Darmstädter Tagblatt 1913


09. November 1913

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2
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Inſerate
176. Jahrgang

bltl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
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ns Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
I 270.
Sonntag, den 9. November.
1913.
heutige Nummer hat 2* Seiten.die Regierungsübernahme des Prinzen von Wied des Staatsrats, das Gelöbnis der unverbrüchlichen
nicht zu denken. Die Begründung eines fürſtlichen Re= Treue, von der wir für Eure Majeſtät beſeelt ſind, ent=
giments
in Albanien bildet aber die Vorbedingung dazu,
Albanien in die Bahnen einer friedlichen, geſetzlichen Ent= gegennehmen zu wollen. Vereint mit der Bevölkerung
ims wichtigſte vom Tage.
wicklung einlenken zu laſſen und Störungen des Balkan= des Landes erheben wir die Herzen zu Gott mit dem inni=
friedens
von albaniſcher Seite her hintanzuhalten. Bei gen Wunſche, daß der Allmächtige ſeine ſegnende Hand
Aikaiſerin iſt am Freitag abend auf Schloß Wil= dieſer Sachlage hat Deutſchland den Schritt ſeiner über Eurer Königlichen Majeſtät und dem geſamten König=
ſshöhe
eingetroffen.
Verbündeten in freundſchaftlicher Weiſe unterſtützt, wäh=
lichen
Hauſe immerdar walten laſſen möge. Hiermit war
üſiſt önig von Sachſen iſt geſtern als Gaſt des rend ein Widerſpruch von den Mächten des Dreiver=
ſſſers
im Jagdſchloß Königswuſterhauſen bandes wider erfolgt noch zu erwarten iſt. Gebärdet ſich die Feierlichkeit beendet.
ittroffen.
trotzdem ein Teil der Pariſer Preſſe, als ob Oeſterreich und
e Königlichen Reſidenz zu München fand geſtern Italien ſich wieder einmal an Europa verſündigt hätten,
eierliche Eidesleiſtung Königs Lud=ſo gehört das ganze Uebelwollen der Pariſer Lärmmacher
Der Kiewer Prozeß.
gegen jene Dreibundmächte dazu, um ſolche Ausſtreuungen
III. ſtatt.
verſtändlich zu machen. Die Antwort Griechenlands auf
* Der Köln. Ztg. wird aus Petersburg geſchrieben!
Aürteil im Prozeß Brandt lautet gegen den öſterreichiſch=italieniſchen Schritt wahrt der Form nach
Die tiefgreifende Bedeutung des Beilis=Prozeſſes tritt
andt auf, 4 Monate Gefängnis und gegen das Geſicht, ſchließt jedoch die Nachgiebigkeit in der Sache
ius auf 1200 Mark Geldſtrafe.
täglich deutlicher zutage. Nicht in ſeiner Eigenſchaft als
nicht aus.
ßlelgiſche Kolonialbudget, das der Depu=
Das Anſehen der Donaumonarchie auf dem Balkan ſenſationeller Prozeß, ſondern als ein wahrſcheinlich lange
irienkammer heute zugegangen iſt, ſchließt mit muß unter den Skandalſzenen leiden, deren ſtän= fortwirkendes politiſches Agitationsmittel
ſinem Fehlbetrag von rund 21 Millio=diger Schauplatz die Parlamente in Wien und in zum Beweis der völligen Unzulänglichkeit der ruſſiſchen,
r.. Es wirſd vorgeſchlagen, zur Deckung kurzfriſtige Peſt geworden ſind. Was hier ſeit Jahr und Tag ein=
hatzſcheine
auszugeben
geriſſen iſt, ſchmeckt ſo ſtark nach Halbaſien, daß nur der nicht von außenſtehenden Einflüſſen freien Gerichte. Die
Parteiſanatismus blind gegen die ſchädlichen Folgen des ſogenannte nationale Preſſe verſchließt ſich blind dem ein=
kulturwidrigen
Treibens ſein kann Auch der Befriedi= zig bemerkenswerten Wort aus der Anklagerede des
Tageskalender zur Geſchichte der
gung der ſtarken finanziellen Bedürfniſſe Oeſterreich=Un= Staatsanwalts, daß man alles tun ſolle, umgden Namen
Befreiungskriege.
garns gereichen die wüſten Auftritte in den Parlamenten
rvember 1813: Napoleon kommt in St. Cloud an.
Beilis möglichſt bald zu vergeſſen. Einſtweilen ertönt
Eis= und Transleithaniens nicht zum Vorteil.
er als politiſche Loſung in allen Blättern wider. Den

Letzte Nachrichten ſiehe Seite 8.
Reichsduma=Abgeordneten, die ihn erwähnen, koſtet dies
regelmäßig die Entziehung des Wortes. Die General=
Die Eidesleiſtung Königs
verſammlung der Petersburger Rechtsanwälte
Poltiſche Wochenſchau.
Ludwig Inl.
am 5. ds. Mts. wurde zu einer Einſpruchskund=
Us= Braunſchweig hat nun wieder einen Herzog
* Am Samstag vormittag 10 Uhr fand im großengebung gegen die Handhabung der Rechtſprechung in
Layern wieder einen König. Die Thronbeſteigung
erzogs Ernſt Auguſt brachte keine Kundgebung, die Saale der königlichen Reſidenz in München die feier= dem Kiewer Prozeß, da, wie einer der angeſehenſten Pe=
Alleime Abſage des Herzogs an die hannoverſchen Welfenliche Eidesleiſtung ſtatt in Anweſenheit der tersburger Rechtsanwälte ſagte, der Gerechtigkeit, der
lie gelten können. Eine ſolche hatte man auch nicht Prinzen des königlichen Hauſes, des königlichen Staats= Wahrheit und dem Recht der Tod drohe. Ganz offen
Afrterwartet, und es iſt zu hoffen, daß die unfruchtbaren miniſteriums, der Mitglieder des Staatsrates, der Ab= wurde in der Verſammlung behauptet, daß der öffentliche
Friegungen über die ſog. welſiſche Frage nun endlich auf=
ln
Die Annahme der Königswürde durch den bis= geordneten der beiden Kammern des Landtages und des Ankläger die Anweiſung aus dem Juſtizminiſterium habe,
Agan Prinz=Regenten Ludwig von Bayern hat großen Dienſtes. Vor der Eidesleiſtung verlas der die Verurteilung Beilis ſei politiſch wünſchenswert. Dieſe
munds die Beſorgnis erweckt daß der neue König aufſ König mit großem Nachdruck folgende Rede:
Angabe wird ungeprüft geglaubt und, wie jede Unter=
d
Thron der Wittelsbacher dem Reiche etwas verſagen
Ich habe Sie hier als Zeugen einer bedeutungsvol= drückungsmaßregel gegen die Juden, als ſicherſtes Zei=
rde
, was es=zu beanſpruchen hat. Weiß man doch von
dtiejg IIIII. längſt, wie ſehr ihm das nationale Pflicht= len Handlung verſammelt. Eine mit der Zeit fortſchrei= chen dafür angeſehen, daß die Regierung fühlt: im Lande
ühll gegen Kalſer und Reich bei allem wittelsbachiſch= tende und ihren Anforderungen entſprechende Entwicke= herrſchi Unzufriedenheit, der ich nicht begegnen kann und
Beſiſchen Selbſtbewußtſein in Fleiſch und Blut überge= lung unſeres Verfaſſungslebens iſt ſtets Gegenſtand der will. Die Verſammlung der Petersburger Rechtsanwälte
kann iſt. Das Scheitern einer Verfaſſungsfrage anderer ernſten Sorge der Herrſcher Bayerns geweſen. Es iſt da= faßte beinahe einſtimmig einen Beſchluß gegen die Ent=
, Idie als ſolche von Rechts wegen ſchon lange gelöſt.
mmüßte, hat in Mecklenburg=Schwerin zu her zu beklagen, daß nicht rechtzeitig durch entſprechende ſtellung der Rechtſprechung und die Verleumdung, die,
ſer Miniſterkriſis geführt. Nach den bisherigen Er= Maßnahmen der Entſtehung eines Zuſtandes vorge= der ganzen europäiſchen Kultur zum Hohn, gegen die Ju=
lfrumgen
beſteht wenig Hoffnung, daß die mecklenbur= beugt worden iſt, der auf die Dauer unvereinbar den gerichtet ſei. Die Stimmung gebildeter Kreiſe gibt
ſchem Stände von ſich aus die Aufgabe, dem Lande eine mit dem monarchiſchen Gedanken und dem am beſten das Blatt Sowremenne Jeslowo wieder, das
ſgu mäße Verfaſſung zu geben, löſen werden. Es dürſte
he ſchließlich das Eingreifen des Reiches, ſo abgeneigt Staatswohl zu erachten iſt. Nur die Erkenntnis, daß die den Beilis=Prozeß ein Urteil des Lichts über die Finſter=
Amsecklenburgiſchen Regierungen ihm auch ſind, der ein= Sorge für das Wohl der Monarchie und des Vaterlandes nis, der Wahrheit über die Lüge nennt. Die Sachver=
WWeg ſein, auf dem den unhaltbaren Zuſtänden ein eine Beendigung dieſes Zuſtandes dringend erheiſchte, ſtändigenvernehmung ſei ein Triumph der Wiſſenſchaft
de gemacht wird.
hat in mir den ſchweren Entſchluß reifen laſſen, den über die finſtere Rückſtändigkeit. Die Propaganda
(ür die Enlſpannung der internationalen Lage im
emeinen und für die Beſſerung des deutſch=engliſchen Schritt zu tun, der in dieſem feierlichen Akte ſeinen Ab=für die Judenhetze veranlaßte an verſchiedenen
Lhrältniſſes im beſonderen ſpricht die Tatſache, daß ſchluß findet. Es hat mich mit Befriedigung erfüllt, daß Orten die Rabbiner, die Verwaltungsbehörden um Schutz
ße i deutſche Linienſchiffe auf die Dauer von es dem einmütigen Zuſammenwirken meiner Regierung zu bitten. Sie erhielten die Verſicherung, man werde
ſſtirbis vier Monaten der heimiſchen Schlachtflotte ent= und des Landtages gelungen iſt, in verfaſſungsmäßiger keinerlei Ausſchreitungen zulaſſen. Die Verbändler be=
zeu
werden konnten, um unſere weſtafrikaniſchen Kolo=
in
zu beſuchen und die deutſche Flagge in ſüdamerika= Form die Wiederherſtellung des Zuſtandes zu ermöglichen, treiben trotzdem nach glaubwürdigen Nachrichten die Pro=
ſichen
Gewäſſern zu zeigen. Als ein erfreuliches Zeichen der dem Gedanken der Erbmonarchie, dem Geiſte der baye= paganda geheim weiter.
Aufhellung des politiſchen Himmels iſt dieſes Moment! riſchen Verfaſſung und dem Empfinden des Volkes in
kum doppelt zu begrüßen, weil es der Belebung der klarer Weiſe entſpricht. Möge es mir beſchieden ſein, die
irt chaftlichen Konjunktur zuſtatten kommt.
Leutſches Reich.
Die mexikaniſche Kriſis iſt durch das Vor=erfreuliche kulturelle und wirtſchaftliche Entwickelung, die
Die Verſtärkung unſerer finanziellen
hen der Vereinigten Staaten der Entſcheidung nahe ge= Bayern in den letzten Jahrzehnten genommen hat, in
ſüchst. Zwar hat die Union an Huerta ein förmliches gemeinſamer Arbeit mit der Volksvertretung fortzufüh= Kriegsbereitſchaft. Bekanntlich hat die große
Ltimatum nicht gerichtet, aber es beſteht trotzdem kein ren. Für all mein Tun aber wird das Wohl meines teu= Wehrvorlage eine erhebliche Kräftigung unſerer finan=
wezifel
daran, daß ſie Huerta und ſeine Anhänger von der
ren Volkes die Richtlinie bilden. Ich erſuche nun den ziellen Kriegsbereitſchaft vorgeſehen. Die leitenden Män=
afiden’ſchaft
ausſchließen will. Augenſcheinlich zögert
jetzta, dem amerikaniſchen Drängen nachzugeben, und es Herrn Staatsminiſter der Juſtiz, den in Paragraph 1 des ner unſeres Zentralnoteninſtituts haben nun auf Grund
nnöglich, daß er ſich von irgend welchen Vermittelungs= 10. Titels der Verfaſſungsurkunde beſtimmten Eid vor= der Ausführungsbeſtimmungen des Bundesrats die not=
rſuuchen
einen Erfolg verſpricht. Aber in der Haltung zuſprechen. Nach dem Verleſen des Eides, welcher lautet: wendigen Maßnahmen getroffen. Ueber das Ergebnis
rieuropäiſchen Mächte müßte ein vollſtändiger
laindel eintreten, wenn eine unter ihnen die Vermittlung Ich ſchwöre, nach der Verſaſſung und den Geſetzen des wird der Tägl. Rundſchau von unterrichteter Stelle mit=
gunnſten
Huertas übernehmen ſollte. Stützt ſich doch das Reiches zu regieren, ſo wahr mir Gott helfe und ſein geteilt:
Die Wehrvorlage hat bekanntlich beſtimmt, daß außer
brgehen der Union gerade auf den Umſtand, daß keine heiliges Evangelium, ſprach der König mit erhobener
den 120 Millionen Gold, die im Juliusturm lagern, noch
ne päiſche Macht Luſt hat, gegen den ausgeſprochenen rechter Hand: Ich ſchwöre.
illen der Vereinigten Staaten Huerta zu unterſtützen.
weitere 120 Millionen in den Kellern der Reichsbank an=
Im Anſchluß hieran hielt der Vorſitzende im Mi=
il
: alſo Huerta trotzdem der amerikaniſchen Forderung
zuſammeln ſind. Dieſer Beſtimmung hat die Reichsbank
bnwiderſetzen, dann bleibt ihm nichts anderes übrig, als niſterrat, Freiherr Dr. v. Hertling, nachſtehende An= bisher 50 Millionen in Gold zuführen können und dafür
50 Millionen in Kaſſenſcheinen in den Verkehr geleitet.
e: Aufnahme des Kampfes. Wie deſſen Ausgang ſein ſprache an den König:
ünde, kann bei der Stärke der revolutionären Bewegung
Eure Majeſtät haben geruht, zur Leiſtung des Eides Dieſes in Berückſichtigung des kurzen Zeitraumes ſo
äußerſt günſtige Ergebnis verdanken wir in erſter Linie
Mexiko ſelbſt nicht zweifelhaft erſcheinen, mögen die
auf die Verfaſſung die feierliche Handlung zu vollziehen, der glänzenden Entwicklung unſerer Handelsbilanz. Un=
narikaniſchen
Streitkräfte auch zunächſt außerſtande ſein,
foart einen entſcheidenden Schlag zu tun.
in der die Bedeutung der Verſaſſung als der geheiligten ſere Ausfuhr hat in den erſten neun Monaten des lau=
Hat die Nachricht von dem angeblichen Ultimatum der und unverrückbaren Grundlage des bayeriſchen Staats= ſenden Jahres um etwa eine Milligrde zugenommen da=
eweinigten
Staaten an Mexiko die aus wirtſchaftlichen lebens ſinnfällig zum Ausdruck kommt. Das bayeriſche gegen iſt die Einfuhr nur um 15 Millionen geſtiegen Auch
der Goldſchatz der Reichsbank, der im Vorjahre 900 Mil=
runden
ohnehin ſehr empfindlichen Weltbörſen beun=
rhiat
, ſo übten die jüngſten Zwiſchenfälle am Balkan Volk, das in Liebe und Ehrfurcht zu Eurer Majeſtät lionen betrug, erreichte im Mai d. J. eine Milliarde und
uffſie keinen Einfluß mehr aus. Die Börſe rechnet offen= als ſeinem ven Gott eingeſetzten Oberhaupt emporſieht, iſt bis jetzt auf 1200 Millionen angewachſen. Damit kom=
zu
mit Sicherheit darauf, daß die Verzögerung des tür= nimmt, vertreten durch die anweſenden Zeugen, dank= men wir dem Ziele unſerer maßgebenden Finanzpolitiker,
ſoch=griechiſchen Friedensſchluſſes nicht baren Anteil an dieſem erhebenden Akte. Er ſtellt die den Goldbeſitz der Reichsbank auf 1½ Milliarden zu brin=
gen
, immer näher und ſetzen unſere Reichsbank in den
tmeuen Kämpfen, ſondern ſchließlich doch zum Frieden
ihren wird, und nimmt die ſüdalbaniſche Grenz= Vollendung des Schrittes dar, zu dem Eure Majeſtät ſich Stand, im Ernſtfalle ſich allen Anforderungen gewachſen
rarge nicht tragiſch. Was in letzterer Beziehung Oeſter= unter hochherziger Hintanſetzung perſönlicher Bedenken zu zeigen. Die von verſchiedenen Seiten geäußerte Be=
rch
=Ungarn und Italien gegenüber Griechenland zur im Intereſſe der Staatswohlfahrt entſchloſſen haben. fürchtung, daß die Kaſſenſcheine wieder an die Reichsbank
iurache brachten, ſteht durchaus im Einklange mit den Eure Majeſtät bitte ich, in dieſer für Bayern ſo bedeu= zurückſtrömen und ſich dort anſammeln werden, iſt erfreu=
licherweiſe
, den Erwartungen der Reichsbank entſprechend,
heittimmungen des Londoner Vertrages und den inter=
ationalen
Bedürfniſſen der Stunde. Denn ſo lange Teis tungsvollen Stunde, mit aller ehrfurchtsvollen Huldigung nicht eingetroffen. Zu Begiun des nächſten Jahres wird
Ulsgniens von griechiſchen Truppen beſetzt ſind, iſt an des geſaemten Staatsminiſteriums und des Kollegiums, auch mit der Anſammlung des Silberſchatzes in der Höhe

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Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 9. November 1319.
Seite 2.
Snent
von 120 Miklonen begonnen werden. Es iſt in Ausſicht
genommen, die Silberreſerve aus dem Prägegewinn der
Drohender Streik der Poſtbeamten.
laufenden Silbermünzenprägungen herzuſtellen. Dieſer
Prägegewinn iſt bei dem heutigen niedrigen Stand des Der Matin meldet aus London: Wie bekannt ſein dürfte,
Silberpreiſes ſehr hoch; er beträgt faſt die Hälfte des iſt in England ſeit einiger Ziit die Frage eines Streiks
Münzwertes. Dieſer (Prägegewinn iſt bisher den Ein= der Poſtbeamten auf der Tagesordnung. Die Poſtbeamten
nahmen des Reiches zugeſloſſen: für die nächſten Jahre
wird er zur Herſtellung der Silberreſerve verwendet haben nun an den Poſtmeiſter Samuel appelliert. Der und anderen Südſtaaten Braſiliens zu unternehmen
Poſtmeiſter ließ ihnen die Antwort zuſtellen, in
werden.
Für die Herabſetzung der Alters=der es heißt, daß es der Regierung unmöglich ſei, weitere
grenze für Alters= und Invalidenrentner Mittel für die Poſtangeſtellten und=Arbeiter aufzuwenden,lien. Die Japaner beginnen ſyſtematiſche Einwan
von 70 auf 65 Jahre, wie ſie ſchon ſeit Jahren von Ar= als durch die Kommiſſion Holts in Vorſchlag gebracht
beiter= und anderen Organiſationen angeregt und als worden ſei. Man hegt nun in England die Beſorgnis,
dringend notwendig gefordert wurde, hat das Reichsver= daß die Poſtbeamten während der Weihnachtszeit in den
Ausſtand treten werden, was große Schwierigkeiten im in der Reiszone bei Jquape gegründet werden.Si
ſicherungsamt eingehende Feſtſtellungen gemacht. Das
Reſultat dieſer Feſtſtellungen läßt ſich dahin zuſammen= Gefolge haben würde. Der Poſtmeiſter Samuel hat, um werden, die ſich ausſchließlich mit Reisbau beſchäf
faſſen, daß die Altersgrenze unverändert auf das 70. Le=einer ſolchen Abſicht vorzubeugen, in ſeiner Antwort aus= ſollen. Die Zahl muß innerhalb 5 Jahre erreicht weial
bensjahr normiert bleibt. Die Landesverſicherungs=An= drücklich hervorgehoben, daß jeder, der etwa die Arbeit
ſtalten waren aufgefordert worden, ihre Berichte für das niederlegen ſollte, ſich als entlaſſen zu betrachten habe.
Jahr 1912 nebenbei auch ſo zu bearbeiten, als wenn die
Spanien.
Altersgrenze 65 Jahre betragen würde. Die Steigerung
Reiſen des Königspaares. Das Königspaar auf den Anbau von Tee, der in beſtimmten Gegenden
der Renten war ſehr verſchieden und bewegte ſich zwiſchen
tritt wahrſcheinlich am 18. November eine auf drei Wochen
100 und 300 Prozent. Beiſpielsweiſe wurden von der
Landesverſicherungsanſtalt Berlin im Jahre 1912 4177 berechnete Reiſe ins Ausland an. Das nächſte Ziel iſt ſtändige Seideninduſtrie ins Leben zu rufen. Dieami
Renten bewilligt. Der Bericht ſagt nun, daß bei einer Paris, wo es zwei Tage bleibt und der König an einer ſind in allen dieſen Erwerbszweigen Meiſter, ſo
Herabſetzung der Altersgrenze auf 65 Jahre 3830 neue Jagd teilnimmt. Dann reiſt es nach Wien, wo es acht
Renten hinzukommen, die Geſamtzahl alſo 8007 betragen Tage Gaſt des Kaiſers Franz Joſef iſt und wo ebenfalls
würde, was einer Steigerung der Rente von 150 Prozent Jagden veranſtaltet werden. Die Rückreiſe führt über
entſpräche. In den Berichten an das Reichsverſicherungs= Paris nach London zum Beſuche des engliſchen Hofes.
Hiermit dürften die in den letzten Tagen hartnäckig auf= baut von der Ausſicht, Vertreter der gelben Raſſe zu
amt wird ferner zum Ausdruck gebracht, daß bei der
Herabſetzung der Altersgrenze eine erhebliche Belaſtung tretenden Gerüchte über den Geſundheitszuſtand des =
der
Invalidenrenten die Folge ſein würde, weil die nigs hinfällig werden, die der König ſelbſt Jour= Produktionsſteigerung erwarten und außerdem eine
Altersrentner ihre Altersrente alsbald in die höhere In= naliſten gegenüber widerlegte. Zwiſchen dem König und
dem Präſidenten der franzöſiſchen Republik, Poincaré, ſchon ca. 5000 Japaner in Braſilien gelandet.
validenrente umwandeln laſſen würden. Die Ausſichten
für die Herabſetzung der Altersgrenze ſind aus dieſen ſind ausdrucksvolle Telegramme über das Eiſenbahn=
unglück
bei Melun gewechſelt worden.
Gründen ſehr gering.
Vereinigte Staaten.
Keine Interpellation über die Wel=
fenfrage
. Das bereits in den letzten Tagen aufge=
Das Kabinett hielt am Freitag ſeine erſte Sitzung
tauchte Gerücht, daß die nationalliberale Reichstagsfrak= nach mehrtägiger Pauſe ab, es erfolgte aber keine Ver=herzogin wohnten am Freitag, namittags 4 Uhn
tion von einer welſiſchen Interpellation überhaupt Ab= öffentlichung über den Inhalt der Beſprechungen. In
ſtand nehmen wolle, wird von einer parlamentariſchen diplomatiſchen Kreiſen erregt die Meldung Intereſſe, daßherzog empfingen am Samstag den Vizeadns
Nachrichtenſtelle in folgender Form beſtätigt: Wie wir von der mexikaniſche Geſandte Cavarrabias in Petersburg zu=
beſonderer
parlamentariſcher Seite erfahren, wird die rückberufen und zum Miniſter des Aeußern ernannt wer=
nationalliberale
Reichstagsfraktion höchſtwahrſcheinlich den ſoll, in der Abſicht, ihn ſpäter Präſident werden zu Nr. 115, den Oberſtleutnant v. Pfeil beim Stahen
keine Interpellation wegen der braunſchweigiſchen Thron= laſſen.
frage im Reichstage einbringen. Auch die Konſervativen
und das Zentrum interpellieren wegen dieſer Frage nicht. gemeldet: In der Verſammlung des Kabinetts, die Frei= wehrbezirk II Frankfurt a. M., den Hauptmantl
Die Meinungen bei den Freiſinnigen ſind noch geteilt. Die tag nacht ſtattfand, wurde die formelle negative Antwort
Sozialdemokratic hält ſich von dynaſtiſchen Interpella=Huertas auf die Forderungen der Vereinigten Staaten graphen=Bataillons Nr. 3, Truppenübungsplatza
tionen fern. Obwohl eine endgültige Entſcheidung über eingehend beſprochen. In der Antwort wird beſtritten
die Frage erſt in den Fraktionen gefällt wird, deutet doch werden, daß die Vereinigten Staaten irgend ein geſetz= leutnant a. D. Graetz, den Amtsrichter Guntrün
manches darauf hin, die Angelegenheit nicht im Anſchluß liches oder ſonſtiges Recht haben, das Ausſcheiden Huertas
an eine Interpellation zu beſprechen, ſondern erſt Anfang zu verlangen. Lind, der amerikaniſche Spezialgeſandte, Audienz Maſter of Belhaven, Attaché bei der Größhii
Dezember bei der erſten Haushaltsleſung zu ſtreifen, bei traf in Begleitung des Geſandtſchaftsſekretärs in Geſandtſchaft; zum Vortrag den Staatsminiſter v Gmm
welcher Gelegenheit auch der Kanzler das Wort ergreifen! Mexiko ein. Lind hatte eine zweiſtündige Beratung mit
kann.
dem engliſchen Geſandten Carden. Man glaubt, daß ihre v. Hombergk zu Vach, den Vorſtand des Kabine
Meinungen in der Frage, welche Rolle die Vereinigten
Ausland.
Staaten in Mexiko ſpielen ſollen, ſehr auseinander gehen. Großherzog haben verliehen: das Allgenlän
Italien.
Lind bleibt wahrſcheinlich in der Hauptſtadt, bis die = Ehrenzeichen mit der Inſchrift Für Verdienſteleum
Militäriſche Maßnahmen in Tripolis. ſung oder der Abbruch der Verhandlungen erfolgt. Er
Wie Kolonialminiſter Bertolini erklärt, werde das Ge= ſcheint nicht ſehr auf einen Erfolg zu hoffen. Man glaubt, Ober= und Geheimen Baurat i. P. Georg Schobem
biet von Fezzan durch etwa 1000 italieniſche Soldaten daß, wenn die Antwort Huertas ungünſtig ausfällt, die
und hauptſächlich durch eingeborene Truppen beſetzt wer= amerikaniſche Regierung ein Ultimatum im diplomatiſchen
den. In Fezzan, dem innerſten Punkte Tripolis’, herrſche Sinne des Wortes ſenden wird, das die Beziehungen vor und König von Preußen verliehenen Roten Adler=O
Anarchie, die auch die franzöſiſchen Beſitzungen bedrohe. dem 22. November, alſo vor dem Zuſammentritt des neuen
Frankreich mache Miene, auf eigene Rechnung gegen Kongreſſes, beenden würde. Das Geld iſt ſehr knapp.
Fezzan vorzugehen. Italien müſſe zur Beſetzung ſchreiten.
Eine tatſächliche Beſitznahme des Hinterlandes von Libyen
* Paris, 8. Nov. Der König und die =mandeur des Landw.=Bez. Lennep, erteilt.
würde das Problem einer großen Eiſenbahn vom
nigin von England werden, wie hier bekannt
Tſchadſee nach Tripolitanien, woran auch Deutſchland in= wird, im nächſten Frühjahr in Paris eintreffen, um den zu beſetzende Stelle an der Gemeindeſchule zun
tereſſiert iſt, aktuell machen.
Londoner Beſuch des Präſidenten Poincaré zu erwidern. heim.
Stimmungen.
Kapitän Scotts letzte Briefe.
2 Wir Menſchen ſind von unſeren Stimmungen ab=
hängig
, und die Stimmungen z. B. von ſo veränderlichen Titel der beiden Bände, die nun, von Leonard Hurley her= ihrer Lieben einem Leben der Trauer entgegengehn
Dingen wie dem Wetter. Das ſehen wir gerade in dieſen ausgegeben, in London bei Smith Elder erſchienen ſind ſchreibt ſogar an die Menſchen, die ſeinen Gefährten jäht
Herbſttagen. Wenn ein klarer Morgen leuchtet, der Him= und neben den wiſſenſchaftlichen Berichten und Aufzeich=
mel
im durchſichtigen Blau ſteht und die erfriſchende Luft nungen Scotts und ſeiner Gefährten einen erſchütternden
uns belebt, dann ſind wir heiter und froh geſtimmt. Aber und doch zugleich erhebenden Einblick in eine große
wenn ein dunkler Tag kommt, die Wolken ſchwver hernie=menſchliche Tragödie gewähren, die in der Geſchichte als zuſammen dahingegangen ſein. Wir ſtehen dieſem Augenn
derhängen und Näſſe und Nebel auf uns drücken, dann ein Epos modernen Heldentums fortleben wird. Man blick jetzt nahe gegenüber, und ich möchte Sie wiſſen laſſers
ſind wir mißgeſtimmt. Die Welt liegt uns düſter da. Die kennt bereits in großen Umriſſen die Einzelheiten des
guten Gedanken ſind verflogen wie ſcheu gewordene Vögel. äußeren Geſchehens; große Teile aus den Tagebüchern
Und doch, wir ſollten eigentlich Herren unſerer Stim= Scotts wurden veröffentlicht, aber ſie wirken beinahe nur ein Wort des Vorwurſes für mich, unter deſſen Führungd=
mungen
ſein. Wir ſollten ſie bezwingen. Nicht ſie ſollten wie ein Vorklang zu dem, was dieſe neue Publikation in dieſe Not geriet. Er iſt gottſeidank nicht krank, wellts
uns in der Gewalt haben, wir müßten ihnen überlegen bringt, denn ſie enthält jenſeits der ſachlichen Berichte und ſtens ſind ſeine Leiden gering. Seine Augen ſtrahlen eine
ſein. Sie dürfen uns nicht niederdrücken, ſchwach und Aufzeichnungen auch die bisher unbekannten perſönlich= blauen Hoffnungsſchimmer, der uns aufrichtet, und ſeis
unfreundlich machen. Sie dürfen uns die liebevolle Be=
ſten
Aeußerungen Scots; die letzten Brieſe, die er an
reitwilligkeit gegen die anderen nicht rauben. Unſere Ar= ſeine Frau, ſeine Mutter und ſeine Freunde richtete, als zu ſein und ſeine Rolle in den Plänen des Allmächtige
beit darf nicht darunter leiden. Wir dürfen uns das die furchtbare Gewißheit gekommen war, daß der Tod erfüllt zu haben. Ich kann Ihnen keinen anderen
Leben nicht von ihnen vergällen laſſen. Es iſt ein ſchwe= ſeine Hand auf die kleine Schar erſchöpfter Männer gelegt ſpenden als Ihnen ſagen, daß er ſtarb, wie er lebte, al=
rer
Kampf gegen die Stimmungen, der einen erprobten hatte und ſie nicht mehr freigeben würde.
Fechter erfordert. Aber was vermag nicht der Wille?
Und wenn er es nicht vermag, wenn es Tage gibt, da ten die niederſchmetternde Enttäuſchung überwunden, die in Mitgefühl entgegen. Dann aber wendet ſich Scott ü3
die Wehmut widerſtandslos in unſer Gemüt fällt wie ein ihrer im Augenblick des höchſten Triumphes harrte, die Tat=
Stein in dunkle Tiefen, dann müſſen wir etwas haben, ſache, daß die Norweger ihnen zuvor gekommen waren; Barrie, den Schriftſteller und Dramatiker; und de
das unabhängig iſt von den Stimmungen, das dauernden aber noch ahnten ſie nicht, daß ſie dieſe Heimſuchung auch Schlichtheit, mit dem er ihm ſeine letzten Sorgen enthülll
Wert hat und durch keine Gemütsbewegung beeinflußt noch mit ihrem Leben zu bezahlen haben würden. Die
werden kann. An die unverlierbaren geiſtigen Beſitztümer endloſe Kette von Mißgeſchicken, die die Schar überfiel ſten Worte das vermöchten. Wir ſterben an einem ſeht
müſſen wir uns halten, wenn unſere Seele beſchattet von dem Augenblick an, da ſie vom Pole aus wieder den unwirtlichen Ort. In der Hoffnung, daß dieſer Brief
wird. Das echte Gold unſeres ſeeliſchen Reichtums muß Weg nach Norden erkämpfte, ſind durch die Tagebücher funden wird und in Deine Hände kommt, ſchreibe ich Di=
um
ſo heller leuchten, je dunkler es in uns iſt. Jeder trägt bekannt: Anfang März iſt es bereits ſo weit, daß der
ſolche unzerſtörbaren geiſtigen Güter in ſich: Das Bewußt= Glaube an eine Heimkehr aufgegeben werden muß; einen=
ſein
erfüllter Pflichten und redlich geleiſteter Arbeit, das Augenblick taucht bei der Gewißheit der unvermeidlichen Patenſohn. Wir zeigen, daß Engländer noch tapfer ſter
ihm niemand rauben kann, die Liebe der Treueſten, die auch Kataſtrophe ſogar der Gedanke auf, das Schickſal zu be=
im
Herbſt nicht verblüht, der feſte Glaube, der ſchon tauſend ſchleunigen und freiwillig dem Tode entgegen zu gehen, das Land ſollte jenen beiſtehen, die wir zurücklaſſen. Ja=
ſchmerzliche
Stimmungen durchgemacht hat und doch aus aber der Wille, den Kelch bis zur Neige zu leeren, iſt ſtär=
ihnen
ſiegreich hervorgegangen iſt und ſich bewährt hat. ker als dieſe Anwandlung einer troſtloſen Stunde, und
Ja, ſo wollen wir es halten: Wir können die Stimmun= wenn ſie ſchon ſterben müſſen, dann wollen ſie alle mit
gen nicht hindern, daß ſie über uns kommen, aber wir ihrem Tode ihren Landsleuten ein Beiſpiel geben und
wollen ſie uns dienſtbar machen. Wir wollen Kraft aus zeigen, daß Männer Entbehrungen erdulden, einander ich habe keine Angſt vor dem Ende: es tut nur weh, gau
ihnen ſaugen und unſere Stärke an ihnen erproben. Wir helfen und den Tod mit nicht geringerer Feſtigkeit ertragen manche beſcheidene Freude aufzugeben, die ich mir
wollen mit neuer Zuverſicht und hellerem Lebensmut aus können als Menſchen vergangener Zeitalter.
ihnen hervorgehen.
liche zu einer Miſſion zu machen, und während der letzten wieſen, aber wir haben die größten Märſche gemacht di


