11.75
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3350
en
Lat
5
Abonnementspreis
Inſerate
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
47,
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen
und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. —
Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 233.
Freitag, den 3. Oktober.
1913.
machen, und man darf nicht vergeſſen, daß gerade dieſe
und den von allen Beteiligten gewünſchten Frieden brin=
Die heutige Nummer hat 18 Seiten.
Erwerbsgruppe in Frankreich in politiſcher Hinſicht durch
gen. Augenblicklich ſtehen die Dinge ſo, daß beide
Par=
die ihr naheſtehenden Parlamentskreiſe großen Einfluß
teien einen Vertrag entworfen haben, der jedoch noch
man=
beſitzt. So dürfte der Beſuch Poincarés ein ſchönes
Schau=
cherlei Differenzen in ſich birgt, ſo daß der Ausgang der
Das Wichtigſte vom Tage.
ſtück werden, deſſen politiſche Reſultate aber aller Vor=
Verhandlungen ſich noch keineswegs mit voller Sicherheit
Das deutſche Kronprinzenpaar iſt geſtern in
ausſicht nach keine ſonderliche Höhe erreichen werden.
vorausſehen läßt. Aber man iſt in beiden Lagern von
Hopfreben eingetroffen.
dem Verlangen beſeelt, zu einer Verſtändigung zu kom=
König Guſtav von Schweden iſt am Dienstag
men. Der Vertragsentwurf enthält 40 Paragraphen.
abend nach einem Beſuch in Skane plötzlich erkrankt.
* Ueber die franzöſiſch=ſpaniſche An=
Darunter befindet ſich u. a. die Beſtimmung, daß den
Der Charakter der Krankheit wird als ziemlich ernſt
be=
näherung berichtet der Madrider Korreſpondent des
einzelnen Kaſſen das Syſtem zu überlaſſen ſei, nach
wel=
zeichnet.
Echo de Paris, eine hervorragende diplomatiſche
Per=
chem ſie die Aerzte anſtellen und beſchäftigen, und daß das
Der griechiſche Marineminiſter hat an die
Re=
ſönlichkeit habe ihm erklärt, daß die Grundlagen der künf=
Honorar für Kopf und Jahr 5 Mark betragen ſolle.
ſerviſten der Jahrgänge 1900—1906 den Befehl
er=
tigen Entente bereits feſtſtänden und daß man nach Re=
-
Zentralverband Deutſcher
Indu=
gehen laſſen, ſich binnen drei Tagen zu ſtellen.
gelung einiger Einzelheiten der Form die Verhandlungen
ſtrieller. Die Nationalzeitung hatte die Mitteilung
Ein Wolkenbruch, der über Neu=York niederging,
in ernſter Weiſe in Angriff nehmen werde. Frankreich
gebracht, daß trotz der auf der Leipziger Tagung
richtete großen Schaden an und führte eine Verkehrs=
und Spanien würden zu einer vollſtändigen
En=
ſtockung herbei.
des Zentralverbandes abgegebenen Erklärungen ein
tente gelangen, und zwar ſowohl inbetreff ihres gemein=
Zuſammenſchluß
Ein heftiges Erdbeben hat am Dienstag abend den
des „Zentralverbandes Deutſcher
ſamen Vorgehens in Marokko wie bezüglich einer
Flotten=
ganzen Iſthmus von Panama heimgeſucht.
Induſtrieller” und des Bundes der
Landwirte
politik im Mittelmeer. Die engliſche Regierung
in ſehr enger Form bereits erfolgt ſei” und daß die
habe als Vermittlerin gedient, um die erſten Hinderniſſe
beiden Vereinigungen einen gemeinſamen Reichsausſchuß,
Tageskalender zur Geſchichte der
internationaler Natur zu beſeitigen. Man brauche nicht
Provinzial= und Landeskartelle bilden und auf die Organi=
Befreiungskriege.
erſt zu bemerken, daß es ſich um eine dreifache Entente
ſation der einzelnen Ortsgruppen beſondere Sorgfalt ver=
3. Oktober 1813: Blücher erzwingt ſich durch Gefecht bei
handle. Man habe bei dem Führer der Konſervativen,
wenden wollen. Der Zentralverband erklärt demgegen=
Wartenburg den Elbübergang.
Maura, Schritte unternommen, um die beiden
monarchiſti=
über: Entweder iſt die Nationalzeitung einer groben My=
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
ſchen Parteien für die franzöſiſch=ſpaniſche Entente zu
ge=
ſtifikation zum Opfer gefallen, der ſie einfach nicht hätte
winnen. Maura habe bisher noch nicht zugeſtimmt, doch
Glauben ſchenken dürfen, oder aber ſie hat zu politiſcher
glaubt man, daß es gelingen werde, dieſe ſowie einige
Fruktifizierung wiſſentlich eine unwahre Notiz in die Welt
andere Schwierigkeiten zu beſeitigen.
Frankreich und Spanien.
geſetzt. Denn die Tatſache bleibt beſtehen: An der von
Viel zurückhaltender äußert ſich die Madrider Zeitung
ihr gebrachten Mitteilung iſt kein wahres Wort.
—
Binnen kurzem begibt ſich der Präſident der fran=
Imparcial. Sie meint, daß der Zuſammenkunft des Mi=
Zur braunſchweigiſchen
Thronfolge=
zöſiſchen Republik, Poincaré, nach Madrid zu
niſterpräſidenten Barthou mit König Alfons eine große
frage. Nach der Meldung eines Braunſchweiger Blattes
einem offiziellen Beſuche, der ſich über mehrere Tage er=
Wichtigkeit beizumeſſen ſei. Für Frankreich ſei die
ſoll im Bundesrat der Antrag zur Neuregelung der
braun=
ſtrecken wird. Von dieſer ſpaniſchen Reiſe Poincarés er=
Bündnispolitik eine nationale Politik, und wenn
Frank=
ſchweigiſchen Thronfolge von Braunſchweig eingebracht
wartet man wichtige politiſche Erfolge, indem man hofft,
reich Spanien ſeiner Entente mit England zugeſelle, ſo
werden. Wie zuverläſſig verlautet, entſpricht dieſe Angabe
daß die Ausſprache der Staatsmänner einen engeren
müſſe dies als ein Triumph der Politik Poincarés
ange=
nicht den Tatſachen. Der fragliche Antrag wird vielmehr
Zuſammenſchluß zwiſchen Spanien und
ſehen werden. Immerhin ſei es möglich, daß die
fran=
von Preußen eingebracht werden, und zwar im Einver=
Frankreich bezw. der Tripel=Entente ergeben werde.
zöſiſchen Auslegungen in dieſer Hinſicht zu weit
nehmen mit Braunſchweig.
Seit langem ſchon hat von Frankreich ein zärtliches
gegangen ſeien und daß auch die Madrider Reiſe des
Süddeutſche Konſervative Korreſpon=
Liebeswerben um Spanien eingeſetzt, indem man die Be=
Generals Liautey nicht die ihr von manchen Seiten
bei=
denz. Seit dem 1. Oktober erſcheint in Karlsruhe eine
ziehungen beider Nachbarländer enger zu knüpfen ſuchte.
gemeſſene Bedeutung habe. Es ſei zu hoffen, daß enge
ſüddeutſche konſervative Korreſpondenz, deren Herausgeber
Die Liebe iſt allerdings etwas ſehr einſeitig, ſie wird mit
Freundſchaft geſchloſſen werde, aber man dürfe nicht
Adam Röder iſt. In dem Einführungsartikel heißt es:
Der gleichen Herzlichkeit ſeitens der Spanier keineswegs
bis zu einem neuen Schutz= und Trutzbünd=
Die konſervative Bewegung in Süddeutſchland iſt nicht
erwidert, weil man jenſeits der Pyrenäen ſehr wohl weiß,
nis gehen und müſſe die Freundſchaft jedenfalls auf
im Abflauen, ſie iſt im Gegenteil, wie der Wahlausfall in
daß die angebliche Neigung der Nachbarn auf recht eigen=
Württemberg beweiſt, im Vorwärtsſchreiten begriffen. Um
das Unternehmen Spaniens in Marokko
nützige Beweggründe zurückzuführen iſt. Frankreich hat
ſo notwendiger iſt es, daß zwiſchen dem nordbeutſchen
beſchränken.
und ſüddeutſchen Konſervatismus die Brücke völligen
Ver=
ein großes Intereſſe daran, ſich mit Spanien gut zu ſtehen,
ſtändniſſes geſchlagen wird, um die möglichſte
Einheitlich=
während dieſem mit einem ſchlichten freundlichen
Verhält=
keit in der Stoßkraft des geſamten deutſchen Konſervatis=
Deutſches Reich.
nis vollkommen gedient iſt, weil es dadurch in der Lage
mus zu erzielen, die beſtehen ſoll und muß, ohne daß die
iſt, weit ſelbſtändiger aufzutreten, als wenn man der
landsmannſchaftliche Färbung der konſerbativen Beſtre=
-
Ueber die Ergebniſſe der
Beratun=
bungen in den verſchiedenen Provinzen des Reiches dar=
Dame Gallia die Schleppe nachtragen würde. Frankreich
gen der Strafrechtskommiſſion, die inzwiſchen
unter leidet. Not tut nur völiges Verſtändnis und
Ver=
braucht eine Annäherung an Spanien ſowohl aus
politi=
ihre Arbeiten vollendet hat, iſt folgendes zu berichten:
ſtehen zwiſchen Nord und Süd, damit in allem Wichtigen
ſchen wie wirtſchaftlichen Gründen. Es handelt ſich in
Einheitlichkeit erzielt und den Gegnern es unmöglich ge=
Bei der Beratung des dreizehnten Abſchnittes.
Gefähr=
erſter Linie um Marokko, da die beiderſeitigen
Inter=
macht wird, Verwirrung in den eigenen Reihen
anzurich=
dung der Rechtspflege, wurde in erſter Leſung die
zurück=
ten. Dieſen Beſtrebungen ſoll die Süddeutſche
Konſerva=
geſtellte Frage über die Beſtrafung falſcher uneidlicher
Aus=
eſſen daſelbſt einander nicht ſelten entgegengeſetzt ſind, und
tive Korreſpondenz dienen, die wöchentlich zweimal
er=
ſagen erledigt. Bei beſonders leichten Fällen ſoll von
mehr wie einmal ſchon iſt es darüber zu Reibungen
ge=
ſcheint. In ihr ſollen die Konſervativen aus Württemberg,
einer Strafe abgeſehen werden dürfen; eine fahrläſſig
ab=
kommen. Es iſt wohl noch in Erinnerung, daß die Ver=
Bayern, Baden, Heſſen und Elſaß zu Worte kommen.
gegebene falſche uneidliche Ausſage iſt nicht mit Strafe be=
Dieſe Korreſpondenz ſoll auch in innigſter Verbindung mit
handlungen über den franzöſiſch=ſpaniſchen
Marokkover=
droht. Die Vorſchrift über die Strafloſigkeit falſcher
Aus=
den Hauptleitungen im Reich ſtehen, wie in den
Einzelſtaa=
ſagen bei Widerruf erſtreckt ſich auf uneidliche Ausſage.
trag an Länge und ebenſo an Schwierigkeit die zwiſchen
ten, um ſo das gewünſchte und notwendige Ziel einer voll=
Im vierzehnten Abſchnitt, Urkundenfälſchung, iſt der Tat=
Berlin und Paris ſtattgehabten Unterhandlungen bei
wei=
kommenen Verſtändigung zwiſchen Nord und Sid zu
er=
beſtand der Urkundenfälſchung ſchärfer begrenzt. Neu iſt
tem übertroffen haben. Die Spanier hatten eben nichts
reichen. Im Süden wird dieſe Anſchauung von den
Füh=
die Vorſchrift die Täuſchungsverſuchen bei Prüfungen
ent=
rern durchaus geteilt. Man iſt hier ausnahmslos der
gegenwirken ſoll. Im fünfzehnten Abſchnitt,
gemeingefähr=
zu riskieren, ſie konnten die Franzoſen an ſich herankom=
Meinung, daß der ſüddeutſche Konſervatismus einer
ge=
liche Handlungen, Störung des öffentlichen Verkehrs, iſt
men laſſen, und dieſe Haltung dürften ſie auch weiterhin
nerellen publiziſtiſchen Vertretung bedarf, ſchon damit der
die Kommiſſion in den Beſchlüſſen zur Brandſtiftung zu der
bewahren.
Norden in legitimer Weiſe über die Verhältniſſe in Süd=
Grundlage des geltenden Rechts zurückgekehrt. Der Vor=
Man hat ſo oft ſchon von dem Anſchluß Spaniens an
deutſchland aufgeklärt wird. Ebenſo haben ſich
hervor=
ſchriſt über Verſicherungsbetrug iſt die Beſtimmung über
ragende norddeutſche Führer für die Richtigkeit und Wich=
Brandſtiftung angereiht und in Strafdrohung erhöht. An
die Tripel=Entente als unmittelbar bevorſtehend
geſpro=
tigkeit des Planes lebhaft ausgeſprochen. Im beſonderen
Aenderungen des ſechzehnten und ſiebzehnten Abſchnitts.
chen, aber noch immer kamen dieſe Meldungen aus Paris,
würde es Aufgabe der Süddeutſchen Konſervativen Korre=
Tötung, Körperverletzung, ſind nur hervorzuheben, daß
und es liegt auf der Hand, daß bei ihnen der Wunſch der
ſponden; ſein, für die eigengeartete wirtſchaftliche und
kul=
die Qualifikationsvorſchriften über ſchwere
Körperven=
turelle Struklur Süddeutſchlands in Verbindung mit den
Vater des Gedankens geweſen iſt. Es iſt kaum
anzuneh=
letzung in dem Tatbeſtandsmerkmal ſchärfer abgegrenzt
führenden Männern in Produktion und Geiſtesleben
Ver=
ſind und daß durch beſondere Vorſchrift die mit
Einwilli=
men, daß die bevorſtehende Reiſe Poincarés nach Madrid
ſtändnis und richtige Wertſchätzung zu erzielen und die
lei=
gung des Verletzten begangene Körperverletzung, ſofern
darin eine Aenderung herbeiführen wird, denn in
unab=
tenden konſervativen Kräfte im induſtriellen Leben durch
die Tat nicht trotz der Einwilligung gegen die guten Sitten
hängiger Stellung ſind die Vorteile für Spanien weit
ſorgſame Behandlung der einſchlägigen Fragen der
allge=
verſtößt für nicht rechtswidrig erklärt iſt. Im
achtzehn=
meinen konſervativen Sache dienſtbar zu machen. Den
größere, als wenn man einen Bündnisvertrag einginge,
ten Abſchnitt, Zweikampf. iſt bei Anreizung zu einem
freikonſervativen und mittelſtändiſchen Beſtrebungen, ſowie
Zweikampf in der Strafdrohung unterſchieden zwiſchen
An=
der zu allerlei Verpflichtungen führen würde, ohne daß
denen des Bundes der Landwirte wird die Süddeutſche
reizung zu einem ernſtlichen Zweilampf und Anreizung zu
für Spanien etwas dabei herausſchauen könnte. Die Lage
Konſervative Koreſpondenz gleicherweiſe Vertretungs= und
einer Schlägermenſur. Bei der Veratung der Sitlichkeits=
Spaniens im äußerſten Weſten Europas iſt eine derartige,
Publikationsorgan ſein. Die politiſche Not der Zeit
dar=
delikte, zwanzigſter Abſchnitt, prüſte die Kommiſſion die
geſtellt in einer immer kühneren Haupterhebung der
Demo=
daß es kaum internationale Verwicklungen zu fürchten
Frage der Herauſſetzung des Schutzalters erneut und
ent=
kratie und einem ſeine beſten Traditionen verlaſſenden
ſchied ſich nach eingehenden Beratungen für die
Beibehal=
bbraucht, und angeſichts dieſer Sachlage hat man es dort
Liberalismus, macht die einheitliche Zuſammenfaſſung aller
tung der bisherigen Altersgrenzen. In den Vorſchriften
nicht notwendig, ſich überflüſſige Laſten aufzuerlegen. In
antidemokratiſchen Strebungen auf politiſchem und
wirt=
über Mädchenhandel und Zuhälterei wirden die
Straf=
ſchaftlich=ſozialem Gebiet zu einer politiſch=ſittlichen
Not=
wirtſchaftlicher Hinſicht iſt die Situation eine etwas andere,
drohungen erhöht. Die Vorſchrift über die Veröffentlichung
wendigkeit.
von Mitteilungen aus Gerichtsverhandlungen, für welche
hier kann es für Spanien angenehmer ſein, ſich den
fran=
wegen Gefährdung der Sittlichkeit die Oeffentlichkeit
aus=
zöſiſchen Markt offen zu halten, und nach dieſer Richtung
Ausland.
geſchloſſen wird entſprechend den Beſchlüſſen, die bei der
hin bewegen ſich auch die Bemühungen der ſpaniſchen
Veratung des Entwurfs einer neuen Strafprozeßordnung
Oeſterreich=Ungarn.
Staatsmänner. Aber auch hier ſchaut ſofort der
fran=
von der ſiebenten Kommiſion im Reichstage geſaßt wor=
Ungariſche Staatsanleihe. In Wien fand
höſiſche Egoismus heraus, der in dieſer Hinſicht keine
Kon=
den ſind, wird umgeſtaltet.
unter dem Vorſitz des Barons Louis Rothſchild eine
-
Krankenkaſſen und Aerzte. Die
Ver=
zeſſionen machen möchte. Auf die erſte Kunde der ſpani=
Sitzung des Konſortiums für die ungariſche Staatsanleihe
handlungen zwiſchen den Krankenkaſſenverbänden und dem
ſchen Wünſche hin erhebt ſich ſofort ein Widerſpruch der
ſtatt, an welcher unter anderem eine Vertretung der deut=
Deutſchen Aerztevereinsbund, über die wir berichteten,
franzöſiſchen Weinbauintereſſenten, Spanien keine
Konzeſ=
ſchen Mitglieder, Urbig, der Geſchäftsinhaber der
Direk=
ſollen im Laufe der nächſten Woche zum Abſchluß kommen
ſſionen namentlich auf dem Gebiete des Weinimvorts zu
W
eeie
Nummer 233.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 3. Oktober 1913.
Seite 4.
ertrunken aufgefunden. Es liegt ein Unfall vor. Der
chriftſchuldnern, daß ſie ein Kontokorrentverhältnis ein=
— Sektion Darmſtadt, Deutſcher und Oeſterreichiſcher
Mann iſt anſcheinend beim Abſtellen des Mühlrades in
Alpenverein. Wie immer werden auch in dieſem Winter
gingen. Neff verlangte vom Angeklagten über die
inzwi=
den Graben gefallen
den Mitgliedern und eingeführten Freunden der Sektion
hen durch Zins und Zinſeszins auf 7200 Mark
ange=
zahlreiche intereſſante Lichtbildervorträge
ge
Viernheim, 2. Okt. (Dem Tode entronnen.)
wvachſene Summe einen Kontokorrentſchuldſchein mit der
C.
boten werden. Es ſprechen am 21. Oktober Prof. Dr
Mit knapper Mühe einem gräßlichen Tode entronnen ſind
Unterſchrift ſeiner Frau und ſeines Sohnes. Da ſeine
Maurer: Wanderungen im Rieſengebirge; am 10.
No=
geſtern abend der Frachtfuhrmann Mandel und deſſen
Frau auf Nieder=Modau ſchlecht zu ſprechen war und
vember Dr. med. Blodig: Beſteigung des Montbland
Sohn aus Viernheim. Die beiden Genannten befanden ſich
nterſchrift nicht leiſten würde, fälſchte Vogel deren Un
auf einem aus dem Felde kommenden, mit Kartoffeln be
über den Brouillardgrat; am 2. Dezember
Regierungs=
terſchrift, der Sohn unterſchrieb
adenen Wagen und wurden an dem ſogenannten
Wieſen=
bauführer Hüffel: Beſteigungen in den Dolomiten; an
1910 kam Vogel mit dem Rechner Maul von
Ernſt=
weg=Uebergang der Bahnſtrecke Lampertheim-Weinhein
20. Januar Kapitän Kränzler: Eine Fahrt an die
Süd=
hofen in Verbindung, auf deſſen Veranlaſſung er auch
küſte Englands mit einem Lloyddampfer; am 3. Februar
dicht bei Viernheim abends gegen 8½ Uhr von dem von
Mitglied der Ernſthofener Kaſſe wurde. Die Wechſelver=
Weinheim kommenden Perſonenzug überfahren
Hofſchauſpieler Hans Baumeiſter: Beſteigung der
Das
bindlichkeiten, die er hier nach und nach einging, betruger
Bernina; am 17. März Ed. v. Paska: Eine Reiſe nack
Fuhrwerk wurde in zwei Teile geriſſen und
chließlich 2600 Mark. Schließlich mußte er auch hier einen
Aegypten; am 7. April Prof. Dr. Greim: Wanderunger
total zertrümmert. Die Pferde hatten ſich losge=
Schuldſchein ausſtellen und zwar über 4000 Mark. Dieſen
iſſen und ſind unverletzt geblieben. Wunderbarerweiſt
auf der Inſel Korſika. Die Einladungen erfolgen durch
Schein brachte Maul bei der Egelsbacher Baugenoſſenſchaft
ſollen aber auch Mandel und ſein Sohn ohne Verletzungen
Poſtkarten und Mitteilungen in den Zeitungen
gegen 10 Prozent Proviſion unter. Auf dieſem Schuld
davongekommen ſein. Nach einer anderen Meldung da=
Poſtſcheckverkehr. Fortan können die Inhaber
ſchein hatte Vogel die Unterſchrift ſeiner Schwiegermutter
gegen ſoll der junge Mandel einige unbedeutende Kopfver
von Poſtſcheckkonten die Beträge der von ihnen
aus=
gefälſcht. Die folgenden Urkundenfälſchungen ergaben ſich
letzungen davongetragen haben. Ueber die Schuldfrage iſ
gehenden Poſtaufträge und Poſtnachnahmen nach
nun aus den vorhergehenden Fälſchungen. Vogel geriet
jetzt nichts näheres bekannt.
bis
Ungarn in der gleichen Weiſe wie im Verkehr mi
natürlich durch ſeine Verpflichlungen in immer drücken=
Wie aus
Lampertheim, 2. Okt. (Ertrunkſen.)
