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176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 247.
Freitag, den 17. Oktober.
1913.
marine faſt noch mehr erforderlich iſt als die des Land=der Reichstag nach der Wiederaufnahme ſeiner Arbeiten
Die heutige Nummer hat 18 Seiten.
heeres.
beſchäftigen wird. Die Vorlage iſt vom Reichsamt des
Das Schwergewicht der enropäiſchen Politik hat ſich Innern unter Mitwirkung des Reichsjuſtizamts und der
in den letzten Jahren mehr und mehr dem Mittelmeer zu= Armee= und Marine=Verwaltungen aufgeſtellt. Zur Re=
Das Wichtigſte vom Tage.
gewandt, und wenn Oeſterreich ſich dort Geltung ver=gelung des Verkehrs mit Luftfahrzeugen wird der Ent=
Toer Entwurf des Reichsluftgeſetzes, das den ſchaffen will, muß es, ähnlich wie Italien, auch ſeine Wehr wurf eine Reihe verkehrspolizeilicher und gewerbepolizei=
Verkehr mit Luftfahrzeugen regeln ſoll, iſt fertig geſtellt
Er wird ſchon in den nächſten Tagen an den Bundes= zur See verſtärken. Im Intereſſe der Donaumonarchie licher Vorſchriften in Vorſchlag bringen. Außerdem iſt
wäre es zu wünſchen, daß die Forderungen möglichſt aber auch die Regelung der Haftpflicht in den
Geſetzent=
rat gelangen.
(eſtern vormittag erfolgte in Leipzig in Gegenwart glatt durchgehen, zumal ſie auch infolge des Bündnisver= wurf einbezogen. Bei den Beſprechungen, die im Januar
dieſes Jahres mit Sachverſtändigen und Praktikern der
des Großfürſten Kyrill die feierliche Beiſetzung trages Deutſchland zugute kommen.
der ſterblichen Ueberreſte mehrerer in der Schlacht bei
Luftſchiffahrt ſtattfanden, hatte ein erheblicher Teil der=
Leipzig gefallener ruſſiſcher Offiziere.
ſelben ſich gegen die Ausdehnung der Haftpflicht im gegen=
Oie Lübecker Bürgerſchaft lehnte die Die bayeriſche Königsfrage, wärtigen Zuſtande der Luftſchiffahrt ausgeſprochen. Die
„Alleinſtehenden=Steuer” nach der
ablehnen=
weiteren Beratungen über die Geſtaltung des
Geſetzent=
den Haltung des Senates ab.
* Auf Einladung der Handelskammer Mün= wurfs haben dann aber dazu geführt, daß die Haftpflicht
Oer ruſſiſche Miniſter des Aeußern Saſonow iſt amlchen hatten ſich die Mitglieder des Bayeriſchen doch in die geſetzliche Regelung einbezogen iſt, und zwar
Mittwoch in Paris eingetroffen.
Handelskammertages am Mittwoch zu einer in dem Sinne, wie das Geſetz über den Verkehr mit Kraft=
Nach amtlicher Mitteilung wurden bei dem Eiſenbahn= feierlichen Kundgebung in der Frage der Regentſchaft im fahrzeugen ſie für Automobile regelt.
unglück in Liverpool ſechs Perſonen getötet Sitzungsſaale der Handelskammer in München eingefun=
Kampf zwiſchen Aerzten und Kranken=
und mehr als zwanzig verletzt.
den. Der Präſident der Handelskammer München, Kom=kaſſen. Infolge der Ablehnung der von den
Aerzie=
woie Rettungsarbeiten im Bergwerk Univer= merzienrat Pſchorr, begrüßte die Mitglieder in längerer organiſationen angebotenen Friedensbedingungen fand in
al mußten am Mittwoch um 2 Uhr morgens einge=
Rede, in der er u. a. ausführte: Es iſt der dringende Halle die aus allen Teilen Deutſchlands beſuchte
Ver=
ſtellt werden. Man hat die Hoffnung aufgegeben, die
in der brennenden Grube noch eingeſchloſſenen Vergleute Wunſch aller Schichten unſeres Volkes, daß der gegen= ſammlung des Beirates des Leipziger Verbandes der
zu retten. Ihre Zahl wird auf ungefähr 380 angegeben. wärtige Zuſtand der Regentſchaft endlich beſeitigt werde Aerzte Deutſchlands ſtatt. Es wurden in ihr alle Akten=
und daß die Allerhöchſte Perſon, die die Geſchäfte der ſtücke mitgeteilt, die zwiſchen den Betriebskrankenkaſſen=
Regierung führt, auch wirklich König werde und nicht bloß Verbänden und den ärztlichen Organiſationen gewechſelt
Tageskalender zur Geſchichte der
als Vertreter eines am Regieren verhinderten Königs worden ſind. Die Beratungen ergaben volle Einmütigkeit,
Befreiungskriege.
hhandle. Der Syndikus der Handelskammer München und es wurde einſtimmig eine Erklärung angenommen,
17. Oktober 1813: Napoleon erſucht wegen freien Abzugs
Juſtizrat Kahn, wandte ſich gleichfalls in längerer Rede daß, nachdem die Kaſſenverbände die Friedensvorſchläge
in Unterhandlung zu treten.
an die Verſammlung und empfahl ihr, dem Staatsmini= der ärztlichen Organiſationen abgelehnt hätten, der deut=
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 8.
ſterium des Königlichen Hauſes und des Aeußern, ſowie ſchen Aerzteſchaft nichts übrig bleibe, als den ihr
aufge=
den beiden Kammern des Landtages folgende Reſolu=zwungenen Kampf mit aller Entſchiedenheit
durchzufech=
tion zu unterbreiten:
ten. Später tagte der Geſchäftsausſchuß des Deutſchen
Die öſterreichiſch=ungariſche
Die im Bayeriſchen Handelskammertag vereinigten Aerztevereinsbundes. Es wurde beſchloſſen, für den 26.
acht Handelskammern des Königsreichs als berufene Ver= Oktober einen außerordentlichen Aerztetag nach Berlin
Heeresverſtärkung.
tretungen des Handels, der Induſtrie und des Gewerbes
— Im Gegenſatz zu den anderen Europamächten hat! in Bayern erachten es ſowohl im allgemeinen Intereſſe einzuberufen. Der Verband zur Wahrung der Intereſſen
des Landes wie auch im Intereſſe der von ihnen vertrete= der deutſchen Betriebskrankenkaſſen verſendet eine
Er=
ſich die Donaumonarchie hinſichtlich ihrer
Rüſtun=
nen Erwerbsſtände für dringend erwünſcht, daß der gegen= klärung, in der die Schuld an dem Scheitern der
Ver=
g en ſehr zurückhaltend gezeigt, nur ſehr langſam iſt man wärtige Zuſtand der Regentſchaft beendet wird und das handlungen den Aerzten, und zwar in erſter Linie dem
dem Beiſpiele der anderen gefolgt und auch dann nur mit Land wieder einen regierenden König erhält. Sie richten
wanz geringen Quoten. Nicht daß man es für überflüſſig daher, ohne den vorwiegend ſtaatspolitiſchen Charakter der Leipziger Verband, zugeſchoben wird. Die Kaſſen richten
gehalten hätte, die Wehrkraft Oeſterreich=Ungarns zu Frage zu verkennen, an den bayeriſchen Landtag und die ſich bereits darauf ein, von dem § 370 der
Reichsver=
königliche Staatsregierung die Bitte, die zur Herbei= ſicherungsordnung Gebrauch zu machen, der ihnen geſtatter,
Waſſer und zu Lande zu ſtärken, aber man mußte aus führung dieſes Zieles geeigneten Schritte zu ergreifen.
an Stelle der freien ärztlichen Behandlung ein höheres
(Gründen der inneren Politik ſich beſcheiden, weil weit=
Die Mitglieder des Handelskammertages nahmen dieſe Krankengeld zu bezahlen.
gehende Forderungen zweifellos in den Delegationen auf Reſolution unter anhaltendem Beifall einſtimmig an.
Die braunſchweigiſche Frage. Die Köl=
Widerſtand geſtoßen wären. Auch pflegte man bisher faſt
Die von der Regierung beantragte Erhöhung der niſche Zeitung meldet aus Berlin: Die weitere
Behand=
innmer bei dieſer Gelegenheit nationale Zugeſtändniſſe zubayeriſchen Zivilliſte um rund eine Million auf lung der braunſchweigiſchen Thronfolgefrage dürfte den
fordern, die das Reſultat gehabt hätten, die Einheit der fünf Millionen ſoll unabhängig von der Königsfrage be= Verlauf nehmen, daß wohl noch in dieſer Woche das preu=
Armee zu zertrümmern. Dazu kam auch die mißliche ſchleunigt und demnächſt in der Budgetkommiſſion verhan= ßiſche Staatsminiſterium ſich damit befaßt, und ſodann,
ſinanzielle Lage, die Oeſterreich=Ungarn zwang, ſich auch delt werden, die den Etat des Miniſteriums des König= vielleicht ſchon in der nächſten Woche, jedenfalls vor Ende
im militäriſcher Hinſicht große Beſchränkungen aufzu= lichen Hauſes und des Auswärtigen bereits in Angriff des Monats, die Angelegenheit an den Bundesrat
ge=
arlegen. Die letzten Balkanwirren haben aber auf das genommen hat. Da die letzte Feſtſetzung der vermanenten langt. Der Termin der Thronbeſteigung iſt noch nicht
weutlichſte gezeigt, daß es nicht ſo weiter gehen könne, Zivilliſte noch aus dem Jahre 1876 ſtammt und ihr bei feſtgeſetzt. Die Grundlage für den Bundesratsbeſchluß
wenn nicht die öſterreichiſch=ungariſche Armee ganz und der verfaſſungsgemäßen Ordnung im Jahre 1831 bereits wird nicht ein braunſchweigiſcher, ſondern ein preußiſcher
gar zurückbleiben ſolle. Mancherlei Mängel haben ſich große Laſten überwieſen worden ſind, ſo wird in Anbe= Antrag ſein, der auf braunſchweigiſche Anregung erfolgt.
herausgeſtellt, vor allem mußte man zur Vervollſtändigung tracht der völlig veränderten Zeit= und Geldverhältniſſe Es iſt mit Beſtimmtheit anzunehmen, daß Prinz Ernſt
der Regimenter an der Grenze dieſe auf den Mobil= die Ordnung der Zivilliſte in der Abgeordnetenkammer Auguſt bei ſeiner Thronbeſteigung in feierlicher Form ſeine
machungsſtand bringen, wodurch Tauſende und Abertau= vorausſichtlich eine große Mehrheit unter den bürgerlichen Treue gegen die Reichsverfaſſung und das, was ſie
ein=
ſende ſchwer in ihrer Exiſtenz geſchädigt wurden. Re= Parteien finden. Unter der erſten Regentſchaft konnten ſchließt, verkünden und daß er ſeine Bereitſchaft, alle
ſerven und Erſatzreſerven wurden monatelang unter den die hohen Repräſentations= und Pflichtausgaben des Ho= Pflichten eines Bundesfürſten getreulich zu erfüllen, feier=
Fahnen gehalten, und es liegt auf der Hand, daß eine der= fes nur noch durch die inzwiſchen eingeſtellten Zuſchüſſe lichſt bekräftigen wird.
artig ausgedehnte Maßnahme viel böſes Blut machen aus der Rente des Königs Otto und aus dem Vermögen
nnußte. Auch wird dadurch die Tüchtigkeit eines Heeres der Herzogin von Modena, der greiſen Schweſter des ver=
Ausland.
erade nicht gefördert, wenn anſtatt eines friſch=fröhlichen ſtorbenen Prinz=Regenten, beſtritten werden. Beide
Oeſterreich=Ungarn.
Krieges ſchwerer, eintöniger Garniſondienſt auszu= Quellen fließen aber unter der neuen Regentſchaft nicht
ſtühren iſt.
Deutſch=tſchechiſche
Verſtändigungs=
mehr. Die Kuratoren des Königs haben die Fortzahlung
Im Hinblick auf all dieſes hat man ſich endlich an der des Zuſchuſſes verweigert. Bei Uebertragung der Königs=aktion. Gemäß dem ſeinerzeit im kaiſerlichen Patent
Oonau entſchloſſen, eine Verſtärkung des ſtehenden Heeres würde auf den Prinz=Regenten Ludwig würden übrigens über die eingeſetzte böhmiſche Verwaltungskommiſſion
morzunehmen, indeſſen will man dabei lange nicht ſo weit für ſeine drei Söhne und ſechs Töchter rund 800000 Mark dem Miniſterpräſidenten erteilten Auftrag wurde die
deutſch=tſchechiſche Verſtändigungsaktion wieder
auf=
gehen wie Deutſchland und Frankreich. In den jetzt ge= neue Apanage hinzukommen.
fflogenen Beratungen der Miniſter beider Reichshälften
In parlamentariſchen Kreiſen verlautet, daß die genommen. Am Mittwoch empfing der Miniſterpräſident
iſt man übereingekommen, 31000 Rekruten mehr einzu= Königsfrage doch noch in nächſter Zeit aufgerollt werden Graf Stürgkh die Vertreter der tſchechiſchen Parteien
Böh=
ſorellen. Dieſe Erhöhung ſoll einmal dem Friedenspräſenz= dürfte. Die Zentrumsfraktion hielt am Mittwoch eine mens und ſetzte ihnen die Aufgabe der
Verſtändigungs=
ſnande zugute kommen, vornehmlich den Grenzregimentern, mehrſtündige Sitzung ab, die ſich angeblich mit dieſer aktion auseinander. Er verwies auf die ſpontanen
Kund=
deren gegenwärtige Stärke völlig unzureichend iſt. In Frage befaßte. In der ziemlich erregten Debatte ſoll ſich gebungen aus allen Kreiſen der Bevölkerung, die mit
un=
annem offiziöſen Communiqué wird auf die Einberufungen ein Meinungsumſchwung gezeigt haben, der insbeſondere erbittlichem Ernſt die Herſtellung des nationalen
Einver=
der letzten Monate hingewieſen, die ſowohl für den ein= auf den Einfluß des Abgeordneten Dr. Pichler zurückzu= nehmens in Böhmen verlangten. Die Regierung ſei ſich
der Verpflichtung bewußt, alles aufzubieten, damit der
pelnen wie auch für den Staat ſich in wirtſchaftlicher wie führen ſei.
autonome Verwaltungsapparat baldmöglichſt wieder ein
aluch finanzieller Beziehung als ungemein drückend er=
Wirkſamkeit treten könne, wofür die Herſtellung der
natio=
wieſen haben. Des weiteren ſoll die Feldartillerie
ver=
nalen Ordnung das einzige Mittel ſei. Die gegenwärtigen
Deutſches Reich.
mehrt werden, um nicht gegenüber anderen Mächten zu=
— Der Entwurf des Reichs=Luftgeſetzes, proviſoriſchen Einrichtungen, welche einen geordneten
Be=
mückzubleiben. Ausdrücklich wird hinzugefügt, daß die
werlangte Zahl das Mindeſtmaß deſſen darſtelle, was im das den Verkehr mit Luftfahrzeugen regeln ſoll, iſt in= trieb verbürgen, könnten nicht einem bloßen verfaſſungs=
Iöntereſſe der Sicherbeit der Donaumonarchie noch ver= zwiſchen endgültig fertiggeſtellt und wird ſchon in den mäßigen Scheinleben Platz machen. Die Erſchienenen
enntwortet werden könne. Bekanntlich wird man demnächſt nächſten Tagen an den Bundesrat gelangen. Es iſt aus nahmen die Eröffnung des Miniſterpräſidenten zur
Kennt=
auch daran gehen, die Marine zu verſtärken, wobei man dieſem Grunde nicht ausgeſchloſſen, daß dieſer Geſetzent=nis und werden ſie den Parteien zur Entſcheidung
unter=
weniger knauſern will, da die Vermehrung der Kriegs= wurf zu den erſten Vorlagen gehören wird, mit denen ſich breiten. Die für nachmittags angeſetzte Konferenz mit den
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 17. Oktober 1913.
Nummer 247.
Vertreten der deuſchen Parkeien unterblieb, da der Mi= glückwünſcht hat, und daß mir General Ehomer bei ſeiner ſner Wahl zum Fräſdenten der Republik beabſichtigt wart
niſterpräſident erklärte, er könne dem Verlangen der Deut= letzten Beſichtigungsreiſe erklärte er ſei überzeugt, daß, Der Urheber der Verſchwörung war der Chef der Geheim=, daß an dieſer Konferenz der Statthalter von Böh= mein Armeekorps ſich ebenſo gut halten werde, wie irgend polizei, der in dieſer Eigenſchaft die Oberleitung bei den
ein anderes. Schon am 10. September kam ein ehemaliger
men von Thun nicht teilnehme, aus prinzipiellen Gründen Kriegsminiſter zu mir und teilte mir mit, daß ich auf der Bewachung des Präſidenten hatte. Der Schuldige wurde
nicht entſprechen.
Hut ſein ſolle, da man mir höheren Ortes nicht geneigt hingerichtet. Nach den aufgefundenen Dokumentem
Die Mehrzahl der Blätter drückt ihr Bedauern dar= ſei. Im letzten Augenblick vor den Manövern gab man ſollte der jetzt Hingerichtete während der Wahlzeremonia
über aus, daß es die deutſch=böhmiſchen Abgeordneten mir einen Generalſtabschef, der von ſeinem Dienſte nicht mehrere Bomben werfen. Zweifellos hätte ſich durch die
waren, die das deutſch=tſchechiſche Ausgleichswerk dadurch die geringſte Ahnung hatte. Das Ziel war klar, man
ernſtlich gefährdeten, daß ſie wegen der Perſonenfrage eine wollte einen republikaniſchen General ins Verderben ſtür= vier Bataillone Infanterie, die im Regierungspalaſt zum
Vorbeſprechung mit dem Miniſterpräſidenten plötzlich ab= zen. General Faurier erhebt auch ſcharfen Einſpruch ge= perſönlichen Schutze Juanſchikais aufgeſtellt waren, die
lehnten. Dieſe Blätter ſprechen die Hoffnung aus, daß gen die Maßregelung des Generals Beſſet und ſchließt Zahl der Opfer des Attentats noch dadurch vergrößert, daß
die deutſch=böhmiſchen Abgeordneten im Bewußtſein ihrer mit den Worten: „Ich werde mit tiefem Schmerze die
die Soldaten kritiklos von ihren Gewehren Gebrauch ge=
Verantwortung gegenüber Böhmen und ganz Oeſterreich Armee verlaſſen, der ich ſchon vor 43 Jahren auf dem
in der demnächſt in Prag ſtattfindenden Vollverſammlung Schlachtfelde von 1870 gedient habe und ſo eine Laufbahn macht haben würden und jeden niedergeſchoſſen hätten, den
einen Beſchluß faſſen. der die Weiterführung der Verhand= abbrechen, die nur ohne großen Glanz, aber doch von ſich ihnen entgegengeſtellt haben würde. Nunmehr iſt die
lungen ermöglicht. Die Konferenzen mit dem Miniſter== einigem Nutzen war.
Zahl der Soldaten der Leibwache Juanſchikais verdoppeltt
präſidenten erfahren keine Unterbrechung. Graf Stürgkh
Englind.
worden und auch auf ſeinen Ausgängen umgibt neuerdingss
empfängt die Vertreter des Großgrundbeſitzes Böhmens.
Unſtimmigkeiten im Kabinett? Die letzte den Präſidenten ein verſtärktes Schutzmannsaufgebot,
Die Sitzung des ſteiriſchen Landtages, Miniſterratsſitzung dauerte über zwei Stunden. Es heißt
Die ruſſiſch=chineſiſchen
Verhandlun=
die ſich mit der Erhöhung der Bierauflage von zwei auf allgemein, und ſogar die liberalen Blätter geben es zu,
gen über die Mongolei machen raſche Fortſchrittg
vier Kronen beſchäftigte, deren Erlös zur Beſtreitung der daß die Miniſter ſich über gewiſſe Fragen nicht einigen und die Unterzeichnung des Abkommens wird bald ers
Teuerungszulage für Landlehrer verwendet werden ſoll, konnten, und daß infolgedeſſen im Laufe dieſer Woche noch wartet. China wird die Autonomie der Mongolei und das
dauerte von Mittwoch 10,30 Uhr vormittags bis Donners= ein zweiter Miniſterrat ſtattfinden werde. Die konſerva= Protokoll der Konvention von Urga anerkennen, währens
tag früh 7,30 Uhr, da die Sozialdemokraten Obſtruktion tiven Blätter behaupten, zu wiſſen, daß es zu Un= Rußland ſeinerſeits die chineſiſche Suzeränität anerkennen
gegen die Vorlage übten. Die Vorlage wurde ſchließlich ſtimmigkeiten im Kabinett wegen der iriſchen Frage ge= wird. Die Mongolei wird wahrſcheinlich als ein intes
ungenommen.
kommen ſei. Miniſterpräſident Asquith, Winſton Churchill grierender Teil Chinas bezeichnet werden. Was die Be=
Frankreich.
und Lloyd George ſeien für eine Einigung und eine Kon= grenzung der Mongolei betrifft, ſo macht es der Verlauß
Saſonow in Paris. Der ruſſiſche Miniſter ferenz zwiſchen den beiden Parteien, während die andern der Verhandlungen wahrſcheinlich, daß ſie aus den fü
des Aeußern Saſonow iſt am Mittwoch aus Vichy in Pa= Mitglieder des Kabinetts verlangen, daß ſämtliche
Wün=
nördlichſten Verwaltungsbezirken beſtehen wird.
ris eingetroffen und am Bahnhof vom ruſſiſchen Botſchaf= ſche des Führers der iriſchen Nationaliſten, Mr. Redmond,
*
*
ter Iswolski, dem franzöſiſchen Botſchafter in Petersburg erfüllt werden. Sie erklären, daß das Kabinett jetzt keinen
Delcaſſé und dem ruſſiſchen Geſandten in Sofia Nekludow Verrat an der iriſchen Partei ausüben werde.
* Reichstagsabgeordneter und koms
und anderen Perſönlichkeiten empfangen worden.
Saſo=
mandierender General. Der ſozialdemokratiſchs
Spanien.
now, der vorausſichtlich einige Tage in Paris bleiben
Abgeordnete Dr. Quarck (Frankfurt a. M.) hatte ſich brisfs
lich an den kommandierenden General des 18. Armeckorhs
Reiſe des Königspaares nach Paris.
wird, iſt auf der ruſſiſchen Botſchaft abgeſtiegen.
mit der Anfrage gewendet, wen er mit einer angeblich aßs
Keine Balkananleihe. Anläßlich der in der Nach einer offiziöſen Mitteilung hat König Alfons die fälligen Aeußerung gemeint habe. Die Antwort des Ges
letzten Zeit aufgetauchten Gerüchte, daß die Emiſſion eines Abſicht, im nächſten Monat mit der Königin für einige nerals lautete, daß er keine Veranlaſſung habe, darüben
Teiles der ſerbiſchen und der griechiſchen Anleihe bevor= Tage inkognito nach Paris zu kommen, falls es die Lage eine Auskunft zu erteilen; dieſe Antwort wurde aufe
ſtehe, wird in einer halbamtlichen Note von neuem des Miniſteriums Romanones geſtattet. Es heißt, der ſchwerde des Abgeordneten Quarck ſeitens des
Kriegs=
miniſters gebilligt. Dieſen in der Oeffentlichkeit vielfach
erklärt, daß die franzöſiſche Regierung vorausſichtlich keine König werde trotz ſeines Inkognitos dem Präſidenten beſprochenen Vorfall benutzt der bekannte Staatsrechts=
Balkananleihe zur Notierung an der Pariſer Börſe zu= einen Beſuch abſtatten.
lehrer, Geh. Rat Profeſſor Dr. Arndt, in der Deutſchät
laſſen werde, ſolange die Frage über die Beteiligung der
Die Bedeutung der Reiſe des Präſi= Juriſten=Zeitung, um ſich über die Frage, ob Mitglieden
Balkanſtaaten an der türkiſchen Schuld nicht erledigt ſei. denten Poincaré. In einer Note über den am geſetzgebender Körperſchaften als ſolche außerhalb dieſes
Körperſchaften Zivil= oder Militärbehörden zur Reche
Die Reiſe Poincarés nach Algier und Mittwoch abend abgehaltenen Miniſterrat wird der Be= ſchaft ziehen könnten, vom Standpunkte der Verfaſſung
friedigung über den glücklichen Verlauf der Reiſe des äußern. Demnach beruhen die konſtitutionellen Verfäſtl
Marokko, die für den Frühling vorgeſehen war, iſt bis
Präſidenten Poincaré Ausdruck gegeben. Die Regierung ſungen, auch die des Deutſchen Reiches und Preußens, ale
1914 verſchoben worden.
Maßregelung mehrerer Generäle. Meh= beglückwünſche ſich zu der Bedeutung, welche dieſe Reiſe dem Grundſatze der Gewaltenteilung, d. h., daß im
Inter=
eſſe der individuellen Freiheit jede der drei
Staatsgewal=
reren Blättern zufolge ſtellte der Generalſtabschef Joffre für die Zukunſt Spaniens und die Entwickelung ſeiner ten in der Ausübung ihrer Machtbefugniſſe bearenzt
in ſeinem Berichte über die Herbſtmanöver den Antrag, Intereſſen unter dem Schutz des Friedens und mit Hilfe Dies treffe ſelbſt für die geſetzgebende zu. obwohl ſiedie
drei Korpskommandeure, und zwar General Faurier, der ſoeben befeſtigten Freundſchaft haben werde. Die höchſte iſt, inſoweit, als ſie nur tätig ſein daf
Kommandeur des 16. Korps in Montpellier, General ſpaniſche Politik in Marokko werde hiervon erfreulich be= wenn die vollziehende ſie beruft, und auf
hören müſſe, tätig zu ſein, wenn die vollziehende ün
Plagnol, Kommandeur des 17. Korps in Toulouſe, und einflußt werden. Der Miniſterrat warte das Ergebnis ſchließt. Es beſtehe hiernach eine geſetzgebende
Körpen=
den General Courbebaiſſe, Kommandeur des 14. Korps der dem Oberbefehlshaber der Truppen in Marokko, Ge= ſchaft als ſolche nicht mehr, wenn ſie geſchloſſen iſt — we=
und Militärgouverneurs von Lyon, ſowie die Generäle neral Marina, erteilten Weiſungen ab, um ſodann eine der der Reichstag noch das preußiſche Abgeordnetenhaus
Alba und Beſſet, wegen ihrer bei den Manövern zutage auf dem Zuſammenwirken aller eingeborenen Elemente be= noch das Houſe of Commons. Schon hieraus ergebe ſicht
daß ein Mitglied einer geſetzgebenden Körperſchaft nur ſ
getretenen Ungeſchicklichkeit ihrer Stellung zu entheben. ruhende Politik der Pazifizierung zu verfolgen. Den Cor= lange als ſolches im Rechtsſinne gelte, wie dieſe verſahls
Es heißt, der Oberſte Kriegsrat habe dieſem Antrage zu= tes werden wichtige wirtſchaftliche und ſozialpolitiſche melt iſt. Ein Mitglied einer geſetzgebenden Körperſchäft)l
geſtimmt, der vom Miniſterrat beſtätigt werden dürfte. Geſetzentwürfe und ein Programm der nationalen Wie= könne außerhalb dieſer als ſolches keine Behörde zur=Er=
Gegen die in Frage ſtehenden Generäle wird der Vor=derherſtellung vorgelegt werden. In religiöſer Hinſicht klärung oder Rechtfertigung auffordern und ſich als
Ver=
treter ſeines Wahlbezirks gerieren und jedenfalls brauche
wurf erhoben, daß ſie erſtens die Generalſtabskarten nicht beabſichtigt die Regierung Geſetzentwürfe über die Zivil= ihn niemand in dieſer ihm geſetzlich fehlenden Eigenſchef)
richtig geleſen und infolgedeſſen nicht gewußt hätten, wo ehe und die Säkulariſierung der Friedhöfe einzubringen. anzuerkennen oder ihm Rede und Antwort zu ſtehen,
ihre Truppen ſtehen, und daß ſie ſich zweitens nicht recht=
* Drahtloſe Telegraphie zwiſchen
Vereinigte Staaten.
Deutſchland und ſeinen afrikaniſchen
Ko=
zeitig mit dem Intendanturdienſt und dem Proviantdienſt
lonien. Das Reichspoſtamt hat beſtimmt, daß der fün=
Der neue Zolltarif. Nach einer Beſprechung,
verſtändigt hätten. In radikalen Blättern wurde
be=
kentelegraphiſche Verkehr zwiſchen Deutſchland und de
die Underwood im Weißen Hauſe hatte, iſt bekannt
ge=
reits vor einigen Tagen behauptet, daß die geplante
Maß=
afrikaniſchen Kolonien von der Funkenſtation Nauen aus
nahme durch den reaktionären Stellvertreter des General= worden, Wilſon teile Underwoods Anſicht, die Streitfräge am 15. Mai 1914 eröffnet wird. Auf der Großſtatiot
ſtabschefs Grafen de Caſtelnau veranlaßt worden ſei, der wegen des fünfprozentigen Zollrabattes für Waren, die auf Nauen wird jetzt Tag und Nacht gearbeitet, um die
nöti=
mehrere republikaniſch geſinnte Generäle aus der Armee amerikaniſchen Schiffen eingeführt ſind, ließe ſich beſſer auf gen Einrichtungen hierfür inſtand zu ſetzen. Zur
Sicher=
drängen wollte. In dieſer Hinſicht iſt ein von dem Ge= diplomatiſchem Wege erledigen, als durch Aufhebung oder ſtellung des Verkehrs für alle Fälle wird jetzt außer
der=
fünf Türmen von je 120 Meter Höhe ein Rieſenturm von
neral Faurier an den Kriegsminiſter gerichtetes offenes Aenderung der betreffenden Tarifbeſtimmung; übrigens 250 Meter Höhe gebaut. Ebenſo kommt eine
Rieſen=
würde die Frage nicht zu einem Zollkriege führen, da viele arcomaſchine zur Verwendung, die mit mehr als 150 Kilo
Schreiben bemerkenswert, worin es heißt:
andere Länder derartige Unterſchiede zugunſten ihrer ein= watt Hochfrequenzleiſtung die größten bisher gebauten
General Joffre hat über meine Haltung bei den Ma=
Sender= und Hochfrequenzmaſchinen für drahtloſe
Teie=
növern einen Bericht erſtattet, auf den ich bereits ein= heimiſchen Schiffahrt machten.
graphie überflügelt.
gehend erwidert habe. Ich habe in unbeſtreitbarer Weiſe
China.
* Wien, 15. Okt. Die Feier der
Völker=
gezeigt, daß die mir zugeſchriebenen Fehler einzig und
allein vom Befehlshaber der „Roten Arme: Generak Cho=
Zum Anſchlag auf Juanſchikai. Daily ſchlacht zu Leipzig iſt heute abend mit einem
Zapfen=
mer begangen worden ſind. General Joffre hat in ſeinem
ſtreich, an welchem ſämtliche Regimentskapellen der Wie=
Telegraph meldet aus Peking: Heute werden alle
Einzel=
ner Garniſon teilnahmen, eingeleitet worden. Die Ka=
Bericht ferner behauptet, daß das von mir beſehligte 16.
