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176. Jahrgang
tonatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 239.
Donnerstag, den 9. Oktober.
1913.
Die heutige Nummer hat 22 Seiten.
allen Miniſterkriſen der ruhende Pol in der Erſcheinungen empfinde wo ich die Ehre habe, Ihnen meine bewegte
Flucht blieb. Wer ſich hieran erinnert, wird Graf Herbert Dankbarkeit ausdrücken zu können, mit der ich an meinen
Aufenthalt in Frankreich zurückdenke Ich bitte Sie, in
Bismarcks Ausdrucksweiſe verſtehen. Der Sache nach gilt
dem begeiſterten Empfang, den die Stadt Madrid Ihnen
noch heute, was er über die Behandlung der Gallier an bereitet hat, eine beredte aufrichtige Kundgebung der
Das Wichtigſte vom Tage.
Kiderlen=Waechter geſchrieben hat. Den bündigſten Be=Sympathien des ſpaniſchen Volkes für Sie
tii der Reichstagserſatzwahl in Raſtatt=weis hierfür bildet die Verabſchiedung der letzten Wehr=und Ihr Vaterland zu erblicken. Es hat mit Ihrer
Baden wurde Neuhaus (Zentr.) gewählt.
vorlage, und das Bekenntnis des Temps, daß Frank= Perſon zu gleicher Zeit die glänzende Vergangenheit und
die ruhmvolle Gegenwart der benachbarten befreundeten
Ehren Poincarés fand in Madrid Galadiner reichs Hauptintereſſe die Wiederherſtellung ſeiner terri= Nation begrüßt. In der Stunde, wo Frankreich und
Spa=
patt, bei dem der König und Poincaré Trink=torialen Integrität ſei, erhärtet aufs neue die Notwendig= nien ſich zur Erfüllung der gemeinſamen Aufgabe der
Zi=
prüche ausbrachten, die auf die Entente zwiſchen keit unſerer Rüſtungspolitik.
viliſation jenſeits der Meerenge anſchicken, finden ſie, daß
Spanien und Frankreich hinwieſen.
eine Uebereinſtimmung der Geiſter und Herzen bereits
geſchaffen iſt. und die edlen Anſtrenaungen, die Kräfte
bei=
dar König von Spanien und Präſident
der Völker in Einklang bringen zu wollen, ſind ebenſo der
Woincaré ſind geſtern vormittag nach Toledo
Zur Präſidentenwahl in Ehina, Begeiſterung der Herzen zu danken, wie ſie die Wirkung
bgereiſt.
einer unweigerlichen Forderung der Logik ſind, die dazu
ſtis däniſche Verfaſſungsänderungsvor=
*⁎* Mit der am Montag in Peling von der National= führt, die Einmütigkeit jener Intereſſen in fruchtbarer
age iſt im Landsthing in zweiter Leſung an verſammlung vorgenommenen Präſidentenwahl, die, wie Zuſammenarbeit zu ſichern. Die Erinnerung Ihres
Be=
zinen Ausſchuß von 15 Mitgliedern überwieſen worden.
zu erwarten ſtand, auf den bisherigen proviſoriſchen Prä= ſuches wird in meinem Gedächtnis nicht erlöſchen, denn ich
erblicke darin ein koſtbares Unterpfand für eine Zukunft
bess griechiſche Hauptquartier iſt von Athen ſidenten Juanſchikai fiel, iſt die Republik China definitiv der Intimität und der guten und immer
n.ach. Kawala verlegt worden.
konſtituiert. Der Gewählte erfreut ſich im Parlament und herzlicher werdenden Entente zwiſchen
lußland und Japan haben die chineſiſche Re=auch ſonſt in weiteren Kreiſen des Reiches der Mitte gro= Spanien und Frankreich, an das ich hier den
ublik anerkannt.
ßen Vertrauens, auf ihn richten ſich nunmehr die Augen Gruß der Freundſchaft und der tiefen Bewunderung richte.
Ich heiße Sie willkommen und erhebe zu Ihrer Ehre
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
des chineſiſchen Volkes und darüber hinaus der Welt, nicht mein Glas und trinke auf die Wohlfahrt Frankreichs.‟
zum mindeſten auch Deutſchlands, welches im fernen Oſten
Präſident Poincaré antwortete:
wichtige Intereſſen hat.
„Sire! Ich bin tief gerührt über den Empfang, den
Mit großem Staunen war ſeinerzeit überall der Um= Eure Majeſtät mir heute bereitet haben und über die
Heutſchland und Frankreich. ſchwung in China verſolgt worden. Die Revolution Dr. warme Sympathie, die das edle ſpaniſche Volk dem
Ver=
treter Frankreichs bezeugt. Jedesmal, wenn Eure Maje=
O Zwiſchenfälle perſönlicher Natur, wie ſie jüngſt! Sunjatſens hatte das Werk vorbereitet, das Juanſchikai ſtät die Güte gehabt haben in mein Land zu kommen,
ſſtich die Verunglückung des Militärattachés von Winter= vollendete. Ein ſonderbares, noch nie dageweſenes Schau= beſonders in dieſen letzten Monaten, wo Sie die
Liebens=
ſlit und durch die Notlandung des Leutnants Steffen ſpiel war es, daß eine republikaniſche Staatsform auf würdigkeit gehabt haben, mich in Paris zu beſuchen, haben
ingetreten ſind, veranlaſſen, wie bereits gemeldet, den Beſehl des bisher unbeſchränkt regierenden Herrſchers zur meine Landsleute Ihnen durch die einmütigen
Huldigun=
gen die Lebhaftigkeit ihrer Gefühle gezeigt, die Ihre
ſariſer Temps zu einer Erörterung der deutſch= Einführung gelangte. Natürlich hatte Juanſchikai die= Gnade, Ihr Mut und Ihre ritterliche Loyalität
hervor=
ſſunzöſiſchen Beziehungen, die einige Worte ſen Ausweg gewählt, wie er ja in allen Phaſen der Ab= gerufen haben. Sie erkannten in Eurer Majeſtät einen
r Kritik verdient. Wenn der Temps es als „frevelhaft” dankung des Kaiſertums und der Errichtung der Republik! Freund, und voll Genugtuung, daß durch den jüngſten
znichnet, nicht alle nebenſächlichen deutſch=franzöſiſchen ſeine ſtaatsmänniſche Kunſt in das hellſte Licht ſtellen Vertrag alle Gründe zu einem Mißverſtändnis zwiſchen
den beiden Nationen entfernt ſind, beeilten ſie ſich, ihre
ſſtreitpunkte auf freundſchaftliche Weiſe zu regeln, ſo wird konnte. Dem Kaiſer blieben alle Würden eines „Sohnes große Bewunderung zu beweiſen, die ſie für das tapfere,
ddar urteilsfähige Deutſche ihm hierin ohne Rückhalt des Himmels”, alle Privilegien eines Hoheprieſters, da= ruhmreiche Spanien hegen und ihren ſehr nachdrücklichen
ſtifflichten. Der Temps beſchränkt ſich jedoch nicht auf gegen fiel die Staatsgewalt an die Republik. Hiermit Willen kundzugeben, zwiſchen Spanien und Frankreich
e Aeußerung dieſer verſtändigen Anſicht, ſondern ver= war in geradezu meiſterhafter Weiſe den beſonderen chine= die Bande der traditionellen Freundſchaft enger zu
knüpfen. Die Bevölkerung Spaniens beweiſt ihrerſeits
fnoet damit grundſätzliche Auslaſſungen über die Poli= ſiſchen Verhältniſſen und Ueberlieferungen genügt worden. durch bewegende Kundgebungen, daß ſie von dem gleichen
Deutſchlands und Frankreichs, die teils den Wider= Im Februar v. J. konnten die ausländiſchen Geſandten Zuge des Herzens und von der beherrſchenden Macht der
fruch herausfordern, teils feſtgenagelt werden müſſen. Chinas den Mächten die Begründung der Republik noti= gemeinſamen Intereſſen fortgeriſſen wird. Der klare Blick
Greift doch der Temps zu der durch häufigen Ge=fizieren, nachdem Dr. Sunjatſen die Leitung der Re= der öffentlichen Meinung hat die Aufgabe der Regierungen
leicht gemacht. Alles geſtattet uns jetzt. einer Zukunft
ſauch nicht beweiskräftiger gewordenen Behauptung, daß gierung niedergelegt und Juanſchikai in Nanking zum der auten Entente und Intimität
entgegenzu=
keutſchland die Suprematie erſtrebe. Dergleichen proviſoriſchen Präſidenten gewählt worden war. Der ſehen, von der Eure Majeſtät ſprachen: unſere ererbte
liro an der Seine immer dann vorgebracht, wenn man Ausbau der Verfaſſung wurde unverzüglich in Angriff Verwandtſchaft, die Gleichheit unſerer Ziviliſation und
n den angeblichen deutſchen Suprematiebeſtrebungen die genommen und ein Kabinett gebildet, das erſt vorzeinigen Kultur wie ſie in unſeren ſchönen Sprachen des
lateini=
ſchen Stammes zutage tritt, die Solidarität unſerer afrie
lirn zöſiſche Genügſamkeit vorteilhaft abſtechen laſſen will. Wochen unter Hſiunghſiling als Miniſterpräſident Fneuert kaniſchen Unternehmungen, die Notwendigkeit, unſere
ſuuchg der Temps gefällt ſich in einer derartigen Gegen= worden iſt und welchem der frühere Geſandte in Berlin wirtſchaftlichen Beziehungen zu entwickeln, und die gleiche
ſiefſtellung, indem er das Weſen der franzöſiſchen Aus=und ſpätere Schantunger Generalgouverneur Sunpaochi Neigung für den allgemeinen Frieden. Es wird für mich
ſin spolitik als Eintreten für das Gleichgewicht be= als Miniſter des Aeußern angehört. Vielleicht wären die eine Freude und Ehre ſein, wenn mein Beſuch dazu
bei=
trägt, den Bund beider Völker enger und
ſchnet. Bedauerlicherweiſe hat Frankreichs Gleichge= Verhältniſſe ſchon längſt konſolidiert, wenn nicht innerefruchtbarer zu geſtalten. Ich erhebe mein Glas
ſſchtspolitik die Eigenart, in dem Verlangen nach der Wirren das Reich fortgeſetzt erſchüttert hätten, wie erſt zu Ehren Eurer Majeſtät, der Königin, der Köniain Marie
ſſieddereroberung Elſaß=Lothringens zu gipfeln. An dieſe noch kürzlich der Aufſtand im Süden zeigte, der nicht nur Chriſtine, des Prinzen von Aſturien und der königlichen
ſit ache erinnert der Temps ſelbſt, wenn er unter dem die Ruhe und Ordnung in Frage ſtellte, ſondern auch Familie und trinke auf die Größe und die Wohlfahrt
Spaniens”
ſünzöſiſchen Hauptintereſſe „die Wiederherſtel=internationale Verlegenheiten ſchuf.
Die Aufgabe, die Juanſchikai zu löſen hat, iſt
rieſen=
ſin g der territorialen Integrität
Frank=
icchs” verſteht. Das bedeutet in notdürftig verhüllter groß, ſie erfordert einen ganzen Mann, als welcher ſich
Deutſches Reich.
ſran das Eingeſtändnis der franzöſiſchen Revanchepolitik. der nunmehrige Präſident in ſeiner bisherigen Laufbahn
— Reichstagserſatzwahl in
Raſtatt=
ſſelthe Stellung man ihr gegenüber einnehmen muß, dar= auch erwieſen hat. Nicht nur gilt es, Reformen auf allen
Baden. Für den verſtorbenen Zentrumsabgeordneten
ſſei hat ſich derb, aber treffend, Graf Herbert Bismarck Gebieten durchzuführen, geordnete Finanzen herzuſtellen,
ſſſernem Briefe geäußert, den jüngſt G. Cleinow aus dem das Verkehrsweſen auszubauen, Rechtspflege und Ver= Lender, der ſeit 1872 den achten badiſchen
Reichstagswahl=
ſliffwechſel des verſtorbenen Staatsſekretärs v. Kiderlen= waltung zu moderniſieren, die Wehrkraft zu Lande und kreis Raſtatt-Baden=Baden vertrat, fand am Dienstag
ſſſrachter in Weſtermanns Monatsheften veröffentlichte. zu Waſſer zu feſtigen, ebenſo große Aufmerkſamkeit iſt die Erſatzwahl ſtatt. Die Wahlbeteiligung war ziemlich
ſſin 12. Januar 1886 ſchrieb der damalige Staatsſekretär den auswärtigen Angelegenheiten zu widmen. Verſchie= lebhaft; es wurden insgeſamt 21759 Stimmen abgegeben,
Kiderlen, der um jene Zeit den Poſten des erſten Se= dene Mächte harren bekanntlich begehrlich der Aufteilung gegen 25363 bei der Hauptwahl. Der Zentrumskandidat
ſita rs bei der deutſchen Botſchaft in Paris bekleidete, des Reiches der Mitte, jede möchte ein möglichſt großes Fabrikant Neuhaus=Schwetzingen erhielt 13398 Stimmen,
Stück haben und ihren Einfluß in den Vordergrund ge= der nationalliberale Kandidat Metzgermeiſter und
Land=
a folgendes:
„Courcel (franzöſiſcher Botſchafter in Berlin, Red.) rückt ſehen. Beſonders des japaniſchen Liebeswerbens wirt Unſer 3873 Stimmen und der Sozialdemokrat Müller
jitzt in Paris; ich habe ihn hier ſehr mit dem in ſeinem muß ſich China zu erwehren wiſſen, denn das Inſelreich 4569 Stimmen. Neuhaus iſt ſomit mit 4839 Stimmen
Unoe bei ſteigendem Mißbehagen auch ſteigenden Chau= macht Anſpruch darauf, in China die erſte Geige zu ſpie= Mehrheit gewählt. Am 12. Januar 1912 erhielten das
ſrismus geängſtigt, und wenn er mir ſeine Landsleute
Zentrum 15886, die Liberalen 4200 und die
Sozialdemo=
ch als lauter Friedensengel mit Palmen in der Hand len. Vom Norden her droht die ruſſiſche Gefahr, welche
Mrnuſtellen ſuchte, ſo war er von meiner freundſchaftlichen vorläufig in der Erhebung der Mongolei zum Ausdruck kraten 5217 Stimmen.
— Der künftige Statthalter der Reichs=
Pnttatierung, daß mit den Galliern nichts anzufangen ſei, gekommen iſt, aber damit wohl ſchwerlich ſchon ihr Ende
hnen ſtets die gewappnete Fauſt dicht vor die Zähne erreicht haben wird. Tibet wird gleichfalls eifrig um=lande. Aus abſolut ſicherer Quelle wird der Poſt
mit=
h=alten doch beeindruckt: zu ſeinen hieſigen Kollegen worben und kann als unſicherer Beſitz Chinas angeſehen geteilt: Die Nachricht eines weſtfäliſchen Blattes, daß auf
. er ſich voll Jammer über die Schweinerei zu Hauſe
Esgeſprochen und ſeufzend von Abſchiednehmen ge= werden, wenn nicht eine Erſtarkung des Reiches gelingt dem Poſten des Statthalters der Reichslande demnächſt
rmmelt.”
und der Begehrlichkeit des Auslandes wirkſam entgegen= ein Wechſel bevorſtehe und der jetzige Herzogregent von
Die ſchroffe Ausdrucksweiſe Herbert Bismarcks erklärt getreten werden kann. — Man darf geſpannt ſein, ob Braunſchweig, Johann Albrecht, berufen ſein werde, den
durch den Gang, den die innere Entwicklung Frank= Juanſchikai die Erwartungen, die man allgemein in ihn Grafen Wedel zu erſetzen, iſt zwar halbamtlich widerrufen
worden. Trotzdem iſt man in Kreiſen, die darüber
unter=
hs ſeit 1885 genommen hatte. Der verſöhnliche Ferry ſetzt, auch zu erfüllen vermag.
richtet ſein können, der Anſicht, daß dieſer Widerruf nur
r geſtürzt, die Miniſterien Briſſon, Freyeinet und
zeitliche Geltung hat. Es mag in der Tat zutreffen, daß
blet hatten raſch einander abgelöſt; bei den
Mehrheits=
gegenwärtig die Frage einer Neubeſetzung des reichslän=
Nhältniſſen in der Kammer beſaß jede Partei Stimmen
Madrider Trinkſprüche.
diſchen Statthalterpoſtens noch nicht ſpruchreif iſt.
Da=
ſug, um im geeigneten Augenblick die Regierung zu
* Während des Galadiners in Madrid zu Ehren
gegen kann es als zweifelsfrei betrachtet werden, daß mit
zen. Infolgedeſſen ſchürten die wechſelnden Miniſte=
Poincarés brachte König Alfons in franzöſiſcher
dem Rücktritt des Grafen Wedel zu rechnen, und daß als
das Revanchefeuer, um aus dem friſch entfachten Sprache folgenden Trinkſpruch aus:
u vinismus Lebenskraft zu ſchöpfen, und duldeten es,
„Herr Präſident! Ich bin glücklich, Ihnen meine volle ſein Nachfolger Herzog Johann Albrecht bereits beſtimmt
General Boulanger als Kriegsminiſter bei Freude bezeugen zu können, die ich bei dieſer Gelegenheit iſt. Dagegen ſpricht auch nicht der Einwand, daß ſich der
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 9. Oktober
Herzog wieder kolonialen Intereſſen zu widmen und eine ſowohl dem Wortlaute als dem Sinne nach unrichtig wie=
Reiſe nach den Kolonien zu unternehmen gedenkt. Ebenſo= dergegeben und überdies aus dem Zuſammenhang
geriſ=
wenig ſtichhaltig iſt der Einwand, daß der Herzog als Re=ſen ſind. Die Tendenz dieſes Referates tritt dabei offen
zutage. Ich würde dieſer Wiedergabe keine Bedeutung
gent in Braunſchweig an erſter Stelle geſtanden habe, in ſchenken, wenn nicht die ganze deutſche Preſſe lediglich
Straßburg dagegen dem Reichskanzler untergeordnet ſein nach dieſer unrichtigen und unvollſtändigen Wiedergabe
werde. Dieſer Einwand würde nicht minder geltend zu (ich ſprach etwa fünfviertel Stunden), meine Rede kritiſiert
hätte.
machen ſein, wenn Prinz Auguſt Wilhelm, der dritte Sohn
Was Herr Colshorn nun eigentlich berichtigen will,
des Kaiſers, wie dies tatſächlich geplant iſt, in reiferen
iſt aus dieſer Erklärung nicht zu erkennen.
Jahren Statthalter der Reichslande werden würde.
Her=
zog Johann Albrecht gilt übrigens in unterrichteten Krei=
Ausland.
ſen wegen ſeines klaren Urteils und der Entſchiedenheit
ſeines Auftretens als der geeignete Mann für Elſaß=
Schweiz.
Lothringen. Nach alledem iſt ſeine Berufung auf den
Die Diſziplinloſigkeit der Truppen.
Statthalterpoſten nur eine Frage der Zeit; im Prinzip iſt Im Laufe der letzten Gebirgsmanöver im Kanton
Grau=
ſie jedoch beſchloſſen.
bünden proteſtierten zwei bündleriſche Bataillone, als ſie
— Zur braunſchweigiſchen Frage ſchreibt bei einem Schneegeſtöber auf dem Flüelapaß (2500 Meter)
der Berl. Lokal=Anzeiger: Mehrfach tritt die Auffaſſung nach Abbruch der Manöver, während die Offiziere bei der
zutage, als würde die Löſung der braunſchweigiſchen Frage Kritik waren, längere Zeit auf den Abmarſchbefehl warten
auf dem Wege eines preußiſch=bayeriſchen Antrages an den mußten, gegen dieſe Verzögerung und betrugen ſich diſzi=
Bundesrat ihre Erledigung finden und als ſtänden die plinwidrig. Oberſt Wille, der Kommandeur des dritten
Münchener Beſprechungen des Reichskanzlers mit einem Armeekorps, veröffentlichte in der Neuen Züricher
Zei=
ſolchen Antrag in Verbindung. Nach unſeren Informa= tung einen heftigen Artikel gegen die Indiſziplin der
tionen iſt dieſe Darſtellung unzutreffend. Vielmehr dürfte Truppen und warf ihnen Kriegsunbrauchbarkeit vor. Der
es ſich lediglich um ein zwiſchen Preußen und Braun= Artikel, der in der Schweizer Preſſe und in der des
Aus=
ſchweig erzieltes Uebereinkommen handeln, das dem landes viel kommentiert wurde, war im Nationalrat vor
Bundesrat vorzulegen und von ihm zu ratifizieren wäre. überfüllten Tribünen Gegenſtand zweier Interpellationen.
Eine andere Handhabung dieſer Angelegenheit kommt un=
Vital=Graubünden verſuchte die Haltung der Truppen
ſeres Wiſſens nicht in Betracht. Dadurch erklärt ſich viel= mit Rückſicht auf die furchtbaren Witterungsverhältniſſe zu
leicht aber auch die Tatſache, daß über Einzelheiten dieſer entſchuldigen. Der zweite Interpellant kritiſierte die
Trup=
zwiſchen Preußen und Braunſchweig zu erzielenden Ver= pen ſcharf. Bundesrat Hoffmann, Chef des
Militär=
departements, rügte ſcharf die Indiſziplin der Truppen.
ſtändigung von zuſtändiger Stelle bisher in der Oeffent= Die amtliche Darſtellung der Vorgänge ſtimme keineswegs
lichkeit wenig verlautet hat, da mit Rückſicht auf die ver= mit derjenigen des Oberſten Wille überein, der in ſeinem
ſchiedenen beteiligten Stellen Stillſchweigen geboten er= Artikel von einer Revolte rede. Die Mannſchaft
mar=
ſchierte nicht ohne Befehl, ſondern auf Befehl in die
Kan=
ſcheint.
tonnements. Der Redner betonte, daß die Inſtruktion der
— Kein Reichs=Geſinderecht. Der Erlaß neu in der Schweiz geſchaffenen Gebirgstruppen
beſon=
einer Reichs=Geſindeordnung zum Zwecke der reichsgeſetz= dere Sorgfalt verlange. Bevor die Einzelausbildung
be=
lichen Regelung der Rechtsverhältniſſe der im Hauſe von endigt ſei, dürften den Truppen keine außergewöhnlichen
Strapazen zugemutet werden. Den Artikel Willes be=
Dienſtherrſchaften mit häuslichen Arbeiten beſchäftigten
dauere der Bundesrat. Zwar war ſeine Abſicht, auf die
Perſonen (Hausangeſtellten) iſt neuerdings erörtert wor= Mängel in der Ausbildung hinzuweiſen eine gute, doch
den, und man hat dabei auch eine Aufhebung der in den beging er in der Form Taktloſigkeiten. Eine Maßregelung
einzelnen Bundesſthaten beſtehenden Geſindeordnungen der Offiziere lehne der Bundesrat aber ab, ebenſo das
Verbot an die Offiziere, künftig öffentlich militäriſche
gefordert. Ein Vorgehen von Reichs wegen in dieſer Dinge in den Zeitungen zu beſprechen, da die öffentliche
Sache ſteht aber nicht in Ausſicht. Die Frage einer ein= Erörterung über die Manneszucht und Kriegstüchtigkeit
heitlichen Regelung des Geſinderechts iſt vom Reichstage der ſchweizeriſchen Armee erſprießlich ſein könne. Die
und den Verbündeten Regierungen bereits eingehend er= Interpellanten erklärten ſich damit befriedigt.
örtert worden, und zwar bei Gelegenheit der Beratungen
Italien.
über das Bürgerliche Geſetzbuch. Die beiden Kommiſſio=
Die Kämpfe in Nordafrika. Die Agenzia
nen des Reichstages haben im Einvernehmen mit der Stefani meldet: General Vinai eroberte das feindliche
Reichsregierung von einer einheitlichen Regelung Abſtand Lager bei Buscemal (Cyrenaika), wo ſich die am 26. und
genommen, weil die Verhältniſſe und Anſchauungen in den 27. September bei Talcaza und Sidi Rafa geſchlagenen
rerſchiedenen Teilen ſo erhebliche Verſchiedenheit auf= Rebellen geſammelt hatten, und zerſtreute ſo das letzte
weiſen, daß ein Eingriff der Reichsgeſetzgebung nicht als Hauptlager der Feinde in der Cyrenaika. Drei von Weſten,
angebracht erachtet werde. Innerhalb der Verbündeten Norden und Oſten vorrückende Kolonnen ſchlugen den
Regierungen iſt in dieſer Hinſicht eine von dem früheren
Feind unter ſehr ſchweren Verluſten völlig zurück, ſtürm=
Standpunkte abweichende Auffaſſung nicht hervorgetreten.
ten das Lager und zerſtörten über 400 Zelte, wobei ſie
— Tagung der Fleiſchenquete=Kom=Waffen und Munition erbeuteten, und ſchnitten den
letz=
miſſion. Die Fleiſchenquete=Kommiſſion wird dem= ten Flüchtlingen den Rückzug ab. Die Verluſte der
Ita=
nächſt zuſammentreten. Der Kommiſſion wird das Mate=liener ſind ſehr gering. Die Regierung beglückwünſchte
rial vorgelegt werden, das das Reichsamt des Innern aus den Gouverneur der Cyrenaika, General Briecolo, zu
die=
der Vernehmung von Sachverſtändigen über die Verhält= ſem Erfolge. Der günſtige Ausgang der letzten
Operatio=
niſſe im Vieh= und Fleiſchhandel zuſammengeſtellt hat. nen geſtattet, mit der Rückſendung eines großen Teils der
Es handelt ſich um 180 Gutachten von Landwirten, Vieh= Truppen aus der Cyrenaika in die Heimat zu beginnen.
händlern, Schlächtern und Kommunalbeamten. Die Kom=
Frankreſch.
miſſion dürfte an der Hand dieſes Materials ſich über
et=
waige Reformen auf dem Gebiete des Fleiſchhandels
Das Erträgnis der indirekten Steuern
ſchlüſſig machen, auch die Frage der Einführung auslän= und Monopole im Monat September
über=
diſchen Fleiſches dürfte beſprochen werden.
ſtieg die Budgetſchätzung um mehr als 29 Millionen. Die
— Herr Colshorn berichtigt. Der welfiſche Zölle gllein betrugen um 12½ Millionen mehr, als veran=
Reichstagsabgeordnete Colshorn iſt offenbar inne gewor= ſchlagt war.
den, daß er mit ſeiner Diepholzer Rede der welfiſchen
England.
Sache einen ſchlechten Dienſt geleiſtet hat. Er ſucht nun
Die Lage der Arbeiterbevölkerung von
den Schaden zu mindern und veröffentlicht zu dieſem Dublin iſt traurig. Nahezu ein Drittel der ganzen Be=
Zweck im hannoverſchen Welfenorgan folgende Erklärung: völkerung ſieht ſich einer Hungersnot gegenüber. Ein
Mit bezug auf meine Rede in Diepholz am 28. Sep= weiteres Nahrungsmittelſchiff für Dublin iſt beſtellt. Der
tember habe ich feſtzuſtellen, daß meine Ausführungen
ſei=
tens der „Diepholzer Kreiszeitung” in vielen Punkten Lordmayor von Dublin verſucht zuſammen mit dem katho=
„Schöpfung” teilnehmen, die im Jahre 1833 von der
„Philharmoniſchen Geſellſchaft” im Theater zur Auffüh=
Giuſeppe Verdi.
rung gebracht werden ſollte. Da mangelte es bei dieſen
Zum hundertjährigen Geburtstage (geb. 9. Oktober 1813). Proben eines Tages durch Zufall an einem Begleiter.
Der Leiter der Geſellſchaft, Maeſtro Maſini wandte ſich
Von Roderich Mengeler.
zu dem kleinen, jungen Menſchen, der beſcheiden in einer
(Nachdruck rerboten.)
Ecke ſaß, und fragte ihn, ob er begleiten wollte, „die ein=
Dasſelbe Jahr, das Deutſchland ſeinen Richard Wag= fache Baßbegleitung genügt”.
ner gab, ſchenkte dem italieniſchen Volke den Meiſter, der
Verdi nahm den Vorſchlag an ſetzte ſich ans Klavier
zweifellos auf muſikaliſchem Gebiet für Italien die
Be=
deutung hatte, die jener für uns gewann, Giuſeppe Verdi, und begann die Probe. „Ich erinnere mich noch ganz
wohl der Schöpfer der meiſt aufgeführten Opern des 19. gut,” ſo erzählte er als Greis, „an das ironiſche Lächeln
einiger Mitwickenden, und mein jugendliches Geſicht,
Jahrhunderts, denn ſeine Werke „Ernani” „Rigoletto”
„Il Trovatore”, „La Traviata”, „Un ballo in maſcherg” meine magere Geſtalt und mein einfacher Anzug waren in
„Alda” beherrſchten und beherrſchen zum Teil noch die der Tat nicht geeignet, großes Vertrauen einzuflößen.
Opernrepertoire der ganzen Welt. Ihr üppiger Melodien= Wie dem nun auch war, man begann die Probe und
reichtum durchtönte alle Weltteile, und was Popularität ſchließlich beſchränkte ich mich nicht nur auf die Begleitung,
ſondern fing an, mit der rechten Hand zu dirigieren,
wäh=
dieſer Melodien anbetrifft, ſo überragt wohl Verdi ſelbſt
Richard Wagner, was natürlich nichts beſagt für die rend ich mit der linken ſpielte. Wie die Probe beendet
war, wurde ich allſeitig beglückwünſcht, und namentlich
Größe und Bedeutung beider.
Verdi iſt von ganz armer Herkunft. In einem Dorfe, von ſeiten des Grafen Belgiojoſo und des Grafen
Borro=
zu Roncole bei Buſſeto, wurde er am 9. Oktober 1813 als meo.”
Nun erhielt er den Auftrag, auch die öffentliche Auf=
Sohn eines Beſitzers einer armſeligen Herberge geboren,
und nur der Unterſtützung der Stadt Buſſeto und eines führung zu leiten und erzielte ſolchen Erfolg, daß ſie in
wohlhabenden Gönners hatte es der talentvolle Knabe zu Gegenwart des Erzherzogs Rainer und ſeiner Gemahlin
danken, daß er nach Mailand zu ſeiner künſtleriſchen Aus= im Adels=Kaſino wiederholt wurde. Graf Borromeo aber
bildung gehen konnte. Der Organiſt der Dorfkirche zu beſtellte bei ihm eine Kompoſition zu einer Familienfeſt=
Roncole, F. Proveſi, hatte ihn gleichſam entdeckt und lichkeit. Maſini aber, der das Teatro Filodrammatico
jenen begüterten Mann namens Barazzi für ihn zu in= leitete, übergab ihm ein Libretto zu einer Oper, die er in
tereſſieren gewußt, da er, Proveſi, dem Knaben nichts Buſſeto, wo er die Stelle eines Organiſten angenommen
hatte, komponierte.
mehr beizubringen vermochte
Als er die Oper fertig hatte, — es waren inzwiſchen
In Mailand erging es ihm zunächſt ſchlecht; der
Di=
rektor des Konſervatoriums, Baſilj, lachte über den Bauern= drei Jahre verfloſſen — fuhr er mit ihr nach Mailand, da
jungen, er meinte auch, daß der Neunzehnjährige, trotzdem aber hatte Maſini nicht mehr den Direktorpoſten inne.
er ihm eine ganze Menge Kompoſitionen vorweiſen konnte, Aber Maſini gab ſich nun alle Mühe, die Oper, die er für
die er ſeit ſeinem 13. Lebensjahre verfaßt hatte, nichts gut hielt, bei der Scala anzubringen. Es gelang auch,
mehr lernen könnte und verwehrte ihm die Aufnahme im die beſten Kräfte ſtudierten die Oper ein, Verdi ſchwamm
Konſervatorium
in einem Meer von Glückſeligkeit da wurde der Tenociſt
Da nahm ſich Lavigna, der Leiter des Scalatheaters, ſchwer krank. Schon wollte er ſich anſchicken, nach Buſſeto
ſeiner an; er ließ Verdi an den Proben zu Havdns zurückzufahren, da ließ ihn eines Tages Merelli, der Dich=
1913.
