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176. Jahrgang
hnatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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werden angenommen in Darmſtadt,
ts nehmen die Poſtämter u. die Agen= verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der wöchentlichen Beilage: Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
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ſſtiebenen Tagenwird nicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Kalbſuh
niedeiſſtgan für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
289.
Freitag, den 28. November.
1915.
Eelllie heutige Nummer hat 20 Seiten, delt. Die Gegenſätze die ſich aus dem Erfordernis mili= ganz über den Berg, ſondern bei einer derartigen
Stim=
täriſcher Sicherung und dem Bedürfnis möglichſter Er=mung in der Kammer werden bei nächſter Gelegenheit
Amich
leichterung des öffentlichen Nachrichtenverkehrs ergeben, wiederum große Hinderniſſe ſich in den Weg ſtellen und
zu überbrücken, iſt keine leichte Aufgabe für den
Geſetz=
geber. Man könnte vielleicht ins Auge faſſen, die Straf= es wäre dann leicht möglich, daß das Kabinett zu Fall
Taugas Wichtigſte vom Tage.
leu. Fin
barkeit auf die bisher geſchützten „Schriften, Zeich= kommt.
u. 15 PkReichstag verwies geſtern die Vorlage, betr. Aen=nungen oder andere Gegenſtände”, ein=
Jedenfalls iſt die innerpolitiſche Lage in Frankreich
ſtungen der Gebührenordnung für Zeugen und Sach= ſchließlich alſo des hierzu jetzt ſchon gehörigen Kreiſes von augenblicklich recht unſicher und es iſt erklärlich, wenn ge=
Mſtändige an eine Kommiſſion, ebenſo den Geſetzent= Mitteilungen, zu beſchränken, dagegen auf den neu
hinzu=
wiſſe Blätter an der Seine ſich krampfhaft bemühen, durch
chine, rüſturf. betr. die Errichtung eines Kolonialgerichtshofes, tretenden Nachrichtenbegriff entweder überhaupt nicht
Mk. zu valld trat in die Beſprechung einer Novelle zur Gewerbe= zu erſtrecken, oder wenigſtens nur unter der allerlei Senſationsmeldungen die Blicke der Oeffentlichkeit
Bachgaſ=Uhnung ein.
Vorausſetzung einer vorgängigen be=von dieſer Miſere abzulenken.
Reichstagsabgeordnete für Kehl=Offenburg Kölſchhördlichen Entſchließung, wie ſie in §§ 1 Abſ. 2,
11 für andere Fälle vorgeſehen wird. Hierfür könnte auch
ſſtl.) hat ſein Mandat niedergelegt.
die Erwägung ſprechen, daß ſonſt auch in gewöhnlichen
Deutſches Reich.
adiſche Landtag wurde geſtern durch den Zeitläuften nach § 9 die Nachrichtenveröffentlichung
ſtraf=
ßherzog mit einer Thronrede eröffnet.
— Geſetzentwürfe und Anfragen im
bar ſein ſoll ſchon bei bloßer Fahrläſſigkeit des Täters,
ſitalieniſche Parlament wurde geſtern vom dagegen während eines Krieges oder bei dro=Reichstag. Dem Reichstag ging der Entwurf eines
hendem Kriege gemäß § 11 nur im Falle des Vor=Geſetzes über die Aufnahme des Diſziplinarverjahrens,
ig mit einer Thronrede eröffnet.
ſatzes, unter der Bedingung eines entſprechenden
önig von Bulgarien reiſte heute früh von Reichskanzlerverbots und nur in Anſehung ge= ſowie der Entwurf eines Geſetzes, betreffend Aenderung
amen=Kleiſütien im Sonderzuge nach Sofia ab.
wiſſer Nachrichten, deren Kreis kleiner iſt als der dürch der Paragraphen 56 und 56c der Gewerbeordnung zu.
federn, Ol
Ferner wurden folgende kurze Anfragen an den
Reichs=
hnenſtetPikönig von Spanien iſt geſtern vormittag von § 9 gezogene.‟
*
*
lanzler geſtellt: 1. Wann und in welcher Geſtalt wird die
er erſte Valiſſtis nach London abgereiſt.
ſtkarte 0e
Der Berliner Lokal=Anzeiger charakteriſiert das Auf=in Ausſicht genommmene Sachverſtändigenkommiſſion für
Schloßgaſiſih g riechiſche Kammer hat den griechiſch=
türki=
hen Friedensvertrag endgültig in dritter
die Wohnungsreform in Tätigkeit treten? (Abg. Göhre.)
treten des neuen Kriegsminiſters von
ſſſung angenommen.
Falkenhayn in der Reichstagsdebatte über das 2. Iſt die öffentlich wiederholt aufgeſtellte Behauptung
richtig, daß anläßlich der Heeresverſtärkung ſeitens der
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
Spionagegeſetz als äußerſt günſtig: Mit der Ruhe, die
deutſchen Heeresverwaltung Pferde ausländiſcher
Her=
die Beherrſchung der Situation gibt, ſchritt der Miniſter, kunft angekauft werden, obwohl geeignete Tiere deutſcher
eine ſchlanke, vornehme Erſcheinung, zu der Rednertribüne.
u
Leſanſiß erſte Leſung des Spionage=
Aller Augen folgten ihm. Willig lieh ihm das Haus ſein Zucht reichlich angeboten ſind? Für den Fall der
Be=
jahung der Frage, welche Maßnahmen gedenkt der
Reichs=
mann
geſetzes.
Ohr. Herr von Falkenhayn ſprach aber auch ſo, daß man kanzler gegen die Benachteiligung der deutſchen Pferde=
1. (5
ihm mit Vergnügen zuhören konnte, ohne tönende Stimme,
Im Reichstag hat der Kriegsminiſter von
zucht zu treffen? (Abg. Alpers.) — Die nationalliberalen
strett
nicht zu ſchnell, deutlich und klar, entſchieden, aber nicht Abgeordneten Dr. Junck und Dr. Böttger haben zum Fall
iknhayn bei der Beratung des
Spionage-
ſchroff, ſo daß ſelbſt die Sozialdemokraten ihn ſeine Rede
Ihne folgende Anfrage geſtellt: „Iſt es richtig, daß die
Ent=
ß ſeine erſte Rede=gehalten. War ſie als ſolche ohne Unterbrechungen beenden ließen, obwohl er ihnen wurfsbearbeitung zum Botſchaftergebäude in Waſhington
ICbrogrammatiſcher Prägung, ſo brauchte ſie nach der
deutlich zu verſtehen gab, daß ſie in ihm einen ſcharfen einem Architekten übertragen worden iſt, der ſich
Schuhwltſſätzlichen Seite hin doch nicht ausführlich zu ſein. Gegner zu erblicken hätten. — Die Berliner Morgenpoſt
ormen, Mhn der neue Leiter der Heeresverwaltung ſteht nicht vor
an dem vom Auswärtigen Amt ausgeſchriebenen
Wettbe=
ffen uſw.üll Heeresreform, wie zum Beiſpiel Roon ſie vertei, ſchreibt: Der neue Kriegsminiſter machte einen guten werb deutſcher Architekten überhaupt nicht beteiligt hat?
Eindruck. Ein wohltuender Beiſatz weltmänniſcher Höf= Gegebenenfalls, welche Gründe ſind hierfür maßgebend
ine Bachgelue müßte, als er am 10. Februar 1860 zum erſten Male lichkeit mindert die ſoldatiſche Schneidigkeit ohne ſie
auf=
uswärts=Adem Abgeordnetenhauſe die Umbildung des Heeres
geweſen?‟ — Der Abg. Herzberg (Soz.): fragt an: „Iſt
ſündete. Derartige organiſatoriſche Aenderungen ſind zuheben. Wenn nicht alles täuſcht, wird ſich Herr von es richtig, daß das Reichsamt des Innern eine Unter=
Falkenhayn in kurzer Zeit zu einem geſchickten
parlamen=
ſuchung über die Beziehungen des engliſch=amerikaniſchen
ſder Heeresreform dieſes Sommers fürs erſte
abge=
tariſchen Debatter entwickeln. Nach der Periode Heerin=
Goſtſſen, ſo daß die Durchführung der letzteren es iſt, die
Tabaktruſts zur Deutſchen Zigaretten=Induſtrie in die
in undgegenwärtigen Leiter der Kriegsverwaltung obliegt, gen wirkt das doppelt angenehm.
Wege zu leiten beſchloſſen hat? Wird der Herr
Reichs=
kanzler die Unterſuchung unter Hinzuziehung von Vertre=
Pert (illr ſolchen Umſtänden konnte Generalleutnant von
Fal=
tern der Fraktionen des Reichstages vornehmen?” — Der
„Kurlſtahn ſein Programm kurz dahin umſchreiben, daß er
Kriſis in Frankreich!
Abg. Bock (Soz.) ſtellt die Frage: „Iſt die die Waffen=
Telerbnächtige Wafſe, die das Heer in der Hand des oberſten
— Die großen Rüſtungen reißen allenthalben in den induſtrie ſtark beunruhigende Nachricht richtig, daß die
ver=
ſgsherrn bildet, ſcharf, blank und ſchlagbereit gegen
je=
zeind zu halten habe. Gegen dieſes Programm läßt Staatsſäckel ein erhebliches Loch, ohne daß man von vorn= bündeten Regierungen geſetzgeberiſche Vorſchläge zu
ma=
irnünftigerweiſe ebenſo wenig etwas einwenden, wie herein ein probates Mittel hat, es zweckentſprechend wie=chen beabſichtigen, die auf eine Einſchränkung des Handels
ſeine Ergänzung, nämlich die Entſchloſſenheit, alle der zuzuſtopfen, ſo ging es uns in Deutſchland, und das= mit Waffen hinzielen?“
Pfffeindlichen Beſtrebungen nach Möglichkeit unſchäd= ſelbe Schickſal muß jetzt auch Frankreich durchmachen.
— Deutſch=franzöſiſche Verhandlungen
u machen. Die Unrühe, mit der die Sozialdemokratie War es früher, wenn auch nicht gerade leicht, ſo dochbetreffs Kleinaſiens. Der Petit Pariſien bringt
ffür jeden Kriegsminiſter ſelbſtverſtändliche Ankündi= immerhin nicht ſo kompliziert, die Koſten für den einen Artikel über die deutſch=franzöſiſchen Verhandlungen
Paufnahm, verriet deutlich genug, daß ſie ſich damit Rüſtungsbedarf aufzubringen, ſo hatte man doch noch aus= betreffs Kleinaſiens und teilt mit, daß dieſe Unterhand=
Mflen fühlte.
reichend Quellen zur Hand, die noch nicht erſchöpft waren, lungen erſt jetzt beginnen. Alle Gerüchte, daß bereits Vor=
Trugen die erörterten Aeußerungen des Kriegsmini= jetzt iſt man aber infolge der ſtändigen Steigerung der verhandlungen ſtattgefunden hätten, ſeien unwahr. Ebenſo
den Stempel ſoldatiſcher Gemeſſenheit, ſo fehlte Ausgaben für die Wehrkraft in eine ſchwierige Lage ge= ſei es unwahr, daß ſich große Uneinigkeiten herausgeſtellt
are
n doch der Charakter des Schroffen, weil Herr von raten und weiß kaum noch ein und aus, und doch glaubt hätten. Dagegen ſeien, wie dies ſtets bei Beginn neuer
ſſſtien hayn nachdrücklich betonte, daß er auf Anregungen man gegenüber den Rüſtungen anderer Länder nicht zu= Verhandlungen der Fall iſt, verſchiedene Anſichten zutage
Wünſche jederzeit um ſo dankbarer eingehen werde, je rückſtehen zu können. Immer weiter wird die Steuer= getreten. Dieſe Uneinigkeiten betrafen aber nur ſekundäre
ſſeimer ſie ſeien. Mit dieſem Standpunkt iſt es durch= ſchraube angezogen und Anleihe auf Anleihe aufgenom= Punkte. Ueber die Hauptpunkte gehen beide Länder völlig
Tilma0
vereinbar, daß der Kriegsminiſter in Sachen des men, deren Verzinſung die einzelnen ſchwer belaſtet.
einig und ſeien auch bemüht, ihre Anſichten zuſammen zu
nm
ſio nagegeſetzes der Preſſe eine Ausnahmeſtellung
Neue Steuern ſind nirgends beliebt, und ſo hat ſich bringen. Ein vollſtändiges Programm ſei von den
Dele=
ſſilgemeinen nicht einräumt. Denn ohne Zweifel müſ=auch die franzöſiſche Regierung bekanntlich entſchloſſen, gierten der beiden Länder bereits ausgearbeitet, und der
diee Erſorderniſſe des Staatswohls über das Bedürf=durch eine Milliardenanleihe den größten Teil der Koſten=franzöſiſche Botſchafter Cambon hatte am Dienstag mit
der Preſſe geſtellt werden. Aber es darf als eine deckung der jüngſten Militärvorlage aufzubringen. Frei= dem deutſchen Unterſtaatsſekretär des Auswärtigen Amtes,
ſite Frage erſcheinen, ob einzelne Beſtimmungen des lich gibt es auch Politiker, die dieſen Schritt nicht mit= Zimmermann, noch eine Unterredung in dieſer
Ange=
ſſonagegeſetzes, die die Preſſe dauernd in ſchwere Be= machen wollen, ſelbſt unter den Anhängern des Kabinetts
legenheit.
Aais bringen, nicht ohne Gefährdung der Reichsſicher= Barthou, und ſo iſt die Lage der Regierung eine recht
— Mandatsniederlegung. Der Abg. Kölſch
a bgeändert werden können. Erfreulicherweiſe ver= heikle geworden. Bereits in der Kommiſſion hat das Mi=
(natlib.) hat ſein Mandat für den Reichstag niedergelegr.
feſſich der neue Kriegsminiſter nicht auf den Buchſtaben niſterium ſich in dieſer Frage eine Schlappe geholt, und Seine Wahl im 7. badiſchen Wahlkreiſe Kehl=Offenburg
orlage, ſondern gab zu verſtehen, daß er in der Aus= wenn auch ſchließlich das Plenum dem Wunſche der Re= war angefochten worden. In der Hauptwahl erhielten
ßleratung den Weg mit ſuchen wolle, auf dem eine ge=gierung zuſtimmte, die Behandlung des Anleiheprojektes Zentrum 11615, Nationalliberale 8962, Sozialdemokraten
lchhe Verbindung zwiſchen Heeresverwaltung und vorwegzunehmen, ſo ſind Zufälligkeiten gerade im fran= 3705 Stimmen. In der Stichwahl ſiegte Kölſch (natlib.)
erreicht wird. Dieſe entgegenkommende Haltung zöſiſchen Parlament niemals ausgeſchloſſen und man hält mit 12712 Stimmen über den Zentrumskandidaten, der
im engem Zuſammenhange mit ſeiner Bereitwilligkeit, es daher nicht für unmöglich, daß das Kabinett Barthou 12704 Stimmen erhielt.
Heeer einer ehrlichen Kritik nicht zu entziehen. Wer ſo in den letzten Zügen liegt. Die Gegner laufen begreif=
— Liebknecht als Erzieher. Das Berliner
t, wird ſich berechtigten Einwänden gegen § 9 deslicherweiſe Sturm und ſind bemüht jede, auch die kleinſte,
Tageblatt meldet aus Berlin: Für die Nichtberufung des
onagegeſetzes nicht verſchließen. Hat doch ein unbe= Blöße, die ſich die Regierung gibt, nach Kräften auszu=Abg. Liebknecht in die Rüſtungskommiſſion iſt, wie man
ſenter Beurteiler, Reichsgerichtsrat Conrad, ſchon nutzen, um ſie zu ſtürzen. Das Miniſterium ſeinerſeits hört, nicht ſein Auftreten in dem Falle Krupp, ſondern
ge Monate bevor die Preſſe ſich gegen § 9 des Spio= ſucht zu retten, was noch zu retten iſt, und in den letzten ſeine Verurteilung wegen Landesverrats maßgebend
ge=
egeeſetzes ausſprach, in Nr. 12 der Deutſchen Juriſten= Tagen fanden ſtändige Beſprechungen mit den
Partei=
weſen.
führern ſtatt, um ein Einvernehmen zu erzielen. Ob dieſe
ugg u. a. folgendes ausgeführt:
Der Hanſabund und der Schutz der
„Man kann ſich des Eindruckes nicht erwehren daß Bemühungen von Erfolg gekrönt ſein werden, ſteht noch Arpeitswilligen. Zu dieſem viel erörterten
Vorlage hier, bei fahrläſſigem Verrat durch die Preſſe. dahin, zum mindeſten iſt mit einer bekrächtlichen Minorität
Thema ſchreibt die Köln. Ztg:
das Ziel hinausgeht, wennſchon nicht zu zu rechnen, und ſelbſt, wenn jetzt das Kabinett Barthou
Wenn es noch eines Bamaiſa? bedurft hätte, daß der
Unen iſt, daß es für die Sicherheit des Reiches ohne
ergg iſt, ob der Täter mit Vorſatz oder fahrläſſig han= über die Klippe hinwegkommt, iſt es dann noch lange nicht Hanſabund mit ſeinen Beichluſen zu der umſtrittenen
Nummer 289.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 28. November 1913.
Seite 2.
2 Eetinſe, 20. Nov. Die Köniain, die vor
Die dereteterſtenteg bhir. rtin
Frage des Arbeichwillgenſchuges auf dem richtigen Wege
iſt, ſo wäre er damit erbracht, daß die radikalen Blätter jetzt Verhandlungen über das Dreijahrdienſtgeſetz in Frankreich einigen Tagen an einem Nierenleiden ſchwer erkranke
befindet ſich gegenwärtig wieder beſſer. Aus Paris iſt
der=
auch mit dem vorſichtigen Beſchluß des Direktoriums
un=
zufrieden ſind. Die Tatſache, daß das Direktorium ſeine hatte man allgemein mit der Einſtellung der Leute des Spezialiſt Dr. Papin heute hier eingetroffen, um die Be=
Erklärung mit einem Bekenntnis zur Koalitionsfreiheit jüngſten Jahrganges (Zwanzigjährige) in Höhe von handlung der Königin zu übernehmen.
der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer und der Bekundung 148000 Mann gerechnet, und noch im September iſt auch
ſeiner Abneigung gegen Ausnahmegeſetze begonnen hat, in Deutſchland von allen ſich mit dieſer Frage beſchäftigen=
Zeitungsſchau.
hätte wenigſtens in den liberalen Kreiſen die Beunruhi= den Stellen angenommen worden, daß mehr wie 150 000
gung bannen müſſen. Die Frankfurter Zeitung aber tadelt
Der kleine Mittelſtand und die Sozialdemokratie. Det
es, daß das Direktorium von den „ſozialpolitiſchen Scharf= Mann aus dem Zwanzigjährigen=Jahrgang nicht
heraus=
machern nicht abgerückt ſei‟. Der Unfug, der bisweilen geholt werden könnten. Dann kamen die erſten Nachrich= Berliner Lokalanzeiger ſchreibt: Im Reichstage hat der
mit dem Ausdruck Scharfmacher getrieben wird, kann ſich ten, die eine nicht unbeträchtliche Erhöhung dieſes Re= ſozialdemokratiſche Abgeordnete Peus das Loblied auf die
kaum kraſſer bekunden; denn daß das Beſtreben, Arbeits= kruten=Jahrganges in Ausſicht ſtellten. Nunmehr ſtellt die genoſſenſchaftlichen Bäckereien geſungen und von den
klei=
nen Bäckermeiſtern geſagt: „Es iſt wirtſchaftlich und ſozial
willigen die Möglichkeit zu verſchaffen, ohne Gefahr für Leib
und Leben zu arbeiten, mit ſozialpolitiſchem Scharfmacher= France Militaire die Ergebniſſe des Heeresergänzungs= kein Unglück, wenn dieſe armſeligen, durch und durch
ab=
tum, d. h. doch mit einer Gegnerſchaft gegen unſere mo= geſchäftes für dieſes Jahr feſt. Hiernach ſind aus der hängigen, elenden wirtſchaftlichen Exiſtenzen des kleinen
derne Arbeiterſchutzpolitik, nichts zu tun hat, leuchtet ohne Jahresklaſſe 1913 (Zwanzigjährige) zum Dienſt mit der ſelbſtändigen Mittelſtandes, die vor jedem Kunden eine
weiteres ein. Es läßt ſich nicht beſtreiten, daß unter dem Waffe ausgehoben 187000 Mann, alſo noch 2000 Mann Verbeugung machen müſſen, verſchwinden.” Was kein
Verſtand der Verſtändigen auszuſprechen wagt, was die
Deckmantel des Schutzes der Arbeitswilligen ſich hier und
da auch Beſtrebungen ans Licht wagen, die über das erſte mehr, als in Schrift 9 des Deutſchen Wehrvereins, „Heeres= Parteipreſſe krampfhaft immer wieder beſtreitet, das plau=
Ziiel hinausſchießen und für die ein Schutz der Arbeits= fragen und Sorgen”, feſtgelegt wurde. Zum Hilfsdienſt dert die Frohnatur des Herrn Peus aus: der kleine
Mit=
willigen nur ein erſter Schritt auf einem verhängnisvollen ſind aus demſelben Jahrgang ausgehoben worden wei= telſtand muß verungeniert werden. Herr Peus iſt und
Wege wäre. Es geht aber nicht an, einen für notwendig tere 6970 Mann. Das Rekrutierungsergebnis dieſes bleibt der ewige Vertreter der Jugend, der ewige Bakkas
laureus ſeiner Partei, wie er im „Fauſt”, entwachſen
aka=
erachteten Schritt deshalb nicht zu tun, weil nach dieſem
Schrrite andere kommen könnten, die die Billigung ſozial Herbſtes ſetzt die franzöſiſche Armee in die Lage, den demiſchen Ruten, ſelbſt dem Teufel zu Leibe geht. Wie
denkender Menſchen nicht finden werden. Der Schutz der Kopfbeſtand ihrer taktiſchen Einheiten über das Mindeſt= dieſer Jüngling, iſt auch er der Anſicht, daß man im Deut=
Arbeitswilligen aber iſt eine ſo ſelbſtverſtändliche Forde= maß, wie es durch das Geſetz für die dreijährige Dienſt= ſchen lügt, wenn man höflich iſt, und darum erklärt er den
Bäckermeiſtern rund heraus: „Am beſten wär’s, Euch zeis
rung, daß er den Beifall der ganzen Induſtrie, des
ge=
zeit feſtgelegt wurde, hinauszuheben.
tig totzuſchlagen.” Und ſelbſtverſtändlich alle anderen
ähn=
ſamten Mittelſtandes und auch eines ſehr weſentlichen Tei= 3
lichen Exiſtenzen in beſchränkter Lebenslage, die ſich ein
les der Arbeiterſchaft ſelbſt hat, ſa überhaupt aller ge=
England.
bißchen Selbſtändigkeit erhalten haben und aus deren
recht denkenden und nicht im Banne ſozialer Zwangsvor=
Petroleumkonzeſſionen in Columbien Reihen ſo viele Mitläufer in den ſozialdemokratiſchen
ſtellungen ſtehenden Menſchen. Wenn über dieſen Schutz
des Arbeiterrechtes hinaus von gewiſſer Seite eine Be=und Ecuador. Die Firma Pearſon Sons macht fol= Heerbann bei den Wahlen übertreten. Nun iſt aber die
ſchränkung des Koalitionsrechtes verſucht würde, ſo wäre gende Mitteilung über die Verhandlungen ihres Vertre= Sozialdemokratie als Arbeitgeberin geradezu berüchtigt,
die Mehrheit bald in eine ganz geringe Minderheit ver= ters Lord Murray über Petroleumkonzeſſionen in Colum= und eine „Meeſterin”, die den Lehrjungen mit dem Aniah
riemen durchkarbatſcht, iſt, damit verglichen, eine holde Fee,
wandelt, und die Scharfmacher würden bald wieder unter
ſich ſein. Einen Schutz der Arbeitswilligen aber zu ver= bien und Ecuador. Lord Murray iſt von dem Vertrage Aber nur manchmal, wenn einer zur Tür hinausfliegt,
bürgen, der ſcharfmacheriſchen Wünſchen nach Beſchränkung über die Erſchließung der Petroleuminduſtrie in Colum= hört man draußen außerhalb des Parteibetriebes das
des Koalitionsrechtes überhaupt keinen Spielraum läßt, bien zurückgetreten wegen der politiſchen Oppoſition, auf Heulen und Zähneklappern der zurückgebliebenen Partei
iſt ein ſo erſtrebenswertes Ziel, daß gerade die Kreiſe, die die die Verhandlungen geſtoßen ſind. Was die Verhand= angeſtellten. Im übrigen — das ſei anerkannt — wird da
ihr Koalitionsrecht hochhalten und verteidigen, den
vor=
wenig aus der Schule geſchwatzt, aber ſo viel iſt klar: der
ſichtigen Bemühungen des Hanſa=Bundes und der Natio=lungen mit Ecuador betrifft, ſo war der Vertrag in der Knigge wird dort wenig benutzt und Verbeugungen wers
nalliberalen Partei ihre Hilfe leihen ſollten. Und wenn Zweiten Kammer durchgegangen und im Senat in zweiter den dort weder vor Kunden noch vor „Genoſſen”
gemacht=
die Frankfurter Zeitung die Ortsgruppen des Hanſa=Bun=Leſung angenommen worden, aber der Kongreß hat ſich! „Genoſſe” iſt in dieſem Falle nämlich nach dem ſoziale
des auffordert, gegen die Beſchlüſſe des Induſtrierates und vertagt, ohne die Frage endgültig zu entſcheiden. Die demokratiſchen Wörterbuch der Ausdruck für eine „arms
des Direktoriums zu proteſtieren, ſo möchten wir ganz im
ſelige, durch und durch von der Partei abhängige, elende
Gegenteil dazu empfehlen, daß der Hanſa=Bund überall, Firma Pearſon betont die Unmöglichkeit, in unentwickel= wirtſchaftliche Exiſtenz”. Wer nicht nach der Pfeife eines
ſeinem Charakter als Organiſation des Ausgleichs entſpre= ten Ländern die Petroleuminduſtrie ohne Unterſtützung einen genoſſenſchaftlichen Betrieb leitenden Machthabers
chend, die vorſichtigen Beſtrebungen ſeines Direktoriums der Regierung zu betreiben, es ſei aber durchaus falſch, tanzen will — das vernehmen wir ja häufig genug iſ
recht kräftig unterſtützt.
