Darmstädter Tagblatt 1913


24. November 1913

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2
Ae


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176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
werden
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 285.
Montag, den 24. November.
1913.
Die heutige Nummer hat 8 Seiten. erzeugniſſe, Verſicherungsgelder auch der Miet= oder vermeiden, daß er ſelbſt die Zwangsverſteigerung nicht be=
Pachtzins. Mit der Zwangsverſteigerung kann er aller= antragt, ſondern ſich mit der Zwangsverwaltung begnügt.
dings nach ausdrücklicher Geſetzesvorſchrift (§ 21 Abſ. 2 Er kann aber nicht hindern, daß ein anderer Gläubiger
Das Wichtigſte vom Cage. des Zwangsverſtegerungs=Geſetzes) die Miet= oder Pacht=mit der Zwangsverſteigerung vorgeht, wodurch er der
zinſe nicht faſſen. Will der Gläubiger vollſtreckungsweiſe Hypothekengläubiger in die Rolle des Zwangsverkäufers
gogogder baveriſche Miniſterpräſident Freiherr v. Hertling vorgehen, ſo muß er entweder die Miet= oder Pachtzins= gedrängt wird. In vielen Fällen iſt der Hypothekengläu=
iſt
geſtern in Berlin eingetroffen.
forderung wie eine gewöhnliche Forderung pfänden oder biger aber tatſächlich ſogar gezwungen, ſelbſt die Zwangs=
55d65565ßei Longwy in Frankreich iſt ein Militärſchuppen die Zwangsverwaltung des Grundſtückes beantragen. Von verſteigerung zu betreiben, weil ihn die Zwangsverwal=
singeſtürzt
. Viele Soldaten wurden verwundet, dem Grundſatz, daß dieſe Forderungen dem Hypotheken= tung nicht zum Ziele führt. Schon die Koſten der Zwangs=
swei
ſind tot.
gläubiger haften, beſteht leider eine weitgreifende Aus=verwaltung, insbeſondere die Hypothekenzinſen, mindern
e griechiſche Kammer nahm in erſter Leſung den nahme. Wird der Miet= oder Pachtzins eingezogen, be= den Mietertrag weſentlich, zehren ihn ſogar manchmal
Entwurf des griechiſch=türkiſchen Friedens=
durch
völlig auf. Dazu kommt, daß die Zwangsverwaltung
vor er zugunſten des Hypothekengläubigers
vertrages an.
Zwangsverwaltung oder Pfändung in Beſchlag genom= ſchon an ſich eine Schädigung des Grundſtücks bedeutet:
Erfolge eines Erdrutſches beim Tunnel Cazurza auf men worden iſt, oder wird vor der Beſchlagnahme in an= das Grundſtück wird weder gerne gekauft noch gerne ge=
der
Strecke Irun-Madrid ſind zwei Züge ent=
derer
Weiſe über ihn verfügt, ſo muß der Hypotheken= mietet. Der Gläubiger hat alſo die Gefahr, daß gerade
Pleiſt.
(Letzte Nachrichten ſiehe Seite 4.)
gläubiger die Einziehung oder Verfügung gegen ſich gelten durch die Zwangsverwaltung, die ſeine Forderung unter
laſſen, ſo weit ſie ſich nicht auf den Miet= oder Pachtzins Umſtänden nicht einmal deckt, die Rente des Grundſtücks
für eine ſpätere Zeit als das zur Zeit der Beſchlagnahme zurückgeht, und daß es ſchließlich bei der etwaigen
Bechtsſchuß des Hypotheken= laufende und das ſolgende Kalendervierteljahr bezieht Zwangsverſteigerung um einen Preis zugeſchlagen werden
(§ 1124 des Bürgerlichen Geſetzbuches). Geſetzt alſo den muß, bei welchem er mit ſeiner Hypothek oder einem an=
gläubigers
.
Fall, der Hypothekengläubiger läßt am 5. Februar die ſehnlichen Reſte derſelben durchfällt.
Eine gewiſſe Berechtigung iſt allerdings auch der ge=
Mietzinsforderung in Beſchlag nehmen, und es hat der
HR In den letzten Jahren hat ſich die Lage des
Brundbeſitzes beträchtlich verſchlechtert; insbeſondere wird Schuldner vorſorglich ſchon am 1. Januar den Mietzins genwärtigen Regelung nicht abzuſprechen. Wie die Mo=
Algemein über die ungeſunde Erſcheinung geklagt, nach der für das nächſte Halbjahr für ſich eingezogen oder ſchen= tive zum Bürgerlichen Geſetzbuche (III, S. 664) ausführen,
dem Eigentümer nicht möglich iſt, den Realkredit, der ihm kungsweiſe abgetreten, ſo hat der Gläubiger! muß der Eigentümer nicht ſelten dem Mieter gegenüber
auf der Vorausbezahlung des Zinſes beſtehen, wenn er
das Nachſehen.
ſach dem Werte ſeines Eigentums eigentlich zuſtehen müßte,
nicht Gefahr laufen will, die Forderung zu verlieren. Aber
u entſprechenden Bedingungen zu erhalten. Von ſtaat=
Der gleiche Verluſt kann ihn aber unmittelbar danach
auch wenn die Vorauszahlung nicht verabredet iſt,
ſigeer und kommunaler Seite hat man bereits verſucht, noch einmal treffen, nämlich dann, wenn es zur
ſiiſem Uebelſtande durch Gründung von Anſtalten für Zwangsverſteigerung des Grundſtücks kommt und derſo kann dem Mieter nicht zugemutet werden, zu
neite Hypotheken abzuhelfen, und zwar teilweiſe auch mit Gläubiger zur Rettung ſeiner Forderung anſteigern muß, einer Vorauszahlung, welche nichts ungewöhn=
Pifolg, Es iſt aber klar, daß es noch zweckentſprechender Mit dem Zuſchlag erwirbt er das Eigentum; gleichzeitig liches an ſich hat, die Zuſtimmung des Hypothekengläubi=
-jede öffentliche Hilfe wäre, wenn es gelänge, das Prie erliſcht aber auch die Zwangsverwaltung (Entſcheidungen gers einzuholen. Was von der Vorauszahlung gilt, muß
alekapital, welches ſich von der Grundſtücksbeleihung ſehr des Reichsgerichts in Zivilſachen, Bd. 64 S. 415), mit auch von allen Verfügungen gelten, welche der Vermieter
rückgezogen hat, wieder lebhafter für dieſe Anlageform Hilfe deren er bisher ſich aus dem Grundſtück zu befrie= über die Zinsſorderung trifft. Dabei iſt allerdings zu be=
ufintereſſieren
.
digen verſuchte. Als Erſteher in der Zwangsverſteigerung denken, daß der Entwurf des Bürgerlichen Geſetzbuches,
Vorſchläge zur Abänderung des jetzigen Rechtszuſtan= muß aber der Hypothekengläubiger, ebenfalls nach § 57 auf welchen ſich dieſe Darlegungen beziehen, dem Gläu=
2
ſind in der letzten Zeit ergangen vom Verband zum des Zwangsverſteigerungs=Geſetzes in Verbindung mit biger den Zins nur für die Zeit von drei Monaten nach
Erutz des deutſchen Grundbeſitzes und Realkredits, wel=§ 537 des Bürgerlichen Geſetzbuches, eine Verfügung, die der Beſchlagnahme entzog, in unſerem Beiſpiele alſo den
auf Grund umfangreicher und ſorgfältiger Erhebungen der bisherige Eigentümer vor dem Zuſchlage über den auf Zins vom 5. Februar bis 5. Mai. Das Geſetz hat ſodann,
offenbar mit Rückſicht auf die üblichen Zahlungstermine,
Januar 1913 eine Eingabe an das Reichsjuſtizamt rich= die Zeit der Berechtigung des Erwerbers entfallenden
die oben angegebene Erweiterung getroffen.
ferner von der Potsdamer Handelskammmer, welche Mietzins getroffen hat, inſoweit gegen ſich gelten laſſen,
Bei dem jetzigen Rechtszuſtande iſt demnach zweifel=
Aeerm 18. März 1916 ebenfalls Geſetzesänderungen be=als ſie ſich auf den Mietzins für das laufende und das
Amagte. Außerdem hat die Handelskammmer München folgende Vierteljahr bezieht. Angenommen, der Hypo=los der Hypothekengläubiger in außerordentlicher Weiſe
oieſer Angelegenheit einen Vorſchlag an den Deutſchen thekengläubiger in unſerem Beiſpiele erwirbt das Grund= benachteiligt. Soll der Realkredit wieder geſunden, ſo
Andelstag erſtattet. Zur Beſſerung der Grundkreditver= ſtück in der Zwangsverſteigerung am 25. Juni, ſobentgeht muß in erſter Linie ihm eine beſſere Rechtsſtellung geſchaf=
ſir
WPänniſſe ſind dann noch von verſchiedenen Seiten ein= ihm, wenn noch weiter über die Mietzinſe verfügt iſt, auch ſen werden. Es ginge aber zu weit, die Forderung auf=
ſeeidende
geſetzgeberiſche Aenderungen des Bürgerlichen der Ertrag des 3. Vierteljahres. Erwirbt er das Grund= zuſtellen, daß grundſätzlich jede Vorausverfügung über
Menaert
Petzbuches und des Zwangsverſteigerungsgeſetzes ver=ſtück gar erſt am 25. Juli, ſo iſt ihm im Falle der Voraus= die Mieterträgniſſe als ungültig erklärt werden ſoll. Durch
(24424 ngt worden.
verſügung der Mietzins auch für das letzte Vierteljahr ent= eine ſolche Beſtimmung würde der Eigentümer plötzlich
der geſamten Einkünfte aus ſeinem Grundſtück beraubt.
Zurzeit iſt die Rechtslage die folgende: Nach § 1123zogen.
Dieſe Aufeinanderfolge von ſchweren Verluſten tritt Sie wäre aber insbeſondere ungerecht gegenüber dem=
Bürgerlichen Geſetzbuches erſtreckt ſich die Hypothek
I
Wlauf die Miet= und Pachtzinsforderung. Dem Gläu= für jeden Gläubiger, der nicht eine Hypothek an gänzlich jenigen, zu deſſen Gunſten der Eigentümer allenfalls über
ſtoer haſtet alſo nicht nur das Grundſtück ſelbſt, ſondern gefahrloſer Stelle hat, beinahe unabänderlich ein. Er die Mietſorderung in nicht doloſer Weiſe verſügt hat.
ſehzen verſchiedenen anderen Dingen Zubehör, Boden= kann allerdings verſuchen, den zweiten Verluſt dadurch zu Liegt eine gegen Treu und Glauben verſtoßende Benach=
dieſe
Zle huteſtedeß ſchen do gehent Aim dmn
Aies begemn ſie mi ener Feawdielit, uit enen
Frau Melodie.
Willen innerer Geſündung. Sprich mit den anderen Er=ſer näher. Ein halbfragender, ängftlicher Laut entfuhr ihr:
holungs= und Troſtbedürftigen, ergehe dich mit ihnen, laß Heer Profeſſor?
Roman von Carl Conte Scapinelli.
Ja, ja, ich bin’s, der alte Rittner, ein bißchen zuſam=
dir
von der Welt draußen erzählen, damit du ſtark wirſt
(Nachdruck verboten.)
mengeriſſen und um ein halbes Bein kürzer! Aber wie
Heute war ſie auf einen feſten Plan gekommen. Sie und Felix Hand nehmen kannſt! ſagte ſie ſich.
lte Felix, der ſie beſuchen ſollte, bitten, von dem klei=
Oft und oft hatte ſie ſich geſund genug gefühlt, um treff’ ich Sie da, Frau Irma?
Sie ſchwieg einen Augenblick, tief ergriffen von dieſer
Vermögen, das ſie beſaß, die Koſten ihrer Pflege hier das Sanatorium zu verlaſſen, aber Felix ſelbſt hatte ihr
überraſchenden Begegnung, von dem Ausſehen und Ge=
Gegleichen, wollte ihm danken für alles , und dann dann zugeredet, noch zu bleiben. Und zum Schluß war
ch Wien ziehen und ſich dort irgendeine Beſchäftigung ſie dankbar dafür und fühlte ſich noch mehr von ihm ab= altertſein des Vaters Joſefs. Sollte ſie fliehen, er hatte
hfffen.
ihr immer wohlgewollt. Sie mußte ſtark ſein, auch das
hängig.
Aber er lachte ſie nur aus: Du biſt nicht zum Ar=
Er machte Zukunftspläne, und ſie lächelte ſogar weh= ertragen.
Die Schweſter hatte den Rollſtuhl näher an die Bank
ſeihen geboren, laß das doch meine Sorge ſein. Wenn mütig dazu, und als er fort war, da bekam ſie wieder
meine Frau biſt, wirſt Du darüber lachen. Gerade ihre Weinkrämpfe, kam abends nicht zur gemeinſamen geſchoben, ſie wollte etwas vom Kauſe holen und ließ
ſolchen Plänen ſehe ich, daß Du noch nicht ganz geſund Tafel und wiederholte ſich immer wieder: Ich kann nicht! ſie allein. Noch ſchwiegen die beiden betroffen. Es
Du haſt Dir damals zuviel zugemutet, es traf Deinen Ich kann ihn nicht heiraten! Aber &os Opfer eines frei= war für ſie zu überraſchend, zu plötzlich gekommen.
Pilelz, nicht Dein Herz! ſagte er. Wenn Du mich nicht willigen Rücktritts konnte ſie von ihm nicht annehmen.
Aber das Mitleid, das Intereſſe brach bei ihr zuerſt
ſum Manne willſt, ſag es ehrlich. Ich trage Dir nichts Er ſeinerſeits war wohl dazu bereit, aber er konnte es ihr durch: Sie waren krank, Sie haben den Fuß verloren?
ſjech, es kann keiner gegen ſich ſelbſt ankämpfen!
jetzt nicht zu dringlich darſtellen, ſchon damit ſie nach Armer Profeſſor. Davon habe ich gar nichts gewußt,
Da war ſie wieder ſchwach vor lauter Edelmut und
aber kann ich Ihnen nicht helſen?
ſeiner Meinung nicht eine ungewiſſe Zukunft ſähe und ſich
rnnte: nein, ſie wollte ſeine Frau werden, er ſolle ihr ſo noch mehr Sorgen macht.
Später, Kind, ſpäter will ich das Krückengehen lang=
u
noch Zeit laſſen, ganz fröhlich und luſtig zu werden,
ſam lecnen. Aber jetzt, jetzt wollen wir uns erſt mal aus=
Am nächſten Nachmittag, als ſich Irma wieder ein
ſpi er ſich eine Frau wünſche.
wenig beruhigt hatte, ſaß ſie im ſchattigen Park des Sa= ſprechen. Was fehlt Ihnen, Frau Irma?
Sie las fleißig die Zeitungen, ſie verfolgte jede Notiz
Was ihr fehlte ob er es denn nicht ahnte? Sie
natoriums, ein aufgeſchlagenes Buch in den Händen. Sie
ar die Operette Der Irrwiſch mit Stolz, mit heim=
fand
keine Antwort als Tränen.
ſtarrte in Gedanken vor ſich hin auf die einſamen Kies=
Alihger Freude, mit Bangen, nur Muſik durſte ſie nicht
Sie ſind alſo die Frau des anderen geworden?
wege.
iwpen. Der Arzt hatte ihr Zerſtreuung angeraten, ſie
Ein Knireſchen wie von Rädern weckte ſie aus ihren
Bis jetzt konnt ich’s nicht. Ich bin ja zu elend! Unter
ſrlltte an dem gemeinſamen Mittageſſen teilnehmen, ſie
Betrachtungen. Eine Schweſter ſchob vom Haus her einen
Schluchzen kam es heraus.
ſellte ſich im Park mit den anderen Patienten ergehen, die
Auch elend? Ich glaub, er iſt’s im Grunde des
ſtuechweg mehr der Ruhe und Erholung als wegen eines alten Mann in einem Rollſtuhl in den Garten.
Ein neuer Patient! dachte Irma und ſah ein wenig Herzens auch. Da, de i der Taſche habe ich einen Brief
lichwweren Leidens ſich hier aufhielten. Er ſchlug ihr kleine
ussflüge vor.
intereſſiert den Kommenden entgegen.
von ihm. Trotz des Ruhmes fühlt er ſich nicht wohl. Er