Nummer Ser Mſummer
Wahrſcheinlich werden der König und die Königin ſaſſil
erſten Woche des Monats April hier ankommen undſſäf
. Tage in Paris Aufenthalt nehmen.
* Rio de Janeiro, 8. Nov. Der fult
der
Staatsſekretär des Reichskoloniglamtes v. Lindeai
ſigeren
1iſt abgereiſt, um Ausflüge in Minas Gerges, Sao Shalſtiü
n Ackerbauminiſter ſtellte ihm einen Beamten zur Verfülll
RB Japaniſche Einwanderung in
in Braſilien zu betreiben. Eine kapitalkräftige japaat
tKoloniſationsgeſellſchaft hat mit der Staatsregierungeſtr
Zt. Paulo einen Kontrakt abgeſchloſſen und will in boſiſt unde
1 Staate große Kolonien gründen. Die erſte Koloni
dieſer Stadt ſollen vorläufig 10 000 Familien angeſſtählch
it jedoch werden vorläufig nur 100 Familien geſchickt ſachlungere
den Nach vollſtändiger Beſiedelung dieſes Koloniegelhäkt wiht
will die Geſellſchaft auch im Innern des Staates Zſloſüſt. Der
nien anlegen. Auch dort ſoll hauptſächlich Reis geälie
werden, jedoch richtet die Geſellſchaft ihr Augenmerllüchüiiſterei
n St. Paulo ſehr gut gedeihen ſoll. Außerdem wirdol
plant. Seidenraupenzüchtereien anzulegen und einelln=
t
erwarten iſt, daß das Unternehmen erſolgreich iſt, vorau
geſetzt, daß es der Geſellſchaft gelingt, genügendeAubshal
kräfte zu bekommen. Daran ſind bis jetzt die meiſten Kiäſael
niſchen Koloniſationsgeſellſchaften in Braſilien geſchesAt
. Die braſilianiſche Preſſe iſt im allgemeinen nicht ſchril
kommen jedoch treten einige Blätter lebhaft für dieſid
niſche Koloniſation ein, da ſie von ihr eine bedeltill
dabſetzung der Lebensmittelpreiſe. Es ſind mittle
Stadt und Land.
Darmſtadt, 9. Novembe
* Vom Hofe. Ihre Königl. Hoheit die Goſ
Sitzung des Alice=Frauen=Vereins im Alice=Hoſpitalaill
* Empfänge. Se. Königl. Hoheit der
=Jacobſen, Inſpekteur der Schiffsartillerie, wohnhaftel
Eberſtadt bei Darmſtadt. den Oberſt v. Helldorff, Konmn=
deur
des Leibgarde=Infanterie=Regiments (1. Großh.l
5. Großh. Heſſ. Infanterie=Regiments Nr. 169,
Die Antwort Mexikos. Aus Mexiko=City wird Hauptmann z. D. le Goullon, Bezirksoffizier beima
Kompagniechef Nagel, die Leutnants Baltzer, Lelfom
t und Boelcke von der 5. (Funker=) Kompagnieds
nſtadt, den Regierungsrat Freiherrn v. Starck, denOhn
zHomberg a. d. O., den Bürgermeiſter Specht von Gal
heim, den Poſtmeiſter Keller von Oppenheim; in beſahlim
t den Finanzminiſter Braun, den Miniſter des Sulen
heimerat Römheld.
Ordensverleihungen. Se. Königl. Hohellne
Vizefeldwebel der Landwehr II Weitzel, ſeithsa
5. Großh. Heſſ. Infanterie=Regiment Nr. 168: ferneba
zu Wiesbaden die Erlaubnis zur Annahme und i
n Tragen des ihm von Sr. Maj. dem Deutſchen Balle
3. Klaſſe erteilt.
Seine Majeſtät der König von Preußen haben
laubnis zur Anlegung des Ritterkreuzes erſter Klaſſelin
der Krone des Großherzoglich Heſſiſchen Verdienſtaln
Philipps des Großmütigen dem Major z. D. Ho
Erledigt iſt eine mit einem katholiſchen
Tage, da die Kräfte dahinſchwinden, die Leiden ſichllen
men und der letzte Funke Hoffnung endgültig begrabnim
weilen ſeine Gedanken nicht mehr bei ſich, ſondent Mm
Scottsletzte Expedition iſt der ſchlichte daheim bei allen jenen Menſchen, die nun mit demdal
ſtehen, um ihnen Troſt zu ſpenden. Wenn dieſer Miiei
nSie erreicht, ſchreibt er an Frau Wilſom, biel
eWitwe ſeines Gefährten Dr. Wilſon, werden Bill undid
s wie prachtvoll er bis zum Ende war unerſchöpflich fröll
lich und bereit, ſich für andere zu opfern; nie fiel von ihte
n Geiſt iſt ruhig in dem Bewußtſein, ſich ſelbſt treu gebliebet
ein tapferer ehrlicher Mann als der beſte Kamerad unn
Schweigend und tapfer hatten Scott und ſeine Gefähr= der ſtandhafteſte Freund. Mein ganzes Herz ſchlägt Ihnat
t=einem letzten Briefe an ſeinen Freund Sir J. M
und anvertraut, wirkt ergreifender als die leidenſchaftlicht
rein Abſchiedswort. Mein praktiſcher Wunſch iſt, daß De=
n
meiner Witwe helfeſt, und meinem Jungen Deinen=
ben
und es bis zum Ende durchkämpfen können. Ich glaub=
hinterlaſſe
mein armes Mädel und Deinen Patenſohm=
dWilſon
hinterläßt eine Witwe und auch Edgar Evans einn
ſt Witwe in beſcheidenen Verhältniſſen. Tue, was Du kannfſt
um ihren Anſprüchen Geltung zu verſchaffen. Leb wohle
unſeren langen Märſchen für die Zukunft ausgemalt hatk
Faſt iſt es. als ſuchte Scott das nicht mehr Vermeid= Ich habe mich vielleicht nicht als ein großer Entdecker ei

[ ][  ][ ]

art

N

ſſmer 270.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 9. November 1913.
Seite 3.
Pritärdtenſtnachricht. Sommer, Lt. im 10. Sich.Neuſadt i. H., jetzt in Koſtheim amtierenden Kaplans Jo. ſſten Führer verliert. Vs zu ſeinem Tode gchörie er
Mimfanterie=Regiment Nr. 134, unter Rückwirkung hannes Adler auf die Privattlage des Beleidigten zu 60 dem Kuratorium der Schule als Mitglied an. Ihr und
d Stober 1913 auf ein Jahr zum K. P. Flieger=Mark Geldſtrafe verurteilt worden. In einem Was ſich dem Handelsverein, dem er ebenfalls lange Jahre ange=
r
Nr. 1 kommandiert.
ein Stellvertreter Ehriſti auf Erden alles erlauben kann hörte widmete er ſeine Haupttätigkeit. Endlich wirkte er
Der Verwaltungsgerichtshof hatte ſich geſtern in überſchriebenen Artikel war in höhniſcher Weiſe ein Vor=auch lange Jahre im Kirchenvorſtand der Stadtgemeinde.
iingeren Verhandlung mit einer intereſſanten Rechts=fall beſprochen worden, der ſich im Vorjahre in Lützel= Ueberall wird ſein Tod eine fühlbare Lücke hinterlaſſen
beſchäftigen, und zwar handelte es ſich um die Wiebelsbach abgeſpielt hatte. Der Kaplan hatte an dem
* Siegmund von Hausegger, deſſen Dirigenten=Gaſt=
Mhib ein Staatsbürger ſeiner erworbenen Rechte zur fraglichen Sonntag in Lützel=Wiebelsbach die Frühmeſſe ſpiel im 2. Hofmuſik=Konzert am nächſten Montag man
Mährie an Gemeindewahlen dadurch verluſtig gehen und nachmittags in Neuſtadt Gottesdienſt abzuhalten. Um allgemein mit großer Spannung entgegenſieht, iſt dem
laſlſenß er in Erfüllung einer ſtaatsbürgerlichen Pflicht den weiten Weg zu erſparen, wollte er eine in Wiebels= Darmſtädter Publikum kein Fremder mehr Der Richard
deugenthaltsort vorübergehend aufgibt. Gegen die bach zu vollziehende Taufe im Anſchluß an die Frühmeſſe Wagner=Verein hat ihm am 4. Mai 1905 bereits einen
ſte zu der Beigeordnetenwahl in Rem=vornehmen. Da den Eltern der Nachmittag paſſender war, Komponiſten=Abend gewidmet, bei dem der Künſtler als
bAlem (Kreis Offenbach), die am 14. Juni 1913 ſtatt= wünſchte der Geiſtliche die Stellung eines Wagens, was Begleiter ſeiner Lieder für Sopran und Tenor am Klavier
ſſaſſſtprrden am 5. Juni von dem Michael Hermann in dem Artikel kritiſiert wurde. Es kam zwiſchen den perſönlich mitwirkte und reiche Ehren erntete.
und zwei weiteren Einwohnern von Rembrücken Parteien vor der Beweisaufnahme in der Berufungs=
* Im Silberkranz. Montag, den 10. November, feiern
ürungen erhoben, indem behauptet wurde, ein inſtanz eine Einigung zuſtande dahin, daß der Angeklagte Herr Balthaſar Beſt und deſſen Ehefrau Katharine geb.
=ſei zu Unrecht in die Wählerliſte eingetragen die Veröffentlichung des Artikels bedauerte, die darin ent= Holler, Liebfrauenſtr. 109, das Feſt der Silbernen Hochzeit.
unſſt weiterer zu Unrecht aus derſelben geſtrichen wor= haltenen Beleidigungen des Privatklägers zurücknimmt
R. Arbeitsjubiläum. Herr Joſeph Kauter, Pro=
allEes
wurde behauptet, ein in die Liſte Eingetragener und ſämtliche Koſten übernimmt. Ferner verpflichtet er
hälltilgere Zeit in Heuſenſtamm gewohnt, er habe alſo ſich zur Veröffentlichung des Vergleichs. Der Privat= kuriſt in Firma Ehrhardt u. Metzger. Nachf Kurt Fried=
rich
, Eliſabethenſtraße, feiert am 12. November ſein
milſgährend der letzten drei Jahre in Rembrücken ge= kläger zieht danach ſeine Klage zurück, womit die Strafe 25jähriges Arbeitsjubiläum.
willt Der 25jährige Jakoby ſei als Hausſohn zu des Schöffengerichts wegfällt.
bellltten und in die Wählerliſte einzutragen. Die Bür=
* Zu den Stadtverordnetenwahlen. Wer Namen auf
Zur 15. Sitzung der Stadtverordneten=Verſammlung einem Stimmzettel ſtreicht, muß jeden geſtrichenen Namen
gellliſteerei beſchied die Einwendungen als unbegründet. am Donnerstag, den 13. November, nachmittags 3½ Uhr=
lkihler
habe bis zum Herbſt 1912 in Darmſtadt ſeiner
iſt folgende Tagesordnung feſtgeſetzt: 1. Mät= durch einen annehmſaren Kandidaiten eines anderen
Mhltroflicht genügt, er habe alſo nicht, wie es Art. 38 teilungen. 2. Geſuch um Geſtattung einer Ausnahme von Stimmzettels erſetzen. Jeder Erſatzkandidat hat aber nur
Mluen Landgemeindeordnung vorſchreibt, einen un= der Beſtimmung in § 5 des Ortsbauſtatuts für Errichtung dann Ausſicht, gewählt zu werden, wenn er auf mindeſtens
umbrochenen dreijährigen Wohnſitz in Rembrücken ge= eines Wohnhauſes auf dem Grundſtück Flur 32 Nr. 55 2 oder 3 Stimmzetteln anderer Parteien oder Gruppen
hälllermnte alſo auch nicht in die Wählerliſte eingetragen weſtlich der Frankfurter Straße. 3. Vermietung von Räu= ſteht. Wer einen Kandidaten ſtreicht, ohne einen Erſatz=
wlit
Der andere eingetragene Bürger habe nur kurze men in dem ſtädtiſchen Gebäude am Hauptbahnhof. 4. Die mann aufzuſtellen, vermehrt dadurch die Stimmen der
Zſlimmer nur einige Tage in der Woche, in Heuſen= Organiſation der Arbeitsvermittelung, hier: die Vereini= Gegner.
gewohnt. Seine Eintragung ſei alſo zu Recht er= gung der, Verwaltungen des Arbeitsamts und der Ar=
* Kaufmannsgerichtswahlen. Die Wahlleitung der
Der Kreisausſchuß Offenbach ver= beits= und Herbergsſtätte. 5. Ermäßigung des Gaspreiſes Liſte 2: Kaufmänniſcher Verein e.
Darmſtadt: Verein
die Klage des Sattler als unbegründet. Dieſer und Maßnahmen zur Hebung des Gasverbrauchs. 6. Auf= für Handlungs=Kommis von 1858; Deutſcher Bankbeam=
Aizee Rekurs gegen das Urteil, es könne nicht im hebung der Zinsverpflichtung für die Koſten des Kanals ten=Verein; Verband deutſcher Handlungsgehilfen; Kauf=
ges
Geſetzes liegen, daß durch die Militärdienſtzeit in der verlängerten Gutenbergſtraße. 7. Ernennung von männiſcher Verein Frankfurt a. M. verweiſt auf die in
ahlberechtigung erſchwert werde. Wenn der durch Erhebern der Pfennigſparkaſſe. 8 Geſuch der Reforma= heutiger Nummer enthaltene Anzeige.
Mllimſtzeit unterbrochene Aufenthalt nicht als Ganzes tionsgemeinde um käufliche Ueberlaſſung eines Kirchen=
* Deuiſches Feſt. Die Aufführung des Deutſchen
ſheet werde, ſo bekämen ja dieſe Leute erſt mit dem bauplatzes. 9. Aufbau eines Dachſtockes auf das ehemalige Schulvereins Engel in der Kunſt wurde geſtern
Allleensjahre das Wahlrecht. Der Provinzialausſchuß Direktorwohnhaus des Stadtkrankenhauſes. 10. Erbauung wilderholt und ſand dieſelbe beifällige Aufnahme wie
ee dahin der Beruſung gegen das Urteil des Kreis= eines Kanals in der Mittelſchneiſe. 11. Fußſteigherſtel= am erſten Abend. Heute abend findet der Deutſche
Alluſſes Offenbach wird inſoweit ſtattgegeben, lung in der Kaupſtraße, zwiſchen Arheilger Straße und Abend mit Ball, muſikaliſchen und deklamatoriſchen
iie Aufnahme des Jakoby in die Wählerliſte nicht er= Pankratiusſtraße. 12. Anlage einer unterirdiſchen Be= Aufführungen, Baſarbetrieb uſw. ſtatt.
lſ. Dieſer hätte in die Wählerliſte aufgenommen wer= dürfnisanſtalt auf dem Marktplatz.
* Der Verband evangeliſch=kirchlicher Frauenvereine
Mhniſſen. Die Koſten des Verfahrens einſchließlich der
Vom Großh. Hoftheater. Das Hoftheater veran= im Großherzogtum Heſſen hält am Donnerstag, den 13.
Aümvaltlichen Vertretung wurden der Staatskaſſe auf= ſtaltet am Freitag einen literariſchen Einakter= November, ſeine erſte Frauenkonferenz in dieſem Winterhalb=
ſt
. Gegen dieſes Urteil verfolgte der Vorſitzende des Abend, an welchem Frank Wedekinds Komödie Der jahr, nachmittags 2½ Uhr, im Fürſtenſaale ab. An dieſe
atsſchuſſes Offenbach Reviſion beim Verwal=Kammerſänger‟ Arthur Schnitzlers amüſantes ſchließt ſich um 3½ Uhr im Kaiſerſaale ein jedermann
Ais gerichtshof. In der Verhandlung wurde
Genrebild Literatur und Felix Saltens Luſtſpiel zugänglicher Lichtbildervortrag des Herrn Dr. Sell von
auch bemängelt, daß Jakoby nicht ſelbſt die Steuern
hondern der Vater. Doch hatte der Vater auch wäh= Auferſtehung zur Erſtaufführung gelangen. Das der Eleonorenheilſtätte über Frauenkleidung an. Der
Programm dieſes literariſchen Abends, deſſen heiterer Redner, der im vergangenen Winter in ſo ausführlicher
Müder Dienſtzeit den gleichen Steuerbetrag gezahlt. Der Einſchlag ihn ſehr anziehend geſtaltet, dürfte ſtarkem In= Weiſe die Ernährungsfrage behandelt hat, wird auch in
ſin altungsgerichtshof erklärte die Re=
lſlondes
Kreisrats für unbegründet. tereſſe begegnen. Am Dkenstag gelangt als Feſtvor= dieſem Vortrag ſeinen Zuhörern gewiß ſehr beherzigens=
ſtoſten
des Verfahrens einſchließlich der anwaltlichen ſtellung Die Fledermaus im A=Abonnement zur werte, die Geſundheit fördernde Winke geben; kann doch
Eitung des Sattler fallen der Staatskaſſe zur Laſt. Aufführung. Es iſt dies die 50 Wiederholung der Ope= niemand beſſer als der Arzt die Urſachen erkennen, aus
Aſtidemnach als Recht erkannt, daß die Militärdienſt= rette und aus dieſem Grunde findet die Vorſtellung bei denen Krankheit und Siechtum häufig hervorgehen. Ge=
Keine Unterbrechung des Aufenthaltes im Sinne des feſtlich erleuchtetem Hauſe ſtatt. Von den in der Erſtauf= rade auf dieſem Gebiete, wo ſo viele Vorurteile herrſchen,
führung im Jahre 1891 Mitwirkenden ſind in der Ju= iſt der Gewinn eigener richtiger Anſichten ausſchlaggebend.
ſgraphen 38 der Landgenreindeordnung iſt.
Entſcheidungen des Großh. Verwaltungsgerichts= biläumsaufführung tätig die Herren Kammerſänger Weber Beſonders zu begrüßen iſt es, daß die Ausführungen des
Das ſoeben im Staatsverlag erſchienene erſtel und Klotz. Zu dieſer Vorſtellung gelten die kleinen Preiſe. Redners durch eindrucksvolle Lichtbilder unterſtützt wer=
Alt der geſammelten Entſcheidungen des Großh. Ver= Am Mittwoch gelangt die erfolgreiche Schwankneuheit den, bleiben doch dieſe in der Seele haften und wirken
ngsgerichtshofs, herausgegeben von Mitgliedern! Die ſpaniſche Fliege zur Wiederholung im C= noch nach, wenn im Ohr alles längſt verklungen und von
Werichtshofs, enthält zunächſt einige Urteile in Vor= Abonnement. Das B=Abonnement iſt in dieſer Woche auf anderem übertönt iſt.
* Rund um die Welt. Um zahlreichen dringenden
ſheidungsſachen, in denen u. a. auch zu der grund= Donnerstag verlegt und zwar gelangt für dieſen Buch=
lügen
Frage Stellung genommen wird, was Gegen=ſtaben neu einſtudiert und neu inſzeniert als zweiter Wünſchen zu entſprechen, wird Herr Hofrat Edward
ſder Vorentſcheidung iſt, ob die obſetive Geſetz=Abend des Verdi=Zylus Der Maskenball unter dieſen Vortrag der letzthin im großen Feſtſaal der
klikeit der in Frage ſtehenden Amtshandlung, oder muſikaliſcher Leitung von Mäſtro Arturo Vigna zur Auf= Turngemeinde ein ausverkauftes Haus erzielte am
liore Amtspflichwidrigkeit. Ein weiteres Erkennt=führung. Sämtliche Hauptpartien der Oper ſind neu Mittwoch, den 3. Dezember, abends 8 Uhr,
im Saal Zur Traube noch einmal wiederholen.
blehandelt die Zuſtändigkeit der Verwaltungsgerichte beſetzt.
Stadtverordneter Th. Kalbfuß *. Nach längerem Der volle Reinertrag der Veranſtaltung iſt zum Beſten
der ordentlichen Gerichte im Verfahren wegen Ab=
6
An von Reallaſten, den Begriff und die rechtliche Be=Krankenlager iſt geſtern Herr Kaufmann Th. Kalbfußl der Barmherzigen Schweſtern und des Eliſabethen=
Ultlung der ſogenannten Waldmarkplätze und des im 67. Lebensjahre an den Folgen einer Operation ver=Stiſtes: (Diakoniſſen=Haus) beſtimmt. Herr Edward
Alerſtichen Zinsgutes (Erbzinsland) und die Ablös=ſtorben. Der Dahingegangene, eine bekannte markante wird dieſem Vortrag einige intereſſante neue Be=
Ilels des Erbzinſes. Weiter ſind neben einer Reihe! Perſönlichkeit, war geborener Pfälzer. Er kam in den ſchreibungen hinzufügen und die Zahl der Lichtbilder
Entſcheidungen aus dem Steuerrecht (Doppelbeſteue= 70er Jahren nach Darmſtadt und gründete hier 1872 des ca. 200 durch mehrere Neuaufnahmen ergänzen. Der
ſtz, Mietwert eigener Wohnung, Veranlagung von Ak=Geſchäft am Marktplatz, das, zunächſt in kleinem Umfange Verkauf der Einlaßkarten findet in der Muſikalien=
Alns elſchaften uſw.) mehrere grundlegende Entſchei= betrieben, im Laufe der Jahre zu ſeiner jetzigen Größe handlung von E. Schutter, Eliſabethenſtraße, ſtatt, und
Ahen über die ſehr umſtrittene Frage der Heranziehung emporwuchs Herr Kalbſuß war vielfach und vielſeitig werden dort Vorbeſtellungen ſchon jetzt entgegen=
Alstraßenanlieger zu Straßen= und Kanalkoſten wie= im öffentlichen Leben Darmſtadts tätig, an deſſen Ent=genommen.
Vortragsabend Ilſe Berka. Frl. Ilſe Berka,
Allereben. Endlich enthält das erſte Heſt noch mehrere wickelung er ſtets lebhaft und katträftig Anteil nahm. Seit
Allcheidungen aus dem Gebiet des Gewerberechts, u. a. 1896 gehörte er der Stadtverordneten=Verſammlung an das frühere Mitglied unſeres Hoftheaters, wird, wie
All die Frage der Verleihung der Wirtſchaftskonzeſſion und war in ihr eines der fleißigſten, regſamſten Mit= gemeldet, am 14. d. Mts. einen Vortragsabend im
Ausiſtiſche Perſonen und Vereine. Das zweite und glieder, deſſen Rat ſtets gern gehört wurde und ſtets von großen Saale des Hotels Zur Traube veranſtalten.
Aße Heſt erſcheinen demnächſt. Alle Poſtanſtalten und ausſchlaggebender Bedeutung war, bis ihn vor etwa Frl. Verka, deren Germania bei dem Jahrhundert=
Bettagtsverlag nehmen Jahresabonnements zum Preis Jahresfriſt tückiſche Krankheit zwang, den Sitzungen fern feſtſpiel noch friſch in Erinnerung ſein dürfte, hat ein
00 Mark, ausſchließlich Poſtgebühr und Beſtellgeld, zu bleiben. Schon vor ſeiner Wahl war er viele Jahre reichhaltiges Programm zuſammengeſtellt, das neben
feizen.
lang, im ganzen etwa vier Jahrzezute, in der ſtädtiſchen Dichtungen von Fontane, Lilieneron und Schönaich=
. Strafkammer I. Der verantwortliche Redakteur Armenpflege tätig. Politiſch gehörte er der Freiſinnigen Carolath auch Gedichte von Rudolf Presber und anderer
hAblegers des hieſigen ſozialdemokratiſchen Organs Volkspartei an Herr Kalbſuß war auch Mitbegründer derlehender Humoriſten aufweiſt. Wir machen auf dieſen
vom Schöffengericht wegen Beleidigung des früher in Kaufmänniſchen Schule, die in ihm einen ihrer eifrig= Vortragsabend beſonders aufmerkſam.
ſſtoll bracht wurden, und ſind einem großen Erfolge ſehr den Jungen! Aber wie hoch iſt der Preis, den wir zu zah= gewinnen. Herr Stumpf verfügt nicht nur über eine gut
ſte gekommen. Adien, lieber Freund. Wir ſind in einem len haben. Immer wieder kehren ſeine Gedanken zu ſei= durchgebildete, griffsſichere Technik, ſondern er trägt auch,
Wweifelten Zuſtand: Füße erfroren uſw. Keine Hei= nem kleinen Jungen daheim: Verſuche, den Jungen, wenn frei von jeder Manier, mit verſtändiger Empfindung vor.
und weit von jeder Nahrung; aber Deinem Herzen es geht, für Naturgeſchichte zu intereſſieren; das iſt beſſer Der Beifall, den Herr Stumpf für ſeine tüchtige, zu guten
üde es wohl tun, wenn Du in unter Zelt kommen könn=als ſpielen; in einigen Schulen fördert man das jetzt. Ich Hoffnungen berechtigende Leiſtung fand war ſtürmiſch
Aum unſere Geſänge zu hören und unſere heiteren Ee= weiß, daß Du ihn in freier Luft aufziehen wirſt. Vor und veranlaßte den jungen Geiger, wiederholt dafür zu
Lchec. . .. Später. Wir ſind dem Ende ſehr nahe, aber allem muß er ſich und Du ihn vor Indolenz hüten. Mache danken.
haben unſeren guten Mut nicht verloren und wollen! ihn zu einem tatkräftigen Mann. Ich mußte mich dazu
Die Eröffnungder Herbſſtausſtellung
bewahren. Vier Tage lang haben wir Sturm in zwingen, tatkräſtig zu ſein. Du weißt es ich hatte im= Frankfurter Künſtler fand am Samstag in den
ühenem Zelt und nirgends Nahrung oder Heizung. Wir mer eine Neigung zur Läſſigkeit. Und dann fügt der Sälen des Kunſtvereins, Junghofſtraße 8, vormittags halb
ſtelgen mit uns ein Ende machen, als die Dinge ſo lagen, Sterbende hinzu: Ich lege Dir hier einen Zipfel des12 Uhr, mit einer Begrüßungsanſprache von Prof. Erich
ſſtrovir haben beſchloſſen, auf unſerem Wege eines natür= Union Jack bei, den ich am Pol hißte, dazu die ſchwarze Körner vor geladenen Ehrengäſten, den beteiligten Künſt=
en
Todes zu ſterben. Als ein ſterbender Mann, lieber Flagge Amundſens und andere Kleinigkeiten.
lern und den Mitgliedern des Kunſtvereins ſtatt. Die
ſund; ſei gut zu meiner Frau und meinem Kinde. Gib
Acht Monate ſpäter fand man die irdiſchen Hüllen Ausſtellung wird einen Ueberblick geben über das neueſte
dr JJungen Gelegenheit, etwas im Leben zu leiſten, falls Scotts und ſeiner Gefährten, und unter ſeinen Schultern, Schaffen der der Frankfurter Künſtlergeſellſchaft nahe=
äötaat
das nicht tut. Es muß ſicher ein guter Kern in auf ſeinem letzten Lager, ſeine Notizbücher und dieſeſtehenden heimiſchen Kunſtgruppen. Es waren auch für
iſtecken. . . . In meinem Leben begegnete ich nie einem Brieſe. Die Fakſimilis ſeiner letzten Eintragungen in das dieſe Ausſtellung zahlreiche Anmeldungen erfolgt, durch
nbchen, den ich mehr liebte und bewunderte als Dich; Notizbuch zeigen noch eine feſte, klare Schrift; nur die letzte ſtrenge Sichtung der Jury jedoch wird die Ausſtellung
riſich konnte Dir nie zeigen, wie viel mir Deine Freund= Zeile verrät, daß die Erſchöpfung Herr über die Willens=numeriſch nicht ganz ſo umfaſſend ſein wie die letztjäh=
ſſiſt
bedeutete, denn Du hatteſt ſo viel zu geben und ich kraft zu werden beginnt. Sorgt um des Himmels Willen rige. Ein mit 19 Illuſtrationen geſchmückter Katalog wird
Mhit:.
für unſere Angehörigen waren die letzten Worte, die er als Führer durch die Veranſtaltung dienen, die vom 9.
bis 30. November täglich zu beſichtigen ſein wird.
IIn dem letzten Briefe an ſeine alte Mutter noch zu ſchreiben vermochte.
G. Eine neue Operette von Paul Lincke.
keiebt Scott: Der Allmächtige ruft mich zu ſich und ich
Aus Chemnitz wird geſchrieben: Paul Lincke, der er=
ſile
, wie das einen neuen furchtbaren Schlag zu all jenen
folgreiche Komponiſt von Grigri hat eine Operette
ſwaren Heimſuchungen fügt, die hinter Dir liegen und
Caſanova ſchreiben wollen, aber es iſt mehr eine
Feuilleton.
n Leben begleiteten. Mich tröſtet nur der Gedanke, daß
Oper daraus geworden, eine Spieloper, die einen vollen,
in Frieden mit der Welt und mit mir und ohne Furcht
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
durchſchlagenden Erfolg erzielte. Caſanova, der Held un=
ſtr
. 4
und dieſer Gedanke, das Gefühl, daß das trau=
Darmſtädter Künſtler auswärts. Herr ſeliger Liebesabenteuer, ſitzt als Gefangener im Fort St.
ke Ende im tieferen Sinne doch nicht nutzlos bleiben
Un iſt die Ueberzeugung, an der Scott ſich immer wieder Bruno Stumpf aus Darmſtadt, der vergange= Andree bei Benedig. Aber auch dort fängt er eine kleine
triochtet und die ihm auch die Kraft verleiht, in ſeinen nen Sommer in der Kurkapelle zu Bad Neuenahr als Liebelei mit der Tochter des Aufſehers an und ſchwärmt
ltem Briefen an ſeine Frau nicht mit dem Schickſale zweiter Konzertmeiſter tätig war wo er durch ſein ſoli= nebenbei von ſeiner letzten Liebe, einer wunderſchönen
ßheadern. Letzten Endes haben wir alle unſer Leben für ſtiſches Spiel große Erfolge erzielte, iſt für dieſen Winter Unbekannten, mit der er nur ſchriftlich ſeine heißen Ge=
ge
= Vaterland hingegeben. Ich erleide keine Schmerzen, als erſter Konzertmeiſter in dem Philharmoniſchen Orcheſter fühlsausbrüche ausgetauſcht hat und deren Namen er nicht
idern verlaſſe die Welt in den Sielen und in voller Ge= in Greiz angeſtellt. Die Greizer Zeitung ſchreibt über kennt. Dieſe große Unbekannte entpuppte ſich aber als die
dtheit und Kraft. Wir haben beſchloſſen, uns nicht zu ſein erſtes Auftreten: . . . Was dem geſtrigen Konzert noch Frau des Gouverneurs. Caſanova entflieht mit Hilfe
ſten., ſondern es bis zum letzten Ende durchzukämpfen, bis beſonderes Intereſſe gab, war das erſte Auftreten des ſeines treuen Dieners, nachdem er den Aufſeher betrunken
mlletzten Verſuch, jenes Depot zu erreichen; aber jetzt iſt neuen Konzertmeiſters, Herrn Stumpf. Herr Stumpf gemacht hat, und beſucht im zweiten Akt, als Spanier mas=
ſar
Kampf ſchmerzlos zu Ende. Welche Menge von ſpielte das Konzert in d von Wieniawski, das in jederkiert, das Verlobungsfeſt ſeines Freundes Cordini, der
uggen und Geſchichten hätte ich Dir von dieſer Reiſe er=Weiſe geeignet iſt, das Können eines Geigers zu zeigen. die Tochter eines venezianiſchen Edelmanns Cornero
aleen können. Wieviel beſſer es war, als daheim in Es iſt recht erfreulich, daß es der Orcheſterleitung gelun= heiraten will. Caſanova wird in ſeiner Maske erkannt
ofeer Bequemlichkeit zu leben. Wieviel Geſchichten für gen iſt, wieder eine ſo tüchtige, hoffnungsvolle Kraft zu und flüchtet eben noch rechtzeitig. um kurz vor dem Gou=

