Darmstädter Tagblatt 1913


13. November 1913

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prägniert
0.
präguiert
.

immer 27).

2370
.



ar
A
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176. Jahrgang
homatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Ygan für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 274.
Donnerstag, den 13. November.
1915.
ſondern daß man auch zu Reſultaten käme, die für die folgt nun dem Plane die Tat: auf Grund amtlicher In=
ſie
heutige Nummer hat 22 Seiten.
Rüſtungspraxis und vor allen Dingen für deren Verbil=
formationen
kann ein Mitarbeiter des Corriere della Sera
ligung im Intereſſe des Reiches von Nutzen wären.
aus Bellinzona die Mitteilung machen, daß bereits in den
nächſten Tagen die in der Stille ausgearbeiteten Pläne
Das Wichtigſte vom Tage.
zur Elektriſierung der Gotthardbahn ge=
m
Reichstage iſt geſtern der Entwurf eines
nehmigt ſein werden und daß dann ohne Zeitverluſt ſofort
Die Guildhall=Reden.
Beſetzes über die Sonntagsruhe im Han=
mit
größtem Nachdruck die Ausführung einſetzen wird.
Pelsgewerbe zugegangen.
** Wie ſchon gemeldet, hat Lord Churchill, der
Die Elektriſierung der Gotthardbahn iſt die erſte
ſſtern fand unter großen Feierlichkeiten die Thron=
vielgenannte
britiſche Marineminiſter, wieder einmal ge= Etappe der Schweizer Bahnen, ſich von der Kohle
eſtelaung Königs Ludwig Ill. von
redet. Das Lordmayors=Bankett gibt den Staatsmännern unabhängig zu machen; hinter dieſem Verſuche der nach
Bayern ſtatt.
Zweite ſächſiſche Kammer wählte Dr. Voger des großen Inſelreiches alljährlich Gelegenheit, ihr Licht allen Berechnungen nicht nur eine große Betriebsbeſchleu=
nigung
, ſondern auch ſehr weitgehende Betriebserſparniſſe
natlib.) zum Präſidenten, Opitz (konſ.) zum erſten leuchten zu laſſen, und man wird ſich erinnern, daß die bringen wird, ſteht die Abſicht, allmählich das geſamte
d Baer (Fortſchr. Volkspt.) zum zweiten Vizepräſi= bei dieſem Anlaß gehaltenen Reden Lord Salisburys und Bahnnetz der Schweiz zu elektriſieren. Das Monopol auf
enten.
anderer britiſcher Premterminiſter der Vergangenheit in die Ausnutzung der wichtigſten Waſſerkräfte, das ſich die
ſſern iſt in London die ſog. Titanic=Kon=
Bundesregierung erſt kürzlich durch Geſetz ſicherte, war
aller Welt wegen der treffenden Beleuchtung der inter=
erenz
, an der Vertreter von 14 Staaten teilnehmen,
bereits der erſte Schritt auf dieſem Wege Für die erſte
nationalen Lage beachtet und lebhaft kommentiert wurden. Strecke, bei der elektriſcher Betrieb eingeführt wird, für
roffnet worden.
Inhalt des am Dienstag paraphierten türkiſch= Seit einer Reihe von Jahren legt man den Guildhallreden die Strecke von Bellinzona nach Erſtfeld, wird
iechiſchen Uebereinkommens iſt veröffent= keinen ſo großen Wert mehr bei, was vielleicht darauf die Anlage von zwei Kraftſtationen genügen. Die eine
ſicht worden.
zurückzuführen iſt, daß die britiſchen Staatsmänner häu= Zentrale wird nach den amtlichen Plänen in Amſteg er=
ſtehen
und das Gefälle der Reuß von Waſen bis Amſteg
einer Meldung aus Lima hat am Freitag ein Erd= figer in der Oeffentlichkeit das Wort nehmen und dabei zur elektriſchen Kraftgewinnung ausnutzen, und zwar durch
ben die Stadt Abancay zerſtört. Man
auch von der auswärtigen Politik ſprechen. Beſonders Anlage eines Sammelbeckens von 100000 Kubikmeter Faſ=
ſählt
mehr als 200 Tote. Etwa 1000 Menſchen ſind
hervorgetan hat ſich in dieſer Hinſicht der jetzige Marine= ſungskraft. Die zweite Zentrale wird in der Nachbarſchaft
boachlos.
von Piotta erſtehen und hier die vom Ritomſee abfließen=
miniſter
Churchill, der auch am Montag in der Guildhall
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
den Gewäſſer auffangen. Die Kraftſtation von Amſteg
das Wort ergriff. Die Ausführungen des Premiers wird während der Sommermonate die für den Betrieb
Asquith drehten ſich hauptſächlich um die Türkei und der ganzen Linie erforderliche Kraftmenge liefern; wäh=
Wie Rüſtungskommiſſion‟, Mexiko, ſie zeigten eine bemerkenswerte Zurückhaltung rend dieſer Zeit wird die Zentrale am Ritomſee die er=
forderlichen
Energiereſerven aufſpeichern, um in den Win=
und ließen erkennen, daß England an beiden Stellen eine termonaten die geringere Leiſtungsfähigkeit der Zentrale
Soeben iſt der Prozeß gegen Brandt und Eccius
abwartende Politik verfolge. Große Geſichtspunkte ließ von Amſteg auszugleichen, da im Winter mit dem abneh=
nde
gegangen, und wenige Tage darauf ſoll in dieſer die Rede vermiſſen, und auch die Anſprache, welche menden Waſſerſtand der Reuß in Amſteg weniger Kraft
che eine große Kommiſſion zuſammentreten, die einem Churchill vorher hielt, hatte nur eine gewiſſe Bedeutung gewonnen werden kann. Durch die Zuſammenarbeit der
beiden Kraftſtationen erreicht man eine elektriſche Energie
ſche des Reichstages, im Anſchluſſe an die Debatten durch das, was dieſer früher geſagt hatte. Wenn man von durchſchnittlich 26000 Pferdekräften: die Möglichkeit
die dem Prozeß zugrunde liegenden Dinge, ihre die verſchiedenen Reden dieſes Miniſters Revue paſſieren iſt gegeben, dieſe Leiſtung im Falle der Notwendigkeit auf
ſehung verdankt. In den damaligen Erörterungen läßt, ſo muß man zu der Ueberzeugung kommen, daß der 32000 Pferdekräfte zu erhöhen, indem man durch Anlage
ſohl von allen Seiten des Hauſes angeregt worden, Lord ſelbſt nicht recht weiß, was er eigentlich will. Das eines Staudammes den Waſſerſpiegel des Ritomſees um
7 Meter emportreibt. Im Notfalle wird jedoch jede ein=
al
eingehend zu prüfen, ob die eigentlichen Rüſtungs= eine Mal ſchwärmt er für Abrüſtung, das andere Mal zelne der beiden Kraftſtationen auf lange Zeit hinaus im=
ſaben
ſich vielleicht herabſetzen ließen, wenn es ge=
plädiert
er für die Verſtärkung der Wehrkraft zur See; ſtande ſein, allein den Betrieb der ganzen Strecke zu ver=
den
Lieferungsmodus einer Reviſion vor drei Wochen wiederholte er ſeinen ſchon früher ge= ſorgen, da die Maximalleiſtung der Zentrale von Amſteg
Punterziehen.
bis zu 64000 und die der Zentrale am Ritomſee bis zu
machten Vorſchlag eines Rüſtungsfeierjahres, und am Mon=
50 000 Pferdekräften geſteigert werden kann. Wenn die
Die Klagen über unſere teuere Rüſtung, und zwar tag ſchien ihm das ein überwundener Standpunkt zu Elektriſierung der übrigen Schweizer Bahnen vollendet iſt,
t nur die für das Landheer, ſondern auch für die Ma= ſein.
wird die Kraftſtation am Ritomſee gemeinſam mit der
, ſind nicht erſt jetzt entſtanden, ſie dauern ſchon ſeit
Lord Churchill, dem man bekanntlich eine große Zu= von Lavongo im unteren Teſſin die Gotthardbahn be=
hen
an, wohl bei jeder Etatsdebatte hat man ſich dar= kunft prophezeit, ſchwelgte vor den Gäſten des Lord= treiben, während für die anderen Strecken zwei neue
Kraftſtationen an der Reuß und am Etzel mit einer Lei=
ausgeſprochen
, ſich aber immer mit den Erklärungen mayors förmlich in der Größe der britiſchen Marine und ſtungskraft von 70000 Pferdekräften eintreten werden.
rtäßgebenden Stellen zufrieden gegeben, daß es nicht von deren Stärke im Vergleich zu anderen Staaten. Daß
Daß die Generaldirektion der Schweizer Bahnen die
Panders gehe. Es läßt ſich ja nicht verkennen, daß es er trotzdem ein Nachlaſſen in der Rüſtungsarbeit für un= Elektriſierung der Gotthardbahn mit ſo großer Beſchleuni=
bei
den großen Lieferungen für Verteidigungszwecke möglich hielt, wäre unkonſequent geweſen, wenn er nicht gung durchführen wird, hat u. a. ſeinen Grund darin, daß
der die Betriebskoſten ſo gewaltig verteuernde
Fragen handelt, die nicht immer nach den allgemeinen auf die ungebrochene Entwickelung der deutſchen Ma= doppelte Maſchinendienſt wird abgeſchafft werden können.
Uncen beurteilt werden dürfen; vor allen Dingen muß rine und den Umſtand verwieſen hätte, daß große und Nach Einſührung des elektriſchen Betrie=
erwägen
, welche Unkoſten für die betreffenden Fir= kleine Mächte auf der ganzen Erde ebenfalls moderne bes wird ein normaler Zug imſtande ſein. Steigungen
die Vorbereitungen zur Konſtruktion und deren Er= Kriegsſchiffe bauen. Dies läßt ſich natürlich nicht leugnen, von 26 zu 1000 mit einer Stundengeſchwindigkeit von 50
Kilometer mit einer einzigen Lokomotive zu bewältigen.
ſbung mit ſich bringen, Verſuche, die in die Kalkulation denn außer Deutſchland wenden auch die übrigen Groß= Die Steigerung der Zuggeſchwindigkeit wird zu gleicher
Ailich mit eingeſchloſſen werden müſſen. Tatſache iſt mächte ihrer Marine große Aufmerkſamkeit zu und kleinere Zeit die Leiſtungsfähigkeit der Gotthardbahn erhöhen.
Udings, daß da von unſeren Verwaltungen zuweilen Staaten, wie Holland, Norwegen, Schweden uſw. ſchaffen Die Durchfahrt des Tunnels, die gewöhnlich 23 Minuten
itwas hoher Preis bezahlt worden iſt, im Vergleich ſich moderne Panzer an, aber weniger, um in einem künf= in Anſpruch nimmt, wird ſich dann beiſpielsweiſe ohne
beſonderen Kraſtaufwand in nur 14 Minuten bewerkſtel=
enüber
den Offerten, die dem Auslande bei ähnlichen tigen Kriege zur See eine aktive Rolle zu ſpielen, als ligen laſſen.
ferungen gemacht wurden. All das im Zuſammenhang ihren Handel zu ſchützen und ſich den Weg zu ihren über=
den
letzten Vorkommniſſen ſoll Gegenſtand der Prü= ſeeiſchen Beſitzungen freizuhalten. Nach Churchills An=
Deutſches Reich.
g durch eine beſonders eingeſetzte Kommiſſion ſein. deutungen ſcheint die britiſche Regierung vom Parla=
Urſprünglich hatte man an eine rein parlamen= mente ganz erhebliche Summen für Rüſtungszwecke for=
Die Etatsberatungen im Bundesrat
Liſche Kommiſſion gedacht, nach dem Muſter dern zu wollen, ſo daß man wirklich geſpannt ſein darf, nehmen, wie gemeldet wird, am 17. ds. Mts. in den Aus=
erer
Länder, und es hat darum auch in manchen Krei= was herauskommt. Dasſelbe gilt für die geplanten Aus= ſchüſſen ihren Anfang. Sie werden mit Ausſchluß des
hicht an prinzipieller Abneigung gefehlt. Wohl auch gaben zu Zwecken der Luſtſchiffahrt, in welcher England Buß= und Bettages ohne Unterbrechung bis zum Freitag
die Verſion einer parlamentariſchen Regierung nicht ſich zur erſten Nation erheben will. Dieſem Wollen ſind den 21. November, in den Ausſchüſſen fortgeſetzt. Das
Aummen zu laſſen, hat die Kommiſſion jetzt eine Zu=natürlich Grenzen gezogen, was Lord Churchill wiſſen Plenum des Bundesrats wird dann am Samstag, den
Unmenſetzung erhalten, die über den früher ge= muß, aber ihm kam es wohl hauptſächlich darauf an, ſeine 22. ds. Mts., den Etat endgültig verabſchieden. Trotz die=
nen
Rahmen hinausgeht. Man hat ſich, wie aus der Zuhörer zu begeiſtern und über die Guildhall hinaus das ſer verhältnismäßig ſpäten Fertigſtellung im Bundesrat
ziös mitgeteilten Liſte hervorgeht, nicht darauf be= britiſche Volk vorzubereiten auf neue, hohe Laſten für wird es möglich ſein, das Etatsgeſetz dem Reichstag bei
änkt, außer den in Frage kommenden Reſſortschef, Wehrzwecke. Den Gedanken einer Verminderung des ſeinem Zuſammentritt am 25. ds. Mts. vorzulegen.
Konſervative und Sozialdemokra=
treter
aller Parteien hineinzudelegieren, ſondern es Wettbewerbes in den europäiſchen Rüſtungen ſtreifte
ſen auch die Vertreter von Städten, der Landwirtſchaft, Churchill nur ganz ſchüchtern, er ließ ihn völlig in den ten. Der engere Ausſchuß der Deutſch=Konſervativen
Finanz=, Handels= und Handwerkskreiſe hinzugenom= Hintergrund treten bis er ihn vielleicht mal wieder! Partei hat, wie die Berliner Neueſten Nachrichten und
n werden, die als Sachverſtändige fungieren ſollen, hervorholt, wenn England ſeine Flotte aufs neue ver= die Kreuzzeitung melden, am 8. ds. Mts. beſchloſſen, daß
ſurter die Generaldirektoren der Hamburg=Amerika= ſtärkt hat und im Gefühl der Stärke einen Rüſtungsfeier= in Zukunft Ausſchluß aus der Partei bei ſolchen Mit=
Die, des Norddeutſchen Lloyds und mehrere maß= tag vertragen oder doch wenigſtens von einem ſolchen gliedern unverzüglich eintritt, die zwecks Wahlhilfe mit
Angehörigen der Sozialdemokratie verhandeln. In der
ſſende Bankdirektoren. Dieſe Kommiſſion ſoll nach ſprechen kann. . .
Einleitung des Beſchluſſes wird zugegeben, daß, ſolche
offiziöſen Verlautbarung die Aufgabe haben, die
Verhandlungen von vereinzelten Konſervativen auf eigene
ſherige Entwickelung der Grundſätze und Methoden für
Fauſt vorgekommen ſeien.
Rüſtungslieferungen an Heer und Marine in ihrem
Die Elektriſierung der
Die neue Poſtſcheckordnung, die dem
arnmenhange mit der allgemeinen wirtſchaftlichen
Gotthardbahn.
Reichstag ſeit Monaten vorliegt, deren Verabſchiedung
wickelung klarzulegen und die Zweckmäßigkeit der ge=
1 Schon mehrfach war in letzter Zeit davon die Rede, bisher aber auf Schwierigkeiten geſtoßen war, wird, nach
wärtigen Praxis unter vergleichender Betrachtung
ſlicher Staats= oder privater Großbetriebe des In= und daß die Schweizer Bahnverwaltung mit Er=einer Mitteilung, in den nächſten Wochen im Reichs=
wägungen
beſchäftigt ſei, ob ſich nicht in Anbetracht der tag ſo gefördert werden, daß ſie vorausſichtlich ſchon
Plandes einer Unterſuchung zu unterziehen.
Die Zuſammenſetzung dieſer Kommiſſion bürgt für gewaltigen natürlichen Waſſerkräfte des Landes eine ſtär= am 1. April 1914 in Kraft treten kann. Kurz vor der Ver=
kere
Ausnutzung elektriſcher Kraft beim Eiſenbahnbetriebe tagung des Reichstages hatte das Reichspoſtamt ſich mit
mnparteiiſche Prüfung, und es wäre zu wünſchen,
micht bloß das Feld der Theorie durchgeackert würde, mit Nutzen durchführen laſſe. Ueber Erwarten ſchnell den Fraktionen über einige hſſerenzen geeinigt, die ſofort

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Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 13. Novembe
Seite 2.
nach dem Wiederzuſammenrit des Plenuns ausgeglichenf hin mit großen finanzielln Schwierigkeiten zu känpfen
werden können. Es iſt alſo zu hoffen, daß die Poſtſcheck= haben, lebhafte Erregung hervorgerufen.
Das Frauenſtimmrecht. Die Deputierten=
ordnung
in abſehbarer Zeit nach den Wünſchen des Reichs=
tages
verabſchiedet werden kann.
kammer ſprach ſich mit 311 gegen 133 Stimmen für die
Der Zentralverband Deutſcher Indu= Trennung des Prinzips des Frauenſtimmrechts von der
ſtrieller und der Prozeß Brandt. Das Direk= Wahlreform aus. Auch die Sozialdemokraten waren für
torium des Zentralverbandes Deutſcher Induſtrieller die Vertagung der Einführung des Frauenſtimmrechts.
beſchloß in ſeiner Sitzung, an den Vorſitzenden, Landrat
Belgien.
a. D. Rötger, folgendes Telegramm zu ſenden: Das Di=
Die Klöſter. Auf die Anfrage eines Abgeordneten
rektorium des Zentralverbandes Deutſcher Induſtrieller
nahm in ſeiner Sitzung Gelegenheit, ſich mit den hat die Regierung einige Zahlen über die klöſterlichen
Vorgängen im Brandt=Prozeß zu beſchäftigen, inſoweit Niederlaſſungen mitgeteilt, die, und namentlich, wenn man
ſie den Vorſitzenden betreffen. Das Direktorium ſpricht ſie in Vergleich mit früheren Aufſtellungen ſetzt, intereſſant
dem Landrat a. D. Rötger ſein unbedingtes Vertrauen ſind. Danach gab es im Lande Ende 1910 3607 klöſter=
aus
und hofft, unter gleichzeitiger dankbarer Anerkennung liche Niederlaſſungen mit 10367 Ordensbrüdern und
der großen Verdienſte Rötgers um die in dem Zentral= 47975 Schweſtern. In dem Zeitraum von 30 Jahren hat
verband vereinigte Induſtrie, ihn noch lange an der Spitze ſich die Geſamtzahl der Kloſterbewohner um etwa 20000,
d. h. um mehr als 56 Prozent vermehrt, alſo ganz außer
zu ſehen.
Die Erhöhung der bayeriſchen Zivil= Verhältnis zum Anwachſen der Geſamtbevölkerung die
liſte. Die bayeriſche Staatsregierung hat in der Sitzung Zahl der Klöſter um weit mehr als verdoppelt. Ueber die
des Finanzausſchuſſes der Abgeordnetenkammer das Ge= kaum zweifelhaften weiteren Fortſchritte der Klöſter in
ſetz über die Zivilliſte eingebracht. Der Geſetzentwurf hat den letzten drei Jahren hat die Regierung noch kein Ma=
nur
einen einzigen Artikel, Er lautet: An die Stelle der terial veröffentlicht; wahrſcheinlich würde das 1910 gül=
im
Artikel 2 des Geſetzes vom 1. Juli 1834, die Feſtſetzung tige Zahlenverhältnis, das ſchon auf 128 belgiſche Laien
einer permanenten Zivilliſte betreffend, und durch§ 7 des eine Ordensperſon kommen ließ, heute nicht mehr zu=
Finanzgeſetzes vom 29. Juli 1876 auf 4231 440 Mark feſt= treffen. Bedauerlich iſt, daß jegliche Mitteilung über das
gelegte Summe tritt vom 1. Januar 1914 ab die Summe jetzige Vermögen der Klöſter fehlt.
von 5400000 Mark. Obwohl die Liberale Landtags=
Dänemark.
Korreſpondenz und verſchiedene andere Blätter ſich ent=
Arbeiterausſperrung. Der däniſche Arbeit=
ſchieden
dagegen gewehrt hatten, unmittelbar vor den
geberberein hat beſchloſſen, alle der Arbeitnehmerorgani=
Krönungsfeierlichkeiten die Zivilliſte im Finanzausſchuß
ſation angehörenden Arbeiter, das ſind nahezu alle un=
durchzupeitſchen
, wurde die Sache doch ſofort im Finanz=
gelernten
Arbeiter, auszuſperren. Es handelt ſich um
ausſchuß zur Beratung genommen.
etwa 25000 Arbeiter. Es droht eine Stillegung faſt der
Der Vorſitzende des Finanzausſchuſſes, Dr. Pichler,
ließ keine Einwendung gelten und erklärte, daß es ſich geſamten däniſchen Induſtrie, ausſchließlich des Bau=
lediglich
um eine formelle Aenderung und nicht um einen gewerbes.
vollſtändigen Geſetzentwurf handle. Die Referenten und
Rußland.
Korreferenten, die Abgeordneten Giehrl und Dr. Caſſel=
Die ſtaatsbürgerliche Gleichberechti=
mann
, hatten nichts zu erinnern, während der Sozial=
demokrat
die Angelegenheit als eine Ueberrumpelung be=gung. Die Reichsduma verhandelte über den Antrag
zeichnete. Der Finanzminiſter wies auf ähnliche Vorgänge der Kadettenpartei, eine Kommiſſion zu bilden zur Aus=
in
früheren Jahren hin, und es wurde dann in die Be=
ratung
des Etats des königlichen Hauſes und Hofes ein= arbeitung eines Initiativantrages auf ſtaatsbürgerliche
getreten, wobei der Abgeordnete Giehrl die Erhöhung Gleichberechtigung. Der Kadett Schingarew wies darauf
der Zivilliſte begründete und erklärte, daß ſchon ſeit elf hin, daß das Fehlen der Gleichberechtigung dem Staats=
Jahren aus den Zinſen des Privatvermögens des Königs organismus ſchade, deshalb ſei es notwendig, daß die
Otto wegen Unzulänglichkeit der Zivilliſte Zuſchüſſe ge=
währt
werden mußten. Der Miniſter erwähnte, daß da= Rechtsbeſchränkung der einzelnen Nationalitäten aufhöre.
durch, daß im Jahre 1886 die Regentſchaft eintrat, die Der jüdiſche Kadett Friedmann begann die Beilis=Affäre
ganz erhebliche Schuldenlaſt des Königs Ludwig II. ohne zu beſprechen. Der Präſident der Duma bat, das zu
Inanſpruchnahme des Landes getilgt worden ſei, und be= unterlaſſen, da die Sache noch nicht alle Inſtanzen paſſiert
tonte beſonders: Wäre im Jahre 1886 ſofort der damalige
Prinz Otto für die Erbfolge unfähig erklärt worden, ſo habe; da ſich der Abgeordnete aber nicht fügte, wurde ihm
wären in der Zwiſchenzeit bei Abgleichung der beſonderen das Wort entzogen. Der Kadett Roditſchew drückte die
Leiſtungen an die Reichsverweſer mit den außerdem fälli= Anſicht aus, daß Rußland ohne die Gleichberechtigung der
gen Unterhaltsbeträgen und Apanagen rund 10 Millionen Juden kein Rechtsſtaat werden könne. Priſchkewitſch
Mark mehr aus der Staatskaſſe an das Königliche Haus
zu entrichten geweſen. Die Abgg. Auer (Soz.) und Dr. (äußerſte Rechte) ſagte, heute dürfe man weniger denn
Müller=Hof (lib.) richten ſodann eine Reihe von Anfragen je an die Gleichſtellung der Juden denken, denn eine Ver=
an
die Staatsregierung. Der Finanzminiſter erklärt ſich größerung der Rechte der Juden würde Uebelſtände her=
bereit
, dieſe Fragen im Verlaufe der Weiterberatung zu
vorrufen und vor allem den bäuerlichen Landbeſitz ver=
beantworten
. Dieſe wird ſodann auf Freitag vertagt.
Die ſächſiſche Zweite Kammer hielt am nichten. Die Juden beherrſchen die Advokatur und die
Dienstag abend ihre erſte Sitzung ab. In ſeiner Be= Preſſe und griffen die Orthodoxie an. Man könne die
Gleichberechtigung der Juden nicht mit der Gleichberech=
grüßungsrede
beſprach Präſident Dr. Vogel die Bedeutung
des Jahres 1913, die ihren Ausdruck in der Weihe des tigung der übrigen Fremdvölker verbinden, geſchehe dies,
Völkerſchlachtdenkmals gefunden habe. Er wies auf das ſo würde das zum Untergang des Staates führen. Mar=
Zurückgehen der Getreidepreiſe hin, das billigeres Brot, kow (Rechte) meint, eine derartige Weltfrage werde noch
ein Sinken der Seuchen und Rückgang der Fleiſchpreiſe vor dem Schluß der Sitzung eingebracht, um durch ein
erwarten ließe. Die Rede ſchloß mit einem Hoch auf den ſolches talmudiſch=jüdiſches Mittel der Duma einen Be=
König. Die Präſidentenwahl wurde auf Mittwoch an= ſchluß zu ſtehlen. Auch Antonow (Oktobriſt) vertrat die
Anſicht, daß die Frage der Gleichberechtigung der Juden
geſetzt.
angeſichts der Verſchärfung des Nationalitätenſtreites un=
Ausland.
zeitgemäß ſei. Nachdem die Vorlage der Kadetten mit
Frankreich.
152 gegen 92 Stimmen abgelehnt worden war, wurde die
Die Herſtellung der Armeeflugzeuge.! Sitzung geſchloſſen.
Dem Figaro zufolge hat die Kriegsverwaltung die Ab=
Giim
ſicht, die Herſtellung der Armeeflugzeuge ſelbſt in die Hand
Die Anleihe. Das Reuterſche Bureau erfährt über
zu nehmen und auch eigene Fabriken zur Erzeugung von die Anleihe von ſechs Millionen Pfund Sterling, die die
Motoren und Schraubenflügeln zu errichten. Dieſer Plan Banque Induſtrielle de Chine mit der chineſiſchen Re=
habe
unter den Flugzeugerbauern, von denen viele ohne= gierung abgeſchloſſen hat, daß auch der Reſt von 1,2 Mil=
Geeäen
Se
Stadt, die dem Untergang geweiht war. Vineta iſt näm=
lich
nur eine verderbte Lesart von Jumneta, der aus
Die Löſung des Vineta=Rätfels, den mittelalterlichen Chroniken wohlbekannten Sla=
venſtadt
Jumne am Ausfluß der Oder in die Oſt=
C2 Als ein Juwel unter den Schöpfungen des deut= ſee. Ausführliche Kunde von dieſer Niederlaſſung gibt
ſchen Volksgemüts ſchimmert die Vinetaſage im geiſter= der zuverläſſige Hiſtoriker Adam von Bremen um das
haften Rätſelſchein einer romantiſchen Ferne. Immer Jahr 1075. Ueber die Leutizen hinaus, ſchreibt er, die
wieder haben ſich die Dichter und Denker in ihren Zau= mit anderem Namen Wilzen genannt werden, tritt uns
ber verſenkt, in das geheimnisreiche Bild der in Meeres= der Oddarafluß entgegen, der reichſte Strom des Slaven=
wogen
begrabenen Märchenſtadt mit ihren Türmen und landes. An der Mündung desſelben, da wo er die ſeythi=
Zinnen, dem dumpf herauftönenden Klang der Glocken, ſchen Gewäſſer beſpült, bietet die ſehr angeſehene Stadt
bei dem zerfließende Schemen in langflatternden Gewän= Jumne den Barbaren und Griechen, die ringsum wohnen,
dern ſich noch zu bewegen ſcheinen und hinter Särgen einen vielbeſuchten Standort dar. Weil nun zum Preiſe
der vom friedeloſen Spuk Erlöſten zum Grabe ſchreiten. dieſer Stadt große und faſt unglaubliche Dinge vorge=
Mit der ſtolzen Erinnerung an den Glanz und die Herr= bracht werden, ſo halte ich es für anziehend, hier eini=
lichkeit
alter Oſtſeemacht eint ſich das dräuende Denkmal ges, das Erwähnung verdient, einzuſchalten. Es iſt wirk=
göttlichen
Strafgerichts für ſchwere Sünde, und ſo ſchwebt lich die größte von allen Städten, die Europa einſchließt.
ein Hauch tiefſinniger Unſterblichkeit um die Mythe heid= In ihr wohnen Slaven und andere Nationen, Griechen
niſchen Geiſterdienſtes und Seelenkultes. Während die und Barbaren. . . . Alle ſind noch im Wahne heidniſcher
Vinetaſage ſo tief im Herzen des deutſchen Volkes wur= Abgötterei befangen. Uebrigens wird, was Sitte und
zelt, iſt merkwürdigerweiſe das Bewußtſein dafür ver= Gaſtfreiheit anlangt, kein Volk zu finden ſein, das ſich
ſchwunden, daß die graue Veſte auf dem Meeresgrunde ehrenwerter und dienſtfertiger bewieſe. Jene Stadt, welche
ſich einſt in einer vielfarbigen und denkwürdigen ge= reich iſt durch die Waren aller Nationen des Nordens be=
ſchichtlichen
Wirklichkeit erhob, die wohl noch eigenartiger ſitzt alle möglichen Annehmlichkeiten und Seltenheiten.
ergreift als die Sage, und dazu trug bei, daß die Gelehr= Dies Jumne, das mehrfach bei Adam von Bremen auf=
ten
die Stadt lange nicht identifizieren und ihre urſprüng= taucht, lag nach ſeinen Angaben unzweifelhaft unmittel=
liche
Lage feſtſtellen konnten.
bar an der Oſtſeeküſte, und die frühere Anſicht der Gelehr=
Dies Vineta=Rätſel erſcheint nun gelöſt in dem ſoeben ten, die das alte Vineta mit dem ſpäteren Julin, dem heu=
bei
F. A. Perthes in Gotha erſchienenen großen Werk tigen Wollin, an der niemals recht ſchiffbaren Dievenow
Altgermaniſche Meeresherrſchaft in dem der Verfaſſer, gleichſtellen wollte, muß als irrig aufgegeben werden. An
Dr. Konrad Müller, u. a. auch die hiſtoriſche Grundlage der Odermündung kennt die Stadt auch ein Jahrhundert
der Sage aufklärt und ſie einwandfrei lokaliſiert. Vineta ſpäter, um 1170, der Slavenchroniſt Helmold, der ſie aber
ſteht nicht allein mit ihrem tragiſchen Schickſal; ſie hat bereits als verſchwunden behandelt: An der Mündung
Geſchwiſter auch in der Nordſee, wo furchtbare Sturm= der Oder, wo ſie das Baltiſche Meer berührt berichtet
fluten ebenfalls blühende Städte verſchlangen, ſo das er, lag einſt die ſehr berühmte Stadt Jumneta und er
frieſiſche Havoren, das altſchleswigſche Heddeby, Büſum meldet weiter: Dieſe reichbegüterte Stadt ſoll ein Dänen=
und Rungholt, die Klaus Groth und Liliencron beſun= könig, mit ſehr großer Flotte heranſegelnd, von Grund
gen. Aber unter all dieſen verſunkenen Städten iſt Vineta aus zerſtört haben; noch ſind von jener alten Stadt Ueber=
die
Königin, und ſie war auch die größte und bedeutendſte reſte vorhanden.-