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Nummer 285.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 24. November 1913.
Seite 2.
teiligung des Hpothelengländigers nicht vor, ſo beſicht fAltershenſton nach Mähriger Dienſtzeit in Höhe von daß der Untal nicht auf das beir. Material nurüchuſch
ren war. Das Material einer gebrochenen Kurbelwel
2 Francs pro Tag uſw.
gar kein Grund, den einen Gläubiger, nämlich den Hypo=
erwies
ſich bei der Prüfung als geeignet. Der Bruch wa
thekengläubiger, auf Koſten eines anderen, nämlich des
demnach nicht auf das Material, ſondern auf ev. konſtrru
Rußland.
tive Mängel oder Betriebsverhältniſſe zurückzuführen. E
Zeſſionars, in ſo außerordentlicher Weiſe zu bevorzugen.
Das Unterrichtsminiſterium hat dem
zur Prüſung eingeſandter Zement zeigte ſich als dunf
Unſeres Erachtens ſollte eine Vorausverfügung, ſo=
weit
, aber auch nicht weiter, zugelaſſen werden, als ſie ſich Miniſterrat einen Geſetzentwurf, betreffend Ergänzungs= aus minderwertig. Von einer Firma wurden zur vi
kredite von 9 Millionen für den elementaren Unterricht für gleichenden Prüfung zwei ihr angebotene Zementſore
nach den Grundſätzen ordnungsgemäßer Wirtſchaft als er=
das
Jahr 1914, vorgelegt, der der Reichsduma unterbreitet eingeſchickt. Von dieſen beiden Zementſorten, die im Prei
laubt darſtellt. Wann iſt dieſes nun aber der Fall? Die
nur ſehr unweſentlich verſchieden geweſen ſein dürfel
werden ſoll.
zeigte die eine Sorte eine Mörtelfeſtigkeit von 276 kglad
Handelskammer Regensburg macht in dieſer Hinſicht in
2
*
die andere nur von 158 kglgcm. Man erkennt daraus, 30
einer Eingabe an die bayeriſche Regierung einen bemer=
wertvoll
derartige Prüfungen für die Abnehmer ſind.
kenswerten Vorſchlag. Es heißt darin: Gegen die Vor=
EPD. Eine Irreführung. Die Korreſpondenz einem Falle war das günſtigſte Beton=Miſchungsverhül
ausverfügung an ſich kann in gewiſſen zeitlichen Gren= des evangeliſchen Preßverbandes für Deutſchland ſchreibt: nis bei gleichbleibender Zementmenge und veränden
zen ein Einwand nicht erhoben werden. Es iſt aber zu Von 4209 Kirchenaustrittserklärungen, die Miſchungsart der Zuſchläge feſtzuſtellen. Die gefurd
berückſichtigen, daß es ſich in einem ſolchen Fall dann im= am Donnerstag abend in den 12 Berliner Hetzverſamm=nen Druckfeſtigkeitswerte lagen zwiſchen 335 und
lungen gegen die Kirche abgegeben ſein ſollen, wiſſen derkglgem. Hieraus erſieht man, wie bei der Anwendung=
mer
um wirtſchaftlich bedrängte Verhältniſſe handeln muß, Vorwärts und andere Blätter zu berichten. In dieſer gleichen Zementmenge und zweckmäßige Wahl der 7
deshalb empfiehlt es ſich, die Bewegungsfreiheit des Ver= Darſtellung liegt eine öfſentliche Irreführung. Der harm=ſchläge die Betonfeſtigkeit ſich erheblich ſteigern läßt.
mieters ſo ſehr als möglich einzuſchränken. loſe Leſer nimmt an, das bereits 4209 bindende Aus=einer Firma wurden zwei Sorten Radialkaminſteine
trittserklärungen vorliegen. Davon iſt keine Rebe Wohl geſandt, welche in der Preislage keinen weſentlichen,
(
veranlaſſen die geſchäftigen Drahtzieher des Maſſen=terſchied aufgewieſen haben dürften. Trotzdem war
Politiſche Tagesneuigkeiten.
ſtreiks gegen die Staatskirche zahlreiche Verſammlungs= Druckfeſtigkeit der aus der einen Steinſorte hergeſtell
beſucher, die durch maßloſen Uebertreibungen der red= Mauerwerkskörper im Alter von 90 Tagen 205 kglgcm=
Deutſchland.
neriſchen Agitatoren fur den Augenblick fehr wohl in Auf= der aus der anderen Steinſorte hergeſtellten Mauerwet
Aerzte und Krankenkaſſen. Die Eini= regung verſetzt werden können, an die überall aufgeſtellten körper nur 106 kglgcm. Die angeführten Beiſpiele di
Schreibtiſche heranzutreten und ſich dort vorgedruckte ten zeigen wie wertvoll derartige Materialprüfungen
gungsverhandlungen zwiſchen den Vertretern der Aerzte Poſtkarten von Agenten ausfüllen zu laſſen, unter die ſie Handel und Gewerbe für Lieferanten und Abnehmer
und Krankenkaſſen Sachſens im Miniſterium des Innern bloß noch ihren Namen zu ſetzen brauchen. Die Karten und von welch wirtſchaftlichem Vorteil eine ſachgem
in Dresden beſeitigten erhebliche Streitpunkte. Die Aerzte= ſind an das zuſtändige Amtsgericht adreſſiert und bedeu= Auswahl der Materialien auf Grund einer zweckmäß
vertreter erklärten jedoch, ſie könnten ſich auf völlige Eini= ten nichts anderes als völlig unverbindliche Mitteilungen, Prüfung iſt.
* Zapfenſtreich. Bei dem heute, am Vorabend
gung nicht einlaſſen, wenn dieſe ſich nicht über das ganze daß die Unterzeichner den Kirchenaustritt bewerkſtelligen
wollen. Auf Grund dieſer Anzeigen ſetzt das Amtsgericht Großherzogsgeburtstag ſtattfindenden großen Zapfenſtä
Reich erſtrecke. Die Verhandlungen ſollen daher im nach Erledigung der vorgeſchriebenen Formalien ſodann werden folgende Muſikſtücke geſpielt werden: 1. Aufhi
Reichsamt des Innern ihre Fortſetzung finden.
einen Termin zur mündlichen Verhandlung Warte, Feſtmarſch von Gageur; 2. Einzug der Götten
Perſonalveränderungen in der Ar=an und nun, da die Sache ſchon ein ernſteres Geſicht Walhall aus dem Muſik=Drama: Rheingold von
mee. Die am 20. ds. Mts. vollzogenen Perſonalverände= bekommt, glänzt nach den bisherigen Erfahrungen ein ner: 3. Harmoniſcher Zapfenſtreich mit Gebet von
außergewöhnlich hoher Prozentſatz von Kirchenſtreik= Großer Zapfenſtreich.
rungen im Heere haben in den höheren Kommandoſtellen luſtigen durch Abweſenheit, womik die Anzeige ein wert=
* Verein Kunſtfreunde. In dem Schaufenſter
nur einen geringen Wechſel gebracht. Bei der Infanterie loſes Stück Papier geworden iſt. Das hindert aber nicht, Hof=Vergolders Gg. Zaun, Ludwigsplatz 3 iſt gegen
wurde nur das Infanterie=Regiment Nr. 57 in Weſel daß nach jeder Hetzverſammlung des Zweibundes tig ein Teil der unter die Mitglieder des Vereins
neu beſetzt, ſodann bei der Kavallerie das Küraſſier=Regi= Komitee Konfeſſionslos und Sozialdemokratie mit großen freund zur Verloſung kommenden Gemälde ausge
Austrittserklärungs=Ziffern paradiert und der Schein er= Das kunſtliebende Publikum ſei darauf aufmerkſam
ment Nr. 3 in Königsberg i. Pr., bei der Feldartillerie weckt wird, als hätten wieder einmal Tauſende der macht, daß Gemälde von Profeſſor Kröh, Sch
das Feldartillerie=Regiment Nr. 79 in Oſterode, bei der Kirche endgültig den Rücken gekehrt. Ohne das Bedauer= Krauſche, Meßmer, von Le Suire uſw. vertreten ſind.
Fußartillerie die 3. Fußartillerie=Inſpektion in Köln und liche der Hetzerei gegen die Kirche leugnen zu wollen, Satzungen des Vereins liegen im Geſchäftslokal des
die 2. Brigade in Thorn, ſowie die Fußartillerie=Abtei= muß dann doch dieſer Zahlenunfug, der ſich neuerdings Zaun auf.
lung der Artillerie=Prüfungs=Kommiſſion in Berlin, bei in der Oeffentlichkeit breit wacht, nach ſeiner eigentlichen
* Der Muſikverein veranſtaltete am Samsta
Bedeutung eingeſchätzt werden.
ſeinem Vereinshauſe eine Abendunterhaltung, der
den Verkehrstruppen die 2. Inſpektion der Telegraphen=
ein
unerwartetes Intereſſe entgegenbrachte. Bis auft
truppen in Karlsruhe. Ernannt wurden 2 Oberſten bei
letzten Platz war der große Saal und die Galerie bi
der Infanterie, 23 Oberſtleutnants, davon 8 der Infanterie,
Stadt und Land.
Den Auftakt des Programms gab der Krönungsr
6 der Kavallerie, 5 der Feldartillerie, 3 der Fußartillerie,
von Kretſchmer, dem ſich Doppelquartette und Liede
Darmſtadt, 24. November.
1 der Verkehrstruppen, 7 Majore, davon 6 der Infanterie,
Sopran anreihlen, die von Mitgliedern des aktiven
C Wahlen zum Kreistag. Am 29. I. M., nachmittags mit gutem Gelingen vorgetragen wurden. Ganzn
1 der Fußartillerie, außerdem 87 Leutnants, davon 43 mit 3½ Uhr, ſindt auf dem Rathaus die Wahl zum Kreistag dieſen Näumen war die Aufführung eines Solot
Patent vom 19. November 1911 und 2 vom 23. April 1912, für den 1. Wahlbezirk des Kreiſes Darmſtadt (Stadt Darm= eines mimiſchen Pierrot=Tanzes durch zwei Damen
dazu 340 Fähnriche aller Waffen, und zwar 33 charakteri= ſtadt mit Beſſungen) ſtatt. Ausſcheiden und ſind wieder ſo beifallfreudig aufgenommen wurde, daß er wiede
ſierte Fähnriche (Kadetten), 300 Unteroffiziere, 6 Oberjäger wählbar die Stadtverordneten Gallus, Wittmann, Lehr werden mußte. Um die Einſtudierung des Tanzeil
und 1 Vizewachtmeiſter. Im württembergiſchen Armee= und Markwort, Beigeordneter Schmitt. Für Herrn Geh. ſich Frl. Volkert beſonders verdient gemacht. Ein
Juſtizrat Schmeel iſt für das Ende der Wahlperiode, bis beim Herrenabend geſungenes humoriſtiſches
korps wurde Oberſtleutnant v. Ebbinghaus vom Infan= Ende 1916, ein Erſatzmann zu wählen.
Terzett Ein bemooſtes Haupt erwies auch bei der
terie=Regiment Nr. 126 in Straßburg i. E. zur Vertretung
75 Provinzialausſchuß. Die Tagesordnung zu der men ſeine Durchſchlagskraft und bereitete die Stin
des beurlaubten Kommandeurs des Infanterie=Regiments Sitzung des Provinzialausſchuſſes der Provinz Starken= vor für die Aufführung eines Schwankes von Gr .
Nr. 125 in Stuttgart kommandiert, ſowie die Majore Frhr. burg am Samstag, den 29. November vormit= und R. Miſch Der ſechſte Sinn der den Abſchlu
v. Ziegeſar vom Infanterie=Regiment Nr. 126 und Arnold tags halb 10 Uhr, lautet: 1. Klage des Leonh. Hübner II. zugleich den Höhepunkt des Abends darſtellte. Die
zu Erbach gegen einen Polizeibeſehl des Großh. Kreis=wicklungen der Handlung wurden von den Mitwir
vom Infanterie=Regiment Nr. 120 in Ulm zu Oberſt= amtes Erbach vom 22. Auguſt 1913. 2. Klage der Ge= Damen und Herren des Chors, in ſo ausgezeichnet
leutnants befördert.
meinde Birkenau gegen die Hebamme Marie Diehm in ſcher Weiſe herausgearbeitet, daß im Publikum
Birkenau wegen Aufnahme derſelben in die Fürſorgekaſſe. auf Lachſalve erfolgte und eitel Freude den ganzen
Frankreich.
3. Beſchwerde des evangeliſchen Kirchenvorſtandes Groß=beherrſchte. Der weitere Verlauf des Abends wall
Der Ausſtand der Bergarbeiter. Die Steinheim gegen den Beſchluß des Gemeinderates Groß= Tanze gewidmet, der mit der Vorführung des
Nachrichten aus dem Streikgebiet lauten recht ungünſtig. Steinheim vom 23. Mai 1911. 4. Klage der Firma Ge= ebenfalls von Frl. Volkert ausgezeichnet einſtudie
Bis jetzt dürften im ganzen 50 000 Bergarbeiter die Arbeit ſchwiſter Strauß zu Darmſtadt gegen eine Verfügung des gonnen wurde,
niedergelegt haben, wenn auch die ſozialiſtiſche Preſſe be= Großh. Kreisamtes Darmſtadt vom 9. Juni 1913.
Der Zitherklub Edelweiß hielt geſtern aben
* Die Mechaniſch=Techniſche Materialprüfungsanſtalt Anlaß ſeines 6. Stiftungsfeſtes im Kaiſerſaal unte
reits von hunderttauſenden Streikenden ſpricht. Zwiſchen= an der Techniſchen Hochſchule zu Darmſtadt, welche ſich wirkung der Konzertſängerin Fräulein Agathe Lanz
fälle haben ſich bis jetzt nicht ereignet, aber die Lage iſt mit der Prüfung von Metallen, Hölzern, Seilen, Ketten, des Celliſten Herrn Otto Simon=Darmſtadt
ſehr bedrohlich. Die Ausſtandsbewegung greift nach den Riemen, Zement, Beton, natürlichen und künſtlichen Stei= des Zithervirtuoſen Herrn Hans Drechſel aus
letzten Nachrichten auch auf das Loiregebiet über. In den nen, Oel und ähnlichen Materialien befaßt, verſendet ſo= ein Konzert ab, das unter der Leitung des
Gründen von Douchi werden Unruhen befürchtet und die eben ihren 6. Jahresbericht. Danach iſt die Anzahl Richard Münch ſtand und außerordentlich zählreich
der erledigten Anträge, wie auch ſtets in den Vorjahren, war. Die Feſthymne von Paul Spiegelberg, geſpidl
Behörden haben zur Verſtärkung der 350 Gendarmen, die wiederum gewachſen. Der Tätigkeitsbericht erwähnt eine Enſemble für Konzert und Altzither, Violine,
in dieſem Bezirk den Ordnungsdienſt verſehen, eine Reihe von Prüfungen, welche beſonders allgemeineres Cello und Harmonium, leitete den Abend vielverſ
Schwadron der vierten Küraſſiere und eine Schwadron der! Intereſſe beanſpruchen dürften. So wurden z. B. für ein. Einen Prolog, verfaßt von Herrn Jakob Sp=
ſſechſten
Jäger zu Pferde erhalten. Die Arbeiter haben Lpftſchiffbauzwecke verſchiedene Leichtmetallſorten ge= trug Fräulein Marie Märtirer in eindrüe
prükt, deren Feſtigkeit nahezu die Feſtigkeit von Eiſen er= Weiſe vor. Daran ſchloß ſich die Begrüßungsa
ihre Forderungen noch höher geſchraubt und verlangen reichte. In einer Unfallſache, welche den Tod eines Mon= des Vorſitzenden, Herrn Höhn. Frl. Landze
jetzt die Einführung eines achtſtündigen Arbeitstages, die teurs herbeigeführt hatte, konnte nachgewieſen werden, klangſchöner Mezzo=Sopran, deſſen gute Schulee
Mene