Nummer 239.
liſchen Erzbiſchof, die Parteien zu einer Fortſetzung de=
Verhandlungen zu bewegen.
China.
Die Anerkennung der Republik. Japar
hat die chineſiſche Republik eine Viertelſtunde nach den
Wahl Juanſchikais anerkannt. Nachdem der ruſſiſche
Ge=
ſandte in Peking von der Präſidentenwahl Kenntnis
ge=
nommen hatte und ihm durch das Weiwupu mitgeteil
worden war, daß die chineſiſche Regierung ihre
Vertrags=
pflichten anerkenne, teilte der Geſandte dem Weiwupu mit
daß Rußland die chineſiſche Republik anerkenne.
* Der Reichsverband der Deutſcher
Preſſe hat ſoeben die 1. Nummer ſeiner neuen
Wochen=
ſchrift Deutſche Preſſe” (Organ des Reichsverbandes des
Deutſchen Preſſe. Zeitſchrift für die geſamten Intereſſem
des Zeitungsweſens) erſcheinen laſſen und damit einen
längſt gehegten Wunſch ſeiner Mitglieder erfüllt. Die
Zeit=
ſchrift iſt beſtimmt, dem an der Deutſchen Preſſe tätigem
und durch ihre Lebensarbeit mit der Deutſchen Preſſe ver
wachſenen Redakteuren und Journaliſten alles daszu
bieten, was ihm zu eigen gehört, ſie wendet ſich aber auc
über die Grenzen der Organiſation hinaus an allet
Freunde der Preſſe. Aus dem Inhalt der Wochenſchrift
iſt beſonders eine Abhandlung von G. Stoffers=
Düſſeldor=
über Organiſationsfragen zu erwähnen. Er führt
dari=
u. a. aus: Für den Reichsverband der Deutſchen Preſſe
iſt es eine Lebensfrage, daß nur er allein berechtigt und bes
rufen ſei, im Namen der deutſchen Preſſe zu ſprechen,
ſo=
weit es ſich um die Redaktion und die Mitarbeiter
hau=
delt; denn er allein umfaßt nach ſeiner Satzung ausſchließs
lich die Redakteure und berufliche Mitarbeiter der
reichs=
deutſchen Preſſe, und er allein hat ſatzungsgemäß die Aufs
gabe, „als allgemeine Organiſation der bei der reichss
deutſchen Preſſe im Hauptberuf tätigen Redakteure un
Journaliſten” die gemeinſamen Berufs= und Handelss
intereſſen, ſowie die wirtſchaftlichen Intereſſen ſeiner
Mit=
glieder zu fördern. Es iſt daher eine Lebensfrage für ihne
anderen Organiſationen, deren Mitglieder zu einem großem
Teil weder Schriftſteller von Beruf, ſondern Dilettanken
und Angehörige anderer Berufe ſind, das Recht zu hes
ſtreiten, im Namen der deutſchen Preſſe oder der deutſchen
Journaliſten zu ſprechen . . . Die Schriftſteller, die nich
Preſſeleute ſind, müſſen ſich zu einer eigenen Berufsorggs
niſation zuſammenſchließen. . . .
* Der portugieſiſche Proteſt gegen
die „Königin von Portugal‟? Die Münch=
Nachrichten ſchreiben: Nach einer Meldung des Londonen
Obſerver ſoll die portugieſiſche Regierung bei der bayers
ſchen Beſchwerde dagegen erhoben haben, daß in deni
München ausgegebenen Bulletins die Gemahlin
des=
königs Manuel Königin von Portugal genannt worden
iſt. Das portugieſiſche Königtum ſei abgeſchafft, deſſen=
Titel erloſchen und alle Großmächte hätten die
portugieſi=
ſche Republik anerkannt. Bei der bayeriſchen Regierung
iſt, wie uns von unterrichteter Seite mitgeteilt wird, nichts
von einem ſolchen Proteſt bekannt. Die Drahtmeldun
darüber kann aber die mit der Poſt reiſende Beſchwerde
überholt haben. Indeſſen iſt der neue
portugieſiſchee=
ſandte in Berlin in München nicht mehr beglaubigt wor
den, wie es ſein Vorgänger war. Die Regierung in
Por=
tugal hat das wohl für überflüſſig gehalten. Was nun
die beanſtandete Titulierung der Gemahlin des Exkönigs)
Manuel anbelangt, ſo iſt ſie allerdings im Münchener Hofs
bericht ſo gebraucht worden. Allein dieſer iſt eine in
Mün=
chen erſcheinende Privatkorreſpondenz, der von den
behan=
delnden Aerzten die Bulletins zur Weiterverbreitung
zu=
geſtellt worden ſind. Die Titel „Königin von Portugal”
und „Majeſtät” vermag die Gemahlin Manuels aus keinen
Recht mehr zu führen, und wenn ihr dieſe Titel auch von
Vater, dem Fürſten Wilhelm von Hohenzollern, in ſeineſt
Hochzeitstrinkſpruch gegeben worden ſind. Für die
An=
wendung dieſer Titel kommt lediglich höfiſch=familiäkt
Artigkeit in Betracht. Von ihrem Gemahl und deſſen
Stammvater Ferdinand von Koburg hat die junge Fürſtil
den Titel Herzogin zu Sachſen erheiratet. Ein Auswel
wäre es noch, ſie Königin Manuel zu nennen, obwoh
auch der frühere Titel eines Depoſſedierten ſchlechterding
nicht mehr zu erheiraten iſt. Abgeſetzte Fürſten und ihn
Gemahlinnen führen ihre alten Titel fort. Aber vereih
und übertragen werden ſie nicht mehr, auch nicht durch
Heirat Die Prinzeſſin Viktoria von Hohenzollern iſtdie
Gemahlin des Exkönigs Manuel geworden, aber nich
mehr Königin von Portugal, weil es ihr Gemahl nich
mehr war, als ſie ihn heiratete.
* St Louis, 7. Okt. Der deutſch=amerik
niſche Nationalbund verknüpfte mit dem hier al
gehaltenen 7. Jahreskonvent eine Jahrhundert=
Geden=
feier. Nach einem glänzend verlaufenen Feſtmahle
tele=
ter der Teatro Filodrammatico, holen, um ihm mitzutei
len, daß er die Oper aufführen werde.
Am 17. November 1839 fand dieſe Erſtaufführun
von Verdis erſter Oper „Oberto, conte di S. Bonifaciol
ſtatt, und das Reſultat war ein ſo günſtiges, daß der
Ver=
leger Giovanni Ricordi, der Begründer der
weltberühm=
ten Verlagsfirma, das Eigentumsrecht der Oper für 2000
Gulden ſofort erwarb, und Merelli mit dem glücklichen
Komponiſten einen Vertrag abſchloß, nach welchem dieſer
eine Reihe von Opern bei ihm beſtellte.
Da aber kam ein Mißerfolg; Merelli hatte eine
ko=
miſche Oper von Verdi verlangt, und dieſe „Un Giornd
di regno” war alles eher als komiſch und ward vom
Pü=
blikum der Scala in ſehr energiſcher Weiſe abgelehn
Dieſer Rückſchlag und dazu verſchiedene ſchmerzliche Fälle
in ſeinem privaten Leben — er hatte ſeine Frau und
ſeine beiden Kinder in kurzer Zeit durch den Tod
ver=
loren — hatte den Komponiſten ſo mißtrauiſch gemacht,
daß er Merelli bat, ihn aus ſeinem Kontrakt zu entlaſſen
Merelli tat es ſchweren Herzens, ſagte ihm aber, daß
er trotz des Mißerfolges ſtets bereit ſei, wenn er ihm eine
Oper bringen würde, ſie aufzuführen. Verdi blieb in
Mailand aber dachte nicht mehr ans Komponieren. Da
traf er eines Tages Merelli auf der Straße, und da es
plötzlich ſchneite, forderte dieſer ihn auf, Verdi ſolle ihn
in ſein Bureau begleiten. Verdi tat’s, und dort zeigte
ihm Merelli das Libretto zu einer neuen Oper. Er habe
es ſchon Nicolai angeboten, dem gefalle es aber nicht
Widerwillig nahm Verdi, von Merelli dazu gedrängt, das
Manuſkript an ſich.
Zu Haus warf Verdi das unſelige Manuſkript auf
den Tiſch. Unwillkürlich las er ein paar Worte, die ihn
feſſelten und bewegten. Gleichwohl wollte er ſich nicht
ent=
ſchließen, das Werk zu komponieren und brachte es Merellt
zurück. Dieſer aber ſteckte es Verdi in die Taſche und —
warf mit gutmütigem Humor den Komponiſten hinaus,
Und Verdi? Er las das Manuſkript zu Hauſe wieder
und wieder, und ohne daß er’s wollte, wurden die Verſ
zu Tönen, und ſo entſtand die Oper =Nabucco” (Nebuch
Nut
Mriſtea
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Nummer 239.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 9. Oktober 1913.
ſcohierte der Vorſand an den deutſchen Kaiſerſ Kommandeur des Landwehr=Dezirts 1 Franfſurt a. M,
ſ den Kaiſer von Oeſterreich wie folgt: „Die den Oberſtleutnant Eggersſ, Kommandeur des Großh.
ſerttſchen Amerikas danken Eurer Majeſtät für die Ver= Artillerie=Korps, 1. Großh. Feld=Artillerie=Regiments
ſetung bei der Feier, die eine große deutſche Demonſtra= Nr. 25, den Oberſtabsarzt Dr. Bach, Regimentsarzt des
ſon war und uns im Geiſte mit den Brüdern im alten Infanterie=Regiments Nr. 136 in Straßburg i. E., den haltenen 100 Mark behalten wollte, ferner, daß er dieſes
aberlande vereinigte.”
Artillerie=Korps, 1. Großh. Feld=Artillerie=Regiment Nr. 25,
Stadt und Land.
die Leutnants Haneſſe und v. Ilſemann, beide in letzt=
Darmſtadt, 9. Oktober. Kammerherrn Frhrn. v. Oetinger, den Amtsrichter Wendel, Sitzung des dritten Quartals ſtatt, und zwar erfolgt am
den Profeſſor Henkel von Worms, den Geh. Juſtizrat Heldmann von Nieder=Ramſtadt.
Das neue Liebigdenkmal.
Dr. Lahr, den Profeſſor Dr. Liſt, den Pfarrer Kleberger
„Am 12. Mai 1903 wurde unter allgemeiner Beteili= von Friedberg, den Profeſſor Dr. Engel von Gießen: in
ig der 100jährige Geburtstag eines der größten Söhne beſonderer Audienz den Kaiſerlich Ruſſiſchen
Miniſter=
ſerer Stadt, Juſtus v. Liebigs, feſtlich begangen. Von reſidenten van der Bliet; zum Vortrag den
Staats=
rafener Seite wurde damals das Leben und die Bedeu= miniſter v. Ewald, den Finanzminiſter Braun, den Mi=ſtohlen worden. Als Täter wurde der 17jährige Sohn
ſnig dieſes univerſalen Geiſtes geſchildert, und es bedarf niſter des Innern v. Hombergk zu Vach, den Vorſtand einer Nachbarsfamilie, der Schleifer Ludwig Ott,
ermit=
t weiterer Worte, das zu erläutern, was heute von des Kabinetts Geheimerat Römheld, den Intendanten telt, der ſich in die Wohnung eingeſchlichen hatte und mit
Een Gebildeten anerkannt wird: das bahnbrechende Wir= des Großh. Hoftheaters Dr. Eger.
* Von der Landesnniverſität. Se. Königl. Hoheit
n Liebigs für die Wiſſenſchaft und für die wirtſchaftliche
rwickelung Deutſchlands nicht nur, ſondern auch der der Großherzog haben den ordentlichen Profeſſor fängnis verurteilt. Sein Kanerad, der 17jährige
ſizen ziviliſterten Welt. — In jenen feſtlichen Tagen iſt an der Univerſität Marburg Dr. Karl Kalbfleiſch Taglöhner Heinrich Thomas Eiſenkrämer, der von
Kreiſe der von allen Seiten herbeigeeilten Freunde zum ordentlichen Profeſſor in der philoſophiſchen Fakultät der Beute 20 Mark erhalten hatte und von der
Unredlich=
jepigs der Wunſch laut geworden, es möge hier in der der Landesuniverſität Gießen ernannt.
verſtadt dieſes großen Mannes ein Denkmal errichtet
ſeiden, das, ſeiner Stellung in der Geſchichte entſprechend, herzog haben dem Lehrer Jakob Liebmann zubilunfall, der ſich am 11. Januar ds. Js. in
Neu=
in hohem künſtleriſchem Wert, ihm zu Ehren, ſeiner Weinolsheim, Kreis Oppenheim, anläßlich ſeiner vom Iſenburg ereignete und einen bedauerlichen Ausgang
reerſtadt zur Zierde und den nachfolgenden Geſchlechtern 1. November 1913 ab erfolgten Verſetzung in den Ruhe= nahm, beſchäftigte geſtern die Strafkammer II als
Beru=
r=Erinnerung dienen möchte. — Jene ſchlichte Büſte ſtand das Ritterkreuz 2. Klaſſe des Verdienſtordens fungsinſtanz. Der Kraftwagenhändler Wilhelm Auguſt
ſiebigs, die ohnehin durch die projektierte Verlegung Philipps des Großmütigen verliehen.
Bahnhofes ernſtlich in ihrem Stand gefährdet iſt,
ge=
in nach der Meinung großer maßgebender Kreiſe dieſem der Großherzog haben den Amtsrichter bei dem ſtraße löſte ſich plötzlich aus einer Gruppe ſpielender
Kin=
weck nicht mehr, wenn ſie auch an anderer Stelle würdig Amtsgericht Homberg Dr. Willy von Becker zum der ein fünfjähriges Mädchen, das direkt in das
Auto=
tergebracht werden könnte. Zur Ausführung dieſes Amtsrichter bei dem Amtsgericht Reinheim und den mobil lief und vom Kotflügel zu Boden geriſſen wurde.
imes hat ſich ein Ausſchuß unter dem Allerhöchſten Gerichtsaſſeſſor Karl Gundrum in Homberg zum Das Kind wird jedenfalls durch eine Lähmung des linken
ſtwtektorat Seiner Königl. Hoheit des Amtsrichter bei dem Amtsgericht Homberg, beide mit
roßherzogs von Heſſen und bei Rhein, der dem Wirkung vom 15. Oktober 1913, ernannt.
im ſein wärmſtes Intereſſe entgegenbringt, vereinigt.”
Alſo hieß es in einem ſeinerzeit erlaſſenen Aufrufe, wie wir erfahren, mit Wirkung vom 1. Oktober d. J. an verletzung verurteilt. Der Angeklagte behauptete in der
ſeldie Sammlung zum Fonds für ein neues, würdigeres
Herrn Fricke, den Pächter auch der Karlsruher Großh.
jeuig=Denkmal in die Wege leitete. Inzwiſchen hat jene
bichte Büſte” ihre neue Aufſtellung vor der Liebigs= Keramiſchen Manufaktur, verpachtet worden. An der ten habe. Er habe nicht vorausſehen können, daß ein
brrrealſchule gefunden, und das neue Liebig=Denk=Pacht ſind außer Herrn Fricke noch zwei auswärtige
Groß=
ſall iſt ſoweit fertiggeſtellt, daß ſeine Aufſtellung und Induſtrielle beteiligt. Here Profeſſor Scharvogel, der
ſtchüllung erfolgen kann. Die Sammlung zum
Denkmal=
frühere Direktor der Manufaktur, hat ſeinen Wohnſitz
vor=
lnes an der außer Privaten vor allem die geſamte
irniſche Induſtrie beteiligt iſt und die über 36000 Mark erſt nach Mainz verlegt und mit ſeiner Familie eine
ßüben hat, iſt geſchloſſen. Herr Profeſſor Jobſt von längere Reiſe nach Italien angetreten.
r Darmſtädter Künſtlerkolonie erhielt den Auftrag zur
g. Das Schwurgericht verhandelte geſtern gegen den100 Mark.
inffung des neuen Denkmals und der Künſtler hat ſeine 39jährigen Taglöhner und Wirt Friedrich Müller aus Jahres hatte der 22jährige Metalldreher Ernſt Keil von
ſtigabe in ebenſo eigenartiger, wie künſtleriſch geſchmack= Breitenbrunn wegen Meineids und gegen den 50
jäh=
illier Weiſe gelöſt.
2Das neue Liebigdenkmal iſt im ganzen 6,50 Meter wirt und Schuhmacher Johann Orth VIl., ſämtlich von
d. Davon entfallen auf die ſitzende Hauptfigur 2,10 Lützel=Wiebelsbach wegen Verleitung zum Mein=ſcheucht wurden. machte Keil mit dem Hilfsmonteur Trittau
ſeiger. Als Material wurde Quviller Kalkſtein verwendet,eid. Im April dieſes Jahres wurde dem Müller eine einen zweiten Einbruchsverſuch. Als hierbei aus Verſehen
läher aus den Brüchen kommt, die in der Nähe von Com=Taſchenuhr geſtohlen. Als Täter hatte dieſer den zweiten eine Scheibe eingedrückt wurde, ließen ſie von dem
Vor=
ry, Oſtfrankreich, liegen; dieſer Stein wurde deshalb Angeklagten Blitz im Verdacht und dieſer gab auf Vor=haben ab. Schmitz und Trittau ſind bereits wegen dieſer
träählt weil er neben ſeiner erprobten Wetterbeſtändig= behalt auch zu, die Uhr an ſich genommen zu haben. ErTat verurteilt. Keil, der zurzeit eine Gefängnisſtrafe von
ſtein ſo feines Korn hat, daß man auch kleinere Formen bat den Müller, die Sache nicht zur Anzeige zu bringen, 1 Jahr 6 Monaten verbüßt, wurde geſtern von der
Straf=
r darſtellen kann; ſchon die Römer haben ihn dieſer und gab ihm dafür 100 Mark. Müller ſah daraufhin von kammer unter Einbeziehung jener Strafe zu einer
Geſamt=
uZüge halber gerne zu ihren Denkmälern verwendet. einer Anzeige ab, doch erfuhr der Gendarm durch die Ehe=
4: Denkmal zerfällt in ſeinem Aufbau in eine Stand=frau Müller den Sachverhalt. Er erſtattete Anzeige und
rte, in einen unteren Sockel, in ein Mittel= und Haupt= am 6. Juli wurde gegen Blitz in Höchſt vor dem Schöffen= einen konzeſſionspflichtig? Eine Frage von allgemeinerem
ſe und in die Bekrönungsfigur. In das Mittelſtück iſt gericht wegen Diebſtahls verhandelt. Auf Grund der eid= Intereſſe beſchäftigte geſtern die Strafkammer II. Nach
Viebigkopf auf die Vorderſeite überlebensgroß einge= lichen Ausſage des beſtohlenen Müller, er habe dem Blitz Paragraph 33a der Gewerbeordnung bedarf derjenige,
ſittelt; ebenſo ſind die beiden Seiten mit Reliefdarſtel= die Uhr geſchenkt, wurde dieſer freigeſprochen. Später ſtellte
ſgen geſchmückt, die, von vorne geſehen, rechts Liebig ſich beraus, daß Müller angeblich auf Veranlaſſung matoriſche Vorträge, Schauſtellungen von Perſonen oder
Wehrer in Eießen mit einem ſeiner Schüler darſtellen, des Blitz einen Meineid geſchworen hatte, auch ſoll ihn der
ik, den alten Liebig als Univerſitätslehrer in München, dritte Angeklagte Orth dazu veranlaßt haben, eine falſche
rffalls mit einem Schüler darſtellen. Die Rückſeite iſt Ausſage zu machen. Müller iſt geſtändig, wiſſentlich eine ſeinen Wirtſchafts= und ſonſtigen Räumen öffentlich
ver=
ſtheinem Fruchtkranz geſchmückt; das Ganze iſt von der falſche Ausſage gemacht zu haben. Blitz hatte in der anſtalten oder zu deren öffentlicher Veranſtaltung ſeine
uptfigur bekrönt, die Wiſſenſchaft darſtellend, welche in Vorunterſuchung ein teilweiſes Geſtändnis abgelegt, den Räume benutzen laſſen will, zum Betriebe dieſes Gewerbes
je: Rechten ein entſchleiertes. vielbrüſtiges Figürchen
t ein Symbol auf die Chemie, welche uns die Natur behauptete er in der geſtrigen Verhandlung, daß er in
d ihre Geheimniſſe enthüllt.
Das Denkmal erhält ſeinen Platz vor der Merckſchen keiner Weiſe auf M. eingewirkt habe. Dieſer habe ihm die unternehmer. Der Pächter der Turnhalle des Offenbacher
Uhr geſchenkt gehabt, er ſei aber damals betrunken
ge=
ſol heke auf dem Luiſenplatz. Die Erdarbeiten ſind durch
Baugeſchäft Wagner bereits in Angriff genommen, weſen und um Weiterungen zu vermeiden, habe er ihm Offenbacher Dilettantenvereinen zur Aufführung von
ie Betonierung des Untergrundes dürfte morgen be=100 Mark gegeben. Der Angeklagte Orth will in gutem Theaterſtücken zur Verfügung geſtellt. Da er eine
Konzeſ=
ſdit ſein, ſo daß die Grundſteinlegung dieſer Tage er= Glauben gehandelt haben. Wie ein unbeteiligter Zeuge ſion im Sinne des vorerwähnten Paragraphen nicht hatte,
ſligan kann. Die Bildhauerarbeiten ſind bereits voll= bekundet, hat Müller zu Orth ſelbſt geäußert, daß er dem
beit, ſo daß auch die Aufſtellung und Enthüllung des Blitz die Uhr geſchenkt habe. Er ſei nach allem im Glauben befehl übermittelt. Das Schöffengericht ſprach den
An=
nt mals bald erfolgen kann.
M. St.
ſchworenen bejahten bezüglich des Angeklagten Müller
die Frage nach Meineid und biliaten ihm den ſtraf=
** Empfänge. Se. Königl. Hoheit der Groß= mildernden § 157 zu, nämlich, daß er ſich durch eine wahr= Räume nicht zog, ſondern aus gemeinnütziger Abſicht
han=
ürßog empfingen am Mittwoch den Generalmajor heitsgemäße Ausſage der Strafverfolgung wegen der Be=
WDehr Kommandeur der 32. Infanterie=Brigade in günftigung des Blitz ausgeſetzt hätte. Die Fragen nach Auf Verankaſſung der Verwaltungsbehörde verfolgte
Na-brücken, den Oberſt z. D. Frhrn. v. Langermann, Anſtiftung des Müller durch Blitz und Orth wurden die Amtsanwaltſchaft Berufung. Die Strafkammer nahm
ünezar), die, 1842 im Mailänder Scalatheater aufgeführt, 1 lich nur „Der Maskenball”, der 1859 in Rom zur Auffüh= Greis noch die Welt mit zwei Werken, welche ſeine
un=
rung gelangte, einen Erfolg. Und wenn auch vom
muſika=
ſſnan Ruf als Opernkomponiſt begründete.
Getragen von dieſem Erfolge ſchrieb Verdi nun liſchen Standpunkt man immer ſagen durfte daß Verdi Februar 1887 gelangte des dreiundſiebzigjährigen Meiſters
che auf Werke, und er konnte komponieren, was er eigentlich niemals in ſeinem Schaffen und Können Halt Oper „Otello” nach dem Terte von Arrigo Brito in
Mai=
machte und ſtetig wuchs, ſo vermochte die Geſamtanlage land zur Aufführung und im Jahre 1893 ſein letztes Werk
ſllne, er hatte neuen Erfolg und Glück.
Schon war durch „Nabucco” welche Oper 1843 in der Werke es doch nirgends zu einem großen Erfolge zu
ſten- und zwei Jahre ſpäter in Paris zur Aufführung bringen.
Wieder ragte aus der Reihe ephemerer Erſcheinungen
anegte, der Ruhm Verdis über Italiens Grenze
gedrun=
fſeine Erfolge ſteigerten ſich durch die Oper „I lom= eine Oper nach einem Schillerſchen Tert heraus, der „Don nachdem iſt ein Meiſter ſo gefeiert worden wie bei dieſen
. alla prima erockata”, da hatte er mit ſeiner Oper Carlos” der 1867 an der großen Oper in Paris erſchien Gelegenheiten Verdi. Nicht nur Italiens Kunſtwelt ju=
Uewani” im Jahre 1844 einen ſolchen Erfolg, daß er und in ſeiner ganzen Geſtaltung wieder den großen
Dra=
ſtrell zu einer europeeſchen Berühmtheit geworden war. matiker bekundete. Dann aber kam Verdi wieder zu einem feierte Verdi, der unbeſtritten ein paar Menſchenalter hin=
Man riß ſich in der ganzen Welt um ſeine Opern, die großen vollen Erfolge, und zwar mit einer vom Vizekönig durch Italiens bedeutendſter Komponiſt geweſen iſt und
ſht nur in Italien — „Alzira” (Carlotheater in Neapel), von Aegypten beſtellten Oper. Ismael Paſcha wollte in ſich auch in dieſen beiden Wecken, die nichts vom ſenilen
pptlla‟ (Venedig), Macbeth” (Florenz), „Il corſaro” Kairo eine italieniſche Oper haben, und wandte ſich an Schwinden ſeiner künſtleriſchen Kraft zeigten, als der
d „Stiffelio” (Trieſt), „Le battaglia de Legnano” (Rom) Verdi um ein Werk zur Eröffnung dieſes Unternehmens, große Maeſtro bewährte.
lſondern auch im Ausland — „Il masnadieri” (London) indem er ihm 4000 Pfund Sterling bot So entſtand
. „Jeruſalem” (Paris) — zur Erſtaufführung ge= „Arda”, die in Kairo im Jahre 1871 zum erſten Male über gewöhnlich kräftige Hülle geſucht zu haben. Bis ins
Nagen.
Die Titel aller dieſer Opern ſind heute vergeſſen, ſie nahm.
Uhren ſämtlich Fiasko, und nur eine Oper aus dieſer
Vielleicht ſein künſtleriſch bedeutendſtes Werk entſtand
en, mehr lyriſch=dramatiſchen Schaffensperiode Verdis nach „Alda”, ſein „Requiem” das Verdi zur Erinnerung den herben Verluſt zu beklagen, ſeine zweite Gattin zu
ſich längere Zeit auf dem Repertoire erhalten, das iſt an den im Mai 1873 verſtorbenen bedeutenden italieniſchen verlieren einſt eine berühmie Geſangsmeiſterin, die um
äm Jahre 1849 in Neapel aufgeführte Bearbeitung Dichter Aleſſandro Manzoni ſchuf mit dem ihn Bande zwei Jahre jünger als Verdi geweſene Giuſepping Strep=
„Kabale und Liebe”, „Luiſa Miller”
Erſt durch dieſe Oper wurde Verdi der eigentliche verknüpften und deſſen Werken er ſtets die höchſte Bewun= hindurch eine feinſinnige künſtleriſche Beraterin geweſen,
Amatiker der Opernbühne und auch jetzt erſt wurde er, derung gezollt.
ſich in ſeinen bisherigen Werken noch allzu ſehr an ein Bedürfnis meines Herzens, das mich treibt, ſoviel an für Muſiker” das hundert notleibenden Künſtlern eine
üllteren italieniſchen Muſter, die Bellini und Roſſini mir liegt den großen Mann zu ehren, den ich ebenſo ſehr
ſalten hatte, vollſtändig ſelbſtändig in ſeinen Werken, als Schriftſteller geachtet habe, wie ich ihn als Menſchen
eine Glanzzeit in der ſeine beſten und populärſten verehrte, und der ein Muſter an Tugend und Patriotis=ſter noch am Ende ſeines Lebens.
Ai= entſtanden, begann mit der im Jahre 1851 am mus war.”
Pllutheater in Mailand aufgeführten Oper „Rigoletto”.
ei Jahre ſpäter gelangte am Apollotheater in Rom vollen Klänge dieſes Werkes zum erſten Male am erſten Töne von dem man hätte ſagen und hoffen können, daß
Trovatore” und bald darauf in Venedig „La Tra= Todestage Manzonis, am 22. Mai 1874. Und auch dieſes er ihn an Erfolgen und Ruhm erreichen werde, und nur
Mal zur Aufführung. Sie machten ſchnell die RundreiſeWerk wanderte durch alle großen Kunſtſäle und wurde bei wenige waren zu ſeinen Lebzeiten, die man ihm hätte an
lich die großen Opernbühnen Europas und fanden vielen feierlichen Gelegenheiten aufgeführt.
Uralll Beifall, der dann wohl auch Verdi zu erneutem
affen leicht anregte und die Opernleitungen veranlaßte, ehemaligen armen Dorfjungen Opern wanderten über die Jahrhundert nur wenige zeitigt einer von jenen, deſſen
größten Bühnen der Welt und trugen ihrem Schöpfer ein Werke ihn noch lange überleben werden.
ſte WWerke aufzuführen.
Aber die Erfolge blieben aus. Von mehr als einem Rieſenvermögen ein. Schon glaubte man der Meiſter
em Dutzend der folgenden großen Opern hatte eigent= ruhe auf dieſen goli znen Lorbeeren aus, da überraſchte der
Seite 3.
vermeint. Das Gericht erkamte darauſtin gegen Müler
auf 1 Jahr Gefängnis abzüglich 8 Wochen der
Unterſuchungshaft. Straferſchwerend wurde berückſichtigt,
daß Miller durch ſeinen Meineid die von Blitz er=
Oberleutnant Nelio Calderon von der Argentiniſchen Geld auf eine Art erhielt, die beinahe Erpreſſung iſt. Die
Armee, kommandiert zur Dienſtleiſtung beim Großh. beiden Angeklagten Blitz und Orth wurden
freige=
ſprochen. Der Haftbefehl gegen ſie wird aufgehoben.
