Darmstädter Tagblatt 1913


20. Oktober 1913

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Armſtädten
ag

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Inſerate
176. Jahrgang

monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
werden
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 250.
Montag, den 20. Oktober.
1913.
1905 wurde dann durch Briand, nachdem lange diplo= Schapiro=Prozeß in Mainz hat die bedenklichen Fol=
Die heutige Nummer hat 8 Seiten.
matiſche Auseinanderſetzungen über das Recht der Re=gen ſolcher Vermiſchung obrigkeitlicher und fürſorge=
publik
, Biſchöfe zu ernennen, den Proteſt des Vatikans riſcher Funktionen erkennen laſſen. Ein jüngſt in Frank=
gegen
die Romreiſe des Präſidenten Loubet ꝛc., zwiſchen furt a. M. vorgekommener Fall zeigt, wohin die Ent=
Das Wichtigſte vom Tage.
4er Kaiſer iſt geſtern nacht von Dresden nach Pots= Papſt und Republik ſtattgefunden hatten, das Trennungs= wicklung führen kann. Auch in Frankfurt ſteht die Juſtiz
geſetz durchgeführt. Es ſichert die Gewiſſensfreiheit, die in Verbindung mit einem Kinderſchutzverein, deſſen Mit=
dam
zurückgekehrt.
Wie mitgeteilt wird, iſt der Antrag, der die Regelung deri freie Ausübung des Kultus, ſchrieb die Bildung von glieder die Aufgabe übernommen haben, die Feſtſtellungen
braunſchweigiſchen Thronfolgefrage be= Kultusvereinen vor, an die die Kicchengüter verwieſen der Polizei und Staatsanwaltſchaft zu ergänzen. Auch
zweckt, Freitag mittag in die Hände der Bundesratsmit=
glieder
gelangt. Die nächſte Vollverſammlung werden ſollten uſf. Der Papſt verbot aber die Bildung in die Zelle der jungen Kindesmörderin tritt ein ſolcher
des Bundesrats iſt auf Donnerstag, den 23. Ok= von Kultusvereinen, infolgedeſſen ging der größte Teil Fürſorger. Es gelingt ihm, das Vertrauen der Gefange=
tober
, anberaumt.
des Kirchenvermögens an die Departements, Gemein= nen zu gewinnen; ſie geſteht, daß ſie zunächſt verſucht
woer erſte Lord der engliſchen Admiralität, Churchill, den ꝛc. über. Die Inventariſation führte in verſchiedenen habe, der drohenden Schande durch ein Verbrechen vorzu=
hielt
in Mancheſter eine Rede über die Flotten=
rüſtungen
, in der er einen Rüſtungsfeiertag Teilen des Landes zu Widerſetzlichkeiten und Tumulten beugen. Dieſes Geſtändnis findet andeutenderweiſe‟
der Bevölkerung. Zu einem großen Skandal kam es, als. Aufnahme in den Bericht des Helfers an die Staatsan=
vorſchlägt
.
im März 1910 der mit der Liquidation der eingezogenen waltſchaft; immerhin ſo deutlich, daß dieſe ſich gezwungen
Tageskalender zur Geſchichte der
Kirchengüter betraute gerichtliche Liquidatoc Dunz wegen ſieht, auch ein Verfahren (auf Grund des § 218 des Straf=
Befreiungskriege.
Veruntreuung von 10 Millionen verhaftet wurde und geſetzbuchs) einzuleiten, in dem die Angeklagte ihr Ge=
20. Oktober 1813: Napoleon begibt ſich von Markranſtädt
daran ſich weiter Anklagen gegen Richter, Parlamentarier ſtändnis wiederholt und nach Verurteilung wegen Kindes=
über
die Saale.
2.0. Oktober 1815: Zweiter Pariſer Friede. Frankreich und Miniſter wegen Teilnahme ſchloſſen. Eine Inter= mordes eine zweite Strafe erhält. Dies der Sachverhalt,
1wird auf den Beſitzſtand vom Jahre 1790 zurückgeführt. pellation über die mangelhafte Durchführung der Geſetze an den Regierungsrat Dr. Lindenau vom Polizei=
von
1901 und 1904 ſtürzte im Februar 1911 das Mi= präſidium in Berlin in der neueſten Nummer der Deut=
7
niſterium Briand, an deſſen Stelle das Miniſterium ſchen Juriſten=Zeitung höchſt beachtenswerte Erörterungen
brennung von Staat und Kirche.
knüpft.
Monis trat.
S. Die freie Kirche im ſouveränen Staat, ſo lautete
Er weiſt auf den Gewiſſenskonflikt hin, den die halb=
Nach dem franzöſiſchen Vorbild hat 1911 die junge
untter anderem das Programm der italieniſchen Re= Republik Portugal die Trennung von Staat und amtliche Stellung der Jugendgerichtshelfer mit ſich bringt.
giierung für die auf den 26. Oktober feſtgeſetzten Kirche vorgenommen. Das Trennungsgeſetz gewährleiſtet wenn dieſen ein jugendlicher Delinquent eine Straftat ein=
Generalwahlen und ſie beſtätigt damit, daß ſie die demo= Gewiſſensfreiheit und hebt die katholiſche Religion als geſteht. Die Mitteilung an die Behörde würde natürlich
knatiſche Richtung auch fernerhin vertreten will. Unter Staatsreligion auf. Der öffentliche Kultus wird das Vertrauen zur Fürſorgeſtelle in den beteiligten Krei=
dar
Trennung von Staat und Kirche verſteht man die gewiſſen Beſchränkungen unterworfen. Die Laſten des ſen untergraben. Anderſeits erſcheine es bedenklich, wenn
Oöſung der Beziehungen zwiſchen Staat und Kirche, ſo Kultus tragen die Kultusvereinigungen. Die Vereinig= die Jugendlichen den Eindruck empfingen, als mache der
dirß die Kirche frei von ſtaatlichen Einmiſchungen ſich ent= ungen dürfen ſich nicht in die Erziehung und den Unter= Jugendgerichtshelfer gemeinſame Sache mit
wickeln kann, andererſeits aber auch keinen beſonderen richt miſchen. Die Gebäude, Kirchengüter, Kathedralen und ihnen gegen die Staatsgewalt. Den Ausſchlag müſſe, wie
Scchutz und keine Privilegien gewährt erhält, ſondern zu Kirchen werden den Vereinigungen unentgeltlich für den Lindenau mit Recht betont, das wohlverſtandene wahre
igem den übrigen bürgerlichen Vereinen rechtlich gleich= Kultus überlaſſen. Päpſtliche Erlaſſe dürfen ohne die Er= Intereſſe des Schützlings geben. Meiſt werde das Ein=
tihenden
Verein wird. Sie iſt eine Konſequenz des mo= laubnis der Regierung nicht erlaſſen werden. Im Mai lenken in geordnete Lebensbahnen doch unmöglich blei=
durnen
Staatsgedankens, der vom Staate volle Parität, 1911 hat der Papſt gegen dieſes Dekret eine Proteſt= ben, bevor das Strafkonto beglichen ſei. Es bleibe alfe
Kaubens= und Gewiſſensfreiheit verlangt. Am reinſten iſt Enzyklika erlaſſen. Teilweiſe iſt die Trennung in kein anderer Ausweg, als den Beſchuldigten zu über=
eieſer
Gedanke durchgeführt in den Vereinigten Italien, Holland ꝛc.
zeugen, daß allein das Bekenntnis der Wahrheit ſein
Sttaaten von Nordamerika, wo die Kirchen=
Beſtes bedeute und den Rückweg in die Geſellſchaft ebne.
zameinſchaften nach bürgerlichem Recht behandelt, der kon=
Gelinge dies nicht, ſo müſſe der Helfer ſchweigen, dürfe
eſionelle Religionsunterricht aus den öffentlichen Schulen Gefahren der privaten Zugend= aber nicht zum Angeber werden. Die Nutzung des ducch
nifernt iſt, keine Theologiefakultäten beſtehen uff., dann
den Jugendgerichtshelfer gelieferten Ermittlungsſtoffes
fürſorgetätigkeit.
ni Belgien, wo allerdings durch Aufrechterhaltung des
werde dadurch erreicht, daß der Helfer zum Verteidiger
kulltusbudgets der Einfluß der Kirche geſichert iſt, in
beſtellt oder als Zeuge gehört und ihm dadurch die Vor=
* Die vermehrte Tätigkeit, welche die Behörden ſeit
Vexiko, Braſilien, in einigen Kantonen der Schweiz, Einführung der Jugendgerichte entfalten, hat tragsmöglichkeit eröffnet werde. Im erſten Falle unter=
eankreich
: Hier wurde die Trennung vorbereitet das Wirken der gleichſtrebenden Vereine nicht zurückge= liege er der Schweigepflicht gemäß § 300 Strafgeſetzbuch
urch allmähliche Herabſetzung des Kultusbudgets, Ent= drängt, ſondern gefördert. Als beſonders fruchtbar hat und genieße das Zeugnisverweigerungsrecht. Komme
ennung des Religionsunterrichts aus der Schule, durch ſich das Zuſammenarbeiten bewährt, wie ſie die Jugend= der Helfer dagegen nur als Zeuge zu Worte, ſo zwinge
Vereinsgeſetz vom 1. Juli 1901, das für jede Kon= gerichtsgehilfen oder Fürſorgeſtellen bei den Polizeiver= ihn die Frage nach ſeinem Wiſſen um das Vorleben des
ragation ſtaatliche Genehmigung vorſchrieb, ohne die ſie waltungen darſtellen. Aber in dieſer Annäherung ruht die Angeklagten zu rückhaltloſer Ausſage. Um Pflichten=
u
gelöſt wurde. Das Geſetz vom 7. Juli 1904 entzog Gefahr einer Verſchiebung des Schwergewichtes nach der kolliſionen vorzubeugen, müſſe die Anerkennung Leiner
amn den Kongregationiſten den Unterricht, worauf meh= behördlichen Seite. Die Forderung, den Organiſationen Schweigepflicht für Jugendgerichtshelfer durch deren Auf=
de
tauſend Kongregationsſchulen zwar geſchloſſen wur= amtliche Befugniſſe beizulegen, iſt nur durch die Anſtellung nahme unter die zur Zeugnisverweigerung berechtigten
eig, aber als Privatſchulen wieder erſtanden. Im Jahre einiger beamteter Polizeiaſſiſtentinnen verwirklicht. Der Perſonen erfolgen.
in ie er tenet r eter eine n nen en
Das nied dir mr mihn des der Auter Schwbich,
da riefen ihn Joſef und Max aus dem Zimmer: Ja, Theo= meinte Joſef.
Frau Melodie.
dor, biſt ins Waſſer g’fallen? Mir ſcheint, der ſauft ſich
Was, der Trottel? fragte der Bruder Max.
Roman von Carl Conte Scapinelli.
an Rauſch an der Leitung an!
Nein, nein, der Heiratskandidat!
(Nachdruck verboten.)
Aber ich muß doch zum mindeſten das Mädchen näher
Dann erſchien Joſef an der Tür: Na, gottlob, daß er
Im ſelben Augenblick erſchien mit geröteten Wangen
noch lebt und liebt! Denn, Frau Grünpichl, paſſen’s auf, kennen lernen!
riulein Linerl an der Tür.
Jetzt fängt er zu raſen an! rief Max. Ein Theater=
der
junge Mann will nämlich ſchnell, ſchnell heiraten, daß
Mein Name iſt Theodor Erlinger, gnädiges Fräulein, er nicht Sie oder das Fräulein Linerl erwiſcht!
mädel, eine Choriſtin näher kennen lernen!
r ſich jüngſt die Kühnheit nahm, als Bewunderer Ihrer
Ich bürge nicht nur für Linerls Reinheit, lieber Max,
Das Wort Heiraten hatte auch für die Witwe Grün=
unſt
und Schönheit einige Blumen zu ſenden. Ich wäre
pichl einen guten Klang. Verſpotten’s einen ehrlichen ſondern auch dafür, daß ſie eine großartige Stimme hat
h: glücklich, wenn Sie mir verſichern würden, daß die=
Menſchen nicht, gelt, Herr Kapellmeiſter, ſonſt kriegen’s und prächtige Karriere am Theater machen würde!
lbpen Sie nicht gekränkt, ſondern ein ganz klein wenig er=
mit
mir zu tun! rief die Mutter Grünpichl, aber dann fiel
Na alſo, dann ſoll er das Mädel nicht mit was Ern=
eutt
haben!
Linerl war verlegen lächelnd ſtehen geblieben während ihr ſofort ein, daß ſie eigentlich den ſchuldigen Reſpekt ſterem aufhalten in der Karriere, das wäre doch unverant=
iner
gewählten Anſprache und ſagte dann plötzlich: Aber gegen ihren Zimmerherrn mit ſolcher Drohung verletzte, wortlich! fügte Max ärgerlich bei.
Wie Ihr zwei da über das Mädel und mich beſtimmt!
ka G’ſpur, Herr von Erlinger! Gfreut haben mich und fügte ſanft werdend bei: Gelt, da ſchauns, wie ich bös
Ihr kennt mich doch, ich tue, was mir als das Beſte er=
*1 Blumen. Ich hab’ auch noch nie welche zu’gſchickt ſein kann!
Seelengut ſind’s und drum fürcht’ ich für unſeren
ſcheint!
kniegt!
Erſcheint unterſtrichen! rief Max.
Vielleicht darf ich wieder einmal ein paar Roſen Theodor komm, komm, wir wollen Dir etwas ſagen!
Alſo, Ihr unzertrennlichen feindlichen Brüder, ſtreitet.
Als ſie endlich Theodor zu ſich ins Zimmer geſchafft
nden?
lAber da miſchte ſich die Witwe Grünpichl ſchon ins hätten und laut lachten, ſagte dieſer indigniert: Alſo, rein nicht weiter um Frau Grünpichls blondes Töchterlein, ſon=
dern
erzählt mir was anderes. Was macht zum Beiſpiel
vutt: Nein, nein, Herr von Erlinger, das laſſen’s ſchön= lächerlich macht Ihr einen überall!
Aber der ſcheinbare Groll Theodors ließ ſich bald be= der Lebenskünſtler und Protz und Autler Felix Bergauer?
nis bleiben! Da ſparn’s Ihnen Ihr Geld! Das Madl
Er ſchwärmt noch immer von der ſchönen Dame, die
diet ſich ſonſt alles möglich ein, was net der Fall iſt und ruhigen. Na ja, man macht eben keine gute Figur, wenn
jüngſt in Deiner Begleitung war. Er beſchwört, uns, ob
Ihr einen ſo hinſtellt.
s net ſein kann!
wir nichts näheres von ihr wiſſen. Es iſt ihm ganz un=
Was brauchſt Du denn eine gute Figur zu machen?
Ihr Fräulein Tochter iſt doch nicht ſchon verlobt?
Ich bin nämlich längſt ein ſtiller Verehrer des Fräu= faßbar, daß er ſie nicht ſchon wo getroffen hat. Alſo, ſo,
Daß ich net wüßt! ſagte Frau Grünpichl groß, ſo a
leins draußen. Nun will der Zufall, daß ich ſie ſo treffe, ſo hab’ ich ihn noch gar nicht geſeh’n, ſo närriſch, ſo ge=
no
und verlobt, die no erſt was lernen muß!
Gerr Theodor war ſchon im Begriff, da er ja doch von bei ihr zu Hauſe treffe, Gelegenheit habe, ihre Mutter auch quält! erzählte Max.
Ja, die kann’s einem antun, die Frau, aber ſagt ihm,
n ab anſtändig werden wollte, die Frau Mutter Grün=i zu ſprechen, und da ſtellt Ihr einen wie einen Trottel
er ſolle alle Hoffnung ſchwinden laſſen, ſie wäre nicht von
hl ergebenſt zu erſuchen, ihm geſtatten zu wollen, dann und Heiratskandidaten bin!

