arbeiten und die
Lieſe=
rung der Materialien zur
Pflaſterung der Ladeſtraße auf
Bahnhof Bensheim ſoll in drei
Loſen getrennt vergeben werden:
Los I: Lieferung vonrd 3600am
Granitpflaſterſteinen
II. Sorte.
Los II: Pflaſterarbeiten rd. 4100
am Reihenpflaſter.
Los III: Schloſſerarbeiten 7
tFluß=
eiſen für Einfaſſung
der Ladeſtraße.
Verdingungsunterlagen ſind bei
dem unterzeichneten Amt
einzu=
ſehen und können auch, ſoweit der
Vorrat reicht, gegen poſtkreie
Ein=
ſendung von 0,50 Mk. in bar (nicht
in Briefmarken) für jedes Los be=
(IV,2696
zogen werden.
Angebote mit entſprechender
Auf=
ſchrift ſind bis Donnerstag, den
5. Februar ds. Js., vormittags
11 Uhr, einzureichen.
Zuſchlagsfriſt 4 Wochen.
Eiſenbahnbetriebsamt
Darmſtadt 3.
Die Anfertigung, Lieſerung und
Aufſtellung der
Eiſenkon=
ſtruktion — etwa 58,7 Tonnen
Flußeiſen — für die
Bahnſteig=
bedachung auf Bahnhof
Friedrichs=
feld M.=N.=B. ſoll vergeben werden.
Die Unterlagen,
Verdingungs=
heſte und Zeichnungen können
gegen vorherige koſtenfreie
Ein=
ſendung in bar von 0,70 Mk. ohne
Zeichnungen und 1,60 Mk mit
Zeichnungen, ſo lange der Vorrat
reicht, von der unterzeichneten
Stelle bezogen und dort auch
ein=
geſehen werden. (IV.2697
Eröffnung der Angebote
eben=
daſelbſt am 9. Februar,
vor=
mittags 11 Uhr.
Zuſchlagsfriſt 4 Wochen.
Weinheim, 21. Januar 1914.
Großh. Bad.
Eiſenbahnbau=
abteilung.
Bekanntmachung.
Die heute in der Turnhalle
abgehaltene Holzverſteigerung iſt
genehmigt.
(2672‟
Die Abfuhrſcheine können vom
30. Januar an bei den
Kaſſen=
ſtellen abgeholt werden.
Darmſtadt, 22. Januar 1914.
Großh. Oberförſterei Beſſungen.
Daab.
Kleine Kontrollkaſſe, ganz neu,
3 zu verkaufen
(*1682fs
Schuchardſtraße 9, parterre.
Bekanntmachung.
Die Lieferung der Brennmaterialien für die ſämtlichen
ſtaat=
lichen Anſtalten und Behörden im Großherzogtum Heſſen auf die
Zeit vom 1. April 1914 bis 31. März 1915 ſoll nach Maßgabe des
Erlaſſes Großh. Miniſteriums vom 16. Juni 1893, das
Verdings=
weſen betr., vergeben werden. Die Lieferung umfaßt etwa:
Steinkohlen (verſch. Sorten) 18661 t
Anthrazit
1294 t.
268 t
Anthrazit=Eiformbriketts
6369 t
Zechenkoks (verſch. Sorten)
2048 t
(askols
Steinkohlenbriketts
36 t
329 t
Braunkohlenbriketts
Verſiegelte, mit der Aufſchrift „Kohleneinkauf” verſehene
An=
gebote ſind portofrei bis ſpäteſtens 17. Februar 1914, vormittags
10 Uhr, an unterzeichnete Bergwerksdirektion einzureichen, zu welchem
Zeitpunkte Eröffnung der eingelaufenen Angebote ſtattfindet.
Die für die Lieferung geltenden Beſtimmungen ſamt
Ver=
teilungsplan uſw. liegen auf unſerem Amtszimmer, Gutenbergſtr. 1,
zur Einſicht offen, ſie können auch, ſolange Vorrat reicht, gegen
porto=
freie Einſendung von 3,50 Mk. in bar bezogen werden.
Friedberg (Heſſen), den 22. Januar 1914.
(2675sg
Großh. Bergwerksdirektion.
Schulz, Großh. Bergrat.
Jagd-Verpachtung.
Montag, den 9. Februar 1914, vormittags
11½ Uhr,
wird auf hieſigem Rathaus die 4600 Morgen betragende Auerbacher
Gemeindeſagd unter den vorgeſchriebenen Bedingungen auf neun
Jahre verpachtet. Die Jagd umfaßt vier Bezirke und beſteht aus
Feld=, Wieſen= und Waldjagd.
(2681
Nähere Auskunft wird von uns gerne erteilt.
Auerbach, den 19. Januar 1914.
Großh. Bürgermeiſterei Auerbach.
Gölz.
Bekanntmachung.
Der Voranſchlag der Gemeinde Wixhauſen für 1914
liegt vom 26. Januar bis einſchließlich den 9. Februar 1914 auf dem
Bürgermeiſtereibüro zur Einſicht der Intereſſenten offen.
Wixhauſen, den 22. Januar 1914.
(2651
Großherzogliche Bürgermeiſterei.
Pfaff.
Aufforderung.
Forderungen an den Nachlaß der am 27.
Dezem=
ber 1913 dahier verſtorbenen Opernſängerin i. P.
Betty Herbold ſind bis zum 1. Februar 1914 bei
dem unterzeichneten Nachlaßpfleger anzumelden.
Dr. Gessner, Rechtsanwalt.
2676)
Gabelsberger Stenographenverein
(gegr. 1861)
Protektor: Se. Königliche Hoheit der Grossherzog.
äfte
Stenographie.
BERGERI Anfängerkurse beginnen
für kieren:
Donnerstag, den 29. Januar 1914,
abends 8½ Uhr,
im Schulhaus am Ballonplatz
für Damen:
Donnerstag, den 5. Februar 1914, bei
Fräul. Clara Eppert, Karlstrasse 36.
Honorar 6 Mk. — wöchentlich 2 Stunden.
Anmeldungen werden noch in der Eröffnungsstundé
entgegengenommen.
(2757
Handels Hoohschald
Mannnei
(IV,2689
Das Vorlesungs-Verzeichnis für das Sommer-
Semester 1914 ist erschienen und kann vom
Sekre-
tariat unentgeltlich bezogen werden.
Erste Immatrikulation: 27. April. — Beginn der
Vor-
lesungen: 28. April. — Nähere Auskunft auf Anfrage.
Nummer 24.
Darmſtädter Tagblatt. Samstag, den 24. Januar 1914.
Seite 11.
Während der
letzten
Tage meinesInv CheurAusverkaufs
rosser „Kehraus‟ in allen Abteilungen.
84
Restbestande In Daien-Hohfektion
hierunter befinden sich: Paletots, Jackenkleider, Taillenkleider, Kostümröcke, Blusen, weiße Stickerei- u. Tüllkleider
Serie I
Serie II
Serie III
Serie IV
Serie VI
Serie VII
Serie VIII
jedes Teil
jedes Teil
jedes Teil
jedes Teil
jedes Teil
jedes Teil
jedes Teil
00
00
00
2*
Sℳ
* 110
Serie V
jedes Teil
Restbestände in Kinder-Konfektion, -Kleider u. -Mäntel jetzt enorm billig.
3 billige Serien
Kleiderstoffe
Serte I
Hauskleiderstoffe, kräftige
Qualität, besonders billig
Meter
Kostümstoffe, ca. 130 cm br.,
weit unter Preis
Meter
),
Serie III
Uni Kleiderstoffe, reinwoll.
Pepeline in vieien Farben,
besond. für
Konfirmanden-
kleider geeignet Meter
ca. 80 cm breit, meine bewährten elsässischen und
Hemdentuche, westfälischen Marken, in grob- und feinfädig, aus
guten Rohstoffen hergest., weit unter sonstig. Preisen
Meter
18, 24, 32, 39, 48, 58₰
Ia elsässische Qualitäten, mit Seiden-
Weisse Bettdamaste, glanz, nur neue Dessins, enorm billig
130 cm breit . Meter 75 ₰, 95 ₰, 1.25, 1.45
160 cm breit . Meter 95 ₰, 1.25, 1.65, 1.95
meiner grossen Wäsche-Auslage, enthaltend: Damenwäsche,
Pestbestarlde sowie Bett- und Tischwäsche, Untertaillen etc. etc.
zum Teil etwas angestaubt, jetzt nochmals im Preise ermäßigt.
Restbestände in Handarbeiten
gezeich. u. gest., Decken, Läufer, Zeitungsmappen, Bürstentaschen, Kragenkasten etc.
Serie I
Serie II
Serie III F
Serie IV
jedes Teil28 ₰ jedes Tei90 ₰ jedes Teil 78 ₰ jedes Teil95₰
Restbestände in Korsetts
zur Hälfte des früheren Preises!
— Nur prima Qualitäten
Sete 1.95 Seten 2.75 seten 3.25
„darunt. Valencien., Lein.-Köpp.,
RestbeständeSpitzen u. Einsätze Tänl, Spachtel und Kunstseide
a darunt. auch Kunst-
Restbestände Tüll- u. Spachtel-Stoffe seide u. Brokat-Stoffe
Serie I
früh. Preis bis 35 ₰
jetzt Meter
Serie II
früh. Preis bis 50 ₰
jetzt Meter
Serie III
früh. Preis bis 70 ₰
jetzt Meter
Serie IV
früh. Preis bis 90 ₰
jetzt Meter
Serie I
Serie II
früh. Pr. b. 1.50 früh. Pr. b. 2.75
jetzt Meter
jetzt Meter
18₰
20
38₰
40
75.
Serie IV
Serie III
Seric V
früh. Pr. b. 3.75 früh. Pr. b. 4.95 früh. Pr. b. 7.50
jetzt Metcr
jetzt Meter
jetzt Meter
1.75
2.25 2.75
Nur solange Vorrat!
Restbestände in Madapolam-Stickereien
Nur solange Vorrat!
zum Aussuchen, jedes Stück = 4½ Meter 58 ₰ 75₰ 95 ₰ 1.10 1.45
Serie I: früherer Preis bis 12.50
2712
2 Serien bessere Damen-Regenschirme, nur Ia Qualitäten
jetzt jeder Schirm 5.90 Serie II: früher Preis bis 18.50
. jetzt jeder Schirm 7.50
Darmstauf
Raufkaus PSchneider Ludwigstrasse, Ecke Kirchstrasse.
Aehtunge Milte lesen.
Guterh. neue Herrenüberz. v. 3 M.
an Anzüge, Hoſen, Weſten,
Damen=
mäntel, Damenkl., Bluſen,
Herren=
zu. Damenſtiefel, warme
Winter=
tpantoffel, 1 vollſt. n. Bett, 1
Gas=
rmeſſinglüſter, 4fl., f. n., 1
Kanarien=
lhahn, guter Sänger, m. 3 Zuchtw.,
11 zahme Amſel u. verſchied., ſof.
ſpottb. abzug. wegen Platzmangel.
Lauteſchlägerſtr. 5, Fuchs, Samstag
abends bis 9 Uhr Ladengeſchäft
dofſſen.
(2719
Teppich, Kinderbeit,
ggroßer Spiegel, Salontiſch, Stühle,
Bauerntiſche aus Privathand bill.
zu vk. Magdalenenſtr. 1, pt. (*1789
gut erh., für elektr. Licht
Lüster, u. Gas billig zu ver
Faufen. Offert. unt. C 47 an die
Expedition d. Bl. (*1585ms
Gebrauchte Nähmaſchine, gut
erhalten, billig zu verkaufen.
Mäheres in der Expedition. (*1846
Forzügl.
Privatmittags=
tiſch —— für beſſ. Herren u.
Damen Hölgesſtr. 1, 1. St. (1053a
Dge.geſundeFrauſ. Kind mitzuſtill.
u Off. u. D 27 a. d. Exp. (*1801sg
Viktoriaſtr. 32, II., 1
Ueber=
zieher, Damenmantel, verſch. Bluſen
u. Kleider, 1 Sitzbadew., Blumentiſch,
Küchenſchr., ant. Kleiderſchr. b. z. v.(2
Zmmer
Feldbergſtr. 30, Stb., Manſ.,
2 Zimmerwohnung alsb. z. verm.
(*1845
Näh. Vorderhaus.
Neue Ireneſtr. 59 ein unmöbl.
Zimmer mit ſeparatem Eingana
(*1839
zu vermieten.
Mlierne Zimmer
mit aufmertſ. Bedteſt z. v. (*1200t
Zmetgeeh
Stallung
für 2—3 Pferde, Burſchenſtube u.
Wagenremiſe in der Nähe des
Herdweges geſucht. Angeb. unter
(B254
C 71 an die Exp.
Perſ. Zulles. Htober dr. 3.
ſchöne 5=od. 4 Himmer=Wohn.
möglichſt parterre oder 1. Stock, in der Riedlingerſtraße oder deren
Nähe, von einzelner Dame zu mieten geſucht. Offerten mit Preis=
(*1521ms
angabe unter C 27 an die Expedition des Blattes.
2—4 Räume gesucht
für Geſchäftszwecke im Stadtzentr.,
ev. Wohn., part. od. 1. St., bequem.
Zugang, alsb. od. ſpät. Angeb. m.
Pr. unt. D 35 an die Exp. (*1836
Aer 1. Juli od. Oktbr. d. Js. ſchöne!
neuzeitl. 4 Zimmerwohnung in
guter Lage von einzelner Dame zu
mieten geſucht. Off. mit Preisang.
unt. D 29 an die Exped. (2724sm
eſchäftsmann ſucht ſchöne
ſon=
nige 3 Zimmer=Wohnung per
1. April oder Mai, im Zentrum der
Stadt. Offerten mit Preis unter
D 36 an die Expedition. (*1842
Sbedſtion. (*1842
2 Damen eventuell ſpäter,
ſchöne gr. 4 Zimmerwohnung mit
Gas, oder elektr. Licht, Bad, in
autem Hauſe. Preis b. z. 700 Mk.
Off. u. D 21 an die Exp. (*1788
mit ſchön.
(Ein gr.
den Schauf. p.
E mod. L
Juli geſ. Off. m. Preis u. D 19
an die Expedition ds. Bl. (*1762s
gubige Fam., 1 Kind, ſucht .MNat
A 3 Zimmer-Wohnung. Off.
über Lage u. Preis an Gg.
Eid=
mann, Gießen, Steinſtr. 47, (II,2686
1. z. 1. April ſ. einzeine älere
GDame freundl. 4 Z.=Wohn.
mit Zubehör. Angeb. unt. C 5d
(2516ds
an die Exped.
Pier erwachſ. Perſonen (Beamte)
ſuchen zum 1. Juli 1914 eine
4 und eine 2 Zimmer=Wohnung
mit allem Zubehör in einem Haus.
Angebote mit Preisangabe unter
A 98 a. d. Exped. d. Bl. (*1133sms
Eine alleinſtehende Dame
ſucht eine Part.=Wohn. v. 2 heizb.
Zimmern, Küche u. Kloſett, alles
im Glasabſchluß. Off. erbet. unt.
*1750
„Wohnung” poſtl. Beſſungen. (*17
Von einzelnem Herrn
ſchöne neuzeitl. 2= od. 3 Zim.=W.
baldigſt geſucht. Off. mit Pr. unt.
(*1673fs
C 78 an die Exp.
Gross. hell. Zimmer
mit Nordlicht für Maleratelier zu
mieten geſ. Näh. Exp. (2745sgi
Ein großes, helles
unmöbl. Zimmer
für Bürozwecke geeignet, womöglich
mit elektr. Licht, zu mieten geſucht.
Offerten unter C 42 an die
Expedition d. Bl. (*1556ms
Solid. jung. Mann
ſucht per ſof. einf. möbl. Zimm. —
Martinsviert. — Off. m. Preisang.
u. D 16 an die Exped. (*1736
er bietet alleinſt. einf. Herrn frdl.
ruh. Heim m. Penſ. z. 1. Febr.
Gefl. Off. m. Pr. u. D 37 Exp. (*1847
Dunges anſtänd. Fräulein ſucht
zum 1. Febr. bill. möbl. Zimmer.
Offerten unter F. Behrend,
Hölgesſtraße 1, I.
(*1802
Bess. Geschäftsdame
ſucht per 15. Februar gut möbl.
Zimmer evtl. mit Venſion in gut.
Hauſe. Offert. mit Preisang. u
(*165s
C 76 an die Expedit.
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Januar 1914.
Nummer 24.
Sandef und Verkehr.
— Frankfurt a. M., 22. Jan. (Heu= und
Strohmarkt.) Bezahlt wurde für Heu 2,80—3,20
Mark, Stroh fehlte. Das Geſchäft war ſchleppend. Die
Zufuhren waren aus Obecheſſen, den Kreiſen Hanau und
Dieburg.
H. Frankfurt a. M., 23. Jan. (
Börſenwochen=
bericht.) Die außerordentlich günſtige Lage des
Geld=
marktes hat ſich durch die Diskont=Ermäßigungen der
Deutſchen Reichsbank und der Banl von England am beſten
dokumentiert. Wenn auch unſer Noteninſtitut vorerſt nur
eine halbprozentige Herabſetzung vornahm, ſo iſt dies
lediglich aus Vorſicht geſchehen und nach dem
Zeichnungs=
ergebnis der neuen Preußiſchen Anleihe wird jedenfalls
eine weitere Ermäßigung erwartet, zumal der
Privatdis=
kont in Berlin bis auf 2½ Prozent zurückging. Die
Auf=
forderung zur Subſkription auf die neuen preußiſchen
Schatzanweiſungen iſt zwar erſt Dienstag veröffentlicht
worden, aber es ſind ſchon anſehnliche Zeichnungen
einge=
gangen. Die Zeichner erbieten ſich häufig zu langfriſtiger
Sperre, oder auch dazu, die ihnen zugeteilten Beträge
ins Schuldbuch eintragen zu laſſen. Ein nicht geringer
Teil knüpft die Zeichnung ſogar an die Bedingung der
Eintragung ins Schuldbuch, oder macht ſie davon
ab=
hängig, daß jedenfalls volle Zuteilung ſtattfindet. Die
Seehandlung weiſt darauf hin, daß die Einrichtung des
Schuldbuches nur für Anleihen, nicht aber für
Schatz=
anweiſungen beſteht, und daß die Zeichnungsſtellen
regel=
mäßig nicht in der Lage ſind, für die gezeichneten Beträge
volle Zuteilung zuzuſagen. Dabei wird bereits im freien
Verkehr 97¾4 Prozent geboten, während die Anleihe erſt
Ende ds. Monats zu 97 Prozent aufgelegt wird.
Auch der Kapitalmarkt fängt wieder an,
hoffnungs=
vollere Zeichen einer beginnenden Geſundung zu geben.
Die Eiſeninduſtrie iſt zurzeit außerordentlich beſchäftigt. Die
großen Geſellſchaften haben in den letzten Wochen und
Mo=
naten ſehr ſtarke Aufträge, hauptſächlich aus dem Ausland
hereinbekommen, und ſoweit man überſehen kann ſind z. B.
der Phönix, die Deutſch=Luxemburgiſche Geſellſchaft, der
Lothringer Hüttenverein und das Haſper Eiſen= und
Stahlwerk für das erſte Semeſter 1914 beinahe
ausver=
kauft. So erklärte es ſich auch, daß die Preiſe für
Stab=
eiſen und Bleche wieder 4—5 Mark anziehen konnten, da
größere Quantiläten nirgends zu haben ſind. Weniger
befriedigend iſt die Lage der Mactin=Werke, die bei den
billigen Preiſen eine zu große Konkurrenz für ihre teure
Produktion haben. Wie lange dieſe merkliche Belebung,
die in der zweiten Hälfte des Monats September ein=
ſetzte, andanert, hangt davon ab., od auch weierhin
ge=
nügend Auslandsaufträgle hereinkommen werden. Das
Inlandgeſchäft iſt bisher ziemlich ruhig und eine Beſſerung
durch vermehrte Bautätigkeit noch nicht eingetreten und
man ſetzt Hoffnungen auf das kommende Frühjahr.
Die Stimmung der Börſe war während der erſten
Wochenhälfte eine durchaus feſte und ziemlich lebhaft,
ſpäter geſtaltete ſich der Verkehr etwas ruhiger, auf
Zu=
rückhaltung der Spekulation, infolge des Scheiterns der
Pariſer Poolverhandlungen. Es hat dort ſchlechten
Ein=
druck gemacht, daß die Hamburger Pakenfahrt=Geſellſchaft
(Hapag), mit ihrem Verlangen nach Echöhung ihrer
Quote um fünf Prozent eine Art Ultimatum ſtellte. Nach
der Auflöſung des Pools, beſchloſſen die kontinentalen
Linien, der Nordd. Lloyd alſo inbegriffen, und die Hapag
ausgeſchloſſen, in Zukunft gemeinſam vorzugehen. Die
Engländer ſchieden einfach aus dem Pool aus, ohne über
ihre weiteren Abſichten irgend etwas verlauten zu laſſen.
Sie motivierten ihr Ausſcheiden mit techniſchen
Schwie=
rigkeiten Die Auflöſung des Pool beweiſt jedenfalls, daß
die ſämtlichen Geſellſchaften die Forderung der Hapag als
unberechtigt fanden. Eine weitere Beeinfluſſung auf die
Tendenz übte ferner der Rückgang der Hohenlohe=Aktien
bis 122½ auf die niedrigeren Dividenden. (5 Prozent.)
Am Donnerstag wurde das Geſchäft wieder lebhafter
und animierter, auf die günſtige Geſtaltung des
ameri=
kaniſchen Eiſen= und Stahlmarktes und der ſtabileren
Hal=
tung der Neu=Yorker Börſe, insbeſondere aber noch auf
die Ausſichten in Mexiko, daß die gemeinſame
internatio=
nale Proteſtaktion gegen die Suspenſion der
Zinsauszah=
lung mit Erfolg begleitet wurde.
Zu den Einzelheiten übergehend lagen Deutſche Werte
recht feſt, von welchen die 3prozentigen Gattungen bis etwa
1 Prozent profitieren konnten, Von den ausländiſchen
Staatsfonds haben die mexikaniſchen auf die oben
erwähn=
ten Hoffnungen mehrere Prozente gewonnen, ferner ſind
3prozentige Buenos, ruſſiſche und öſterreichiſch=ungariſche
beſſer, auch Türkiſche gut behauptet. Von Transportaktien
haben Schiffahrts etwas nachgegeben, ſonſt war Feſtigkeit
vorherrſchend. In recht günſtiger Dispoſition zeigten ſich
Bankwerte, für welche man äußerſt befriedigende
Ergeb=
niſſe vorausſieht. Am Montanmarkt war bei zeitweiſen
Realiſationen ſchließlich ſteigende Richtung vorhanden,
die vorwiegend bei Bochumer, Harpener und Phönix zum
Ausdruck kam, da auch die Einigung des Fiskus mit der
Hiberniafronde günſtig ſtimulierte. Der
Kaſſainduſtrie=
markt lag ruhiger doch hatte auch hier eine feſte
Stim=
mung die Oberhand. Für Chemiſche Griesheim, über
deren Tätigkeit wir bereits letzthin berichteten, zeigte ſich
größere Kauftuſt bei weſenlich höheren Preiſen, auch
Holzverkohlung, Naphtha und Weſteregeln wurden von
der Spekulation bevorzugt, während Gummi Peter bis
90 zurückgingen. Erwähnenswert iſt auch die Hauſſe der
Deutſch=Ueberſeeiſchen Elektrizitätsgeſellſchaft bis 173¾
auf günſtige Entwicklung und die dadurch gebotene gute
Verzinſung.
Die Freitagsbörſe war weiterhin feſt geſtimmt, wenn
auch nur vereinzelt größere Umſätze ſtattfanden. — Am
Montangebiet wurden beſonders Harpener bevorzugt.
Deutſche Renten, wieder ſeitens des Privatpublikums
ſtärker gekauft, hingegen Schiffahrtsaktien weſentlich
nach=
gebend, im Zuſammenhang mit der Poolsauflöſung,
welche zu Preiskämpfen führen dürften. Neue Kleyer
notier=
ten zuletzt 351,80.
Ferner ſchließen: 4proz. Reichs 98,20. 4proz. Reichs
(unkündbar bis 1918) 97,60, 3½proz. Reichs 85,65, 3proz.
Reichs 76,70, 4proz. Heſſen von 1899 96,80, 4proz. Heſſen
von 1906 96,80, 4proz. Heſſen von 1908/09 96,70 G., 4proz.
Heſſetz (unkündbar bis 1921) 97.75. 3½proz. Heſſen 83,30,
3proz. Heſſen 74, 4proz. Darmſtädter Neue 94,60, 4proz=
Darmſtädter 94,25, 3½proz. Darmſtädter 86 G. 4proz=
Heſſ. Land.=Hyp.=Pfdbr. (SS. 23—26) 97, 4proz. Heſſ. Land.=
Hyp.=Pfdbr. (S. 27) 97,20 G., 3½proz. Heſſ. Land.=Hpp.=
Pfdbr. (S. 3—5) 84 G., 3½proz. Heſſ. Kommunal=Pfdbr.
(S. 13—14) 97 G., 4proz. Heſſ. Komunal=Pfdbr. (S. 15 bis
16) 97,20, 3½proz. Heſſ. Kommunal=Pfdbr. (S. 1—3)
84,20 G. 3½proz. Heſſ. Kommunal=Pfdbr. (S. 4) 8410 G.,
4proz. Naſſ. Landesbk.=Pfdbr. 99, 3½proz. Naſſ. Landesbk.=
Pfdbr. 91,50, 3proz. Naſſ. Landesbk.=Pfdbr. 88, Genua=
Loſe 219, Meiniger Loſe 34,10, Türkiſche Loſe 169,90,
Un=
gariſche Loſe 441, Venediger Loſe 74,50, Raab=Grazer
An=
rechts=Scheine 32,75, Donau=Regulierung 169, Gothaer
Prämie II 123,50, Bagdadtürken 79,80, konvert. Türken
73,30, 4½proz. Serben 87,80 B., Darmſtädter Bank 119¾4,
Südd. Eiſenb.=Geſ. 122,30 G South=Weſtafrika 115½,
Otavi=Anteile 113, Otavi=Genußſcheine 88, Alkaliwerke
Weſteregeln 193½, Aluminium 282.80, Südd. Immob.=
Geſellſch. 56,75, Adlerwerke Kleyer 365, Deutſche Gold=
und Silberſcheide=Anſtalt 619, Chemiſche Mühlheim a. M.
64, Lack= und Farbenfabriken Schramm, Offenbach a. M.
274 G. Holzverkohlung 316, Reiniger, Gebhardt u. Schall
190. Rütgerswerke 196, Akkumulatocen 374½, Allgem.
Elektrizitäts=Geſellſch. 240%, Brown Boveri u Co. 137,75,
Lederwerke vorm. Spicharz, Offenbach a. M. 79G.
Lud=
wigshafener Walzmühle 173, Benz=Motoren zirka 191,
Daimler=Motoren 346, Oberurſeler=Motoren 162 G.,
Biele=
felder Maſch. Dürkopp 346, Faber u. Schleicher A.=G.,
Offen=
bach a. M. 110 B., Waggonfabrik Fuchs, Heidelberg 139,90.
Mein Inventur-Ausverkauf bietet Ihnen
Vorteile wie sie von keiner Seite geboten werden können. Beachten Sie
bitte am kommenden Montag mein Inserat an dieser Stelle.
Schillerplatz 5.
Hess, Darmstauf
Piliitrr
Großtes Spezlamaus der gesamten Herren- u. Khabenbenleidungsbranche.
2748
Saison-Ausverkauf
Kaisiuss u-Nachauef
Billiges Unterpreis-Angebot in
Daifen rascher
Durch Dekoration leicht bestaubte Damenhemden,
Bein-
kleider, Jacken, Untertaillen, Nachthemden, Kinderwäsche
Bettücher
Handtücher — Kopfkissen — Cretonnes.
Unter Preis! Ein Posten aussortierte Reste u. Abschnitte. Unter Preis!
Schweizer Stickereien.
(2172gs
Ferfekte Büglerin nimmt
Kun=
den in und außer dem Hauſe.
(2330a
Poſtkarte genügt.
Karlſtraße 112.
Modes. an
Gutgeh. Putzgeſchäft
wegzugs=
halber zu verkauf. Gefl. Offerten
unter D 18 a. d. Exped. (*1763
Zmerien
Einfamilienhaus.
Das Haus Eichbergſtraße 24,
11 Wohnräume, Küche und Bad
enthaltend, mit hübſchem Garten,
Gas u. elektr. Licht, iſt zu verkaufen.
Alles nähere durch W. Girmscheid,
Hochſtraße 58.
(*749sm
Suche Haus mit Bäckerei oder
Warengeſchäft, Wirtſchaft. Platz
gleich. Offert. von Beſitzern unter
„Exiſtenz694poſtl. Caſſel. (IV, 2692
M
4550 Mk.
4000 Mark als II. Hypothek
von einem pünktlichen Zinszahler
auf ein Landhaus gegen 10 pCt.
Nachlaß geſucht. Off. erbet. unter
(2763a
D 31 an die Exp.
Vorſchußfreie Darlehen
bis 1000 Mk. ohne Bürg. auf
ſtehen=
bleibende Möbel ꝛc. zu kulanten
Ratenrückzahlungen durch (2762a
C. Menſinger, Rhönring 105, I.
eſucht
GHeines Darlehen
nur von Selbſtgeber. Off. erb.
u. H 14159 an Haasenstein &
Vogler, A.-G., Frankf.a. M. (II, 2687
Finansgeschäft
sucht Verm. f. Darlehnsgesch.
Berlin RW. 23. Postlagerk. 52. (*1849.
Nummer 24.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Januar 1914.
Seite 15.
Die Ralfe und der Far!
Wodurch entstehen kalte Füße und wie kann man sich dagegen schützen? Die Füße erkalten
am leichtesten, wenn dieselben in engen Stiefeln eingezwengt, die Füße so schlecht umschließen,
daß die Zirkulation des Blutes dadurch gehemmt wird. Aber auch in Halbschuhen, die den
Knöchel des Fußes nicht einschließen, wird bei kaltem Wetter ein leichtes Erkalten der Füße
eintreten. Es empfiehlt sich daher, in erster Linie für passende Fußbekleidung zu sorgen und
darauf zu achten, daß die Sohlen genügend stark sind.— Nach Rückkehr in das Haus lege man
die kalten Lederstiefel ab und schlüpfe in warme Hausschuhe, die zur schnellen Erwärmung der
Füße beitragen. Die breite, bequeme Schuhmode — die hygienisch richtig rationellen Formen,
haben schon ihr gutes Teil dazu beigetragen, daß die Menschen weniger an Frost leiden als bei
den früheren schmalen, meist zu festsitzenden Schuhen.
Speier’s Schuhwarenhaus
Inh. Paul Wildau
16 LUDWiGs-STRASSE 16
hat es sich immer angelegen sein lassen, durch aufklärende Inserate dem Publikum zu jeder
Jahres-
zeit das Richtige zu empfehlen und besonders das 12 Weiten-System der Marke Speier, ges. gesch.
unter 53025, durch welches es möglich ist, jeden auch den dicksten und empfindlichsten Fuß zu
bedienen, hat der Firma Speier einen Ruf geschaffen, wie er in der Schuhbranche einzig dasteht.
Wir empfehlen besonders:
2767
Boxcalf-Winterstiefel mit Pelzfutter
Kamelhaarschuhe für Damen, Herren
und Kinder
Boxcalf-Winterstiefel mit echt. Katzen-
Kamelhaar-Schnallenschuhe für Damen,
fellfutter
Herren und Kinder
Boxcalf-Stiefelm. Korkzwischensohlen
Filzhausschuhe mit Filz- u. Ledersohlen
Eislauf-Stiefel für Damen und Herren
Gefütterte Hausstiefel
Leder-Hausschuhe mit warmem Futter
verschiedene Sorten
GLATTEIS-ABSKTZE
: GUMMI-ScHUHE::
Filz-, Pelz- und Stroh-Einlegsohlen
Schuhwarenhaus
Inh. Paut Wildau Ruf
Ladwigstr.1e
VERKAUFSSTELLEN von SPEIER’s Schuhwaren: Frankfurt a. M., Offenbach, Hanau, Darmstadt, Würzburg,
Nürnberg, München, Stuttgart, Straßburg, Köln, Aachen, Leipzig, Linden, Hannover, Hamburg, Breslau, Dortmund.
Kiefern=Brennholz
kurz geſchnitten, prima trocken, daher
in Schwarten od. Klötzchen, direkt zum Anfeuern verwendbar, liefert
per Zentner Mk. 1.40 inkl. Oktroi frei Keller
Karl Schimmer,
Telephon 212. Heinheimerstrasse 76.
158a)
Schreibmaſchinen=Arbeiten.
Vervielfältigungen, Stenogramm=Uebertragungen
Zeugnisabſchriften, Diplomarbeiten, Diſſertationsabſchriften,
Schreibmaſchinen= und Stenographie=Unterricht (Gabelsberger).
Verkehrs=u. Redeſchrift. Gelegenheit zum Ueben.
Diplom= und techniſche Arbeiten auf mathematiſch=techn. Maſchine.
Schützenstrasse 5, I. (2389a
Lloydreiſen
1914
vergnügungsfahrten
zur See
Mittelmeerfahrten
mit d. , Schteswig!
Fahrpreiſe von M. 350.. M. 550.- aufwärts
I)Rb venedig 21. Rpril- S. Mai
2„ Genua 12. Mat — 3. Junt
3) „ Oremen 39. Rug. —23. Sept.
Norwegenfahrten
mit d., Schieswig!
