Abonnementspreis
Inſerate
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 10 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
In Straßburg trat am Samstag der 25.
Bundes=
tag der deutſchen Bodenreformer
zu=
ſammen.
Durch die Feuersbrunſt in Meinertshagen
wurden 24 Wohnhäuſer eingeäſchert. 500
Per=
ſonen ſind obdachlos.
Das däniſche Folkething hat heute in dritter
Le=
ſung die Regierungsvorlage über Abänderung
der Verfaſſung mit 101 gegen 6 Stimmen der
Rechten angenommen. Die Vorlage geht nun an das
Landsthing.
Tageskalender zur Geſchichte der
Befreiungskriege.
29. September 1813 bis 2. Oktober: Eilmärſche Blüchers
nach der Elbe. Napoleon in Dresden.
(Letzte Nachrichten ſiehe Seite 4.)
Oſtmarkenpolitik.
S. Die Polenfrage iſt durch die Vorgänge der letzten
Zeit wieder aktuell geworden. Die Polen und Dänen
vertreten die Intereſſen der dort wohnenden polniſch= und
däniſchſprechenden Bevölkerung und kämpfen für deren
völlige ſtaatsbürgerliche Gleichberechtigung.
Die däniſche Frage (Nordmarkenfrage) umfaßt die
Pro=
bleme, die durch das Zuſammenſtoßen der däniſchen und
der deutſchen Kultur in dem 1867 in Preußen
einverleib=
ten Nordſchleswig entſtanden ſind. Die Gegenſätze
zwi=
ſchen der däniſchen (jütiſchen) und der deutſchen
Bevöl=
kerung ſind teils religiös=geiſtiger, teils politiſcher Natur
(Gegenſatz zwiſchen den liberalen Dänen und den
konſer=
vativen preußiſchen Regierungskreiſen). Von den däniſch
Geſinnten, die in den „jütiſchen Vereinen” organiſiert ſind,
wird beſtritten, daß ſie auf Losreißung Nordſchleswigs
hinarbeiten, es handle ſich vielmehr für ſie nur um
Er=
haltung ihrer hohen jütiſchen Kultur und ihrer
Mutter=
ſprache. Die Politik der preußiſchen Regierung gegen die
„däniſche Irredenta” wechſelte. In den 80er Jahren trieb
ſie unter dem Oberpräſidenten Köller („Köllerkurs”)
eine Politik der Zwangsmittel, ſo wurde 1888 die deutſche
Unterrichtsſprache unter gleichzeitigem Verbot von
Privat=
kurſen eingeführt (Sprachenreſkript). Nach dem Weggang
Köllers begann eine Politik der Verſöhnung („
Bruder=
gruß=Politik”), die Optantenfrage wurde mit Dänemark
geregelt. Aber neuerdings geht die preußiſche Regierung
wieder mit Ausweiſungen, Vortragsverboten uſw. vor.
Auf deutſcher Seite treten für eine Verſöhnungspolitik der
„Friedensverein” und der Marburger Theologieprofeſſor
M. Rade in der Grenzmarken=Korreſpondenz ein, dagegen
für eine Politik der „ſtarken Hand” der „Deutſche Verein”.
Um das Vordringen des Polentums in
den Provinzen Weſtpreußen und Poſen zu
brechen, hat Bismarck in den Jahren 1885 und 1886 neben
Maſſenausweiſungen ruſſiſcher und öſterreichiſcher Polen
ein beſonderes Geſetz für das Volksſchulweſen in
den beiden Provinzen veranlaßt, das die Berufung der
Volksſchullehrer in allen Gemeinden mit Ausnahme der
großen Städte und von vier weſtpreußiſchen Kreiſen den
Staatsbehörden überträgt und den Gemeinden nur das
Recht gibt, dabei gehört zu werden. Zu den vor allen
ge=
gen die Polen gerichteten geſetzlichen Maßnahmen gehörte
auch noch der ſogenannte Polen= oder
Sprachen=
paragraph im Reichsvereinsgeſetz (§ 12).
Ferner hat Bismarck die ſogenannte
Anſiede=
lungsgeſetzgebung begonnen, deren Entwickelung
etwas eingehender behandelt werden muß. Durch ein
Ge=
ſetz vom 26. April 1886 wurden der preußiſchen Regierung
100 Millionen Mark zur Verfügung geſtellt, um durch
An=
ſiedelung deutſcher Bauern und Arbeiter in den Provinzen
Weſtpreußen und Poſen das deutſche Element zu ſtärken.
Als die Polen, die ihren Parzellierungsbanken — es
be=
ſtehen zurzeit 23 ſolcher auf geſellſchaftlicher Grundlage
errichteter Banken, die hauptſächlich mit Depoſiten
arbei=
ten — und den privaten Güterhändlern große Mittel zur
Verfügung ſtellten, erfolgreich den Kampf um den Boden
in den beiden Provinzen aufnahmen, da wurde zunächſt
durch Geſetze vom 20. April 1898 und 1. Juli 1902 derſ
Betrag auf 350 Millionen Mark erhöht. (Das Geſetz von
1902 bewilligte außerdem 100 Millionen Mark zur
Ver=
mehrung des ſtaatlichen Domänen= und Forſtbeſitzes in
den beiden Provinzen.) Und ſchließlich gab das Geſetz
von 1908 dem Fonds abermals 200 Millionen Mark, wovon
75 Millionen Mark zur Umwandlung bäuerlicher Güter in
Anſiedelungsrentengüter und Förderung der
Seßhaft=
machung von Arbeitern auf dem Lande beſtimmt
wur=
den. Weitere 50 Millionen Mark ſollten zur Erwerbung
größerer Güter dienen, die im ganzen oder geteilt als
Rentengüter gegen vollſtändige Entſchädigung des
Staas veräußert und auf denen möglichſt viele ſelbſtändige
deutſche landwirtſchaftliche Arbeiter auf Rentenſtellen
an=
geſiedelt werden ſollen. Für Anſiedelungszwecke allein
ſind alſo bis jetzt 475 Millionen Mark bewilligt worden.
Aus dieſem Anſiedelungsfonds, dem auch die
Kapital=, Renten= und Pachtleiſtungen der Anſiedler
zu=
fließen, ſollen Grundſtücke zur Anſiedelung von Deutſchen
gekauft, auch ferner die Koſten beſtritten werden, die zur
Deckung der Gemeinde=, Kirchen= und Schulbedürfniſſe der
neuen Anſiedelungen erforderlich ſind. Die Durchführung
dieſer Aufgaben iſt einer beſonderen
Anſiedelungs=
kommiſſion mit dem Sitz in Poſen übertragen. Die
Ueberlaſſung der einzelnen Stellen an die Anſiedler
ge=
ſchieht entweder zu Eigentum gegen eine feſte, aber nach
Kündigung ablösbare Geldrente (Rentengüter), oder
was ſelten — auch in Zeitpacht (meiſt auf 12 Jahre).
Bei der Bemeſſung der Größe der einzelnen Güter wird
verlangt, daß ein leiſtungsfähiger Bauernſtand und
ſeß=
hafte Arbeiter angeſiedelt werden, es wird
dementſpre=
chend auf die Einrichtung von Bauernſtellen bis zu 20
Hektar beſonders Rückſicht genommen. Erſt ſeit dem
Ge=
ſetz von 1898 iſt auch die Bildung großer Güter, der
ſo=
genannten Reſtgüter, zugelaſſen. Dieſe Zulaſſung
großer Güter, deren Inhaber auch Verwaltungsvorrechte
genießen, wird von den bäuerlichen Anſiedlern als dem
Anſiedelungszweck hinderlich, bekämpft. Als trotz der
großen Aufwendungen durch die rührige polniſche
Anſie=
delungstätigkeit die preußiſche Anſiedelungspolitik
lahm=
gelegt zu werden drohte, wurde in das Anſiedelungsgeſetz
vom 10. Juli 1904 eine Beſtimmung aufgenommen, die die
Parzellierungstätigkeit der Polen zu hemmen ſuchte. Es
ſollte nämlich die Anſiedelungsgenehmigung zur Errichtung
oder Einrichtung eines Wohnhauſes in den Provinzen
Weſtpreußen und Poſen ſtets verſagt werden, ſo lange
nicht eine Beſcheinigung des Regierungspräſidenten
vor=
liegt, daß die Anſiedelung mit den Zielen des
Ge=
ſetzes von 1886 nicht im Widerſpruch ſteht. Die Polen
aber verſtanden auch dieſe Beſtimmung zu umgehen,
in=
dem ſie das zu parzellierende Gut an die zahlreichen
um=
liegenden Häusler= oder Bauernſtellen aufteilten (
Adja=
zentenparzellierung), die dadurch ihren Beſitz
vergrößern und arrondieren konnten, oder indem ſie
be=
reits vorhandene Arbeiter= oder Beamtenhäuſer als
Wohn=
gebäude der neugebildeten Parzellen benutzten (
Aus=
bauparzellierung). In beiden Fällen brauchten
keine neuen Wohnhäuſer errichtet, alſo auch die
Anſiede=
lungsgenehmigung nicht eingeholt zu werden, und durch
die Erſparnis an Gebäudekoſten erwies ſich dieſe Art der
Parzellierung der ſtaatlichen überlegen. So kam es zu
dem Geſetz von 1908, das außer den erwähnten neuen
fi=
nanziellen Aufwendungen auch ein
Enteignungs=
recht bis zu einer Geſamtfläche von 70000 Hektar in
je=
nen Bezirken gab, in denen die Sicherung des
Deutſch=
tums nicht anders als durch Stärkung und Abrundung
deutſcher Niederlaſſungen mittelſt Anſiedelungen möglich
erſcheint („Enteignungsgeſetz”). Zur Anwendung
iſt dies Geſetz bis jetzt noch nicht gekommen.