Oeſterreich, Luxemburg und der Schweiz ihrem
Poſt=
dere Schulden, ſo daß er ſchließlich von allen möglichen
Ginsheim mitgeteilt wird, iſt dort der von hier ſtammende
ſcheckkonto in Deutſchland mittels Poſtanweiſung über=
Seiten Geld auf Wechſel entnahm. Dieſe Wechſel, beſ
und bis voriges Jahr hier wohnhaft geweſene 30
Jahr=
weiſen laſſen
denen immer die eine oder auch zwei Unterſchriften ge
alte Fabrikarbeiter Johann Hamm am letzten Sonntag
zeitigt die
Merkwürdige Naturſchauſpiele
C
fälſcht waren, wurden gegen eine hohe Proviſion und
abend beim Nachenfahren im Rhein ertrunken. Die
Aus vielen
abnorme Sommer= und Herbſtwitterung.
hohe Zinſen begeben, ſo daß er ſchließlich nicht aus noch
Leiche konnte bis jetzt nicht geländet werden.
die Frücht=
Gegenden wird von Obſtbäumen gemeldet,
in wußte. Als es ſich darum handelte, bei den Schuld=
Mainz, 2. Okt. Dem ſcheidenden Provin=
und Blüten zu gleicher Zeit tragen. Am Ballonplatz
verſchreibungen die Unterſchriften beglaubigen zu laſſen
zialdirektor Herrn Geheimerat Dr. Breidert hatte
teht eine Kaſtanie, die vollſtändig entlaubt iſt, nun
ging Vogel auf ganz raffinierte Weiſe vor. Auf einem
Herr Oberbürgermeiſter Dr. Göttelmann im Namen der
aber an einigen wenigen Aeſtchen neue Blüten treibt
leeren Bogen ließ er vom Ortsgerichtsvorſteher ſeine
Mitglieder des Provinzialausſchuſſes der Provinz
Rhein=
eigene Unterſchrift beglaubigen. Hierauf füllte er die
Ur=
heſſen und der Bürgerſchaft von Mainz ein Abſchiedseſſen
* Kinotheater. Reſidenztheater am Weißen
angeboten. Herr Dr. Breidert hat jedoch unter dem
Aus=
kunde aus und ſetzte gefälſchte Unterſchriften darunter
Turm. Auf die Vorführung des gewaltigen Kunſtwerkes
druck beſten Dankes für die ihm zugedachte Ehrung ge
durch einen Zuſatz zu der beglaubigenden Unterſchrift des
von Aleſſandro Manzoni: „Die Verlobten” ſei nochmals
, von jeder Abſchiedsfeierlichkeit abzuſehen
Ortsgerichtsvorſtehers dehnte er fälſchlich die Beglau
Der
aufmerkſam gemacht. „Wer immer es unternimmt, von
Ertrag der vereinnahmten Sammlung zur Beſchaffung von
bigung auf ſämtliche Unterſchriften aus. Da Vogel in
anderen Geſchaffenes von neuem zu geſtalten, übernimmt
Radium für das ſtädtiſche Krankenhaus wird vorläufig
mnehreren Fällen auch die Unterſchrift ſeines Bruders ge
damit gewiſſermaßen die Verpflichtung, von ſeinem
auf der Sparkaſſe verzinslich angelegt. Es ſollen etwas
fälſcht hatte, wurde dieſer einmal aus einer
Wechſelver=
günſtigere Zeiten zum Ankauf des Radiumt
eigenen Schaffen Rechenſchaft zu geben. Das iſt eine
pflichtung verklagt. Um nun hier die Entdeckung der
abgewartet werden. — Der 20jährige Schreiner Poitzſch
praktiſche und feſtgelegte Regel, der wir uns nicht zu ent=
Wechſelfälſchung zu verhüten, fälſchte er auch die
Voll=
war geſtern in einer Holzſchneidefabrik in der
Frauen=
ziehen gedenken . . .!‟ Dieſes Mahnwort, das Aleſſandro
macht für einen Anwalt, um zu vermeiden, daß ſein
Bru=
lobſtraße an der Kreisſäge beſchäftigt. Dabei wurde ihm
Manzoni in der Vorrede zu ſeinem Werk ausgeſprochen hat,
der von der Klage Kenntnis erhielt. Der Bruder ſtellte
ein Brett ſo heftig gegen den Leib geſtoßen, daß
iſt bei der Verfilmung desſelben Richtſchnur geweſen.
ſchließlich auch Strafantrag
chwere innere Verletzungen erlitt. Der Ve
Lückenloſe geſchichtstreue Wiedergabe des geſamten Mi=
In einer ganzen Reihe von Fällen figurierte auch
letzte wurde von der Sanitätswache ins Rochushoſpital
lieus, der Trachten, Sitten bis in die kleinſten Einzelheiten
Pallmann als der Bezogene. Vogel erklärte, daß er immer
gebracht
iſt hier kinematographiſch verwirklicht,
des Romans
och die Hoffnung gehabt habe, ſein Bruder werde für
Worms, 2. Okt. (Obermeiſtertag der Bäcker=
und deswegen iſt der Film auch für den Nichtkenner des
ihn zum Schluß einſpringen
innungen.) Der Obermeiſtertag des Zweigverbandes
Romans voll und ganz verſtändlich. Demnächſt erſcheiner
Staatsanwalt Dr. Krug und Verteidiger
Rechts=
der Bäckerinnungen des Großherzogtums Heſſen wurde
von derſelben Firma, Pasquati=Turin, die beiden großen
anwalt Dr. Schiff verzichten wegen des unumwun
geſtern hier im Feſthausſaale abgehalten. Alle Innungen
Schlager „Die zwei Sergeanten” und „Schwarz und Weiß”
denen Geſtändniſſes des Angeklagten auf die Vernehmung
waren durch ihren Obermeiſter oder deſſen Stellvertrete
und hat ſich die Direktion des Reſidenztheaters auch das
einer Reihe von Zeugen. Die Geſchworenen bejahter
vertreten, auch eine Anzahl Innungsmitglieder der Bäcker
alleinige Aufführungsrecht für Darmſtadt geſichert. (S
ämtliche 16 Schuldfragen und billigten dem
Zwangsinnung für Worms=Land hatte ſich eingefunden
Anz.)
Angeklagten mildernde Umſtände zu. Die Wechſelfälſchun
Gegen 3 Uhr eröffnete der Vorſitzende des Zweigverban
gen wurden als fortgeſetztes Delikt angeſehen, die
Urkun=
des, Bäckermeiſter Weber=Darmſtadt, die Verſammlung
denfälſchungen als Einzeldelikte. Der Staatsanwalt be
Schwurgericht.
und erteilte ſofort dem Schriftführer des Verbandes, Herrn
Bäckermeiſter Olbert=Darmſtadt, das Wort zur
Ver=
antragte wegen der Wechſelfälſchung 5 Monate Gefäng
g. Das Schwurgericht verhandelte geſtern gegen den
leſung der Protokolle über die letzten Tagungen. Der
Rech=
nis wegen weiteren 8 Fällen der Privaturkundenfälſchung
am 31. März 1862 zu Semd bei Dieburg geborenen,
zu=
ner des Verbandes, Herr Bäckermeiſter Finger=
Darm=
e 2 Monate Gefängnis und wegen der Fälſchung von
letzt in Asbach wohnhaften Lehrer Michael Vogel wegen
tadt, gab dann Bericht über die Kaſſenverhältniſſe des
7 öffentlichen Urkunden je 4 Monate Gefängnis und
Wechſelfälſchungen, Fälſchung von Pri=
Verbandes. Punkt 3 der Tagesordnung, betr. das
Mühlen=
hieraus eine Geſamtſtrafe von 2 Jahren 6 Monaten
vat= und öffentlichen Urkunden. Der Ange
yndikat, veranlaßte eine lange und eingehende Ausſprache
Gefängnis. Das Gericht verurteilte den Angeklagten
klagte ſchilderte zu Beginn der Verhandlung ſeinen Le=
Zunächſt führte der Vorſitzende aus, daß die Gründung
gemäß dem Antrage des Staatsanwalts zu 2 Jahren
benslauf. Bis zu ſeinem 11. Jahre beſuchte er die
Volks=
des Mühlenſyndikats im Vorjahre erfolgt ſei und in ſeinen
6 Monaten Gefängnis und erklärte 8 Monate
ſchule und bis zum 15. Jahre die Realſchule in Groß=Um
Zwecken und Beſtrebungen den Intereſſen des
Bäcker=
durch die Unterſuchungshaft verbüßt. Der Verurteilte und
ſtadt, hierauf das Lehrerſeminar in Friedberg. Als
gewerbes gefährlich werden könne; allerdings habe ſich
der Staatsanwalt erkannten das Urteil an
Neunzehnjähriger kam er 1881 als Schulverwalter nach
das Syndikat dem Verbande gegenüber bis jetzt noch keine
Groß=Zimmern mit einem Gehalt von 600 Mark. 1884
Verfehlungen oder Beläſtigungen erlaubt, auf Grund derer
heiratete er das erſtemal. Durch eine Krankheit ſeine:
man bei der Regierung vorſtellig werden könne. D
Aus dem Ried, 2. Okt. (Von der Tierſchau.
Frau geriet er nach und nach in Schulden. 1887 machte
erſte Forderung, die die Bäcker an die Regierung und an
Daß es auch bei Tierſchauen und den damit verbundener
er einen Lotteriegewinn von 10000 Mark, womit er ſeine
die Müller ſtellen müßten ſei eine endgültige und befrie=
Prämiierungen, ähnlich wie bei Geſangswettſtreiten, nicht.
Schulden bezahlte. 1890 ſtarb ſeine Frau und 1895
hei=
digende Löſung der Plombierungsfrage. Die neuen Zweig
mmer ohne Unſtimmigkeiten hergeht, beweiſt der Verlauf
verbände der Bäckerinnungen des Deutſchen Reiches haben
ratete er zum zweiten Male. Als er dann 1897 nach
As=
der kürzlich zu Gernsheim abgehaltenen großen Tierſchau
in verſchiedenen Sitzungen zu der Syndikatsfrage Stellung
bach verſetzt wurde, hinterließ er in Groß=Zimmern er=
Die Gemeinde Erfelden hat nämlich die ihr vom
Preis=
genommen. Verſchiedene Redner wieſen darauf hin, daß
richterkollegium zuerkannte Anerkennung mit der
hebliche Schulden, trotz des damaligen Gewinnes von
wohl die einfachſte und beſte Bekämpfung des Syndikats
Begründung abgelehnt, daß Tiere mit ſichtbaren Feh=
10000 Mark. Von Asbach aus kam er auch mit dem
darin beſtehe, daß man die Bäcker über dieſe Frage hin
ern den ihrigen vorgezogen worden ſeien
Rechner Philipp Adam von Nieder=Modau in nähere
Be=
länglich aufkläre und dahin brächte, nur von ringfreien
rührung; dieſer half ihm in ſeiner Not durch Darlehen
Gimbsheim. 2. Okt. Schwere Verletzungen
Müllern Mehl zu beziehen. Es wurde der Beſchluß
ge=
ie Zinſen für das Darlehen blieben jedoch bis 1908
erlitt das fünfjährige Söhnchen des Bürgers Joſ. Lukas.
faßt, den weiteren Beratungen der neun Zweigverbände
der Knabe füllte eine leere Patronenhülſe mit Pulver und
hängen, und als dann um dieſe Zeit der Rechner Beck in
beizuwohnen. Von der Innung Gießen war der
An=
brachte ſie mit einem Hammer zum Explodieren. Hierbe
Nieder=Modau Ordnung =ſchaffen ſollte, forderte er auch
trag geſtellt worden, an verſchiedenen Orten des Groß
wurde dem Kinde faſt die ganze Hand
aufge=
von Vogel Bürgſchaften für die inzwiſchen auf 6650 Mark
herzoatums einen Back= und Garnierkurſus zu
riſſen.
angewachſene Schuld. Er ſandte an Vogel einen Schuld=
Ausbildung der Bäcker im Backen von Torten und
ſon=
ſchein zur Unterſchrift. Vogel hatte nun Bedenken, ſeinen
Neu=Iſenburg, 2. Okt.
(Fund.) Im Stadtwalde
ſtiger feinerer Gebäcke einzurichten. Die Zentralſtelle f.
Kindern einen Schuldſchein von ſo hoher Summe zur
wurde von ſpielenden Kindern eine eiſerne Geld
Gewerbe in Darmſtadt habe ſich in den Verhandlungen
Unterſchrift vorzulegen. Er füllte den Schuldſchein mit
aſſette gefunden, die zahlreiche vermoderte
Briefſchaf=
bereit erklärt, die Hälfte der Koſten tragen zu wollen, den
en, eine Börſe und andere Gegenſtände barg. Es wurde
650 Mark aus, und nachdem er die Unterſchriften ſeines
Reſt werde von dem Verbande gezahlt. Die Abhaltun
feſtgeſtellt, daß die Kaſſette Eigentum eines Schreiners in
Sohnes und ſeiner Tochter hatte, änderte er die Summe
eines ſolchen Kurſes wurde beſchloſſen, und die Ober
Oberrad war, dem ſie vor Jahren mit 1900 Mark
in
in 6650 Mark um. Vogel gibt an, daß er damals der
meiſter der einzelnen Innungen wurden beauftragt, inner=
Papiergeld geſtohlen worden war
in
Nieder=Modauer Kaſſe Lebensverſicherungspolicen
halb vier Wochen die Anzahl der Teilnehmer dem Vot
Höhe von 7000 Mark übergeben habe, damit die Kaſſe
g. Ernſthofen, 2. Okt. (Tödlicher Unfall.) Deu
tande mitteilen zu wollen
nicht zu Schaden käme. Als 1910 an die Stelle Becks Neff
Mühlenbeſitzer Georg Philipp Roßmann
wurde
II.
Oppenheim, 2. Okt. (Gemeinderatswahl.) Bel
kam, verlangte die Nieder=Modauer Kaſſe von den Hand
heute morgen unterhalb des Mühlrades im Mühlgraben
der geſtrigen Gemeinderatswahl waren 9 Kandidaten auf
gen worden, daß ihr Leben dereinſt ſo reich an Glanz und
und auch Alfred de Vigny hat in ſeinem Romane „Eing
auch ſo reich an Abenteuern ſein würde. Ihr Vater, de
Feuilleton.
Mars” den Verſuch unternommen, der Nachwelt diees
Baron de Baye, Herr von Lorme, ehedem königlicher
Ra=
chichte der ſchönen Marion Delorme zu erhalten
— Die Mode der Treppenſzenen. Aus London wird
und Präſident der Schatzmeiſter der Champagne, war mit
Die
** Der Rieſenweinſtock der engliſchen Könige
berichtet: Max Reinhardt hat es zwar verſchuldet, aber der
irdiſchen Glücksgütern nicht geſegnet, und in dem Hauſe
letzten Sonnentage und das in England herrſchende warm
findigen Londoner Theaterleitern blieb es vorbehalten
in dem die Eltern ihre vier Söhne und acht Töchter ſorg=
Herbſtwetter haben König Georgs Ernteausſichten ſehr ver
aus einem guten Regiegedanken eine Mode zu machen. Es
ältig erzogen, war Schmalhans Küchenmeiſter. Die
Zu=
beſſert. Denn der engliſche König beſitzt nicht nur in ſeinel
iſt die Mode der Treppenſzene. In nicht weniger als dre
kunft ihrer Kinder, insbeſondere der Töchter, mag ſchwer
Schlöſſern einige Weingärten, er iſt auch der glücklich
der größten Londoner Varietébühnen iſt man bereits eifrig
auf den Eltern gelaſtet haben, das Kloſter ſpielte bei die=
Eigentümer des berühmteſten und größten Weinſtockes
damit beſchäftigt, die Szene zur Treppe zu machen: und
en Plänen eine große Rolle, und auch Marion war den
auf den Stufen ſoll ſich die Handlung abſpielen, in maleri
Groß=Britanniens, ihm gehört die hiſtoriſche Reb
Kloſterleben beſtimmt. Aber das leidenſchaftliche
jung=
von Hampton Court.
ſchem Treppauf und Treppab. Den Anfang hat das Hippo
Wer je in London wal
Mädchen widerſetzte ſich dieſem Plane. ihr Herz hatte ſchon
kennt das herrliche alte Schloß am rechten Ufer der
drom gemacht, und ſchon kündigt die Direktion mit Stolz
geſprochen und ſeine Wahl hatte ſich für den Dichter Des=
Themſe; einſt war es das Heim des berühmten Kardinal
an, daß der große Clou in der neuen Revue die „große
arreaux entſchieden. Das war ein lebensluſtiger, leicht=
Treppenſzene” ſein werde. Aber das Londoner Opern
Wolſey, ging dann in den Beſitz Heinrichs VIII. über und
ertiger Charakter, aber der Charme ſeiner Sorgloſigkeit
haus, das ebenfalls eine Revue vorbereitet, iſt keineswegs
zählt noch heute, da es längſt zum Muſeum geworden iſt
beſtrickte die junge Schöne, und als mit dem Tode des
geſonnen, dem Hippodrom auf den künſtleriſchen Einfall
zu den ſchönſten Schätzen der Krongüter. Bis zum End
alten Herrn Delorme der Widerſtand der Eltern erlahmte
der Treppenſzene ein Monopol einzuräumen; und ſo wird
des 18. Jahrhunderts war Hampton Court Reſidenzſchloß
und Marion ſich frei fühlte, warf ſie ſich ohne Bedenker
auch dort eine Treppenſzene die Senſationsluſt des
Publi=
der Könige. Im Schloßgarten aber iſt der berühmte Wein
dem Poeten in die Arme und durchmaß in nur allzu kurzer
kums erquicken. Und woher ſtammt das alles? „Das ver
tock des Königs eine Sehenswürdigkeit. Denn dieſe Rebe
Friſt den Weg von träumeriſcher Verzücktheit zur
unaus=
danken wir Profeſſor Reinhardt” ſo erklärt halb dankbar,
ſendet ihre Aeſte über einen Umkreis von 43 Meter, da
bleiblichen Enttäuſchung. Aber ſchon begann ſie berühm
halb mißtrauiſch ein großes Londoner Blatt; „er hat da
Spalier überſpannt eine ganze Halle, und zieht Saft un
zu werden, die Dichter beſangen ihre Anmut und ihre
mit in „König Oedipus” angefangen.” Wie die Londoner
Kraft doch nur aus einer einzigen Wurzel. 1768 wurd
wundervolle Schönheit, aus dem unbekannten jungen
Bühnen und Varietés ſchleunigſt den ſogen. „Blumenſteig‟
dieſe Rebe gepflanzt und trägt noch heute reiche Ernte.
Mädchen war über Nacht die „göttliche Marion”
gewor=
aus „Sumurun” nachahmten, ſo machten ſie es jetzt mit
günſtigen Jahren hat man bis zu 2500 Traubenge
den, und in ihrem Salon drängten ſich die Berühmtheiten,
der großen Treppe aus dem Oedipus. „Gewiß,” erklärte
erntet. Sie alle ſchmücken dann die königliche Tafel. un
Saint=Evremont, die Prinzen von Condé und Conti, der
der Direktor der Alhambra, der dritten mit dem Ehrgeiz
nit Stolz weiſt der König bisweilen darauf hin, daßde
Herzog von Buckingham, ja ſelbſt Ludwig XIII. konnte
nach Treppenſzenen erfüllten Direktion, „das Verlangen
chöne Wein „ſelbſt gezogen” iſt. Der berühmte Weinſtod
ſich der Schönheit Marion Delormes nicht entziehen. Als
ach Neuheiten und neuen Moden iſt ſo groß, daß die
wird jährlich von ungezählten Fremden beſucht, die dieſ
ann die erſten Unruhen der Fronte ausbrachen, ward ihr
Direktoren ganz Europa und Amerika nach exzentriſchen
ungewöhnliche Rebe, die an Größe nur noch von dem be=
Haus der Sammelplatz dieſer Partei, und ſchon hatte Ma=
Einfällen abſuchen. Und wir alle verſuchen es, uns
ſofor=
rühmten Weinſtock von Fontainebleau übertroffen wir
arin die Gefangennahme der gefährlichen Marion be
die Senſationen” anzueignen. Wir ſind auch feſt
über=
geſehen haben wollen, ehe ſie London wieder verlaſſen.
chloſſen, als der Tod ihm zuvorkam. 37jährig, im
zeugt, daß das Publikum uns recht geben wird, wenn es
Zenith ihrer Berühmtheit, ſtarb die Vielbewunderte und
* Die fehlende Programm=Nummer. Ein in Mies
erſt die große Treppenſzene unſerer neuen Revue geſehen
Vielgeliebte dahin. Um ihren Namen rankten ſich gar
bach (Oberbayern) erſcheinendes Blatt erhebt in einek
und bewundert haben wird.
manche Legenden; von ihrer bis zur Verſchwendungsſucht
Plauderei über den Miesbacher Markt folgende Klages
C.K. Der 300. Geburtstag einer berühmten Schönheit
gehenden Freigebigkeit erzählte man ſich Wunderdinge
„Warum geſtern gar nicht ein bißerl gerauft wurde, enl
Am 3. Oktober ſind drei Jahrhunderte verfloſſen, ſeitdem
man wollte nicht glauben, daß die geiſtvolle Kurtiſan
ieht ſich der Kenntnis der Weltweiſen — und faſt möchte
Marion Delorme geboren wurde, die viel angefein
wirklich geſtorben ſei, und lange behauptete ſich die Er
man den Verdacht ausſprechen, daß heuer das Waitzinger
dete und viel gerühmte Schönheit, die im franzöſiſcher
zählung, ſie ſei nach England geflohen und führe ein
Bier doch nicht ſo ſtark eingeſotten iſt, wie ſchon früher.Et
Hofleben des 17. Jahrhunderts eine ſo große Rolle ſpie
abenteuerliches Wanderleben. Ihr Lebensſchickſal und ihre
oll aber damit nichts behauptet werden, und außerdem iſt
len ſollte, die Vorläuferin und Weſensverwandte der Ni
Beſtalt hat immer wieder die Dichter angezogen; nach ihr
heute auch noch Markt . .