Jahrpreiſe von m. 3o0.. M. 380.= aufwärts
I1 Rb Bremen 13. Juni -30. Juni
2 „ Riel 6. Zulf -21.Juli
Dremen 23. Juli — 7. Rug.=
3 Oremen 11. Rug. -25. Rug.
Polarfahrt
mit d., prinz Friedrich wilhelm::
Sahrpreiſe von M. 550.-aufwärts
nb öremen 18. Juli-15. Rug.
Nähere Ruskunft, druckſachen
und Fahrkarten durch
Korddeutſcher
Lloyd Hremen
und ſeine vertretungen
Darmſtadt:
Anton Fiſcher,
Frank=
furterſtraße 12/14.
Dieburg: Carl Reh.
(X2708)
Continental-
Schreibmaschine
gut erhalt., billig abzug. (1667a
J. Donges &Wiest, Grafenstr. 25.
Portemonnaie
mit etwas über 10 Mk. Inhalt u.
einig. Photographien Donnerstag
abend auf dem Wege Bleichſtraße
bis Mathildenplatz oder im Zug
72 nach Arheilgen v. einem
Arbeits=
mädchen verloren. Der ehrliche
Finder wird gebeten dasſelbe geg.
Belohnung in der Expedition ds.
Bl. abzugeben.
(2751
Verloren.
Am Sonntag abend iſt in der
Rheinſtr. von der Kaſinoſtr. bis
Ernſt=Ludwigpl. ein
dunkelbrauner Pelz
verloren gegang. Abzug. geg.
Be=
lohn. Luiſenplatz 7, I. (*1818
verloren
Anhängeherzchen (Goldfüſſelſtein)
Dasſelbe iſt dem Beſitzer als
An=
denken wertvoll. Abzugeben geg.
Belohn. Gervinusſtr. 30, pt. (*1774sg
Verloren 2
wurde auf dem Wege nach dem
Orpheum ein gold. Ohrring (
Ku=
gelform), derſelbe hat gering.
Gold=
wert, iſt aber dem Beſitzer als
An=
denken wertvoll. Der ehrl. Finder
wird höfl. erſucht, denſ. geg. Belohn.
Frankfurterſtr. 40, I., abzug. (*1680fs
Damenhalbſchuh verloren
Gegen Belohnung abzugeben
*1693fs) Mauerſtr. 32, Laden.
Verloren
ein rotledernes Portemonnaie
auf d. Poſt. Abzug. Ernſt=
Ludwig=
ſtraße 9, Schirmgeſchäft. (*1771
Mein Saison-Ausverkauf
bietet immer noch enorme Vorteile.
Alle Woll-Waren sind neuerdings gewaltig reduziert.
Ein Posten Damenstrümpfe, reine Wolle, garantiert prima Qualität
Der Paar Mk. 1120
Serie I 38 Pfg.
Ein grosser Posten Rodelmützen
Serie II 55 Pfg.
(2746
Auf alle übrigen Artikel gewähre ich, ausser Garnen, 14% Rabatt
Seh
t
Eig Heckmanz
Ludwigstr. 8
Inh.: F. Stephani
Telephon 13ss
[ ← ][ ][ → ]Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Januar 1914.
Nummer 23
Trikotagen = Koltern
Steppdecken
I. AO-T-.k 2
Henheim. s.Marx
Ek7
AZE
Geg
Stellengeche
Weiblich
Tüchtige erf. Geſchäftsfrau
ſucht Filiale zu übernehmen.
Kaution kann geſtellt werden.
Offerten u. B 90 Exped. (*1405ids
Frauiein
geſ. Alters, große angenehme
Er=
heinung mit langj. Tätigk., wünſcht
Filiale zu übern., gleich welcher
Branche; am liebſten Konfitüren.
kaution kann geſtellt werden.
Offerten unter C 25 an die
(2418a
Exvedition d. Bl.
Gewandte
Maschinenschreiberin
wünſcht für halbe Tage oder
ſtundenweiſe Beſchäftigung.
Offerten unter W. 91 an
die Expedition.
(1592a
Stenotypiſtin (Anfängerin) ſucht
p. ſof., ev. ſpät. Stellung. Off.
u. D 24 a. d. Exp. d. Bl. (*1796sm
Fräulein in Stenographie und
Maſchinenſchreiben ſowie ſonſtigen
Bureauarb. vertr., ſucht Stellung.
Off. unt. D. 23 a. d. Exv. (*1784
Perf. Weißzeugnäherin, auch
Ausbeſſern, nimmt Kund. außer
dem Hauſe an. Offert. unt. B 1
an die Expedition. (*1754sa
nimmt noch einige
Büglerin Kunden an
*1576ms)
Fuhrmannſtraße 4.
Dlreckrice
tüchtig im Abſtecken u. Abändern
von Damenkonfektion mit prima
Zeugnis, ſucht Stellung. Offerten
u. U 86 an die Exped. (*1268sms
Dame, Anfang 4per, ſehr
repräſentabel, wünſcht baldigſt
Stellung als
Hausdame
zu einzelnem Herrn oder zu
Witwer mit Kindern. Gefl.
Zuſchriften unter C 50 an
(*1596ds
die Expedition.
Junges Mädchen
ſucht Stelle, um ſich in Putz weiter
auszubilden. Vergütung wird
ge=
währt. Offerten unter C 61 an
die Expedition ds. Bl. (2524ds
Ehrl. zuverl. Frau ſucht abends
Wohn= o. Büroräume zu reinigen.
Offerten unter C 92 an die
Expedition ds. Bl. (*1728
Eine Frau, f. Ausb. v. Kleid. u.
Wäſche geübt, h. n. Tage fr. Näh.
Viktoriaſtr. 60, III., b. Fr. Fückel.
Poſtk. z Beſtellg, genügt. (*1738ss
Tüchtiges Mädchen ſucht
als=
bald Stellung bei kinderloſem
Ehepaar. Näheres Karlſtraße 30,
3. Stock, Hinterhaus. (*1554ms
Tücht. Mädchen ſucht von 12—3
od. 1—4 Uhr Beſchäftigung. Offert.
unter D 40 an die Exp. (*1850)
Unabh. Frau ſucht vorm.
Lauf=
ſtelle Tannenſtr. 3. (B2729
Junge gut empfohl. Frau ſucht
Laufdienſt, gebt auch putzen
Ruths=
ſtraße 6, II., I., a. d. Schloßgartenſtr. (*
Einf., geb. Fräul. (24 J.) aus gut.
Fam., i. d. fein. u. bürg. Küche ſowie Suche per 1. März a. C.
im Haush. perf., ſucht p. 1. Febr. od.
evtl. etw. ſpäter Stelle in Darmſtadt
od. Umgeg. bei einz. Dame od. Hrn. Putzverkäuferinnen und
Auf gute Behandlung wird geſehen.
Gefl. Off. u. D 34 Exp. (*1837som
Mit g. Empf. Köchin, die auch
Hausarb. m. übern., ſ. Aushilfe ſof.
Launusſtr. 49, III. links. (*1834
Junges Fräulein ſucht zum
1. Februar Stelle als Stütze oder
Kinderfräulein, langjährige
Zeug=
niſſe vorhanden. Im Kochen und
Nähen bewandert. Off. u. D 17
an die Expedition.
(*1767
Männlieh
Junger Mann ſucht
Rebenver=
dienſt durch ſchriftliche Arbeit.
Gefl. Off. u. C 85 Exp. (*1678fs
Zuverläſſ. jung. Beamte ſucht
ſof. od. ſpäter Kaſſierſtelle od.
ähnl. Nebenerwerb, ev. bei beſſ.
Verein. Off. unter D 25 an die
Expedition.
(*1800
Peamter ſucht Nebenverdienſt.
durch ſchriftl. Arbeiten. Gefl.
Off. u. C 46 a. d. Exp. (*1586ms
Lehrstelle.
Sohn achtbarer Familie ſucht zu
Oſtern Lehrſtelle in Elekro=
Fein=
mechaniker=Werkſtätte. Off. unter
D 20 an die Exped. (*1758
Ofene Stellen
Weiblich
Lehrmädchen geſucht (a4t6a
Konfektion, Schuchardſtr. 8, II.
mehrere tüchtige (2498ms
Putzlehrmädchen
für
auch ?
als Lehrmädchen Laden.
Adolf Geiger.
Zum Eintritt
per 1. Febr. evtl. 1. März
ſuchen
tüchtige
Verkadferinel
für unſere Abteilungen:
Kleiderſtoffe
Baumwollwaren
Weißwaren
Kurzwaren
Schürzen und
Herren=Artikel.
Offerten mit
Zeugnisab=
ſchriften erbitten
Gebr. Rothschild
Markt.
1021a)
Zuarbeiterin, ſolche,
Modes, die ſchon im Verkauf
mit tätig war, geſucht. (*1808sg
Mathilde Wolff,
Schulſtraße 3.
Denrrtart
Für die Ausſtellung Deutſcher
Kunſt 1650—1800 in Darmſtadt
wird für die Zeit ab 1. Februar
bis 30. Oktober gebildete Dame
(Sprachkenntniſſe erwünſcht), gew.
in Stenographie und
Maſchinen=
ſchreiben, geſucht. Kurze Offerten
mit Gehaltsanſprüchen zunächſt
ſchriftlich erbeten an Prof. Dr.
Biermann, Heinrichſtr. 51. (2650
Tort. Stohetybistin
ausgebildet in Gabelsbergerſcher
Stenographie, für ſofort von Bank
in Deutſch=Südweſtafrika geſucht.
Geſundheit Vorausſetzung.
Offerten mit Lebenslauf,
Zeug=
niſſen und Gehaltsanſprüchen
um=
gehend unter D 39 an die Exped.
ds. Blattes erbeten. (2764sg
Schuhbrauche!
Tücht. bewährte Verkäuferin
im Umgang mit beſſ. Kundſchaft
vertraut, branchekundig, der an
einer dauernden Stellung gelegen
iſt, per 1. März oder April geſucht.
Perſönliche Offertenabgabe nur
vormittags zwiſchen 9 u. 11 Uhr.
Speier’s Schuhwarenhaus
Inh. Paul Wildau. (2759
gute, beste
1.10 1.35 1.70
Berren=Hormamemden Qualitäten
Herren=Normalhosen solide kräftige Ware 95 ₰ 1.20 1.50
95 ₰ 1.10 1.35
Normal=Jacken für Herren und Damen
Gestrickte Herren=Hosen la Qualtät . 1.20 1.50 1.75
Directoirehosen
. . Paar
gefüttert .
1.95
Directoirehosen
in verschiedenen Farben . Paar 45
30
Kragenschoner
Serviteurs für Damen. . 55
Gestr. Mützen Stück 75₰
von 95 ₰ an
Sweaters . .
in grosser Auswahl, Jacquard-Muster
Bettkoltern
Stück 1.95 2.50 3.50
„„
,
Wolle, Jacquard-Muster
Bettkoltern
, „ „ „
mit Satinbezug, gute Füllung
Steppdecken
„ „ „„ „
„ „
Stück
Stück
6.80 8.50 9.25
4.80 5.80 7.50
aus Ia Satin, mit reiner Wollfüllung
. Stück 14.60 21—
Steppdecken
Betten u. Bettwaren in großer Auswahl zu billigstem Preis.
Nummer 24.
Darmſtadter Tagblatt, Samstag, den 24. Januar 1914.
Seite 15.
Unser
Saison-Ausverkauf
endigt
Dienstag, den 27. Januar, abends 8 Uhr
(2704
Markt
Gebr. Roihschind
Markt.
tüchtige
gewandt im Rechnen und
Buchfüh=
rung, ſowie Mahn= u. Klageweſen, Modes!
Perſette
Stickerin
für Wäſche geſucht. Off. unt.
D 13 an die Exped. (2683
Tüchtige gewandte
Meisedane
für guten Artikel bei hohem
Ver=
dienſt ſofort geſucht.
erhhier
ichtenberſſtr. 23.
Angehende
Putzarbeiterinnen
per 1. März geſucht. (2499m
Adolf Geiger.
Durchaus geübte
Weißzeugnäherin
geſucht. Offert. unter D 12
an die Exped.
(2682
Zuverläſſige
Lageriſtin geſucht
olche, die mit Branche durchaus
vertraut, bevorzugt.
Zur Leitung
unſeres Ateliers für
Deko=
rationsnäherei mit größerem
elektriſchem Betrieb, ſuchen
wir eine tüchtige, im
Deko=
rationsfach durchaus erfahr.
Näherin
welche der geſamten Arbeit
ſelbſtändig vorſtehen kann.
Nur ſolche, welche ſchon
ähn=
liche Stellung bekleidet haben,
wollen ſchriftliche Angebote
mit Angabe von früherer
Tätigkeit u. Lohnanſprüchen
richten an
(IV,2717
Elvers & Pieper
Wiesbaden, Friedrichſtr. 14.
Köchens, geſucht.
zu Ostern gesucht.
Nur ſolche, welche an Oſtern
der Schule entlaſſen werden,
wollen ſich melden.
Gebr. Rothschild
Markt.
1022a)
enenr. Mndchen ſeſtrtn
werbsmäßige Stellenvermittlerin,
(*1825
Schulſtraße 9.
Geſucht Buchhalterin, Patz-Lehrmädchen Hochſtr. 23, I. Lehrmädchen
geſucht
für halbe Tage, ſpäter ganz. Off. Hölgesſtraße 9, parterre. (*1793si r.
so
Lehrträuein Sesncht
gegen ſofortige Vergütung. (B1364
Papierhandl. Hipfel, Karlſtr. 67. Anſtändiges
Dienſtmädchen
zu mieten geſucht
(2274a
Ballonplatz 7. Unab. MädchenoderFrau,
die bürgerl. kochen kann und
alle Hausarbeit. verrichtet,
tagsüber und Sonntags geſ.
Näh. Kiesſtr. 66, 2. St. (2492a Laufrau für vormitags 3 St.
in u. nachmittags z. Spülen geſucht.
23Gutenbergſtr. 38, III. (*1669fs in
—15 Jahre,
n Ern Mädchen
ſucht
H. Meyer, Karlſtr. 32. (2580fs
a8 Mädch. od. Frau für vorm. f.
Hausarbeit ab 1. Febr. geſucht
*1692fs) Waldſtraße 30, part. Zuverl. unabh. Lauffr. od. Mäd=
chen vorm. 3 Stund., nachm. 2 Std.
geſucht. Taunusſtr. 1, I. (*1683fs Mädchen
das kochen und die Hausarbeiten
verſehen kann, per ſofort oder
1. Febr. geſucht. Wo, ſagt die
Expedition.
(2642fs Laufrau geſucht vorm. 2 Std.
*1733)
Kiesſtraße 118, part. Tüchtiges Mädchen
für alle Hausarbeit geſucht. Näh.
Fuchsſtraße 21, 1. St. (*1402ids Beſſ., zuverl. Alleinmädchen
das bürgerl. kochen kann, geſ. Lauf=
sfrau dabei. Steinſtr. 37, p. (*1430ids Ein tüchtiges gewandtes Mäd=
chen bis zum 1. Februar eventuell
auch früher geſucht. Zu erfragen
Schloßgartenſtr. 69.
(2429a Suche p. ſof. od. 1. Febr. zuverl.
welches gut
Mädchen
bürgerlich
kochen kann und alle Hausarbeit
verſteht. Vermittlung erwünſcht.
Vorzuſt. Eichbergſtr. 7, I. (B2663 Saubere, zuverläſige Lauffrau
geſucht
(*1755
Kaſinoſtraße 7, parterre. Junges, aber durchaus reinl.
Mädchen zu Leuten ohne Kinder
zum 1. od. 15. Febr. geſucht. Näh.
Karlſtraße 46, 1. Stock. (2700sid Sauberes Küchenmädchengeg.
hohen Lohn ſofort geſucht Re=
ſtauration zum Landgrafen,
(*1798
Grafenſtraße 27. in ein ſein. Haus gute
Ollche Köchin u. ein beſſ. Haus=
mädchen, welch. büg. u. ſervieren
kann, zum 1. Februar. Frau Ger=
ntrude Hartmann, gewerbsmäßige
Stellenvermittlerin, Nieder=Ram=
(2715
nſtädterſtraße 31. Fl. Mädchen oder unabhängige
1Frau geſucht. Vorzuſtellen vorm.
10 bis 12 od. nachm. 7 bis 8 Uhr
(*1806
Kiesſtr. 103, 1. St. Suche brav. Alleinmädchen, das
etwas von der Küche verſteht, für!
feines deutſch. Haus (3 Perſ.) nach
England. Reiſe wird vergütet. —
Mädchen, welche bürgerlich kochen,
zu zwei Leuten; Haus= u. Küchen=
mädchen in recht gute Stellen. —
Frau Berta Neßling, gewerbs=
mäßige Stellenvermittlerin, Lud=gleich welch. Standes, zur Leitung
(*1827sg
wigſtraße 8.
Einf. ſaub. Mädcheu für
Haus=
arbeit ſof. geſucht Frau Aug. Dosch,
Frankfurt a. M., Hochſtr. 3. (*1764
Saubere Lauffran 3 bis 4
Stun=
den täglich geſucht
Eliſabethen=
ſtraße 56, II.
(*1792
Saubere Lauffrau geſucht
Heinrichſtraße 50, I. (*1790sm
Einf. wiliges Monatsmädchen
vormittags zu einzelner Dame geſ.
Riedlingerſtraße 33, part. (*1815
Laufrau geſucht. Zum 1. Febr.
nach Beſſungen in kinderl. Haush.
unabhäng. Frau für 3 Stunden
vor= und nachm. zum Spülen
ge=
ſucht. Offert. unt. D 28 an die
Expedition d. Bl. (*1810sg
Männlich
Schriftgewandter
Forſtaſſeſſor
zur Abfaſſung eines ins Forſtfach
ſchlagenden Artikels geſucht. Off.
unt C 96 an die Exp.
(2625fs
Wr uchen ir des Gre.
herzogtum Heſſen mehrere
Obc-
kommissare
(Reiſebeamte) zum baldigen
Eintritt gegen feſtes Gehalt
u. Reiſeſpeſen. Bewerbungen
mit Lebenslauf u. Referenz.
ſind zu richten an den
Ver=
band öffentlicher
Lebens=
verſicherungs=Anſtalten in
Deutſchland, Geſchäftsſtelle
Darmſtadt, Sandſtraße 36,
(Genoſſenſchaftshaus.) (II,2475
Erſtälaſſige Bürſtenfabrik
ſucht ſofort einen energiſchen,
ſtrebſamen
Vertreter
welcher die Detail=Kundſchaft ſeit
Jahren kennt. Branchekundige
Herren bevorzugt. Offerten unt.
C 84 an die Expedition. (2568ds
Gesucht
f. eine vornehme populäre
Kunst-
zeitschrift tüchtige
Abonnenten-
sammler. Hohe Provision und
extra Prämien.
IV2690
Verlag für Volkskunst, Stuttgart.
täglich zu verdienen.
2—10 Mk. Proſp. frei. Aäressen-
Verlag Jh. H. Schultz, Cöln 101. (II,2394
Seitens erſter
Verſicherungs=
geſellſchaft wird ein tüchtiger
Inſpektor
unter günſtigen Bedingungen
ge=
ſucht. Auch Herren ohne
Fach=
kenntniſſe, die ſich dem
Außen=
dienſt zuwenden wollen, können bei
befriedigenden Leiſtungen nach
kurzer Zeit feſte Anſtellung
er=
langen. Einarbeitung erfolgt
koſtenlos durch Fachleute. Offerten
unter C 32 an die Expedition
dieſes Blattes.
(IV,2399
Wochenlohn 3
Mk. garant. Muſter frei!
Kunſtanſt. Jahn, Hamborn.
5 Verſähtlicher Hiam 6
einer Engros=Verſandſtelle geſ.
Monatl. b. 400 M. Einkommen.
Kapital u. Kenntniſſe nicht erforderl.
Anfragen unter T 2038 befördert
Danbe & Co.. Cöln. (III.2694
Tüchiger Polonnterier
Detail-Reisender
welcher an flottes Arbeiten und
guten Verdienſt gewohnt iſt, per
ſofort geſucht.
Gefl. Offerten unter D 32 an
die Expedition d. Bl. (*1822
Tüchtiger Heizer
bewandert in Elektr. u. Linde=
Eis=
maſchine f. dauernde Stellung
ge=
ſucht. Angebot mit Lohnanſpruch
ſchriftlich u. D 3 an die Exp. (2627fs
Kutſcher ſofort. geſucht.
*1772) Schuknechtſtraße 55, Hof.
Lehriing
mit der Berechtigung zum Einj.=
Freiw.=Dienſt unter Zuſicherung
einer gründlichen Ausbildung
ge=
ſucht von
(2624fs
Heinrich Schroth
vorm. Karl Buchner
Hofbuchhandl. Rheinſtr. 15.
Lehrling gesucht
gegen ſofortige Vergütung.
Kunz, mechan. Bau= und
Möbel=
ſchreinerei, Marktplatz 7. (2532a
Lehriing
gegen ſofortige Vergütung geſucht.
Näheres Expedition.
(2647ss
m. gut. Schulbild.
Lehrling geg. ſteig. Vergüt.
in flott. Herren=Artikel=Geſchäft
ge=
ſucht. Selbſtgeſchriebene Offert. unt.
A 54 an die Exped. d. Bl. (1862a
En bieſig. Kohlengeſchäft
ſucht auf Oſtern od. früh. einen
Lehrling
mit guter Schulbildung und
hübſcher Handſchrift. Offert.
unt. B 17 a. d. Exp. (*1172fms
Junge
aus guter Familie in die Lehre
geſucht. Viel, Dentiſt,
Hoffmann=
ſtraße 23.
(2662a
mit gut. Schul=
Lehrling bild. geſucht.
Steiner’s Spezialg. f.
Maler=
art., Luiſenplatz 1. (1981a
Praktische Ausbildung
im Versicherungsfach. Off. unt.
E. 6950 durch Invalidendank,
Frankfurt a. M. IV2688
Haare
ausgekämmte und abgeſchnittene
kauft fortwährend zu den höchſten
Preiſen
(311a
Friedrich Tillmann,
Eliſabethenſtraße 21.
aus der Brotfabrik Osthafen,
G. m. b. H., Frankfurt a. M.,
ausgeſtattet mit den vollkommenſten
Maſchin. u. 11 dopp. — 22 Auszugöfen.
O-H Roggenbrot
Laib
Laib
ca. 4 Pfd. 50 Pf. ca. 2 Pfd. 25 Pf.
O-H Brot, hell
Laib
Laib
ca. 4 Pfd. 94 Pf. ea. 2 Pfd. 27 Pf.
O-Brot, dunkel
Laib
ca. 4 Pfd. 50 Pf. ca.2 Pfd. 25 Pf.
Laib
O-H Zwieback
Paket 12 und 15 Pfg.
Neu eingeführt:
Viktoria-Schiffchen
feiner Kaffeekuchena
Stück 28 Pfg.
2674)
e
Füaten in allen
Stadt-
teilen.
Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Januar 1914.
Nummer 24.
Jrauer
Crépe-Hüte in allen modernen Formen
Crépe-Schleier Trauerflore Echarpes
Schwarze Schürzen Schwarze Kleiderbesätze
Schwarze Glacé-, Trikot- und gestrickte
Handschuhe Schwarze Krawatten etc. etc.
in grösster Auswafit
zu wirklich billigen Preisen!
Beachten Sie bitte unser diesbezügliches Schaufenster!
Darmstadt
Ludwigstr. 9:: Teleph. 2553
Mitglied des Rabatt
Sparvereins.
N 24.
Samsiag, 24. Jaunar=
1914.
Holenolle
Hafermehl
macht die Säuglingsmilch leicht
verdau=
lich, verhütet Erbrechen und Durchfall.
Deshalb iſt es die einzig richtige
Kin=
dernahrung, wenn Muttermilch fehlt.
Sport, Spiel und Turnen.
* Beginn der Tiroler Winterſportwoche. Aus
Inns=
bruck wird uns geſchrieben: Gleichzeitig mit den deutſchen
Skimeiſterſchaften, die heuer in Garmiſch=Partenkirchen,
alſo hart an der tiroliſchen Grenze, zur Austragung
kom=
men, nimmt am 25. Januar die große Tiroler
Winter=
ſportwoche ihren Anfang. Sie bringt neben einer großen
Zahl kleinerer ſportlicher Veranſtaltungen, an deren
Durch=
führung ſich ſämtliche Winterſportſtationen des Landes
beteiligen, die wichtigſten öſterreichiſchen Winterſport=
Meiſterſchaften, ſo die öſterreichiſche Bobmeiſterſchaft auf
Naturbahnen (25. Januar, Jaufenſtraße=Sterzing), die
öſterreichiſchen Ski=Meiſterſchaften (1. und 2. Februar,
Kitz=
bühel), die öſterreichiſchen Eis=Schnellauf=Meiſterſchaften
(31.=Januar und 1. Februar, Lanſer See bei Innsbruck=
Jals). die Bob=Meiſterſchaft und Skeleton=Meiſterſchaft
der öſterreichiſchen Alpenländer (1. Februar, Innsbruck=
Jals) und die Rodel=Meiſterſchaft von Tirol (25. Januar,
Kufſtein). Aus dem reichen ſportlichen Programm ſeien
weiter hervorgehoben: die großen militäriſchen Langläufe
in Innsbruck (26. Januar), die Ski=Lang= und Sti=
Sprungläufe des Skiklubs Innsbruck (27. und 28.
Ja=
nuar) die Bob=Rennen um den Wanderpreis der Stadt
Innsbruck in Jgls und um den Wanderpreis des Grafen
Schönborn auf der Dolomitenſtraße bei Cortina (2.
Fe=
bruar) uſw. An der Winterſportwoche beteiligt ſind
Inns=
bruck, Jals, Hall Kitzbühel, Kufſtein, St. Johann, St.
Anton und St. Chriſtoph am Arlberg, Obladis,
Goſſen=
ſaß, Sterzing und Cortina. Beſonderes Intereſſe dürften
auch die hochalpinen Skitouren finden, die unter Leitung
der bekannteſten Tiroler Skiläufer veranſtaltet werden.
Neben den ſportlichen Konkurrenzen werden verſchiedene
geſellige Zuſammenkünfte Reunions, Schlittenausflüge,
Jugendſpiele und dergleichen für Abwechſelung und
Unter=
haltung ſorgen. Am 28. Januar gibt die Stadt Innsbruck
in den Stadtfälen den Teilnehmern an der Tiroler
Win=
terſportwoche einen Begrüßungsabend, am 31. Januar
findet ebenda das berühmte Trachtenfeſt der Sektion
Innsbruck des Deutſchen und. Oeſterreichiſchen Alpenvereins
ſtatt. Beſitzer von Teilnehmerkarten zum Preiſe von 6.
Kronen genießen überdies=auf allen Linien der k. k. öſter=
reichiſchen
ermäßigung, die bis einſchließlich 15. Februar Geltung
hat. Die bisherigen Anmeldungen laſſen einen
außer=
ordentlich glänzenden Verlauf der Tiroler
Winterſport=
woche erhoffen.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung, für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Die Anmeldung der Dienſtboten bei der
Ortskrankenkaſſe.
Die Anmeldungen der Dienſtboten bei der hieſigen
Ortskrankenkaſſe erfolgen, im Gegenſatze zu dem ſonſt
üb=
lichen Brauche, nicht koſtenlos. Vielmehr ſind die
An=
melder gezwungen, das hierfür von der Kaſſe
vorgeſchrie=
bene und von ihr gelieferte Formular mit 1 Pfg, pro Stück
zu bezahlen. Warum dieſe Ausnahmeſtellung? Die
Poli=
zeibehörde z. B. verlangt keine Vergütung für ihre
Melde=
formulare. Könnte die höhere Aufſichtsbehörde für die
Ortskrankenkaſſe hier nicht Abhilfe bewirken?
Die Unzuverläſſigkeit elektriſcher
Stra=
ßenbeleuchtung.
Am Donnerstag dieſer Woche herrſchte auf dem Teil
unterhalb der Halteſtelle „Sportplatz” bis zur
Schießhaus=
ſtraße der Nieder=Ramſtädterſtraße hölliſche Finſternis, da
ſchon wieder die elektriſche Beleuchtung verſagte. Erſt
vor kurzem wurde durch ein „Eingeſandt” im Darmſtädter
Tagblatt die Stadtverwaltung auf die Unzuverläſſigkeit
der Beleuchtung der Nieder=Ramſtädterſtraße mit
elektri=
ſchem Licht aufmerkſam gemacht. Hierbei war empfohlen,
gleich wie alle übrigen Straßen der Stadt, ſo auch den
ſüd=
lichen Teil der Nieder=Ramſtädterſtraße durch „Gas” zu
beleuchten, zumal das Gasrohr bereits bis zur „
Ludwigs=
höhe” gelegt ſei. Bis zur Schießhausſtraße ſind
Gas=
laternen bereits aufgeſtellt. Ebenſo in der Seitenſtraße
unterhalb der Halteſtelle „Steinberg” und im
Heinrich=
wingertsweg. Warum beleuchtet die Stadt nicht ihre
Straßen, für die durch Stadtverordnetenbeſchluß
Beleuch=
tung eingeführt iſt, mit Gas? — Beſitzt die Stadt doch
ſelbſt ein „Gaswerk” und macht durch Herabſetzung des
Preiſes — allerdings poſt feſtum — ſelbſt Propaganda für
ihre Gasanſtalt? — Dies wohl von Rechts wegen, denn
das Gaslicht iſt bedeutend weißer heller im Verbrauch
billiger und für das menſchliche Auge nicht ſo ſchädlich
wie elektriſches Licht. Hoffentlich wird bei der am 1. April
ds. Js. erfolgenden Uebergabe der Straße an die Stadt
und der damit Hand in Hand gehenden Erbreiterung
ganze Arbeit ſeitens der Stadtverwaltung getan.
Hierbei muß die höchſt unzureichende und außerdem teuere
elektriſche Beleuchtung durch die bedeutend billigere und
intenſivere Gasbeleuchtung erſetzt werden. Bei dieſer
Ge=
legenheit würde ſich dann auch die zwiſchen Ohlyſtraße
und Schießhausſtraße ſchon ſeit Jahren herrſchende
Dunkelheit durch Aufſtellen einer Laterne, etwa in der
Mitte des alten Schießhausgeländes beſeitigen laſſen.
Ein Bewohner des ſüdlichen Stadtteils.
Die hohen Miichpreiſe uw.
Dem Vernehmen nach ſoll eine größere Zahl
kapital=
kräftiger Milchproduzenten ſeit Jahren Maßregeln zur
Aufrechterhaltung der hohen Verkaufspreiſe getroffen
haben. Wird einem Milchhändler die Lieferung entzogen,
ſo ſoll die unverkaufte Milch an die Molkereien abgegeben
werden, die ſie zu Butter und Käſe verarbeiten. Dabei
entſtehende Verdienſtausfälle ſollen durch
Verſicherungs=
geſellſchaften gedeckt werden. Beſteht dieſe Einrichtung, ſo
kann es den Produzenten ganz gleich ſein, ob ihre Milch
an den Konſumenten oder an die Molkerei geht. Dabei
haben ſie eine ſcharfe Waffe gegen die Milchhändler, denen
ſie Einkaufs= und Verkaufspreis vorſchreiben können.
Pariert der Milchhändler nicht, ſo kann er lange ſuchen,
bis er Milch bekommt. Schließlich wird er mürbe und fügt
ſich. Durch den Konzeſſionszwang für den Milchhandel
würde nicht viel geholfen werden. Es wären vielmehr
geſetzliche Vorſchriften namentlich gegen die Produzenten
am Platze, die Verabredungen und Maßnahmen, welche
ſich gegen das Wohl der Allgemeinheit richten, verhindern.
In Amerika hat die Geſetzgebung mit Erfolg dieſen Weg
beſchritten. Sie bedroht mit hohen Geld= und ſogar
Frei=
heitsſtrafen diejenigen Perſonen, welche ſich zuſammentun.
und gemeinſam einheitliche Verkaufspreiſe feſtſetzen, als
Verſchwörer gegen das öffentliche Wohl. Sollte es bei
uns unmöglich ſein, durch Geſetze oder Verordnungen
Wandel zu ſchaffen? Mögen ſich die Frauenvereine in
dieſer die Hausfrau ſo nahe angehenden Sache
zuſammen=
ſchließen, Verſammlungen einberufen, Reſolutionen faſſen,
und dieſe an die Volksvertretung zur weiteren Behandlung
abgeben. Kommt der Stein richtig ins Rollen, wird der
Er=
folg nicht ausbleiben; und man kann weiter vorgehen, um
auch Stellung gegen die zu hohen Fleiſch= und Brotpreiſe
zu nehmen.
Literariſches.
* Neu erſchienene Broſchüren.
Deutſch=
lands handelspolitiſche Lage und die Vorbereitung der
nächſten Handelsverträge. Vortrag von
Handelskammer=
ſyndikus Dr. B. Dietrich. Plauen 1913. De. Dietrichs
Selbſtverlag. In Kommiſſion bei Fr. Ludw. Herbig=
Leip=
zig. — Adreßbuch der K. K. Univerſität Wien. Winter=
Semeſter 1913/14. Nach amtlichen Quellen mit
Geneh=
migung des akademiſchen Senates. Akademiſche Verlags=
und Verſandbuchhandlung Emil Haim u. Co., Wien I2.
Preis 1 Krone. — Neuzeitliches Schulweſen. Unter
Mit=
arbeit von Prof. Dr. Gaſtpar und Dir. E. Henſchen,
her=
ausgegeben von O. F. Hoppe, Stuttgart. Verlag Felix
Krais, Stuttgart 1913. — Das Deutſchtum im Auslande
und die Schule von Oberlehrer Dr. R. Strecker. Preis
1 Mk. Verlag: Emil Roth, Gießen. — Rationelle Krebs=
und Lupuskuren. Auf Grund alter Erfahrungen tüchtiger
Praktiker, ſowie unter Berückſichtigung neuerer Forſchungen
und der Verwendung bewährter Spezialmittel. Von G.