Es ſind demnach in dieſer Schwurgerichtsperiode fünf
genanntem Regiment, den Miniſterialrat Schliephake, den Freiſprechungen erfolgt. Am Freitag findet die letzte
Freitag die Fortſetzung der Verhandlung gegen den Lehrer
g. Strafkammer II. Einer Offenbacher Familie
waren im Juni und Juli nächtlicherweile zweimal
Geld=
beträge von 80 und 140 Mark aus dem Waſchtiſch
ge=
den Wohnungsverhältniſſen genau vertraut war. Er
twurde geſtern von der Strafkammer zu 10 Wochen
Ge=
keit des Erwerbs Kenntnis hatte, wurde wegen Hehlerei
* Schuſperſonalien. Se. Königl. Hoheit der Groß= zu 1 Woche Gefängnis verurteilt. — Ein Automo=
Raab von Darmſtadt fuhr am fraglichen Tage durch die
* Amtsgerichtsperſonalien. Se. Königl. Hoheit Frankfurterſtraße in Neu=Iſenburg. Kurz vor der
Kirch=
tAugennerves die Sehkraft des linken Auges dauernd
ver=
lieren. Das Schöffengericht Neu=Iſenburg hatte den
C Die Großherzogliche Keramiſche Manufaktur iſt, Autolenker Raab zu 200 Mark Geldſtrafe wegen
Körper=
geſtrigen Berufungsverhandlung vor der Strafkammer,
daß er weniger als 15 Kilometer Geſchwindigkeit eingehal=
Kind direkt in das Auto hineinlaufen werde. Er habe
den Wagen fortwährend nach rechts geſtetert und ſei
ſchließlich ſogar auf das Trottoir gefahren, trotzdem ſei
das Mädchen immer weiter gegen das Auto gelaufen. Die
e 1 Strafkammer verwarf die Berufung der
Amts=
anwaltſchaft und ermäßigte die Strafe auf
In der Nacht zum 5. Oktober vorigen
Offenbach zunächſt mit dem Auslaufer Karl Schmitz
ver=
rigen Landwirt Johann Blitz und den 53jährigen Land= ſucht, in die Filiale von Schade u. Füllgrabe in der
Rum=
penheimerſtraße zu Offenbach einzudringen. Da ſie
ver=
ſtrafe von 1 Jahr8 Monaten Gefnägnis verurteilt.
-g. Sind Theater=Aufführungen von
Dilettantenver=
ewelcher gewerbsmäßig Singſpiele, Geſangs= und
dekla=
rtheatraliſche Vorſtellungen, ohne daß ein höheres
eIntereſſe der Kunſt oder Wiſſenſchaft dabei obwaltet, in
Müller zu ſeiner falſchen Ausſage verleitet zu haben, doch der Erlaubnis, ohne Rückſicht auf die etwa bereits erwirkte
Erlaubnis zum Betriebe des Gewerbes als Schauſpiel=
Turnvereins hatte nun die Räume der Turnhalle zwei
nwurde ihm auf Veranlaſſung des Kreisamtes ein
Straf=
geweſen, daß ſich dies tatſächlich ſo verhielt. Die Ge=geklagten frei, ohne weiter auf die Aufführungen ſelbſt
ein=
rzugehen. Lediglich, weil es als erwieſen erachtete, daß
jener Pächter einen Gewinn aus der Ueberlaſſung der
delte, alſo nicht gewerbsmäßig, erkannte es auf Freiſpruch.
geſchwächte nein noch geſteigerte Kraft zeigten. Am 5.
t„Fallſtaff” an der gleichen Stätte.
Für Italien bedeuteten dieſe Erſtaufführungen
natio=
tnale Angelegenheiten. Niemals vordem und niemals
belte dem Meiſter zu, nein, ein internationales Publikum
Der ungewöhnliche Geiſt ſchien ſich eben auch eine
un=
die Bretter ging und von dort aus ihren Weltlauf unter= höchſte Alter hinein blieb Verdi von einer ungewöhnlichen
körperlichen Rüſtigkeit und geiſtigen Regſamkeit.
In Jahre 1897 hatte der Vierundachtzigjährige noch
inniger Zuneigung und einer faſt kindlichen Verehrung poni. Zur Erinnerung an die Teure, die ihm Jahrzehnte
„Es iſt der Impuls, oder beſſer geſagt, begründete Verdi bald nach ihrem Tode ein „Altersheim
Heimſtätzte gewährt.
Auch ſeine Lebenserinnerungen ſchrieb der greiſe Mei=
Am 27. Januar 1901 ſtarb er in Mailand. Kein ein=
In der Markuskirche zu Venedig ertönten die weihe= ziger Großer lebte bei ſeinem Hinſcheiden im Reiche der
die Seite ſtellen können, oder die ihn überragten. Zweifel=
Verdi ſtand nun auf der Höhe ſeines Ruhmes. Des los war er einer von den ganz Großen, von denen ein
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 9. Oktober 1913.
Nummer 239.
Seite 4.
als wichtigere Taſache an, daß bei den Auführungen jener ſfort bei einteienden Balanzen nach der Reihenfolge der fmuchen. Ein Gebot der Site und des Anfandes iſtell
insbeſondere, vor Krankenhäuſern, vor den Hochſchulanſtall
Vereine (Sudermanns „Heimat”, „Haſemanns Töchter”, Anmeldung Berückſichtigung finden.
* Vortrag. Auf Veranlaſſuag des Naturheil=ten, vor Gerichts= und Verwaltungsgebäuden, vor Schull=
„Huſarenfieber”) ein höheres Intereſſe der
Kunſt obwaltete. Aus den Statuten gehe hervor, vereins ſpricht am Montag, den 13. Oktober, im häuſern und Kirchen das Peitſchenknallen völlig zu
unter=
daß die Vereine der minderbemittelten Bevölkerung für! Kaiſerſaal Herr Direktor Rudolf Diekmann aus laſſen. Unnötiges oder mutwilliges Peitſchenknallen wirs
billiges Geld gute Theateraufführungen bieten wollen. Berlin=Wilmersdorf über „Die Frau als Reformatorin nach § 4 der Verordnung bete die Verhütung von Um
Der Staatsanwalt beantragte daher ſelbſt Freiſprechung, der modernen Menſchheit und ihre Entlaſtung im Hauſe glücksfällen durch Fuhrwerke vom 13. Juli 1842 und § l
da die aufgeführten Stücke der Belehrung und künſtleri= (Umwälzung im hauswirtſchaftlichen Betriebe‟). Der der Droſchkenordnung für Darmſtadt vom 15. Septembes
ſchen Bildung der minderbemittelten Bevölkerung dienten 1 Vortrag iſt für Damen und Herrrn beſtimmt. In 1906 beſtraft. Die Schutzmannſchaft iſt angewieſen, gegen
und nur künſtieriſch wertvolle Stücke herangezogen wurden. Hinſicht auf die Wichtigkeit des Themas iſt der Eintritt unnötiges Peitſchenknallen mit Strafanzeigen
vorzugehen. Wir können uns den Wünſchen des Großhl
* Die ſchriftliche Staatsprüfung für den höheren frei. (Näheres iſt aus der Anzeige erſichtlich.)
* Mozartverein. Durch die andauernd unbeſtimmten Polizeiamtes nur anſchließen. In dem Vielklang den
Forſtdienſt beginnt am 6. November d. 2 vormittags
8½ Uhr, zu Darmſtadt im Prüfungslokal, Paradeplatz 3.Witterungsverhältniſſe der Sommermonate konnte bekannt= Straßentöne der Städte iſt keiner aufdringlicher und fün
Von der Techniſchen Hochſchule. An der Gooßher=lich das Sommerfeſt nicht abgehalten werden. Als jeden= Kranke und Nervöſe quälender, als der laute Peitſchent
zoglichen Techniſchen Hochſchule zu Darmſtadt werden mit falls willkommener Erſatz hierfür wird deshalb nach län= knall. Die Verkehrsveryaltniſſe in Darmſtadt ſind nich
Beginn des Winterſemeſters 1913/14 Vorleſungen und gerer Pauſe am Samstag, den 25. Oktober, im Saalbau derartig ſchwierige, daß nicht die Fuhrwerkslenker in dem
Uebungen auf dem Gebiete des Flugweſens und der ein Familienabend mit Tanz ſtattfinden, zu welchem ſei= allermeiſten Fällen mit einfachem Zurufen auskommem
geronautiſchen Meteorologie abgehalten, Für tens der Vergnügungskommiſſion umfaſſende Vorbereit= und des Peitſchenknallens völlig entbehren könnten.
ungen getroffen werden. Tüchtige Kräfte des Vereins
Flugweſen iſt Herr Diplom=Ingenieur Karl Eberhardt,
zur Zeit leitender Ingenieur der Fliegerſtation Döberitz, haben ſich bereitwillig der Sache zur Verfügung geſtellt,
Die Flugmodell=Ausſtellung.
für Meteorologie der Dozent an der Handelsakademie zu ſo daß den Mitgliedern ſchöne Stunden in Ausſicht geſtellt
Frankfuct a M., Herr Dr. F. Linke, gewonnen worden, werden können.
Heute vormittag 10 Uhr wird die vom „Vere
* Der Geſangverein „Sängerluſt” veranſtaltet kom=
Herr Eberhardt wird in ſeinen (wöchentlich 6ſtündigen)
für Luftfahrt E. V!
Darmſtadt (Heſſiſche Flum
menden Sonntag eine Abendunterhaltung mit Tanz im
Vorleſungen die Luftſchiffahrt, Flugtechnik und
Luftſchrau=
ben, in den (ebenfalls wöchentlich 6ſtündigen) Uebungen Mathildenhöhſaale. Der rührige Vorſtand hat ein ab=ſtudien=Geſellſchaft) veranſtaltete Flugzeugmode
wechſelungsreiches Programm zuſammengeſtellt. Meh= Ausſtellung 1913 im ſtädtiſchen Ausſtellungsgebäuſt
das Konſtruieren und Entwerfen von Luftſchiffen,
Flug=
eröffnet werden. Der Kunſttempel J. M. Olbrichs bieſen
maſchinen und Propellern behandeln, ſowie Uebungen am rere beliebte Chöre, darunter einige neue, ſowie ſonſtige in dieſen Tagen ein ſonderbares Bild. Und wenn mahl
Schrauben=Verſuchsſtand und im Unterſuchen von Ballon=Vorträge werden unter der Leitung des Dirigenten Herrn die Kunſt” des Fliegens vielleicht nicht mit Unrecht als
ſtoffen abhalten, Herr Dr. Linke wird 2 Stunden wöchent=K. Grim zu Gehör gebracht werden. Die beiden Salon= die ſchwerſte und bedeutſamſte bezeichnet, ſo ſcheint
Humoriſten Mechler und Kilian werden die neueſten immerhin berechtigt, daß der Kunſttempel Olbrichs auchähm
lich über geronautiſche Meteorologie leſen.
P.A. Von dem Zentral=Komitee des Alice=Frauen= Schlager der Saiſon bringen. Ein Theaterſtück: „Die ſeine heiligen Hallen geöffnet hat. Uebrigens hat ma
Vereins für Krankenpflege wird uns geſchrieben: Zu Brieftaſche”, von dem bekannten Darmſtädter Mundart= großen Wert darauf gelegt, daß ſich dem Beſchauereil
unſerer Freude haben Ihre Königliche Hoheit die Frau dichter Heinr. Rüthlein, wird von geeigneten Kräften dar= Geſamtbild bietet, das ſich recht geſchmackvoll und gefällig
Großherzogin auf die von Ihrer Majeſtät der Kaiſerin an geſtellt. Für den muſikaliſchen Teil hat der Mandolinen= präſentiert. Die Wände ſind mit koſtbaren Teppicht
ſie gerichtete Bitte zugeſagt, den gemeinſam mit dem Ver=kranz ſeine Mitwirkung zugeſagt. Den Schluß der Ver= drapiert, und im Ehrenſaal prangt inmitten ſinnigs
Pflanzengrrangements die Büſte des Großherzo
band Deutſcher Krankenpflege=Anſtalten vom Roten Kreuz anſtaltung bildet ein Tänzchen. (S. Anz.)
* Schwimmfeſt. Die Anmeldungen zu den Wettkämp= des Protektors der Großh. Heſſiſchen Vereinigungn
abzuhaltenden Verbandstag der Deutſchen
Landes=
fen bei dem am nächſten Sonntag ſtattfindenden Schwimm= Luſtfahrt, der der veranſtaltende Verein als Vorort altl
Frauenvereine vom Roten Kreuz unter Höchſtihren
beſon=
deren Schutz zu nehmen. — Es wird noch beſonders dar=feſt der Turngemeinde Darmſtadt (Woogsplatz) ſind ſehr gehört Im übrigen iſt das Geſamtbild der Ausſtellung
auf aufmerkſam gemacht, daß der Zutritt zu den Verhand=zahlreich eingelaufen. Beſonderen Reiz werden die Wett= bei aller Ueberſichtlichkeit ziemlich unruhig, was bei deu
kämpfe im Stafettenſchwimmen. Schnellſchwimmen, Tau= Mannigfaltigkeit der Formen, die ſich dem Auge in Einzile
lungen nur mit Eintrittskarten geſtalet werden
kann. Die von dem Zentral=Komitee des Alice=Frauen=Ver, chen und Waſſerſpringen ausüben. Zu letzterem haben heiten bieten, naturgemäß iſt. Dafür ſind aber dieſelt
eins ausgegebenen Anmeldekarten haben den Zweck, ſich hervorragende Springer aus Offenbach, Wiesbaden zelheiten von großem Intereſſe. Sie repräſentieren einel
die Anzahl der Teilnehmer annähernd feſtzuſtellen; dieſe und Frankfurt a. M. gemeldet, darunter ein deutſcher Mei= Fülle von Ideen, von geiſtigem Denken und Schaffen,
ſter. Ein reger Kartenverkauf hat bereits begonnen; es iſt um ſo bedeutſamer, als es vorzugsweiſe die Jugendill
Anmeldekarten können die Eintritt skarten
nicht erſetzen. Letztere werden, inſoweit noch der Vorrgt dürfte für diejenigen, die ſich einen hohen ſportlichen Ge= aus der die Ausſteller ſich rekrutieren. Die
Jugen=
reicht, auf Wunſch von dem Zentral=Komitee des Alice= nuß nicht entgehen laſſen wollen, empfehlenswert ſein, Deutſchlands, die hier zeigt, wie ſie ſich die Löſung
Flugproblems oder richtiger der Mannigfaltigkeitm
ſich beizeiten den Beſitz einer Eintrittskarte zu ſichern.
Frauen=Vereins ausgegeben.
Flugkunſt denkt. Das iſt wichtig, denn bei allen ſchons
* Der Bezirksverein Beſſungen erfreut ſich einer reichten Erfolgen wird doch denen, die nach uns kommell
* Eine ſehr gelungene Jahrhundertfeier war es,
die der Frauenveretn und die Männervereinigung der guten Sympathie im Beſſunger Stadtteil, was auf ſeine noch ein erheblicher Teil der Arbeit in den jüngſtene
Martinsgemeinde im Mathildenhöhſaal veranſtaltet rege Tätigkeit, welche vielfach mit Erfolg begleitet iſt, turerrungenſchaften zufallen.
hatten. Etwa 700—600 Perſonen mögen den Saal und zurückgeführt werden kann. Ein Beweis hierzu iſt die
„Der Verein für Luftfahrt E. V. bezweckt mit dieſm
ſeine Nebenräume gefüllt haben. Im Mittelpunkt der Zunahme von über 100 Mitgliedern in dem letzten halben Veranſtaltung, das Intereſſe für das Flugweſen in breiteis
Jahr, ſo daß die Geſamtmitgliederzahl jetzt über 330 be= Kreiſe zu tragen und vor allem die Jugend der die i
Veranſtaltung ſtand ein Lichtbildervortrag des
Hof=
trägt. Der Verein läßt ſich die Bezirksangelegenheiten kunft gehört für die bedeutende nationale Sache
zum=
predigers Widmann aus Gedern über die „Erhebung ſehr angelegen ſein und iſt eifrig bemüht, den Wünſchen winnen, daher werden in den einzelnen Abteilungen l
des deutſchen Volkes wider die Weltherrſchaft Napoleons”.
Der klare und packende Vortrag ſowie die vortrefflichen und Forderungen des Beſſunger Bezirks, ſoweit dieſe gelaſſen Flugzeugmodelle aller Art, gleichviel, ob ſie bereißs
als gerecht anerkannt werden können, an geeigneter vorhandenen Fluazeugen entſprechen, neue Formen volm
Lichtbilder fanden den lebhafteſten Beifall. Körners
Aufruf „An mein Volk”, vorgetragen von P. Diehm, Stelle mit dem nötigen Nachdruck zu vertreten. So iſt Flugzeugen im Modell darſtellen oder zur Ausfühn
ging dem Vortrag voraus. Geſangsvorträge des Kirchen: nun der Verein vor eine neue Aufgabe geſtellt, um die ſeit=rung überhaupt nicht geeignet erſcheinen
Der Kreis der zur Ausſtellung Zugelaſſenen iſt allc
chors der Martinsgemeinde unter Leitung des Kaiſerl. hergehabten Mandate in der Stadtverordneten=Verſamm=
Rechnungsrats Colin begleiteten und umrahmten ihn.lung zu verteidigen reſp. auf die der Größe des Stadt= recht weit gezogen. Damit iſt nun der gewünſchte Erfalle
Ein Begrüßungswort ſprach Pfarrer Widmann, ein teils entſprechende Zahl zu bringen. Der Bezirksverein das Intereſſe bei der Jugend zu erwecken, erreicht. Ei
Beſſungen hält, wie uns mitgeteilt wird, nächſten große Anzahl der Apparate iſt ganz offenſichlcl
Schlußwort Pfarrer D. Waitz.
Samstag bei Frau Volle eine Mitgliederver= durchaus durchdacht und vor allem ſehr geſchickt M
* Heſſiſche Anwaltskammer. In der
Hauptverſamm=
ſammlung ab, um, wie in letzter Vorſtandsſitzung be= ſauber ausgearbeitet. Der Mehrzahl der Ausſteller
lung der heſſiſchen Anwaltskammer, die in Mainz ſtatt= ſchloſſen wurde, zur Stadtverordnetenwahl allerdings nur daran, ein Modell auszuſtellen, an
fand, wurden die ausſcheidenden Vorſtandsmitglieder Stellung zu nehmen. Die Mitglieder ſollen be= daß es gelungen iſt, beinahe 200 dieſer Model
Juſtizrat Cauſe=Mainz, Juſtizrat Dr. Schmidt=Mainz, ſtimmen, ob von den ausſcheidenden Herren, ſoweit flugfertig herzuſtellen, d. h. ſie durch eigenen Propelle
Juſtizrat Grünewald=Gießen und Geh. Juſtizrat Metz=dieſe für den Bezirk des Beſſunger Bezirkvereins in antrieb eine mehr oder weniger lange Strecke durch
Gießen einſtimmig wiedergewählt, während für Geh. Betracht kommen, wiedergewählt reſp. vorgeſchlagen! Luft zu tragen, iſt immerhin ein ſehr erheblicher Erfolle
Juſtizrat Gallus=Darmſtadt, der zurückgetreten iſt, Iuſtiz=werden ſollen: desgleichen über die neuen Kandidaten. Am zablreichſten iſt der „Taubel=Eindecker vertreten atl
rat Dr. Bender=Darmſtadt neugewählt wurde. Rechts=
* Vogelsberger Höhenklub. Der hieſige Zweig= auch Möve, Falke, Schwalbe, Libelle uſw. haben als P
anwalt Dr. Oppenheimer=Darmſtadt erſtattete einen verein unternimmt nächſten Sonntag eine Wanderung, bild gedient, und als weniger bekannte Neuheit tritt
Bericht über die Verhandlungen des deutſchen Anwalts= die von Stockſtadt über Guntersblum nach Oppenheim Pfeil=Modell hinzu. Die Eindecker ſind bei weitem
tages in Breslau.
führen ſoll und in Nierſtein endigen wird. Dieſe der Mehrzahl, auch unter den zum Flugwettbewerb
Die Freie Literariſch=Künſtleriſche Geſellſchaft bittet Namen ſprechen für ſich und es iſt kaum nötig, beſonders meldeten Modellen,
Insgeſamt verzeichnet der Katalog 258 Apparate.
uns, mitzuteilen, daß die räumlichen Verhältniſſe des Ma= zu betonen, daß eine recht genußreiche Wanderung in
thildenhöh=Saales es ihr nicht geſtatten, vorerſt noch Ausſicht ſteht, Es ſei jedoch noch erwähnt, daß es durch iſt ein ganz außerordentliches Ergebnis, wenn man
neue Mitglieder aufzunehmen. Die Mitgliederzahl iſt in die Liebenswürdigkeit des Herrn Direktors Fuhr möglich Betracht zieht, daß die erſte derartige Ausſtellung in Feraſlie
den letzten Wochen derart geſtiegen, daß nur wenige Plätze ſein wird, auch der Weinbauſchule in Oppenheim einen furt mit nur 60 Modellen beſchickt war. Unter den Ablſte
des Mathildenhöh=Saales freibleiben, die aus bkonomi= Beſuch abzuſtatten, dann aber auch ſolche durch die raten ſind 185 Eindecker, der Reſt verteilt ſich auf Doßlll
ſchen Gründen dem Tagesverkauf aufbewahrt werden müſ= Weinberge führenden Wege zu benützen, die im übrigen und Dreidecker, Waſſerflugzeuge, Drachenflieger, Gläſem
flieger und Flugdrachen. Dazu kommen 20 Ausſteller
ſen. Von einer Verlegung ihrer Veranſtaltungen nach in der jetzigen Jahreszeit für den öffentlichen Verkehr Einzelteilen, wie Höhen= und Seitenſteuer, Flügel,Radem
einem größeren Saale der Stadt — wie jetzt bei dem geſperrt ſind
geſtelle, Stutzen, Räder, Propeller, auch ſolche zum Selliſte
Tanzabend der Schweſtern Wieſenthal — möchte die Ge=
Der Unfug des Peitſchenknallens. Gegen den Un” herſtellen, Benzin= und Preßluftmotoren. Druckredleh
ſellſchaft im allgemeinen abſehen, um den Darbietungen, fug des Peitſchenknallens richtet ſich eine Bekanntmachung Rippen, Schwimmer für Waſſerflugzeugmodelle, Stufelle
namentlich den literariſchen, die künſtleriſchintime Wir= des Großh. Polizeiamtes Darmſtadt vom 7. dieſes gleitboote, Drachen, Multiplikator Fournierkörper, A
kung zu erhalten. — Ausdrücklich betont wird, daß der Ver= Monats, die folgenden Wortlaut hat: Infolge ſtändiger lanciervorrichtung, Gummimotoren uſw. uſw. Eine dulfel
kauf von Tageskarten für den Wieſenthal=Abend am 9. d. Beſchwerden über unnötiges Peitſchenknallen erſuchen wir Abteilung, die ebenfalls 20 Nummern umfaßt, bringt Al
M. keine Einſchränkung erleidet. Auch nimmt die Hofbuch= die Lenker von Fuhrwerken wiederholt, ſich nur in drin= ſchauungs= und Lernmaterial, Konſtruktionszeichnungen
handlung von A. Bergſtraeßer (Rheinſtraße 6) gern Vor= gender Gefahr zur Verhütung von Unfällen durch Peit= Bildwerke und Fabrikapparate. Die Firma Wille
merkungen auf Mitglieder=Anmeldungen entgegen, die ſo= ſchenknallen, ſonſt ſtets durch einfachen Zuruf bemerkbar zu Schwab, Darmſtadt, ſtellt Sportkleidung und Fliee
Ge
Mutter Alexandra, die Königin und ihre Tochter beſchäf= vorhanden ſein. Von Kopf bis zu Fuß iſt es völlign
tigen ſich ſelbſt mit all den wichtigen Fragen, die da zu er= Weiß gehalten oder in einem ganz zarten hellen Cremen
Feuilleton.
ledigen ſind, und ſie werden der Prinzeſſin an dem großen Die letzten 14 Tage vor der Hochzeit ſind von Anproben
Tage beim Ankleiden behilflich ſein. Die Ausſtattung und Beſuchen bei den Fabrikanten des Trouſſeaus gän=
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
der Herzogin wird nach dem ſeit einigen Jahren üblichen lich in Anſpruch genommen. Das Hochzeitskleid z. B. wind
P Münchner Kammerſpiele. Am 6. Oktober Brauch zum größten Teil in England hergeſtellt; vor wenigſtens ein halbes Dutzend mal anprobiert, bevor alles
fand in den Münchner Kammerſpielen die Erſtaufführung allem iſt ihr Brautkleid ganz in England gefertigt. Kö= ſitzt.
Noch am Hochzeitsmorgen ſind zahlreiche geſchickte
des dreiaktigen Schauſpiels „Das Geheimnis” von nigin Mary ging in dieſer Sitte voran; an ihrem Hoch= Hände bereit und geſchäftig, die letzten Aenderungen bol=
Henri Bernſtein ſtatt. Im Mittelpunkt der Hand= zeitstage trug ſie nur engliſche Fabrikate, ſogar ihr Trau= zunehmen. So entdeckte man an dem Traukleid
lung ſteht eine Frau mit verbrecheriſchen Neigungen, die, ring beſtand aus in England gewonnenem Gold. Ein jetzigen Königin von Norwegen noch wenige Stunden vol
obwohl ſelbſt glückliche Gattin, doch von Neid gegen das ähnlicher Ring wird nun für die neue Braut angefertigt. der Zeremonie einen Fehler, worüber die ſelige Königill=
Glück anderer zerfreſſen iſt und alles tut, um dieſes fremde Ihr Trauungskoſtüm beſteht aus einem Ueberkleid aus Viktoria aufs Höchſte entrüſtet war. Sie ſtand ſelbſt mit
Glück zu untergraben. Die wiſſenſchaftlichen Reſultate feinſter iriſcher Spitze, deren Muſter Motive der Diſtel und Nadel und Faden in der Hand dabei und gab an, welch
ſeeliſcher Pathologie werden in oberflächlichſter Weiſe auf= des Klees, der Symhole des engliſchen Königswappens, Nähte aufgetrennt werden müßten. Am Tage vor dei
gegriffen und ſenſationell verarbeitet. Ganz unerträglich zeigt; das Untergewand beſteht aus eremefarbener in den Feſt findet dann eine „Generalprobe” ſtatt, in der die
ver=
wird der Autor wenn er in ſeine parfümierte Mode= Spinnereien von Spitalfields hergeſtellter Seide. Für ſchiedenſten Koſtüme des Trouſſeaus, ſowie Hülte und
pſychologie Worte ewiger Weisheit einſchmuggeln und die Wäſche wird feinſtes iriſches Leinen und iriſcher Ba=andere Toilettenſachen mit kritiſchem Auge abgenommen
ſeinem raffinierten Fabrikat ethiſche Tendenzen auſprägen tiſt verwendet, und auch hier ſind für den Beſatz beſondere werden. Das Kleid das die Herzogin von Fife nach dek
möchte. Die Pariſer Autoren verſtehen es ausgezeichnet, künſtleriſche Muſter entworfen. Am Hochzeitsmorgen wird Trauung anlegt liegt dann bereits im St.
Jat=
von der augenblicklichen Hauſſe in Moral zu profitieren. die Prinzeſſin früh aufſtehen müſſen, und eine ganze kleine Palaſt, wo ein beſonderer Ankleideraum für ſie hergerichtet
Die ganze innere Hohlheit der Mache kam einem aber Armee von geſchäftigen Frauen wird um ſie tätig ſein, be= iſt. Sie betritt dann den Bankettſaal in einer andern
koſl=
während der Aufführung kaum zum Bewußtſein, ſo aus= vor ſie die königliche Kapelle von St. James betreten kann. baren Robe. Streng verpönt iſt es, daß eine engliſche
gezeichnet war die Darſtellung. Beſonders Erich Zie=
Von den mannigfachen Gebräuchen und Zere= Prinzeſſin bei der Vermählung irgend welches Geld bei
gel und Mirjam Horwitz waren vortrefflich und
monien, denen eine britiſche Braut von königlichem Ge= ſich trägt. Als die heutige Königin zum Traualter ſchrt
machten aus den Marionetten des Autors lebendige
Men=
blüt unterworfen iſt, plaudert eine engliſche Wochenſchrift. machte ſie plötzlich vor der Kapelle Halt und übergab den
ſchen. So kam ein ſtarker Erfolg zuſtande.
Kein Männerauge darf ſie an dem großen Tage erblicken, Königin Alerandra eine kleine Geldbörſe, die ſie aus Beht
bis ſie in ihrem Brautſtaat den Wagen beſteigt. Als die ſehen bei ſich behalten hatte.
— Gerupfte Hüte. „Meine Damen, bitte Ihre Hütel”
** Wenn eine engliſche Prinzeſſin heiratet. Die heutige Kronprinzeſſin von Schweden heiratete, ſuchte der
neueſte Hochzeit am engliſchen Königshofe, die Vermählung verſtorbene König Eduard in den Saal zu Windſor Caſtle Das iſt die verblüffende Aufforderung, die ſeit dem letzten
der Herzogin von Fife mit dem Prinzen Ar= einzudringen wo ſie ſich den Brautjungfern und Hofdamen Samstag höflich, aber ohne Nachſicht von den Neus
thur von Connaught die am 15. Oktober mit in ihrem Hochzeitskleid zeigt, wurde aber von der Herzogin Yorker Zollbeamten an die Damen gerichtet, win
großer Pracht ſtattfindet und an der viele ausländiſche von Connaught energiſch hinausbefördert. Dieſe „erſte die nach der Fahrt aus Europa den Boden der neuen
Fürſtlichkeiten teilnehmen werden, verſetzt die Hofkreiſe in Beſichtigung” der Braut iſt ein Vorrecht ihrer intimſten! Welt betreten oder wieder betreten wollen. Was beheutet
große Aufregung, denn die mannigfachſten Vorbereitungen Freundinnen. Diesmal freilich wird auch die Oeffentlich= dieſe Frage? Was will dieſes Anſinnen der ohnehin ſ9
ſind zu treffen. Unter dieſen ſteht die Beſchaffung des keit daran einen Anteil haben, denn es iſt einer photo= ungern geſehenen Zöllner? Seit dem letzten Samstagiſt
Hochzeitstrouſſeaus voran, der ſo glänzend und graphierenden Ariſtokratin geſtattet worden, ſie bereits im Neu=Yocker Zollamt das neue Tarifgeſetz in Kraft
umfangreich iſt, wie keine Brautausſtattung, ſeit Prin= vor der Trauung zu „knipfen”. Im Brautkleid der eng= treten: und eine Klauſel dieſes Geſetzes verfügt in einen
zeſſin Ena den König von Spanien heiratete. Die Königin= liſchen Prinzeſſin darf auch nicht die geringſte farbige Note ſchönen Anwandlung von Tierſchutz, daß die Einfüh=
ſt0
U.
ſtiet
4
(Tlachen
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ſeintet D
1 un.
Nummer 239.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 9. Oktober 1913.
Seite 5.
ſtchriſung, die Firma Mülker u. Rühke iechniſche bis zu 10 Prozent ſeiner jeweiligen Hpothelenſchud haf= ſtellung des Fackelzugest auf den Matihlate Anſtrache
H belehrende Literatur aus dem Gebiete der Luftfahrttet, ſoweit dieſe Ausfälle nicht durch den Reſerveſonds des Oberbürgermeiſters, allgemeiner Geſang; auf der
ſ5.
gedeckt ſind.
Spielwieſe an der Turnhalle Zuſammenwerfen der Fak=
Im Ehrenſaal ſteht u. a. auch ein flugfähiger Apparat
Neu=Iſenburg, 8. Okt. (Ueberfall.) In dem keln. — Zu dem Vortrage eines Maſſenchores haben ſich
Eindecker — mit eingebautem Motor, den die „Sport= Zuge, der geſtern abend 11.10 Uhr Frankfurt in der Rich= bereits ſechs Vereine gemeldet und ſtehen weitere
An=
ſp eilung des Vereins für Luftfahrt”, Darmſtadt, ausſtellt,
tung Darmſtadt-Heidelberg verließ wurde vor Iſenburg meldungen in Ausſicht. Die Dirigentenfrage wird durch
ſeſſ en meiſt jugendliche Mitglieder den Apparat ſelbſt
eine Frau in der dritten Wagenklaſſe von einem un= Los entſchieden. Als Vortrag wurde die Beethovenſche
ſtruiert und erbaut haben.
