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ch eille
80 f.
ummer 274
Abonnementspreis
Inſerate
176. Jahrgang
pngtl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
ſurts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße. 47,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
en Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsbiatt.
friebenen Tagenwirdnicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Fgan für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
I.½ 275.
Freitag, den 14. November.
1913.
lodert und zu unliebſamen Vorkommniſſen führt. Gewiß, halten bleiben, während über die übrigen Fragen definitive
hie heutige Nummer hat 20 Seiten.
mag in Zabern die Bevölkerung gereizt ſein, der Umfang Abmachungen getroffen worden ſind. Auch über die
der Ausſchreitungen aber zeigt, wie in den Reichslanden Wakufgüter, deren Einkünfte bekanntlich den Moſcheen
ſtets und ſtändig gewühlt wird, um die Grundfeſten der und milden Stiftungen zufloſſen, hat man ſich geeinigt
Das Wichtigſte vom Tage.
deutſchen Herrſchaft zu erſchüttern. Die Arbeit dieſer in und die griechiſche Regierung hat mit der übernommenen
Finanzausſchuß der Zweiten Kammeraller Heimlichkeit wirkenden Elemente iſt aber nur zu ſehr Verpflichtung, die mohammedaniſchen Klöſter, Seminare
ſtt geſtern in ſeiner letzten Sitzung nach monatelangen angetan, den Reichslanden ſelbſt den größten Schaden zu und die Moſcheen zu unterſtützen, wenn dieſe nach der
Auf=
eratungen die Bealmten=Beſolldungs=
Vor=
bringen.
hebung der Wakufabgabe ihren Unterhalt nicht mehr
be=
üge in einſtimmigem Einvernehmen angenom=
*
ſtreiten können, einen weſentlichen Konfliktspunkt aus dem
hen.
Wege geräumt, ebenſo mit der Regelung der richterlichen
der geſtrigen Stadtverordneten=Ver=
Zu dem Zaberner Vorfall wird der Köln. Ztg. aus Beſugnis der Muftis. Auch die Anerkennung des privaten
Ummlung wurde die Herabſetzung des
spreiſes für Licht=, Koch= und Heizzwecke auf 14 Straßburg geſchrieben: Die amtliche Darſtellung des Ge= Eigentums des Sultans und der kaiſerlichen Familie in
ſnnig und für gewerbliche Zwecke auf 11 Pfennig für neralkommandos über die von dem Leutnant gemachte den an Griechenland abgetretenen Gebieten hat den Tür=
Kubikmeter ab 1. April 1914 beſchloſſen.
Aeußerung, die ſo viel Aufſehen erregte, wird in einem ken die Zuſtimmung zum Vertrage erleichtert, welcher für
obelpreisfür Literatur 1913 iſt dem eng= gewiſſen Teil der elſäſſiſchen Preſſe, deren Unwahrhaftig= die Bewohner der abgetretenen Landesteile noch inſofern
ſcheindiſchen Dichter Rabindranath in Lahore keit wieder einmal an einem kraſſen Beiſpiel beleuchtet günſtig iſt, als ſieeihren Grundbeſitz behalten und ſolcher
tliehen worden.
wird, heute einfach als Ausrede hingeſtellt. Man ſchiebti nur aus Gründen des öffentlichen Wohls und nur gegen
Verhandlungen über die endgültige die Darſtellung des Generalkommandos zur Seite, um Entſchädigung enteignet werden kann. Allen Einwohnern
ſenzfeſtlegung zwiſchen Serbien und ungeſtört hetzen zu können. Am meiſten tut ſich darin der ſoll es ferner freiſtehen, innerhalb dreier Jahre für die
Pontenegro haben zu einem völligen Einvernehmen Straßburger klerikale Elſäſſer hervor, der in direkt auf= Türkei optieren und ihren Wohnſitz außerhals
Griechen=
führt. Der Vertrag iſt am Mittwoch von dem ſer= reizender Sprache die heftigſten Angriffe gegen die elſäſſi= lunds nehmen zu können, wenn ſie es nicht vorziehen,
grie=
iſthen Miniſter des Aeußern und dem
montenegrini=
ſen Geſandten in Belgrad unterzeichnet worden, ſche Regierung richtet, weil ſie in dieſen Tagen nicht ein= chiſche Untertanen zu werden. Die Abmachungen
beſtim=
geſchritten ſei. Im übrigen iſt gegenüber den beiſpiellos men noch, daß alle vor dem Kriege beſtandenen Verträge
laus London gemeldet wird, erwartet man nach dor= übertriebenen Berichten derſelſäſſiſchen und beſonders der und Konventionen wieder in Kraft treten, und daß den
ſn türkiſchen Telegrammen, daß die formelle
Unterzeichnung des griechiſch=türkiſchen franzöſiſchen Preſſe, deren Berichterſtatter in ganzen Scha= durch die Kriegsereigniſſe kompromittierten Perſonen
ſiedensvertrages Ende dieſer Woche ſtatt= ren über Zabern herfielen, feſtzuſtellen, daß es — wie das Amneſtie gewährt werden ſoll. Auf dieſer Baſis werden
ſden wird.
aus dem amtlichen Bericht hervorgeht — zu einem ernſt= ſich hoffentlich die künftigen Beziehungen zwiſchen beiden
lichen Zuſammenſtoß der Menge mit der Polizei nicht ge= Staaten gedeihlich geſtalten und man kann nur wünſchen,
Tageskalender zur Geſchichte der
kommen iſt, wenn auch von einzelnen aus der Menge eine daß Griechenland auch hinſichtlich der Südgrenze Alba=
Befreiungskriege.
herausfordernde Haltung angenommen wurde. Die
Po=
niens ſich entgegenkommend zeigt, damit dieſe Frage gleich=
November 1813: Der König von Preußen in Frank= lizei hat am Sonntag allerdings unter Zuhilfenahme der falls baldigſt aus der Welt geſchafft werde.
in a. M., dort ſind auch die Kaiſer von Rußland und Feuerwehr die Menge zurückgedrängt, aber ohne Anwen=
Eſterreich, ſowie die Könige von Bayern und Würt= dung von Waffengewalt. Der Bürgermeiſter von Zabern
mberg.
Leutſches Reich.
hat eine Bekanntmachung erlaſſen, in der er zur Ruhe auf=
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 8 und 9.
fordert und bittet, ſich den Anordnungen der Polizei un=
— Der Krankenkaſſenſtreit im
Bundes=
bedingt zu fügen. In Zabern ſelbſt hat ſich die Erregung rat und Reichstag. Der Streit zwiſchen
Kranken=
gelegt. Die Zuſammenrottungen haben faſt ganz auf= kaſſen und Aerzten hat ſich zu einem offenen Kampf aus=
Die Reichslande.
gehört.
gewachſen, deſſen Folgen ſich noch nicht überſehen laſſen.
Gute Hoffnung, daß es gelingen werde, die begonnene Bisher waren alle Vermittelungsverſuche, die von berufe=
Unliebſame Zwiſchenfälle haben ſich, wie der Draht
ſedet, in der kleinen elſäſſiſchen Stadt Zabern Hetze im Gange zu halten und nach dem einmal gefunde= nen Stellen gemacht wurden, vergeblich. Nun wollen
ſpielt, und weit über die Grenzen Deutſchlands hin= nen Schema weiterzuarbeiten, ſcheint der Pariſer Eclair einige ſüddeutſche Regierungen die wichtige Angelegenheit
ſſſt die Kunde hiervon gegangen, hie und da wohl nichr zu hegen. Er beſpricht die Zwiſchenfälle in Zabern in im Bundesrat zur Sprache bringen. Aber auch im Reichs=
SSchadenfreude aufgenommen. Eine unbedachte, einem längeren Artikel und ſagt, daß ſich dieſe in Zukunſt tag wird das Thema gleich nach Wiederaufnahme der Ver=
Aerſtandene Aeußerung eines jungen Offiziers hat jedenfalls wiederholen werden. Die Elſäſſer würden handlungen zur Erörterung kommen, und zwar ſowohl
ganze verſchuldet, die Bevölkerung glaubte ſich in in der Folge eine Ehre darin ſetzen, ſich ſelbſt „Wackes” vom Standpunkte der Aerzte aus als von dem der
Kran=
nationalen Ehre gekränkt, und die Folge davon zu nennen. Neue Unruhen und neue Angriffe würden ſich kenkaſſen. Denn beide Gruppen haben ja im Reichstag
n die geſchilderten Exzeſſe. Fraglos haben dieſe eine in der Folge nicht verhüten laſſen. — Die Behörden, die! Vertreter ihrer Intereſſen zur Verfügung. Wahrſcheinlich
Atige Ausdehnung lediglich erfahren durch eine es angeht, ſollten dieſe Sprache des Pariſer Blattes be= wird der Weg einer Interpellation gewählt werden, um
ſüpelloſe Agitation von Leuten, denen daran achten und auf jeden Fall jeden weiteren Putſchverſuch eine ausführliche Erörterung der bedeutungsvollen
Streit=
ein beſſeres Verhältnis zwiſchen der eingewanderten im Keim erſticken.
frage herbeizuführen.
— Eine Preſſeabteilung im Reichsamt
ſchen und der einheimiſchen Bevölkerung nicht
auf=
des Innern. Bisher beſtand eine Preſſeabteilung
men zu laſſen, zum Schaden des Deutſchen Reiches.
Die griechiſchstürkiſche
allein im Auswärtigen Amte und im Reichsmarineamt.
iß mag die Ausdrucksweiſe des betreffenden Offiziers.
Neuerdings iſt auf Veranlaſſung des neuen
Kriegsmini=
zu billigen ſein, aber man darf ihre gute Abſicht nicht
Verſtändigung.
ſters auch im Kriegsminiſterium eine Preſſcabteilung
ein=
ennen, und gerade dieſe iſt von gewiſſenloſen Leuten
*⁎* Die rumäniſche Regierung hat ſich ein neues Ver= gerichtet worden. Wie nun mitgeteilt wird, trägt ſich jetzt
hr Gegenteil verkehrt worden, um erneut Haß und
dienſt um die definitive Neuordnung der Dinge auf der
auch der Staatsſekretär des Innern mit der Abſicht, eine
ſerracht zu ſäen.
Es läßt ſich nicht leugnen, daß über der Annäherung Balkanhalbinſel erworben, indem durch ihre Einwirkung Preſſeabteilung einzurichten, die bereits in allernächſter
beiden Bevölkerungselemente in den Reichslanden ein der ſo lange verzögerte und verſchiedentlich ſtark gefährdet Zeit in Tätigkeit treten ſoll.
— Arbeitswilligenſchutzgeſetz. Die Täg=
Stern ſteht, und immer wieder treten Ereigniſſe ein, geweſene Friedensvertrag zwiſchen Griechenland und der
eine engere Verſchmelzung zu hemmen geeignet ſind. Türkei zum Abſchluß gebracht worden iſt. Die Verhand=1 liche Rundſchau meldet aus Berlin: Die Frage eines Ar=
Aden letzten Jahren ſchien ja eine Beſſerung eingetreten lungen haben viele Wochen gedauert, weil angeblich die beitswilligenſchutzgeſetzes wird im Reichsamt des Innern
ſein, die Folge war die Erweiterung der Rechte der Türkei, ermutigt durch ihre Erfolge mit Bulgarien, immer unter Hinzuziehung der zuſtändigen preußiſchen Reſſorts
Achslande, die freilich nur unter lebhaftem Widerſpruch neue Forderungen ſtellte, welche Griechenland zu erfüllen beraten. Die Meldung bedarf der Beſtätigung. Zu den
ſich ging. Kaum war man aber ſo weit, da traten er= nicht in der Lage war. Letzteres mag es auch an Ent= Vorſchlägen, die der Hanſabund und insbeſondere ſein
Ereigniſſe ein, die jenen ſchweren Bedenken recht zu gegenkommen haben fehlen laſſen, es fühlte ſich wohl zuPräſident, Geheimer Juſtizrat Dr. Rießer, zum Schutz der
hi ſchienen, und das Auftreten des zur Genüge bekann= ſehr als Sieger und glaubte, der Pforte die Friedens= Arbeitswilligen gemacht hat, äußert ſich die von dem
Souvenir” verſtärkte den Eindruck, als wenn tat=i bedingungen diktieren zu können. Unter ſolchen Umſtän= Kartell der Berliner Werlvereine, den ſogenannten gelben
ſlich die Loyalität der Reichslande doch noch nicht eine den ſtanden natürlich die Ausſichten auf eine Einigung Gewerkſchaften, herausgegebene Werlvereinskorreſpon=
Pefeſtigte wäre, daß ſie die Verleihung weitergehender ſehr ſchlecht, und doch hatte Europa ein großes Intereſſe denz unter der Ueberſchrift „Schutz der Arbeitswilligen
hie angezeigt erſcheinen ließe. Hat man doch überdies daran, die Schwierigkeiten aus der Welt geſchafft zu ohne Ausnahmegeſetze‟. Die Korreſpondenz erklärt ihre
Lande ein Wahlrecht gewährt, das ziemlich liberal ſehen. Denn andernfalls baeg die Balkanfrage immer völlige Uebereinſtimmung mit den gemachten Vorſchlägen
Aeſſen iſt, und das mit ſeiner geheimen und direkten noch eine gewiſſe Gefahr, die das zuverſichtliche Gefühl und bemerkt, daß auch ſie von dieſen Maßnahmen
er=
nmabgabe durchaus geeignet erſcheint, der Bevölkerung der vollen Pazifizierung im Südoſten Europas weiter be= warte, daß ein außerordentlich erheblicher Teil der heute
entſprechende Vertretung gegenüber der Regierung einträchtigte. Erſt ſeit der Anweſenheit des rumäniſchen vorhandenen ſchreienden Mißſtände von vornherein in
ichhern. Auch andere Vorkommniſſe zeigten, daß ein Miniſters Take Jonescu am Goldenen Horn und ſodann Wegfall kommen würde und daß die Urheber der meiſten
der Bevölkerung noch immer nach den Vogeſen hin= in Athen kamen die Verhandlungen mehr in Fluß, und verbleibenden Exzeſſe in gebührender Weiſe zur
Verant=
ſchaut, als wenn von dort alles Heil käme, man ver= man fing an, neue Hoffnungen zu ſchöpfen, die ſich nun wortung gezogen werden könnten.
— Arbeitsloſenunterſtützung. Die
ſozial=
dabei aber, daß Elſaß=Lothringen ſeinen großen auch erfüllt haben.
Was den Inhalt des Friedensvertrages betrifft, ſo iſt demokratiſche Fraktion der Zweiten ſächſiſchen Kammer
ſchaſtlichen Aufſchwung lediglich dem Umſtande zu
em hat, daß es deutſch geworden iſt. Frankreich iſt dieſer ein Kompromiß auf Grund der Vorſchläge, die Take brachte einen Antrag ein, der zwecks ausgedehnter
Unter=
als für die Produktion Elſaß=Lothringens ein der= Jonescu beiden Teilen gemacht hatte. Eine Reihe von ſtützung der Arbeitsloſen durch Regierung und Gemeinden
es Abſatzgebiet geweſen und gerade durch die Er= Fragen, wie diejenigen des Unterhaltes der kriegsgefan= verlangt: Es ſod ein Fonds gebildet werden, zu dem
ſſes ung des deutſchen Marktes hat die Produktion der genen Soldaten, der Zurückgabe der weggenommenen die Gemeinden=, namentlich auch die Sparkaſſen=Ueber=
Mhslande ungemein zugenommen. Das aber hat nicht Schiffe und des Privatbeſitzes des Dominialgutes, ſollen ſchüſſe, verwendet werden ſollen. Die Regierung ſoll für
ndert, daß die alte Stimmung immer wieder durch= der Entſcheidung des Haager Schiedsgerichtshofes vorbe= Arbeitsloſenunterſtützung egnmeig 500 000 Mark in den
Mier
Nummer 27
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 14. November 1913.
Seite 2.
Präſdhent erilärte es in längerer Rede für ſeine Pflicht, ſüchliche, in nichterner Aufzahlung der Klometeria
Elat eintelln, um den Gemeinden die Hälſte ihres
Unter=
ſtützungsaufwandes zurückzuerſtatten. Der Antrag hat mit der Würde der Duma unvereinbare Ausdrücke nicht Stöffler in 24 Stunden zurückgelegt hat. Ein Wol
Lobes oder der Verhimmelung, wie bei Pégoud
zuzulaſſen. Er halte deshalb ſeine Verfügung aufrecht. ſicherlich nicht zu finden. Es fehlt eben hier dem
keine Ausſicht auf Annahme.
— Im Entwurf des ſächſiſchen Staats= Der Präſident erklärte weiter, er habe nichts gegen die ſchen, wie ſo oft im Auslande, an nationalem Bewuß
haushaltsetats für die Finanzperiode 1914/15, der Interpellation, falls verletzende Ausdrücke vermieden wür= am Gefühl der eigenen Stärke, es fehlt ihm der
dem Landtage zur Beſchlußfaſſung zugegangen iſt, ſchließt den, was ohne jede Aenderung des Sinnes möglich ſei. ſagen: Das waren wir Deutſche, die mit dem Aus
für jedes der beiden Etatsjahre in Einnahmen und Aus= (Anhaltender Beifall im Zentrum und rechts.) — Die Ka= in jeden ehrlichen Wettbewerb eintreten können. Vid
trägt der Fall Pégoud dazu bei, daß man in der
gaben das Ordinarium insgeſamt mit je 491907943 Mark detten Adſchamo und Miljukow ſprachen dem Präſidenten ſchwenglichen Auslandsverehrung ſich etwas Beſchräf
gegen 453 222 642 Mark gegen den vorigen Etat ab. In das Recht ab, den Text der Interpellation vor der Ver= auferlegt und mehr deutſch und national zu denkeſ
rin 3u
den außerordentlichen Staatshaushaltsetat ſind 72891000 leſung in der Duma zu beurteilen. — Das Mitglied der ginnt.”
*
Fnden
Mark eingeſtellt. In dem Etat erſcheinen zum erſten Male Rechten Puriſchkewitſch ſagte, in der zweiten Duma ſei
Zum Krupp=Prozeß äußert ſich Geheimrat Ri
die Apanagen und Etablierungsbeiträge an den Kron= unter den Sozialdemokraten der Dieb Kuzmezow geweſen,
Witting, früherer Oberbürgermeiſter von Poſenſtlleſ, Ldwig
mn Kaſpar
prinzen und den Prinzen Friedrich Chriſtian, die im Laufe der vielleicht die Diebesſprache in der Duma gebrauchen Berl. Lokalanzeiger u. a.: „Der Krupp=Prozeß durſtel
meiſet 1
der Finanzperiode das 21. Lebensjahr vollenden werden. könne. (Starker Lärm links; lebhaftes: Heraus!) Der geführt werden — jedenfalls nicht ſo wie er eind
in eheil
Präſident entzog Puriſchkewitſch das Wort und erklärte und geführt worden iſt. .. . Irgendein militäriſchenſeiter in
den Zwiſchenfall damit für erledigt. — Darauf verhandelte heimnis iſt nicht verraten worben. Das hätte doch
Ausland.
in wenigen Tagen ermittelt werden können. Was ſPin in
die Duma über die Antwort des Kriegsminiſters auf die blieb, war wirklich des Lärmes nicht wert. Man auſtbrint in
Eeir in 2
Schweiz.
Interpellation wegen der Exploſion der Ochtawerkſtätten Staat und Gemeinde als Auftraggeber beſeitigen,hauſen: 6d
Parteitag der ſchweizeriſchen Sozial= im Jahre 1912. 193 Mitglieder der Oktobriſtenpartei brach= man ſolche Fälle aus der Welt ſchaffen will. . . Ich
en hmt
demokraten. Am dreitägigen Parteitag der Sozial= ten einen Antrag ein, in dem die Antwort des Miniſters die Welt!” ruſt der Herr Obeiſratsanwalt. Ich I
aber trotzdem ſeine Weltkennt; ernſthaft bezweſſ Reinhold
demokraten in Aarau nahmen etwa 200 Delegierte teil. für ungenügend erklärt und die Nachläſſigkeit der Verwal=
Man wundert ſich, daß die Direttoren von Krupp Puen II.,
ſenr in Sie
Faſt fünf Stunden lang debattierte man über die mit dem tung betont wird. Der Antrag fand einſtimmige Annahme. alle Eingänge leſen; wenn man die Leiter unſerer ar
Unternehmungen befragt hätte, würde man erfahren Fällelheim: Fri
Gewerkſchaftsbund vereinbarten Theſen der
Geſchäfts=
bih Aih
daß ſie alle nur verſchwindend wenig leſen und leſer
leitung zum Generalſtreik. In wie hohem Grade auch für
München, 12. Nov. In der Reſidenz gab nen. Der Herr Oberſtaatsanwalt ſcheint nichts dav=: Frierich 8
die ſchweizeriſchen „Genoſſen” dieſe Frage eine
Verlegen=
heit bedeutet, veranſchaulicht die ergötzliche Tatſache, daß heute abend das Königspaar zum Abſchluß der Thron= wiſſen, daß in allen auswärtigen Aemtern, auch iaſſech Leſt, Fall
beſtetgungsfeierlichkeiten einen großen Emp=Wilheimſtraße, und daß in vielen Miniſterien leih) vem bra
bei der erſten Abſtimmung einander aufhebende
Reſolutio=
fang für alle jene, die nachmittags an der Landeshuldig= Männer des Handels und der Induſtriewelt aus= und tung der
iat Ldei
nen angenommen wurden: die Reſolution Graber, die ungsfeier teilgenommen hatten. Es waren etwa 1000 gehen und daß ſie dort häufig genug wichtige Siae
heimniſſe von den Dezernenten oder den Miniſtern
nicht nur den revolutionären Generalſtreik, ſondern auch Gäſte aus allen Ständen anweſend, darunter die
Mi=
erfahren, weil ſie ſie im Intereſſe des Staates erſaſ) kümm
het 9
den Generalſtreik ſchlechthin verwirft, und die „Verein= niſter, die Mitglieder der Kammer der Reichsräte und der
mitſen. Er ſcheint nichts davon zu wiſſn, daß üben
barung” der Partei mit den ſchweizeriſchen Gewerkſchaf= Kammer der Abgeordneten, von denen zahlreiche von dem der Welt, und auch in Berlin, als zuverläſſig erpid
Bamt
ten ſowie eine Reſolution der Berner „Genoſſen”, die den Königspaar bei dem etwa 1½ſtündigen Cerele ins Ge= Journaliſten wichtige politiſche Akten und Depeſcheiſtl viren in
ſpräch gezogen wurden, ebenſo eine große Reihe weiterer Urſchrift leſen. Wenn der Herr
Oberſtaatsanwalt=
lien,
Maſſenſtreik als Notwehr= und Proteſtaktionen zulaſſen. Geladener. Nach dem Cercle wurden den Gäſten Er= nur ein einziges Jahr nicht einmal Geſchäftsmann, ſondſthez und Ern
Erſt in wiederholter Abſtimmung wurde die Reſolution friſchungen gereicht.
nur praktiſcher Verwaltungsbeamter ſein müßte, eri
Graber mit 55 Stimmen gegen 66, die der Berner Antrag
* Ueber das Einkommen der Wittels=anders, ganz anders denken über die Beziehungenzwill Eisner izen
erhielt, abgelehnt. Es war alſo auf dem Aarauer Partei= bacher wird der Voſſ. Ztg. aus München geſchrieben: Beamten und Bürgern.”
Erhur
tage eing überaus ſtarke Minderheit dafür, den General= Die Mitglieder der Wittelsbachſchen Dynaſtie haben
Etin dab
ſtreik ſchlechthin zu verwerfen. In der AAlkoholfrage wurde größere Einkommen, als bisher angenommen wurde. Die
In Sachen der Gothaer Bismarckfeier veröffenſſen. As na
Zivilliſte betrug bisher 4 230 000 Mark, und an Apanagen
Lichmittag
der Beſeitigung des Alkoholkonſums bei Arbeiterverſamm= erhielten die Prinzen Ludwig, Leopold und Heinrich von die Thüringer Landeszeitung folgende Erklärungs
etenfſinet
einem kürzlichen Gerichtsverfahren und in einer
lungen und Arbeiterfeſten zugeſtimmt. Ein Antrag, den Bayern 171000 Mark, ebenſoviel die Prinzen Ludwig Preſſe veröffentlichten Erklärung hat der Herueau ſtatt.
Genoſſinnen die Mitgliedſchaft bei Frauenſtimmrechtsver= Ferdinand und Alfons, und 385716 Mark Herzog Ludwig Staatsanwalt Kieſewetter geäußert: „Die hieſigen als drite
einen zu verbieten, wurde nach erregter Diskuſſion ab= in Bayern. Nun wird die Zivilliſte einſchließlich der marckfeiern ſeien weder vaterländiſch noch nationalz=Me mit dieſer
Apanagen für die Kinder des Königs Ludwig III. um ſie eine einſeitige parteipolitiſche Veranſtaltung darſtellig.
Stadtver=
gelehnt.
rund 1 400 000 Mark erhöht. Durch den Uebergang der — Die im Feſtausſchuß für die alljährliche Bismarchſtſelung der
Frankreich.
Königskrone auf die Linie Ludwig iſt jetzt auch eine alte vertretenen Verbände und Vereine erheben mit allen
, weiche in
Stiftung des Herzogs Clemens aus dem 18. Jahrhundert ſchiedenheit Einſpruch gegen eine derartige, gänzlich=Wechſelt ha
Die Herſtellung der Armeeflugzeuge.
frei geworden. Dieſe Stiftung iſt beſtimmt, den Zweit= zutreffende Behauptung. Tauſende haben regelmäßie
nziehlt a0
Die Fachvereinigung der franzöſiſchen Flugzeugerbauer geborenen eines Kurfürſten (Bayern wurde erſt 1806 ein dieſer Feier wahrhaft nationale Erbauung geſucht unſseirts ihre
beſchloß, eine Verſammlung abzuhalten, um gegen die Ab= Königreich) eine Entſchädigung dafür zukommen zu laſſen, funden, und es muß eigentümlich berühren, daß mandäwiſern, ol
ſicht des Kriegsminiſteriums, die Erzeugung der Militär= daß ſie für die Thronfolge ausſcheiden. Die letzten Ren=verantwortungsvoller Stelle zu einem ſo unzutreffendeiAs ihrerf
tenbezieher waren die Prinzen Karl und der ſpätere König teil gelangen konnte. Sämtlichen Rednern iſt ſtetsml 80. Gel
flugzeuge in eigene Regie zu nehmen, Einſpruch zu er= Otto und ſeit dem Tode Ludwigs II. wurde die Rente lich und ſchriftlich nahegelegt, alles ParteipolitiſcheFreif
heben.
überhaupt nicht mehr ausgezahlt, infolgedeſſen das hier in auszuſchalten, und auch die im allerweiteſten Mahl
Frage kommende Kapital auf etwa 25 Millionen aufge= gangenen Einladungen und öffentlichen Hinweiſe ließſal
Niederlande.
laufen ſein dürfte Bezugsberechtigte ſind jetzt General= kennen, daß es ſich um eine allgemein=nationale Feieſchlrei
Sozialdemokratiſche Niederlagen. Bei feldmarſchall Prinz Leopold, der Schwiegerſohn des delte. Der Feſtausſchuß hatte beſchloſſen, dieſe Elähſltt
der Erſatzwahl für die Zweite Kammer im Bezirk Amſter= Kaiſers Franz Joſef. und Prinz Karl der zweite erſt nach der Jahrhundertfeier und nach der zu erſat
dam III iſt der Liberale Otto mit Hilfe der Konſervativen Sohn Ludwigs III. geworden. Man ſchätzt die jährliche den oben erwähnten Erklärung des Herrn ErſtenSällt‟
gewählt worden; der Sozialiſt Oudegeeſt wurde mit 636 Rente aus dieſer Stiftung auf etwa 500 000 Mack. Wahr= anwalts zu veröffentlichen. Die im Feſtausſchuß
türſt
Stimmen geſchlagen. Die Erſatzwahl war notwendig ge= ſcheinlich ſcheidet aber Prinz Leopold aus und Prinz Karl einigten Verbände und Vereine. J. A.: Krauſe.”
wird der einzige Bezieher dieſer ſtattlichen Rente.
worden, weil Troelſtra, der zweimal gewählt wurde, für
einen anderen Bezirk angenommen hatte. Amſterdam III
Stadt und Land.
galt für eine Hochburg der Sozialiſten. Die ſtarke Ab=
Zeitungsſchau.
Darmſtadt, 14. Novemhen
nahme der ſozialiſtiſchen Stimmen iſt darauf zurückzu=
Ueber deutſche Flieger=Vergötterung leſen wir in der
* Von der Erſten Kammer der Stände,
führen, daß die Sozialiſten ſich weigerten, an der Re= Kieler Zeitung: „Die Flieger=Vergötterung, die die
Deut=
gierung teilzunehmen. Ihre Kammerfraktion zählte an= ſchen mit dem Franzoſen Pégoud treiben, geht tatſächlich Könial. Hoheit der Großherzog haben den Medizim
rat Dr. Emannel Auguſt Merck in Darmſtadt m
fänglich 18, jetzt zählt ſie nur noch 15 Stimmen.
über die Hutſchnur, und es läßt ſich gar nicht denken, wie Mitglied der Erſten Kammer der Stände des
ein Deutſcher, der ſeine Flüge in franzöſiſchen Städten
zeigen würde, von den franzöſiſchen Blättern behandelt herzogtums auf Lebenszeit berufen.
Rußland.
Uebertragen wurde dem Lehrer J
Zurückweiſung
ſozialdemokratiſcher würde. Wer in Frankreich hat der gewaltigſten deutſchen Eckſtein zu Altenhain, Kreis Schotten, eineel
Flugleiſtung und dem größten Weltrekord Viktor Stöff=ſtelle an der Volksſchule zu Walldorf, Kreis
Interpellationen. In der Abendſitzung der Reichs’ lers je ein uneingeſchränktes und offnes Lob geſpendet?
duma am Mittwoch ſollte eine Interpellation der Sozial= Wer in Frankreich gibt heute vor aller Oeffentlichkeit die Gerau.
D Das Großh. Regierungsblatt Nr. 25, von
demokraten an den Juſtizminiſter über die Tätigkeit der Ueberlegenheit der deutſchen Flugtechnik zu? Wie werden
deutſche Offiziere und Flieger, die zu einer Notlandung vember hat folgenden Inhalt: 1. Bekanntmachtn
Mh.
Petersburger politiſchen Polizei bei der Anklage ſozial= in Frankreich gezwungen ſind, von den franzöſiſchen Be= Bildung einer beſonderen Bürgermeiſterei Muncſtl
demokratiſcher Abgeordneter der zweiten Duma zur Vor= hörden behandelt? Zunächſt Feſtnahme der Perſonen, Be= betreffend. 2. Bekanntmachung, die Ausführung
leſung kommen. Der Präſident erklärte, er habe den Tert ſchlagnahme des Flugzeuges, peinliche Unterſuchung aller ſungsordnung für Aerzte vom 98. Mal. 18cht. beiltſtu
der Interpellation geleſen und könne ihre öffentliche Ver= Gegenſtände und Apparate, die man mitgebracht hat, einige 3. Bekanntmachung, die Eichbehörden betreffend
lefung nicht erlauben, da ſie unzuläſſige Ausdrücke ent= Stunden Haft, ein paar höfliche Redensarten, und dann kanntmachung, den Bau und Betrieb einer eletieſtlen
iſt der unerhörte „Zwiſchenfall” erledigt! . . . Wenn frei= Straßenbahn in Offenbach, von der Waldſtraße dulchbete
halte. Eine Reihe ſozialdemokratiſcher Redner wies darauf lich ſogar Organe der öffentlichen Meinung, deutſche Zei= Moltkeſtraße und Sprendlinger Landſtraße bisu
hin, daß der Präſident die Hausordnung verletze, da die tungen, Pégoud in einer Weiſe verhimmeln, die über die markungsgrenze betreffend. 5. Bekanntmachunge
Zenſur über Reden nicht ſeiner, ſondern der Kompetenz Grenzen des Angemeſſenen hinausgeht, ſo kann man ſich richtung ſelbſtändiger Standesämter für die Gemeinde iuſegge
ſeicht.
der geſamten Huma zuſtehe. Drei Rednern wurde das nicht mehr wundern, wenn auch das Volk von dieſer Sucht Stockhauſen und Schadges betreffend 6. Bekanntmgchi
befallen wird. Bei der Beſprechung des Stöfflerſchen Welt= Anſchlußgleis der Firma Chriſtian Strunck und ohn
Wagu
Wort entzogen, weil ſie von der Frage abſchweiften. Der rekords erging man ſich zumeiſt in Berichten über das Tat= Sprendlingen betreffend.
ühate
llicher
zum Kampf gegen den alten Erbfeind, den Türken, dann bewegen. Von den türkiſchen Mannſchaften ſind aberſche
Briefe aus dem
eine ſtumpfe unſagbar wilde Wut auf den treuloſen Bul= viele mit Allah vereinigt worden, teils an Typhus,
garen, der Scham entſpringend, dieſen neuen Feind vor= einem großen Teil aber an Entkräftung. Die Aermſtſ
Ahen
umgekrempelten Orient.
mals Bundesgenoſſen genannt zu haben.
kamen in ſo beilagenswertem Zuſtande an, daß ſie ſlcht
in wurde
Nun tritt aber die Ermüdung ein. Der Gedanke an ſorgſamſter Pflege nicht am Leben erhalten werden kollel
W.K. Athen, den 8. November 1913.
3
die Opfer von Menſchenleben, die betrübende Ausſicht, in ten. In Patras ruhen zu Füßen des zypreſſenumrahnn
Aus dem ſonnigen Aegypten kommend, näherten wir nächſter Zeit tauſende von Krüppeln und lieben Menſchen, ten Kloſters Yerokomid nicht weniger wie achthunibr
uns dem ſonſt ſo freundlichen Patras. Vis tief hinunter die den Todeskeim ſchon in ſich tragen, zurückehren zu Mann.
