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Abonnementspreis
Inſerate
176. Jahrgang
i atl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
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werden angenommen in Darmſtadt,
Pres nehmen die Poſtämter u. die Agen=
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verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Soh Aurgan für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
und d Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
1 Rheh.
MMM 281.
Donnerstag, den 20. November.
1913.
3)
hie heutige Nummer hat 20 Seiten.
gemildert werden kann. Alljährlich finden Tagungen weſens), ferner nach Weihnachten das Luftverkehrsgeſetz
ſtatt, an denen Vertreter der meiſten Völker zuſammen und der Entwurf über die geſetzliche Regelung der
Be=
kommen, um ſich gemeinſam über Maßnahmen zur För=züge der Altpenſionäre und eine Novelle zur
Beſoldungs=
derung des Weltverkehrs, zur Bekämpfung anſteckender ordnung, ſowie als Deckungsvorlage zu dieſen beiden
Das Wichtigſte vom Tage.
Seuchen, über wiſſenſchaftliche Forſchungen und Arbeiten Vorlagen das Buchmachergeſetz. — An unerledigten
aiſer iſt geſtern früh von Kiel wieder in Potsdam und dergleichen zu beraten und zu verſtändigen.
größeren Vorlagen liegen noch aus der Zeit vor
ngetroffen.
7,
Trotz alledem wird es zu einem Weltſtaate niemals der Vertagung vor: das Spionagegeſetz, das
Poſtſcheck=
rieheni Finanzausſchuß der bayeriſchen Kammer kommen, und das Volkstum wird immerdar der Mutter= geſetz, das Jugendgerichtsgeſetz, das Konkurrenzklauſel=
Uhm den Antrag auf Erhöhung der Zivilliſte boden bleiben, worin das Schöpferiſche, Bahnbrechende geſetz, das Petroleummonopolgeſetz und der Entwurf über
it 10 gegen 3 Stimmen an.
und zuletzt Weltbewegende wurzelt. Weltbürgerliche das Erbrecht des Staates. Dazu treten noch der neue
Leiſtungen ſind ſtets etwas Abgeleitetes, das ſeinen Ur= Etat und die erwähnten Interpellationen. Der Reichstag
*
ſprung in dem den Völkern eigenartigen Wirken hat, wird alſo in den nächſten Wochen über Mangel an Ar=
König von Bulgarien iſt am Dienstag abend
Große Erfinder z. B., an deren Entdeckungen ſchließlich beitsſtoff nicht zu klagen haben.
n Koburg nach Wien abgereiſt.
alle Völker teilhaben, ſind das, was ſie ſind und werden,
*
zuerſt nicht als Weltbürger, ſondern als Männer, die ihre
iittwoch mittag fand in der Hofburg zu Wien der der ganzen Menſchheit zugute kommenden Eigenſchaften Die Chronrede des Kaiſers
ferliche Empfang der Delegationen ſtatt.
Kaiſer erwiderte die Anſprachen mit einer der Zugehörigkeit zu einem beſtimmten Volke und
Vater=
lande danken.
Franz Joſef.
ſhronrede.
*
Das Streben, die Menſchen ohne Rückſicht auf Volk
* Am Mittwoch mittag hat in der Hofburg zu Wien
dienstag wurde in Paris der franzöſiſch=und Vaterland zu vereinheitlichen, entbehrt der Lebens= der feierliche Empfang der Delegationen
ürtſche Zollkongreß eröffnet.
kraft, die immer an den vaterländiſchen Willen gebunden ſtaktgefunden. Auf die Huldigungsanſprachen der
Präſi=
iſt. Die Liebe zum Weltbürgertum iſt blutarm. Bildung denten der beiden Delegationen erwiderte der Kaiſer
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
und Fortſchritte jedweder Art wachſen und blühen auf mit folgender Thronrede:
dem allein fruchtbaren Boden nationaler Arbeit und im
Ich nehme die Verſicherung treuer Ergebenheit, welche
Wettbewerbe der ſtaatlich geeinten Völker untereinander. Sie ſoeben an mich gerichtet haben mit warmem Dank
Weltbürgertum.
Des deutſchen Volkstums Aufgabe darf es nicht wieder und aufrichtiger Freude eutgegen. Die kriegeriſchen
Verwickelungen am Balkan, deren Ausbruch
Die Kyffhäuſer=Korreſpondenz ſchreibt: Mit un= werden, wie ſie es Jahrhunderte hindurch geweſen iſt,
Ihre Aufmerkſamkeit anläßlich der letzten
Delegations=
ſilln deutſchen Vaterlande iſt es dann am ſchlechteſten
weltbürgerlichem Wahne nachzujagen und fremde Erde ſeſſion beſchäftigte, haben mit der Beendigung des zweiten
inmalablſill geweſen, wenn in ihm dem Hange zum Welt= zu düngen, ſondern die deutſchen Gedanken hinauszutra= Balkankrieges ihren Abſchluß gefunden. Im Verlaufe der
tell. Lblſte tum am meiſten gefrönt wurde. In der Zeit vor gen und ſeinen Trägern jenſeits der heimiſchen Grenz= Kriſe war das Beſtreben meiner Regierung darauf
ge=
richtet, die politiſchen und ökonomiſchen Intereſſen der
kamE=chlacht bei Jena, der einzigen wirklich ſchweren pfähle den unentbehrlichen Rückhalt eines ſtarken Vater= Monarchie vor einer Schädigung zu bewahren und auf
en, well Aſerlage, die Preußens Heer erlitten hat, ſtand in landes zu ſichern.
tunlichſte Konſolidierung der Lage des nahen Oſtens hin.
Aiſchland der weltbürgerliche Sinn in höchſter Blüte.
zuarbeiten. Angeſichts der großen Bedeutung, die das
Träger der Bildung lebten damals meiſt in einer
Adriatiſche Meer, als einziges Ausfalltor unſeres mari=
Wirklichkeit entrückten Welt der angeblich ſtaats= und Die Aufgaben des Reichstags, timen Handels, für die Monarchie beſitzt, hat meine
Re=
gierung ihr beſonderes Augenmerk auf die Löſung der
landsloſen Schönheit und Weisheit. Sie ſchwelgten
* Die Entſcheidung über die Einbringung von Inter=albaniſchen Frage gerichtet. Im vollen
Einver=
er unſichtbaren Gemeinſchaft von erträumten
Welt=
pellationen wird in den Fraktionen ſonſt erſt nach dem nehmen mit der verbündeten italieniſchen Regierung haben
Aein, die es nirgends gab, weil niemand ohne Staat,
Wiederzuſammentritt des Reichstags getroffen. Die So= wir die Gründung eines unabhängigen Fürſtentums
Volk und Vaterland leben und wirken kann. Den
Albanien auf der Londoner Botſchafterkonferenz in
An=
t ſah man als Notbehelf, als eine Einrichtung an, zialdemokraten ſind von dieſem Brauche diesmal abge= regung gebracht und hierbei die Zuſtimmung und Unter=
Anan als ein unerläßliches Uebel ertragen müſſe, mit wichen und haben bereits in ihrer außerordentlichen Frak=ſtützung der Mächte für unſere Beſtrebungen gewinnen
tionsſitzung am 12. d. M. zwei Interpellationen be= können.
man ſich ſo wenig wie möglich zu befaſſen habe. Die
Unſere Beziehungen zu allen Mächten
ſchloſſen und eingebracht. Die eine Interpellation über
rlandsliebe erſchien damals vielen als eine zu
über=
ſind anhaltend freundſchaftliche. In ernſter Zeit erwies
die Arbeitsloſigkeit lautet:
ede Schwäche. Aus dem Staate, aus dem
Vater=
ſich das Bündnis, welches uns zum Heile unſerer Völker
„Welche Maßregeln gedenkt der Herr Reichskanzler zu ſeit Jahrzehnten mit dem Deutſchen Reiche und
t aus der Wirklichkeit des Handelns flüchtete man in
ingebildetes, leeres Reich hoch über den Wolken, das ergreifen, um den ſchlimmen Folgen der Arbeitsloſigkeit Italien verbindet, wieder als feſter Hort des
euro=
päiſchen Friedens. Der mich ſehr erfreuende jüngſte
Be=
entgegenzuwirken, die durch immer wiederkehrende wirt=
Willen zur Tat keinen greifbaren Inhalt, keine feſte
ſuchdesdeutſchen Kaiſersin Wien bietet
neuer=
ſchaftliche Kriſen verſchärft werden? Iſt er insbeſondere lich ein Zeugnis für den zwiſchen uns und dem Deutſchen
Rung geben konnte.
Alls Weltbürger ſchwärmte man für den Weltfrieden. bereit, eine alle Arbeiter und Angeſtellten, umfaſſende Reiche beſtehenden engeren Freundſchaftsbund.
Das ordentliche halbjährige Budget meiner
Wunder, daß die Staats= und Vaterlandspflicht reichsgeſetzliche Arbeitsloſenverſicherung in die Wege zu
rd, daß der Opferwille für das Vaterland, das nicht leiten, ſowie zur Bekämpfung der zurzeit beſonders ſich Kriegsverwaltung bewegt ſich in einem normalen
Rahmen. Durch die erhöhte Kriegsbereitſchaft des letzten
ias höchſte irdiſche Gut bewertet wurde, ſich minderte. geltend machenden nachteiligen Folgen der Arbeitsloſigkeit Winters ſind erhebliche Auslagen verurſacht worden;
die=
ſelben werden Ihnen als Mehrforderungen unterbreitet
icht weltbürgerlicher „Aufklärung” erſchien der Krieg geeignete Abhilfsmittel zu ergreifen?“
Die zweite Interpellation fragt nach den Gründen werden. Ich empfehle deren Berückſichtigung Ihrer
be=
erwas ſchlechthin Verabſcheuungswürdiges und der
währten patriotiſchen Opferwilligkeit. In treueſter Pflicht=
Aiiſche Geiſt als etwas Verächtliches. Die Folge war, für die Ablehnung des Abg. Dr. Liebknecht zur Zulaſſung erfüllung hat meine bewaffnete Macht die als Folge der
Adamals auch im preußiſchen Heere unkriegeriſche Ge= in die Kommiſſion für Rüſtungslieferungen. — Eine dritte ernſten Ereigniſſe am Balkan an ſie geſtellte mühevolle
ſülingen Eingang gefunden hatten. Von jeder von außen Interpellation wird erſt nach dem Wiederzuſammentritt Aufgabe unter ſchwierigen Verhältniſſen zu meiner voll=
Aerden Gefahr wendete man den Blick ab. Weltbür= des Reichstages eingebracht werden, und zwar nach Rück= ſten Zufriedenbeit durchgeführt. Geſtützt auf die erprobte
hes Trachten mag vielleicht weitherzig machen, ſicher= ſprache mit den reichsländiſchen Genoſſen über die Affäre Schlagfertigkeit des Heeres, der Kriegsmarine und der
beiden Landwehren war es meiner Regierung möglich,
in Zabern.
Wter weichherzig, weichlich und ſchlaff.
den von ihr erſtrebten Zielen mit friedlichen Mitteln Gel=
Von den bürgerlichen Fraktionen dürften tung zu verſchaffen.
Seit das deutſche Volk, das lange das weltbürger=
Trotz der kriegeriſchen Vorgänge in den
Nachhar=
aller Völker geweſen iſt, einen ſtarken Einheitsſtaat zunächſt keine Interpellationen zu erwarten ſein, da
Wel=
ſtaaten erfuhr die kulturelle und wirtſchaftliche
Entwicke=
nit einem machtvollen Kaiſer an der Spitze, mit Auf=fenfrage und mecklenburgiſche Verfaſſungsfrage bei der lung Bosniens und der Herzegowina keine
, die das Volkstum zu höchſter Entfaltung ſeiner Etatsberatung beſprochen werden ſollen, dagegen ſollen Störung. Die Annahme des Eiſenkahubaugeſetzes im
e anſpannen, haben der weltbürgerliche Zug in einige kurze Anfragen über verſchiedene Materien geſtellt bosniſch=her=egowiniſchen Landtage, welches beiden Län=
Aſepland und der ehedem den Deutſchen innewohnende werden, ſo über die Angeſtelltenverſicherung, die Jeſuiten= dern die aus politiſchen und wirtſchaftlichen Gründen
dringend notwendigen Verkehrsverbindungen zu bringen
g nach Weltverbrüderung erheblich nachgelaſſen. Aber frage, den Streit zwiſchen Aerzten und Krankenkaſſen (der
berufen iſt, bildet einen Beweis des reifen Verſtändniſſes
immer nicht in dem Maße, daß das Weltbürgertum im übrigen auch beim Etat noch zur Beſprechung kommt), dieſer Volksvertretung für die großen Intereſſen der
die Grenzen ſeiner Betätigung beſchränkt bleibt, diedie Entſendung deutſcher Kriegsſchiffe ins Ausland uſw. Monarchie. Indem ich auf die Einſicht und den
patrioti=
ſoweit es nämlich etwas Geſundes und Berechtigtes — Die Fraktionen halten am 25. und 26. d. M. ihre ſchen Eifer rechne, welche Sie der Erfüllung Ihrer
Auf=
gewährt werden dürfen. Ganz abgeſchloſſen vom erſten Sitzungen ab und werden ſich in dieſen Sitzungen gaben zuwenden werden, heiße ich Sie herzlich
will=
kommen.
ande, von anderen Völkern, kann und ſoll heute kein über Interpellationen, Spionagegeſetz (kommt am 26. zur
umal kein großes, leben und arbeiten. Im Zeit=erſten Leſung) und die zu entſendenden Redner ſchlüſſig
Deutſches Reich.
der Weltwirtſchaft und Weltpolitik beſtreitet nie= machen und im weiteren Verlaufe der nächſten Woche
Der Bundesrat und die Verabſchie=
es für die gebildeten Völker der Erde vielerlei Stellung zum Etat nehmen.
Dem Reichstage werden außer den bereits zuge=dung des Reichshaushalts. Die Ausſchüſſe des
inſames gibt, deſſen Pflege auch vom Standpunkt
ſtarken, ſelbſtbewußten, ſelbſtherrlichen Volkstums gangenen vier neuen Vorlagen (Neuregelung der Zeugen= Bundesrats werden die ihnen überwieſenen Etats in dieſer
abgelehnt werden darf. Verkehr und Handel ſind und Sachverſtändigengebühren, Hilfsrichter beim Reichs=Woche endgültig verabſchieden, während die Vollverſamm=
Teil heute an ſtaatliche und nationale Schranken nicht gericht, Kolonialgerichtshof, Sonntagsruhegeſetz) dem= lung am 22 d. M. die Genehmigung des Haushalts
aus=
gebunden. Es gibt Pflichten, die Völker mitein= nächſt noch zugehen ein Entwurf über die Verlängerung ſprechen wird. Die Veröffentlichung der hauptſächlichſten
verbinden, Fragen, die nicht von einem Volke gelöſt des Handelsproviſoriums mit England bis zum 31. De= Haushaltszahlen iſt noch am Schluſſe der Woche zu
er=
en. können, Angelegenheiten, die gemeinſchaftlich zu zember 1915, der Entwurf über die Wiederaufnahme eines warten. Dem Reichstage wird der Haushalt, wenn ſich
n ein Gebot der Klugheit, der Menſchlichkeit und Diſziplinarverfahrens für Reichsbeamte, der Entwurf in den Bundesratsberatungen keine Verzögerungen ein=
Allggemeinen Fortſchritts iſt. Es genügt, an das weite über die Haftpflicht für Eiſenbahnen, die neue Wechſel=ſtellen, am 25. November vorgelegt werden können. Die
et des Völkerrechts zu erinnern, das Vereinbarungen ordnung und zwei Novellen zur Gewerbeordnung (Kon= erſte Haushaltsleſung kann im Reichstage bereits in der
vodurch die Grauſamkeit des Krieges mit Erfolg zeſſionierung der Kinos und Regelung des Wanderlager= erſten Dezemberwoche ſtattfinden.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 20. Novembe
Seite 2.
— Die deutſcherufſiſchen Beziehungen. ( Notwendigkeit eines wirkſamen reichegeſetzlichen Schutes
Der Berliner Lokalanzeiger meldet aus Petersburg: An der Arbeitswilligen überzeugen laſſe und alsdann auch mit
offizieller ruſſiſcher Stelle wird verſichert, daß die deutſch= einer entſprechenden alle Seiten der Sache deckenden
Vor=
lage an den Reichstag herantreten wird.
ruſſiſchen Beziehungen ſich ſeit Jahren nicht ſo herzlich
Der Kampf der Aerzte und
Kranken=
geſtaltet hätten wie jetzt. Beide Regierungen ſeien in
kaſſen. Die Berliner mediziniſche Fakultät hat
ein=
allen politiſchen Fragen vollkommen einig. Der Miniſter ſtimmig eine Kundgebung beſchloſſen, in der ſie ihre volle
des Aeußern Saſonow äußerte wiederholt ſeine große Sympathie mit den Beſchlüſſen des außerordentlichen
Befriedigung über ſeinen Berliner Aufenthalt. Der Be= Aerztetages zum Ausdruck bringt und den Aerzten in
ſuch Kokowtzows könne die ſchon beſtehenden guten ihrem Kampf um Sie perſönliche und berufliche Freiheit
deutſch=ruſſiſchen Beziehungen nur aufs neue bekräftigen. Erfolg wünſcht. — Der Streit zwiſchen Aerzten und Kran=
Maßgebende ruſſiſche Kreiſe hoffen für die nächſte Zeit
kenkaſſen ſcheint in Württemberg unmittelbar vor einem
aus der deutſch=ruſſiſchen Freundſchaft ein erſprießliches
friedlichen Abſchluß zu ſtehen. Wie gemeldet wird, haben
Zuſammenarbeiten.
unter dem Vorſitz des Direktors des ſtaatlichen Oberver=
— Das Schuldkapital des Deutſchen ſicherungsamtes Stuttgart zwiſchen den Vertretern der
Reiches. Im Reichstage iſt ſoeben gemäß der Reichs= Organiſation der württembergiſchen Aerzte zur Wahrung
ſchuldenordnung von 1900 die Anleihe=Denkſchrift ausge= ihrer wirtſchaftlichen Intereſſen und Vertretern des
würt=
geben worden. Danach beziffern ſich die Anleihe=Kredite tembergiſchen Krankenkaſſenverbandes Verhandlungen
auf 5009352348 M., von denen am 30. September d. J. ſtattgefunden. Dabei wurden ein vom
Oberverſicherungs=
noch rund 303 Millionen M. verfügbar waren. Am glei= amt ausgearbeiteter Entwurf betr. Vertragsabſchlüſſe,
Zu=
chen Tage betrug das geſamte, auf Grund des Anleihe= laſſung zur Kaſſenpraxis, Entſcheidung von Streitigkeiten
Kredits begebene Schuldkapital: an 4proz. Schuldverſchrei= ſowohl aus beſtehenden Verträgen als auch beim Abſchluß
bungen rund 1072 Millionen Mark, an 3½proz. Schuld= von Verträgen durch Beſchwerdeausſchüſſe und
Schieds=
verſchreibungen rund 1970 Millionen Mark, an 3proz. amt, ferner die Beſchlüſſe des württembergiſchen Aerzte=
Schuldverſchreibungen rund 1634 Millionen Mark, und an Delegierten=Verbandes betr. Bezahlung der Aerzte, ſowie
4proz. Schatzanweiſungen 220 Millionen Mark. Das ſind die Richtlinien des württembergiſchen
Krankenkaſſenver=
rund 4897 Millionen Mark. Von den Schuldverſchrei= bandes zugrunde gelegt. Der württembergiſche
Staats=
bungen im Geſamtbetrage von rund 4672 Millionen Mark anzeiger weiß zu melden, daß über alle Punkte eine
Eini=
waren am 30. September d. J. rund 1366 Millionen Mark gung erzielt worden ſei. Die Vorſchläge des genannten
— 29,2 Prozent in das Reichsſchuldbuch eingetragen. Der Ausſchuſſes werden nunmehr dem ärztlichen Delegierten=
Kurs, zu dem die Schuldverſchreibungen im Durchſchnitt verband und dem württembergiſchen
Krankenkaſſenver=
begeben ſind, beträgt für die 4proz. Reichsſchuld 100,311 band zur Beſchlußfaſſung unterbreitet werden.
Prozent, für die 3½proz. Reichsſchuld 99,981 Prozent, für
— Die Erhöhung der bayeriſchen
Zi=
die 3proz. Reichsſchuld 88,492 Prozent. Somit ſtellt ſich
villiſte. Der Finanzausſchuß der bayeriſchen Kammer
der Zinsfuß, zu dem die Reichskaſſe den aufgenommenen der Abgeordneten hat nach längerer Beratung, in welcher
Erlös verzinſt, für die 4proz. Reichsſchuld auf 3,988 Pro= die Vertreter der einzelnen Parteien nochmals ihren
zent, für die 3½proz. Reichsſchuld auf 3,501 Prozent, für
Standpunkt darlegten, den Antrag der Regierung auf
Er=
die 3proz. Reichsſchuld auf 3,388 Prozent.
höhung der Zivilliſte in der mitgeteilten Faſſung mit 10
— Zum Schutz der Arbeitswilligen wird gegen 3 Stimmen bei zwei Stimmenthaltungen
angenom=
der Poſt aus parlamentariſchen Kreiſen geſchrieben:
men. Für den Geſetzentwurf ſtimmten 8 Zentrumsmit=
Die von der Deutſchen Tageszeitung beanſtandete glieder, dann Abg. Dr. Caſſelmann (lib.) und Dr.
Ham=
halbamtliche Ausführung, wonach der Reichstag im Wege merſchmidt. Dr. Hammerſchmidt erklärte jedoch
ausdrück=
der Beſchlußfaſſung eine Geſetzesvorlage wegen
wirkſa=
meren Schutzes der Arbeitswilligen zu fordern habe, be=lich, daß die Liberalen ihre endgültige Abſtimmung für
vor die Regierung mit einer ſolchen an ihn herantreten das Plenum ſich vorbehalten und mit dieſer proviſoriſchen
könne, iſt ſicher nicht auf den Reichskanzler zurückzuführen. Abſtimmung weder die Fraktion noch ſich perſönlich für
Denn ſie ſteht in unlösbarem Widerſpruch mit der Regie= die Abſtimmung im Plenum binden wollten. Gegen die
rungsmaxime, die er bald nach Uebernahme ſeines Amtes
als Reichskanzler und Miniſterpräſident bekundet hat. Vorlage ſtimmten die drei Sozialdemokraten.
Danach lehnt es Herr von Bethmann ab, nach dem
Bei=
ſpiel des Fürſten Bülow ſich vor einer größeren geſetzgebe=
Ausland.
riſchen Aktion mit den Parteien und deren Führern zu
be=
nehmen. Nach ſeiner Anſicht hat die Regierung die Ge=
Oeſterreich=Ungarn.
ſetzesvorlagen, die ſie für notwendig erachtet, ſo einzubrin=
Zuſammentritt der Delegationen. Die
gen, wie ſie ſie ſachlich für richtig hält. Erſt wenn ein
ſol=
cher Regierungsentwurf vorliegt, iſt der Zeitpunkt ge= Delegationen ſind am Dienstag zuſammengetreten. Die
kommen, um auf dieſem Grund mit den Parteien und Oeſterreichiſche Delegation wählte den Abgeordneten Leo
ihren Führern zu verhandeln. Ob dieſes Verfahren in
allen Fällen zweckmäßig iſt, kann zweifelhaft ſein. Sicher zum Präſidenten und den Grafen Silva=Tarouca zum
aber hat es den Vorzug der Klarheit, Beſtimmtheit und Vizepräſidenten. Leo führte bei der Uebernahme des Prä=
Feſtigkeit. Danach aber würde die Regierung, ſobald ſie ſidiums aus, die Delegation werde ſich hauptſächlich mit
ſelbſt die Ueberzeugung von der Notwendigkeit verſtärkten dem politiſchen Umwandlungsprozeß auf dem Balkan be=
Schutzes der Arbeitswilligen gewonnen hat, mit einer
Vorlage, die ihre Anſichten genau zum Ausdruck bringt, ſchäftigen müſſen, deſſen Rückwirkung die Monarchie als
vor den Reichstag zu treten haben. In dem vorliegenden unmittelbarer Nachbar weit lebhafter empfinden mußte,
Falle wäre es aber auch ſicher die allein zweckmäßige Art als eine andere Großmacht. Er pries die Friedensliebe
der Sachbehandlung. In den Kreiſen der Induſtrie, der und Weisheit des Kaiſers, dem es zu verdanken ſei, wenn
Landwirtſchaft und des Kleingewerbes iſt die
Ueberzeu=
gung von der Notwendigkeit wirkſameren Schutzes der Ar= die gefahrvolle Zeit ohne Beeinträchtigung der vitalen
beitswilligen nachgerade ſo allgemein und ſo ſtark ge= Intereſſen der Monarchie abgelaufen ſei und ſchloß mit
worden, daß auch von denjenigen Parteien, welche ſich einem begeiſtert aufgenommenen dreimaligen Hoch auf
früher ablehnend oder doch zurückhaltend gegenüber dieſer den Kaiſer. — Die Ungariſche Delegation wählte in ihrer
Forderung verhalten haben, jetzt die Zuſtimmung zu einer
Regierungsvorlage, wenn ſie in geſchickter Form einge= konſtituierenden Sitzung Lang als Präſidenten und Graf
bracht wird, zu erwarten iſt. Nicht aber kann erwartet Zichy als Vizepräſidenten. Den Delegationen wurde der
werden, daß eben jene Parteien aus ihrer eigenen Ini= gemeinſame Voranſchlag für das erſte Halbjahr 1914
un=
tiative heraus ihr früheres Verhalten verurteilen. Die
terbreitet.
Forderung, daß der Reichstag die Initiative zu einer
Ge=
ſetzgebung zum Schutze der Arbeitswilligen zu ergreifen
Dieſer weiſt bei dem Kapitel Miniſterium des Aeußern
habe, iſt in Wirklichkeit nichts anderes als der Verſuch, ein außerordentliches Erfordernis von 50000 Kronen für
Deckung hinter dem Reichstage für die eigene Entſchluß= den Vertreter Oeſterreich=Ungarns in der internationalen
loſigkeit zu finden. Man wird hiernach ſich der Erwar= Kontrollkommiſſion in Albanien auf. Das ordentliche
tung hingeben dürfen, daß die Regierung ihrerſeits ſich Heereserfordernis beträgt 238926 207 Kronen, das ſind 37
durch die Geſamtheit der erwerbstätigen Stände von der Millionen Kronen mehr als die Hälfte des Erforderniſſes
aufzutauchen. Bildner aller Zeiten und aller Völker haben
Moderne Ornamentik.
ihre Phantaſie ſchweifen laſſen, um dieſer Ueberſchneidung
einer Vertikalen und einer Horizontalen formale Schön=
Von Paul Weſtheim.
heit zu geben. Die mächtigſten Dome der Welt hat man
Die Fragenreihe um das neue Ornament herum blitzt in ihrem Grundriß eingezwängt in dieſes Zeichen: in
wieder einmal auf. Nicht von ſeiten der „Theoretiker”,Stein, in Eiſen, in Holz und Farbe kehrt es wieder. Wo
die dieſes Thema weidlich abgehandelt und die an den immer der chriſtliche Sinn eine ornamentale Dekoration
Jugendſtilfrüchten nicht gerade Freude erlebt haben. Die erwünſchte, traf er auf dieſes Symbol. Es war der
Praxis ſelbſt rollt das Bild auf, indem die Raum= und Niederſchlag von Ideen und Idealen, war getragen von
Flächenkünſtler einfach Ornamente anbringen. Sie laſſen dem Glauben ganzer Generationen und war
bildungs=
es ſich durch keinerlei theoretiſche Einwände nehmen, fähig, ſo lange dieſer Glaube lebendig in den Herzen der
große und kleine Flächen mit dekorativem Schmuck zu Vielen wurzelte. Die Arabeske, das launiſche Spiel
füllen und etwas leichtſinnig geworden, fragen ſie nicht von ſophiſtiſchen Geiſtern, die ein Entzücken fanden an
nach dem Urſprungsort der Formen, von denen ſie die An= dem Rhythmus, der in den Zahlenreihen ſchlummert, wird
regungen beziehen. Sie verzichten auf den Ehrgeiz des zum Symbol der Volksſtämme, denen ein Glaubensſtifter
ſchöpferiſchen Empfindens, verzichten auf Modernität um verwehrt, aus dem Formenſchatz der Natur ein
handgreif=
nicht mit leeren Händen daſtehen zu müſſen vor einem liches Symbol aufzunehmen. Wir ſtehen ſo bei den Orien=
Publikum, das nicht Kraft genug hat, auf jegliche Orna= talen verblüfft und entzückt vor einem Gewirr von
auf=
mentik zu verzichten.
und niederwogenden Linien, vor einer Mathematik der
Das Ornament iſt und war zu allen Zeiten Sym= Form, die wir nicht aufzulöſen verſtehen, weil unſer
In=
bol. Es hatte eine heraldiſche Geſte. Zeichen der Macht, ſtinkt immer frei geblieben iſt von dieſer künſtleriſchſten
Zeichen des Glaubens, Zeichen des Beſitzes oder Bekennt= aller Wiſſenſchaften.
niſſe zu irgend einem Ideal flackerten auf von dem Gebälk
Wir Abendländer haben uns ſtets einer weniger
ab=
oder dem Geſtühl, von der Truhe und von dem Gewand, ſtrakten Symbolik hingegeben. Die Ornamentik des Ancien
dem Burgtor und dem Harniſch. Man hatte Farben, für régime wäre als ein Beiſpiel dafür zu nennen. Die
ga=
die man ſtritt, man ſcharte ſich beim Spiel wie im Feld lanteſte aller Geſellſchaften, die allenthalben und jederzeit
um ein Zeichen, das Ehre, Freiheit und Größe bedeutete. zu Luſt und Vergnügen aufgefordert werden wollte,
Man heftete dieſes Zeichen auf alles, was zum Beſitzſtand wünſchte ſich immerfort umrahmt zu ſehen von
Erinne=
zählte: auf die untergebenen Menſchen auf die unterwor= rungszeichen an die fröhlichſten Stunden. Neckiſche
fenen Städte, auf die Wände der Häuſer, die Lehnen der Schäferſzenen ließ man einweben in die Gobelins ein=
Stühle und die Polſter der Bänke. Man brauchte nicht zu brennen in die zierlichen Porzellanſtücke. Das
Linienge=
ſuchen nach Schmuckformen, denn ſie waren da, ſinnvoll füge der Muſchel, graziös und elegant verſchlungen wie
und ſchön, bekannt und beziehungsreich. Das Kreuz ein Liebesdialog jener arkadiſchen Tage, war das
Vor=
war das eindrucksvollſte Ornament aller Zeiten. Das bild, das einem Boulle bei der Ausgeſtaltung ſeiner Ein=
Kreuz hat Maſſen begeiſtert, und Maſſen ſind vernichtetlegetechnik entflammte das Künſtler und Handwerker zu
worden durch die Macht der Kreuzträger. Kirchen und immer neuen Schmucktaten fortriß.