Korps keine Diſziplin beſitze. Ich erwidere daß der heiten bekannt, die geplant waren, um das Komplott gegen pellen marſchierten mit klingendem Spiel, geleitet hot=
Kriegsminiſter mich zur Diſziplin dieſes Armeekorps be= Juanſchikai durchzuführen, das gegen ihn am Tage ſei= Lampionträgern, über die von einer vieltauſendköpfigen
erregende Schickſal dieſes Jünglings erweckt Anteil: wir und intereſſant macht Wir ſpüren gewiſſe Züge und=
Georg Büchner und die
feiern den Revolutionär, der in einer Zeit ſchwüler drücken= Kunſtmittel in ſeiner Dichtung, die ein enger
Zuſammen=
der Dumpfheit mit dem braufenden Wirbelwind der hang mit der Dichtung unſerer Tage verbindet. Dieſer=
Gegenwart.
Jugend einherfährt und ausfegen will, was alt und ver= Frühverſtorbene, der nur raſch und abgeriſſen ſtammelm
rottet, als ein Kämpfer fällt für ein Ideal der Zukunft, konnte, wo andere nach langer Vorbereitung rein und=
Zum 100. Geburtstag des Dichters,
die Stirn verklärt von dem Morgenrot einer beſſeren Zeit. kunſtvoll ſangen, hat Anregungen der reichſten Art ausge=
(17. Oktober.)?
Georg Büchner iſt letzten Endes doch auch ein Opfer derſtreut, und nun, da ſo manches von dem herangereifs
Demagogenverfolgung geweſen, denn die Verſchwörung, und verwirtlicht iſt, haben wir ein ſeineres Ohr, eim
Von Dr. Paul Landau.
in der er neben dem Pfarrer Weidig die Hauptrolle ſpielte, tieferes Verſtändnis auch für ihn empfangen, fühlen eine
Moden ſind nie ſinnlos. Sie ſind vielmehr bunte und hat ihn zu einem Heimatloſen, Entwurzelten gemacht. ſtärkere Melodik anklingen in ſeinen Werten, ſehen
die=
manchmal grelle Leuchtkugeln, die den dunkeln, ſchwer zu Die Aufregungen und Qualen einer geſelſchaftlichen Aech= ſchwankende Vorläufergeſtalt nicht mehr unglücklich
einge=
findenden Weg des Zeitgeiſtes mit ihrem irrlichterierenden tung, denen er ſich durch die Flucht nicht entziehen konnte, klemmt zwiſchen Romantik und jungem Deutſchland, ſon=
Feuer erhellen. So hat es denn auch ſeine tiefere Bedeu= untergruben ſeine Geſundheit und ließen ihn raſcher dem dern in unſerem, im modernen, und damit hellſten Licht., daß gerade heute, 100 Jahre nach ſeiner Geburk, Anſprunge des Todes erliegen.
Vier, höchſtens fünf wenig umfangreiche Worke ham
faſt 77 nach ſeinent Tode der Dichter Georg Büchner mo=
Aber ſo wichtig nun ſein höchſt perſönliches und ge= Büchner hinterlaſſen: ein hiſtoriſches Drama „Dantonss
dern iſt. Was zieht die Gegenwart zu dieſem jungen waltſames Erleben auch iſt, um das Phänomen ſeiner Tod”, ein romantiſches Luſtſpiel „Leonce und Lena”, das
Manne, der ſich eben erſt anſchickte, zu ernten, wo er ge= Dichtung zu erklären ſo gern wie von dem zerſtörten Fragment einer realiſtiſchen Tragödie „Wozzek” ein
No=
ſät, der noch in nichts fertig war als der Typhus ihn mit Höhenfluge ſeines Genius ſprechen — weder die Abenteuer vellen=Bruchſtück „Lenz” und dann noch eine politiſche=
23 Jahren jäh aus des Lebens Bahn ſchleuderte, fern, fern des verfolgten Studenten, die in dieſer Reaktionsepoche Flugſchrift den „Heſſiſchen Landboten.‟ In jeder dieſen
vom Ziel? Wohl mag dabei die Aufmerkſamkeit mit= durchaus nicht vereinzelt daſtehen noch der uneingelöſte Arbeiten flammt etwas Neues auf, erkennen wie etwass
ſprechen, die wir ſo gern dem Unvollendeten, Fragmen= Wechſel auf die Zukunft würden hinreichen, um das An= Zukunftsvolles, an das die moderne Literatur
ange=
tariſchen einer Exiſtenz zuwenden, in deren Anläufen und denken dieſer „vielverſprechenden” Begabung mit einem knüpft hat. Keine ſeiner Schöpfungen wiederholt die
Verſuchen wir eine reife Schönheit voll unwillkürlichen ſo heißen Leben zu erfüllen, daß neue Ausgaben ſeiner andere, ſondern eine jede ſpinnt Fäden in weite Fernen.
Reizes ahnen und träumen dürfen. Auch das dramatiſch Werke erſcheinen, die Künſtler und Gelehrten ihm ihr ſtreckt ihre Fühler aus nach einem Neuland, das damals
Schaffen widmen und jetzt nach 100 Jahren ſeine früher nie noch der Entdeckung harrte. Und zugleich ſind ſie alle,,
* Georg Büchner war am 17. Oktober 1813 zu aufgeführten Werke in Licht der Rampen ihre Wirkungs= dieſe Werke, keine Hybriden, außerhalb der Entwicklungs
Goddelau geboren. Er beſuchte die Schule in probe beſtehen. Wie bei jedem Genie iſt nichts anderes liegende Schöpfungen; vielmehr ſtehen ſie auf dem Boden
Darmſtadt ſtudierte 1831 in Straßburg, 1833 in bei ihm unſterblich als ſein Werk. Daß es ihm gelang, der Tradition, wachſen organiſch hervor aus den litera=
Gießen Naturwiſſenſchaften und Medizin, nahm 1834 an aus ſeinem zermarterten, wild klopfendem Herzen einige riſchen Vorausſetzungen ihrer Zeit. Nur die Allergrößtem
den politiſchen Kämpfen in Heſſen teil und ſchrieb eine Bekenntniſſe und Geſtalten hervorzuſtoßen in denen der vor ihm haben eine gleiche Folgerichtigkeit des
künſt=
populäre Flugſchrift, den „Heſſiſchen Landboten” mit dem Schrei dieſes Herzens erſchütternd lebt, das macht ihn leriſchen Weiterwirkens bewieſen, haben zuge
Motto: „Friede den Hütten, Krieg den Paläſten‟ Des= unvergeßlich, ewig, läßt die Nachwelt ſich in ſein Weſen die dichteriſche Entwicklung ſo vorwärts geführt. Mißtt
halb in Unterſuchung gesogen, entfloh er 1835 nach Straß= vertiefen, ſo wie ſie ſich mit Goethe beſchäftigen würde, man die Künſtler nach der Originalität ihres Sehens und
burg, wo er ſich der philoſophiſchen Lehre Spinozas wid= wenn ſie von ihm nur die Friederiken=Lieder und den Formens, nach den Werten, um die ſie die Geſamtheitt
mete. 1836 erlangte er in Zürich die Erlaunis zu Vor= Urfauſt, und mit Schiller, wenn ſie von ihm nur die Antho= ihrer Kultur bereichert haben, dann braucht Büchner wahr=, erlag aber 1837 einem Nervenfieber. Seine logie und die Räuber beſäße. Zu dieſen allgemein menſch= lich keinem zu weichen.
„Dantons Tod‟: Dies Drama wächſt aus dem Still
ſämtlichen Werke gab Franzos 1879 mit einer Biographie lichen Urgehalt ſeiner Kunſt kommt aber noch ein ſpezifiſch
heraus.
Modernes, das ſeine Dichtungen uns beſonders wertvoll der Goetheſchen Jugenddramen, des „Götz” und „Egmont”.
Nummer 247.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 17. Oktober 1913.
Seite 3.
enge gefülle Ringſtraße vor das Schwarzenberg=Denk.der Erlärung dem NRebenläger Bürgermeiſter Kreis keine 10 Uhr geöfſnet ſein. Die Bibſlolheliabende ſolln vor
Kal, wo die Volkshymne angeſtimmt und aus tauſenden bewußte Wahlfälſchung vorwerfen, ſondern ich beabſich= allem denjenigen Intereſſenten, die tagsüber im Beruf
um Kehlen mitgeſungen wurde.
tigte lediglich, den Sachverhalt objektiv darzuſtellen.
ſtehen, Gelegenheit zur Benützung der reichhaltigen Samm=
Sämtliche Verufungen werden zurückgenommen und derlungen geben. Der Beſuch der Anſtalt iſt frei und jeber=
Nebenkläger verpflichtet ſich, das Geſuch des Angeklagten mann geſtattet; er iſt zunächſt den Gewerbe= und Kunſt=
Stadt und Land.
Kuhlmann um Erlaß der Strafe zu unterſtützen. Die gewerbetreibenden, den Lehrlingen und Schülern gewerb=
Gerichtskoſten trägt der Angeklagte Kuhlmann, auf einelicher Unterrichtsanſtalten und den Studierenden der
Darmſtadt, 17. Oktober.
gegenſeitige Erſtattung der Koſten wird verzichtet. K.Großh. Techniſchen Hochſchule zu empfehlen. Sodann
* Keine Andienzen. Se. Königl. Hoheit der Groß= verpflichtet ſich, den Vergleich innerhalb zweier Monate wollen aber Bibliothek und Vorbilder=Sammlung auch
erzog werden am 18., 22. und 25. d. Mts, weder in der Heſſiſchen Liberalen Wochenſchrift einmal zu ver= dem allgemeinen Publikum in allen Fragen des Ge=
Ulndienzen erteilen, noch Meldungen und Vorträge ent= öffentlichen.
ſchmacks Anregung bieten. Die im Leſeſaal aufgenommene
egennehmen.
Kriegsgericht. Der Dragoner Ludwig Herbold Handbibliothek iſt vermehrt worden, ſo daß jetzt die
Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der vom Dragoner=Regiment Nr. 23 ſollte am 27. September wichtigſten Nachſchlagewerke auf dem Gebiete der
Archi=
sroßherzog haben dem Bürgermeiſter Viehl zu zur Entlaſſung kommen; er hate aber noch 11 Tagetektur, des Kunſthandwerks und des Gewerbes, der
Ge=
ſainrod, Kreis Schotten, die Erlaubnis zur Annahme Arreſt zu verbüßen. Er hatte ſich wiederholt zur Ver=werbegeſetzgebung, ferner die letzten Jahrgänge der
Zeit=
ind zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem Deutſchen büßung gemeldet, es war jedoch keine Zelle frei ſchriften für Kunſt und Kunſthandwerk, ſowie Adreß=
Kriſer, König von Preußen, verliehenen Königlichen geweſen. Als er ſich nun nach Ablauf ſeiner bücher, Lexiken und Atlanten zum freien Gebrauch der Be=
Konen=Ordens 4. Klaſſe erteilt.
Dienſtzeit beim Wachtmeiſter meldete und kurz ſucher ſtehen. Im Vorbilderſaal und Treppenhaus des
Se. Mai der König von Preußen haben dem abgewieſen wurde, fuhr er aus Aerger nach Hauſe Dienſtgebäudes werden ſtändig wechſelnde Ausſtel=
Irhrn. v. Fritſch, Hauptmann im Großen General= und flüchtete mit ſeiner Familie über die Grenze nach lungen von muſtergültigen Vorbildertafeln
ge=
tu. be, den Roten Adler=Orden 4. Klaſſe verliehen.
Luremburg. Auf Ermahnung ſeines Vaters hat ſich zeigt. Für die nächſte Zeit iſt ausgeſtellt eine Anzahl far=
* Ernannt wurden: zum Eiſenbahn=Oberſekretär der Herbold freiwillig ſeinem Truppenteil geſtellt. Da die biger Tafeln aus den Werken von Clemen, romaniſche
Elſenbahnſekretär Eckhardt zu Mainz; zu Zugführern Rückkehr innerhalb 6 Wochen erfolgte kommt er mit der Wandmalereien in den Rheinlanden, und Borrmann,
hie Schaffner Schmitt und Wege zu Darmſtadt; zu Hällfte der Mindeſtſtraf, nämlich mit 3 Monchten mittelalterliche Wand= und Deckenmalereien in Deutſch=
Lokomotivführern die Lokomotivheizer Heun zu Mainz Gefängnis davon. Auch von der Verſetzung in die land. Die Patentſchriftenſammlung wird
und Stumm zu Bingerbrück; zum Werkmeiſter der zweite Klaſſe des Soldatenſtandes wird abgeſehen. — Der außer den allgemeinen Beſuchsſtunden auch an den
ſokomotivheizer Weis zu Wiesbaden; zum Weichen= Sattler Heinrich Kaſper von hier der beim Dragoner= Bibliothekabenden zur Einſichtnahme bereit gehalten für
t ller der Hilfsweichenſteller Diefenbach zu Planig; Regiment Nr. 24 dient und wiederholt wegen unerlaubter Vorprüfungen auf Neuheit von Erfindungen und
ſchutz=
um Schaffner der Stationsſchaffner Ott zu Darm= Entfernung beſtraft wurde, hatte mit ſeinem Mädchen ein rechtliche Nachforſchungen. Auch wird auf die
Gelegen=
tadt; zum Lokomotivheizer der Hilfsheizer Storch zu Rendezvous verabredet. Da ihm Urlaub nicht gewährt heit zur Einſichtnahme des Warenzeichenblattes und des
lainz; zum Bahnwärter der Hilfsbahnwärter Mayer wurde, entfernte er ſich eigenmächtig aus der Kaſerne und alphabetiſchen Verzeichniſſes der im Deutſchen Reiche ge=
Armsheim.
kehrte mit etwa zweiſtündiger Verſpätung nach Ueber= ſchützten Wortzeichen hingewieſen. Auskunft und Beleh=
Ueberreichung einer Fahne. S. K. H. der Groß= ſteigung der Kaſernenmauer zurück. Das Gericht ver=rung auf dem gewerblichen Rechtsſchutzgebiete und in der
herzog haben der Darmſt. Ztg. zufolge am Mittwoch urteilte ihn wegen unerlaubter Entfernung und gewerblichen Rechtsſchutzgeſetzgebung wird in den üblichen
drm neu errichteten III. Bataillon 5. Großh. Heſſ. Ungehorſams zu 4 Wochen ſtrengem Arreſt. Dienſtſtunden jederzeit erteilt,
* Großh. Landesbaugewerkſchule. Am 15. ds. Mts.
Enfanterie=Regiments Nr. 168 eine Fahne Außerdem wurde ſofortige Verhaftung verfügt. — Der
parliehen und ſie dem Bataillonskommandeur in Gegen= Dragoner Anton Henger vom Dragoner=Regiment Nr. wurde das Winterſemeſter der Großh.
Landes=
aeart der direkten Vorgeſetzten um 1 Uhr im Großh. 23, früher Hoteldiener und aus Schwondorf gebürtig, baugewerkſchule in der Aula der genannten Schule
feſidenzſchloß übergeben. Im Anſchluß hieran fand im hatte ſich ebenfalls wegen unerlaubter Entfer” in feierlicher Weiſe in Anweſenheit ſämtlicher Lehrer
er=
öffnet. In ſeiner Anſprache gab der Direktor, Herr Pro=
Aſſembleezimmer Tafel zu 16 Gedecken ſtatt.
nung zu verantworten. Er war nach ſeiner Aushebung
feſſor Wienkoop, ſeiner Freude darüber Ausdruck, daß
* Prinzeſſin Heinrich von Preußen reiſte geſtern von zur Dispoſition der Erſatzbehörden entlaſſen worden. In
der Beſuch in dieſem Semeſter trotz der eigentlich geringen
Schloß Wolfsgarten nach London ab.
Nürnberg hatte er ſich beim Bezirkskommando angemel= Bautätigkeit in hieſiger Gegend ein guter ſei, und ermahnte
-g. Strafkammer I. Eine Beleidigungsklage mit
poli=
det, bei der Fortſetzung ſeiner Wanderſchaft aber nicht die Schüler, die zu Gebote ſtehende Zeit fleißig
auszu=
tiſchem Hintergrunde beſchäftigte geſtern als Berufungs= abgemeldet, ſondern einen Hotelier gebeten, ihm den Ge= nutzen, damit der Beſuch von Erfolg begleitet ſei. Des
inſtanz die Strafkammer I. Angeklagt waren der 41jährige ſtellungsbefehl nachzuſchicken. Das Gericht erkannte auf weiteren vermahnte der Direktor die Schüler, in aller=
Narteiſekretär und Redakteur der „Heſſiſchen Liberalen
Freiſprechung, da nicht erwieſen ſei daß der An= erſter Linie pünktlich beim Unterricht zu erſcheinen, da
Wochenſchrift”, Albert Kuhlmann, wegen Beleidigung geklagte ſich böswillig habe der Wehrpflicht entziehen die Pünktlichkeit einer der Grundpfeiler ſei, auf die ſich ihr
des Bürgermeiſters Kreis von Ober=Saulheim durch die wollen.
ſpäteres Leben aufbauen müſſe. Dem
Jungdeutſchland=
reſſe , und der 48jährige Landwirt Karl Köſter von
Vom Großh. Hoftheater. Heute geht als bunde gehört die Schule als korporatives Mitglied an. Es
Aber=Saulheim ebenfalls wegen Beleidigung des Bür= Feſtvorſtellung zur Jahrbundertfeier der Völkerſchlacht; ſoll hierdurch die Erkenntnis gefeſtigt werden, daß die zu
lvermeiſters Im November 1911 war in dem Landtags= bei Leivzig auf Allerhöchſten Befehl Kleiſts „Prinz Staatsbürgern heranwachſende Jugend ſich der Segnungen
tahllreis Wörrſtadt Landtagswahl. Bei der Feſtſtellung von Homburg” vollkommen neu einſtudiert in eines großen mächtigen Vaterlandes bewußt und für ernſte
des Wahlergebniſſes in Ober=Saulheim wollte das Mit= Szene In den Hauptrollen der Vorſtellung, die Zeiten zum opferfreudigen Handeln vorbereitet wird.
g ied der Wahlkommiſſion, Köſter, bemerkt haben, daß Regiſſeur Baumeiſter leitet, ſind tätig die Damen Alſen Durch Sport und Wanderungen ſoll der Körper geſtählt
der Bürgermeiſter zweimal Zettel auf den Namen Wolf (Kurfürſtin), Horn (Natalie), und die Herren Heinz (Kur= und ein Ausgleich zu den geiſtigen Anſtrengungen
ge=
vorlas, die ſeines Erachtens auf den Namen Korell lau= fürſt), Janninas (Dörfling), Ehrle (Homburg), Weſter= ſchaffen werden.
uten. Als er dieſe Wahrnehmung zum driten Male zu mann (Kotwitz). Waſſermann (Hennings), Kräger
* Großh. Landwirtſchoftliche Winterſchule. Die
Er=
mlachen glaubte, rief er dem Bürgermeiſter zu, er glaube, (Truchs), Baumeiſter (Hohenzollern), Schneider (Golz),löffnung des 48. Winterkurſes der Großh.
Land=
dies ſtimme nicht. Bürgermeiſter Kreis bemerkte dann Harprecht (Sparren), Debus (Stranz), Hacker (Mörner), wirtſchaftlichen Winterſchule zu Darmſtadt findet am 3.
auch, daß er ſich geirrt hatte. Dieſer Vorgang veranlaßte Kroczak (Reuß). Der Abend wird durch den ſzeniſchen November d. Js., vormittags 11 Uhr, in den Schulräumen
den Köſter, einer Perſon, die er nicht nennen will, den Prolog „Die Zornſchmiede” von Ernſt von Wol= (Alexanderſtraße 20, neben der Infanterie=Kaſerne) ſtatt.
Gachverhalt ſchriftlich zu beſcheinigen. Dieſe Darſtellung zogen eingeleitet, deſſen Hauptrollen von Käthe Es ſei beſonders darauf hingewieſen daß es die
Schul=
nun verwendete der Angeklagte Kuhlmann zu einem Ar= Meißner, Hans Baumeiſter, Paul Peterſen und Franz leitung auch entfernter wohnenden Schülern ermöglicht
üref der in der Nr. 46 der Heſiſchen Liberalen Wochen= Schneider dargeſtellt werden. Den Abend eröffnet der hat, täglich mit der Bahn nach Darmſtadt zu fahren und
ſühriſt vom 11 Februar 1912 erſchten. In dem Arikel Hohenfriedberger Marſch und die von Kavelmeiſter nachmitags wieder nach Hauſe zurückzukehren. Der
Unter=
hoar auch die Erklärung des Köſter abgedruckt. Ein Ver= Lert dirigierte Jubeſonvertüre von Weber. Die Vor= richt beginnt vormittags um 9 Uhr und ſchließt um 3 Uhr
führen gegen den Bürgermeiſter wegen Wahlfälſchung, das ſtellung, die im D=Abonnement ſtattfindet, beginnt um 45 Min, nachmittags.
auf Grund der Angabe von Köſter eingeleitet wurde iſt 7 Uhr In den nächſten Vorſtellungen des „Prinzen
* Gewerblicher Erfolg. Herr Guſtav Stiefel, In=
Engeſtellt worden. Von dem Schöffengericht Darmſtadt von Homburg” werden Herr Jannings und Herr Weſter= haber des Hof=Ateliers Thiele (früher Steinacker)
Wil=
war Kuhlmann in eine Geldſtrafe von 100 Mark genom= mann in den Rollen des Dörfling und des Kottwitz helminenſtraße 6, errang auf der Allgemeinen
ngen worden, Köſter Pagegen wurde freigeſprochen. Dem alternieren. Sonntag abend gelangt Eyslers neueſte Photographiſchen Ausſtellung zu Frank=
Angeklagten Kuhlmann war der Schutz des § 193 nicht Operette „Der lachende Ehemann”, die in Wien furt a. M. unter ſtarker Konkurrenz die bronzene Medaille.
uugebilligt worden, da er nicht durch beſondere perſönliche und Berlin bereits über hundert Aufführungen erlebt
* Silberne Hochzeit. Am Montag begehen der
Intereſſen zu ſeinem Artikel veranlaßt wurde. Gegen hat, zur Erſtaufführung. Die Operette ſteht bei uns Miniſterialkanzliſt Robert Junge und deſſen Ehefrau
das freiſprechende Urteil gegen Köſter legte ſewohl der unter Leitung von Kapellmeiſter Kleiber und Regiſſeur Wilhelmine geb. Stork das Feſt der Silbernen
Staatsanwalt als auch der Nebenkläger Berufung ein, Harprecht.
Süddeutſche Eiſenbahn=Geſellſchaft. Die Ein= Hochzeit.
gesgleichen Kuhlmann gegen ſeine Verurteilung. Es kam
Der Kunſtverein für das Großherzogtum Heſſen
zwiſchen den Parteien folgender Vergleich zuſtande: Der nahmen betrugen im Monat Septbr. 1913: 1. Perſonen=
Ungeklagte Kuhlmann erklärt: Ich erkläre hiermit, daß verkehr 739 338 Mk. (gegen 647746 Mk. im Sepbtr. 1912), hält ſeine ordentliche Hauptverſammlung am
nurch die Darſtellung der Vorgänge bei der Feſtſtellung 2. Güterverkehr 93 420 Mk. (90 121 Mk.) 3. Neben= Samstag, den 8. November 1913, nachmittags 4 Uhr, im
Oberlichtſaale der Kunſthalle am Rheintor zu Darmſtadt
des Landtagswahlergebniſſes in Ober=Saulheim dem einnahmen 2749 Mk. (2781 Mk.) 4. Geſamteinnahmen ab. Die Tagesordnung enthält: Erſtattung des Jahres=
Großh. Bürgermeiſter Kreis eine ſtrafbare Wahlfal= 835507 Mk. (740 648 Mk.)
berichts für 1912. Vorlage der Rechnung für 1912, ſowie
ſchung nicht vorgeworfen werden ſollte. Soweit in dem
— Bibliothek der Großh. Zentralſtelle für die Ge= des Voranſchlages für 1913, Entlaſtung des Rechners,
Aertikel in Nr. 46 der Heſiſchen Liberalen Wochenſchrift werbe (Bibliothek, Vorbilder=Sammlung, und Patentſchrif= Aenderung der Statuten, Verwaltungsratswahlen,
Ver=
vom 11. Februar 1912 ein derartiger Vorwurf überhaupt ten=Auslegeſtelle), Neckarſtraße 3. Wie uns die Anſtalt ſchiedenes.
zu erblicken ſein ſollte, nehme ich dieſen hiermit zurück. mitteilt, wird anfangs November die ſeit Jahren be=
Verein für Verbreitung von Volksbildung. Auf
Der Angeklagte Köſter erklärt: Meine in dem unter ſtehende Einrichtung der Bibliothekabende wäh= Veranlaſſung des Vereins für Verbreitung von Volksbil=
Anklage ſtehenden Artikel veröffentlichte Erklärung iſt rend der Wintermonate wieder aufgenommen. Der Leſe= dung wird Herr Profeſſor Dr. Meiſel am Donnerstag, den
ausſchließlich zu dem Zwecke erfolgt, einem Landtags= ſaal wird in dieſer Zeit außer den allgemeinen Bibliothek= 23. Oktober, im Saale 226 der Techniſchen Hochſchule einen
abgeordneten als Material zum Vorbringen in der Kam=ſtunden von 8½ bis 12½ Uhr vormittags und von 3 bis Vortrag halten über das Thema: Der
Stern=
mer zu dienen. Eine Abſicht, den Nebenkläger mit dieſer 5½ Uhr nachmittags (an den Samstagen nur vormittags) himmel” Karten und Lichtbilder werden die Ausfüh=
Erklärung zu beleidigen, hatte ich nicht, ich wollte auch in auch Dienstags und Freitags abends von 8 bis rungen des beliebten Redners unterſtützen.
I E
beraus; es hat von Grabbes geſchichtlichem Realismus, fabelhaften Sicherheit ausgebildet. „Lenz”: Die erſte Monet, wie Liebermann und Trübner, iſt ihm das Licht
von ſeiner ſprunghaften, pointierten Technik gelernt; aber pſychologiſche Landſchaftsſtudie unſerer Literatur hat man alles, offenbart ihm die Seele der Landſchaft. Die Farbe
Es macht zum erſten Male Ernſt mit der dramatiſchen Ge= dies merkwürdigſte aller Werke Büchners genannt. Dieſe erhält erſt Schönheit und Ausdruck durch die
Helligkeits=
ſaltung des Milieus mit der lebendigen, pſychologiſchen wenigen Seiten ſind ſo etwas wie das ABC aller Proſa= werte, die ſich in ihr offenbaren. Mit einem feinſten,
Behandlung der Maſſen, mit der Ausſchaltung der tragi= dichtung des 19 Jahrhunderts. Schwer dürfte es werden, überempfindlichen Gefühl für Lichtphänomene ausgeſtattet,
ſichen Helden und führt in grader Linie hin zu der natu= hier die dichteriſchen Vorbilder zu finden. Dafür bot ihm malt er ſchon die bunten Schatten, die die Pleinairiſten
ent=
paliſtiſchen Tragödie, die in Gerhard Hauptmanns „We= der Stoff bereits in den Aufzeichnungen des Pfarrers deckten, und wird nicht müde, die zarteſten Stimmungen
hern” und „Florian Geyer”, ihren Ausdrück gefunden. Oberlin über das Ausbrechen des Wahnſinns bei Lenz der Luft, die Spiegelungen und Brechungen des Lichts in
Leonce und Lena‟: Dies Luſtſpiel iſt in ſeiner geiſtreichen einen Seelenton, wie ihn nur das Leben gibt. Der un= der Atmoſphäre aufzufangen und darzuſtellen. Und Im=
Fronie, mit ſeinen funkelnden Witzraketen ein echtes Kind geheure Gegenſatz von Menſchenſeele und Natur, jene preſſioniſt iſt er auch in der Beobachtung momentaner
Ein=
ſger Romantik, ohne Tiecks Märchenſatire und Brentanos tiefſte Beziehung des modernen, innerlich entzweiten Men= drücke, vorüberhuſchender Seelenzuſtände, in dem Feſt=
Wortakrobatik nicht zu denken und doch iſt darin jenes ſchen zur Landſchaft, die die feinſten Schwebungen des halten jenes eigentümlichen Zaubers des Alltags da im
kurrile Spielen mit den Stilen, jenes graziöſe Bieder= Naturſchönen aus dem Gefühl der heißeſten Sehnſucht er= flüchtigen Augenblick „die ſchönſten Bilder, die
ſchwellend=
neierparfüm, in dem Romantik und Spießbürgerlichkeit lebt, ſie ſind in dieſer Novelle ausgedrückt, und ſo hat ſie ſten Töne ſich geuppieren und auflöſen” Impreſſioniſtiſch
ſſich einen. Die eigenſten Geſtalten Herbert Eulenbergs, denn Verwandtſchaft mit allem, was nachher die Dichtung iſt endlich ſein haſtiger, andeutender Stil ſeine kühne Art
hein „natürlicher Vater”, ſein Hyazinth in der „Belinde‟, auf dieſem Gebiet geſchaffen, mit Jacobſens durchgeiſtig= leicht anſpielender Adjektive, raſch abbrechender Sätze,
ſprechen ſo wie Leonce: ſchwärmeriſch=mokant, pathetiſch= ter Landſchaftsſchilderung und Bourgets pſychologiſcher worin er bereits Heines Art vorausnimmt.
Erwägt man all dies an Bichners 10. Gebutstage,
ſoiſſig, vieldentig=banal. Dandytum und Weltſchmerz, All= Analyſe, mit Stifter und Otto Ludwig und Keller. Und
behnſucht und innerliche Zerriſſenheit, dieſe typiſchen Kon= zuletzt noch der „Heſſiſche Landbote”: Um dieſes politiſchen ſo muß man ſagen: Dies kurze Leben war überreich an
ülikte der modernen Romantik die ſeit Hofmannsthal das Meiſterpamphlets willen hat man in Büchner einen Vor=fruchtbarſtem Schaffen. Fortiſimo und Preſtiſimo iſt die
gewige Thema unſerer Jungen bilden, haben in dieſer nach= läufer Laſſalles geſehen, einen bewußten Sozialiſten und Tonart, in der es ſich abſpielte. Der frühreiſe Schüler in
oenklichübermütigen Komödie bereits ihre wundervolle Propheten des Zukunſtsſtaates. Wirklich klingt aus ſeinen Darmſtadt, der ſkeptiſche Straßburger Student, der
Geſtaltung erfahren. „Wozzek‟ Die Tragödie des um ehernen, an E. M. Arndt und Eourier geſchulten Sätzen in den allgemeinen Freiheitstaumel der ablingenden
heine Perſönlichkeit und ſein Weib Betrogenen hat das der aufrüttelnde, leidenſchaftlich klagende Ton hervor, der Juli=Revolution hineingeriſſene Empörer in Gießen, der
tabgeriſſene, raſend hingewühlte Tempo mit den Werken in den ſtärkſten und beſten Propaganda=Schriften des verzweifelnde, gehetzte Flüchtling der reſignierende und
doch auf einer höheren Warte für ſeine Ideale
weiter=
ſoes „Sturm und Drang” gemein, mit dem „Urfauſt”, mit modernen Sozialismus vernehmbar iſt.