ünſch
verhüllten aber diesmal ſchwere Wolken den maſſigen ſehen, wirkt lähmend. Und nun die kommende Not nach
Die Offiziere bevölkern die Kaffeehäuſer und maches
Wbidja und hochaufwirbelnde Sandhoſen züngelten über all den Opfern. Vierzigtauſend Griechen kamen aus allen ſtets den gleichen ſchneidig=liebenswürdigen Eindauc
die Dächer der Stadt. Kalt blies der Wind und bald er=Erdteilen ihrem Vaterlande zu dienen, fünf Millionen Phrgos ſtellten ſich mir bei Tiſch zwei der Herkei= Wa
goß ſich als erſter unfreundlicher Gruß vom klaſſiſchen Franken in bar und als Liebesgabe ſind bisher freiwillig Ein junger Leutnant der vorzüglich deutſch ſprach, obwähll
Boden, der Regen; ein Regen, wie man ihn bei uns nur geſpendet worden. Jeder ſteuerte bei, was er nur irgend= er niemals aus der Türkei herausgekommen war,und
bei Gewittern kennt. Hier hält er aber tagelang ununter= wie entbehren konnte; die Bürgermeiſter der Städte ver= Major, der ſich eines feiren Pariſer Franzöſiſch rühmes
brochen an.
zichteten auf ihre Gehälter, viele Beamte erhoben nur konnte. „Ich lerne täglich je eine Stunde deutſch, ftanz
Die weißen Anzüge durften natürlich ſofort die Heim= das Nötigſte, die Banken und Großhandelshäuſer
bezahl=
zöſiſch, engliſch und italieniſch,” ſagte mir der jüngere
reiſe antreten, der wollige Ulſter, der bisher einſam und ten ihre im Felde ſtehenden Angeſtellten weiter, obwohl Herr, „dann „brummt mir der Schädel” und ich muß gs
verlaſſen im Alexandriner Hotelzimmer gehangen hatte, Handel und Wandel zum großen Teil daniederlagen.
die Luſt. Der Her Maſor treibt archäologiſche Siun
trat in ſeine Rechte und ſchwere Schuhe und der Regen=
Und nach all den Siegen, den Eroberungen, den dien, und entwickelte Anſichten, die auf gründliche
Kennd=
ſchirm vervollſtändigten alsbald die Straßenausrüſtung. Opfern und Schmerzen immer noch kein Friede.
niſſe ſchließen ließen. Er darf wöchentlich einmal nachl
Genau ſo wie das Wetter, war auch die Stimmung
Selbſt das ſtolze Wort, das man noch vor Monaten Olympia fahren, von wo er immer entzückt zurückkehrte
bei meinen lieben Patraſinern.
hören konnte und das der Ausdruck ſerner Hoffnungen In Kalamata verkehren einige türkiſche Offiziere die biss
Friede, Friede Friede! hörte man aus jedem Worte war: „Ein Konſtantin hat die Stadt am Bosporus ge= her unter griechiſcher Bevölkerung lebten und die Spracht
heraus. Die Wünden, die der Krieg geſchlagen, ſind auch gründet ein Konſtantin hat ſie verloren, ein Konſtantin beherrſchen, auch mit Griechen. Man fängt überhaupt am
zu ſchwer. Das Straßenbild allein ſchon zeugt davon. ſoll ſie wieder erobern!“ iſt verſtummt.
ſie gerne zu haben und ſchätzt vor allem ihre Hauptſtamn
Man will Ruhe, endlich Ruhe.
Viele Frauen und Mädchen in Trauer, beſorgte Geſichter
meseigenſchaft die gutmütige Liebenswürdigkeit. Das!
muß man ja ſagen, die ſogenannte Türkenfreſſerei, die ſich= Phe hus bön
In Pyrgos und Kalamata hörte ich dasſelbe.,
überall, viele Geſchäfte geſchloſſen, die guten Wagenpferde
im Felde und dafür ſo erbarmungswürdige Geſchöpfe an=
Statt der eigenen Landeskinder in brauner Felduni= früher ſo unangenehm hervordrängteshat aufgehört. Dio:
geſchirrt, daß man oſt zögert, dieſem letzten Aufgebot eine form ſieht man dort, wie auch in Tripolitza, Nauplia und entwaffneten Feinde wurden gleich vion Anfang an ſehnn.
Arbeitsleiſtung zuzumuten. Die Elektriſche rollt aus Korinth türkiſche echmäloti, Kriegsgefangene in allen rückſichtsvoll behandelt. Die gefangchten Offiziere undn
Leutemangel nur in großen Zwiſchenräumen durch die Abtönungen der Geſichtsfarbe und der Bekleidung. Die Mannſchaften wurden ſteis, um allen Möglichteiten
Straßen; deren Reinigung hat aus dem gleichen Grund Leute ſind in den leeren Kaſernen und in Baracken unter= zubeugen, nachts ausgeſchifft und in ihe Lager gebrach,
aufgehört. Und dabei doch der Stolz auf die Erfolge, gebracht, die Offiziere wohnen in Gaſt= und Privathäuſern eroberte türkiſche Geſchütze in aller Stilt nach den Schuſ= Freude an den Siegen! Erſt war es Begeiſterung und können ſich, natürlich ohne Wafien, ſei in der Stadt pen gefahren, während die erſten bulgarhenin
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o= Prozeß durſt.
wie er ein
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hat
Nummer 2äſſtummer 275.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 14. November 1913.
Seite 3.
ſelunngafte Ausloſung der Geſchworenentſte. Bei der geſtern ſeregen. Wagner hate nimlich in der ferigen Varitur f hierauf die 1Nährige Eiriede Kühne einen von Stadiſetre=
. Ein Arſtotommenen Geſchworenen=Ausloſung für die am einen zweiten Teil dieſer Erzählung vorgeſehen. Wenige tär Göbel verfaßten ſinnigen Prolog vor, der mit einem
ſeig, den 1. Dezember, beginnende vierte Schwurge=Wochen vor der erſten Aufführung in Weimar hat aber Hoch auf den Großherzog endete. Die Feſtrede hielt Kri=
Periode unter dem Vorüitz des Großh. Landgerichts=Wagner ſelber an Liſzt den Wunſch gerichtet, dieſen Teil minalwachtmeiſter Redel. Regierungsrat Gennes
tionalem Bewaſt von Pfiſter wurden folgende Herren ausgeloſt: fortzulaſſen, indem er ſchreibt: „Einen einzigen Strich ſprach auch im Namen ſeiner Kollegen für die Einladung
Arnold, Sparkaſſenrechner in Heppenheim; Pflug, gebe ich Dir hiermit ſelbſt an, und zwar beſtehe ich ſogar herzlichen Dank und für die treue Kameradſchaft und das
nzt dem Aäſluer in Mainflingen; Heinrich Matthes, Kaufmann in auf der Hinweglaſſung des Angezeigten.” Was den Meiſter feſte Zuſammenhalten ſeine Freude aus. Er erhofft auch
en können. Mäſſt Ramſtadt: Ludwig von Stöſſer, Oberſtleut= zu dieſem Strich bewog, war einzig und allein die dra= weiterhin dieſe ſchönen Verhältniſſe und brachte auf die
a. D. in Darmſtadt; Dr. Geiſt, Oberlehrer i. P. inlmatiſche Wirkung. Der Höhepunkt des Werkes iſt treue Kameradſchaft ein dreifaches Hoch aus Beſonders
hetwas Beſchäfttſtadt; Julius Thomſon, Fabrikant in Offenbach; Lohengrins Antwort auf die Frage der Elſa, der Höhe= geehrt wurden diejenigen Kameraden, welche ſchon längere
ional zu daaßt Aluguſt Brunn, Architekt in Offenbach; Friedrich Wil=punkt der Antwort die Verkündigung ſeines Namens. Jahre im Polizeidienſt ſind. Nach einer herzlichen An=
Hein, Fabrikant in Offenbach; Johann Hermann Eine Steigerung danach war nicht möglich. Das Fol= ſprache durch den 2. Vorſitzenden, Kameraden Koch, wur=
Landwirt in Hofheim: Philipp Haller II., Ein=gende mußte dagegen abfallen. Zu der Dichtung jenes den an folgende Kameraden hübſche vom Verein geſtiſtete
Geheinrat Iter in Hahn; Heinrich Ewald II., Schloſſermeiſter in zweiten Teiles der Erzählung war Wagner gekommen, Geſchenke überreicht: Reuter und Horſt für 20 Dienſtiahre,
iſter von Poſcſſtorf; Ludwig Friedrich, Prokuriſt in Eberſtadt; Georg um den Zuſammenhang der Handlung mehr Schneider III und Sommer für 15 Dienſtjahre, und
Schrö=
inn Kaſpar Huppe, Fabrikant in Offenbach; Walter deutlich hervortreten zu laſſen; man verſteht nur mit Hilfe ter, Dechert, Oechler und Schwinn für 10 Dienſtjahre.
rmeiſter in Münſter; Ludwig Hartmann, Lehrer dieſes zweiten Teiles wie es kommt, daß der Schwan,
* Der Darmſtädter Hausbeſitzer=Verein, E. V. (
Ge=
in Seeheim a. d. Bergſtraße. Georg Krappen, Ge= in den Gottfried von Ortrud verwandelt war, den Nachen ſchäftsſtelle: Wilhelminenſtraße 19) erläßt in dem Anzei=
Kleiter in Groß=Steinheim; Georg Joh. Steinmetz I., Lohengrins zieht. Muſikaliſch iſt die ganze Stelle genteil unſerer heutigen Nummer eine Mitteilung, auf die
ſirt in Lampertheim; Karl Georg Dintelmann, höchſt wertvoll und von berückender Schönheit. An die wir unſere Leſer hiermit aufmerkſam machen.
ſPwirt in Spachbrücken; Dr Alerander Ehrenberg, Motive des Grals, des Frageverbots, des Schwans ſchließt
* Der Geſangverein „Olympia” veranſtaltete ſeine
füker in Darmſtadt; Peter Trapp II., Rentner in ſich das Lohengrinthema an. — Erfreulicherweiſe macht diesjährige Abendunterhaltung im
Mathildenhöh=
nhauſen; Georg Friedmann I., Landwirt in König= ſich für das reichhaltige Programm des Konzertes ein ſaale, die ſich eines überaus ſtarken Beſuches erfreute und
n; Karl Ludwig Göhrig, Fabrikant in Offenbach; großes Intereſſe kund. Man tut gut, ſich recht= einen würdigen Verlauf nahm. Die einzelnen Programm=
Reinhold II., Sparkaſſenrechner in Roßdorf; Adolfzeitig mit Plätzen bei Thies (Schutter) zu verſorgen. nummern fanden bei den zahlreichen Beſuchern
ungeteil=
ſiherr II., Fabrikant in Lorſch; Albert Arzt, Beige= (Vgl. Anz.)
ten Beifall. Beſonders die Theaterpoſſe „Robert und
ſeter in Groß=Umſtadt; Wilhelm Opel, Fabrikant in
* Kirchenkonzert. Unſere Leſer machen wir nochmals Bertram”, ſowie das urgelungene Terzett „Zwiebeldufts
lsheim; Friedrich Wilhelm. Gärtner in Offenbach; auf das im heutigen Blatt angezeigte Kirchenkonzert auf= Eheirrung” wurden flott geſpielt. Auch die einzelnen
eſrich Wilhelm Göbel, Bankbeamter 1 P. in Eber= merkſam, das am nächſten Sonntag, 16. November, nach= Chöre ſowie die übrigen Vorträge wurden ſehr exakt zu
Frierich Stilgebauer, Metzger in Klein=Steinheim; mittags 5½ Uhr, in der Stadtkapelle zum Beſten der Gehör gebracht. Sämtliche Stücke waren von dem
Diri=
ſrich Beſt, Fabrikant in Offenbach=Bürgel.
Kleinkinderſchule, Alexanderſtraße 25, ſtattfindet. Das=genten, Herrn Hofmuſiker R. Handke vortrefflich einſtu=
Vom Großh. Hoftheater. Heute findet die Erſt=ſelbe gibt Gelegenheit, unſere rühmlichſt bekannte Altiſtin, diert. Ein flotter Tanz beſchloß den ſchön verlaufenen
fihrung der drei Einakter „Der Kammerſänger” Fräulein Elſe Diefenthäler, in Liedern von S. Bach, Abend.
Frank Wedekind „Auferſtehung” von Felir Salten Joſeph und F. Mendelsſohn zu hören. Nicht minder inter=
*: Der Militär=Wohnungsanzeiger (Ausgabe Herbſt
„Literatur” von Schnitzler ſtatt. Im „Kammer= eſſant iſt es, Herrn Paul Hindemith, der vor einigen Tagen 1913) iſt ſoeben erſchienen und in den bekannten
Verkaufs=
ſpielt Bruno Harprecht die Titelrolle, außerdem ſein glänzendes Können als Violiniſt zeigte, auch im ſtellen zum Preiſe von 30 Pfg. zu haben. Er enthält in
beſchäftigt die Damen Pils und Horn, ſowie die Vortrag religiöſer Kompoſitionen kennen zu lernen. Erſt= vorzüglicher Ueberſichtlichkeit alle näheren Angaben über
r Weſtermann, Kroczak und Debus. In „Auferſteh= malig tritt Herr T. Wenz als Tenoriſt in hieſiger Stadt die einzelnen Militärbehörden, die einzelnen
Truppen=
wirken in den Hauptrollen mit Bruno Harprecht, auf und das Orgelſpiel des neuberufenen Hoforganiſten, teile und ein Verzeichnis der Einjährig=Freiwilligen ſämt=
Alfen, Käthe Goihe, Hans Baumeiſter, Richard Herrn Hch. Müller, wird dieſem Gelegenheit geben, ſeine licher Regimenter. Ferner ein alphabetiſches
Namens=
as und Erna Stoffer. Die ſzeniſche Leitung dieſer bewährte Kunſt hier weiteren Kreiſen zu zeigen. So darf Verzeichnis und die wichtigſten Fahrpläne.
n Einakter hat Herr Hacker. In „Literatur” das das Konzert ein vielſeitiges Intereſſe beanſpruchen und
* Adreßbuch. Der Druckbogen Nr. 36 des Adreß=
Eisner ſzeniſch leitet, ſind beſchäftigt Käthe Gothe, es iſt ihm, auch wegen ſeines wohltätigen Zweckes, ein buches für 1914, enthaltend Hausregiſter —
Wald=
ſ Harprecht und Johannes Heinz . Die Vorſtellung guter Erfolg zu wünſchen. „Eintrittskarten ſind bei den ſtraße 51 bis Wittmannſtraße 1 — liegt im
Haupt=
t dem D=Abonnement. Der Beginn iſt auf 7¼ Uhr angezeigten Verkaufsſtellen erhältlich.
meldebureau Hügelſtraße 31/33, Zimmer Nr. 13, während
* Die Freie Literariſch=Künſtleriſche Geſellſchaft bietet der Bureauſtunden (8 bis 12 Uhr vormittags und 2 bie
ſſetzt. Als nächſte Volksvorſtellung geht am
Sonn=
ſachmittag „Charleys Tante” in Szene. Der ihren Mitgliedern am 19. d. M. im Mathildenhöhſaale 6 Uhr nachmittags) bis zum 17. November vormittags
erkauf findet bis einſchließlich Samstag nur im Ver=einen Theaterabend. Zur Aufführung gelangt des großen zur Einſichtnahme offen.
ſthureau ſtatt. Am Sonntag abend dirigiert Arturo belgiſchen Dichters Emile Verhaeren Don Carlos=
Tra=
a als dritte Vorſtellung „Arda‟ Der Maeſtro hat gödie „Philipp II.‟. Die Hauptrollen liegen in den
e mit dieſer Oper ſtets den größten Erfolg errungen,Händen namhafter auswärtiger Künſtler: Fräulein Maja
Strafkammer.
Reubke vom Frankfurter Schauſpielhaus ſpielt die
. Stadtverordnetenwahl Im Intereſſe der raſchen Komteſſe de Clermont, Herr Hans Wolf v. Wolzogen
L. Eine ganze Einbrecher= und Hehler=
Alung der Wahlgeſchäfte ſeien diejenigen Wahlberech= vom Berliner Luſtſpielhaus, ein Sohn unſeres einheimi= bande, die im vorigen und dieſem Jahre in Frankfurt,
welche in den letzten Monaten ihre Wohnungſchen Dichters, den Don Carigs (für den verhinderten Wiesbaden, Mainz, Darmſtadt, Bensheim und anderen
ſichſelt haben, darauf aufmerkſam gemacht, daß es Herrn Janſſen), und Herr Emanuel Stockhauſen vom Orten gemeinſam oder auch einzeln Einbruchsdiebſtähle
Lhpfiehlt, falls ihre Eintragung in die WählerliſteThaliatheater in Hamburg den Philipp. Die kleineren begangen hat, hatte ſich geſtern vor der Straftammer f
Wezirks ihrer neuen Wohnung nicht erfolgt iſt, ſich zu
Awiſſern, ob ſie nicht in die Liſte des Abſtimmungs= Rollen des Dramas werden von Mitgliedern der Freien zu verantworten. In der Nacht zum 3. April 1913 wurde
Literariſchen Geſellſchaft dargeſtellt werden. Für Nicht= in einer Bensheimer Penſion ein Einbruch verſucht, die
s ihrer früheren Wohnung eingetragen ſind.
mitglieder ſind Karten in beſchränkter Zahl in der Hofbuch= Diebe wurden jedoch von der Beſitzerin überraſcht. Sie
S0. Geburtstag. Am Dienstag, 18. Novemder, handlung von A. Bergſtraeßer, Rheinſtraße 6, erhältlich, nahmen nur die im Garten hängende Wäſche mit, des=
Freifrau v. Preuſchen in der Heinrichſtraße in
gleichen die in einem Nachbargrundſtück aufgehängte
(Vergl. Anz. in heutiger Nummer.)
Kraft und Rüſtigkeit ihren 80. Geburtstag; was
Wäſche. Die Penſionsinhaberin hatte auf einen früheren
* Der Rezitationsabend von Frl. Ilſe Berka, der auf
Pflegling Verdacht. Der 20jährige Schloſſer Eugen
Mäblreichen Freunde der alten liebenswürdigen Dame heute im Hotel „Traubet angeſagt war, mußte wegen Hei=
W intereſſieren wird.
ſerkeit der Künſtlerin bis auf weiteres verſchoben Goldſchmidt aus Frankfurt a. M. war bis zu
ſei=
hre Exzellenz Frau Miniſter Weber begeht heute werden.
nem 14. Lebensjahre bei ihr in Pflege. Dieſer wurde
achtzigſten Geburtstag. Bei der außer=
Sozial=mediziniſcher Abend. Am Mittwoch abend dann auch am 4. April 1913 verhaftet, desgleichen ſein
tlichen Rüſtigkeit und Friſche des Geiſtes der Jubi= fand in der Ernſt=Ludwig=Heilanſtalt (Dr. Loſſens Kumpan, der 19jährige Melker Heinrich Jepp aus
Stül=
bürſten die Glückwünſche heute um ſo freudiger dar= Klinik) der III. ſozial=mediziniſche Abend bei reger Be=ber, in deſſen Beſitz man geſtohlene Wäſcheſtücke vorfand,
ſiht werden.
teiligung ſtatt. Herr Oberſtabsarzt Dr. Blecher hielt die übrigen naſſen Stücke im Bett des Mitangeklagten
Jubiläum. Herr Friſeur Joſeph Wiegand ſeinen angekündigten Vortrag über „die Entwicklung Groß. Die angeſtellten Ermittelungen und die
eige=
am 15. d. Mts. ſein 40jähriges Geſchäftsjubiläum. der modernen Vehandlung der Extremi= nen Geſtändniſſe der beiden Angeklagten förderten nun
Ein weiteſten Kreiſen beliebten und geſchäfts=tätenfrakturen‟. Er berückſichtigte in ſeinen Aus= eine ganze Anzahl von bisher noch nicht aufgeklärten
len Manne wird es an dieſem Tage an Ehrungenführungen beſonders den Einfluſt des Röntgenver=Diebſtählen zum Teil ganz ſchweren Eharakters zutage.
fehlen.
fahrens und der Unfallheilkunde auf die Fortſchritte der Die Begriffsverwirrung unter den Diebesgenoſſen war
In Amerika verſtorbene Heſſen. Aus Syraeuſe wird Knochenchirurgie und auf die Behandlung der Brüche ſo groß, daß ſogar einer den anderen in deſſen Zimmer
lltt: Ganz unerwartet ſtarb Frau Charlotte im allgemeinen. Die Vor= und Nachteile der einzelnen beſtahl, und der Angeklagte Goldſchmidt gab ſogar die
Müzel, geb. Traub, letzten Freitag abend 8 Uhr 30 neuen Methoden, die Gebiete und Grenzen ihrer An=Beteiligung an einem Diebſtahl zu, an dem er gar nicht
Allien, als ſie nach einem Beſuche bei Freunden ſich auf wendung wurden erörtert. Zum Schluß zeigte der Vor= teilnehmen konnte, da er zu dieſer Zeit im Zuchthaus ſaß.
heimweg befand. Sie erreichte ein Alter von 80 Jah= tragende an der Hand von zahlreichen Röntgenbildern
Außer den beiden Angeklagten waren noch des
ſchwe=
fhr Mann, der wohlbekannte deutſche Pionier und die einzelnen Formen der Knochenbrüche und die Erfolgeren Rückfalldiebſtahls angeklagt der 4ljährige Gelegen=
Mer, Heinrich Genzel, ging ihr vor 14 Jahren im der angewandten Behandlungsmethoden.
heitsarbeiter Karl Fenn aus Arnſtadt in Thür der
oran. Frau Genzel hatte einen großen Bekannten=
* Zentrumsverein. In hieſigen Blättern iſt wieder= 33jährige Arbeiter Franz Emil Eiſold aus Trachan,
MFreundſchaftskreis, wo ſie allgemein beliebt und ge= holt angedeutet worden, der Zentrumsverein habe mit der 25jährige Gelegenheitsarbeiter Ludwig Störmer
üſwar. Als 21jährige Jungfrau kam ſie aus Gerns=der Sozialdemokratie wegen der Stadtverord= aus Gießen wegen gewerbs= und gewohnheitsmäßiger
Mhle, Heſſen=Darmſtadt, im Jahre 1854 nach Amerika und netenwahl Unterhandlungen geführt. Der Zen=Hehlerei der 31jährige Bäcker Joſeph Groß aus Pfaffen=
Mshraeuſe. In Turnerkreiſen wird ſie ſtets als eine trumsverein legt Wert darauf, zu erklären, daß dieſe Be= hofen und der 23jährige Bäcker Wilhelm Knorr aus
Miſten Mitarbeiterinnen dieſes Vereins in beſter Er= hauptung in jeder Beziehung unzutreffend iſt. Dagegen Wiesbaden.
Die Angeklagten Eiſold und Störmer werden auf ihren
Mng bleiben. — Frau Marie Ziegler, die Witwe hat der Zentrumsverein auf ſeinem Wahlzettel alle bür=
Mürſtorbenen Joſeph Ziegler, ſtarb am 14. Okt. in gerlichen Parteien und Gruppen, ſoweit irgend möglich, be=Geiſteszuſtand unterſucht, weshalb nur gegen die übrigen
Wohnung an der Cherryſtraße in Eillicothe, O., nach rückſichtigt.
fünf Angeklagten verhandelt werden konnte. Goldſchmidt
rem ſchweren Leiden. Die Verſtorbene wurde am
Die Geburtstagsfeier S. K. H. des Großherzogs gab eine ganze Reihe von Diebſtählen zu, zunächſt drei
i 1839 in Berſtadt, Heſſen=Darmſtadt, geboren. beging am Mittwoch abend die Kameradſchaftliche Einbruchsdiebſtähle in Frankfurt; hiervon kann er aber
Vereinigung der Schutzmannſchaft in Darm= unmöglich den einen begangen haben. In der Nacht zum
Hauſegger=Konzert. In dem am 2 2.
Novem=
lſlättfindenden Konzert der Ortsgruppe Darmſtadt ſtadt bei ausgezeichnetem Beſuche. Die Feier war vor= 22. Mai 1912 hatte er nach Erbrechen einer
Unterkunfts=
llſchard Wagner=Verbandes deutſcher Frauen unter züglich vorbereitet und nahm einen prachtvollen Verlauf. hütte Kleidungsſtücke und Eßwaren von Lohnarbeitern
Mſip von Siegmund von Hauſegger wird Nach einer muſikaliſchen Einleitung hielt der 1. Vorſitzende geſtohlen, ferner aus einem Waſſerhäuschen 24 Flaſchen
MFledergabe der Gralserzählung in ur= der Vereinigung, Kamerad Schäfer, eine kurze aber Limonade und Zigarren. In Worms verübte er zwei
Mnglicher Faſſung ganz beſonderes Intereſſe kernige Begrüßungsanſprache. Sehr ausdrucksvoll trug Einbrüche in Gartenhäuschen der Geſellſchaftsgarten=Ge=
Me e
ſllurch Athen geführt wurden. Die meiſten bulgariſchen diſziplinirtes. von politiſierenden Offizieren befehligtes jeder Grieche wiſſen. Alle die mehr oder weniger ſtumpf=
Uienen wurden einſach ausgetauſcht, da ihnen gegen= Heer in einigermaßen befriedigende europäiſche Formen ſinnigen neuzeitlichen „Dramen” ſpielen in Paris. Der
Aude Volkswut wohl kaum zu dämmen geweſen wäre, zu zwängen. Darin beſtand aber auch die ganze Leiſtung. franzöſiſche Offizier, der Pariſer Schutzmann, der
hemd=
chnend iſt übrigens der Groll der türkiſchen Gefange= An den griechiſchen Siegen iſt Eydour ganz unſchuldig, ärmelige Diener mit langer Schürze und Abſtauber ſind
Malf ihre bulgariſchen Nachbarn. So meldeten ſich Mit ſeiner Strategie iſt er ſogar glänzend abgefallen. Der ſtehende Figuren. Die kleinen Leute müſſen hier wirklich
hlich türkiſche Offiziere zum Kampfe gegen Bulgarien, damalige Kronprinz und jetzige König Konſtantin hat ihm glauben, es gäbe in Europa nur Frankreich, während die
Aſllbſtredend dankend abgelehnt wurde, und bei jeder ſeinen Plan zur Einnahme Janninas kurzer Hand wieder anderen Völker noch im Urzuſtand lebten, ſo daß es nicht
Miſchen Schlappe feierten die türkiſchen Mannſchaften zurückgegeben. Die Verbeſſerung des Zuſtandes der Trup=lohnte von ihnen etwas zu bringen.
Hier gäbe es noch eine dankbare Aufgabe für unſere
pen wäre nun ganz ſchön, die Sache hat aber auch noch
Kreudenfeſte.
eſtern war ich unten im Piräus, wo noch beſtändig ihre Kehrſeite Die franzöſiſche Lehrmeiſterei kommt den großen Berliner Filmfabrikanten, eine nationale Tat.
Wer wagt es?
mit Kriegsbeute des zweiten Feldzugs eintreffen. Griechen ſehr teuer zu ſtehen. Denn es ſtellt ſich jetzt her=
Morgen iſt Dimitri=Tag, ein hohes Feſt, das mit der
AeBerge von Patronenkiſten, großen Geſchoſſen, ſieb= aus, daß Herr Eydour ein äußerſt geſchickter commis
Aiurchlöcherten Protzen, beſchädigten Kanonen und voyageur der Weltfirma La France iſt. Alle Armeeliefe= Einnahme Daloniks zuſammenfällt und durch den Beſuch
AAn aller Art liegen und ſtehen auf dem Kai. Das rungen werden nach Frankreich vergeben, und zwar ohne des rumäniſchen Miniſterpräſidenten Take Joanéseu ver=
Aen beſorgen türkiſche Gefangene, aber nur ſolche, Preiskontrolle. Die Lieferungen ſollen zu alledem nicht herrlicht wird. Was er wohl bringen mag? Hoffentlich
dlich freiwillig melden. Sie erhalten außer der Ver= einmal erſtklaſſig ausfallen. Sogar die Medikamente (!) einen Oelzweig als Friedenszeichen.
König Konſtantin und ſeine Familie ſind ſehr beliebt.
Mlung und ihrem gewöhnlichen Sold noch eine Drachme bezieht man aus Paris.
Hoffentlich kommen die Griechen doch noch einmal zur Der König iſt ſtreng, kümmert ſich um Großes und Kleines
Pfg.) täglich. Sie drängen ſich förmlich dazu und
Mölllen bei der Ankunft jedes neuen Schiffes. Bulgariſche Einſicht, daß ihre Nachäffung des Pariſertums für die auf allen Gebieten ſetzt perſönlich unfähige Militärärzte
Mene — es kamen früher ab und zu kleinere Abtei= Dauer nicht lohnt Hier iſt alles Paris und Paris alles. ab und legt Offizieren, die beim Beſteigen des Pferdes
— wurden von ihnen mit höhniſchen Bemerkungen, Nächſtens kommen auch noch die Korinthen aus Frank= auf techniſche Schwierigkeiten ſtoßen, nahe, daß ſie ſich in
reich. Leider wird das Volk bis in die unterſten Schichten Zivilkleidung bedeutend beſſer ausnähmen. Die Königin=
Na, was wollt Ihr denn hier?” empfangen.
ier in Athen ſieht man wenig Türken. Sie liegen ſchon förmlich hierauf dreſſiert. So ſind um nur ein Bei= Witwe Olga, die Königin Sophie und die Gattinnen der
ahen Kephyſſia und meiden die Hauptſtadt, in der es ſpiel anzuführen, in Athen und in allen Provinzſtädten Prinzen widmen ſich mit bewunderungswürdiger
Aufopfe=
r mehr Krakehler und Fanatiker gibt, wie in der die Kientöppe ungemein im Schwung und werden von rung der Pflege der Verwundeten und Kranken.
Uebermorgen reiſe ich nach der Hauptſtadt von Nea
nz. Unannehmlichkeiten wären da kaum zu ver=Hoch und Niedrig beſucht. Bei den „Bildern aus aller
Welt” fehlt Deutſchland immer. Die unbedeutendſten Ellas nach Salonik. Allerdings mit etwas gemiſchten
An
franzöſiſchen Kleinſtadtgeſchichten erſcheinen dagegen auf Empfindungen, denn ich weiß nicht, wie ich von dort nach
Eben ſah ich auch den „berühmten” franzöſiſchen
Gene=
hpour, als er mit ſeinem hellblauen Adſutanten eine der weißen Leinwand. Wenn Herr Poineare in irgend Konſtantinopel weiter komme.
Nur eines kann mir forthelfen:
Renommierfahrten durch die Stadt machte. Wenn einem Neſte von einer friſchgewaſchenen Feſtjungfrau
Friede, Friede Friede!
gerecht ſein will muß nian ja ſagen, daß er und einen Blumenſtrauß überreicht bekommt, oder hei der
Ein=
lll Offiziere in der Verbeſſerung des griechiſchen Heeres weihung des Denkmals für irgendeine Lokalgröße dem
igees geleiſtet haben. Es war nicht leicht, ein wenia Maire die weißbehandſchuhte Rechte bietet — das muß
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 14. November
Seite 4.
noſſnſchaft und nahm Kleidungsſtückean ſch. In Malinz l äußerſten Linten, haben dieſe Anelnahme der Vororis
verübte Goldſchmidt in Gemeinſchaft mit dem Angeklag= gemeinden als notwendig bezeichnet. Ich hoffe ganz
be=
ten Jepp einen regelrechten Einbruch mit entſprechenden ſtimmt, daß die Gemeinde Griesheim, mit der auch im
Werkzeugen. Sie erbrachen in einer Wirtſchaft in der übrigen wegen anderer Projekte weitere Verhandlungen
Nacht zum 30. Auguſt eine Kaſſette, in der Hoffnung, Geld geführt werden, ihr Intereſſe an dem Vorortsverkehr durch
darin zu finden. Es fielen ihnen aber nur Biermarken, die Nachahmung des Vorbildes von Eberſtadt beweiſen
Zigaretten und Eßwaren in die Hände. In Wiesbaden wird.
und Darmſtadt entwendeten Goldſchmidt und Jepp im
Frühjahr dieſes Jahres je ein Fahrrad, die von den An= Zum Ausbau der Strecke nach Eberſtadt
geklagten Groß und Knorr abgenommen wurden.
erfahren wir im übrigen noch folgendes: Die Umwand=
In der Nacht zum 3. April 1913 machten ſich die beiden lung der Dampfſtraßenbahn von Darmſtadt nach Eberſtad
daran, mit Leitern und anderen Einbruchswerkzeugen in in elektriſchen Betrieb wurde von der Heag ſeither in
dem Wohnhauſe einer Witwe, bei der Goldſchmidt früher der energiſchſten Weiſe betrieben. So
wur=
als Pflegling war, deren Penſion zu holen. Sie wurden den die neuen elektriſchen Wagen beſtellt und zum Teile
jedoch überraſcht und begnügten ſich mit Wäſche. Eiſold ſchon geliefert, ebenſo die elektriſchen Einrichtungen für die
und Fenn verübten Ende 1912 oder Anfang 1913 im Stift Wagenwerkſtätte, ſowie die Herſtellung des zweiten Glei=
„Elim” in Nieder=Ramſtadt nach Ueberſteigen der Um= ſes auf der ganzen Strecke beſchleunigt. Die Durchführung
zäunung Wäſchediebſtähle. Eiſold entwendete dem Diebes= des Unternehmens war indeſſen von außergewöhnlichen
kollegen Groß eine Browningpiſtole und der Angetlagte Schwierigkeiten begleitet, auf die die Heag und die Stadt
hat in Wallbach aus einer Jagdhütte ein Fernglas, Schuhe nur wenig Einfluß ausüben konnten. So boten ſich außer=
und andere Gegenſtände geſtohlen, was ihm Groß für 18 gewöhnliche Schwierigkeiten bei dem Geländeerwerb für
Mark abkaufte, desgleichen kaufte Gr. von einem Unbekann= die Verbreiterung der Heidelberger Straße von der
Lands=
ten hier in Darmſtadt geſtohlene Stiefel. Der Angeklagte kronſtraße bis zum Waldeingang, die die Arbeiten weſent=
Groß hat ſich anſcheinend ein annehmbares Vermögen lich verzögerten. Ferner mußte auf der weiteren Strecke
durch ſeine Hehlerei erworben. Die Angeklagten ſind zum im Walde bis zur Gemarkungsgrenze der erforderliche
Teil geſtändig.