Prozeſſen und in Volksverſammlungen —, der mag zus
daß Lord Murray eine Monopolſtellung angeſtrebt habe.
ſehen, wo er ſeine Nahrung findet. Vielleicht bei einem
jener Bäckermeiſter, der ihn zunächſt mit einer Verbeugung
Belgien.
Ausland.
empfängt, weil er in ihm einen Käufer vermutet. Aller=
Das Schulgeſetz. Die Generaldebatte über das dings gibt es nicht viele Meiſter der Art, und Herr Peus
Frankreich.
Schulgeſetz in der Kammer wurde geſchloſſen. Das liberal= leitet wohl ſeine Beobachtung von einem Bäckermeiſter her,
Der Einkommenſteuerentwurf des
Se=
ſozialiſtiſche Kartell gegen das klerikale Schulgeſetz iſt ſtark bei dem er gelegentlich einen ungenoſſenſchaftlichen Kuchen
nats. Der Steuerausſchuß des Senats wird im Plenum
erſteht. Das Wort von den Exiſtenzen, deren
Verſchwin=
geſpalten. Wahrſcheinlich wird die Rechte das Geſetz den wirtſchaftlich und ſozial kein Unglück iſt, kam zur
den von ihm nach fünfjähriger Beratung ausgearbeiteten durchbringen.
rechten Zeit.
Einkommenſteuerentwurf vorlegen. Durch denſelben wird
*
China.
die bisherige Perſonal=, Tür= und Fenſterſteuer aufge=
Zu der modernen Jugendbewegung, die vor kurzem
Die Verwaltung der Mandſchurei. Die
hoben und eine Einkommenſteuer mit fakultativer
Er=
klärung und behördlicher Schätzung auf den beſtehenden Frage der Begrenzung der Befugniſſe der Militär= und in dem erſten freideutſchen Jugendtage auf dem Hohen
Meißner ihren ſichtbaren Ausdruck geſunden hat, macht
geſchäftlichen Grundlagen eingeführt. Zur Steuerleiſtung Zivilverwaltungen in der Mandſchurei wurde endgültig der als Pädagog und Schulpolitiker in weiten Kreiſen
ſollen fünf Millionen Steuerzahler herangezogen werden. geregelt und das Amt des Tutu abgeſchafft. Ueber die Pro= geſchätzte Generalſekretär der Geſellſchaft für Verbreitung
Der bäuerlichen Bevölkerung ſoll durch dieſe Einkommen= vinzen werden Zivilgouverneure geſetzt, die unmittelbar der Volksbildung, J. Tews, im Novemberheft der vom
ſteuer eine Entlaſtung von 50 Millionen zuteil werden. der Regierung in Peking unterſtehen. In militäriſcher Be= Deutſchen Lehrerverein (bei Jul. Klinkhardt, Leipzig)
ber=
ausgegebenen pädagogiſchen Monatsſchrift „Die Deutſche
Das Miniſterium und die Anleihe. In ziehung iſt die Mandſchurei in der Form eines Sonder= Schule” einige zwar nüchterne, aber vielleicht recht
parlamentariſchen Kreiſen wird verſichert, daß das Mini= diſtrikts abgetrennt. Gleichzeitig wurde ein Oberkomman= wägenswerte Anmerkungen: Wenn unſere guten Jungen
und Mädchen anfangen, in ihren eigenen Zeitſchriften und
ſterium bezüglich der Anleiheziffer von mindeſtens 1300 deur eingeſetzt.
Verſammlungen und ſonſtigen Veranſtaltungen „zu ſagen,
*
Millionen und in der Frage der Steuerfreiheit der Rente
was ſie leiden”, ſo iſt das etwas früh, und ſie darin
bes=
unbeugſam bleiben werde. Die regierungsfreundlichen
ſtärken, iſt, wenn nichts Schlimmeres, pädagogiſche Tor=
* Elberfeld, 27. Nov. Die Stadtverord= heit. Ich kann auch alle die konſtitutionellen Spielereien
Blätter geben der Ueberzeugung Ausdruck, daß das
Mini=
netenwahl der dritten Abteilung brachte auch hier den im Schulhauſe, die damit im Zuſammenhange ſtehen, nicht
ſterium eine große Mehrheit für ſich haben werde.
vereinigten bürgerlichen Parteien einen glänzenden Sieg beſonders hoch anſchlagen. Für pädagogiſch angelegte
Eine radikale=republikaniſche Allianz. über die Sozialdemokraten. Sie erhielten 8150 Stimmen Leute verſteht es ſich von ſelbſt, daß ſie die Jugend mög=
Der Petit Pariſien veröffentlicht einen Aufruf, in dem gegen 6350 ſozialiſtiſche. Die Bürgerlichen haben 1000 lichſt von ſich aus dahin gelangen laſſen, wohin ſie kommen
die radikale Partei und die Gruppe der republikaniſchen Stimmen Zuwachs. Die Sozialdemokraten haben 2300 ſoll, im Unterricht wie im ſonſtigen Leben. Es ſchadet
Stimmen verloren. Die Sozialiſten verloren drei Man= auch gar nichts, wenn ſie ſich einbildet, ſie ſei von ſelbſt
Allianz im Hinblick auf die nächſten Kammerwahlen zur
date.
aut und klug geworden. Im Gegenteil. Aber all das
Verſtändigung aufgefordert werden. Der Sieg der Re=
* Kiel, 26. Nov. Das Geſamtergebnis der Stadt= Drum und Dran iſt doch ſchließlich eine einzige große
Un=
publikaner und die normale Entwicklung Frankreichs ſeien verordnetenwahlen iſt die Wahl von vier Bür= wahrheit. Die Herren Jungen und die kleinen Maidlein
nur dann möglich, wenn die Einigkeit aller republikani= gerlichen und fünf Sozialdemokraten. Die Stadtvertretung ſollen doch im Schulhauſe nicht regieren. Sie ſollen auch
ſchen Anhänger der Ordnung und des Fortſchritts wieder= zählt jetzt 25 Bürgerliche und 23 Sozialdemokraten. Die nicht beſtimmen, was und wieviel ſie lernen ſollen. Sie=
Sozialiſten haben einen Sitz verloren. Die bisherige befinden ſich in einem geordneten Gemeinweſen, das ihren
hergeſtellt würde.,
Stimmengleichheit wurde zur bürgerlichen Mehrheit.
Bedürfniſſen angepaßt und für ihr gegenwärtiges und
zu=
über den Wandel der Zeiten, der Andere weil längſt wie= noch die ganz bejahrten Spaniolen können ſich von der
Briefe aus dem
der mit gedämpftem Tatendrang in Deutſchland. Aber altgewohnten türkiſchen Kopfbedeckung nicht trennen und
auch der Feſtesſchmuck hat ſich geändert. Damals war er tragen über dem Kaftan immer noch — bei Hitz’ und
ungekrempellen Orlent., heute iſt er bayeriſch. Die Farben der neuen Kälte — den ſchweren pelzgefütterten Mantel.
Türkei, in denen alle Maſten und Ehrenpforten prangten,
Uebrigens ſind die Reihen der griechiſchen Kämpfer
II.
ſind nämlich weiß und rot die griechiſchen, die ſeinerzeit gerade in den letzten Tagen durch Entlaſſung in die Heis
W. K. Salonik, 22. November.
der Bayernprinz Otto mitbrachte, weiß und blau. Zum mat recht gelichtet worden, Vielleicht mag das beigetragen
Nun haben wir den Frieden und ich bin, etwas be= Dimitri=Feſt und dem Jahrestag der Einnahme Saloniks haben, daß jetzt die türkiſchen Damen wieder auf der
ruhigter, wie noch vor einigen Tagen, glücklich zum erſten zeigte ſich nun alles in dieſen Farben und, da hierzulande Straße erſcheinen. Meiſtens ſind es Frauen von Dön=
Mal im „griechiſchen” Salonik gelandet. Der Eindruck bei nichts mit Uebereilung geſchieht, ſteht noch alles ſo da. mehs (Männer ſpaniſch=jüdiſcher Abkunft, deren
Vor=
der Ankunft iſt immer noch derſelbe. In weiter Bucht Das macht tatſächlich einen ganz bayeriſchen Eindruck. fahren aus Nützlichkeitsgründen zum Iſlam übergetreten
liegt die alte Seeveſte maleriſch da, gekrönt von der Burg, Wenn man dann noch gar mit großen Buchſtaben ange= ſind) die ſich ab und zu ſehen laſſen. Aber — das eine iſt
die ihre Mauern hinabſendet bis zur tiefblauen plätſchern= ſchlagen lieſt „Pſchorebräu” und „Spatenbräu” (fran= unerhört: während ſie früher die einzigen türkiſchen
den Flut, als Endpunkt der weiße Turm” das Wahr= zöſiſch, griechiſch und hebräiſch — türkiſch iſt verſchwunden
Frauen waren, die unverſchleiert ihre raſſigeintereſſanten
zeichen der Stadt. Und draußen verliert ſich das Mer dann wird einem eiwas heimatlich zumute. Lange Köpſchen zeigten tragen ſie jetzt das ſchwarze oft recht
ſcheinbar bis zur Unendlichkeit, dem Auge nur einen hält das Gefühl allerdings nicht an. Man ſieht ſonſt zu= dichte Geſichtsmäntelchen. Einfach grober Unfug! Die=
Nuhepunkt im Nordweſten bietend, den maſſigen Olym= viel „Griechiſches” namentlich Militär, das in den braun= beſten Geſchäfte haben gegenwärtig die Hotels, Bier= und
pos deſſen Gipfel bereits eine mächtige Schneedecke ein=gelben Felduniformen recht „wüttt ausſchaut. Die Herren Kaffeehäufer die Tingeltangel und Kintöppe. Auch die
hüllt.
ſcheinen ſich auch anfangs etwas „ſieghaft” benommen zu Kellner machen ſich den Geldwirrwarr zunutzen. Amtlich
Anders, wie mit dem Landſchaftsbild verhält es ſich haben, wozu wohl gehörte daß ſie z. B auf der Elek= gilt türkiſches und griechiſches. Man bekommt aber auch
heute mit dem Eindruck, den Stadt und Bewohner machen. triſchen nicht zahlen wollten. Seitdem fährt in jedem ſerbiſches und — wie in Griechenland — franzöſiſche,
Schon auf dem Schiffe merkt man das gleich nach dem Wagen ein ſchwerbewaffneter Infanteriſt mit. Außerdem italieniſche und argentiniſche Kupfermünzen das heißt,
Verankern. Das Angebot der Hilfskräfte zum Ausbooten durchziehen Tag und Nacht ſtarke Abteilungen die Stadt, wenn man ſichs gefallen läßt. Geſtern brachte ich
einen=
war ja immer reichlich. Aber früher hörte man nur ſpa= bei Eintritt der Dunkelheit bläſt eine kleine Schar Jäger Kellner in Verlegenheit was bei einem Griechen nicht ſo
niſche Laute in dem ſingenden Tone, wie man ihn von durch die Hauptſtraßen, ſo gut es eben bei dem türkiſchen leicht zu erreichen iſt. Er verſuchte mir eine bulga=
Neapel her kennt, während heute unter den Handwerkern Pflaſter gehen will, den alten bayeriſchen Zapfenſtreich riſche Münze aufzuhängen. „Was?” fagte ich: „Du
(Laſtträgern) ſchon Griechen und aus dem Innern hierher und zur letzten Urlaubsſtunde gibt es eine gründliche nimmſt bulgariſches Geld in die Hand? Schäme Dich!”
geflohene Türken den Fahrgaſt beſtürmen. Die Zahl hat Säuberung der Wirtſchaften von allem, was den Rock Und er ſchämte ſich wirklich und gab mir griechiſche Münze,
ſich vergrößert. Die Leute ſtürzen auf das Deck, ſie wollen Konſtantins des Zwölften trägt. Von griechiſchen Offi= im innerſten Herzen wohl den „Jermanos” verfluchend,
alle eſſen, ſie wollen arbeiten, ihr elendes Leben zu friſten zieren wimmelt es natürlich in allen Gaſt= und Kaffee= der auch alles merken mußte.
und dabei ſind die Ankömmlinge noch ſo dünn, ſo dünn häuſern. Wir haben im großen Olympos=Hotel einige
Ich bin ſeit Anfang September unterwegs, entnehme
geſät.
dreißig wohnen und bei Tiſch über Hundert. Mit Mühe aber den Briefen der Meinen, daß in Deutſchland der
Auf den Straßen tritt der Wandel beſonders deutlich und Not bekam ich langjähriger Kunde noch ein elendes Herbſt durch Schönheit und Milde das wieder gut zu
berbor Als ich vor ungefähr vier Jahren das letztenal Zimmer. Die geiechſchen Ofiziere machen gerade keinen machen ſuchte, was ſein Herr Vorgänger durch veregneie
hier war, wurde eben der neue Sultan in der reichge= ſehr aünſtigen Eindruck Mag ja ſein, daß ſie jetzt durchFerien= und Sommereiſen geſündigt hat. Ich hatte bis
ſchmückten Stadt empfangen Dabei gab es noch etwas den Krieg an ihren guten Sitten etwas Schaden gelitten jetzt ſchon gar nicht zu klagen. Die Tage von Alexandrien,
ganz Beſonderes. Zwei Gefangene. Draußen in der haben. Wenn man nicht genau auf die Abzeichen ſieht, dem bekannten Dampfbad in Katro der heißen Stadt
Villa Allatini, die jetzt zum Lazarett umgewandelt wurde, kann man am Aeußern — Geſicht und Benehmen — Offi= mit den erfriſchenden Nächten von Athen mit dem
herr=
ſaß der entthronte Hamid und drüben auf der alten ziere und Unteroffiziere oft nicht unterſcheiden. Auch be=lichſten Himmel, wohliger Wärme und kühlen Abend=
Götterwohnung unſer fürwitziger Landsmann Richter. rührt es uns Deutſche nicht angenehm, zu ſehen, daß ſich windemn boten eine Reihe von Wochen der Sonnenglut
Der Eine langweilt ſich jetzt am Bosporus, macht höchſt= die Herren untereinander nicht grüßen. Die türkiſchen und Sonnenfreude, daß ich eben anfangen wollte, an dem
eigenhändig Drechslerarbeiten und ſchimpft zwiſchendurch waren doch anders Mehr Schmiß.
Herannahen des Winters überhaupt zu zweifeln.
Mit dem Auftauchen der griechiſchen Käppis ſind der
Die rauhe Wirklichkeit entriß mich aber meinen Träu=
) S. Nr. 275.
Kaftan und das Fes ſehr zurückgedrängt worden. Nur men. Als ich elen den Speiſeſaal verließ, um vor dem
olralte 2,
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blied auf
vond
uht
Nummer 289.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 28. November 1913.
Seite 3.
fünſtiges Wohl berechnet iſ oder doch ſein ſoll. Einſolches ſunter dem Vorſit des Großh. Landgerichterats v. P fiſter Heinrich Ir., die Voromaniter (Theophle de Ban),
Gemeinweſen mit allerlei parlamentariſchem Formelkram ſteht, kommen folgende Fälle zur Verhandlung: Montag, La Rochefoucauld, Lafontaine, Fontenelle, Mme.
zu belaſten, anſtatt es auf gegenſeitiges unbedingtes Wohl= 1. Dez., gegen den Fabrikarbeiter Franz Kaufmann Geoffrin, le Prince de Talleyrand, la Comteſſe de
wollen und auf Liebe und Vertrauen zu begründen, will aus Unter=Fluckenbach wegen Notzuchtverſuchs. Staats= Boufflers, Charles Mouſelet, Cat. Mendes uſw.
Be=
nir nicht als ein Fortſchritt erſcheinen. Der Lehrer ſoll anwalt Gerichtsaſſeſſor Dr. Callmann; Verteidiger R.=A. dauerlicherweiſe nötigte die Kürze der Zeit den Redner,
gewiß ſo oft als möglich erforſchen, was die kleinen Köpfe Neuſchäffer. Dienstag, 2. Dez., gegen den Schreinermeiſter dem man noch gerne zugehört hätte, gegen Ende etwas
denken und die jungen Herzen fühlen. Er ſoll ſich auf Auguſt Lorenz und deſſen Ehefrau aus Raunheim wegen raſcher vorzugehen.
ſeine durch Beobachtung und Studium gewonnene Einſicht Körperverletzung mit tödlichem Erfolg. Staatsanwalt
* Die Altpenſionäre hielten am Mittwoch eine
zahl=
in die Dinge nicht ohne weiteres verlaſſen. Aber dem Gerichtsaſſeſſor Dr. Callmann; Verteidiger Dr. Zuckmayer, reich beſuchte Verſammlung ab, die zu der durch die neue
jungen Volke das Recht zubilligen, daß es gehört werden Freitag, 5. Dez., gegen den Gendarm i. P. Paul FeithBeſoldungsordnung geſchaffenen Situation Stellung
neh=
müſſe, iſt verfehlt. Das Leben wird ſie ſpäter in den aus Darmſtadt wegen Mordes. Staatsanwalt Dr. Krug; men ſollte. Die Landtagsabgeordneten Dr. Oſann und
meiſten Fällen nicht fragen — nur im Jugendklub und in Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Neuſchäffer. Vorausſicht=Henrich wohnten der Verſammlung bei. Den Vorſitz
der Voltsverſammlung geſchieht das. Wir ſpiegeln ihnen lich kommen noch zur Verhandlung Mittwoch, 3. Dez., gegen führte Herr Rendant Derſch, der ſich, nach der Begrüßung
mit dieſem pſeudo=konſtitutionellen Firlefanz eine Welt die Witwe Katharina Roth aus Seligenſtadt wegen der Erſchienenen über den augenblicklichen Stand der
Auf=
vor, die es gegenwärtig nicht gibt und niemals geben Brandſtiftung. Staatsanwalt Gerichtsaſſeſſor Dr. Call= beſſerungsfrage referierend verbreitete. Aufs entſchiedenſte
wird. Gegen alle dieſe Auswüchſe eines im weſentlichen mann; Verteidiger R.=A. Raab. Donnerstag, 4. Dez., weiſt Herr Derſch das Anſinnen der Regierung zurück, daß
dekadenten Syſtems hat jeder herzhafte Erzieher einen gegen den Bahnagenten Franz Joſ. Emge aus Hain= man die Altpenſionäre noch auf die Unterſtützung durch die
natürlichen Widerwillen. Schaut der Jugend gerade ins hauſen wegen Urkundenfälſchung. Staatsanwalt Gerichts=Kinder anweiſe. Seit 16 Jahren kämpfen die Altpenſionäre
Auge, habt ſie gern, reſpektiert ihre Eigenheiten, laßt ſie aſſeſſor Dr. Callmann: Verteidiger Dr. Städel; und am um Beſſerſtellung, auf die ſie nicht nur ein moraliſches
Kinder ſein, ſolange und ſoweit es nur geht, ſeid jung Montag, 8. Dez., gegen den Obſthändler Nikolaus Blatt Recht haben, ſondern auch ein geſetzliches, wie die Anſichten
und friſch mit ihnen, aber im übrigen gewöhnt ſie, in aus Rimbach wegen Körperverletzung mit tödlichem Aus= von Juriſten beweiſen bei Rentenentſchädigungen und
eurer Gegenwart aufwärts zu blicken, hinauf zu dem gange. Staatsanwalt Gerichtsaſſeſſor Dr. Callmann; Ver=ähnlichen Fällen. Wenn die Lebensverhältniſſe ſich ver=
Höheren, in deſſen Gedankengänge ſich hineinzufinden und teidiger R.=A. Colin.
teuert haben, ſo müſſen auch die Renten entſprechend
er=
auf den Reiferen und Aelteren zu vertrauen. So ſchafft
ihr eine glückliche, aufwärts wandernde Jugend.
— Vom Großh. Hoftheater wird uns geſchrieben: höht werden. Redner bedauert daß von ſeiten der Regie=
Alexander Moiſſi, der von ſeinen Gaſtſpielen in derrung und des Landtages den Wünſchen der Altpenſionäre
ſo wenig Rechnung getragen werde. Die Erhöhung von
vergangenen Spielzeit hier in glänzender Erinnerung iſt,
Die Zahlen der Kirchenaustritte. Es iſt ſchon nach= wurde von der Hoftheaterleitung wieder für ein gaſt= 125 Mark, die man vor allen Dingen Herrn Dr. Oſann
gewieſen worden, daß mit den Zahlen von Kirchenaus= weiſes Auftreten am Hoftheater gewonnen, das leider verdanke, reiche nicht aus. Das Ziel der Penſionäre ſei
tritten ſeitens des „Komitees Konfeſſionslos” und der auf einen Abend beſchränkt werden mußte, da die Ver=Gleichſtellung mit den Neupenſionären. Eine beſondere
Sozialdemokratie Unfug getrieben worden iſt. Die Tägl. pflichtungen des Künſtlers ein längeres Gaſtſpiel nicht Sorge bildet die Aufhebung der Witwenkaſſe im Jahre
Rundſchau teilt hierzu weiter mit: Je näher man ſich die zulaſſen. Moiſſi wird am Samstag, den 6. Dezember, 1897. Im Staatsvoranſchlag iſt dieſe Poſition mit ihrer
Sache anſieht, deſto draſtiſcher beſtätigt ſich dieſes Urteil. als Gaſt des Hoftheaters den Romeo in der Neuein= eigentlichen Zweckbeſtimmung verſchwunden. Dieſe Mil=
Nichts von den Angaben des „Komitees Konfeſſionslos” ſtudierung von Shakeſpeares „Romeo und Julie” lionen wieder denen zuzuführen, für die ſie ſeinerzeit
ge=
hält Stand und Stich. Als das Komitee 1912 Nürnberg ſpielen. Dieſe Rolle, die ihm überall die größten ſammelt wurden, ſei ein Ziel des Vereins. Redner weiſt
„bearbeitete”, ſollten mehr denn tauſend ausgetreten ſein, Triumphe brachte, hat der Künſtſer hier noch nicht zur auf Württemberg hin, das nun 50 Prozent des Gehalts
am Schluſſe des Jahres ergab die amtliche Zählung 211 Darſtellung gebracht. Zu dem Moiſſi=Gaſtſpiel, das bei den Witwen bezahlt. Die 4 Prozent Aufbeſſerung, welche
Austritte. Für Dresden wurden nach einer Austrittsver= aufgehobenem Abonnement ſtattfindet, bleibt den Jahres= die Beſoldungsreform brachte, ſeien ungenügend. Danach
fammlung am 7. Dezember 1912 vom „Komitee” 470 Aus= abonnenten ein Vorkaufsrecht am Montag und Dienstag erſtattete Herr Baurat Kaibel einen Tätigkeitsbericht und
tritte angegeben, wirklich ausgetreten waren 28. In gewahrt. Am Mittwoch beginnt der allgemeine Vorver, ſprach kurz über die Lage der Altpenſionäre im allgemeinen.
Schweinfurt wurden vom „Komitee” gezählt 735 Aus= kauf für das intereſſante Gaſtſpiel. Am Freitag gelangt Es ſei unrecht von der Regierung, ſich auf
alteGeſetzesbeſtim=
tritte, bei den evangeliſchen Pfarrämtern wurden tatſäch= „Mianon” in der neuen Inſzenierung bei kleinen Preiſen mungen zu verſteifen, anſtatt eine Novelle einzubringen, die
lich 52 Austritte amtlich feſtgeſtellt. Ueber die Beteiligung zur Aufführung. Die Vorſtellung fällt dem D=Abonne= eine ſchnellere Regelung ermögliche als die
Beſoldungs=
der Konfeſſionen an der jetzigen Berliner „Kampagne” ment zu und beginnt um 7½ Uhr. Am Sonntag nach= reform. — In der Diskuſſion erinnert Herr
Landtags=
ſchreibt der Evang. Kirchl. Anz.: „Bei einem hieſigen mittag geht als Volksvorſtellung zu ermäßigten Preiſen abgeordneter Dr. Oſann an die Unterſtützung von 50 000
Amtsgericht iſt feſtgeſtellt, daß nur ein Fünftel, bei einem Anzengrubers beliebtes Volksſtück „Der Pfarrer von Mark, die im Jahre 1907 ausgeworfen wurden und
er=
anderen, daß hier nur die Hälfte der zum Austritt Ange= Kirchfeld” in Szene. Der Vorverkauf findet bis ein= innert an die anderen Zuwendungen, die im Laufe der
meldeten zur evangeliſchen Kirche gehörten. Die übrigen ſchließlich Samstag im Verkehrsbureau ſtatt. Die erſte letzten Jahre ſich auf 125 000 Mark jährlich beliefen. Red.
waren Katholiken und Iſraeliten.”
Wiederholung der erfolgreichen Neuinſzenierung von ner ſpricht dann über die Summe, welche im einzelnen für
Offenbachs phantaſtiſcher Oper =Hoffmanns Erzählungen” die verſchiedenen Klaſſen der Altpenſionäre aufgewendet
wurden. Er tritt beſonders für die Beſſerſtellung der
iſt für Sonntag abend im B=Abonnement angeſetzt.
Stadt und Land.
s. Die Vereinigung der Freunde des humani= Witwen und Waiſen ein, für welche eine Aufbeſſerung von
ſtiſchen Gymnaſiums hielt am Mittwoch abend im 30 auf 35 Prozent vorgeſehen iſt. Er weiſt auf die Schwie=
Darmſtadt, 28. November.
Fürſtenſaal ihre erſte Winterverſammlung ab. Nachrigkeiten hin, welche bei einer zu raſchen Aufbeſſerung der
* Charakterverleihung. Se. Königl. Hoheit der einigen Begrüßungsworten des Vorſitzenden, Pfarrers Altpenſionäre in der Mittelbeſchaffung entſtehen würden,
Großherzog haben dem Regierungsaſſeſſor bei der Velte, ſprach Oberlehrer Mangold über: „Goethes nachdem gerade jetzt die Beſoldungsreform Millionen er=
Eiſenbahndirektion in Hannover Wilhelm Kilian den Verhältnis zur Antike”.