W. Suryg. Nebſt einem Nachwort von Dr. med.=Bachem.
Lorch (Württemberg). Verlag von Karl Rohm. 1913.
Kunſtſtücke aus dem Gebiete der Phyſik und Chemie von
A. Ezepa. „Spielbuch Bd. 9.‟ Verlag von Otto Maier,
Ravensburg. Preis 80 Pfg.
Julius
Dvernenner
Frankfurt a. M.
Gegründet im Jahre 1878
Zeil 73—79
D19 oer
den 4. Februar einschliesslich
gewähre ich auf mein reich ausgestattetes
9sarehauff
Sechnt.
(IV,2754
ohne Ausnahme
Aaufeudu
6
Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Januar 1914.
Nummer 24.
In den letzten Tagen meines
Ausverkaufs
habe ich nochmals eine
Preisermässigung
eintreten lassen, um eine radikale Räumung zu
erzielen, und empfehle als besonders preiswert:
Ein Posten
moderne Herren-Anzüge
in den Preislagen von Mk. 22.— bis Mk. 32.−
jetzt durchweg Ausverkaufspreis Mk.
Ein Posten
elegante Herren-Anzüge
in den Preislagen von Mk. 35.− bis Mk. 42.−
jetzt durchweg Ausverkaufspreis
Ein Posten
hochfeine Herren-Anzüge
in marengo, blau u. engl. gemusterte Cheviots,
in den Preislagen von Mk. 45.− bis Mk. 56.−
jetzt durchweg Ausverkaufspreis Mk.
Ein Posten
Cutaways und Westen
in marengo und schwarz
jetzt durchweg Ausverkaufspreis Mk.
0
Ein Posten
Herren-Puletots und Ulster
in allen modernen Farben u. Ausführungen,
kommt, solange Vorrat reicht, in 3 Serien mit
20-30 Prozent
teils zu und unter Selbstkostenpreis
zum Ausverkauf,
Serie I
Mk.
Serie II
Serie III
Mk.
Mk.
Lue 1290 Mode Hetten-Hoseh
in Buckskin, Kammgarn und Cheviot
Serie III Serie IV
Serie I Serie II
Mk
2.65 Mr. 3.85 Mt. 2.95
Mk. 5.
Knaben-Anzüge, Ulster,
Pyjacks
20—30 Prozent unter Preis!
(2644
Wilnennbeaster
Markt 11½, Ecke Marktstrasse.
Faſt neues erſtklaſſiges
mod. Nußbaum, billig zu verk.
Pianoforte-Fabrik
Wilh. Arnold, kgl. b. Hoflief.,
Aſchaffenburg. (2552a
E Zichung 7. Februar G
Genehmigt im Fürstentum Lpe,
zugel. 1. d. preuß. Prov. Westlalen,
Hannover, Sachsen u. Brandenburg
mit Berlin.
Detmolder
Geld-Lotterie
125000 Lose. 3702 Gewinne von M.:
I2 6500
Hauptgewinne:
39000m.
29000f
10500
bar ohne Abzug zahlbar.
Porto u. Liste
Lose à 3 M. zo Pfg. extra.
Ueberall erhältlich.
H. Melling, Hannover,
und Berlin W. 9, Lennéstr. 4.
Kl. Mune
werden zu großen und Baretts
(2236a
verändert.
Mode-Salon, Mauerſtr. 20.
Ia Kernseife
1 Pfd. 32 Pfg., 10 Pfd. 3.00 Mk.
empfiehlt (1367a
J. Vetter, Wenckſtraße 60.
ſchwerſte Qualit., ſow. Iſolierplatt
billigſt bei Mayer & Sender,
Waldſtr. 35, Tel. 670. (2646sss
1. Salongarni=
Gebr. Möbel: tur, 1. runder
pol. Tiſch, 1 pol. Weißzeugſchrank
(Altertum), Bettſtellen, Etagere uſw.
(2387a
billig zu verkaufen
Stiftſtraße 42, Werkſtätte.
Heyl &, John, Namnakturwaren. (3 a
Künstlerische
für Weinetiketten
kauft Jacob Lintz,
Buch- u. Steindruckerei, Trier.
äufe
getr. Kleider, Stiefel, Bettfedern,
Zahngeb., alte Brenn=Apparate f.
Brandmalerei, Uniformen, Waffen.
Poſtkarte genügt.
M. Obstfeld, kl. Bachgaſſe 7
Telephon 2085. (2164a
A
21
Wer dort? (2328a
hier V. Schatz, Schloßgaſſe 23.
Ichkomme ſof. u. zahle Ihnen für
getrag. Kleid., Schuhe, Möbel,
Zahn=
gebiſſe, alte Federbett ſtets diehöchſt.
Preiſe. Tel. Nr. 1924. Poſtk. genügt.
Ladentheke mit Glasaufſatz
kaufen geſucht. Off. mit Ang
der Länge und Breite unt. C 68
(2558ds
an die Exp. ds. Bl.
(2085a
Aufruf!
alle
Für
zahle weg. dring.
Flaſchen Bedarfs d.
aller=
höchſt. Preiſe, bis zu 7 Pfg. Poſtk.
wird verg. Rubin, Kaupſtr. 46, II.
werden zu allerhöchſt.
Flaſchen Preiſen, bis 8 Pf.,
ge=
auft. W. Feldmann,
Lohn=
diener, Karlſtr. 73, Gartenh. (1863a
Wriefmarken, alte, loſe, u. a.Brieſ,
ſow. Sammlung. kauft
Hügel=
ſtr. 6, II. Z. ſpr. nachm. 1-3 U. (2385a
Alte Waffen
kauft und tauſcht
Darmstädt. Hof, Pfungſtadt.
Dortſelbſt ſehenswerte alte
Waffensamralung und ſeltene
Jagdtrophäen.
(*1358gms
Saisen
Ausverkauf
EinbfUunf
von ganz besonderer Preiswürdigkeit.
Fur Zimmer belde
200 cm breit Inlaid-Linoleum
Muster durch und durch . à am von Mk. 3.40
200 cm breit uni Linoleum
à qm von Mk. 2.50
200 cm breit Druck-Linoleum
à qm von Mk.
1.50
an
in
an
Hineleum Haufer
durchgemustert . . . per Meter von 1.90 ₰
bedruckt
per Meter von 90 ₰
oleum Toppiche
Grösse 150 X200
Grösse 180 X250
Mk.
Mk.
6.00
„ 200 X250
200 X300
Mk. 12.00
Mk.
3.50
Rixdorfer Patent-Inlaid-
Linoleum-Teppiche
Farben durch und durch, mit
stoff-
artiger Wirkung, Gr. 200 X250 Mk.
S.
Enorm billig!
Linoleum-Reste in Läufern, sowie
Stückware in bedruckt und Inlaid.
Darunter befinden sich Reste zum Auslegen
für kleinere Zimmer.
Man beachte meine Schaufenster
nach der Zimmerstrasse.
Ladwemer
DARMSTADT
Spezial-Abteilung für Linoleum.
(2706
[ ← ][ ][ → ]Nummer 24.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Januar 1914.
Seite 19.
Samstag und Monias Mtr Mehesh
Snooh
AooFnkerF
nochmalige grosse Preisreduzierungen, um eine vollständige Räumung zuerzielen.
Ein Posten
Ein Restbestand Weisse Wasch-Blusen
früherer Preis 2.50 bis 5.75.
Reinwoll. Mousseline-Blusen
auf Futter, moderne Tupfen und Streifen . . jetzt
jetzt: 95₰ 1.50 2.50
Ein Posten
Ein Restbestand Hocheleg. Lingerie-Blusen
früherer Preis 17.50 bis 43.50
Geisha-Blusen
reine. Wolle, grosses Farbensortiment . . .
jetzt
jetzt:7.50 12.50 15.50
Beachten Sie unsere Auslagen!
m.
DARMSTADT
SrIEAsOoer Ludwigstrasse 5
Telephon 2539. (2711
255(8
Liebig
Fleisch Extrakt
2e
568
Das Küchenhilfsmiktel
Welze, Muffe werden zu Baretts,
Stolas u. groß. Muffen, ſowie
Phantaſie=Muffen bill. angefertigt.
Ludwigsplatz 8. Vdh., III. (2355a.
Ein gut erh. Frackanzug iſt
um=
ſtändehalber billig abzugeben.
Näh. Kiesſtr. 24, part. (*1641ds
Aufarbeiten
von Matratzen und Polſtermöbeln
ſowie Neulieferung derſelben in
und außer dem Hauſe billigſt.
M. Hoffmann, Tapeziermeister,
Kiesſtraße 40. (VIII,8t7
MODERNE
Jbienhonet
150 KOMPLETT EINGERICHIEIE
NUSTERZIUMER
HOFHOBELFABRK
TooErNNaet
EANOSTADT
COPLETIE EIHRIGITUNGEN FRCO WOHTUNG INHERHAIB DEUTSGNANOS.
(
Das Tippfräulein.
Roman von Gertrud Stokmans.
(Nachdruck verbo
14
Gabi ſtieg das Blut ins Geſicht vor tiefer innerer
Bewegung. Ihr einſtiger Verlobter hatte alſo nicht alle
Bilder von ihr vernichtet, die Wahrzeichen jener ſelig=
un=
ſeligen Zeit nicht verbannt. Nun erinnerte er ſich dieſer
und zog ſie zu einem Vergleich heran. Das war eine
Gefahr, aber auch ein Triumph, und ſekundenlang blitzte
es in ihren Augen auf. Doch dann ſenkte ſie ſchnell die
Lider, und um Zeit zu gewinnen, betrachtete ſie lange
und ſcheinbar aufmerkſam die Photographie. Er ließ
wiederum immer noch prüfend und forſchend ſeine Blicke
auf ihr ruhen, und endlich ſagte ſie befangen:
Man kann über ſich ſelbſt ſchwer urteilen, Herr
Ober=
inſpektor. Eine Aehnlichkeit mag wohl vorhanden ſein,
aber die Dame ſieht jünger, heiterer und vor allem viel
ſelbſtbewußter aus als ich.
Er lächelte zuſtimmend. Das beſtreite ich nicht. Die
Gräfin war zu jener Zeit erſt achtzehn Jahre alt und ein
ſehr glückliches und verwöhntes Menſchenkind.
Und jetzt?
O, jetzt, mit fünfundzwanzig Jahren wird ſie wohl
ernſter und ruhiger geworden ſein, und wenn Sie einen
Scheitel trüge wie Sie, müßte Sie auch genau ſo
aus=
ſehen.
Schade, daß Sie uns in Wirklichkeit nicht vergleichen
können, meinte Gabi, kühner werdend. Vielleicht würden
Sie dann finden, daß die Aehnlichkeit doch nur eine ſehr
ſchwache iſt. Eine ſo vornehme, elegante junge Dame und
ich, das muß ja ſein wie Tag und Nacht. Fräulein Flott
wird ſich aber gewiß amüſieren, wenn ſie herkommt und
bei, daß Sie ein did den irer briſte Gbatethaſen
beſitzen. Ich werde es ihr gleich erzählen.
Wardenburg machte eine Bewegung lebhafter
Ab=
wehr. Um Gottes willen, ſagte er, laſſen Sie die Sache
ruhen! Ich habe als junger Menſch viel in dieſen
Krei=
ſen verkehrt und beſitze eine ganze Bilderſammlung aus
dieſer Zeit, aber ich möchte nicht, daß die Gräfin Gabriele
Gartenhauſen jemals wieder an mich erinnert wird.
Un=
ſere Beziehungen endeten mit einer grellen Diſſonanz.
Gabi zeigte ein naives Erſtaunen. Ach, ſagte ſie
be=
dauernd, dann muß die betreffende Aehnlichkeit ja nur
unangenehme Erinnerungen in Ihnen wachrufen, und
Sie werden froh ſein, wenn ich nicht mehr hier in
Hell=
born bin.
Er wollte gegen das kleine Tippfräulein nicht
un=
höflich ſein. Sie gehen in Ihren Folgerungen zu weit,
ſagte er. Was mich irritiert, iſt nur die Aehnlichkeit
ſelbſt, nicht die Erinnerung, welche ſie auslöſt. Ich bin
nicht gewohnt, meine Gedanken durch äußere
Zufällig=
keiten von meiner Arbeit abgezogen zu ſehen.
Gabi lächelte beſcheiden und verſtändnisinnig und
blickte bewundernd zu Wardenburg auf. Ich kann mir
das vorſtellen, Herr Oberinſpektor, meinte ſie ſchüchtern.
Sie haben gewiß immer entſetzlich viel zu tun und zu
überlegen, und jede Störung iſt Ihnen verhaßt, aber
Sie können jeden Tag die Freude erleben, mich plötzlich
wieder verſchwinden zu ſehen, und ſolange ich noch hier
bin, brauchen ſich unſere Wege auch nicht allzu oft zu
kreuzen. Ich ſehe aber, daß wir angelangt ſind. Vielen
Dank für die Begleitung, jetzt finde ich mich ſchon allein
zurecht.
Sie ſchieden, und Wardenburg blickte ihr noch einen
Augenblick nach.
Mein ſteſtes deg nicht ſont er ſch bandiet einer
ſolchen Verſtellung wäre Gabi nicht fähig, und wie ſollte
ſie auch dazu kommen, als Tippfräulein zu fremden
Leu=
ten zu gehen? Eine Identität iſt einfach ausgeſchloſſen,
aber ich wollte wirklich, die Kleine wäre ruhig in Berlin
geblieben. Ich bin ganz verwirrt und geblendet und ſehe
ſchon am hellen Tage Geſpenſter.
6.
Die Troſſachs und die Treſſenſteins befanden ſich in
gehobener und angeregter Stimmung.
Graf Dietrich, das große Sorgenkind, war gänzlich
unverliebt und unverlobt aus der gefährlichen Garniſon
zurückgekehrt und gab ſich ohne Vorbehalt dem vollen
Behagen eines Familienlebens hin, deſſen Reize durch
die Kontraſtwirkung mit dem Vorangegangenen noch
be=
deutend erhöht wurden. Der junge Troſſach und deſſen
Schweſter waren ſeine ſelbſtgewählten treuen Begleiter,
und ſeine Stiefmutter, die Gräfin, ſah ihn bereits als
den glücklichen Bräutigam der ſchwarzen Margitta, die
ſie ſo ſehr ins Herz geſchloſſen hatte.
Daß Graf Dietrich nach wie vor entſchloſſen war,
ſeine eigenartigen Prinzipien zur Richtſchnur ſeines
Han=
delns zu machen, beunruhigte ſie keinen Augenblick. Sein
Herz hatte in der Fremde keinen Schaden genommen, das
ſchien ihr die Hauptſache. Alles übrige durfte ſie getroſt
dem ſteten Zuſammenſein mit Troſſachs und ihrer eigenen
Diplomatie überlaſſen. So ſah ſie heiter und ruhig der
nächſten Zukunft entgegen und wiegte ſich in einer
Sicher=
heit, welche entſchieden verfrüht war.
Das Schickſal hielt nämlich eine Ueberraſchung für
ſie bereit. Der Feind, den ſie ſchon überwunden wähnte,
zeigte ſich plötzlich im eigenen Lager, und neben der
grauen Theorie ſchritt diesmal als mächtige Bundes=
Seite 20.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Januar 1914.
Nummer 24.
Pinsel-und
8 Spezialgeschäft
mimmmmr Malerar mter halstenwaren
IMM
Steiter
Darmstadt, Luisenplatz 1 (am neuen Liebig-Denkmal).
c) Leitern
b) Bürstenwaren
a) Malutensilien
Doppelleitern
Staubbesen
Künstler-Oelfarben
mit
für Maler und Weißbinder
Handfeger
Studien-Oelfarben
Geschäftsleitern
Kleiderbürsten
Blendrahmen
20%
Haarbürsten
Haushaltungsleitern
Paletten
Piasavabesen
Leiterstühle
Rabatt!
Malpinsel
Kardätschen
in solider Ausführung, billig
Auf sämtliche Bürstenwaren, wie Kleiderbürsten, Haarbürsten, Staubbesen etc. gewähre 20% Extra-Rabatt.
Moderne Schablonen und Wand-Dekorationen für Meler und Weißbinder in großer Auswahl.
Matürliche Mineralwässer.
Bilin, Sauerbrunnen; Brückenau, Wernazquelle; Carlsbad,
Mühl-
brunnen; Dürkheimer Maxquelle; Ems, Kränchen; Friedrichshall
Bitterswasser; Giesshübl, Sauerbrunnen; Levico: Marienbad
Kreuzbrunnen; Mergentheim, Karisquelle; Neuenahr, Sprudel;
Offenbach, Kaiser-Friedrich-Quelle: Ober-Salzbrunn, Kronenquelle
und Oberbrunnen; Ofen Hunyjadi Janos: dto. Apenta; Salzschlirf,
Bonifaciusbrunnen; Kgl. Selters; Vichy, Celestins u. Grande Grille;
Wildungen, Helenen- und Viktoriaquelle und andere.
Preisliste und Brunnenschriften bitte zu verlangen.
Pallas-
Teleton 305 Martim Jahn wiesenstr. 30
Niederlage aller natürlichen Mineralwässer. (2688a
717 F.Tnanracttr) 4
Feitele Sehſt fchtein. Stngesaune
Senerälrertrster. Ggarr Frign. Fanliurt. 2. . Wertendstr. 3
Gegen Druſen, Scrophein
Blutarmut, Engl. Krankheit, Hautausschlag. Hals- und
Lungen-
krankheiten, Husten, zur Kräftigung schwächlicher, in der
Ent-
wicklung zurückbleibender Kinder empfehle eine regelmässige
Kur mit meinem
-Lebertran.
Lahusen’s „Jodella
Durch seinen Jod-Eisen-Zusatz der wirksamste und meist
ge-
brauchte Lebertran. Gern genommen und leicht zu vertragen.
Nur echt in Originalflaschen à M. 230 u. 4.60 mit dem
Schutz-
wort -Jodellat und dem Namen des Fabrikanten Apotheker
Wilh. Lahusen in Bremen. Frisch zu haben in allen
Apo-
theken in Darmstadt und Umgebung.
(352a
1 großer L Tiſch
u. 1 kl. Regulator billig zu verk.
*1650ts) Kaupſtr. 5, 1. St. rechts,
Buchen und
Brennholz Kiefern, Ia.
trocken, Ztr. 1.40 Mk., abgeholt
bill. Stoll, Heinheimerſtr. 4. (788a
Zu kalt. Aufſchnitt
empfehle täglich friſch:
Roaſtbeef
getrüffelt Wildſchweinskopf
getrüffelt Geflügelgalatine
Schweinsleberpaſtete
Schinkenpaſtete
Schweinskopf
Thüringer Preßkopf
ff. Kalbsleberwurſt
ſowie alle andere Horten
feine Wurſt
Aufſchnitt per ½ Pfund
25 bis 50 Pfg.
Jakob Heil
Hoflieferant (1330a
Telephon 203 Markt 5.
lrische u. Dauerbrand-Oefen
Darmstädter-Oefen etc.
billigſt bei
(2478ms
Mayer & Sender,
Waldſtraße 35.
25 pEt. Kohlen ſpart
X Aroxa
Geſetzl geſchützt Nr. 162304. (2088a
Schurufehrit Sgliter,
Kirchſtraße 27
Reparaturen u. Ueverziehen ver
(737a
ſofort, billig und gut.
Spedition Monnard, Feldbergstr. An- u. Abholung v. Gütern
u. Reise-Effekten etc. Prompte Bedienung. Teleph. 553. (800a
Wegen Umzug
Wer
billige Schuhe kaufen will
wirklich billig
komme sofort nach
(2661a
37 Elisäbethenstrasse 37
zwischen Grafen- und Saalbaustrasse.
e
Rückerat-Verkrümmungen
wurden glänzende Erfolge erzielt mit
meinem gesetzlich geschützten
Geradehalter-Apparat
Original-System „Haas‟
17 Auszeichnungen, u. a. auf dem 10.
Arzte-
kongress in Lemberg, internat. Hypiene-
Aus=
ſstellung in Dresden 17. internat, Aerzte-
Kon-
gress London 1913. (I,2390
Dauernde Regulierung des Apparates kostenlos!
Reichillustrierte Broschüre gratis!
Frankfurt a. M.,
Franz Menzen, Schillerstrasse 5.
Alleiniger Hersteller des Original „Haas‟-Apparates.
Ri j-g
Vor Nachahmungen wird dringend gewarnt.
Zu sprechen: Mittwoch, den 28. Januar, in Darmstadt,
Hotel Merz, nahe Bahnhof, 9—3 Uhr.
Alte Geige billig zu vr. (*1627dfs
A Mohr, Ernſt=Ludwigſtr. 3, III.
Fleißes Volelleid (Gr. 42) bill. zu
perk. Pallaswieſenſtr. 15, I. (*
(714am
Wgle1fs
ofele al2 Ge
1
N
gusſin die Lade, weche dieher in Guf Dunice deden
keine Rolle geſpielt hatte und nun lächelnd und ſiegreich
ihre Macht entfaltete.
An einem herrlichen Nachmittage war die ganze
Ge=
ſellſchaft ausgeflogen, um an einem Waldfeſt
teilzu=
nehmen. Nur Fräulein Nadine von Laubach hatte
zu=
rückbleiben müſſen. Sie hatte ſich durch einen kleinen
Unfall die Stirn verletzt und war zu eitel, um mit der
häßlichen Schramme in Geſellſchaft zu gehen. Außerdem
dachte ſie es ſich auch ganz nett, einmal allein zu Hauſe
zu bleiben. Sie las und muſizierte, ſpielte mit den
Kin=
dern und fuhr Nina und Bubi in der neuen
Ziegenequi=
page ſpazieren. Sie war aber gewohnt, gegen Abend ein
paar Stunden Tennis zu ſpielen, und heute hatte ſie
kei=
nen Partner. Das fehlte ihr ſchrecklich. Durch das Haus
ſchlendernd, traf ſie die Wirtſchafterin und klagte der ihr
Leid. Die Mamſell lachte.
Ich glaube, dem gnädigen Fräulein kann geholfen
werden, meinte ſie. Fräulein Schacht, unſer
Tippfräu=
lein, ſpielt gewiß Tennis. Jedenfalls beobachtet ſie die
Herrſchaften zuweilen mit großem Intereſſe und ſieht
dann ganz ſehnſüchtig nach dem Spielplatz hinüber.
Nadine von Laubachs Augen glänzten. Wo iſt das
Mädchen? fragte ſie. Können Sie es mir nicht gleich
einmal rufen?
Die Wirtſchafterin blickte nach der Uhr. Augenblicklich
wird Fräulein Schacht noch bei der Baroneſſe ſein, der
ſie jeden Nachmittag ein paar Stunden vorlieſt, aber ſie
muß bald herunterkommen. Soll ich ſie dann
hinüber=
ſchicken?
Die ſportliebende junge Dame nickte. Gewiß, wenn
ſie ſpielen kann, ſoll ſie mir hochwillkommen ſein. Für
gewöhnlich dürſte ich ſie ja natütrlich nicht heranziehen,
aber heute bin ich allein und langweile mich ſträflich. Da
kann ich ſchon einmal eine Ausnahme machen.
Die Mamſell lachte. Gnädiges Fräulein riskieren
nichts, ſagte ſie ruhig. Fräulein Schacht iſt ein feines und
beſcheidenes Mädchen, dem es an guten Manieren nicht
fehlt. Der Herr General und die Baroneſſe ſind auch ſehr
zufrieden mit ihr, aber ein Rakett wird ſie wohl kaum
beſitzen. Jedenfalls hat ſie es nicht mitgebracht.
Das tut nichts, meinte Nadine, ſie kann dasjenige
meiner Schweſter benutzen.
Eine Stunde ſpäter ſpielten die beiden jungen
Da=
men mit Luſt und Eifer ihre Partie. Sie paßten
vor=
trefflich zuſammen. Gräfin Gabi blieb ihrer Rolle als
Fräulein Flotts Stellvertreterin getreu, und zugleich war
es ihr eine Wonne, in freier Bewegung ihre
Geſchick=
lichkeit wieder einmal betätigen zu können.
Fräulein von Laubach hatte nur an einen Notbehelf
gedacht und war gern bereit geweſen, Konzeſſionen zu
machen. Nun ſah ſie, daß das kleine Tippfräulein im
Spiel eine ganz ebenbürtige Partnerin war, und auch
ſonſt vergaß ſie immer wieder, mit wem ſie es zu tun
hatte. Die Kleine war ſo gewandt und dabei ſo taktvoll
und beſcheiden, daß ſie wünſchte, öfter mit ihr ſpielen zu
können, aber ſie wußte, das würde die Gräfin Treſſenſtein
kaum geſtatten. Sie zog ſcharfe Grenzen und würde
wahrſcheinlich geneigt ſein, Fräulein Schacht mit ihrer
Zofe und der franzöſiſchen Kinderfrau auf eine Stufe zu
ſtellen.
Inzwiſchen hatte Graf Dietrich Treſſenſtein ſich
ge=
zwungen geſehen, die Geſellſchaft zu verlaſſen. Ein
hef=
tiges Neſenbluten hatte ihn befallen und war ſo plötzlich
etennen, daß er nch duiſe ſahren nißte, in ſiht
umzukleiden. Er gedachte ſogleich zurückzukehren, aber
in Hellborn wiederholte ſich der Anfall, und ſo ſchickte er
nur das Auto zurück und ließ ſich bei den Gaſtgebern
entſchuldigen. Unter den obwaltenden Umſtänden hielt
er es für richtiger, zu Hauſe zu bleiben.
Durch den Garten ſchlendernd, um ſeine
Leidensge=
fährtin, Fräulein Nadine, aufzuſuchen, gewahrte er die
beiden jungen Damen auf dem Tennisplatz, näherte ſich
ihnen unbemerkt und beobachtete ſie lange Zeit.
Er traute ſeinen Augen kaum. Wer war dieſes
ent=
zückende Mädchen mit den prachtvollen Augen, dem
dunk=
len Scheitel und der ſchlanken, geſchmeidigen Figur? Er
hatte ſie noch nie geſehen, und ſie intereſſierte ihn auf
den erſten Blick.
Ganz verſunken war er in Gabis Anblick, bis
Fräu=
lein von Laubach ihn plötzlich gewahrte und ihr
Er=
ſtaunen über ſeine Anweſenheit ausſprach. Er erklärte
dieſe mit wenigen Worten und fragte ſie dann, wie ſie
es möglich gemacht habe, ſo ſchnell eine ſo reizende und
geſchickte Partnerin als Erſatz zu erlangen. Zugleich bat
er, ihn der Dame vorzuſtellen.
Nadine verzog ein wenig ſpöttiſch den Mund und
flüſterte gleichſam entſchuldigend: Es iſt nur das
Tipp=
fräuleien des Generals, aber ſpielen kann ſie, das muß
man ſagen; Sie wiſſen ja: Not kennt kein Gebot. Die
Mamſell brachte mich auf die Idee, Fräulein Schacht
heranzuziehen, und ich bin ihr dankbar dafür, aber eine
Vorſtellung iſt nicht nötig. Sie erwartet dieſe auch
kaum.
(Foriſetzung folgt.)
Nummer 24.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Januar 1914.
Seite 21.
6 ₰
Vom 24. Januar
bis. 15. Februar
Serie I 3.95
gen Preisen!
Serie II 4.55
Für Damen:
Serie III 3.90
Für Herren:
Preiswerte Tuch-Hausschuhe
mit Ledersohle und Absatzfleck
. . . . per Paar
Damen-Hausschuhe, Ledertuch mit Filzfutter, Ledersohle
und Absatzfleck
. . jetzt nur
Preiswerte Tuch-Hausschuhe mit Filzfutter, Lackkappe,
Ledersohle. .
.. jetzt nur
Preiswerte Damen-Filz-Pantoffel, genäht mit Lackspitze,
Ottereinfass
jetzt nur Mk.
Filz-Schnallenstiefel mit starkem Lederbesatz,
Sealskin-
futter, sehr preiswert . .
. . . jetzt nur Mk.
Echt Chevreaux-Damen-Schnallen-Stiefel
mit dickem warmem Friesfutter,
Patent-
schnalle, bisher Mk. 5.95, jetzt nur Mk. 4.98
Preiswerte Filz-Hausschuhe
mit Filzfutter, extra billig
. . . . . jetzt nur
Herren-Ledertuch-Pantoffel, Ledersohle und
Lederabsatz-
fleck, extra billig .
. . . jetzt nur
Filz-Schnallenstiefel mit starkem Lederbesatz,
Sealskin-
futter, sehr preiswert . . . . . . . . . . . jetzt nur
Preiswerte Box-Knaben-Hakenstiefel mit Derbyschnitt,
neue moderne Ware . . . . bisher Mk. 7.50, jetzt nur
Elegante Herren-Hakenstiefel mit Derby, Lackkappe, sehr
preiswert . . . . . . . . . bisher Mk. 8.75, jetzt nur
Eleg. echt Chevreaux-Damen-Schnürstiefel
moderne Form, sehr preiswert,
jetzt nur Mk. 3.95
werden, solange Vorrat
Restposten und Einzelnpaare
in Herren-, Damen-, Kinderstiefeln u. Hausschuhen
1e. Kroschufer!
Größtes und leistungsfähigstes Schuhwarenhaus Süddeutschlands
36 eigene Filialen
36 eigene Filialen
2714
Aufheben! Ausschneiden!
Einem dringenden Bedürfnis abzuhelfen, habe
ich meinem Geschäft ab heute eine
Spezialabteilung
für
angeschlossen.
Sämtliche mir übertragenen Transporte werden
von tüchtig., geschulten Klaviertransporteuren
unter Garantie ausgeführt zu
unten-
stehendem Tarif.
Karl Arnoid, Ecke Erhacherstr.
Telephon 2457.
Transporte über die Strasse
im ganzen Stadtgebiet.
Pianinos . . . 4.50 Mk.
Flügel je nach
Grösse . . 5—10 „
Harmoniums
je nach Grösse 3—6
B.
Trausporte im Hause,
Verstellen eic.
Pianinos . . . 3 Mk.
Flügel . . . . 4—8
Harmoniums 2—4
Lagerung, Spedition, Verpacken nach Uebereinkunft!
Kisten stehen leihweise zur Verfügung!
(1808a
Ia Speisekartoffel,
Induſtrie und Ella
Zwiebel, (*1841sa
holländiſche und ungariſche
Apfelsinen,
ſchönfarbige, ſüße Frucht
Citronen
in Kiſten mit 300 u. 360 Stück
offeriert äußerſt billig
Georg Crößmann
Engros Grafenstr. 16 En detall.
Telephon 2154.
Tüchtige, kautionsfähige
Wirtsleute
von auswärtiger Großbranerei unter
günſtigen Bedingungen geſucht.
(2760ss
Offerten unter D 38 an die Expedition d. Bl.
für alle
Stempel
Zwecke,
Tür. u. Firmen-Schlder in
Metall und Emaille,
Pet-
schafte, Schablonen.
Atelier für feinere
Gravier-
arbeiten. (2727a
Gravier-
CARE PRANZ, Mteter
Darmstadt,
ohne Laden, Ludwigstr. 17.
Künſtler, und einf. Tiefbrand=
N Unterricht, Schnitzen. Oel=,
Aquarell=, Porzellan=, Samt=
Malunterricht wird gründlich
erteilt. Waldſtraße 1½, 1. Stock.
Käte Ross.
(1518a
Unstitutrice francaise (dipl.)
donnerait des lecons de
gram-
maire, de litterature et de
con-
versation. Stadr. à Mme. Matifas,
Frankensteinstr. 49, III, mardi et
jeudi de 11—2½ heures. (1055a
Französisch
lernt ſpielend
durch die neu erſchienene
leicht=
faßliche Anſchauungs= und Laut=
Methode des Professeur
J. Berryer. Preis: 2,50 Mk.
Verlag: Wiegandt & Grieben,
Berlin.
(B1564
Zu haben in jeder Buchhandlung.
Uinglischen Unterricht erteilt
Miss Kathleen Mackimm
Herdweg 61. (B812
Mathematik d. akad. gebild. Lehrer.
Sorgfält. ſchnelle Förderung. Mäß.
Honor. Wittmannſtr. 30, I. (B813
Der Heſſiſche Fröbel=Verein zu Darmſtadt
eröffnet am 1. Februar eine geſellige Honntags=Vereinigung
für Fröbel’ſche Kindergärtnerinnen und Fröbel’ſche Erzieherinnen
(aktive Mitglieder d. V.) in Darmſtadt und nächſter Unzgebung.
Hierzu ſind auch beſonders die in auswärtigen Seminaren
ausge=
bildeten, hier ſtationierten Kindergärtnerinnen eingeladen, welche
Anſchluß an Berufsgenoſſinnen ſuchen. (Dieſelben brauchen nicht dem
Heſſ. Fröbel=Verein anzugehören.)
Vorläufig findet die Vereinigung jeden erſten Sonntag im
Monat, von 4—7 Uhr, unter Leitung von Vorſtandsdamen im Lokal
des Fröbel=Inſtituts, Saalbauſtraße 8, ſtatt.
(2579fs
Therese Schultz-Gora, I. Vorſitzende.
Freiwill. Fenerwehr Darmſtadt.
Hauptverſammlung
Montag, den 26. Januar 1914, abends
9 Uhr, im „Schützenhof” (Kellerlokal rechts).
Tagesordnung:
1. Berichterſtattungen,
2. Rechnungsablage,
3. Neuwahl.
(2765
Das Kommando.
Kanluchen-Zuchtverein Darmstad
und Umgegend
(älterer Verein)
Sonntag, den 25. Januar 1914
im Restaurant Hessischer Hof, Mathildenplatz, Garten
Rammler-Schau
Tombola.