Und was iſt nun das Grundelement in der Weſensart kämpfende Privatdozent in Zürich, der ſich durch eine
vor=
ſoen Dramen von Lenz. Doch übertönt den meiſterhaften
Realismus der Menſchengeſtaltung, die blutvolle Sinn= dieſes Dichters, durch das all die eben aufgezeigten Zu= treffliche wiſſenſchaftliche Arbeit die gelehrten Sporen
ver=
ſlichkeit der ſzeniſchen Anſchauung ein unwirklicher greller ſammenhänge mit dem Stil und der Kunſt unſerer Tage dient hat — dieſe Etappen ſeines Lebens ſind typiſch für
Walladenklang, etwas Marionettenhaftes eine kühne und bedingt ſind? Einen „Klaſſiker des Impreſionismus” den begabten Sohn ſeiner Zeit, aber ſie erhalten einen
wwilde Stiliſierung. Wer den „Wozzek” lieſt, muß an hat man in Büchner entdecken wollen, wie er auch ſelbſt Ewigkeits=Grundton durch die dichteriſchen Schöpfungen,
Wedekind denken, an den Wedekind von „Frühlings Er=ja ſchon in dem äſthetiſchen Glaubensbekenntnis ſeines die durch ſie genährt und bedingt wurden. Wie jedem
wachen” und von Muſik” an dieſen Meiſter einer abſicht= „Lenz” die Tendenzen und Ziele der impreſſioniſtiſchen Großen ward ihm ſein Leben zum Dichten und drückte
ſlich hölzernen, ſteifen Technik, die das dämoniſche Ueber= Malerei formuliert hat. Farbe und Licht ſpielen in ſeinem ſeiner Perſönlichkeit die leuchtende Märtyrerkrone des
ſchäumen einer maßloſen Perſönlichkeit bändigt. DielWerk eine größere und eigentümlichere Rolle, als in dem Genies aufs Haupt, vor der wir uns in Verehrung nei=
Gohnvoll wüſte, in einem ſchmerzvollen Gelächter auf= jedes Dichters vorher. Das iſt vor kurzent in einer be= gen, mögen wir ſie auch, wie hier, auf einem kaum
er=
ſſchreiende Weltverachtung, die ſtarre Gegenüberſtellung ſonderen Arbeit (Dr Rudolf Majut „Farbe und Licht im blühten Scheitel erblicken.
ſtragiſcher Größe und burlesker Karikaturiſtik, die unſer Kunſtgefühl Georg Büchners”) ausführlich betont worden.
nmodernſter Dramatiker hat, iſt im „Wozzek” mit einer Wie den großen Meiſtern der neuen Kunſt. wie Manet und
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 17. Oktober 1913.
Nummer 247.
2 Zung= Darmſtadt. Heute Freitag abend ſindet zu fkerſchlacht ſeine Weihe gegeben, werden am Sonntag ſchſchungein Benalens hinauf zum Hochaebirge des Zimng=
Ehren des Herrn Oberbürgermeiſters a. D. Schäfer einſvormitag in allen Kirchen durch die Kirchenge= laſa nach Darferling am Fuße des mächtigen., 8582 Meten
Fackelzug ſtatt, der ſich um ½8 Uhr am Schwimmbad auf= ſangvereine feſtlich geſtaltete Predigt=Gottesdienſte hohen Kanchinjanga. Dann zurück nach Diamond
Har=
ſtellt, von wo er durch die Riedlinger=, Hoffmann=, ſtattfinden. Abends um 6 Uhr wird die gemein= bour am Zoogly=Strom, wo der Dampfer „Cleveland‟
Mathildenſtraße, Grüner Weg, Herdweg, Roquetteweg,
ſame Gedächtnisfeier der ſämtlichen hie= zur Tour nach Hinterindien (Birma) und Rangoon bereitt
Ohlyſtraße, Nieder=Ramſtädter Straße, Roßdörfer Straße, ſigen Kirchengeſangvereine (der Beſſunger, lag. Von der Stadt der „goldenen Pagode” ging dier
Stiſtſtraße, Dieburger Straße, Heinheimerſtraße. Kranich=Martins=, Johannes=, Paulus= und Stadtgemeinde, ſowiel Fahrt durch den Golf von Martaban nach dem malabiſchem
ſteinerſtraße nach dem Spielplatz von Jung=Darmſtadt des Gemeindegeſangvereins der Stadtgemeinde) in der Archipel zur Hauptſtadt der „Straits Settlemens”:
Singa=
führt, wo aus Anlaß der 100jährigen Wiederkehr derStadtkirche abgehallen werden Neben Gemeinde= pore, und dem Malayenſtaat Johore, an der Südſpitze
Schlacht bei Leipzig ein Freudenfeuer abgebrannt wird. geſang und Anſprache werden von dem ſtattlichen Geſamt= von Malakka, Von hier aus wurde der Aequator paſ=
* Heſſiſcher Volksſchriftenverein Se. Königl. chor folgende Chorgeſänge vorgetragen werden: 1. Du ſiert und Java angelaufen. Dann zurück über den Aequa=
Hoheit der Großherzog haben den Vorſitzenden des Friedefürſt, Herr Jeſu Chriſt, Tonſatz tor durch das ſüdchineſiſche Meer nach dem Inſelreich dem
Vereins, Heren Oberlandesgerichtsrat Lang, in Audienz von Joh. Sebaſtian Bach, 2. Was iſt die! Philippinen (Luzon und Manila). Weiter nach China
empfangen und die vom Verein herausgegebene Ere Macht, was iſt die Kraft, des Chriſten ſtolze über Hongkong und den mächtigen Perl=Strom chinauff
innerungsſchrift zur Hundertjahrfeier Ritterſchaft?, Text von E. M. Arndt, Weiſe und nach Kanton. Die Reiſe führte ſodann durch das oſt=
1813/1913 entgegengenommen. Seine Königl. Hoheit Tonſatz von J. A. P. Schulz. 3. Altniederländi= chineſiſche und gelbe Meer nach unſerer deutſchen Kolonier
haben ſich über die Beſtrebungen des Vereins an= ſches Danklied für das Vaterland: Wie glück= Kiautſchou und Tſingtau im fernen Oſten, und dann nach
erkennend ausgeſprochen und ihnen weitere Erfolge ge= lich iſt das Land. Tonſatz von A. Mendelsſohn, dem Reiche der aufgehenden Sonne: Japan. Hier wurdes
4. die für dieſen Tag komponierte Feſtmotette der berühmte Binnenlandſee beſucht, auch kam eine großes
wünſcht.
O. Der Bezirksverein Beſſungen hielt am Mittwoch A. Mendelsſohns nach Worten des Deboraliedes Landreiſe durch die Hauptinſel Nippon zur Ausführung,,
in der Angelegenheit der Stadtverordnetenwahl (Richt. 5). — Der Eintritt iſt frei, doch werden Kinder ohne die über Tokio nach Jokohama führte. Von letzterenn
eine Verſammlung im Gaſthaus „Zum Ochſen” ab, die Begleitung Erwachſener nicht eingelaſſen. Die Empore Hafen aus wurde die 17tägige Fahrt durch den Großem
gegenüber der Orgel wird von dem Chor in Anſpruch ge= Ozean nach San Franzisko angetreten, die nur durch dent
von dem 1. Vorſitzenden Herrn Glaſermeiſter Werner, nommen. Am Ausgang wird eine Kollekte für die Re= Aufenthalt auf den Hawai=Sandwichs=)Inſeln mit einemn
geleitet wurde. Zunächſt erſtattete Herr Stadtverordneter
formationskirche erhoben werden.
Aufenthalt in Honolulu unterbrochen wurde. Von Sanz
Henrich ein einleitendes Referat, wobei er u. a. be=
* Wappenausſtellung. Die Firma Gg. Schubkegel, Franzisko aus wurde der Süden und Norden der=
Vere=
tonte, daß man ſich mit der Tatſache, daß auch die
politi=
ſchen Parteien ſich mit der Wahl befaßten, abfinden müſſe. Rheinſtraße 4, bringt zur Jahrhundertfeier ſämtliche einigten Staaten durchquert und von Neu=York die Rüches
Für Rechtskundige und Geſchäftsleute ſei in der Stadt=Wappen der deutſchen Staaten, Provinzen reiſe nach Europa angetreten, die über Cuxhaven-Ham= noch Platz. An Problemen fehle und Städte in einem Schaufenſter zur Ausſtellung und burg wieder nach Darmſtadt führte, zuſammen genommen;
dürfte deren Beſichtigung von allgemeinem Intereſſe ſein, ein Weg von 56 000 Kilometern! — Herr Hofrat Edwards
es nicht. Vor allen müſſe der Zuzug von außen
geför=
beabſichtigt, ſeinen Vortrag durch Vorführung von etwg;
dert und Induſtrie ſherbeigeſchafft werden. Eine Haupt=
— Zur Jahrhundertfeier. Den Beſuchern des Vor= 150 Lichtbildern (meiſt Originalaufnahmen) zu
ſorge ſei auch die Verwertung des durch die Bahnhofs= trages „Das Jahr 1813 und die Schlacht bei Leipzig” ſtrieren. Der Vorverkauf der Eintrittskarten begiſt
verlegung erworbenen Terrains, die Schaffung der Heag iſt die Mitnahme des Opernglaſes zu empfehlen. Die demnächſt.
ſei unvermeidlich geweſen. Die Reorganiſation des Damen ſind höflichſt gebeten an dieſem wie auch am
Grunderwerbsfonds ſei unabweisbar. Bei der darauf= Samstag abend, den Hut abzunehmen. In Anbetracht
h. Ober=Ramſtadt, 16. Okt. (Zur Geſtaltung
folgenden Abſtimmung wurden die Herren Henrich, von der andauernden ſtarken Nachfrage nach Eintrittskarten,
einer würdigen Jahrhundertfeier) der Völ=
Heſſert, Gg. Hoffmann, Fr. Noldt, Leyerzapf und Witt= die bereits am Morgen des erſten Ausgabe= kerſchlacht bei Leipzig, der Grundſteinlegung zum neuen
mann zur Wiederwahl bezw. Neuwahl in die tages vergriffen waren, wird dringend darum
ge=
mächtigen Deutſchen Reiche, entfaltet in bieſiger Gemeinde?
Stadtverordnetenverſammlung empfohlen. Nach 11 Uhr beten, daß Karteninhaber, die am Beſuche verhindert ſind, ein Feſtausſchuß energiſche Tätigkeit. Samstag, den 18.;
ſchloß der 1. Vorſitzende die ſtark beſuchte Verſammlung, ihre Karten umgehend einer der Abgabeſtellen übermit=
Oktober, nachmittags 2 Uhr, findet ein Umzug ſämtlichen;
* In Amerika verſtorbene Heſſen. Im Alter von 55 teln, damit ſie anderen Intereſſenten eingehändigt werden Schulkinder unter Beteiligung des Gemeinde=, Kirchen=
Jahren iſt in Neu=Vork. Eity, Herr Ludwig Heinz könen, Wie wir hören, iſt beabſichtigt die Jahrhundert= und Schulvorſtandes durch verſchiedene Ortsſtraßen ſiatt
plötzlich geſtorben. Er war aus Heſſen=Darmſtadt gebür= feſtlichkeiten zu Anfang nächſter Woche zu wie= Nach Beendigung des Zuges erfolgt eine Anſprache auff
tig. Die Beerdigung fand am 3. Oktober nach dem Luthe= derholen, um die Darbietungen noch weiteren Kreiſen dem Schulhofe und die Schulkinder werden mit Brezelt!
ran Cemetery ſtatt. Der Pfungſtädter und Umgegend zugängig zu machen.
bedacht. Am ſelben Abend, um ½9 Uhr wird ein Felt,
Kranken=Unterſtützungs=Verein, dem er als Mitglied an=
* Deutſchngtionaler Handlungsgehilfen=Verband. Es Fackel= und Lampionzug formiert, der ſich mit
Milität=
gehörte, gab ihm das letzte Geleit.
ſind alle Vorbkreitungen getroffen, daß die Jahr= muſik von der Eichelmannsmühle durch die Haupt= und
hundertfeier des Deutſchnationalen Handlungsge= Aliceſtraße nach dem Höhenfeuer auf der „Eichhöhelche
hilfen=Verbandes einen erhebenden Verlauf nimmt. Es wegt. Beim Eintreffen daſelbſt ſpielt die Muſik Reu
* Orpheum. Gaſtſpiel Jobs Kölner Luſtige wurde bereits mitgeteilt, daß Herr Herzog=Mannheim für Choral: „Nun danket alle Gott” Nach der Feſtrede und
Bühne Der übermütige Schwank „Son Windhund”, die Jahrhundertrede gewonnen iſt. Das Darmſtädter gemeinſamem Liede erfolgen Rückmarſch und Auflöſung
der mit ſeiner unwiderſtehlichen Situationskomik dem all= Schubert=Quartett wird einige der herrlichſten Geſänge des Zuges am Ortseingang. Mit einer Kirchenparahe
abendlich bis auf den letzten Platz beſetzten Hauſe Tränen Theodor Körners vortragen. Gemeinſamer Geſang natio= vieler Vereine ſetzt die Feier am 19. Oktober, vormitſags
des Lachens entlockte, geht nur noch heute Freitag naler Lieder wechſelt ab mit Vorträgen aus den Werken 10 Uhr ein. Der Feſtgottesdienſt wird durch Chöred
in Szene. Wer dieſe famoſe Novität noch nicht geſehen der großen Freiheitsdichter. Es ſei nur die mächtig wir= Geſangvereine „Eintracht” „Sängerluſt” und des
Doppel=
hat, beſuche dieſe letzte Aufführung, da eine ſpätere Wie=kende Dichtung Arndts „Die Leipziger Schlacht” genannt. quartetts „Konkordia” verherrlicht. Abends um 8 Mhk
derholung volſtändig ausgeſchloſſen iſt. — Samstag, den Der zweite Teil des Abends iſt der zwanzigſten ſetzt die Abwickelung eines reichen Feſtprogramms Ml
18. Oktober, findet die Premiere einer ſehr intereſſanten Gründungsfeier des Deutſchnationalen Handlungs=Gaſthaus „Zum Löwen” ein.
Neuheit, der vieraktigen Detektiv=Burleske „Um 1 Mil= gehilfen=Verbandes gewidmet. Künſtleriſche Vorträge, eine
Bensheim a. d. B., 16. Okt. (Die
Jubiläums=
lion”. ſtatt.
Theateraufführung, weitere Darbietungen des Schubert=ausſtellung) der Gewerbe= und Malerſchule in Bens==
* Kinotheater. Union=Theater (Kunſt=Licht= Quartettes werden auch dieſem Teil der Feier ein glanz= heim a. d. B. erfreut ſich ſeit ihrer Eröffnung eines ſehr
ſpiele, Rheinſtraße 6) Man ſchreibt uns: Wie aus dem volles und feſtliches Gepräge geben. Wie aus der Anzeige ſtarken Beſuches von ſeiten der Behörden anderer Fücht
Inſeratenteil erſichtlich, findet heute die letzte Vorführung in der heutigen Ausgabe dieſes Blattes erſichtlich iſt. fin= ſchulen, ſowie der ganzen Bevölkerung. Um den
vieleſ=
des allgemein als Kunſtwerk anerkannten phantaſtiſch= det die Feier Samstag, den 18. Oktober, im großen Saale Anfragen und Wünſchen hauptſächlich auswärtiger
romantiſchen Films „Der Student von Prag” des Kaiſerſaales ſtatt.
ſtatt. Von Samstag ab bringt die Leitung des Union=
*e Zur Jahrhundertfeier findet in der Hauptſyna= ſucher entgegen zu kommen, hat ſich die Schulleitung
aut=
ſchloſſen, die Ausſtellung bis einſchließlich
Theaters wiederum eine hervorragende Neuheit, die von goge, Friedrichſtraße, Samstag, den 18. Oktober, ein Feſt=Sonntag, den 19. Oktober, zu verlängern.
den Freunden der Kinokunſt jedenfalls freudig begrüßt gottesdienſt mit Predigt ſtatt.
Schule, welche in den letzten Jahren einen großen Aut
wird, und zwar den gerade in den jetzigen Tagen höchſt
ſchwung genommen hat, ſteht mit ihren Leiſtungen an erſtel
aktuellen Film Der Feind im Land” mit Henny Porten
Stelle heſſiſcher Fachſchulen. Mittwoch und Samstah
in der Hauptrolle. Mit der genannten Künſtlerin iſt nach
Darmſtädter Vortragsverband.
nachmittag ſinden Führungen durch die Ausſtellung durch
der Auffaſſung der maßgebenden Autoritäten der ſeither
allmächtig herrſchenden Kino=Diva, Aſta Nielſen, nicht nur
— Wie ſchon bekannt gegeben, wird das ehemalige die Herren Hauptlehrer Architekt Eiſenhardt und Kunſte
eine ebenbürtige, ſondern eine ſie noch übertreffende Ri= geſchätzte Mitglied unſerer Hofbühne, Herr Hofrat Hugol maler=Hammann ſtatt.
valin erſtanden. Wer Henny Porten in dem zu Herzen! Edward, am Donnerstag, den 30. d. M., im großen Von der Bergſtraße, 16. Okt. (Urſache der ſchlech
gehenden Film „Der Feind im Lande: geſehen, der, wie Saale der Turngemeinde über die Erlebniſſe ſeiner großen ten Traubenherbſte) Schon in den letzten Jahlen
ſchon der Titel vermuten läßt, Kämpfe zwiſchen Deutſchen Reiſe „Rund um die Welt” einen Vortrag halten, behaupteten viele Winzer, die Urſache der verſchiedenen
und Franzoſen vor Augen führt, wird ſich zu ihrem be= deſſen Reinertrag dem Feſthaus=Verein Darmſtadt zugute Rebkrankheiten ſei auf die vielen chemiſchen und
geiſterten Verehrer bekennen.
kommen ſoll. Es dürſte für dieſenigen, die dem Vortragſonſtigen Fabriken zurückzuführen, die inſher
beizuwohnen gedenken (es liegen bereits Beſtellungen auf Gegend von Mannheim und Ludwigshafen die Luft
ver=
über 900 Eintrittskarten vor), von Intereſſe ſein, zu er=peſteten, was aber vielerſeits widerſprochen wurde Der
Darmſtädter Jahrhundertfeiern.
fahren, welchen Weg Herr Hofrat Edward bei ſeiner Umſtand aber, daß dieſes Jahr noch in den letzten Wochen,
— Kirchliche Jahrhundertfeier. Wer die Berichte über Welttour genommen hat. Die Reiſe führte zunächſt von nachdem die Trauben ſchon entwickelt waren, infolge der
die Dankgottesdienſte nach der Leipziger Schlacht, die ſich Darmſtadt aus nach der Schweiz über den Gotthard nach häufig bei Weſt= und Südweſtwinden niedergegangenen
Jahrzehnte lang erhalten haben, lieſt und die tiefe religiöſe Genua und dem franzöſiſchen Kriegshafen Villefranche bei Staubregen die Trauben ſo raſch zugrunde gingen, und
Bedeutung der unvergleichlichen Volkserhebung vor 100 Nizza. Von dort aus mit dem großen Dampfer „Cleve= beſonders auch der Umſtand, daß nicht nur Rebſtöcke, ſone=
Jahren kennt, wird der Kirche auch bei der bevorſtehenden land” der Hamburg=Amerika=Linie nach Aegypten: Port dern auch Rübenpflanzen, Kartoffeln und dergleichen in
Jahrhundertfeier eine beſondere Aufgabe beimeſſen. Nach= Said, Kairo und Suez und durch das Rote Meer nach den letzten Wochen fortgeſetzt von einem rußigen Belag
dem am 18, ſelbſt ein Gottesdienſt der Militärge= Bombay (Vorder=Indien). Von hier aus erfolgte die überzogen waren, gibt nun der Vermutung in
immerwei=
meinde ſtattgefunden und mittags von 12—12½ Uhr das Durchquerung Nord=Indiens per Bahn über Agra, Delhi, teren Kreiſen Raum, daß tatſächlich die Rebkrankheiten von
Geläute aller Kirchenglockendem Tage der Völ= Lucknow, Benares nach Kalkutta und dann durch die beſagten Niederſchlägen herrühren.
h. Langen. 15. Okt (Stadtvorſtandsſitzung.)
ein Jahresgehalt von rund 5000 Mark, außer einer
frei=
gebigen Entſchädigung für die Anſchaffung der Fallen und Der Stadtvorſtand beſchloß in ſeiner letzten Sitzung das
Feuilleton.
den Unterhalt der Katzen. Die Stelle war während der folgende: Das Kiefern=Schwellenholz pro Feſtmeter 23/8
— Wie man Wertſachen ſichtr verſchickt. Im Zuſam= Regierungszeit Karl II, geſchaffen worden. Der „Bier= Mark und das Buchen=Schwellenholz pro Feſtmeter 17,66
menhang mit dem Aufſehen, das kürzlich der Diebſtahl des koſter” erhielt zwar nur ein Jahresgehalt von etwa 1000 Mark aus dem hieſigen Stadtwald wird für das
Rech=
berühmten mit drei Milionen Franes bewerteten Per= Mark, dafür durfte er aber über alle angebrochenen nungsjahr 1914 der Firma Gebrüder Himmelsbach zu
Der Termin zur Wahl
lenhalsbandes machte, werden ſich viele darüber gewun= Flaſchen, die ſich auf der königlichen Tafel befanden, ver= Bingen a. Rh. übertragen.
dert haben, daß ein ſo koſtbarer Gegenſtand ohne weitere fügen. Eduard VII. hob auch den Poſten des „Entkorkers” eines Beigeordneten der Stadt Langen wird auf
Umſtände als Einſchreibſendung der Poſt zur Beförde= der Flaſchen auf, der während der Regierung der den 19. November 1913 feſtgeſetzt. Wahlzeit von
vormit=
rung überliefert wurde. In der Praxis aber ſcheint es Königin Eliſabeth eingeführt worden war. In jener Zeit tags 10 Uhr bis abends 7 Uhr ununterbrochen. Der
beinahe, als ſei die anonyme Verſendung durch die Poſt brauchten die Nachrichten lange Zeit um an den Ort der Stadtvorſtand beſchloß ferner die Errichtung einet
gerade bei ungewöhnlich hohen Wertgegenſtänden der Beſtimmung zu gelangen. So erfuhr auch die Königin Leichenwagenhalle und beträgt der Voranſchlag
beſte Schutz gegen alle Gefahren. Als Beiſpiel dafür er= die Beſitzergreifung von Nowaja Semlja durch die Hol= hierzu 2257,50 Mark. Der Stenographengeſellſchaft
Lan=
zählt der Rappel ſeinen Leſern eine kurioſe Geſchichte, länder erſt durch eine Flaſche, die die Ebbe an den Strand gen wurde für zwei Wochentage, abends, zur Abhaltung
die ſich nach ſeinen Angaben ſeinerzeit mit dem Eullinan; ſpülte und die diesbezügliche, an den erſten Lord der Ad= ihres Unterrichts ein Schulſaal in der Volksſchule un=
Diamanten ereignet haben ſoll. Der Fall liegt bekannt= miralität gerichtete Meldung enthielt. Daraufhin wurde entgeltlich zur Verfügung geſtellt, gleichzeitig wird dem
lich gegen 8 Jahre zurück. Damals beſchloß Transvaal, dann der erſte Lord ſelbſt zum Entkorker der Flaſchen Turnverein Langen die Turnhalle der Walſchule gelegent=
König Eduard VII. als Dank für die Gewährung der im Dzean ernannt, eine Charge, die bis heutigen Tags lich der am 9. November d. J. ſtattfindenden Bezirlsppr=
Verfaſſung den größten in Südafrika bisher gefundenen beſtand. Die Königin Viktoria endlich war es die eine turnerſtunde überlaſſen. Die Kiefernſamenernte pro 1913
Diamanten zum Geſchenk zu machen, den „Cullinan”. der kurioſeſten Hofchargen beſeitigte: jene des königlichen aus dem hieſigen Stadtwald wurde der Firma Konrad
Dem General Botha fiel die Aufgabe zu, die Verſendung Stellvertreters der königlichen Kinder. Es war das ein Appel in Darmſtadt übertragen.
t Dieburg, 16. Okt. (Schuleinweihung.) Geſtern
des einzigartigen Juwels in die Wege zu leiten. Um nun Angeſtellter, dem die undankbare Aufgabe zufiel, die
allen Verſuchen eines Diebſtahls oder einer Entwendung Schläge zu erhalten, die die königlichen Kinder ſich durch wurde die neue Schule in der Marienſtraße, ein ſchöner,
nach neueſtem Muſter erbauter, ſtattlicher Bau,
einge=
des Cullinan die Gelegenheit zu rauben, ließ Botha einen irgend eine Miſſetat verdient hatten.
weiht. Die Schule beſteht aus 12 Schulſälen, hat
Zen=
hohen Beanten Transvaals in Begleitung von vier ſtatt=
* Der gute Ton in allen Lebenslagen Vor einigen tralheizung, Badeeinrichtung. Heilbäder. Duſchen und
lichen Poliziſten die Reiſe nach England antreten; der Be= Tagen war ich — ſo ſchreibt der Tägl Rundſchau ein
amte führte eine Stahlkiſte mit ſich, die Tag und Nacht be= Leſer — mit meiner Frau in der Markthalle an der Fried: Dampfbäder, ſowie einen Maſſageraum. Zur Ausbildung
in der Haushaltung iſt eine Kochſchule eingerichtet. Um
wacht wurde. Aber dieſes ſeltſame Gepäckſtück war in richſtraße Bumen zu einer Geſellſchaft zu holen. An
2 Uhr verſammelten ſich die Schulkinder, die Lehrer und
Wirklichkeit leer Den Cullinan=Diamanfen verpackte man einem der Verkaufsſtände lagen beſonders ſchöne Aſtern. Lehrerinnen, Kreisſchulvorſtand Stadtvorſtand und
Feſt=
in eine kleine Schachtel und ſchickte ihn für wenige Pence Die Inhaberin dieſes Standes hatte aber wohl ſchon ge= gaſte in der ſeitherigen Mädchenſchule im Albimſchen
als Muſter ohne Wert durch die Poſt. Und ſo traf er auch ſchloſſen, war jedenfalls nicht zu ſehen. Statt deſſen kam Schloß. Herr Oberlehrer Diehl hielt eine entſprechende
richtig eindenn keiner der Diebe, der an die Erlangung ihre Nachbarin und fragte nach unſerm Begehren. Als Abſchiedsrede. Schulkinder trugen einen Abſchiedsgeſang
des Juwels gedacht haben mochte, kam je auf den Gedan= wir’s geſagt hatten, antwortete ſie: „Die Dame neben= vor. Sodann ging der feſtliche Zug durch die Straßen
ken, daß dieſer Millionenſchatz als unanſehnliches Muſter an iſt ſchon fortgegangen.” „Die Dame.” Nun wußten der Stadt zum neuen Schulhaus. Herr Schulrat
Gun=
ohne Wert befördert werden könnte.
wir, was ſich gehört! Wir hatten nämlich nach „der Frau” derloch als Vertreter der Kreisſchulkommiſſion, Herr
ml. Merkwürdige Hofämter. Unter den altehrwür= gefragt. Unter vorſichtiger Wahrung der geſellſchaftlichen Dekan Ebersmann als Vorſitzender des katholiſchen
digen Hoſchargen, die ſich am engliſchen Hofe bis vor Formen erſtanden wir nun die gewünſchten Aſtern bei Schulvorſtandes Herr Pfarrer Port als Vorſitzender des
wenigen Jahren wie eine ewige Krankheit forterbten, ver= ihr, zahlten und warteten aufs Einwickeln. Das machte evangeliſchen Schulvorſtandes, ſowie der leitende Architekt,
dienen die des „löniglichen Vierkoſters” und jene des die Dame aber nicht ſelbſt, ſondern ſagte zu ihrem Manne: Herr Völker, hielten entſprechende Anſprachen. Herr
„Fängers der königlichen Mäuſe” beſondere Erwähnung. „Du Aujuſt, packe mal den Leuten da die Aſtern in.” Architekt Völker überreichte den Schlüſſel Herrn Bürger=
Beide Aemter ſind im Jahre 1905 von König Eduard VII. Stolz liebe ich den Spanier! — Es iſt doch etwas Schönes meiſter Krausmann dieſer übergab ihn dem Vertreter der
abgeſchafft worden. Der königliche Mäuſefänger empfing um den Klaſſengeiſt!
Kreisſchulkommiſſion, Herrn Kreisrat Dr. Wagner.
Nummer 247.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 17. Oktober 1913.
Seite 5.
m Reinheim, 15 Okt. (Bezirtsſparkaſſe) Bei nicht als einzeine Gemeinde,ſondern als Glied von Groß.=kurzhatig, kurzer, buſchiger Schweiſ, aber kürzer als beim
ber Generalverſammlung derhieſigen Bezirks= Berlin zu finden wiſſen, als dasjenige Glied, das beſtim= Fuchs und auch nicht ſo buſchig; das Tier hält den
parkaſſe wurde Herr Oberamtsrichter Breidenbach mend wirke auf die Entwickelung von ganz Groß=Berlin. Schwanz beim Laufen wagrecht.
rum Direktor gewählt. In den Vorſtand trat neu ein
Vonſchwerem Mißgeſchick iſt die Familie des
Neu=York, 15. Okt. (Kurzer Prozeßmit einem
Derr Beigeordneter Kopp=Reinheim. Zum Rechner Eiſenbahnwagenwäſchers Hermann W. in Pankow heim= Wahlweib.) Infolge der vielen Proteſte, welche
wurde Herr Kämmerer=Ortenberg gewählt.
geſucht worden. Der Mann hatte ſeit Jahren ein Viertel= in Waſhington aus allen Teilen der Vereinigten Staaten
h. Lengfeld, 16. Okt Die 100 jähr. Wiederkehr los der preußiſchen Klaſſenlotterie mit einigen einliefen, hat die Regierung beſchloſſen, die dem Zuchthaus
wer Tage der Schlacht bei Leipzig ſoll auch Bekannten zuſammen geſpielt. Da er aber niemals etwas entwichene engliſche Suffragettenführerin Frau
Pank=
vierorts feſtlich begangen werden. Am 18. d. Mts. gewann, meinte er im Scherz zu ſeiner Frau, er glaube, hurſt bei ihrer Ankunft in Neu=York nach Ellis
Js=
wird von 12 Uhr ab das Läuten der Glocken mit dem die Nummer ſeines Loſes ſei gar nicht in der Gewinn=land zu befördern. Hier hat ſie ſo lange zu ver=
Blaſen von Chorälen durch den hieſigen Poſaunenchor trommel enthalten. Seine Frau nahm dieſen Scherz für bleiben, bis die Kommiſſion, welche eigens hierzu
einge=
von dem Rundgang des Kirchturmes aus abwichſeln, Ernſt und ging ohne Wiſſen ihres Mannes zum Lotterie= ſetzt iſt, ſich darüber ſchlüſſig geworden iſt, ob Frau
Pank=
urch Flaggenſchmuck dem ganzen Ort ein feſtliches Ge= kollekteur, um das Los gegen ein anderes umzutauſchen. hurſt in den Vereinigten Staaten zugelaſſen werden ſoll
Fräge gegeben und abends auf Gemeindekoſten ein Bald darauf kam aber das erſte Los mit einem Gewinn oder nicht.
rlächtiger Holzſtoß abgebrannt werden. Zur Ver= von 20000 Mark heraus. Als W., der keine Kenntnis von
chönerung dieſes ſtimmungsvollen Aktes werden die dem Umtauſch hatte, heimkehrte und die frohe Botſchaft
wieſigen Vereine durch mancherlei Darbietungen und überbrachte, brach ſeine Frau bewußtlos zuſammen. Nach=Sfadtverordnetenverſammlung.