Als er an ihr hente vorbeiſam, ſagte er lächeinde flich. Sie hieit ihn ſeſt, als habe ſie Angſt, erieſl
ein Stück Papier zum Vorſchein. Leſen Sie ſelbſt.
Morgen nachmittag kommt er! weiter nichts.
ihr wieder, als wäre es nur eine Erſcheinung.
Sie nahm den Brief. Das Herz klopfte ihr bis zum
Dieſe Worte brachten ſie ganz aus der Faſſung. Und
Und elend warſt Du ohne mich? Es klang fa
Halſe, die Augen ſchimmerten in Teänen, daß ſie es kaum doch freute ſie ſich, ihn nach ſo langer Zeit wieder zu ſehen. dig, wie ſie es ihn fragte.
leſen konnte, und doch nahm ſie alle Kraft zuſammen.
Sie blieb mittags in ihrem Zimmer, dort allein.
Ich hab nicht gelebt, ich hab nicht geſchaffen!
Mein neues Werk geht nicht weiter. Es iſt, als wäre
Dann bemächtigte ſich ihrer eine große Unruhe. Viel=
Schau mich an, komm, küß mich, küſſen
da drin irgend etwas zerſprungen. Wie hab ich früher leicht ſah ihn gar nicht, vielleicht ging er, ohne daß er j geſund!
ſchaffen können! Und jetzt kein Gedanke. Es iſt etwas ſie aufgeſucht hatte?
Aber mitten unter dem Küſſen fuhr ſie auf:
tot in mir, es klingt nichts, Vater! Mir fehlt Irma!
Aber ſie machte doch Toilette, zog ihr ſchönſtes Kleid bin ja noch eines anderen Braut!
Vielleicht komm ich die Tage nach Wien, vielleicht
Du biſt in Wahrheit nur meine Braut ge
an,
ſie mußte auch als die Braut des anderen gut aus=
ſprechen
wir uns darüber noch aus! Ich weiß, Du wirſt ſehen.
Gewiß, Du biſt ihm Dank ſchuldig, er nahm ih
mir Mut machen!
Plötzlich klopfte es an die Tür ſie ſah gerade zum ſtreifte dieſen Ring vom Finger. Ich ſelbſt will
Sie konnte nicht weiter leſen, eine furchtbare Verwir= Fenſter hinaus, ſie hatte den Mut nicht, ſich umzuſehen. Kleinod als Zeichen Deines Dankes, unſeres
rung hatte ſie erfaßt. Nun trieb es ſie auch hier fort. Da
ſchicken. Er wird uns nicht grollen!
Herein, ſagte ſie mit zitternder Stimme.
kann ich hier nicht bleiben. Ich muß fort. Er darf mich
Nein, ich will ihm ſchriftlich ſelbſt alles erkläch
Kein Zweifel, es war ſein Tritt.
nicht treffen!
Gut, gut, wie Du willſt!
Irma! Schon ſtand er bei ihr und faßte ſie an den
Kind, Kind, nur den Kopf nicht verlieren. Sie Schultern. Irma!
Sie hatte ſich wieder erhoben, ſie waren zum
müſſen ihn endlich treffen, Sie müſſen ſich endlich mit ihm
Da wandte ſie den erglühten Kopf. Ihre Augen Fenſter getreten und ſahen in die Wipfel der Pa
ausſprechen. Er braucht Sie mehr, als Sie ihn!
hinab. Vom Muſikzimmer im Erdgeſchoß klang
ſtrahlten in die ſeinen. Ein Mund, ein Blondkopf beugte
zer herauf, den man jetzt überall ſpielte: es
Ich bin ja eines anderen Braut, ich bin ja dem zu ſich über ſie, ein langer Kuß ohne Widerſtreben.
viel Dank ſchuldig!
Irrwiſchwalzer.
Irrlichtlein, was biſt Du herumgeflackert. Irrlicht=
Das laſſen Sie ihn regeln!
Hörſt Du? ſagte ſie, Dir kann man nirgends
lein, wollteſt mir erlöſchen, warſt krank von der Menſchen=
Nun ſchwieg ſie wieder. Es war zu viel auf einmal,
fliehen, und wenn ich über die Meere mit dem
liebe?
erſt der Vater, dann die Nachricht von ſeiner Mißſtim=
Sie ſenkte den Kopf an ſeine Schulter, ſie gab ſich wäre, Dein Locken und Singen wäre uns überan
mung und die Ausſicht, ihn zu treffen.
Sie lauſchte wieder, ſie ſog die Töne ein,
ſchluchzend dem wonnigen Schmerz dieſer Stunde hin,
Sie bat, ins Haus zurücklehren zu dürfen. Und der
Träne ſtahl ſich mehr in ihre Angen, nun
aller Groll, alles Leid, alles Schuldigfühlen und Dankbar=
Profeſſor ließ ſie ruhig ziehen!
wieder die Muſik hören. Nun war ſie mit einen
In ihrem Zimmer warf ſie ſich auf das Sofa, Sollte ſeinmüſſen löſte ſich auf in dieſen Tränen.
geſund.
ſie Bergauer dann ſchreiben? Aber er war ja noch nicht
Warum haſt Du nie mehr etwas hören laſſen, ich
Er hing in ihrem Arm. Er ſtreichelte ihre Ha
da. Nein, ſie mußte zuerſt mit Joſef reden, längſt hätten glaubte Dich längſt vermählt?
währen unten die Töne von ihrem einſtigen enſ=
ſie
ſich ausſprechen ſollen. Dann wollte ſie ſich entſcheiden.
Warum ſchwiegſt Du? fragte ſie nur zurück.
den erzählten, ſang eine neue, reinere Melodie
Sie wich in den nächſten Tagen dem Profeſſor aus.
Bei mir ſchwieg alles, die Töne, das Herz alles! ihm.
Sie wollte ihn nicht treffen, er ſollte ſie nicht beeinfluſſen.
Und dann küßten ſie ſich wieder heiß und leidenſchaft=