[ ][  ][ ]

Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 9. November 1913.
Nummer 2
2 Das Komite für Verabreichung eines warmen in Zauder des Monats Germinal ergreſend verſinbild. vinſialausſchuß beſchloß Beweis darüber zueihchelſcht
Frühſtücks an arme und kränkliche oder ſchwächliche Schul= licht iſt. Henry Krauß, den man aus dem Film Menſchen Vernehmung des Vereinsvorſtandes, ob der Ausſchhil
kinder veranſtaltet zurzeit, wie ſchon mitgeteilt wurde, zu= unter Menſchen in guter Erinnerung hat, ſpielt hier den für die Sporttreibenden oder für das Publikum
gunſten ſeines Unternehmens eine Hauskollekte durch Stephan Lantier mit packender Realiſtik und einer ſoll ſowie ob der Ausſchank alkoholhaltigeet
Sammler, welche mit einer von dem Komitee ausgeſtell= nuancenreichen Mimik, wie ſie ſelten in einem Dramen= insbeſonders von Branntwein, im ſportlichen Interſſ.
ten, behördlich beglaubigten Liſte verſehen ſind. Das Ko= film geſehen wurde. Auch die anderen großen Rollen gezeigt erachtet wird, und aus welchem Grunde,
mitee rechnet auch diesmal wieder auf das Wohlwollen zeigen uns bekannte Pariſer Schauſpieler als vollendete
Der Metzger Friedrich Hönig aus Hummetrri
aller Menſchen= und beſonders Kinderfreunde und hofft, Darſteller.
im Hauſe Großer Biergrund 15, zu Offenbaod,
daß das wohltätige und gemeinnützige Unternehmen durch
* Konzerte. Man ſchreibt uns: Rummelbräu=Schankwirtſchaft pachten. Der Verfaſſungg=
reichliche
Gaben aus allen Kreiſen unterſtützt wird. Zu=konzerte. Die Winterſaiſon=Konzerte erfreuen ſich Vermögensausſchuß hatte die Bedürfnisfrage:
wendungen für den fraglichen Zweck werden auch jeder= wieder großer Beliebtheit. Am heutigen Sonntag Ausſchank von Branntwein bejaht. Die Räume,i
zeit im Stadthaus, Rheinſtraße, Zimmer Nr. 24, dankbar konzertiert die Kapelle des Großh. Artillerie=Korps unter die Schankwirtſchaft betrieben werden ſoll, enthſ
entgegengenommen. Eine Dame der Geſellſchaft, die ein Mickleys Leitung. Das Programm iſt ſehr reichhaltig, nicht ganz den polizeilichen Anforderungen. Dass
warmes Herz für unſere Jugend hat, ſchreibt uns hierzu unter anderem: Fantaſien aus Der Poſtillon, von Adam. amt Offenbach beantragt, das Geſuch abzulehnert
noch folgendes: Ich ſtehe in den Erdgeſchoßräumen der Angereihte Stücke aus Mignon von Thomas. Spa=Provinzialausſchuß verſagt die nachgeſuchte Komct
Beſſunger Mädchenſchule, vor mir auf den langen Tiſchen niſche Tänze von Moskowski. Eine Revue über die neue=
dampfen
große Taſſen heißer Milch. Jetzt tönt die Schul= ſten modernen Tänze, wie One ſtep, Two ſtep. Ragtime,
Generalverſammlung des Kunſtverein
glocke hell durchs Haus, ich glaube den Seufzer der Er= Valſe Boſton, Tango ꝛc. Zur Feier der diesjährigen
leichterung zu fühlen bei hunderten von jungen Menſchen= Martinskirchweih findet heute Sonntag im Brauerei=
St. In der Kunſthalle am Rheintor fand geſtern
kindern, die bald darauf alle Gänge und Treppen füllen. ausſchank Hanauer Hof von nachmittags 4 Uhr an mittag die Hauptverſammlung des Kunſtvereins ſt
Bald eilt ein Teil in geordneten Reihen in den ſchmalen Konzert ſtatt, das von einer Abteilung der Kapelle des Großherzogtum Heſſen erſtmalig unter dem Vorkſt
Raum, darin die Tiſche ſtehen. Nur ein kleiner Prozent=
ſatz
der Vielen iſt es die die Klaſſen für einige Minuten 25er Art.=Regts, ausgeführt wird. SSiehe Anzeige.)
Herrn Finanzrats Dr. Emmerling ſtatt. Des
ſitzende dankte nach der üblichen Begrüßung nochmuil
freigegeben haben aus ernſter Arbeit. Ich faſſe dieſe Kin=
das
ihm durch ſeine Wahl entgegengebrachte Veen
Provinzialausſchuß.
der ſchärfer ins Auge; es ſind meiſt zarte, bleiche Geſtal=
ten
, einige mit einem rührend hilfloſen Ausdruck in den
g. Peter Buſold I., der in ſeinem Hauſe, Lorſcher= und ſprach herzlichen Dank aus ſeinem langjährigz
Zügen. Mein Begleiter erklärt mir, daß es die vom ſtraße 16, in Viernheim ein Friſeurgeſchäft und einen dienſtvollen Vorgänger im Amt, Herrn Dr. Willbe
Schularzt ausgeſuchten ſchwächſten Kinder unter den Be=lebhaften Flaſchenbierhandel betreibt, hat bereits zweimal Er betonte weiter, daß die Generalverſammlungi
dürftigen ſind, ſolche, die durch Unterernährung bereits ohne Erfolg um Erteilung der Erlaubnis zum Be= Linie einberufen ſei, um eine Anzahl Statutenänded
Schaden genommen haben; erfügt hinzu, daß die Auswahl triebe einer Schankwirtſchaft nachgeſucht. Für gutzuheißen. Die Vereinsſtatuten ſeien einer grüttſſie
immer ſchärfer getroffen werden muß, die Milch nur das im vergangenen Jahre erneut eingereichte Geſuch be= Reviſion unterzogen worden. Die wichtigſten. Aemt
während der Wintermonate, und auch da immer kürzer jahte der Gemeinderat die Bedürfnisfrage. In Viernheim gen betreffen vornehmlich die Kompetenzen des
verabreicht werden kann, denn ſchwer ſind die Mittel dazu beſtehen 51 Gaſt= und 11 Schankwirtſchaften. Der Kreis=tungsrates, der, da er doch vorzugsweiſe aus mehn
aufzubringen. Nachdenklich beobachte ich die Kinder, wie ausſchuß Heppenheim hatte das Geſuch am 21. Juni abge= ſentativen Perſönlichkeiten zuſammengeſetzt iſt, gars
ſie mit heißem Blick dis Taſſe umſpannen, wie ſie gierig wieſen, gegen welche Entſcheidung der Geſuchſteller Veruf= der Lage iſt. eine Anzahl ſeiner in den gegenwärtige
in den Wecken beißen. Könnte ich doch hunderte von glück= ung beim Provinzialausſchuß erhob, die geſtern zur Ver=tuten vorgeſehenen Kompetenzen auszuüben. Dieſſi
lichen Müttern hierherführen, um ſie dieſen Kindern nur
vielmehr dem Ausſchuß zu übertragen, der fül
einmal zuſchauen zu laſſen wie ſchnell wären die Mit= handlung kam. Der Provinzialausſchuß wies das Ge=
eigentliche
Geſchäftsführung gewählt wird. Ferne
tel geſpendet, wie ſelbſtverſtändlich erſchien es, hier freudig ſuch ebenfalls ab.
delt es ſich um eine Aenderung der Beſtimmungenl
In der Klage der Witwe des Kirchendieners Karl
zu geben!
Zu dem Neubau der Stadtkaſſeuhalle iſt noch Moritz Keller von Offenbach gegen die Fürſorgekaſſe die Verwendung der Ueberſchüſſe des
eins, beſonders der Beſtimmung, nach der ein Fünſi
nachzutragen, daß die Eingangstüren von der Firma für Beamte und Bedienſtete der Landgemeinden ꝛc. wegen Ueberſchüſſe zur Ausſchmückung von Gebäuden uſtil
Gebr. Miſchler, Dampfſchreinereihier, ausgeführt wurden, Verweigerung von Witwengeld wurde geſtern Entſchei=
und daß der dortſelbſt aufgeſtellte Laufbrunnen von der dung gefällt. Keller wac im Auguſt vorigen Jahres außer= wendet werden muß. Dieſe Art der Verwendung=
Zukunft nicht ausgeſchloſſen ſein, aber ſie ſoll de=
Steinfabrik C. Wittmann hier zur größten Zufrieden= halb ſeines Dienſtes einem Schlaganfall erlegen, nachdem
er bereits mehrfach Schlaganfälle erlitten hatte. Die Für= meſſen des Ausſchuſſes überlaſſen ſein und der no=
heit
des Stadtbauamtes ausgeführt wurde.
fügbare Teil des Ueberſchuſſes in erſter Linie noa
* Adreßbuch. Die Druckbogen Nr. 27, 28 und 26 ſorgekaſſe lehnte die Gewährung von Witwengeld ab, da
der Tod nicht in Ausübung des Dienſtes erfolgte und an Ankauf von Kunſtwerken zur Verloſung Verwendum
des Adreßbuches für 1914, enthaltend Hausregiſter
Die im Anſchluß an dieſe Mitteilungen honi
Karlſtraße 117 bis Martinſtraße 25 liegen im Haupt= der geſetzlichen Friſt von 10 Jahren noch 7 Monate und den.
meldebureau Hügelſtraße 31/33, Zimmer Nr. 13, während 3 Tage fehlten. Die Miniſterialabteilung für Geſund= Rechner des Vereins, Herrn Hedderich, verleſenen
der Bureauſtunden (8 bis 12 Uhr vormittags und 2 bis heitspflege erſtattete am 1 Februar 1913 ein Ober=Gut= tutenänderungen fanden einſtimmig Annahme. Bonilt
6 Uhr nachmittags) bis zum 12. November vormittags achten dahin, daß der Tod nicht durch beſondere An= tigkeit iſt auch die Kompetenz des Ausſchuſſes, Mitgsa
forderungen des Dienſtes verurſacht ſei. Pfarrer Dittmar die ſich den Vereinsbeſtrebungen feindlich gegenübel=
zur
Einſichtnahme offen.
auszuſchließen, und die Ausdehnung der
H. Der Mörder Brechners? Aus Mannheim wird hatte auf Beweisbeſchluß erklärt, daß der Dienſt des Keller periode für Verwaltungsrat und Ausſchuß von
am Vormittag des Todestages beſonders anſtrengend ge=5 Jahre.
uns unterm 8. November gemeldet: Der verhaftete Medel
wird aller Wahrſcheinlichkeit nach heute nach Darm; weſen ſei. Aus dieſem Grunde beſchloß der Provinzial=
Die Neuwahlen ergaben durchweg Wieen
ſtadt transportiert werden, von wo aus die weitere ausſchuß am 20. September, die Miniſterialabteilung der ſtatutengemäß ausſcheidenden Herren, die num
darüber um Aeußerung zu erſuchen, ob und inwieweit durch
Unterſuchung erfolgen wird. Neue Verdachtsgründe haben
wie alle übrigen Herren des Verwaltungsrates und
ſich nicht mehr ergeben. Zurzeit werden in der Heimat dieſe Ausſage an dem Obergutachten etwas geändert ſchuſſes, als auf 5 Jahre gewählt gelten. Für Malnghal
werde. Dieſe Aeußerung iſt dahin erfolgt, daß die Aus=
Medels Erhebungen über ſein Vorleben gemacht.
für den nach Leipzig verſetzten Reichsgerichtsrat
ſage dis Pfarrers Dittmar an dem Obergutachten nichts
* Bilder vom Tage. In der Auslage unſerer Ex=
Herr Landgerichtspräſident Dr. Hangen indn
pedition (Rheinſtr. 23) ſind folgende Bilder neu ausge: ändern könne Der Dienſt war nicht der Grund der vor= waltungsrat gewählt. In den Ausſchuß wir
ſtellt: Der öſterreichiſch=ungariſche Thronfolger als Jagd= zeitigen Arterioſkleroſe Schlaganfälle ſind in der zwei= ausgeſchiedenen Herrn Profeſſor Riegel Hel
gaſt des deutſchen Kaiſers in der Göhrde. König Lud= ten Hälfte der 50er Jahre nichts ungewöhnliches und Freund vom Landesmuſeum gewählt, der ſichſchm
wig III. von Bayern und ſeine Gemahlin Königin Maria Keller hätte aus ſeinem Dienſt austreten ſollen, da er Geſchäftsführer ſehr bewährt hat.
Thereſe. Vom Einzug des Herzogspaares Ernſt Auguſt deſſen Anforderungen durch ſein Alter nicht mehr gewach=
Herr Hedderich verlieſt die Rechenſchäftsu
ſen war. Aber auch dann wäre es nicht ausgeſchloſſen richte und den Voranſchlag. Die Einnahm
in Braunſchweig; Empfang an der Landesgrenze auf geweſen, daß er nochmals Schlaganfälle erlitten hätte. tragen 20690 Mark, darunter für verkaufte u
Bahnhof Völpre. Reliefkarte vom Panamakanal.
Es ſei zwar zu bedauern daß der Witwe die Rente ver= ſtände 6530 Mark. Die Ausgaben belauſen ſich
ſagt werden müſſe, obgleich nur noch 7 Monate und 3 Tage Mark, darunter Ausſtellungskoſten 4258 Mark,ü
* Kinotheater. Im Reſidenztheater findet ab an der zehnjährigen Friſt fehlen, aber die Miniſterial= kaufte Kunſtgegenſtände 1253 Mark (Verein) I
heute die Vorführung des großen Meiſterfilms Ger= abteilung könne ihr Obergutachten nicht ändern. Der Mark (Privat). Das Vermögen beträgt 3809 Ma
minal ſtatt. Hart und klar zeichnet ſich der Hintergrund Provinzialausſchuß wies die Klage ab unter Verurteilung Reſtſchuld für den Umbau der Kunſthalle beträg
des Romans ab; neben den Bildern aus den Elendsher= der Klüigerin in die Koſten des Verfahrens.
ſprünglich 30 000 Mark noch 25 135 Mark. Der
bergen von Montſou ziehen Aufnahmen aus der Tiefe
Der 19jährige Ignatz Riehl von Viernheim ſicherungswert der Kunſthalle beträgt 60 000 Man
der Erde vorüber, und die Dramen des Alltags wie ſie ſucht um Erteilung eines Wandergewerbe=Voranſchlag balanciert mit 18600 M. in Eingill
ſich in den dunklen Schächten begeben, wie ſie Zolas Schil= ſcheins für 1913 nach. Er hat durch einen Unfall das und Ausgabe. Rechnung und Voranſchlag werden
derungen jedem Fühlenden unverlierbar eingeprägt haben, linke Bein verloren und das rechte Bein iſt im Gebrauch migt. dem Rechner Entlaſtung erteilt.
erſcheinen hier in meiſterlicher Plaſtik. Wie von Meu= ſehr behindert, ſo daß er als Fabrikarbeiter nicht nehr
Den Geſchäftsbericht über das Veie
niers Hand hingeſtellt muten manche dieſer Bilder an. arbeiten kann. Das Kreisamt Heppenheim hatte den An=jahr 1912 erſtattete Herr O. Buß. Das Weri
Ueber der Erde ſpannen ſich Drähte, unabläſſig rollen die trag nach § 57a, Zifſer 1, der Gewerbeordnung abgelehnt, 1912 bot im Vergleich zu den vorhergehenden hl
Grubenhunde dahin, und unter der Erde verrichten Tau= da er noch nicht 25 Jahre alt iſt und auch nicht Ernährer neues. Die Geſchäfte wurden ordnungsgemaß
ſende ihr ſchweres Tagewerk. Und die Szene, die un= einer Familie iſt. Der Provinzialausſchuß wies die die Ausſtellungen verliefen auch nach der pehmian
ſerem Gedächtnis für immter eingegraben iſt, der von allem Klage ab.
Seite hin normal Im Mai 1912 trat der duichl
Daſeinsjammer erfüllte Augenblick in dem Lantier und
Georg Meyer aus Offenbach ſucht um Erlaubnis Geſchäftsführer des Vereins. Herr Rechnungsram
Katharina, abgeſchloſſen von der Welt und ihrem Leben, zum Betriebe einer Schankwirtſchaft nach. von ſeinem Poſten zurück; für ſeine Tätigkeit
dem Irrſinn nahe, ihres Endes harren, iſt in dieſem Film Es handelt ſich um die Halle des Fußbalklubs Viktoria auch hier Dank und Anerkenung gezollt. An ſeille
von ſo unmittelbarer Wirkung, daß man, wie einſt beim am Vierbrauerweg, in der an Sonn= und Feſttagen wäh= trat der Aſſiſtent am Landesmuſeum Herr
Leſen des Romans, das Naß im Auge ſpürt . . . Der Ge= rend der ſportlichen Veranſtaltungen Bier, Wein, Apfel= Freund (der im laufenden Geſchäftsjahr dur
ſamteindruck iſt bezwingend; was die Tendenz der Dich= wein und Branntwein ausgeſchänkt werden ſoll. Bisher Buß erſetzt wurde). Das wichtigſte Ereignis im l
kung ausmacht: durch den Jammer derer die in der Tieſe war die bedingungsweiſe Konzeſion mit Ausnahme für genen Vereinsjahr war die Neubildung eines Mhltl
ſchuften, den Jammer eines Zeitalters fühlbar zu machen Branntwein erteilt. Der Verfaſſungs= und Vermögens=Kunſtverein für Oberheſſen inſofenna
das ſiſt hier reſtlos gelungen, wie auch Stephan Lan= Ausſchuß bejahte die Bedürfnisfrage und verneinte die eine plötzliche Verringerung der Mitgliederzahl um
tiers Weg ins Freie, feine hoffnungsfrohe Wanderſchaft Frage bezüglich des Branntwein=Ausſchankes. Der Pro= weniger als 200 verbunden war. Der an ſich Smſll
verneur wieder im Gefängnis anzukommen und dieſen zu Luftfahrt über Wälder und Berge heruntergefallen iſt, zu Vorſitzende und Aelteſte der Deutſchen Turnerſchaft,
überzeugen, daß nicht er ſondern irgend ein Unbekannter Knäulen zuſammengeballt. Ein Ziegelſchornſtein von einerFerdinand Goetz, in der Deutſchen Turnerzeitung=
es
war, der auf dem Maskenballe als angeblicher Eaſa=halben Toene Gewicht iſt in einem Stück ein paar 100 ſagt, daß, wenn die Abſicht des Gründens dieſes Ml
nova erſchienen iſt. Aber die Wahrheit kommt doch noch Meter weit verſetzt worden, und ähnlich iſt es großen Bäu= im Bunde auch eine ganz gute ſein möge ſie doch über=
an
den Tag, und eine Kataſtrophe wird nur dadurch ver=men ergangen; ein Eſchenbaum von beinahe 20 Metern Ziel hinausgehe. Sie werde zum gefährlichen Störenfedl
hindert, daß der Gonverneur ſchweigt, um ſeinen Freund Höhe, der ſüdlich von Eilfynydd wurzelte, iſt trotz ſeines weil nicht beſonnene, klare Arbeit und erreichbare Ziell
Cordini nicht bloßzuſtellen, und dieſer dieſelbe Rückſicht Gewichtes von zwei Tonnen über die Berge hinweg nach belebten, ſondern der Fanatismus. Goetz richter
auf den Gouverneur nimmt. Die Muſik Linckes ſteht be=Aberehnon geriſſen worden, hat alſo eine Reiſe von vier die Turner die Mahnung: Arbeitet treu und mit aus
deutend über der zu Grigri und erhebt ſich ſtellenweiſe Kilometern durch die Luft gemacht. Aehnlich iſt es einem Beiſpiel für Mäßigkeit, bekämpft in ſachlicher Weiſe
zur reinen Oper; ſie hat wohl am meiſten zu dem glän=Eichenbaum von vier Tonnen Gewicht ergangen: er iſt Sitten, aber bleibt uns vom Halſe mit der Förderungs=
zenden
Erfolge des Abends beigetragen.
etwa 500 Meter weit mitgeriſſen worden. Alle Häuſer, die liger Enthaltſamkeit! Ein mäßiger Genuß von geiſtä)
* Madame Curie überſiedelt nach War= im Gebiete des Wirbelſturmes ſtanden, haben ſchwer ge= Getränken, der nicht zur täglichen Gewohnheit wird=
ſchau
. Madame Curie, die berühmte Radiumforſcherin, litten, die Dächer ſind überall abgeriſſen, Fenſter und und bleibt unſchädlich und wird ſo lange der Herm=
wird
in den nächſten Wochen von Paris nach ihrer Vater=Türen ſind herausgebrochen; ſelbſt ſchwere Steinmauern Wein und Malz und Hopfen wachſen läßt und deme
ſtadt Warſchau überſiedeln. Sie hat von der Warſchauer von vielen Tonnen Gewicht ſind im ganzen ausgeriſſen ſchen Durſt gegeben hat, in frohen Stunden die Menich
Univerſität den Ruf erhalten, einen Lehrſtuhl zu bekleiden, und fortgeweht worden. Kleinere Gebäude ſind im gan= und auch die Turner zu Luſt und Frohſinn anregenus
und wird dieſem Verlangen Folge leiſten. Bekanntlich zen weggeweht, über die Berge entführt und irgendwo, auf maß iſt in allem, beſonders im Trinken, Eſſen,e
verkaufte ſie den im Beſitz ihres Laboratoriums befind= freiem Felde, in den Wipfeln der Waldbäume oder auch Arbeiten, körperlichen Uebungen ſchädlich, ſogar im
lichen Vorrat an Radium, insgeſamt 2000 Milligramm, auf ſtehen gebliebenen Häuſern wieder niedergeſetzt. U. a. fen, und das Zuviel ſoll und muß von vernünftigenWe
hat der Wirbelſturm einer Kirche das Dach abgeriſſen, die ſchen bekämpft, und beſonders muß der Jugend der
für 2½ Millionen Francs an ein Londoner Inſtitut.
Orgel mitgenommen und ſie auf einem Berghange nieder= Schädlichkeit eingebläut werden!
geſetzt. Einzelne Ziegelſteine und Dachſchieferplatten fin=
* Das magnetiſche 25=Pfennig=Stück. Zu dieſer
* Wie ein Wirbelſturm wütet. Glanmorganſhire in den ſich zu vielen Tauſenden in der Nähe des zerſtörten in Nr. 268 des Tagblattes wird uns von geſchätzter S
Wales iſt jüngſt von einem Wirbelſturm heimgeſucht wor= Gebietes auf den Feldern und an den Berghängen, zum geſchrieben: Außer Eiſen wird auch Nickel und Kobalt
den, und die Zerſtörungen, die das furchtbare Naturereig= Teil viele Kilometer von ihrem urſprünglichen Orte ent= einem Magneten angezogen. Danach wäre zu ſchlie
nis angerichtet hat, übertreffen alle bisherigen Meldungen, fernt. Seltſamer= und glücklicherweiſe hat der Sturm trotz daß alle unſere Nickel=Münzen, alſo die 5=, 10= und
wie aus dem Berichte eines Augenzeugen hervorgeht, der der großen Verwüſtungen, die er angerichtet hat, nur ſechs Pfennigſtücke, vom Magneten angezogen werden.
in einer Londoner Tageszeitung eine Bitte um Unterſtütz= Menſchen getötet. Freilich ſind 200 Familien obdachlos ſächlich iſt es aber nur bei letzteren Stücken der Fall, na=
ung
der Geſchädigten veröffentlicht. Der Sturm iſt von und ihre Häuſer ſehen aus, als ſeien ſie bombardiert wor= rend die 5= und 10=Pfennig=Münzen auch von ſta
Llantvil Vadre genau nordwärts bis Brecon Beacons, den. Nach den Ausſagen zahlreicher Augenzeugen ſollen Magneten unbeeinflußt bleiben. Dies iſt gewiß aufſähu=
etwa
35 Kilometer davon, vorgerückt, Sein Weg war nir= während des Wirbelſturmes Feuerkugeln beobachtet wor= Die=Erklärung liegt in folgendem: Die 25= Pfennigſtll=
gends
breiter als 200 Yards rund 185 Meter; aber was den ſein, die in die Häuſer eindrangen und deren Gerät=beſtehen faſt ganz aus Nickel, während die kleineren Ni.te
auf dieſem Wege ſtand, Häuſer, Kirchen, Mauern, Zäune, ſchaften zündeten. Daß keine größeren Brände ausgebro= münzen nur 25 Prozent Nickel im übrigen aber Kur
Bäume und Sträucher, alles iſt glatt abgeſchnitten wordenchen ſind, erklärt ſich daraus, daß gleichzeitig ungeheuere enthalten. Letzteres iſt hier alſo im dreifachen Gewiäh
oder in Trümmer gelegt. So iſt ein Heuſchober von mehre= Waſſermaſſen vom Himmel herabſtürzten, die jedes ent= des Nickelgehaltes vorhanden. Kupfer und Nickel hale
ren Tonnen Gewicht über eine engliſche Meile (1600 Me=ſtehende Feuer ſogleich wieder zum Verlöſchen brachten. auch das gleiche ſpezifiſche Gewicht Nun wird Kupoe
ter) weit durch die Luft davongeführt worden. Ein eiſer=
* Fröhliche Mäßigkeit. Aus Leipzig wird geſchrieben: wie ſchon der große engliſche Phyſiker Faraday entdent.
nes Dach iſt ſogar mehrere Meilen weit fortgeweht. und Gegen die geplante Gründung eines Bundes enthaltſamer vom Magneten abgeſtoßen, ſo daß für die 5= und 10=Pfh
die Dachrinnen und das übrige Röhrenwerk, das bei dieſer Turner in der Deutſchen Turnerſchaft wendet ſich der nig=Nickelſtücke keine magnetiſche Anziehung übrig bles

