Darmstädter Tagblatt 1913


10. November 1913

[  ][ ]

280.
n maha-
en
, oval.
gieren in
12.-
12.-
0.-
0. Zeich
jensten.
gen.

hränken
d Bedart
Durch
Schrake
mit den
u Solz.
140.-
460 haber
liesslich
Zimmer-
(2346


e
K

He
Abonnementspreis
Inſerafe
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
werden
angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage:
Anren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
zu. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. Bei
für Aufnahme von Anzeigen an vorge=
gerichtlicher
Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 271.
Montaz, den 10. November.
1915.
Rüſtungen gebe. Das waren natürlich große Ueber=
Die heutige Nummer hat 8 Seiten.
Die neue Rangliſte vom
treibungen, denen jegliche Sachlichkeit mangelte, aber ſie
ſind doch bezeichnend für die Stimmung jenſeits der Grenze
Herbſt 1913.0
im Oſten. Daß die Petersburger Regierung hierdurch
* Bei der Aufſtellung der neuen Rangliſte des aktiven
Das Wichtigſte vom Tage.
nicht unbeeinſlußt bleibt, kann man ſich denken. Im Auguſt Dienſtſtandes vom Oktober 1913 mußte nicht allein auf die
cher ruſſiſche Miniſterpräſident Kokowzow wird in die= dieſes Jahres regte der Landwirtſchaftsminiſter Krivo= Neuformationen Rückſicht genommen werden, ſondern auch
ſer Woche zu einem zweitägigen Beſuche in Berlin ſchein im ruſſiſchen Miniſterrat eine Erhöhung des Zolles auf die Errichtung zahlreicher, bisher nicht vorhandener
eintreffen.
auf deutſches Getreide an, indem er ausführte, der Ge= Stellen, die ſich aus den erweiterten und den neu auf=
in
neuer Flugſtützpunkt wurde in Elbing= treideexport Rußlands falle in jedem Jahre mehr, wogegen geſtellten Etats ergaben. Es ſind 15 neue Infanterie=Ba=
Wanſau eingeweiht.
die Einfuhr in ſtetem Wachſen ſei. Hiergegen müßten taillone zur Aufſtellung gekommen; bei einem Etat von 19
ſchleunigſt Maßregeln getroffen werden, ſonſt würde Ruß=
Infolge der Vergiftung beim Hochzeitsmahl
Offizieren waren alſo für dieſe allein 285 Offizierſtellen
in Cholet ſind bis jetzt neun Perſonen ge=land in volle Abhängigkeit von Deutſchland kommen. Auch neu zu beſetzen. Wenn man weiter beachtet, daß eine
ſtorben.
das iſt übertrieben, und die Behauptung vom Rückgange große Zahl von höheren Kommandobehörden, von Regi=
In Madrid wurde unter den Fenſtern des Miniſteriums der Getreideausfuhr nach Deutſchland bedarf einer Er= mentskommandeur=, Stabsoffizier= und Hauptmannsſtel=
des
Innern eine Bombe gefunden. Glücklicher= läuterung. Von den vier hauptſächlichſten landwirtſchaft= len, neu geſchaffen war, ſo iſt es natürlich, daß bei vielen
weiſe wurde beim Aufheben derſelben niemand verletzt lichen Produkten Weizen, Roggen, Hafer und Gerſte führte Regimentern ein bedenklicher Mangel an Oberleutnants
und auch ſonſt kein Schaden angerichtet.
Rußland in den Jahren 1907, 1909, 1910 und 1911 für und Leutnants beſteht. Von den zum erſten Male in der
iechineſiſche Regierung hat bei der Schiffs= 269, 572, 579 und 710 Millionen Mark nach Deutſchland Rangliſte erſcheinenden höheren Stellen iſt die neue, 8.,
werft in Monfalcone vier Schnellkreuzer be= aus. Im Jahre 1912 ſank dieſe Summe zwar auf 498 Armee=Inſpektion in Berlin zu erwähnen, die der Ge=
ſtellt
. Der chineſiſche Geſandte in Wien hat deswegen Millionen Mark, weil die Ausfuhr von Gerſte und Weizen neral v. Kluck, bis dahin kommandierender General des
geſtern Monfalcone beſucht und die einſchlägigen Pläne
erheblich geringer war, aber der Aufſtieg von 1910 bis 19111. Armeekorps, erhalten hat. Von Kommandanturen zu
Beſichtigt.
von 579 auf 710 Millionen Mark war ein ganz ungewöhn= Gouvernements, d. h. von Brigadekommandeur= zu Divi=
(Letzte Nachrichten ſiehe Seite 4.)
licher geweſen, ſo daß nur dadurch der Rückgang im Jahre ſionskommandeurſtellen, ſind aufgerückt Königsberg und
1912 ſich beſonders bemerkbar macht. Von einem in jedem Graudenz. Dieſe Feſtungen rangieren nunmehr auch in
Jahre mehr fallenden Getreideexport kann alſo vorläufig der Perſonenbeſetzung und der Ausſtattung mit den Stä=
Zu den
noch keine Rede ſein, da der Rückgang im Jahre 1912 auf ben unter den deutſchen Waffenplätzen erſten Ranges.
kommenden Handelsvertrags= beſondere Urſachen zurückzuführen iſt und die Ausfuhr der
Bei der Kavallerie erſcheinen 4 neuen Brigadekom=
ſonſtigen
landwirtſchaftlichen Produkte Rußlands nach mandeure, und zwar je einer in Trier, Gumbinnen, Glei=
verhandlungen
mit Rußland
Deutſchland weiter ſteigt.
witz und Saatlouis, d. h. alſo je zwei Brigaden im Weſten
ſpird uns geſchrieben: Aus mancherlei Anzeichen geht her=
Was nun das behauptete ſtete Wachſen der deutſchen und im Oſten, eine Vervollkommnung, die bei unſerer im
ndaß die demnächſtigen Verhandlungen ein ſchwieriges Getreideeinfuhr in Rußland betrifft, ſo kommt dabei Falle eines Krieges nach zwei Fronten zahlenmäßig ſtark
Anöblem bilden werden. Schon der Abſchluß des gegen= hauptſächlich Roggen in Frage, und von dieſem exportier= unterlegenen Kavallerie einem dringenden Bedürfniſſe ent=
ſnärtigen
Vertrages war nicht leicht, und man rechnete be= ten wir über die ruſſiſche Grenze in den Jahren 1907, ſprach. Von den neu bewilligten 6 Regimentern Jäger
kits mit einem Scheitern, wenn nicht die heikle inter= 1909, 1910, 1911 und 1912 fürkts,9, 17,6, 19,6, 21,4 urd zu Pferde, Nr. 8 bis 13, ſind zwei ſchon vorhandenen Bri=
ſatidnale
Lage des Zarenreiches eine Wendung zu unſe= 18,4 Millionen Mark. Eine erhebliche Zunahme iſt das gadeſtäben, vier dieſen neu errichteten Brigadeſtäben zu=
ien
Gunſten herbeigeführt hätte. Ganz unerwartet kam wahrlich nicht, wenn man überhaupt von einer ſolchen geteilt. Bei der Kavallerie haben die Neuformationen und
len Witte im Juli 1904 nach Berlin, und bald war eine ſprechen kann. Aber es wird Stimmung gemacht für eine die Veränderungen bei den höheren Stäben zur Folge ge=
ALerſtändigung erzielt. Rußlands Poſition wird dem= Verſchärfung der bei den kommenden Verhandlungen an habt, daß Oberſten Brigaden erhalten haben, die ſeit An=
nächſt
beſſer ſein als damals, wo es ſich im Kriege mitDeutſchland zu ſtellenden Forderungen, die ſich wohl fang des Jahres 1913, alſo erſt ſeit dreiviertel Jahren, zum
Japan befand und wo es ihm erwünſcht ſein mußte, mit! ſchwerlich mit den deutſchen Intereſſen vereinbaren laſſen Oberſt befördert ſind. Als älteſter Regimentskommandeur
dim Nachbar im Weſten ungetrübte Beziehungen zu unter= werden. Es iſt nicht unmöglich, daß man in Petersburg konnte der Kronprinz in ſeiner Eigenſchaft als Komman=
hi
lten.
in den nächſten Jahren die Einbeziehung des finnländi= deur der erſten Leibhuſaren aufgeführt werden. Der wei=
Schon ſeit geraumer Zeit wird an der Newa für eine ſchen Zollgebietes in das Zollgebiet des ruſſiſchen Reichs tere Ausban der Pionierformationen mit der Bildung drei
Reviſion des deutſchen Handelsvertrages agitiert. Im ins Werk ſetzt, was eine empfindliche Schädigung des neuer Pionierbataillone hat beim 5. und 8. Armeekorps
ärzvorigen Jahres erklärte bei der Beratung eines Ge= deutſchen Handels bedeuten würde, da der finnländiſche die Errichtung je eines Pionier=Regimentsſtabes veran=
ſſitzes
zur Förderung des ruſſiſchen Landwirtſchaftsmaſchi= Tarif für uns weit günſtiger iſt als der ruſſiſche. Vor= laßt. Ferner ſind gebildet eine Inſpektion der Tele=
Ambaues in der Duma ein Mitglied der Kadettenpartei, läufig iſt es noch nicht ſo weit, da ſich Rußland im letzten graphen=Truppen (die 3.), je eine Inſpektion der Luft=
ogegenwärtige
Vertrag mit Deutſchland ſei für Ruß= Handelsvertrage verpflichtet hat, vor der Aufhebung des ſchiffer= und der Fliegertruppen, und eine Inſpektion des
nd ein größeres Unglück, als der japaniſche Krieg ge= finnländiſchen Zollgebietes die deutſche Regierung min= Feſtungsverkehrsweſens, ſämtlich Stellungen von Regi=
eſen
ſei. Der Vertrag lege der ruſſiſchen Landwirtſchaft deſtens zwei Jahre vorher zu benachrichtigen; auch ſoll die mentskommandeuren. Die Aufſtellung von einem weite=
ſeige
ungeheure Bürde auf. Bei einer Erneuerung des Einverleibung des finnländiſchen in das ruſſiſche Zollge=ren Telegraphenbataillon, von 2 Luftſchiffer= und 4 Flie=
ektrages
werde die Regierung die Würde Rußlands beſ= biet nur ſchrittweiſe, in hinreichend bemeſſenen Zwiſchen= gerbataillonen machten dieſe Stäbe notwendig. Neue Be=
ſſtwahren
müſſen, die ruſſiſche Landwirtſchaft dürfe nicht räumen erfolgen. Es iſt nur gut, daß Rußland im Inter= zirkskommandos ſind errichtet 2 Düſſeldorf, Eisleben, 2
eiter der Unterjochung durch Deutſchland preisgegeben eſſe ſeiner Ausfuhr von Produkten der Land= und Forſt= Frankfurt, 3 Hamburg, 2 Hannover, Neumünſter, Pforz=
berden
. Ein anderer Redner führte aus, das Geld für wirtſchaft auf den deutſchen Vertragstarif in hohem Grade heim, Spandau. An weiteren Neuformationen ſeien kurz
Maſchinen ſolle lieber in Rußland bleiben, als daß man es angewieſen iſt, und daß es ſich ſelbſt ſchwer ſchädigen
* E. S. Mittler u. Sohn, Berlin, 1913.
Deutſchland zahle, dem man damit die Mittel zu würde, wenn ein neuer Vertrag nicht zuſtande käme. 32
Ein wenig und ſiſte ihr ouf die Süime und olic, olüt
Ae, daß 2u dr in engelher lüſt wegn des Ain=
ſoll
dies bringen, Glück und Segen!
pellmeiſters! ſagte Frau Grünpichl zu ihr jüngſt unge=
Frau Melodie.
Auch Frau Betta kam dann dazu und erkundigte ſich halten. Der kann Dich net heiraten!
Roman von Carl Conte Scapinelli.
ſofort nach Irma. Joſef antwortete kurz. So oft ihn
30
Linerl wurde über und über rot, aber ruhig erwiderte
(Nachdruck verboten.) jetzt jeman an ſeine Braut erinnerte, überkam ihn ein Un=
ſie
: Ich kann halt einmal Theodors Art nicht mehr ver=
Aber Du haſt doch auf den Irrwiſch trotz der Kapell= behagen, als wenn er ſich dieſer gegenüber etwas vorzu= tragen! Mutter, ich kann halt net!
neiſterſtelle komponiert!
werfen hätte. Und doch war er ſich keiner Schuld gegen
Frau Grünpichl ſchwieg. Die Tochter hatte in der
ſie bewußt. Sie entfremdete nur ein wenig und es boten
Ich habe auch Differenzen gehabt!
Da ahnte der Alte, der von Frau Betta wußte, was ſich ihm ſo viele neue Eindrücke, die die alten zurück= letzten Zeit etwas ſo Sicheres in ihrem Weſen, was die
Alte ein wenig einſchüchterte.
drängten.
bamals vorgefallen. Mit Seffreck?
Vor bangem Warten auf die Erſtaufführung ſeines
Und dann ſang ſie auch wirklich ſchön und der Herr
Ja, oder wenigſtens wegen Seffreck!
Werkes begannen oft in ihm Zweifel an dem Erfolg, Kapellmeiſter gab ſich auch die erdenklichſte Mühe mit ihr.
Da iſt ja eigentlich die Hanſi daran ſchuld?
Zweifel an deſſen Güte aufzutauchen, die ihn ſchwer Sie hatte gelernt, ohne Scheu ſich auch vor ihm beim Sin=
Nein, nein! Dagegen ſträubte ſich Joſef energiſch. drückten, und aus ſolchen kleinmütigen Gedanken riß ihn gen ihrem Gefühle hinzugeben und Rittner freute ſich
3ch muß eben frei ſein!
nichts mehr als irgend eines ſeiner Lieder, wenn es Fräu= ſchon der Stunde, da er dem Direktor von Kartosky ſie
Aber was iſt’s mit Irma? Wann werdet Ihr jetzt lein Linerl ſang. Der Wohllaut ihrer Stimme ſchmei= vorführen konnte.
nirraten?
chelte ſich ſo angenehm in die Ohren, daß er ſeine eigenen
Für einen der nächſten Tage waren die erſten Proben
Weiſen ſchön fand.
angeſetzt und Rittner, der ſelbſt unzählige Male an Pro=
Das wiſſen wir ſelber nicht!
Noch mehr aber freute er ſich, daß er ſah, wie ſich Lina
vinztheatern Operetten eingeübt und dirigiert hatte, hatte
Trotzdem haſt Du das getan? Hat Dich der Gedanke
unter ſeiner Leitung immer mehr wandelte, wie aus dem
ſein Erſcheinen und ſeine Mithilfe verſprochen.
in Irma nicht davon abgehalten?
ein wenig fahrigen und unreifen Ding nach und nach eine
Freilich, Theodor Erlinger zürnte ihm gewaltig. Er
Nein, in dem Augenblick habe ich nur an mich und ſtille, zurückhaltende junge Dame wurde, wie ihr Gemüt
hatte jüngſt endlich allen Mut und Groll zuſammengenom=
näne
Ehre und meine Freiheit gedacht!
ſich zu weiten ſchien, wie ein tiefer ruhiger Ernſt, eine
Da ſah ihn der Alte lange an: An die Ehre Deiner faſt wehmütige Sicherheit über ſie kam. Sie wuchs men und hatte Joſef aufgeſucht.
Frau Grünpichl war ſehr erſtaunt, daß der ſonſt ſo
schweſter haſt Du gedacht, die ich alter Mann nicht ge= ordentlich in ihre neue Rolle hinein, körperlich und geiſtig.
tigend zu ſchützen bereit war, mein Töchterl haſt Du mir Immer mehr ſchien ſie Herrn Theodor Erlinger zu mei= liebenswürdige und freundliche Herr Theodor ſich ſchlank=
Ahalten wollen und haſt darum lieber auf eine ungewiſſe den, immer mehr zog ſie ſich von ihm zurük, ſchützte Ar= weg von ihr dem Heren Kabellmeiſter melden ließ, ohne
Zukunft gebaut. Und er ſtreckte ihm langſam und bedäch= beit, Proben vor, beantwortete ſeine ſtärmiſchen Briefe ſich weiter mit ihr in ein Geſpräch einzulaſſen. Bitte,
ig die Hand hin: Ich danke Dir, Joſef, und er erhob ſich nicht und nahm keine Geſchenke von ikm ack.
melden Sie mich dem Herrn Rittner!