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Nummer 285.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 24. November 1913.
Seite 3.
in dieſer Stell gerühmt wurde, feierte wieder Triumphe, die vorhandenen Aliben betrugen nur 15110 Marl. Was
London, 2. Nov. (Ein Zwiſchenfalt) Das
Die Künſtlerin ſang zunächſt zwei Lieder Ich denke oft den zur Anklage ſtehenden Fall betrifft, ſo ſoll ſich die An=Automobil, in welchem ſich Erzherzog Franz Ferdinand
ns blaue Meer von F. Weingartner und Das Kraut gellagte der Beihilfe zum Wucher ſchuldig gemacht haben, von Oeſterreich geſtern zur Kirche nach Barkley begab,
brgeſſenheit von Eugen Hildach, denen ſie ſpäter folgen was ſie entſchieden beſtreitet. Sie erklärt, ſie habe mit wurde am Eingange von einem Poliziſten angehalten
ſeg Widmung von R. Franz, Der Waldteufel von C. Pariſer nie etwas zu tun gehabt. Die Verhandlung wurde wegen zu raſchen Fahrens. Ein Polizeiinſpektor mußte
Uhn und Waldeinſamkeit von M. Reger. Der rau= alsdann auf Montag vertagt.
dazu kommen, damit der Poliziſt das Auto des öſterreichi=
Ende Beifall veranlaßte die Sängerin zu einer Zugabe.
Frankfurt a. M. 23. Nov. (Aufdeckung eines ſchen Thronfolgers wieder freigab.
ſich den übrigen Söliſten des Konzertes wurde reichſter Verſicherungsſchwindels.)
Die Frankfurter
Orford, 22. Nov. (Volksaufſtand gegen die
Befall zuteil, und zwar mit Recht, denn ſowohl Herr Nachrichten melden: Ein umfangreicher Verſiche= Stimmrechtlerinnen.) Wie ſchon mitgeteilt wurde,
to Simon als auch Herr Hans Drechſelrungsſchwindel beſchäftigt zurzeit die Behörden. brannte geſtern früh ein großes, ſehr wertvolles Holzlager
Lpieſen ſich als Meiſter auf ihren Inſtrumenten. WarEs handelt ſich um die Brüder Scholten, die hier in ab. Auf dem Brandplatz wurden verſchiedene Schriften
bei dem erſteren beſonders die ſichere BogenführungFrankfurt Wiesbaden, Darmſtadt und Strafburg ihr der Stimmrechtlerinnen vorgeſunden. Das Volk iſt nun
ſind der ſeelenvolle Vortrag, der das Publikum in Bann Weſen trieben. Sie gründeten Verſicherungsgeſellſchaf= durch die verſchiedenen Angriffe der Stimmrechtlerinnen
hug, ſo bewunderte man bei Herrn Drechſel die ge= ten und ernannten ſich gegenſeitig zu Direktoren. So auf privates Eigentum und die ſich in letzter Zeit häufen=
iezu
fabelhafte Technik, mit der er die Zither beherrſchte entſtanden nacheinander die Südweſtdeutſche Verſiche= den Brände ſurchtbar aufgebracht. Es drang in die
lid die ihn befähigte, dem Inſtrument wahrhaft muſka= rungsgeſellſchaft in Frankfurt, die Mittelrheiniſche 1Dureauräume der Stimmnrechtlerinnen, zerſchlug fämtliche
ſpe Ausdrucksformen zu leihen. Er brachte u. a. ein Verſicherungsgeſellſchaft in Wiesbaden und eine Möbel und warf die einzelten Stücke zum Fenſter hin=