Nummer 27
1913.
lonen, der nach dem Vertrage für den Hafen von A
und für den Brückenbau von Hankau nach Wutſchang
bleibt, für induſtrielle Arbeiten und nicht, wie
nommen wurde, für Verwaltungszwecke beſtimmt iſt.
Informationen von der franzöſiſchen Gruppe wird
nach die Fünfmächtegruppe keinen Grund zum Einſ
gegen die Anleihe haben.
2
* Berlin, 12. Nov. Die Meldung von einem
ſuch des Kaiſers und der Kaiſerin am
d M. in Braunſchweig iſt unzutreffend. Von
bis 17. November weilt der Kaiſer in Kiel. EinB
in Braunſchweig iſt vorerſt nicht in Ausſicht genom
* Die Titanic=Konferenz. Als Ver
der Reichsregierung auf der internationalen Konfe
aus Anlaß der Titanic=Kataſtrophe in London nehl
der Direktor der handelspolitiſchen Abteilung im
wärtigen Amt, Wirkl. Geh. Rat Dr. von Koerner,
Wirkl. Legationsrat Seeliger vom Auswärtigen Amt,
Regierungsrat Schütt vom Reichsamt des Innern
Geh. Regierungsrat Rieß vom Reichsverſicherungsam
den Verhandlungen teil. Im ganzen haben 14 Sta
ihr Erſcheinen auf der Konferenz zugeſagt, deren
man auf mindeſtens vier Wochen ſchätzt, ſo daß alſo ba
falls die Arbeiten vor Weihnachten beendet ſein wür
Das Programm der Konferenz befaßt ſich mit denGu
ſätzen über die gegenſeitige Anerkennung der Zerti
und der Vorſchriften über die Sicherheit auf See.
ner mit den Grundſätzen über die Schotten und w
dichten Abteilungen, ſowie mit denen über die Kond
tion von Schiffen bezüglich des Schiffskörpers, der
rüſtung und der Maſchinen. Weitere Programmpt
betreffen die Grundſätze über die an Bord zu führe
Rettungseinrichtungen, Bootstypen uſw. und Anord
gen über die Ueberwachung, Verſtauung, das Niederl
und die Handhabung der Boote und anderer Rettuſ
einrichtungen. Schließlich ſieht das Programm noch
Grundſätze über die Kontrolle der Schiffahrt und
Sicherheitsdienſtes einſchließlich der drahtloſen
gräphie, Eis= und Wrackmeldungen, Dampferrouten
vor.
* Ein offenes Bekenntnis. Ueber dier
ſche Großblockpolitik ſchreibt die ſozialdemokratiſche Seiſ
biſche Tagwacht: Wir erſtreben die ſoziale Revolu
einen geſchichtlichen Prozeß, in dem wir ſchon mitten
ſtehen und zu deſſen Vollendung die politiſche Mach=
obert
verden muß . . Das iſt das ſozialdemokrat
Prinzip. Wenn nun das Prinzip . . durchaus reu
tionär iſt, ſo muß auch die Taktik revolutionär ſein,
unſere Taktik muß das gerade Gegenteil von dem
ben, was die bürgerlichen Parteien wollen. Die Sai
biſche Tagwacht ſchließt mit den derben Worten
Kompromiß mit den Gegnern des Proletariats, ſonſt
den Daumen aufs Auge und das Knie auf die Bruſt
* Peſt, 11. Nov. Heute fand hier eine Maſſ
verſammlung gegen das Blutmärchen
an der zahlreiche politiſch und geſellſchaftlich hervorragt
Perſönlichkeiten teilnahmen. Graf Khuen=Hedervaryiſe
ſich namens der Regierungspartei und Graf Michael
rolyi namens der Unabhängigkeitspartei einer Rei
lution an, welche beſagt: Mit voller Kraft, welche
aus der Einmütigkeit der ganzen ziviliſierten Weltin
ſer Frage ſchöpfen, ſchließen wir uns jenem Lager
welches den gefährlichen Feind menſchlichen Glückes,
Glaubens= und Raſſenhaß, zurückſchlagen will. Der
geordnete Vazſonyi betonte die innige Verſchmelzung
ungariſchen Judentums mit der unggriſchen Nationglägl
ſowie die Dankbarkeit des Judentums für Ungan
die konfeſſionelle Reaktion niemals Fuß gefaßt habe,
Stadt und Land.
Darmſtadt, 13. Novembe=
* Vom Hofe. Se. Königl. Hoheit der Großhe
zog empfing am Dienstag vormittag 9,45 Uh
Neuen Palais den Bürgermeiſter Binding ause
ſchlag. Der Großherzog und Prinz Heinrich
Preußen mit Gefolge begaben Sich Mittwoch vori
8,3 Uhr mit Sonderzug, einer Einladung Sr. Exiellen
des Wirklichen Geheimerats Freiherrn Heyl zu Ham=
heim
folgend, auf Jagd nach Herrnsheim. Die lle
erfolgte abends. (Darmſt. Ztg.)
In den Ruheſtand verſetzt wurde der Ohe
Georg Nikolaus Buxmann zu Trebur auf ſeina
ſuchen, unter Anerkennung ſeiner langjährigen
Dienſte.
* Verliehen haben Se. Königl. Hoheit der G2og
herzog dem Lehrer Georg Nikolaus Buxmann=
Trebur aus Anlaß ſeiner Verſetzung in den Ruheſta
Dieſe Austilgung Jumnes, die für Helmold bere
längere Zeit zurückliegt, muß zu Beginn des 12.an
hunderts erfolgt ſein, und zwar kann als Zerſtörer
König Niels in Betracht kommen, der zwiſchen 1115
1119 eine Kriegsfahrt unternahm und die letzte Selbſtel
digkeit der Landſchaft Jum, deren Hauptſtadt Jumne
zerbrach. Wahrſcheinlich iſt es, daß nach der Vernichtu=
der
Stadt eine gewaltige Naturkataſtrophe ihre Trüm=
verſchlang
und ſo ihr Bild für immer von der Erde wer
löſchte, wodurch die uralte Sage ihre eigentliche Nahrtr
erhielt. Der berühmte Chroniſt Saxo Grammaticus,
gegen Ende des 12. Jahrhunderts ſchrieb, berichtet näh
lich ausdrücklich: Nachdem der befeſtigte Ort, den
Slaven an der Mündung der Swine gegründet hattke
in einer winterlichen Sturmflut zugrunde gegangen wor
gründeten ſie in derſelben Gegend zwei andere Plätz=
Als die hiſtoriſche Stätte des alten Vineta kann mit ziest
licher Sicherheit das Dorf Loddin bei Koſerow in 900
ſpruch genommen werden, denn alle Vorbedingungen traf
fen hier in vollendeter Weiſe zuſammen: die Erhebu= Veſte auf einem hohen, meerbeherrſchenden Purmt
und zwar an der alten Odermündung, die Nähe der Inn
Rügen und die uralte Volksüberlieferung, die an dief.
ſagenumwobenen Ort geknüpft iſt. Auch die Funde a
biſcher Münzen ſprechen dafür, denn dieſe alte Oſtſeekult
war vom Orient aus ſtark beeinflußt, und Jumne iſt eit
bedeutende Station auf der großen Handelsſtraße g
weſen, die die Araber zum Lande des Bernſteins un
weiter bis nach Kiew, der Hauptſtadt des Ruſſenlande,
führte. Wie eng dieſe Beziehung zwiſchen Oſtſee un
Orient damals war, geht aus der Tatſache hervor, derg
eine Kunde von dem Untergang Jumnes ſich ſogar in dea
großen geogravhiſchen Werke des Arabers El=Edriſi 6 hat. So erfährt das Vineta=Rätſel durch das
alte Kulturzentrum von Jumne ſeine geſchichtliche Löſum=
und die Sage leuchtet nun in einem noch ehrwürdigerer=
Licht.


Dalsbach=Her
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[ ][  ][ ]

kummer 27 Nummer 274.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 13. November
hiſn n ſt Kiterkreng 2. Klaſſe des Verdienſtordens Phlipos ſſcheinahme am 13. Novenber vorzunehmen. Hermann,
Großmütigen.
Gramlich zu Bensheim iſt ſeit 15. November 1912 Voll=
nach
Wutſchang * Heſſiſch=Preußiſche Eiſenbahngemeinſchaft. Im ziehungsbeamter des Kreiſes Bensheim. Am 26. Novem=
d
nicht, wie ihwen der Großh. Regierung in der Heſſiſch=Preußiſchen ber 1912 hatte er um ſeine Aufnahme in die Fürſorgekaſſe
ecke beſtimmt iſ Vexbahngemeinſchaft vollzogene Ernennungen und und um die Anrechnung ſeiner ſechsjährigen Militärdienſt=
Gruppe wig
örderungen (1. Oktober bis 1. November 1913): zeit als ruhegehaltsfähige Dienſtzeit nachgeſucht. Die Auf=
Eiſenbahnaſſiſtenten der kommiſſariſche Eiſenbahn= nahme erfolgte dann mit Wirkung vom 15. November an
Frund zum Eüſtront Karthäuſer zu Langenlonsheim; zum Zugführer mit einem ruhegehaltsfähigen Einkommen von 2400 Mark.
Schaffner Appel zu Mainz: zum Rangiermeiſter der Die Anrechnung der Militärdienſtzeit als ruhegehalts=
ngierführer
Weinerth zu Worms zum Eiſenbahn= fähige Dienſtzeit lehnte der Verwaltungsrat der Fürſorge=
eraſſiſtenten
der Eiſenbahngehilfe Laumann zu kaſſe ab, unter Hinweis auf Artikel 11, Abſatz 2 Ziffer 3
ing von einen Pheim=Wolfskehlen; zu Weichenſtellern 1. Klaſſe die des Fürſorgekaſſengeſetzes, wonach nur die vor Eintritt
aiſerin Aihenſteller Wolf zu Biſchofsheim und Denne zu in das Amt und während eines Krieges bei einem mobilen
utreffend. Naſliiz; zum Lokomotivheizer der Hilfsheizer Sommer oder Erſatztruppenteil verbrachte Militärdienſtzeit nach
Kiel. Ein Wingerbrück; zum Rottenführer der Hilfsrottenführer Maßgabe der für die Staatsbeamten geltenden Vorſchrif=
n
zu Hofheim i. R.: zu Weichenſtellern die Hilfs= ten angerechnet werden könne. Die Anrechnungsfähigkeit
usſicht genriſſch enſteller Hopp zu Walldorf, Johe zu Wixhauſen, beſchränke ſich ſonach nur auf die Kriegsdienſtzeit. Der
nz. Als Ltſttib zu Goddelau und Weber zu Langen, ſowie die Kläger habe vom 14. Oktober 1896 bis 14. November 1902
malen Konchhnwärter Hartmann zu Langen und Reininger zu beim Militär gedient. Eine Anrechnung der Militär=
in
London ulſſchofsheim zum Rangierführer der Hilfsrangierführer dienſtzeit konnte deshalb nicht erfolgen. Der Provinzial=
Abteilung im Mig in Worms; zu Schaffnern der Hilfsſchaffner ausſchuß wird die Entſcheidung am Samstag, den 22. d.
von Koemer, eßmahl zu Alzey und der Schaffner i. Pr. Sattler zu Mts. verkündigen.
wärtigen Am Amiſtadt; zu Bahnwärtern die Hilfsbahnwärter Knell
g. Strafkammer II. Dem 34jährigen Händler Wil=
t
des Innen ſiä armſtadt, Jaeger zu Mitteldick, Nohe zu Zeilhard, helm Chriſtian Bührer war Anfang Januar eine ſil=
sverſicherungsanſtnk
zu Altheim, Spieß zu Bauſchheim und Georg zu berne Uhr im Werte von 25 Mark zur Reparatur über=
n
haben 14 Saßchofsheim; zum Bahnhofswärter der Hilfsbahnhofs= geben worden. Den Beſitzer der Uhr hielt er mehrmals
geſagt, deren Aßtter Simon zu Darmſtadt.
hin und ſchließlich verſetzte er die Uhr am 27. Februar.
tzt, ſo daß alſiall Ernannt: komm. Rechnungsdirektor Müller Das Schöffengericht hatte den Angeklagten wegen Un=
endet
ſein weſt Mainz zum Rechnungsdirektor; Eiſenbahn=Unter=terſchlagung zu 6 Wochen Gefängnis verur=
tſich
mit dendullſtent Oelmann in Caub zum Eiſenbahnaſſiſtenten; teilt, gegen welche Verurteilung von Bührer und der
nung der derüſ Eiſenbahngehilfe Wittmann in Biebrich zum Eiſen= Staatsanwaltſchaft Berufung verfolgt wurde. Bührer be=
heit
auf Se An=Unteraſſiſtenten. Den Eiſenbahnaſſiſtenten Wolf in hauptet, die Uhr bereits im November erhalten zu haben.
Schotten und iſhhyenheim, Eichenlaub in Mainz, Anthes in Rüſſels= Er habe die Uhr nicht herausgegeben, weil der Beſitzer
n über die ſoflin iſt der Titel Oberbahnaſſiſtent beigelegt worden. der Uhr einmal kein Geld und einmal den Schein nicht
ffslörpers, daſſrſetzt: Regierungsbaumeiſter Daus von Rendsburg gehabt habe. Umſchließlich auf ſeine Koſten zu kommen,
e Programnklona) nach Mainz zur Eiſenbahndirektion; Eiſen= habe er die Uhr verſetzt. Die Strafkammer ermäßigte geſtern
Bord zu ſü
ſin=Oberſekretär Buch von Mainz nach Wiesbaden die Strafe auf 1 Woche Gefängnis Auf dem Heimwege
iſw. und Anaſ A.); techn. Eiſenbahnſekretär Hartmann von Darm= vom Waldfeſt in Offenbach am 13. Mai kam es zwiſchen
ng, das Nie
nach Bingen; Oberbahnaſſiſtent Wiſſel von Michel= einigen vom Alkohol ſtark beeinflußten Feſtgäſten aus
underer Reiſllit nach Darmſtadt; Borrmann von Weſel nach Mainz; nichtigen Urſachen zu einer Schlägerei, wobei der 46 jäh=
mm
uſſnbahngehilfe Lieberknecht von Schöllenbach nach rige Wirt Maximilian Meßmer einen Spazierſtock und
hiffahrt uAlbelsbach=Heubach, Ritz von Wiebelsbach=Heubach der 26jährige, noch unbeſtrafte Fabrikarbeiter Ludwig
rahtloſen Schöllenbach, Deißroth von Monsheim nach Darm= Junker einen Gummiſchlauch zum Schlagen benutzten.
Dampferromſt; Weichenſteller Flauaus von Kranichſtein nach Durch die Schläge mit dem Gummiſchlauch erlitt ein Teil=
Pesheim bei Darmſtadt; Bahnwärter Beck von Nier=
nehmer
an der Rauferei eine ſchwere Verletzung am Arm,
8. Ueber dielt nach Braunshardt, Schmidt I. von Worms nach
mokratiſchebſſtahl, Waldeck von Frankfurt=Sachſenhauſen nach die vierzehntägige Arbeitsunfähigkeit zur Folge hatte, ein
anderer eine blutende Wunde oberhalb des linken Auges.
ſoziale Reulſterbach; die Schaffner Bügner, Karſt von Alzey,
, Klingler von Bingerbrück, Zweck von Mainz, Junker war deshalb vom Schöffengericht zu 5 Wochen
1 mit
ſchon
Gefängnis und Meßmer zu 20 Mark Geldſtrafe
von Frankfurt (Main), Mechsner von Biebrich,
iſche Ma
verurteilt worden. Junker verfolgte Berufung wegen der
Hellbach von Biſchofsheim nach Oberlahnſtein.
Me
ioniert: Schaffner Rüttgen in Oberlahnſtein; Höhe der Strafe. Die Strafkammer ermäßigte die Strafe
Aienführer Gall in Eppelsheim; Wagenaufſeker auf 100 Mark Geldſtrafe, evtl. 20 Tagen Gefängnis.
ermüller in Darmſtadt; die Bahnwärter von der! Der Gummiſchlauch wurde eingezogen.
Kriegsgericht. Ein geſtern vor dem Kriegsgericht
den in Bretzenheim, Blank in Braunshardt, Frieſen=
in
Holzfeld, Thiel in Sarmsheim; Bahnhofswärter der 25. Diviſion verhandelter Fall iſt inſofern intereſſant,
auß in Worms. Belohnungen und Aus= als die Tatumſtände es ermöglichten, daß ein Soldat, der
ſich nungen: Des Kaiſers und Königs Majeſtät etwa ein Jahr ſich der Dienſtpflicht entzogen hatte, nicht
en Allergnädigſt geruht, dem Magazinarbeiter Mathes wegen Fahnenflucht, ſondern nur wegen unerlaubter
Münſter bei Bingerbrück, ſowie den Werkſtättenhilfs= Entfernung zu der geſetzlichen Mindeſtſtrafe von 43
iern Knauth in Trechtingshauſen, Spiel in Wald= Tagen Gefängnis verurteilt werden konnte. Der 23 jäh=
sheim
das Allgemeine Ehrenzeichen in Bronze zu rige Maurer Joſeph Lutz aus Bergheim im Elſaß hatte
jung geheiratet; er wohnte bei ſeinen Eltern. Da ſich je=
eihen
.
. Provinzialausſchuß. Der Provinzialausſchuß hatte doch die Frau mit der Schwiegermutter nicht vertragen
in ſeiner geſtrigen Sitzung mit den Bureaukoſten des konnte, zog er aus dem elterlichen Hauſe. Hiernach geriet
fgermeiſters Neff zu Biblis zu beſchäftigen. Im Ver= er in Not, als er längere Zeit arbeitslos wurde. Da er
ſſungsſtreitverfahren war die Vergütung im Jahre nun mit den Zahlungen für die auf Abzahlung gekauf=
Mauf 2000 Mark feſtgeſetzt worden. Das Kreisamt er= ten Möbel im Rückſtand blieb, wurden ihm die Möbel
eis mit Rückſicht auf die inzwiſchen in Kraft getretene abgeholt, obgleich er nur noch eine kleine Summe ſchuldig
eLandgemeindeordnung die Entſchädigung von 2000 war. Um ſeiner nun ſchutz= und obdachlos daſtehenden
zu gering. Es iſt der Anſicht, daß eine Vergütung Frau den Unterhalt zu ermöglichen, nahm Lutz in Belfort
1400 Mark und als Erſatz entgehender Gebühren jähr= (Frankreich) Arbeit an. Von hier aus ſchrieb er an die
100 Mark, zuſammen 2600 Mark, zu gewähren ſeien. Militärbehörde, daß er ſich erſt dann zur Ableiſtung ſeiner
Vergütung als Standesbeamter mit jährlich 375 Mark Militärdienſtzeit ſtellen werde, wenn er die Zukunft ſeiner
ſnicht eingerechnet. Dieſen Vorſchlag lehnte der Ge= Frau ſichergeſtellt habe. Als im Herbſt dieſes Jahres die
nderat von Biblis ab, mit der Begründung, daß das Ausſöhnung mit den Eltern erfolgte, kehrte Lutz ſofort
kimmen des Bürgermeiſters eine mehr als ausreichende zurück und ſtellte ſich am 20. Oktober in Kolmac. Er dient
ſchädigung für einen täglichen Zeitaufwand von je jetzt beim Dragoner=Regiment Nr. 24. Das Gericht nahm
ſtünden darſtelle. Der Kreisausſchuß Bensheim ſetzte nach den Umſtänden an, daß Lutz nicht die Abſicht hatte,
ſufhin die Vergütung auf 2400 Mark feſt. Der Ge= ſich dauernd der Wehrpflicht zu entziehen, und verurteilte
nerat und der Bürgermeiſter verfolgten gegen dieſe ihn nur wegen unerlaubter Entfernung zu 43 Tagen
ſeßzung Berufung. Der Bürgermeiſter beanſprucht als Gefängnis.
* Die ſchwediſche Reichskommiſſion zur Prüfung der
neſſene Entſchädigung 3456 Mark. Der Provinzial=
ſchuß
gab der Berufung des Bürgermeiſters zum Teil Wohnungsfrage, die aus fünf Herren beſteht, ſprach, lt.
und ſetzte die Bureaukoſtenentſchädigung auf 2800 Darmſt. Ztg., am Montag im Miniſterium des Innern
feſt und zwar mit Rückwirkung vom 1. April 1913. vor, um ſich über die heſſiſche Wohnungsgeſetzgebung und
koſten des Verfahrens fallen der Gemeinde zur Laſt. die zur Verbeſſerung der Wohnungsverhältniſſe getrof=
Miniſterialrat
der Sache des Wirtſchaftskonzeſſionsgeſuches des fenen Einrichtungen zu unterrichten.
Landgraf VIII. zu Bürſtadt für das Haus EckeSchliephake begrüſſte die Kommiſſion namens der
ller= und Bonifaziusſtraße wurde beſchloſſen, Augen= Großh. Regierung, worauf Landeswohnungsinſpektor
ek
legte, entſcheidenden Anteil. Die angeregte Stimmung,
die im Publikum die beiden erſten Akte (die ſehr aktuelle
Feuilleton.
groteske Szene im Regen vor der St.=Pauls=Kirche und
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
das phonetiſche Laboratorium, das dem bizarren Stil der
xankfurter Schauſpielhaus. Vor gut be= Rolle des Profeſſors geſchickt angepaßt war) unter mehr=
m
Hauſe fand am Dienstag, den 11. d. M die hieſige fach bei offener Szene erzieltem Beifall erzeugten, hielt
arfführung von Bernhard Shaws Komödie Pyg=auch glücklich über die trockenen, von rhetoriſchen Längen
C. H.
ön (deutſch von Siegfried Trebitſch) ſtatt, nach= nicht freien drei übrigen Akte hinaus an.
ſie Berlin und Wien bereits mit Erfolg gebracht
* Verſchiedene Mitteilungen. Darmſt ädter
Ohne beſondere Vertiefung waltete des geiſt=
in
Iren wohlbekannte Technik: Weniger dramatiſch K ünſtler auswärts. Aus Schlüchtern
ert als novelliſtiſch, iſt die ſtark ans Unmögliche wird uns gemeldet: Am vergangenen Samstag wurde das
ende Fabel zuſammengehalten durch leichtflüſſige von Frau Baronin von Stumm auf Schloß Ramholz ge=
lik
, eine etwas grelle Komik und reichlich überſchüſſi= ſtiftete Kreiskrankenhaus feierlich eingeweiht. Die aus
Spott. Neben dieſem, der nur manchmal von einem einem engeren Wettbewerb unter 18 Krankenhausſpezial=
ſeren
Klang durchſetzt wird, beruhte des Stückes Wir= architekten hervorgegangenen Pläne rühren von den Ar=
wie
meiſt bei Shaw, dem gewandten Theater=lchitekten Mahr und Markwort. Darmſtadt,
ber vornehmlich auf dem Spiel. Regie (Herr her, denen auch die örtliche Beleuchtung oblag. Die künſt=
ngbach
) und Darſteller verſuchten auch ihr mög= leriſche Vornehmheit, ſowie die überaus praktiſche Aus=
ſes
ohne doch gewiſſe Schwächen gegen den Schluß geſtaltung des Hauſes haben die volle Anerkennung aller
gänzlich überdecken zu können. Gerade da, wo Ge=! Anweſenden gefunden. Es dürfte intereſſieren, daß die
nheit zu feineren dramatiſchen Anſpannungen gegeben Herren Mahr und Markwort zurzeit auch in der badiſchen
ſind dieſe durch die übertreibende Satire des Autors, Stadt Kehl bei Straßburg ein Krankenhaus ausführen.
Von der Intendanz des Schauſpielhauſes in Hagen
Herr Lengbach auch als Hauptdarſteller (Profeſſor
hims) hierin allzu weit folgte, herabgeſetzt. Der ſplee= wurde das Weihnachtsmärchenſpiel König Nußknacker
Phonetikforſcher erzielt bei ſeiner zufällig aufge= von Fritz H. Chelius zur Uraufführung angenom=
kem
Verſuchsperſon, der Blumenhändlerin Eliza, men. Die begleitende Muſik wurde von Kapellmeiſter
Richard
ſels experimenteller Spracherziehung und eines Unter= C Seidemann=Hagen komponiert.
s à la Knigge eine Entwicklung von der elendeſten Strauß’ neueſtes Werk, Opus 62, Deutſche Mo=
Wen pflanze zur gefeierten Geſellſchaftserſcheinung. Da=tette nach Worten von Friedrich Rückert für 16ſtimmigen
übeerſieht der verbohrte Gelehrte jedoch gänzlich, daß gemiſchten Chor a capella und 4 Soloſtimmen, wird, wie
Auch eine Seele erweckt hat, und bei der Wandlung nunmehr feſtſteht, beſtimmt am 2. Dezember d. J. in der
ſo freilich die allein adelnde Liebe zu dem ſonder= Philharmonie zu Berlin gelegentlich eines vom König=
ln
Retter und nicht ſeine Experimentierkunſt den lichen Opernchor veranſtalteten Richard Strauß=Abends
Die Deutſche Motette‟
Aſchelag. Die pſychologiſch gewagte Rolle verſuchte! ſeine Uraufführung erleben.
Alein Hartmann mit Eifer glaubhaft zu machen, wurde inzwiſchen zur Erſtaufführung für Köln von Herrn
den unmittelbar zwingenden geſchmeidigen Ton der Generalmuſikdirektor Fritz Steinbach für den Gürzenich=
am
Schluſſe erreichte ſie nicht. Am Erfolg des Verein, ferner für Hamburg von Herrn Alfred Sittard
uldss hatten mit mancher fein pointierten Szene des für die Philharmoniſche Geſellſchaft und den St. Michaels=
ſſors
Mutter (Fräulein Klinkhammer), der ge=Kirchenchor erworben. Verleihung der Nobel=
ſille
Oberſt Pickering (Herr Bauer) und nicht zuletztpreiſe. Die königlich ſchwediſche Akademie der Wiſſen=
llas
Vater (Herr Odemar), dem Shaw ſeine un= ſchaften hat den diesjährigen Nobelpreis der Phyſik dem
leidlichen ſozialmoraliſchen Apereus in den Mund Profeſſor Kamerlingh Onnes an der Univerſität

1913.
Seite 3.
Gretzſchel einen enſtrechenden Vortrag Rieſt
Später beſichtigten die Herren noch die Wohnungskolonie
der gemeinnützigen Baugenoſſenſchaft in Bensheim.
Kaufmannsgerichtswahlen. Die Verteilung der
Sitze der Arbeitnehmer im Kaufmannsgericht ergab fol=
gende
Herren: Wilh. Schnellbächer 299, A. Teuerjahr 297,
Alb. Stumpp 296, Max Wiemann 253, Johs. Horn 253,
Ludwig Weimar 252; Hilfsbeiſitzer: Georg Wilhelm 296,
Eug. Müller 296, Kurt Gebhardt 251, Chriſt. Dietſch 251.
Die Wahlen der Arbeitgeber=Beiſitzer zum
Kaufmannsgericht hatten das intereſſante Ergebnis, daß
von 100 abgegebenen Stimmzetteln 46 geſtrichene
Zettel waren; 53 waren glatte Zettel und 1 Stimm=
zettel
war ungültig. Es erhielten Stimmen und ſind ſo=
mit
als Beiſitzer gewählt: Kaufmann Ludw. Fiſcher
mit 99 Stimmen, Kaufmann Adolf Kahn mit 97, Wein=
händler
Karl Malzi, Kaufmann Joſeph Plaut, Volks=
bankdirektor
Phil. Stein und Fabrikant Ludwig Heiß=
ner
mit je 95 Stimmen; als Hilfsbeiſitzer die Her=
ren
Kaufmann Friedrich Klokow jun., Kaufmann Wilh.
Kölb, Fabrikant Aug. Jacobi und KaKufmann Friedr.
Becker.
w. Silberne Hochzeit feiern am Sonntag Herr Schuh=
machermeiſter
Jakob Krämer und Ehefrau Philippine,
geb. Fiſcher, wohnhaft Ludwigshöhſtraße 25. Bei der
allgemeinen Beliebtheit, welcher ſich das Jubelpaar er=
freuen
darf, wird es ihm an Zeichen freundlichen Gedenkens
nicht fehlen.
* Erhöhung der Tagegelder für Poſtboten. Wie man
uns mitteilt, hat die Kaiſerliche Oberpoſtdirektion in durch=
aus
wohlwollender Weiſe eine Erhöhung der Tage=
gelder
der Poſtboten in Darmſtadt für den
1. April 1914 beſtimmt in Ausſicht geſtellt, ſowie
auch tatkräftige Unterſtützung in der Erreichung der Ver=
ſetzung
Darmſtadts in eine höhere Wohnungsſervisklaſſe
zugeſagt.
Richard Wagner=Verein. Das Programm des
heutigen, zum Beſten des Feſthaus=Vereins Darmſtadt
veranſtalteten 218 Vereinsabends, bei dem die Konzert=
ſängerin
Frau Tilly Cahnbley=Hinken, Herr Violoncelliſt
Ernſt Cahnbley und Herr Pianiſt Dr. Oskar Kaul aus
Würzburg mitwirken, bringt eine Reihe erleſenſter Lieder=
perlen
von Mozart, Schumann, Schubert, Franz Liſzt
und Hugo Wolf, ſowie eine Anzahl von reizenden Neu=
heiten
lebender Komponiſten. Den inſtrumentalen Teil
bilden die beiden grandioſen Cello=Sonaten in E-mall und
A-dur von Brahms und Beethoven. Das Intereſſe für
das Konzert iſt ein ſehr lebhaftes.
Stadtmiſſion. Man ſchreibt uns: Nur noch einige
Vorträge hält Herr Prediger Amſtein=Gümligen
(Kanton Bern, Schweiz). Die Themata für die nächſten
Tage werden ſein: Donnerstag, 13. d. M.: Zweierlei
Endziele‟; Freitag, 14. d. M.: Unſere Zeitlage;
Sonntag, 16. d. M. nachmittags: Iſt Jeſus ein Prophet?
Sonntag abend: Schlußverſammlung: Was der
Glaube vermag‟. Donnerstag und Freitag, nachmittags
behandelt er noch in der Bibelſtunde Röm. 1. Zu
allen Vorträgen und Bibelſtunden, die ſehr anregend und
gewinnbringend ſind, iſt jedermann herzlich eingeladen.
Eintritt iſt frei.
Die Nationalliberale Partei fordert, worauf
nochmals hingewieſen wird. zum regen Beſuch der
öffentlichen Verſammlung auf, die heute
abend im Schützenhof ſtattfinden wird. Der Auf=
marſch
der Parteien zur Stadtverordneten=
wahl
wird in Referaten und in freier Ausſprache
einer gründlichen Erörterung unterzogen werden.
Die Wähler ſollen vor allem über die Gründe des
Scheiterns einer bürgerlichen Einigung offen unterrichtet
werden.
* Ausſchußſitzung der Vereinigten Bezirksvereine.
Von Herrn Konrad Haury wird uns mitgeteilt: Ich er=
kläre
hiermit, daß Herr Köhler in der Ausſchußſitzung der
Vereinigten Bezirksvereine nicht erklärt hat, daß ich
meine Stadtverordnetenkandidatur zurückziehe, ſon=
dern
daß ich infolge der Machenſchaften des Ausſchuſſes
der Vereinigten Bezirksvereine auf die Unterſtützung
dieſes Ausſchuſſes verzichte. Meine Kan=
didatur
bleibt beſtehen.
Der Verein für Geflügel= und Vogelzucht Ornis
veranſtaltet vom 15. bis 17. November in ſämtlichen
Räumen der Stadt Pfungſtadt ſeine 15. Ge=
flügel
= und Vogel=Ausſtellung. Der Katalog
weiſt 32 Nrn. Groß= und Waſſergeflügel, 175 Nrn. Hühner,
126 Nrn. Tauben, 26 Nrn. Konkurrenzſänger, 2 Nrn. Fut=
terartikel
, insgeſamt 361 Nummern, auf. Die Ausſtellung,
die nur von Vereinsmitgliedern beſchickt werden darf, legt
erneut Zeugnis davon ab, daß der Verein in der Hebung
und Förderung der Geflügelzucht ſeine Hauptaufgabe er=
Leiden und den Nobelpreis der Chemie dem Profeſſor
Alfred Werner an der Univerſität Zürich verliehen.
Die Preiſe betragen in dieſem Jahre ungefähr 197000
Francs.
C. K. Es gibt kein ſchöner Leben . . ." Dieſer Anfang
des alten Studentenliedes könnte als Leitmotiv über dem
Brief ſtehen, in dem der Senator J. H. Lewis den Chef=
redakteur
des Peoria Journal, Henry Pindell, zur An=
nahme
des amerikaniſchen Geſandtenpoſtens
in Petersburg zu bewegen ſucht. Dieſer Brief, der
durch eine Indiskretion bekannt geworden iſt, hat in Ame=
rika
ein allgemeines Lachen erregt, und wir Europäer
werden mitlachen, wenn wir hören, wie der Senator, ein
intimen Freund von Bryan und bei der Beſetzung der
diplomatiſchen Stellen von großem Einfluß, das Leben
eines amerikaniſchen Botſchafters am Hofe des Zaren in
den verlockendſten Farben ſchildert. Pindell, der auch ein
bedeutendes Mitglied der demokratiſchen Partei iſt, war
als Nachfolger des bisherigen ruſſiſchen Geſandten Cur=
tis
Guild in Ausſicht genommen, und der Senator will
ihn nun halb offiziell zur Annahme bewegen: Der Ge=
danke
des Sekretürs Bryan iſt, daß, wenn Sie den Platz
als Geſandter in St. Petersburg und all die Ehren, die
mit dieſer Stellung verbunden ſind, annehmen würden,
ß am 1. Oktober 1914, verzichten
Sie in einem Jehr.
und zu Ihrer urückkehren könnten, bevor Sie
noch den engen Zuſeu menhang mit Ihrem Geſchäft ver=
loren
haben. Verträge abzuſchließen oder ſich ſonſt mit
politiſchen Sachen abzuplagen, brauchen Sie gewiß nicht,
denn die Regierung wird das ſchon für ein Jahr lang ſo
einrichten, und dann ſind Sie auch nicht an St. Peters=
burg
gebunden, ſondern Sie können Ausflüge machen nach
Berlin und nach Wien und nach den anderen Hauptſtädten
in Europa und auch nach Stockholm und vielleicht nach
Kopenhagen, und haben all das Vergnügen, das mit ſol=
chen
Reiſen verbunden iſt. Sie werden die beſte Geſell=
ſchaft
finden unter den engliſchen und anderen Beamten,
die bei den verſchiedenen Geſandtſchaften in St. Peters=
burg
angeſtellt ſind. Und dann haben Sie doch auch eine
kleine Tochter. Denken Ti. mal, wie ſtolz die ihr gan=
zes
Leben darauf ſein wird, ſagen zu können, daß ihr