Von 1886—1910 ſind insgeſamt für
Anſiedelungs=
zwecke 683 585 300 Mark ausgegeben worden, denen
207 452700 Mark Einnahmen gegenüberſtehen. Bis Ende
1910 ſind 18 507 Anſiedler angeſetzt worden, die mit ihren
Familien 111000 Köpfe zählen, die geſamte deutſche
Be=
völkerung in den Anſiedelungsgemeinden wird auf 131000
Perſonen geſchätzt.
Eine Anſiedelungsgeſetzgebung, die das Recht zur „
An=
ſiedelung” geſetzlich regelt, wurde nur in Preußen
er=
laſſen, und zwar verſteht das preußiſche Recht
un=
ter Anſiedelung die Errichtung einer Wohnſtätte durch
eine ſchon im Gemeindebezirk wohnende oder eine
neuan=
ziehende Perſon. Die Geſetzgebung unterwirft zur Er=
Alte Liebe.
Novelle von Reinhold Ortmann.
(Nachdruck verboten.)
12)
Weiter ſprachen ſie nichts mehr. Werner prüfte noch
einmal die Schlinge des unter ſeinen Armen um den Leib
gelegten Seiles und ſchwang ſich dann zu der winzigen
Platte empor, von der das ſogenannte Band, ein ſchmaler,
faſt horizontal laufender, aber oft unterbrochener oder bis
auf Handbreite verengter Vorſprung der ſenkrechten Wand,
ſeinen Anfang nahm. Die vordere Fläche ſeines Körpers
hart an den Felſen drückend, mußte er ſich Scheitt für
Schritt ſeitwärts weiterſchieben, immer darauf bedacht, für
ſeine Hände an einer Kante oder Buckelung des Geſteins
einen Stützpunkt zu finden. Selbſt die beſchwerlichſte
Klet=
terei über eine ſteile Geröllhalde hätte nicht anſtrengender
und aufregender ſein können als dies zollweiſe Vorrücken
mit dem Bewußtſein, über einem Abgrund von tauſend
Meter Tiefe gleichſam frei in der Luft zu ſchweben und
nicht ſo ſehr von der eigenen Kaltblütigkeit und
Geſchick=
lichkeit als von der Beſchaffenheit des Geſteins abhängig
zu ſein, deſſen Ausbrechen unter dem taſtenden Fuße oder
der klamernden Hand den ſicheren Sturz in die Tiefe
be=
deutete.
Wie es verabredet und durch die Lage geboten war,
ließ Leiningen das zur beſſeren Befeſtigung um einen
vor=
her geprüften Felsvorſprung geſchlungene Seil langſam
nach. Plötzlich aber verſpürte Werner unter ſeinen Armen
einen Ruck, der ihn zwang, an der Stelle ſtehen zu bleiben,
wo er ſich eben befand. Das Band war gerade hier ſo
ſchmal, daß es kaum Raum genug bot für die ganze Länge
ſeines Rdch, und ſaſt genn in rchien Snek ſien de
Wand vor ihm auf, an die er ſich mit der ganzen Kraft
ſeiner Muskeln preſſen mußte, um im Gleichgewicht zu
bleiben. Langſam nur und mit Anſtrengung vermochte er
den Kopf nach der Richtung hin zu drehen, aus der er
ge=
kommen war, um die Urſache des unter den gegebenen
Umſtänden ſo grauenhaft gefährlichen Zuges an dem
hal=
tenden Seil zu erſpähen. Ein einziger Blick aber reichte
hin, ihn die fürchterliche Abſicht ſeines Gefährten erkennen
zu laſſen. Mit feſt eingeſtemmten Füßen, den Oberkörper
über die Felsnaſe gepreßt, hielt Leiningen das ſtraff
ange=
ſpannte Seil in beiden Händen und ſtarrte mit gräßlich
verändertem, von höchſter Erregung verzerrtem Geſicht zu
ihm hinauf.
Werner Marolds Hände griffen in den Felſen, daß
ſeine Fingernägel brachen.
Mörder! kam es in gellendem Aufſchrei von ſeinen
Lippen. Aber in dem nämlichen Augenblick ſchon riß ihn
ein erneuter, heftigerer Ruck an dem feſſelnden Seil von
ſeinem unſicheren Standort los — und ohne noch einen
weiteren Laut von ſich zu geben, ſtürzte er rücklings
hin=
unter in die furchtbare Tiefe.
8.
Auf einer in die Seitenbäume eines Leiterwagens
ein=
gehängten Tragbahre brachten ſie bei einbrechender Nacht
von den beiden jungen Touriſten, die am geſtrigen
Nach=
mittag in blühendſter Kraft den Gaſthof „Zur Poſt”
ver=
laſſen hatten, aus der Richtung von Atters her den einen
zurück — notdürftig verbunden und hoffnungslos
zerſchla=
gen, noch in der Ohnmacht, die ihn während der qualvollen
Fahrt überkommen, beſtändia leiſe wimmernd,
Die Somnerzie der Hois inten ſch ſönſt zar
Ruhe begeben, und in aller Stille trug man ihn bei
La=
ternenſchein ins Haus, wo der wackere Hann=Tobi ſogleich
in aller Eile ein abgelegenes Parterrezimmer für ihn
her=
richten ließ.
Der Lebende wird Ihnen nicht viel Unruhe mehr
ver=
urſachen, ſagte der ältliche Herr, der den Transport des
Verwundeten nach Lengenbach geleitet hatte. Abgeſehen
von allem andern hat er eine Verletzung der Wirbelſäule
erlitten, die er um höchſtens vierundzwanzig Stunden
überſtehen kann. — Wahrſcheinlich — oder ſagen wir beſſer:
hoffentlich — wird er gar nicht wieder zu klarem
Bewußt=
ſein gelangen. Und ich hätte ihn ebenſowohl in der
Bauernhütte zu Atters ſterben laſſen können, wenn er nicht
ſo flehentlich gebeten hätte, noch heute nach Lengenbach
ge=
bracht zu werden.
Sie haben recht daran getan, ſeinen Wunſch zu
er=
füllen, Herr Doktor, ſagte der Poſthalter, dem ſich der
Fremde gleich beim Eintreffen des traurigen Transports
als der praktiſche Arzt Dr. Alexander aus Berlin
vorge=
ſtellt hatte. Das wenige, was Menſchen noch an ihm tun
können, ſoll hier gewiß für ihn geſchehen. Er war ein
lieber Herr. Aber der andere! Um den andern, der mit
ihm war, geht mir’s ſchier noch mehr ans Herz. Nicht
ein=
mal ſeine Leiche haben ſie gefunden?
Der Doktor verneinte.
Bis zu unſerm Aufbruch von Atters war von den
Leuten, die nach ihm ſuchten, noch keiner zurück. Und in
der Dunkelheit werden ſie ihn ſchwerlich gefunden haben,
zumal er nach der Verſicherung ſeines Gefährten in den
un=
zugänglichen Schründen hinter der Jocheralpe liegen muß.
Seite 2
Darmſtädter Tagblatt, Sonntag, den 28. September 1913.
Nummer 228.
riltean
I
2u
III,
h
CIII,
III.,
uh
GIII,
III,
III
IIII.,
IIII.,
IIII,
UE
IIII.,
Eee
Ieee
22)
2
(20
Ze
Uſ
Gee
Me
15
L
Ul
Ime
In modernen Mänteln für den Herbst und Winter ist mein
Lager in dieser Saison besonders reich ausgestattet. Ich biete
in jeder Preislage eine nicht leicht zu übertreffende Auswahl.
Als besondere Neuheiten führe ich an:
Marfter
Fartter
Marfter
Markter
aus Flauschstoffen, hell u. dunkelfarb., offen u. geschlossen zu tragen
aus Crewlstoffen, marine, sattelgelb, grün, schwarz
aus Cheviot, Tuch, Rips, Frisé
aus Samt, Plüsch, Astrachan, Matelassé
Der Bedeutung des Jackenkleides für die herrschende Mode
entsprechend, ist dasselbe in vielen Variationen hinsichtlich
der Stoffe und Macharten am Lager. Ich biete eine riesige
Auswahl in Jackenkleidern jeder Art, die besseren Preislagen
sind vollkommener Ersatz für Massarbeit.