Im übrigen verzeichnet der Katalog folgende Darm= bekannten Mann angefallen. Auf die Hilfe= Hymne „Die Himmel rühmen” gewählt. Eine
Verſamm=
idter Ausſteller (es bedeuten: L. Eindecker, rufe der Ueberfallenen eilte der Schaffner des Zuges her=lung, die endgültige Beſchlüſſe faßt, iſt auf nächſten Mon=
Doppeldecker, 3 D. Dreidecker Gl. Gleitflieger, Dr. Dra= bei, dem der Räuber mit einem Schlagring einen hef= tag einberufen.
ſei, I Flugzeugmodelle, II Gleitflugzeugmodelle, IIItigen Schlag ins Geſicht verſetzte. Obgleich der
Guntersblum, 8. Okt. (Geländete Leiche.) Seit
tachen. An A= As uſw bedeuten Klaſſen des Wettfluges): Beamte durch den heftigen Schlag im erſten Moment wie dem Januar 1912 war der 47 Jahre alte Profeſſor
Urvin Becker, E, I, A= und A=, Wilhelm Jung D., betäubt war, gelang es ihm doch die Notbremſe zu ziehen. Glock aus Weinheim, wo er am Gymnaſium tätig
triſt Heuterkes, L. I, A= und E. I, A=, Chriſtian Uhrig, Als der Zug hielt, öffnete der Gauner ſchnell die Abteil= war, verſchwunden. Allerlei Gerüchte waren im Umlauf,
ſpei Dr. (III) und ein L., Wilhelm Erlenbach, drei E. tür, ſprang aus dem Zug und lief nach dem nahen Walde, bis ſich jetzt herausſtellte, daß Glock Selbſtmord begangen
A= und II, Friedrich Scheich, E. I. A=, Emil Stroh wo er verſchwand.
hat. Bei Guntersblum am Rhein wurde eine faſt ſtelet=
I. A= und A., Fritz Gröger, L. I A., Joſeph Arnet drei
Aus dem Rodgau, 8. Okt. (Billige Kartoffeln) tierte Leiche geländet, die als die des Profeſſors erkannt
. II. C und I, Au und A=, Adam Köbel E., Heinrich Raab ſcheint in dieſem Jahre der im Kartoffelbau mit an erſter wurde.
. Karl Damm, E., Ludwig Schwinn E I. A=. D. I. A=, Stelle in Heſſen ſtehende Rodgau zu liefern. So wurden
Nieder=Ingelheim, 8. Okt. (Ein neuer Ver=
Ir. A., Dr. und Gl. Karl Kühn, E. I. A, Ernſt Lud= heute in Münſter bei Dieburg gute Speiſekartoffeln zum kehrsplan) beſchäftigt zurzeit die Bevölkerung von hier
in, L. I. A= und II, Georg Löſch, D. I. A und Dr. III, Preiſe von 3 Mark pro Doppelzentner durch und dem ganzen angrenzenden Selztale In einer
Vek=
to Kraffert, E. I, A.=, E. und 3 D., Heinrich Kohl, zwei einen Händler in größeren Mengen verladen. Dieſer Preis ſammlung der Bürgermeiſter aller Selztalorte wurde der
T und ein D., Richard Luley, E. I, A., Franz Ruoff, bedeutet den tiefſten Stand der Kartoffelpreiſe ſeit mehr Beſchluß gefaßt, bei der Süddeutſchen Eiſenbahngeſell=
Albrecht Braun, ein Dr. III, ein Gl. und ein E., Wil= als 20 Jahren. Dennoch befriedigt er, da die Ernte hier ſchaft zu beantragen, daß die Nebenbahn Frei=Weinheim. Babel, D., Fritz Scharmann, zwei D. I. A= und ein hinſichtlich der Qualität ſo hoch ſteht, wie ſie von den älte= Ingelheim-Jugenheim elektriſch betrieben und
I1. Richard Koch. E. I, A., Wolfgang Weyl, L. I. Aa, ſten Leuten ſelten erlebt wurde. In guten Lagen wurden zu dieſem Zweck ein Elektrizitätsweck in Nieder=
Ingel=
ſſacl Braun, D. I, A. Cato Nerking, D. I. As, E. II,
Ur III, Hans Häußlein, E., Johann Mohr, L. I A= und pro Morgen bis zu 120 Zentner geerntet. Die Kartoffel= heim durch die Geſellſchaft errichtet werde.
ernte iſt in den meiſten Orten bereits beendet.
Okarben, 8. Okt. (Fiſchſterben.) Die fiſchreiche
H. D. v. Schauroth, L., Franz Sulzmann. E., Karl
Heppenheim a. d. B., 8. Okt. (Ur=Urgroßmut= Nidda führt ſeit etlichen Tagen ungeheure Mengen
ſihl, zwei E., E., Wilhelm Jung, Photographien,
Hein=
lcht Kohl. Photographien, Albrecht Braun, Photogra=ter.) Heute ſtarb hier eine 76jährige Frau, die bereits toter Fiſche zu Tal. Bei unſerem Orte wurde allein
hieen, Zeitſchriften, Fritz Scharmann, Konſtruktionsplan Urgroßmutter geweſen. Auch lebt noch die Mutter der ein Zentner Aale herausgefiſcht; an der Bechtelſchen
Papp=
nes Modellbenzinmotors und eines Modellflugzeugs.
Verſtorbenen, welche alſo Ur=Urgroßmutter iſt. Letztere iſt deckfabrik bei Ilbenſtadt ſammelte man ſogar etwa 10
Der Flugwettbewerb der Flugmodelle, Gleit=trotz ihrer 95 Lebensjahre verhältnismäßig körperlich und Zentner Fiſche darunter manche 10—15pfündige Barben
Unzeugmodelle und Drachen findet am Sonntag, den geiſtig noch wohl.
und Hechte. Die ſchwer betroffenen Fiſcher bringen dieſes
Oktober 1913, um 3 Uhr nachmittags, auf dem
Sport=
k. Elmshauſen i O., 8. Okt. (Jahrhundert= Maſſenſterben mit den Abwäſſern der Zuckerfabrik
Wet=
ſattz des Darmſtädter Sportklubs 1905 am alten Schieß=feier.) Der unter Leitung des Lehrers Müller ſtehende terau bei Friedberg, die durch die Uſa der Nidda zugeführt
ru.s ſtatt.
M. St.
Volksbildungsverein veranſtaltet am nächſten Sonntag in werden, in Verbindung, denn oberhalb der Einmündungs=
Gemeinſchaft mit dem Kriegerverein eine Jahrhun= ſtelle iſt von einem Sterben der Fiſche nichts zu ſpüren.
* Eberſtadt, 8. Okt. (Theaterabend des Ge=dertfeier Außer verſchiedenen, der Feier angepaßten
Vor überfülltem Geſangs= und Gedichtvorträgen gelangen 5 kleinere
patrio=
ingvereins „Germania”.)
Beerdigung des Landtagsabgeordneten
kanle ging die Erſtaufführung des Theaterſtückes „Die tiſche Feſtſpiele durch Schulkinder zur Aufführung. Die
Oekonomierat Dr. Heidenreich.
ſtahrt Hochzig oder De Vadder leidd’s net” in Szene. Feſtanſprache hat in liebenswürdiger Weiſe Herr Pfarrer
ſſchon lange vor Beginn des Stückes war der geräumige Hartmann in Gadernheim übernommen. Jedermann
Sch. Dienstag nachmittag trafen ſich in Affolterbach im
ſtarl „Zum Bergſträßer Hof” bis zum letzten Platz gefüllt. iſt zu der Feier freundlichſt eingeladen. — Für die Odenwald einige Hundert Leidtragende, um dem
verſtor=
i Beſetzung der einzelnen Rollen lag durchweg in aus= Wintermonate ſind folgende Veranſtaltungen vor= benen Landtagsabgeordneten Oekonomierat Dr.
Heiden=
peählten Händen und verdienen alle Darſteller un= geſehen: 26 Oktober: Lichtbildervortrag des Heren Dr. reich, Direktor der Zentralgenoſſenſchaft der heſſ. landw.
kteiltes Lob. Die Erſtaufführung des Stückes war ein Grein, Spezialarzt für Frauenkrankheiten in Offen= Konſumvereine die letzte Ehre zu erweiſen. Von ſeiner
llanzſtück. Mögen die ferneren Aufführungen des Vereins bach, über den Körper der Frau in Geſundheit und Krank= Geburts= und Jugendſtätte in Affolterbach ſetzte ſich gegen
pr dem gleichen Erfolge gekrönt ſein, wie die erſte.
heit., 16. November: Vortrag des Herrn Prof. Peters, 3 Uhr nach einleitendem Geſang der große Trauerzug in
Offenbach, 8. Okt. (Zweite Hypotheken.) Be= Direktor des chemiſchen Unterſuchungsamtes in Worms, Bewegung. Nach der Grabrede, welcher aus Ev. Joh.
liss am 14. Auguſt hat die Stadtverordneten= über Gifte und Schädlichkeiten des täglichen Lebens. 17. Kapt. 25 die Auferſtehung Lazarus zugrunde lag, ſprach
erſammlung ihre grundſätzliche Bereit= Dezember: Fahrten und Wanderungen am Mittelmeer namens der Zweiten Kammer der Stände Herr Präſident
(eigene Erlebniſſe eines Pfarrers). Lieder zur Laute: Köhler etwa folgendes: Indem uns tiefe Trauer beim
illligkeit zur Uebernahme der Bürgſchaft für
Ge=
ſährung zweiter Hypotheken für den Fall ausgeſprochen, Konzertſängerinnen Frl. Schwarz und Frl. Rody aus Anblick dieſes offenen Grabes erfüllt, wollen wir in dieſer
die Landeshypothekenbank oder ein anderes Geld: Frankfurt a. M. 11. Januar 1914: Lichtbildervortrag des Stunde des Abſchieds nicht ſeiner gedenken, ohne uns
ſſt tut die Beleihung nach Wiesbadener Muſter und auf Herrn Dr. Plaut, Spezialarzt für Magen= und Darm= ſeiner trefflichen Eigenſchaften zu erinnern. Dr.
Heiden=
t Grundlage von ortsgerichtlichen Schätzungen gewährt. krankheiten in Frankfurt a. M., über den Alkohol. Ver=reich hat in der Kammer der Stände mit zu unſern Beſten
ſunmehr hat die Stadtverwaltung auch in Ausführung ſchiedene Märchenſpiele. 25. Januar 1914: Lichtbilder= gehört. In ihm ging ein Leben, deſſen Tatkraft und
er=
ſedes Beſchluſſes einen Vertrag entworfen. Nach § 1 vortrag des Herrn Hauptmanns Vollmar aus Darm= folgreiche Arbeit mit Freude und Luſt erfüllt war, dahin.
ſetes Vertrages ſtellt die in Betracht kommende Bank für ſtadt über die deutſche Flotte. 22. Februar 1914: Vortrag Von ſeltener Redlichkeit und Offenheit, ſprach er aus, was
e Gewährung zweiter Hypotheken den Betrag von 1 des Herrn Dr. Cran. Direktor des Heilpädagogiums er dachte, unbekümmert, wie man ſeine Worte aufnahm,
ſtiglion Mark zu 4¼ Prozent Zinſen proviſionsfrei zur „Jugendheim” in Heidelberg, über die heutige Jugend= 20 Jahre hat er dem Landtag angehört, 20 Jahre hat ihm
leifügung Beliehen werden nur in gutem Zuſtande be= erziehung. Geſangverein Wilmshauſen: „Des Burſchen ſein Wahlkreis Treue gehalten, weil ſie wußten, was ſie
hiliche Wohnhäuſer und Wohngebäude mit teilweiſe ge= Heimkehr”, Stück in Darmſtädter Mundart. 15. März an ihm hatten. Er ſprach nicht oft, aber wenn er ſprach,
ſeüblichem Charakter bis zu 85 Prozent der ortsüblichen 1914: Experimentalvortrag des Herrn Dr. Kahn aus da lauſchte alles gern ſeinen Ausführungen, die von
gro=
hne. Der Schuldner muß nachweiſen, daß er keinen An= Frankfurt a. M über flüſſige Luft. Verloſung von ge= ßer Sachkenntnis und Genauigkeit durchdrungen waren.
ß zur Kündigung bereits beſtehender zweiter Hypothe= rahmten Steinzeichnungen. 29. März 1914: Vortrag des Stimmten ihm auch nicht alle zu, ſo achteten ſie doch ſtets
ſnggegeben, daß er in den letzten zwei Jahren die Zins= Herrn Rechtsanwalts Dr. Goldſchmidt aus Worms ſeine Meinung. Sein Verluſt wird von allen ſchwer emp=
Tilgungsbeträge pünktlich bezahlt hat, und daß es über die Bedeutung der Unterſchrift im Rechtsleben. Herr funden und ſein Tun und Wirken für das ganze Land
mn nicht möglich war, die zweite Hypothek zu erträglichen Dr. Wolpert in Reichenbach hat ſich bereit erklärt, wäh= und insbeſondere für ſeinen Wahlkreis ſtets unvergeſſen
ebingungen anderwärts zu erhalten. Der Betrag des rend des Winters einen Kurſus über
Kinder=
al lehens ſoll 30000 Mark. von 60 Prozent Taxe an ge= krankheiten abzuhalten. Mehrere Jugendwanderun= ſein. Möge ihm die heimatliche Erde leicht ſein! — Im
Auftrag der Zentralgenoſſenſchaft der heſſ. landw.
Kon=
ſchnet, nicht überſteigen. Der Zinsfuß iſt auf 5 Prozent gen ſind auch vorgeſehen. Den Bewohnern von Elms= ſumvereine legte Herr Gutsbeſitzer K. Hembes aus
Ober=
tngeſetzt, von dem die Bank ¾ Prozent an die Stadt und Wilmshauſen und Umgegend iſt durch die obigen Olm einen Kranz nieder. Er gedachte in warmen Wor=
1t, die auch die Abſchlußproviſion von 1 Prozent er= Darbietungen reiche Gelegenheit zur Belehrung und
Unter=
ten des Verſtorbenen als Mitbegründer und Leiter der
1. Das Kapital iſt alljährlich mit mindeſtens 1 Pro= haltung geboten.
Zentralgenoſſenſchaft und bedauert, in ihm eine
außeror=
n zu tilgen. Seitens der Gläubiger ſind die Hypo=
Worms, 8. Okt. (Die Jahrhundertfeier) bil= dentlich tüchtige Arbeitskraft verloren zu haben. Als
elen zehn Jahre lang unkündbar ſeitens der Schuldner dete den Gegenſtand einer Verſammlung, die unter dem Vertreter des Verbandes der heſſ. landw Genoſſenſchaften
il vierteljährlicher Kündigung. Die Tilgungsraten wer= Vorſitz des Oberbürgermeiſters abgehalten wurde und zu ſprach Herr Bürgermeiſter Keller=Spiesheim. Der
t am Schluſſe des Rechnungsjahres vom Kapital abge= der zahlreiche Vereine Abordnungen entſandt hatten. Von Verſtorbene war Mitbegründer des Verbandes und ſeit
ſreben. Die Stadt Offenbach übernimmt die Bürgſchaft ſeiten der Stadtverwaltung iſt eine akademiſche Beginn im Aufſichtsrat, wo er durch tatkräftige Arbeit zum
ſridie Rückzahlung der auf Grund des Vertrages ge=Feier am 18. Oktober im Cornelianum geplant. Der von Beſten wirkte.
ſäh rten Darlehen. Die Stadt kann jedoch nur inſoweit den Stadtverordneten gewählte Ausſchuß ſetzte die Feſt=
Sodann ſprach tief bewegt Herr Oekonomierat Wal=
Anſpruch genommen werden, als die Bank durch eine ordnung wie folgt feſt: Von 8 bis 11 Uhr kirchliche Feier,ter aus Lengfeld, der dem Verſtorbenen auch als Freund
bpangsvollſtreckung nicht befriedigt wird. Zur Deckung 11 Uhr Regimentsappell auf dem Kafernenhofe, an dem naheſtand, im Auftrage des Reichsverbandes der deutſchen
n Ausfällen bei zweiten Hypotheken wird ein Reſerve= die militäriſchen Vereine und die Jugendabteilung teil=landw. Genoſſenſchaften. Dr. Heidenreich war
Mitbe=
ndes gebildet, in den die der Stadt zufallenden Provi= nehmen können; von 12 Uhr an Läuten ſämtlicher
Kirchen=
gründer des Reichsverbandes und 30 Jahre lang ein
inen und die Zinsdifferenz von ¾ Prozent fließen. glocken; um halb 1 Uhr Beginn der akademiſchen Feier; treuer Freund und Berater.
ünitliche Empfänger von Darlehen verpflichten ſich als 5 bis 6 Uhr Promenadekonzert auf dem Lutherplatz; um
Herr Landtagsabgeordneter Dr. Oſann führte
na=
ſamtſchuldner inſofern, als jeder für etwaige Ausfälle
7 Uhr Abbrennen eines Freudenfeuers für die
Schul=
mens der Nationalliberalen Partei etwa folgendes aus: Es
Den mit zweiten Hypotheken beliehenen Grundſtücken jugend, Anſprache eines Lehrers, Geſang; halb 9 Uhr
Auf=
gilt Abſchied zu nehmen von einem der Beſten, einem, der
ſtng von Federn die lebenden Vögeln ausgerupſt richtet hat. In den nächſten Wochen wird der große Strom ltreu zu uns gehalten, treu gewirkt hat in den Ideen, die
d fortan in den Vereinigten Staaten von Nordamerika der vielen aus Europa heimkehrenden Amerikanerinnen wir für die Allgemeinheit vertreten und für recht erachten.
Vom Vater her mit politiſchem Geiſte beſeelt, hörte und
das ſtrengſte verboten iſt. Das erſte Opfer dieſer eintreffen, und man braucht kein Prophet zu ſein, daß bis
bübeſtimmung wurde eine reizende ſehr elegante Fran= Weihnachten ſpäteſtens der Vogelbeſchützer Dr. Hornadaylauſchte er mit Intereſſe den Worten ſeines Vaters, was
ſimg, die mit einem neugierigen Lächeln das Zollamt be= der von den eleganten Frauen am meiſten gehaßte Mann in der Kammer vorging, und ſchon in ſeinen zwanziger
Jahren gehörte ſein Herz der Politik. Waren auch nicht
und nicht ahnte, was ihrer harrte Ein lleiner reizen=ſein wird.
alle mit ſeinen Ausführungen einverſtanden, ſo wußte
Samthut, der mit einer koſtbaren Aigrette geſchmückt
* Die gute Soldatenmutter. Dem in Lörrach (Baden) doch ein jeder ſein Wort und ſeine Arbeit zu würdigen.
ſur., zierte das Köpfchen, Sorglos ſtand die hübſche Dame,
ſſſe an Bord des Dampfers Lorraine nach Amerika gekom= erſcheinenden Anzeiger entnehmen wir folgende Geſchichte Mit warmen Worten ſchilderte Herr Oſann die Liebe,
von der Fürſorge einer Soldatenmutter, die Verſtändnis mit der der Verſtorbene an ſeiner Heimat hing, und wie
en war, neben ihren Koffern und harrte der Zollreviſion, gefunden hat: Ein beim Manöver in einem Orte des Wie= die Bewohner ſeiner Heimat dieſe Liebe zu würdigen
s ihr auffiel, daß ein Zollbeamter ſie ſehr kritiſch
ſuſeerte. Es war ein erfahrener und mutiger Zollinſpek= ſentales bei einer Witwe einquartierter Grenadier war verſtanden. Sein Verluſt iſt für die Partei ein ſehr
bedeu=
nach einem anſtrengenden Marſch= und Manövertag ſehr tender und das Fehlen dieſes Mannes wird nicht
unbe=
ke, der, mit ſeinen neuen Dienſtvorſchriften bewaffnet,
hrals ein Winkelried der Unpopularität ausſetzte und ermüdet und verfiel bald nach Ankunft in ſeinem Quartier merkt ſein, den ein jeder lieben und ſchätzen mußte, wie
in tiefen Schlaf. Er hatte vorher ſeine Wirtin gebeten, kaum einen in der Partei. — Oekonomierat Lang ſprach
ſtcchloſſen auf die erſtaunte Madame Bevilaqua zutrat.
Mlieine Dame, ich bitte um ihren Hut.‟ Die Reiſende ihn um 6 Uhr zum Stiefelappell wecken zu wollen. Gegen namens des Landwirtſchaftskammer=Ausſchuſſes für die
¾6 Uhr wollte die Frau den Soldaten wecken, fand ihn Provinz Starkenburg. Für den 4. Wahlkreis, welchen der
n zu verblüfft, um etwas zu antworten: im nächſten aber im tiefſten Schlummer Das große Mitleid mit dem Verſtorbene bis zu ſeinem Ende vertreten hat, legte
Herr=
lgenblick ſtreckte ſich der Arm des Zollinſpektors vor, und
t einer Bewegung die der Geſchicklichkeit des Hüters geſund Schlafenden ließ ſie’s nicht übers Herz bringen, ihn Bürgermeiſter Stein aus Wald=Michelbach mit innigen
Zollgeſetze alle Ehre machte, war im Nu der ſchöne zu wecken. Aufs beſte putzte ſie ſelbſt die Grenadierſtiefel, Worten des Dankes und des ferneren Gedenkens einen
kihger kunſtvoll aus dem Hute gerupft. Mit bedauern= nahm ſie unter den Arm und ging nach dem Appellplatz, ſchönen Kranz nieder. Herr Geh. Hofrat Prof. Dr.
im Achſelzucken erklärte der Beamte der faſſungsloſen wo bereits die Kompagnie angetreten war, und der Haupt=Wagner ſandte namens des Kuratoriums der Landw.
ſnge die neue Geſetzesvorſchrift. Kein Wort hat mir mann die Beſichtigung begonnen hatte. Ohne weiteres Verſuchsſtation die letzten Grüße und gedachte in warmen,
trat ſie vor den Militärgewaltigen, hob die Stiefel nach zu Herzen gehenden Worten des Verſtorbenen als
Förde=
ine Modiſtin von dieſem neuen Geſetze geſagt!” rief die
nme blaß und empört. Aber es nutzte nichts, unter einer militäriſcher Art zur Kontrolle hin und meldete dem er=rer des Snſtituts. Herr Buchhalter Werner von der
Aut von bitteren und biſſigen Bemerkungen über die ſtaunten Hauptmann, daß ihr Grenadier völlig erſchöpft Zentralgenoſſenſchaft gedachte in liebevollen Worten des
Mitterlichkeit” der Herren Zöllner und der Männer, dieſei und in tiefem Schlafe liege, aus dem ſie ihn nicht habe Gerechtigkeitslnnes des Verſtorbenen, der treue Arbeit
ſen „ſchamloſen” Tarif erſonnen haben, waren im reißen wollen. Sie habe die Stiefel ſelbſt geputzt und und Pflichterfüllung voll und ganz zu würdigen wußte
bringe ſie jetzt anſtelle des ruhenden Soldaten, der aber und der ſeinen Beamten nicht nur Vorgeſetzter und Be=
Undumdrehen ein Dutzend von Damen ihres Feder= nichts davon wiſſe, höchſteigenhändig zum Appell. Ein fehler, ſondern viel mehr Lehrer und Berater war. Für
Amuckes beraubt und mußten zähneknirſchend mit ihren
kupften Hüten das Zollamt verlaſſen. Als bald darauf ſchallendes Gelächter ging durch die Kompagnie. Der die Spar= und Darlehnskaſſe Affolterbach im Odenwald,
Dampfer „Campania” anlegte wiederholte ſich das Hauptmann ſelbſt zeigte ſich der Situation vollauf ge=deſſen Gründer ebenfalls der Verſtorbene war, ſprach Herr
Phruſpiel, und ſorgſam durchforſchte man die Koffer aller wachſen, revidierte die Stiefel, fand ſie in Ordnung und Gemeindeeinnehmer Bickel aus Affolterbach unter
Nie=
henen nach verbotenem Federſchmuck. Was gefunden entließ unter dem Kommando „Weggetreten” die foldaten= derlegung eines Kranzes.
Ueber eine Stunde währte die erhebende Trauerfeier.
ſrde, wird einſtweilen mit Beſchlag belegt, aber man freundliche Matrone.
* Ein humorvoller Schwiegervater. In einer weſt= Unter den Teilnehmern ſah man verſchiedene Regierungs=
Il den ſchönen Schmugglerinnen die Möglichkeit geben,
ihnen abgenommenen Schätze nach Europa zurückzu= preußiſchen Zeitung las man vor einigen Tagen folgendevertreter, ſo waren anweſend. Staatsminiſter von
licken Der geiſtige Urheber der Federklaufel iſt der Di= hübſche Anzeige eines Fleiſchermeiſters: „Wegen Verhei=Ewald. Finanzminiſter Braun, Miniſter des
ttorr des neuen zoologiſchen Gartens von Neu=York Dr. ratung meiner jüngſten Tochter ſuche ich meinen großen Innern von Hombergk zu Vach. Von der Zweiten
Kammer Regierungsrat Schenk, mehrere Abgeordnete
ſilliiam Hornaday. Er wird kaum ahnen, was er ange= Geldſchrank gegen einen kleinen umzutauſchen. A. K.”
Aee
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 9. Oktober 1913.
Nummer 230.
ſowie Veriteier des Genoſfenſchaſtsweſens aus allen Tei=) dem Atelier des Makers Dumas einen Eindruchsbieb= n des lehteren Bildes beſindet ſch in der Ralonal Sallem
len unſeres Heſſenlandes.
ſtahl verübt und die geraubten Gegenſtände ver=London; die Originale der anderen dürften Vielen vo=k
Viele herrliche Kranzſpenden, unter denen beſonders pfändet zu haben. Jeder der beiden Verhafteten leug= den Kunſtausſtellungen in Berlin, München und Düſſah
die von den verſchiedenen landwirtſchaftlichen Körperſchaf= net die Tat und iſt bemüht, ſie auf den anderen abzuwäl= dorf her bekannt ſein. Bis auf das Reynoldsblatt, deſſen
ten und diejenigen von den Chemiſchen Werken in Amöne= zen. Die Verhaftung erfolgte auf Grund einer von dem Preis 12,50 Mark iſt, koſtet jedes Bild 25,— Mark. Jed
burg durch ihre außergewöhnliche Pracht auffielen, zeug= Präſidenten der „Camelots du Roi” und dem Redakteur Kunſthandlung iſt zur Lieferung bereit.
ten von der Wertſchätzung, deren ſich der Verſtorbene zu der „Action frangaiſe‟, Maurice Pujo, erſtatteten Anzeige.
* Zur Kinozenſur. Der preußiſche Miniſter de
erfreuen hatte.
Pujo hatte vor anderthalb Jahren in ſeinem Blatte gegen
Delpeche die Beſchuldigung erhoben, daß dieſer der Ur= Innern hat an die Kinematographenzenſur einen Erlaſl
heber verſchiedener in der Sorbonne verübten Diebſtähle gerichtet, worin verfügt wird daß in Zukunft ſämtlich
Filmdramen, in denen die Perſon Jeſu auftritt, der Scheng
Reich und Ausland.
ſei und der infolge eines von Delpeche angeſtrengten Ver= des Zenſors verfallen. Begründet wird die Verfügung muit
Aus der Reichshauptſtadt, 7. Okt. In der heute mor= leumdungsprozeſſes von dem Zuchtpolizeigericht zu 2000 dem Hinweis darauf, daß derartige Filme geeignet ſeien
gen im Rathauſe abgehaltenen Beſprechung der gemiſchten Franes Geldbuße verurteilt worden war. Um die Reviſion das religiöſe Gefühl vieler Zuſchauer zu verletzen. Ar
Deputation über die Beratung gegen die Lebens: des Prozeſſes durchzuſetzen, ließ Pujo den Ingenieur Del= den mehr oder weniger hiſtoriſchen oder religiöſen Chal
mittelteuerung mit den Vertretern der Berliner peche überwachen und erfuhr hierbei, daß dieſer und ſein rakter des Films komme es dabei nicht an. Eine der größ
Freund Girardin mehrere aus dem Einbruchsdiebſtahle ten Fabriken der Filminduſtrie hat mit Unterſtützungde
Vorortgemeinden ſagten dieſe auch diesmal ihre Beteili= bei dem Maler Dumas herrührende Gegenſtände verpfän= Verbandes zur Abwehr der Kinematographenfeinde dei
gung beim Bezuge ruſſiſchen Fleiſches zu. — In den
letz=
det hatten. Die Angelegenheit erregt insbeſondere wegen Verfügung des Miniſters im
Verwaltungsſtreitverfahre=
ten Monaten ſind durchſchnittlich 2000 Perſonen der einflußreichen Stellung, die der Vater Delpeches noch angefochten und Klage auf Freigabe ihrer Chriſtusfilmg
mehr aus Berlin fort= als zugezogen. Dieſer
Mehrfortzug wird durch die natürliche Vermehrung der vor kurzem in der ſozialiſtiſch=radikalen Partei inne hatte, beim Oberverwaltungsgericht eingereicht. Auf die
En=
ſcheidung dieſes Gerichtes als höchſte Inſtanz, gegen di
Bevölkerung nicht aufgewogen. Infolgedeſſen findet eine großes Aufſehen.
London, 7. Okt. (Frau Toſelliproteſtiert.) es dann keinen Einſpruch mehr gibt, iſt man ſowohl ü
Abnahme der Bevölkerung ſtatt die in den letzten Monaten
Der Londoner Verleger Eveleigh Naſh erklärt, die frühere den intereſſierten Kreiſen der Filmfabrikanten wie de
ſich auf rund 1000 Seelen pro Monat belief. — Umgeben
Kronprinzeſſin von Sachſen habe ihn erſucht, feſtzuſtellen, Kinobeſitzer und der Angehörigen der Zenſur geſpannt.
von Angehörigen und Freunden, konnte heute Frau Aug. daß ſie nicht eine einzige Zeile zu der Operette „La Prin=
Heinrichs in der Zionskirchſtraße, die Witwe eines vor
langen Jahren verſtorbenen Tiſchlermeiſters, bei ihrem eipeſſa bizarra” geſchrieben habe. Den Operntext ver=
Sohn das ſeltene Feſt des 101. Geburtstages be= ſaßte Paolo Reni in Mailand. Der Prinzeſſin bereitete es
Literariſches.
den größten Verdruß, daß ihr Name mit dieſem Erzeugnis
gehen. Das Stübchen der Jubilarin war von dem 75= verknüpft wurde.