Ja, wenn die Hoffnung
non de Lenclos. An ihrer Wiege war ihr es nicht
geſun=
taufte Viktor Hugo eines ſeiner berühmteſten Dramen,
nicht wäre
Nummer 233.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 3. Oktober 1913.
Seite 5.
geſtellt. Wiedergewählt wurden die bisherigen Gemeinde
verhaftet und hat bereits ein Geſtändnis abgelegt. Der
Kunſtnotizen.
räte Elkan Fröhlich, Anton Minnich und Lorenz Sandel
Burſche iſt der Dienſtknecht Radureau, der bei den Ehe=
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
neugewählt wurden Ph. Schäfer, Anton Siegmund und
leuten Mabit im Dorfe Besbrigge in der Gemeinde Land
tehenden Crwähnang geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
Karl Sittmann jr.
reau bei Nantes bedienſtet war. Der Gutsbeſitzer Mabit
(Vom Rechner Bieber.
Heidesheim, 2. Okt.
— Der auch in weiteren Kreiſen bekannte Sänger
kelterte geſtern mit Radureau Trauben, als ein Streit ent
Gegen den wegen Untreue und Betruges zum Nachteil
zur Laute, Herr Franz v. Flaig, läßt ſich, von ſeiner
ſtand. Radureau durchhieb dem Gutsbeſitzer die Gurgel.
der Heidesheimer Spar= und Darlehnskaſſe zu
Tournee zurückgekehrt, auch wieder für einige Zeit in
Darauf drang er in die Küche, wo er Frau Mabit, die
zwei Jahren Gefängnis verurteilten früheren Rechner Ja
Darmſtadt hören; bis jetzt hat ihn in der Originalität
Dienſtmagd, die in einem benachbarten Zimmer ſchlafende
kob Bieber iſt auf Antrag eines Mainzer Staatsanwalts
ſeiner Kunſt noch niemand übertreffen können und er ver
Mutter des Gutsbeſitzers und drei ſchlafende Kinder Ma
ein neues Strafverfahren eingeleitet worden. Es
dient deshalb beachtet zu werden.
bits im Alter von 2, 7 und 8 Jahren ermordete. Radurean
ſind nämlich neuerdings wieder Unterſchleife, Bilanzver
legte ſich dann ruhig ſchlafen. Er wurde heute morger
ſchleierungen, Urkundenfälſchungen uſw. feſtgeſtellt
wor=
verhaftet und geſtand alles ein
den, die hauptſächlich dem entlaſſenen Rechner zur Laſt
Reich und Ausland.
fallen. Wegen der Bilanzverſchleierungen und anderer
unredlicher Schiebungen ſind diesmal auch andere Per=
Aus der Reichshauptſtadt, 1. Okt. Die Regierung
Parlamentariſches.
ſonen in die Unterſuchung mitverwickelt. Der Staatsan
plant, wie übereinſtimmend von mehreren Blättern ge
Der Vierte Ausſchuß der Zweiten Kam
walt hat bereits Vernehmungen vorgenommen
meldet wird, verſchiedene Seen im Gebiet der Oberſpre
mer hielt geſtern vormittag 10 Uhr eine Sitzung ab. Auf
(Seinen Verletzun
durch die Anlage von Stellwehren in Sammel= oder
Nieder=Saulheim, 2. Okt.
der Tagesordnung ſtand u. a. eine Vorſtellung des Gen=
Nach achttägigem ſchweren Leiden iſ
Staubecken umzuwandeln, um den Waſſerüberfluß der
gen erlegen.)
darmen Freund, zu der nach dem Referat des Abg.
Stöp=
der mit ſeinem Fuhrwerk verunglückte Milchhändler Jakob
Wintermonate für die trockene Sommerzeit zurückzuhalten
ler beſchloſſen wurde, von der Regierung weiteres Ma=
Dechent im Hoſpital in Mainz ſeinen Verletzungen er=
Der Beſuch der ungariſchen
Studienkom=
terial zu erbitten. Ueber eine Vorſtellung, ſtaatliche Pen
legen. Zu den Wunden, die der Mann erlitten hatte, wa
miſſion im Kreiſe Teltow hat heute ſein Ende erreich
ſionsverſicherung der Privatangeſtellten Leipzig, Werkskaſſe
noch eine Lungenentzündung getreten, die ſeinen Tod her
und die 50 Vertreter der ungariſchen Gemeindeverwal
betreffend, referierte Abg. Raab. Die Materie dieſe
beiführte.
tungen haben die Reichshauptſtadt verlaſſen
-
Zur
Vorſtellung kommt für Heſſen nicht in Betracht. Ueber die
* Gießen, 2. Okt. Der Häuſermakler Roſenthal
Beſſerung der ſtudentiſchen Wohnungs=
Vorſtellung elektrotechniſcher
Spezialfabri=
wurde wegen Betrugs zu drei Jahren und dre
verhältniſſe hat ſich an der hieſigen Univerſität ein
ken, betr. die Ueberlandzentrale in Offenbach uſw., be=
Monaten Gefängnis und drei Jahren Ehr=
Ferienkommiſſion gebildet, die alle Kommilitonen und
richtet Abg. Uebel. Die Petenten beantragen, dafür zu
verluſt veructeilt. Drei Monate der verbüßten Unter=
Kommilitoninnen zur Mitarbeit auffordert. In zwei
An=
ſorgen, daß Ueberlandzentralen in Zukunft nur noch auf
ſuchungshaft werden ihm angerechnet. Von den zur An
rein kommunaler Grundlage errichtet werden können. Der
ſchlägen am Hauptportal des Gebäudes teilt der Rektor
Ausſchuß billigt die Gründe der Vorſtellung und ſtimm
klage geſtellten 43 Betrugsfällen hatte das Gericht nur 12
Graf Baudiſſin dies mit und empfiehlt den Studierenden
den Forderungen auch zu, doch hat die Regierung nach
Fälle als erwieſen angeſehen. 12 Fälle wegen
Urkunden=
die Beteiligung an dieſer gemeinnützigen Arbeit.
Anſicht des Ausſchuſſes kein Mittel, die
ausgeſproche=
fälſchung hatte der Staatsanwalt ebenfalls fallen laſſen
Hanau, 1. Okt. (Der Einzug des zweiten
nen Wünſche zu erfüllen. Eine Vorſtellung der Frau
Sein Schwager Bärmann wurde von der Beihilfe
Eiſenbahn=Regiments.) Ein ſonniger Herbſttag
Augter=Worms, betr. die Entlaſſung ihres Sohnes aus
freigeſprochen, dagegen wegen Unterſchlagung zu
war dem Einmarſch des Eiſenbahn=Regiments Nr. 2 in
der Irrenanſtalt in Alzey, über die der Abg. Raab be
50 Mark Geldſtrafe verurteilt.
ſeine neue Garniſon Hanau beſchieden, und reicher Flag
richtet, wird abgelehnt, weil nach ärztlichem Urtei
(*) Heuchelheim bei Gießen, 1. Okt. (Jubiläum.
genſchmuck bekundete, daß die Bürgerſchaft den neuen
die Entlaſſung nicht angängig iſt. Ein Antrag Reh, Ver=
Unſer Hauptlehrer Schneider feierte heute ſein 50jäh=
Truppenteil, der ſeinen bisherigen Standort
Schöneberg=
legung des Amtsſitzes des Feldbereinigungskommiſſärs
riges Dienſtjubiläum unter ſehr ſtarker Beteilig=
Berlin mit der hübſchen Mainſtadt vertauſchen mußte
nach Alsfeld betreffend (Referent Abg. Stöpler), und ein
Provin.
ung im Saale des Gaſthauſes zum „Treppchen”.
herzlich willkommen hieß. Das Regiment marſchierte nach
Antrag Uebel, Verlegung des Amtsſitzes einer Gemeinde
zialdirektor Dr. Uſinger hielt eine den Jubilar und den
dem Paradeplatz, auf dem der offizielle Begrüßungsakt
des Kreiſes nach Dieburg, wurden auf Grund der Re=
Lehrerſtand ehrende Anſprache und überreichte im Auftrag
gierungsantwort abgelehnt.
ſich ging. Der Kommandeur der zweiten Eiſenbahn=
Die nächſte Sitzung
des Großherzogs dem Jubilar die Krone zum Verdienſt
findet in einigen Tagen ſtatt
Brigade, Generalmajor Schmiedecke, hielt die erſte
An=
orden Philipps des Großmütigen 2. Klaſſe. Bürgermeiſter
Der Finanzausſchuß der Zweiten Kammer hielt
ſprache an das Regiment; er begrüßte es im Auftrage des
ebenfalls eine Sitzung gemeinſam mit der Regierung ab,
Kreiling vermittelte die Wünſche der Gemeinde und des
kommandierenden Generals und hieß es im
Verband=
in der die Spezialberatung der Beſoldungsvor
Schulvorſtandes
des 18. Armeekorps willkommen. Dann folgte die Be
lage fortgeſetzt und auch ein gut Stück gefördert wurde
grüßungsanſprache des Hanauer Oberbürgermeiſters D
D. Friedberg, 2. Okt. (Die ſtädtiſchen Samm=
Die Regierung berichtete über die allgemeine Finanzlage
Gebeſchus und eine Erwiderung des Regimentskomman
lungen.) Infolge unvorhergeſehener Verzögerungen
und hält in bezug auf die Wohnungsgelder an ihrer Vor
deurs Oberſt Sommerfeldt. Das Regiment marſchierte
muß die für den 18. Oktober 1913 beabſichtigte Eröffnung
lage feſt. Im übrigen wurden die Verhandlungen wieder
dann in die neue Kaſerne. Für die Ofiziere gab die Stad
des Muſeums, des Stadtarchivs und der Stadtbibliothe
geheim geführt.
ein Feſtmahl, die Mannſchaften wurden auf ſtädtiſch
ebenſo wie die in Verbindung damit geplante 700=Jahrfeier
Koſten bewirtet
der Stadt auf das Frühjahr 1914 verſchoben werden. Die
ſtädtiſchen Sammlungen ſind ſeit Juni 1913 in ihrem
Kaſſel, 2. Okt. (Aus dem Zug geſtürzt.) Wäh
Stadtverordnetenverſammlung
neuen Heim, dem von der Stadt für 35000 Mark umge
end geſtern eine Berliner Dame in einem D=Zug nadh
St. Darmſtadt, 2. Oktober.
bauten Häuſergeviert Haagſtraße 16 (Eingang Pfarrgäß
Leipzig fuhr, ſtürzte eines ihrer Kinder, ein vierjähri
chen), untergebracht. Für Schränke und Geſtelle hat die
ger Knabe, durch die ſich öffnende Tür hinaus. Die
12. Sitzung.
Stadt außerdem 8500 Mark aufgewandt, wozu noch rund
erſchrockene Mutter zog ſofort die Notleine, wodurch der
Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing eröffnet di
Zug zum Halten gebracht wurde. Das Kind konnte, wenn
3000 Mark an freiwilligen Spenden aus Kreiſen der Bür
Sitzung um 3¾ Uhr und macht vor Eintritt in die
Tages=
erſchaft und von ſeiten ehemaliger Friedberger kommen
auch erheblich verletzt, in dem Augenblick gerettet
wer=
ordnung folgende
Damit iſt in Friedberg, dem Herzen der Wetterau, ein
den, als der D=Zug Köln auf dem anderen Gleiſe heran=
Mitteilungen
Mittelpunkt geſchaffen für die Erforſchung der Wetteraue
brauſte
Altertums= Geſchichts= und Landeskunde. Alle dem Mu=
Herr Stadtverordneter Wittmann hat am 1. April
München.
Okt. (Stiftungen für das
1.
dieſes Jahres 25 Jahre der
Stadtverordnetenverſamm=
eum (Leiter: Profeſſor Paul Helmke) zugehenden Wet
Deutſche Muſeum.) In der Sitzung des Ausſchuſſes
lung als hochgeſchätztes und verdienſtvolles Mitglied
an=
erauer Bodenfunde: wie Gefäße, Armringe, Nadeln
berichtete Reichsrat Miller weiter, auch Ausländer hätter
gehört. Der Vorſitzende ſpricht ihm nachträglich hierzu die
Münzen, Waffen, Geräte; oder Truhen, Zinngegenſtände
Stiftungen gemacht; ſo ſtammten das Modell der großer
herzlichſten Glückwünſche aus und überreicht ihm eine
Bilder und Porzellan aus altwetterauer Hausrat; oder
Sternwarte bei Chikago, das Modell des Panamakanals
künſtleriſch ausgeführte Adreſſe unter ehrender Aner
Gewehre, Säbel, Spieße, Trommeln, Fahnen und Hörne:
und der Ausſchnitt von der Brooklyner Brücke von Ame
ſeiner Verdienſte. (Lebh. Bravo!)
Stadtv.
von verſtaubten Speichern werden ſachgemäß hergeſtellt
rikanern. Viele große Stiftungen ſeien auch im verfloſſe
Wittmann ſpricht für die Ehrung ſeinen herzlichſter
aufbewahrt und mit näherer Bezeichnung ſowie dem
nen Jahre überwieſen worden. Die Firma Zeiß in Jena
Dank aus
Namen des Gebers verſehen. Dasſelbe gilt für die Be
werde ein Planetarium für ein Muſeum einrichten. Gra
Die Haushaltungslehrerinnen der Haus
ſtände des Stadtarchivs und der Stadtbibliothek (
Ver=
von Poſadowsky als Vorſitzender des Kuratoriums für
wirtſchaftlichen Fortbildungsſchule haben für die Neurege
waltung: Oberlehrer Ferdinand Dreher). Das
Stadt=
die Nationalflugſpende übergab eine Stiftung, die aus
lung ihrer Gehaltsverhältniſſe gedankt
archiv umfaßt zahlreiche (handſchriftliche) Urkunden, Ak
dem Modell eines Doppeldeckers beſteht. Geheimrat Leh
Vom Hausbeſitzerverein iſt eine Eingabe ir
ten, Rechnungen, Briefe Bilder und Druckſchriften, die au
mann übergab dem Muſeum Original=Apparate des gro
Sachen der Wagenhalle eingelaufen. — Ueber den
Behörden, Familien, Einzelperſonen, Häuſer und
Ge=
ßen Phyſikers Hertz. Als erſter Vorſitzender des
Vorſtands=
ſchäfte von Friedberg (oder andere: Wetterauer
Ortſchaf=
rats wurde anſtelle des ausſcheidenden Dr. Blohm=Ham
Wirtſchaftsplan für die Stadtwaldungen
ten) Bezug nehmen. Und die Stadtbibliothek iſt durck
burg Geſandter Dr. Krupp=Bohlen=Eſſen gewählt.
Heut=
großherzige Schenkungen ſeit Juli 1913 auf 6000 Bände
referiert Stadtv. Möſer. Die Großh. Oberförſterei
abend lud der Prinz=Regent den geſamten Vorſtandsra
angewachſen. Sie enthält Werke aus allen Wiſſensge
und den Ausſchuß zu einem geſelligen Abend in die Reſi
Darmſtadt hat den Wirtſchaftsplan über die Waldungen
bieten: Geſchichte. Geographie. Mathematik. Naturwiſſen
denz ein. Der Regent empfing die Gäſte, von denen etwa
der Stadt für das Jahr 1913/14 vorgelegt. Hiernach ſin
ſchaften. Medizin. Kunſt. Sprach= und Literaturwiſſen
340 erſchienen waren, im Saale Karls des Großen und
im ganzen zur Fällung vorgeſehen 8000 Feſtmeter, und
ſchaft. Philoſophie. Theologie. Erziehung und
Unter=
zwar 5650 Fm. Brennholz und 2350 Fm. Bau= und Nutz
ließ ſich viele vorſtellen.
richt. Rechtswiſſenſchaft. Kriegsweſen. Handel. Gewerbe
holz. Die Koſten des Waldwirtſchaftsbetriebes (Holz=
München, 2. Okt. (Das Befinden des Königs.
und Induſtrie. Berg=, Hütten= und Salinenweſen.
Land=
hauerlohn, Kultur= und Wegbaukoſten) ſind auf 47142 Mk.
Gerüchte, wonach ſich das Befinden des Könige
Forſt= und Waſſerwirtſchaft. Geſellſchaftswiſſenſchaft (Fa
veranſchlagt. Die Landwirtſchafts=Deputation hat den
Otto verſchlimmert habe, ſind darauf zurückzuführen,
da=
milie, Eigentum, Stände, Parteien, Wohlfahrtsweſen
Die Verſammlung ſtimmt
Wirtſchaftsplan gutgeheißen.
-
König Otto an einem ungefährlichen Furunkel leidet. E=
Volksfeſte). Finanzwiſſenſchaft. Volkswirtſchaft. Verkehrs
dem zu.
ißt jedoch mit gutem Appetit und ſchläft gut. Veränderun
mittel und Anſtalten. Polizeiwiſſenſchaft. Gemeinderecht.
Baudispensgeſuche
gen ſeines Allgemeinbefindens ſind nicht eingetreten.
Oeffentliches (Staats= und Verwaltungs=)Recht. Allge=
In dem Hauſe Ludwigſtraße 12 ſollen bauliche
Schweinfurt, 2. Okt. (Wertvoller Fiſchzug.
meine Bücherkunde (Literaturgeſchichte, Enzyklopädien
Veränderung vorgenommen werden; hierbei ſoll die vor
Aus dem Main zogen Netzfiſcher 40 goldene. zum Tei
Sammelwerke, Wörterbücher, Literariſche Zeitſchriften)
handene Torfahrt durch eine Haustüre in den geſetzlich
zu=
ſehr koſtbare Uhren und Ketten, die einem Juwelier in
Bibliothekwiſſenſchaft. Stadtverwaltung und Bürger
läſſigen Abmeſſungen erſetzt werden. Mit Rückſicht auf ein
Bamberg gehören, dem ſie vor längerer Zeit geſtohlen
ſchaft haben ſomit in ſeltener Opferfreudigkeit der ruhm
vorhandenes Seitengebäude iſt Befreiung von baulichen
worden waren.
reichen Vergangenheit ihrer Stadt ein leuchtend Ehren
Vorſchriften erforderlich, die der Hochbauausſchuß befür=
Hamburg, 1. Okt.
(Zur Verhaftung des
mal geſetzt. Und ſo darf man hoffen, daß es auch ferner=
-
Nach dem Bericht des Stadtv. Wagner
wortet hat
Notars Becker.) Wie zu der Verhaftung des
Notar=
hin nicht an den zum weiteren Ausbau nötigen
Schen=
wird dem Ausſchußantrage zugeſtimmt
Becker in Leipzig bekannt wird, begab ſich Becker bald nadh
ungen aller Art fehlen wird Jede uns überwieſene Gab
Der Vorgarten des Hauſes Heidelbergerſtraße
einem Verſchwinden von Hamburg nach Leipzig, woſelbſ
und jedes Scherflein, noch ſo klein, wird mit herzlichem
Nr. 85 ſoll, nachdem der Inhaber der Wirtſchaft inzwi=
Seiner
r eine engliſche Handelsgeſellſchaft gründete.
Danke gebucht und im Sinne des Gebers zum allgemeiner
ſchen gewechſelt hat, wie bisher weiter zu Wirtſchafts=
Mitarbeitern und Geldgebern fiel es ſchließlich auf, daß
Beſten verwandt
zwecken benützt werden. Der Hochbauausſchuß hat das
der Leiter der engliſchen Geſellſchaft weder engliſch noc
Bad Nauheim, 2. Okt. (Neue Verbindung.) Die
Geſuch um Befreiung von den entgegenſtehenden
Beſtim=
deutſch, ſondern nur franzöſiſch ſprach, worauf man zu
auf Wunſch des Großherzogs in Ausführung begriffene
mungen der Ortsſatzung befürwortet. — Auch dieſem
Ge=
der Vermutung kam, daß es ſich um einen franzöſiſchen
Straße nach Friedberg iſt ſoweit vollendet, daß ſie zu Be
ſuch wird zugeſtimmt. Referent: Stadtv. Werner
Spion handelte, und die Polizei verſtändigte, die den
xinn der nächſten Kurzeit dem Betriebe übergeben werden
Verdächtigen überwachte, und als ihr ſeine
Geſchäfts=
ann. Sie bringt inſofern eine ſehr aute Verbeſſerung,
Baugeſuche und bauliche Herſtellungen.
gebarung nicht einwandfrei erſchien, zur Verhaftung
als ſie nur für Fußgänger, Radfahrer und Fuhrwerke be
Für die Errichtung einer Wohnhausgruppe in
ſchritt, worauf die Polizei bei der Vernehmung darau
ſtimmt iſt. Automobile und Motorräder dürfen die Straße
der verlängerten Inſelſtraße, zwiſchen Herdweg und
kam, daß es ſich um den Notar Becker aus Hamburg
han=
richt benutzen, ſondern müſſen die alte Straße fahren.