Abänderungen werden sachgemäss und sorgfältig ausgeführt.
Ernst-Ludwigsplatz
(20108)
Marktplatz-Ecke.
äu
a!
Lel
mme.
EIE
Tar
ue (af
II
Tae
La
E
Me
B5
e
men
alle
(B3at
2hecet
Kämml
Lue!
hume!
IIL
TIE
IIE
Thaa
[ ← ][ ][ → ] Abonnementspreis
Inſerate
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenkuren und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 229.
Die heutige Nummer hat 10 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
In Straßburg trat am Samstag der 25.
Bundes=
tag der deutſchen Bodenreformer
zu=
ſammen.
Durch die Feuersbrunſt in Meinertshagen
wurden 24 Wohnhäuſer eingeäſchert. 500
Per=
ſonen ſind obdachlos.
Das däniſche Folkething hat heute in dritter
Le=
ſung die Regierungsvorlage über Abänderung
der Verfaſſung mit 101 gegen 6 Stimmen der
Rechten angenommen. Die Vorlage geht nun an das
Landsthing.
Tageskalender zur Geſchichte der
Befreiungskriege.
*29. September 1813 bis 2. Oktober: Eilmärſche Blüchers
nach der Elbe. Napoleon in Dresden.
(Letzte Nachrichten ſiehe Seite 4.)
Oſtmarkenpolitik.
S. Die Polenfrage iſt durch die Vorgänge der letzten
Zeit wieder aktuell geworden. Die Polen und Dänen
vertreten die Intereſſen der dort wohnenden polniſch= und
däniſchſprechenden Bevölkerung und kämpfen für deren
völlige ſtaatsbürgerliche Gleichberechtigung.
Die däniſche Frage (Nordmarkenfrage) umfaßt die
Pro=
bleme, die durch das Zuſammenſtoßen der däniſchen und
der deutſchen Kultur in dem 1867 in Preußen
einverleib=
ten Nordſchleswig entſtanden ſind. Die Gegenſätze
zwi=
ſchen der däniſchen (jütiſchen) und der deutſchen
Bevöl=
kerung ſind teils religiös=geiſtiger, teils politiſcher Natur
(Gegenſatz zwiſchen den liberalen Dänen und den
konſer=
vativen preußiſchen Regierungskreiſen). Von den däniſch
Geſinnten, die in den „jütiſchen Vereinen” organiſiert ſind,
wird beſtritten, daß ſie auf Losreißung Nordſchleswigs
hinarbeiten, es handle ſich vielmehr für ſie nur um
Er=
haltung ihrer hohen jütiſchen Kultur und ihrer
Mutter=
ſprache. Die Politik der preußiſchen Regierung gegen die
„däniſche Irredenta” wechſelte. In den 80er Jahren trieb
ſie unter dem Oberpräſidenten Köller („Köllerkurs”)
eine Politik der Zwangsmittel, ſo wurde 1888 die deutſche
Unterrichtsſprache unter gleichzeitigem Verbot von
Privat=
kurſen eingeführt (Sprachenreſkript). Nach dem Weggang
Köllers begann eine Politik der Verſöhnung („
Bruder=
gruß=Politik”), die Optantenfrage wurde mit Dänemark
geregelt. Aber neuerdings geht die preußiſche Regierung
wieder mit Ausweiſungen, Vortragsverboten uſw. vor.
Auf deutſcher Seite treten für eine Verſöhnungspolitik der
„Friedensverein” und der Marburger Theologieprofeſſor
M. Rade in der Grenzmarken=Korreſpondenz ein, dagegen
für eine Politik der „ſtarken Hand” der „Deutſche Verein”.
Alte Liebe.
Novelle von Reinhold Ortmann.
(Nachdruck verboten.)
12)
Weiter ſprachen ſie nichts mehr. Werner prüfte noch
einmal die Schlinge des unter ſeinen Armen um den Leib
gelegten Seiles und ſchwang ſich dann zu der winzigen
Platte empor, von der das ſogenannte Band, ein ſchmaler,
faſt horizontal laufender, aber oft unterbrochener oder bis
auf Handbreite verengter Vorſprung der ſenkrechten Wand,
ſeinen Anfang nahm. Die vordere Fläche ſeines Körpers
hart an den Felſen drückend, mußte er ſich Schritt für
Schritt ſeitwärts weiterſchieben, immer darauf bedacht, für
ſeine Hände an einer Kante oder Buckelung des Geſteins
einen Stützpunkt zu finden. Selbſt die beſchwerlichſte Klet,
terei über eine ſteile Geröllhalde hätte nicht anſtrengender
und aufregender ſein können als dies zollweiſe Vorrücken
mit dem Bewußtſein, über einem Abgrund von tauſend
Meter Tiefe gleichſam frei in der Luft zu ſchweben und
nicht ſo ſehr von der eigenen Kaltblütigkeit und
Geſchick=
lichkeit als von der Beſchaffenheit des Geſteins abhängig
zu ſein, deſſen Ausbrechen unter dem taſtenden Fuße oder
der klamernden Hand den ſicheren Sturz in die Tiefe
be=
deutete.
Wie es verabredet und durch die Lage geboten war,
ließ Leiningen das zur beſſeren Befeſtigung um einen
vor=
her geprüften Felsvorſprung geſchlungene Seil langſam
nach. Plötzlich aber verſpürte Werner unter ſeinen Armen
einen Ruck, der ihn zwang, an der Stelle ſtehen zu bleiben,
wo er ſich eben befand. Das Band war gerade hier ſo
ſchmal, daß es kaum Raum genug bot für die ganze Länge
Montag, den 29. September.
Um das Vordringen des Polentums in
den Provinzen Weſtpreußen und Poſen zu
brechen, hat Bismarck in den Jahren 1885 und 1886 neben
Maſſenausweiſungen ruſſiſcher und öſterreichiſcher Polen
ein beſonderes Geſetz für das Volksſchulweſen in
den beiden Provinzen veranlaßt, das die Berufung der
Volksſchullehrer in allen Gemeinden mit Ausnahme der
großen Städte und von vier weſtpreußiſchen Kreiſen den
Staatsbehörden überträgt und den Gemeinden nur das
Recht gibt, dabei gehört zu werden. Zu den vor allen
ge=
gen die Polen gerichteten geſetzlichen Maßnahmen gehörte
auch noch der ſogenannte Polen= oder
Sprachen=
paragraph im Reichsvereinsgeſetz (§ 12).
Ferner hat Bismarck die ſogenannte
Anſiede=
lungsgeſetzgebung begonnen, deren Entwickelung
etwas eingehender behandelt werden muß. Durch ein
Ge=
ſetz vom 26. April 1886 wurden der preußiſchen Regierung
100 Millionen Mark zur Verfügung geſtellt, um durch
An=
ſiedelung deutſcher Bauern und Arbeiter in den Provinzen
Weſtpreußen und Poſen das deutſche Element zu ſtärken.
Als die Polen, die ihren Parzellierungsbanken — es
be=
ſtehen zurzeit 23 ſolcher auf geſellſchaftlicher Grundlage
errichteter Banken, die hauptſächlich mit Depoſiten
arbei=
ten — und den privaten Güterhändlern große Mittel zur
Verfügung ſtellten, erfolgreich den Kampf um den Boden
in den beiden Provinzen aufnahmen, da wurde zunächſt
durch Geſetze vom 20. April 1898 und 1. Juli 1902 der
Betrag auf 350 Millionen Mark erhöht. (Das Geſetz von
1902 bewilligte außerdem 100 Millionen Mark zur
Ver=
mehrung des ſtaatlichen Domänen= und Forſtbeſitzes in
den beiden Provinzen.) Und ſchließlich gab das Geſetz
von 1908 dem Fonds abermals 200 Millionen Mark, wovon
75 Millionen Mark zur Umwandlung bäuerlicher Güter in
Anſiedelungsrentengüter und Förderung der
Seßhaft=
machung von Arbeitern auf dem Lande beſtimmt
wur=
den. Weitere 50 Millionen Mark ſollten zur Erwerbung
größerer Güter dienen, die im ganzen oder geteilt als
Rentengüter gegen vollſtändige Entſchädigung des
Staas veräußert und auf denen möglichſt viele ſelbſtändige
deutſche landwirtſchaftliche Arbeiter auf Rentenſtellen
an=
geſiedelt werden ſollen. Für Anſiedelungszwecke allein
ſind alſo bis jetzt 475 Millionen Mark bewilligt worden.