Moliéres Mkeiſterdramen. Ueberſetzt bos
jährigen Sohn und deſſen Frau mit friſchem Grün und
Wolf Grafen Baudiſſin Mit Einleitungen und Anmen
London, 7. Okt. (Der erſte Todesfall als kungen von Philipp Auguſt Becker. In 1 Leinenbama
Blumen geſchmückt. Mit erſtaunlicher Friſche gab die
Grei=
ſin auf alle teilnehmenden Fragen Antwort und hatte auch Folge des Hungerſtreiks) iſt im Gefängnis von 2 Mark Leipzig, Heſſe u. Becker, Verlag. Molieres Heiſtl
für jeden Beſucher eine launige Entgegnung. Dabei er= Bedford erfolgt. Ein Mann namens Davis, der zu 15 ſchaft iſt unbeſtritten: er iſt einer der wenigen Klaſſiſen
klärte ſie, daß ſie mit Gottes Hilfe noch ein Weilchen zu Monaten Zuchthaus wegen Diebſtahls verurteilt worden die, erhaben über Raum und Zeit, in jedem, auche
leben hoffe. Wie im Vorjahre ſtiftete wieder der Deutſche war, verweigerte jegliche Nahrungsaufnahme, ausgenom= engſten Verzeichnis der Meiſterwerke aller Nationen Au
Kriegerbund mit Rückſicht auf die Tatſache, daß der Vater men zeitweiſe Milch. Hierbei wird betont, daß man eine nahme gefunden haben und finden werden. Der
Zei=
der Jubilarin in dem Freiheitskriege mehrfach ſchwer ver= Anhängerin des Frauenſtimmrechts niemals Hungers ſter= genoſſe Calderons, der Vater der Komödie, wie ihn ſeim
Landsleute nennen, iſt jung geblieben. Er hat nicht mun
wundet wurde, eine Geldſpende, die, wie im Vorjahre auch, ben ließ.
London, 7. Okt. Die Wahlweiber zündeten heute den Beſten ſeiner Zeit genug getan: der Schöpferdes
in Mark ausgedrückt den Lebensjahren der Beſchenkten
entſprach. Die Spende überbrachte Generalleutnant Bar= vormittag in Bedford zwei große Häuſer an. Der Scha= modernen Sitten= und Charakterluſtſpiels wirkt heute gs
nau ſo ſtark und lebendig wie vor Jahrhunderten aufdal
tels mit einer herzlichen Anſprache. Er überreichte der den iſt unbedeutend.
Kiew, 8. Okt. (Ritualmord=Prozeß.) Vor dem Bühne und beim Leſen. Der Herausgeber hat 8 Prachn
Greiſin gleichzeitig im Auftrage des Generaloberſten von
Lindequiſt, der am perſönlichen Erſcheinen verhindert war, hieſigen Schwurgericht begann heute der Prozeß gegen den ſtücke ausgewählt in denen die unfehlbare Meiſterſchas
einen herrlichen Roſenſtrauß. — Vor dem Hauſe Garten= 39 Jahre alten Kleinbürger Beilis der beſchuldigt iſt, des großen Menſchenkenners beſonders klar zutage ine
ſtraße 48 war geſtern abend 11 Uhr der 41 Jahre alte ſtel= am 25. März 1911 an dem 12jährigen Knaben Juſcht= und der Verlag hat den Preis bei guter Ausſtattung iſl
billig geſtellt, daß auch der wenig Bemittelte die Ausgae
lenloſe Kaufmann Lewinski mit ſeiner Braut in einen ſchinski einen Ritualmord begangen zu haben. Zu erwerben kann.
heftigen Wortwechſel geraten, weil er glaubte, Grund zur dem Prozeſſe ſind zahlreiche Vertreter der in= und aus=
— Lange iſt es her, daß wie Deutſchen uns fürdid
Eiferſucht zu haben. In maßloſer Wut gab er auf ſeine ländiſchen Praſſe, Delegierte des Heiligen Synod, des
Braut einen Schuß ab. traf ſie aber nicht, ſondern deren Miniſteriums für Juſtiz und des Innern hier eingetroffen. Sache der Buren begeiſterten, als ob es unſere eigne wüe
17 Jahre alte Schweſter die Arbeiterin Marg. Stürmer. Unter den zahlreichen Zeugen befindet ſich der katholiſche Heute denken wir im weſentlichen anders und kühler üben
Während das junge Mädchen mit einem Aufſchrei zuſam= Prieſter Pranaitis, den die Anklage für ihre Ritualmord= die Angelegenheit; aber das Intereſſe an den Dingeni
keineswegs erloſchen. Und es darf ruhig geſagt werdem
menbrach, flüchtete der Täter. Als ihn verfolgende Paſ= Behauptung ins Feld führt.
daß es oft mit Bedauern empfunden iſt, daß wir
auße=
ſanten beinahe eingeholt hatten feuerte er zwei Schüſſe
Nome (Alaska), 7. Okt. (Ein neuer Ausbruch
den Memoiren der Burenführer eigentlich kaum gute und
auf ſich ab. Man brachte die Verletzten nach dem Laza=des Sturmes) richtete in der Stadt weitere
Verwüſt=
lebendige Schilderungen von Kriegsteilnehmern beſitzem
rus=Krankenhaus wo Fräulein Stürmer ihren Verletzun= ungen an.
Dieſe Lücke füllt in den Nummern 40 und den beiden folll
gen erlag. Auch bei L. hat man wenig Hoffnung, ihn am
genden der,Gartenlaube‟ Paul R. Krauſe aus, iſ=
Leben erhalten zu können.
Luftfahrt.
dem er in geradezu glänzender Weiſe die Vorgänge an
Köln, 8. Okt. (Wunderbare Operation.) Einem
* Roſtock. 8. Okt. Der Militärflieger Oberleutnant Tugela ſchildert. Der Verfaſſer ſtand nicht als Kämpfesg
jungen Italiener, der ſich in ſelbſtmörderiſcher Abſicht einen
Schuß ins Herz beigebracht hatte, wurde durch eine Schiller, der mit einem Waſſerflugzeug geſtern von in den Reihen der Buren, ſondern war zufällig
als=
ſofort vorgenommene Operation die Kugel aus der rechten Holtenau nach Warnemünde flog, iſt heute mittag nach ſchauer in den Stellungen am Tugela, als die Engläſhen
Herzkammer entfernt. Die Wunde konnte vernäht wer= Roſtock geflogen und auf der Warnow am Koßfeldertor zum Angriff vorgingen. Die Schilderung der Schlacht
ge=
hört zu den beſten ihrer Art und wird durch ihre Anſchilel
niedergegangen.
den, worauf der Puls wieder beſſer wurde.
lichkeit den Leſer ſo feſſeln und packen, daß ihn die Eriſtſth=
Hamburg, 7. Okt. (Umbau des „Imperator”
rung daran ſo bald nicht wieder loslaſſen wird.
Die Hamburg-Amerika=Linie hat, wie bekannt, die Ab=
Landwirtſchaftliches.
ſicht, den „Imperator” in den Wintermonaten in den
— Ein neues Mittel zur Bekämpfung der
Dienſt von Neu=York nach den Häfen des Mittelmeeres
einzuſtellen. Daran wird aber allenfalls erſt im Winter Rebſchädlinge iſt wieder ausfindig gemacht wor=
Poincaré in Madrid.
nächſten Jahres zu denken ſein, da der „Imperator” jetzt den Das neue Mittel beſteht aus einer Nikotin=
* Madrid, 7. Okt. Sämtliche Zeitungen begrüß
zunächſt umgebaut wird. Es ſind auch noch wichtige Fra=löſung in Verbindung mit Schmierſeife und
Kupfer=
gen des Anlegens in den Mittelmeerhäfen zu löſen, da die kalkbrühe. Die in dieſem Jahre an verſchiedenen Orten den Präſidenten Poincaré in herzlichen Willkommeni
Größe der Imperatorſchiffe für das Anlegen an den da= (Hochheim und Oeſtrich) angeſtellten Verſuche ſollen ganz actikeln. Bei dem Empfange am Bahnhof truckml
für vorhandenen Stellen große Schwierigkeiten bereitet, überraſchende Erfolge gezeitigt haben. Während der König und der Infant Ferdinand das Großkre
Hamburg, 7. Okt. (Großer Fabrikbrand.) In in den Kontrollparzellen mit den unbehandelten Stöcken der Ehrenlegion. Bei der Ankunft des Zuges ſpielte
der Zuckerfabrik von Michahelles u. Co, in Schulau brach vielfach faſt nur noch die dürren Wurmbeeren übrig ge= Muſik die Marſeillaiſe und die Königshymne. Der Köllil
heute vormittag um halb 10 Uhr ein Feuer aus, das ſich blieben, ſind die behandelten Trauben vollſtändig gefund. näherte ſich der Tür des Wagens des Präſidenten und sl
mit unheimlicher Schnelligkeit ausbreitete Der Brand Selbſt dort, wo die Anwendung der Nikotinſchmierſeife grüßte ihn militäriſch. Der Präſident ſtieg aus undel
war in der Pudermühle infolge Staubexploſion entſtanden zu ſpät erfolgt war, konnte das weitere Umſichgreifen der drückte dem König herzlich die Hand, der ihn warm beſilles
und ergriff zunächſt das erſte Holzfabrikgebäude, von wo Wurmſchäden verhindert werden. Die Hochheimer Kon=kommnete und ihm ſeine Freude über den Beſuch ause
es auf das Hauptgebäude überſprang. Dieſe beiden Ge= trollparzellen, Weinberge der Weingutsbeſitzerin Frl. drückte. Der König und der Präſident ſtellten beiderſeitit
bäude, die Pudermühle und die Honigfabrik, ſind voll= Pabſtmann (Königin Viktoria=Berg), Kröſchell und Hgen= die gegenſeitigen Gefolge vor. Poincaré überreichte diſ
ſtändig eingeäſchert worden. Das große Maſchinengebäude lein, werden am 12. Oktober durch den Vorſtand des zu ſeinem perſönlichen Dienſt kommandierten Offizier
konnte unter Waſſer gehalten und ſo gerettet werden. Der Rheingauer Weinbauvereins beſichtigt werden, um an Ort der Ehrenlegion, darunter General Marquis Valtielſig
angerichtete Geſamtſchaden beläuft ſich auf über 2 Mill. und Stelle ſich ein Urteil über die erzielten Erfolge bilden kommandierender General des 6. Armeekorps, dasa
Mark. 600 Arbeiter ſind brotlos geworden. Gegen 1 Uhr zu können. In Hochheim iſt der Erfolg ein großartiger; kreuz der Ehrenlegion.
mittags war das Feuer in der Gewalt der vereinigten die mit der Nikotinlöſung behandelten Weinſtöcke zeigen
* Madrid, 7. Okt. Präſident Poincaré wurdeimn
Wehren von Schulau und Umgegend, von Altona und einen nahezu vollen Behang, der Sauerwurm iſt ver= Palais von der Königin Viktoria Eugenig der
Königin=Mutter Maria Chriſtine und der ganzen königs
Hamburg, ſo daß eine Weiterverbreitung ausgeſchloſſen ſchwunden und der Stock zeigt ein geſundes Ausſehen.
erſcheint, wenn auch die brennenden Gebäude in ſich noch
* Frankfurt a. M., 8. Okt. Schlachtviehmarkt. lichen Familie empfangen Nach einer kurzen Untekhals
brennen. Die Hilfsmannſchaften hatten eine rieſige Ar= (Amtlicher Bericht.) Auftrieb: Schweine 1240 Stück. tung begaben ſich der Präſident und die königliche Families
beit zu leiſten, denn die ausſtrömende Hitze war ſo gewal= Preiſe für 1 Zentner Lebendgewicht (Schlachtgewicht) in mit Gefolge auf die Balkone des Palais und wohnleil
tig, daß es kaum möglich war, nahe an den Brand heran= Mark: a) Fettſchweine über 3 Ztr. Lebendgewicht 63—66 dem 1'ſtündigen Vorbeimarſch des Madrider
Aume=
zukommen. Die Schläuche wurden aus der nahen Elbe (80—83), b) volfleiſchige Schweine über 2½ Ztr. Lebend= korps bei. Bei und nach dem Vorbeinarſch veranſtalle
geſpeiſt. Bis jetzt, halb 3 Uhr nachmittags, iſt man noch gewicht 63—66 (80—83), c) vollfleiſchige Schweine über die Menge vor dem Palais begeiſterte
Kundgebungeſe=
an der Brandſtelle beſchäftigt.
2 Ztr. Lebendgewicht 62—65 (80—82) d) vollfleiſchige Poincaré nahm ſpäter das Frühſtück im intimen Kreiſe
Delitzſch, 8. Okt. (Unterſchlagungen.) Nachdem Schweine bis zu 2 Ztr. Lebendgewicht 62—65 (80—82). Nach dem Dejeuneur beſuchte der Präſident die Mitglieden
am Sonntag der Hauptkaſſierer der Stadtkaſſe, R ud=Marktverlauf: Geſchäft ziemlich rege, bleibt Ueber= der Königsfamilie. Nachmittags um 4 Uhr empfing erauf
der franzöſiſchen Botſchaft die franzöſiſchel
loff. unter Mitnahme von 6100 Mark geflüchtet war, ſtand.
Kolonie in Madrid und ſagte u. a., Frankreich beſtrebt!
hat ſich geſtern der Hauptkaſſenkontrolleur Meley
erſchof=
ſich mit wachſendem Intereſſe mit allen nationalen
Reich=
ſen. Große Unterſchlagungen in der ſtädtiſchen Kaſſe ſind
Vermiſchtes.
tümern auf den großen Märkten des Auslandes zu er= die eingeleitete Unterſuchung feſtgeſtelt worden
— Unter den neuen Kunſtgaben von Tro=ſcheinen. Sie gehören zu denen welche Frankreich ein
Wien, 8. Okt. (Kuratelantrag gegen
Prin=
zeſſin Luiſe von Belgien.) Mehrere Gläubiger witzſch u. Sohn (Frankfurt a. d. Oder) die dieſer Fenſter in der Welt öffnen. Der Präſident beglückwünſchten
der Prinzeſſin Luiſe von Belgien, die ſeit längerer Zeit Herbſt dem deutſchen Hauſe in reicher Fülle bietet, ragt vor die franzöſiſche Kolonie dazu, daß ſie die
Handelsbezieh=
in Baden bei Wien wohnt, haben bei dem dortigen Be=allem Pieter de Hooch’s wohlbekannte und vielver= ungen mit einem befreundeten Lande fördere und ſo zul
zirksgericht die Verhängung der Verſchwendungskuratel ehrte „Holländiſche Wohnſtube” die Perle der dem Glücke beider Völker beitrage, die geſchaffen ſeien, ſichl
über die Prinzeſſin nachgeſucht. Die Antragſteller ſind Alten Pinakothek in München, hervor. Der „Meiſter des zu verſtehen und ihre Kräfte zu gemeinſchaftlicher Arbeit
Ingenieur Schneemann mit Frau, Dr. Imhofen, Rauch beleuchteten Innenraums” hat nichts Anziehenderes ge= zu vereinen. Insbeſondere beglückwünſche er ſie dazut
und Schreiner. Sie berufen ſich darauf, daß ſie mehrere ſchaffen. Trowitzſch u. Sohn haben uns endlich das er= daß ſie daran arbeite, auf den unerſchütterlichen Grund=
Millionen von der Prinzeſſin zu fordern haben und daß ſehnte Kunſtblatt beſchert; überraſchend ſind, in wahrhaft lagen eine Freundſchaft herzuſtellen, die ſich durch die
Na=
die Prinzeſſin durch ihre fortgeſetzt unſinnige Verſchwen= künſtleriſchem Mühen, die Schwierigleiken bberwunden tur der Dinge gebiete, für die alle Franzoſen und Spasl
dungsſucht die Gläubiger um jede Deckung bringe. Sie worden. Der immer ernſt arbeitende Verlag hat ſein nier wirkten, die ein wenig an die Zukunft dächten.
Abends gaben der König und die Königin
zu=
ſeien auch ſicher, daß die Angehörigen der Prinzeſſin ſich Beſtes geliefert, ein Meiſterſtück, das des Hoochſchen
dieſem Geſuche anſchließen würden. Das Bezirksgericht Meiſterſtückes würdig iſt. Nicht nur der wundervolle Däm= Ehren des Präſidenten Poincaré im großen Saaledess
Baden wird zuerſt feſtſtellen, ob die Prinzeſſin dort zuſtän= merklang im hohen Gemache, nicht nur das berühmte Spiel Palaſtes ein Galadiner, an dem etwa 500 Perſonend
dig iſt. Es wird den koburgiſchen Familienanwalt Dr. der aufprallenden und zurückgeworfenen Sonnenſtrahlen teilnahmen. Die bei dem Galadiner gewechſelten Triſi=
Bachrach vernehmen, um die Frage der Staatsangehörig= iſt mit verblüffender Treue wiedergegeben, ſondern auch ſprüche ſind bereits mitgeteilt.
keit der Prinzeſin aufzuklären und die Willensmeinung den hundert anderen Feinheiten der differenzierten Kunſt
ihrer Verwandten feſtzuſtellen. Zugleich wird die Frage Hoochs iſt volles Recht geſchehen. Der Preis dieſes
Kunſt=
der Exterritorialität der Prinzeſſin einer neuerlichen Prü=blattes, 25.— Mark bei einer Bildgröße von 52X63 Zenti=
Vom Balkan.
fung unterzogen. Dann erſt dürfte eine perſönliche Ver=meter, iſt ganz außerordentlich wohlfeil. Er wird dazu
nehmung erfolgen.
helfen, daß Hoochs Hauptwerk in alle kunſtſinnigen deut=
* Paris, 8. Okt. Der Konſtantinopeler Berichterſtat=
Brixen, 8. Okt. (Unfall auf der Seilbahn.) ſchen Familien dringt. — Von den anderen farbigen Kunſt= ter des Echo de Paris meldet, eine bulgariſche Perſönlich=
Als geſtern abend drei Perſonen die über den Eiſackfluß blättern, die der Verlag eben jetzt herausbringt, ſeien die keit habe ihm erklärt, daß Bulgarien im Falle einess
führende Seilbahn eines Ziegeleiwerks benutzten, ſtürzte ſchönen Landſchaften von Corneille Max „Frühlingam türkiſch=griechiſchen Krieges neutral bſ
der Förderkorb infolge eines Defektes in die hochgehen= Starnbergerſee”, ein duſtiges Gedicht, dann Paul ben werde. Sollte jedoch Serbien den Griechen zu Hilfen
den Fluten. Lwei Inſaſſen des Korbes ertranken; eineVorgangs ernſter, von innigſchlichtem Heimatgefühl durch, kommen, ſo würde Bulgarien ſeine Neutralität aufgebent
dritte Perſon konnte gerettet werden.
webter „Grunewaldſee‟ Fritz Bayerleins „Alte und Serbien angreifen. Rumänien, das ſehr gute Be=
Paris, 8. Okt. (Wegen Einbruchsdiebſtahls Brücke” und die bravouröſe „Schneeſchmelze” von ziehungen zur Türkei unterhalte, werde ſich nicht in demt
verhaftet.) Geſtern abend wurden hier der Ingenieur Müller=Landeck hervorgehoben. Auch Hermann Hoffmanns Krieg miſchen. Demſelben Blatte wird aus Janinah
Delpeche, der Sohn eines ehemaligen ſozialiſtiſch= farbenüppige „Tulpen” und Reynolds liebenswürdiges richtet, daß die Kaufleute von Santa Qugranta angeſichts
radikalen Senators, und der Student der Rechte Girar=„Alter der Unſchuld” werden in der Trowitzſchen der Haltung Italiens in der Epirusfrage beſchloſſenn
din verhaftet unter der Beſchuldigung, im Juli d. J. in Wiedergabe viele überzeugte Freunde finden. Das Original haben, alle Handelsbeziehungen zu den italieniſchen Kaufe==
Ml.
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umm
Mern.
V Sch
Kon
Wille 1
Wichtl=
Whliutrt
u ülht
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Mrn
Wheine
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ſgenomme
* Kon
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Säere verb
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Mäeite
Mhr
Arliche
[ ← ][ ][ → ] Kummer 239.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 9. Oktober 1913.
Seite 7.
hen abnubrechen und ſch auch ncht mehr der kanlien= fder Berbrecher fäntliche Behäliniſe und komte die Flucht
Geſundheit, Appetit, Lebensfreude
en Schiffe für die Verladung ihrer Waren zu bedienen. ergreifen, ohne daß man ihn bisher ermitteln konnte.
verleiht „Califig‟. Die erfreulichen Nachwirkungen einer
* Konſtantinopel, 7. Okt. In Ausführung des
IIB. München, 8. Okt. Es ſcheint jetzt feſtzuſtehen Doſis dieſes allein echten „Californiſchen Feigen=Sirups”,
ſt kels 4 des Friedensvertrages begann heute die tür=daß die bayeriſche Königsfrage nun doch auf die angenehme, natürliche Weiſe, in der er die
Ver=
ſiſch=bulgariſche Kommiſſion für die Han= dem Wege der einfachen Proklamation gelöſt werden ſoll. dauungsorgane gründlich reinigt, ſein anregender
Ge=
svertragsverhandlungen ihrd Arbeiten. Auch die führende Zentrumspreſſe, mit Ausnahme des ſchmack und ſein wohltuender Einfluß auf den Stuhlgang
br türkiſcher Seite nahmen der Finanzminiſter und der Bayeriſchen Kurier, befürwortet jetzt dieſen Weg. Vor haben ihn zum meiſtgebrauchten unter allen Hausmitteln
beirat Graleord und von bulgariſcher Seite der Ge= allem ſcheint der Dompropſt Dr. Pichler, wie aus Aeuße= gegen Verſtopfung gemacht. Ueberall haben ſich die Aerzte
ſoete Toſchew und ſein Sekretär an der Eröffnungs= rungen ſeiner Donauzeitung hervorgeht, dafür gewonnen in der anerkennendſten Weiſe über dieſes ausgezeichnete,
ſung teil. Auch der türkiſche Miniſter des Innern zu ſein. In den nächſten Tagen werden innerhalb des ebenſo für Erwachſene wie für Kinder beſtgeeignete
Abführ=
ph nte der Sitzung bei. Die Arbeiten ſollten nach einem Zentrums Konferenzen wegen der Königsfrage ſtattfin= mittel ausgeſprochen.
(I,21052
tauſch der Meinungen unterbrochen und ſpäter wieder den. Das Zentrum iſt in den Hauptſtrömungen jetzt für „Caliſig” iſt in allen Apotheken erhältlich, in Originalilaſchen zu Mk. 1.50;
Efuenommen werden.
eine einfache Proklamation, ſo daß dort bald eine Eini= extra große Flaſche Mk. 2.50. Beſt.: Spr. ßci Californ. 75, Ext. Senn. liqu.
20. Elix. Garvoph. eomp. 5.
* Konſtantinopel, 8. Okt. Der Erlaß, betref= gung erzielt werden dürfte,
— Groß=Schönau, 8. Okt. Der frühere Reichstags= Sparen ohne zu entbehren iſt eine Kunſt, die viel=
E die Demobiliſierung in Adrianopel, iſt
fache Erfahrungen erfordert, denn man kann es nie
ſre veröffentlicht worden und iſt mit der Ausführung und ſächſiſche Landtagsabgeordnete Fährmann iſt im an einer Stelle, ſondern muß an möglichſt vielen
Kleinig=
hennen worden. Der König der Bulgaren richtet an Alter von 78 Jahren geſtorben.
keiten ſparen. Am Kaffee aber kann man jährlich eine
i Sultan ein Telegramm, in welchem er ihn zu dem
— Güſtrow i. Mecklb., 8. Okt. Auf der Bahnſtrecke ganz beträchtliche Summe einſparen, wenn man
te Teile befriedigenden Friedensſchluſſe beglückwünſcht. Fentſchow-Blankenburg wurde die Leiche des Schnit= Seeligs Kornkaffe verwendet. Er iſt wohl=
* Konſtantinopel, 8. Okt. Die Zeitung Terd=ters Morſowsky aufgefunden. Die vorgenommene ſchmeckend, kräftig und geſund.
hani=Hakikat ſchreibt: Solange die mazedoniſche Unterſuchung ergab, daß Mord vorliegt. — Der Revier=
Aus dem Geſchäftsleben.
ſea ge und die albaneſiſche Frage nicht ge=förſter Dietrich aus Farpen, der ſich vor dem hieſigen
Ge=
ſind kann der Friede zwiſchen der Türkei und Grie=richt wegen Amtsunterſchlagung zu verantworten hatte,
Man ſchreibt uns: Das Gutevon geſtern wird
iand nicht wiederhergeſtellt werden. Da die Türkei an erſchoß ſich auf dem Friedhof Hohen=Viecheln.
heute durch das Beſſere überholt. Das eben
Friedenskonferenz in Bukareſt nicht teilgenommen hat,
iſt das Merkmal aller Kultur, daß ſie unaufhaltſam
fort=
ie auch nicht an ihre Entſcheidungen gebunden. Das
ſchreitet, im ewigen Wandel beſtändig Neues erdenkt und
jakt erklärt, daß Griechenland, da auch die Londoner
ſchafft; auf allen Gebieten macht ſich dieſer Fortſchritt ge=
Die braunſchweigiſche Frage.
ſ cheidungen ihren Wert verloren hätten, ſich für die
waltig bemerkbar und namentlich im hochentwickelten und
* Berlin, 8. Okt. Die von verſchiedenen Seiten unter= induſtriereichen Deutſchland ſteht man ſozuſagen täglich
ltſung der Inſelfrage auf die eigene Kraft verlaſſen
e. Die geſtrige vorbereitende Sitzung der türkiſch= nommenen Verſuche, die unter Berufung auf den Fahnen= vor neuen eindrucksvollen Leiſtungen. Auch die
Zigaret=
ſl=ariſchen Handelsvertragskommiſſion hat die erſte ge= eid abgegebenen Erklärungen in dem Briefe des Prin= teninduſtrie ſchließt ſich von dieſer Vorwärtsbewegung
ſfätliche Sitzung auf den 20. Oktober feſtgeſetzt.
zen Ernſt Auguſt, Herzogs zu Braunſchweig und nicht aus. Die Georg A. Jasmatzi=Aktiengeſellſchaft,
Dresden, die größte deutſche Zigarettenfabrik, hat neuer=
Lüneburg, an den Reichskanzler zu mißdeuten, ſtehen, wie dings unter dem Namen „Puck” eine 3 Pfg.=Zigarette auf
uns aus Gmunden von zuſtändiger Seite mitgeteilt wird, den Markt gebracht, die in ihrer Reinheit und vorzüglichen
Letzte Nachrichten.
im ſcharfen Gegenſatz zu der Auffaſſung des Qualität einen Merkſtein in der Zigaretteninduſtrie bildet:
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
Prinzen ſelbſt. Der Prinz iſt der Meinung, daß ſeine ſchon ihre anſprechende Faſſon; flaches Hohlmundſtück (auch
Gold), zeigt von einer gewiſſen Geſchmacksfeinheit und
** Berlin, 8. Okt. Der morgigen Eröffnung der neuen in dieſem Briefe enthaltenen Aeußerungen über das in
Eleganz die dem Raucher Freude macht.
ſeoßberliner Schnellbahnen Wittenberg=dem Fahneneid gegebene Verſprechen ſo klar
undbe=
e tz-Uhlandſtraße (Kurfürſtendamm) und Wit=ſtimmt ſeien, daß niemand das Recht habe, an ſeinen
leergplatz-Wilmersdorf-Dahlem ging heute vormittag
ſte Beſichtigung und Befahrung der neuen Strecken durch Worten zu deuteln und zu rütteln. Es ſei für ihn un=
Dankſagung.
Wertreter der Preſſe voraus. Sodann wurde die Rück= verſtändlich, wie jemand daran zweifeln könne, daß dieſes
hrt nach dem Bahnhof Heidelbergerplatz angetreten, der Verſprechen auch in Geltung bleibe, ſobald er deutſcher
Für die vielen Beweiſe herzlicher Anteil=
Meter unter der Ringbahn liegt und deshalb eine beſon= Bundesfürſt geworden ſei, und daß er ſich daher an ſein
nahme an dem ſchmerzlichen Verluſt unſeres
gelieb=
iee architektoniſche Ausgeſtaltung in den mächtigen Bahn= Verſprechen für immer gebunden fühle.
ten Gatten und Vaters, ſowie für die reichliche
lchallen geſtattete. Dort begrüßte Bürgermeiſter
Peters=
üll nersdorf die Vertreter der Preſſe und empfahl die Die Mitteilungen der Frankfurter Nachrichten über die
Blumenſpende ſagen allen, beſonders dem
Gaſt=
unn Bahnanlagen ihrem fördernden Wohlwollen. Verhandlungen vor der Hochzeit, ſind, wie wir aus
Gmun=
wirte=Verband und den Stammgäſten herzlichen
umens der Großberliner Preſſe dankte Herr Kunzendorf den und Berlin erfahren, unrichtig. Die Beſprechun=
(21126
Dank
ſtiden beſten Wünſchen für die Zukunft des neuen und gen des Reichskanzlers in Homburg mit dem
ſphartigen Werkes.
Frau Henriette Mohr
Herzog von Cumberland und dem Prinzen erzielten ganz
** Frankfurt, 8. Okt. Bei einer Keſſelexplo= klar das Ergebnis, das in dem Briefe des Prin=
Frau Mariechen Mohr.
ſſom in der Werkſtatt des Schloſſermeiſters Albus,
Ben=
ſteaſſe 30, wurde der Schloſſergeſelle Schecker ſo ſchwer zen an den Reichskanzler niedergelegt iſt. Die
ſtletzt, daß der Tod alsbald eintrat. Ein 15jähriger Zeitungsmeldung über einen Auftritt mit dem Prinzen
Darmſtadt, den 8. Oktober 1913.
Auguſt Wilhelm gehört in das Reich der Fabel.
ſhooſſerlehrling trug leichtere Verletzungen davon.
Meeteech
** Kronberg, 8. Okt. An der heutigen
Frühſtücks=
feel auf Schloß Friedrichshof nahmen außer der
Briefkaſten.
Geitesdienſt der israelitiſchen Religionsgemeinde.
hlooßherrſchaft teil: die Königin von Griechenland mit
F. J. B., hier. 1. Eine geſetzliche Beſtimmung, daß
ſſem Sohn, Prinz Alexander, und ihrer Tochter Prin=
Haupt=Synagoge (Friedrichſtraße 2).
iſm Helene, das Erbprinzenpaar von Sachſen=Meinin= auf Ende Dezember Wohnungen nicht gekündigt werden
Verſöhnungstag.
nt: und der Brigadekommandeur Treuſch von Buttlar= dürften, beſteht nicht. Der Ausſchluß der Kündigung für
Freitag, den 10. Oktober:
ſtamdenfels. — Kronprinz Georg von Griechenland hat die Wintermonate muß vereinbart ſein, ſchriftlich oder Vorabendgottesdienſt 5 Uhr 45 Min. Predigt 6 Uhr.
Feinige Tage im Carlton=Hotel in Frankfurt a. M. mündlich. 2. Daß ein Jahresmietpreis für die Wohnung
Samstag, den 11. Oktober:
ſtchnung genommen. Die Prinzen Chriſtoph und Ri= beſtimmt worden iſt, hat auf die Dauer des Mietverhält= Morgengottesdienſt 7 Uhr 45 Min. Predigt u.