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Nummer 250.
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 20. Oktober 1913.
kienen Unterſuchungshaſt auf die Strafe angerechnet.

Pollticke Tagesneuigbeiten.
Im Grünauer Forſt wurde geſtern abend die 19jährige
Stadt und Land.
Tochter Herta des Porträtmalers Haag, aus der Bera=
Itallen.
Darmſtadt, 20. Oktober.
mannsſtraße in Berlin, mit einer Schußwunde in der
Neue Senatoren. Der König ernannte 39 neue
* Vom Großherzoglichen Hoftheater. Heute. Montag, linken Schläfe aufgefunden, Das Mädchen war mit ihrem
Senatoren, darunter die Miniſter des königlichen Hauſes den 20. Oktober findet als dritte Sonder=Vorſtellung Geliebten, einem Unteroffizier, am Dienstag nach Grünau
Exzellenz Mattioli=Pasqualini, die Botſchafter Bollati und Die Zornſchmiede, Szeniſcher Prolog von Wol= gefahren, um mit dieſem gemeinſam in den Tod zu gehen,
zogen, hierauf Prinz Friedrich von Homburg, da die Heirat unmöglich ſchien. Der Unteroffizier gibt
Imperiali, den ehemaligen Botſchafter Gallins und den ſtatt. Zu dieſer Vorſtellung findet kein Kartenverkauf ſtatt. an, das Mädchen habe ſich ſelbſt erſchoſſen. Er habe nicht
Philoſophen Ardigno, ſowie mehrere ehemalige Deputierte
Von der Künſtlerkolonie. Auf der Internat. den Mut gehabt, ſich gleichfalls zu töten. Da die Angaben
und hohe Staatswürdenträger.
Baufach=Ausſtellung wurde Herrn Architekten Em. I des Unteroffiziers unglaubwürdig klingen, wurde die
Leiche des Mädchens beſchlagnahmt und eine Ueterſuch=
Margold die goldene Medaille verliehen.
England.
* Die Fortſchrittliche Volkspartei hält, wie aus dem ung eingeleitet.
Leipzig, 18. Okt. (Großfeuer.) In der Fabrik
Die Flottenfrage und der Rüſtungs= Anzeigenteil erſichtlich iſt, eine Mitgliederverſammlung ab,
feiertag Churchills. Der erſte Lord der Admirali= wobei Herr Lehrer Grühl über die Ideale unſerer Kolo= ätheriſcher Oele Schimmel u. Co, in dem benach=
nialpolitik
ſprechen wird. Die Mitglieder und deren Gäſte barten Miltiz brach heute Vormittag Feuer aus, welches
ſich mit raſender Geſchwindigkeit ausbreitete. Das Haupt=
tät
, Winſton Churchill, hielt in Mancheſter eine Rede, in ſind hierzu höflichſt eingeladen.
fabrikgebäude und ein Teil der benachbarten Fabrikabtei=
der
er die Flottenfrage erörterte.
lungen ſind dem Brande zum Opfer gefallen; beide Sei=
Der Flottenetat ſei höher wie je und werde im näch=
W. Auerbach, 19. Okt. Die geſtrige Jahrhundert= tengiebel des rieſigen Gebäudes ſind eingeſtürzt. Men=
ſten
Jahre noch höher ſein. Der kommende Flottenetat ſeifeier verlief äußerſt ſchön. Am Freitag abend war be= ſchenleben ſind nicht zu beklagen. Einige Feuerwehrleute
lediglich die Folge der Etats der letzten drei Jahre. Die reits das Schloß zur Probe beleuchtet. Am Samstag wurden leicht verletzt. Die Entſtehungsurſache iſt vermut=
Beziehungen Englands zu Deutſchland hätten ſich ſehr früh wurden vom Köhlerhäuschen verſchiedene Trom=
lich
Selbſtentzündung. Zahlreiche Feuerwehren waren
gebeſſert, ohne daß England die Freundſchaft zu anderen peterſolis geblaſen, Nachmittags um 3 Uhr traf ein an der Brandſtätte tätig.
Ländern verloren hätte. Augenblicklich ſollte daher für Reiter, von Zwingenberg kommend, im Fürſtenlager ein
Zoſſen, 18. Okt. (Ueberfall.) Geſtern Abend.
England eine freundſchaftliche Erörterung der Frage eines und machte dort Meldung. Um 8 Uhr fing die Schloß= wurde auf dem Zoſſener Bahnhof der Reiſende Müller
Feiertages in der Flottenrüſtung nicht ungünſtig ſein. Den beleuchtung an. Die meiſten Villen waren illuminiert, aus Berlin, der auf dem Truppenübungsplatz größere Ge=
Vorſchlag den ich namens der Regierung für einen ſodaß alles einem Feuermeere gliech, hoch oben das
ſchäfte abgeſchloſſen hatte und mit einer großen Geld=
Rüſtungsfeiertag ausſpreche, iſt ganz einfach: Wir würden Schloß in tiefem Rot thronend. Ein großer Fackelzugſumme nach Berlin zurückkehren wollte, als er den
1914, abgeſehen von den kanadiſchen Schiffen oder ihrem zog nach dem Kriegerdenkmal. Die Anſprache dort hielt Warteſaal betrat, hinterrücks niedergeworfen. An=
Aequivalent, ferner abgeſehen von allem, was durch die Herr Pfarrer Eiſinger. Anſchließend an die Feier war dere Fahrgäſte eilten herbei und trieben die Täter in die
neuen Entwicklungen erforderlich würde, vier große Schiffe im Gaſthaus Zur Bergſtraße großer Kommers.
Flucht. Die drei Verbrecher ſind entkommen.,
gegen zwei von Deutſchland auf Kiel legen laſſen. Nun
Hamburg, 18. Okt. (Mordverdacht.) Heute Mor=
ſagen
wir in aller Freundſchaft und Aufrichtigkeit, ſolange
gen wurde in St. Pauli der Schiffseigner Mayer aus
Kunſtnotizen.
noch reichlich Zeit iſt, zu unſerem großen deutſchen Nach=
bar
: Wenn ihr den Beginn des Baues eurer zwei Schiffe ueber Werke, Känſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach= Malz verhaftet, der an dem kürzlich entdeckten großen
Salpeter=, Saccharin= und Getreideſchmuggel beteiligt und
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Nedaktion ihr Urteil vor.
von dem regulären Zeitpunkt, wo ihr mit dem Bau be=
ginnen
würdet, um 12 Monate aufſchiebt, würden wir den
C Liederabend Elſa Laura von Wol=verdächtig iſt, ſeinen Steuermann bei dem Dorf Lenzen
über Bord geworfen zu haben, um ſich eines Zeugen zu
Beginn des Baues unſerer vier Schiffe in abſolut gutem
Glauben für die gleiche Friſt aufſchieben. Das würde zogen. Es ſei noch einmal darauf hingewieſen, daß
entledigen. Der Steuermann iſt ertrunken.
einen vollſtändigen Feiertag für England und für Deutſch= Frau Elſa Laura von Wolzogen in ihren Liedern zur
Wien, 18. Okt. (Zu den Verhaftungen) wegen
land ergeben, ſoweit große Schiffe in Betracht kommen, Laute, die ſie ihrem morgen, Dienstag, den, 21. ds., der Angelegenheit der Canadian Pacific Co. erfährt die
Deutſchland würde ſechs, wir faſt zwölf Millionen ſpa= im Saale der Traube ſtattfindenden Liederabend ſingen
ren. Die relative Stärke beider Länder würde abſolut un= wird, wieder eine Reihe neuer Sachen zum Vortrag bringen Neue Freie Preſſe, daß die Zahl der in den letzten Mos=
verändert
bleiben. Ein völliger Stillſtand für ein ganzes wird, die die unermüdliche Künſtlerin in alten Bibliotheken naten in Wien vorgenommenen Verhaftungen über 500
beträgt. Die Zahl der in den letzten 10 Monaten aus dem
Jahr iſt unmöglich, wenn nicht andere Mächte überredet und Liederſchätzen entdeckt und für ihren Lautengeſang Bereiche der galiziſchen Korps durch die verſchiedenen
würden, ebenſo zu handeln; aber wenn Deutſchland und teils neubearbeitet hat. Ausſprüche begeiſterter Kritik Schiffsagenturen über See entfernten wehrpflichtigen Per=
England die Initiative ergriffen, den anderen europäiſchen aus jüngſter Zeit beweiſen, daß die Künſtlerin, wo ſie
Mächten voranzugehen, wäre da nicht eine Ausſicht auf erſcheint, durch ihre feine intime Kunſt ſiegt auf der ſonen werde von informierter militäriſcher Seite auf=
Erfolg? Wenn Oeſterreich und Italien nicht bauten, ſo ganzen Linie. So heißt u. a.: Ihre Stärke iſt weniger 170 000 (2) geſchätzt, die Zahl der noch nicht ausgehobenen
würde eine Verpflichtung dazu auch für England und der eigentliche Kunſtgeſang, als der fein ausgearbeitete 10000.
Fraakreich wegfallen. Die Tatſache daß der Dreibund und doch ſtets anſcheinend der Augenblickslaune eines
keine Schiffe baute, würde den Vorſchlag ohneidis eringſte friſchfröhlichen Temveraments entſpringende ungekünſtelte
Die Völkerſchlachtfeier
Riſikogefahr möglich machen. Und würde ein folches Er=Vortrag. Welche Wirkungen Frau v. Wolzogen da oft
eignis nicht ſeine Wirkung auf den Schiffsbau Amerikas nur mit einer Bewegung, einem Augenzwinkern. mit der
in Leipzig.
und Japans ausüben? Durch eine ſolche Politik würden Mimik des Mundes in Verbindung mit ihrer ausge=
viele
Millionen für den Fortſchritt der Menſchheit frei zeichneten Sprachtechnik erzielt, iſt erſtaunlich. Der Beifall
Die Illumination der Stadt.
werden, und ſelbſt wenn ſie erfolglos bliebe, würde ſie auf ſteigerte ſich mit edem Geſang. Der Lok.=Anz.: In der
* Leipzig, 18. Okt. Nach dem Frühſtück beſichtige
Europa einen wohltätigen Eindruck machen, der ſpäter Singakademie, die wie bei den großen Tagen die Signatur
ſicher Früchte tragen würde. Churchill ſchloß: Ich mache Ausverkauft trug, fand Elſa Laura von Wolzogen ten die Fürftlichkeiten das neue Rathaus. Der Kaiſer
dieſen Vorſchlag für 1914 oder, wenn dies zu nahe er=eine geradezu ſtürmiſch=herzliche Aufnahme. Allerdings begab ſich darauf mit dem König von Sachſen in das
ſcheint, für 1915. Ich bin für Gegengründe, die großg hatte ſie ein ragout kin von Volkskiedern ausgewählt Königspalais, wo der Kaiſer Abſteigequartier nahm. Vor=