Aus dieſem Anſiedelungsfonds, dem auch die
Kapital=, Renten= und Pachtleiſtungen der Anſiedler
zu=
fließen, ſollen Grundſtücke zur Anſiedelung von Deutſchen
gekauft, auch ferner die Koſten beſtritten werden, die zur
Deckung der Gemeinde=, Kirchen= und Schulbedürfniſſe der
neuen Anſiedelungen erforderlich ſind. Die Durchführung
dieſer Aufgaben iſt einer beſonderen
Anſiedelungs=
kommiſſion mit dem Sitz in Poſen übertragen. Die
Ueberlaſſung der einzelnen Stellen an die Anſiedler
ge=
ſchieht entweder zu Eigentum gegen eine feſte, aber nach
Kündigung ablösbare Geldrente (Rentengüter), oder —
was ſelten — auch in Zeitpacht (meiſt auf 12 Jahre).
ſeines Gaſes, und ſaſt genn hi rechen Finlclſen die
Wand vor ihm auf, an die er ſich mit der ganzen Kraft
ſeiner Muskeln preſſen mußte, um im Gleichgewicht zu
bleiben. Langſam nur und mit Anſtrengung vermochte er
den Kopf nach der Richtung hin zu drehen, aus der er
ge=
kommen war, um die Urſache des unter den gegebenen
Umſtänden ſo grauenhaft gefährlichen Zuges an dem
hal=
tenden Seil zu erſpähen. Ein einziger Blick aber reichte
hin, ihn die fürchterliche Abſicht ſeines Gefährten erkennen
zu laſſen. Mit feſt eingeſtemmten Füßen, den Oberkörper
über die Felsnaſe gepreßt, hielt Leiningen das ſtraff
ange=
ſpannte Seil in beiden Händen und ſtarrte mit gräßlich
verändertem, von höchſter Erregung verzerrtem Geſicht zu
ihm hinauf.
Werner Marolds Hände griffen in den Felſen, daß
ſeine Fingernägel brachen.
Mörder! kam es in gellendem Aufſchrei von ſeinen
Lippen. Aber in dem nämlichen Augenblick ſchon riß ihn
ein erneuter, heftigerer Ruck an dem feſſelnden Seil von
ſeinem unſicheren Standort los — und ohne noch einen
weiteren Laut von ſich zu geben, ſtürzte er rücklings
hin=
unter in die furchtbare Tiefe.
8.
Auf einer in die Seitenbäume eines Leiterwagens
ein=
gehängten Tragbahre brachten ſie bei einbrechender Nacht
von den beiden jungen Touriſten, die am geſtrigen
Nach=
mittag in blühendſter Kraft den Gaſthof „Zur Poſt”
ver=
laſſen hatten, aus der Richtung von Atters her den einen
zurück — notdürftig verbunden und hoffnungslos
zerſchla=
gen, noch in der Ohnmacht, die ihn während der qualvollen
Fahrt überkommen, beſtändia leiſe wimmernd,
1913.
Bei der Bemeſſung der Größe der einzelnen Güter wird
verlangt, daß ein leiſtungsfähiger Bauernſtand und
ſeß=
hafte Arbeiter angeſiedelt werden, es wird
dementſpre=
chend auf die Einrichtung von Bauernſtellen bis zu 20
Hektar beſonders Rückſicht genommen. Erſt ſeit dem
Ge=
ſetz von 1898 iſt auch die Bildung großer Güter, der
ſo=
genannten Reſtgüter, zugelaſſen. Dieſe Zulaſſung
großer Güter, deren Inhaber auch Verwaltungsvorrechte
genießen, wird von den bäuerlichen Anſiedlern als dem
Anſiedelungszweck hinderlich, bekämpft. Als trotz, der
großen Aufwendungen durch die rührige polniſche
Anſie=
delungstätigkeit die preußiſche Anſiedelungspolitik
lahm=
gelegt zu werden drohte, wurde in das Anſiedelungsgeſetz
vom 10. Juli 1904 eine Beſtimmung aufgenommen, die die
Parzellierungstätigkeit der Polen zu hemmen ſuchte. Es
ſollte nämlich die Anſiedelungsgenehmigung zur Errichtung
oder Einrichtung eines Wohnhauſes in den Provinzen
Weſtpreußen und Poſen ſtets verſagt werden, ſo lange
nicht eine Beſcheinigung des Regierungspräſidenten
vor=
liegt, daß die Anſiedelung mit den Zielen des
Ge=
ſetzes von 1886 nicht im Widerſpruch ſteht. Die Polen
aber verſtanden auch dieſe Beſtimmung zu umgehen,
in=
dem ſie das zu parzellierende Gut an die zahlreichen
um=
liegenden Häusler= oder Bauernſtellen aufteilten (
Adja=
zentenparzellierung), die dadurch ihren Beſitz
vergrößern und arrondieren konnten, oder indem ſie
be=
reits vorhandene Arbeiter= oder Beamtenhäuſer als
Wohn=
gebäude der neugebildeten Parzellen benutzten (
Aus=
bauparzellierung). In beiden Fällen brauchten
keine neuen Wohnhäuſer errichtet, alſo auch die
Anſiede=
lungsgenehmigung nicht eingeholt zu werden, und durch
die Erſparnis an Gebäudekoſten erwies ſich dieſe Art der
Parzellierung der ſtaatlichen überlegen. So kam es zu
dem Geſetz von 1908, das außer den erwähnten neuen
fi=
nanziellen Aufwendungen auch ein
Enteignungs=
recht bis zu einer Geſamtfläche von 70000 Hektar in
je=
nen Bezirken gab, in denen die Sicherung des
Deutſch=
tums nicht anders als durch Stärkung und Abrundung
deutſcher Niederlaſſungen mittelſt Anſiedelungen möglich
erſcheint („Enteignungsgeſetz”). Zur Anwendung
iſt dies Geſetz bis jetzt noch nicht gekommen.
Von 1886—1910 ſind insgeſamt für
Anſiedelungs=
zwecke 683 585300 Mark ausgegeben worden, denen
207 452700 Mark Einnahmen gegenüberſtehen. Bis Ende
1910 ſind 18 507 Anſiedler angeſetzt worden, die mit ihren
Familien 111000 Köpfe zählen, die geſamte deutſche
Be=
völkerung in den Anſiedelungsgemeinden wird auf 131000
Perſonen geſchätzt.
Eine Anſiedelungsgeſetzgebung, die das Recht zur „
An=
ſiedelung” geſetzlich regelt, wurde nur in Preußen
er=
laſſen, und zwar verſteht das preußiſche Recht
un=
ter Anſiedelung die Errichtung einer Wohnſtätte durch
eine ſchon im Gemeindebezirk wohnende oder eine
neuan=
ziehende Perſon. Die Geſetzgebung unterwirft zur Er=
De Donneraiſe des Geneis danien ſch lanſt zun
Ruhe begeben, und in aller Stille trug man ihn bei
La=
ternenſchein ins Haus, wo der wackere Hann=Tobi ſogleich
in aller Eile ein abgelegenes Parterrezimmer für ihn
her=
richten ließ.
Der Lebende wird Ihnen nicht viel Unruhe mehr
ver=
urſachen, ſagte der ältliche Herr, der den Transport des
Verwundeten nach Lengenbach geleitet hatte. Abgeſehen
von allem andern hat er eine Verletzung der Wirbelſäule
erlitten, die er um höchſtens vierundzwanzig Stunden
überſtehen kann. — Wahrſcheinlich — oder ſagen wir beſſer:
hoffentlich — wird er gar nicht wieder zu klarem
Bewußt=
ſein gelangen. Und ich hätte ihn ebenſowohl in der
Bauernhütte zu Atters ſterben laſſen können, wenn er nicht
ſo flehentlich gebeten hätte, noch heute nach Lengenbach
ge=
bracht zu werden.
Sie haben recht daran getan, ſeinen Wunſch zu
er=
füllen, Herr Doktor, ſagte der Poſthalter, dem ſich der
Fremde gleich beim Eintreffen des traurigen Transports
als der praktiſche Arzt Dr. Alexander aus Berlin
vorge=
ſtellt hatte. Das wenige, was Menſchen noch an ihm tun
können, ſoll hier gewiß für ihn geſchehen. Er war ein
lieber Herr. Aber der andere! Um den andern, der mit
ihm war, geht mir’s ſchier noch mehr ans Herz. Nicht
ein=
mal ſeine Leiche haben ſie gefunden?
Der Doktor verneinte.
Bis zu unſerm Aufbruch von Atters war von den
Leuten, die nach ihm ſuchten, noch keiner zurück. Und in
der Dunkelheit werden ſie ihn ſchwerlich gefunden haben,
zumal er nach der Verſicherung ſeines Gefährten in den
un=
zugänglichen Schründen hinter der Jocheralpe liegen muß,
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 29. September 1913.
Nummer 229.
ſchwerung der Parzellierung die Anſiedelung einer Reihe
von Beſchränkungen und knüpft ſie an eine behördliche
Genehmigung. In den übrigen Bundesſtaaten iſt die
An=
ſiedelung nur den bau= und ſicherheitspolizeilichen
Be=
ſtimmungen unterworfen.