[ ][  ][ ]

hamer 270.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 9. November 1913.
Seite 5.
sſfal von rund 20 Mart Beitrigen erwies ſich
Worms, 6. Nov. (Der Tod im Bade) Die ööſch=Watlen in alln drei Abteilungen, beſonders in der zwei=
hl
, wie die weitere Entwickelung bald lehrte, als rige Ehefrau des Metzgermeiſters Kapp in der Rheinſtraße ten und erſten, mit Spannung entgegenſieht. Das Alu=
Gedeutungslos, jedenfalls als bei weitem nahm heute mittag im ſtädtiſchen Bad im Cornelianumminium des verunglückten
Marine=
lbedeutungsvoll
, wie man zunächſt befürchtet hatte. ein Bad. Als ſie zu lange in der Zelle blieb, öffnete manluftſchüffes L. 2 hat ein Fabrikant aus Marien=
liart
ſich dies dadurch, daß jene Summe nicht bloß dieſe und fand die Frau tot in der Badewanne dorf zum Preiſe von 8000 Mark erworben, der daraus Ge=
ſſüdee
in Gießen ſelbſt erwachſenen Verwaltungskoſten, liegend vor. Es konnte nicht feſtgeſtellt werden, ob der denkſtücke anfertigen will, auf denen das vernichtete Ma=
ſeindere
die dort veranſtalteten Ausſtellungen, größ= Tod durch einen Herzſchlag oder durch Ertrinken einge= rinelugſchiff in getreuer Wiedergabe zu ſehen und das
aufgezehrt wurde, ſondern daß überdies noch ein treten iſt. Sofort angeſtellte Wiederbelebungsverſuche Datum des Unglückstages vermerkt ſein ſoll. Ein Prozent
Miger Prozen ſatz der für die Verloſungen bis dahin blieben ohne Erfolg.
der durch den Verkauf dieſer Andenken erzielten Einnah=
Arendeten Mittel den vom Glück zudem auffallend be=
Wackernheim, 8. Nov. Großfeuer entſtand geſtern men ſoll den Hinterbliebenen der bei der Kataſtrophe Ver=
ſiden
Eießener Mitgliedern zugute kam. Der letzte abend ½7 Uhr in dem Anweſen des Landwirts K. Nelzen, unglückten überwieſen werden. Durch die Keller=
Anolich wurde ſeither durch rührige Werbung in den wo durch die Maſchine des Dreſchmaſchinenbeſitzers Keßler decke gingen Einbrecher, die in der vergangenen Nacht
tindlichen Kreiſen der Reſidenz nahezu, wenn nicht gedroſchen wurde. Das Feuer, das durch Exploſion einer dem Herrenartikelgeſchäft von Julius Bernbardt am
Kottbuſer Damm einen unerbetenen Beſuch abſtatteten.
wieder eingebracht. Allein die letzten Monate haben Sturmlaterne entſtanden ſein ſoll, verbreitete ſich ſchnell Sie kantelten die äußere Kellertür auf, ſprengten im In=
ähr
von 6070 größtenteils hieſigen Mitgliedern über die große, mit mehreren hundert Haufen Früchten und neren eine zweite eiſerne Tür mit einem Brecheiſen, ge=
ſert
, gewiß ein erfreuliches Zeichen von dem zu= Stroh gefüllte Scheune, ſo daß nichts mehr zu retten war. langten ſo in den Raum, der zum Laden gehört, bohrten
Milſtiden Verſtändnis des Publikums für die Beſtrebun= Auch die in der Scheune aufgeſtellte Dreſchmaſchine, ſowie hier ein Loch in die Decke, ſtiegen durch dieſes Loch in den
ſſen Vereins in den engeren Mauern unſerer Stadt. eine Strohpreſſe ſind mitverbrannt. Der Ortsfeuerwehr Laden hinauf ſuchten hier für 4000 Mark Waren aller
letem Sinne iſt es auch aufs freudigſte zu begrüßen, und der herbeigeeilten Heidesheimer Feuerwehr gelang Art zuſammen und verſchwanden mit der Beute durch die
Stadt Darmſtadt ſelber jüngſt mit 10 An= es, die benachbarte Scheune des Landwirts Joh. Nelzen Ladentür auf die Straße, ohne daß jemand von ihrer
ſemen dem Verein beigetreten iſt, wofür den zuſtän= zu retten.
Arbeit etwas hörte oder ſah. Heute morgen wurde
ſtSehörden herzlichſter Dank ausgeſprochen wird. Trotz
Siefersheim, 8. Nov. (Grober Unfug.) Das hie= von einem Automobil des Printzen Friedrich
Fnatr unerheblichen und vorübergehenden Beeinträch=
der
Finanzlage kann man alſo auf das vergangene ſige evangeliſche Pfarrhaus iſt, wie man dem Rhh. Beob. Leopold, in dem deſſen gleichnamiger Sohn. ſaß, in
ers auf ein erfreuliches und förderndes zurückblicken. ſchreibt, ſeit zwei Jahren der Gegenſtand bübiſcher Potsdam ein vierjähriges Kind überfahren und getötet.
ſach Erledigung der Tagesordnung regt Herr Pro= Angriffe. So wurden in einer Nacht ſchwere Steine Das Kind war in den Wagen hineingelaufen, als dieſer
Zeyer an, in Zukunft die Kunſthalle nicht mehr gegen den Laden des Schlafſtubenfenſters geworfen, ein in ſcharfer Fahrt um eine Ecke lenkte.
Vom Schwarzwald, 8. Nov. (Schneefall.) Im
ecmmer über geſchloſſen zu halten, damit, wenn andermal zur Nachtzeit ein fauſtdicker Stein durch das
Ausſtellungen nicht ſtattfinden, Fremde wenigſtens Fenſter in ein Zimmer geſchleudert und kurz darauf wurde Schwarzwald und in den Vogeſen trat in der Nacht. auf
rvon Darmſtädter Kunſt ſehen, und daß ſtändig der Laden des Schlafzimmers mit faulen Eiern bombar= Freitag bei 0 Grad bis auf 1000 Meter herab hefti=
ſtrum
der Kunſthalle für Darmſtädter Künſtler reſer= diert. Der Eipfel der Roheit aber wurde erreicht, als ger Schneefall ein. Auch in den Alpen iſt der Winter ein=
kleibt
, damit ſo eine Stelle geſchaffen wird, an der am Montag abend zwiſchen 6 und ½7 Uhr, da die Orts=gekehrt. Im geſamten Eiger=Gebiet ſind die Berge tief
ſi ädter Künſtlern die Möglichkeit des Abſatzes ihrer ſtraße gerade menſchenleer und noch dunkel war, ein faules herab mit Schnee bedeckt. In Südtirol, im Gebiet des
gegeben wird. Der Vorſitzende teilte mit, daß Ei durch das Schlafſtubenfenter geſchleudert wurde DerOrtler, ſchneit es ebenfalls.
Leipzig, 8. Nov. Im Spionageprozeß Mor=
ßkoorſchlag
, für die Dauer der nächſtjährigen, nur für hieſige Geiſtliche der mit faſt allen ſeinen Gemeindeglie=
ünsemitglieder
zugänglichen Ausſtellung die Kunſthalle dern, ſowie der katholiſchen Gemeinde in vollſtem Frieden kowsky und Genoſſen wurde heute mittag das
offen zu halten und in erſter Linie Werke heſſiſcher lebt, ſteht dieſen Schurkereien, die von der ganzen Ge=Urteil verkündet. Es erhielt Morkowsky drei Jahre
ſtler zu zeigen, ſchon im Ausſchuß zur Beratung ſteht meinde natürlich mit Ausnahme des Täters und Ur= Zuchthaus, Problewsky. zwei Jahre ſechs Monate Zucht=
Aboffentlich Annahme findet. Dadurch wäre dann der hebers dieſer Gemeinheiten auf das ſchärfſte verdammt haus und Wollmann zwei Jahre Zuchthaus. Außerdem
werden, machtlos gegenüber, da man ſolcher ehrloſer wurde gegen alle drei auf je fünf Jahre Ehrverluſt und
ſeutng Rechnung getragen.
mmit iſt die Tagesordnung erſchöpft, die Sitzung Buben nicht habhaft werden kann, und hat. wie man von Stellung unter Polizeiaufſicht erkannt. Wie aus der Be=
ſicherer
Seite hört, der Pfarrer an ſeine Behörde die Bitte gründung des Urteils hervorgeht, hatten ſich Problewsky
Ahl gzeſchloſſen.
gerichtet, daß ihm geſtattet werde, in dem Filialort Eckels= und Wollmann an das ruſſiſche Nachrichtenbureau gewandt
und als Spione für Deutſchland angeboten. Das Nach=
heim
oder Wöllſtein Wohnung zu nehmen.
Darmſtädter Wochenmarkt.
richtenbureau ging darauf ein und die beiden verſuchten
* Gießen, 8. Nov. (Räuber.) Geſtern abend kam
in Thorn zum Schein ein Speditionsgeſchäft zu gründen.
Marktpreiſe am 8. November.
ein etwa 25jähriger gut gekleideter Mann ſehr aufgeregt was ihnen jedoch nicht gelang. Problewsky wohnte bei
Arr, ½ kg,
1,30 M. Schwarzwurz, ½ kg 30 Pf. in das Bohnwärterhaus Nr. 5, auf der Kreisſtraße Gie= Morkowsly und dieſer fand bald heraus, welchen Zweck
Wartien, ½ kg 1,20 M. Gurken, Stück . 1030 Pf. ßen-Rödgen, und verlangte Eſſen. Während die Frau
des Bahnwärters Schmitt ſeinem Wunſche nachkam und die beiden verfolgten. Sie wandten ſich dann an einen
10 Pf.
dE. =Stück
Kaſernenbeamten, um ein Gewehrſchloß zu erlangen und
Geflügel, Wildbret:
ihn an den Familientiſch einlud, zog er einen Revolver
Enrerkäſe ½ Lit. 20-22 Pf. Gänſe, ½ kg 0,901,00 M. und gab mehrere Schüſſe auf die Familienmitglieder ab. es dem ruſſiſchen Spionagebureau zu übermitteln. Der
Atkäſe, Stück . 410 Pf.
Beamte ging ſcheinbar darauf ein und ermöglichte ſpäter
Enten, Stück 3,004,00 M
. Ein Schuß traf die Frau in den Arm. Als ihn der Bahn=
allſtefffeln
, Ztr. 2,00-2,25 M. Hahnen, Stülck 1,502,50 M.
die Verhaftung der Angeklagten.
wärter Schmitt von weiterem abhalten wollte, bedrohte
umpf (10 Liter) 3540 Pf.
Erfurt, 7. Nov. (Wegen Beleidigung eines
Hühner, Stück 2,503,00 M. er ihn aufs neue mit dem Revolver und gab wiederum
34 Pf.
ixg
Arbeitswilligen) durch das Wort Streikbre=
Tauben, Stück 6070 P
.mehrere Schüſſe auf ihn ab, die aber zum Glück nichtcher wurde der Gewerkſchaftsbeamte Karl Kröner von
Karuschen, ½ kg 910 Pf. Haſen, Stück 2,504,00 M.
Lapins, Stück 0,901,00 M. trafen. Der Täter entkam unerkannt. Eine Streife im der Erfurter Strafkammer zu fünf Monaten Gefängnis
Obſt u. dergl.:
Walde blieb ergebnislos
verurteilt. In der Urteilsbegründung heißt es: Es han=
fil
, ½ kg . 1225 Pf. Rehfleiſch, ½ kg 0,90-1,50 M.
ſteinien, ½ kg . 18 Pf
delt ſich um das ſchlimmſte Schimpfwort, das einem Ar=
Fiſche:
onnen, Stück . 78 Pf.
beiter gegenüber gebraucht werden kann. In ſolchem
Kunſtnotizen.
90 Pf.
Hecht, ½ kg .
Aſtell inen, Stück 810 Pf
Aal, ½ kg 0,901,00 M. (eber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc deren im Nach= Sinne wird dieſer Ausdruck allgemein bei den Streiken=
nan
, ½ kg . 825 Pf.
ſtehenden
Ermähnung geſchieht, behält ſich die Redaftion ihr Urteil vor.den gebraucht und als Ausdruck der größtmöglichſten Ver=
Inuden, ½ kg 5060 Pf. Karpfen, ½ kg 7080 Pf.
achtung iſt er von dem Angeklagten gebraucht worden. Als
Erhämme, ½ kg 3040 Pf. Andere Rheinfiſche,
Inſtrumental=Verein. Wie bereits mit= Erſchwerungsgründe führte das Gericht dann noch an, daß
.3560 Pf. geteilt, findet das erſte Konzert des Inſtrumental=
kg
.
die Beleidigung während eines Streikes erfolgte und daß
ſt 100 Stück . . 1 M. Rotzungen, ½ kg 50 Pf. Vereins in dieſem Winter Mittwoch, den 12. November,
f. abends 8¼ Uhr, im großen Saale des Saalbaues ſtatt, der Angeklagte bereits wegen Streikvergehens beſtraft iſt.
alat, Gemüſe uſw.:Schollen, ½ kg 3040 P
Intereſſiert dieſes Konzert ſchon durch die Wahl des So= Bei der Reviſionsverhandlung vor dem Reichsgericht
bſoalat, Stück . 510 Pf. Kabeljau, o. Kopf½ kg 28 P
ſioten, Stück 56 Pf
Schellfiſche, ar ½ kg 30 Pf. liſten, Herrn Paul Hindemith aus Frankfurt a. M. führte der Verteidiger aus, daß zu Unrecht § 185 ſtatt des
(Violine), der es mit 17 Jahren bereits zu großer Künſt= § 186 angewendet worden ſei, ferner, daß zu Unrecht dem
ſdralat, Körbchen 10 Pf. Port.=Schellfiſche ½ kg 22 Pf
eschen Bündel 3
lerſchaft gebracht hat, ſo wird das übrige Programm von Angeklagten der Schutz des § 193 nicht zugebilligt ſei. Das
20%
Bratſchollen, ½ kg .
Freunden klaſſiſcher Muſik beſonders freudig begrüßt wer: Reichsgericht erkannte jedoch mit Rückſicht auf die unan=
ktöche
, Stück . 310 Pf. Holdbarſch ohne Kopf 23 Pf.
Bündel . .
5
Pf. Grüne Heringe, ½ kg 19 Pf. den. Eingeleitet wird der Abend mit Mozarts C=Dur= fechtbaren tatſächlichen Feſtſtellungen auf Verwerfung des
tenerettich, Stück 2030 Pf.
Symphonie Nr. 36, die ſeit langen Jahren in Darmſtadt Reviſion.
Halle a. d. S., 8. Nov. (Stiftung.) Amtsrat Zim=
tarüben
, Bündel . 5 Pf.
In den Fleiſchſtänden: nicht mehr zur Aufführung kam. Die zweite Orcheſter=
½, Ig,
Rindfleiſch, ½ kg . 70 Pf. nummer beſteht aus drei kleinen reizenden Kabinettſtücken mermann, der Beſitzer einer Muſterwirtſchaft in Ben=
. 5
bil beln, ½ kg
von Mozart für Klavier, inſtrumentiert von Arnold kendorf, ſtiftete anläßlich ſeines 80. Geburtstages 50 000
Hackfleiſch, ½ kg . 76 P
imaaten, ½ kg . 20 P
Rindsfett, ½ kg . 56 Pf. Mendelsſohn: Marche, Menuett und Valſe favorite, Mark, nachdem er bereits früher eine Stiftung von
f. Ziegenfleiſch, ½ kg 60 Pf. die in dieſem Konzert ihre Erſtaufführung erleben. Kann 100000 Mark errichtet hatte.
Llin at, ½ kg . 1215 Pf.
Hamburg, 7. Nov. (Mord.) Der von der Altonaer
izkraut, Stück 512
Pf. Rindswürſtchen, Stück 15 Pf. man dabei den Meiſter der Inſtrumentation erkennen, ſo
Zentner 1,301,50 M. Schweinefleiſch, ½ kg 90 Pf. zeigt die letzte Nummer den Meiſter der Kompoſition ſelbſt. Polizei unter dem Verdacht, die 12jährige Helene Cor=
ſthraut
, Stück 830 Pf. Geſalzenes und Koteletts,
Eine Ouvertüre von Arnold Mendelsſohn dürfte wohl nelſen ermordet zu haben, verhaſtee 21jährige Arbei=
Lumnenkohl, Stück 1050 Pf.
1 M. ganz beſonders intereſſieren, zumal man ſeinem Namen ter Guſtav Keil hat bereits ein volles Geſtändnis
½ kg . .
rng, Stück . 310 Pf. Schwartemagen u. Fleiſch= ſonſt auf dieſem Gebiete leider nicht zu begegnen pflegt. abgelegt. Er hat ſich durch Redensarten bei ſeinem in
wurſt, ½ kg
üngkohl Stück . . 5 Pf.
90 Pf. Die Ouvertüre zu einem Rittermärchen die der Inſtru= Hamburg wohnenden Stiefvater verdächtig gemacht, der
mental=Verein im Konzertſaal zum erſtenmal zur Auf=ſeine Verhaftung veranlaßte. Ob der Mörder der kleinen
ſemkohl, ½ kg 2530 Pf. Leber= und Blutwurſt,
Aberüben, ½ kg 5 Pf. ½ kg . . . . . 72 Pf. führung bringt, iſt ein äußerſt ſchwungvolles Werk mit Cornelſen auch für den Mord der vor einigen Tagen in
einem poetiſchen Mittelſatz, den eine Soloflöte nur in den Anlagen ermordet aufgefundenen 10jährigen Siefert
Begleitung geteilter Violinen ausführt. Jedenfalls als Täter in Betracht kommt, konnte bisher noch nicht feſt=
* Auerbach, 9. Nov. Die Nachkirchweih wird kann man dem Leiter der Konzerte, Direktor Wilhelm geſtellt werden.
hſtelbſt heute Sonntag, begangen. Auch heute findet Schmitt, zu der ganzen Programmaufſtellung Glück
Hamburg, 8. Nov. (Vermißtes Mädchen.) Seit
hallen Sälen Tanz ſtatt. Gleichwie bei der Vorkirchweih wünſchen, hat er es doch wieder verſtanden, dem Publi= geſtern abend wird auch die 15jährige Tochter Johanna
auch wieder ein Maſſenbeſuch ſicher zu erwarten.
lum Werke zu vermitteln, die man ſonſt auf hieſigen Kon=des Arbeiters Schreiber vermißt. Das Mädchen wollte
: Burgwirtſchaft auf dem Auerbacher Schloß zertprogrammen ſelten oder gar nicht antrifft und die doch ſich geſtern abend zur Fortbildungsſchule in der Kaiſer
mährend des Winters nur an ſchönen Sonntagen ge= zu den Perlen der Muſikliteratur gehören. Es ſei! Wilhelm=Straße begeben und iſt nicht wieder nach Hauſe
märt, was an der gehißten Flagge erſichtlich ſein wird. darauf aufmerkſam gemacht, daß der Kartenverkauf nur zurückgekehrt. Man befürchtet, daß ſie einem Verbrechen
Nainz, 8. Nov. Die Sellerieernte iſt gegen= in der Hofmuſikalienhandlung von Heinrich Arnold, Wil= zum Opfer gefallen iſt.
Wattenſcheid, 8. Nov. (Durch Genuß von Waſ=
lin
ig hier in vollem Gange. Rund 34 Millionen Stück helminenſtraße 9 (Tel. 2560) ſtattfindet.
Klavierabend Willy Hutter. Für den ſſerſchierling erkrankt.) Aus Unvorſichtigkeit
llerieköpfe werden alljährlich in hieſiger Gemarkung
ſtlanzt und über 100 000 Mark aus dieſer Kultur ver= am Montag, den 17. November, abends 8 Uhr. im Saale wurde in der Familie des Gärtnereibeſitzers Müller im
nwahmt. Die Ernte fällt in dieſem Jahre quantitativ des Hotels Zur Traube ſtattfindenden Klavierabend nahen Weſtenfeld ſtatt Peterſilie giftiger Waſſer=
hr
gut aus. Die Knollen ſind zu erſtaunlicher Dicke aus= unſeres einheimiſchen Pianiſten Willy Hutter macht ſichſſchierling für Fleiſchſuppe gebraucht. Infolge des
Wachſen und meiſt geſund. Sie werden zum größten bereits das lebhafteſte Intereſſe geltend. Aus dem Pro= Genuſſes erkrankten die Frau. 8 Kinder und 2 Lehrlinge.
eingewintert, da der Großverſand in Sellerie erſt gramm, das an ſich ſchon die ſeine Künſtlerhand verrät, Ein neunjähriges Mädchen iſt bereits geſtorben. Von
Ende Januar und Anfang Februar einſetzt. Der meiſte ſeien zwei Werke herausgeariffen, die für Darmſtadt den übrigen ſchweben mehrere in Lebensgefahr.
Stettin. 8. Nov. (Automobilunfall.) In der
ehlerie geht nach dem Niederrhein ab Als Schiffmanns= Novität ſind und die den Abend einleiten. Die erſte
ſti iſt die auf Blut und Nerven beſonders günſtig ein= Nummer iſt Bachs grandioſe Chaconne für Violine, für Nähe von Schwedt a. O. überſchlug ſich geſtern abend ein
iukende Knollenfrucht ſehr beliebt. (Manſarden= das Klavier übertragen von Ferruccio Buſoni, bei dem Automobil beim Ausweichen vor einem Eierwagen und
ſilbſtähle.) Im Laufe des geſtrigen Nachmittags Willy Hutter ſeine Studien ſeinerzeit vollendete. Buſoni, fuhr gegen einen Baum. Die Inſaſſen, Direktor von
narden in einem Hauſe der Diether von Yſenburgſtraße einer der größten, wenn nicht der größte der lebenden Czarlinsky, Prälat Laubitz und noch ein zweiter Geiſt=
Manſarden mit Nachſchlüſſeln geöffnet und daraus Klaviervirtuoſen, hat ſich einen Namen gerade als Be=licher, wurden ſchwer verletzt
Roſtock, 8. Nov. (Schiffsunfall.) Der ruſſiſche
n: goldene Broſche, ſowie ein Geldbetrag von 13 Mark arbeiter Bachſcher Werke gemacht, und von dieſen Be=
eſtohlen
. Ein ſchwerer Unfall ereignete ſich arbeitungen iſt die der Chaconne als ein Meiſterwerk Segler Alexander, der von Libau nach Roſtock mit Oel=
erſten
Ranges zu bezeichnen. Die zweite Nummer des kuchen unterwegs war. iſt bei Bad Mueritz geſtrandet.
eitern auf dem Main. Als der 42jährige Schiffer Val.
rigedrich aus Zellingen a. M mit ſeinem Schiff Peter Abends iſt eine Uraufführung von vier Klavierſtücken Die Mannſchaft iſt gerettet worden.
Görlitz, 8. Nov. (Raubmord.) Geſtern ſtellte ſich
elene bei Biſchofsheim durch die Schleuſe fuhr, wurde unſeres einheimiſchen Komponiſten Arnold Mendelsſohn.
von dem Schlepp=Drahtſeil gefangen und ihm der rechte Die vier reizenden kleinen Stücke ſind vorläuſig noch in Halbau eine Frau Luiſe Ziſche der Polizei mit der An=
us
glatt abgeſchnitten. Der Schwerverletzte wurde hier= Manuſkript und zeigen uns Mendelsſohn im Gegenſatz gabe, daß vor zwei Jahren ihre Eltern, ihre Schweſter
zu ſeinen ſonſtigen gewaltigen Werken auch als Kompo= und ihr Schwager einen reichen Handelsmann, der in
in das Rochusſpital gebracht.
Den einem einſam gelegenen Grundſtück übernachten wollte,
niſten graziöſer Kabinettſtücke für Klavier=
Mainz, 8. Nov. (Attentatauf einen Lehrer.)
in 15jähriger Schüler an der hieſigen Oberrealſchule Kartenverkauf beſorgt die Hofmuſikalienhandlung von H.ermordet und beraubt und die Leiche im Walde
verborgen haben. Die bisherigen Nachforſchungen blieben
Arnold, Wilhelminenſtraße 9 (Tel. 2560).
choß heute vormittag auf ſeinen Lehrer
reſultatlos.
aumens Wittich, der ihm vor einigen Tagen eine
Wien, 8. Nov. (Spionage in Kriegszeiten.)
imafarbeit züdiktiert hatte. Bereits damals ſoll der
Heute vormittag fand im Garniſonsgericht die Verhand=
Reich und Ausland.
ichhüler Drohungen gegen den Lehrer ausgeſtoßen haben.
Aus der Reichshauptſtadt, 8. Nov. Morgen beginnen lung gegen Oberleutnant Zedomil Jandric, der wegen
junte morgen kam der Schüler um ½9 Uhr zur Schule.
lls; der Lehrer die Klaſſe betrat, ging der Schüler auf ihn in Groß=Berlin die regelmäßigen Stadtverordne= Spionage in Kriegszeiten angeklagt iſt, ſtatt.
ut und zielte mit dem Revolver nach demten=Ergänzungswahlen, die alle zwei Jahre Auf das Verbrechen ſteht die Todesſtrafe. Das Urteil
pfdes Lehrers. Der Lehrer ſchlug kurzerhand die ſtattfinden und bei denen jedesmal ein Drittel der Stadt= wird erſt nach obergerichtlicher Beſtätigung bekannt=
Lafiffe beiſeite, wobei einzelne Schüſſe in die Zimmerdecke1 väter neugewählt wird. Diesmal wird in Berlin, gegeben.
Krakau, 8. Nov. Die Hörer der Kunſtaka=
runngen
. Darauf richtete der Schüler die Waffegegen Schöneberg und Charlottenburg gewählt. In allen drei
ich ſelbſt und traf ſich in der Nähe der Schläfe. ErKommunen begegnen die diesjährigen Wahlen lebhaſte=demie begannen heute auf Aufforderung der ſtreikenden
mäßte ins Rochushoſpital gebracht werden, wo man dieſtem Intereſſe, das ſich in der Reichshauptſtadt und in Wiener Kollegen einen dreitägigen Sympathieſtreik.
Paris, 8. Nov. (Vergiftungsaffäre.) Aus
tugel entfernte. Der junge Attentäter befindet ſich außer Charlottenburg allerdings nur auf die dritte Abteilung
erſtreckt, während man in Schöneberg dem Ausfall der Cholet wird berichtet: Zu der Veraiftungsaffäre bei einer
elbensgejahr.