[ ][  ][ ]

Seite 2.
Nummer 271.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 10. November 1913.
erwähnt die Maſchinengewehr= und die Rabdſahr=Kom=Raturalien, aber kein Gelh gegeben, beruhict. Das ſieht lich jedesmar 10 Kinder jeden ſchubpflichtigen Mteil
pagnien bei den Jägerbataillonen, die Stellen für Ver=nun gewiß nach einer gröblichen Unterlaſſungsſünde der Knaben und Mädchen, teilnahmen. Manches aufſichtsloſ
kehrsoffiziere vom Platz in Poſen und Neubreiſach, 7 Firma Krupp aus, wir haben aber ſchon in den allge= Kind wurde auf dieſe Weiſe von der Straße abgezogel
meinen Bemerkungen erwähnt, daß, wenn man hier von und der Beſchäftigung mit guter, paſſender Lektüre
Feſtungs=Fernſprech=Kompagnien in Thorn, Mainz, Metz, einer Sünde reden will, man von einer Syſtemſünde ſpre= geführt. Ueber Sommer blieb das Kinderleſezimmer ge
Straßburg, Köln, Graudenz, Poſen, 15 Feſtungsmaſchinen= chen muß, die mit der Firma Krupp auch andere Firmen ſchloſſen, um jetzt wieder, Mittwoch, 12. November,
gewehr=Abteilungen, die einzelnen Regimentern in den be= begehen. Schwerer wiegt das Verſchulden der Firma, alten Lokal, Ballonſchule eröffnet zu werden. Es iſt vo
daß ſie zu einer Zeit, als das Weſen der Brandtſchen = nun an wieder jeden Mittwoch und Samstag, 36 Uh
treffenden Feſtungen angegliedert ſind.
tigkeit ihr bekannt war, nicht ſofort ein Ende machte. nachmittags, im Betrieb. Die durch die Damen der Ii
Ganz abgeſehen von den durch die Beförderungen bei Es beſteht gar kein Zweifel darüber, daß damals die gendgruppe geſammelte und ausgewählte Bücherei
den höheren Stäben und den dadurch bedingten Nachſchub Firma Wandel ſchaffen wollte, aber trotz dieſes guten Wil= neuerlich ſehr vermehrt worden und ſei den Spendern
von unten hat ſich daher der Offiziersetat in den Majors lens blieb die Sache doch noch recht lange im Beharrungs= dieſer Stelle herzlich gedankt. Eine neue, vorläufig vi
zuſtande. Nun iſt allerdings zu bedenken, daß Herr ſuchsweiſe Einführung im Betrieb des Kinderleſezin
und Hauptleuten (abgeſehen von den anderen Dienſtgra= Brandt und ſſeine Tätigkeit in dem gewaltigen Kruppſchen mers ſoll inſofern ſtatthaben, als für den Eintritt
den) bei der Infanterie um 360 Majors, 280 Hauptleute, Betriebe nur eine ganz kleine und untergeordnete Rolle letztes Jahr vollſtändig unentgeltlich war, jetzt von jeden
bei der Kavallerie um 6 Majors, 116 Rittmeiſter, bei der ſpielte und ein Kruppſcher Direktor alles, was mit Brandt Kind ein Pfennig gefordert wird. Dieſe, einer Berlin=
Feldartillerie um 38 Hauptleute, bei der Fußartillerie um zuſammenhing, als eine Bagatellſache behandelte, und man Kinderleſehalle nachgebildete Einrichtung, verfolgt ledi
6 Majors, 12 Hauptleute, bei den Pionier= und Ingenieur= wird den als Zeugen vernommenen Direktoren Krupps lich den Zweck, erzieheriſch zu wirken und Kinder, die nich
gewiß glauben, daß ſie von ſtrafbaren Beſtechungen nichts aus Intereſſe, ſondern nur aus Neugierde kommen, von
offizieren um 8 Majors, 30 Hauptleute, bei den Verkehrs= wußten.
Beſuch abzuhalten. Die Jugendgruppe des Allgemeinn
truppen um 9 Majors, 31 Hauptleute, beim Train um 14
Daß die Firma Krupp nicht ohne eine Schuld aus dem Deutſchen Frauenvereins iſt für jede, beſonders Geh
Rittmeiſter beziehungsweiſe Hauptleute vermehrt. Außer= Prozeß herausgegangen iſt, haben wir gezeigt, aber mit
dem ſind noch 100 Hauptleute beziehungsweiſe Ritt= dem, was wir angeführt haben, iſt auch ihre Schuld er= ſpende, zur Unterſtützung ihres Unternehnlens ſs)
ſchöpft. Und das ſoll ein Panama unſeres bedeutendſten dankbar.
meiſter=Stellen in Anſatz gebracht, um aus ihnen ſolche induſtriellen Werkes ſein? Darum iſt ein ganzes Jahr
* Muſikverein. Man ſchreibt uns: Der Vergnügung
Offiziere zu beſolden, die als überzählige befördert ſind, lang das ganze deutſche Vaterland und das Ausland mit ausſchuß des Muſikvereins hatte am Samstag aben
während bei anderen Waffen ihre Hinterleute ſchon in dem ſogenannten Kruppfkandal beſchäftigt worden! Da= mit ſeinem Dippehaseſſen einen vollen Erfolg. Etwa
etatsmäßige Stellen einrückten. Bis vor kurzem noch rum hat 14 Tage lang eine Strafkammer mit dem denkbar Herren nahmen teil; dank der guten Küche und dem n=
größten
Apparat gearbeitet! Durchſtechereien eines unter= beſſeren Keller des Vereins war die Stimmung alsbei
konnten die Hauptleute der Infanterie damit rechnen, geordneten Beamten und Mangel an Aufſicht durch den die beſte. Die aktiven Mitglieder hatten Quartette en
daß ſie elf bis zwölf Jahre an der Spitze ihrer Kom= vorgeſetzten Direktor, das ſind die einzigen poſitiven Feſt=ſtudiert, die ſauber zum Vortrag kamen; ein originell
pagnien blieben, eine Arbeit, die infolge ihrer Anſtrengun= ſtellungen, die das Gericht aus den bombaſtiſch angekün= Koſtümterzett auf der neu errichteten Freilichtbühne‟ 15t
gen und Verantwortlichkeit ſo lange kaum ohne viele Nach= digten Enthüllungen von Krupp=Senſationen durch die wohlverdienten Beifall aus. Für die glückliche Löſu
Herren Dr. Lieblnecht und von Metzen als Tatſachen er= der ſchwierigen Frage der Aufſtellung der Bühne mul
teile zu leiſten war. Dieſe Zeit iſt durch die Heeresver=
kannte
. Alles übrige war blauer Dunſt. Die Militärbe= man den Herpen des Ausſchuſſes und nicht zuletzt
ſtärkungen bedeutend abgekürzt worden. Die älteſten hörden ſind ohne jeden Makel aus den Verhandlungen Firma Trier hier, Wilhelminenſtraße, für die geſchmel
Kompagniechefs der Infanterie=Regimenter ſind zumeiſt hervorgegangen, die Märchen über beſonders geartete Be= volle Ausführung ganz beſondere Anerkennung zoll.
ziehungen zwiſchen dem Kriegsminiſterium und der Firma Auf ihr feierte Herr Franz Müller berecht
Hauptleute von 1904 oder 1905.
Krupp ſind beſeitigt. Die Unverſehrtheit unſeres Be=Triumphe; er ſang mit bekannter Meiſterſchaft Arienm
Die Rangliſte kann eine ganze Zahl neuer Garniſonen amtenkörpers iſt nachgewieſen, kurzum, alles, was in der Lieder und mußte ſich bei den unermüdlichen Bitten
aufzählen. Zu nennen ſind: Angerburg, Kattowitz, Lub= Kruppkampagne an Böſem beabſichtigt war, iſt in Gutes einer Reihe von Zugaben verſtehen. Er aſſiſtierten
linitz, Eilenburg, Striegau, Geldern, Eutin, Holzminden, ausgeſchlagen, und von dem Panamageſchrei tönt letzten am Klavier ſeinen Schülern, Herren des aktiven Cho=
Friedberg in Heſſen, Villingen, Donaueſchingen. In der Endes nur noch das Liebknechtmotiv, Deutſchland die für die prächtig geſungenen Lieder reichen Beifallen
Mehrzahl dieſer Orte werden die Truppenteile gewiß nach und ſeine Induſtrie vor dem Auslande ten durften. Herr Lehrer Frey von hier war bei ſein
ſchlecht zu machen, und das Rachemotiv des ſtark Violinvorträgen gut disponiert; er ſpielte die ſchwierigſtil
Ueberwindung der zunächſt unter neuen Einrichtungen mitgenommenen Herrn von Metzen. Wir freuen uns die= Paſſagen mit ſeltener Sauberkeit und erfreute ſeine das
kaum vermeidlichen Schwierigkeiten gute Standorte fin= ſes Prozeſſes und betrachten ihn als einen Triumph baren Zuhörer noch mit einer Reihe von muſikaliſchſt
der deutſchen Rechtſprechung. In welchem Feinheiten, Auch die Hauspoeten kamen zum Worti
den, worüber ja auch ſchon Klagen laut geworden ſind=
Lande der Welt wäre bei einer ſolchen immerhin doch manch zündender Witz in den gemeinſam geſungend
ziemlich unerheblichen Anklage ein ſo gewaltig großer Tafelliedern und Einzelvorträgen löſte ſtürmiſche Heil
Prozeß angelegt und mit ſo unbarmherziger Gründlich= keit aus. Als gar Herr Brill mit ſeinen muſikaliſchl
Politiſche Tagesneuigkeiten.
keit jeder von irgendeiner Seite erhobenen Beſchuldigung heiteren Solovorträgen begann, wollte man ihn gar miil
Deutſchland.
nachgegangen worden! Rückſichtslos gegenüber allen ent= mehr von der Bühne herunterlaſſen. In allerfröhlichh
Der ruſſiſche Miniſterpräſident in ſtehenden Folgen hat das Gericht nur der Wahrheit nach= Stimmung hielt er die Zuhörer bis zum herannahen
geforſcht, und das Ergebnis iſt trotz der zutage getretenen Morgen zuſammen.
Berlin. Wie die Tägliche Rundſchau an zuſtändiger Mängel und Verfehlungen ein glänzendes. Glücklich die
* Die nationalliberale Partei wird am Donnerstaſ
ruſſiſcher Stelle hört, wird der Miniſterpräſident Kokow= Verwaltung, die einer ſo genauen Unterſuchung ſo ſtand=
zow
dieſe Woche auf der Reiſe von Paris nach Peters= halten kann, wie unſere Heeresverwaltung, und glücklich 13. November, abends 8½ Uhr, eine öffentlicheVei
der induſtrielle Betrieb, bei dem ſich bei 14tägigem ſtren= ſammlung über die bevorſtehende Stadtverordnete
burg ſich ein bis zwei Tage in Berlin aufhalten. Der gen Nachforſchen in einem Dezennium der Vergangenheit wahl im Schützenhof veranſtalten In dieſer Verſam
ruſſiſche Premierminiſter wird mit dem Reichskanzler nicht mehr Anſtände ergeben als bei der Firma Krupp, lung wird zunächſt Herr Stadtv. Dr. Noellner über
Unterredungen haben, die die politiſche Lage in Europa Licht und Klarheit nach allen Seiten der Kruppaffäre hat munale Fragen referieren, dann wird über die ſeither
und insbeſondere auf dem Balkan zum Gegenſtand haben dieſer Prozeß geſchafft, nun mögen Liebknecht und ſeine Verhandlungen bezüglich der Kandidatenaufſtellung
richtet werden, darauf wird der Wahlvorſchlag der nalſie
Leute weiter reden, was ſie wollen!
werden. Ob auch ein Empfang durch den Kaiſer ſtatt=
nalliberalen
Partei bekannt gegeben werden. Voraini
findet, ſteht noch nicht feſt. Der länger als urſprünglich
ſichtlich werden auch einige der Kandidaten dasoi
Englang.
beabſichtigte Aufenthalt Kokowzows in Paris iſt auf einen
Der Veſuch des öſterreichiſchen Thron= nehmen. Nach den Beratungen iſt freie Ausſprachel
plötzlich auftretenden Geſichtsausſchlag zurückzuführen, folgers. Erzherzog=Thronfolger Franz Ferdinand von wünſcht.
C) Unterhaltungsabend des Heſſiſchen Taubſtumms
von dem der Miniſter befallen wurde. Herr Kokowzow Oeſterreich und ſeine Gemahlin, die Herzogin von Hohen= Verbandes Der geſtern abend in dem großenS
iſt aber wieder vollſtändig hergeſtellt. Die aus Paris berg, werden am Samstag in London eintreffen; am des Kaiſerſaales vom Heſſiſchen Taubſtummen=Verbaul
ſtammenden Gerüchte von ſeinem bevorſtehenden Rücktritt Sonntag wird in der öſterreichiſch=ungariſchen Botſchaft veranſtaltete Unterhaltungsabend z um Beſt
eines heſſiſchen Taubſtummenheimsha
ſind ohne Ausnahme falſch.
ein Galadiner abgehalten werden. Am nächſten Tage wer= ſich eines ſehr ſtarken Beſuches zu erfreuen und dürftee
Zum Prozeß Brandt ſchreibt die Kölniſche den die fürſtlichen Gäſte auf Einladungdes Königs Schloß humanen Zweck eine weitere Förderung zuteil wend
Zeitung: in einem längeren Artikel:
Windſor beſuchen und am Freitag wird der Erzherzog laſſen. Eingeleitet wurde der Unterhaltungsabend due
Der Firma Krupp war in der Oeffentlichkeit vorge= mit ſeiner Gemahlin und dem öſterreichiſchen Botſchafter einen Klaviervortrag des Herrn Eberhard Delp,S
worfen, ſie habe um die Beſtechungen Brandts gewußt und
in D. von Eugen d’Albert, der ſich ſeiner Aufgabe in kung
ſie geduldet. Die Verhandlung in Moabit hat ergeben, nach Schloß Welbeck zum Herzog von Portland reiſen. vollendeter Weiſe erledigte und damit reichen Beiſe
daß dieſer Vorwurf nicht zu halten iſt. Es wäre falſch Wann der Erzherzog England wieder verlaſſen wird, iſt erntete Namens des Heſſiſchen Taubſtummen=Verband
und würde ein ſchlechter Dienſt für die Firma Krupp ſein, noch nicht beſtimmt, ebenſo auch nicht das nähere Pro= begrüßte Herr Profeſſor D). Dr. Diehl=Friedberg die Pes
ſammlung und legte dar, weshalb das geplante Werluhe
wenn man jetzt behaupten wollte, ſie hätte ſich der Brandt= gramm für ſeinen Beſuch.
ſchen Tätigleit gegeniber ohne jede Fehle verhalten. Das
Errichtung eines Heſſiſchen Taubſtummenheims, vonedes
Beſte wird es dem Geſchrei der Panama=Entdecker gegen=
mann
Unterſtützung finden müſſe, der auf Humanitä
über ſein, wenn man rückhaltlos alles, was das Schuld=
ſpruch
mache. Die Taubſtummen brauchen unſenhil
Stadt und Land.
konto der Firma belaſtet, zuſammenträgt, und es im Ver=
verdienen
ſie und ſie haben inſonderheit in Aſſteim
gleich zu den ungehenerlichen Behauptungen eines Lieb=
Darmſtadt, 10. November. Lande ein geſchichtlich verbrieſtes moraliſches Rec a
knecht rückt. Der Prozeß hat in allen Einzelheiten die
Unterſtützung. Daß die Taubſtummen unſere Hilfebraus
* Kinderleſezimmer. Man ſchreibt uns: Seit Oktober chen, wurde an Hand der geſchichtlichen Entwickelun
Spiegelung der Brandtſchen Tätigkeit im Eſſener Betriebe
erkennen laſſen. Dort waren die ſogenannten Kornwalzer vorigen Jahres beſitzt auch Darmſtadt, gleich einer großen Heſſen von dem Redner vortrefflich nachgewieſen
ihres Inhalts wegen hoch willkommen. Man hat nicht Anzahl anderer Städte, ein Kinderleſezimmer, gegelndet deren Ausgangspunkt der Lehrer Stöcker aus Bölles
überſehen, daß dieſer Inhalt häufig nur auf dem Ver= und geleitet durch Damen der Jugendgruppe des Allge= hauſen (Hinterland) und Pfarrer Arnoldi von Große=
trauensbruch
eines Beamten beruhen konnte. Man hat meinen Deutſchen Frauenvereins (Ortsgruppe Darm= Linden ſtehen Zum Beweiſe dafür, daß die Taubſtuünz=
trotzdem
niemals aus dem doch ſo naheliegenden Verdacht ſtadt). Als Lokal dienen zwei Säle in der Ballonſchule, men unſere Hilfe verdienen, wurden Bilder aus de=
heraus
, daß Durchſtechereien vorkommen könnten, eine Un= die von der Stadtverwaltung in liebenswürdiger Weiſe genwart gegeben, die zeigten in welch weitgebendem Mähle
terſuchung eingeleitet, ſondern ſich mit der Erklärung zur Verfügung geſtellt wurden. Dort wurden im Laufe ſich die Taubſtummen bemühen, ohne öffentliche Arme?
Brandts, er tue nichts Unrechtes, und mit dem für den des vorigen Winters an 65 Mittwoch= und Samstag=Nach= Unterſtützung durchs Leben zu kommen und im Belle
Juriſten etwas eigenartigen Empfinden, es würden nur mittagen die Leſeſtunden abgehalten, an denen durchſchnitt= mit ihren Leidensgenoſſen ein ſtark ausgeprägtes ſozialöh
Aber, Herr Erlinger, wollen’s nicht ein wenig Platz unterrichte ſie, bereite ſie regelrecht auf ihre zukünftige
So, alſo Du tuſt mir den Gefallen nicht, Oo
nehmen, bat Frau Grünpichl, meine Tochter muß alle! Karriere vor!
betörſt ſie weiter, dann, dann werde ich eben vergeſſe=
Augenblicke kommen!
Mir paßt das aber nicht!
daß ich Dein Freund war und Deine Braut davon ves=
Das iſt doch mir ſehr gleichgültig, lieber Freund!
ſtändigen!
Ich danke, vielleicht ſpäter. Ich muß mit Herrn Ritt=
Tu, was Du nicht laſſen kannſt! Es klang ſcharf un
Sag’ nicht ſo oft: lieber Freund! ſchrie Theodor, durch
ner ſprechen!
den ruhigen Ton Joſefs noch mehr erregt.
verächtlich.
Preſſiert’s denn ſo?
Ach, lieber Sohn, verlaſſe gefälligſt Dein Unterſuch=
Könnten wir doch noch einen Ausweg finden, Joſe=
Jawohl, es preſſiert!
Der Herr Kapellmeiſter ließ ihn bitten, einzutreten, ungsrichteramt, entkleide Dich auch der Wut des ſogenann= Schau, ich häng’ an dem Madel, Du nimmſt ſie m=
indirekt
durch die Muſik, durch Deine Art, ! Theod.
Das iſt ſchön, daß Du Dich auch einmal ſehen läßt, ten Bräutigams und höre: Ich unterrichte das Mädchen,
ich bringe ſie hoffentlich ein Stück voran, und ſonſt be= hatte ſich aufs Bitten verlegt, er wollte ſo nicht gehen.
Theodor! rief er dem Eintretenden zu.
ſteht zwiſchen uns nichts! Beruhige Dich daher!
Aber der ſtand ihm nur ſteif und förmlich gegenüber.
Tu’, was Du nicht laſſen kannſt und geh, bittt
ſofort bitte geh.
Aber das Mädchen iſt auf einmal ganz anders zu mir. Führ' Deine Dcohung au geh’
Ich habe nur kurz zu reden mit Dir!
Sie iſt viel ſpröder, ſie macht ſich weniger aus mir!
Er war ans Fenſter getreten und ſah krampfhaft, ohne ei
Aber trotzdem ſetze Dich! Ich weiß ſchon, was kommt,
Die Kunſt, die Muſik durchdringt ſie, nimmt eben ihr Auge abzuwenden, hinaus auf die Straße.
Du biſt eiferſüchtig, möchteſt mich moreen uſw., ſagte Ritt=
ganzes
junges Gemüt in Anſpruch.
Wollen wir uns denn feind ſein? Es klang bittens.
ner wohlgelaunt.
Ja, ja, das iſt es, das iſt es, die Muſik durchdringt zögernd.
Du gibſt alſo zu, meine Eiferſucht erregt zu haben!
ſie! rief Theodor, aber welche Muſik, bitte? Deine! Ja=
Aber von Joſefs Seite kam keine Antwort. T
Nichts geb’ ich zu, lieber Theodor!
wohl, nicht die der toten Meiſter, nein, Deine betörende ſchlich der andere beſchämt hinaus, ſtürzte haſtig die Stiege
Du leugneſt alſo?
Muſik, mit der Du die Maſſen bezwingen willſt, halb hinunter.
Nichts leugne ich, hier gibt es nichts zu leugnen!
Schluchzen, halb Koſen, halb Lachen und halb Küſſen.
Unten wuchs ſein Groll. Na warte, brummte er, n.
Du geſtehſt alſo ſchlankweg ein. Alſo wie, bitte, ver=
Eine unmoraliſche, entnervende Muſik!
warte. Ich tu’s wirklich!
teidigſt Du Dich vor Deiner Braut?
Ich danke Dir für das Kompliment!
Eben kam Lina am Haustor vorbei und bog eit
Lieber Freund, das geht Dich doch wirklich nichts an!
Aber Theodor fuhr fort: Die Operette ſoll überhaupt Theodor rief ſie an, vielleicht kam ihm daher Hilfe abe=
O, bitte, ich bin auch ſozuſagen mit Fräulein Linerl verboten werden, denn die Muſik in dieſer Form, die auf ſie eilte haſtig, wie gehetzt, die Stiege hinauf. Sie wollto
verlobt!
die Sinne, auf die ſchwachen Herzen ſpekuliert, iſt gefähr= ſeine Klagen und Fragen, ſeine Vorwürfe und Bittes
Aber nur ſozuſagen!
lich, und ich will nicht daß Du weiter meine Lina in nicht hören. Schnell ſchloß ſie die Tür hinter ſich unn
Immerhin hätte ½ Dich als Ehrenmann abhalten dieſer Kunſt unterrichteſt. Ich will nicht!
ſtand atemlos im Korridor.
ſollen, mein Linerl an Dich zu locken, ſie zu betören!
Ich werde meine Aufgabe zu Ende führen! ſagte Joſef
Pardon, ich locke nicht, ich betöce nicht, ſondern ich Rittner beſtimmt.
(Foxtſetzung folat.)!