Paläſte, Schulen und Findelhäuſer, Taufbecken und Grab=
Wir ſehen ein ſchier unerſättliches Naturgefühl die
hügel ſind ausgeziert worden mit dieſem einen Zeichen. gotiſchen Ornamentiker antreiben zu einer überraſchend
Es war einfach wie es kaum ein einfacheres geben kann, kühnen Bewältigung der ſprödeſten Materialien, wir
und doch vielſeitig genug, um in hunderterlei Variationen ſehen die humaniſtiſchen Aufklärer ſich entzücken en der
Nummer 28Elſtanmer 281
1913.
des Jahres 1912. Bei Hinzurechnung der ordenſtähenm en
Ergänzungserforderniſſe erhöht ſich der angeforderte Mahmel
betrag um weitere 6½ Millionen Kronen. Das au=fhrgtiffe
ordentliche Heereserfordernis beträgt 760000 Kronen,
her um 161500 Kronen mehr als im entſprechenden Goſtalameine ſindl
jahrsbudget des Jahres 1913. Das ordentliche Erforstäſzauie bietend
nis für die Kriegsmarine beträgt 35 464050 Kronen,Wes Kabinett B
außerordentliche 2674530 Kronen. Das Geſamterforsſbelngen dieſe
nis der Kriegsmarine iſt um 744975 Kronen größer Cſchritt des 3
im Halbjahrsbudget 1913. Das Miniſterium des Aeußs
ſucht die Bewilligung von Nachtragskrediten von Eads geſamten
Millionen nach, darunter 2800000 Kronen für Mehrauäſſerré Bedenken
lagen anläßlich des Balkankrieges. Das Kriegsminkähmtſchaft anzu
rium fordert für 1913 Nachtragskredite im Geſamtbetr=ghilletand als
von 32 Millionen, von denen 22 Millionen verurſachtü
durch die erhöhten Lebensmittelpreiſe und 10 Millissſich Lager betrach
für die Durchführung einiger unaufſchiebbarer organiſähtdie Pulve
riſcher Maßnahmen. Das Kriegsminiſterium fordert Wäiſe. Marinen
ter verſchiedene außerordentliche Kredite im Geſamtbetiter mit, daßn
von 446 640000 Kronen darunter 357 Millionen oait neuen Pu
für außerordentliche Aufwendungen zur Durchführung
ſonderer Maßnahmen bei Heer und Marine infolge Tlae Prüſung de
Vorgänge auf dem Balkan in den Jahren 1912 undſrs ſei in S
Deutſch=öſterreichiſcher WirtſchAufwand vo
verband. Auf der Feſtverſammlung des Bundes Mam errichtet w.
reichiſcher Induſtrieller in Wien hielt der VizepräſidenLeitung des
des deutſchen Reichstages, Profeſſor Dr. Paaſche,hn und unter
Vortrag über: „Oeſterreich=Ungarns wirtſchaftlichePie=Ingenieur
ziehungen zu Deutſchland‟. Die Ausführungen desliniſter fügte
ners, die in der Anregung zur Gründung eines als die
öſterreichiſch=ungariſchen Wirtſchaftsverbandes gi Poulon begebe
fanden lebhaften Beifall. Der FeſtverſammlungGoucher, dem
der deutſche Botſchafter v. Tſchirſchky, Handelsmiſiſtlliegsflotte den
Schuſter, der Leiter des Finanzminiſteriums, Engelchizlich mit d
bahnminiſter Forſter, der Statthalter, Vertreter indEſehen. Gege
ler Korporationen und zahlreiche ParlamentarierWorräte durc
Proteſte der deutſchen Parteien. De
ſtände der chriſtlich=ſozialen Vereinigung und des ollſeine Au
nalverbandes beſchloſſen eine Kundgebung des und den A
daß das Vorgehen des Miniſterpräſidenten bei derein Uebereint
ferenz der Arbeitsparteien in den deutſchen Parteit zu der an
fremden und Mißſtimmung hervorgerufen habe.
einſtimmend wird feſtgeſtellt, daß die ehrlichen Beſtre
gen der deutſchen Parteien, die darauf gerichtet ſeienmPotſchaft
kleinen Finanzplan ſobald wie möglich durchzuſetzen
Kreiſ=
den geſchloſſenen Widerſtand der ſlawiſchen Parteietellun
ßen. Allerſeits werde auch bedauert, daß die Regie
dieſen neuerlichen Verſchleppungsverſuchen nicht en
trat. Die beiden Parteien behalten ſich demgegegühe
taktiſchen Entſchließungen vor, drücken aber ſchon
ihre Entſchloſſenheit aus, ferneren Hemmungen
nanzplanes mit aller Entſchiedenheit entgegenzutre
Frankreich.
Der franzöſiſch=deutſche Zollk
der vom franzöſiſchen in Gemeinſchaft mit demdel
Handelskomitee veranſtaltet worden iſt, wurde an
tag in Paris eröffnet. Präſident des Kongreſſe
Abgeordnete Ajam, Beiſitzer Vrancker, Vizepräſiden
cite. Unter den deutſchen Exporteuren befindet
Vorſitzende der Handelskammer zu Kolmar, Kien
Kongreß hörte zuerſt den Bericht des Generalſeke
cien Coquet über die Zollunterſuchung, die von
mitee veranſtaltet worden iſt, und gab ſodann demue
Ausdruck, daß man deutſcherſeits, um die Fre
Handelsverkehr zu fördern, auf den guten ille
franzöſiſchen Regierung eingehen möge im Geiſte
ſöhnung, damit die Regelung der augenblickliche
ſchwierigkeiten zum Wohle der beiden Länder
würde. Der Kongreß beſchäftigte ſich darauf
Frage der Echtheit von Urſprungsbezeichnungen
dem Wunſche Ausdruck, die franzöſiſche und die
Regierung mögen Verhandlungen aufnehmen,
bald als möglich in den beiden Ländern ein Ver
der Behandlung der Urſprungsbezeichnungen eineſche
De
gen werde, das beherrſcht ſei vom liberalen
Por
beiden großen Grundſätze: der Gegenſeitigkeit
weſen und der Loyalität im Verkehr. Zahlreiche
Gel
Philoſophie und der Literatur der Antike und wirſind
Kieteo
keineswegs erſtaunt, in ihrem Ornamentenſchatzein
derſpiegelung der wirklichen und vermeintlichen Folmel
des ehemaligen Rom oder Hellas zu erblicken. Wenn wil
Wiſſen genug hätten, um die geiſtige Struktur der bim
r
tiven Völker zu erfaſſen, würden wir von den ſcheinbſe Ueder
ſinnloſen, ſcheinbar ſo willkürlichen Schmuckformen, dien
auf Felswände und Zelthüllen pinſelten, die ſie in ih
(
Jagdmeſſer oder Kochſcherben ritzten, ſicherlich ganz
öhn=
liche Aufklärungen ableſen können. Das Ornamental
um es ganz kurz auszudrücken, ein Niederſchlag von
gei=
ſtigen Kräften. Kräften, die nicht an die Einzelperſönlich
keit allein geknüpft waren, ſondern die als Maſſenwille
und Maſſengeiſt aus einem Stammesganzen
emporloder=
ten. Darum hatte es auch ſeine Bedeutung nicht nur für
den, der es geſtaltete, und für den, der es im Beſitz hatte
ſondern für alle, die ſich an ſeiner Schönheit erfreuen
ko nnten.
Solche Gedankengänge hätten wenig Wert, wenn ſie
keinen Anhalt böten für die Forderung des Tages,
wenn=
gleich ſich aus der Hiſtorie heraus nicht gerade viel
Er=
mutigung für unſere Ornamentiſten ergibt. Unſere Zeit iſt
gewiß nicht arm an Ideen, die die Maſſen beherrſchen.
Vielleicht ſind gewiſſe Gedanken niemals von ſo vielen
ge=
dacht worden, wie es heute der Fall iſt. Aber was ergibt
die nähere Betrachtung für den ſchmuckſchaffenden
Künſt=
ler?! Hygiene, Organiſation, Zweckmäßigkeit, Logik ſind
Begriffe, die uns tiefer als je im Blut ſitzen und die wir
an allen Erſcheinungen des Gebrauchs wie des Luxus
zuerſt erfüllt ſehen wollen Der Komfort, der bei einer
be=
haglichen Stuhllehne beginnt und der ſich noch nicht
zu=
frieden gibt beim Telephon oder der Diktiermaſchine iſt
ſte
etwas, was wir höher ſchätzen als die repräſentatipſte
Geſte. Wieviel Myſtik haben wir aus unſerem Daſein
aus=
geſchaltet und mit wieviel Logik haben wir es
durch=
ſättigt. Es wäre das Natürlichſte, daß die Menſchen die
heute Ornamente machen wollten, es einmal mit der Logik
als Ausgangspunkt verſuchen wollten. Dieſe Verſuche
ſind bekanntlich ſchon gemacht oder wenigſtens angeſtrebt
worden. Man bat die letzte und feinſte Nervenſchwingung
[ ← ][ ][ → ]
3ummer 281.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 20. November
in eches
echiſcen und Genoſſeſchaſten ſind auf dem Kongreſſe des Kanals und ihren Gatinnen an Vord, geſtern
nach=
mittag die Ehre, das erſte Boot zu ſein, welches quer
Das „Süiſſten.
n griffe auf das Kabinett Barthou. durch die Landenge von Panama den ganzen Panama=
Krong
kanal durchfuhr. Die Fahrt wurde dadurch ermöglicht, daß
ſic, Aliſhlgemeine finanzielle Lage und der Fall des Gene= durch das vom Cucurache=Erdrutſch ſtammende Geröll,
wel=
aurie bieten der Oppoſition Anlaß zu einem Angriffches das letzte die Verbindung zwiſchen dem Atlantiſchen
100 Kroy,
Geſantgllts Kabinett Barthou in der Kammer und im Senat. und dem Stillen Ozean verſperrende Hindernis war, ein
nen grſäſbelingen dieſes doppelten Vorſtoßes wird zunächſt Kanal hindurchgeführt wurde. Bagger ſind an dieſem
Damm tagelang an der Arbeit geweſen und haben jetzt
um des heſſücktritt des Finanz= und des Kriegsminiſters, dann einen 45 Fuß tiefen Durchgang geſchaffen. Die Bagger
editen
für s geſamten Kabinetts erwartet. Falls Präſident werden nun die Erweiterung des Kanals an dieſem
Kriegsbuſaré Bedenken trüge, Herrn Caillaux die Miniſter= Punkt vollenden und, falls es nötig werden ſollte, könnte
n GeſanhWntſchaft anzuvertrauen, würden die Radikalen ſich in ſehr kurzer Zeit ein großes Schiff von einem Ozean
zum anderen geſandt werden.
n vermſamhſilleiand als Kabinettschef begnügen. Im
miniſte=
d 10 Lager betrachtet man die Situation als ernſt.
ner ag Wie Pulververſorgung der
Schlacht=
ium fordg
Stadt und Land.
n Geſng Mllfe. Marineminiſter Baudin teilte einem Bericht=
Darmſtadt, 20. November.
illionen zrſtſtr mit, daß nunmehr alle Schlachtſchiffe der erſten
Vom Hofe. Graf und Gräfin Kuno zu
Stol=
durchſührmmit neuen Pulvervorräten verſehen ſeien. Behufs
berg=Roßla ſind abgereiſt. — Die Großherzogin
gawür Prüfung des für die Kriegsflotte hergeſtellten empfing Dienstag nachmittag 2 Uhr im Neuen Palais
1912 upfls ſei in Sevran=Livry (Dep. Seine=et=Oiſe) mit den Miniſterfalrat Dr. Kratz. (Darmſt. Ztg.)
Wirtſchinai Aufwand von 600000 Francs ein eigenes Labora=
Empfänge. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
es Bunſtoliſt errichtet worden, das bereits in einigen Wochen herzog empfingen am Mittwoch den Generalleutnant
z. D. Korwan, den Oberſt Freiherrn v Preuſchen,
der BſumLeitung des Profeſſors der polytechniſchen Schule Kommandeur des 1. Kurheſſ. Feld=Artillerie=Regts. Nr. 11
. Paaſhof und unter Mitwirkung von Marineoffizieren und in Kaſſel, den Major a. D. Selzam, die Profeſſoren
virtſchaflolſälleie=Ingenieuren ſeine Tätigkeit beginnen werde. Dr. Holtzmann, Dr. Skalweit, Dr. Kalbfleiſch, Gmelin und
rungen Amkiniſter fügte hinzu, daß er ſich nach dem Falle von Dr. Feiſt, ſowie den Oberlehrer Freitag von Gießen, den
Pfarrer Hechler von Angersbach, den Medizinalrat
ung eine Sui, als die äußere Lage beunruhigend ſchien, Dr E. A. Merck, die Oberlehrer Dr. Rill und Wild von
bandes anoulon begeben und im Einvernehmen mit dem Ad= Offenbach, den Lehrer Kopp, den Architekten Margold,
mmmlung mGoucher, dem Vorſitzenden der Artilleriekommiſſion den Kreisaſſiſtenzarzt Dr. Enaau, die Poſtdirektoren Zimmer
Handeldalſſiegsflotte den Auftrag erteilt habe, die Kriegsſchiffe von Bad Nauheim und Wallmuth von Butzbach, den
ums, Engmüglich mit den erforderlichen Munitionsvorräten Maler Illner; zum Vortrag den Staatsminiſter v. Ewald,
den Finanzminiſter Braun, den Miniſter des Innern
ertreter musſſehen. Gegenwärtig werde eifrig daran gearbeitet, v. Hombergk zu Vach, den Vorſtand des Kabinetts
Ge=
amentaradigWorräte durch das neue Pulver zu erſetzen.
heimerat Römheld, den Ordenskanzler Oberſt z. D.
Frhrn. Röder v. Diersburg.
teien.
Dänemark.
* Charaktererteilungen. Se. Königl. Hoheit der
undeine Ausſperrung. Zwiſchen den Arbeit=Großherzog haben dem Amtsrichter bei dem
Amtsgericht Dieburg Dr. Moritz Hanſult und dem
ung des ſe und den Arbeitern iſt betreffs verſchiedener Kon=
Amtsrichter bei dem Amtsgericht Gießen Franz Gros
tten beiſilllin Uebereinkommen erzielt worden. Somit kommt den Charakter als Amtsgerichtsrat erteilt.
chen Parigskit zu der angekündigten Ausſperrung.
* Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
habt.
Großherzog haben zum 18. November d. J. dem
Rußland.
chen B
Vorſtandsmitglied der Bezirksſparkaſſe Oppenheim,
Wein=
otſchafterwechſel. In Petersburger poli= gutsbeſitzer Konrad Jungkenn in Oppenheim das
erichtet
durchzicliſch Kreiſen wird mit großer Beſtimmtheit erklärt, daß Silberne Kreuz des Verdienſtordens Philipps des
Groß=
mütigen verliehen, ferner nachſtehenden Beamten der
hen Pandielsellung des ruſſiſchen Botſchafters in Paris, Js= Heſſiſch=Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft aus Anlaß
ß die ſſoll erſchüttert iſt. Iswolski habe durch ſeine ſelb= ihrer am 1. November erfolgten Verſetzung in den
Ruhe=
en nicht ſtänſſe Politik während der Balkankriege häufig die offi= ſtand folgende Auszeichnungen: dem Weichenſteller
demgegegzieſſſluſſiſche Politik durchkreuzt und habe ſich durch ſeine 1 Klaſſe Johann Ockſtadt zu Bingen das Silberne
Kreuz des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen
aber ſ6Stelllgnahme in verſchiedenen Fragen in perſönlichen und dem Bahnhofswärter Karl Strauß zu Worms
mungen Gegſlas zu dem franzöſiſchen Miniſter des Aeußern Pi= das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inſchrift „Für
igegenzuchoflebracht. Als Nachfolger Iswolskis, der ſchon in treue Dienſte‟.
* In den Ruheſtand verſetzt wurde der Lehrer
näch Zeit von ſeinem Poſten zurücktreten dürfte, iſt der
Johann Merz in Fürfeld, Kreis Alzey, auf ſein
Nach=
jetztlſruſſiſche Geſandte in Athen, Elim Demidoff, aus= ſuchen, unter Anerkennung ſeiner 50jährigen treuen
erſtlß. Demidoff, der noch vor zwei Jahren Botſchafts= Dienſte, mit Wirkung vom 16. November 1913 an und
3oll
ſekkal unter Iswolski war, gilt als einer der befähig= ihm aus dieſem Anlaß die Krone zum Ritterkreuz
ſteülſſtgeren Diplomaten und hat eine glänzende Karriere 2. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen
verliehen.
zemit. In Paris wird Demidoff mit offenen Armen
Erledigt iſt eine mit einem katholiſchen Lehrer
zufſpuimen werden, da er während des Balkankrieges zu beſetzende Lehrerſtelle zu Weiſenau, Kreis Mainz.
ſebünzöſiſche Politik, namentlich in der Kawallafrage,
* Aufwendungen für das Schulweſen in Heſſen.
lunterſtützt hat. — Die Abberufung des franzöſiſchen Nach einer Erhebung, die die Großh. Zentralſtelle für
Miſters Delcaſſé iſt gleichfalls beſchloſſene Sache, die die Landesſtatiſtik vorgenommen hat, betrugen lt. Darmſt.
Ztg. im Jahr 1910 die geſamten perſönlichen und ſach=
Ahhbarer Zeit erfolgen dürfte.
lichen Aufwendungen der einfachen und erweiterten
e Reichsduma nahm die Regierungsvorlage Volksſchulen des Großherzogtums 12544676 Mk., die
der Höheren Knaben= und Mädchenſchulen 4 632514 Mk.,
ſe Militärpflicht der Fahrzeuge an.
zuſammen 17177190 Mk. Davon entfallen auf den
*
Staat 5010 346 Mk., während der Reſt aus den
Ge=
meindemitteln, durch Schulgeld und aus ſonſtigen
ſie albaneſiſche Thronfrage. Die Neue Quellen gedeckt wurde. Die Koſten eines Schülers der
reſſe meldet aus Bukareſt, 18. November: Prinz einfachen Volksſchule ſtellen ſich durchſchnittlich
Alm zu Wied verläßt morgen Sinaja und be= auf 58½ Mk., wovon 16,4 Mk. von dem Staat ge=
Ah nach Potsdam. Zwiſchen den Mächten findet tragen werden. Die Aufwendungen eines Schülers oder
Märtig ein Gedankenaustauſch über die albaneſiſche einer Schülerin der Höheren Schulen berechnen ſich
durch=
mſtrage ſtatt. Sobald die Pourparlers beendet ſind, ſchnittlich auf 256 Mk. Der Staat leiſtet hierzu einen
Mdie Mächte dem Prinzen den Thron, dem Beſchluß Beitrag von 89 Mk., die Gemeinden einen ſolchen von
dlndoner Konferenz gemäß, formell antragen. Es 46½ Mk., während durch Schulgeld 110½ Mk. erhoben
At, daß der Prinz die Kandidatur annimmt.
werden und aus ſonſtigen Quellen 10 Mk. fließen,
zu=
eu=York, 19. Nov. (Erſte Durchquerung ſammen 256 Mk. Nähere Ausführungen hierüber werden
Manamakanals.) Wie der Korreſpondent der in der in den nächſten Tagen erſcheinenden Nr. 950
erk Times aus Panama meldet, hatte der kleine der Mitteilungen der Großh. Zentralſtelle für
Landes=
afffür „Louiſe” mit vielen hervorragenden Beamten ſtatiſtik veröffentlicht.
Man möchte ſolchen Erſcheinungen gegenüber zum
lücken verſucht in Linienfügungen, die nichts als
ohmktion, nichts als geiſtige Syntheſe ſein wollten. Die Poeten werden, und trotzdem ſind viele der Meinung, das
Inſa ſind, wie man weiß, nicht fortentwickelt worden. alles wäre zu nackt, zu karg und zu dürftig. Sie haben nie
Viellchht weil für ſolch kühnes Unterfangen die Kräfte, den Rhythmus verſpürt der in dieſen Dingen lebt, und
viellllt auch weil uns der Mut fehlte. Eine Weile mochte daher können ſie auch nicht begreifen, daß die
Ornamen=
uns nm das Dogma erfaſſen, wir könnten es den Go= tenſucherei unſerer gewerblichen Künſtler erſt dann von
likallder den Japanern nachtun und uns aus der Natur Erfolg gekrönt ſein wird, wenn ſie in ihre Formenſprache
Orüſſſntenformen entwickeln, die neu und durch ihre etwas von dieſem modernen, dieſem lebenſprühenden
Orklität zwingend wären. Der Naturalismus, der Rhythmus hineinbekommen. Es iſt ganz gleich, wo und
Enhlſtreiches Spiel mit unbekannten Möglichkeiten war, wie ſie einſetzen, ſie werden ihre Ornamentik mit jenem
zonnticht zum Ziel führen, weil wir dem Aeußerlichen, Rhythmus beſchwingen müſſen, der uns allen in den
Ner=
das Natur uns bot nicht jene geiſtige Vertiefung zu venſpitzen prickelt, oder ſie werden ſich den
Liebhaberlau=
gebeſhvermochten, weil keiner Macht und Geiſt genug nen kleiner Konventikel dienend, von einem Zeitproblem
hattelſas alles zu zwingen in eine Syntheſe des Zeit= ausſchalten.
wolli
einzigen, die ganz ſtarke und ganz moderne or=
Feuilleton.
nammile Wirkungen hervorgebracht haben, ſind unſere
Ingüſture, ſind aber auch die Ingenieure allerdings nur
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
da,tſie den Mut zu ſich ſelbſt haben, wo ſie ſich weder
Darmſtädter Künſtler auswärts.
von len noch von neuen Vorurteilen beeinträchtigen
laſſe Man ſehe einmal an einem Neubau recht genau Am 12. November ſpielte in Lauſanne in einem
Sym=
einkulin dieſen Kranen an, wenn er den Arm elegant wie phonie=Konzert Fräulein Elſe Kraus, eine frühere
einkilter Siegfried ausreckt, um eine Laſt ſpielend leicht Schülerin des Herrn Direktors Willy Hutter, ſeit 2 Jahren
kmpotzwinden. Man taſte einmal mit aufmerkſamem am Konſervatorium in Lauſanne und Schülerin
Augallas Geſtänge ab, gebe ſich äſthetiſche Rechenſchaft des Direktors J. Nicati, die Burleske für Piano
übernte Bindungen und Unterſchneidungen der empor= und Orcheſter von R. Strauß mit vollem Erfolge.
ſtreßlen Linien. Beginnt hier nicht etwas zu klingen, was Die Kritik bezeichnet ihre Interpretation des
unge.
gefrorene Muſik” an dem gotiſchen Pfeiler be= Werkes, das zahlreiche und ernſte Schwierigkeiten
rauſalt Iſt es nicht ebenſo ſtark, aber ganz neu geformt; biete, als vorzüglich. Die Ausführung wird nach
iſt eicht eine Schönheit, die alle begreifen, die nicht von jeder Richtung hin lobenswert gefunden, ihr Spiel als
einehAlkimzelnen geformt auf alle gleich überzeugend wirklich blendend bezeichnet. Frl. Kraus, ſo heißt es
wei=
wirKonſtruktion und Ornament iſt hier eins gewor= ter, vereinigt alle Eigenſchaften, welche den Künſtler=
Vir=
denlan nehme einen Schiffskiel mit der ſelbſtverſtänd= tuoſen im vollſten Sinne des Wortes ausmachen: Kraft
lichelleganz ſeiner Linie, nehme einen jener elektriſchen und Milde, Macht und Anmut, Gewandtheit, Taktfeſtigkeit
Unteſſlundbahnwagen, den Du Pont den vorgeſchritte= und vor allem ein tiefes Verſtändnis des ausgeführten
ner=lmerikanern konſtruiert hat, oder man entkleide Werkes. Das Talent von Frl. Kraus wird als „plein
eineianz klar disponierten Brückenbogen der ſentimen= de radieuses promesses” gerühmt. — Ein anderes Blatt
talenlchitekturzutaten; es iſt ſtets dieſelbe Ueberraſchung ſchreibt: Die Soliſtin, Frl. Elſe Kraus, iſt eine der
bril=
überüttte ornamentale Wirkung, die ganz aus der kon= lanteſten gegenwärtigen Schülerinnen des
Konſervato=
riums. Ihr Spiel, klar, lebhaft und muſikaliſch
bewun=
ſtrukin Logik geboren zu ſein ſcheint.
1913.
Seite 3.
2. Staſtanmer II. Hofungevolle Ofenwdacher
Burſchen ſtanden geſtern unter der Anklage des
ſchwe=
ren Diebſtahls vor der hieſigen Strafkammer. Der
ſchon wegen ſchweren Diebſtahls vorbeſtrafte 15jährige
Taglöhner Jakob Reichling und der 18jährige
eben=
falls vorbeſtrafte Taglöhner Juſtus Joſef Möller hatten
ſich mit zwei anderen Arbeitern verabredet, zur
Beſchaf=
fung von Geldmitteln Wohnungseinbrüche zu begehen.
Zu dieſem Zweck erhielt Reichling einen Dietrich und ihm
und Möller fiel die Ausführung der Einbrüche zu, weil
dieſe beiden arbeitslos waren. Reichling drang durch die
offenſtehende Tür in die Wohnung einer bekannten
Fa=
milie ein und nahm eine Heimſparbüchſe mit 19,75 Mark
Inhalt an ſich, die ſie im Walde gewaltſam
zertrümmer=
ten. In die elterliche Wohnung eines der einen
Kom=
plizen gelangten ſie mit Hilfe des Dietrichs. Hier erbeutete
Reichling aber nur 51 Pfennig, die im Kleiderſchrank
auf=
bewahrt wurden. In beiden Fällen ſtand Möller
Schmiere. Von der Beute erhielt jeder der
hoffnungs=
vollen vier Burſchen 4,50 Mark. Reichling gab die
Dieb=
ſtähle unumwunden zu und will aus Not gehandelt
haben, da er von ſeinen Eltern verſtoßen worden ſei. Das
Gericht verurteilte den Angeklagten Reichling zu 3
Mo=
naten Gefängnis abzüglich 2 Monate der
Unter=
ſuchungshaft und Möller 1 Monat Gefängnis,
welche Strafe als verbüßt galt. — Immer nach dem gleichen
Plan operiert die 36jährige Ehefrau des Arbeiters Roman
Baſchnagel von Frankfurt=Oberrad bei ihren
Diebe=
reien. Sie iſt ſchon zwölfmal vorbeſtraft, u a. auch
zwei=
mal mit Strafen von 3½ und 2½ Jahren
Zucht=
haus und hat Ende Mai und Anfang Juni dieſes Jahres
in Offenbach in vier Fällen bei verſchiedenen Herrſchaften
um Beſchäftigung nachgeſucht und während das
Dienſt=
mädchen deswegen frug, ſuchte ſie in der Küche nach
dort aufbewahrtem Geld. In allen dieſen Fällen
er=
langte ſie Beträge bis zu 15 Mark, insgeſamt 38 Mark.