Nachdem der Vortragende auf fordere. Herr Dr. Oſann ſteht auf dem Standpunkte, daß
Charakter als „Regierungsrat” verliehen.
die Nachklänge der Sage von Paris und Helena im für die Altpenſionäre etwas getan werden müſſe; aber dies
Ordensverleihung. Se. Maj. der König von Götz hingewieſen hatte, wurde das Auftreten des könne nur nach und nach geſchehen, und die Regierung
Preußen haben dem Oberzahlmeiſter a. D. Rech= Odyſſeus in Goethes Werken bis in den Entwurf der dürfe eine vorſichtige Finanzgebarung nicht aufgeben. Er
nungsrat Becht hold zu Darmſtadt den Roten Adler= Nauſikaa verfolgt. An zahlreichen Stellen, beſonders glaubt, daß mit der Zeit der Widerſtand der Regierung
Orden 4. Klaſſe verliehen.
aus den nalurwiſſenſchaftlichen Schriſten, wurden dann gebrochen werde, wenn andere Staten in der Vöſung
Titeländerung. Die Geheimen Räte in den Mini= Goethes Anſchauungen über den Wert der Antike für die! dieſer Frage vorangehen. Zum Schluß teilt er mit, daß
ſterien führen von jetzt ab den Titel Staatsräte. Be= entwickelungsgeſchichtliche Erfaſſung unſerer Welt und die Petition der Altpenſionäre in den nächſten Tagen im
kanntlich wurde ſeither den älteren Miniſterialräten der für die Erziehung der Jugend gezeigt. Wie dann auf Finanzausſchuß noch beſprochen wird und daß, wenn auch
Titel Geheimerat verliehen. Dieſer Titel verſchwindet mit dieſer Grundlage der an der Antike Gebildete für den diesmal dem Wunſche der Altpenſionäre nicht entſprochen
Lebenskampf in Leid und Freud erſtarkt und zur Ein= werden könne, für ſpäter das Möglichſte getan werden
der Neuerung, ſoweit Näe in den Miniſterien in
ſetzung ſeiner Perſon für vaterländiſche Arbeit in Krieg ſoll. Abg. Henrich betonte, daß, wenn auch kein recht=
Frage kommen. Dieſe erhalten jetzt den Titel „Staatsräte
während außerhalb der Miniſterien, z. B. Provinzialdtrek=und Frieden gelangt. wurde an Hand Goetliſcher Ge=licher, ſo doch ein moraliſcher Anſpruch für die Erhöhung
toren und dergl., der Titel „Geheimerat” weiter verliehen danken zum Schluß ausgeführt. Reicher Beifall der der Penſionsſätze beſtehe Man dürfe bei der Aenderung
wird. Die derzeitigen Geheimeräte Dr. Becker Dr.ſehr zahlreich Erſchienenen ward dem Redner für ſeine des Beſoldungsgeſetzes nicht achtlos an der Vergangenheit
Beſt, Süffert, Wilbrand, Lorbacher führen ſehr intereſſanten und von einer tiefgründigen Kenntnis vorübergehen. Die Form. in der die Verteilung der be=
Goethes zeugenden Ausführungen zuteil. Der Vorſitzende willigten Summen als Zuſchuß an die bedürftigen
Penſio=
alſo jetzt den Titel „Staatsrat”
* Militärdienſtnachrichten. Piſtor, Rittmeiſter beim ſprach den Dank der Zuhörer aus und lud ſchon jetzt zu näre erfolgte, und die Art der Fragebogen müſſe auch er
Stabe des Schlesw.=Holſt. Drag.=Regts Nr. 13, als Esk.=dem Lichtbildervortrag ein, den am 9. Januar der be= beanſtanden. Das Wichtigſte ſei zunächſt, daß der Rechts=
Chef in das Kür=Regt. Graf Geßler (Rhein.) Nr. 8 verſetzt. kannte Archäologe Univerſitätsprofeſſor Bulle=Würzburg anſpruch der Altpenſionäre anerkannt werde. Nach
wei=
terer Ausſprache wurde eine vorgelegte neue Vorſtellung
Gode ffroy=Faerber, Major beim Stabe des Huſ.= über: „Die griechiſche Schönheit” halten wird.
* Im zweiten der fremdſprachlichen Vorträge ſprach von faſt allen Anweſenden unterzeichnet.
Regts., Kaiſer Franz Joſef von Oeſterreich, König von
* Der Vorſtand des Heſſiſchen Richtervereins iſt am
Ungarn (Schlesw.=Holſt.) Nr. 16, zum Stabe des 1. Garde= Herr Delboſt; er behandelte: L’esprit, Phumour et le rire.
Ulan.=Regts. verſetzt (ehemals Großh. Heſſ. Drag.=Regt. Eine genaue begriffliche Begrenzung des „esprit” zu Mittwoch in Darmſtadt zu einer Sitzung
zuſammengetre=
geben, ſei unmöglich. Am erſten könne man darunter eine ten, zu der auch Vertrauensmänner aus der Zahl der Ver=
Nr. 23),
Die Erſte Kammer der Stände wird, wie Art Scharfſinn verſtehen, der Unterſchiede und Beziehun= einsmitglieder zugezogen waren. Es wurde einſtimmig
bereits mitgeteilt, zu ihrer 16. Sitzung am Montag, den gen erkennt, die man gewöhnlich nicht ſieht. Durch über=feſtgeſtellt, daß die ſchlechte Behandlung, die die Juſtiz bei
1. Dezember, vormittags 10 Uhr, zuſammentreten. Auf triebene Künſtelei erfolat der Umſchlag zurt preciosits. der Veratung der Beſolzungsvorlage im Finanzausſchuß
der Tagesordnung ſtehen u. a. die Regierungsvorlage, Unerſchöpflich ſind die Möglichkeiten, geiſtreich zu ſein, der Zweiten Kammer unverdientermaßen erfahren, überall
betreffend Hingabe eines Darlehens von einer Million Dieſe Gabe rühmt man den Franzoſen in ihrer Unter= im heſſiſchen Richterſtande ſtarken Unwillen und lehhafte
Mark an die Zentralſtelle der heſſiſchen landwirtſchaft= haltung nach: es iſt nicht leicht, im richtigen Augenblick Entrüſtung hervorgerufen hat. Es wurde beſchloſſen,
ſo=
lichen Genoſſenſchaften E. G. m. b. H., ſowie Anträge zu ſprechen, der „Treppenwitz” kommt zu ſpät. Eine Abart fort beim Juſtizminiſterium und beim Finanzausſchuß
hierzu, und die Regierungsvorlage, betreffend Geſetzent= des esprit iſt der humonr der bei den Franzoſen in einem energiſche Vorſtellungen zu erheben, damit nicht wieder,
wurf, Beteiligung des Staats an der heſſiſchen Landes= „Hervorſprudeln der Gemütlichkeit” beſteht. Nach dieſem wie im Jahre 1898, die Beſoldungsreform auf Koſten der
mehr allgemeinen Teil folgte eine reiche Fülle gut ge= Richter vollzogen werde.
hypothekenbank betreffend.
* Städtiſche Leſehalle. Wie ſchon wiederholt in Ein=
-g. Schwurgericht. In der am Montag beginnenden wählter Beiſpiele, die zeigten, in welchen verſchiedenen
diesjährigen letzten Schwurgerichtsperiode, die Arten ſich der esprit” äußert. Es ſeien erwähnt König geſandts erörtert worden iſt, ſind die Räume, vor allem die
Die Entſcheidung des Preisgerichts über 272 eingereichte
Weiterſchreiben ein wenig friſche Luft am Molo zu
Entwürfe fiel am 4. September d. J. Nach eingehenden
ſchöpfen, kehrte ich eiligſt wieder um, meinen Ueberrock zu
Feuilleton.
Erwägungen wurden vier Architekten, die ſich auch ſchon
holen. Denn ich will bald heim und kenne die alte
durch frühere Arbeiten einen Namen gemacht hatten, die
Orientregel: „Den Schnupfen, den man nach dem Süden
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
ausgeſetzten Preiſe zuerkannt. Bis heute hat die
aus=
mitbringt, verliert man ſchnell, aber der nach dem Nor=
** Aus Frankfurt a. M wird uns geſchrieben: ſchreibende Behörde mit keinem der Sieger über die
wei=
den heimgebrachte bedarf langen Zuredens, bis er wieder
verſchwindet.” Sind nun auch die Abende direkt kalt, Im Frankfurter Schauſpielhauſe gab es am tere Bearbeitung eines Entwurfes verhandelt. Dagegen
ſo muß der Mittag als das Ideal eines Strandſchlender= Dienstag eine Uraufführung von beträchtlichem In= hat eine Mitteilung der Norddeutſchen Allgemeinen
Zei=
wetters bezeichnet werden Ich nütze das auch aus und tereſſe: Ein ganzer Dichter kam zu Worte — Leo Grei= tung vom 23. Oktober d. J., die durch Aeußerungen
Be=
gehe ſtets nach Tiſch mit einem alten Saloniker Bekannten ner — und Alexander Moiſſi kreierte die Hauptrolle teiligter in anderen Blättern eine Beſtätigung zu finden
vom Hotel nach dem weißen Turm und wieder zurück. des Stückes, ſpielte alſo zum erſten Male, ohne daß zuvor ſcheint, die ganze deutſche Architektenſchaft
Ach, die Sonne, nicht brennend, nicht ſengend, aber wohlig Reinhardtſche Regie ihn gemodelt hatte. Wieder hattief erregt: daß einem Architekten, der ſich an dem
durchwärmend ſtrahlt ſie herunter und vergoldet das bes Greiner, der „Lyſiſtrata‟=Bearbeiter, ſeinem neuen Schau= Wettbewerb überhaupt nicht beteiligt hat, die
Entwurfs=
wegte Hafenleben. Die großen Dampfer liegen weit ſpiel eine ältere Dichtung zugrunde gelegt, doch Ar=bearbeitung zu dem Botſchaftsgebäude übertragen worden
außen, aber die Fiſcherbote und kleinen Frachtſegler aus baces und Panthea” iſt eine durchaus perſönliche ſei. Eine authentiſche Widerlegung dieſer Nachricht in den
Italien, dem griechiſchen Feſtlande und den Inſeln legen und neuſchöpferiſche Umſchmelzung des alten Stoffes, Tagesblättern iſt bisher nicht erfolgt; auch iſt es den
Vor=
dicht an der Fahrtſtraße an und in geſchäftigem Treiben eines Dramas, das aus dem Anfang des 17. Jahrhun= ſtänden der Architektenvereinigungen. auf deren Anregung
wimmelt alles durcheinander. Hier kommt Wein von derts und von einem Zeitgenoſſen Shakeſpeares, Francis der Wettbewerb ausgeſchrieben worden iſt, nicht gelun=
Santorin, dort Oel von Volo, hier ſitzen Fiſcher und ent=Beaumont ſtammt. Die Geſchwiſterliebe iſt das gen, auf Anfrage im Auswärtigen Amt Auskunft über den
leeren die großen Schleppnetze des geſegneten Fanges. Thema (das Stück führt den Untertitel „Die Geſchwiſter”). Stand der Angelegenheit zu erhalten. Unter dieſen Um=
Böſe Buben — wo gibt es die nicht? — naſchen verbotene Das Thema wird aber nicht bis zur letzten Tragik durch= ſtänden richtet der Bund deutſcher Architekten an den hohen
Früchte, indem ſie aus ſchadhaften Feigenkiſten ſich den geführt: auf die Kataſtrophe, die nur eine vermeintliche iſt, Reichstag die Bitte: zu veranlaſſen, daß über die
beabſich=
ſüßen Inhalt ſtückweiſe herausangeln, und ein alter Ha=folgt ſofort die friedliche Löſung. Bereits nach der Szene tigte weitere Behandlung des Wettbewerbes öffentlich
fenwärter benützt ſeine reichlich bemeſſene Muße, ſich der erſten Begegnung zwiſchen Arbaces und Panthea Mitteilung gemacht werde, und zugleich dahin zu
wir=
darüber aufzuregen. Die loſen Bürſchchen laufen johlend wurden Moiſſi und der Dichter (die übrigens verſchwägert ken, daß dieſe für das deutſche Kunſtſchaffen in hohem
davon, vorbeiziehende Soldaten lachen und ſelbſt die ſind) wiederholt an die Rampe gerufen. Die Aufnahme Grade bedeutſame Angelegenheit in einer Weiſe erledigt
ſchmucken kretiſchen Poliziſten lachen mit, wohl alle derbeim Vublikum war im weiteren Verlauf wechſelnd; die werde, die einer loyalen Auffaſſung und
burlesken Szenen verſagten teilweiſe, das Motiv der ver=Durchführung des künſtleriſchen
Wett=
eigenen Knabenjahre gedenkend.
Aber auch Unerfreuliches und Bitteres taucht vor uns meintlichen Blutſchande ſtieß für Augenblicke auf Befrem= bewerbsweſens und damit den berechtigten
Forde=
auf. Ganze Berge Preßheu für die Militärpferde liegen den. Am Ende gab es aber doch für den Dichter wie die rungen der geſamten Künſtlerſchaft entſpricht. Zur
Be=
gründung dieſer Bitte möge noch beſonders ins Gewicht
da, aber Griechenland hat ſie nicht erzeugt. Herr GeneralDarſteller einen ſchönen Erfolg.
* Der Fall Ihne. Die Eingabe, die der Bund fallen, daß gerade die im Preisausſchreiben betonte Aus=
Eydoux und ſein Unterkommis Vonié haben ſie in
Al=
gerien gekauft, während in der Gegend von Argos genug deutſcher Architekten zum Fall Ihne an den Reichstag ſicht auf eine weitere Bearbeitung der Bauaufgabe durch
Heu zu haben geweſen wäre In Argolien kam es dar= gerichtet hat, hat folgenden Wortlaut: Ende Mai d. J. hat einen der Sieger entſcheidend war für die zahlreiche
Be=
über auch zu einer kleinen Meuterei, die aber raſch unter= das Auswärtige Amt einen Wettbewerb unter deutſchen teiligung auch der hervorragendſten Architekten, und daß
drückt wurde Die Zeitungen durften vor dem Friedens= Architekten ausgeſchrieben zur Erlangung von Entwurfs= deren Empfindung, zu vertrauensſelig geweſen zu ſein,
ſchluß nichts darüber ſchreiben, jetzt werden ſie es aber ſtizzen für den Neubau eines Votſchaftsgebäudes inl gewiſſermaßen die amtliche. Beſtätigung erhielte, wenn
kräftig nachholen, denn die Athener Blätter freuen ſich überWaſhington. In dem Ausſchreiben wurde den Bewerbern jene verheißungsvolle Beſtimmung des Preisausſchreibens
jede Gelegenheit, Lärm ſchlagen zu dürfen. Das war in Ausſicht geſtellt, daß einem der Sieger die weitere Be= unbeachtet bliebe, dagegen ein dem Wettbewerb fernſtehen=
(Schluß folgt.) arbeitung eines Bauentwurfes übertragen werden ſolle. der Architekt die poſitiven und negativen Ergebniſſe
des=
das Unerfreuliche, nun das Bittere.
Nummer 289.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 28. November 1913.
Seite 4.
ernſchte en Meteſten unh ſir e
Leſehalle, in jeder Hinſicht unzulänglich. Das weiß die
Strafkammer.
nächtliche Ruheſtörung. Den ihn zur Ruhe auffordernden
Verwaltung natürlich ganz genau. Da aber vorerſt keine
g. Das 30jährige, aus Dorndürkheim gebürtige Dienſt= Polizeidiener beleidigte er durch freche Redensarten. Dag
größeren und geeigneteren Räume zur Verfügung ſtehen,
hat man einer Anregung aus dem Leſerkreiſe Folge ge= mädchen Emma Becker kam im Frühjahr nach hier in Kriegsgericht verurteilte geſtern den Angeklagten wegen
geben und will vorerſt probeweiſe die Leſehalle an den Stellung. Nach einiger Zeit bemerkte ſie angeblich, daß Ruheſtörung und Beleidigung zu 23 Mark Geld
ſtrafe. Auch ſoll das Urteil auf Koſten des Verurteilten
Wochentagen ſchon um 5 Uhr abends öffnen. Voraus= ihr Wäſche geſtohlen wurde. Sie hatte ein anderes
Dienſtmädchen im Verdacht und öffnete am 7. April mit= an der Ortstafel in Bretzenheim ausgehängt werden, da
ſetzung iſt dabei, daß keine weiteren Koſten entſtehen.
* Weihnachtskatalog der Darmſtädter Buchhändler, tels Nachſchlüſſels deren Schrank. Um ſich ſchadlos zu hal= die Beleidigung des Polizeidieners öffentlich erfolgte.
Der Dachdecker Ambroſius Schultz aus Bensheim,
Im altbekannten Gewande, den lieben, alten Turm der ten für die angeblichen Diebſtähle, nahm ſie einen Geld=
Marktlirche als Deckelbild ſo erſchien auch in dieſem betrag von 12,50 Mark an ſich. Die Angeklagte hatte ſich der zum Artillerie=Regiment Nr. 61 eingezogen wurde,
Jahre wieder der allen Bücherfreunden unentbehrliche und deshalb geſtern vor der hieſigen Strafkammer I wegen hatte von ſeinem Arbeitgeber den Auftrag erhalten, für
praktiſche Weihnachtskatalog der Darmſtädter Buchhändler, ſchweren Diebſtahls zu verantworten. Schon bei einer 1,50 Mark Schindeln zu kaufen. Da dieſe nicht vorrätig
Möge derſelbe recht fleißig benutzt werden und mögen alle früheren Unterſuchung war ſie geiſtig als nicht normal waren, behielt er das Geld und verwendete es auch vors
Bücherkäufer ihren Bedarf auch hier am Platze decken, befunden worden. Das Gericht beſchloß, ſie in einer übergehend für ſich Das Gericht ſprach ihn von der
wo ſie gut beraten werden und auf ein größeres Entgegen= Irrenanſtalt auf ihren Geiſteszuſtand unterſuchen zu Anklage der Unterſchlagung frei da der
Ange=
laſſen.
klagte in der Lage war, den Betrag jederzeit zu erſetzen.—
kommen rechnen können, als bei auswärtigen Bezügen, die
Der ſchon oft vorbeſtrafte 32jährige Hausdiener An=Der Kammacher Jakob Andel von hier hat vor ſeinem
ſich noch durch allerhand Unkoſten im Preiſe erhöhen.
ton Kubella aus Clodnitz, der erſt im letzten Jahre nach Dienſteintritt zum Infanterie=Regiment Nr. 116 in der
* Für den Vortrag über die Tragödie der Schröder= Verbüßung einer fünfjährigen Zuchthausſtrafe aus der Martinſtraße eine Laterne aus Uebermut eingeſchlagen
Stranz=Expedition am Sonntag, den 30. November d. J.,SStrafhaft entlaſſen wurde, kam im Sommer von Frank= Er wird zu 10 Mark Geldſtrafe eventuell 2 Tagen
im Städtiſchen Saalbau gibt ſich begreiflicherweiſe ein furt nach Darmſtadt Beim Erſpähen einer Diebsgelegen= Gefängnis verurteilt.
reges Intereſſe kund und es empfiehlt ſich daher, ſich recht= heit fand er in einem Hauſe vor dem Zimmer eines
Stu=
zeitig mit Karten zu verſehen. Beſonders intereſſant ver= denten ein Paar Stiefel, die er an ſich nahm. Er machte
* Jugenheim a. d. B., 27. Nov. (Konzert.) Del
ſprechen die ebenfalls durch Lichtbilder unterſtützten Aus= ſich ſodann daran, die Zimmertür mit einem Nachſchlüſſel
führungen über den Aufenthalt des erkrankten Ozeano= zu öffnen, um die Studentenbude nach brauchbaren Gegen= Konzert=Verband der unteren Bergſtraße veranſtaltete
geſtern im „Hotel zur Krone” ſein erſtes Konzert dieſes
graphen Dr. Hermann Rüdiger in der Hütte zuſammen ſtänden zu unterſuchen. Hierbei erwachte jedoch der Winters. Als Soliſtin war die Konzert=Sängerin Fraſl
mit ſeinem treuen Pfleger und Retter, dem Marinemaler Studioſus und der Einbrecher ergeiff die Flucht. Er
Rave, während der langen Polarnacht, zu werden. Sieben wurde geſtern wegen des einfachen Diebſtahls und des ver= Cranz=Haenlein aus Berlin gewonnen. Die Dame
erwies ſich als eine aus dem Vollen ſchöpfende Künſtlerin,
lange Wochen wurden in der Eisöde einſam zugebracht. ſuchten ſchweren Diebſtahls zu 8 Monaten
Gefäng=
die über einen klangreichen Alt verfügt, ihre Stimme vors
Der kärgliche Proviant, der ſchließlich nur aus verdorbenem nis verurteilt.
trefflich zu behandeln weiß und durch eine verſtändniss
Renntierfleiſch beſtand, ſowie das vergebliche Warten auf
Das Gericht beſchäftigte ſich ſodann abermals mit
Hilfe ließen die Lebensgeiſter erſchlaffen. Als ſich endlich einer Anklage wegen Vergehens gegen dasvolle, ſympathiſche Art des Vortrages gleich von Anfangl
der langerſehnte Mondſchein einzuſtellen begann, wurde Weingeſetz. Angeklagt waren die Küfer und Wein= an das Publikum gefangen nahm. An Frau Forſtmeiſter
der beſchwerliche Rückweg zum Schiffe verſucht, das dann händler Adam Dingelklein und Georg Reuter II.Heyer hatte ſie eine ausgezeichnete Begleiterin. In des
nach 9 mühevollen Tagen in völlig erſchöpftem Zuſtande von Bensheim, der Ueberzuckerung von Weinen des Jahr= wohnter Meiſterſchaft vereinigte Frau Heyer Tonglanz und
erreicht wurde, nachdem die Forſcher teilweiſe nur von gangs 1912. Bei Unterſuchung von Weinproben der An= innere Wärme bei dem Beethoven=Trio, das ſie mit den
Schnee gelebt hatten. An Bord amputierte Rave dem geklagten ergab ſich der ſehr hohe Gehalt von 120 Grad Herren Kammermuſiker Mehmel und Andrege, dem
Ozeanographen Dr. Rüdiger, welchem ein Fuß und meh= nach Oechsle, während eine von der gleichen Firma unter= neuen Celliſten des Darmſtädter Streichquartettes zum
rere Finger erfroren waren, mittelſt einer Metallſäge den ſuchte Moſtprobe 72 Grad ergeben hatte. Das Mittel der Vortrag brachte. Die beiden Herren ſpielten ferner mit
halben Fuß, ſowie einige Fingerſpitzen. Nach Monaten letzten Jahrgänge beträgt 85—90 Grad nach Oechsle und ihren Quartettgenoſſen, den Herren Kammermuſiker
traf alsdann unerwartet die norwegiſche Hilfsexpedition der Jahrgang 1912 durſte demnach höchſtens auf 90 Grad Diedrich und Brückmann, drei kleine Stücke für
unter Hauptmann Staxrud ein und brachte die längſt
er=
gebracht werden. Wie die Angeklagten angeben, haben Streichquartett, von denen zwei Kompoſitionen des letzte
ſehnte Erlkſung. Näheres ſiehe Anzeige. Vorverkauf der ſie den 800 Litern Moſt 200 Liter Zuckerwaſſer zugeſetzt, genannten — Menuett und „Gavotte im alten Stil
Eintrittskarten durch die Hofmuſikalien= und Pianohand= nämlich 100 Kilogramm Zucker und 140 Liter Waſſer. beſonders beifällig aufgenommen wurden Als ſtims
lung Georg Thies Nachf., Leopold Schutter, Eliſabethen= Nach dem Gutachten des Chemikers Dr. Büchner durfte mungsvollen Ausklang des genußreichen Abends kam
ſtraße 12.
die Zuckerung nur 3,6 Kilogramm Zucker pro Hektoliter noch Beethovens Quartett Opus 18 Nr. 4 zu Gehör, ein
* Der Krieger= und Militärverein „Blücher” (Mitglied betragen, während im vorliegenden Fall 5,6 Kilogramm köſtlicher Ohrenſchmaus, bei dem das feine Zuſammenſpiel
der Haſſia) feiert morgen, Samstag abend in den Käu= herauskam, ſo daß eine Ueberzuckerung vorliegt. Derder beliebten Künſtler wieder recht zutage traf.
men des „Schützenhofes” das Geburtstagsfeſt des Groß= Staatsanwalt beantragtef gegen jeden Angeklagten 200
* Egelsbach. 26. Nov. (Theater=Aufführung,)
herzogs. Neben Prolog und Feſtanſprachen werden Vor= Mark Geldſtrafe und Einziehung des Weines. Die Straf= Nächſten Sonntag, den 30. November, bringt der hieſige
träge und Aufführungen, ſowie ein flotter Tanz bei gut= kammer verurteilte die Angeklagten zu je 150 Mark Eiſenbahnverein das im Vorjahr mit Erfolg
aufgenom=
beſetzter Militärmuſik den Beſuchern einen genußreichen Geldſtrafe. Von der Einziehung des Weines wurde mene dreiaktige Odenwälder Volksſtück „Sou mußt’s
Abend ſichern. (Weitere Anzeige befindet ſich morgen im abgeſehen.
kumme” von Georg Löffler im Saale „Zur ſchönen Aus=
Tagblatt.)