[ ][  ][ ]

Nummer 274
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 13. November 1913.
Seite 4.
blick. Das Eintritsgeld iſt mit 10 Pfg. für Erwachſene Ganze dirigiert. Für heute iſt ein Overn=Abend
Keickt und Kustand,
und 10 Pfg. für Kinder über ſechs Jahren ſehr gering vorgeſehen und wird unter anderem Rigoletto, Martha
bemeſſen. Es ſoll damit weiten Kreiſen Gelegenheit ge= und Fauſt zum Vortrag kommen.
Aus der Reichshauptſtadt, 11. Nov. Die Verha
boten ſein, die Ausſtellung zu beſuchen. Das übliche
lungen gegen den Gründer der deutſchen Kan
Glücksrad mit ſeinen zahlreichen Gewinnen, wie
W. Auerbach, 12. Nov. Ein heftiges Gewitter! Rolf, erfuhren heute eine unerwartete Unterbrech
lebenden Enten, Hühner, Tauben, Vögeln, ſowie Käfigen
entlud ſich heute morgen 7 Uhr über dem hieſigen Orte. Die Schweſter des Angeklagten bekundete, daß in
uſw. wird die altbekannte Anziehungstraft wieder aus=
t
. Dieburg, 12. Nov. (Jungdeutſchland.) Am! Familie wiederholt Fälle von Geiſteserkrankungen v
Eirie
üben. Ein Beſuch iſt zu empfehlen.
Sonntag nachmittag 3 Uhr fand im Saale Weißes Roß kommen ſeien Sie machte Angaben, die auf eine ſchl
* Heſſiſcher Verein für ländliche Heimat= und Wohl= hier die Hauptverſammlung des Jungdeutſchland= erbliche Belaſtung des Angeklagten ſchließen laſſen,
fahrtspflege. Auf die am Samstag, den 15. Nov. d. Js., bundes im Kreiſe Dieburg ſtatt, die ſehr gut beſucht war Gerichtshof beſchloß nach Anhörung des Medizinal
nachmittags 3½ Uhr, im Gartenſaale des Saalbaues von den Vorſtänden der Turnvereine, von Lehrern, Bür=! Hoffmann, die Sache zu vertagen und im Dezember aDie
hier ſtattfindende Verſammlung des Vereins ſei wieder= germeiſtern uſw. Der Vorſitzende, Herr Schulrat Gun= neuen Termin anzuſetzen. Bis dahin ſoll der Angeth
holt aufmerkſam gemacht. Gelegentlich der Verſammlung derloch, begrüßte die Anweſenden und eröffnete die auf ſeinen Geiſteszuſtand unterſucht werden. Der
wird eine Ausſtellung der in den Orten des Hauptverſammlung. Er hob in ſeiner Anſprache hervor, geuner Ebender ſoll ſchon wieder einmal verzmünch
Vereinsbezirks Darmſtadt (Landorte des
daß der Jungdeutſchlandbund, der erſt im vorigen worden ſein. Vor einigen Tagen erhielt die Krine heute al
Kreiſes Darmſtadt) zurzeit gebräuchlichen An=
ſichtspoſtkarten
ſtattfinden. Eine Sammlung derſel= Jahre im Januar gegründet worden iſt, große Fortſchritte polizei die Nachricht, daß ſich der oft genannte Ziga
ut ben
gemacht habe. Als Vorſitzender wurde Herr Schulrar Ebender, der bekanntlich gemeinſchaftlich mit ſeinem
im
ben hat über 270 verſchiedene Karten ergeben, in Eberſtadt Gunderloch=Dieburg, als Beiſitzer Herr Wilh. Tre= der bei Fulda einen Gendarmen und einen Förſter erſä
allein ſind es 60. Der durch die Ausſtellung gebotene Ver=
gleich
der Karten untereinander ſoll dazu dienen, Minder=ber=Dieburg und Herr Heinrich Wechfler=Groß=Zim= in der Umgebung von Berlin aufhalte und einerbien Ausd
mern gewählt. In der Diskuſſion ſprachen noch folgende geunerkapelle angehöre, die im Norden zum Tanz aPide tätg, un
Eleihen, und
wertiges auszuſcheiden und den Geſchmack des Publikums Herren: Landtagsabgeordneter Hauck=Schaafheim, Becker= ſpielen pflegt. Nachforſchungen der Polizei ergaben,
m glänen
in künſtleriſcher Hinſicht, auch was dieſe Darſtellungen an= Schaafheim, Geidel=Groß=Umſtadt, Vonderſchmidt=Rein= die Muſikanten ſtets mit Revolvern bewaffnet w
ite ven
langt, zu verbeſſern.
heim. Lehrer Daab=Groß=Zimmern, Schneller=Fränkiſch= Kriminalbeamte und Gendarmen verhafteten nun die ſi
* Miſſions=Lichtbildervortrag.
Zigeuner, die gerade beim Spiel waren, in Bötzot=
Nächſten Freitag Crumbach.
abend 8 Uhr wird im Gemeindehaus der evangeliſchen
Altheim, 11. Nov. (Meſſerſtecherei.) In un= Velten. Zu Gewalttätigkeiten kam es nicht, dia die imeren
Stadtgemeinde der Leipziger Miſſionar Dr. Bauer, ſerem ſonſt ſo friedlich ſtillen Ort ereignete ſich am Sonn= ſeltſamerweiſe ihre Waffen mit den Mänteln abe miergew
n ſichn
welcher längere Jahre auf mehreren Miſſionsſtationen in tag abend bei unſerer Nachkirchweihe ein Akt unge= hatten. Auf einen der Verhafteten ſoll die Perſ
Indien, darunter auch in der Großſtadt Madras, gewirkt
hat, und demnächſt wieder die Ausreiſe nach Indien an= meiner Rohheit. Ein durchreiſender arbeitsloſer beſchreibung des Ebender ziemlich paſſen Der Vororien
Schmiedegeſelle ging in angetrunkenem Zuſtande die weigert ſich hartnäckig, ſeinen Namen anzugeben. AufApan dem
tritt, einen Vortrag halten über das evangeliſch= luthe=
riſche
Miſſionswerk unter den Tamiten. Auf dieſen Vor=Treppe zur Gaſtwirtſchaft von Lehr hinauf. Ihm ent= Kerbholz dürfte er ſomit wohl einiges haben. Dlle Lick
trag, welcher durch Vorzeigen von Lichtbildern er= gegen kamen einige auswärtige junge Burſchen, von denen Jahre alte Kutſcher Bogenderdroſſelte geſtenſtlich beſonder
läutert wird, werden die Freunde des Miſſionswerkes einer dem Schmiedegeſellen ohne jede Urſache mit einem ſeiner Wohnung die mit ihm zuſammenlebende 40fäin, bietet,
ranſende be
feſtſtehenden Meſſer einen lſebensgefährlichen Frau Pruſſeit und deren dreijährige Tochter. Die
beſonders aufmerkſam gemacht.
jährige Tochter der Frau Pruſſeit wurde lebensgefänttku Farben
Stich in die Herzgegend beibrachte. Das hieſige perletzt. Der Täter iſt geflüchtet. Er iſt von Beruf Al=ucht ein
Lehrerſängerchor. Das 1. Winterkonzert Sanitätsmitglied, Schneidermeiſter Funk, legte dem
Glmt
des Lehrerſängerchors findet nächſten Samstag abend Schwerverletzten einen Notverband an, worauf der Ver= ſcher, hat meiſt nicht gearbeitet, ſondern ſich von der
ichſanthemen
ernähren laſſen, die er trotzdem ebenſo wie die al
im Städtiſchen Saalbau ſtatt unter Mitwirkung des wundete nach Dieburg in das Krankenhaus gebracht aufs roheſte mißhandelte. Heute morgen fand inlidm Karle
Konzertſängers Maxim. Troitzſch aus Wiesbaden. Ein= wurde. Der Täter wollte fliehen, wurde aber bald feſt=
Uimnen geziert
Wohnung der Ermordeten ein Lokaltermin ſtatt.
trittskarten können von Nichtmitgliedern in den imgenommen.
Hanau, 12. Nov. (Mit einer Ziehharmoniſund, über
Inſerat angegebenen Verkaufsſtellen bezogen werden.
Offenbach, 12. Nov. (14 Millionen=Anleihe.) erſchlagen.) In Nieder=Rodenbach (Kreis HanauſllFront breit
* Familienabend des Bürger=Vereins und Darmſtädter Der ſtädtiſche Verfaſſungsausſchuß hat geſtern die Auf= der 72jährige Nachtwächter Schaaf bei der Nachkirchneb,. T.
Fechtklubs. Zu der dieſen Samstag ſtattfindenden Ver=nahme einer Anleihe von 14 Millionen von einem jungen Burſchen aus Hanau mit einer Zieklllhervont
anſtaltung iſt ein gediegenes und abwechslungsreiches Mark beſchloſſen. Urſprünglich war beabſichtigt, monika niedergeſchlagen worden. Schaaf iſt an denele ein beza
Programm aufgeſtellt. Neben einigen Inſtrumentalvor= 20 Millionen aufzunehmen. Neun Millionen werden für tenen Verletzungen geſtorben. Die fünf Täter ſindelm 8 Uhr
trägen werden Geſangsſtücke, Tanzduette und humoriſtiſche die werbenden Betriebe (Gas=, Waſſerwerk nſw.) ver= telt; zwei davon wurden verhaftet.
Range ſia
Vorträge von Damen und Herren zu Gehör gebracht. Auch wandt: 2125000 Mark für die Erweiterung des Kranken=
München, 12. Nov. (Armer Reicher.) In=ſmauer iſt
der neue Fechtmeiſter A. Angelini wird mit einem der hauſes 1 Million für eine neues Stadthaus, 250 000 Mark
Wohnung eines kürzlich verſtorbenen Tagelöhners ſail
beſten Fechter des Klubs in einem Gang auf Florett und für die Volksſchule und 673 000 Mark als ſtädtiſcher Beitrag die Erben zwei Sparkaſſenbücher in Höhe von 30 000
Säbel ſeine hervorragenden Fähigkeiten zeigen. So helfen für die Bahnanlagen.
Metz, 12. Nov. (Anklage wegen MordoiAtRünch
alle Kräfte zuſammen zu einer richtigen Bunten Bühne.
Wald=Michelbach, 12. Nov. (Vom Stallen=
ſuchs
.) Gegen den Leutnant Tiegs vom Fußartill=lleigung
Darauf folgt ein hübſches und luſtiges Theaterſtückchen kandel.) Das bekannte ſogenannte Knuſperhäus= Regiment Nr. 16 in Diedenhofen iſt die Anklage Wälle heute früt
und zum Schluß Tanz.
chen, am Rudi Wünzerturm auf dem Stallenkandel oben, Mordverſuchs erhoben worden. In dem Zimmer=Abolitan=Kirch
nn. Der Marineverein Darmſtadt begeht am nächſten einem Heppenheimer Herrn gehörig, der es letzten Sommer Leutnants war bekanntlich der Fähnrich För=
Sonntag im Mathildenhöhſaal die Geburtstags= anſehnlich erweitern ließ, iſt durch Pacht an eine Heidel=
nach
einem Zechgelage durch einen Revolverſchuß ſo ſchnkig und d
auen des
feier des Großherzogs in feſtlicher Weiſe.
berger Geſellſchaft auf längere Zeit übergegangen. Die verletzt worden, daß er am nächſten Tage ſeinenſhe hatten
* Unterſtützungskaſſe Vorwärts. Zu dem Berichte Herren wollen es als Aufenthaltsort benützen, um in letzungen erlegen iſt. Die Hauptverhandlung wirdt ach die
über die Gedenkfeier des 50jährigen Beſtehens der Darm= dortiger Gegend dem Winterſport zu huldigen und im
25. November ſtattfinden.
Lts eingein
ſtädter Unterſtützungskaſſe Vorwärts wird uns mitze= Sommer auf dieſer idylliſchen Höhe die landſchaftliche
Mülheim (Ruhr). 12. Nov. (Typhus.) In
e ſtellte
teilt, daß nicht Herr Göttmann, ſondern Herr Gott=Schönheit zu genießen.
3. Kompagnie des 150. Infanterie=Regiments wun
mann den Prolog bichteter ſerner haben ſich beſonders in
wache
Hemsbach, 12. Nov. (Selbſtmord.) Die 17 Jahre geſtern zwei tädliche Typhusfälle feſtgeſtellt. DieKrſäſchiere
uneigennütziger Weiſe zur Verſchönerung des Abends ver= alte Tochter des Bahnwarts Gg. Adam Eck hat ſich aus heit iſt angeblich aus dem Manövergelände eingeſchnn acht
dient gemache Frl. Schnebele, Herr Erb und Frl. bisher noch nicht feſtgeſtelten Beweggründen vergiftet. worden. Drei Mann wurden ſofort iſoliert; ein ie Estad
Alberts.
Hirſchhorn a. N., 12. Nov. (Einbruch.) In der iſt unter typhusverdächtigen Erſcheinungen erkrankt,
fnete u
g. Der Raubmörder Brechners? Der in Rheingön= Nacht auf Montag iſt in der Grenzwirtſchaft zwiſchen hier
Eſen (Ruhr), 12. Nov. (Falſchmünzer)
heim unter dem Verdacht, den Raubmord an dem Kauf= und Eberbach eingebrochen und die Wirtſchafts= Lintfort bei Mörs wurde eine aus ausländiſchenüde duc
zählen
mann Brechner am 26. Juli verübt zu haben, verhaftete kaſſe die mit Brecheiſen geöffnet wurde, ausge= arbeitern beſtehende Falſchmünzerbande verhaftetlten
Fabrikarbeiter Medel wurde geſtern hier dem Inhaber raubt worden. Die Kaſſe die der Dieb mitgenom= Zweimarkſtücke angefertigt hat.
der Frankfurter Pfandleihe Ambroſius gegenüberge= men hatte, wurde an der Stelle, wo der Weg unter der
Neukölln, 12. Nov. (Verhafteter Mörd
ſtellt, ſowie zwei anderen Zeugen. Es ergab ſich, daß die Bahn nach Gammelsbach führt. bei Tagesanbruch gefun= Der wegen der Ermordung der Witwe Puſſeit=
Zeugen belaſtende Angaben nicht machen konnten. Dieſer den. Papiere. Briefmarken ze. fand man noch in derſelben deren Tochter von der Polizei geſuchte Kutſcher Boſläiſ
wurde daher ſofort auffreien Fuß geſetzt.
vor Man glaubt daß der Gauner derſelbe iſt, der vor iſt verhaftet worden.
gs. Selbſtmordverſuch. Geſtern abend gegen 8 Uhr einiger Zeit unterhalb der Grenze aus dem Hühnerſtall
Poſen, 12. Nov. (Verbot einer Jeſuit
verſuchte in der Stiftſtraße ein junger Mann, ſich zu ver= des Schmiedmeiſters Menger 3 Hühner geſtohlen, in einer miſſion.) Der hieſige Polizeipräſident verbot eine
giſten. Er wurde jedoch bald nach dem Einnehmen des Steinbruchhütte abgekocht und wahrſcheinlich mit Kom=ſuitenmiſſion. Er unterſagte bei Strafe dem Felle
Gen
Giftes aufgefunden und von der ſofort benachrichtigten plizen verzehrt hatte. Unterſuchung iſt eingeleitet.
Mieloch=Lemberg die weitere Miſſionstätigkeit in del=
Rettungswache mittels Krankenkraftwagens in das
ube
Mainz. 12. Nov. (Brand.) Die Lagerhalle derſener Dominikanerkirche.
ſtädtiſche Krankenhaus gebracht, wo dem Bedauernswerten Schiffahrts= und Speditionsfirma Hillebrand am Rhein=
Tornow, 12. Nov. (Tödlicher Unfall)
ſofort der Magen ausgeſpült wurde, ſodaß Lebensgefahr ufer wurde durch ein Großfeuer, das vier Stunden wütete, der Rückkehr von einem Reitausflug ſtieß das Pfend
nicht beſteht. Er hat anſcheinend übermanganſaures Kali zerſtört. Als Urſache des Brandes wird Kurzſchluß ver= Grafen Zamoyski in der Dunkelheit mit einem Fleile
zu ſich genommen.
muttet.
wagen zuſammen. Die Deichſel drang dem Graſen
* Adreßbuch. Die Druckbogen Nr. 34 und 35
R
Mainz 12 Nov. (Schiffszuſammenſtoß.) die Bruſt; er war ſofort tot.
des Adreßbuches für 1914, enthaltend Hausregiſter
Auf dem Rhein fand geſtern nachmittag ein Zuſammenſtoß
Graz. 12 Nov. (Der Bauernſchreckie ſch
Gerſcht
Schießhausſtraße 76 bis Waldſtraße 50 liegen im Haupt= zwiſchen einem beladenen Sandſchelche und einem Damp= kreiſten die Jäger des Stiftes St. Paul in Kärn
6, daß
meldebureau Hügelſtraße 31/33, Zimmer Nr. 13, während fer ſtatt, wobei erſterer beſchädigt und zum Sinken ge= einer Hochwildjagd auf dem Pratenkogel zweimſg
der Bureauſtunden (8 bis 12 Uhr vormittags und 2 bis bracht wurde. Ein Sandfärcher, der ſich auf dem ſinkenden! Bauernſchreck ein. Sie fanden ein Löwenlag
aller
6 Uhr nachmittags) bis zum 15. November vormittags Nachen befunden hatte, rettete ſich durch Schwimmen.
ühn de
Löwe flüchtete. Die Jagd wird heute fortgeſetzt
zur Einſichtnahme offen.
(Schwere Unfälle.) Der 22jährige Bäcker Philipp
Amiens, 11. Nov. (Der Mord in der Filltlſelltein
etraſf=
Konzertveranſtaltungen. Man ſchreibt uns: Im Luley von hier geriet während der Arbeit in einer Dampf= nis.) In der Nähe der Stadt in der Ortſchaft Ale
(dem Gl
Bürgerkeller konzertiert ſeit Anfang dieſes Monats mühle zwiſchen zwei Aufzüge und erlitt eine ſchwere hatte ein 74jähriger Landwirt namens Joly geſten
das vorzügliche Salon=Damen=Orcheſter Reichl. Es Bruſtquetſchung. Er wurde mittels Droſchke ins Rochus= Streit mit ſeiner Tochter und ſeinem Schwiegerſohn
iſt das erſtemal, daß dieſe Kapelle in Darmſtadt kon= hoſpital gebracht. Der 23jährige Matroſe Hiemens der Streit beendet war, gingen die beiden Eheleute
zertiert. Das harmoniſche Zuſammenſpiel hat allſeits aus Gernsheim glitt auf einem vor Anker liegenden nahen Kirmeß. Der Alte konnte ſich jedoch nicht beruhie
großen Anklang gefunden. Täglich findet ſich ein großes Schiffe aus fiel auf eine Fenſterſcheibe und ſchnitt ſich die und nahm ſein Gewehr um den Heimkehrenden auft
Publikum ein, um dem ſchönen Spiel mit Aufmerkſam= große Schlagader am linken Arm durch. Er lauern. Als in der Dunkelheit zwei Perſonennahe
M. Gei
keit zu folgen. Beſonders erwähnt ſei die Soliſtin wurde ins Rochushoſpital übergeführt.
glaubte der Mann, es handele ſich um ſeine Tochter r
Num
Fräulein Marie Jugl, welche als Konzertmeiſterin da=
Worms, 12. Nov. (Feuer.) Im Dachgeſchoß des deren Mann. Er gab mehrere Schüſſe ab. Alserhin
Bater Votſchafter in Rußland geweſen iſt, und dann über=Haubtgeſchäfts der Firma E. Braunwarth in der Rhain=eilte mußte er die Feſtſtellung machen, daß nicht leitictig
haupt all die Ehre und das Anſehen, das davon in Ihrer ſtraße gerieten heute vormittag, nach 9 Uhr Feuer=Tochter und ihr Gatte von ſeinen Kugeln geſtor
Familie bis in die dritte und vierte Generation bleibt! werkskörper auf unaufgeklärte Weiſe in Brand. wurden, ſondern zwei Frauen aus ſeiner Nachbarſchzi
Wenn Sie die Stellung für ein Jahr annehmen wollen, Durch das raſche Eingreifen der Hausinſaſſen und der Als er ſah, was er angerichtet hatte, eilte er zurück ing
dann telegraphieren Sie mir doch gleich, bitte. DerLöſchſektion konnte das Feuer nach kurzer Zeit im Keime Dorf und ſtürzte ſich in den Brunnen ſeines Hauſes
Sekretär wartet auf meinen telephoniſchen Beſcheid. Wenn erſtickt werden.
er ſpäter als Leiche aufgefunden wurde.
Eich, 12 Nov. (Einen intereſſanten Fund)
Sie annehmen, dann tun Sie dem Präſidenten einen Ge=
Brüſſel 11. Nov. (Eine Sanierung der Eil
(2h
fallen und ebenſo unſerem guten Freunde Setretär machte der Beigeordnete Schilling. Beim Umdecken ſeines nanzen der Prinzeſſin Luiſe?) Die Reiſen
Zwen
Bryan. In den Kreiſen des Weißen Hauſes iſt man Bureandaches fand man zwei alte Kanonen= Königin von Belgien zu ihrer Schwägerin, der Printzen
Eirig
etwas betreten über das Bekanntwerden dieſes Briefes, kugeln, die je etwa 4050 Pfund wiegen. Es ſcheint, Karl von Hohenzollern, wird in hieſigen unterrichte
von dem Senator Lewis behauptet, er ſei ihm geſtohlen daß dieſe Kanonenkugeln aus der Zeit der Franzoſen= Kreiſen mit einer finanziellen Transaktion in Zuſamma
kriege ſtammen.
worden.
hang gebracht, die zu einer Sanierung der Finanzen
Butzbach. 12. Nov. Ein Landſtreicher brach Prinzeſſin Luiſe führen ſoll. Man glaubt, daß dieſed
ml. Die Toilettenſpiegel der Rekruten. An der Ka= an der Straße nach Pohl=Göns etwa 20 jungen Obſt=Erben der Kaiſerin Charlotte von Mexiko im Beam
üg
ſerne in Fontainebleau prangt ſeit einigen Tagen folgen= bäumen die Kronen ab. Der Menſch konnte ver= ſtehen, ein Uebereinkommen zu treffen. Danach ſollen
der Erlaß eines franzöſiſchen Regimentsoberſten: An die
haftet und dem Unterſuchungsgefängnis zugeführt werden. Prinzeſſin Luiſe einige Millionen Vorſchuß gewährt un=
Rekruten! Den Rekruten diene zur Kenninis, daß ihnen
Mücke (Oberheſſen), 11. Nov. (Sturz aus dem den, um ſie noch einmal vor ihren Gläubigern zu ret.i4
anempfohlen wird, bei ihren Spaziergängen durch die Zuge.) Aus dem um 7 Uhr 15 Minuten abends von Für die Prinzeſſin Luiſe würde das tatſächlich die eins
Stadt ab und zu Blicke in die Schaufenſter zu werfen und Station Nieder=Ohmen hier einlaufenden Perſonenzug Möglichkeit bedeuten, ſie vor einem völligen finanzie
ſich ſo zu überzeugen, daß der Sitz der Uniſorm nichts zuſtürzte heute abend zwiſchen Station Nieder=Ohmen Zuſammenbruch zu retten. Denn die 5½ Millionen,
wünſchen übrig läßt. Auch die militäriſche Haltung kann und Mücke, aus einem Abteil 4. Klaſſe, ein etwa 40jähriger der ſie der belgiſche Staat abzufinden bereit iſt, bedeun=
auf
dieſe Weiſe einer Prüfung unterzogen werden. Jeder
Mann aus dem in voller Fahrt befindlichen ihren Verpflichtungen gegenüber einen Tropfen auf
Rekrut möge ſich ſtets vor Augen halten: Ein gutgeklei= Zuge. Mitfahrende zogen ſofort die Notbremſe, worauf heißen Stein. (1) Augenblicklich ſchweben in Brüſſel
deter Soldat iſt faſt immer auch ein guter Soldat
der Zug anhielt und einige hundert Meter zurückfuhr, ſo ſchiedene Prozeſſe, die von den Gläubigern der Prinze=i
n. Gcorg und Schorſch. Klein Hänschen, ein kleiner, daß der Schwerverletzte im Zuge Aufnahme fand. Er gegen ſie angeſtrengt worden ſind, die aber vorausſicht=
drolliger
Burſche von 4 Jahren, ruft immer: Onkelſtarb im Zuge, ohne das Bewußtſein wieder erlangt zu zu ihren Gunſten ausfallen werden.
Schorſch‟ Das paßt aber der Mama gar nicht, und mit haben. Die Perſönlichkeit des Verunglückten konnte noch
Liſſabon, 12. Nov. (Schiffbruch.) Aus Saa
vieler Mühe bringt ſie ihrem Liebling endlich bei, daß er nicht feſtgeſtellt werden. Auch die Frage wie das Unglück neotonio bei Odemira wird gemeldet: Der italieni:
den Onkel in Zukunft nur noch mit Onkel Georg be= entſtand, bedarf noch der näheren Feſtſtellung.
Dreimaſter Elvo eine Holzladung führend, iſt an
grüßt bitte mit ſchnurrendem arr Klingts auch ge=
n
. Schotten, 11. Nov. (Vogelsberger Höhen= Küſte geſcheitert. Elf Mann werden vermißt. aus dem kleinen Plappermäulchen, was tut’s, esklub.) Da die meiſten Zweigvereine des Vogelsberger
Glasgow, 12. Nov (Stapellauf.) Das Linitn
klingt doch feiner und gebildet Hänschen klein hat aberHöhenklubs zurzeit mit der Aufſtellung der Wanderpläneſchifferſter Klaſſe Benow iſt auf der Werſt un
nun auch einen Freund und Spielkameraden, der gleich= für 1914 beſchäftigt ſind, ſo iſt bereits jetzt die Haupt=Beardmore & Co, vom Stapel gelaufen. Die Waſſerrö
falls des Onkels ſchönen Namen trägt. Da klingelts eines verſammlung des Geſamtvereins in Lich drängung des Schiffes beträgt 25000 Tonnen, die =
Tages, und Hanſemann darf aufmachen. Freudeſtrahlend auf Sonntag, den 17. Mai, feſtgeſetzt worden. Der nächſt= ſchwindigkeit 21 Knoten.
kommt er wieder hereingeſtürzt mit dem Au
Petersburg, 11. Nov. (Radiumankauf.) 2t
f: Onkeljährige gemeinſame Herbſtausflug wird am 18. Ok=
Georg, der Schorſch iſt dräußluf
tober nach Gelnhauſen unternommen.
Kommiſſion der Stadtverwaltung hat beſchloſſen, zur Si

[ ][  ][ ]

