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Abonnementspreis
Inſerate
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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werden angenommen in Darmſtadt
wärts nehmen die Poſtämter u. die
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taren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
ſowie von unſeren Agenturen und
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den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
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ſhhriebenen Tagenwird nicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 249.
Sonntag, den 19. Oktober.
1915.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten. gewalttätige Maßnahmen gegen Volksvertreter den Proteſt ſchrittliche Volkspartei) 4737, Hauptpaſtor Rode (natlib.)
der Vereinigten Staaten herausgefordert hat. Wegen der 2421, Landrichter Koch (konſ.) 984, Arnholdt (deutſch=ſozial)
Unſicherheit der Lage in Mexiko erhielten deutſche Kriegs=
225, Redakteur Stolten (Soz.) 17,533 Stimmen.
Zerſplit=
ſchiffe den Beſehl, in die merikaniſchen Gewäſſer zu eilen.
Die fremden Gläubiger Mexikos aber ſehen mit Sorgen, tert waren 143 Stimmen. Stolten (Soz.) iſt demnach ge=
Das Wichtigſte vom Tage.
wie unter dem Einfluß der ewigen Wirren dieſer Repu= wählt. Bei der Hauptwahl im vergangenen Jahre ſiegte
blik der Kurs der mexikaniſchen Staatspapiere zurückgeht. Bebel mit 20 633 Stimmen. Auf Dr. Braband (Fortſchr.
1 Gegenwart des Kaiſers und vieler deutſcher Fürſten
Neben dem inneren Zwiſt, der in Irland wegen Home= Volkspt.) entfielen 6381 und auf Hirſch (natlib.) 2999,
ſand geſtern in Leipzig die Enthüllung des rule droht, ſcheint auch ein redneriſcher Vorſtoß, den Lloyd
Völkerſchlachtdenkmals ſtatt=
George in der engliſchen Landfrage machte, die Einigkeit während auf Beran (Ztr.) 274 und für Raab (deutſch=ſoz.)
biü der Reichstagserſatzwahl in Hamburg I des Miniſteriums Asquith auf die Probe zu ſtel= 196 Stimmen abgegeben wurden.
len. Für die öffentliche Meinung jedoch trat dieſe
Ka=
wurde der Sozialdemokrat Stolten gewählt.
Ausführungsbeſtimmungen zum
Wehr=
binettsfrage in den Hintergrund, ſeit das ungeheure
Un=
beſerbiſche Skupſchtina wurde am Freitag mit glück in den Kohlenbergwerken von Cardiff und der beitragsgeſetz. Die Ausſchüſſe des Bundesrats be=
Brand des Dampfers „Volturno” die Gemüter er= ginnen in dieſen Tagen die Beratungen über die
Aus=
iner Thronrede vom König eröffnet.
ſchütterte. Die Teilnahme an dem traurigen Schickſal von führungsbeſtimmungen zum Wehrbeitragsgeſetz. Dieſe
imn heftiges andauerndes Erdbeben ſuchte am Freitag mehr als 500 Menſchen zitterte auch in deutſchen Herzen beziehen ſich in erſter Linie auf die Steuerveranlagung der
n Nicaragua die Städte Managua, Maſaya und noch nach, als das Unglück unſeres Marineluft=Beitragspflichtigen. Der Bundesrat hat einmal auf An=
Granada heim.
ſchiffes wie ein Blitz aus heiterem Himmel die
Ge=
müter erſchreckte. Die neuen Opfer der Luftfahrt, deren trag der Landesregierung zu entſcheiden, ob und mit
wer=
das deutſche Volk in dankbarer Verehrung gedenkt, werden cher Maßgabe die Unterlagen der landesrechtlichen Steuer=
Tageskalender zur Geſchichte der
Befreiungskriege.
und dürfen von weiteren Verſuchen, die Zeppeline für die veranlagung bei der Feſtſtellung des Wehrbeitrages be=
Marine nutzbar zu machen, nicht zurückhalten.
nutzt werden können. Während jede Landesregierung die
9 Oktober 1813: Sturm auf Leipzig. Napoleon verläßt
Die Stadt durch das Ranſtädter Tor. Einzug in die
er=
für die Veranlagung und Erhebung des Wehrbeitrages
zu=
oberte Stadt.
ſtändigen Behörden zu beſtimmen hat, iſt es Aufgabe des
Kronprinzenpolitik.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
Bundesrats, zu entſcheiden, welche Behörden für die Ver=
— Ungemeines Aufſehen hat der dieſer Tage in der anlagung und Erhebung des Wehrbeitrages der Bundes=
Oeffentlichkeit bekannt gewordene Brief des Kron= fürſten zuſtändig ſein ſollen. Er hat auch die Friſten
prinzen in Sachen der braunſchweigiſchen Thronfolge= zur Abgabe der Vermögenserklärung feſtzuſetzen. Der
Politiſche Wochenſchau.
frage hervorgerufen, weil Kronprinz Wilhelm in ſeinem Beitragspflichtige ſoll ſeine Vermögensverhältniſſe in einer
C Die braunſchweigiſche
Thronfolge=
hage iſt durch die Veröffentlichung des Briefes des Schreiben einen Standpunkt vertritt, der zu dem des Kai= Erklärung klarlegen und ſein geſamtes Vermögen
ge=
ſoonprinzen die allerdings beſſer unterblieben wäre, wie= ſers und der Regierung in vollem Widerſpruch ſteht. trennt nach ſeinen einzelnen Beſtandteilen unter Angabe
in den Mittelpunkt der Erörterung gerückt worden. Allerdings iſt es in der preußiſchen und deutſchen Geſchichte ihres Wertes aufführen; hierzu wird der Bundesrat
lbamtlich iſt großes Gewicht darauf gelegt worden, daß keine Seltenheit, daß Thronfolger in der Politik ihre eige= nähere Beſtimmungen erlaſſen. Eine Ermäßigung der
iinz Ernſt Auguſt beim Antritt der Regierung
Braun=
ſärpeigs die Reichsverfaſſung in feierlicher Form anerken= nen Wege gehen, und das iſt ihr gutes Recht. Es darf ſpäteren Beitragsraten des Wehrbeitrages ſoll nach dem
len werde. Geſtützt auf dieſe Mitteilung hat man die An= dabei aber ein Moment nicht außer acht gelaſſen werden: Geſetz auf Antrag eintreten können, falls ſich das
Ein=
rieennung der Reichsverfaſſung als gleichbedeutend mit ein Thronerbe iſt kein unbekannter Privatmann, und es kommen zwiſchen der Erhebung des erſten und des
zwei=
nem Verzicht auf Hannover behandelt, da Artikel 6 der liegt auf der Hand, daß ein prononziertes Hervortreten ten oder letzten Drittels des Beitrages um mindeſtens 40
kichsverfaſſung die Zugehörigkeit Hannovers zu Preußen
ſſſetze. Daß aber gerade vom Standpunkte des Welfen= in die Oeffentlichkeit, wenn es ſich gegen die Richtung der Prozent vermindert hat. Für dieſes
Ermäßigungsver=
liſes eine Anerkennung der Reichsverfaſſung mit der Regierung und des augenblicklichen Herrſchers wendet, ge= fahren hat der Bundesrat nähere Beſtimmungen zu treffen.
ifrechterhaltung ſeiner hannöverſchen Anſprüche verein= eignet iſt, Schwierigkeiten hervorzurufen. Es läßt ſich ja Abgeſehen von dieſen Fällen, in denen das Geſetz
aus=
t. erſcheint, zeigen die Briefe, die der Herzog von Cum= nicht in Abrede ſtellen, daß weite Kreiſe die Anſichten des drücklich die Mitwirkung des Bundesrats vorſchreibt, iſt
ſeilland am 22. September 1885 an alle deutſchen Fürſten
ſo am 10. März 1892 an den Kaiſer gerichtet hat Das Kronprinzen in der braunſchweigiſchen Frage teilen, und ihm allgemein die Befugnis erteilt,
Ausführungsbeſtim=
te reiben des Prinzen Ernſt Auguſt vom 20. April ds. Js. es wird ihm auch niemand verargt haben, wenn er ſeine mungen zu dem Geſetz zu erlaſſen. Der Bundesrat dürfte
ſſrchält ſachlich nicht mehr als jene beiden Briefe des Her= Bedenken, wie es geſchehen, in einem Schreiben an den daher zu einer ganzen Reihe von Beſtimmungen des
Ge=
bas. Auf den Bundesrat, insbeſondere auf die preußiſche Reichskanzler zum Ausdruck bringt. Damit beweiſt er, ſetzes weitere Vorſchriften beſchließen, um den zuſtändigen
egierung, haben jene Briefe damals keinerlei Eindruck
llemacht. Im Gegenteil war Fürſt Bülow der Anſicht, daß daß er an den Vorgängen in Deutſchland den lebhafteſten Behörden eine Anleitung zur gleichmäßigen Handhabung
rückhaltloſer” Verzicht aller Mitglieder des Hauſes Anteil nimmt und ſich nicht bloß darauf beſchränkt, als des Geſetzes zu geben. Die Ausführungsbeſtimmungen
tunberland auf Hannover die Vorbedingung ſeines Re= Kommandeur eines Huſarenregiments ſeine Pflicht zu er=dürften demnächſt veröffentlicht werden.
erungsantritts in Braunſchweig ſei. Hierauf und auf füllen. Eine andere Sache aber iſt es, ob es taktiſch klug
— Neue Reichsſcheine. Bevor über die
Ab=
ha heuchleriſche Gebaren der welfiſchen Partei, die eine
krronbeſteigung des Prinzen in Braunſchweig nur ver= war, den Inhalt ſeines Briefes der Oeffentlichkeit mitzu= änderung der jetzt im Verkehr befindlichen
Hundertmark=
ſidern will, gründen ſich die Bedenken, die ſich an die teilen. Daß dies durch die eigenſte Initiative des Kron=ſcheine endgültige Beſtimmungen zu erwarten ſind, wird,
chandlung der braunſchweigiſchen Frage durch Preußen prinzen erfolgt iſt, muß bezweifelt werden; vieles hat es wie verlautet, vorausſichtlich die Herausgabe neuer
Fünf=
ſülpfen. Es iſt dringend zu wünſchen, daß über die Een
für ſich, anzunehmen, daß irgendwelche Ratgeber mit im zigmarkſcheine bei den zuſtändigen Inſtanzen bewirkt
wer=
ſtochte nun endlich Gras wächſt. Das Peinliche aller mit
ſter Welfenfrage zuſammenhängenden Erſcheinungen ließ Spiele ſind, die dem Thronfolger damit keinen ſonderlichen den, für die bereits Entwürfe ſeit einiger Zeit vorliegen.
Die neuen Fünfzigmarkſcheine ſollen ſo geſtaltet werden,
ſlie ungeheure Flugleiſtung Viktor Stöfflers ver= Dienſt erwieſen haben.
ſen en. Er hat am Vorabend der Leipziger Feier ein Zeug=
Es iſt etwas Eigenartiges um die Stellung eines daß ſie ſowohl in künſtleriſcher wie in praktiſcher
Be=
lis deutſcher Willenskraft abgelegt, das die Zuverſicht Thronfolgers. Meiſt in jüngeren Jahren oder im beſten ziehung allen neuzeitlichen Anſprüchen genügen. Was die
ſlätckt, daß uns auch heute nicht die vom Geiſte der
alor=
ſteichen Vergangenheit erfüllten tatbereiten Männer fehlen. Mannesalter befindlich, wohnt in ihnen ein Tatendrang, Herſtellung der neuen Hundertmarkſcheine anbetrifft, ſo ſind
Bollitiſch aber iſt die Flugleiſtung Stöfflers deshalb von dem ſie nach Lage der Sache nicht zum Durchbruch verhelfen auch für dieſe die Entwürfe bereits eingegangen, die auf
Picchtigkeit, weil ſie geeignet erſcheint, unſere franzöſi= können, und es liegt auf der Hand, daß das zu inneren Veranlaſſung der Reichsbehörde von Künſtlern gefertigt
ſchen Nachbarn von dem Wahne zu befreien, daß ſie Konflikten führen muß. Es iſt bekannt, wie ungemein wurden. Wenn kürzlich in der Preſſe behauptet wurde,
Reiche der Luſt einen unerreichbaren Vorſprung haben.
hi. Heilung von dieſem Wahne wird die Franzoſen gerade Kronprinz Friedrich Wilhelm, der ſpätere Kaiſer Friedrich, daß auch eine Abänderung des Zehnmarkſcheins
beab=
genwärtig beſonders ſchmerzen: denn die Entlaſſung unter dieſer erzwungenen Untätigkeit ſeeliſch gelitten hat, ſichtigt ſei, ſo dürfte dies unzutreffend ſein. Vorerſt
wer=
ner ſtattlichen Anzahl höchſter Offiziere beweiſt, daß in wenngleich er es zu vermeiden ſuchte, ſeine der Bismarck= den die jetzt im Gebrauch befindlichen Zehnmarkſcheine
rinkreich entweder unfähige Generäle auf verantwor= ſchen inneren Politik zuweilen entgegengeſetzten Anſichten weiter hergeſtellt, zumal 100 Millionen Mark in dieſen
ſtiggsreichen Poſten geſtanden haben, oder daß der Einfluß
ſte: Parteitreibens auf das Heer groß genug iſt, um tüch= nach außen hin zum Ausdruck zu bringen und die öffent= Scheinen zur Bereitſtellung des erhöhten
Reichskriegs=
ſa: Offiziere aus der Stellung zu bringen.
liche Meinung dadurch zu beeinfluſſen. Ebenſo weiß man, ſchatzes benötigt werden.
Für den ruſſiſchen Miniſter des Auswärtigen Saſo= daß auch der Kronprinz Wilhelmnicht ohne Temperament iſt,
— Zur bayeriſchen Königsfrage. Ueber
ot w. der augenblicklich auf franzöſiſchem Boden weilt,
tiieſer Zwiſchenfall ungemein lehrreich. Was Saſonow wie er dies beiſpielsweiſe während der Marokkofrage die Königsfrage in Bayern beraten nicht nur die
Land=
inem Pariſer Ausfrager über die Balkanpolitik durch ſein Erſcheinen im Reichstage und ſeinen demonſtra= tagsfraktionen der bürgerlichen Parteien unter ſich, ſie
ratte, bietet keine neuen Aufſchlüſſe. Der Hinweis auf die tiven Beifall bei ſcharfen Kritiken der Regierungshaltung trachten auch, durch Verhandlungen untereinander eine
tattwendigkeit türkiſcher Reformen in Armenien bekräf= vor aller Oeffentlichkeit gezeigt hat. Leider beſteht bei allen gemeinſame Grundlage zu gewinnen. Trotz allem,
n die Politik Rußlands, die armeniſche Frage als Hebel
inter Orientpolitik zu benutzen. Der ſerbiſch=alba= einer ſolchen Veranlagung die Gefahr, daß der Thron= was der Zentrumsführer Lerno ſeinerzeit über die
Un=
ſiſſche Handel hat die Dreibundmächte zu einem be= folger von unverantwortlichen Perſönlichkeiten nach abſetzbarkeit des Königs Otto geſagt hat, wächſt innerhalb
teirkenswerten diplomatiſchen Vorgeben in Belgrad be= irgendeiner beſtimmten Richtung beeinflußt wird und daß des Zentrums neuerdings die Zahl derjenigen, die gleich
immt; ſie legten der ſerbiſchen Regierung die Notwendig= man ihn aus beſtimmten Gründen benutzt, um gegen die den Liberalen den gordiſchen Knoten durch eine
Ver=
un genauer Beobachtung des Londoner Vertrages mit
lürkſicht auf die Tatſache nahe, daß auf albaniſchem Boden Haltung der leitenden Staatsmänner Front zu machen. faſſungsänderung löſen möchten. Ungewiß iſt auch heute
Ein derartiges Ausſpielen des Erben der Krone kann noch, ob die Regierung die Initiative ergreift oder die
elegene ſtrategiſche Punkte vorübergehend” von ſerbiſchen
uppen beſetzt worden ſind. Internationale Verwicke= zu recht ſchiefen Situationen führen und muß auf das tiefſte bürgerlichen Parteien des Landtages den erſten Schritt
uggen werden aus dieſer diplomatiſchen Epiſode ſchwer= bedauert werden. Das Hervortreten derartiger Meinungs= tun. Eine größere Klarheit werden erſt die Sitzungen des
ch hervorgehen; denn der Schritt der Dreibundmächte
ihtt einerſeits auf zweifelloſen Beſtimmungen des Londo= differenzen kann ſchwerlich jemals zu etwas Gutem füh= Finanzausſchuſſes am Dienstag oder Mittwoch bringen.
er Vertrages und ſchneidet andererſeits den Mächten des ren, und es iſt nur geeignet, Verwirrung und vor allem Die Urſache, weshalb das Zentrum, das im Dezember
vorigen Jahres die Löſung der Königsfrage hintertrieb,
rſeiverbandes die Möglichkeit ab, diplomatiſche Schritte auch Verſtimmung hervorzurufen.
narunſten einer Veränderung der albaniſchen Grenze auf
jetzt gefügiger iſt, dürfte in dem Wunſche zu ſuchen ſein,
oſtten Albaniens zu tun. Die türkiſch=griechiſchen
dem nach ſo vielen Mißerfolgen etwas wackelig
gewor=
erhandlungen ſind immer noch nicht beendet. Auch
Deutſches Reich.
denen Miniſterium Hertling eine neue feſte Stütze zu
iß man immer noch nicht, ob die Türkei wirlich mit
Reichstagserſatzwahl in Hamburg. geben. Gute Kenner der Verhältniſſe laſſen auch heute
Abriſtung begonnen hat. Aber von einem
türkiſch=
ruechiſchen Kriege hört man trotzdem weniger ſprechen als Bei der durch den Tod Bebels erforderlichen Reichstags= noch die Möglichkeit offen, daß die Königsfrage abermals
ugor. Zum Balkan Mittelamerikas wird immer mehr
as unglückliche Mexiko. deſſen Oberhaupt Huerta durch erſatzwahl erhielten Rechtsanwalt Karl Peterſen (Fort=ſcheitern könnte. Große Schwierigkeiten liegen, um aus
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 19. Oktober 1913.
Nummer 249.
vielen nur einige herauzugreiſen, in dem vom Regenten ſwohne der Situng bel. Der König wurde bei dem Be= wirtſchaftskammer wurde vor wenigen Tagenſhe
geleiſteten Eide und im Fahneneid der Soldaten.
treten und dem Verlaſſen des Gebäudes vom Publikum gonnen. Der Durchbruch der Bleichſtraße ſchuf im
Som=
mer eine längſt als notwendig erkannte
Verkehrsverbin=
mit ſtürmiſchem Jubel begrüßt.
dung. In Kürze wird uns auch die Elektriſche von der
Ausland.
Bismarckſtraße unmittelbar zum neuen Hauptbahnhofe
Vereinigte Staaten.
führen. Ein Bebauungsplan für das Gebiet zwiſchen
Frankreich.
Gouverneur Sulzer abgeſetzt. Nachdem Rheinſtraße und Bismarckſtraße iſt bereits vom Miniſte=
Ueber die geplante Abänderung des Gouverneur Sulzer, wie bereits gemeldet, in dreien rium genehmigt worden Der Entwurf eines Bebau= Zolltarifes erklärte Miniſter Pi= von vier Anklagen für ſchuldig erklärt worden war, ungsplanes für das Gelände nördlich der Bismarckſtraße
wurde anfangs des Monats zur Einſicht offengelegt. Bis
chon einem Berichterſtatter der France du Sud=Oueſt: wurde nunmehr auch die Amtsentſetzung ausgeſprochen, die Gedanken unſerer Baumeiſter und Künſtler freilich alle=
Die große Kriſe iſt die Frage der Weinzölle. Wir haben und zwar auf Grund einer Mehrheit von 43 gegen 12 in die Tat umgeſetzt werden, wird wohl noch mancher
uns deshalb entſchloſſen, dieſe Frage vorläufig beiſeite zu Stimmen.
Tropfen Waſſers den Darmbach durchrinnen. Soweit eine
legen, um ſie gründlich zu prüfen. Für den Augenblick
Bebauung vorerſt nicht in Frage kommt, iſt es unſeres
China.
Wiſſens von der Forſtbehörde die als Vertreierin
haben wir uns mit einer Abänderung jener Tarifſätze be=
Abkommen zwiſchen China und Japan der Domanialverwaltung den fiskaliſchen Beſitz zu
verwar=
gnügt, betreffend der weder in dem einen noch in demüber Eiſenbahnbauten. In dem ſoeben zwiſchen ten hat, im Verein mit der Stadt in Ausſicht genommen,
anderen Lande ein beſonderer Widerſpruch beſteht. Wir China und Japan abgeſchloſſenen Abkommen über Eiſen= dem ſeither nicht gerade lieblich
anmu=
tenden Gelände durch Bepflanzung ein
können hoffen, daß wir da zu einem verhältnismäßig bal= bahnbauten iſt beſtimmt worden, daß Japan das Geld für ſchöneres Ausſehen zu verleihen. Vor
al=
digen Ergebnis gelangen werden, denn die Induſtrie= und den Bau der ſüdmandſchuriſchen Bahn beſchaffen wird, die lem an einer Reihe von Straßenübergängen ſollen Ans
Handelskreiſe beider Länder wirken mit, um dieſe Ueber= aber von Chineſen gebaut wird. Die eine Seitenlinie wird lagen hergeſtellt werden, die dem Auge den Blick in
einſtimmung zu erleichtern und ſo einer Lage ein Ende zu von Schipingkau, 150 Meilen nördlich von Mukden, nach freundliches Grün bieten. Wie weit daneben Teile des=
Geländes ſchon in nächſter Zeit auch für bauliche und ans
machen, die zum mindeſten ein großes Hemmnis für dieTaenangfu gehen. Ihre größte Bedeutung liegt auf ſtra= dere wirtſchaftliche Zwecke in Anſpruch genommen
wer=
franzöſiſch=ſpaniſchen Handelsbeziehungen bedeutet.
tegiſchem Gebiete, da ſie die Chineſen in den Stand ſetzt, den, läßt ſich heute im einzelnen noch ſchwer beurteilen,
die Einfälle der Mongolen abzuhalten, die im vorigen Es wird aber intereſſieren, daß die Großh. Oberförſterei
Serbien.
Die Thronrede, mit der die Skupſchtina am Jahre Taenangfu lange Zeit beſetzt hielten und von da Darmſtadt im heutigen Anzeigeteil unſeres Blattes eine
Bekanntmachung erläßt, die Intereſſenten darauf aufmerk
Freitag durch den König eröffnet wurde, gedenkt der im drei Züge in die Mandſchurei unternahmen. Eine zweite ſam macht, daß die Behörde Teile des Eiſenbahn=
Kriege gefallenen Helden und der Befreiung unterdrückter Linie wird von Kayman, 100 Meilen ſüdlich von Mukden, geländes auch zur Bebauung, zu Gärten
Brüder, ſowie der Beſeitigung der territorialen Schranken nach der Stadt Hailungtſcheng gehen. Andere wichtige Lagerplätzen, Spielplätzen und anderen
zwiſchen Serbien und Montenegro durch die Taten der Abmachungen in Eiſenbahnbauten ſtehen bevor. Die Zwecken abgibt. Wer Intereſſe an dem einen oder
anderen Grundſtücke beſitzt, wird ſich daher zweckmäßig
ſerbiſchen Armee: die Eröffnung eines Zuganges zur Deutſchen werden eine Linie von Kiautſchou nach Itſau beizeiten melden. Dies wird auch den Behörden diee
Adria und zum Aegäiſchen Meere und die Verdoppelung bauen, die die Bahn von Tientſin nach Fukau bei Han= fügung über das ganze Gelände weſentlich erleichtern.
des Staatsgebietes. Dieſe Erfolge ſtärkten das Selbſtver= tſchuang, etwa halbwegs nach Tſinangfu und Fukau er= hoffen iſt, daß bei allen Arbeiten überall eine glückliche
trauen des ſerbiſchen Volkes und wieſen ihm einen Ehren= reichen wird. Die Deutſchen werden ferner den Chineſen und unſerer Vaterſtadt würdige Löſung gefunden wird.
* Akademiſche Volksunterrichtskurſe. Einen
anregen=
platz unter den Völkern an. Es ſei bewieſen, daß Ser= das Geld zum Bau einer Linie von Tſchifu, weſtlich nach
den Abend hatten die akademiſchen Volksunterrichtskurſen
bien mit der Freiheit ſeiner Verfaſſungsmäßigkeit und Weihſien, beſchaffen. Wegen der Unmöglichkeit, in
Hai=
ihren Hörern und Freunden bereitet. In der Techniſchen
ſeiner Entwickelung auf gutem Wege geweſen ſei. Der tſchau einen Hafen anzulegen, wollen die Belgier ver= Hochſchule hielt Herr ſtud. Franz B. Moller einen lehr
Ruhm von Kumanowo, Monaſtir, Durazzo, Adrianopel ſuchen, die Linie von Haitſchau über Nantſchau nach reichen Vortrag über „Das Werden der Menſchheit und
und an der Bregalnitza habe dem ſerbiſchen Namen Ach= Tungſchau, in die Nähe der Mündung des Yangtſefluſſes, ihre Urgeſchichte‟. Er erläuterte an Hand zahlreichen
tung in der Welt verſchafft. Allen, die dazu beigetragen, zu verlegen. England ſcheint ſich auf den Bau der Bahn Lichtbilder, die mittels eines Epiſkopes direkt aus Büchem
auf einen Schirm projeziert wurden und eine ſeltene
danke der König, ebenſo den Großmächten für die Unter= an der Tientſien=Fukaulinie nach Sinagangtſchau und auf Schärfe und Klacheit zeigten, wie man den Werdegan
ſtützung, die Serbien bei der Löſung der Aufgaben gefun= die Linie von Kanton nach Tetſchuan beſchränken zu der Menſchheit aus den durch Ausgrabungen
zutagege=
wollen.
förderten Funden der vorgeſchichtlichen Zeit verfolgen
den habe. Er gedenke dankbar der Sympathie der
ſla=
kann. Dabei iſt es durchaus gleichgültig, ob man nun
wiſchen und anderen ziviliſierten Völker, beſonders der
eine Erſchaffung des Menſchen direkt als Menſch oder eine
Betätigung der Barmherzigkeit durch die Miſſionen des
Entwickelung eines niederen Weſens zum Menſchen an=
Stadt und Land.
nimmt. Jedenfalls läßt es ſich nachweiſen, daß eine Auf=
Roten Kreuzes. Getreu ihren friedlichen Tendenzen habe
Darmſtadt, 19. Oktober.
wärtsentwickelung der Menſchheit ſtattgefunden hat,die
die Regierung ſtets darnach geſtrebt, neue kriegeriſche Ver=
Seine Königl. Hoheit der in der Hauptſache an der ſtärkeren Ausbildung deses
* Ordensverleihung.
wickelungen zu verhüten und habe auch den Konflikt mit
Großherzog haben zum 18. d. Mts, verliehen: das hirnraumes und des Kinnes zu erkennen iſt. Auch über
Bulgarien durch eine friedliche Reviſion des Bündnis=
Großkreuz des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen die Beſchäftigung dieſer erſten Menſchen gaben die vors
vertrages zu vermeiden geſucht. In der Notwehr habe es dem Generalleutnant v. Plüskow, Kommandeur der geführten Bilder Auskunft. Sie zeigten kunſtvoll aus
Feuerſtein hergeſtellte Geräte, ſelbſt verkohlte
Getreide=
mit Griechenland und Montenegro den aufgezwungenen Großh. Heſſiſchen (25.) Diviſion.