Waffenfirmen in England und anderen Ländern zweifel= und befand ſich zudem in glänzendſter Dispoſition. Ihr dem Palais erwies eine Ehrenkompagnie des Regiments=
los
erheben werden, völlig unzugänglich; ſie müſſen Diener ſchalkhafter Humor, ihre dialektiſche und fremdſprachliche Nr. 179 die militäriſchen Ehren.
Den Nachmittag und Abend über durchfluteten Hun=
ſein
, nicht Herren. Manche werden mich wegen meines Gewandtheit vereinten ſich mit ihrem ſympathiſchen
Vorſchlages tadeln. Aber mögen ſie ſpotten! Ich bin Organ und flüſſigen Lautenſpiel zu Muſterleiſtungen der derttauſende in feſtsfreudiger Stimmung die Straßen der=
überzeugt
, daß es für die Wohlfahrt und die Fortdauer Vortragskunſt. Dem ohnehin ſchon großen Programm Stadt; bis zum Sinken des Abends war auch das Völkern
unſerer Ziviliſation und des Aufbaues der europäiſchen folgte als Quittung über den ſtarken Beifall eine lange ſchlachtdenkmal ſelbſt das Ziel des Beſuches gewaltigen
Geſellſchaft notwendig iſt, daß Rüſtungsfragen offen er=Reiße von Zugaber Man kennt ihre unbeſtrittene Scharen. Mit Eintritt der Dunkelheit ſetzte in der ganzu
örtert werden, nicht allein von den Diplomaten und Re= Meiſterſchaft auf dieſem Gebiete und kann daher darauf Stadt eine Illumination ein. Alle Fenſter warin
reich beſtellt. Die öffentlichen Gebäude und die großen
gierungen, ſondern auch von den Parlamenten und verzichten, die Vorzüge ihrer Kunſt erneut zu betonen.
kaufmänniſchen Gebäude erſtrahlten im Lichte langer Rei=
Völkern.
hen elektriſcher Glühkörper, Gasſonnen und Gaslaternen.
Amerika.
Auf den großen Plätzen loderten von den Obelisken die
Reich und Ausland.
Die Lage in Mexiko. 74 von den 110 Abgeord=
Flambeaur auf. Zwiſchen den Pylonen zogen ſich Gir=
neten
, die am 10. Oktober auf Befehl Huertas verhaftet
Aus der Reichshauptſtadt, 18. Okt. Der zur Diſpoſition landen elektriſcher Birnen wie Perlenſchnüre hin.
worden waren, ſind durch den zweiten Richter des Bundes= geſtellte Berliner Bureauporſteher der Firma Krupp,
Das Feſtmahl im Gewandhauſe.
diſtrikts, der die Fälle unterſucht hatte, für Gefangene er= Maximilian Brandt, ſtellte gegen den früheren Ber=
liner
Generalvertreter der Firma Krupp, v. Metzen,
* Leipzig, 18. Okt. Um 6 Uhr begann in dem
klärt worden. Die Abgeordlteten ſind alle politiſcher Ver= durch ſeinen Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Siegfried Gewandhaus die Königliche Tafel für die an=
gehen
beſchuldigt, nämlich der Rebellion, des Aufruhrs Löwenſtein, Strafanzeige wegen verleumderiſcher weſenden Fürſtlichkeiten und Würdenträger, zu der die
und der Beamtenbeleidigung, 10 Abgeordnete ſind am Beleidigung. Die Beleidigung ſoll enthalten ſein Einladungen va ſächſiſchen Hofe ausgegangen waren=
Samstag, 26 andere bereits vorher freigelaſſen worden. indem vor einigen Tagen im Vorwärts veröffentlichten Bei der Tafel ſaßen zur Rechten des Kaiſers Erzherzog=
Interview über den Krupp=Prozeß. In dem Mord=Franz Ferdinand von Oeſterreich, Prinz Wilhelm
Felix Diaz wurde bei ſeiner Ankunft in Savannah von prozeß Nickel bejahten die Geſchworenen die Schuld= von Schweden, der Prinz=Regent von Bayern; zur Linken
dem neuernannten mexikaniſchen Generalkonſul für Paris, frage auf Totſchlag unter Verſagung mildernder Umſtände der König von Sachſen, Großfürſt Kyrill und der Kron=
de
la Gaca, erwartet, der den Verſuch machte, ihn von der bezw. auf Vergünſtigung. Das Urteil lautete dem An= prinz von Sachſen. Bei dem Feſtmahl im Gewandhaus
Fortſetzung ſeiner Reiſe abzubringen. Diaz lehnte ab und trag des Staatsanwalts gemäß gegen Nickel auf 12 brachte König Friedrich Auguſt folgenden Trink=
erklärte
, er habe nicht die Abſicht, ſeine Kandidatur für Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverluſt und gegenſpruch aus:
Frau Menzel auf die Höchſtſtrafe von einem Jahr Gefäng=
Hundert Jahre ſind heute verfloſſen, ſeitdem auf Leip=
die
Präſidentſchaft fallen zu laſſen.
nis. Beiden Angeklagten werden je ein Jahr der er= zigs Gefilden jene große Völkerſchlacht geſchlagen worden
MET
der Sorte, die er ſonſt bevorzugt, und ſie wäre übrigens von da ab widmete er den Jugendfreunden plötzlich nicht ihnen noch umſtändlich für den lieben Beſuch, gab ihnen
meine Muſe‟!
die friſche Aufmerkſamkeit, wie früher, ihm war der Ge= Grüße an die Mutter, geleitete ſie in den Gang, wo Frau
Schön geſagt! rief Max.
danke unheimlich, daß Frau Irma kommen könne und Grünpichl und Fräulein Linerl ſtanden. Letztere ließ es
einen der beiden bemerke. So hielt er ſie erſt recht, ob=
Nein, Kinder, um allen Redereien ein Ende zu machen,
ſich nicht nehmen, Herrn Theodor in den weichen, ſeide=
wohl
er gar nicht mehr in Stimmung war, zurück, damit gefütterten Herbſtmantel zu helfen.
ſie iſt tatſächlich nichts weiter als die Anregerin meiner
ſie nicht etwa beim Foctgehen Irma auf der Stiege oder
Muſik, als meine liebe Freundin!
Er nahm ihr weiches Händchen in ſeine hageren Fin=
im
Haustor träfen. Und während er krankhaft eine Unter= ger und hielt es ein wenig lang, und irgend eine erſte
Vielleicht tröſtet das Felix Bergauer!
haltung aufrecht erhielt, hörte er plötzlich, wie draußen ſüße Heimlichkeit, irgend eine ſüße Zuneigung ſchien trotz
Es ſoll ihn gar nicht tröſten! rief Rittner, Rittners die Klingel ging.
der Gegenwart der Mutter im dunklen Korridor zwiſchen
Muſe iſt doch wahrlich zu gut, um Bergauers Geliebte zu
Aber wir wollen Dich doch nicht ſtören, wenn Du ihnen aufzutauchen. Ich ſage, auf Wiederſehen! flüſterte
ſein! Sagt ihm das, ich hätte es ſelbſt geſagt.
etwa noch Beſuch bekämſt!
er ihr zu, vorm Theater! hauchte er noch leiſe, und ſie
Und plötzlich, mitten im Geſpräch mit den Erlingers,
Nein, nein, ich erwarte gar keinen, kommt, ich ſpiel nickte und huſchte von dannen.
fiel ihm ein, daß es möglich war, daß Frau Irma, die er
Euch noch was vor! Haſtig ſetzte er ſich ans Klavier und
Frau Grünpichl hielt es für der Lage entſprechend,
ſchon länger nicht geſehen, ihn zu einem Spaziergang ab=
begann
auf die Taſten einzuhauen, damit ſie nicht etwa
ſich noch umſtändlich von Theodor zu empfehlen, ihm zu
holen könnte. Er wollte ſich aber dem nicht ausſetzen, von die Stimme draußen erkannten.
verſichern, daß ſie kein böſes Weib ſei, ſondern nue eine
den Erlingers geſehen zu werden, jetzt ſchon gar nicht, und
Singſt Du noch, Max? fragte er präludierend.
ſorgende Mutter, was er ruhig und mit Geduld, aber ohne
ſo bat er, einen Augenblick hinaushuſchen zu dürfen, er
Wenig, wenig, man kommt nicht dazu!
viel Verſtändnis anhörte.
hätte Frau Grünpichl nur einen Auftrag zu geben.
Alſo, paßt auf, ein neuer Marſch von mir! Und kräf=
Endlich waren die Brüder Erlinger draußen. Frau
Aber bitte, zieh’ mich nicht wieder in die Affäre! rief tig begann er Fortiſſimo zu ſpielen. Aber plötzlich brach Grünpichl zog noch den Kapellmeiſter ins Geſpräch: A
Theodor.
er ab. Irma mußte jetzt fort ſein. Ich bin heute nicht netter Mann, der Herr Theodor, ſagte ſie unvermittelt,
Nein, nein, tröſtete ihn Joſef, es handelt ſich um recht in Stimmung! ſagte er und ſchlug den Deckel des Flü=
ſo
was Feines hat er, ſo was Reſpektvolles!
etwas ganz anderes, um eine Beſtellung.
gels zu.
Da aber Joſef Rittner ſie kaum zu hören ſchien,
Er ſchloß die Tür gut und rief dann Frau Grünpichl
Schade, ich hätte den Marſch gern bis zum Schluß ſchwieg ſie jäh und ſpann ihre Gedanken im Stillen fort,
heran.
gehört!
die alles für und wider gegen Herrn Theodor Erlinger
Ein andermal, Kinder!
Paſſen Sie auf, Frau Grünpichl, es wäre möglich,
enthielten und zu keinem abſchließenden Urteil führten.
Wir wollen Dich jetzt auch nicht ſtören!
daß Frau Nemethyi mich zu einem Spaziergang abholen
Dann ſiel ihr ein, daß ſie dem Kapellmeiſter doch mit=
wollte
. Sie ſind in dieſem Falle ſo gut und ſagen ihr,
Nein, nein, bleibt noch, wenigſtens ein Glas Schnaps teilen müßte, daß Frau Icma dageweſen war.
ich hätte Herrenbeſuch und käme, ſobald ich dieſen los trinkt Ihe noch, und Theodor darf ſich auch noch ein Glas
Was hat ſie denn geſagt?
hätte, in ihre Penſion, um ſie abzuholen!
Waſſer holen!
Na, wiſſen’s, ehrlich, erfreut ſchien ſie nicht. Aber ſie
Es iſt recht. Natürlich, ſo junge Gigerln, die glauben
Aber Theodor blieb und ſah ihnen zu, wie ſie den ſagte nichts weiter als: Es iſt gut, und ging.
ſonſt gleich weiß Gott was. Ja, die Jugend iſt ſchlecht Kognak hinunterſchluckten. Und Joſef rechnete die Zeit
heutiges Tages! ſetzte Frau Grünpichl ſeufzend hinzu.
aus, nun konnte Irma ſchon um die Ecke ſein, unweit
(Fortſetzung folgt.)
Joſef Rittner war in die Stube zurückgetreten, aber ihrer Penſion, nun durften die Erlingers fort. Er dankte