ſicht” zur Aufführung. Der Verein, der über gute Spieler=
* Ausſtellung des Vereins für Vogel= und
Geflügel=
kräfte verfügt, hat es verſtanden, ſich durch derartige Ver=
Kriegsgericht.
zucht (älterer Verein) Wiederum wie ſeit Jahren, hält
anſtaltungen die Gunſt der Einwohnerſchaft zu erwerben
g. Der Arbeiter Wilhelm Sproß von Darmſtadt und wird auch mit dieſem Stücke, das ein echtes Bild
der ältere Verein für Vogel= und Geflügelzucht ſeine
dies=
jährige Vereinsausſtellung kommenden Samstag, Sonn= hatte vor ſeinem Dienſteintritt mit einem Freunde ver= Odenwälder Volkslebens darſtellt und mit einem
Oden=
tag und Montag in den Räumen des Mathildenhöhſaales einbart, daß er den von dieſem verſetzten Anzug und den wälder Volksfeſt ſchließt beweiſen, daß er ſeinen guten
ab. Die Anmeldungen ſind zahlreich. Der Saal iſt, wie ebenfalls verſetzten Pfandſchein einlöſen ſollte um den An= Ruf zu wahren beſtrebt iſt.
kein zweiter, für derartige Ausſtellungen günſtig, und ſo zug bis zu ſeinem Dienſteintritt zu tragen. Er ſollte dann
Offenbach, 26. Nov. (Früherer Ladenſchluß.)
wird die Ausſtellung, in Verbindung mit den als vor= wieder abgeliefert werden. Als Sproß nach ſeiner
Ein=
nehm zu bezeichnenden Ausſtellungskäfigen und dem Ge= ziehung zum Infanterie=Regiment Nr. 118 auch auf Die zwecks Herbeiführung eines früheren Ladenſchluſſes
flügel ein ſchönes harmoniſches Ganzes bilden. Der Ver= wiederholte Mahnung den Anzug nicht zurückgab, erſtattete in den hieſigen Zigarcengeſchäften vorgenommene
Rund=
ein bezweckt mit dieſen alljährlich wiederkehrenden Aus= der Eigentümer Anzeige wegen Unterſchlagung. Das frage hat das Ergebnis gezeitigt daß faſt ſämtliche
Inter=
ſtellungen, ſeinen Mitgliedern Gelegenheit zu geben, zu Gericht verurteilte den Angeklagten zu 3 Tagen Ge=eſſenten für die Verkürzung des Ladenſchluſſes um eine
halbe Stunde an den Wochentagen ſtimmen An den
zeigen, was in der Zucht geleiſtet worden iſt; der Kenner fängnis.
Der Schloſſer Johann Rieß von Münſter (Kreis Samstagen hingegen ſoll auch im Hinblick auf den allges
erfreut ſich an den ſchönen Tieren, der Laie ſieht, was die
Geſlügelzucht leiſtet und inwieweit ſie ein Glied der allge= Dieburg) kam vor ſeinem Dienſteinteitt mit dem Nacht=meinen 9 Uhr=Ladenſchluß dieſer beibehalten werden
wäh=
meinen Volkswirtſchaft bildet. Ein Glücksrad trägt wächter von Münſter in Konflikt, als dieſer den Rieß und rend für die übrigen Wochentage der Ladenſchluß. ſitt
Sorge, daß auch die Beſucher ein ſichtbares Zeichen aus der ſeinen Freund bei nächtlicher Heimkehr mit der Laterne wie bisher auf 9 Uhr auf 8.30 Uhr feſtgeſetzt werden ſoll=
Ausſtellung mitnehmen können, und ſo darf denn geſagt ins Geſicht leuchtete. Der Begleiter des Rieß ſchlug dem
Mainz, 27. Nov. (Im Bahnhof überfahren)
werden, daß wohl kein Beſucher die Ausſtellung unbe= Nachtwächter die Laterne aus der Hand, worauf ſich der! Im Neutorbahnhofe geriet heute vormittag eine Frau
friedigt verlaſſen wird. Der Eintrittspreis iſt ſo geſtellt, Nachtwächter auf dieſen ſtürzen wollte. Hierbei fiel ihm unter den um 7.20 Uhr nach Bodenheim abgehenden
Pen=
aber der Rieß in die Arme und hielt ihn zurück. Er kam ſonenzug und wurde auf der Stelle getötet. Ob
Un=
daß es jedem möglich iſt, die Ausſtellung zu beſuchen.
inzwiſchen zum Infanterie=Regiment Nr 118 und wurde glücksfall oder Selbſtmord vorliegt, iſt noch nicht aufge=
* Kanarienverloſung. Liebhaber von Kanarien wer= nunmehr wegen Widerſtands gegen die Staats= klärt. Die Perſönlichkeit der getöteten Frau konnte bis
den auf die am 15. Dezember ſtattfindende Verloſung des gewalt zu 20 Mark Geldſtrafe eventuell 4 Tagen jetzt nicht feſtgeſtellt werden. Sie beſaß eine Fahrkarte
Kanarienzucht= und Vogelſchutzvereins aufmerkſam ge= Gefängnis verurteilt.
nach Guſtavsburg und war ohne Kopfbedeckung. Sie iſt
macht. Der 1., 2. und 3. Preis ſind zurzeit in dem Schau=
Am Tage vor ſeinem Dienſteintritt zum Infanterie=etwa 32 Jahre alt, von mittlerer Geſtalt, trug
groß=
fenſter des Herrn Karl Bayer, Schulſtraße 7, ausgeſtellt.
Regiment Nr. 168 machte der aus Bretzenheim gebürtige karierte ſchwarze und weiße Bluſe, ſchwarzen Rock und
Schloſſer Albert Grollmann eine kleine Bierreiſe und graue kleinkarierte Schürze. Ihre Leibwäſche iſt teils
ſelben ſchlankweg ausnützen könnte. Die Zuverſicht, daß tereſſe des Kronprinzen für das Drechſlerhandwerk ſo ſtark gemälden die Dame des Hauſes in der Unterhaltung mit
Treu und Glauben bei der ſachlichen Erledigung geweckt worden, daß er jetzt in ſeiner Villa in Langfuhr zwei Herren; im Treppenhauſe, durch das ein Page mit
einer ſo wichtigen Angelegenheit gewahrt bleiben, darf
ſich eine Drechſler=Werkſtatt hat einrichten laſſen. Die einem Korbe gerade zum Einkauf eilt, ſteht das
Kinder=
in der deutſchen Architektenſchaft nicht erſchüttert werden, Drehbank hat Motorbetrieb und alles Zubehör an Werk= fräulein im Begriff, mit dem Baby einen Spaziergang
wenn nicht verhängnisvolle Folgen für unſer nationales zeugen iſt vorhanden. Anfangs wendete der Kronprinz zu unternehmen; im Wohnzimmer plaudert die Dame des
Kunſtleben in die Erſcheinung treten ſollen. Nachen, 22. ſeine Betätigung der Holzbildhauerei zu; er iſt aber da= lHaufes mit ihrem Gemahl., indes im Kinderzimmer auft
November 1913. Der Bund deutſcher Architekten: von abgekommen und hat ſich nur auf die Drechſlerei ver= hochbeinigem Stuhl ein Töchterchen mit dem Onkel Arzt
gez. Frentzen, Geheimer Baurat und. Profeſſor.
legt. Sein Lehrmeiſter iſt dabei der Danziger Drechſler= ſpielt. Küche, Garten, Schlafgemach mit allen Toiletten=
Zu einem Bund Münchener Buch=meiſter Fritz Seidler, der zweiter Obermeiſter in der utenſilien einer vornehmen Patriziersfrau ſind
vorhau=
künſtler” haben ſich die namhafteſten in München an= Drechſler= und Holzbildhauer=Innung iſt.
den. Ja ſo weit geht die „Wirklichkeit” des Lebens in
— Das koſtbarſte Puppenhaus der Welt. Die Zeit, dieſem Puppenhauſe, daß es 1831 ſogar einen regelrechten
ſäſſigen Buchkünſtler zuſammengeſchloſſen. Seine Abſicht
iſt: In programmatiſch gehaltenen Publikationen und da die weihnachtlichen Spielzeugausſtellungen in den Einbruch erdulden mußte, bei dem eine Reihe goldener
Ausſtellungen zu zeigen, welch hervorragenden Anteil Läden und Warenhäuſern und die verlockend aufgebauten und ſiberner Hausgeräte, ein Leuchter und goldene Beſtecke
München an der ſchöpferiſchen Leiſtung auf dem Gebiete Schaufenſter mit ihren Puppen, Feſtungen, Tieren und geſtohlen wurden. Allein die Stadt Utrecht, die mit Stolz
der moderen Buchkunſt hat und im einzelnen, wie die Miniaturautomobilen die Herzen der Kinder mit frohen ihr berühmtes Puppenhaus hütet, ließ die Bewohnerinnen
Künſtler des Bundes die Idee der modernen Buchaus= weihnachtlichen Vorahnungen erfüllen, ſteht wieder vor nicht lange ohne Tafelgerät, und ſchleunigſt wurden für
ſtattung verſtehen und zu verwirklichen ſuchen. Dem Bund der Tür, aber die Kleinen, die mit leuchtenden Angen all die Puppen neue Goldbeſtecke hergeſtellt, kunſtvolle Kovien
gehören bis jetzt an: Profeſſor F. H. Ehmcke, Thomas dieſe Wunderwerke beſtaunen würden mit offenem Munde der geſtohlenen Originale.
Theodor Heine, Profeſſor Otto Hupp Dr. Emil Preeto= dreinſchauen, wenn ſie das koſtbarſte Puppenhaus der Welt
CK. Die drahtloſe Telegraphie im fahrenden Zuge.
rius, Paul Renner und Proſeſſor Jgnatius Taſchner.ſehen könnten: das Puppenhaus von Utrecht. Und Aus Neu=York wird berichtet: Nach langwierigen Ver=
Seine erſte Ausſtellung wird der Bund im Rahmen der nicht nur den Kindern, nein, auch den Kunſtfreunden und ſuchen iſt die Lackawanna=Eiſenbahn zu dem Entſchluß
von der Münchener Sezeſſion erſtmals veranſtalteten Sammlern alter Möbel würde beim Anblick dieſes klei= gekommen, in ihrem Betriebe auf allen Zügen drahtloſe
Schwarz=Weiß=Ausſtellung im Dezember d. J. zeigen; nen Wunderwerkes das Herz ſchneller ſchlagen, denn das Telegraphieſtationen einzurichten, und am vergangenen
auch wird er im nächſten Jahre ſowohl auf der Buch= Puppenhaus von Utrecht beſitzt Schätze an Möbeln und Sonntag hat der erſte mit dieſer Neuerung verſehene
Zuſ=
gewerbeausſtellung in Leivzig, wie der Ausſtellung desalten Einrichtungsgegenſtänden, deren Wert kaum zu be=in der Praris die Probe auf das Erempel beſtanden. Wähn
rechnen iſt und deren kulturhiſtoriſche Bedeutung ſogar rend der Fahrt erkrankte ein Kondukteur, der nächſten Sta=
Werkbundes in Köln als beſondere Gruppe figurieren.
zwei bekannte Kunſtgelehrte, die Profeſſoren Vogelſang tion wurde durch drahtloſe Telegraphie Anweiſung ge=
* Im Stuttgarter Hoftheater kommen am
1. Dezember „Die Fröſche” des Ariſtophanes als eine und Müller, dazu begeiſtert hat, dieſem Puppenhauſe ein geben, einen Erſatzmann bereit zu halten, ſo daß ſich der
ganzes gelehrtes Werk zu widmen. Es war um 1675, als Austauſch ohne jeden Zeitverluſt ſofort vollzog, und als
Veranſtaltung des Vereins Freie Bühne zur Aufführung. Eine reiche Dame aus Amſterdam auf die Idee kam, ſich im Verlauf der weiteren Fahrt die Zahl der neu einſtei=
Ein einleitender Vortrag dazu wird von Regiſſeur
Hein=
ein Puppenhaus machen zu laſſen, das ein Meiſterwerk genden Reiſenden ſo groß wurde, daß Platzmangel
ent=
rich Hacker aus Darmſtadt geſprochen werden. Die
werden ſollte. Immer mehr verliebte die vornehme Hollän=ſtand. wurde wiederum der folgenden Station während
Hauptrollen werden von Künſtlern des Hoftheaters in
derin ſich in ihren Plan, Handwerker und Künſtler wur= der Fahrt Auftrag gegeben, einen weiteren Pullman=
Darmſtadt dargeſtellt, im Verein mit Mitgliedern „des
den in Bewegung geſetzt, und nach 15 Jahren war dieſesWagen zum Ankoppeln bereit zu ſtellen. Die drahtloſen
Stuttgarter Hofthealers.
kleine Schloß vollendet, hatte ein Vermögen verſchlungen, Apparate funktionierten in voller Fahrt ausgezeichnet. und
aber dafür ſteht auch heute ſtaunend die Nachwelt vor die= alle eingehenden Nachrichten wurden ohne Schwierigkeit
* Der deutſche Kronprinz als Drechſler, In den Blät=ſem Puppenheim, das uns beſſer und unverfälſchter, als aufgenommen. Die Vorrichtung für drahtloſe Telegraphie
tern war in dieſen Tagen zu leſen, daß der Kronprinz alle wirklichen Häuſer aus jener Zeit einen Einblick in befindet ſich im vorderen Teil des Zuges, alle Wagen
tra=
jetzt das Drechſlerhandwerk erlerne. Nach Erkundigun= das Leben einer holländiſchen Patrizierwohnung des 17. gen kleine, zwei Fuß hohe Gerüſte als Antennen, der
draht=
gen der Danz. Ztg. verhält es ſich damit folgendermaßen: Jahrhunderts gewährt. 15 kleine Zimmerchen ſind es,loſe Telegraphiſt hat ſeinen Standort in einem beſonden
Wie jeder preußiſche Prinz, hat der Kronprinz in ſeinen die hier bis zu den geringfügigſten Einzelheiten ohne Rück= ren Abteil am Ende des zweiten Wagens. Der ameri=
Jünglingsjahren ein Handwerk erlernt. Damit ſoll ge= ſicht auf Mühe oder Koſten ausgeſtattet wurden. Die kaniſche Telegrapheninſpektor Foley, der die erſte Fahrt
wiſſermaßen der goldene Boden des Handwerks ſymboli= winzigen Möbel ſind mit Gold beſchlagen oder durch die mitmachte, ſprach ſich ſehr begeiſtert über die Einrichtung
ſiert und gezeigt werden, daß ein Prinz ſich ſchlimmſten= Kunſt des Holzſchnitzers geadelt, entzückende Puppen= aus, ſieht in ihr einen entſcheidenden Faktor für die
Stei=
falls auch buchſtäblich durch ſeiner Hände Arbeit ernähren gemälde wurden von Künſtlerhand geſchaffen, um getreu gerung der Betriebsſicherheit und gab der Ueberzeugung
kann. So erlernte der Kronprinz das Drechſlerhandwerk. nach dem Vorbild der Wirklichkeit die Wände zu ſchmücken, Ausdruck, daß in kurzer Zeit alle großen Bahnſyſteme der
Das „erlernte” iſt aber natürlich nur eum grand salis ja den Salon dieſes Puppenhauſes malte einer der be=Welt dazu übergehen würden, ihre Schnellzüge mit
draht=
zu nehmen, denn zu gründlichem Erlernen bleibt bei der rühmteſten Künſtler ſeiner Zeit aus, Meiſter Moucheron, loſen Telegraphieeinrichtungen auszurüſten.
vielſeitigen Ausbildung eines Prinzen, insbeſondere eines deſſen Namen die Kunſtwelt noch heute kennt. Da ſehen
Kronprinzen, herzlich wenig Zeit. Immerhin iſt das In= wir im Salon auf Brokatſtühlen unter reizenden Decken=
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chluſſe
ftalig)
Nummer 289.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 28. November 1913.
Seite 5.
A.St teilse gr St. gezeichnet. Iin ihrem Trauringe fſ. kommen hallos Eine Abſicht, Schloß und Part Ron. 12 Mark zu ſtreichen und die Höhe der Entſchädigung dem
eingraviert „F. M. 27. 3. 10‟.
bijou zu verkaufen, beſteht nicht; der Plan iſt auch ſchon Richter zu überlaſſen. Gegen den § 4a haben wir die
Worms, 27. Nov. (Verwaltungsrechenſchaft mit Rückſicht auf das im Schloß Monbijou untergebrachte ſchwerſten Bedenken. Auch hätte die Zeugenvernehmung
des Oberbürgermeiſters.) Als erſter unter den Hohenzollern=Muſeum durchaus unwahrſcheinlich. — Der mit in den Entwurf einbezogen werden müſſen. Wün=
Verwaltungsberichten der heſſiſchen Städte iſt wiederumHauptgewinn der NaturſchutzparkLotterie ſchenswert wäre eine Aenderung in der Gerichtspraris
derjenige von Worms erſchienen und zwar am 22. dieſes von 100 000 Mark fiel in die arbeitsharten Hände einer dahin, daß nicht mehr wer weiß wieviele Sachen zu ein
Monats. Er iſt bereits an die Stadtverordneten zur Ver= armen Witwe, die für ſieben unmündige Kinder zu ſorgen und derſelben Stunde angeſetzt werden, wobei es
ſelbſt=
teilung gelangt, auch iſt je ein Exemplar den Nachbar= hat.
ſtädten zugeſandt worden. Im Vorwort der Rechenſchaft
verſtändlich iſt, daß die Verhandlungen ſich auf mehrere
Frankfurt, 27. Nov. (Die neue Leitung des Stunden, oftmals auf Tage hinausziehen. Auch mit
die=
iſt geſagt, daß der Abſchluß der Stadtrechnung wieder recht Frankfurter Schauſpielhauſes.) Wie die ſer Frage muß ſich die Kommiſſion beſchäftigen. — Abg.
günſtig war Gegenüber dem Voranſchlag von 10 000 Frankfurter Zig. erfährt, hat der Aufſichtsrat der Neuen Dr. Gieſe (konſ.): Es muß berückſichtigt werden, daß
Mark ergab ſich ein Rechnungsreſt von 110 732,42 Mark. Theater=Aktiengeſellſchaft bereits einen feſten Vertrag mit ſeit Ende der 70er Jahre, wo die alte Gebührenordnung
Der gegen den Voranſchlag überſchießende Betrag von Herrn Hofrat Behrend aus Mainz, dem Leiter aufgeſtellt wurde, das Geld erheblich entwertet worden iſt.
100 732,42 Mark wird nach der im lauſenden Voranſchlag des dortigen Stadttheaters, abgeſchloſſen. Die ſtädtiſche Es wäre gewiß billig, wenn auch die Zeugen in ihren
getroffenen Beſtimmung dem Fonds zur Vermeidung Theaterkommiſſion ſoll morgen Freitag ihre Zuſtimmung Gebühren beſſer geſtellt würden. Für die meiſten Zeugen
höherer Umlageausſchläge zugeführt werden.
geben.
iſt die Ladung eine koloſſale Strafe Gern erkennen wir
Nierſtein, 27. Nov. (Erinnerungseiche.) Eine
Frankfurt 27. Nov. (Ein brennendes Auto.) an, daß eine Parallele zwiſchen Zeugen= und
Sachver=
denkwürdige Feier wurde in hieſiger Gemeinde abgehal= Heute mittag kurz nach 1 Uhr geriet das Auto einer Frank= ſtändigenvernehmung nicht ganz am Platze iſt, da die
ten. In Gegenwart des Kreisrats Wolff, des Bürger= furter Großwäſcherei in Brand. Als der Chauffeur aus Sachverſtändigen oftmals eine ganz hervorragende geiſtige
meiſters L. Reichardt, der beiden Beigeordneten und des der Darmſtädter Landſtraße in die Hedderichſtraße einbie= Tätigkeit leiſten müſſen. In dieſem Punkte dürfte ſomit
geſamten Gemeindekollegiums, denen ſich auch die ſämt= gen wollte, ſchlugen plötzlich die Flammen aus dem Küh= die Vorlage das Richtige treffen.
Abg.
Werner=
lichen übrigen Körperſchaften und die Vorſtände der Ver=ler. Die dort in einem Kaſten aufbewahrten Putztücher Hersfeld (Reformpt.): Die lange Wartezeit vor Gericht iſt
eine angeſchloſſen hatten, wurde inmitten des altberühmten und Putzwolle waren aus bis jetzt noch nicht feſtgeſtellter eine große Härte. Hierin iſt eine Aenderung dringend
Weinortes, auf dem ſogenannten Saumarkt, ein Eichbaum Urſache in Brand geraten. Man ſuchte, das Feuer durch nötig. Eine Erweiterung der Vorlage hinſichtlich der
zur Erinnerung an die 100jährige Wiederkehr des Gedenk= Aufgießen von Waſſer zu löſchen, was aber nicht gelang. Zeugengebühren wäre erwünſcht.
Abg. Warmuth
tages der Völkerſchlacht bei Leipzig gepflanzt. Nachdem 1 Da die Gefahr beſtand, daß ſich das Benzin entzünde, (Reichspt.): Wir begrüßen die Vorlage als einen großen
man im Zuge nach dem erwählten Platze gekommen war, wurde der Platz polizeilich abgeſperrt. Inzwiſchen par Fortſchritt. Die Zeugenpflicht iſt eine allgemeine
Staats=
hielt zunächſt Herr Bürgermeiſter Reichardt eine patrio=auch die Feuerwehr erſchienen. Während man einenbürgerpflicht, deshalb iſt es wohl berechtigt, ein
über=
tiſche Feſtrede. Dann wurde der junge Eichbaum unter Schlauch aufrollte, riß ein Feuerwehrmann die brennende mäßiges Anwachſen der Zeugengebühren zu verhindern.
Damit ſchließt die Debatte. Die Vorlage geht an eine
dem Geſang von rund 750 Schulkindern in die Erde ge= Maſſe aus dem Auto auf die Straße, wodurch jede Gefahr Kommiſſion von 14 Mitgliedern.
ſetzt. Sämtliche Kinder warfen hierauf. um den Baum beſeitigt war. Das Auto wurde ſtark beſchädigt.
herumgehend, mit den Händen forigeſetzt Erde in kie=
Es folgt die erſte Leſung des
Stuttgart, 27. Nov (Ausſtellung für Geſund=
Grube bis dieſe ausgefüllt und der Baum geſetzt war. heitspflege.) König Wilhelm II. von Württem= Geſetzentwurfs, betr. Beſchäftigung von Hilfsrichtern bei
Eine Urkunde, in einer Bleikapſel verſchloſſen, ſowie eine berg hat das Protektorat über die Ausſtellung für
Ge=
den Zivilſenaten des Reichsgerichts
Feſtſchrift „Das iſt Nierſteiner” und verſchiedene Geld= ſundheitspflege Stuttgart 1914, die von der Stadt Stutt= bis zum 1. Juni 1914 anſtatt 31. Dezember 1913. Die
münzen wurden mit in die Grube verſenkt. Nach einigen gart als gemeinnütziges Unternehmen veranſtaltet wird, Abgg. Dr. Junck (natlib.), Dr. Spahn (Zentr.) und
weiteren Kindergeſängen war die ſchöne patriotiſche Feier übernommen.
Dr. Gieſe (konſ.) bitten um Zuſtimmung ohne
Kom=
beendet. Die kleinen Patrioten wurden zuletzt noch mit
Köln, 27. Nov. (Ein wilder Automobiliſt.) miſſionsberatung. Die Vorlage wird ſodann ohne wei=
Brezeln beſchenkt.
Wegen fahrläſſiger Körperverletzung hatte ſich ein tere Debatte in erſter Leſung erledigt und in zweiter
Bingen, 27. Nov. (Falſcher Verdacht.) UnterChauffeur vor der Strafkammer zu verantworten. Er fuhr Leſung angenommen.
dem Verdachte der langgeſuchte Raubmörder des Kauf= in ſeinem Automobil zwei Perſonen in raſendem Tempo.
Es folgt die erſte Leſung des
manns Brechner aus Darmſtadt zu ſein, wurde hier ein Als beide ihn baten, langſamer zu fahren, oder ſie aus=
Reiſender verhaftet. Ein anderer Geſchäftsreiſender, der ſteigen zu laſſen, riß er das Steuerrad hin und her, ſo daß
Geſetzentwurfs, betr. die Errichtung eines
Kolonial=
ſchon reichlich dem Alkohol zugeſprochen hatte, hatte in der Wagen von einer Seite der Straße auf die andere
ge=
gerichtshofes.
den hieſigen Wirtſchaften dieſes Gerücht ausgeſtreut. Dieſchleudert wurde. Der wilde Automobiliſt fuhr mit unver=
Abg. Stolten (Soz.): Wir ſind keine großen
Kolo=
ſofort von der Polizeiverwaltung eingeleitete Unterſuch= minderter Geſchwindigkeit weiter, bis das Automobil nialfreunde, wir haben nun aber Kolonien und wir müſſen
ung ergab die vollſtändige Haltloſigkeit des Gerüchtes. gegen eine Scheune rannte, wobei die Seitenwand des alles tun, für jene Gebiete auch die nötige Rechtsſicherheit
Der angebliche Raubmörder entpuppte ſich als durchaus Wagens zertrümmert wurde und die beiden Inſaſſen zu ſchaffen. An ſich haben wir alſo gegen die Errichtung
harmloſer Bouillonwürfel=Reiſender.
ſchwere Vexletzungen davontrugen. Die Strafkammer ver= eines Kolonialgerichtshofes nichts, dennoch muß die Vor=
Grünberg, 26. Nov. (Ein 95jähriger.) Zu der urteilte den Angeklagten zu neun Monaten Gefängnis.
lage in einer Kommiſſion — ich beantrage 14 Mitglieder
Meldung in Nr. 286 (S. 4) aus Grünberg wird uns
genau durchberaten werden. Redner plädiert für Ham=
Aachen, 27. Nov. (Todesurteil.) Das
Schwur=
mitgeteilt, daß es ſich um den Gaſt= und Landwirt gericht verurteilte heute nacht den zu Beggendorf geborenen burg als Sitz des Kolonialgerichtshofes. — Abg. Dr.
Konrad Bräuning in Mücke bandelt, der am 23 Jahre alten Arbeiter Martin Steegers und die 3§ Belzer (Zentr.): Die Schaffung einer Gerichtsbarkeit
16. Januar 1914 ſein 95. Lebensjahr vollendet.
Jahre alte zu Barmen im Landkreiſe Aachen geborene für die Kolonien iſt dringend notwendig, doch darf man
Witwe des Ackerers Koch, zuletzt auf Gut Blauſtein in überlegen, ob es nicht zweckmäßig iſt, dem Reichsgericht,
der Gemeinde Uebach wohnend, zum Tode und zum das ja nicht mehr überlaſtet iſt, dieſe Materie zu über=
Kunſtnotizen.
dauernden Verluſt der Ehrenrechte. Außerdem wurde die tragen. Es dürfte in der Kommiſſion ein brauchbares
Ueber Werke Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach=
Witwe Koch noch wegen verſuchten Giftmordes in drei Geſetz geſchaffen werden können. Ueber die Frage, ob
ſtehenden Erwähnung geſchiebt, behält ſich die Redaktion ihr Urteit vor.