(änen impoſanten Fackelzug beitragen. An dem Feſt= dem ſie ſich wieder erholt hatte, unternahm ſie einen
13. Sitzung.
ottesdienſt des anderen Morgens beteiligt ſich der Selbſtmordverſuch. Dann verfiel ſie in Tiefſinn und ver=
Kriegerverein mit Fahne, während der Kirchenchor und ließ ſchließlich die Wohnung ihres Mannes, um nicht wie=
St. Darmſtadt, 16. Oktober.
ie Schüler paſſende Lieder vortragen.
der zurückzukehren. Man befürchtet, daß ſie ſich ins Waſſer
Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing eröffnet die
W. Lampertheim, 16. Okt. (Skelettfund.) Auf geſtürzt hat.
Sitzung um 4 Uhr mit folgenden
cinem Grundſtück des Bauunternehmers Phil. Jak. Knecht,
Frankfurt, 16. Okt. (Prozeß gegen Felix Hol=
Mitteilungen:
ier, 20 Minuten vom Ort entfernt, wurden heute beim länder.) Die Neue Theater=Aktiengeſell=
Die Bauarbeiter=Schutzkommiſſion hat
Riesgraben die ſchon ſtark verwitterten Knochenreſteſchaft hat wegen Vertragsbruches gegen den
Theater=
ines menſchlichen Skeletts gefunden. Dabei leiter Felix Holländer einen Arreſt in Höhe der Konven= für die Entſendung von Bauarbeitern zum Beſuche der
wurde auch ein Armring, ſcheinbar aus Bronze, zutagetionalſtrafe von 30000 Mark auf alle Anſprüche ge= Baufachausſtellung in Leipzig gedankt.
Der Verein ſtädtiſcher Arbeiter und
Be=
gefördert. Offenbar handelt es ſich um eine vorge= legt, die er gegen die Verlagsbuchhandlung von Ullſtein
chichtliche Grabſtätte. Anzeichen für das Vor=& Co. aus ſchriftſtelleriſchen Arbeiten erworben hat,dienſteten hat für die Bewilligung des jährlichen Bei=
Gegen dieſen Arreſt hatte Holländer Widerſpruch er= trags gedankt.
bandenſein weiterer Grabſtätten liegen nicht vor.
Die Verwaltung des ſtädtiſchen Mu=
Beſtern wurde hier ein gewiſſer Andreas Schreiner aus hoben, der heute die Zivilkammer des Landgerichts Frank=
Ketſch von der Polizei feſtgenommen, als er furt beſchäftigte. Holländer erklärte bei dem Geſprächeſeums hat zum Beſuche der Rodenſtein=Ausſtellung im
ſin dem Fr. Wilh. Eyßler zu Heppenheim a. d. W. ge= unter vier Augen habe er dem Aufſichtsratsmitglied ge= Muſeum eingeladen.
Die Direktion des Großh.
Realgym=
nöriges Fahrrad verſetzen wollte das dieſem am letzten ſagt, daß außer dem ſachlichen Standpunkt, aus dem er
Sonntag in Weisheim bei der Kirchweih entwendet wor= ſeine Frankfurter Stellung aufgeben wollte, er auch nochnaſiums hat zu der Jahrhundertfeier der Schule am
Privatgründe hätte, und ihn ausdrücklich gebeten, dieſe 17. Oktober eingeladen.
den war.
Der Intendant des Großh. Hoftheaters
Bürſtadt, 16. Okt. (Diebſtahl.) Dieſer Tage wollte Gründe zu verſchweigen. Er wäre nicht aus Berlin
fort=
per Arbeiter Georg Cornelius, der während der Kirchweih gegangen, wenn er nicht auf legalem Wege ſeinen Vertrag hat den Dank für die Umwandlung des ſeitherigen
wider=
gearbeitet hatte, die Kerwe nachfeiern. Er holte ſich zu mit Reinhardt hätte löſen können. Wie er es in Berlin ruflichen ſtädtiſchen Beitrags in einen dauernden feſten
ſieſem Zweck bei der Sparkaſſe 70 Mark. Nachdem er in in korrekter Weiſe getan habe, ſo wolle er es auch in Zuſchuß übermittelt.
Die Einweihung des neuen
Liebigdenk=
iiner Wirtſchaft durchgezecht hatte, ſchlief er auf dem Hofe Frankfurt tun. Jede in der Oeffentlichkeit ſtehende Perſon
des Wirtes ein. Nach einiger Zeit ſchickte der Wirt den muß es ſich gefallen laſſen, wenn ihr Leben ausgeſchlachtet mals findet am 31. Oktober ſtatt. Das Denkmal geht in
verade noch anweſenden Soldaten M. vom 116. Inf.=Regt. wird. So ſchrieb man, er ſei nach Amerika durchgegangen, Eigentum der Stadt über.
Herr Stadtverordneter Lindt hat angefragt,
wel=
nrach dem ſchlafenden Arbeiter. Etwa eine Stunde ſpäter obwohl das der Aufſichtsrat richtigſtellen konnte. Er
ver=
ram der Arbeiter wieder in die Wirtſchaft und erzählte, wahre ſich dagegen, daß hier von ſkandalöſen Vorfällen chen Standpunkt die Verwaltung hinſichlich der Frage
man habe ihm ſein neben ihm liegendes Geldtäſchchen mit geſprochen werde. Er habe einen ſchwer nervenkranken der Zinsvergütung auf verloſte Obligationen einnimmt.
Der Herr Oberbürgermeiſter bemerkt hierzu,
Inhalt geſtohlen. Der Verdacht lenkte ſich ſofort auf Menſchen in die Schweiz begleitet. Das Gericht beſchloß,
nen bereits abgereiſten Soldaten, der im Frühjahr ſchon in der Sache am 23. Oktober, 11 Uhr, eine Entſchei= daß nach den Bedingungen der ſämtlichen ſtädtiſchen
An=
lehen die Zinſen für die herausgeloſten
Schuldverſchrei=
m eine Schlägerei verwickelt war. Er wurde geſtern in dung zu verkünden.
Dresden, 15. Okt. (Attentatsverſuch?) Wie bungen nur bis zum Fälligkeitstage des Kapitals zu
zah=
ner Garniſon feſtgenommen.
Nierſtein, 16. Okt. (Schlechte Ergebniſſe der von zuſtändiger Stelle mitgeteilt wird, beſtätigt ſich die len ſind und daß aus dieſem Grunde und auch der Kon=
Weinernte.) Eine Mindereinnahme von rd. 150000 Meldung von der geſtern im Zuſammenhange mit der An= ſegenzen wegen die Gewährung von Depoſitalzinſen feit=
Mark bringt die 1913er Weinernte unſeren Winzern. Wenn weſenheit des Großfürſten Kyrill von Rußland erfolgten her in allen Fällen abgelehnt worden iſt.
Auf Anfrage des Stadtverordneten Bormet teilt
auch die Trauben eine vorzügliche Qualität haben, ſo laſſen Verhaftung eines Studenten. Ueber den Grund der
Ver=
ſich jetzt bei der Weinleſe mit erſchreckender Deutlichkeit die haftung hüllen ſich die maßgebenden Behörden noch in Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing mit, daß alle die Feier
turchtbaren Verheerungen feſtſtellen, die die Rebſchädlinge Schweigen, da die polizeilichen Ermittelungen hierüber am 18. Oktober beſuchenden ſtädtiſchen Arbeiter und
Bedienſteten den Tag frei erhalten. Diejenigen
Ar=
angerichtet haben. Während in normalen Jahren mit noch nicht abgeſchloſſen ſind.
Erfurt, 15. Okt. (Entführung einer jungen beiter, die nicht feiern, erhalten doppelte Löhnung.
zinem Ertrag von 20—25 Eichen auf den Morgen gerechnet
Darauf wird in die Tagesordnung eingetreten.
werden kann dürfte der diesjährige Ertrag des ganzen, Dame.) In ſeltſamer Art verſchwand hier eine junge
atwa 3000 Morgen umfaſſenden Weingeländes der Nier= Dame, die in einem vornehmen Penſionat untergebracht
Bauliche Herſtellung auf dem Gut
war. Vor einigen Tagen meldete ſich bei der Inſtituts=
Keiner Gemarkung nur 10 00—12 000 Eichen betragen, alſo
Gehaborn.
in Durchſchnitt von 3—4 Eichen pro Morgen. Rechnet vorſteherin eine ältere Dame die ſich als Freundin der
Der Pächter des Gutes Gehaborn beabſichtigt, auf dem
man den Durchſchnittspreis von 30 Mark für die Eiche, ſo Mutter einer Inſaſſin des Inſtituts vorſtellte und die
Vor=
argibt ſich für 1913 eine Mindereinnahme von mindeſtens ſteherin bat, mit der jungen Dame einen Spaziergang Gute Wohnungen für verheiratete Arbeiter auf ſeine
150 000 Mark. — Die allgemeine Traubenleſe machen zu dürfen. Die Erlaubnis wurde erteilt, aber die Koſten einzurichten. Die dadurch bedingten baulichen
ſiſt in unſerer Gemarkung im Gange. Der Mengeertras iſt Vorſteherin gab, den Gepflogenheiten des Inſtituts ge= Veränderungen werden gutgeheißen, unter der
Voraus=
urchaus nicht zufriedenſtellend; mit der Güte der Trauben mäß, den beiden Damen eine Lehrerin zur Begleitung mit. ſetzung daß ſie im Einvernehmen mit dem Stadtbauamt
iſt man eher zufrieden. Bei bis zum Abſchluß gelangten Man promenierte einige Zeit in der Stadt und kehrte ausgeführt werden. Nach dem Referat des Stadtv.
Traubenverkäufen wurden für den Zentner Trauben aus ſchließlich in einem Kaffeehaus ein. Als man es verließ, Markwort wird der Ausſchußantrag ohne Debatte
an=
beſſeren Lagen 35—45 Mark, aus weniger guten Lagen traten die Penſionärin und die ältere Dame zuerſt aus der genommen.
Tür. Die Lehrerin, die ihnen unmittelbar folgte, mußte Errichtung eines Stalles für Sperrvieh
48 Mark angelegt.
Gau=Algesheim, 16. Okt. (Spargelerträgniſſe.) zu ihrem Erſtaunen ſehen, daß die beiden Damen plötzlich und Umbau des Pferdeſchlachthauſes im
Wir ſehr ſich der Spargelbau für unſere Landwirtſchaft ein vor dem Kaffeehaus bereitſtehendes Automobil
Schlachthof.
nreibende Bevölkerung rentiert, zeigt der Rechenſchafts=beſtiegen und ſchleunigſt davonfuhren. Das alles
Stadtv. Saeng führt aus:
mericht des hieſigen Obſt=. Wein= und Gartenbauvereins, ſpielte ſich ſo ſchnell ab. daß die Lehrerin nicht in der Lage
Die ſchon früher im Programm der Schlachthoferwei=
Danach wurden in der diesjährigen Spargelſaiſon 820 war, in irgend einer Form die ihrem Schutze empfohlene terungsbauten vorgeſehene Errichtung eines Stalles für
Zentner Gemüſeſpargel und 170 Zentner Dame daran zu hindern. Es handelt ſich jedenfalls um Seuchen= und Sperrvieh ſoll nunmehr in Verbindung mit
Suppenſpargel zum Verkauf gebracht. Man erzielte einen vorbereiteten Entführungsplan. Das entführte 18 dem Umbau des ſeitherigen Pferdeſchlachthauſes zu einem
ſeie ſchöne Summe von 88000 Mark. Der Spargelbau Jahre alte Mädchen, das aus Frankfurt ſtammt, iſt ſeit= Schlachthaus für Sperrvieh vorgenommen werden. Die
irimmt daher auch von Jahr zu Jahr immer größeren dem ſpurlos verſchwunden. Es heißt, daß die Entführte Geſamtkoſten ſind zu 35093 Mark veranſchlagt, wovon ein
Ulmfang an.
in letzter Zeit mit einem Herrn Briefe gewechſelt haben Teil bereits früher bewilligt iſt, ſo daß noch ein Kredit
Flonheim, 16. Okt. (Römiſche Funde.) Vor ſoll, und es iſt wahrſcheinlich, daß dieſer die Entführung von 16293 Mark nachgefordert wird. Die Verſammlung
Giniger Zeit wurde beim Verputzen eines Hauſes ein der jungen Dame veranlaßt hat.
Stettin, 16. Okt. (Die griechiſchen Torpedo=ſtimmt debattelos zu.
unſtvoll behauener Stein aufgefunden, der all=
Die Verlegung der Kaldaunenwäſche im
gemeines Intereſſe erregte. Vier verſchlungene Tier=boote.) Die ſeit Herbſt 1912 auf der Vulkanwerft ge=
Schlachthof hat ſich im Intereſſe einer vorteilhafteren Be=
Geſtalten, eine allegoriſche Darſtellung, ſind in meiſterhafter bauten griechiſchen Torpedoboote ſind nunmehr
fertig=
nutzung der Anlage als dringend notwendig erwieſen.
Weiſe ausgehauen. Wie von Profeſſor Bronner aus Mainz geſtellt und werden demnächſt nach dem Piräus überge=
Das von dem Stadtbauamt im Einvernehmen mit der
ſteſtgeſtellt, iſt es eine großartige romaniſche Arbeit führt werden. Der Stapellauf des bei der gleichen Werft
Metzger=Innung aufgeſtellte Projekt, das einen
Koſten=
aaus dem 16. Jahrhundert, die verdient, erhalten zu im Bau befindlichen griechiſchen Schlachtſchiffes „Sala= aufwand von 5100 Mark erfordert, iſt von den zuſtändigen
werden durch Abguß. So bildet dieſes kleine Denkmalmis” wird vermutlich im November erfolgen.
Belgrad, 15. Okt. (Brand einer Kaſerne.) Ausſchüſſen gutgeheißen worden. Nach dem Referat des
wwohl das älteſte Kunſtwerk Flonheims. Schon mehrfach
wurden im Steinbruch des Herrn Schmidt bei Abräum= Nach Blättermeldungen iſt die Kaſerne in Monaſtir, in Stadtv. K. Lautz wird dem Ausſchußantrag zugeſtimmt.
Der Winterfahrplan der elektriſchen
ungsarbeiten Funde gemacht, beſtehend aus größeren und der große Proviantvorräte aufbewahrt wurden, größten=
Straßenbahn.
llleineren Krügen, Urnen, Nadeln, Ringen und anderen teils abgebrannt.
Graz, 16. Okt. (Die Löwenjagdim Stubalp=
(Begenſtänden. Vom Denkmalpfleger Profeſſor Anthes in
Stadtv. Saeng: Gegen den Winterfahrplan der
Darmſtadt wurde feſtgeſtellt, daß es ſich um römiſche gebiet.) Geſtern begann im Stubalpgebiet, und zwar elektriſchen Straßenbahn ſind nachträglich Einwendungen
Funde aus der Mitte des 1. Jahrhunderts von Greisdorf bei Stainz aus, eine größere Treibjagd auf erhoben worden. Der Verkehrs=Ausſchuß und die
Elek=
tr. Chr. handelt. Im Winter ſoll eine umfangreiche Aus= die dortigen Raubtiere. Das in Betracht kommende Gebiet trizitatswerks=Deputation haben ſich deshalb nochmals
ſrabung ſtattfinden, da man vermutet, daß über die Höhe iſt, wie geſagt, ſehr groß und iſt ſtellenweiſe mit dichten, mit dem Fahrplan befaßt. Ein Bedürfnis für den ge=
Eine Römerſtraße zog oder eventuell wohnliche Nieder=nahezu undurchdringlichen Wäldern bedeckt. Allerlei wild wünſchten viertelſtündlichen Verkehr auf der Strecke
Ohly=
ſaſſungen vorhanden waren. Auch im benachbarten Uff= zerriſſene Gräben und Schluchten machen es ebenfalls un= ſtraße-Böllenfalltor vormittags anſtelle des eingeführten
wofen iſt wieder ein Grab aus der Hallſtattzeit, wie ſchon wegſam. Neben dem Wolf, deſſen Vorhandenſein bei der halbſtündlichen Verkehrs vermochten die Ausſchüſſe nicht
mmehrere gefunden wurden, entdeckt worden, das in nächſter 1Unterſuchung des Auswurfes in Graz feſtgeſtellt wurde, anzuerkennen. Dagegen haben ſie ſich dem Wunſche, daß
muß eine große Wildkatze in jenem Gebiet ſchweifen. Man auf der weißen und blauen Linie der 7 Minuten=Verkehr
Zeit ausgegraben wird.
Gießen. 16. Okt. (Von der Landesuniverſi= hat noch am 8. Oktober ein Kalb gefunden, an deſſen lin= bis 8.56 Uhr abends aufrecht erhalten werden möchte,
an=
ät.) Auf eine 25jährige Tätigkeit als akademiſcher kem Hinterſchenkel ein beträchtliches Stück durch einen geſchloſſen.
Lehrer blickt heute der Vertreter der altteſtamentlichen Prankenſchlag herausgeriſſen war. Von fünf Lämmern
Es entſpinnt ſich hierzu eine längere Debatte. Stadtv.
Theologie an der Univerſität Gießen Dr. theol, et phil. waren nur die Schwänze vorhanden. Um den Raubtieren Goebel ſchlägt noch einige Verbeſſerungen vor. Stadtv.
Hermann Gunkel zurück. Profeſſor Gunkel (geboren beizukommen, hat man auch einen Verſuch mit Arſenik Linck weiſt darauf hin, daß die Heag große Aenderungen
uim 23. Mai 1862 zu Springe bei Hannover) ſteht im 52. 1 gemacht. Hierbei ging man von der Annahme aus, daß, am Fahrplan vorgenommen hat die in der Stadtver=
Lebensjahre. Er ſtudierte von 1881— 1885 in Göttingen, wenn es ſich um entſprungene Menagerietiere handelt, ordnetenſitzung nicht vorgeſehen waren, als der Winter=
Gießen und Leipzig und promovierte am 15. Oktober 1888 dieſe Tiere auch Fleiſch nehmen werden. In zwei Fleiſch= fahrplan hier beraten wurde Im Sommerfahrplan habe
um Liz. Am 16. Oktober 1888 habilitierte er ſich in Göt=ſtücke hat man durch einen tiefen Einſchnitt Arſenik, das in dies ebenfalls ſchon zu unliebſamen Erörterungen
ge=
tingen, war dann in gleicher Eigenſchaft in Halle a. S. Darmſtücke eingehüllt war, gebracht. Dann wurden die führt. Der Vorſitzende teilt mit, daß es ſich tatſächlich
nätig und folate 1895 einem Rufe als a. o. Profeſſor an Gedärme eines getöteten Schafes auf dem Boden eine nur um ein Verſehen bei den nachträglichen Aenderungen
hie Ukiverſität Berlin. Am 6. November 1902 wurde erſtundenweite Strecke geſchleift, und ſo eine Witterung zu handelt. Stadtv. Stemmer betont, daß die Heag ſchon
Ehrendoktor der Theologie. Seit 1907 wirkt Gunkel in den auf ſtarken Baumäſten in Manneshöhe aufgehängten große Verbeſſerungen vorgenommen hätte. Zuviel auf
Fleiſchbrocken hergeſtellt. Am 10. Oktober früh zeigte ſich einmal dürfe man nicht verlangen Man müſſe auch in der
Wießen als Ordinarius und Nachfolger B. Stades.
bei der Nachſchau, daß die Schnur, womit ein Brocken auf= Praris erſt erproben. Stadtv. Dr.=Ing. Heyd übt ebenfalls
gehängt war abgeriſſen und das Fleiſch weg war. Der Kritik an Einzelheiten. Beigeordneter Ekert rät,
be=
vorbereitete Boden zeigte die Fährte eines großen Raub= züglich der vielen zutage getretenen Wünſche ſich nochmals
Reich und Ausland.
tieres. Die Nachſuche war jedoch bisher erfolglos. Das
Aus der Reichshauptſtadt, 15. Okt. Bei der geſtrigen bohnengroße Stück Arſenik dürfte ſamt der Darmumhül= an die Heag zu wenden. Es ſprechen noch die Stadtp.
(Einführung des neuen Oberbürgermei= lung verſchluckt, ſeine Wirkung erſt ſpäter zeigen. Viel= Hüfner, Aßmuth. Dr. Bender, Friedrich u. a.
Der Fahrplan wird dann genehmigt.
ſters von Charlottenburg, Scholz, hob der Re=leicht übt auch die übliche Verfälſchung des Giftes eine zu
Inſtallationsvorſchriften.
gierungspräſident von der Schulenburg hervor, es werde wenig ſchnelle Wirkung aus. Man kann aber annehmen,
Herr Beigeordneter Ekert gibt Kenntnis von den
Arlgemein anerkannt, daß Charlottenburg eine vorbild= daß das Raubtier irgendwo krank liegt. Möglich iſt
frei=
liche Entwickelung genommen habe. Es heiße jetzt. in lich auch, daß dem Raubtier ein Wild vorbeikam und es neuen Inſtallationsvorſchriften der Heag. Die Aende=
(sharlottenburg mit einer vorſichtigen ſinanziellen Ent=den Brocken fallen ließ, um Jagd nach dem Wild zurungen gegen die bisherigen Vorſchriſten ſind in der
wickelung rechnen, die hervorragende Steuerkraft, die hier machen. Eines der Raubtiere wurde am 9. Oktober vom Hauptſache durch den heutigen Stand der Technik und die
uungeſammelt ſei, ſo auszunützen, daß, wenn auch einmal Hüter der Steinerhube auf ungefähr 30 Schritte geſehen veränderte Stromart bedingt. Die
Elektrizitätswerks=
ſcchwere Zeiten folgten, die erforderlichen Reſerven da und von dieſem wie folgt beſchrieben: Körperbau fuchs= Deputation hat die Vorſchriften nicht beanſtandet. Die
ſeien. In Groß=Berlin werde denjenigen Gemeinden der artig, dunkelgelb, am Rücken dunkel, am Bauch weißgelb. Verſammlung ſtimmt zu.
Die Tagesordnung iſt damit erſchöpft.
Preis zufallen, die ſich am beſten in allen Lebenslagen Kopf langhaarig, kurze, aufrechtſtehende Ohren, Rumpf
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 17. Oktober 1913.
Nummer 247.
Verband Deutſcher Krankenpflege-Anſtalten vom Roten Kreuz.
(Vierter Tag.;
wendig, die Schweſtern noch in der Bakteriologie zu unter= der furchtbaren Titanic=Kataſtrophe darſtellt. Der Künſtler
St. Darmſtadt, 16. Oktober. weiſen, was bei Seuchen uſw. von großer Wichtigkeit iſt. ließ das begeiſterte, freudedurchklungene Frühlingslied auf
Die Verhandlungen werden um 9 Uhr durch den Vor= Als großer Mißſtand werde der Mangel an Sprachkennt= die Schönheit der Bergſtraße („Baumbluſt in der
Berg=
ſitzenden Geh. Rat Chuchul wieder eröffnet. Die Kaſſen, niſſen empfunden. Dem müßte abgeholfen werden durch ſtraße”) und das ſatiriſch=kritiſche „Platz da”, eine tref=
Erlernung der im Operationsſaal häufigſten Worte und fende Satire auf den modernen, im Autoraſen gipfelnden
abſchlüſſe ſind in Ordnung befunden; den Kaſſenführern
Sätze in Engliſch und Franzöſiſch, und durch einen ſchnell Schnelligkeitswahnſinn unſerer Zeit folgen. — Das
Audi=
wird Entlaſtung erteilt.
zu gebrauchenden Sprachführer. — In der
torium nahm die Vorträge mit rauſchendem Beifall auf.
Nach Eintritt in die Tagesordnung ſpricht zunächſt
Herr Otto Drumm, Konzertmeiſter am Deutſchen
Debatte
Generalarzt Dr. Werner=Berlin über:
Opernhaus in Berlin brachte zum Vortrag: Das Ave=
„Die Fürſorgeder Rote Kreuz=Organiſation hierüber bemerkt Generalarzt Dr. Werner, daß Herr Maria von Schubert=Wilhelmj, Scherzo von Tſchaikowski,
von Oettingen geſtern die Verwendung der Schwe= Caprice Viennois von F. Kreisler und zum Schluß
Vas=
für die Rote Kreuz=Schweſtern im Falle ſtern in den vorderen Linien, alſo auf Verbandsplätzen riationen über ein Thema von Carelli von
Tartini=
der Erkrankung während der Berufstätig= beim Gefechtsfeld und im Feldlazarett, nicht von der Hand Kreisler. Zeigte ſchon die Auswahl dieſer Muſikſtücke feines
keit und nachher für den Fall der
Inva=
weiſen möchte, vorausgeſetzt, daß ſie genügend geſchützt muſikaliſches Verſtändnis und Takt, ſo überraſchte der
lidität.”
werden. Dieſer Schutz bedeute aber die größten Schwie= Künſtler geradezu durch ſein köſtliches Spiel. Die ſouve
Die geſetzliche Krankenverſicherung, die am 1. Januar rigkeiten, die keiner übernehmen kann. Man ſoll das nicht räne Beherrſchung der Technik, ſeine leichte Bogenführung
1914 in Kraft tritt und das Krankenpflegeperſonal mit er= als Zurückſetzung empfinden, wenn aus dieſen Gründen ließen ihn die bedeutenden Schwierigkeiten dieſer
Bravoup=
faßt, bedarf einer einheitlichen und übereinſtimmenden von der Verwendung der Schweſtern in unmittelbarer Kompoſitionen ſpielend überwinden. Sein Vortrag war
Regelung in den verſchiedenen Mutterhäuſern vom Roten Nähe des Gefechtsfeldes abgeſehen wird. In dem ihm voll ſprühenden, blutwarmen Lebens und eine nicht auft
Kreuz nicht. Es wird den Prüfungen der örtlichen Ver= zugewieſenen Tätigkeitsbereich kann das Rote Kreuz un= dringliche Virtuoſität ließ ihn den muſikaliſchen Feingehalt
hältniſſe die Entſchließung zu überlaſſen ſein, ob die Mut=endlich Großes leiſten.
Major a. D. Kery=Mün=der Kompoſitionen diskret unterſtreichen. (Scherzo, Ee
terhäuſer ihre Schweſtern nach dem neuen Krankenverſiche= chen beſpricht eingehender die Ausbildung der Schweſtern price1!) Der Künſtler wurde mit ſeiner Gattin, die ihn
rungsgeſetz verſichern oder ob ſie einen Befreiungsantrag und Helferinnen. Dieſe letzteren ſollen aber nur zum Hel= am Flügel feinſinnig und zurückhaltend begleitete, mit
ſtellen unter Uebernahme der geſetzlich geforderten Gegen= fen da ſein. Man darf nicht mehr von ihnen verlangen. ehrlichem Beifall ausgezeichnet, der ſich verſtärkt
wiedek=
leiſtungen, die ja für unſere Mutterhäuſer nichts Neues Richtig iſt ja, daß von der großen Zahl der Helferinnen, holte, als der Künſtler nach den Liedgeſängen noche
ſind. Die Hauptſache iſt, daß für unſere Schweſtern im die ſich zum erſten Kurſus melden, nur wenige zum zweiten „Symphonie Eſpagnole” von Edouard Lalo, eine klippel
Krankheitsfalle weitgehende Fürſorge geſichert wird, wie Kurſus wieder kommen. Aber es iſt doch zu hoffen, daß reiche gehaltvolle Kompoſition, mit gleicher Meiſterſchat
es bisher ſchon der Fall war.
die Damen, wenn wir einmal in einen Krieg verwickelt folgen ließ. Herr Konzertſänger Franz Müller ſan
Anders liegt es bei der Invaliditätsverſorgung unſerer werden doch ſo viel Patriotismus beſitzen, daß ſie kom= Wieder möcht’ ich dir begegnen” von Franz Liſzt,
Schweſtern. Hier iſt gegenüber der früheren Vielgeſtaltig= men, wenn ſie gebraucht werden. — Frau Thusnelda des Lynkeus” von A. Mendelsſohn, das der Komponiſtl
keit eine Vereinheitlichung, Aufbeſſerung und erhöhte Arndt=Charlottenburg berichtet über 12jährige Erfah= bekanntlich dem Großherzog von Heſſen gewidmet hä
Sicherung der Invaliditäts=Verſorgung Sorge der Zen=rungen aus dem Gebiete der Schweſternausbildung uſw. und „Liederfrühling” von Hans Hermann. Der geſchätzte
tralſtellen der Rote Kreuz=Organiſationen ſeit einer Reihe
Profeſſor Dr. Richter möchte einer Ehrenrettung der Sänger legte erneut Zeugnis von fleißigem Weiterſtrennt
von Jahren und nunmehr im weſentlichen erreicht. Bei Helferinnen das Wort reden. Ganz ſo ſchlecht, wie es ab. Seine Geſangskunſt ſchien noch edler und reifer
mehr. als vier Fünſteln unſerer 50 Mutterhäuſer vom geſtern und heute hier geſagt wurde, iſt es mit den Helfe= worden, und da er auch ſtimmlich trefflich disponiertän
Roten Kreuz in Deutſchland iſt die Grundlage der Invali= rinnen doch nicht. Die allgemeine Anerkennung, die den riß ſein Geſang zu lebhaftem Beifall hin.
ditätsverſorgung jetzt die Verſicherung unſerer Rote Kreuz= deutſchen Schweſtern im Auslande ſtets geſpendet wird,
Daß dieſer auch, in noch erhöhtem Maße, Fräulein
Schweſtern in der Invalidenverſicherung der Reichsverſiche= beweiſt, daß wir mit der Ausbildung auf dem rechten Geyersbach zuteil wurde, bedarf kaum der Erwähn
rungsordnung und in der neuen Angeſtelltenverſicherung. Wege ſind. Redner tritt dann der Internationaliſierung ung. Zum Lobe der Künſtlerin iſt in dieſem Blatte ſchölt
Einige unſerer Mutterhäuſer ſind von letzterer befreit oder des deutſchen Roten Kreuzes entgegen. — Frau Oberin ſo viel geſagt worden, daß dem kaum noch mehr hinzuzu
haben Befreiung beantragt und werden ſie vorausſichtlich Röthe: Kaſſel ſtellt feſt, daß nach ihren Erfahrungen fügen iſt. Sie ſang einzig! Die Künſtlerin brachte zum
erreichen, weil ſie bereits Verſorgungseinrichtungen be= auch die Qualität der Schweſtern ſtetig beſſer, ſicher aber Vortrag: „Alte Liebe” von Johannes Brahms, „Traum
ſitzen, die vom Bundesrat als gleichwertig mit den Leiſtun= nicht ſchlechter wird. — Nach einem kurzen Schlußwort durch die Dämmerung” von Richard Strauß und
gen der Angeſtellten=Verſicherung erachtet ſind oder noch des Referenten Dr. Colmers ſchließt die Debatte.
rote Roſe auf grüner Heid’” von Otto Leßmann. —
Hell=
werden.
Der nächſte Vortrag, den Frau Oberin Helmers=Kapellmeiſter Ottenheimer war ihr feinfühlende
Ein großer Schritt iſt mit dieſer Vereinheitlichung Magdeburg hält, behandelt das Thema:
Begleiter am Flügel. Stürmiſchem Verlangen nachgebend
und erhöhten Sicherheit für unſere Schweſtern getan.
Einen weiteren bedeutet die Bildung eines Schweſtern=„Ideal und Wirklichkeit in bezug auf ſang die Künſtlerin als Zugabe „Das Mädchen ſprich
von Brahms.
ethiſche Fortbildung der Verbands=
Verſorgungsfonds vom Roten Kreuz, aus dem zu den
Nach Beendigung des Kunſtprogramms verteiltenlſch
ſchweſtern”.