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Nummer 250.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 20. Oktober 1913.
Seite 3.
iſt, die einen Marſtein in der Geſchichte der hier verire, Kieier ſud durch das ganze Land geiogen und haben 1Der, den die imeren Verhältuſe Sorge bereiten, ſol
tenen Völker bildet. Hochragend blickt das Denkmal heute Widerhall gefunden in den Herzen der Deutſchen allüber= nicht verzweifeln an dem Idealismus unſeres Volkes, der
auf uns herab, zu deſſen Weihe Sie mir die Ehre und all. Zu den Ufern des Rheines ſind wir gekommen, hier erprobt wurde gerade in den ſchwerſten Tagen. Er ſoll
Freude Ihres Erſcheinens ſchenkten, indem ich Sie, die an die geweihte Stelle, da das Denkmal ſteht, das gedenken der Zeiten der Not, die uns zuſammengeſchmiedet
deu’ſchen Fürſten und Vertreter Freier Städte, an Ihrer Deutſchlands Einheit verkörpert, errichtet zum Ge=hat zu einem Volk; ſo wird es auch ſein, kommen Tage der
Spitze den deutſchen Kaiſer, Sie, die Vertreter außerdeut=denken an die glorreichen Waffentaten unſeres Heeres, zu Not, Tage der Sorge über unſer mächtig Volk. So ſind
ſcher Souveräne, deren Vorfahren an der großen Völter=dieſer geweihten Stelle, von der der Blick hinüberſchaut wir zum Stolz berechtigt, denn wir haben mit angeſehen,
ſchlacht vor 100 Jahren teilgenommen haben, begrüße, ge= nach den Landen des Feindes, der uns vor hundert Jahren auch mitgewirkt, um zu ſolcher Höhe zu kommen; aber in
denke ich der ruhmreichen Taten, die vor hundert Jahren bedrängte, von der der Blick aber auch hinübergeht auf die uns wohnt auch die Pflicht, das unſerem Volke zu erhalten
von deutſchen, öſterreichiſchen, ungariſchen, ruſſiſchen und ſtolze Höhe, wo das ſteinerne Bild des größten deutſchen und auszubauen, was es unter unſäglich ſchweren Opfern
ſchwediſchen Truppen auf dieſem Schlachtfelde vollbracht Mannes ſeine Stätte finden ſoll. Hier, wo wir der ver= ſich erſchaffen hat.
worden ſind. Damals ein blutiges Ringen, Kämpfe undſchiedenſten deutſchen Stämme Land ſchauen können, hier
Heute, unter dem Schutze der thronenden Germania
Schlachtgetümmel, Not und Elend, Daniederliegen von an dem Einheitsdenkmal der deutſchen Völker, muß da oben, ſei unſer Gelöbnis gegeben zu nationaler und
Handel und Wandel, der entſcheidende Wendepunkt für die auch die Jahrhundertfeier deutſchen Kampfes patriotiſcher Pflichterfüllung für unſer geeintes Land, für
anbrechende, noch im Dunkel der Zukunft liegende Neuzeit.und Sieges begangen werden.
unſer geliebtes Vaterland; erneut wollen wir geloben, ihm
Heute aber, nach hundert Jahren, weittragender politiſcher
Wir lenken den Blick zurück auf die damalige Zeit. zu dienen mit aller Kraft unſeres Willens, unſeres Her=
Entwickelung und Umgeſtaltung, an gleicher Stelle, als In ſchwerer Feſſel lagen die deutſchen Lande, überzogen zens. Das ſei gerade denen geſagt, die den deutſchen
nunmehr einer Stäte ungeſtört fortſchreitender Kultur und von fremden Völkerſcharen, die ihre Herrſchaft den deut=Idealismus zu hegen und zu pfiegen beruſen ſind, auch in
blühenden Gewerbefleißes ein Zuſammenſtrömen derſchen zerſplitterten Stämmen auferlegt hatten, die ſchwere politiſch ſchweren Zeiten nicht zu verzagen, ſondern gerade
Nachkommen jener Kämpfer der großen Völkerſchlacht von Herrſchaft, die mit eiſernem Drucke auf dem ganzen Lande da feſt zu ſtehen zum Nutzen unſeres Vaterlandes. Und
Leipzig von nah und fern zu einem Feſte des Friedens. lagerte. Fremdherrſchaft allüberall, Abhängigkeit von neben den Helden von 1813, die uns damals den Sieg er=
Wir Deutſche insbeſondere ſind in patriotiſcher Begeiſte= Fürſt und Volk, von dem Eroberer aus dem Weſten. Sieg rungen, uns die Freiheit gegeben, ſtehe vor unſerem Auge
rung deſſen eingedenk, daß die Quellen der Kraft, die in auf Sieg hatte er an ſeine Fahne heften können, Nieder= der Mann, der uns die Einheit ſchuf, der Teueſte Diener
der Erhebung Deutſchlands von 1813 mit ihrem Streben lage ſeiner Gegner reihte ſich an Niederlage und weit über ſeines edlen, uns unvergeßlichen kaiſerlichen Herrn, aber
nach Einigung liegen, nach einer ſittlichen und politiſchen Deutſchlands Grenzen hatte er die Macht ſeines Vater= auch der Treueſte dem deutſchen Volke. Koſtbarſtes Gut
Wiedergeburt ein neues herrliches Deutſchland, das Deut=landes ausgedehnt. Die tiefe Schmach zeitigte höchſte ſei uns unſer geſegnetes Land, unantaſtbar ſtehe es da,
Kraft des Willens. Des Lebens und Seins höchſte Not ausbreitend ſeine Macht; geachtet, gefürchtet in der Welt,
ſche Kaiſerreich, geſchaffen haben.
Und aus der Erinnerung an die Not der Vergangen=verband die Unterjochten zu kräftigſtem Wirken, zu herr= uns aber das höchſte Kleinod, das wir lieben, dem wir uns
heit und aus dem Bewußtſein des Beſitzes der Gegenwart lichſter Tat. Der Volksſeele Fühlen, die nach Freiheit rang, weihen. Unſer Deutſchland, Deutſchland über alles in
entſpringt der einmütige Wille aller Einzelſtaaten Deutſch= gab dem Sinnen auf Befreiung Schwingen. Begeiſterung, der Welt.
Nach dieſer Rede, die mit einem Abſingen des Liedes
lands, als Glieder des Reiches jederzeit Gut und Blut für angefacht von den edelſten Männern der Nation zündete
Deutſchland, Deutſchland über alles abſchloß, begaben
den Beſtand und die Ehre des deutſchen Vaterlandes ein= in den Herzen aller Volksgenoſſen. Ein machtvoller un=
zuſetzen
. Wie im Jahre 1813 die Völker von Deutſchland, widerſtellicher Trieb erfaßte das ganze Volk zu gemein= ſich die Feſteilnehmer nach Bingen zu der neuen Feſthalle,
Beſterreich=Ungarn, Rußland und Schweden in Wehr und ſamem Handeln, zu geeintem Vollbringen. Preußens wo zunächſt ein Feſteſſen ſtattfand, an dem mehrere 100
Waſſen geſtanden haben, ſo haben ſich auch heute Vertreter Männer, das ſei hier aus ſüddeutſchem Munde geſagt, Perſonen teilnahmen. Um 3 Uhr 15 Min, nahm dann der
dieſer Völker im Schmuck von Wehr und Waffen unſeren Männer des Geiſtes, des Wortes, haben damals den Weg eigentliche Feſtakt ſeinen Anfang. Profeſſor Moldenauer
bewundernden Blicken gezeigt. Nicht in Kampf und gewieſen, um frei zu werden und in opferwilligſter Be= aus Köln hielt eine Begrüßungsanſprache. Ein gut vor=
Schlachtgetümmel jedoch ſtehen heute die Völker der Völ=geiſterung folgte das Volk dem Ruf nach Befreiung. Die getragener Prolog folgte. Dann hielt Profeſſor Dr. Theo=
kerſchlacht
von Leipzig vor unſerem geiſtigen Auge, viel=Freiheit wurde errungen dem ganzen deutſchen Volke durch bald Ziegler die eigentliche Feſtrede. Einleitend gab er
mehr in friedlichem Wettbewerb, den ernſten Aufgaben der die glorreiche Tat des 18. Oktober. Das Volk ſtand auf, einen geſchichtlichen Ueberblick und ſchilderte die Verhält=
Kultur und Ziviliſation zu dienen, deren Löſung uns allen der Sturm brach los. In tiefſter Bewunderung ſehen wir niſſe, wie ſie vor der Leipziger Schlacht waren. In geiſt=
gemeinſam
obliegt. Und ſo darf ich Sie begrüßen in Er=auf dieſe Zeiten zurück, auf die Männer der Tat, des reicher Weiſe ſprach er dann von den Trägern der geiſtigen
innerung an eine Zeit der Kämpfe und Kriege bei einem Schwertes, auf ihr Ziel, auf ihren Erfolg, auf unſer ge= Kultur der damaligen Zeit, die im Hörſaal und im Heere
Feſte des Friedens. In dieſem Sinne danke ich eintes Volk in Waffen. Wo in der Weltgeſchichte findet für Deutſchlands Befreiung wirkten. Der Redner ſtreife
meinen Gäſten für Ihr Erſcheinen und erhebe mein Glas ſich zum zweiten Male ſolch eine Erhebung des Volkes; in dann das politiſche Gebiet. Aus dem Geiſte Preußens,
auf das Wohl der erhabenen Monarchen und Staatsober= eine Reihe hatten ſich die geſchart, die kurz vorher noch aus ſeinem Staatsgedanken und aus ſeinen ſtagtlichen
häupter, welche ich die große Freude habe, hier vereinigt einander entgegenſtanden. Groß war der Lohn dieſes ge= Organiſationen iſt eigentlich das Deutſche Reich hervor=
einten
Aufſtehens gegen die Fremdlinge auf deutſchem gegangen. Man ſolle ſich hüten, immer den Vorwurf der
und vertreten zu ſehen. Sie leben hoch!
Boden; Freiheit in Deutſchland, Freiheit für Deutſchland Reaktion gegen Preußen zu erheben. Was dieſes Land für
Die Abreiſe des Kaiſers.
war erkämpft und erſtritten dem ſchier unbeſiegbaren Feld= die Einheit getan habe, dürfe und könne nie vergeſſen wer=
* Leivzig, 18. Okt. Der Kaiſer reiſte um 8.15 herren Frankreichs gegenüber. Auf blutgetränktem den. Vieles allerdings ſei noch verbeſſerungswürdig; aber
Uhr nach Wildpark ab. Der Kaiſer wurde vom König Schlachtfelde in Zeiten der Not war der Deutſche zum von einer Reaktion könne nicht geſprochen werden. (Hier
don Sachſen zur Bahn geleitet unter ſtürmiſchen Kund= Deutchen gekommen und dort hätte ſich finden können, was tönte dem Redner lauter Beiſall entgegen.) Mit einer
gebungen der von allen Seiten anſtrömenden Menſchen=Deutſchland weiter bedurfte, die Einheit. Aber Einigung Mahnung an die Jugend ſchloß Ziegler. Sie möge nie
maſſen. Die Verabſchiedung auf dem Bahnhof war über= in Deutſchland lag noch in weiter Ferne. Einen ſchweren vergeſſen, was damals zur Einheit führte: das deutſche
aus herzlich. Zugegen waren außer den Gefolgen und dornenvollen Weg mußten hier die deutſchen Stämme noch Wollen und das deutſche Ideal. Die Rede Zieglers klang
dem Ehrendienſt des Kaiſers auch Oberbürgermeiſter Dr. zurücklegen, um auch dieſen Preis, mit Kämpfen beſchwert, aus in einem Hoch auf das Vaterland.
Das Niederländiſche Dankgebet ſchloß die Feier, die
Dittrich. Um 8 Uhr 25 Minuten reiſte der Erzherzog Franz zu erringen. Das jahrelange Fortſchleppen der Klein=
Ferdinand, vom Kronprinzen von Sachſen zur Bahn ge= ſtaaterei ließ den 1813 gewonnenen frohen Mut verküm= bei allen einen tiefen Eindruck hinterließ.
leitet ab. Der Erzherzog drückte gegenüber dem öſter= mern, der Idealismus der Kampfeszeit ſchien verflogen
reichiſch=ungariſchen Geſandten in Dresden, Grafen For= und das Ringen der beiden Reiche Preußen und Oeſterreich
Die Jahrhundertfeier der Stadt.
gatſch, ſeine hohe Befriedigung über den Verlauf des heu= um die Vorherrſchaft in Deutſchland, ließ das in den
IIII.
tigen Tages aus Später begaben ſich der Könia und die Hintergrund treten, was auf Leipzigs Schlachtfeldern er=
Die offiziellen Feiern der Stadt Darmſtadt wurden
noch hier anweſenden Fürſtlichkeiten in die Alberthalle, hofft ward. Faſt zwei Menſchenalter mußten dahin=