* Uebertragen wurde dem Lehrer Valentin halme waren gelegentlich mit aufgefunden worden. Auch
Kampf begonnen, nicht nur zur Verteidigung der Erobe=
Herbert zu Hainſtadt, Kreis Offenbach, eine Lehrer= der Handel war dieſen Urmenſchen nicht unbekannt
rungen, ſondern auch der vollen Unabhängigkeit, da die ſtelle an der Volksſchule zu Klein=Auheim, in demſelben Es würde zu weit führen, das Vorgetragene im einzelnen
Gegenſeite eine Hegemonie vorbereitete. Auch Rumänien Kreiſe: der Schulamtsaſpirantin Marie Träger aus zu beſprechen; jedenfalls können wir den Beſuch der voſl
habe ſich der Verteidigung gegen die bulgariſche Ueber= Viernheim, Kreis Heppenheim, eine Lehrerinſtelle an der der A. V. D. veranſtalteten Vorträge nur immer weiteren
Kreiſen der Handwerker und Arbeiterſchaft anempfehlen,
macht angeſchloſſen, um das Gleichgewicht auf dem Balkan Volksſchule zu Viernheim.
Den Studenten, die ſich in den Dienſt dieſer Sache ſtellen
* In den Ruheſtand verſetzt wurde der Lehrer
zu erhalten. Durch den Frieden in Bukareſt erſchienen
Serbiens ſtaatliche und nationale Intereſſen geſichert. an der Volksſchule zu Oppenheim Philipp Heuſer auf machte es offenbar eine große Freude, von derſelben Stelle
aus wo ſonſt ihre Profeſſoren die Kollegs leſen, nun ihren
ſein Nachſuchen, unter Anerkennung ſeiner langjährigen Hörern Vortrag über das zu halten, was zur Bildun
Gerade als Serbien nach der Annexion der neuen treuen Dienſte.
eines Menſchen beiträgt; und es iſt hoch anzuſchlagen
Gebiete des Friedens zu fruchtbringender kultureller Ar=
* Anläßlich des Namenstages des Großfürſten= daß die akademiſchen Behörden den Studenten zu dieſem
beit am meiſten bedurfte, wurde es von dem Gebiete des Thronfolgers Alexei Nikolajewitſch von Rußland fand wahrhaft ſozialen Zweck die Lehrſäle der Hochſchule zu
autonomen Albaniens aus durch Grenzverletzung und die geſtern in der bieſigen Ruſſiſchen Kapelle auf der Verfügung ſtellen.
Verwüſtung ſerbiſcher Orte beunruhigt. Das neugegrün= Mathildenhöhe nachmittags 4 Uhr ein Tedeum ſtatt, zu
*: Im Silberkranz. Am 21. Oktober feiernder
dete Albanien verſtehe ſeine Nachbarpflichten nicht. Es dem zahlreiche Mitglieder der ruſſiſchen Geſandtſchaft und Stereotypeur Sebaſtian Hübner und ſeine Ehefrau
der ruſſiſchen Kolonie erſchienen waren.
Margaretha, geb. Pfeifer, Kaupſtraße 5, das Feſt der
ſei jedoch gelungen, die Angreifer raſch abzuweiſen. Die
* Für das Feſtſpiel „Aus großer Zeit” iſt ein Feſt= Silbernen Hochzeit.
Skupſchtina habe ſich nunmehr mit dem Budget, der Inva= buch zum Preiſe von 20 Pfg. in der Papierhandlung Lautz=
* Abendkurſe im Kochen, Backen und in
Hand=
lidenverſorgung, den finanziellen Folgen des Krieges, der zu haben, außerdem auch abends in der Turnhalle. Der arbeiten beginnen demnächſt in allen Abteilungender
geſetzlichen Regelung der Verhältniſſe in den neuen Ge= Text iſt von Stadtſekretär Göbel verfaßt. Das Feſtſpiel Hauswirtſchaftlichen Fortbildungsſchule Der Andrang zu
wird auch am Dienstag noch einmal gegeben.
dieſen Kurſen wächſt ſtetig. Nicht nur Mädchen, die tagst
bieten und der Vermehrung der Wehrkraft zu beſchäftigen.
* Die Verwendung des früheren Eiſenbahngeländes. über im Erwerbsleben tätig ſind und deshalb nicht die
Der Schluß der Thronrede ſtellt feſt, daß die Beziehungen Das frühere Eiſenbahngelände, das ehedem Tageskurſe beſuchen können, ſondern auch viele Frauen
zu den übrigen Staaten ununterbrochen gute und freund= den Weſten unſerer Stadt wie ein Wall einſchnürte, be= beſuchen die Kurſe, um ihre hauswirtſchaftlichen
Kennt=
ſchaftliche ſind und ſpricht die Hoffnung zu baldiger Er= ginnt immer mehr mit den älteren Teilen Darmſtadts zu niſſe und Fertigkeiten zu erweitern. Anmeldungen für
neuerung guter freundſchaftlicher Beziehungen zu der Tür= verwachſen. Schon im Frühjahr entſtand auf dem ehe= die Rundeturm= und Lagerhausſtraße müſſen nächſten
kei und Bulgarien aus. Die Thronrede wurde mit ſtür= maligen Bahnkörper der Main=Neckar=Eiſenbahn der mäch= Montag zwiſchen 7—8 Uhr abends Rundeturmſtaße 11
tige Neubau der Schenckſchen Maſchinen= und für die Beſſunger Abteilung nächſten Dienstag
miſchen Hochrufen beantwortet. Das diplomatiſche Korps fabrik. Mit dem Bau eines neuen Hauſes der Land= zwiſchen 7—8 Uhr abends Hermannſtraße 21 erfolgen,
haben, und ihm dienen, auch wenn es Schweres von uns ron ſie hinüberhole. Apollo, der Lulli um all deſſen
verlangt. Folgen wir unſerer Beſtimmung, gehorchen wir willen, was er auf Erden für die Künſte getan hat, wohl
Freiheit.
Gottes Willen, verwirklichen wir den tiefſten Sinn unſe= will. möchte ihm bei ſeinem Eintritt ins Elyſium die
Aus=
zeichnung eines großen Triumphzuges bereiten. Dieſen
* Die Volkserhebung von 1813 gleicht einem res Lebens und wir wandern der Freiheit entgegen!
Plan aber ſtößt auf Schwierigkeiten wegen der Anklagen,
ungeheuren Naturereignis. Der Wille zur Freiheit brach
ſich wie mit Naturgewalt Bahn. Alle waren einig in
dem=
die die „ſchlechten Muſikanten”, Lullis Feinde vor dem
Thron des Totenrichters Rhadamantes erheben. Doch
ſelben Entſchluß, der ſie mit elementarem Zwang erfaßt
eine der Muſen übernimmt die Verteidigung des
Dahin=
hatte: frei zu ſein! Dieſem gewaltigen Muß konnte ſich
Ein neues Werk von Raeine
keiner entziehen. In jedes Leben griff die erhebende
Not=
geſchiedenen in einer ſo glänzenden und ſo überzeugenden
wendigkeit. Sie ſtanden auf und gingen hin und opferten
Rede, daß ſeine Ankläger dazu verurteilt werden, zu
Kro=
gefunden.
ſich. In Fröhlichkeit, in begeiſtertem Drang, in ſtolzer
ten verwandelt in den tiefſten Sümpfen der Hölle auf=
** Ein neues Werk Racines, das den klaſſiſchen ewig ihr unreines Gekrächze auszuſtoßen. Nun ſteht den
Zuverſicht. Denn ſie wußten: ihr Handeln war eins mit
dem Weltwillen, mit dem Schritt der Geſchichte, mit dem Tragiker der Franzoſen in einem ganz neuen Lichte als Ehrungen, die Apollo dem Lulli zugedacht hat, nichts mehr
Schickſal. Es war ein herrliches Gefühl: Gott ganz auf Humoriſten und Satiriker zeigt, wird in der Revue ver= im Wege. Charon führt ihn über den Styr, und ſogleich
ſeiner Seite zu haben. Niemals hat ein Volk Aehnliches öffentlicht. Der Abbs Joſeph Bonnet hat es unter den bildet ſich, von Merkur arrangiert, ein langer und präch
erlebt.
unveröffentlichten Manuſkripten des Dichters, die in St. tiger Feſtzug, in dem die Grazien und Liebesgötter dem
Unſere Zeit hat nicht dieſen Hochſchwung, kann ihn Petersburg bewahrt werden, entdeckt und beweiſt in ſeiner großen Liebling der Muſen voranfliegen. In langer
nicht haben. Sie iſt groß in vielem anderen, aber was Einleitung, daß dies entzückende, für die intime Kenntnis Reihe huldigen ihrem Schöpfer die Perſonen der
verſchiet=
das Volk der Freiheitskriege hatte, haben wir nicht. Nicht der franzöſiſchen Klaſſik hochwichtige Werk von keinem denen Werke des Meiſters, und ihnen folgen die
Ges=
die hinreißende Wucht eines einigen Volkswillens, nicht anderen verfaßt ſein kann, als von dem Schöpfer der ſchichtſchreiber, die ſeinen Ruhm lebendig erhalten
wer=
denſelben Pulsſchlag der Gefühle, nicht das eine große 1„Phädra” Unter den unbekannten Handſchriften Ra= den. Raeine macht an dieſer Stelle eine deutliche Anſpie=
Erleben der Wirklichkeit. Wir ſind innerlich zerriſſen, eines, die Bonnet ans Licht gezogen hat und deren be= lung auf ſich und Boileau, die als Hofhiſtoriographen
egoiſtiſch zerſpalten und deshalb klein. Das Wort der deutendſte das Manuſkript eines Romans von Ra=Ludwigs XIV. die Geſchichte ſeiner Regierung zu ſchrein
Freiheit zwar erſchallt noch auf der Gaſſe, aber es ſcheint, eine „Die allegoriſche Reiſe” iſt, findet ſich auch ein ben beauftragt waren. Da die franzöſiſchen Hiſtoriken,
als habe es an Reinheit verloren und als verwechſelten Proſawerk in Briefform mit eingeſtreuten Verſen aus die noch am Leben ſind, bei dieſem Triumphzug nicht
an=
es viele mit ihrem Vorteil. Und doch, wir hoffen. Wir dem Jahre 1687, das den Titel trägt „Der Triumph weſend ſein konnten, trug die Muſe Elio ſelbſt die
bewun=
wiſſen: Wenn die Zeit kommt und es not ſein wird, dann Lullis in den elyſeiſchen Gefilden”. Es iſt dernswerte Geſchichte der Regierung Ludwigs des Grou
wird der alte Geiſt wieder erwachen und brauſen, dann unterſchrieben „Nodots” aber das iſt keine eigene Unter= ßen, an der ſie alle Tage mit ihnen arbeitet.” Endlich
er=
werden die alten Quellen aufſpringen, dann wird die ſchrift des Dichters, ſondern eine fremde, irgend ein Pſeu= ſcheint Lulli ſelbſt. mit dem Lorbeerkranz auf dem Haupte
deutſche Kraft wieder auflodern und die Freiheit wie eine! donym, das auf den römiſchen Gott Nodotus, den be= aber er geht wider alle Gewohnheit der Triumphatoren zu
ziehungsreichen Knüpfer der Knoten, anſpielt.
Rieſin durch die Lande gehen.
Fuß, denn das Muſenroß, der Pegaſus muß auf ſeiner
Daß Racine der Verfaſſer dieſer anmutig zarten und Streu ausruhen, „nachdem Racine ihn ſoviel Galopp ge=
Inzwiſchen wollen wir arbeiten an unſerer
perſön=
lichen, inneren Befreiung. Wir ſind nicht frei, ſondern geiſtſprühenden Arbeit iſt, würde ſchon daraus hervor= ritten hat und nachdem er ſchon vorher von Corneille
gebunden an die Verhältniſſe und uns ſelbſt. Unſer Leben gehen, daß damals niemand außer ihm ſo herrliche Verſe außerordentlich ermüdet worden war”. Wenn er ſich aber
iſt ein beſtändiger Kampf. um Feſſeln zu ſprengen. Oft machen konnte, wie die, die ſich in dem „Toiumph” finden. auch von dieſen Strapazen wieder erholt hätte ſo haben
unterliegen wir, aber in einzelnen erhabenen Augenblicken Jeder Zweifel an ſeiner Urheberſchaft aber wird gehoben ihn doch nachher die mittelmäßigen Poeten, die ſich auf die
ſbüren wir etwas vom Hauch der Freiheit recken die durch den Brief, der das Werk begleitet und der ſeiner zhohe Sthnlet nicht verſtehen, zu Schanden geriten. Mit,
Arme und ſind glücklich. Sind es nicht die Stunden, da ganzen Tonart nach nur an Boileau gerichtet ſein kann, dem Eintritt des Komponiſten in den „Tempel des
Ges=
uns eine reine Begeiſterung durchglüht, da uns eine große mit dem einzig und allein Racine in einem ſo vertrauten dächtniſſes” wo alle Götter ihn erwarten, und mit einer
Sache hinnimmt, da wir uns verlieren können in der Tat?Tone reden durſte wie ihn dieſes Schreiben anſchlägt. Huldigung für ſein Werk ſchließt dieſe mertwürdige Dich=
Da wir es ſpüren: unſer Wollen und Tun iſt keine Will= Lulli, der große Komponiſt, iſt geſtorben : dies etwa iſt tung Raeines, die neben ſeinen Dramen einen eigenen
kür ſondern Notwendigkeit! Wir werden dann frei ſein, der kurze Inhalt der amüſanten Viſion —, ſeine Seele war= und wichtigen Platz beanſpruchen darf.
wenn wir ein geheimes Schickſal unſeres Lebens erkannt tet am Unterweltiluß Styr darauf, daß der Fährmann Eha=
Nummer 249.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 19. Oktober 1913.
Seite 3.
2 Die Mutterberatungsſtellen der Großherzog=ſdacht, daß auch auf ſorgſame Behandlung der Früchte ge= ſrats Backer, Vorſtand der Beztrkskaſſe Darmſiadt, fat.
li chen Zentrale für Mutter= und Säuglingsfürſorge achtet wird, auf ſachgemäße Verpackung uſw. Auch dieſes= Herr Rechnungsrat Wacker war früher lange Jahre als
veerden Montag, den 20. Oktober, wieder eröffnet werden mal iſt der Markt reich beſchickt und es ſtellen ſich den Be= Diſtriktseinnehmer hier tätig. Im Namen des Finanz=
und anfolgenden Tagen ſtattfinden: Montags, Dienstags, ſuchern wahre Prachteremplare dar. Man findet viele beamten=Verbandes legte Herr Bezirkskaſſier Ruhl mit
Donnerstags und Freitags von ½5—½6 Uhr, Hein= alte Bekannte, aber auch neue Ausſteller haben ſich einge= einem warm empfundenen Nachruf einen Kranz am Grabe
keimerſtraße 21, Dienstags u. Freitags von ½5—½6 Uhr ſtellt. Wir ſahen wieder die alten Freunde Adam Schwinn nieder.
in Beſſungen, Ludwigshöhſtraße 4 (altes Rathaus), von Nieder=Kainsbach, der wieder beſonders ſchönes Obſt
Oppenheim, 18. Okt. (Ein Lichtblick im ſchlech=
Mittwochs von ½5—½ 6 Uhr Feldbergſtraße 69, außer= ausgeſtellt hat, auch in guter Verpackung, Peter Born, ten Weinjahr 1913.) Als ein Lichtblick ein
Hoff=
dem Mittwochs von 4—5 Uhr im Garniſon=Lazarett, Martin Hotz, Philipp und Adam Bangert, alle von Frän= nungsſtrahl für die Zukunft, als eine Freudenbotſchaft iſt
Gingang Alexanderſtraße
kiſch=Crumbach, Schwörer und Bürgermeiſter Rode aus folgende Nachricht des M. J. bei der diesjährigen mini=
4. Ozanam=Feier. Man ſchreibt uns: Wie an allen Billings, Georg Mayer aus Eberſtadt, Peter Walter und malen Weinernte zu bezeichnen: Es iſt in Rheinheſſen
Orten, an denen Vincenz= und Eliſabethen=Vereine ihre Wilhelm Feldmann haben ſchönes Gemüſe ausgeſtellt. gelungen, den Wurm, der ſo viele Hoffnungen und Werte
ſio wohltätige Wirkſamkeit entfalten, ſoll auch in der hie= Auch aus dem Garten der Stadt=Mädchenſchule iſt ſchönes zerſtört, erfolgreich zu bekämpfen! Am kommenden
Mon=
ſren Stadt der hundertjährige Geburtstag Ozanams, des Gemüſe ausgeſtellt. In ſchönen Verpackungen und präch= tag, um 10 Uhr vormittags wird ſich eine Kommiſſion
Fründers der St. Vincenz=Vereine, feierlich begangen wer=tigen Exemplaren hat auch Frau Melk von Wirhauſen, die aus dem Rheingau nach Koſtheim begeben, um den an der
den. Es findet dieſerhalb am Sonntag, 26. d. M., nach= Firma Held von hier und der Obſtverwertungsverein von Hochheimer Straße gelegenen Muſterweinberg der
mittags um 5 Uhr, in dem Konkordia=Saale des Katho= Alsheim a. Rh. ſchönes Obſt ausgeſtellt. Die Preiſe ſtellen Großh. Weinbauſchule Oppenheim zu
beſich=
lken= Vereins eine Feſtverſammlung ſtatt. Das für dieſe ſich, je nach den Sorten, auf 14—22 Mark pro Zentner bei tigen. Dort findet der Rheingauer ſeine Rieslingtraube.
uerſammlung auſgeſtellte Programm enthält außer An= Aepfeln, bei Birnen ebenfalls von 14—20 Mark pro Zent= Sie iſt von tadelloſer Beſchaffenheit, keine kranke Beere iſt
ſprachen und Darbietungen des Kirchengeſangvereins von ner Beſonders von Birnen ſind wahre Rieſenexemplare ſichtbar, der ganze Behang, wie er vom Frühjahr an ſich
stt. Ludwig auch eine Gedächtnisrede auf Ozanam, die ausgeſtellt. Der Kartoffelmarkt iſt nicht ſo reich beſchickt, entwickelt hat, iſt erhalten, bei Sonnenſchein glaubt man
dr bekannte Jeſuitenpater Cohausz übernommen hat.
ſich in das Jahr 1911 verſetzt, ſo prächtig iſt der Stand
Man findet wieder die altbekannten Sorten: Induſtrie,
* Bilder vom Tage. In der Auslage unſerer Expe= blaue Haſſia, auch Magnum bonum iſt wieder vertreten des Weinbergs, ſo geſund ſind die Trauben, die auf
Sauerwurm behandelt wurden. Man rechnet mit einem
d tion (Rheinſtr. 23) ſind folgende Bilder neu ausgeſtellt: und Up to dates. Die Preiſe ſtellen ſich auf 2,25—2,50 Mk.
Taas Marineluftſchiff =L. 2" und ſeine Beſatzung — Das pro Zentner, Mäuschen von 7,50—8,00 Mark. Auch Haus= Quantum, das nicht viel hinter 1911 zurückſtehen dürfte.
g ennende Wrack des Dampfers „Volturno” — Vom Kai= haltungsgegenſtände findet man wieder: Carl Beyer mit Dieſer bewunderungswürdige im Hinblick auf die
allge=
meine Mißernte geradezu beiſpielloſe Erfolg iſt mit dem
ſierbeſuch in Trier — Die Enthüllung des Verdi=Denkmals Kartoffelhorden, Fruchtpreſſen uſw., und die Firma Zren= von der Weinbauſchule zuſammengeſetzten einfachen Mittel
1) Mailand anläßlich des 100. Geburtstages Verdis.,
ner mit allen möglichen Küchengeräten uſw. Der Kauf
erzielt worden: 1. Ka. Seiſe 1.5 Kg. 10prozentiges Niko=
* Konzerte. Reſtaurant Rummelbräu. Kaf= ſchien ſchon in früher Stunde ſich recht lebhaft zu geſtal= tin auf 100 Liter Waſſer, Preis 5 Mark; das ſind pro
Mor=
ſtae=Konzerte finden ab heute jeden Sonntag regelmäßig ten, und es war vielfach zu hören, daß das neue Arrange= gen bei Verwendung von 400 Litern einſchl. Arbeitslohn
nuchmittags von 4 bis 7 Uhr ſtatt. (Näheres ſiehe Anz.). ment, wo das Obſt beſonders in größeren Quantitäten zu etwa 30 Mark. Die Weinbauſchule iſt, ſoviel wir wiſſen,
Die Lokalitäten des altbekannten Brauereiausſchankes beſichtigen war, viel Anklang fand. So dürften Käufer gern bereit über die Zuſammenſetzung und die Verwen=
Kanauer Hof haben ein neues Kleid erhalten, auch iſt und Verkäufer gewiß mit dem diesjährigen Verlauf wie= dung des Mittels Intereſſenten genügenden Aufſchluß zu
eim neuer Pächter eingezogen, dem ein guter Ruf voraus= der zufrieden geſtellt werden.
geben. Die Weinberge der Großh. Weinbauſchule in
Op=
ht . Heute, Sonntag, findet zur Eröffnung aus Anlaß
Die Prämiierungsliſte weiſt folgende Aus= penheim, die gleichermaßen behandelt wurden, ſind eine
r Jahrhundertfeier ein großes Konzert der 25er Ar= zeichnungen auf: A. Verpackung: 1. C. F. Hirſch. Als= Sehenswürdigkeit in dieſem Jahre und bilden das Zier
illerie=Kapelle ſtatt.
heim, 1. Preis; 2. Johs. Melk, Wixhauſen, 1. Preis; zahlreicher Intereſſenten. Ein früherer Schüler dieſen
3. Obſtverwertungsverein Alsheim (E. J. Wetzel und A. Anſtalt, der jetzt in Oeſtrich bei Weingutsbeſitzer Raſch
Darmſtädter Wochenmarkt.
Balz) 2. Preis: 4. H. Funk, Darmſtadt, 3. Preis; 5. Paul tätig iſt, hat, dem Rate Oppenheims folgend, einen Morgen
Thiele, Groß=Rohrheim, 3. Preis; 6. Martin Ehrhardt, Weinberg mit dem oben bezeichneten Mittel zu Verſuchs=
Marktpreiſe am 18. Oktober.
Nieder=Kainsbach, 3. Preis; 7. Bernhard Held, Darmſtadt, zwecken behandelt. Erfolg: ein voller Herbſt in dieſem
Euttter ½ kg
. 1,40 M. Grünkohl, Stück . . 5 Pf. 3. Preis
Morgen. Die beſchriebenen Tatſachen müſſen im
kommen=
rin Partien, ½ kg 1,30 M. Roſenkohl, ½ kg 25—30 A
B. Obſt von Züchtern: 1. Leonhard Hechler, den Jahre dazu führen, daß der mit ſo außerordentlich
10
*Gelberüben, 1½ kg
F er, Stück
5 Pf. Obernhauſen; 2. Röder, Billings (Bürgermeiſter); 3. Gg. günſtigem Ergebnis ausgeführte Kampf gegen den ver=
Schmierkäſe. ½ Lit. 20-22 Pf. Schwarzwurz, ½ kg 30 Pf. Ph. Schwörer, Billings: 4. Johs. Melk V., Wixhauſen.
heerenden Sauerwurm als ebenſo wichtige Maßnahme wie
Faandkäſe, Stück . 4—10 Pf. Bohnen, ½ kg . . 25 Pf.
C. Gemüſe: 1. Peter Walter, Gärtner in Darm= das Spritzen und Schwefeln betrachtet und in den
Fels=
artoffeln, Ztr. 2,00-2,25 M. Gurken, Stück . 5—30 Pf. ſtadt; 2. Stadt=Mäſchenſchule I Darmſtadt; 3. Wilh. Feld= zugsplan gegen die Rebſchädlinge aufgenommen wird.
„Kumpf (10 Liter) 35—40 Pf. Geflügel, Wildbret:
mann, Griesheim.
Es werden dann Mißherbſte für die Folge ſo gut wie
aus=
kg
3—4 Pf. Gänſe, ½ kg 0,90—1,00 M.
geſchloſſen ſein.
Mäuschen, ½ kg 9—10 Pf. Enten, Stück 3,50—4,00 M.
— Pfungſtadt, 18. Okt. (Die Veteranen von
) Bad=Nauheim, 18. Okt. (Fremdenverkehr.)
Hahnen, Stück 1,50 —2,50 M.
1813.) In den Kriegen von 1793 bis 1814 haben 65 Bis zum 16. Oktober d. J. ſind 34386 Kurgäſte angekom=
Obſt u. dergl.:
Farombeeren, ½ kg 12-14 Pf. Hühner, Stück 2,50—3,00 M.
Bürger aus unſerer Gemeinde unter der Fahne gedient. men. Bäder wurden bis zum 16. Oktober d. J. 465703
Aepfel, ½ kg . 12—25 Pf. Tauben, Stück 60—70 Pf. Sie gehörten den verſchiedenſten Ständen an und nahmen abgegeben.
Haſen, Stück 2,50—4 M. an den Feldzügen Napoleons nach Spanien, den Nieder=
Lärnen, ½ kg . 8—25 P
Kapins, Stück 0,90—1,00 M. landen, Preußen, Oeſterreich und Rußland teil. Erſt nach
itronen, Stück . 7—8 P
Kunſtnotizen.
Taauben, ½ kg 35—40 Pf. Rehfleiſch, ½ kg 0,90-1,50 M. der Schlacht bei Leivzig konnten ſie für die deutſche Sache
kämpfen. Zu den Veteranen zählte auch der Kirchen= (eber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nacht
AAoofelſinen, Stück 8—10 Pf.
Fiſche:
ſtehenden Ernähnung geſchiehs, lehalt ſich die Rebation fhr Urteik por.
90 Pf. rat Friedrich Lichtenberg von hier, der als Feldprediger
Lwetſchen, ½ kg 14—15 Pf. Hecht, ½ kg .
— Erſter Kammermuſikabend des Darm=
Zentner . 12—14 M. Aal, ½ kg 0,90—1,00 M. von 1793 an bei den Feldzügen nach den Niederlanden und
Affirſiche, ½ kg. 50—75 Pf. Karpfen, ½ kg 70—80 Pf. am Rhein diente. Auch der ſpätere Dekan Chriſtian Decherſtädter Streichquartetts. Unter den am
Mon=
nahm als Oberjäger von 1814 an an den Feldzügen nach tag, den 20. Oktober, abends 8 Uhr, zur Wiedergabe ge=
E erſchwämme, ½kg35-40 Pf. Andere Rheinfiſche,
.. 35—60 Pf. Frankreich teil. Pfungſtadt hatte an den Weltbezwinger langenden Werken befindet ſich eine Novität, ein Diverti=
Etteinpilze, ½ kg 35-40 Pf.
kg.
Napoleon eine Kriegsſchuld von 180000 Gulden in jähr= mento für Streichquartett von Joſeph Haas. Da der Autor
Nüſſe, 100 Stück . . 2 M. Rotzungen, ½ kg 50 Pf
Schollen, ½ kg 30—35 Pf. lichen Raten von 30 000 Gulden zu leiſten. — (Ernte.) erſt ſeit verhältnismäßig kurzer Zeit die Aufmerkſamkeit
Salat, Gemüſe uſw.:
Gleich der Kartoffelernte fällt auch die Ernte der übrigen weiter Kreiſe auf ſich gelenkt hat, ſo erſcheint eine kleine
Kabeljau, ½ kg. 22—25 Pf
Koopfſalat, Stück . 5—6 Pf.
Hackfrüchte, der Gelb=, Dick= und Zuckerrüben, vorzüglich biographiſche Stizze denen, die das Werk zu hören wün=
Schellfiſche, gr., ½ kg 30 Pf
äridivien, Stück 5—6 Pf
aus. Da die Landwirte ſo viel Kartoffeln erhielten, daß ſchen, wohl nicht unwillkommen. Joſ. Haas wurde am 19.
Bratſchellfiſche, ½ kg 20 Pf.
Reldſalat, Körbchen 10 P
Goldbarſch,, ½ kg . 19 Pf. ſie dieſelben nicht alle aufbewahren können, verbringen ſie März 1879 zu Maihingen in Bayern geboren; er ſtudierte
Radieschen, Bündel 3
einen Teil davon in die Kartoffeltrockenfabriken, um ſie am Leipziger Konſervatorium bei M. Reger Kompoſition.