Fällen zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. Die beiden Berlin oder Hamburg als Sitz zu wählen iſt, dürfte eine
— Der Richard Wagner=Verein wird das Angeklagten wurden überführt, in der Nacht zum 21. Juli Einigung ſchon zu erzielen ſein. — Abg. Dr. Paaſche
Vereinsjahr 1913 am nächſten Donnerstag, 4. Dezember, d. J. zu Blauſtein gemeinſchaftlich und mit Ueberlegung (natlib.): Wir ſtehen der Vorlage durchaus ſympathiſch
mit einem muſikaliſchen Ereigniſſe beſchließen: dem erſten den Ehemann der Koch, den Landwirt Peter Joſeph Koch, gegenüber. Ich wäre dafür, daß kein beſonderer Gerichts=
Auftreten des Petersburger Streichquartetts in Darmſtadt. getötet zu haben. Ferner wurde feſtgeſtellt, daß die Witwe hof geſchaffen wird, ſondern dieſe oberſte Inſtanz des
Ueber das Quartett, das letzthin in Berlin, Dresden und Koch allein im Jahre 1913 in drei verſchiedenen Fällen Kolonialrechts an das Reichsgericht anzugliedern. Wir
werden vorbehaltlich der Kommiſſionsberatung für Ham=
Hamburg wieder außergewöhnliche Erfolge errang, mögen ihren Ebemann zu töten verſucht hatte.
die nachſtehenden Preßſtimmen mitgeteilt ſein: Das Ber=
Dortmund, 27 Nov. (Der Ohm=Prozeß.) Der burg ſtimmen. Ich bitte eine Kommiſſion von 21
Mit=
liner Tageblatt ſchreibt am 30 Oktober: „Der Zuſammen= zu 7 Jahren Gefingnis verurteilte Bankier Ohm hat gliedern einzuſetzen. — Abg. Gieſe (konſ.): Der
bis=
klang der vier herrlichen Inſtrumente, von Künſtlerhän= gegen das an ihn ergangene Urteil Reviſion eingelegt, herige Inſtanzenzug im Kolonialrecht genügt nicht.
Des=
den meiſterlich geſpielt, ergab ein Tonbild edelſter Art, an insbeſondere inſoweit er wegen Untreue verurteilt wurde halb freuen wir uns, daß eine oberſte Inſtanz in
Deutſch=
dem ſich Ohr und Herz erbauen konnten.” — Die Ham= Auch die Staatsanwaltſchaft hat gegen das Geſamturteil land geſchaffen werden ſoll. Die Angliederung an das
Reichsgericht als beſonderer Senat hat ſehr viel für ſich.
burger Nachrichten vom 1. November: „Vom Herzog zu Reviſion eingelegt.
Mecklenburg=Strelitz gegründet, beſteht dieſes Streichquar=
Hamburg, 27. Nov. (Brand im Krankenhaus.) Sonſt gehen bei uns die Meinungen, ob Hamburg oder
tett aus Künſtlern, die nicht nur mit dem ſtarken Muſik= Heute nachmittag entſtand im Allgemeinen Krankenhauſe Berlin zu wählen iſt, auseinander. Ich bitte um möglichſt
ſinn des Ruſſen einen Einſchlag an nationalem Tempera= St Georg, ein Brand. Das inmitten des Grundſtückes ſich ſchleunige Behandlung dieſer Materie in der Kommiſſion.
Abg. Dove (Fortſchr. Volkspt.): Die Vorlage iſt im
ment und Raſſeneigentümlichkeit mitbringen, ſondern befindliche Waſchhaus, das aus dem Parterre und zwei
überdies mit der virtuoſen Durchbildung ihrer Technik und Stockwerken beſtand, brannte gänzlich aus. Für die Kran= großen und ganzen das Ergebnis der früheren
Verhand=
lungen. Ich trete für Berlin ein, wenn auch der andere
vollendeter Kultur des Klanges eine Kunſt des Enſemble= ken beſtand keine Gefahr.
ſpiels vereinen, die ihren Leiſtungen ein hochkünſtleriſches
Neu=Strelitz, 27. Nov. (Ausgebrochener Ein= Gedanke, dem Reichsgericht dieſe Materie zuzuweiſen,
Gepräge gibt. Der Klang dieſes Inſtrumentalkörvers, brecher) In der letzten Nacht iſt der als ein ſchwereg nicht von der Hand zu weiſen iſt — Abg. Warmuth
(Reichspt.): Die in Vorſchlag gebrachten Städte Berlin,
ſonor und ſaftig, quillt aus italieniſchen Inſtrumenten von Junge bekannte Stellmacher Hoelke aus Berlin aus Hamburg und Leipzig haben alle etwas für ſich, da aber
wundervoller Ergiebigkeit, die von Meiſtern geſpielt wer= dem hieſigen Landgerichtsgefängnis ausgebrochen.
das Kolonialrecht auf preußiſchem Recht aufgebaut iſt,
den. Der Erfolg des Petersburger Streichquartets war
London, 27 Nov. (Unter Kohlen begraben.) würde es ſich empfehlen, auch einem preußiſchen
Gerichts=
ſeiner künſtleriſchen Bedeutung entſprechend,
außerordent=
lich”. — Das Dresdener Journal vom 1. November: Die Als der engliſche Dampfer „Tiger” in den Docks von Kap=hof die Ausführung dieſes Nebenamtes aufzubürden. Auch
Petersburger” „Brüſſeler” und „Böhmen”. . darüber ſtadt löſchte, ragte plötzlich aus einem Kohlenhaufen eine ich bitte um ſchleunige Behandlung dieſer Materie. — Abg.
ſind ſich heute wohl alle Kunſtfreunde einig, ſtellen den menſchliche Hand hervor. Beim Nachforſchen entdeckte man Waldſtein (Fortſchr. Volkspt.): Es iſt nicht angängig.
Höhepunkt des Quartettſpieles dar. Ein müßiges Unter=einen portugieſiſchen Neger, der elf Tage unter den Koh= daß wir, nachdem wir ſoeben zur Entlaſtung des
Reichs=
nehmen wäre es, ihre Leiſtungen miteinander vergleichen len begraben gelegen hatte. Der Neger konnte ſich unter gerichts die Hilfsſenate weiter beſtehen zu laſſen beſchloſſen
haben, nun wieder auf eine Ueberlaſtung des höchſten
Ge=
zu wollen. Jede der Vereinigungen hat ihren beſonderen der Hand des Arztes bald erholen.
Barcelona, 27. Nov. (Studentenſtreik.) Die richtshofes hinarbeiten. Es kommt nur Hamburg oder
Charakter, ihre Vorzüge und ein Gebiet, auf dem ſie ſich
am glänzendſten entfalten. Bei den „Petersburgern” und Studenten beſchloſſen mit einer Mehrheit von 600 Stim= Berlin in Frage. — Staatsſekretär Dr. Solf bittet um
ſchleunige Verabſchiedung der Vorlage.
„Böhmen” iſt es die Wiedergabe der Werke ihres natio= men den Streik.
Damit ſchließt die Debatte. Abg. Stolten zieht
Ferrol, 27. Nov. (Generalſtreik der
Arſe=
nalen Schaffens, die ſie unnachahmlich pflegen. Da ſtehen
ſie einfach „außer Wettbewerb”; denn das andere haben nalarbeiter.) Die Arbeiterſyndikate einſchließlich deslſeinen Antrag auf eine Kommiſſion von
ſie miteinander gemeinſam: die höchſte Kultur in dem 2u= Syndikats der Arſenalarbeiter haben den Generalſtreik 14 Mitgliedern zurück. Die Vorlage wird einer
Kommiſſion von 21 Mitgliedern überwieſen.
beſchloſſen.
ſammenwirken der vier Inſtrumente als gleichwertiger
Es folgte die erſte Leſung einer
Faktoren. Bei den „Petersburgern” kommt hinzu, daß ſie
über Inſtrumente verfügen, die ſeltener Art ſind und eine
Novelle zur Gewerbeordnung,
Deutſcher Reichstag.
oft ſchwelgeriſche Tonſchönheit entwickeln”
Wanderlager, Ausſchluß von Bernſtein vom Verkauf im
* Berlin, 27. Nov. Auf der Tagesordnung ſteht
Umherziehen uſw.
zunächſt die erſte Leſung eines
Miniſterialdirektor Caſpar: Der Entwurf will zu=
Reich und Ausland.
Geſetzes, betr. Aenderung der Gebührenordnung für nächſt das Verzeichnis der Waren, die vom Verkauf im
Zeugen und Sachverſtändige.
Aus der Reichshauptſtadt, 26. Nov. Von den zwei=
Umherziehen ausgeſchloſſen ſind, erweitern, da ſich
Miß=
ſtöckigen Straßenbahnwagen hat die Große Die Vorlage empfiehlt u. a. eine Vergütung bis zu 2 Mark ſtände auf dieſem Gebiete herausgeſtellt haben. Ueber
Berliner Straßenbahn=Geſellſchaft ein neues Modell her= für jede angefangene Stunde in beſonderen Fällen kann Einzelheiten wird in der Kommiſſion zu reden ſein, jedoch
ſtellen laſſen, welches geſtern in der Werkſtatt, Uferſtraße, dieſer Betrag auf 6 Mark erhöht werden. Bare Auslagen bitte ich um möglichſt ſchnelle Erledigung des Geſetzes.
Abg. Cohn= Sodann ſoll der Betrieb der Wanderlager von der
Er=
von den Vertretern der Aufſichtsbehörde beſichtigt wurde. können beſonders berechnet werden.
Der Wagen hat in der Mitte Doppeltüren für getrennten Nordhauſen (Soz.): Bedenken haben wir gegen den § 4a, laubnis der zuſtändigen Behörde abhängig gemacht wer=
Zu= und Abgang; von dem Vorraum führen beiderſeits wonach, falls in bürgerlichen Rechtsſtreitigkeiten die Par= den. Das vorhandene berechtigte Kaufbedürfnis ſoll nicht
gerade Treppen zu den oberen Plätzen empor, ſo daß auch teien mit den Sachverſtändigen eine beſtimmte Vergütung eingeſchränkt werden, wohl aber müſſen wir darauf ſehen,
hier eine Sonderung der zu= und abgehenden Fahrgäſte vereinbart haben, dieſe vereinbarte Vergütung zu gewäh= daß der Schaden für den ſeßhaften Handel wirkſam
be=
ſtattfindet Die Stzbänke ſind durchweg in der Längs=ren iſt, ſofern ein zur Deckung des Betrages hinreichender kämpft wird. — Abg. Brey (Soz.): Wir haben alle
Ver=
richtung des Wagens angeordnet; im oberen Raum ſind Vorſchuß gezahlt iſt. Ich beantrage, die Vorlage anlaſſung, uns mit größter Vorſicht allen Aenderungen
vier ſiebenſitzige Bänke ſo geſtellt, daß die Fahrgäſte Rük= an eine Kommiſſion von vierzehn Mitgliedern zu der Gewerbeordnung gegenüber zu ſtellen. Es iſt nicht
Abg. Werr (Zentrum): Wir be= angängig, die Autorität des Gendarmen den Hauſierern
ken an Rücken ſitzen und ſo die freie Ausſicht bequem ge= verweiſen.
nießen können. Unten befinden ſich 38 Sitz= und 16 Steh= grüßen die Vorlage da wir in ihr die Grundlage ſehen, gegenüber weiter zu ſtärken. Der Entwurf gleicht einem
plätze, oben 38 Sitz= und 4 Stehplätze; im ganzen faßt der die allgemeinen Beſchwerden des Publikums abzuſtellen, gewiſſen Tiere im Porzellanladen. Ich beantrage die Ein=
Wagen alſo 96 Perſonen. Im Oberſtock darf geraucht Gegen einige Beſtimmungen haben wir allerdings Be= ſetzung einer Kommiſſion von 14 Mitgliedern. — Abg. Irl
werden; es iſt daher für ausreichende Lüftungsanlagen denken, ſo hinſichtlich der Höhe der Entſchädigungsbeträge. (Zentr.): Der vorliegende Geſetzentwurf bietet recht
we=
geſorgt, ſowohl durch die unter dem Dachſims befindlichen Hierin dürfte die Kommiſſion, der wir zuſtimmen, noch nig. Er hätte auch zu der von uns angeregten wichtigen
Abg. Liſt=Eßlingen (natlib.): Frage Stellung nehmen ſollen, dem Ausländertum unter
Klappfenſter, wie durch einen elektriſch angetriebenen Ben= Aenderungen treffen.
tilator. Da die Wagen breiter (bis 2,2 Meter) gebaut ſind, 1 Die Vorlage enthält zwar nur die Erhöhung der Bezüge den Hauſierern entgegenzutreten. Dazu kommt, daß die
mußten ſie nach den Enden zu torpedoähnlich verjüngt wer=für Sachverſtändige, wir werden der Vorlage jedoch zu= Einſchulung der Hauſiererkinder die größten
Schwierig=
den, damit ſie bei Begegnungen in den Krümmungen ſtimmen, wenn auch die Zeugen leer ausgehen. Aufge= keiten bereitet Wir bitten um Einſetzung einer
Kommiſ=
genügenden Spielraum behalten. Der zweiſtöckige Wagen ſchoben iſt in dieſer Hinſicht hoffentlich nicht aufgehoben, ſion von 28 Mitgliedern. Wir wollen nicht den
Hauſier=
hat eine Länge von 13,5 Meter gegen 11 Meter der jetzt Wir freuen uns daß es durch dieſe Vorlage möglich ſein handel mit Stumpf und Stiel ausrotten, der ſeßzhafte
Ge=
im Betriebe befindlichen Motorwagen. Es dürften zunächſt wird, wirklich gute Sachverſtändige zu laden. Der bis= werbeſtand muß aber weitgehendſten Schutz finden.
Abg. Dr. Böttger (natlib.): Bei dieſem Entwurf
einige Probewagen gebaut werden. — In den letzten herige Zuſtand war eine Prämie auf Mittelmäßigkeit.
Tagen ſind Gerüchte verbreitet worden, wonach der Kai= Die Bedenken des Abg. Cohn gegen § 4a vermögen wir wird die Kommiſſionsberatung zwar noch mancherlei
Aen=
ſer in die Zwangslage geraten ſei, mehrere ſeiner nicht zu teilen. Wir erblicken in der Vorlage eine Ver= derungen herbeiführen können, aber wir halten eine Zu=
Schlöſſer zu veräußern und ſogar Schloß Mon= beſſerung unſerer Rechtspflege. — Abg. Dr. Haas=Baden ſammenſetzung der Kommiſſion aus 14 Mitgliedern für
bijou mit ſeinem Park und Muſeum verkauft werden ſolle. (Fortſchr. Volkspt.): Der Entwurf ſcheint im allgemeinen ausreichend. Der Hauſierhandel erfordert unbedingt eine
Dieſe Gerüchte ſind, wie eine Korreſpondenz erfährt, voll= gut zu ſein, wenngleich es wohl beſſer wäre, den Satz von Einſchränkung, zumal manche recht zweifelhafte Elemente
Nummer 289.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 28. November 1913.
Seite 6.
i e ete i emtet ete ten ehirne mnter eer en n e ien t Se enrirent
nen muß vorgebeugt werden, auch ſind die Wanderlager beſprach weiter die Stellung der Großmächte zueinander, durch Fragen, die ſich erhoben, infolge der blutigen Ers
zu bekämpfen, weil ſie meiſtenteils Schund auf den Markt wobei er die günſtigen Folgen der guten Beziehungen eigniſſe, die das Gleichgewicht auf dem Balkan
verän=
bringen. — Abg. v Payer (Fortſchr. Volkspt.): Wir zwiſchen Deutſchland und England hervorhob. Die Polen derten. Italien arbeitete tüchtig in der vollſtändigen
Uebereinſtimmung mit den verbündeten Mächten und dank
haben alle Veranlaſſung, bei dem Entwurf mit größter würden für das Budget ſtimmen.
Der Ausſchuß nahm nach einer längeren Rede des ſeiner freundſchaftlichen Beziehungen zu den anderen Mäch=
Vorſicht ans Werk zu gehen. Eine Kommiſſion von 21
Mitgliedern dürfte ausreichend ſein. Wenn auch das ſeß= Miniſters des Aeußern, in der er die Ausführun= ten mit, um die ſchwerſten Konflikte zu verhüten.
Der=
hafte Gewerbe geſchützt werden muß, ſo därf doch der gen und Anfragen der Mitglieder der Delegation beant= gemeinſame Wunſch aller Mächte, alle aufgetretenen Meis
Hauſierhandel nicht für vogelfrei erklärt werden. Auch iſt wortete, das Budget des Miniſteriums des nungsverſchiedenheiten auf friedlichem Wege zu löſen,
die Annahme falſch, daß die Hauſierer durchweg arbeits= Aeußern im allgemeinen mit großer Mehrheit an. In führte zu den Uebereinkommen, die ein großes Glück für
ſcheue Subjekte ſind. Im Intereſſe der Konſumenten kön= der Spezialdebatte wurde der Dispoſitionsfonds des Mi= die Sache des Friedens und der Ziviliſation waren. Sch
nen wir uns mit der dieſe Frage betreffenden Faſſung niſters mit 12 gegen 6 Stimmen. nämlich 3 Tſchechen, die wünſche jetzt, daß für die durch die blutigen Kriege ſo
der Vorlage nicht einverſtanden erklären. — Abg. Graf Deutſchnationalen Langenhan, Waldner und Ellenbogen, grauſam geprüften Balkanvölker eine Zeit des Friedens
v. Carmer=Zieſerwitz (konſ.): Die Kommiſſion wird angenommen. Ein Tſcheche hatte die Sitzung verlaſſen. und der Wohlfahrt anbrechen möge. Die Erfahrungen in
beſonders darauf achten miſſen, daß die Ausländer beim
* Wien, 27. Nov. Im Heeresausſchuß der dieſen letzten, ſo bewegten Zeiten zeigten, daß die Grup=l
Hauſierhandel gänzlich ausgemerzt werden. Das Verbotöſterreichiſchen Delegation gab der Leiter des pierung der Großmächte in dem Dreibund
des Hauſierhandels mit Blumen= und Gemüſeſamen möchte Finanzminiſteriums, Freiherr v. Engel, auf Wunſch und der Tripelentente ein
Kräftegleichge=
ich dringend zur Annahme empfehlen. Die Prüfung der eines Delegierten verſchiedene Aufklärungen. Er betonte, wichtſchafft, das die größte Gewähr für die Erhaltung
Bedürfnisfrage der Wanderlager muß von vornherein von er billige den Grundſatz, daß regelmäßig wiederkehrende des Friedens iſt. Wir müſſen für unſeren Teil dieſes
Reichs wegen feſtgeſetzt und nicht dem Ermeſſen der Auslagen möglichſt ohne Inanſpruchnahme von Gleichgewicht bewahren, indem wir die Stärke von Heerl
Landeszentralbehörden überlaſſen werden. In dieſem Kreditoperationen gedeckt würden. Der Stand und Marine in dem Verhältnis, das unſerer politiſchen
Sinne werden wir in der Kommiſſion mitarbeiten.
der Einnahmen ſei keineswegs ſo ungünſtig, daß er zu Stellung entſpricht, aufrecht erhalten. Das Parlament
Aba. Dr. Hegenſcheidt (Reichspt.): Wir begrüßen die irgend welchen Beſorgniſſen Anlaß gebe. Auch die Be= wird als ſicherer Beſchützer der höchſten Intereſſen des
Aenderungen, die der Geſetzentwurf vorſieht, mit Freude. gebung der Rente vom Sommer 1913 ſei durchaus nicht Landes in den Grenzen unſerer wirtſchaftlichen Verhält=
Auch die Uhren ſollten vom Hauſierhandel gänzlich aus= auf eine bedenkliche Beengtheit der Finanzverwaltung zu= niſſe darauf ſehen, daß Heer und Marine in die Lage
ver=
geſchloſſen werden.
rückzuführen, ſondern es ſei ſelbſtverſtändliche Pflicht der ſetzt werden, ihre hohe Aufgabe zu erfüllen.
Darauf wird vertagt. Nächſte Sigung Freitaa, Finanzverwaltung geweſen, von der Kreditermächtigung
Die Löſung der großen Probleme, die ich erwähnte,
1 Uhr pünktlich: kurze Anfragen, ſozialdemokratiſche behufs Stärkung der Kaſſenbeſtände angeſichts der un= verlangt als notwendige Grundlage ſolide Finans
Interpellationen, betreffend Zabern und ruhigen Zeiten Gebrauch zu machen. Die Informationen zen. Die Tatſache, daß wir einen langen Krieg ausge=
Rüſtungskommiſſion, Wahlprüfungen, Fort= der Finanzverwaltung ließen erwarten, daß der Geldmarkt halten haben, ohne weder den Bau öffentlicher Arbeiten,
ſetzung der heutigen Debatte Geſetz, betr. Wiederaufnahme im Jahre 1914 günſtiger als gegenwärtig ſein werde. noch die Ausgeſtaltung der Zivilverwaltung zu
verlang=
im Beamtendiſziplinarverfahren. — Schluß 6¼ Uhr.
Wegen militäriſcher Erforderniſſe würden keineswegs die ſamen und ohne an ausländiſches Kapital zu appellieren,
Inveſtitionsauslagen auf anderem Gebiete zurückgeſtellt. ſtellte den italieniſchen Kredit auf die feſteſte Grundlage=
Dieſe Kraft müſſen wir unverſehrt aufrecht erhalten durch
Parlamentariſches.
die ſtrengſte Wahrung der Intereſſen des Schatzes, wohet
Der Finanzausſchuß der Zweiten Cröffnung des italieniſchen Parlaments. wir auch die notwendigen Opfer, denen ſich die
Vaterlands=
liebe der wohlgeſtellten Klaſſen nicht verſagen wird, ins=
Von
Kammer ſetzte geſtern ſeine Beratungen fort.
* Rom, 27. Nov. Die Thronrede, mit der der
Auge faſſen. Die Legislaturperiode, die heute eröffnet
ſeiten der Regierung nahmen Staatsminiſter Dr. von König das Parlament eröffnete lautei: Ich wird, bildet den Anfang eines neuen Abſchnittes unſerer
Ewald, Geh. Legationsrat Dr. Neidhart, die entbiete meinen Gruß den Vertretern der Nation, die zum Geſchichte. Das Unternehmen in Lybien, das allgemeins
Staatsräte Dr. Becker, Dr Beſt und Oberfinanzrat erſtenmale nach dem allgemeinen Wahlrecht mit dem Aus=
Balſer an der Sitzung teil. Es wurde nach Darlegungen druck größeren Vertrauens gewählt ſind. Mögen Sie, die Wahlrecht und die raſche Entwickelung der modernen Welt
des Herrn Staatsminiſters beſchloſſen, die Amtsge=alle geſellſchaftlichen Schichten des Volkes vertreten, eing öffnen neue Horizonte und bieten in ihren Erwägungen
neue und große Probleme dar. Die Hiſſung des
italieni=
richtsdirektoren inden Städten Darmſtadt, Mainz, ſichere Beſchützerin ſeiner geſetzmäßigen Intereſſen und
ſchen Banners auf dem anderen Ufer des Mittelmeeres
Offenbach, Worms und Gießen entſprechend der Regie= der lebendigen Ideale des Vaterlandes ſein. (Beifall.)
rungsvorlage zu verwilligen. Dagegen mußte der Aus= Vor zwei Jahren fand das erſte halbe Jahrhundert unſe= bedeutet eine tätigere Teilnahme an der Löſung der Bras
bleme der auswärtigen Politik. Die neue italieniſche Erde
ſchuß wegen Difſerenzierung mit den inneren Juſtiz= res nationalen Lebens ſeinen Abſchluß mit einer
Ueber=
erwartet dieſes Werk der Ziviliſation, in deren Namen
beamten davon abſehen die Repräſentationsgelder für ſchau, die der ganzen Welt die Fortſcheitte zeigte, die wir ſie beſetzten. Der Ruf zum politiſchen Leben, der an
die Provinzialdirektoren Darmſtadt und Gießen aufrecht Italien durch die Einigkeit und Freiheit errungen hat. Die zahlreiche Reihen des Volkes erging, die vorher von der
zu erhalten. Sodann wurde über die Anrechnung der Be= zweite Hälfte ſetzt mit der Erwerkung einer Kolonie ein, Teilnahme daran ausgeſchloſſen waren, bedeutet eine
förm=
ſoldungsvordienſtzeit nochmals mit der Regierung ver= die Italien den Platz ſichert, der ihm im Mittelmeer zu= liche Verpflichtung, die Prüfung derjenigen Probleme, die
handelt, die Beſchlüſſe aber bis auf Freitag vertagt. Der kommt, und mit dem Geſetze, welches anerkennt, daß alle ſie unmittelbar intereſſieren, an die erſte Stelle zu rücken,
allgemeine Bericht über die Beſoldungsordnung wurde im Italiener das Recht haben, an dem politiſchen Leben teil= Der hiſtoriſche Zeitabſchnitt, der jetzt beginnt, wird einen
weſentlichen fertiggeſtellt und verleſen.
zunehmen. (Bravo, Zuſtimmung.) Der glänzende
An=
neuen Schritt zum Wohlſtande und der Größe des
Vater=
fang des neuen geſchichtlichen Zeitabſchnittes gibt uns die landes bedeuten, wenn wir die hohen Tugenden, von
Zuverſicht, daß der Aufſtieg unſeres Landes immer ſicherer denen das italieniſche Volk einen ſo heldenhaften Beweis
und dauernder ſein wird. (Lebhafter Beifall.) Das
Badiſcher Landtag.
gegeben hat, ans Ziel zu führen verſtehen werden.