Renten der beiden ſtaatlichen Verſicherungen laſtenfreie
die Teilnehmer in zwangloſen Gruppen auf die beiden
Zulagerenten in der vorläufigen Höhe bis zu 200 Mark im
Das Charakteriſtikum des Roten Kreuzes iſt, daß die großen Säle, während das Oberlicht zunächſt als Repräſen
Invaliditätsfalle gewährt werden ſollen.
Pflicht nicht allein in der Materie liegen kann. Die ethiſche tationsraum und ſpäter als Rauchſalon diente.
Die Gründung von Altersheimen für unſere Schwe=Erziehung der Schweſtern, die ethiſche Ueberwachung des
Mutterhauſes bietet die weiteſtgehenden Garantien. Die
ſtern geht nebenher.
Tiſchreden:
Alle dieſe Unternehmungen ſollen dazu dienen, in in den Mutterhäuſern herrſchende Zucht iſt keine Härte,
Den Willkommengruß der Stadt entbot
Zukunſt ſolchen Schweſtern vom Roten Kreuz, die in ſei= die notwendige Unterordnung darf keine Unterdrückung
Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſings
nem Dienſte Kräfte und Geſundheit geopfert haben, ein berechtigter Eigenart ſein. Die Schweſtern müſſen, um den
Meine hochverehrten Damen und Herren! Die
ſorgenfreies Daſein im Falle der Berufsunfähigkeit durch Geiſt des Roten Kreuzes ganz zu verſtehen, ſeine Ge=
Alter und Invalidität zu ſichern.
ſchichte kennen lernen, müſſen wiſſen, welche Schwierigkei= deutungsvollen Verhandlungen des Verbandstages voll
Der Vorſitzende teilt mit, daß der Vortrag ſo= ten zu überwinden waren, bis es gelang, die Rote Roten Kreuz liegen abgeſchloſſen vor uns. Der haume
bald als möglich gedruckt und jedem Mitgliede zugeſtellt Kreuz=Schweſtern neben den konfeſſionellen Verbänden niſche Ausgang zeigt auch hier, wie die Praxis den
als Kriegskrankenpflegerinnen zu behaupten. Sie müſſen zug verdient vor aller Theorie. Die Frauen und Mähſe
werden ſoll.
Die Frau Großherzogin betritt ſodann den erfahren, daß die Rote Kreuz=Schweſter vor der kon= des Roten Kreuzes ſind Freunde der Tat und der pille
feſſionellen Schweſter die anatomiſche und phyſiologiſche tiſchen Arbeit. Unſer öffentliches und privates Leben ei
Saal und wird vom Vorſitzenden herzlichſt begrüßt.
Im Anſchluß an das Referat des Generalarztes Dr. Bildung voraus hat. Sie müſſen auch erkennen, daß ſie hält bei der Verſchiedenheit der ſich gegenüberſtehenden
Werner erſtattet Landgerichtsrat Jauernik=Berlin nicht nur Pflichten an das Vaterland, ſondern auch an Anſichten und dem deutſchen Beſtreben einer ausgiebigen
den Bericht der Verſicherungskommiſſion. Redner rät, die ihre weibliche Würde haben. Um dem Ideal dienen zu Gründlichkeit, eine große Anzahl von Fragen. Ohne iſt
Befreiung von der Verſicherungspflicht zu beantragen. können, muß die Schweſter ſtark ſein, Wirklichkeiten zu er= die Erörterung einzutreten, nenne ich nur die Frauenfraße
Doch bringe dieſe Befreiung dann wieder die Frage der tragen und zu überwinden. All dieſen Anforderungen Sie haben in dieſer Frage ſich der Auffaſſung angeſchloſ
Unfallverſicherung in den Vordergrund. Eine private kann nur eine körperlich, geiſtig und ſeeliſch geſunde ſen, daß nächſt der Sorge für die Familie die Wohlfahns
Unfallverſicherung einzugehen, iſt dringend zu empfehlen, Schweſternſchaft genügen, wenn nicht Neuropathie und und die Krankenpflege als Hauptgebiet der weiblichen
da die privaten Unfallverſicherungen viel weiter gehen, Schwärmerei platzgreifen ſollen. Es iſt zu hoffen, daß die Rechte und Pflichten durchzuführen iſt. Ihre Arbeit auft
als die ſtaatliche Verſicherung. Es wurden bereits Ver=Rote Kreuz=Schweſter überall, wo das Rote Kreuz ver= den Gebieten des Verbandes hat die Entwickelung hilt
handlungen mit einer Verſicherungsgeſellſchaft angeknüpft, breitet iſt, für ſich Familienzugehörigkeit findet und den Gegenwart vorbereitet, welche in großem Umfange das
die ſehr günſtige Bedingungen ſtellte. Auch in die Haft= Reſpekt, der ſie ſtets am beſten ſchützt. Zu allem aber Arbeitsfeld der deutſchen Frauen erweitert hat.
Nach=
pflichtverſicherung haben ſich eine Anzahl Mutteranſtalten brauchen wir die Religion, um die Schweſter innerlich zu einer Statiſtik, welche die Ergebniſſe einer Umfrage 3i
feſtigen und ſie vor innerem Zuſammenbruch zu be= ſammenſtellte, ſind über 18 000 Frauen und Mädchen
gegen=
aufnehmen laſſen.
wärtig vorwiegend noch in ehrenamtlicher Stellung in
Danach hält Profeſſor Dr. Colmers=Koburg einen wahren.
Geh. Regierungsrat Dr. Oſius=Kaſſel ergänzte dem Arbeitsgebiete der Wohlfahrtspflege tätig. Auch im
Vortrag über:
die Ausführungen der Referentin in manniafacher Hin=Arbeitsfelde der Wohnungspflege und der Schulhygiene
„Die Lehren des Balkankrieges für die
ſicht. — Frau General=Oberin Plaſchke=München ver= erſcheinen die Frauen in öffentlichen Verwaltungen bereits
Schweſtern des Verbandes”.
tritt die Anſicht, daß das Weſen die Schweſter macht, nicht als Inhaberinnen beſoldeter Aemter. Es iſt bekannt, wie
Aus ſeinen reichen Erfahrungen heraus machte der die techniſchen Kenntniſſe. Dieſes Weſen muß ihnen in unter der hervorragenden Führung Ihrer Königlichen
Vortragende ſehr beachtenswerte Mitteilungen über die der ethiſchen Erziehung anerzogen werden. — FrauHoheiten des Großherzogs und der Großherzogin Boſl
Wichtigkeit des erſten Verbandes Verwundeter, über dieOberbürgermeiſter Lauter ſpricht Geheimrat Dr. Oſius Heſſen in die Behandlung wichtiger Probleme der
Vollie=
geſundheit unter Heranziehung weiblicher Hilfskräfte ein=
Rotwendigkeit guter Verpflegung beim Rücktransport der herzlichſten Dank für ſeine Ausführungen aus.
Es folgen zunächſt noch Berichte der Arbeits=getreten wurde. Es iſt bekannt, wie allenthalbeſt im
Verwundeten, über den Mangel an tüchtigen Chirurgen
im Kriege und über die ſchweren Aufgaben, die der Aerztelkommiſſionen. — Damit iſt die Tagesord= Deutſchen Reiche das Verſtändnis für die Geſundheitst
und Schweſtern im Kriege harren. Eingehender behan= nungerſchöpft. Der Vorſitzende ſchließt mit herz= pflege erwacht iſt, wie eine Fülle von Kräften ſich
reatzes=
delie Redner die Frage der Helferinnen. Dieſe dürften lichen Dankesworten an die Teilnehmer die Jahresſitzung. wach zu halten und zu vertiefen. Auch im Auslande
nur im Heimatsgebiet und lauch da nur mit Vorſicht ver=Generalarzt Dr Werner ſpricht dem Vorſitzenden für wurde anerkannt, wie in der Hygiene Deutſchland ſich
an=
wendet werden. Es ſei unmöglich, von den Helferinnen die umſichtige Leitung des Verbandstages und für die ſchickt, bahnbrechend für die ganze Welt vorzugehen. An.
die unbedingt notwendige Diſziplin zu verlangen, ohne ſehr geſchickte Feſtſetzung der Tagesordnung Dank aus. dieſer hocherfreulichen Entwickelung hat das Rote
Kreuz=
die im Kriege niemals auszukommen iſt. Er ſei der Mei=
Nachmittags wurde das Alicehoſpital beſichtigt, in ſeinen Arbeitsgebieten einen großen Anteil genommen.
Bereits im Jahre 1869 hat der Heſſiſche Landesverein
nung, daß auch 10 Helferinnen noch keine Schweſter oder
Abends um 8 Uhr bereitete die Stadt Darmſtadt den
auf der Internationalen Konferenz in Berlin die
Förde=
auch nur Hilfsſchweſter erſetzen. Deſſen ungeachtet halte
er die Inſtitution der Helferinnen für unbedingt not=Kongreßteilnehmern in dem Ausſtellungshauſe auf der rung der Volksgeſundheit durch die Veranſtaltung praktie
wendig. Einmal, weil es ein ganz vorzügliches Propa= Mathildenhöhe ein reizvolles, in allen Teilen wohlge= ſcher Kurſe im Gebiete der Seuchenbekämpfung, Heilſtättens
gandamittel für das Rote Kreuz iſt, und zum anderen,lungenes
Krüppel= und öffentlichen Waiſenpflege durch ſeine Anträge
Empfangsfeſt,
angereat und erwirkt. Das Rote Kreuz hat durch Ausbildung
weil es eine Art Vorſchule für unſere Schweſtern iſt. Die
jungen Damen, die einen Kurſus mitmachen, lernen erſt zu dem über 450 Perſonen erſchienen waren. Die Stadt= des Pflegeperſonals in Stadt und Land, durch die
Grün=
kennen, was es heißt, Schweſter zu ſein. Wer dann nach lgärtnerei (Herr Stadigärtner Klier) hatte die Aus=dung neuer Krankenhäufer, die in einzelnen Städten aucht
dieſer Erkenntnis noch die Abſicht behält, Schweſter zuſtellungsſäle wieder in Gemeinſchaft mit der Firma Joſ. eine Entlaſtung der örtlichen Kommunalverwaltungen
her=
werden, kommt ganz von ſelbſt und das werden meiſt die Trier entzückend ausgeſtaltet. Aehnlich, wie bei dem vorgerufen haben, ein großes Verdienſt in der Förderung
beſten Schweſtern und Hilsſchweſtern. Als brauchbarſte Empfang der Amerikaner, waren überall Niſchen und der Voltshygiene.
Meine ſehr verehrten Damen und Herren! Zu dem
Reſerven für den Krieg kommen nur die Hilfsſchweſtern Lauben entſtanden. Ueberreicher Blumen= und
Pflanzen=
in Frage. Deren Zahl müſe noch ſehr bedeutend ver=ſchmuck verlieh den Näumen den Charakter eines prächtigen Ernſte Ihres Veruſes und dem Ernſt Ihrer Veratungen
tritt der Abend der Stadt. Die Darbietungen der Kunſt,
mehrt werden. Notwendig iſt die Unterſcheidung der Wintergartens.
Außer den mehrfach genannten Ehrengäſten waren des Geiſtes und des Humors ſollen Ihnen die Erholung
Schweſtern. ob Abteilungsſchweſtern uſw., in den
Mobil=
machungsliſten, und daß die Schweſtern ſchon im Frieden zum Empfangsfeſt erſchienen die Herren Staatsminiſter nach der Arbeit bringen. Wo die Kunſt hintritt, bringt ſie
daran gewöhnt werden, daß ſie den Krankheitsverlauf und Dr. v. Ewald, Finanzminiſter Dr. Braun, Miniſter des Bewegung, Leben und Freude und läßt den Ernſt vergeſſen,
alle ärztlichen Maßnahmen auf den Kurven notieren. DasInnern v. Hombergk zu Bach mit ihren Gemahlinnen; nach einem ſchönen Wort der Mutter unſeres Altmeiſters
iſt für den Krieg ungehener wichtig. Schließlich rät Red= ferner Prinz und Prinzeſſin Viktor zu Erbach=Goethe. Unter Berufung auf dieſe Lebenskünſtlerin iſt die
ner den Oberinnen, ehe ſie eine Schweſter als ſolche ab= Schönberg, Provinzialdirektor Fey, Kreisrat Dr. Kunſt ein Teil der Hygiene. Behalten Sie hiernach die
lehnen, zu prüfen, ob nicht doch eine gute Hilfsſchweſter Wagner u. v. a. Das Großherzogspaar hatte Hygieneſtadt Darmſtadt in freundlicher Erinnerung.
Allen Damen und Herren, die in ſo liebenswürdiger
ſich in letzter Stunde entſchuldigen laſſen.
aus der Dame wird, was ſehr oft der Fall iſt.
Der Vorſitzende ſprach dem Referenten herzlichen
Zu dem eine Reihe erleſener Kunſtgenüſſe bringenden Weiſe ihre Kunſt in den Dienſt des heutigen Abends
ge=
ſtellt haben, ſpreche ich im Namen der Stadt den wärmſten
Dank aus und erteilte das Wort dem Generalſekretär Pro=
Feſtprogramm,
Dank aus.
feſſor Dr. Kimmle=Berlin, der über die Tätigkeit der
Die ſehr verehrten Damen und Herren aus Darmſtadt
deutſchen Schweſtern vom Roten Kreuz im Balkan be=das der Bewirtung voranging, hatten ihr Mitwirkung zur
richtet und darüber, was aus den praktiſchen Erfahrungen Verfügung geſtellt die Hofopernſängerin Frl. Gertrud bitte ich, ſich zu Ehren unſerer Gäſte zu erheben und alle
für die Schweſternausbildung zu lernen iſt. Die Auswahl Geyersbach und die Herren Ernſt Frhr. v. Wol= ihre Wünſche für den Kongreß zu vereinigen in den Ruf:
der Schweſtern und deren Ausrüſtung war ausgezeichnet.zogen. Konzertmeiſter Otto Drumm, Konzertſänger„Die Mitalieder des Verbandstages der Deutſchen Landes=
Alle haben ſich auch im Operationsſaal trefflich bewährt. Fran: Müller, ſowie Frau F. Drumm=Scriba und Frauenvereine und der Deutſchen Frankenpflegeanſtalten
Einige Schweſtern hatten allerdings unter den klimatiſchen Kapellmeiſter Ot ten heimer, die die Begleitung vom Roten Kreuz Hoch! Hoch! Hoch!”
Schwierigkeiten zu leiden.
Empfehlenswert ſei. die der Geſangsvorträge übernommen hatten.
General z. D. Everth=Berlin
Schweſtern in ihren Mußeſtunden die Kunſt des Photo=
Ernſt v. Wolzogen eröffnete die Vortragsfolge mit
graphierens zu lehren. Die Photographie ſei für Ope= ſeinem dramatiſch tief wirkenden Gedicht „Muſik der Ti= brachte nochmals den herzlichſten Dank der Teilnehmer am
rationen uſw. ein gutes Hilfsmittel. Weiter ſei es not= tanic” das eine meiſterhafte literariſche Momentaufnahme Kongreß für die ſo überaus herzliche Aufnahme in Darm=
Nummer 247.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 17. Oktober 1913.
Seite 7.
irdt zum Ausdruc. Er dautie auch für die herzlchen deuſcher Kaſer und Friedrich Augut II. König ven 3. Dandols, 20 1 10 18., 1 10. —= Preis von
Aummels=
ätorte des Vorredners. Es ſei der Stadt Darmſtadt glän= Sachſen war, ſind 35000 Turner über 7000 Kilometer in burg. 4200 Mark. 1. Th. v. Weſternhagens Pois de
Sen=
lernd gelungen, den Teilnehmern am Verbandstage den neun Haupt= und 23 Nebenläufen aus allen Gauen des teur (Beſ.), 2. Reine du Jour, 3. Tugela. 41: 10; 20, 27,
Alufenthalt hier unvergeßlich zu machen. Die Vereine und deutſchen Vaterlandes Leipzig zugeeilt, um in Weitergabe 52: 10. — Preis von Ruhleben. 5000 Mark. 1. R.
Ha=
he Stadt haben gewetteifert in dem Streben, uns Gutes von Hand zu Hand durch die verſchiedenen Läufer dem niels Lady Bird (Archibald), 2. Winni, 3. Freimut.
bezeugen, ſo daß wir nicht herzlich genug danken können Vorſitzenden des Deutſchen Patriotenbundes, Cl. Thiem, 47:10; 21, 32 89: 10. — Preis von Blankenberg. 4200
im alle Aufmerkſamkeiten. Er habe das dringende Be= eine Urkunde überbringen zu laſſen, die die freudige Anteil= Mark. 1 Fürſtenbergs Brabant (Roſack), 2. Reform,
u rfnis, die Lorbeeren auf Vorſchuß, von denen geſtern nahme an der Vollendung des Völkerſchlacht=Denkmals 3. Türkenbund. 63:10; 17, 12, 29: 10.
ar Herr Bürgermeiſter Mueller geſprochen, zur Wirklich= bezeugen ſoll.‟ Die Urkunde iſt unterſchrieben von
An=
ſert zu verhelfen und der Verſicherung Ausdruck zu geben, dreas Volze=Frankfurt a. M. und Dr. med. Ferdinand
aß wir tief gerührt ſind, daß wir den ſchönen Aufenthalt Götz, Geh. Sanitätsrat, Leipzig=Lindenau. Auf die Ur=
Der Kaiſer in Bonn.
n Darmſtadt nie vergeſſen werden und das Lob Darm= kunde für den Eilbotenlauf, der von Friedrichshafen aus=
* Bonn, 16. Okt. Der Kaiſer hat dem
Prin=
indts überall ſingen werden, wo wir hin= geht, ſetzte Graf Zeppelin eigenhändig die Widmung:zen Adolf von Schaumburg=Lippe die
Ret=
mmen. Von dem Vorurteil, das der Herr Bürger= Auf dem Gelände des Luftſchiffbaues Friedrichshafen
tungsmedaille am Bande verliehen anläßlich der
neiſter geſtern erwähnte, haben wir nichts gemerkt. Wir dem erſten Läufer übergeben. Friedrichshafen am 16. Rettungstat des Prinzen am 2. September d. J. in
Nor=
ben im Gegenteil Darmſtadt als eine Perle Mit=Oktober 1913, 3 Uhr 30 nachmittags. Graf Zeppelin.‟ Die derney an der Freifrau Gabriele Speth von Schülzburg,
ldeutſchlands kennen gelernt Dieſen Ausdruck Urkunde hat eine Eichenlaubumrahmung und trägt oben geb. Frein von Sehlemacher, aus Stuttgart. Der Kaiſer
erden wir überallvon Darmſtadt gebrauchen, Laſſen Sie einen ſchwarzen Reichsadler in goldenem Felde und unten hat dem Prinzen die Dekoration geſtern bei ſeiner
An=
us nochmals herzlichſt für alles danken. Wir haben ge= die Anſicht des Völkerſchlacht=Denkmals.
kunft in Bonn perſönlich behändigt. Heute vormittag
enen, daß das Rote Kreuz in Darmſtadt feſte Wurzel
* Wien, 16. Okt. Mit großer Feierlichkeit und unter unternahm der Kaiſer mit dem Prinzen und der
Prinzeſ=
e chlagen hat. Des wollen wir uns beſonders freuen. Entfaltung eines großartigen militäriſchen Gepränges, ſo= ſin Adolf zu Schaumburg=Lippe einen Spaziergang
Ich bitte die Gäſte von auswärts, mit mir anzuſtoßen: wie unter der Teilnahme der geſamten Bevölkerung Wiens am Rheinufer und empfing um 12 Uhr den Abt von
dü e Stadt Darmſtadt hoch! hoch! hoch!
wurde heute vormittag die Gedenkſeier der Völ=Maria=Laach, Hildefon Herwegen. Nach der
Frühſtücks=
kerſchlacht bei Leipzig begangen. Der Auffor=tafel unternahm der Kaiſer eine größere Automobilfahrt
Geh. Oberjuſtizrat Chuchul
derung des Bürgermeiſters folgend, hatte die Stadt Feſt= auf dem rechten Rheinufer über Siegburg, Engerskirchen,
ſtrchtet, daß die außerordentlich liebenswürdige
Auf=
ſchmuck angelegt. Die Schulen hatten Feierlichkeiten ver=Wipperfürth und Waldbröhl, und zwar durch das Siegtal.
i hme, welche der Verband in Darmſtadt gefunden, die anſtaltet, während die Bevölkerung in dichten Scharen in Das Wetter iſt ſchön.
sefahr in ſich ſchließe, daß andere Städte ſich ſcheuen
die innere Stadt zog. die beiden Seiten der Ringſtraße,
rerden, den Verband aufzunehmen, da die Darbietungen den Schwarzenbergplatz und die umliegenden Straßen
icht übertroffen werden können. Die Schönheit Darm=
Zur braunſchweigiſchen Frage.
beſetzend. Am Schwarzenbergplatz, hinter dem
tedts kam beſonders auch durch das herrliche Wetter zum
Denkmal des Fürſten und Heerführers Schwarzenberg,
* Berlin, 16. Okt. Die Norddeutſche Allgemeine
Artsdruck, auch der geſtrige Regen hatte das Gute, daß waren zwei große Eſtraden errichtet, die mit farbigem Zeitung ſchreibt: Die Leipziger Neueſten Nachrichten
brin=
e die Oberinnen, welche durch die Umgebung ins Freie
Alockt worden waren, wenigſtens an den Saal gefeſſelt Schmuck ausgeſchlagen und mit Blumen und Blattpflan= gen Mitteilungen über ein Schreiben des
Kron=
zen dekoriert waren Hier verſammelte ſich der Hof, die prinzen an den Reichskanzler in der
braun=
rurden. Er müſſe den Frauen Darmſtadts, an ihrer gemeinſamen Miniſter, das öſterreichiſche Kabinett, dieſchweigiſchen Thronfolgefrage. Wie wir
ewitze die Großherzogin, welche mit außerordentlicher Generalität, der Bürgermeiſter mit der Stadtvertretung hören, hat in dieſer Angelegenheit eine Korreſpondenz
Ltebe und Treue den Verhandlungen gefolgt war und
ſn einer heutigen Sonderbeſprechung mit den Oberinnen und zahlreiche Abgeordnete, ſowie Mitglieder der Familie zwiſchen dem Kronprinzen und dem Reichskanzler
ſtattge=
nn Alice=Hoſpital ſich in bewundernswerter Liebenswür= Schwarzenberg und Radetzky. Auf dem weiten Schwar=ſunden, bei der der Kronprinz ſeine Bedenken gegen die
dagkeit zeigte, lebhafteſten Dank ausſprechen, da ſie als zenbergplatz hatten Deputationen der an der Schlacht bei Thronbeſteigung des Prinzen Ernſt Auguſt ohne
aus=
ecgte, deutſche treue Frau allen Schweſtern als Vorbild Leipzig beteiligten Regimenter mit ihren alten Feldzeichen, drücklichen Verzicht auf Hannover Ausdruck
die Zöglinge der öſterreichiſchen und ungariſchen Militär= gegeben hat. Der Reichskanzler hat in ſeiner Antwort
genen könne. Redner ſchloß mit einem Hoch auf die gkademien und Kadettenſchulen Aufſtellung genommen. unter eingehender Schilderung des Sachverhalts die
Frauen Darmſtadts.
Längs des Weges, wo der Kaiſer kommen ſollte, bildeten Gründe dargelegt die für die Haltung der preußiſchen
Weitere Toaſte wurden offiziell nicht ausgebracht. Die Regimenter Spalier.
Regierung maßgebend ſind.
Leilnehmer blieben bis lange nach Mitternacht in ani=
Kurz vor 10 Uhr ertönten von der Burg her ſtürmiſche
mierteſter Stimmung heiſammen.
Hochrufe. Der Kaiſer in Generalsuniform mit dem
Mantel fuhr in einem offenen Leibwagen im Schritt auf
Gerichtszeitung.
Für Darmſtadt iſt die „Rote Kreuz=Tagung” nun be= die Ringſtraße und den Feſtplatz. Unweit des Schwarzen=
Der Kiewer Ritualmordprozeß.
ndet. Freitag finden noch Beſichtigungen außerhalb bergplatzes verließ der Kaiſer den Wagen und begrüßte
aarmſtadts ſtatt. Ueber die Vorbereitung und Durch= zunächſt den Erzherzog Franz Ferdinand und die übrigen
* Kiew, 15. Okt. Auf Befragen durch die Parteien
Uhrung der Tagung herrſchte allgemeine Anerkennung. Erzherzöge. Hierauf begab ſich der Kaiſer, während der teilte der Bruder des Angeklagten, Aaron Beilis, mit,
dus Ortskomitee hatte gut vorgearbeitet und zeigte ſich Schubertbund das Lied „Gebet vor der Schlacht” an= der alte Saizew ſei ſehr religiös geweſen. Vor einer Reihe
biſſonders auch in der geſchäftilchen Leitung, die wieder in ſtimmte, zum Denkmal, zu deſſen Füßen der Monarch von Jahren ſei der Angeklagte nach dem Gute Saizews
htänden des Herrn Stadtſekretärs Löſchhorn lag, jeder einen prächtigen Lorbeerkranz niederlegte, deſſen Schleifen gefahren, um die Bereitung des Paſſahbrotes zu beauf=
Ettuation, auch der durch zahlreiches Erſcheinen nicht An= die Inſchrift trugen: „Dem glorreichen Feldmarſchall Karl ſichtigen, dem auch der Rabbiner Beilis beiwohnte. Der
ſkameldeter erheblich erſchwerten, durchaus gewachſen. Wir Fürſten zu Schwarzenberg. Franz Joſef I.”
In dieſem Angeklagte ſtellte den Anverwandten Saizews in Kiew
hü rfen überzeugt ſein, daß kein Teilnehmer unſere gaſt= Augenblick gab die Salutbatterie 20 Schüſſe ab, während
Paſſahbrot zu. Der Verteidiger Gruſenberg lenkte die
Auf=
ſichhe Stadt unbefriedigt verlaſſen hat.
die Kapelle die Volkshymne ſpielte. Darauf begrüßte der merkſamkeit darauf, daß dies nur bis zu dem im Jahre
Kaiſer die Schwarzenbergſchen und Radetzkyſchen
Fami=
lienmitglieder. Sodann nahm der Kaiſer den Vorbei= 1907 erfolgten Tode des alten Saizew geſchehen iſt.
Der frühere Beamte der Sicherheitspolizei
Poliſch=
marſch der Truppen entgegen, ſchritt die Front der Regi=
Parlamentariſches.
tſchuk ſagte aus, es habe früher in der Fabrik Saizews
mentsdeputationen mit den mit Lorbeer geſchmückten hiſto=
* Der Ausſchuß für die Reviſion der riſchen Feldzeichen ab die vor dem oberſten Kriegsherrn eine geheime Sekte beſtanden, die dort Sitzungen
abge=
lundſtändiſchen Geſchäftsordnung tagte geſenkt wurden. Unter den erneuten Klängen der Volks= halten habe. Auf eine Frage des Staatsanwalts bekundete
afſtern. Die einzelnen Paragraphen wurden wiederholt hymne beſtieg der Kaiſer dann den Wagen zur Rückfahrt der Zeuge, der Vater Juſchtſchinskys ſei nach dem äußerſten
durrchgeſprochen aber weſentliche Abänderungen nicht ge= nach der Hofburg. Donnernde Hochrufe des nach vielen Oſten in Begleitung eines Juden abgereiſt, der dann nach
macht. Die Abſtimmung ſoll in der heute Freitag ſtatt= Tauſenden zählenden Publikums erſchollen aus den Fen= Kiew zurückgekehrt ſei. Andreas Juſchtſchinsky habe
ſehn=
ſtern der in der Ringſtraße belegenen Häuſer. Damen lichſt gewünſcht, ſeinen Vater wiederzuſehen. Der Jude,
ſindenden Sitzung erfolgen.
winkten dem Kaiſer zu. Die Kundgebungen wiederholten der bei Saizew wohnte, habe ihm verſprochen, ihm bei
der Erfüllung dieſes Wunſches bebilflich zu ſein. Der
ſich immerzu, bis der Wagen die Hofburg erreichte.
Zeuge nimmt an, daß dieſer Jude Schneerſon war, deſſen
Verſchwinden am Vorabend vor der Verhaftung Beilis=
Die Gedenkfeier der Völkers
ihm ſehr verdächtig erſcheine. Ebenſo verdächtig erſcheint
Luftfahrt.
Poliſchtſchuts Ausſage über den Zeugen Kraſſowsky, der
ſchlacht bei Leipzig.
Der Weltrekordflieger Stöffler.
das Gerücht verbreitete, der Mord an dem Knaben Juſch=
* Leipzig, 15. Okt. Die Liſte der an der Ein=
* Mülhauſen, 16. Okt. Viktor Stöffler tſchinsky ſei von einer Diebesbande verübt worden. Der
weihung des Völkerſchlachtdenkmals
teil=
gingen anläßlich ſeines Rekordfluges eine Menge von! Zeuge führt aus, Juſchtſchinsky habe Beilis öfter beſucht.
nehmenden Fürſtlichkeiten iſt jetzt vollſtändig.
Es ſind der deutſche Kaiſer der König von Sachſen, der Glückwünſchen zu. Er dementiert die Zeitungs= Eugen Tſcheberjak ſei unterrichtet worden, wie er
aus=
ſeronprinz Georg von Sachſen Prinz Friedrich Chriſtian meldung, daß er auf ſeinem Flug eine mit Kognak ge= ſagen ſollte. Gerade als ſeine Bekundungen beſſer
gewor=
onn Sachſen, Prinz Ernſt Heinrich von Sachſen, Prinz füllte Thermosflaſche gehabt habe. Die Flaſche war nur den ſeien, ſei er geſtorben, nachdem er Süßigkeiten genoſſen
Johann Georg von Sachſen, Erzherzog=Thronfolger Fer=mit Milch gefüllt. Stöffler iſt ein entſchiedener Anhänger habe, die ihm Kraſſowsky angeboten. Kraſſowsky habe
dinand von Oeſterreich, Großfürſt Kyrill Wladimirowitſch der größten Mäßigkeit Milch und Paſtillen waren ſeine danach getrachtet die Kinder ſich günſtig zu ſtimmen. Der
onn Rußland, Prinz=Regent Ludwig von Bayern, König einzigen Kräftigungsmittel, die er bei dem Flug mit ſich Tod des kleinen Tſcheberjak ſei eingetreten, als die Mutter
Milhelm von Württemberg, Prinz Wilhelm von Schwe= führte. Er verweigerte ſelbſt nach ſeiner glücklichen Lan= gefangen geſetzt und der Vater abweſend war.