n
(ns.
am
(e

[ ][  ][ ]

er 271.
2
Mecier
er Leine.
erleſeſinmg:
Nobember.
den. E3 ſt
1stag, 36 1.
damen d
ie Lichteff
en Spenden
vorlau
Aindalig
en Eintrf
jetzt von ich
k, einer Buſ
verfolgt 1ch.
Kinder, dier
e komten,
des Alleng=
Seiz g

Nummer 271.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 10. November 1913.
Seite 3.
Seſüchl beſitzen. Das moraliſche Recht auf Unterſtützung ſchen Abende ſeinen Abſchlaß. Den künſteriſchen Teit des fſtete, fordende Wechſelwirlung zwiſchen Durmer und
kei der Errichtung eines Taubſtummenheims wies Redner Abends bildeten muſikaliſche Darbietungen unter =tises Militär, die auch den ganz hervorragenden Leiſtungen der
fn Hand der Geſchichtedes von Philipp dem Großmütigen Mitwirkung von Frau Hofopernſängerin Franziska Elite der Turnerſchaft, der erſten Riege anzumerken iſt.
inbauten Hoſpitals zu Hofheim nach, das neben anderen Callwey, Fräulein Paula Manecke und Herrn Lud= Etwas Neues für Darmſtadt und zwar ganz reizende tur=
zwecken
auch Aufgabe hatte, als Zufluchtsſtätte für alte wig Guggenheim aus Worms. Das Orcheſter ſtellte neriſche Bilder bietend. waren die Gemeinübungen
ind ſchwache Taubſtummen zu dienen. Redner ſchloß mit das Muſikkorps des Leibgarde=Regiments unter Leitung der Turnerinnen (Keulenſchwingen), Schüler ( Stabübun=
tinem
warmen Appell an die Verſammlung, dafür mit al= des Obermuſikmeiſters Herrn Hugo Hauske, das ein gen) und Schülerinnen (Freiübungen). Dieſe Zuſammen=
ten
Kräſten zu ſorgen, daß in unſerer Stadt, wo noch lei= gediegenes Promenadekonzert bot, mit dem die Vortrags= ſtellung die Uebungen wurden gleichzeitig nach glei=
ſer
ſehr wenig Verſtändnis für die Sache der Taubſtum= folge eingeleitet und auch geſchloſſen wurde. Frau Fran= chen Takten der Muſik ausgeführt brachte eine reizende
uenpflege vorhanden ſei, dieſes ernſte und ſozial wichtige ziska Callwey ſang drei Lieder von Hugo Wolf Wey= Geſamtwirkung. Das Schauturnen wurde in folgender
Gebiet der Menſchenliebe mehr Beachtung finden möge. lers Geſang Verborgenheit und Er iſt’s mit dem Uebungsfolge vorgeführt: 1. Aufmarſch und Freiübungen;
En den Dienſt der Nächſtenliebe hatten ſich noch geſtellt: künſtleriſchen Erfolge, der die geſchätzte Sängerin auch auf 2. Pferdſpringen der Zöglinge; 3. Gemeinübungen: Tur=
Frau Frieda Heckelmann, welche eine Reihe von Liedern unſerer Hofbühne ſtets auszeichnet. Sie ſang zum Dank nerinnen, Schülee und Schülerinnen; 4. Springen der
für Sopran mit ihrer prächtigen Stimme vortrefflich zu für den geſpendeten rauſchenden Beifall noch ein Schu= 1. Riege am hochgeſtellten Pferd; 5. Barrenturnen der
Cehör brachte, ſowie Herr Wilh. Horn der mit fei= mannſches Lied, das ebenfalls zur unbeſtritten künſtleri= Turnerinnen; 6. Stabübungen der Männerriegen; 7. Frei=
nem
Kunſtverſtändnis und brillanter Technik das Violin= ſchen Leiſtung ward. Auch Herr Ludwig Guggen= hochſpringen; 8. Riegenturnen; 9. Turnſpiele. Daß die
konzert in G Opus 26, von Max Bruch, ſowie Altwiener heim aus Worms iſt ja in unſern Konzertfälen kein Glanzleiſtungen der 1. Riege, beſonders des Herrn Groh,
Tanz von Kreisler und ein Menuett von Mozart als Fremder mehr. Sein umfangreiches, ergiebiges und weich= und der Springer, beſonders lebhaft beklatſcht wurden,
einen Kunſtgenuß den Hörern darbot. Zwei theatraliſche timbriertes Organ errang wieder Triumphe mit dem voll= bedarf kaum der Erwähnung. Wirken doch hier Kräfte,
Aufführungen, Schickſalsfürgungen, pantomi= endeten Vortrag der drei Lieder Allerſeelen von R. die zu den beſten der deutſchen Turnerſchaft überhaupt
niſches Schauſpiel in drei Akten, ausgeführt von Taub= Strauß, Drei Wanderer von H. Hermann und Cäcilia zählen.
ſtimmen aus Mainz, und ein pantomimiſcher Scherz, von R. Strauß. Am Klavier wurden beide Künſtler be=
Friſeur Schneidig, ausgeführt von Taubſtum=gleitet von Herrn Kapelmneiſter Siegfried Dreſcher.
nen aus Offenbach, zeigten, daß auf dem Gebiete der Daß auch Frl. Paula Manecke mit ihren reizenden
Reich und Ausland.
ſchönen Künſte die Taubſtummen vorzügliches zu leiſten Liedern zur Laute wieder rauſchenden Beifall auslöſte,
Torgau, 9. Nov. (Ein Bürgermeiſter unter
imſtande ſind. Die Stücke wurden mimiſch und darſtelle= iſt ſelbſtverſtändlich. Die Künſtlerin ſang Der ſchwere
kiſch vorzüglich geſpielt und ernteten rauſchenden Beifall Traum (Alte Volksweiſe), Tanzliedchen (Otto Stein= dem Verdacht eines Einbruchdiebſtahls.)
der Zuſchauer. Am Schluſſe wurde allen Mitwirkenden wender). Der Dragoner (Meyer=Steineg), Roſen arr. Großes Auſſehen erregt die Verhaftung des Bürger=
dir
wärmſte Dank des Heſſiſchen Taubſtummen=Verbandes p. P. Manecke, und brachte damit eine Reihe künſtleriſch meiſters Bernhard Hausmann aus Jarmen,
ausgeſprochen.
bedeutender neuer Leiſtungen die ſich beſonders durch die die auf Antrag des Staatsanwalts in Torgau erfolgte.
** Kaufmannsgerichtswahlen. Es wird hiermit noch= ſchwierige, aber ſehr intereſſante Lautenbegleitung aus= Gegen Bürgermeiſter Hausmann beſteht der dringende
mals auf die heute abend im Kaiſerſaal ſtattfindende zeichneten.
Verdacht, daß er als Täter eines im Frühjahr 1906 aus=
Nählerverſammlung des Deutſchnationalen Handlungs=
Nach dieſen Darbietungen nahm Herr Profeſſor geführten Einbruchsdiebſtahls in die Stadthauptkaſſe von
Ahilfen=Verbandes verwieſen.
Schweisgut Gelegenheit, allen Mitwirkenden an Uebigau in der Provinz Sachſen in Betracht kommt. Die
r. Orpheum. Dario Painis rätſelhaſte Karten= dem ſchönen Feſt den herzlichſten Dank des veranſtalten= Tat iſt damals unaufgeklärt geblieben, nachdem verſchie=
ünſte
, die einen Hauptbeſtandteil des gegenwärtigen, den Vereins auszuſprechen. Herr Generalſekretär Gei= dene andere Perſonen, darunter auch der Stadthauptkaſſen=
ſu
ßerſt reichhaltigen Spezialitäten=Programms des Or=ſer=Berlin hoh mit beſonderer Anerkennung die Ver=rendant, in Unterſuchungshaft genommen worden waren,
bheums bilden, beanſpruchen ein weitgehenderes Inter=
ſie
als ſonſtige Kartenſpielereien. Seine mit liebens= dienſte der Darmſtädter Ortsgruppe des Schulvereins her= Gegen Hausmann ſchwebt außerdem auch noch in Greifs=
vor
, die zu den regſamſten überhaupt zählen, und deren wald eine gerichtliche Vorunterſuchung wegen Urkunden=
pürdiger
Kauſerie vorgeführten Experimente laſſen ſich ſegenvolles Wirken bis in die entlegenſten deutſchen Ko= fälſchung. Er iſt deshalb ſeit einiger Zeit von ſeinem
pohl zu einem Teil durch eine in langjähriger Uebung
kzielte manuelle Fertigkeit erklären, doch iſt manches Expe=lonien in Ungarn, Oeſterreich, ja bis in Südbraſilien dank= Amt bereits ſuspendiert.
Paris, 9. Nov. (Das vergiftete Hochzeits=
barſt
anerkannt wird. Beſonderes Verdienſt haben ſich
ſiment ſo verblüffend und auf gewöhnliche Art und Weiſe wieder die Damen Frau Profeſſor Lenz und Frl. Ep=mahl.) Die Vergiftungs=Angelegenheit bei der Hochzeit
ſticht zu deuten, ſo daß man zwar nicht die fünfte oder
ebente Dimenſion zu Hilfe nehmen braucht, aber das Vor=ſpenetter erworben, die ſich ſeit Jahren mit unermüd= in Cholet hat furchtbare Ausdehnung angenommen.
uindenſein einer ähnlich gehimnisvollen Gabe, wie ſie lichem und vorbildlichem Eifer der mühevollen und um= Von den 40 Erkrankten ſind, wie gemeldet, bereits 7 ge=
18 Painis Landsmann Bellini in der vorigen Saiſon fangreichen Arbeit unterziehen, dieſe Feſte zu veranſtalten,ſtorben und noch eine ganze Anzahl anderer ſind ſo
Nach dem Konzert fand Tanz im großen Saale ſtatt, ſchwer erkrankt, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt
es Orpheums zeigte, drängt ſich jedem unwillkürlich auf. dem, wie immer, von der Jugend in ausgedehntem Maße wird. Unter den Toten befindet ſich auch die Schweſter
iri pſychiſches, ſuggeſtives Einwirken Painis auf ſeine
gehuldigt wurde. Zugunſten der deutſchen Kinder in der beiden Bräute, ein junges Mädchen von 14 Jahren.
ntrahenten, ſowie ein überaus empfindſames Nerven=
hſtem
(paſſive Telepathie?) zeitigen hier offenbar Ergeb=Südtirol und des Reichsdeutſchen Weihnachtsbäumchens Auch die beiden Ehrenjungfrauen ſind tot. Die Angele=
fand
eine Verloſung ſtatt, zu der namhafte Schriftſteller genheit hat in der Stadt das größte Aufſehen hervorge=,
ie, die in Erſtaunen ſetzen. Paini, der nicht nur auf der
und Dichter, ſowie Verlagsbuchhandlungen Autogramme, rufen. Die polizeiliche Unterſuchung hat ergeben, daß
hne, ſondern auch im Publikum arbeitet, iſt imſtande, Bilder und Bücher in dankenswerter Weiſe geſtiftet hat= tatſächlich eine verbrecheriſche Hand im Spiele ge=
Aiebig einem neuen Kartenſpiel entnommenen Karten ten. Außer Loſen wurden Anſichtskarten, Tanzkarten und weſen ſein muß. Die Süßſpeiſen, um die es ſich handelt,
us einem anderen Kartenſpiel herauszufinden, oder auch Flumen von zahlreichen Damen und jungen Mädchen ver= ſind mit Arſenik oder Zinkſulphat beſtreut geweſen. Die
dachte Karten, und dies alles mit vollſtändig verbunde=
n
Augen. Oder er läßt vermöge der geheimnisvollen kauft. So nahm auch der letzte Abend des Feſtes einen Unterſuchung hat noch nicht genau feſtſtellen können, wel=
ches
von heiden das chemiſche Produkt geweſen iſt, das
ugeſtiven Kraft eine Karte von ein und derſelben Perſon anregenden und ſicher auch einen erfolgreichen Verlauf.
ſich in den Ueberreſten der Speiſen vorfand.
eliebig oft einem immer wieder gemiſchten Spiel Kar=
Eine ſpätere Meldung beſagt: Die Vergiftungs= Ange=
entnehmen
, er nennt ohne Zögern ſechs oder auch mehr
Schauturnen der Turngemeinde.
legenheit in Cholet ſtellt ſich als immer ſchwerwiegender
o ebenſo viel Perſonen hintereinander gezogene Karten
St. Die Turngemeinde Darmſtadt veranſtaltete geſtern heraus. Weitere zwei der vergifteten Hoch=
d
dergleichen mehr. Seine Verſuche erfolgen unter der nachmittag in ihrem Vereinshauſe am Woogsplatz einzeitsgäſte, unter ihnen der Bruder der beiden Ehe=
ſontrolle
von mehreren beliebigen Herren aus dem Pu=
ſſikum
, was eine Gewähr dafür gibt, daß das Mitwirken Schauturnen, das ungewöhnlich zahlreich beſucht war. männer, ſind geſtorben. Die Aufregung im ganzen
Als Ehrengäſte wohnten u. a. die Herren Provinzial= Städtchen iſt ſehr groß.