Seelen=
r=, die beiden jüngſten Söhne unſerer Schloßherrſchaft, niſſes keinen Einfluß; insbeſondere kann hieraus für den gedächtnisfeier 10 Uhr 45 Min. Neilah=Predigt 4 Uhr
Prinzeſſin Irene von Griechenland ſind heute früh Mieter nicht das Recht, ein Jahr mindeſtens wohnen zu 30 Min. Bekenntnisgebet und Feſtesſchluß 6 Uhr 23 Min.
i Einladung der Großherzogin von Heſſen nach Wolfs=dürfen, abgeleitet werden. Iſt über die Dauer des
Miet=
verhältniſſes nichts vereinbart, ſo kann — bei
Jahresmiet=
ſfeien gefahren.
Gottesdienſt in der Synagoge der israelitiſchen Religions=
** Straßburg i. E., 8. Okt. In der Dachpappenfabrik preis — von Vierteljahr zu Vierteljahr beiderſeits
gekün=
geſellſchaft.
nt Büſcher und Hoßmann in dem nahen Biſchheim kam digt werden.
Frettag, den 10. Oktober:
(Schluß des redaktionellen Teils.)
t heute vormittag gegen ½11 Uhr zu einer Teer=
Morgens 4 Uhr 45 Min. Mittags 2 Uhr.
elexploſion, wobei drei Leute ſchwer und einer
Jaum Kippur.
ich: verwundet wurden.
Samstag, den 11. Oktober:
Ihr körperliches Wohl!
Aam St af
* Konſtanz, 8. Okt. Infolge Sturmes kenterte in
Vorabend (Kol Nidra) 5 Uhr 45 Min. Morgens 6 Uhr.
1 Konſtanzer Bucht ein mit 4 Perſonen beſetztes Ruder=
Bei Nervenſchwäche u. Blutarmut trinke ich zur Stärkung Krias Hatauroh 11 Uhr. Muſſaf 11 Uhr 35 Min.
let und ſämtliche Inſaſſen ſielen ins Waſſer, wobei die Bioſon. Schon nach der erſten Doſe konnte ich denſtärken= Krias Hatauroh 2 Uhr 40 Min. Miuchoh 3 Uhr 10 Min.
Nelloh 5 Uhr 15 Min. Schemaus 6 Uhr 23 Min.
tätorige Kontoriſtin Hann von hier ertrank. Der 1 den, belebenden Einfluß im ganzen Körper verſpüren. Da es
ſſih Konſtanz fahrende Poſtdampfer ſetzte ſofort ein Ret=ſehr gut ſchmeckt und bekommt, werde ich es noch weiter Wochengottesdienſt von Sonntag, den 12. Oktober, an:
Morgens 6 Uhr 15 Min. Nachmittags 5 Uhr.
ſthesboot aus, das die übrigen drei Inſaſſen aufnahm. nehmen. Frau verw. Eiſenbahnſekretär M. Fiſcher, Schleu=
: Leiche der Ertrunkenen konnte noch nicht geborgen ſingen (Prov. Sachſen), Suhlerſtr. 6. Unterſchr. beglanbigt:
28. April 1913. Oailvie, Kgl. Notar. Bioſon, großes
ſirhen.
Amtlicher Wetterbericht.
: Bremen, 8. Okt. Einer Meldung aus Geeſtemünde Paket (ca. ½ kg) 3 Mk., in Apotheken, Drogerien. (III,21050
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
jri ge wurde vom Dampfer Juno‟ 16 Meilen von Kruchtſchan
Aea
Das weſtliche Tiefdruckgebiet hat ſich oſtwärts
aus=
lawland eine Leiche in Marineuniform, in Hunwiſchwer im Goldlanb ſtehen die Bäune
ſker Hemd der Name Balke gezeichnet iſt, aufgefiſcht. Die 4und in die Freuden des Herbſtes miſcht ſich die Wehmut, gebreitet und unſern Bezirk in ſeinen Bereich gezogen; wir
daß die ſchöne Jahreszeit vorüber iſt. Und auch die haben daher trübes regneriſches Wetter. Wir werden
ſiche wurde nach Seemannsbrauch im Meere verſenkt.
kwer hat der Dampfer eine jedenfalls von dem Ma=4 Sorge um die Geſundheit namentlich für empfindliche morgen auf die Rückſeite des Tiefs kommen und meiſt
insluftſchiff L. 1” ſtammende kleine Ledertaſche 4 Menſchen. Wer zu Erkältungen neigt, wen ein Luftzug wolkige, etwas kühleres Wetter mit Regenſchauern zu
er=
h eine Marinemütze aufgefiſcht, in denen der Name
heiſer macht, wer leicht einen Katarrh weg hat oder wer warten haben.
Ausſichten in Heſſen für Donnerstag, 9. Oktober:
ſam eingezeichnet war und dem Bande nach ebenfalls 4 gar an veralteten Bronchialkatarrhen leidet, der ver=
4wende von nun an regelmäßig Fays ächte Sodener Meiſt trüb und wolkig, Regenſchauer, zeitweiſe aufklärend,
ütr einem Angehörigen der Beſatzung des „L. 1” ſtammt.
Mineral=Paſtillen, damit er die Gefahren des Herbſtes etwas kühler.
** Melun, 8. Okt. Vor dem Zuchtpolizeigericht hatte
heute wegen fahrläſſiger Tötung der Chauf=Aund Vorwinters leichter überwindet. Aber man ver=
Tageslalender.
füir Palmer zu verantworten. Der Angeklagte hatte 4lange ausdrücklich „Fays” Sodener, weil dieſe aus zur
Donnerstag, 9. Oktober,
00. Auguſt in der Nähe von Melun mit ſeinem Kraft=
Kur benützten Gemeindeheilquellen gewonnen ſind. Die Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende gegen
ſſgin ein 12jähriges Zigeunermädchen umgeworfen und 4 Schachtel koſtet 85 Pfg. und iſt überail zu haben. (I,21047
9½ Uhr (Ab. C): „Die ſpaniſche Fliege”.
purch deſſen Tod verurſacht. In der Verhandlung ging
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheun.
Sg.
2. w
5 nden von den Inſaſſen des Autos bei einem Notar in
Tanzdichtungen der Schweſtern Wieſenthal um
ee Z Z.Z2. 2
üm kfurt abgegebenen verleſenen Ausſagen hervor, daß
22
8 Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz (Freie lit.=
85
5
Wagen von der verſtorbenen Prinzeſſin
künſtl. Geſellſchaft).
S er=
Urhia von Sachſen=Weimar gelenkt wurde.
Konzerte: Hotel Heß um 3 Uhr. — Rummelbräu um
Tkauer-Kleider, TrauerLostume
(Prinzeſſin ſaß neben dem Chauffeur, hinter ihr ſaßen
8 Uhr. — Bürgerkeller um 8 Uhr.
e Mutter und Baron Bleichröder. Der Chauffeur 3½=
Bilder vom Tage (Auslage: Expedition.
Rhein=
nm ge
G
t
Uhrme freigeſprochen, ebenfalls Baron Bleichröder, an den
Trauer-Blousen, irauer-Rocke
ſtraße 23): Von der Tauſendjahrfeier in Kaſſel, Blick
ilrechtliche Forderungen geſtellt waren.
auf den geſchmückten Friedrichsplatz während der Ge=
*
3
ſangsvorträge — Enthüllung des Prinz=Regent=Luit=
Trauer-Mäntel, Trauer-Stoffe
** Kattowitz, 8. Okt. Geſtern veranſtaltete die Stadtg
pold=Denkmals in München — Flieger Ingenieur
Sa=
wie Mitglieder des Preußiſchen Städte=
5
blatnig ſtellte mit 2830 Metern einen neuen Höhenwelt=
Mass, die am Nachmittag von Breslau hier einge= Als
In reicher Auswahl!
rekord im Fluge mit drei Paſſagieren auf — Opern=
Aan waren, im Großen Saale der Reichshallen einen
komponiſt Gluſeppe Verdi. zur Feier ſeines 100. Ge=
Rtallt Oberbürgermeiſter Pohlmann=Kattowitz begrüßte
(75
tg.
Hnderungen sofort!
burtstages am 9. Oktober 1913.
Erſchienenen. Oberbürgermeiſter Matting=Breslau
Verſteigerungskalender.
Aige im Namen der Verſammelten. An dem ſich an=
Freitag, 10. Oktober.
S
Hebr. Höslein.
ieenden Diner nahmen etwa 300 Perſonen, unter ihnen
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 9 und 3 Uhr
3590
Kegierungspräſident von Oppeln, von Schwerin teil.
Ludwigsplatz.
Ernſt=Ludwigſtraße 1.
.
Mte vormittag 8½ Uhr, bringt ein Ertrazug die Mit=
66
Pferde=Verſteigerung um 9 Uhr in der Train=
Ader nach den oberſchleſiſchen Gruben und
Hütten=
kaſerne (Eſchollbrückerſtraße).
(
675 W.;
50
Alun zum Beſuche der einzelnen Induſtriegeſellſchaften
ei Führung von Stadtverordneten,
4464a
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
* Kaſchau, 8. Okt. Der König der Bulgaren
Aheute morgen hier eingetroffen und nach ſeiner Be= (ür Hausfrauen bietet ſich in Darmſtadt bei F. B. Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Grodhaus, Seifenfabrik, am Weißen Turm, ſehr Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
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günſtige Gelegenheit billige Kerzen einzukaufen, indem redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
dieſe einen großen Poſten beim Guß wenig beſchädigte für des Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
— Berlin, 8. Okt. Heute vormittag erſchien in dem Elektra=Kerzen erworben hat und ſehr billig abgibt. aus dem Geſchäftsleben: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Ahrureau des Architekten Endel am Kurfürſtendamm ein Da Elektra=Kerzen ſehr ſparſam brennen, ein äußerſt 1 — Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
Agar Mann und fragte das allein anweſende Kontor=intenſives Licht geber nicht rinnen und nicht riechen, ſo an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
ſlein, ob der Architekt zu ſprechen wäre. Auf die ver= ſehe man genau auf die Marke Elektra, die jedes Paket Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
Eiende Antwort ſchlug er das Mädchen nieder, tragen muß, ſowie auf die Firma Franz Kuhn, chemiſche nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
daß dieſes bewußtlos liegen blieb. Sodann erbrach Werke, Nürnbero
Seite 8.
Nummer 239.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 9. Oktober 1913.
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Nummer 239.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 9. Oktober 1913.
Seite 10.
2e
Lieferung von Lebensmitteln.
Sc
(81
Die für das Wirtſchaftsjahr 1913/1914 in der Küche der I.
Ab=
teilung Feldart.=Regiments Nr. 61 erforderlichen Kartoffeln, Gemüſe,
Hülſenfrüchte und ſonſtigen Beköſtigungsmittel ausſchließlich Kaffee
S
und Salz, ſowie Abgabe der Küchenabfälle (Spülicht) ſollen vergeben
Aehpg=
werden. Die Lieferungsbedingungen können täglich auf Zimmer 18
im Stabsgebäude der Kaſerne am Beſſungerweg eingeſehen werden.
26
Schriftliche Angebote mit der Aufſchrift „Lieferung von Lebens=
mitteln” und Proben ſind bis zum 15. Oktober 1913 an die
I. Abteilung des Feldartillerie=Regiments Nr. 61 verſchloſſen
ein=
zureichen.
(20953md
Darmſtadt, im Oktober 1913.
ele
Die Küchenverwaltung I/61.
Frhr. v. Wangenheim.
3600
Lieferungs=Vergebung.
358
Die in der Zeit vom 1. November 1913 bis 31. Oktober 1914
in den Küchen des Bataillons erforderlichen Kolonialwaren,
Kar=
toffeln, Gemüſe, Eier, Milch und Backwaren, ſowie die Abnahme der
Küchenabfälle (Spülicht, Knochen und Konſervenbüchſen) ſollen
ver=
geben werden.
Die Lieferungsbedingungen können in der Küche des Bataillons
380
(Alexanderſtraße) eingeſehen werden.
a
Schriftliche Angebote mit der Aufſchrift: „Angebot auf Liefe=
rung von Küchenbedürfniſſen” und Proben ſind bis zum 15. d. Mts.,
12 Uhr mittags, verſiegelt der unterzeichneten Küchenverwaltung
§einzureichen. Die Eröffnung findet um dieſe Zeit ſtatt.
(IV,21068,87
Der Zuſchlag wird ſchriftlich mitgeteilt.
(
Küchenverwaltung des I. Bataillous Leibgarde=Infanterie=
G
Regimenis Nr. 115, Darmſtadt.
3
Verſteigerungs-Anzeige.
3Zhe
Freitag, den 10. Oktober I. Js., vormittags 9
e
2t,
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(686
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ei
ei=
mode und Kleiderſchränke, 2 Betten mit Sprungfeder= und
Roßhaarmatratze und Bettwerk, 2 Nachtſchränkchen mit Mar=
2
morplatten, 1 kompl. Mädchenbett, 2 Waſchkommoden, braun
lackiert, 2 Nachttiſchchen, 1 eintüriger lackierter Kleiderſchrank
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(20888id
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ic
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Bozener Mäntel, Gummi-Häntel, Havelocks,
8 Vertikos, 3 Stegtiſche, 1 Landauer, 1 Viktoriawagen,
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[ ← ][ ][ → ]
Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
39 1k.
Donnerstag, 9. Oktober.
1913.
In die Liſten ſind alle Perſonen einzutragen, die wahlberechtigt wären, wenn
Bekanntmachung.
die Allgemeine Ortskrankenkaſſe für die Landgemeinden des Kreiſes Darmſtadt nicht
Für die demnächſt ſtattfindenden Wahlen der Vertreter im Ausſchuß der neu erſt mit Wirkung vom 1. Januar 1914, ſondern mit dem Zeitpunkt der Wahl ins
trrichteten Ortskrankenkaſſe für die Landgemeinden des Kreiſes Darmſtadt hat das Leben treten würde.
Verſicherungsamt Wählerliſten, getrennt für die Arbeitgeber und die Verſicherten, auf=
III. Zulaſſung zur Wahl.
zuſtellen.
Wahlberechtigte, die ſich nicht in die Wählerliſte eintragen laſſen, werden
Zur Ausführung dieſer Beſtimmung fordern wir die Wahlberechtigten bei der demnächſt ſtattfindenden Wahl nur dann zur Wahl zuaelaſſen, wenn
euf, ſich zur Eintragung in die Wählerliſte bei der Großh. Bürgermeiſterei
ſie ſich über ihre Wahlberechtigung gehörig ausweiſen.
ihres Wohnorts, oder falls dieſer außerhalb des Kaſſenbezirks liegt, bei der
Als genügender Wahlausweis git bei Arbeitgebern:
Großh. Bürgermeiſterei des Beſchäftigungsorts in der Zeit vom 13. bis
ein=
a) eine Beſcheinigung der Bürgermeiſterei über die Anzahl der von dem
Arbeit=
ſchließlich 20. Oktober d. Js. während der üblichen Geſchäftsſtunden zu melden.
geber beſchäftigten demnächſt ortskrankenkaſſenpflichtigen Perſonen, oder
I. Wahlberechtigung.
b) inſoweit es ſich um Arbeitgeber handelt, deren Arbeitnehmer bisher ſchon
Wahlberechtigt als Verſicherte ſind alle Perſonen, die ſeither ſchon einer
Mitglieder einer zur Auflöſung kommenden Ortskrankenkaſſe, Betriebs=
Gemeindekrankenverſicherung des Kreiſes, der Ortskrankenkaſſe Arheilgen oder
krankenkaſſe oder Gemeindekrankenverſicherung waren, eine Beſcheinigung der
Koßdorf oder der Betriebskrankenkaſſe der Firma Juſtus Hildebrand in
Pfung=
zurzeit zuſtändigen Krankenkaſſe über die Entrichtung der Beiträge unter
ſadt angehört haben, einſchließlich der in der Land= und Forſtwirtſchaft Beſchäftigten.
Angabe der Zahl der gemeldeten Mitglieder, oder
Ferner folgende durch die Reichsverſicherungsordnung nun dem Verſicherungszwang
c) ieder andere Ausweis, der von ſämtlichen Mitgliedern des Wahlausſchuſſes
imterworfenen Verſonen, ſofern ſie gegen Entgelt beſchäftigt werden:
für ausreichend erachtet wird.
1. die unſtändig und im Wandergewerbe Beſchäftigten,
Zu a iſt noch zu bemerken daß der Arbeitgeber, um die Ausſtellung des Wahl=
2. Betriebsbeamte, Werkmeiſter und andere Angeſtellte in ähnlich ge= ausweiſes zu ermöglichen, der Bürgermeiſterei die Lohnliſte oder den Nachweis der
hobener Stellung, wenn ihr regelmäßiger Jahresarbeitsverdienſt 2500 Mark polizeilichen Meldung oder das Dienſtbuch der von ihm beſchäftigten wahlberechtigten
Perſonen vorzulegen hat
(ſeither 2000 Mark) an Entgelt nicht überſteigt und dieſe Beſchäftigung ihren
Hauptberuf bildet,
Als genügender Wahlausweis gilt bei Arbeitnehmern:
3. Handlungsgehilfen und=Lehrlinge, Gehilfen und Lehrlinge in Apotheken,
a) eine Beſcheinigung des Arbeitgebers, oder
wenn ihr regelmäßiger Jahresarbeilsverdienſt 250 Mark (ſeither 200 Marh
inſoweit es ſich um Perſonen handelt, die bisher ſchon Mitglieder einer zur
an Entgelt nicht überſteigt und dieſe Beſchäftigung ihren Hauptberuf bildet,
Auflöſung kommenden Ortskrankenkaſſe, Betriebskrankenkaſſe oder Gemeinde=
4. Bühnen= und Orcheſtermitglieder ohne Rückſicht auf den Kunſtwert der
krankenverſicherung waren, eine Beſcheinigung der zurzeit zuſtändigen
Krankenkaſſe über die Mitgliedſchaft, oder
Leiſtungen, wenn ihr regelmäßiger Jahresarbeitsverdienſt 2500 Mark nicht
überſteigt,
c) jeder andere Ausweis, der von ſämtlichen Mitgliedern des Wahlausſchuſſes
für ausreichend erachtet wird.
5. Lehrer und Erzieher, wenn ihr regelmäßiger Jahresarbeitsverdienſt 2500 Mark
nicht überſteigt,
Sämtliche Beſcheinigungen ſind gebühren= und ſtempelfrei zu erteilen (§§ 137,
138 Reichsverſicherungsordnung).
6. Hausgewerbetreibende und Dienſtboten, überhaupt Dienſtperſonal in
Darmſtadt, den 4. Oktober 1913.
Privathaushaltungen ohne Rückſicht auf die Höhe ihres
Jahresarbeits=
verdienſtes.
Großherzogliches Kreisamt (Verſicherungsamt) Darmſtadt
Die in der Gärtnerei, im Friedhofsbetrieb, in Park= und Gartenpflege Beſchäf=
J. V.: Dr. Michel.
(20887ids
tigten ſind verſicherungspflichtig und wahlberechtigt nur, wenn ſie in Teilen
landwirt=
ſſchaftlicher Betriebe tätig ſind.
Bekanntmachung.
Auch weibliche Verſicherte ſind wahlberechtigt.
Der § 79 Ziff. 4 der Eiſenbahn=Bau und Betriebsordnung ſchreibt vor daß
Nicht wahlberechtigt als Verſicherte ſind:
1. alle Perſonen, die der beſonderen Ortskrankenkaſſe Ober=Ramſtadt oder den Fuhrwerke und Tiere, welche Uebergänge von Nebenbahnen überſchreiten ſollen,
Betriebskrankenkaſſen der Firmen G. F. Heim Söhne, Ober=Ramſtadt, G. E. 1 an den Warnungstafeln, oder wo ſolche fehlen, in angemeſſener Entſernung von der
Klebe G. m. b. H., Eberſtadt und Wacker &= Doerr, Nieder=Ramſtadt angehören, 1 Bahn angehalten werden müſſen, wenn ſich ein Zug nähert.
Dieſer Beſtimmung wird nicht immer die gebührende Beachtung geſchenkt und
2. alle Perſonen, die noch nicht volljährig ſind, d. h. das 21. Lebensjahr noch
deshalb die Gefahr eines ſchweren Unfalls leichtſinnig heraufbeſchworen.
nicht vollendet haben,
Wir ſehen uns daher veranlaßt, alle Wagenführer, insbeſondere auch die zur
3. Verſicherungspflichtige, die Mitglieder einer Erſatzkaſſe ſind und deren eigene
Feldbeſtellung fahrenden und von dieſer heimkehrenden Landwirte auf obige Vor=
Rechte und Pflichten auf ihren Antrag ruhen.
ſchrift aufmerkſam zu machen und vor den ſchweren Folgen, die Zuwiderhandlungen
Wahlberechtigt als Arbeitgeber ſind alle Perſonen, die für ihre verſicherungs=
(21089
pllichtig Beſchäftigten Beiträge an die Allgemeine Ortskrankenkaſſe für die Land= leicht herbeiführen können, eindringlich zu warnen.
Darmſtadt, den 7. Oktober 1913.
zaneinden des Kreiſes Darmſtadt zu zahlen hätten, wenn dieſe jetzt ſchon beſtände.
Arbeitgeber, die vom 1. Januar 1914 an ſelbſt verſichert ſein werden, zählen zu den
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
ſtrbeitgebern, wenn ſie regelmäßig mehr als zwei Verſicherungspflichtige beſchäftigen,
Fey.
ie derenfalls zu den Verſicherten. Hinſichtlich der Wählbarkeit ſtehen den Arbeitgebern
bewollmächtigte Betriebsleiter, Geſchäftsführer und Betriebsbeamte der beteiligten
An die Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
Aebeitgeber gleich.
Wir weiſen Sie darauf hin, daß die Großh. Zentralſtelle für die Landesſtatiſtik
Auch weibliche Arbeitgeber ſind wahlberechtigt.
für die im Gange befindliche Obſtbaumzählung auf mehrſeitigen Wunſch nachträglich
Nicht wahlberechtigt als Arbeitgeber ſind:
Zählzettel hat anfertigen laſſen, die Sie Ihnen unentgeltlich zur Verfügung ſtellt.
1. Arbeitgeber unſtändig Beſchäftigter als ſolche,
2. Arbeitgeber die noch nicht volljährig ſind, d. h. das 21. Lebensjahr noch nicht Die Zettel ſollen das Zählgeſchäft erleichtern und ſind zur Verteilung an die einzelnen
Obſtbaumbeſitzer beſtimmt. Statt, wie in der Anweiſung vorgeſehen, den Beſtand der
vollendet haben.
Obſtbäume unmittelbar in die Zählliſten einzutragen, können ſich die Zähler nunmehr
Arbeitgeber führen für je einen verſicherungspflichtig Beſchäftigten, der
ar allgemeinen Ortskrankenkafſe für die Landgemeinden des Kreifes Darmſtadt ſolcher Zählzettel bedienen, die ſie von den einzelen Obſtbaumbeſitzern ausfüllen laſſen
und danach zur Zuſammenſtellung ihrer Zählliſten wieder einſammeln.
nzngehören hat, eine Stimme.
Ihren etwaigen Bedarf an ſolchen Zetteln wollen Sie der Großh. Zentral=
II. Nachweis der Wahlberechtigung.
Inſoweit den Bürgermeiſtereien die Verhältniſſe bekannt ſind, kann von der ſtelle für die Landesſtatiſtik umgehend mitteilen.
Darmſtadt, den 8. Oktober 1913.
Vorlage eines Nachweiſes über die Grundlagen der Wahlberechtigung abgeſehen
nu rden. Die Bürgermeiſterei kann bei Zweifel über das Wahlrecht eines Verſicherten
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
he Eintrag in die Liſte von dem Nachweis der Wahlberechtigung abhängig machen.
(21087
Fey.
Poeſer Nachweis iſt in der Regel durch eine Beſcheinigung des Arbeitgebers zu er=
Die bei Berechnung der Lieferungen für die Armee zugrunde zu legenden
ungen. Inſoweit es ſich um Arbeitgeber handeit, deren Wahlberechtigung nicht
ime weiteres bekannt iſt, kann die Bürgermeiſterei von Amtswegen die erforderlichen 1 Durchſchnittsmarktpreiſe im Kreiſe Darmſtadt haben im Monat September 1913 für
lrmmittelungen anſtellen oder dem Arbeitgeber die Vorlage eines genügenden Nach= Hafer 19.— Mk., für Heu 7.— Mk., für Stroh 5.— Mk. pro 100 Kilo betragen. (21037
Franz Werkmann von Erzhauſen wurde von Großh. Kreisamt Darmſtadt als
imiſiſes aufgeben. In vielen Fällen wird eine Beſcheinigung der ſeither zuſtändigen
(21088
Polizeidiener für die Gemeinde Erzhauſen beſtellt und verpflichtet.
kuankenkaſſe genügen.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Offeulage der Urliſte für Schöffen oder Geſchworenen.
Kanalbauarbeiten.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde:
Inpolizei=
cer Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be= Die Herſtellung von etwa 900 m
Die aufgeſtellte Urliſte derjenigen Perſonen, die zu dem
hnden ſich: 1 Spitzhund, 1 Pinſcher. 1 Foxterrier, 1 Dobermann gemauerten Kanälen im Nordge=Amte eines Schöffen oder Geſchworenen berufen werden können,
ſtgelaufen). Die Hunde können von den Eigentümern bei dem biet ſoll verdungen werden.
liegt von Montag, den 6. Oktober d. Js. an, eine Woche lang
PPolizei=Revier auslöſt werden. Die Verſteigerung der nicht aus= Arbeitsbeſchreibungen und Be=während der gewöhnlichen Geſchäftsſtunden im Stadthauſe,
Rhein=
eööſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vorm. 10 Uhr, ſtatt. (21057 dingungen liegen bei dem Tief=ſtraße 16/18, Zimmer Nr. 44, offen. In der angegebenen Zeit kann
bauamt, Zimmer Nr. 4, zur Ein=jedermann die Liſte einſehen und gegen die Richtigkeit oder Voll=
Bekanntmachung,
ſicht offen. Auch werden dort die lſtändigkeit derſelben ſchriftlich oder durch abzugebendes Protokoll
Angebotſcheine abgegeben.
Einſprache erheben.
betreffend das Peitſchenknallen.
(20761gd
Infolge ſtändiger Beſchwerden über unnötiges Peitſchenknallen Angebote ſind biee
Darmſtadt, den 3. Oktober 1913.
kluchen wir die Lenker von Fuhrwerken wiederholt, ſich nur in Donnerstag, 23. Oktober I. Is,
Der Oberbürgermeiſter
vormittags 10 Uhr,
keirigender Gefahr zur Verhütung von Unfällen durch Peitſchenknallen,
J. V.: Jaeger.
bei unterzeichneter Stelle
einzu=
hnit ſtets durch einfachen Zuruf, bemerkbar zu machen.
(20896id
Ein Gebot der Sitte und des Anſtandes iſt es insbeſondere, reichen.
Darmſtadt, 4. Oktober 1913.
or Krankenhäuſern, vor den Hochſchulanſtalten, vor Gerichts=Ver=
Die Lieferung der Küchenbedürfniſſe
Tiefbauamt.
ba tungsgebäuden, vor Schulhäuſern und Kirchen das Peitſchenknallen
(Kolonialwaren, Kartoffeln, Backwaren, Molkereiprodukte und
Ge=
ötlig zu unterlaſſen.
müſe uſw.) ſowie die Abnahme der Speiſereſte für die Küche des
Zementbetonröhren.
Unnötiges oder mutwilliges Peitſchnenknallen wird nach § 4 der
Bataillons auf dem Truppenübungsplatz Darmſtadt iſt für die Zeit
lerordnung betr. die Verhütung von Unglücksfällen durch Fuhrwerke
Die Anlieferung von 1900 mvom 1. November 1913 bis 31. Oktober 1914 zu vergeben.
bm 13. Juli 1842 und § 12 der Droſchken=Ordnung für Darmſtadt Zementbetonröhren, 0,6/0,9m weit
Die Bedingungen können im Geſchäftszimmer — Wirtſchaftsbau,
vm 15. September 1906 beſtraft.
ſoll verdungen werden.
Stube 21 — der Infanterie=Kaſerne, Alexanderſtraße 22, in Darmſtadt
Die Schutzmannſchaft iſt angewieſen, gegen unnötiges Peitſchen= Die Lieferungsbedingungen lie=eingeſehen werden. Dieſe müſſen vor Abgabe der Angebote ſchriftlich
ſtallen mit Strafanzeigen vorzugehen.
gen bei uns, Zimmer Nr. 7, zur anerkannt ſein.
Darmſtadt, den 7. Oktober 1913.
Einſicht offen und werden dieſe
Angebote ſind bis zum 15. Oktober 1913 mit der Aufſchrift:
Unterlagen zu 60 Pfg. abgegeben. „Lieferung von Küchenbedürfniſſen” verſiegelt an unterzeichnete
Großherzogliches Polizeiamt.
(21122 Angebote ſind bis
Küchenverwaltung einzuſenden.
Gennes.
Mittwoch, 22. Oktober I. J.,
Die Oeffnung der Angebote erfolgt am 15. Oktober 1913, 12 Uhr
(190
(IV,21069,87
vormittags 11 Uhr,
mittags.
Bergebung von Küchenlieferungen.
bei unterzeichneter Stelle einzu=
Küchenverwaltung Garde=Füſilier=Bataillons
(21075df
Die Lieferung des Bedarfs an Kolonialwaren, Gemüſe, Milch, reichen.
Leibgarde=Infanterie=Regiments Nr. 115, Darmſtadt.
Darmſtadt, 8. Oktober 1913.
Mallkereiprodukten und Kartoffeln, ſowie die Abnahme der Küchen=
Tiefbauamt.
fülle (Spülicht) ſoll für die Zeit vom 1. November 1913 bis 31. Ok=
Keller.
bier 1914 verdungen werden.
Vergebung von Küchenlieferungen.
Die allgemeinen Lieferungsbedingungen liegen im Geſchäfts=
Die Lieferung des Bedarfs an Kolonialwaren, Gemüſe, Milch,
Bekanntmachung.
umer der 5. (Funker=) Kompagnie des Telegraphen=Bataillons Nr. 3,
Donnerstag, 16. Oktober l. Js.,Molkereiprodukten Wohl und Backwaren und Kartoffeln, ſowie die
ſnacke 38, Zimmer 8, zur Einſicht und Anerkennung aus.
Abnahme der Küchenabfälle (Spülicht und Knochen) ſoll für die Zeit
Die Angebote ſind in verſchloſſenem Umſchlag mit der
Auf=
vormittags 11 Uhr,
Arift „Angebot auf Küchenlieferungen für die Zeit vom 1. Novemberſoll die dem Philipp Andel dahier vom 1. November 1913 bis 31. Oktober 1914 verdungen werden.
Die allgemeinen Lieferungsbedingungen liegen im Geſchäfts=
113 bis 31. Oktober 1914” verſehen an die unterzeichnete Küchen=(zugeſchriebene Liegenſchaft:
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Truppenübungsplatz Darmſtadt, 7. Oktober 1913.
(K65/13 verwaltung einzureichen. Letzter Einreichungstermin iſt der 16. Oktober
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Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 9. Oktober 1913.
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[ ← ][ ][ → ] Nummer 239.
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Treppe hinab — oben aber ſchlich die Frau gleich zu ihrer Hauptmann von Seffreck g’ſagt. Und auch in Arad ſoll
(Nachdruck verboten.) Tochter und ſagte groß zu Linerl, die ſich einſtweilen über er beliebt geweſen ſein, und die Damen haben ihm alle
Heute aber, das wußte ſie, durfte ſie den Herrn Joſeph eine Handarbeit geſetzt hatte: Siehgſt es, er hat auch den Hof g’macht!