In zwei Fällen ließ ſie ſich Wäſche von Hausangeſtellten
zum Ausbeſſern geben, ließ ſich jedoch nicht wieder ſehen.
Die Angeklagte gibt an, in großer Not gehandelt zu haben.
Das Gericht verurteilte ſie zu 6 Monaten
Gefäng=
nis. — Am 27. März 1912 wurde der 22jährige
Kauf=
mann Hugo Oppenheimer von Frankfurt a. M. von
der Strafkammer II wegen ſchweren Diebſtahls zu 6
Mo=
naten Gefängnis verurteilt. Er hatte als Buchhalter einee
Offenbacher Firma im Herbſt 1911 aus verſchloſſenen
Kon=
torpulten erhebliche Geldbeträge geſtohlen. Einmal nahm
er ausländiſche Münzen im Werte von 150 Mark, ein
zwei=
tes Mal 53 Mark und abermals 240 Mack bares Geld.
Das Geld verjubelte er in weiblicher Geſellſchaft.
Wäh=
rend ſeiner Haft ſtellten ſich bei ihm Anzeichen von
Geiſtes=
ſtörungen heraus, weshalb er vorzeitig aus der Haft
ent=
laſſen wurde Er wurde in der Frankfurter Irrenanſtalt
etwa fünf Monat behandelt und dieſe Beobachtung ergab
Zweifel, ob nicht bei Oppenheimer zurzeit der Begehung
der Tat unter dem Einfluß von krankhafter Störung der
Geiſtestätigkeit die freie Willensbeſtimmung ausgeſchloſſen
war. Deshalb kam es zum Wiederaufnahmeverfahren,
in dem geſtern der Irrenarzt Dr. Gerolfing von der
Frank=
furter Irrenanſtalt ſein Gutachten dahin abgab, daß der
Angeklagte von Wahnideen und Sinnestäuſchungen
be=
herrſcht werde und daß es wahrſcheinlich ſei, daß bei
Oppenheimer die freie Willensbeſtimmung zur Zeit der Tat
ausgeſchloſſen war. Medizinalrat Dr. Gros=Darmſtadt
hält dies nicht für nachgewieſen, doch beſtände immerhin
Zweifel. Der Staatsanwalt ſtellte die Entſcheidung in
das Ermeſſen des Gerichts. Das Gericht hob das Urteil
vom 27. März 1912 auf und ſprach den
Angeklag=
ten frei, da Zweifel beſtehen, ob er bei Begehung der
Diebſtähle im Beſitze der freien Willensbeſtimmung war.
* Verkehrsausſchuß der Bergſtraße. Man ſchreibt uns:
Zum Zwecke der Erlangung künſtleriſcher Vorlagen für
Illuſtrationen in Aufſätzen, Proſpekten, Führern, zu
Buchſchmuck, wie überhaupt zur Erreichung ſeiner
gemein=
nützigen Zwecke, hat der Verkehrsausſchuß der Bergſtraße
im Monat Juli einen Bilderwettbewerb unter den
deut=
ſchen Künſtlern und Photographen ausgeſchrieben. Unter
Beteiligung der Großh. Provinzialdirektion Starkenburg,
der beteiligten Stadt= und Gemeindeverwaltungen an der
Bergſtraße und von Lindenfels, der lokalen
Verſchöne=
rungs= und Verkehrsvereine, ſowie zahlreicher
Privatper=
ſonen, war es dem Verkehrsausſchuß möglich, faſt 2000 M.
an Geldpreiſen ausſetzen zu können. Mit Genugtuung
kann nun feſtgeſtellt werden, daß eine große Beteiligung
der Künſtler ſtattgefunden hat und die eingelieferten
Bil=
der veranſchaulichen nun, in welcher vielſeitigen,
künſtle=
riſchen Weiſe die landſchaftlichen Schönheiten der
Berg=
ſtraße und von Lindenfels, ihrer näheren Umgebung,
ſo=
wie Darmſtadts dargeſtellt worden ſind. Um nun weiteren
Kreiſen das Ergebnis dieſes Wettbewerbes zugänglich
zu machen und in der Ueberzeugung, daß ein allgemeines
Intereſſe beſteht, einmal die landſchaftlichen Schönheiten
dernswert gepflegt bis ins kleinſte Detail, zeigt wieder
einmal die geſchmeidige, ſichere Kunſt, mit der die
berühm=
ten Profeſſoren unſeres Muſikinſtituts die Schüler
heran=
zubilden wiſſen. Der Erfolg der jungen Pianiſtin war
daher ein vollſtändiger er zeigte ſich in der Darbietung
eines prächtigen Chryſanthemumſtraußes.
* Die Zahlder weiblichen Studierenden
in Preußen iſt ſeit dem Vorjahre um etwa 200 auf
2620 angewachſen. Davon ſtudieren Jura 18, Theologie
21, Medizin 321, Philoſophie 2075.
* Der Nobelpreis für Literatur.
Hinſicht=
lich der Behauptung, daß die Verleihung des diesjährigen
Literaturpreiſes an Tagore anſtatt an Roſegger aus
die ſlawiſche Agitation zurückzuführen ſei, wiederholt das
Swenska Telegrambyran die kategoriſche Verſicherung des
Sekretärs der Schwediſchen Akademie, daß ſolche
Behaup=
tungen vollſtändig grundlos ſind. Selbſtverſtändlich ließ
ſich die Akademie ausſchließlich von literariſchen
Geſichts=
punkten leiten, ohne den geringſten Einfluß eines
unge=
hörigen Druckes von außen. Dr. Alfred Jenſen erklärt
auch beſtimmt, jeglicher Agitation gegen Roſegger
fernzu=
ſtehen, von deſſen Name während des Aufenthalts Dr.
Jenſens in Agram und Laibach niemals in Geſprächen
mit politiſchen und literariſchen Perſönlichkeiten die Rede
geweſen ſei.
*⁎* Frühlingswärme im Spätherbſt. Sturm,
Hoch=
waſſer und frühlingshafte Wärme bildeten die Signatur
der Witterung während der letzten Tage. Der milde
Cha=
rakter des diesjährigen Herbſtes kommt immer wieder
von neuem zum Durchbruch, und Anzeichen des vor der
Tür ſtehenden Winters ſind augenblicklich viel weniger
erkennbar, als etwa während der erſten Oktoberhälfte.
Die Wetterlage ſteht dauernd unter dem Einfluſſe
außer=
ordentlich tiefer atlantiſcher Depreſſionen, die den Norden
des Erdteils durchziehen, während ſich im Süden Europas
hoher Luftdruck befindet. Infolgedeſſen wehen
ununter=
brochen Winde aus ſüdlicher bis ſüdweſtlicher Richtung,
die uns Wärme zuführen Die ſtarken Druckunterſchiede
zwiſchen dem ſüdeuropäiſchen Maximum, das Dienstag
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 20. November
Seite 4.
und Reize der Vergſtraße, einſchlieſlich Lindenſels, im Leſtungen, die für den Gewerbebetrieb deß Schuldners
Bilde an ſich vorüber ziehen laſſen zu können, veranſtaltet erfolgt ſind. In 4 Jahren verjähren die
An=
der Verkehrsausſchuß in den Tagen vom 22. bis 30. No= ſprüche auf Rückſtände von Zinſen, von Renten,
Auszugs=
vember im Sitzungsſaale des Rathauſes zu Bensheim leiſtungen und dergleichen, ſowie auch die Anſprüche aus
und vom 6. bis 14. Dezember im Städtiſchen Aus= Lieferungen für den Geſchäftsbetrieb eines Schuldners.
ſtellungsgebäude auf der Mathildenhöhe zu Darm= Die Verjährungsfriſt beginnt ſtets mit Anfang des auf
ſtadt eine Ausſtellung „Die Bergſtraße im die Lieferung folgenden Kalenderjahres. Hat z. B. ein
Bilde‟ Der Verkehrsausſchuß der Bergſtraße bittet Handwerker eine Arbeit oder fertige Ware am 1. Juli 1911
hierdurch alle diejenigen, die Sinn für eine ideale, gemein= geliefert, ſo beginnt die Verjährungsfriſt am 1. Januar
nützige Tätigkeit haben, ſein Unternehmen zu unterſtützen. 1912 und endet am 31. Dezember 1913. Ebenſo iſt es bei
Die Bilderſchau bietet auch inſofern ein beſonderes Inter= Lieferungen, für die die 4jährige Verjährungsfriſt in
Be=
eſſe, als Dilettanten, Anfänger, reifere und ganz reife, an= tracht kommt. Wenn beiſpielsweiſe ein Handwerker
erkannte Künſtler zu Worte kommen werden. Eröffnungs= Waren oder Rohmaterialien für ſeinen Geſchäftsbetrieb
tage ſind der 22. November in Bensheim und der 6. De= im Jahre 1913 bezogen hat ſo iſt er vom 1. Januar 1914
zember in Darmſtadt. Mit der Ausſtellung iſt eine Ver= bis 31. Dezember 1917 hierfür zahlungspflichtig. Die
loſung guter, künſtleriſch wertvoller Gemälde, Aquarelle, Verjährung wird unterbrochen durch Leiſtung einer Ab=
Zeichnungen und Photographien, die vom Preisgericht ſchlagszahlung, abgegebenes Zahlungsverſprechen durch
ausgewählt ſind, verbunden.
den Schuldner und infolge gerichtlicher Geltendmachung
* Die Abiturienten des alten Gymnaſiums vom ſeitens des Gläubigers. Nicht aber genügt es, wie noch
Herbſt 1863 ſind zwar im Laufe des halben Jahr= vielfach angenommen wird, wenn der Gläubiger dem
hunderts auf eine kleine Schar zuſammengeſchmolzen. Schuldner innerhalb der Verjährungsfriſt öfters Rech=
Aber dieſe fand ſich um ſo freudiger zu einer einfachen nungen zugeſtellt hat. Ebenſo iſt es erforderlich, daß bei
Erinnerungsfeier zuſammen. Nach einem gemeinſamen gerichtlichem Vorgehen dem Schuldner vor Ablauf dec
Nachmittagsſpaziergang auf die Ludwigshöhe — für Verjährungsfriſt ein Zahlbefehl oder Klage zugeſtellt iſt.
manche ein Wiederſehen und eine Ausſprache nach Es empfiehlt ſich daher frühzeitige Geltendmachung bei
Jahrzehnten — fand abends ein Feſteſſen im „Darm= Gericht, da erfahrungsgemäß gerade am Jahresſchluſſe
ſtädter Hof” ſtatt. Herr Profeſſor Dr. Sell aus Bonn die Gerichte mit derartigen Angelegenheiten ſehr ſtark in
erfreute dabei durch eine gedankenreiche Anſprache. In Anſpruch genommen ſind. Durchſicht der Bücher oder
ſon=
frohem Gedenken der alten Zeiten und Erlebniſſe, bei ſtiger Aufzeichnungen wird daher für die kommenden
Scherzvorträgen und Liedern verflogen die Stunden der Wochen beſonders empfohlen. Auch mag der Handwerker
ſeltenen Feier, die einen äußerſt hübſchen Verlauf nahm darauf ſehen, ſich eine ſchriftliche Anerkennung oder Ab=
und die Hoffnung erweckte, es möchten in 10 Jahren ſchlagszahlung von dem ſäumigen Schuldner zu erwirken.
ſich wieder alle zuſammenfinden können. Zum Abſchluß Wohl genügt nach dem Geſetz auch mündliches
Zahlungs=
wurden geſtern nach einer gemeinſamen photographiſchen verſprechen, es kommt jedoch leider nur allzu häufig vor,
Gruppenaufnahme die alten Räume des Gymnaſiums daß ein böswilliger Schuldner ſich nachträglich derartiger
unter liebenswürdiger Führung des Geheimerats Dr. Verſprechen nicht mehr erinnert, der Handwerker aber
Mangold beſucht.
keinen Zeugen für ſeine Behauptungen erbringen kann.
* Der Mozartverein veranſtaltet nächſten Montag, Der Jahresſchluß iſt ſonach von großer Bedeutung für
den 24. November, abends, im Saalbau ſein erſtes das geſamte Erwerbsleben und Vorſicht bei länger zurück=
Winterkonzert. Die Auswahl und Zuſammenſtel= liegenden Außenſtänden geboten.
Es ſei bei dieſer Gelegenheit nochmals auf die
Ein=
lung des Chorprogramms ſteht unter dem Zeichen
vater=
ländiſcher und muſikgeſchichtlicher Erinnerungen an das ziehungsſtelle der Handwerkskammer verwieſen, die für
Jahr 1813. Die Chöre „Wanderers Nachtlied” und „Mor= Handwerk und Gewerbe gegen geringe Vergütung die
Einziehung von Forderungen übernimmt. Die der Stelle
genwanderung” von C. A. Mangold, ſowie „An die Kunſt”
und „Pilgerchor” aus Tannhäuſer von Richard Wagner überwieſenen Aufträge werden auch bezüglich der
Ver=
ſind aus Anlaß des 100jährigen Geburtstages ihrer jährungsfriſt ſtreng überwacht und die nötigen Anord=
Schöpfer deren Gedächtnis gewidmet, während die „Leip= nungen getroffen, ſo daß bei rechtzeitiger Anmeldung dem
ziger Schlacht”, ein neues prächtiges Chorwerk von Arnold Auftraggeber dieſe Sorge abgenommen iſt und ec vor
Mendelsſohn und die beiden Theodor Körnerſchen Lieder Schaden bewahrt bleibt.
Gebet” und „Lützows wilde Jagd” in der Vertonung von
C. M. v. Weber dem patriotiſchen Empfinden, welches in
* Eberſtadt, 19. Nov. (Verſammlung des
dieſem Jahre im ganzen deutſchen Vaterlande ſo mächtig Ortsgewerbevereins.)
Im überfüllten Saale
auflohte, auch im Mozartverein freudigen Ausdruck ver= des Gaſthauſes „Zur Traube” hielt geſtern abend der
leihen ſoll. Für den ſoliſtiſchen Teil des Abends hat der Ortsgewerbeverein Eberſtadt eine Verſammlung ab, zu
Verein in dem Konzertſänger Herrn Hermann Gürt= der auf Einladung auch Vertreter der Landwirtſchaft, des
ler aus Wien eine ebenſo intereſſierende als hervor= Handels und der Induſtrie anweſend waren. Ebenſo
ragende Solokraft gewonnen. Die Auswahl ſeiner Dar= waren Vertreter von Nieder=Beerbach und Malchen
er=
bietungen ſind dem Stil und der Entſtehungszeit der Chor= ſchienen. Herr Stadtverordneter Sames aus Darmſtadt
geſänge angepaßt und werden die von der Fachkritik ein= hielt in mehr denn einſtündigem Vortrag ein eingehendes
mütig gerühmte künſtleriſche Eigenart und die ſtimmlichen Referat über unſere ſoziale Verſicherungsgeſetzgebung,
Vorzüge des Sängers zur vollen Geltung kommen laſſen. namentlich über das Weſen der Krankenverſicherung und
Wir werden auf denſelben noch einmal im beſonderen zu= die Errichtung der Allgemeinen Ortskrankenkaſſe für den
rückkommen
Landkreis Darmſtadt. Die von großer Sachkenntnis zeu=
* Allgemeiner Deutſcher Frauenverein (Ortsgruppe genden Ausführungen des Redners wurden mit lebhaftem
Darmſtadt). Auf den heute abend 8 Uhr im Mozartſaal Beifall aufgenommen. In einer ſich an den Vortrag
an=
ſtattfindenden Vortrag des Herrn Dr. Heinemann: „Die ſchließenden Diskuſſion kamen die verſchiedenſten Fragen,
Frau im Alten Teſtament” als den erſten der Vortrags= namentlich hinſichtlich der Wahl der Vertreter zu der
ge=
folge Die Stelluna der Frau im Wandel der Zeiten”, wei= nannten Krankenkaſſe, zur Erörterung. Der Redner gab
ſen wir an dieſer Stelle nochmals hin.
auch hierzu in eingehenden Darlegungen Auskunft und
* Orpheum. Infolge zahlreicher Anfragen und um es wurde hiernach beſchloſſen, in einer in der laufenden
einen Irrtum auszuſchließen, ſei hierdurch mitgeteilt, daß! Woche noch ſtattfindenden weiteren Verſammlung über die
am kommenden Sonntag, den 23. November, wie ſtets, von Eberſtadt, Nieder=Beerbach und Malchen
vorzu=
zwei Vorſtellungen ſtattfinden.
ſchlagenden 9 Namen zu verhandeln. In einem
Schluß=
wort ermahnte der Redner die verſchiedenen Gruppen der
Arbeitgeber nur einen Wahlvorſchlag aufzuſtellen, in dem
Verjährung von Forderungen.
Gewerbe, Handel, Induſtrie und Landwirtſchaft im Ver=
* Die Handwerkskammer ſchreibt uns: Gegen Ende hältnis ihrer Verſicherten vertreten ſein müßten. Jedes
des Jahres liegt es im eigenſten Intereſſe von Handwerk politiſche Moment ſei aus der neuen Krankenkaſſe auszu=
und Gewerbe ſich über die geſetzlichen Beſtimmungen, be= ſchalten. Die Vertreter ſollten ſich lediglich auf den Boden
treffend die Verjährung von Forderungen zu orientieren, des Geſetzes und des Statuts ſtellen, dann käme es zu
um ſich ſelbſt vor Schaden zu bewahren. Maßgebend hier= Konflikten zwiſchen Arbeitgeber und Verſicherten im
Aus=
für ſind die einſchlägigen Paragraphen des Bürgerlichen ſchuß und Vorſtand nicht. Bei den Wahlvorſchlägen der
Geſetzbuches, woraus hauptſächlich die für das Handwerk Verſicherten müßte ebenfalls Parität walten. Hier ſeien
wichtigſten Beſtimmungen im Nachſtehenden hervorgehoben ebenfalls in den Vorſchlägen alle Gruppen auch die
Kauf=
ſeien. In 2 Jahren verjähren die Anſprüche der männiſch=Angeſtellten, zu berückſichtigen. Spät abends erſt
Kaufleute Fabrikanten, Handwerker und derjenigen, die ſchloß der Vorſitzende mit Dankesworten für das Gehörte
ein Kunſtgewerbe betreiben, für Lieferung von Waren,
die Zuſammenkunft.
Ausführung von Arbeiten und Beſorgungen fremder Ge=
Heppenheim, 19. Nov.
(Der neue
Bür=
ſchäfte mit Einſchluß der Auslagen, ausgenommen der germeiſter.) Der hieſige Stadtrat hat ſich in einer
A
geſtern abend ſtattgefundenen Sitzung mit 10 gegen 6
771 Millimeter Höhe überſchritt, und der nördlichen De=Stimmen wieder für einen Ehrenbürgermeiſter
ausge=
preſſion haben beſonders in Norddeutſchland zu einer er= ſprochen. Ein ſolcher wird alſo wieder durch die
Bürger=
heblichen Verſtärkung der ſüdweſtlichen Winde geführt; im ſchaft gewählt. Bis jetzt haben ſich bereits mehrere ernſt=
Bereiche der Britiſchen Inſeln und des europäiſchen Nord= haft zu nehmende Kandidaten gefunden, welche Zahl bis
meeres ſind die Winde ſogar zu ſchweren Stürmen ange= zu der am 22. Dezember ſtatthabenden Wahl ſich noch
wachſen, und es muß damit gerechnet werden, daß auch vermehren dürfte.
im deutſchen Küſtengebiet Stürme aus Südweſt und Weſt
* Heppenheim, 18. Nov. (Ueberzuckerung des
einſetzen. Die Temperaturen überſchritten Dienstag mor= Weines.) Der Metzgermeiſter und Wirt Jakob
Vet=
gen in Norddeutſchland meiſt 10 Grad; Karlsruhe, Frank= tel II. in Heppenheim, welcher durch Urteil der
Strafkam=
furt a. M., Hannover und Berlin hatten morgens bereits mer I=Darmſtadt wegen Vergehens gegen § 28 des Wein=
11, Dresden ſogar 12 Grad Wärme, und tagsüber wurde geſetzes zu einer Geldſtrafe von 300 Mark verurteilt
in einem großen Teile des Landes eine Wärme von bei= wurde, hat gegen das Urteil Reviſion eingelegt.
nahe 15 Grad Celſius erreicht.
Beerfelden, 18. Nov. (Neue Fabrik.) Während
* Am Niagara. Er, ſeine Frau und ſeine Schwägerin, der Betrieb der von der Firma Frankenburger und
Obern=
ſo erzählt ein amerikaniſches Blatt, zogen aus, um ſich ein dorfer hier neugegründeten Federhalterfabrik zu
Stück der Welt anzuſehen, und eines Tages kamen ſie auch Anfang voriger Woche eröfnet wurde, fand deren offizielle
glücklich zum Niagara. Haſtig nahmen ſie im Hotel ihre Einweihung am Ende der Woche ſtatt. Ein Vertreter der
Zimmer, und dann hinaus um die großartigen Fälle zu Firma, der hieſige Stadtvorſtand und einige weitere
Her=
ſehen. Aber während ſie ſo dahinſchritten, entſtand zwi= ren beſichtigten unter fachmänniſcher Führung den
ſchmuk=
ſchen den beiden Schweſtern ein angeregtes Geſpräch über ken Bau in der Nähe des Bahnhofes mit den neueſten
die Bequmlichkeit und die Unbequemlichkeit moderner maſchinellen Einrichtungen; daran ſchloß ſich ein Feſtmahl
Röcke, das ſich zu einem eifrigen Disput entwickelte. Der in der „Traube” an. — Dieſen neuen Betrieb verdankt die
Zeuge, der die Szene mit anſah, hörte nur, wie ſich plötz= Stadt in erſter Linie der Familie P. Bechtold, die der
lich die Frau an ihren Mann wandte: „George” ſagte ſie, Firma ſchon eine Reihe von Jahren tadelloſe Ware liefert
„wenn wir in die Nähe der Fälle kommen, dann ſage es und der deshalb die Leitung übertragen wurde. Das
Zu=
uns.” „Wir ſind ſchon da” erklärte George; „tatſächlich ſtandekommen förderte der Stadtvorſtand, indem er der
ſind wir nur noch ein paar Meter von den Fällen entfernt Firma freies Baugelände und fünfjährige Steuerfreiheit
und ich glanbe, wenn ihr beiden jetzt einen Augenblick ſtill zuſicherte. Plan und Bau der Anlage führte Herr
Maurer=
ſein wolltet, dann könnte man das Donnergetöſe des Waſ= meiſter Chr. Engelter aus. — Unſer Städtchen fängt eben
ſers ganz deutlich vernehmen.”
wieder an, ſich induſtriell zu entwickeln. Nachdem die einſt
* Fata Morgana. Man ſchreibt uns: Auf den Artikel blühende Tuchinduſtrie niedergegangen war, herrſchte
in Nr. 276 Ihres Blattes betr. Fata Morgana in München jahrelang Stillſtand; die letzten Jahre haben zwei
Zigar=
teile ich Ihnen mit, daß ich am 1. Oktober dieſes Jahres renfabriken und genannten Betrieb gebracht. Möge der
auch Gelegenheit hatte, eine Fata Morgana zu beobachten. Fortgang ein entſprechender ſein.
Mainz, 19. Nov. Herr Oberbürgermeiſter
Ich befand mich auf dem Gebirge bei Wächtersbach und
war auf dem Wege zum Kartoffelausmachen. Ich drehte Dr. Göttelmann und Gemahlin feiern heute die
mich einmal um, in der Richtung nach Bad Orb zu. Wie Silberne Hochzeit. — Zu einem großen Auflauf
war ich da erſtaunt, als ich hier eine Landſchaft vor mir kam es geſtern abend in der Bahnhofſtraße. Ein Soldat
fah, den bayeriſchen Alpen ähnlich: Schneebedeckte Berge, wurde von einem Unteroffizier nach dem Arreſtlokal in
Täler mit Wäldern und Wieſen. Es war morgens 9 Uhr. der Wallſtraße gebracht. In der Bahnhofſtraße wurde
Nach kaum einer Viertelſtunde war der herrliche Anblick der Soldat tätlich gegen den Unteroffizier und ergriff
vor meinem erſtaunten Auge verſchwunden, und die alte dann die Flucht. Er lief in den Laden des Herrn Epſtein,
bekannte Gegend grüßte wieder zu mir herüber.
von wo er ſofort wieder von dem Unteroffizier auf die
Väimamter 28.
Nummer 28
11913.
Straße gebracht wurde, bei weicher Gelegenheit ſich
derte von Menſchen anſammelten. Offenbar hatm
mit einem Kranken zu tun, denn er hielt eine recht
wirrte Anſprache an das „Volk” Nachdem ein Wacht
mit geladenem Gewehr herbeigeholt worden war, be=i
der Häftling und ſeine Begleitung eine Droſchke un
in
fort ging es nach dem Arreſthaus.
Worms, 19. Nov. (Sieg des Bürge riu
Maſtatt, 12
Bei der geſtrigen Stadtverordnetenwahl iſt die von
ſion.) B
Nationalliberalen und vom Zentrum aufgeſtellte A
liſte glänzend durchgegangen. Trotz der großen Zeiſtätten Troy
terung war das Ergebnis für die Bürgerſchaft gläu
Es wurden ſämtliche bürgerliche Kandidaten gewähl ſäendenegion in
zwar Oberlehrer Prof. Becker, Bauſchätzer Ad. Biſſätlennen und fuh
Kaufmann Jakob Binnefeld, Ludwig Freiherr Hehſtaz
Wleipzig, 18.
Herrnsheim, Eugen Kranzbühler,
Oberpoſtaſſiſtent=
wig Neundörfer, praktiſcher Arzt Dr. Raiſer, Kau=ſthütenräume
Heinrich Raſor, Bauunternehmer Philipp Lorenz Scnsüder gewaltigen
rſchlachtdenim
Rentner Georg Schneider, Malermeiſter Heinrich Sch
Richtungsfrage
der, Rentner Hermann Schönfelder, Kaufmann
Georg Siegel II., Baumaterialienhändler HeinrichGiſckſtzn iſt dabei z
fer, Geometer Adam Winkler. Die übrigen PaiſPitnnung, die de
in Münſter umſt
(Fortſchrittliche Volkspartei, Mittelſtandsvereinigun
Sozialdemokratie) brachten keinen einzigen Kandeſsſticht, nicht ze
hn iun, da ſich d.
durch.
Hechtsheim, 19. Nov. (Feuer.) Geſtern nachſüldce Belichtung
Lichtungspre
gegen halb 5 Uhr wurden die Bewohner unſeres
abermals durch Feueralarm erſchreckt; ſind doch erſtWi läßt, laſſe
Wochen verſtrichen ſeit dem letzten großen Brande,werfern au
Mimis erhoffen.
Scheunen und 1 Wohnhaus zum Opfer fielen.
traum iſt du
geſtrige Brandunglück hatte ſeinen Herd in der Hal
worden.
des Landwirts Nikolaus Franz in der Morſchgaſſen
gefüllte Scheune mit angrenzender Stallung undSſlſtieſem Gru
ſtattſinden
gen landwirtſchaftlichen Geräten fielen diesmal dem
heerenden Elemente zum Opfer. Vieh kam keineung.
Schaden. Stark gefährdet war die Nachbarſchaft=lfamburg, 19.
konnte ein Weitergreifen verhindert werden.sktdanpfer „Ac
weſen iſt wohl verſichert, aber immerhin werdenthmen mit de
troffenen Leute einen beträchtlichen Schaden erleidslt Lalparaiſo
eingetroffen.