ſer dritten Perſon oder ſonſtiger Hilfsmittel ſo gut wie
Lille, 9. Nov. (Eine neue Apachenbluttat.)
ſlegeſchloſſen ſind. Zum Schluß zeigt Paini noch ſeine direktor Fey, Profeſſor Dr. Finger, mehrere Offi=
ziere
uſw. der Veranſtaltung bei. Wie Herr Turnwart Hier iſt eine neue Apachentat verübt worden. In einem
ertigkeit im Löſen von Knoten. Seine geſamten Dar=
ſtungen
finden den lebhafteſten Beifall. Eine andere Maurer in ſeiner Begrüßungsanſprache ausführte, Abflußgraben fand man die von ſechs Revolverſchüſſen
ſollte das Schauturnen den Turnbetrieb der Gemeinde im durchbohrte Leiche eines Automobildroſchken=Chauffeurs.
Pereſſante Programm=Nummer iſt der erotiſche
Auszuge vorführen, denn ſämtliche Turner teilnehmen zu Sein Automobil war verſchwunden. Man nimmt an, daß
ſteſſur=Akt der Graziellas. Die buntgefiederten laſſen, reichte der große Saal bei weitem nicht aus. Ezer von unbekannten Fahrgäſten ermordet worden iſt, die
eitiſchen Vögel geben ein prächtiges Bild, und erſtaun=
ſollte
weiter Beweis dafür geben, in welch hervoragendem das Automobil zu einem Verbrechen benutzen wollten.
ſichläſt es, wie hier unermüdlicher Fleiß Leiſtungen her=
ſolgebracht
hat, die als einzig daſtehend auf dem Gebiete Maße die Jugendpflege praktiſch in der Turngemeinde
Dreſſur bezeichnet werden müſſen. Der Gegenſtand geübt wird und welch ſtetig ſteigenden Umfang das
Der Kiewer Prozeß.
Dreſſur an ſich iſt ſchon eigenartig, denn die Papa= Jugendturnen, angeſpornt durch das Vorbild der alten
Der Kiewer Ritualmordprozeß.
kien, Kakadus, Araras, Kolibris und wie ſie alle heißen Turner, in letzter Zeit angenommen hat. Die Turnerei bilde
* Kiew 9 Nov. Der Verteidiger Karab=
bgen
, ſind gar launiſche Geſellen, aber noch wunderbarer heute den Stamm der geſamten Jugendpflege im vaterlän=
diſchen
Sinne, nach dem Vorbild Jahns an dem der ltſchewski wies darauf hin, daß es ſich nicht um einen
les daß dieſe Vögel regelrechte Purzelbäume ſchlagen,
ſſerlei Uebungen am Reck machen und Salto mortale deutſche Turner ſtets feſthalte. Mit einem Gut Heil auf Weltprozeß handele, ſondern um die Frage, ob Beilis
lagen können. Poſſierlich iſt es zu ſehen, wie ſo ein die Turner ſchloß der Redner. Dann trug die Turner= ſchuldig ſei. Der Prozeß enthalte viele dunkle Seiten.
edliches Tierchen fünf oder ſechsmal hintereinander ſingmannſchaft unter Leitung des Herrn Etzold das Klar ſei nur, daß Jutſchinsky und Tſcheberjak am 25.
Turnerfeſtlied Seid uns gegrüßt zum Turnerfeſte vor, März zuſammen waren; alles andere ſei unaufgeklärt.
ntgerecht den Salto mortale rückwärts vollbringt.
ſuich das übrige Programm zeiat viel des Intereſſanten worauf die turneriſchen Vorführungen ihren Anfung Wenn man frage, wo das Blut Jutſchinskys geblieben
ſei, könne er antworten, wo der Paletot ſei, werde auch
d Unterhaltenden, ſo daß ein Beſuch empfohlen werden nahmen.
Der Verlauf der Veranſtaltung bewies aufs neue, Blut ſein. Feſtgeſtellt ſei, daß die Leiche in die Höhle;
Unn.
* Darmſtädter Sportklub 1905. Das Meiſterſchafts=, daß es jetzt erſt, nach 100 Jahren, wieder gelungen iſt, transportiert wurde. Warum bediente man ſich nicht derz
ier Svortklub gegen Alemannia=Worms endigte mit die Turnerei zur Sache des Volkes zu machen. An Quan= Polizeihunde? Dies geſchah nur darum nicht, weil die
ſim Siege der Einheimiſchen von 211 Toren. Sport= tität und beſonders an Qualität hat das Tuenen bedeu= Hunde zur Wohnung Tſcheberiaks hätten führen können
t ſpielte in der letzten Halbzeit nur mit 10 Mann. Das tend zugenommen, iſt vor allem auf die Jugend beiderlei und der ſogenannte Weltprozeß entſchieden wäre. Gegen,
ſellitt ſehr unter der ungünſtigen Witterung. Bei den Geſchlechts faſt jeden Alters ausgedehnt worden. In Beilis lägen keine direkten Indizienbeweiſe vor, und die=
leſigen
glänzte der Hannoveraner Düvel durch ſeine be= ſchmucker Matroſenbluſe mit Turnhoſe traten die kleinen indirekten zerfielen in Staub, ſobald man ſie antaſte. Der
lſchende Spielweiſe. Sonſt iſt im übrigen der ganzen Mädchen bis zum Alter der jungen Damen an, und was Verteidiger ſchloß ſeine Rede mit der Mahnung an die
ſie leiſteten, zugeſchnitten auf planmäßige Durchtrainierung Geſchworenen, von politiſchen Ueberzeugungen abzuſehen
ſannſchaft ein Lob auszuſtellen.
des ganzen Körpers, war höchſten Lobes wert. Auch die und nur die Wahrheit zu ſuchen. Der Verteidiger Gru=
männlichen
Turner, vom Buben bis zum reiſen Mann fenberg ſchilderte nochmals den Hergang des Verbre=
mit
gelichtetem Scheitel, leiſteten in allen Stufen der chens. Nachdem der Verteidiger die Triftigkeit der juden=
Deutſches Feſt.
Turnerei ganz Vorzügliches, und die Stabübungen der feindlichen Schlußfolgerungen aus den religiöſen Büchern
St. Das von Darmſtädter Ortsgruppen des Vereins Männerriegen waren hervorragend. Immer mehr tritt der Juden beſtritt, ſprach er zum Schluß die feſte Ueber=
das
Deutſchtum im Ausland (E. V.) (Alg. Deutſcher das Beſtreben zutage, die Frei= und Geräteübungen mili=zeugung aus, daß Beilis unſchuldig ſei. Der
helverein) veranſtaltete Deutſche Feſt fand am geſtrigen täriſch erakt auszuführen, ehe ſie zu Glanzleiſtungen aus= Verteidiger Zarudny bat die Geſchworenen, ſich von den
bimtagabend im Städtiſchen Saalbau mit ſeinem Deut= gebildet werden. In dieſer Beziehung ergibt ſich eine ihnen durch die Beſchuldigungen gegen die Juden einge=
aber
gelehrt, daß es für die Künſtler nicht immer von Vor= und Schrecken in dieſer muſikaliſchen Aufmachung und der
Sroßherzogliches Hoftheater. teil iſt, wenn das Publikum mit einem bereits abgeſtem= grandioſen ſtimmlichen Durchführung Soomers war
pelten Urteil an ihre Leiſtungen herangeht. Jede Kritik von marl= und beinerſchütternder Wirkung. In dieſen Ein=
Sonntag, 9. November:
iſt ſubiektiv und kann nur ſubjektiv ſein, einen oberſten druck miſchte ſich das Gefühl des Staunens, daß es mög=
Gerichtshof, der in Sachen der Kunſt die Wahrheit findet lich iſt, die Verdiſche Muſik zu neuem Leben zu erwecken
Rigoletto.
und entſcheidet, gibt es nicht; auch eine tonangebende Dieſe Erfahrung war das intereſſanteſte und wertvollſte
l. Der anläßlich des 100. Geburtstages des Mei= Kunſtzentrale in dem Sinne, wie es etwa Paris für Ergebnis des Abends, das weit über den Erfolg einer ein=
(9. Oktober) veranſtaltete Verdi=Zyklus wurde Frankreich iſt, kennen wir nicht, und das iſt gut; denn das zigen Vorſtellung hinausgeht.
Herr Soomer, der die Titelpartie ſang, iſt, wie
nüte abend mit Rigoletto eröffnet. Sie iſt die älteſte Dogma iſt kunſtfeindlich, und unter ihm muß die Kunſt
Baklanoff, ein Stimmrieſe, vereinigt aber mit der Größe
Opern, die den Ruhm Verdis begründet und einſt die erſtarren.
Die beiden Gäſte des heutigen Abends haben nun in auch eine ſchöne Wärme des Tones, die ihn zum Repräs
nunderung der Welt erweckt haben. Eine Generation
ſt die Verdiſchen Melodien ſozuſagen mit der Mutter= der Tat höchſtgeſpannte Erwartungen gerechtfertigt und ſentanten der tragiſchen Figur des gefühlstiefen Narren
Alc=eingeſogen und ihren muſikaliſchen Geſchmack an keinerlei Enttäuſchungen bereitet, vielmehr wird dieſe prädeſtinieren. Die Szenen der Verzweiflung und der
en gebildet. Seine Opern bezeichnen den Triumph der Muſteraufführung bei allen, die ihr beigewohnt haben, Rache waren von erſchütternder Wirkung, und zwar nicht
Mlodie, die unbekümmert um den Inhalt ihre Form bleibende Eindrücke hinterlaſſen. Herr Arturo Vigna nur durch den gewaltigen ſtimmlichen Aufwand, ſondern
ſgt= und die einſt die Meiſter des bel canto und die Rit=leitete die Aufführung mit echt ſüdländiſchem Tempera= mehr noch durch die grandioſe Steigerung des dramati=
vom
hohen C von Siegen zu Siegen führten. Eine ment, das ſich auch den Muſikern und den Sängern, mit de= ſchen Pathos.
Frau Kallenſee, die die Gilda ſang, liegt der Ge=
le
Zeit hat einen neuen Stil geſchaffen, aber den Sän= nen er in fortwährendem geiſtigem Kontakte bleibt, mitteilte
n und Sängerinnen ſtellen die Verdiſchen, auf den Effekt und ſiefür ihre künſtleriſchen Aufgabenbegeiſterte, ſo daß ſie fangsſtil der italieniſchen Oper offenbar beſonders gut.
ſechneten Opern immer noch höchſt dankbare Aufgaben. zuungewohnten Leiſtungen angeſpornt und befähigt wurden. Die berühmte Arie des 2. Aktes war geradezu eine Muſter=
Der Zyklus wird von dem italieniſchen Maeſtro Ar=Gelegentlich, wenn dem italieniſchen Meiſter das Tempe=leiſtung geſanglicher Kunſt, an der auch der Maeſtro ſeine
ro Vigna geleitet. Die Titelpartie ſang Herr Kam=rament nicht italieniih genug iſt, dirigiert er nachhelfend Freude gehabt haben wird. Herr Globerger als Her=
rſünger
Walter Soomer vom Königl. Hoftheater in auch mit den Füßen. Im übrigen iſt der ſuggerierende zog erfreute durch ſein friſches und ſchönes Organ und die
Einfluß ſeiner Leitung auf die Künſtler weniger ſichtbar ſichere geſangstechniſche Beherrſchung ſeiner Aufgabe. Die=
ſöden
.
Es iſt jetzt Sitte geworden, das Lob gaſtierender und definierbar als er beim Anhören der Muſik empfun= ſem muſtergültigen Enſemble paßten ſich Herr Schützen=
iſtler
vorher in allen Tonarten zu ſingen und die Er=den wird, und in dieſem Sinne muß man ſagen, daß vieles dorf als Sparafueile, Frl. Jacohs als Maddalena
Urtungen auf das Höchſte zu ſteigern. Einerſeits iſt es in der inſtrumentalen und geſanglichen Herausarbeitung und Herr Stephani als Graf Monterone in beſter
Abiß wünſchenswert und zu loben, daß das Publikum der Details ſo überraſchend neu und ſchön anmutete, daß Weiſe an. Der ſzeniſche Nahmen war derſelbe geblieben.
rdie Bedeutung ihm unbekannter Künſtler unterrichtet man es zum erſten Male zu hören glaubte U. a. erwäh= Die Regie führte Herr Nowack.
Das Haus war ausverkauft, der Beifall ſehr lebhaft;
, anderſeits fällt dieſen dadurch die ſchwere Aufgabe neu wir nur die Duette des 2. Aktes mit der herlich abge=
ſdiee
höchſtgeſpannten Erwartungenzurechtfertigen, damit tönten Begleitung, und das wundervoll ausgeſtaltete als nach dem 3. und 4. Metz uuch. 8r Marſtro erſchien,
Enttäuſchungen auf ſie folgen. Die Erfahrung hat Quarteit des letzten Aktes. Die Nachtizene vor Grauen ſteigerte er ſich bis zur Begeiſterung,