Waldſtreifen vom Fiskus erworben oder eingetauſcht wer=
Der Staatsanwalt beantragte gegen Goldſchmidt 4 den. Auch dieſe Verhandlungen waren ſchwierig, da von
Jahre Gefängnis, gegen Jepp, der noch unbeſtraft iſt,
ſeiten des Fiskus’ hohe Anforderungen geſtellt wurden,
Jahr 6 Monate Gefängnis, gegen Fenn wegen
gewerbs=
die indeſſen durch Vergleich jetzt erfüllt ſind.
mäßiger Hehlerei 2 Jahre 4 Monate Zuchthaus, gegen
Nach Uebergebung des ſtädtiſcherſeits erworbenen
Groß 2 Jahre 3 Monate Zuchthaus, gegen Knorr 1 Jahr Waldgeländes bis zur Eberſtädter Gemarkungsgrenze in
6 Monate Gefängnis.
der Heidelberger Straße haben das Tiefbauamt und die
Das Gericht verurteilte den Angeklagten Gold=Heſſiſche Eiſenbahn=Aktiengeſellſchaft ſofort mit der
Ein=
ſchmidt zu 4 Jahren Gefängnis, abzüglich ſechs planierung des Geländes für das zweite Gleis nach Eber
Monate der Unterſuchungshaft; den Angeklagten Jepp ſtadt, begonnen und dieſe Arbeiten ſind im vollen Gange.
zu 1 Jahr Gefängnis, abzüglich ſechs Monate,Hinderlich für die Inbetriebnahme des zweiten Glei=
Fenn zu 2 Jahren 4 Monaten Zuchthaus, ab= ſes und die Einführung des elektriſchen Betriebes für die
züglich 4 Monate, Groß zu 1 Jahr 6 Monaten Linie Darmſtadt-Eberſtadt ſind noch die Telegra=
Zuchthaus, abzüglich vier Monate, Knorr zu neun phenmaſte und die auf ihnen entlang gezogenen Tele=
Monaten Gefängnis, abzüglich 4 Monate der
Un=
graphenleitungen der Poſtverwaltung, die mitten in den
terſuchungshaft. Den Angeklagten Goldſchmidt, Fenn und Gleiſen ſtehen. Die Beſeitigung und Verlegung dieſer
Groß wurden die bürgerlichen Ehrenrechte für die Dauer oberirdiſchen Telegraphenleitung wurde von der Heag
von 5 Jahren aberkannt.
Ende des Jahres 1912 bei der Oberpoſtdirektion beantragt
und angeführt, daß die Verlegung dieſer
Telegraphenlei=
tung von der Oſt= auf die Weſtſeite der Straße ohne Auf=
Von der Elektriſchen und der „Heag‟.
wendung erheblicher Mittel durchführbar ſei. Hierbei hat
In der geſtrigen Stadtverordnetenverſammlung ſich die Heag auf den Standpunkt geſtellt, daß nach dem
wurden von verſchiedenen Seiten Anfragen über die Elek= Telegraphenwegegeſetz vom 18. Dezember 1899 die Koſten
triſche und Klagen über die Arbeiten der Heag vorgebracht. der Verſetzung von der Poſt getragen werden müßten, weil
Der Oberbürgermeiſter teilte hierzu folgendes mit: die Stadt als öffentlich=rechtliche Körperſchaft zum über=
Die Wagen ſind im vorigen Jahre beſtellt worden, wiegenden Teil an der Straßenbahnunternehmung
betei=
wie ich dies bereits in meinem Vortrage über das erſte ligt ſei.
Die Verhandlungen mit der hieſigen
Geſellſchaftsjahr der Heag eingehend ausgeführt habe. Die
Waggonfabriken ſind leider derartig überlaſtet geweſen,Oberpoſtdirektion waren ſehr zeitraubend, weil das
daß ſie erſt jetzt dazu kommen ihre Vertragsverpflichtun= Reichspoſtamt in Berlin ſtets gehört werden mußte und
gen zu erfüllen. Nach mehrfachem Drängen, Depeſchen= dieſe Behörde von ihrem grundſätzlichen Standpunkt nicht
wechſel und Androhung der vereinbarten Konventional= abgehen konnte, wonach ein Teil der Verlegungskoſten von
ſtrafe nehme ich mit Sicherheit an, daß nunmehr bal= der Heag zu tragen ſei. Auf Anſuchen der Direktion der
digſt alle 25 Wagen eintreffen.
Heag haben der Oberbürgermeiſter, das Großh. Kreisamt
In dem erſten Geſellſchaftsjahre der Heag ſind nahezu und das Großh. Miniſterium ſich direkt mit dem
Reichs=
eine halbe Million Mark für den Ausbau poſtamt in Verbindung geſetzt und die näheren Gründe,
desſtädtiſchen Straßenbahnnetzes veraus= die für die Auffaſſung der Heag ſprechen, dargelegt und
gabt worden. Die Oeffentlichkeit iſt leider zu wenig die Bitte dahin gerichtet, die Angelegenheit zu
beſchleuni=
darüber unterrichtet, mit welch' außerordentlichen gen. Im Auguſt dieſes Jahres war ſchließlich die Antwor
Schwierigkeiten wir bei dem Ausbau unſeres des Reichspoſtamtes eingegangen, wonach die Koſten der
Straßenbahnnetzes zu rechnen haben. In bezug auf die Geſamtverlegung der Telegraphenleitung auf der Strecke
Martinsviertel=Linie iſt eine Konferenz in Darmſtadt-Eberſtadt als Kabelleitung etwa 160000 Mark
nächſter Woche bei der Aufſichtsbehörde angeſetzt, bei der betragen. Es iſt dabei in Ausſicht genommen, die Leitung
auch die Herren Vertreter der Techniſchen Hochſchule er= für den Nahverkehr auf Koſten der Poſtkaſſe zu verlegen
ſcheinen werden. Infolge der Einſprache der Techniſchen und der Heag angeſonnen, den Reſt für die Verlegung der
Hochſchule konnten dieſe Verhandlungen bis jetzt noch nicht Fernleitung mit etwa 31000 Mark im Voraus zu bezahlen.
zu Ende geführt werden. Ich hoffe jedoch mit aller Be=Ueber die letztere Forderung der Poſtverwaltung iſt eine
ſtimmtheit, daß nunmehr endlich eine Einigung über dieſe Einigung in Ausſicht, aber noch nicht vollſtändig erreicht,
Frage erfolgt, die den Intereſſen des Martinsviertels und da die Heag in anbetracht des aufgeworfenen Rechtsſtreits
den Intereſſen der Techniſchen Hochſchule Rechnung trägt. davon ausgeht, daß die Hinterlegung der genannten
Der Vollendung der Fernbahn nach Eberſtadt Summe nur unter dem Vorbehalt der Rechnungsprüfung
ſtanden die außerordentlich ſchwierigen Verhandlungen erfolgen könne.
bezüglich des Geländes und der Entfernung der Telegra=
Wenn ſonach nach den zeitraubenden Verhandlungen
phenſtangen der Reichspoſtverwaltung ſeither entgegen. eine Regelung der Angelegenheit zwiſchen der Oberpoſt=
Dank den fortgeſetzten Verhandlungen und der letzten Kon= direktion und der Heag in naher Ausſicht ſteht, ſo iſt doch
ferenz, die Herr Direktor Möller auch in dem Reichspoſtamt zu befürchten, daß die Oberpoſtdirektion ſich
zu Berlin zu führen hatte, hoffe ich auch hier, nunmehr be= lauf den Rechtsſtandpunkt ſtellt und vor der
ſtimmt, daß die Hinderniſſe der Bahn aus dem Wege ge= Beſeitigung der Telegraphenanlagen erſt die
gericht=
räumt werden.
liche Austragung, die dann in vier Inſtanzen er=
Was die Umwandlung der Dampfbahn in den folgen müßte, abwarten will. Hierdurch würde
naturge=
elektriſchen Betrieb auf der Strecke nach Gries= mäß eine große Verſchleppung der Angelegenheit
heim anlangt, ſo iſt der Oeffentlichkeit bekannt, daß die entſtehen, wodurch die Inbetriebnahme der Straßenbahn=
Stadt Darmſtadt die Garantie für die Verzinſung und linie nach Eberſtadt auf lange Zeit verzögert
Tilgung von 5 Millionen übernommen hat und die Heag würde. Sonach erachtet es die Heag für erwünſcht, daß
im Intereſſe der Stadt um einen beſcheidenen Anteil an die Stadt Darmſtadt weiter ihren Einfluß beim
Reichs=
der Deckung dieſes Riſikos mit den Vorortgemeinden ver= poſtamt geltend macht, die Beſtellungen für die Kabel ſofort
handelt hat. Alle Parteivertreter, auch die Vertreter der vorzunehmen und mit der Verlegung der Leitung alsbald
es nützt alles nichts er muß nieſen, andauernd nieſen.
Das ganze Theater bricht in gellendes Lachen aus.
Feuilleton.
— Die amerikaniſche Hausfrau im Kampf gegen die
* Japaniſcher Theaterhumor. Die japaniſche Schau=
Teuerung. Die amerikaniſchen Hausfrauen haben reſolut
ſpielerin Hanako=San, die gegenwärtig mit großem
Er=
folge in Italien auftritt, hat einem Mitarbeiter des Cor= den Kampf bis aufs Meſſer gegen die beſtändig ſteigende
Teuerung der Nahrungsmittel aufgenommen und wollen
riere della Seca einiges über japaniſchen Theaterhumor
erzählt. von dem zwei Kleinigkeiten verdienen mitgeteilt den Vorteil, den ihnen die neuen Tarifgeſetze in
Aus=
zu werden. In Japan iſt die Unſitte des Freibilletts nicht ſicht ſtellten, ſich nicht durch die Truſts, Zwiſchenhändler
ſo verbreitet wie bei uns, und es ſind ſonderbarerweiſe und Kleinhändler zunichte machen laſſen. Die Händler
er=
meiſt Europäer, die an den japaniſchen Theatern davon klären nämlich, daß, ſoweit ſie in Betracht kämen an ein
Niedrigerwerden der Preiſe nicht zu denken ſei. Die
Gebrauch machen. Die Japaner gehen zwar darauf ein, 700000 Mitglieder umfaſſende „Liga der Hausfrauen von
aber es gefällt ihnen nicht Eines Tages kam ein
euro=
päiſcher Beamter zu dem Direktor eines der erſten Theater Amerika”, die eine geſchworene Feindin aller hohen Preiſe
in Tokio und bat um einen guten Freiplatz. Der Direk= iſt, will ſich das aber nicht gefallen laſſen und hat eine mit
Jubel begrüßte Propaganda unter allen Hausfrauen des
tor hatte bine Karte bei ſich, es war ihm auch nicht mög= Landes organiſiert, um mit allen Mitteln eine
Verbillig=
lich, den Bittſteller perſönlich in den Zuſchauerraum zu ung der Nahrung durchzuſetzen. Beſonders empört ſind
führen, ſo griff er denn kurzerhand zu dem vor ihm
liegen=
die Hausfrauen über die gewaltigen Preiſe der friſchen
den Rotſtift und ſchrieb dem Fremden eine Platzanweiſung Eier, von denen ein Dutzend jetzt nicht weniger als 2,50
auf die blendend weiße Hemdbruſt. Der Europäer zog Mark koſtet und vor Ende des Winters noch auf 3,50 Mark
ab und präſentierte ſich dem Logenſchließer. Dieſer
emp=
fängt ihn mit den Worten: „Ich habe den ſtrikten Befehl, hinaufgehen ſoll. In den Kühlhäuſern des Eiertruſts
nur Leute mit Eintrittskarten durchzulaſſen. Sie müſſen liegen aber allein im Staate Neu=York nach den offiziellen
Angaben 22 Millionen Eier, ron denen das Dutzend zu
mir denn Ihr Hemd als Ausweis zurücklaſſen.‟ Die 75 Pfennig angekauft wurde. Jedes Mitglied der
Haus=
zweite Geſchichte lautet folgendermaßen: In den
japa=
frauenliga und alle, die ſich ihr anſchließen, ſollen nun
niſchen Dramen kommen bekanntlich ganz gruſelige, die Truſteier boykottieren, bis die Preiſe herabgeſetzt ſind,
blutrünſtige Szenen vor, die mit größter Breite ausgemalt und hilft das nichts, dann will die Liga ſelbſt von
Eng=
werden. Einſt ſollte eine Enthauptungsſzene vorkommen; land, Deutſchland und Oeſterreich her Eier einführen, die
der enthauptete Kopf hatte nachher blutüberſtrömt auf
einem Tiſch zu ſtehen. Der Theaterdirektor hatte den zu einem billigen Preiſe abgegeben werden können. Der
genialen Regieeinfall, dieſen Kopf von einem Schau= Kreuzzug der Hausfrauen gegen die Teuerung findet in
ſpieler darſtellen zu laſſen. Er ſchnitt in den Tiſch ein ganz Amerika allgemeinen Beifall und die weitgehendſte
Anteilnahme.
Loch, durch das der Schauſpieler ſeinen blutgeſchminkten
Kopf zu ſtecken hatte Er durfte bei hoher Buße ſich nicht
C K. Eine Droſchke mit drei Rädern. In den Straßen
rühren. Die Bosheit eines Kollegen brachte ihn zu Fall. von London kann, wer Glück hat, jetzt eine Droſchke auf
In einem günſtigen Augenblick warf ihm dieſer Schnupf= drei Rädern ſehen auf die ihr Erfinder, der
Droſchken=
tabak ins Geſicht. Der arme Teufel kämpft verzweifelt kutſcher J. Hoare, ſehr ſtolz iſt. Mr. Hoare, der ſeit mehr
gegen den Niesreiz. Er beißt ſich die Lippen blutig; er als 30 Jahren das Amt eines Kutſchers mit Liebe und
drückt die Augen ein, zieht die Muskeln zuſammen, aber Eifer ausübt, hatte vielfach mit Aerger bemerkt, wie ſchwie=
Nummer 275,
1913.
zu begimen und nicht ert den gerichlichen Austrage
warten.
Wir werden noch eingehender auf die Angelegen
zurückkommen.
Erzhauſen, 12. Nov. (Ausſtellung.)
Der=
ſche Volksſchriften=Verein und der Verein für länd
Heimat= und Wohlfahrtspflege veranſtalten hier eſſpelſe
Ausſtellung von Künſtler=Steinzeichnungen im Saſſtr. Es
„Zur Ludwigshalle” welche heute eröffnet wurde.
Profeſſor Dr. Frenzel=Darmſtadt ſprach zunächſt über
Zweck dieſer Ausſtellung und führte aus, daß den Leu ſchwier
für teures Geld viel minderwertige Fabrikware angekomgube leicht
und verkauft würde und daß ſie für billigeres Geld Eiſſistellen.
leriſch einwandfreie Bilder erwerben könnten. Herr
rer Haſſinger=Darmſtadt hiel: dann einen längeren,
edler Begeiſterung durchdrungenen Vortrag, der je
Re
Teilnehmer einen künſtleriſchen Genuß gewährte.
ſelbe beſprach mehrere Bilder und zeigte in meiſterhiſſt Aus der
Berliner
Weiſe, welche Schönheiten in ihnen zu finden ſind.
größtem Intereſſe folgten die Anweſenden den Ausfühtmterſammlun
ſiefen Derhe
gen des Redners und ſpendeten reichen Beifall.
Vortrag wird Samstag abend 8½ Uhr nochmals wicht künfti
holt.
M. Stockſtadt a. Rh., 12. Nov. Typhus wiRlückſicht au
hier bei einem Arbeiter feſtgeſtellt. Derſelbe war= E Verbilligu
Monteur für eine Mannheimer Firma in Belgrad befchſtterſtrebt
wi=
tigt. Von dort zurückgekommen, wurde er ſehr ſchegegenwvärt
Mete
krank. Durch das bakteriologiſche Inſtitut in Glchſts
wurde Typhus konſtatiert. Auf ärztliche AnordrBerliner El
wurde der Schwerkranke in das Städtiſche Krankenhälterlandzentrd
nach Darmſtadt gebracht. Desinfektion wurde ſofortſchllige iſt, ble
genommen.
Elin, falls
Offenbach, 13. Nov. (Bismarckdenkmal)Wlgingen, mi
der Jahrhundertfeier der Völkerſchlacht bei Leipzig wallltriſchen Fen
nach dem Rechnungsergebnis ein Reinertrag baeliner St
6 Mark erzielt. Dieſer Betrag, der anfänglich zur Unällf dee
ſtützung hilfsbedürftiger Veteranen vorgeſehen warſchets „Herma
als Grundſtock für die Errichtung eines BismaMialten. Ei
denkmals anläßlich der Wiederkehr des 100. Gebutäbverſtät iſt
tages des Altreichskanzlers Verwendung finden. llebernahn
Beamtenverein der Stadt Offenbach hat dert wird die
waltung ein Geſuch unterbreitet, in dem er um Ueheſer alle Roll
weiſung eines jährlichen Beitrages SWfr Anfa
Unterſtützung unverſchuldet in Not geiſivon73
tener Beamten nachſucht. Mit Rückſicht daraußer in Ber
die Stadt ihrerſeits in Not geratene ſtädtiſche Beamtsiien ab. E
weitgehendſtem Maße unterſtützt, wurde das Geſuchdem Ausla
mit
gelehnt.
Nierſtein, 13. Nov. Die hieſige Spar=1000 Pof
Darlehnskaſſe, die zu den größten ländlichen Marke durc
inſtituten Heſſens zählt und über 10 Millionen Markli Bogand
ſchaft verfügt, hat an die Darmſtädter Genoſſenſchafts unterworfe
rund 135000 Mark zu fordern. Da man nach demnein unglaub
Stand der Bank mit einem Höchſtverluſt von 50 PFrau Pro
zu rechnen hat, ſo beläuft ſich der vorläufig anzunehne ſolte brac
Geſamtverluſt der Kaſſe auf 67500Mbſe aus.
Dieſem ſteht indes ein Kaſſenvermögen an Reſerveſomliereein und
9 Jahre
und Betriebsrücklage von 109000 Mark gegenüber,
nach Deckung des Geſamtverluſtes immer noch einden weſtlich
Kaſſenvermögen von 41800 Mark übrig bleibt. Dieh Diebſtäh
Spar= und Darlehnskaſſe iſt demnach trotz ihres vele Juwelen
nismäßig ſehr hohen Verluſtes in der angenehmenücer Tat
daß kein Mitglied irgendwie zur Zahlungeführ
3. N.
Anteilbetrages herangezogen zu werden brau
Bingen, 13. Nov. (Ein Eiſenbahnererhſdie Woh
Wer bergange
lungsheim.) Nach längeren Unterhandlungen hal
Die
Eiſenbahnfiskus in der Lage „Schwätzerchen” zuil
käumen
einen größeren Geländekomplex käuflich
worben. Auf dieſem Gelände ſoll ein größeresEind raubt
bahnererholungsheim errichtet werden. Mit denAlufruh
handlus
arbeiten wird in der nächſten Zeit begonnen
(Zwangsinnung.) Nachdem ſich die Mehrzah Plurg für
im Kreiſe Bingen anſäſſigen Schmiedemeiſten
Flankfurt.
geheimer Abſtimmung für die Errichtung einer Zma
Bij
innung im Kreiſe ausgeſprochen hat, wurde einetd wurde
mit Wirkung vom 1. Dezember d. Js. vom Kreisüſſe Rhlannern
Bingen angeordnet.
290 ausg
Füiale ein
i Las 6.
Kunſtnotizen.
geſchlo
(eber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren
das
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Nele
rder fü
Konzert des Lehrerſängerchoen in
ſten Samstag findet im Saalbau das erſte öffentlichbeden
terkonzert des Lehrerſängerchors ſtatt. Ueber den
mitwirkenden Baritoniſten Maxim. Troitzſch liegen ien
beſten Beſprechungen maßgebender Blätter vm
ſchreibt die Allgemeine Muſikzeitung über einBee indest.
Konzert des Künſtlers im vorigen Winter: Funkfur
äußerſt ſympathiſcher Sänger ſtellte ſich Herr
rig es in den engen Straßen und Gaſſen des altenLnn.
iſt, mit vierrädrigen Wagen umzuwenden. Dabeikon
zahlreiche Unglücksfälle vor, die Wagen werfen um
immer iſt das zweite Vorderrad der Grund dafür.h
alſo einen Wagen erbaut, der nur ein Vorderradug
und lenkt ihn ſelbſt; er kann die Leichtigkeit des
Fahret=
die Sicherheit und Bequemlichkeit beim Wenden nicht
nug rühmen. Doch droht ſeiner Erfindung ein tragiſche
Schickſal, denn ſie iſt in einer Zeit entſtanden, dadie
Pferdedroſchken allmählich auszuſterben beginnen.
kf. Die Kleinbahn im Kampfe mit einem Schwans
Aus Osnabrück wird geſchrieben: Ein merkwürdiges
Abenteuer hatte dieſer Tage der Zug einer Kleinbahn zs
beſtehen. Mit greulichem Gefauche kroch das Bähnches
den Schienenſtrang entlang, der neben der Haſe, einen!
kleinen Flüßchen, herläuft. Auf dem Flutenſpiegel ſchap
kelte ſich ein blütenweißer Schwan, der mit vielem Gety
um die Gunſt zweier weiblicher Geſchöpfe ſeiner Gattund
warb. Ein richtiger Schwerenöter, ließ er alle ſeine
Ver=
führungskünſte ſpielen, ſpreizte manierlich die Rockſchöß
und drehte und wandte ſich vor den Augen der entzücktes
Schönen nach allen Seiten. In dem Augenblick aber, do
er den Trumpf ausſpielte und mit edlem Anſtand kif
Flügel ausbreitete entfuhr den Nüſtern des vorüben.
ſtampfenden Dampfroſſes eine gewaltige Wolke, die ſich
auf die Waſſerfläche legte und die Schwanendamen unven;
züglich in die Flucht jagte.
Als ſich der gefiederte Kavalier um die Wirkung ſeines
Freite betrogen ſah, erboſte ihn dies ſo ſehr, daß er ders
Gegner zu vernichten beſchloß. Die Wut verlieh ihm=
Rieſenkräfte. In wilder Kampfbegier erhob er ſich aust
ſeinem Element, um ſich im nächſten Augenblick an demu
eiſernen Panzer des rollenden Ungetüms den Schädel
zu=
zertrümmern. Blutüberſtrömt ſank der Mutige in den=
Sand und mußte noch im Sterben das ſchrille Triumph=g
geſchrei des Gegners vernehmen, das der Wind ihm
vom=
fernher zutrug. .
[ ← ][ ][ → ]
Kummer 275.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 14. November 1913.
Seite 5.
ſthſch vor, der im Ghoralienſal einen Lieder= und ſSchwerverlezten iſt geſern abend noch der Maurer ſdie huldvolle Borſhaſt des Königs. Dr. v. Koerner wies
Urdenabend gab. Ein Material von edelſtem Wohl= Keſſel im Krankenhauſe dahier ſeinen Verletzun=ſodann auf die ſchreckliche Titanic”=Kataſtrophe hin,
wo=
ſe, eine große natürliche Geſangsveranlagung, ein gen erlegen.
durch die Frage aufgeworfen wurde, wie die
Wieder=
ſnehm klingendes Piano und Mezza=voce ließen einen
Straßburg i. Elſ. 13. Nov. (Eine Forderung holung eines ſolchen Unglücks vermeidbar ſei. In
Deutſch=
ſtler von bedeutenden Qualitäten erkennen. Auch be=des Leutnants Frhrn. von Forſter.) Wie dieland war es der Kaiſer, der zuerſt die Idee der internatio=
Herr Troitzſch einen echten, geſunden Humor, der in Rheiniſche Korreſpondenz mitzuteilen weiß, haben 30nalen Konferenz angeregt hat, um die Schlußfolgerungen
wes „Hochzeitslied” uſw.‟ Ein Mannheimer Blatt Studenten, Angehörige der Verbindung Cercle des zu ziehen aus der grauſamen Lehre, welche der
Unter=
ſibt: „Einen prächtigen Bariton beſitzt Herr M. Etudiants dem Leutnant Forſter eine Duell=gang der „Titanie” gegeben hat. Sein Aufruf an die am
Pitzſch. Seine Vorträge ſtanden auf der Stufe hoher
forderung überſandt. — Oberſt von Reuter in Zabern, Seeverkehr beteiligten Nationen wurde einmütig
willkom=
ſtſt. Es ſeien beſonders drei Balladen von Loewe ge= der Kommandeur des 2. Oberrheiniſchen Infanterie=Regi= men geheißen, an erſter Stelle von der britiſchen Regie=
Ant: „Schatzgräber”, „Fridericus Rex” und „Hochzeits= ments hat einen ſchon vor längerer Zeit geplanten, aberrung, die ihre Bere willigkeit erklärte, die Konferenz in
Mit ſtaunenswerter Technik, mit tiefem Erfaſſen durch die letzten Ereigniſſe verzögerten Urlaub angetreten. London einzuberufen. Die Verwirklichung des Gedankens
ſchwierigen Materien abſolvierte der Künſtler ſeine
Stuttgart, 12. Nov. (Verurteilung von Wil=des Kaiſers iſt daher der britiſchen Regiernug zu
ver=
ſgabe leicht und ſicher.” — Karten an den üblichen Ver=derern.) Das Schwurger icht verurteilte nach drei= danken. Der Redner betonte die Schwierigkeit der Auf=
Peſtellen.
tägiger Verhandlung den Maurer Mack zu 10 Jahren und gabe der Konferenz, ſowie die große Zahl und die
Bedeu=
ſieben Monaten Zuchthaus, den Maurer Ruck zu 12 Jahren tung der zu löſenden Fragen. Er ſei überzeugt, es werde
und einen Monat Zuchthaus und beide zu je fünf Jahren dank der Weisheit der vertretenen Regierungen und dem
Reich und Ausland.
Ehrverluſt. Die Angeklagten wurden am 19. Juli beim auten Willen der Delegierten der Konferenz gelingen, die
Wildern ertappt. Es entſpann ſich zwiſchen Mack und Schwierigkeiten zu überwinden und zu einer Verſtändi=
Aus der Reichshauptſtadt, 12. Nov. Seitens einem Forſtwart ein Handgemenge, in deſſen Verlauf Ruck gung über das der Menſchheit und den friedlichen Bezie=
Berliner Magiſtrats wird zu den in der Gene= den Forſtwart niederſchoß und ſchwer verletzte. Hierauf hungen der Völker nützliche Werk zu kommen.
berſammlung der Berliner Elektrizitätswerke ge= ſchlugen beide dem tödlich verletzten Forſtwart den Schädel
Auf Vorſchlag Buxtons wurde Lord Merſey zum
ſfen Verhandlungen mit der Stadt Berlin wegen ein und ſchleppten den Leichnam in ein Waldesdickicht.
Präſidenten ernannt. Dieſer dankte für die Ehre
künftigen Regelung des ſtädtiſchen
und erklärte, er werde keine Bemühungen ſcheuen um die
ſektrizitätsweſens mitgeteilt daß dabei neben
Hamburg, 13. Nov. (Angeklagte Wander=Delegierten in ihrer Aufgabe zu unterſtützen. Er weiſe
Rückſicht auf die Verbeſſerung der Stadtfinanzen auch vögel.) Die Strafkammer ſprach den wegen fahrläſſiger jedoch auf die Unmöglichkeit hin, jede Gefahr zu beſeitigen.
Verbilligung in der Herſtellung des elektriſchen Stro=Tötung angeklagten 16jährigen Unterſekundaner Keßler, Alles was möglich ſei, ſei das Streben, die Gefahr auf
erſtrebt wird, um dadurch eine erhebliche Herabſetzung der im Mai bei einer Nachtübung der Wandervogeltruppe ein Mindeſtmaß zu beſchränken; zu dieſem Zweck Mittel
gegenwärtigen Tarife zu ermöglichen und die elektris bei Kuxhaven den Sohn des Kurhavener Lehrers Drösgert anzuwenden, ſei dringend notwendig, doch dürften ſie nicht
Kraftverſorgung weiter zu verbreiten. Ob der Weg durch einen Schuß tödlich verletzt hat, frei. Das Gericht derart ſein, daß ſie eine vernünftige Führung des Schiffes
Berliner Elektrizitätswerke durch Errichtung einer nahm an, daß er glaubte, angegriffen worden zu ſein und perhinderten, oder den Verkehr vernichteten. Wo ſich aber
terlandzentrale im Bitterfelder Braunkohlenrevier der aus Furcht über das erlaubte Maß der Verteidigung ein Zweifel erhöbe, werde immer die Sicherheit über die
ßige iſt, bleibe dahingeſtellt; jedenfalls würde es für hinausgegangen war, ein Irrtum, der bei ſeiner Jugend Sparſamkeit zu ſtellen ſein.
in, falls die Elektrizitätswerke in ſtädtiſchen Beſitz entſchuldbar iſt. Der 18jährige Oberprimaner Brandt,
ingen, möglich ſein, ſich gleichfalls die Vorteile der der zuvor unter den Wandervögeln ſcharfe Patronen
ver=
riſchen Fernverſorgung dienſtbar zu machen. — Die teilt hatte, wurde zu dreimonatigem Gefängnis verurteilt.
Sport, Spiel und Turnen.
Hamburg. 13. Nov. (Das Leichenautomobil)
ſrliner Studentenſchaft beabſichtigt, als
Ab=
der Jahrhundertfeiern, eine Aufführung von eines Hamburger Beerdigungsinſtituts geriet auf der
Mf=
* Pferdeſport. Rennen zu Strausberg, 13.
ſts „Hermannsſchlacht” im Zirkus Schumann zu ver= Landſtraße in Brand und wurde raſch durch die Flam= Nov. Preis von Goſen; 2000 Mark: 1. A. Wagners
ſalten. Eine Abordnung der Studenten der Berliner men zerſtört. Der Sarg konnte gerettet werden.
Exarch (H. Teichmann), 2. Fromme Helene, 3. Brabant.
Averſität iſt an Max Reinhardt herangetreten, um ihn
Lübeck, 13. Nov. (Radiumankauf.) Die Bür=30:10; 16, 64, 28:10. — Preis vom Dämmritz=See: 2000
Uebernahme der Regie zu veranlaſſen. Mar Rein= gerſchaft hat den Antrag des Senats, 150000 Mark zum Mark: 1. E. Grunwalds Delila (Brederecke) 2. Third
bi wird dieſen Antrag annehmen. Die Auführung, Einkauf von Radium zu bewilligen, einſtimmig ange=Aee, 3. Block 40310: 20, 19, 40 10. — Ehrenpreis=
Jagd=
ſer alle Rollen von Studenten dargeſtellt werden ſollen, nommen.
rennen; 2300 Mk.: 1. Fürſt Hohenlohe=Oehringens
Sturm=
für Anfang Dezember geplant. — Mit einem Er=
Köslin, 13. Nov. (Pälnik im Schulhofe.) In wind (Herr v. Weſternhagen), 2 Polonäſe, 3. Kings
von 73000 Mark ſchloß eine nach längerer Pauſe der hieſigen ſtädtiſchen Knabenſchule ſpielte ſſich Love. 19110; 14. 23, 35:10. — Preis von Marienberg:
Pir in Berlin abgehaltene Verſteigerung von Brief=heute vormittag eine gefährliche Szene ab. In der Turn=2000 Mark: 1. Fürſt Hohenlohe=Oehringens Rock Eryſtal
Ain ab Es hatten ſich zu der Auktion Sammler ſelbſt halle führte ein auswärtiger Tierbändiger mit einem (Sandmann), 2. Azur, 3. Sankt Theobald. 27.10; 17, 15,
Adem Auslande eingefunden. Den höchſten Preis er=Neger gezähmte wilde Tiere den Schulkindern vor. 17310. — Preis von Bruchmühle; 2000 Mark: 1. Dr. Salo=
Me mit 2200 Mark eine 70=Kreuzer=Würktemberg. Da Unter anderem führte er eine einjährige Löwin im Kreiſe ſchins Eiah (Leutn. Erbprinz von Bentheim), 2. Maha=
1000 Poſtwertzeichen zum Verkauf ſtanden, ſo hatteum die Kinder herum. Plötzlich wurden die Kinder un=raja, 3. Baccaville. 98:10; 24, 18. 23:10. — Tonnen=Jagd=
Marke durchſchnittlich 73 Mark erzielt. — Der Mör=ruhig und begannen ſich zu fürchten, weil die Löwin ſie rennen; 2300 Mark: 1. Frhrn. v. Wangenheims Mr. Girdle
Bogand wurde heute einem fünfſtündigen Ver= beſchnupperte. Eins der Schulkinder lief nach der Tür, (Brown), 2. Zale, 3. Lady Jim. 269110; 81, 22, 49110.
unterworfen. Es ſtellt ſich zimmer mehr heraus, daß riß ſie auf und ſtürmte auf den Schulhof. Andere Kinder
* Rennen zu Auteuil, 13. Nov. Prix Ariſtote;
in unglaublich roher Patron iſt. Die älteſte Tochter folgten. Die Löwin lief den Kindern nach und erreichte !3000 Francs: 1. J. Heitzs Négro (Hawkins). 2. L=Etang
Frau Proſſeit, die mit dem Unhold konfrontiert wer=auf der Treppe des Schulhauſes den 7jährigen Knaben la Ville 3. Hoche 53110: 15. 14, 12110. — Prir Doublon;
ſollte, brach, als ſie ſeiner anſichtig wurde in Schrei= Dorow, den ſie mit einem Prankenhieb auf den 4000 Francs: 1. A. V. Le Gris: Beaur Arts (G. Hall),
ſiffe aus. — Abwechſelnd in der Maske einer Kopf zu Boden ſchlug. Im Schulhauſe zufällig be= 2. Diana Vernon. 3. Porte Dorée. 65:10: 18. 25, 33110.−
Aſtererin und in der einer vornehmen Dame führte eine ſchäftigte Maurer trieben mit ihrem Handwerkszeug die Prix Carnbt; 6000 Francs: 1. Guyots La Chante (Lan=
19 Jahre alte Schwindlerin ſeit vielen Monaten Löwin zurück. Der Knabe wurde ſchwer verletzt ins caſter), 2. Lord Loris, 3. Maurienne. 13110; 12, 15, 32:10.
en weſtlichen Vororten und im Zentrum dreiſt ange= Krankenhaus gebracht. Die Löwin konnte ſchließlich von
Prir de Vincennes; 10 000 Francs: 1. E. Thiebaux'
Diebſtähle aus, wobei ſie insgeſamt für etwa 60000 dem Tierbändiger nach kurzer Zeit eingefangen werden.
Manifeſtant (A. Carter), 2. Beau Rivage II, 3. Remue
Dresden, 13. Nov. (Durch Kohlengaſe ver= Menage. 180:10: 43. 41, 102:10. — Prix de Fontainebleau;
t Zuwelen erbeutete. Sie wurde jetzt endlich auf
ſur Tat ergriffen und dem Unterſuchungsgefängnis giftet.) Der Straßenbahnwagenführer Lehmann 4000 Francs: 1. G. Provpers Jodure (Lancaſter), 2.