Aus Rheinheſſen, 19. Nov. Eine ſchlechte
jagd haben die Jäger in dieſem Jahre in Rheinalſſu bereits am
zu verzeichnen. Die bis jetzt abgehaltenen Treihialkhnm der „Seb
In am Weſteinc
blieben in ihren Ergebniſſen hinter denen der VohllUlten Unwette
zurück. Wo man ſonſt bei einem Treibjagen mehren
dert Haſen ſchoß, wurden diesmal mehrfach kam lſtileniſche Reg
Stück zur Strecke gebracht. Die Urſache dieſer undsſeh dem Damp
Peſt, 18. No
geren Jagdergebniſſe dürfte nach Anſicht der Jäge
erſter Linie in dem ſehr naſſen Sommerwetter zuücktog Joſe
ſein, bei dem die letzten Haſenſätze vielfach zu Heinri
gingen. Es iſt ja bekannt, daß unter der diesjähölbon Koburg
Näſſe auch die Feldhühnerjagd erheblich gelittentisneioi ein
K. Aus Rheinheſſen, 19. Nov. (Lieb’ Vatersct nach Bau
magſtruhigſein.) Man ſchreibt uns: Die Gen Brüſſel, 10
m in Rheinheſſen ſteht, was vaterländiſche Geſimſchter in de
betrifft, hinter keiner ihrer Schweſtergemeindente, er ſei von
ganzen Provinz zurück, und ſo erklärte ſich auchſebelt worder
meinderat ſofort zur Teilnahme bereit, als daseine unbeſtin
durch Ausſchreiben ſich erbot, für gemeinſame Beſchßzet hat ih
von Erinnerungsbäumen zum 18. Oktober Sorgeunn Aille, 18.
gen. Wie aber der beſtellte Baum ankam, es widen der eher
hoch und ſchön gewachſene Linde, gab das für ch ein Itali
Enttäuſchung, weil der Sinn zuerſt auf eine deutſellen Chauffeur
gerichtet war. Da zogen, raſch entſchloſſen, EtlichWiebſtahl eines
aus und gruben eine junge Eiche für ihren Zd Feliſatti, be
Wie ſie aber damit heimkamen, waren EinzelneWſſunden wurd
en Kaſſenbote
nicht zufrieden, weil dieſelbe nach Wuchs undſflüchten.
zu ſehr hinter der kreisamtlichen Linde zurückſtandm
tondon, 18.
zogen dann abermals hinaus und brachten eine Chauffen
ſtattlicheren Baum nach Hauſe, und ſo hatte man
glücklich drei Bäume, zwei Eichen und eine LinPbenen Verſamn
feſtlichen Zweck. Sie wurden aber auch richtiga hrer kamen u
er behaup
gepflanzt, der eine auf dem Marktplatz mitten im
uffeure der Ha
zweite hinter dem Kriegerdenkmal und der dritte
Oberpforte um den neuen Gemeindebrunnen. Mark. Dies
nur zu wünſchen, daß alle drei wachſen und gedeihe Varenhäuſer:
darf man das um ſo eher hoffen, weil jeder ſeineein ließzen und
deren Freunde und Beſchützer hat und werden Wihhäuſern hin
nach abermals hundert Jahren den KindeskinddgWblben. London
zählen von dem patriotiſchen Eifer der Väter im Durchſchn
Frauen.
Jahrhundertfeier am 18. Oktober 1913.
(Eine niedlich hal uindon, 1a.
Friedberg, 19. Nov.
ſchichte.) Man erzählt ſich hier eine niedliche Müein und
Der Menſch muß ſich zu helfen wiſſen, ſo dachtehü lgeborene Fran
Miheſen bei ihne=
Samstag ein Leutnant unſeres Bataillons,
unbeſchreiblichen Schmutz an der Mainzer
ſehnſtung, o
durchwaten ſollte, um auf die andere Seite Der miſſe
Da er im Paradeanzug war, war der Verſuchu
blematiſcher. Unter dem Jubel des Publikums MhRpadia, wo
der treue Burſche ſeinen Leutnant auf die Schüllenuallines Aufſeh
trug ihn „hoch zu Roß” durch den Moraſt.
der ſchmale
beitsloſe bietet ſich, ſo kalkulieren die FriedbergenLengegenkomm.
ſprichwörtlich gewordenen Friedberger Straßenſchmüßkleskaral war ziem
Geleiter aus
vorragende Gelegenheit zum Gelderwerb nach den=
Mchn ſeng
bilde des Leutnantsburſchen.
Großkarben, 19. Nov. (Durch den elektriſchät
Stromgetötet.) Geſtern nachmittag geriet der M
teur Walter Peter bei Ausbeſſerungsarbeiten an
Ga
Ueberlandzentrale der Starkſtromleitung zu nahe.
die
Gra=
wurde auf der Stelle getötet.
WVerlin,
t, gerichts
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 18. Nov. Uebereine
gebliches Tangoverbot des Kaiſersſi
Offiziere iſt berichtet worden. Danach ſollte der
ſer durch Kabinettsorder den Offizieren in Uniform=Ehliſcht bat die
Tangotanz, ſowie One= und Twoſtep verboten haben. iſlch: Schu
Offiziere ſollten angewieſen worden ſein, Familien, nſtans
denen dieſe Tänze beliebt ſind, zu meiden, und Zuwillwüſcht, dar zu .d
handlungen gegen dieſe Verfügungen ſollten mit ſofoedört
ger Dienſtentlaſſung bedroht worden ſein. Dieſe Nosd
richt iſt, wie von maßgebender Seite mitgeteilt wird,
vollem Umfange unzutreffend. — Die Witwe des früſä
ren Reichsbankpräſidenten v. Dechent begeht morgen
voller geiſtiger und körperlicher Friſche ihren 90. Gebun
tag. — In dem Reviſionsverfahren gegen.
fünf Erfurter Reſerviſten ſteht Termin zur
Re=
ſionsverhandlung vor dem Reichsmilitärgericht am
November an. — Zu dem geſtern gemeldeten Betrug
manöver wird noch mitgeteilt, daß ſich der Schwind
in das Miniſterium der öffentlichen Arbeiten begeben
und dort das gleiche Märchen erzählte; dann ſchlich er
in eine Telephonzelle und ließ ſich mit der Polizeiverwol
tung in Reichenbach verbinden, der er mitteilte, es weris
heute noch zwei Sonderzüge mit 2000 Arbeitern dort ezg
treffen; die Züge gingen um 2 Uhr 30 Minuten hier
Es ſollte ſich nach ſeiner weiteren Mitteilung um ein
meinnütziges Unternehmen handeln, dem auch von Alllle
höchſter Stelle Unterſtützung zugebilligt ſei. Beim
Vü=
laſſen des Miniſteriums äußerte der Fremde, er gehe j6
nach dem Arbeitsnachweis in der Gormannſtraße un
dann zum Reichstag. Ob es ſich bei der ganzen Affäre u
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Kummer 281.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 20. November 1913.
Seite 5
Pe Schwindler oder Geſteskranken handelt, ſieht noch (Vermitelung von Geld= und Kaufgeſchäſten beſanden 1 Frankſuter Verein für Zuſtſchifahrit im „Franfſurter
feſt, die Kriminalpolizei fahndet auf den Fremden. hatte, wobei ſie ſich nicht gerade der lauterſten Mittel be= Hof” einen Pegoud=Tee, oder, wie es auf den Ein=
1. 9. Nov. Die Kaiſerin traf heute früh 7 Uhr 32 dient haben ſoll. So trat ſie ſeinerzeit, als die Prinzeſſin ladungen hieß, einen „Tee in Anweſenheit des Herrn
Pe=
huten von Kaſſel kommend, hier ein und verweilte auf Luiſe von Koburg in dem hieſigen Hotel „Briſtol” und goud”. Pegoud wurde als Held gefeiert; die Damen und
Bahnſteig, bis um 7 Uhr 42 Minuten der Sonderzug ſpäter im „Kaiſerhof” wohnte und in ſchwere Geldnöte Herren der Geſellſchaft, beſonders aber die Damen,
über=
dem Kaiſer aus Kiel eintraf. Nach herzlicher Be= kam, als „Helferin” auf, die allerdings mit eigenartigen ſchütteten den früheren franzöſiſchen
Korpo=
ßlung verweilten die Majeſtäten längere Zeit im Für=Hilfsmitteln operierte. So kaufte ſie beiſpielsweiſe in ral mit Liebenswürdigkeiten. Kein Auge wandte ſich
Aſrlon der Station und begaben ſich dann gegen 8 Uhr einer Buchhandlung für die nette Summe von 200000 M. von ihm ab. Ein duftendes Briefchen nach dem
Dutomobil nach dem Neuen Palais.
verſchiedene Bücher gegen Wechſel, die auch die Prinzeſſin anderen trug man ihm zu. Auch im Opernhaus war am
Maſtatt, 19 Nov. (Werber der Fremden=giriert hatte: Luiſe von Koburg aber ſah weder Geld noch Abend Pegoud der Held. Sehr bezeichnend iſt die
Schil=
kon.) Wie die Raſtatter Zeitung meldet, iſt derBücher. — Einen Referendar wußte die Angeklagte zur derung eines hieſigen Blattes über den Beſuch, den Prinz
Eſent Tropf, der im letzten Herbſt ſein Abiturienten= Hergabe von 700000 Mark zu bewegen; der leichtgläubige Heinrich von Preußen und der Großherzog von Heſſen
Eien machte, in Heidelberg Werbern der franzöſiſchen junge Mann erſchoß ſich, als er ſein Geld verloren ſah. —
den Pegoud=Flügen am Freitag abſtatteten, und in der
hedenlegion in die Hände gefallen. Sie machten ihn Einem Offizier nahm die Angeklagte bei dem erwähnten ausführlich erzählt wird, wie die hohen Herrſchaften ſich
ſunken und fuhren dann mit Tropf im Auto über die famoſen Büchergeſchäft nicht weniger als 4000 Prozent über die Art der Franzoſen, beſonders des einen Beglei=
Unze.
Zinſen ab. — Der Sproß einer bekannten gräflichen Fa= ters Pegouds, vergnügt hätten, der ſich mit den Händen
Leipzig, 18. Nov. (Die Beleuchtung der milie, der ein Darlehen von etwa 80000 Mark benötigte, in den Hoſentaſchen und der Zigarette im Munde mit dem
hyenräume des Völkerſchlachtdenkmals.) mußte zunächſt Wechſel in Höhe von 100000 Mark unter= Bruder des deutſchen Kaiſers unterhalten habe. Der
un=
der gewaltigen Ausdehnung, die der Innenraum des ſchreiben, 160000 Mark an Hypotheken übernehmen, den gebildetſte Deutſche würde beſſeren Takt beſitzen.” (Einen
Pkerſchlachtdenkmals hat, ſtößt natürlich die Löſung der Jagdpachtzins ſeines Gutes mit 22000 Mark verpfänden ſo rüpelhaften Deutſchen hätten die hohen Herrſchaften
ſicher überhaupt nicht beachtet oder ſich empört von ihm
Peſechtungsfrage auf große Schwierigkeiten; vor allen und erhielt dafür bare 16 000 Mark.
gen iſt dabei zu beachten, daß die feierliche, weihevolle
Bei dieſen Geldgeſchäften hatte die Angeklagte eine abgewendet.) — Von anderer Seite wird noch gemeldet,
imung, die den Eintretenden wie in einem alten, kräftige Stütze und einen „fachkundigen” Berater in dem daß das Defizit der beiden Frankfurter Pegoud=Flüge,
eſe Münſter umfängt und dem Charakter des Denkmals König der Wucherer, den bekannten Heinrich Pa=einſchließlick der Speſen, auf etwa 60000 bis 70000
Apricht, nicht zerſtört wird Seit ein paar Tagen wer=riſer, der ſeit Jahrzehnten eine unheimliche Rolle als Mark geſchätzt wird.
irun, da ſich die praktiſche Notwendigkeit einer künſt=Geldverleiher ſpielte und in den letzten großen Spielerpra=
* Friedrichshafen, 19. Nov. Die Ueberführung des
Ien Belichtung bei ſpäterer Tageszeit herausgeſtellt hat, zeſſen der jüngſten Jahrzehnte, wie in dem Hannoverſchen
eirchtungsproben veranſtaltet. Soweit ſich bisher über= Spielerprozeß. in dem Prozeß gegen den „Klub der Harm= Militärluftſchiffes „Z. 6” nach Gotha iſt für
Ain läßt, laſſen dieſe Proben, die mit ſehr lichtſtarken loſen” in Berlin und zahlreichen anderen Senſationsaffä= Donnerstag vorgeſehen. Die Ueberführungsfahrt und
Einwerfern ausgeführt werden, ein durchaus günſtiges ren beteiligt war. — Eine andere Stütze für die betrüge= die Abnahmefahrten in Gotha leitet Direktor Dürr.
eonis erhoffen. Der weihevollen Stimmung im riſche Gräfin war der Berliner Rechtsanwalt Hailliant,
* Sofia, 19. Nov. Die drei franzöſiſchen Flieger
Aetraum iſt durch die Beleuchtung keineswegs Abbruch der im Winter porigen Jahres plötzlich ſpurlos ver= Jaeques Schneider, Bieneims und Pierron ſind
n worden. Der Deutſche Pakriotenbund” hat ſich ſchwand, nachdem er im Grnnewald ein „Schnebad= ge= auf dem Fluge nach Konſtantinopel in einem Walde bei
ſieſem Grunde entſchloſſen, die Führungen bis abends nommen und von dem man angenommen hatte, daß er Burgas abgeſtürzt. Das Flugzeug wurde beſchädigt.
hr ſtattfinden zu laſſen, und zwar bei künſtlicher Be= unter dem Schnee erfroren läge. In Wirklichkeit war er Die Flieger ſind unverletzt.
Blung.
nach Unterſchlagung beträchtlicher Summen geflüchtet.
camburg, 19. Nov. (Ueberfälliger Dampfer.)
Der Aufruf der mehr als 50 Zeugen nimmt geraume
Dampfer „Acilia” der Hamburg=AAmerika=Linie der! Zeit in Anſpruch; eine größere Zahl derſelben iſt auf einen
Expoſé des Grafen Berchtold.
mrmen mit dem Dampfer „Sebara” am 23. Oktober ſpäteren Tag geladen. Eine ganze Anzahl der Zeugen iſt
* Wien, 19. Nov Der Ausſchuß für die auswär=
Valparaiſo nach Montevideo abgegangen iſt, iſt dort nicht erſchienen. Einige, namentlich die Geldverleiher,
eingetroffen, obwohl der Dampfer Sebara” den haben ſich mit Krankheit (ſogar mit Erkrankung ihrer Ehe= tigen Angelegenheiten der ungariſchen Delegation
n bereits am 12. November wieder verlaſſen hat. Der frauen) entſchuldigt; einige von ihnen ſind nach Italien, iſt heuie nachmittag zu einer Sitzung zuſammengetreten.
iſäin der „Sebara” will den Dampfer „Acilia” bei Kap einer ſogar nach dem Balkan verreiſt. — Die Eröffnungs= Der Miniſter des Aeußern, Graf Berchtold, erſtattete
ſit am Weſteingange der Magelhaens=Straße in einem beſchluß lautet in drei Fällen auf Betrug und betrügeri= ein Expoſé, in welchem es heißt:
ſſteren Unwetter geſehen haben. Von Hamburg aus iſt ſches Schuldenmachen, auf gewerbsmäßigen Wucher in
Die im Spätherbſte 1912 abgehaltene Delegations=
Alctileniſche Regierung erſucht worden, ein Kriegsſchiff zwei Fällen. verſuchte Nötigung in drei Fällen, Diebſtahl tagung ſtand bereits im Zeichen der großen Orient=
und ſchließlich Beleidigung einer Telephoniſtin.
vem Dampfer auszuſchicken.
kriſe, welche ſeither zu einer grundlegenden Umgeſtal=
Der Vorſitzende hielt hierauf der Angeklagten ihr Vor= tung der Machtverhältniſſe auf der Balkanhalbinſel
eſt, 18. Nov. (Fürſtliche Jagdgäſte.)
Erz=
zog Joſef und Erzherzogin Auguſte ſind mit leben vor. Sie leugnet nichts. Dem Oberleutnant zur See führte und deren letzte Konſequenzen heute noch nicht
voll=
i Heinrich von Preußen, dem Prinzen Phi= Grafen Fiſchler von Treuberg, der Schiffsoffizier bei der kommen abzuſehen ſind. Wir waren Zeugen des
gewal=
von Koburg und mehreren ungariſchen Ariſtokraten Hamburg=Amerika=Linie war, ſoll ſie dafür, daß er ſie hei= tigen weltgeſchichtlichen Prozeſſes der in den ethnogra=
Aisnejoi eingetroffen und haben ſich von dort zur ratete. 25000 Mark verſprochen haben. Die Angeklagte phiſchen und kulturellen Verhältniſſen an dem Balkan
be=
beſtritt dies.
Verteidiger Rechtsanwalt Bahn weiſt gründet war und unfehlbar eintreten mußte, ſobald die
nach Bankut (Ober=Ungarn) begeben.
Brüſſel, 19. Nov. (Der Diamantenraub.) Der demgegenüber darauf hin, daß Graf Treuberg gegen die alte mohammedaniſche Vormacht den in ihrem Innern
ch ter in der großen Diamantſchleiferei, welcher er= Angeklagte die Nichtigkeitserklärung der Ehe angeſtrengt nach Freiheit drängenden chriſtlichen Elementen wie den
Me er ſei von zwei Männern zu Boden geworfen und habe, weil ſie ihm die 25 000 Mark nicht bezahlte, und daß mit letzteren durch zahlloſe Fäden verbundenen jungen
Mielt worden, konnte von den angeblichen Ränbern dieſe Klage in erſter Inſtanz abgewieſen wurde: das Ver= Nachbarſtagten nicht mehr ſtandhalten konnte.
Für die auswärtige Politik der Monarchie war
ene unbeſtimmte Beſchreibung geben. Die Kriminal= fahren ſchwebt zurzeit vor dem Oberlandesgericht. — Der
ſeit Dezennien neben der überlieferten Formel der
tun=
frühere Hausarzt der Angeklagten Dr. Viktor Cohn wird
er hat ihn ſelbſt in Haft genommen.
Aille, 18. Nov. (Automobilbanditen.) Hier als Zeuge vernommen und ſoll ſpäter als Sachverſtändiger lichſten Erhaltung des beſtehenden Zuſtandes jene der
din der ehemalige Matroſe der Kriegsflotte Phéron vereidigt werden. Der Zeuge bekundet, daß er zwei Jahre Nichtbehinderung der freien
Entwicke=
bei der Angeklagten Hausarzt geweſen ſei; ſie litt anlung der Balkanſtaaten zum Axiom geworden.
ten Italiener namens Feliſatti verhaftet, die an
E Thauffeur den Antrag geſtellt haben, ihnen bei dem ſchwerer Hyſterie und habe mehrfach Selbſtmordideen ge= Es war nur die praktiſche Anwendung dieſes politiſchen
fahl eines Automobils behilflich zu ſein. Phsron habt. Dr. Cohn war auch zweimal in ihrer Wohnung an= Glaubensbekenntniſſes, wenn in dem Expoſé vom 5. No=
AlReliſatti, bei denen drei Revolver und 150 Patronen weſend, als ſie dort gerichtlich vernommen wurde Er habe vember 1912 der Gedanke zum Ausdruck kam, daß wir be=
Bliieen wurden, geſtanden, daß ſie die Abſicht hatten, die Angeklagte ſtets für eine Alkoholikerin gehalten. Dr. reit ſind, der durch die Siege der Balkanſtaaten geſchaffe=
AKaſſenboten auszurauben und dann mit dem Auto Cohn erklärt weiter, daß nach ſeiner Anſicht eine ſehr ſtarke nen neuen Situation in weitgehender Weiſe Rechnung zu
Minderwertigkeit vorhanden ſei, daß aber die Voraus= tragen. Wir konnten uns um ſo mehr zu dieſer
Feſtſtel=
illüchten.
kundon, 18. Nov. (Wie Londoner Frauen ſetzungen des Paragraphen 51 des Strafgeſetzbuches nicht lung beſtimmt finden, als die Monarchie mit der
Erwer=
chauffeure prellen.) In einer geſtern abge= vorliegen. — Hierauf erſtatteten Gerichtsarzt Marr und bung Bosniens und der Herzegowing ihre
en Verſammlung der Londoner Automobildroſch= Medizinalrat Dr. Störmer ihre Gutachten über den Gei= territorale Expanſion am Balkan als abgeſchloſſen
betrach=
tete und ein Abgehen von dieſem ſeitens meines
Vorgän=
ſhrer kamen wenig erbauliche Dinge zur Sprache. Einſteszuſtand der Angeklagten. Sie bekunden
übereinſtim=
flier behauptete, die Londoner Frauen ſchädigten die mend, daß die Angeklagte zwar hyſteriſch ſei, von Geiſtes= gers klar präziſierten Standpunkte weden unſeren wohl=
Afſeure der Hauptſtadt jährlich um faſt eine halbe Mil=krankheit aber keine Rede ſein könne. Die Beobachtungen erwogenen Intereſſen noch dem von mir ſtets betonten
Grundſatze der Kontinuität entſprochen haben würde.
iaark. Dies käme daher, daß viele ſich nach den gro= Dr. Cohns könnten nur Durchſchnittserſcheinungen der
Unſer wohlwollendes Verhalten gegenüber den ſieg=
MWarenhäuſern fahren, die Chauffeure vor der Tür Hyſterie ergeben haben. Anhaltspunkte für ſchwere Hy=reichen Balkanſtaaten konnte aber ſelbſtverſtändlich nicht
Aer ließen und durch einen anderen Ausgang aus den ſterie ſeien nicht gegeben. Es komme allerdings vor, daß der Verzicht auf die Geltendmachung gewiſſer ſpezifiſcher
Mhäuſern hinausgingen, ohne den Fahrpreis bezahlt ſolche Kranke Krampfanfälle haben und. um ihren Worten Intereſſen der Monarchie bedeuten. Dieſe ſpezifiſchen
Wühen. London habe 11 000 Autodroſchken, jeder Chauf= mehr Nachdruck zu verleihen, mit Selbſtmord drohen oder Intereſſen, die ſich in der Schaffung eines
ſelbſtändi=
im Durchſchnitt 40 Mark Verluſt durch ſolche unehr= gar einen Selbſtmordverſuch unternehmen. Bei der An= gen Albaniens in der Verhütung einer
Machtver=
geklagten liege zweifellos eine gewiſſe Minderwertigkeit ſchiebung in der Adria und der tunlichſten Schaffung
rauen.
Aſendon, 19. Nov. (Todesfall.) Die berühmtevor; ebenſo ſeien Schädigungen durch Syphilis, Alkolel dauernder Zuſtände auf der Balkanhalbinſel
zu=
rin und Geſangslehrerin Mathilde Marcheſi, und Zigarettenmißbrauch zu konſtatieren; eine Geiſtes= ſammenfaſſen laſſen, mit — wenn irgend möglich —
fried=
reborene Frankfurterin iſt vorige Nacht im Alter von ſtörung im Sinne des Paragraphen 51 ſei jedoch nicht lichen Mitteln durchzuſetzen, war fortan der Gegenſtand
Nahren bei ihrer in England lebenden Tochter ge= gegeben.
unſeres diplomatiſchen Wirkens.
Es wird ſodann in die Behandlung der Einzelfälle
Mlen
Die unfreundliche Haltung, die von manchen
Petersburg, 19. Nov. (Unfall des Thronfol=eingetreten. Der erſte Fall betrifft einen armeniſchen Stu= Stellen, ſowohl am Balkan wie anderwärts unſeren An=
Me Der ruſſiſche Thronfolger unternahm in der Nähe denten Solikian aus Erzerum, der von der Angeklagten ſprüchen — trotzdem dieſelben über den Bereich unſerer
Mti vadia, wo er ſich gegenwärtig aufhält, in Begleisgerupft wurde. Es wird dann ein Fall erörtert, in wel= legitimen Intereſſen nicht hinausgingen — entgegengeſetzt
tünes Aufſehers eine Automobilfahrt. Bei einer chem die Angeklagte in eine Heiratsvermittelungsaffäre wurde, ließ beſorgen, daß der Kontakt unter den
Groß=
lung der ſchmalen Bergſtraße ſtieß das Auto mit einem verwickelt iſt. Der nächſte Fall betrifft den Betrua gegen mächten geſtört und die friedliche Austragung vereitelt
Mentgegenkommenden Auto zuſammen Der Zuſam= ein Putzgeſchäft, wo die Angeklagte einen Pariſer Modell= werden könnte, was das Londoner Kabinett zur Anregung
Mall war ziemlich heftig, ſo daß der Thronfolger und hut für 180 Mark gekauft und Zuſendung „mit quittierter des Zuſammentretens der Botſchafterkonferenz
Begleiter aus dem Wagen geſchleudert wurden. Rechnung” verlangt hatte. — Sodann wurde die Ver= veranlaßte Wir gaben uns von Anfang an darüber
kei=
handlung auf Donnerstag vertagt.
nen Illuſionen hin, daß der Botſchafter=Reunion eine
Ali blieben jedoch unverletzt.
äußerſt heille und ſchwierige Aufgabe zuteil wurde und
die Bereinigung der derſelben zugewieſenen Fragen bei
aller Klugheit und Gewandtheit der Repräſentanten der
Luftfahrt.
Gerichtszeitung.
Mächte, bei aller Energie und Umſicht, der dem engliſchen
Darmſtädter Flieger.
Staatsſekretär zugefallenen Leitung, für welche ganz
Die Gräfin als Schwindlerin.
* Tübingen, 19. Nov. Auf dem Waldhäuſer Europa nur Worte des Dankes und der Anerkennung fin=
Berlin, 18. Nov. Vor der zehnten Strafkammer Exerzierplatz mußte geſtern mittag halb 1 Uhr ein den kann, eine lange, heiße, mühevolle diplomatiſche Ar=
Weandgerichts Berlin I nahm heute vormittag unter Eindecker (Albatros) niedergehen. Die Beſatzung waren beit in Anſpruch nehmen werde Eben deswegen war in
m. Andrang des Publikums die Verhandlung gegen
zwei Offiziere, Oberleutnant v. Apell und Leutnant jener Zeit, wo die elektriſche Spannung in Europa trotz
Mtr 42 Jahre alte Gräfin EliſabethFiſchler Kreuſe (25. Dragoner=Regiment, Ludwigsburg), die der Entſcheidungsſchlachten von Kirk=Kiliſſe und Lüle=
Treuberg ihren Anfang, die ſich unter der An= um 10 Uhr 45 Min. in Darmſtadt aufgeſtiegen und Burgas noch kaum nachgelaſſen hatte das
Zuſammenar=
des vielfachen Betrugs zu verantworten hat. Der Stuttgart überflogen hatten, dann aber wegen Nebels beiten der Diplomaten am Konferenztiſche eine Sicherung
A hat die Lebensſchickſale einer ehemaligen Offen=landen mußten. Der König, der von der Landung und Aufrechterhaltung des Kontaktes unter den Mächten
hllen Schneiderstochter, einer geborenen Uhl, benachrichtigt wurde, lud die Herren zur Abendtafel auf und damit eine, wenn auch nicht unbedingte, Garantie für
egenſtand, die es ſchließlich bis zur Gräfin gebracht Schloß Bebenhauſen ein. Die Offiziere beabſichtigen, heute die Erhaltung des Friedens. Darum harrten wir auf der
Mogar zu den Vertrauten der Prinzeſſin Luiſe von Ko=
Reunion aus und entſchloſſen uns zu manchen
Konzeſ=
gehört hat. Wie bereits erwähnt, iſt die Angeklagte weiter zu fliegen.
ſionen, die wenn auch nur gegen entſprechende Kompen=
Mochter eines Offenbacher Schneiders, der ſchon in den
ſationen gewährt, uns nicht immer leicht fielen.