ſſonzertſtück von Hauſten, die Konzertfantaſie Früh= Krankenkaſſe in Darmſtadt. In Wirklichkeit handelte aus. Auch die reichhaltige Bibliothek der Brandſtifterin=
nasſtimmen
von Kollmaneck und eine Fantaſie Ton= es ſich aber gar nicht um Verſicherungen im Sinne des nen wurde ebenfalls zerſtört.
Bellen von Soifert zum Vortrag und mußte ſich außer=Geſetzes über die privaten Verſicherungsunternehmungen
is zu mehrfachen Zugaben verſtehen. Intereſſant war von 1901 ſondern um Hilfskaſſen, die auf Grund des
ſch
der weiteren Folge des Konzerts das Trio 2 von Mo= Hilfskaſſengeſetzes von 1876 reſp. 1884 errichtet waren und
Parlamentariſches.
i für Violine und Cello, geſpielt von den Herren Chr. zu Unrecht den Namen Verſicherungsgeſellſchaft führten.
muie
C Der Geſetzgebungsausſchuß der Zwei=
hrold
. Jul. Muhr, Otto Simon, und der Enſemblevor= Es wurde eine Agitation im großen Stil ins Werk geſetzt;ten Kammer tagte am Samstag unter Vorſitz des
dem naſian Die Graziöſe‟, Polka=Mazurka, von Gärtner, der bis nach dem kleinſten Dorfe in Oſtpreußen und Poſen er= Abgeordneten v. Brentano und erledigte u. a. den Antrag
ie heigeit
Konzert beſchloß. Die Klavierbegleitung zu den Ge= ſtreckte ſich die Werbetätigkeit der Verſicherungsgeſellſchaf= Dr. Winkler, betreffend den Heu= und Sauerwurm. Dann
5 kgigen
ingen hatte Frl. Gengenbach übernommen.
ten So gelang es, gegen 50 000 Verſicherungsluſtige zu wurden die Berichte genehmigt über den gegen 1 Stimme
Maten
* Jung=Deutſchland feiert am Dienstag den Geburts= fangen! Alle dieſe Leute ſind um ihre Beiträge geprellt. angenommenen Antrag Dr. Schmitt und Genoſſen, betref=
Beiſpielt
H. des Großherzogs im Feierabend.
Anf Grund früherer Verträge wurden die Mittel deri fend die religiöſen Orden, über den abgelehnten Antrag
Uprüfunge
Rund um die Welt. Wie aus dem Inſeratenteil Geſellſchaft den Direktoren ausgehändigt, die ſie ins Ulrich, betreffend die richterliche Unabhängigkeit, den An=
Abnehnn
ſſerer heutigen Zeitung erſchtlich, wird Herr Hofrat Ausland ſchafften, wohin der eine auch ſeinen Wohnſitz trag Reh, betreffend das Gerichtskoſtengeſetz, und der Re=
ine
ſachget
zweckmſſdward dieſen Vortrag am Mittwoch, den 3. De= verlegte. Allmählich verſchwanden auch die anderen. Der gierungsvorlage, betreffend die Teilung von Grundſtücken.
inber, abends 3 Uhr, im großen Saale Zur Prozeßanwalt der Liquidation mußte die vielen ſchweben= Der Antrag Köhler, betreffend die Reviſion der Bauord=
kraube
wiederholen. Der finanzielle Reinertrag iſt zum den Prozeſſe fahren laſſen und ſein Mandat niederlegen, nung, wurde für erledigt erklärt nachdem die Regierung
VorabenPeiben der Barmherzigen Schweſtern und der Digkoniſ= da die Liquidatoren nicht mehr aufzufinden waren. Ehe mitgeteilt hat, daß in Kürze eine Vorlage hierüber erfolgen
en Zaſſenlüſit en in hieſiger Stedt beſtimmt. Der Beſuch des erſten die Direktoren ſich von ihrem Plündererberuf zurück= wird.
: 1. AfPortrags über das betreifende Thema, der vor einigen zogen, verſuchten ſie noch, einen Beſtand von 8000 Mitglie=
Die Finanzausſchüſſe beider Kammern
der Gölſſtichen im großen Saale der Turnhalle ſtattfand, war ein dern an eine Verſicherungsaktiengeſellſchaft in Halle an tagten nachmittags in Anweſenheit der drei Miniſter und
old von Aaußergewöhnlicher, daß am Abend kein Kartenverkauf der Saale zu verhandeln, die ſich aber auf einen derartigen anderer Regierungsvertreter, um über die Regierungsvor=
bei
von iſPeher ſtattfinden konnte da der Zuhörerraum lange vor Handel nicht einlaſſen wollte Inzwiſchen hat das Mate=lage, betreffend die Gewährung von einer Million
Pekinn überfüllt war. Einkaßfarten für den zweiten Vor= rial gegen die drei Geſellſchaften ſich ſo vermehrt, daß ein Mark als Darlehen an die heſſiſche Zentral=
Schaufenin
am 3. Dezember ds. Is. ſind von heute ab in Straſverfahren eingeleitet worden iſt. Leider zu ſpät, dagenoſſenſchaftskaſſe zu beraten. Der Finanz=
, iſt gegſſtr Müſikalienhandlung von G. Thies. Nach= die Mittel und die Hauptſchuldigen ſich im Ausland befin= ausſchuß der Erſten Kammer hatte hierzu eine Reihe von
Vereinz ſlger Eliſabethenſtraße, zum Preiſe von 3 M., 2 M. den. Die um ihre Beiträge geprellten Mitglieder haben Anträgen geſtellt, u. a. auch bezüglich der Dauer der Staats=
1 M. erhältlich.
alde ausg
daher das Nachſehen.
aufſicht, ſowie wegen Erhöhung des Darlehens auf drei
autun
Frankfurt. 23. Nov. (Verſchiedenes.) Ein in der Millionen Mark, nachdem inzwiſchen Freiherr von
* Orpheum. Die heutige Montagsvorſtellung
ſroh, Seſtllt aus Anlaß des zur Einleitung des Geburtstages Elbeſtraße wohnender Möbelhändler wollte ſich am Sams= Heyl zu Herrnsheim ſeinen Antrag auf Erhöhung des Dar=
treien
ſind
Landesherrn heute obend ſtattfindenden Zapfenſtrei= tag abend vor den Augen ſeiner in Bockenheim wohnen=lehens auf ſechs Milionen Mark zurückgezogen haite. Die
Elolal des
aus, da das Orpheum=Orcheſter bekanntlich vom den Braut erſchießen, da ſeine Mutter das Vergältnis nicht Regierung erklärte ſich außerſtande, heute ſchon zu dem
ifikkorps des Leibgarde=Infanterie=Regments geſtellt kaben wolle. Unterwegs lud er ſeinen Revolver und Antrag, betreffend Gewährung von drei Millionen Mark,
Samielſliſph, ein Dispens hiervon jedoch aus miktäriſchen Grün=ſteckte ihn ungeſichert in die Taſche. Plötlich ging ein Stellung nehmen zu können und auch die Vertreter der
nicht erteilt werden konnte Der jetzige erfolgreiche, Schuß los und drang ihm in den Unterleib. Trotzdem Zweiten Kammer waren nicht in der Lage, zu dem An=
ing
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Bis alſ hllen Teilen vorzügliche Spielplan, bleibt von morgen, ſchleppte ſich der junge Mann noch in die Wohnung ſeiner trage alsbald eine beſtimmte Erklärung abzugeben. Die
eGalerie iaPftiutstag, ab nur noch für ſechs Tage (bis 30. November) Braut, wo er zuſammenbrach. Die herbeigeruſene Ret=Weiterbergtung wurde vertagt.
tungswache brackte ihn in das Städtiſche Krankenhaus,
Krönung=Miehen. (Siehe Inſerat.)
und Land ünfall. In der Weinbergſtraße ſpielte geſtern ein wo er in bedenklichem Zuſtand darniederliegt. In der
es altive pfiger Mann mit einer alten Schußwaffe, ohne zu achten, Sporſtraße verſuchte ſich heute vormittag eine 26jährige
Vom Balkan.
Gans i ſie geladen war. Plötzlich entlud ſich die Waffe und Frau mit Leuchtgas zu vergiften. Die auf dem=
Schrotſchuß traf die Schweſter Die Verletzungen ſind ſelben Flur wohnenden Leute bemerkten den ſtarken Gas=
HB Wien, 23. Nov. Von gut unterrichteter Seite
Lelicherweiſe nicht lebensgefährlich. Das Mädchen kam geruch und ließen die Wohnung gewaltſam öffnen, wo ſie wird mitgeteilt, daß König Ferdinand von Bulgarien,
die Frau bewußtlos vorſtanden. Die von der Rettungs= um allen von böswilliger Seite verbreiteten Gerüchten
lehls Krankenhaus.
wache angeſtellten Wiederbelebungsverſuche waren von Er=entgegen zu treten, ſeinen für längere Zeit geplanten Auf=
folg
. Ebenfalis mit Leuchtgas zu vergiften verſuchte enthalt in Wien abbrechen und wahrſcheinlich bereits im
ſich heute nachmittag in der Eckenheimer Landſtraße ein Laufe dieſer Woche nach Bulgarien zurückkehren wird.
Reich und Ausland,
zwanzigjähriger Mann Er wurde durch die Retungs=
HB Valona. 23. Nov. Die proviſoriſche Regie=
hei
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Aus der Reichshauptſtadt, 23. Nov. Der Bund wache in die Irrenanſtalt gebracht. Heute nachmittag
Snälteniſcher Architekten hat, wie wir erfahren, in brachte ſich ein in der Waldſtraße in Niederrad wohnender rung hat von den Großmächten die offizielle Verſtändi=
AAngelegenheit des Wetlbewerbs um das Botſchaf=Former einen Schuß in die Herzgegend bei. Er gung erhalten, daß dieſe den Prinzen Wilhelm zu
tſpalais in Waſhington eine Eingabe an den wurde bewußtlos in das Städtiſche Krankenhaus gebracht, Wied zum Staatsoberhaupt für Albanien auserſehen
haben. Dieſe Nachricht iſt hier in allen Kreiſen freudig
lichstag gerichtet. Der Hauptvorſtand des Bundes, deſ= wo er ſchwer verletzt darniederliegt.
Würzburg, 20. Nov. Nach viertägiger Verhandlung begrüßt worden. Man hofſt allgemein daß die Ein=
itmnel
Vorſitzender Geheimrat Frentzen in Aachen iſt, wendet
hdarin mit entſchiedenen, teilweiſe ſcharfen Worten ge= wurde der des Mordes, begangen an der Dienſtmagd ſetzung eines ſonveränen Herrſchers in Albanien allen in=
ſidie
Brüskierung der deutſchen Architekten, die bei der Margarete Gerſitz, angeklagte Poſtillon Ludwig Wei= neren Zerwürfniſſen bald ein Ende bereiten werde.
HB Sofia, 23 Nov. Nach einer hier einlaufenden
ſtülung des Auftrags für den genauen Bauentwurf zum ßenſee aus Zellingen a. M., trotz hartnäckigen Leugnens
näbblſchaſterpalais in Wafhington zutage getreten ſei, und und Nichtanffindung der Leiche, auf Grund eines Indi= amtlichen Meldung hat eine griechiſche Militär=Abteilung
unter dem Vorhande, nach Waffen ſuchen zu wollen, das
ung des Milt den Reichstag, die Intereſſen der Architektenſchaft zienbeweiſes zum Tode verurteilt.
London, 23. Nov. (Suffragetten=Empfang bulgariſche Dorf Hadſchi Beylik im Bezirk Semir Hiſſar
einſtudichſt der Bewilligung der Mittel für den Neubau zu unter=
Ien.
In dem Prozeß gegen die Gräfinl bei Lloyd George.) Lloyd George empfing geſtern überfallen, mehrere Ortsbewohner nach ſchweren Miß=
ſtern
abhlleuberg ſing heute dor Geldverleiher Pariſer und in Orford, wo er eine Rede gehalten hatte, drei Delega= handlungen getötet und das ganze Dorf ſchließlich zer=
eefm
(Geldagent Domarus als Zeugen erſchienen. Der tionen von Frauenrechtlerinnen Die erſten waren Suffra=ſtört. Der größte Teil der Bevölkerung hat ſich nach Pe=
tte
uaſhrützende erörtert zunächſt weiter den Fall des Stein= getten, die zweiten waren liberale und die dritten waren tritz geflüchtet.
HB Bukareſt, 23. Nov. Der Hof ſiedelt bereits
übeſitzers K., der infolge von Wuchergeſchäften, die von einer ſolchen Gruppe die das Frauenſtimmrecht auf
Angeklagte vermittelte, ſein ganzes, 200000 Mark dem friedlichſten Wege erſtrebt. Zu der erſten Abordnung in dieſer Woche von Sinaia nach Bukareſt über. Ge=
Begendes Vermögen los geworden iſt. Auch hier be= erklärte der Miniſter ſein Bedauern, daß ſie einen Weg ſtern hat ſich Miniſterpräſident Majoreseu nach Schloß
Eiet die Angeklagte jede Schuld. Ein weiterer Wu=beſchritten hätten, der zu Gewalttätigkeiten führe der Sinaia begeben, um dem König die Thronrede für die am
Palle betrifft den verſtorbenen Regierungsreferendar zweiten dankte er für ihr gutes Verhalten und der dritten 28. Februar erfolgende Eröffnung des Parlaments zu
19, A. Dieſer beſand ſich im Frühjahr 1910 in großer1gab er folgende Antwort: Ich kann Ihnen nur gratulie=überreichen. Die Thronrede hebt die Begeiſterung und
icherlegenheit. Er hatte damals eine Million Schul=ren für die Art und Weiſe, in welcher Sie Ihre Sache! Opferwilligkeit des Landes anläßlich der Mobiliſierung
Er hat ſich im November 1910 erſchoſſen. Der Nach= vorgebracht haben. Sie haben dies mit ſo viel Takt und und der militäriſchen Aktion hervor. Sie wird die Ergeb=
Berwalter bekundet, daß er ſofort Konkurs angemeldet ſo viel Geſchicklichkeit getan, daß ich jetzt mehr als jemals niſſe der Bukareſter Friedens=Konferenz erwähnen und die
Unter den angemeldeten Forderungen von 300000 davon überzeugt bin, daß den Frauen das Stimmrecht neuen Beſtimmungen zur Organiſation der Armee und der
neuen Provinzen bekanntgeben
befanden ſich 100 000 Mark Bürgſchaftsforderungen, gebührt.
m Hohenuſt des geſangtichdetſannlerſchen Deis ſund derne Farineg die der ſeielit=
les
des Programms bildelen die von Hern Stephani lernſten Charakter ihrer Sprechrolln mit Takt zu wahren
roßherzogliches Hoftheater, in der zweiten Abteilung ideal ſchön geſungenen vier ern= wußten.
Das Publikum war von der prächtigen Aufführung
ſten Geſänge von Brahms, in deren Vortrag ſich Herr
Sonntag, 23. November.
Stephani, der ja ſchon als Oratorien= und Konzertſänger ſichtlich ergriffen, es war aber der Beweis eines ſchönen
einen Ruf hat, als hervorragender Geſangskünſtler be=Taktes, daß es am Totenſonntag die Toten nicht wieder
Totenſonntagsfeier.
währte. Namentlich in den beiden letzten Geſängen ent= herausrief, ſondern ſtill das Haus verließ.
Wal. Zu Volksvorſtellungspreiſen fand am Sonntag faltete er ein wundervolles Pathos. Wärme und Schönheit
Der fliegende Holländer.
mittag zum erſten Male eine Totenſonntags= des Tones durch die er die Zuhörer zu Tränen rührte.
W.l. Die Botſchaft von der allmächtigen Liebe, die
ſier ſtatt, die einen nur mäßigen Beſuch aufzuweiſen Herr Hofrat de Haan begleitete die Lieder mit bekannter
den Menſchen von den Qualen des Erdendaſeins durch
. Namentlich waren die Balkonlogen und der erſte Meiſterſchaft.
ſehr ſchwach beſetzt oder leer. Das Programm trug
Den dritten Teil bildete die Aufführung des Einakters den Tod erlöſt und die in der Richard Wagnerſchen Oper
stimmung des Totenſonntags in Wort und Ton Rech=Der Tor und der Todl von Hugo von Hoffmanns= vom Fliegenden Holländer den künſtleriſch erhabenſten
und handelte vom Sterben und Vergehen.
thal, einer Dichtung in fünffüßigen gereimten Jamben, Ausdruck findet, war das paſſendſte Thema für den ernſten
Bnider Auswahl der vorgetragenen Dichtungen und die wie Jedermann das Thema von dem durch den Tod Tag, der dem Gedächtnis der Toten gewidmet iſt.
Und auch die Aufführung ſelbſt wurde der ihr geſtell=
ſange
und der Inſzenierung des Einakters gab ſich viel überraſchten Edelmann behandelt, der ſein Leben vergeu=
ſchmack
und Takt und feines Empfinden für das Stim= det hat und erſt bei ſeiner Abberufung durch den Tod. aber ten hohen Aufgabe gerecht und verlich dieſer in hehrſts
Angsbedürfnis des Tages kund ein Beweis für die zu ſpät, den Wert und die Bedeutung des Lebens erkennt. Töne gekleidete Botſchaft von der Erlöſung durch die Liebe
uſeh
Lüteriſchen Befähigung des Spielleiters. Herrn Dr. Paul Vor dem Tode erſchienen ihm die Schemen ſeiner Mutter, ergreifenden Ausdruck.
Das Haus war anſcheinend ausverkauft. Die Auf=
hirder
, der auch in der Ausführung des Programms deren Liebe er verkannt, ſeiner Geliebten, die er verlaſſen
Gae
ie einheitliche dem ernſten Chavakter der Veranſtaltung und verſtoßen hat und ſeines Freundes, den er in dieführung, die Herr Hofkapellmeiſter de Haan leitete, ſand
in demſelben Rahmen und mit derſelben Beſetzung ſtatt,
Eimechende Stimmung in jeder Hinſicht zu wahren Verzweiflung getrieben hat, um mit ihm Abrechnung zu wie anläßlich der Frühlingsfeſtſpiele im Februar dieſes
öge.
halten.