Fi=
fand bei der Heimkehr in ſeine Wohnung ſeine Frau ſtiſſi, 3. Le Minotier. 2310: 13, 16. 25110. — Prir
Voi=
fihrt
13 Nov. In dem Hauſe Kloſterſtraße 41 in dem ſich und ſeine zwei Kinder durch Kohlenorydgas vergiftet vor. tier: 4000 Francs: 1. Kelekians Douvres (Head), 2.
die Wohnung des Oberbürgermeiſters befindet, wurde Nur die Frau konnte ins Leben zurückgerufen werden.
Ukaſe II, 3. Oilskin. 381110; 11, 11, 12:10.
Per vergangenen Nacht ein Einbruchs diebſtahl
Poſen, 13. Nov. Mit dem Jagdgewehr ſeines
ßt Die Diebe erbrachen den Geldſchrank in Vaters erſchoß der 15jährige Sohn des Gaſtwirts
Räumen der Bekleidungsinduſtrie=Berufsgenoſſen= Ezubak=Krotoſchin aus Unvorſichtigkeit ſeinen jün= Die Betriebsſicherheit unſerer heutigen
Mund raubten 400 Mark. — In Sachen des Erfur=geren Bruder.
Aufruhrprozeſſes ſteht die Reviſions=
Wien, 13. Nov. (Selbſtmord eines Liebes=
Flugmaſchinen.
handlung vor dem Reichsmilitärgericht in Char=paares.) Der 19jährige Sohn Friedrich, des
Kanzlei=
rh. Herr Dipl.=Ingenieur Eberhardt hielt geſtern
Aüburg für den 25. November an.
direktors im öſterreichiſchen Parlament, Regierungsrat
mittag im Hörſaal 138 der Großh. Techniſchen Hochſchule
Frankfurt 13. Nov. (Maskierte Räuber in Fleiſchner, Student an der Wiener Univerſität und die 16=
Darmſtadt vor einem zahlreichen Auditorium ſeine
lem Bijouteriegeſchäft.) Ein dreiſter jährige Lilly Reichmann, Tochter eines Großbuchhändlers Antrittsvorleſung über das Thema „Die
Be=
übewurde geſtern nachmittag von mehreren maskier= in Wien, ſtürzten ſich von der 400 Meter hohen Weinzettel= triebsſicherheit unſerer heutigen Flug=
MMännern kurz nach zwei Uhr im Hauſe Kronprinzen= wand auf den Semmering hinab, wo ſie zerſchmettert maſchine‟ Die Frage iſt, ſo führte der Redner aus,
e 30 ausgeführt. Dort befindet ſich im zweiten Stockliegen blieben.
Paris, 12. Nov. (Die unheimliche Köchin welche Beanſpruchungen hat die Flugmaſchine marimal
Filiale einer großen Pforzheimer
Bijouteriewaren=
auszuhalten? — Es ſei hierbei ein betriebsſicherer Motor
l. Das Geſchäft iſt von zwölf bis zwei Uhr nach=von Cholet.) Die geheimnisvollen Todesfälle von angenommen. Zur Frage der Beanſpruchung der
Flug=
ags geſchloſſen. Als kurz nach zwei Uhr zwei Ange= Cholet, wo nach einer Doppelhochzeit fünfzig der Feſt= zeuge hat Redner Verſuche angeſtellt, die ſich auf alle
deut=
in das Geſchäft zurückkamen, erſchienen bald danach teilnehmer unter ſchweren Vergiftungserſcheinungen er=ſchen Ein= und Doppeldecker erſtreckten, und nicht etwa auf
dder fünf Männer, die ſich mit ſchwarzen Masken und krankten, an deren Folgen bisher zehn Perſonen geſtor= alte Modelle, ſondern nur auf ſolche, welche den Abnahme=
Men unkenntlich gemacht hatten. Sie ſtürzten ſich auf ben ſind. beſchäftigt die Juſtiz= und mediziniſchen Behör= flug hinter ſich hatten. Die Kräftewirkung iſt folgende:
heiden Angeſtellten, die ſie raſch überwältigten zu den in hohem Maße. Intereſſant ſind die Feſtſtellungen Auf die Tragflächen wirkt der Luftdruck und wird von
en warfen und an den Händen knebelten. Die Täter der polizeilichen Unterſuchung über die bisherige Tätig= dieſen durch die Spieren auf die Holme übertragen, die
eu dann Gold= und Silberwaren zuſammen und ent= keit der Köchin des vergiſteten Mahles. Danach kam in Gelenken am Rumpfe befeſtigt und durch Seile nach
unerkannt, Gegen drei Uhr nachmittags wurde die dieſe in die Lage, im Jahre 1902 für eine Hochzeitsgeſell= oben an einem Spannbock und nach unten am Fahrgeſtell
entdeckt, als andere Angeſtellte ins Geſchäft kamen. ſchaft ein Mahl zu bereiten, nach deſſen Genuß mehrere der verſpannt ſind. Letzteres ergibt ſchon die Gefahr des
Frankfurt, 13. Nov. (Giftmörder Hopf.) Der Hochzeitsgäſte erkrankten, aber ſchließlich wieder genaſen. Knickens, da das Fahrgeſtell nur die Stöße beim Landen
Sechs Jahre ſpäter, alſo im Jahre 1908, hatte die Köchin aufnehmen ſoll.
ſr dem Verdacht des fünffachen Giftmordes an
für eine andere Herrſchaft wieder ein Hochzeitseſſen zu be=
Beim horizontalen Motorflug müſſen ſich die
Reſultier=
nen zwei Frauen, ſeinen Eltern und ſeinem
üährigen Kinde in Unterſuchungshaft befindliche Dro=reiten. Auch dieſes Mal erkrankte eine größere Zahl der enden aus Auftrieb und Luftwiderſtänden einerſeits und
und Fechtlehrer Karl Hopf hatte ſich heute vor der Hochzeitsgäſte nach dem Genuß des Eſſens unter ſchweren Eigengewicht und Zug des Motors andererſeits das
Vergiftungserſcheinungen, ohne daß auch hier ein Todes=Gleichgewicht halten. Eine Differenz gleicht der Flieger
ſtammer wegen Beihilfe zum Verbrechen gegen das
ende Leben zu verantworten. Hopf, der gefeſſelt, von fall jedoch zu verzeichnen wäre. Die Behörden haben durch Verſchieben des Motors aus. Dabei werden die bei=
Kriminalbeamten aus dem Unterſuchungsgefängnis nunmehr den bekannten Gelehrten Profeſſor Papin mit der den Holme gleichmäßig beanſprucht. Beim ſteilen Gleit=
Verhandlung vorgeführt werden mußte, erhielt ein Unterſuchung der Hände der Köchin betraut, da man an= fluge dagegen wird der vordere Holm entlaſtet und der
Ein folgenſchweres nimmt. daß dieſe der Herd der giftigen Mikroben ſind.
Ahr
hintere Holm hat die doppelte Laſt aufzunehmen. Beim
Juchthaus.
Paris, 13. Nov. (Erdeinſturz.) In dem eben Kurvenflug hat der äußere Flügel die 2½fache Belaſtung
glück) ereignete ſich heute vormittag gegen 6½ Uhr
der Feuerwache Münzaaſſe. Als genannte Wache von vollendeten Tunnel des Mont d’Or erfolgte gegenüber aufzunehmen, da ſich die Kräftereſultierende nach außen
Brand im Cafe Briſtol zurückkehrte, und die Löſch= dem neuen Bahnhof von Vallorbes ein gewaltiger Erd= verſchiebt und der Auftrieb bei 60 Grad Neigung ſich
ver=
in den Hof einfahren wollten, karambolierten dieſe einſturz. Die in Bewegung geratenen Erdmaſſen werden doppelt. Beim Abfangen aus ſteilem Gleitfluge wird die
Belaſtung der Flügel gar auf den vierfachen, ja im
Maxi=
einem Straßenbahnwagen, wobei 5 Feuerwehrleute auf 80000 Kubikmeter geſchätzt.
mum auf den fünffachen Betrag erhöht infolge der auf=
2Inſaſſen des Straßenbahnwagens Verletzungen
tretenden Zentrifugalkraft, die bei der herrſchenden großen
ningen.
Die Titanic=Konferenz.
Geſchwindigkeit von mehr als 40 Meter in der Sekunde
Mannheim, 13. Növ. (Eine ſchwere Explo=
* London, 12. Nov. Der Präſident der Handels= außerordentlich groß wird. Die Beanſpruchungen durch
n gereignete ſich geſtern vormittag in dem Oppauer kammer, Buxton, ſagte in ſeiner Begrüßungsrede, ſelten Windböen in der Luft, die der Flieger am eigenen Leibe
der Badiſchen Anilin= und Sodafabrik. In einem hätten internationale Konferenzen eine größere und vor= verſpürt, werden meiſt überſchätzt. Im ungünſtigſten Fall
Minde platzte ein Rohr mit 200 Atmoſphären Druck. Die nehmere Aufgabe gehabt. Es ſei ratſam, um eine Löſung ſinkt die Flugmaſchine durch die betreffende Luftſchicht und
ſterſcheiben wurden hinausgeſchleudert, die Scheiben der dringlicheren Fragen herbeizuführen, daß die Konferenz kann dann, falls die Höhe nicht zu gering iſt, im
Gleit=
ſün deren Gebäude eingedrückt. Maſſive Wände wur= ihr beſonderes Augenmerk auf die Ozeandampfer richte. fluge niedergehen.
Die Bruchverſuche, welche zeigen ſollten, welche Teile
Uverſchoben, Türen aus den Angeln gehoben. Zum In der ſeit dem Untergange der „Titanic” verfloſſenen
Mereignete ſich die Exploſion während der Nachtſchicht, Zeit hatten viele ſeefahrende Nationen die Möglichkeit, die am meiſten beanſprucht werden, und welche Beanſpruchung
ſtees bei Tage vorgekommen, ſo wäre ein größeres Un=Fragen eingehend zu ſtndieren, die ſich durch dieſes Er= ſie aushalten können, wurden ſo ausgeführt, daß auf die
unvermeidlich geweſen.
eignis ergaben. Burton zählte fünf Fragen auf, die er=Flügel eine Belaſtung aufgebracht wurde — meiſt Sand
, die ſtetig bis zum Bruch eines Teiles fortgeſetzt wurde,
karlsruhe, 13. Nov. (Schwerer Unfall beiörtert werden müßten, die in dem Programm angegeben
ein Kirchenbau.) Aus Obertsrod bei Gernsbach ſeien, das den auf dem Kongreſſe vertretenen Ländern vor= Die Verſuche ergaben, daß bei Eindeckern der Bruch bei
Atal) wird gemeldet: Geſtern nachmittag 4 Uhr er= gelegt worden ſei. Buxton ſprach die Hoffnung aus, die 2,5= bis 4,7facher Belaſtung, bei Doppeldeckern dagegen bei
ie ſich bei einem Kirchenneubau ein ſchwerer Un= auf dem Kongreſſe vertretenen Länder würden ihr mög= noch größerer Belaſtung erfolgte. Letztere erfüllen alſo die
csfall. Fünf Maurer und der Bauführer Fiſcherlichſtes tun, um den Beſchlüſſen der Konferenz Geltung Forderungen beim Abgange vom Gleitfluge. Was die
n im Begriff, ein Gewölbe im Mittelſchiff der Kirche zu verſchaffen. Er verlas eine Botſchaftdes Königs,! Bruchurſache anlangt, ſo konnte dieſe ſtets durch ſcharfes
mzutſtellen, als plötzlich das Gewölbe ein= in der der König die Delegierten herzlich willkommen Beobachten übereinſtimmend feſtgeſtellt werden, und zwar
ite und das Gerüſt mit den fünf Maurern und dem heißt und hinzufügt: Ich habe als Seemann ein beſon= brach enweder das untere Spannſeil ab, oder das
Fahr=
fühhrer zu Boden ſchleuderte. Obgleich ſofort Hilfe deres Intereſſe für eine internationale Verſtändigung geſtell, oder ſchließlich das innere Rohr. Doch ſind dieſe
Mlacht wurde, konnte man nur vier Maurer ſchwer ver=über Maßregeln zur Beſeitigung oder Verringerung der Fehler faſt durchweg auf minderwertiges Material oder
Mauts den Trümmern hervorziehen, der fünfte war Gefahren zur Sce. Das würde der ganzen Welt von unbe= ſchlechte Konſtruktion zurückzuführen, und es ſind Mittel
und Wege gefunden, daß in Zukunft der Sicherheitsgrad.
Vort tot. Der Baufihrer nurde auf ein Nebengeriſt ſchreiblichem Nutzen ſein.
Der deutſche Delegierte, Wirklicher Geheime= der bei Doppeldeckern jetzt kaum mehr als 1 beträgt, auf 2
lemdert und kam mit leichteren Verletzungen davon.
Gernsbach, 13. Nov. (Zum Bauunglück.) Von rat Dr. v. Koerner, dankte Burton namens der Dele= erhöht werden kann. Drotz Sar Epfolge, welche die
bei dem geſtrigen Bauunglück in Obertsrodgierten für die liebenswürdigen Worte, insbeſondere für deutſche Flugtechnik zu verzeichnen hat und welche die
Nummer 27äfmer 4
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 14. November 1913.
Seite 6.
Stenern entgegentriret en n er
Rekordleiſtungen eines Brindeſone in den Schaten ſtelln,
(die 6
Erdbeben.
periode 1910/11, heißt es weiter, habe ſich ein ſehr eiſ
hätte das Aufteigen derſelben doch beſchleunigt werden
* Neu=York, 12. Nov. Nach einem weiteren Tele=licher Ueberſchuß im Etat ergeben; dagegen mache dei
können, wenn, wie in der Luftſchiffahrt, Ingenieure ſich
ſofort dieſes Zweiges der Technik angenommen hätten. gramm aus Lima wurden durch das Erdbeben am dem laufenden Jahre bemerkbar gewordene Rückganſſiallza
Einſt aber, und dieſe Zeit wird nicht ſehr lange auf ſich Freitag 10 kleine Städte der Provinz Aymara zer=der Beſchäftigung einer Anzahl von Induſtriezwi
warten laſſen, wird die Flugmaſchine nicht nur militäri=ſtört. Man nimmt an, daß hunderte von Toten neuerdings mehr und mehr ſeine Wirkungen geltend.
ſchen und ſportlichen Zwecken, ſondern auch dem Verkehre unter den Trümmern liegen. Unter den Ueberlebenden, in dieſer rückläufigen Bewegung ein Stillſtand noch
dienen. und dieſes neue Feld muß ſich die deutſche Technik die den Unbilden der Witterung ausgeſetzt ſind, herrſcht eingetreten iſt, habe die Regierung bei Einſtellung ich
Staatseinnahmen für 1914/15 der veränderten Wirtſchälik ilten,
große Not. Die Regierung hat Hilfe abgeſandt.
vor allen anderen Völkern erobern.
* Lima, 12. Nov. Das Erdbeben hat die Stadt lage Rechnung getragen. Die Thronrede führt dannbin Kamm
Abancey faſt vollſtändig zerſtört. Viele Ge= Reihe von Geſetzentwürfen auf ſo auf dem Gebiets
bäude ſind eingeſtürzt. Mehr als 100 Opfer an Menſchen Berggeſetzgebung und des Kleinbahnweſens. Dieinnig ang
Luftfahrt.
ſieht in der Weißeritz=Talſperre zu Malter den ſeher veranſſ
ſind zu beklagen.
* Köln, 13. Nov Vor einer ungeheueren Zuſchauer=
* Lima, 13. Nov. In der durch Erdbeben zerſtörten Schritt auf dem Wege zur Erzielung geregelteräi kam, als
menge aus Köln und Umgegend vollführte heute der
Flie=
ger Pegoud über der hieſigen Rennbahn ſeine Schau= Stadt Chalhuanca wurden bis jetzt 250 Leichenlaufverhältniſſe. Weiter wird die Wiedereinbrinalleiieten Entin
eines Pfarrbeſoldungsgeſetzes angekündigt, ſowie Werdes Fin
Vorlage über die Erbauung einer Galerie für neueſgmnnis der
flüge. Pegoud ſtieg im ganzen zweimal auf. Der Flie=geborgen.
ger blieb jedesmal etwa 20 Minuten in der Luft und führte
mälde.
Oorlage nu
ſeine Sturzflüge mit der gewohnten Sicherheit und Ele=
Furchtbare Eiſenbahnkataſtrophe.
Ee in Pie
ganz aus. In der Zeit zwiſchen den Flügen machte Pe=
Zur Lage in Mexiko.
* Montgomery (Alabama), 13. Nov. In der Nähe
goud im Automobil eine Fahrt an den Zuſchauerplätzen
daß ſie aut
* Neu=York, 12 Nov. Wie die Evening.
vorbei, vom Püblikum enthuſiaſtiſch begrüßt. Unter den von Elayton iſt ein Zug der Zentral=Georgian=Railway
Prie denſtellen
Zuſchauern befanden ſich auch Prinz und Prinzeſ=an einer Brücke abgeſtürzt. 20 Perſonen meldet, wollen Neu=Yorker Banken Mexik
Falle des Rücktritts Huertas eine große Anſſſtidie im Fi
ſin zu Schaumburg=Lippe. ſowie viele Mitglie= ſind getötet 250 verletzt.
* Montgomery, 13. Nov. In dem von einer gewähren. Obwohl dies ſcheinbar Glauben findet, warſſtrecht und ſo
der der erſten Kölner Kreiſe. Prinz und Prinzeſſin zu
Schaumburg=Lippe ließen ſich den kühnen Flieger vorſtel= Brücke abgeſtürzten Zuge befanden ſich viele Ausſteller, her eine Beſtätigung in Neu=Yorker Bankkreiſen nichſſunige Annal
erlangen.
len, und beſonders die Prinzeſſin beglückwünſchte ihn ſehr die zum Jahrmarkte reiſen wollten.
Neu=York, 12. Nov. (Reuter.) Die Epäſten den Mitgl
herzlich.
Sun meldet aus Mexiko daß die finanzielleLi die höchſte
* Paris, 13. Nov. Anläßlich des tödlichen
Un=
ſotet, ſondern
Literariſches.
eine Wendung zum Beſſeren genommen hat.
falles des Fliegerhauptmanns de Lagarde
veröffent=
licht die Liberté eine Unterredung mit mehreren Flieger=
— O. S. Marden. Das Lebensbuch. Ins wohl die Nationalbank als die London= und Mexiko=A Gebührt die
offizieren, die erklärten, daß ſie und ihre Kameraden zu Deutſche übertragen von Dr. Walther Lohmeyer. Preis haben bekannt gegeben, daß ſie bereit ſind, an zuverli
den ihnen von dem Flugzeugfabrikanten gelieferten Appa= 3 Mk geb. in Leinwand 4 Mk. in Halbleder 6 Mk Ver=Deponenten jede Summe Silber, die ſie benötigen, Eiſtichm, ſo dar
raten keinerlei Vertrauen haben. Die Abſicht der lag Julius Hoffmann, Stuttgart. Der Name Oriſon Zahlen, jedoch fahren beide Banken fort, nur an kleiſſnlngen gewi
Kriegsverwaltung, die Herſtellung der Flugzeuge in eigene Swett Marden iſt in unſerem Kulturleben eine Macht Deponenten auszuzahlen, da ſie die Spekulation in Siioes Dank
Regie zu übernehmen, hänge wohl mit den in dieſer Be=geworden. Beſonders willkiommen muß ſein „Lebenshuch; verhindern wollen, die ſo viel für die Schaffung derfü
verdienſtvol
ziehung von den Militärfliegern erhobenen Beſchwerden ſein, in dem er die Lehren ſeiner ſämtlichen übrigen Bücher ziellen Kriſe beigetragen hat.
* Mexiko, 13. Nov. (Aſſociated Preß.) Hueit=Dazäabgeor
zuſammen.
harmoniſch zuſammenfaßt. Marden bewährt ſich als
Le=
hat das von Lind übermittelte amerikaniſche Ulſt feder Verat
* Verſailles, 13. Nov. Der Flieger Seguin benskünſtler wie als Lebensarzt. Wir lernen durch ihn matum nicht beantwortet und es damita nhr als ein
iſt abgeſtürzt. Er brach beide Beine; ſein Mechaniker vor allem das Glück im Alltagsleben finden. unabhängig lehnt. In dem Ultimatum iſt bis geſtern abendlge ſo gut
brach die Wirbelſäule.
von äußeren Umſtänden und vom Beſitz. „Der Wert des
Zeit gegeben worden, zu erklären, daß er einen
leit hielt
— London, 13. Nov. Im Alter von 45 Jahren Denkens beſtimmt den Wert des Lebens.‟ Das ſcheint Kongreß nicht zuſammentreten laſſen werde. Im
ſtarb hier der engliſche Ballonführer A. E. rein idealiſtiſch gedacht, und doch weiß uns Marden auf der Ablehnung dieſer Forderung würden die Vereinſtgümſtanden
Gaudron.
Schritt und Tritt zu zeigen, wie uns die Vervollkommnung Staaten nicht mehr mit ihm verhandeln.
Kandem An
* Labinskaja (Gouvernement Stawropol), 13, unſerer ſeeliſchen Fähigkeiten auch materiell zuſtatten
* Meriko, 13. Nov. Der amerikaniſcheSſriu zu unte
Nov. Der ruſſiſche Flieger Arutjonoff iſt im Kuban= kommt. Sollte darin vielleicht ein Teil des Geheimniſſeszialgeſandte Lind iſt geſtern abend um 8
Uhr=
ſeiner Wirkung liegen?
Veracruz abgereiſt, da er bis um 6 Uhr keine Antſlad die Wünſ
gebiet abgeſtürzt und ſchwerverletzt worden.
— Leitfaden der Ornamentik. Einführung auf das von ihm Huerta überreichte Ultimatum eril. Das iſt
in die Geſchichte, Entwickelung und charakteriſtiſchen For=
* Mexiko, 13. Nov. Durch eine amtliche Bekall Beſoldung
men der Verzierungsſtile aller Zeiten. Von F. Kanitz, machung werden die am 20. Oktober gewählten Sllun.
Unwetter.
Siebente Auflage, neu bearbeitet von Prof. Dr. Hans W.
toren und Deputierten äufgefordert, ſich am
* Karlsruhe, 13. Nov. Infolge der ſchweren Singer=Dresden. Mit 145 zum Teil ganzſeitigen Abbil=
November zur Konſtituierung zu verſammelm
Regengüſſe führen der Rhein und ſeine Neben= dungen. In Originalleinenband 3 Mk. Verlag von J.
* Neu=York, 13. Nov. Nach einem TelegTon dem
flüſſe Hochwaſſer. Wie aus Raſtatt gemeldet wird, J. Weber in Leipzig. Der durch ſeine bisherigen
Ver=
iſt die Murg heute nacht über die Ufer getreten und hat öffentlichungen vorteilhaft bekannte Kuſtos am Königl, hat der perſönliche Vertreter Wilſons, Hele, dem Krattzig Dr. O
Kupferſtich=Kabinett in Dresden, Prof. Dr. Hans W. Sin= tutionaliſtenführer Carranza einen en dgült
das Murgtal vollſtändig überflutet.
ſchriftlichen Vorſchlag übermittelt. Beidelaze und de
* Paris, 13. Nov. Die durch die ſtarken Regen= gec, hat den in der Weberſchen Handbücherſammlung
er=
güſſe verurſachten Ueberſchwemmungen haben ſchienenen „Katechismus der Ornamentik” vollſtändig lehnen es ab, ſich über die Art des Vorſchlages zu äußlllende
Mitteil=
namentlich in einzelnen Gegenden Nordfrankreichs beun= umgearbeitet Das Büchlein zeigt ſich nunmehr in einer doch verlautet, daß die Vereinigten Staaten für diePoranzuſtell
ruhigende Dimenſionen angenommen. In Véſoul, Heri= bedeutend ſchöneren Geſtalt als „Leitfaden der Ornamen= hebung des Waffenausfuhrverbotes u. a. Garantieni
court und Montbeliard ſtehen alle niedrig gelegenen Stra= tik”. In äußerſt anregender Weiſe gibt es, unterſtützt von die Wiederherſtellung der Ordnung, für die Sicherbeiſiſſit ung, daß
Amerikaner und anderer Ausländer, ſowie für die Bilsyll, die er
ßen unter Waſſer. In der Nähe von Véſoul iſt die Bahn= 145 faſt durchweg neuen, klar gedruckten Abbildungen,
linie Veſoul-Paris überſchwemmt. Der Verkehr wird einen Ueberblick über die Geſchichte die Entwickelung und einer ordnungsmäßigen Regierung fordern. — Nachllles hatte
Telegramm aus Mexiko haben die InſurgentenUinterſchiede
die Formen der Verzierungsſtile aller Zeiten und Völker.
durch eine Zweiglinie aufrecht erhalten.
tag abend begonnen, den Verkehr zwiſchenill
* Paris. 13. Nov. Die von Breſt nach Toulon
Hauptſtadt und Veracruz zu ſtören, bis ſie dun
abgegangenen Dreadnoughts „Courbet” und „Jean Bert”
hielten 100 Meilen ſüdlich von Mexiko einen Zug an, unftüigen ausgegl
waren infolge heftigen Sturmes genötigt ihre Eröffnung des ſächſiſchen Landtages.
handelten das Perſonal und raubten Gellize von der
Fahrt zu verlangſamen, ſo daß ihre Ankunft in Toulon
im Betrage von beinahe 1 Mill. Peſos, das der Regienüſchuſchuß
* Dresden, 13. Nov. Heute mittag fand im
Reſi=
eine nicht unerhebliche Verzögerung erfahren dürfte. In
der Nähe von Cap Vincent wurden durch eine Sturzwelle denzſchloſſe die feierliche Eröffnung des Land= gehörte. Auch eine große Geldſendung, die Eigemll
eines Privatunternehmens iſt, wurde geraubt. Die Anicht geſu
zwei Rettungsboote von Bord des „Jean Bert” weg=tages ſtatt. Im Thronſaal hatten die Mitglieder der
giere blieben unverletzt, doch wurden ihnen alle Werttellhub, und
beiden Stände, die Staatsminiſter das diplomatiſche
geſchwemmt.
ſtände abgenommen.
Mis Regier
* Ottowa: 13. Nov. Nach einer Meldung der Korps uſw. Aufſtellung genommen. Der König erſchien
* Neu=York, 13. Nov. Aus Nogales wildlßt worden.
Ottowa Free Preß aus Toronto nimmt man an, daß bei in Begleitung des Kronprinzen, des Prinzen Friedrich
Sturm auf den großen Seen 20 Frachtdamp= Chriſtian und des Prinzen Johann Georg. Der Miniſter= meldet: Der Konſtitutionaliſtenführer Carranzain mit
fer verloren gegangen und dabei 100 Menſchen um= präſident Freiherr v. Hauſen überreichte dem König klärte, er würde keinerlei Vermittelung
fauch, Gießel
eine Thronrede, welche dieſer mit lauter Stimme vor= von den Vereinigten Staaten noch von einer fremde
gekommen ſind.
* Toronto, 13. Nov. Die letzten Nachrichten über las. Darauf erklärte der Miniſterpräſident der Landtag gierung annehmen. Carranza wiederholte die frühenGlage, die n
den Schaden, welchen die Stürmeauf den Seen und füreröffnet. Heute abend fand zu Ehren der Mitglie= klärung, daß die Konſtitutionaliſten lediglich das Rtäl Phaltsklaſſe
beſonders auf dem Huron=See angerichtet haben, der der Ständeverſammlung im Reſidenzſchloſſe königliche der freien Einfuhr von Waffen und Munition ant. 150 Men
einigten Staaten aus wünſchten.
laſſen dieſen als ungeheuer erſcheinen. Er wächſt von Landtagstafel ſtatt.
E worden
* Neu=York, 13. Nov. Die Bank= und
Stunde zu Stunde. Bis jetzt ſind 31 Leichen geborgen
* Dresden, 13. Nov. Die Thronrede gedenkt
M, welche
worden, man glaubt aber, daß über hundert Per= zunächſt der vaterländiſchen Erinnerungstage dieſes Jah= firma H. B. Wallins und Co., die hier große
ſonen während des Sturmes umgekommen ſind. res, insbeſondere des Regierungsjubiläums des Kaiſerseſſen Mexikos vertrat, hat ihre Zahlukilht wurden
Soweit bis jetzt Nachrichten vorliegen, ſind ſechs kleinere und der glänzend verlaufenen Feier der Einweihung des eingeſtellt. Die Paſſiven werden auf 5 Millicednelungstaris
Schiffe untergegangen. Eine andere Meldung ſpricht da= Völkerſchlachtdenkmals in Leipzig. Sie begrüßt mit Ge= ſchätzt, denen 50 000 Dollar Aktiven gegenübe
0 wurd
von, daß man ſich mindeſtens auf 200 Tote gefaßt machen nugtnung die Annahme der Wehrvorlage und fährt fort: ſolleg.
Mien ges
müſſe. Die Stadt Cleveland liegt noch vollſtändig unter Nicht ohne ernſte Sorge erblickt aber meine Regierung in
* Waſhington, 13. Nov. Auf Grund vo
Aerhöht,
Schnee. Der Schneefall dauert noch fort. Die Schneehöhe der zur Deckung eines Teiles der laufenden Ausgaben ge= teilungen des Weißen Hauſes wird heute eineE
beträgt drei Fuß. In der Stadt macht ſich bereits Mangel wählten Vermögenszuwachsſteuer eine Durch=rung des Präſidenten über die letzthin begbalgeWneten Bea
an Lebensmitteln bemerkbar. Viele Fabriken mußtenbrechung der Grundſatzes, daß die Glied= Haltung der Vereinigten Staaten gegenüber e bi den mitt
ihre Betriebe einſtellen, da ſie keine Kohlen haben, hunderteſtaaten des Reiches zur Erfüllung der bedeutſamen Aus= gängen in Mexiko erwartet.
uig worgeſ
von Perſonen ſind mit der Säuberung der Straßen be= gaben andirekten Steuern ungeſchmälert zu
* Waſhington, 13. Nov. Gerade umicſtn, uner
ſchäftigt, damit die Straßenbahn ihren Dienſt wieder auf= belaſſen ſind. Meine Regierung wird daher es als mittags erklärte der Geheimſekretär des Präſidenten M
nehmen kann.
eine ihrer wichtigſten Aufgaben betrachten, im Einverneh= ſon, daß die von Wilſon vorbereitete
Melammer.
* Port Huron (Michigan), 13. Nov. Es ſtehen men mit der Reichsverwaltung, weiteren Beein=klärung für jetzt zurückbehalten vereblamten
noch zehn Frachtdampfer mit 167 Mann Be=trächtigungen der bundesſtaatlichen Fi= Grund für die Aenderung der Abſicht des Präſidentenlliſche
ſatzungaus. Bisher ſind 27 Leichen geborgen.
nanzrechte auf, dem Gebiete der direkten! nicht angegeben.
Ze
leich
1833, alſo 20 Jahre früher, als die Verdiſche Oper ent=
(ſichtſf
t ag
ſtanden iſt, iſt hier ebenfalls vor mehreren Jahren einmal Iuſzenierung verriet Geſchmack und lechniſches Geſchli
Minz,
Großherzogliches Hoftheater, aufgeführt worden, aber, da ihr kein Erfolg beſchieden beſonders wirkungsvoll inſzeniert waren die Beſchin
dienſ
war wieder vom Spielplan verſchwunden.
Donnerstag, 13. November.
rungsſzene, die Nachtſzene und der Maskenball; die Ki=
Die Oper iſt muſikaliſch wertvoller als der Trouba= ſtüme waren zum Teil ſchwediſch geblieben, zum
Ein Maskenball.
dour und Traviata und mutet im Vergleich zu dieſen Phantaſiekoſtüme.
verhältnismäßig modern an. Wenn ſie trotzdem ſeltener
Die Partie des Richard ſang, obwohl ſie lyriſchét
W-l. Als zweite Oper des Verdi=Zyklus gelangte aufgeführt wird, als jene, ſo iſt dies darin begründet, daß Charakters iſt, Herr Becker, der viel ſtimmlichen
heute die hier lange nicht mehr gegebene Oper „Ein Mas= ſie weniger auf den äußeren Effekt berechnet iſt, weniger für ſie einſetzte und ſie geſangstechniſch tadellos beherrichg
nich
Shus=
kenball” („Amelia oder: Der verhängnisvolle Maskenball”) populäre Melodien enthält und die Partieen ſchwieriger Die Partie der Amelia bewegt ſich im hochdramatiſche
zur Aufführung. Der Verdiſchen Oper liegt die geſchicht= zu ſingen ſind.
Stil und erfordert ein hohes Maß ſtimmlichen
Aufwan=
liche Tatſache zu Grunde, daß der Schwedenkönig
Neben einigen vereinzelten Trivialitäten, wozu wir des und ein dramatiſches Pathos des Vortrages. Fhe
Guſtav III. in der Nacht vom 16. zum 17. März 1792 auf u. a. den operektenhaften Chor der 5 Szene des 1. Aktes Callwey gebietet über beides. Die hohe Lage der Paltie
einer Maskerade zu Stockholm von dem Grafen Ankar=rechnen, enthält die Oper viele muſikaliſch intereſſante bereitete ihr indeſſen oft Schwierigkeiten in der
Intom=
ſteöm, den die Verſchwörer zu ihrem Werkzeug auserſehen Schönheiten. So ſind gleich die erſte Arie des „Richard” tion, wenn ſie die Partie auch ſonſt mit Sicherheit
hatten, durch einen Schuß in den Rücken tödlich verwundet und das Cantabile des „René” im 1. Akte zwei Vokal=herrſchte. Beſte Vertretung hatte die Partie desResſ
wurde, infolgedeſſen er nach 12 Tagen ſtarb. Da zurzeit nummern, die, wenn gut geſungen, durchſchlagen müſſen. durch Herrn Semper gefunden, der beſonders mit
dg=
der erſten Aufführung der Oper im Jahre 1854 ein Königs= Die Beſchwörungsſzene des 2. Aktes enthält ein ſchönes ſchön geſungenen Arie des vierten Aktes großen Erfdo
mord auf der Bühne nicht behandelt werden durfte, wur=Terzett, eine intereſſante Canzone Richards und ſehr wir= hatte Mit gewohnter Sicherheit und Zuverläſſigkeit unn
den Perſonen, Zeit und Schauplatz der Handlung ge=kungsvolle Enſembleſätze. Muſikaliſch am wertpollſten iſt mit ſauberer Tonentfaltung ſang Frau
Kallenſeedo=
ändert: aus dem König war ein Graf Richard von War=ohne Frage der dritte Akt mit dem in großem Stil gehal= Partie des Pagen; Fräulein Jacobs hat mit
derjenz=
wich, aus dem Grafen Ankarſtröm ſein Sekretär Rene ꝛc. tenen Duett Richards und Ameliens und dem faszinieren= gen der Ulrica ihr Repertoire der alten Zigeunerweihe
gemacht und die Handlung von Stockholm nach Boſton und den Spottchor, der das Finale des Aktes bildet. Aus dem noch um eines bereichert. Die kleineren Partien wars!