Rättner nicht ſtören, denn er komponierte und hatte ge= g’ſagt, Du ſollſt warten, bis der Richtige kommt!
Ja, ja, Hanſi, jetzt red’ aber nicht ſo viel, er wird
biten, daß man ja niemanden vorlaſſe. Seit Mittag ſaß
Ja, vielleicht iſt’s der Richtige, Mutter, wer kann das gleich da ſein. Schau lieber, daß der Kaffee langſam
er ſchon am Klavier und verſuchte und ſchrieb wieder — wiſſen! Aber wie der Kapellmeiſter jetzt aufgeſpielt hat,durchlauft und bring den Guglhupf herein, den ich gebacken
und nun, ſie hörte es genau in ihrer Küche, ſchien er ſich da — hab ich’s g’fühlt, — dem Herrn von Erlinger könnt habe! meinte die Mutter.
nuech einmal alles vorzuſpielen, was er heute fertig ge= ich gut ſein!
Folgſam ging Hanſi in die Küche. Seit geſtern abend
bnacht. Wie das quirlte und ſchwirrte, und jetzt, jetzt
Unſinn, brummte die Mutter. Unſinn, ſchlag Dir ſo war ſie ſo merkwürdig aufgeregt, ſo merkwürdig fahrig,
ſetzzte breit und langſam, wie unterſtrichen, ein Walzer ein. Sachen aus dem Kopf.
— und dabei ſo verträumt. Was ſollte ſie in der Küche
Mit geſpanntem Atem lauſchte ſie — unwillkürlich ſchlich
Aber Linerls blondes Köpfchen, das ſich jetzt über die tun? Ja, richtig, faſt hätte ſie es vergeſſen. Es war auch
uch die Tochter an die Tür heran, unwillkürlich war auch Näharbeit ſo tief beugte, beſchäftigte ſich noch immer mit zu ſchön geweſen geſtern, und der Hauptmann von Seffreck
ie von der Muſik erfaßt — langſam, ganz langſam, be= dem feinen Herrn, der ihr Blumen geſchickt hatte, und da= war zu galant. Er wollte ihr ſogar die Hand zum Abſchied
zann ſich das junge Ding zu drehen.
zu ſummte ſie unwillkürlich, als gehörten jene lockenden küſſen. Aber ſie ließ es nicht zu, das wäre zu lächerlich
Hörſt nicht auf! Wenn ers hört! flüſterte die Mut= Klänge zu dieſen Gedanken, den eben gehörten Rittner= geweſen, und ſein ſchwarzer Schnurrbart — hätte ſie zu
ſtark gekitzelt.
et-.
Aber Lina lachte nur und meinte: „Ich kann nim= ſchen Walzer.
Draußen wurde geklingelt, — ein=, zweimal, laut und
ner aufhören, ich kann nicht!
Frau Profeſſor Rittner war draußen in Erdberg ſeit vernehmlich. Ob’s der Bruder Peppi war? Aber nein,
Drinnen brach plötzlich die Muſik ab, aber Linerl
an dem Getrampel erkannte ſie es ſchon, das waren die
breehte ſich noch immer, die Melodie weiter ſummend — mittag beſchäftigt, die Wohnung, das Geſchirr, den
Jauſen=
dis die Tür aufgeriſſen wurde und Rittner vor ihnen ſtand, tiſch, kurz alles zur Ankunft ihres großen Stiefſohnes zwei Zwillingsbrüderchen, der Karl und der Franz, die
möglichſt behaglich herzurichten, und Hanſi, die den ganzen von der Schule kamen, ſie gingen in die zweite Klaſſe der
amn floh das Mädel entſetzt.
Tag vom geſtrigen ſchönen Abend erzählt hatte, half ihr Volksſchule und waren heute vor freudiger Erwartung
Sie müſſen entſchuldigen, Herr Kapellmeiſter, es iſt ein wacker mit. Die Mutter erzog ſie recht häuslich, ſchon ihres großen, unbekannten Bruders das erſtemal pünktlich
unges Ding!
weil ſie, da ſie keine Dienſtmädchen hatte, ihre Hilfe nicht und ohne Aufenthalt nach Hauſe geeilt. Sonſt pflegten ſie
Wenn Ihnen der Walzer nur gefallen hat. Er ſoll ja entbehren konnte.
noch einige Raufhändel auf dem Heimweg auszutragen
illee zwingen, zum Tanzen und zur Liebe zwingen!
Mutter, haſt die ſchönen Orden geſtern gſehn, die und gemeinſam irgendeinen anderen Buben zu verhauen.
Is er ſchon da? Is er ſchon da? riefen beide gleich=
Sein’s ſo gut! rief die Mutter, ſein’s ſo gut, tanzen der Peppi angeſteckt g’habt hat! — Alſo ſo viel, wie ein
zeitig, da die Schweſter ihnen die Wohnungstür öffnete.
arf mein Madel von mir aus, aber lieben, na, damit General!
Ja, ja, Kindel, er iſt halt draußen im Leben ein
be=
ſoll’s noch ein bißchen warten!
Nein, geht’s her, Buben, ihr kriegt Euren Kaffee in
der Küche!
Bis der Richtige kommt! — ſetzte Rittner gleichgültig rühmter Mann geworden!
Men
Seite 14.
Nummer 239.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 9. Oktober 1913.
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mit dem Peppi zuſammen im Zimmer Kaffee trinken!
ſachte vor ſich hinſtreckend, in den bequemen Lehnſtuhl ſin= Vaters hatten, trotzdem er ſelbſt ſeiner verſtorbenen Mut=
Sie legten ihre Schulranzen ab und ſtürmten ins ken, der am Querende des gedeckten Tiſches ſchon für ihn ter glich.
Wohnzimmer, wo die Mutter am Tiſch ſtand, die lächelnd bereit ſtand. Er muſterte auf einmal dieſen ihm ſo lieben
Wie ganz anders war’s da geworden! Die Sachen
ihren Bitten nachgab.
und trauten Raum mit ſeines großen Sohnes Augen. Was hier herum ſtrömten jetzt Wärme, Behaglichkeit und Fülle
Nun war alles gerichtet, — nun konnte Peppi kommen. der noch alles davon kennen würde, — an Möbeln, an aus. Er war zu gerecht, um dies nicht anzuerkennen. Z
Er würde alles rein und ordentlich und behaglich finden. Bildern, — was für ihn neu wäre, was die zweite Frau ſeiner Mutter Zeiten war alles kühl und kalt geweſen
Frau Rittner trat ſelbſt vor den großen Spiegel über der da hereingetragen.
ſtreng und düſter, jetzt ſchön, alles bunt und voll und
Kommode und ſah prüfend hinein. Sie neſtelte ein wenig
Nun wurde die Glocke gezogen, Hanſi ging klopfenden luſtig.
an ihren überreichen, braunen Haaren, glättete die weiße, Herzens öffnen, die beiden Zwillinge ſtürmten wie ſchreiend
Mehr ſchwarz, nicht wahr, Joſef? Frau Betta
ſchüt=
kleine Kaffeeſchürze, die ſich ſtraff an ihre volle Geſtalt dem Ankömmling entgegen, ſie hingen ſich an ſeine Beine tete ihm eben den Kaffee ein. Die Buben rutſchten
vonſei=
legte und ging dann in die Küche. Im ſelben Augenblick und ſahen auf ſeinen Säbel, ſie nahmen ihm Kappe und nen Knien auf ihre Plätze,, ſie fürchteten der Mutter
ver=
kam der Profeſſor.
Handſchuhe ab und führten Joſef im Triumph ins Wohn= weiſenden Blick.
Iſt er ſchon da? war auch ſeine erſte Frage. Dann zimmer. Der alte Vater hatte ſich von ſeinem Stuhl er=
Nun, Hanſie, jetzt mußt Du mir einmal erzählen, was
ging auch er langſam ins Wohnzimmer, prüfte alles nach, hoben. Frau Betta ſtand neben ihm, faſt feierlich begrüßte Du immer machſt! ſagte Joſef zu ſeiner großen Schweſter
ordnete die langen Pfeifen in der Ecke, — ſtellte den Stoß er den Sohn: Und ich hoffe, daß es Dir bei mir gefallen
Die fuhr, wie aus Träumen erwachend, auf, errötete
Hefte aufs Fenſterbrett, ging dann ins anſtoßende Zim= wird und daß Du ein zweites Heim da findeſt; was in leiſe und meinte verwirrt: O, nichts, nichts mache ich!
merchen, das ihm als Arbeits= und Studierzimmer diente, unſerer Macht ſteht, Joſef, werden Deine — Mutter und
Aber da fiel ihr ſchon der Vater ins Wort: Die
Mut=
holte von dort Zigarren heraus, und da ſeine Frau ihm ich tun! ſchloß er.
ter erzieht ſie ganz häuslich, ſie muß feſt mithelfen, und
eben in den Weg kam, ſtellte er ſich vor ſie, ſah ſie prüfend
Aber Joſef Rittner war ſo guter Dinge und ſchüttelte ſingen tut ſie ein bißchen.
an und ſagte dann befriedigt: „Gut ſchauſt aus. Der nur dem Vater und der jungen Mutter die Hand und ſagte:
Ah, bravo! — da mußt Du mir dann etwas vor=
Pepperl kann auf das Mutterl ſtolz ſein!
Schön habt Ihr’s, gemütlich, und zwei reizende, wilde, ſingen!
Sie lächelte und drückte ihm einen flüchtigen Kuß auf echte Buben ſind das. Kommt, küßt mich, Brüder!
Ich kann nichts, Pepperl!
Das machte Frau Betta, der es vor dieſer Stunde
die Wangen. Gelt, für Deinen großen Buben iſt Dir
Geh’, wer wird denn ſo kleingläubig ſein?
nichts gut genug, Vater! — Haſt recht, er ſoll es bei uns lange gebangt hatte, froh und glücklich, und auch dem alten
Dann vertiefte ſich alles in den Kuchen und Kaffee,
nett und behaglich finden, das iſt das einzige, was wir Vater ſtieg eine heimliche Träne in die Augen, da er ſeine Nur Frau Betta war fürſorglich auf alles bedacht: Haſt
ihm jetzt noch bieten können!
zwei Generationen ſo nebeinander ſah.
Du genug Zucker, Joſef? Geh’, nimm noch ein Stückel
Und ein bißchen Anteilnahme und ein bißchen Liebe.
Frau Betta beſann ſich ſogleich ihrer Hausfrauenpflich= Kuchen! —
Na, Vater, iſt der Kaffee ſo recht? Buben,
Er ſoll langſam wieder in unſere Familie hinein= ten und eilte hinaus, um den Kaffee zu holen. Joſef nahm gebt’s mir aufs neue Tiſchtuch acht, wer’s anſchmiert, kriegt
wachſen. Die Hanſi muß ihm dann was vorſingen!
einſtweilen auf jedes Knie einen der Buben, ließ ſie reiten Schläg! — So ging es fort, nicht etwa erregt, ſondern kes
Ich glaub, die traut ſich net!
und ſah ſie dabei genauer an, wem von den Eltern ſie haglich, umſichtig, für jeden bedacht und für alles beſorgte
Voy dem eigenen Bruder?
ähnelten, und er freute ſich, daß ſie die großen, ſchwarzen
(Fortſetzung folgt.)
Msſr
Nummer 239.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 9. Oktober 1913.
Seite 15.
(B. Streith. Tot. 2010), Pl. 70, 19, 210. Undl.: Salta, ſSchwede B. Zöholm vor dem Dänen Peierſen, im keichten
Quodlibet, Fröhliche Zeit, Fides, Heuſchrecke, Grete, Ha= Mittelgewicht (bis 150 Pfund) der ruſſiſche Weltmeiſter
vanna Verlaß, Republikaner, Paducah. Sicher ½—½Oskar Kaplur vor dem Dänen S. Nielſen, im ſchweren
Die nichtfeltende.
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Enghien 7. Okt. Prix du Valentinois; 8000 vor Lindkviſt=Schweden und im Schwergewicht (über 165
Lautereme Franes, 3500 Meter: 1. Monſ. G. P. Esbrans Biſe (Par= Pfd.) der alte däniſche Ringer S. M. Jenſen, der ſchon bei
frement), 2. Seeours (A. Carter), 3. Eaſablaneg IV (J. den Olhmpiſchen Spielen 1904 in Athen triumphierte.
ug
g, Meins lübe 20 Pf
B. Laſſus). Tot. 62.10, Pl. 23, 21, 41110. Unpl.: Caton,
3. Autoſport. Die Haupterfolge der Herbſtrennen
In ollen. Aowoehen
36
Ke
Cigale V, Le Tremblay, Allia II, LiEpave, Bruges Mono= auf der Brooklands=Bahn hatte Joerns auf Opel=
I
wperien u. Fejänecien.
plan, Marocain, Bal Masque II, Calomel, Scarpia.wagen. Er ging jedesmal unter 12 Konkurrenten aus
1½—4 Lg. — Prix du. Graiſivaudan; 5000 Francs, Di= beiden Internationalen Rennen über 5¾ und 8½ Meilen
ſtanz 3000 Meter: 1. Monſ. Jam. Henneſſys Le Shſtemier als Sieger hervor und war mit ſeinem L2pferdigen Wa=
Sport, Spiel und Turnen.
(A. Carter). 2. Chatterbox (Berteaux), 3. Perdigail (Par= gen ſchneller als alle Konkurrenten auf über 22 Ps. ſtarken
sr. Pferde=Rennen. Strausber g. Biesdorfer frement). Tot. 24:10, Pl. 23, 29, 31110. Unpl.: Don Ce= Wagen. Seine Stundengeſchwindigkeit betrug 68¾
Mei=
lach=Rennen; 2500 Mark, Diſtanz 1000 Meter, 1. Abtei= ſar, Nemrod, Soleil dOr II. Saint Auvertin, Brittany len. Trotzdem der Opel=Wagen ſeinen Konkurrenten 12
ſurig: 1. Herrn O. Kampfhenckels Hadwig (A. Plüſchke), Bey, Silent Harry, Anglet, Clitias, Juduro, Eſſon, Mil=Sekunden Vorgabe abgeben mußte, gewann er leicht mit
über 100 Längen.
. Luſtige 7 (von Tucholka), 3. Wintermärchen (Raſtenber= tois, Geniale. Obſeſſion, Au Revoir, Coſilla. 2—5 Lg.
er). Tot. 74:10, Pl. 13, 34, 12:10. Unpl.: Fairy Queen (4), Prir de I'Oiſans; 3000 Francs, Diſtanz 2800 Meter:
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Luftfahrt.
is Hals—1 La. — Biesdorfer Flach=Rennen; 2500 Mark, nith II (Parfrement), 3. Beau Rivage II (J. B. Laſſus).
ſtanz 1000 Meter 2. Abteilung: 1. Herrn E. von Ben=Tot. 38:10, Pl. 13, 16, 26:10. Unpl.: Puteaur. Proßba,
Das internationale Waſſerflugzeug=Meeting
iaſens Cloe (Torke), 2. Monorität (Kaſper), 3. Helios Sultano, Claret, Take Are, Soleil Levant, Tattenham an den oberitalieniſchen Seen, an dem, wie berichtet, der
Mac Dermet). Tot. 45110, Pl. 23, 17 53:10. Unpl.: Corner, Bonjour II. 3—5 Lg. — Prix de la Romanche; 4000 deutſche Flieger Helmut Hirth mit einem
Albatros=
torda (4), Fiskaliſche, Goethe, Fria, Süße Nixe (gef.), Francs, Diſtanz 2800 Meter: 1. Monſ. F. GouttenpireEindecker teilnimmt, nahm mit der erſten Etappe ſeinen
Bubillarde. Sehr ſicher 1½—½—¾4 Lg. — Wilkendorfer de T. Liberateur (J. Bara), 2. Cheveche (Boutet), 3. Prince Anfang. Vom Como=See aus führte die Strecke, der Adda
u gd=Rennen; Ehrenpreis und 2000 Mark, Diſtanz 3800Chriſtian (Oudot). Tot. 46:10, Pl. 20, 68, 53110. Unpl.: folgend und dann am Po entlang, über Piagenza nach
eter: 1. Herrn W. von Kellers Tittle Tattle (Lt. Prinz Walde, LImpeteaur, Entente, Le Minotier, Sinaloa, Ra=
Pavia. Es ſtarteten um 7 Uhr 42 Minuten Chemet auf
Bentheim), 2. Polonäſe (Lt. Graf Strachwitz), 3. Llan= dis Rouge, Fire Chat, Lillias, Fiſtiſſi, Cendre de Chene, Vorel=Eindecker, 7 Uhr 53 Minuten Landini mit einem
uono (Lt. Weinſchenk). Tot. 104110, Pl. 35, 53, 57.10. Boule de Neige V, Rabouzac, Voran, Centreß, La Sa=italieniſchen Apparat, 8 Uhr 2 Minuten Morane auf
Mo=
pl .: Snowdons Knight (4), Zale, Tugela, Galbally, gitta, Suiſſeſſe Braie Amie. Kurzer Kopf—4 Lg. — Prix rane=Saulnier=Eindecker, 8 Uhr 11 Minuten Divetain auf
Guver Rays, Adlershorſt. Leicht 5—94—½2 Lg. — Preis Blaviette: 1. Monſ. Henneſſys Pyrrhus (A. Carter), 2. Te= Vorel=Eindecker, 8 Uhr 16 Minuten Helmut Hirth auf
ſort Groß=Beſten: 2300 Mark. Diſtanz 3400 Meter: 1. Fürſt nor (Hawkins), 3. Utmeſt (Head). Tot. 22110, Pl. 15, Albatros=Eindecker 8 Uhr 31 Minuten Garros auf Mo:
Hohenlohe=Oehringens Sturmwind (Printen), 2. Pa=82310. Unpl.: Or du Rhin III, Turnover, Vingt Hanaps rane=Saulnier=Eindecker und 8 Uhr 45 Minuten Fiſcher
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ſtafhington (gef.), Maganzoi (ausgebr.), Loupre, Quo rers Beriot (M. Barat), 2. Invocation (F. William), 3. La einem Landfahrgeſtell ausgerüſtet. Die Flieger trafen
zu=
lſadis, Seneca, Zarina, Orlov (gef.). Die Wetten hier= Begude (E. Hardy). Tot. 114:10, Pl. 35, 48, 28:10. Unpl.: nächſt auf dichten Nebel. Später klarte das Wetter auf,
uf zurückgezahlt. Gegenwehr 1—½—4 Lg. — Gamen= Piper (4), Oria, Ekwanok, Selinonte, Eleuſis II. Saint doch herrſchten in den höheren Luftſchichten ſtarke Wind!
tund=Jagd=Rennen; 2000 Mark, Diſtanz 3600 Meter: Marcet Pierre Corneille, Medieis, Karagouzel, Myhope, bewegungen. Als Erſter traf am Ziele Morane ein. Es
.=Herrn H. Weſtens Myrrha (Martin), 2. Droma (Stü= Hygie II, Polo Alto, Manifeſtant. 2—2 Lg.
folgte Chemet, dann Helmut Hirth und als Vierter Fiſcher;
sr. Athletik. Neuer Sieg des Weltmeiſters Hegen=Garros mußte infolge einer Motorpanne bei Lecco
nieder=
lling), 3. Fromme Helene (von Tucholka). Tot. 19110, Pl.
e 15, 1610. unpl.: Baſuto (4), Farneſe, Goute (gef.),wald in Kopenhagen. Bei den internationalen Ama=gehen. Hierbei wurde ſeine Maſchine beſchädigt und
Gar=
rolſtein Schakal. Sicher 1—2—½ La. — Kuepark=Jagd= teur=Ringkämpfen in Kopenhagen, die die Däniſche Athle= ros war darum zum Aufgeben gezwungen. Der Italiener
irnnen; Ehrenpreis und 2300 Mark, Diſtanz 3600 Meter: ten=Union zur Feier ihres 25jährigen Zubiläums veran=Landini erlitt unterwegs gleichfalls eine Panne und gab
ſ. Herrn K. von Tepper=Laskis Sitard (Lt. Graf Saurma), ſtaltete, errang der einzige deutſche Teilnehmer, der Feder= auch auf, Divetain verflog ſich. Er kam ſpäter wieder auf
Sarsfield (Herr W. Dodel), 3. Coney Island (Herr gewichtsweltmeiſter Hegenwald=Görlitz, wieder einen die richtige Bahn, beſchädigte jedoch bei einer
Zwiſchen=
darfeld). Tot. 38:10, Pl. 12, 11110. Unpl.: Galago. ſchönen Sieg, da er in ſeiner Klaſſe (bis 120 Pfund) als landung 50 Kilometer vor Pavia ſeinen Apparat und gab
öngenwehr, Hals—2—3 Lg. — Altbuchhorſter=Jagd=Ren= Sieger vor dem Dänen Rothe hervorging, den er im Ent=auf Die Flugeiten für die Etappe ſind: 1. Morane
ſat: 20 000 Mark. Diſtanz 3000 Meter: 1. Herrn H. Wenckesſcheidungskampf ſchon nach 5 Minuten auf beide Schul=1 Stunde 57 Minuten 31 Sekunden, 2. Helmut Hirth
rtiſane (Wurſt), 2. Abdul (Printen), 3. Fife Honours tern brachte. Im Leichtgewicht (bis 135 Pfund) ſiegte der 2:03:44, 3. Chemet 2:23:33, 4. Fiſcher 3145:15.
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Darmſtädter Tagblatt, Vonnerstag, den 9. Oktober 1913.
Nummer 239.
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Eblfe
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erkannten Missionare, die Kulturpioniere Süd-Amerikas, den Wert des Paranä-Mattes.
Empfehle von größeren Zufuhren: (IIII,21095
Sie machten seine Bedeutung in gesundheitlicher und volkswirtschaftlicher Hinsicht
der Allgemeinheit bekannt. Süd-Amerika verdankt seine Gesundung, seine vom
Holländ. Schellfiſche in allen Größen
Alkohol und anderen aufregenden Getränken wenig beeinflusste Kraft nicht zum
27
Prima Schellfiſche im Ausſchnitt
geringsten dem Paranä-Matte, dessen Bedeutung für die Volkswohlfahrt von
Helgoländer Kabliau im Ausſchnitt
wissenschaftlichen Autoritäten anerkannt ist. Die Physiologen und Hygieniker be-
Große Schollen, Bratſchollen, Rotzungen
trachten den Parand-Matte als ein wichtiges Nährmittel, das nach dem Ausspruch
von Prof. Gubler die Kräfte wieder belebt, ohne jedoch das Zellengewebe anzugreifen.
Grüne Heringe, Goldbarſch, Knurrhähne
Die charakteristischen Bestandteile des Paranä-Mattes bilden die Basis zu der
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Für dieſe Woche empfehlen:richt im Mittelſchulgebäude in der Hermannſtraße, für ſolche aus
16. Oktober 1913.
dem Nordweſtviertel im Schulhauſe in der Lagerhausſtraße, für alle
übrigen Schülerinnen im Schulhauſe in der Rundeturmſtraße ſtatt.
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Gewerbliche Fachkurſe
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Stopfen und Sticken, Bügeln, Kochen, hauswirtſchaftliches Rechnen
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1. Handnähen und Anfangsunterricht im Maſchinennähen,
Blaufelchen
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2. Maſchinennähen und Wäſchezuſchneiden,
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3. Schneidern,
Hochfeiner
Das Schulgeld beträgt:
4. Bluſenkurſus,
a) für hieſige Schülerinnen vierteljährlich 3 Mark,
5. Bügeln, viermonatl. Kurſus und einmonatl. Kurſus,
Nordsee-Seehecht
b) für auswärtige Schülerinnen vierteljährlich 9 Mark.
6. Flicken,
In beſonderen Fällen kann es hieſigen Schülerinnen erlaſſen
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7. Weißſticken und Stopfen,
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Anmeldungen für alle Abteilungen werden Donnerstag,
9. Freihandzeichnen,
Weſer=, Silberſalm den 16. d. Mts., nachmittags von 3—4 Uhr, im Schulhauſe in
10. Spitzenklöppeln,
der Rundeturmſtraße, von dem Leiter der Schule entgegengenommen.
11. Spindelgipüre,
Oſtende, Steinbutt u. Seezungen,
Darmſtadt, den 8. Oktober 1913.
12. Holzbrand, Schnitzen, Tarſo und Heliosmalerei,
Schellfiſch, Kabliau, Merlans,
Der Vorſtand:
13. Kochen und Back=Kurſus (im Monat Dezember).
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Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 9. Oktober 1913.
Nummer 239.
erten er hen en ger n er enentegen ir lie dir in ihe etetertr
einen erſchreckenden Umfang angenommen. 3. Der Ge=Pioniers des dunken Erdteils in einer Fülle von hübſchal
Zahn-Créme
burtenrückgang iſt weit weniger phyſiologiſchen Motiven, Zügen ſchildert. Er wurde nicht nur von ſeiner Umgebumg
ſinkender Gebärfähigkeit als pſychologiſchen Motiven, ſondern auch von den Negern über alles geliebt, denn
mangelnder Gebärwilligkeit, zuzuſchreiben. Die Beſchrän= war gegen ſie ebenſo gut wie gegen die Weißen und ei
3 kung der Kinderzahl iſt hauptſächlich in den Mittelſchichten laubte niemals daß man von ihnen in Gegenwart ſein.n
40
zu Hauſe, die in unſerem heutigen Wirtſchaftsleben auf „Boys” geringſchätzig oder verächtlich ſprach. Seine Frei=
V
ein ſoziales Emporkommen hoffen können, vor allem aber gebigkeit war ſo groß, daß ſein Wohltätigkeitsbudget
Deklaſſierung zu fürchten haben. „Frauenbewegung” oder den letzten Jahren ſeines Lebens die gewaltige Summel
Le
Mundwasser
„Frauenemanzipation” werden als Mitſchuldige an dem von 2000 Mark den Tag erreichte. Wie die Neger Rhode
Uebel des Geburtenrückganges angeklagt; unter dieſer Be= vergötterten, dafür iſt eine Geſchichte typiſch, die Le Suenn
zeichnung aber alle Veränderungen im modernen Frauen= erzählt. Eines Tages brachte ein Trupp der gefürchteten
Kongreſſe und Verbandstage. leben, vornehmlich der Frauenkultus, die Neue=Ethik=Be= Matoppos unter der Anführung des Häuptlings einen Mäl
ſionar in das Lager von Rhodes und bat, ihn hängen S
— Gießen, 7. Okt. Der Allgemeine Deutſche wegung, die Frauenerwerbsarbeit zuſammengefaßt. Dar= dürfen. Auf die Frage was der Mann denn ſo Furch
Frauenverein, der ſeit einigen Jahren ſeine Arbeit auf iſt zu entgegnen: 1. Die Grundgedanken des Frauen= bares verbrochen hätte, antworteten ſie: Er hat uns ge
insbeſondere auf die Erweiterung der Frauenarbeit und kultus und der ſexuellen Frauenemanzipation, die beide ſagt, er ſpräche zu uns im Namen des höchſten Herrn die
Frauenrechte in der Kommune konzentriert, hielt ſeine 27. auf den Geburtenrückgang einen — wenn auch nur ge= Erde, und behauptet dieſer Häuptling ſei noch mächtige
Generalverſammlung unter dem Vorſitz von Fräulein ringen — Einfluß haben, ſtehen im Widerſpruch zu den als der Umlanule M Kunoji.” Umkanule M. Kunoik wall
Helene Lange vom 6. bis 8. Oktober in Gießen. Dem Grundgedanken der Frauenbewegung. 2. Der Einfluß der der Name, den ſie Rhodes gegeben hatten, und ſie glaunl
Verband gehören 71 Ortsgruppen und Zweigvereine in Frauenerwerbsarbeit der unteren Stände auf die Gebär= ten, der müſſe des Todes ſterben, der an ſeiner Allmacht
ganz Deutſchland an und er wird immer mehr zum Mittel=fähigkeit der Frauen iſt zuzugeben, ihr Einfluß auf die zweifeln wolle. Der Mann, der Millionen erworben umſ
punkt der Verſuche, die Mitarbeit der Frau in der Kom=Gebärwilligkeit iſt unbewieſene Hypotheſe. Nachweislich ſeinem Lande ein großes neues Reich erobert hat, lebet.
munalverwaltung, in Armen= und Waiſenpflege, Jugend= ſetzt in den Schichten der qualifizierteſten Arbeiter die Ge= in der denkbar einfachſten Weiſe. Er trank nur Waſſe
fürſorge, Wohnungspflege, Tuberkuloſefürſorge, Schulver= burtenabnahme ein; in dieſen Schichten ſind die Frauen und zog allen anderen Genüſſen die freie Luft Afrikas von
waltung uſw. zu erweitern und ſelbſtändiger und ver=nur in Ausnahmefällen außerhäuslich erwerbstätig. wo er einſt von ſchwerer Krankheit Geneſung gefundenl
antwortlicher zu machen. Nach den üblichen Begrüßun=3. Die Frauenbewegung hat die Frauenfabrikarbeit bei Das köſtlichſte Mahl in dem eleganteſten Reſtaurant ven
gen und der Erledigung des geſchäftlichen Teils ſprach ihrem Entſtehen vorgefunden, nicht geſchaffen oder ge= achtete er um eines einfachen am Lagerfeuer gebratenet
Dr. Marie Eliſabeth Lüders, ſtädtiſche Wohnungs=fördert; ſie weiß aber, daß die Hoffnung auf Beſeitigung Stückes Fleiſch willen das er inmitten der weiten Ge
biete, die er der Barbarei entriſſen, im Schatten einei
inſpektorin, über die Aufgaben der ſtädtiſchen derſelben ins Reich der Utopie gehört.