Jahres. Herr Kammerſänger Soomer aus Dresden,
Die Dichtung zeichnet ſich durch Schönheit und Poeſie Fräulein Geyersbach und Herr Stephani bildeten
Alls erſter ſprach Herr Baumeiſter zwei kleine Ge=
Et= von Hebbel und Presber, worauf Fräulein Ja= der Sprache und ſittlichen Ernſt aus, iſt aber nicht frei von ein ſtimmlich hervorragendes und geſanglich meiſterhaftes
ss das bekannte Schubertſche Lied Der Tod und das Unklarheiten, die in der Eigenart des Dichters beruhen. Trio. Eine anfängliche ſtimmliche Ermüdung überwand
Eichen und ein muſikaliſch wertvolles, aber unſang= Der Edelmann Elandio iſt ein nachempfundener Fauſt. Fräulein Gehersbach roſch. Den Höhepunkt der Auffüh=
bei
: Lied von Guſtav Mahler (aus den Kindertoten=wirkungsvoll eingeleitet und eingekleidet iſt das Erſchei=rung bildete das grandioſe Onett des zweiten Aktes das
von Herrn Soomer und Fräulein Geyersbach ergreifend
Pern Nr. 4) ſang, die nach Ueberwindung einer anfäng= nen des Todes und der Toten.
Die Aufführung kann man als muſteraültig bezeich= ſchön geſungen wurde und nach dem der Vorhang fünfmal
Pent Unruhe in der Tongebung ſtimmungsvoll vorgetra=
iwurden
. Von den durch Herrn Heinz ſchön und nen, und die Inſzenierung war ein kleines Meiſterſtück der wieder aufgehen mußte. Der Beifall galt auch Herrn St e=
eiſtſich
geſprochenen Dichtungen von Lilieneron, Fon= Regie; die von der Seite her einfallende Mondſchein=lphani, der die Daland=Partie prachtvoll ſang. Auch
und Guſtav Falke verdient das empfindungsvolle beleuchtung war unvergleichlich ſchön und verlieh dem Herr Becker verdient für die ſchön geſungene Partie
ücht Wer weiß, wo von Lilieneron den Preis. Frl. Ganzen mehr Stimmung und Poeſie, als es durch Worte des Erik warmes Lob, während Herr Globerger, der
ſgen fölgte mit drei kleineren Sachen von Seidel, möglich iſt. Herr Ehrle ſvielte die Hauptrolle des den Steuermann ſang, heute weniger gut bisponiert zu
echnay und Rückert, worauf Herr Kammerſänger Weber Clandio mit lebenswarmer Charakteriſtit und geſchickter ſein ſchien. Ein brillantes Enſemble bildete der Mädchen=
tioier
tonſchön und empfindungswarm geſungenen Lie= Behandlung der ſchwer zu ſprechenden Derſe, die unheim= chor des zweiten Aktes.
Einige ſzeniſche Miß
ſeit von Hugo Wolf und Brahms den Beſchluß der erſten liche Erſcheinung des Todes wurde durch Herrn Weſter=
Pelilung machte. Die Klavierbegleitung hatten die Her=mann entſprechend verkörpert, die drei Toten wurden ten den günſtigen ginäthelligkeiten im letzten Akte konn=
er
Vorſtellung nicht beein=
durch
Frau Müller=Rudolph, Frau Meißner trächtigen.
ſOppenheim und Dreſcher übernommen.

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Nummer 283
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 24. November 1913.
Seite 4.
Dant meiner ausgedehnten Geſchäfts=
* Bukareſ, B. Nov. Das Parkament iſ, dem igeſetzentwurſes der Regierung ſort, der die ver=
bindungen
iſt es mir gelungen, eine n
Amtsblatt zufolge, zu einer ordentlichen Seſſion ſchiedenen Arten von Veröffentlichungen von periodiſch er=
artige
, unter dem Namen Masce
ſcheinenden Druckſchriften in den Städten und Dörfern
auf den 28. November einberufen worden.
* Cetinje, 23. Nov. Das Amtsblatt veröffentlicht feſtſetzt. Die Kadetten befürworteten eine einheitliche Vor= Bürste bekannte Haarpflege=Bürſte zu bekommen,
einen Aufruf des Königs, betreffend die Einver=ſchrift für das geſamte Reich. Die Oktobriſten ſchlugen aus einem maſſiven Stück Celluloid hergeſtellt iſt
leibung der neuen Gebiete, der beſagt: Die neuen einen Konzeſſionsmodus für die Orte mit weniger als daher mit jedem Desinfektionsmittel behandelt wer
Gebiete ſind, obwohl ſie zu unſern Opfern in keinem Ver=zehntauſend Einwohnern vor. Der Miniſter des Innern kann. Die Mascelio=Bürſte iſt daher, gegenüber
hältniſſe ſtehen, und obwohl wir gezwungen waren, das trat für die Notwendigkeit ein, die Ordnung beſonders in bekannten weißen Bürſten, die mit Holz und Pel
uns durch die Tradition geheiligte Skutari, ſowie das er= den Dörfern aufrecht zu erhalten, wo das Gefühl der Ver= unterlegt ſind hyg. vollſtändig einwandfrei und ſoll
oberte Küſtengebiet im Intereſſe des europäiſchen Frie= antwortung vor dem Geſetze wenig entwickelt ſei. Die Sie beim Einkauf einer weißen Cel.=Bürſte ſtets auf
dens unter dem Druck der Mächte aufzugeben, immerhin Ueberwachung der Preſſe könne nicht untergeordneten Or= Namen Mascello achten. Ich habe dieſe Bürſten
bedeutend. Unſer Neuerwerb geſtattet uns, auf eine glän= ganen der Verwaltung anvertraut werden Der Vorſchlag weiß und in Elfenbein=Imitation ſchon von 1.75 Mk
zende Zukunft zu vertrauen. Es wird die Sorge meiner der Oktobriſten wurde angenommen. Auf eine Anfrage vorrätig und können Sie ſolche zu Weihnachts=
Regierung ſein, den Untertanen in den neuen Gebieten die Miljukows, ob der Gouverneur berechtigt ſei, die Geneh= ſchenken in elegantem Etuis, je nach Zuſammenſtelli
Sicherheit der Perſon und des Eigentums zu verbürgen migung zur Veröffentlichung in fremden Sprachen unter von 3.50 Mk. bis 20. Mk. bekommen. Mit Ausudl
(2dta
und ihnen die Wohltaten einer guten Juſtiz, eines moder= dem Vorwand zu verweigern, daß kein Aufſichtsorgan vor= ſendungen ſtehe ich gerne zur Verfügung.

0
nen Unterrichts, ſowie der Religions= und Gewiſſens= handen ſei, das dieſe Sprache beherrſche, antwortete der
Martumerie Fran
Miniſter verneinend.
freiheit zu ſichern. Der traditionelle Grundſatz meines
* Livadia, 23. Nov. Der Kaiſer beſuchte den Emir
Hauſes, jeden als Bruder zu behandeln, wes Glaubens
er immer ſei, wird ſtreng geachtet werden. Hinſichtlich von Buchara in Jalta. Später dinierte der Emir mit Eliſabethenſtraße 9. Telephon 886)
der Verwaltung der neuen Gebiete erklärt der Aufruf, daß dem Kaiſer in Livadia.
* Waſhington, 23. Nov. Das Kriegsdeparte=
ſie
bis zur geſetzlichen Regelung unter Anwendung der be=
ment
ſchlägt vor, unverzüglich ein Regiment Infanterie
ſtehenden Geſetze verwaltet würden.
zur Ablöſung der im Fort Blirs ſtationierten Kavallerie
zu entſenden, welche den Patrouillendienſt an der Grenze
Todes=Anzeige.
übernehmen ſoll. Die Infanterie ſei ebenſo geeignet wie
Letzte Nachrichten.
die Kavallerie, um El Paſo gegen einen möglichen An=
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
Mein lieber Gatte, unſer Vater, Schwieger=
griff
zu ſchützen oder im Falle eines Aufruhrs als Polizei
* Berlin, 23. Nov. Die Norddeutſche Allgemeine Zei= in der Stadt zu dienen, während an der Grenze Verſtär= vater und Großvater
tung ſchreibt in ihrer Wochenrundſchau: Das Expoſé, kungen durch Kavallerie notwendig ſeien.
Herr Lehrer i. P.
in dem vor den Delegationen in Wien Graf Verch=