100 Jahre zurückverlegt worden. Dieſes Perſonenver=vierten Akte iſt die ſehr ſing= und dankbare Arie Renés gut beſetzt.
zeichnis führen auch jetzt noch die Operntexte, und die Oper als bedeutendſte Nummer hervorzuheben. Die letzte Ver=
Mgeſtro Arturo Vigna leitete auch die heutige Ams
wurde auch früher nach dieſem Urterte aufgeführt. Bei wandlung, der Maskenball, wurde hier als 5. Akt gegeben; führung mit impulſivem Temperament und voller künſt
den letzten Aufführungen am hieſigen Hoftheater waren in ihm iſt die kühne, aber geiſtreiche Idee bis zur Sterbe= riſcher Energie und war der berufenſte Interpret Sheg;
indeſſen die Perſonen der Stockholmer Verſchwörungs= ſzene Richards im Orcheſter die Ballmuſik begleitend wei= ſelten gehörten und deshalb doppelt intereſſanten
Opa=
tragödie, die auch in Aubers gleichnamiger Oper vor=terzuführen, mit Geſchick zur Ausführung gebracht und von ſeines großen Landsmannes. Das zahlreich erſchafang
kommen, an Stelle der fingierten geſetzt worden. Jetzt iſt eigenartig kontraſtierender Wirkung. Ein an Verdi merk= Publikum folgte der Aufführung mit großer Aufmeſeifäd
man wieder davon abgegangen und zu der früheren Ge=würdiges Beiſpiel muſikaliſcher Charakteriſtik oder viel= keit und ſpendete nach den Aktſchlüſſen lebhaften Beiſgv
wohnheit zurückgekehrt
mehr des Verſuches einer ſolchen iſt die Rolle des Pagen und rief auch den temperamentvollen Maeſtro wieder mehl
Die Auberſche Oper „Guſtav oder: Der Maskenball”, Oskar, der faſt ausſchließlich in prickelnden Rhythmen rere Male bervor.
die, wie bemerkt, denſelben Stoff behandelt und im Jahre und Koloraturfiguren ſingt.
Nummer 20)
A
ſich ein ſehr
geden nacht.
Oerdene Nich)
lungen geltea)
Silland nal.
bei Einſtel;
Wberten Ant
rede fühnt de.
Viebereinir
digt, ſone
Nummer 275.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 14. November 1913.
Seite 7.
Orien mit mehr als zwei Richten 40 Mart für die übri= ſwird wiederholt darauf aufmerfam genacht, daß dieſe
Die Beſoldungsvorlage Imgen dienſtaufſichtführenden Richter je 300 Mark an pen= Bezüge den penſionsfähigen Gehalt bedeuten. Hierzu
kom=
y. InduſtreſMhianzausſchuß angenommen, ſionsfähigen Stellenzulagen vorgeſehen. In ähnlicher men die Ortszulagen von 50, 75 und 150 Mark in den
Weiſe ſind die Vorſtände der Finanzämter Darmſtadt I, größeren Städten, wie ſie oben bereits mitgeteilt wor=
St. Darmſtadt, 14. Nov. Mainz I und Offenbach mit je 500 Mark, Worms und den ſind.
Die Penſion der Beamten ſoll auf 85 Prozent er=
Au Nach monatelangen mühevollen Beratungen iſt in Gießen mit je 300 Mark nicht penſionsfähiger
Stellenzu=
geſtrigen, letzten Sitzung des Finanzausſchuſſes der lagen verſehen worden. Dagegen wurde der Antrag der mäßigt, dagegen das Witwengeld auf 35 Prozent gegen
uf dem Gehilſeiten Kammer die Beamtenbeſoldungsvorlage ein= Regierung, Amtsgerichtsdirektoren in Darmſtadt, Mainz, ſeither 30 Prozent erhöht werden. Für die Beamten, die
weſens. Jilſn mig angenommen worden. Ein Ergebnis, das um Gießen, Offenbach und Worms einzurichten, nicht zum Be= ſich eine höhere Penſion erdient haben, ſoll auch die höhere
Penſion fernerhin in Anſatz gebracht werden.
Malter derſſhöher veranſchlagt und beſonders freudig begrüßt wer= ſchluß erhoben.
Es iſt uns nicht möglich, hier alle Beamtenkategorien
Die Volksſchullehrer betreffend, hatte im
geregelter i kann, als es gelungen iſt, für den nunmehr
neube=
ſeiteten Entwurf die Zuſtimmung ſämtlicher Mit=einzeln zu erwähnen, das muß dem Tarif überlaſſen Ausſchuß ein Antrag eines Mitgliedes vorgelegen, der
alerie für nifllder des Finanzausſchuſſes zu erlangen. In richtiger bleiben. Nur einige Beamtenkategorien ſeien hier hervor= aber über die Regierungsvorlage hinaus einen
Koſtenauf=
wand von 400000 Mark erfordert hätte. Dieſer Antrag
ffenntnis der Wichtigkeit der Arbeit und in dem Streben, gehoben:
Die Schuldiener ſind jetzt untereinander gleichgeſtellt wurde im Ausſchuß abgelehnt und folgende Skala an=
Vorlage nun endlich ſo zu geſtalten, daß ihr die
An=
ſme im Plenum der Kammer geſichert erſcheint und und erhalten 1600 bis 1950 Mark, ebenſo die Landgeſtüts= genommen:
1. bis 3. Dienſtjahr .
. 1500 Mark
Gennſhy, daß ſie aller Vorausſicht nach die Beamten nunmehr diener und die Brückenwärter, bei welchen aber für
1600
4. „ 6.
, „
erifſiedenſtellen wird, haben die Vertreter aller Par=Brückenwärter in den Ueberfahrtsſtellen an Stelle der
7. „ 9.
,
1750 „
die im Finanzausſchuß gewirkt haben, Konzeſſionen Nebenbezüge eine feſte Vergütung von 300 Mark tritt.
be
10. „ 12.
. . 1900 „
ſſacht und ſo nach verſchiedenen „Kriſen” endlich die ein= Dammwärter und Forſtwarte ſind auf 1600 bis 2250 Mark
,
13. „ 15.
,
. 2100 „
ſmige Annahme der Vorlage gewährleiſtet. Dafür ge= und 70 Mark Bekleidungsgeld gekommen, Aufſeher und
16. „ 18. „
2300
rt den Mitgliedern des Ausſchuſſes der wärmſte Dank Wärter an den Strafanſtalten auf 1750 bis 2250 Mark,
19. „ 21.
,
290 .
die höchſte Anerkennung nicht nur der Beamten und ebenſo Kreisdiener und Amtsgerichtsdiener an feſtem
Ge=
halt, indem die Gebühren bis 200 Mark reſp. 500 Mark
22. „ 24.
2800
,
, „ „
,
ſrer, ſondern der geſamten Bevölkerung.
25. „ 27.
. . . . . 3000 „
Bebührt dieſer Dank auch ſicher allen Ausſchußmit=eingerechnet ſind. Die Schreibgehilfenangeſtellten erhalten
,
28. „ 30.
,
. . . . . 3200 „
Adern, ſo darf — wer einen Einblick in die Ausſchuß= 1800 bis 2250 Mark, deren Zahl iſt auf 227 erhöht. Gen=
31. „ 33.
. . . 3500 „
ſtungen gewinnen durfte, muß es beſtätigen — doch be= darmen, Gendarmeriewachtmeiſter kommen auf 1800 bis
vom 34. Dienſtjahre ab .
. 3800 „
ſſders Dank und Anerkennung ausgeſprochen werden 2250 Mark mit den ſeitherigen Nebenbezügen. Steuerauf=
Dies wird einen Mehraufwand gegenüber
verdienſtvollen Vorſitzenden des Ausſchuſſes, Herrn ſeher erhalten 1800 bis 2250 Mark, die
Bezirksſteuerauf=
ßdtagsabgeordneten Dr. Oſann. Mehrere Male imſeher und die Aufſeher bei den Hauptſteuerämtern er=der Regierungsvorlage von 160000 Mark
fe der Beratungen kam es zu ſchwierigen Situationen, halten nach 15 Dienſtjahren eine penſionsfähige Zulage verurſachen. Es ſind gegenüber der Regierungsvprlage
Anehr als einmal ſchien ein abermaliges Scheitern der von 200 Mark. Die Probatoren bei der Oberrechnungs= in den fünf unterſten Klaſſen erhebliche Zuſchläge gemacht,
ſlage ſo gut wie ſicher. Unermüdlich und mit größter kammer kommen auf 2300 bis 3200 Mark, die Gendarmerie= und es iſt weiter eine Klaſſe beigeſetzt worden. Weiter
Pigkeit hielt Herr Dr. Oſann daran feſt, daß das unter Oberwachtmeiſter auf 2700 bis 3200 Mark mit den ſeit= beſchloß der Ausſchuß, die Wohnung der Lehrer bei der
M Umſtänden verhindert werden müſſe und daß es un= herigen Nebenbezügen. Die Hilfsgerichtsſchreiber bei den Penſionierung mit 500 gegen ſeither 400 Mark in Anſatz
lingt dem Ausſchuß gelingen müſſe, dem Landtag einen Unterſuchungsrichtern, die Pegiſtratoren an den Amtsge= zu bringen. Die Gehalte der Volksſchullehrer ſollen dem
ſpurf zu unterbreiten, der für jede Partei annehmbar richten kommen auf 2100 bis 3300 Mark, Pfandmeiſter auf Staat gegenüber nur inſoweit zu einem Anſpruch auf
Pen=
ſnd die Wünſche der Beamten nach Recht und Billigkeit einen Höchſtgehalt von 3300 Mark, Kanzliſten bei den ſion berechtigen, als ſie den Betrag von 4300 Mark nicht
Miniſterien und der Oberrechnungskammer auf 2600 bis überſteigen.
fillt. Das iſt nun endlich gelungen, und die Annahme
3400 Mark. Es bleibt aber den im Amt befindlichen Kanz=
Beſoldungsvorlage dürfte nunmehr als geſichert
er=
liſten der ſeitherige günſtigere Gehalt und die günſtigere
ſnen.
Nationalliberaler Verein.
Aufrückungsfriſt gewährleiſtet. Kulturtechniker, Hochbau=
*
*
St. Die geſtern abend von dem Nationalliberalen
Ver=
aufſeher kommen auf 2500 bis 4100 Mark, Kreisamtsgehil= ein in den Schützenhof einberufene öffentliche Verſammlung
Pon dem Vorſitzenden des Finanzausſchuſſes, Land= fen, Aktuariatsaſſiſtenten, Hauptſteueramtsaſſiſtenten auf zur Stellungnahme für die bevorſtehenden
Stadtver=
ſäbg. Dr. Oſann, werden uns über die Beſoldungs= 2500 bis 4100 Mark. Reallehrer an den höheren Lehr=ordnetenwahlen war von der Bürgerſchaft
unge=
ſäge und deren Zuſtandekommen im Finanzausſchuß anſtalten kommen auf 2400 bis 4700 Mark, außerdem er= wöhnlich ſtark beſucht und nahm einen animierten Verlauf.
halten die Lehrer an der Taubſtummenanſtalt, an der! Den Vorſitz führte Herr Juſtizrat Dr. Oſann, der die
ende Mitteilungen gemacht:
Verſammlung namens der nationalliberalen Partei be=
Voranzuſtellen iſt die Beſtimmung der Beſoldungs= Blindenanſtalt und an der Anſtalt für Blödſinnige eine grüßte, und darauf hinwies, daß die diesjährigen
Stadt=
verordnetenwahlen diesmal weit über den Rahmen des
ſſung, daß kein Beamter in den Dienſtbezü= Zulage von 200 Mark.
ſeitherigen Intereſſes hinausgehen, hervorgerufen durch
die er bei dem Inkrafttreten des Ge=
Die mittleren Beamten (
Kreisamtsbureau=
einen dem Bürgertum vorgelegten freiſinnig=
ſozialdemo=
ſes hatte, verkürzt werden ſoll. Soweit vorſteher, Gerichtsſchreiber, Buchhalter bei der Hauptſtaats= kratiſchen Wahlvorſchlag. Es frage ſich nur, ob man ſich
Unterſchiede vorhanden ſind, werden dieſe ſo lange ge= keſſe, Bezirkskaſſierer, Kreisgeometer und ähnliche Beamte) ein ſolches Vorgehen gefallen laſſen müſſe. Die heutige
ſt bis ſie durch die Erhöhung in den geſetzlichen Dienſt= kommen auf 2500 bis 4800 Mark. Den Gerichtsſchreibern Verſammlung ſei einberufen, um hierauf die Antwort zu
wird ein Dienſteinkommen von 300 Mark als Nebenbezug geben. (Bravo.) Hierauf reſerierte Herr
igen ausgeglichen werden.
Der von der Regierung vorgeſchlagene Wohnungs= garantiert. Die Bezirkskaſſierer in Darmſtadt, Mainz 1
Stadtverordneter Dr. Nöllner
ſdzuſchuß hat als ſolcher in dem Ausſchuß An= und II, Offenbach, Worms und Gießen I (aber erſt nach über „Kommunale Fragen” Redner gedenkt zunächſt in
enicht gefunden. Es iſt vielmehr der Wohnungs= Vereinigung der Aemter in Gießen) erhalten je 200 Mark ehrenden Worten der durch Tod ausgeſchiedenen Stadtväter
Miſchuß, und zwar im allgemeinen der der letzten Orts= Stellenzulage. Die gehobenen mittleren Beamten kommen und verbreitet ſich dann eingehend über die Tätigkeit der
des Regierungsvorſchlages, in den Gehalt hineinge= auf 3400 bis 5400 Mark, außerordentliche Profeſſoren an Stadtverwaltung und die Entwicklung der Stadt im
all=
gemeinen.
ſlet worden. Daneben werden Ortszulagen für die den Hochſchulen auf 3550 bis 6150 Mark.
In den letzten 12 Jahren iſt etwas Neues als
weſent=
ten mit dem Amtsſitz in den Städten Darmſtadt,
Die akademiſchen Beamten, welche, wie ſchon licher Fortſchritt in unſerer Vaterſtadt feſtzuſtellen, das iſt
Anbach, Gießen, Mainz und Worms gewährt. Die erwähnt, untereinander gleichgeſtellt ſind, erhalten das Erblühen der Stadt Darmſtadt zu einer Kunſtſtadt
Pulage, die nicht penſionsfähig iſt, beträgt für Beamte 2400 bis 7400 Mark. Auch hier ſind die Zulagen der dienſt= und zwar hat die Kunſt neue Wege beſchritten, die weſent=
Behaltsklaſſen 1—10: 50 Mark, 11—36: 75 Mark, aufſichtführenden Richter wie auch die der Vorſtände der lich dabei mithelfen, auch das Gewerbe, das Handwerk
mit zur Kunſt zu erziehen und die weiterhin der Stadt
r 150 Mark. Der Gehaltstarif iſt weſentlich ver= Finanzämter bereits oben behandelt. Die ordentlichen einen weſentlich erhöhten Verkehr gebracht haben. Die
ſiht worden dadurch, daß eine Reihe von Beamten= Profeſſoren der Univerſität kommen auf 5500 bis 8100 verſchiedenen Ausſtellungen auf der Mathildenhöhe, die
en, welche von der Regierung getrennt waren, Mark, die Direktoren der Gymnaſien, Realgymnaſien, der Initiative unſeres kunſtſinnigen Großherzogs in erſter
ſinigt wurden. Man kam ſonach von 81 Klaſſen des Oberrealſchulen auf 7000 bis 8300 Mark, Kreisräte auf Linie zu danken ſind, haben Darmſtadt in der weiten Welt
bekannt gemacht, und die Stadtverwaltung hat nie zurück=
Edungstarifs auf 51 Klaſſen. Durch dieſe neue Klaſſi=7000 bis 8600 Mark, ebenſo Oberlandesgerichtsräte und
gehalten, dieſen neuen Impuls zu fördern.
hrung wurden die Gehälter in manchen Direktoren der Landgerichte. Provinzialdirektoren kom=
Redner verbreitet ſich dann über das
Ausſtellungs=
ſiſen gegenüber der Regierungsvor= men auf 8700 bis 10500 Mark. Die Provinzialdirektoren haus, das Schwimmbad, das Hoftheater ukw. als
In=
ſe erhöht, insbeſondere trifft dieſes zu bei den in Gießen und Darmſtadt erhalten an Repräſentations= ſtitute, die Zuſchüſſe ſeitens der Stadt erfordern, und dann
geldern 1000 Mark. Die Räte in den Miniſterien kommen die Anlagen der Stadt, die Ueberſchüſſe abwerfen, wie
Peren Beamten.
Waſſerwerk, Gaswerk, Elektrizitätswerk, Straßenbahn und
Bei den mittleren Beamten ſind außer den von der! auf 9000 bis 11000 Mark. Die Miniſter erhalten 15000 Schlachthof. Ferner beſpricht er eingehend das Darm=
Perung vorgeſchlagenen gehobenen Stellen 10 weitere Mark nebſt den ſeitherigen Nebenbezügen.
ſtädter Schulweſen und berührt hierbei die Notwendigkeit
Wie bereits geſagt, kann eine vollſtändige Wiedergabe der Umwandlung der Hauswirtſchaftlichen
Fortbildungs=
eſehen, unter ihnen 7 gehobene Stellen bei der
Ober=
ſchule in eine Pflichtſchule. Auch ohne Zwang iſt ſie ja
ſſtungskammer. Die ſogen. akademiſchen Lo=der Klaſſifizierung nicht erfolgen, weil das hier zu weit
gewachſen von 90 Schülerinnen im Jahre 1900 auf 500 im
Abeamten ſind, einem langjährigen führen würde Für die Dienſtwohnung wird angerechnet Jahre 1912; wenn auch die Koſten ſich bei Einführung
nſche entſprechend, untereinander ſämt= und am Gehalt abgezogen für die Beamtenklaſſen 1—10: einer obligatoriſchen Hauswirtſchaftlichen
Fortbildungs=
gleichgeſtellt worden. Nur ſind für die 250 Mark, 11—23: 300 Mark, 24—36: 400 Mark, 37—40: ſchule von jetzt 16000 Mark auf etwa 35 000 Mark erhöhen
ſtaufſichtführenden Amtsrichter in den Städten Darm=550 Mark, 41—46: 750 Mark, 47: 1000 Mark. Dieſe Sätze würden, mit Freuden würde ich dieſer Summe zuſtimmen,
denn ſie wird den Segen, den die Einrichtung bisher ſchon
Mainz, Offenbach, Worms und Gießen 500 Mark, entſprechen den Wohnungsgeldzuſchüſſen der Beamten ohne gebracht hat, auf weitere Kreiſe ausdehnen. Hier lernen
die dienſtaufſichtführenden Amtsrichter bei ſolchen Dienſtwohnung in den oben angeführten Klaſſen. Es die Mädchen praktiſche Hauswirtſchaft und Kochen, und
gerade die Unkenntnis auf dieſen Gebieten iſt in den Krei=
Es folnte bienah die Violenellsonate aus G=Mollſen der Abeterbverölenuich, der auchin leinen Beamen=
Opus 38 von Johannes Brahms, welche in Herrn Ernſtfamilien, und beſonders in Kreiſen kaufmänniſcher Ange=
Konzerte.
Cahnbley einen berufenen feinſinnigen Vertreter fand, ſtellten die Urſache von manchem ſozialen Elend. — Auf
ud Richard Wagner=Verein. Zum Beſten der ſie mit prachtvollem Ton in großzügiger und kräfti= den Bahnhofsbau uſw. wirft Redner intereſſante Schlag=
Feſthaus=Vereins fand geſtern abend im Feſtſaale der ger Auffaſſung ſtilgerecht und packend zu Gehör brachte. lichter. Der auf Grund eines ſehr günſtigen Tauſchab=
Remeinde ein außerordentlich gut beſuchtes Konzert Von der ſpäter geſpielten A=Dur=Sonate Opus 69 für kommens mit der Militärverwaltung in ſtädtiſchen Beſitz
is Vereinsabend des Richard Wagner=Vereins ſtatt. Pianoforte und Violoncell von Ludwig van Beethoven übergegangene Teil des Exerzierplatzes wird ſchon jetzt
Auf, der der ausgezeichneten Sopraniſtin Frau Tillywäre uns das erſte Allegro (trotz der Vorſchrift non kanto) mit einem Gebäude für die Landwirtſchaftskammer
be=
bley.=Hinken vorausgeht, war durchaus ge= in nur wenig bewegterem Tempo wohl zuſagender ge= baut, und hoffentlich gelingt es den weiteren Bemühungen
ertigt: eine glockenreine, in allen Lagen ideal ſchön weſen. Dagegen wirkten die übrigen Sätze, namentlich des Herrn Kalbſuß junior, die Berufsgenoſſenſchaft für
Wenrde Stimme von ſeltener Höhe, ohne Schärfe und das Scherzo und Allegvo vivace” ganz vortrefflich In Detailliſten und Kleingewerbetreibende hierher zu ziehen
Pirchgeiſtigter warmer Vortrag ſichern der Künſtlerin Herrn Dr. Oskar Kaul aus Würzburg war der Klavier=für die durch Beſchluß der Stadtverordnetenverſammlung
ebindung mit der Anmut ihrer Erſcheinung die Er=part in berufenen Händen. Auch in der gediegenen Be=3000 Quadratmeter des Exerzierplatzes gratis zur Ver=
Unter den erſten vier Liedern für Sopran kann gleitung der vier Mörike=Lieder von Hugo Wolf, welche fügung geſtellt werden ſollen zur Errichtung eines
Gebäu=
die beiden bekannten von Schubert und Schumann Frau Cahnbley=Hinken ganz entzückend ſang und von des, das 200 bis 250 Beamten Raum bieten muß. Gewiß
biſt die Nuhr” und „Der Nußbaum”) wohl kaum denen ſie das letzte leichtfertig=prahlende aus dem italieni=eine Tat, die allen Hausbeſitzern Freude bereiten muß, die
Mndeter und wohlklingender hören, als von Frau ſchen Liederbuch, ein Seitenſtück zur Regiſterarie, auf leere Wohnungen für die Beamten reichlich bereit haben.
Mllley=Hinken. Mit ſchwer ſangbaren Intervallſchritten, Wunſch wiederholte, trug das vollkommene Zuſammen= Hoffentlich bleibt das große Entgegenkommen der Stadt
Aden Sängerin aber keine Schwierigkeiten bereiten, iſt wirken beider Künſtler zur vollendeten Wirkung bei. Die nicht unberückſichtigt. Mannigfaltig war die Fürſorge=
Liſzts „Tote Nachtigall” etwas überladen, und Schlußabteilung enthielt außer dem am Ende des Kon=tätigkeit der Stadt in den letzten zehn Jahren. — Die
Pzang Amadeus Mozarts „Halleluja” aus einer ſeiner zertes wiederholten „Gretel” Hans Pfitzners noch drei Steigerung der Steuern zu vermeiden, muß nach der
Stei=
eit en, welches zum erſten Male hier gehört wurde, nicht gerade anſpruchsvolle, aber ſehr dankbare und an= gerung um 19 Prozent im Jahre 1910 das Ziel aller
p
mit ſeiner Koloratur entſchieden weit mehr für denſprechende erſtmalig gehörte Lieder von Ernſt Cahnbley Stadtverordneten ſein, die den Zuzug nach Darmſtadt nicht
Wertſaal, als für den Kultus, dem es ſeine Entſtehung („Draußen im Garten”, ein hübſches Schlummerlied, deſſen hemmen wollen. Erſparniſſe werden überall in der
Ver=
mkt; denkt man ſich das heitere Stück gar noch von Schluß auch wiederholt wurde), Heinrich van Eykens waltung angeſtrebt, und eine große Zahl von
Beamten=
n Adjuvanten=Orcheſter einer Stiftskirche von der „Kurze Antwort” und ein Tanzlied von Konrad Ramrath, ſtellen ſind in den letzten Jahren verſchwunden, die durch
Mlität, wie Felix Mendelsſohn es in ſeinen „Reiſebrie= die, wie auch die erſten vier Lieder, von Herrn Cahnbley Penſionierung und durch Verwaltungsänderungen
frei=
lennzeichnet, begleitet, ſo hat man ein treues Abbild felbſt am Klavier begleitet wurden. Anhaltende Beifalls=werdenden Stellen werden zum Teil nicht mehr beſetzt.
Eine der erſten Aufgaben der neugewählten
Stadtver=
uſtigen, opernhaften Kirchenmuſik der damaligen Zeit, bezeugungen lohnten die Künſtler für ihre herrlichen
Dar=
ordneten wird es ſein, ſich mit den Reſtaurationsbetrieben
och bis vor vier Jahrzehnten ihre Verteidiger fand bietungen.
Nummer 225. Zummer
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 14. November 1913.
Seite 8.
in der Stadt zu beſaſen, indem am 1. pril 1914 die Zeit ſworſen, daß ich Handwerker ſchnde uſw. M. H.: WieſMRahnahme zur Verbeſſrung und Hebung des Achechäſſte gain
abläuft, die für das Ortsſtatut über den Bedürfnisnach= iſt das vereinbar mit der Tatſache, daß mir vor etwa einem in Neu=Griechenland aufrechterhalten.
Eirtien
halben Jahre noch von der Handwerkskammer ein Diplom
* Rom, 12. Nov. Zu der Depeſche des Echo
weis feſtgeſetzt war
Eine weitere Frage die die Stadtverwaltung in den überreicht wurde für meine Verdienſte um das Handwerk? Paris aus London, in der es hinſichtlich des Schriteiſtuch die v
Cru des Siec
nächſten Jahren beſchäftigen wird, iſt die Eingemeindungs= (Heiterkeit. Hört!) Redner ſchließt mit der Verſicherung, Oeſterreich=Ungarns und
Italiens=
eragrinen
frage. Schon vor 10 Jahren hat Arheilgen um Einge= daß, falls ihm das Vertrauen wieder geſchenkt werde, er Athen heißt, daß von dieſem Schritte nichts übrig
meindung nachgeſucht, aber man hat zunächſt gewiſſe alles daran ſetzen werde, für das Wohl der Stadt zu ar= ben würde, ſchreibt die Agence Stefani: Das Eche ſeien wird, ſo
Erbauung
Paris iſt augenſcheinlich ſchlecht unterrichtet. Italien
Bande miteinander geknüpft, indem Arheilgen mit Waſſer beiten.
Sit der 1n
Die Herren Dipl.=Ing. Ritſert, Haury und Kaß= Oeſterreich halten den Standpunkt volkommen auft
und Gas aus den ſtädtiſchen Werken verſorgt wurde und
über eine modernere Art der Gasbeleuchtung verfügt als lick ſtellten ſich ſodann mit kurzen Einführungen der Ver= dem ſie in der in Athen überreichten Note Ausdruck Gasſlächuſingsgeb=
Betreffend der Grenzen in dem Gebiet, über das die Saſal des von
Darmſtadt, deſſen Laternen in ihrer Mehrzahl immer ſammlung vor.
Parteiſekretär Kullmann nimmt die Fortſchrittliche
ſchafterkonferenz in London keinen endgültigen Beſchüſtlunger Straß
noch einzeln angezündet werden. Der hohe Steuerſatz,
den Arheilgen hat gegenüber dem ca. 50 Prozent niedrige= Volkspartei in Schutz gegen die Vorwürfe. Sie ſei an gefaßt hat ſind Verhandlungen möglich, aber daran=ſfsligſtellung
ren der Stadt Darmſtadt, iſt für Arheilgen eine ſtarke! dem Scheitern der Einigung nicht ſchuld, und ihr Vor= das Kap Stylos und Koritza Albanien zugewieſen weiſſhiahn auf der
Leiſtung und für Darmſtadt ein Grund zu großer Vorſicht, ſchlag zur Einigung ſei nicht zu ſpät gekommen. Man ſollte und daß der von der Londoner Konferenz feſtgeſetzte Sillichen Schwie
hmn. Bei
und doch, es wird ſchließlich nicht ausbleiben können, daß ſich nicht auf Formalismus verſteifen. (Unruhe.) Redner punkt für die Räumung Albaniens durch die griechiſeht
mit gewiſſen weitausſchauenden Kautelen die Eingemein= beſpricht dann eingehender die politiſchen Verhältniſſe
ſeiner Partei zur Sozialdemokratie. Seine Ausführungen Truppen unauſchiebbar iſt, halten Italien und Wesſchtilte beirag
(mpfangsgeb
dung ſich vollzieht.
reich=Ungarn weiter feſt. Die einmütigen Beſchlüſſe,
Kat, für die
Endlich weiſt Redner auf die in Ausſicht ſtehenden gaben mehrfach Anlaß zu Zwiſchenbemerkungen und Europa in London gefaßt hat, gehören der Vergan=f
großen militäriſchen Neubauten hin, durch die Handwerk ſchließlich zu Auseinanderſetzungen perſönlicher Art, be=
und Gewerbe wieder gehoben werden. Er ſchließt: Möge ſonders mit Herrn Ritſert. — Gegen Mitternacht wurde heit und können nicht abgeändert werden. Bei den beiſclstraße etwasl
es der Stadtverwaltung unter dieſen Auſpizien gelingen, die Verſammlung mit Dankesworten an die Anweſenden Großmächten an der Adria ſind von keiner anderen Reäliteſenbahnvern
rung wegen der Ueberreichung der erwähnten Note Whſſzit etatsmäß
das Wohl ihrer Bewohner zu fördern. Möge die bevor= geſchloſſen.
ſtellungen erhoben worden. Daher hat Italien aiſih die Sta
ſtehende Wahl unter recht großer Beteiligung der
Wähler=
keinen Grund, irgendwelche Erklärungen abzugeben.e Koſten vo
Miſtzung der Bu
ſchaft ſich vollziehen, und möge die Wählerſchaft dabei im
Landwirtſchaftliches.
Auge behalten, daß die Stadtverwaltung Männer braucht,
hr Bahnſteigt
die eifriger Mitarbeit ſich nicht nur befleißigen wollen,
lſeſt erſolgen,
Schlachtviehmarkt Darmſtadt. Schweine=
Letzte Nachrichten.
ſhrichende B
ſondern es auch können. Die Stadt braucht nicht Leute, markt am 12. November. Auftrieb durch Händler: 131
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau lwnung gibt.
die planlos Vorſchläge machen und dazu lange Reden Schweine. Preiſe (50 Kg. Schlachtgewicht): 1 Qualität
halten zum Fenſter hinaus, ſie bedarf kraftvoller Männer 79 Mark, 2. Qualität 78 Mark, 3. Qualität 78 Mark, Markt=
* Berlin, 13. Nov. Der Reichskanzler hat geſslſioſten von rei
des Geiſtes und der Praxis, die in eifriger Zuſammen= verlauf: rege Ueberſtand. — Schweinemarkt am 13. nachmittag den franzöſiſchen Botſchafter Cambonesſſich der erwall
arbeit mit der Bürgermeiſterei das Gute erſtreben und nicht November. Auftrieb durch Händler: 156 Schweine Preiſe fangen. — Der Bundesrat hat den zuſtändigiſſin 4000 P
als Oppoſition gegen alles, was bisher war, aufzutreten (50 Kg. Schlachtgewicht): 1. Qualität 79 Mark, 2. Qualität Ausſchüſſen überwieſen: Einen Entwurft
als Ziel haben. Sie braucht Männer, die Geſundheit und 78 Mark, 3. Qualität 78 Mark. Marktverlauf: ruhig, Luftverkehrsgeſetzes, eine Denkſchrift betr. den Entſl
Zeit opfern, um ihre Vaterſtadt einer geſegneten Zukunft Ueberſtand. — Kälbermarkt am 13. November. Auf= einer neuen Anlage 1 zu dem internationalen Ueberaſt
entgegenzuführen. Möge dieſes Ziel durch die Wahl am trieb durch Händler: 153 Kälber und 3 Schafe. Preiſe kommen über den Eiſenbahnfrachtverkehr und einen e Wien,
19 November möglichſt vollkommen erreicht werden! (Bei= (50 Ka. Lebendgewicht): je nach Qualität 58 bis 62 Mark. wurf der Vorſchrift zur Aenderung der Schiffsvermültzte die
Deba=
fall.) — Profeſſor Dr. Nehrling ſprach dem Redner den Marktverlauf: drückend.
ſungsordnung. Zugeſtimmt wurde der Vorlage betplEinſetzung
Dank der Verſammlung aus.