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Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 9. Novbmeer 1913.
Nummer 27
Scite 6.
Hochzeiteſeiter, die in einem hieſigen Hotel ſtatfand, wird die Unterſuchung gegen ihn eingeleitet worden ſeil. Wennſ kaſtenden Angaben des Hern von Meßzen ſt dasil
noch mitgeteilt, daß die Zahl der bis heute früh ver= Brandt wirklich über die erlaubte Grenze hinausgegangen inſoweit gefolgt, als ſie durch den Briefwechſel
ſtorbenen Perſonen ſieben beträgt. Unter den ſein ſoll, ſo habe er dieſes ſicher im Uebereifer für das Eccius und von Metzen unterſtrichen werden. (68
riſtiſch iſt die Stelle, wo von Metzen Eccius mitteel
Toten befindet ſich auch die Mutter der Braut und eine Intereſſe der Firma Krupp getan.
Der Verteidiger geht ſodann in längeren Ausführun= Brandt zufrieden ſei, da er nunmehr eine offizielll=
Schweſter derſelben. Ueber ein Dutzend Perſonen ſchwe=
ben
zurzeit noch in Lebensgefahr. Die Behörde hat eine gen auf die Schweigepflicht der Beamten ein und vertritt erhalten habe. Er bemerkt in dieſem Schreiben.
genaue Unterſuchung eingeleitet, da man an eine abſicht= die Anſicht, daß das, was im Verkehr zwiſchen Brandt mit Brandt über die Angelegenheit der Kornwalle
liche Vergiftung glaubt. Die vergiftete Speiſe war eine und ſeinen Kameraden geſchehen iſt, gang und gäbe ſei, ſprochen habe. Es ſei und bleibe das einzig
Wozu ſei zum Beiſpiel der geſellſchaftliche Verſehr in Brandt eine angemeſſene Summe zu geben. Au=
Creme à la reine.
Dublin, 8. Nov. (Streikkrawalle.) Infolge An= diplomatiſchen Kreiſen notwendig? Das was wir für Stelle ergäbe ſich, daß Eccius mit von Metzen
ſtellung Arbeitswilliger fanden geſtern Zuſammenſtöße die oberen Kreiſe der Geſellſchaft als ſelbſtverſtändlich über die Angelegenheit geſprochen habe. Die
zwiſchen der Polizei und den Streikenden, die von einer erachteten, dürften wir nicht den mittleren Geſellſchafts= Schreiben vom 24. Auguſt 1909 enthaltene
Frau geführt wurden, ſtatt. Es wurden Schüſſe gewech= kreiſen verbieten. Eccius habe nicht auf die Idee kommen Eccius könne aus naheliegenden Gründen nicht anuo
können, daß die rein formellen Auskünfte über Preiſe auf könne nur ſo aufgefaßt werden, daß Eccius die An=
ſelt
und Fuhrwerke angehalten.
Petersburg, 8. Nov. (Räuberiſcher Ueber= rechtswidrige Weiſe erlangt würden. v. Metzen habe mit heit des Brandt nicht ſchriftlich erörtern woll=i
fall.) Bei Nowaradomsk, in der Nähe von Lodz, über= einer gewiſſen Kühnheit Beſchuldigungen vorgebracht, um 7. Oktober ſchrieb von Metzen, daß er ſich bemühes,
fiel eine Räuberbande 14 Fuhrwerke mit Paſſagieren. dann ſchließlich den charakteriſtiſchen Ausdruck, in dem ſich die Berichte, betreffend die Kornwalzer, in eine!
fängliche Form zu kleiden. Dann wird mit Braiſ
Sieben Paſſagiere wurden ernſtlich verletzt. 40000 Mark ſeine Beſchuldigungen konzentrieren, zu gebrauchen.
und eine Menge Wertgegenſtände ſind geraubt worden. Außerdem habe er ſich in viele Widerſprüche verwickelt; neue Vertrag geſchloſſen, laut dem ſein Gehalt ail
Bei einer Feuersbrunſt in Kawalar=Jards= Sodann ſchildert der Verteidiger die Perſönlichkeit von Mark ſteigt, und zu dem die Funktionszulage von
kaja ſind fünf Perſonen verbrannt. Ein Feuerwehrmann Metzen, wie ſie ſich im Spiegel der Verhältniſſe gezeigt hinzutritt. Ein Jahr ſpäter erhält Brandt in Bi
habe. Er kommt dabei zu dem Schluß, es laſſe ſich weder nung ſeiner guten Dienſte die beſondere für zehme
wurde durch ein herabſtürzendes Geſims getötet.
Jalta, 8. Nov. Der Palaſtkommandant, Ge= aus den Briefen, noch aus den Zeugniſſen von Metzens gewährte Gratiſikation von jährlich 1000 Mark.
neralleutnant Dedjulin, iſt plötzlich ge= der Beweis einer Schuld des Angeklagten Eccius führen.
Aus den Kornwalzern könne kein Menſch erſehen, ob die
ſtorben.
Der Roman einer Kurtiſane,
darin wiedergegebenen Submiſſionspreiſe geheim waren
Berlin, 7. Nov. Aus Dresden konn
oder nicht. Selbſt den Sachverſtändigen, die mit dem Ma=
Darlamentariſches.
terial aufs engſte vertraut waren, ſei in dieſer Hinſicht! Nachricht, daß Frau Oberförſter Lewandowsk
* Die Erſte Kammer der Stände tritt zu ein Irrtum unterlaufen, da habe Eccius, der ſich mit Verübung umfangreicher Hotel= und Kreditſchwima
ihrer fünfzehnten Sitzung am Samstag, den 15. No= der Sache nur flüchtig beſaßt habe, erſt recht ein ſolcher verſchwunden ſei und von der Kriminalpolizei
vember 1913, vormittags 10 Uhr, zuſammen. Auf der Irrtum unterlaufen können. Eine Reihe der Zeugen habe werde. Es wird alſo in naher Zeit vorausſichtlich
Tagesordnung ſtehen u. a. die Regierungsvorlagen, be= einen viel größeren Einblick in die Firma Krupp gehabt, einmal ein deutſches Gericht Gelegenheit haben, ſ.
treffend Nachweiſungen über die Staats=Einnahmen als der Angellagte Eccius. Einige Herren hätten aber den wechſelvollen Schickſalen dieſer Dame zu beſchäl
und=Ausgaben des Großherzogtums im Etatsjahr 1907, unter ihrem Eide erklärt, es ſei ihnen niemals der Ge= Frau Lewandowski muß jetzt eine ziemlich reife
1908 und 1909. Nachtrag zur Regierungsvorlage be= danke gekommen, daß hier eine Beſtechung vorliegen könne. heit ſein und ein vierjähriger Aufenthalt im Zusa
treffend Erhöhung der Zivilliſte Seiner Königlichen Hoheit Der Verteidiger ſchließt: Der Prozeß habe im Auslande wird nicht dazu beigetragen haben, die Reſte ihrer
des Großherzogs, vom 7. Dezember 1912. Antrag des großen Staub aufgewirbelt, das Ausland müſſe ſtaunen zu konſervieren. Sie iſt eine geborene Frein v.
Abg. Raab, Einreihung des Ortes Eberſtadt bei Darm= darüber, mit welcher Gewiſſenhaftigkeit wir darauf achte= und wurde in Kaſſel bei bürgerlichen Verwand=)
ten, daß die Beamtenſchaft integer bliebe. Ein wirk= zogen. Als bildhübſches junges Mädchen kam ſüll
ſtadt in die Servisklaſſe D des Reichsbeamten= Beſol=
dungsgeſetzes
. Antrag der Abgg. Molthan und Genoſſen, liches Panama hätte im Ausland nicht ſo viel Zeit gekoſtet, Berlin, wo ihre Erſcheinung überall Aufſehen
als hier eine Bagatelle erfordert hat. Er wünſche aber, und heiratete hier einen ſteinreichen Fabrikanten
Einquartierungslaſten in den der Stadt Mainz nahe= daß, wenn wieder ein größeres Werk durchleuchtet werde, mann aus Dresden. Die Ehe wurde aber bald=
liegenden
Gemeinden betreffend. Antrag der Abgg. wie es hier bei der Firma Krupp geſchehen iſt, es ebenſo geſchieden und die geborene Baroneſſe heiratete den
Grünewald und Genoſſen, betreffend die Rechtsverhält=
rein
hervorgehen möge, wie die Firma Krupp, und daß ler Großkaufmann Erwin Maier. Auch die zwei
niſſe und die Verwaltung der Stiftungen. Vorſtellung der niemals ein gefährlicherer Verſucher an die Beamtenſchaft geſtaltete ſich ſehr unglücklich, da Maier Grund zu
Steinbrucharbeiter zu Aſchbach, Ausbeutung von Granit= herantritt als Brandt, und daß ſich keine ſchlechteren Ele= glaubte, an der Treue ſeiner Frau zu zweifeln.
ſteinlagern betreffend. Antrag der Abgg. Ulrich und Ge= mente als die beklagenswerten Angellagten und Verur=
wurde
von dem Ehemanne bald die Scheidung eingll
noſſen, betreffend Einrichtung einer obligatoriſchen ſtaat= teilten aus dem Spionageprozeß finden mögen. Er bitte Noch als Frau Maier hatte ſie Beziehungen zude
lichen Mobiliarverſicherung. Vorſtellung des Architekten um Freiſprechung ſeines Klienten. Darauf trat eine gen Foſtakademiker v. Lewandowski angeknühil
Max Rabe und Genoſſen in Buchſchlag, betreffend Beſei= Frühſtückspauſe ein.
dann zur Ehe führten. Das Leben der beiden Ehe
tigung der rechts= und ordnungswidrigen Zuſtände in
Der Oberſtaatsanwalt betonte in ſeiner Erwiderung
der Villenkolonie Buchſchlag. Antrag der Abgg. Ulrich auf die Ausführungen des Verteidigers Gordon nochmals, geſtaltete ſich bald ſehr merkwürdig. Der Ehemann
und Genoſſen, betreffend den Austritt aus den Kirchen= die Firma Krupp ſei durch den Mund des Brandt und eine Stellung als Privatoberförſter auf dem kleinein
gemeinſchaften, a) den Antrag Ulrich und Genoſſen, be= durch die Hand des Eccius an die Militärbeamten heran= Stephanowo. in der Provinz Poſen an, die ihm
treffend Trennung von Schule und Kirche, b) die Vor=
getreten
. Brandt habe die Mitteilungen nicht als Privat= kleines Einkommen brachte. Seine Frau, die ebi
ſtellung des evangeliſchen Pfarrvereins im Großherzogtum perſon erhalten, ſondern als Vertreter der Firma Krupp, ohne nennenswerte Mittel war, brachte es trotzdem
Heſſen, betreffend das Verhältnis von Kirche und Staat. die zu der Heeresverwaltung in engen Beziehungen ſtehe. in der Reichshauptſtadt ein äußerſt lururiöſes Leſi
Antrag der Abgg. Ulrich und Genoſſen, betreffend die Aus= Die von ihm hierbei aufgewandten Mittel ſeien die Mittel führen. Sie hatte eine Wohnung zum Mietpreiſſi
bildung der Volksſchullehrer. Antrag des Abg. Diehl, be= der Firma Krupp geweſen. Wenn das Gericht anderer 4000 Mark inne und war ſtets von einem Schwanm
treffend das Weingeſetz. Vorſtellung des Vereins heſſi= Anſicht ſei, ſo könne Direktor Eccius nicht als Mittäter, jungen Kavalieren und Lebemännern umgeben in
ſcher Bauaſpiranten, die Regelung ihrer Verwendungs= aber auch nicht als Gehilfe betrachtet werden. Nach Geſellſchaft dann höchſt bedenkliche Orgien gefeiet
und Anſtellungsverhältniſſe uſw. betreffend. Antrag des weiteren unweſentlichen Ausführungen des Verteidigers den. Zur erſten Kataſtrophe kam es, als die
Abg. Abelung, betreffend die Baggerverhältniſſe auf dem Dr. Löwenſtein erhalten die Angellagten das Wort, von einem gelegentlichen Beſuche ihres Mannes in Stelllell
Rhein. Vorſtellung des Vereins Großh. Geometer denen Brandt erklärt, ihm ſei niemals der Gedanke ge= die Bekanntſchaft mit Leutnant v. Schmidt=Phül
2. Klaſſe, betreffend Denkſchrift über die Reorganiſation kommen, den Verkehr mit feinen früheren Kameraden deck machte, der an den Manövern in der doriei
des Vermeſſungsweſens uſw. Antrag des Abg. Mergell, dazu auszunützen, um von ihnen Mitteilungen zu erhalten. gend teilnahm. Nach Berlin zurückgekehrt, ſetzte Neill
betreffend Ausbau der Nebenbahnen im mittleren Oden=
Dann führt der Angeklagte Eccius aus der Oberſtaats= die Manöverbekanntſchaft fort und zwiſchen ihr unſi
wald, insbeſondere der Nebenbahn Weinheim-Fürth bis anwalt ſei geſtern mit ihm ſtreng ins Gericht gegangen. 24jährigen Offizier entwickelte ſich ein intimesMall
Reichelsheim auf Staatskoſten. Antrag der Abgg. Molthan Auf die Bemerkung des Oberſtaatsanwalts zurückkom= nis, das am Morgen des 29. Dezember 1908 auf
und Genoſſen, betreffend Erſatz der Kommunalſteuer für mend, daß er ſeiner Stellung nicht gewachſen geweſen ſei, Weiſe endete. An dieſem Tage kehrte unvermu
die Angeſtellten der Preußiſch=Heſſiſchen. Eiſenbahngemein= bemerkte Eccius, die Dinge ſähen ſich nachher immer an= Oberförſter Lewandowski in die Wohnung ſeinen
ſchaft. Antrag der Abgg. Molthan und Genoſſen, be= ders an, als zuvor. Von Erwerbslüſterheit, wie geſtern in der Kaiſerallee zurück. Da ſeine Frau noch ſchlüfl
treffend Sonntagsruhe der Eiſenbahnbedienſteten. Antrag vom Oberſtaatsanwalt angedeutet worden ſei, könne bei ſuchte er in das Schlafzimmer zu gelangen. Die Mhll
Sr. Exzellenz des Dr. Freiherrn Heyl zu Herrnsheim, Sr. ihm nicht die Rede ſein. Er ſtamme aus einer Juriſten= indeſſen verriegelt und Frau Lewandowski lehnteh
Erlaucht des Grafen Kuno zu Stolberg=Roßla, Sr. Durch= familie und ſei zum Staatsbeamten erzogen worden. Er nung des Zimmers ab. Als nun Lewandowskdl
laucht des Fürſten zu Iſenburg=Birſtein, betreffend Er= habe ſich nie dazu gedrängt, eine Stellung in der Indu= Milchglasſcheiben der zum Ankleidezimmer führendem
richtung einer heſſiſchen Zentralgenoſſenſchaftskaſſe. An=ſtrie, wo viel Geld zu verdienen ſei zu erlangen. Mitbe= den Schatten eines Mannes bemerkte zog er ſein
frage des Mitglieds der Erſten Kammer der Stände Sc. wegter Stimme erklärt der Angeklagte, ſein Leben lang ningpiſtole und ſchoß durch die Füllung der Tüt
Exzellenz Dr. Freiherrn Heyl zu Herrnsheim, betreffend ſei für ihn der Spruch Leitſtern geweſen, der das Krupp= dem Ankleidezimmer ertönte ein Schrei, und als, mals
die projektierte Einführung eines Stauwehrs im Rhein denkmal in Eſſen ziere: Der Zweck ſoll das Gemein= Zimmer öffnete, fand man den Leutnant v.
wohl ſein! Auf dieſes Signum habe er ſein ganzes Le= Phiſeldeck in ſeinem Blute auf dem Boden liegen
bei Gernsheim.
ben und Wirken eingeſtellt All ſein Streben ſei dahin ge= herbeigerufenen Arzte erklärte der Verwundete, l
gangen, die Arbeitsfähigkeit der Firma Krupp für den Frau zu ſchonen, daß er ſich die Verwundung infol
Ernſtfall zu ſichern. Der Angeklagte Eccius ſchließt ſeine unglücklichen Zufalls ſelbſt beigebracht habe.
Gerichtszeitung.
Ausführungen, die unter tiefem Schweigen des ganzen darauf ſtarb er und auf Grund ſeiner Angaben
Prozeß Brandt.
Saales angehört wurden und die ſichtlich Eindruck auf die zunächſt eine Unterſuchung nicht eingeleitet.
Hörer machten, mit der Bitte, der hohe Gerichtshof möge aber die Wahrheit bekannt geworden war, führte
* Berlin 8. Nov. Der Vorſitzende eröffnet ſich als Grund gegen ſeine Mitſchuld vor Augen halten, terſuchung die Erhebung der Anklage gegen
gegen 9¼ Uhr die Verhandlung und gibt ſeinem Bedauern daß dies der Leitſtern all ſeines Handelns geweſen ſek. dowski, der ſich vor dem Schwurgericht des Landgen
darüber Ausdruck, daß der Verteidiger Brandts geſtern
Der Gerichtshof zieht ſich darauf zur Beratung zurück. Berlin wegen Totſchlags zu verantworten hatts)
auf unſere hervorragenden Männer, zu welchen wir alle
* Berlin, 8. Nov. Im Brandt=Prozeß lautet mehrtägiger Verhandlung, die teilweiſe unter Mlſt
mit Verehrung aufblicken können, Bismarck, Yorck uſw.,
zu ſprechen gekommen ſei; er müſſe im Namen des Gerichts das Urteil gegen den Angeklagten Brandt auf vier der Oeffentlichkeit geführt nurde erhielt Lewandedl
die mit dieſer Namensnennung in Verbindung ſtehenden Monate Gefängnis, die durch die erlittene Unter= wegen Totſchlags drei Jahre Gefängnis. Die i
ſuchung in dieſer Affäre hatte daneben noch ſehr bieidl
Entgleiſungen zurückweiſen. Rechtsanwalt Dr. = ſuchungshaft für verbüßt erklärt werden; gegen deres belaſtendes Material gegen die EheleuteGkfll
wenſtein erklärt, er habe von dieſen hoch zu verehren=
den
Männern geſprochen, um nur die Bemerkung daran Eccius auf 1200 Mark Geldſtrafe. Die Koſten des Ver= ſo daß ſich nach wenigen Monaten das Paar ſchon
zu knüpfen, daß ſie hoch zu verehren bleiben, auch wenn fahrens tragen die Angeklagten.
vor dem Strafrichter zu verantworten hatte. Frau
im einzelnen Falle ihr Tun anfechtbar ſei. Er habe ge=
Der Vorſitzende führt in der Begründung des wandowski erhielt damals wegen ſchwerer
ſagt, daß, wenn Brandt gefehlt habe, er doch von ſittlichen Urteils etwa ſolgendes aus: Bis vor einiger Zeit lei, Erpreſſung und Betrugs 4 Jahre Zuchl
Motiven ausgegangen ſei, und daß man ihn deshalb nicht nahm die Firma Krupp bei uns auf dem Gebiet des Ar= ihr Ehemann 1½ Jahre Gefängnis. Damſt=
verachten
dürfe. Er habe nicht im eniſernteſten daran ge=tilleriewafſenweſens eine beſondere Stellung ein, aber die Reihe der gerichtlichen Erörerall
dacht, die großen Männer anzugreifen, und bedauere welche ſie mit der Zeit verloven hat, wegen der Höhe ihrer gegen die Frau noch nicht beendet. In ei
das Mißverſtändnis.
Preiſe. Nach der Anſicht des Gerichts erblickte der da= umfangreichen Prozeß mußte ſie wieder vor Gerich=
Soſdann ergreift Juſtizrat Dr. Gordon das Wort malige Dezernent für Kriegsmaterial, Direktor Budde, ſcheinen, um ſich wegen Kredits= und Heiratsſchwind=
zum
Plädoyer. Der Strafantrag des Oberſtaatsan= den Grund hierfür in der ſchlechten Vertretung in Berlin, verantworten. Mitangeklagt war damals der ſattſam
walts gegen den Angeklagten Eccius habe ihn um ſo mehr die ſchlechter informiert war als die Konkurrenz. Der kannte öſterreichiſche Reichsgraf Johann Emanuelu
überraſcht, als er rückhaltlos anerkannt habe, daß die Zeuge Dreger hat hier ausgeſagt, daß es der Firma nicht zu Arz und Vaſſeag, ein noch ziemlich i=
Eſſener Herren keine Ahnung davon gehabt hätten, daß gelinge, auf offiziellem Wege zum Ziele zu gelangen. Es Menſch der nach Deutſchland gekommen war, um ſich=
Brandt dazu übergegangen ſei, ſeinen Freunden Geld= wurde daher nach einer geeigneten Perſönlichkeit geſucht, eine reiche Erbin zur Frau zu ſuchen, und in ihre
beträge zu geben. Alle Sachverſtändigen hätten erklärt, die mit militäriſchen Perſonen in Verbindung treten geraten war. Er machte bald die Bekanntſchaft derg
daß durch die Kornwalzer der Heeresverwaltung kein konnte Dazu erſchien Brandt geeignet. Herr von Schütz Lewandowski und zog in deren Penſionat. Der B4
Schaden erwachſen ſei. Ein gewiſſer indirekter Schaden wies dementſprechend Herrn Brandt auf die Möglichkeit des Reichsgrafen wurde weidlich ausgenützt, um ſchhu
könne entſtanden ſein, inſofern, als die Heeresverwaltung hin, Nachrichten zu erhalten, indem er mit Feuerwerkern, delhafte Kreditoperationen größten Stils zu unternehs=
begreiflicherweiſe
Wert darauf lege allmählich auch eine Zeugoffizieren uſw. Fühkung gewinnen ſollte. Die ſo er= Nach 16tägiger Verhandlung wurde Frau Lewando==
Konkurrenz gegen Krupp großzuziehen, und inſofern, als langten Informationen hat Brandt für die Kornwalzer zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis, der Reichsgraf=
Krupp dank den Mitteilungen eine etwas günſtigere Po= verwertet. Die Koſten des Verkehrs hat Brandt getragen einem Jahr Gefängnis verurteilt. Damit war die Si
ſition einnehme Die Herren von der Firma Krupp hät= und er hat ſich, als er den Erfolg ſeiner Berichte ſah, bald bahn der Frau Lewandowski vorläufig abgeſchloſſen.
ten auch rückhaltlos zugegeben, daß unter den tauſenden dazu verleiten laſſen, in der Gewährung von Geſchenken ſie aber, wie die Nachrichten aus Dresden dartum,
und abertauſenden von Nachrichten, die aus der ganzen weiter zu gehen. Er hat dann nicht nur freie Zeche ge=
jüngſter
Zeit mit gutem Erfolge wieder aufgenommen-
Welt in Eſſen einlaufen ſich auch ſolche beſanden, die auf währt ſondern auch kleine Darlehen gegeben und iſt
Indiskretionen zurückzuführen ſeien. Als praktiſche Män= ſchließlich zu baren Geldgeſchenken übergegangen. Als
ner ſahen ſie ſich auch dieſe an. Außer dieſen Nachrichten ehemaliger Feuerwerker mußte er wiſſen, daß ihm die
Der Kiewer Ritualmordprozeß.
liegt gegen die Firma Krupp in der Tat nichts weiter vor. Nachrichten nicht ohne Verletzung der Dienſtpflicht gegeben
* Kiew, 7. Nov. Schmakow, der das Verbreck
Andererſeits hat Herr Geheimrat Hugenberg hier erklärt, werden konnten. Damit ſind die Vorausſetzungen des
daß er ſich von dem Augenblick an, wo Herr Dr. Mühlon Paragraphen 33 des Strafgeſetzbuches gegeben. Das Ge= hauptſächlich von der rituellen Seite beleuchtete, ſagte:
ihn über den Kornwalzerbetrieb aufgeklärt hat, darüber richt hat die verſchiedenen Akte der Beſtechung als eine fort=fordern keine ſtrenge Beſtrafung, bitten jedoch darum,
klar geweſen ſei, daß dem ein Ende gemacht werden müſſe. geſetzte Handlung angeſehen. Was den Verrat militäri= ſolche Verbrechen nicht ganz ſtraflos bleiben. Makla
Solange man nur mit der Möglichkeit einer Beſtechung ſcher Geheimniſſe anlange, ſo iſt das Gericht den Aus=führte aus: Wollen vielleicht die Geſchworenen auf G:
rechnen konnte, hatten die Kruppſchen Herren auch ihr führungen des Oberſtaatsanwalts beigetreten. Eccius des Sreites vor Gericht die Frage entſcheiden, ob
Intereſſe ins Auge zu faſſen. Der Verteidiger geht dann hat das Dezernat erſt einige Jahre nach der Errichtung der jüdiſche Lehre den Gebrauch des Menſchenblutes zul.
zur Würdigung des Tatbeſtandes über und bemerkt: Di= Brandtſchen Stellung übernommen. Er hat aber wiſſen Die Frage iſt viel einfacher die: Wurde ein ſcheußlih
rektor Eccius tritt in dieſer Sache außerordentlich ſtark müſſen, daß Beamte und Militärperſonen Brandt Nach= Verbrechen begangen? Der Schuldige iſt nicht ge
zurück. Seit 1909 ſen er viel in der Welt herumgereiſt, richten zukommen ließen, und daß Brandt den Verkehr den und es liegt außerhalb der Macht der Geſchwore=
Monate lang krank geweſen und habe an die ganze Ange= mit den Milkrperſonen mit dem Gelde der Firma Krupp den Schuldigen zu finden. Den Schuldigen ſucht
legenheit überhaupt nicht gedacht, bis im Februar ds. Js. beſtritt, und zwar aus dem Dispoſitionsfonds. Den be= Staatsgewalt. Alle Anklagereden beginnen mit een