Unternehmen in Lybien gab uns zu gleicher Zeit mit der
Lebhafter Beifall und andauernde Rufe: Es lebe der
* Karlsruhe, 27. Nov. Bei der heute mittag halb großen Kolonie und einer ſtäckeren und angeſeheneren po= König!, Es lebe die Königin! — Auch ſonſt wurde die
12 Uhr erfolgten feierlichen Eröffnung der
litiſchen Stellung das Bewußtſein von den Tugenden Thronrede an den wichtigſten Punkten von lebhaftem Bei=
Ständeverſammlung hielt der Großherzog unſeres Volkes (Anhaltender Beifall), von einer ſicheren fall unterbrochen.
folgende Thronrede: Edle Herren und lieben Freunde! und ruhigen Beſtändigkeit und dem Gleichmut mit dem
Ich heiße Sie bei dem Eintritt in Ihre Beratungen herz= es den ſchweren Opfern begegnet iſt, ſohald es ſich um die
lich willkommen. Ihre wichtigſte Aufgabe wird die Feſt= Ehre und das Glück des Landes handelt. Die rührenden
Franzöſiſche Kammer.
ſtellung des Staatshaushalts für die kommenden 2 Jahre Kundgebungen, die von allen Volksklaſſen und in allen
* Paris, 27. Nov. Die Kammer ſetzte heute die
ſein. Die Anforderungen, die das Reich zur Sicherung Teilen Italiens den Soldaten bereitgt wurden, als ſie Erörterung des Geſetzentwurfes über den Schutz der
ſeiner Macht an die deutſche Steuerkraft ſtellen muß. haben ſchieden, um ihre Pflicht zu erfüllen und als ſie wieder=Urſprungsbezeichnungen fort. Ackerbauminiſter
eine weſentliche Steigerung erfahren. Die zur Deckung kamen, nachdem ſie ſie heldenhaft erfüllten, haben gezeigt, Clementel verteidigte dem Abgeordneten D u b ockis
der jüngſt verabſchiedeten Wehrvorlage geforderten großen wie mächtig das vaterländiſche Gefühl in dem italieniſchen gegenüber energiſch den Artikel 7, der das Recht an dieſen,
Opfer werden für die nationale Ehre und Sicherheit wil= Volke ſich geltend machte. Die Tugenden unſeres Volkes Bezeichnungen für den vorhergehenden Nutznießer auftscht
lig getragen, können aber auf unſer Wirtſchaftsleben nicht fanden ihren höchſten Ausdruck in unſerer Armee und erhält, ohne Beeinträchtigung der Rechte, welche andere
ohne Einfluß bleiben. Die Finanzlage des Landes hat ſich Marine denen ich meinen Beifall ſpende, indem ich zu= Intereſſenten vor den Gerichten erwerben könnten. Zum
günſtig geſtaltet. Es iſt möglich geworden, Ihnen einen gleich bewegten Herzens der Tapferen gedenke, die durch Schluß ſeiner Rede ſtellte Clementel — nur für
in allen Teilen reich ausgeſtatteten Etat vorzulegen. Seine ihren Tod den Boden Lybiens für Italien heilig
mach=
ſeine Perſon — die Vertrauensfrage.
Der
Ausgleichung konnte ſchon mit Hilfe eines Teiles der in ten. (Stürmiſcher Beifall.) Mit der Erwerbung Lybiens Artikel 7 wurde durch Handaufheben angenommen. Die
den Betriebsfonds der allgemeinen Staatsverwaltung ſtellt ſich Italien vor eine große ziviliſatoriſche Aufgabe, letzten Artikel und ſchließlich das Geſetz als Ganzes
wur=
angeſammelten Ueberſchüſſe bewerkſtelligt werden. Um deren erſtes Ziel es eben ſein muß, uns die eingeborene den durch Handaufheben ohne Widerſpruch
angenom=
dieſen erfreulichen Zuſtand auch für die Zukunft nach Bevölkerung zu aufrichtigen Freunden zu machen, indem men. Vor der Abſtimmung erklärte Clementel auf
Möglichkeit zu ſichern, werden Ihnen einige Vorſchläge wir ihre Religion, Familie und Eigentum achten und ſie Befragen, daß das Geſetz den Zweck verfolge der
Regie=
finanztechniſcher Art zugehen. Das ſchien beſonders ge= die Wohltaten der Ziviliſation ſchätzen lehren. Das fried= rung Waffen in die Hand zu geben, um den franzöſiſchen
boten, weil die allgemeine Wirtſchaftslage Deutſchlands
und damit auch das Erwerbsleben unſeres Landes ſich liche Einvernehmen mit dieſer Bevölkerung wird unſerem Urſprungsbezeichnungen im Auslande Achtung zu
ver=
wirtſchaftlichen Unternehmungsgeiſt ein großes Feld der ſchaffen. — Die Kammer begann heute nachmittag die
leider wieder ungünſtiger zu geſtalten beginnt. Infolge Betätigung vorbereiten und es in nicht zu ferner Zeit Beratung des Geſetzentwurfes betreffend die 3
prozen=
wiederholter Fehlherbſte befindet ſich der Winzerſtand in
möglich machen, daß der Strom der Auswanderung, an= tige Emiſſion der ewigen Rente zur
Dek=
ſchwieriger, teilweiſe bedrängter Lage. Meine Regierung ſtatt ſich ganz fremden Ländern zuzuwenden, doch nach kung der außerordentlichen militäriſchen
wird Ihnen Vorſchläge zur Linderung unterbreiten. Die dieſen weiten Gebieten gelenkt wird während die Tapfer=Ausgaben und der Ausgaben für Marokko. Jaurss
Geltungsdauer des Geſetzes über die Aufbeſſerung gering keit des Heeres und der Marine die Erwerbung Lybiens begründete ſeinen bereits geſtern gemeldeten Antrag und
beſoldeter Pfarrer aus Staatsmitteln ſoll verlängert wer= beendete und zu Ende führte und die Weisheit des Par= verlangte Vertagung der Debatte bis die Regierung
poſi=
den, da die Kirchen zur genügenden Beſoldung ihrer Geiſt=laments eine Reform ſchuf, welche über fünf Millionen tive Garantien gegeben habe. Er kritiſierte ſodann das
lichen eines ſtaatlichen Zuſchuſſes nicht entbehren können. Bürger zu dem politiſchen Leben berief Dieſe Reform politiſche und finanzielle Regime und erklärte, die An=
Die Frage der Einführung der Verhältniswahl für die wird zue notwendigen Folge eine Richtung in der Geſetz=leihe würde nur einen Teil des angeſammelten Defizits
Wahlen zur Bweiten Kammer der Ständeverſammlung, gebung haben, die gleichzeitig verbeſſerte geiſtige, mo= decken.
die auf dem ltzten Landtage in beiden Kammern erörtert raliſche und wirtſchaftliche Lebensbedingungen der Volks=
* Paris, 27. Nov. In der Begründung der
ſozia=
wurde, iſt in der Zwiſchenzeit von meiner Regierung einer klaſſen bezweckt, eine angeſpanntere Produktion, welche das liſtiſchen Reſolution erklärte Ja ur és:
Nie=
eingehenden Prüfung unterzogen worden. Das Ergebnis Niveau des nationalen Reichtums hebt, immer in der Er= mals ſei die internationale Lage günſtiger geweſen, um
wird Ihnen in einer Denkſchrift demnächſt mitgeteilt
wer=
den. Die Denkſchrift über die Vereinfachung der Staats= innerung deſſen, daß der größte Koeffizient des Volks= die Frage des Schiedsgerichts aufzuwerfen
als=
wohlſtandes im ſozialen Frieden liegt und daß nur die jetzt, wo ſich im Mittelmeer neue Gegenſätze geltend
verwaltung, welche im letzten Landtag nicht mehr zur Be=
Blüte von Ackerbau und Induſttie das Wohlbefinden der machen, wo Deutſchland ſeine Militärmiſſion nach
Kon=
ratung gelangte, wird Ihnen, auf den heutigen Stand Volksklaſſen ſichern kann. (Lebhafter anhaltender Beifall.)
ſtantinopel entſende, wo England großen nationalen
Be=
der Verwaltung und des Verfahrens ergänzt, von neuem
Wir müſſen daher die ſoziale Geſetzgebung zugunſten der wegungen in Indien und Aegypten gegenüberſtehe, und
vorgelegt werden. Unter den Geſetzesvorlagen, die meine Arbeiter vervollkommnen, die großen Intereſſen von wo die Völker unter der langen Balkankriſe ſchwer gelitten
Regierung Ihnen auf verſchiedenen Gebieten der Staats= Ackerbau und Induſtrie pflegen und der Handelsmarine, hätten. Deutſchland, Frankreich und England hätten
wäh=
verwaltung unterbreiten wird, ſind von größter Bedeutung die ein mächtiger Faktor der Wohlfahrt für den Handel rend dieſer Kriſe erfolgreich die Rolle mäßigender Fakto=
Entwürfe über Berufsvormundſchaft und über die Neu=
und die Kraft des Landes iſt, eine zähe Pflege widmen. ren geſpielt. Welche unſchätzbare Bürgſchaft für den
Welt=
regelung der Umzugskoſten der Beamten. Wenn Ihnen
hiernach in der heute beginnenden Tagung auch keine gro= Da man den Wert eines Volkes in der modernen Weltfrieden wäre eine Verſtändigung zwiſchen dieſen drei
nach dem Grade ſeiner Kultur bemißt, müſſen wir durch Mächten! (Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten
ßen geſetzgeberiſchen Aufgaben geſtellt ſind, ſo eröffnet ſich die wirkſamſten Mittel dafür ſorgen, daß der Volksſchul= und einem großen Teil der Radikalen.)
Miniſterpräſident=
roch Ihnen ein reiches Arbeitsfeld. Mit Vertrauen, edle
unterricht raſch auf alle Bürger ausgedehnt, immer mehr Varthou antwortete betreffend der von Jaurés aus=
Herren und lieben Freunde, ſehe ich Ihrer verſtändnier vervollſtändigt, der gewerbliche und landwirtſchaftliche geſprochenen Befürchtung, daß in Marokko eine
fol=
vollen Mitarbeit entgegen, die dem Vaterlande zum Segen Unterricht ausgeſtaltet und die mittlere Schulbildung genſchwere Expedition nach Taza vorbereitet werde, er
gereichen möge.
eine ernſthafte Erzieherin werde, angepaßt den Fähig= könne die Verſicherung geben, daß gegenwärtig keine
be=
keiten der italieniſchen Jugend und den Notwendigkeitenwaffnete Expedition vorbereitet werde: aber es
des Lebens ſowie auch ein mehr und mehr vertiefter könne der Augenblick kommen, wo eine ſolche Expedition
Aus der öſterreichiſchen Delegation.
Fachſchulunterricht den ruhmreichen Traditionen der unvermeidlich würde. (Froniſche Heiterkeit.) Die Ver=
* Wien, 27. Nov. Im Ausſchuß der öſterreichi= italieniſchen Univerſitäten entſpreche. (Beifall.) Indem bindung Algeriens mit Marokko ſei eben eine
unabweis=
ſchen Delegation für auswärtige Ange= wir uns unſeres Ruhmes erinnern, ſollten wir eiferſüch= liche Notwendigkeit. Die Forderung Jaurés, daß
Frank=
legenheiten erklärte der Delegierte Waldner (deut= tig auf die Erhaltung des künſtleriſchen Erbes unſerer reich die Initiative ergreife, um das allgemeine
Schieds=
ſcher Agrarier), die Enthüllung des ſerbiſch=bul=Väter ſehen und darauf achten, daß die künſtleriſche Kultur gericht vorzuſchlagen, müſſe er ablehnen. Könne man
gariſchen Geheimvertrages beweiſe glänzend der neuen Geſchlechter der italieniſchen Traditionen wür= denn Frankreich zumuten, daß es das Schiedsgericht auch
die Notwendigkeit der Schaffung eines Albaniens. Die dig ſei. Auf dem Gebiete der Geſetzgebung wird man mit für jene Fragen, welche die nationale Ehre berühren, bes
von langer Hand vorbereitete panſlawiſtiſche Agitation der Reform des bürgerlichen Geſetzbuches beginnen müſſen, antrage? (Lebhafter Beifall bei einem Teil der Linken, im
Rußlands müſſe die ſtärkſte Feſtigung des Dreibundes bil= um der Frau die Stellung zu geben, die ihr in der Familie Zentrum und rechts.) Im Haag hätten ſich die Mächte der
den, gegen welche die beabſichtigte Einkreiſung der Mo= zukommt Auch die Refom der= Zivilgerichtsbarkeit muß Tripelentente für die Ausdehnung der Schiedsgerichtsins
narchie in letzter Linie gerichtet war Die Enthüllung des in Angriff genommen werden, um das Verfahren zu be= ſtitutionen ausgeſprochen, die Weigerung ſei von der ans
Vertrages werde auch auf das Verhältnis Oeſterreich= ſchleunigen und jedermann zugängig zu machen. Endlich deren Seite gekommen. — Die von den Sozialiſten begn=
Ungarns zu Rumänien vorteilhaft einwirken, Kadleakmuß die Handelsgeſetzgebung den veränderten Verhält=tragte Vertagung der Anleihe wurde ſodann mit
(katholiſcher Tſcheche) erklärte, die Tſchechen ſuchten inner= niſſen im Handels= und Kreditweſen angepaßt werden.449 gegen 148 Stimmen abgelehnt.
halb der Monarchie ihre Zukunft und wollten, daß die Die Beziehungen zwiſchen Kirche und Staat ſind weiſe ge=
Vorteile des Bündniſſes mit Deutſchland gewahrt blieben, regelt durch unſere Geſetze auf der Grundlage größter
Sport, Spiel und Turnen.
wenn das Bündnis auch nicht den Gefühlen aller ent= Reliaionsfreiheit, die jedoch niemals zu einer Einmiſchung
ſpreche. Graf Pininski (Pole) wünſchte, daß die Mo= der Kirche in die Beſugniſſe des Staates führen darf, weil
* Pferdeſport. Rennen zu Auteuil, 27 Nod.
narchie ſich Bulgarien zuliebe nicht erponiere. Das Be= der Staat, der allein der Vertreter der Geſamtheit der Prix du Calvados; 3000 Franes: 1. Comte J. Lahens
kanntwerden des Geheimvertrages müſſe beſonders ab=
Bürger iſt, keine Beſchränkung ſeiner Souveränität dul=Negro (Hawkins), 2. Apiariſt, 3. Mario. 22:10; 11. 15.
lühlend wircken. Von größter Bedeutung ſei die Wieder= den kann, (Lebhafter Beifall.) Eine ſchwere Beuneuhig= 19110. — Prix Count Schomberg; 4000 Francs: 1. Gaut=
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15
Nummer 289.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 28. November 1913.
Seite 7.
ſienolre de Tours Marimeite 7 (J. Dara), 2. Gendre de eines Hundehubi, die mit ungelintelter Naiwiät anſcha= heit verſähumt werden foll, mit den anderen Ländern die
Chne, 3. Sainte Freya. 2410; 13, 23, 51:10. — Prir lich gemacht werden, waltet ein heiterer Humor. Nichts freundſchaftlichſten Beziehungen zu unterhalten.
Duquesne; 10000 Francs: 1. A. Veil=Picards Zénith II Nebenſächliches lenkt ab. Die Kenntnis um die formalen
* Durban, 27. Nov. Zwiſchen der Polizei und
(Parfrement, 2. Ramage, 3. Douvres. 18:10; 13, 16:10. Bedingungen künſtleriſcher Wirkung kommt unaufdringlich Indiern kam es auf einem Grundſtück in Blackburn
Prix Regalia; 4000 Franes: 1. Mme. S. H. Plums zur Geltung. Blätter, wie jenes mit der Flucht der Lieb= im Diſtrikt Mount Edgecombe zu einem ernſthaften
Kamrei (J. B. Moreau), 2. Joghi, 3. Jquem. 20:10; lingskatzen auf Schoß und Kopf der beſtürzten Tante wer= Zuſammenſtoß: fünf Indier ſollen getötet wor=
12, 13:10. — Prix de Bagatelle; 4000 Francs: 1. E. Har= den dem unbewußt künſtleriſch empfindenden Kind und den ſein.
douins La Topaze (Riolfo), 2. Better, 3. Bull Dog. dem bewußt empfindenden Erwachſenen die gleiche unge=
Peking, 27. Nov. Juanſchikai hat acht Per=
62110; 30, 26.10. — Prix Glyeine; 4000 Francs: 1. Lepetits trübte Freude bereiten. Die begleitenden Verſe ſchmie= ſonen in den Zentralverwaltungsrat der Re=
Lynx Eyed (Powers), 2. Ullapoal, 3. Kis Betyar. 42:10; gen ſich den Bildern mit natürlicher Sachlichkeit und freund= gierung ernannt, unter ihnen den früheren Miniſter des
20, 73, 23:10.
lichem Humor aufs beſte an. Sie ſind gotztlob frei von Aeußern Liangtunyen und den früheren Vizekönig
allem Moraliſieren. Die witzige Schlußpointe aber iſt von Hunan, Litſchingfi. Außer dieſen acht Perſonen
geradezu geiſtreich. Alles in allem: Ein Buch, das ſich entſendet jedes Miniſterium einen Vertreter in den Zen=
Luftfahrt.
ſehr viele Kinder vom Chriſtkind wünſchen werden und tralverwaltungsrat, deſſen Eröffnung nach der Ankunft
Der Prinz Heinrich=Flug 1914.
das auch manchen Eltern eine heitere Stunde ſchenken der Vertreter der Provinzen erfolgt.
* Straßburg, 27. Nov. Die Ausſchrei= kann. — Die techniſche Ausſtattung (L C. Wittichſche
Hof=
buchdruckerei Darmſtadt) iſt muſtergültig.
HB Rom, 27. Nov. Die italienfreundlichen
bungen zum Prinz Heinrich=Flug im Jahre
Aeußerungen des Grafen Stürgkh in den
1914 ſind jetzt fertig geſtellt und werden in einer
Delegationen machen hier einen ausgezeichneten Eindruck,
für Sonntag, den 30. dieſes Monats, nach Frankfurt ein=
Zur Lage in Mexiko.
zumal ſie geeignet ſcheinen, die in jüngſter Zeit beſtandene
berufenen Sitzung des Arbeitsausſchuſſes, zu der die Ver=
Verſtimmung aufzuheben oder doch zu mildern. Die
Tri=
treter der Südweſtgruppe und die der Nordweſtgruppe des
* Mexiko 27. Nov. Nach einer Depeſche aus Tam= bung hebt das herzliche Echo hervor, das Stürgkhs Worte
Deutſchen Luftfahrerverbandes und des Kölnpr Klulspieo drohten die Aufſtändiſchen, die Helreſervoire in der öfſentlichen Meinung finden, und erinnert auch an
für Luftfahrt eingeladen ſind, beraten werden. Der Fertig= von Tampico, die oberhalb der Stadt gelegen ſind, zu die Begnadigung des jungen Irredentiſten Sterle.
Da=
ſtellung der Ausſchreibungen gingen längere Verhand= zerſtören, wenn das Kanonenboot „Bravo”, das die Bun= mit werde immer mehr jenes herzliche Einvernehmen der
lungen mit der Konvention der Flugzeuginduſtriellen vor=destruppen unterſtützt, ſich nicht entferne. Die Aufſtän= beiden Völker zur Wahrheit, ohne daß ſelbſt die mühſamſte
aus. Einem Wunſche der Induſtrie folgend, ließen die diſchen ſollen wenig Ausſicht auf die Einnahme Tampicos Arbeit und der beſte Wille der beiden Regierungen zweck=
Veranſtalter die urſprüngliche Abſicht, leichte Einſitzer= haben, ſolange der „Bravo” den Verteidigern Hilfe leiſtet. los wären
Fahrzeuge zuzulaſſen, fallen. Die Ausſchreibungen wer= Die von den Europäern in der Hauptſtadt eingerichtete
den die Mitnahme eines Paſſagiers (Beobachters) vor= Organiſation iſt eifrig an der Arbeit. Die fremden Ein=
Folgenſchwere Exploſion.
ſchreiben. Das Flugunternehmen ſoll, die Genehmigung wohner hoffen, ſich über eine Oertlichkeit zu verſtändigen,
* Wittenberg, 27. Nov. In den Sprengſtoffwerken
vorausgeſetzt, vom 17. bis 25. Mai 1914 vom Start gehen, wo ſie ſich ſammeln können und welche als neutral
be=
trachtet werden würde. Es ſind Schritte getan für den der Weſtfäliſch=Anhaltiniſchen Sprengſtoff=Aktiengeſell=
Ankauf von 1000 Rindern, 100 Milchkühen, 1500 Hammeln ſchaft bei Reinsdorf ereignete ſich heute nachmittig eine
Flieger=Abſturz.
und anderen Lebensmiteln für die Dauer mehrerer Exploſion, durch die zwei Drockenhäuſer in
* Mourmelon, 26. Nov. Ein Militär=Wochen. Der engliſche Geſandte hat die engliſchen Unter= die Luft geſprengt wurden. Die Urſache iſt noch
doppeldecker mit zwei Inſaſſen iſt an der Grenze tanen aufgefordert, ſich in eine Liſte in der Geſandtſchaft nicht feſtgeſtellt. Zwei Arbeiter ſind tot; ob unter
der Departements Marne und Aube abgeſtürzt. Dereinzutragen. Auch die däniſchen Untertanen die keine den Trümmerhaufen noch mehr Opfer liegen, iſt noch nicht
Benzinbehälter explodierte und die beiden Flieger ver= diplomatiſche Vertretung haben, laſſen ſich zu ihrem Schutze feſtgeſtellt.
brannten. Der Abſturz des Doppeldeckers ereignete in die Liſte der engliſchen Geſandtſchaft aufnehmen.
ſich etwa 4 Kilometer von dem nächſten bewohnten Orte.
König Ferdinand.
* Madrid, 27. Nov. Die Regierung beſchloß, un=
Die Urſache des Unfalls iſt noch unbekannt. Es iſt verzüglich ein Kriegsſchiff nach Veracruz zu
HB Wien, 27. Nov. König Ferdinand von Bulgarien
unmöglich, die vollſtändig verkohlten Leichen zu erkennen. ſenden.
wurde heute vormittag vom Kaiſer in Audienz empfan=
Nur ein Militärtaſchentuch und die Schuhe ſind unverſehrt
gen. Die Begrüßung war äußerſt herzlich. Der Beſuch
geblieben. Aus ihnen ſchließt man, daß es ſich um ein
dauerte 40 Minuten. In der öſterreichiſchen Preſſe werden
Militärflugzeug handelt.
Letzte Nachrichten.
heute dem König Ferdinand die bitterſten Vorwürfe
ge=
macht darüber, daß er im Juni vergangenen Jahres einen
* Paris 27. Nov. Die Identität der beiden
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
offiziellen Beſuch gemacht habe, gleichzeitig aber auch ſchon
bei Epernay durch einen Abſturz verunglückten und ver=
* Berlin, 27. Nov. Der Bundesrat hat heute den Vertrag und die Militärkonvention mit Serbien
unter=
brannten Militärfliager konnte noch immer nicht
ermittelt werden. Man hat bisher nach den Uni= dem Geſetzentwurf, betreffend die Handelsbeziehungen zum zeichnet habe, die ſich gegen Oeſterreich wenden. Wie
dem=
formſtücken nur feſtgeſtellt, daß der eine ein Artillerie= britiſchen Reiche, zugeſtimmt Zur Annahme ge= gegenüber in öſterreichiſchen Delegationskreiſen erklärt
offizier, der andere ein Sappeur war. Der Artillerie=langten die Vorlage, betreffend Aenderungen in den wird, iſt der König im Juni v. J. ſofort nach der
unter=
offizier war allem Anſchein nach der Lenker, der Sappeur für die Verzollung maßgebenden Tara= und Tacazuſchlags= zeichnung der beiden Abkommen nach Wien gekommen
ſätzen; die Vorlage, betreffend den Entwurf von Ausfüh= und hat dem Kaiſer und dem Thronfolger genaue
Mit=
der Beobachter.
rungsvorſchriften zu § 9 Abſatz 1 des Reichsſtaatsange= teilungen über den Vertrag gemacht und verſichert, daß
* Paris, 27 Nov. Die bei Epernay
verunglück=
ren Militärflieger ſind der Artillerieleutnant hörigkeitsgeſetzes und die Vorlage betreffend die Entwürfeer nur mit Rückſicht auf die Strömungen in Bulgarien ge=
Briault und der Chauffeur Brouillart. Die bei= von Aufnahme= Einbürgerungs= und Entlaſſungsurkunden, zwungen wurde, dieſen Vertrag zu unterzeichnen, er aber
den waren geſtern vormittag vom Flugfelde Mont=St. Cyr ſowie von Urkunden zur Beſcheinigung der Staatsange= niemals und unter keinen Umſtänden den gegen
Oeſter=
reich=Ungarn gerichteten Teil des Vertrages und der
Mili=
hörigkeit.
aufgeſtiegen, um nach dem Lager Moailly zu fliegen.
* Berlin, 27 Nov. Die Darmſtädter Bank er= tärkonvention durchführen würde.
* Dresden, 26. Nov. Zum erſten Male wurde richtet am 1. Januar 1914 eine Niederlaſſung in
Von der engliſchen Marine.
geſtern durch den Fallſchirmkünſtler Thomick Mainz mit der Uebernahme der Geſchäfte der dortigen
HB London, 27. Nov. Faſt ſämtliche Zeitungen geben
ein Abſturz von dem Zeppelinſchiff „Sachſen” ausgeführt. Bankfirma Schmitz, Heidelberger und Co., an der ſie
bis=
heute eine Nachricht der Wochenſchrift Truth wieder, nach
Der Fallſchirm blähte ſich nach etwa 30 Meter Fallen auf. her kommanditariſch beteiligt war
* München, 27. Nov. Der Magiſtrat ſchloß mit der jüngſt alle Seelords reſigniert hätten weil der Mal=
Thomick landete trotz heftigen Schwankens des Schirmes
einer amerikaniſchen Firma in Pittsburg einen Vertrag rineminiſter Churchill ſich perſönlich in die Angelegenheit
glatt in einiger Entfernung.
ab zur Lieſerung von 400 Milligramm Radium=eines jüngeren Offiziers einmiſchte, die nach den
beſtehen=
ſubſtanz zur Bekämpfung der Krebskrank=den Vorſchriſten und Gewohnheiten von einer Kommiſſion
hätte erledigt werden miſen. Die Seelords hätten den
heit zum Preiſelvon 70 000 Mark
Der Brand des „Volturno‟.