2i


Nummer 274.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 13. November
lännpfung des Krebſes ein Gramm Radium für lobe eine Treue, die niemals wankt, eine Liebe, die nie=
00000 Rubel zu kaufen.
mals ſtirbt und ein Vertrauen, das niemals endet.
Kielze (Ruſſiſch=Polen), 12. Nov. (Ueberfall.)
Der König und die Königinsſprachen dem Ober=
Bei einem Ueberfall auf eine Poſtkutſche erſchoß eine bürgermeiſter und der Stadt ihren Dank für die Huldig=
Bunde Wegelagerer einen Paſſagier und verwundete drei ung aus und ſetzten dann unter lebhaften Ovationen des
cwer und raubte die Reiſenden aus. Im Laufe des Publikums die Fahrt zur Reſidenz fort. Am Hofgartentor
Otobers waren in der Umgegend elf Reiſende durch bereiteten ihnen die Schuljugend und die Wehrkraft=
ſtäuber
ermordet worden.
vereine eine herzliche Huldigung. Im Apothekenhof war
eine Ehrenkompagnie vom 10 Infanterie=Regiment aus
Ingolſtadt aufgeſtellt, deren Front der König abſchritt.
Die Chronbeſteigung Königs Nach dem Vorbeimarſch begaben ſich die Majeſtäten in ihre
Appartements.
Ludwig III.
Landeshuldigung im Thronſaale der Reſidenz.
* München 12. Nov. Das bayeriſche Volk
München, 12. Nov. Heute nachmittag fand im
ſert heute aller Orten die Thronbeſteigung ſeines Großen Thronſaal des Feſtbaues der Kgl.
fnigs. Ganz naturgemäß findet dieſe Huldigungsfeier in Reſidenz eine Landeshuldigung ſtatt. Dazu
ſer Haupt= und Reſidenzſtadt ihren ſtärkſten und glän= hatten ſich die Prinzen und Prinzeſſinnen des Königlichen
endſten Ausdruck. Schon ſeit mehreren Tagen ſind viele Hauſes, die Mitglieder des diplomatiſchen Korps, der
hinde tätig, um der Stadt einen würdigen Feſtſchmuck zu Kammer der Reichsräte und der Kammer der Abgeordne=
erleihen
, und ſo wird ſich dann auch die Hauptfeier in ten, Vertreter der Hof= und Staatsbeamten, der Armee,
ſrem glänzenden Rahmen abſpielen. Feſtliches Glocken= der Geiſtlichkeit, der Kreisämter, der Gemeindebehörden,
Lläute von ſämtlichen Kirchen der Stadt leitete gleich der Kunſt und Wiſſenſchaft, des Handels, der Induſtrie und
trem mächtigen Hymnus den Tag ein. Durch die Straßen des Gewerbes, der Landwirtſchaft, Vertreter der Korpo=
ſer
inneren Stadt zitterte ſchon in früher Morgenſtunde rationen und der Arbeiterſchaft aus dem ganzen Lande im
ſir außergewöhnlich reges Leben. Tauſende von Men=Thronſaale und den anſtoßenden Sälen verſammelt. Um
chen ziehen in froher Feſtſtimmung von den Vorſtädten halb 3 Uhr betraten der König und die Königin
ſmnd Vororten in das Zentrum der Stadt, um zu ſchauen unter Vorantritt des Königlichen Großen Dienſtes den
nd an dem Feſtjubel teilzunehmen. Das Bild, das ſich Thronſaal und begaben ſich an den Thron. Geſchützſalut
ſem Beſchauer in den Straßen, die der Feſtzug nehmen und Fanfaren verkündeten den Eintritt der Majeſtäten.
bird, beſonders in der Kaufingerſtraße und dem Marien= Die Prinzen und Prinzeſſinnen des Königlichen Hauſes
ſatz ꝛc. bietet, iſt ein ungemein feſſelndes. Tauſende und nahmen darauf in der Nähe der Majeſtäten um den Thron
ſhertauſende von Fahnen in den bayeriſchen und Mün= Aufſtellung.
ſerter Farben grüßen von den Firſten. Es iſt kein Haus,
Nachdem der König und die Königin am Thron Platz
as nicht ein ſchmuckes Gewand angelegt hat. Tannen= genommen hatten, brachte Graf Karl Ernſt Fugger
ſlänze. Girlanden, Lorbeer, Blumen, beſonders prächtige von Glött, der Präſident der Kammer der
hryſanthemen, wohin der Blick ſich wendet. Das Rund Reichsräte, die Huldigung des Landes dar. In ſeiner
üh dem Karlstor hin iſt geſchmückt mit Pylonen, die mit Anſprache führte er aus: Die Gründe, welche Euere Ma=
honen
geziert ſind. Das Karlstor ſelbſt trägt feſtlichen jeſtät bewegen mußten, den Wünſchen weiteſter Volks=
ſchmuck
, über dem Bogen die ragende Königskrone, an kreiſe entſprechend, nunmehr die Landesregierung in
ei Front breites rotes Tuch mit den Initialen L. III. eigenem Namen zu führen, die lagen als einwandfrei und
ind=,M. T. Beſondere Aufmerkſamkeit erregen die zum zwingend klar vor aller Augen, und ſie waren auch als
ſſeil hervorragend geſchmückten Schaufenſter. Das ganze ſolche voll und ganz vom Landtage, als der verfaſſungs=
ſietet
ein bezauberndes Bild feſtlichen Straßenſchmuckes. mäßigen Vertretung des baperiſchen Volkes, anzuerkennen.
ſegen 8 Uhr zog das Militär zur Spalierbildung auf. Mit der Thronbeſteigung Eurer Königlichen Majeſtät ſind
ſie Menge ſtaut ſich, ein Durchdrängen durch die Men= wir in unſerem teuren Vaterlande zu normalen Regie=
henmauer
iſt nicht mehr möglich. Das Wetter iſt ſchön. rungsverhältniſſen zurückgekehrt, wie ſie einer Jahrhundert
alten hiſtoriſchen Vergangenheit, der Stellung Bayerns
Gottesdienſt.
unter den Nationen und endlich dem tief wurzelnden Emp=
* München, 12. Nov. Die Feier der Thron= finden des monarchiſch geſinnten bayeriſchen Volkes ent=
ſeſteigung
König Ludwigs III. von Bayern be= ſprechen. Es iſt darum ein Vorgang, der nur auf vernünf=
ſinn
heute früh mit einem Gottesdienſt in der Me= tiger und konſequenter Denkungsweiſe beruht, wenn die
ſpolitan=Kirche zu Unſerer Lieben Frau, an dem der neue Aera im vaterländiſchen Leben von allen Volksteilen,
ſförtig und die Königin, ſowie die Prinzen und Prin= welche die von den Vätern ererbten ſtaatsbürgerlichen
ſinnen des Königlichen Hauſes teilnahmen. In der Grundſätze hochhalten, mit unbedingter Zuſtimmung und
ſſiiche hatten ſich mit einer großen Zahl anderer Gelade=rückhaltloſer Befriedigung begrüßt wurde. Wenn über
en auch die Mitglieder der beiden Kammern des Land= nüchterne Auffaſſung hinaus die Thronbeſteigung Euerer
ges eingefunden. Die Ehrenkompagnie am Eingang derKöniglichen Majeſtät im geſamten Bayernlande aufrichti=
üche
ſtellte das Königliche Infanterie=Regiment und die gen und begeiſterten Jubel auslöſte, ſo finden wir ich
hrenwache in der Kirche die Königliche Leibgarde der darf es in dieſem weihevollen Augenblick feſtſtellen die
fartſchiere. Der König und die Königin fuhren in hocherfreuliche Urſache in der erhabenen Perſon Euerer
ſtem achtſpännigen Galawagen zur Kirche. Je eine Königlichen Majeſtät ſelber. Das Volk Bayerns hatte in
übbe Eskadron des erſten Schweren Reiter=Regiments einem Zeitraum von mehr als 50 Jahren reiche Gelegen=
ſöffnete
und ſchloß den Zug. Die Abfahrt vom Schloſſe heit, das auf die Wohlfahrt des Landes gerichtete ziel=
fſürde
durch Geſchützſalut verkündet. Eine nach Tauſen= bewußte und unabläſſige Wirken ſeines nunmehrigen Aller=
mzählende
Menſchenmenge begrüßte die Hohen Herr= gnädigſten Herrſchers kennen und ſchätzen zu lernen. Es
ſſaften auf dem Wege zur Kirche mit begeiſterten Hul= ſind wenige Gebiete des öffentlichen Lebens, auf welchen
fungen. Der König und die Königin wurden am Por= ſich Euere Königl. Majeſtät nicht ſchon ſeither in hervor=
Avom Erzbiſchof von München=Freiſing empfangen ragendſter Weiſe betätigt haben, und es gibt wenig Gegen=
ſöbegaben
ſich dann an die rechte Seite des Hochaltars, den und wohl keinen Stand unſerer bayeriſchen Heimat,
wilhrend die Prinzen und Prinzeſſinnen des Königlichen mit denen Euere Königliche Majeſtät nicht ſchon in freund=
hälſes
ihnen gegenüber Platz nahmen. Der Erzbiſchof liche Beziehungen getreten ſind. Landwirtſchaft, Induſtrie,
ſoß München=Freiſing zelebrierte das feierliche Hochamt. Gewerbe und Handel, Kunſt und Wiſſenſchaft, alle Zweige
lich Beendigung der gottesdienſtlichen Feier fuhren der produktiver Volksarbeit, ſpürten wohltätig das aufrichtig
ſönrig und die Königin unter Geſchützſalut und unter fördernde Intereſſe Euerer Königlichen Majeſtät. An Leid
en Jubel der begeiſterten Volksmenge zur Königlichen und Freud des Volksganzen, wie der einzelnen Klaſſen
eſidenz. Auch in allen übrigen Kirchen fanden Feſt= und Perſonen, haben Euere Majeſtät und Ihre Majeſtät
die Königin jederzeit warmen mitfühlenden Herzens teil=
ptresdienſte
ſtatt.
genommen; insbeſondere waren es die Sorgen und die
Huldigung der ſtädtiſchen Kollegien.
berechtigten Beſtrebungen des Arbeiterſtandes im König=
Bei der Huldigung auf dem Marienplatz reiche, welche ſteis mit dem verſtändnisvollen Wohlwollen
lich die ſtädtiſchen Kollegien hielt Oberbürgermeiſter Dr. Euerer Majeſtät rechnen durften. Die geſchichtliche Tat=
Borſcht eine Anſprache, in der er die Freude aus= ſache, daß Euere Majeſtät auf blutiger Wahlſtatt das
kückte, daß wieder ein König im Vollbeſitze und in Schickſal der Söhne des Volkes geteilt, ein dem Volks=
ebung
aller beglückenden Herrſchertugenden über der empfinden vorbildliches Familienleben, eine rechte innere
Johlfahrt des Volkes wache, daß die ſo lang verſchleierte 1 Religiöſität, ein ausgeprägter Gerechtigkeitsſinn und ein
önigskrone auf dem Haupte eines in Weisheit und Güte, tatkräftiges Pflichtgefühl, die Einfachheit der Sitten, ſie
Tatkraft und Weitblick regierenden Fürſten aufs neue haben Euerer Majeſtät und Ihrer Majeſtät der Königin
altem Glanze leuchte. Die Münchener Bürgerſchaft ge= längſt die Sympathien des Landes gewonnen. Das Volk
Stücke Mozarts ſind beſonders geeignet, A. Mendelsſohns
vollendete Kunſt einer dem Geiſte dieſes Tonſetzers ent=
Konzerte.
ſprechenden Inſtrumentation klar erkennen zu laſſen; Fa=
mm
. Sein erſtes dieswinterliches Konzert hielt der gott und Horn, ſowie die zarten Mitteltöne der Flöte ſind
ſtrumental=Verein Darmſtadt am Mitt= die Klangfarben, deren ſich der Meiſter zur Tonfarben=
ſohh
, den 12. November, im ſtädtiſchen Saalbau unter gebung, wie wir ſie auch aus ſeinem Paria kennen,
ſhlreicher Beteiligung ſeiner Freunde und Gönner ab. gern bedient und in Verbindung mit dem zarteſten Gei=
ſeint
den letzten Jahren ſind die Programme zu dieſen genpianiſſimo zu einer geheimnisvollen Tonmalerei be=
ſonzerten
immer intereſſanter und bedeutender gewor= nützt. In ſeiner eigenen Kompoſition kommt dazu noch
et dank der umſichtigen und kundigen Leitung ſeines eine packende, markige Rhythmik, unverbrauchte Har=
moniewendungen
und nie verſiegende Melodik, die den
tigen Dirigenten Herrn Akgdemiedirektor Wilhelm
Stimmungszauber vollenden helfen. Die Ouvertüre er=
cmitt
. Zudem pflegt die Leitung des Vereins jungen zielte einen vollen Erfolg, und dem Inſtrumental=Verein,
ünſtlern Gelegenheit zu bieten, vor die Oeffentlichkeit zu der in Bläſer= und Baßſtimmen durch Mitglieder der Ka=
een
und wenn es gar Violinſpieler ſind, ſo darf man
pellen des Leibgarde=Infanterie=Regiments Nr. 115 und
ſadder Dirigent ſelbſt ein ebenſo tüchtiger Violinkünſtler
des Feldartillerie=Regiments Nr. 61 ergänzt war, gebührt
Prausgezeichneter Lehrer dieſes Inſtruments iſt immer nächſt ſeinem gediegenen Dirigenten uneingeſchränk=
inen
beſonderen Genuß erwarten. Aber auch dem tes Lob.
rcheſter kommt dieſe ſpezielle Fähigkeit ſeines tüchtigen
In Herrn Paul Hindemith aus Frankfurt a. M.
ſeiters ſehr zuſtatten. Namentlich die Violinen, in denen lernten wir einen hochbegabten jungen Geiger kennen, der
n. großen Teil künſtleriſch ſehr gut durchgebildete
ebenſo durch ſein ruhiges Auftreten wie durch ſein ge=
amen
mitwirken, zeichnen ſich durch Feinheit der Phra= diegenes, bereits ſehr anerkennenswertes techniſches Kön=
rung
und edle Tongebung, die ganz frei von Neben= nen und geſundes muſikaliſches Empfinden für ſich ein=
häuſchen
iſt, aus, und auch das übrige Orcheſter bildet nimmt. Sein Vortrag von Joſeph Haydns C=Dur= Kon=
tt
dieſen ein gleichwertiges Klangelement, in welchem zert für Violine mit Begleitung von Streichorcheſter und
ine wohltuende feine Abtönung glücklich erzielt werden! Cembalo durfte vollkommen auch verwöhnte Zuhörer zu=
zm
und alle Forderungen der Partitur erfüllt werden. frieden ſtellen und trug ihm wohlverdienten Beifall ein.
on der zu Beginn des Konzertes zu Gehör gebrachten Von den Violinſtücken alter Meiſter, die eine breit aus=
car
=Symphonie für Orcheſter von W. A. Mozart, die ladende Kantilene hören zu laſſen geſtatteten, gefielen
gganzen mit Friſche und klangfreudig geſpielt wurde, uns am beſten J. M. Leclairs ſchwungvoll und lebhaft
ar der 2. und 4. Satz (Adagio und Preſto) am eindrucks= geſpielte Allemande und J. E. de Mondonvilles Jagdſtück;
blſten. Die beiden anderen Orcheſternummern: drei von ob es wohlgetan war, dieſen Stücken als Zugabe die
noold Mendelsſohn ganz reizend inſtrumentierte Kla= A=Moll=Fuge aus einer der Violin=Soliſſimo=Sonaten
ſſerſ tücke, von denen der Walzer wiederholt werden mußte, 1 Sebaſtian Bachs folgen zu laſſen, möge hier unerörtert
Ouvertüre zu einem Rittermärchen für großes Or= bleiben, doch war der Wechſel der Inſtrumente bei der
ſter von Arnold Mendelsſohn waren als Erſt= dritten Durchführung intereſſant und das zuletzt benutzte
fführungen von erhöhtem Intereſſe. A. Mendelsſohn, Inſtrument dem Charakter des Stückes am ent= ?
mit Vorliebe ſich durch dichteriſche Stoffe aus dem ſprechendſten.
Mit Fräulein Marie Schwan, einer unſerer zu=
ſtdeutſchen
Schrifttum hat anregen laſſen, weiß dem
Urcheeſter ganz eigenartige Klangwirkungen abzugewinnen, verläſſigſten und gewandteſten Begleiterinnen am Flügel,
frchhaus modern und in jeder angewandten Verbindung die auch die Cembaloſtimme auf dem Ibachflügel mit
r Inſtrumente intereſſant, aber nie in häßlichen Ex= gutem Geſchmack ausführte, war ihm der Erfolg ſicher.
Das Konzert gehörte zu den wohlgelungenſten Auf=
ſemen
ſich verlierend, iſt ſeine Orcheſterbehandlung die
leucht ernſter und überlegter Arbeit eines gediegenen führungen, die wir von dem Inſtrumental=Verein gehört
nmers aller Inſtrumentaleffekte. Gerade die kleinen haben.

1913.
Seite 5.
liebt und verehrt in Enerer Waſeſäht den würdigen Sohn
eines gütigen und gerechten Herrſchers, der ſeine ganze
Kraft in aufopfernder Liebe dem Vaterlande geweiht und
dem es darum ewige Dankbarkeit bewahren wird; das
Volk liebt und verehrt in Euerer Majeſtät den Fürſten,
deſſen unerſchütterliche Bundestreue über jeden Zweifel er=
haben
iſt, der, vereint mit ſeinen Bayern, in guten und in
ſchlimmen Tagen dorthin unentwegt halten wird, wo des
Reiches Banner weht. Nicht minder blickt das Volk be=
wundernd
auf Ihre Majeſtät die Königin, in der es das
Ideal einer deutſchen chriſtlichen Frau, einer hingebenden
Mutter verehrt und liebt. Es jubelt Ihrer Majeſtät zu
als der ſo lange entbehrten und ſchmerzlich erſehnten Lan=
desmutter
. Auf Grund der hocherfreulichen Währnehmun=
gen
und Erfahrungen, welche im Laufe vieler Jahre Den=
ken
, Fühlen und Handeln Euerer Majeſtät allgemein be=
kannt
machten, dürften die Untertanen mit unbedingtem
Vertrauen und freudiger Ruhe der Regierungszeit Euerer
Königlichen Majeſtät entgegenſehen. Wir können deſſen
gewiß ſein, daß ein weitſchauendes, ſcharfes Auge über
dem Lande wacht, daß ein edles Königliches Herz dem
Volke entgegenſchlägt und daß eine ſichere Hand das
Staatsſchiff leitet durch die hochgehenden Wogen ſturm=
bewegter
Zeiten. Felſenfeſt iſt unſer Glaube, daß unter
der Regierung unſeres neuen Königs und Herrn die Mon=
archie
zu friſchem Glanz gebracht, das Verhältnis zu Kai=
ſer
und Reich, wie ſeither, in bundesfreundlicher Weiſe
gepflegt, des Landes geiſtige, ſittliche und materielle Wohl=
fahrt
weiterhin mit ganzem Erfolge gefördert werde, daß
es Euerer Königlichen Majeſtät gutem und feſtem Willen
gelingen werde, die religiöſe Geſinnung und den religiöſen
Frieden im Lande zu wahren und zu fördern, die Ein=
tracht
der Volksgenoſſen durch Ausgleich politiſcher und
ſozialer Gegenſätze und durch Konzentrierung der Kräfte
auf das wahrhaft Ideale und Gute zu ſtärken, Armut und
Elend zu mildern und zu lindern; endlich durch all die
Handlungen einer weiſen landesväterlichen Fürſorge das
Glück und das Anſehen unſeres heißgeliebten Vaterlandes
für alle Zeiten feſt zu gründen. Freudigſt bewegt ſind die
Repräſentanten des bayeriſchen Volkes, Vertreter aller
Stände und Berufe, aus den verſchiedenen Gegenden unſe=
res
Vaterlandes hierher geeilt; geſchart um den Thron,
wollen ſie die Dolmetſcher für die frohen Gefühle und an=
hänglichen
Geſinnungen ſein, welche das geſamte königs=
treue
Bayernvolk in dieſen Tagen beherrſchen und durch=
dringen
. In tiefſter Ehrfurcht bringt das Volk der Bayern,
das niemals gewankt in ſeiner Treue zum Herrſcherhauſe,
durch die hier verſammelten Vertreter der Nation ſeinem
erhabenen Monarchen, in welchem es das Ideal eines neu=
zeitlichen
, eines deutſchen Fürſten, des allerbeſten Vaters
des Vaterlandes, erblickt, beſeelt von unerſchütterlichem
Vertrauen und unverſiegbarer Liebe, alleraufrichtigſte und
begeiſterte Huldigung dar. Redner ſchloß mit einem Hoch
auf den König.
Der König erwiderte auf die Anſprache des
Grafen Fugger=Glött: Bewegten Herzens habe ich die
warmen Worte vernommen, die Sie, mein lieber Graf
Fugger, im Namen des Landtages und der hier verſam=
melten
Vertreter aller Berufsſtände des Landes an mich
gerichtet haben. Ihnen und allen, die hier Zeugnis ab=
gelegt
haben von dem Gefühl treuer Anhänglichkeit, das
meine Bayern für mich, für die Königin und mein ganzes
Haus beſeelt, ſage ich meinen aufrichtigen Dank.
Die herzlichen Kundgebungen, die mir in dieſen Tagen
von allen Kreiſen zugegangen ſind, zeigen mir, daß das
Land, ohne des Dankes zu vergeſſen, den es dem geſeg=
neten
Wirken meines in Gott ruhenden Vaters Luitpold
ſchuldet, in der verfaſſungsmäßig vollzogenen Beendigung
der Regentſchaft eine Gewähr für die gedeihliche Weiter=
entwickelung
Bayerns erblickt. Das bayeriſche Volk hat
verſtändnisvoll den ſchweren Entſchluß gewürdigt, der
mich beſtimmte, im Intereſſe Bayerns dieſen Schritt zu
unternehmen. Eines Sinnes mit meinem Volke zu ſein,
wird in Zukunft mein ernſtes Streben bleiben. Das =
nigtum
. von Gott geſetzt, kann ſeine Kräfte nur da zu vol=
ler
Entfaltung bringen, wo es in der Liebe und im Ver=
trauen
des Volkes wurzelt. Von jeher darauf bedacht,
durch enge Fühlungnahme mit allen Ständen und Kreiſen
mich mit den Bedürfniſſen des Volkes vertraut zu machen,
habe ich viele Erfahrungen geſammelt; möge es mir be=
ſchieden
ſein, ſie dem Wohle des Landes nutzbar zu
machen. Das reiche Maß an herzlicher und vertrauensvol=
ler
Geſinnung, das mir bisher entgegen gebracht wurde,
beſtärkt mich in der Zuverſicht, daß die Liebe meines Vol=
kes
mein Handeln geleiten und ſich mit mir in der gemein=
ſamen
Sorge für Bayerns Wohlfahrt vereinigen wird. Die
geliebte, in den Freuden wie in Prüfungen des Lebens
bewährte Frau, die Gott mir an die Seite geſtellt hat, wird
treuen Anteil an meinem Streben nehmen. Gottes ſtarke
und gütige Hand hat immer über Bayern gewaltet. Sie
hat es gefügt, daß der bayeriſche Name, aller Stürme der
Jahrhunderte ungeachtet, ſich mit Ehren im Gewirre der
Volksſchickſale behauptet hat. In dankbarer Erkenntnis
des Segens, der ihm aus,der Zugehörigkeit zu einem ge=
meinſamen
deutſchen Vaterlande erfließt, fühlt Bayern ſich
heute freudig als angeſehenes Glied des Deutſchen Rei=
ches
, deſſen Gründung die bayeriſche Armee ruhmreich mit
erſtritten hat. In unerſchütterlicher Bundestreue ſteht es
zu Kaiſer und Reich und nimmt opferwilligen Anteil an
den großen Aufgaben, die das Reich zu löſen hat. Raſtlos
pflegt Bayern Kunſt und Wiſſenſchaft; mit Entſchiedenheit
fördert es jeden Fortſchritt auf wirtſchaftlichem, kulturel=
lem
und ſozialem Gebiete. Gottesglaube und fromme
Sitte ſtehen im Lande noch in Ehren! der Freiheit der Ge=
wiſſen
wie der Bekenntniſſe iſt Schutz und Achtung ge=
ſichert
Es iſt ein reiches Erbe an Gütern des Volks= und
des Staatswohles, deſſen Hut mir durch Gottes gnädige
Führung übertragen iſt. In freudiger Zuverſicht zur Güte
der Vorſehung habe ich dies Erbe angetreten. Möge mein
Volk, in deſſen Liebe und Anhänglichkeit ich mein feſtes
Vertrauen ſetze, mich erfolgreich in der Sorge für das teure
Vaterland unterſtützen. Möge es ſich immer der Segnun=
gen
des Friedens und der Früchte ſeiner ſtillen Kultur=
arbeit
erfreuen. Möge Gott allezeit ſeine ſchirmende Hand
über Bayern ausbreiten: Dies iſt der innige Wunſch mei=
nes
landesväterlichen Herzens.
Die Rede des Königs wurde von den Anweſenden mit
kräftigen Bravos aufgenommen. Der König zog Miniſter=
präſident
Freiherrn von Hertling, ſowie die Präſidenten
der Kammer der Abgeordneten und der Kammer der
Reichsräte ins Geſpräch. Der König und die Königin ver=
ließen
darauf unter dem Schmettern der Fanfaren den
Thronſaal.
Abends um 8 Uhr fand beim König und der Königin
im Feſtſaalbau der Königl. Reſidenz feierlicher Empfang
der Teilnehmer der Landeshuldigung ſtatt.
* Rom, 12. Nov Anläßlich der Thronbe=
ſteigung
König Ludwigs III. fand heute vor=
mittag
in der Kirche Santa Maria dell’ Onima feierlicher
Dankgo ttesdienſt ſtatt. Der Biſchof von Warſchau
las die Meſſe. Zugegen waren u. a. Kardinalſtaatsſekre=
tär
Merry del Lal und eine Reihe anderer Kardinäle,
die Geſchäftsträger Bayerns beim Heiligen Stuhl und

[ ][  ][ ]

Nummer 274,
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 13. November 1913.
Seite 6.
beim Autrinak mit den geſanten Perſonal der beiden Schiedsgericht unterbreiet. Die Frage der Muſts und flichen Parteien mit 190 Stimmen Mehrheit überi
Geſandtſchaften, der öſterreichiſch=ungariſche Botſchafter, ihrer richterlichen Befugniſſe iſt geregelt. Die Wakufgüter Sozialdemokraten,