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Uumer 270.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 9. November 1913.
Seite V.
Lnderſehung der Berdachtsmomene gegen andere fnaher Zuluſt in Dienſt geſteltwerden und damit dieſes dringen konnten, ſcher Verbindung mit ihren Kamilen
ſpen den Schluß, daß, wenn die anderen unſchuldig bedeutende bisher brachliegende Kapital verwertet wird, abgeſchnitten, haben ſie, die Aerzte mit eingeſchloſſen, alle
ſellis ſchuldig iſt. Die freiwilligen Detektive haben ſind wir wohl berechtigt, anzunehmen, daß auch in weni= Demütigungen und Leiden erdulden müſſen, die raffinierte
hehängnisvolle Rolle geſpielt. Es liegt kein raffi= ger günſtigen Zeiten die Reſultate unſerer Arbeit unſere Grauſankeit erſinnen konnte. Das ſind die traurigſten
Schritt von Juden, ſondern ein dummer Schritt Aktionäre zufriedenſtellen werden Beſonders bemerken Erinnerungen, Exzellenz, welche die kriegsgefangenen bul=
n
. gen Reporters Braſul vor, der die Dankbarkeit möchte ich in dieſem Zuſammenhang noch, daß unſerem gariſchen Offiziere aus dem modernen Griechenland nach
ſläger verdient Wir ſitzen hier monatelang, nicht! Dampfer Imperator, deſſen Schweſterſchiff Vaterland, Haufe nehmen. gez. Major Lazaroff, ehemaliger Kom=
sseilis
, ſondern wegen Braſul. Man legt den Tal= auf der Werft von Blohm u. Voß ſeiner Vollendung ent= mandant der Garniſon Saloniki.
ſſſegen die Juden aus. Wenn beiſpielsweiſe in gegengeht einen vollen großen Erfolg trotz mancher Ver=
auf
Grund des Evangeliums Ruſſen beſchuldigt ſuche, ihn zu diskreditieren, beſchieden worden iſt, ſowohl
würden wir uns auch getroffen fühlen.
in der Beliebtheit beim reiſenden Publikum, wie auch in
* Athen, 8. Nov. Die Agence d’Athenes bezeichnet
Verteidiger Gruſenberg nannte Beilis einen Sün= der finanziellen Rentabilität. Maßgebend für dieſen An= die Meldungen aus Sofia über die unmenſchliche
ſt der für die Irrtümer und Fehler der ganzen Welt trag auf Erhöhung des Stammkapitals war neben den Behandlung bulgariſcher Kriegsgefange=
firr
die Unterſuchung der Polizei und des Gerichts, Anforderungen, die der ſtändig wachſende Verkehr an ſich ner, ſowie der bulgariſchen Bevölkerung in den neuer=
r
die Anklagen gegen die Verwandten des ſtellt, auch der Grund geweſen, die finanzielle Lage un= worbenen griechiſchen Gebieten als durchaus unbe=
Die Geſamtſpuren des Verbrechens führen nicht ſerer Geſellſchaft möglichſt leiſtungsfähig zu erhalten=
gründet
und betont, daß im Gegenteil die Haltung der
Fabrik Zaitzeff, ſondern nach der Wohnung von
Die Gelddispoſition in einem großen Reedereibetrieb bulgariſchen Behörden gegenüber der griechiſchen Bevölke=
ſteljak
. Der Redner unterſtrich die Tatſache, daß iſt keineswegs einfach, ſie wird beſonders erſchwert durch rung, namentlich in Tanthi und Gümüldſchina, ſowie in
haatsanwalt und Zamyslowsky in der Bezeichnung den Umſtand, daß mit der wachſenden Größe der Schiffe anderen Teilen Thraziens Anlaß zu berechtigten Beſchwer=
ihre
Bauzeit immer länger wird, ſo daß ſie ſich heute ſchon den gäbe.
Etoortes des Verbrechens ſich widerſprächen.
etersburg, 8. Nov. Wie verlautet, ſind von bis über drei Jahre für die ſehr großen Dampfer erſtreckt.
* Wien, 8. Nov. Der Neuen Freien Preſſe wird
Aus alle Gouverneure des Weſtgebietes telegraphiſch Dabei hat man aber mit einem unſicheren Faktor zu aus Konſtantinopel gemeldet: Der Miniſter des
rechnen, das iſt der Gewinnüberſchuß kommender Jahre. Innern ermächtiate den Korreſpondenten des genannten
ſſſif ſen worden, alle Maßregeln gegen jeg=
Ulnruhen zu treffen. Beſonders ſtrenge Anwei= Daher hat unſere Geſellſchaft ſich vorſichtigerweiſe dazu Blattes zu der Meldung, daß griechiſch=türkiſche
Ur ſhat der Kiewer Generalgouverneur Tripow erhal= verſtehen müſſen, ſich größere Bar=Reſerven zu erhalten, Differenzen nicht beſtänden. Entſprechende
Aipow ſoll beim Leſen der Depeſchen, die ihn für als in früheren Jahren, um ſo dem ſtark gewachſenen Inſtruktionen ſeien an die türkiſchen Delegierten abgegan=
A Unruhen verantwortlich machen, geweint haben.Schiffbauprogramm eine ſolide Unterlage zu geben. Wir gen. Der Friede werde im Laufe der Woche unterzeichnet.
wollten ſchon an die letzte ordentliche Generalverſamm=
* Athen, 8. Nov. Da die türkiſchen Delegier=
lung
mit einem ſolchen Antrag herantreten. Wir haben
aber dann davon abgeſehen, weil wir die politiſche Be=ten den Miniſter des Aeußern benachrichtigten, daß ſie die
Luftfahrt.
unruhigung und die Balkanwirren vorübergehen laſſen ſerwarteten Inſtruktionenerhalten hätten, be=
ſhie
Pegoudſchen Flugtermine in Frank= wollten und weil wir eine Entſpannung des Geldmarktes raumte Pamas heute nachmittag eine Sitzung zur
M. ſind immer noch nicht beſtimmt, da es trotz abwarten wollen. Dieſe, ſowie eine politiſche Beruhigung Wiederaufnahme der Unterhandlungen an.
ſanühungen des Prinzen Heinrich nicht geglückt iſt, iſt inzwiſchen eingetreten, trotzdem allerdings eine nicht Inzwiſchen beſtand er jedoch darauf, daß ihm die katego=
lieger
von ſeinen Brüſſeler Verpflichtungen zu be=vorauszuſehende unluſtige Börſenſtimmung. Die Börſe iſt riſche Verſicherung gegeben würde daß die türkiſchen
Nach den erſten Dispoſitionen blieben ſonach als eben unüberſehbar. Konnte ſie ſich im vorigen Jahre trotz Unterhändler auch tatſächlich alle Inſtruktionen erhalten
Aſlage Sonntag, 16. und Montag, 17. Novemberder Verſchärſung der politiſchen Lage und der Zuſpitzung hätten, um neue Verzögerungen zu vermeiden. Man
Aber auch das iſt noch nicht beſtimmt, man will der Geldmarktverhältniſſe nicht genug tun in der Herauf= glaubt zu wiſſen, daß Ghalib Bey dem Miniſter des Aeu=
ſetzung
der Kurſe und namentlich in der Steigerung der ßern eine Note aus Konſtantinopel vorlegen wird, in der
Au evtl. an zwei Wochentagen auſtreten laſſen.
Aktien einzelner Reedereien bis in phantaſtiſche Höhe, ſo die Beſchlüſſe der Pforte bezeichnet ſind, die von denen
ſParis, 8. Nov. Der Sportausſchuß für Luft=
Afihrt und Flugweſen verfügte, daß der Flieger Guil=ſcheint jetzt an die Stelle eines übermäßigen Optimismus der griechiſchen Regierung abweichen. Zu dieſem Be=
ein
ebenſo übertriebener, durch Börſenmanöver durchſich= ſchlüſſen gehört auch die Forderung der türkiſchen Regie=
ſtr
,i der bei ſeinem Fluge um den Pommery=Pokal an=
tigſter
Art geſchaffener Peſſimismus getreten zu ſein. Hier=rung, die griechiſche Regierung ſolle die Tekef, Moſcheen
der Ortſchaft Brakel das um 50 Kilometer weiter von ſollten ſich die ernſthaften Aktionäre unſerer Geſell= und Privatperſonen, die bisher aus Vakufeinkünften leb=
ſene
Bräkel als Landungspunkt angegeben hatte, zehn ſchaft nicht beinfluſſen laſſen, ebenſo wenig, wie ihre Ver= ten, unterſtützen.
ſiel lang an keinem Wettflug teilnehmen dürfe.
waltung ſich dadurch davon abbringen laſſen kann, das
Konſtantinopel, 8. Nov. Die Meldung, daß durchzuführen, was ſie meint im Intereſſe der Geſellſchaft
Darmſtadt, 9. November.
ſſefranzöſiſche Flieger Daucourt auf ſeinem Flug nicht länger aufſchieben zu können. Ich meine, unſere
* Der Phonola=Klavier=Abend des Herrn Richafd
Kairo am Donnerstag auf dem Flugfelde von Aktionäre haben durchaus Urſache, mit den Reſultaten der
.5Steſano gelandet ſei, war nicht richtig. Das Hamburg-Amerika=Linie zufrieden zu ſein, und ich möchte Lamp=Leipzig, der geſtern im Saale der VVereinigten
tzaug, welches hier landete, war, laut Berliner Tage= hinzufügen, daß unſere Geſellſchaft auch im gegenwärti= Geſellſchaft unter Mitwirkung von Herrn Fritz Saphir=
ſl
zin türkiſcher Aeroplan, der mit zwei Offizieren be= gen Jahre eine ſehr erfreuliche Entwickelung genommen Wien (Cello) ſtattfand war ſehr zahlreich beſucht. Es
kamen zum Vortrag: DAlbert: Suite, Gavotte und Mu=
A war. Die Militärflieger, die von der nach Tau= hat, nicht nur in bezug auf die Ausdehnung des Verkehrs, ſette, nach dem Original von Th. Szanto; Braga: Der
ſen zählenden Menſchenmenge im, erſten Augenblick ſondern ebenſo hinſichtlich der Erträgniſſe, welche diejeni= Englel Lied, Cello mit Phonolabegleitung und Brahms:
kaaucdurt und ſein Begleiter Rour gehalten worden gen des letzten vorzüglichen Geſchäftsjahres weit über=
Walzer, Opus 39, nach dem Spiel von Joſ. Weiß; Elgar
un fanden ſtürmiſche Begrüßung. Die Menge war= trafen. Wir werden daher in der Lage ſein, bei reichlichen E.: Salut damour, Cello mit Phonolabegleitung, und
ſalbss zum Anbruch der Dunkelheit vergeblich auf dieAbſchreibungen und bedeutenden Rückſtellungen mindeſtens Rubinſtein: Feramors Lichtertanz der Bräute von Kaſch=
uſiſchen
Flieger.
die gleiche Dividende wie für das Vorjahr zu verteilen. mir, nach Raoul v. Koczalski; Chopin: Fantaſie bril=
Trotzdem legen wir Wert darauf, daß die jungen Aktien lante, Opus 49, nach E. Sauer: Rubinſtein=Popper:
den Aktionären billig angeboten werden, und unſere Aktio= Melodie Opus 3, Nr. 1, Cello mit Phonolabegleitung, und
Sport, Spiel und Turnen.
näre ſollen ſich unter dieſen Umſtänden die Gelegenheit Liſzt: Rhapſodie hongroiſe Nr. 2. Original=Cadence
Pferdeſport. Rennen zu Saint=Cloud, nicht entgehen laſſen, billig neue Aktien zu den alten zu Cortot, nach Cortot. Der an dem Perzina=Konzertflüger
o Prix des Lauriers; 3000 Francs: 1. M. Goud=legen, da die Geſellſchaft heute durch ihre Abſchreibungen angeſchloſſene Apparat leiſtete wieder vorzügliches unter
E Fille à Papa (O=Neill), 2. La Parigote, 3. Torch. und Reſerveſtellungen aller Art konfolidierter daſteht, als den Händen des hier ſchon beſtens bekannten Künſtlers.
A 2, 15. 31:10. Prix de la Fontaine; 5000 Francs: lange zuvor. Nach längerer Diskuſſion in der außer= Sehr intereſſant waren die Cello=Vorträge, zu denen ſich
we P. Machados Patrick (O'Neill), 2. Chut, 3. Cha=ordentlichen Generalverſammlung der Hapag, in der Ge= das Phonola auch als Begleitinſtrument durchaus be=
Croß. 131:10: 31, 12.10. Prir des Chataigniers; neraldirektor Ballin erklärte, daß die Verhandlungen währte.
Franes: 1. R. Lebyliers Le Baladeur (Gauthier), mit Bremen günſtig fortſchreiten, daß über die Betei=
Alan Nibor, 3. Demon. 73110; 29 21, 40110. Prix ligung der Hapag am nordatlantiſchen Pool zwiſchen
Perce=Neige; 3000 Francs: 1. J. Linkers La Gan= Hamburg und Bremen keine Meinungsverſchiedenheiten
Letzte Nachrichten.
(Hobbs), 2. Coſta Rica II, 3. Piffaudiere. 82:10; beſtehen, und daß die Poolverhandlungen im allgemeinen
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
Mk. 10 Prir du Brouillard; 5000 Francs: 1. C. W. günſtig fortſchreiten, wurde der Antrag der Verſamm=
Liuas Courtiſan II (G. Clout) 2. Cyrinus, 3. Caran= lung auf eine Erhöhung des Aktienkapitals
* Berlin, 8. Nov. Wie man erfährt, geſtattete
167310; 21./27, 30110. Prix des Ramres: 4000um 30 Millionen Mark auf 180 Millionen der Regierungspräſident von Schleswig den Gebrauch
m: 1. Edmönd Blancs Sur le Nil (G. Stern), 2. Mark mit ſämtlichen 77 220 anweſenden der norwegiſchen Sprache bei einem vom Polar=
Uung Boy, 3. Charmozine. 47110; 16, 39, 22:10.
Stimmen durch Zurufangenommen.
forſcher Roald Amundſen in Flensburg geplanten
Vortrag auf eine Anweiſung des Miniſters des Innern.
* Lawn=Tennis=Weltmeiſterſchaften. Stockholm,
ſtavv. Die Lawn=Tennis=Weltmeiſter=
* Berlin, 8. Nov. Die Unruhen im Neu= Ka=
ſti
tskämpfe auf gedecktem Spielplatz wurden heute
meruner Bezirk Sembe ſind nach ſoeben aus Buca
Die Vereidigung der Truppen der
ön det. Das gemiſchte Doppelſpiel gewannen die
eingegangenen drahtlichen Nachrichten des Gouvernements
hnoſen Madame Fenwick=Deeugis gegen das ſchwe=
Münchener Garniſon.
beendet. Wie der Bezirksleiter von Jukaduma, Aſſeſſor
de: Paar Frau Fick=Setterwall. Im Herren=Einzelſpiel
* München, 8. Nov. Die ſämtlichen Trup= Heym, dem Gouvernement berichtete, gelang es, den
ſel der Auſtralier Wilding mit 577, 6:2, 63. 6.1 gegen pen des Standortes München wurden heute Widerſtand des Ebaſtammes durch die Einnahme von
FFranzoſen Germot. In einem Match zwiſchen dem mittag auf dem Hofe der Kaſernen, auf denen die Flaggen vier ſtark befeſtigten Stellungen und hartnäckig verteidig=
litſtchen
Bergmann und dem Franzoſen Germot ſiegte wehten, auf den neuen König Ludwig III. vereidigt. ten Bergdörfern zu brechen. Hierbei fielen zwei
Alener mit 63, 6:1, 6:4.
Zu dem feierlichen Vereidigungsakte beim 2. Infanterie= Polizeiſoldaten, drei wurden verwundet. Alle
Regiment Kronprinz, deſſen Regimentskommandeur Häuptlinge des Sembebezirkes erſchienen zum Zeichen der
Prinz Franz iſt, hatten ſich auf dem Kaſernenhofe der Ge= Unterwerfung auf der Station.
neraloberſt der Infanterie, Kronprinz Rupprecht,
Handel und Verkehr.
* Potsdam, 8. Nov. Heute vormittag gegen 11 Uhr
der nunmehrige Inhaber des Regiments, eingefunden. Er
4. Hamburg, 8 Nov. In der heutigen außer= ſchritt vor der Vereidigung mit dem Kommandeur die überfuhr, wie ſchon gemeldet, das Automobil des
hrntlichen Generalverſammlung der Front der Truppen ab und wendete ſich nach ihrer Ver=Prinzen Friedrich Leopold (Sohn) in der Jun=
Am burg=Amerika=Linie begründete der Vor= eidigung mit einer kernigen Anſprache an das Regiment, kerſtraße in Potsdam ein kleines Mädchen. Das Auto=
ſſitunge
des Aufſichtsrates Mar Schinkel, den Antrag der in der er unter anderem ſagte: Kameraden! Seit übermobil wich in langſamem Tempo einem Wagen aus, als
Aſelſſchaft, das Aktienkapital um 30 Millionen 50 Jahren hat das Regiment, das auf eine mehr als 200= plötzlich hinter dem Wagen das vierjährige Töchterchen
180 Millionen zu erhöhen, mit folgenden jährige Vergangenheit zurückblickt, keinen Inhaber mehr des Schneidermeiſters Kirſch quer über die Straße lief=
Phen: Namens der Verwaltung der Hapag habe ich beſeſſen. Heute, wo ich das erſte Mal als der Inhaber des Der Führer des Automobils verſuchte vergebens noch
le den Antrag auf eine Erhöhung des gegenwärtigen Regiments vor euch trete, erinnere ich mich gern der Zeit, rechtzeitig auszubiegen, das Kind wurde vom Automobil
lemmkapitals von 150 Millionen Mark auf 180 Millionen wo ich als Oberſt einſt an der Spitze des Regiments ge= erfaßt und beiſeite geſchleudert. Der Prinz nahm ſich
ſert vor Ihnen zu vertreten. Dieſer Antrag hat auf ſtanden, und bei dem ich meine militäriſche Laufbahn be= ſofort des verletzten Kindes an und ließ es umgehend in
magen Seiten ein gewiſſes Unbehagen erregt. Soweit gonnen habe. Das Regiment hat ſich als eines der älte= ſeinem Automobil in das St. Joſephs=Krankenhaus nach
, auf Gerüchten von tendenziöſem Urſprung beruht, ſten bayeriſchen Regimenter in Schlachten und Gefechten in Sansſonei bringen. Der Prinz erſchien dann ſelber im
kaſf es keiner Beachtung, ſoweit es ſich aber auf einen ruhmreicher Weiſe hervorgetan und viele eurer Väter und Krankenhauſe, um Erkundigungen über das Befinden des
Arunſerer Aktionäre ausgedehnt haben ſollte, verdient Vorfahren haben in dem Regiment mit Ehren gedient. Kindes einzuziehen. Das Kind erlag bald nach der Ein=
talle
Beachtung. Ich möchte daher in der Begründung Möget ihr euch ihnen würdig erweiſen und möget ihr dem lieferung in das Krankenhaus ſeinen Verletzungen. Die
ltenes Antrages etwas weiter ausholen. Verurſacht iſt Beiſpiel, das ſie euch gaben, eingedenk ſein im Hinblick Schuld an dem Unfall trifft nach der Angabe von Augen=
(Kapitalbedarf nicht etwa durch ſchlechten Geſchäfts= auf den Fahneneid, den ihr geſchworen. Zum Gelöbnis zeugen in keiner Weiſe den Chauffeur, da das Kind trotz
leg. ſordern im Gegenteil durch die außer= der unwandelbaren Bayerntreue gegenüber dem oberſten mehrfacher Signale mit der Hupe in das Automobil
Udientlich befriedigende Entwickelung Kriegsherrn, ſtimmet mit mir in den Ruf ein: Der hineinlief.
Uſerer Geſellſchaft und den dadurch hervorge= oberſte Kriegsherr, Seine Majeſtät König Ludwig III.,
* Königswuſterhauſen, 8. Nov. Der König von
enen, ſehr ſtarken Bedarf an Schiffsmaterial. Wie hurra! Kräftig ſtimmten die Truppen in den Ruf ein Sachſen, der mit dem General à la suite von Tetten=
ning
wir in der Lage geweſen ſind, den Anforderungen und die Regimentsmuſik intonierte: Heil unſerm König, born im Salonwagen im Laufe der Nacht hier angekom=
Werkehrs zu genügen, mögen Sie daraus erſehen, daß Heil! Dann folgte ein Vorbeimarſch der Truppen vor men war, hat ſich heute früh 8 Uhr 25 Minuten mittels
t iſim Verlaufe dieſes Jahres trotz der Vergrößerung dem Kronprinzen, der ſich darauf das Offizierkorps vor= kaiſerlichen Automobils nach dem Jagdſchloß begeben, wo
tener Flotte nicht weniger als 124 Reiſen mit! ſtellen ließ. Gegen ½1 Uhr war die militäriſche Feierdas Frühſtück eingenommen wurde Prinz Eitel
ſſeunden Schiffen auszuführen hatten, die wir mit zu Ende.
Friedrich iſt heute früh ebenfalls eingetroffen.
hen Koſten ermieten mußten, und die uns nicht in den
* Königswuſterhauſen, 8. Nov. Der Kaiſer gelei=
und geſetzt haben, den Anforderungen unſerer Verlader
tete nach der Abendtafel den König von Sachſen
imer ſo zu entſprechen, wie wir es ſelbſt gewünſcht hät=
Vom Balkan.
zur Bahn und begab ſich dann nach dem Neuen Palais.
Bei der Kritik unſeres heutigen Antrages hat allch
Die Behandlung kriegsgefangener bulgariſcher Offiziere Der König von Sachſen reiſte um 9,25 Uhr ab, ebenſo die
UAmſtand eine Rolle geſpielt, daß die allgemeine Markt=
anderen
Jagdgäſte. Fürſt zu Fürſtenberg folgte einer Ein=
in
Griechenland.
tel bei der Schiffahrt gegenwärtig nicht mehr ſo roſig
* Sofia, 7. Nov. Die von den in Griechenland ladung ins Neue Palais.
hieint, als vor einiger Zeit. Es iſt ſelbſtverſtändlich,
* Karlsruhe, 8. Nov. Der Präſident des Verwal=
die
Verwaltung der Hamburg-Amerika=Linie auch kriegsgefangen geweſenen bulgariſchen Offizieren an Veni=
eſeits
in Betracht gezogen hat, daß wir nicht dauernd zelos geſandte Proteſterklärung hat folgenden tungsgerichtshofes Wirkl. Geheimer Rat Dr. Ferdinand
ſt heiner Hochkonjunktur rechnen können, aber demgegen= Wortlaut: Die kriegsgefangenen bulgariſchen Lewald hat um ſeine Verſetzung in den
ler fällt einerſeits ins Gewicht, daß eine Hochkonjunktur Offiziere der Garniſon Saloniki beeilen ſich, nachdem Ruheſtand nachgeſucht.
lerdie jetzige uns zu der überaus koſtſpieligen, umfang= ſie in das Vaterland heimgekehrt ſind, bei Eurer Erzellenz
* München, 8. Nov. Das Königspaar emp=
chrn
Verwendung fremden Schiffsmaterials zwingt, heftigſten Proteſt zu erheben über die unmenſchliche Art
dererſeits der Umſtand, daß wir für die großen Schiffs= und Weiſe, in der ſie während der Gefangenſchaft in Grie=fing heute nachmittag um 2½ Uhr in der Reſidenz die
ubauten, die demnächſt ihrer Vollendung entgegenſehen, chenland behandelt wurden. Des Gepäckes und größten= hier beglaubigten Chefs der diplomatiſchen Miſſionen in
ſeim im laufenden Jahre die Summe von 70 Millionen teils auch des Geldes veraubt, in mittelalterliche Ge= Andienz, welcher auch der Staatsminiſter des Königlichen
amk (alſo faſt die Hälfte unſeres gegenwärtigen Stamm= fängniſſe geworfen, lebendig begraben in den Kerkern des Hauſes und Miniſter des Aeußern, Dr. Freiherr v. Hert=
bitrals
) ausgezahlt haben. Wenn dieſe Neubauten in Forts Nauplie, in die weder Luft noch Lichtſtrahlen ein= ling beiwohnten. Der Nuntius Fürbringer hielt eine An=

[ ][  ][ ]

Nummer 2
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 9. November 1913.
Seite 8.
Aus dem Geſchäftsleben.
ſprache, in der er dem Königepaar die Glickwünſche des
Amtlicher Wetterbericht.
Man ſchreibt uns aus Mannheim: Der i
diplomatiſchen Korps übermittelte. Nachdem der König
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Stadt Leipzig hat beſchloſſen, auch für den zweittal
dem Nuntius gedankt hatte, wurden auch die Damen der
Das geſtern über der Nordſee liegende Tief hat durch Jahre 1914 einzuſtellenden Automobil= Feuerlliſ
Diplomaten vom Königspaar empfangen.
* München, 8. Nov. Seitens des Finanzminiſteriums ein bei England erſchienenes neues Tief Zuzug erhalten. Benz=Gaggenau=Fahrzeuge zu verina
iſt eine Nachtragsforderung zum Etat des Wir haben im ſüdlichen Randgebiete dieſer Depreſſionen Der bereits in dieſem Jahre gelieferte Benz=Gag
Feuerlöſchzug‟
war auf der Feuerwache der
Kgl. Hofes für Apanagen im Landtag einge= trübes und regneriſches Wetter zu erwarten.
Ausſichten in Heſſen für Sonntag, 9. November: nationalen Baufach=Ausſtellung untergebracht umſt
bracht worden, die infolge der Beendigung der Regent=
ſchaft
und der Thronbeſteigung König Ludwig III. einen Meiſt trüb geringe Niederſchläge, keine Temperaturver= allgemeine Bewunderung. Dieſer bedeutende
aus jüngſter Zeit iſt ein erneuter Beweis für die=
verfaſſungsmäßigen
Beſtandteil der Zivilliſte bildet. Dieſe änderung, weſtliche Winde.
ordentliche Leiſtungsfähigkeit der Benz=Gaggenau
Nachtragsforderung einbegeiffen, beziffert ſich die Geſamt=
mobil
=Feuerzeuge.
forderung für die Erhöhung der Zivilliſte auf rund
1400 000 Mark. In der erſten dem Landtag zugegange=
nen
Vorlage werden zur Erhöhung der Zivilliſte 1 168950
Gottesdienſtliche Anzeige.
Das Aupfeld-Phonola
Mark gefordert, ſo daß das Mehr dieſer Nachtragsforde=
Gemeinde gläubig getauſter Chriſten (Waptiſten),
rung ſich auf rund 230 000 Mark beziffert. Es erreicht
ſtraße 17: Sonntag, den 9. Nov., vorm. um 9½
nicht den vollen Betrag der verfaſſungsmäßigen Apana=
Piano
Bibel= und Gebetſtunde. Vorm. um 10½ Uhr:
gen, ſondern nur etwa die Hälfte davon.
tagsſchule. Nachm. um 4 Uhr: Gottesdienl
kann auf den
* Köln, 8. Nov Der Gattenmörder Reuter
Predigt. Abends um 6 Uhr: Jugendverein.
wurde heute vom Schwurgericht zum Tode verur=
woch
, den 12. Nov., abends um 8½ Uhr: Bibelbeſproiſſ
Tasten oder mitte lsN
teilt. Er hatte ſeine von ihm getrennt lebende Ehefrau
eingebauter Phonola ge-
zu
einer Unterredung bewogen, ſie mit einem Stein er=
ſchlagen
und dann den Leichnam auf die Schienen gelegt,
spielt werden. Wer früher nieN
um einen Selbſtmord vorzutäuſchen.
* Wien, 8. Nov. Heute iſt beim Handelsgericht als eine Taste berührte, vermag jetzt
Todes=Anzeige.
Falles, was die Musikliteratur bietet,
Kuratelbehörde vom Kurator der Südbahnprioritäre Dr
Groß, das Geſuch um Genehmigung des mit der Süd=
künstlerisch
vollendet selbst zu spielen. 7
bahn getroffenen Uebereinkommens über=
Heute abend verſchied zu Darmſtadt un
Vorführung bzw. Broschüre bereit-/
reicht worden, auf Grund deſſen die am 1. Januar d. J.
erwartet nach längerem Leiden unſere liehs
fällige Verloſung von 18 000 3prozentiger Prioritäten
Nwilligst.- Alleinvertretungℳ/
gute Mutter, Schwiegermutter u. Großmutte
ſiſtiert werden ſoll. Wie in den Vorjahren, wird die Hin=
ausſchiebung
der Verloſung ausgeſprochen werden.
Karl Arnold
* Peſt, 8. Nov. Miniſterpräſident Graf Tisza iſt
Frau Medizinalrat
geſtern abend nach München abgereiſt, wo ſeine Nichte,
Ecke Erbacherstrasse
Gräſin Etelka Bethlen plötzlich geſtorben iſt.
nächst dem
* Paris, 8. Nov. Der Finanzminiſter ge=
Schwimmbad. 7
Dr. Küchler
denkt vor den Parlamentsferien den eingebrachten Geſetz=
entwurf
einer Anleihe von einer Milliarde
*20117
Franes in Obligationen mit zwanzigjähriger
geb. Schreger
Laufzeit zurückzuziehen und einen Entwurf über eine An=
im
64. Lebensjahre.
leihe von 1400 Millionen Obligationen
(2349s
eines anderen Typs einzubringen.
Darmſtadt=Berlin, 7. Nov. 1913,
* Paris, 8. Nov. Die amerikaniſchen Linien=
ſchiffe
Utah und Delaware ſind in Nizza, die
Charlotte Freifrau von Rotsmana
Linienſchiffe Ohio und Vermont in Marſeille an=
C. F. Erb Nachf.
geb. Küchler,
gekommen. Es wurden die üblichen Beſuche ausge=
tauſcht
.
Obere Elisabethenstrasse.
Fritz Freiherr von Rotsmann, Oberſta
* Melun, 8. Nov. Unter den Trümmern des ver=
leutnant
, Flügeladjutant Seiner M
Gutsitzende, moderne Herrenhemden,
unglückten Zuges wurde noch der Oberkörper eines
jeſtät des Kaiſers und Königs, Kon
weiss und farbig, fertig und nach Mass.
Kindes gefunden. Damit beträgt die Geſamtzahl
mandeur des 1. Garde=Feldartillerie
Nachthemden aus Sommer- und Winter-
der
Opfer 41.
Regiments,
stoffen.
* Madrid, 8. Nov. General Azearraga iſt zum
Luiſe Freiin von Rotsmann,
Präſidenten des Senats ernannt worden.
Fritz=Joachim Freiherr von Rotsman
Unterzeuge in Wolle, Halbwolle und
* London, 8. Nov. Lloyd George hielt in
Carl=Georg Freiherr von Rotsma
Baumwolle.
Middlesborrowſtreet eine Rede, in der er den Entwurf
der ſtädtiſchen Bodenreform ſkizzierte. Er
kam auch auf die Rüſtungen zu ſprechen und ſagte unter
Die Einſegnung findet am Montag, 10. N
Besonders zu empfehlen: Osiriswäsche,
anderem, es wäre beſſer für England, Frankreich und Ruß=
12 Uhr 30 nachmittags, im Sterbehauſerll
porös, elastisch, haltbar und weich.
land, wenn ſie die Ausgaben für die Rüſtungen in die
Darmſtadt, Wilhelminenſtr. Nr. 28, die Eil
Nordſee werfen würden, als ſie für ſo fürchterliche Ma=
äſcherung
, ſowie die Beiſetzung in der Still
Fernspr. 728.
Gegr. 1861.
ſchinen und Mordwerkzeuge der Menſchenſchlächterei zu
ſtatt.
verwenden. Ein Land könne das nicht allein, aber alle
zuſammen, beſonders, wenn ſie ſich von gewiſſen Zeitun=
gen
frei machen würden.
as Fortung=Haushaltungsbuch der Nährmittel=
* Concord, 8. Nov. Der Gouverneur von Neuhamp=
ſhire
ordnete die Auslieferung Harry Thaws fabrik Dr. A. Oetker in Bieleſeld, mit vielen nütz=
an
die Neu=Yorker Staatsbehörden an. Der Fall gelangt lichen Notizen und einer Anzahl bewährter Rezepte ver=
ſehen
, iſt in neuer Auflage zum bisherigen Preiſe von
nunmehr vor das Bundesgericht.
Geſtern ½4 Uhr nachmittags verſchöl
50 Pfg. erſchienen. Dieſes ſehr begehrte Buch dient der
* Neu=York, 8. Nov. Nach einer Depeſche aus Pa= Hausfrau zum Anſchreiben ihrer Ausgaben und er=
unſer
guter Vater, Schwiegervater u. Großva
nama ſendet Ecuador den Geſandten in Panama, Car=
möglicht
ſo ſtets die Ausübung einer genauen Kontrolle
cia, nach Europa, um eine Anleihe von 33 Millionen
über den Verbleib des Wirtſchaftsgeldes. Im gleichen
Schreinermeister
Dollar, hauptſächlich für den Bau von Eiſenbahnen im Verlage erſchien auch Dr. Oetker’s Schul=Kochbuch,
Innern der Republik, aufzunehmen.
ein vollſtändiges bürgerliches Kochbuch im Preiſe von
20, 30 und 40 Pfg. je nach Ausſtattung. Bei Ein=
ſendung
des Betrages (auch in Briefmarken) an die
Heinrich Heu
HB. Berlin, 8. Nov. Bei den Verhandlungen über Nährmittelfabrik Dr. A. Oetker, Bielefeld, erfolgt die
die Zuſammenſetzung der Kommiſſion zur Zuſendung der gewünſchten Bücher Franko.
Prüfung der Rüſtungslieferungen wurde
in faſt vollendetem 72. Lebensjahre.
von ſozialdemokratiſcher Seite der Abgeordnete Dr. Lieb=
Dampfernachrichten.
knecht neben dem Abgeordneten Noske als Mitglied vor=
Darmſtadt, den 8. November 1913.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
geſchlagen. Der Abgeordnete Noske wurde angenommen,
gegen die Berufung des Abgeordneten Liebknecht erhob Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Dorothee Gilbert, geb. He
der Reichskanzler Bedenken wegen der prononeierten Stel=Nordamerika: Amerika nach Neu=York, 7. Nov.
lung dieſes Abgeordneten gerade in dieſer Angelegenheit, 1 6 Uhr morgens Dover paſſiert. Calabria, von Sa=
Karl Gilbert,
und die ſozialdemokratiſche Partei iſt vom Reichsamte des vannah kommend, 6. Nov. 8 Uhr 30 Min. abends in
nebst 2 Enkelkindern.
Innern aufgefordert worden, einen anderen Herrn zu er= Hamburg. Graf Walderſee‟ von Neu=York kommend,
nennen. Die Antwort der ſozialdemokratiſchen Fraktion 6. Nové. 5 Uhr 45 Min. nachm. auf der Elbe. Ham=
burg
, von Boſton kommend, 5. Nov. 11 Uhr 15 Min.
ſteht noch aus.
Die Beerdigung findet Montag, den 10. Noh
morgens in Boulogne. Imperator, von Neu=York
(Schluß des redaktionellen Teils.)
vormittags 11½ Uhr, von der Friedhofskapelle
kommend, 7. Nop. 6 Uhr 25 Min. morgens Lizard
(*14467
paſſiert. Kaiſerin Auguſte Vietoria 6. Nov. 2 Uhr
aus, ſtatt.
30 Min. nachm. von Neu=York über Eherbourg und
Southampton nach Hamburg. Pallanza nach Neu=
Erſparnis im Haushalt.
York und Newport News, 6. Nov. 3 Uhr 10 Min. nachm.
Wie man ſich einen beſſeren Huſtenſirup als den
Eaſtbourne paſſiert. Prinz Oskar nach Philadelphia,
fertig käuflichen ſelbſt herſtellen und dabei
7 Nov. 5 Uhr 30 Min. morgens Dover paſſiert.
10 Mark erſparen kann.
Weſtindien, Mexiko: Corcovado, von Mexiko kom=
Dankſagung.
Einen ganzen halben Liter Huſtenſirup ſoviel als mend, 5. Nov. nachm. von Havanna über Vigo, San=
man
fertig für 13 Mark bekommt kann man ſich zu tander, Plymouth und Hapre nach Hamburg. Dania
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
Hauſe für ungefähr drei Mark ſelbſt herſtellen.
6. Nov. in Pto. Mexiko. Kronprinzeſſin Ceeilie von
bei dem Hinſcheiden unſeres geliebten Vaters,
Beſchaffen Sie ſich bei Ihrem Apotheker 60 Gramm Mexiko und Havanna kommend, 7. Nov. 8 Uhr 30 Min.
Schwiegervaters und Onkels, des Herrn
dreifach konzentrierten Anſy, miſchen Sie das zu Hauſe morgens auf der Elbe. Steigerwald, von Mexiko und
mit 4 Liter heißem Waſſer und 250 Gramm reinem, ge= Havanna kommend, 6. Nov. 12 Uhr mittags von Ant=
ſtoßenem
Zucker, und rühren Sie das Ganze, bis es voll= werpen nach Hamburg. Ypiranga nach Havanna und
ſtändig aufgelöſt iſt. Davon nimmt man viermal täglich Mexiko, 6. Nov. 3 Uhr nachm. von Santander. Oſt=
Friedrich Enes
einen bis zwei Eßlöffel voll. Dies verſchafft ſofortige aſien: Andaluſia 6. Nov, in Tſingtau, ausgehend.
Linderung und überwindet gewöhnlich in 24 Stunden Bayern 6. Nov. nachm. in Singapore, ausgehend.
ſagen wir Allen, insbeſondere dem Herrn Pfarrer
ſelbſt den hartnäckigſten Huſten; die zwei= bis dreitägigeC. Ferd. Laeiszu 5. Nov. in Vancouoer, ausgehend.
für die troſtreiche Grabrede, den verehrten Vereinen
Behandlung iſt ein vorzügliches Vorbeugungsmittel gegen Macedonia 5. Nov. 5 Uhr nachm. von Moji nach
und Korporationen, Stammgäſten, Freunden und
Inſluenzanfälle. Der fertige Sirup iſt angenehm zu Schanghai. O. J. D. Ahlers 6. Nov. morgens in
Allen, die uns bei dem ſchweren Verluſte teil=
nehmen
und hat ſich bei allen Beſchwerden der Atmungs= Antwerpen. Scandia 6. Nov. 7 Uhr abends von
nehmend zur Seite ſtanden, unſeren innigſten
wege ſehr bewährt. Seiner nährenden Eigenſchaften Hapre nach Hamburg.
(B23457
Holland=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Dank.
wegen wird er in Fällen großer Ermattung nach überſtan=
Vertreter Aug. Cellarius in Darmſtadt, Bleichſtr. 53.
dener Krankheit beſonders warm empfohlen.
Die tieſtrauernden Hinterbliebenen.
Wenn Sie zur Apotheke ſchicken, dann vergeſſen Sie Rotterdam 30. Okt. nachm. in Rotterdam eingetroffen.
nicht, daß Sie den dreifach konzentrierten Anfy haben Nieuw Amſterdam 4. Nov. vorm. von Neu=York ab=
miſen
. Das Rezept iſt ſchon öſters empfohlen wor=gegangen. Noordam‟ 4. Nov. nachm. in Neu=York ein=
Darmſtadt, im November 1913.
den, die Nachfrage bei den Apothekern iſt daher eine getroffen. Ryndam 2. Nov. 11 Uhr vorm. Lizard paſſiert.
VIII,23437 Potsdam 28. Okt. vorm. von Neu=York abgegangen.
ſehr große.

2
(23440a
Das Bier für die Familie. Unerreicht in seiner Wohlbekömmlichkeit.