Heinrichſtraße, wird um Bauerlaubnis nachgeſucht. Das
delte, was der Verhaftete nach einigem Zögern zugab
Vilbel, 2. Okt. (Unfall.) Der hier im Amt ſtehende
in Frage kommende Bauplatzgelände iſt in dem beſtehen
Pfarraſſiſtent Happel ſtürzte in Langen, wo er zu Beſuc
Poſen, 1. Okt. (Eiſenbahnunglück.) Amtlich
den Bebauungsplan zurzeit noch als Anlagegelände
vor=
weilte, von einem Pferde und zog ſich außer mehreren
Der D=Zug 55 überfuhr heute nachmittag 2 Uhr auf der
geſehen und daher unbebaubar. Der Hochbauausſchuß hat
Kopfverletzungen auch eine
Gehirnerſchütte
Strecke Bentſchen-Poſen vor dem Bahnhof Dopiewo der
— Die
Verſamm=
daher Ablehnung der Geſuche empfohlen.
ung zu.
Bahnmeiſterwagen. Die auf dem Wagen ſitzende Frau
lung ſchließt ſich dem Ausſchußantrage auf Ablehnung
(*) Hochwaldhauſen
Okt. („Felſenmeer
eines Hilfsweichenſtellers wurde getötet und ihr zwei
I.
an
und Dürerſchule.) Das in den Kreiſen der Vogels
jähriges Kind verletzt. Der Zug hatte 70 Minuten Ver
Im Stadthauſe iſt in Verbindung mit baulicher
bergwanderer bekannte Hotel zum „Felſenmeer” ſtellt balt
ſpätung. Reiſende wurden nicht verletzt. Unterſuchung
Veränderungen im Treppenhauſe ein Warteraum einge
ſeinen Betrieb ein. Die Dürerſchule hat es angekauft, um
iſt eingeleitet
richtet worden, deſſen Fehlen bisher ſtörend empfunder
das Haus als Unterrichtsgebäude und zu Wohnzwecken für
wurde. Die Ausſchüſſe haben die nachträgliche Bewilli
Innsbruck, 1. Okt. (Feuer.) In Fließ bei Landeck
die Schüler zu benutzen. Es ſoll in Kürze ein neues Hotel
gung des hierfür geforderten Kredits befürwortet. — Der
(Oberinntal) brach ein Feuer aus, welches bald dre
erbaut werden.
Kredit wird genehmigt. Ueber beide Sachen referiert
Bauerngehöfte mit Stallungen einäſcherte. Zwe
Stadtv. Friedrich regt an
Stadtv. Markwort. —
Aus Oberheſſen, 2. Okt. (Belohnung durch die
Schweſtern namens Thurner konnten ſich nicht in Sicher
zwei Warteräume zu ſchaffen, in jedem Flügel des
heit bringen und kamen in den Flammen um
Kaiſerin.) Dem Zugführer Karl Schäfer zu Stock
Stadthauſes einen.
heim, dem Lokomotivführer Bertuch in Hanau, dem
Toulon, 2. Okt. (Die Naſe abgebiſſen.) Der
Ein von der Gewerbeſchule benutzter Schulſaal
Schaffner Friedr. Lenz und dem Bahnwärter Philipp
Vizebürgermeiſter Ferren und das ſozialdemokratiſche
Ge=
im Alten Theater bedarf der Herſtellung. Die auf 365 Mk
Bruder zu Vilbel wurde in Anerkennung der bewieſenen
meinderatsmitglied Gaſtaud gerieten auf offener Straße
veranſchlagten Koſten werden zur Bewilligung empfohlen.
Umſicht und der geleiſteten Hilſe bei dem vor einiger Zeit
in einen Wortwechſel, der bald in Tätlichkeiten ausartete
Die Summe wird nach dem Bericht des Stadtv.
Witt=
glücklich vermiedenen Zuſammenſtoß einer kaiſerlichen
Hierbei biß Gaſtaud ſeinen Gegner ins Geſicht und rif
mann bewilligt.
Equipage mit einem Eiſenbahnzug auf einem Bahnüber
ihm einen Teil der Naſe weg. Ferren, welcher auch ſonſt
Vermietung.
gang in der Nähe des Bahnhofs Vilbel auf Veranlaſſung
erhebliche Verletzungen erlitten hatte, wurde ins Kranker
Die Wohnung im erſten Obergeſchoß des
Vorder=
der Kaiſerin je ein nanhaftes Geſchenk überreicht
haus gebracht.
hauſes der ſtädtiſchen Hofreite Luiſenſtraße 16 ſoll neu ver=
Nantes, 1. Okt. (Siebenfacher Mord.) Ein
mietet werden. Der Mietwert der Wohnung wird, ent=
15jähriger Burſche erſchlug geſtern ſieben
Per=
ſprechend ihrer baulichen Beſchaffenheit, von bisher 400
ſonen mit einer großen Axt. Er wurde heute morgen
w
K.:
ee
Nummer 233.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 3. Oktober 1913.
* Berlin, 2. Okt. Die deutſche Botſchaft in Paris
auf 320 Mark jährlich ermäßigt. — Die Verſammlung
jekt ein, weil man, wenn man es ablehnt, die Leute
ver=
erhielt von dem franzöſiſchen Miniſterium des Aeußern
anlaßt, nach Eberſtadt oder ſonſtwo hinzuziehen. —
Stadt=
ſtimmt nach dem Referat des Stadtv. Aßmuth zu.
die Mitteilung, daß Oberleutnant Steffen geſtern die
verordneter Sames verlangt, daß die 36 400 Mark, die
Sicherungsmaßnahmen gegen Gasent=
Erlaubnis zur Rückreiſe nach Deutſchland erteilt
die Stadt aufzuwenden hat, vor der Erteilung der
Bau=
zündung.
wurde. Durch die Unterſuchung iſt erwieſen worden, daß
erlaubnis bezahlt werden müſſen, und daß feſtgelegt wird,
Der im Oktober vorigen Jahres durch Gasentzündung
ein Fall von Notlandung vorlag; es ſei kein Anhalt für
daß die Häuſer nur zwei bewohnbare Stockwerke haben
im Hauptpoſtgebäude entſtandene Brand hat Anlaß zur
den Verdacht der Spionage erbracht worden
dürfen, damit nicht etwa noch zweiſtöckige Dächer oder
Prüfung der Frage gegeben, durch welche
Sicherheitsmaß=
der Flieger
Boulogne=ſur=Mer, 2. Okt.
Manſarden aufgeſetzt werden. Zurückgewieſen muß die
nahmen ähnlichen Unglücksfällen vorgebeugt werden kann.
Oberleutnant Steffen iſt heute mittag 11 Uhr 30 Min.
Behauptung werden, daß die Mitglieder des Hochbauaus=
Die Gaswerksverwaltung hat nach dem Ergebnis ihrer
nach Berlin abgereiſt
chuſſes, die für das Projekt eingetreten ſind, eigene Inter=
Prüfung vorgeſchlagen, in eine Reihe von ihr
bezeichne=
eſſen vertreten. Eine moderne Stadt kann und darf ſich
ten, meiſt öffentlichen Gebäuden, die Gaszuleitungen von
der modernen Gartenſtadtbewegung nicht entgegenſtem=
*
Friedrichshafen, 2. Okt. Innerhalb des
50 und mehr Millimeter Weite oder Gasmeſſer mit 80 und
men, will ſie nicht in den Ruf der Rückſtändigkeit kommen
Luftſchiffbaues Zeppelin hat ſich die Firma „
Zeppelin=
mehr Flammen haben, noch eine zweite Abſperrung auf
Stadtv. Aßmuth ſpricht ſich in gleichem Sinne aus.
Wohlfahrt G. m. b. H.” mit dem Sitz in Friedrichs
der Straße einzubauen, durch die die Abſperrung des Gas=
Es ſei Pflicht der Stadt, das Streben nach Errichtung von
hafen gebildet. Gegenſtand des Unternehmens iſt die
zufluſſes betätigt werden kann, wenn im Falle dringender
kleinen Einzelhäuſern uſw. zu fördern. Die geſunde Ent=
Wohlfahrtspflege für Beamte und Arbeiter des Luft=
Not die Abſperrung im Keller nicht ohne Mühe und Ge
vickelung, die darin zu erblicken iſt, läßt ſich nicht
aufhal=
chiffsbaus Zeppelin. Das Stammkapital beträgt 500000
fahr vorgenommen werden kann. Die Ausführung dieſer
— Stadtv. L. Lautz hält das Vorgehen des
Haus=
ten.
Mark; zum Geſchäftsführer wurde Dr. Colsmann ge=
Sicherheitsanlagen erfordert einen Kredit von 5250 Mark,
beſitzervereins für verſtändlich. Ein direktes Bekämpfen
wählt.
deſſen Bewilligung die zuſtändigen Ausſchüſſe empfohlen
des vorliegenden Projektes iſt das gar nicht geweſen; der
haben. — Die Verſammlung ſtimmt zu. Referent: Stadtv.
Verein wollte damit wohl nur dokumentieren, daß die un=
Kahn.
geſunde Erſchließung ſtets neuer Bauquartiere nicht zu
Landwirtſchaftliches.
efürworten iſt. — Stadtv. Schupp meint, nicht nur die
Aenderung der Schlacht= und Fleiſchver=
— Schlachtviehmarkt Darmſtadt. Schweine=
Hausbeſitzer, ſondern auch der Bezirksverein
Mathilden=
kaufsordnung
markt am 1. Oktober. Auftrieb durch Händler 116
höhviertel hat ſich gegen das Projekt gewandt. Unſere
Stadtv. K. Lautz führt aus: Im allgemeinen öffent=
Schweine. Schlachtgewicht 50 Kilogramm. Preiſe 1. Qual.
Stadt iſt jetzt ausgedehnt genug im Verhältnis zu der Ein
lichen Intereſſe hat ſich eine Aenderung des § 5 der
82 M., 2. Qual. 81 M., 3. Qual. 80 M. Marktverlauf:
vohnerzahl. Es möge, falls das Projekt zuſtande kommt
Schlacht= und Fleiſchverkaufsordnung für die Stadt Darm
lebhaft; wenig Ueberſtand.
Kälbermarkt am
was er nicht hoffe, feſtgelegt werden, daß keinerlei
Rück=
ſtadt als notwendig erwieſen. Durch die vorgeſchlagene
. Oktober. Auftrieb durch Händler 157 Kälber. Lebend
zahlung erfolgt. An Bauplätzen fehlt es heute in Darm=
Aenderung ſoll erreicht werden, daß alle Schlachtungen
gewicht 50 Kilogramm. Preiſe 56 bis 63 M., je nach
Qua=
ſtadt nicht. Wer heute ein Inſerat ins Tagblatt ſetzt, hat
lität. Marktverlauf: drückend. — Schweinemarkt am
gewerblicher und privater Art dem Schlachthauszwange
morgen 1000 Angebote. Er bittet, das Projekt abzulehnen
2. Oktober. Auftrieb durch Händler 119 Schweine.
Schlacht=
unterworfen und dadurch die zurzeit noch erlaubten Haus=
Es ſprechen noch Stadtv. Sames der die
Notwen=
gewicht 50 Kilogramm. Preiſe 1. Qual. 82 M., 2. Qual.
ſchlachtungen auf einzelnen Gehöften unterbunden werden.
digkeit betont, die vorhandenen ſtatutariſchen Beſtimmun=
81 M., 3. Qual. 80 M. Marktverlauf: flott, geräumt
Weiter ſoll dadurch der Mißſtand beſeitigt werden, daß das
gen zur Anwendung zu bringen, Beig. Jäger, Stadtv
vor=
Fleiſch von angeblich notgeſchlachteten Tieren ohne
Lampertheim, 1. Okt. Der hieſige Fer=
K. Lau tz, der ſehr energiſch gegen das Projekt ſpricht
Die
herige amtliche Beſchau in den Verkehr kommt.
elmarkt erfreut ſich, ſowohl was Auftrieb als auch
Stadtv. Gretzſchel der erſtaunt darüber iſt, daß um
Verſammlung ſtimmt dem zu
Kaufluſt anbelangt, ſtets wachſenden Zuſpruchs. Zum
ein ſo kleines Projekt ſo viel Lärm gemacht wird. Man
eſtrigen Ferkelmarkt waren wieder 292 Tiere, und zwar
chießt mit Kanonen nach Spatzen. Die Tatſache, daß es
Verwertung des ſogen. Probenfleiſches
ausſchließlich aus Lampertheim aufgetrieben, die zum
den Hausbeſitzern nicht glänzend geht, darf doch nicht Ver=
Die Ver
zierüber referiert Stadtv. Dr. Fulda.
rößten Teil flott abgeſetzt werden konnten. Die Preiſe
anlaſſung geben anderen das Plätzchen an der Sonne zu
wertung des ſogenannten Probenfleiſches der
Trichinen=
bewegten ſich zwiſchen 25—35 Mark pro Paar. Der nächſte
wvehren. Er bittet, die Bedingungen nicht zu hart zu
ſtel=
ſchau geſchah ſeither durch die Schlachthofverwaltung zu=
Ferkelmarkt findet am 14. Oktober dieſes Jahres ſtatt.
en, ſondern, wie auch andere Städte das tun, die
Garten=
gunſten der Schlachthofkaſſe. Die Metzgerinnung iſt
wie=
ſtadtbewegung unterſtützen und fördern.
derholt vorſtellig geworden, daß der Erlös für das Pro=
Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing ſtellt feſt, daß er
benfleiſch der Innung für ihre Zwecke überlaſſen werden
trotz der Erklärung des Stadtv. Gretzſchel, daß er keinerlei
möchte. Nach Anſicht der Verwaltung hat die Innungs=
Das Verſchwinden Dr. Dieſels.
Privatintereſſen bei der Sache vertrete, Bedenken trage,
kaſſe einen rechtlichen Anſpruch auf Ueberlaſſung des Pro=
Herrn Gretzſchel an der Abſtimmung teilnehmen zu laſſen,
Berlin, 2. Okt. Die Gattin Dr. Dieſels
benfleiſches nicht. In Anbetracht der Geringfügigkeit
des=
weil das dem Geſetz zuwiderlaufe. Stadtv. Gretzſchel
weilt zurzeit in Frankfurt a. M., wo auch die Nach=
Betrages beantragt die Verwaltung im Einverſtändnis
verzichtet daraußauf die Abſtimmung.
orſchungen nach dem Verſchwundenen eingeleitet wurden.
mit der Schlachthofdeputation, unter Wahrung ihres
Stadtv. Henrich ſpricht aus ideellen und allgemein
Der Vermißte litt in letzter Zeit an Schlafloſigkeit. Sid=
Rechtsſtandpunktes, der Metzgerinnung in widerruflicher
praktiſchen Rückſichten für das Projekt, wenn auch der
Vor=
ney Whitman, der älteſte Direktor der engliſchen Dieſel=
Weiſe die Verwertung des Probenfleiſches zu überlaſſen
wurf nicht unberechtigt iſt, daß eine gewiſſe Planloſigkeit
Motoren=Geſellſchaft, ſagte, er habe ſeit Jahren mit
Die=
gegen Abführung eines beſtimmten Teiles des
Rein=
n dieſen Beſtrebungen bei uns herrſcht. Das ſind aber im
ſel im Briefwechſel geſtanden und wiſſe, daß der
Ver=
erlöſes als Erſatz von Verwaltungskoſten an die Schlacht=
— Stadtv. Dr.
weſentlichen Sünden der Vergangenheit.
chwundene mit beſonderer Freude an ſeinen Beſuch in
hofkaſſe. — Die Verſammlung iſt damit einverſtanden.
Nodnagel: Keiner der Redner hat dagegen geſprochen,
London dachte. Wenn Dieſels Tod kein reiner Zufall ge=
Erlaß von Kanalgebühren
daß es wünſchenswert iſt, möglichſt viele kleinere geſunde
wveſen ſein ſollte, ſo könne er nur die Folge einer momen=
Wohnhäuſer zu ſchaffen. Das wurde von allen Rednern
Die hieſigen Kirchengemeinden haben um
tanen Geiſtesverwirrung bilden. Er habe ſich jahrelang
inerkannt. Wichtige Gründe gegen das Projekt ſind nicht
Erlaß oder Ermäßigung der auf die Kirchen entfallenden,
überangeſtrengt. Sorgen habe er nicht gehabt. In der
vorgebracht worden. Man ſollte alſo die Bedingungen
neuerdings erhöhten Kanalbenutzungsgebühren
Familie Dieſel verſichert man, daß der Vermißte
beſon=
nicht zu hart ſtellen und dem Projekt keine Schwierigkeiten
nachgeſucht. Die Geſuche gehen zum Teil von der nicht
ders in letzter Zeit ſtark an Atemnot litt. Wahrſcheinlich
— Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing macht
bereiten.
zutreffenden Vorausſetzung aus, daß lediglich die Menge
ei er bei einem ſolchen Anfall aufgeſtiegen habe ſich an
noch einige tatſächliche Feſtſtellungen zur Begründung des
der dem Kanalnetz aus den Hofreiten zugeführten Ab=
Deck begeben und ſei vom Schwindel ergriffen über Bord
Standpunktes der Stadt. — Stadtv. Hüfner tritt eben
wäſſer für die Höhe der Gebühr ausſchlaggebend ſein
geſtürzt.
falls für das Projekt ein. Nach weiteren Ausführungen
dürfte, während ſie nicht berückſichtigen, daß die Kanali
Der Frankfurter Zeitung wird mitgeteilt, daß Dr.
der Stadtvv. Aßmuth und Sames wird der
An=
ſation durch die Ableitung der Regenwaſſer in viel größe=
Dieſel nach einer mehrtägigen Jagd in Oberbayern vor
rem Maße in Anſpruch genommen wird
trag des Ausſchuſſes einſtimmig angenom=
Infolge ihrer
einigen Tagen zum Beſuch ſeiner Tochter nach Frankfurt
baulichen Ausdehnung führen die kirchlichen Bauwerke
men.
gekommen war. Dort klagte er, daß er ſich auf der Jagd
immerhin eine große Menge Regenwaſſer den Kanälen zu.
überangeſtrengt habe und daß ſein in der letzten Zeit mehr
Die elektriſche Bahn nach dem Martins=
Mit Rückſicht hierauf und weil ein Eingehen auf die Ge=
und mehr fühlbar gewordenes Herzleiden ihm Sorge be=
Viertel
ſuche dem in der Ortsſatzung ausgeſprochenen Grundſatz
reite. Dabei war aber Dr. Dieſel in beſter Stimmung,
Nachträglich wird das urſprünglich für die geheime
der Berechnung der Gebühren nach den
Brandverſicherungs=
die, wie ſeine Reiſebegleiter beſtätigen, bis zum letzten
Sitzung vorgeſehene Projekt der Bahn nach dem
Martins=
werten widerſprechen würde, haben die Ausſchüſſe die Ab=
Augenblick anhielt. Zwei Mitglieder der Familie Dieſel
iertel auf die Tagesordnung geſetzt. Es handelt ſich um
lehnung der Geſuche beantragt.
— Nach dem
Berich=
haben ſich am Mittwoch nach Belgien begeben, um
mög=
das ſchon bekannte Projekt mit einigen Verbeſſerungen.
des Stadtv. Sames ſtimmt die Verſammlung zu.
lichſt Aufklärung zu ſchaffen. Bevor dieſe Recherchen nicht
Nach kurzer Debatte am grünen Tiſch an Hand der Pläne
abgeſchloſſen ſind, ſeien alle Mutmaßungen über die
Anſchluß an die Waſſerleitung
wird dem Projekt zugeſtimmt
Todesurſache hinfällig
Das Wieſenwärterwohnhaus auf der Pallas
Damit iſt die Tagesordnung erſchöpft.
* London, 2. Okt. Entgegen der Antwerpener
wieſe ſoll an die ſtädtiſche Waſſerleitung angeſchloſſer
Meldung, Dr. Dieſel ſei nicht auf der „Dresden”
werden. Die Koſten hierfür betragen 230 Mark, deren
Be=
ausgefahren, und habe das Schiff vor ſeiner Ausfahrt
willigung beantragt wird. — Nach dem Referat des Stadt=
Luftfahrt.
verlaſſen, erklärt der Sekretär der Dieſelgeſellſchaft in
verordneten Möſer ſtimmt die Verſammlung zu.
Der Offiziersflieger Steffen in Frankreich.
London heute vormittag, es lägen unſtreitige Beweiſe
Von der Keramiſchen Manufaktur.
vor, daß Dr. Dieſel auf dem Schiff „Dresden” mit Dar=
* Paris 1. Okt. Eine amtliche Note beſtätigt, daf
Es iſt beabſichtigt, die Großh. Keramiſche Manufaktur
relf, der gleichfalls Direktor der Dieſelgeſellſchaft iſt und
Leutnant Steffen von der franzöſiſchen Regierung
er=
auf der Weſtſeite der Heidelberger Straße zu erweitern
Herrn Luckmann ausgefahren ſei, und daß beide Herren
nächtigt wurde, Frankreich auf dem Luftwege zu
Da es ſich um eine Anlage außerhalb des
Bebauungs=
mit ihm geſprochen hätten, bevor ſie ſich in ihre Kabinen
verlaſſen, da aus der Unterſuchung hervorgehe, daß
planes handelt, iſt Befreiung von der Beſtimmung in § 5
begaben,
er infolge des Nebels zu einer Notlandung gezwungen
des Ortsbauſtatuts erforderlich, die beantragt wird
25
wurde und auf franzöſiſchem Gebiet keinerlei Erforſchung
Die Verſammlung ſtimmt zu. Referent: Stadtv.
Witt=
vorgenommen habe. Die Note fügt hinzu: Da Leutnant
Unwetter=Kataſtrophen.
mann.