Ludmilla Tſcheberjak, eine Tochter Wjera Tſcheberjaks,
dam, die Großherzöge von Baden Sachſen=Weimar, Meck= dung einen ihm dargebotenen Sekttrunk. Auch die
Mel=
lenburg=Schwerin, Mecklenburg=Strelitz, Prinz Rupprecht dung, daß er völlig erſchöpft geweſen ſei, ent= ſagte aus, ſie hätte ſich in Geſellſchaft des jungen
Juſch=
onn Bayern, Herzog Albert von Württemberg, die Herzöge ſpricht nicht den Tatſachen. Er konnte in Mülhauſen ohne tſchinsky und vier anderer Kinder, darunter ihrem Bruder
dun Sachſen=Altenburg, Sachſen=Koburg=Gotha und An= jede fremde Hilfe aus ſeinem Apparate ſteigen, worauf er Eugen, auf den Fabrikhof Saizews begeben. Sie ſeien
ausführliche Schilderungen über ſeine letzte Flugſtrecke dort von Beilis, ſeinem Sohn und zwei Juden verfolgt
aallt, Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg, Erbprinz
gab. Auch erkundigte er ſich ſofort nach den mit ihm worden. Beilis habe Juſchtſchinsky gefaßt und ihn zum
aan Sachſen=Meiningen, die Fürſten zu Waldeck, zu Lippe,
nauß j. L., Schaumburg=Lipp und die Präſidenten der gleichzeitig, in Johannisthal aufgeſtiegenen Fliegern. Ziegelofen geſchleppt Die anderen Kinder hätten ſich
ſenate der Freien Städte, und zwar Dr. Schröder=Ham=Stöffler wird im Laufe dernächſten Tage gerettet. Denia Nakonetſchny beſtreitet die Darſtellung
durrg, Dr. Barkhuſen=Bremen und Dr. Eſchenburg=Lübeck. einige Apparate auf dem Luftwege nach Darm=Ludmillas erregt und wird vom Präſidenten zur Ordnung
ſtadt und Straßburgabliefern. Er gedenkt, ſo= gerufen. Ludmilla erklärt weiter, ſie wäre von Poliſchtſchuk
HB. Leipzig, 16. Okt. Die großen Feſtlichkei= fort wieder aufzuſteigen, wenn ſein Weltrekord und damit unter Androhung des Todes überredet worden, zugunſten
in zur Jahrhundertfeier der Schlacht bei ſeine Anwartſchaft auf den erſten Preis der Nationalflug= Beilis’ auszuſagen. Poliſchtſchuk leugnete ab, Ludmilla
Lreipzig, die mit der Einweihung des
Völkerſchlacht=
bedroht zu haben. Sodann wurden die drei Ausſagen
ſpende gebrochen werden ſollte.
Denkmals am 18. Oktober ihren Höhepunkt erreichen wer=
Eugen Tſcheberiats über ſein letztes Zuſammenfein mit
dim, haben hette vormittag ihren Anfang genommen. Im
Juſchtſchinsty verleſen, die alle drei ſich widerſprechen. In
* Straßburg, 15. Okt. Der Offizierflieger Car=
Stoadtteile Möckern, wo vor hundert Jahren die Rieſen= canico von der hieſigen Fliegerſtation, der heute nacht um der zweiten Ausſage wird behauptet, Fedor Niejinsky
dllacht mit blutigen Kämpfen einſetzte, ertönte heute früh 1230 Uhr hier zur Bewerbung um die Nationalflugſpende habe einmal in trunkenem Zuſtande geſagt: Andruſchka
das durch die Spielleute und Muſikkorps des 106. Infan= aufgeſtiegen, dann in Berlin-Johannisthal gelandet und lebt nicht mehr; ſie iſt ermordet! Eugen teilte dieſe
Er=
eirie=Regiments ausgeführte Wecken. Sodann legten wieder geſtartet war, iſt heute nachmittag um 5.20 Uhr in klärung Niejinskys ſeiner Mutter mit, und dieſe habe die
Wahrheit dieſer Erklärung zugegeben. Wiera Tſcheberjak
Möckerner Vereine Kränze an dem Kugeldenkmal nieder Braunſchweig gelandet.
Für abends 8 Uhr iſt eine beſondere Feier an dem Denk=
Köln, 15. Okt. Der Flieger Erhard der Waſ= beſtätigt die Darſtellung Ludmillas. Sie behauptete,
Nie=
mal vorgeſehen. In der ruſſiſchen Kirche, die am Sams= ſerfluazeugwerke Friedrichshafen, der ſich um einen Preis jinsky habe geſagt, er kenne das ganze Verbrechen, das
tagg nach der Denkmalsweihe den Beſuch der Fürſtlichkei= der Nationalflugſpende bewirbt flog von Mannheim in wegen des Geldes begangen worden ſei. Wjera erzählte
rent erhalten wird, wurden heute vormittag die ſterblichen 1½; Stunden nach Koblenz. Wegen eines Schadens iſt weiter, daß ſie von Kharkow in Begleitung Brazols be=
Rieſte mehrerer höherer ruſſiſcher Offiziere, die 1813 bei er vor der Horchheimer Brücke auf dem Rhein nieder= ſucht worden ſei. Dieſe hätten ſie mit einem Unbekannten
Lripzig gefallen ſind, unter großen militäriſchen Ehren
denigeſetzt. Die Trauerparade wurde von einem aus allen gegangen. Das Flugzeug muß zerlegt werden. zuſammengeführt, der ſie zu überreden ſuchte, ſie ſolle ſich der
* Bordeaux, 15. Okt. Die Ueberſeepoſt iſt Ermordung des Knaben ſchuldig bekennen. Der Unbekannte
Tnruppenteilen der Leipziger Garniſon zuſammengeſtellten
zum erſten Male einem Dampfer auf dem Luftwege verſprach ihr die Unterſtützung erſtklaſſiger Advokaten und
Bataillon geſtellt. Der Feier wohnte auch Großfürſt Kyrill zugeführt worden. Der Fliegerleutnant Ronin ſtieg eine Belohnung von 40 000 Rubeln. Dieſelben und des
mitt Gefolge bei. Der Rat der Stadt Leipzig hat
be=
heute morgen 7 Uhr in Villacoublay auf. landete um Unbekannte die ihr 40 000 Rubel verſprachen, hätten ſie
clloſſen alle auf die Völkerſchlacht bezüglichen Denk= 12.15 Uhr bei Pauillac (Gironde) und brachte die mittel= ſpäter im Hotel aufgeſucht und ihr mitgeteilt, ſie hätten
Eine uſw. in würdigen Zuſtand zu verſetzen.
amerikaniſche Poſt an Bord des transatlantiſchen Damp=die Abſicht, die Anklage gegen Beilis zu entkräften.
* Leipzig, 16. Okt. Die deutſch=akademiſche
Ollympia wurde heute in der Leipziger Turnhalle am fers „Peru”
Der Gordon=Bennett=Flug.
Die „Alleinſtehenden=Steuer” in Lübeck
Ln ipziger Tor um 8 Uhr vormittags eröffnet. Nach einer
* Paris, 15. Okt. Als Sieger aus dem
Wett=
lurzen Anſprache des Rektors trat man ſofort in den
abgelehnt.
zuvölfkampf, der in der Zeit von 8 bis 11 Uhr von zirka fluge des Gordon=Bennett=Rennens dürfte vorausſichtlich
* Lübeck, 15. Okt. Eine Kommiſſion der
Bürger=
der Lenker des in England gelandeten amerikaniſchen Bal=
20 Mann durchgekämpft wird, ein.
ſchaft zur Prüfung des neuen Einkommenſteuergeſetzes
*
Memel, 15. Okt. Heute abend um 6 Uhr begann lons „Good Year”, Tipſon, hervorgehen.
hatte, wie gemeldet, unter anderen Vorſchlägen auch die
hier der Stafettenlauf Memel-Leipzig. Der
Einführung einer Alleinſtehenden=Steuer
Vorſitzende des Turnvereins, Rechtsanwalt Goldlowsky,
befürwortet. Von ihr ſollten ledige und verwitwete
Sport, Spiel und Turnen.
übergab am Nationaldenkmal nach einer Anſprache dem
* Pferdeſport. Rennen zu Berlin=Grune= Steuerpflichtige betroffen werden. Ledige ſollten bei einem
eiten Läufer ein Hülſe mit einer Urkunde, die ein
Treu=
nlöbnis der Deutſchen Turnerſchaft an den Kaiſer enthält wald, 16. Okt. Preis von Eladow. 4200 Mark 1. F. Einkommen von 2100 bis 10 000 Mark einen Zuſchlag von
un.d dem Monarchen bei der Einweihung des Völ= v. Schmidt=Paulis Polta (Newey). 2 Sühne, 3. Miölnir. 10 Prozent, höhere Einkommen einen ſolchen von 20 Pros
1713: 13, 20. 22 : 10. — Preis vom Marchbau. 4000 Mk. zent zahlen. Verwitwete Steuerpflichtige ſolten, ſofern
lerſchlachtdenkmals übergeben werden ſoll.
* Stuttgart, 16. Okt. Die Urkunde der Deutſchen 1. W. Dodels Sarsfield (Beſ.). 2. King Stork, 3. Mr. ſie nicht Familienangehörige ernährten bei einem
Ein=
kurnerſchaft für den heute nachmittag beginnenden Eil= Girdle. 13:10: 12. 30: 10 — Weil=Handikap. 7300 Mk. kommen von über 10 000 Mark einen Zuſchlag von 10
Pro=
biotenlauf zum Völkerſchlacht=Denkmal in 1. E. Herings Naſeweis (Scheffer), 2. Monolog, 3. Jeune zent zahlen. Geſtern abend hat die Bürgerſchaft die erſte
Lipzig hat nach dem Schwäbiſchen Merkur folgenden fille. 126:10; 30, 27. 32:10. — Teufelsſee=Jagdrennen. Leſung des neuen Einkommenſteuergeſetzes begonnen. Die
Vaortlaut: „Vom 16. bis 18. Oktober 1913, als Wilhelm II. I 10000 Mark. 1. H. Weſtens Helaa (Martin), 2. Voigt, Alleinſtehenden=Steuer rief dabei eine ſehr ausgedehnte
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 17. Oktober 1913.
Nummer 247.
Reine weiße Haut. Dr. Kuhns:
Debatte hervor. Die Mitglieder der Kommiſſion beharr=zen Albaniens zu reſpektieren und auch im Intereſſe Ser= Jugend! Edelweiß=Ereme, 2.50, 1.50 u.
ten auf dem Standpunkt, eine gerechte Verteilung der biens Akte von Grauſamkeiten gegen die Albaneſen zu
Steuer herbeiführen zu wollen. Die Einkommenſteuer verhindern. Die italieniſche Regierung ſprach in ſehr
=Seife 1.00, 0.60. Fran: Kuhn, Kronen=Parf.,
(2
ſolle nach der Leiſtungsfähigkeit erhoben werden und müſſe freundſchaftlicher Weiſe die Hoffnung aus, die ſerbiſche
Nürnberg. Hier: F. B. Grodhaus, Seifenf.
deshalb verſchieden verteilt werden. Mit der Beſteuerung Regierung werde die italieniſche, die von den herzlichſten a. weiß. Turm, ſowie in Apoth., Drog. u. Parfüm, (V,7922:
der Alleinſtehenden werde nicht eine neue Härte einge= Empfindungen Serbien gegenüber beſeelt ſei, vor der
Not=
bel. ſparſam.,
ge=
führt, ſondern alte, lange beſtehende Härten würden be= wendigkeit energiſcherer und offiziellerer Schritte be= Elektra=Kerzen, ruchlos. Pak 65.. Denn es ſei kein Zweifel, daß die Alleinſtehenden wahren, da es klar ſei, daß Italien und
Oeſterreich=
ſteuerkräftiger ſeien als die, die eine Familie hätten. Ungarn nicht geſtatten könnten, daß die Londoner Feſt= Hier: F. B. Grodhaus, Seifenf. a. w. Turm. (V,183063
Wenn man von der Einführung der Steuer den Fortzug ſetzungen überſchritten und die Albaneſen unmenſchlich
be=
einiger hier anſäſſiger Perſonen befürchte, ſo ſei dem ent= handelt würden.
Familiennachrichten.
gegenzuhalten, daß ein ſolcher nicht immer ganz einfach
durchzuführen ſei. Neben der Einkommenſteuer gäbe es
Zur Lage in Mexiko.
auch noch andere Momente, die Lübeck als Wohnſitz
vor=
teilhaft erſcheinen ließen. Der Senat ließ durch ſeinen
* San Antonina (Texas), 16. Okt. General Jo=
Kommiſſar erklären: Der Gedanke der Kommiſſion ſeigruin Maas von der mexikaniſchen
Bundes=
zwar durchaus geſund, und er betrachte es als ein
Heute abend verſchied ſanft nach längerem
armee wurde als er mit einem vom Kriegsdepartement
Verdienſt der Kommiſſion, daß ſie dieſen Gedankai ſo ausgeſtellten Erlaubnisſchein amerikaniſches Gebiet be=
Krankſein unſere gute Mutter, Großmutter,
eingehend geprüft habe, Der Senat ſei aber aus
wirt=
trat, feſtgenommen. Der Haftbefehl erfolgte auf Erſuchen
Schwiegermutter, Schwägerin und Tante
ſchaftlichen Gründen gegen dieſe Neuerung, und
eines Amerikaners, da er beabſichtige, eine Expedition
Lübeck dürfe nicht zuerſt mit ihr auf den Plan treten.
Hamburg, Oldenburg und alle Nachbarſtaaten hätten dieſe gegen die Konſtitutionaliſten zu organiſieren.
* Waſhington, 15. Okt. Wie dem Staatsdepar=
Steuer noch nicht eingeführt, und bevor es dort nicht ge=
Frau Lina Weidner
ſchehen ſei, dürfe auch Lübeck nicht damit hervortreten, tement gemeldet wird, hat der ſpaniſche Geſandte
In der Tat würden Alleinſtehende fortziehen, und daher in Mexiko das dortige diplomatiſche Korps zu einer
geb. Linn
würde die Steuer außerordentlich unpraktiſch ſein. Der Konferenz eingeladen, in der das Diktaturdetret Huertas
Senatskommiſſar bat daher, augenblicklich dieſen Ge= und die allgemeine Lage beſprochen werden ſollen.
im 71. Lebensjahre.
(21709
danken, bis andere Staaten damit vorgegangen ſeien, fallen
zu laſſen. Die Bürgerſchaft lehnte dann die Steuer
Letzte Nachrichten.
mit großer Mehrheit ab.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
Familie Riebel.
* Berlin, 16. Okt. Das Schiff „Hertha”, das in
Eiſenbahnunglück in Liverpool.
den nordamerikaniſchen Gewäſſern ſich befindet, erhielt
* London, 15. Okt. Ein ſchweres Eiſen= den Befehl, zum Schutz der deutſchen Intereſſen in Meriko
Darmſtadt, den 15. Oktober 1913.
bahnunglück ereignete ſich heute nachmittag auf demnach Veracruz zu gehen und wird ſpäter durch
St. James=Bahnhof in Liverpool. In einen Zug nach das Schiff „Bremen” das in den merikaniſchen Gewäſſern
Die Beerdigung findet Samstag, den 18. Okt.,
Mancheſter, der auf dem Bahnhof ſtand, lief mit voller ſtationiert iſt, abgelöſt werden. Die „Hertha” ging am
Kraft ein Expreßzug hinein. Der letzte Wagen des 13. d. M. von Halifar ab.
nachmittags 4 Uhr, vom Portale des Darm=
* Dresden, 16. Okt. Mit bezug auf die vorgeſtern
ſtehenden Zuges wurde vollſtändig zertrümmert. Die
ſtädter Friedhofes aus, ſtatt.
Szenen, die ſich nach dem Unglück abſpielten, waren furcht= hier erfolgte Verhaftung eines Berliner
Stu=
bar. Unter den Trümmern lagen zahlreiche Paſſagieredenten teilt der Sächſiſche Landesdienſt mit, daß die
vollſtändig eingeklemmt, die flehend um Hilfe riefen. Die Unterſuchung noch nicht abgeſchloſſen iſt. Die genannte
Rettungsarbeiten wurden ſofort aufgenommen. Bis jetzt Korreſpondenz iſt jedoch zu der Erklärung ermächtigt, daß
ſind ſechs Leichen geborgen. Die Bergung der anderen der Verhaftete nicht ruſſiſcher Staatsangehöriger iſt und
daß ein Komplott irgend welcher Art keineswegs vor=
Verunglückten geſtaltet ſich außerordentlich ſchwierig.
Dankſagung.
liegt,
* London, 15. Okt. Amtlich wird mitgeteilt, daß
* Paris, 16. Okt. Der Miniſterrat ſetzte die
Eröff=
bei dem Eiſenbahnunglück in Liverpool
Für die vielen Beweiſe herzlichſter Teilnahme
ſechs Perſonen getötet ſeien. Die Zahl der Ver=nung der Kammer auf den 4. November feſt. Darauf
bei dem Hinſcheiden unſerer lieben, unvergeßlichen
letzten wird inoffiziell auf 23 angegeben, einſchließlich der ſprach der Miniſter des Aeußern über die auswärtige
Schweſter, Schwägerin und Tante
(21706
Schwerverletzten. In einer amtlichen Liſte finden ſich die Lage, insbeſondere über die Reiſe des Präſidenten nach
Namen: Otto Aſſava (Adreſſe unbekannt) Jakob Migiits= Spanien und über die praktiſchen Ergebniſſe, die man er=
Hamburg, Franz Wolſink=Myslowitz, Ernſt Middelſtein= warten dürfe von der neuerlichen Bekundung der Gefühle
des Einvernehmens und der herzlichen Freundſchaft, die
Fräulein lda Bender
Hamburg, Cyprian Opin=Hamburg.
die Beziehungen zwiſchen den beiden Ländern regeln.
Paris, 16. Okt Aus Griſolles wird gemeldet: Der
ſprechen wir unſeren innigſten Dank aus.
Der Brand des Dampfers „„Volturng==,Zuſtand des deutſchen Marineattachés Oberſtleutnants
von Winterfeldt machte geſtern einen kleinen chirur=
Sophie Bender,
* Neu=York, 16. Okt. (Reuter.) Diſſelman, der giſchen Eingriff notwendig. Heutehat ſichdas Be=
Antonie Kriegk, geb. Bender,
dritte Offizier des „Volturno” der heute an Bord des finden gebeſſert.
„Großen Kurfürſt” mit 104 Ueberlebenden ankam, gab fol=
Darmſtadt, den 15. Oktober 1913.
gende Einzelheiten über das Unglück: Die
H. B. Leipzig, 16. Okt. In der Stadtverord=
Urſache des Feuers war die Exploſion eines Behälters, netenſitzung kam es zu einer lebhaften Debatte und zu
in dem Del oder Ehemikalien waren, im Vorderteil desLärmſzenen gelegentlich der Veratung einer ſozial=
Schiffes Der „Volturno” erfuhr eine Erſchütterung, als demokratiſchen Interpellation. Der Rat der Stadt hatte
wenn ſie von einem Geſchoß getroffen wäre. Unmittelbar die ſozialdemokratiſchen Plakate, in denen als Proteſt
darauf fanden in rapider Reihenfolge weitere Exploſio= gegen die Enthüllung des Völkerſchlacht=Denkmals zu 5
Danksagung.
nen ſtatt durch die Exploſion anderer Delbehälter ſo daß Verſammlungen aufgerufen wurde, trotz polizeilicher
Ge=
man den Eindruck einer Kanonade hatte Als Diſſelman nehmigung entfernen laſſen.
den Paſſagieren die Mitteilung machte daß die „Carma=
IIB London, 16. Okt. Auf keiner Seite im Dubli=
Für die uns beim Tode unſerer Mutter
er=
nia” herankomme fielen viele auf die Knie und die Panik, ner Streik iſt ein Nachgeben zu verzeichnen. Auf das
wieſene herzliche Teilnahme ſprechen wir hiermit
die bis dahin beſtanden hatte, hörte auf. Herr Diſſelman= Manifeſt der Arbeitgeber antwortete der Iriſche
Trans=
unſeren innigſten Dank aus.
(21718
geſteht zu, daß niemand an die 80 oder 90 Zwiſchendecks= portarbeiterverband, daß ſeine Stellungnahme dadurch
paſſagiere im Raum Nr 1. gedacht hat. Ich fürchte be= nicht im geringſten geändert werde. Die Erklärung der
richtete er, daß viele dieſer Leute von den Flammen ab= Arbeitgeber hat in verſchiedenen Kreiſen Enttäuſchung her=
Minna Kircher,
geſchnitten worden ſind. Als die Flammen ſich anſcheinend vorgerufen. Große Anſtrengungen werden von den
Bri=
geb. Prätorius,
etwas gelegt hatten, verſuchte Kapitän Inch in das tiſchen Trade Unions gemacht, um die Not in Dublin nicht
Mannſchaftsquartier im Vordeck einzudringen. In dem noch größer werden zu laſſen. Ueber 400 000 Mark ſind
Gange fand er drei Leichen von Matroſen, die verbrannt für den Hilfsfonds bis jetzt eingelaufen und ein iriſches
Ludwig Prätorius.
waren.
Schiff mit Nahrungsmitteln im Werte von 60 000 Mark
* Neu=York 15. Okt. Alle von dem Dampfer trifft morgen in Dublin ein. Außerdem beſchloß das
Darmſtadt, den 16. Oktober 1913.
„Großer Kurfürſt” aufgenommenen Paſſagiere parlamentariſche Komitee des Trade Union=Kongreſſes die
des „Volturno” ſind Männer. Der dritte Offizier des Entſendung von 6000 Tonnen Kohle.
„Volturno‟ Diſſelman erklärte, das Feuer ſei durch die
II. B. Petersburg, 16. Okt. Die Nowoje Wremja ver=
Exploſion eines Behälters mit Oel oder Chemikalien ver= zeichnet das Gerücht, daß Delcaſſé demnächſt als Nach=
Gottesdienſt der israelitiſchen Religionsgemeinde.
urſacht worden. Die Paſſagiere hätten ſich darauf in folger Etiennes zum franzöſiſchen Kriegsminiſter
Panik auf das Deck gedrängt, während weitere Exploſio=ernannt werden ſoll. Das Blatt bezeichnet die Nach=
Haupt=Synagoge (Friedrichſtraße 2).
nen, einer Kanonade ähnlich erfolgt wären. Die Gerette= richt in dem gegenwärtigen für den Leiter des fran= Feſtgottesdienſt anläßlich der Jahrhundertfeier
ten loben einmütig die Offiziere und Mannſchaften des zöſiſchen Kriegs=Reſſorts ſchwierigen Augenblick als
durch=
der Befreiungskriege.
„Großen Kurfürſt” der das Rettungswerk zuerſt be= aus glaubhaft. Die Ernennung Deleaſſes könne dem
Freitag, den 17. Oktober:
gonnen hätte. Seine Boote wären ſchon in Bewegung ge= gegenwärtigen Kabinett nur zur Feſtigung dienen. Da
Vorabendgottesdienſt 5 Uhr 30 Min.
weſen als dieſenigen der anderen Dampfer ſich noch durch Deleaſſe unbedingter Anhänger des engſten Zuſammen=
Samstag, den 18. Oktober:
den hohen Segang hätten zurückhalten laſſen. Der gehens zwiſchen Frankreich und Rußland ſei ſo gewinne
Morgengottesdienſt 8 Uhr 30 Min
„Große Kurfürſt” wurde bei ſeiner Einfahrt in Neu=York ſeine Ernennung zum Kriegsminiſter eine beſondere Be= Predigt 9 Uhr 15 Min. Sabattausgang 6 Uhr 2 Min
von allen Fahrzeugen, vom Ufer und von Zuſchauern auf deutung.
den Wolkenkratzern ſtürmiſch begrüßt.
Amtlicher Wetterbericht.
Brieinaiten.
* Brüſſel 15 Okt. Der Seemannsbund in Ant=
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
— Kündigungsfriſt. Iſt bei einer
Zwangs=
werpen hat den belgiſchen Marineminiſter erſucht, ſofort
Der Tiefdruckausläufer, der geſtern nach Deutſchland
Erhebungen anzuſtellen, ob ſich unter den Mann=verſteigerung der Mieter zur Zeit des Zuſchlages des
An=
ſchaften des „Volturno” belgiſche Mannſchaften weſens an den neuen Erwerber bereits im Beſitze der von Norden her vorgedrungen war iſt raſch
nordoſt=
befanden, die ſich ſchlecht geführt und bei dem Rettungs=Wohnung geweſen, ſo kommt es darauf an, ob der Zu= wärts weiter gezogen; auf ſeiner Rückſeite hat ſich hoher
ſchlag unter ausdrücklicher Aufrechterhaltung der Miete Druck über Mitteleuropa ausgebreitet, in deſſen Bereich
werk ſeige benommen hätten.
erfolgt iſt oder nicht. Iſt erſteres der Fall, ſo hat der wir zwar wolkiges, doch meiſt trockenes, ruhiges Wetter
Steigerer den Mietvertrag zu halten. Iſt erſteres aber haben. Von Weſten her dringt ein neues Tief vor, das
nicht der Fall, ſo kann der neue Erwerber die Miete uns bald beeinfluſſen dürfte.
Vom Balkan.
Ausſichten in Heſſen für Freitag, den 17. Okt.:
unter Einhaltung der geſetzlichen Friſt
* Belgrad, 15. Okt. Ein heute abend veröffent= kündigen. Dieſe Kündigung muß aber für den erſten Ter= Zunächſt wolkig, meiſt trocken zeitweiſe aufklärend,
lichtes Communiqué der Regierung beſagt, daß die ſer= min erfolgen, an dem ſie zuläſſig iſt. Geſchieht das nicht, ſpäter erneute Trübung, Regenfälle, weſtliche Winde.
biſche Armee Beſehl erhalten habe, nicht bis nachſo hat der neue Erwerber den früheren Mietvertrag zu
Tageskalender.
Albanien vorzudringen. Die ſerbiſchen Trup= halten.
Freitag. 17. Oktober.
pen würden in den eingenommenen Stellungen bis zur
Großh. Hoftheater. Anfang 7 Uhr, Ende nach 11
endgültigen Löſung der Grenzfrage verbleiben. Die Trup= Milllimmmmmmmmmmmmmmmammnhhanmmmiliss
Uhr (Ab. D): „Die Zornſchmiede”, hierauf: „Prinz
2
pen hätten Befehl erhalten, ſich bei eventuellen neuen al=
Friedrich von Homburg”.
baneſiſchen Angriffen auf die Verteidigung zu beſchränken.
in noner Gunsf 1. .
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
* Athen 15. Okt. Die Konferenz der grie=
Jahrhundertfeier der Völkerſchlacht bei Leipzig
, ₰ „
chiſch=türkiſchen Friedenskommiſſion welche
, T
um 3½ Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz (Großh.
heute nachmittag um ½5 Uhr im Miniſterium begonnen
ſie chgen,
O− O
,
Realgymnaſium).
hatte, dauerte zwei Stunden. Ghalib Bey erklärte einem
Vortrag von Profeſſor Dr. Baur um 8½ Uhr im
2
Zeitungsberichterſtatter, ſeine Eindrücke ſeien günſtig.
„Kaiſerſaal” (Jahrhundertfeier der Völkerſchlacht bei
äiſ
Mehr zu ſagen, weigerte er ſich.
Leipzig).
* Konſtantinopel, 15. Okt. Die Pforte hat
Sliſe
Vortrag von David Ammann um 8½ Uhr im
Reſtau=
an ihre auswärtigen Vertretungen eine Note gerichtet in
rant „Kaiſerſaal” (Mazdaznan=Kurſus).
der ſie die neuen Verfügungen bezüglich der
Darda=
nellen=Durchfahrt miteilt. Die Verfügungen wer=
Druc und Verlagt z. g. Pitichſce Heſtuachruchnt.
den mit materiellen Schwierigkeiten des Lotſendienſtes be=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
,
gründet. Die einfahrenden Schiffe können die Dardanellen
Reich und Ausland: Dr. Htto Wardaeſter; für den übrigen
zwiſchen ½9 und ½11 Uhr vormittags paſſieren, die
aus=
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Mar Streeſe;
*30
fahrenden Schiffe zwiſchen 2 und 3 Uhr nachmittags.
für der Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
„7₰
* Rom. 15. Okt Die Agenzia Stefani meldet aus
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Belgrad: In politiſchen Kreiſen wird mitgeteilt, die
. mif seidenen Sammel-. .
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
italieniſche Regierung habe bei der
ſer=
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
. . . Wappenbildern
biſchen Regierung freundſchaftliche Schritte getan,
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkriptewerden nicht
um ſie auf die Notwendigkeit aufmerkſam zu machen, die Silmliimmmammiimmmmgneisiammmmmmmllg
von der Botſchafterkonferenz in London feſtgeſetzten
Gren=
zurückgeſandt.
I,15061
[ ← ][ ][ → ]
der
ndel
riul
uent
Nummer 247.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 17. Oktober 1913.
Seite 9.
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Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 17. Oktober 1913.
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Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
4 Kronprinz Rudolfbehn
4 Frankf. Hyp.=Krebitv.
InPeot. 5 Beramann Electr. . . 128,25
InProz. Zi.
8i,
S.15—19, 21—26
5 Argentinier . . . . . . 98,00 10Deutſch. Ueberſee Eleetr. 165,00 4 Ruſſ. Südweſt. . . . .
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82,50 0 Gummi Peter . . . . 76,25
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 98,50
do.
do.
do.
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3½ Deutſche Reichsanl. . 84,40 4½ Chile Gold=Anleiße . 90,00 30 Adler=Fahrradwerke
4 Wladichawchas .. . .
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
Kleyer . . . . . . 379,80
3
75,6015 Chineſ. Staatsanleihe. 96,90
do.
4=Rjäſan Koslow . . . .
3½
de
89,40 9 Maſchinenf. Badenit —
4 Preuß. Schatzanweiſg. 98,60 4½
do.
3 Portugieſ. Gfenk. . 70,70 4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
0 Wittener Stahlröhren —
3½ do. Conſols . . . 84,40 4½ Japaner .
, ,
86,0
do.
E. 12, 13. 16
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do.
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75,505 Innere Merikaner. . . 76,60 15 Zellſtoff Waldbof . . 210,00 3 Salonkaue=Monaſter . 62,75
97,70
4 Bad. Staatsanleihe .
do.
18—23. . . . . . . . .
91,30 4 Gold=Merikanerv. 1904 76,00 12,83 Bab. Zucker=
Waz=
do.
80,20 3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
200,00 4 Baadabbahn.
häuſel.
„ „
do.
5 Gold=Merikaner . . . . 90,50
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 92,00
S. 1 u. 2, 6—8 . ..
0 Neue Boden=A. A.=Beſ. 87,00 4 Miſſouri=Paciſte. . . .
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 98,60 1 3½ Buenos Aires Provinz 65,90
E. 3—5 . . . . . . . .
0 Südd. Immobilien . 56,00 7 Northern=Paciſie . . . 94,50
do.
3½
83,60 Aktien inländiſher
S. 9—11 . . . . . . .
do.
74,80 Transportanſtalten.
4 Southern=Pacifie 90,70 4 Meininger Hyp.=Bank
Bergwerks=Aktien.
3½
4 Hamburger Staatsanl. 97,3010 Hamb.=Amerika=Prket=
5 St. Bouis und San
do.
98,00
4 Heſſ. Staatsanleihe
fahrt . . . . . . . 139,40 10 Aumet=Friede . . 165,50
Franeiscs. . . . . 54,00 4 Rhein. Hyvothek.=Bank
4 do. do. (unk. 1918) 96,307 Nordd. Bloyd . . . . . 119,75 14 Bochumer Bergb. u.
* Tehnantepee . . . . .
(unk. 1917) . .
do.
3½
82,80 6½ Südd. Eiſenb.=Beſ. . 120,50
Gußſt. . . . . . . 221,25
31) do. (unk. 1914).
Bank=Aktien.
73,40
do.
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4 Sädd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf.