HB. Karlsruhe, 23. Nov. Die Tochter des ba=
told
die Grunde und Ziele der auswärtigen Politik
Oeſterreich=Ungarns während der letzten großen Kriſis im diſchen Thronfolgers, des Prinzen Max, die im
Orient darlegte, wurde hier als eine willkommene Alter von 11 Jahren ſtehende Prinzeſſin Marie Ale=H C. Fisehbach
Klärung begrüßt. Die Aufnahme der weiteren Aus=xandra, iſt plötzlich an Blinddarm=Entzündung er=
iſt
heute Nacht nach kurzem, ſchwerem Leiden
laſſungen des Miniſters vor der ungariſchen Delegation krankt. Der Hofbericht meldet darüber: Die Prinzeſſin
ſanft entſchlafen.
iſt geeignet, ihn in der Erkenntnis der richtigen Anlage Marie Alexandra wurde Freitag gegen Mittag von Blind=
und der in allem weſentlichen gelungenen Durchführung darm=Entzündung befallen, die ſich gegen Abend ſteigerte,
Die trauernden Hinterbliebenen.
ſeiner Politik zu beſtärken. Das Programm, das Berch= ſo daß eine Operation notwendig wurde, welche von Hof=
told
für Deſterreich=Ungarn beim Beginn der Verwick= rat Proſeſſor Dr. von Beck ausgeführt wurde und voll=
Darmſtadt, Ludwigshafen, a. Rh., Frank
lungen im Südoſten auftellte war und iſt beſtimmt um= kommen gelang. Die Prinzeſſin hatte eine den Umſtänden
furt a. M., den 22. Nov. 1913.
ſchrieben in dem Grundgedanken: keine Gebietserwerbun= nach gute Nacht. Puls und Temperatur ſind normal.
gen am Balkan, aber Sicherung des Gleichgewichts an
Die Beerdigung findet Dienstag, 25. Nov. 1918
Einſturz eines Militärſchuppens.
der Adria. Trotz vielfacher Widerſtände und Hemmungen
nachm. 2 Uhr, auf dem Darmſtädter Fried
* Longwy, 23. Nov. Ein Wagenſchuppen der
wurde dieſes Programm verwirklicht. Es bleibt das Ver=
(2446t
hofe ſtatt.
dienſt Berchtolds, daß er die wichtigſten Zukunftsintereſſen hieſigen Garniſon iſt geſtern abend eingeſtürzt und
Oeſterreich=Ungarns gewahrt hat, ohne Forderungen zu hat eine Anzahl Soldaten unter ſeinen Trümmern begra=
erheben
, durch die Kompenſationsanſprüche von anderer ben. Ein Soldat wurde getötet, fünf ſchwer und neun
Seite hervorgerufen, und die Ballanfragen in der gefähr=leicht verletzt. Von denen bei dem Einſturz des Militär=
lichſten
Geſtalt eines Konfliktes innerhalb des Kreiſes der ſchuppens in Longwy ſchwerverletzten Soldaten iſt
Großmächte aufgerolt werden konnten. Mit wachſamem einer geſtorben. Der Zuſtand der andern iſt zufrieden=
und, wo nötig, entſchiedenem Eintreten für die Sonder= ſtellend.
Todes=Anzeige.
* Longwy, 23. Nov. Wie gemeldet wird, iſt von den
bedürfniſſe der habsburgiſchen Monarchie mußte er Rück=
ſichch
auf den Frieden Europas und auf die nicht immer durch den Einſturz eines Militärſchuppens
Heute morgen entſchlief ſanft nach ſchweren
leichte Bewahrung des Einvernehmens mit den Groß= bei Longwy verwundeten 15 Soldaten heute ein zwei=
Leiden mein guter Mann, unſer lieber Vateh
mäichten verbinden. Das beharrliche Durchalten derter ſeinen Verletzungen erlegen. Der Kriegsminiſter hat
Bruder, Schwager und Onkel
(2446
öſterreichiſch=ungariſchen Politik in den programmatiſchen den Direktor des Genieweſens, General Chevalier beauf=
Punkten kam auch der inneren Stärkung des Dreibundes tragt, eine Unterſuchung über die Urſache des Unglücks=
Herr
und ſeinem Gewichte in der Behandlung der Orientfragen falles einzuleiten. Von den Sozialiſten waren in der
zugute, ohne daß die Beziehungen der Dreibundmächte letzten Zeit wegen der Mangelhaftigkeit der neuen Kaſer=
zu
den Mitgliedern des Dreiverbandes beeinträchtigt wur= nenbauten an der Oſtgrenze wiederholt ſcharfe Angriffe
Hellwio Schaffner
den. Es liegen vielmehr Anzeichen vor, daß durch die gegen die Kriegsverwaltung erhoben worden.
gemeinſame diplomatiſche Arbeit während der Orient=
Bäckermeister
kriſis der Gegenſatz zwiſchen den großen Mächtegruppen
Eiſenbahnunglück.
Europas ſich weſentlich veringert hat. Verchtold erwähnte
* San Sebaſtian, 23. Nov. In der vergangenen NachtA im Alter von 59 Jahren.
auch in dem Expoſé die Beſſerung der deutſch=engliſchen ereignete ſich etwa 700 Meter vom Tunnel Cazurza der
Beziehungen. Als weiterer Hinweis auf die freundlichere Strecke Irun=Madrid ein Erdrutſch. Zwei Wa=
Wir bitten um ſtille Teilnahme.
Grundſtimmung in Europa darf die entgegenkommende gen am Ende des Zuges wurden verſchüttet. Ein Zug=
Offenheit bezeichnet werden, mit der ſich der ruſſiſche Mi= führer wurde verletzt. Die Reiſenden mußten umſteigen.
Die tieftrauernd Hinterbliebenen
niſterpräſident Kokowtzow in den Tagen ſeines Berliner Ueber das Unglück liegen widerſprechende Nachrichten vor.
Aufenthalts zu den amtlichen Vertretern Deutſchlands Einerſeits wird gemeldet, daß es der Süd=Expreßzug
Griesheim, den 23. November 1913.
über die noch der Erledigung harrenden Aufgaben der war, der durch den Erdrutſch entgleiſte, während anderer=
Diplomatie äußerte Die befriedigenden Eindrücke die= ſeits gemeldet wird, daß der Süd=Expreßzug in einen be=
Die Beerdigung findet am Dienstag nachmi
ſer Ausſprache werden für die Beziehungen der beiden reits entgleiſten Güterzug hineinfuhr.
tag um 3 Uhr, vom Sterbehauſe Sterngell
Nachbarreiche und für das europäiſche Einvernehmen gün=
*e Madrid, 24. Nov. Das Eiſenbahnunglück bei Ca=
aus
, ſtatt.
ſtig fortwirken,
zurza ereignete ſich folgendermaßen: Der Erdrutſch er=
Straßburg, 23. Nov. Wie aus beſter Quelle ver= folgte kurz vor der Durchfahrt des Süd= Expreß=
lautet
, iſt das vom Oberſt v. Reuter vom zweiten zuges durch den Tunnel Die Lokomotive und zwei
oberrheiniſchen Infanterie=Regiment Nr. 99 eingereichte Wagen entgleiſten. Dem Zugführer wurden beide Beine
Abſchiedsgeſuch vom Kaiſer nicht genehmigt gebrochen. Ein Güterzug ſtieß gleichfalls gegen die
worden.
Erdmaſſen und entgleiſte teilweiſe. Mehrere Reiſende
Coburg, 23. Nov. Ueber das Befinden der Frau wurden verletzt, jedoch durchweg nur leicht. Der Tunnel
Dankſagung.
Herzogin von Sachſen=Coburg=Gothawurde wird mehrere Tage geſperrt bleiben.
heute vormittag 10 Uhr folgender Krankheitsbe=
richt
ausgegeben: Die Herzogin iſt nach einer gut ver=
Für die uns bewieſene Teilnahme anläz
Der Vizekönig von Indien.
brachten Nacht fieberfrei und ohne Schmerzen. Zu Be=
des
Ablebens unſerer lieben unvergeßlichen M
HB. Bombay, 23. Nov. In den hieſigen Kreiſen be=
ſorgniſſen
liegt kein Anlaß vor. Eine Operation wird ſpricht man mit großem Intereſſe die Entſchließung des
ſagen wir herzlichſten Dank. Insbeſondere dam
vorläufig nicht für erforderlich erachtet.
* Rom, 23. Nov. Bis geſtern abend war der Panzer= Vizekönigs von Indien, Lord Hardinge zu demiſ=
wir
dem Herrn Pfarrer Vogel für ſeine
ſionieren. Man ſagt daß es möglich ſei, daß dieſe
reichen Worte am Grabe, ſowie den Schwetl
kreuzer San Giorgi um 240 Tonnen entlaſtet. Die Ar= Demiſſion noch vor dem Februar erfolge. Seit dem Bom=
beiten
an der Verſtopfung des Lecks wurden nachts fort= ben=Attentat in Delhi iſt Lord Hardinge niemals mehr voll
der Stadtgemeinde für ihre aufopfernde Pfle
geſetzt. Die Lage des Schiffes iſt unverändert. Es iſt auf der Höhe geweſen, ſeinen Arbeiten nachzugehen. Außer
kein neues Waſſer in das Schiff eingedrungen.
Lord Kitchener werden noch Lord Islington und Earl Im Namen der trauernden Hinterblieberen
* Paris, 22. Nov. In der heutigen letzten Sitzung des In= Grey, ſowie der Duke von Connaught als Nachfolger ge=
ternationalen
Zollkongreſſes erklärte der nannt.
Leonhard Eitenmüller.
Handelsminiſter Maſſé, daß die Regierung die Wünſche
(Schluß des redaktionellen Teils.)
des Kongreſſes auf das ſorgfältigſte in Erwägung ziehen
werde. Der ſchweizeriſche Geſandte Lardy ſtattete hierauf
der franzöſiſchen Regierung den Dank der Delegierten ab,
Zum Ausſchneiden.
die ſodann von Poincaré empfangen wurden. Bei dem
Empfang betonte Poinearé ſein lebhaftes Intereſſe für
Bertente e
Ein ausgezeichnetes Rezept für einen Huſenſrup,
die Arbeiten des Kongreſſes.
mit dem man ſich Geld ſparen kann.
Zur Feier des Geburtstages Sr. Königl. H
* Paris, 23. Nov. Die Unternehmer der geplanten
Angeſichts der zurzeit herrſchenden regelrechten Erkäl= Großherzogs findet Dienstag den 25. Pol
Eiſenbahnlinien in Syrien und Arme= tungs= und Influenza=Epidemie dürfte nachſtehendes Re= vormittags 10½ Uhr, in der Stadtkirche gene
nien, deren Konzeſſionen der franzöſiſchen Regierung zu= zept vielen willkommen ſein. Beſchaffen Sie ſich in der
Gottesdienſt der Militär= und Zivilgemeinde
geſichert worden ſind, haben ſich, hieſigen Blättern zu= nächſten Apotheke 60 ar dreifach konzentrierten Anſy,
Taestalender.
folge, verpflichten müſſen, das geſamte Material für den fügen Sie das zuhauſe zu einem viertel Liter heißem
Montag, 24. November.
Bau und Betrieb dieſer Linien bei der franzöſiſchen In=Waſſer und 250 gr geſtoßenem Zucker; umrühren bis
duſtrie zu beſtellen. Hierdurch wird den Unternehmern alles gut aufgelöſt und vermiſcht iſt. Davon nimmt man Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, En
eine etwa 10prozentige Mehrbelaſtung auferlegt werden.
10 Uhr (Volksvorſtellung): Alt=Heidelberg.
ein bis zwei Teelöffel voll viermal des Tages ein; das
Lens, 23. Nov. Der Bergarbeiterverband verſchafft ſofortige Linderung und vertreibt meiſt ſchon Konzert des Mozartvereins um 8 Uhr im
beſchloß heute nachmittag einſtimmig, morgen die Arbeit innerhalb 24 Stunden den hartnäckigſten Huſten. Dieſer Liederabend von Agathe Landzettel und Er
wieder aufzunehmen.
mann um 8¼ Uhr im Saale der Freimaurerla
Huſtenſirup iſt ſehr angenehm einzunehmen, iſt vorzüglich
Kriſtianſand, 23. Nov. Der däniſche Dampfer gegen Heiſerkeit, leichte Erkältungen und zur Verhinde= Feſtball der Vereinigten Geſellſchaft um 8
Kong Helge der in havariertem Zuſtande eintraf, rung der ſich daraus häufig entwickelnden ſchlimmeren Er=Monatsverſammlung des Vereins für
hatte auf ſeiner Reiſe am letzten Sonntag nördlich von krankungen der Atmungswege. Da er auch gewiſſe näh=
und Vogelzucht Ornis um 8½ Uhr in Del
Färdern ein ſchweres Unwetter zu beſtehen. rende und kräftigende Eigenſchaften beſitzt, eignet er ſich
Pfungſtadt.
Sturzſeen riſſen die Kommandobrücke fort, auf der ſich auch beſtens in der Rekonvaleszenz. Wenn Sie nicht ſelbſt
Verſteigerungskalender.
der Kapitän, der erſte Steuermann und der das Steuer zur Apotheke gehen, ſchärfen Sie dem Boten ein daß er
Dienstag, 25. November.
bedienende Matroſe befanden. Alle drei ertranken.
dreifach konzentrierten Anſy verlangen muß. Das Rezept Bohrmaſchine=, Diele= uſw. Verſtei.
* Madrid, 22. Nov. Heute nachmittag kam es hier iſt ſchon öfters empfohlen worden, die Nachfrage in den
des Friedrich Emig I. zu Roßdorf, gegenüber
zu Zuſammenſtößen zwiſchen Studenten und lokalen Apotheken iſt daher eine ſehr ſtarke. (VIII,24438
hauſe.
der Polizei. Als die Ausſchreitungen eine ernſte Form
Für Erholungsbedürftige und leichtere
annahmen. ging die Polizei mit blanker Waffe vor und
Dutk und Veriag. z. 6. Wlichſe oſtri
Sommer, und
zerſtreute die Ruheſtörer. Dieſe ſammelten ſich jedoch noch
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für 2d
e
Kranke. Winter besueht. Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für dei
einmal und drangen in der Richtung nach der Pueria del