* Karlsruhe, 12. Nov. In die Erſte Kammer
die Geſandten Preußens und Belgiens beim Heiligen werden anerkannt, der Wakufzehnte iſt aufgehoben, aber
Stuhl, ſowie der Großmeiſter des Maltheſerordens. Nach wenn die mohammedaniſchen Klöſter, Moſcheen und Semi= ſendet der grundherrliche Adel oberhalb der Murg die
nare ihren Unterhalt nicht zu beſtreiten vermögen, wird herigen Abgeordneten wieder: Graf Robert von Andlg
der Meſſe wurde ein Tedeum geſungen.
die griechiſche Regiernug ſie unterſtützen. Die Frage der Graf Heinrich von Kageneck und Freiherr Rupprecht
Wakufs iſt in dem dem Vertrage angehängten Protokoll Böklin=Böklinsau, Freiherr Dr. von Stotzingen.
Luftfahrt.
auf Grund der Arbeiten der Unterkommiſſion im einzelnen grundherrliche Adel unterhalb der Murg ſchickt in die G
Kammer den Freiherrn Albrecht Edler Göler von Rava
* Frankfurt a. M., 11. Nov. Der franzöſiſchegeregelt.
* Konſtantinopel, 12. Nov. Der Miniſter=burg, Freiherrn Peter von und zu Mentzingen, Freihe
Sturzflieger Pegoud wird Freitag, den 14. No=
vember
, und Sonntag, den 16. November auf der Frank=rat iſt heute nachmittag zuſammengetreten, um den Dr. Udo La Roche=Starkenburg, Freiherrn von Gemz
furter Rennbahn ſeine Flüge vorführen. Die Ver=paraphierten Text des griechiſch=türki=gen=Harnberg. Die Univerſität Heidelberg delegiert
anſtaltungen beginnen an beiden Tagen um 2½ Uhr nach=ſchen Friedensvertrages zu erörtern. Es ailt Wirklichen Geheimen Kirchenrat Prof. Dr. Ernſt Trölt
mittags und ſollen auch bei ungünſtiger Witterung durch= als wahrſcheinlich, daß der Miniſterrat den türkiſchen De=ſeitens der Handelskammern ſind bisher gewählt: Ko
geführt werden. Zu dem erſten Tge haben der Groß=legierten alle zur Unterzeichnung der Verträge erforder= merzienrat Strohmeier=Konſtanz und Kommerzie
herzog von Heſſen und die Großherzogin, lichen Vollmachten ausſtellen wird, und die Unterzeich= Emil Engelhaar=Mannheim. Die Handwerkskamm
entſenden den bisherigen Vertreter Stadtrat Alfred
ſowie Prinz und Prinzeſſin Heinrich vonlnung endgültig morgen erfolgt.
als Vertreter der der Städteordnung unterſtehenden ſi
Preußen ihr Erſcheinen zugeſagt; ferner werden Prinz
Ein Interview mit dem König von Griechenland.
digen Kommiſſion in die Erſte Kammer=Oberbürgermeſ
und Prinzeſin Friedrich Karl von Heſſen mit Familie und
* Bukareſt, 12. Nov. Univerſul veröffentlicht ein Herrmann=Offenburg und Oberbürgermeiſter Haberm
Prinz Franz Joſeph von Battenberg und Gemahlin nebſt
Interview ihres Mitarbeiters mit dem König Pforzheim. Die Städte über 3000 Einwohner entſer
den verſchiedenen Gefolgen erwartet.
* Villacoubl ay, 12. Nov. Der Militärfliegervon Griechenland, in deſſen Verlauf der König wieder den Bürgermeiſter Dr. Guſtav Weis=Eberbach,
Hauptmann Zagorde geriet vor der Landung fünf ſagte, er ſei glücklich über den dem Miniſter des Innern Kreisausſchüſſe endlich den Bürgermeiſter Geldreich
Meter über dem Erdboden in Böen und ſtürzte ab Der Take Jonescu in Griechenland bereiteten Empfang. In Oberkirch.
Flieger kam unter den Motor und wurde auf der Stelle bezug auf Rumänien äußerte der König, Griechenland ſei
Karlsruhe 12. Nov. Eine Veranſtaltung
Rumänien erkenntlich dafür, daß durch ſeine Intervention
großem künſtleriſchen Wert war das heute in der Feſtha
getötet.
der Friede in wenigen Tagen geſchloſſen werden konnte.
vom verſtärkten Großh. Hoforcheſter veranſtaltete Richaf
Der Bulareſter Friede werde ein Dokument bleiben, das Strauß=Konzert, unter perſönlicher Leitung
Die böhmiſche Frage im öſterreichiſchen eine Union der kleinen Staaten ſchaffen könnte. Er, der Generalmuſikdicektor Dr Strauß. Den Glanzpunkt
König, glaube nicht an die Möglichkeit einer Reviſion des ſtark beſuchten, ausſchließlich Werke von Strauß zur A
Abgeordnetenhauſe.
Bulareſter Vertrages. Griechenland bedürfe einer langen
führung bringenden Veranſtaltung bildete Salo=m
* Wien, 12. Nov. Im Abgeordnetenhauſe Friedensperiode und hoffe auf die Unterſtützung Rumä= Tanz aus dem in Karlsruhe noch nicht aufgeführ
begann heute die Debatte über die geſtrige niens. Ich ſehe, erklärte der König, für die Zukunft
Antwort des Miniſterpräſidenten auf die keine Möglichkeit für Unſtimmigkeiten mit Rumänien mehr. Muſikdrama Salome‟. Nach Schluß des Konzertes wul
Strauß Gegenſtand lebhafter Ovationen.
Interpellation betreffend die Einſetzung einer Landesver= Es wurde der Befehl gegeben, daß Rumänien in Maze=
* Colmar, 12. Nov. Vor dem Schöffenger i
waltungskommiſſion in Böhmen. Der tſchechiſche Sozial= donien alle Freiheiten zuteil werden. Eine rumäniſch=
wurde
heute unter ſtarker Anteilnahme der auswärt=
demokrat
erklärte, ſeine Partei halte für den einzigen griechiſch=ſerbiſche Entente würde eine große militäriſche Preſſe und zum Teil auch der einheimiſchen Bevölkerig
Ausweg aus der jetzigen Lage die Einführung der Land= und moraliſche Kraft bedeuten, mit der man rechnen müſſe. die Beleidigungsklage des Abg. Wette
tagswahlreform in Böhmen. Der Jungtſcheche Fiedler Der König ſprach ſich für den Gedanken einer Bal=
erklärte
, die Deutſchen erreichten durch die Obſtruktion im kan=Konföderation einſchließlich der Türkei und gegen die Rheiniſch=Weſtfäliſche Zeitung bezw. deren
leger, Dr Reismann=Grone aus Eſſen a. d.R
böhmiſchen Landtage ihr Ziel, die Einführung der natio= Bulgarien aus und gab der Hoffnung Ausdruck, daß der verhandelt. Die Zeitung hatte in einem Artikel des W
nalen Autonomie nicht, ſie führten aber für beide Nationen Streit mit der Türkei raſch geregelt werde denn Griechen=
tes
Nr. 594 vom 22. Mai d. J., betitelt Der politid
den demütigenden Zuſtand der Verfaſſungsloſigkeit in land habe kein Intereſſe daran, unnütze Erörterungen in Bankrott des Grafen Wedel die Satzwendung gebrau
Böhmen herbei. Der von der Regierung zur Begründung die Länge zu ziehen und ſeine tapfere Armee, die während
Jeder Fachmann weiß ſofort und ſieht ſofort, daßi
ihrer außerordentlichen Maßnahmen angeführte Notſtand der fünfzehn Monate Beweiſe ihres Mutes gegeben habe, alle franzöſiſchen Blätter und Blättchen, die in Eli
beſtehe nicht, da noch nicht alle normalen Mittel erſchöpft mobiliſiert zu erhalten.
Lothringen erſcheinen, mit Verluſt arbeiten. Sie müſ
geweſen ſeien. Es wäre gefährlich, auf dem von der Re=
daher
aus einer dunklen, zuweilen ganz hellen franz
gierung eingeſchlagenen Wege weiter zu gehen. Der zu=
* Sofia, 11. Nov. (Meldung der Agence Bulgare,) ſchen Quelle geſpeiſt werden.
Abbé Wetterlé, .
verläſſigſte Weg und die Abkehr von den gefährlichen Zu= Das Geheimnis das um das Schickſal der beim Aus= Herausgeber des Nouvelliſte in Colmar, bezog dieſe S=
ſtänden
wäre, daß ſich die beiden Völker Böhmens wieder tauſch der beiderſeitigen Gefangenen fehlenden bul= auf ſich. Der Beweisantrag, daß zwei Drittel der AE
am Beratungstiſch zu neuen Ausgleichsverhandlungen zu= gariſchen Soldaten ſchwebte, lüftet ſich allmählich. nenten des Noupelliſte auf Frankreich kommen, gelang
ſammenfänden und zwar mit Ernſt, vor allem mit Ernſt Es iſt jetzt feſtgeſtellt worden, daß 80 gefeſſelte Soldaten, ſofern, als nach dem Zeugnis des Buchhalters Merckyull
ſeitens der Regierung und der Deutſchen, welche ſich dar= die auf dem griechiſchen Dampfer Pelope nach Saloniki! Nouvelliſte etwa 125 Abonnenten in Frankreichſt
auf beſchränken müßten, zunächſt die brennende Frage des eingeſchifft worden waren, um angeblich in Quarantäne Außerdem ſtammen für 2000 Mark Inſerate aus
Landtagswahlrechts und der Sprachenfrage löſen zu gelegt zu werden, während der Fahrt auf Befehl reich. Das Urteil lautete: Dr Reismann=Gronen4
wollen. Aba. Lodgeman (deutſch=freiheitlich) des Kapitäns ins Meer geworfen worden ſind. wegen Beleidigung des Abg. Wetterlé zu einer Ge
erklärte, die Deutſchen erblickten ebenſo wie die Tſchechen Elf andere Soldaten, ebenfalls Gefangene, die ſich an Bordſtrafe von 400 Mark verurteilt.
in den Julipatenten einen Bruch der Landesverfaſſung, des gleichen Dampfers befanden, ſind nach den ſchreck=
* Paris, 12. Nov. Kriegsminiſter Etien=
Die tſchechiſche Poilitik richte ſich nicht ſo ſehr gegen dieſen lichſten Martern getötet worden. Dies iſt vor den erklärte vor der Armee=Kommiſſion der Kammer,
Verfaſſungsbruch als dagegen, daß die Regierung nicht Augen einiger Paſſagiere geſchehen.
* Athen, 12. Nov. Die Kammer der Abge= Dank der hingebenden Tätigkeit der Genieteuppen
ſeinerzeit den Landesausſchuß ermächtigte, ſelbſt die Ver=
ordneten
wird morgen eröffnet. Wahrſcheinlich er= neuen Kaſernen vom Militärärztlichen Dienſt aus zu
faſſung zu brechen. Die Debatte zeige, wie ſehr der Stand= pffnet der König die Seſſion perſönlich und verlieſt eine legung mit Rekruten als geeignet befunden worden ſend
punkt der beiden Völker noch auseinandergehe. Jedenfalls
Kriegsminiſter Etienne ſprach weiter über Einzelhe
ſei es hoch an der Zeit, die brennendſte Frage der öſterrei= Botſchaft. Der rumäniſche Miniſter des Innern Take
Jonescu reiſt heute abend über Konſtantinopel nach der Bekleidung und Unterbeingung der Soldaten und
chiſchen Verfaſſung, den Völkerſtreit aus der Welt zu ſchaf= Bukareſt ab.
auf die durch die Verſtärkung der Deckungstruppeni
fen, indem die Rechte der einzelnen Volksſtämme gegen=
* Wien, 12. Nov. Wie die Albaniſche Korreſpon= getretene Veränderung der Garniſonsorte hin.
einander abgegrenzt und die einzelnen Völker gegen die
* Melun, 12. Nov Der Lokomotivführſ
Uebergriffe der anderen geſchützt werden. Sollte Oeſter= denz aus Argyro Kaſtro meldet, haben die dortigen
Frauen an die Königin von England ein Tele= Dumaine, der bei dem Eiſenbahnzuſammenſtoß
reichs Kraft nicht dazu ausreichen, müßte der Zeitpunkt Framm gerichtet, in welchem es heißt: Unſere Gatten, 4. November das Halteſignal überfahren hatte und berin
kommen, wo es ſich um das Sein und Nichtſein des Väter und Brüder ſind von den Griechen verhaftet und tet worden war, iſt wegen ſeines Geſundheitszuſtän
Staates handeln würde. Die Deutſchen hätten dieſen Zeit= nach Griechenland geſchickt worden, weil ſie den Mut be= vorläufig auf freien Fuß geſetzt worden.
punkt nicht zu fürchten. (Beifall.)
* Brüſſel, 12. Nov. Die internationale di
ſaßen, ſich zu ihrem Volke zu bekennen. Allein und ver=
laſſen
, ſind wir den Unterdrückungen der griechiſchen Ein=matiſche Konferenz zur Vereinheitlichus
dringlinge preisgegeben. In unſerem Unglück wenden der Handelsſtatiſtiken iſt heute hier zuſe
Vom Balkan.
wir uns an Eure Majeſtät mit der Bitte, uns zu helfen, mengetreten. Es ſoll ein Bureau geſchaffen
damit unſere Gatten, Väter und Brüder aus der Kerker=den, zu deſſen Sitz Brüſſel beſtimmt iſt.
Das griechiſch=türkiſche Uebereinkommen.
* Bogoda, 12. Nov. Die Regierung vol
haft erlöſt und uns wiedergegeben werden.
* Athen, 12. Nov. Die Anweſenheit Take Jones=
lumbien
hat ihren Geſandtſchaften bei den ſüdale
eus war für die griechiſch=türkiſchen Verhandlungen von
kaniſchen Staaten die Weiſung erteilt, an keiner offizlelle
beſtem Erfolg. Die Delegierten der beiden Mächte unter=
Veranſtaltung aus Anlaß der Reiſe Rooſevelts durche
Letzte Nachrichten.
zeichneten geſtern auf dem Miniſterium des Auswärtigen
amerika teilzunehmen.
(Wolffs telege. Korreſp.=Bureau.)
den griechiſch=türkiſchen Vertrag auf der Baſis der Vor=
* Mulden, 12. Nov. Die Zentralregierun
ſchläge Jonescus. Die Unterzeichnung iſt jedoch noch nicht
* Berlin, 12. Nov. Dem Reichstag ging der Ent=ließ ein Verbot jeglicher Kritik des ruſſiſch=chine
definitiv. Kemal Bey ſagte, daß er anläßlich des Beiram=wurf eines Geſetzes betreffend die Sonntagsruhe im Vertrages über die Mongolei, ſowie über die Hand
feſtes auf neue Inſtruktionen, ſeiner Regierung warten Handelsgewerbe zu. Der grundlegende Parg= weiſe der Regierung den Nationaliſten gegenübeg
müſſe, bis das Feſt beendet iſt. Er habe jedoch auf ſeine graph 1 lautet: Im Handelsgewerbe dürfen Gehilfen,
eigene Verantwortung die Unterſchrift unter den Vertrag Lehrlinge und Arbeiter, vorbehaltlich beſonderer Vorſchrif=
Zweite ſächſiſche Kammer.
geſetzt. Die drei Hauptfragen, über die noch keine Eini=ten, am erſten Weihnachts=, Oſter= und Pfingſttage über=
* Dresden, 12. Nov. Die Zweite Kammen
gung erzielt werden konnte, bleiben dem Haager Schieds= haupt nicht, im übrigen an Sonn= und Feſttagen nur wie
folgt beſchäftigt werden: Im Betriebe mit offenen Ver=Ständeverſammlung wählte den Abg.
gericht überlaſſen.
(Ntl.) mit 62 von 89 Stimmen wieder zum Präſidere
Der Inhalt des paraphierten griechiſch=kaufsſtellen iſt die Beſchäftigung bis zu drei Stunden zu=
türkiſchen
Uebereinkommens iſt folgender: Alle läſſig. Die höhere Verwaltungsbehörde kann für die Orte,ten. Zum Erſten Vizepräſidenten mit demſelben
menverhältnis Opitz (Konſ.). Die Sozialdemola
Verträge und Konventionen, welche vor dem Kriege be= in denen die Bevölkerung aus der Umgegend an Sonn=
ſtanden
, werden in vollem Umfange wieder in Kraft geſetzt. und Feſttagen die offenen Verkaufsſtellen aufſucht, eineſtimmten beide Male für den Abg. Fräßdorfiſch
Den durch die Kriegsereigniſſe kompromitierten, oder in Beſchäftigung bis vier Stunden zulaſſen. Die Gemeinde lBei der Wahl des Zweiten Vizepräſidenten erhielt A
Beziehung dazu ſtehenden Perſonen wird volle Amneſtie oder ein weiterer Kommunalverband kann durch ſtatuta= (Fortſchr. Vp.) 61, Fräsdorf (Soz.), der in der erſten Bat
gewährt. Die Einwohner der griechiſchen Gebiete werden riſche Beſtimmung die dreiſtündige Beſchäftigung für alleſeſſion Vizepräſident war, 26 Stimmen. Vogel,B
griechiſche Untertanen, wenn ſie nicht binnen dreier Jahre oder einzelne Gewerbezweige auf kürzere Zeit einſchränken Opitz nahmen die Wahl an.
für die ottomaniſche Nationalität optieren und ihren oder ganz unterſagen. Die Polizeibehörde kann für jähr=
Ein Spionagefall in Italien.
Wohnſitz außerhalb Griechenlands nehmen. Die Ein=lich ſechs, mit Genehmigung der höheren Verwaltungsbe=
wohner
der abgetretenen Gebiete behalten den in dieſen hörde für weitere vier Sonn= und Feſtage, an denen be=
* Rom, 12. Nov. Geſtern wurde ein gewiſſer Tull
Gebieten gelegenen Grundbeſitz. Das Protokoll ſichert ſondere Verhältniſſe den weiteren Geſchäftsverkehr erfor= Menozzi verhaftet. Den Blättern zufolge handelt=
Achtung vor dem Eigentumsrecht.
Privater Grund= derlich machen, die Beſchäftigung bis zehn Stunden zu= ſich um Spionage. Menozzi war im vorigen Jaßs
beſitz darf nur aus Gründen des öffentlichen Wohles und laſſen. Im übrigen Handelsgewerbe kann die höhere Ver= vom Mailänder Gericht wegen Diebſtahls verurteilt m
gegen eine Entſchädigung enteignet werden. Das private waltungsbehörde, ſowie durch ſtatutariſche Beſtimmung den und ſpäter zweimal von Mailand nach Genf gefähree
Eigentum des Sultans und der kaiſerlichen Familie wird die Gemeinde oder ein weiterer Kommunalverband, die Sein Helfershelfer iſt ein Kavallerie=Feldwebel Robe
als ſolches anerkannt und bleibt im unangefochtenen Be= Beſchäftigung bis zwei Stunden zulaſſen. Für das Spe= Petriglia. Dieſer entwendete wertvolle Schriftſtüg
ſitze der Eigentümer, während der Privatbeſitz des Domi= ditions= und Schiffsmaklergewerbe ſowie andere Gewerbe= die Menozzi photographierte und ſie zurückgab, um eiie
nialgutes in der dem Vertrage beigefügten Liſte aufgeführt betriebe, inſoweit in ihnen Güterſendungen mit Seeſchif=Entdeckung zu verhüten. Die Spionage ſoll auf= Rechnuegk
iſt und der Entſcheidung des internationalen Schiedsge=fen vorgenommen werden, kann in gleicher Weiſe die Be= eines franzöſiſchen Agenten ausgeübt worden ſein, un
richts im Haag unterliegen ſoll. Die Frage des Unter= ſchäftigung bis fünf Stunden zugelaſſen werden. Die dem Menozzi vor einigen Monaten ein Uebereinkomma
haltes der Kriegsgefangenen wird gleichfalls durch ein höhere Verwaltungsbehörde kann für jährlich höchſtens 6 getroffen hatte. Auch Petriglia wurde verhaftet und bot
Schiedsgericht entſchieden, während den kriegsgefangenen Sonn= und Feſttage, an denen beſondere Verhältniſſe einen ſchiedene Schriftſtücke und Photographien beſchlagnahnt
Offizieren das gezahlte Gehalt vergütet wird. Die Frage weiteren Geſchäftsverkehr erforderlich machen, die Beſchäf= Menozzi war im Beſitze von Mobilmachungspl
der Zurückgabe der fortgenommenen Schiffe und die tigung bis vier Stunden zulaſſen.
nen der Kavallerie und eines Code fi
Schabenerſatzforderungen der Intereſſenten infolge Em=
* Hanau, 12 Nov. Bei den Stadtverordneten= Kriegsfälle. Sämtliche Schriftſtücke wals
bargos oder Wegnahme von Schiffen werden einem wahlen der dritten Klaſſe ſiegten die Bürger=äußerſt wichtig.
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Nummer 274.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 13. November 1913.
Seite 7.
Erdbeben.
Auf kaum über 1 Pfennig ſtellt ſich eine Taſſe
65.
* Neu=York, 12. Nov. Die Neu=Yorker Times bringt
j 6
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Trauernachricht, daß heute vormittag 9 Uhr
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vielen Gratulationen, sowie dem Etzold-
Matilde Vollrath, geb. Breitwieſer.
schen Männer-Quartett für den über-
Eiſenach, den 11. November 1913.
Karolinenſtraße 13.
raschenden Gesang unseren herzl. Dank.
Die Beerdigung findet Samstag, den 15. Nov.,
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*14749) Heinrich Gottwalz und Frau.
nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des

Friedhofes in Eberſtadt bei Darmſtadt
aus, ſtatt.
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(23714
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Fräulein Auguste Hardt
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im 58. Lebensjahre.
Ferdinand Plitt
in grösster Auswahl.
Darmſtadt, Bremen, Neu=York, 12. Nov. 1913.
im 75. Lebensjahre.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Chr. Hardt.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Monogrammsticken prompt u. billigst.
Clotilde Plitt, geb. von Zangen,
Die Beerdigung findet Freitag, den 14. November,
Albert Plitt, Großherzogl. Baurat in
nachmittags 2 Uhr, vom Portale des Städtiſchen
(23716
Schotten,
(23741
Friedhofes aus, ſtatt.
K
Luiſe Plitt, geb. Wilckens,
Richard Plitt, Großherzogl. Amts=

richter in Herbſtein,

Eliſabeth Plitt, geb. Schramm,
Evangeliſations=Verſammlung um 8½ Uhr
und zwei Enkelkinder.
im evangeliſchen Vereinshauſe (Mühlſtraße).
C. F Erb Nachf.
Miſſions=Verkauf des Hilfsvereins für die Baſelec
Darmſtadt, den 12. November 1913.
Frauenmiſſion von 107 Uhr, Kiesſtraße 17
Obere Elisabethenstr.
Hauptverſammlung des Bicyele=Klubs um 9 Uhr
Die Beerdigung findet am Freitag vormittag
im Perkeo
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um 11½ Uhr, vom Sterbehauſe Heinrichſtr. 110
Verſammlung des Nationalliberalen Vereins um
aus, ſtatt. Die Einſegnung eine Viertelſtunde
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8½ Uhr im Schützenhof.
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Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
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Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende gegen Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Max Streeſe; für den Inſeratenteil,
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Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
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Cahnbley und Dr. Kaul um 8 Uhr in der Turnhalle am redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an die
Hernspr. 728.
Gegr. 1861.
Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Woogsplatz (Richard Wagner=Verein).
Lichtbilder=Vortrag von Dr Sell um 3½ Uhr Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
im Kaiſerſaal (Verband evangeliſch=kirchlicher Frauen= nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
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Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 13. Novemoer 1913.
Seite 8.
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S. 19 . .
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In Proz. Bf.
8f.
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S. 1519, 2126
10 Deutſch.Ueberſee Electr. 162,56
Staatspapiere.
4 Hamb. Hypoth.=Bank
4½ Moskau=Kaſan . . .
5 Agentinier . . . . . . . 97,1025 Gummi Peter . . . . 75,00
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 99,10
do.
85,00 3½
do.
do.
3½ Deutſche Reichsanl. . 84,904½ Chile Gold=Anleihe. 88,50 30 Adler=Fahrradwerke
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
4 Wladichawchas . . . .
Kleyer . . . . . . . 362,50
do.
3
76,005 Chineſ. Staatsanleihe. 96,60
Rjäſan Koslow . . . . 3½
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99,00
89,00 12 Maſchinenf. Badenia 125,003 Portugieſ. Eiſenb. . . . 69,70 4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
do.
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S. 12, 13, 16 . .
do.
3½ do. Conſols 85,00 4½ Japaner . . . . . . . 89,70 8 Steana Romana Petr. 143,00 24 Livorneſer . . . . 67,00
do. do.
76,005 Innere Mexikaner . . . 71,00
3
S. 14, 15, 17, 24/26
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4 Bad. Staatsanleihe . . 97,703
do.
1823 . . . . . . .
4 Gold=Mexikanerv. 1904 73,50 12½ Bad. Zucker=Wag=
3½
do.
4 Bagdadbahn . . . . . . 79,70 3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
häuſel .
5 Gold=Mexikaner . 89,50
do.
196,25 4½ Anatoliſche Eiſenb. . 91,80
S. 1 u. 2, 68 . . .
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 85,00
S. 35 . . . . . . .
Miſſouri=Paciſic . . . 89,50
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 98,90 13½ Buenos Aires Prov. 65,50 3 Südd. Immobilien . 53,20 4 Northern=Pacific . . . 94,00
86
do.
3½
S. 911 . . . . . . .
Aktien inländiſcher
do.
75,00 Transportanſtalten.
4 Southern=Pacific . . . 89,60 4 Meininger Hyp.=Bank
Bergwerks=Aktien.
4 Hamburger Staatsanl. 97,60
do.
5 St. Louis und San
8 Hamb.=Amerika=Paket=
3½
4 Heſſ. Staatsanleihe 98,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
fahrt . . . . . . . 135,1010 Aumetz=Friede . . . 150,00
Francisco . . . . .
-
4 do. do. (unk. 1918) 96,603 Nordd. Lloyd . . . . . 118,80112 Bochumer Bergb. u.
(unk. 1917). .
5 Tehuantepec . . . . . .
do.
3½ do. (unk. 1914).
4½
Gußſt. . . . . . . 202,50
83,6016 Südd. Eiſenb.=Geſell. . 120,50
Bank=Aktien.
73,25
do.
11 Deutſch=Luxemburg.=
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf.
10 Bank für elektriſche
3 Sächſiſche Rente . . . . 76,20 Aktien ausländiſcher
Bergb. . . . . . . 133,60
do.
3½
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Untern. Zürich . . 181,00
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10 Gelſenkirchener . . . . 170,751 8½ Bergiſch=Märkiſche
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Städte=
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Einz. Mk. 408 . .
Bank . . . . . . . 142,40
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12½ Deutſche Bank . . . 244,40 4 Frankfurt . . . . . . .
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4½ Oeſterr. Silberrente
2½
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4
4
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10
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Aktien.
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8½ Dresdener Bank . . 146,903½ do.
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3½ Frankf. Hypoth.=B. 207,0014 Karlsruhe . . . . . . .
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Mitteld. Kreditbank 113,80
Fabrik . . . . . . 556,00 Obligationen.
do.
do. v. 1890 . . 92,30
7 Nationalb. f. Deutſchl. 116,10
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ.
4 do.
v. 1905 . . 85,7514 Chem. Fabrik Gries=
1Magdeburg . . . . .
5½ Pfälziſche Bank. . . 122,00
heim . . . . . . . 230,25
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 88,10
Mainz . . . . . . . .
½ Nordd. Lloyd=Obl. 98,20 6.48 Reichsbank . . . . . 137,70
3½, do.
4 do. v. 1902 . . . . 90,4027 Farbwerke Höchſt. . . 589,00 4 Eliſabethbahn, freie . .
Rhein. Kreditbank . . . 126,501 4 Mannheim . . . . . .
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4½ do. v. 1905 . . . . 99,50 1 20 Verein chem. Fabriken
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do
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3½ do.
4 do. Staatsrente . . 80,604 Lahmeyer . . . . . . . 119,004 Oeſt. Südb. (Lomb.) . .
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95,00
½ do.
84,00 4 Liſſabonner v. 1888
97,20
Verzinsliche
84,20
Anlehensloſe.
96,60 4 Badiſche . . . Tlr. 100 170
3½ Cöln=Mindner , 100 1st
96,603 Holl. Komm. . fl. 100 1
3 Madrider . . Fs. 100
84,20 4 Meininger Pr.= Pfand=
briefe
. . . . . . .
84,00
84,10 4 Oeſterr. 1860er Loſe
95,00 3 Oldenburger . . . . . .
84,00 2½ Raab=Grazer fl. 150 1.
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
89,00 Angsburger. 1.7
3,2
97,70 Braunſchweiger Tlr. 20 206
86,00 Freiburger . . . . Fs. 15
Mailänder . . . . Fs. 45
do. . . . . Fs. 10
Meininger . . . . . fl.
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 585
do. v. 1858 fl. 100 50,
-
96,30 Ungar. Staats . . fl. 100 427
95,80 Venediger . . . . Fs. 30 60.
94,00 Türkiſche . . . . Fs. 400 160,
85,50! Gold, Silber und
Banknoten.
93,50
84,90 Engl. Sovereigns . . . . 2.
94,50 20 Francs=Stücke . . . . L,
85,00 Amerikaniſche Noten . . . 4
Engliſche Noten . . . . . 28
94,80 Franzöſiſche Noten . . . . S.
Holländiſche Noten. . . . 163
8
94,00 Italieniſche Noten . . . .
86,60 Oeſterr.=Ungariſche Noten 83
97,50 Ruſſiſche Noten . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 8a
5u.
96,10
84, 10 Reichsbank=Diskonto . .
Reichsbank=Lombard Zsf. 6

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I. A.
Zim.:
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tüglich
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Nummer 274.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 13. November 1913.


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Nummer 274
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Lie gebl