* Düſſeldorf. 27. Nov. Das Schwurgericht ver= Marineminiſter Churchill zuerſt ſehr höflich auf dieſen
* London, 26. Nov. Vor dem Handelsamt iſt urteilte den Fabrikarbeiter Faßbender aus Korſchen= Umſtand aufmerkſam gemacht, und als dieſer auf ſeiner
heute der Brand des „Volturno” verhandelt wor= broich wegen des am 19 Juni in der Nähe von Neuß an eigenmächtigen Einmiſchung beſtanden hätte, hätten ſie
den. Der Anwalt des Amtes erklärte: Das Schiff führte dem Fabrikarbeiter Dorſten begangenen Raubmordes ſämtlich erklärt, reſignieren zu müſſen. Das ſoll ſehr ſchnell.
eine Meinungsänderung des impulſiven Marineminiſters
19 Boote, welche noch 150 Perſonen mehr aufnehmen konn= zum Tode und dauerndem Ehrverluſt.
ten, als an Bord waren. Gegenüber der Erfahrung bei der
* Dresden, 27. Nov. In der Zweiten Kammer herbeigeführt haben. Da die liberalen Blätter dieſe Nach=
„Titanic” ſei bemerkenswert, daß der Menſchenverluſt ge= erklärte Finanzminiſter v. Seydewitz zu der Frage des richt nicht beſtreiten, ſondern ohne Kommentar abdrucken,
ringer geweſen wäre, wennder„Volumo”keine Bootege=angeblich zwiſchen Preußen und Sachfen be=kann ſie wohl nicht aus der Luſt gegriffen ſein.
führt hätte, denn alle benutzten Boote ſeien verunglücktſo daßſtehenden Eiſenbahnkrieges, daß ein ſolcher
Preußiſch=Süddeutſche Klaſſenlotterie.
viele Perſonen ertrunken ſeien. Die Schiffsladung beſtand tatſächlich nicht beſtehe. Selbſtverſtändlich mache ſich
* Berlin 27. Nov In der heutigen
Vormittags=
in Fäſſern mit Oel und Teer, in Torf. Lumpen und ſtroh= zwiſchen den Eiſenbahnverwaltungen ein gewiſſer
Wett=
verwickelten Flaſchen. Daher glaubte der Kapitän und bewerb geltend der aber nur Verbeſſerungen bringen ziehung der Preußiſch=Süddeutſchen Klaſſenlotterie fielen:
wer ſonſt die Ladung kannte, das Schiff müſſe jeden könne. Seitens der beteiligten Regierungen geſchehe alles, 15000 Mark auf Nr. 11000: 10000 Mark auf Nr. 138187
Augenblick untergehen. Der Kapitän, der Chefingenieur um den Wettbewerb in lohalen Grenzen zu halten. Die 151246 193845; 5000 Mark auf die Nr. 78020 8155m
und zwei Matroſen bauten die ganze Nacht an Flößen, Regierungsvertreter kämen zweimal jährlich auf Konf== 154282 171494 220872: 3000 Mark auf die Nr. 3091
um die noch an Vord befindlichen 300 bis 400 Menſchen zu renzen zuſammen, um etwa entſtehende Unzuträglichkeiten 9891 10507 11916 18893 19104 28 294 36521 37418
retten. Als die Boote der anderen Schiffe ankamen, rief zu beſeitigen. Ein Umwegfahren im Güterverkehr zwiſchen 39058 39 418 40 025 45 377 49117 50 485 58841 65 681
der Kapitän den Auswanderern zu, über Bord zu ſprin= Sachſen und Preußen findet nur in geringem Umfange 80 041 86877 91919 93 183 94498 104695 105 643
gen. Als ſie ſich weigerten, ſprangen die Ingenieure und ſtatt, jedenfalls nicht ſo, daß die Verkehrsintereſſen da= 106 456 108 125 121897 122227 138522 142610 148 733
150 152 157228 177172 177410 192 152 205 039 206 471
mehrere Matroſen voran, um ihnen den Weg zu zeigen. durch geſchädigt würden.
* Graz. 27. Nov. Nachdem in den letzten Tagen 209 922 215 195 219969 223510 225 471 227926. — In
Lord Deſart, der den Vorſitz führte, erklärte daß ſie nach
italieniſche Studenten, welche die Errichtung einer ita= der Nachmittagsziehung fielen: 100000 Mark auf Nummer
guter ſeemänniſcher Tradition gehandelt hätten,
lieniſchen Fakultät wünſchen, wiederholt lärmend 74530; 50 000 Mark auf Nr. 103604: 10 000 Mark auf
demonſtriert haben, wobei die Wache einſchritt, kam es Nr. 4548 55 492 133 155 138 539; 5000 Mark auf Nr.
Landwirtſchaftliches.
heute an der Univerſitätsrampe zwiſchen deutſchen mit 28995 78 479; 3000 Mark auf Nr. 11033 14 494 15391
— Frankfurt a. M., 27. Nov. Schlachtvieh= flawiſchen Studenten einerſeits und italieniſchen Studen= 29726 33954 36530 36825 37821 37859 40 645 55 270
markt. (Amtlicher Bericht.) Auftrieb: Rinder 142 Stück, ten andererſeits, zu einem Zuſammenſtoß. Ein ſtar= 60537 73115 82694 83 224 103 466 105 534 106 169
darunter 27 Ochſen, 2 Bullen, 113 Färſen und Kühe; 767 kes Polizeiaufgebot machte dieſem raſch ein Ende Acht 106240 108754 112160 120 148 123 291 136 249 139 89
Kälber, 270 Schafe, 950 Schweine. Preiſe für 50 Kilo= Deutſche wurden durch Stockhiebe am Kopfe verletzt. Ein 143 275 148933 157386 177472 184911 210 423 212324
gramm Lebendgewicht: Kälber: Feinſte Maſt= (Vollm.= Reichsdeutſcher erlitt eine bis auf den Knochen reichende 214184 215 239 217492 221402 232924. (Ohne Gewähr.)
Maſt) und beſte Saugkälber 68—70 Mark (Schlachtgewicht Wunde Die Italiener zogen mit ihren Verletzten ab.
Briefkaſten.
113—117 Mk.); mittlere Maſt= und gute Saugkälber 60—65
* Sofia, 27. Nov. Das offiziöſe Blatt Echo de Bul=
Stammtiſch G. Der Inhaber eines Jagdwaffenpaſſes
Mark (102—110 Mk.); geringere Saugkälber 54—58 Mark garie tritt den in der ausländiſchen Preſſe verbreiteten
(921—98 Mk.). Schafe: Maſtlämmer und jüngere Maſt= Gerüchten über eine angebliche Kriſis in Bul=darf die Jagd nur im Beiſein des Jagdpächters ausüben.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
hammel 50—52 Mark (85—88 Mk.); ältere Maſthammel garien und eine angebliche Abdankungsabſicht des Kö=
und gut genährte Schafe 43—44 Mark (90—92 Mk.); mäßig nigs entgegen und ſagte: Die verleumderiſche Kampagne
Se
genährte Hammel und Schafe (Merzſchafe) 34—37 Mark wird dazu beitragen. alle Herzen um den Thron des
(82—88 Mk.). Schweine: Fettſchweine über 3 Zentner nationalen Zaren zu ſcharen. denn Bulgarien bedarf mehr
Nafurreine Originelgewächse aus erster Hand.
Lebendgewicht 56—59 Mark (72—74 Mk.); vollfleiſchige denn je der Klugheit und Weisheit des Königs.
* Bukgreſt, 27. Nov. Das Exekutivkomitee der kon=
Schweine über 2,5 Zentner Lebendgewicht 55—57 Mark
1911. Kestener Herrenberg . . . Fl. 1.70
(70—73 Mk.); vollfleiſchige Schweine über 2 Zentner ſervativen Partei hat einſtimmig Majoreseu zum
Gewächs Ferres
Lebendgewicht 56—59 Mark (72—74 Mk.); vollfleiſchige Parteiführer gewählt.
1911. Piesporter Pichter . . . . Fl. 2.50
* Paris, 27. Nov. Wie halbamtlich gemeldet wird,
Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht 56—58 Mark
Gewächs J. Hain
(70—72 Mk.). Marktverlauf: Kälber und Schafe ruhig, hat die franzöſiſche Regierung bei den zuſtändigen
Be=
hörden dagegen Einſpruch erhoben daß die
Fran=
wird geräumt; Schweine gedrückt, bleibt Ueberſtand.
1908. Niedermenninger Herrenberg Fl. 3.25
ziskaner an der Erlöſerkirche zu Feruſa=
Gewächs Reichsgraf von Kesselstatt
lem dem dortigen italieniſchen Konſul die
Literariſches.
Ehren erwieſen haben, welche ausſchließlich dem
Fl. 4.-
1908. Ohligsberger
C Aus dem Leben eines Hundebubi. Ein franzöſiſchen Konſul gebühren, und ſo den überlieferungs=
Gewächs Exzell. Frhr. v. Schorlemer
köſtliches Kinderbuch daran auch mancher Erwachſene mäßigen Vorrechten Frankreichs im Orient Abbruch
ge=
ſeine helle Freude haben wird, iſt ſoeben, rechtzeitig ge= tan haben.
* Paris, 27. Nov. Nach einer offiziöſen Meldung hat
nug, um noch den Weihnachtstiſch zu ſchmücken, erſchienen.
(Verlag von Sufanne Homann=Darmſtadt.) Die Auto= die bulgariſche Regierung in der Frage der in
rin der wohl Buſchſchen Geiſt atmenden, aber doch ganz Griechenland gefangen gehaltenen Komitatſchis den
eigen empfundenen Bilder und der anſpruchsloſen Schiedsſpruch Frankreichs angerufen.
London, 27. Nov. Das neue Panzerſchiff
humorerfüllten Weſen und Wiſſen des Kindes trefflich
Rechnung tragenden Verſe iſt die junge Stuttgarter „Emperor of India” mit einer Waſſerverdrängung
Künſtlerin Clara Fauſer. Für Kinder zeichnen kann von 25 000 Tonnen und einer Geſchwindigkeit von 22
See=
nur, wer ſie liebt, ſagt mit Recht Dr Hans Hilde=meilen iſt auf der Barrowſchen Werſt von Stapel ge=
6
brandt in dem Proſpekt, den er dem Büchlein mit auf lauſen.
London, 27. Nov. In einer Verſammlung der
den Weg gibt und wer ſie ſo voll verſteht, daß er in
Ge=
danken an ſie wieder als Kind zu empfinden vermag. nationalen liberalen Vereinigung in Leeds bildete den
Darum gibt es ſo wenige gute Kinderbücher. Die an= Hauptgegenſtand der Beratung eine Reſolution, betr.
Ein=
ſpruchsloſe Arbeit Clara Fauſers, einer jungen Stutt=ſchränkung der Rüſtungen. Dabei wurde betont,
garter Künſtlerin, ſcheint mir ein ſolches zu ſein. Ueber daß mit dem Wachstum der Flotte eine ſteigende Steuer= (2hn=
11.2
dieſen harmlos luſtigen Geſchehniſſen aus dem Leben laſt verbunden ſein müſſe und daß deshalb keine Gelegen=
Nummer 289.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 28. November 1913.
Seite 8.
halbar, naturgetren, Dr. Kuhns ſpaſtert, heimkebrend. „Senegambiat 26. Nov. 7 Uhrt
Gottesdienſt der israelitiſchen Religionsgemeinde.
Locken Sadulinwaſſer, 1.00, 0.80, 0.60, 30 Min. morgens Dover paſſiert, heimkehrend. „Sithonia‟
Haupt=Synagoge (Friedrichſtraße 2).
Pomade 1.50, 1.00. Franz Kuhn, Kron.=Parf., I 26. Nov. in Hongkong, ausgehend. „Südmark” 25. Nov.
Freitag, den 28. November:g
Nürnberg. Hier: F. B. Grodhaus, Seifenf. von Colombo nach Suez. — Verſchiedene Fahrten;
Vorabendgottesdienſt 4 Uhr 30 Min.
a. weiß. Turm, ſowie in Apoth., Drog. u. Parfüm. (V,7300 „Aleſia”, von Indien kommend, 24. Nov. 8 Uhr abends
Samstag, den 29. November:
Gibraltar paſſiert. „Rhenania” nach Afrika, 24. Nov.
Morgengottesdienſt 9 Uhr. Predigt 9 Uhr 30 Min.
von Suez. „Slavonia” nach Weſtafrika, 25. Nov. 11 Uhr
A
Sabbatausgang 5 Uhr 20 Min
AS
Z.
morgens Cuxhaven paſſiert.
S 2
4₰
4
Gottesdienſt in der Synagoge der israelitiſchen Religions=
Amtlicher Wetterbericht.
geſellſchaft.
uig Nauerileller Kauarlastung Ss
Samstag, den 29. November:
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Vorabend 4 Uhr 10 Min. Morgens 8 Uhr. Nachmittags
(
Frauer-Blousen, rauer-Rocke
Ein Ausläufer tiefen Druckes, der heute nach Oſt=
4 Uhr. Sabbatausgang 5 Uhr 20 Min.
deutſchland und Rußland ragt. verurſachte geſtern in Wochengottesdienſt von Sonntag, den 30. November, and
Seg, Trauer-Mäntel, Trauer-Stoffe
Deutſchland bei lebhaften Winden verbreitete Regenfälle.
Morgens 7 Uhr Nachmittags 4 Uhr.
3.
Ueber Island iſt eine neue Depreſſion erſchienen, die uns
NB. Sonntag, den 30. November:
bald beeinflüſſen dürfte. Wir haben daher vorläufig keine
In reicher Auswahl!
Rausch Chaudesch Kislew.
weſentliche Aenderung unſerer Witterung zu erwarten.
Tageslanewer.
Anderungen sofort!
Vorausſichtliche Witterung in Heſſen am Freitag,
Wir
28 Nov.: Vorwiegend trüb und wolkig, ſtrichweiſe Regen;
Freitag, 28. November.
Temperatur wenig geändert.
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr Ende 10¾ Uhe
Gebr. Höslein.
(Ab. D): „Mignon”.
„ Ludwigsplatz.
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
Lichtbilder=Vortrag von Referendar Krebs im
g
30 B—
Saale der Landesbaugewerkſchule (Skiklub).
2
Vortrag von Pfarrer Dr Kirſch un 8½ Uhr im
4464a
„Fürſtenſaal” (Akademiſcher Bismarckbund)
Danksagung.
Bierabend des Vogelsberger Höhenklubs in der
Brauerei Fay.
Dampfernachrichten.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
Konzerte: Hotel Heß um 3 Uhr. — Bürgerkeller um
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
8 Uhr.
an dem Ableben unſerer lieben Couſine, Tante
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
(B24741
und Freundin
Gewerbebibliothet, Vorbilderſammtung
Nordamerika: „Armenia”, von Neu=York kommend,
und Patentſchriften=Auslegeſtelle (Neckars
26. Nov. 2 Uhr 20 Min. morgens auf der Elbe.
Fräulein
ſtraße 3). Geöffnet Werktags von 8½—12½ Uhr und
„Bosnia” 25. Nov. 3 Uhr 15 Min. nachm. von Baltimore
nach Hamburg. „Piſa”, von Baltimore kommend,
von 3—5½ Uhr, ausgenommen Samstags nachmittags
25. Nov. 7 Uhr abends Dover paſſiert. — Weſtindien,
Frieda Metzler
Mexiko: „Steigerwald” nach Havanna und Mexiko,
Druck und Verlag: L. C. Wtllich’ſche Hofbuchdruckerei,
25. Nov. 8 Uhr abends von Bilbao. „Wasgenwald‟
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
15. Nov. in Veracruz. — Oſtaſien: „Ambria‟ 25. Nov.
ſagen wir herzlichſten Dank.
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
8 Uhr morgens in Neu=York. „Andaluſia”‟ 25. Nov.
redaktionellen Teil: Max Streeſe; für den Inſeratenteil,
6 Uhr morgens von Yokohama nach Vancouver.
Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem Geſchäfts=
Die trauernden Hinterbliebenen.
„Emden” 26. Nov. in Singapore, ausgehend. „Fürſt
leben: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt. — Für den
Bülow‟ 25. Nov. nachm. von Taku nach Dalny.
redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an die
„Goldenfels” 25. Nov. in Bangkok, ausgehend. „Liberia”
Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Darmſtadt, den 27. November 1913.
25. Nov. 6 Uhr morgens Gibraltar paſſiert, heimkehrend.
Honorarforderungen ſind beizufügen, nachträgliche werden
„Preußen” 24. Nov. 8 Uhr abends Gibraltar paſſiert,
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
ausgehend. „Sachſen” 25. Nov. 1 Uhr nachm. Gibraltar
zurückgeſandt.
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Kurſe vom 27. November 1913.
29/10 Oeſt. Südb. (Lomb.) 52,40 3½ Frankf. Hypoth.=Bank
3½ Offenbach . . . . . . .
7 Schuckert, Nürnberg . . 147,10
76,00
84,30
Raab=Oedenburg.
4 Wiesbaden . . . . . . 95,30
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
12 Siemens E Halske . 212,25
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
4 Kronprinz Rudolfbahn
3½), do.
In Proz. Zf.
In Proſ.12 Bergmann Eletr. .
Zf.
S. 15—19, 21—26 93,50
125,00 4 Ruſſ. Südweſt . . . . . 85,00
4 Worms . . . . . . . . 93,90
5 Agentinier . . . . . . . 97,30 10 Deutſch. Ueberſee Electr. 163,00 4½ Moskau=Kaſan . . . 94,10 4 Hamb. Hypoth.=Bank . 95,00
Staatspapiere.
3½ do.
86,80
77,00
80,2025 Gummi Peter . .
84,90 3½
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 99,30
do.
do.
84,00 4 Liſſabonner v. 1888 .
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,20
3½ Deutſche Reichsanl. . 85,104½ Chile Gold=Anleihe. 90,0030 Adler: Fahrradwerke
4 Wladichawchas . . . . 85,00 3½
Verzinsliche
76,20
Kleyer . . . . . . . 361,004 Rjäſan Koslow . . ..
84,20
do.
5 Chineſ. Staatsanleihe. 97,20
Anlehensloſe.
90,0012 Maſchinenf. Badenia 125,00
99,004½
3 Portugieſ. Eiſenb. . . . 69,20 4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
do.
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Badiſche . . Tlr. 100—
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83,20
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3½ do. (unk. 1914) . . 83,00
do.
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3½
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4 do. Goldrente . . . 88,100 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 22,50
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.. . . 149,50 5½ Deutſche Effekt.= und
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3½ do.
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Nummer 289.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 28. November 1913.
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licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Pinſcher, 1 Jagdhund (zugelaufen). Die Hunde können
von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden.
Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werktag, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
(24701
Frauenverein der evangeliſchen Lukasgemeinde.
Weihnachtsbitte.
Wie in früheren Jahren bitten wir auch diesmal wieder um
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gütige Zuwendung von Gaben für unſere Weihnachtsbeſcherungen
zum Beſten der Kleinkinderſchule (Kiesſtraße 50) und bedürftiger
Gemeindeglieder.
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Und alles bloß, weil ich Mamſellchen ſo hübſcher finde?
Na, ſo was! rief er ärgerlich lachend und leerte dann
entgegnete der Hauptmann beluſtigt. Beſter Malwitz, ich übermütig ſein Glas.
Einer vom Himmel.
liebe nun mal die Weiblichkeit, wenn ſie ſich hold zeigt,
Wimbach nickte ihr lächelnd zu und ſagte: Sie haben
Humoriſtiſche Novelle von Alwin Römer.
mehr als vom Becher exaltiert. Bacchantinnen ſind mir ein da wundervolle Aepfel auf dem Wandſims ſtehen. Das
(Nachdruck verboten.)
Greuel.
ganze Zimmer duftete danach, als wir eintraten.
Mein liebes Fräulein, ſagte er darauf, wenn unſer
Sommermaränen! beſtätigte ſie ſtolz. Die ſchönſten
Hilde war ein bißchen rot geworden bei dieſer
Aeuße=
guter Malwitz das Wort hat, kommt ein anderer nicht auf.
rung Wimbachs. Klang es nicht, als ob er fürchtete, ſie ſuche ich immer heraus als Zimmerſchmuck. Urväterſitte
Ich kenne auch Berlin nicht halb ſo gut wie er. Zumal
könne ſich wirklich einen Rauſch antrinken, wenn ſie dem in Pommern. Aber das wiſſen Sie gewiß ſelbſt.
von den hm . . . . Kaſinobällen habe ich mich ganz zurück=
Er beſtätigte es ihr, worauf ſie ſich erhob und eine der
Leutnant Beſcheid täte? Einen Augenblick lang zuckte es
gezogen.
Er iſt nämlich ein kleiner Philiſter, der arme Haupt= ihr in den Fingerſpitzen, nun erſt recht nach dem Glaſe zu rot leuchtenden Früchte vom Brett nahm. Wer hat
Appe=
greifen und den Zutrunk des guten Jungen mit dem offe= tit von den Herren? fragte ſie und ließ ihre heiteren,
mann, unterbrach ihn Malwitz lachend. Aber Sie haben
nen, luſtigen Weſen zu erwidern. Aber dann fühlte ſie, blauen Augen von einem zum anderen gehen. Es iſt
ja noch immer nichts getrunken, Mamſellchen? Nichts da ohne hinzu ſehen, wie die Augen des ernſteren Mannes der ſchönſte, den wir in dieſem Jahre gepflückt haben.
— gemogelt wird nicht! Trinken Sie mal aus, damit ich erwartungsvoll auf ihr ruhten. Und dieſe Augen hatten
Na, da geben Sie ihn mir als Verſöhnungszeichen
wieder einſchänken kann.
eine eigentümliche Kraft, der ſie ſich vergeblich zu erweh= und erſte Gunſtbezeigung, Fräulein Paris! rief der Leut=
Ach, nein, Herr Leutnant, erklärte ſie haſtig und hielt
ren ſuchte. Die trotzige Anwandlung verflüchtete ſich un= nant launig.
beide Hände über ihr Glas, ich danke wirklich ſehr, ich
Wimbach wollte ſich bei dieſem Wettbewerb nicht
aus=
ter dieſem Blick, und ſie erklärte, ſich zu Malwitz
wen=
möchte lieber nichts mehr trinken. Ich glaube, es bekommt
ſchließen. Wenn Sie ihn wirklich opfern wollen, ſo —
dend: Alſo, es bleibt dabei: genötigt wird nicht!
mir nicht.
Wieſo, Fräulein Paris? fragte ſie jedoch zunächſt, ſich
Natürlich, da Sie Beiſtand gefunden haben, müſſen
Unſinn! polterte er heraus. Reden Sie mal ein
Macht=
erſtaunt geberdend, als habe ſie zuvor nie eine Silbe von
Sie ſich noch mehr zieren. Aber, es iſt ein Unſinn, redete
wort als Alterspräſes, Wimbach! Sie glaubt, es bekommt
dem griechiſchen Unheilſtifter vernommen. Was ſoll das
ſich der Leutnant in Eifer, denn, wer bei Tage einen
kräf=
ihr nicht. Hahahaha!
heißen?
Der Hauptmann warf erſt einen Blick auf das junge tigen Korn nicht verſchmäht, der kann auch abends —
Ja, ſo, bemerkte Malwitz darauf, Monſieur Paris
Mädchen, aus deſſen Händen er nachmittags eine halbge=
Fangen Sie ſchon wieder von der dummen Flaſche an? kennen Sie hier nicht? Iſt am Ende auch nicht zu
verlan=
füllte Branntweinflaſche in Empfang genommen hatte, unterbrach ſie ihn, zornig werdend. Die gehörte ja gar gen in Hinterpommern. Oder iſt das noch Vorderpommern
dann zuckte er die Achſeln und ſagte lächelnd: Haben Sie nicht mir.
hier? — Na, alſo dieſer Glückspilz kriegte eines Tages
nicht ſelbſt vorhin den Grundſatz aufgeſtellt, daß man nie=
Na, natürlich! lachte er ſpöttich. War nur aus Ver= mal Beſuch von drei wundervollen Frauenzimmern, die
mand in ſeinem Glauben ſtören ſolle?
ſehen in Ihre Taſche geraten! Na, Mamſellchen, Schwamm nebenbei auch noch Göttinnen waren, was bei wirklichen
Ach, das war doch etwas ganz anderes, rief Malwitz drüber! Aber, nun ſtoßen Sie endlich hübſch mit mir an; Schönheiten ja eigentlich ſelbſtverſtändlich iſt. Die hatten
verdrießlich. Aber, ich merke ſchon, daß ich mich korrigie= denn ſo jung kommen wir auf keinen Fall wieder zu= nun einen beinahe ebenſo großen Apfel wie dieſen, um
den ſie ſich in den Haaren lagen, weil er für die Schönſte
ren muß in Beziehung auf Philiſtertum: Sie ſind nicht ſammen.
ein kleiner, wie ich vorhin gutmütig, wie ich nun mal bin,
Wenn Sie mich ſo abfertigen, erſt recht nicht, erklärte von ihnen beſtimmt war. Der liebe Paris aber ſollte
geſagt habe, Sie ſind ein ausgewachſener, ein linker Flügel= ſie entrüſtet. Eſſen Sie lieber einen Apfel, der ſtillt den entſcheiden, wer von ihnen den größten Anſpruch darauf
hätte.
mann, ein —
Durſt auch, aber ſteigt nicht in den Kopf.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 28. November 1913.
Nummer 289.
Seite 14.
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Telephon 1107.