Rettiche, Stück . 3—10 PfSeelachs, ½ kg . . 19 Pf. ſpäter als Futter verwerten zu können.
Seit 1911 lebt Haas in Stuttgart und wirkt am dortigen
5 Pf. In den Fleiſchſtänden
Bündel.
Groß=Gerau, 18. Okt. (Wenig Spaß am Sol=Königlichen Konſervatorium als Lehrer für Kontrapunkt
V eerrettich, Stück 20—30 Pf. Rindfleiſch, ½ kg . 70 Pf.
datenleben) ſcheint ein junger Mann zu haben, der und Kompoſition. Unter den 40 veröffentlichten Werken
76 Pf
Noterüben, Bündel . 5 P
Hackfleiſch, ½ Eg .
am 1. Oktober als Oekonomiehandwerker für das Infan= iſt eine große Anzahl für Kammermuſik geſchrieben. Das
5—6 Pf Rindsſett, ½ kg . 56 Pf.
kg,
terie=Regiment Nr. 118 zu Worms eingezogen worden war. Divertimento Opus 32 für Streithquartett fand bei der
Zwiebeln, ½ ke
Pf. Rindswürſtchen, Stück 15 Pf. Der junge Rekrut deſertierte bereits in den erſten Tagen. Erſtaufführung auf dem Deutſchen Tonkünſtlerfeſti
Momaten, ½ kg 15—20 Pf. Schweinefleiſch, ½ kg.90 Pf. Er wurde vorgeſtern hier von der Gendarmerie aufge= Danzig 1912 ſowohl beim Publikum wie in der Preſſe eine
zwinat, ½ kg . . 15 Pf. Geſalzenes und Koteletts,
griffen und per Schub zu ſeinem Truppenteil verbracht. glänzende Aufnahme. (Siehe Anzeige in heutiger Nr.)
p eißkraut, Stück 4—15 Pf
kg . .
1 M. Da er den Fahneneid noch nicht geſchworen hat, dürfte ihm
Zentner 1,60—1,80 M. Schwartemagen u. Fleiſch= die Spritztour nicht allzu ſchlimm ausgelegt werden.
90 Pf.
1
lnotkraut, Stück 8—30 Pf.
wurſt, ½, kear
Bensheim, 18. Okt. (Bahnbau Bensheim-
Reich und Ausland.
Brumenkohl, Stück 10—50 Pf. Leber= und Blutwurſt,
Lindenfels.) Geſtern hat auf Einladung des Detail=
Aus der Reichshauptſtadt, 17. Okt. In dem erſten
üfirſing, Stück . 3—10 Pf. ½ kg . . . . . 72 Pf. liſtenvereins hier eine Verſammlung ſtattgefunden, in der
die Bahnangelegenheit beraten wurde Nach eingehenden Krupp=Prozeß gegen die Zeugfeldwebel Tilian und
Verhandlungen einigte man ſich dahin, ſofort alle Hebel Genoſſen hatte der Anklagevertreter, Kriegsgerichtsrat Dr.
Der Obſt= und Kartoffelmarkt.
in Bewegung zu ſetzen, um der Verſchiebung des Welt, den angeklagten Zeugoffizieren gegenüber das Wort
* Der Obſt=, Gemüſe= und Kartoffelmarkt, der wiefraglichen Bahnbaues endlich zu ſteuern. Schreiberſeelen” gebraucht. Es hat infolgedeſſen
jährlich, in dieſen Tagen im „Schützenhof” ſtattfindet Es wurde eine Geſchäftsſtelle gebildet, deren Auf= Beſchwerden der beteiligten Beamtenklaſſen gegeben deren
lind geſtern eröffnet wurde, hat ſich wiederum außerordent= gabe es ſein wird, die Verhandlungen zu führen. In Endergebnis jetzt in einer Mitteilung des preußiſchen
ichen Zuſpruchs ſeitens der Produzenten und Konſumen= nächſter Zeit ſoll eine erweiterte Kommiſſion zuſammen= Kriegsminiſters vorliegt. Darin heißt es, daß der
Kriegs=
lle: zu erfreuen. Immer mehr erkennen Verkäufer wie treten, um die maßgebenden Kreiſe zur Beſchleunigung gerichtsrat Dr. Welt nach ſeiner Angabe mit dem Ausdruck
„Schreiberſeelen” nicht den ganzen Stand, dem die von ihm
lkufer, daß hier Gutes geboten wird und unter einer ge=des Bahnbaues zu gewinnen.
* Lampertheim, 17. Okt. (Beerdigung.) Unter gemeinten Angeklagten angehörten, ſondern allein die
ſoſſſen Gargntie, denn Verkäufer, die bei einer Beſtellung
lige nach den ausgeſtellten Proben minderwertige Warezahlreicher Beteiligung aus Kollegenkreiſen, der ihm unter Anklage ſtehenden Perſonen habe treffen wollen. Das
lei den, werden in Zukunft von dem Markte ausgeſchloſſen. unterſtellten Beamten und der hieſigen Einwohnerſchaft Kriegsminiſterium habe hierüber von Anfang an keinen
ſdus Komitee ſucht immer mehr dahin zu wirken, daß fand heute auf dem hieſigen Friedhof die Beerdigung des Zweifel gehegt; es ſei aber dem genannten Herrn bedeuter
ößere Proben ausgeſtellt werden, es iſt ſehr daräuf be= im 71. Lebensjahr zu Darmſtadt verſchiedenen Rechnungs= worden, daß der von ihm gebrauchte Ausdruck — zumar
Semen
von Unterſekundanern, von Quartanern und 13—14jäh= brauchen. Die Reihe der unbeliebten Fächer iſt: Singen,
rigen Realſchülern unterſuchte, bringt Arthur Lode in der Religion, Rechnen, Deutſch und Formenlehre. Als Grund
Feuilleton.
Umſchau neues Material zu dem Thema bei Auffallend für die Unbeliebtheit wied öfter angegeben: „Es iſt ſo
* Darmſtädter Künſtler auswärts. In Heidesheim iſt zunachſt, daß die Urteile der Schüler über das belieb= ſchwer!‟ Den Schülern iſt alles, was ihnen einigermaßen
urkten bei einem von Herrn Pfarrer Kraus zum Beſten teſte und das unbeliebteſte Fach bei zweimaliger Befra= Mühe bereitet, unangenehm und unbeliebt.
es evangeliſchen Kirchbaufonds veranſtalteten Kirchen= gung in einem Maße ſchwanken, daß von einer feſten Mei=
* Induſtrieverſtändnis. Herr Stiefenhofer war in
lanzert drei Darmſtädter mit. Mainzer Blätter ſchreiben nung darüber nicht gut die Rede ſein kann. Das Urteil
darrüber: Fräulein Landzettel=Darmſtadt, eine noch der Schüler iſt auch nicht unabhängig; aus den Begrün= Weſtfalen zu Beſuch. Er war uns empfohlen mit der
ugendliche Altiſtin, verfügt über eine edle Stimme. Die dungen, die Lode von ihnen gefordert hat, ergab ſich daß Randbemerkung, er intereſſiere ſich außerordentlich für die
Liiedergabe der Arie aus dem „Elias” von F. Mendels= es ſich zumeiſt an Aeußerlichkeiten hält vom Verlauf der Induſtrie. Alſo führten wir ihn in ein Kohlenberawerk.
igchn war ſo klangvoll und ſchön, wie ſie ſelten gehört vorhergehenden Unterrichtsſtunde vom jeweilig behandel= An die achthundert Meter tief fuhren wir in die
Einge=
weide der Erde. Wir erläuterten, ſo gut wir’s ſelbſt
ver=
wrd. Beſonders wurde die formvollendete Ausſprache ten Unterrichtsſtoff uſw abhängt. Trotzdem laſſen ſich
ſtanden, die Rieſenſchwierigkeiten des Schachtbaues im
nnrd die meiſterhafte Atemtechnik anerkannt. Gleich ſchön natürlich aus dieſen Urteilen der Schüler einige allge= ſchwimmenden Gebirge”, wir wanderten mit ihm in der
murden die übrigen Konzertſtücke Pſalm 42 „Wie der meine Tendenzen feſtſtellen. Die techniſchen Fächer Tiefe, wir erklärten ihm die Wunderwerke der Entwäſſe=
Furſch nach friſchem Waſſer ſchreiet”, eines Darmſtädter erfreuen ſich der größten Beliebtheit; beſonders erhalten rung der Wetterführung der fein erdachten Sicherungen
änomponiſten und die Arie „O Herr aller Welten” von R. Turnen und Zeichnen faſt in jeder Klaſſe die meiſten am Förderſeil und im Maſchinenhaus, das Schlemmver=
Scchwalm wiedergegeben, Herr Konzertſänger Sulz=Stimmen. In den Begründungen lieſt man: „Weil ich ſatzverfahren, die Konſtruktion der Grubenlampen, das
nann: Darmſtadt verfügt über einen ſchönen weichen mich richtig austuen kann; weil ich am Turnen und an haargenaue Ineinandergreifen des Transports der Kohle
Bariton. Seine Arie aus den „Jahreszeiten” von Haydn den Spielen Gefallen finde” uſw. Seine Vorliebe für’s von „Vor Ort” zum Frachtwaggon. — „Und nun ſagt ein=
„Eerblicke hier betörter Menſch” war großartig, gleichwie Zeichnen motiviert ein Schüler: „Weil ich da lerne, wie mal,” ſagte Herr Stiefenhofer ganz am Ende, „nun ſagt
die Arien aus „Paulus” von F. Mendelsſohn Gott ſei die Dinge in der Natur zu zeichnen ſind”; ein anderer: mal warum brechen ſe nun eigentlich dieſe blödſinnig
mir gnädig” und „Ich danke dir Herr mein Gott‟ Ueber Weil ich gern ſchöne Muſter zeichne” uſw. Die Kinder viele Kohle?” (K. Ztg.)
die Duette von beiden Künſtlern „Still wie die Nacht” und freuen ſich, weil ſie ſelbſt etwas leiſten können und ſich
— Wie man Orden bekommt. Im bayeriſchen Fi=
„ider Tag neigt ſich zu Ende” war man des Lobes voll. nicht immer nur erzählen und abfragen zu laſſen brau=
Reide Vortragende ſind aus der Joachimſchen Geſangs= chen. Dagegen nimmt Singen bei Lodes Verſuchen nanzausſchuß wurde über die Verleihung von Orden und
ſchule hervorgegangen. Auch der jugendliche Harmonium=, unter den unbeliebten Fächern die erſte Stelle ein da ſich Titeln eine eingehende Debatte geführt, da behauptet wor=
Khavier= und Geigenſpieler Herr Oberprimaner Delp=die Schüler augenſcheinlich mit der modernen Geſangs= den iſt, daß auch in Bayern durch Mittelsperſonen mit
Darmſtadt bot gute Muſik, beſonders die Begleitung am methode, bei der ſie Noten lernen, Treffübungen ſingen Orden und Titeln gehandelt würde. Der Miniſterpräſi=
und Choräle und Lieder nach Ziffern üben müſſen, nicht dent Freiherr von Hertling ergriff zu dieſem Thema
havier war lobenswert.
C. K. Welche Unterrichtsfächer ſind den Schulkindern befreunden können. Größter Beliebtheit erfreut ſich wie= das Wort, indem er u. a. ausführte er erkenne die
Miß=
die liebſten? Dieſe Frage, die an jeden Vater und jede der die Weltgeſchichte auch bei 13= und 14jährigen ſtände bei Auszeichnungen an, er wüßte aber keinen Weg,
Mutter einmal herantritt und im Leben die verſchiedenſte Mädchen, „weil viel erzählt wird‟. Erdkunde und wie es beſſer gemacht werden könnte. Es ſei ja bekannt,
Bsantwortung erfährt, haben neuerdings auch Lehrer Naturgeſchichte haben denſelben Grund für ſich; daß Orden verdient, erdient, erdienert und erdiniert
wer=
durch ſtatiſtiſche Feſtſtellungen zu behandeln geſucht, bei „man ſieht viel Neues” und „der Lehrer bringt Bilder den könnten. Dagegen werde ſich auch in Zukunft nichts
demen die Urteile der Kinder zugrunde gelegt ſind. Nach oder Apparate mit”. Praktiſch veranlagte Gemüter ſtim= machen laſſen.
deum Vorgange Dr. Kellers in Chemnitz, der die Urteile men für Rechnen, weil ſie das im Leben notwendig
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 19. Oktober 1913.
Nummer 249.
bei der Gegenüberſtellng der höheren Ofſtziere und Berſrals Iilnetit, als Vertreter der ſchwebiſchen Arme derſ die Unſorm des erſten Garde=Reginents zu Fuß mit den
amten — zu vermeiden geweſen wäre. — Eine abſon= Generalſtabschef Generalleutnant K. G. Bildt, der per= Bande des Schwarzen Adlerordens. Die Monarchen
be=
derliche Verkehrsſtörung gab es geſtern, der ſönliche Adjutant des Prinzen Wilhelm, Kapitän Freiherr grüßten einander herzlich. Nach der Vorſtellung der Ge=
Nat.=Ztg. zufolge, im Weſten Berlins in der Kaiſerallee, K S. S. Leijonhufoud, ferner K. A. O. Oberſt Toll, folge ſchritten die Majeſtäten die Ehrenkompagnie ab und
Ecke Meierottoſtraße, als hier plötzlich von einem Vieh= Major C. W. A. Hammarskiöld und Kapitän G. A. A. nahmen darauf den Vorbeimarſch derſelben entgegen.
So=
transportwagen der Firma Richter u. Co. aus Weißenſee Blüm.
dann geleitete der König den Kaiſer in das prächtig
deko=
das Hinterrad des Wagens abging. Die Inſaſſen des
Ferner ſind vertreten die Familien der Heer=rierte Fürſtenzimmer. Beim Austritt aus dem Bahnhof
Wagens, 60 Ferkel, gewannen dadurch die Freiheit und führer der Befreiungskriege durch den Major wurden die Monarchen von einem vieltauſendköpfigen
tummelten ſich auf dem Straßendamm im Gewimmel der Grafen York von Wartenburg, den Rittmeiſter Grafen Publikum ſtürmiſch begrüßt. Der König und ſein hoher
Elektriſchen und Automobile herum. Erſt nach geraumer Blücher von Wahlſtatt und den Leutnant Grafen Bülow Gaſt beſtiegen die bereitſtehende, à la Daumont beſpannte
Zeit gelang es, das Borſtenvieh, das auch ſchon Abſtecher von Dennewitz; aus Oeſterreich ſind zugegen Vertreter der Equipage und, begleitet von einer Eskadron des
Ulanen=
in die Geſchäfte unternommen hatte, wieder einzufangen, Familie des Fürſten von Schwarzenberg, ſowie der fürſt= Regiments, traten die Majeſtäten unter ſtürmiſchen
Hoch=
dem Transportwagen einzuverleiben, und dadurch die lichen und gräflichen Familien Radetzky, Bianzki, Folliot rufen des Publikums die Fahrt durch die Feſtſtraße zum
Verkehrsſtörung zu beheben. — Einige größere Spezial= de Greneville, Noſtiz Rieneck und Hardegg. Zum Völkerſchlachtdenkmal an.
firmen in Berlin haben ſich das verfloſſene „Theater der Empfang der Fürſtlichkeiten iſt auf dem Vor=
Moden” zum Muſter genommen und laſſen ihre Verkaufs=
Die Denkmalsweihe.
gegenſtände in den Schaufenſtern durch Manne=platze des Denkmals vor den ſteinernen
Pfeilerpoſtamen=
quins vorführen, die der Berliner Volksmund Männe= ten, die zu dem Teichvorplatze überleiten, ein Feſtzelt er=
* Leipzig, 18. Okt. Als die
Einweihungs=
kens” getauft hat. Auch ein großes Kaufhaus am Oranien= richtet. Hier erwarten die Fürſtlichkeiten das Eintreffenfeierlichkeiten ihren Anfang nahmen, ſpannte ſich
burger Tor hat hierfür einige Schaufenſter eingerichtet und des Kaiſers und begeben ſich dann unter Vorantritt des ein vollkommen klarer Himmel über den Feſtplatz, und
führt dort Hüte und Koſtüme zu volkstümlichen Preiſen Kaiſers und des Königs von Sachſen unter Fanfaren= die hellen Strahlen der Sonne vergoldeten im rotgrauen
den Zuſchauern vor Der Kientopp hat ſich bereits diere klängen in geſchloſſenem Zuge am Teiche vorbei die Frei= Schein das Denkmal. Vom Feſtplatz herüber tönten dig
neuartige Schaufenſter=Reklame als Filmobjekt zunutze ge= treppe empor vor die Mitte des Denkmals, wo ein zweites Klänge des Präſentiermarſches der Ehrenkompagnie.Der
Feſtzelt errichtet iſt.
Kaiſer und der König von Sachſen waren vorz
macht.
gefahren. Brauſende Hurrarufe klangen ihnen entgegen
Weinheim, 18. Okt. (Scharlach.) Ein böſer Gaſt
Das Feſtgewand der Stadt
Der Kaiſer ritt mit dem König die Front der Ehrenkoms
hat hier ſeinen Einzug gehalten, nämlich der Scharlach, der
pagnie ab und begrüßte die verſammelten
Bundes=
eine Anzahl Erkrankungen unter den Schulkindern zur iſt namentlich in dem inneren Stadtteile, ſowie den Stra=fürſten ſowie die Bürgermeiſter der drei freien Städte,
Folge hatte. Die Kinderſchule wird daher am Montag ßen und Plätzen vom Hauptbahnhof bis zum Feſtplatze un=
In feierlichem Zuge ſchritten dann die Bundesfürſten,
ge=
wegen Anſteckungsgefahr geſchloſſen. Seit Anſang Sep= gemein reich. Die öffentlichen und privaten Gebäude ſind folgt von einer glänzenden Suite, um den Denkmalsteich
tember ſind 42 Scharlachfälle behandelt worden. Infolge= mit Fahnen in den verſchiedenen Nationalfarben und mit herum an den Studenten vorbei, die mit ihren Fahnen
deſſen werden behördlicherſeits die Kleinkinderſchulen und Girlanden geſchmückt. Bei aller Farbenfreudigkeit bietet Aufſtellung genommen hatten. Alsdann ſtiegen ſie die
die unterſten drei Klaſſen der Volksſchule vorausſichtlich ſich dem Beſchauer ein einheitliches Bild. Der Platz gegen= große Mitteltreppe hinauf, während Glockenklänge ertön
geſchloſſen werden. Schärfſte Maßnahmen zur Verhütung über dem Ausgange des ſeiner Vollendung entgegen= ten und Poſaunen von der oberen kleinen Plattform
hei=
der Weiterverbreitung ſind getroffen.
gehenden Hauptbahnhofes zeigt in der Mitte ſechs Py= unter Choralmuſik erſchallen ließen. Als dann dieül
Beuthen (Oberſchleſ.) 18. Okt. (Grubenunglück.) lone, an die ſich nach rechts und links zwei lange Reihen ſten unter dem Kaiſerzelt Aufſtellung genommen hatten,
Auf der Kaſtellengo=Grube brach ein furchtbarer Gru= von Flaggenmaſten ſchließen. Am Eingang der
Goethe=
ſetzte der gemeinſame Geſang der verſammelten Tauſenden
benbrand aus. Zwei gräßlich verſtümmelte Leichen ſtraße erhebt ſich zu beiden Seiten eine Bogenarchitektur ein, und von Poſaunen und Keſſelpauken begleitet, ſtich
wurden zutage gefördert. Viele ſchwer und leichter Ver= in Tannengrün, die abwechſelnd Blumenkörbe und Kaiſer= das Niederländiſche Dankgebet zum Himmel. Dann amkt
letzte wurden in das Knappſchaftslazarett eingelieſert. Die kronen trägt. Weiterhin ſind an zwölf pyramidenförmigen tiefe Stille ein. Nur die Kirchenglocken Leipzigs hallien
Rettungskolonne iſt von giſtigen Schwaden gefährdet.
Aufbauten auf großen blauen Tafeln die Namen der Orte leiſe herüber Kammerrat Thieme beſtieg die Rednen
Paris, 18. Okt. (Vatermord.) Großes Aufſehen verzeichnet, um die in der Völkerſchlacht am heißeſten ge= tribüne und hielt die Weiherede.
erregte hier geſtern abend ein Vatermord. Ein Gaſt des kämpft wurde. Nunmehr führt die Feſtſtraße quer über
„Grand Hotel” auf dem Boulevard des Capueines trar den Hauptplatz Leipzigs, den Auguſtusplatz. Auf acht
Die Weiherede am Denkmal.
aus dem Tor des Hotels auf den Bürgerſteig, als ſich ein wuchtigen, reichgeſchmückten Sockeln in Blau und Gold,
In der Weiherede, die Kammerrat Clemens
eleganter Herr an ihn herandrängte und ihn durch einen den Farben Leipzigs, erheben ſich hier ſechzehn joniſche Thieme, erſter Vorſitzender des deutſchen Patriotenbun=
Revolverſchuß zu Boden ſtreckte. Der Getroffene Säulen, die ihre Krönung finden in großen goldenen, auf des, hielt, gab er einen Rückblick auf die Erhebung
hauchte nach kurzer Zeit ſein Leben aus. Der Mörder drei Füßen ruhenden Flammenbecken. Am Roßplatz deutſchen Volkes im Jahre 1813 und ſagte:
wurde verhaftet und von Schutzleuten nach der Polizei ragen im Anſchluß an die Privathäuſer ſechs mit Kränzen
Sinn und Gemüt bewegt die Stimme der
Weltge=
gebracht, während andere Beamte die Leiche von der und Girlanden geſchmückte doriſche Säulen, die kugelför= ſchichte des Weltenlenkers. Denn heute vor hundert Jüß=
Straße entfernten. Der Getötete iſt ein millionenreicher mige Bekrönungen aus Glühbirnen tragen, empor. Die ren erbrauſten um dieſe Stunde über dies Blachſeld m
Bankier namens Randame aus Malta. Als ſein Mörder in der Liebigſtraße gelegenen Univerſitätsbauten ſind durch Donner des Weltgerichts.
entpuppte ſich ſein eigener Sohn, der ein Verſchwender iſt Tannengrün, Kränze und Fahnen gleichfalls geſchmückt.
Wir treten im Beten vor Gott den Gerechten, die
und deſſen liederlichen Lebenswandel der Vater nicht mehr Ueberall, wo auf dem weiteren Wege Bäume die Straße deutſchen Fürſten und das deutſche Volk, innig verbunden
unterſtützen wollte Der junge Mann hatte ſich einen fal= ſäumen, ziehen ſich farbige Wimpel von Baum zu Baum. durch das Band gegenſeitiger Liebe und Treue. Witl
ſchen Bart angeklebt, um ſich ſeinem Opfer unerkannt Auf dem Platz vor dem neuen Rathaus, in welches ſich beugen in Demut unſere Knie vor dem Allmächtigen,der
nähern zu können.
die Fürſtlichkeiten nach den Feiern am Denkmal, am vor hundert Jahren die Waffen der Verbündeten ſegnete
Zu der Mordtat wird noch berichtet: Der Mörder, der Schwarzenberg=Denkmal und in der ruſſiſchen Gedächtnis= und ihnen den Sieg verlieh im Kampfe um die Freihen
von den Umſtehenden feſtgenommen wurde, geſtand vor dem kirche begeben, erhebt ſich ein Obelisk deſſen kapitälähn= des heißgeliebten Vaterlandes. Gott war gerecht,Got
Polizeikommiſſar, daß er der Sohn des von ihm Getöteten liche Bekrönung ein großes Feuerbecken trägt. Das Rat= war mit uns, Gott machte uns frei! Er erleuchtete die
Her=
ſei und Mehmed ben Mohamed heiße. Er habe
eine Unterredung mit ſeinem Vater angeſtrebt, der ihn ver= haus ſelbſt iſt mit großen Tannenkränzen mit Bändern in zen der Deutſchen, er führte die Scharen zur Erhebung
Goldbrokatſtoff reich geſchmückt. Auch der Platz vor dem und zum Siege, ihm ſei die Ehre! Unvergänglich ſteheda
ſtoßen und enterbt habe. Als er jedoch ihm gegenüberſtand,
habe er ſeine Beſinnung verloren und unwillkürlich den Gewandhauſe hat künſtleriſchen Schmuck erhalten. An der oben die Inſchrift: Gott mit uns!
Schuß abgefeuert. Ein Freund des Ermordeten ſagte aus, Feſtſtraße ſind mehrfach Tribünen errichtet. Alle Verkehrs=
Der Kampfplatz rings um Leipzig iſt eine geweihte
daß der Mörder erſt 19 Jahre alt und mit der Tochter mittel ſind überfüllt.
Stätte, ein Heiligtum des geſamten deutſchen Volkes ges
eines hervorragenden Mitgliedes des jungtürkiſchen
Kabi=
worden, geheiligt durch die dargebrachten Opfer an Gi
Vor der Feier.
netts verheiratet ſei, und daß er ſeinen Vater beſtohlen
und Leben für die Freiheit des Vaterlandes, geheiligt, weil=
* Leipzig, 18. Okt. Von den frühen Morgenſtunden hier unſere Heldenpäter die knechtenden Bande desEr
habe. Erſt im Laufe des vergangenen Sommers habe er
ihm 300 000 Francs entwendet, die er in Aix=les=Bains an ſtrömten gewaltige Volksmaſſen zum Völ=oberers zertrümmerten, hier die ſo lange erſehnte
kerſchlachtdenkmal, deſſen gewaltige Umriſſe noch heit im harten Kampfe des Leibes und der Seele wiede
veripielt habe.
Farnborough, 18. Okt. (Die Exkaiſerin Euge= im Dunſte des Oktobermorgens verſchwanden. So füllten gewannen, um wieder ein einzig Volk von Brüdern
nie) iſt an einer Erkältung erkrankt. Bei dem hohen ſich früh die gewaltigen Tribünen, welche unſcheinbar er= werden. Hier unter dem Donner der Kanonen ſinddas
ſchienen gegenüber der ungeheueren Wucht des rieſen= deutſche Voksbewußtſein und das deutſche Volkstum von
Alter der Patientin hegt man große Beſorgniſſe.
Neu=York, 17. Okt. (Die Federn und Koffer mäßigen Denkmals. Die Fahnenträger der Kriegervereine, neuem geboren worden, die hohen Güter, auf denen ſicht
der Tänzerin.) Bekanntlich hat die amerikaniſche Zoll=Innungen und anderer Vereine nahmen auf den Stufen ſpäter als ſicheren Grundſteinen das neue Deutſche Reich
behörde erklärt, daß ſie im Intereſſe des Vogelſchutzes der Denkmaltreppen Aufſtellung. Um den Teich herum begründen konnte. Die Befreiungskriege begannen, die
die Einfuhr von lebenden Vögeln und Schmuckfedern nicht gruppierten ſich die Vertreter der Deutſchen Studenten= Fäden zu knüpfen, ſagte Wilhelm der Große, die heute die
mehr geſtattet. Die bekannte ruſſiſche Tänzerin Paw=ſchaft, mehrere Tauſend an der Zahl mit ihren Chargier= deutſchen Stämme je länger deſto inniger verbinden
lowna, die mit dem Dampfer Kaiſer Wilhelm II.” vor ten in Wichs, ihren Fahnen und Bannern. Zahlreiche Dem Werden des Deutſchen Reiches ging ein Werdendes
einigen Tagen in Neu=York ankam, trug einen kleinen Alte Herren hatten Band und Mütze angelegt und ſich deutſchen Volkes voraus, und hier iſt die Geburtsſtätte
Hut, der als Verzierung nur eine kleine Feder hatte. Die ihren Korporationen zugeſellt. Die Ehrengäſte fanden ſich heute der Geburtstag!