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A

Umtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
o 126.
Domerslag, 13. Rovender.
1918.
1. wer infolge ſtanfgerichlicher Verurieilung die Fähigreit zur Belledung öfent.
Bekanntmachung.
licher Aemter verloren hat, oder wegen eines Verbrechens oder Vergehens, das
ſſtr:: Die Wahlen zum Ausſchuß der Allgemeinen Ortskrankenkaſſe für die Land=
den
Verluſt dieſer Fähigkeit zur Folge haben kann, verfolgt wird, falls gegen ihn
gemeinden des Kreiſes Darmſtadt.
das Hauptverfahren eröffnet iſt;
Die Wahlen zum Ausſchuß der Allgemeinen Ortskrankenkaſſe für die Landgemein= 2. wer infolge gerichtlicher Anordnung in der Verfügung über ſein Vermögen be=
ſſides
Kreiſes Darmſtadt finden ſtatt:
ſchränkt iſt.
a) für die Arbeitgeber am Samstag, den 20. Dezember 1913, von nachmittags
Wahlberechtigt und wählbar ſind bei Vorhandenſein der Wahlberechtigung im
3 bis 6 Uhr;
übrigen auch weibliche Arbeitgeber und Verſicherte.
b) für die Verſicherten am Sonntag, den 21. Dezember, von vormittags 8½ bis
Weder wählbar noch wahlberechtigt ſind die Arbeitgeber unſtändig Beſchäftigter
mittags 1 Uhr.
als ſolche, ferner Verſicherungspflichtige die Mitglieder einer Erſatzkaſſe ſind und deren
Es wird nach den Grundſätzen der Verhältniswahl und nach den Beſtimmungen eigene Rechte und Pflichten auf ihren Antrag ruhen ſollen.
einen Beſtandteil der Satzung vom 4. Oktober 1913 bildenden Wählordnung gewählt.
VI. Wahl ohne Stimmabgabe.
Eweit erforderlich, ſind die einſchlägigen Vorſchriften in dieſer Bekanntmachung wie=
Sind auf gültigen Wahlvorſchlägen im ganzen nur ſo viele wählbare Bewerber
eegeben.
benannt, wie Vertreter zu wählen ſind, ſo gelten ſie als gewählt. Sind weniger Be=
Für die Wahlen der Arbeitgeber ſind durch die Satzung keine beſonderen Wahl=
werber
vorgeſchlagen, ſo gelten dieſe ebenfalls als gewählt; wegen der noch fehlenden
Pirke gebildet. Für ſie iſt der ſämtliche Landgemeinden des Kreiſes Darmſtadt um=
Vertreter, ſowie wegen der erforderlichen Erſatzmänner iſt jedoch alsbald eine neue
ſinde Kaſſenbezirk einziger Wahlbezirk.
Wahl vorzunehmen. Hierbei vermindert ſich die nach pos. I Abſ. 3 zuläſſige Höchſtzahl
Für die Wahlen der Verſicherten iſt der Kaſſenbezirk in zwei Bezirke geteilt, deren der zu benennenden Bewerber um die Zahl der bereits gewählten Vertreter.
er getrennt wählt. Zum erſten Bezirk gehören die Gemeinden und Gemarkungen
VII. Wahlausſchüſſe, Ort und Zeit der Abſtimmung.
Meilgen, Eberſtadt, Pfungſtadt, Griesheim, Ober=Ramſtadt, zum zweiten Bezirk alle
eigen Gemeinden und Gemarkungen.
Für jede Gemeinde werden beſondere Wahlausſchüſſe, getrennt für die Arbeit=
Zu wählen ſind 45 Ausſchußvertreter und 90 Erſatzmänner, von denen je ein geber= und Verſichertenwahl, gebildet. Die Abſtimmung erfolgt in dem Rathausſaal
itel auf die Arbeitgeber und je zwei Drittel auf die Verſicherten entfallen. Die Ver=
(Gemeindeſtzungsſaal) des Orts, in dem der Wahlberechtigte ſeinen Wohnſitz hat. Liegt
ling der von den Verſicherten zu wählenden Vertreter und Erſatzmänner auf die der Wohnſitz außerhalb des Kaſſenbezirks, ſo erfolgt die Abſtimmung am Beſchäftigungs=
den
Wahlbezirke bemißt ſich nach dem Verhältnis der auf volle Hundert abgerundeten ort. Wegen der Abſtimmungszeiten wird auf den Eingang dieſer Bekanntmachung
verwieſen.
Ptſrmtzahlen der in den einzelnen Bezirken vorhandenen Wähler.
Hiernach haben zu wählen:
VIII. Stimmabgabe.
a) Die Arbeitgeber des ganzen Kaſſenbezirks 15 Vertreter und 30 Erſatzmänner,
Das Wahlrecht iſt in Perſon auszuüben. Es kann gefordert werden, daß ſich die
b) die Verſicherten des erſten Bezirks 21 Vertreter und 42 Erſatzmänner:
Wähler über ihre Perſon und Wahlberechtigung ausweiſen. Der Wähler erhält einen
e) die Verſicherten des zweiten Bezirks 9 Vertreter und 18 Erſatzmänner.
der Umſchläge, die mit dem Stempel der Kaſſe verſehen und im Wahlraum bereitzuhalten
ſind, tritt ſodann an einen abgeſonderten Tiſch, wo er ſeinen Stimmzettel unbeobachtet
I. Wahlvorſchläge.
Die Wahlvorſchläge ſind geſondert für die beteiligten Arbeitgeber und Verſicherten, in den Umſchlag legt und übergibt hierauf den Umſchlag unverſchloſſen unter Nennung
ſeines Namens dem Vorſitzenden oder dem von dieſem bezeichneten anderen Mitglied
wie für letztere getrennt nach jedem örtlichen Bezirk aufzuſtellen und dem Verſiche= des Wahlausſchuſſes. Dieſer läßt die Abgabe des Stimmzettels vermerken und wirft dann
gsamt einzureichen.
den Umſchlag in die Wahlurne. Arbeitgeber mit mehrfachem Stimmrecht haben ſo viel
Die Wahlvorſchläge der Wahlberechtigten müſſen von mindeſtens je 5 Wahl=
Stimmzettel je in einem beſonderen Umſchlag abzugeben, als ſie Stimmen haben und
Lehtigten des betreffenden Bezirks unterzeichnet ſein. Unterzeichnet ein Wähler mehr
einen Wahlvorſchlag, ſo wird ſein Name nur auf dem zuerſt eingereichten Wahl= abgeben wollen; einem Arbeitgeber, der mehr als 5 Stimmen hat, kann, ſoweit ſeine
Stimmen durch 5 teilbar ſind, mit ſeiner Zuſtimmung für je 5 Stimmzettel ein beſon=
üſchlag
gezählt und auf den übrigen Vorſchlägen geſtrichen. Sind mehrere Wahlvor=
derer
Umſchlag ausgehändigt werden, der ſich von den anderen Umſchlägen deutlich
ſläge, die von demſelben Wahlberechtigten unterzeichnet ſind, gleichzeitig eingereicht, unterſcheidet; in dieſem Falle iſt die Zahl und Art der abgegebenen Umſchläge vorzus
ſhilt die Unterſchrift auf demjenigen Wahlvorſchlage, welchen der Unterzeichner binnen
nerken.
er ihm geſetzten Friſt von höchſtens 2 Tagen beſtimmt. Unterläßt dies der Unter=
Wähler, die durch körperliche Gebrechen behindert ſind, ihren Stimmzettel eigen=
ſihner
, ſo entſcheidet das Los.
Jeder Wahlvorſchlag darf höchſtens dreimal ſo viel Bewerber benennen, als händig in den Umſchlag zu legen und dem Vorſitzenden des Wahlausſchuſſes zu über=
Ptreter im Wahlbezirke zu wählen ſind. Die einzelnen Bewerber ſind unter fort= geben, dürfen ſich der Beihilfe einer Vertrauensperſon bedienen.
IX. Stimmzettel.
ſftnder Nummer aufzuführen, welche die Reihenfolge ihrer Benennung ausdrückt,
nach Familien= und Vor= (Ruf=) Namen, Beruf und Wohnort zu bezeichnen. Bei
Der Wähler kann nur einen ſolchen Stimmzettel abgeben, der die Ordnungs=
Picherten iſt auch der Arbeitgeber, bei dem ſie beſchäftigt ſind, anzugeben. Mit den nummer eines der Wahlvorſchläge enthält (S. oben unter III), oder den Wahlvorſchlag
Phlvorſchlägen für Verſicherte iſt von jedem Bewerber eine Erklärung darüber vor=
ſonſt
genau bezeichnet.
ſepzen, daß er zur Annahme der Wahl bereit iſt. Bei den Wahlvorſchlägen für Arbeit=
Die Stimmzettel müſſen von weißer Farbe, 14 Zentimeter lang und 11 Zentimeter
Per iſt eine ſolche Erklärung nur erforderlich ſoweit ein vorgeſchlagener Bewerber breit ſein, Stimmzettel, die von dieſen Beſtimmungen abweichen, ſind ungültig, wenn
§ 17 der Reichsverſicherungsordnung zur Ablehnung der Wahl befugt iſt.
das Abweichen die Abſicht riner Kennzeichnung wahrſcheinlich nucht.
In jedem Wahlvorſchlag iſt ferner ein Vertreter des Wahlvorſchlags und ein
Stimmzettel, die mit keiner der Ordnungsnummern der Wahlvorſchläge überein=
Alvertreter für ihn aus der Mitte der Unterzeichner zu bezeichnen. Iſt dies unter= ſtimmen, oder den Wahlvorſchlag nicht in anderer Weiſe genau bezeichnen oder deren
Ahen, ſo gilt der erſte Unterzeichner als Vertreter des Wahlvorſchlags und, ſoweit Umſchläge ein Merkmal haben, welches die Abſicht einer Kennzeichnung wahrſcheinlich
e Reihenfolge erkennbau iſt, der zweite als ſein Stellvertreter. Der Wahlvorſchlags= macht, oder die unterſchrieben ſind, ſind ungültig. Dasſelbe gilt von Stimmzetteln, die
ſtreter iſt berechtigt und verpflichtet, dem Verſicherungsamt die zur Beſeitigung ſich in einem nicht mit dem Stempel der Kaſſe verſehenen Umſchlag befinden. Ungültig
Maiger Anſtände erforderlichen Erklärungen abzugeben.
iſt ferner der Inhalt eines Stimmzettels, ſoweit er zweifelhaft iſt. Befinden ſich in
einem Umſchlag, der nur für einen Stimmzettel beſtimmt iſt, mehrere Stimmzettel, ſo
II. Verbundene Wahlvorſchläge.
Zwei oder mehrere Wahlvorſchläge können in der Weiſe miteinander verbunden werden ſie, wenn ſie vollſtändig übereinſtimmen, nur einfach gezählt, andernfalls als
ſden, daß ſie anderen Wahlvorſchlägen gegenüber als ein einziger Wahlvorſchlag anzu= ungültig angeſehen. Enthält ein befonderer Umſchlag, den ein Arbeitgeber mit mehr=
fachem
Stimmrecht abgegeben hat, mehr als fünf Stimmzettel, ſo ſind fünf von ihnen
En und zu behandeln ſind. In ſolchen Fällen müſſen die Unterzeichner der betreffen=
Vorſchläge oder die Wahlvorſchlagsvertreter übereinſtimmend ſpäteſtens zwei gültig, wenn alle vollſtändig übereinſtimmen, andernfalls ſind ſie alle ungültig.
T. Schluß der Wahlhandlung.
chen vor dem Wahltag dem Verſicherungsamt gegenüber die Erklärung abgeben, daß
Zur feſtgeſetzten Stunde ſchließt der Wahlausſchuß die Wahl. Nur die am Schluſſe
Porſchläge miteinander verbunden ſein ſollen.
der Wahlhandlung im Wahlraum anweſenden Wähler dürfen dann noch von ihrem
III. Prüfung und Zulaſſung der Wahlvorſchläge.
Wahlrecht Gebrauch machen. Nach Schluß der Wahl werden die Stimmzettel in der
Das Verſicherungsamt verſieht die eingereichten Wahlvorſchläge getrennt für jeden
Urne durcheinander geſchüttelt und vom Wahlausſchuſſe die Zahl der Wähler, die ab=
lichen
Bezirk nach der Reihenfolge ihres Einganges mit Ordnungsnummern, prüft
geſtimmt haben, ſowie die Zahl der in der Urne befindlichen Wahlumſchläge der ver=
ſund
teilt etwaige Anſtände umgehend dem Wahlvorſchlagsvertreter mit. Die An= ſchiedenen Art nach der Wählerliſte feſtgeſtellt. Hierauf werden die Wahlumſchläge
de müſſen ſpäteſtens eine Woche vor dem Wahltag beſeitigt ſein. Bis zu dieſem geordnet und in einem verſiegelten Pakete mit der Wählerliſte und der Niederſchrift über
Ahunkt können Wahlvorſchläge auch zurückgenommen werden. Die zugelaſſenen die Wahlhandlung dem Großh. Kreisamt (Verſicherungsamt) zur Feſtſtellung des Wahl=
Ahlvorſchläge werden alsdann auf dem Gr. Kreisamt (Verſicherungsamt) zur Einſicht
ergebniſſes übermittelt.
Beteiligten ausgelegt.
Darmſtadt, den 8. November 1913.
Iſt ein vorgeſchlagener Bewerber nicht in der unter pos, I Abſ. 3 beſtimmten
Großherzogliches Kreisamt (Verſicherungsamt) Darmſtadt.
ſe bezeichnet, ſo wird der Wahlvorſchlagsvertreter zur Ergänzung der Bezeichnung
(23740dsi
I. V.: Dr. Michel.
fordert. Kommt er der Aufforderung nicht rechtzeitig nach, ſo wird der Name des
Darmſtadt, den 6. November 1913.
ollſtändig bezeichneten Bewerbers in dem Vorſchlag geſtrichen. Wird eine Erklä=
über
Annahme der Wahl, ſoweit ſie nach pos. I Abſ. 3 erforderlich iſt, trotz Er= Betreffend: Straßenunterhaltung, insbeſondere das Eindecken der Straßen und die
tung ſeitens des Verſicherungsamts nicht oder nicht rechtzeitig vorgelegt, ſo wird
Anlage von Kleinpflaſter.
Name des betreffenden Bewerbers ebenfalls geſtrichen.
Das Großherzogliche Kreisamt Darmſtadt
Perſonen, die auf mehreren Wahlvorſchlägen genannt ſind, werden durch Ver=
lung
der Wahlvorſchlagsvertreter zu einer Aeußerung darüber aufgefordert, welchem
An die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Whlvorſchlage ſie zugeteilt zu werden wünſchen. Erklären ſie ſich hierauf nicht recht=
Den nachſtehenden Beſchluß des Provinzialausſchuſſes teilen wir Ihnen wieder=
g
, ſo werden ſie demjenigen Vorſchlag zugerechnet, auf welchem ſie an oberer Stelle holt unter der Empfehlung mit, das wegen der Unterhaltung chauſſierter Orts=
Meſchlagen ſind. Stehen ſie auf mehreren Vorſchlägen an gleich hoher Stelle, ſo ſind 1 ſtraßen, die in den Zug von Hauptverkehrsſtraßen fallen, in der Zuſchrift Be=
Bemjenigen von ihnen zuzurechnen, welcher zuerſt eingereicht wurde. Sind die Vor= merkte beachten und wegen deſſen Durchführung das Geeignete veranlaſſen zu wollen.
üihe gleichzeitig eingegangen, ſo entſcheidet das Los. Auf den übrigen Vorſchlägen
Fey.
Fdiefe Perſonen dann zu ſtreichen.
Abſchrift
Enthält ein Wahlvorſchlag mehr Bewerber, als zugelaſſen ſind, ſo werden die=
Darmſtadt, den 17. Oktober 1912.
Großh. Provinzialbirektion
gen Vorgeſchlagenen geſtrichen, deren Namen den in der zuläſſigen Zahl vor ihnen
Starkenburg.
annten folgen.
Die Wahlvorſchläge ſind ungültig, wenn ſie verſpätet eingereicht werden, oder
An Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Win ſie nicht mit den erforderlichen Unterſchriften verſehen, oder wenn die Bewerber
Der Provinzialausſchuß hat unter dem 2. März d. Js., wie bereits früher mit=
in
erkennbarer Reihenfolge aufgeführt ſind, es ſei denn, daß die Mängel rechtzeitig
geteilt wurde, folgendes beſchloſſen:
kitigt werden.
1. die Kreisverwaltungen zu erſuchen, daß überall da, wo
Es wird hiermit zur Einreichung von Wahlvorſchlägen an das unterzeichnete
a) auf Kreisſtraßen, oder
Miamt (Verſicherungsamt), geſondert für Arbeitgeber und Verſicherte, ſowie bei Ver=
b
) auf Ortsſtraßen, die von Gemeinden unterhalten werden, die aber
Arien getrennt für jeden der beiden Bezirke bis ſpäteſtens 28. November ds. Js.,
in den Zug von Hauptverkehrsſtraßen fallen.
ſs 6 Uhr, aufgefordert. Nach dieſer Zeit eingehende Wahlvorſchläge können nicht
für die Straßenunterhaltung noch das ſogenannte Flickſyſtem (Eindecken der
rberückſichtigt werden.
Löcher der Straßenfahrbahn mit Schotterſteinen) beſteht, im Falle a) von
Die Stimmabgabe iſt an dieſe Wahlvorſchläge gebunden.
dem Kreiſe, im Fall b) von der Gemeinde, dafür Sorge getragen werde,
IV. Wählerliſten.
daß ſofort bei dem Eindecken der Schotterſtelne (alſo zu gleicher Zeit mit dem
Die Wählerliſten für jede Gemeinde können auf der Gr. Bürgermeiſterei in der
Eindecken und nicht erſt am folgenden Tage) ein Ueberdrcken der Schotter=
vom
29. November bis 4. Dezember eingeſehen werden. Etwaige Einwendungen
ſteine mit Grus, Kies oder Straßenabraum ſtattfindet;
n die Richtigkeit der Wählerliſten ſind bei Meidung des Ausſchluſſes ſpäteſtens bis
2. den Kreisverwaltungen mitzuteilen, daß es ſich empfehlen wird, auf den=
6. Dezember, abends 6 Uhr, unter Beifügung der Beweismittel bei dem unter=
jenigen
Kreisſtraßen, die als Hauptverkehrsſtraßen anzuſehen ſind, von
Uineten Kreisamt (Verſicherungsamt) einzulegen. Wir verweiſen jedoch ausdrücklich
dem Flickſpſtem zum Walzen überzugehen, inſoweit nicht mit Rückſicht auf
unſere Bekanntmachung vom 4. Oktober 1913, abgedruckt im Amtsverkündigungsblatt
die zu ſtarke Abnutzung einzeiner Straßenſtrecken die Anlage von Klein=
113, 114 und 115, wo unter III. beſtimmt iſt, daß Wahlberechtigte, die ſich nicht in die
pflaſter auf dieſen Strecken geeignet und finanziell gerechtſertigt erſcheint.
Whlerliſte haben eintragen laſſen, zur Wahl auch dann zugelaſſen werden, wenn ſie ſich
Großh. Kreisamt erſuchen wir wiederholt und dringend, gefälligſt dafür Sorge
(23497id
ihre Wahlberechtigung gehörig ausweiſen. Dort iſt auch des Näheren ausgeführt,
zu tragen, daß der Beſchluß überall entſprechende Durchführung findet.
A rls genügender Wahlausweis anerkannt werden wird. Es empfiehlt ſich, einen
gez.: Fey.
Allen Ausweis mit Rückſicht auf die Beſtimmung unter pos. VIII Abſ. 1 auf alle Fälle
W ahl mitzubringen.
An die Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
V. Wahlberechtigung und Wählbarkeit.
Wir laden Sie und die Herren Beigeordneten ein, ſich zur Beſprechung ver=
Wegen der Wahlberechtigung verweiſen wir auf unſere Bekanntmachung vom
ſchiedener Verwaltungsangelegenheiten am
ktober 1913, abgedruckt im Amtsverkündiguugsblatt Nr. 113, 114 und 115 und heben be=
Donnerstag, den 20. November 1913, vormittags 10½ Uhr,
Allers hervor, daß Arbeitgeber für je einen verſicherungspflichtigen Beſchäftigten, der
im Rathausſaal zu Eberſtadt einzufinden.
MAllgemeinen Ortskrankenkaſſe anzugehören hat, eine Stimme führen.
Darmſtadt, den 10. November 1913.
Wählbar ſind nur volljährige Deutſche, und zwar als Vertreter der Arbeitgeber
(23676
le, die für ihre verſicherungspflichtig Beſchäftigten Beiträge an die Kaſſe zu zahlen
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Wn, wenn ſie ſchon beſtünde, und als Vertreter der Verſicherten ſolche, die bei der
Fey.
lſe werſichert ſein werden. Für die Wählbarkeit ſtehen den Arbeitgebern bevollmäch=
Die bei Berechnung der Lieferungen für die Armee zugkunve zu legenden Durch=
A Betriebsleiter, Geſchäftsführer und Betriebsbeamte der beteiligten Arbeitgeber
9. Nicht wählbar ſind Mitglieder einer Behörde, welche Aufſichsbefugniſſe über die ſchnittsmarktpreiſe im Kreiſe Darmſtadt haben im Monat Oktober 1913 für Hafer
18 Mk., für Heu 7 Mk., für Stroh 5 Mk. pro 100 Kilo betragen.
(23877
hat. Nicht wählbar iſt ferner:

[ ][  ][ ]

Amtsverkündigungsblatt Großherzoglichen Kreisamts Darmſtadt. Donnerstag, den 13. November 1913
Nummer 126.
Samstag, den 29. November d. Js., vormitags 100 Uhr,
Bekanntmachung.
auf Station Erzhauſen (Empfangsgebäude)
Die Königlich Preußiſche und Großherzoglich Heſſiſche Eiſenbahndirektion Mainz anberaumt.
Einwendungen gegen die Anlage ſind bei Meidung des Ausſchluſſes
beabſichtigt, auf der Station Erzhauſen zwei Ueberholungsgleiſe anzulegen.
Der Plan und die Beſchreibung der Anlage liegen in der Zeit von Montag, dieſem Termin vorzubringen.
Darmſtadt, den 19. November 1913.
(23)
den 17., bis Montag, den 24. d. Mts. einſchließlich auf der Großherzoglichen
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Bürgermeiſterei Erzhauſen zu jedermanns Einſicht offen.
J. V.: Dr. Reinhart.
Termin zur landespolizeilichen Prüfung wird auf
Käu
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Die Niederdruck=Dampf=
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
heizungsanlage

Vom 1. November 1913 ab habe ich
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 1 Rottweiler (zugelaufen). Die Hunde können von denfür das Eintrittsgebäude des Kran=
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Ver=kenhauſes ſoll vergeben werden.
ſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, Bedingungen liegen bei dem
Sonntags keine Sprechstunden
(23696 unterzeichneten Amte, Grafenſtraße
vormittags 10 Uhr, ſtatt.
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3

[ ][  ][ ]

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Nummer 274.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 13. November 1913.
Seite 13.

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hier
eintreffen. Etwas beruhigt und froher Hoffnungen mand noch in Händen und Schränken gehabt. Und wie
Frau Melodie.
voll kam ſie heim und ſchloß ſich wieder in ihr Zimmer ganz anders würde Joſef mitgenießen als jener, der alles
Roman von Carl Conte Scapinelli.
ſchon gewohnt, dem alles ſchon bekannt, der alles ſchon
ein und überlegte.
(Nachdruck verboten.)
Diesmal wenigſtens mußte er ihren Notſchrei hören, genoſſen? Und immer mehr redete ſie ſich in dieſen gro=
Sie überlegte, was zu tun ſei. Wie ein Rettungs=
diesmal
mußte er kommen, ſie aus der Gefahr befreien, ßen Erfolg hinein und in die ſchöne Zeit, die für ſie dann
füer erſchien ihr, vor allen Lockungen des Reichtums
in die ihre Launen, ihre Sprunghaftigkeit ſie getrieben, kommen würde.
ſoſef Rittner! Nur ſich nicht verkaufen, zu ihm fliehen,
Sie ſah plötzlich auf die Uhr. Jetzt hätte ſchon ein
Er ſollte endlich durch ſeine ſtarke Fauſt ſie bezwingen,
in reinen Melodien ihrer Liebe horchen, nicht den klir= mitnehmen mußte er ſie, herausreißen aus dieſer muffigen Rücktelegramm da ſein können, aber nein, er würde ſicher
nden des Geldes.
keines ſchicken, er würde ſelbſt kommen. Früher, da er noch
Luft, die alle dummen Gedanken groß werden ließ.
Und ſie wartete und freute ſich ihres raſchen Ent= beim Regiment angeſtellt war, da war es etwas anderes,
Zu ihm fliehen, ihn wieder ſehen, ihn wieder hören,
won ſeinen Weiſen wieder ſelig betören laſſen! Aber ſchluſſes. Morgen um die Zeit war er da, alle Qualen da brauchte er Urlaub, war gebunden, aber jetzt war er
i ühm war ja die andere. Wenn er die liebte, ſo wie waren zu Ende, alle Zweifel, alle Eiferſucht hatte er ihr frei, da ſetzte er ſich einfach in den nächſten Zug und fuhr
Das konnte nicht ſein, das durfte nicht ſein. Und längſt von den Lippen geküßt. O, ſie wollte ihm nicht her. Sie war ganz heiter geworden, ſie ſchob den Riegel
m, dann mußte ſie um ihn kämpfen. Würde ſie nicht, zürnen ob dieſer Lina! Auch er konnte das lange Harren von der Türe, ſie rief nach dem Mädchen, ſie hatte Hunger
neife Frau, ſiegen müſſen? Eines gab es, einen Aus= nicht ertragen, auch ihn führte es einem andern Weſen bekommen und hieß für ſie und ihre Mutter gemeinſam
ohne Kampf ihn zu erobern: ihn zu ſich zu bitten. langſam und ſicher zu. Sie wollte mit ihm gleich nach zum Abendbrot zu decken.
Wenige Minuten ſpäter kam ſie ins Eßzimmer,
ſollte die Reiſe nicht ſcheuen, ſie hatten ſich ſolange Wien fahren, ihre Hochzeit betreiben. Wenn er erſt an
Uht geſehen. Er ſollte kommen, hier, hier würden ſie ihrer Seite war, dann wollte ſie gerne in Ruhe den Er=lachend, erfreut begrüßte ſie die Mutter: Biſt Du mir bös,
finden. Wenn er erſt vor ihr ſtand, dann war alles folg ſeines Werkes abwarten, und wenn dieſe eine daß ich ſo grob war?
Die Alte ſeufzte und meinte: Wenn nur dem unleid=
ſt
, dann verblichen die goldenen Lockungen Bergauers, Operette nicht einſchlüge, dann ſollte es eben die nächſte
nr ſiegte die Liebe, dann ſiegte die wirkliche Lebens= ſein. Spielend, im Taumel ihrer Liebe, wollten ſie ge= lichen Zuſtand, in dem Du Dich befindeſt, ein Ende ge=
macht
würde: Heirate endlich! Den oder jenen!
d Herzensmelodie.
meinſam an ein neues Werk gehen.
Nein, nur den, den einzigen, den einen, den Joſefl und
Ganz heiter wurde ſie, als ſie an die Zukunſt dachte.
Sie wollte ihm telegraphieren. Nur nicht erſt lange
ſreüben. Jäh mußte ſie ihn aus allen Vorhaben, von Der andere ſollte ſeine Berge Gold behalten, die ſein! trällernd begann ſie den Walzer zu ſingen, den Irrwiſch=
anderen
losreißen. Sie nahm ein Blatt Papier: Er= Vater für ihn aufgeſpeichert. Zu zweit, ſie und Joſef, walzer.
ſrte Dich, habe wichtige Unterredung, für die Zukunft wollten ſie für ſich durch ihre Arbeit ſich den Luxus eines
Sie nahm der Mutter die Näharbeit ab und zündete
tſcheidend. Irma.
ſorgenloſen, reichen Lebens erringen. War es nicht ſchö= mehr Lichter im Zime Selle will ich um mich
Sie nahm ſich keine Zeit, einen Hut aufzuſetzen. Wie ner, zuerſt gemeinſam ſich eingeſchränkt zu haben und dann haben!
war, lief ſie zur Poſt. Er konnte am Spätnachmittag zu praſſen? Neuerworbenes Geld mit vollen Händen aus=
Das koſtet zu viel Geld! ſchalt die Mutter.

[ ][  ][ ]

Nummer 274
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 13. November 1913.
Seite 14.
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diskret und verabſchiedere ſich. Ekel! dachte ſie. Na,
Du biſt wie ausgewechſelt, Kind, was iſt’s denn?
Morgen geſtärkt und gekräftigt. Sie fand, daß ſie präch=
Nichts iſt’s, entſchieden hab’ ich mich!
tig ausſah. Sie war heute einmal mit ſich ſelbſt ſehr zu= ſchadenfrohe Kerl würde ſchauen!
frieden.
Wozu, ſprich doch, quäl einen nicht!
Endlich ſollte der Zug eintreffen. Ihr Herz pochte
Der Mutter wollte ſie gar nichts verraten, es ſollte hörbar. Wenn er nicht käme? Aber nein! Nein,u
Sei nicht neugierig, Mutter, das ſteht Dir nicht gut.
Begnüge Dich damit, daß Deine große Tochter guter eine Ueberraſchung für ſie ſein, eine freudige, die ſie von innere Stimme ſagte ihr, er kam, er brachte ihr
vielen Sorgen befreite. Auch Bergauer ſollte nichts er= Rettung!
Dinge iſt!
fahren, bis ſie ſich mit Joſef ausgeſprochen und ihm als
Jetzt fuhr der Zug ein, an den Wagenfenſtern m
Du biſt zu launenhaft!
Antwort vielleicht ihr gemeinſames Bild ſenden konnte. nichts zu ſehen. Er erwartete ſie eben hier nicht. Si
Aber es ſteht mir gut, gelt?
Sie aßen gemeinſam zu Nacht. Dann ſetzte ſich Irma Sie kicherte bei dem Gedanken, wenn ſie unter das Braut= erſten Reiſenden ſtiegen aus. Er war nicht darun=
ans
Klavier und begann luſtige Weiſen, Tänze, Kouplets, bild ſchreiben konnte: Dies als Antwort!
Weitere kamen, immer dünner wurde der Strom. S
Den Vormittag über war ſie hinter den Dienſtmäd= konnte ihn nicht entdecken. Sie ſtarrte auf den Zug, ſtarge
Lieder zu ſingen.
chen her, daß alles heute beſonders rein gefegt und ſauber jeden Ausſteigenden an, die Schranken wurden wieder u
Die Mutter wurde müde: Ich geh’ ſchlafen, Kind!
Laß Dich nicht aufhalten, Mutter. Ich hab’ heute kei= geputzt würde. Seit Wochen hatte ſie ſich nicht um den ſchloſſen. Er war nicht gekommen.
Haushalt gekümmert, ſelbſt in der Küche ſah ſie nach und
Eine Hoffnung: er hatte den Anſchluß verſäumt. S
nen Schlaf!
Sie ſah zur alten Uhr auf der Komode. 10 Uhr war bat, das Mittageſſen rechtzeitig fertig zu ſtellen, da ſie nach erkundigte ſich, wann der nächſte Zug, der am Kreuzungp
punkt abging, eintreffe. Abends um acht Uhr, hieß es.
es. Nun ſaß er ſchon im Zug. Mit jeder Minute kam er Tiſch ſpazieren gehen wollte.
Soll ich Dich begleiten? fragte die Mutter lauernd.
Langſam machte ſie ſich ans Nachhauſegehen. Hier würr
ihr näher. Sie nahm einen Fahrplan und verfolgte die
Nein, ich gehe allein, aber vielleicht bringe ich ſie nicht die Geduld und die Sammlung haben, ihn zu
Zeit und die Stationen, wo er jetzt war.
warten.
Ein wenig unverſchämt war es ſchon, ſo aus allem ihn wen mit!
Gleich nach dem Eſſen trieb ſie die Unruhe fort, dem
Sie ging gleich in ihr Zimmer und riegelte zu, mn
zu reißen, ihn ſtundenlang mit der Frage ſich quälen
zu laſſen, was ſie eigentlich von ihm wollte? Aber gerade Bahnhof zu. Eine halbe Stunde zu früh kam ſie dört an, jetzt von der Mutter nicht mit Fragen beſtürmt werdee
das machte ihr Spaß, es war eine gerechte Strafe für ſeine und es hieß, der Zug habe Verſpätung. Sie bummelte ein Nur jetzt allein ſein können. Wenn er die Abſicht gehagl
Lauheit, in eiger langen Eiſenbahnnacht alle möglichen wenig in der Bahnhofgegend. Seffreck, der in dem Viertel hatte, nicht zu fahren, hätte er doch gleich abtelegraphies.
Gedanken in ſeitem Hirn hin und her wälzen zu müſſen. wohnte, lief ihr in die Arme und fragte nach ihrem Be= Das war nur natürlich. Alſo mußte er doch kommen
Es war weitgach Mitternacht, als ſie endlich ins Bett finden und ob ſie wen am Bahnhof erwartete. Sie meinte,
(Fortſetzung folgt.)
gir Und durch ſe freudigen Gefühle, in denen ſie ſich er ſolle mit warten, wenn er neugierig wäre. Er ſchmuns

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Unter
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1915)
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[ ][  ][ ]

(ummer 272)
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Fäſſer, Gu
(23592m
N
prima trocken, dill
Benmer Mk. 14
on 190
(2h