Kuranstalt Hofheim i. T. S redaktionellen Teil Max Streeſe; für den In
Sol vor Ein ſtarkes Polizeiaufgebot drängte ſie wieder=
Gel velte Stunde von Frankfurt a. M. 2 Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem
um zurück und trieb ſie auseinander. Etwa zwanzig Per=
Prospekte durch Dr. Schulze-Kahleyss, Nervenarzt.
ſonen wurden verhaftet.
leben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Madrid, 23. Nov. Die während der geſtrigen Unru=
rier
weiß mit gelben Abzeichen, redaktionellen Teil beſtimmte Mittelungen ſin
hen verhafteten Studenten ſind wieder freige=Alter Foxterkicl, hat ſich Samstag abend von Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren=
laſſen
worden.
der Dieburgerſtraße aus verlaufen. Der Wiederbringer Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgli=
* Petersburg, 22. Nov. Die Preſſekommiſſion oder Auskunftgeber erhält gute Belohnung.
(24466 nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte wie
der Reichsduma ſetzte die Erörterung des Preſſe=
Reichsbankdirektor Offenborg, Kaſinoſkraße 5. zurückgeſandt.

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her 1913
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Nummer 285.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 24. November 1913.
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[ ][  ][ ]

Nummer 285
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 24. November 1913.
Seite 6.


erneneenenenenenenenenenenentenentenen
Der
Darmstädter Hausbesitzer-Verein
Darmſtädter Hausbeſitzer-Verein e.v.
(E.O.) mit Wohnungsnachweis
und der
Wilhelminenstrasse 19
Telephon Nr. 560
Allgemeine Hausbeſitzer-Verein
Wir bitten diejenigen Hausbesitzer, die
haben ihre Vereinigung beſchloſſen.
unserem Verein noch nicht angehören, sich die
Laut Beſchluß der Generalverſammlung des Allgemeinen Hausbeſitzer=Vereins vom
11. d. Mts. ſind deſſen Mitglieder zum Darmſtädter Hausbeſitzer=Verein übergetreten.
Vorteile, die unsere Organisation den Mit=
Dieſelben werden gebeten, ſich in allen Hausbeſitzer=Angelegenheiten unter Vorlage
ihrer Mitgliedskarte an unſere Geſchäftsſtelle
gliedern bietet, durch ihren alsbaldigen
24445
Wilhelminenſtraße 19
: Beitritt zu sichern. Der Vorstand.
zu wenden.
(24446
Darmſtädter Hausbeſitzer=Verein E. V.
m

Freiluspruchnene Vertragen
General-Verſammlung
2. Vortrag. Mittwoch, den 26. Novbr., 5½
des Heſſ. Fröbel-Vereins Darmſtadt
Neu eröffnet!
in der Turnhalle der Liebigs-Oberrealschule:
im Fröbel=Inſtitut Saalbauſtraße 8, p.
Mittwoch, den 26. November, 6 Uhr abends.
M. Delbost: Lhumour, Tesprit et Ie ril
Spezial-
Tagesordnung: 1. Erſtattung des Geſchäftsberichts.
Preis der Karte für die noch ausstehenden fünf
Damen-Salon
2. Prüfung der Jahresrechnung.

träge 4 Mk., Einzelkarte 1 Mk., Schülerkarte 50 Pfg.
3. Feſtſtellung des Jahresvoranſchlages.
u. Parfümerie 7 Karten sind in der Hofbuchhandlung von H. Schlapp, S
Alle Mitglieder und Freunde des Vereins werden freundlichſt
(24457
(24
strasse, und abends an der Kasse zu haben.
eingeladen.
: Geschäft
Die Vorſitzende: Schultz=Gora.
Sehe äahe
Kopfwaschen 1.
Zum Beſten der Barmherzigen Schweſtern
Kinder 75 Pfennig
und der Diakoniſſinnen.
G
Mittwoch, den 3. Dezember d. J., abends 8 Uhll
FrntzMfüllerfr.
Tel.
2e
im großen Saale des Hotels Zur Traube
Ludwigsplatz 1.
Okrnzorr3ss
5
Vortrag von Herrn Hofrat Hugo Edward
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Mummer 285.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 24. November 1913.
Seite 7.
Man verſuche:
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Dr. Oetker’s Gewürz=Kuchen.
Jacki
95
Zutaten: 250 g Butter, 375g (* Pfd.) Zucker, 6 Eier,
das Weiße zu Schnee geſchlagen, 500 a Weizenmehl, 1 Päckchen
das echte Dr. Oetker’s Backpulver iſt 100millionenfach bewährt, und
von Dr. Oetker’s Backin, 1 Teelöffel voll Zimt, 1 Meſſer=
ſpitze
voll gemahlene Nelken, 50 g Sukkade, 125 g Korinthen,
3 Eßlöffel voll (50 g) Kakao, ½ bis ¼ Liter Milch.
Zubereitung: Die Butter rühre ſchaumig, gib Zucker,
Dr. Oetker’s Rezepte
Eigelb, Milch, Mehl, dieſes mit dem Backin gemiſcht, hinzu
und zuletzt den Kakao, die Korinthen, Sukkade, Zimt, Nelken
und den Eierſchnee. Fülle die Maſſe in die gefettete Form
ſind in der eigenen Verſuchsküche der Fabrik ſorgfältig ausprobiert. Daher
und backe den Kuchen in rund 1½ Stunden.
(II,11387
die ſtändig wachſende Vorliebe der Hausfrauen für Dr. Oetker’s Fabrikate!
Anmerkung: Man gibt zu dem Teig ſoviel Milch, daß er dick vom
2öfel ſtießt.
Holzgeld.
buicht- u. Milchpiehmarkt Die Zahlung der rückſtändigen
Beträge für im Holzerntejahr
1912/13 erſteigertes Holz aus den
Heſſiſche Chronik
im ſtadt. Biehhof Mannheim (Waldungen der Stadt Darmſtadt
hat bei Vermeidung des Mahn= und
am 27. November 1913.
(23486a Pfändungsverfahrens bis läng=
Monatsſchrift für Familien= und Ortsgeſchichte
ſtens Ende November 1913 an
den Werktagen vormittags von
in Heſſen und Heſſen=Naſſau
8½ bis 12½ Uhr, hierher zu er=
folgen
.
(23484a
Morgen Ziehung!
Begründet und herausgegeben von
Darmſtadt, 5. November 1913.
Die Stadtkaſſe.
Dr. Hermann Bräuning=Oktavio
Koch.
u. Profeſſor D. Dr. Wilh. Diehl
Schulgeld=Erhebung.
StuttgarterGeidlofferie
Das Schulgeld für das Großh.
Zweiter Jahrgang:: Heft 11, November 1913
Realgymnaſium, die Großh.
Liebigs=und die Großh. Ludwigs=
Oberrealſchule, die Vorſchule der Inhalt: Redakteur Max Müller: Das neue Heſſiſche Landesmuſeum
Hauptgewinn 50 000 Mark
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ſeminar
, die Eleonoren= und
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Frauenſchule, ſowie die Mittel= bildungen. Dr. Hans Braun: Schimmelpfeng. Ein Lebens= und Fa=
ſchulen
für das IV. Kalender=
milienbild
. Dr. Hermann Bräuning=Oktavio: Aus Fritz Max Heſſemers
Königl. Preuss.
vierteljahr 1913 iſt bei Mei=
Nachlaß. Drofeſſor D. Dr. Wilhelm Diehl: Beiträge zu einer heſſen=
Lotterle-
dung
des Beitreibungsverfahrens
Uhristian Kullmann z. Einnehmer:
bis Ende lfd. Mts. an den1 darmſtädtiſchen Lehrermatrikel. Wappen blühender heſſiſcher Bürger=
Werktagen, vormittags von 8½ bis geſchlechter. Kleine Mitteilungen: Vortrag über Georg Büchner.
Wilhelminenstraße 9, gegenüber dem alten Palais
12½ Uhr, hierher zu entrichten.
Generalmajor z. D. Karl Friedrich von Herget f. Gottfried Müller .
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Darmſtadt, 4. November 1913.
Dekan und Oberpfarrer Fr. Schmidt . Friedrich Bode=Denkmal.
Die Stadtkaſſe.
Koch. (23266a Profeſſor Dr. Ludwig Weis . Geheimer Kommerzienrat Dr. Louis
Merck . Geheimer Juſtizrat Profeſſor Dr. Conrad Hellwig f.
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Nummer 28)
Darmſtädter Tagblatt, Möntag, den 24. November 1913.
Seite 8.
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