Die Frauenbewegung wird ferner für die ſteigende Baumes verzehrte. Auf Kleidung gab er ſehr wenig.t
Wohnungspflege und die weibliche
Woh=
nungsinfpektion. Die Rednerin ging von dem Zahl erwerbstätiger Frauen und Mädchen verantwortlich trug dieſelbe Nacke, bis ſie nicht mehr zu gebrauchen Wan
Geſichtspunkte aus, daß die Wohnungspflege polizeilicher gemacht: die neuen Frauenberufe ſetzen den Wert des und wie ſeine Sachen ausſahen, das geht aus der Antwogſ
ſeines Schneiders hervor, dem er einen Anzug zum Reiil
Befugniſſe bedürfe, obgleich darin die Gefahr bureaukra= Hausmutterberufes herunter; bei den Mädchen
verrin=
tiſch unvorſichtiger Behandlung der Bevölkerung liegt. gere ſich die Neigung zur Ehe: bei den Männern ſchiebe nigen und Ausbeſſern geſchickt hatte, und der dem Sekretmt
Bei pflegeriſchen Aufgaben muß die Frau im Vorder= die weibliche Konkurenz die Möglichkeit der Familien= antwortete: „Sagen Sie bitte, Sir Gecil, daß ich von dis
grund ſtehen und überall da, wo es ſich um wiſſenſchaft= gründung immer weiter hinaus; bei den verheirateten ſem Kleidungsſtück höchſtens noch die Knöpfe verwenden
liche, ſtatiſtiſche, ſozialpolitiſche Verarbeitung der Inſpek= Frauen erwache der Konflikt zwiſchen Erwerbsberuf und könnte.” Auf ſeinen weiten Reiſen, die er durch Rhodeſtich
tionserfahrungen handelt, die akademiſch gebildete Woh= Mutterpflichten. Abgeſehen davon, daß 1. das Heirats= unternahm, entbehrte er jedes Komforts: jedem andere
nungsinſpektorin. Das praktiſch freilich unerreichbarealter der Männer in keinem Zuſammenhang mit der weib= Bett zog er die harte Bank ſeines Wagens vor. Kamdil
Ideal würde die Architektin ſein, die zugleich volkswirt=lichen Konkurrenz in ihren Berufen ſteht; daß 2. die Hei= Nacht, ſo ſtreckte er ſich, in eine große warme Decke gs
ſchaftliche Bildung und ſoziale Praxis beſitzt. Jedenfalls ratsziffer die Geburtenziffer nicht erklärt; und daß end= wickelt, auf das Holz nieder, benutzte einen kleinen Koſſe
iſt eine rein akademiſche Bildung ohne ſoziale Erfahrung lich 3. die Frauenbewegung niemals die außerhäusliche als Kopfkiſſen und ſchlief tief und ruhig bis zum Morgen
für den Poſten nicht ausreichend. In der Diskuſſion wurde Erwerbstätigkeit der Ehefrau als erſtrebenswerten Um= Alle Zeremonien und umſtändlichen Höflichkeitsbezeugund
gen waren ihm verhaßt. Wie wenig er ſich in höfiſche Sit
vor allem die Notwendigkeit beruflicher anſtelle der ehren= ſtand hinſtellte, iſt mit allem Nachdruck zu betonen, daß ten fügen konnte, davon gibt ſeine berühmte Unterredund
amtlichen Wohnungspflege betont, deren praktiſche Be= gerade in den breiten Mittelſchichten (Großbauern, Klein= mit dem deutſchen Kaiſer ein Beiſpiel. Zwei Stunden
deutung ſehr gering ſei. Es wurde zum Schluß die Grün= bürgern, Kaufleuten, Beamten und weiten Kreiſen der lang bereits dauerte das Geſpräch, und noch immer,
dung einer Kommiſſion in Verbindung mit der Zentrale geiſtigen Berufsarbeiter), wo die Erwerbsarbeit der Frau Kaiſer Wilhelm intereſſierte Fragen, zeigte ſich nicht
für Gemeindeämter der Frau beſchloſſen die ſich dem Aus= teils ſeit Jahrhunderten gebräuchlich und mit ihren mindeſten ermüdet. Da zoa Rhodes ſeine Uhr. ſtand gutll
bau der Wohnungspflege unter Zuziehung von Frauen1 Mutterpflichten vereinbar war teils durch Sitte oder gar ſtreckte dem Kaiſer die Hand hin und ſagte: „Well, goocll
durch Geſetz verboten iſt, der Geburtenrückgang am deut= bye! Es tut mir leid, aber ich muß, jetzt gehen, dennich
widmen ſollte.
In der öffentlichen Abendverſammlung ſprach Fräu=lichſten nachweisbar iſt. Vollkommen belanglos für die habe noch eine andere Verabredung.”
lein Dr. Marie Bernays über die Frage: Beſteht ein Bevölkerungsbewegung der Nation iſt die Zahl der
Mäd=
urſächlicher Zuſammenhang zwiſchen Frauenbewe=chen, denen das Bewußtſein ihres eigenen Weſens die
Literariſches.
gung und Geburtenrückgang? Die Rednerin ausſchließliche Hingabe an überperſönliche Werte gebietet,
führte folgendes aus: Im letzten Viertel des 19. Jahrhun, und die noch kleinere Zahl der Ehefrauen, deren Fähigkeit
Lehrer Mathieſſen. Roman von Haus
derts hat eine Abnahme der Geburtenziffern in allen Kul=für objekte Kulturleiſtungen wirklich mit ihren Gattungs=Hyan. Deutſches Verlagshaus Bong & Co Berlinn
turländern eingeſetzt, die mit zunehmender Schneligkeit l aufgaben in Konſtikt kommt.
Preis geh. 4 Mk., gebunden 5 Mk. Die Geſchichte eines
Weder auf deduktivem noch auf induktivem Wege läßt Lehrers, der an einer Gemeindeſchule in der Kleinſtadm
bis heute fortdauert. Wiſſenſchaftliche Unterſuchungen
über dieſe neuzeitliche Bevölkerungsbewegung haben fol= ſich ein urſächlicher Zuſammenhang zwiſchen Frauen=unterrichtet, wird hier erzählt; eines Mannes, der in ſeine
bewegung und Geburtenrückgang nachweiſen. Beide Er=Umgebung nicht hineinpaßt der an ihr faſt zugrunde geht.
gende Reſultate ergeben:
ſcheinungen haben nicht einmal denſelben gedanklichen weil er den Menſchen nach ſeinem Ideal formen will. Die=
1. Der Geburtenrückgang iſt eine
Entwickelungser=
ſer Claus Mathieſſen hat nach einer zarten Jugendliebea
ſcheinung der geſamten Kulturwelt, die nur in ihren inter= Urſprung.
die der Tod zerriß, ein Weib genommen — nein, erſt
nationalen Zuſammenhängen begriffen werden kann.
Hin=
von einer Frau genommen worden, die ihm in allen
ſichtlich dieſes Vorgangs im Völkerleben nimmt Deutſch=
Vermiſchtes.
unähnlich, zum Verhängnis wird. Dem Buche das vom
land inmitten der anderen Staaten durchaus eine
Mittel=
ſtellung ein. 2. Der Geburtenrückgang iſt nicht auf die
— Geſchichten von Cecil Rhodes. Die Perſönlichkeit der erſten bis zur letzten Seite eine gewaltige Spannung
Städte beſchränkt geblieben; auf dem Lande ſinkt die Ge=, des Schöpfers von Rhodeſia, Cecil Rhodes, erfährt eine aufweiſt und in die ſchwierigſten ſozialen Mißſtände
hin=
burtenzahl zwar etwas langſamer als in den Städten, intime Beleuchtung durch die ſoeben erſchienenen Erinne=einleuchtet, wird ſicherlich ein großer Erfolg beſchieden ſeitl
aber ebenſo ſtetig. In den kontinentalen Rieſenſtädten, rungen ſeines langjährigen Sekretärs Le Sueur, der uns
Leipzig 1913
Internationale Baufachausstellung mit Sonderausstellungen
Sven-Aussfehunfd
für Bauen und Wohnen
(I,20955
Mai bis Ende Oktober
Am Fuße des Völkerschlachtdenkmals erbaut auf einer Fläche von 400000 qm. Besondere Sehenswürdigkeiten:
Leipzig um 1800 — Dörfchen mit anschließender landwirtschaftlicher Sonderausstellung — Gartenvorstadt
Marien-
brunn — 50 000 am großer Erholungspark — Täglich große Konzerte — Abends Festbeleuchtung der
Ausstellungs-
bauten und Leuchtspringbrunnen — An Elitetagen, in der Regel Montags, große Fest-IIumination.
Bis heute rund 3½Million Besucher.
Nur der offizielle Katalog und Führer sind maßgebend.
Die deutsche und ausländische Presse hat schon während der Vorarbeiten der Ausstellung das größte Interesse entgegengebracht.
Set. de Setlianen eten ie etenteneten Frahr. e e eenen etr enertit. t enen ehenete etenenenen
Die Leipziger Weltausstellung für Bau- und Wohnwesen . . . Also eine nationale Ausstellung und erfreulicherweise . . . diese Austellung, über deren feierliche Eröffnung
ist das stolze Dokument unserer wieder wahr gewordenen, zum guten Teil als ein nationales Unternehmen ist die wir berichteten, bietet unendlich viel mehr als trockenen
festgegründeten, großzügigen, ehrlichen und phantasiereichen Leipziger Schau zu werten, denn dem Rufe der Leipziger Fachkram, der die Allgemeinheit wenig interessieren
neuen Baukultur . .
Frankfurter Zeitung haben viele andere Städte, haben vor allem Staaten wie könnte; die gibt eine völlige Ausschöpfung des Begriffes
Preußen, Sachsen und Bayern Folge geleistet . . . So Baufach und verfolgt ihn in seinen Ausstrahlungen bis
Leipzig hat den Beweis geliefert, daß es auf dem Gebiete kann die ganze Ausstellung trotz aller erhobenen Einwände, in fast alle anderen Kulturgebiete . . . Tägliche Rundschau
klärend und kulturfördernd wirken, und muss deshalb
des Weltausstellungswesens mit jeder europäischen Groß- als ein Dokument und Monument deutscher Kultur und Wenn die Internationale Baufach-Ausstellung vor den
stadt in die Schranken treten kann . . . und weiter ... deutschen Geistes dankbar begrüßt werden, Auf dem, Toren Leipzigs auf den Grundlagen und Erfahrungen
Eins aber steht fest: Die lba wird in der Geschichte des was hier als Leistungen unserer Zeit vorgeführt wird, der Dresdener Hygiene-Ausstellung aufgebaut ist, so ist
modernen Ausstellungswesens als eine Musterleistung ge- soll sich dereinst wieder eine wahrhaft künstlerische Kultur das ein erfreulicher Beweis für die Abkehr von der
bührend gefeiert werden, und die Besucher, die aus allen erheben, Möge dem so sein.
Hannoverischer Courier wachsenden Planlosigkeit der Weltausstellungen der letzten
Gegenden der Welt nach der alten Pleißestadt zu pilgern
Jahre. Vor allem wird auch der Besucher in der
glück-
beginnen, werden die Reise nicht zu bereuen haben . .. Allem Anschein nach wird die heute eröffnete Internatio- lichen Lage sein, bereichert und belehrt von ihr nach
Dresdener Anzeiger
Kölnische Zeitung nale Baufach-Ausstellung in nichts hinter der Hygiene- Hause zu gehen.
Ausstellung in Dresden zurückstehen, umsomehr, da ja
.das große Werk . . . Eine Kühnheit, die gerade wir das Bauwesen im allerengsten Zusammenhang mit der Es mag ausdrücklich nochmals hervorgehoben sein, daß
Berliner besonders würdigen und preisen müssen, da wir menschlichen Kultur steht, und fast in alle Zweige deg die Internationale Baufach-Ausstellung, zwar aus der
sie bisher nicht bewiesen haben und wie es scheint, in menschlichen Lebens eingreift, so daß auch der Laie des Praxis für die Praxis geboren, doch eine reiche Fülle
absehbarer Zeit nicht beweisen werden . . . Es verdient Interessanten und Belehrenden soviel findet, daß er gern anschaulicher Unterweisung und belehrende Aufklärung
die Bezeichnung durch seinen Umfang, durch die Art, der Ausstellungs- und Feststadt Leipzig einen Besuch ab- umfaßt, die auch für die Allgemeinheit von größter Be-
Neue Preußische Kreuzzeitung
wie es mit der Entwicklung der Stadt in Beziehung ge- statten wird . . .
Die Post, Berlin deutung ist . . .
setzt ist, durch die Planung der Gesamtanlage und durch
die technisch einwandfreie Ausführung bis in die letzte Ein künstlerischer Geist hat in der Anlage des Ganzen Gerade diese Vielseitigkeit darf als ein besonderer Vorzug
Ecke. Es steht in allen diesen Dingen weit über den so- gewaltet. Eine ungeheure Fülle des menschlichen Wissens, der lba bezeichnet werden. Nicht für den Fachmann und
genannten Weltausstellungen, die Städte von gleichem Schaffens und Strebens ist dort angesammelt worden, an nicht für den einzelnen ist sie bestimmt, sondern für jeden,
Rang im Ausland veranstaltet haben, und zeigt, wie dem sich viele Tausende in den nächsten Monaten erfreuen, der nicht verständnislos dahinlebt, sondern der seine nächste
fruchtbar die ldeen der modernen deutschen Bewegung und von dem aus reiche Anregung und Belehrung aus- Umwelt begreifen möchte, um sie zu verschönern . . . .
schon geworden sind . . .
Kieler Zeitung.
Berliner Tageblatt gehen werden . . .
Schlesische Zeitung, Breslau
Nummer 239.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 9. Oktober 1915.
Seite 19.
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 9. Oktober 1913.
Nummer 239.
eir hen n e enſene eitr er ir ir e rhtr ue anie Ztr ien
Neue Erinnerungen heſſiſcher
entbehrte und unter andern Umſtänden unſchätzbare Gabe,
Von Franz Schmidt.
Offiziere aus der Zeit der Völkerſchlacht wurde jetzt durch das Tor den Truppen zugeführt. Aber
Am 15. Oktober 1813 konzentrierte ſich die franzöſiſche
die Brote waren unausgebacken, noch glühend und konnten Armee bei Leipzig. Die Diviſion überſchritt die Parthe
bei Leipzig.
nur teilweiſe, während die feindlichen Geſchoſſe einſchlu= in der Gegend von Plaußig und kam gegen Mittag=
Mitgeteilt von Dr. Karl Eſſelborn.
gen, verteilt werden.
bei den Straßenhäuſern an. Das ganze Armeekorps von
(Fortſetzung.)
Es wurde verſucht, das Bataillon durch einen Garten Macdonald konzentrierte ſich daſelbſt. Gegen Abend zog
Wie groß die Abſpannung nach der Schlacht am 18. der Vorſtadt dem Feinde entgegenzuführen; aber es mußte ſich die Diviſion auf der Straße nach Wurzen vor, und
Oktober war, zeigt folgendes Beiſpiel: Ich erinnere mich umkehren, da von dort ein Ausgang gegen den Feind nicht die Brigade übernachtete in Planitz, wo wir noch
reich=
nicht, daß nach der ſehr oberflächlich erfolgten Beerdigung zu gewinnen war. Die letzte Erinnerung, die mir noch lich Lebensmittel vorfanden.
Mit Anbruch des Tages wurde am ſechzehnten
ab=
der beiden gebliebenen Offiziere und nach Erfüllung mei= aus der Zeit vor dem Verlaſſen der Vorſtadt gegenwärtig
ner dienſtlichen Obliegenheiten, wohl nicht ſpäter als 6½ iſt, war ein Marſch des erſten Infanterieregiments, in ge= marſchiert, und nachdem ſich die Diviſion vereinigt hatte,
rückte ſie in Kolonne gegen Holzhauſen vor. Bisher=
Uhr abends, nun meine vielen Freunde in der Truppe ſchloſſener Kolonne links abmarſchiert, auf demſelben Platz herrſchte große Stille, man hörte keinen Gewehrſchuß. Um
aufgeſucht oder auch deren Beſuche empfangen zu haben, und in nördlicher Richtung, wobei eine über die Gärten
acht Uhr gaben drei Kanonenſchüſſe das Zeichen zum
An=
wiewohl doch das Intereſſe an der gegenſeitig noch be= der Vorſtadt in die Kolonne einſchlagende feindliche
Ge=
ariff, und ein Wirbel von Kanonendonner erfolgte. Die
ſtehenden oder bereits aufgehörten Exiſtenz die nahelie= ſchützkugel drei Mann von den in den Bataillonsinterval= Hauptangriffe der Verbündeten geſchahen anfangs auf
gende Veranlaſſung hierzu hätte bieten müſſen. Nur allein len marſchierenden Schützen des zweiten Bataillons zu Liebertwolkwitz, Wachau und Dölitz, Als
wir=
die an mich gerichtete teilnehmende Frage des Leutnants Boden warf. Ich erinnere mich, hierbei den vorſchreiten=bei Holzhauſen angekommen waren, wurden wir das
Grafen Ludwig Erbach nach meinem Befinden iſt mir noch den Fuß eingehalten zu haben. Die damaligen Schützen, ſelbſt links der Straße in Kolonne aufgeſtellt. Bei
Sei=
als die einzige an jenem Abend erfolgte Berührung mit vierzig bei jedem Bataillon, waren eine Auswahl ſchöner fertshayn entwickelte der Feind Kavallerie, und die
meinem Kameraden erinnerlich.
Mannſchaft.
Höhe jenſeits des Baches war von ihm beſetzt. Der
So brach endlich die ſtumm erſehnte Nacht ein, die
Bald aber wichen die vor uns poſtierten franzöſiſchen Uebergang über den Bach und die Wegnahme der
vor=
um ſo mehr erſehnt war, als mit dem Eintritt und der Bataillone, die bisher den Kampf in den vorliegenden liegenden feindlichen Poſition war die Aufgabe für das
Zunahme der Dämmerung die Zerſtörungsbeſtrebungen Straßen und Gärten boſtanden hatten, in vollem Laufe elſte Korps (Maedonald). Gegen zehn Uhr begann der Ans
des Feindes vorzüglich durch das Werfen von nun leuch= links an uns vorbei zurück, und es drang eine feindliche griff, während Sebaſtiani mit der Kavallerie erſchien
tenden Granaten bis zu jenem Zeitpunkte ſich fortwährend Kolonne auf der direkt nach dem Tore führenden Straße und ihn unterſtützte. Die Höhe wurde genommen, und
zu ſteigern ſchienen.
der Vorſtadt vor Nach ſpätern Mitteilungen von andrer durch den vereinten Angriff der Kavallerie und Infang
Es wurden dann die Verluſte des Tages aufgezeichnet, glaubwürdiger Seite wurde dieſes Vordringen durch das terie wurde der Feind gegen Seifertshayn geworſen
und es ergab ſich nach der eingangs erwähnten Aufzeich= Abfeuern eines in jene Straße mündenden württembergi= Während dieſes Angriffs deployierte (marſchierte aus der
nung des Hauptmanns von Lyncker, daß von dem Beſtand ſchen Geſchützes, das von ſeiner Fahr= und Bedienungs= Kolonne auf) die Brigade links der Straße und rückte im
unſers Bataillons am 16. Oktober, der ſich am 17. um mannſchaft beim Aufſchlagen der erſten Kugel auf jenem Kanonenfeuer, jedoch ohne großen Verluſt, vor. Auch beit
den erkrankten Hauptmann Hofmann”) und vielleicht Platze verlaſſen worden war, noch eine kurze Zeit aufge= Wachau im Zentrum und nach unſerm rechten Flügel,
wo das Gefecht noch weit heftiger war, verlor der Feind
auch ſonſt noch vermindert haben mochte, daß von 14 Offi= halten. Aber die äußerſte Zeit zum Rückzuge war eigent= nach und nach Terrain. Gegen Mittag beſetzte die Diviſion
zieren und 348 Mann: 4 Offiziere und 61 Mann tot und lich vorüber, indem die großherzoglichen Truppen, die den Hügel zwiſchen Liebertwolkwitz und Sein
verwundet waren. Von dieſen 65 Toten und Verwundeten
ihn durch das Tor nehmen wollten, dieſes bereits von innen fertshayn, und von hier aus konnten wir dann bist
waren drei Viertel bis vier Fünftel, alſo etwa 50, durch verſchloſſen und verſperrt fanden.
gegen Abend dem Gang der Schlacht ruhig mit zuſehen.
das feindliche Geſchützfeuer getroffen.
Unſer Bataillon nahm aber ſeinen Rückzug links vom Gegen Abend zog ſich noch eine öſterreichiſche Kolonne aus
Die großherzoglichen Bataillone waren hier noch die
ſtärkſten der früheren ſchleſiſchen Armee. Zum Teil mochte Tore durch den damals tiefen und breiten Graben mit der Gegend von Liebertwolkwitz an unſrer Poſition
vor=
dies daher rühren, daß die Diviſion, der dieſe Truppen Lünette (einen kleinen Waſſergraben in der Mitte eines bei gegen Groß=Pößna. Sie wurde heftig kanoniert, und
angehörten, an der Schlacht bei der Katzbach vom 26. trockenen Feſtungsgrabens), auf deſſen Jenſeite und von wir rückten ihr in Kolonnen nach; ſie kam jedoch noch zeitig
Auguſt keinen Anteil genommen hatte, indem dieſe Divi= da in die Stadt ſelbſt. Hierbei wurde eine kleine Pforte genug in den Schutz ihrer Batterien. Bei Seifertshayn
ſion auf dem äußerſten linken Flügel jener Armee an jenem aufgeſprengt, die durch einen größern, damals leeren dauerte das Kleingewehrfeuer bis zum Einbruch der Nacht=
Tage zwiſchen Hainau und Liegnitz vor= und zurückbewegt Raum auf eine „Sackgaſſe” führte, die in die vom Innern die überhaupt dem Kampf ein Ende machte. Die Alliierten
wurde. Zum bei weitem größten Deile aber war die des Tores her mit dem Graben parallel laufende ſtädtiſche hatten ſich in die Linie von Goffa und Eröbern zum
wahrhaft eiſerne Marſchdisziplin, die, geſtützt auf die Er= Straße mündete. Nach Schließung der erwähnten Pforte rückgezogen. Die Nacht blieb die Diviſion auf dem Berge
fahrungen des Feldzuges von 1812, bei den großherzog=wurden in jener Gaſſe die Reſte des Bataillons ſormiert, ſtehen; eine Vorpoſtenlinie wurde aufgeſtellt.
Am folgenden Tage (17. Oktober) blieben wir in
lichen Truppen allgemein geübt wurde, die Urſache jener wobei ſich herausſtellte, daß ein Teil von ihm auch durch
größern Präſenzſtärke der Bataillone. Namentlich wurde das von den übrigen Bataillonen nun erbrochene Grim= unſrer Stellung; von keiner Seite geſchah ein Angriffe
aber bei unſerm Bataillon jene eiſerne Marſchdisziplin maiſche Tor in die Stadt eingedrungen ſein mußte, und Es wurden Leute nach Lebensmitteln und Waſſer
ausge=
in einer wohl noch nicht übertroffenen Strenge geübt, wo= daß auch Mannſchaften des erſten Bataillons des zweiten ſchickt. Alle Ortſchaften waren indes ſchon geplündert und
durch, wenigſtens nach meiner Anſicht, allein der Umſtand Infanterieregiments nebſt deſſen Kommandeur ſelbſt, den zerſtört. Am Nachmittage und gegen Abend hörten wir
erklärt wird, daß die damalige Präſenzſtärke dieſes Ba= Graben überſchreitend, durch jene Pforte eingedrungen nordöſtlich eine Kanonade. Auch Marſchall Macdonald
taillons die der übrigen großh. Bataillone, einſchließlich waren. Ich wurde nun beordert, die etwa in den nächſten hatte ſein Hauptquartier auf unſerm Berg genommen.
Es mochte um zwei Uhr morgens ſein, als ich
des erſten Bataillons des zweiten Infanterieregiments, Teilen der Stadt zerſtreuten Mannſchaften unſers
Batail=
am 18. Oktober den Befehl erhielt, mit einem kleis
das noch einen Kern alter Mannſchaft aus Rußland zurück= lons aufzuſuchen und herbeizuführen. Doch kehrte ich bald
geführt hatte und am 16. Oktober 324 Köpfe zählte, bei ohne irgend einen Erfolg zurück, indem die einzigen mir nen Detachement eine Patrouille außerhalb der
Vor=
poſtenlinie gegen die Vorpoſtenlinie des Feindes
ſichtbar gewordenen Truppen, wie ich aus ihren roten
Uni=
weitem überſchritt.
zu machen und auf etwaige Bewegung in ſeinem Lagen
Die Mannſchaft unſers Bataillons verbrachte, in formen und Bärenmützen ſchoß, königlich ſächſiſche Fuß= genau zu hören. Nach etwa zwei Stunden hatte ich dieſen
äußerſter Abſpannung und aller Verpflegung entbehrend, garden waren
Auftrag vollzogen, und als ich dem Prinzen Emil davon
die Nacht vom 18. auf den 19. Oktober bei der zuletzt ein=
Alsbald aber drang der Feind durch das erbrochene Meldung gemacht hatte, ſchickte er mich auch an den
Mar=
genommenen Stellung, teilweiſe unter Strohſchirmen von Grimmaiſche Tor ein und durch die Straße, die die Auf= ſchall Macdonald, den ich ſchlafend fand. Mit mir fragten
Truppen gelagert, die früher hier kampiert hatten.
ſtellung der ſchwachen Reſte unſers Bataillons von dem auch ein Adjutant des Kaiſers nach dem Marſchall.E
Am Morgen des neunzehnten gegen acht bis neun Uhr Innern der Stadt trennte, heran. Die Kriegsgefangen= wurde in ſeine Baracke geführt; meine Meldung wurde dem
wurde der Rückmarſch nach Leipzig hin angetreten, ohne ſchaft war nun das ſichere Los aller hier Zurückgebliebenen, Marſchall durch einen Generalſtabsoffizier überbracht,
daß bei dem gegenüberſtehenden Feinde eine Bewegung und es galt jetzt nur noch, ſich dabei gegen Mißhandlung der am Feuer vor der Hütte ſaß. Meine Meldung warl
bemerkbar geweſen wäre. Die Vorſtadt war bald erreicht, zu ſchützen Offiziere und Mannſchaft, jene zuerſt, über= vornehmlich, daß ich die Bewegung von Fuhrwerk beil
und als bei deren Eingang der Weitermarſch durch Wagen; ſchritten im Laufe die mehrgenannte, von dem Feinde dem Feinde gehört zu haben glaubte, und daß mir auch
züge, die auf andern Wegen zurückgingen, gehindert wurde, beſchoſſene Straße. Dabei fanden noch Verwundungen franzöſiſche Kavalleriepatrouillen begegnet ſeien. Ich war
da war mit der von 1812 her überlieferten und bisher im= und wohl auch Tötungen ſtatt. Prinz Emil, der durch die kaum bei dem Bataillon angekommen, als Befehl zum
mer befolgten Energie der nötige Raum bald gewonnen. Pforte in die Stadt eingedrungen war, wurde in einen Aufbruch erfolgte, der in größter Stille bewerkſtelligt
Auf dem Platze vor dem Grimmaiſchen Tore, der da= gewaltſam geöffneten Metzgerladen hineingeſchoben. Ich werden ſollte. Dieſe Bewegung war wieder rückwärts und
mals hier von einem tiefen Graben umgebenen Stadt, aber wurde, neben meinem Kommandeur mit dem des
wurde Stellung genommen und hierbei die beiden Batail= erſten Bataillons des zweiten Infanterieregiments und konnte wegen Kaſſierung der Brücke nur langſam
dem Regimentsadjutanten des erſten Regiments, von von ſtatten gehen. Unterdeſſen fing es an, zu tagen, und
lone des erſten Infanterieregiments rechts und links der einem über die Straße eilenden und von uns mit der Bitte die Kanonade begann. Unſre Arieregarde, die aus as
Straße in der Nähe jenes Tores aufgeſtellt. Alsbald um Unterkunft gegen feindliche Mißhandlungen aufges vallerie und reitender Artillerie beſtand, war engagleit
ritt hier Kaiſer Napoleon durch die Vorſtadt, von dem haltenen Einwohner der Stadt in das dortige Stadttheater denn der Feind folgte der rückgängigen Bewegung auf dem
Beſuche des Schlachtfeldes des geſtrigen Tages zurück= hineingeführt, um uns hier einem herbeigerufenen preu= Fuß. Die Diviſion wurde auf Zuckelhauſen
dir=
giert und dieſer Ort von der Brigade, alsbald nach ihren
kehrend, durch die beiden Bataillone in die Stadt ein und hiſchen Offizier als Kriegsgefangene zu ergeben.
richtete hierbei an den Regimentskommandeur die Frage:
Ankunft daſelbſt, beſetzt. Prinz Emil ordnete ſelbſt die
Die vier Tage der Kämpfe bei Leipzig verbrachte ich
„Avez-vous perdu beaucoup de monde hier?‟ (Haben Sie zwar vollkommen geſund, aber infolge meiner vorherge= Aufſtellung der Bataillone. Vor dem Ort war die
Ar=
geſtern viele Leute verloren?) Auf die Antwort dieſes gangenen Erkrankung in einem Zuſtande großer körper= tillerie aufgeſtellt, hinter den Verzäunungen die Batalle
Kommandeurs: „Nous avons perdu beaucoup de mondo, licher Schwäche, ſo daß ich, als ich am neunzehnten bei lone. Das Gardefüſilierbataillon ſtand auf dem rechten
Sire‟ (Wir haben viele Leute verloren, Sire), neigte er meiner Gefangennahme von einem preußiſchen Soldaten Flüigel in einem Garten hinter einer Lehnunauer die
dann im Fortreiten mehrmals den Kopf rechts und links an den Quaſten meiner Schärpe angehalten wurde, augen=ſchnell bis auf Bruſthöhe abgebrochen wurde. Die
Kans=
gegen die Truppe mit dem mehrmals wiederholten Wor= blicklich zu Boden ſiel. Und das nicht infolge davon, daß nade wurde immer heftiger. Zuckelhauſen wurde ſtark mit
ten: „3s gut Is gutt
ich erſchrocken wäre; denn der ſchützende Offizier war in Granaten beworfen. Unterdeſſen zog ſich auch die frane
Es näherte ſich nun das unterdeſſen entſtandene Ge= der Nähe, und das Erſchrecken hatte man damals über= zöſiſche Hauptarmee von Wachau nach Probſtheyda
ſchütz= und Gewehrfeuer der Stadt immer mehr, aber haupt verlernt; es war vielmehr allein eine Folge jener zurück, und bei Holzhauſen drängte der Feind ſtark
vor=
weder der franzöſiſche Diviſionär, noch irgend ein andrer körperlichen Schwäche.
Zu etwa derſelben Zeit kam ein öſterreichiſches Bataillon
franzöſiſcher Offizier, der uns Beſehle hätte geben oder
Als ich am Morgen des zwanzigſten, alſo zwei Tage in Maſſe im Sturmſchritt auf Zuckelhauſen. Die Artillerie
überbringen können, war hierbei ſichtbar geworden. Bald nach der Schlacht, mit andern Offizieren durch Leipzigs war ſchon hinter das Dorf zurückgezogen worden; wir
ſchlugen feindliche Geſchützkugeln auf dem Platze ein, wo= Vorſtädte ging, ritten Koſaken an uns vorüber die ihre verhielten uns verſteckt und ruhig, um es deſto näher und
durch das Heranziehen der Truppen an die nächſtliegenden Feuerwaffen abſchoſſen. Als ich nun mein Befremden ſicherer zu empfangen. Vorwärts in einem Graben lagen
Häuſer und Gärten der Vorſtadt veranlaßt wurde.
darüber äußerte, daß man hier Vergnügen daran finde, unſre Schützen. und dieſe fingen an zu feuern. Jetzo hielt
von den Zündpfannen Pulver abzubrennen, wurde ich das öſterreichiſche Bataillon in einer Entfernung auf
*) Georg Chriſtian Hofmann, geboren 1775 belehrt, daß auch die Läufe jedesmal mit Pulver geladen etwa hundert Schritten von den Schützen an, kehrte aber
zu Meiſenheim, am 19. November 1816 zum Maſor er=würden, und daß nur die großartigen Eindrücke des acht= bald wieder in ſeine alte Linie zurück. Wie es ſchien, ſand
nannt und aus der Linie entnommen, am 24. September zehnten auf meine Gehörorgane mich veranlaßten, die es ſich für einen Angriff zu ſehr von den Seinigen iſoliert,
1817 Stadtkommandant von Bingen, geſtorben zu Lauter= jedesmalige Detonation nicht zu hören. So ſtark war alſo
(Fortſetzung folgt.)
acken in Rheinbayern am 26. Oktober 1845.
das Kanonenfeuer an jenem Tage geweſen.
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