Eintritt 15 Pfg.
(2735
Es ladet freundlich ein
Die Ausstellungs-Leitung.
Vehrerin mit Abitur. des Real-
U gymnasiums ert. Unterricht
in Mathematik, Latein, modernen
Sprachen. Englisch im Ausland
gelernt. Off. u. E31 Exp. (811a
Gründl. Klavier- u. Violinunterricht erteilt
zu mäß Honorar Georg Göbel, Musiklehrer,
Neckarstraße 3, Mittelbau, part. (816a
Kaiser’s Geburtstag
Fahnen, Flaggen
Wappenfahnen, Nationalfahnen,
Fahnenstangen, Fahnenknöpfe.
Niederlage der Bonner Fahnenfabrik.
Hof-
lieferanten.
Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Januar 1914.
Nummer 24.
Bei Bleichsucht und Blutarmut
iſt das beſte Mittel Rotuſin — Roths Nährmalz=Kakao—
nicht zum Einnehmen, ſondern Frühſtücks= u. Veſpergetränk.
In allen Apotheken das Pfund zu Mk. 1.60 zu haben.
Jedes Paket enthält ärztliche Gutachten. (II,2740
Luftfahrt.
Zweiter Deutſcher Kaiſerpreis=Wettbewerb für
Flug=
motoren.
* Berlin, 22. Jan. Die erſte Sitzung des
Preis=
gerichts hat am Samstag im großen Sitzungsſaale
des Kaiſerlichen Automobil=Klubs zu Berlin
ſtattgefun=
den. Nach den ſchon am 12. Dezember v. Js.
veröffentlich=
ten Wettbewerbbeſtimmungen iſt bekanntlich ein Preis von
140000 Mk. ausgeſetzt, der zu gleichen Teilen dem beſten
luft= und dem beſten waſſergekühlten Motor zufallen ſoll,
der aber auch noch weiter geteilt werden kann, falls ſich die
beſten Motoren nicht weſentlich unterſcheiden.
Zugelaſ=
ſen ſind Motoren von wenigſtens 80, höchſtens 200 P.S.,
wobei die geringeren Leiſtungen bis zu etwa 125 P.S. den
Bedürfniſſen des Heeres, die höheren Leiſtungen denen der
Marine entſprechen. Die Anmeldungen ſind. bis zum
1. Mai 1914 an den Präſidenten des Preisgerichts,
Wirk=
lichen Geheimen Oberbaurat Dr.=Ing. Veith, Berlin,
Reichs=Marine=Amt, zu richten; nachträgliche
Anmeldun=
gen ſind nicht zuläſſig. Die Motoren ſind bis zum 1.
Sep=
tember 1914 zur Prüfung bei der Deutſchen Verſuchsanſtalt
für Luftfahrt in Adlershof anzuliefern. Die Prüfungen
ſollen bis zum 1. Januar 1915 erledigt ſein, ſo daß am
27. Januar 1915 die Preisverteilung erfolgen kann. Die
genaueren Beſtimmungen ſind bis zum Preiſe von 20 Pfg.
von der Expedition des Deutſchen Reichs=Anzeigers,
Ber=
lin, zu beziehen.
In der Sitzung war das Preisgericht vollzählig
ver=
ſammelt; ihm gehören an: Wirklicher Geheimer
Oberbau=
rat Dr.=Ing. Veith als Präſident; Major Gundel und
Marine=Oberbaurat Müller als Vizepräſidenten;
Marine=
baumeiſter Laudahn als Schriftführer; als weitere
Mit=
glieder die Profeſſoren Baumann (Stuttgart), Geheimerat
Joſſe (Berlin), Kutzbach (Dresden), Lynen (München),
Dr. Prandtl (Göttingen), Geheimerat Dr. Riedler (
Ber=
lin), ferner Hauptmann Grade und Leutnant v. Buttlar
vom Fliegerbataillon Nr. 1. Die Prüfſtelle war vertreten
durch den Direktor der Deutſchen Verſuchsanſtalt für
Luft=
fahrt in Adlershof, Profeſſor Dr.=Ing. Bendemann, und
den Leiter der Motorenabteilung, Dipl.=Ingenieur
Seppeler.
Nachdem das Preisgericht die von ihm und ſeinen
Organen innnezuhaltende Geſchäftsordnung durchberaten
und den Arbeitsausſchuß gewählt hatte, deſſen Mitglieder
beſtimmungsgemäß den Verſuchen als unparteiiſche
Sach=
verſtändige beizuwohnen haben, wurden die
Prüfſtands=
einrichtungen und die Durchführung der Verſuche
beſpro=
chen. Die Prüfſtandseinrichtungen ſollen den praktiſchen
Betriebsverhältniſſen der Motoren im Flugzeuge möglichſt
gut angepaßt werden. Von einer verſtärkten Belüftung
foll im allgemeinen abgeſehen werden, da die Motoren im
heutigen Flugzeuge zur Verminderung des
Luftwider=
ſtandes faſt durchweg eingekoppelt und dadurch dem ſtarken
Luftzuge entzogen werden. Erklärt aber ein Bewerber
die zuſätzliche Belüftung ſeines Motors für nötig, was
be=
ſonders bei nicht umlaufenden, luftgekül)ſten Motoren
vorkommen kann, ſo wird bei dieſen eine verſtärkte
Be=
lüftung angewendet. Das Preisgericht wird dieſe
Eigen=
ſchaft indeſſen als nachteilig bewerten, weil ſolche Motoren
gegen hohe Sommertemperaturen empfindlich ſind und die
im Waſſerflugzeug vorkommenden längeren Fahrten auf
dem Waſſer nicht vertragen.
Die Durchführung der Verſuche geht
folgen=
dermaßen vor ſich: Zuerſt werden in Vorverſuchen die
all=
gemeinen Betriebseigenſchaften der Motoren beobachtet,
dann werden in Leiſtungsverſuchen die Arbeitsverhältniſſe,
Betriebsſtoffverbrauch, Nutzleiſtung uſw. ermittelt,
wo=
raus ſich eine vorläufige Bewertungsreihenfolge ergibt.
Schließlich wird eine beſchränkte Anzahl der beſten
Mo=
toren Dauerverſuchen unterworfen, in denen
beſtimmungs=
gemäß 60 Betriebsſtunden abſchnittsweiſe zurückzulegen
ſind; dieſe Dauerverſuche ſollen mit allen dafür
ausgewähl=
ten Motoren möglichſt gleichzeitig ſtattfinden, um den
Einfluß der Witterung für alle gleichmäßig zu machen. Für
die Bewertung ſollen unter anderen folgende Punkte
als Vorteile berückſichtigt werden: gleichmäßiges
Dreh=
moment, niedrige Schraubendrehzahl (
Ueberſetzungsge=
triebe, wie bei Waſſerſlugzeugen üblich, zählen dem
Ge=
wicht nach zum Motor), regelbare Vorwärmung, geringes
Geräuſch (Auspuff, Ventile uſw.). Möglichkeit der
Ver=
wendung billiger und betriebsſicherer einheimiſcher
Be=
triebsſtoffe. Als nachteilig ſollen unter anderem bewertet
werden: lange Dauer der Verſuchsvorbereitungen,
beſon=
dere Anſprüche hinſichtlich des Schmieröls, Leiſtungsabfall
bei den Dauerverſuchen, Schwingungen (Erſchütterungen,
kritiſche Tourenzahl), Zündungsausſetzer,
Betriebsſtörun=
gen der Vergaſer, ungünſtige Form für den Einbau in
das Flugzeug, hoher Luftwiderſtand, Bezug von
Materia=
lien aus dem Auslande. Heer und Marine haben ſich
bereit erklärt, einige der beſten luft= und waſſergekühlten
Motoren anzukaufen, ſofern ſie den von ihnen aufgeſtellten
Sonderbeſtimmungen genügen; dieſe werden
Intereſſen=
ten auf beſonderen Wunſch vom vorgenannten Präſidenten
des Preisgerichts, Berlin, Reichs=Marine=Amt, zugeſtellt.
sr. Die zweite militäriſche Flugzeugführer=Prüfung
wird künftig nach neuen, nicht unerheblich erſchwerten
Be=
ſtimmungen abgelegt werden müſſen. Das Verbot wird
darauf begründet: Während der erſten militäriſchen
Flug=
zeugführer=Prüfung die gleichen Bedingungen zugrunde
liegen, wie der Prüfung für Zivilflieger, gelten für die
zweite Prüfung folgende Bedingungen: 1. Ausführung
eines Stundenfluges über Land in einer mindeſten
Durch=
ſchnittshöhe von 800 Metern über dem Gelände. Auf dem
Paſſagierſitz iſt 75 Kilogramm Ballaſt mitzuführen. 2.
Aus=
führung einer Landung aus 500 Meter Höhe mit
abge=
ſtelltem Motor (Gleitflug). 3. Nachweis einer genauen
Kenntnis des Motors, mit dem das Flugzeug ausgerüſtet
iſt. Die Beſtimmungen für die dritte Prüfung ſind die
gleichen geblieben, wie bisher.
sr. Das Programm für den Oſtmarkenflug 1914, der,
wie ſchon berichtet, in Breslau beginnen und über Poſen
und Königsberg nach Danzig führen ſoll, liegt jetzt vor.
Es lautet: Samstag, 13. Juni: Prüfung und Abnahme
der Flugzeuge, Sonderveranſtaltungen des Breslauer
Ver=
eins (Flug Rund um Breslau, verſchiedene Wettbewerbe
und Schauflüge). Sonntag, den 14 „Juni: Erſter
Flug=
tag: 300=Kilometer=Etappe Breslau-Frankenſtein-
Lieg=
nitz-Glogau-Poſen. Nachmittags
Sonderveranſtaltun=
gen in Poſen. Montag, 15. Juni: Zweiter Flugtag: 500=
Kiloneier=Stape Poſen=Bronberg.=Graudenz=
Alen=
ſtein-Inſterburg-Königsberg i. Pr. Dienstag, 16.
Juni: Ruhetag mit Sonderveranſtaltungen in
Königs=
berg. Mittwoch, 17. Juni: Dritter Flugtag:
Aufklärungs=
flug von Königsberg in einer Schleife bis in die Gegend
von Allenſtein nach Königsberg zurück, dann weiter ohne
Zwiſchenlandung über Braunsberg und Elbing nach
Dan=
zig. Nachmittags Sonderveranſtaltungen in Danzig
(Rund um Danzig und Rund um Zoppot). Donnerstag,
18. Juni: Eventl. weitere Veranſtaltungen und
Preisver=
teilung in Danzig.
sr. Der internationale Flug der drei Flüſſe (Schelde,
Rhein, Maas), der vom Königlich Belgiſchen Aero=Klub
unter Mitwirkung des Deutſchen Luftfahrer=Verbandes
veranſtaltet werden wird, wurde in einer kürzlich in
Brüſſel abgehaltenen Delegiertenverſammlung nochmals
beſprochen. Vertreten waren neben dem Königlich
Bel=
giſchen Aero=Klub der Deutſche Luftfahrer=Verband,
ſo=
wie die beteiligten Vereine, der Niederrheiniſche Verein
für Luftſchiffahrt und der Düſſeldorfer Luftfahrer=Klub,
ſowie auch die Flugzeug=Konvention im Verein Deutſcher
Motorfahrzeug=Induſtrieller. Es wurde das vom
Belgi=
ſchen Aero=Klub ausgearbeitete Projekt, das eine
Beteili=
gung Deutſchlands nur auf der Rheinſtrecke bis
Düſſel=
dorf vorſieht, vorgelegt und der Termin für den 20. bis
28. Juni feſtgelegt. Nach der vom Deutſchen Luftfahrer=
Verband bereits gutgeheißenen Ausſchreibung erfolgt die
Bewertung einmal nach der Geſchwindigkeit und zweitens
nach der Nutzlaſt. Teilnahmeberechtigt ſind nur
Waſſer=
flugzeuge. An Preiſen werden insgeſamt 120000 Francs
ausgeſchrieben. Dazu kommen noch eine Reihe von
Ehren=
preiſen. Der Flug, der anläßlich der Eröffnung des
Brüſſe=
ler Hafens ſtattfindet, wird in 6 Etappen geflogen. Er
geht aus von Brüſſel und führt über Nymwegen,
Duis=
burg, Düſſeldorf, Lüttich, Haſtiere, Lüttich und Rotterdam
zurück nach Brüſſel. Das Protektorat übernahm der König
der Belgier, das Ehrenpräſidium der Herzog von
Aren=
berg.
sr. Das Verbot des Ueberfliegens der ruſſiſchen
Weſt=
grenze war vom ruſſiſchen Miniſterrat bis zum 14. Juli
1914 verlängert worden. Inzwiſchen haben
Verhandlun=
gen zwiſchen dem Auswärtigen Amt in Berlin und der
Kaiſerlich Ruſſiſchen Geſandtſchaft zu einer mindeſtens
teilweiſen Aufhebung dieſes Verbots geführt. Es iſt eine
Ergänzung zu dieſem Verbot erſchienen, nach welcher in
Ausnahmefällen die Erlaubnis zum Ueberfliegen der
ruſ=
ſiſchen Grenze auf einem Flugzeug erteilt werden kann,
ſofern der Flug ausſchließlich ſportlicher Natur iſt. Die
betreffenden Geſuche ſind unter genauen Angaben über die
Perſon des Führers und der Fluggäſte, ſowie über den
beabſichtigten Flugweg, über Ziel und Dauer der Reiſe
an den Deutſchen Luftfahrer=Verband einzureichen, durch
den ſie auf diplomatiſchem Wege weitergegeben werden.
Städtiſches Muſeum (Schloßgraben 9). Geöffnet
Sonn= und Feiertags, ſowie Mittwochs und Freitags
von 11—1 und 2—4 Uhr, bei freiem Eintritt. —
Dienstags, Donnerstags und Samstags von 10—1 Uhr
(Eintritt 20 Pfg.).
Beſſunger Bücherhalle (Beſſungerſtraße 48).
Un=
entgeltliche Verleihung von Büchern an jedermann.
Ge=
öffnet: Dienstag, Donnerstag und Samstag abends
von 7½—9 Uhr.
Kunſthalle am Rheintor, geöffnet Werktags von
11—4 und Sonntags von 10—4 Uhr.
IV2753
Wir gewähren
Daras dare
ohne Ausnahme
Kasgte
Grosse Warenmengen erstaunlich billig
un
O29oh
120 Zeil
Frankfurt a. M.
Zeil 120
Nummer 24.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Januar 1914.
Seite 23.
eohele
Me
Anzeige
.
Erſcheint 2mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten. — Für den
Wohnungs=Anzeiger beſtimmte Inſerate müſſen ſtets tagsvorher bis ſpäteſtens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen. Später uns zugehende Inſerate können
nur am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden. — Inſertionspreis: 10 Pfg. die einſpaltige Pelitzeile; von 10 maliger Wiederholung an 10% Rabatt.
8 Zim.=Wohn Veranda, 2 Balkons
Badezim., Waſchk., Bügelz., Garten=
benutzg., elektr. Licht u. Gas, Warm=
waſſerleit. für Rüche u. Bad u. ſonſt
reichl. Zub. Einzſ. v. 2—3 I. (388ms Hormanstr. 31
gegenüber dem Beſſ. Hofgarten,
Haus mit Gas, elektr. Licht,
Zentralheizung, Warmwaſſer=
leitung und ſchönem Garten
per 1. April 1914 zu vermieten.
Näheres Heinrichſtraße 82,
Baubüro.
(390ms Ecke Heinrich u. doffmaunſtr.26,
1. u. 2 St., herrſchaftliche Wohnung,
elektr. Licht, Gas, Bad, Veranda
u. reichl. Zubehör, per 1. Juli 1914,
zuſammen oder getrennt, zu verm.
Näheres parterre.
(389ms Einfamilienh. Artillerieſtr. 5
m. 10 herrſchaftl. eleg. Zim., vielen
Nebenr., gr. Teraſſ, Gas, elektr.
Lichtleit., Vor= u. Hinterg. w. Verſ.
f. 1. April anderw. zu verm. Näh.
W. Holiz, Artillerieſtr. 9, p. (B391ms Heidelbergerstr. 43,
I. Etage, ſchöne 10—12 Zimmer u.
vielem Zubehör, mit oder ohne
Stallung, Garten, per 1. April zu
vermieten. Näheres daſelbſt bei
J. Conr. Mahr.
(B392ms Das Haus
(63ms
Prinz-Christiansweg2
enthaltend: 10 Zimm., Anrichte
Bad, Burſchenzimmer ꝛc., klein.
Gart., iſt p. 1. April 1914, ev.
etwas früh. zu verm. zum Preiſe
v. Mk. 3000.—. Näh Anfragen
nur durch die Firma Joseph
Trier, Wilhelminenſtraße 25. Das ſeith. von Sr Exzel. Herrn
General von Plüskow bewohnte
AAUs
Wilhelminenstraße 44
mit Garten und Stallung iſt per
1. April anderweitig zu vermieten.
Alle Mitteilungen nur durch die
Firma Joſeph Trier, Wilyel=
minenſtraße 23,
(1492ms Vordere Heidelbergerſtr. 43
erden Ferntehtirien
20 Zimmer, viele Nebenräume,
Stallung uſw., per 1. April zu
vermieten (auch getrennt). Alles
Nähere bei J. Conrad Mahr,
parterre daſelbſt, event. bei allen
Nachweisbureaus. (B921oms Rheinstrasse 43
iſt der zweite Stock per
ſofort anderweit vermietbar.
Er enthält 8 Zimmer, Bade=
zimmer und reichlich. Zubehör,
Elektr. und Gasinſtallation,
Gartenbenutzung, Stall für
3 Pferde. Beſichtigung zwiſchen
11—1 und 5—7 Uhr geſtattet.
Näheres bei Juſtizrat Dr. Bender,
(735s
Calinoſtraße 8. Einſamiienhaus
Martinſtraße 41
Herrſchaftshaus mit 15 Zimmer,
Souterrain, reichliche Nebenräume,
Dienerſchaftsräume, 2 Bädern,
Veranden, Garten iſt z. vermieten
od. z. verkauf. Alles nähere durch
C. W. Braun, Martinſtr. 74. (1677ids Herrſchaftswohnung.
Neckarſtr. 8, I., 10 Zimmer,
Bad und reichl. Zubehör. Dieſe
Wohnung kann auf 11 oder 15
Zimmer erweitert werden. (734s
Näh. Neckarſtr. 8, Stb., II. Zimmer Bismarckſtr. 52, 2. St.
7 Zimmerwohnung mit Veranda
und reichl. Zub. für 1. April 1914,
auf Wunſch früher, zu verm. Näh.
part. u. Saalbauſtr. 71. (395ms Heinrichſtr. 12, pt., 7 Zimmer,
Bad, Fremdenzimmer und viel
Zubehör, Garten mit oder ohne
Stallung und Burſchenwohnung
Zum 1. April zu vermieten. Näh.
(397ms
Daſelbſt.
Frankfurterstr. 18
(Herrngarten gegenüber)
7 Zimmerwohnung mit all. Zub.,
elektr. Licht, Gas, Zentralheizung,
Veranden, im 1. Obergeſchoß, per
1. April 1914 zu vermieten.
Näheres Dipl.=Ing. Gg. Hinkel,
Frankfurterſtr. 16½.
(1272ms
ich neherete 25
elegante 6 Zimmer-Wohnung
(hochpart.) mit reichl. Zubehör,
Gas u. elektr. Lichtanlage, Bad,
Fremden=, Mädchenzimmer und
Garten iſt per April zu
ver=
miet. Preis M. 1300.—. Näh.
im Laden Rheinſtr. 33. (1289ms
Eliſabethenſtr. 56 6 Zimmer=
Wohn., neuzeitlich, mit kompl. Bad,
Elektriſch u. Gaslicht, per 1. April zu
verm. Näheres 2. Stock. (1127ms
In freier Lage,
Heidenreich=
ſtr. 17, II., feine herrſchaftl. 6
Zim=
mer=Wohn., mit Fremdenz., elektriſch
Licht Kohlenaufz. u. reichl. Zub., ſof.
bez. Näheres Soderſtr. 48. (551ms
Luiſenſtraße 10 iſt die Parterre=
Wohnung beſtehend aus 6
Zim=
mern, Küche und ſonſtige
Neben=
räume auf 1. April 1914 zu
ver=
mieten. Näheres durch C. W. Braun,
Martinſtraße 74. (B542ms
j. Hauſe d. Mozart=
Schulstr. 8, Vereins, I. Stock,
6 Zim.=Wohn., Küche u. Zubehör,
per 1. April 1914 zu vemieten.
Näh. Auskunft erteilt Naurermeister
Wilh. Hummel. Ohlystr. 6 9, Tel. 386. 399ms
Friedrichſtr. 24, 6 Zimmer=.
eventuell 4 Zimmer=Wohnung per
1. April zu verwieten. (1180ms
Näheres 1. Stock.
Steinſtraße 22 ſchöne
Man=
ſarde, 6 Näume, an zuhige Mieter
auf 1. April zu vermieten. (1460ms
Einzuſehen täglich von 3 Uhr an.
Heidelbergerſtraße 81½, iſt
eine herrſchaftl. 6 Zimmerwohnung,
d. Neuzeit entſprechend eingerichtet,
mit allem Zubehör, per ſofort
zu vermieten.
(1980a
t iſt ab
Jn Zentr. der Stadt 1. April
eine ſchöne große 6 Zimmerwohn.
zu vermieten. Gas, elektr. Licht,
Linoleumbelag.
(*1409ims
Näh. Schuchardſtr. 1, 1 St.
2.St.
Hügelstr. 19, große,
beſſere 6 Zimmer=Wohnung,
Bad, elektr. Licht, Gas, Küche
mit Heizgas, 2 ev. 3 Zimmer im
4. Stock, 2 Keller u.
Trocken=
boden zum 1. April ev. auch
ſchon perſofort. Näh. im Laden.
Beſichtigung mögl. vormittags
(881ms
erbeten.
Schuchardstr. 1, I.
6 Zimmerwohn., auch f.
Geſchäfts=
räume geeignet, zu vermiet. Zu
erfr. Klappacherſtr. 1, pt. (B2427ms
Saalbaustr. 75, pf.
6 Zimmer=Wohnung mit neu
er=
bauter gedeckt. Veranda, Badezim.
auf der Elage, Gas, elektr. Licht
u. Zubeh. auf 1. April zu vermiet.
Näheres 1. Stock.
(2424ms
Me e h
ſtraßes, part., 6 Zimmer, Bad
(736s
und reichl. Zubehör.
Näh. Neckarſtr. 8 Stb., II.
Heinrichſtr. 88, 1. St., große,
ſonnige Wohnung, 6 Zimmer,
Fremdenzim., Bad Speiſekam.,
Veranda, Balkon, elektr. Licht u.
Gas, Garten für 1. April bei
(2655ms
Thylmann.
Ecke Frankfurter= und
Emil=
ſtraße 9, II., freie Lage, 5 Zim.,
Balkon, Bad, reichl. Zub. per ſofort
oder ſpäter. Näh. part. (556ms
Heinrichstr. 92, II.
5 Zimmerwohn. m. Bad, Fremden=
und Mädchenzimmer nebſt reichl.
Zubehör per ſofort zu vermieten.
Einzuſehen jederzeit. Näheres
Gg. Hillgärtner, Liebfrauenſtr. 50.
Televhon 1956.
(555ms
Soderſtraße 18, zunächſt dem
Kapellplatz, in ruhigem gut. Hauſe,
der 1. Stock, 5 große Zimmer, gr.
ge=
ſchützte Veranda ꝛc., per 1. April
oder früher.
(580ms
Mauerſtr. 9, 1. St. ſch.5 Zimmer=
Wohn. per 1. April 1914. Näh. part.
Einzuſehen von 10—3 Uhr. (581ms
Wienersſtr. 58, I., 5 Z.=W. mit
Zubeh. ſof. evtl. ſpät. z. v. (B1819ms
Roßdörferſtr. 87, part.
ſchöne, große 5 Zimmerwohnung,
Badezimmer, neuzeitl., mit allem
Zube ör, per 1. April zu vermieten.
Näheres daſelbſt.
(317ms
Saalbauſtraße 38, 2. Stock,
mod. Fünfzim.=Wohn., Gas, elektr.
Licht, kompl. Bad, Balkon, Vrda.,
Bleichpl., per 1. April. Zu erfrag.
part., im Laden.
(567ms
Eichbergstrasse 12
iſt die Beletage, beſtehend aus fünf
Zimmern, Küche, Bad, 2 Zimmern
im Dachgeſchoß, Bodenkammer ꝛc.,
per ſofort zu verm. Einzuſehen
täglich von 10—12 Uhr. Näheres
Schießhausſtraße 44. (B561ms
Kirchstrasse 15
ſchöne 5 Zimmerw. per 1. April
1914 zu verm. Zu erfrag. daſelbſt
im Bluſenh. W. Schneil. (B571ms
Schöne 5 Zimmerwohnung, Ecke
Moosberg= u. Kiesbergſtr. Nr. 48,
für 1. April zu vermieten. Preis
520 Mark.
(B570ms
5 Zimmer, Küche mit
Speiſe=
kammer, Kloſett i. Vorplatz, Balkon
m. frei Ausblick, 2 Boden, 2 Keller,
Waſchküche, Bleiche, Trockenhalle
u. Gartenanteil zu verm. Näheres
Soderſtraße 75, parterre. (1129ms
Inſelſtraße 29, I., 5 Zimmer=
Wohnung mit allem Zubehör per
1. April zu vm. Näh. pt. (1257ms
Hochſtr. 64, I.
ſch. 5 Zimmerwohn. m. reichl. Zubeh.
alsb. zu verm. Näh. part. (572ms
Neuhergerichtete
5 Zimmerwohn.
mit Bad ſofort zu verm.
2470ms) Ludwigſtr. 10.
Steinackerstr. 14, I.
5 Zimmer mit Garten, gr. Veranda
und Zubehör zum 1. April 1914
zu verm. Preis 800 Mk. Beſichtig.
von 11—12 Uhr. Auf Wunſch könn.
auch noch Zimmer von der
Man=
ſarde zugegeben werden. (184ms
e e
mit Speiſek u. Badez. zuverm.
Einzuſ. zwiſchen 11—5 Uhr.
Näh. bei Dr. Heil, Fried=
(760is
richſtraße 21.
1 Zimmer
23 2. St., 5 gr. Zimmer, Badezim,
Speiſek., Veranda u. Zubehör zum
1. April. Näh. 23 parl. (B575ms
Dieburgerſtr. 8, II., bei Lautz
& Nofmann iſt ſchöne 5 Zimmer=
Wohnung mit Zubeh.
verſetzungs=
halber ſehr preiswert per ſofort
(557ms
1914 zu vermieten.
Parensttr. 3
Beletage, 5 Zimmer=Wohnung,
Küche mit allen Bequemlichkeiten,
Gas, elektr. Lichtanlage, alles neu
hergerichtet, in ruhigem Hauſe,
nahe der elektr. Straßenbahn per
1. Mai beziehbar. Alles Nähere
nur Kahlertſtr. 38, I. (B1781ids
Erust-Lndwigstr. 18, II.,
5 Zim.=Wohnung, neuhergerichtet,
alsbald oder ſpät. zu verm. Näh.
1. Stock von 10—3 Uhr. (183ids
Kasinostr. 10, part.
die ſeit Jahren von Zahnarzt
Heilbronn bewohnte 5 Zim.=
Wohnung mit allem Zubehör per
1. April. Näheres
Mathilden=
platz 9, 1. Stock.
(1422ms
Viktoriaſtr. 94, II., groß. neuzeitl.
5 Zim.=Wohn., Gas, Bad, 2 Manſ.
Bleichpl., Trockenb., nebſt allem Zub.,
zu vm. Auskunft in Nr. 90, pt. (184ms
Eichbrigſraße 14
hochparterre, 5 Zimmer und ein
Schrankzimmer, Veranda,
Vor=
garten, Gas und Zubehör für
1. April oder ſpäter. Einzuſehen
von 11—12 und 3—4 Uhr. Näh.
(B1519ms
im 1 Stock.
Bismarckſtraße 24
1. St., 5 Zimmer, Badez. u. reichl.
Zubeh. p. 1. April (ev. part. größ.
Zim. f. Anwaltsbureau geeign., ſep.)
zu verm. Anzuſ vormittags von
10—15 Uhr. Näh. part. (1217a
ſch. 5 Zim.=
Kiesstr. 57, I. Wohnung,
daſelbſt 5 Zimmer, Manſarde, per
1. April zu verm. (VIII, 1508ms
Ecke Rhein=u. Georgenſtr., II.,
5 Zimmer=Wohnung, ſeit Jahrenals
Zahn=Atelier vermietet, per 1. April
zu verm. Näh. Rheinſtr.33,I. (563ms
Mauerstrasse 34
Schöne, grosse 5
Zimmer-
wohnung, Gas, Badezimmer,
Balkon u. Zubehör, p. 1. April
zu vermieten Preis Mk. 600.
Näh. das. bei Wilh. Nagel. (1585ms
5 Zimmer=
Bleichstr. 28 Wohn. mit
Bad, Veranda und ſonſt. Zubehör
zu vermiet. Näh. parterre. (1818ms
Kiesſtraße 67, 1. Stock,
Fünf=
zimmerwohnung per 1. April zu
vermieten.
(111ms
Schützenſtr. 10 ſchöne
Fünf=
zimmerwohnung per 1. Juli oder
früher zu vermieten. Näheres im
(1840ms
1. Stock daſelbſt.
Viktorigſtr. 24, pt., 5 Zimmer
mit Badekabinett u. Zubehör per
1. April zu vermieten. (2053ms
Mochstr. 51, 2. St
hübſche geräum. 5 Zimmerwohn. m.
Zubehör per 1. April zu verm.
Näheres 1. Stock.
(B2338ms
Hoffmannſtr. 44 ſchöne geräum.
5 Zimmerwohnung mit Zubehör,
Gas, Veranda, Garten, Bleichpl.,
Trockenboden, 1. St. od. part., per
1. April zu verm. (B2142ms
Schloßgartenſtr. 55, II., ger.
5 Zimmerwohnung mit Veranda
und Balkon.
(2430ms
Wendelſtadtſtr. 26 u. 28
1. Etagen, große 5 u. 6
Zimmer=
wohnungen mit allem Zub., Vad
uſw. per 1. Juli zu verm. Alles
näh. Wendelſtadtſtr 28 II. (2423ms
Karlſtraße 12, 5 Zimmer mit
Zub. p. ſofort. Näh. 1. St.
(741s
Soderstrasse 18, I.
ſchöne 5 Z.=Wohn. mit reichl. Zub.
weg. Todesfall ſof. od. ſpät. zu vm.
Näh. daſelbſt parterre. (737s
Lichtenbergstr. 21, III.
hübſche 4 Zimmerw. mit allem
Zu=
behör per alsbald z. verm. (583ms
4 Zim.=Wohn. mit
Siesſtr. 127
Zubehör ſofort od.
ſpät. zu vm. Ausk. i. 2. St. (599ms
Mollerstrasse 17
eine 4 Zimmerw. m. Erk., Veranda
und Zubehör per ſofort zu
vermieten. Näheres Rheinſtr. 28,
1. Stock, rechts. (586ms
Eckhardtſtraße 21 4 Zimmer=
Wohnung zu vermieten. (390ms
Rhönring 41, I., ſchöne, neu
hergerichtete 4 Zimmer=Wohnung
mit allem Zubehör, Speiſekammer,
Balkon, Badeeinricht. und
Man=
ſarde per ſofort. (591ms
Landskronſtraße 73, 2. St.,
ſchöne 4 Zimmerwohnung und
Fremdenz. 3. St., mit Zubehör
per 1. April 1914 zu vermieten.
Preis 580 Mk. Näh.
Landskron=
ſtraße 91.
(B596ms
Saalbauſtraße 42 neuzeitliche
4 Zimmerwohnung mit Gas, elektr.
Licht, kompl. Bad u. ſonſt. Zubehör
per ſofort Näh. part. (597ms
Im ſtädtiſchen Hauſe
Luiſen=
ſtraße 16 iſt die Wohnung imerſten
Obergeſchoß des Mittelbaues,
be=
ſtehend aus 4 Zimmern, Küche
und Keller alsbald zu vermieten.
Bewerber erhalten nähere
Aus=
kunft im Stadthaus, Zimmer
Nr. 56.
(598ms
Eſchollbrückerſtraße neuzeitl.
4—5 ſehr gr. ſonnige Zimmer mit
2 gr. Veranden wegen Verſetzung
ſof. zu vermieten nebſ. Stall für
3 Pferde. Näh. W. Holiz,
Artillerie=
ſtraße 9, part.
(B603ms
Pallaswieſenſtraße 15, 1. St.,
ſchöne geräumige 4 Zimmer=
Woh=
nung, Gas, Veranda, per 1. April.
Näheres 1. Etage. (611ms
Gervinusſtraße 62 4 Zimmer=
Wohn. mit Balkon u. Garten zu
verm. z. April. Näh. 1. Etage. (256ms
Kranenstelerstr.54 u.50
iſt der 1. Stock mit 4 Zimmern u.
allem Zubehör ? 1. April zu verm.
Ferdinand Mahr Müllerſtr. 24. (606ms
Hochstrasse 9, I.
zum 1. April 1914 wegen
Auf=
löſung des Haush. 4 Zim.=Wohn.
an kinderl. Ehepaar zu verm. (608ms
Landwehrſtr. 15 große 4 Zim.=
Wohnung mit Gas, Bodenkammer,
Waſchküche, Bleichpl., Trockenbod.,
per 1. April zu verm. Einzuſehen
von 10—12 Uhr. Näh. part. (609ms
Bismarckstr. 74
1. St., neuhergerichtete ſchöne
4 Zim.=Wohnung nebſt Zub.,
mit gr. Veranda p. ſofort.