Der Pegoud=Rummel in Frankfurt.
tem Jugendjahren ſeiner Tochter mehrfach die Hilfe
Zur Sicherung unſerer Intereſſen iſt allerdings
ange=
dbellizei gegen ſein allzu unternehmungsluſtiges Töch=
* Frankfurt a. M., 18. Nov Ueber die unbe= ſichts der feindſeligen Haltung unſerer ſüdlichen
Min Anſpruch nehmen mußte. Gar bald prangte auch greifliche Begeiſterung, mit der der franzöſiſche Flie= Nachbarn eine ziemlich umfangreiche militäriſche Be=
Namen längere Zeit hindurch in dem Sittenreziſter gerakrobat Pegoud in Frankfurt a. M. aufgenommen und reitſchaft notwendig geworden. Wir mußten uns die
Er=
rankfurter Polizei. Anfangs 1911 verheiratete ſie ſich
namentlich — behandelt wurde ſowie den ſinan= fahrungen aus der Annerionszeit vor Augen halten, wo
em Oberleutnant zur See a. D Ernſt Grafen ziellen Erfolg der Pegoud=Veranſtaltung daſelbſt wird Serbien allein, ohne Rückendeckung durch eine Großmacht.
hler von Treuberg, der ſich aber bald darauf der Rhein.=Weſtf. Ztg. aus Frankfurt a. M folgendes be= gegen uns kriegeriſche Vorbereitungen machte. Aber auch
r von ihr trennte und die Gültigkeit der Ehe an= richtet: „Pegoud, der franzöſiſche Akrobatflieger, hat auch an unſerer Nordoſtgrenze mußten wir uns zu
mi=
mät der Begründung, daß ihm das Vorleben ſeiner geſtern nachmittag auf der Niederrader Rennbahn ſeine litäriſchen Vorkehrungen entſchließen. Dieſe durch die
Zu=
nſcht bekannt geweſen ſei. Geſtützt auf den klingen= Künſte gezeigt. Allerdings wird der hieſige Ausſchuß der rückbehaltung eines Reſerbejahrganges in Rußland
ver=
arnen trat die nunmehrige Angeklagte alsbald ſehr dem Franzoſen für die zwei Flugtage 80 000 Mark ga= anlaßten Maßnahmen hatten die Unzulänglichkeit unſeres
Mloss auf machte Reiſen nach Monte Carlo, in die ele= rantierte, nicht auf ſeine Koſten kommen, denn die Zahl Grenzſchutzes zur Urſache, waren aber keineswegs in der
iſten Bäder, wohnte in den teuerſten Hotels und trieb der Zaungäſte war größer als die der zahlenden Zu= Geſtaltung unſerer vollkommen korrekten
ſchauer Erſtere ſahen die „Luftſprünge‟ Pegouds beſſer freundſchaftlichen Beziehungen zum ruſ=
Aufwand, der mit ihren Verhältniſſen nicht in
Ein=
z bringen war. Schließlich ließ ſich aber der glän= als dieſenigen, die für eine Stunde 20 Mark opferten, ſiſchen Reiche begründet.
Die Verhandlungen bezüglich der Delimitierung
Schein nicht mehr aufrecht erhalten, die Herrlichkeit Das iſt gut ſo denn mit der wachſenden Erkennt=
Aimſammen und die Gräfin mußte den Offenbarungs= nis, daß bei 40 000 Mark Speſen für den Tag den deut=Nordalbaniens wurden durch das auf der
Botſchafter=
liſtten. Das Verhängnis nahm weiter ſeinen Lauf ſchen Veranſtaltern der Pegond=Flüge ein Rieſendefi= reunion vom 29. März abgeſchloſſene Kompromiß zum
Mlnzeigen wegen Betrugs und Kreditſchwindel waren zit winkt, wird die Vereitwilligkeit zur Zahlung dieſer Abſchluſſe gebracht. Die Hartnäckigkeit, mit der Mon=
Tagesordnung. Es ergab ſich nun, daß die Haupt= Honorare an den Franzoſen oder einen ſeiner neuen Kol= tenegro, unterſtützt von ſerbiſchen Truppen, dieſen
Beſtim=
squelle der Gräfin viele Jahre hindurch in der legen abnehmen. Am Samstagabend veranſtaltete der mungen zum Trotze die Sxlagerung Skutaris fortſetzte,
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 20. November
Seite 6.
führte zur Verhängzung der internationalen ſeihnograhſche Grenzen eingeſchränt erſcheint, wuchſen
Küſtenblockade, welche zwar die Einnahme Skutaris die cheiſtlichen Balkanſtaaten ſämtlich über die
nicht verhinderte, immerhin aber die Berechtigung unſerer bisherigen Grenzen hinaus und ſehen reicher Kulturarbeit
Forderungen durch das geſchloſſene Eintreten der europäi= in den neuerworbenen Gebieten entgegen. Wenn auch die
ſchen Großmächte für dieſelben in Erſcheinung brachten. Es! Grenzbeſtimmungen manche Unzufriedenheit weckten und
bedurfte zu unſerem Bedauern der ernſten Maßnahmen, Rankünen zeitigten, ſteht doch zu hoffen daß die
Erinne=
zu deren wir uns bei dem Verſagen aller anderen Mittel rung an die Schreckniſſe der durchgemachten Kämpfe und
in den letzten April= und den erſten Maitagen entſchließen das Bedürfnis nach Ruhe und Erholung die Oberhand
be=
mußten, um die bedingungsloſe Räumung Skutaris ſicher= halten werden.
zuſtellen.
Die Beziehungen zwiſchen den Groß=
In dem Widerſtreite zwiſchen Rumänien und
Bulgarien bemühten wir uns gleich einzelnen anderen mächten haben in der abgelaufenen Kriſe eine uner=
Kabinetten, die fraglichen Anſprüche in Sofia zu ver= wartet große Tragfähigkeit bewieſen. Dank dem
Frie=
treten, nahmen aber angeſichts des paſſiven Verhaltens densbedürfniſſe und dem Abhandenſein wirklich vitaler
des Kabinetts Geſchow an der Mediation ſämtlicher Inereſſeutolliſionen konnte ſich die Feſtigkeit der euro=
Mächte teil, die erſt von Rumänien, dann von Bulgarien päiſchen Gruppierungen bewähren, ohne die Gefahr der
akzeptiert und auf der in Petersburg abgehaltenen Kon= Konflagration heraufzubeſchwören. Dieſe Feſtigkeit kam
ferenz Anfang Mai zum Austrag gebracht wurde, wodurch insbeſondere in der unentwegten tatkräftigen loyalen Un=
Als nach terſtützung zum Ausdrucke, welche uns unſere bewährten
Rumänien in den Beſitz Siliſtrias gelangte.
dem am 30. Mai erfolgten Friedensſchluſſe zwiſchen der Bundesgenoſſen, das Deutſche Reich und Italien,
Türkei und den vier Alliierten die inneren Gegenſätze während der Kriſe angedeihen ließen. Der Dreibund,
zwiſchen den Verbündeten zum zweiten Balkankriege führ= welcher lange vor Eintritt des auf das kommende Jahr
ten, fand Rumänien Gelegenheit, ſeinen trotz unſerer fallenden Endtermins am 7. Dezember 1912 erneuert
wer=
den konnte, hat ſeither Proben ſeines unerſchütter=
Unterſtützung auf der Petersburger Konferenz nur
ungenü=
gend realiſierten Aſpirationen volle Geltung zu ver=ten Fortbeſtandes und ungelockerten
Ge=
ſchaffen. Den Bemühungen Oeſterreich=Ungarns und Ruß=füges gegeben. Mit dem an gewiſſen Balkanfragen
lands, welche von der rumäniſchen Diplomatie unterſtütztgleich uns direkter intereſſierten Königreiche Italien
wurden, iſt es zwar gelungen, einige Härten zu mildern, befanden wir uns in vollſter Uebereinſtimmung, ſo daß
auch überſtand Bulgarien die Schickſalsſchläge, welche es die beiden alliierten Mächte eine Aktion entfalten konnten,
trotz der Leiſtungen ſeiner tapferen Armee erlitt, ohne deren ſolidariſche Durchführung die Intimität der
beider=
innere Erſchütterungen in erfreulicher Weiſe. Immerhin ſeitigen Beziehungen nur noch ſteigerten. Das Deutſche
iſt mit der Neueinteilung des Balkans die von den Ein= Reich war zwar an dieſen Fragen nicht unmittelbar
in=
wohnern erhoffte nationale Befreiung nicht tereſſiert, erbrachte aber neuerdings den Beweis dafür,
überall erfolgt. Größere national geſchloſſene Gebiete daß wir in ernſten Stunden bedingungslos auf ſeing
ſind unter die Herrſchaft fremdſprachiger Nationalſtaaten Bundestreue zählen können. Die erfreuliche
Beſſe=
geſtellt und die vielfach geübten ſummariſchen Aſſimilie= rung der deutſch=engliſchen Verhältnifſe
rungsmethoden ſcheinen geeignet, eine Erregung zu er= mußte auch für die Monarchie von erheblichem Vorteile
zeugen, die einer ruhigen Entwickelung nicht förderlich ſein, und die ſtreng objektire Führung der engliſchen
aus=
ſein kann. Ein Beiſpiel hierfür gaben die ſerbiſch=alba= wärtigen Politik trug weſentlich dazu bei, daß die
zahl=
niſchen Kämpfe. Die ſerbiſchen Uebergriffeauf loſen Schwierigkeiten der Lage ohne ernſtliche
Verſtim=
albaniſches Gebiet, welche die Abſicht verrieten, mung zwiſchen den beteiligten Mächten beſeitigt werden
durch Schaffung eines kait aecompli die ohnehin für konnten. Ich nahm zuver Gelegenheit, darauf hinzuwei=
Albanien ungünſtige Grenze noch mehr dem eigenen Ge= ſen, daß unſere Beziehungen zum Ruſſiſchen Reiche
ſchmack anzupaſſen, veranlaßten uns, in Belgrad erſt während der ganzen Dauer der Kriſe korrekte und
freundſchaftlich, dann kategoriſch die Räumung der wider= freundſchaftliche blieben Die Entwickelunig der
rechtlich okkupierten Gebiete zu verlangen, weil das Vor= Balkanverhältniſſe beſeitigt manchen Anlaß zu
Mißver=
gehen Serbiens einerſeits das neugeſchaffene Albanien ſtändniſſen zwiſchen den beiden benachbarten Mächten.
in ſeiner Exiſtenz bedrohte und andererſeits mit dem An= Sie hat die Reibungsflächen zwiſchen ihnen nicht nur
ver=
ſehen der Monarchie nicht vereinbar war, die Mißachtung mindert, ſondern zeitigte vielfach eine erfreuliche
Ueberein=
eines unter ihrer Mitwirkung zuſtande gekommenen inter= ſtimmung der Auffaſſungen und der Intereſſen, welche für
nationalen Beſchluſſes hart an ihrer Grenze auf die Dauer die zukünftige Entwickelung unſerer Beziehungen nur von
zuzulaſſen. In kluger Einſicht der Unhaltbarkeit ihres beſtem Einfluß ſein kann.
Wie Ihnen bekannt, gibt es keine greifbaren Inter=
Standpunktes willfahrte die ſerbiſche Regierung unſerem
Verlangen wodurch weitere, unſererſeits gewiß nicht er= eſſengegenſätze, die uns von Frankreich trennen.
Wenn zeitweilig einige uns wenig freundliche Stimmen
wünſchte Komplikationen vermieden wurden.
Die Konſtituierung des albaniſchen in der Republik laut werden, ſo findet ſich hierfür kaum
Staatsweſens hat in der letzten Zeit, wenn auch eine Erklärung; erfreulicherweiſe haben wir keinen Grund
langſam und unter Schwierigkeiten, doch erfreuliche Fort= zu der Annahme, daß dieſe Aeußerungen die
Dispoſitio=
ſchritte gemacht. Dem endgültigen Beſchluß der Botſchaf=nen der maßgebenden Faktoren widerſpiegeln. Was
ter=Reunion über die Nordoſtgrenze folgte in der Schluß= unſer Verhältnis zu den Balkanſtaaten anbelangt,
ſitzung vom 11. Auguſt die Feſtſetzung der Südgrenze, ſo werden wir ihnen gegenüber die Pflege
freundſchaft=
wonach Kap Phthelia gegenüber Korfu den einen und licher Beziehungen uns angelegen ſein laſſen und nicht
das Albanien zugeſprochene Gebiet von Koritza den an= minder beſtrebt ſein, ihren ökonomiſchen Bedücfniſſen nach
deren Endpunkt der ſüdlichen Grenzlinie zu bilden haben,! Möglichkeit Rechnung zu tragen. Die territorialen
Ver=
indes die Traſſierung der letzteren ſelbſt einer aus Dele=änderungen haben auch die wirtſchaftliche
Stel=
gierten der Großmächte zuſammengeſetzten Kommiſſionlung der einzelnen Balkanſtaaten uns gegenüber ſehr
anvertraut wurde. Dieſe Kommiſſion, ebenſo wie die zur weſentlich verändert, indem jeder derſelben infolge des
Detailfixierung der Nordgrenze berufene internationale anſehnlichen Wachſens von Territorium und Bevölkerung
Kommiſſion befinden ſich zurzeit an der Arbeit, und es größere Bedeutung für den Warenverkehr ſowie erhöhtes
ſteht zu hoffen daß beide ihre Tätigkeit in nicht ferner Intereſſe vom Standpunkte wichtiger Verkehrsprobleme
Zukunft zum Abſchluß bringen werden. Es iſt zu erwar= gewann. Dem uns benachbarten Königreiche Serbien
ten, daß das junge Staatsweſen, welches in den abge= gegenüber erachten wir die Anbahnung guter
wirtſchaft=
laufenen Monaten unter den allerungünſtigſten Verhält= licher Beziehungen als Unterpfand eines
freundnach=
niſſen ſich am Leben erhalten konnte und den Willen zum barlichen Verhältniſſes. Von unſerer Seite er=
Leben zeigte, nunmehr einer beſſeren Zukunft entgegen= hielt die ſerbiſche Regierung bereits derartige
Mitteilun=
geht, zumal begründete Ausſicht vorhanden iſt, daß auch gen und wir erwarten von derſelben jetzt als Beweis, daß
die hochbedeutſame Fürſtenfrage in allernächſter Zeit ſie auch ihrerſeits ein derartiges Verhältnis wünſcht, jene
eine befriedigende Löſung finden wird.
Eröffnungen, welche zum Eingehen in die detaillierten
Die nach dem ungünſtigen Ergebniſſe des Balkan= Erörterungen der gegenſeitigen wirtſchaftlichen Stellung
krieges bewieſene Vitalität des osmaniſchen zu führen geeignet ſind.
Reiches, welche ſich in der Wiedergewinnung des öſt=
In dieſer Vorausſicht können wir die Hoffnung
aus=
lichen Thraziens mit Adrianopel äußerte, läßt für ſprechen, daß mit der Umgeſtaltung der Balkanhalbinſe
dasſelbe eine Periode der Konſolidierung und des Auf= eine neue Aera in unſerem Verhältniſſe zu den
dorti=
ſchwunges erhoffen, wofür der Wegfall der koſtſpieligen gen Staatsweſen heranbrechen werde, eine Aera des enge=
und ſtets gefährdeten mazedoniſchen Provinz nur förder= ren und lebhafteren wirtſchaftlichen Verkehrs und
ver=
lich ſein kann. Durch den in jüngſter Zeit geſchloſſenen trauensvoller, freundſchaftlicher Beziehungen. Wir wer=
Ausgleich mit Bulgarien, welchem jener mit Griechenland den dieſer Entwickelung am beſten dienen, wenn wir uns
bald nachfolgte wird die Pforte in die Lage verſetzt, ſich politiſch ſtetig konſolidieren und militäriſch ſchlagfertic
den großen Aufgaben der inneren Reorganiſation zu wid= halten. Darüber darf man ſich keiner Täuſchung
hin=
men. Reſumierend möchte ich feſtſtellen, daß die nun= i geben, daß nur einträchtiges, opferwilliges
mehr überwundene lange, ſchwere Kriſe als eine Zuſammenarbeiten uns Macht, Anſehen und ir
hiſtoriſche Notwendigkeit betrachtet wer= der Stunde der Gefahr Sicherheit und Selbſtvertrauen
den muß, welcher entgegenzutreten gewiß nicht unſere geben kann. Dann werden wir ungehindert die Segnun=
Aufgabe war. Während der europäiſche Beſitz der Türkei gen des Frtedens zu wirtſchaftlicher und kultureller
Ent=
nunmehr im großen und ganzen auf deren natürliche und wickelung erwarten können und die ökonomiſchen Schäder
anlagte, aller Falſchheit bare, edle Don Juan offenbart
Freie Literariſch=Künſtleriſche
ſich und Carlos’ Abſicht dem König, um ihn zur freiwilli=
Geſellſchaft.
gen Einſetzung Carlos zum Herrſcher Flanderns zu
be=
ſtimmen, und der falſche Philipp ſagt zu, um deſto ſicherer
„Philipp II.” von Emile Verhaeren.
Carlos der Inquiſition und damit dem Tode zu überlie=
Die Freie Literariſch=Künſtleriſche Geſellſchaft brachte fern. Die Geliebte ſucht den Tod mit Carlos, ſie bekennt
geſtern abend im Mathildenhöhſaale Emile Verhaerens ſich als Ketzerin und ſtirbt mit ihm.
dreiaktige dramatiſche Epiſode „Philipp II.” in der
Der dramatiſche Konflikt iſt in dem Geſagten ohne
Nachdichtung von Stefan Zweig unter der Spielleitung weiteres gegeben. Was Carlos ſinnt. iſt Hochverrat und
Emanuel Stockhauſens zur Aufführung und vermittelte Vatermord. Daß innere Leidenſchaft und Liebe ihn,
ihren Mitgliedern und Freunden damit die Bekanntſchaft den haltloſen, durch Krankheit geſchwächten Geiſt dazu
mit einer intereſſanten Dichtung. Die „Epiſode” kommt zwingt, kann ſein Geſchick nicht ändern; ſein Tod iſt letzten
in ihrer Schilderung des ſpaniſchen Infanten Don Car=Endes folgerichtige Logik, wenngleich damit Philipp II.,
los wohl der Hiſtorie bedeutend näher, wie Schiller in dem Vater, ſelbſt eine furchtbare Schuld erwächſt, für die
ſeinem „Don Carlos”, deſſen Titel ſie allerdings mit glei= er in den Geboten der Kirche — er will dem Heiligen
cher Berechtigung tragen dürfte. Und ſie ſchildert Carlos Vater ein Beiſpiel geben, daß er keine Rückſicht, auch die
Vater, Philipp II. von Spanien, noch grauſamer reli= auf den Sohn nicht, kennt, wenn es gilt, Ketzer zu rich
giös=fanatiſcher und blutrünſtiger wie Schiller, läßt ihn ten — Entſchuldigung findet. Den tiefen, ſchweren, er
den Mord durch die heilige Inquiſition an dem Sohn und barmungsloſen Ernſt des Vorwurfs kann auch der faſt
Thronerben und ſeiner Geliebten, die nicht ſeine Mutter durchweg zutage tretende edle Schwung der Sprache, die
iſt, ſondern dieſer nur ähnlich ſieht wie eine Schweſter in den leidenſchaftdurchglühten Liebesſzenen zwiſchen
und ein Gemiſch von dieſer und der Eboli Naturen ver=Carlos und der de Clermont auch poeſieerfüllt iſt, nicht
körpert, ausführen. Mit Don Carlos furchtbarem Todes= mildern.
Zur Darſtellung hatte man aus der Not eine Tugend
ſchrei und dem ſtummen, faſt abſtoßend wirkenden
Nie=
derknien Philipps an des Sohnes Leiche ſchließt die gemacht und eine Art Stilbühne hergerichtet. Da man
durch das Vorbild des Hoftheaters zur Selbſtilluſion er
Epiſode.
Deren Inhalt iſt übrigens mit dem Geſagten beinahe zogen, beeinträchtigte das die Wirkung nicht. Auch in
erſchöpft. Don Carlos, aus tückiſcher ſeeliſcher Krankheit bezug auf die die Bühne beherrſchende Dunkelheit hatte
geneſen, erwacht durch die Gluten der Liebe zur Comteſſe man ſich dem Vorbild der Hofbühne angepaßt. Doch
ent=
de Clermont, „berauſcht an ſich ſelber”, erfüllt vom Taten= ſprach der etwas düſter=ernſte Rahmen, den die
Auffüh=
drange und Herrſcherwillen, beginnt ſeinen Vater, den rung dadurch erhielt, der Sprache und dem Inhalt des
König, zu haſſen, weil er ihm die Flandernſchen Provin= Dramas. Ein unheilſchwangerer Geiſt, zum Leben
er=
zen vorenthält und den Herzog Alba als deren Beherr= weckt und — zum Töten berufen durch die unerbittlich
ſcher einſetzt. Carlos beſchließt Gewalttaten gegen den ſtrenge Herrſchaft der in der Inquiſition das letzte
Macht=
königlichen Vater und beſtimmt ſeinen Jugendgeſpielen mittel erblickenden römiſchen Kirche, die in Spaniens zwei.
und Freund Don Juan d’Auſtria (Schillers Poſa) ihm tem Philipp ein gefügig Werkzeug fand, ſchwebte über dem
zu helfen, daß er nach Flandern gelange Der ideal ver= Ganzen.
Nummer 281fhanmer 28
1913.
wieder wettmachen, welche die völkergeſchichtliche Ur=
Kaiemn
zung an unſeren Grenzen naturgemäß zur Folge he
Mider u0 wa
* Wien, 19. Nov. Die Ausſchüſſe der li
gationen nahmen das Expoſé Berchtolds bei
entgegen. Im Namen der Ungariſchen Delegation ſp
der Vorſitzende dem Miniſter des Aeußern den tiefg=
Stadtwel
ten Dank für das außerordentlich inhaltsreiche, in
Richtung orientierende Expoſé aus.
leie geilem de.
Empfang der öſterreichiſch=ungariſen i ene erftenlich
Delegationen durch den Kaiſer. Er Täherſchaft
* Wien, 19. Nov. Heute mittag hat in der Hohſſt die unglaublt
der feierliche Empfang der Delegationen ſtattgefunſtzüter als 9 Liſt
Bei dem Empfange der öſterreichiſchen Delegiſſtn Beiſe
Leein=
ten in der Hofburg durch den Kaiſer hielt der Präſal ilung des
der öſterreichiſchen Delegation, Leo, eine Anſprac” die erſte
in der er die Solidarität aller Völker
hählen fertig.
Monarchie in den Gefühlen für die erhabene
des Herrſchers betonte und erklärte: Die allgemeine Mncc= u das Zählge
zeugung, daß das mächtige Oeſterreich=Ungarn=
IMK, über
ſtärkſte Gewähr des europäiſchen
Fried=
bilde, kam gerade in der letzten Zeit klar zum Bemiſtchevormittag ſor
ſein, wo durch die Weisheit und Friedensliebe des=ln zur
Stund=
ſers der Ausbruch blutiger Verwickelungen verhütet w=rſten, daß die n
Nur durch die Verwirklichung des Prinzips der Gerestührenltat nichts
keit und der nationalen Gleichberechtigung könnten
Iel in Frage ion
Bedingungen der notwendigen Stabilität und
Weite=
wickelung in den Balkanländern, denen Oeſterreich=Unzcſähdaten hinzug
die beſte Zukunft wünſche, geſchaffen werden. MitBaln Saalbau ein
digung dürfe man hinweiſen, daß Oeſterreichs Polit
Bosnien und der Herzegowina auf dieſem Prinziſtt des V
gebaut ſei. Der Redner wies mit inniger Genuamiſfl.
auf die Opferwilligkeit hin, mit der alle KreifeMesgeſamt wur
Bevölkerung während der jüngſten Kriſe freudig untes
Fahnen geeilt ſeien. Oeſterreich=Ungarn ſei auch derſch
die Natiot
fertigen Armee zu aufrichtigem Danke verpflichten
durch ihre anerkannte Kriegstüchtigkeit zu einer friedlaädiln
Löſung der drohenden Verwickelungen beigetragen die Fortſch
Der Redner ſchloß mit einer begeiſtert aufgenommangstzpartei
Huldigung für ſeine Majeſtät, den Hüter und Schimmen
Mäh die Sozi
Friedens und gütigen Vater ſeiner Völker.
Bei dem Empfange der UngariſchensdAlmen
gation verwies der Präſident Baron Lanai
die Vere
Anſprache auf die Balkanere igniſſe undesirlsvereine
Wir werden prüfen, inwiefern die von der Regierun
folgte Politik den Intereſſen des Vaterlandes, deil den Bezir
nes und insbeſondere jenen zweifellos großen Opfenrd=Oſt
ſprochen hat, mit denen der bewaffnete Friedeil den Bezit
laſtet hat. Redner drückte ſeine Freude darüber arhildenhöhe
dank der Weisheit Sr. Majeſtät der Krieg ver
den worden und konſtatierte, daß der Dreibundfür den Hau
in dieſer ſchweren Zeit eine Garantie dessrein
päiſchen Friedens und der Großmachtſtellm
Eir den Miete
Monarchie geblieben ſei und es gleichzeitig ermöür das Zen
daß das Verhältnis Oeſterreich=Ungarns zu den Abl
europäiſchen Ländern ein innigeres wurde. Rednern
mit begeiſtert aufgenommenen Eljenrufen auf den Die Zahl de
Seitens der Oppoſition war nur das Mahsb im Jahre
hausmitglied Prinz zu Windiſchgrätz erſchien
Als der frühere Miniſterpräſident Lukacs vor den 8260 im
bäude der Ungariſchen Delegation ſeinem Automehſtzent im Ja
ſtieg, warf man aus der Menge zwei kleine Paketeäitteien erhielten
ihn. Ein Mann wurde ſofort verhaftet undrwärtigen
Peſter Tierarzt feſtgeſtellt.
Auf die Huldigungsanſprache erwiderte derhſwerechnet 6533
mit der bereits mitgeteilten Thronrede.
mmen für
i die Sozi
* Wien, 19. Nov. Der Mann, der heute
gegen den früheren Miniſterpräſidentenlund geſtern
Nahme der
kacs demonſtrierte, iſt ein Peſter Tierarztſſ
Szerdakely, der bereits im Oktober 1912von 270
legenheit der Delegationstagung im Burghof Lukaie Wahlbeten
Zurufe beleidigen wollte. Heute warf er gegends
mobil, in dem der frühere Miniſterpräſident ſaßdig z. B. 1901
karten und Salz. Die Delegationen empfanden= 57,4 Proze
Unwillen über die Demonſtration.
fdie einzeh
netn Sim,
en Zeiel au
Literariſches.
hienthaltenſ
„Freude‟. Liturgiſches Weihnachtsſpiellſihllchn
der von Thereſe Köſtlin. 2. Auflage. Mſlücenrich, Kor
Wartburg=Buchhandlung, G. m. b. H., Darmſtl
(inck, heinr.,
ſtraße 21. Das Heſſiſche Kirchenblatt urteilt
Sgeng, Ludi
Feſtſpiel: Es war ein überaus glücklicher Gedanſe ſern
Reellner, 27
feinſinnige in Heſſen aufgewachſene Dichterin, Sheeil
Köſtlin, die Enkelin Geroks, um die Abfaſſung einil Whammann.
nachtsſpiels zu bitten. Das Feſtſpiel iſt frei von ällemAfherbert, V
techniſchen Schwierigkeiten und geeignet, in jeolff. Otto,
meinde, in Stadt und Land durch KonfirmandeMsthönberge
Schüler dargeſtellt zu werden, wo es ſicherlich überallleicſt
große Freude wecken wird. Möge das im Verlag dagAgjuldg, Dr.
ung, jaieh,
Dem trugen die Darſteller, die ſich aus Berufskünſtlhgg
(il, 56.,
und Dilettanten zuſammenſetzten, vollauf Rechnunſgach oſte lbfuß. m
Spiel und in der Diktion. Die Titelrolle lag in den hämt
den des Herrn Emanuel Stockhauſen, der ſeimt
fihert, Kart
Aufgabe in modernem Sinne auffaßte und in der Sprach
eſſert, h.,
jedes Pathos vermied, was hin und wieder allerding
Leben vermiſſen ließ. Er verinnerlichte die finſter=leidens ſ. 8itimgun
ſchaftliche Natur Philipps, und dann reichten ſeine Ausr '2dury, Kon
drucksmittel nicht aus, dieſe an ſich nicht falſche Auffar
ſehpenhei=
ſung zur vollen Wirkung zu bringen. Maja Reubkf
Nel ba
war in den Liebesſzenen gut und in der leidenſchaftlichen
zwar d
Schlußſzene fand ſie große und ſchöne Momente. Dau
und
de=
komplizierten und umfangreichen Aufgabe, die der Carlog
dem Darſteller ſtellt, zeigte ſich Herr Hans von Wolz hülſin Ztimmen,
ogen vollauf gewachſen Seine Verkörperung lieh densch,
Infanten tiefe, glühende Leidenſchaft, die glaubhaft un
kei=
wirkſam zum Ausdruck kam, und er wußte auer yhg. Nächſt
den ſchwankenden, durch Krankheit zermürbten, iit
der vom Geiſte der Inquiſition erfüllten Luſt anz or, t
Hofe Philipps veraifteten nach Befreiung und Hern=n m
ſchaft ringenden Prinzen ſympathiſch und lebenswahll Sſae., Sblig
Kr.
darzuſtellen. Daß er in den Liebesſzenen weiſe Maßh .
und hier den Verſuchungen, die im Charakter der Rolll
und der Sprache liegen, widerſtand, darf ihm als feineg2. A
Verſtändnis und künſtleriſchen Takt angerechnet werdem= Mähr. Iien,
Den Don Juan ſpielte Herr Georg Joeckel mit edled Shid., Koch
Begeiſterung und lebendigem Empfinden. Der finſten=Sah.,
Enan=
fanatiſche Beichtiger des Königs, Fray Bernardo, galr
Herrn Viktor Zobel Gelegenheit, ein hohes Maſn 20. Fingen
Schembz
1s Mck.
künſtleriſcher Begabung zu zeigen. Beide Herren ließe
vergeſſen, daß ſie keine Berufskünſtler ſind. Die kleineren= H n, B.