Zollbeamten konfiszierten das Hütlein und unterſuchten auf der großen Plattform am Kaiſerzelt ein. Hier ſah man
Hundert Jahre ſind ins Meer der Vergangenheit
da=
die Mitglieder des Deutſchen Patriotenbundes, den Rat hingefloſſen, vieles ins Meer der Vergeſſenheit geſentt
darauf genau die 194 Rieſenkoffer der Tänzerin. Sie
ent=
deckten verſchiedene Aigretten im Werte von 120000 Mark. der Stadt Leipzig, die Geiſtlichkeit, die Rektoren, die Gene= worden, doch das Andenken an die Leipziger Schlacht und
Natürlich wurden auch dieſe beſchlagnahmt. Die Tänzerin ralfeldmarſchälle, die kommandierenden Generäle, den an die Helden der Befreiungskriege blieb beſtehen. In
war natürlich außer ſich und will gegen das Vorgehen der Kriegsminiſter, die öſterreichiſche und ruſſiſche Militärdepu= den Herzen des deutſchen Volkes erwuchs ihnen ein dauerne
Zollbehörde Klage erheben, da ſie behauptet, der beſchlag= tation, Vertreter der deutſchen, öſterreichiſchen und ruſſi= des Denkmal, ein lebendiges Ehrenmal deutſcher
Dank=
ſchen Adelsgeſchlechter, welche an den Ereigniſſen vor 100 barkeit. Deutſchland vergißt ſeine Helden nicht.
nahmte Federnſchmuck ſei ihr zu ihren Tänzen unent=
Jahren beteiligt waren; Vertreter des Deutſchen Städte=
Aber was in der Seele ſorgſam geborgen liegt,
ver=
behrlich.
tages, den Reichskanzler, die ſächſiſchen Miniſter und die langt nach einem gewaltigen, ſichtbaren Wahrzeichen. Ein=
Miniſter Delbrück und von Breidenbach, die Vertreter des mal muß es urkräftig zum Ausdruck, zur Geſtaltung ge=
Bundesrates und das Präſidium des Reichstages: den langen, und ſollte es einhundert Jahre währen. Nie ſtirbt
Die Völkerſchlachtfeier
Chef des deutſchen Großen Generalſtabes General von ein großer menſchlicher Gedanke) Wohlan! Hier ſteht der
Moltke und denjenigen des öſterreichiſchen Generalſtabes zu Stein gewordene Wille des Volkes, das ſichtbare
Zei=
in Leipzig.
Frhrn. Konr. v. Hötzendorff, ſowie den Chef des ruſſiſchen chen der Dankbarkeit gegen Gott und unſere Heldenväten
Die Teilnehmer an der Feier.
Generalſtabes von Bilinski. Nahe am Eingang zu der für unſere Freiheit und unſer nationales Sein! Gewal=
* Die fürſtlichen Teilnehmer ſind außer dem Umwallung, die ſich um den Denkmalplatz zieht, iſt das tiger Zeiten gewaltiges Zeichen! — den gefallenen Helden
Kaiſer, dem König von Sachſen und den Prinzen des Fürſtenzelt errichtet. Hier trafen die deutſchen Fürſten ein Ehrenmal, — dem deutſchen Volke ein
Ruhmes=
ſächſiſchen Königshauſes: Erzherzog Franz Ferdinand von und die Vertreter der Freien Städte ein und wurden von mal. — kommenden Geſchlechtern ein Mahnzei=
Oeſterreich, Großfürſt Kyrill von Rußland, Prinz Wil= den Prinzen des ſächſiſchen Königshauſes empfangen.chen! —, hoch und hehr. wie die Taten der Mütter und
helm von Schweden, Herzog von Soedermanland, Prinz= Eine Ehrenkompagnie des 106. Infanterie=Regiments hatte Väter die Gut und Blut einſetzten für die Rettung des
Regent Ludwig von Bayern, Prinz Rupprecht von hier Aufſtellung genommen.
Vaterlandes. Am Schlachtenbild verkörpert Michael die
In der neunten Stunde nahm das Leben in den ſiegreiche Erhebung des deutſchen Volkes.
Bayern, König Wilhelm II. von Württemberg, Herzog
Albrecht von Württemberg, Großherzog Friedrich II. von Straßen rapide zu. Dichte Menſchenmengen ſtauten ſich
Stumm trauern in der Krypta die in Stein gemei=
Baden Großherzog Ernſt Ludwig von Heſſen, Großher= beſonders am Auguſtusplatz, in der Nähe des Bahnhofes ßelten Krieger und die im Kampfe gefallenen Helden und
zog Wilhelm Ernſt von Sachſen, Großherzog Friedrich und am Königspalais. Zur Unterſtützung der Polizei be= halten die Totenwacht. Im Ruhmesmal offenharen
Auguſt von Oldenburg, Großherzog Friedrich Franz IV.orderte Soldaten ſind hier aufgeſtellt. Von allen Seiten ſinnbildliche Geſtalten die hehren Eigenſchaften des
deuf=
von Mecklenburg=Schwerin, Großherzog Adolf Friedrich rücken mit klingendem Spiel Vereine, Korporationen uſw. ſchen Volkes, die zur gewaltigen Erhebung und zum Siege
von Mecklenburg=Strelitz, Erbprinz Bernhard von Sach= an, die am Reichsgerichtsplatz ſich aufſtellen. Der Feſt=führten: Opferwilligkeit, Tapferkeit, Glaubensſtärke und
ſen=Meiningen. Herzog Ernſt II, von Sachſen=Altenburg, zug der Studentenſchaft, an dem ſich Studiexende Deutſch= deutſche Volkskraft. Hoch darüber wölbt ſich das Mahnz
Herzog Karl Eduard von Sachſen=Koburg und Gotha,llands, Oeſterreichs und der Schweiz beteiligen, zeichen mit den 12 Rieſengeſtalten Hüter der Freiheit
Herzog Friedrich II. von Anhalt, Herzog Johann Albrecht bot einen prachtvollen Anblick, als der glänzende Zug von und Stützen des Reiches zugleich. So hat das deutſchen
zu Mecklenburg=Schwerin, Regent des Herzogtums Braun= nahezu 3000 Studenten, meiſtens in Wichs, mit 300 Fah= Volk ſein Denkmal für die Befreiung aus großer Not ſich
ſchweig, Fürſt Friedrich zu Waldeck und Pyrmont, Fürſt nen, ſich zum Abmarſch nach dem Völkerſchlachtdenkmal ſelbſt zur Ehre errichtet.
Leopold IV. zur Lippe, Fürſt Heinrich XXVII. zu bewegte, während mehrere Muſikkapellen patriotiſche Wei=
Nicht nur zur bloßen Feier einer flüchtigen Stunde
Reuß j. L., Fürſt Adolf zu Schaumburg=Lippe, die Bürger=ſen ſpielten. Später rückten in faſt endloſen Kolonnen der Erinnerung ſind wir hier verſammelt: Nein!
Dies=
meiſter der Hanſeſtädte: Dr. Schröder=Hamburg, Dr. Bark=28000 Leipziger Schulkinder unter Führung Denkmal ſoll des deutſchen Volkes Jubelfeiertag
der Lehrer an, um an bevorzugten Stellen Plätze einzu= ſein, berufen, durch Jahrhunderte fortwirkend, deutſchem
hauſen=Bremen und Dr. Eſchenburg=Lübeck.
Sinn und Geiſt zu dienen. Was iſt alle äußere Verherr=
Das preußiſche Heer vertreten die Generalfeld= nehmen. — Das Wetter iſt etwas kühl, aber ſehr ſchön.
lichung, wenn nicht aus dem Andenken an der Väter
marſchälle, die Generalinſpekteure der Armeeinſpektionen,
Die Ankunft des Kaiſers.
Taten immer wieder neue Begeiſterung in den Enkeln
der Chef des Großen Generalſtabes, der Kriegsminiſter,
* Leipzig, 18. Okt. Der Kaiſer traf um 10 Uhr erwacht?!
die kommandierenden Generäle; das bayeriſche Heer die
Was einſt Ernſt Moritz Arndt ſagte, muß Wahrheit
kommandierenden Generäle der drei Armeekorps, der 45 Minuten, von Bonn kommend, im Sonderzuge auf dem
Kriegsminiſter und der Chef des Generalſtabes; das würt= hieſigen Hauptbahnhof ein. Zum Empfang war auf dem für alle Zukunft bleiben: Das Völkerſchlacht=Denkmal muß
tembergiſche Armeekorps der Kriegsminiſter und der kom=Bahnſteig der König von Sachſen in ſächſiſcher die Irminſul des deutſchen Volkes ſein, wohin es am
mandierende General. Als Vertreter des öſterrei= Huſarenuniform anweſend. Ferner waren der Staats=18. Oktober jedes Jahres ſeine Schritte und ſeine
Gedan=
chiſch=ungariſchen Heeres ſind erſchienen: der ſekretär des Reichsmarineamtes von Tirpitz, der ſächſiſche ken lenkt daß alle daran erinnert werden, daß ſie Brüder
Chef des Generalſtabes, Freiherr Conrad von Hötzendorff, Kriegsminiſter Frhr. v. Hauſen, der kommandierende eines Stammes und einer Liebe ſind und ſie hinfort
Kriegsminiſter von Krobatin und die Kommandanten der! General des neunzehnten Armeekorps General der Artil= deutſche Liebe und Treue nächſt Gott als das Heiligſte und
Regimenter, die an der Leipziger Schlacht hervorragen=kerie v. Kirchbach, der Stadtkommandant Generallentnant Höchſte zu achten und zu lieben haben.
Eingedenk dieſer Mahnung weihe ich dieſes
den Anteil genommen haben; als Vertreter der ruſſiſchen Krug v. Nidda, Kreishauptmann v. Burgsdorff, Oberbür=
Armee außer der unmittelbaren Begleitung des Groß= germeiſter Dr. Dittrich, Polizeidirektor Dr. Wagner und Denkmal den Manen der großen Zeit, daß
fürſten Kyrill noch der Genergladſutant Baron Meyen= der Ehrendienſt erſchienen. Die Ehrenkompagnie wurde die Väter in den Söhnen leben!
Und ſo legen wir als treue Söhne des Vaterlandes
dorff, Flügeladjutant Fürſt Meſchtſcherskij und 12 Offi= von
9. Inkanterie=Regiment geſtellt. Es fand großer
ziere unter Fübrung des Chefs des Generalſtabes. Gene= mit:
riſcher Empfana ſtatt. Der Kaiſer trug heute, am Hundertjahrestage der Völkerſchlacht, im Geiſte
Nummer 249.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 19. Oktober 1913.
Seite 5.
lder Püler aufs neue das helige Gelobnis abt Treu und ſ in ihren Rachauſe begrißen darf. Uinſer Dant und unter fUnterofiſtere baten auf dem Pat Auftellng genammen,
ffeſt zu ſein im Glauben an den allmächtigen Gott, treu Willkommensgeuß kann nur Ausdruck ſinden in dem Ge=Nach dem Vorbeimarſch der Fahnenkompagnie hielt Erz.
tund feſt zu ſein in der Liebe zum angeſtammten Fürſten= lübde: Allezeit treu bereit, für des Reiches Herrlichkeit! von Plüskow eine Anſprache. Er wies auf die
Be=
lhauſe, zum Kaiſer und zum Reich. Dazu verhelfe uns Gott ſegne und ſchütze Ew. Kaiſerliche und Königliche deutung der Zeit vor 100 Jahren hin, in der Napoleon
ider Gott, der mit unſeren Vätern war! Amen!
Majeſtäten und unſer geſamtes deutſches Volk!
geſtürzt wurde und in der die Grundlage gelegt wurde zu
Immer lauter erſchollen Bravos, und Händeklatſchen
Der Kaiſer und der König von Sachſen ver=den Erfolgen von 70 und 71. Dieſe Erfolge, ein einiges,
fffolgte der machtvoll vorgetragenen Anſprache.
neigten ſich nach der Rede gegenüber den Herren der Stadt, mächtiges Deutſchland, zu erhalten, ſei Pflicht eines jeden
die um den Bürgermeiſter Auftellung genommen hatten, Deutſchen. Vor allem iſt dies die Aufgabe der Armee,
Die Erwiderung des Königs von Sachſen. und ſchritten dann in den Feſtſaal des Rathauſes, und auch das heutige Geſchlecht ſei ſtets bereit, Gut und
Auf die Weiherede antwortete König Friedrich Auguſt wo gegen 2 Uhr ein Frühſtück begann, das vom Rat der. Blut für das Vaterland einzuſetzen. Mit einem Hurra
von Sachſen mit folgenden Worten: Die von hoher patrio= Stadt gegeben wurde. Es wurde an einzelnen Tiſchen auf den Kaiſer und auf den Großherzog ſchloß die
An=
kiſcher Begeiſterung getragenen Worte, die Sie, Herr geſpeiſt. An der Haupttafel ſaß der Kaiſer neben dem ſprache. Während die Muſik „Heil dir im Siegerkranz”
Thieme, in Vertretung des Deutſchen Patriotenbundes König von Sachſen, links von ihnen der Großfürſt Kyrill, ſpielte und Salutſchüſſe abgefeuert wurden, ſchritt
General=
leutnant von Plüskow mit den anderen Generälen und
oeben an Mich gerichtet haben, haben uns Deutſche tief rechts vom Kaiſer Erzherzog Franz Ferdinand,
Prinz=
hohen Offizieren, u. a. Generalleutnant a. D. Bernhardi,
Bewegt. Sie unterſtützen den gewaltigen Eindruruck des Regent Ludwig von Bayern, Prinz Wilhelm von Schwe= Generalmajor v. Randow, die Front ab. Auf dem Platz
rnächtigen Denkmals, das durch die freie Opferbereitſchaft den. Nach beiden Seiten ſchloſſen ſich die übrigen Bun= hatten auch Aufſtellung genommen: Jungdeutſchland, die
Deutſcher Männer hier errichtet worden iſt als ein Zeichen desfürſten und die Vertreter der Freien Städte an. Gegen= Sanitätskolonne und die hieſigen Militär= und
Krieger=
weutſcher Kraft und Einigkeit. Wie dieſes Denkmal uns über den Majeſtäten ſaß der Oberbürgermeiſter; u. a. pereine — Für die Soldaten war der Tag dienſtfrei.
erinnert an blutige Kämpfe und an den Heldentod vieler hatten hier auch der Reichskanzler, der Präſident des Pa=
Zur Erinnerung an die große Zeit von 1813
veran=
braver Soldaten, die vor hundert Jahren auf dieſem triotenbundes und die Spitzen der fremden Militärdepu= ſtaltete der Jungdeutſchlandbund, Ortsgruppe
Schlachtfeld fielen, wie es uns weiter mahnt an Gottes tationen Platz genommen. An das Frühſtück ſchloß ſich Jung=Darmſtadt, einen Fackelzug. Vom Mercksplatz
Fnädige und wunderbare Führung, der unſerem Volke Cercle in der Wandelhalle.
bewegte ſich der Zug mit Trommeln und Pfeifen zunächſt
rrach langem Ringen und Sehnen eine herrliche Einheit
nach dem Roquetteweg, wo Oberbürgermeiſter a D.
Schae=
chuf, ſo möge es nach weiteren hundert, ja nach tauſend Telegramme an den Zaren, den Kaiſer von Oeſterreich fer Huldigungen dargebracht wurden. Hierauf ging es
und den König von Schweden.
Jahren noch ſpäteren Geſchlechtern von dem heutigen Tage
mit Spiel dem neuen Sportplatz (Kranichſteiner Chauſſee)
Kunde geben, möge es ihnen erzählen, wie in dieſer
* Leipzig, 18. Okt. Der König von Sachſen zu, wo dann ein großes Freudenfeuer abgebrannt wurde.
Stunde Deutſche und Ruſſen, Oeſterreicher, Ungarn und richtete im Verlauf des heutigen Tages aus Anlaß der
Schweden ihre Knie in Verehrung beugen vor Gott, dem Jahrhundertfeier der Völkerſchlacht an den Kaiſer von
Die Feier der Stadt.
allmächtigen Lenker der Weltgeſchichte, und zu ihm beten, Oeſterreich, den Kaiſer von Rußland und den
II.
waß er uns den Frieden erhalte zum Wohle unſeres deut= König von Schweden Telegramme. Dasjenige an
St. Im Reigen der offiziellen Veranſtaltungen der
ichen Volkes, zum Wohle auch der Staaten und Fürſten, den öſterreichiſchen Kaiſer lautet: An Seine Ma= Stadt Darmſtadt brachte der geſtrige Abend die
Haupt=
die Mir die große Freude bereitet haben, Meiner Ein= jeſtät den Kaiſer von Oeſterreich, König von Ungarn. Im feier, die im Feſtſaal der Turngemeinde ſtattfand.
adung zu folgen, und bei dieſem Feſte durch Mitglieder Verlaufe der heutigen Feiern, deren eine der hohen
In den vorderen Reihen des Auditoriums ſaßen u. a.
hres Hauſes und durch Abordnungen ihrer tapferen Heere Tapferkeit des auch mir ſo teuren öſterreichiſch=ungariſchen Staatsminiſter Dr. von Ewald, Finanzminiſter Dr.
wertreten ſind. In dieſem Sinne beglückwünſche Ich den Heeres galt, habe ich ſeines oberſten Kriegsherrn in be= Braun Miniſter des Innern von Hombergk zu
Deutſchen Patriotenbund zu dem wohlgelungenen Werke ſonderer Verehrung gedacht. Indem ich mir geſtatte, Vach, Prinz Viktor zu Erbach=Schönberg, Ge=
und nehme das Denkmal in Meinen Königlichen Schutz. dieſe Empfindungen Ew. Kaiſerlichen und Königlichen heimerat Dr Becker, Rektor der Techniſchen Hochſchule
Lebhafte Bravorufe folgten der Rede des Königs. Der Apoſtoliſchen Majeſtät zum Ausdruck zu bringen, verbinde Geh. Hofrat Prof. Dr. R. Müller, ProvinzialdirektorFey,
gemeinſame Geſang des Chorals „Nun danket alle Gott” ich damit meinen aufrichtigſten Dank für die mir ſo hoch Oberpoſtdirektor Milkau, Generalleutnant v. Plüskow,
ſchloß die eigentliche Weihefeier. Unter brauſenden Heil= willkommene Entſendung Sr. Kaiſerlichen und Königlichen General von Randow, Oberhofmarſchall Frhr. von
ufen des Publikums kamen ſodann die Eilboten an Hoheit des Erzherzogs Franz Ferdinand und zugleich Ungern=Sternberg, Oberbürgermeiſter Dr. Gläſ=
und überreichten ihre Urkunden. Nunmehr
meine herzlichſten Wünſche für das Wohl Ew. Majeſtätſing, Reg.=Rat Gennes, Bürgermeiſter Mueller,
es war gegen 12 Uhr — ſchritten die Fürſten zur Beſich= und für den dauernden Ruhm der hier ſo glanzvoll ver= die Beigeordneten und viele Stadtverordnete.
igung des Denkmalsinnern. Voran der Kai= tretenen, dem deutſchen Heere eng verbündeten öſter=
Der Saal war mit Palmen und Tannen ſinnig
ge=
ſer mit dem König von Sachſen. Es folgten der öſter= reichiſch=ungariſchen Armee. Friedrich Auguſt.
ſchmückt. Koſtbare Teppiche deckten einen Vorbau zu der
reichiſche Thronfolger und der ruſſiſche Großfürſt Kyrill,
Das Telegramm an den Kaiſer von Ruß= Bühne, auf dem das Feſtſpiel ſich abwickelte. Das Orcheſter
lſodann der Prinz=Regent von Bayern, der König von land iſt in franzöſiſcher Sprache abgefaßt; es lautet in ſaß hinter Efeuwänden verſteckt links der Bühne. Das
Württemberg und die andern deutſchen Bundesfürſten deutſcher Ueberſetzung: Seiner Majeſtät dem Herrſcher ſehr geſchickte Arrangement war von der Stadtgärtnerei
Mach der Beſichtigung verließen die Fürſten unter dem aller Reuſſen, Livadia. Während der Feierlichkeiten des erſtellt.
Donner des von ferne herüber dröhnenden Saluts der heutigen Tages haben ſich meine Gedanken voll Hochach=
Die Siegesouvertüre zur Jahrhundertfeier der Schlacht
Geſchütze das Denkmal und ſchritten unter Vorantritt des tung und aufrichtigſter Freundſchaft Euerer Maſeſtät zuge=bei Leipzig von Karl Bleyle, von der Kapelle des Leib=
(Kaiſers rechts um den Teich herum, während alle An= wandt, beſonders in dem Augenblick, als ich dem erſten garde=Infanterie=Regiments Nr. 115 unter
Obermuſik=
tpeſenden das Lied Deutſchland, Deutſchland, über alles” Gottesdienſt in der ruſſiſchen Kapelle habe beiwohnen meiſter Hauske ſchneidig geſpielt, leitete den Abend
anſtimmten Am Eingang der Umwallung beſtiegen ſo= können. Indem ich Eurer Majeſtät aufrichtig danke für ſtimmungverbreitend ein. Dann ſang der Sängerchor des
oann die Fürſtlichkeiten die bereitſtehenden Wagen und die Entſendung Seiner Kaiſerlichen Hoheit des Großfürſten Darmſtädter Lehrervereins unter Leitung des Herrn
werließen um 12¼ Uhr den Denkmalsplatz.
Kyrill Wladimirowitſch, den ich ebenſo wie die glänzende Borngäſſer den Männerchor mit Orcheſterbegleitung
Vertretung der ruſſiſchen Armee mit dem größten Ver=„Germanenzug” von Bruckner.
Feier am Schwarzenberg=Denkmal.
gnügen empfangen habe bitte ich Gott, daß er alle die Ge=
Die Feſtanſprache
* Leipzig, 18. Okt. Nach der Feier am Völker= bete erhören möge die an dieſem neuen Orte der
An=
dchlachtdenkmal begab ſich zunächſt der Erzherzog Franz betung für das Glück Euerer Kaiſerlichen Majeſtät und hielt Profeſſor Dr. Karl Berger, der etwa folgendes
Ferdinand nach dem Schwarzenberg=Denkmal, für den Ruhm Ihrer Armee, in deren Reihen mich aufzu= ſagte.
wo ſich bereits die geſamten öſterreichiſchen Generäle und nehmen Euere Majeſtät ſoeben die Gnade gehabt haben,
Die Erinnerung an ein welthiſtoriſches Ereignis erſter
Offiziere, ſowie eine Infanteriekapelle und eine Abord= geſprochen werden. Friedrich Auguſt.
Ordnung bewegt heute die geſamte Kukturmenſcheit, das
nung des Schwarzenbergſchen Ulanenregiments eingeſun=
Das Telegramm an den König von hundertjährige Gedenken an ein Völkerringen, wie es die
en hatten. Kurz darauf erſchien der Kaiſer mit dem Schweden lautet: Es iſt mir ein Bedürfnis, Euerer Welt ſeit den Tagen Attilas, des ſagenumwobenen Hun=
Rönig von Sachſen ſowie den übrigen Bundes= Majeſtät für die Entſendung Ihres Sohnes, Seiner nenkönigs ſeit der Schlacht auf den katalauniſchen Feldern
fürſten. Die Familie Schwarzenberg war durch 5 Mitglie= Königlichen Hoheit des Prinzen Wilhelm, Herzogs von gleich großartig und ſchickſalsmäßig nicht wieder geſeben:
per vertreten, Der junge Fürſt zuSchwarzenberg Soedermanland welcher an der Spitze ſo hervorragender die dreitägige Völkerſchlacht auf den hiſtoriſchen
Kampfge=
ielt darauf eine Anſprache, in der er den Vertretern der einſt= Vertreter der ſchwediſchen Armee erſchienen iſt, herzlichſt filden um Leipzig — ſie bildet in dem gewaltigen
welt=
mals koalierten Armeen im Namen aller tiefinnigſt für zu danken und Euerer Majeſtät zu ſagen, daß ich wäh= geſchichtlichen Drama, das ſich zwiſchen dem korſiſchen
El=
eie Anerkennung der Verdienſte ihres Führers in ſchweren, rend der heutigen glanzvollen Feier Euerer Majeſtät mit oberer Napoleon Bonaparte und der Kulturwelt abſpielte,
horgenvollen Zeiten dankte, Verdienſte, die der Geſchichte ganz beſonderer Hochachtung und Freundſchaft gedacht den entſcheidenden Höhe= und Wendepunkt, die zur
end=
ungehören und der Vergeſſenheit niemals anheimfallen habe. Auch bitte ich Euere Mafeſtät meine innigſten gültigen Kataſtrophe führende Peripetie. Für alle
betei=
hönnen. Wir ehren in deſſen Andenken das Andenken Wünſche für eine recht baldige Geneſung und für Ihr ligten Völker war der Sieg über den furchtbaren Mann
itrenger Pflichterfüllung gegenüber dem Monarchen und fortdauerndes Glück, ebenſo wie für den hohen Ruhm der von ungeheurer Bedeutung, für keins aber auch nur
an=
hem Vaterland. Unlösbar mit dieſem Andenken verbleibt tapferen ſchwediſchen Armee entgegenzunehmen. Friedrich nähernd ſo entſcheidungsſchwer und ſchickſalsgewaltig, wie
uns die Erinnerung aller jener Helden, die alles freudig Auguſt.
für das deutſche Volk. Preußen allein kämpfte um ſeine
aufopferten, um dem Rufe der Herrſcher zu folgen, das
Exiſtenz, um Sein oder Nichtſein, damit aber auch, da das
Waterland frei von jedem Zwange zu machen. Der Glanz,
* Wien, 18. Okt. In der ganzen Monarchie Verhängnis unſerer Nation gar viele deutſche Stämme und
Mer dieſe Zeit umgibt im Beiſpiele der Selbſtaufopferung
(ines jeden einzelnen, im Kampfe für monarchiſches Recht wurde der Gedächtnistag der Leipziger Schlacht Staaten im Vafallendienſte des fremden Unterdrückers feſt=
und freies Volkstum, erblaßt nie; er ſichert den vergange=feierlich begangen. In Prag, Brünn und Graz fanden gehalten hatte, für die Freiheit deutſchen Lebens und
deut=
ſcher Kultur, für die ganze Zukunft des Deutſchtums und
pen Generationen unvergänglichen Ruhm und den kom= militäriſche Feiern und Feſtgottesdienſte ſtatt. In Graz des geſamten Vaterlandes. Die Leipziger Völkerſchlacht
menden die Anweiſung eines einzigartigen Weges patrio= gedachte der Landeshauptmann im Landtag in einer er= wird deshalb mit Recht von allen Deutſchen als ein
deut=
ürſchen Wirkens. In dieſem Glanze leben die Krieger und hebenden Rede des Tages und des Anteils, den Oeſter= ſcher Sieg empfunden und gefeiert, als eines jener
mäch=
reichs Söhne an ihm gehabt haben.
ihre Führer weiter, aere perennius.‟
tigen Weltereigniſſe, auf die „alle Linien der Entwicklung
Nach der Rede legte Erzherzog Franz Ferdinand einen
* Petersburg, 17. Okt. Kaiſer Nikolaus konzentriſch zuſammenſtoßen, um von da aus wieder in
Kranz am Denkmal nieder, währenddeſſen die Muſik die richtete an das Leibkoſakenregiment, das heute ſein Regi= mannigfachen Strahlen auseinanderzugehen”.
lſterreichiſche Nationalhymne ſpielte. Auch der Kaiſer ließ mentsfeſt begeht, ein Glückwunſchtelegramm, in dem er
Redner erörterte dann die Frage: Wie hat es, im
am Denkmal einen Kranz niederlegen. Darauf wurden ausſpricht, er durchlebe mit dem Regiment die Tage der ganzen und großen überſchaut, zu dem Siege von Leipzig
dem Kaiſer die Mitglieder der Familie Schwarzenberg Hundertjahrfeier der Leipziger Schlacht, in denen kommen können und müſſen? Welche Wirkungen ſind von
norgeſtellt, mit denen er ſich kurze Zeit unterhielt. Sodann ſich das Regiment mit unverwelklichem Ruhme bedeckt dieſem Tage ausgegangen? Die Verſöhnung der Freiheit
hegrüßte der Kaiſer die Generale der öſterreichiſchen habe.
deutſcher Bildung und Geſittung mit den Notwendigkeiten
Alrmee. Damit war dieſe Feier beendet.