Näh. bei Gg. Ph. Geist. (746ms
Mrder Rianſtadterſtr 3 4
Zim.=Wohn. m. kompl. Bad, p. April.
Näh. gegenüb., 54, i. Laden (653ms
Nied.=Ramſtädterſtr. 32, II.
geräumige 5 Zimmer=Wohnung
mit Zubehör per 1. April zu
verm. Anzuſ. vormittags. (2055ms
Wihelmstr. 25, part.
herrſchaftl. 7 Zimmerwohn. (große
Räume) m. reichl. Zubeh. u. Gart.
auf 1. April od. ſpäter, event. mit
Stallgeb. f. 6 Pferde. (B2710ms
Für Mieter und Vermieter
kostenfreier Wohnungsnachweis
Ludwig Alter, Elisabethenstr. 34. (654a
Ieneeee e Ze en
hübſche 5 Z=W. 1. Stock, mit
ſämtl. Zubeh., Bad, Veranda,
Fremdenz. u. Gartenanteil uſw.,
ſofort zu verm. Einzuſeh.
werktäglich v. 11—4 Uhr. Näh
(B730s
Herdweg 39, I.
Schöne 4 od. 5 Zim.=Wohn.
per 1. April zu vermieten. (837ms
J. Mohr. Neckarſtraße 4.
Neitelbersterstr. 18
parterre, ſchöne 4 Zim.=Wohn. mit
Bad, elektr. Licht u. allem Zubeh.
Näheres daſelbſt 10—4 Uhr und
Steinſtraße 10, II. (1128ms
Neubaufen
Roßdörfer Straße 100 u. 102,
herrliche, freie Lage, in nächſter
Nähe des Waldes, kein gegenüber,
hochherrſchaftliche 5= u. 4
Zimmer=
wohnungen per 1. April 1914,
ev. früher zu vermieten. Näh.
(742s
nebenan 1. Stock.
Viktoriaſtr. 32
ſchöne gr. 5 Zim.=Wohn. m. Balkon,
all. Bequemlichkeiten, ſchön geleg.,
2 Seiten Garten, zu verm. (2445a
Ecke Soder= und
Soderſtr. 44 Stiſtsſtr., ſchöne
greäum. 5 Zimmerwohnung mit
Zubeh. per 1. April, evtſ. früher,
zu verm. Näh. part.
(1515t
1 Zimmer
Wohn. zu verm.
(382ms
Heidelbergerstr. 171, II.
Wohn. von 4 Zim. nebſt Zubehör
auf 1. April zu verm. (1123ms
Emilſtr. 27 ſchöne 4 Zimmer=
Wohnung mit Gas und allem
Zubehör per 1. April zu vermieten.
Näheres im 1. Stock. (1130ms
Aliceſtr. 1½, 1. Stock, ſchöne
4 Zimmerwohnung per 1. April zu
verm. Näh. Nr. 1, part. (858ms
Karlſtr. 10, ſ. ſch. gr. 4 Zim.=
Wohn. im 2. St. zu verm., beziehb.
ſofort od. 1. April. (1164ms
Wendelſtadtſtr. 39, 1. Stock,
ſchöne 4 Zimmer=Wohnung per
1. April zu vermieten. (1295a
Wendelſtadtſtraße 47½
4=Zimmerwohnung, 1. Stock zum
1. April zu vermieten. Näheres
Zimmerſtraße 1.
(1115ms
1. Stock, 4 Z.=
Waldſtraße
Wohnung
mit allem Zubehör per 1. April,
evtl. ſpäter zu verm. (1120ms
Gutenbergſtr. 47, ſehr ſch. 4 Z.=
Wohn. i. 1. St. zu verm. Beziehbar
1. April. Näh. Karlſtr. 10. (1119ms
Seite 24.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Januar 1914.
Nummer 24.
Mauerstrasse 34
Schöne, gr., helle 4
Zim-
merwohnung, Gas, Badezim.,
Balkon u. Zubehör, per 1. April
zu vermieten. Näheres daselbst
bei Wilh. Nagel. (1585ms
Landskronstr. 91
4 Zimmerwohnung, III. Stock,
gr. Balkon, Bodenk. u. Badeanſchl.,
ſof. od. ſpäter z. verm. Preis 450 Mk.
Näheres parterre. (B747ms
Soderſtraße 52, 1. St., ſchöne
4 Zim.=Wohn. per 1. April zu verm.
Näh. part.
(1278a
Schwanenſtr. 75, I., moderne
geräumige 4 Zimmer=Wohnung
mit Badeeinrichtung,
Manſarden=
zimmer und reichl. Zubehör per
1. April zu vermieten. (1218ms
Näheres Stiftſtraße 52, part.
Taunusſtr. 47, III., ſchöne 4 Z.=
W. m. all. Zubeh. p. 1. April. (1817ms
Neckarſtraße 4 b. Mohr ſchöne
4 Zim.=Wohn. per 1. April. (1888ms
Stock, ſchöne
Ahastr. 24 4 Zim.=Wohn.,
geſunde, freie Lage, bis 1. April
(B2070ms
zu vermieten.
Wilhelminenstr. 29, II.
eine 4 Zimmer=Wohnung zu verm.
Näh. daſelbſt b. Weber. (1454ms
Eleg. 4 Zim.-Wohn.
mit einger. Bad, Balkon, Vorgarten
alsb. zu verm., evtl möbl. Gefl.
Off. unter B 32 Exped. (B2067
Wendelstadtstr. 34½
2. Stock, 4 Zimmer=Wohnung. mit
Balkon u. ſonſtigem Zubehör ſof.
zum 1. April zu vermieten. Näh
Aliceſtraße 27, I. (2059ms
in bevorz. freier
Soderstr. 119 Lage, d. Neuzeit
entſprechend, eleg. 4 Z.=Wohnung
m. Fremden= u. Mädchenz., Bad,
Veranda u. ſonſt. reichl. Zubehör,
per 1. April zu vermieten.
Ein=
zuſehen von 3—5½ Uhr. Näheres
Wendelſtadtſtr. 34, pt. (2443ms
Liebigſtraße 75, I., geräumige
4 Zimmerwohnung mit Veranda
und Balkon.
(2438ms
Kiesſtr. 94, I.
eleg. 4 Zimmer=Wohnung mit
Bad, Veranda, Balkon, Gas und
elektr. Licht nebſt reichl. Zubehör.
Näheres daſelbſt, part. (2425ms
Mathildenplatz 9
Ausſicht Gartenſtraße, Seitenbau,
I. Stock, 4 Zimmerwohnung mit
all. Zubehör, 420 Mark, per ſofort
oder ſpäter zu vermieten. Näheres
Vorderhaus, 1. Stock. (745s
Zimmerſtraße 11, Ecke
Hügel=
ſtraße, gegenüber d. neuen
Palais=
garten, part., ſchöne 4 Zimmerw.
mit Zubeh., per 1. April 1914 zu
verm. Preis 650 Mk. Näh. in
der Buchvinderei.
(1510s
Nied.=Ramſtädterſtr. 20, 4 Z.=
Wohn. zu vm. Preis Mk 350. (2161s
Schießhausſtr. 34 Wohnung
per 1. April zu verm.
ſch. 4 Zim.=
(B2472s
Bleichſtraße 17
Manſarden=
wohnung, 4 Zimmer, per 1. April
zu vermieten.
(836ids
Schützenſtr. 17, eine Wohnung
v. 4 Zimmer u. Badez. nebſt all.
Bequemlichkeit. im Vorderh. 1. St.,
wegzugsh. p. 1. Mai zu verm.
Ein=
zuſehen morgens von 11—1 Uhr,
mittags von 3—5 Uhr. (2363t
Zu erfragen parterre.
Frankenſteinſtr. 49, 3 Zimmer=
Wohnung mit abgeſchl. Vorplatz,
Badezim. u. all. Zub. per 1. April
zu verm. Näh. Karlſtr. 94. (839ms
Liebigſtr. 46, 2. Stock, 3 Zim.
u. 1 Zim. in der Manſ. mit Zub.
nur an ruhige Mieter, per 1. April
eziehbar.
(342ms
Luiſenſtr. 30, part., 3 Zim.=Wohn.
per 1. April. Preis 425 Mk.
Näheres Hinterhaus. (1179ms
Erbacherstr. 17, I.
3 Zim.=Wohn. zu verm. Näheres
daſelbſt parterre.
(1177ms
Liebfrauenſtraße 111, III.,
eine frdl. 3=Zimmer=Wohnung mit
Veranda u. ſämtl. Zubehör, per
1. April zu v. Näh. 107, I. (1116ms
Mollerſtr. 28, 2. Stock, ſchöne
3 Zim.=Wohn. per 1. April zu verm
Näh. Bismarckſtr. 55, 1. St. (1449ms
3 Zim.=Wohnungen per 1. April
1914 zu vermieten. (B1467ms
Neue Niederſtr. 13, Zimmermann.
Moosbergſtr. 81, part., 3 Zim.=
Wohn. mit all. Zub. z. v. (B1462ms
Ecke Dreibrunnen=u.
Wingerts=
ergſtr. 11, gr. 3 Z.=W., 1. St., m.
all. Zubeh. ſof. Näh. part. (1509ms
Mogsbergſtr. 53 u. 55
ſchöne 3 u. 4 Zimmerwohn., 1. St.,
Preis 450 u. 500 Mk., zu vermiet.
Näh. Nr. 53, part. (B1465ms
Wienersſtraße 54, Stb., eine
ſchöne 3 Zimmerwohnung mit all.
Zubehör, per 1. April. (768ims
Alexanderſtr. 15, Vorderhaus,
1. Stock, eine 3 Zimmerwohnung
zu verm. Ausk. part. (1681ms
Erbacherſtr. 49, Manſ., 1 gerades
und 2 ſchräge Zimmer mit Zubeh.
alsbald zu verm. Näh. Val. Waguer,
Große Ochſengaſſe 26. (1322ms
Schützenſtr. 17, Manſarden=
Wohnung, Vorderh., 3 Zimmer,
Küche nebſt allem Zubehör, per
1. Mai beziehbar. (1825ms
Heinheimerſtr. 16 ſchöne
Drei=
zimmerwohn. mit Zubeh. p. 1. Apri
an kleine Familie zu verm. (1887ms
Landwehrstr. 33, II.
ſchöne 3 Zimmerwohn. mit allem
Zubeh. per 1. April an ruh. Leute
zu verm. Philipp Baumann. (766ms
Karlſtr. 105 eine frdl. 3 Zim.=
Wohnung zu vermieten. (B2058ms
Manfarden=Wohn., zum Preiſe
v. 20 Mk., beſtehend aus 3 Zim.,
Küche, Kammer u. Keller per ſofort
zu verm. Näh. Holzhofallee 1,
bei Wehner & Fahr, Kontor. (622ms
Schöne 3 Z.-Wohnung
nahe der Artilleriekaſerne, untere
Wilhelmſtr., zu vm. Alles Näh. bei
J.Conr. Mahr, Heidelb.=Str. 4 3. (B1189gms
Heidelbergerstr. 87
2. Stock, 3 Z.=Wohn. mit Balkon
u. all. Zub., per 1. April. Näheres
Heidelbergerſtr. 90, 1. St. (B2217ms
Mathildenplatz 11, Seitenbau,
3 Zim.=Wohn. zu verm. Zu erfr.
3 Zimmer mit allem Zubehör
per 1. April. 1 Zimmer m.
Wohn=
küche und 2 große Entreſolzimmer
per 1. Februar. Näheres im Büro
Shwanenſtraße 1. (*1501ms
Kaſinoſtraße 27 ſchöne Manſ.=
Wohnung mit 3 Zimmern und
Küche p. 1. März, evtl. auch früher,anzuſehen vormittags
zu vermieten. Näheres daſelbſt
im Laden.
(2435ms
WOherer Rhduring127, 1
beſſ. Haus, ſchöne 4 Zim.=Wohn.,
500 Mk. p. J. ſof. od. ſpät. (*1768sm
6950
500d
Dieburgerſtraße 96
1. Stock=
Wohnunc
neu hergerichtet, beſtehend aus
4 Zimmern, Mädchenzimmer,
Küche, Badezimmer, Kloſett,
eventuell mit Stallung, per
1. April od. früher zu verm.
Näh. parterre. (2731ms
Aasses
B
Kranichsteinerstr 51,
frdl. 3 Zimmerwohn. per ſofort
zu vm. Näh. 2. St., Fr. Ewald. (617ms
Neue Niederſtraße 22, 2. St.,
3 Zim.=W., jährl. 420 Mk. Näh.
Wilhelmſtr. 25, pt. (B618ms
Heinrichstrasse 93,
Manſarde, 3 gerade, ſchöne Zim
mer, Waſſerleitung, Gas, p. 1. Apri.
1914zu verm., wird neu hergerichtet.
Näheres parterre.
(630ms
Gartenſtr. 21, III., Zim.
drei
mit Veranda zu verm. (2400ms
Zim., Küche
Saalbauſtr. 24 im Seitenbau
per 1. April zu verm. (2417ms
Taunusstrasse 44
drei ſchöne 3 Zimmerwohn. alsb.
Am Breitwieſenberg 15. (2415ms
B337s
Martinstr. 25
eine 3 Zimmerwohn. im 1. Stock
mit Zubehör an kleine, ruhige
Familie ſofort od. ſpäter zu verm.
Pallaswieſenſtraße 43 ſchöne
3 Zimmerwohnung p. 1. April zu
vermieten. Näh. part. (1513s
Viktoriaſtraße 72, 3
Zimmer=
wohn. p. 1. April zu vm. (2614t
Kaupſtraße 51
3 Zim.=W. ſof., evtl. ſpät. zu verm.
Näh. dortſ. bei Wirt J. Riegler od.
bei R. Ringler, Waldſtr. 54. (*1739sid
Liebigſtr. 48 eine 3 Zimmer=
Wohnung zu vermieten. (2656ms
Obere Liebfrauenſtr. 108, an
der Taunusſtraße, großer 3 Zim.=
Parterreſtock m. Balkon f. 400 Mk.
per 1. April zu verm. (2660ms
Ecke Moller= u. Ireneſtr. 71, I.
u. III. ſchöne 3 Zimmer. Preis 350
u. 370 Mk. Näh. part. (2741ms
Hei
Ecke Feldberg= und
Weiter=
ſtädterſtraße (Neubau) 3 Zimmer=
Wohn. per 1. April. Näh. i. Laden
od. Eliſabethenſtr. 62. (2709ms
Neue Ireneſtraße 12, 3 Zim.=
Wohnung zu vermieten. (*1766
Schießhausſtr. 63 ſch. Manſ.=
Wohn., 3 evt. 4 Zim., gr. Küche,
per 1. März oder ſpäter, an ruhige
Familie.
(*1817sm
Steinſtr. 37, 2 Trepp., ſonnige
kl. 3 Zimmer=Wohnung mit reichl.
Zubehör zum 1. April an einzelne
Dame zu vermieten.
(2728a
Die ſeither von der Gräfl.
Görtz=
ſchen Brauerei Schlitz innegehabten
Räume, Wendelſtadtſtraße 49,
beſteh. aus 2 Zim.=Wohn.,
Lager=
keller, Schwenkraum mit Kontor,
ſowie Stallung für 3 Pferde, ſind
ſof. od. ſpäter zu verm. Näh.
Wendelſtadtſtr. 39.
634ms
Gr. Ochsengasse 12
zwei neu hergerichtete 2 Zimmer=
Wohnungen ſofort zu vermieten.
Näh. daſelbſt bei Störger. (635ms
Luiſenſtr. 34, Htb., 2 Zim.=
Wohn. zu verm.
(644ms
Ecke der Nieder=
Kiesſtraße 66, Ramſtädterſtr.,
kleine Manſarde, 2 Zimmer und
Küche per ſofort.
(648ms
(648
Baalbauſtr. 37 (ms
freundl. 2 Zimmerwohn. zu verm.
Näh. in der Wirtſchaft bei Bangert.
Viktoriaſtraße 72 2 Zimmer=
Wohnung an kleine Familie ſofort
zu vermieten.
(650ms
Hügelſtraße 29, Manſarde,
2 Zimmer, Küche, Kammer, Keller,
per 1. April 1914 an ruhige und
kinderloſe Leute zu verm. (655ms
Wendelſtadtſtr. 49, eine Manſ.
mit 2 Zimmern u. zwei 2
Zimmer=
wohnungen ſofort zu vm. (1206a
Stiltstr. 91, Bth., I.
2 Zimmer mit Kabinett und Küche
baldigſt zu vermieten. (1121ms
Obergaſſe 26 2 kleine 2 Zim. bill. zu verm. (1584ms
Mathildenplatz 9
Seitenbau, parterre, 2 Zimmer
und Küche. Näh. daſelbſt. (1423ms
3 anmöbl. Zimmer zu verm
Näh. bei Ludwig Damm,
Schul=
ſtraße 8 (Laden).
(1560ms
Heinheimerſtraße 55, Manſ.,
1 Zimmer, Küche u. Keller an 1—2
Perſonen. Näheres part. (*1536ms
Kiesſtr. 30, part., unmöbl. Zim.
z. Unterſtell. v. Möb. z. v. (2653s
Gr. Ochſeng. 36, Vdh., kleine
Wohn. an kinderl. Fam. (663ms
Für Photographen.
Georgenſtraße 1½ ſoll Wohnung
nebſt Atelier anderweitig vermietet
werden. Näheres durch C. W. Braun,
(B664ms
Martinſtraße 74.
Wienersſtraße 60 Manſarde
mit Küche zu vermieten. (378ms
Kirchſtr. 10, zwei Wohnungen
im Hinterbau zu verm. Näheres
daſ. b. Schwarzhaupt. (666ms
Seitenbau,
Magdalenenſtr.
kleines
(1821ms
Logis zu vermieten.
Gutenbergſtr. 28, Manſarde,
jährl. 240 Mk., ſofort an ruhige
Leute zu vermieten. (B2071ms
Klappacherſtraße 78, kl. frdl.
Manſard.=Wohn. mit Veranda u.
all. Zubehör per 1. Febr. zu
ver=
miet. Preis 16 Mk. mtl (B2119ms
Nieder=Ramſtädterſtr. 5, 1. St.,
Manſ.=Wohn. zu verm. Einzuſeh.
nachmitt. von 3—4 Uhr. (2414ms
Pankratinsſtr. 50 k. Wohn. für
(753a
einz. Perſon zu verm.
Schöne geräumige Wohnung
per 1. April zu verm. Näh.
Kaſino=
ſtraße 11, im Metzgerlad. (1493t
Waldſtr. 20, ſchöner Laden, auch
zu Bürozwecken ſehr geeignet, zu
verm. Näh. 2 Treppen. (672s
p. 1. April,
Schöner Ladeu evtl. auch
früher zu vermieten. (1271ms
Nösinger Grafenſtraße 19.
Waldſtr. 7, Laden m. od. ohne
Wohn. u. Räume im Htb. (1362ms
Laden (für Fillale geignet)
ſofort zu vermieten. (2442ms
Eliſabethenſtraße 37.
Pankratiusſtraße 48
geräumiger Laden, 2 Schaufenſter
mit anſtoß. 4 Zimmer, Küche u.
Lagerräume, auch mit 1 Zimmer
u. Küche preiswert zu vermieten.
Näheres 2. Stock.
(2721ms
Stellmer
Neue Niederſtr. 15, Stallung
für 3 Pferde ſofort zu
ver=
mieten.
(677ms
für 2—3 Pferde zu verm.
Stall Hügelſtr. 85.
(678ms
Wittmanuſtr. 25 60= Stallung
für 2 Pferde per ſofort zu verm.
Näheres Nr. 23, parterre. (B758s
Dieburgerſtraße 96
Stallung
mit 8 Ständen, Remiſe,
Kutſcherzimmer u. Heuboden,
per ſofort oder ſpäter, event.
mit Wohnung, zu vermieten.
Näh. parterre.
(2730ms
In ſchönſter Lage
Eberſtadts eine frdl.
7—8 Zim.=Wohn.
mit Badezimmer u. Veranda
und ſonſtigen
Bequemlich=
keiien baldigſt zu vermieten.
Nähere Auskunft
Heidel=
bergerſtraße 16. (1223ms
Nied.=Ramſtadt=Crautheim
4 Zimmerwohn. zu verm. Näher.
in der Gärtnerei G. Onken. (2384a
Eberstadt.W5
In nächſt. Nähe der Straßenbahn
ſchone 3 Zim.=Wohn. mit Veranda,
Gartenant. ſ. 350 Mk. ſof. z. verm.
Näh. H. Dächert II., Baugeſch. (754s
Schuknechtstr. 61, I.
ſchöne 2Zimmerwohnung, part.,
nit Gas u. Speiſekammer, große
Küche, p. 1. April. (2113ms
Kaſinoſtr. 26, Manſ., 2 Zim.,
1 Kab., abgeſchloſſ. Vorplatz, und
Zub. p. 1. Apr. Näh. 1. St. (2096ms
Küche, p. 1. April zu verm. Näh.
Wendelſtadtſtr. 1, I. (2100ms Beſſungerſtr. 41, Manſarde, kl.
abgeſchl. 2 Zimmer=Wohnung per
1. April an einzelne Perſon zu ver=
mieten. Preis 15 Mk. (B2069ms daſ. im Vorderh., 1. St. (838oms Ballonplatz 7 2 Zimmer=Wohn.
ſofort zu verm. (654gms Lauteſchlägerſtraße 11 eine
ſchöne 2 Zimmer=Wohnung im
Seitenbau zu vermieten. (1820oms Mühlſtr. 50, I., 2 Zim., ev. mit
Küche, an einz. Herrn od. Dame,
(749s Weinbergstrasse 26
2 Zimmer=Wohn. m. Kammer,
Vorderhaus, per Monat 18 Mk.
N. Orangerie=Allee 6. (B750s Kiesbergstr. 53, part.
2 Zimmerwohn. zu verm. (B2340is 2 unmöbl. Zim. mit Benutz. der
Küche zu verm., evt. z. Möbelunter=
ſtellen. Wo? ſagt die Exp. (B1882ids u. zum 1. April l. Js. zu verm. Näh. Zeughausſtraße 3 2 Zimmer=
Wohnung zu vermieten. (2654ms (gegenüber der
Hügelstr. 20 Sparkaſſe)
2 Zimmerwohn. mit all. Zubehör,
nur an einzelne Dame od. kinderl.
Familie alsbald zu vermieten
Preis 240 Mark.
(2658ms Eliſabethenſtr. 37 kleine 2 Zim.=
Wohnung an ruh. Leute alsbald
zu vermieten.
(2659ms Arheilgerſtr. 14 eine 2 Zim.=
Wohnung nebſt Zubehör (*1820 u Gr. Kaplaneigaſſe 69, Zim.,
Kabinett, Küche ſof. zu vm. (656ms Grafenſtr. 24, frdl. Manſarde,
1 gr. Zimmer mit Kamm. u. hell.
abgeſchl. Vorpl. a. kdl. Leute. (1507ms Hölgesſtr. 10, II., leres heizb.
Zim. m. ſep. Eing., p. ſof. (776ms Forſtmeiſterplatz 5, part., Stube,
Kammer, Küche, 12 Mk. (B1200ms Wendelſtadtſtraße 33 leeres
Zimmer zu vermieten. (751s
Eberſtadt, Georgſtr. 42
hübſches Landhaus, 5 Zimmer,
Veranda, reichlich. Zubehör
als=
bald zu vermieten.
(2112ids
In dem ſtädliſchen Gebäude
am neuen Hauptbahnhof iſt ein zu
Geſchäftszwecken geeigneter Raum
von 22 qm Bodenfläche alsbald
(667ms
zu vermieten.
Näh. im Stadthaus, Zimmer 56.
Wilhelminen-
Str. 29, I. Etage
mit
7-8grosse Räume,
reich=
lichem Zubehör, neu hergerichtet,
beſonders geeignet für feineres
Geſchäft oder größere Bureaus,
zuſammen oder geteilt, per ſofort
zu vermieten. Näheres daſelbſt
im Seitenbau oder
Wendelſtadt=
ſtraße 28, II. Stock.
(757s
Neckarstrasse 8
im Seitenbau, großer Saal mit
einem Zimmer, heizbar, für
Ge=
ſchäftszwecke, Büro uſw. zu
vermieten.
(755s
Näh. Neckarſtr. 8, Stb., II.
mit Zim., für jed. Geſch.
Laden paſſ., groß und hell, zu
verm. Näh. Karlſtr. 30, I. (669ms
Schützenstr. 7, Laden
mit 2 Schaufenſter, ca. 125 DMtr.,
mit oder ohne Wohnung. Näh. bei
Otto Wolff. Wilhelminenſt. 26. (670ms
Eliſabethenſtr. 56 neuzeitlicher
Laden mit 2 anſtoß. Räumen, auch
als Filiale geeignet, zu verm. Näh.
daſ. im 2. Stock.
(671ms
Nieder=Ramſtädterſtr. 65 ein
Laden mit kleiner Wohnung per ſof.
oder ſpäter zu vermieten. Näh. auf
dem Baubüro daſelbſt. (673ms
Saalbauſtraße 38 ein ſchöner
Laden per ſofort.
(675ms
Laden mit geräum. 2 Zimmer=
Wohnung, für jedes Geſchäft
paſſend, in konkurrenzloſer Lage
per 1. April.
(1219ms
Näheres Stiftſtraße 52, part.
Kartſtr. 12, Laden m. 4 Z.=Wohn.
u. Zubeh. p. ſofort. Näh. 1. St. (756s
Saalbauſtr. 23 Ladenals
Werk=
ſtätte billig zu verm.
(900s
1600 600000
Meäaten
Mathildenplatz 9
Werkſtätte zu vermieten. (685ms
Nieder=Ramſtädterſtraße 51
Werkſtätte zu verm. (1917ms
mit Gas als
Souterrainrauill Lager oder
Werkſtätte zu vermieten.
2416ms)
Waldſtraße 32.
Ernst-Ludwigstr. 11
helle Werkſtätte m. Gas u. Waſſer
zu vermieten. Näh. 1. St. (*1769
ee
ſind mehrere
Luisenstr. 10 Lagerräume
zu vermieten. Näheres durch C. W.
Braun, Martinſtraße 74. (B684ms
Mühlſtraße 50, Seitenbau,
Platz für Möbel.
(*59s
Lagerraum
trock., zweiſtöck., für ſich abgeſchloſſ.,
360 qm groß, zum Aufſtellen von
Möbel uſw., günſt. Anfahren, per
1. April preisw. zu vermiet. (1459s
Näh. Bismarckſtraße 45, Hinterh.
Lagerraume.
Im neuen ſtädtiſchen
Lager=
haus am Güterbahnhof und im
alten ſtädtiſchen Lagerhaus,
Lagerhausſtraße 31, ſind mehrere
abgeſchloſſene Lagerböden mit 75
bis 350 qm Flacheninhalt teils
alsbald, teils per 1. April und
1. Mai 1914 zu vermieten.
Nähere Auskunft wird im
Stadt=
haus, Zimmer 64, erteilt.
2722ms)
I. V.: Schmitt.
Ofere Zimme
Grafenſtr. 22 möbl. Zim. an
1 oder 2 Herren zu vm. (686ms
Liebigſtraße 13, I., eleg. möbl.
Wohn= u. Schlafzimmer mit
Gus=
in ruhigem Hauſe.
(687ms
Kiesſtraße 45, möbliertes
Zim=
mer, ſeparaten Eingang, mit
Pen=
ſion zu vermieten.
(688ms
Moosbergſtr. 76, I., möbl. Z.
per ſofort zu verm. (B697ms
Mühlſtr. 58, III., Kapellplatz,
g. möbl. Zim. zu verm. (698ms
Darmſtr. 10, part., ungeniertes
möbl. Wohn= u. Schlafzimmer zu
verm. (Schreibtiſch, Gas.) (375ms
Penſton
Louvre Alicestr. 23, ein gut
möbl. Zimmer frei.
(702ms
Saalbauſtr. 25, 3. Stock, gut
möbl. Zimmer zu verm. (1918ms
Pension Weidig
Elegant möbl. Zimmer für
vor=
übergehend oder dauernd mit Pen=
(B703ms
ſion zu vermieten.
Moſerſtr. 5 — Telephon 1181.
Alicenſtr. 6 hübſch möbl. Zim.
m. u. ohne Penſion z. verm. (706a
Hügelſtr. 85 2 möbl. Zimmer
zu vermieten.
(1201ms
Heidelbergerſtraße 126, part.,
möbl. Zimmer mit Penſion und
Klavierbenutzung zu vermieten.
Preis 60 Mk. monatl. (B1466
Nummer 24.
Neckarſtr. 26, part., nöbl. Zim.
zu verm., mit Frühſt. 22 M. (1450ms
Moosbergſtr. 79, III., möbl.
Zimmer billig zu verm. (B1562ms
Ireneſtr. 12, a. d.Frankfurterſtr.,
ſchön möbl. Zimmer zu v. (700ms
Karlſtraße 28, II., gut möbl.
Zimmer per 1. Februar. (1823ms
Soderſtr. 22, part. u. 1. St.,
möbl. Zimmer ſofort z. v. (1919ms
Schloßgartenpl. 7 frdl. möbl.
Zimmer an beſſ. Fräulein. (2054ms
Roßdörferſtr. 40 ſchönes möbl.
Zim. an ſol. H. p. 1. Jan. (708oms
Schloßgartenſtr. 63, II., gut
möbl. Zimmer zu verm. (*1504msm
Waldſtr. 24, II., Eing. 1. St.,
einf. möbl. Zim. zu vm. (*1511ms
Möbl. Zimmer m. Penſion fur
60 Mk. zu vermieten. Daſelbſt
g. bürgerl. Mittagstiſch. (2436ms
Näheres Karlſtraße 27.
Wienersſtr. 56, I., ein Z. abzug.
an ein. ält., ſolid. Herrn. (*1595ms
Kiesſtraße 31, 2. Stock,
großes möbl. Zimmer für 18 Mk.
zu vermieten.
(2533a
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Januar 1914.
Seite 25.
Gemütliches Heimkönnen gutſ. älterer Herr o. Dame
aſleinſt., 1 auch 2 Zimmer in der
Villen=Kolonie b. D. bei kinder=
loſer Familie erhalten. Gefl. Off.
unter C 6 an die Exp. (*1498ms Karlſtr. 53, part. möbl. Zimmer
ſofort zu vermieten. (*1411ids Kiesſtr. 47, part, möbl. Zim.
billig zu verm.
(2609a Frankensteinstr. 49, III. r.
hübſch möbl. Manſ.=Zimmer mit
Piano bilig zu verm. (*1415ids
Karlſtr. 28½, III., möbl. Z. m. 1
od. 2 Bett., p. W. nur 3 M. (*1442ids Schuſtrate 63, e
ſ ein gut möbl. Wohn= und
Schlafzim. mit elektr. Licht
ſofort zu vermieten. (2657ms Kesſtr. 30, p. ſchön nöblen
Zimmer zu vermieten. (2160s Eliſabethenſtraße 25, 1. St.,
zwei fein möbl. Zimmer ( Wohn=
u. Schlafz.) per 1. Febr. (2094ids 1. St., r., ein=
Mühlſtraße 26, fach möbl.
Zimmer, per Woche 4 Mk. (*1734 Sandbergſtr. 60, Htb., möbl. Zim.
per ſof. od. ſpät. zu verm. (*579ss Neckarſtr. 16 gut möbl. Wohn=
u. Schlafzim. zu verm. (197ids Kafinoſtr. 27, II., möbl. Zim.,
18 Mk., f. j. Kaufm. od. Beamt. (*1740 Hochſtr. 23, I., möbl. Zimmer
mit ſepz. Eing. ſof.
(1861a Luiſenſtraße 16, 2. St., möbl.
Zimmer zu verm. (*1651dsi Schützenſtr. 7, 1. St., möbl. Zim.
mit elektr. Licht, Kachelofen, Schreib=
tiſch per 1. Febr. zu verm. (2310a
Schützenſtr. 10½, II., ſch. möbl.
Zim. u. möbl. Manſ.=Z. ſof. (*1794som
Neue Schwanenstr. 72, II., fein möbl.
Zimmer zu vermieten. (*1780sgo
Schulstr. 15, 2. Stock
kann alleinſtehende Frau od. ält.
Mädchen frei ſchlafen in möbl.
Mädchenkam. b. einz. Dame. (*1794 Riedeſelſtr. 48, I., 2—3 f. möbl.
Zim. p. Tag, p. Woche, p. Mon. (*1570ms Luiſenſtr. 6, 3. St., frdl. möbl.
Zimmer per ſof. zu verm. (1921t Karlſtr. 28½, III., möbl. Z. m
1 od. 2 Bett., p. W. nur 3 M. (*867ids Waldſtraße 32 ſchön möbliert.
Zimmer zu vermieten. (1215t Pensecen Mhte
gut möbl. Zimmer m. P. zu 75 Mk.
Wohn= u. Schlafzimmer, elegant,
ſofort zu verm. Zimmer auf jede
Zeitdauer. Elisabeihenstr. 4. II. (1709a Heinheimerſtr. 22, III., ſchön
möbl. Zimmer mit Koſt, pro Woche
12 M. per 1. Febr. zu verm. (2374a
Ahaſtr. 20, II., ſchön möbl.
Zimmer ſofort zu verm. (*1516mfs
Landgraf Georgſtraße 62, II.,
reichl. möbl. Wohn= u. Schlafzim.,
ſep. Eing., zuſam. od. getrennt zu
verm., evtl. mit Klavier. (*1729 möbl. Zimmer
Klesstr. 52, ſof. zu vermiet.
Näheres parterre.
(*2594a
Zuiſenſtr. 6, 2. St., ſeparates
Zimmer zu verm.