Rollen des Grafen Feria, des Notars Hovos, des Fraul ſüct. ü5
Hieronimo lagen bei den Herren Heinrich Kredelll
Richard Hammer und Ludwig Will in auten Hän=kk. 2un
Stade=
den. — Das zahlreiche Publikum brachte der Neuheit leb=6
haftes Intereſſe entgegen und zeichnete die Darſteller mitß
M. St.
verdientem Beifall aus.
ner Ahſummer 281.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 20. November
Ftburg=Buchhandlung, Darmſtadt, erſchienene Büchlein
Folge
Zur Lage in Mexiko.
m kommenden Chriſtfeſt in recht vielen heſſiſchen
Ge=
üden und noch weit darüber hinaus zur Darſtellung
Eine Niederlage der Bundestruppen.
jedert
ſigen!
* Waſhington, 19. Nov. Infolge der
Nieder=
lage der mexikaniſchen Bundestruppen bei
Viktoria und der Einnahme der Stadt durch die
In=
ſurgenten wartet jetzt der deutſche Kreuzer „
Bre=
iche, u
Stadtverordnetenwahlen.
men” in Tampico, dem nächſten Hafen, um deutſche
Flüchtlinge an Bord zu nehmen. Der deutſche Kreuzer
* Darmſtadt, 20. November.
Nürnberg” wurde nach Sanblas entſandt, um dort Deut=
Die geſtern vorgenommenen Stadtverordnetenwahlen ſche aufzunehmen, die aus Tepie geflohen waren, ehe die
ungarih)
Stadt von den Inſurgenten eingenommen worden war.
eine erfreuliche Beteiligung von ſeiten der bürger=
* Brownsville (Texas), 19. Nov. Nach dem Be=
Kaiſeran Wählerſchaft zu verzeichnen. Sehr bedauerlich iſt richt des Inſurgentengenerals Gonzeles glich dee
inde die unglaubliche Zerſplitterung, denn es gab nicht Stadt Viktoria einem Trümmerhaufen, als ſie
ſiger als 9 Liſten, die noch dazu in ganz außerordent= Dienstag abend von den Bundestruppen nach zweitägigem
Straßenkampfe geräumt wurde. Hunderte von
Regie=
en delſſhe Weiſe Veränderungen erfuhren, ſo daß auch die rungsſoldaten wurden niedergemetzelt. Der Hof und die
elt der 9
e Anſſtellung des Wahlergebniſſes große Schwierigkeiten Hallen des Regierungspalaſtes ſind mit Leichen dicht be=
Völlſſtete. Die erſten Bureaus waren kurz nach 10 Uhr deckt. Auch der Eigentumsſchaden iſt groß. Viele
Ge=
erhabenzählen fertig, die übrigen zählten bis 2 Uhr. Dann bäude in den Hauptſtraßen ſind durch das Geſchützfeuer
zerſtört oder niedergebrannt worden.
algemeiſade das Zählgeſchäft in drei Bezirken, dem IX., XVI.
eich=Unge
* Neu=York, 19. Nov. Nach einem Telegramm
en KIX., überhaupt abgebrochen und wird aus Brownsville in Texas hat der
Inſurgenten=
zunvormittag fortgeſetzt werden, ſo daß ein endgültiges führer Gonzales die Stadt Victoria
eingenom=
ensliebemlligt zur Stunde noch nicht feſtſteht. Es iſt aber anzu= men und die Garniſon bis auf den letzten Mann
niedergemacht. Gonzales meldet, daß dieſe Schlacht
n verhmſaſhien, daß die noch ausſtehenden drei Bezirke an dem die blutigſte in der ganzen Revolution geweſen ſei.
ips der
ung knkſultat nichts mehr ändern. Soweit ungeſtrichene
l in Frage kommen, haben wir ſie den betreffenden
* Neu=York, 19. Nov. Nach einer Depeſche aus
eſterödaten hinzugerechnet. Erfreulich prompt arbeitete Mexiko erklärten die Freunde Huertas, daß dieſer
n.
im Saalbau eingerichtete ſtädtiſche Wahlbureau unter eine Intervention für wahrſcheinlich betrachte.
reichs
Geſtern erließ er an die Gouverneure der Einzelſtaaten
em Prnſälung des Wahlkommiſſars, Herrn Stadtſekretär
Befehle, unverzüglich die Zahl der Soldaten anzugeben,
Iſe 1.
er Gen
die ſie bis Donnerstag, dem Tage der Eröffnung des
Kon=
alle
Iisgeſamt wurden Stimmzettel abgegeben:
greſſes, bereitſtellen können. Nach einer amtlichen
Ver=
eudig
Ungeſtrichen Geſtrichen Insgeſamt ſion ſollen dieſe Befehle eine Folge des jüngſten Dekrets
auchd
zur Heeresvermehrung auf 150000 Mann ſein.
die
Nationallibe=
verpf
* Waſhington, 19. Nov. Bei dem Staatsdevar=
1936
3293
tement ſind Meldungen eingelaufen, nach denen der
Auf=
len
1357
ien
ſtand in Mexiko im Norden, Süden und Oſten des
die Fortſchrittliche
Landes ſich raſch ausbreitet. Alle Häfen und
457
*968
Pkspartei
511
Eiſenbahnen zwiſchen Tampico und Victoria ſind
zer=
die
Sozialdemo=
ſtört. Die Verbindungen im Norden Victorias ſind voll=
3406
ſtändig unterbrochen.
554
2852
ſſen . .
* Barbados, 19. Nov. Die hier liegenden
eng=
die Vereinigten
liſchen Kreuzer erhielten den Befehl, ſich unver=
417
Birksvereine
172
245
züglichnach Veracruz zu begeben. Sie fuhren um
den Bezirksverein
Mitternacht ab.
78
45
* London, 19. Nov. Wie das Reuterſche Bureau
33
ſrd=Oſt
amtlich erfährt, ſind zweiengliſche Kreuzer nach
den Bezirksverein
den mexikaniſchen Gewäſſern entſandt worden,
104
hildenhöhe . .
217
113
um im Notfalle engliſche Untertanen zu ſchützen.
r den Hausbeſitzer=
201
528
Lrein
327
Letzte Nachrichten.
586
206
r den Mieter=Verein 380
445
143
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
U das Zentrum
302
* Berlin 19. Nov. Die Nacht zum Bußtag und die
Zerſplittert 86
erſten Tagesſtunden brachten hier ſehr ſtürmiſches
diee Zahl der Wahlberechtigten betrug 15332, gegen
Wetter; mittags wurde ein kurzes Gewitter beobachtet.
im Jahre 1910, die der Wähler hiernach 10024, Nach einem abermaligen heftigen Regenſchauer wurde um
t —260 im Jahre 1910, das ſind 65 Prozent, gegen 59 2 Uhr das Wetter ſtiller und klar.
* Neues Palais bei Potsdam, 19 Nov. Zu der heu=
Pent im Jahre 1910. Die vereinigten bürgerlichen
tigen Frühſtückstafel bei dem Kaiſerpaar waren ge=
Pflrien erhielten 1910 zuſammen 3863 Stimmen. In der laden dee ruſſiſche Miniſterpräſident Kokowtzow, der
deſwärtigen Wahl würde dieſe Stimmenzahl zuſam= ruſſiſche Botſchafter Swerbejew, der ruſſiſche Wirkliche
Miſſerechnet 6532 betragen, alſo ein Mehr von 2590 Staatsrat Dawydow, der ruſſiſche Generalmajor Tatiſch=
Snmen für die Bürgerlichen. Dagegen er= tſchew, der ruſſiſche Kollegienrat Dorlias, der
Reichskanz=
ler, der ſtellvertretende Staatsſekretär des Auswärtigen
An die Sozialdemokraten 1910 zuſammen Amtes Unterſtaatsſekretär Zimmermann, der Chef des
und geſtern nur 3406 Stimmen, das iſt trotz der Generalſtabes Generaladjutant General der Inſanterie
hme der Wahlberechtigten ein Weni=v. Moltke, und die Umgebungen des Kaiſerpaares.
* Stuttgart, 19. Nov. Die württembergiſch=badiſche
von 270 Stimmen.
Genoſſenſchaft des Johanniterordens hielt hier
ie Wahlbeteiligung war ſtärker, wie je zuvor. Sie heute unter dem Vorſitz des Fürſten zu Hohenlohe=
Lan=
z. B. 1901 — 53 Prozent, 1904 — 53,7 Prozent, genburg einen außerordentlichen Rittertag ab.
der ſich mit der Erweiterung des großen
Johanniterkrau=
es 57,4 Prozent.
kenhauſes in Plochingen beſchäftigt.
Af die einzelnen Kandidaten entfielen die nachſtehend
* Wien, 19. Nov. Im Einlaufe des
Abgeord=
eneten Stimmen. In den Zahlen ſind die geän= netenhauſes befindet ſich eine Interpellation,
en Zettel aus den Bezirken IX, XVI und XIX die von faſt ſämtlichen Mitgliedern des Deutſchen
Natio=
nalverbandes unterzeichnet iſt. Darin wird gegen die be=
Mlenthalten:
abſichtigte Fuſionierung der Alpinen Montangeſellſchaft
9189 Stimmen
Penrich, Konrad, Stadtv.
und der Prager Eiſeninduſtrie=Geſellſchaft als für die Be=
9039
inck, Heinr., Stadtv.
völkerung und die Eiſen verarbeitenden Induſtrien ſchäd=
,
lich, Stellung genommen und der Miniſter des Innern ge=
8415
aeng, Ludw., Stadtv.
,
fragt, ob er im Einvernehmen mit den anderen kompeten=
Moellner, Dr. Ludw., Stadtv. 5979
,
ten Zentralſtellen dieſer Fuſionierung ſeine Zuſtimmung
Pammann, Ldw., Techn. Reviſor
5728
„
zu verweigern geneigt ſei.
Perbert, Val., Obertelegr=Sekr. 5514
* Peſt, 19. Nov. Fünftauſend Arbeiter der
,
Steinbrucher Waggonfabrik Ganz, A.=G., ſind
5097
Polff, Otto, Kaufmann
,
in den Ausſtand getreten. Die Direktion entließ vor
chönberger, Fried., Schloſſer 4881
,
einigen Wochen 46 Drechſler, worauf die Drechſlerwerk=
4762
Fulda, Dr., Heinr., Stadtv.
,
ſtätte boykottiert wurde. Die Direktion ſtellte fremde Ar=
Wung, Jakob, Lehrer
beiter ein; einer davon ſchoß einen organiſierten
4730
,
4710
Melp, Hch., Geſch.=Führer
,
Wetter.
4599
te lbfuß, Wilh., Kaufmann
,
Ausſichten in Heſſen für Donnerstag, den 20. Nov.:
4487
Mir tzert, Karl, Dipl.=Ing.
,
Wechſelnde Bewölkung, vorwiegend trocken, etwas kühler,
4372
Weſſert, v., Aug., Rentner
,
lebhafte weſtliche bis nordweſtliche Winde.
Aittmann, Ludw. Phil., Stadtv. 4372
Mhaury, Konr., Zimmermeiſter
4112
,
Stimme aus dem Volke!
Weppenheimer, Gg., Reſtaurat. 3971
Auf Verordnung des Arztes trank ich Bioſon zur
Kräf=
ſieſe 17 Herren dürften als gewählt zu betrachten
tigung bei nervöſen Verdauungsbeſchwerden und bin mit
ſAund zwar die erſten 14 auf 9 Jahre, der 15. auf 6 dem Erfolg äußerſt zufrieden. Der Appetit beſſerte ſich raſch
und der 16. und 17. auf 3 Jahre. Da die nächſt= und die Nerven wurden merklich geſtärkt. L. Quentzler,
höllen Stimmenzahlen aber dicht anſchließen, ſind Aen= Stuttgart, Schulſtraße 14. Unterſchr. beglaubigt: 10. 5. 13.
Gerichtsnotar Joos. Bioſon, großes Paket (ca. ½ kg)
gen keineswegs ausgeſchloſſen.
3 Mk. in Apotheken, Drogerien. Verlangen Sie vom
Bioſon=
ie Nächſthöchſtbeſtimmten ſind die Herren: Mark= werk, Frankfurt a. M Gratisprobe u. Broſchüre. (III,24177
wälſt mit 3967 Stimmen, Hütſch mit 3964 Stimmen,
Z
Srp mit 3892 Stimmen, Knoblauch mit 3877 Stim=
ie 2 6
H
6
MK aßlick mit 3873 Stimmen, Bornmann mit 3839
A
inen, Krug mit 3623 Stimmen, Berthold mit 3515
Trauer-Kleider, Tauer-Losfümg
inen, Aßmuth mit 3498 Stimmen, Alwin May mit
297/450
immen, Ernſt mit 3438 Stimmen, Maurer mit 3344
Trauer-Blausen,Trauer-Röcke ha
inen, Koch mit 3128 Stimmen, Leyerzapf mit 2494
(
inen, Engmann mit 2111 Stimmen, Möſer mit 2005 Phoch
Trauer-Mäntel, Trauer-Stoffe
Sinen, Finger mit 1511 Stimmen, Lutz mit 1207 Stim=
In reicher Ausmahl!
MSchembs mit 1154 Stimmen, Niemann mit. 1033
nen, Bopp mit 926 Stimmen uſw. Insgeſamt waren Anderungen safart! Shr
Mandidaten aufgeſtellt. Die amtliche
Ver=
igung des Wahlreſultats findet heute nach= i ihn
Gebr. Häslein.
mltz üm Stadthauſe ſtatt.
9.
A.
Ludmigsplatz.
360
e
9
H
Seite 7.
1913.
Arbeiter nieder. Der Arkeiter wurde verhaftet,
jedoch vorläufig wieder auf freien Fuß geſetzt. Als er
heute wieder in der Fabrik erſchien, traten die Arbeiter in
den Ausſtand. Sie fordern die Wiedereinſtellung der 46
Entlaſſenen und die Entlaſſung aller Streikbrecher.
* Peſt, 19. Nov Der Ausſtand in der
Waggon=
fabrik Ganz, A.=G., wurde beendet, nachdem drei
Streikbrecher entlaſſen worden ſind. Die 46 ausgeſperrten
Arbeiter ſind von der Fabrikleitung wieder eingeſtellt
worden.
* Paris, 19. Nov. General Faurie hat heute
dem Kriegsminiſterium die von ihm gegen den
General=
ſtabschef Joffre und den General Chomer erhobene Klage
überreicht.
* Paris, 19. Nov. Wie aus Madrid gemeldet wird,
hat General Eyler der neuen konſervativen Regierung
ſein Enklaſſungsgeſuch als Gouverneur von Catalonien
überreicht, da er der liberalen Partei angehört.
Paris, 19. Nov. Heute vormittag ſand in der
Ge=
gend von Montmorency ein Säbelduell zwiſchen dem
bulgariſchen Leutnant Torcon und Georges
Breitt=
meyer ſtatt, welcher die Herausforderung Torcons an
den Schriftſteller Pierre Loti übernommen hatte. Es
wurden ſechs Gänge ausgefochten. Torcon erhielt zwei
tiefe Wunden an der rechten Hand und der rechten Bruſt.
* Lens, 19. Nov. Nach neueren Meldungen beträgt
die Geſamtzahl der ausſtändigen
Grubenarbei=
ter etwa 15000.
* Bukareſt, 19. Nov. Die ruſſiſche Abordnung,
die geſtern von dem König in Sinai empfangen wurde,
iſt abends zur Einweihung des
Suwardwdenk=
mals nach Plaineſti abgereiſt.
* Madrid, 19. Nov. Die Zeitung Liberal teilt mit,
daß die Gebrüder Mannesmann der ſpaniſchen
Regierung den Vorſchlag unterbreitet haben, mit
deut=
ſchem und ſpaniſchem Kapital eine Geſellſchaft zur
Erfor=
ſchung und Pazifizierung der ſpaniſchen Marokkozone zu
gründen.
* London, 19. Nov. Der Generalpoſtmeiſter empfing
eine Abordnung von Poſtbeamten, denen er
mit=
teilte, daß die geforderte Lohnerhöhung von 15
Prozent nicht bewilligt werden könne, doch
werde ſofort eine gewiſſe Lohnerhöhung im
Geſamtbe=
trage von fünfviertel Millionen durchgeführt. Die
haupt=
ſächlichen Zugeſtändniſſe finden auf die Angeſtellten
An=
wendung, deren Wochenlohn, ſofern ſie in London
be=
ſchäftigt ſind, nicht 35 Schilling, ſoweit ſie anderwärts
be=
ſchäftigt ſind, nicht 30 Schilling überſteigt.
* Petersburg, 19. Nov. Die Zahl der in den
Aus=
ſtand getretenen Fabrikarbeiter iſt auf
65000 geſtiegen. Durch den Ausſtand wird dagegen
proteſtiert, daß gegen Arbeiter der Buckowerke ein Prozeß
eingeleitet worden iſt, weil ſie die Arbeit eingeſtellt
hat=
ten. Der Prozeß ſteht heute zur Verhandlung.
* Konſtantinopel, 19. Nov. Seit einigen
Ta=
gen ſind vereinzelte Fälle von Cholera gemeldet
worden. Geſtern wurden zwei neue Vorfälle in den
Vor=
ſtädten gemeldet.
* Huelva, 19. Nov. 4000 von den in Rio=Tinto
ausſtändigen Bergarbeitern haben heute morgen
die Arbeit wieder aufgenommen.
H. B. Berlin, 19. Nov. Der Kauf der
Voſſi=
ſchen Zeitung durch den Verlag von Ullſtein
u. Co. iſt nunmehr perfekt geworden. Zu dem Preiſe von
5½ Millionen Mark geht die Voſſiſche Zeitung mit ihrem
Grundſtück zum 1. April in den Beſitz des Hauſes Ullſtein
über. Die jetzigen Verleger hatten vor zwei Jahren 7½
Millionen Mark bezahlt.
Von der franzöſiſchen Kammer.
* Paris, 19. Nov. Die Budgetkommiſſion
hat mit 18 gegen 13 Stimmen den Vorſchlag Augagneur
angenommen, der dahin geht, die Diskuſſion über
die Anleihe ſtrikte auf die außerordentlichen
Aus=
gaben zu beſchränken, während die aus dem Defizit
her=
rührenden Ausgaben beiſeite gelaſſen werden. Dadurch
würde die Anleihe auf 900 Millionen kommen.
* Paris. 19. Nov. Unter einſtimmiger Ablehnung
der Erbſchaftsſteuer hat die Steuerkommiſſion im
Prinzip eine jährliche perſönliche Kapitalſteuer
angenommen, welche ſie bald im Einverſtändnis mit
der Regierung einer Prüſung unterziehen wird.
Briekſtalten.
O. B. in C Das Schloß Büdesheim in Oberheſſen
gehört der Familie des Grafen Oriola. Vgl.
Kunſtdenk=
mäler des Großherzogtums Heſſen, Kreis Friedber-.
S. 12 ff. Die Frage nach den in der Darmſtädter Gegend
vorhandenen Schloß=, Villen= und Burgbeſitzungen kann
in dieſer Allgemeinheit nicht beantwortet werden, zumal
der Ausdruck „Gegend” viel zu allgemein iſt. Im
übri=
gen ſei auf Reiſehandbücher, wie Bädecker oder Windhaus,
Odenwaldführer ſowie etwa auf Woerls Führer von
Darmſtadt verwieſen.
2
2en
We
9o
II.24180)
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 20. November 1913.
Nummer 281
Familiennachrichten.
Dankſagung.
Shgunnanannannaannnannannaunannan
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Gec
385
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme=
a es uns nicht möglich
bei dem Hinſcheiden meiner lieben, unvergeßlichen
Eichbergs Nachfolger
3s
Mutter
(242100
„ D ist, für die vielen Ehr-
Inh. . H. Eck. Leinen u. Wäsche.
Frau Elise Hartmann Wwer
Is ungen und Blumenspenden
6
Obere Wilhelminenstrasse 29.
geb. Kamberger
2
anlässlich unserer Silbernen
ſage ich Allen meinen tiefgefühlten Dank.
(5
Hochzeit jedem Einzelnen zu
Damen-Wäsche eisner Anferti-
C.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenens
danken, so sprechen wir auf
gung,
Anna Hartmann.
aus bekannt guten Stoffen.
diesem Wege Allen unseren
Darmſtadt, den 19. November 1913.
TAG-HEMDEN
herzlichen Dank aus.
mit aufgearbeiteten Stickereiresten
½
W
Stück: 1.90, 2.00, 2.25, 2.50, 3.00, 3.75
Monetelender,
Anton Ettling u. Frau
Donnerstag, 20. November.
C
Gastwirt.
(24168
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Endet
„ 24224)
8
10½ Uhr (Ab. A): „Der Troubadour”
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
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Für die liebevollen, wohltuenden
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„Straßburg” und Linienſchiff „König Albert”
der Thronbeſteigung König Ludwigs III. von
Beweiſe herzlicher Teilnahme beim
Obere Elisabethenstr.
der König in dem Prunkwagen Ludwigs II.a
Fahrt zur Eidesleiſtung. — Profeſſor Charles Riche
Hinſcheiden unſeres lieben Sohnes
empfiehlt:
von der Pariſer Univerſität erhielt den Nobelpreisſ
Leinen und Halbleinen in allen Breiten
ſprechen wir hiermit unſeren tiefge=
Medizin, Profeſſor Alfred Werner von der Zü
Univerſität den für Chemie — Die franzöſiſche
und Qualitäten. Tischtücher und
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fühlteſten Dank aus.
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redaktionellen Teil: Max Streeſe; für den Inſeralätc
Ludwigſtraße 15.
Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem Geſ
auf Wunsch.
leben: Haus Heitz, ſämtlich in Darmſtadt. —n
redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
Fernspr. 728.
Gegr. 1861.
Darmſtadt, den 18. Nov. 1913.
„Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren.
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträglichen
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte wer
(23174a
zurückgeſandt.
See. eren
ersetzen und ergänzen
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Markt2
4
[ ← ][ ][ → ]
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 20.
Seite 10.
Bauarbeiten.
Verſteigerungs-Anzeige.
Die bei Erbauung eines
Ver=
walterhauſes und eines Krema=
Donnerstag, den 20. Novpr. 1913, nachm. 3 Uhr,toriums auf dem neuen Friedhof
verſteigere ich im Saale Rundeturmſtraße 161vorkommenden Glaſerarbeiten und
Linoleumlieferung, ſowie die
Draht=
öffentlich gegen Barzahlung:
geflechtarbeiten der Einfriedigung
a) Fortſetzung der Zigarren=Verſteigerung gemäß ſollen vergeben werden.
Bedingungen liegen bei dem
§§ 1228 bis 1249 B6B.;
unterzeichneten Amte, Grafenſtraße
b) um 4 Uhr zwangsweiſe beſtimmt: 1 Partie Likör: Nr. 30, Zimmer Nr. 9, offen.
c) vorausſichtlich: 1 Pianino, 2 Büfetts, 2 Diwans, 3 Sofas, Angebote ſind bis
4 Seſſel, 4 Trumeaux, 8 Vertikos, 3 Spiegel=, 2 Bücher=, Mittwoch, 26. November 1913,
vormittags 10 Uhr,
4 Kleider= und 2 Salonſchränke, 2 Tafelſervice, 1 Partie
(24066id
Teppiche und Läufer, 1 Landauer, 1 Viktoriawagen, 1 Partie einzureichen.
Darmſtadt, 17. November 1913.
Schieferſteine, 80 Zementrohre uſw.
Stadtbauamt.
(24159
Darmſtadt, den 19. November 1913.
Buxbaum.
Thüre, Großh. Gerichtsvollzieher,
In unſer Handels=Regiſter,
Ab=
teilung A, wurden folgende Ein=
Bleichſtraße 9.
träge vollzogen:
Am 10. November 1913.
Za
Hinſichtlich der Firma:
10
Heinrich Henkel & Co.,
Greß. Kreiwilnger Tobel verkaur
Darmſtadt.
— im Auktions= und Möbelhaus
Geſchäft und Firma ſind auf
Telephon 1774 Bleichstrasse Nr. 1 Telephon 1774. Carl Heinrich Haeling,
Garten=
architekt, in New=York, Franz
Täglich ununterbrochen geöffnet.
(24195
Haeling, Blumenbinder und De=
Im gefl. Auftrage zu Versteigerungspreisen:
korateur, und Johanna Müller,
Speiſezimmer: Büfett und Kredenz (ſchwer eichen);
Blumenbinderin, beide in Darm=
1 Herrenzimmer: Bücherſchrank (3teil.), Diplomat m. Zügen (eich.). ſtadt, als perſönlich haftende Ge=
1 Pianino, 1 kl. Kaſſenſchrank, 1
Schreib=
ſellſchafter übergegangen.
Einzelne Möbel: maſchine, 3 Bücherſchränke (eich. u. 1 in
nußb.), 1 ar. Büfett, 4 kl. u. 1 gr. Trumeau=Spiegel m. geſchl. Die offene Handelsgeſellſchaft
Glas, 1 Diwan u. 1 Sofa m. je 2 Seſſel, Diwan, Chaiſe=hat am 1. November 1913
be=
gonnen.
longnes, 2 Seſſel u. 1 Pfeilerſchränkchen (mahag.), 1 Auszieh= Der Uebergang der in dem
Be=
tiſch m. 6 Einlagen, Stühle, Kleiderſchränke (ein= u. zweittr.), triebe des Geſchäfts begründeten
Diplomaten=Schreibtiſche, Kinder=Betten, 2 eg. u. einz. pol. Verbindlichkeiten und Forderungen
Betten, Federbetten, Roßhaar= u. Wollmatratzen, 1 vollſt. lack.
iſt bei dem Erwerbe des Geſchäfts
Bett u. Kleiderſchrank (zweitür.), 2 große Teppiche, Spiegel,durch
Damenreitſattel, Kinderpult u.=Stühlchen, 2 Waſchmaſchinen
1. Carl Heinrich Haeling,
„Volldampf”, Petroleum=, Gas= u. elektr. Lüſter u. Oefen und
2. Franz Haeling,
vieles Ungenannte.
3. Johanna Müller
Schränke, Truhen, Pult, Kommode u. Spiegel
Antike Möber. (Kirſchbaum), eingel. Schränkchen, geſchnitzte ausgeſchloſſen.
Am 11. November 1913.
Stühle, Zinnteller uſw.
Neu eingetragen die Firma:
Auktionator und
Gebrſder Jſaak, Darm=
Johannes Krummeck,
ſtadt.
Taxator.
Annahme von Verſteigerungen, Verkäufen u. Taxationen. Inhaber: Ludwig Iſaak, geb. 31.
Dezember 1894,
Sally Jſaak, geb. 10.
Juli 1903, beide in
Darmſtadt.
Neuer Osthafen, Frankturt a. Mu.
Die offene Handelsgeſellſchaft
hat am 10. September 1913 be=
Siſen=Inäustnie Ainlagen,
gonnen.
im Osten
Hinſichtlich der Firma:
alg
2247
Der ſtadtſ.
K. F. Bender, Darmſtadt.
Geſchäft und Firma ſind auf
Georg Bender und Karl Friedrich
Bender, beide Buchdruckereibeſitzer
in Darmſtadt, als perſönlich
haf=
tende Geſellſchafter übergegangen.
Die offene Handelsgeſellſchaft
hat am 1. Auguſt 1913 begonnen.
Am 13. November 1913.
Hinſichtlich der Firma:
Ph. Jacobi IV., Darm=
(24169
ſtadt.
Die Firma iſt erloſchen.
Darmſtadt, 18. November 1913.
Itt
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
le
4a
L
e
Bekanntmachung.
Im Jahre 1914 erfolgen die Ver=
Verkauf u. Vermietung von Industriegelände u. Lagerplätzen.
öffentlichungen der Einträge:
Plätze mit eigenem Ufer am Wasser. Modernste Kraneinrichtungen.