Politiſche Tagesneuigkeiten.
Deutſchland.
Landtagserſatzwahl in Rottweil. Am
zweiten Wahlgange der Nachwahl im Wahlkreiſe
Rott=
weil wurde der liberale Müller mit einer Mehrheit von
217 Stimmen gewählt. Das Mandat gehörte dem
Zen=
trum. Die Rechte beſitzt infolgedeſſen in der Zweiten
Württembergiſchen Kammer, wo ſie bisher ſo ſtark wie
die Linke war, nur 45 Sitze von 92.
Eine Schulkonferenz. Im Herbſt wird in einer
Stadt Mitteldeutſchlands eine Zuſammenkunft von
Ver=
tretern der Kultusminiſterien ſämtlicher deutſchen
Bun=
desſtaaten ſtattfinden. Der Gegenſtand dieſer
Zuſammen=
kunft wird eine gemeinſame Ausſprache über eine Reihe
von Fragen und Beſtimmungen des Schulweſens der
Bundesſtaaten ſein, ſoweit dieſe Beſtimmungen und
Ein=
richtungen den Verſuch der Herſtellung einer größeren
Einheitlichkeit in manchen Punkten wünſchenswert
er=
ſcheinen laſſen.
Frankreich.
Die Errichtung eines neuen Armeekorps.
Einer offiziöſen Meldung zufolge wird der
Kriegs=
miniſter gleich beim Wiederzuſammentritt des Parlaments
einen Geſetzentwurf über die ſeit der Einführung der
dreijährigen Dienſtzeit geplante Errichtung eines neuen
Armeekorps einbringen. Die durch einen Erlaß des
Kriegsminiſters kürzlich angeordnete neue Verteilung der
Landwehrunterdiviſion bilde bereits eine vorbereitende
Maßnahme für die Organiſierung des neuen Armeekorps.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 29. September.
* Orpheum. Wie bereits gemeldet, beginnt am
Mitt=
woch, den 1. Oktober, ein kurzes Gaſtſpiel des
be=
kannten Kölner Volkstheaters „Jobs Kölner Luſtige
Bühne”. Wer erinnert ſich beim Leſen des Namens Job
nicht mit Vergnügen der vielen Stunden voll Frohſinn
und Humor, der Stunden des befreiendſten, herzlichſten
Lachens, die uns dieſe fidele Künſtlerſchar bei ihrem erſten
hieſigen Gaſtſpiel beſcherte. Gleich die erſte Novität, mit
der die luſtigen Kölner Künſtler diesmal debutieren, der
übermütige Schwank „Schieber”, gibt ihnen volle
Gelegen=
heit, ihre Kunſt ins hellſte Licht zu ſetzen und das alte
Renommee aufs neue zu befeſtigen. In Wiesbaden,
Saar=
brücken, Krefeld, woſelbſt „Jobs Luſtige Bühne” in den
letzten Monaten gaſtierte, ſchrieb die Preſſe über dieſen
neueſten Schlager u. a.: „. . . und wenn an den
Plakat=
ſäulen ſtürmiſche Lachſalven verſprochen werden, ſo iſt
nicht zuviel geſagt, wie die geſtrige Premiere gezeigt hat.”
(Kref. Ztg.) „Die Aufführung fand ſtürmiſche Heiterkeit.
Es gab Szenen von unwiderſtehlicher Komik.” (Tagebl.)
„. . . . keine drei Minuten vergehen, und man iſt im Banne
der allgemeinen Lachſuggeſtion, toſende Lachſtürme
durch=
zittern das Haus.” (Saarbr. Ztg.)
Zeppelinlandung in Darmſtadt.
St. Der von der „Großherzoglich Heſſiſchen Vereinigung
für Luftſchiffahrt” geſtern veranſtaltete Zeppelintag
hatte, wie wohl in allen Städten, die auf der Rundfahrt
beſucht wurden, auch hier Tauſende auf die Beine
ge=
bracht. Zum zweiten Male ſeit Zeppelins großem Triumph
ſollte ein Zeppelinluftſchiff, das ſo oft ſchon ſtolz über
uns hinweg geſegelt, auch in Darmſtadt landen. Damals
war es die ſelige „Schwaben” die während der
Flua=
woche ſpät abends auf dem Griesheimer Truppen=
Uebungsplatz niederging, um Paſſagiere einzunehmen. Der
Griesheimer Uebungsplatz wurde damals gewählt, weil
man den Infanterie=Exerzierplatz am Rheintor mit ſeiner
Waldumgebung für zu klein und gefahrvoll zur Landung
hielt. Daß die Landung ohne beſonders umfangreiche
Vor=
bereitungen diesmal dem noch größeren Schweſterſchiff
„Viktoria Luiſe” auf dem „Exert” glatt gelang,
be=
weiſt, daß man den Rieſenluſtkreuzer heute ſo ſicher in der
Hand hat, daß man Landungen auch auf verhältnismäßig
kleinen Plätzen ruhig riskieren kann. Ohne Aufregung ging
es allerdings nicht ab bei der Landung. Es herrſchte
ziemlich ſtarker Wind und das Luftſchiff ging außerhalb
des abgeſperrten Platzes nieder, nachdem es ein paar Mal
gehörige Mengen Waſſerballaſt über die nach oben
ſtarrenden Neugierigen ergoſſen. Der Abſperrkordon war
zwar ſchnell wieder geſchloſſen, jedoch gabs eine zweite
Aufregung, als eine Bodenböe den Koloß packte und ein
ganzes Stück ſeitlich in die Zuſchauermenge hineintrieb.
Endlich gelang es aber kräftigen Dragonerhänden, den
Rieſen zu feſſeln und der Paſſagierwechſel konnte vor ſich
gehen. Die ſchwankende Treppe wurde herabgelaſſen. Das
fehlende Stück bis zum Erdboden erſetzten hilfsbereite,
kräftige Hände, die, kurz entſchloſſen, die Paſſagiere
hin=
einhoben. In etwa einer Viertelſtunde war das etwas
umſtändliche und primitive Ein= und Ausſteigen beendet
Weitere zehn Minuten waren notwendig, das Luftſchif,
„abzuwiegen” den Ausgleich des „zu leicht befundenen‟
beſorgten ein Paar als Balaſt eingenommene
Dra=
goner. Dann wurden die Motore angeworfen, die
Pro=
peller begonnen ihr melodiſches Brummen und unter
tau=
ſendſtimmigem Hurra und Hoch erhob ſich die „Viktoria
Luiſe” ſchnell und majeſtätiſch ſicher in die Lüfte, um nach
einer Schleifenfahrt über Darmſtadt mit günſtigem Winde
in der Richtung auf Aſchaffenburg davon zu ſegeln. Bei
dem herrlichen Wetter nahm die Fahrt einen ungemein
genußreichen Verlauf. Sie endete in Frankfurt.
Jung=Darmſtadts Pioniere.