(2147ids
(etr ee
möbliert. Zimmer mit ſeparatem
Eing. an Fräul. zu verm. (*1759sm
Rhönring 7. parterre, möbl.
Zimmer mit Kaffe zu vermieten.
Preis 18 Mark.
(*1819sg
Schuchardſtr. 11, II., einf. möbl.
Zim. ſofort, ſehr billig. (*1805sa
Stenen
Pension
in gut. Hauſe find. Schülerin, ſchön.
Zim. mit 13jähr. Tochterzuſammen.
B2397) Grüner Weg 25, 2. St.
4 Schaufenſter
in dem Oktroiaufſichtshäuschen
an der Allee (Zufahrtsſtraße zum
Bahnhof) ſind ſofort anderweit
zu vermieten. Nähere Auskunft
Stadthaus, Zimmer 64. (711a
Darmſtadt, 1. Juli 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt.
Wilhelminenstrasse 19, I. Darmstädter Hausbesitzerverein. Telephon Nr. 560.
Inſertionspreis: 10 Pfa. die einſpaltige Petitzeile;
Zu vermieten:
in der oberen
Haus Hochstraße
nächſt Herdweg, zum
Allein=
bewohnen, enth. 11 Zim., 3Manſ.=
Zim. 5 Kam., Badezim.,
Waſch=
küche, Gas u. elektr. Licht, Garten,
zu verkaufen.
Näh. Hausbeſitzerverein. (882s
Hausverkauf.
In vornehmer Lage in der
Moſerſtraße Haus, enthaltend
22 Zim. m. reichl. Zub., gr. Gart.
Näh. Hausbesitzer-Verein. (480s
Haus Herdweg 97
neu hergerichtet
seit 10 Jahren von Herrn
Major v. Lössl bewohnt, ist
versetzungshalber anderw. zu
verm. Dasselbe besteht aus
14 Zim., Küche, Badez., Balkon
Verandas, Mädchenz, Keller,
Gas, elektr. Licht, Stallung f.
4 Pforde, Remise, Burschenz.,
Heuboden, Garten, nebst reichl.
Zubehör. Kann ev. auch
ge-
teilt, sofort, oder zum 1. April
bezogen werden. Näheres
Herdweg 99, II. (1852ms
Martinstrasse 54
II. u. III. Stock, zusammen
10 Zim. u. reichl. Zubehör,
Bad, elektr. Licht, Balkon,
Veranda, 2200 Mark. zum
1. April. Näh. Heinrich Funk,
Grafenstr. 23½, Tel 446. (425ms
Riedeſelſtraße 51
Haus zum Alleinbewohnen,
(a. 3 Zimmer, mit modernem
(406ms
Zubehör.
ZZmmer
Neckarstr. 6, 3. Stock
Herrſchaftswohnung, 7 Zimmer,
Diele, Bad, Veranda, Balkon und
Zubehör. Näh. daſ. part. (409ms
Neckarstrasse 6, I.
Herrſchaftswohnung, 7 Zimmer,
große Diele, Bad, Veranda und
ſonſtiges Zubehör zu vermieten.
(715msl
Näheres parterre.
Eichbergstr. 25
wegen Verſetzung des ſeitherigen
Mieters der 1. Stock m. 7—8 Zim.,
Küche Bad, Fremdenzimmer in
der Manſ., Schrank=,
Mädchen=
u. Bügelzim., Gas u. elektr. Licht,
Gartenant. nebſt reichl. Zubehör.
Näh. part. od. bei G. Bernbeck,
Roßdörferſtr. 89, I.
(412ms
Rheinstr. 47, Etage,
Bel-
bequeme, große 7 Zimmerwohnung
mit Balkon und reichl. Zubehör,
nach Wunſch herzurichten, ſofort,
ſehr billig. Ungenierter Zugang,
Kaſinogarten gegenüber. Auch fürſc
Arzt, Offizier, Büro ꝛc. paſſend.
Näheres Architekt Gg. Scherer,
Telephon 222. (417msſs
Eckhardtstr. 21,
7 Z.=M., mod. ausgeſt., p. ſof. (525
von 10maliger Wiederholung an 10% Rabatt.
Einfamilienhäuſer.
Zimmer, Bad,
Frankenſteinſtraße 68 Veranda, Gas,
lektr. Licht, Stallung ſofort. Mietpreis 2100 Mark. (414ms
Herrſchaftshaus mit 10—12
Martinſtraße 39
ſehr großen Zimmern, mit
reichl. Nebenräumen, Dienergelaß, Mädchenzim., 2 Bädern, groß.
Wintergarten, 40 am groß. Teraſſe, Veranden, Balk., Garten,
Ausſicht auf Park, verſetzungshalber anderw. zu vermieten.
* neben Kurhaus Trautheim
Villa „Irene‟ (Gartenſtadt Nieder=Ramſtadt,
Traiſa), enthaltend 7 große Zimmer, Küche, Bad, Seitengebäude
m. 2 groß. Zimmern, Autogarage, elektriſch. Licht. Waſſerleitung,
mit großem parkähnlichem Garten, großem Baumgrundſtück
und Gemüſegarten per ſofort zu vermieten evt. zu verkaufen.
Weiteren Aufſchluß, ſowie Einſichtnahme der Pläne ꝛc. bei
Heinrich Funk, Grafenſtr. 23½ — Tel. 446.
Olbrichweg 6, 14 u. 16
en ee
höhe)
moderne herrſchaftliche 6 Zimmerwohnungen mit allem
Komfort, Diele, Veranda, Loggia, Küche mit Anrichte und
Speiſekammer, Nebenräumen Bad, elektr. Licht,
Warmwaſſer=
bereitung. Zentralheizung, Kohlen= u. Wäſcheaufzug,
Dienſt=
treppe uſw., zu vermieten. — Beſichtigung von 10—12 und
von 2—4 Uhr. Nachfragen Olbrichweg 6, I. I. im Büro.
Weiteren Aufſchluß, ſowie Einſichtnahme der Pläne bei
Heinrich Funk, Grafenſtraße 23½, Tel. 446. (415ms
Ge
Annaſtraße 44, 6 Zimmer=
Wohn. mit Balkon, reichl. Zubeh.
(418ms
Näh. 1. Stock.
Aunaſtr. 30, g.1
6 Zimmer mit Bad, Gas,
Bal=
kon, Vorgarten, allem
Zube=
hör, event. gerades, geräum.
Fremdenzimmer im
Oberge=
ſchoß zum 1. April.
Näh. 1. Stock. (1522ms
Friedrichstr. 13, I.
moderne, geräumige 6 Zimmer=
Wohnung mit Badeeinrichtung,
Fremdenzim., Mädchenz. u. reichl.
Zubeh. per ſofort zu verm. Näh.
daſelbſt und bei Verwaltungs= u.,
Verwertungs=Geſellſchaft für
Immobilien m. b. H., Nieder=
Ramſtädterſtraße 14, Tel. 2464,
auch Rhönring 113, I. (419ms
Heidelbergerstr. 21, II
gegenüber der Heinrichſtraße,
16 Zim.=Wohn. mit Bad, Gas u.
all Zubehör zum 1. April. Näh
(420ms
Nr. 23, 1. Stock.
Martinstrasse 95, II.
ſchöne 6 Zim.=Wohn. mit Badez.,
Gas und elektr. Licht, Veranda,
Balkon u. reichl. Zubeh. z. 1. April.
Einzuſehen jederzeit. (424ms
Heidelbergerstr. 814/10 III.
„ſchöne Wohnung von 6 teils ſehr
groß. Zimmern mit Veranda, Bad,
Gas, elektr. Licht und all. Zubeh.
(425ms
Näheres daſelbſt.
Mietverträge
— beim
Hausbesitzer-Verein
Wilhelminenſtr. 19.
Daſelbſt unentgeltliche
Auskunft über das
Wehrbeitrags-Gesetz.
(1196a
(Künstier=
Stiftstr. 7, I. Kolonie)
herrſchaftl. ſchöne 6 Zim.=Wohn.
mit all. Komfort u. reichl. Zubeh.
baldigſt zu verm.
(2462ms
Dieburgerstr. 72, I.
ſchöne 6 Zim.=Wohn. zum 1. April
oder ſpäter.
(2464ms
(am Haupl=
Stirnweg 26 bahnhof
ſchöne 6 Zim.=Wohn. f. ſof. (2465ms
Martinstrasse 60
1. Erdgeſchoß, 2. II. Stock, jel
6 Zimmer davon 1 Z. Manſarde,
gr. Veranda, Bad. Speiſek: Gas,
Gartenanteil, per ſofort. Näheres
Heinrichſtr. 58, I.
(421ms
Georgenstr. 3, 1. St.
6 Zimmer Bad, Gas,
Fremden=
zim. u. all. Zubehör zum 1. April.
Einzuſehen von 2—4 Uhr. Näh.
(1247ms
lparterre.
Heidelbergerstr. 9/ I.
herrſch. 6 Z.=Wohn. mit Bad, Gas
el. Licht, Veranda, Erker. (423ms
Grüner Weg 44, I. St
herrſchaftl. 6 Zim.=Wohn. m. gr.
Diele, geſchl. Veranda nebſt dem
nöt. Zubeh., elektr Licht,
Zentral=
heiz., Entſtaubungsanl. z. 1. April.
Näh. Grüner Weg 40. (1244ms
Viktoriastr. 41, Beletage
ausgeſprochen herrſchaftl. 6 Zim.=
Wohnung zu vermieten. (6*67a
Stltistr. 15, II.
(Künstler-Kolonie)
herrſchaftl. 6 Zimmerw. m. Balkon,(
Veranda, Loggia, elektr. Licht,t
Badez. m. Einr., Gartenanteil uſw.d
zum 1. April. Anzuſeh. von vorm.
*11—½1 u. nachm. v. 3—5 Uhr
Näheres parterre, Gg. Möſer I.,
Telephon 1103.
(1139ms
Heidelbergerstr. 83, II.
ſchöne 6 Zimmerwohn., Balkon,
Veranda, Gas, elektr. Licht, Bad,
Fremdenzimmer u. allem Zubehör
(1844ms
zum 1. April.
Rheinſtraße
herrſchaftl. 6 Zim.=Wohnung mit?
Zentralheizung. Näh. 3. St. (538ms
Viktoristr. 28, II.
neuzeitlich ſchöne 6 Zim.=Wohn.,
Badez., Gas, Veranda u. allem
Zubehör zum 1. April. Näh.
(541ms
part. i. Kontor.
indenbolstr.3, 2. St
in freier Lage mod. 5 Zim.=Wohn.
mit Bad, Veranda, Linoleumbelag,
Gas u. el. Licht. Näh. daſ. i. 1. Stock
u. Heidelbergerſtraße 136, II. bei
C. Barth.
(448ms
Martinſtr. 74, part., herrſchaftl.
eleg. 5 Z.=W. mit Balkon u. allem
mod. Zubeh. z. 1. April. (437ms
Näh. daſelbſt eine Treppe.
Rossdörferstr. 81, I.
moderne 5 Zim.=Wohn. mit Bad,
Balkon, Veranda, Gartenant., zum
. April, event. früher. (444ms
Ecke Roos-
Herderstr. 18, I. bergstraße.
5 Zim.=Wohn. m. kompl. Bad, Ver.,
Balkon, Fremden= u. Mädchenzim.
Linoleumbelag z. 1. Juli. Näheres
Hölgesſtraße 9, part. (718s
Ecke der Heinheimer= u.
Laute=
ſchlägerſtraße 27, 1. St., 5 Zim.=
Wohnung u. reichl. Zubeh. (539s
Landwehrſtraße 14, 3. Stock,ſa
ſchöne herrſchaftl. 6 Zim.=Wohn.
mit Küche, Speiſekam, 1 Fremden.,
1 Mädchenzim., Badezim. m.
Bade=
ofen, 2 Kellerräume,
Bodenver=
ſchlag u. Gartenant. bald. zu verm.
Näh. daſelbſt u. Baubüro kr. Belp.
Frankfurterſtr. 80 Pr. 1200 M. (*3
Heidelbergerstr. 132, I. Mu
an der Landskronſtr.,
herr=
ſchaftl. 6 Zimmerwohn. mit
Bad, elektr. Licht, Garten,
zum 1. April. 1400 Mk. Näh.
bei Heinrich Funk,
Grafen=
ſtraße 23½ Tel. 446. (2473ms
Saalbaustr. 10, II.
ſchöne 6 Zim.=Wohn. mit Badez. z.
1. April. Näh. part. od. 1. St. (427m
1 Zimmer
Rheinſtraße, eleg. 5 Zimmerwohn.,
elektr. Licht, Kochgas, Bad, reichl.
Zubehör, an ruh. Mieter alsbald
zu vermieten.
(433ms
Mar
erstr. 10, part.
ſchöne 5 Zim.=Wohnung mit allem
Zubehör ſofort.
(430ms
Heidelbergerſtr. 77, part.,
ſchöne, geräum. 5 Zim.=W. m. Bad,
2 Balkons, evtl. mit 6. Zimmer.
(449ms
Näheres 3. Stock.
Pallaswiesenstr. 38, I.
ſchöne 5 Zimmerwohnung m. Gas
u. all. Zub. f. ſof. o. ſpät. (435ms
Martinstr. 97, part.
herrſchaftl. 5 Zim.=Wohn. m. reichl.
Zubeh., Etagen=Warmwaſſerheiz.,
Gas u. elektr. Licht z. 1. April. (1138ms
Villa
Maulbeerallee Stillfried
drei 5 Zimmerwohnungen i. Part.,
1. u. 2. Stock, mit Bad, gr. Gart.
u. all. Zubeh. f. ſofort.
zu erfrag.
nur Gutenbergſtr. 29 II. (1137ms
Heinrichstr. 62, Ipt.
5 Zim.=Wohn. m. Veranda, Bad,
Gas, elektr. Licht. Daſelbſt 4 Zim.=
Wohn. im 2. Stock mit 2 Kam.,
Gas u. elektr. Licht. Garten kann
mitvermietet werden. (2737ms
Kallerstr. 36, I.
5 Zimmer mit Zubeh. z. 1. April.
Näh. Wendelſtadtſtr. 40. (2123ms
5 Zim.=Wohn.
Soderſtr. 75, II., m. all. Zubeh.,
Balkon u. Gartenanteil. (2124ms
Saalbaustrase 13, II.
5 Zimmerwohnung mit all. Zubeh.
zum 1. April. Zu erfragen nur
im Parterre.
(446ms
Wienersſtr. 73
2. Stock, eine hüſche 5 Zim.=Wohn.
nebſt all. Zubeh. z. 1. April. Prezs
jährl. 580 M. Näh. daſ. part. (1524ms
ſchöne
Aunaſtraße 10, 2. St. 5 Zim.=
Wohnung mit all. Zub. z. 1. April.
Näheres 1. Stock.
(719ms
Heintchstr.125, Part.
5 Zim.=Wohn. mit Bad, Gas und
ſelektr Licht. Freie Lage. (722ms
Ver= E
äng. Schiesshausstr. 80, p.
in freier Lage, ſchöne 5 Zim.=W.
mit Balkon, Fremdenzim.
Kohlen=
aufzug u. reichl. Zubeh. Einzuſeh.
von 11—12 und 2—5. (713ms
Hochstr. 53, I., mit großer
5 Z.=Wohn.
Veranda n.
dem Gart., elektr. Licht uſw. zu
ver=
mieten. Näh. parterre. (454ms
Rossdörferstr. 75
ſſchöne 5 Zim.=Wohn. mit eingericht.
Badezim. Veranda, all. Zubehör
zum 1. April zu verm. Näh. bei
Jochheim Taunusſtr. 1. (442ms
I ger. 5 Zim.=
Kasinostr. 1b, I. Wohn. mit
Veranda zum 1. April, Mk. 800.
2. Stock daſelbſt Mk. 700.
Näh. Heinrich Funk,
Grafen=
ſtraße 23½, Tel. 446. (717ms
Künstierkolonie
Neue Stiftſtraße 23, I.
ſper 1. April 1914 eleg. 5
Zimmer=
wohnung mit einger. Bad, Gas
u. elektr. Beleuchtung,
Fremden=
zimmer, 2 Vodenkam.,
Trocken=
boden, Loggia u. Veranda,
Vor=
garten u. Bleichplatz. Zu erfragen
im 2. Stock.
(456ms
Liebigstrasse 6
Zim.=Wohn. m. all. Zub. zum
zwei 5 Zimmer=Wohnung. m. Bad, 1. April. Näh. part. (1249ms
iutenberstr. 52, II.
Veranda u. allem ſonſt. Zubehör. —
Nih Gutenbergſtr. 532, pI (12 2cm ü= Fortſehzung folgende Seite.
Seite 26.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Januar 1914.
Nummer 24.
part., 5 Zim.=
Hügelſtr. 4 Wohn., ſowie 2
Entreſolz. m. Gas u. elektr. Licht
u. all. Zubeh. z. 1. April. (457ms
Näh. Martinſtr. 14, pt.
Heinrichstr. 106
3. Stock, 4 Zimmerwohn. m. all.
madernen Zubehör (1523ms
Moosbergstr. 26, II., 3 o. 4 Zim.=W.
m. all. Zübeh, z. 1. April. 1232ms
frdl. Manſ.=
Llebigstr. 47 Wohn., grade
Zimmer, zum 1. April. 1 (1239s
Mathildenstr. 55, haus,
in freier Lage elegante 5 Zimmer=
Loggia u. all. Zubeh. Näh. im
Nebenhaus.
(1226ms
Freireſtr. 30 I.
Bell=
in meinem Hauſe, gegenüber d. alt.
Bahnhöfen, geräum. 5 Zim.=Wohn
nebſt Zubeh. z. 1. April an ruhige
Wohnung m. Gas u. elektr. Licht,Mieter. L. Schneider. (1533ms
KEltenbergstr. 51, III. u. 36, II.8
geſund gelegene mod. 5 Zimmer=
Wohnung mit Mädchenzimmer
und Bodenkammer und reichlichemſt
Zubehör, per ſofort oder ſpäterſt.
zu verm. Näheres daſelbſt u. beiſte
Verwaltungs- u. Verwertungs-Gesell- t-
sc aft für immob. lien m. b. H., Nied.-
Ramstädterstr. 14. Telephon 2464,
auch Rhönring 113. I. (455ms Hoffmannstr. 47, part.
Zimmerw. m. Badez., großer
Veranda u. ſonſt. Zubehör. Zu
(459msſt.
erfrag. im 1. St. Dieburgerstr. 50, II.,
gr. neuzeitl. 5 Zim.=Wohn. o.
Gegenüber, Bad, Veranda,
Balkon und allem Zubehör.
(1846ms
Näheres part. (Haupt.
Stirnweg 16 bahnh.)
neuzeitliche 5 Zimmerwohnung im
(2454ms
2. Stock für ſofort. beſte Höhen=
Hoffmannſtr. 44, luft, geräum.
5 Zim.=Wohn. m. gr. Manſ.=Zim.,
Gas u. all. Zubeh., gr. Trockenb.,
Veranda, Garten, Waſchküche,
Bleichpl., 1. Stock od. part. (2466ms Darustr. 49,I.
5 Zim=Wohn. für ſofort. (2467ms Lnina bl.-Hlute 21 0,I.
5 Zim.=Wohn. für ſofort. (2468ms 3 Zimmer
Reberetrasehet
4 Zim.=Wohn. m. all. Zubeh. Preis
480 Mk. Näh. Schützenſtraße 5,
Laden.
(475ms Meee e teee ee
ſtraße 34, III. St., frdl. ger.
4 Zimmerwohnung per ſofort,
Mk. 500.— Näh. 2. Stock u. bei
Heinrieh Funk, Grafenſtr. 23½,
(468ms
Tel. 446. eitr Zmen
Soderstr. 47 neu hergerichtet,
(476ms
ſofort zu vermieten. ſchöne 14
MEckhardtstr. 21 4 Zim.=1
Wohnung zum 1. April. (481ms ſchöne
Mauerſtr. 24, part., 4 Zim.=4
Wohn. zum 1. April bill. zu verm.2
Näh. Kiesſtr. 84, II. (727ms Meiereſstrase 74
moderne 4 Zim.=Wohn. mit Bad
u. Veranda z. 1. April. Näh. K. Koch,
Eliſabethenſtr. 49.
(1237ms Elisabethenstr. 14, II.
4 Zim.=Wohn. u. allem Zubehör
zum 1. April, event. ſpäter.
(725ms
Näheres 1. Stock. gr. 4 Zim.=W.
kaupstr. 32 z.1. April. Näh. at
bei M. Schad, 1. Stock. (1534ms
Mhöuring 81, I.
4 Z.=W. m. Erker, Veranda, Badez.
Kncwigehlait .
Ludwigshöhstr. 55, II.
große freundl. 4 Zim.=Wohn.
mit Zubehör ſofort. Näheres
Heinrich Funk, Grafenſtr. 23½,
(487ms
Telefon 446.
3 Zimmer=Wohnungen:
Rhönring 103 II.,
zum 1. April.
Karlſtr. 58, I. u. Manſ.
zum 1. April oder früher.
Liebfrauenſtraße 78,
Vorder= und Hinterhaus,
ſofort oder ſpäter.
Arheilgerſtraße 92,
Vorderhaus, 1. Stock, zum
1. April.
Beckerſtr. 25, II.,
zum 1. April.
Näh. Verwaltungs= und
Verwertungs=Geſellſchaftf.
Immobilien m. b. H.,
Nie=
der=Ramſtädterſtr. 14, I.,
auch Rhönring 113, I.,
Telephon 2464. (1544ms
Heinheimerstr. 42, II.
3 Zim.=Wohn. zum 1. Febr. (2458ms
Pankratiustr. 26½, II.
3 Zimmerwohn. ſofort. (2459ms
Heidelbergerstr. 61, Stb.,
2 Zim.=Wohn. mit Zubeh. an kl.
Familie. Näh. Vordh., I. (1849ms
Granzeriestr. 3, I.
ſchöne, neuzeitl. 4 Zim.=Wohn. zum
. April, Gas, Bad Veranda,
Gärtchen, 550—600 Mark. Näh.
uchsſtr. 18, I.
(1234ms
4 Zimmer=Wohnungen:
Gutenbergſtr. 58, pt.
ſofort oder ſpäter
Moosbergſtr. 52, prt.
ſofort oder ſpäter
Wienersſtr. 40, I.,
ſofort oder ſpäter
Rhönring 129, I. u. II.
zum 1. April oder früher
Rhönring 139, I.,
zum 1. April oder früher
Heinheimerſtr. 77, III.
zum 1. April oder früher
Viktoriaplatz 12, III.,
ſofort oſer ſpäter
Md.-Kamstädterstr. 16, II.,
im Vorderhaus zum 1. April
Lichtenbergſtr. 85, III.,
zum 1. April.
Näheres
Verwaltungs=
u. Verwertungs=Geſellſchaft
für Immobilien m. b. H.,
Nied.=Ramſtädterſtr. 14, I.,
Tel. 2464, auch Rhön=
3 Zimmer,
Casinostr. 10, III., Bodenk.,
mit Balkon, Preis monatl. 35 Mk.,
per ſofort. Näheres
Mathilden=
platz 9, 1. Stock.
(489ms
Wenckſtr. 11, part., 3 Zim.=
Wohnung zu vermieten. Näheres
(492ms
Wenckſtr. 5, part.
große 3 Zim.=
Kaupstr. 32 W. z. 1. April.
Näh. b. M. Schad, 1. St. (1538ms
6
Kirchstrase 12,
3 Zim.=Wohn. m. Zubeh. z. 1. April.
Zu erfrag. im Laden. (1238ms
ſchöne gr.e
MMoosbergstr. 69, II., 3 Zim.=W.,
neuzeitl., Pflanzgart., z. 1.Apr. (2127ms
Mathildenplatz 2, Hth., je eine
3 u. 2 Zim.=Wohn. f. ſofort. Näh.
(2128ms
Laden daſelbſt.
113, I.
(185=
Rossdör- erstr. 12, I.
(e
Mathildenstr. 1
4 Uhr.
Zu erfr. part. von
(1847ms
Rhönring 13, part.
eh
Soderstr. 73, part.,
4 Zimmer, Küche, Speiſek. u. all.
Zubeh. Auf Wunſch Garten.
Ein=
u. all. Zubeh. z. 1. April. (1532ms zuſ. v. 2—4 Uhr. Näh. 1. St. (1233ms Näh. Landwehrſtr. 19½, p. (2456mslvm. Näh. daſelbſt.
Landgraf-Georgstr. 32
freundl. 3 Zim.=Wohn p. ſof.
Schlüſſel bei Haſdenteufel im
2. St. Näh. Heinrich Funk,
Grafenſtraße 23½, 1. Stock.
Telephon 446.
(505ms
Frantententr. 35
teuzeitl. einger. 3 Zim.=Wohn. mit
reichl. Zubeh. p. ſofort. Näh..
parterre rechts.
(50 ms
Piebfenenſtr. 4, 2. Stngt.
in ruh. Haufe, große 3 Zim.=
Wohnung per ſofort. Näh.
bei Göhrig part. (503ms
Manſard.=Wohn.
Karlst. 34, 3 Zimmer, neuzeit=
llich hergerichtet,
Preis 350 Mk.
ſofort beziehbar.
(506ms
Hens Frenstr. 7, I.
3 Zim.=Wohn. mit Zubeh. ſofort.
Näheres part.
(1848ms
Stb. 1. St. u.
Ahaſtr. 12, Vdh. 3. St.,
jie eine 3 Zim.=Wohn. f. ſof. (2457ms
Malhildenplat 9, Mitelbl.
3 Zim.=Wohn. m. Zubehör, 30 Mk.
Näh. Vorderh., 1. Stock. (2738ms
Vendeſtadsfr. 53 I.
u. 2 Zim.=Wohn. f. ſof. (2460ms
Wendelstadtstr. 13
ſchöne 3 Zim.=Wohn. m. Zubeh. ſof.
r. Zim. zu verm.
Mühlſtr. 20 Näh 1. St.(2129ms
frdl. Manſ.=
Sandbergstr. 46 Wohn. per
ſofort, pro Monat 14 M. (512ms
2 Zimmer=Wohnungen:
Schuknechtſtr. 63,
Manſarde, ſofort.
Sandbergſtraße 45,
2. Stock, ſofort.
Näher. Verwaltungs= und
Verwertungs=Geſellſchaft
für Immobilien m. b. H.,
Nieder=Ramſtädterſtr. 14,
1. St., auch Rhönring 113,
1. St., Tel. 2464. (1545ms
Nieder-Ramstädterstr. 50
für Schuhmacher 2 Zim.=Wohn.
u. Werkſtätte im Seitenbau, per
Monat 30 Mk. Daſ. Manſ.=Wohn.
an einz. Perſon, 12 Mk p. Monat
Näheres Heinrich Funk,
Grafenſtr. 23½.
(520ms
Erone Schſemaſ 14, I.
ſchöne, gr. 2 Zim.=Wohn. ſof.
Näh. Wirtſchaft. (519ms
Ballonplatz 6 kl. Wohn. an
einz. Perſon. Preis 10 Mk. (521ms
Heidelbergerstr. 127, part.
2 Zweizimmerw. für ſof. 2461ms
Sohlosgasse 12
1. u. 2. Stock, Zwei= Zim.=Wohn.
für ſofort.
(2447ms
part, 1 Zim.=Wahn.
Woogspl. 6, für ſof. (2448ms
Aernenen
im 2. u. 3. Stock, ea. 600 am
groß, mit elektr. Einrichtung
und Zentralheizung, Aufzug,
ger. hellen Kellern im ſüdöſtl.
Stadtteil für ſaub. Gewerbe
oder Lagergeſchäft alsbald zu
vermiet. Näh. Heinrich Funk,
Grafenſtr. 23½, Tel. 446. (522ms
Landgrafphil.=Anlage24½
Erdgeſchoß f. Geſchäftszim. oder
Lager f. ſofort.
(2449ms
Kurzwareneeschäft
leit 15 Jahren mit beſtem Erfolg
betrieben, in vorzügl. Lage, mit od.
ohne Wohnung, auch ſehr gut als
Filiale geeignet. Schriftl. Offert.
an den Hausbesitzer-Verein. (*1833
Fiecichstr. 7,part,
3 Büroräume mit Einrichtung,
18 Jahre von Rechtsanwalt
bewohnt, auch für jedes andere
Geſchäft geeignet, ab 1. April zuſſ
Rheinstr. 12½
Büro= und Lagerräume zu
ver=
mieten. Näh. 3. Stock. (545s
Anshehbent. 1.
Ecke Wilhelminenſtraße
Laden ſof. zu verm.
(535ms
In der (529ms
Rheinstrasse
grosser Laden
mit 330 am Bodenfl., Büro,
Keller uſw. ſofort unter den
denkbar günſtigſten Beding.
Gefl. Off. unter J 80 an
die Exped. d. Bl. erbeten.
Grafenſtr. 23
groß. geräum. Laden mit
groß. Keller und Magazin
z. 1. April. Näh. 1. St. (527ms
Riedlingerstr. 43
Kl. Laden m. L.=Z. und 3 Zim.=
Wohn., part., ſof. beziehb. (531ms
Wentesentetr.30
Ecke Landwehrſtr., Neuer Laden
mit 2 Schaufenſtern, Gas u. elektr.
Licht, für Zigarren= oder
Papier=
geſchäft geeignet, z. 1. April. (1546ms
Wendelstadtstr. 56
Laden zu vm. f. ſof.
(2451ms
Hauptbahn=
Sürnweg 12
hof,
Laden f. ſof. zu verm. (2452ms
Heidelbergerstr. 44
ſchöner geräumiger Laden, mit
oder ohne Wohnung, alsbald zu
vm. Näh. M. Hock daſ. (2453ms
Rhönring 29, part.
ſchöner geräum. Laden mit
Laden=
zimmer, ſowie ſchöne 3 Z.=Wohn.
mit allem Zubehör zum 1. April
(wird auch getrennt vermietet.)
Jährl. Mietpreis 700 Mk. Näh.
daſ. u. Frankfurterſtr. 80. (1253s
Laden mit gr.
Grafenstr. 2, Keller und
Hof, in guter Verkehrslage, auch
als Büro= od. Geſchäftsräume. (530s
Elisabethenstr. 7.
Laden m. Zubeh. Näh. 1. St. (547s
Saalbaustr. 27
groß. Laden mit 2 Schaufenſtern
billigſt.
(1548s
worin ſeitJahren Obſt=,
Laden, Gemüſe=, Kolonialw.=
Geſchäft betrieb. wurde, mit Wohn.
ſofort oder ſpöter Bleichſtr. 27.
Näheres 2. Stock.
(2130s
Tenrställen
Darmstädter Landstrasse
neben der Merckſchen Fabrik,
großer Parterre=Raum, als
Werk=
ſtatt geeignet. Näh. Hausbeſitzer=
Verein.
(1550ms
Heidelbergerstr. 61
Werkstatt oder Ateller an
ruh. Miet. Näh. Vdhs., I. (1851ms
GSelller
5 Pferde, Remiſe, Kutſcherwohn,
Sattelk. Aliceſtr. 17, II. (1854msm
Annaſtr. 23 ſchöne Stallung
für 2—3 Pferde nebſt allem Zub.
(2450ms Näh. Mühlſtr. 64½, I. (548s
Unentgeltlicher Wohnungsnachweis u. nähere Auskunft über Preis uſw. in der Geſchäftsſtelle Wilhelminenstr. 19, 1. St., zu erfragen.
Mm
Achtung!
Villenkolonie Eberſtadt
iſt eine ſchöne neu erbaute Villa,
enthaltend 6 große Zimmer,
Bade=
zim., Loggia, Mädchenzim., groß.
Trockenſpeicher, ſchöne große Kell.
und Waſchküche, Balkon ꝛc., unter
günſtigen Bedingungen zu
ver=
kaufen. Gefl. Offerten erbet. unt.
V 96 an die Exp.
(1448a
Solider Mann oder Frau erhält
Skleines Haus in ſchöner
Alt=
ſtadtlage und beſtem Zuſtand ohne
Anzahlung auf Abzahlung. (B2420
Offert. unt. B 64 an die Exped.
Gut rentierendes Zinshaus
Mitte der Stadt, unter
günſtigen Bedingungen zu
verkaufen durch Heinrich
Funk, Grafenſtraße 231
Telephon 446. (2343ids
In der Alten Eberſtädterſtraße,
in nächſter Nähe des
Wald=
friedens, iſt ein Gelände von rund
14000 qm ganz od. in einz. Teil.
unt. ſehr günſt. Bedingungen
ab=
zugeben. Beſond. eignet ſich das
Gelände, für kleinere
Einfamilien=
häuſer, wozu Zeichnungen ſchon
vorhanden ſind.
(B2665
Auskunft bereitwilligſt unter
C 98 durch die Expedition d. Bl.
Kl. Baugelände zu verkaufen.
Haus o. Reſtkaufſchilling wird in
Zahlung genomm. Off. u. C 58
an die Expedit. d. Bl. (B2664
Wohnhaus
mit Laden, Htb. u. Gart., im
Zen=
trum der Stadt gelegen, unter
günſtigen Bedingungen zu
ver=
kaufen. Daſelbſt wurde ſeither ein
Modewarengeſchäft betrieben und
eignet ſich durch ſeine Lage in
nächſter Nähe mehrerer Schulen
und der Kirche zu vielen einſchlägl.
Geſchäften. Preis 8000 Mark.
Näheres Bahnhofſtraße 43
Ludwig Hillgärtner
Pfungſtadt. (1470a
ſbiteie Girgaſe 6
vollſtändig neu hergerichtet,
zu verkaufen.