Aktienausländiſcher
76,20
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3½
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Untern. Säric . . 183,70
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do. v. 1875 92,905 Anatol. Eiſend. 67½
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4½
9 Harpener . . . . . . . 188,60 7½ Dergiſch=Märkiſche
Einz. Mk. 403 . .
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Bank . .
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Heidelbers . . . . . .
8½ Dreshener Bank
5 do. Spezial . . . 10,0)
65,00
4 Brauerei Werger
149,203½
do.
Prioritäts=
10 Frankf. Hppoth.=N. 207,00
4 Rumänier v. 1903 . . 98,40 28 Bad. Anilin= u. Soda=
Karlsruhe . . . . . .
Obligationen.
6½ Mitteld. Kreditbank 114,303½
3 do. v. 1890 . . 93,00
Fabrik . . .
548,50
7 Nationalb. für Deutſchl. 117,
4 do.
v. 1905 . . 86,60 14 Chem. Fabrik Gries=
3½ Südd. Eiſenb.=Bef. —
7,50
Magdeburg. . . . . .
7 Pfälziſche Bank. . . . 12.
3 Ruſſen v. 1880 . . . . 87,75
heim . . . . . . . 242,25 4½ Nordd. Bloyd=Obl. —
3014 Mainz . . . . . . ..
6,95 Reichsbank . . . .
do. v. 1902 . . . . 89,45
136,0013½,
0 Farbwerke Höhl
.603,00 4 Eliſabethbahn, freie . .
do.
½ do. v. 1905 . . .
7 Rhein. Kreditbank. . .126,75
99,85 20 Verein chem. Fabrikei
Franz=Joſefs=Bahn . . —
Mannheim . . . . . .
3½ Schweden . . .
Mannheim . . .339,00 3 Prag=Duxer . . . . . . 72,00 5 A. Schaaffhauſen.
3½
do.
4 Serbier amort. v. 1895 79,101 10 Cement Heidelberg . . 135,60 5 Oeſterr. Staatsbahn . 101,05
Bankderein . . . . 106,30 4 München . . . . . .
4 Türk. Admin. v. 1903 78,30 30 Chem. Werke Albert 432,00 4 Oeſterr. Staatsbahn . 89,00 7½ Wiener Bankverein .131½ 3½ Nauheim . . . . . .
4 Türk. uniſiz. v. 1903 87,4014 Holzverkohlung
Kon=
do.
75,00
Pfandbriefe.
4 Nürnberg. . . . . . .
4 Ungar. Goldrente . . . 82,30
ſtanz . . . . . . . 286,50 1 5 Oeſterr. Südb. 1Kawb.)
4 Frenkf. Hypoth.=Bank
3½
do.
44 do. Staatsrente. . . 80,801 5 Lahmeyer. . . . . . . 117.90
do.
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96,60 3½ Cöln=Mindner 100 139,00
3 Holl. Komm. . fl. 100
96,60 3 Madrider . Fs. 100 —
4 Meininger Pr.=Pfand=
84,20
137,90
briefe . . . . .
84,004 Oeſterr. 1860er Loſe . 177,60
127,80
84,103 Oldenburger . . ..
95,00 2½ Raab=Grazer ſl. 150
84,00
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
93,60 Augsburger. . . .
83,00
97,70 Braunſchweiger Tlr. 20 200,00
Freiburger . . . . Fs. 15
85,60 Mailänder . . . . Fs. 45
do. . . . . Fs. 10 43.50
fl. 7
Meininger . . .
Oeſterreicherv. 1864 f. 100 —
do. v. 1858fl. 100 505,00
96,50 Ungar. Staats . fl. 100 404,00
96,00 Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 161,40
84,60 Gold, Silber und
Banknoten.
93,40
20,40
85,00 Engl. Sovereians . . .
94,00 20 Franks=Stücke . . . . 16,14
85,60 Amerikaniſche Noten. . . 4,19¾
Engliſche Noten . . . 20,45
—Franzöfiſche Noten. . . . 80,95
84,501 Holländiſche Noten. . . . 168,75
94,70 Italieniſche oten . . . . 80,20
86,20Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,00
97,50Ruſſiſche Noten . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,70
96,80
84,00 Reichsbank=Diskonto.
Reichshank=Lombard Zsf. 7%
Marl
.(*120
lrahe
en.
Zun
e 7. (19
veriale
(19
reit
0
e ichſt
enkleide
ärts
(24m
oßgaſſe 2
le Zhment
ſöbel, 3a
diehtch
f. genü)
A
Nummer 247.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 17. Oktober 1913.
Seite 11.
Bekanntmachung
iber die Durchführung des Reichsgeſetzes, betreffend die
Be=
zeichnung des Raumgehaltes der Schankgefäße,
vom 20. Juli 1881,
in der Faſſung der Novelle vom 24 Juli 1909.
Da nach § 2 Abſatz 4 des genannten Geſetzes, welches am
Auguſt 1909 in Kraft getreten iſt, nach dem 1. Oktober 1913 auch
ter Gebrauch von Schankgefäßen für Bier mit dem früher zuläſſigen
geringeren Abſtand des Füllſtrichs vom oberen Rande des Gefäßes
richt mehr geſtattet iſt, müſſen ietzt alle zur Verabreichung von
1
Stierer
Wein, Obſtwein, Moſt oder Bier dienenden Schankgefäße (
ein=
ſhließlich der Stammgläſer) in Gaſt= und Schankwirtſchaften den
reuen Vorſchriften, namentlich hinſichtlich des Abſtandes des
Füll=
ſtrichs vom oberen Rande des Gefäßes entſprechen. Wir werden
für Herren und Damen
kaher nunmehr gemäß § 6 der heſſiſchen Ausführungsverordnung
in eleganter, solider Ausführung
rom 19. März 1913 zu obengenanntem Reichsgeſetz eine Nachprüfung
der Schankgefäße in den Gaſt= und Schankwirtſchaften vornehmen
zum Einheitspreise
lrſſen.
Einen Auszug aus dem Geſetze veröffentlichen wir nachſtehend
von Mk.
rait dem Anfügen, daß unter den im §4 genannten „gehörig
ge=
in neuesten englischen, amerikanischen und deutschen Fassons
ſempelten‟ Ftüſſigkeitsmaßen geeichte Flüſſigkeitsmaße zu verſtehen
ſmd. Mit Hilfe dieſer geeichten Flüſſigkeitsmaße haben ſich die
schwarz und farbig, in Schnür-, Schnallen-, Zug-, Knopf-, auch
WWirte ſelbſt von der Richtigkeit ihrer Schankgefäße vor der
in Derby-Schnitt mit und ohne Lackkappe, auch in ganz Lack.
Ingebrauchnahme zu überzeugen, auch haben ſie auf Verlangen ihren
Gäſten und Kunden die verabreichten Getränke vorzumeſſen.
Trotz des billigen Preises nur gute
Wir bemerken ferner noch, daß nach § 5 der heſſiſchen
Aus=
jührungsverordnung zu dem Reichsgeſetz die Schankgefäße nur einen
dauerhafte und zuverlässige Ware.
füllſtrich und eine Bezeichnung des Sollinhalts haben dürfen;
doch ſind alte Füllſtriche und Bezeichnungen, die in haltbarer und
den Zweifel ausſchließender Weiſe durchſtrichen oder vernichtet ſind,
Ein Blick in unsere Schaufenster sagt Ihnen alles.
insbeſondere dann nicht zu beanſtanden, wenn der maßgebende neue
Für gute Haltbarkeit unserer Schuh-
Füllſtrich nebſt zugehöriger Bezeichnung auf der entgegengeſetzten
waren übernehmen wir volle Garantie.
Seite des Gefäßes liegt.
Darmſtadt, den 14. Oktober 1913.
Jedes Paar
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
ohne Ausnahme!
Auszug
Ein einziger Versuch macht
aus dem Geſetz, betreffend die Bezeichnung des Raumgehaltes
Sie zu dauerndem Kunden.
der Schankgefäße, vom 20. Juli 1881 (Reichsgeſetzblatt S. 245)
in der Faſſung der Novelle vom 24. Juli 1909 (
Reichsgeſetz=
blatt S. 891).
81.
Schankgefäße (Gläſer, Krüge, Flaſchen uſw.), welche zur
Schuh-Haus
Berabreichung von Wein, Obſtwein. Moſt oder Bier in Gaſt=
und Schankwirtſchaften dienen, müſſen mit einem bei der
Auf=
hellung des Gefäßes auf einer horizontalen Ebene den Sollinhalt
begrenzenden Strich (Füllſtrich) und in der Nähe des Strichs
unit der Bezeichnung des Sollinhalts nach Litermaß verſehen
ſein. Der Bezeichnung des Sollinhalts bedarf es nicht, wenn
verſelbe ein Liter oder ein halbes Liter beträgt.
10p
Der Strich und die Bezeichnung müſſen durch Schnitt, Schliff,
Vsrand oder Aetzung äußerlich und in leicht erkennbarer Weiſe
an=
im Hause
gebracht ſein.
Zugelaſſen ſind nur Schankgefäße, deren Sollinhalt einem
Liter oder einer Maßgröße entſpricht, welche vom Liter auf=
Valentin Schropp
wärts durch Stufen von einem halben Liter, vom Liter abwärts
Marktplatz. (18413a
durch Stufen von Zehnteilen und vom halben Liter abwärts
nurch Stufen von Zwanzigteilen des Liters gebildet wird.
§ 2.
Filalen an aln gröberen Plätzen.
Der Abſtand des Füllſtrichs von dem oberen Rande der
Schank=
gefäße muß
a) bei Gefäßen mit verengtem Halſe, auf dem letzteren ange=
Zimmerarbeit.
bracht, zwiſchen 2 und 6 Zentimeter,
Gloßh. Hanorwäammer Darmſtact.
Die Herſtellung einfacher
Ein=
b) bei Schankgefäßen für Vier zwiſchen 2 und 4 Zentimeter
friedigungsbretterwände
beider=
c) bei anderen Gefäßen zwiſchen 1 und 3 Zentimeter
ſeits des Straßendurchbruchs
Bis=
betragen.
Der Maximalbetrag dieſes Abſtandes kann durch die zuſtändige marckſtraße -Dornheimer Weg ſoll
Gemäß Artikel 23 bezw. 11 des Geſetzes, die
Handelskam=
köhere Verwaltungsbehörde hinſichtlich ſolcher Schankgefäße, in welchen verdungen werden.
mern betreffend, vom 6. Auguſt 1902, werden die Hebregiſter zur
Ene ihrer Natur nach ſtark ſchäumende Flüſſigkeit verabreicht wird,
Arbeitsbeſchreibungen und Be=Erhebung der Beiträge zu den Ausgaben der Großherzoglichen
über die vorſtehend bezeichneten Grenzen hinaus feſtgeſtellt werden. dingungen liegen bei dem Tief=Handelskammer Darmſtadt für das Jahr 1913 in der Zeit von
Die höhere Verwaltungsbehörde iſt ferner befugt, den in Abſatz bauamt, Zimmer Nr. 4, zur Ein=Samstag, den 18. Oktober bis inkl. Mittwoch, den 29. Oktober, zur
1 zu b bezeichneten Mindeſtbetrag des Abſtandes für Gefäße von ſicht offen.
Einſicht der Wahlberechtigten zur Handelskammer des Kreiſes Darm=
Angebote ſind bis
einem halben Liter Inhalt und darüber bis auf 3 Zentimeter zu
ſtadt auf dem Bureau der Großherzoglichen Handelskammer,
Rhein=
erhöhen.
Freitag, 17. Oktober I. Js., ſtraße 9, während der Geſchäftsſtunden offen gelegt.
nachmittags 4 Uhr,
Bis zum 1. Oktober 1913 iſt der Gebrauch von Schankgefäßen
Einwendungen gegen den Inhalt der Hebregiſter ſind
inner=
für Bier mit einem Mindeſtabſtande von 1 Zentimeter geſtattet.
bei unterzeichneter Stelle einzu= halb der erwähnten zehntägigen Friſt bei der Handelskammer
ſchrift=
reichen.
(21654df lich vorzubringen.
(21703
Der durch den Füllſtrich begrenzte Raumgehalt eines Schank= Darmſtadt, 14. Oktober 1913.
Der Vorſitzende:
Der Syndikus:
Tiefbauamt.
glefäßes darf
a) bei Gefäßen mit verengtem Halſe höchſtens ½a=
In unſer Handels=Regiſter, Ab=
C. Parcus.
Dr. Human.
b) bei anderen Gefäßen höchſtens ½ geringer ſein als der J teilung B, wurde heute ein=
Sollinhalt.
getragen hinſichtlich der Firma:
§ 4
Gebrüder Trier. GeſellObſt=, Gemuſe= u. Kartoffelmarkt
Gaſt= und Schankwirte haben gehörig geſtempelte
Flüſſigkeits=
ſchaft mit beſchränkter
Haftung, Darmſtadt.
waße von einem zur Prüſung ihrer Schankgeſähe geigneten
Linzel=
verbunden mit
Dem Karl Köhler, Kaufmann
oder Geſamtinhalt bereit zu halten.
in Darmſtadt, iſt Prokura für die
§ 5
Gaſt= und Schankwirte, welche den vorſtehenden Vorſchriften Niederlaſſung in Darmſtadt er=Obſl- und Gemüſe-Ausſtellung
(21689
zuwiderhandeln, werden mit Geldſtrafe bis zu einhundert Mark teilt.
vom 18.—20. Oktober in den Saal= u.
Garten=
oder mit Haft bis zu 4 Wochen beſtraft. Gleichzeitig iſt auf Ein= Darmſtadt, 13. Oktober 1913.
räumen der Brauerei „zum Schützenhof”.
zehung der vorſchriftswidrig befundenen Schankgefäße zu er= Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
kannen, auch kann die Vernichtung derſelben ausgeſprochen werden.
AasS TA
Eintrittspreis 10 Pfg. (21608df)
Loſe zu 30 Pfg.
§ 6
Vervielfältigungs-
Die vorſtehenden Beſtimmungen finden auf feſtverſchloſſene (ver=
Büro
ſtegelte verkapſelte, feſtverkorkte uſw.) Flaſchen und Krüge, ſowie auf
Schankgefäße von ½ Liter oder weniger nicht Anwendung. (21602dfs Inh. S. Guttmann
scher Kindergarten
Tober
Artikel II
Vendelstadtstr. 26
Dieſes Geſetz tritt am 1. Auguſt 1909 in Kraft.
Telephon 1679.
Kiesſtraße 63
Jahrhundertfeier.
(20255a
Aus Anlaß der Feier der 100. Wiederkehr der Tage der Be=l Schreibmaschinen- hat wieder begonnen. Anmeldungen ſind möglichſt
ſneiungskriege von 1813 ſind am Samstag, den 18. Oktober l. Js.,
in der Zeit zwiſchen 8—12 Uhr vormittags oder
Arbei ten
die ſtädtiſchen Kaſſen= und Dienſtſtellen geſchloſſen. (21705fs
Darmſtadt, den 15. Oktober 1913.
2—4 Uhr nachmittags Werktags erbeten.
Diktate
Der Oberbürgermeiſter.
in separätem Raum
Dr. Gläſſing.
C. Becker.
21613a)
Vervielfältigungen
Gemeindekrankenverſicherung.
ohne Fettrand.
Das Großh. Oberverſicherungsamt hat die Schließung derzeugni s-Abschräften VereinfurVerbreitung von Polksbnoung
hoeſigen Gemeindekrankenverſicherung mit Wirkung des Ablaufs des
schneI1-sauber
Jahres 1913 angeordnet Die verſicherungspflichtigen Mitglieder
Darmſtadt.
duer Gemeindekrankenverſicherung gehören vom 1. Januar 1914 ab der
diskret-biIIig.
Der Vorſtand gibt bekannt daß die Lehrkurſe in Franzöſiſch
Allgemeinen Ortskrankenkaſſe Darmſtadt an; die verſicherungs=
(Montags und Donnerstags), Engliſch (Dienstags und Freitags),
berechtigten Mitglieder haben vom gleichen Zeitpunkt ab das Recht
Buchführung (Mittwochs) und Deutſch (Montags) Mitte nächſter
auf Mitgliedſchaft bei der genannten Ortskrankenkaſſe.
Weg. Geſchäftsaufgabe
Die Gläubiger der Gemeindekrankenverſicherung werden
werden billigſt verk.: Koni= Woche beginnen.
Den angemeldeten Teilnehmern gehen ſchriftliche Einladungen
anfgefordert ihre Forderungen binnen 3 Monaten nach dem
Er=
feren, Thuja, Roſen=
Hoch=
dieſer Tage
zu=
ſcheinen dieſer Bekanntmachung bei mir anzumelden. Die
Befrie=
u. Niederſtämme, winterh.
Weitere Anmeldungen nimmt entgegen das Verkehrsbureau
dhgung von Gläubigern, die ihre Forderungen nicht innerhalb dieſer
Pflanzen, Töpfe ꝛc. (*11970
und J. Mylius, Herdweg 2, ſowie die Vereinsgeschäftsstelle
Fnriſt anmelden, kann verweigert werden.
Gärtnerei Rettberg,
(Gutenbergſtraße 68).
(21686
Darmſtadt, den 13. Oktober 1913.
(21711 Gartenvorſt. Hohler Weg.
Soee Münzenſammlung Soge
Der Oberbürgermeiſter:
J. V.: Mueller.
(hauptſächlich aus beſonderem An=Gulte Spelsekariokenl
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Alte Niederſtraße 9.
Frankfurterſtraße 21. abends. Wo? ſagt die Exped. (*11391
Näh. in der Exv.
(21674
(*119881zu verk. Karlſtr. 69, I.
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 17. Oktober 1913.
Nummer 247.
Fortbildungsſchule.
Auslegeſtelle
Die Eröffnung des Unterrichts der hieſigen Fortbildungsſchule
für den Winter 1913/14 erfolgt am Montag, den 20. ds. Mts.,
5 Uhr nachmittags, und zwar für die Schüler des vormaligen Hehtung!
der deutſchen Patentſchriften.
Stadtbezirks Darmſtadt in den Schulhäuſern am Ballonplatz
Die Patentſchriften über die vom Kaiſerlichen Patentamt in
und in der Müllerſtraße, für die Schüler der vormaligen Ge=
Berlin ſeit dem 1. Juli 1877 erteilten Patente können in unſerer
meinde Beſſungen im Schulhaus in der Ludwigshöhſtraße.
Bibliothek (Neckarſtraße 3) werktags von 8½—12½ und 3—5½ Uhr
Zum Beſuche der Fortbildungsſchule ſind geſetzlich verpflichtet
(Samstag=Nachmittag ausgenommen) von jedermann unentgeltlich
alle diejenigen jungen Leute, die in den Jahren 1911, 1912 und 1913
eingeſehen werden.
Möbel-
aus den hieſigen Volks= und Mittelſchulen entlaſſen worden ſind und
Auskunft und Belehrung im gewerblichen Rechtsſchutzgebiete
diejenigen, die nach ihrer Entlaſſung aus den Schulen anderer Ge=
und in der gewerblichen Rechtsſchutzgeſetzgebung wird in den
Dienſt=
meinden ſich hier aufhalten, ohne anderen genügenden Schulunterricht
ſtunden jederzeit erteilt.
zu genießen.
(21732
Darmſtadt, im Oktober 1913.
Geſuche um gänzliche oder teilweiſe Befreiung vom Beſuche
der Fortbildungsſchule ſind bei Meidung der Nichtberückſichtigung Kädfer
Großh. Zentralſtelle für die Gewerbe.
alsbald ſchriftlich an Großh. Kreisſchulkommiſſion Darmſtadt
Der Direktor des Gewerbemuſeums und der Bibliothek,
(Neckarſtraße 3) zu richten. Nach dem 15. Oktober einlaufende
Ge=
ſuche können keine Berückſichtigung mehr finden. Bis zur
Entſchei=
dung dieſer Behörde muß die Fortbildungsſchule beſucht wer=Nie wiederkehrende
den. Die Geſuche müſſen von den Schülern ſelbſt verfaßt, geſchrieben
und unterſchrieben ſein, ſowie Angaben enthalten über: Alter, Hei=
Gelegenheit!
matsört, Namen und Geſchäft der Eltern, ſeitherigen Schulbeſuch,
600.
dermalige Beſchäftigung des Schülers. In den Eingaben ſind die
Gründe anzuführen, aus welchen Befreiung erbeten wird; außerdem
ſind Art, ſowie Stundenzahl etwaigen anderen Unterrichts und die
dieſen Unterricht erteilenden Lehrer zu bezeichnen.
Die Schüler die mit Erfolg die Winter=Tagesſchule für Bau=30 Schtalzlestistt
handwerker und Metallarbeiter oder die Abend=Fortbildungsſchule
der Gewerbeſchule (der Beſuch einer Fachklaſſe oder des Zeichenunter= eiche, in modernſter Ausführung,
W. Schocher Nachf.
richts allein befreit nicht von der obligatoriſchen Fortbildungsſchule) kann ich — da überaus günſtig
abgeſchloſſen — zu einem
oder die kaufmänniſche Fortbildungsſchule dahier beſuchen, ſind
G. m. b. H.
von dem Beſuche der obligatoriſchen Fortbildungsſchule befreit,
Schleuderpreis
ebenſo diejenigen Schüler der landwirtſchaftlichen Winterſchule,
welche die letztere zwei Jahre mit Erfolg beſucht haben. Ferner ſind l von 275 Mark pro Zimmer
DARMSTADT
befreit die ehemaligen Schüler höherer Lehranſtalten, die ein Jahr
lang die Obertertia beſucht und in den Hauptfächern das Klaſſenziel abgeben. Es bietet ſich Braut=
Rheinstrasse 7.: Telephon 223.
paaren eine außergewöhnlich
erreicht haben.
Die Eltern der Schulpflichtigen oder deren Stellvertreter, ebenſo günſtige Kaufgelegenheit u. ſollte
die Dienſtherrſchaften und Lehrherren, die ſchulpflichtige junge Leute kein Intereſſent dieſe verpaſſen.
6o600000000
im Dienſt oder in der Lehre haben, ſind kraft Geſetzes verpflichtet,
39,,
die jungen Leute zum Beſuche der Fortbildungsſchule anzuhalten
Alrtikel 24 des Schulgeſetzes und § 120 Abſatz 2 der deutſchen Ge=
Eine komplette
Einstallatten
werbeordnung). Den Schülern iſt die zum Beſuche der
Fortbildungs=
ſchule nötige Zeit, und zwar in der Ausdehnung zu laſſen daß ſie
vor Beginn des Unterrichts ſich genügend waſchen, ankleiden und! 2 Zimmers
S elektr. Anlagen
auch eſſen können. Zuwiderhandlungen werden mit einer Polizei=
Wohnungseinrichtung
ſtrafe von 2 bis 20 Mark (Artikel 25 des Schulgeſetzes) geahndet.
Unentſchuldigte Verſäumniſſe unterliegen den geſetzlichen Schulſtrafen mit dieſem eleg. Schlafzimmer:
Stark- u. Schwachstrom-
(ie 20 Pfg., im Wiederholungsfalle 40 Pfg.), welche nötigenfalls durch 2 Bettſtellen m. ſchön. Intarſien
Haft nach Maßgabe der §§ 28 und 29 des Reichsſtrafgeſetzbuchs
voll=
prima Wollmatratzen (Jacqu.=
Anlagen in fachgemäßer
ſtreckt werden. Außerdem erfolgt zwangsweiſe Abholung in die
Drell)
Schule.
2 Ia Stahlmatratzen m. Gegen=
AUsFüHRUNG.
Die Schüler, welche in den Winterhalbjahren 1911/12
druckfedern
und 1912/13 die Fortbildungsſchule dahier ſchon beſuchten=
2 geſteppte Schonerdecken
haben ſich am 20. Oktober um 5 Uhr (in Beſſungen um 4 Uhr)
Reparaturen prompt und billigst.
2 Nachtſchränkchen mit Marmor
nachmittags, in den Turnſälen derienigen Schulhäufer dahier
ein=
u. Apotheken=Aufbau
oo Kostenanschläge gratis. o0
zufinden, in welchen ſie in den früheren Jahren Unterricht empſingen.
groß. Spiegelſchrank m. Schub=
Die Schüler, die Oſtern 1913 aus der Stadtknabenſchule I
oo Auskünfte bereitwilligst. oo
kaſten und Meſſingſtange
und II, aus der Bezirksſchule in der Lagerhausſtraße, ſowie aus
1 Waſchkommode mit modern
der Knabenmittelſchule I und II entlaſſen worden ſind, haben ſich
hohem weißem Marmor und
6ooo000o00000
zu derſelben Zeit in der Turnhalle des Schulhauſes am Ballonplatz
Spiegelaufſatz
einzufinden.
2 Stühle
Die von auswärts in den Stadtbezirk Darmſtadt zugezogenen 1 Handtuchhalter
Schulpflichtigen müſſen ſich ebenfalls in dem Schulhaus am
Ballon=
einem beſſeren Wohnzimmer:
platz melden.
(echt Nußbaum, fein poliert)
Die im Bezirk der früheren Gemeinde Beſſungen wohnenden
Schüler aus den drei Jahrgängen 1911, 1912 und 1913 haben ſich 1 Vertiko mit 3 Kriſtallfaſſett=
Montag, den 20. d. Mts. 4 Uhr nachmittags, in der Turnhalle
(19349a)
Spiegel und f. Intarſien
des Schulhauſes Ludwigshöhſtraße 42 einzufinden.
1 eleg. Moquett=Diwan (Stoff
Es beſteht kein Unterſchied mehr zwiſchen Tages= und
Abend=
nach Wahl)
klaſſen, die Unterrichtsſtunden für alle Klaſſen können in die Zeit 1 Ausziehtiſch
zwiſchen 2 und 7 Uhr nachmittags gelegt werden. Die Klaſſen, in 4 beſſere Rohrſtühle m. Intarſien Lehlr Hstllur von Gatd Eppet
denen Zeichenunterricht erteilt wird, haben wöchentlich 9 Stunden, die 1 großes, in Gold gerahmtes
Karlſtraße 36, I.
übrigen Klaſſen 7 Stunden Unterricht.
Kunſtbild (Magdalena),
Stenographie (Gabelsb. Geſamtk.) 6 Mk.
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Jache hiermit die Darmſtädter Herrſchaften darauf aufmerkſam
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Alles dies zuſammen
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genannten Schulhäuſer ebenfalls Montag, den 20. ds. Mts., nach=
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richts erkennen und nach Kräften bemüht ſein werden, die Zwecke
Ich bitte verehrl. Käufer, ſich
der Schule durch Ueberwachung des Schulbeſuchs und Anſpor= von der außergewöhnlich
vorteil=
nung der Schüler zur Folgſamkeit gegen Vorſteher und Lehrer haften Zuſammenſtellung zu
über=
der Schule, ſowie zu Fleiß, Ordnung und guter Sitte in und zeugen, um ſelbſt beurteilen zu
außerhalb der Schule zu fördern.
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Darmſtadt, den 1. Oktober 1913.
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ſondere Abendkurſe einzurichten. Ihre Eröffnung ſoll Ende Oktober
lfd. Js. erfolgen. In ihnen ſollen Mädchen und Frauen, denen es
De
durch anderweitige Beſchäftigung am Tag nicht möglich iſt, ſich mit
den Arbeiten des Haushaltes vertraut zu machen, im Kochen und
Braten, ſowie im Nähen, Flicken und Stopfen unterwieſen werden.
Die Herſtellung von Weihnachtsgebäck findet in dieſen Kurſen
beſondere Berückſichtigung.
Die Zahl der Unterrichsäbende iſt auf 60 feſtgeſetzt. Die
Ver=
teilung derſelben auf die einzelnen Wochen und Tage und die Feſt=
MTa.
Kover
legung der Unterrichtszeit erfolgen im Einverſtändnis mit den
Kurſus=
teilnehmerinnen.
Das Schulgeld für den ganzen Kurſus beträgt:
a) für hieſige Schülerinnen 2.— Mark.
b) für auswärtige Schülerinnen 4.— Mark.
Es iſt bei der Anmeldung zu entrichten.
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Darmſtadt werden Montag, den 20. Oktober, von 7—8 Uhr
abends, in der Fortbldungsſchultüche im Schulhaus Rundeturm=
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Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 17. Oktober 1913.
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gen ſprach dagegen: Nur ihm nicht ganz verfallen. Auch Jetzt ſeine Muſe und ſpäter erſt ſeine Frau ſein.
Frau Melodie.
ſeinetwegen die Liebe auf dem Niveau des reizvoll locken=
Irma war eben eine eigene Frau. Schwärmeriſch,
Roman von Carl Conte Scapinelli.
den, tändelnden Spiels halten. Leiden ſollte er und hof= unvorſichtig, zu großer Liebe ſcheinbar fähig, und doch
153
(Nachdruck verboten.) fen, ſchluchzen vor Sehnſucht. Da heraus wurden die wieder zu lächelnd und oberflächlich dazu. Ihrer Schön=
Mitten in dieſen Gedanken hinein tönte die ganze ſchönſten Weiſen geboren. Sich fangen laſſen wollen und
heit bewußt und glücklich dabei, wenn ſie einem, der ſie
Zeit die Muſik aus Joſef Rittners Zimmer zu ihr her= doch entfliehen. Die heiße Unruhe einer ſolchen Liebe mochte, gefiel und ihn tollmachen konnte,
himmelhochjauch=
a us. Und dazu plaudern und Trällern, Singen und La= reizte ſie mehr, peitſchte ihn ſtärker auf als der bald
ge=
zend hingebend und gleich darauf wie aus allen Wolken
echen. Die ſchienen ſich ſo gut zu amüſieren.
ſtillte Brand, als die ſichere Verlobung.
fallend kühl.
Und tatſächlich fragten die zwei da drinnen nicht nach
Steigen mußte er durch ſie, in der Bedrängnis ſeines
So ſaß ſie nun daheim im kleinen Zimmerchen ihrer
wer Zeit. Wie im Fluge ging ſie dahin, wurde von der Herzens ſein Höchſtes ſchaffen, das war ihr heißeſter
Penſion und ging die köſtlichen Stunden durch, inbrünſtig,
Muſik verſchlungen.
Wunſch, der tollkühne Wunſch einer ſchönen, liebenden,
kein Wort von ihm vergeſſend, jeden Ton in ſich neu auf=
Endlich, um fünf, hörten ſie mit der Muſik auf. Es ſuchenden, unzufriedenen und doch im Augenblick
glück=
ſteigen laſſend, den er ihr vorgeſpielt. Jetzt, da er fern
war Zeit, Schluß zu machen, denn Rittner war müde und lichen Frau. Sie wollte alle Qualen, die er um ſie litt,
unußte ſich noch zwei, drei Stunden erholen, da er abends alle Hoffnungen, die er ihr verdankte, ausgedrückt finden war und fremden, gleichgültigen Menſchen vom
Dirigen=
um Volksgarten zu dirigieren hatte.
in ſeinem Werke. Alles, ſein Innerſtes mußte er ihr tenpult aus einen anregenden Abend bereitete, jetzt hätte
So beſchloſſen ſie, gemeinſam in ein Café zu gehen. geben. Das war der größte Triumph der Liebe, dem ſie ihn am liebſten da gehabt, hätte ihm tolle, liebe
Sa=
chen ins Ohr geflüſtert. Ob ſie ihn nicht noch überraſchend
Kittner wollte Irma überreden, abends auch zu ſeinem erſt als Belohnung und Krönung ihre Hand wurde.