wo
das Oratorium von Seyfardt Aus Deutſchlands gro= gehen, bis auch dieſes Ziel der Einheit erreicht war. Der geſtern unter gleich zahlreicher Beteiligung aus allen Krei=
ßer
Zeit zur Aufführung gelangte. Von dort fuhren die gewaltige Mann mußte noch kommen, der den deutſchen ſen der Bürgerſchaft fortgeſetzt und nahmen bis zum
Fürſtlichkeiten nach dem Neuen Theater, um dort die glän= Einheitsgedanken zur Tat werden ließ. Manch ſchweres Schluß einen erhebenden, begeiſternden Verlauf.
Opfer war, da noch zu bringen und manch ſchwerer Tag
zende Feſtbeleuchtung des Auguſtusplatzes zu ſehen.
Die geſellige Vereinigung.
zu überwinden, bis wir endlich auf Frankreichs Erde er=
ringen
konnten unſer geeintes Deutſches Reich. Dies iſt
Den Abſchluß der ſtädtiſchen Gedenkfeiern bildete eine
unſer koſtbares Gut geworden.
Die Jahrhundertfeier der Nationalliberalen
allgemeine geſellige Vereinigung im Feſtſaal der Turn=
Dank heute den Männern, die vor hundert Jahren gemeinde, an der namentlich die Kriegervereine, Turner
am Rhein.
den Grundſtein ſchufen zu dem Bau des Deutſchen Reiches, und die Vereine vom Feſtzug teilnahmen. Auch viele
** Bingen, 19. Oktober.
Dank den Männern deutſchen Stammes, die ſich damals Ehrengäſte waren wieder erſchienen. Der Saal war mit
Die nationalliberalen Organiſationen am Rhein im tiefſten Gefühl für ihr Land zuſammengefunden zu ver= Einſchluß der Galerien dicht beſetzt.
hatten ſich zuſammengefunden, um den Tag der Schlacht eintem Ringen. Dank ihnen, die uns den Weg wieſen,
Nach einem einleitenden Muſikſtück der muſikaliſche
bei Leipzig gemeinſam zu feiern. Aus allen Gegenden die uns führten zu glorreichem Sieg: Dank ihnen, die ihr Teil des Abends lag wieder in den ſtets bewährten Hän=
des
Rheines kamen die Freunde der nationalliberalen Leben auf den Schlachtfeldern gelaſſen haben für die den des Obermuſikmeiſters Hauske und ſeiner 115er
Partei. Viele Abgeordnete der Landtagsſtaktionen, der deutſche Ehre. Dank denen, die den Bau weiter gefördert hielt Herr Hauptmann a. D. Waldecker die Feſt=
preußiſchen
wie der heſſiſchen, der Reichstagsfraktionen haben, daß er zu einem ſtolz ragenden Hauſe geworden iſt. anſprache. Noch einmal ließ er die ſchmachvollen und
u. a. waren erſchienen. Aus Mainz waren die Abgg. Bach Wir aber, die wir den Bau vollendet ſehen, freuen uns, großen Ereigniſſe der Vergangenheit Revue paſſeren bis
und Dr. Pagenſtecher gekommen. Der Vertreter des Reichs= eingedenk der Taten unſerer Väter, des vor 100 Jahren zum Tage von Leipzig, da der größte aller Schlachten=
ttagswahlkreis
Bingen Alzey, Dr. Becker, war gleichfalls begonnenen und des unter unſeren Augen vollendelen lenker das Entſcheidungsringen einerſeits um die Welt=
runter
den Feſtgäſten. Troßz des ſchlechten Wetters es Werkes Dieſes herrliche Werk der gewaltigen Entwicke= herrſchaft, andererſeits um die Eriſtenz, den Sieg den
herrſchte ſtarker Nebel wohnte eine nach Hunderten zäh= lung Deutſchlands zur Einheit ſoll aber beſtehen in alle Waffen der Verbündeten, den Deutſchen lieh. Er erinnerte
llende Menge dem Feſtakte vor dem Niederwalddenkmal Zeit. In ſolchen Tagen wie heute, geht ein Schauer der an die Gedenkfeiern pr 50 Jahren, warf kurze Streif=
bei
. Hier hielt der Vorſitzende der heſſiſchen Landes= Begeiſterung gerechten Stolzes durch das ganze Land. lichter auf die Gegenwart und ſchloß ſeine von patrio=
organiſation
, der Landtagsabgeordnete Dr. Ofann die Stolz ſteht unſer Deutſchland da in der Welt, wie es dietiſchem Geiſt getragene Anſpkache mit einem brauſend
Feſtrede, die wir folgen laſſen:
kühnſten Träume unſerer Väter nicht ahnten. Ein mächtig widerhallenden Hurra auf das deutſche Vaterland und
Wir haben uns heute, gerufen von den national= Volk; mächtig in ſeinem Heer, ſeiner Flotte, mächtig aber den deutſchen Kaiſer.
Gemeinſame Lieder wurden geſungen. Noch einmäl
liberalen Organiſationen, längs der Rheines zu der pa= auch auf dem Gebiete ſeines friedlichen Wirkens, auf dem
triotiſchen Feier zuſammengefunden, die in dieſen Tagen Gebiete der Weltwirtſchaft, auf dem Gebiete der Kultur, entrollte das ſchöne Feſtſpiel von K. Göbel, Aus großer
Zeit, alle die herrlichen, immer wieder Begeiſterung aus=
die
nationalgeſinnten Kreiſe des ganzen deutſchen Volkes der Bildung und Geſittung.
Vor hundert Jahren ſind wir neben die Großſtaaten löſenden Bilder. Und noch einmal waren der Autor, Re=
bewegt
und begeiſtert. Ein in mächtigen Quadern auf=
tragendes
Denkmal ward geſtern vor den Bundesfürſten getreten, die mit uns auf dem Leipziger Felde kämpften; aiſſeur Hacker und die Darſteller Gegenſtand lebhafteſter
Ovationen. Vor allem wieder galt wohl der Beifall der
denthüllt, das, auf dem Boden des Schlachtfeldes ſtehend, wir hatten aber dann den erreichten Platz aufgegeben.
Zeugnis von einem, die Welt bewegenden Entſcheidungs= Heute hat Deutſchland ſich die Stelle erobert, die ihm ge= von Frl. Ilſe Berka=Beelitz dargeſtellten Germania,
Kampfe ablegen ſoll für alle Zeiten. Die Klänge dieſer bührt und wird ſie feſthalten in der Reihe der Großſtaaten deren prächtige Leiſtung es von neuem bedauern ließ, daß
wir die Künſtlerin nicht mehr auf der Hofbühne ſehen.
ſolcher hat das Stück im zweiten und driten At mancheDaun auch dem treflichen, würdigen Lehrer des Herm
hübſche Szene. Ein Hauptverdienſt an dem Umſchwung Gg. Jöckel, dem von edler Begeiſterung erfüllten Lützo=
Großherzogliches Hoftheater.
der Stimmung hatte das Auftreten Pippelhubers und die wer des Herrn Fr. Kualer uſw. Die eingeflochtenen
Sonntag den 19. Oktober.
weinſelige Szene im zweiten Akt, die beſte der ganzenlebenden Bilder mußten wiederholt gezeigt werden.
Ein exakt ausgeführtes Keulenſchwingen der Tur=
Operette
Zum erſten Male:
Ein flotter und eleganter Bonvivant, der ſeine Rolle nerinnen der Turngemeinde Beſſungen unter Turnwart
Der lachende Ehemann.
meiſterhaft beherrſchte und ihr auch eine perſönliche Note Bickel, turneriſche Vorführungen der Elite der Darm=
Operette in 3 Akten von Julius Brammer und Alfred verlieh, war Herr Harprecht als lachender Ehemann ſtädter Turnerſchaft am Barren und Reck, die unter
Ottokar. Eine neue Auflage der luſtigen Witwe war Frau Gauturnwart Hofferberth ganz Hervorragendes
Grünwald. Muſik von Edmund Eysler.
W-l. Die Muſik ſpielt in der uns heute zum erſten Male Beckers Heloiſe, im modernſten Schick und gewandt und leiſtete, weitere gemeinſame Lieder und Muſikvorträge be=
lvorgeführten
Eyslerſchen Operette eine ſo untergeordnete ſicher in Spiel und Geſang. Herr Thomſen als Graf ſchloſſen den Abend
Die ſtilechten Koſtüme zum Feſtſpiel und den lebenden
Rolle und iſt ſo minderwertig, daß man die Operette eher! zeigte ſich heute von den beſten Seiten ſeines Könnens.
als Schwank mit Muſik und Tanz bezeichnen könnte. Am Spielend, ſingend und tanzend betätigte ſich Frau Bildern hatte die Verleihanſtalt Getroſt hierſelbſt ge=
unterhaltendſten
iſt ſie auch dann, wenn nicht geſungen Müller=Rudolph als Schwiegereoufine Lueinde ſtellt, die Beleuchtung war von Herrn Wilk ausgeführt.
Der Feſtzug.
rund getanzt, ſondern nur geſpielt wird Muſikoliſch be= und übertraf ſich heute ſelbſt. Die übrigen flirtenden und
deutet dieſe Operette einen weiteren Rückſchritt, denn die eheirrenden, mehr oder weniger albernen Paare waren
Auf dem Platz zwiſchen dem Muſeum und dem Hof=
Muſik iſt alles andere eher als originell man hat dieſe durch die Damen Gothe und Kümmel und die Herren
theater formierte ſich am Nachmittag aus Mitgliedern von
ſüßlich=ſeichten Melodien alle ſchon irgendwo einmal ge=Jürgas, Peterſen und Moll vertreten.
Staunen und unendliche Heiterkeit erweckte Herr Bau= 33 Vereinen ein ſtattlicher Feſtzug mit zahlreichen Fahnen.
thört, die Tanzduette gehen über den vulgären Coupletſtil
meiſter in der komiſchen Rolle des Bajuvaren Pippel= Auf den den Platz umgebenden Straßen und dem Parade=
füberhaupt
nicht mehr hinaus.
Die luſtige Witwe iſt diesmal eine ſüße Frau die No= huber, deren köſtliche Darſtellung in erſter Linie dazu bei= platz wogte eine feſtlich geſtimmte unüberſehbare Men=
rvellen
, Muſik und Bilder macht und einen Roman ſchreiben, trug, den ſchlechten Eindruck des erſten Aktes zu verwiſchen ſchenmenge, in die eine lebhafte Bewegung kam, als ſich
der Feſtzug kurz vor 3 Uhr unter Vorantritt der Muſik=
taber
vorher erleben will, und mit einem Grafen flirtet. Die ſamos geſpielte Szene zwiſchen ihm und Herrn Harts kapelle des Großh. Artilleriekorps Nr. 25 in Bewegung
Die Geſchichte wird ernſt, und ſie will ſich ſchließlich von recht rettete den Erfolg. Im Mittelpunkte des letzten
fihrem Manne ſcheiden laſſen, am Ende wendet ſich aber Aktes, in dem faſt gar nicht mehr geſungen wird, ſtand der ſetzte. Der Zug, in dem zwei Militärkapellen und mehrere
idoch alles zum Guten. Denn ein echter und rechter Ope= Verſöhnungsrechtsanwalt des Herrn Jordan. Ihm fier Abteilungen Spielleute marſchierten, wurde von folgenden
rettenlibrettiſt weiß, was er ſeinem Galleriepublikum die dankbare Aufgabe zu. dieſem Akte, dem eine glückliche Vereinen gebildet: 1. Jung=Darmſtadt, 2. Vereinigte
ſchuldig iſt, er muß doch ſchließlich wieder moraliſch wer= Schwankidee zugrunde liegt, zu ſeinem Erfolge zu ver= Kriegervereine, 3. Darmſtädter Turnerſchaft, 4. Schuh=
macher
=Vereinigung, 5. Bäckergehilfen=Fachverein, 6. Lan=
kden
, um das Vertrauen nicht zu verlieren.
heifen.
Die muſikaliſche Leitung der Aufführung lag bei Herrn desbaugewerkſchule, 7. Lokomotivbeamten=Verein, 8. Ge=
Der üble Eindruck, den der erſte Akt wegen des dem
miedrigſten Varietegenre angehörenden Tanzes und der Kapellmeiſter Kleiber, die Regie bei Herrn Harp=ſangverein Germania 9. Freiw. Sanitätskolonne vom
rungeſchminkt einhergehenden Frivolität auf das gebildete recht in beruſenen Händen. Das Publikum nahm die Roten Kreuz, 10. Männergeſang=Verein Lyra 11.
Publikum macht, wurde im Laufe des Abends mehr und Neuheit ſehr beifällig auf. Ein Teil verlangte ſogar die Schneider=Innung, 12. Verein der Eiſenbahn=Werkführer,
rmehr abgeſchwächt nachdem Muſik und Tanz mehr zurück= Tänze da gapo, während andere dabei im ſtillen gedacht 13. Jugendvereinigung der Petrusgemeinde, 14. Chriſt=
licher
Verein Junger Männer Wartburg mit Jugend=
getreten
und die Schwankwirkuna zur Gektung kam. Als! zaden werden: Bis Lierder, und nicht weiter!