* Petersburg, 17. Okt. Anläßlich der Hundert= des Staatslebens, der idealen mit den realen
Lebensinter=
jahrfeier der Völkerſchlacht bei Leipzig eſſen vollzog ſich zuerſt in Preußen, dem am tiefſten ge=
Beſuch im Leipziger Rathauſe.
fanden heute bei den Regimentern, welche an der Schlacht demütigten und dennoch hoffnungsreichſten der deutſchen
Die Monarchen begaben ſich nach der Feier am teilnahmen, feierliche Seelenmeſſen für die gefalle= Staaten. Unter den in Staub geſunkenen Fahnen
Preu=
ßens fanden ſich aus allen Gauen Deutſchlands die
kühn=
söchwarzenbergdenkmal zur ruſſiſchen Kirche wo der nen Offiziere und Soldaten ſtatt.
ſten und kraftvollſten Geiſter zuſammen, um die Ehre des
Leaiſer, die Bundesfürſten und die fürſtlichen Gäſte an
fridericianiſchen Staates wieder aufzurichten, um mit Rat
einem Tedeum aus Anlaß des Namenstages des ruſſiſchen
und Tat, mit Schrift und Schwert an deſſen ſittlich=geiſti=
Gsroßfürſtenthronfolgers teilnahmen, und begaben ſich von
Die Jahrhundertfeier in Darmſtadt.
ger und politiſcher Wiedergeburt mitzuhelfen. Sie alle
dwort aus, überall von einer unüberſehbaren Menſchen=
* Ein herrlicher Herbſttag gab dem geſtrigen 18. Ok= hatten das ganze Deutſchland im Sinne, wenn ſie für und
hnenge ſtürmiſch bejubelt, nach dem Neuen Rathauſe.
Koier wurden die Fürſten von dem Oberbürgermeiſter Dr. tober, dem eigentlichen Gedenktag der Schlacht bei Leipzig, in Preußen die Erhebung gegen den Unterdrücker
vorbe=
woittrich das impoſante Treppenhaus hinaufgeleitet und in das Gepräge eines Feſttages. Hell und wärmend ſchien reiteten. Das Ziel, das die Staats= wie die
Heeresrefor=
der Wandelhalle, deren Galerie mit Damen der Stadt be= die Sonne, wie ſie auch vor 100 Jahren ihren Strahlen= mer bei dem Neubau Preußens im Auge hatten, war die
ſretzt war, von ihm feierlich begrüßt. Oberbürgermeiſter glanz warf auf die Wahlſtatt, da Völker miteinander ran= Erfüllung des Volkes mit Gemeingeiſt und
Staatsge=
gen und der Kriegstod ungezählte Opfer forderte — Die ſinnung. Bisher von oben her gegängelt, eingeſchränkt
Nr. Dittrich hielt hierauf eine Anſprache?
Im Namen der hier verſammelten ſtädtiſchen Körper= Straßen ſind reich wie kaum je geflaggt. Schulen und und von öffentlichen Angelegenheiten ferngehalten, wur=
Bureaus ſtädtiſcher und ſtaatlicher Behörden ſind ge= den die Untertanen jetzt zu Staatsbürgern erzogen mit
ſchaften danke ich Eurer Königlichen Majeſtät ehrerbietigſt,
daß Ew. Majeſtät zur heutigen denkwürdigen Feier ſchloſſen, und die Straßen ſind von feſtlich gekleideten und dem Bewußtſein ihrer politiſchen und ſozialen Pflichten
eie. Majeſtät den Kaiſer eingeladen und hierher geleitet geſtimmten Menſchen belebt. In den Schulen fanden und Rechte. Wie der Bauer, ſo wurden die Gewerbe jetzt
endlich frei und die Städter durch die Einführung der
haben. Wir bitten Ew. Königliche und Kaiſerliche Maje= noch vielfach Feiern ſtatt.
Auf Befehl Seiner Königlichen Hoheit des Groß= Selbſtverwaltung zu ſelbſttätiger Teilnahme an den
poli=
ſtäten, unſeren freudigſten Willkommensgruß beim
Ein=
herzogs hat Diviſionskommandeur General v. Plüs= tiſchen Dingen erweckt. Alte Schranken fielen zwiſchen
mitt in unſer Rathaus entgegennehmen zu wollen; iſt es kow in Anweſenheit von Offiziersabordnungen und den Ständen, aber auch die Kluft zwiſchen Volk und Heer.
doch das erſte Mal, daß ein deutſcher Kaiſer das Leipziger Unteroffizieren einen Kranz am Veteranendenk= Der Gedanke der allgemeinen Wehrpflicht bereitete vor
sathaus betritt. Leipzig hat im Laufe der Jahrhunderte mal im Herrngarten niedergelegt. Ferner hat der Groß= auf das Volk in Waffen Wie und was dieſe Männer im
ſchwere Zeiten durchlebt; wiederholt ſind ſeine Bürger herzog durch den Generaladjutanten einen Kranz auf dem einzelnen ſchufen, was ſie erſehnten und vollbrachten, kann
durch Krieg und Kriegesnot hart bedrängt und bis zum Sarge weiland Seiner Großherzoglichen Hoheit des hier nicht einmal angedeutet werden — genug: durch ihre
äußerſten erſchöpft geweſen. Aus eigener Kraft haben ſie Prinzen Emil von Heſſen, des Führers der heſſi= Schöpfungen erfuhr Preußen eine völlige Umwandlung,
unter Gottes Hilfe auch die Jahrzehnte lang auf ihnen ſchen Truppen in den Befreiungskriegen, niederlegen laſſen, von ihnen gingen Einrichtungen und Anregungen aus,
Ebenſo wurden im Allerhöchſten Auftrage durch den Flü= die heute noch lebendig nachwirken. Hand in Hand mit den
lafſtenden Folgen der gewaltigen Völkerſchlacht
über=
munden. Und heute darf ſich unſere Stadt unter dem geladjutanten Rittmeiſter v Schroeder in der Schloßkirche Führern des Heeres und den Lenkern des Staates arbei=
Chchutze Ew. Majeſtät gedeihlicher Entwickelung erfreuen. zu Bad Homburg v. d. Höhe die Grabſtätten der ſechs teten Dichtung und Wiſſenſchaft, die, ſolange dem Staate
Imm allem Wandel der Zeiten iſt lebendig geblieben die Heſſen=Homburgiſchen Prinzen, welche an entfremdet, nun in politiſche und nationale Bahnen ein=
Tmeue zum angeſtammten Fürſtenhaus und die Liebe zum den Befreiungskriegen teilgenommen haben, mit Kränzen lenkten. Auch für ſie galt nur noch ein Wahrzeichen: das
Vaterland zu erretten. Die weltliche wie die Gottes=
Vaterlande, nie erloſchen, aber auch ſeit den Tagen der geſchmückt.
Für die Garniſon fanden militäriſche Gottesdienſte gelehrſamkeit ſcheuten ſich nicht mehr, von Katheder und
Völkerſchlacht die Sehnſucht nach Einigung der deutſchen
Entämme. Um ſo tieſer empfunden wird von unſerer nato= ſtatt. An den allgemeinen Kirchgang der Garniſon ſchloß Kanzel der Gegenwart zu dienen. Prophetengleiche
nalgeſinnten Bürgerſchaft die Freude, daß die Stadt Leip= ſich um 12 Uhr, während von den Kirchen die Glocken läu= Männer ſtanden auf, mit glühenden Herzen und feurigen
im Ew. Königliche und Kaiſerliche Maſeſtäten mit den teten, eine große Paroleausgabe auf dem Exer= Zungen, um die Lauen zu wecken, die Zagenden zu
er=
varbündeten Fürſten und den hohen Gäſten Ew. König= zierplatz an. Eine große Zuſchauermenge hatte das mili= mutigen, die Tapferen noch mehr anzuſpornen. Wer
ver=
liächen Majeſtät an dieſem bedeutungsvollen Gedenktage täriſche Schauſpiel angelockt. Sämtliche Offiziere und mag alle die Namen der Dichter aufzuzählen, der vergeſſe=
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Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 19. Oktober 1913.
Nummer 249.
nen oder niemals bekamt gewordenen Singer, deren
Erſt lachte Rapoleon des Volles in Waſſn,
ardnung beralen. Dieſe Malerie iſt im Gegenſat zu an=
Stimmen zu dem gewaltigen Chore der Kriegs= und Frei=
Nun kennt er’s! Es machte ihm redlich zu ſchaffen!
deren Parlamenten, die über die Regelung ihrer
Geſchäfts=
heitspoeſie zuſammenrannen? Genug, wenn wir uns er=
Einen Abſchied eines Lützowers von ſeiner Braut ordnung autonom zu entſcheiden haben, in Heſſen durch
innern, daß endlich auch die deutſche Dichtung ſich wieder zeigt das vierte Bild; eine ebenſo poeſie= wie ſtimmungs= Geſetz geregelt. Eine Hauptſchwierigkeit liegt dabei in
auf das Vaterland beſann, daß die Lyrik jener Jahre mit volle Szene. — Im fünften Bild lieſt Körner ſeinen dem Umſtand, daß das Geſetz Beſtimmungen gleichzeitig
immer mehr anſchwellender Leidenſchaftlichheit zugleich Lützowern ein neues Kampflied vor:
für beide Ständekammern zu treffen hat und ſomit eine
der allgemeinen Stimmung weithin tönenden Ausdruck
Reihe genereller Vorſchriften enthalten muß. Die Regie=
Von ſeinen Liedern hört’ viel ich ſagen?
verlieh, den Weg von der Geſinnung zur Tat bahnte und
rung hatte ſich bereits früher zu dem ihr vorgelegten Ent=
Die er vorm Feind — oft am Lagerfeuer —
mit feurigem Anſporn die Bewegung förderte. Zum
wurf eingehend geäußert. In der heute abgehaltenen
Gedichtet. Beſonders ward er uns teuer,
erſtenmal wieder ſeit Jahrhunderten gewann bei uns die
Ausſchußſitzung wurde der Entwurf in Gegenwart von
Wenn er — einem Seher gleich — vor uns ſtand,
Poeſie politiſche und militäriſche Bedeutung, wurde ſie
Regierungsvertretern nochmals durchberaten und in den
Wie aus anderer Welt zu uns her geſandt!
ſelbſt eine kriegführende Macht. Ein Volk, deſſen Führen
wichtigſten Punkten feſtgeſtellt. Die angeregte Erweiterung
Von praſſelnden Gluten umzuckt und umwoben,
ſich in ſolcher Lebensſchule mit großen, ſtarken
Empfin=
der diſziplinären Beſugniſſe des Präſidenten, die die Re=
Den Arm mit dem blitzenden Säbel erhoben:
dungen genährt, mit erhabenen Anſchauungen von
Frei=
gierung für „berückſichtigenswert” bezeichnet hatte, iſt in=
So las er uns vor, die hoch wir lauſchten,
heit und Menſchenwürde erfüllt hatten, ein Volk, das eine
der Kommiſion gegen eine tleine Minderheit abge=
Was in ihm die heiligen Quellen rauſchten!
ſolche Fülle von ſchöpferiſchen Geiſtern und großen
Per=
lehnt worden. 1. a. ſprachen ſich der Präſident Köhler
Der Dichter, der Krieger!? — in Eines zuſammen
fönlichkeiten hervorbrachte, konnte unmöglich unter dem
und der dritte Präſident Dr. Schmitt vom Zentrum das
Schmolzen „Leier und Schwert‟
in heiligen
Joche der Fremdherrſchaft dauernd ſchmachten. Es mußte
gegen aus. Wahrſcheinlich wird der Entwurf demnächſt
Flammen!
ſich emporrecken mit Rieſengewalt, als die Zeit erfüllt war.
in Form eines Initiativantrages der Zweiten Kammer=
Dem Willen eines ganzen Volkes konnte ſelbſt der größte
Das ſechſte Bild führt dann die tatkräftige Anteil= eingebracht werden.
Gewaltherr auf die Dauer nicht widerſtehen.
Der Präſident der Erſten Kammer hat zu dem un
nahme der Frauen vor Augen; es zeigt Johanna
Und ſiehe, der große Augenblick kam; diesmal aber Stegen beider Erſtürmung Lüneburgs am 2. April 1813: ſprünglichen Entwurf ebenfalls ſchon Stellung genommen
fand er kein kleines Geſchlecht. Tauſendmal iſt es geſchil=
Und ob Ihr auch ſonſt voller Mitleid ſprecht
dert worden, wie das preußiſche Volk ſich erhob, mit
Von uns, als dem zarten, dem ſchwachen Geſchlecht,
elementarer Gewalt, wie alle Schichten und Stände, alle
Es hat dieſes Jahr, das ſo vieles gebracht,
Geſchlechter und Lebensalter Leib und Leben, Blut und
Auch deutſche Frauen zu Helden gemacht:
Zum Untergang des „K 240
Gut dem einen großen Gedanken hinopferten, dem Ge=
Wie tat ſich Auguſte Krüger hervor.
danken: Fort mit dem Tyrannen, Wiederaufrichtung der
Die Unfallſtelle.
Und Lenore Prochaska im Lützowſchen Korps!
Vaterlandsehre. Die Flammen ſchlugen um den Impera=
Und jubeln wir nicht mit Recht entgegen
* Die Unglücksſtelle in Johannisthal war bis tief.in
tor ringsum empor. Er zwar, der Sieger in fünfzig
Dem Heldenmädchen Johanna Stegen,
die Abendſtunden vorgeſtern das Ziel ungeheurer Menſchen
Schlachten, wollte und konnte nicht daran glauben, daß der
Das todverachtend ins Grauſen der Schlacht
mengen. Der Platz, auf dem das in taufend Stücke gel
zertrümmerte, niedergeworfene preußiſche Staat ſich wie=
Den Landsleuten Munition gebracht?
brochene Gerippe des Luftſchiffes lag und bei dem ein Mie
der vom Boden als ſolch' ein Rieſe erheben könne. Mit
Ein Zukunftsahnen enthüllt das letzte Bild. Ein alter litärkommando mit den Aufräumungsarbeiten beſchäftigt
den Mächten ſittlicher Leidenſchaft und einer von religiöſer
Inbrunſt getragenen Vaterlandsliebe hatte der große Ver=Lehrer ſteht in großer Begeiſterung vor einer um ihn ge= war, blieb abgeſperrt. Mannſchaften des Seebataillons
ächter aller Ideologie nicht rechnen gelernt. Nun lernte erlagerten Schar von Schulkindern und Vertretern aller hielten in der ein paar hundert Meter entfernten Lufte
dieſe unſichlbaren, überſinnlichen Mächte gründlich kennen. Jung=Deutſchland=Gruppen, die alle in ſchifhalle Ehrenwache In der Halle liegen die Leſchnt
großer Spannung und Verehrung an ſeinen Lippen hängen. der Verunglückten. Die der Beamten wurden hereits
Die Freiheit weiterhin mit zu erringen, den geſchla= Die Germania ſpricht dazu:
geſtern abend von ihren Angehörigen reklamiert,
einge=
genen Feind bis nach Frankreich hinein zu verfolgen und
fargt und nach Berlin gebracht. Bei den Aufräumungss
Wo iſt der Grund, auf welchem Deutſchland bauen
völlig niederwerfen zu helfen, war auch den
Rheinbund=
arbeiten, die beim Lichte von Magneſiafackeln weiterae
Und ſeine Zukunft feſt verankern kann?
ſtaaten vergönnt. Freilich, wie die Verhältniſſe lagen,
führt wurden fand man am Heck noch zwei Leichen. Si
Was läßt es gläubig in die Zukunft ſchauen,
konnten ſie ihre Hinkehr zur vaterländiſchen Sache zunächſt
wurden in Flaggen gehillt und in das Tempelhofer Gatn
Wenn manche Hoffnung trügeriſch verrann?
nur durch Abfall bewerkſtelligen. Dieſer Abfall aber wuchs
niſonslazarett übergeführt. Für Leutnant v. Bleuel
Wem mag es mehr als Feuerſchlünden trauen,
lawinenartig, je weiter der Geſchlagene auf der Straße
deutete der Tod eine Erlöſung von unbeſchreiblichem Lein
Auch wenn man rings mit Retzen uns umſpanns:
zum Rhein durch die deutſchen Lande dahinzog. Daß
die=
den. — Die Voſſiſche Zeitung ſagt: Der 17. Oktober 195
Es ſind Jungdeutſchlands heimatfrohe
ſer Rhein, der alte Grenzenhüter der Germanen, in
Zu=
wird in der Geſchichte der deutſchen Luftfahrta
Die ihre Ideale feſt bewahren!
Scharen,
kunft Deutſchlands Strom, nicht Deutſchlands Grenze ſein
„ſchwarzer Freitag” weiter leben. — Die Berlien
Und wollt Ihr ſicher in die Zukunſt ſchreiten,
werde, daß die einſt geraubten Provinzen Elſaß=Lothrin=
Morgenpoſt äußert: Es iſt ein ſchwerer Schickſalsſchlahe
Im frohen Zutraun, daß auch feſtgefügt,
gen an uns zurückfallen mußten, das war eine Forderung
der nicht nue unſere Marine, der das Luftſchiff gehülltl
Was man errang in heldenmüt’gem Streiten,
Arndts, die feit Leipzig immer klarer und beſtimmter von
ſondern ganz Deutſchland getroffen hat. In der ganzel
Und all der Glanz nicht blendet nur und trügt,
allen Patrioten aufgenommen wurde. Vorerſt freilich
Welt nimmt man teil an dem Schickſal der Männer,die
Dann ſei: die Jugend klug und gut zu leiten
konnten nicht alle Blütenträume reifen. Die deutſche
Ent=
bei der geſtrigen Kataſtrophe ums Leben gekommen ſind
Die Ackerſcholle, die Ihr pflegt und pflügt?
wickelung konnte nicht mit den durch den nationalen Auf=
So ringt Ihr nach den löſtlichſten der Kronen
ſchwung beflügelten Hoffnungen gleichen Schritt halten.
Beileidskundgebungen.
Und alle Mühen werden reich ſich lohnen!
Noch mußte manche Sünde gebüßt, manche Schuld ver=
Wollt Ihr den Keim ſich ſelber überlaſſen,
* Berlin 17. Okt. Anläßlich des Unglücks
gangener Zeiten abgetragen werden, ehe der einmal er=
In dem die Kraſt zum Gut und Vöſen ruht,
Marineluftſchiffes „L 2” ſind bei dem Reichsmarinegm
wachte nationale Gedanke ſein Ziel politiſcher Freiheit und
Und ſo den rechten Augenblick verpaſſen,
folgende Telegramme des Kaiſers und der Kaiſerin
Einheit auch im Innern erreichen konnte. Dieſer Gedanke
Da Euer war das anvertraute Gut?
eingetroffen:
war eben auf einem Boden gewachſen, auf dem von alters=
Nein! — Wer’s vermag, die Jugend zu erfaſſen,
her auch viel Dickicht gedieh und tiefeingewurzelte Hemm=
„Bonn. Wieder hat ein ſchwerer Schickſalsſchlan
Mit ihrem Feuer, ihrem friſchen Mut:
niſſe ſeine freie Entfaltung hinderten. Wieder und wieder
meine Marine betroffen. Das Luftſchiff „L 24 iſt einen
Der hat die Zukunft und er wird ſie halten
wurde lebendig, was an trennenden Gegenſätzen in einer
Exploſion zum Opfer gefallen. Faſt dreißig brave Män=
Und mächtig aller Feinde Tun zerſpalten!
uralten, unſeligen Geſchichte in Deutſchland aufgeſpeichert
ner, darunter die berufenſten Führer der neuen Wäſſe=
Noch iſt es Zeit, ſo manchen Weg zu bahnen!
worden war; aber die nationalpolitiſche Energie, die in
haben dabei ihr Leben laſſen müſſen. Ihr Tod im
Noch ſteht der Baum durchpulſt von jungem Saft!
den Befreiungskriegen ihren Urſprung hat, bei Leipzig
Dienſte des Vaterlandes ſichert ihnen bei mir und im
Soll erſt ein nahendes Verhängnis mahnen,
einen Höhe= und Durchgangspunkt erreichte und fortan
ganzen deutſchen Volke ein ehrendes Gedenken. Ihren
Daß unſrer Fauſt entglitt des Speeres Schaft?
mit wachſender Kraft dem Hochziele „Kaiſer und Reich”
gehörigen iſt unſer allerherzlichſtes Beileid gewiß. Mit
Nein! — Fühlt es ganz im Sinne großer Ahnen:
zuſtrebte, dieſe einmal entfeſſelte Kraft konnte nicht mehr
die Trauer über das Geſchehene wird davon bin ich ü
Hier ſind die ſtarken Wurzeln unſtrer Kraft!
zur Ruhe kommen, bis dem Volke die Erfüllung ſeiner
zeugt, nur zu erneuten Anſtrengungen anſpornen, die
Der Jugend heiße Herzen laßt bewahren
Sehnſucht geſchaffen war. Der deutſche Beruf Preußens
wichtige Luftſchiffwafſe zu einem zuverläſſigen Krie
Den Geiſt der großen Zeit vor hundert Jahren!!!
ſtand ſeit Leipzig trotz aller Widerſtände von innen und
mittel zu entwickeln. Wilhelm, I. R.”
Der Spielzettel verzeichnet folgende Perſonen: Erſter
außen unerſchütterlich feſt. Was mit Blut und Eiſen ge=
„Potsdam. Neues Palais. Ich bin tief erſchütten
ſät war, mußte mit Blut und Eiſen geerntet werden. Ohne Bürger: Karl Groll, zweiter Bürger: Rud. Hamann, von dem erneuten Unglück, das unſere Marine durch den
Jeng kein Leipzig, aber auch ohne Leipzig kein Sedan und der Schmied: Fr. Zulauf, deſſen Söhnchen: Joſ. For= Unfall des Marineluftſchiffes „L 2” erlitten hat.(m
keine Wiederaufrichtung von Kaiſer und Reich. Mit dieſernoff, ein verwundeter Lützower: Fr. Kugler, deſſen tröſte die armen Hinterbliebenen. Ich würde Ihnen dan=
Erkenntnis verbleiben wir und alle kommenden Geſchlech=Braut: Toni Penk, der Lehrer: Gg. Jöckel. eine bar ſein füe nähere Nachrichten. Viktoria.”
ter in der Schuld der Helden der Befreiungskriege. Dank= Fremde: Ilſe Berka=Beelitz, ein Schenkmädchen:
* Frankfurt a. M. 17. Okt. Die Direktionde
bar aber können wir uns ihnen nur zeigen, wenn wir uns mit Anna Meyer. — Die Darſteller mögen ſich mit einem Deutſchen Luftſchiffahrts=A.=G. hat aus
dem heroiſchen Geiſte ſeines erſten Heldenalters der neuen Geſamtlob begnügen. Sie gaben in vorzüglichem Zu=laß des Unfalles des Marineluftſchiffes „L 2‟ angeordnet
deutſchen Geſchichte nach Kräften erfüllen und die gleiche ſammenſpiel ihr Beſtes, um dem Feſtſpiel zu ſeiner ſchönen daß am morgigen Tage mit ihren ſämtlichen Luftſchiffen
Geſinnung bewähren, weny ähnliche Gelegenheiten uns Wirkung zu verhelfen. Das Publikum ſpendete rauſchen= keinerlei Fahrten ſtattfinden ſollen. Die Luftſchiffhallen
rufen. Damit aber die Leipziger Völkerſchlacht das den Beifall, der zur Begeiſterung emporlohte als noch= haben halbſtock geflaggt An den Staatsſekretärdes
letzte derartige Ereignis auf deutſchem Boden für immer mals alle Mitwirkenden ſich, um die Germania geſchart, Reichsmarineamtes den Grafen Zeppelin und die Witwe
geweſen ſei, dazu müſſen wir allezeit gerüſtet und auf der zu einem Schlußbilde vereinten und die Muſik „Deutſch= des Kavitäns Glund wurden Beileidstelegramme geſandt
land, Deutſchland über alles” intonierte, das die Feſtver=
Wacht ſein. (Rauſchender Beifall.)
— Entſprechend der allgemeinen Anordnung fallen auch
Der Feſtrede folate ein weiterer Geſangsvortrag des ſammlung, ſich erhebend, mit ſang. Die Herren Göbel
die für morgen, den 18 Oktober, anläßlich der Jahrhun=
Lehrervereins, der Männerchor „Deutſchland, ſei wach!‟ und Hacker wurden mit rieſigen Lorbeerkränzen mit dertfeier angeſetzten billigeren Volksfahrten aus, ebenſe
Schleifen und Widmung, Fräulein Ilſe Berka mit
von Herm. Kögler, und die von der Militärkapelle geſpielte
für den hieſigen Flugplatz das für morgen feſtgeſetzte
koſtbarem Blumenarrangement ausgezeichnet.
Feſtmuſik „Deutſchlands Erhebung”, zum Andenken an
Volksfeſt mit Konzert. Die Fahrt für die Mitglieder hs
Theodor Körner. von C. Riccius komponiert.
Frankfurter Luftfahrvereins am Sonntag, den 19. dieſes
Daran ſchloß ſich die Aufführung des von Herrn Hof=
* Deutſchnationaler Handlungsgehilfen=Verband, Monats, findet dagegen ſtatt.