Frankfurt a. M., 13. Nov. Schlachtvieh=Aenderung der Vorſchriften über den Befähigungsnachwihifſion in
markt. (Amtlicher Bericht.) Auftrieb: 99 Rinder, und die Prüfung der Seedampfſchiffsmaſchiniſten, Wüllednete Se
Landtagsabgeordneter Dr. Oſann
darunter 21 Ochſen und 78 Färſen und Kühe, ferner 703 Entwurf von Vorſchriften zur Ergänzung der Eichgebihſabruche des
beſprach dann eingehender die Stadtverordnetenwahlen und Kälber, 399 Schafe und 1142 Schweine. Preiſe für renordnung, der Vorlage betr. den Entwurf der Beſtädliſe die beid
die Verhältniſſe der Parteien zueinander. Erwieseinleitend 1 Zentner Lebendgewicht (Schlachtgewicht): Kälber: mungen über die Herſtellung von Zigarren und Abripſhüliaten wollten,
darauf hin, daß ſowohl die Fortſchr. Lpt. eine erhebliche feinſte Maſt (Vollmilchmaſt) und beſte Saugtälber 68—71 von Tabak in der Hausarbeit und der Vorlage heilſtäüſen bauen,
Rolle im politiſchen Leben Darmſtadts zu ſpielen begonnen (113—118), mittlere Maſt= und gute Saugkälber 61—65 Aenderung der Gebühr für Warenproben und W Plaat zu mach
hat, als auch die Sozialdemokratie Einfluß auf die kom= (103—110),
geringere Saugkälber 56—60 (95—102): mengen.
hes die Polen
munalen Angelgenheiten unſerer Stadt gewinnt und in Schafe: Maſtlämmer und jüngere Maſthammel 41—45
* Berlin, 13. Nov Gutem Vernehmen nach trüfiliſt großer
einer Weiſe Einfluß auf das Parlament ſucht, die die Bür= (90—94), ältere Maſthammel und gut genährte Schafeder euſſiſche Miniſterpräſident Kokowtzdelſſiſe endlie
gerſchaft nicht ruhig hinnehmen kann und darf. Es muß 35—37 (84—88); Schweine: Fettſchweine über 3 Ztr. am Montag früh hier ein. Er wird am Mähltehikintariſchen g
anerkannt werden, daß auch unter der Sozialdemokratie Lebendgewicht 58—61 (73—77), vollfleiſchige Schweine abend beim ruſſiſchen Botſchafter Swerbejew das Dimſtoßen nationg
Männer ſitzen, mit denen ſehr wohl in den Kommiſſionen über 2½ Ztr. Lebendgewicht 56—59 (71—75), vollfleiſchige einnehmen. Am Dienstag abend findet beim illPt Kompom
gut zuſammengearbeitet werden kann. Das iſt beſonders Schweine über 2 Ztr. Lebendgewicht 57½—61 (73—76), kanzler zu Ehren des ruſſiſchen Gaſtes ein Dinerle Wien, 14
bei dem Stadtverordneten Aßmuth der Fall. Doch hindert vollfleiſchige Schweine bis zu 2 Ztr. Lebendgewicht 57½ Vorausſichtlich wird Kokowtzow am Mittwochü Handelsmi
dieſe Anetkennung nicht, daran Kritik zu üben, daß ſobald bis 61 (73—76). Marktverlauf: Kälber gedeckt, Kaiſer empfangen werden. Die Abreiſe erfolntiſchlſih die Gar
parteipolitiſche Rückſichten in Frage kommen, die ſachliche Schafe rege, beide ausverkauft; Schweine flau, Ueberſtand. Donnerstag früh.
An erlarte
Arbeit aufhört und die parteipolitiſche Kampfesweiſe gegen
** Neues Palais, 13. Nov. Der Kaiſer empfinglimn Unterſuch
das Bürgertum beginnt. Es gilt alſo auch auf dem kom=
12.45 Uhr den Biſchof von Limburg, Augſlhem gerichtli
munalen Gebiet den Kampf gegen die Sozialdemokratie
Kilian. Dem Empfang wohnten der Kultusminiſterlnſife, auch mö
aufzunehmen. Es wäre ein Gebot der Klugheit geweſen,
Vom Balkan.
der Chef des Zivilkabinetts bei. Zur Frühſtücksl Mittelungen
im Bürgertum zuſammenzuſtehen in dieſem Kampf gegen
waren der Biſchof, der Kultusminiſter, der Chef desm üichen nicht
den gemeinſamen Feind. Das iſt leider nicht geſchehen.
Der griechiſch=türkiſche Friedensvertrag.
kabinetts und Botſchaftsrat von Radowitz geladeng
Die Fortſchrittliche Volkspartei hat offen den Kampf um
Pden würd
* Konſtantinopel, 13. Nov. Trotz der gemel=
* Straßburg, 13. Nov. Hieſige Zeitungen bringeſſts iier Geſetes
die kommunalen Sitze aufs politiſche Gebiet
hinüberge=
ſpielt und gewiſſermaßen die Haltung gelegentlich der deten geringfügigen Schwierigkeiten glaubt man, daß die Urlaub des Oberſten v. Reuter Kommalda ſſihnen der
Reichstagswahl fortgeſetzt, wie der jetzt herausgegebene lendgültige Unterzeichnung des griechiſch= des Infanterie=Regiments Nr. 99, mit den jüngſten Eerlaß ni
Wahlzettel beweiſt, der eine ungewöhnliche Begünſtigung türkiſchen Friedensvertrages keinen ernſt= gängen in Zabern in Zuſammenhang. Dieſe Kombinällg Kigane beſch
der Sozialdemokratie bedeutet. (Sehr richtig!) Wir lichen Aufſchub erfährt. Wie verlautet, antworteten die iſt gänzlich hinfällig. Der Urlaub hat mitden
ihre Pflich
waren natürlich überzeugt und entſchloſſen, daß die leitenden Perſönlichkeiten dem griechiſchen Delegierten nichts zu tun. Die von dem Oberſten v Reutereie
Agreifen
Herren, die ſich bewährt haben, aus der Fortſchrittlichen Levidis, daß der Friede als geſchloſſen betrachtet werden militäriſchen Maßregeln ſind nach jeder RichtunghnFür vorlage
Volkspartei auch auf unſerem Zettel nicht fehlen dürften könne. Die Pforte beſteht auf einer Entſchädigung an die Generalkommando gebilligt worden.
Ablanmäßige
und nahmen die Namen der Führer Henrich und Verwalter der Wakufs, da der griechiſche Miniſterpräſi=
* Glarus, 13. Nov. Zwei den Eltern entlaufelmedezu ein
Saeng auf. Die Fortſchrittliche Volkspartei hat aber dent Venizelos erklärte, er ſei geneigt. dieſe Forderung Knaben verirrten ſich auf den PanigerpaßPorden ſeien
dem gegenüber vorgeſchlagen, dieſe beiden Namen zu anzunehmen. Die Pforte erwartet die letzte Antwort der ſie von zwei Handwerksburſchen gefunden wurden E Aügen Nacht
ſtreichen und vier andere Freiſinnige dafür aufzunehmen. Delegierten, um ſie zur Unterzeichnung des Friedens zu 10jähriger Knabe ſtarb an Erſchöpfung. Deran Miſtit die Aus
ein 14jähriger Knabe, liegt bedenklich danieder.
(Hört! Heiterkeit.) Die Foctſchr. Volksp. wußte nämlich, daß ermächtigen.
Argen, währ
* Konſtantinopel 13. Nov. Geſtern abend
Territet, 13. Nov. Heute nachmittag er ſchoß ſichl Staaten u
die genannten Namen auch auf dem Zettel der
Sozialdemo=
kraten und der Bezirksvereine ſtanden daß alſo6 Freiſinnige wurden den türkiſchen Delegierten in Athen in einem Boot auf dem Genfer See der 45jährige
ſicher gewählt wurden. Den Vorſchlag konnten wir natür= Inſtruktionen geſandt, wodurch einige Aenderungen Alfons Cranſac, nachdem er ſeine Frau, ſeine fähpignn
lich nicht annehmen, und es war nicht möglich, mit der im Wortlaute des paraphierten Friedensvertrages vorge= Tochter und ſeinen einjährigen Sohn erſchoſſenhateih
F. V.=P. zu einer anderen Einigung zu kommen. Später ſchlagen werden insbeſondere eine Entſchädigung für die Tat erſcheint um ſo furchtbarer, als nicht feſtgeſtellt Wende
Oeffe
wurde dann allerdings ein anderer Verſtändigungsverſuch Verwalter der Wakufzehnten und die Anerkennung des kann, aus welchem Grunde die Tat begangen Wüllen
gemacht, jedoch war der für uns nicht mehr diskutabel. Komitees für Einheit und Fortſchritt als juriſtiſche Perſon Cranſac war als guter Familienvater bekannt un en Das nordw.
itt bewegt
Dazu kommt das Vorgehen der Bezirksvereine. Wir hinſichtlich der Liegenſchaften in Saloniki und die Hinzu= in geordneten Verhältniſſen,
haben im Stadtrat Herren, die in den Kommiſſionen fügung eines Paragraphen, durch den die Verpflichtungen
* Rom, 13. Nov. Giornale dItalia zufolg. Seine 9
außerordentliches leiſten, wenn ſie auch nicht jederzeit an der Türkei gegenüber der Orientbahngeſell=übte der Militärattaché bei der ruſſiſchen BotſchaftuPlſchland vert
die Oeffentlichkeit treten. Es gehören dazu die Stadtver=ſchaft auf Griechenland übergehen. Der griechiſche Bulgarin, heute morgen durch einen Revolleluh
werden mo
ordneten Wittmann und Koch. Dieſer beiden Namen wur= Unterhändler Levidie erklärte geſtern in einer Unterredung ins Herz Selbſtmord. Das Motiv iſt wahr
den geſtrichen. Die Bezirksvereine ſtrichen weiter die mit dem Großweſir, Griechenland beſtehe darauf, daß der unheilbare Krankheit.
Namen Schupp, der ihr Gründer iſt (Hört!) und Markwort. paraphierte Wortlaut unterzeichnet werde.
* Paris, 13. Nov. Der Handelssund i
Herrn Wittmann wurde noch jüngſt eine Adreſſe überreicht.
Kueſe
* Konſtantinopel, 13. Nov. (Wiener Korr=ſtrieausſchuß der Kammer nahm auf. Antsſun
in der der Wunſch zum Ausdruck gebracht wurde, daß er Bureau, 8 Uhr 45 Min.). Soeben ſind die letzten des nationaliſtiſchen Deputierten Denais einne Mitgete
noch lange im Dienſte der Stadt wirken möge. Heute wird Schwierigkeiten beſeitigt. Soeben haben dieſetzesantrag an, wonach jene Unternehmunſsihm
er von Herren geſtrichen, die dieſe Adreſſe mit unterſchrie= türkiſchen Delegierten die Weiſung übermittelt erhalten, Firmen oder Handelsgeſellſchaften, an deren Spitze An
ben haben. (Hört!) Auch Stadtv. Markwort hat ſich durch
länder ſtehen, oder deren Verwaltungsrat über Eimgslaatspabie
ſeine Sachkenntnis und ſeinen Fleiß außerordentlich be=zu unterzeichnen.
Uie Nechſ=
Drittel Ausländer ſtellt, die Bezeichnung „franzöſiſch
währt. Daß wir Herrn Fulda nicht auf unſeren Zetel
Ebenſo wenig diuſtnig Seichehah=
Eine bulgariſche Anleihe.
nicht führen dürfen.
ſetzten, wird uns niemand übel nehmen. (Sehr richtig!)
Waren, die nicht in Frankreich oderißſuß Shahe
Auf Wunſch der Mieter kam Herr Ritſert auf unſeren
* Sofia, 13. Nov. Finanzminiſter TontſchezKolonien erzeugt werden, die Bezeich
Zettel, der auch als Vertreter der Privatbeamten gilt. Wei= erklärte einem Berichterſtatter, er ſei ſehr befriedigt „franzöſiſch” führen.
0. Cr
ter kam Herr Haury auf unſeren Zettel, und auf drin= von dem Ergebnis ſeiner Reiſe nach Paris,
Paris, 13. Nov. Das Kriminalgericht vom
e Stach
genden Wunſch der Detgilliſten wird Herr Kalbfuß noch wohin er ſich begeben habe, um den Boden für eine bul= Saigon (Indochina) fällte in der Verſchwörun
auf dem Zettel figurieren.
gariſche Anleihe vorzubereiten. Die Anleihe könneangelegenhieit von Saigon=Scholon das Unill
Unſer Zettel weiſt alſo insgeſamt folgende Namen vor Jahresſchluß nicht abgeſchloſſen werden. Die Regie= Einer der Angeklagten namens Sans, der ſich als Throlen
auf: die alten Stadtverordneten Dr. Noellner. Koch, rung werde zunächſt darnach trachten, eine Anleihe von prätendenten geberdet hatte, ſowie zwei andere Anamitenn
K Eienr
Markwort, Wittmann, Henrich. Saeng, 250 bis 300 Millionen abzuſchließen, die für den Bau der
Link, Schupp, und an neuen Herren: Ritſert, Hep= Eiſenbahnlinie Haskovo-Porto-Lagos und für die Be= die den Bomben=Anſchlag angeſtiftet hatten, wurden aub
lebenslänglichem Zuchthaus, 49 Angeklagte zu einer Zucht
penheimer, Haury, Herberth, O. Wolff, zahlung der Requiſitionen und der ſchwebenden Schuld haus= oder Gefängnisſtrafe von 20 Jahren bis 8 Monalem
W. Kalbfuß und H. Kaßlick.
beſtimmt iſt.
verurteilt. Sechs Angeklagte wurden in contumaciam äu
Mit dieſem Zettel dürften alle Stände im Stadthauſe
lebenslänglichem Zuchthaus oder Deportation verurteilt
in erwünſchtem Maße vertreten ſein. (Beifall.) Die
* Bukareſt, 13. Nov. Das Journal des Debats
* Paris, 13. Nov. Der Erdſturz bei Vallorbe
Gegenſeite hat mit ihrem Geheimbündnis aller Voraus=hat am 7. November die Zuſchrift eines gelegentlichen erfolgte nicht im Tunnel des Mont dOr, ſondern im
ſicht nach ſchon die Konſtellation zu den Landtagswahlen Korreſpondenten veröffentlicht, der zufolge Joneseu Bahnhof von Vallorbe.
getroffen Wir müſſen und werden dagegen gewappnet der bulgariſchen Regierung den Beitritt Rumäniens
* Dublin, 13. Nov. Der Arbeit erführer
Lar=
ſein. (Bravo!) Es wird für uns zur Notwendigkeit wer=zum Balkanbund als Gegenleiſtung für die Abtre= kin erteilte unmittelbar nach ſeiner Enklaſſung aus dem
8
den, mit der Schärſe auch gegen die Fortſchrittliche Volks= tung der von Rumänien verlangten Gebiete angeboten Gefängnis telephoniſch Anweiſungen für dieauses
partei vorzugehen, die ſie gegen uns an den Tag legt
durch dieſes Bündnis. (Bravo!) Es iſt, wie geſagt, für hatte. Die offiziöſe Politika iſt zu der Erklärung ermäch= ſtändigen Arbeiter in Dublin. Er begabrſicht
uns eine ernſte Notwendigkeit dem Wachſen der Sozial= tigt, daß die Regierung niemals darüber beraten habe, deshalb nach der Freiheitshalle, wo ihm 3000 Perſonen
ob man Bulgarien ein Bündnis anbieten ſolle, und daß eine begeiſterte Kundgebung bereiteten. Larkin erklärtege
demokratie im Stadtparlament Einhalt zu gebieten. In es unrichtig iſt, daß der Miniſterpräſident Majorescu oder die Regierung habe einen Fehler begangen, daß ſicduſt
allen Städten, wo die Sozialdemokratie anwuchs har
man die bitterſten Erfahrungen gemacht mit ihrer Tätig= die Miniſter Morghiloman oder Filipeseu einen Vorſchlag, ins Gefängnis warf, einen noch größeren Fehler aher. ,dabs
keit, und überall hat ſich das Bürgertum zuſammenge= Rumänien ſolle mit der Türkei in den Balkanbund ein= ſie ihn wieder freigelaſſen habe. Es werde in Englanon
ſchloſſen gegen die Sozialdemokratie. Das iſt auch hier treten, gebilligt hätten.
zum Generalſtreik kommen.
* Athen, 13. Nov. Die Parlamentsſeſſion
notwendig. Es muß das Intereſſe der Bürgerſchaft an
* Peking, 13. Nov. Der Sekretär des internationalenn
den Kommunalwahlen geweckt werden. Auf zum Kampfe, iſt feiexlich durch eine vom Königverleſene Thron= Reformbureaus hatte eine Unterredung mit demn
dann werden die Kandidaten ſiegen, die auf dem Zettel der lrede eröffnet worden.
Bergbauminiſter, der erklärte, er bereite gegen=s
Nationalliberalen Partei ſtehen. (Lebh. Bravo!)
* Saloniki, 13. Nov. Die hieſige Handelskammer wärtig ein neues Bergwerksreglement vor, br=
In der
beſchloß nach eingehender Beratung über die Mittel, um das er vorausſichtlich im Dezember veröffentlichen werde.::
Diskuſſion
die wirtſchaftliche Zukunſt Salonikis zu ſichern, in ihrer Er hoffe, daß die Ausänder ſich mit Chineſen zuſammen= zuerſt Herr Stadtv Markwort, der kurz über geſtrigen Sitzung, den Plan der Schaffung einer freien tun würden um Kapitalien für die Entwickelung der Veſche?
ſeine Tätigkeit in der Stadtverordnetenverſammlung be= Zone für die Förderung der induſtriellen Entwicklung werke anzulegen, wofür das neue Reglement günſtig, ſei::
richtet, dig, ſich auf eine ganze Anzahl von Ausſchüſſen er=aufzugeben und an die Regierung in Athen die Bitte zu
Die fremden Geſandten begannen heute dem ;
ſtreckte. Seit den letzten Wochen wird in dem ſozialdemo=richten, Saloniki zur freien Stadt zu er= Präſidenten ihre Beglaubigungsſchreiben zu
kratiſchen Organ gegen mich gekämpft, wird mir vorge= klären. Hingegen werden alle Vorſchläge über die überreichen
[ ← ][ ][ → ]
Nummer 275.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 14. November 1913.
Leipig, 13. Nov. Ueber den geblanten Bau einer mählicher Abnahme von Riederſchlägen und Bewöllung,
Untergrundbahn zwiſchen dem Hauptbahnhof und dem ſowie etwas kühlerem Wetter zu rechnen haben.
Bayeriſchen Bahnhof in Leipzig verlautet folgendes: Wenn
Ausſichten in Heſſen für Freitag, 14. November:
ſuch die vorhandenen Beförderungsmittel zur Bewälti= Veränderliche Bewölkung, Nachlaſſen der Regenfälle,
küh=
ſung des Verkehrs noch ausreichen und die Anlage der1 ler, weſtliche bis nordweſtliche Winde.
füntergrundverbindungsbahn erſt ſpäter in Frage kom=
(Schluß des redaktionellen Teils.)
nen wird, ſo erſcheint es doch geboten, ſchon jetzt bei der
erbauung des Hauptbahnhofes vorſorglich diejenigen
keile der Untergrundbahn herzuſtellen, die innerhalb des
ſempfangsgebäudes und der Bahnſteighalle, ſowie
inner=
halb des von dort bis zur Ueberführung der
Branden=
e
urger Straße reichenden Bahnhofsteiles liegen. Nach der
Schen-nekaff
Fertigſtellung des Hauptbahnhofes würde die Untergrund=
Jahn auf der bezeichneten Strecke nur mit
außerordent=
chen Schwierigkeiten und Mehrkoſten ausgeführt werden
(Goldmundstück
Ennen. Bei der Ausführung im gegenwärtigen
Zeit=
unkte betragen die Koſten für die Strecke innerhalb des
euagarenen
kmpfangsgebäudes und der Bahnſteighalle rund 600000
Mark für die weitere Strecke bis zur Brandenburger
Ltraße etwas über 2 Millionen Mark. Da der Staats=
Meeer nre e heegte gragteitieg
ſſenbahnverwaltung für die fraglichen Herſtellungen zur=
Eit etatsmäßige Mittel nicht zur Verfügung ſtehen, hat
PreisNe 344.56810
lich die Stadt Leipzig in einem Abkommen bereit erklärt,
J4 4.5 5 5 15 Pfgd Stck.
ſie Koſten von 600000 Mark zu übernehmen. Die Fort=
tzung der Bauarbeiten für die Untergrundbahn zwiſchen
rustfrei! 3.
ſſſer Bahnſteighalle und der Brandenburger Straße ſoll
iſt erfolgen, wenn der Landtag, dem deshalb eine
ent=
ſprechende Vorlage gemacht werden wird, ſeine
Zuſtim=
hung gibt. Zu den dann noch weiter aufzuwendenden
FABRIK-
oſten von reichlich 2 Millionen Mark gewährt die Stadt
Aroslcter
ſach der erwähnten Vereinbarung einen weiteren Betrag
ſon 400 000 Mark.
5
Aus dem öſterreichiſchen Parlament.
* Wien, 13. Nov. Das Abgeordnetenhaus
eſeh Sl.
tzte die Debatte über die Interpellation betr. der
ng GOLn
inſetzung einer
Landesverwaltungskom=
m ait
asan=
iſſion in B öhmen fort. Der deutſch=ſoziale Ab=
Z
kyrdnete Seliger ſagte, die Schuld an dem
Zuſam=
ſenbruche des Landtages und der Finanzen in Vöhmen 17/777
ſeffe die beiden bürgerlichen Parteien. Die
Sozialdemo=
hlen wollen, ſo lange ſie in dieſem Staate lebten, mit S äutal. one hamaſt
ran bauen, aus ihm einen modernen, lebensfähigen
ſaat zu machen. Der Abgeordnete Javorski erklärte,
ß die Polen die Bildung einer Verwaltungskommiſſion
Griental. Jäbak- u. Jh.Zetz
ſt großer Beunruhigung aufgenommen haben. Es
Cgaretten.Jbrik. 7.
ügeca S. N.
küſſe endlich die Energie gefunden werden, um den
parla=
ſentariſchen Auswüchſen zu begegnen. Es gäbe keine ſo
Jemdze Deaden ache
ſoßen nationalen Differenzen, die nicht auf dem Wege
Kompromiſſes überbrückt werden könnten.
* Wien, 13. Nov. Im Budgetausſchuſſe ſtellte
hel, ſparſam, ge=
Handelsminiſter eingehend die Angelegenheit betref= Elektra=Kerzen, ruchlos. Pak. 65.
nd die Canadian=Pacific=Geſellſchaft dar=s Hier: F. B. Grodhaus, Seifenf. a. w. Turm. (V,18306
ſiid erklärte über die bisherigen Ergebniſſe der eingelei=
Aus dem Geſchäftsleben.
lten Unterſuchung noch nichts mitteilen zu können, weil
m gerichtlichen Verfahren nicht vorgegriffen werden
Wie kann ich Weihnachtswünſche er=Lichtbilder=Vortrag von Miſſionar Dr. Bauer
ürfe, auch möchte er den Ausſchuß nicht durch unverbürgte füllen? In der jetzigen teuren, harten Zeit bereitet
Mtteilungen zu einem vorzeitigen, durch konkrete Tat=dieſe Frage viele Kopfſchmerzen. Schreiben Sie an Verſammlung der Fortſchrittlichen Volkspartei um
lſühen nicht erhärteten Urteil bewegen laſſen. Die Be= Bial & Freund, Breslau. Sie werden ſofort gratis und
ſieden würden gegen alle unnachſichtlich vorgehen, die ſich franko einen Proſpekt oder Katalog erhalten. (Näheres! Beſichtigung des Heims des Heimperbandes um
er Geſetzesverletzung ſchuldig gemacht hätten. Die Maß= ſiehe heutige Anzeige.)
Uhmen der Behörden konnten und durften ſich natur=
Pe 8.
B
2
ſmäß nicht auf eine einzelne Gefellſchaft oder deren
P.2.
A
60
gane beſchränken. Die Regierung hielt es vielmehr
6 33
ihre Pflicht, nach allen Seiten ohne Rückſichtnahme
N
chzugreifen, um ſo mehr, als ſchon zahlreiche Belege
Trauer-Kleider, Trauer-Lostüme Es
ür vorlägen, daß bedauerliche Mißbräuche, insbeſondere
planmäßige Verletzung der Geſetze und Vorſchriften
*½ Trauer-Blousen,rauer-Kocke
ſädezu ein Merkmal für das Auswanderungsgeſchäft
Worden ſeien. Der Miniſter verwies gegenüber
ander=
l=
Trauer-Mäntel, Trauer-Stoffe
Atigen Nachrichten darauf, daß nach der vorliegenden Phea
(214
Eiiſtik die Auswanderung nach Kanada nur unweſentlich
ſiegen, während die Auswanderung nach den Vereinig=
In reicher Auswahl!
Staaten ungeheuer gewachſen ſei.
Anderungen sofort!
Amtlicher Wetterbericht.
4.
Gebr. Höslein.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
B.
Ludwigsplatz.
2
Das nordweſtliche Tiefdruckgebiet hat ſich weiter oſt=
„
*48,
655
ſirts bewegt und liegt mit ſeinem Kern über der Nord=
Seine Randgebilde verurſachten geſtern in ganz
B5 2₰ ₰
Auſchland verbreitete, zum Teil bedeutende Regenfälle.
4464a
werden morgen bei meiſt weſtlichem Winde mit all=
In Proz. 1 Zf.
In Proz. Zf.
Letzte
Divid.
Kurſe vom 13. November 1913.
7 Schuckert, Nürnberg . . 147,25 2/10 Oeſt. Südb. (Lomb.) 52,50 3½ Frankf. Hypoth.=Bank
76,00
3 Raab=Oedenburg . .
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
12 Siemens & Halble .210½
In Proz. 12 Bergmann Electr. . . 125,00 4 Kronprinz Rudolfbahn 83,25 4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
85,00
In Proz. Zf.
4 Ruſſ. Südweſt . . . . .
5 Agentinier . . . . . . . 97,10 10 Deutſch. Ueberſee Electr. 163,30 4½/ Moskau=Kaſan . .. 85,00 3½
Staatspapiere.
25 Gummi Peter . . . . 75,00
diſche. Reichsſchatzanw. 99,104
do.
do.
80,00
30 Adler=Fahrradwerke
Deutſche Reichsanl. . 85,104½ Chile Gold=Anleihe.
Kleyer . . . . . . . 362,25 4 Wladichawchas . .
3½
76,2015 Chineſ. Staatsanleihe. 96,60
4 Rjäſan Koslow . . . .
do.
89,0012 Maſchinenf. Badenia 125,00 3 Portugieſ. Eiſenb.: . . 69,704 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
reuß. Schatzanweiſg. 99,00 4½
do.
. . . . 90,1016 Wittener Stahlröhren
do.
do. Confols . .. 85,10 4½ Japaner.
½
Steana Romana Petr. 142,90
. . 67,10
2% Livorneſer
do.
76,205 Innere Mexikaner . . . 73,50
do.
48,0015 Zelſtoff Waldhof . . 202,50 3 Salonique=Monaſtir. . 62,2
do.
Pad. Staatsanleihe . . 97,70
91,50 4 Gold=Mexikanerv. 1904 74,0012½ Bad. Zucker=Wag=
197,50 4 Bagdadbahn . . . . . . 79,60 3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
do.
häuſel . . . .
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 91,80
5 Gold=Mexikaner . .
do.
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 85,00 4 Miſſouri=Pacific . . . 89,70
Payr. Eiſenbahnanleihe 98,80 3½ Buenos Aires Prov. 65,50
3 Südd. Immobilien . 53,20 4 Northern=Paeific . . . 94,00
do.
83,80 Aktien inländiſcher
4 Southern=Pacific . .
do.
74,80 Transportanſtalten.
Bergwerks=Aktien.
3½
5 St. Louis und San
amburger Staatsanl. 97,608 Hamb.=Amerika=Paket=
Zf.
98,00
Francisco . . . . . —
eſſ. Staatsanleihe .
.. 150,00
fahrt . . . . . . . 134,90 10 Aumetz=Friede
5 Tehuantepec . . . . . . —
do. (unk. 1918) 96,753 Nordd. Lloyd . . . . . 119,00 12 Bochumer Bergb. u.
. 205,40
Gußſt. . . . .
do.
83,606 Südd. Eiſenb.=Geſell. . 120,75
Bank=Aktien.
do.
11 Deutſch=Luxemburg.=
73,40
10 Bank für elektriſche
Aktien ausländiſcher
3½
ächſiſche Rente . . . . 76,20
Bergb.
.. . . 135,90
-
Untern. Zürich .
ürttemb. (unk. 1921) 97,80 Transportanſtalten.
10 Gelſenkirchener . . . . 173,25 8½ Bergiſch= Märkiſche
Anatol. Eiſenb. 60%
do. v. 1875 92,60
Harpener . . . . . . . 173,00
Bank . . . . . . . 142,40
Einz. Mk. 408 . .
ulgaren=Tabak=Anl.
8 Baltimore und Ohio . 93,5015 Phönix Bergb. und
9 Berlin. Handelsgeſ. . . 154,50
Griechen v. 1887 . . 54,30
Hüttenbetrieb . . . 230,20
6½ Darmſtädter Bank . 115,30
6 Schantungbahn . . . . 121,75
.
Ataliener Rente . .
6½ Luxemb. Prince Henri 163,00 0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
12½ Deutſche Bank. . . 245,30
eſterr. Silberrente 84,10
Caro . . . . . . . 60,00 6 Deutſche Vereinsbank . 116,75 3½
88,6010 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 22,75
do. Goldrente . .
Ado, einheitl. Rente 81,006 Pennſylvania R. R. . 109,00 4 Laurahütte . . . . . . 149,00 5½ Deutſche Effekt.= und
10 Kaliwerke Aſchersleben
W.=Bank . . . . . 111,40
ortug. unif. Serie I 61,20 Letzte Induſtrie=
10
Weſteregeln 185,00 10 Diskonto=Kommandit 183,004
Aktien.
Abo. unif. Serie III 63,10 Divid.
5 South Weſt Africa „ 111,008½ Dresdener Bank . 146,40 3½ do.
Abo. Spezial . . . . 9,801 3 Brauerei Werger. . . 65,00
9½ Frankf. Hypoth.=B. 207,00 4
Prioritäts=
Mümänier v. 1903 . . 98,6025 Bad. Anilin= u. Soda=
6½ Mitteld. Kreditbank 114,253½
Obligationen.
Ad.
Fabrik .
. . . 558,09
v. 1890 . . 92,30
7 Nationalb. f. Deutſchl. 115,80 4 Magdeburg . . . . . .
d.
v. 1905 . . 86,0014 Chem. Fabrik Gries=
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 85,00 5½) Pfalziſche Bank. . . 122,00 4 Mainz . . . . . . . . 94,80 Franzöſiſche Noten . . . . 81,05
ufen v. 1880 . . . . 88,20
heim
. . . 231,004½ Nordd. Lloyd=Obl. 98,20 6.48 Reichsbank . . . . . 137,003½ do.
o v. 1902 . . . . 90,40 27 Farbwerke Höchſt. . . 588,50 4 Eliſabethbahn, freie . . 88,80
Franz=Joſefs=Bahn . . 83,80 Z. Rhein. Kreditbank . . . 126,50
de. v. 1905 . . . . 99,50 20 Verein chem. Fabriken
A. Schaaffhauſen.
3½
Mannheim . . . . 329,703 Prag=Duxer . . . . . . 71,30% Bankverein . . . . 104,604 München .
Schweden . . . . . .
rdier amort v. 1895 78,7018 Cement Heidelberg . . 137,205 Oeſterr. Staatsbahn . 100,00
ürr. Admin. v. 1903 79,00 32 Chem. Werke Albert 409,00 4 Oeſterr. Staatsbahn . 88,80 7½ Wiener Bankverein . 131,803½ Nauheim . . . . . .
Pfandbriefe.
74,40
do.
Abrf. unifiz. v. 1903 86,9012½ Holzverkohl.
Kon=
ſtanz . . . . . . . 289,2515 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 97,00 4 Frankf. Hypoth.=Bank
ſgatr. Goldrente . . . 82,60
S. 16 u. 17 . . . 94,30 4 Offenbach . .
. Staatsrente .. 80,60 4 Lahmeyer . . . . . . . 119,00 4 Oeſt. Södb. (Lomb.). . 71,80
Seite 9.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Todes=Anzeige.
Heute entſchlief nach langem, ſchwerem
Leiden meine liebe Mutter
(*14844
Emilie Karn Wwe.
geb. Frank
im 66. Lebensjahre.
Ihr in Trauer hinterbliebener Sohn:
Emil Karn.
Darmſtadt, den 13. November 1913.
Die Beerdigung findet Samstag, 15. Novbr.,
nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des
Darmſtädter Friedhofes aus, ſtatt.
Gotiesdienſt der israelitiſchen Religionsgemeinde.
Haupt=Synagoge (Friedrichſtraße 2).
Freitag, den 14. November:
Vorabendgottesdienſt 4 Uhr 30 Min.
Samstag, den 15. November:
Morgengottesdienſt 9 Uhr. Jugendgottesdienſt und
Predigt 4 Uhr.
Sabbatausgang 5 Uhr 30 Min.
Gottesdienſt an den Wochentagen: Morgens 7 Uhr 15 Min
Abends 6 Uhr 30 Min.
Gottesdienſt in der Synagoge der israelitiſchen
Religions=
geſellſchaft.
Samstag, den 15. November:
Vorabend 4 Uhr 15 Min. Morgens 8 Uhr. Nachmittags
4 Uhr. Sabbatausgang 5 Uhr 30 Min.
Wochengottesdienſt von Sonntag, den 16. November, an:
Morgens 6 Uhr 45 Min. Nachmittags 4 Uhr.
NB. Montag, den 17. Nov. u. Donnerstag, den 20. Nov.:
T. Scheni Wachamischi.
Tageskalender.
Freitag, 14. November.
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende nach
10 Uhr (Ab. D): „Der Kammerſänger”, hierauf „
Auf=
erſtehung”, zum Schluß „Literatur”.
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
um 8 Uhr Kiesſtraße 17.
8½ Uhr im „Kaiſerſaal”
11 und 3 Uhr.
Konzerte: Hotel Heß um 3 Uhr. — Bürgerkeller um
8 Uhr.
Bilder vom Tage (Auslage unſerer Expedition
Rheinſtr. 23): Der öſterreichiſch=ungariſche Thronfolger
als Jagdgaſt des deutſchen Kaiſers in der Göhrde.
König Ludwig III. von Bayern und ſeine Gemahlin
g Königin Maria Thereſe. — Vom Einzug des
Herzogs=
paares Ernſt Auguſt in Braunſchweig: Empfang an der
Landesgrenze auf Bahnhof Völpke. — Reliefkarte vom
Panamakanal.
Druck und Verlag: L. C. Willich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
irReich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Max Streeſe; für den Inſeratenteil,
Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem
Geſchäfts=
leben: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt. — Für den
redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an die
„Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
In Proz. Zf.
Eiten
3½ Offenbach . . . . . . 84,10
84,30
S. 19
Wiesbaden . . . . . . 94,60
do.
3½
S. 15—19, 21—26 93,50 4 Worms . . . . . . . . 93,90
86,80
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 95,00 3½ do.
84,00
4 Liſſabonner v. 1888 .
85,80 4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,20
Verzinsliche
84,20
Anlehensloſe.
96,60 4 Badiſche . . . Tlr. 100
S. 12, 13, 16 . ..
3½ Cöln=Mindner „ 100 138,50
S. 14, 15, 17, 24/26
3 Holl. Komm. . fl. 100 111,50
. . 96,60
18—23 . . . .