1. aus dem Handelsregiſter in
Alle Plätze mit Gle sanschlüssen und alle Strassen mit Kanal,
der „Darmſtädter Zeitung”
Wasserleitung, elektrischen Kabeln, Telephonleitungen,
Feuer-
im „Darmſtädter Tagblatt‟
meldeleitungen usw. Nahe Lage zum Ostbahnhof und zur Stadt,
ſowie im „Deutſchen
Reichs=
gute Strassenbahnverbindungen. Alle Ufer und Plätze hochwasserfrei.
anzeiger”;
Hafen auch als Sicherheits- und Ueberwinterungs-Hafen ausgebildet.
2. aus dem Genoſſenſchafts=
Günstiger Untergrund. Leichte Arbeiterbeschaffung.
regiſter im „DeutſchenReichs=
Verkaufspreise von 15 Mk. pro qm aufwärts mit Einschluss
anzeiger” und in der „
Darm=
der Strassenfreilegung, Herstellung der Strassen und der Gleise.
ſtädter Zeitung”. (24217
Erleichterte Zahlungsbedingungen.
Darmſtadt, 17. November 1913.
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Großherzogliches Amtsgericht II.
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Pfungſtad
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[ ← ][ ][ → ]
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Eine
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10, 1.45
00, 80
35,
e
ine
Umtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
fe123.
1913.
Donnerstag, 20. Nabenber.
III. Ziegenböcke.
die Großherzoglichen Bürgermeſtereien des Kreiſe,
e
gee
Nachſtehend teilen wir Ihnen eine Zuſammenſtellung der Ergebniſſe der im laufenden Jahre
*
ſetnef
Name Name
2
der Körkommiſſion vorgenommenen Beſichtigungen mit. — Folgende Faſelwärter wurden für
des
Haltung und Fütterung der Tiere mit Prämien bedacht: 1. Heinrich Maurer, Arheilgen,
Ss
Bemerkunger
Gemeinde des des
Burger, Ober=Ramſtadt, 3. Ludwig Rau IV., Pfungſtadt, 4. H. Heß IV Weiterſtadt,
Bockes
68
5
hernrich Schneider, Beſſungen, 6. Daniel Römer, Darmſtadt, 7. Heinrich Kölſch, Eberſtadt, D
Halters
am Wannemacher, Erzhauſen, 9. Valentin Roth, Eſchollbrücken. 10. Phil. Reitz, Gräfenhauſen,
Wärters Jahre 3
ies
Eduard Morgenroth, Griesheim, 12. Georg Strauch, Hahn, 13. K. Laumann, Meſſel,
. Walter, Nieder=Ramſtadt, 15. Fr. Emich, Roßdorf, 16. Friedrich Joſt, Wixhauſen.
(—2
1 Arheilgen
2½Saanenlweißl1.
2 11—
Gemeinde Heinr. Maurer
(23796
Darmſtadt, den 6. November 1913.
5 1—
211—
rheilg
,
,
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
1—211—
,
,
,
J. V.: Dr. Reinhart.
1—21—2
5
1—
1—2
,
31
Alebniſſe der Beſichtigungen der Bullen, Eber u. Ziegenböcke im Jahre 1913.
—21.
5
511.
Abemerkungen: Die Note 1 bedeutet „ſehr gut”, die Note 2 bedeutet „gut”, die Note 3
—2
1
1—
1ie
1
2
bedeutet „mittelmäßig”, die Note 4 bedeutet „gering”.
1—2)
2 1.
1
:
3
1—2
I. Bullen.
10
3
,
,
11
1—2
f2 .
,
„
1—2
12
Name Name des
*
:
Abſtammung,
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Bemerkungen13
emeinde
Bullen=
Farbe
1½
14 Braunshardt Joh. Müller
—
Raſſe
e
Bullen= wärters
* (5
6
2—3
15
65
30
halters
(5s
Darmſtadt
Arheilgerſtr. Gemeinde Daniel Römer
,
Arheilgen Gemeinde H. Maurer (3½ Simmth. Reinz. rotſcheck (2.311-2/1-21 1
,
,
2 1.211.21 1 DieKlauen ſind
gelbſcheck
1
,
,
,
2 1-21.2 1 auszuſchneiden
Simmenth. Kreuz.) „
,,
,
1 1
,
,
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1½
2 11-21-2
1 1
,
„
,
,
2
22
Akaunshardt G. Schmidt
Simmth. Reinz.) „
Darmſtadt
Ar
—
Oehlenschläger
223 (2.3
,,
H. Schneider
Beſſungerſtr. „
Limſtadt
,
Arheilgerſtr. Gemeinde D. Römer (1½
2111
1½
,
,
Simmenth. Kreuz.
11
H. Schneider 3
Beſſungerſtr. „
,,
*
1
rotſcheck
,,
„
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(1.211.2
Eberſtadt
Fr. Kölſch
gelbſcheck
26) Eberſtadt
Fr. Kölſch
,
1½
2 (1.211.2
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,,
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Ad. Wannemacher 15¼ Simmth. Reinz.
2 1-2/1.2 1
2
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,
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,
1
2 11.211.2) 1
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,
2111
Val. Roth.
1
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1
,
,
3¼Simmenth. Kreuz.
32
,
,,
,
2
21
Eich
Simmth. Reinz.
Ph. Dickler
,
33
Eich
Ph DieklerlV.
Simmth. Kreuz.
1—2
ifenhauſen Gemeinde Ph. Reitz
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Erzhauſen Gemeinde Ad. Wannemacher
1
1—
,
„
,
,
jemac
,
,,
1—
,
,,
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2 (1.2/1-211.2
Ed. Morgenrothl2Simmth. Reinz.
1—2
briesheim
1
,
2 (1.2/1.2/1.2
12,Simmth. Kreuz.
,
38 Eſchollbrücken
,
„ Val. Roth II. 1
,
1—21—2
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,
,,
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.
„
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„ Georg Strauchſ2½ Simmth. Reinz.
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,
,
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1-2 1
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1—
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,
Simmth. Orig.
,
1-211.211.2 1
K. Laumann 2
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Meſſel
42 Gräfenhauſen
,
Phil. Reitz VI
,
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1
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„
,
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,
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Atder=Ramſt. Gemeinde 1 J. Walter
Ludwig Luft
Griesheim
1—2/1—2
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Ramſtadt . G. Burger 14½
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1—211—21
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fungſtadt
1—211—2
Simmenth. Orig.
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Simmth. Reinz.
211—2
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Simmth. Reinz.
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(1—211—21—2)
openhauſen P. KunzIII.
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Georg Strauch!
Hahn
,
2
2
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M. Harnischleg.
„
,
Hahn
,
,,
21
,
2 1-211.2 1
Gemeinde M. Rieſinger (2¾
1—21—
Traiſa
,
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,
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2.311
H. Heß IV.
,
,
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1—
1Die Klauen ſind
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211
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„ K. Laumann
„
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1auszuſchneiden 63
18/ Simmth. Reinz. gelbſcheck
211—
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ſae
Frhauſen
Friedrich Joſt 12Simmth. Kreuz.
64Nied.=Beerbach Ad. März
,
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2 1-211.2
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15
2 112/1.21
„ 4 Simmth. Reinz.
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Nd.=Ramſtadt Gemeinde J. Walter II. 31
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2
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I. Eber.
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Georg Burger
Ob.=Ramſtadt
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„
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des Abſtammung
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1½
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des
Bemerkungen
des
ſemeinde
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Ebers Raſſe
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65
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Eberhalters Eberwärters
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Jehre
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2 Durch 1 jung.
2½ Deutſch. Edelſchw. weiß
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1
Es wird uach den Grnnpſchen der Behlimianacht und uach den Beſinmungen
der einen Beſtandteil der Satzung vom 4. Oktober 1913 bildenden Wahlordnung gewählt.
Bekanntmachung.
Soweit erforderlich, ſind die einſchlägigen Vorſchriften in dieſer Bekanntmachung wie=
Die Wahlen zum Ausſchuß der Allgemeinen Ortskrankenkaſſe für die Land= dergegeben.
Für die Wahlen der Arbeitgeber ſind durch die Satzung keine beſonderen
Wahl=
lemeinden des Kreiſes Darmſtadt.
die Wahlen zum Ausſchuß der Allgemeinen Ortskrankenkaſſe für die Landgemein= berirke gebildet. Für ſie iſt der ſämtliche Landgemeinden des Kreiſes Darmſtadt
um=
faſſende Kaſſenbezirk einziger Wahlbezirk.
Kreiſes Darmſtadt finden ſtatt:
Für die Wahlen der Verſicherten iſt der Kaſſenbezirk in zwei Bezirke geteilt, deren
ffür die Arbeitgeber am Samstag, den 20. Dezember 1913, von nachmittags
jeder getrennt wählt. Zum erſten Bezirk gehören die Gemeinden und Gemarkungen
33 bis 6 Uhr;
ffür die Verſicherten am Sonntag, den 21. Dezember, von vormittags 8½ bis Arheilgen, Eberſtadt, Pfungſtadt, Griesheim, Ober=Ramſadt, zum zweiten Bezirk alle
übrigen Gemeinden und Gemarkungen.
imittags 1 Uhr=
Amtsverkündigungsblatt Großherzoglichen Kreisamts Darmſtadt. Donnerstag, den 20. November 1913s
Nummer 128.
Weder wählbar noch wahlberechigt ſind die Arbeigeber unſändig Beſchäftie
Zu wählen ſind 45 Ausſchufvertreier und 90 Erſatminner, von denen je ein
Drittel auf die Arbeitgeber und je zwei Drittel auf die Verſicherten entfallen. Die Ver= als ſolche, ferner Verſicherungspflichtige die Mitglieder einer Erſatzkaſſe ſind und det
teilung der von den Verſicherten zu wählenden Vertreter und Erſatzmänner auf die eigene Rechte und Pflichten auf ihren Antrag ruhen ſollen.
beiden Wahlbezirke bemißt ſich nach dem Verhältnis der auf volle Hundert abgerundeten
VI. Wahl ohne Stimmabgabe.
Geſamtzahlen der in den einzelnen Bezirken vorhandenen Wähler.
Sind auf gültigen Wahlvorſchlägen im ganzen nur ſo viele wählbare Bewer
Hiernach haben zu wählen:
a) Die Arbeitgeber des ganzen Kaſſenbezirks 15 Vertreter und 30 Erſatzmanner, benannt, wie Vertreter zu wählen ſind, ſo gelten ſie als gewählt. Sind wenigerg
werber vorgeſchlagen, ſo gelten dieſe ebenfalls als gewählt; wegen der noch fehlen=
5) die Verſicherten des erſten Bezirts 21 Vertreter und 42 Erſatzmänner,
Vertreter, ſowie wegen der erforderlichen Erſatzmänner iſt jedoch alsbald eine
c) die Verſicherten des zweiten Bezirks 9 Vertreter und 18 Erſatzmänner.
Wahl vorzunehmen. Hierbei vermindert ſich die nach pos. 1 Abſ. 3 zuläſſige Höchſts
I. Wahlvorſchläge.
der zu benennenden Bewerber um die Zahl der bereits gewählten Vertreter.
Die Wahlvorſchläge ſind geſondert für die beteiligten Arbeitgeber und Verſicherten,
VII. Wahlausſchüſſe, Ort und Zeit der Abſtimmung.
ſowie für letztere getrennt nach jedem örtlichen Bezirk aufzuſtellen und dem Verſiche=
Für jede Gemeinde werden beſondere Wahlausſchüſſe, getrennt für die Arhä
rungsamt einzureichen.
Die Wahlvorſchläge der Wahlberechtigten müſſen von mindeſtens je 5 Wahl= geber= und Verſichertenwahl, gebildet. Die Abſtimmung erfolgt in dem Rathausſi
berechtigten des betreffenden Bezirks unterzeichnet ſein. Unterzeichnet ein Wähler mehr (Gemeindeſitzungsſaal) des Orts, in dem der Wahlberechtigte ſeinen Wohnſitz hat, Lüſ
als einen Wahlvorſchlag, ſo wird ſein Name nur auf dem zuerſt eingereichten Wahl= der Wohnſitz außerhalb des Kaſſenbezirks, ſo erfolgt die Abſtimmung am Beſchäftigun
ort. Wegen der Abſtimmungszeiten wird auf den Eingang dieſer Bekanntmachant
vorſchlag gezählt und auf den übrigen Vorſchlägen geſtrichen. Sind mehrere
Wahlvor=
ſchläge, die von demſelben Wahlberechtigten unterzeichnet ſind gleichzeitig eingereicht, verwieſen.
VIII. Stimmabgabe.
ſo gilt die Unterſchrift auf demjenigen Wahlvorſchlage, welchen der Unterzeichner binnen
einer ihm geſetzten Friſt von höchſtens 2 Tagen beſtimmt. Unterläßt dies der Unter=
Das Wahlrecht iſt in Perſon auszuüben. Es kann gefordert werden, daß ſich
zeichner, ſo entſcheidet das Los.
Wähler über ihre Perſon und Wahlberechtigung ausweiſen. Der Wähler erhält
Jeder Wahlvorſchlag darf höchſtens dreimal ſo viel Bewerber benennen, als der Umſchläge, die mit dem Stempel der Kaſſe verſehen und im Wahlraum bereitzuhe
Vertreter im Wahlbezirke zu wählen ſind. Die einzelnen Bewerber ſind unter
fort=
ſind, tritt ſodann an einen abgeſonderten Tiſch, wo er ſeinen Stimmzettel unbeobäcke
kaufender Nummer aufzuführen, welche die Reihenfolge ihrer Benennung ausdrückt, in den Umſchlag legt und übergibt hierauf den Umſchlag unverſchloſſen unter Nennuni
und nach Familien= und Vor= (Ruf=) Namen, Beruf und Wohnort zu bezeichnen. Bei
ſeines Namens dem Vorſitzenden oder dem von dieſem bezeichneten anderen Miſſl
Verſicherten iſt auch der Arbeitgeber, bei dem ſie beſchäftigt ſind, anzugeben. Mit den des Wahlausſchuſſes. Dieſer läßt die Abgabe des Stimmzettels vermerken und wirſtdaſt
Wahlvorſchlägen für Verſicherte iſt von jedem Bewerber eine Erklärung darüber vor= den Umſchlag in die Wahlurne. Arbeitgeber mit mehrfachem Stimmrecht habenſu
zulegen, daß er zur Annahme der Wahl bereit iſt. Bei den Wahlvorſchlägen für Arbeit= Stimmzettel je in einem beſonderen Umſchlag abzugeben, als ſie Stimmen haben
geber iſt eine ſolche Erklärung nur erforderlich, ſoweit ein vorgeſchlagener Bewerber abgeben wollen; einem Arbeitgeber der mehr als 5 Stimmen hat, kann, ſoweite
nach § 17 der Reichsverſicherungsordnung zur Ablehnung der Wahl befugt iſt.
Stimmen durch 5 teilbar ſind, mit ſeiner Zuſtimmung für je 5 Stimmzettel ein beſin
In jedem Wahlvorſchlag iſt ferner ein Vertreter des Wahlvorſchlags und ein derer Umſchlag ausgehändigt werden, der ſich von den anderen Umſchlägen dell
Stellvertreter für ihn aus der Mitte der Unterzeichner zu bezeichnen. Iſt dies unter= unterſcheidet; in dieſem Falle iſt die Zahl und Art der abgegebenen Umſchläget
blieben, ſo gilt der erſte Unterzeichner als Vertreter des Wahlvorſchlags und, ſoweit merken.
eine Reihenfolge erkennbar iſt, der zweite als ſein Stellvertreter. Der Wahlvorſchlags=
Wähler, die durch körperliche Gebrechen behindert ſind, ihren Stimmzettelt
pertreter iſt berechtigt und verpflichtet, dem Verſicherungsamt die zur Beſeitigung händig in den Umſchlag zu legen und dem Vorſitzenden des Wahlausſchuſſes zu
etwaiger Anſtände erforderlichen Erklärungen abzugeben.
geben, dürfen ſich der Beihilfe einer Vertrauensperſon bedienen.
II. Verbundene Wahlvorſchläge.
IX. Stimmzettel.
Zwei oder mehrere Wahlvorſchläge können in der Weiſe miteinander verbunden
Der Wähler kann nur, einen ſolchen Stimmzettel abgeben, der die Ordn
werden, daß ſie anderen Wahlvorſchlägen gegenüber als ein einziger Wahlvorſchlag anzu= nummer eines der Wahlvorſchläge enthält (S. oben unter III), oder den Wahlvoh
ſehen und zu behandeln ſind. In ſolchen Fällen müſſen die Unterzeichner der
betreffen=
den Vorſchläge oder die Wahlvorſchlagsvertreter übereinſtimmend ſpäteſtens zwei ſonſt genau bezeichnet.
Die Stimmzettel müſſen von weißer Farbe, 14 Zentimeter lana und 11 Zentine
Wochen vor dem Wahltag dem Verſicherungsamt gegenüber die Erklärung abgeben, daß breit ſein. Stimmzettel, die von dieſen Beſtimmungen abweichen, ſind ungültig,e
die Vorſchläge miteinander verbunden ſein ſollen.
das Abweichen die Abſicht einer Kennzeichnung wahrſcheinlich macht.
III. Prüfung und Zulaſſung der Wahlvorſchläge.
Stimmzettel, die mit keiner der Ordnungsnummern der Wahlvorſchläge ühen
Das Verſicherungsamt verſieht die eingereichten Wahlvorſchläge getrennt für jeden ſtimmen, oder den Wahlvorſchlag nicht in anderer Weiſe genau bezeichnen oder
örtlichen Bezirk nach der Reihenfolge ihres Einganges mit Ordnungsnummern, prüft Umſchläge ein Merkmal haben welches die Abſicht einer Kennzeichnung wahrſchelu
ſie und teilt etwaige Anſtände umgehend dem Wahlvorſchlagsvertreter mit. Die An= macht, oder die unterſchrieben ſind, ſind ungültig. Dasſelbe gilt von Stimmzettel
ſtände müſſen ſpäteſtens eine Woche vor dem Wahltag beſeitigt ſein. Bis zu dieſem ſich in einem nicht mit dem Stempel der Kaſſe verſehenen Umſchlag befinden. Ungitl
Zeitpunkt können Wahlvorſchläge auch zurückgenommen werden. Die zugelaſſenen iſt ferner der Inhalt eines Stimmzettels, ſoweit er zweifelhaft iſt. Befinden
Wahlvorſchläge werden alsdann auf dem Gr. Kreisamt (Verſicherungsamt) zur Einſicht einem Umſchlag, der nur für einen Stimmzetiel beſtimmt iſt, mehrere Stimmzel
der Beteiligten ausgelegt.
werden ſie, wenn ſie vollſtändig übereinſtimmen, nur einfach gezählt, andernfall
Iſt ein vorgeſchlagener Bewerber nicht in der unter pos. I Abſ. 3 beſtimmten ungültig angeſehen. Enthält ein beſonderer Umſchlag, den ein Arbeitgeber mit
Weiſe bezeichnet, ſo wird der Wahlvorſchlagsvertreter zur Ergänzung der Bezeichnung
fachem Stimmrecht abgegeben hat, mehr als fünf Stimmzettel, ſo ſind fünf von
aufgefordert. Kommt er der Aufforderung nicht rechtzeitig nach, ſo wird der Name des gültig, wenn alle vollſtändig übereinſtimmen, andernfalls ſind ſie alle
ungültig=
anvolſtändig bezeichneten Bewerbers in dem Vorſchlag geſtrichen. Wird eine Erklä=
X. Schluß der Wahlhandlung.
rung über Annahme der Wahl, ſoweit ſie nach pos. I Abſ. 3 erforderlich iſt, trotz
Er=
innerung ſeitens des Verſicherungsamts nicht oder nicht rechtzeitig vorgelegt, ſo wird
Zur feſtgeſetzten Stunde ſchließt der Wahlausſchuß die Wahl. Nur die amh
der Name des betrefſenden Bewerbers ebenfalls geſtrichen.
der Wahlhandlung im Wahlraum anweſenden Wähler dürfen dann noch vonch
Perſonen, die auf mehreren Wahlvorſchlägen genannt ſind, werden durch Ver= Wahlrecht Gebrauch machen. Nach Schluß der Wahl werden die Stimmzettel
mittlung der Wahlvorſchlagsvertreter zu einer Aeußerung darüber aufgefordert, welchem Urne durcheinander geſchüttelt und vom Wahlausſchuſſe die Zahl der Wähler,
Wahlvorſchlage ſie zugeteilt zu werden wünſchen. Erklären ſie ſich hierauf nicht
recht=
geſtimmt haben, ſowie die Zahl der in der Urne befindlichen Wahlumſchläge
zeitig, ſo werden ſie demjenigen Vorſchlag zugerechnet, auf welchem ſie an oberer Stelle ſchiedenen Art nach der Wählerliſte feſtgeſtellt. Hierauf werden die Wahlumſ
vorgeſchlagen ſind. Stehen ſie auf mehreren Vorſchlägen an gleich hoher Stelle, ſo ſind geordnet und in einem verſiegelten Pakete mit der Wählerliſte und der Niederſchutäe
ſie demjenigen von ihnen zuzurechnen, welcher zuerſt eingereicht wurde. Sind die
Vor=
die Wahlhandlung dem Großh. Kreisamt (Verſicherungsamt) zur Feſtſtellung des
ſchläge gleichzeitig eingegangen, ſo entſcheidet das Los. Auf den übrigen Vorſchlägen ergebniſſes übermittelt.
ſind dieſe Perſonen dann zu ſtreichen.
Darmſtadt, den 8. November 1913.
Enthält ein Wahlvorſchlag mehr Bewerber als zugelaſſen ſind, ſo werden die=
Großherzogliches Kreisamt (Verſicherungsamt) Darmſtadt.
jenigen Vorgeſchlagenen geſtrichen, deren Namen den in der zuläſſigen Zahl vor ihnen
I. V.: Dr. Michel.
Genannten folgen.
Die Wahlvorſchläge ſind ungültig, wenn ſie verſpätet eingereicht werden, oder
Bekanntmachung.
wenn ſie nicht mit den erforderlichen Unterſchriften verſehen, oder wenn die Bewerber
Gemäß Artikel 15 IV des Geſetzes, die Landgemeindeordnung betreffend,b
nicht in erkennbarer Reihenfolge aufgeführt ſind, es ſei denn, daß die Mängel rechtzeitig
8 Juli 1911 bringen wir den nachſtehenden Nachtrag zum Ortsbauſtatute
beſeitigt werden
Es wird hiermit zur Einreichung von Wahlvorſchlägen an das unterzeichnete meinde Arheilgen zur öffentlichen Kenntnis
(24196
Darmſtadt, den 17. November 1913.
Kreisamt (Verſicherungsamt), geſondert für Arbeitgeber und Verſicherte, ſowie bei Ver=
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
ſicherten getrennt für jeden der beiden Bezirke bis ſpäteſtens 28. November ds. Js.,
abends 6 Uhr, aufgefordert. Nach dieſer Zeit eingehende Wahlvorſchläge können nicht
J. V.: Dr. Reinhart.
mehr berückſichtigt werden.
Auf Grund des Artikels 2 des Geſetzes, die allgemeine Bauordnung beitſſel
Die Stimmabgabe iſt an dieſe Wahlvorſchläge gebunden.
vom 30. April 1881 und der §§ 3—5, 7 und 5 der Verordnung, die Ausführnch
IV. Wählerliſten.
allgemeinen Bauordnung betreffend, vom 1. Februar 1882 wird auf Beſchlltl
Die Wählerliſten für jede Gemeinde können auf der Gr. Bürgermeiſterei in der Gemeinderats nach Anhören des Großh. Bürgermeiſters und Begutachtung dumlg
Zeit vom 29. November bis 4. Dezember eingeſehen werden. Etwaige Einwendungen Kreisausſchuß mit Genehmigung des Großh. Miniſteriums des Innern von
gegen die Richtigkeit der Wählerliſten ſind bei Meidung des Ausſchluſſes ſpäteſtens bis vember 1913 zu Nr. M. d. J. 19876 folgender Nachtrag zum Ortsbauſtatut
zum 6. Dezember, abends 6 Uhr, unter Beifügung der Beweismittel bei dem unter= Gemeinde Arheilgen erlaſſen:
zeichneten Kreisamt (Verſicherungsamt) einzulegen. Wir verweiſen jedoch ausdrücklich
Zu Art. 38 Abſ. 4 der allgemeinen Bauordnung.
auf unſere Bekanntmachung vom 4. Ottober 1913, abgedruckt im Amtsverkündigungblatts
In der Nähe des alten Friedhofes dürfen Brunnen in einer Entfernung o
Nr. 113, 114 und 115, wo unter III. beſtimmt iſt, daß Wahlberechtigte, die ſich nicht in die
Wählerliſte haben eintragen laſſen, zur Wahl auch dann zugelaſſen werden, wenn ſie ſich
weniger als 100 m nicht gegraben werden.
über ihre Wahlberechtigung gehörig ausweiſen. Dort iſt auch des Näheren ausgeführt,
§ 2.
was als genügender Wahlausweis anerkannt werden wird. Es empfiehlt ſich, einen
Dieſe Beſtimmung tritt am 1. Dezember 1913 in Kraft.
ſolchen Ausweis mit Rückſicht auf die Beſtimmung unter pos. VIII Abſ. 1 auf alle Fälle
Arheilgen, den 15. November 1913.
zur Wahl mitzubringen.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Arheilgen.
V. Wahlberechtigung und Wählbarkeit.
Benz.
Die Stadt Friedberg beabſichtigt, mit den am 24. Februar und 27. Maſent
Wegen der Wahlberechtigung verweiſen wir auf unſere Bekanntmachung vom
4. Oktober 1913, abgedruckt im Amtsverkündiguugsblatt Nr. 113. 114 und 115 und heben be= 1914 in Friedberg ſtattfindenden Pferdemärkten je eine Verloſung von Pferden Unſn
ſonders hervor, daß Arbeitgeber für je einen verſicherungspflichtigen Beſchäftigten, der Gebrauchsgegenſtänden zu verbinden.
Das Großh. Miniſterium des Innern hat die nachgeſuchte Erlaubnis zur
Veus=
der Allgemeinen Ortskrankenkaſſe anzugehören hat, eine Stimme führen.
Wählbar ſind nur volljährige Deutſche, und zwar als Vertreter der Arbeitgeber anſtaltung dieſer Verloſung unter der Bedingung erteilt, daß ie 12000 Loſe Zuleinenn
ſolche, die für ihre verſicherungspflichtig Beſchäftigten Beiträge an die Kaſſe zu zahlen Mark das Stück ausgegeben werden dürfen und mindeſtens 55 % des Brutkverlöſen
hätten, wenn ſie ſchon beſtünde, und als Vertreter der Verſicherten ſolche, die bei der aus dem Verkaufe der Loſe zum Ankauf von Gewinngegenſtänden zu verwenden ſindg
Kaſſe verſichert ſein werden. Für die Wählbarkeit ſtehen den Arbeitgebern bevollmäch=
Der Vertrieb der Loſe im Großherzogtum iſt geſtattet.
tigte Betriebsleiter, Geſchäftsführer und Betriebsbeamte der beteiligten Arbeitgeber
gleich. Nicht wählbar ſind Mitglieder einer Behörde, welche Aufſichsbefugniſſe über die
Der Ausſtellungsvorſtand der „Gewerbeausſtellung Gießen 1914 für Obetheſſes
Kaſſe hat. Richt wählbar iſt ferner:
und angrenzende Gebiete” beabſichtigt, mit der für Mai bis Auguſt 1914 geplantes
1. wer infolge ſtrafgerichtlicher Verurteilung die Fähigkeit zur Bekleidung öffent= Ausſtellung eine Verloſung von Wertgegenſtänden zu verbinden. Die Zehung ſols
licher Aemter verkoren hat, oder wegen eines Verbrechens oder Vergehens, das 14 Tage nach Schluß der Ausſtellung ſtatfinden.
den Verluſt dieſer Fähigkeit zur Folge haben kann, verfolgt wind, falls gegen ihn
Das Großh. Miniſterium des Innern hat die nachgeſuchte Erlaubnis zur Vers
das Hauptverfahren eröffnet iſt;
anſtaltung dieſer Verloſung unter der Bedingung erteilt, daß bts zu 60 000 Loſe 38
2. wer infolge gerichtlicher Anordnung in der Verfügung über ſein Vermögen be= einer Mark das Stück ausgegeben werden dürfen und mindeſtens 50 % des Brutigs
ſchränkt iſt.
erlöſes aus dem Verkaufe der Loſe zum Ankauf von Gewinngegenſtänden zu vers
Wahlberechtigt und wählbar ſind bei Vorhandenſein der Wahlberechtigung im wenden ſind:
(24192
übrigen auch weibliche Arbeitgeber und Verſicherte.