Steffen ſich gegen die Vorſchrift des deutſch=franzöſiſchen
Einſpruch gegen den Winterfahrplan
Abkommens vom 26. Juli vergangen hat, ſo ſignaliſiert die
* Paris, 2. Okt, Wie aus Perpignan gemeldet
franzöſiſche Regierung der deutſchen Regierung dieſe
Tat=
wird, wurde der Expreßzug Barcelona-Paris
Gegen den von der Stadtverördnetenverſammlung
ache und überläßt es ihr, bezüglich dieſes Offiziers die er=
Dienstag nacht bei der Einfahrt in den Tunnel von Villa
bereits gutgeheißenen Winterfahrplan der elektriſchen
orderlichen Maßnahmen zu treffen.
Juiga infolge des niedergegangenen Wolkenbruches
Straßenbahn ſind nachträglich Einſprüche erhoben
wor=
von ſolchen Waſſermengen umgeben, daß er nicht vorwärts
den, die ſich gegen den Beginn des Frühbetriebes und den
* Boulogne=ſur=Mer, 1. Okt. Leutnant Stef=
-
Verkehr auf den Außenſtrecken richten.
konnte. Das Waſſer drang in die Schlafwagen ein und
An der kurzen
en nahm ſeinen Apparat auseinander. Der
die Reiſenden mußten ſich auf die oberen Schlafſtätten
Debatte hierüber beteiligen ſich die Stadtvv. Kolb und
Apparat wird mit der Eiſenbahn nach Berlin befördert
lüchten. Erſt bei Tagesanbruch gelang es den Reiſenden
Säng. Es ſoll über alle Fahrplanwünſche nochmals
werden. Steffen reiſt morgen früh nach Deutſchland.
beſonders beraten werden
und dem Zugperſonal, nach großen Anſtrengungen den
* Paris, 1. Okt. Nach einer Meldung aus Bou=
Zug zu verlaſſen und ſich in das Haus eines Bahnwärters
logne wurde Leutnant Steffen, nachdem ſich der deut=
Die Gemeinnützige Gartenſtadt
u retten
che Konſul Buſch für ihn verbürgt hatte, ermächtigt, mit=
Beig. Jäger führt aus: Die im Jahre 1910 hier ge=
Konſtantinopel, 1. Okt. Unausgeſetzt treffen
tels Eiſenbahn nach Deutſchland zurückzukehren. Seit
gründete Gemeinnützige Gartenſtadt=Genoſſenſchaft hat ſich
neue Einzelheiten über das geſtrige nächtliche Unwetter
Flugzeug ſei auseinandergenommen worden, und werde
mit der Bitte an die Stadt gewandt, das von ihr erwor=
und die in den Vororten hervorgerufenen Kataſtrophen
om Bahnhof Boulogne nach ſeinem Beſtimmungsort
be=
bene Gelände am Heinrichwingertsweg, in den
Bebau=
ein. Waſſer, Erdmaſſen und Steinblöcke
zerſtörten eine
ördert werden. — Ein Boulogner Blatt berichtet, daß der
ungsplan aufzunehmen, damit ſie ihr Projekt der Errich=
Unzahl Quarantänebaracken bei Beikos
am aſiatiſchen
deutſche Konſul Buſch dem Unterpräfekten und dem
Kom=
tung einer Gartenſtadt dort verwirklichen könne. Die
Ufer des Bosporus, wo 1000 muſelmaniſche
Flüchtlinge in
miſſar der Staatspolizei ein Frühſtück gegeben habe, zu
Stadtverwaltung hat dieſes Geſuch abgelehnt. Die Ge=
Quarantäne lagen. Mehrere verunglückten tödlich. Bis
welchem auch Leutnant Steffen geladen war. Konſul Buſch
noſſenſchaft hat ihr Projekt daraufhin fallen gelaſſen und
jetzt wurden acht Leichname geborgen. Auf der
Mar=
habe im Namen des deutſchen Offiziers den franzöſiſchen
ſucht nunmehr darum nach, daß ſie auf einem Teil ihres
marainſel wurden etwa 50 Häuſer und Geſchäfte
Zivil= und Militärbehörden für ihre Courtoiſie gedankt und
Geländes einige Einfamilienhäuſer diſpensweiſe errichten
zerſtört. Bei dem Unwetter wurde die alte
Galata=
gleichzeitig auch die wohlwollende Haltung der
Bevölke=
darf. Da es ſich nur um wenige
— höchſtens ſechs bis
brücke, welche zur Hälfte ſtehen gelaſſen worden war,
weg=
ung anerkannt. Der Konſul fügte dieſen Worten ſeinen
acht — Häuſer handelt, haben die Verwaltung und die
eriſſen und ſtürzte auf das Transportſchiff „Neſchd” das
perſönlichen Dank hinzu und erklärte er hätte es abge=
Ausſchüſſe unter Feſtſetzung beſtimmter Bedingungen die
aſt vollkommen zerſtört wurde.
ehnt, den Leutnant Steffen mit ſeiner Autorität zu
nachgeſuchte Befreiung von der Beſtimmung in § 5 des
decken, wenn er auch nur einen Augenblick an der Wahr=
Konſtantinopel, 2. Okt. Durch die Unwet=
Ortsbauſtatuts befürwortet. Die Häuſer dürfen nur zum
haftigkeit ſeiner Darſtellung gezweifelt hätte. — Das
er iſt auch die Linie der Orientbahn in Mitleiden=
Alleinbewohnen eingerichtet werden und müſſen auch in
Journal des Debats ſchreibt über die Notlandung des
chaft gezogen worden. Zwiſchen San Stefano und
Ka=
ihrem Aeußeren den Anſprüchen der Stadtverwaltung
deutſchen Fliegers: Wenn es wahr iſt, daß Leutnant
Stef=
bagdſch ſind mehrere Brücken beſchädigt worden. In den
genügen. Auf alle Fälle wird durch die Errichtung der
fen vollſtändig vorbereitete Telegramme an die Adreſſe
Vororten am Bosporus und Goldenen Horn dürften ins=
Häuſer der freie Ausblick vom Paulusplatz nach dem Wald
der deutſchen Botſchaft in Paris bei ſich hatte um ihren
geſamt etwa 200 Menſchen ertrunken ſein.
nicht beeinträchtigt werden. Die Genoſſenſchaft hat alle
Schutz im Falle einer Notlandung in Frankreich zu er=
Koſten für Straßenherſtellung, Kanaliſierung, Gas= und
IB. Neu=York, 2. Okt. Ein gewaltiger
langen, ſo wird man zugeſtehen müſſen, daß er ein
Waſſerzuleitung, ſowie für etwa verlangte nächtliche Be=
Wolkenbruch iſt geſtern über Neu=York
niedergegan=
wenig vorausgeſehen hatte, daß er trotz des
un=
leuchtung zu übernehmen. Wenn dem Geſuche in dieſer
gen. Innerhalb einer Stunde waren neun Zentimeter
weideutigen Verbots über franzöſiſches Gebiet fliegen
Weiſe ſtattgegeben wird, dann ſteht feſt, daß die Stadt und
Regen gefallen. Der Hudſonfluß iſt derart geſtiegen, daß
werde. Sollte jemals ein franzöſiſcher Militäcflieger in
die Allgemeinheit der Steuerzahler jetzt oder in Zukunft
ie Zugbrücke nicht heruntergelaſſen werden konnte und
Deutſchland landen müſſen, dann kann man nur wünſchen,
beſondere Koſten für das Projekt nicht
aufzu=
der Verkehr zwiſchen Neu=York und Brooklyn völlig
unter=
wenden ha
daß dies unter regelrechteren Verhältniſſen erfolgt,
be=
brochen war. Sämtliche Straßenbahnen, Automobile und
In der Debatte weiſt Stadtv. Möſer darauf hin, daß
onders wenn er 500 Kilometer von der franzöſiſch=
deut=
die Untergrundbahn ſtellten ihren Betrieb während
meh=
der Hochbauausſchuß dem Projekt nur zugeſtimmt hat, weil
chen Grenze niedergehen ſollte; aber jeder weiß, daß den
rerer Stunden völlig ein, und zwar gerade in der Zeit,
er der Ueberzeugung iſt, daß das Bauen dort ſo teuer
franzöſiſchen Militärfliegern derartiges nie paſſiert, ſei es,
wo der Verkehr aus der City nach den Vororten am
leb=
wird, daß kein Menſch bauen wird.
-
Stadtv. Gretz
daß ſie beſſer ihre Richtung finden, ſei es, daß man ihnen
afteſten war.
ſchel bezweifelt, daß der Hochbauausſchuß ſolche
Hinter=
in ſtrengerer Weiſe die Achtung vor den intervationalen
gedanken gehabt hat. — Stadtv. Säng tritt für das Pro=
Abmachungen einprägt,
Nummer 233.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 3. Oktober 1913.
Seite 7.
und Bulgarien entſtandenen Reibungen, die ausſchließlich
Erdbeben.
zuriefen, ſie möchte ihr Geld und ihre Juwelen auf die
auf Mißverſtändniſſen beruhten, zu beſeitigen. Er glaube
Straße werfen. Frau Platt entgegnete, ſie habe weder
* Panama, 2. Okt. Ein heftiges Erdbeben hat
die Freundſchaft zwiſchen Rußland und Bulgarien werde
Geld noch Juwelen bei ſich, worauf ſie paſſieren konnte.
geſtern Abend den ganzen Iſthmus heimgeſucht. Es
uch jetzt wie früher unerſchütterlich ſein
Kurz nachher hielten die Spitzbuben den großen
Touren=
vurden zwei Erdſtöße, der zweite von 10 Sekunden Dauer
Konſtantinopel, 2. Okt. Nach einer
maß=
vagen eines Herrn Mabon an, der, wie auch ſeine Frau
wahrgenommen. Die Bevölkerung wurde von einem
gebenden türkiſchen Quelle iſt die Regierung bemüht, die
und Tochter, gründlich ausgeplündert wurde. Inzwiſchen
paniſchen Schrecken ergriffen, doch iſt bis jetzt kein ernſt
Verhandlungen mit Griechenland zu einem
ſt es gelungen, zwei Individuen zu verhaften, die vor
hafter Verluſt und keine Beſchädigung des Kanals
ge=
jünſtigen Ende zu führen. Die Regierung beſchloß bereits
inigen Wochen das Automobil des oberſten Polizeirichters
meldet worden.
am Samstag, die Demobiliſation zu beginnen und in der
von Neu=York angehalten und den Richter und ſeine Be=
Frage der Vakufs und beſonders der Anſtellung von
Muf=
gleiter vollſtändig ausgeplündert hatten
tis Zugeſtändniſſe zu machen. Die Inſelfrage iſt einer
Vom Balkan.
ganz beſonderen Verhandlung vorbehalten.
Die epidemiſche Kinderlähmung.
Die ſerbiſch=albaniſchen Feindſeligkeiten.
* Stuttgart, 2. Okt. Die in der letzten Zeit in ver=
* Belgrad, 1. Okt. (Meldung des Serbiſchen
Letzte Nachrichten.
ſchiedenen Gebieten des deutſchen Reiches aufgetretene
Preſſebureaus.) Die Albaner haben geſtern bei
Lo=
pidemiſche Kinderlähmung iſt, wie der
Staats=
puſchki Han eine Niederlage erlitten. Sie ver=
Wolffs telegr. Korceſp.=Bureau.)
anzeiger meldet, auch in Württemberg eingeſchleppt
fügten nur über geringe Streitkräfte. Die ſerbiſchen Trup=
München, 2. Okt. Gegenüber den Nachrichten über
worden. Durch eine Verfügung des Miniſteriums des
pen, welche Verſtärkungen erhalten haben
ſetzen den
I
das Befinden König Ottos veröffentlicht die
Innern von heute iſt deshalb für dieſe Krankheit die An=
Kampf im Laufe des heutigen Tages fort. Nach amtlichen
Bayeriſche Staatszeitung nachfolgende Erklärung: Der
zeigepflicht feſtgeſetzt. Auch wurden die in der Verfügung
Berichten haben die Albaner auf ihrem ganzen Rückzug
König leidet allerdings in den letzten Monaten öfter an
des Miniſteriums des Innern vom 9. Februar 1910
be=
furchtbare Grauſamkeiten begangen, Dörfer in Brand ge=
Furunkel, dieſe Erkrankungen haben aber keine allgemeine
reffend, die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten
ge=
teckt und wehrloſe Chriſten, Albaner und Türken, welche
Störungen verurſacht und das äußere Befinden nicht
un=
gebenen Vorſchriften auf die epidemiſche Kinderlähmung
ihnen die Gefolgſchaft verweigerten, niedergemetzelt.
günſtig beeinflußt. Die Furunkel bildeten eine rein lokale
für anwendbar erklärt.
* Belgrad, 2. Okt. Die amtliche Kundgebung
Erkrankung, ohne Fieber zu erregen, und heilten ſtets ohne
bezeichnet den albaniſchen Appell an die
Groß=
tachteilige Folgen. Appetit und Nahrungsaufnahme ſind,
mnächte und die Bitte um eine Intervention gegen die
Erkrankung des Königs von Schweden
wie ſeit Jahren, unverändert. Grund zur Beunruhigung
ſerbiſch=griechiſchen Greueltaten”
als eine wahre
ſt nicht vorhanden.
* Stockholm, 2. Okt. König Guſtav, der ſich zur=
Ironie, wenn man bedenke, daß der Appell aus Gebieten
*
Pforzheim, 2. Okt. Bei den
Aufräumungs=
zeit auf Schloß Fkaberſjae aufhält, iſt erkrankt. Das
und von Menſchen ſtamme, deren ganzes Leben bisher mit
arbeiten an der Brandſtelle im benachbarten Eutingen
zeute veröffentlichte ärztliche Bulletin lautet: Der
Raubzügen in die Nachbarländer, mit Mord, Totſchlag
türzte heute nachmittag eine Decke ein und er=
König leidet ſeit einer im Februar 1911 vorgenommenen
und Greueln jeder Art ausgefüllt geweſen ſei, wovon die
chlug den dort arbeitenden 40jährigen Maurer Karl
Blinddarmoperation an Schmerzen in der Magengegend
Annalen der türkiſchen Regierung haarſträubende Dinge
Kahnlecker und den 18jährigen Goldarbeiter Emil
Nachdem in den letzten zwei Wochen eine bedeutende
Zu=
zu erzählen wüßten. Eher dürfte es Serbien und Grie=
Nippel. Kahnlecker hinterläßt vier Kinder
rahme eingetreten war, rieten wir dem König, ſich einer
henland zuſtehen, namens der Humanität und der
Zivili=
eſonderen Behandlung zu unterziehen, wozu eine
Ueber=
ation einen ſolchen Appell an Europa zu richten, damit
* Köln, 2. Okt. Im Gefängnis zu Neumünſter gine
edelung nach Schloß Brottningholm erforderlich iſt. Es
ein Gefängnisinſaſſe mit dem Kartoffelmeſſer
die Einfälle albaniſcher Freibeuter in ſerbiſches und
grie=
ſt ferner notwendig, daß ſich der König in der erſten Zeit
chiſches Gebiet aufhörten. Serbien habe bisher ſeine
auf den Gefängnisaufſeher Schneider los und verletzte
jeder Regierungshandlung enthält. Die Temperatur iſt
hn ſehr ſchwer
Stimme nicht gegen die albaniſchen Greueltaten erhoben
nicht verändert. Eine Veranlaſſung zur Beunruhigung iſt
weil es ein geordnetes, von Europa anerkanntes Staats=
* Hamburg, 2. Okt. In der letzten Nacht ſind Diebe
nicht gegeben.
weſen ſei, das das Recht habe, ſich ſelbſt Genugtuung zu
in das Gold= und Uhrenwarengeſchäft von Dietrich
Ro=
verſchaffen, wenn albaniſche Banden die Grenze über
(Schluß des redaktionellen Teils.)
ſenbrock eingebrochen. Sie haben für 30000 Mark
ſchritten, friedliche Bewohner plündernd und mordend=
Schmuckſachen und Taſchenuhren geraubt.
überfielen und ſich in Gebieten niederließen, die ihnen von
* Wien, 2. Okt. Wie das Deutſche Volksblatt ſchreibt,
Europa nicht zugeſtanden worden ſeien. Uebrigen trage
Frohgelaunte Kinder, geſunde Kinder.
ſt von einem Beſuch des deutſchen Kaiſers in
der Appell der albaniſchen Stämme, ſofern er authentiſch
Schönbrunn nach dem Jagdaufenthalt in Konopiſcht an
Winke für Mütter
ſei, ganz den Charakter der Verzweiflung üher den
miß=
kompetenter Stelle nichts bekannt
lungenen Einfall in ſerbiſches Gebiet und der Furcht vor
Du darfſt von Deinem Kinde nicht erwarten, daß es
* Wien, 2. Okt. Wie die Politiſche Korreſponden,
der gerechten Beſtrafung durch die ſerbiſche Regierung, die
Dir ſagt, was und wo ihm etwas fehlt. Du, die Mutter,
erfährt, beabſichtigt der König der Hellenen den
lche Einfälle weder dulden könne noch dürfe. Uebrigens
biſt naturgemäß die, welche täglich das Weſen und Treiben
Traditionen ſeines Vaters zu folgen, der alljährlich bei
ollten die Albaner beruhigt ſein, denn Serbien wolle an
der Kleinen überwacht und jede Störung ſofort erkennen
ſeiner Durchreiſe am Wiener Hofe Beſuch
abzu=
den Grenzen nur Ruhe und Sicherbeit ſchaffen. Daß man
ollte. Von dir wird ja auch zuallererſt Rat und Hilfe
ſtatten pflegte. Da er gezwungen iſt, ſeine Rückreiſe
hierbei den Rahmen der beſtehenden Geſetze der
Menſch=
rwartet. Nun zeigt ſich ja ſelbſt die geringſte
geſundheit=
u beſchleunigen, telegraphierte der König an
lichkeit in vollem Maße achten werde, könne als feſtſtehend
iche Störung bei den Kleinen alsbald durch ein
Nach=
den Kaiſer, daß er lebhaft bedauere, daß der
beab=
betrachtet werden, weil ein länger als ein Jahrhundert
laſſen des Spieleifers, durch ein Schwinden der fröhlichen
ſichtigte Beſuch nicht ſtattfinden könne.
beſtehendes Staatsweſen wie Serbien die Geſetze der Kul=
Laune. Treten zu dem noch Appetitmangel, belegte Zunge,
tur und der Geſittung beſſer kenne als der noch im
anarchi=
unruhiger Schlaf und dergl., dann zögere nicht länger,
* Griſolles, 2. Okt. Ueber das Befinden des
ſchen Urzuſtande lebende Volksſtamm der Albaner.
ondern gib Deinem Liebling einen Teelöffel voll des
Oberſtleutnants Winterfeldt iſt heute früh
fol=
beliebten „Califig” Californiſcher Feigen=Sirup, und in
gendes Bulletin ausgegeben worden: Der Patient ver=
Oeſterreich und Serbien.
ürzeſter Friſt wirſt Du ſehen, wie die Störungen ſchwinden,
brachte die Nacht ziemlich gut. Temperatur 37,3, Puls
* Wien, 1. Okt. Das Neue Wiener Abendblatt
und das Kind wieder munter und fidel wird.
108, Atmuna 22. Der Zuſtand des linken Lungenflügels
ſt dauernd befriedigend.
chreibt: Wenn es richtig iſt, daß Miniſtervräſident Paſitſch
„Califig” iſt eine glückliche Kombination des ſüßen
auf der Durchreiſe durch Wien auf dem Ballhausplatz vor=
Feigenſaftes mit heilſamen, als wohltuend bekannten
* Moskau, 2. Okt. Die Angeſtellten der
Stra=
zuſprechen beabſichtigt, ſo kann er von vornherein einer
Kräuterauszügen. Sein Geſchmack iſt ſo angenehm, daß
ßenbahn haben heute morgen den Dienſt
nieder=
reundlichen Aufnahme ſicher ſein. Er wird ſich gewiß
alle Kinder „Califig” gerne nehmen. „Califig” reinigt
elegt. Der Straßenbahnverkehr ruht
überzeugen können, daß hier keinerlei Voreingenommenheit
ie Verdauungsorgane in prompter, dabei milder, be=
* Konſtantinopel, 2. Okt. Bei der
Exploſions=
gegen Serbien beſteht und daß die Monarchie den Wunſch
ſchwerdeloſer Weiſe, regelt den Stuhlgang und beugt
ataſtrophe in dem großen Bagtſchetunnel auf der
Serbiens nach baldiger Wiederherſtellung von Ruhe und
Verſtopfung vor. Eine genaue Gebrauchsanweiſung für
ſeubauſtrecke der Bagdadbahn ſind, wie ſich jetzt heraus=
Ordnung auf dem Balkan, ſowie nach Anbahnung ge
Erwachſene und Kinder liegt jeder Flaſche bei. Eine
ſtellt, 22 Arbeiter getötet und elf verletzt worden
icherter ökonomiſcher Beziehungen zwiſchen ihr und Ser=
Flaſche „Califig” gehört in jede Hausapotheke, damit
Der Sachſchaden iſt nicht erheblich. Die Bauarbeiten an
hien aufrichtig teilt. Das Blatt betont von neuem, daß
man ſie immer bei der Hand hat. Wenn Du noch keine
der Unfallſtelle ſind wieder aufgenommen worden.
Unter=
die Monarchie ſelbſtverſtändlich keine Einwendungen
er=
aſt, dann vergiß nicht, Dir eine beim nächſten Ausgang
uchung über die Urſache des Unglücks iſt eingeleitet worden
Hebt, daß Serbien innerhalb ſeiner Grenzen die Ordnung
I,20457
zu beſorgen.
Peking, 2. Okt. Auf die Vorſtellung der fün
viederhergeſtellt. Es würde allerdings im eigenen Inter
In allen Apotheken zu haben, zu Mk. 1.50 die Flaſche; extra große Flaſche
Mächte hat die Regierung eingewilligt, die Stellung des
iſſe Serbiens liegen, dafür zu ſorgen, durch einen billigen
Mk. 2.50. Beſt.: Syr. fici Californ. 75, Ext. Senn. liqu. 20, Elix. caryoph.