Nähere Auskunft erteilt die
Direktion der ſtädtiſchen
Spar=
kaſſe, Hügelſtraße 22, I. (806a
Seähe
Darlehen
Beamten, Hausbeſitzern,
Land=
wirten, Geſchäfts=,ſicheren Privat=
und Standesperſonen gibt große
Kommandit=Geſellſchaft in jeder
Höhe ohne Mitglieds=,
Verſicher=
ungs= noch Bürgſchaftszwang.
Größtes und vornehmſtes Inſtitut
der Branche in Deutſchland!
Erſt=
klaſige Referenzen aus allen
Krei=
ſen! Streng diskrete Erledigung!
Ehe Sie in Wucher= oder
Schwind=
lerhände fallen, richten Sie
ver=
trauensvoll eine unverbindliche
Anfrage an den Generalvertreter
Schröder, Berlin-Schöneberg 94.
Am Park 12.
(IV,809
Darſchen
von 100 bis 400 Mark
ohne Vorſpeſen, auch ohne
Ver=
mittlungskoſten gibt Selbſtgeb.
nur an Beamt. u. beſſ.
Privatange=
ſtellten in ſich. Lebensſtellg. u. mit
eig. Hausſt., geg. monatl. od. vierteli.
Ratenrückzahlung. — Abſchluß od
Zuweiſung ein. kleinen
Lebensver=
ſicherung erwünſcht! (2377iss
Keine Agenten=Vermittlung!
Strengſte Diskr. zugeſich. Nur
ausführl. Off. u. M37 an die Exp.
Neld-Darlehn ohne Bürg.,
Raten=
rückzahl., diskr., reell u. ſchnell.
Selbstgeber Schlevogt, Berlin 55.
Roſenthalerſtr. 6. (IV,810,103
Bau- u. Hypothek.-Gelder
bis zu 60½, der Tare werden
aus=
geliehen, Hypothekenverſicherungen
an 1. u. 2. Stelle, ſowie
Tilgungs=
verſich. v. Hypoth. auf den
Todes=
fall werd. abgeſchloſſen u. Offerten
auch für ſpätere Termine unter
A 42 a. d. Exped. erb. (1789a
erhalt ſichere=Perſon.
Dariehen v. Selbſtgeb. d. Wilh.
Schuchmann, Stiftſtr. 46. (2354a
Neu= und Anſtricken
von Strümpfen ſow. Beinlängen
auf der Maſchine billig u. prompt
Heinheimerſtr. 50, I. Hahnes. (827a
ehrock=, Frack=, Smoking=
An=
züge, Zhlinder zu verleihen
Rheinſtraße 5, 2. Stock. (309a
Ein gut
zu verkaufen
E erhalt. Tiſch
(*1510ms
Kahlertſtraße 23.
Ulſter (Winterüberzich)
gut erhalt., zu verkaufen
Schloß=
gartenſtraße 49.
(*1737so
Vetroleum=Ofen (Barler’s Ideal
Nr. 5) zu verkaufen (*1743sgo
Rhönring 113, IV.
Eine gute
bill. zu
Gitarre
verkauft=
alte
Alexanderſtr. 14, II.
(*1744
4 gut erhalt. Waſchfäſſer zu
(*1674ss
verkaufen
Grüner Weg 9, II.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Januar 1914.
Seite 27.
Schwächliche,Blutarme, Hervöse
gebrauchen mit großem Erfolg Dr. Hommel’s
Haematogen. Warnung: Man verlange
ausdrücklich den Namen Dr. Hommel.
X,2669)
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
Vom Unmöglichen und Möglichen. — Schwer iſt’s, keine
Satire zu ſchreiben! — Was Trumpf iſt. — Karikaturen
und Karikaturiſten. — Wieder mal der Tango. — Die
Meinung eines Philoſophen. — Walzerklänge. — Die
Nachcour im Eſplanade=Hotel. — Weltſtadtbilder. —
Ber=
lin und der Reichstag. — Die Feier von Düppel und
Alſen. — Gerhart Hauptmanns neues Drama.
Bei uns wird doch das Unmögliche möglich
gemacht, und der alte Ben Akiba, deſſen fragwürdiger
Geiſt und nicht minder fragwürdiger Ausſpruch häufig
ge=
nug herbeigerufen werden, immer von neuem Lügen
ge=
ſtraft. Eine Karikatur der Karikatur, das iſt doch
ge=
wiß mal etwas Neues, was dem Berlin unſerer Tage
vorbehalten geblieben. Aber wer am letzten Samstag
den Karikaturiſten=Ball im Admirals=Palaſt
beſucht hat, der konnte ſich davon überzeugen! Von den
Karikaturiſten — man ſtolpert faſt über das furchtbare
Wort — war herzlich wenig zu entdecken, von den
Kari=
katuren deſto mehr! Wenn wir heute ein Pariſer
Witz=
blatt oder eine Modezeitſchrift vom Ende des
vorvergan=
genen Jahrhunderts aufſchlagen und die Trachten der
damaligen Damen und Dämchen anſehen, ſo glauben wir
kaum an die Möglichkeit, daß ſo was mal ganz lebendig
herumgelaufen iſt. Und in wieder einem Jahrhundert
oder auch in kürzerer Friſt wird es den ſpäteren
Geſchlech=
tern ebenſo mit einem geſellſchaftlichen Ausſchnitt des
heutigen Berlin ergehen. Der Futurismus hat tatſächlich
doch Schule gemacht, und das Verrückte, das ganz
Ver=
rückte, iſt Trumpf geworden! Mit weſentlichen Anleihen
an die Mumienſchätze unſerer Muſeen, was Friſur,
Klei=
dung und Art und Weiſe des Sichgebens, Schreitens und
Benehmens anbelangt. Und mumienhaft mutet uns auch
die Tanzerei an, die man auf dem obigen Ball und auch
bei anderen jetzt ſehr häufigen Gelegenheiten beobachten
kann. Es iſt, als ob man es gar nicht mit Menſchen von
Fleiſch und Blut zu tun hat, ſondern nur mit aufgezogenen
Puppen, die, wenn ſie ihre mechaniſche Arbeit verrichtet,
ſich matt und geknickt an der Stelle niederlaſſen an der
fie ſich gerade im Augenblick befinden, in welchem das
Uhrwerk abgelaufen.
Aber jetzt ſcheint es mit einem Male doch wie ein
Zucken und Rucken durch die einer Schmetterlings=
Ver=
hammlung ähnelnde, buntfarbige Menge zu gehen. Das
Orcheſter ſetzt mit einer ſüdländiſchen prickelnden Melodie
ein. „Der Tangol” hochachtungsvoll und ergebenſt geht
es murmelnd durch die Reihen. Alles reckt die Hälſe, es
bildet ſich eine zwei=, dreifache Zuſchauerkette im Saal,
wie elektriſche Spannung liegt es in der dumpfen Luft.
Einmal nichts und zweimal nichts, die Erregung nimmt
zu, die Augen werden noch größer, noch mehr ſtrecken ſich
ie Glieder. Und nun löſt ſich ein Paar aus der Menge,
ein zweites ein drittes, vielleicht auch ein viertes und
fünftes, und die „Arbeit” beginnt! Und zwar eine
Ar=
leeit, die keinem der an ihr Teilnehmenden Freude macht,
im Gegenteil, es ſcheint eine ſchwere Fronſache zu ſein,
ties Geſchiebe und Gedrehe, dieſes Wenden und dienern,
nichts, auch gar nichts von Anmut und Leidenſchaft, von
Weichheit und Schönheit. Selbſt ſehr graziöſe
Tänzerin=
nen verſagen da völlig, und das ſogar auf unſeren
öffent=
lichen Bällen, wie dem oben erwahnten, den man als
Muſter für viele nehmen kann. Verehrter Herr Profeſſor
Simmel, wo mögen Sie Ihre Studien über dieſen Tanz
gemacht haben, daß Sie ihn in einer ihrer kürzlichen
philo=
ſophiſchen Vorleſungen vor Ihrer ſtaunenden Zuhörerſchar
in einem herrlichen Deutſch behandelten, ſo klar und
wahr, daß man ſich ein ganz genaues Bild davon machen
konnte. Der Herr Profeſſor der Philoſophie und Aeſthetik
ſah das Entſcheidende dieſes Tanzes „in der Freiheit, mit
der ſich die innere Leidenſchaft in das Künſtleriſche der
Tanzbewegungen umſetzt‟ Das Fehlen der feſten
For=
men, der objektiven Rhythmik betrachtete der verehrte
Philoſoph „als eine Folge des ſubjektiv=naturaliſtiſchen
Moments, das den inneren Anlaß des Tangos bilde; die
in die Erſcheinung tretende Form iſt Nebenſache,
Haupt=
ſache iſt die Leidenſchaft, und daher können derartige Tänze
recht verfänglich, aber auch recht harmlos ausſehen!“
Na, wer nun nicht die innerſte Weſenheit, die ganze
tief=
gründige Philoſophie dieſes Tanzes erfaßt hat, dem iſt
nicht zu helfen, wahrſcheinlich nicht einmal, wenn er ein
Privatiſſimum bei dem Herrn Profeſſor nimmt und dieſer
praktiſche Studien mit ſeinen Studentinnen anſtellt.
Man erinnert ſich da einer ſehr netten Aeußerung des
Kaiſers Friedrich, der einſt einer Vorleſung Rudolf
Vir=
chows beigewohnt, welche die chemiſchen Ratſchläge des
Paracelſus behandelte. „Sehr mertwürdig, ſehr geiſtvoll,
mein lieber Herr Profeſſor,” ſagte nach dem Vortrage der
damalige Kronprinz zu dem Gelehrten, „aber wiſſen Sie,
ich ziehe doch die alte bewährte Methode vor!“ — Auch
unſere Hofgeſellſchaft denkt ſo in Punkto des
Tan=
zes, wie man ſich am letzten Dienstag abend bei der
Nach=
cour der Großen Cour im marmorſchimmernden,
licht=
überſtrahlten Saale des Eſplanade=Hotels
über=
zeugen konnte. Da kam der melodiöſe Walzer wieder zu
ſeinem Recht, und als die erſten lockenden Töne des lieben
Wiener Zauberers Johann Strauß hineinflatterten in die
maleriſche Schar der frohgemuten Jugend, da ging es
auch ruckend und zuckend durch die Anweſenden, aber
ganz anders, wie es oben erwähnt worden. Hier merkte
man ſo recht die Luſt und die Freude am Tanzen, der eine
Erholung der einen Genuß bedeutete auch für die
Zu=
ſchauer. Und ſie hatten auch ſonſt hier genug zu ſehen,
im prunkenden Rahmen der feſtlichen Räume, in denen
all die koſtbaren Gewandungen und ſchmucken Uniformen
noch mehr zur Geltung gelangen, als wie auf dem glatten
Parkett des Königsſchloſſes.
Dort, im Weißen Saale, erhält man ja nur die
ein=
zelnen Ausſchnitte des ſchillernden, weltſtädtiſchen
Ge=
mäldes, das ſich hier in dem mit tropiſchen Pflanzen
ge=
ſchmückten Lichthofe und den anſtoßenden Sälen in ſeiner
ganzen Schönheit und Mannigfaltigkeit zeigt. Und auch
in ſeiner ganzen Internationalität, fügen ſich doch hier zu
unſerem heimiſchen Adel die Angehörigen der fremden
Diplomatie, und tauchen neben unſeren ſchlanken,
blon=
den, weiblichen nordiſchen Schönheiten die dunklen,
pikan=
ten, ſüdländiſchen Blumen holder Weiblichkeit auf. Das
darf man mit gewiſſem Stolz hervorheben, daß dieſe
Ein=
drücke nur in Berlin zu erhalten ſind. Denn mag es in
London und Paris und Neu=York auch nicht an
auser=
leſenſtem Pomp fehlen und an einer jedenfalls kaum zu
überbietenden Juwelen= und Toilettentracht, ſo mangelt
es dort doch nicht allein an einem eleganten und feſtfrohen
Kaiſerhofe, ſondern auch an der ſchon weiter oben
beton=
ten, gewählten internationalen Geſellſchaft, den jener
an=
zuziehen weiß, und an einem ſo großartigen
Vereinigungs=
punkte, wie ihn die blendenden Feſträume in Marmor
und Gold, in künſtleriſcher Zier und wohliger
Behaglich=
keit des erwähnten Hotels bieten. „Das macht uns doch
keine andere Weltſtadt nach” dies darf man mit Recht
rühmend hervorheben.
Auch in anderer Beziehung können wir diesmal
unſer Berlin als Vorbild hinſtellen, hat doch der
Berliner Magiſtrat beſchloſſen, für die Olympiſchen
Spiele im Jahre 1916 50000 Mark zu bewilligen.
Die=
ſer Beſchluß, der ſeitens der weiteſten Kreiſe der
Bürger=
ſchaft durchaus gebilligt werden dürfte, ſteht in
eindring=
lichem Gegenſatz zu dem bekannten merkwürdigen
Ent=
ſcheid der Budgetkommiſſion des Reichstages, die ja nicht
eine Mark für jene in umfaſſendſtem Maßſtabe geplante
Veranſtaltung übrig hatte. Und die ſich damit in einen
ſeltſamen Gegenſatz geſtellt zu der allgemeinen öffentlichen
Anſicht, die durchaus die Begründung des
Reichszuſchuſ=
ſes teilt, daß nämlich eine würdige Durchführung jener
internationalen Veranſtaltung eine nationale Aufgabe ſei.
Aber das letzte Wörtchen wird ja in dieſer Sache noch
nicht geſprochen worden ſein, und man darf wohl ſicher
erwarten, daß die Reichstagsabgeordneten in der
Geſamt=
heit wieder gut machen werden, was einzelne von ihnen
aus ſtarrem Eigenſinn und falſcher Empfindelei heraus
verſäumt.
Da ging es einheitlich=nationaler zu in einer dieſer
Tage hier im Charlottenburger Landwehr=Kaſino
abgehal=
tenen Verſammlung, die ſich mit der 50jährigen
Er=
innerungsfeier der Kämpfe auf
ſchleswig=
holſteiniſchem Boden beſchäftigte. Unter den
Er=
ſchienenen bemerkte man zahlreiche ergraute Mitkämpfer,
wie den General und ehemaligen Poſtſchweden von
Pod=
bielski, der ſich trotz allerhand heimtückiſcher Anfälle des
Podagras ſeinen kernigen Humor bewahrt. Aus
Sonder=
burg war Amtsrichter Dr. Ewoldt erſchienen, der als die
treibende Kraft des Ganzen anzuſehen iſt und der in
packender Weiſe ausführte, warum es die Nordmark trotz
der vielen Jubiläen unſerer Zeit für ihre ſittliche Pflicht
halte, den Veteranen von Herzen Dank zu ſagen und,
in=
dem man ſich lebhaft ihrer und ihrer Taten erinnert, der
Tage von Düppel und Alſen zu gedenken, mit denen vor
fünfzig Jahren unſere Einigungkriege begannen und die
Nordmark deutſch ward. Der Redner hob hervor, daß
dies durch eine der Größe der Erinnerung entſprechende
opferwillige Tat geſchehen müſſe, die ſich auf rechter Arbeit
aufbaut und für unſer Volk fruchtbar ſein ſoll. Mit der
Feier, an der an Ort und Stelle möglichſt viele Veteranen
teilnehmen ſollen, wird eine Düppel=
Gedächtnisausſtel=
lung verbunden ſein, die ein geſchloſſenes volkstümliches
Bild der Leiſtungen der Großen jener denkwürdigen Zeit
geben wird. Nach dem Eindruck, den man aus den
Ver=
handlungen der Sitzung gewann, darf man mit der
Aus=
ſtellung wie mit der Feier gute Hoffnungen verknüpfen.
Den Großen einer längſt verrauſchten, ſagenhaften
Zeit ſtellte Gerhart Hauptmann in den Mittelpunkt
ſeines neuen Dramas: „Der Bogen des Odyſſeus”
Den Helden griechiſcher Vergangenheit, der vielerlei
Völ=
ker und Menſchen geſehen und Meere erforſchet, ſchilderte
er in urwüchſiger, realiſtiſcher Art, ſich möglichſt in ſein
Denken und Handeln verſenkend, ohne daß er ihn uns
doch menſchlich näher brachte. Was übrigens weniger
die Schuld des Dichters iſt, der nicht mit ſtarken
Ueber=
lieferungen den Kampf aufnehmen kann. Gewiſſe
Ge=
ſtalten und gewiſſe Taten aus längſt verrauſchten,
mythi=
ſchen Zeiten nehmen einen ſo feſtgefügten Platz in unſerer
Gefühlswelt ein, daß ſie daraus nicht verdrängt oder ihr
charakteriſtiſches Bild nicht verändert werden kann. Das
iſt auch bei der Geſtalt und dem Leben des Sohnes des
Laértes und Gemahls der Penelope der Fall. Mit
letz=
terer beſchäftigte ſich unſer Dichter recht wenig, wie er
überhaupt mit dem packenden Stoff ſehr ſprungweiſe
vor=
geht, es diesmal ſichtlich mehr auf ſeine Bühnenwirkung
abſehend. Die ihm auch gelungen iſt an verſchiedenen
Stellen des Werkes, das, wenn es auch keine Bereicherung
des Schaffensgebietes Gerhart Hauptmanns bedeutet, uns
doch auch keine Enttäuſchung brachte. Wie es ja auch ſchon
in der Odyſſee lautet: „Die Gab’ iſt klein auch erfreulich”
und in dieſem Sinne nehmen wir ſie gern hin, zumal ſie
die Mitglieder des Deutſchen Künſtlertheaters im ganzen
wirkungsvoll zur Darſtellung brachten, von einzelnen
Entgleiſungen abgeſehen.
Moßer Inventur-Ausverkauf.
auf sämtliche Schlafzimmer, in hell
nußb. u. eichen, Büfetts, Küchen u. s. w.,
Gewähre 1V/0 nebst all. ausgezeichneten Möbelstücken.
möbelgeschäft Friedrich Steinel
(*1785sm
Pallaswiesenstrasse 27.
Lichtung!
Achtung!
Großer Fleiſchabſchlag! (*1760
80 Pfg.
Ia Maſtfleiſch
86
la Schweinefleiſch
70
la Wurſtwaren
15
Ia Würſtchen
60
la garantiert reines Sackfett .
Nur Kiesſtraße 21 im Fleiſchverkauf.
Kort Mstitat
Hügelstr. 85 Teleph. 114
empfehle meine schöne,
ge-
gedeckte Reitbahn zur gefl
(2652sm
Benutzung.
Rudolf Reimann.
Mech. Strickerei Pfirſch
werkauft, solange Vorrat, fast zum Selbstkostenpreis
ranzüge, dlv. Strümpfe.
Swedter,
Grafenstraße 19 Schuhgeschäft Falter. .
Grosseres Vereinslokal (Parterre
für Samstags abends zu vergeben.
(796a
Näheres Expedition.
Sehr billig!
Ein pol. Wohnz., Schlafz., innen
Eiche, mit groß. 2tür. Spiegelſchr.
und Apoth., Küche m. Kunſtvergl.,
alles neu, für nur 585 M. zu vk.
*1838) Lauteſchlägerſtr. 7, I, links
er Extrahelm, ferner langer
110 Damen=Ulſtermant., Gr. 44,
bill. zu verk. Näh in d. Exp. (*1781
Kleiner Röderherd
(rechts), gut erhalt., zu verkaufen.
Schießhausſtraße 51. (B2739
üster f. Gas u. El., gut. Boit z. verk.
Reitz, Magdalenenſtr. 6, p. (*1826
Prack u. Weſtelm. Fig.) m.
Seiden=
futt., faſt neu, bill. z. vk.
Schützen=
ſtraße 1, III., bei Ludwig. (*1828sg
Schöner Frack mit Weſte für
mittl. Figur zu verk. (*1777
Landwehrſtraße 24, pt.
Ein noch ſehr gut erh. Schreib=
Etiſch mit ausziehbar.
Schreib=
platte billig zu verkaufen. Näher.
Kiesbergſtraße 39, I. (2671som
neue Leibbinden für ſt. Fig.
billig zu verkaufen. Wo, ſagt
die Expedition ds. Bl. (*1816
Anzug, ſow. Smok. m. Weſte f.
gr. ſchl. Fig. bill. abzug. Näh.
Wendelſtadtſtr. 13, H., I. I. (*1813sg
Ttrickmaſchine, faſt neu, Umſt.
halber billig zu verk. (*1600ds
Kiesſtr. 10, Seitenb. part.
Spezial-Laboratorium
für
Sk
Untersuchungen.
H. Metzler
Schützenstr. 7 Tel. 1130.
Wiſſenſchaftlicher Vertreter der
Naturheilmethode auf Grundlage
der Augendiagnoſe. (815a
3—12 und
Sprechstunden. 2—6 Uhr.
Zann=Darten
Alle Sorten Zahn-Bürsten in nur bester Qualität. — Garantie
für jede Bürste. — Spezial- Bürsten Kosmodont und Ideal,
von Zahnärzten empfohlen, in allen Grössen vorrätig. (2592a
Parfümerie Fr. Tillmann
Telephon 2231.
Elisabethenstrasse 21
In raſchem Siegeslauf hat ſich
Kathreiners Malzkaffee den ganzen
Erd=
ball erobert. Er wird täglich von vielen
Millionen Menſchen getrunken.
Der Gehalt macht’s!
Seite 28.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Januar 1914.
Nummer 24.
Sogss
266
Restat
n Eitte
9
Allen Liebhabern eines vorzüglichen Starkbieres hiermit zur Nachricht, dass ich am
Samstag abend, den 24. Januar 1914, in meinen Restaurations-Lokalitäten den
Ausschank des rühmlichst bekannten
Pfungstädter Mutter-Bier
DDoppel-Bock-Bier I. Ranges)
eröffne.
Der Ausschank findet nur kurze Zeit statt.
Pfungstädter
Hochachtungsvoll Franz oitte, Brauereiausschank.
Ludwigshone
Honntag, den 25. Januar 1914
MertzETeF
der Kapelle des Leibgarde-Regiments
(grösserer Teil)
Leitung Obermusikmeister H. Hauske.
Im Programm u. a.: Ouvertüre zu „Die luſtigen Weiber”
von O. Nikolai. Fantaſie aus „Cavalleria rusticana” von Mascagni.
„Karnevals Botſchafter” Walzer von J. Strauß. Fragmente aus
Tannhäuſer” von R. Wagner. Rondo aus der A=dur-Sonate von
W. A. Mozart. „Good cheer‟, Marſch von R. Heiß. (B2766
Eintritt 30 Pfg.
Anfang 4 Uhr.
Café Metropole.
Täglich große Künſtler=Konzerte des
Elite-Damen-Orchesters
Dir. Joseph Wirth.
(*1843
Eintritt frei.
Anfang 4 Uhr nachmittags.
Elisabethen-
Restauration zur Stadt Pfungstadt, strase 2.
Mittagstiſch à 75 Pfg. und 1.10 Mk., im Abonnement billiger.
(*1752
Von 5 Uhr ab Souper à 1 Mk.
Morgen Sonntag verſchiedenes: Kalbshaxen,
Kalbsnieren=
braten, Schweinebraten, ſaure Nieren, gebackene
Kalbs=
leber, Rumſteaks, Lendenbeefſteaks, Schnitzel=Holſtein,
Ochſengoulaſch, Stadt Pfungſtadt=Koteletts und ſonſt noch
reichhaltige Speiſekarte.
im weißen Saal.
Von 4 Uhr ab Tanzkränzchen Dienstbach.
Hagenschutz Teisenkeler
Heute Samstag
Schlachtfest
Seter
Kappenabend
Sonntag, 25. Januar 1914,
nachm. 4 Uhr 11 Min.
in der Reſtauration Maul
Eſchollbrückerſtr. 6
wozu freundl. einladet (2720sg
R. Maul.
Samstag, 24. Jan. 1914
Metzel=
Suppe
wozu freundlichſt einladet (*1753
Ach, Kraussmüller
Heidelbergerſtr. 2.
„Fürstenauer Hof‟.
Heute Samstag
n
Metzel=
ſuppe
wozu freundlichſt einladet (*1804
Franz Buttler
Roßdörferſtraße 1.
Heute Samstag
Metzel=
mit
KONEEK
einer Abteilung der Kapelle Weber.
Hans Tod.
Eintritt frei.
Deute Samstag, 24. Janar
SMetzelſuppe
Hierzu ladet ergebenſt ein
8
Georg Diehl, Mathildenpl. 18, Hofſtallſtr.
„Zur Burgſchenke‟
H
H. Lohr, Karlstr. 25, Tel. 1782
Flaschenbier-Depöt — Brauereifüllung — empfiehlt
Groß-Gerauer Union-Bräu, Hildebrand Pilsener und Kaiserbräu,
Fay- und Kaiserbier, Kulmbacher, Köstritzer, Fürstenberg- und
Spatenbräu, Ia Speierling, Export- und Gesundheits-Apfelwein,
sowie sämtliche Mineral- und Tatelwasser. (799a
Vertreter des Namedysprudel. — Prompte Bedienung zugesichert.
Kavallerie-Verein Darmstadt
(Mitglied des Haſſia=Verbandes).
Sonntag, 25. Januar 1914, abends präzis 7½ Uhr
im großen Saal des Schützenhofs:
Kaiſersgeburtstags-Feier
beſtehend aus Vorträgen, Theater und lebenden Bildern. Anſchließend
Ball
wozu wir ſämtliche Kameraden und deren Angehörigen, ſowie
Freunde und Gönner des Vereins herzlich willkommen heißen. (2512ds
Eintritt 35 Pf., 1 Dame frei. — Kaſſenöffn. 6½ Uhr. — Der Vorstand.
Schtischuneldb-Sporterein.
Eisbahn Böllenfalltor
spiegelglatt.
Samstag nachmittag Konzert.
Samstag und Sonntag
Abendlaufen
bei elektrischer Beleuchtung.
(2770
Suppe
Es ladet freundl. ein (*1821
Otto Rau, Metzger und Wirt
Heidelbergerſtr. 40.
Heute Samstag
Metzel=
luppe
wozu freundlichſt einladet (*1799
Martin Hock
„Zum Frundsberg‟.
(1824 1„Zur Linde‟
appacherstraße
Eisbann (Orangeriebahn)
Samstag, den 24. Januar,
Nächtlaufen
von 8—11 Uhr mit Militärkonzert.
Sonntag, den 25. Januar,
(2723
Eislauf mit Militürkonzert.
Auf dem 6600
Samstag u.
Sonn-
tag grosses Militär-Konzert
Eintritt 20 Pfg.
Es ladet ergebenst ein
Kinder 10 Pfg.
J. Gunder.
Holzſtraße 22. (*1782
Geöffnet von morgens 5 Uhr
bis nachts 2 Uhr
Carl Abt.
Guter Wormſer Ofen bilig zu
verkaufen Aliceſtr. 14. (*17325g
Programm
zu dem am Samstag, den
24. Jan., von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Großh. Garde=Dragoner=
Regiments Nr. 23.
1. „Treue Freunde‟, Marſch von
Holzmann. 2. Fantaſie aus „Das
Glöckchen des Eremiten” von
Maillart. 3. Walters Preislied
aus „Die Meiſterſinger von
Nürn=
berg” von Rich. Wagner. 4. „
Rot=
feder”: Intermezzo von Harry
Mila. 5. Potpourri aus „Die
Regimentstochter” von Donizetti.
6. Walzer nach Motiven aus der
Operette „Der Graf von
Luxem=
burg” von Fr. Lehär.
Aut dem Wood
(*1779
NACHTLAUFEE
Samstag 8 Uhr bei grossem Militärkonzert
Eintritt 30 Pfg.
mit elektrischer Beleuchtung.
Es ladet ergebenst ein
J. Gunder.
Sverwaldhaus
Spiegelglatte Eisbahn.
Samstag u. Sonntag Militär-Konzert.
Kohlen, Holz, Brilletts,
Ein gut erhalt. Sitz=Liegewagen
auch Sackzentner, billigſt. (2136a billig zu verkaufen (*1840sm
Müllerſtraße 8.
K. Koch, Eliſabethenſtr. 49.
Nummer 24.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Januar 1914.
Seite 29.
itglieder die
anschließend
Oktoberfest etc.
Vorverkauf bei Gg. Thies Nachf., L. Schutter, (Elisabethenstrasse) und Heinr. Arnold, Wilhelminenstrasse. — Preise der
Plätze im Vorverkauf: Mk. 6.00, 5.00, 4.00, 3.00, 2.00. An der Abendkasse sind die Preise aller Plätze um 50 Pfg. erhöht
(2771
Täglich nachmittags
im Hotel „Hess‟.
(2756a
„
hält
Chaussee Darmstadt- Griesheim
Telephon Nr. 877
Haltestelle der Strassenbahn: „Brauerei‟
Angenehmer Familienaufenthalt
seine schönen Räumlichkeiten bestens empfohlen.
Vorzügl. Speisen und Getränke.
B
798a)
Guten Kaffee, Kuchen etc.
Woelfing, Besitzer.
Gebild. Fräul., einfach, tüchtig,
epang., 33 Jahre a., Waiſe, m. etw.
Veerm., ſucht, da k. Gel., a. d. Wege
Priefwechſ. m. ſolid. beſſ. Herrn,
Wiwer. n. ausgeſchl., zwecks Heirat.
Off. u. D 14 a. d. Exp. (*1742
Zeſchäftsmann, Ende 40er, mit
gutem Einkommen, ſucht beſſeres
Anfang 40er, mit etwas Vermögen,
zwecks baldiger Heirat. Offerten
unter C 51 an die Expedition
(*1719sg
dieſes Blattes.
Letze Woche!
ſo verſäume keine Minute
und kaufe dieſes von
Milli=
onentäglich gebrauchte
Huſten=
mittell Es hilft Dirbei Huſten,
Heiſerkeit, Katarrh,
Ver=
ſchleimung, Krampf= und
Keuchhuſten.
Zeugniſſe von Aerzten
6100 und Privaten. Vor
Erkältungen biſt Du geſchützt,
wenn Du eine Kaiſer=
Cara=
melle im Munde haſt. Paket
25 Pfennig, Doſe 50 Pfg.
Achte auf die Schutzmarke
3 Tannen.
(IX,2670
zu haben in Darmſtadt bei:
Chr. Schwinn, Drogerie, Ludw.
Auk, Drogerie, Weinbergſtr. 2,
Fr. Seibert, Drog.,
Pallas=
wieſenſtr. 44, Karl Steinhäuser,
N.=Ramſtädterſtr., Fr.
Becken-
haub, Ecke Schul= u. Kirchſtr.,
C. Walzinger, Drogerie,
Wil=
helminenſtr. 11, Adler-Drogerie,
Frankfurterſtr. 12/14, Fr.
Schä-
fer, Emanuel Fuld, Peter Keil,
Gg Petry. Roßdörferſtr. 52,
Ph. Huwert, Ecke Wieners= u.
Roßdörferſtr. 21, Gg. Heid,
Roßdörferſtr. 35, Ant. Braunwarth
Ernſt=Ludwigſtr. 3, Wilk. Ritsert
jr., Grüner Weg 30, Otto Erb,
H. Wagenbrenner,
Heidelberger=
ſtr. 17, Garl Block in Nied.=
Ram=
ſtadt, Adam Hartmann in Fränk.=
Crumbach, G. L. Friedrich in
Brensbach. Friedrich Becker II.
u. G. H. Stühlinger, Reinheim.
Sonntag,
25. Januar
Vorstellungen
ehen ee
Volks-
Vorstellung
beikleinen Preisen
Abends übliche Preise!
Einzige
letzte
Sonntags-Aufführungen:
Der letzte Sehlager des
Walden-Ensembles:
Eunge Dame aus achtb. Familie,
ſchöne Figur, welche Luſt hat,
zur Bühne zu gehen, wird geſucht.
Familienanſchluß bei ein. vornehm.
Arbeit. Anfr. zwiſch. 11—2 U. Thomas
b. Krauss, Taunusſtr. 6, 2. Et. (*1812
zu feſtem Preiſe abzugeben
da=
ſelbſt 5= und Zarmiger Gaslüſter,
1 Rohrplattenkoffer.
Heinrich=
ſtraße 126, 1. Stock.
(2718
NähmaſchinenRebaraturen alle
N Fabrikate, ſchnell, gut und
billig. Chr. Debus, Mechaniker,
Nieder=Ramſtädterſtraße 57a,
Telephon 1737. (*1844
Die Tango-Tanz-Posse
„Nu schlägt’s 13‟
in 3 Akten
von Max Walden und
Hugo Busse,
Eine Lachbombe.
Im II. Akt: (2758
derOriginal-Tango
getanzt v. Resi Krizek und
Heinz Ochlerking
sowie gr. Tango-Finale,
aus-
geführt v. ganzen Personal.
Vorverkauf und Preise wie bek.
In Residens-Automat
während d. ganzen Sonntags
ununterbrochen.
Letzte Wochel
ut erh. Winterüberzieher bilige
abzug. Soderſtr. 56, II. (*1723
Großherz. Hoftheater.
Samstag, den 24. Januar 1914.
96. Abonnem.=Vorſtellung. C 24.
König Karl.
Ein Trauerſpiel in 3 Aufzügen mit
einem Vorſpiel „Das Völklein auf
der Heide” von Ernſt Freiherr v.
Wolzogen.
Spielleiter: Hans Baumeiſter.
Perſonen des Vorſpiels:
Karl, d.
Franken=
reiches Könia . Johs. Heinz
Gundulf, d.
Gau=
graf des
Sieger=
landes .
. Hs. Baumeiſter
Gerſuind, deſſen
Enkelin
. Käthe Meißner
Fardulf, ein jung.
Edeling.
. Kurt Ehrle
Geilo, ein
Ver=
fehmter .
. Wolf Dietrich
Ein alter Sachſe. Paul Peterſen
Ein junger Sachſe Emil Kroczak
En ſunges ſichſ.
Weib.
Sofie Doſtal
Ein Miſelſüchtiger Herm. Knispel
Perſonen des Stücks:
König Karl.