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Nummer 250.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 20. Oktober 1913.
Seite 4.
Ein ehienghetig, aes feinme
vereingung der Siahigemeinde, 15. Geſangveren einig=
iatrate

Sommer und
keit‟ 16. Geſangverein Liederzweig‟ 17 Freiw. Feuer=
Kranke. Winter besucht.
* Frankfurt a. M., 19. Okt Die für heute ge=
S
wehr, 18. Kavallerieverein, 19. Heſſ. Odenwaldverein, 20.
8
Kuranstalt Hofheim i. T.
Geſangverein Melomanen 21. Bürgerverein Beſſungen, planten Aufſtiege des Zeppelinluftſchiffes Viktoria
el Velrz Stunde von Frankfurt a. M. 8
22. Doppelquartett Rheingold, 23. Geſangverein Män= Luiſe haben wegen des den ganzen Tag anhaltenden
Prospekte durch Dr. Schulze-Kahleyss, Nervenarzt.
nerquartett Darmſtadt=Beſſungen 24, Katholiſcher ſtarken Nebels nicht ſtattfinden können. Als ein erfreu=
Männer=Geſangverein, 25. Bayern=Verein, 26. Jugend= liches Zeichen des Vertrauens, das das Publikum zur
2222212!
vereinigung der Paulusgemeinde 27. Darmſtädter Män=Sicherheit der Zeppelinlufiſchiffe hat, iſt, daß trotz des
ner=Geſangverein, 28. Geſangverein Frohſinn, 29. Mili= Unglückes in Johannisthal keine der etwa
S
tär=Anwärter=Verein, 30. Verein ſtädt. Arbeiter und Be=60 betragenden Anmeldungen zu den heu=
dienſteter
, 31 Athleten=Verein, 32. Orthſches Männer=tigen Aufſtiegen zurückgezogen worden iſt. ARemndichtikerversdumeg
Anno
eine häusliche Trinkkur mit der
quartett, 33. Oberheſſen=Verein. Eine überaus feierliche! Im Falle, daß das Wetter ſich morgen günſtiger geſtaltet,
und würdige Stimmung lag über den vielen Tauſenden, werden die Aufſtiege am Nachmittag ſtattfinden.