[ ][  ][ ]

Nummer 271
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 10. November 1913.
Seite 4.
ſtößten Vorurteiken freit zu machen und nicht einen Un= (Leckerbiſſn genieien konnten. Aber das waren beſcheidene fUeber den wohltntenden Eiuſtußt der Fruch
ſchuldigen dem Aberglauben und dem Vorurteil zu opfern. Gaſthöſe, die nur vom ſeefahrenden Volke beſucht wurden
und Pflanzenſäfte auf unſeren Körper.
und in die ſich kaum ein Angehöriger der wohlhabenderen
Hodann ſprach Karabtſchewski.
Draſtiſche chemiſche Mittel wirken zumeiſt reizen
Stände der Themſeſtadt aus Abentenerluſt und Neugier entzündend und ſchwächend auf das Syſtem. Wer etro
einmal verirrte. Jetzt aber wird es anders, in der beſten zur Regelung des Stuhlganges tun muß, der befra
Gegend ſchießen lururiöſe elegantechineſiſche Re= ſeinen Arzt über den Californiſchen Feigen=Sirup Califig
Luftfahrt.
ſtaurants aus dem Boden, Lokale, die von vornherein Höchſt angenehm von Geſchmack wie in Wirkung, rein
Ein neuer Flugſtützpunkt
in ihrer Ausſtattung bekunden, daß ſie eine wohlhabendt er das Syſtem in gründlicher, milder Weiſe und läßt
* Elbing 9. Nov. Heute mittag wurde der Flug= Kundſchaft erſtreben. Allein drei große derartige Reſtau= ſonſt ganz ungeſtört. Nur die reife blaue Californiſ
ſtützpunkt Elbing=Wanſau feierlich einge=rants haben in jüngſter Zeit ihre Pforten geöffnet, das Qualitätsfeige wird bei der Herſtellung des Caliſſt
weiht. Erſchienen waren der Oberpräſident von Weſt= eine in der Shaftesbury=Avenue, das zweite am Picadally= im Verein mit gewiſſen Pflanzenſäften verwendet,
preußen von Jagow, der kommandierende General des Zirkus, das dritte im Strand nahe beim Lyceum=Theater. Ganze iſt ein angenehmes, wohltuendes Mittel, eben
20. Armeekorps General v. Scholtz, der Kommandeur In dem letztgenannten Gaſthof walten allein ſieben er= geeignet für Kinder und empfindliche Perſonen, wie i
des Fliegerbataillons Nr. 2 in Poſen, Major Röthe, probte chineſiſche Köche ihres Amtes, und verblüfſt ſtarrt robuſte Naturen. Califig beſeitigt Verſtopfung, Kol
Hauptmann Lölhöffel v. Löwenſprung von der Knigsber= der europäiſche Beſucher auf die Speiſekarte, die ihm Hun= weh, Appetitmangel u. dergl., ohne die geringſte
(I,28f
ger Fliegerabteilung, Hauptmann Köppen=Berlin als Ver= derte von unbekannten exotiſchen Leckerbiſſen verheißt. Wer ſchwerde oder Anſtrengung zu verurſachen.
In allen Apotheken zu haben, in Originalflaſchen mit genauer Anweiſt
treter des Großen Generalſtabes und der Verkehrstrup= zählt die Ingredienzien, nennt die Namen! Da gibt es
pen, die Oberleutnants z. S. v. Strbensky und v. Gor= gehackte Gerichte, in denen die ſeltſamſten Eßbarkeiten ſich für Kinder und Erwachſene zu Mk. 1.50; ertra große Flaſche Mk. 2.50. Bf
Spr. fci Californ. 75, Ext. Sonn. Liqu. 20, Elix. Garyoph. com.f
riſſen von der Marinefliegerſtation Putzig. Im Laufe der vermengen, da ißt man Bohnentriebe und Bambusknoſpen,
letzten Tage ſind vier Militärflugzeuge angekommen. Die Zwiebeln und Reis, natürlich viel Reis. Da gibt es Sup=
Weiherede hielt Oberbürgermeiſter Merten=Elbing. pen aus merkwürdigen Pilzen, in denen Schweinfleiſch
Frau v. Jagow, die Gemahlin des Oberpräſidenten, über= Ente, Fiſchteile und natürlich auch Haifiſchfloſſen ſchwim=
Die Geburt eines Söhnchens
reichte den eingetroffenen Fliegeroffizieren eine Erinne= men, kurz an Auswahl und Senſationen iſt kein Mangel.
rungsgabe. Die Flughalle wurde mit einem Koſtenauf= Die Speiſekarte nennt Namen und Preis in chineſiſcher
zeigen an
wand von 23000 Mark erbaut. Flüge konnten wegen des Sprache und chineſiſchen Schriftzeichen und daneben in
Engliſch; und der Gaſt, der Platz nimmt, erhält außer den
herrſchenden Nebels nicht unternommen werden.
Dr. med. Fritz Vogt
Eßſtäben ohne weiteres auch gleich ein europäiſches Beſteck,
IIB. Paris, 9. Nov. Ueber das Schickſal des fran= ſodaß er die Wahl hat, alle dieſe Leckerbiſſen aus dem
und Frau Emily
zöſiſchen Fliegers Daucourt und ſeines Begleiters, die be= Reiche des Himmels echt chineſiſch oder mitteleuropäiſch zu
geb. Becker.
kanntlich vorgeſtern von Warng abſlogen, um Konſtanti= den Lippen zu führen. Für Kapitaliſten gibt es beſondere
nopel zu erreichen und ſeitdem verſchollen blieben, iſt man Genüſſe, etwa das Kai Si Tſchu, Haiſiſchfloſſen mit jungem
Cassel, den 2. November 1913
in großer Beſorgnis. Bis zum gegenwärtigen Augen= knochenloſen Huhn, das Gericht 12 Schilling; oder vielleicht
blick iſt in Paris noch kein weiteres Telegramm über die Kai Yong Yin Wu, Vogelneſtſuppe mit gehacktem Hühner=
Friedrich Wilhelmsplatz 2.
(23493
Flieger oder ein Anhaltspunkt, wo ſie ſich befinden könn=fleiſch, ſpottbillig, der Teller Suppe für nur 3,50 Mark.
ten, eingegangen.
* Konſtantinopel, 9 Nov. Der Flieger Dau=
Literariſches.
eourt und ſein Begleiter Rour ſind bei Podima am
Statt Karten!
Oertel: Fontana Trevi (Hans Sachs=Ver=
Schwarzen Meer ſüdlich von Kap Malatra gelandet.
lag in München). Ein Künſtlerroman aus Rom, der ewi=
Die glückliche Geburt eines gesunden
gen Stadt! Der bekannte Münchener Autor erzählt uns
das Kämpfen eines deutſchen Offiziers, der ſich aus un=
Die ſtudierten Frauen.
geliebtem Beruf zu den Höhen freier Kunſt emporringt, der
Jungen
* Die ernſten Bedenken welche in ärztlichen Kreiſen nach Irren auf dunklen Wegen verbotener Leidenſchaft das
von Anfang an gegen das Frauen=Studium im Intereſſe Sonnenland ſtarker Liebe erobert. Die Lichtfluten Roms
zeigen hocherfreut an
der Volksgeſundheit und im Intereſſe der Frauen ſelbſt und ſeiner Campagna, die Sonnen Süditaliens ſind mit
geltend gemacht ſind kommen allmählich, wie es ſcheint, dichteriſcher Kraft um die Geſchehniſſe gewoben; die Schön=
Georg Krämer u. Frau Margarete
auch in der Tagespreſſe zum Ausdruck. So ſchrieben kürz= heit der Antike, der Schimmer kirchlicher Prachtentfaltung,
geb. Fey.
aber auch das ſchwere Dunkel fanatiſcher Glaubenstrun=
lich
die Hamburger Nachrichten:
Ob das immer mehr um ſich greifende Studium der kenheit geben der glänzenden Schilderung ein einzigartiges
Darmstadt, 8. Nov. 1913.
(23494
Weiblichkeit den Völkern zum Segen wird, iſt eine bange hell=dunkles Kolori Immer wieder aber hören wir das
Frage mit der ſich die Geiſter befaſſen. Das Monatsblatt Raunen des Zauberwaſſers der Fontana Trevi das un=
des
Deutſchen Bundes zur Bekämpfung der Frauen=ſtilbare Sehnſucht nach der ewigen Stadt in uns erweckt!
Reuter, Fritz, Briefe Geſamt=Ausgabe in
emanzipation übernimmt aus der Hildesheimer Zeitung
eine Aufſtellung deſſen, was aus den ſtudierten einem Bande Herausgegeben von Otto Weltzien.
Todes=Anzeige.
Broſch. 2,50 Mk., in Leinenbd. 3 Mk. Verlag von Heſſe
Frauen wird:
Mit Stolz weiſen die von den Frauenorganiſationen u. Becker, Leipzig. Zum erſtenmal erſcheint hier eine voll=
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
zuſammengeſtellten Statiſtiken auf die ſtetig wachſende ſtändige Sammlung aller erhaltenen Briefe des Dichters,
Heute früh 10 Uhr verſchied ſanft nach
Anzahl von Frauen hin, die im Gegenſatz zu früheren Zei= die allen ſeinen zahlreichen Verehrern hochwillkommen ſein
ten Gymnaſialbildung und akademiſche Bildung erobern wird, und die als eine überaus wichtige Ergänzung zu
längerem Leiden unſere gute Mutter, Schwieger=
und ſpäter in den verſchiedenartigſten Berufen verant= Reuters Werken nicht dringend genug empfohlen werden
mutter, Großmutter, Urgroßmutter und Tante,
wortungsreiche Stellungen mit Erfolg ausfüllen. Aber kann. Eine prächtige Ergänzung zu ſeinen Werken. Der
hinter der Frage nach dem erhöhten Bildungsniveau und mäßige Preis der Ausgabe verdient bei der gediegenen
Unn
Dannie
der beruflichen Verſorgung der neuen Frauengeneration Ausſtattung beſondere Anerkennung.
Frau Hehriette Winter,
erhebt ſich eine andere, noch tiefer greiſende Frage, die
bisher noch nicht beantwortet werden konnte: Wie ge=
geb
. Wörndel,
ſtaltet ſich im Durchſchnitt das Schickſal der Frauen mit
Letzte Nachrichten.
im 88. Lebensjahre.
(23495
Gymnaſial= und Univerſitätsbildung?
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
Der Verwaltung einer der bekannteſten und älteſten
Darmſtadt den 9. November 1913.
amerikaniſchen höheren Frauenbildungsanſtalten, des im
* Berlin, 9. Nov. Die Norddeutſche Allgemeine Zei=
Im Namen der Hinterbliebenen:
Univerſitätsrang ſtehenden Mount Holyoke College, iſt es tung ſchreibt in ihrer letzten Wochenrundſchau: Für
vorbehalten geblieben, zum erſtenmal dieſer Seite der An= die Aufhellung der Orientlage ſtellten ſich gewiſſe Schwie=
Ernst Weis.
gelegenheit nachzugehen. Die Anſtaltsverwaltung ging rigkeiten ein, die das Friedenswerk ohne ernſtliche Stö=
Die Beerdigung findet in aller Stille ſtatt
dem Lebensſchickſal aller ihrer ehemaligen Zöglinge, die rung verzögern. Die griechiſch=türkiſchen Verhandlungen,
Kondolenzbeſuche dankend verbeten.
ſeit dem Jahre 1842 nach beſtandenem Examen in das Le= die bereits vor vierzehn Tagen dem Abſchluſſe nahe waren,
ben hinaustraten, nach. In 2827 Fällen (von insgeſamt
gegen 5000 entlaſſenen ehemaligen Zöglingen) konnten die ſind anſcheinend ins Stocken geraten. Weder dieſes