e Eine intereſſante Brückenbauübung fand am
geſtri=
gen Sonntag vormittag am großen Woog ſtatt, die von
der Ortsgruppe „Jung=Darmſtadt” des Jung=
Deutſch=
landbundes veranſtaltet wurde, und zu der ſich ein
zahl=
reiches Publikum eingefunden hatte. Als Aufgaben waren
der Bau einer Jochbrücke und einer Laufbrücke als
Ver=
bindungsweg von dem Ufer des Woogs zur Luft= und
Lichtbadinſel von etwa 30 Meter Ueberbrückung geſtellt
worden. Das hierzu erforderliche Brückenbaumaterial, als
Dielen, Stangen und Fäſſern, von den Herren
Weißbinder=
meiſter J. Schmidt und Obſtweinkelterei K. Ph. Müller
hier in dankenswerter Weiſe zur Verfügung geſtellt, war
bereits am Samstag nachmittag von der Jungmannſchaft
zum Brückenbauplatz am hinteren Woog angefahren und
während der Nacht abwechſelnd bewacht worden. Punkt
6 Uhr früh am Sonntag begannnen die Brückenbau=
Vor=
arbeiten, an denen 36 Mann der älteren Abteilung Jung=
Darmſtadts unter der fachmänniſchen Leitung ihres
Füh=
rers, Herrn Koch, teilnahmen, und bei denen auch die
Jungmannſchaft mit Eifer und Luſt zur Hand gingen. Der
ſchwierigſte Teil der Arbeit des Brückenſchlagens, die
Her=
ſtellung der Tragteile für die Jochbrücke aus Stangen und
Fäſſern, wurde von der Altmannſchaft mit Ruhe und
Um=
ſicht ausgeführt und bereits um 8 Uhr konnten einzelne
Teile der Jochbrücke ins Waſſer gelaſſen und miteinander
verbunden werden. Daß hierbei auch kräftige Waſſerarbeit
(bei 12 Grad) zu leiſten war, iſt beim Feldbrückenbau
ſelbſt=
verſtändlich. Doch auch dieſe ſchwierigen Arbeiten wurden
von der Jungmannſchaft ſpielend überwunden und ſchon
um 10 Uhr, war die Jochbrücke zu zwei Dritteln zum
Ge=
brauch fix und fertig geſtellt. Wegen Materialmangel
mußte der Weiterbau abgebrochen werden. Viel raſcher
aing nunmehr der Bau einer Laufbrücke von ſtatten. Im
Nu waren die Pfähle gerammt, mit Trägern verbunden
und mit Bohlen belegt, ſo daß nach etwa einer Stunde
der Brückenbau vollendet und zur Verwendung
gebrauchs=
tüchtig fertig geſtellt war. Während des Brückenſchlags
wurde den Jungen Brot und Erfriſchungen gereicht, und
auch die Sanitätskolonne hatte einen Mann zur
eventuel=
len Dienſtleiſtung bereitgeſtellt. Nach Beendigung der nicht
leichten Brückenbauarbeiten wurde die geſamte Jung=
Darmſtadt=Mannſchaft mit einer vorzüglich ſelbſt bereiteten
Feldſuppe geſpeiſt und allen Teilnehmern Dank und
An=
erkennung für ihre Arbeit ausgeſprochen. Am Nachmittag
fand eine eingehende Prüfung und Kritik durch Offiziere
der hieſigen Truppen ſtatt und fanden auch hier die
Brückenbauten eine gute und lobende fachmänniſche
Beur=
teilung und Anerkennung. Wenn dieſe erſte Brückenbau=
Uebung Jung=Darmſtadts auch nicht in militäriſchem Stil
und Schneid und fachmänniſch durchgeführt werden konnte,
ſo zeigte ſie doch, mit welcher Ausdauer und Luſt die
Jugend bei der Sache war und die teils ſchwierigen
Trans=
portarbeiten des Baumaterials zur Verwendungsſtelle raſch
und ſachgemäß bewältigte, wofür ihr nur Anerkennung zu
zollen iſt.
Verband Heſſiſcher Verkehrsvereine.
-g. Der Verband Heſſiſcher
Verkehrsver=
eine (Protektor Se. Königl. Hoheit der Großherzog)
hielt geſtern im weinfröhlichen Bingen ſeine 9.
Haupt=
verſammlung ab, auf der die angeſchloſſenen
Ver=
eine recht zahlreich vertreten waren. Stadtbaumeiſter
Koch=Bingen hieß die Verſammlung im Namen des
Verkehrsvereins Bingen willkommen, worauf der
Vor=
ſitzende, Herr Rentner Sieben= Auerbach, die
Ver=
ſammlung eröffnete und beſonders die Vertreter der
Be=
hörden begrüßte, Herrn Kreisrat Geheimerat Dr. Steeg,
Bürgermeiſter Neff=Bingen, Landtagsabg. Molthan=
Mainz, Vertreter der Handelskammer Worms Dr.
Sar=
torius, der Handelskammer von Friedberg, Herrn
Kauf=
mann Stoll, der Handelskammer Bingen, Sekretär
May und Direktor Schumacher vom Bund der
Deut=
ſchen Verkehrsvereine.
Kreisrat Geheimerat Dr. Steeg begrüßte die
Ver=
ſammlung mit herzlichen Worten namens des Kreiſes
Bingen, Bürgermeiſter Neff im Namen der Stadt
Bin=
gen, Landtagsabg. Molthan im Namen der
Stadtver=
waltung Mainz. Sekretär May wies beſonders darauf
hin, daß am ſelben Tage vor 30 Jahren das
Niederwald=
denkmal eingeweiht wurde. Direktor Schumacher
brachte die beſten Glückwünſche des Bundes Deutſcher
Verkehrsvereine für gedeihliches Wirken. Dem
Zuſam=
menſchluß der einzelnen Verbände ſei die Schaffung eines
Auskunftsbureaus in Paris zu danken. Die gleiche
Ein=
richtung ſei in London bevorſtehend; auch ſchweben
Ver=
handlungen, in Holland mehrere Stellen zu ſchaffen für
die deutſche Verkehrspropaganda. In neueſter Zeit werde
die Brauchbarkeit der Filmpropaganda erprobt. Zwei
Probefilms, darunter einer vom Rhein, ſeien bereits im
Auftrage, und von deren Ergebnis ſei einer Erweiterung
dieſer Propaganda abhängig. Für die
Eiſenbahnpropa=
ganda durch Bildſchmuck in den Abteilen ſei ein zweiter
Wettbewerb veranſtaltet worden, der gute Motive brachte;
die Entwürfe kurſierten in der Verſammlung. Ein dritter
Wettbewerb ſei in Vorbereitung. Weitere Begrüßungen
erfolgten durch die Vertreter der Handelskammern
Fried=
berg, Bingen und Worms, ſowie dem Vertreter von
Offenbach, Beig. Eißnert. Der Vorſitzende des
Darm=
ſtädter Verkehrsvereins, Stadtv. Stemmer, geht etwas
näher auf die Eiſenbahnreklame ein. Wenn auch der
zweite Wettbewerb beſſere Reſultate ergeben habe, ſ.
müſſe unbedingt das Intereſſe der Verkehrsvereine bei
der Auswahl der einzelnen Bilder mehr berückſichtigt
wer=
den, wie bei dem erſten Wettbewerb.
Der Vorſitzende dankte im Namen des
Arbeitsaus=
ſchuſſes der ſchönen Stadt Bingen und ihrem
Verkehrs=
verein für die liebenswürdige Einladung, die heutige
Ver=
ſammlung im gaſtlichen Bingen abzuhalten und eröffnete
damit die neunte Hauptverſammlung des Verbandes
Heſ=
ſiſcher Verkehrsvereine. Er dankte allen herzlich für das
zahlreiche Erſcheinen.
Der Vorſitzende dankte im Namen des Verbandes
Heſſiſcher Verkehrsvereine für die freundlichen Worte und
die Anerkennung, die ſie der geleiſteten Arbeit gezollt
haben. Er bitte die Herren, die feſte Verſicherung mit nach
Hauſe nehmen zu wollen, daß der Verband an der
Erfül=
lung ſeiner Pflicht weiter zu arbeiten ſtets bemüht bleiben
wird. Er führte dann weiter aus: Sie alle vertreten
Städte von mehr oder weniger großer Bedeutung. Für
Sie handelt es ſich darum, den Verkehr in Ihrem Orte zu
vermehren und nach Ihrem Orte zu lenken und den großen
Reiſeverkehr auf Ihren Ort aufmerkſam zu machen. Der
Mittel und Wege hierzu gibt’s unzählige. Es gibt faſt nichts
im öffentlichen Leben, was nicht in das Gebiet der
Ver=
kehrshebung und =förderung fällt oder gezogen werden
kann. Das ganze Erwerbsleben, der Handel, die Kunſt,
alles ſteht heute im Zeichen des Verkehrs. Sie, meine
Herren, haben Ihr Augenmerk gerichtet in der Hauptſache
auf Ihren eigenen Ort, und wohl Ihnen, wenn das Wort
„Kirchturmspolitik” auf Ihre Tätigkeit nicht anzuwenden
iſt. Anders iſt es mit unſerer Vereinigung, mit unſerem
Verband Heſſiſcher Verkehrsvereine! Für uns gilt es,
unſer Augenmerk auf das ganze Land und darüber
hin=
aus zu richten; die Wohlfahrt unſeres Heſſenlandes muß
uns am Herzen liegen. Eiferſüchtig und intenſiv haben
wir zu beobachten, was draußen vorgeht, damit auch wir
unſer Feld behaupten können. Durchzogen von dem
ſchön=
ſten Strom Deutſchlands, an deſſen Ufern das regſte Leben
pulſiert, ausgezeichnet in allen ſeinen Teilen durch
hervor=
ragende landſchaftliche Schönheiten, bewohnt von einer
fleißigen, intelligenten Bevölkerung, kräftig
voranſchrei=
tend an der Spitze deutſcher Kultur und Kunſt, regiert von
einem idealen, kunſtſinnigen Fürſten, ſo ſtellt ſich unſer
Heſſenland dar.
Trotzdem wir einen Verband haben, ſo bleibt die
Hauptarbeit doch in den lokalen Vereinen zu leiſten. Sie
dürfen ſich nicht allein auf uns verlaſſen, nicht alles Heil
kann von uns kommen. Haben dieſe Wünſche, zu deren
Durchführung ſie ſich zu ſchwach fühlen, dann können ſie
ſich an uns wenden und wir werden, ſoweit dies in unſern
Kräften ſteht, ihnen zu helfen ſuchen.