Assmannshäuser
die in und mit dem Zuge gingen und in den Straßen,
durch die der Zug ſeinen Weg nahm Spalier bil=
Letzte Nachriehten.
deten. Es wurden folgende Straßen paſſiert: Rhein=
ürat
-Adolf-Ouelle
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
ſtraße, Wilhelminenſtraße Eliſabethen=, Schul=, Kapell=
und Nieder=Ramſtädterſtraße. Nach gut einſtündigem
* Wildpark b. Potsdam, 19. Okt. Der Kaiſer
Glänzende Heilerfolge bei Gicht, Rheuma,
Marſche war der Dommerberg erreicht, wo vor dem gewal=traf nachts 12 Uhr 30 Min. auf der Fürſtenſtation
ischias, Steinleiden, Nieren- und Blasen-
tigen
, zum Gedenken an des Reiches Schmied errichteten Wildpart ein und begab ſich ins Neue Palgis.
erkrankungen. (VII,20819,33
Steinmal die einfache ſinnige Feier vor ſich ging. Es
* Beuthen, 19. Okt. Amtlicher Bericht der Gräflich
Ueberall zu haben. Detailpreis ab 10 Fl. à 60 Pf., ab 25 Fl. à 57 Pf.
waren hier u. a, erſchienen Diviſionskommandeur General= Balleſtremſchen Verwaltung. Auf dem Heinitzflöz der
leutnant von Plüskow, Generalmajor von Heyl, Caſtellengo=Grube entſtand auf bisher unaufgeklärte Ur= Iustr. Bad=Prospekte u. Brunnenschriften kostenfrei durch dis
Kurverwaltung Gichtbad Assmannshausen am Rhein.
Provinzialdirektor Geheimerat Fey, Oberbürgermeiſter ſache am 18. Oktober, höchſtwahrſcheinlich infolge Fahr=
diegerlage
: Kud. Schäfer Nacht., Martinstr. 95, Tel. 77.
Dr. Gläſſing und Bürgermeiſter Mueller. Dieläſſigkeit von Bergleuten, ein Brand in der Haſpelkammer,
Vereine marſchierten in dem großen Rundplatz vor dem der mit großer Gewalt alsbald die umliegenden Teile er=6 v (s (, (5 0 250 (
Denkmal auf, die Kapelle des Großh. Artilleriekorps Nr. griff. Während der Abdämmungsarbeiten ereignete ſich
Beachtenswerte Neuheit für Damen!
25 nahm vor dem Denkmal Auftellung und die Fahnen= eine heſtige Exploſion, durch welche zwei Mann ge=
Wasenbare Gesundhettsbamenbinde
träger mit den Fahnen in großem Halbkreis ebenfallstötet wurden, während ein Fahrſteiger an den Händen
vor dem Denkmal. Alsdann erklang das deutſche Lied: und im Geſicht leichte Brandwunden davontrug. Im Wet=
ELITEé
Es brauſt ein Ruf wie Donnerhall, worauf Herr Kreis= terſchacht drückten die anziehenden Gaſe ſich in das Ein= Aerztlich empfohlen. D. R. C. M. Zu haben In
ſchulinſpektor Profeſſor Kiſſinger eine kurze, von ſiedlerflöz zurück. Zwei Mann einer Patrouille, welche die Apotheken u. einschlägigen Geschäften, sowie im
echter Begeiſterung getragene Anſprache hielt Er ge= Aufgabe hatten, die in dieſem Flöz ſtationierten Pferde pstal= u. Engros-Verkauf i. Spezial=Damen- Friseuf-
dachte
zunächſt der ſchmachvollen Zeit der Knechtſchaft vor zu bergen, kamen, da eine Patrouille ohne Auftrag ſich zu
Fr. Müller, Wilhelminenplatz 2. (11417ä)
100 Jahren, wo die Liſt und die brutale Macht eines weit vorgewagt hatte, um den Wetterdamm zu ſchließen, seschäft von
Bonaparte den deutſchen Landen das Joch der Fremd= in den Brandgaſen um, darunter ein Oberhauer. Eine
Famienngarichten.
herrſchaft brachte und deutſche Fürſten zur Gefolgſchaft Anzahl Bergleute wurde durch Brandgaſe betäubt, konnte
und zum Bunde und deutſche Landestinder zum Heres=aber ins Leben zurückgerufen werden. Bei den Rettungs=
dienſt
in fremden Reihen gegen die eigenen Brüder zwang. arbeiten halfen die Rettungskolonnen der Nachbargruben,
Wo die ſtille aber zielbewußte Arbeit eines Jahn, das die auf die Meldung von dem unglück ſofort herbeigeeilt
Werk eines Stein die Saat zu einer Volkserhebung zur waren, in hervorragender Weiſe. Die Abdämmungsarbei=
1
Abſchüttelung des fremden Joches wurde wie es die ten am Heinitzflöz werden fortgeſetzt; ſie werden morgen
Welt noch nicht erlebt hat. Wenn auch mit der Völker=abend beendet ſein. Gefahren für Menſchen oder für die
Todes=Anzeige.
ſchlacht bei Leipzig noch nicht das Ziel erreicht wurde das Grube beſtehen nicht. Der Betrieb der Grube wird aufrecht
damals vielen deutſch denkenden Herzen als das endgültige erhalten.
Samstag Abend entſchlief ſanft nach
München, 19. Okt. (Amtlich.) Der Eilzug 111
Zielt galt, ein einiges Deutſches Reich, ſo war dies doch die
längerem Leiden mein innigſtgeliebter Gatte,
erſte befreiende Tat, der erſte Schritt zur Verwirklichung München=Treuchtlingen ſtieß Sonntag 4 Uhr frühe vor
unſer guter Bruder, Schwager und Onkel
des Zieles. Erſt einem Bismarck war es vorbehalten, der Einfahrt in den Ingolſtädter Hauptbahnhof, ſeitlich
dieſes Werk zu vollenden. Mit einer ernſten Mahnung an mit einer Leerlokomotive zuſammen. Die Eilzugs=
Herr
die Jugend, ſich ihrer Vorfahren auch in Zeiten der Not Lokomotive, ein leerer Poſtwagen und ein Perſonen=
würdig
zu erweiſen, ſchloß Redner ſeine mit Aufmerk=wagen ſind entgleiſt. Vom Eilzug 111 ſind Reiſende,
ſamkeit aufgenommene Anſprache. Die Kapelle ſpielte der Lokomotivführer, der Heizer und Zugführer gering=
das
Lied Deutſchland, Deutſchland über alles, das vonfügig verletzt. Der Materialſchaden iſt unbedeutend.
Franz Bader
Eine Unterſuchung iſt bereits eingeleitet.
allen entblößten Hauptes mitgeſungen wurde.
* London, 19. Okt. Zu der geſtrigen Rede Chur=
Hierauf ordnete ſich der Zug wieder und in der
Oberbahnassistent
gleichen Ordnung ging es dann zum Platz vor demchills in Mancheſter wird folgende Ergänzung
Hallenſchwimmbad, wo ſich der Zug auflöſte. Das Wetter mitgeteilt: Nach der Feſtſtellung, daß die gegenwärtigen
im Alter von 46 Jahren.
(21926
war der Veranſtaltung überaus günſtig, und die Ord= Floktenausgaben nur durch ein internationales Abkommen
nung im Zuge muſterhaft, ſo daß dieſe glänzende patrio= zu erleichtern ſind, fuhr der Redner fort: Sie erinnern
ſich meines Vorſchlages, des ſogenannten Schiffsbau=
Im Namen der tieſtrauernden Hinterbliebenen:
tiſche Kundgebung den allerbeſten Verlauf nahm.
feiertages. Seitdem äußerte ſich der deutſche Reichs=
kanzler
und ſeine Regierung erneute detaillierte Vorſchläge.
Frau Louise Bader,
Wir haben nicht die Abſicht in dieſe Materie einzutreten,außer
Zur L. 2=Kataſtrophe
wenn es die deutſche Regierung für angebracht hält.
geb. Malow.
* Berlin 18. Okt. Anläßlich des Verluſtes Sehr wichtig iſt, daß unſererſeits in ſolcher. Sache
des Marinekuſtſchiffes L. 27 ſind beim Staats=keine Schritte erfolgen, die nicht vollſtändig ſair
Darmſtadt, Cöln, Metz, den 18. Okt. 1913.
ſekretär v. Tirpitz noch weitere Beileidstele=gegenüber Deutſchland ſind, oder die ausſehen
gramme eingegangen. Die Kaiſerin telegraphierte: könnten, als ob ſie verſuchten, uns einen auten An=
Tief erſchüttert durch die Nachricht von dem neuen ſchwe= ſchein erwecken und als ob wir friedliche Vorſchläge
Die Beerdigung findet ſtatt: Dienstag, den
ren Unglück, das die Marine betroffen hat, bitte ich Sie, machten, dabei aber der Gegenſeite das Unrecht einer
21. Oktober, nachmittags 4 Uhr, von der Fried=
den
Hinterbliebenen der tapferen Männer, die in treuer Ablehnung zuzuſchieben ſuchten, Unſere Beziehungen
hofskapelle aus.
Pflichterfüllung den Tod fanden, meine herzlichſte und zu Deutſchland beſſerten ſich weſentlich, ohne daß
wärmſte Teilnahme auszuſprechen. Gott tröſte die Hin= wir die Freundſchaften mit anderen Ländern verloren
terbliebenen in ihrem großen Schmerz. Auguſta Viktoria. hatten. Deshalb iſt der Moment nicht ungünſtig, die
Vom Kronprinzen, iſt folgendes Telegramm eingegan= freundliche Bezugnahme auf die Frage des Schiffsbau=
gen
: Ich ſpreche Eurer Exzellenz mein tiefgefühltes Bei= Feiertages aufzunehmen, welche in der Rede des deut=
leid
zu dem erneuten erſchütternden Verluſt, der unſere ſchen Reichskanzlers zu finden war. Im weiteren Ver=
Dankſagung.
Marine betroffen hat, aus.
Der Großherzog von Ol=laufe ſeiner Rede lautete ſeine Folgerung: Aus der An=
denburg
telegraphierte: Empfangen Eure Exzellenz meine nahme, daß auch Oeſterreich und Italien nicht bauen,
Für die vielen Beweiſe herzlichſter Teilnahme
allerherzlichſte Teilnahme an dem ſchweren Unglück, das folgendermaßen: Die Tatſache, daß der Dreibund keine=
bei
dem Hinſcheiden unſeres unvergeßlichen, lieben
die Marine betroffen hat. Friedrich Auguſt.
Prinz Schiffe baue, würde es für die drei anderen Großmächte
Gatten, Vaters, Großvaters und Schwiegervaters
Ludwig von Savoyen, Herzog der Abruzzen telegraphierte: ermöglichen, ohne daß geringſte Riſiko einer Gefahr das=
Tief bewegt durch die folgenſchwere Kataſtrophe, von der ſelbe zu tun.
das Marineluftſchiff L. 2 betroffen worden iſt, bitte ich
* Salonik, 19. Okt. In allen Klöſtern auf dem
Eure Exzellenz, den Ausdruck meiner aufrichtigſten An= Berge Athos wurde vorgeſtern in feierlicher Weiſe die
Herrn Heinrich Schüler
teilnahme entgegennehmen zu wollen. Luigi ſa Savoia. Annexion des Berges Athos ſeitens Griechenlandspro=
Ein Telegramm des Grafen Zeppelin lautete: Wer klamiert. Eine diesbezügliche Urkunde wurde von den
ſagen wir Allen, insbeſondere dem Herrn Pfarrer
könnte mehr ergriffen ſein und tieſer mit der MarineVertretern aller Klöſter unterſchrieben.
Wagner für ſeine troſtreiche Grabrede, ſowie der
trauern als ich. Ferner ſind vom franzöſiſchen, ſchwedi=
* New=York, 19. Okt. Aus Mexiko wird gemeldet, daß
Kriegerkameradſchaft Haſſia, der Firma Beck E=
ſchen
, niederländiſchen und griechiſchen Marineminiſter Präſident Huerta alle in den Vereinigten Staaten
Roſenbaum Nachf. nebſt der Arbeiterſchaft, dem
und von dem Kommandanten der öſterreichiſch=ungari= verbreiteten Gerüchte über eine freiwillige Aenderung der
ſchen Luftſchifferabteilung herzliche Beileidstelegramme mexikaniſchen Regierung kategoriſch dementiere.
Zitherklub Darmſtadt-Beſſungen, der M.=G.=Komp.
eingelaufen. Zahllos ſind auch die Bezeugungen aufrich=
J.=R. Nr. 111 und allen Leidtragenden unſeren
(Schluß des redaktionellen Teils.)
tiger Anteilnahme von Städten, Gemeinden, Korpora=
tionen
, Geſellſchaften und Privatperſonen.
innigſten Dank.
(21947
* Berlin 19. Okt. Anläßlich des Unfalles des
e
Im Namen der tranernden Hinterbliebenen:
Marineluftſchiffes L. 2 richtete der Reichs=
kanzler
an den Staatsſekretär v. Tirpitz folgendes
Frau Schüler u. Kinder.
Telegramm: Tief erſchüttert durch die Trauernachricht
von dem Verluſte des L. 2½ ſpreche ich Euerer Erzellenz
Oete teuhe
und der Kaiſerlichen Marine meine herzlichſte Teilnahme
aus. Euere Exzellenz bitte ich gleichzeitig, auch den Hin=
Tageskalender.
terbliebenen der Beſatzung, die im Dienſte des Reiches
Montag, 20. Oktober.
einen ehrenvollen Soldatentod fanden, den Ausdruck mei=
Großh. Hoftheater, Anfang 8 Uhr Ende nach 11
Beileides übermitteln zu wollen. v. Bethmann Holl=
Uhr (Sondervorſtellung): Prinz Friedrich von Hom=
weg
. Der Staatsſekretär v. Tirpitz ſandte folgendes Ant=
burg‟
.
worttelegramm: Euerer Exzellenz danke ich in meinem
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
8
und der Kaiſerlichen Marine Namen gehorſamſt für die
Kammermuſikabend des Darmſtädter Streich=
Worte herzlicher Teilnahme an dem ſchweren Unglück, das
quartetts um 8 Uhr im Hotel Zur Traube‟.
die Kaiſerliche Marine aufs neue betroffen hat. Den Hin=
Monatsverſammlung des Vereins für Geflügel=
terbliebenen
werde ich Euerer Exzellenz innige Teilnahme
und Vogelzucht Ornis um 8½ Uhr in der Stadt
bekanntgeben. v. Tirpitz.
Pfungſtadt.
* Berlin, 19. Okt. Auf das geſtern veröffentlichte
Obſt=, Gemüſe= und Kartoffelmarkt im
Telegramm des Grafen Zeppelin antwortete der
Schützenhof
Staatsſekretär des Reichsmarineamtes: Herzlichen Dank
Bilder vom Tage (Auslage Expedition Rheinſtr. 23):
für Ihr warmes Beileid. Wir trauern beide gemeinſam
Das Marineluſtſchiff L 24 und ſeine Beſatzung (Das
um die vielen wackeren Männer, die ihr Leben für Ihr
brennende Wrack des Dampfers Volturno Vom
großes Werk gelaſſen. Unſer nächſter Zeppelin wird hof=
Kaiſerbeſuch in Trier Die Enthüllung des Verdi=
fentlich
unter einem günſtigeren Stern fahren. v. Tirpitz.
Denkmals in Mailand anläßlich des 100. Geburtstages
* Paris, 18. Okt. Präſident Poincaré erhielt von
Verdis.
dem Kaiſer folgendes Telegramm aus Sangers=
Städtiſche Schulzahnklinſt, Luſenſtraße 201
hauſen: An den Präſidenten der franzöſiſchen Repu=
Sprechſtunden Wochentags von 1012 und 25 Uhr.
blik in Paris. Sehr gerührt von der warmen Teilnahme,
welche Sie mir anläßlich der ſchrecklichen Kataſtrophe, die
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
meine Marine in ſo kurzer Zeit von neuem betroffen hat,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
zu bezeugen ſo gütig geweſen ſind, bitte ich Sie, Herr Potu
42
Reich und Ansland: Dr. Otto Waldaeſtek, für den übrigen
caré, meinen tiefen, aufrichtigen Dank entgegenzunehmen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streſe;
und verſichere Sie aufs neue der Gefühle meiner Hochach=
VEi
tung. gez, Wilhelm. den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
* Rom 19. Okt. Wie der Popolo Romano mitteilt,
Geich
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
ſprach König Viktor Emanuel anläßlich des Un=
an
die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
glücks des L 2 dem deutſchen Kaiſer ſein Beileid aus.
3s
Honorarforderungen ſind heizufügen; nachträgliche werden
Der Miniſter des Aeußern übermittelte dem Reichskanzler
3
das Beileid der italieniſchen Regierung.
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
(hc
zurückgeſandt.