3 Madrider . . Fs. 100 71,90
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 84,20 4 Meininger Pr.=Pfand=
.140,30
brieſe . . . . . .
S. 3—5 . . . . . . . 84,00
1 Oeſterr. 1860er Loſe . 177,75
S. 9—11. . . . . . . 84,10
3 Oldenburger . . .
89,60 4 Meininger Hyp.=Bank 95,00
2½ Raab=Grazer fl. 150 112,70
bo.
84,00
Unverzinsliche
4 Rhein. Hypothek.=Bank
Anlehensloſe.
(unk. 1917) . . 93,30
7 34,60
3½ do. (unk. 1914) . . 83,20 Augsburger . .
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 97,70 Braunſchweiger Tlr. 20 204,00
86,00Freiburger . . . . Fs. 15
do.
-
Mailänder . . . . Fs. 45
do. . . . . Fs. 10 40,10
Städte=
34,00
Meininger . . . . . ſl.
Obligationen.
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 586,00
Darmſtadt . . . . . .
do. v. 1858 fl. 100 508,00
86,50
do.
Frankfurt . . . . . . . 96,30 Ungar. Staats . . fl. 100 423,00
95,80 Venediger . . . . Fs. 30
do.
94,00 Türkiſche . . . . Fs. 400 163,00
Gießen . .
Gold, Silber und
do.
85,70
Banknoten.
3,70
Heidelberg
84,90 Engl. Sovereigns . . . . 20,45
94,10 20 Franes=Stücke . . . . 16,17
Karlsruhe . .
85,00Amerikaniſche Noten . . . 4,20½
do.
Engliſche Noten . . . . . 20,48
72
Holländiſche Noten . . . . 169,25
Mannheim . . . . . . 94,00 Italieniſche Noten . . . . 80,50
do.
84,40 Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,80
97,50 Ruſſiſche Noten . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,80
Nürnberg . . . . . . . 96,10
bo.
5782 „Lohank=Diskonto . . . 5
Reichsbank=Lombard Zsf. 6½%
Nummer 275.
Dar
ädter Tagblatt, Freitag, den 14. November 1913.
Seite 10.
gewähre ich biseinschließlich Samstag, 22. November auf sämtliche
Handarbenen
Schurzen
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Nummer 275.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 14. November 1913.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großh. Volizeiamts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
GeaEf7
ſter Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
iden ſich: 1 Pinſcher. 1 Rottweiler (zugelaufen). Die Hunde können
n den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden.
ie Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Srklärungm Wahlaufreuf!
Perktag, vormittags 10 Uhr, ſtatt.
(23767
Bsssessseee-5e66o66690d
Motto: Politik verdirbt den Charakter.
Allen loyal denkenden Bürgern der Stadt, insbeſondere aber unſeren
Mit=
bin frischester Warel In größter Auscahll gliedern und Bewohnern des Mathildenhöhviertels, fühlen wir uns notgedrungen
verpflichtet, von den Vorgängen im Wahlausſchuſſe der „Vereinigten
Bezirks=
vereine” öffentlich Kenntnis zu geben.
6
Den raſtloſen Bemühungen einer Gruppe der fortſchrittlichen Volkspartei und der
6
Metzgers
Sozialdemokraten, den Wahlmachern der Vereinigten Bezirksvereine, iſt es gelungen,
den Gründer der Bezirksvereine, unſeren altbewährten Vertreter des
Mathildenhöh=
viertels in der Stadtverwaltung, Herrn Schupp, auf die Seite zu ſchieben, und zwar
Hürnberger
derart, daß ſich auch unſer neu vorgeſchlagener Kandidat, Herr Haury, entſchloſſen
hat, auf eine ſolche zweifelhafte Unterſtützung der Vereinigten
Bezirksver=
eine zu verzichten.
Der Bezirksverein Mathildenhöhviertel war ſtets beſtrebt, die Intereſſen des
Lebkuchenl8
Viertels und der Allgemeinheit der Stadt ohne jegliche politiſche Färbung zu
Metzger’s braune dickgemandelte Lebkuchen Hvertreten und zu fördern. Weil nun unſere Kandidaten nicht freiſinnig und keine
Metzger’s weiße ſog. Biskuits=Lebkuchen 6Sozialdemokraten ſind, ſo mußte insbeſondere unſer langjähriger, verdienter
Vor=
ſitzender, Herr Schupp, der fortſchrittlichen Volkspartei und der Sozial=
Metzger’s wß. glaſierte ſog. Basler Lebkuchen
demokratie zum Opfer fallen und dieſen Parteien Platz machen, ſo daß
in Paketen à 6 Stück.
unſer Viertel im neuen Stadtparlament faſt ohne jegliche Vertretung iſt.
Extrafeine Eliſen=, Schokolade=, Haſelnuß=,
Mitglieder! Bürger! Setzt endlich den freiſinnig=ſozialiſtiſch diktatoriſchen
Makronen=, Vanille=, Roſen=Lebkuchen
Beſtrebungen ein Ziel und macht Euch frei von dieſer Bevormundung bei
in Paketen, in ſchön dekorierten Doſen.
der kommenden Stadtverordnetenwahl. Dem noch ſehr rüſtigen Herrn Schupp
wird von dieſen rückſichtsloſen Wahlmachern ſein Alter vorgeworfen. Iſt denn
Nürnberger Allerlei
das Alter eine Unehre? Wie ſteht es denn mit Herrn Saeng? Müßte man,
loſe ausgewogen.
wenn man mit gleichen Waffen kämpfen wollte, nicht auch auf deſſen hohes Alter
Heute eingetroffen:
Bezug nehmen? Aber Herr Saeng iſt freiſinnig und Herr Schupp parteilos!
Das ſagt alles!
Drei Sozialdemokraten und neun Mitglieder der fortſchrittlichen
Bahlsen’s imitierte Früchte
Volkspartei präſentiert Euch der Zettel des Wahlausſchuſſes der Vereinigten
(ruſſiſche Marmelade) — 7 verſchiedene Sorten
Karton Mk. 1.—, bei 3 Karton 95 Pfg. Bezirksvereine und eine weitere Anzahl Sozialdemokraten bringt der
Wahl=
zettel der fortſchrittlichen Volkspartei. Gibt Euch das nicht zu denken!?
(23783
(Zurzeit reichſte Auswahl.)
Forderungen der Sozialdemokratie, wie Arbeitsloſenverſicherung durch die
Stadt, Eingemeindung von Vororten, Eröffnung neuer Bauquartiere und dergl.,
werden unter der Herrſchaft dieſer Herren im Stadtparlament durchdringen,
Steuererhöhungen, ähnlich wie in Offenbach, werden unvermeidlich, und die
DebTanbanSteuerkraft der Bürger wird derartig angeſpannt werden, daß der Bogen ſpringt
und diejenigen Bewohner, welche nicht an Darmſtadt gebunden ſind, noch mehr wie
Mathildenplatz 1 — Telephon 116. 0ſeither fortziehen, und die Immobilienbeſitzer ihrem weiteren Ruin entgegenſehen.
Mitbürger! Wähler! Wachet auf! Tretet aus Eurer Reſerve heraus! Noch
iſt es Zeit, und wehret dieſe offenſichtlichen Gefahren von Euch ab! Tretet der
os66ee
freiſinnig=ſozialdemokratiſchen Wahlmache mit aller Entſchiedenheit entgegen!
Laßt Euch nicht bevormunden!
Alle loyal denkenden Bürger der Stadt fordern wir dringend auf, bleibet
am Wahltage nicht zurück, machet von Eurem Wahlrecht Gebrauch und wählt
nur gutgeſinnte bürgerliche Kandidaten.
23776
Schläfſt du Michel? Wach’ auf geſchwind,
Merz Schirme
dem Wohl der Stadt gilts zu dienen!
sind
Bedient Euch des Wahlzettels, der mit „Haury” beginnt u. mit „Wittmann”endet
billig u. tragen
Oime
sich vorzüglich
Amlee
Der Vorstand des Beziunsvereits Mathildenhöhviertel.
Im Auftrag: Friedrich Stalf, Schriftführer.
14 Ernst-Ludwigstr. 14.
Bekanntmachung.
23574aFreitag, 19. Dezember 1. Js.,
Hausbeſitzer!
vormittags 11 Uhr,
ſoll die dem Kaufmann Karl
Guſtav Richard Buſch dahier an
Unſeren Mitgliedern, wie auch allen übrigen
der Liegenſchaft:
Hausbeſitzern haben wir die Mitteilung zu machen,
ſeüör aurcen
am
Flur Nr.
Kaider
I 1077 200 Hofreite Wieners=daß die Fortſchrittliche Volkspartei es abgelehnt
weisene
ſtraße Nr. 77,
I 1076 123 Grabgarten da=hat, unſeren erſten Vorſitzenden, Herrn A. von
ſelbſt,
Hessert, unter den Kandidaten ihres Wahlzettels
zuſtehende ideelle Eigentumshälfte
in unſerem Bureau zwangsweiſe aufzunehmen. Wir können uns deshalb an den
Wahl=
verſteigert werden.
(K76/13 verſammlungen dieſer Partei nicht beteiligen.
Darmſtadt, 12. November 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Wir laden die Hausbeſitzer aber ein, ſich in den
Müller. (VIII,23765
28.
Wahlverſammlungen der übrigen bürgerlichen
Parteien einzufinden, an der Diskuſſion teilzunehmen
Bekanntmachung.
Freitag, 28. November l. Js., lund etwaige Redner aus unſerem Vorſtande nach
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Jakob Gebhardt da=Kräften zu unterſtützen.
Dikeig und
hier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Auch darf erwartet werden, daß die Hausbeſitzer
Flur Nr. am
für die Wahl am 19. November er. ihre Entſchließ=
II 1220 118 Hofreite
H2k‟
II. 1229 37 Grab=
(23777
SäSungen einſtweilen treffen werden.
garten *
Willst Du kochen, backen, braten
S5
35 Gras=
Unſer Wahlvorſchlag wird Ihnen rechtzeitig zugehen.
Trotz der äußerst hohen Preise,
garten
in unſerem Bureau zwangsweiſe
Laß Dir, liebe Hausfrau, raten,
(K66/12 Der Darmstädter Hausbesitzerverein (E. V.)
verſteigert werden.
Wie Du’sschaffst, bequemer Weise:
Falls andere rechtliche Hinder=
Geſchäftsſtelle Wilhelminenſtraße 19.
niſſe nicht entgegenſtehen, wird Ge=
Statt der Butter in die Speisen
nehmigung der Verſteigerung auch
Spottb. z. verk.: 2 Betten,
Tep=
dann erfolgen, wenn das eingelegte
piche, Trum.=Spiegel, Sofa, 2
Stets gib Kunerof hinein,
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
waſſerd. Mäntel, verſch. Kinderſpiel=
Gelegenheitskauf.
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Darmſtadt, 28. Oktober 1913.
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Satz Elfenbeinbällen u. ſämt=
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
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(V,23241
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ſofort zu verkaufen. (*14934
verkaufen Eberſtadt, Pfuno=
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(*14837
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Vertreter: Jacob Stein, Darmstadt
—geben Riedlingerſtr. 43, II, I. (*14825 Liebigſtr. 77, 1. St.
(*14835 geben. Näh. Expedition. (23636mdf
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[ ← ][ ][ → ]
Nummer 275.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 14. November 1913.
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Nummer 275.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 14. November 1913.
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wechen hade ich den den Erimengen geidt, Bechen f in mcht es und ſiſt eiten ſaer an die Hchuſt
Frau Melodie.
und Monate hab’ ich auf Dich gebaut. Kühl biſt Du ge= blicken! Und das iſt auch viel wert.
worden, mit einer anderen haſt Du zur Kurzweil muſi=
Gewiß, mein Kind, Du biſt ſehr vernünftig!
Roman von Carl Conte Scapinelli.
(Nachdruck verboten.) ziert. Ich habe gewartet, und nun habe ich ein Recht auf
Ja, ja, ſehr vernünftig war ſie geworden. Irma dachte
Dein Hierſein, in der Stunde, da der Reichtum lockend ſich es mit Wehmut und Groll und doch ſchon zu ſehr er=
Sie wartete geduldig, aber ein wenig traurig, weitere
der fernen Liebe entgegenſtellt, da hätte die Liebe Dich ſchöpft, um ſich weiter noch zu erregen. Nun hatte das
ei Stunden in ihrem Zimmer, dann klingelte es
forttreiben ſollen, die Angſt, mich zu verlieren! Aber Du Gold geſiegt. Nun ſtarb die Liebe, — nun ſang keine
ußen. Vielleicht war er’s. Sie hatte ihn überſehen, er
wollteſt mein Anliegen ſchriftlich erledigt haben. Hier haſt Melodie mehr in ihrem Herzen dazu.
r ins Hotel, hatte ſich reſtauriert. Es war möglich.
Du es Schwarz auf Weiß. — Mein Herz iſt tot, es lebe der
Ein Brief für ſie — von ihm! Sie riß ihn gleich am
Aber endlich, endlich hatte ſie ſich entſchloſſen, ſie
Reichtum, die Liebe haſt Du getötet. Ich heirate nicht
brauchte nicht die Qualen des Wartens mehr zu ertragen,
ung auf. Er wird ſpäter kommen, morgen vielleicht.
aus Liebe, ſondern aus Vernunft.
ſe las:
die Qualen der Ungewißheit. Sie würde eine reiche Frau,
So ging es fort in Trotz und Klage, in der tiefen
Em=
wenigſtens das wußte ſie. — Und in allem Wirrſal der
„Liebe Irma!
Ich kann Deinem Sturmtelegramm nicht Folge leiſten, vörtheit, in der ſie ſich befand.
letzten Wochen erſchien ihe das ſchon viel, ſehr viel.
Sie ſchloß den Brief, ohne ihn geleſen zu haben, nahm
gern ich bei Dir wäre. Und wie ich Dich kenne, mein‟
Verhältnismäßig ruhig hatte Joſef Rittner die
Ant=
ein zweites Briefpapier zur Hand. Ein wenig unſicher,
daß es mehr einer momentanen Laune entſpringt als
wort Irmas entgegengenommen, faſt wie etwas, auf das
ſſem dringenden Bedürfnis. Vielleicht ſchreibſt Du mir, aber doch ohne langes Beſinnen ſchrieb ſie darauf:
er vorbereitet war. Ihr langes Getrenntſein, die Drohung
s Du am Herzen haſt. Wenn’s nicht ſchriftlich zu regeln
Ja, ich will Ihre Frau werden, denn ich vertraue Theodors, das alles hatte ihn ſchon an ein ſolches Ende
dann kann ich ja noch immer reiſen. Aber nur dann, Ihrer Anſtändigkeit. Ich habe den anderen geliebt, Sie! ihrer Verlobung dann und wann denken laſſen. Auf
ein=
n ich ſtecke mitten in der Arbeit, die Proben haben be= kann ich achten und ſchätzen, und hoffe, Sie bald auch lie= mal hatte auch die Operette für ihn den Glanz verloren.
men, ich möchte dabei ſein.
ben zu können.
Jetzt, da er ſie in hundert Fetzen zerriſſen, von Regie=
Nicht mehr ſchrieb ſie an Bergauer. — Dann ſandte ſie Erläuterungen durchſetzt, Stück für Stück in unendlich
In Eile küßt Dich herzlich
beide Briefe zur Poſt. Keine Träne und keine Freude! langen, ermüdenden Proben vor ſich ſah, jetzt, da die Hel=
Dein Joſef.”
Sie weinte nicht, — ſie lachte nur rauh. Auf den hatte fühlte ſie, nur ein ſicheres ruhiges Gefühl, ſich endlich zu den und Heldinnen in Zivil oben im Rampenlicht ſtanden,
ihre Rolle nur fad markierten, da ließ er faſt alle Hoffnung
gehofft als Retter, auf den, der alles als Laune nahm, einem Entſchluß aufgeſchwungen zu haben, befreit von
auf einen Erfolg fallen.
ein ſolches Telegramm mit dieſen Zeilen beantwortete, allen Gedankenzweifeln und Qualen zu ſein.
um ſchriftliche Antwort im ruhigſten Tone bat, wo
Und gerade das, daß er an ſeinen Sieg nicht mehr
Ganz ruhig aß ſie mit der Mutter zur Nacht und faſt
ganze Zukunft auf dem Spiele ſtand. Sie hatte nichts
ohnehin ſagte ſie: Ich heirate alſo den Herrn Bergauer! glaubte, ließ ihn Irmas Entſchluß ruhiger tragen. Was
ſter mehr zu überlegen. Sie wollte ihm ihr Anliegen
Als die Mutter zu fragen und zu jubeln und zu ſollte ſie ihr Leben an ſeine ungewiſſe Zukunft ketten, was
lich ſchriftlich vorbringen, knapp und kurz, ſachlich und Zweifeln begann, da ſagte Irma ruhig: Laß doch — ich ſollte ſie an ſein Talent glauben, wo er ſelbſt nicht einmal
Nhr.. Und ſchon ſaß ſie am Schreibtiſch; was ihr die er= weiß nicht, wa Du Dich aufregſt — ich habe den Reicheren mehr daran glaubte. Freilich, eins kränkte ihn tieft daß
ſte Stunde eingab, ſchrieb ſie ihm:
gewählt, dem ich mehr Vertrauen ſchenke!
ſie ſich ſofort mit einem anderen verheiraten wollte, mit
Aber weniger Liebe! ſagte die Mutter.
Ich habe gewartet geduldig und die Qualen, ich habe
dieſem Felir Bergauer. T. Seld hatte ſie angezogen,
Poſft. Wochen bin ich nicht aus dem Haus gegangen,
Vielleicht iſt Vertrauen mehr. Ich weiß nicht. Aber das war klar. Aber was zog dieſen Bergauer zu ihr?
Seite 14.
Nummer 275.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 14. November 1913.
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Eigentlich ſollte er dieſen Menſchen vor ſeine Klinge for= ihnen gegenüber geleugnet hatte, es mußte doch ſo ſein. haben recht. Aber ich habe eben keine Ruhe dahe
dern, denn er hatte ihm ſeine Braut genommen, wie man Er wohnte bei ihnen, er hatte ihr die Partie verſchafft, mich treibt es immer daher!
Sie ſind nicht glücklich, Herr Rittner?
zu ſagen pflegte. Und vielleicht würden auch die Leute ſo Alſo war daran nicht zu zweifeln. Und alle waren nei=
Nein, wahrlich nicht. Wenn nur erſt die Odberbüt
denken. Doch Joſef ſelbſt wußte genau, daß ganz anderes diſch und boshaft, wie weit ſie es gebracht. Ja ſtille
Waſ=
heraus iſt.
ſie zwei auseinandergebracht: das lange Warten, die
ſer ſind ſtief, — die hatte es verſtanden!
Wie geht es Ihrer Braut? Linerl nahm allen Darauf wird
Trennung, die Mißſtimmung, kurz, äußere Gründe
Sie trug alle dieſe Schikanen mit Stolz und Ruhe.
So hatte plötzlich ſein Leben allen Glanz verloren, Etwas Feierliches war plötzlich in ihr, die Aufgabe, die zuſammen, um das zu ſagen.
Danke, gut — glaub ich —, ſie heiratet einen andern
Irma war die Braut eines anderen. Linerl wich ihm ge= man ihr geſtellt hatte, die Rolle, die ſie zu verkörpern
Wie, was? Linerl ſchien nicht recht gehört zu habeſts Maluſter
Düre=
fliſſentlich aus, wo ſie konnte, und die Operette gefiel ihm hatte, erfüllte ſie mit Ernſt und Würde. Erlinger hatte
Ja, ſie heiratet einen reicheren, liebe Linerl.
nun ſelbſt nicht mehr.
ihr — nach der Auseinanderſetzung mit Rittner — noch
So brachte er auch nicht die nötige Stimmung auf, einmal aufgelauert, aber ſie hatte ihm nicht weiter Rede iſt für eine Frau immer das Vernünftigſte Sieſeiblanes
um wirklich daheim irgend etwas für ſich arbeiten zu und Antwort geſtanden, ſondern nur geſagt, daß ihr Stu= auch den Herrn Theodor nicht ſo vernachläſſigen!
Ich mag ihn nicht!
können. Darum war er froh, wenn Proben waren und er dium ihr keine Zeit laſſe, ſich noch mit ihm zu treffen und
Muß man einen mögen zum Heiraten? Es klang alchc.
ſich vortäuſchte, daß er dadurch am Komponieren ver= daß ihn dringend bitte, ihr nicht mehr aufzulauern. Da
bitter.
war er in Groll davongegangen und hatte jenen Brief an
hindert ſei.
Sie ſind verbittert, Herr Rittner, Sie ſollen nicht ſol k, Verni,
Vormittag auf Vormittag ſaß er im dumpfen, finſtern, Frau Irma geſchrieken.
ſein. Und plötzlich fügte ſie hinzu: Sie müſſen mir alles!
öden Parkett des Theaters und hörte mit Geduld, faſt
Setzen Sie ſich ein wenig her, — und hören Sie mit
erzählen, wie’s gekommen iſt. Ich hab’ ein Recht dazu,
apathiſch, die einzelnen Abſchnitte an, ſah ſtarr auf die mir zu. Sie müſſen mir raten, mir ſagen, was da und
es zu hören, denn indirekt bin vielleicht auch ich darin ver==
Bühne und vertiefte ſich in die Tanzfiguren, die als Ein= dort falſch iſt, was zu ändern wäre! ſagte Joſof halblaut
wickelt!
lagen immer wiederholt wurden. Nur wenn Lina, die zu Linerl.
O, machen Sie ſich keine Sorgen. Aber wenn Sies
wirklich die ihr zugedachte Rolle erhalten hatte, vortrat,
Wie kann ich Ihnen raten?
wollen, dann gehen wir jetzt zuſammen und durch denüeten
dann belebten ſich ſeine Züge ein wenig. Freilich, der
Sie haben einen guten Geſchmack!
Frühling heim. Ich bin ja frei, und alle glauben an Be==
Direktor, der über dieſe Entdeckung ſehr erfreut war, ließ
Dann ſchwiegen ſie. Oben begann das eintönige Spiel. ziehungen zwiſchen uns. Gehen wir, wollen Sies
ſie gar nicht zu viel und zu voll ſingen. ſie ſollte ihre Die Muſik ſetzte ein, der Chor begann, der Kapellmeiſter
Mir iſt’s gleich, ich geb’ nichts auf das Gerede der!
Stimme ſchonen, ſie brauchte auch am Abend nicht mehr
im Chor mitzuwirken. Aber ſelbſt wenn ſie leiſe mar= unterbrach, der Regiſſeur redete dazwiſchen, ſchimpfte, Leute.
Sie ſind mutig, aber unvorſichtig. Einem
Exbräuti=
kierend ihre Rolle ſang, war in ihrer Stimme ſo viel markierte die Stellung, die Haltung der einzelnen,
be=
zeichnete die Richtung, wo ſie hingehen ſollten. Wieder
gam ſoll man nicht trauen!
Wohlklang, daß Joſef immer wieder entzückt war.
begann die Muſik, man wiederholte dieſelbe Stelle noch
Aber Ihnen darf man es! — Ich laſſe Sie nicht allein
Nach ihrem Geſäng aus dem zweiten Akt wurde heute
gehen, — in dieſer Stimmung nicht!
nochmals der zweite Teil des erſten Aktes vorgenommen, einmal, dann noch einmal.
Und ſie verließ mit ihm auf den Zehenſpitzen das
So mordet man mich, und ich ſchau’ zu, wie ich
in dem ſie nichts zu tun hatte, und ſo kam ſie in das
halb=
halbdunkle Parkett. Selbſt der Herr Direktor lachte dem
dunkle Parkett herab. Rittner hatte ſie angerufen und ge=ſeziert werde! ſagte Rittner zu Linerl.
Das ſollten Sie gar nicht! Ein Kunſtwerk muß zwar Paar ſehr vertraulich Abſchied zu. Alle glaubten an ihre
beten, eben ihm Platz zu nehmen.
Die Choriſtinnen oben, ihre früheren Kolleginnen, ſtie= zerlegt werden, um es ſchließlich als Ganzes hervorzu= Beziehungen, das fühlte ſie deutlich.
ßen ſich an und kicherten. Es war ja klar, ſie mußte des bringen, aber der Schöpfer ſoll nur das Ganze dann ſehen!
(Fortſetzungsfolgt.)
Komponiſten Geliebte ſein, wenn ſie es auch hartnäckig
Wie geſcheit und vernünftig Sie ſprechen! Gewiß, Siel
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Nummer 275.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 14. November 1913.
Seite 15.
gutgeheißen, Die Verſammlung verlärt ſich nach die fimanzielln Geſchtepunte nach Ablauf des erſen
Ge=
dem Referat des Stadtv. L. Lautz damit einverſtanden. ſellſchaftsjahres zuſammenſtellt, nachgewieſen, welche vor=
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Die Organiſation der Arbeitsvermittlung. teilhafte Poſition die Stadt in ihrer Eigenſchaft als Geſell=
S
und Rachen und gewähren
ſchaftsmitglied beſitzt. Alle Erwartungen, die wir vor
Stadtv. Dr. Bender führt aus: Im Anſchluß an die Abſchluß dieſes Vertrages geäußert haben, ſind glücklicher=
Aschutz vor Ansteckung
25
Verhandlungen über die Neuorganiſation der Arbeits= weiſe in vollem Umfange beſtätigt worden. Die
hoch=
vermittlung in Darmſtadt iſt zwiſchen den beteiligten Be=erfreuliche Entwickelung der Geſellſchaft
hörden eine Vereinbarung getroffen worden, die die Ver=iſtalsein Glück für die Stadt zu bezeichnen.
einigung der Leitung des öffentlichen Arbeitsnachweiſes Ich freue mich, daß auch aus den Kreiſen der Stadtverord=
und der Verwaltung der Arbeits= und Herbergsſtätte in netenverſammlung anerkennende Worte über die Betriebs=
Ptadtverordnetenverſammlung. der Hand des Vorſitzenden des neuen Arbeitsamts zum leitung unſerer neuen Straßenbahnverhältniſſe ausgeſpro=
15. Sitzung
Gegenſtand hat. Die Vereinigung hat zur Folge, daß die chen wurden.
ſeither im Voranſchlag der Polizeikaſſe nachgewieſenen
St. Darmſtadt, 13. November.
Mit allem Nachdruck ſtelle ich hiermit feſt, daß ein in
Einnahmen und Ausgaben der Verpflegungsſtation auf einer hieſigen Zeitung erſchienener Artikel unter der Ueber=
Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing eröffnet die die zu errichtende Kaſſe der Arbeits= und Herbergsſtätte ſchrift Darmſtadt und Offenbach” unrichtige
Behauptun=
tung und widmet vor Eintritt in die Tagesordnung übergehen und der Verwalter der Arbeits= und Herbergs= gen aufſtellt:
n verſtorbenen Stadtv. Kalbfuß einen
ſtätte aus dem Dienſte des Polizeiamts ausſcheidet und
1. Unter abſichtlicher Verſchweigung der Tatſache, daß
Nachruf,
dem Arbeitsamt und der ſtädtiſchen Hauptverwaltung, die überwiegende Anzahl unſerer Fernverſorgungen und
unter Teilung ſeiner Bezüge, beigegeben wird. An den Fernbahnen in den Formen des Geſellſchaftsrechtes orga=
Adem er ſein großes Pflichtbewußtſein, ſeine ſelbſtändige Leiſtungen der Stadt gegenüber der Arbeits= und Her=
Affaſſung des ehrenamtlichen Berufs, ſeine treue, zuver= bergsſtätte ändert ſich dadurch nichts. Der Finanzaus= niſiert wurden, wird behauptet, daß die Städtiſchen
Stra=
ßenbahnen und die Elektrizitätswerke dem
Privat=
liſige Geſinnung und ſein warmes Intereſſe für die Stadt ſchuß hat ſich mit dieſen Maßnahmen einverſtanden erklärt.
ſhonders hervorhebt. Er teilt mit, daß er der Familie
kapital zu aufreizend günſtigen Bedingun=
Auf Wunſch des Stadtv. Aßmuth verbreitet ſich
gen überlaſſenworden ſind. Dieſe Behauptung
s Beileid der Stadtverwaltung ausgeſprochen und Bürgermeiſter Mueller eingehender um die Organi= iſt unwahr. Zunächſt beſitzen die öffentlichen Verbände,
ken Kranz am Sarge niedergelegt habe. Die Verſamm= ſation im allgemeinen. — Stadtv. Kolb wundert ſich, daß die Stadt Darmſtadt, die Provinz und der Kreis Dieburg,
ng hat ſich zu Ehren des Verſtorbenen und zum Zeichen die Vorlage nicht in den ſozialpolitiſchen Ausſchuß gekom= die Mehrbeit des Geſellſchaftskapitals und des
Geſell=
ſſer Zuſtimmung von den Sitzen erhoben.
men iſt. — Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing: Die jetzige ſchaftsſtimmrechtes Der Eintritt weiterer öffentlicher Ver=
Der Vorſitzende macht dann folgende
Beſprechung geſchieht auf Anregung durch Stadtv. Bender, bände iſt zu erwarten. Es iſt vielmehr wahr, daß die An=
Mitteilungen:
die Vorlage kommt ſelbſtverſtändlich in den Ausſchuß.
gliederung der Straßenbahnen und der Elektrizitätswerke
Die Mitglieder der Großh. Hofmuſik haben für lUeber Ermäßigung des Gaspreiſes und zu günſtigen Bedingungen erfolgte; in einem
Vertrags=
dauernde Bewilligung des Zuſchuſſes zu den Betriebs=Maßnahmen zur Hebung des Gasver=werke das, mit Ausnahme der Vertretung der
Sozial=
ten des Großh. Hoftheaters gedankt.
demokratie, einſtimmig angenommen wurde.
brauchs
2. Es iſt unwahr, daß in Darmſtadt ein lawinenhaf=
Die Anwohner des Mathildenplatzesreferiert Beig. Ekert. (Siehe beſonderen Artikel.) In der
ſſiten um Beibehaltung der Halteſtelle für die Straßen= Diskuſſion ſpricht Startv. Dr. Vaubel für die Steigerung tes Anſchwellen der kommunalen Verſchuldung feſtzuſtellen
ihn in der Mitte des Platzes. Die Direktion der Heſſ. des Gasverbrauchs. Ein kleiner Rückgang des Gaswerks ſei. Der Artikel verſchweigt die Tatſache, daß das letzte
enbahn=Aktien=Geſellſchaft hat hierzu mitgeteilt, daß (2000 kleinere Wohnungen in Darmſtadt ohne Gas) könne Anlehen in der Hauptſache für die Teilnahme der Stadt
ſie Entſcheidung über die anzuordnende Halteſtelle, die nur durch Herabſetzung des Preiſes rückgängig gemacht an dem aus Anlaß der Bahnhofsverlegung frei werdenden
Einvernehmen mit dem Miniſterium erfolgt, noch nicht werden. Er empfiehlt Annahme der Vorlage. Stadtv. Grundbeſitz ſofort verausgabt werden mußte. Der Artikel
ſttgefunden hat.
Sames meint, die ganze Vorlage ſei doch ein Sprung verſchweigt ferner die Tatſache, daß von den Anlehen der
Die Turngemeinde Beſſungen hat zu ins Dunkle, da es fraglich bleibe, ob die Herabſetzung des Jahre 1905, 1907 und 1909 außerordentlich hohe Beträge
ſem diesjährigen Schauturnen am 16. d. Mts. einge= Gaspreiſes eine Werbekraft auf das Publikum ausübe. zu Anlagen für werbende Zwecke verwendet worden ſind.
en.
Der Verbrauch der Elektrizität wird immer allgemeiner Ich erhebe mit allem Nachdruck gegen den Verſuch einer
Von der Elektriſchen.
Stadtv. K. Lautz möchte haantragen, den Verbrauch des derartigen Diskreditierung der Stadt mit dem Anfügen
Auf von verſchiedenen Seiten vorgebrachte, Rüge der Gaſes in Gaſtwirtſchaften auch unter „gewerblichen Ver= Proteſt, daß unſerefinanziellen Verhältniſſe
ſache, daß die Heag keine Wagen nach dem Saal=brauch” gerechnet zu wiſſen. Stadtv. Hüfner ſtimmt jeden Vergleich, insbeſondere mit den
u laufen läßt, wenn dort Feſte veranſtaltet werden, der Vorlage zu. Stadtv. Dr. Noellner wünſcht drin= Verhältniſſen der Kommunalverwaltung
ſſit Beig. Ekert mit, daß das in dem ſtarken Mangel gend im Intereſſe der Inſtallateure auf die Frage noch Offenbach, aushalten können. Nach einer
Wagen begründet iſt. Es ſeien tatſächlich keine Reſerve= einmal einzugehen, befürwortet die Münzgasmeſſer und tritt Mitteilung vom 13. November hat der ſtädtiſche Verfaſ=
Aen vorhanden. — Stadtv. Linck rügt, daß die Wagen dem Verlangen des Stadtv. Lautz entgegen, den Verbrauch ſungsausſchuß der Stadt Offenbach die Anleihe von 14
Oſtbahnhof manchmal wegfahren, bevor die mit den des Gaſes in Wirtſchaften als gewerblich zu betrachten. Millionen Mark beſchloſſen. Urſprünglich war beabſichtigt,
en ankommenden Leute einſteigen konnten. — Beig. Die Gaſtwirte würden mit der Herabſetzung des Preiſes 20 Millionen Mark aufzunehmen. Die Stadt Offenbach
lert erklärt, das liege an dem Fahrplan, der allerdings auch zufrieden ſein. Eine Begrenzung ſei zu ſchwierig. hat einen Steueraufſchlag für das Jahr 1913 von der
Ge=
ſſzehalten werden muß. Doch werde man beſtrebt ſein, Stadtv. Schupp bemängelt die Höhe der Gasmeſſer= meindeeinkommenſteuer von 189 Prozent; ſie erhebt als
len den Ankunftszeiten der Züge nach Möglichkeit an= miete. Stadtv. Link hält den Zeitpunkt der Gaspreis= Vermögensſteuer pro 100 Mark 34,5 Pfg. In Darmſtadt
ermäßigung nicht für ſehr glücklich gewählt, denn am beträgt der Steuerausſchlag zu der Gemeindeeinkommen=
Maſſen.