Und wie entſchied er? fragte ſie, als er innehielt.
duziert haben, und Nummero zwei heben Sie nur lieber Sie warten ließ. Ich hatte eine Ueberraſchung für Sie,
Natürlich ſah er ſich die drei erſt hölliſch gewiſſenhaft auf für Ihre künftige Frau Gemahlin als Morgengabe. — Klaus Wittenſand hatte Nachricht mit nach Wildenhorſt
an; dabei ließ ſich jedoch der Schlauberger auch noch von Haben Sie etwas Reelleres, Herr Hauptmann?
genommen zu Herrn v. Reidersberg, dem auch
Jaſpers=
jeder etwas verſprechen, damit er ihn an die Meiſtbietende
Ich gebe Ihnen die Hälfte ab, wenn Sie ihn mir hagen gehört —
losſchlagen konnte. — Gerieben, nicht? — Die eine nun ſchenken, ſcherzte dieſer.
Herrn v. Reidersberg? fragte elektriſiert Malwitz,
wollte ihm die Weisheit mit Löffeln beibringen; von der
Das ließe ſich ſchon eher hören, ſagte ſie ſinnend.
Das iſt doch die Möglichkeit!
anderen ſollte er Serbien, Bulgarien und die angrenzen=
Und ich mache Ihnen eine Liebeserklärung mit allen
Ich hatte geglaubt, er würde herüberkommen und Sie
den Raketenkiſten geſchenkt bekommen; die dritte endlich Schikanen, trumpfte übermütigMalwitz.
begrüßen. Er kann aber nicht abkommen, wie er ſchreibt.
verſprach ihm eine gewiſſe Frau Helena, geborene Leda,
Wollen Sie die nicht lieber zu der kleinen Villa im Sie möchten ihm die Ehre geben und ihn in Wildenhorſt
die aber ſchon mit einem Herrn Menelaus verheiratet Berliner Tiergartenviertel legen? bemerkte ſie ironiſch.
auſſuchen. Leider hat der Bote ihm nicht mitgeteilt, daß
war, zum Weibe. Das war nämlich ein richtiger Aus=
O, bitte, mein Herz hat vier Piécen. Für ſolch kleines er auch noch nach Zagenthin zur Poſt mußte, und bringt
bund von Schönheit, wenn auch nicht gerade von Tugend, Mamſellchen iſt da immer noch Platz, lachte er keck. Alſo, nun dieſen Brief zu einer Zeit, wo Sie kaum noch
Nei=
was ja leider Gottes öfter vorkommen ſoll
ich kriege den Apfel — he?
gung haben werden —
Na — und?
Sie war heftig errötet über ſeine letzte Antwort; aber
Reidersberg? Wildenhorſt? Und dieſe Klitſche
Er fiel auf Nummero drei herein, der arme Kerl.
ſtatt ihn zu rügen, horchte ſie jetzt angeſpannt in die Nacht hier gehört ihm auch? rief Malwitz, der vor Neugier zu
Und Sie denken nun, wenn ich dieſen Apfel vergebe, hinaus. Durch das offene Fenſter, das die funkelnden vergehen ſchien. Aber, Mamſellchen, warum haben Sie
muß ich gleichfalls ſo unbeſonnen handeln, wie dieſer Sterne am klaren Septemberhimmel ſichtbar werden ließ, denn das nicht früher verraten? Selbſtverſtändlich wären
Paris?
wurde Hufſchlag hörbar.
wir hinübergezockelt. Sagen Sie ſelbſt, Wimbach, iſt das
Malwitz zuckte die Achſeln. Wenn ich ihn kriege, dür=
Das iſt Klaus Wittenſand, der von der Poſt zurück= nicht ſchnurrig? Bei demſelben Reidersberg war ich vor
fen Sie mi: noch ſchlimme Sachen ſagen, bemerkte er da= kommt, ſagte ſie und eilte hinaus, dem Reiter entgegen. vier Wochen zur Hühnerjagd eingeladen. Konnte leider
zu mit ſeiner liebenswürdigen Unverfrorenheit.
Na, Klaus, hörten die Beiden ſie draußen rufen, nur keinen Urlaub kriegen. Ich hätte wahrhaftig nicht
Eingebildet ſind Sie wirklich nicht, Malwitz! lachte kümmt de Herr nich?
übel Luſt, noch den Verſuch zu machen und
etwas unſicher der Hauptmann.
Nä, antwortete Klaus, hei kann nich. Awer, hier is
Es iſt zehn Uhr, lieber Freund. Mann wird Sie
Na, alſo, was wird? ermunterte ſie Malwitz.
's Brief för Sei, Frölen.
kaum noch erwarten.
Darf ich es nicht wie Paris machen und mir erſt
Das weitere verklang, weil der Knecht inzwiſchen ab=
Soll ich anſpannen laſſen, fragte Hilde.
etwas verſprechen laſſen? fragte ſie ſchalkhaft.
geſtiegen ſein mochte und ſein Pferd über den Hof führte.
Auf keinen Fall! Morgen iſt auch noch ein Tag, und
Sehr vernünftig gedacht! Alſo, was ſoll ich aufmar=
Endlich erſchien ſie wieder, aber nicht mehr in der wer weiß, ob’s drüben ſo behaglich geweſen wäre wie
ſchieren laſſen, Mamſellchen? entgegnete der Taugenichts.
freien, leichtbeweglichen Art, die ſie ſo entzückend gekleidet. hier bei Ihnen, Mamſellchen. Jetzt erhebe ich das Glas
Wollen Sie einen Stern vom Himmel heruntergeholt ha= Ein Hauch von plötzlicher Beklemmung ſchien ihr ange= und bitte um Beſcheid; haben Sie aufrichtiger Dank für
ben? Oder möchten Sie lieber — eine kleine Villa im flogen zu ſein. Sie zögerte leicht, ehe ſie das erſte Wort die prächtige Aufnahme, die Sie uns gewährt haben. Auf
Berliner Tiergartenviertel?
ſprach, und man hörte ihr an, wie ihre Stimme leiſe Ihr Wohl‟
Das erſtere wird Ihnen wohl kaum gelingen, wenn zitterte.
Sie wurde rot, griff aber nach ihrem Weinkelch und
Sie ſich heute nachmittag auch als kühner Luftſchiffer pro=
Sie müſſen ſchon entſchuldigen, meine Herren, daß ich ließ ihn gegen den ſeinen anklingen. (Fortſetzung folgt)
[ ← ][ ][ → ]
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Nummer 289.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 28. November 1913.
Seite 15.
3
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unſere Kolonien?
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119195 122118 127887 180850 141020 143649 149396
Kragen, insbeſondere aus Dauerwäſcheſtoff. Offenbacher
168745 167802 168226 202359 203245 204030 204386
* Vor einiger Zeit brachte das Miſſionsorgan, die Celluloid= und Kautſchukwarenfabrik Kohl u. Wengenroth,
204742 211020 213996 2250da
von Profeſſor D. Warneck gegründete „Allgemeine Miſ= Offenbach a. M. 16. 7. 13. O. 8001. 21c. 576 548. Elektei=
152 Gewinne zu 1000 Mk. 8013 13973 14121 18892
ſſionszeitſchrift”, eine bemerkenswerte Statiſtik über die zitätsſparer. Alfred Scholze, Mainz-Koſtheim, Main=
19109 24896 25041 27184 28949 38361. 41770 45577
jährlichen. Ausgaben der evangeliſchen pfortſtraße 12. 12. 8. 13. Sch. 49 339. 33 b. 576 046, Hand=
49376 50810 53599 58629 59661 62207 77654 79363
MMiſſionen in den deutſchen Kolonien. Es täſchchen, deſſen Zupfer als Spiegel oder dergl. ausgebil=
82226 82660 88324 89011 89867 92542 96230 97029
wurde darin ein Geſamtreſultat von annähernd 3¼ Mil= det iſt. Volkert u. Schröder, Offenbach a. M. 22. 16. 13.
97740 100354 100714 102312 103010 106349 107154
lionen Mack berechnet, wovon allerdings rund 1 Million V. 11 842. 33b. 576 479 Mehrteiliger Taſchenbügel. Me=
107691 109420 120472 130360 130957 133631 185072
auf ausländiſche, beſonders engliſche Miſſionen entfällt, tallwarenfabrik Lämmerſpiel, G. m. b. H., Lämmerſpiel
141007 141254 141582 147059 15279a 153679 159009
die ſchon ſeit Jahrzehnten in unſeren Kolonien arbeiten. bei Offenbach a. M. 6. 10. 13. M. 48 199. 33 b. 576 751.
162749 165183 167548 168229 168952 173755 17701s
177700 178281 179415 191545 194179 195958 197949
Danach geben die deutſchen evangeliſchen Miſſionen jähr= Annäh=Taſchenbügel. Fa. E. Ph. Hinkel, Offenbach a M.
199066 201220 202743 207379 214672 218906 219308
llich rund 2¼ Millionen Mark für unſere Kolonien aus. 27. 10. 13. H. 63 468. 41c. 576825. Hutanhänger in der
219851 221383 222947 222997 228902 232368
In Wirklichkeit iſt dieſe Summe heute bereits nicht un= Schleife. A. Roſenthal u. Co Darmſtadt. 25.
206 Gewinne zu 5o0 Mk. 378 2183 4100 65s0 655o
erheblich höher, da die Ausgaben der Miſſionen von Jahr 10. 13. R. 37 468. 44 a. 576 466. Wäſcheknopf. Offenbacher
14227 14548 14583 14707 15316 21502 22545 26463
zu Jahr ſteigen, verſchiedene Miſſionsgeſellſchaften in Oſt= Celluloid= und Kautſchukwarenfabrik, Kohl u. Wengenroth,
26833 27242 29652 34175 39621 40789 45867 602gs
ſafrika, Kamerun und Togo neue Arbeitsgebiete in An= Offenbach a. M. 21. 7. 13. O. 8020. 47b. 576 462. Univer= 51499 52036 53119 55191 55466 58501 59455 59557
griff genommen haben und in Oſtafrika inzwiſchen auch ſalgelenk. Fa. Ludwig Haege, Offenbach a. M. 14. 7. 13.
59768 62187 62595 62952 68274 64374 66125 69533
zwei Geſellſchaften, die Neukirchener und Breklumer, ganz
75309 76917 62261. 6a062 60661 97066 101995
Ineu in die Arbeit eingetreten ſind. So wird man nicht H. 61 858.
102986 111529 113846 117799 126266 126574 126922
fehlgreifen, wenn man heute die finanziellen Opfer der
127117 130145 136286 136358 138891 144730 145204
deutſchen evangeliſchen Miſſionen für unſere Kolonien auf
Literariſches.
147310 148017 148287 150037 151683 151923 152014
rund 2½ Millionen Mark berechnet. Bei einer Geſamt=
— Die Spekulation Coſta Negra. Ein
155189 158334 158585 160351 163709 164695 170224
ausgabe von rund 8600000 Mark kommen ſomit den Ko= Abenteurerbuch. Preis broſchiert 4 M. Verlag von G.
177010 178794 164474 186167 166312 169098 169060
lonien faſt 30 Prozent zugute. Daß dieſer Prozentſatz Merſeburger in Leipzig. In ſeinem neuerſchienenen Ro=
189991 191501 192772 192957 193170 193459 193741
nicht noch höher iſt, liegt bekanntlich daran, daß die größ= mane Coſta Negra hat Guſtaf Janſon wiederum freigebig
194568 205103 205691 20640d 207102 212301 212811
ten deutſchen evangeliſchen Miſſionsgeſellſchaften längſt ſeine kernigen leuchtenden Proben gegeben, daß er der
214635 216990 218127 218469 219436 219879 221007
beſtanden ehe wir Kolonien hatten, und daß ſie die zu= Aladin unſerer Literatur iſt, in betreff der Leichtigkeit all=
222462 226041. 229921
nächſt beſetzten Arbeitsgebiete ſelbſtverſtändlich bei Be= gemein intereſſierende Themen zu finden. Seine Kunſt,
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
240 Mk. gezogen:
ginn unſerer Kolonialära nicht auſgegeben, ſondern wei= überlegen und meiſterhaft alte Nebenmotive und Möglich=
2 Gewinne zu 30 000 Mk. 581
ter verſorgt haben. Es handelt ſich da vor allem um Süd= keiten auszunützen und gleichzeitig unſer Intereſſe für die
2 Gewinne zu 10 000 Mk. 211249
afrika, Indien, China und Niederländiſch=Indien. Aber Hauptzüge der Erzählung zu bewahren, die Janſon ſtets
12 Gewinne zu 5000 Mk. 51998 73550 131349
da ſeit 1885 alle neuen Miſſionsunternehmungen deutſcher mit der konſtruktiven Sicherheit des geborenen Epikers
122050 152207 210770
evangeliſcher Geſellſchaften faſt reſtlos unſeren Kolonien durchführt, zeigt ſich hier größer als je zuvor.
62 Gewinne zu 3000 Mk. 17894 31314 45964 50974
zugute gekommen und bereits wieder einige Miſſions=
— John William Nylander Signal P.
70315 7150 7400 75183 7o1ss 7oo00 vos 9rsod
geſellſchaften — die Goßnerſche und Hermannsburger — H.” und andere Erzählungen aus meinem Seemannsleben 98704 100273 101454 124207 127818 131246 132127
entſchloſſen ſind, eine Kolonialmiſſion zu beginnen, ſo iſt (Seevolk, 3. Folge) Leipzig, Verlag der Nordiſchen
134493 137724 140775 141854 145894 158687 164046
es klar daß die von den deutſchen evangeliſchen Miſſionen Bücherei von Geora Merſeburger (aus der Sammlung
11907 194262 214515 223200 2soos
für unſere Kolonien gebrachten finanziellen Opfer dauernd „Bücher für die ganze Familie‟). Preis broſch. 2,50 Mk.,
168 Gewinne zu 1000 Mk. 257 522 7236 8338
ſteigen und einen immer ſtärkeren Prozentſatz ihrer ge= geb. 3,20 Mk. Nylander der ehemalige Matroſe und fin=
9596 13420 25769 39312 42564 44457 44540 46623
ſamten Ausgaben ausmachen werden. Unſere Miſſionen niſche Freiheitskämpfer, hat für ſeine prachtvollen Seevolk=
49097 50539 51318 59907 60103 72496 72840 74834
tragen ſchwer an der Laſt der neuen kolonialen Aufgaben. erzählungen den Literaturpreis der finniſchen Regierung
76591 77826 31690 82785 87795 89294 90980 91104
Mehrere Geſellſchaften, vor allem die in Oſtafrika und bekommen. In Deutſchland ſind ſeine Bände „Seevolk”
92756 9a265 94926 95926 96599 97497 9990d 102027
Kiautſchon arbeitende Verliner und die in Togo arbei=
103194 105060 107629 108795 111857 112331 115371
Der Schoner Lizzi Gray” und die köſtliche Knabenerzäh=
116685 116768 116107 119745 129091 132735 123161
tende Norddeutſche (Bremer), ſtehen unter dem Druck von lung „Die Jungen auf Metſola” mit großer Begeiſterung
133351 135216 139378 143693 146279 149528 149911
Fehlbeträgen, die ihre ganze Arbeit zu erſchüttern drohen.
willkommen geheißen worden.
151938 153999 158198 160136 160888 163019 163315
Die evangeliſche Miſſion iſt mit Freuden dem Ruf gefolgt,
Die deutſche Frau iſt, von Ausnahmen abgeſehen,
168494 173071 179425 161724 183360 167981 188368
in die Kolonien die Lebenskräfte des Chriſtentums
hinein=
zutragen. Schlag auf Schlag hat ſie ein Gebiet nach dem einer genauen hauswirtſchaftlichen Buchführung abge=
195066 195829 197267 197644 204263 206107 206861
neigt; ſie entſchuldigt ſich damit, daß ſie in der Schule alles
208439 208695 210588 222271 226546 228989
anderen beſetzt. Aber nur langſam — viel zu langſam für
mögliche gelernt habe, nur die Führung eines Haushal=
188 Gewinne zu 500 Mk. 3734 3881
13946
15158
das unaufhaltſame Wachſen der Arbeit — ſteigen ihre tungsbuches nicht. Daß ihr trotzdem die Einteilung ge=
15176 16245 16633 195d5 20191 27761 32962 33046
Einnahmen. Im Gegenſatz zu England und Amerika, wo
lingt, iſt das Verwunderliche; nur würde dieſe mit gerin=
34728 3524d 37616 45611 49609 53967
7 57035 58748
man ein ganz anderes Verſtändnis für die nationale und
60072 60106 63561 64845 65740 67719 70306 71675
die allgemeine Kulturbedeutung der Miſſion beſitzt, fehlen gerer Mühe gelingen bei ſorgfältiger Buchung von Ein=
72186 74610 76443 77806 62763786386 88804 89514
nahmen und Ausgaben. Hierzu bietet Hoffmanns
bei uns gerade die großen Gaben der wohlhabenden
96149 98900 99087 100831 10488c
106165 106176
Haushaltungsbuch, deſſen Ausgabe für 1914 ſoeben
Kreiſe. Es iſt daher dringend zu wünſchen, daß darin
106561 113003 117969 129157 131476 140890 142908
im Verlag von Julius Hoffmann in Stuttgart erſchienen
bald eine entſchiedene Wendung zum Beſſern ſich an=
169721 1246955 145000 151102 182451 163a12 165a
44
iſt, eine ſeit vielen Jahren bewährte und anerkannte
An=
bahnt.
164061 167687 168874 1.70759 171466 171062 173266
leitung. Die Führung dieſes Buches wird ſpielend er=
174402 175164 178569 163530 186984 188572 195560
lernt und gibt am Jahresſchluß einen genauen Ueberblick
197082 199666 200533 203389 205516 205768 206826
über die Geſamtausgaben für jeden einzelnen Zweig des
Handel und Verkehr.
206841 213872 213977 214799 216984 219542 222300
Haushalts. Der geringe Preis von 2 Mark ſteht in kei=
223104 223959 224817 226789 226777 229271 231775
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Nummer 289.
Darmſtädter Taglbatt, Freitag, den 28. November 1913.
Seite 16.
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„5 289.
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Nummer 289.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 28. November 1913.
Seite 18.
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werden. Die Mitglieder des Hiſtoriſchen Vereins, die ſich in ſehr guter Verfaſſung, was die letzten erzielten Re=
Abonnenten der Heſſiſchen Chronik und die Abonnenten ſultate (220 gegen Kaſtel, 222 gegen Pfungſtadt und 2.0
der Heſſiſchen Volksbücher genießen bis Anfang Dezembergegen Ludwigshafen) beweiſen. Auch Sportklub hat ſeit
für Alt=Darmſtadt den Vorzugspreis von 2 Mark 50 Pfg., 1dem Spiele auf der Rennbahn weſentlich an Spielſtärke
für die Volksausgabe des Gefangenen Pfarrers von gewonnen, wofür Reſultate 21 gegen Alemannia=Worms
1 Mark 80 Pfg. und für beide Werke zuſammen von und 210 gegen Mainz in Mainz das beſte Zeugnis geben.
Die Spielleitung des D. S. C. hat für dieſes Spiel die
4 Mark, wenn ſie ſich an den Verfaſſer direkt wenden.
beſte Mannſchaft zuſammengeſtellt und wird, wie Olym=
Sac
pia, ohne Erſatz antreten.
Mitteldeutſcher Arbeitsnachweisverband.
CIGARETTEN
M. (be
— Von den 28 Arbeitsnachweiſen des Mit=
Landwirtſchaftliches.
teldeutſchen Arbeitsnachweisverbandes,
* Die Pferdebeſitzer im Großherzogtum
die im Oktober 1913 an das Kaiſ. Stat. Amt
berich=
untfelilrenunſerimhaleuen
teten (gegen 22 im Oktober 1912) wurden 6475 (7054) Heſſen nach der Anzahl der von ihnen ge=
2
männliche und 4204 (5494) weibliche Perſonen, zuſammen haltenen Pferde. Bei der Viehzählung am 2. De=
10 670 (12548) vermittelt, Hiervon entfallen auf Alzey lzember vorigen Jahres wurden im Großherzogtum
Mmaunnmnnhanhg.
12 (— Aſchaffenburg 127 (111), Bebra 70 (—). Bens=32 056 Pferdebeſitzer mit 62912 Pferden feſtgeſtellt. Es
mit seidenen
heim 30 (—) Bingen a. Rh. 67 (112), Butzbach 12 (9), iſt nun von Intereſſe, zu ſehen, wieviel Pferde auf die
Sammel-Wappenbildern
einzelnen Beſitzer kommen. Eine Auszählung hatte
Kaſſel 1290 (1228), Darmſtadt 275 (310), Dieburg 29 (—
I,23232)
folgendes Ergebnis:
Frankfurt a. M. 4211 (6286) Friedberg i. H. 67 (149),
Von den Pferdebeſitzern waren
(—), Gießen 153 (148) Groß=Karben
Gernsheim i. H. —
Alt=Darmſtadt.
16646
Beſitzer mit 1 Pferd
51,9%
48 (36), Hanau a. M. 53 (104), Herborn 62 (37), Kreuz=
10 797
„ 2 Pferden
33,7 „
Viele unſerer Leſer entſinnen ſich wohl noch gerne nach 67 (93), Limburg a. L. 50 (—), Mainz 1003 (1258),
2668
8,3
„„
der ortsgeſchichtlichen Aufſätze, die der frühere Darmſtädter Marburg a. L. 18 (41) Offenbach a. M. 550 (412), Weil=
936
„4 „
2,9
Stadtpfarrer, jetzige Proſeſſor der Theologie in Friedberg,burg a. L. 38 (32), Wetzlar 42 (38), Wiesbaden 1865 (1567),
346
1,1 „
;
,
D. Dr. Diehl, in unſerem Blatt hat erſcheinen laſſen. Witzenhauſen 8 (1) und Worms a. Rh. 532 (576). Nach
„ 6—10,
412
1,3 „
Eine größere Zahl von ihnen iſt nunmehr zuſammen mit Berufsgruppen getrennt wurden vermittelt: In den männ=
28 „
„ „ 10 u. mehr Pferden 251
Aufſätzen aus der Wochenbeilage der Darmſtädter Zeitunglichen Abteilungen: Landwirtſchaft 1211 (gegen 1292 im
und aus dem Darmſtädter Täglichen Anzeiger in Buch= Oktober 1912). Metallgewerbe 566 (674), Holzgewerbe 33
100 %
Zuſ. 32056
form herausgekommen. Das hierdurch entſtandene Werk (395), Induſtrie der Nahrungs= und Genußmittel 124 (91),
Die Hälfte aller Pferdebeſitzer hat je ein Pferd,
betitelt ſich: „Alt=Darmſtadt, kulturgeſchicht= Bekleidungs= und Reinigungsgewerbe 449 (454), Bau= ein Drittel der Beſitzer hat je zwei Pferde, ſo daß die
liche Bilder aus Darmſtadts Vergangen= gewerbe 323 (343) Maſchiniſten, Heizer und Fabrikarbei= Beſitzer von 3 und mehr Pferden nur 14 % der Pferdes
heit” und bietet neben vier Plänen insgeſamt 40 Auf=ter 83 (219) Gaſt= und Schankwirtſchaftsgewerbe 734 beſitzer ausmachen. Pferdehaltungen von 5 und mehr
ſätze dar. Eine Anzahl der Titel ſei, um die Fülle des (497), ſonſtige Lohnarbeit und häusliche Dienſte 2413 Pferden gab es 1009 — 3½ 0. (Darmſt. Ztg.)
Dargebotenen zu illuſtrieren, hier kurz angedeutet: die (2901). In den weiblichen Abteilungen: Gelernte und
— Schlachtviehmarkt Darmſtadt. Schweine=
Entwickelung des Stadtbildes von 1330 bis zur Gegen= angelernte Arbeiterinnen in Fabrikbetrieben 180 (105),markt am 26. Nov. Auftrieb durch Händler 135
Stück=
wart, die Stadtkapelle der Schultheißenbau, das Hoſpital Bekleidungs= und, Reinigungsgewerbe 36 (31), Gaſt= und Preiſe für 50 Kilogramm Schlachtgewicht: 1. Qualitätz
am Beſſunger Tore, das Pädagog, die erſte öffentlicheSchankwirtſchaftsgewerbe 384 (407) ſonſtige Lohnarbeit75 Mk 2. Qualität 75 Mk., 3. Qualität 74 Mk. Markt=
Bibliothek, die Hofbrüderſchaft, die Mühlbach, die In= und häusliche Dienſte 3527 (4899). Von den an den Mit= verlauf: mäßig, Ueberſtand.
— Am 27. Nov. Auftrieb
ſolentien der Heiner, der Birngarten, die Proſelyten=teldeutſchen Arbeitsnachweisverband berichtenden nicht= durch Händler 169 Stück. Preiſe für 50 Kilogramm
anſtalt, die Darmſtädter Synagogen Superintendent Lich= öffentlichen Arbeitsnachweiſen wurden im Oktober 1913 Schlachtgewicht: 1. Qualität 75 Mk., 2. Qualität 75 Mk.,
tenberg, Johann Martin Schuknecht, der Kirchhöfer Ger= im ganzen 1377 Stellen vermittelt (gegen 1058 im Oktober 3. Qualität 74 Mk. Marktverlauf: rege, Ueberſtand.
vinus, die Sonntagsſchule der Freimaurer, die Darm=1912). Von dieſen 1377 Stellen entfallen auf Innungs=Kälbermarkt am 27. Nov. Auftrieb durch Händler
ſtädter Straßen. Das Buch, das in Großquart 264 Seiten arbeitsnachweiſe 440 (294), auf Arbeitnehmernachweiſe 260168 Kälber und drei Ziegen. Preiſe je nach Qualität 520
umfaßt und nebenbei über mehr als 400 Darmſtädter Fa= (327), auf paritätiſche Arbeitsnachweiſe 86 (81) und auf
bis 62 Mark für 50 Kilogramm Lebendgewicht.
Markt=
milien Notizen bringt, koſtet feingebunden nur 3 Mark. Vereinsarbeitsnachweiſe 591 (356). Von den 13 an den verlauf: drückend.
Es iſt ſehr zu wünſchen daß das der Stadt Darm= Mitteldeutſchen Arbeitsnachweisverband berichtenden grö=
— Frankfurt a. M., 26. Nov.
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