ſchauſpieler und Regiſſeur Hacker mit gewohnter künſt= Ortsgruppe Darmſtadt. Die 100. Wiederkehr des Jahres=
* Berlin, 17. Okt. Der Reichskanzler rich
leriſcher Sachkenntnis einſtudierten Feſtſpiels.
tages der Völkerſchlacht bei Leipzig beging geſtern abend die tete an Großadmical v. Tirpitz folgendes Telegramms
Ortsgruppe Darmſtadt des Deutſchnatio=„Tieferſchüttert durch die Trauernachricht von dem Mle
Das Feſtſpiel,
nalen Handlungsgehilfen=Verbandes durch luſte des „L 2” ſpreche ich Eurer Exzellenz und der Kaiſen
das Leutnant der Landwehr K. Göbel zu der Feier eine intereſſante Feier in geſchmackvollem Rahmen im lichen Marine meine herzlichſte Teilnahme aus Eute
gedichtet hat, betitelt „Aus großer Zeit”, zeigt in großen Saale des Kaiſerſaales. Eingeleitet wurde die Exzellenz bitte ich gleichzeitig, auch den Hinterbliebenen
ſchwungvollen, von patriotiſchem Geiſte erfüllten und von Feier durch ein gemeinſchaftliches Lied, worauf der Vor= der Beſatzung, die im Dienſte des Reiches den ehrenvollen
warmer Vaterlandsliebe diktierten Verſen und in Licht= ſitzende, Herr Hutzler, die Erſchienenen auf das herz= Soldatentod fand, den Ausdruck meines Beileids über
bildern, die die Dichtung trefflich illuſtrieren, Szenen vor, lichſte begrüßte. Ein vom Schubert=Quartett vorzüglich mitteln zu wollen. Bethmann Hollweg.”
während und nach der Schlacht bei Leipzig. Das erſte zu Gehör gebrachter Geſangsvortrag „An Deutſchland:
Bild zeigt den Moment der Anſprache des Gene=von Kremſer folgte Die Feſtrede, die die Zuhörer
Das Ausland.
rals York an die oſtpreußiſchen Stände zu Königsberg im Geiſte vortrefflich in die Zeit vor 100 Jahren verſetzte,
* Wien 17. Okt. Die Blätter drücken in herzlichen
hielt Herr Gauvorſteher Herzog=Mannheim. Ihm
am 5. Febr. 1813:
wurde lebhafter Beifall gezollt. Eine weitere Darbietung Worten ihren aufrichtigen Schmerz und das innigſte Mil=
Das gab ein Echo! — Das hallte nach,
des Schubert=Quartetts, „Lützows wilde Jagd” von E. gefühl ganz Oeſterreichs zu dem Unglück aus welches das=
Was damals der York in Königsberg ſprach
Maria von Weber, ſowie ein Vortrag von Ernſt Moritz Deutſche Reich durch die Kataſtrophe des Marineluftſchiffs=
Zu den preußiſchen Ständen:
Arndts pariotiſcher Dichtung „Die Leipziger Schlacht” und durch den Verluſt ſo vieler tapferer Menſchenleben=
„Ich unterwinde
durch Herrn W. Keppler bildete den Schluß des erſten neuerlich betroffen hat. Allgemeine Teilnahme wendet
Mich den Franzmann zu ſchlagen, wo ich ihn finde! Teils des Programms Der zweite Teil galt der zwanzig= man beſonders auch dem Grafen Zeppelin zu, dem durch
Daß aber das Werk auch ein Ganzes ſei,
ſten Gründungsfeier des Deutſchnationa=alle bisherigen Widrigkeiten in ſeiner Willensarbeitskraſt
Rechne ich auf Euch alle dabei!
len Handlungsgehilfen=Verbandes, die ungebeugten Erfinder und Erbauer der nach ihm benann=
Doch läßt uns der Herrgott den Sieg vermiſſen,
durch einen von Frau Weltz geſprochenen Prolog ver= ten Luftſchiffe. Die Blätter ſprechen die Ueberzeugung aus,
So werden wir ruhmvoll zu ſterben wiſſen!“
herrlicht wurde. Fräulein Käthi Specht erfreute mit daß auch dieſe Kataſtrophe, wie alle mit Gut und Blut
Das zweite Bild zeigt die Opferfreudigkeit einigen gut geſungenen Liedern für Sopran, ſowie Herr jetzt ſchon ſo teuer erkauften Erfahrungen in der Eroberung
des Volkes 1813: Ferdinande von Schmettau opfert Schickert mit Violinſolovorträgen. Herr Konzertſänger der Luft, den Siegeszug der Luftſchiffahrt nicht aufhalten=
Emil Sulzmann trug mit einigen Liedern für Bariton können.
ihr Haar.
zur künſtleriſchen (Verſchönung des Abends aund Herr
* Peſt, 18. Okt. Der Miniſterpräſident rich=
Wie öffneten willig und weit ſich die Hände
Keppler mit ſeinem Humor zur Erheiterung bei. Auch tete an den Miniſter des Aeußern Graf Berchtold fol==
Des ganzen Volkes, aller Klaſſen und Stände! —
das Schubert=Quartett erfreute noch mehrmals mit ſeinen gendes Telegramm: Anläßlich des erſchütternden Jo=
Ja, ſelbſt die Kinder, die zarten, verſtanden
Darbietungen. Die Begleitung der Solovorträge hatten hannisthaler Unglücks erſuche ich Eure Erzellen= der
ie Zeit — und was ſie ihr Eigen nannten
Herr Kammermuſier Adam und Herr Hupfer über= deutſchen Regierung meinen ſowie der ungariſchen Re=
An Schmuck und Münzen, gern gaben ſie’s her! —
nommen. Ein Singſpiel. „Der Jungbrunnen”, das von gierung aufrichtige und tiefe Teilnahme auszudrücken,
Es rauſchte im Volk wie ein brandendes Meer!
den Damen Stoffer, Weltz, Gelée, Helfmann und Huber=
Wie Sturmwind vermochte mit fortzureißen
* Bern, 18. Okt. Bundespräſident Müller
beauf=
tus und Herrn Keppler gut geſpielt wurde, bildete den
Das ſtolze Wort:
Beſchluß des reichhaltigen Programms. Ein Ball ſchloß tragte telegraphiſch den ſchweizeriſchen Geſandten in Ber=
„Gold gabich für Eiſen!”
lin, der Reichsregierung das tiefgefühlte Beileid des
ſich an.
Bundesrates anläßlich der Pernichtung des Marine=
Das dritte Bild zeigt die Meldung der
Frei=
willigen zu Beginn des Jahres 1818: „Das Volk ſteht
luftſchiffes auszuſprechen.
auf, der Sturm bricht loszu
Parlamentariſches.
*. Rom, 17. Okt. Der Popolo Romano meldet daß
Selbſt Knaben dünkten in jenen Tagen
* Darmſtadt, 17. Okt. Die Geſchäftsord=der Kriegsminiſter und der Marineminiſter
Sich wert, ihres Königs Rock zu tragen!
nungskommiſſion der Zweiten Kammer hat telegraphiſch in Berlin das Beileid der italieniſchen
Und weinten vor Scham, wenn man offenbart,
in mehreren Sitzungen über den vom Präſidenten Köhler Armee und Marine zu der Kataſtrophe des Akaxineluſt=
Daß ſie zum Soldaten zu jung noch und zart! —
ausgearbeiteten Entwurf einer landſtändiſchen Geſchäfts=ſchiffes „L 2½ ausgedrückt haben.
Nummer 249,
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 19. Oktober 1913.
Seite 7.
2 Parts, u. dt. Präſident Polnears hat f teiſtiſchen Ereigmis teizunehmen, hat ſich eine bekamnte ſMigleder der Lamitie des Sulans reſpelitere, Die
grie=
ran Kaiſer Wilhelm folgendes Telegramm geſandt: „Ich Berliner Firma entſchloſſen, auch in Frankfurt eine chiſche Regierung betonte demgegenüber, daß es unmöglich
Erfahre von dem ſchmerzlichen Unglück, das dem Marine= derartige Verſteigerung abzuhalten. In der Hauptſache ſei derartige unbeſtimmte Anſprüche anzuerkennen. Sie
Auftſchiff widerfahren iſt, und von deſſen ſchweren Folgen. gelangen altdeutſche Raritäten unter den Hammer und verlangte ihre genauere Umgrenzung und eine Speziſika=
Ich bille Euere Majeſtät an mein tieſſtes Mitgefühl mit l hier ſind wieder beſonders beliebte Marken ſtarkt ver=tion. 2. In Artikel 8 verlangt die Türkei, daß Griechen=
Den Familien der unglücklichen Opfer zu glauben. Ich er= treten, ſo z B. Baden 18 Kr., Bayern 1 Kr. ſchwarz. land die Koſten des Unterhaltes der türkiſchen
Kriegsge=
rreuere Eurer Majeſtät die Verſicherung meiner Hoch= die durchſtochenen Braunſchweig auch auf ganzen Briefen, fangenen trage. Die griechiſche Regierung fordert, daß
rchtung. gez. Poincaré.” — Marineminiſter Baudin hat Bremen in Prachtexemplaren, ebenfalls auf ganzen dieſe Frage von der Internationalen Finanzkommiſſion in
In einem Telegramm an die franzöſiſche Botſchaft in Berlin l Brieſen, Hannoper 10 Gr. arün, Lübeck auf Brieſſtück Paris entſchieden werde. 3. Was Artikek 9 anbelangt.
Den franzöſiſchen Marineattachee gebeten, ſich in das und Brief, Mecklenburg=Strelitz die Schillingwerte, der die Entſchädigungen für die Zurückbehaltung griechi=
Reichsmarineamt zu begeben, um das lebhafteſte Beileid Oldenburg in einer noch nie dageweſenen Ausleſe feinſter ſcher Dampfer ſeitens der Türkei betrifft, macht
Griechen=
pes Miniſters und der franzöſiſchen Marine aus Anlaß des Stücke, Sachſen 3 Pf. rot, loſe und auf Brief, Württem= land geltend, daß die Türkei zum Schadenerſatz verpflichtet
inglücks des Marineluftſchiffes „L 2” auszudrücken.
berg die ſeitenen 19 Kr. in Paaren und Streifen. ſei. 4. Die in Artikel 10 enthaltene Meinungsverſchieden=
* Paris 18. Okt Der Franzöſiſche Aero= Speziell kommt eine große Anzahl ganzer Briefe zur heit hinſichtlich des Uebergabeprotokolls von Saloniki ſoll
lub hat an den Deutſchen Luftfahrerverband folgende Verſteigerung, die ja bekanntlich in letzter Zeit das durch das Urteil des Haager Schiedsgerichts erledigt wer=
Depeſche gerichtet: „Tief ergriffen von der ſchrecklichen Hauptintereſſe altdeutſcher Sammler in Anſpruch den. 5. Artikel 11 betrifft die Frage der Muſtis und des
Kataſtrophe des Zeppelinluftſchiffes ſpricht der Fran= nehmen. Die Marken können an den Verſteigerungs= Archimufti. Die griechiſche Regierung will die Wahl der
öſiſche Aeroklub dem Deutſchen Luftfahrerverband ſeine tagen von 10—1 Uhr beim Auktionator Rudolf Bangel Muftis durch die Mitglieder der muſelmaniſchen
Gemein=
in der Neuen Börſe, Börſenſtraße 6—10, beſichtigt den zulaſſen, ebenſo die Wahl des Archimufti durch die
mitfühlende Teilnahme aus.”
werden, wo auch farbig illuſtrierte Kataloge zu haben ſind. Muftis. Sie lehnt es aber ab, dem Scheik=uel=Iſlam das
* Amſterdam, 17. Okt. Das Handelsblad beſpricht
Recht zuzugeſtehen, die Muftis zu ernennen. Dem
Scheik=
die Kataſtrophe des Marineluftſchiffes „L 2” und drückt
uel=Iſlam ſoll nur das Recht der feierlichen Beſtätigung
Eeine aufrichtige Teilnahme für das deutſche Volk aus, das
Literariſches.
des Archimufti zuſtehen. — Die türkiſchen Delegierten
nah=
w tüchtige Mitbürger verloren hat, und ferner für die
„Die Wunder der Welt” Hervorragende men von dieſen Einwänden Kenntnis und wollen weitere
Narinebehörden und beſonders für den alten Grafen Naturſchöpfungen und ſtaunenswerte Menſchenwerke aller Inſtruktionen aus Konſtantinopel abwarten. Der wichtige
Zeppelin, deſſen Trübſale nicht ſcheinen enden zu wollen.
Zeiten und Länder in Wort und Bild. Zum größten Teil Artikel 12, der den griechiſchen Standpunkt in der Vakuf=
* London, 18. Okt. Faſt alle Zeitungen bringen nach eigener Anſchauung geſchildert von Ernſt von frage enthält, gelangte in der geſtrigen Sitzung noch nicht
Artikel der Teilnahme zu dem Unglücke des Luftſchiffes Heſſe=Wartegg. 952 Seiten Tert mit 956 Abbil= zur Erörterung.
„L 20 Die Times ſchreibt: Die Sympathien der gan= dungen und 30 mehrfarbigen Kunſtbeilagen. Zwei Pracht=
* Rom, 17. Okt. Die „Agenzia Stefani” teilt mit:
den Welt werden ſich Deutſchland in jenem bitteren Augen= bände. Preis 28 Mark. Auch in 34 Lieferungen zum Die italieniſche Regierung unternahm in
Bel=
lick zuwenden. England wird herzlich den Ausdruck der Preiſe von je 60 Pfennig zu beziehen. Union Deutſche grad freundſchaftliche Schritte, um im wohlverſtandenen
Teilnahme wiederholen, den Präſident Poincaré bereits Verlagsgeſellſchaft, Stuttgart, Berlin, Leipzig. Mit die= Intereſſe Serbiens der Regierung die Schwere der Folgen
dem Kaiſer Wilhelm übermittelt hat. Nichts verrät in ſem neuen, ungewöhnlich reich mit prachtvollen Abbil= zu verſtehen zu geben, denen Serbien ſich ausſetze, wenn es
hewundernswürdiger Weiſe den Charakter des deutſchen dungen geſchmückten Werke bietet der Verlag ein hoch= dem Willen Europas widerſtrebe. Dieſer Wille ſei in den
Volkes mehr, als die Art, wie es die lange Reihe von intereſſantes und der weiteſten Verbreitung würdiges einſtimmigen Beſchlüſſen der Londoner Botſchafterkonfe=
Unglücksfällen getragen hat, die es bei den Anſtrengungen, Buch der bedeutenden Sehenswürdigkeiten aller Erdteile. renz ausgedrückt, welche die Grenzen Albaniens feſtſetzte.
fie Luft zu erobern, begleitet hat. Unter dieſen tragiſchen Von ſieben Weltwundern hat das Altertum erzählt. Wie Die italieniſche Regierung wandte ſich an die Großmächte.
mmſtänden wäre es verzeihlich, wenn ſich ſeiner auch nur wenig und gering ſind ſie im Vergleich zu denen, die es damit dieſe der ſerbiſchen Regierung die gleichen
Rat=
zeitweiſe ein Gefühl der Depreſſion bemächtigte. Aber wir heute für die Menſchen zu beſtaunen gibt, ſeien es Mer= ſchläge erteilen.
würden ſehr enttäuſcht ſein, wenn der Verluſt von zwei ſo würdigkeiten, die die Natur hervorbrachte in plötzlicher,
großartigen Luftſchiffen den Fortſchritt in der geronau= gigantiſcher Umwälzung oder in unabläſſiger Arbeit von
Darnſahdt, u. bloſer.
tiſchen Entwicklung Deutſchlands auch nur einen Tag auf=
Jahrmillionen, ſeien es Werke die der Menſchengeiſt er=
— Vom Großh. Hoftheater. In der
Dienstagauffüh=
f ielte. Wenige Stunden nach dem Unglück des „L 2½ flog ſann und Menſchenhände erſtehen ließen, der ſtaunenden
das Luftſchiff „ Hanſa” über Berlin. Die Trauernden Nachwelt zur Bewunderung oder ſeien es Schönheiten rung von „Lohengrin”, die im Abonnement für den
werden in dieſem ein Ermutigungszeichen für die Zukunft und Abſonderlichkeiten, die in Kultur und Sitte der Völ=Buchſtaben A ſtattfindet, ſingt Fräulein Greta Jonſſon
arblickt haben. Der Daily Telegraph ſchreibt: In ker ausgebildet worden ſind: Das Werk iſt ein Bilderſaal vom Stadttheater in Elberfeld als Gaſt die Elſa. Die
nieſem Augenblick wendet ſich die Sympathie des briti= der Weltwunder für jedermann, der als intereſſantes übrige Beſetzung iſt die von der letzten Wiederholung
be=
then Volkes, deſſen eigene Empfindungen durch die letzten Hausbuch in ſeiner Art einzig daſteht. Wer einen ſchönen kannte. Der Beginn der Vorſtellung iſt auf 7 Uhr ange=
(Sreigniſſe in Aufregung verſetzt waren, in Bewunderung geographiſchen Atlas beſitzt, findet in den Wundern der ſetzt. Am Mittwoch geht Karl Rößlers erfolgreiches Luſt=
und Trauer dem Volke jenſeits der Nordſee zu. Das Welt eine nützliche Ergänzung dazu, durch die ein ſolches ſpiel „Die fünf Frankfurter” das in der
ver=
gangenen Spielzeit unter allen Werken die höchſte
Auf=
veutſche Volk erhebt ſich gegen dieſen Schlag mit einer Kartenwerk erſt ſo recht mit Genuß gebraucht werden führungsziffer erreichte, zum erſten Male in dieſer Saiſon
Mündigkeit, die unſere volle Bewunderung erringt. Der
kann.
in Szene. In einigen Hauptrollen ſind Neubeſetzungen zu
ſofortige Entſchlußz, das andere Luftſchiff aufſteigen zu
verzeichnen. Die Vorſtellung, die der Abonnementsſerie B
kaſſen ſchließt in dieſer Stunde der Trauer eine Note ein,
Die braunſchweigiſche Frage.
gehört, findet bei kleinen Preiſen ſtatt. Am Donnerstag
nie die Engländer zu würdigen wiſſen. Die Deutſchen
wird die Operetten=Neuheit „Der lachende
Ehe=
tsilen mit uns den Stolz, der aus einer augenblicklichen
* Berlin, 18. Okt. Die Norddeutſche Allgemeine mann” zum erſten Male wiederholt werden.
Kiederlage entſteht, und den Entſchluß nicht zurückzu==Zeitung ſchreibt: In der braunſchweigiſchen
boeichen, wenn eiſt Unglücksfall ſie betroffen hat. Das Thronfolgefrage faßte, wie wir berichteten, das
Blatt ſchließt: Wirl haben keinen Zweifel, daß die völlige preußiſche Staatsminiſterium am Donnerstag Beſchluß.
Letzte Nachrichten.
Beherrſchung der Luft ein Ziel iſt, daß trotz aller Schläge Für die Beratungen des Bundesrats wird danach ein
rſicht nur in Deutſchland, ſondern auch in England er= preußiſcher Antrag die Grundlage bilden. Dieſer Antrag
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
ſtrebt wird.
wird vom Miniſterpräſidenten und Reichskanzler mit der
* München, 18. Okt. Der Bayeriſche
Hand=
vollen Verantwortlichkeit gedeckt. Es liegt nicht der ge=
Neue L.=Bauten.
rinaſte Grund vor, es ſo darzuſtellen, als beabſichtige der werkskammertag beſchloß folgende Reſolution zur
* Die deutſche Marine=Verwaltung hat Reichskanzler, bei der Entſcheidung der braunſchweigiſchen Königsfrage: Der Handwerkskammertag ſpricht im
dereits 2 neue Marine=Luftſchiffe in Auftrag Frage die Perſon des Kaiſers vorzuſchieben und ſich von Namen der acht bayeriſchen Handwerkskammern und der
esgeben, die im Frühjahr 1914 als „L. 3‟ und „L 4” fer= der Verantwortung für die zu faſſenden Beſchlüſſe zu ent= von ihnen vertretenen Handwerkern des Gewerbeſtandes
tyggeſtellt werden ſollen. Nach den jetzigen Kataſtrophen laſten. Die Norddeutſche Allgemeine Zeitung zitiert dann aus deſſen innerſter Empfindung und praktiſchen
Erwägun=
neird der Bau zweifellos beſchleunigt werden. „L 3” wird eine längere Betrachtung der Deutſchen Tageszeitung, daß gen im Intereſſe dieſer Berufsſtände den lebhaften Wunſch
auf der Zeppelin=Werft hergeſtellt und ſoll gegenüber „L 5 Verzicht erwünſcht geweſen wäre, obgleich es vom legi= aus, es möge die ſeit Jahren dauernde Regentſchaft
be=
weitere techniſche Verbeſſerngen aufweiſen L. 4½ ſoll timiſtiſchen Standpunkt aus fraglich ſei, ob er auch die endigt und dem bayeriſchen Volke wieder ein regierender
alls erſtes Luftſchiff der Heeres= reſp. Marine=Verwaltung Erben und Nachfolger hätte binden können. Jedenfalls König gegeben werden. Er wendet ſich deshalb an die
nach dem Syſtem Schütte=Lanz erbaut werden. Für einen aber ſei ein förmlicher Verzicht ſehr wohl durch bindende bayeriſche Staatsregierung und die beiden Kammern des
Erſatz der beiden zerſtörten Marineluftſchiffe „L 1” und Erklärungen anderer Art zu erſetzen.
Landtages mit der Bitte, dem patriotiſchen Wunſch der
„P 2‟ iſt bisher kein Auftrag erteilt worden.
erwerbenden Berufsſtände zum Wohle des Vaterlandes zu
entſprechen und die erforderlichen Maßnahmen zur
Um=
wandlung der Regentſchaft in ein Königtum alsbald ein=
Gerichtszeitung.
Luftfahrt.
zuleiten und durchzuführen.
* Wien, 18. Okt. Im Verlaufe der Unterſuchung, die
Der Kiewer Ritualmordprozeß.
* Mülhauſen, 18. Okt. Der Aviatik=Flieger Vik=
* Kiew. 17. Okt. Bei Eröffnung der Sitzung er= ſeitens des Strafgerichts und der Polizeidirektion gegen
tur Stöffler heute nachmittag 4 Uhr 45 Min. auf dem
Habsheimer Flugplatz aufgeſtiegen, um nach Darm=klärte der Präſident: Ungeachtet des Umſtandes, daß der die Canadian Railroad=Company wegen
Begünſtig=
ſtadt zu fliegen, wo er den von ihm geführten Apparat Gerichtshof der Preſſe in jeder Beziehung entgegenkommt ung der Auswanderung geführt wurde, wurde
abliefern wird. Als Paſſagier begleitet ihn ein Herr und bereit iſt, die Stenogramme durchzuſehen, berichtet heute mittag ſeitens der Polizeidirektion die amtliche
eine Kiewer Zeitung Unzutreffendes über die Vorgänge Sperre über ſämtliche Geſchäftsräume der Wiener General=
Korold aus Straßburg, ein Schulfreund Stöfflers.
* Darmſtadt, 18. Okt. Der Flieger Stöffler im Gerichtsſaal und entſtellt ſogar die Beſtimmungen des Repräſentanz vorgenommen. Zugleich wurde die
Be=
iſ: gegen 7 Uhr auf dem hieſigen Flugplatz glatt ge= Gerichtshofes. Der Präſident erklärte, darauf aufmerk= ſchlagnahme aller Geſchäftsbücher und Korreſpondenzen
ſam machen zu müſſen, daß bei fortgeſetztem Erſcheinen ſor= durchgeführt. Der Geſchäftsbetrieb wurde ſuspendiert,
liandet.
* Johannisthal, 18. Okt. Der Rumplerflieger cher Berichte er zu ſeinem größten Bedauern genötigt ſein ebenſo der Geſchäftsbetrieb in ſämtlichen Filialen in ganz
Lübbe, der in der Nacht um halb 1 Uhr in Wanne auf= werde, das Stenographieren zu unterſagen. Auf Antrag Oeſterreich eingeſtellt.
* Wien, 18. Okt. Der Offiziersdiener
Jakov=
giſtiegen war, iſt hier zwiſchen halb 5 und 5 Uhr einge= des Verteidigers Gruſenberg wurde die Erklärung des
lijevie, der am 17. Auguſt den Gardekapitän Eiſen=
Präſidenten in vollem Wortlaut protokolliert.
tnooffen. Bei dem herrſchenden Nebel wurde ſeine Ankunft
Der elfjährige Zaruzki ſagte aus, daß er mit den Kin=kolb und die Gräfin Bolzo erſchoß, wurde zum
nur von den Rumplerwerken gehört. Trotzdem Feuer auf
dam Fluaplatz angezündet worden waren und Leuchtkugeln dern in dem Fabrikhof geſpielt habe, ſolange kein Zaun Tode durch den Strang verurteilt.
* Paris, 18. Okt. Wie aus Madrid gemeldet wird,
alogeſchoſſen wurden, irrte der Flieger noch längere Zeit da war. Dabei ſei es vorgekommen, daß ein älterer
in der Flugplatzgegend umher und landete erſt gegen 5 Uhr Hausknecht ſie vertrieb. Befragt, ob Wera Tſcheberjak iſt der bisher in der Schwebe gebliebene Punkt des
Bahn=
a) Minuten. Bei der Landung wurde der Apparat ihn gelehrt habe, wie er ausſagen ſolle, erwidert Zaruzli,bauprojektes Tanger-Fez durch Verſtändigung
Wera habe ihn in Gegenwart mehrere Zeugen geheißen, zwiſchen der ſpaniſchen Regierung und den ſpaniſchen
vollſtändig zertrümmert und der Flieger an
vor Gericht auszuſagen, daß er mit Juſchtſchinsky und Unternehmergeſellſchaften endgültig geregelt wor=
Ktopf und Beinen leicht verletzt.
anderen Knaben geſpielt habe und= daß Beilis die Kin= den.
* Nancy, 18. Okt. Bei Toul ſtieß gegen Mitternacht
* Moskau 18. Okt. Im Kreiſe Kaluga iſt der der gepackt und Juſchtſchinsky fortgeſchleppt habe, wäh=
Arilitärflieger Kletſchtinski und ſein Mechaniker, die bei rend ſich die anderen losriſſen. Den Zeugen gegenüber= der Orient=Expreßzug auf einen nach Deutſchland
ſturkem Winde aufgeſtiegen waren, abgeſtürzt. Beide geſtellt, behauptete Wera, den Zeugen nicht beeinflußt fahrenden Güterzug auf. Der angerichtete Schaden
ſind tot.
zu haben. Zaruzki beſtand auf ſeiner Behauptung. Wera iſt erheblich; die Gleiſe ſind geſperrt. Der Expreßzug erlitt
blieb dabei, ſie zu beſtreiten. Der Staatsanwalt bat, zu eine zweiſtündige Verſpätung. Verletzt wurden vier Eiſen=
Protokoll zu nehmen, daß laut Zaruzkis Ausſage das bahnbeamte, jedoch kein Reiſender.
port, Spiel und Turnen.
* Neu=York, 18. Okt. Der Führerin der engliſchen
Geſpräch mit Wera in Gegenwart anderer ſſtattgefunden
Suffragetten, Frau Pankhurſt, iſt hier ange=
SSchach. Der Mainzer Schachverein teilt mit, daß habe.
k. 2 Weltmeiſter Dr Emanuel Lasker am kommenden
Die Mutter Juſchtſchinskys ſagte aus, ſie habe oft= kommen und von der Einwanderungsbehörde
Montag, den 20. Okt. im großen Saale des Reſtaurants mals mit ihrem Enkel Scheerſons Laden beſucht. Bei derzurückbehalten worden. Nach Unterſuchung
mötherhof in Mainz einen Vortrag über ſeinen zukünftigen Konfrontation bemerkte Scheerſon, er habe Juſchtſchinsky des Falles wurde beſchloſſen, Frau Pankhurſt das Be=
Aßettkampf mit dem ruſſiſchen Großmeiſter A. Rubin= nicht gekannt. Die Zeugin habe ſeinen Laden vor vierltreten der Unionſtaaten nicht zu geſtatten.
ſti in hält mit gleichzeitigem Hinweis auf ſeine früheren Jahren beſucht, nachher aber nicht mehr. Auf Zami= Sie will gegen dieſen Beſchluß in Waſhington appellieren.
* Waſhington, 18. Okt. Der perſönliche Vertreter Wil=
Wettkämpfe, Danach wird der Weltmeiſter eine Simultan= lowskis Frage ob Scheerſon ſich für den Leichenfund in
Vorſtellung gegen mindeſtens 25 ſtärkere Schachſpieler der nahe beigelegenen Höhle, ſowie für den auf die Juden ſons in Vergernz, Lind, meldet, daß Huerta,
Ankün=
güben, woran auch Nicht=Vereinsmitglieder teilnehmen fallenden Verdacht intereſſiert habe, verneinte Scheerſon digungen zufolge, die Präſidentſchaft
nieder=
kimnen. Die Veranſtaltung in Mainz dürfte auch für es. Der Verteidiger Zarudny gibt die Erklärung ab. derlegen werde. Lind fügt hinzu: Wenn die Meldung
diee Schachfreunde unſerer Stadt von Intereſſe ſein.
Sinn des Verhörs Scheerſons ſei klar. Er proteſtiert Glauben verdient, können die Vereinigten Staaten indirekt
gegen die Bemühungen des Gerichts, die Mitſchuld an gefragt werden, ob ſie Unterhandlungen mit ſeinem
Nach=
dem Mord bei Perſonen, die nicht vom Gericht verfolgt folger anknüpfen oder ihn anerkennen wollen.
Erdbeben.
ſeien und ſich nicht der vom Geſetz vorgeſehenen Mittel
HB Kopenhagen, 18. Okt. Der Luftſchiffſchrek=
* Neu=York, 17. Okt. Ein heftiges, andauerndes zu ihrer Rechtfertigung bedienen könnten, feſtzuſtellen, da
Eardbeben ſuchte in Nicaragua die Städte Ma=dies zu einem Juſtizfehler führen könnte Der Vorſitzende
niaqua, Maſaya und Granada heim. Die aufge= erklärt jedoch, die Zeugen könnten ja Fragen in denen ken, der eine Zeit lang in England graſſierte, ſcheint jetzt
ihnen gegenüber ein Verdacht ausgeſprochen wird, unbe= auch auf Dänemark übergegriffen zu haben. Aus Nykföbing
auf Falſter kommt heute die Nachricht, daß um 5 Uhr 40
ſchrreckte Bevölkerung verließ die Häuſer und ſchläft im
Minuten heute morgen ein deutſches Luftſchiff mit
abge=
antwortet laſſen.