Wie wir nun verſucht haben, unſere Aufgabe zu löſen,
davon ſoll jetzt die Rede ſein. Das Geſchäftsjahr, über
das zu berichten iſt, umfaßt die Zeit vom 1. April 1912 bis
1. April 1913. Dasſelbe fällt noch in die Periode der
Geſchäftsführung durch den Verkehrsverein Bad Nauheim.
Es iſt bekannt, daß die Leitung der Geſchäfte alle zwei
Jahre wechſelt und nach der bisher geübten Praxis dann
ſtets auf eine andere Provinz übergeht. In der
vorjähri=
gen Hauptverſammlung in Bensheim wurde der Verkehrs=
Von da holt ihn keiner herauf, und wenn er zehnmal ſein
Leben daran ſetzen wollte.
Hätt ich gewußt, daß ſie ohne Führer auf die
Weiß=
ſpitze wollen, ich hätt fürwahr alles aufgeboten, ſie daran
zu hindern. Und wie das Unglück geſchehen iſt — hat ers
Ihnen noch erzählen können, der arme Herr?
Wir waren am frühen Nachmittag mit unſern beiden
Führern kaum eine Viertelſtunde über die Jocheralpe
hin=
aus, als wir aus einer kleinen Schlucht zu unſerer Rechten
wiederholt ſchwache Hilferufe hörten. Und der Toni Haid
von Atters ſah denn auch nach beinahe halbſtündigem
Suchen und Herumkletern den Mann drunten zwiſchen den
Felsbrocken liegen, die die letzte Steinmuhre da hinabgefegt
hat. Es war nicht einmal eine ausnehmend ſchwierige
Stelle, wo er abgeſtürzt iſt, und wenn er nicht eben nach
dem Verluſt ſeines Begleiters genötigt geweſen wäre, ſie
allein zu paſſieren, würde ihm als einem geübten
Berg=
ſteiger, wie ers doch geweſen ſein ſoll, das Unglück
ſchwer=
lich widerfahren ſein. Na, die beiden wackeren Burſchen
von Atters brachten ihn mit unſäglicher Mühe ſo weit
her=
auf, daß ich wenigſtens eine oberflächliche Unterſuchung
vornehmen konnte. Und wenn ich auch bald ſah, daß es
da nichts mehr zu retten gab, ſchafften wir ihn doch
natürlich aus einer aus der Amberger Hütte requirierten
Tragbahre alsbald mit vereinten Kräften nach Atters
zu=
rück, wo ich dann mit Einrichten und Verbinden für ihn
tat, was ſich eben tun ließ. Während der ganzen Zeit
war er trotz der unſäglichſten Schmerzen bei vollem
Be=
wußtſein geweſen, aber er hatte merkwürdiger Weiſe von
dem Unfall ſeines Gefährten mit keiner Silbe geſprochen
Und er kam damit erſt heraus, als die Leute in Atters, die
die beiden Herren am voraufgegangenen Nachmittag zu=
ſammen geſehen hatten, ihn um das Schickſal des andern
befragten. Nun erzählte er, daß ſein Begleiter an einer
ex=
ponierten Stelle, ungefähr drei Viertelſtunden oberhalb der
Jocheralpe, infolge Fehltritts abgeglitten und nach
Zer=
reißen des Seiles in einen tiefen Schrund geſtürzt ſei. Er
habe auf ſeine Zurufe keine Antwort mehr von unten
er=
halten, und da eine Hilfeleiſtung nach Lage der Dinge
voll=
ſtändig ausgeſchloſſen ſchien, habe er eilig den Abſtieg
be=
gonnen, um Beiſtand aus Atters zu requirieren. Nach
ſeinem eigenen Abſturz aber ſei der Gedanke an den andern
wunderbarerweiſe ſeinem Gedächtnis völlig entſchwunden.
Obwohl es inzwiſchen bereits ziemlich ſpät geworden war
iſt doch daraufhin ſofort eine mit allem Erforderlichen
aus=
gerüſtete Rettungsexpedition von Atters aufgebrochen, der
ſich beinahe alle bergtüchtigen Männer des Dörfchens
an=
geſchloſſen haben. Man muß abwarten, von welchem
Er=
folge ihre Bemühungen ſein werden; aber ich habe, offen
ge=
ſtanden, wenig Hoffnung, daß ihnen auch nur die
Berg=
ung der Leiche gelingen wird.
Sie wurden durch das Erſcheinen des Dr. Rainer, des
in Lengenbach anſäſſigen Arztes, unterbrochen, der auf
Wunſch des Dr. Alexander ſogleich um ſeinen Beiſtand
er=
ſucht worden war, und der ſich nun mit dem Kollegen zu
dem Verunglückten begab. Von einer nochmaligen
gründ=
lichen Unterſuchung konnte in Anbetracht ſeines
augenblick=
lichen Zuſtandes und mit Rückſicht auf die bereits
angeleg=
ten Verbände nicht die Rede ſein. Aber während ſich der
Lengenbacher Arzt oberflächlich um ihn zu ſchaffen machte,
erwachte er trotz aller aufgewendeten Vorſicht aus ſeiner
Betäubung und ſchaute mit völlig klaren Augen um ſich.
Sie ſind’s, Doktor Rainer? fragte er ſchwach. Bin ich
denn ſchon in Lengenbach?
Der Arzt bejahte und erkundigte ſich volll herzlicher
Teilnahme nach ſeinem Befinden. Da bewegte Leiningen
wie abwehrend den bandagierten Kopf.
Ich glaube, es wird nicht mehr viel Staat mit mir zu
machen ſein, Doktor! — Die Beine — die Beine! — ſind
ſie denn ganz zerbrochen, daß ich ſo gar nichts mehr von
ihnen ſpüre? — Und die Kälte — die fürchterliche Kälte! —
Wenn Sie nur etwas tun könnten, mich ein bißchen zu
er=
wärmen!
Man ſuchte ihn natürlich über die Art und die Schwere
ſeiner nach der Meinung beider Aerzte unbedingt tödlichen
Verletzung zu täuſchen, und es ſchien, als ob er dem
er=
mutigenden Zuſpruch Glauben ſchenke. Er erkundigte ſich,
wie ſpät es ſei, und als man ihm ſagte, daß nur noch
wenige Minuten an Mitternacht fehlten, äußerte er das
Verlangen, den Wirt des Gaſthofes zu ſprechen. In der
Annahme, es könne ſich um irgendwelche letztwilligen
Ver=
fügungen handeln, beeilte man ſich, ſeinem Wunſche zu
will=
fahren, und mit dem gütigſten Ausdruck ſeines
ehrwür=
digen Patriarchengeſichts trat der wackere Poſthalter an
das Lager.
Sie dürfen mir nicht bös ſein, lieber Hann=Tobi, daß
ich Ihnen ſo viele Ungelegenheiten mache, flüſterte der
Verletzte mit einem ſchwachen Verſuch zu lächeln, und Sie
müſſen mir obendrein einen kleinen Dienſt erweiſen.
Es=
iſt dringend notwendig, daß ich Fräulein Seyfried auf der
Stelle ſpreche. Schicken Sie doch, bitte, eines der
Zimmer=
mädchen hinauf, ſie zu wecken. Sie weiß natürlich noch
nichts — nicht wahr?
Nein, Herr Baron, ſie kann nichts wiſſen, denn ſie
iſt ja ſchon ſeit dem geſtrigen Abend nicht mehr da.
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 229.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 29. September 1913.
Seite 3.
ausſchuß der Bergſtraße gewählt. In dem Berichtsjahre
fand die Hauptverſammlungin Bensheim und
vier Arbeitsausſchußſitzungen in Mainz und
Frankfurt ſtatt, die alle zahlreich beſucht und in denen
um=
fangreiche Tagesordnungen zu erledigen waren. Als eine
beſondere Leiſtung des Verbandes iſt die Durchführung
der Herausgabe der Heſſen=Nummer der Illuſtrierten
Zei=
tung zu bezeichnen. Herr Kommerzienrat Schmahl=Mainz
war es, der ſich der mühevollen Arbeit unterzog, und er
hat wahrlich ſeine Schuldigkeit getan und es meiſterhaft
verſtanden, die widerſtreitendſten Intereſſen in geſchickter
Weiſe auszugleichen. Die im Oktober gelegte Abrechnung
ergab einen Ueberſchußß, der auf Beſchluß der
Ver=
treter aus den einzelnen Provinzen im Verhältnis der
Einzahlung zur Rückzahlung kam. Meines Erachtens
waren die Erwartungen, die man allgemein an dieſe
Heſſen=Nummer, mit Rückſicht auf den Aufwand an Zeit,
Arbeit und Geld, glaubte ſtellen zu dürfen, übertrieben
hoch, daher die Unzufriedenheit, die das Erſcheinen der
Nummer alsdann naturgemäß auslöſen mußte. Für die
Zukunft iſt jedenfalls größte Vorſicht am Platze. Als eine
weitere beſondere Leiſtung des Verbandes iſt die
Wie=
deraufſtellung der Ausſtellung der
Diora=
men heſſiſcher Städte und der Bergſtraße
in der Trinkkur=Anlage in Bad Nauheim zu bezeichnen.