weſentlichen Einzelheiten des ſpäteren Lebensſchickſals Zwiſchenſpiel, noch das Wiederaufleben anderer Sonder=
aufgeklärt
werden Das geſammelte Material erbrachte wünſche einzelner Orientſtaaten ſind an ſich bedenklich, ſo
ein recht ungünſtiges Bird. Ein ſehr hoher Prozentſatz lange ſich nicht die Großmächte zu einer einſeitigen und
der ſtudierten Frauen blieb unverehelicht: das Bedenk= für ein gegenſeitiges Einvernehmen unerwünſchten Par=
lichſte
daran aber iſt die Tatſache, daß der Prozentſatz der teinahme beſtimmen laſſen. Dies geſchah bisher nicht und
(Statt beſonderer Anzeige.)
unverehelicht Gebliebenen in den letzten Jahrzehnten ganz wird auch fernerhin verhütet werden. Vertrauend auf
enorm gewachſen iſt, während man eher auf das Gegen= das Uebergewicht der europäiſchen Friedensintereſſen darf
teil gerechnet hatte. Die Statiſtik zeigt, daß nicht weniger man einſtimmen in die ruhige Zuverſicht, mit der Sir Ed=
Todes=Anzeige.
als zwei Drittel der Frauen, die in den letzten Jahrzehn= ward Grey in Newcaſtle und Miniſterpräſident Kokowzow
Geſtern abend verſchied unerwartet nach
ten ihre akademiſchen Prüſungen beſtanden, ehelos blie= in Paris ſich über die Lage äußerten.
* Straßburg, 9. Nov. Bei dem geſtrigen Richtfeſt
ben. Auf hundert graduierte Frauen entſielen im Durch=
kurzem
, ſchwerem Leiden unſer lieber Brudn
ſchnitt während der Jahre 18421849 15, die unverheiratet für den Neubau des elſaß=lothringiſchen Krüp=
(23496
Onkel und Großonkel
blieben, und 85, die heirateten. In den folgenden Jahr=pelheims, das ſich auf einem von der Stadt geſchenk=
zehnten
verſchiebt ſich das Verhältnis wie folgt: 1850 ten Grundſtücke im Stadtteil Stockfeld erhebt, hielt Be=
Herr
bis 1859 25 Eheloſe, 75 Verheiratete, 18601869 39 und zirkspräſident Pöhlmann eine Anſprache in der er u. a.
61; 18701879 41 und 59; 1880 1889 42 und 58. Vom mitteilte, daß die Anſtalt zur ehrenden Erinnerung an die
Jahre 1890 an überwiegen bereits die Eheloſen: von 1890 edle Förderin des Werkes die Gemahlin des Kaiſerlichen
bis 1899 zählte man auf 100 ehemalige Schülerinnen 42 Statthalters, Gräfin v. Wedel, den Namen Stepha=
Dr. ned. Otio Eckhard
verheiratete Frauen und 58, die unverheiratet durchs Lebennienheim tragen werde.
gehen mußten; 19001909 aber erreicht die Zahl der Ver=
Peſt, 9. Nov. Der Gerichtshof verurteilte den an=
im
60. Lebensjahre.
helrateten nur noch 24 von 100, während 76 ehelos geklagten ruſſiſchen Staatsangehörigen Nikolaus Bra=
bleiben
.
vura wegen Verbrechens gegen die bewaff=
Darmſtadt, den 9. November 1913.

Es kann alſo kein Zweifel ſein, daß die empfangene nete Macht zu 3 Jahren Staatsgefängnis und 1000
höhere Bildung die Neigung oder die Möglichkeit der Frau Kronen Geldſtrafe den angeklagten Edmund Velobſſy
Die trauernden Hinterbliebenen.
zur Begründung einer Familie außerordentlich verringert, wegen desſelben Verbrechens zu 4 Jahren Staatsgefäng=
wobei
man noch beſonders berückſichtigen muß, daß in nis und 1200 Kronen Geldſtrafe.
den Vereinigten Staaten die materielle Schwierigkeit einer
Die Einäſcherung findet in Mainz in aller
* Rom, 9. Nov. Die erſte Diviſion des zweiten Ge=
Eheſchließung für die Frauen geringer iſt, da die Frage ſchwaders, welche die Schlachtſchiffe Regina Elena.
Stille ſtatt. Blumenſpenden und Beleids=
einer
Mitgiſt der Braut im Gegenſatz zu Europa eine Napoli und Roman unſaßt und unter dem Kom=
beſuche
dankend verbeten.
ganz untergeordnete Rolle ſpielt.
mando des Herzogs der Abruzzen ſteht, wird eine Kreuz=
Wie verhält es ſich nun mit der Fruchtbarkeit jener fahrt nach der Levante unternehmen und während
Gr
ſtudierten Frauen, die in die Ehe eintraten? Die Statiſtik der Fahrt einige Uebungen ausffühpen. Die Diviſion
ergab, daß von 100 Ehen dieſer ſtudierten Frauen nicht wird ſich etwa am 16. November bei der Inſel Rhodos
Tagestntender.
weniger als 39 kinderlos blieben, während die allgemeine befinden.
Montag, 10. November.
Durchſchnittszahl der unfruchtbaren Frauen für die ganze
* Madrid, 9. Nov. Geſtern nacht platzte unter denKonzert der Großh. Hofmuſik um 7 Uhr im H
Bevölkerung nur 1012 Prozent beträgt. Wieviel Kinder Fenſtern des Miniſteriums des Innern eine Bombe. theater.
zählten jene Frauen, die Mutter wurden? 18901899 Es wurde niemand verwundet und auch kein Schaden ver= Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
entfielen 2.4 Kinder auf jeden Haushalt. 19001909 nur urſacht. Vermutlich handelt es ſich um einen ſchlechten Muſikaliſche Unterhaltung des Frauenvere=
noch
1,5. Das Geſamtergebnis iſt: von 10 gkademiſch ge= Scherz.
der Lukasgemeinde um 4½ Uhr, Kiesſtraße 17.
bildeten Frauen empfängt das Land nur 6 Kinder, wäh=
Enpatoria, 9. Nov. Im Schwarzen Meer herrſcht Monatsverſammlung des deutſchen und öſt
rend es nahezu 40 erhalten würde, wenn die ſtudiertenſeit zwei Tagen Sturm. Der. Verkehr zwiſchen den
reichiſchen Alpenvereins um 8½ Uhr im elektrotechniſte=
Frauen den anderen glichen. Wie lange würde die Na=Häfen iſt unterbrochen.
Hörſaal der Techniſchen Hochſchule.
tion fortbeſtehen, wenn alle Frauen die höhere Gymnaſial=
Täbris, 9. Nov. Wie aus Dſchulfa gemeldet Hauptverſammlung der Schillerſtiftung um 5 U
und Univerſitätsbildung erhielten?
wird, begann an der Brücke des Grenzfluſſes Arax der
im Ludwig=Georgs=Gymnaſium.
Eiſenbahnbau auf perſiſchem Boden.
Wählerverſammlung zum Kaufmannsgericht
Vermiſchtes.
9 Uhr im Kaiſerſaal.
Der Fürſt von Albanien.
Chineſiſche Kochkunſt in London. Wenn
Druck und Veriag: z. g. Peilichſche Sohluhruchts
es in London ſo weiter geht, wird es in abſehbarer Zeit
IIB. Paris, 9. Nov. Das Echo de Paris erhielt ein Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuillet=
dem
Reſtaurantbeſucher in der britiſchen Metropole ſchwerTelegramm aus Wien, welches beſagt, daß bis jetzt noch Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrig
werden, ſeinen Hunger mit einem einfachen Beefſteak oder keine einzige Macht Einſpruch gegen die Kan= redaktionellen Teil Max Streeſe; für den Inſeratentx.
Roaſtbeef zu ſtillen. Denn über Nacht iſt eine neue Mode didatur des PrinzenzuWied gemacht hat. Man könne Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem Geſchäfff=
aufgetaucht
, der die Neugier die Anhänger in Scharen zu
in ihm alſo wohl den künftigen Herrſcher von leben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt. Für à
treibt. Keine Mode, die den äußeren Menſchen angeht,Albanien erblicken, da außer ihm nur noch ein otto=redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an
nein, eine viel innerlichere Mode. Die chineſiſche Koch maniſcher Abgeordneter oder ein ägyptiſcher Prinz kandi= Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaa
kunſt belagert London. Gewiß gab es ſchon immer in den dieren würden, die jedoch ernſtlich für den albaniſchen Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche wereän
Hafenvierteln und bei den Docks kleine chineſiſche Kneipen, Thron nicht in Frage kommen. Prinz Wilhelm zu Wied nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nii
in denen die Seefahrer aus dem fernen Oſten ſeltſame! hält ſich gegenwärtig in Wien auf.
zrückgeſandt.

[ ][  ][ ]

Ia

Nummer 271.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 10. November 1913.
Seite 5.
Bis Mittwoch
dauern unsere
billigen

Sr
2
23491
Sebr.
Ausstellung im linken
Sonder-Auslagen im
Eingangsfenster
Parterre
Borhschila
Gutes ſowie defektes Schuhwerk
Oleme
Me Zimmer
bezahlt am beſten. C. Minkler,
Für den Verkauf von Saat=
Langgaſſe 10.
(23483a
kartoffeln an Landwirte wer=
Gartenſtr. 20, II., ſchön möbl.
Weiblich
Chriſtliches Geſchäft.
den allerorts tüchtige Ver-
Zimmer zu verm. (23128a
in ſucht Kundſchaft i treter bei ſofortigem hohen
Waldſtr. 24, Seitb., r., 2. Stock,
Schneiderin i. Hauſe. (*14437se
Italiano
Barverdienſt geſucht (*4514zgeinf. möbl. Zim. zu verm. (23129t
M. Arnold, Stiftſtr. 52, 2. St,
Bayer. Saatversand-Zentrale
par Signor Astini
Kiesſtr. 18, gut möb. Zimmer
Fürth in Bayern, Mohrenſtr. 11.epentl. mit Penſion zu vm. (22601t
professore diplomato
Une Stelle
Privatunterricht, auf
Ichkaufr
Luiſenſtr. 6, II., frdl.möbl. Zim.
Wunsch Spez.- Damen-
d
. 23monatl. Kurſ. per ſofort zu vermieten. (21527t
Wotblich
zirkel, auch im Hause
Steilung als landw. Buchh.,
getrag. Herren= u. Damen=
a

der Schüler; ferner
Sekr., Verw. Bish.
kleider, ſowie Schuhe, Gold,
Zirkel u. Klassen für
ſord. eg. 1500 Eheſs Beamte. Pro= Soderstr. 6½, 3. St.,
Silb., Zahngebiſſe uſw. Zahle

Anfänger, Konversat.,
ſpekte umſonſt. Gegr. 1897. Landw. 1 (Kapellplatz), gut möbl. Wohn=
konkurrenzl
. Preiſe; der erſte
Literatur. (23125a
Verkäuferin Rechnungsbüre, Liegnitz. (I23475 und Schlafzimmer bei ruhiger
Verkauf überzeugt. Poſtk. gen.
Familie zu vermieten. (*12403t
Von morgens 8 bis
Kletzewski, Schloßg. 29. (22625a
Tüchtiger träftiger
branchekundig, geſucht (23208dso
abends 10 Uhr.
H. Nau & Sohn
Fraukfurierſtr. 24, part., in
Fuhrmann
Näh. Berlitz School,
Schuſtergaſſe 16.
gutem Hauſe freundliches Zimmer
Wilhelminenstr. 19, II.
Haare
ſofort für dauernd geſucht. Weber, mit guter Penſ. ſof. zu verm. (22391t
Neue Niederſtraße 11. Bier= Dep=
ausgekämmte
und abgeſchnittene
Kohl.=u. Mineralwaſſerhandl. (B22455 Luiſenſtr. 32, II., b. Gg. Wedel, einf.
kauft fortwährend zu den höchſten
mbl. Z. n. d. Straße m. Penſ. (23353a
Jüngerer
Preiſen
(20212a
Verkäuferinnen
Stiftſtraße 41, II, nächſt der
Verlüige School
Friedrich Tillmann,
Künſtler=Kolonie, 1 beſſ. möbl.

Grösstes Sprach-Institut
zur Aushilfe
Eliſabethenſtraße 21.
Zimmer zu vermieten. (21663t
190
Wilhelminenstr. 19, II.
für den Monat Dezember
Waldſtr. 50, gut möbl. Zimmer
danteitetars
geſucht.
ſofort od. ſpät. zu verm. (22756t
Iel
Saalbauſtr. 13, II., möbliertes
Korbus‟
Gebr. Rothschild
geſucht, der auch Luſt und Geſchick Zimmer zu vermieten.
(23242t
zu Hausarbeit hat. (*14444go
Elektrische Bügelel
Markt 2. (22913a) Markt 2.
Wienerſtraße 63 gut möbeliert.
Näheres Alexandraweg 24.
Gardinen-, Stores-, Decken-Spannerei
Wohn= und Schlafz. nur an einen
Schuhmachergehille ſof. geſ. beſſ. Herren zu ſof. verm. (2489t
Luisenstr. 32/34.
geſucht, daſ. faſt
(*14482
Uebernahme ſämtlicher Haushal=
ehrmädchen
n. Damen=Ulſter=Lauteichlägerſtr. 16.
Riedeſelſtr. 39, I., gut möbl.
Junge Leute *22
tungswäſche. Auf Wunſch nur
mantel zu verkaufen
Wohn= u. Schlafz. an beſſ. Herrn
getrocknet oder ſchrankfertig.
(*144851534 Jahre alt, erhalten nach ein=ſofort zu verm. Bad u. Telephon
Wienersſtr. 73, 2. Stock.
Garantiert blütenweiße Wäſche,
monatl. Ausbildung Stellung in vorhanden.
(23060a
Ein jüng. Mädchen tagsüber ſof. fürſtl., gräfl. u. herſchaftl. Häuſern.
ohne Anwendung der Wäſche
22119a
Stiftſtr. 52, Guntrum. (23356sgo Proſpekt frei. Kölner Dienerfach=
ſchädlicher
Mittel.
II., groß.,
Geſucht ſofort Aushilfe oderſchule und Servierlehranſtalt, Wienersstr. 44, gut möbl. Privat- u. Zirkel-Unterricht. Abholung und Zuſendung nach
Klassen pro Monat 5 Mk.
allen Stadtteilen. (21928a
licht zu junges Alleinmädchen. Köln, Chriſtophſtraße 7 (I,18157 Zimmer zu vermieten. (21929oms
Zu ſprechen von 10½12 oder
Erbacherſtraße 3, I., gut möbl.
Frau M. Georgi, Görlitz, ſchreibt:

34 Uhr. Soderſtr. 44, 2 Tr. (23439a Zimmer zu vermieten. (19646oms
ufe
Das Ausheilen meiner Flechte
Laufmädchen v. 912 Uhr geſ.
Soderſtr. 62, part.2 ſchöne Schlaft.
*14484)
Heidelbergerstr. 59 p. Woche M. 2.50 m. Kaffee. (*14215fso
Neckarſtr. 26, 2. St.
Iin Mlung,
am Bein
Parterrewohnung, 5 Zimmer,
Wendelſtadtſtr. 35, pt., einf. mbl.
Männtten
Küche ꝛc. auch ſehr paſſend für Zimmerperſofort zu verm. (22554omfden 12. Nov., hier habe ich nur Ihrer Obermeyer’s
ledigen Offizier, per ſofort bezieh=
(20533oms Luiſenpl. 6, III., frdl. mbl. Z.und zahle hohe Preiſe für getr.1 Medizinal=Herba=Seife zu verd.
u. mehr im Hauſebar, zu vermieten.
(23489oidf Herrenkleider, Schuhe, Zahn=Herba=Seife à Stck. 50 Pf., 30%
per ſof. zu verm.
510 Mk. tägl. zu verd. Poſtk.
Näheres Riedeſelſtraße 35.
gebiſſe. Kaufe auch Partie=verſtärktes Präparat Mark 1.
M
gen. B. Hinrichs, Hamburg 15. (23021a

e
waren. Offerten unter J 25 an Zur Nachbehandlg. Herba=Creme
1

en
Zimmer

die Exped., ds. Bl.
(*14450oià Tube 75 Pf. Glasdoſe Mk. 1.50.
Baugeſchäft.
Zu haben in allen Apotheken, Dro=
Eliſabethenſtr. 29, Htb.
Junger Techniker od. Kaufm. auf
ge e
erien, Parfümerien. (II,23477
Bureau als Volontär geſ. Offert.ſch. 3 Zim. Näh. Lad. (22033omsgK Kolonien) ſucht für 1. April 1914
mät näherer Angabe unt. G 20 an
Wohnung von 45 Zimmern mit
Motorrad zu verk.
Oe Z Zimmer
die Exvedition ds. Bl. (*14393go