Feien. In Granada ſtürzte ein Haus ein.
blendeten Lichtern geſichtet wurde, das über Gjedſer
nord=
wärts weiter gefahren ſei, und zwar ſo niedrig, daß durch
Vom Balkan.
das Geräuſch der Propeller die ganze Einwohnerſchaft aus
Vermiſchtes.
* Athen, 17. Okt. Die Punkte über die ſich in der dem Schlaf geweckt wurde. Die Fähre Warnemünde-
Briefmarkenverſteigerung. In letzter
Zieit lieſt man in allen Tageszeitungen von den Brief: geſtrigen Konferenz der türkiſchen und grie=Gjedſer richtete ihre Scheinwerfer auf das dunkle Ungetüm
narkenverſteigerungen in Berlin, Paris und ſchiſchen Delegierten Meinungsverſchiedenheiten er= und ſoll deutlich feſtgeſtellt haben, daß es ſich um einen
London. Um auch den ſüddeutſchen Sammlern Ge= gaben, ſind: 1. In Artikel 7 verlangen die Türken, daß Zeppelinkreuzer vom Typ der „Hanſa” handelte. Der
iemzenheit zu geben, einmal an einem ſolchen phila= Griechenland die Privatdomänen des Sultans und der Name war aber nicht zu erkennen. Auch aus Süd=Laaland
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 19. Oktober 1915.
Nummer 249.
liegen Reldungen vor, daß ein Luſtſchif nachts die Zufel
paſſiert habe. Gegen halb 7 Uhr wurde das geheimnis=
Erste Darmstädter
volle Luftſchiff über Moen geſichtet. Es fuhr durch den
Liſeſund und nahm den Kurs nach der Oſtſee, über der es Werkstätte f. Grabmalkunst
Dankſagung.
verſchwand.
und Kunstgewerbe
Brieſtalten.
Für die zahlreichen Beweiſe herz=
Wilhelm Götze
Fr. Sie haben Recht. Wenn das Programm ſchon
licher Teilnahme bei dem Hinſcheiden
—Gakademischer Bildhauer
veröffentlicht wurde, erübrigt ſich ein Bericht über die
Jahrhundertfeier.
Karlstrasse 94.
unſerer lieben Großmutter, Schwägerin
Ständige Ausstellung von Grab-
Antlicher Vetterbericht.
und Tante ſagen wir im Namen der
denkmälern bei freiem Eintritt.ee
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
trauernden Hinterbliebenen unſeren in=
B4580
Die Wetterlage hat ſich ſeit geſtern nur wenig geändert.
Der feſtländiſche hohe Druck hat ſich verflacht, während
nigſten Dank.
über Nordeuropa Tiefdruckgebiete oſtwärts ziehen, ohne
Dampfernachrichten.
aber unſere Witterung weſentlich zu beeinfluſſen. Wir
Familie Riebel.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
haben daher mit Fortbeſtand der beſtehenden Witterung Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
21946)
zu rechnen.
Weſtindien, Mexiko: „Aſſyria” 14. Okt. von Veracruz.
Ausſichten in Heſſen für Sonntag, den 19. Okt.: „Grunewald” nach Havana und Mexiko, 14. Okt. 11 Uhr
Fortbeſtand der beſtehenden Witterung, zeitweiſe heiter, abends von Corung. „Mecklenburg”, von Weſtindien
Gerch
meiſt trocken, nachts kalt, ſtellenweiſe Nachtfroſte
kommend, 14. Okt. 6 Uhr morgens in Hapre.
Süd=
(Schluß des redaktionellen Teils.)
amerika, Weſtküſte Amerikas: „König Wilhelm II.”, von
Dankſagung.
dem La Plata kommend, 14. Okt. 7 Uhr abends von
Boulogne nach Hamburg. „Palatia” von dem La Plata
Rheinisches
Maschinenhau, Elektrotschnlt,
Für die vielbewieſene herzliche Teilnahme
kommend, 14. Okt. 5 Uhr nachm. von Teneriffa. „Parthia‟
Automoblbau, Grückenbau.
(Technikum Bingen piraktion: Professor Haerke.
nach Braſilien, 14. Okt. von St. Vineent.
Siegmund=
bei dem uns ſo ſchwer betroffenen plötzlichen
Hin=
nach Braſilien, 14. Okt. 6 Uhr abends von Vliſſingen.
Shaufiauriturss.
ſcheiden meiner lieben Frau und meiner guten
Verſchiedene Fahrten: „Almeria”, von Perſien kommend,
I. 15132
Mutter, ſowie für die zahlreichen Blumenſpenden
14. Oktober morgens in Aden. „Nordmark” 14. Okt.
und die troſtreiche Grabrede des Herrn Pfarrer
in Karachi.
Holland=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
D. Waitz ſprechen ihren tiefgefühlteſten Dank aus
Vertreter Aug. Cellarius in Darmſtadt, Bleichſtr. 53.
„Rotterdam” 12. Okt. nachm. in Neu=York eingetroffen.
Adam Dörner, Werkmeiſter,
Das Aupfeld-Phonola
„Nieuw Amſterdam” 10. Okt. vorm. in Rotterdam ein=
21893)
und Kätha Dörner.
getroffen. „Noordam” 7. Okt. vorm. von Neu=York
ab=
gegangen. „Ryndam‟ 14. Okt vorm. von Neu=York ab=
Piano
Darmſtadt, den 18. Oktober 1913.
gegangen. „Potsdam” 12. Okt. 6 Uhr 45 Min. nachm.
Lizard paſſiert.
„kann auf den
Tasten oder mittels
eingebauter Phonola ge-
Dankſagung.
spielt werden. Wer früher nieN
Todes=Anzeige.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme,
eine Taste berührte, vermag jetzt
ſowie für die überaus zablreichen Kranz= und
Valles, was die Musikliteratur bietet,
Heute Nacht entſchlief nach kurzem Kranken=
Blumenſpenden bei dem Hinſcheiden und der Be= vollendet selbst zu spielen. „
erdigung unſerer lieben Gattin und Mutter
lager unſere treue Mutter, Schwiegermutter,
Großmutter, Schweſter, Schwägerin u. Tante
Mongeng
Vorführung bzw. Broschüre bereit-/
an
Frau margaroihe Brucher, gev. Volger
willigst. - Alleinvertretung:7
Frau
ſagen wir hiermit unſeren tiefgefühlten Dank.
Karl Arnold
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Heinrich Brücher II.,
Adele Moldenhauer
Ecke Erbacherstrasse „
Gaſtwirt und Bäckermeiſter,
nächst dem
Familie Heinrich Brücher III.,
geb. de Beauclair
Schwimmbad. 7
Wilh. Brücher III.,
„,
Witwe des prakt. Arztes Dr. Friedrich Moldenhauer
„ Heinrich Kunz,
Gg. Wilh. Benz,
„
(20117g.
im 64. Lebensjahre.
(B21918
Franz Herrmann,
„,
M
Aug. Rüdinger,
„,
Herm. Pröschel.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
„,
für Spezial-Auskünfte, Er-
Arheilgen, den 18. Oktober 1913. (21904
Detektiv-Institutmittelungen, Beobachtungen
Prof. Dr. Wilhelm Moldenhauer.
u. Vertrauens-Ange legenheiten.
Uebernahme nur einwandtreier Auftrüge, (gkanſts für
gewissenhafte Erledigung. Kiesstr. 34, I. Tel. 1668. (VII,831
Darmſtadt, den 18. Oktober 1913.
Sen
Sonntag, 19. Oktober.
Aus dem Geſchäftsleben.
Die Beerdigung findet Montag, den 20. Okt.,
Großh. Hoftheater. (Sondervorſtellung.) Anfang
Dividendenerhöhung. Die Leipziger
Lebens=
nachmittags 3 Uhr, von der Friedhofskapelle
2 Uhr, Ende 5 Uhr: „Prinz Friedrich von Homburg”
verſicherungsgeſellſchaft auf Gegenſeitigkeit (alte Leipziger)
aus, ſtatt.
Abends: Anfang 7 Uhr Ende gegen 10 Uhr (AbM
gibt bekannt, daß ſie ſchon jetzt, zohne unvorſichtg"
„Der lachende Ghemann”.
zu ſchätzen, in der Lage iſt, auf Grund tatſächlich vor=
Kondolenzbeſuche dankend verbeten.
Vorſtellungen um 4 und 8¼ Uhr im Orpheum,
handener Gewinnreſerven die wahrſcheinlich künftigen
Jahrhundertfeiern der Völkerſchlacht bei Leipzilt
Zuſatzdividenden zu durchſchnittlich 25% der Verſicherungs=
Feſtzug um 3 Uhr. — Geſellige Vereinigung und Feſte
ſumme anzunehmen. (Näheres ſiehe heutige Anzeige.)
ſpiel um 8½ Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz
Evangeliſches Vereinshaus um 8 Uhr. — Verband der
Erkältung, Huſten, Heiſerkeit, Rachenkatarrh ſind jetzt
(en
unteren Poſt= und Telegraphenbeamten um 7 Uhrin
in der Uebergangszeit an der Tagesordnung. Ein Mittel,
„Kaiſerſaal”.
das außerordentlich wohltuend, ſchleimlöſend, beruhigend
Todes=Anzeige.
Konzerte: Hotel Heß um 3 Uhr. — Ludwigshöhe um
und kräftigend wirkt, und das namentlich bei allen
4 Uhr. — Rummelbräu um 4 Uhr — Bürgerkeller um
chroniſchen Erkrankungen unſchätzbare Dienſte leiſtet, iſt
Verwandten, Freunden und Bekannten
4 Uhr. — Café „Metropole” um 4 Uhr. — Hanauer
der Altbuchhorſter Markſprudel Starkquelle,
hiermit die ſchmerzliche Nachricht, daß geſtern
mit heißer Milch gemiſcht, getrunken. Tagsüber laſſe
um 4 Uhr.
unſere liebe, gute, unvergeßliche Tochter,
Tanzkränzchen um 4 Uhr in der „Stadt Pfungſtadle
man von Zeit zu Zeit eine Altbuchhorſter Mineral=
Schweſter, Schwägerin und Tante
(B21910
Obſt=, Gemüſe= und Kartoffelmarkti
Paſtille langſam im Munde zergehen. Jede Apotheke
und Drogerie hier am Platz führt den Altbuchhorſter
„Schützenhof”.
Verſteigerungskalender.
Markſprudel, ſowie die echten Altbuchhorſter Mineral=
Mariechen Helfert
Paſtillen oder wird ſie auf Wunſch beſorgen.
Montag, 20. Oktober.
Dünger=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Artil=
im Alter von 18 Jahren nach kurzem, ſchwerem
Die mit Intereſſe erwartete diesjährige Fortſetzung
leriekaſerne (Regiment Nr. 61).
Leiden ſanft entſchlafen iſt.
der bekannten illuſtrierten Abhandlungen über Tee iſt
unter dem Titel „Die Geſchichte des Tees in Bildern
Kunſthalle am Rheintor, geöffnet Verlags vo
In tiefſter Trauer:
vom Setzling bis zum Teetiſch” erſchienen und wird von
11—4 und Sonntags von 10—4 Uhr
der Herausgeberin, der Tee=Importfirma Ed. Meßmer
Familie Helfert,
(Zentrale Frankfurt a. M.), auf Wunſch gerne koſtenlos
Deuk und Verlagt z. g. Pilichſe Hoſbuſtlchnte,
Familie Kieter,
abgegeben.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Jacob Raiss.
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
Die freie Vereinigung für ſtaatswiſſenſchaftliche
Fort=
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
Darmſtadt, den 17. Oktober 1913.
bildung in Wien beſuchte während ihrer Anweſenheit in
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
Dresden auch den Fabrikbau der Firma: Orientaliſche
Ta=
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 19. Okt.,
bak= und Cigaretten=Fabrik „Yenidze”, Weißeritzſtraße,
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhauſe Sand=
und nahm mit großem Intereſſe Kenntnis von den vom
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
bergſtraße 49 aus, ſtatt.
Erbauer und alleinigen Inhaber, Herrn Kommerzienrat
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
Hugo Zietz getroffenen Einrichtungen hinſichtlich
Fabrik=
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
hygiene und Arbeiterwohlfahrt.
zurückgeſandt.
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Weil es zum Braten, Backen, Kochen tatſächlich
keinen beſſeren Erſatz für Butter gibt. Kunerona
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Nummer 249.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 19. Oktober 1913.
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[ ← ][ ][ → ] Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 19. Oktober 1913.
Nummer 249.
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[ ← ][ ][ → ]
Nummer 249.
Bekanntmachung,
die Veranſtaltung von Chriſtbeſcherungen für Arme, beſonders
für arme Kinder betreffend.
Wie in verfloſſenen Jahren, richten wir auch in dieſem Jahre,
um eine möglichſt gleichmäßige Berückſichtigung aller Bedürftigen
verbeizuführen, an die Vorſtände der Vereine, Schulen und
Korpo=
ationen, ſowie an alle Privatperſonen, welche im laufenden Jahre
hine Weihnachtsbeſcherung für Arme, beſonders für arme Kinder,
zu veranſtalten gedenken, das ergebenſte Erſuchen, die Liſten der von
Inen Vorgemerkten mit möglichſt genauen Angaben der Wohnungen
erſelben bei uns möglichſt frühzeitig einreichen zu wollen.
Wir werden dann die Liſten mit einer Auskunft darüber
ver=
ſehen laſſen, welche der darin vorgeſehenen Perſonen noch anderweit
emr Weihnachtsbeſcherung in Ausſicht genommen ſind.
Den die Weihnachtsbeſcherung veranſtaltenden Vereinen,
Pri=
vaten u. ſ. w. bleibt es dann überlaſſen, hinſichtlich der mehrfach
rr Berückſichtigung bei der Beſcherung in Ausſicht Genommenen
mit den anderen in Betracht kommenden Veranſtaltungen ins
Be=
nehmen zu treten und je nach Befund die ſich empfehlenden
Ab=
ſrriche vorzunehmen.
Darmſtadt, den 11. Oktober 1913.
Städtiſches Armen= und Fürſorgeamt.
(gez.) Krapp.
Früheres Eiſenbahngelände Darmſtadt.
Durch die Verlegung des Bahnhofs Darmſtadt ſind größere
Geländeflächen der alten Main=Neckar=Bahn, der Odenwaldbahn und
der Bahn nach Aſchaffenburg frei geworden. Nach Abſchluß der
QLufräumungsarbeiten auf einem größeren Teil dieſes Gebiets, —
na=
naentlich auf dem Bahnkörper der früheren Main=Neckar=Eiſenbahn
ſüdlich der Rheinſtraße — ſoll über das Gelände nunmehr anderweit
verfügt werden. Ein Teil des Geländes kann
zu Bauzwecken
veräußert werden. Auch zur Anlage von
Gärten, Lagerplätzen, Spielplätzen
und zu anderen Zwecken können Geländeflächen verkäuflich oder
raachtweiſe abgegeben werden.
Wir fordern alle Intereſſen auf, uns etwa beſtehende Wünſche
reegen Erwerbs oder Pachtung von Gelände ſchriftlich oder (
wäh=
rund unſerer Dienſtſtunden 8½ bis 12 Uhr und 2½ bis 6 Uhr)
mründlich mitzuteilen. Damit hervortretende Bedürfniſſe bei der
Ge=
ſrmteinteilung des Geländes möglichſt berückſichtigt werden können,
ut es erwünſcht, daß uns nähere Angaben noch im Laufe des Mo= Feih. Rofwelnri. 95 ₰
(21871a
mats Oktober zugehen.
Darmſtadt, den 10. Oktober 1913.
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Bekanntmachung.
Das Hebregiſter über die für das Rechnungsjahr 1913 zur
Er=
hiebung kommenden iſrael. Gemeindeſteuern liegt vom 20. d. Mts. ab
alht Tage lang zur Einſicht der Intereſſenten auf unſerem
Gemeinde=
zummer, Friedrichſtraße 2, während der Amtsſtunden vormittags von
9—12 Uhr offen.
Beſchwerden gegen die in dem Regiſter enthaltenen Anſätze ſinb
bunnen der erſten 4 Wochen nach Ablauf der Offenlegungsfriſt ent=
Lieder ſchriftlich oder mündlich zu Protokoll bei Großh. Kreisamt Rlllil kleine Flasche 85 ₰
Darmſtadt vorzubringen. Später vorgebrachte Beſchwerden können
keine Berückſichtigung finden.
(21866
Darmſtadt, den 19. Oktober 1913.
Der Vorſtand der iſraelitiſchen Religionsgemeinde.
Bekanntmachung.
Die Rechnung der ifraelitiſchen Religionsgemeinde
Darm=
tiadt für die Zeit vom 1. April 1912 bis 31. März 1913 liegt vom
N. ds. Mts. ab acht Tage lang auf unſerem Gemeindezimmer,
Friedrichſtraße 2, während der Amtsſtunden vormittags von 9 bis
1.. Uhr zur Einſicht offen.
Etwaige Einwendungen ſind innerhalb der Offenlegungsfriſt
ſchhriftlich bei dem unterzeichneten Vorſtande einzureichen.
Darmſtadt, den 19. Oktober 1913.
Der Vorſtand der iſraelitiſchen Religionsgemeinde.
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iſt die unterzeichnete Geſellſchaft ſchon jetzt, ohne
unvor=
ſichtig zu ſchätzen, in der Lage, die wahrſcheinlichen
künftigen Zuſatzdividenden zu durchſchnittlich 25% der
Verſicherungsſumme, d. i. Mark 250 für je Mark 10000
Verſicherungsſumme, ſtatt wie bisher zu 15%0 (Mark 150)
und dementſprechend den überrechnungsmäßigen Teil der
Schlußdividende für jedes ſeit der letzten
Zuſatzdividenden=
ausſchüttung verfloſſene Jahr zu 5% der
Verſicherungs=
ſumme, d. i. Mark 50 für je Mark 10000
Verſicherungs=
ſumme, ſtatt wie bisher zu 3% (Mark 30) anzunehmen.
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Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 19. Oktober 1913.
Seite 11.
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gende Einträge vollzogen:
Auch in dieſem Jahre ſollen wieder beſondere Kurſe eingerichtet
1. Hinſichtlich der Firma:
werden, in welchen Frauen und erwachſene Mädchen unentgeltlich
E. Merck, Darmſtadt.
die Zubereitung der verſchiedenſten Fiſchgerichte erlernen können.
Dr. Louis Merck iſt aus
Die Kurſe werden abgehalten in den Küchen der
hauswirt=
der Geſellſchaft ausge=ſchaftlichen Fortbildungsſchule in der Rundeturm=,
Lagerhaus=
ſchieden.
und Hermannſtraße. Jeder Kurſus wird 4 Uebungsabende zu je
Gleichzeitig iſt Dr. Carl3 Stunden umfaſſen, die je nach Wahl in die Zeit von 3—6 Uhr
Merck, Fabrikant in Darm=nachmittags oder 7—10 Uhr abends verlegt werden können.
ſtadt, in die Geſellſchaft als
Die hergeſtellten Gerichte werden jedesmal am Schluſſe des
perſönlich haftender Geſell=Unterrichts von den Teilnehmerinnen in gemeinſamer Mahlzeit verzehrt.
ſchafter eingetreten.
Alle, die ſich an den Kurſen beteiligen wollen, werden er=
2. Hinſichtlich der Firma:
ſucht, ſich Freitag, d. 24. Oktober zwiſchen 4—5 Uhr nachmittags
H. Hohmann, Darmſtadt. oder 7—8 Uhr abends in der Küche der Abteilung I der haus=
Hans Radke, Diplom=wirtſchaftlichen Fortbildungsſchule, Rundeturmſtraße 11, bei
Ingenieur in Darmſtadt,dem Leiter der Anſtalt anzumelden.
iſt zum Prokuriſten be
Bei der Anmeldung iſt eine Einſchreibgebühr von 10 Pfg.
ſtellt.
(21863 zu entrichten, welche dazu dienen ſoll, die Koſten der ſpäteren Benach=
Darmſtadt, 17. Oktober 1913.
richtigung der Teilnehmerinnen über Kurſusanfang pp. zu decken.
(21377a Großh. Amtsgericht Darmſtadt I. Weitere Koſten erwachſen nicht.
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Darmſtadt, den 17. Oktober 1913.
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Seite 14.
Nummer 249.
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wird der Auſtria=Preis gelaufen, doch verliert das meringplatz 5. 4. 12. 12. G. 38016. 37e. 266 834. Ver=
Der Sport des Sonntags.
100000 Kronen=Rennen dadurch an Intereſſe, daß diesmal fahren zum gerüſtloſen Aufbau von Schalungen. Emil
Sr. Die großen Flachrennſtälle ſind jetzt nach dem er= keines unſerer Pferde nach der Donau gegangen iſt. Der Melzer, Oſthofen Rheinheſſen. 8. 2. 12. M. 46 996. 80 u.
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wieder in ihr altes Heim zurückgekehrt, um dort die letz= tretern Eva, der vorjährigen Gewinnerin des Auſtria= doch nicht drehbarem Stempel und drehharem
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ten Gelegenheiten zur Vergrößerung ihres Gewinnkontos Preiſes, Good Morning und Blondel die Situation. In zuführungstrichter. Konrad Köchling Mainz a. Rh.,
Bahn=
wahrzunehmen. Die Grunewaldbahn beſchließt am Paris wird der Prir duCedre ein mit 40000 hofſtraße 3. 1. 12. 12. K. 53 287. — Gebrauchsmuſter=
Sonntag bereits ihre Saiſon, dann folgen noch zwei Tage Francs ausgeſtattetes Rennen für Dreijährige entſchieden Erteilungen: 21f 571248. Waſſerdicht eingekapſelie
in Hoppegarten und der Flachrennſport hat für dieſes und der Prix de la Foret im Alerte von 30000 Francs, Iſolierſtoff=Faſſung mit umgekehrt eingeſtelltem Einfach=
Jahr ſein Ende erreicht. Der Kehraustag auf der Grune= der über die Diſtanz von 1600 Meter die zweijährigen Reflektor und Waſſerableitung. Adolf Schuch. Worms,
13. 9 13. Sch. 49 739. 28 b. 571359. Rahmen zum Aufs
waldbahn beingt als Hauptnummer das Oppenheim= Pferde mit den Dreijährigen zuſammenführt.
Memorial, eine mit 30000 Mark ausgeſtattete 1200
Im Radrennſport ſind nur noch die Rennen zu ſpannen von Häuten u. dal. Fa. S Kiefer, Worms,
Meter=Prüfung für zweijährige und ältere Pferde. Wie Magdeburg und Halle a. S., zu verzeichnen. In 15. 3. 13. K. 57 268. 33b. 571 297. Damentaſchenbügel mit
in allen größeren Ereigniſſen dieſes Herbſtes handelt es Magdeburg ſollen nunmehr die urſprünglich vom Verband einſeitiger Klappe, deren Enden ſcharnierartig ſich in einem
ſich nur um einen Zweikampf der Ställe Oppenheim und Deutſcher Radrennbahnen verbotenen, nachträglich aber Strab drehen, und welche nach oben aufklappbar iſt. Klei
Weinberg. Herren A. und C. Weinbergs Orelio, der die genehmigten Rennen des Deutſchen Rennfahrer=Verbandes u. Co., Offenbach a. M. 19. 8. 13. K. 59 459. 33 b. 571567.
ſchnelle Fabella mit auf den Weg erhält vermochte Ariel por ſich gehen, an denen die beſten deutſchen Fahrer wie Ausweiskarten=Mappe für Chauffeure. Fr. Heſſe
im Preis des Winterfavoriten allerdings mit großer Rütt, Peter, Lorenz. Demke, Schipke ꝛc. teilnehmen. In Darmſtadt. Dieburgerſtr. 249. 11 9. 13. H. 62068a
Ueberlegenheit abzufertigen. Damals aber hatte Ariel Paris beſchließt die Prinzenparkbahn ihre Sai= 34i. 571825. Führung für Tafeln, insbeſondere für
Schul=
eine vierzehntägige Arbeitsunterbrechung hinter ſich. ſon. — In Italien gelangt von Mailand aus die be= wandtafeln. Hermann Rauch jr., Worms a. Rh. Käm=
Nunmehr dürfte er in Kondition wieder weit genug ſein, kannte Straßenfernfahrt „Rund durch die Lombar= mererſtr. 10. 19. 9. 13. R. 37139. 341. 571826. Fuß für
um den Spieß umzukehren und das nach dem verſtorbenen dei” zum Austrag, für die auch drei der beſten deutſchen Geſtelle u. dgl., insbeſondere für Kartenſtänder. Hermann
Freiherrn Eduard v. Oppenheim benannte Rennen für Straßenfahrer, Aberger, f Bauer und Düwel gemeldet Rauch jr., Worms a. Rh., Kämmererſtr. 10. 19. 9 8
deſſen Sohn heimzuführen. Die übrigen Bewerber Ter=haben, doch wird es den Berlinern ſchwer werden bei R. 37140. 341. 571832. Zweiteiliger Kochtopf. Elſe
minus Ruffle, Noteleß und Sybille vermögen bei aller ihrer geringen Vertrautheit mit den dortigen Verhältniſſen Autencieth, geb. Rompel Offenbach a. M., Kaiſerſtr.8
Nützlichkeit und Gewichtsbegünſtigung mit den drei Haupt= gegen die Elite der italieniſchen und franzöſiſchen Straßen= 20. 9. 13. A. 21 437. 37d. 571 029. Glasfaſſung für Schälle
kandidaten Ariel, Orelio= und Fabella nicht in einem Atem fahrer aufzukommen — In Berlin findet der alljähr= fenſter u. dgl. Arthur Gräfe, Gießen. 16. 9. 13. G. 34 mk.
genannt zu werden. In dem ſtark beſetzten Preis von liche Propaganda=Herbſt=Waldlauf in den 37d. 571030. Glasfaſſung für Schaufenſter u. dgl. Arthur
Lieſer, einem 2200 Meter=Handikap für Dreijäheige, ragen
Gräfe Gießen. 16. 9. 13. G. 34 408. 47 g. 571 400.
Müggel=Bergen ſtatt, und in Leipzig wird das
Auſterlitz, der durch Sternum, ſowie Simſon vertretene deutſch=gkademiſche Olympia mit den leichtathletiſchen peltes Anſchluß=Heizventil zum Vorheizen von Perſonen
Stall Buggenhagen und Macte hervor. In den übrigen Konkurrenzen beendet. — In Stuttgart gelangt der zügen. Albert Stoll, Gießen. 10. 9. 13. St. 18 304. 56
Rennen iſt auf die Chancen von Mephiſto, Triſtan, Genua alljährlich ſtattfindende Rugby=Fußball=Kampf zwiſchen 571755. Kummethaken, welchen man zur Regulierung
und Aſtarte hinzuweiſen. Die verſchiedenen Meetings im Nord= und Süddeutſchland zum Austrag. Im Fußball= Zuges am Kummet verſtellen kann. Karl Philipp Reuſch
Reiche ſind faſt ausſchließlich dem Hindernis=Sport ge= ſport nehmen allerorts die Meiſterſchaftskämpfe ihren ling Heuchelheim b. Gießen. 19. 9. 13. R. 37125.6
widmet. Die anläßlich der Einweihung des Völkerſchlacht= Fortgang.
571 695. Faßtürverſchluß mit nicht durchbrochener Rüch=
Denkmals in Leipzig veranſtalteten Rennen tragen
wand. Jakob Finkenauer, Mainz, Walpodenſtraße
durchweg hiſtoriſche Ramen Die Hauptkonkurenz bildet
26. 7. 13. F. 29 956. 71 b. 571860. Schnürſtiefel mit
natürlich das Völlerſchlacht=Denkmal=Rennen, eine über
beiden Seiten angeordneten Gummizügen. Philil
Handel und Verkehr.