(Rmmet

[ ][  ][ ]

ſu mmer 270.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 9. November 1913.
Seite 9.
Dankſagung.
Für die wohltuende Teilnahme, die
mir bei dem Tode meiner lieben
Todes-Anzeige.
Schweſter ſo überreich erwieſen worden
iſt, ſage ich tiefgefühlteſten Dank.
Heute früh entschlief sanft nach schwerem Leiden mein
Darmſtadt, den 8. November 1913.
guter Mann, unser treubesorgter Vater, Bruder, Schwiegervater,
Auguste Wachter.
Grossvater, Schwager und Onkel
(*14488)
Herr Stadtverordneter
Tageskalender.
Sonntag, 9. November.
Großh. Hoftheater. Anfang 2½ Uhr, Ende nach
4½ Uhr (Volksvorſtellung, außer Abonnement): Die
fünf Frankfurter Abendvorſtellung: Anfang 7 Uhr,
Ende gegen 9¾ Uhr (Ab. C): Rigoletto
Vorſtellungen um 4 und 8¼ Uhr im Orpheum.

Hooder Raibtuse
Deutſcher Abend um 6 Uhr im Saalbau (Allg.
deutſcher Schulverein)
Jahresfeſt des Chriſtlichen Vereins junger Männer
Wartburg um ½8 Uhr im Feierabend
im Alter von 67 Jahren.
Familienabend des Darmſtädter Männergeſangver=
eins
um 4 Uhr im Fürſtenſaal
Unterhaltungsabend zum Beſten eines Taub=
ſtummenheims
um 8 Uhr im Kaiſerſaal.
Abendunterhaltung des Geſangvereins Olym=
Im Namen der Hinterbliebenen:
pia um 4 Uhr im Mathildenhöhſaal
Stiftungsfeſt des 1. allgemeinen Kaninchenzuchtver=
eins
im Reſtaurant Zur Roſenhöhe‟
Marie Kalbfuss,
Schauturnen der Turngemeinde Darmſtadt um 3 Uhr.
Konzerte: Ludwigshöhe um 3½ Uhr. Rummel=
geb
. Hickel.
bräu um 4 Uhr. Britannia=Hotel um 7½ Uhr.
Café Metropole um 4 und 8 Uhr. Hanauer Hof um
4 Uhr.
Wanderung des Odenwaldklubs nach Worms (Ab=
Darmstadt, den 8. November 1913.
(23448
fahrt 7.50 Uhr).
Tanzkränzchen um 4 Uhr in der Stadt Pfungſtadt.
Druck und Berlage z. 6. Willſch. Soſbuchanterſt=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Die Einsegnung findet am Montag, den 10. November, nachmittags 3 Uhr,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil: Max Streeſe; für den Inſeratenteil,
in der Friedhofskapelle statt, daran anschliessend die Einäscherung.
Inſeratbeilagen und Mitteilungen aus dem Geſchäfts=
leben
: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt. Für den
Kondolenzbesuche dankend verbeten.
redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind an die
Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Die Underwood-Schreibmaschine
brachte der Welt die sichtbare Schrift
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Darmstadt
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gewarnt wird; empfohlen durch die oberſte Schulbehörde.
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Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 9. November 1913.
Nummer 270.

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hardt
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235)

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Kurſe vom 8. November 1913.
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7 Schuckert, Nürnberg . . 147,00 2¾/0 Oeſt. Südb. (Lomb.) 52,20 3½ Frankſ. Hypoth.=Bank
. . . 76,30
3 Raab=Oedenburg
S. 15
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
84,30 4 Wiesbaden . . . . ..
12 Siemens & Halske . 210%
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
4 Kronprinz Rudolfbahn
do.
3½
In Proz. Zf.
Jf.
In Proz. 12 Vergmann Eletr. . . 125,504 Ruſſ. Südweſt. . . . . 84,20
S. 1519, 2126 93,50
Worms . . . . . . . .
Staatspapiere.
89
5 Agentinier . . . . . . . 96,50 10 Deutſch. Ueberſee Electr. 162,20 4½ Moskau=Kaſan . . .
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 95,00 3½
bo.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 99,00
25 Gummi Peter . . .
74,50
do.
85,10
do.
84,004 Liſſabonner v. 1888
3½
do.
3½ Deutſche Reichsanl. . 84.904½ Ehile Gold=Anleihe. 88,5030 Adler=Fahrradwerke
4 Wladichawchas . . . . 85,80 4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,20
3
Kleher.. .
.372,00
do.
Verzinsliche
,
76,255 Chineſ. Staatsanleihe. 96,80
4 Rjäſan Koslow . . . .
84,20
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99,00
Anlehensloſe.
do.
89,0012 Maſchinenf. Badenia 125,00 3 Portugieſ. Eiſenb. . . . 69,70 4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
3½ do. Conſols . .. 84,90 4½ Japaner . . . . . . . 89,5016 Wittener Stahlröhren 125,00
96,60 4 Badiſche . . . Tlr. 100 17800
do.
S. 12, 13, 16 . . ..
8 Steana Romana Petr. 142,40
do. do.
½ Cöln=Mindner , 100
. 67,10
*/0 Livorneſer
S. 14, 15, 17, 24/26
76,205 Innere Mexikaner. . . 72,0015 Zellſtoff Waldhof . . 207,50 3 Salonique=Monaſtir. . 62,00
4 Bad. Staatsanleihe . . 97,70
3 Holl. Komm. . fl. 100 110,90
do.
1823 . . . . . .
36,003 Mabriber . . F5. 100
91,60 4 Gold=Mexikanerv. 1904 73,50 12½ Bad. Zucker= Wag=
do
.
3½
4 Bagdadbahn . . . . . . 79,50 3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
häuſel . .
do.
82,005 Gold=Mexikaner ..
198,004½ Anatoliſche Eiſenb. : 91,60
S. 1 u. 2, 68 . . . 84,20 4 Meininger Pr.=Pfand=
139,00
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 99,003½ Buenos Aires Prov. 65,50 10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 85,00
brieſe . . . . .
4 Miſſouri=Paeiſie . . . 88,30
S. 35 . . . . . . . 84,00
do.
3½
84,10 4 Oeſterr. 1860er Loſe . 177,25
83,701 Aktien inländiſcher
3 Südd. Immobilien . 53,50 4 Northern=Pacific . . . 94,20
S. 911. . . . .
3
do.
75,00 Transportanſtalten.
4 Southern=Paciſic . . . 89,60 4 Meininger Hyp.=Bank 95,00 3 Oldenburger . . . . . . 12900
Bergwerks=Aktien.
4 Hamburger Staatsanl. 97,50
84,00 2½ Raab=Grazer fl. 150
5 St. Louis und San
do.
3½
4 Heſſ. Staatsanleihe . 98,008 Hamb.=Amerika= Paret=
fahrt
. . . . . . . 135,60 10 Aumetz=Friede .
Unverzinsliche
. 151,70
4 Rhein. Hypothek.=Bank
Francisco . . . . .
4 do. do. (unk. 1918) 96,503 Nordd. Lloyd . . . . . 119,00 12 Bochumer Bergb. u.
Anlehensloſe.
5 Tehuantepec . . . . . . 88,00
(unk. 1917) . . 93,40
do.
3½
Gußſt. ..
83,306 Südd. Eiſenb.=Geſell. . 120,25
. . 205,75
3½ do. (unk. 1914). . 83,20 Augsburger. . .
Bank=Aktien.
73,40
do.
e11 Deutſch=Luxemburg.=
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 97,70 Braunſchweiger Tlr. 20 19850
90 Aktien ausländiſcher
10 Bank für elektriſche
76,2
3 Sächſiſche Rente ..
Vergb. . . . . . . 135,.90
85,70Freiburger . . . . Fs. 15
do.
3½
4 Württemb. (unk. 1921) 97,90 Transportanſtalten.
Untern. Zürich . .
Mailänder . . . . Fs. 45
n Gelſenkirchener . . . . 174
v. 1875 91,50 15 Anatol. Eiſenb. 60%
8½ Vergiſch =Märkiſche
do.
Städte=
do
. . . . . Fs. 10 4490
Garpener . . . . . . . 173½
Einz. Mk. 408 . .
Bank . . . . . . . 142,40
Obligationen.
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 96,258 Baltimore und Ohio . 94,00 1 Apnix Bergb. und
Meininger . . . . . fl.
9 Berlin. Handelsgeſ. . . 155,75
1 Griechen v. 1887
Habüttenbetrieb . . . 251,00
Darmſtadt . . . . . . 94,50 Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 586,00
6 Schantungbahn . . . . 119,90
Darmſtädter Bank . 115,253½ do.
do. v. 1858 fl. 100 505,00
4 Italiener Rente . . .
ſchl. Eiſen=Ind.=
12½ Deutſche Bank . . . 246,00
4½ Oeſterr. Silberrente 83,80 6½ Luxemb. Prince Henri 163,00
Frankfurt . . . . . . . 96,30 Ungar. Staats 7 . fl. 100 415,00
Vertreo . . . . . . . 62,00 6 Deutſche Vereinsbank . 117,003½ do.
do. Goldrente . . . 88,2510 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 2
95,80 Benediger . . . . Fs. 30 61,20
2½. 4 Rotterte . . . . . . 150,00 5½ Deutſche Effekt.= und
do. einheitl. Rente . 80,606 Pennſylvania R. R. . 108,80
94,00Türkiſche . . . . Fs. 400 160,40
10 4 Nieuw Aſchersleben
4 Gießen . . . .
W.=Bank . . .
3 Portug. unif. Serie I 61,25 Letzte Induſtrie=
111,403½ do.
85,50 Gold, Silber und
10 fgangenWeſteregeln 185,00 10 Diskonto=Kommandit 182,20 4 Heidelberg . . . . . . 93,50
Aktien.
3 do. unif. Serie III 63,80 Divid.
Banknoten.
5 Sttroffen. t Africa 111½. 8½ Dresdener Bank . . 147,00 3½
3 do. Spezial . . . . 10,001 3 Brauerei Werger.
65,00
do.
85,00 Engl. Sovereigns . . . . 20,44
gotsdam’s=
9½ Frankf. Hypoth.=B. 207,00
5 Rumänier v. 1903 . . 98,40 25 Bad. Anilin= u. Soda=
Karlsruhe . . . . . . . 94,2020 Francs=Stücke . . . . 16,16
. Mitteld. Kreditbank 114,20
ien.
Ob-
Fabrik
559,50
do. v. 1890 . . 92,50
86,00 Amerikaniſche Noten . . . 4,20½
3½
½ do.
b.=Geſ.
Nationalb. f. Deutſchl. 116,00 4 Magdeburg . . . . . .
3½ Sht.
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Engliſche Noten . . . . . 20,46
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do. v. 1902 . . . . 89,8027 Farbwerke Höchſt. . . 593,004 Eliſabereie..
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München . . . . . . . 97,50 Ruſſiſche Noten . . . . .
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Jumnmer 270.
Darmſtädter Tagblatt, Sonmag, den 9. November 1913.
Seite 11.
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Nummer 270.,
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 9. November 1913.
Seite 12.
gabe unſerer Meiſterwerke, dant der ausgezeichneten Apa. f barer Gewim geworden. Die Phonola iſt ein Beiſatt
der Kunſt in der Hand des Laien, ein ausgezeichneter Vzl
rate, noch ſo vollendet ſein.
Den Genuß und die Befriedigung, welche perſönliches mittler perſönlichen Könnens eine Phonola beſitzen, hesn
Spiel gewährt, kann kein Reproduktionsapparat annähernd nicht nur Klavier ſpielen, ſondern das Klavier beherrſchhn
Klavierſpielapparate.
erſetzen, da iſt das Spiel mittels Phonola doch etwas ganz können.
Die Phonola überbrückt den Mangel an Fingerfertt
Ein modernes Thema von . . . . . . . . .
anderes der Phonolaſpieler muß ſpielen, er muß ſeine
keit und Notenkenntnis und ermöglicht dem Muſikfreumg
In den letzten Jahren hört man immer öfter von In= Seele, ſein muſikaliſches Empfinden, dem Inſtrument mit=
ſtrumenten
, welche von ſelbſt Klavier ſpielen oder mittels teilen, das infolge ſeiner wunderbaren Konſtruktion jede ein perſönlich empfundenes Klavierſpiel, ohne große
Regung des perſönlichen Empfindens auf das Klapier übung in künſtleriſch vollendeter Form. In ihrem Weſen
deren man Klavier ſpielen kann. Da iſt vor allen Dingen
überträgt, genau ſo, als wenn man mit der Hand ſpielt. bekundet die Phonola ein völliges Aufgehen ihrer 6
der Name Phonola heute über die ganze Welt bekannt, Die Phonola iſt in Freud’ und Leid ein unerſetzlicher bauer in einer Idee, deren Verwirklichung die Gren
faſt jeder der Intereſſe an der Muſik hat, hat den Namen Freund, all denen, welche ſich ausübend in der Muſik be= linie zwiſchen Technik und Kunſt verwiſcht. Hier ſindod
Phonola ſchon gehört oder geleſen. Es hat ſich jedoch
erkannte Meiſter ihres Faches mit erfinderiſchem Geiſt ad
ſicher nur ein kleiner Teil von all denen, welchen der Name tätigen wollen und die Kunſt des Klavierſpielens mit der Werke geweſen, die in der Phonola das erſte Klavierſpül=
ſozuſagen
geläufig iſt, bisher eingehend informieren kön: Hand gar nicht oder nur mangelhaft erlernt haben.
inſtrument mit ausreichendem Tonumfang ſchufen, woduuch
nen, was ein ſolches Inſtrument eigentlich für ein Ding iſt.
Was uns ergreift und im hochaufſtürmenden Wirbel die originalgetreue Wiedergabe ſelbſt der ſchwierigſtig
Es gibt da vielfach ganz falſche Begriffe über ein ſolches aller Leidenſchaften uns über dieſe erhebt und der Welt Kompoſitionen verbürgt iſt. Die Phonöla läßt ſich an jethts
Inſtrument, z. B. glaubt der eine, das Phonolaſpiel ſei uns entrückend an die Ufer eines ſchöneren Lebens trägt,
Piano und an jeden Flügel bequem anrücken und iſt ſoie
eine ſchwierige Sache, die große Studien erfordert, der an= iſt es nicht die Muſik, die vom Urquell alles Gefühles be= einfach zu behandeln. Man ſetzt zwei Fußtritte in=
dere
iſt wohl der Meinung, die Phonola ſei ein elektriſch lebte Muſik, die ſo wie dieſes in uns ſchwebt ehe es ſich wegung und führt mit der rechten Hand den Tempohebchl
angetriebenes Klavierſpielinſtrument, das, wenn einmal kundgibt, ehe es in der Gießform des Gedankens gerinnt Infolge geſetzlich geſchützter Anordnung können die beidad
der Strom eingeſchaltet iſt, die Klavierſtücke nach dem und erſtarrt? (Liſzt.) Die Muſik ſpricht nicht die Leiden= Nuancierungshebel für Baß und Diskant mit der Uindlit
Originalſpiel unſerer großen Meiſter als Eugen d’Albert, ſchaft, die Sehnſucht dieſes oder jenes Individuums in Hand nach den lecht faßlichen Vortragsbezeichnungen Me
Buſoni, Paderewsky, Backhaus, mechaniſch oder automatiſch dieſer oder jener Lage aus, ſondern die Leidenſchaft die Note gleichzeitig und in nur allen erdenklichen Graden M=
zum
Vortrag bringt, ſo daß man ſich nur in eine Ecke ſetzen Liebe die Sehnſucht ſelbſt, und zwar in den unendlich wegt werden. Ein Hauptmerkmal der Pl/nola iſt
mutz, um zu hören; iſt dann der Vortrag zu Ende, ſo mannigfaltigen Motivierungen, die in der ausſchließlichen leichte Tretweiſe. Die Fußtritte ſind hier nicht nur utt
ſetzt man eine andere Notenrolle ein, drückt auf den Knopf, Eigentümlichkeit der Muſit begründet liegen, jeder anderen ſchöpfer, ſondern haben als Vermittler perſönlichen eu
und das Spiel beginnt von neuem; gewiß, es gibt auch Sprache aber fremd und unausdrückbar ſind. Jeder fühls die ſorgfältigſte Ausbildung erfahren. Die Phl=
ſolche
Inſtrumente, die rein mechaniſch das Spiel unſererſoll und kann nach ſeiner Kraft, ſeiner nola=Trettechnik bedingt ein ſparſames Treten, wodull=
großen
Meiſter vollendet mit allen Feinheiten und Eigen= Fähigkeit und ſeiner Stimmung aus ihr jeder Ermüdung des Spielers vorgebeugt wird
heiten des betreffenden Künſtlers wiedergeben, man hat genießen, was er zu empfinden fähig iſt! Verſtellung zweier Kegel läßt ſich die Phonola entſprechtall
eben nichts zu tun als zu hören, aber das ſind ja (Rich. Wagner.) Das ſind alles Wahrheiten aus dem der Stärke von Baß und Diskant des Klaviers oder Iil
keine Phonolas, gar kein Vergleich! Es liegt doch Munde unſerer großen deutſchen Meiſter, die, richtig er= gels einſtellen, ſo daß die größte Präziſion gewährleiſſt=
klar
auf der Hand, daß der muſikaliſche Menſch, wenn es faßt, manchem zu denken geben werden. Der Drang, ſich iſt. Durch das Zuſammerwirken von Technik und Kum
einigermaßen möglich iſt, ſich auch ausübend in der Muſik ſelbſt muſikaliſch zu betätigen, liegt eben in jedem Men= unterſtützt durch die einfache Spielweiſe, hat die Phonall
betätigen will, der eine ſpielt Zither, der andere ſingt, ſchen und hier iſt den Vielen, die in der Jugend keine Ge= den Gipfel künſtleriſcher Vollendung ereeicht
ſpielt Klavier oder ſonſt ein Inſtrument, und ich darf wohl legenheit hatten, ein Inſtrument zu lernen, oder jetzt durch deutung kann nicht beſſer gekennzeichnet werden als durg
ſagen, demjenigen, welcher ſein Inſtrument ſelbſt ſpielt, die aufreibende Tätigkeit des Berufslebens keine Zeit und den Ausſpruch des verſtorbenen Meiſters Edvard Grie
macht ſein Spiel weit mehr Freude als das Anhören von Gelegenheit zur Uebung auf einem Inſtrument haben, Die Phonola iſt ein Segen für die klavierſpielen
mikaniſch wiedergegebener Muſik und mag die Wieder= durch die ingeniöſe Erfindung der Phonola ein unſchätz= Menſchheit.
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Nummer

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Neummer 270.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 9. November 1913.
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Frau Melodie.
Wirklich?
Wenn Sie ſich jetzt genieren, dann geht’s vor tau=
Roman von Carl Conte Scapinelli.
Ja, ja ich ſchmeichle nicht. Ich ſag’ die Wahrheit!
(Nachdruck verboten.) ſend Leuten noch weniger!
6
Aber nun pauſieren Sie einen Augenblick!
Ach, vor denen geniere ich mich nicht, aber vor
Am nächſten Vormittag, da die Vorfrühlingsſonne in
Ihnen!
Er bat ſie, doch auf dem Sofa Platz zu nehmen und,
ſolldenen Fluten in ſein Arbeitszimmer ſtrömte, trat Fräu=
Ja, warum denn vor mir, Linerl?
ein wenig erſchöpft, wie ſie war, tat ſie es auch. Zum
einn Linerl zur erſten Probe bei ihm ein. Sie hatte noch
Ich weiß net, ſagte ſie. Grad, weil Sie mich halt erſtenmal ſeit den Monaten, die Rittner hier wohnte, kam
nich dem Theater ſummend in der Küche draußen die
kennen!
er mit Linerl in längeres Plaudern, und er fand, daß ſie
ganze Rolle durchgeſprochen und war ganz Feuer und
Ich kenn' Sie eigentlich noch gar nicht. Was weiß ich wirklich dank der guten Behütung durch die Mutter noch
Famme für ihre neue Aufgabe.
denn von Ihnen gar nicht kenne ich Sie. Wildfremd! gar nichts von dem Tone hatte, der unter dem Chor den
Herr Rittner hatte ſofort am Klavier Platz genommen, bin ich Ihnen, denken Sie ſich’s!
Theaterleuten üblich war. In ihr ſchlummerte taſächlich
Di: Partitur aufgeſchlagen und begann zu präludieren.
Und ſie begann noch einmal und es ging ſchon bedeu= der Wunſch, eine große Sängerin zu werden, den ſchon
Dabei betrachtete er wohlgefällig die ſchlanke, junge Mäd=
in
ihrer Kindheit der muſiktreibende Vater in ihre Scele
tend beſſer.
hangeſtalt an ſeiner Seite, die, überflutet vom Sonnenlicht,
gelegt. Sie ſchämte ſich faſt, daß ſie durch die Freundſchaft
Die Stelle, wo die Baronin von ihrer Liebe ſpricht,
in ihrer weißen Bluſe neben ihm ſtand. Wird Sie die
noch einmal da genieren Sie ſich noch ein wenig. Sie Theodors in den Ruf leichtfertiger Theaterdamen kommen
Sonne nicht genieren?
müſſen ſich in ihre Lage ganz hineinleben. Sie erwartet könne.
Nein, nein, ſie wärmt ſo gut und ſtimmt ſo luſtig!
Wiſſen Sie, Herr Kapellmeiſter, ich mach' mir wirk=
den
verſprochenen Bräutigam, und der kommt nicht, liegt
ſaggte ſie.
Dann begann er wieder zu ſpielen: So, da ſetzen Sie derweil in den Armen des Irrwiſches. Sie liebt ihn lich nichts aus dem Herrn Erlinger. Er tut mir nur ein
innig, rein und treu, ſie hat von ſeiner Untreue er= biſſel leid, weil er ſo verliebt iſt und die Mutter denkt
eim. Leiſe noch, klagend faſt, die Tonart gibt ſchon
fahren! Der Schmerz drückt ſich alſo in ihren Beweg= immer an die Zukunft und glaubt, er könnt’ mich heiraten.
dam Anhalt dazu.
Wär’ das Ihr höchſtes Glück? ſragte Rittner.
ungen aus!
Und ſie begann ein wenig zaghaft, aber die weiche
Darüber hab’ ich wirklich noch nicht nachgedacht. Ich
Wie Sie das ſagen! Ja, jetzt verſteh ich’s erſt! Und
Füille ihrer Stimme kam doch prächtig zum Ausdruck.
kann mir überhaupt das Glück net vorſtellen, was einem
tapfer markierte ſie den Schmerz.
Wir ſingen es jetzt erſt einmal vom Blatt. Ich mar=
Bravo, bravo, es geht ſchon. Nun das ganze Lied! der Mann geben ſoll! meinte ſie naiv.
kimere Ihren Partner und dann treten Sie zurück und
Linerl, Linerl, Sie werden ja eine Männerhaſſerin!
Sie haben große Geduld mit mir, Herr Rittner. Ich
afieren die Partie gleichzeitig im Singen. So werden
bin noch ſo ungeſchickt!
O nein, nein, das nicht. Gern könnt’ ich ſchon einen
Sie freier und fühlen ſich dann nicht gebunden!
Gar nicht, prächtig machen Sie Ihre Sache! Ich hab’ Mann haben, aber ein großer Künſtler müßt’ er ſein, vor
Tapfer trat ſie dann auch zurück, zuerſt ernſtlich mit
dam Händen agierend, aber eine Unfreiheit, eine Be= doch jahrelang ſo Sachen in den Provinztheatern mit alten ſeiner Kunſt müßt' ich Achtung haben können. Willen’s,

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 9. November 1913.
Nummer 270.
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die ſie rings empfing, durch die friſche Frühlingsluft klarer indirekten Vorwurf gegen ſich. Und ob Joſef überhauft
Na, da iſt’s ja gut, daß ich meine Uniform ausge= würden.
in ſeiner temperamentvollen Art der Mann war, inde
zogen hab‟!
Noch immer kämpfte ſie mit ſich und wußte nicht, wozu ſtändigen Beiſammenſein mit Linerl kalt und kühl
Das Zivil ſteht Ihnen auch viel beſſer, Herr Rittner, ſie ſich entſcheiden ſollte. Einmal erſchien ihr ein langes bleiben, das bezweifelte ſie.
ordentlich jung ſchauen’s drin aus und viel mehr durch= Warten ſelbſtverſtändlich, ein andermal ungeheuerlich.
In der erſten Aufwallung hätte ſie ihm ſchreiben!
Dann machte ſie ſich plötzlich überhaupt Vorwürfe, daß ſie wollen, ſie verlange, daß er dieſes Ueben einſtelle,e
geiſtigt!
Wiſſen Sie, Linerl, daß Sie mir jetzt ein Kompliment ſich vom Vater Joſefs hatte zu einer Verlobung zwingen ſie hielt dies doch unter ihrer Würde, für lächerlich Wen
ſagen. Es iſt ſehr gefährlich, einen Herrn ſo zu ver= laſſen, zu einer, wie es ſich jetzt herausſtellte, ganz unzeit= er ſelber nicht wußte, was er zu tun habe, ſie wollte ihn
gemäßen Verlobung. Am beſten wäre es freilich geweſen, keine Vorwürfe machen: Der Irrwiſch durfte keine?
wirren!
Sie laſſen ſich ſchon nicht verwirren. Und dann ſie wäre hier geblieben, wäre damals nicht nach Wien ge= Nebenbuhlerin fürchten, der Irrwiſch rächte ſich eheng
Und dieſer Gedanke gab ihr plötzlich Spannkraft, .
fahren und hätte hier im Orte einem reichen Bewerber,
ſind’s ja ſchon verlobt!
Drum, meinen Sie, bin ich auch ungefährlich. Aber an denen es ihr anfangs gar nicht gefehlt hatte, ihre machte ſie mobiler. Er riß ſie aus ihren Opferplänen,dies
denken Sie ſich, wenn mich jetzt meine Braut nicht mehr Hand gereicht. Aus ihrem gewohnten, geordneten Milieu ihr doch nicht vom Herzen kamen und verſetzte ſie in eine
möcht’, eben weil ich keine Uniform mehr trag’ und keine heraus nun plötzlich in eine ungewiſſe Künſtlerehe gereizte Stimmung. Nicht daß ſie Abenteuer ſuchte,
ſpringen, erſchien ihr höchſt gefährlich. Entweder im erſten nein, an das dachte ſie wirklich nicht, aber plötzlich nahme
ſchöne Stelle mehr hab!!
Rauſch der Liebe heiraten oder gar nicht.
ſie ihre Lage nicht mehr ſo traurig und ernſt; was ſolltee
Nein, nein, ſo kann die Frau Irma nicht ſeink
Der Mann würde vom langen Warten nur lauer in ſie Trübſal blaſen, wenn Joſef fleißig mit einem jungen,
Ich meine nur, das wäre doch alles möglich!
Dann tät ich’s gering achten und hätt’ Mitleid mit ſeiner Zuneigung. Sie glaubte es deutlich an Joſefs unberührten Ding übte.
Briefen herauszufühlen, er begann ſich mit der Sachlage
Sie wandelte die lange Straße zum Hauptplatz der?
Ihnen.
abzufinden, er drang nicht mehr in ſie, zu kommen, er Stadt zu. Es war in der ſpäten Nachmittagsſtunde, dan
Und täten mich ein bißchen tröſten, gelt?
die feineren Leute juſt ſich ergingen oder vorübereilend
Ihre hellen Augen umflorten ſich, wie verträumt ſagte ſchrieb nichts mehr von einer Ehe.
Ganz ruhig hatte er ihr auch mitgeteilt,, daß er die ihre Beſorgungen machten. Die große Garniſon des:
ſie: Vielleicht, vielleicht!
Als wollte ſie dieſe dummen Gedanken verſcheuchen, Tochter ſeiner Hausfrau für eine Rolle in ſeiner Operette Ortes drückte ſich auch im Bilde der Straße aus, überall
ſprang ſie dann plötzlich auf und ſagte: Aber jetzt können auserſehen habe und mit ihr täglich fleißig übe. Das traf man Offiziere, Freilich, ſie kannte die wenigſten,
Mädel hat eine reizende Stimme und es wäre ſchade, denn ſeit die Regimenter gewechſelt, war ſie nicht mehr
wir im Ueben fortfahren, ich bin nicht mehr müde!
wenn ſie den faden Theodor Erlinger heiratete. Sie iſt in Geſellſchaft gekommen. Deſto mehr wunderte ſie ſich,
Endlich hatte ſich, von der Unraſt getrieben, Frau mir überhaupt noch zu friſch, zu natürlich, zu unberührt als ein Hauptmann ſie keck und lächelnd grüßte, ſie war
ſo verwundert im Augenblick, daß ſie unwillkürlich ſtehen
Irma Nemethyi doch entſchloſſen, einmal wieder ſich zuf dazu.
zeigen und auszugehen. Sie war des Sitzens in den vier
blirk, um ſich ihn anzuſehen.
Daß Joſef ihre Stimme lobte, das ging ihr doch ein,
Wäyden müde und ke hoffte, daß ihre Gedanken durch daß er ſie aber gar ſo friſch, natürlich uud unberührt fand,
(Fortſetzung folgt.;

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Nummer De) öſſtmer 21
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 9. November 1913.
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Herzog von Man=
von
Frau Tilly Cahnbley-Hinken (Sopran), Herrn
tua .
Aug. Glohen
Ernst Cahnbley (Violoncello) und Herrn Dr. Oskar
Rigoletto, ſ. Hof=
narr
.
Herlemteler
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Grafv.Monterone Alfr. Sthtlml
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Borſa, Höfling . Karl Bezim
bureau und abends an der Kasse. Beitrittserklärungen
Sparafucile, ein
für das laufende Vereinsjahr, die noch vor dem obigen Konzerte
L. Schützilung
Bravo . .
erfolgen, berechtigen zu dessen freiem Besuche. Der Beitrag
Maddalena, ſeine
für den Rest des Jahres (2 Konzerte) beträgt 3 Mk.
(23455
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Schweſter . .
Der Vorstand.
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Geſellſchafterin . Annem.M
Ein Gerichtsdien. Br. Wallil
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6.20 , Balkonloge
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ist ebenfalls gesorgt.
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((3
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Karl,
25
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Jakob,