MNummer 274.
Seite 15.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 13. November 1913.
reden zu dem daher von vornherein ziemlich ausſichtzloſen Rehrodukionen verücſchtigt. A. Harlebens Verlag in
Kampf entſchloſſen.
Wien und Leipzig.
Zahn-Créme
sr Die deutſchen Hockeyſpieler in England geſchlagen.
Bürger, G. A., Des Freiherrn von Münch=
Die unter dem Namen Wanderer ſpielende repräſenta= hauſen Reiſen und Abenteuer. 1. Ausgabe.
tive Hockeymannſchaft des Deutſchen Hockeybundes erlitt! Für die Jugend im Alter von 11 bis 15 Jahren bearbeitet

eine weilere ſchwere Niederlage. Einer Meldung von Franz Hoffmann. Mit 8 Tondruabildern und 32
6
*3 aus London zufolge unterlagen die Wanderer mit 0:8 Textilluſtrationen nach Federzeichnungen von Rolf Wink=

gegen eine zuſammengeſtellte Elf von Südengland. Dieler. 146 Seiten ſtark; Oktavformat. 10. Auflage: 1913.
Engländer lieferten trotz des ſtrömenden Regens ein vor= Gebunden in modernes Leinen mit fünffarbiger Prägung
Mundwasser
e
treffliches Spiel, gegen das die Deutſchen machtlos waren. nach einem Aquarell von Rolf Winkler und mit priginel=
lem
zweifarbigen Vorſatzpavier. 4,50 Mk. K. Thiene=
manns
Verlag, Stuttgart. Der Freiherr von Münchhau=
ſen
erzählt ſeine Abenteuer. Man muß ihn gern haben,
Stimmen aus dem Publikum.
Sport, Spiel und Turnen.
den alten Lügenvater, wenn er anfängt zu plaudern und
Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
Unter den erfolgreichſten deutſchen Schwimmern ſeinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 dez ſeine Erlebniſſe zum Beſten zu geben. Münchhauſens
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
vergangenen Saiſon (1. Oktober 1912 bis 30. Septem=
Reiſen und Abenteuer gehören zu denjenigen Büchern, die
1913) ſteht der junge Hans Luber (S. C. Poſeidon=
Darmſtadt wird Großſtadt! Das kam einem wieder ewig neu bleiben werden und die jeder geleſen haben muß.
irlin und Darmſtädter Schwimmklub Jung=
eutſchland
) bei weitem an erſter Stelle. Er war in zu erhebendem Bewußtſein gelegentlich der Beförderung
zum Deutſchen Feſte durch unſere Elektriſche. Die Scharen
Gewinnanszug
Rennen ſiegreich und außerdem an 16 Stafettenſiegen der Beſucher an den drei Abenden waren gezwungen, den
der
eiligt. Luber gewann viele klaſſiſche Konkurrenzen, Weg von der Halteſtelle Ecke der Eliſabethenſtraße oder
3. Preußiſch-Fnddentſchen
die deutſchen, ungariſchen, öſterreichiſchen Meiſterſchaften Heidelberger Straße bis zum Saalbau zu Fuß zurückzu=
Springen, ferner die Meiſterſchaften von Deutſchland, legen, zeitweiſe bei ſtrömendem Regen, die Damen in (229. Königlich Prenßiſchen) Klaſſenlotterie
iterreich und Berlin im Mehrkampf. Als nächſter hellen Kleidern und leichten Schuhen. Allerdings verzich=
5. Klaſſe 4. Ziehungstag 11. November 1913
ſlat Oskar Schiele (Magdeburger S. C. 1896), der in teten viele unter dieſen Umſtänden überhaupt auf die Be=
Rennen als Erſter einkam. Schiele, zurzeit der beſte nutzung dieſes unpraktiſchen Verkehrsmittels. Es iſt doch
Auf ede gerogene Aunmer ſind wet gleig oße Gewimne
frtſche Langſtreckenſchwimmer ſiegte u. a. in der deut= ein unerhörter Mißſtand, daß es zu dem Hauptvergnü=
eLoſe
gleicher Nummer
gefallen, und zwar je einer auf bi
in den beiden Abteilungen 1 und II.
hn Meiſterſchaft über 1500 Meter, in der Berliner 500= gungslokal der Stadt keine direkte Fahrgelegenheit gibt,
Kiter=Meiſterſchaft und gewann außerdem das klaſſiſche zumal die Schienen bis zum Saalbau führen und es ein
Gachduck verbdolen)
(Ohne Gewühr u. Stcl. ſ. 3)
ſchwimmen um den engliſchen Königspreis zum fünſten Leichtes wäre, die Wagen wenigſtens abends weitergehen
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
ſale, gegen welchen Erfolg allerdings ein von dem zu laſſen. Solange derartige kleinſtädtiſche Verhältniſſe
240 Mk. gezogen:
lweiten, Dr. Morris, eingebrachter Proteſt ſchwebt.
herrſchen, ſollte man die oben angeführte hochtrabende
2 Gewinne zu 40 000 Mk. 4123
dritter Stelle folgt Georg Kuniſch (S. C. Boruſ= Redensart lieber unterlaſſen.
2 Gewinne zu 10 000 Mk. 160344
Seleſia=Breslau) mit 23 erſten Preiſen darunter der
4 Gewinne zu 6000 Mk. 50541 127161
=Meter=Meiſterſchaft von Oeſterreich. Mit 21 erſten
74 Gewinne zu 3000 Mk. 113 10116 25767 83158
Gegen Bodenreform und Sozialismus.
litzen nimmt Erich Otto (S. C. Frieſen=Berlin) den
30023 46773 63136 64sb2 91375 67251. o7at7 103090
ſerten Platz ein. Der deutſche Meiſter über die kurze
Am verfloſſenen Dienstag tagte in Berlin eine von
105205 121128 122554 126864 128088 128616 130104
trecke, Kurt Bretting (S. C. Heſſas=Magdeburg), mehreren hundert Delegierten beſuchte Verſammlung, die
142859 143763 149951 154738 160693 164138 170128.
ſichte es auf 16 Siege. Die vorſtehenden Mitteilungen geeignet war, die Blicke weiter Kreiſe des Mittelſtandes
171344 173326 179951 192820 197630 200898 205648
inehmen wir der Poſt vom 6. d. M. Sie ſind auch für und der Haus= und Grundbeſitzer auf ſich zu lenken. Es 207542 206607 212064 230996
ſſere hieſigen Sportkreiſe von Intereſſe. Hans Luber war die erweiterte Präſidialſitzung des Schutzverbandes
136 Gewinne zu 1000 Mk. 4519 5542 9209 10839
ſied ſich, wie im Vorjahre, auch an dem dieswinter= für deutſchen Grundbeſitz. Auf breiter Baſis wird von nun
81202 3326d 33993 37071 37246 36415 36827 426a9
lchen Schwimmfeſt ſeines hieſigen Klubs an von dieſer Seite der Kampf gegen die ſeit Jahren, be=
44240 62335 57763 61750 63562 64930 65038 76262.
keiligen, das vorausſichtlich am 11. Januar ſtattfindet. ſonders von dem ſtädtiſchen Grundbeſitz zu tragende Dop= 77446 78524 82382 84227 86561. 89369 91428 104339.
lich der Kurzſtreckenmeiſter Bretting wird am Start zu pelbeſteuerung, ja der vierfachen und fünffachen Beſteue=
105040 100100 11915 114121 117173 121725 123054
ſwarten ſein.
rung, des Grundbeſitzes geführt werden. Der Kampf wird 126051 132936 134203 136800 142084 144525 149019
* F. C. Olympia 1898. Am Sonntag, den 16. d. M.,
153984 154004 158059 159725 161613 162443 163251.
jener Richtung gelten, die unter dem Stichwort nationale
ſifft Olympia auf dem Sportplatz an der Heidelberger Wirtſchaftspolitik die hohen Staatsſtempel und die Wert=
175318 175404 178520 182663 166257 187350 195132
ſtaße auf Germania=Ludwigshafen. Ger= zuwachsſteuer ſchuf und ſchaffen half, Steuern, die
195397 198194 199024 200021 200870 206239 210401.
ſkrig, eine äußerſt zähe Mannſchaft, ſteht zwar mit am durch ihren geradezu konfiskatoriſchen Charakter den 213470 215640 230801 230887 23300s
214 Gewinne zu 500 Mk. 3574 6083 8970 16263
ſde der Tabelle, hat aber auch nur gegen den hieſigen Grundbeſitz in unverantwortlicher Weiſe belaſten und
18474 20688 22652 24018 34125 38016 39692 41355
ſortklub 211 verloren, da die Germanen, arg vom Pech Eriſtenzen vernichteten. Iſt es doch dahin gekommen,
42669 45514 46645 48453 50290 50794 52984 63093
folgt. zwei Elfmeter vorbeiſchoſſen. Die 2. Mannſchaft daß der Grundſtückswechſel ſich faſt nur noch in der Form
6a35s broös 56r20 Go2d2 6275a G6sos 71125 71a0s
Libt ſich nach Worms, um das Rückſpiel gegen die der Zwangsverſteigerung ſollzieht. Es iſt leicht erklärlich,
75206 79253 83649 84573 87928 89470 91701 93595
Litige Alemannia auszutragen. Die 3. Mannſchaft
daß die Erbitterung der durch die genannten Abgaben Be=
95153 96416 98727 99309 102527 102977 10324g
ſielt um 12½ Uhr auf dem Olympiaſportplatz gegen die laſteten nachgerade mit elimentarer Gewalt gegen die=
107469 110722 111626 113415 114105 116311 122440
Mannſchaft des F. C. Langen. Die 1. Jugendmann=
haft
der Olympia ſpielt in Weinheim gegen den dor= jenigen losbricht, die ihnen dieſe Steuern aufhalſten:
123843 124723 130444 130762 130985 132607 184506
gegen Bodenreformer und Sozialiſten. Man kann es ſich
135526 135934 138742 144477 145087 147613 148145
Ien F. C.
* Pferdeſport. Auf der Strausberger Wald= nicht verſagen im Angeſichte der in unſerer Stadt bevor=
148882 15077a 152227 152245 154689 158273 158486
geht heute der drittletzte Renntagſtehenden Stadtratswahlen darauf hinzuweiſen, daß ſich
150090 181019 162418 170755 1752a0 17536s 17001s
hn
ſſtfer Saiſon vor ſich. Am Sonntag folgt nach Rathenow dieſe Feinde des Mittelſtandes und Grundbeſitzes auch in
175105 193175 197520 186125 199026 190520 19050
am Montag zum Kehraus wieder Strausberg. Heute unſerer Stadtverwaltung breit machen und noch mehr 191500 191547 191761 103364 193420 199142 200012
201290 204429 207940 207969 21083a 210598 212594
ünnerstag ſtehen wiederum ſehr ſtarke Felder in Aus= breit zu machen ſuchen. Neben dem Grundbeſitz hat der
ſt, trotzdem die beliebten einleitenden Flachrennen im geſamte Mittelſtand das größte Intereſſe daran, daß kein 213286 214622 217328 216925 221394 225677 227958
ecrmene
ſogramm fehlen, da nach den neuen Renngeſetzen um Anhänger bodenreformeriſcher oder ſozialiſtiſcher Richtung 230537
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
Jetztzeit keine Flachrennen mehr gelaufen wer= zu einer einflußreichen Betätigung dieſer Ideen kommt.
240 Mk. gezogen:
ürfen. Bürgermeiſter, Whiſpering, Captain, Planet, Jeder Eingeweihte weiß es, daß keine Vorausſage der
2 Gewinne zu 10000 Mk. 9333
pühmus und Toto ſollten in den einzelnen Konkurren= Bodenreformer eingetroffen iſt, daß aber Unglück auf Un=
4 Gewinne zu 5000 Mk. 18982 88096
glück durch ihren Einſluß heraufbeſchworen wurde. Es
i Front enden.
64 Gewinne zu 3000 Mk. 3153 5400 6737 8564
Sraber=Jährlings=Auktion in Ruh=iſt weder eine Verbilligung des Grund und Bodens, noch
ien. Auf der Trabrennbahn in Berlin=Ruh=eine Herabſetzung der Mieten erzielt worden. Das Gegen= 18384 20428 30001 35607 40455 40894 43268 50168
5515d 55204 56139 60249 670a0 70716 71667 7799s
lben fand am Dienstag eine umfangreiche Auktion von teil iſt eingetreten! Die Aufwärtsbewegung der Mieten
91256 108116 117665 137166 136593 138879 150416
Füherpferden ſtatt. Es kamen die Aufzuchten des Deut=z. B. in den Städten iſt nicht der Willkür der Grundbeſitzer
197428 197763 201208 20490s 291867
hin Haupttrabergeſtüts Lilienhof, ſowie der Geſtüte zuzuſchreiben, ſondern ſie iſt die Folge davon, daß volks=
134 Gewinne zu 1000 Mk. 3253 11318 13364 21374
biederau und Raſzewy zur Verſteigerung, ferner einige wirtſchaftlicher Dilettantismus die Steuergeſetzgebung auf
kütkerſtuten, die die Traberzuchtkommiſſion zum Verkauf die ſchiefe Ebene falſcher ſozialiſtiſcher Theorien gedrängt 32449 36649 36663 36653 41617 45433 47916 51660
54342 54595 57013 57268 6a633 60077 73802 76169
Alte, und anſchließend hieran noch weiteres Traber=hat. In unſerer Zeit äußerſter wirtſchaftlicher Anſpan=
80594 83582 86931 89372 93212 93242 99542 99932
Uaerial. Das Hauptintereſſe vereinigte ſich auf die elf nung muß beſonders der Mittelſtand auf der Hut ſein, um
101053 107370 109395 111419 114658 114840 118242
Ehrlinge des Deutſchen Haupttrabergeſtüts Lilienhof, für nicht unter dem Einfluß der Verkündigung falſcher Lehren
122172 132248 133412 187815 138496 140037 143230
ſelinsgeſamt 39810 Mark, alſo der gute Durchſchnitt von und durch das Wirken von Idealiſten ins Verderben ge=
162776 169368 177645 179977 183571 183801 18685a
L. 8.
19 Mark, bezahlt wurde. Den höchſten Preis von 11000 ſtürzt zu werden.
197156 192215 199577 200058 202915 205607 20102
rk erzielte Rapunzel I., eine rechte Schweſter von
212798 215191 216000 216314 220164 220613 222977
lnke, die Herr P. Bolzani erſtand. Der Stall Germania
224269 23190 22379 238a7s
Literariſches.
ſſtarb nicht weniger als vier Jährlinge. Die Jährlinge
198 Gewinne zu 500 Mk. 3073 4481 10832 12955
Die Art, Behandlung und Wiederherſtellung der
Geſtüte Wiederau und Raſzewy erzielten nur geringe
13356 18586 20759 26264 27795 28439 29273 33576
Ftiſfe. Die Mutterſtute Eineraria wurde für 3100 Mark Oel=, Tempera= und Freskogemälde ſowie
39100 39190 497ög 45050 a750d 49471 39807 bices
der Aquarelle, Paſtelle, Miniaturen, Handzeichnungen und
76 61967 65012 63545
53236 55578 57605 58066 566
hn der Fürſtin zu Wied gekauft.
52 79044 84554 84909
r Das Befinden von Rütt, der am Sonntag auf der Bilddrucke. Nach langjährigen Erfahrungen und Verſuchen 64538 65469 66126 73697 78
87659 89648 90038 90137 90992 92498 9a172 94175
ſtriſer Winterbahn nach ſeinem Match gegen Hourlier zuſammengeſtellt von Ludwig Kainzbauer, Maler. Mit
96829 98845 99218 103352 104766 109966 114256
Meurger ſchwer ſtürzte und ſich eine Gehirn=32 Abbildungen. Dieſes Buch befaßt ſich mit der Erklä=
11472 11716 120476 122546 126563 126127 12808
ſchütterung ſowie eine Magenquetſchung zuzog, rung der einzelnen Arten des Bildes, deſſen Erhaltung,
132406 133553 139865 142024 145915 145919 146265
ſich erfreulicherweiſe gebeſſert, wenn Rütt auch Reinigung und im Beſchädigungsfalle deſſen Wiederher=
148468 149284 150517 152971 155203 157624 164607
über Kopfſchmerzen klagt. Ob der Weltmeiſter da=ſtellung (Reſtaurierung), welcher ein beſonders breiter
165556 165632 166062 160273 170845 173172 177647
nam Sonntag ſein Match gegen Lapize und Seres fah= Raum gewidmet werden mußte. Die Reinigung und Re=
1786a5 160291 196153 197104 193920 197464 202506
äkann, iſt noch ſehr fraglich. Das überraſchend ſchlechte ſtaurierung der Bilder iſt nach langjährigen Erfahrungen
203012 200076 208063 212915 213500 2167os 217727
bſchneiden Rütts am letzten Sonntag iſt auf eine ſtarke und Verſuchen niedergeſchrieben und beſonders ſind die auf
221507 223361 227190 229355 230431 232060
faltung zurückzuführen. Rütt hatte ſich nach langem Zu=Papier ausgeführten Malereien, ſowie die Kunſtdrucke und
Erfrischung
Jeden Tag eine Haut-
neu
belebt. Schon nach kurzem Gebrauch tritt
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S

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[ ][  ][ ]

Nummer 274,
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 13. November 1913.
Seite 16.
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eter 22
20
ur 6
Ern
u 10
Serie III Iim

leter

er 274)

1. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
v 274.
Donnerstag, 13. November.
1913.
Zur Genoſſenſchaftskriſe.
Außerordentliche Generalverſammlung der Landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaftsbank.
St. Darmſtadt, 12. November.
zu erwartenden Verluſt haben wir mit 50 haben von Nieder=Modau unbedingt kicher
In der Turnhalle am Woogsplatz fand heute nachmit= Prozentſehrwahrſcheinlich zu hoch gegrif= und gedeckt ſei. Die Ausführung des Herrn Dr. Hoffmann
ene außerordentliche Generalverſammlung der Land= fen. Wir wollten jedoch unſere Genoſſenſchaften gegen= bewahrheitete ſich und die Bank kam in großen Verluſt.
ſchaftlichen Genoſſenſchaftsbank ſtatt. Die Turnhalle über ausſcheidenden Mitgliedern ſicherſtellen. Unſer Ein=
Um nun den erwähnten Sanierungsfanatis=
blick
über das Geſchäftsgebaren unſerer Bank und dermus Ihrigs zu beweiſen, bringt Redner drei not=
überfüllt
.
Einzelgenoſſenſchaften hat uns die Ueberzeugung aufge= leidende Genoſſenſchaften: Ernſthofen, Lollar und Langs=
Wahl des Vorſtandes.
drängt, daß unſer Genoſſenſchaftsweſen, mit Aus= dorf. und mit denſelben die Entſtehung der V. B. 6 und
Da der Vorſitzende des Aufſichtsrats und die Stellver=nahme der jetzt notleidenden 20 Genoſſen= Sorgetragung Ihrigs um deren Reingewinn, zur Kennt=
es
abgelehnt hatten, den Vorſitz zu übernehmen,ſchaften, geſund iſt, ja, wir das Syſtem hochhalten nis Um die Bilanzen der notleidenden Genoſſenſchaften
den mehrfache Wahlvorſchläge gemacht, von denen an. müſſen. Bei unſerer Zentralkaſſe wünſchen wir, damit der zu ſtärken, veranlaßte Ihrig die Vorſtands= und Aufſichts=
Pinmen wurde die Wahl des Gen. Philipp Wolf=Aufſichtsrat mehr als ſeither die Verwaltung der Kaſſe ratsmitglieder, Büruſchaften gegen ſich ſelbſt, als Vertreter
lig zum Vorſitzenden und des Herrn Bürgermeiſter überwacht, eine dreigliederige Kommiſſion, welche alle 14 der Kaſſen, zu erklären und dieſe Bürgſchaftserklärungen
n ger=Eich zum Stellvertreter. Auch die Wahl derTage an Hand der Kaſſebücher die Geſchäfte einer Kon= zedierte der Bankvorſtand mit Uebernahme der Selbſt=
Bmzähler gab zu Auseinanderſetzungen Anlaß. Es trolle unterzieht und hierüber ein Protokoll niederſchreibt. bürgſchaft an die V. V. G.; alſo übernimmt indirekt die
den ſchließlich die Herren Oswald=Gernsheim, Laſſen wir uns von den hierfür notwendigen Koſten nicht L. G. B. die Bürgſchaften der einzelnen Vorſtands= und
idmann: Höchſt, Schmuck=Wendelsheim und zurückſchrecken. Hierdurch werden Männer aus unſeren Aufſichtsratsmitglieder der Kaſſen Dieſe Ungültigkeit der
hnidt=Echzell gewählt. Zum Protokollführer wurde Reihen befähigt, eine Stellvertretung im Vorſtand= ohne! Bürgſchaften gegen ſich ſelbſt mußte Ihrig wiſſen hatte
eien und iſt erſchienen Herr Notar Dr. Oſann.
Gefahren übernehmen zu können und den Aufſichtsrat auf er doch einen guten juriſtiſchen Berater. Ueber Ernſthofen,
Auf Anfrage wird feſtgeſtellt, daß 33 Genoſſenſchaften dem Laufenden zu halten, Zu unſerer Zentralkaſſe dürfen Langsdorf und Lollar gibt Redner dann Spezial=
in
zu ſpät erfolgter Anmeldung nicht ſtimmberechtigt wir das größte Vertrauen haben: zurzeit iſt ſie als die 53. berichte die im großen und ganzen bekannt ſind. Er
Von mehreren Seiten wird beantragt, feſtzuſtellen, Provinzialkaſſe der Preußenkaſſe zu be= ſtellt feſt, daß noch
Aiel Stimmen dadurch verloren gegangen ſind. Die trachten, arbeitet alſo mit preußiſchem Staatskredit und iſt
ſſtellung wird ſpäter erfolgen. Darauf wird in die einem Geldinſtitut angeſchloſſen, welches keinerlei Immo= Unregelmäßigkeiten nach dem 27. März1913
gesordnung eingetreten. Den
vorgekommen ſind; nämlich bei der Kaſſe Guntersblum.
biliengeſchäfte treibt.
Redner erwähnt dann den Fall, der in einigen Blät=
Wir brauchen alſo
Bericht über die Tätigkeit der Reviſions=
tern
nicht richtig dargeſtellt iſt.
Kommiſſion
keine weitere Zentralkaſſe,
Um Se Kgl. Hoheit den Großherzog zum 25jährigen
ſſtättet Herr Ofenloch=Finthen. Er führt etwa fol= wie es der Antrag des Freiherrn von Heyl vorſieht. Dieſes Jubiläum 1903 als Genoſſenſchaftler der L.G. B. zu ge=
ſdes
aus:
winnen, wurde die Kabinettskaſſe veranlaßt, Aktien zu
Geldinſtitut wäre unzweckmäßig und zu koſtſpielig.
Die Aufgabe war ſchwierig, da wir uns erſt in das
Bei unſeren ländlichen Genoſſenſchaften dürfen wir erwerben und zwar:
Kiebe der Bank einarbeiten mußten. Sechs Wochen mahnend bitten, ihr Arbeitsfeld im Sinne Raifſeiſens und 3000 Mk. Aktien der L.G. B.,
gwaren wir mit Herrn Dr. Hoffmann auf der Suche Haas allezeit einzuſchränken: Wenn einigermaßen mög= 2000 Mk. Aktien der R. G. B. zuſammen:
heinem tüchtigen Bücherreviſor. Entweder hatten die lich, ſoll der Wirkungskreis ſich nur über die Gemeinde er= 5000 Mk. Aktien, für deren Sicherheit die L. G. B. die Ga=
ſagten
keine Zeit, oder auch nicht den Willen, die ſchwie= ſtrecken. Gewiß iſt nichts dagegen einzuwenden, wenn rantie übernahm. Die Kuvmenskan: kann. Katürlich eine
und dabei verantwortungsvolle Arbeit zu überneh= Kaſſen wie in Rheinheſſen, die im Geld ſchwimmen, in Garantieleiſtung der L.G.B. gegen ſich ſelbſt nicht in An=
Nach Wochen waren wir ſo weit, daß ſich uns ein Nachbarorten, die vielleicht keine Kaſſe, oder eine ſolche mit ſpruch nehmen, dagegen gehen wenn verlangt, die
Unnter tüchtiger Bücherreviſor aus einer nahen Groß= wenig Barmitteln beſitzen, Kaufſchillinge übernehmen. Die 1 2000 Mark als Bürgſchaft der R. G.B.=Aktien
t für Ende Auguſt zur Verfügung ſtellte. Doch, meine Uebernahme der Kauſſchillinge auf ländlichen Beſitz halteverloren.
en, er verlangke proTag125 Mark und die Fahr= ich, wie ſie ſich in Rheinheſſen vollzieht, noch als gut gedeck=
Der Geſamtſchaden,
zweiter Klaſſe. Sie können ſich ſelbſt ausrechnen, ten Perſonalkredit. Kaufſchillinge und Hypotheken in ent= wofür der Vorſtand und Aufſichtsrat haftbar gemacht
ße unſere Unterkommiſſion, die Pioniere der Revi= fernteren Orten, oder gar in Städten oder Induſtriegegen= werden kann, wird ſich erſt nach buchmäßiger Abwicklung
inur ½ Jahr in Anſpruch genommen hätte. Unterdeſſen den zu übernehmen, halte ich für den ſchwerſten Fehler; feſtſtellen laſſen Er beträgt heute: etwa
Ern unſere Unterkommiſſionen, die Pioniere der Revi= ja, es hat verſchiedene Genüſſenſchaften zum Ruin geführt, 3 574 905, 71 Mark und bleibt die Zuſetzung noch
ſoweit vorgedrungen, daß wir den tüchtigſten Revi= denn der Ausſtand iſt ſehr ſchwer auf ſeine Sicherheit hin etwa weiter entſtehender Verluſtbeträge vorbehalten. Der
für unſere Sache in der Perſon des Herrn General= zu überwachen.
Schaden, wofür der Aufſichtsrat allein haftbar ge=
Piſors Moll erkannten.
Eine weitere gefahrvolle Klippe für unſere Genoſſen= macht werden kann, beträgt etwa 31000 Mark, und zwar
Herr Moll hat unſer Vertrauen in hohem Maße er=ſchaften iſt die Ausgeſtaltung zu Bankinſtituten. Zwingen wegen der Freigabe bezw. Rücknahme der Kautionen und
Aben. Danken muß ich an dieſer Stelle dem Reichsver= die örtlichen Verhältniſſe zu einer ſolchen Ausgeſtaltung, 1 Aktien Ihrigs.
t, insbeſondere ſeinem Anwalt, Herrn Gennes, für dann darf der Ausbau nur dann geſchehen, wenn im Vor=
Es iſt kein erfreuliches Bild was wir heute ge=
hi
ſofortige Bereitwilligkeit, uns Herrn Moll zur Ver=ſtand und Aufſichtsrat Männer ſind, die mit dem Wechſel= zwungen ſind, vor Ihnen zu entrollen. Es iſt auch ſicher=
ung
zu ſtellen.
und Scheckverkehr durchaus vertraut ſind. Treffen dieſe lich nicht das Ganze der Verfehlungen. Wohin Sie ſehen,
ifung der Bilanz und der ſeitherigen Vorbedingungen nicht ein, dann Finger davon. Der Wech= ſtoßen Sie auf verworrene, unüberſichtliche
ſelkredit darf nie den Kredit in laufender Rechnung über= Verhältniſſe und Zahlen. Mit Mühe und Not
Geſchäftsführung
ſchreiten.
mußte das, was wir Ihnen vortragen, zuſammengeſucht
unſere Aufgabe nach dem ſtenographiſchen Bericht der
Redner beſpricht dann die Frage, wie den Genoſſen=werden. Von keiner Seite war eine präziſe Auskunft zu
Ueralverſammlung vom 31. Mai d. J. Leider war ſie
ſſteng begrenzt. Die Bücher der Bank ſind ordnungsge= ſchaftskaſſen geholfen werden kann. Er ſchließt: Wir hal= erhalten. Eine Direktion, deren teilweiſe Unfähigkeit
ten es für angebracht, daß auch aus unſeren Kreiſen Sa= heute erwieſen iſt, deren ſelbſtgefälliges Gebaren anderer=
heführt
; hierin trifft die Leitung der Bank und deren nierungsvorſchläge gemacht werden. Dieſe Vorſchläge zu ſeits für wohlgemeinte Warnungen nicht zugängig iſt, hat
kimten kein Tadel! Unterſchlagungen konn=
keine
feſtgeſtellt werden. Anders ſteht es je= prüfen, wird Sache hoher Staatsregierung und unſerer jahrelang mit Ziffern als Werten operiert, die keinen
Volksvertretung ſein. Die finanzielle Hilfe wird nur vor= anderen Zweck hatten, als den Ausgleich der Bilanzen
mit der Verwaltung der Bank. Hier finden wir
Uſlbe Vertrauensduſelei, wie wir es bei ſchlecht geleite= übergehend zu geſchehen haben; denn, wenn der wirtſchaft= durch Zahlen zu markieren. Ein Aufſichtsrat, der eines=
ländlichen
Genoſſenſchaften geſehen haben. Der erſte liche Aufſchwung in Heſſen anhält und die Genoſſenſchaften teils von der Größe der geſteckten Ziele geblendet, die
Miktor, Herr Ihria, war der Allmächtige, der Allgewal=wieder das Vertrauen wie früher haben, wird es nur Wirkung der unter ſeiner Aegide vorgenommenen Trans=
eWer
ſeinen Motiven nicht huldigte war abgetan, einige Jahre dauern. bis wieder Geldüberfluß in den aktionen entweder nicht verſtand, oder ſie nicht erkannte,
oder andererſeits in blindem Vertrauen ſich um die ihm
Vorſtande ſpielte Herr Zobel eine recht kleine Rolle, heſſiſchen Genoſſenſchaften iſt.
Sicher iſt zu erwarten, daß den Gläubi=obliegenden Pflichten nicht kümmerte, vielleicht ſich auch
glaubte, in der Erfüllung ſeiner Pflichten, in den ihm
erſten Direktor überwieſenen Teilen der Verwaltung, ger=Genoſſenſchaften noch vor Neujahr gar nicht darum zu kümmern wagte, hat jahrelang ſtill=
Kaſſe= und Buchhaltungsüberwachung genug getan ungefähr810 Prozentihrer Forderungen ſchweigend alles das gutgeheißen was man ihm vorſetzte,
ſhaben. Er will Herrn Ihrig öfters widerſprochen haben, ſausgezahlt werden können. (Lebh. Bravo!) ja er hat ſogar, ohne ſich die Mühe zu machen, in ernſt=
die
Akten beweiſen, daß er dann doch des lieben Dieſe Form iſt jedenfalls beſſer, als die im Moratorium liche Prüfungen einzutreten, nachweislich der Protokoll=
bücher
die Handlungsweiſe unſerer Bankleitung unbeſehen
iedens willen ſeine Unterſchrift zu den ſchwerwiegend= zugeſprochenen 4 Prozent Zinſen.
gegen Angriffe von außen und innen, die ihm zu denken
Den
und verhängnisvollſten Geldüberweiſungen hergab.
ſeiner Ehre ſei es geſagt, daß er in Gemeinſchaft mit Bericht über die Tätigkeit des Vorſtandes und des Auf= Veranlaſſung hätten geben müſſen, verteidigt. Er hat im
wahren Sinne des Wortes, den Bock zum Gärtner ge=
Iin Becker, nachdem Herr Ihrig aus der Verwaltung
ſichtsrats
macht Als alle Welt bei der R. G. B. ſtutzig wurde und
ſchieden war, ſein ganzes Wiſſen und Können einſetzte, erſtattet Herr Arnold=Grüningen, der ſeinen ſehr um=
ſzu
retten, was noch zu retten iſt. Nun zu den Herren fangreicben Bericht in einen Vorbericht und einen Haupt= die Bayern Schwierigkeiten machten. beſchloß er, in bis=
heriger
Weiſe mit der R.G. B. weiterzuarbei=
Aufſichtsrats. Wir müſſen an dieſen Herren bericht einteilt. In dem Vorbericht heißt es:
ten, unter der Bedingung, daß der Herr Kommer=
be
Kritik üben. Jegliche Beleidigung liegt uns fern.
Nach Beſchluß der Generalverſammlung vom 31. Mai zienrat Ihrig gemeinſamer Direktor
an würde es aber im Volke nicht verſteh’n, wenn wir 1913 berichtet der Unterausſchuß der Reviſionskommiſſion
über: a) Verſehlungen des Vorſtandes, b) Verfehlungen blieb. Und als die Unkenrufe immer häufiger wurden
und ſich zu Vorwürfen und Anklagen verdichteten, da be=
Erſatzpflicht des Vorſtandes und
des Aufſichtsrats, e) Beteiligung der Reichsgenoſſen=
ſchloß
unſer verfloſſener Aufſichtsrat, daß mit Klage
Aufſichtsrats
ſchaftsbank A.=G d) Beteiligung der Verwaltungs= und gegen die Schreier vorgegangen werden ſollte der Herr
ſi dem gegebenen erdrückenden Material ruhen ließen. Verwertungs=Geſellſchaft G. m. b. H. Die Landwirt= Kommerzienrat Ihrig aber wurde gebeten, dadurch nicht
trachten wir nur, wie die Vorſtands= und Aufſichtsrats=ſchaftliche Genoſſenſchaftsbank A.=G. iſt zu=
mutlos
zu werden, ſondern ſeine Kraft auch fernerhin der
Uglieder in den verkrachten ländlichen Genoſſenſchaften, ſammenhängend mit der: Reichsgenoſſenſchaftsbank A.=G.,
Nieder=Modau, Ernſthofen, Langsdorf bluten mußten. Frankfurt a. M., Verwaltungs= und Verwertungs=Geſell= Bank zu erhalten.
Das ſagt Ihnen genug. Es iſt dahin gekommen, wo=
useſtimmen
, ob Milde walten ſoll, müſſen wir der Ge=ſchaft, G. m. b. H. Darmſtadt, Landwirtſchaftliche Treu=
hin
es kommen mußte und wohin einerſeits Größenwahn
Aralverſammlung überlaſſen Bei der Erledigung der handgeſellſchaft, G. m b H. Darmſtadt, Landwirtſchaft= und andererſeits Sorgloſigkeit, gepaart mit Leichtſinn
kſatzpflicht laſſen ſich zwei Wege einſchlagen. Entweder liche Hypothekenbank. A.=G. Frankfurt am Main.
Reviſionen fanden durch den Reichsverband in 1903, immer hinführen müſſen: Zum Ruin!!! Wir können
lie Herren bringen auf dem Wege der gütlichen Verſtän=
heute
mit einer kleinen Abänderung wie Kaiſer Auguſtus
gung im Verhältnis ihres Vermögens einen Teil unſeres 1904 1906, 1907, 1909, 1910 und 1912 ſtatt und erwähnen rufen:
elluſtes auf, oder wir ſuchen auf dem Klageweg die die Reviſionsberichte von 1909, 1910 und 1912 die
Ihrigund Haas, gebt unsunſere Millionen
ſſeinen haftbar zu machen. Seit 1909 ging es mit der
wieder!
B. mit Rieſenſchritten rückwärts. Der Sanie= Unregelmäßigkeiten Verſchachtelung und
Perſonal=Union
untgsfanatismus des Herrn Ihrig trug die
(Große Bewegung und Unruhe. Rufe: Sehr wahr!)
ſeiſte Schuld daran. Wäre der damals erkrankte Führer, als zu beanſtanden. Letztere tritt hervor, indem Ihrig,
Aus dem ſehr umfangreichen
ſetr Geheimerat Haas, zurückgetreten, ein tüchtiger Erſatz Direktor der L.G. B. und der L. C. B., Direktor der R. G. B.,
Hauptbericht
ſſeine Stelle gekommen, ſo wäre es eine Frage, ob Herr Aufſichtscat der V.V.G.: Haas Vorſitzender des Auf=
htüg
die gewagten Unternehmungen hätte beginnen kön= ſichtsrats der L.G. B. und des Aufſichtsrats der R. G. B., iſt folgendes von allgemeinem Intereſſe:
Herrn Ihrigs Allmacht ſteuerte das Genoſſenſchafts= vorübergehend auch Vorſitzender im Aufſichtsrat der L. C. B.
ffauf den Sand, auf dem es jetzt noch feſtſitzt. Der Direktor der heſſiſchen Verbandsgenoſſenſchaften. General= Der Vorſtand und ſtellvertretende Vor=
ſte
Schritt, um uns vor größeren Verluſten zu bewahren, anwalt des Reichsverbandes und Haas jr. Aufſichtsratsmit=ſtand der Landw. Genoſſenſchaftsbank A.=G.
iſthaftbar.
ar die Genehmigung des Moratoriums. Erfreulicher= glied der V.V. G. waren. Der Reviſionsbericht vom 12.
Nach Beſchluß des Aufſichtsrats vom 8. Dezember 1883
eiſe waren es nur 11 Genoſſenſchaften, welche das Mo= November 1910, welcher auf alles hinweiſt, und nament=
trium
nicht bewilligten. Ob dieſe noch fernerhin im lich in ſeiner Schlußbemerkung wurde nach vieler Mühe war der Vorſtand nicht ermächtigt, die Geldüberſchüſſe in
Aktienpapieren anzulegen; trotzdem beteiligte er ſich an
erbande verbleiben können, iſt u. E. zu ver=in der Wohnung von Ihrig geſunden. (Hört, hört!)
der Reichsgenoſſenſchaftsbank A.=G. mit 500 000 Mark
ſeinen. Ihr Fernbleiben war alles, nur nicht brüder=
Aktien. Der Vorſtand hat den § 2 des Geſellſchaftsvertra=
Die Bilanz von 1911
h genoſſenſchaftlich. =Wenn Sie wünſchen, gebe ich
iſt ſchon allein nach Kenntnis des Berichtes vom 12. No= ges überſchritten, der nur Bankkredit und Kommiſſions=
Uhn en die Namen bekannt. (Wird ſtürmiſch verlangt.
geſchäfte zur Förderung des Landwirtſchaflichen Genof=
fuirufe
.) Um unſere Bank vor dem Konkurs zu bewah= vember 1910 verſchleiert und wider beſſeres
n. mußten die Forderungen dieſer Genoſſenſchaften, die Wiſſen zur Kenntnis der Generalverſammlung gelangt, ſenſchaftsweſens, insbeſondere zur Befriedigung des Kre=
ilweiſe
klagend vorgegangen waren. aufgekauft werden. denn ſie enthält Werte, die vollſtändig wertlos ſind und dits der dem Verband der Heſſiſchen Landw. Genoſſen=
als
uneinbringlich hätten bezeichnet werden müſſen, trotz=ſchaften angehörigen Genoſſenſchaften zuläßt. Der Vorſtand
ie Forderungen betrugen ohne Zinſen 156 300 Mark.
dem wurde ein Reingewinn herausgerechnet und auch wagte es, der Generalverſammlung eine verſchleierte
Jetzt zur wichtigſten Frage:
verteilt. Die Bilanzwäre niemals genehmigt Bilanz für 1911 vorzulegen, denn die Ausführungen
worden, wenn der Beſchluß des Aufſichtsrats ek. III auf Seite 9 des Berichtes waren unwahr und wider beſſe=
Was geht verloren?
ſieſſe Frage kann auch heute noch nicht endgültig beant= 94 zur Kenntnis der Verſammlung gekommen wäre; jedoch res Wiſſen geſchehen. Der Vorſtand wußte genau daß in
Portet werden. Wir müſſen unſere geſamte Reſtreferve die einzige und eindringliche Gegenausführung des Herrn Nieder=Modau ein Verluſt entſtand und durfte daher dieſe
it 1,5 Millionen Mark in das Rückſtellungskonto über= Dr. Hoffmann als Konkursverwalter von Nieder=Ausführungen nicht in den Bericht aufnehmen, umſoweniger,
üheren. Der Reſt mit über 80000 Mark muß in der Re= Modau wurde niedergeſtimmt und außer Acht gelaſſen, durfte ein Reingewinn ausgeſchüttet werden und zur Ver=
twe
verbleiben, damit keine Ueberſchuldung entſteht. Den auf die Verſicherung Ihrigs hin, daß das Gut=teilung kommen. Ferner wagte er es trotz Beſchluß des