4600 Meter führende Steeple=Chaſe im Werte von 10 000
Ensling, Darmſtadt, Lautenſchlägerſtr. 5½. 6.9
Mark Der am Donnerstag auf der Grunewaldbahn gut
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gelaufene Pois de Senteur ſolle gegen Carly Eloſing ge=Herszberg u. Co., Patent= und Ingenienr=Bureau,
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winnen.
ſtadt. Rheinſtr. 19.) 21d. Sch. 42478. Vorrichtung zur
Stimmen aus dem Publikum.
Im Mittelpunkt der Kölner Schlußrennen ſteht das Regelung der Stromſpannung magnet=elektriſcher Licht=
Nordpol=Jagd=Rennen auf deſſen 10 000 Mark=maſchinen wechſelnder Drehzahl. Fa. P. Schleſinger, Offen= (Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueber
ift übernimmt die Redaktiel
ſchrif.
ſeinerlei Verantwortung: für ſie bleibt au
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Preis Senſible Symons, Princeſſe des Urſins und Elk die bach a. M. 28. 11. 12. 21e. P. 29884. Vorrichtung zum
Preſtgeſetzes in volm Unſange der Einſender verane 3. u 30f. 2
meiſte Anwartſchaft beſitzen. Weitere Rennen finden in Nachweis von Ueberſpannungen. Dr.=Ing. W. Peter=
An die Adreſſe des Odenwaldklubs.
Ludwigsluſt, Poſen, Schwelm, Saar=ſen, Darmſtadt Moſerſtr. 2. 26. 11. 12. 12 o. M.
brücken Stuttgart=Weil und Tilſit ſtatt. Am Verfahren zur Darſtellung von N=Alkyl=Acyl=Homopipe=
Von verſchiedener Seite wird darüber Klage geführ
Montag lädt wieder Karlshorſt zu Gaſte. Das Haupt= ronylaminen. Fa. E Merck, Darmſtadt. 25. 3. 12. daß die weiße Markierung nach Groß=Zimmern an eine
ereignis die Fünfhundert Kronen bringt eine Art 12o, M 49948 Vecfahren zur Darſtellung von N.=Alkyl=kritiſchen Stelle verſage. Eine kleine Geſellſchaft erreich
Neuauflage des Großen Preiſes von Karlshorſt, denn Homopiperonylaminen. Fa. E. Merck, Darmſtadt. dadurch erſt nach 4½ſtündiger Wanderung ihr Ziel, wähl
von deſſen Bewerbern treffen ſich mit Ausnahme der Fran= 53. 12. 12. 36a. W. 42 008 Herdplatte mit veränderlicher rend eine andere es für geratener hielt, wieder Kehrt
zoſen wiederum The General Coram populo, Litle Ben Weite für die Herdplattenöfnungen. Joſeph Weſtenbur=machen. Noch mangelhaſter ſoll die Markierung Speielt
und Vorwärts II. Allerdings haben ſich die Gewichtsver= ger, Mainz, Förſterſtr. 39. 11. 4. 13. 49 a. O. 20 567. Trag=Hügelſchneiſe=Dreieichenhain ſein. Der Odenwaldliu
hältniſſe ganz weſentlich verſchoben, da das über 5000 Me= oder fahrbare durch Motor angetriebene Univerſal=Radial= würde ſich den Dank vieler Wanderer verdienen, wenn
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Nummer 249.
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Nummer 249.
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Heute Kaffee-Konzert von 4—7 Uhr.
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Das Stück ſpielt teils in und um
„
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Aus Anlaß der Jahrhundertfeier findet am Sonntag, den theatermaler Kurt Kempin u.
Ma=
rnn
19. Oktober 1913, im Saale
ſchineriedirektor. E Schwerdtfeger.
Udehwaldklab, Urtgrußpe Darmstaut.
Nach dem 2. Akte längere Pauſe
Mrcte
Grosses Konzert
Zu dieſer Vorſtellung findet
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Mittwoch, den 22. Oktober 1913, abends Regiments, ſtatt, wozu ich hierdurch nochmals ganz beſonders und Anfang 2 Uhr. — Ende 5 Uh
8½ Uhr (pünktlich):
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(21912
Hochachtungsvoll
im Gartensaal des städtischen Saalbaus
Sonntag, den 19. Okt. 1913,
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Nummer 249.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 19. Oktober 1913.
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Frau Melodie.
ſeine Muſik und er konnten ſich in einer Ecke desſelben koſtet uns fürchterlich Geld!
Roman von Carl Conte Scapinelli.
Mach’ das gefälligſt mit dem aus, der es angeſtellt hat!
eine Pauſe gönnen.
(Na-rhe
Herr Kapellmeiſter, — bite, weißt, das mache ich mit
Da trat auch Seffreck auf ihn zu. Servus, man ſieht
b nwillkürlich fiel ihm auch ein, daß er das alles auch Dich ja aber faſt gar nicht mehr. Was treibſt denn? fragte dem aus, der mir dafür verantwortlich iſt. Ich halte mich
hm1 Irma zeigen mußte, jenes Wien, das am Sonn= er Rittner in ſeinem etwas ungariſch klingenden Dialekt. an meine Vorſchriften!
ann meiſten Freude an Wiener Tanz und Wiener Wei=
Ich bin halt fleißig!
Sehr wohl, Herr Hauptmann! ſekundierte Rittner
ſiehat. Irgendſo etwas, irgendeine ſolche Note mußte
Mit den Weibern?
pikiert. Er mußte alle Kraft zuſammennehmen, um jetzt
A verſtärkt in ſeine Operette hinein, dem jungen
Libret=
nicht loszulegen, um nicht ſofort Seffreck wegen Hanſi zu
Nein, beim Komponieren! ſagte Rittner ſcharf.
Azu Ehren, aber der würde auch nichts dagegen haben,
No, no, daß Du Dich nur nicht überanſtrengſt! Apro= ſtellen. Aber rechtzeitig fiel ihm ſein Verſprechen Hanſi
fnrn er einfach den ganzen zweiten Akt nach Wien ver= vos, was ich ſagen wollte, was machen wir mit dem Gett= gegenüber ein und er ſchluckte den Aerger hinunter, was
Nach dem erſten Akt, wo das Irrlichtlein durch die linger, der Kerl muß doch zum Gefreiten vorgeſchlagen brauchte er ſich um das alles zu kümmern.
eines Menſchen zum richtigen, wirklichen Fräulein werden, daß ihn das Spiel mehr freut!
Seffreck merkte die innere Erregung Rittners. Darum
onden war, nahm ſie eben der Graf als Geliebte nach
Ja, ja, meinetwegen. Er iſt ein tüchtiger Muſiker, ſagte er: Alsdann nichts für ungut, Tondichter. Aber ich
amit. So konnte alles nach hier verlegt werden, ſelbſt
und wenn er auch noch nicht lange bei mir iſt, ſo verdient muß im Dienſte dienſtlich ſein, verſtehſt, und komm’ bald
ſtaizte ungariſche Baron, ein Original, kommt dann, da
er die Auszeichnung. Der Oberſt hat geſtern ſein Solo ins Kaſino. Außer Dienſt bin ich ein prächtiger,
gemüt=
e: Grafen vergebens erwartet, mit ſeiner Tochter im
licher Kerl!
gehört und wünſcht es!
in Akt nach Wien. Er wollte gleich an den jungen
Ich weiß! ſagte Rittner gedehnt, ich kenn' Dich ja
Gut, werd’s beim Rapport melden! ſagte Seffreck und
ekiſten ſchreiben, ſobald er nach Hauſe kam; der würde
llldger einwilligen, da er das alles ſelber ausdenken fuhr fort: Apropos, lieber Freund, der Horack meldet mir, außerdienſtlich, fügte er bei, und es ſchien, als ob Seffreck
daß die eine große Trommel ſchon wieder durchgeſchlagen dieſe Aeußerung eher ironiſch als wörtlich nähme.
Leibet.
Er ſalutierte und ging zu den Truppen zurück, und
Die waren weiter hinausmarſchiert, als ihnen plötz= iſt! Machen das Deine neuen Kompoſitionen, oder der
leim Auto entgegenkam. Erſt da es vorüber war und Richard Strauß, oder Wagner ſeine, oder macht das der nahm ſich vor, dieſen ungebildeten Kapellmeiſter ein wenig
zu „zwiefeln”, ihm militäriſche Diſziplin beizubringen.
Kerl von der Trommel ſelber, der Hund!
ſiß jemand angelegentlich nachwinkte, erkannte er, daß
Ich glaube, ſie iſt vom Ponywagen gefallen?
Aber der, der dachte ſchon wieder ſtatt an das Loch in
ſelEchüx Bergauer geweſen war, der in Hietzing eine Villa
ſhe uund zur Stadt fuhr.
Aber da ſoll der Kerl acht geben. Du weißt, das der großen Trommel — an ſeine Operette, und an Irma.
Seite 19.
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Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 19. Oktober 1913.
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Raßt ſe ſt heſteiten nd hardurh nich und nehe
5 apint.
Eint abt acht daß dir die Mier nich die dus
Ein paar Tage ſpäter zog jemand heftig an der Woh= Beſuche plötzlich viel Störung, die gute Witwe Grünpichl. auskratzt! meinte Max.
Grünpichl? fragte Theodor Erlinger erſtaunt. Hat
Theodor Erlinger trat in die Küche — zum Glück wal
nungsglocke der Frau Grünpichl. Linerl ſaß gerade neben
die Mutter Grünpichl allein.
der Mutter in der Küche und trank ihren Nachmittags= die nicht eine Tochter beim Karltheater?
Sie entſchuldigen, wenn ich Sie um ein Glas Waſſer
Wie der alle Theaternamen kennt, meinte Max
Er=
kaffee, und Frau Grünpichl hatte ſich erhoben, um zu
öff=
bitte!
nen. Iſt der Herr Kapellmeiſter zu ſprechen, fragte eine linger. Was ſagſt Du dazu?
Die Witwe Grünpichl ſah ihn groß an. Das ſchien
Ein Stiller iſt der Theodor immer geweſen, ein ſtiller
Stimme, und eine zweite fügte hinzu: Sagen’s nur, die
See! Alſo, nun wollen wir aber alle drei darauf ein gutes ja ein ganz gefährlicher Menſch zu ſein, der, um ihre Toch=
Brüder Erlinger ſeien dal
Frau Grünpichl blieb einen Augenblick wie verſteinert Glas Kognak trinken und ein paar Zigarren rauchen! rief ter zu ſehen, ſolche Sachen machte.
Ich höre gerade vom Kapellmeiſter, daß Ihre Tochter
Rittner und holte vom Schrank ſein Schnapsſervice.
ſtehen.
Ich danke, ich trinke keinen Alkohol! ſagte der ernſte, Linerl dieſelbe iſt, die ich ſchon öfters im Karltheater zu
Den Kapellmeiſter wollen wir doch ſprechen! Ja, ja,
bewundern Gelegenheit hatte!
große, hagere Theodor.
natürlich, melden Sie uns nur!
Ja, und der Sie Blumen geſchenkt haben! rief die
Das iſt ſeine neueſte Walze, verſtehſt? Seit er beim
Drinnen war Linerl aufſchreiend in ihr Kabinett
letzten Rauſch fand, daß er ein ſchlechter Menſch ſei. Er Witwe faſt erboſt.
entflohen. So was, jetzt kommen die Erlinger ſchon in
Aber Theodor Erlinger, der elegante, fein gepflegte
will auch demnächſt heiraten, verſtehſt, aus Prinzip, unſer
ihre Wohnung.
Die alte Frau klopfte feſt an Rittners Tür. Zwei Luderleben gefällt ihm nicht mehr. Nur weiß er noch Erlinger war ein Mann von Welt und erwiderte gelaſſen:
Hab’ ich damit vielleicht etwas Unrechtes getan? Das
nicht, wen er glücklich machen ſoll! meinte Max.
Herren ſind draußen. Erlinger ſchreiben ſie ſich. Soll ich
Ich bitte, ich will niemanden glücklich machen, ich ſelbſt würde mich ſehr kränken, denn meine Abſicht war nur,
ſie herein laſſen?
Ihrem Fräulein Tochter meine ergebenſte Verehrung und
will ruhig und anſtändig und glücklich werden.
Ja, natürlich. Sie ſtören mich nicht. Nur herein!
Na, jetzt kennſt Du die guten Vorſätze des Egoiſten! Bewunderung auszudrücken.
Rittner ging ihnen beiden entgegen, zog ſie in ſein
Das hoffe ich auch! ſagte Frau Grünpichl ſehr gnädig.
Die beiden Brüder, die wie ſelten zwei Geſchwiſter
Empfangs= und Arbeitszimmer. Das freut mich aber, aneinander hingen und trotz der verſchiedenen Tempera=
Iſt Ihr Fräulein Tochter nicht zu Hauſe? Ich hätte
daß Ihr Euch auch einmal bei mir ſehen laßt!
mente die Unzertrennlichen oder die ſiameſiſchen Zwil= ihr gern in Ihrer Gegenwart dieſe Verſicherung gegeben!
Weißt, Joſef, wir wären ſchon längſt gekommen, aber linge hießen, lagen nämlich eigentlich beſtändig im Wort=
Linerl, zier Dich halt nicht aſo — geh eina, der eine
wenn man halt bis drei ſeine Amtsſtunden hat und dann ſtreit, und obwohl der jüngere, feſchere Max ſtets der An= Herr Erlinger möchte Dir guten Tag ſagen!
erſt heim zum Eſſen geht, da iſt der Tag eigentlich ſchon greifer war, ſo war er auch immer wieder der, der allen
Ich kann nicht, ich zieh mich gerad’ um! klang es durch
fort!
die Tür.
Wünſchen des eigenſinnigen Theodor nachgab.
Wie geht’s denn Eurer Mutter; ſelbſtverſtändlich
Sie macht ſich ſchön! ſagte die Mutter ein wenig
Nein, wirklich, Joſef, ich nehme keinen Schnaps. Ich
komme ich ja auch bald zu Euch. Ich bin nur furchtbar trinke lieber ein Glas Waſſer!
gerührt.
angehängt, hab’ viel Arbeit!
Und hat’s gar nicht mehr nötig! Herr Erlinger hatte
Waſſer? rief Joſef. Nein, die Verantwortung kann
Wir ſtören Dich doch nicht, in irgend einer Kom= ich nicht auf mich nehmen. Das mußt Du Dir ſchon ſelber ſich einſtweilen auf einem Küchenſtuhl niedergelaſſen und
poſition!
in der Küche holen. Vielleicht trifft Du dabei die junge hielt ſein Glas Waſſer krampfhaft in der Hand.
Nein, nein, es iſt mir ſehr recht, daß Ihr gekom= Grünpichl und ſchauſt nach, ob es die richtige iſt!
Trinken’s doch, Herr Erlinger!
men ſeid!
Ich danke! Und er machte gezwungen noch einen herz=
Einen Augenblick überlegte Theodor Erlinger, ob er
Wir dachten nur, wir ſtörten, weil Deine Zimmerfrau ſich in die Küche wagen ſollte, aber dann ſagte er ſofort: haften Schluck aus dem Glaſe.
komiſch warl
Alſo, ich hol’ mir mein Waſſer ſelber!
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 249.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 19. Oktober 1913.
Der uister
des hohe
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C der Haison
der
ME SIIIIME SEMNEF HERRN
Herbst- u. Winter-Saison
Puppchen ist tot,
sind eingetroffen.
Tangoprinzessin lebt.
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6,95 Reichebank . . 135,70 zu, Mainz . . . . . . ..
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2
Seite 21.
LI
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Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 19. Oktober 1913.
Nummer 215.
ränken. Daß der Trunſüchtige für dieſe Forderung zu. fnichſt die Unterbringung in einer Trinkerhelanſtaſt in
nächſt wenig Verſtändnis hat, kann nicht wundernehmen, Betracht, die jedoch trotz aller Bemühungen der Füſorge=
Kormamint-Tabletten
auffallend aber iſt, daß hier auch in zahlreichen Fällen die ſtellen nur allzu oft an der Koſtenfrage ſcheitert. Ein
vernichten die Bakterien in Mund
und Rachen und gewähren
Ehefrauen der Trinker verſagen und ſich nicht davon über= großes Verdienſt haben ſich hier die
Landesverſicherungs=
zeugen laſſen wollen, daß der Alkoholgenuß bis auf den anſtalten erworben, die zum größten Teil in wahrhaft
Schutz vor Ansteckung
letzten Tropfen aufgegeben werden muß, wenn ein dauern= großzügiger Weiſe für trunkſüchtige Verſicherte Kuren in
der Erfolg bei dem Trinker erreicht werden ſoll. GeradeTrinkerheilanſtalten übernehmen. Es wäre dringend zu
bei unſeren Arbeiterfrauen iſt vielfach der Glaube feſige= wünſchen, daß die Krankenkaſſen bald dieſem Vorbild folg=
Mir ir ate
wurzelt, daß der Mann bei ſeiner ſchweren körperlichen ten, nachdem ihnen vom 1. Januar 1914 ab mit dem In=
Arbeit den Alkohol nötig habe, um leiſtungsfähig zu blei= krafttreten der neuen Beſtimmungen über die
Krankenver=
der orgauiſierten Trinkerfürſorge.
ben, und dieſer Glaube bedeutet ein ſchweres Hemmnis ſicherung die Möglichkeit dazu geboten iſt (vgl. § 363
Mitgeteilt von der Beratungsſtelle für Alkoholkranke zu für die Trinkerfürſorgearbeit. Denn um den Mann für Reichsverſicherungsordnung). In den Fällen, in denen
die Abſtinenz zu gewinnen, muß die Frau mit der Ent=jede gütliche Einwirkung auf den Trinker ſich als nublos
Darmſtadt. 3)
Die Deutſche Zentrale für Jugendfürſorge hat bei haltſamkeit vorangehen und ihm mit allen übrigen Fa=erweiſt, und auch die ärztliche Behandlung keinen Erfolg
ihrer letzten Tagung, die vor kurzem in Darmſtadt abgehal= miliengliedern darin Beiſpiel und Stütze ſein. Es wäre verſpricht oder abgelehnt wird, läßt es ſich nicht
vermei=
ten wurde, an erſter Stelle das Thema behandelt: „Schutz um manche Familie beſſer beſtellt, wenn ſchon in den den, daß die Trinkerfürſorgeſtellen auf Grund geſetzlicher
der Familie gegen den trunkſüchtigen Familienvater.” Wer Schulen eindringlicher dargelegt würde, daß nach dem Beſtimmungen gegen den Trinker vorgehen, um eine
Beſſe=
den Ausführungen der beiden ſachkundigen Berichterſtatter jetzigen Stand der Wiſſenſchaft der Alkohol nicht als Nah= rung der Verhältniſſe, zum mindeſten Schutzmaßnahmen
aufmerkſam gefolgt iſt, hat ſich ſicherlich davon überzeugt rungsmittel, ſondern nur als Genußmittel gewertet wer=für die Familie, herbeizuführen. In Betracht kommen
daß hier ein ſehr ernſter, der Abhilfe dringend bedürftiger den kann. Durch beſſere Aufklärung über den wahren hier nach dem geltenden Recht namentlich Strafanzeigen
ſozialer Uebelſtand beleuchtet wurde, und daß die organi= Wert der geiſtigen Getränke könnte vielleicht auch eine nach § 361 Ziffer 5 und Ziffer 10 des
Reichsſtrafgeſetz=
ſierte Trinkerfürſorge vor eine ſehr wichtige Aufgabe ge= Breſche in die Trinkſitte gelegt werden, die ebenfalls der buches, ferner Anträge auf Entmündigung nach § 6
Ab=
ſtellt iſt. Gerade dieſer letzteren Erkenntnis wäre eineTrinkerfürforgearbeit große Schwierigkeiten bereitet. Denn ſatz 1 Ziffer 3 Bürgerlichen Geſetzbuches, auf
Zwangser=
weitere Verbreitung zu wünſchen, weil die Tätigkeit der dem Spott und dem Hohn der dem gewohnten Schoppen ziehung nach § 1666 Bürgerlichen Geſetzbuches und den
Trinkerfürſorgeſtellen noch nicht genügend gewürdigt wird, huldigenden Arbeitskameraden und Freunde gelingt es Heſſiſchen Geſetz vom 30. September 1899, auf Umwand=
und weil dieſe Fürſorgeſtellen nur dann mit Nachdruck nicht ſelten, ehemalige Trinker, die ſich unter dem Einfluß lung der Geldrenten in Sachleiſtungen nach dem §§ 120ff.
und dauerndem Erfolg arbeiten können, wenn ſie von der der Trinkerfürſorgeſtellen wochen= und monatelang ab= Reichsverſicherungsordnung,
Da ſich die Fürſorgeſtellen
Allgemeinheit ſowohl, wie von den zuſtändigen Behör=ſtinent gehalten hatten, ihren beſten Vorſätzen abſpenſtig in ſolchen Fällen in der Regel ſchon längere Zeit mit dem
zu machen und damit die ganze Familie wieder dem alten Trinker beſchäftigt und ihre Feſtſtellungen und
Erfahrun=
den einſichtsvoll unterſtützt werden.
Die Trinkerfürſorgeſtellen, wie ſie jetzt in über 200Elend preiszugeben. Wenn es trotzdem, wie die Tatſachen gen meiſt in geſonderten Akten niedergelegt haben. ſindſie
deutſchen Städten beſtehen, richten ihr Hauptbeſtreben dar= beweiſen, die Trinkerfürforgeſtellen zu Wege bringen, durch vielfach in der Lage, das Einſchreiten der Behörden
auf, die bei ihnen gemeldeten Trinker für die vollſtändige gütliche Beeinfluſſung einen nicht unerheblichen Prozent= erleichtern, ſo daß auf dieſe Weiſe die geltenden geſetzlichen=
Abſtinenz zu gewinnen, denn es iſt eine durch die Erfah= ſatz Trunkſüchtiger von ihrer Leidenſchaft zu befreien, ſo Vorſchriften mit mehr Erfolg angewendet und
intenſiter=
rung immer wieder beſtätigte Tatſache, daß Rettung aus iſt das nur dadurch zu erklären, daß ſich die Helfer der ausgenützt werden können.
den Feſſeln der Trunkſucht nur möglich iſt durch beding Trinkerfürſorgeſtellen ihrer Schutzbefohlenen mit uner=
Beſonders wertvoll hat ſich die Vor= und Mitarbeit
ungsloſe Enthaltſamkeit von jeder Art von geiſtigen Ge=müdlicher Geduld annehmen und ſich beſtreben, den der Trinkerfürſorgeſtellen bei der Handhabung der Be=
Trunkſüchtigen zum Anſchluß an einen Abſtinenzverein zu ſtimmungen über die Entmündigung wegen Trunkſucht ei=
*) Die Beratungsſtelle für Alkoholkranke in Darm=bewegen, wo er eine feſte Stütze gegen alle Verſuchungen wieſen. Die Entmündigung iſt nach den Erfahrungen
vieler Fürforgeſtellen da, wo ihre Vorausſetzungen
vol=
ſtadt, Wilhelminenſtraße 34 (Geſchäftsgebäude der Landes= findet.
In vielen Fällen bleibt natürlich die gütliche Beein= liegen, und alles andere verſagt hat ein hervorragends
verſicherungsanſtalt, Seitenbau links) erteilt
Intereſſen=
ten koſtenlos Rat und Auskunft. Sprechſtunden jeden fluſſung eines Trinkers erfolglos, und es müſſen ſtärkere Mittel derTrinkerrettung und Trinkerfürſorge; nur muß daß
Mittel angewendet werden. Als ſolches Mittel kommt zu=Entmündigungsverfahren richtig angewandt werden. Zu=
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Nummer 249.
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 19. Oktober 1913.
Seite 23.
mächſt darf man nicht den Ehefrauen oder ſonſigen nahen ( ſeiner Verhälnſearbeitel. Hat ſichder Trinker unter den fnach dieſer Richtung einige neue Beſtimnungen vorz es
WVerwandten des Trinkers überlaſſen, den Entmündigungs= ſteten Druck der behördlichen und privaten Einwirkungen iſt nur zu wünſchen, daß ſie bald Geſetzeskraft erhalten.
kantrag zu ſtellen, da dieſe Antragsberechtigten aus Furcht dauernd gebeſſert, ſo wird die vorläufige Vormundſchaft
Ein ſehr wichtiger Punkt wird jedoch auch jetzt noch
wor dem Trinker von ihrem Recht meiſt keinen Gebrauch aufgehoben, andernfalls erfolgt die endgültige Entmün= von den maßgebenden Stellen nicht hinreichend gewürdigt,
umachen oder den Antrag vorzeitig zurücknehmen. Viele digung. Dieſes Verfahren hat ſich in verſchiedenen deut= und das iſt die Gewährung eines beſſeren Rechtsſchutzes
Trinkerfürſorgeſtellen legen deshalb in den geeigneten ſchen Städten, wo ſich die richtigen Perſönlichkeiten für für die Frauen und Kinder der Trinker. Wer praktiſch in
Fällen den Ortsarmenverbänden nahe, den Entmündi= ſeine Handhabung fanden, ſehr bewährt; ſeine Anwen= der Trinkerfürſorge arbeitet, dem krampft ſich das Herz
gungsantrag zu ſtellen, da in einer Reihe von deutſchen dung kann den Armenverwaltungen ſchon aus Gründen zuſammen, wenn er immer wieder mit anſehen muß,
(Bundesſtaaten (auch in Heſſen), die Ortsarmenverbände der vorbeugenden Armenpflege angelegentlich empfohlen welche Roheiten ſich ein Trinker gegenüber Frau und Kind
landesgeſetzlich mit dieſem Antragsrecht ausgeſtattet ſind. werden.
erlauben darf, ohne daß von Rechtswegen dagegen ein=
Iſt der Entmündigungsantrag geſtellt und das Verfahren
Dieſes Beiſpiel zeigt, wie durch das verſtändnisvolle geſchritten werden kann. Beſonders die Entziehung der
ingeleitet, ſo wird nicht in erſter Linie darauf hinge= Zuſammenarbeiten der Behörden mit den Trinkerfürſorge= elterlichen Erziehungsrechte kommt nach der gegenwärtigen
rarbeitet, alsbald die dauernde Entmündigung zu erreichen, ſtellen aus den vorhandenen geſetzlichen Beſtimmungen Rechtsübung meiſt viel zu ſpät, und in zahlreichen Fällen
ſondern es wird nach § 1906 des Bürgerlichen Geſetzbuches viel mehr herausgeholt werden kann, als dies bisher viel= vermag keine öffentliche Erziehung (Zwangserziehung)
Die vorläufige Vormundſchaft angeordnet und dann das leicht den Anſchein hatte. Trotzdem erweiſen ſich nach den wieder gut zu machen, was der trunkſüchtige Vater an dem
Werfahren ausgeſetzt. Zum vorläufigen Vormund aberErfahrungen der praktiſchen Trinkerfürſorge die beſtehen= Kinde bereits geſündigt hat. Hierin muß Wandel
ge=
rvird möglichſt der abſtinente Trinkerfürſorger oder eine den Geſetzesvorſchriften zur Bekämpfung der Trunkſucht ſchaffen werden, und vor allem die Trinkerfürſorgeſtellen
onſt geeignete abſtinente Perſönlichkeit beſtellt, die nun im und ihrer Folgeerſcheinungen vielfach als unzureichend, werden nicht ruhen, bis den Forderungen des Frauen=
Werein mit dem Vormundſchaftsgericht mit aller Energie und der weitere Ausbau dieſer Vorſchriften erſcheint drin= und Kinderſchutzes auch auf dieſem Gebiete ihr Recht
ge=
an der Beſſerung des Trinkers und an der Sanierung gend angezeigt. Der neue Strafgeſetzentwurf ſieht ja auch worden iſt.
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Seite 24.
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