Bad und womögl. elektr. Beleuch=
Menene
N. S. U. 5½ Ps.
kleine 2 Zim.=tung, vorläufig auf 1 Jahr. Epent.
mit allem Zubehör, ganz neu,
Wer dort? (23361a Heinrichſtr. 10.
Arheilgerſtr. 39 Wohn. mit lmöbliert oder Möbel ertra zu
Wir luchen
(*14463goi
Zubehör zu vermieten. (20881oms mieten geſucht. Offert. u. H 80 hier V. Schatz, Schloßgaſſe 23.
Ichkomme ſof. u. zahle Ihnen fürBosgosssososesgsgesge.
(22314sgoi
an die Exped.
dort. ſehr gut eingef. Bezirk
getrag. Kleid., Schuhe, Möbel, Zahn=
Pleüß. redegew. Herrn z. Beſuche der! Ernst-Ludwigstr. 22, 2 Zim.=Wohn.
Seeem
gebiſſe, alte Federbett ſtets diehöchſt.3
Landwirte ꝛc. Hoh. Verdienſtgarant.ſof. zu verm.; für alleinſt. Dame
E. Graichen & Co., Chem. Fabrik, paſſend. Näh. Entreſol. (20382oidf
Preiſe. Tel. Nr. 1924. Poſtk. genügt. 2 Mlusin-veren
Magdalenenſtraße 3, Zwei=mlen
Leipzig=Eutritzſch.
(L.22432
hat in Wiesbaden
Zimmerwhg. ſof. z. verm. (*14483omch(
§ zu Darmstadt, Steinstr. 24
n
od. Nähe Liegen=
Fernsprecher 970
Zm
Wr ſchaftod. Hypoth.,
lacht. Eioktromenteat
empfiehlt seinen modern
Kl. Wohr. .d. Aliſtadtg. einz. Leute
die er geg. neues Ich kaufe?
ausgestatteten (18318a
Abihohem Lohn für dauernd geſ.1 Näh. Kahlertſtr. 1 (Bertsch) (21764oidf Darmſtädter 3X4 Zimmerhaus,
rentabel vermietet, reell tauſcht?getr. Herren= u. Damen=Kleider, Z
Br- Rinner &Co., Pankratiusstr. 5 4. (*34650
Sre
Offerten an W. 87 postlagernd auch Stiefel, Bettfedern, Gold,
Festsaalz
Uehrere


(22
Wiesbaden.
(23355aSilberꝛc. Zahle Ihnen ſtets kon=
Achtige Hausierer u. Hau-! Grafenſtr. 23½ n. d. Rheinſtr.,
für Hochzeiten, Gesellschaften,
Kleineres Einfamilienhaus m. kurrenzl. Preiſe. Der erſte Verkauf
nf. einen patentamtl. Laden, 38 am groß, mit ſchön.
§ Konzerte usw., sowie seine 3
etwas Garten, v. Selbſtreflektant. z. überzeugt Sie. Poſtkarte genügt.
Viererinnen geſchützten, i. jedem Schauf., 3,75m hoch, hell, eleg., per
garantiert naturreinen
aushalt gebrauchten Artikel geſ 1. Dezember 1913 oder per ſofort kaufen od. zu mieten geſucht. Off. Max Schnitzer, Schloßgaſſe 33.
(23202a
(17595os m. Preisang. u. I 16 Exp. (*1451gmTelephon 2097.
äh. in der Exp. d. Bl. (*14414go zu vermieten.
=Weine
Die albekannte
Gssssssee
Große, bekannte Lebens=Verſicherungs=Bäckerei Delp
Schloßgaſſe 22 (23175a
aufe
iſt unt. günſtig. Bedingungen ſofort
Aktien=Geſellſchaft
Sa
zu verkaufen getr. Kleider, Stiefel,
Täglich im Betrieb einzuſehen.
hat unter günſtigen Bedingungen für
½ Morgen groß, Wäsche, Uniformen,
direkt am Nord= Zahngebisse, Möbel,
Lcker hahnhof. zu ver=
Darmstadt:
kaufen. Offert. unt. F 4 an diealte Waffen. Poſtkarte genügt.
M. Obstfeld, (*14475go
(22574a
Exped. ds. Bl.
4
Kl. Bachgaſſe 7. Telephon 2085.
eine MauprBgehtun
Haufe alte Zahngeblsse, per Zahn

Geſ.: II. Hyp. i. Betr. p. 15000 M. 1 2035 Pf. G. Best, Lndwigshöhstr. 60, I. (23045g
iit Inkaſſo an einen achtbaren Herrn zu vergeben.
ältere
Ela
Für penſionierten Beamten, Kaufmann oder ſolventen Ge=
a
. ein Zinsh., an 1. Stelle belaſt. Briefmarkensammlung, einzelne,
mit 54% d. ortsg. Tax. v. einer Bank.
ftsmann ſehr geeignet.
(23424gom
Offerten unter J 6 an die Expedition dieſes Blattes erbeten. Off. u. J20 an die Exped. (23449goi kauft Liebh. Off. E87 Exp. (22466a
(20203a)

[ ][  ][ ]

Nummer 271.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 10. November 1913.
Seite 6.
Eine tote Wettoddrdchimper atet
Filmburleske in 3 Akten.

In der Hauptrolle Herr Albert Bozenhardt, Frl. Centa
Bré und Hofschauspieler Kreidemann, frühen
G
c
1
Mitglied des Grossherzoglichen Hoftheaters Darmstadt
sowie das andere grosszügige Programm.
(23469go)
Telephon 173
Rheinstr.
Heute Aufang 3½ Uhr. Heute Anfang 3½ Uhr.
G iur bie e. er uter.
Tel. 125
Rezitations-Abend
von
OReRLornsse
ILSE BERKA
R sowie die
Heute
im Saale des Hotels Zur Traube‟
folg. Tage
u die briliante 1.15.
am Freitag, den 14. November, abends 8 Uhr,
Novemb.-Serie erster
1. Teil: Ernste Rezitationen von Fontane,
Varieté-Kunstkräfte:

Liliencron, Verlaine u. Schönaich-Carolath.
2. Teil: Melodramen.
DARIO PAIN
3. Teil: Heitere Rezitationen.
ich blühe auf wie eine Rose
An der Grenze
des Unmöglichen
sc!! Ich sfat!
frinke und als
Preise der Plätze: Num. Sperrsitz 3 Mk., num.
Dchnenkoffee QUlETA-Kaffeeersatz Frahstacksge-
Vory, Lumpen-Maler,
tränt und zum Abendessen den vorzüglich schmeckenden
Saal 2 Mk., Galerie 1 Mk., Schülerkarten 50 Pfg.; zu
4 Rosettas, Gymna-
ST
( Nährselzbonenen-
haben
bei: A. Bergstraesser. Hofbuchhandlung, Rhein-
stikerinnen
, Engelbert
GUnAA-Krafttrunk kakeo) geniesse.
6.
strasse 6, und Müller & Rühle, Hofbuchhandlung, Elisa-
Sassen, Humorist, Sis-
Plein Herz blein? dabei sesund, ich schlefe vorzüglich, mein Mann is!
(IV,23478
bethenstrasse 5.
ters Burns, Drahtseil-
nicht
mehr nervos, und auch meine Kinder gedeihen prächtig, denn wir
elle verwenden nur noch Qulela-Präparate. Meine Freundin, die vollständig
Künstlerinnen, Tasca-
eppetltlos
und schwöchlich wer, erholte sich rasch durch das vorzügliche
rei. Sänger, Harry
V I
Rittley, das Balance-
GIE NA-MALZ
Wirkliche Nöhrsalze (Kalk, Eisen u. Phosphor), die von d. Cnleta-Werken
IRsWolotenungen im Groun. Holthealer. B Wunder, Splrester, der
einzig existierende Salto
Bad Dürkheim vererbeltet werden, sind die Ursoche dieser vorzügl. Erfolge.
mortale drehende Vogel der
Als nächſte Volksvorſtellung iſt vorgeſehen:
Ger
Welt etc. etc.
Sonntag den 16. November 1913, nachm. 2½ Uhr:

Charleys Tantes.
Ermäß. Vorverkanf siche Plakato
Vorausbeſtellungen für dieſe Vorſtellung können bei dem Ver=
und Zettel. (23481a 10
kehrsbüro und den betreffenden Vereinsſtellen bis ſpäteſtens Mitt=
eizbaren

he e e
woch, den 12. November, mittags 12 Uhr, gemacht werden.
Verkehrsverein.
haiſelonaues, gut gearb., Roß=
23470)
Chaaraufl, ſehr b. z. pr. P. Friese, Heuanfertigungen, Reparaturen u. Umänderungen
Tapeziermſtr., Pankratiusſtr. 69. (*00
Gottlieb Lorz
RUbrRF!
Gelegenbeit!
Hofkürschner
(20551a
ständig frischer Vorrat
Telephon 214m
Eschollbrückerstr. 3
Prima Natives
10 Stück Mk. 1.50
,
25
Haltestelle der Elektrischen: Ecke Heinrich- u. Neidelbergerstrasse
grosse Natives
10
2.00
extragrosse Natives 10 2.30

Tafelobſt.
(23487om
empfehlen
Flaninos
Goldparmänen, I. Sorte 10 Pfd. 1.90 Mk. (B2292af
10
1.70
I.
1 Steinweg 650 M.
Graue Reinetten .
10 2.00
1 Neupert . 620 M.
Oskar & Ernst Matzelt
Kochäpfel, Schafsnaſe . 10 1.40
Kohläpfel . .
10 1.80
1Arnold . . 560 M.
= und Kochbirnen
Hoflieferanten
10 1.40
1 Lehmann . 530 M.
Paſtorenbirnen, I. Sorte 10 1.80
(vormals Weidig)
10 1.50
I.
1 Liehr . . 475M.
10
1.80
Diehls Butterbirnen
Telephon 233.
Schulstrasse 4.
mit voller Garantie!
Induſtrie . 100 kg 4.50 Mk,
N
Winterkartoffeln: Ueberrheiner 100 5.00
Die Instrumente sind
empfiehlt Jak. Sehellhaas, Mathildenſtr. 9. Tel. (189
moderner Konstruk-
e

See e e e
tion, kreuzsaitig und
habensämtlich Elfen-
beinklaviaturen
.
Morgen Zlehund
Enngerahite Bllder
Auf Wunsch
auch in Miete!
in jeder Preislage
Uberlinger Geld-Lotter
Besichtigung und
Kunstblätter
Gi
Probieren
Photographie-Rahmen
Hauptgewinn Mk. 60000.
gerne gestattet.
1 Familien-Rahmen
Lose à Mk. 3. noch zu haben bei:
65l Postkarten-Rahmen
Su
Einraßmen von Bildern usw.
Königl. Preussischel
Chr. Kullmann Lotterie-Einnehmer
Kamfallold
wie bekannt gut und billig.
(22780a
Wilhelminenstr. 9, gegenüber dem alten Palais. (IV,23479,8
Franz Langheinz
Pele
Erbacherstraße
Karlstr. 25 (Ecke Hölgesstr.), Teleph. 1747
nächst dem Schwimmbad
Kunsthandlung Einrahmungs-Geschäft.
Pianoforte-Großhandlung
Günstige November=Ziehungen.
Gegründet 1830
Darmſtädter Schloßfreiheits=Geldloſe à 1 Mk., Ziehung 14. Novbm
Ziehung 11. u. 12. Novbm
Ueberlinger Geldloſe à 3 Mk.
Telephon 2457.
En vielen Millionen von
Ziehung 18. Novbr
Münchner Ausſtellungsloſe à 2 Mk.
Ziehung 25. u. 26. Novhri
Stuttgarter Geldloſe à 3 Mk.
Bänden verbreitet
zu haben bei Fr. Marguth, Darmstadt
(22856:s
Großherz. Hoftheater.
Marktstrasse 3 und Schillerplatz 7.
erfüllt die
Montag, den 10. November 1913,

0
Bibliothek der Unterhaltung
Zweites Konzert der Hofmuſik
unter muſikaliſcher Leitung
Brennkelz
und des Wissens
Siegmund von Hauseggers.
in Schwarten oder Klötzchen, kurz geſchnitten, prima trocken, dahes
Anfang 7½ Uhr.
ihr Programm: jedem Bücherliebhaber Gelegenheit zu geben
Vorverkauf f. die Vorſtellungen:direkt zum Anfeuern verwendbar, liefert per Zentner Mk. 1.406
zur Anlegung einer wirklich gediegenen, ſpannendſte
inkl. Oktroi, frei Keller
Dienstag, 11. Nov. 46. Ab.=Vſt
Unterhaltung und eine unerſchöpfliche Fundgrube des
A 12. Feſtvorſtellung bei feſtlich J. Awerbuch, Wendelſtadtſtr. 47, Telephon 14220
(22063ss
erleuchtetem Hauſe. Zum 50. Male:
Wiſſens zugleich bietenden
NB. Bei Fuhren von 10 Ztr. bedeutend billiger.
Die Fledermaus. Kleine
Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Privatbibliothek (.216zi
Mittwoch, 12. Nov. 47. Ab.=Vſt.
SÜD-TIROL. WäRMSTER KLIMATIScHER
C 13. Die ſpaniſche Fliege.
aufs allerbeſte. Jährlich 13 reich illuſtrierte, elegant in
H
Gew. Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
echte Leinwand gebundene Bände.
WinTERKURORT
Donnerstag, 13. Nov. 48. Ab.=
Vorſt. B 12. Verdi= Zyklus
Preis für den Band nur 75 Pfennig.
(unter muſikal. Leitung v. Arturo Ake0 der Oester.-Ung. Monarchie.
Zu beziehen durch alle Buch= und Zeitſchriftenhandlungen
Vigna). Zweiter Abend. Neu
Prospekte, Hotel- und Pensionsver-
einſtudiert
u. neu inſzeniert: Der
Union Dentſche Verlagsgeſellſchaft in Stuttgart, Berlin, Leipzig.
Zeichnisse durch die Kurverwaltung.
Maskenball. Gew. Preiſe.
e
Anfang 7½ Uhr.

ein

kau
II

imen

Um

[ ][  ][ ]