Comp. 5.
Salzkommiſſars mit der des Generalſalzinſpektors zu ver=
Frieden die neuen Untertanen unter Berückſichtigung ihrer
tationalen Eigenart und wirtſchaftlichen Bedürfniſſe nicht
ſchmelzen, was Sir Richard Dane und die fünf Mächte
Sillmimmmmmmmmmmmmmmmmmmmamimmmmmmmngs
ufriedenſtellte. Eine weitere Verſchmelzung wird indeſſen
tur zu unterwerfen, ſondern dauernd für ſich zu gewinnen.
OT *0
Tſai=
Von einer Aenderung der in London beſchloſſenen Grenze
herbeigeführt durch heute veröffentlichte Erlaſſe,
vird allerdings keine Rede ſein können.
tingkan zum Mitdirektor im Kontrollausſchuß für die
o in hoher Gunst
Seezölle zu ernennen, Changhu, den gegenwärtigen ſtell=
(*
Die Inſelfrage
vertretenden Finanzminiſter, zum Chef der Salzſteuer und
Ifen=
5
Beneralinſpektor der Salzinſpektion in Verbindung mit
Konſtantinopel. 2. Okt. Von unterrichteter
Dane. Einige von den Geſandtſchaften der fünf Mächte
ungtürkiſcher Seite wird verſichert, die Pforte habe
tat=
etrachten dieſe Ernennungen als einen Akt der Gering=
*
ſächlich ihre Botſchafter beauftragt, die Großmächte um
ſchätzung. In einer Zuſammenkunft heute nachmittag
be=
hre grundſätzliche Zuſtimmung zu direkten Verhandlungen
brechen die auswärtigen Geſandten die Angelegenheit.
rber die Inſelfrage zu erſuchen. Griechenland hat die tür=
Man glaubt, daß ſich die Mehrzahl dafür ausgeſprochen
ſiſche Anregung zu einer direkten Löſung der Inſelfrage
hat, bei China Vorſtellungen zu erheben, da die Verſetzung
miit dem Bemerken abgelehnt, daß die Großmächte ſich die
Tſaitinakans nicht mit dem Geiſte des Fünfmächteabkom=
Entſcheidung über dieſe Frage vorbehalten hätten
mens übereinſtimme.
* Köln, 2. Okt. Die Kölniſche Zeitung erfährt aus
.
Zerlin: Die von mehreren Zeitungen verbreitete Meldung,
25
München, 2. Okt. Der Einſiedler Franziskus vom
ach welcher die Pforte den Großmächten in der Frage
.
kalvarienberg in Cham (Oberpfalz) ſchoß in einem
er ägäiſchen Inſeln erneut mitgeteilt habe, daß
25
Anfall von Verfolgungswahnſinn im dor=
, O
0
eren Erledigung die Vorbedingung für den Abſchluß des
tigen Stadtpark mit einem Revolver auf ein Dienſt=
2
ürkiſch=griechiſchen Friedens ſei, findet
Sammel=
mit seidenen
C
ueen
mädchen. Ein Poliziſt nahm ihm den Revolver ab. Er
keine Beſtätigung.
Wappenbildern
, „ „
kehrte jedoch mit einem neuen Revolver zurück und ſchoß
O
25
A
Den
blindlings in die Menſchenmenge
Die Kriegsgreuel
Millmmmimmmmmmmmmmamismimmmmmmmmmmmlilir
Schutzleuten gelang es, ihn zu entwaffnen und ihn ins
Wien, 2. Okt. Die aus dem Carnegie=Fonds aus
I. 15061
Krankenhaus zu bringen.
gerüſtete Kommiſſion zur Unterſuchung der Greuel auf dem
Elberfeld, 2. Okt. Freiherr von der Heydt ſtiftete
Dr. Kuhns Nußextrakt, Nutin,
Balkan hat ihre Arbeiten beendet. Das Ergebnis der
Haarfarbe
giftfrei u. echt, 4.00, 3.00, 2.00, 1.50.
für die Parſifalaufführung im Stadttheater
Unterſuchung, die bekanntlich weder in Griechenland noch
Franz Kuhn, Kronenparf., Nürnberg. Hier:
25000 Mark, nachdem die Stadtverordneten die
Bewilli=
in Serbien wegen des Widerſpruchs beider Regierungen
F. B. Grodhaus, Seifenfabr. a. weißen Turm,
gung ablehnten.
vorgenommen werden konnte, iſt laut bulgariſcher
Mit=
owie in Apotheken, Drogerien u. Parfümerien. (V,6845
H. B. Waltershauſen i. Thür., 2. Okt. Hier wurden
teilung derart, daß an erſter Stelle hinſichtlich der Ver=
6 Schüler das Opfer ihres Leichtſinns. Sie ver
bung von Greueltaten die Griechen, an zweiter die
Bul=
e
uchten, angeregt durch die im Chemieunterricht gewonne
garen und an dritter die Serben ſtehen.
nen Kenntniſſe, im Walde Sprengſtoff herzuſtellen. Die
Letzte Nachrichten.
Maſſe explodierte. Dem 14jährigen Schüler Hinſche wurde
die rechte Hand abgeriſſen und 5 andere Schüler an Kopt
NEIE
aiEi‟
* Athen, 2. Okt. (Agence d’Athène.) Infolge der
und Geſicht verletzt.
Unterzeichnung des türkiſch=bulgariſchen
Friedensvertrages, durch welchen die türkiſch=bul=
— Flensburg, 2. Okt. Juſtizrat Steemann wurd
Naturreine Originelgewächse aus erster Hand.
gariſche Grenze feſtgeſetzt worden iſt, hält es die griechiſche
heute nacht im Walde erſchoſſenaufgefunden. Es
Regierung für überflüſſig. Dedeagatſch noch länger beſetzt
vird ein Jagdunfall vermutet.
Fl. 2.—
Niersteiner Domthal
,
1911.
zu halten. Sie gab daher den Befehl, daß die griechiſchen
H.B. London, 2. Okt. Der bevorſtehende Be=
Gewächs H. Schlamp
Truppen dieſe Stadt unverzüglich verlaſſen.
— Der Ma
uch des Erzherzogs Franz Ferdinand
kineminiſter hat an die Reſerviſten der Jahr
eim König in Windſor erregt hier beträchtliches
Hochheimer Kirchenstück
Fl. 2.75
länge 1900 bis 1906 den Befehl ergehen laſſen, ſich
1910
Intereſſe. Zum Teil wird in dieſer Begegnung eine hoch=
Gewächs Winzerverein
ſinnen drei Tagen bei den Fahnen einzufinden
politiſche Affäre erblickt und darauf hingewieſen, daß
die verſchiedenen Zweige der Landesverteidigung treffen
vor kurzem in Oeſterreich eine gewiſſe Mißſtimmung übe=
Rauenthaler Rotheck .
Fl. 3.50
lle Maßnahmen, welche die durch die türkiſchen Winkel=
1911
Deutſchlands Haltung in der Balkankriſe herrſchte, und daß
gewächs J. Sturm
üge geſchaffene unbeſtimmte Lage nötig macht.
Oeſterreichs Wert als Bundesgenoſſe in Deutſchland etwas
* Sofia, 2. Okt. Die Regierung hat von dem Groß
herabſtimmende Kritik erfuhr. So wird dem Beſuch des
Schl. Johannisberger
Fl. 5.-
908
veſir ein Telegramm erhalten, in welchem er zur Her
Erzherzogs in England beſondere politiſche Bedeutung
ewächs Fürstl. v. Metternich’sche Domäne
ſtellung dauernder und freundſchaftlicher Beziehungen
beigemeſſen dabei allerdings abſichtlich vergeſſen, daß der
zwiſchen der Türkei und Bulgarien durch die Unter=
Erzherzog vor der Jagd in Windſor Jagdgaſt des
deut=
eichnung des Friedensvertrages, ſowie zut
M
chen Kaiſers ſein wird
Wiederherſtellung der diplomatiſchen Beziehungen ſeine
London, 2. Okt. Nachrichten aus Neu=York
zu=
lückwünſche ausſpricht.
folge wurden in dem am Hudſon gelegenen Paliſadenpark
* Petersburg, 2. Okt. Der neue bulgariſche
Ge=
des amerikaniſchen Staates Neu=Jerſey in der letzten Nacht
andte in Petersburg, General Radko Dimitriew
U. a. wurde
verwegene Raubanfälle verübt
ſſt hier eingetroffen. Er äußerte in einer Unterredung mit
eine bekannte Dame der Neu=Yorker Geſellſchaft, Frau Dea
inem Vertreter der Petersburger Telegraphenagentur, er
Platt, von zwei mit Revolvern bewaffneten Männern
chreibe die Ernennung dem Wunſche der bulgariſchen Re=
(VII,20524
berfallen, die ihren Autowagen anhielten und der Dame
ierung zu, um die in der letzten Zeit zwiſchen Rußland
T
we
zei)
8
f
Nummer 235.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 3. Oktober 1913.
Seite 8.
Sraen
Breu
morgens von Aden. „Pring Eitel Friedrichl. 23. Sept.
n
Jeder Tag der Arbeit ſtell die weigehendſten
1
11 Uhr abends von Algier. „Seydlitz” 26. Sept. 11 Uhr
Anforderungen an unſere Körper= und
Nerven=
nachm. in Bremerhaven. „Roon” 29. Sept. 1 Uhr nachm.
kraft. Darum ſollte der moderne Menſch vor allem
Dankſagung.
von. Southampton. „Alrich” 28. Sept. 1 Uhr nachm. in
daran denken, ſich geſund und leiſtungsfähig zu erhalten
Bremen. „Weſtfalen” 28. Sept. 12 Uhr nachts in
und für vollwertigen Erſatz der verbrauchten Stoffe
Für die vielfachen Beweiſe der Liebe und
Antwerpen. „Elſaß” 39. Sept. 6 Uhr vorm. von Durban.
ſorgen. Wir verweiſen auf den der heutigen Nummer
Teilnahme, welche uns bei dem Verſcheiden und
„Greifswald” 26. Sept von Port Pirie. „Göttingen”
beiliegenden Proſpekt der Sanatogenwerke Bauer
der Beerdigung unſerer lieben Groß= u. Schwieger=
29. Sept. 7 Uhr vorm. in Sydney. „Schleſien” 28. Sept.
& Cie, Berlin S. W. 48, womit auch eine
Gratis=
mutter, Schweſter und Tante
(20569
10 Uhr abends von Malaga. „Sierra Cordoba” 29. Sept.
probe des bewährten Mittels, ſowie belehrende Broſchüren
von Funchal. Sierra Salvada” 26. Sept. von
Monte=
angeboten werden. Bei dem Internationalen Medizini=
Frau
video. „Gießen” 28. Sept. in Buenos Aires. „Sierra
ſchen Kongreß in London 1913 iſt Sanatogen mit dem
Nevada” 28. Sept. in Antwerpen. „Piſa‟ 25. Sept. von
(IV,20579, 16
„Grand Prix” ausgezeichnet worden.
Montrael. „Pallanza” 29. Sept. in Quebec. „Gotha”
29. Sept. in Bahia. „Crefeld” 29. Sept. von Oporto.
Heinrich Rieß Witwe
Dampfernachrichten.
„Durendart” 28. Sept. in Antwerpen.
von allen Seiten entgegengebracht wurden, ſowie
Hamburg=Amerika=Linie.
Mitgeteilt von dem
für die zahlreiche Begleitung zur letzten Ruheſtätte
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Tageskalender.
und die der teuren Verſtorbenen gewidmeten
Nordamerika: „Alſter” 27. Sept. von Key Weſt nach
Blumen= und Kranzſpenden, desgleichen für die
Freitag, 3. Oktober.
Neuorleans. Elbe‟ 30. Sept. 8 Uhr abends von
Sa=
tröſtenden Worte des Herrn Pfarrer Fink am
vannah nach Hapre und Hamburg. „Hamburg” von
Großh. Hoftheater, Anfang 7 Uhr, Ende gegen
Grabe ſagen wir hiermit unſeren innigſten Dank.
Neu=York, 30. Sept. 2 Uhr nachm. in Genua. „Pallanza”
10½ Uhr (außer Abonnement): „Arda‟
nach Montreal, 29. Sept. 9 Uhr abends in Quebec.
Zwingenberg, den 1. Oktober 1913.
Konzerte: Hotel Heß um 3 Uhr. — Bürgerkeller um
„Wasgenwald” von Galveſton und Havana kommend,
8 Uhr.
Die trauernden Hinterbliebenen.
-
30. Sept. 4 Uhr nachm. von Vigo.
Weſtindien,
Mexiko: „Corcovado” nach Havana und Mexiko, 30. Sept.
In deren Namen:
Familiennachrichten.
9 Uhr abends von Hapre. „Dania” nach Havana und
Familie Rendant Zimmermann, Friedberg,
Mexiko, 30. Sept. 7 Uhr morgens in Malaga. „Mecklen=
Familie Gärtner, Wixhauſen.
burg‟ 29. Sept. von St. Thomas über Hapre nach
„Sardinia” 30. Sept. in St. Thomas.
Hamburg.
Steigerwald” 30. Sept. von Veracruz ausgehend.
Oſtaſien: „Graecia” 29. Sept. nachm. in Singapore,
Statt beſonderer Anzeige.
heimkehrend. „Iſtria” 30. Sept. 9 Uhr morgens von
Amtlicher Wetterbericht.
—
„Scandia” 29. Sept.
Rotterdam nach Port Said.
Ver=
5 Uhr nachm. von Singapore nach Penang.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Heute nachmittag um 2 Uhr verſchied
ſchiedene Fahrten: „Rhenania” von Afrika kommend,
ſanft nach langem Leiden im 81. Lebensjahre
Das Hochdruckgebiet, das geſtern Nordeuropa be=
29. Sept. von Beira. „Windhuk” nach Afrika, 30. Sept.
deckte, hat ſich ſüdoſtwärts ausgebreitet und das
ſüdweſt=
von Southampton.
unſere liebe Mutter und Schwiegermutter
liche Tiefdruckgebiet zurückgedrängt.
Am Südweſtrande
Nordd. Lloyd, Bremen. Mitgeteilt von dem
Ver=
des Hochdruckgebietes hatte unſer Bezirk geſtern trockenes,
treter Anton Fiſcher in Darmſtadt, Frankfurterſtr. 12/14.
Frau
meiſt heiteres Wetter; Randgebilde des ſüdweſtlichen
„Kaiſer Wilhe lm II.‟30. Sept. 10 Uhr vorm. in Bremer=
Tiefs brachten uns zeitweiſe Trübung. Wir werden
haven. „Kaiſer Wilhelm der Große‟ 30. Sept. 1 Uhr nachm.
morgen bei mehr weſtlichen Winden etwas trüberes
von Bremerhaven. „Berlin” 29. Sept. 2 Uhr vorm. von
Charlotte Hummel
Wetter haben.
Gibraltar. „Barbaroſſa‟ 27. Sept. 1
Uhr nachm. von
Ausſichten in Heſſen für Freitag, den 3. Oktober:
Neapel, „Olivant” 28. Sept. 1 Uhr nachm. in
Bremer=
geb. Jordis.
Zunahme der Bewölkung, trocken, mild.
haven. „Neckar” 29. Sept. 10 Uhr vorm. in Bremen.
28. September. 10 Uhr vorm. in Gal=
„Wittekind‟
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
28. September 10¾ Uhr
veſton. „Königin Luiſe”
Darmſtadt, den 1. Oktober 1913.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
nachm. in Bremerhaven. „George Waſhington” 28. Sept.
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
3 Uhr nachm. in Neu=York. „Prinz Friedrich Wilhelm”
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe:
28. Sept. 7½ Uhr nachm. von Cherbourg. „Frankfurt”
Eugenie Jordis,
für des Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
30. Sept. 3 Uhr nachm. von Bremerhaven. „Prinzeß
geb. Hummel,
aus dem Geſchäftsleben: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Alice‟ 28. Sept. 4 Uhr nachm. in Hamburg, „Bülow‟
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
„Lützow‟
26. Sept. 4 Uhr nachm. von Port Said.
Ferdinand Jordis.
20542)
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
26. Sept . 4 Uhrnachm. von Penang., Prinz Ludwig‟28. Sept.
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
3 Uhr vorm. von Schanghai. Gneiſenau” 30. Sept.
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
7 Uhr vorm. in Mokohama. „Derfflinger” 27. Sept.
zurückgeſandt.
11 Uhr vorm. in Singapore. „Kleiſt” 28. Sept. 5 Uhr
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Nummer 233.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 3. Oktober 1915.
Seite 9.
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ner 233.
Nummer 233.
Darmſtädter
Bekanntmachung.
Wir ſehen uns veranlaßt, die nachſtehende Polizeiverord
nung für die Stadt Darmſtadt, betreffend die
Ver=
hütung von Geſundheitsgefahren bei dem Betriebe
von Bäckereien, vom 12. April 1897 und 21. März 1899,
erneut bekannt zu machen. Dabei weiſen wir beſonders auf die
§§ 4 und 6 dieſer Verordnung hin. Die Schutzmannſchaft iſt ange
wieſen, auf die genaue Befolgung der genannten Verordnung zu achten
Darmſtadt, den 1. Oktober 1913.
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Polizeiverordnung
für die Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt,
betreffend die Verhütung von Geſundheitsgefahren bei dem Betriebe
von Bäckereien
Vom 12. April 1897 und 21. März 1899.
§ 1. Die in Bäckereien den Arbeitern (Geſellen, Gehilfen und
Lehrlingen) zugewieſenen Schlafräume müſſen entweder ordnungs
mäßig unterkellert oder gegen die Bodenfeuchtigkeit anderweit
aus=
reichend geſchützt ſein, ſowie mit trockenem (feſtgedielten, zementierten
oder aſphaltierten) Fußboden verſehen ſein. Für jeden Arbeiter muſ
ein Luftraum von mindeſtens 10 Kubikmeter in iedem Schlafraum
vorhanden ſein. Die Schlafräume müſſen mit Fenſtern verſehen ſein
welche die direkte Luftzuführung von außen ermöglichen. Auf den
Kopf der zuläſſigen höchſten Zahl von Bewohnern ſoll mindeſtens
Quadratmeter Fenſteröffnung vorhanden ſein
§ 2. Für jeden Arbeiter muß in dem Schlafraum eine
be=
ſondere Lagerſtätte und entweder in dem Schlafraum oder in einem
neben demſelben gelegenen Raume eine beſondere Waſchvorrichtung
vorhanden ſein. Schlafräume, Lagerſtätten und Waſchvorrichtungen
ſind ſtets in einem, den ordnungsmäßigen Gebrauch ermöglichender
ſauberen Zuſtande zu erhalten.
Aufgehoben.
§ 3.
Mehl und Backwaren ſind in geeigneten Be=
§ 4.
hältern aufzubewahren und zu transportieren, ſowie gegen
Verunreinigung ausreichend zu ſchützen. Insbeſon
dere müſſen die zum Transport der Backwaren
dienenden Körbe, Mahnen uſw. ſtets in reinlichſtem
Zu=
ſtande erhalten werden und dürfen nicht zur
Auf=
bewahrung anderer Gegenſtände verwendet werden.
Ebenſo muß ſich das die Backwaren herumtragende
Per=
ſonal beſonderer Reinlichkeit auch in der Kleidung
befleißigen und bei dem Transport jede
Verun=
reinigung der Backwaren durch Ueberdecken der Körbe
mit reinen Decken von heller Farbe vermeiden.
In jeder Backſtube muß eine an die ſtädtiſche Waſſerleitung
5.
unmittelbar angeſchloſſene Waſcheinrichtung vorhanden ſein, welche
das Abſpülen der Hände und Arme ermöglicht.
Sind die räumlichen Verhältniſſe der Backſtube derartig, daß für
die Anbringung der Waſchvorrichtung kein geeigneter Platz vorhanden
iſt oder daß die in der Backſtube aufgeſtellten oder gebrauchten
Back=
materialien oder Geräte bei Benützung einer daſelbſt angebrachten
Waſchvorrichtung der Gefahr einer Verunreinigung ausgeſetzt würden
ſo iſt die Waſchvorrichtung in dem Backhauſe, inſofern dieſes
unmittel=
bar an die Backſtube anſtößt, oder, wenn dies untunlich iſt, in einem
unmittelbar an die Backſtube anſtoßenden, jederzeit leicht zugänglichen
Raum anzubringen
Der Arbeitgeber darf keinen Arbeiter beſchäftigen,
§ 6.
welcher an einer anſteckenden und ekelerregenden Krankheit leidet
Tritt eine ſolche Krankheit bei einem im Dienſt befindlichen Arbeiter
ein, ſo iſt von dem Erkrankten die Arbeit im Bäckereigewerbe bis zur
wollſtändigen Heilung einzuſtellen. In dieſem Falle ſind die Lager
ſſtätten und die ſonſt vom Arbeiter benutzten Gegenſtände gehörig zu
reinigen und, ſoweit nötig, in der ſtädtiſchen Desinfektionsanſtalt zu
desinfizieren
Zuwiderhandlungen gegen die vorſtehenden Beſtimm=
§ 7.
ungen werden — falls nicht andere geſetzliche Beſtimmungen, ins
beſondere diejenigen des Geſetzes vom 1. Juli 1893, betreffend die
wolizeiliche Beaufſichtigung der Mietwohnungen und Schlafſtellen,
werletzt ſind — mit Geldſtrafe bis zu 30 Mark beſtraft
Sofern infolge obiger Vorſchriften eine bauliche Veränderung
worgenommen, oder eine beſondere Einrichtung getroffen werden muß,
Tritt eine Strafbarkeit erſt ein wenn eine von der Polizeibehörde
(20586fs
Hierfür geſetzte angemeſſene Friſt fruchtlos verſtrichen iſt.