Johs. Heinz
Faſtrada, die
Kö=
nigin.
Herta Alſen
Pipin, d. Baſtard Kt. Weſtermann
Rotrud Karls Ellen Widmann
Berchta Kind. v. Eliſabeth Horn
Gisla d. Hilde= Hede Schaub
Ludwig gard Käthe Gothe
Gundulf
. Hs. Baumeiſter
Gerſuind.
Käthe Meißner
Fardulf .
. Kurt Ehrle
Angilram, Biſchof
fränk
Graf.
Rich. Jürgas
Heinrich Hacker
Br. Harprecht
von Köln . . . Emil Jannings
Hermenald
Waifar
Childrad
Erſte 1 Schild= Frz. Schneider
Zweite 7 wache Auguſt Kräger
Preiſe der Plätze (Gewöhnl
Preiſe): Sperrſitz: 1.—13. Reihe
14.20 ℳ, 14.—20. Reihe 3,40 ℳ,
Parterre: 1.—5. Reihe 2.90 ℳ,
6.—8. Reihe 2.35 ℳ,
Proſzeniums=
loge 6.20 ℳ, Mittelloge 6.20 ℳ,
Balkonloge 5.20 ℳ, 1. Rang 4.70 ℳ,
2. Rang: 1.—6. Reihe 2.70 ℳ, 7. u.
8. Reihe 2.15 ℳ, 1. Galerie 1.35 ℳ,
2. Galerie 0.75 ℳ.
Kartenverkauf: an der
Tages=
kaſſe im Hoftheater von 9½—1½
Uhr und eine Stunde vor Beginn
der Vorſtellung; im Verkehrsbüro
von 8—1 Uhr und von 2½ Uhr
bis kurz vor Beginn der
Vor=
ſtellung. (Im Verkehrsbüro
wer=
den auch telephoniſch
Kartenbe=
ſtellungen entgegengenommen. —
Telephon Nr. 1582.)
Anf. 7½ U. — Ende vor 10½ U.
Vorverkauf f. die Vorſtellungen:
Sonntag, 25. Jan. Nachmitt.
2½ Uhr. Außer Abon. 22.
Volks=
vorſtellung zu ermäßigten Preiſen.
„Wenn ich König wäre!”
Vorverkauf bis einſchl. Samstag,
24. Jan., nur im Verkehrsbüro,
Ernſt=Ludwigsplatz. Verkauf der
etwa noch vorhandenen Karten am
Tage der Vorſtellung auch an der
Tageskaſſe im Hoftheater, vorm.
von 11 Uhr ab. — Abends 7½
Uhr. 97. Ab.=Vſt. A 25. „
Film=
zauber”. Gewöhnliche Preiſe.
Montag, 26. Jan. Außer Ab.
23. Volksvorſtellung zu ermäßigten
Preiſen. „Grigri” Anfang 7½
Uhr. Vorverkauf bis einſchließl.
Montag, 26. Jan., nur im
Ver=
kehrsbüro, Ernſt=Ludwigsplatz.
Verkauf der etwa noch vorhandenen
Karten am Tage der Vorſtellung
auch an der Tageskaſſe im
Hof=
theater zu den übl. Kaſſeſtunden.
Dienstag, 27. Jan. 98. Ab.=Vſt.
A 26. Feſtvorſtellung bei feſtlich
beleuchtetem Hauſe. Zur Feier des
Allerhöchſten Geburtsfeſtes Seiner
Majeſtät des Deutſchen Kaiſers.
„Königskinder‟ Gewöhnl.
Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Aus dem Spielplan.
Mittwoch, 28. Jan. 99. Ab.=Vſt.
B 24. „Der
Feldherrn=
hügel.‟ Gewöhnliche Preiſe.
Anfang 7½ Uhr.
Donnerstag, 29. Jan. 100. Ab.=
Vorſt. C 25. Grillparzer=Zyklus.
Dritter Abend. „Sappho” (neu
einſtudiert). Kleine Preiſe.
An=
fang 7½ Uhr.
Seite 30.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Januar 1914.
Nummer 24.
Die grösste Sensation des 20. Jahrhunderts
ist der
Wreckenus Fi
Neueste Erfindung von Thomas A. EDISON.
Dieser sprechende Film wurde fast sämtlichen regierenden Fürsten des In- und Auslandes vorgeführt, u. a. vor kurzem
Sr. Kgl. Hoheit im Neuen Palais, und mit grossem Beifall aufgenommen. — Zu hören und zu sehen von
MONTAG, den 26. Januar bis MITTWOcH, den 28. Januar, nur im
(2752
Union-Theater, Rheinstrasse 6, Tel. 173.
Vor der Entſcheidung
Krankenkaſſenmitglieder!
Um 13 Wochen haben die Sozialdemokraten
Euch Euer Krankengeld gekürzt.
Wer ſich vor weiteren Nachteilen ſchützen will, der benütze ungeſtrichen
den Wahlvorſchlag 2,
beginnend mit dem Namen
Laufer, Karl.
Wahlzeit: Samstag von 3—8, Sonntag von 9—1 Uhr.
Kein Namen ſtreichen!
Der bürgerliche Wahlausſchuß.
2645)
Wem gehört die Frau
Hervorragendes Luſtſpiel.
2 Akter. Ein wunderbares humorvolles 2 Akter,
Bild, das dem deutſchen Geſchmack in jeder Weiſe entſpricht
und bei jedem Beſchauer wegen der einzigartigen Pointen
große Lacherfolge hervorrufen muß. So lachen Sie nie wieder.
ver Als zweites Hanptſtick
Der Todesturm
3 Akter. Einer der ſenſationellſten Films, 3 Akter.
die je von der Kinematographie geboten wurden. Die
toll=
kühne Leuchturm=Szene: Verlaſſen des Turmkranzes, auf
einem hoch über dem Meere hängenden Tau, wird von den
Abkömmlingen des berühmten Blondin geſpielt, der einſt
auf einem geſpannten Seil über die Niagara=Fälle ſchritt
Herrlich. Aufregend. Spannend. Koloriert.
eisr als derites Hautſtick e
Sturzwellen.
2 Akter. Großes Seemannsdrama, ſchildert 2 Akter.
den Liebeskampf eines Steuermanns.
Prachtvolle Szenerien.
Wunderbare Stimmungsſzenen am Meer.
Eienern
3 glänzende Humoresken (2734
herrliche Naturaufnahmen mit der
Ilustrierten Wochenschau
vervollſtändigen den Elite-Spielplan.
Erſtkl. künſtleriſche Muſikbegleitung auf einem
Bechsteinflügel.
Preise wie gewöhnlich.
iehe er getcht ereſt
Sämtliche Zutaten
in großer Auswahl
allerbilligst. (2769a
Carl Arnheiter.
Ein echt rumäniſches Koſtüm au
leihen geſucht. Off. u. D 15
an die Expedition.
(*174ise
Einige eleg. Masken, einige noch
nicht getrag., zu verl. Daſelbſt
werden Masken leihweiſe angef.
*1751) Arheilgerſtraße 4, II.
Maskenkoſtüm teleg. Spanierin),
Mnur einmal getragen, zu
ver=
kaufen oder zu verleihen. (2726a
Näheres Karlſtraße 6, part.
Paar Sti, 1 Gummibadewanne
und 1 dunkelgr. Militärmantel
(Artillerie) ſind billig zu verkauf.
*1807)
Rheinſtr. 41, III.
Damentuchmantel, Nachtkleider,
Kleid, Fenſtermäntel zu
ver=
kaufen Stiftſtraße 35, I. (*1809
Gausfrauen!Durch direkt. Einkauf
Ovonein. Hofgut empf. Weißkraut,
Rotkraut, Kohlrabi, Wirſing,
Gelbe=
rüben ſpottb. Mollerſtr. 36. (*1811
rät. einz,
Briefmarkensammlung, kauft
Liebh. Off. u. D 26 Exp. (*1810goo
Interbeit und Kiſſen zu
ver=
kaufen Aliceſtr. 14, I. (*1745
Ein überzähl.
E Pferd. Rapp=Wallach,
ſofort zu verkaufen
(*1773sif
Schuknechtſtr. 55, Hof.
Schwarzer Spitzhund
ſehr wachſam u. ſtiubenrein, ganz
bill. in nur gute Hände zu verk.
*1746so)
Schillerplatz 2, I.
10 Mon.;
n dreſſ,
alter Dobermaun abzug.
Neue Ireneſtraße 13, II., r. (*1831
Kanarienhähne und =Weibchen
St (Stamm Seifert) billig zu verk.
130a) Schäfer, Hölgesſtr. 3, I
am
weiß. Turm
Telephon 2099.
Imuit
Imi
Ab heute nur 3 Tage
in
Sensations-Schauspiel
in 3 Akten.
Spiel des Schicksals
Dramatisches Lebensbild in 2 Akten.
2 Humoresken, 1 Naturaufnahme, Wochenchronik.
Am Dienstag, den 27. d. Mts. ab 10 Uhr:
Große Schülervorstellungen
unter dem Protektorat des Volksbildungsvereins.
3. Platz 10 Pfg., 2. Platz 19 Pfg.
Vorverkauf an der Kasse.
2747
Inhaber:
Georg Brand.
Theater
Darmſtadt
2 Rheinſtraße 2
Programm für Samstag, Sonntag und Montag.
Schlager!
Das Brautboot schlater!
Ein tiefergreifendes Zigeuner=Drama in 2 Akten.
Eine krätige Prise
Humoriſtiſch, zum Wälzen.
Vertrauensbruch
Sehr ſpannend! Ein Detektiv=Schlager. Sehr ſpannend!
Ein fruchtbares Stück Land Liebesgeſchichte einer Creolin
Eine Komödie zum Verplatzen. ) Ein amerikaniſches Drama.
Die Prinzessin des Westens
Ein großer Wildweſt=Schlager.
Aeußerſt ſpannend und ſehr intereſſant.
(*1832
Das Programm des DlympiaTheaters iſt vom Anfang
bis zum Ende voll Spannung und Humor, ſo daß ſich kein
Beſucher langweilt. Für die größte Ordnung und gute
Ventilation iſt beſtens geſorgt, das beweiſt die Zufriedenheit
meiner werten Gäſte.
Seie ereiertchtunet 3. Platz 1.0 Mre retertchneet
Miensties Hinder-Vorstellnug!
Vorverkauf in der Torhalle bei
Herrn Beutke. 1. Platz 10 ₰
Ab Dfenstag:
erehe ninr-Säluger 1 Mien.
Großer Kriminal- Roman in 3 Akten
außſack
zu verkaufen.
(*1791
Eliſabethenſtraße 52.
zut erh. Einſp.=Feder=Rolle zu
pk. Magdalenenſtr. 19.(*1795ai
Nummer 24.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Jauuar 1914.
Seite 31.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt i.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 14. Jan.: dem Bäcker Valentin
Sattler, Gardiſtenſtraße 20, ein S. Karl. Am 20.: dem
Apotheker Rudolf Remy, Soderſtraße 114, ein S. Karl
Heinz Oskar. Am 17.: dem Spengler Friedrich
Schön=
bein, Blumenthalſtraße 32, ein S. Ludwig. Am 16.: dem
Kaufmann Ernſt Thomas, Pfründnerhausſtraße 17, eine
T. Hilde Anna Eliſabeth. Am 19.: dem Kaufmann Leo
Weglein, Aliceſtraße 2, ein S. Erich. Am 17.: dem
Privatdozenten an der Techniſchen Hochſchule Dr.=Ing.
Johann D’Ans, Herderſtraße 6, eine T. Anna Maria
Amalia. Am 19.: dem Bahnarbeiter Johann Freidel,
Wendelſtadtſtraße 49, ein S. Otto Georg. Am 15.: dem
Fuhrmann Friedrich Zapf, Schloßgaſſe 20, ein S. Willi.
Am 18.: dem Bureaudiener Leonhard Wießmann,
Mühlſtraße 13, eine T. Eliſabeth Marie. Dem
Sergean=
ten im Garde=Drag.=Regt. Nr. 23 Otto Jäger,
Sand=
ſtraße 42, ein S. Werner Guſtav Wilhelm. Am 20.: dem
Schloſſer Johann Gredy, Rhönring 55, ein S. Karl
Heinz.
Aufgebotene. Am 19. Jan.: Aushilfsweichenſteller
Johannes Hartmann, Liebfrauenſtraße 38, mit
Dienſt=
bote Roſine Ehrhardt, Mathildenſtraße 51. Am 20.:
Privat=Förſter Ludwig Wilhelm Sachs, Staufen, mit
Auguſte Kunkel, Langenlonsheim. Am 21.: Bäcker
Friedrich Wilh. Guſtav Buhsmann, hier, mit Ella Ida
Müller, Kälberfeld. Dipl.=Ing. Ernſt Ludwig Wilhelm
Walter Franz Roth, hier, mit Karolina Leopoldine
Katharina Leßer, München. Friſeur Johannes
Weiß=
mann, Schützenſtraße 10, mit Anna Jakobina Chriſtina
Klemm, Waldſtraße 25. Buchhalter Ludwig Georg
Friedrich Lorenz, Offenbach=Bürgel, mit Anna
Mar=
garetha Barthel, Mühlſtraße 38. Schloſſer Karl Rühl,
Arheilgerſtraße 94, mit Schneiderin Louiſe Naas,
Die=
burger Straße 32. Am 22.: Monteur Karl Ziegler,
Nürnberg, mit Emile Mathilde Böhner, Weißenburg
in Bayern.
Geſtorbene. Am 19. Jan.: Katharina Hartmann,
geb. Hartmann, Ehefrau des Landwirts, 64 J., ev., aus
Harreshauſen, hier Steinſtraße 21. Am 20.: Hermann
Metzger, Sohn des Stuhlflechters, 9 Mte., ev., Große
Kaplaneigaſſe 7. Karoline Wilhelmine Marie Lucas,
Privatin, 64 J., ev., ledig, Beckſtraße 55. Eliſabeth
Hiſſerich, geb. Schleich, Witwe des Schneiders, 65 J.,
ev., Bleichſtraße 5. Marie Margarethe Stork, geb.
Räd=
chen, Ehefrau des Poſtſchaffners, 38 J., ev.,
Landwehr=
ſtraße 17. Am 21.: Julius Georg Friedrich Karl
Theo=
dor Amelung, Leutnant a. D. und Architekt, 54 J., ev.,
ledig, Frankfurter Straße 35. Emilie Groß, geb. Rall,
Witwe des Kaufmanns, 79 J., ev., Dieburger Straße 114.
Am 20.: Elli Irene Höhl, Tochter des Zigarrenmachers,
2 Mte., ev., aus Eberſtadt, hier Heinheimerſtraße 21. Anna
Marie Hofmann, Tochter des Grundarbeiters, 9 Mte.,
ev., Liebfrauenſtraße 51. Am 21.: Marie Beſt, Diakoniſſe,
ledig, 75 J., ev., Erbacher Straße 25.
Gottesdienſtliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden
3. Sonntag nach Epiphanias, den 25. Januar 1914
Hofkirche: Samstag, den 24. Januar, abends um
6 Uhr: Beichte. — Sonntag, den 25. Januar, vorm. um
½10 Uhr: Beichte und Anmeldung zur heil. Kommunion
in der Sakriſtei. — Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt mit Feier des heil. Abendmahls. — Mittwoch, den
228. Jan., abends um 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Velte. —
Vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Zimmermann. — Abends um 6 Uhr: Pfarrer
Kle=
berger. — Dienstag, den 27. Jan., vorm. um 10 Uhr:
Gemeinſamer Feſtgottesdienſt der Militär= und
Zivil=
gemeinde zur Feier des Geburtstags Seiner Majeſtät
des Kaiſers.
Stadtkapelle: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer
Zimmer=
mann. — Vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarrer Kleberger.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
25. Jan., nachmittags um 2 Uhr:
Taubſtummen=
gottesdienſt. Pfarrer Kleberger. — Donnerstag,
den 29. Januar, abends um 8¼ Uhr: Bibelſtunde.
Pfarrer Zimmermann.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vorm. um 8½ Uhr.
Vormittags um 10½ Uhr: Kindergottesdienſt (
Stein=
ſtraße 24, Muſikſaal).
Johanneskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Dingeldey. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kindergottes=
dienſt.
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer
Wid=
mann. — Vorm. um 11 Uhr: Kindergottesdienſt für
den Oſt bezirk. Pfarrer Widmann. — Abends um
6 Uhr: Pfarrer D. Waitz. — Nachmittags um 4 Uhr:
Bibelſtunde im Martinsſtift. Pfarrer Veller.
Pfründnerhaus: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
D. Wlaitz.
Eliſabethenſtift: Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Hickel. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. — Abends um 8 Uhr: Miſſionsvortrag
über den gegenwärtigen Stand der Brüdermiſſion.
Pre=
diger Hauſer.
Beſſunger Kirche (Betrusgemeinde): Vorm. um 10 Uhr:
Vfarraſſiſtent Lie. Adolph. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Lic. Adolph. — Abends
um 6 Uhr: Pfarrer Wagner.
Gemeindehaus, Hofgartenſtraße 8:
Mitt=
woch, den 28. Jan., abends um 8 Uhr: Bibelſtunde.
Pfarrer Wagner.
Pauluskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Sann. — Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarraſſiſtent Sann. — Abends um 6 Uhr: Pfarrer
Rückert.
Evang. Gemeinde in Eberſtadt: Sonntag, den 25. Jan.,
vorm. um 10 Uhr: Gottesdienſt. Pfarraſſiſtent
Köpp=
ler. — Abends um 5 Uhr: Gottesdienſt. Pfarrer Paul.
Evang. Gemeinde in Nieder=Ramſtadt: Sonntag, den
25. Jan., vormittags um 10 Uhr: Gottesdienſt.
Pfarr=
vikar Weik.
Evang. Gottesdienſt in Fraiſa: Sonntag, den 25. Jan.,
nachmittags um 2 Uhr: Gottesdienſt im Rathausſaal.
Pfarrvikar Weik.
Stadtmiſſton (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 25. Jan.,
vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nach=
mittags um 4 Uhr: Jugendbund=Konferenz. Sekretär
Laus. — Abends um 8½ Uhr: Bibliſcher Vortrag.
Sekretär Laus. — Montag, den 26. Jan., abends um
8½ Uhr: Frauen=Bibelſtunde. — Dienstag, den 27. Jan.,
abends um 8½ Uhr: Jungfrauen= und Blaukreuz=
Bibel=
ſtunde. — Mittwoch, den 28. Jan., nachm. um 2 Uhr:
Bibelſtunde für Mädchen. — Um 4 Uhr: Bibelſtunde für
Knaben. — Donnerstag, den 29. Januar, abends um
8½ Uhr: Bibelſtunde. — Zweig der Stadtmiſſion
(Beſſungerſtr. 88, Hth.). Freitag, den 30. Jan., abends
um 8½ Uhr: Bibelſtunde.
Evangeliſche Gemeinſchaft (Kiesſtr. 43): Sonntag,
den 25. Jan., nachm. um 2½ Uhr: Sonntagsſchule. —
Abends um 8¼ Uhr: Predigt. Prediger A. Berner=
Frankfurt a. M. — Dienstag abend keine Bibelſtunde.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (
Lagerhaus=
ſtraße 4): Sonntag, nachm. um 3½ Uhr. — Mittwoch,
abends um 8½ Uhr.
Gemeinde gläubig getaufter Chriſten (Baptiſten),
Mauer=
ſtraße 17: Sonntag, den 25. Januar, vormittags um
9½ Uhr: Bibel= und Gebetſtunde. — Um 10½ Uhr:
Sonn=
tagsſchule. — Nachm. um 4 Uhr: Gottesdienſt und
Pre=
digt. Herr Guddat=Frankfurt a. M. — Mittwoch, den
28. Jan., abends um 8½ Uhr: Bibelbeſprechung.
Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 25. Jan., nachm. um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule. —
Um 5 Uhr: Gemeindefeſt. Prediger Jungen aus
Frankfurt. — Freitag, den 30. Jan., abends um ½9 Uhr:
Bibel= und Gebetſtunde. Prediger Lutz aus Frankfurt.
Katholiſche Gemeinden
3. Sonntag nach Epiphanias, den 25. Januar 1914
St. Ludwigskirche: Samstag, den 24. Januar,
nach=
mittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm, von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. — Um
7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr:
heil. Meſſe. — Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt. —
Um 11 Uhr: Akademiſcher Gottesdienſt. — Nachmittags
um 3 Uhr: Armenſeelenandacht für die Abgeſtorbenen
der Gemeinde. — Dienstag, vorm. um 10 Uhr: Zur
Feier des Geburtstags Seiner Majeſtät des Kaiſers
levitiertes Hochamt mit Predigt.
Militärgemeinde (Uebungsplatz bei Griesheim):
Sonntag, vorm. um ¼10 Uhr: Singmeſſe mit Predigt.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½ 7 Uhr: heil. Meſſe. — Nachm. um ½3 Uhr:
Vor=
trag für die Jugendabteilung der Jungfrauen=
Kongre=
gation. — Um 4 Uhr: Verſammlung der Jungfrauen=
Kongregation. — Abends um 6 Uhr: Roſenkranzandacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
Kapelle in Griesheim: Sonntag, vorm. um 9 Uhr:
Singmeſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 24. Jan.,
nach=
mittags um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur
heil. Beichte. — Um ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr:
hl. Meſſe mit Predigt. — Um ½ 10 Uhr: Hochamt und
Predigt. — Nachmittags um 2 Uhr: Andacht und Segen.
Kapelle zu Arheilgen: Vorm. um ½10 Uhr: Amt
und Predigt.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
24. Jan., nachm. um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Ge=
egenheit zur heil. Beichte.
Feſt der heil. Familie
Kollekte für die Erziehungsanſtalt in Drais
Sonntag, vorm. um 6 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte. — Um 7 Uhr: hl. Meſſe. — Um 9 Uhr: Amt
mit Predigt und Weihe an die heil. Familie. — Nachm.
um ½3 Uhr: Armenſeelenandacht.
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 24. Jan.,
nachmit=
tags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Beichtgelegenheit.
Sonntag, vorm. um ½ 6 Uhr: Beichte. — Um ½ 7 Uhr:
Austeilung der hl. Kommunion. — Um ¼10 Uhr:
Hoch=
amt und Predigt. — Nachm. um ½2 Uhr: Chriſtenlehre.
— Um 2 Uhr: Andacht. — Werktags um ¾8 Uhr:
Singmeſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: Sonntag, vormittags um
7 Uhr: Beichte. — Um ½8 Uhr: Amt und Predigt. —
Nachm. um ½2 Uhr: Andacht.
The Church of England Service
3rd Sunday after Epiphany, 25th January 1914
Divine Service will be held in the Hofkirche
at 3,15 p. m.
The Rev. A. W. Smyth, British Chaplain at
Heidel=
berg, will officiate.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Markusgemeinde: 18. Jan.: Dem Kaufmann
Ewald Baum S. Erich, geb. 21. Dez. 1913.
Kaplaneigemeinde: 18. Jan.: Dem Fuhrmann
Adam Ruhmann T. Antonie, geb. 20. Dez. 1913.
Unehe=
licher S. Nikolaus Franz, geb. 5. Jan. Dem Bäcker
Gottfried Fritz T. Anna Eliſabeth, geb. 12. Dez. 1913.
Martinsgemeinde: 18. Jan.: Dem Kunſt= und
Handelsgärtner Anton Frank T. Antonie, geb. 19. Dez. 1913.
Dem Bäckereibeſitzer Heinrich Frutig T. Auguſte, geb.
23. Dez. 18. Jan.: Dem Schloſſer Anton Theodor Sproß
T. Luiſe, geb. 16. Dez. 1913.
Johannesgemeinde: 18. Jan.: Dem
Reſerve=
lokomotivführer Guſtav Hätſcher T. Anna Katharine, geb.
14. Dez.
Paulusgemeinde: 10. Jan.: Dem
Rechts=
anwalt Theodor Kleinſchmidt T. Mathilde Karoline
Ottilie, geb. 5. Juli 1913. 13. Jan.: Dem Schneider
Hein=
rich Reimund T. Elſe Hedwig, geb. 8. Dez. 1913. 18. Dez.:
Uneheliche T. Marie Eliſabeth, geb. 2. Okt. 1913.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Markusgemeinde: 17. Jan.:
Hauptſteueramts=
kontrolleur Georg Bolbach und Leonoro Marie
Wilhel=
mine, geb. Schellenberg.
Martinsgemeinde: 17. Jan.: Fabrikarbeiter
Johannes Trumpfheller und Katharina Geier. 18. Jan.;
Kaufmann Ernſt Bohnſack und Maria Lamp.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Markusgemeinde: 20. Jan.: Kartenſortiererin
Marie Schreiber, 27 J., 2 Mon., ſtarb 17. Jan. 22. Jan.:
Privatin Marie Lucas, 64 J., 1 Mon., ſtarb 20. Jan.
Kaplaneigemeinde: 17. Jan.: Bäckermeiſter Georg
Kaiſer, 47 J., ſtarb 14. Jan. 18. Jan.: Margarethe Zeßler,
geb. Kircheis, Witwe des Kürſchners Georg Zeßler, 69 J.,
ſtarb 16. Jan. 22. Jan.: Hermann Metzger, S. des
Stuhl=
flechters Auguſt Metzger, 7 Mon., ſtarb 20. Jan.
Martinsgemeinde: 17. Jan.: Färber Franz Veit,
67 J., ſtarb 14. Jan. 20. Jan.: Dem Hausburſchen
Wil=
helm Heiligenthal S. Eugen Wilhelm, 3 Mon., ſtarb
18. Jan. 9. Jan.: Ludwig Wilhelm Katzenbach, S. des
Wirts, 6 J., ſtarb 6. Jan. Karl Peter Opper, S. des
Weißbinders, 2½ J., ſtarb 9. Jan. 12. Jan.: Juliane
Arras 37 J., ſtarb 10. Jan. 13. Jan.: Rittmeiſter a. D.
Karl Johann Friedrich Fenner, 66 J., ſtarb 10. Jan.
16. Jan.: Eliſe Seibert, Ehefrau des Schuhmachers 73 J.,
ſtarb 13. Jan. Milchhändler Ernſt Poth, 50 J., ſtarb
14. Jan. 17. Jan.: Marie Cornelie Göbel, Witwe des
Kataſter=Ingenieurs, 63 J., ſtarb 15. Jan. 19. Jan.:
Luiſe Hiſſerich, T. des Metzgermeiſters, 64 J., ſtarb 16. Jan.
20. Jan.: Luiſe Schäfer, Witwe des Lehrers i. P. Philipp
Schäfer, 69 J., ſtarb 18. Jan.
Johannesgemeinde: 12. Jan.: Katharine
Gott=
walz, geb. Hornung, Witwe des Schloſſers Heinrich
Gott=
walz, 77 J., ſtarb 19. Jan. 22. Jan.: Eliſabeth Hiſſerich,
geb. Schleich, Witwe des Schneiders Balthaſar Hiſſerich,
65 J., ſtarb 20. Jan. Marie Stork, geb. Rädchen,
Ehe=
frau des Poſtſchaffners Wilhelm Stork, 38 J., ſtarb
20. Jan.
Paulusgemeinde: 6. Jan.: Magdalene Blech,
geb. Mitſchdörfer, 54 J., ſtarb 3. Jan. 8. Jan.: Privatier
Balthaſar Gehbauer, 80 J., ſtarb 6. Jan. 17. Jan.:
Schneiderin Luiſe Geyer, 52 J., ſtarb 9. Jan. Privatier
Julius Martin Wilhelm Hebbinghaus, 51 J., ſtarb 10. Jan.
21. Jan.: Elſe Hedwig Reimund, T. des Schneiders,
6 Wochen, ſtarb 19. Jan.
Trauungen auswärt. Paare: Pfarrer Velte.
Beerdigungen auswärts Verſtorbener: Pfarrer
Zimmermann.
Jagd u. Winterſport
mit
mit
Zederwesten stoffbezug, Aermen Seidebezug
früher 32.— Mk., jetzt nur 25.—Mk.
L. Wesp, Waffenhandlung
(2750
Grafenſtraße 18.
Wir ſind unter der
Ar1oo
2755
am das hieſige Fernſprechnetz angeſchloſſen.
Kobert Grastorf, G. m. b. H., Darmstad
Beton= und Eiſenbetonbau
Berlin.
Danzig
Hannover
Ein faſt neues filberplattiertes
Zweiſpänner=Pferdegeſchirt
hreiswert zu verkaufen. (2744sg
Näheres Beſſungerſtr. 7.
ehr gut erhalt. ſchwarzer
Tuch=
mantel u. dkl. Koſtüm bill g
bzugeb. Anzuſehen nachmittags
heinrichſtraße 73, II. (*1761s
Perfekte Schneiderin empfiehlt
ſch in und außer dem Hauſe
2 5a) Gartenſtraße 18, III.
ſſeuer Schließkorb, mitl. Gr., bill.
z. vk. Eliſabethenſtr. 22, II. (*1756
Aufarbeiten von Polstermöbeln
wird gut und billig ausgeführt.
— Tapezieren Rolle 25 Pfg.
Offerten unter D 41 an die
(*1851
Expedition d. Bl.
vollgewichtig
Prima Kernſeiſe, geſchnitten,
10 Pfd. 3.— Mk. empf. Jak.
Schell-
haas, Riedlingerſtr. 43 u.
Mathil=
denſtr. 9. Telephon 1697. (2733som
Sut erh. Strohmatratze billig
ab=
zug. Liebfrauenſtr. 46, II.r. (*1765
Heute friſch eingetroffen!
Mainzer Roſenkohl billigſt
Mainzer Schwarzwurzel Pfd. 22 Pf.
Kopffalat, Endivien u. Feldſalat
im Gemüſeladen bei
L. Stilling Wwe.
Hochſtr. 4. (*1848
Bücherschrank
eichen mit Truhe, gr. antiker
Maha=
goni=Kleiderſchrk., oval. Nußbaum=
Ausziehtiſch, antik. Biedermeier=
Pfeilerſchränkchen in Kirſchbaum
uud 2 Oelgemälde wegen Wegzug
preiswert zu verkaufen
2684sg)
Rheinſtraße 51, part.
Norecht Nachta Jahrzehnte immer wieder
mdieser t-A Jung mit Erfolg gebraucht geg.
Flasche Aunecht! Schuppen und
Haarausfall
Wendelstein-Häusners
Brennessel-Spiritus.
luate
Jearnnäsckt
Fl. Mk. 1.—, 2.—, 3.—
Spiatrus
Marke „
Wendel-
steiner Kircher!‟
in die allein echte
Flasche eingeprägt.
Carl Hunnius, München.
In Apoth. u, Drog. (VI,2707
Detmolder Geld-Lotterie
Ziehung 7. Februar 1914 — Lose à 3.— Mk.
Wohlfahrts-Geid-Lotterie
zu Zwecken der Deutschen Schutzgebiete.
Ziehung 19.-21. Februar 1914 — Lose à 3.30 Mk.
Eisenacher Geld-Lotterie
Ziehung 20. und 21. März 1914 — Lose à 1 Mk.
noch zu haben bei
(2761a
Phil. J. Schmidt, Königl. Preuss. Lotterie-Einnehmer
Darmstadt, Rheinstraße 33 — Telephon 127.
Der Rest in
Pelz-, Marabut-, Krimmer
undFldsch-Stolds u.-Munen
um gänzlich damit zu räumen, zu (2768
ganz bedeutend reduzierten Preisen.
Ludwigs-
Putz- und
Platz 2. Carl Arnnelter Modewaren
unseres Saison-Ausverkaufes
wührend den letzten 3 Tagen aussergewöhnlich billig
Die Preise sind ganz bedeutendreduziert und mit Rotstift neben Auf Extra-Tischen im den sonstigen Verkaufspreisen deut-
lich vermerkt! Parterre aufgelegt!
Blusenschürzen
aus gestreift
Blusenschürzen Blrollzeus
mit Satinbesatz und Tasche
Blusenschürzen
mit Bordüre und Volant
Blusenschürzen
mit getupfter Bordüre und Tasche
1.15
Blusenschürzen
. 38 ₰
türk. gemustert . . . . .
Hausschurzen
Hausschürzen
48₰
aus gestreift. Baumwollzeug . .
Hausschürzen
62₰
aus Baumwollzeug, solide Qualität
Zierschurzen
Hausschürzen
65₰
schön breit mit Tasche .
Hausschürzen
1.15
mit Tasche und Volant
Reform-Schürzen
jetzt 1.10 und 1.35
Weiße Zierschürzen
mit bunter Borde . . .
Zierschürzen
tsck. gemustert ..
Satin-Zierschürzen
(öeſ. gemaetet mit Tiger
Zierschürzen
mit Träger und breiter schott, Borde
5
Kleider-Schürzen
jetzt 1.95 mit ½, Aemet 2.50
Kinder-Schürzen
durchweg aus soliden Qualitäten,
tadellos verarbeitet.
Je 3 Posten
von besonderer Preiswürdigkeit.
Größe 45
jetzt
Größe 50
Schluss
jetzt
Größe 55
Saison-Ausverkaufes
Dienstag, den 27.Januar
Bis dahin noch
10% Extra-Rabatt
auf alle
nicht reduzierten
Waren.
jetzt
Größe 60
jetzt
66 ₰ 88 ₰ 1.05
78₰ 98 ₰ 1.15
68₰ 1.10 1.25
95₰ 1.25 1.40
Größe 65
jetzt
Größe 70
jetzt .
Größe 75
jetzt .
Größe 80
jetzt
98 ₰ 1.35 1.55
1.05 1.45 1.65
.1.15 1.55 1.50
1.25 1.65 1.95
Kinder-
Hänger-Schürzen 28₰
Knaben-
Schürzen
Markk
Gebr. Rotnschiia
(2708
Marki