Nummer 271.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 10. November 1913.
Seite 7.
die Flasche
30 ohe das Fischwen-A
Wilh. Kleber, Darmstadt.
Bucht- u. Milchviehmarkt

im ſtädt. Biehhof Mannheim
.
am 13. November 1913.
(23486a

Stüdterende der Cechn. Hochschulle
rag setgere,
erhalten im
2
(B22516
Darmstädter Pädagogium (Martinstrasse 34)
durch nur erstklassige Lehrkräfte Vorbereitung auf die
Primareife u. Abiturienten-Prüfung. Wie fast stets, so
Vom Lande kommt er
bestanden auch im Herbst 1913 sämtliche im Darm-
städter
Pädagogium vorbereiteten Kandidaten die
und auf dem Lande iſt er aller==
Abiturienten-Prüfung.
wärts ſehr beliebt, der echte
Eufalhe 68 Abitur., 56 Priman., 141 Einjähr.;
Ficn
Seeligs kandierte Kornkaffee.
Bieherige Erloige, ausserdem bestanden 70 Schüler die
0
Aufnahmeprüfung für andere Klassen.
Aus dem kräftigſten Brotge=
Anmeldungen werden nach Kiessstraße 95 erbeten. Telephon 2501.
treide, dem Roggen, hergeſtellt,
vereinigt er in ſich Bekömmlich=
keit
, höchſten Wohlgeſchmach,
Ueberlinger Geldiotterie
Nährwert und billigen Preis.
Ziehung am 11. u. 12. November
Man achte auf das gelbe Paket
lose à 3M. Hauptgewinne: 60000, 20000, 10 000 etc. Lose à 3Il.
mit roter Verſchlußmarke!
e
KauEug
Darmstahter Schiesstreinelt-Geidiotterie
(Gaßslle lassana0d
Ziehung am 14. November LosealM.
Lose à 1M.
noch zu haben bei
Kl. Preussischer
MlloischmiG- Lotterie-Einnehmer
(I,23485
armstadt, Rheinstrasse 33 Telephon 127. (23397soi
garn. chie, bill, Alt.verwen=
Holzgeld.
Hüte det: Samthüte, Pelzhüte Bauers Geſchäftsbücher
Die Zahlung der rückſtändigen w. fein umgearb., Zutat. bill., Pelzeſollten in jedem Geſchäft vor=
Beträge für im Holzerntejahr w. z.mod. Muff. u.chic Touques angf. handen ſein, weil bei derſelben die
Konsumenten.
1912/13 erſteigertes Holz aus den Ludwigspl. 8, Vordh. III. (22813aVorteile der italieniſchen und
Waldungen der Stadt Darmſtadt
amerikaniſchen Buchführung in
1ert
aufen Bindfaden u. Packkordel gut u. billig 1hat bei Vermeidung des Mahn=und
ſich vereinigt u. die Nachteile dieſer
Pfändungsverfahrens bis läng=ſchleml. Lüvordierlanl beiden Syſteme gänzl. beſeitigt ſind.
in dem Spezial-Engros-Geschäft von
ſtens Ende November 1913 an
Die vollkommenſte Buch=
Dr. W. Vaubel
den Werktagen, vormittags von
führung erlernt man jetzt ſpie=
ermann
Hachenburger 1s bis 12½ Uhr, hierher zu er= Darmstadt, Heinrichstr. 98
lend leicht bei Anwendung meiner
folgen.
Telefon 1645 (1318a Geſchäftsbücher.
(23484a
37 Rheinstrasse 37. Telephon 1829. (5297a
Darmſtadt, 5. November 1913.
Mein Buchführungs= Syſtem
Analysen aller Art umfaßt 8 Bücher, welche wie das
Die Stadtkaſſe.
ache hiermit die Darmſtädter Herrſchaften darauf aufmerkſame
Techn. Untersuchungen, Gutachten otc. Räderwerk einer Uhr ineinander=
Koch.
daß ich täglich
Ausbildung j. Chemie f. Herren u. Damen.greifen, ſodaß man alle Buchun=
Zn M te in n Bs 20 P b. an M M MMMEMNEME E
gen ſachlich geordnet und er=
riſche
Vollmilch perLiter 22 Pfg.
ſtaunlich ſchnell an die richtige
Ziehung 14. Nov.
Stelle bringen kann.
Letzte (I,22982
frei ins Haus liefere.
Ohun
Um geneigten Zuſpruch bittet
Darmstädter
Kavuti
Schloßfreiheit-
inrich
Kämmerer IV. Wwe., Pfungstadt.
Z
(18358a
Poſtkarte genügt.
tötet Kopfläuſe üb. Nacht
neld-Lotterie
Ordre-
Fl. zu 30 u. 50 Pfg., zu haben
imen, die sich im Korsett unbequem fühlen, sich aber elegant,
in Darmſtadt bei (I,20538
modegerecht und doch absolut gesund kleiden wollen, tragen
3329 Geldgewinne im Betrage v. M. 20
Kontroll-
A. Fischer, Adler=Drog.
D. R. P. Patente
B
aller

S=Warm zu empſehlen iſt Lackors
Buch.
aldstris kuturstasten.
Patent-Hedizinal-Seife gegen unreine
Hauntrewian
U
902a
Haut, Miteſſer,

Sofortiges Wohlbefinden. Grösste Leichtigkeit u. Be-
Dieſe 8 Bücher liefere ich
quemlichkeit. Kein Hochrutschen. Vorzügl. Halt im Rücken.
zum Geſamtpreiſe v. M. 50.
1

Natürl. Geradehalter. Völlig freie Atmung und Bewegung.
einſchließl. Gebrauchsanweiſung
2 Hauptgenim
Fieken
2
Blegante schlanke Figur. Für jeden Sport geeignet. Für
mit praktiſcher Darſtellung der vor=
2
leidende und korpulente Damen Spezial-Facons.
Knötchen, Puſtelnuſw. Spezial=Arzt kommenden Buchungen und der
E

IIlustrierte Broschüre und Auskunft kostenlos durch:
Dr. W. 2 St. 50 Pf. (150 ig) u.Bilanz=Abſchlüſſe.
3 à 100
Für die Zuverläſſigkeit meines
ff Inh.: Frau E. Spreng,
1.50 M. (35 %ig, ſtärkſte Form).
Kalasiris-Spezial-Geschält schulstrasse 12. 1. Stock.
1
Daz. Zuckooh-Creme (50 u. 75 Pf.). Syſtems übernehme ich jede Ga=
2
(*14486
Bei Fr. Schaefer, A. Logel, Ch. Schwinn,rantie.
E

8
Drog., Georg Liebig Nacht., Hofliefe=
Met .
in nur bester Quali-
ranten
u. Gg. Frz. Frank, Parfümerie.
u. Liste
tät. Für Haltbarkeit
M
vig. extra.
Lose à 1 Mk., 2e
Mlelaus Dader
der Borsten wird
Zu haben bei den Königl. Preussisch.
Darmst. Wach- u. Schließges., Plakat-,
otterie-Einnehmern u. in allen Lose- w
weitgehendste Ga-
H
Darmstadt-Arheilgen.
I
Eilboten- u. Reinigungs-Institut
verkaufsstellen oder direkt durch:
rantie geleistet.
E
aKl-
C. Petrenz, Darmstadt,
Ibel & Lotz, G. m. b. H.
derlage der J. H. C.-Zahnbärste, offiziell empfohlen durch
A. Dinkelmann, Horms.
1n
Abt. I. Versicherung gegen
Internationale Hygiene-Commission, den VereinsbundEHNEHEEEE
butscher Zahnärzte und den wirtschaftlichen Verband
Hammelfleisch
Ungeziefer
eutscher Zahnärzte.
Balalaika
in allen Preislagen!
Elisabethenstr. 31 Telephon 461
Preis: Stück 35, 45, 60 Pfennig.
für Mk. 15. zu verkaufen.
(*14230fsg
Näh. in der Exped.
Spezialität:
Parfümerie Gg. Frz. Frank
gerollten
Elisabethenstrasse 9.
lephon 886.
(9431a)
Kalbsnierenbraten
I
gehackte
Vertilgung von Ungeziefer
M

jed. Art, wie Wanzen, Käfer,

Feuerwerk en gros
Kalbskoteletts

Ratten, Mäuse, Motten,
Knallpistolen, Knallkorke, Radauplättchen etc. etc.
täglich in allen Grössen
Ameisen usw., billigst unter
e
(nur für Wiederverkäufer).
schriftl. Garantie u. Diskr.
vorrätig bei
(
Gefl. Beſtellungen für Neujahr frühzeitig erbeten.
Mee
III,22773) Emil Fiebermann, Frankfurt a. Main.
Brotsthneice.
Louis Hein
chekine der
Zahlung
Mee
ärgerwars,4
Hoflieferant
Von heute ab wieder:
Schustergasse 19, Tel. 278.
nach
(19000a
150
Känstl. Zähne von Mk. 1.50 an
Preis Mk. 4
ohne Extra-Berechnung der Platte.
Erfolg!
Plombieren billig.
2
Behete ene
Zahnziehen in den meisten Fällen
Marta wird jederzeit

hpyaanfharn
(23203a
schmerzlos.
praktisch vorgeführt
Chlgoauenemum-Blumen
Für Hausbesitzer etc. Ver-
Reparaturen gewissenhaft in einigen Stunden.
sicherung gegen Ungeziefer
für Schnitt, ſowohl Töpfe, aus=
Hangtr
besonders zu empfehlen. Sehr
nahmsweiſe ſehr billig bei
J. Joseph, Dentist, Soderdu. 1.
geringe Jahresprämie. (18360g
Obergärtner Eller
Mietschmann
r. PrivatMittags u. Abendiſch. 1 Jam.ul. Hrn. l.n. u g bürg.Mitagst.
Feinste Zeugnisse u.
Karlshof. (23156dso
Ludwigstrasse 10.
Landwehrſtr. 5 III. (22927a teiln. Landwehrſtr. 11, p. (*14473goi
Referenzen. Kostenlose
gut bürgerl. Mittag= Strickmaschlne, alles ſtrickend, zu
Aussprache an Ort u. Stelle.
Ausverkauf
Aleſtr. 0 u. Abendtiſch. (23213a 5 verk. Näh. i. d. Exp. (*14356so
wegen Aufgabe
weiße Croiſé, Pigué, Hemdenſtoffe,
enintin un veng s
Schurzenſtoffe, Bluſenſtoffe in
Mid
SGhluZzMARKE
Satin und Barchent, Handtücher,
Obfl
Mrbaiif
Allf
Akf
Ueene
Damaſtreſte uſw. Heinheimer=
eflicdif

au Seretendet.
rüh
ſtraße 22.
*14355so
MK.
üglichen (14256sgo
Drivat=Mittag= u. Abendtiſch
fenomangnin Geselschaf-fakfuntalleint2.50
HMRkeffaud
(I,23435
Nieder=Ramſtädterſtr. 31, I.

[ ][  ]

Seite 8.

2
Parfümere Carl Bley
Wilhelminenstrasse 33
Gelegenheit für schöne Weihnachts-
Geschenke bietet meine Ausstellung von
echten Schildpatt-Waren.
Diese Erzeugnisse der größt. Schildpattwarenfabrik Europas
G. F. Heim Söhne, Oberramstadtb. D.
sind u. a. folgende:
Alle Arten Kamm- und Bürstenwaren,
Kamm-, Bürsten- und Nagel-Garnituren,
Hand-, Stell- und Taschen-Spiegel, alle
Arten in Haarschmuck, Toilettegegenstönde
Hutnadeln, Schirm- u. Stockgriffe, Knöpfe
Lorgnons, Fächer, Salatbestecke etc. etc.
Bei Bareinkäufen in Schildpatt gewähre schon von
jetzt ab meinen Weihnachtsrabatt von 10 Prozent.
Bitte mein Schaufenster zu besichtigen. (22662a
(
Git ehaiten Mödei, Bertits=
1 2tür. Kleiderſchr., Waſch=, Nacht=,
Treibtopfſalat, Roſenkohl,
Küchenſchr., Sofa, Chaiſel., Seſſel,
Spinat, Wirſing, Sellerie,
Stühle, Tiſche, Kinderbett, ſehr we=
empfiehlt
billigſt (23315
nig gebr. Schlafzimmer, 170 Mk.,
Auerbach
u. verſch. kl. Möbel ganz bill. abzu= Güfinerel Rüu, Heſſen.
geben Wendelſtadtſtr. 2. (*14343so

Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 10. November 1913.

Nummer 271.
sowie alle modernen und hier üblichen Tänze lehrt einzel-
nen
Personen und Gesellschaften zu jeder beliebigen Zeit
Tanzlehrer Guttmann
(23263fe
Wendelstadtstr. 26.
Telephon 1679


Hedererke
in ½, ½ ½, 1 Pfund-Paketen
Teespitzen . Nr. 20 1 Pfd. Mk. 2.00
Kongo-Misch. 200
Souchong.- 25 2.50
Souchong- 30 3.00
Sonchong- 40 4.00
Souchong- 50 5.00
Souchong- 60 , 6.00
Peccoblüt.-, 40 4.00
Ceylon-Tee . 25 2.50
(21415a Ceylon-Tee . 35 3.50
Russ. Tee
von Popoff
empfehlen
Oskar & ill
Ernst Mathelt
Hoflleferanten
(vorm. Weidig)
Schulstrasse 4
Telephon 233.
(23474
Prima Induſtrie=
Kartoffell
1 Zentner 2.25
Grösste Auswahl
größeres Quantum billiger
Mäuschen, gelbe
Billigste Preise
1 Zentner 8 Mk.
Ed. Türtmann, Grafenſtrls
Telephon 1425. (21304s
Viele Aerzte u. Proſeſoren emn
Umarbeltungen Repardturen
als hervorragend gutes, wirklich
vertrauenswertes Mittel bei
Hasten,
F. Schmarmann Heiſerkeit, rauhem Hals, Grtäling
ſtündlich 1 bis 2 echte Altbuclles
horster Mineral-Pastillenſinf
Rollen à 35, 50 u. 85 Pf.). Inbart=
Spezialhaus in Pelzwaren
näckigen u. veralteten Fällenaußers
demtägl. AltbuchhorsterMark
Ernst-Ludwigstr. 14- Telephon 2573. sprudel Starkquelle (Fl65uge
Pf.), mit heißer Milch gemiſchtztrin
ken. Dieſe rein natürliche Kur wirk
außerordentlich wohltuend, ſchlein
löſend, beruhigend und gleichzeitit
See
kräftigend und bringt meiſt augen
blicklich Erleichterung. Echt in de
Engros=Niederlage Friedria

Gestrickte
Schaefer u. in der Hofdrogerie Chr
Schwinn, Rheinſtr. 8. (IV,203208.
Herren-Westen
Singt Ihr
ein- und zweireihige
Vogel nicht
oder wollen Sie Ihren
munteren Sänger erhalten,
Sweater


ſo fordern Sie ſich ein
Säckchen Extur= Vogel=
für
Herren und Knaben
ſand, Sack 25 Pfg. Hält


Bauer und Vogel rein von
in prima Qualitäten und unerreichter Auswahl
Ungeziefer. Zu haben:
Darmstadt:
kaufen Sie am besten
Fr. Beckenhaub, Ecke Schul=
und Kirchſtraße
bei
(21412a
Paul C. Finke, Ballonplatz5
.
1
Anton Fischer
Georg Liebig & Co., Luiſen=
gog
Schillerplatz
ſtraße 10

Thllipp Hess
Anton Logel, Eliſabethen=
5.
ſtraße 30
P. Rettig Nachf., Kirchſtr. 10
Durch direkten Einkauf bei ersten
Karl Steinhäuser, Mühlſtr. 73
Firmen biete ich grosse Vorteile.
C. Watzinger, Wilhelminen=
ſtraße
11
h
Ludw. Wernher, Beſſunger=
20206a
1
ſtraße 1
Gebr. Wenz, Hofl.


Adolf Zachmann, Bleichſtr. 46
kompl. Smokinganz., ganz neu,
Engros L. C. Kahl,
2 Bogenlampen
150 M., 1 kompl. Taillenanz, ganz
Samen aus, Frankfurt a. M.
wenig gebraucht, ſtatt 150 Mk., für neu, 50 M., 1 kompl. Gehrockanz.
nur 50 Mk. abzugeben. Offert. u.45 M., 1 kompl. Saccoanz. 20 Mk.
H 83 an die Expedition. (23354a Näh. in der Exp.
(*14013mfo

Mh.

Wrie
Sor
ir
Sitber
ſie
als
Eund
nt)
en
5

ellag

2a

Sch
iffen

Erſ