Der Vertrieb der Loſe im Großherzogtum iſt geſtattet.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
2 bi, ee eeeee e eee
Nandſteine,
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
gehörig geſchärft oder mit Stollen verſehen ſind.
Die Lieferung von 1500 Ifd. m
Darmſtadt, den 17. November 1913.
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
(24170ds
Fußſteigrandſteinen aus Baſalil
finden ſich: 1 Spitzhund 2 Pinſcher. Die Hunde können von den
Großherzogliches Polizeiamt.
lava ſoll verdungen werden.,
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden, Die Ver=
Gennes.
Lieferungs=Bedingungen liegeis
ſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
bei dem Tiefbauamt, Hügels
(24171
tag, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
Das Komitee
ſtraße 31, Zimmer Nr. 4, währenn
für Verabreichung eines warmen Frühſtücks an arme und der Dienſtſtunden zur Einſichb
Bekanntmachung.
kränkliche oder ſchwächliche Schulkinder hat die Abrechnung über offen. Auch werden dort die Ange;
über die Behandlung der Zugtiere im Winter.
ſeine Tätigkeit im verfloſſenen Winter mir vorgelegt.
botſcheine abgegeben.
An alle Beſitzer von Zugtieren und Leiter von Fuhrwerken
Dieſe, von mir geprüfte und richtig befundene Abrechnung
Angebote ſind bis
richten wir die dringende Mahnung, bei Kälte und Straßenglätte nebſt den zugehörigen Belegen iſt in der Woche vom 20. bis ein= Freitag, 28. November I. Js.,
ernſtlich darauf Bedacht zu nehmen, daß die Zugtiere vor den nach=ſchließlich 26. November I. Js. während der gewöhnlichen
Bureau=
vormittags 11 Uhr,
teiligen Einflüſſen der Witterung nach Möglichkeit geſchützt
ſtunden im Stadthaus, Zimmer Nr. 24, zu jedermanns Einſicht bei unterzeichneter Stelle einzun
werden, daß namentlich
(24160df
(24197 reichen.
1. die Zugtiere niemals länger als unbedingt erforderlichſoffen gelegt.
Darmſtadt, 17. November 1913. :
Darmſtadt, den 15. November 1913.
und niemals unbedeckt im Freien ſtehen gelaſſen werden,
Tiefbauamt.
2. das Zaumzeug im Stall aufbewahrt oder andernfalls vor
Der Oberbürgermeiſter.
dem Anlegen das Gebiß erwärmt wird, und
Keller.
J. V.: Mueller.
(ſb.
.
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191
Nummer 281.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 20. November 1913.
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Gewiß, Herr von Bergauer. Und der Herr müſſen ihr Feinheitsgefühl, ihr Anſtand bezwungen, ſie wurden
Roman von Carl Conte Scapinelli.
entſchuldigen, es war auch nicht vorgeſehen, man hat plötz= läſſiger, weicher, lächelnder; ſelbſt Bergauer vergaß ſich
(Nachdruck verboten.)
Felix Bergauer wollte Irma Zeit laſſen, ſich zu ſam= lich den Saal belegen müſſen, eine große Geſellſchaft vom ein bißchen und legte ſeinen Arm um Irma.
Laß mich! ſchrie ſie. Laß mich! Und dann kam eine
nk, und darum beſtritt er hauptſächlich die Koſten der Theater. — Es war ja heute Premiere.
Bringen Sie jetzt den Sekt! ſagte Bergauer befehlend. tolle Laune über ſie: Wollen wir tanzen?. Bergauer wollte
Uirhaltung gegenüber ſeinen zwei Freunden.
Joma ſtocherte im Eſſen herum, — ſie zwang ſich zu Dann wollen wir auch Radau machen, was, Irma? Wir ſie faſſen. Laß mich — ich will — allein — nein — ich
kann nicht. Ich kann ihn nicht mehr hören! — Laßt mich
haben auch Grund, Feſte zu feiern.
Biſſen, nur dem Wein ſprach ſie mehr zu.
P ötzlich, da eine Geſprächspauſe eingetreten war, ſah
Aber niemand ſtimmte ihm zu. Es war eine faſt fort! Sie drängte zue Tür.
Sei doch vernünftig, Irma, beruhige Dich doch! Es
ſilf. Wo war ſie, wo ſaß ſie, wer war um ſie? Sie peinliche Stimmung. Deutlich hörte man durch die Wand,
e faſt, — alle ſchienen ihr plötzlich ſo fremd. Was wie drüben einer mit dröhnender Stimme eine große iſt ja gleich vorüber!
Ich kann nicht — ich gehör’ nicht daher — er ruft
mie ſie unter den fremden Leuten hier, — unter dieſen Rede hielt, wie dann alle „hoch!” riefen.
n und Unbekannten, während man irgendwo jetzt das
Ich glaube, es wird gut ſein, wenn wir das Lokal mich — ich muß fort!
Sie iſt krank! wimmerte die Mutter.
, den Erfolg Joſefs feierte? In den Redaktionen wechſeln! meinte Bergauer.
Wir müſſen die nebenan bitten laſſen, aufzuhören!
überall jetzt Kritiker und erzählten mit hurtigen
Nein, nein, bleiben wir nur. Die nebenan kümmern
Sie ſollen ihn nur ſpielen! ſchrie Irma, ſie ſollen ihn
n von ſeinem Erfolg, die Menſchen, die jetzt in den
nur tanzen! — Aber ich muß fort. Mutter komm', ich
Wugants um das Theater herum ſich ſtärkten, ſprachen 1 uns gar nicht!
Die beiden Freunde Bergauers hielten es für ihre
hab’ hier nichts zu ſuchen. — Ich kann nicht bleiben. Ihr
, die Direktoren der auswärtigen Bühnen warben
Pflicht, auch ihrerſeits nun laut zu ſein, eine gemachte ſeid mir alle fremd — Felix laß mich!
ein Stück, — nur ſie war nicht dabei.
Es war eine peinliche Szene geweſen, die Freunde
ſind plötzlich, als müſſe ſie ſprechen, als müſſe ſie Luſtigkeit kam endlich auf und der Sekt machte ihnen ihr
drückten Felix die Hand und verſchwanden lautlos.
ut machen, begann ſie: Es war ein Rieſenerfolg, der Komödienſpiel nicht allzu ſchwer.
Icma blieb, aufs Sofa zurückgelehnt, allein mit ihrer
Drüben klirrten Gabeln und Meſſer, Gläſer ſtießen
rmiſt ſelbſt mußte zum Schluß den Walzer nochmals
eren. Die Leute waren wie toll —. Dann brach zuſammen — nun begann einer drüben gar Klavier zu Mutter und Felix. — Bitte, geh’ auch. Ich muß allein
h ab. Was tat ſie, was erzählte ſie, wer hatte hier ſpielen. Ein Halloh brach nebenan aus, da die erſten Töne ſein! Ich kann ja doch nie Deine Frau werden! — Da
ging auch Felix achſelzuckend von dannen.
Intereſſe? Und ſo ſchwieg ſie wieder.
erklangen.
Endlich hatte die Muſik nebenan aufgehört aber in
Der Irrwiſchwalzer! ſagte Irma erbleichend, faſt
Für Bozen wird es jetzt ſchon ein wenig ſpät ſein, —
Irma ſang und klang ſie noch, — ließ ſie ſchluchzen, ließ
Mvollen lieber nach Venedig! meinte Felix, zu einem tonlos.
Da ſchwiegen auch hier alle gleich, peinlich berührt. ſie in Verzweiflung um das entſchwundene Glück
bitter=
unde gewandt.
Damn aß und trank man wieder, ohne viel zu reden. Mit ſtarrem Blick, den Körper ein wenig zurückgebeugt, lich weinen.
Sie verfolgten ſie überall hin, dieſe Muſik, dieſe Lock=
Püch erſchollen vom anſtoßenden Saal laute Stimmen ſaß Irma da, in der Hand den Champagnerkelch
kcampf=
rufe des ehemaligen Geliebten. Nie, nie im Leben würde
haft feſthaltend.
e.,
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[ ← ][ ][ → ]Seite 14.
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Nummer 281..
Darmſtädter Tagblatt, Dannerstag, den 20. November 1913.
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Eer daite nich einet mehr die Pſicht ir darter ſe n beutſigen, Aber es gelang ir uißt Schma
mußte ſein. Tönte da nicht Linerls volle Stimme wieder zu ſein für die Liebe, die ihn zu dieſem Werk inſpiriert. lag Irma da, ein Zittern ſchüttelte ihren Körper
herüber? Gab ihr dieſe nicht die Sammlung wieder, Er hatte ihr ihre Liebe durch ſeine gedankt. Sie hatte im Fieber, ſie ſchreckte ſich vor allem.
ſang nicht dieſes Mädchen nur, was er ſie gelehrt? War ſelbſt ja nicht auf den Lohn warten wollen; jetzt, wo er
Irma Nemethyi war durch die Aufregung derehien
das nicht der Beweis dafür, daß ſie frei war, daß er wohl fällig war, hatte ſie kein Recht mehr darauf.
Ei=
Wochen ſchwer erkrankt.
noch in ſeinen Melodien von ihrem einſtigen Glück er=
Bergauer, der die Unruhe in der Nacht gehört hatte
Das alles ſagte ſie ſich, da die Mutter ihr aus den
zählte, daß er es aber ruhig der Menge vorhielt, der Geſellſchaftskleidern half. Der ſtarken Erregung, die ſie ſchickte ſogleich morgens zu der Mutter Irmas, unnach
Menge ſchenkte, der Allgemeinheit, was er einſt für ſie für Augenblicke irre reden ließ, war eine unheimliche, klare, dem Befinden der Frau zu fragen, und daer erführ
empfunden, für ſie erſonnen!
innere Ruhe gefolgt. Sie bat die Mutter, die ſich um ſie Irma krank war, ließ er ſofort einen erſtenen
Mit der letzten Kraft erhob ſie ſich. Die Mutter wollte ängſtigte, ſie ruhig allein zu laſſen.
ſpezialiſten kommen. Mochte es kommen wie es wolle zVläelberger
ſie ſtützen. Sie aber wehrte ab. Sie nahm ihren Um=
Und wird jetzt aus der Heirat mit Felix wieder nichts? noch war er ihr Bräutigam vor der Welt, vor ſich ſelbſt
hang und trat in den Kocridor. Sie hatte ja Joſef ſo fragte die Alte ſorgenvoll.
— er hatte ſich alſo als Mann der Damen anzunehmen. . „ Mierricht im
nage, da nebenan wurde er gefeiert von allen und dachte
Der Profeſſor hatte Irma lange unterſucht, er riet
Ich weiß nicht, Mutter — aber geh’, laß mich ſchlafen! Bergauer, ſie in ein Sanatorium in der Nähe WienWerſönlie.
nicht an ſie. Sollte ſie ihn zum Gaudium der Leute her=
Milicär u. 2.
ausrufen laſſen, damit ſie drinnen ſagten: nun, da er der
Die Lichter waren verlöſcht. — Mit offenen Augen lag geben, denn ihre Nerven ſeien ſehr angegriffenuSWemin. 31
erfolgreiche Komponiſt war, da erinnerte ſie ſich ſeiner Irma im Bett. Sollte ſie den Tod ſuchen? Könnte ſie dürften der größten Schonung und Ruhe.
wieder, ſie, die ſchon einem andern die Hand gereicht, darob nicht weiter leben? Nun mußte die Entſcheidung
Willig ließ Irma ſich dorthin bringen. Sie bewün= =B9g.a
Sollte ſie ihn bitten, wo nichts ihn mehr zu ihr trieb, endlich fallen! Wollte ſie trotz alledem Felix Bergauer derte, da ſie mit dem Fiaker vor die Stadt fuhren
nichts, höchſtens die Eiferſucht? Den Kern ſeines Erfolges heiraten? Er war gut und nachſichtig, aber was nützte melancholiſchem Lächeln die blühenden Felder, die grünen bllaſſig
hatte er aus ihrer gemeinſamen Liebe geholt, ſie war ſeine das? Sollte ſie Wien wieder verlaſſen, in ihre Stadt in Wieſen. Wie ich Dir dieſe Fürſorge danken werde, weſß
A zs Um den
Muſe, ſein Irrwiſch geweſen, hatte ſie darum das Recht, Ungtrn zurückkehren, in Qualen von alten Erinnerungen ich nicht! ſagte ſie zu Felix.
4m,
N, ve
ſein Weib ſein zu wollen? Waren das nicht zwei grund= leben?
Nun, werde erſt ganz geſund, Schatz!
verſchiedene Dinge?
en, Kats=
Ihre Nerven waren ſo erſchlafft von den Aufregungen
Ob ich das je werden kann, — ob mich ſein Baun je :
u jedem
Plötzlich, nach der furchtbaren Aufwallung ihres des Abends, daß ſie mitten in all den Gedanken plötzlich verläßt?
Schmerzes, nach dem letzten Kampf mit ihrem Herzen, einſchlummerte. Aber es war nur ein Halbſchlummer, bei
Sie waren angelangt, der Leiter des Erholungsheins
Chr.
ſah ſie alles ſo klar, ſo deutlich vor ſich. Nein, ſie durfte dem die Phantaſie und das Gedächtnis weiter ihren Dienſt war durch den Profeſſor ſchon verſtändigt, man wies ihr
ſich nicht mehr täuſchen, alles war aus. Er war berühmt,! taten.
und der Mutter die Räume an, die reſerviert worden
wa=
er gehörte der Menge, und nichts als ſein Werk erinnerte
Wie aufgeſchreckt durch einen gräßlichen Traum fuhr ren. Felix Bergauer verabſchiedete ſich kurz vonihnen 4A.,
mehr an ihre Liebe.
ſie plötzlich in die Höhe, — mit angſterfüllter Stimme rief verſprach, nicht nur für alles zu ſorgen, ſondern auch recht
ſch=
Sie drehte ſich nicht einmal mehr nach der Saaltür ſie — die Mutter. Mitten in der Nacht war’s ihr klar oft nach den Damen zu ſehen.
um, ſie hatte keinen Wunſch mehr, ihn zu ſprechen; lang= geworden durch die Halbträume — ſie konnte nicht Felix'
ſam ging ſie die Treppen zu ihrem Zimmer hinauf.
(Fortſetzung folgt.)
Frau werden, — ſie durfte nicht! Die alte Frau ſuchte
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Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 20. November 1913.
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hmmer 24
Nummer 28
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 20. November 1913.
Seite 18.
Gewinnansng
Kaſer eines abends Hummerſalat aß und ſein Beibarzt
Lauer, der es ihm ſtreng verboten hatte, ihn dabei
über=
der
raſchte. Lauer zeigte eine vorwurfsvolle Miene, worauf
Zahn-Créme
3. Preußiſch-Füddentſchen
der Kaiſer ihm heiter zugerufen haben ſollte: „Lieber
—Lauer, ſeit ich verſprochen habe, Sie zur Exzellenz zu (229. Königlich Preußiſchen) KlaſſenlotterMper
5. Klaſſe 10. Ziehungstag 18. November 1913
E machen, wenn ich 80 Jahre alt werde, gönnen Sie mir
keinen guten Biſſen mehr.‟ Der Kaiſer lachte zu dieſer
Ant ſede gezogen Rumner ſind zwer gleich bohe Gewimn
Erzählung herzlich und meinte: „se non é vero é ben
tro-
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Numme:
15
vato‟. Bei den Donnerstags=Konzerten der Kaiſerin
in den beiden Abteilungen 1 und II.
Mundwasser
(a
ſparte ſich Kaiſer Wilhelm für die Künſtlerinnen immer
(Lachdruck verbore
(Ohne Gewähr u. Stcl. ſ. Z.)
noch eine ganz aparte Ueberraſchung auf. Er trat am
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne üb=
Schluß des Abends nach dem Souper an ihren Tiſch,
ſprach ihnen ſein Lob aus und unterhielt ſich mit ihnen. 240 Mk. gezogen:
Sport, Spiel und Turnen.
2 Gewinne zu 30000 Mk. 225232
Die Lieblingsopern Kaiſer Wilhelms waren „Die weiße
6 Gewinne zu 10 000 Mk. 131674 195229 1979
Sr. Ein neuer Dauer=Weltrekord für Freiballone wurde Frau”, „Das goldene Kreuz”, „Der Barbier von Sevilla‟
8 Gewinne zu 5000 Mk. 20011 111256 1441f
von dem Ballon „Jeare” aufgeſtellt, der, wie berichtet, vonſund einige andere Spielopern und Balletts. „Nicht ſelten
Frankreich aus einen Angriff auf den Diſtanz=Weltrekord ſah man den Kaiſer in den Zwiſchenakten im Vorzimmer 186108
76 Gewinne zu 8000 Mk. 8652 9538 19107 196i
unternahm. Wie ein Ballon=Telegramm der Inſaſſen des ſeiner Loge arbeiten, wenn zufällig die Tür aufgemacht
„Jcare” meldet, paſſierte der Ballon auf ſeiner Reiſe Prag, wurde. Er ſagte mir, daß er ſonſt nicht fertig würde mit 26460 32277 39571. 56823 69121 77140 81362 876
Peſt und befand ſich am 17. Nov., 6 Uhr abends, über Ra=der Arbeit. In der kleinen Proſzeniumsloge ſaß er immer 109996 111290 113795 115180 126267 126811 1378
jova. Der Flug nahm die Richtung nach Bosnien. Rajova ungeſehen auf dem Rückſitz; nur wenn die Kaiſerin oder 138737 140592 146321 158764 164092 168369 168af
liegt an der Donau und etwa 1800 Kilometer von Paris die Frau Großherzogin von Baden, ſeine Tochter, mit ihm 171390 162857 190832 199400 199548 201766 22384
227638 228290 229203 231563
entfernt. Da die Luftſchiffer bis zum 17. November abends im Theater waren, ſaß er bei den Damen auf dem Vorder= 2264as
154 Gewinne zu 1000 Mk. 1863 11562 13386 141ft
bereits mehr als 73 Stunden in der Luft geblieben waren, ſitz zunächſt der Bühne. Aber ich zweifle, daß er ſich dann
haben ſie den 1908 von dem Schweizer Oberſt Schaeck auf= ſo behaglich fühlte. In ſpäteren Jahren ſchlief er oft wäh= 14291 19761 20274 29612 3373a 36163 3781s 382i Bettstelle
42428 48278 48605 55734 55857 61990 67526 6mi
geſtellten Dauer=Weltrekord für Freiballone überboten. rend der Muſik — wenigſtens glaubten wir es von unſerer
67923 71553 72026 7a101 77646 79244 81342 83am Rosshaar
Der gleichfalls von Pau aufgeſtiegene Ballon „Condor” Theaterloge gegenüber zu bemerken.”
8a669 8794a 8891d 90871 91078 9a273 96073 1016 heckbettd
105393 106489 107688 115406 121345 121706 1260f
iſt bereits am 16. November, abends ½7 Uhr, bei Stanis=
Wir sind
128510 130506 136914 141060 144271 144563 156
laus an der ruſſiſchen Grenze, etwa 1500 Kilometer von
Literariſches.
157072 159960 162624 163016 165585 16733d 1705fsonders lelstu
Paris entfernt, gelandet. Die Luftſchiffer waren in abſo=
173791 178527 179587 160495 181124 184750 185aund jedem
lute Windſtille geraten und mußten infolgedeſſen ihren
Prof. Liz. theol. H. Matthes, Die Berech=
189850 191173 193937 195610 201165 205261 2068f
Verſuch, den Diſtanz=Weltrekord zu verbeſſern, aufgeben.
tigung der bekenntnismäßigen Lehrſtoffe im Religions=
207550 210766 211253 220216 228503 230142
er. Schach. Der kubaniſche Schachmeiſter unterricht, zugleich ein Wegweiſer zu ihrer pädagogiſchen
218 Gewinne zu 500 Mk. 139 342 910 M0O
Capablanca, der zurzeit in Berlin weilt und nach Behandlung. Verlag von Alfred Töpelmann, Gießen 1913.
8651 6954 9086 11072 11434 12501 13019ffl
einigen Simultanvorſtellungen gegen die deutſchen Schach= Preis br. 1,30 Mk. Eine der ernſten Beachtung werte
16118 18006 20038 26677 27545 27644 30223 1315
meiſter Teichmann und Mieſes einige Partien ſpielt, hat Schrift des bekannten Verfaſſers! Wer nur einigermaßen
31495 33485 37810 50956 52031 52203 52900 5smMMflieferanter
die beiden erſten Partien überlegen gewonnen. Teich= mit dem pädagogiſchen Leben der Gegenwart vertraut iſt,
53605 boiss 87as gorel 66135 65440 6sb1 Mhl
mann, der bei der erſten Partie die weißen Steine führte, der weiß, wie ſich gerade auf dem Gebiete des evang. Reli=
75247 77166 52563 680d2 83360 97006 o9b26 91562 0m
wurde mit 36 Zügen matt geſetzt. Mieſes, der auf ein gionsunterrichtes Kämpfe abſpielen, die zum Teil nichts
100422 103456 108a78 109016 112295 121709 12350
Damen=Gambitt Capablanegs eine unregelmäßige Vertei= weniger bezwecken, als den chriſtlichen Religlonsunter=
123906 124367 125888 127705 129009 133364 188mf
digung wählte, gab bereits nach dem 26. Zuge auf. Auf= richt ganz zu beſeitigen oder ihm doch ſeine bis jetzt noch
142134 142446 144601 14471a 147235 14934d 1551
fällig iſt, daß ſowohl Teichmann wie Mieſes durch grobe zuſtehende hohe Bedeutung zu nehmen Vor allem iſt der
155388 156938 161654 166126 166755 167581 1m
170540 17165d 176550 190273 183020 194017 MMhhl
Verfehen verhältnismäßig frühzeitig in Nachteil gerieten. Kampf ein heißer geworden um die Berechtigung der be=
160306 193407 194006 195356 196066 200591 zabshlst-Ludwig
kenntnismäßigen Lehrſtoffe, alſo des Katechismus, des
Spruches und des Kirchenlieds im evang. Religionsunter= 201084 201194 202038 204774 205424 206150 20en=Wohnung,
207557 210529 211996 212187 212872 213572 2uhhicnald oder ſpä
richt. Manche Reformer lehnen dieſe Stoffe ganz ab. an=
Der alte Kaiſer und Lilli Lehmann.
Sut von ſ0—
217911 219523 224444 229652 229710 2303989
dere geſtatten ihnen wohl noch etwas Raum im Unter=
231250
C.K. In ihrem vielgenannten Memoirenbuch „Mein richt, behandeln ſie aber als etwas ganz Nebenſächliches
. erils 3 d
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinnei Epeiſek. u. Bal
Weg” erzählt die große Sängerin Lilli Lehmann und Unbedeutendes. Da zeigt nun Prof. Matthes, welche
einige hübſche Geſchichten von Kaiſer Wilhelm I., der an religiöſe Kraft in dieſen Lehrſtoffen ſteckt, daß ihnen 240 Mk. gezogen:
Aormielen. 6
2 Gewinne zu 30 000 Mk. 43452
ihrer Kunſt beſonderes Intereſſe nahm. Nach dem Einzug autorative Bedeutung — nicht den Worten an ſich, „ſon=
Uhr. Näh.
2 Gewinne zu 15 000 Mk. 229336
der Truppen 1871 lernte ſie den Herrſcher als Mitglied der dern dem heiligen Geiſt der, ſich in dem Leben der
Gottes=
elichtaße 21.
2 Gewinne zu 10000 Mk. 73061 190755
Königlichen Oper perſönlich kennen. „Er unterhielt ſich oft menſchen offenbart hat” zukommt, ja daß gerade ſie
6 Gewinne zu 5000 Mk. 116637 118732 2029m
mit mir in Hoffenzerten ſowohl als in der Oper, die erals ein Zeichen wahrer chriſtlichen Freiheit und echter
92 Gewinne zu 3000 Mk. 4677 8331 12181
faſt allabendlich beſuchte. Damals gab es für die am evangeliſcher Frömmigkeit gewertet werden müſſen. Sie
14203 20362 22672 27865 33453 41666 450020Mkandgraf Phil
Abend beſchäftigten Solomitglieder eine kleine Bühnen= ſind darum für die Erziehung chriſtlicher Charaktere un=
63522 6600s 77663 79101. 9026s 93711 100590 10 P- ſchöne 4 Zim
loge im erſten Stock, wo ſie, ungeſehen vom Publikum, der entbehrlich und können aus dem epang. Religionzunter=
105214 119479 127722 130665 140152 142163 10 Anbehör.
Vorſtellung folgen konnten, Parallel mit der dahin füh= richt nicht verſchwinden, im Gegenteil, ſie treten gleich=
120814 154014 155726 157918 176507 190125 Af uſw., per
renden Treppe lief eine eben ſolche von der Bühne in die berechtigt neben die mehr hiſtoriſchen Stoffe und ergänzen
165240 198735 200a09 211702 212031. 212824Mnieten.
Kaiſerliche Proſzeniumsloge, nur durch eine Bretterwand dieſe Darum haben aber auch die bekenntnismäßigen
224953 225032 227729 230450 230721
von der anderen getrennt, die Se. Majeſtät auf die Bühne Stoffe, wie der Verfaſſer ausdrücklich betont, ihre Berech=
146 Gewinne zu 1000 Mk. 264 5564 18260fhe
führte. Auf dreiviertel Höhe befand ſich ein kleines Schiebe= tigung noch in den oberen Klaſſen unſerer höheren Schu=
16205 16815 30261 34343 36621 38539 HS9
Z
46207 4800 39023 49000 51457 Sotol 61sch
fenſter, das der Kaiſer und andere Mitglieder der kaiſar=len. Denn „die heranwachſenden Gebildeten ſollten zu
67047 73221 73260 76213 82034 95115 662ngbin
lichen Familie benutzten, um in den Zwiſchenakten mit einem ihrem allgemeinen Bildungsſtand entſprechenden
den Künſtlern zu ſprechen.” Viel Intereſantes hat hier Verſtändnis der Genreindebekenntniſſe angeleitet werden,
95726 96160 104874 105969 112769 124593 mmelllbl
uned.
130629 131683 132471 133377 236493 145073
die Sängerin mit dem alten Kaiſer geplandert und ſie damit ſie vor gnoſtiſcher Ueberhebung bewahrt bleiben und
148711 153301 161101 163473 164626 165414
Mhlte e
teilt manches liebe Wort mit, das von ſeiner Güte, Lie= damit ſie den Ungebildeten Führerdienſte auf religiöſem
168613
168932 172083 174365 179944 162986 lonſt. 9 . 1.
benswürdigkeit und Einfachheit beredtes Zeugnis ablegt. und kirchlichem Gebiete leiſten können”. Ebenſo wichtig
186072 189313 193980 194305 202263 2038750h
Als ſie ſich eines Abends, als er von dem ſchrecklichen und intereſſant wie dieſe mehr grundſätzlichen Erörterun=
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Attentat noch nicht völlig geneſen war, nach ſeinem Befin= gen des Verfaſſers ſind auch ſeine Winke und Ratſchläge
225461 228289 230061
den erkundigten, ſagte er: „Es geht noch immer nicht, wie f zur Behandlung dieſer Stoffe. Sie laſſen den gewandten
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es ſein ſollte, denn ich bin noch nicht imſtande, mir die und erfahrenen Lehrer und Methodiker erkennen, der jeden
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Stiefel allein anzuziehen.‟ Das brauchen Euere Majeſtät Weg, ſoweit er dem religiöſen und pädagogiſchen In=
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aber auch nicht!”, warf die Künſtlerin lächelnd ein. Doch tereſſe entſpricht, gelten läßt und ſich darum vor jener Ein=
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der Kaiſer erwiderte: „Ach ja, ich bin gewöhnt, alles allein ſeitigkeit hütet, in die manche Methodiker einer Methode
51204 52924 53052 53573 54659 596815966d
zu tun; es macht mich unglücklich, daran gehindert zu ſein. zulieb verfallen. Möchten darum recht viele, namentlich
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Auf Reiſen packe ich meine Sachen ſelbſt, damit nichts von Lehrer zu dieſer Schriſt greifen und die darin enthaltenen
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dem mir Notwendigen fehle, und in alle dem bin ich jetzt Gedanken auf ſich wirken laſſen und ſich mit ihnen aus=
Feilertr. 10
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geniert.” Als man einſt von einer Kunſtausſtellung ſprach einanderſetzen. Sie werden, auch wenn ſie nicht allem zu=
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und die Sängerin fragte, welches ſeiner Porträts ihm ſtimmen können, reichen Gewinn davon haben.
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