[ ][  ][ ]

amer 276.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 9. November 1913.
Seite 19.
liter, das der Fürſbiſchof von Speher gefüt hate und f Alfred Keier in der Unſchau gewürdigt. Der Rheu=
Berühmte Weinfäſſer.
das die Bauern trocken legten. Alte Fäſſer von anſehn= matismuskranke reagiert auf den Bienenſtich ganz an=
lichen
Dimenſionen (440 Hektoliter) lagern noch heute im ders als der Geſunde Während bei dem normalen Men=
Die Weinernte iſt wieder einmal vorbei, und der Würzburger Hofkeller; ein kunſtreich geſchnitztes von 1683 ſchen die geſtochene Stelle anſchwillt und rot iſt, zeigt ſich
lilllſe Rebenſaft ſindet im Faß ſeine geräumige Lager=enthielt nach einer Inſchrift den hochedlen 1540er, der bei dem kranken an der Stichſtelle höchſtens eine leichte
ſtälllbevor er im lichten Feuer des Glaſes ſeine Wieder= billiger war als Waſſer und deſſen edle Blume noch heute Rötung; auch die Nachwirkungen, die das Bienengift beim
güliesung feiert. Welche Bedeutung das Faß, das ſchon den Kenner entzückt, wenn man den Spund des längſt ge= Geſunden hinterläßt wie Schüttelfroſt, Fieber, Kopf=
! als die glückliche Erfindung der Deutſchen ver= leerten Faſſes öffnet. Ein 300 Eimer=Faß, das etwa 770 ſchmerzen, Schwindel uſw., treten bei dem Kranken nicht
berüty hat für die Pflege des Weines beſitzt, das beweiſt Hektoliter faßte, ließ Herzog Eberhard III. 1719 für den auf. Vielmehr fühlt er ſchon nach den erſten Stichen eine
t=nhafte Ruhm, der um manche dieſer Zierden des Keller in Ludwigsburg bauen und von dem Hofbildhauer wohltuende Erleichterung ſeiner Beſchwerden, und Ver=
Kählls ſpielt. In der ſoeben erſchienenen reichhaltigen Seefried mit reichſter Schnitzerei ſchmücken; es ward aus giftungserſcheinungen treten erſt im Verlaufe der Kur nach
triummer der von Dr. Eaſtelle herausgegebenen 20 Eichenſtämmen, 5 Stämmen Hagebuchen und einem einer großen Anzahl von Stichen auf. Iſt ſo der Bienen=
Slltft Deutſchland, die ganz dem deutſchen Wein ge= Birnenſtamm erbaut, zuletzt 1847 mit Moſt gefüllt und ſtich zur Erkennung einer rheumatiſchen Krankheit ſchon
wilſtt iſt, plaudert Dr. W. M. Schmid von ſolchen exiſtiert noch heute.
von großem diagnoſtiſchen Wert, ſo ſind die Heilerfolge
(Rül. und Helden unter den Weinfäſſern, die in der
Am berühmteſten aber ſind die Rieſenfäſſer von Heidel= noch viel bedeutſamer und direkt überraſchend. Kranke,
ieſie eine gewaltige Rolle ſpielen. Schon Karl der berg geworden, deren erſtes Pfalzgraf Johann Kaſimir bei denen keine andere Kur mehr helfen wollte, ſind durch
vidmete dem Faßbau auf ſeinen Muſtergütern be= 158991 für 1280 Hektoliter Wein errichten ließ. Das Bienenſtiche geheilt worden. Bei ſchweren und alten
ſolltte Aufmerkſamkeit, und in den Klöſtern mußten die zweite Rieſenfaß, das Kurfürſt Ludwig 1664 erbaute, Fällen muß das Mittel allerdings in ſtarker Doſierung
mälten Kellereien auch mit tüchtigen Fäſſern bevölkert konnte gar 1970 Hektoliter faſſen. Auf 50 Stufen ſtieg angewendet werden. Manche Patienten erhielten Monate
Mlin. Damals wurden ja die Gehälter noch vielfach man zu einem Altan über dem Faß, auf dem 6 Perſo= hindurch bis zu 150 Bienenſtiche täglich und im ganzen
äem Traubenblut ausgezahlt, und um bei der Vertei= nen gemächlich tanzen konnten. Auf dieſem berühmteſten 100015 000 bis zur Heilung. Bei leichteren Erkrankun=
hülle
ine Klage über ungleiche Sorten aufkommen zu Faß ſeiner Zeit, d=en Erbauung ſogar 1667 durch ſilberne gen genügen ſchon 10002000 Stiche. Die Patienten
läſt ſammelte man den Wein in großen Lagerfäſſern, und goldene Medaillen gefeiert wurde, ritt Bacchus be= ziehen gewöhnlich den Stich von der Biene einer künſt=
Adimans Rieſenhafte wuchſen und der Stolz ihrer Eigen= gleitet von Satyrn, und es war über und über mit Ran=lichen Einſpritzung von Bienengift vor und empfinden die
lüm, ein Symbol ihres mächtigen Grundbeſitzes wur= kenwerk und Szenen von allerhand verſoffenen Leuten Verletzung viel weniger ſchmerzhaft als die Geſunden.
dällui m einen ſolchen Giganten des Kellers zu erbauen, geſchmückt. Das dritte und größte Heidelberger Faß ließ
* Die Finanzen Schillers. Einen intereſſanten Ein=
Mlei. Meiſter von weit herberufen, die in dieſem Zweige 1750 Karl Theodor bauen; es iſt noch heute die vielbe= blick in die finanzielle Lage Schillers vor ſeinem Tode
Mlichitektur eine tiefgehende Erfahrung hatten, und ſuchte Sehenswürdigkeit des Schloſſes und vermag mit ſei= gewährt ſein Wirtſchaftsbuch aus dem Jahre 1804. Es
hülio bildhauer verzierten das Faß mit prächtigen Bild= ner Länge von 9 Metern, ſeiner Höhe von 8 Metern und findet ſich in ihm eine Einnahme von 2559 Talern und
Manrbeiten.
ſch.
ſeinem Durchmeſſer von 6.9 Metern 2279 Hektoliter oder 10 Groſchen verzeichnet. Dazu kommt noch die herzog=
s
hochintereſſante, einzigartige Weinmuſeum faſt 304000 Flaſchen aufzunehmen. Den Ruhm des älte= liche Beſoldung von 800 Talern, womit die Einnahme auf
Atweyer, das dem hiſtoriſchen Muſeum der Pfalz ſten Heidelberger Faſſes ſuchte der Fürſtbiſchof von Hal=3359 Taler wächſt. Rechnet man hierzu noch das Erträg=
ledert
iſt, beſitzt eine prachtvolle Sammlung ſolch berſtadt zu übertrumpfen, indem er von dem kundigen nis ſeines Jenger Grundſtücks, den Zinsgenuß ſeines und
le iſch verzierter Weinfäſſer, die in trefflicher Arbeit Erbauer dieſes Faſſes, dem Küfer Michael Werner von ſeiner Frau Privatvermögen, ſowie das nicht mitberech=
acchus
und bald die Weinheiligen, St. Urban, St. Landau, ein ähnliches für ſein Reſidenzſchloß Gröningen nete Honorar für den Tell aus Breslau und Berlin, ſo
und St. Cyriakus zeigen, oder andere geſchnitzte herſtellen ließ. Das Faß iſt bis auf unſere Tage gerettet! dürfte er etwa 4000 Taler Jahreseinkommen gehabt haben.
ſtiſe den alten Fritz etwa und aus der Zeit der Be= worden und befindet ſich heute auf dem Jagdſchloß Spie= Zieht man nun die Lebensmittelpreiſe in Betracht welche
An Skriege Napoleon, Blücher, Friedrich Wilhelm III., gelberg wo es in einem eigens dafür erbauten Keller in jener Zeit ſehr niedrig waren, ſo wächſt der Wert des
lider I. uſw. Auch Kellerſzenen und Zechgelage die= etwa 1769 aufgeſtellt wurde. Das größte Weinfaß, das Einkommens im Verhältnis zu unſerer Zeit noch be=
deutend
. Wie aus einer alten Chronik erſichtlich iſt, koſtete
Aiss Schmuck, witzige Anſpielungen, vielſagende Um= wohl je erbaut worden iſt, ſtellte 172125 ein Nürnberger um 1804 in Jena 1 Pfund Rindfleiſch 2 Gr. 4 Pfg., 1 Pfd.
hitm fehlen nicht. Die das Türchen verſchließenden Meiſter her; es faßte 3529 Hektoliter, war mit Wappen, Schweinefleiſch 2 Gr. 10 Pfg. 1 Kalbskopf 4 Gr., 1 Pfd.
gel zeigen in einer Reihe von mehreren Hundert Bacchusfiguren und ſonſtiger Zier aufs reichſte geſchmückt Karpfen 4 Gr. 6 Pfg., 30 Krebſe 12 Gr., 1 Haſe 10 bis
hauptſächlich Fiſche und Seeungetüme, wie Del= und pergoldet und iſt 1818 abgebrochen worden, da es 15 Gr 1 Gans 16 Gr., 1 Paar Tauben 2 Gr. 6 Pfg. Meerweibchen, dann aber auch anderes Getier, baufällig geworden war. Die Rieſenfäſſer, die man in 1 Klafter Holz 2 Taler 16 Gr. uſw. Demnach hatten 4000
Muchs, Hund, Katze, Ziegenbock uſw. Solche von der neueſter Zeit aus Zement und Glas hergeſtellt hat, können Taler in jener Zeit vielleicht denſelben Wert wie jetzt
Peinestüchtigen Künſtlers ausgezierten Rieſenfäſſer höchſtens als techniſche Berühmtheiten gelten und haben 20 000 Mark. Erſt allmählich hatten ſich Schillers Ver=
ſien
natürlich die Sehenswürdigkeiten der Schlöſſer mit den alten hölzernen Weinungetümen und ihrer Poeſie hältniſſe ſo günſtig geſtaltet, und da ihn 1805 der Tod er=
löſter
, und ein völliger Wetteifer entfaltete ſich bei nichts gemein.
eilte, hat er leider nur wenig von ſeinen gut geregelten
likhen und geiſtlichen Herren, ſolch gewaltige Holz=
Einkommensverhältniſſen gehabt. Die günſtige Lage, in
Atkturen in ihren Kellern aufzuführen. Freilich iſt
die er gelangte datiert vom Jahre 1791. Als er gefährlich
Makehrzahl dieſer Fäſſer verloren gegangen. Schon
Vermiſchtes.
erkrankt war, ſetzten ihm, um ihn vor Sorgen zu ſchützen,
oll für den Heidelberger Hofkeller ein Rieſenfaß ge=
der
Erbprinz von Holſtein=Auguſtenburg und der Graf
rvorden ſein, doch begann im allgemeinen die Er=
C.K. Die Bienenſtichkur. Ein eigenartiges Mittel, das von Schimmelmann ein Jahresgehalt von 1000 Talern
ſſung,dieſer Schatzkäſten erſt gegen Ende des Mittel= ſich auch gegen die ſchwerſten Fälle von Rheumatismus auf drei Jahre aus. Im Jahre 1793 war er bexeits in
. Eines der älteſten, das etwa 530 Hektoliter ber= und Gicht bewährt, hat der Marburger Arzt Dr. Tere ge= ſo guten Verhältniſſen, daß er ſich Reitpferd und Wagen
Faß des Kloſters Eberbach, wurde 1525 von den funden: er verwendet den Bienenſich zu Heilzwecken. halten konnte In ſpäteren Jahren hatte er ein Einkom=
ſſtäetdiſchen
Bauern in drei Wochen leer getrunken und Dieſe Methode, die nunmehr auch in der Gelehrtenwelt men von nahezu 4000 Talern. Dann konnte er ſich 1797
zerſtört. Das gleiche Schickſal erlitt ein auf der als wertvolle Waffe im Kampf gegen eine der ſchwerſten einen nahe bei Jena gelegenen Garten, der ſein Lieblings=
ſenburg
bei Hambach aufgeſtelltes Faß für 800 Hekto= und hartnäckigſten Krankheiten anerkannt iſt, wird von Dr. aufenthalt wurde, kaufen.
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Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 9. November 1913.
Seite 20.
Nummer 2700
Eine tere Wottodardemfmperdtuhn
Filmburleske in 3 Akten.
In der Hauptrolle Herr Albert Bozenhardt, Frl. Cem
Bré und Hofschauspieler Kreidemann, frühel
110
Mitglied des Grossherzoglichen Hoftheaters Darmsta
sowie das andere grosszügige Programm.
(23469go)
Telephon 173
Rheinstr. 6
Heute Anfang 3 Uhr. Heute Anfang 3 Uh
Wahlen zum Kaufmannsgericht,
Vor der Entscheidung
Montag, den 10. Nov. 1913, abends 9 Uhrt
Umsonst
im Kaiſerſaal
eine prachtvolle Sprechmaschine mit Dauernadel
letzte Wählerverſammlung vor der Wahl
Wert bis 100 Mark
Redner: Herr Gauvorſteher Jul. Schellin, Frankfürg
haben wir uns entschlossen, bis zum
Tagesordnung:
22. November
um unsere Apparate mit und
Wahrheit u. Dichtung
ohne Trichter in weiteren
Kreisen einzuführen, allen
Lesern des
(23423a
in der Wahlbewegung
Darmstädter Tagblatt
Nach dem glänzenden Verlauf der Elberdingverſammlung
die von uns Schallplatten beziehen
troß des Boykotts der Gegner in der freien Ausſprache zu imt
wollen, gegen Einsendung
gründlichen Abfuhr der Gegner führte, verſpricht dieſe Verſammlän
zum Höhepunkt der Wahlbewegung zu werden.
dieser Annonce zu liefern.
Nach dem Vortrage freie Ausſprache. Alle Handlungsgehlſchl
Wir bitten bei Aufgabe der Be-
ſind
herzlichſt eingeladen. Mit deutſchem Gruß!
stellung um genaue Angabe
Der deutsch-nationale Wahlausschunn
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ſehen
, ſiegen! Zinen zu wibeiſiehen iſ m
fortdauernd geſtört zu ſehen. Wir ſind einig
2
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ſich meiſt nicht erklären, da die Betreſſenden weder durch große Schönheit noch etwa durch hervor=
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Nummer 276.
Darmſtädter Tagblatt, Sountag, den 9. November 1913.
Seite 23.
Selbſt farte Mufgiſe von Kaſſe ſoenngem elnen ſo nt enr enen ns ſier an unf ir den Senteteg, Anehier ſirg
bau An die Verhandlungen ſchloß ſich eine Beſichtigung Wirtſchaftliche Vereinigung als ſolche und zwei ehrenwerte
Hag, dem coffeinfreien Bohnenkaffee, des Arbeitsnachweiſes für die hannoverſche Induſtrie und Mitglieder perſönlich angegriffen worden ſind, halte ich
Landwirtſchaft in Hannover an.
mich zu einer kurzen Erwiderung als Vorſitzender für ver=
verurſachen
keine Störung des All=
pflichtet
. Hinſichtlich der Stellung der Wirtſchaftlichen
Vereinigung glaube ich ſagen zu dürfen, daß der Ein=
gemeinbefindens
oder der Herztätigkeit,
Handel und Verkehr.
ſender ſich zu einem Urteil verſtiegen hat, ehe er ſich der
weil das Coffein fehlt.
Mühe unterzogen hat, ſich mit der Materie eingehender
Poſtſcheckverkehr. Im Reichspoſtgebiet iſt vertraut zu machen. Ich will nur höflichſt bitten, die wei=
Gutachten aus der I. Mediziniſchen Klinik die Zahl der Kontoinhaber im Poſtſcheckverkehr Ende Ok=tere Behandlung im Ausſchuſſe und Plenum der Zweiten
der Charité in Berlin. (III,23405 tober 1913 auf 84388 geſtiegen. (Zugang im Monat Ok=Kammer abzuwarten, vielleicht wird der Einſender dann
tober 1021). Auf dieſen Poſtſcheckkonten wurden im Ok=bei obiektiver Würdigung der Tätigkeit der Wirtſchaft=
tober
gebucht 1632 Millionen Mark Gutſchriften und 1625 lichen Vereinigung zu einem anderen Urteile kommen.
Sport, Spiel und eurnen.
Millionen Mark Laſtſchriften Das Geſamtguthaben der Derartig gereizte und unzeitgemäße Auslaſſungen können
Kontoinhaber betrug im Oktober durchſchnittlich 177,7 dem Anſehen des Standes des Einſenders nur ſchaden.
Der Sport des Sonntags.
Millionen Mark. Im Verkehr der Reichspoſtſcheckämter Geradezu unverſtändlich ſind die perſönlichen Angriffe
er. Die ihrem Ende entgegen gehende deutſche Renn= mit dem Poſtſparkaſſenamt in Wien, der Poſtſparkaſſe in gegen die Abgeordneten Mergell und Wiegand die ein
ſaiſon beſchränkt ſich am Sonntag auf die beiden Meetings Budapeſt, ber luremburgiſchen und belgiſchen Poſtver=Wohnungsgeld überhaupt nicht beziehen. Demnach herrſcht
zu Strausberg und Bielefeld=Brackwede. Gibt es auf der waltung, ſowie der ſchweizeriſchen Poſtſcheckbureaus wur= auch hier volle Unkenntnis der Verhältniſſe. Den am
kleinen Waldbahn auch keine beſonderen Ereigniſſe, ſo den 8,1 Millionen Mark umgeſetzt, und zwar auf 3540 Schluſſe von dem Civis hinter dem ſich wohl ein ſtark
ſtehen doch ſtarke Felder in Ausſicht, die ihre Anziehungs=Uebertragungen in der Richtung nach und auf 16 410 intereſſierter Bürger verbürgt, ausgeſprochenen Drohun=
kraft
auf das Publikum nicht verfehlen werden. Das den Uebertragungen in der Richtung aus dem Auslande.
gen ſieht die Wirtſchaftliche Vereinigung mit der größten
Tag einleitende 1200 Meter=Rennen ſollte zwiſchen Sa=
* Berlin, 8. Nov. Wöchentlicher Saaten=Ruhe entgegen; außer den Beamten gibt es auch noch
turn II., Eleo und Blumenmädchen liegen, während derſtandsbericht der Preisberichtſtelle des Steuerzahler im Lande, die an der Erledigung einiges
über 2400 Meter führende Preis der Walküre von Mount Deutſchen Landwirtſchaftsrats. Infolge der Intereſſe haben.
Coote gegen Moslem und Mansfield gewonnen werden andauernd milden Witterung haben ſich die Winterſaaten
Korell=Angenrod,
ſollte. In den Hindernisrennen iſt auf die Chancen von in der Berichtswoche weiter günſtig entwickelt. Von beſon=
Vorſitzender der Wirtſchaftlichen Vereinigung.
Galbally, Planet, Gerolſtein und Delila hinzuweiſen. derem Nutzen waren die in den meiſten Gegenden vorge=
Die Rennen zu Alag erhalten dadurch für die deutſche kommenen Niederſchläge für die ſpät beſtellten Saaten,
Gewinnausiug
Sportgemeinde beſonderes Intereſſe, daß die Beſitzer von deren Aufgang und Wachstum infolge mangelnder Boden=
der

Hendred die Koſten nicht geſcheut haben, ihrem Hengſt die feuchtigkeit bisher vielfach zu wünſchen übrig gelaſſen
weite Reiſe nach dem ungariſchen Rennplatz antreten zu hatte. Die frühen Saaten haben ſich weiter gekräftigt und
3. Prenßiſch-Süddentſchen
laſſen. Hendred läuft dort in einem beſcheidenen Ver= zeigen einen guten, ſtellenweiſe ſogar zu üppigen Stand;
laufs=Rennen. In Paris-Auteuil nimmt die ſich noch die ſpäten Saaten, die meiſt erſt nach dem Regen aufge= (229. Königlich Preußiſchen) Klaſſenlotterie
bis Mitte Dezember hinziehende Hindernis=Kampagne gangen ſind kommen jetzt ebenfalls beſſer vorwärts. Lei=
5. Klaſſe. 1. Ziehungstag. 7. November 1913
ihren Fortgang. Im Mittelpunkt des Programms ſteht der haben Schnecken und Mäuſe den Saaten weiteren
auf jede geſogene Ranner ind zwei greih hebe Gewime
eine mit 20000 Francs ausgeſtattete Steeple=Chaſe für Schaden zugefügt, ſo daß häufig über Neubeſtellungen
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer
Dreijährige, der Prir George=Brinquant. Im Rad=berichtet wird. Die Rübenernte nähert ſich ihrem Endes
in den beiden Abteilungen 1 und II.
ſport findet das am vergangenen Sonntag in Dresden ihr Ergebnis iſt durch das warme Wetter zum Teil noch
(Rachdruck verdoten)
(öine Gewühr Al. St.a. f. 3.)
por ſich gegangene Match Saldow-Thomas, bei welchem günſtig beeinflußt worden. Die Weiden werden in vial=w
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
der Sieger Saldow eine Reihe neuer Weltrekords für! Gegenden noch ausgenutzt.
Rennen hinter Motoren aufſtellte, jetzt eine Wiederholung
Rumäniſche 4½prozentige amortiſier= 240 Mk. gezogen:
2 Gewinne zu 10000 Mk. 66889
in Breslau, der Heimatſtadt von Thomas. In Parisbare Goldanleihe von 1913. Auf Grund geſetz=
4 Gewinne zu 5000 Mk. 23616 85535
trifft der deutſche Weltmeiſter Rütt auf der Winterbahn in licher Ermächtigung emittiert die rumäniſche Regierung
64 Gewinne zu 3000 Mk. 7941 8491 9950 26867
einem Maich mit Meurger und Hourlier zuſammen.
die 4½prozentige amortiſierbare Goldanleihe im Nenn=
84856 35193 40692 45764 49748 58764 58873 69292
Der Fußballſport bringt die Zwiſchenrunde um den Kron=betrage von 202500 000 Mark. Die Tilgung erfolgt im
72148 77852 102567 107020 109152 118861 120401.
prinzenpokal. Infolge des viel erörterten Beſchluſſes Laufe von 40 Jahren durch eine zweimal im Jahre ſtatt=
130807 143884 146145 153090 166733 173865 189912
des Verbandes Brandenburgiſcher Ballſpielvereine gegen findende Ausloſung. Der Emiſſionskurs beträgt in
190275 199846 205570 210909 211066 229162
Norddeutſchland in Hamburg nicht anzutreten, und dadurch Deutſchland 91 Prozent und erſcheint angeſichts der außer=
132 Gewinne zu 1000 Mk. 4004 18746 21992 23014
aus dem Wettbewerb auszuſcheiden, findet nur ein Spiel ordentlich zufriedenſtellenden rumäniſchen Staatsfinanzen
24084 25532 30343 39a79 40302 46285 48315 61022
zwiſchen Süd= und Mitteldeutſchland in Nürnberg ſtatt, ſehr billig. Die Verzinſung ſtellt ſich unter Berückſichtig=
6a156 6r26s 71865 7202 76571 read2 79055 66ss
Allem Anſchein nach verfügt der Verband Süddeutſcher ung der mittleren Verloſungschance auf 5,15 Prozent.
9003a 100652 100950 100065 10175 116367 117157
Kußbalbereine über die beſere Mannſchaft. DeutſcheLaut Inſerat nimmt das Bankhaus Hermann Vert=
119254 119662 124419 138888 140151 148165 149394
Farben werden auch in dem 100 Kilometer=Gehen inheim. Filiale Darmſtadt, Zeichnungen hierauf 149820 155513 163293 163751 164030 164054 167455
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160599 186522 190666 19266d 194965 195016 190564
mann, den deutſchen Meiſter über dieſe Strecke nach
201021 203530 204244 207760 210335 214100 217220
Ktalien geſandt hat. Auf ſchwerathletiſchem Gebiete
220658 223912 228846 232479
Stimmen aus dem Publikum.
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(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
7097 14402 17491 21005 22
73 23413 24107 25928
dieſer im Künſtler=Hauſe zur Entſcheidung bringt, hervor=
ſeinerlet
Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21. Abſ. 2 bes
30579 30953 3a17d 36272 37534 38621 39823 a1660
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In einem Eingeſandt unter der Rubrik Zur Stadt=
63473 68001 69582 72018 75061 81963 82192 84894
Weltmeiſterſchaftskämpfe in Stockholm brach=verordnetenwahl iſt der Stadtverwaltung der Vorwurf
85010 66516 91338 91739 92086 93679 95300 95364
ten am Freitag die erſten Entſcheidungen. Die deutſchen gemacht worden, daß ſie bei dem Bemühen, für die Stadt
95952 97303 102685 107089 108292 114326 117582
H. Kleinſchroth-Bergmann, die im Doppelſpiel tags zu=
Darmſtadt eine beſſere Klaſſifizierung für die Bemeſſung
116650 123389 124102 124254 126427 126236 126200
wor das beſte ſchwediſche Paar Setterwall-Kempe über=
der
Wohnungsgeldzuſchüſſe der Reichs= und Eiſenbahn=
131062 131879 132088 134421 138650 142981 143372
kaſchend leicht geſchlagen hatten, mußten ſich in der beamten zu erreichen, verſagt hätte. Demgegenüber ſei
163490 150272 154100 15715 155000 159025 185901.
Schlußrunde den Franzoſen Decugis-Germot 715, 2:6, feſtgeſtellt, daß die Stadtverwaltung ſchon im Jahre 1900
16667 167105 17651 196168 190116 190006 19160s
6:3. 611 nach hartnäckigem Kampfe beugen. Klein=
192244 194129 194709 206511 21065a 215020 215749
Schritte an maßgebender Stelle unternommen hat die die
ſchroth fand zu wenig Unterſtützung bei ſeinem Partner, Verſetzung der Stadt Darmſtadt in die Klaſſe A, die höchſte
216623 223576 223667 225a37 230536 232231
der zum Schluß ſehr nachließ und der Milnchener ver= der damals beſtehenden 5 Teuerungsklaſſen, bezweckten.
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
mochte trotz ausgezeichneten Spielens eine knappe Nieder=
240 Mk. gezogen:
Ihre Bemühungen hat ſie ſpäter, gelegentlich der Vor=
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llage nicht zu verhindern. Deeugis hat nunmehr große beratungen für den Entwurf des neuen Reichsbeſoldungs=
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Ausſicht, auch das gemiſchte Doppelſpiel mit ſeiner Pert= geſetzes, mit dem eine Neueinteilung der Orte verbunden
64 Gewinne zu 3000 Mk. 1199 16093 20576 25383
merin Frau Fenwick zu gewinnen, wo er im Finale mit war, fortgeſetzt und in einer Vorlage an die Regierung
26686 31368 397a4 40270 77241 83217 85293 9377s
den Schweden Fick-SSetterwall zuſammentrifft, die das über die hieſigen Wohnungsverhältniſſe ausführlich ſich
94321 94348 96215 97884 98081 98655 100710
norwegiſch=ſchwediſche Paar M. Bjurſtedt-Grönfors nach geäußert mit der dringenden Bitte, die Regierung möge
105906 120365 124406 141971 148398 151476 151573
Kampf 4:6, 611, 7.5 beſiegten. Das Schlußſpiel im dahin wirken, daß bei Fertigſtellung des Regierungsent=
163072 169679 171470 184749 189087 213590
Damen=Einzelſpiel ſah die Engländerin Aitchiſon mit 6:4, wurfs die Städte Mainz und Darmſtadt, wie bisher, der=
146 Gewinne zu 1000 Mk. 3515 11797 12267 16391.
32 über die Franzöſin Fenwick als leichte Siegerin.
ſelben Teuerungsklaſſe eingereiht würden. Als ſpäter der
23663 2a629 2577a 30415 30957 36152 39895 4458s
Entwurf des Geſetzes und die dazu gehörige Klaſſenein=
37195 51707 559s0 56155 59095 63901 69518 71721.
teilung bekannt wurde, hat die Stadtverwaltung in einer
72942 76420 70600 79060 68377 93055 96411 102625
Kongreſſe und Verbandstage. ausführlich begründeten Eingabe an den Reichstag gegen
103640 109576 110131 114671 115040 117102 117817
die Abſicht der Einteilung der Stadt Darmſtadt in die
119114 124769 129347 135662 142339 147407 148313
* Hannover, 7. Nov. Unter dem Vorſitze des Ortsklaſſe C ſich gewandt und die von den hieſigen in Be=
149375 149556 156030 156057 159256 165123 172956
Fabrikbeſitzers E. Garvens fand heute hier die Arbeits=tracht kommenden Beamtenverbänden an den Reichstag
1.76037 176449 176881 179283 160574 160691 165280
nachweiskonferenz der Vereinigung der gerichtete Petition auf das wärmſte befürwortet. Nach der
185949 165963 199904 195742 196254 200531 201129
Deutſchen Arbeitgeberverbände ſtatt. Nach Verabſchiedung des Geſetzes, das den Wünſchen unſerer
204407 205152 207392 209266 211783 212553 214643
217980 223187 224602
keinem Vortrage von Dr. Stojenton=Berlin wurden deſſen Stadt leider keine Rechnung trug, hat die Staatsregierung
196 Gewinne zu 500 Mk. 826 3492 5048 5581
Beitſätze, ſowie ein Beſchlußantrag einſtimmig angenom= auf Grund der dem Bundesrat erteilten Ermächtigung
6141 6062 9836 11846 13275 14044 14495 14693
men, der ſich gegen die Regelung der Arbeitsloſenver= alsbald Antrag bei dem Bundesrat auf Einreihung von
21417 22981 24189 27792 29226 39356 40197 416on
Scherung auf öffentlich=rechtlicher Grundlage und gegen Darmſtadt in die Ortsklaſſe B geſtellt. Auch dieſen Antrag
42663 43882 44063 44295 50127 52956 54670 58376
Uhre Förderung aus Mitteln der Allgemeinheit ausſpricht. hat die Stadtverwaltung durch Vorlage geigneten Mate=
58934 59784 73578 66487 67679 74144 81610 8367a
Nach einem Berichte von Dr. Grabenſtedt=Berlin wurde rials unterſtützt. Der der Stadtverwaltung gemachte Vor=
89366 99874 100051 100278 101674 103976 107237 110444
eine Eingabe an die Eiſenbahnverwaltungen beſchloſſen, wurf iſt ſomit gegenſtandslos.
111323 111374 112464 112824 113093 117200 123821
vonach den durch die Arbeitsnachweiſe der Arbeitgeber
129030 129435 129650 192091 135966 139173 142212
vermitelen Arbeitern die gleiche Fahrpreisermäßhigung
Zur Beſoldungsreviſion.
152896 155250 158723 161907 165511 166565 167123
uteil werden ſolle wie den durch die öffentlichen Arbeits=
167905 166078 169310 171547 171364 175368 175931
Unter dieſem Titel hat ſich vermutlich ein heſſiſcher
Fachweiſe vermittelten Arbeitern. Nach einem Berichte
176521 102269 197097 169462 193960 194155 194328
von Dr. Tänzler=Berlin wurde eine Zuſammenfaſſung Beamter unter dem Pſeudonym Civis unter den Stim=
190075 190650 2050b2 205ed9 200527 2077os 21591
der Arbeitsnachweiſe beſchloſſen und eine Zentralſtelle dermen aus dem Publikum in Ihrem geſchätzten Blatte ver=
212366 216638 217037 221560 221066 224679 224720
Deutſchen Arbeitgebernachweiſe in Berlin begründet. Die nehmen laſſen. Ich erachte perſönlich alle Einſendungen,
Abligen Berichte betrafen innere Angelegenheiten der Ar= welche der Verfaſſer nicht mit ſeinem richtigen Namen 225059 22760a 229687 231960 23290s

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Nummer 270.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 9. November 1913.
Seite 24.
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