Warnung
vor dem unlauteren Geſchäftsgebahren von
Serienlos=
geſellſchaften.
Schon wiederholt iſt vor dem unlauteren Geſchäftsgebahren
pahlreicher in= und ausländiſcher, beſonders niederländiſcher und
däniſcher Unternehmer, ſog. Serienlos=Spielgeſellſchaften, gewarnt
worden
Das Weſen dieſer Unternehmen beſteht darin, daß der
Unter=
ſehmer einen Anteil an Serienloſen oder die Ausſicht auf den Gewinn
aus einer größeren oder kleineren Anzahl ſolcher Loſe verkauft, und
daß die Zahlung des Kaufpreiſes in der Regel in Raten erfolgen kann.
Der Vertrieb ſolcher Geſchäfte iſt ſtrafbar. Denn handelt
es ſich um den Verkauf von Gewinnausſichten, ſo iſt dies als
öffent=
liche Veranſtaltung einer Lotterie ohne obrigkeitliche Erlaubnis
an=
zuſehen (§ 286 des R.=Str.=Geſ. B.); werden Losanteile gegen
Teilzahlungen verkauft, ſo liegt ein Vergehen gegen § 7 des
Reichs=
geſetzes, betreffend die Abzahlungsgeſchäfte, vom 16. Mai 1894
(R.=Geſ.=Bl., S. 450) vor. Der gewerbsmäßige Verkauf von Losanteilen
wird aber auch in der Regel gegen das Heſſiſche Geſetz, betreffend
den Handel mit Anteilen und Abſchnitten von Loſen zu Lotterien
und Ausſpielungen, vom 11. April 1896 (R.=Bl. S. 47) verſtoßen.
Es kommt ferner das Heſſiſche Geſetz vom 14. Februar 1906
(Reg.=Bl. S. 45) in Betracht, wonach das Spielen in außerheſſiſchen
Lotterien, die nicht mit ſtaatlicher Genehmigung im
Großher=
zogtum zugelaſſen ſind, bei Geldſtrafe bis zu 600 Mark im
Großherzogtum Heſſen verboten iſt.
Wenn hiernach einerſeits derjenige, der einer derartigen
Serien=
lasgeſellſchaft beitritt, nicht nur hierdurch ſich an dem ſtrafbaren Tun
des Unternehmers beteiligt, ſondern in den meiſten Fällen (ſofern es
ſich nicht ausſchließlich um im Großherzogtum Heſſen zugelaſſene
Lotterie=Loſe handelt) ſelbſt eine mit empfindlicher Strafe bedrohte
Handlung begeht, ſo iſt andererſeits hiermit für ihn in den meiſten
Fällen auch eine erhebliche Vermögensſchädigung verbunden, wie
ſich aus nachſtehendem ergibt.
Die Serienlosgeſellſchaften beruhen faſt ohne Ausnahme
auf ſchwindelhafter Grundlage. Die Beitrittseinladungen laſſen
die Natur des Geſchäfts und die den Teilnehmern zuſtehenden Rechte
nicht klar erkennen. Das Publikum wird durch die Anpreiſung, daß
jedes Los gewinnt und Nieten nicht exiſtieren, ſowie durch die
fett=
gedruckten Geſamtbeträge der Gewinne angelockt. Dabei iſt meiſt nicht
bekannt und kann auch aus den Ankündigungen gar nicht erſehen
werden, daß die Zahl der Teilnehmer an den fraglichen Geſellſchaften
unbeſchränkt iſt, die Summe der einzelnen Beiträge den von dem
Unternehmer gezahlten Kaufpreis der Loſe um ein vielfaches
über=
ſteigen und daß deshalb der auf den Teilnehmer entfallende
Gewinn=
betrag faſt ausnahmslos nur einen verſchwindenden Teil der
Ge=
ſamtſumme der gezahlten Beiträge ausmachen wird. Dazu beſteht
nicht einmal die Gewähr, daß der Unternehmer ſich im Beſitze der
Loſe befindet, an denen die Teilnehmer einen Anteil erwerben ſollen.
Zweifel der letzterwähnten Art ſind namentlich hinſichtlich der
aus=
ſändiſchen Unternehmer gerechtfertigt, welche das Geſchäft in
Deutſch=
land betreiben oder durch Agenten betreiben laſſen.
Wir ſehen uns veranlaßt, auf dieſe Geſichtspunkte wiederholt
hintzuweiſen, da trotz häufiger Warnungen in der Preſſe, trotz
zahl=
reicher Beſtrafungen von Unternehmern derartiger Spielgeſellſchaften,
Tagblatt, Freitag, den 3. Oktober 1913.
Seite 11.
troß der trauigen Erſahrungen vilter Spieler ſich immer noch Leute
Ueberſicht
finden, die auf die verlockenden Anerbieten hereinfallen, namentlich
der Durchſchnittspreiſe von folgen
wenn die Geſchäftsunternehmer unter einer hochtrabenden Firma wi
den Früchten und Verbrauchsgegen=
„Internationale Vereinsbank”, „Nationale Renten= und Kreditbank
ſtänden in der Zeit
oder dergl. auftreten.
vom 16. bis 30. September 1913:
Aus den angegebenen Gründen warnen wir auch davor, den in
per Sack à 100 Kilo
letzter Zeit hieſigen Einwohnern zugegangenen Aufforderungen aus=
Weizen
(2.
von Mk. 20.50 bis 26.25
ländiſcher Bankfirmen zu folgen und als Vertreter dieſer Firmen
Korn
17.—
Teilnehmer für Serienlösgeſellſchaften zu werben
17.50
,
8.−
Gerſte
18.50
,„
„
Da ſowohl der Handel mit Losanteilen in der fingierten Form
Hafer
18.−
des. Geſellſchaftsſpiels als auch deſſen Unterſtützung ſeitens der
21.-
,
Butter ½ Kilo Mk. 1.40
Zeitungen durch Aufnahme von Anzeigen und Proſpekten ſtrafbar
Butter in Partien Mk. 1.30
iſt, erſcheint es im Intereſſe der Allgemeinheit ratſam, die Aufnahme
Eier per Stück 10 Pfg
derartiger Reklamen ſowie die Verbreitung ſolcher Proſpekte abzulehnen.
Eier in Partien per 25 Stück
Darmſtadt, den 1. Oktober 1913
(20588fs
Mk. 2.25
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Kartoffeln per 100 Kilo
Mk. 6.—
Gennes.
Kartoffeln per 25 Kilo Mk. 1.75
Kornſtroh per 50 Kilo Mk. 2.50
Bauplanänderung.
Heu per 50 Kilo Mk. 4.—
Der von der Stadtverordneten=Verſammlung am 28. Auguſt
Darmſtadt, 2. Oktober 1913.
ds.
Js. angenommene Bebauungsplan über Aenderung der Flucht=
Großh. Polizeiamt Darmſtadt.
linie auf der Südſeite des Hohlen Wegs längs des Baublocks 13
liegt in der Zeit vom 4. bis einſchließlich 20. d. M. bei dem Stadtbau
Maurer= und
amt,
Grafenſrraße 30, zur Einſicht offen
20573ff
Eiſenbetonarbeiten.
Einwendungen gegen den Plan ſind bei Meidung
des Aus=
Die bei Erbauung der
Verbin=
ſchluſſ
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Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 3. Oktober 1913.
Seite 11.
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233.
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ſamſte Pein bereiten, ſie auf der Anklagebank oder im Ge=
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Innsbruck ſchaffen können, aber unſer Doktor meinte, er
fängnis zu wiſſen.
könnte die Verantwortung dafür nicht übernehmen, daß er
Er verſtummte, denn in der Tür des Nebenzimmers
Novelle von Reinhold Ortmann.
bei ſeiner Entkräftung den Transport im Wagen und in
knirſchte der Schlüſſel und im nächſten Augenblick ſtand
16
Nachdruck verboten.)
der Eiſenbahn überſtände. Da habe ich einen Innsbrucker
ſeine Schweſter auf der Schwelle. Sie war ſehr bleich, aber
Es muß fürwahr immer noch hart genug geweſen ſein,
Profeſſor herüber telegraphiert, und der hat mit unſerem
die Züge ihres Geſichts ſchienen dem Profeſſor viel
ruhi=
warf der Profeſſor ein, wenn er nicht nur einen Arm und
Doktor Rainer ein paar Stunden lang an ihm
herumge=
ger, als er ſie ſeit Wochen geſehen, und in ihren dunklen
ein Bein, ſondern auch noch verſchiedene Rippen brechen
pflaſtert und verbunden. — Gäbe ich doch, wer weiß was
Augen war ein lange vermißtes, beinahe glückliches
und eine ſchwere Verletzung am Kopfe davontragen konnte
darum, Herr Profeſſor, wenn wir ihn durchbrächten.
Leuchten.
Wohl — wohl! ſtimmte Hann=Tobi zu. Aber Sie dür=
Sie haben als ein edler und hochherziger Mann an
Sie zauderte, als ſie ſah, daß der Wirt noch immer
fen nicht vergeſſen, Herr Profeſſor: die Platte, die ihn
auf=
meinem Freunde gehandelt. Ich danke Ihnen dafür von
da war, und Hann=Tobi hatte natürliches Zartgefühl
ge=
hielt, liegt volle zweihundert Meter unter der Stelle, von
ganzem Herzen. — Aber der andere — der Mörder? Hat
nug, ſich ſogleich zurückzuziehen. Erſt als er aus dem
der er abgeſtürzt iſt. So alt ich bin, habe ich hier in den
es mit der romanhaften Geſchichte, die da in den Zeitungen
Zimmer war, wandte ſich Helene an ihren Bruder:
Bergen noch nichts Wunderbareres erlebt als dieſe
Er=
zu leſen war, denn wirklich ſeine volle Richtigkeit?
Iſt es nicht zu ermöglichen, Rudolf, daß ich Wernez
gettung.
Ich hab’s nicht geleſen, aber ich meine, es wird ſchon
der Stelle ſehe?
auf
Und er war bei Bewußtſein, als ſie ihn fanden?
recht geweſen ſein. Nachdem die Herren vom Gericht da=
Der Profeſſor verbarg ſeine Ueberraſchung nicht.
Bei klarem Bewußtſein. Und ich ſage Ihnen, Herr
Du haſt alſo Deine Entſchlüſſe geändert? — Denn als
geweſen waren, haben wir den Baron, der ja freilich gar
Profeſſor: Ihr Freund iſt ein Held! Sie müßten es hören,
den Wunſch äußerteſt, mich zu begleiten, war es doch
kein Baron geweſen iſt, hier oben begraben — in unge=
Du
wie die Männer von ihm reden, die ihn geborgen. Sie
Dein feſter Wille, ihn nur dann wieder zu ſehen, wenn
weihter Erde natürlich — bei den Selbſtmördern. Und zu
hatten ihn nicht anders über die Wand heraufbringen kön=
Wenn jede Hoffnung auf die Erhaltung ſeines Lebens.
nachtſchlafener Zeit. Es iſt keiner hinter ſeinem Sarge
nen, als daß einer mit Gefahr des eigenen Lebens zu ihm
geſchwunden ſei, ergänzte ſie ruhig. — Ja — aber das war
zum Friedhof hinaufgegangen als ich. Denn zuletzt hat
hinabgeſtiegen war und ihn an das Doppelſeil befeſtigt
vor drei Tagen, und heute iſt es anders. Denn da wußte
mich’s doch gedauert, daß er den Weg ſo ganz allein
hatte, mit dem ſie ihn zu dem ſicheren Standort
hinauf=
ich nicht, was ich heute weiß — da hatte ich ſeinen
Ab=
machen ſollte. Wie ſchlecht er auch geweſen iſt, er hat doch
ſzogen. Können Sie ſich vorſtellen, was das für ihn heißen
ſchiedsbrief nicht geleſen
ſchon hier auf Erden hart genug dafür büßen müſſen.
wollte — mit zerbrochenen, zerſchundenen Gliedern — und
Den Brief, den Du nach ſeinem Willen erſt nach
Des Weibes aber, das den einen gegen den anderen
nach ſolchen achtundvierzig Stunden, wie er ſie
mutter=
ſeinem Tode erhalten ſollteſt. Daraufhin alſo willſt Du
ausgeſpielt hat, um den einen wie den anderen zu
hinter=
ſeelenallein in ſeinen Schmerzen da über dem furchtbaren
ihm verzeihen?
gehen — man iſt ihrer bis jetzt nicht habhaft geworden?
Abgrund zugebracht?
Du weißt, daß ich ihm ſchon viel früher verziehen
Nicht ſo laut — ich bitte Sie! mahnte der Profeſſor,
Soviel ich weiß — nein! Und ich meine halt, Herr
habe. Nicht meine Vergebung iſt es, die ich ihm bringen
aus deſſen Wangen trotz aller Gewöhnung an menſchliches
Profeſſor, die wird überall durchſchlüpfen. Ein
Frauen=
will, ſondern meine Liebe.
LLeid für einen Moment die Farbe gewichen war. Meine
zimmer mit einem ſolchen Geſicht findet am Ende immer
Ich verſtehe Dich nicht, Helene!
I 2
Nach dem, was
Schweſter hier nebenan darf nichts mehr von dieſen
Ein=
einen Narren, der ihr beiſteht.
geſchehen iſt — nach allem, was er Dir um jenes Weibes
-
Es
zelheiten hören. Sie hat unter dem Eindruck der Zeitungs=
Und der ſich, wenn’s ſein muß, für ſie opfert.
—
willen angetan
berichte ſchon ſo unſäglich gelitten.
muß ja fürwahr etwas wie eine dämoniſche Macht in der
Lies! fiel ſie ein, ihm den entfalteten Brief über=
Ich glaub’s ſchon. — Hat’s doch auch mir das Herz wie
Perſönlichkeit dieſer ehemaligen Komödiantin geweſen ſein
reichend. Du haſt um Deiner brüderlichen Treue willen
Und um meines armen Freundes willen möchte ich beinahe
lin einem Schraubſtock zuſammengepreßt, als ſie ihn
brach=
ein Recht darauf, daß ich keine Geheimniſſe vor Dir habe.
ſten, und als er mir lächelnd ſeinen einen geſunden Arm
wünſchen, daß ſie dem Arm der ſtrafenden Gerechtigkeit
von der Bahre her entgegenſtreckte. Es wäre ja für die
entginge. Wie ich ihn kenne, würde es ihm nur die grau=
(Schluß folgt.)
wa
Kr
zen
ſtat
hat
ie
m
de
ei
(er
eet
Nummer 233.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 3. Oktober 1913.
Seite 14.
weihen, falls ſie rein und wohlbehalten zu ihrer Mutter
zurückkehrte
Da öffnet ſich die Tür und herein tritt Don Abbon=
Residenz-Aheater
Restuchz Thedter
dio, der vom Kardinal geſchickt iſt. Der Himmel hatte den
Schrei der Unterdrückten und das Gelöbnis der Unſchuld
Heute letzter Tag
erhört.
Ab morgen Samstag
von
den 4. d. Mts.:
Die Peſt in Mailand
Suzanne Grandais
Die Landsknechte waren in die Lombardei eingefallen,
in dem 3=Akter:
wohin ſie der Kardinal Herzog von Richelieu gerufen
Verlobten
Die
hatte, und hatten die Peſt mitgebracht. Die ſchreckliche
Seuche verheerte die Gegend und raffte Tauſende dahin;
so ist das geben!
Alleſſandro Manzonis Meiſterwerk.
ot, Elend und Tod waren da, wo vordem Freude,
Wohl=
tand und friſch pulſierendes Leben geweſen. Beſonders
und
(Fortſetzung.)
in Mailand hauſte die Seuche furchtbar.
Henny Porten
Die Bekehrung des Ungenannten.
in dem 2=Akter:
Der Kardinal empfing den Ungenannten mit der
Fortſetzung und Schluß
Freude des Hirten, der ein verirrtes Schäflein
wiederfin=
det. Und er ſagte dem Sünder, der Gott in ſeinem Herzen
Im Glück vergessen
dieſes großen Meiſterwerks in 6 Akten
zu ſpüren begann, ſo milde und erhabene Worte, daß
dieſem ſüße Hoffnung auf Vergebung, Troſt und Frieder
ab morgen
ins Gemüt zogen.
Morgen der 6=Akter:
Luciens Befreiung
im
Das arme Mädchen hatte eine bange, kummervolle
Die Verloblen
Nacht verbracht. Wie innig hatte ſie um Schutz gefleht zu
Dem, der mächtiger iſt als alle Gewalthaber dieſer Erde
Anfang der einz. Vorſtellungen: 3, 5, 7 u. 9 Uhr.
In dieſem Augenblick religiöſer Inbrunſt hatte Lucia
Residenz-Theater
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Sonntag fortlaufend.
ſogar gelobt, auf Renzo zu verzichten und ſich Gott zu
len 4. Okt.
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ſchuß des Landesgewerbevereins für die Jahre 1914—1916
Sonntag den 5. Oktober, abends 8 Uhr,
us der Brauerei J. Wörner,
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Freitag, den 3. Oktober 1913.
Außer Abonnement.
Erſtes Gaſtſpiel des k. k.
Kam=
merſängers Leo Slezak.
Arda-
Hroße Oper mit Ballett in 4 Akten
von Verdi.
Muſikal. Leiter: P. Ottenheimer.
Spielleiter: Otto Nowack.
Perſonen:
L. Schützendorf
Der König
mneris, ſ. Tocht.
Anna Jacobs
Alda, gethiopiſche
Sklavin.
St. Geyersbach
Rhadamés, Felds
herr
*
.
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Alfred Stephani
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von Aethiopien,
Vater Alda’s
Robert Perkins
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Thriſtian Moll
Eine Prieſterin
Marg. Beling=
Schäfer
Ein Palaſtoffizier
Adolf Klotz
Oda Begas
,
Eva Unger
Evelyn Moore
Luiſe Kümmel
Hefangene
Luiſe Sturmfels
ethiopier
Annem. Liſchke
Aorien. Rietho
Fritz Hilsdorf
Chriſtian Moll
Auguſt Kräger
Rhadamés: Leo Slezak
Chöre: Robert Preuß.
Die Ballett=
Arrange=
rents, arrangiert von Hedwig
Ehrle, beſtehen in Ceremonien,
Gruppierungen und Tänzen der
Bajaderen u. Kinder, u. werden
ausgeführt von den Damen des
Corps de Ballett u. den Eleven
der Ballettſchule.
Geſtaltung d. Bühnenbildes:
Hof=
theatermaler K. Kempin u.
Ma=
ſchineriedirektor E. Schwerdtfeger.
Nach d. 1. u. 2. Akte längere Pauſen.
Das Haus wird nur nach den
Aktſchlüſſen erleuchtet; die längeren
Pauſen werden durch Herablaſſen
des eiſernen Vorhangs angezeigt.
Preiſe der Plätze:
Sperr=
ſitz 5.70 ℳ, Parterre 3.70 ℳ,
Pro=
zeniumsloge 8.20 ℳ, Mittelloge
8.20 ℳ, Balkonloge 8.20 ℳ, Erſter
Rang 6.70 ℳ, Zweiter Rang 3.70 ℳ.
Erſte Galerie 2.15 ℳ, Zweite
Galerie 1.15 ℳ
Kartenverkauf: an der
Tages=
kaſſe im Hoftheater von 9½
Uhr und eine Stunde vor Beginn
der Vorſtellung; im
Verkehrs=
büro von 8—1
Uhr und von
2½ Uhr bis kurz vor Beginn der
Vorſtellung.
(Im Verkehrsbüro
werden auch
telephoniſch Karten=
Beſtellungen
entgegengenommen
Telephon Nr.
1582.)
Anf. 7 U.
Ende gegen 10½ U.
Vorverkauf f. die Vorſtellungen:
Samstag, 4. Okt. Auß. Abonn.
Sonder=Vorſtellung.
II.
„Im
veißen Röß’l.‟
Anf. 8 Uhr
Zu dieſer Vorſtellung findet ein
Kartenverkauf nicht ſtatt.
Sonntag, 5.
Okt. Auß. Abonn.
Zweites und letztes Gaſtſpiel des
k. Kammerſängers Leo Slezak
Die Meiſterſinger von
Nürnberg.”
Walther v.
Stol=
ing: Leo Slezak. Erhöhte Pr
Anfang 6 Uhr,
Montag, 6. Okt. Keine Vorſtell.
Dienstag, 7. Okt. 21. Ab.=Vſt.
6. „Hans Sonnenſtößers
öllenfahrt.” Kleine Preiſe.
Anfang 7½ Uhr.
2
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 3. Oktober 1913.
Münnannannnnaaunnanhunnnannnnnnaunnnannnannnaannunnnuanananwannnunge
1913
Mit Allerhöchster Genehmigung
1914
Sechs Sinfonie-Konzerte
zum Besten des Witwen- und Waisenfonds der Grossherzoglichen Hofmusik
im Grossherzoglichen Hoftheater
Abonnementsbestellungen nehmen entgegen: Kammermusiker A. Diedrich,
Kiesstrasse 47 I., Gg. Thies Nachf., Elisabethenstrasse 12.
GESAMT-PROGRAMIM.
I. KONZERT:
IV. KONZERT:
Montag, den 13. Oktober 1913
Montag, den 5. Januar 1914
Dirigent: de Haan
Dirigent: de Haan
Solist: Télémaque Lambrino aus Leipzig
Solist: Bronislaw Hubermann
1. Sinfonie (Nr. 1)
Ew. Strässer
Tragische Ouvertüre Op. 10 E. Boehe
2. Konzert f. Klavier (Nr. 3) C-moll
Beethoven
2.
Konzert für Violine
F. Mendelssohr
3. Klavierstücke:
3.
Zwei Stücke für Violine mit Orchester
Etude As-dur. Berceuse
F. Chopin
Adagio E-dur .
WV. A. Mozart
, ,„
, ,
La Campanella .
Paz
ganini, Liszt.