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 13. November
Seite 18.
Auſchsrats, wodurch der Rieder=Rodauer Fallin der ſund die N6.B, ſich damit beliaſten liet, von der 2 6.9,
Generalverſammlung einer eingehenden Beſprechung aber immer weitere Kapitalien erhielt, ohne etwas her=
unterzogen
werden ſollte, dieſen Beſchluß nicht zur Aus= einzuzahlen, hat die L.G. B. nicht nur ihren Direktor, ſon=
führung
zu bringen. Wäre dieſer Aufſichtsratsbeſchluß dern auch ſozuſagen den Direktor der R. G. B. bezahlt.
nicht vertuſcht worden, ſo wäre die verſchleierte Bilanz nie= Das Depot Ihrig bei der Bank wurde in der Zeit vom
mals genehmigt worden, und die Verfehlungen wären 9. Juli 1907 bis 27. März 1913 an dieſen zurückgegeben,
darunter am 9. Juli 1906 15000 Mark Kaution; insge=
ſchon
damals an den Tag gekommen.
Im Jahre 1909 gründeten verſchiedene heſſiſche Genoſ= ſamt betrugen ſeine deponierten Werte 25200 Mark.
Das Konto Zobel wechſelt vom 1. Januar 1909
ſenſchaften
bis 1. Januar 1913 abwechſelnd über 2000 Mk., bezw. 3000
die Verwaltungs= und Verwertungs=
Mk., bezw. 500 Mk. und ſo fort ab und ſchließt am 31.
Geſellſchaft, G. m. b. H.
Der Vorſtand eröffnete dieſer am 12. Mai 1909 ohne März 1913 mit einem Guthaben von 2,30 Mark. Das Kon=
Genehmigung des Aufſichtsrates ein Konto, welches am to weiſt große Vergütungen außer einigen kleinen Reiſe=
12. Oktober 1909 ſchon einen Soll=Saldo von vergütungen nicht auf. An Depot waren bei der Bank
1 163 23 2,90 Mark zeigte, was nur dem Sanierungs= hinterlegt vom 1. Januar 1900 bis 27. Dezember 1901
fanatismus Ihrigs zur Laſt zu legen iſt. Dieſe Arbeiten 15650 Mk., hiervon wurden zurückgegeben 13650 Mk., ſo
koſteten der Bank viel Geld und Zeit; große koſtſpielige daß heute noch ein Depot von 2000 Mk. Aktien der L. G. B.
Bürgſchaftsverpflichtungen wurden gegenüber der V. V.G. vorliegt.
Das Konto Geheimerat Haas weiſt bei den
übernommen. Kreditgewährungen ohne genügende Sicher=
heiten
und ohne Genehmigung des Aufſichtsrats ſind nach Abſchlüſſen einen Guthaben=Saldo per 1. Januar 1909
den Geſchäftsbeſtimmungen II Abſ. 3 und 11 unzuläſſig. 1 15 496,75 Mk., 1910 939,73 Mk., 1911 2557,62 Mk.,
Der Vorſtand hat hierbei den § 22 abſolut außer Acht ge= 1912 10479,52 Mk. 1913 9212,30 Mk. auf und
ſchließt am 28. Mai 1913 unter Berückſichtigung von
laſſen.
Aus Vorgetragenem ergibt ſich, daß der Vorſtand 78,10 Mk Zinſen mit einem Guthaben von 77,45 Mk.
und ſtellvertretende Vorſtand ſeine Pflichten nicht erfüllt! Am 27. März 1908 wurden 36000 Mk. und am 7. Sep=
hat
und haftbar iſt: 1. wegen Verletzung der §§ 2, tember 1909 14000 Mk. von dieſem Konto der Bank
21 und 22 des Geſellſchaftsvertrages; 2. wegen Verletzung für Handel und Induſtrie bezw. der Darmſtädter Bank
des Abſ. II, 3 und 11 der Geſchäftsbeſtimmungen, und zur Gutſchrift auf Konto Haas überwieſen. Bei der Ver=
zwar
die Mitglieder der letzten fünf Jahre: 1. Karl ſicherungsgeſellſchaft Nordſtern war Haas mit 100000
Ihrig= Darmſtadt, erſter Direktor; 2. Valentin Mk. verſichert; zu weſſen Gunſten, konnten wir nicht feſt=
Zobel zweiter Direktor; und als ſtellvertretende Vox=ſtellen. Zu den jährlichen Prämien leiſtete der Heſſiſche
ſtandsmitglieder 3. Karl Bichmann, Geh. Regierungs= Verband einen jährlichen Beitrag von 500 Mk. Es liegt
rat, Darmſtadt; 4. Dr. Auguſt Heidenreich=Erben, ferner eine Quittung vom 3. Januar 1910 von der Ren=
tenanſtalt
A.=G., in Darmſtadt vor, wonach an dieſe 3150
Darmſtadt; 5. Ludwig Strecker=Darmſtadt.
Mk. Prämien bezahlt wurden. Ob dieſe für eine Rente
Der Aufſicht srat iſt haftbar.
oder Lebensverſicherung bezahlt, konnten wir nicht in
Der Aufſichtsrat wird unumwunden zugeben müſſen, Erfahrung bringen, da uns jede Auskunft verweigert
daß er den oben erwähnten Gründungsbeſchluß und die wurde. Vom 22. Februar 1913 liegt ein Schriftſtück vor,
§§ 2, 28 und 31 des Geſellſchaftsvertrages und die Ge= worin die Kinder Haas’ ihre Mutter für die alleinige
ſchäftsbeſtimmungen durchbrach. Der Aufſichtsrat hat, ohne Erbin ihres verſtorbenen Vaters erklären. Infolgedeſſen
die Geldbedürfniſſe der angeſchloſſenen Genoſſenſchaften wurde das Konto Haas durch die Zuſätze Frau und
prüfen zu können, der Landwirtſchaftlichen Reichsgenoſſen= Witwe in ein Konto Frau Geheimerat Haas Witwe‟
ſchaftsbank, G. m. b. H., ein Depot von 1 Million umgewandelt, und von dieſer das Konto=Guthaben ab=
auf
fünf Jahre, vom 1. April 1904 bis 1. April 1909, feſtgehoben. Ein anderes Guthaben beſaß Haas bei der
gegeben. Der Depotſchein fehltl. Die Geſamt=! Bank nicht. Als Depot ſind bei der Bank heute 1000 Mk.
beteiligung betrug ſchließlich 500 Aktien 500000 Mark. L. G. B.=Aktien hinterlegt.
Der Nieder=Modauer Kreditverein meldete am
Auch bezüglich der meiſten übrigen Konten wird
16. Dezember 1911 Konkurs an. Trotz Beſchluß des Auf=feſtgeſtellt, daß dieſe abgehoben und nur ein De=
ſichtsrats
, wodurch der Nieder=Modauer Fall in der Gene= pot von 1000 Mark Aktien von L.G.B. vorhanden
ralverſammlung einer eingehenden Beſprechung unterzogen iſt, was wiederholt grimmige Heiterkeit auslöſt. Profeſſor
werden ſoll, kommt Ihrig dieſem Beſchluß nicht nach. Dr. Hönig hatte insgeſamt vom 20. Mai 1904 bis 12.
Hätte eine eingehende Beſprechung mit Drängen des an= Februar 1912 an Wertpapieren der Bank übergeben
weſenden Aufſichtsrats ſtattgefunden, ſo wäre die Bilanz 42200 Mark und am 20. März 1913 41 200 Mark
für 1911 niemals genehmigt worden, und muß hier ſchon zurückerhoben, ſo daß ſich nur noch 1000 Mark
eine Bilanzverſchleierung angenommen werden. Aber ohne Aktien der L.G. B. bei der Bank in Depot befinden.
Klärung der Generalverſammlung wagte es der Aufſichts= Ihrigs Kontor, Inhaber Bruder von Kommerzien=
rat
, den Herrn Juſtizrat Hallwachs zu beauftragen, mit rat Ihrig, hatte ein Guthaben: am 1. Juli 1909 51118,28
dem Konkursverwalter nach freiem Ermeſſen einen Ver= Mk., am 1. Januar 1910 16972,83 Mk., am 1. Januar 1911
gleich zu ſchließen. Es wurde ein
26 049,88 Mk., am 1. Januar 1912 55778,73 Mk am 1.
Januar 1913 16 148,12 Mk. und ſchließt am 27. Mai 1913
wertloſer Anteil mit 100000 Mk.
an die Verwaltungs= und Verwertungsgeſellſchaft für Im= mit einem Guthaben von 449, 40 Mk., das am gleichen
mobilien m. b. H. übernommen, aber den Anwälten Hall= Tage abgehoben wurde.
Zu Landwirtſchaftskammer laufende Rech=
wachs
und v. Brentano wurden 6000 Mark überwieſen.
nung lt. Anlage Nr. 19. Dieſelbe beſaß ein Guthaben am
(Hört!)
Januar 1908 von 53 757,79 Mk., am 1. Januar 1909 von
Die ganze Ausführung auf Seite 9 des Geſchäftsbe=
richtes
für 1911 iſt wider beſſeres Wiſſen geſchehen, um 89855,44 Mk., am 1. Januar 1910 von 125559,96 Mk., am
alles zu verſchleiern und zu vertuſchen; denn, wäre die 1. Januar 1911 von 113 584,35 Mk., am 1. Januar 1912 von
Ausführung wahr geweſen, ſo hätte die L.G. B. keinen 63350,61 Mk am 1. Januar 1913 von 322,70 Mk., und
Verluſt an Nieder=Modau gehabt und das Vermögen der ſchließt am 28. Mai 1913 mit einem Saldo im Haben von
Mitglieder hätte den Schaden gedeckt, und der oben er= 7,92 Mk.
Die erwähnten erfolgloſen Sanierungs=
wähnte
Vergleich und die unnötigen Ausgaben wären
vermieden. Unverantwortlich erſcheint es uns namentlich, verſuche bei notleidenden Genoſſenſchaften koſteten ins=
daß
es der Aufſichtsrat geduldet hat ohne Bücherprüfung, geſamt 38 633,59 Mark.
Das Moratorium wurde der R. G. B. vom Aufſichts=
daß
die L. G. B. ſo unſicheren Geſellſchaften, wie die Reichs=
genoſſenſchaftsbank
, Landwirtſchaftliche Kreditbank und rat bewilligt unter der ausdrücklichen Bedingung, daß Direk=
Verwaltungs= und Verwertungsgeſellſchaft ſo außerordent= tor Ihrig das Direktorium beibehalte; während die ande=
lich
hohe Kredite, und erſt recht ohne Genehmigung, ein= ren Zentralkaſſen ihre geſchäftliche Verbindung mit der
geräumt und bis in die letzte Zeit fortgeſetzt vergrößert R.G.B. auf ein Minimum beſchränkten, bezw. ganz abge=
hat
. Zuletzt wird die Haftpflicht des Aufſichtsats erwieſen, brochen haben, beſchließt der Aufſichtsrat der L.G. B. auf
weil er, dem § 21 des Geſellſchaftsvertrages entſprechend, Antrag des Vorſtands die Geſchäftsverbindung mit der
die Direktoren Ihrig und Zobel mit Stellung einer Kau= R. G. B. in der ſeitherigen Weiſe fortzuſetzen. Hierdurch
tion von 15000 Mark und 10000 Mark angeſtellt hat und hat ſich der Aufſichtsrat eine grobe Pflichtverletz=
die
Generalverſammlung in der Anſicht ließ, nach den Re=ung zu Schulden kommen laſſen und iſt unbedingt für
viſionsberichten von 1903 und 1904, die Kautionen ſeien alle ſeit dem 29. Dezember 1910 an die R. G. B. abgeführ=
noch
vorhanden, denn kein Geſchäftsbericht zeigt etwas von ten Gelder verantwortlich zu machen. Ferner hat durch
Schreiben vom 2 Januar 1908 die L.G.B. der R. G. B. ein
deren am 13. November 1905 erfolgten Rückgabe.
Aus allem Vorgetragenen ergibt ſich, daß der Aufſichts= Kapital von 1 Million Mark zu 4½ Prozent Zinſen zur
rat ſeine Pflichten nicht erfüllt hat und haftpflichtig iſt: Verfügung geſtellt, während zu gleicher Zeit die Genoſſen=
1. wegen Verletzung der §§ 2, 28 und 31 des Geſellſchafts= ſchaften 5 Prozent bezahlen mußten.
vertrages von 1900; 2. wegen Verletzung des § 3, II der
Zu Punkt III des Auftrags wurde feſtgeſtellt, daß die
Geſchäftsbeſtimmungen; und zwar die Mitglieder der letz= Bank für eigene Rechnung keine ihrer Aktien von ihren
ten fünf Jahre: 1. Eduard Haberkorn=Windhauſen, 2. G. Aktionären zurückgekauft hat.
Korell, Landtagsabgeordneter, Angenrod, 3. Hch. Ham=
Die vertretenen Stimmen.
mann=Biebesheim, 4. Karl Bopp=Reichelsheim i. d. W.,
5. Heinrich Bornhäuſer=Wimpfen, 6. Prof. Dr. L. Hönig=
Es wird dann zunächſt feſtgeſtellt, daß 263 Genoſſen=
Michelſtadt i. O., 7. Wilhelm Reitz I.=Echzell, 8. Georg ſchaften mit 1 412400 Mark Aktienkapital und 1938 Stim=
Ritz=Darmſtadt, 9 Wilhelm Stallmann VI.=Waldülvers= men vertreten ſind. Die 33 zu ſpät angemeldeten Ge=
heim
, 10. Ernſt Wernherr=Erben, Nierſtein, 11. Jakob noſſenſchaften repräſentieren 247 Stimmen.
Der
Schmitt=Erben, Guntersblum, 12. Ph. Becker=Wörrſtadt.
Bericht des Generalreviſors Moll
13. Wilhelm Haas=Erben. Darmſtadt, 14. Bürgermeiſter
Fendt=Büdingen, 15. Heinrich Keim II.=Erben, Wons= wird nach eingeholter Genehmigung der Verſammlung nur
heim.
im Auszuge verleſen. Er hält den Vorſtand und Aufſichts=
Nach eingehendem Zahlenmaterial zu den beiden Ban= rat für Verluſte, die aus den Beteiligungen an der R. G. B.
ken und der Nieder=Modauer Kaſſe ſtellt Redner folgenden und V. u. V. G. ſtammen, für voll haftbar. Der
Antrag:
Vorſtand hat die Höhe der Verbindlichkeiten bei der
Die Reviſionskommiſſion beantragt unter Vorbehalt R. G. B. dem Aufſichtsrat gegenüber verſchleiert, und der
Aufſichtsrat hat die Tätigkeit des Vorſtandes nicht ge=
der
Feſtſtellung des Geſamtſchadens: Die Generalverſamm= nügend überwacht, wie es ſeine Pflicht geweſen wäre. Da=
lung
wolle den zu wählenden Aufſichtsrat der Landwirt= durch, daß beide ihren Verpflichtungen nicht nachkamen,
ſchaftlichen Genoſſenſchaftsbank mit einer Generalvollmacht konnten die Verbindlichkeiten der L. G. B. die für das
eigene Vermögen ungeheuer hohe Summe von 12½ Mil=
für
alle gerichtlichen und außergerichtlichen Rechtshandlun=
lionen
erreichen. Das iſt etwa die Quinteſſenz des Be=
gen
gegen alle diejenigen, die er für haftpflichtig erachtet, richts, der im übrigen die Beweiſe dafür erbringt, daß
verſehen und die vorzulegenden und entſtehenden Koſten Vorſtand und Aufſichtsrat voll haftbar ſind. Die Landw.
Genoſſenſchaftsbank hat der Reichsgenoſſenſchaftsbank
genehmigen.
gegen durchaus minderwertige Sicherheiten Kredite von
Den
vielen Millionen eingeräumt. So u a. auf Kuxe der
Bericht über die innere Verwaltung
Geſellſchaft Kurköln, die heute etwa 2 Millionen oder noch
der L.G. B., erſtattet von den Herren Graf und Wetter= weniger wert ſind, 8 Millionen, ſo daß allein hier 6 Mil=
hahn
, verlieſt Herr Wetterhahn=Rimbach.
lionen Verluſte zu verzeichnen ſind. In der
Seitens der Reviſionskommiſſion wurde der Unter=
Diskuſſion über die Berichte
kommiſſion Graf und Wetterhahn der Auftrag zuteil, feſt=
zuſtellen
: 1. Mit welchen Vorſtands= und Aufſichtsrats= beklagt ſich Direktor Zobel darüber, daß ihm das Ma=
mitgliedern
, Angeſtellten und ſonſtigen Privatperſonen, terial der Berichte nicht vorher zur Verfügung geſtellt wor=
rechtsfähigen
Körperſchaften die Landwirtſchaftliche Ge= den iſt, und daß er infolgedeſſen keine Gelegenheit gehabt
noſſenſchaftsbank in Verbindung geſtanden. 2. Wieviel hat, ſich zu den Anklagen zu äußern. Er beſtreitet ganz
Einlagen und Abhebungen von dieſen in den letzten vier entſchieden, daß er wiſſentlich etwas verſchleiert habe. Bei
bis fünf Jahren gemacht wurden, 3 Von welchen Aktio= der weitgehenden Arbeitsteilung des Vorſtandes habe er
nären ihre Aktien von der Bank zurückgekauft wurden.
ſich tatſächlich nicht um die allgemeine Leitung kümmern
Es wird unter anderem ſeneetellt: Die Bezüge, die können. Die Auszahlung an die Kaſſe in Guntersblum iſt
Ihrig ſeit 1908 von
R. G.B empfing, nach reiflicher Ueberlegung und nach Rückſprache mit dem
betragen: 105 727,19 Mart. Da die K.G. B. den Ge= juriſtiſchen Berater erfolgt. Er verbreitet ſich dann ein=
halt
für Ihrig ſeinem Konto bei der L.G.B. gutſchreiben gehender über die Angelegenheit der Kabinettskaſſe.

Nummer 27
1913.
Es ſei belamnt, daß damit Propaganda geirieden u
iſt. Er ſelbſt ſei damals gegen die Transaktion geſ
reſp. habe ihr fern geſtanden. Die Bürgſchaft iſt h
geltend gemacht worden, doch glaube er die Kabinetiſ
davon überzeugt zu haben, daß ſie für die 3000 Ma
Landw. Genoſſenſchaftsbank die Bürgſchaft nicht iſ
ſpruch nehmen kann. Für die 2000 Mark der9
genoſſenſchaftsbank hat die Kabinettskaſſe einen S
ſchein bekommen, ſie wird ſich alſo zu den gleichen
läſſen bereitfinden laſſen wie die übrigen Gläuf
genoſſenſchaften.
Herr Ofenloch teilt mit, daß die Reviſionskol
ſion die Drucklegung der Berichte nicht beantragt hall
Koſten zu ſparen. Wenn es gewünſcht wird, kan
Drucklegung aber erfolgen. Selbſtredend ſtehen die
richte den Regreßpflichtigen zur Verfügung, man
niemand ungehört verurteilen. Herr Arnold=
ningen
ſtellt feſt, daß aus dem Aufſichtsratsprotokol
hervorgeht, daß Herr Zobel bezüglich der Kaſſe Ni
Modau ſeine Pflichten gröblich verletzt hat.
Zwei Anträge auf Drucklegung werden abge
Sehr eingehend wird die Angelegenheit der
Guntersblum behandelt.
Rechtsanwalt Carnier=Darmſtadt als Bevollſ
tigter der Vorſtands= und Aufſichtsratsmitglieder
regreßpflichtig gemacht werden, ſtellt den Antrag:
Generalverſammlung uſw. wolle beſchließen, 1. die
ſchlußfaſſung über Punkt 1d der Tagesord
auszuſetzen bis zu einer neuen Gene
verſammlung, 2. die Reviſionsberichte der Ha
Ofenloch, Arnold, Graf und Wetterhan in Druck zu
und 3. die gedruckten Berichte ſowohl den einzelnen
noſſenſchaften als auch den etwa regreßpflichtig zu magl
den Mitgliedern von Vorſtand und Aufſichtsrat recht;
vor der neuen Generalverſammlung zugehen zu laſ
Der Antrag wird eingehend begründet, in ſeil
zweiten Teil bezüglich der Drucklegung aber ſchlie
zurückgezogen. Auch der noch beſtehende Teil
Antrages wird von der Verſammlung ſcharf bekämp
Die Debatte hierüber wird wiederholt ſtürmiſch
daß am Preſſetiſch viel verloren geht. Von Herrn Ofe
wird wiederholt auf den oben mitgeteilten Antrag
Reviſionskommiſſion verwieſen.
Die Abſtimmung.
Die Abſtimmung ergibt Ablehnung
Antrags Carnier und Annahme des
trags der Reviſionskommiſſion in o
mitgeteiltem Wortlaut. (Lebh. Beifall,
klatſchen.)
Damit iſt der Punkt 2 der Tagesordnung, Beſchu
faſſung über den Bericht der Reviſionskommiſſion, ge
ſtandslos, denn der Bericht iſt nach der geſetzlichen
ſtimmung bereits am 31. Oktober cr. an den Regiſterri=
eingereicht
.
Die Bilanz nicht genehmigt.
Zum nächſten Punkt, Beſchlußfaſſung über die
resbilanz 1912, über weitere Rückſtellungen und überS
wendung ſämtlicher Reſerven zur Verluſtdeckung
beantragt: ſämtliche Aktiven und Reſerven auf
Rückſtellungskonto zu überführen und, weil die Werte
Reichsgenoſſenſchaftsbank nicht beurteilt werden könn
die Genehmigung der Bilanz abzulehn
Der Antrag wird angenommen.
Im Anſchluß daran wird von verſchiedenen Redn
auch von Bankdirektor Mager, ein warmer Appell
die noch ausſtehenden Genoſſenſchaften gerichtet, noch
Prozent ihrer Guthaben einzuzahlen, die notwendig
zum Einkauf der Forderungen der Genoſſenſchaften,
das Moratorium nicht bewilligt haben, um den Konkäll
zu vermeiden. Direktor Mager ſtellt als leuchtendes
ſpiel genoſſenſchaftlicher Beteiligung die Raiffeiſen
noſſenſchaften hin, die gelegentlich der vor einigen Jahen
notwendigen Sanierung nicht nur die Genoſſ
ſchaften, ſondern auch die Bankwelt überraſchten durch
einmütige Art ihrer Selbſthilfe.
Weiter wird beſchloſſen, die Entlaſtung
Vorſtandes bis zur nächſten Generalverſammlund
rückzuſtellen. Desgleichen wird dien
laſtung des Aufſichtsrats zurückgeſte
(Bravo!)
Schließlich wird, um auch formell dem Gei
genügen, noch beſchloſſen, daß die Anſprüche an
herige Geſchäftsführung, an die ſeitherigen Mit
des Vorſtandes und Aufſichtsrats, geltend gemacht
Herr Direktor Becker verlieſt darauf ein Schreilen
des Direktors der Preußenkaſſe, in dem eine Notizee
rheinheſſiſchen Blattes richtiggeſtellt wird, die ſichm
Frage der Abwicklung der ſtillen Liquidation der Reiche
genoſſenſchaftskaſſe beſchäftigte.
Der letzte Punkt betrifft die
Wahl von Aufſichtsratsmitgliedern.
Es iſt hierzu ein Antrag eingelaufen, die Rebiſios
kommiſſion, ſoweit nötig, aus den einzelnen Provinzen
ergänzen. Von mehreren Rednern wird ſcharf verürkeiſ
daß ein Herr in der Kommiſſion ſitzt, der einer Genoſſen
ſchaft (Bechtolsheim) angehört, die dem Moratoriumnic
oder doch nur bedingungsweiſe beigetreten iſt. Herü
germeiſter Schuckmann gibt ſich als der betreffen
Herr zu erkennen und beſtreitet, daß der Beitrittſeine
Kaſſe bedingungsweiſe erfolgt ſei. Er habe durchausg
noſſenſchaftlich gehandelt. Es entſpinnt ſich wieder ein
ſehr erregte Debatte. Es wird dann nach längerer Auss
einanderſetzung vorgeſchlagen, die ſechs Herren, die in
Frühjahr gewählt wurden, zu befragen, ob ſie freiwillis
zurücktreten wollen. Da für die Reviſionskommiſſiondi
Erklärung abgegeben wird, daß ſie keine Vorſchläge macht
wenn die Herren nicht zurücktreten, wird von einem des
Anweſenden erklärt, nicht zurücktreten zu wollen
werden dann vorgeſchlagen die Herren: Graf=Büttell
born, Wetterhahn=Rimbach, Brücher=Groß=Zimn
mern, Ofenloch=Finthen, Schrötelſäcker=Horchg
heim, Arnold=Grüningen.
Herr Arnold erklärt, die Wahl nicht annehmen zu
wollen, weil der alte Aufſichtsrat, unter dem ſich Schuld=,
ner befinden, nicht zurücktritt. (Große Bewegung.) Danm
wird vorgeſchlagen, die Reviſionskommiſſion weiter be= zu laſſen, bis die Herren gezwungen werden köns=
nen
, zurückzutreten. Darauf wird längere Zeit privatim=
am
Vorſtandstiſch verhandelt. Dann zieht Arnold==
Grüningen ſeinen Widerſpruch zurück, und die Wahml
der ſechs Herren wird beſchloſſen. Außerdemn
gehören dem Aufſichtsrat an die Herren: Heinrich Köhler==
Mühlheim, Johannes Keipp I.=Wallenrod, Heinricho
Neeb=Niederohmen, Heinrich Peter=Stockheim, Adamn
Achebach=Weinolsheim, Karl Becker=Sprendlingen.
Freiwillig zurückgetreten ſind ſeinerzeit die=
Herren Heinrich Hammann IV.=Biebesheim, Dr. Hönig=
Michelſtadt, Gg. Ritz=Darmſtadt, W. Stollmann= Wald=
ülversheim
.
Damit iſt die Tagesordnung erſchöpft. Die Verſamm=
lung
wird um 5 Uhr geſchloſſen.

[ ][  ][ ]

Nummer 27
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Nummer 274.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 13. November 1913.
Seite 19.
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Ziehung 2.u Z.Dezemhart9l3.
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Seite 20.
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Tressengarnitur
Tuch-Röcke 95
mit Samt-Volant
und Seidenblenden
ganz gefüttert .
65
Taffett-Röcke
reine Seide uni und
,
changeant

Trikot-Röcke
Rein seidene
25
175
reine Wolle, mit
Payetteröcke
Trikot-Volant, in
in entzück. Farben
vielen Farben .
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95
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