So dachte ſie und darum wollte ſie eine Ruhepauſe ſollte und hinfahren, in ſeinem Konzert erſcheinen? Aber,
Konzert zu kommen, aber ſie meinte, da ſähen ſie alle
die früheren Bekannten aus Arad, und das wollte ſie ver= haben, um ſich zu ſammeln, den Abend ruhig in ihrer nein, nur ſtark bleiben, nicht unterſinken, ertrinken in
ſei=
meiden.
Penſion verſitzen, nächſten Tages irgend ein Muſeum be= ner Liebe, ſie auf der Oberfläche eines Flirts, einer
Wir haben doch nichts zu verbergen. Und glaub mir, ſuchen und höchſtens erſt nachmittags ihn auf einen Augen= luſtigen Tändelei halten . . . Warum nicht unterſinken
darin, einmal gar nichts denken und wollen, als Liebe,
ſoo groß iſt Wien nicht, daß Dir nicht morgen oder über= blick treffen.
Nicht in ihm untergehen, ſich ſelbſt finden und halten, als hingebende, ſüße, verzehrende Liebe? Fehlte ihr der
morgen ein Offizier meines Regiments entgegenläuft.
Vielleicht ſprachen auch andere Gründe, Gründe realer Mut dazu? ſehnte ſich nicht ihr Herz danach? Das alles
Dann bin ich allein, nicht in Deiner Geſellſchaft!
Natur dabei mit, über die ſie ſich nicht ſo offen Rechen= fragte ſie ſich immer wieder in ihrem einfachen Stübchen.
Das weißt Du nicht!
Aber Irma gab nicht nach, ſie fühlte das Bedürfnis, ſchaft gab. Vielleicht fand ſie es auch auf die Dauer unter Warum war ſie dann hierher gekommen? Nur um ihn
Allein zu ſein. Sie war toll genug geweſen, als ſie ihn ihrer Würde, wie ſeine Geliebte ſich von ihm ausführen zu locken und wieder abzuſtoßen? Nur um ihn zum
beſuchte, ſie fühlte, wie ſtark ſein Einfluß, ſeine Liebe, zu laſſen, vielleicht wollte ſie, — wenn ſie ſich wieder ver= Scherz, aus fröhlicher Luſt zu küſſen und ſeinem Kuß zu
ſein Spiel auf ſie wirkte, ſie fühlte, wie ſie in dem allen ehelichte, — nur einem reichen Mann die Hand geben. Sie! wehren?
Sie fühlte ſich plötzlich ſo mutterſeelenallein, ſo
ein=
unterzugehen ſchien. Und doch riet ihr ihr Temperament, liebte den Luxus, ſie brauchte ihn, wie ſie jüngſt geſagt
ſich oben zu halten, nicht ganz in dieſer jungen, tollen hatte, um ſchön und gut zu ſein. Warten, bis er reich ſam, einſam hier in der Penſion unter gleichgültigen,
war oder bis er doch wenigſtens große Einnahmen hatte! fremden, nur auf Gewinn bedachten Leuten, einſam im
Liebe zu verſinken.
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 17. Oktober 1913.
Nummer 247.
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großen Wien. Und unten in Arad ſaß auch eine alte, ſie, — und heute nacht träumte er vielleicht von ihr. Es denden. Es war ihm, als verſtände er jetzt erſt dieſk und
kränkliche Frau, ihre Mutter, und harrte ihrer.
war doch köſtlich, zu wiſſen, daß einen irgend einer ſo toll jene Intentionen anderer großer Komponiſten. Und nie=
Sie wurde ganz weich, ganz gerührt über ſich, über und ehrlich liebte, daß man jemandem wirklich das Höchſte mand war für dieſes ſubtile Spiel, für die ſeine Leitung
ihre Einſamkeit, über ihr Schickſal.
auf Erden war. Mit dieſen Gedanken ſchlummerte ſie dankbarer als das elegante Wien, das zu ſeinen Füßen
Und ehe ſie ſich’s verſah, hatte ſie zwei richtige Tränen ein.
ſaß. Es zeigte es ihm durch frenetiſchen Applaus, durch
in den Augen ſtehen, die langſam die Wangen herabkol= —
immer wieder neue Einlagen, die es mit ſeinem Beifall
lerten. Verliebt bin ich, verliebt, wie nie in meinem Le=
Beim Konzert draußen im Volksgarten fühlte ſich ertrotzte.
ben! ſagte ſie ſich und mußte mitten im Weinen wieder Joſef Rittner erſt wie in die Wirklichkeit zurückverſetzt. In
Endlich war die erſte Pauſe eingetreten, und er konnte
lachen über ſich und über ihre Tränen, und über dieſes den letzten zwei Tagen war er wie im Taumel geweſen. ins Publikum hinabſteigen, um Bekannte zu begrüßen.
heimliche, unheimliche Glück und Weh.
Vorgeſtern abend die Ankunft Irmas, das ſüße Bei= Jetzt gewahrte er auch zum erſten Male, ziemlich weit hin=
Dann nahm ſie einen Bogen blauen, duftenden Brief= einander im Reſtaurant, dann die jähe Störung durch ten an einem Tiſch, ſeinen Vater mit Hanſi.
papiers und ſchrieb an ihre Mutter einen Brief. Nicht, Felix Bergauer und Konſorten und darauf wieder der
Das iſt lieb von Euch, daß Ihr gekommen ſeid! ſagte
weil ſie ihr Herz ausſchütten wollte, — nein, das hätte Weihekuß ſeiner Muſe vor aller Welt. Dann heute der er erfreut.
ſie vor ihrer Mutter, vor deren fragenden, lauernden luſtige, hübſche Tag, wo ſie bei ihm geweſen, wo ihm
Du findeſt ſcheint’s den Weg zu uns nicht mehr!
Blicken, nicht gekonnt, ſondern nur damit die alte Frau ſeine Weiſe erſt wirklich erſchienen, da die, der er ſie auf meinte der Vater, da müſſen wir Dich ſuchen, wo wir Dich
nicht um ſie in Sorge ſei. Sehr ruhig und diplomatiſch den Leib geſchrieben, ſie gehört, ſie getanzt, ſie geträllert. finden! Und da Joſef ſich verteidigen wollte, ſetzte er
ſchrieb ſie, daß ſie in Wien gut angekommen, daß ſie Jetzt ſtand er wieder mit allen zwei Füßen im Alltag, hinzu: Nein, nein, ich weiß, wie angeſtrengt Du biſt, ich
Herrn Rittner auch getroffen hätte, daß dieſer ſehr fleißig mitten unter ſeinen Muſikern, mitten im Publikum. Er kann’s und will’s auch gar nicht verlangen, daß Du zu
ſei und daß ſie mit ihm und einigen Herren ſeiner Be= ſtaunte faſt, daß es das gab, ſeit 24 Stunden hatte er das uns kommſt. Die Abende haſt Du ja ungefähr beſetzt.
kanntſchaft einen vergnügten Abend verlebt habe. Die näch= alles vergeſſen gehabt, vergeſſen den bunten Rock, ver=
Ja, faſt alle!
ſten Tage ſollten ihrem lieben, alten Wien gelten, und auch geſſen den Taktſtock, vergeſſen ſeinen eigentlichen Beruf,
Wo habt Ihr denn geſtern geſpielt? Ich hab’s in der
Mamas alte Freundin, die Frau Rat Friſensky, wollte ſie dem er gerade jetzt in Wien mit doppeltem Eifer nachzu= Zeitung nicht gefunden! fragte der Alte.
nächſtens beſuchen. Und Mama ſollte nur ohne Sorge gehen hatte.
Geſtern waren wir frei!
ſein, es gehe ihr gut und ſie wolle ſehr vernünftig und
Durch die großen hellen Räume erſchollen überlaut
So, ſo!
auf ihre Zukunft bedacht ſein. Und nächſtens würde ſie die Töne der Militärmuſik. Bunt ſchimmerte das Publi=
Ja, ich habe zu arbeiten gehabt! log Joſef. Er wollte
mehr ſchreiben, viel mehr!
kum zu ihm herauf, als winzige, ewig wandelnde Punkte dem Vater noch nichts von Irmas Ankunft mitteilen.
Damit ſchloß ſie den Brief. Es war noch nicht 9 Uhr, in dieſem bunten Menſchenmeer die Kellner in ihren
Freilich, freilich, Du komponierſt wohl an Deiner
und ſo bat ſie das Mädchen, den Brief noch in den Poſt= ſchwarzen Fracks. Er mußte alle Energie zuſammen= neuen Opereite? — Na, Glück auf dazu! Und ich wäre
kaſten zu werfen. Sie aber ſchloß ihr Zimmerchen zu, nehmen, um ſich auf das jeweilige Stück zu konzentrieren, auch heute nicht gekommen, wenn mir die Hanſi nicht
löſte ihre ſchwarzen Flechten, kramte in den Laden, träl= das er eben dirigieren ſollte. Aber allmählich gelang es immer in den Ohren gelegen hätte. Sie hat keinen höheren
lerte leiſe ein Rittnerſches Liedchen, drehte ſich vor dem ihm doch, den ſüßen Traum, in dem er lebte, zuückzu= Wunſch, als Dich ſpielen zu hören!
Spiegel, zog ſich aus, löſchte das Licht, kroch ins Bett bannen, Herr der Situation zu werden, und die innere
Wirklich keinen höheren? fragte Joſef die Schweſter.
und ſchloß krampfhaft die Augen.
Erregung machte ihn noch feinfühliger, machte ihn zu
Nein! hauchte ſie und errötete bis an die Ohren,
Nun ſpielte er draußen im Volksgarten und dachte an einem noch beſſer Verſtehenden, noch beſſer Nachempfin=
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 247.
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1. Beilage zum Darmſtädter Taablatt.
ſie 24.
hr. Freitag, 17. Oktober.
1915.
e Rach des Redners Anſcht ſei die beruſliche
Ausbildung der Frau und ihr Beruf kein Ehehindernis,
Vermichtes.
ſondern gerade durch die berufliche Selbſtändigkeit werde
C.K. Neues vom Rieſenſtrauß Ur=Afrikas. Die
Tier=
das junge Mädchen erſt recht zur Schließung einer voll= welt der Wunderinſel Madagaskar umſchließt ein großes
wertigen Ehe befähigt, da dieſe aufhöre, nur eine Ver= zoologiſches Geheimnis, denn dieſe Inſel, die nur ein
ſorgungsanſtalt zu ſein. — Die Ehewahl werde vorſich= verhältnismäßig ſchmaler Meeresarm vom heutigen
Oſt=
tiger geſchehen, die Anzahl der Ehen an ſich vielleicht afrika trennt, beſitzt eine völlig andere Fauna als der
Erd=
etwas zurückgehen, aber dieſe würden nicht mehr Zufalls=, teil, dem ſie benachbart liegt. Man nimmt an, daß
Ma=
ſondern Qualitätsehen werden, und damit könne dem dagaskar das urſprünglich faſt mit Afrika zuſammenhing,
Volke und der ganzen Menſchheit nur gedient ſein.
durch einen großen geologiſchen Schnitt von dem Haupt=
Freilich ſei es nötig, daß die beruflich tätige Ehefrau kontinent abgeſondert wurde und die afrikaniſche Tierwelt
und Mutter in der Hauswirtſchaft entlaſtet werde, damit dann hier noch ein ungeſtörtes Daſein bis in unſere Tage
ſie ihre freie Zeit faſt ungekürzt der Familie, ihrem Manne friſtete, während in Afrika ſelbſt durch das Eindringen
und der Erziehung ihrer Kinder widmen könne. Das von Löwen, Nashörnern, Wildpferden, Giraffen und den
Einküchenhaus, das allexdings nicht Spekulationsobjekt, andern heut dort wohnenden Tieren die alte Tierwelt zum
ſondern nur ein Genoſſenſchaftshaus ſein dürfe, werde größten Teil erſtickt und vernichtet wurde. Hat ſich wohl
das Haus der Zukunft für die Kreiſe werden die der Er= noch aus dieſer Fauna Ur=Afrikas ein Repräſentant, wenn
werbs=Mitarbeit der Frau nicht entbehren können. Aber auch in veränderter Form, in die Gegenwart
hinüber=
auch für die Nichtverheirateten werde es von großem gerettet? Wilhelm Völſche gibt in einem Aufſatz der bei
Segen ſein. Die heute mehrfach recht mangelhafte Beauf= der Deutſchen Verlags=Anſtalt erſcheinenden Zeitſchrift
ſichtigung der Schulpflichtigen während der Freizeit werde Ueber Land und Meer die Antwort darauf, indem er von
gerade durch das Einküchenhaus ſchwinden. — Die Mut= dem „Rieſenei in der Sahara” erzählt. Die
bei=
terſchaftsverſicherung erachtet der Redner für eine der den Zoologen Walter Rothſchild und Hartert entdeckten
dringendſten Aufgaben der Geſetzgebung. Die wirtſchaft= bei einer Forſcherfahrt zufällig in der Sahara
Trümmer=
liche Mitarbeit der Frau ſei in unſerer Zeit nicht mehr ſtücke eines koloſſalen Straußeneis, die unmöglich von
zu entbehren, da bereits heute mehr als ein Drittel allee einem lebenden afrikaniſchen Strauß herſtammen konnten.
nationalen Arbeit vom weiblichen Geſchlechte geleiſtet Eine genaue Analyſe ergab eine Dicke der Eiwand von
werde! Es könne heute nicht mehr heißen, Beruf oder Ehe 3½ Millimeter, während kein heutiges Straußenei mehr
und Mutterſchaft, ſondern nur Beruf und Ehe und als 2½ Millimeter dick iſt; der Umfang betrug 25 Zenti=
Mutterſchaft, und die Aufgabe unſerer Zeit ſei er, die Mit=meter in der Länge und 19 Zentimeter in der größten
tel zu ſchaffen und die Wege zu ebnen, die dem Weibe Dicke; das größte Straußenei von heute hat kaum 15 Zen=
(28toh.
dieſe ſchwere Doppelaufgabe möglich machen.
timeter Länge und 13 Zentimeter Dicke. Die
Rieſenver=
önl.
Der Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall aufgenom= hältniſſe dieſes Eis finden nur eine Parallele in den
ge=
men, dem der Vorſitzende des Vereins mit Dankesworten waltigen Eiern, die man im Innern von Madagaskar ge=
Ausdruck zab.
funden hat und die von einem Rieſenvogel ſtammen, deſſen
Gebeine man unter vielen Mühen und Gefahren bergen
konnte. Dieſer märchenhafte „Vogel Rock” erwies ſich da=
Vorträge.
Sport, Spiel und Turnen.
nach als eine Straußenart die mit vier und noch etwas
„Die Frau als Reformatorin der mo=
* Fußballſport. Fußball=Klub Olympia mehr Metern äußerſter Strecklänge den Rekord aller
be=
ennen. Menſchheit und ihre Entlaſtung im 1898. Am Sonntag mittag 1 Uhr treffen ſich kannten lebenden wie urweltlichen Vögel ſchlägt. Der
ma=
ſ( uſe” lautete das Thema des vorzüglichen Vortrags, auf dem Olympia=Sportplatz an der Heidelbergerſtraße dagaſſiſche Rieſenſtrauß wurde „Aeppornis” genannt, und
1 Herr Direktor Rudolf Diekmann aus Berlin= die dritte Mannſchaft des Darmſtädter Sport= ihm muß der merkwürdige Sahara=Gaſt, auf deſſen Ei man
bilmersdorf im „Kaiſerſaale” auf Veranlaſſung des klubs 1905 und die dritte Mannſchaft Olympias zu geſtoßen, nahe verwandt geweſen ſein. Man taufte das
einem Meiſterſchaftsſpiel. — Am Sonntag den 26, dieſes; Tier, das man nur aus dieſen und anderen ſpäter gefun=
Naturheilvereins” hielt.
Redner führte aus, daß die Frauenfrage keine durch Monats findet ebenfalls auf dem Olympiaplatz an der denen Schalenſtücken erſchloſſen hatte, „Pſammornis
Roth=
nanzipierte Frauen hervorgerufene zeitlich begrenzte, Heidelbergerſtraße das Meiſterſchaftsſpiel der ſchildi”, den „Rothſchildſchen Sandvogel”.
tidern eine durch die wirtſchaftliche Entwicklung des erſten Mannſchaft des Sportklubs gegen die erſte
Aus dieſer lehrreichen Entdeckung geht nun mit
Jahrhunderts bedingte Kulturerſcheinung ſei, deren Mannſchaft Olympias ſtatt
Sicherheit hervor, daß der Strauß zu den Urbewohnern
6= ung und Fruchtbarmachung die Hauptaufgabe des 20.
Darmſtädter Sportklub. In der Serie Afrikas gehört. Die Rieſenſtrauße vom
Madagaskar=
ahhehunderts ſein werde. Die drei Hauptforderungen: der Meiſterſchaftsſpiele der Klaſſe A kommt ſchlage, die einſt bis zur algeriſchen Sahara verbreitet
ſeichwertige Schulbildung der weiblichen Jugend wie der am nächſten Sonntag das zwiſchen den 1. Mannſchaften waren, müſſen als ein echtes Stück Alt=Afrika gelten, wie
jämnlichen, Berufsausbildung des Weibes und freie Be= des Darmſtädter Sportklubs und der Fgg. Kaſtel jene Urfauna der Halbaffen, ſeltſamen Igel und Katzen,
uiswahl und endlich die politiſche Gleichſtellung und Mit= vereinbarte Spiel zum Austrag. Kaſtel, das die ſich noch auf der Inſel erhalten haben. Unſer heuts
beit der Frau mit dem Manne in den geſetzgebenden im letzten Jahre noch in der B=Klaſſe ſpielte errang lebender afrikaniſcher Strauß ſtammt von ihnen ab, wie
ſörperſchaften erkennt der Redner als unbedingt notwen= die Meiſterſchaft des Mittelrheingaues und rückte ſo in noch ein kürzlich in Fayum gefundener Straußenreſt aus
an und ſucht den Beweis dafür zu erbringen. Er die A=Klaſſe auf. Es ſtellt zurzeit eine gute, raſche der älteren Tertiärzeit der unſern Strauß direkt auch im
ſümſcht die volle Gleichberechtigung der Frau mit dem Mannſchaft ins Feld, die am letzten Sonntag gegen F.=V. Knochenbau mit dem Aepyornis verknüpft, bis zur völligen
ſi nne nicht nur um ihrer ſelbſt willen, ſondern auch um Mainz nur knapp unterlag. Außerdem ſpielt die 2. Mann= Gewißheit beſtätigt. Ja, wahrſcheinlich ſtammen alle
i Mannes und um der Kinder willen, damit die Ehe= ſchaft der Einheimiſchen gegen die gleiche Kaſtels in Straußvögel der Erde, die ſüdamerikaniſchen und
auſtra=
ſaut mehr als bisher imſtande ſei, nicht nur ſelbſt ein hoher Kaſtel, während die 3. Mannſchaft gegen die gleiche des liſchen, wie die rieſenhaften Moas und die Zwergkiwis
irtſchaftlicher und nationaler Faktor ſondern dem F.=K „Olympia‟=Darmſtadt das fällige Verbandsſpiel von Neuſeeland, von dieſem urafrikaniſchen
Rieſen=
ſianne eine treue Kameradin, ihren Kindern eine Führe= austrägt.
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Samstags auf d. Markt.
Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 17. Oktober 1913.
Nummer 247.
Kunstverein für das Grossherzogtum Hessen
Ochsena
Fleiſcherſatz, Pfd. 1 Mk., Doſe
von 30 Gramm 10 Pfg.
Einladung
Döderlein,
(*12059
Liebfrauenſtraße 78.
zur ordentlichen Hauptversammlung
Großherz. Hoftheater.
Freitag, den 17. Oktober 1913.
am Samstag, den 8. November 1913, nachm. 4 Uhr im
illon Meater
29. Abon.=Vorſtell. D 7
Oberlichtsaale der Kunsthalle am Rheintor zu Darmstadt
Auf Allerhöchſten Befehl:
Rheinstrasse 6 Telephon 173
Fest-Vorstellung
Tagesordnung: Erstattung des Jahresberichts für 1912.
Sesssggssgggsssgssgsgssessess
— Vorlage der Rechnung für 1912, sowie des Voranschlages für zur Jahrhundertfeier der
Völker=
ſchlacht bei Leipzig.
1913. — Entlastung des Rechners. — Aenderung der Statuten.! Spielleiter: Hans Baumeiſter.
Verwaltungsrats-Wahlen. — Verschiedenes.
Muſikal. Leiter: Richard Lert.
Heute letzter Tag
Nach § 14 der Statuten müssen Anträge der Mitglieder dem
Vorsitzenden des Vereins 14 Tage vor der Hauptversammlung! Hohenfriedberger Marſch.
des großen romantischen Schauspiels:
schriftlich mitgeteilt werden, widrigenfalls dieselben in der be-
Die Zornſchmiede.
rufenen Versammlung keine Berücksichtigung finden können
Szeniſcher Prolog von Ernſt Frei=
Darmstadt, den 16. Oktober 1913.
(21713
herrn von Wolzogen.
Perſonen:
Der Vorsitzende des Verwaltungsrats
Ver Stadenrvon Frug
Meiſter Andreas
Emmerling, Finanzrat.
Zorn, Schmied . Hs. Baumeiſter
(*8562
(25.
Laura, ſ. Tochter Käthe Meißner
AScen
Franz, Altgeſelle Paul Peterſen
Frauenverein Carltas von Rechberg, ein
Man versäume nicht, sich dieses interessante Film-
K
jg. Reiteroffizier Frz. Schneider u
schauspiel anzusehen, es werden solche Darbie-
Die Szene ſpielt am 18. Oktober
tungen der Kinematographie so schnell nicht
General=Verſammlung
1813 in einem kleinen Städtchen,
wieder erscheinen,
(21729
Dienstag, den 21. Oktober a. c., nachmittags 5½ Uhr. nahe der ſächſiſchen Grenze nach
Leipzig zu.
(*12014
Um recht zahlreiches Erſcheinen bittet
Hierauf: Jubel-Ouvertüre
Voranzeige.
Der Vorstand.
von Carl Maria von Weber.
Neu einſtudiert:
Vom Samstag, den 18. Oktober, aus Anlaß der
Prinz Friedrich v. Homburg
Richard Wagner-verein Darmstädde oder: pie Schlacht bei Fehrbellin.
Hundertjahr-Feier
Schauſpiel in 5 Akten
Freitag, den 24. Oktober 1913, abends 8 Uhr,
von Heinrich v. Kleiſt.
haben wir uns den Film:
Perſonen:
im Festsaale der Turngemeinde
Friedrich Wilhelm,
Zum Besten des Festhaus-Vereins Darmstadt: Kurfürſt v. Bran=
Johannes Heinz
denburg.
Klavier-Abend
Die Kurfürſtin
Herta Alſen
Der Feilla i Lande
Prinzeſſin Natalie
2
von Herr Karl Friedberg aus Köln. von Oranien,
Nichte, Chefeines
Programm: Johann Sebastian Bach, Beethoven, Schumannn, Chopin, Liszt. Drag.=Regts. . . Eliſabeth Horn
Der Ibach-Konzertflügel ist aus dem Lager der Firma Hof- Feldmarſch. Dörf=
Erinnerungen aus dem Kriege 1870/71
lieferant Heinrich Arnold, Mühlstraße 1—3 u. Wilhelminenstraße 9.
ling
.Emil Jannings
4 Akte — Spieldauer 1½ Stunden
Eintrittskarten für Nichtmitglieder (einschl. städtischer Prinz Friedr.
Ar=
gesichert. Es ist dies der erste
Billettsteuer): Sperrsitz im Saal zu 5.50 Mk., Numerierter Balkon thur von
Hom=
zu 3.30 Mk. und Galerie zu 1.65 Mk.; Studentenkarten zu 1.10 Mk. und burg, General d.
Schülerkarten zu 55 Pfg. bei Heinrich Arnold, im Verkehrs- Reiterei.
. Kurt Ehrle
bureau und abends an der Kasse. — Beitrittserklärungen Obriſt Kottwitz, v
Iennu Jorten
für das laufende Vereinsjahr, die noch vor dem obigen Konzerte Regim. d. Prinz.
erfolgen, berechtigen zu dessen freiem Besuche. Der Beitrag von Oranien. Kt. Weſtermann
-Film der Serie 1913/14 und haben wir das
für den Rest des Jahres (4 Konzerte) beträgt 5 Mk.
(21708 Hennings Oberſt. A. Waſſermann
Der Vorstand. Truchß /d. Inf. Auguſt Kräger
alleinige Aufführungsrecht für Darmstadt.
Graf
Hohenzol=
lern, v. d. Suite
Näheres ersehen Sie aus der
des Kurfürſten . Hs. Baumeiſter
Tageszeitung am Samstag!
9
Rittmeiſter v. der
.Frz. Schneider
Golz . .
ahrhanderkreier. Graf Georg von
Sparren, Rittm. Br. Harprecht
Sonntag, den 19. Oktober 1913, abends 8 Uhr, Stranz, Rittm. . Hans Debus
Siegfried v. Mör
Ludwigshöhe.
im Ev. Vereinshaus
ner, Rittmeiſter . Heinrich Hacker
Graf Reuß, Rittm. Emil Kroczak
Mühlſtraße 24.
Jeden Mittwoch und Samstag
(21681Ein Wachtmeiſter Adolf Klotz
Erſter
Paul Peterſen
Jedermann iſt herzlich eingeladen.
Kur-Konzert.
Zweiter † Offizier Fronz Sylvani Eintritt 30 Pfg. 10 Abonnementskarten (inkl. Steuer) Mk. 2.=
Eintritt frei.
Br. Waigandt
Hofkavalier.
(B20527
Agn. Wisthaler ſind zu haben im Verkehrsbureau und an der Kaſſe.
Hofdame
Page d. Kurfürſten Ellen Widmann
Der Lach-
Deutſchnationaler Handlungsgehilfen=Verband Page d.Prinzeſin Luiſe Kümmel
olichar
ortahe
monat!
Heiduck
. . Fr. Jachtmann
Ortsgruppe Darmſtadt.
21725
Bauer.
Ludwig Hinkel
Samstag, den 18. Oktober, abends 9 Uhr, im Bäuerin
Agnes Kräger
Tel.
Frz. HerrmannResldehz
Eine Wache
großen Saale des Kaiſerſaales
Generale. Offiziere. Korporale
URr NEUTT389
G
u. Reiter. Hofkavaliere.
Hof=
damen. Pagen. Lakaien. Volk.
Jahrhundertfeier
Das Stück ſpielt teils in und um
*§ Kölner
Thleuter
Fehrbellin und einem nahe ge=
JOD- Lustige Bühne
zur Erinnerung an das Freiheitsjahr von 1813.
legenen Dorfe, teils in Berlin.
am weißen Turm.
Zeit: 1675.
Daran anſchließend die
Geſtaltung d. Bühnenbildes: Hof=
Freitag,
Heute
theatermaler Kurt Kempin u. Ma=
Heute letzter Tag
20. Gründungsfeier des D. H. U.
17. Oktbr.
ſchineriedirektor E. Schwerdtfeger.
von
Jahrhundertrede, Solo=Geſänge und Vorträge Nach dem 2. Akte längere Pauſe.
Leizte Aufführung:
Preiſe der Plätze (Gew.
nationaler Dichtungen
Preiſe): Sperrſitz: 1.—13. ReiheMör. Garerhamd
unter Mitwirkung des Schübert=Quartetts.
4.20 ℳ, 14.—20. Reihe 3.40 ℳ, Par=
„S0h Wilahdnd
Alle nationalen Männer und Frauen ſind herzlichſt eingeladen. terre: 1.—5. Reihe 2.90 ℳ, 6.—8
und
Eintritt für Mitglieder frei. Einzelkarten für Gäſte: Damen Reihe 2.35 ℳ, Proſzeniumsloge
Ein einziger ununterbrochener
(21692 16.20 ℳ, Mittelloge 6.20 ℳ, Bal= Ein Mädchen zu
30 Pfg., Herren 50 Pfg.
konloge 5.20 ℳ, I. Rang 4.70. ℳ.
Lacherfolg.
Der Feſtausſchuß.
II. Rang: 1.—6. Reihe 2.70 ℳ,
verschenken!
7. u. 8. Reihe 2.15 ℳ, I. Galerie
Samstag, 18. Oktober:
1.35 ℳ, II. Galerie 75 ₰.
Anfang 7 U. — Ende nach 11 U.
6
Premiere
Morgen
Vorverkauf f. die Vorſtellungen
von 10—11, 11—12 und
Samstag, 18. Okt. Außer Ab.
2—3 Uhr:
Feſtvorſtellung zur Jahr=
Um
Million-
hundertfeier der Völker=
Bürger-Keller.
ſchlacht bei Leipzig. (
Son=
der=Vorſtellung für die
Täglich Konzert
Detektiv-Burleske
Schüler=
Garniſon.)
Hohenfried=
in 4 Akten.
berger Marſch.
Die
Salon-Damen-Orchester.
In Köln und Düsseldorf über 150,
vorſtellungen
Zornſchmiede. Szen. Prolog
in Berlin über 300 Aufführungen.
Dir.: JOSEF ScHMIDL.
von Ernſt v. Wolzogen. Hierauf:
mit
Stets freier Eintritt.
Jubel=Ouvert. — „Prinz Curi, der Wanderlappe
(20437a
Friedrich von Homburg
Sonntag, 19. Oktbr.
Anf. 8 Uhr. Zu dieſer Vorſtell.
Ein Schauſpiel aus
III. Volksvorstellung
findet kein Kartenverkauf ſtatt.
Lappland in 4 Akten.
Sonntag, 19. Okt. Nachmittags
bei kleinen Preisen:
Vorverkauf ſchon heute
Uhr. Außer Abon. Sonder
an der Kaſſe.
Vorſtellung für Schüler.
Ein dreieckiges Verhältnis
„Prinz Friedrich von
Hom=
burg.” Zu dieſer Vorſtellung
Von nachm. 3½ Uhr ab:
Krreveme m Hanmem.
butbermtat ie ralelt
findet kein Kartenverkauf ſtatt.
Unbeschreibliche Komik!
Abends 7 Uhr. 30. Ab.=Vorſt.
Nächſten Sonntag, den 19. und Montag, den
D 8. Zum erſten Male: „Der
20. Oktober, wird das hieſige Kirchweihfeſt mitſlachende Ehemann.”
Ope=
Desaffanete
Tanzmuſik gefeiert. Ich verabreiche an beiden Tagenrette in 3 Akten von Eysler.
Ge=
ſin grauer engl. Ueberzieh., 1dklbr.
wöhnliche Preiſe.
mit
alle Sorten Wild und Geflügel.
Winterüberz., Curlſt., b. ſt. gr. Fig.
Montag, 20. Okt. Außer Abon.
1dklgrüne Jagdw f. n., 1Cape u. 2W.=
Die Muſik wird ausgeführt von einer Abteilung der KapelleIII. Sonder=Vorſtellung.
des Art.=Regts. Nr. 61 (Obermuſikmeiſter Weber).
Ueberz. f. 15—16j. J., 1 Wintermant.,
„Prinz Friedrich von Hom=
Es ladet freundlichſt ein
Beige, m. grün. Krag., 1 dito, grauer
(21688fsburg.”
Anfang 8 Uhr. Zu die=
Asta Nielsen
Ulſter mit bl. u. Verſchied. zu verk.
ſer Vorſtellung findet kein Kar=
Wicht, zum Täubchen, Hähnlein. tenverkauf ſtatt.
Karlſtr. 67, 1. St
S*12012)