La clochette
.
. . . N. Paganini
4. Ouvertüre „Egmont”
Beethoven
,, „
Sinfonie (Nr. 2) D-dur
4.
J. Brahms
,,
FD
FP
V. KONZEKT:
II. KONZEKT
Montag, den 16. Februar 1914
Montag, den 10. November 1913
Dirigent: Kapellmeister Ottenheimer. Solist
Dirigent: Siegmund von Hausegger
(Mit verstärktem Orchester)
(Mit verstärktem Orchester)
1. Fantastische Sinfonle
H. Berlioz
, ,
1. Ouvertüre „Euryanthe‟
v. Weber
2. Gesangs-Vortrag
2. Sinfonische Dichtung „Wieland
3. Lieder mit Klavierbegleitung
der Schmied‟
Hausegger
,
Sinfon. Dichtung „Mazeppa‟ F. Liszt
3. Sinfonie (Nr. 7) A-dur .
Beethoven
,
VI. KONZERT:
III. KONZERT
Montag, den 23. März 1914
Montag, den 1. Dezember 1913
Dirigent:
Dirigent: Kapellmeister ottenheimer
Generalmusikdirektor Fritz Steinbach a. Köln,
Solistin: Frau Elisab. Böhmv. d. Endert a. Berlin
(Mit verstärktem Orchester)
(Mit verstärktem Orchester)
Sinfonie erofca (Nr. 3) . .
Beethoven
1.
I. Don Quichote
Der Zauberlehrling
Rich. Strauss
. . . . Paul Dukas
2. Arie „Pur dicesti” aus der Oper
3. Drei kleine Stücke:
7
a)
A., Lotti (1740)
Gavotte aus „Idomeneo‟
„Gioconda‟
W. A. Mozart
b)
W. A. Mozart
Menuett aus der D-dur-Suite J. Brahms
3. „Lespetitsriens‟, Ballett-Suite
4. Lieder
c) Ballettmusik G-dur aus
Rich. Strauss
„Rosamunde‟
Morgen, Wiegenlied, Caecilie
F. Schubert
, ,
,
,
,
Beethoven
5. Ouvertüre „Leonore‟ (Nr. 3).
4. Eulenspiegel . . . .
,„
. Rich. Strauss
PREISE DER
IM ABONNEMENT:
KONZERTE
Mk. 9.−
II. Rang
Proszeniumsloge
Mk. 28.−
,,
Sperrsitz
Mk. 17.−
Balkonloge und Mittelloge
Mk. 25.−
. . .
Mk. 10.−
Parterre
Mk. 20.−
I. Rang.
.„„ , ,
, „
*
Vom 6. bis 13. Oktober können die Abonnementskarten gegen Entrichtung des Betrages abgeholt
werden in der Pianoforte- u. Musikalienhandlung von Gg. Thies Nachf. (Leopold Schutter)
Hoflieferant, Elisabethenstrasse 12. (Daselbst sind auch Hauptprobekarten à Mk. 1.50 zu haben.
Die nicht abgeholten Karten sind beim I. Konzert (13. Okt.) abends nur an der Hoftheaterkasse erhältlich.
Ganze Logen I. Rang im Abonnement:
c) zu 5 Plätzen zus. Mk. 85.−
a) zu 3 Plätzen zus. Mk. 55.−
b) zu 4 Plätzen zus. Mk. 70.−
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Nummer 233.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 3. Oktober 1913.
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Lue
Seite 18.
8.
Was das Odol beſonders aus
zeichnet vor allen anderen Mund=
reinigungsmitteln, iſt ſeine
merk=
würdige Dauerwirkung, die aller Wahrſcheinlich
keit nach darauf zurückzuführen iſt, daß ſich das Odol
beim Mundſpülen förmlich in die Zähne und die
Mundſchleimhaut einſaugt, dieſe gewiſſermaßen
im=
prägniert und ſo gleichſam die Mundhöhle mit einer
mikroſkopiſch dünnen, aber dichten antiſeptiſchen Schicht
überzieht, die noch ſtundenlang, nachdem man ſich
den Mund geſpült hat, ihre Wirkung äußert. Dieſe
Dauerwirkung beſitzt kein anderes der für die tägliche
Mund= und Zahnpflege überhaupt in Betracht
kom=
menden Präparate. Sie gibt demjenigen, der Odol
täglich gebraucht, die Gewißheit, daß ſein Mund
ſtun=
denlang geſchützt iſt gegen die Wirkung der
Gärungs=
ſtoffe und Fäulniserreger, die die Zähne zerſtören.
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½ Flaſche M. —.85.
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Luftfahrt.
Berliner Herbſt=Flugwoche.
sr. Jeder Tag der Berliner Herbſtflugwoche
bring=
neue Rekordleiſtungen der Flieger. Auch am Mittwock
wurden wieder zwei Rekorde überboten. Der erſte war
V. Stoeffler, der dem Höhenrekord mit einem Paſſagier
mit einem Doppeldecker zu Leibe ging. Es gelang ihm
nach prachtvollem Fluge bis auf 3820 Meter zu ſteigen und
ſo den alten Rekord um nicht weniger als 520 Meter zu
verbeſſern. Auch Sablatnig, der Rekordheld der Woche
ſchuf wiederum einen neuen Rekord. Diesmal verbeſſerte
er den Höhenrekord im Fluge mit vier Paſſagieren, da er
bis auf 2080 Meter zu ſteigen vermochte. Von den
Kon=
kurrenzen des Tages intereſſierte beſonders der Montage
Wettbewerb, für den ſich Krieger auf Harlan=Eindecker
Luftverkehrs=Geſellſchaft=Doppeldecker und
Laitſch auf
Röver auf Röver=Eindecker eingeſchrieben hatten. Röver
Eine Qualitätsmarke
ersten Ranges! Altbewährt,
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2205 III.
Die Furcht stark zu werden
hält manche von dem Genuſſe
ettreicher Nahrung ab und
läßt ſie mehr eiweißreiche, nur
muskelbildende
bevorzugen.
Reichardt=Kakaos ſind ſorgfältig
entfettet. Dieſer Vorzug wird
am meiſten von ſolchen
Konſu-
menten empfunden, die bei ihrer
Diät auf das harmoniſche
Eben-
maß der Formen bedacht ſind.
ene
=Kakao enthält entſprechend
mehr Eiweiß, das kein Fett
bildet, ſondern nur den Eiweiß=
Verbrauch des Körpers erſetzt.
Zu Kakao wird auch weniger
Gebäck, welches überwiegend
fettbildende Kohlehydrate
ent-
hält, genoſſen als zu Kaffee
Der ſtark entfettete Reichardt-
Kakao iſt ſomit im Rahmen der
Körperpflege einer Dame von
Welt nicht zu entbehren.
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Nummer 233.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 3.=Oktober 1913.
benswürdiger Weiſe bereit erklärt haben. Die Wertung
erzielte mit 8 Minnten 42 Sekunden die beſte Zeit in der
der Wagen erfolgt in der Weiſe, daß für jede Ps Nor=
Aufmontage, während Laitſch erſt 36 Sekunden ſpäter
fer=
malgeſchwindigkeit verlangt werden, über und unter die
tig wurde. Nach einem Flug mit der friſch montierten
ohne Strafpunkte nicht gegangen werden darſ. Die Fahrt
Maſchine von 13 Minuten Dauer war Laitſch mit eine
geht am erſten Tag von Darmſtadt nach Luxemburg, am
Geſamtzeit von 12:16, nachdem er für die Demontage nur
zweiten Tag von dort nach Freudenſtadt, am dritten Tag
2:28 gebraucht hatte, ſicherer Sieger. Röver brauchte zur
von da nach Darmſtadt.
Demontage 7 Minuten 47 Sekunden und erzielte eine Ge=
Der Start beginnt am nächſten Samstag,
vor=
amtzeit von 16 Minuten 29 Sekunden. Krieger gab auf
mittags 6 Uhr, an der Nordoſt=Ecke des Exerzierplatzes.
Die erzielten Zeiten im Dauerwettbewerb waren: Krieger
Die Wagen werden am Freitag mittag plombiert und
1:35.00, Stiploſchek 1117100, Reiterer 1:28:00, Kahniſch
bleiben unter Wache während der Nacht in dem von de
1:09:00, Rupp 1:04:00, Fiedler und Thelen je 31 Minuten
Großh. Kommandantur gütigſt überlaſſenen Exerziechaus.
Kammerer 33 Minuten, Ingold 17 Minuten, Wrobel und
Das Ende der Fahrt wird am Montag mittag
Jahniſch je 13 Minuten, Schulz 12 Minuten, Schwandt
zwiſchen 3 und 4 Uhr am Böllenfalltor ſein, von wo die
11 Minuten, Kießling 9 Minuten, Remus 8 Minuten.
Wagen in geſchloſſenem Zuge nach dem Heim des Auto
mobil=Klubs in der Landgraf=Philipp=Anlage zu einer
sr. Ein Wanderpreis des Prinzen
Fried=
gemütlichen Feier der Teilnehmer gehen. Gemeldet haben
rich Leopold von Preußen für
Flugzeug=
zu der Fahrt 18 Wagen — ein hervorragendes Reſultat
eigentümer. Prinz Friedrich Leopold von Preußen
wenn man bedenkt, daß der A. D. A.=C. mit 22000
hat ſeinem Intereſſe für den Flugſport, dem einer ſeiner
Mitgliedern nur 76 Wagen, bei der Weſtdeutſchen
Söhne wie bekannt, in weitem Maße huldigt, dadurch
Zuverläſſigkeitsfahrt von 8 Kartellklubs mit 3500 Mit=
Ausdruck gegeben, daß er für denjenigen
Flugzeugeigen=
gliedern 28 Wagen zuſammenbrachte, während der erſt
tümer, deſſen Flugzeug bei einer jährlich zu beſtimmender
Veranſtaltung in Johannisthal die größte Geſchwindigkeit
ſeit wenigen Jahren beſtehende Heſſiſche Automobil=Klub
Wagenbeſitzer zählt
erzielt, einen Wanderpreis zur Verfügung ſtellte. Dieſer
125
Preis wird nach dreimaligem Gewinnen außer der
Außer dieſen 18 Wagen, unter denen nur deutſche
— Opel, Adler, Benz, Protos, Preſto, Dürkopp,
Reihenfolge Eigentum des Fliegers. Der jedesmal be=
Marken
Mathis, Neckarſulm und Loreley — vertreten ſind, laufen
ſiegte Aviatiker erhält einen Erinnerungspreis
noch 2 Wagen für die Leitung, Arzt uſw., die von den
beiden großen Fabriken Adler und Opel zur Verfügung
geſtellt wurden. Alle ſchwierigen Stellen des weiten
Sport, Spiel und Turnen.
Weges ſind mit blauen Fahnen markiert, die Fahrtrich=
Südweſtdeutſche Zuverläſſigkeitsfahrt.
tung iſt mit roten Pfeilen angegeben. Es wird ernſte
Arbeit für alle Teilnehmer in den drei Tagen werden
* Ziemlich am Ende der ſportlichen Saiſon dieſes
aber jeder wird auch die Genugtuung haben einer Ver=
Jahres, lädt der Heſſiſche Automobil=Klub
anſtaltung beigewohnt zu haben, die den Forderungen
noch für den 4., 5. und 6. Oktober zu einer Veranſtaltung
unſerer modernen Zeit entſpricht. Gute Fahrt!
großen Stiles ein, die aller Vorausſicht nach das
Intereſſ=
weiter Kreiſe erregen wird. Die Zeiten der
Automobil=
sr. Pferde=Rennen Neuß. Gürzenich=Flach=Rennen:
Rennen ſowohl, wie die der großen Tourenfahrten, wie
3000 Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1. Hrn. C. Fröhlich’s Iſa
der Herkomer= und Prinz=Heinrichfahrt, ſcheinen end=
(Oleijnik), 2. Maximilian (Davies), 3. Ghislaine. Tot
gültig vorbei zu ſein. Wie in allen übrigen Zweigen
-
Obertor=Jagd=
4:10. Drei liefen. Hals-2 Lg.
unſerer Kultur beginnt auch im Automobilismus die
Rennen; Ehrenpreis und 2500 Mark, Diſtanz 3600 Meter:
gründliche Detailarbeit nach dieſen großen Prunkveran=
1. Hrn. P. Schäfer’s Faultleß (Lt. Knel), 2. Maſtar Page
taltungen, jene Arbeit, die in der Stille geleiſtet wird,
Ahalative (Lt. von Falckenhauſen)
(Lt. Lecberque), 3.
die aber Führer erzieht, die auch in ſchwierigen Lagen
Tot. 33:10. Pl. 15, 15.10. Unpl.: Cypris II, Chaperon,
kaltes Blut und ruhige Nerven bewähren und die beim
Sehr leicht 1½—4 Lg. — Hammtor=Flach=Rennen; 3300
Bau der Wagen nicht mehr nur auf deren Schnelligkeit
Diſtanz 1600 Meter: 1. Lt. Winterers Kale
Mark
und Stärke Bedacht nimmt, ſondern die den kleineren
2. Black Swan (Torke), 3. Nab (Davies). Tot.
(Kühl)
Wagen genau ſo zuverläſſig herſtellt, wie den ſchweren,
Pl. 22, 18, 18:10. Unpl.=Erdiſa, Argile, Rainbow
87110
und die namentlich dem Gebrauchswagen auch eine Schnel
Saint Denis III, Roc Fleuri, Forge, Hendred.
Trout,
ligkeit und Sicherheit gewährleiſtet, die ihn zum unent
Sicher ¾—2 Lg. —
Heſſentor=Flach=Rennen; Ehrenpreis
behrlichen Verkehrsmittel macht. Die Aufgabe, die der
und 4000 Mark, Diſtanz 2400 Meter: 1. Hrn. A. v. Schmie=
Heſſiſche Automobil=Klub für die ausgeſchriebene Fahrt
ders Don Ceſar (Hr. Purgold), 2. Marokko (Lt. Knel),
ſtellt, berückſichtigt beide Geſichtspunkte. In den drei
3. Friſch (Lt. v. Moßner). Tot. 20110. Pl. 14, 13110.
Tagen iſt eine Strecke von faſt 1000 Kilometer Länge und
Unpl.: Poucette, Nelſon. Sehr ſicher 2—/ Lg. —
Weil=
bedeutenden Terrainunterſchieden zu durchfahren. Wäh
Handikap; Ehrenpreis und 10000 Mark, Diſtanz 2000
end der Fahrt darf der Motor des Wagens nicht ſtill=
Meter: 1. Hrn. F. C. Krüger’s Macte (Raſtenbergec), 2.
ſtehen, Haube und Kühler bleiben geſchloſſen, ſie ſind
Monolog (Davies)
3. Au Revoir (Scheffer). Tot.
(
plombiert und können ohne Anrechnung von Strafpunkten
Unpl.: Matador, Lockruf. Beweis
48:10. Pl. 19, 17110.
nicht geöffnet werden. Alle Arbeiten am Wagen ſind vom
Sicher ½—¾ Lg. —
Gladbacher=Jagd=Rennen; Ehren=
Fahrer ſelbſt auszuführen, die Zeit für Beſeitigung von
preis und 5000 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Hrn. E. von
Reifenſchäden wird nicht mit Strafpunkten belegt. Fah=
Bennigſen’s Clou (Lt. v. Moßner), 2. Abſage (Lt. Knel)
rerwechſel iſt nicht geſtattet. Alle Wagen müſſen als Tou=
Tot. 13:10. Zwei liefen. Leicht 1½ Lg. —
Abſchieds=
cenwagen ausgeſtattet ſein und den behördlichen Vor=
Handikap; 4000 Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Graf A
chriften entſprechen. Jeder Wagen wird mit 3 reſp mit
Henckel’s Mansfield (Burns), 2. Sylvia (Ludwig), 3.
Perſonen und 75 Kilogramm Ballaſt beſchwert. Außer
Animato (Davies). Tot. 29110. Pl. 16, 16110. Unpl.:
dem Fahrer nimmt in jedem Wagen ein Kontrolleur
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86 P.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts
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ist das ideale
räftigungsmittel
für alle, deren
Körper und
Nerven
besonders
stark
in Anspruch
genommen
werden.
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en gebraucht werden?
Wann soll Sanatc
allen Krankheiten. Hier hilft Sanatogen dem Arzte, den
Orga-
nus des Patienten so zu stärken, daß er sich gegen das Uebel
wehren imstande ist;
allen Krankheiten und Operationen. In der Genesungszeit
Kkonvaleszenz) ist Sanatogen das beste Mittel, dem körper seine
Merre Frische zurückzugeben;
Zeiten besonderer Aufregungen oder Anstrengungen, während der
ſvangerschaft usw. Sanatogen schafft einen Kräftevorrat, aus dem
Mehrverbrauch an Nerven- und Körperkraft ersetzt werden kann.
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Zweck erreicht Sanatogen, indem es dem Organismus gerade
fe in reinster Form zuführt, aus denen sich die Körperzellen
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. Nervengewebe bilden und ersetzen.
ſäneres über Wesen, Wert und Wirkung des Sanatogens, sowie
ſteil der Aerztewelt erfährt man aus Druckschriften, die von der
mBauer & Cie., Berlin SW 48, jedem kostenlos und postfrei
zuge-
lwerden, der ihr die anhängende Postkarte ausgefüllt zugehen läßt.
Ver Sanatogen noch nicht kennt, verlange durch die
fhängende Postkarte Zusendung einer Gratisprobe.
Bitte hier abtrennen
Gilllos und postfrei
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dede Broschüre durch
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Mehr als 18000 Aerzte
darunter die bedeutendsten Forscher und Hochschulprofessoren,
glänag
Sanatogen in Abhandlungen und schriftlichen Mitteilungen
begutachtet und empfohlen. So schreibt z. B.
Seine Exzellenz Professor Dr. von Tobold, Berlin:
Sanatogen hat sich bei meinen Patienten, welche in der Ernährung wesen
gelitten hatten und körperlich heruntergekommen waren, in hervorrags
Weise bewährt. Der Appetit steigerte sich merklich, und darauf traf
erfreuliche Zunahme des Körpergewichtes ein.‟
Uber die Wirkung des Sanatogens auf das Nervensystem urteilt
Herr Geh. Med.-Rat Prof. Dr. Neisser, Breslau:
Meine bisherigen Erfahrungen mit Sanatogen, namentlich
schlechten Essern und Neurasthenikern, waren sehr günstig.‟
Von den zahlreichen Attesten über die Bedeutung des Sanatog
im Kampfe gegen die Tuberkulose sei nur das nachstehende angef
Herr Oberstabsarzt a. D. Dr. med. von Hahn, Spezialist
Lungenkrankheiten, früher in Sülzhayn, jetzt Görbersdorf, schrs
„Ich teile Ihnen ergebenst mit, daß ich Sanatogen sehr gerne und mit
Erfolge bei Lungenkranken mit schwachem Magen anwende.
Wie segensreich Sanatogen in solchen Fällen wirkt, wo der Kö
durch Operationen geschwächt war, darüber schreibt u. a.:
Herr Prof. Dr. Dührssen in Berlin:
Sanatogen hat mir zur Kräftigung des geschwächten Organismus von
nach Operationen wertvolle Dienste geleistet.‟
Auch bei Frauenleiden hat sich Sanatogen als Kräftigungsm
glänzend bewährt.
Herr Hofrat Dr. M. J. Wehle in Dresden berichtet:
lch habe bei mehreren Patientinnen, die an nervöser Schwäche
. . . .
Anämie (Blutarmut) litten, mit der Darreichung von Sanatogen sehn
Erfolge erzielt.‟
Kurzum, Sanatogen ist eben in den mannigfachsten Krankheiten
Schwächezuständen das richtige Kräftigungsmittel, weil es, wie ge
das Ubel in seinem Ursprung bekämpft. Das kommt auch in zahlrei
ärztlichen Außerungen zum Ausdruck. So schreibt
Herr Geh. San.-Rat Dr. Oscar Mylius, Rathenow:
„Es steht fest, daß Sanatogen ein ganz vorzügliches, leicht verdauf
gut bekömmliches Mittel ist und nicht allein bei schwacher Mage
schaffenheit, sondern auch allgemein auf Blutbildung und Ernährung
teilhaft wirkt, wie kaum ein anderes Präparat.‟
Zahllos sind die Briefe, in denen die Freude und der Dank der Genese
selbst zum Ausdruck kommt. Wem daher daran gelegen ist, im Dasel
kampfe nicht zu unterliegen, der unterrichte sich näher über Wesen
Wirkung des Sanatogens. Schriften, die ihm diese Möglichkeit bie
werden kostenlos und portofrei zur Verfügung gestellt. Es ist eine ger
Mühe, die angeheftete Postkarte auszufüllen, abzutrennen und abzusen
Sanatogen ist erhältlich in jeder Apotheke und in jeder Drogerie
in Packungen zu Mk. 1.65 bis zu Mk. 15.—.
Wer Sanatogen noch nicht kennt, verlange durch die
anhängende Postkarte Zusendung einer Gratisprobe.
Bitte hier abtrennen
Senden Sie mir bitte gratis und franko Ihre aufklärenden Schriften über:
Sanatogen als Kräftigungsmittel
5. bei Bleichsucht und Blutarm
1. bei Nervenleiden
6. bei Kinderkrankheiten
2. bei Schwächezuständen aller Art
7. bei Frauenleiden
3. bei Magen- und Darmleiden
8. bei Ernährungsstörungen
4. bei Lungenleiden
Mütter und Wöchnerinnen
ferner 9. Merkblatt für werdende
Senden Sie mir eine Gratisprobe Sanatogen.
(Gewünschtes habe ich unterstrichen.)
Stand:
Name:
(deutlich erbeten)
Wohnung.
Wohnort:
(Straße usw.)
(evtl. auch Postort)
nur bei Schweinemetzger Fr. Blumenschein
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