ſteuer 128,4 Prozent, der Ausſchlag zur Vermögensſteuer
Stadtv. Sames richtet zuerſt eine Anfrage an die 1. April dürften wenig neue Abnehmer hinzutreten.
germeiſterei in bezug auf den Ausbau der Strecke Stadtv. Lautz bittet über ſeinen Antrag ſofort abzuſtim= 21,6 Prozent. Die Verwaltung hat es, dank ihrer
äußer=
imſtadt-Eberſtadt. (Siehe beſonderen Artikel.) men. Der Oberbürgermeiſter beantragt, die Beſchlußfaſ=ſten Zurückhaltung, fertig gebracht, daß gegenüber den
Auf Anfrage des Stadtv. Göbel, warum denn die ſung über den Antrag abzuſetzen, um dieſen zum Gegen= Anlehen in den Jahren 1905, 1907 und 1909 ſie erſt im
en Wagen immer noch nicht eingetroffen ſind, erklärt ſtand einer beſonderen Beratung zu machen und ebenfalls Jahre 1913 mit einem Anlehen hervorgetreten iſt, und
MOberbürgermeiſter, daß das tatſächlich auf die der Kommiſſion zu unterbreiten Ohne nähere Beratung dieſes Anlehen mußte in der Hauptſache verwendet werden
Aberlaſtung der Waggonfabriken zurückzu= ſei eine Beſchlußfaſſung unmöglich. Der Antrag der Ver= zur Beſtreitung der Koſten für die Geländebeteiligung aus
Aen iſt. Es ſind bis jetzt drei Wagen eingetroffen und waltung wird einſtimmig angenommen, ebenſo Anlaß der Verlegung des Hauptbahnhofes.
Aidinas iſt die beſtimmte Verſicherung gegeben worden, hierauf die geſamte Vorlage.
Literariſches.
die Wagen bald, d. h. in den nächſten Tagen, eintref=
Im übrigen müſſe doch einmal darauf hingewieſen Dienſtwohnungen für die Aſſiſtenzärzte.
Eckermanns Geſpräche mit Goethe in
Zur Vermehrung der Dienſtwohnungen für die Aſſi= den letzten Jahren ſeines Lebens. Herausg.
Aden, daß die vielen zum Teil gehäſſigen Angriffe gegen
Weag doch nicht berechtigt ſind. Man müſſe doch anerken= ſtenzärzte des Stadtkrankenhauſes iſt beabſichtigt, das ehe= von C. Höfer mit einer Einleitung von L. Geiger. Mit
daß ſeit Beſtehen der Heag ungeheuere Arbeiten ge= malige Direktorwohnhaus mit einem ausgebauten Dach= 73 Bildniſſen, Abbildungen und Plänen in Leinenband
illet ſind. Sehr richtig!) Kein Menſch hat eine Ahnung ſtock zu verſehen. Der Aufbau, der bei dem Proiekt der 3 Mk., in Lederband 5 Mk. Leipzig, Heſſe u. Becker, Ver=
Aden Schwierigkeiten, die zu überwinden ſind. Sicher Krankenhauserweiterung nicht vorgeſehen war, erfordert lag In neuem Gewande erſcheint das alte
Weisheits=
daß zu keiner Zeit ſeit Beſtehen der Elektriſchen ſoviel einen Koſtenaufwand von 10 000 Mark, deſſen Bewilligung buch der Deutſchen, die unentbehrliche Ergänzung zu den
ut worden iſt, wie gegenwärtig. Was die Bahn nach von den zuſtändigen Ausſchüſſen beantragt wird. Dieſe Werken des Olympiers. Im Verhältnis zum erſtaunlich
eilgen und Griesheim betrifft, ſo haben alle! Summe wird nach dem Referat des Stadtv. Dr. Noell= reichen Schmucke durch authentiſches Bildermaterial er=
Atverordnete ſeinerzeit den Standtpunkt vertreten, daßner bewilligt. Stadtv. Säng wahrt hierbei ſeinen ſcheint der Preis des umfangreichen Werkes auffallend
Stadt Darmſtadt den Vororten kein Geſchenk zu machen prinzipiellen Standpunkt.
niedrig. Die Bilder verdankt die Verlagshandlung faſt
durchweg dem beſonderen Entgegenkommen des Goethe=
=Wenn ſie die Garantie über 5 Millionen Mark über=
Neuer Kanal.
mt, geſchieht ihrerſeits gerade genug. Die Vororte
Für den zu erbauenden Kanal in der Mittelſchneiſe, Nationalmuſeums und der Großh. Bibliothek zu Weimar;
Ai weigern ſich, nur den Zuſchuß von 12000 Mark zu
vom Dornheimer Weg bis zum Beſſungen Weg, war ur= ausführliche Anmerkungen und ein ausführliches Regiſter
n, was Eberſtadt bereitwillig getan hat. Auch die Wei= ſprünglich die Ausführung in Zementbetonröhren vorge= erhöhen den Wert dieſer neuen Ausgahe
llng zur Anbringung von Roſetten an den Häuſern,
— Eimer. Manfred, Heldenſöhne. Eine
ſehen. Nach dem Ergebnis der Ausſchreibung der
Grund=
ällt von wenig Gemeinſinn. Es kann alſo gehofft wer= und Maurerarbeiten beantragt nunmehr das Tiefbauamt Erzählung aus dem Lande der ſchwarzen Berge für jung
Adaß wir nun ſicher bald mit den neuen Wagen fahren. die Ausführung des Kanals in Stampfbeton, was gegen= und alt. Mit 12 Tondruckbildern nach Originalen von
Ghbo.)
über dem für den Kanal bewilligten Kredit nur einen Willy Planck. 232 Seiten ſtark: Groß=Oktavformat.
Gebunden in modernes Leinen mit fünffarbiger Prägung
Stadtv. Schupp beſpricht die Linienführung in das
Mehraufwand von 6400 Mark bedingt, die
Leiſtungsfähig=
nach einem Aquarell von Willy Planck. 4,50 M. K.
Alltinsviertel und bekämpft die Anſicht, daß die
Schienen=
keit des Kanals aber mehr als verdoppelt. Auch bei
voll=
lng an der Hochſchule vorbei nicht möglich iſt. ſtändiger Bebauung des Gebietes wird der Kanal in der Thienemanns Verlag, Stuttgart. Der Verfaſſer verknüpft
Asjehe auch beſonderen Artikel auf Seite 4. beantragten Weiſe für alle Zeiten ausreichen. Die Tief= in Form der Erzählung eines Mitkämpfers die Schickſale
zweier Freunde und ihrer Familien mit dem Kriege Mon=
Ref.) Stadtv. Friedrich vertritt die gleiche Anſicht
baudeputation und der Finanzausſchuß haben zugeſtimmt, tenegros gegen die Türkei von 1876—1878 unter Wahrung
Mbittet um Auskunft, wie die Angelegenheit jetzt ſteht.
MOberbürgermeiſter teilt mit, daß am nächſten desgleichen ſtimmte die Verſammlung nach dem Referate der geſchichtlichen Tatſachen. Die Schilderung des
Cha=
rakters und der Lebensart des tapferen Bergvolkes mit=
Awoch eine Beſprechung des Miniſteriums mit den des Stadtv. Wagner zu.
Fußſteigherſtellung in der Kaupſtraße. ſamt der Skizzierung der Landſchaft beruht auf eigener
retern der Hochſchule und der Heag ſtattfindet.
Die Tiefbaudeputation hat beantragt, gleichzeitig mit Anſchauung des Verfaſſers und bietet viele Parallelen zu
Darauf wird in die Tagesordung eingetreten.
der im Voranſchlag für 1913 vorgeſehenen Fußſteigher= den jüngſten Ereigniſſen.
Baudispensgeſuch.
ſtellung auf der Nordſeite der Kaupſtraße zwiſchen
Ar=
der Beſitzer eines Gartengrundſtücks weſtlich der heilger und Pantratiusſtraße auch den Fußſteig auf der
Allekfurker Straße will auf ſeinem Grundſtück ein Wohn=
Südſeite dieſer Straßenſtrecke auszuführen. Die entſtehen=
Besorgen Sie
errichten. Da das Grundſtück außerhalb des
Be=
den Koſten ſind von den Anliegern zu tragen. Referent:
Alngsplanes liegt, wird Befreiung von der Beſtim=
*) I 9 mir, bitte
in § 5 des Ortsbauſtatuts nachgeſucht. Der Hoch= Stadtv. Wagner. Die Ausführung wird genehmigt.
Aausſchuß hat das Geſuch nicht befürwortet, es wird
Eine Erklärung des Oberbürgermeiſters.
nach dem Referat des Stadtv. Sames
Im Anſchluß an die Sitzung gab Oberbürgermeiſter
Pelehnt.
Dr. Gläſſing eine Erklärung bekannt, in der er ſich
Vermietung ſtädtiſcher Räume.
gegen den Inhalt eines Artikels eines hieſigen Blattes
Die Verkaufsräume in dem ſtädtiſchen Gebäude am verwahrt:
Es iſt neuerdings in der Oeffentlichkeit die
Behaup=
ibahnhof waren ſeither an zwei hieſige Geſchäfts=
Plende vermietet. Beide Mieter haben um Entbindung tung aufgeſtellt worden, daß die Stadt in ihrer Eigenſchaft
Adem Mietvertrag nachgeſucht unter Hinweis auf den als Mitglied der Heag ſich finanziell nicht ſo gut ſtehe, als
(85
die ungünſtige Lage des Gebäudes bedingten ſchlech= bei Beibehaltung der ſtädtiſchen Regie. Wenn auch eine
Weſchaftsgang. Für den größeren Raum hat ſich ein derartig ungereimte Behauptung keinen Anſpruch auf
ele Mieter gefunden, der zunächſt auf ein Vierteljahr Glaubwürdigkeit erheben kann, ſo iſt mir doch daran
ge=
ſaum erhaltzn ſoll. Der kleinere Raum ſoll ferner legen, die Oeffentlichkeit aufzuklären und mit der Wahr=
Wllufenthaltsokt für das Ktraßenreinigungsperſonal heit vertraut zu machen. Ich habe in wiederholten Vor=
Mülend der Eſſenspauſen und bei ſchlechtem Wetter Ver=trägen, ſo zuletzt durch den Vortrag über das erſte Ge=
Mhung finden. Der Finanzausſchuß hat die Entbindung ſchäftsjahr der Heag, in öffentlicher Sitzung nachgewieſen,
2
ierden erſten Mieter von dem Vertrage und die künf= daß dieſe Behauptung in jeder Weiſe unzutreffend iſt. Ins=
Verwendung der Räume in der beantragten Weiſe beſondere habe ich durch einen beſonderen Vortrag, der
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der Lampe stehen. Dann — nur dann ist sie echt!
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Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 14. November 1913.
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Nummer 275
des
ſtag
eine
Aummer 29
I.
Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
E 273.
Freitag, 14. November.
1913.
Geleh. eine zarte,weiße Haut u.
ſchon in dem ſetztverſtoſſnen Jahre ein Stillſtand Steigerung des Gaswerbrauches zu gelangen. Das
Vor=
blendschön Feinterlang uer-
und Rückgang in der abgegebenen Geſamtgasmenge bild des rein kaufmänniſchen Vorgehens von
Privatgeſell=
haltenwill, wäscht sich nurmit — ſich geltend machen mußte.
ſchaften hat auch neuerdings die ſtädtiſchen Wirtſchafts=
Gechangferd-Jeife. 8
Bei jedem wirtſchaftlichen Betriebe, insbeſondere bei betriebe veranlaßt, gleiche Hilfsmittel in Anſpruch zu
neh=
die beste Lilienmilchseife von * Strom= und Gaslieferungen. gilt aber als oberſter Grund= men, die insbeſondere bei Elektrizitätsgeſellſchaften darin
heremannn 4. Co, Radehenl.
ſatz die Steigerung des Verbrauches in ausgedehnter beſtehen, neue Abnehmer unter beſonderen Vergünſtigun=
Stck. 50 Pf. Ueberall erhältlich.
Weiſe, um durch Vergrößerungen und Verbeſſerungen im gen zu gewinnen. Ueber die in Frage kommenden
Maß=
nahmen hat die Gaswerksverwaltung neuerdings eine
Betriebe und Verringerung der allgemeinen Unkoſten die
umfangreiche Rundfrage bei 40 Gaswerken veranſtaltet.
Erzeugungskoſten auf das geringſte Maß herabzuſetzen.
Maßnahmen zur Erhöhung
Auf Grund weitgreifender und unabläſſiger Bemüh=
II. Die Feſtſetzung des neuen
Gas=
ungen und Anregungen der Gaswerksverwaltungen der
des Gasverbrauchs.
Mehrzahl der deutſchen Städte kommt die
Gaswerksver=
preiſes.
kann nur auf Grund der ſeitherigen Erfahrungen und ein= waltung, abgeſehen von der vorſtehend behandelten Herab=
Erniedrigung des Gaspreiſes.
ſetzung des Gaspreiſes, zu folgenden weiteren
Vorſchlä=
gebender Vorausberechnungen unter Berückſichtigung aller
Die geſtrige Stadtverordnetenverſammlung beſchäf= in Betracht kommenden Umſtände ermittelt werden. Die gen, die die weitere Ausdehnung des Gasverbrauches
be=
ſe ſich u. a. auch mit einer Vorlage der Bürgermeiſterei, Gaswerksverwaltung hat in einem ausführlichen Berichte zwecken:
1. Uebertragung einer größeren Selbſtändigkeit an die
Maßnahmen zur Erhöhung des Gasverbrauches zum eingehende Unterſuchungen angeſtellt und kommt ſchließlich Gaswerksverwaltung bezw. =Deputation bei der
Einlei=
nſtand hatt. Es heißt darin u. a., folgende Gaspreiſe vorzuſchlagen:
tung und Durchführung von Anſchlüſſen, insbeſondere den
leber die Wirtſchaftlichkeit des Gas=
1. 14 Pfg. für das Kubikmeter Leucht=,Verbrauchern größerer Jahresmengen vertragliche Rabatte
werkes.
Koch= und Heizgas und
oder Preisermäßigungen zu gewähren, ähnlich wie es bei
Die günſtige Entwickelung und der Fortſchritt des
2. 11 Pfg. für das Kubikmeter für Kraft= den Elektrizitätsgeſellſchaften üblich iſt und auch jetzt in
unziellen Ergebniſſes aus den Gaseinnahmen kann im
Mainz beſchloſſen wurde.
blick auf die früheren Jahre als durchaus befriedi= zweckeund gleichzeitig auch für gewerbliche Heizzwecke
2. Werbetätigkeit für den Gasverbrauch durch
Ankün=
ſd angeſehen werden. Im allgemeinen zeigt dieſe Ent= bei getrennter Leitung und direkter Meſſung. Um jedoch digungen und Schriften, unterſtützt durch Vorträge und
Eilung einen ſtetigen Verlauf. Es ſind naturgemäß im allgemeinen die Herſtellung und Verwendung beſon= Ausſtellungen.
ſſwankungen in den einzelnen Jahren zu verzeichnen, derer Leitungen und Meſſer für die Beleuchtung in gewerb=
Hierzu ſei bemerkt, daß bereits im verfloſſenen Jahre
linsbeſondere der Einkaufspreis der Kohlen, die Höhe
ein erheblicher Betrag in den Voranſchlag eingeſtellt war
Arbeiterlöhne, die Verzinſung und Tilgung neu be=lichen Räumen tunlichſt zu vermeiden, ſoll der Gasver= und daß eine Gasausſtellung im Saalbau mit gutem Er=
Ufter Anlagen uſw. auf das Geſamtergebnis von Ein= brauch einer beſtimmten Zahl von Lampen in dieſen Räu= folge im Herbſt vorigen Jahres ſtattgefunden hat.
3ſind. Nicht zum wenigſten aber ſpielt auch der Gas=men, je nach der Höhe des gewerblichen Gasverbrauches,
3. Erleichterung des Gasanſchluſſes bei Neubauten
ſſets eine weſentliche Rolle. Bis zum Jahre 1905 be= ebenfalls zu dem ermäßigten Preis von 11 Pfg. berechnet und älteren Häuſern, die noch nicht mit Gas verſorgt ſind,
der Preis des abgegebenen Gaſes je nach der
Ver=
durch koſtenloſe Ausführung der Zuleitung bis zur Grund=
Muchshöhe 19—22 Pfg. für das Kubikmeter Leuchtgas werden.
ſtücksgrenze bezw. bis zum Hauptabſperrhahn im Haus.
Die Gaswerksdeputation ſoll bevollmächtigt ſein, über
l12 Pfg. für Koch= und Heizzwecke. Mit dem 1. April
Dieſe Erleichterung für die Anſchlußnehmer beſteht
wurden jedoch die Doppelleitungen in den Häuſern, die zu gewährenden Zugeſtändniſſe in den einzelnen Fäl= bereits bei Stromzuführungen und bei der ſtädtiſchen
Waſ=
für Leucht= und Kochgas getrennt eingerichtet waren, len Entſcheidung zu treffen.
ſerverſorgung. Es iſt alſo nur naturgemäß, daß dies auch
einander verbunden und einheitliche Gaslieferung mit
Mit dieſem letzteren Preis wird einem vielfach ge= gleichfalls auf den Gasanſchluß ausgedehnt wird. Die
hier=
ſehörigem Einheitspreis eingeführt. Dieſer Einheits=äußerten Wunſch der Gewerbetreibenden, eine Preiser=für erforderlichen Aufwendungen werden auf das
Anlage=
ſüß betrug: 16 Pfg. für die Wintermonate und 12 Pfg. mäßigung zu erhalten, nunmehr entſprochen. Das Auto= kapital genommen.
die Sommermonate für alle Zwecke ausſchließlich Mo=matengas wird nach wie vor zu 16¾ Pfg. für das
Ferner ſoll die Gaswerksverwaltung in beſtimmten
Pars, das nach wie vor mit 12 Pfg. berechnet wurde. Kubikmeter gbgegeben, worin die Verzinſung des Münz= Fällen ermächtigt werden, Steigleitungen in den Häuſern
Ebefürchtete Ausfall an Einnahmen durch dieſe Herab= gasmeſſers mitenthalten iſt.
gegen Abzahlung in Monatsraten ausführen zu können.
ſung des Preiſes iſt nur im erſten Jahre, und zwar in
4. Einrichtung eines Ausſtellungsraumes in der
Die Gaswerksverwaltung berechnet den
Einnahme=
geringerem Maße aufgetreten, als befürchtet wurde. ausfall durch Verringerung des Gaspreiſes auf rd. 136000 Stadt, wo die neueren Verbeſſerungen an Lampen,
Ko=
den folgenden Jahren zeigte ſich ſchon, wie vorausge= Mark im Jahre, unter Zugrundelegung der jetzigen Ver=chern, Kleingasmotoren, Fern=Zündapparaten und anderen
eine ganz bedeutende Steigerung des brauchsziffern. Erfahrungsgemäß ſetzt jedoch ſofort eine Neuerungen zur Beſichtigung aufgeſtellt werden ſollen.
hrauchs und der Ueberſchüſſe, ſo daß ſich die Einfüh= Steigerung des Verbrauches ein, wie nicht allein die eige= Auch die Vermietung derartiger Apparate wäre ins Auge
4 des Gaseinheitspreiſes, verbunden mit einer Herab= nen Ergebniſſe im Jahre 1905 und 1906 gelehrt haben, zu faſſen. Hierzu iſt beiſpielsweiſe die Stadt Worms
ſſtunrg des Gaspreiſes in dem beſchloſſenen Umfange, un= ſondern wie auch im allgemeinen in anderen Städten dieſe neuerdings probeweiſe übergegangen.
ſingt als gerechtfertigt erwies.
Zur Auskunftserteilung in den Ausſtellungsräumen
Erfahrunger ſich beſtätigt finden. Gleichwohl wird man
Die Finanzlage der Stadt erforderte im Jahre 1910 jedoch im erſten Jahre vorſorglich einen gewiſſen Ein= wäre eine geeignete Werbe= und Vortragsdame zu ge=
Erhöhung des Gaspreiſes, wie ſie in unſeren Nach= nahmeausfall annehmen müſſen, der auf etwa 45000 25,winnen, die Vormittags zeitweiſe Hausbeſuche zur An=
Mſädten gleichfalls durchgeführt wurde. Der Einheits=veranſchlagt iſt. In den darauf folgenden Jahren wirdleitung der Hausfrauen und Köchinnen vorzunehmen, die
und da Gaskochvorträge zu halten hätte.
Ais für alle Verwendungszwecke (wiederum keit Aus= dieſer Ausfall beſtimmt wieder eingebracht werden.
5. Ganz beſondere Aufmerkſamkeit ſoll jedoch der
wei=
ſuiß des Motorgaſes) und für das ganze Jähr beträgt
dem 16 Pfg. für das Kubikmeter Gas. Vom wirtſchaft=III. Anderweite Maßnahmen zur Steige=teren Verbreitung der Münzgasmeſſer (früher Automaten
rung des Gasverbrauches.
genannt), die bekanntlich gegen Einwurf eines Geldſtückes
ſen Standpunkt aus betrachtet, konnte das nur eine vor=
Mit der Herabſetzung des Gaspreiſes allein ſind jedoch eine beſtimmte Gasmenge liefern, zugewendet werder
tgehende Maßnahme ſein, da zwar in den erſten
Jah=
eine Erhöhung des Ueberſchuſſes eingetreten iſt, aber die Hilfsmittel noch nicht erſchöpft, um zu der erreichbaren Dieſe Einrichtung ſoll auch vorzugsweiſe dazu dienen, den
42
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Z
Nummer 27
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 14. November 1913.
Seite 18.
Minderbemitellen den Gasverbrauch für Beleuchtungs,volſteiſchige Schweine über 27 Zenumer Lebendgewicht
Gewinnansing
und Kochzwecke zu erleichtern. Die Steig= und Innen= 59—61 (75—77), vollfleiſchige Schweine über 2 Zentner
der
leitungen ſollen koſtenlos geliefert werden, ebenſo wie Lebendgewicht 59—62 (76—78), vollfleiſchige Schweine bis
3. Prenßiſch=Füddeutſchen
Kocher und Lampen und ſonſtige Verbrauchsapparate vor= zu 2 Zentner Lebendgewicht 59—62 (76—78).
Markt=
gehalten werden ſollen. Der Betrag für Verzinſung undverlauf: mittelmäßig, verbleibt Ueberſtand.
(229. Königlich Preußiſchen) Klaſſenlotteri
Abſchreibung dieſer Anlagen wird durch den etwas höbe=
5. Klaſſe 5. Ziehungstag 12. November 1913
ren Gaspreis gedeckt.
Sport, Spiel und Turnen.
Auf iede geiogene Ranmer ſund wet gleich hohe Gebime=
Die Gaswerksverwaltung ſtellt hierzu die
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer
* Fußball. Man ſchreibt uns: Die Vorrunde um die
in den beiden Abteilungen 1 und II.
Anträge:
Fußballmeiſterſchaft im Weſtkreis, in
wel=
a) neben den ſeither zur Zahlungserleichterung ſchon chem die beiden Darmſtädter Vereine mitwirken, wurde
(Nachdruck verbate
Ohne Gewähr u. St=l. f. 30)
verwendeten Münzgasmeſſern nunmehr auch ſolche zur mit einigen intereſſanten Spielen, die erwartungsgemäß
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne übe
Verbrauchserleichterung, unter leihweiſer Beigabe eines verliefen, beendet. Mit einem Punkt Vorſprung führt der 240 Mk. gezogen:
zwei= bis dreiflammigen Kochapparates, von zwei bis drei Fußball=Verein Frankenthal vor dem vorjährigen Meiſter,
6 Gewinne zu 5000 Mk. 30747 71383 166066
einfachen Beleuchtungsgegenſtänden für Hängelicht (Kü= dem „Darmſtädter Sportklub 1905‟
Dem
76 Gewinne zu 3000 Mk. 10588 12808 15047 28040
chenlampe mit zirka 30 Liter, ſowie ein bis zwei einfachen hervorragenden Abſchneiden der Frankenthaler dürfte man 39484 44022 50449 55310 70191 70404 72307 8304
Zimmerlampen mit je 50—60 Liter Stundenverbrauch), bei dem hohen Vorverhältnis von 20:9 die meiſten Sieges=
52000 64553 85098 96066 106068 111997 117642 12172d
auf beſonderen Wunſch auch eines Bügeleiſenerhitzers mitchancen zuſprechen. Aber auch der letztjährige Meiſter,
121472 130279 130571 131976 122012 143100 14704
zwei Bügeleiſen und der dazu gehörigen Innenleitung im der „Dermſtädter Sportklub” wird ſeinen Meiſtertitel 159352 163692 171130 176121 187446 167747 19093f
Mittelwert von 80—100 Mark für die Anlage einzuführen; hartnäckig verteidigen; zumal die Mannſchaft in letzter 193641 194990 196915 208701
b) in älteren Häuſern, wenn ein genügender Gasver= Zeit einige ſehr gute Kräfte zur Verſtärkung erhalten
148 Gewinne zu 1000 Mk. 1120 1415 4958 820
10696 1100d 137 16430 17008 18543 2008 2205
brauch geſichert erſcheint, auch die Steigleitung in die Auto= hat, kann man auf ihr ferneres Abſchneiden ſehr geſpannt
23324 36431 41427 48466 52890 56088 59722 6130
matenanlagen mit einſchließen zu dürfen, bis zum Geſamt= ſein. Sportklub iſt die einzige Mannſchaft, welche bis
werte von 120 Mark für die Anlage;
7284 77462 81974 84385
jetzt erſt ein Spiel verloren hat, während alle anderen 62326 62527 63423 71845 77
8761a 95197 97556 97910 100100 102506 10915 .
e) den Preis für aus Münzgasmeſſern bezogenes Gas, Vereine ſchon zwei oder mehr Niederlagen haben. Aus
wie ſeither auf 16½ Pfg. für das Kubikmeter mit Ein= folgender Tabelle erſieht man den jetzigen Stand der 111207 114158 115870 116374 116865 117660
ſchluß der Miete (alſo die Gasabgabe auf 600 Liter gegen Spiele; eine große Verſchiebung ſteht allerdings bis zum 118123 123460 127062 127301 128256 139830 14188s
141637 147336 158560 159004 168129 171667 17185h
40 Pfg.=Einwurf) feſtzuſetzen und
Schluß noch in Ausſicht:
192430 184602 189209 189935 192107 193242 1968mf
d) bei Anlagen ohne Beigabe von Leitungen und Ver=
199949 204152 204696 205286 207212 207652 21256)frbehör per
brauchsapparaten 14 Pfg, für das Kubikmeter Gas und
217146 222542 229067 231583 233096
116 Pfg. für das Kubikmeter für Meſſermiete zu berech=
7013 13643 1418f
186 Gewinne zu 500 Mk. 3.
nen, ſomit am Schluſſe des Jahres für das Kubikmeter
Tore
2670 2a546 267a1 2
53 39291 30246 a0ds
18671
verbrauchten Gaſes als zuviel bezahlt 1,5 Pfg. zurück zu
5
4302
48035 47538 48994 a9957
51696 53319 5686
vergüten:
3
56914 59950 60892 65430 69521 72777 8009a 82455
5
3 8
e) bei Anlagen mit Beigabe von Leitungen und Ver=
85480 85
734 69491 90228 95353 97870 98303 1023d
brauchsapparaten, ohne Rückſicht auf deren Umfang, 141. Fußball=Verein Franken=
105440 107407 10050 115021 115677 117725 12015
2. 20—9
thal
Pfg. für das Kubikmeter Gas und 2,66 Pfg. für das Kubik=
9 122591 122001 129622 131776 13a902 1366765 13724
2. Darmſtädter Sportklub 1905 7
3 3 1 13—8
meter für Meſſermiete zu verrechnen;
140781 141872 142602 142663 146999 151615 15319
k) den in Anlage 6 beigefügten Entwurf der Beſtim=3. Fußball=Klub Alemannia
157687 160473 163½/9 165340 165439 168053 16925i
Worms .
2 14—12
mungen über die Abgabe von Gas durch Münzgasmeſſer
9 169726 171447 172740 175718 182885 184432 1856
7 4 1
4. Fußball=Verein Mainz
14—11 9
gutzuheißen:
187003 189753 194632 198124 199313 201332 20955
g) den Aufwand für die Münzgasmeſſer nebſt zuge=5. Fußball=Klub Germania
212712 216598 217414 220688 222178 224445 224660
Pfungſtadt
3 2 3 17—22 8;
hörenden Einrichtungen auf Anlagekapital zu verrechnen
27204 228716 228974 229422 230628 232171 232280
und dafür in Rubrik 45 des Voranſchlages für das Be= 6. Fußball=Klub Olympia
232835
Darmſtadt
3 9—12
triebsjahr 1914 für zirka 500 Anlagen à zirka 100 Mark
. 8 2 3
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinneühen
5
2 3 3—7
— 50000 Mark vorzuſehen, wofür Mittel aus den Ab= 7. Fußball=Verein Kaſtel
240 Mk. gezogen:
ſchreibungsbeträgen früherer Jahre vorhanden ſind, alſo 8. Fußball=Klub Germania
2 Gewinne zu 15000 Mk. 17534
Ludwigshafen .
6 7—16 2
nicht durch Anlehensmitel aufgebracht werden müſen.
,,
8 Gewinne zu 5000 Mk. 39357 81407 208650
* Pferdeſport. Rennen zu Maiſons=Laffitte, 224979
Die Gaswerksdeputation hat ſich in verſchiedenen
Sitzungen mit den hier vorgetragenen Vorſchlägen einver= 12. Nov. Prix de la Breteche, 3000 Fres. 1. Vicomte
74 Gewinne zu 3000 Mk. 3302 14075 24090 24955
ſtanden verklärt. (Vergl. Bericht über die Stadtverordne= de Richemonts Morning Glaß (Bottequin), 2. Sakelanu 25477 36531 42204 57379 81303 91959 99706 10085m
ſenverſammlung an anderer Stelle des heutigen Blattes.) Bilo, 3. La Fourche. 56:10: 21, 48, 18:10. — Prix de 103750 119566 119640 1240ad 130207 13844d 151f
Chaumont, 5000 Fres. 1. Madame Cheremeteffs Marigot 151686 152573 156836 167976 174301 178369 17986
(Grant), 2. Ozozo, 3. Néwac. 21310; 12, 17.10. — Prir
186631 193461 194784 195380 197080 205441 20580m
Saxon, 6000 Frcs. 1. J. Lieur’ Le Lhéwis (Bottequin), 216636 220855 225355 229559
Landwirtſchaftliches.
2. Boſchyons, 3. Vieil Homme. 75:10: 30, 100, 176:10. —
148 Gewinne zu 1000 Mk. 838 3459 3864 1418
* Groß=Gerau, 12. Nov. Der Geſchäftsgang bei Prix Preſto, 10000 Fres. 1. Nounes” Annibal VII (Gau=
14763 14675 24481 28209 31740 38141 42636 428hl
unſerem letzten Ferkelmarkt war ſehr flott. Die auf= thier), 2. Madelon, 3. Garde à Vous. 47110:23. 30.10.
43265 43731 45896 48135 49690 52240 53182 699
getriebenen 965 Tiere waren alsbald glatt verkauft. Be= Prir du Quesnay, 5000 Fres. 1. Birtius Courtiſan II
67236 74330 82244 83324 84345 85980 89955 9
zahlt wurden für Ferkel 10—22 Mark, für Springer 25—37 (Reiff) 2. Caruex. 3. Ma Lore. 69:10: 27 51, 69:10. —
92729 101165 101499 109332 109447 110370 1
Mark und für Einleger 43—54 Mark pro Stück. Der nächſte Prix Cheri, 5000 Fres. 1. A. V. Le Grir Tom Barcklay 115845 117716 122437 123576 124352 126881 12
Ferkelmarkt findet am Montag, den 17. d. M., ſtatts
133475 135132 137124 141138 142115 150777 158m
(Bellhouſe), 2. Our Love, 3. Botticelli. 38:10; 16, 32, 17110.
I Lampertheim, 11. Nov. Auf dem heutigen
15a255 155268 155965 158081 158353 159499 162850
Ferkelmarkt, mit dem wieder eine Prämiierung
168148 172753 180020 183683 191792 193862 1949
197
(die fünfte in dieſem Jahre) verbunden war, herrſchte recht
62 201744 202484 20911
0 212649 212914 218
226152 226863 227106 233979
lebhafter Betrieb. Insgeſamt waren 294 Tiere aufge= Wirkung
trieben, die auch zum größten Teil flott abgeſetzt werden
238 Gewinne zu 500 Mk. 973 1364 291285s
konnten, da ſich viele Kaufliebhaber eingefunden hatten. frappant!
5324 6415 7285 9625 10319 15075 21242
Die Preiſe bewegten ſich zwiſchen 25 und 32 Mark pro
22408 22451 2.
35 2806
7 30076 30078 33247 3464
35224
Paar. An Prämien kamen insgeſamt 88 Mark zur Aus=
1 35861. 36078 38132 4203a 42589 46066 400
a7485 a7653 48235 5059
zahlung. Zur Verteilung wurden gebracht: 4 erſte (zu
7 51763 52604 57042 61858
6168
6 74632 75230
6 Mark), 7 zweite (zu 4 Mark) und 12 dritte Preiſe (zu
62025 70008 70566 71242 73926
78486 79273 80498 80774 84452 87586 92147
3 Mark). Nächſter Ferkelmarkt am 25. d. M. — Durch die
m
98395 101171 101823 105362 111568 115084 11660
Vereinigten Landwirte kamen geſtern 436
117442 119648 129390 130602 131801 132413 18280
ZZentner Tabak und 60 Ztr. Sandblatt zur
450
6
186061. 137152 139512 141505 143860 145636 140mm
Verwiegung. Die ganze Lieferung ging nach Mannheim.
2s
152216 152326 152672 153368 154187 157572 1699
Das Einlagerungsgeſchäft am Platze iſt ebenfalls in beſtem
(t
161404 164324 165074 167646 168493 173199 178455
Gange. Außer hieſigem Tabak ſind auch ſchon große Mn
O
175861 176816 178229 178913 183961 191268 191199
Mengen auswärtiger Tabake eingelagert worden.
5
191942 191955 193384 194917 195300 199822 2000
— Frankfurt a. M., 12. Nov. Schlachtvieh=
201632 202364 205501 204265 206016 206200 206ahl
markt. (Amtl. Bericht.) Auftrieb: 1789 Schweine.
211026 218898 219994 224569 229929 230129 23i
Preiſe für 1 Zentner Lebendgewicht (Schlachtgewicht): Menn
Gofé30 Pfd. 232864 232929 233807 233906
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Nummer 275.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 14. November 1913.
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