(

[ ][  ][ ]

Nummer 250.
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Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 20. Oktober 1913.
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Bauer.
Bäuerin . . . . Agnes Kräger
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damen
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Fehrbellin und einem nahe ge=
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Dorfe, teils in Berlin.
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theatermaler
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ſchineriedirektor
E. Schwerdtfeger.
Nach dem 2. Akte längere Pauſe.
Zu dieſer Vorſtellung findet
kein Kartenverkauf ſtatt.
Anfang 8 Uhr. Ende nach 11 Uhr.
Vorverkauf f. die Vorſtellungen:
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theater
in Elberfeld, a. G. Gew.
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burg
. Zu dieſer Vorſtellung
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Abends 7½ Uhr. 32. Ab.=Vſt.
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ſtellungen
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[ ][  ][ ]

Nummer 250.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 20. Oktober 1913.
Seite 7.
Warnung
zur Vorſicht bei Aufbewahrung giftiger oder geſundheitsſchäd=
licher
Flüſſigkeiten.
Vielfach ſowohl im Haushalt als im Gewerbebetriebe werden
Betten-Spezialgeschäft
Gefäße, die zur Aufnahme von Nahrungs= oder Genußmitteln be=
ſtimmt
ſind, wie Wein=, Bier= und Mineralwaſſerflaſchen, zur Auf=
bewahrung
giftiger oder geſundheitsſchädlicher Flüſſigkeiten, die im
Prämiiert 87
Haushalt oder im Gewerbebetrieb Verwendung finden ſollen (z. B. Salz=
e

ſäure, Salpeterſäure, Karbolſäure, Lyſol, Salmiakgeiſt, Sublimat=
löſung
, Petroleum u. dergl.), benutzt, ohne daß Vorkehrungen getroffen
Darmstadt
werden, durch die die Gefahr der Verwechslung des ſchädlichen Inhalts
der Gefäße mit einem Nahrungs= oder Genußmittel ausgeſchloſſen
wird. Infolge dieſes teils auf Unkenntnis und Unachtſamkeit, teils
1876
auf Gleichgültigkeit und Rückſichtsloſigkeit zurückzuführenden Ver=
Fahrens ſind ſchon häufig Perſonen, die aus Verſehen aus ſolchen
mit der
Flaſchen getrunken haben, ſchwer erkrankt oder geſtorben. Als in be=
ſonderem
Maße mißbräuchlich und unter Umſtänden ſtrafbar muß es
Preis-
2
auch bezeichnet werden, wenn giftige oder geſundheitsſchädliche
Flüſſigkeiten (z. B. Petroleum) in ſolchen Bier= oder Mineralwaſſer=
flaſchen
aufbewahrt werden, die noch im Eigentum der betr. Bier=
. Medaille.
oder Minekalwaſſerlieferanten ſtehen und demnächſt an dieſe zur
Weiterbenutzung zurückgegeben werden.
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des Inhalts mit Nahrungs= oder Genußmitteln herbeizuführen ge= Deckbetten, Kissen etc. etc.
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Flüſſigkeiten im Beſitz hat, um ſie im Haushalt oder im Gewerbe zu
besonders leistungsfähig, da wir mit der Bettwarenbranche auch wirklich vertraut
verwenden, ſchon im Hinblick auf ſeine zivil= oder ſtrafrechtliche Ver=
und jedem Wunsche Rechnung zu tragen imstande sind.
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ährer Aufbewahrung obwalten zu laſſen.
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Darmſtadt, den 16. Oktober 1913.
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Nummer 250.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 20. Oktober 1913.
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(2
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(VII, 16524
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On
Witwe L. Baer, Nancy
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2

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