Die Ausſtellung iſt das Sorgen= und Schmerzenskind des
Verbandes. Sie wurde geſchaffen vom Großh.
Finanz=
miniſterium für die Berliner Reiſe= und
Verkehrsausſtel=
lung. Die beteiligten Städte und die Bergſtraße mußten
erhebliche Opfer bringen auch der Staat leiſtete große
Zuſchüſſe. Sie iſt Eigentum des Verbandes und wurde
nach Schluß der Berliner Ausſtellung nach Bad Nauheim
verbracht, in einem recht üblen Zuſtand. Sie fand
Unter=
kunft in einem ſtaatlichen Lokal und hatte das Unglück,
nochmals in ein anderes Lokal verbracht werden zu
müſ=
ſen, um dort beſſeren Zeiten entgegen zu ſehen. Mit
Zu=
ſtimmung der Großh. Kur= und Badeverwaltung gelangte
ſie im Sommer 1912 zur Wiederaufſtellung. Mit großen
Koſten der Beteiligten und großen Schwierigkeiten
wur=
den die Trümmer zuſammengeſucht und zuſammengefügt.
In vornehmer Aufmachung ſtand ſie nun 1912 dem
Bade=
publikum zur Beſichtigung offen. Zahlreiche Kurgäſte in
Bad Nauheim haben ſie gegen ein kleines Eintrittsgeld
beſichtigt, wofür ſie die Proſpekte und Führer der
beteilig=
ten Orte empfingen, und manch einer mag dadurch die
Anregung erhalten haben, die im Bilde geſehenen Orte
nun auch tatſächlich zu beſuchen. Von der Bergſtraße kann
verſichert werden, daß dieſe Dioramen=Ausſtellung in Bad
Nauheim auf unſeren vorjährigen Fremdenverkehr von
ganz ausgezeichnetem Einfluß geweſen iſt. Der
Rechnungs=
abſchluß der Dioramenkaſſe, die geſondert geführt wird
war nicht ungünſtig zu nennen, wenn man berückſichtigt,
daß die Ausſtellung der Reklame diente und nicht dem
Geldverdienen. Als die Badeſaiſon 1913 in Bad Nauheim
begann, beſtand Gefahr, daß die Ausſtellung von ihrem
Platze in der Trinkkur=Anlage hätte entfernt werden
müſ=
ſen. Um dem vorzubeugen, wandte ich mich um Schutz
direkt an den hohen Protektor des V.=A. d. B., Se. Kgl.
Hoheit den Großherzog, und erzielte, daß uns geſtattet
wurde, die Ausſtellung auch im laufenden Sommer noch
an derſelben Stelle zu belaſſen, dagegen im Herbſt entfernt
werden müſſe. Sie iſt nun wieder eröffnet, ohne
Eintritts=
geld zu beſichtigen und wird von bedeutend mehr
Kur=
gäſten beſucht. Nach Schluß der Saiſon muß ſie
abge=
brochen werden und wir wiſſen nicht, wohin damit. Als
ein leider fehlgeſchlagener Verſuch müſſen unſere
Bemüh=
ungen bezeichnet werden, in Verbindung mit dem Bund
Deutſcher Verkehrsvereine Sammelanzeigen zu erlaſſen.
Die Beteiligung war leider eine ungenügende, und mußte
die Sache fallen gelaſſen werden. Der Verſuch ſoll im
kommenden Frühjahr wiederholt werden und iſt dann auf
beſſeren Erfolg zu hoffen.
Mit der Uebernahme der Geſchäfte des Verbandes
ſtand es für mich feſt, daß ſeine Organiſation eine
Aende=
rung erfahren müſſe.‟ Bei der ehrenamtlichen Tätigkeit
der Verwaltung unſeres Verbandes läßt es ſich wohl nicht
anders machen, als daß alle zwei Jahre ein Wechſel in
der Leitung eintritt, ebenſo wird es ſich auch nicht ändern
laſſen, daß immer der jeweilige Vorſitzende, ſofern ihm
nicht ein ausreichendes Perſonal zur Verfügung ſteht, die
Haupt= reſpektive die ganze Arbeit zu leiſten hat. Da er
nun nicht immer räumlich oder örtlich den maßgebenden
Stellen der Verwaltung des Großherzogtums naheſtehen
kann, was jedoch ein weſentlicher Faktor bei der
Vertre=
tung unſerer Wünſche und Eingaben iſt, habe ich den
Vor=
ſchlag gemacht, danernde Kommiſſionen für
die einzelnen Zweige unſeres Verkehrs
mit den Behörden zu bilden. Dieſer Vorſchlag iſt
als ſehr zweckentſprechend vom Arbeitsausſchuß
angenom=
men worden und wurden die folgenden Kommiſſionen
gebildet, die, unabhängig vom Wechſel der Leitung, im
Amte bleiben. Es wurden gebildet: ein Ausſchuß für den
Verkehr mit den Verwaltungsbehörden; ein Ausſchuß für
das Verkehrsweſen (Eiſenbahn, Schiffahrt,
Autzmobilver=
bindungen); ein Ausſchuß für die Reklame. Dieſe neue
Organiſation dürfte von allen Intereſſenten äußerſt
freu=
dig begrüßt werden. — In großen Zügen iſt dies die
Arbeit, der wir uns unterzogen haben und womit wir
hof=
fen, unſere Schuldigkeit getan und die Aufgabe erfüllt zu
haben, wie ſie aus dem in der Satzung feſtgelegten Zweck
hervorgeht. — Der Vorſitzende dankte ſodann dem
vorjähri=
gen Vorort Bad Nauheim, insbeſondere dem Herrn R.=A.
und Notar Stahl als 1. Vorſitzendem, dem Herrn
Wall=
mann als Geſchäftsführer und dem Herrn Stoll als
Rech=
ner, ſowie den Herren des Arbeitsausſchuſſes für die
Mühe des Reiſens und des Zeitaufwandes und für das
rege Intereſſe, das ſie den Verhandlungen entgegengebracht
haben. Es ſind dies die Herren: Stadtverordneter Heim=
Gießen, Stadtbaumeiſter Koch=Bingen, Kommerzienräte
Schmahl und Molthan und Stadtverordneter Webel=
Mainz, Stadtverordneter Stemmer=Darmſtadt,
Hofphoto=
graph Herbſt und Hoflieferant Ebel=Worms, Weidtmann=
Neu=Iſenburg und der Redner ſelbſt. Ganz beſonderer
Dank ſei den ſtaatlichen und kommunalen Behörden, die
uns mancherlei Förderung angedeihen ließen, gezollt.
Redner ſchloß mit dem herzlichen Wunſche, daß ſich der
Verband Heſſiſcher Verkehrsvereine immer weiter
ausdeh=
nen möge, immer weitere Kreiſe ziehen und immer mehr
Anhänger finden möge, um das im vollſten Maße zu
wer=
den, was er ſein will. Mögen alle Faktoren im
Heſſen=
lande ſich darüber klar werden, daß eine Zentralſtelle nötig
iſt, wo alle Maßnahmen zuſammenſtrömen müſſen, die der
Hebung und Förderung des Verkehrs dienen, damit wir
eine gewichtige und achtungebietende Organiſation
wer=
den, die ſtark genug iſt, im Lande etwas zu gelten. Mit
vereinten Kräften muß daran gearbeitet werden, um die
geſchaffene Organiſation und die errungene Poſition zu
befeſtigen und weiter auszubauen. Am Kopfe der
heuti=
gen Einladung finden ſich die angeſchloſſenen Mitglieder
aufgeführt. Es ſei daraus erſichtlich, welche großen Lücken
noch beſtehen, welche großen Teile unſerer engeren Heimat
unſerer Arbeit noch fernſtehen. Lückenlos ſollten wir, die
wir nicht bureaukratiſch, ſondern nach praktiſchen
Grund=
ſätzen arbeiten, als die berufenen Vertreter des Landes
da=
ſtehen; um ſo mehr, als nicht hohe Beiträge die
Mitglied=
ſchaft erſchweren. Er ſetze fortan an den Kopf unſerer
Be=
ſtrebungen die Deviſe: Viribus unitis!”, und ſetzte alle
Hoffnung auf die Zukunft. Möge darum der Verband
Heſſiſcher Verkehrsvereine blühen, wachſen und gedeihen,
zum Wohle unſeres ſchönen Heſſenlandes!
Dem Vorſitzenden wurde durch Erheben von den
Plätzen der Dank für ſeine Tätigkeit zum Ausdruck
ge=
bracht.
Die Rechnungsablage erſtattete Schatzmeiſter
Stoll=Bad Nauheim. Die Rechnung ſchließt mit einem
Ueberſchuß von 450,66 Mark. Die Rechnung wird von den
Rechnungsprüfern für richtig befunden und dem Rechner
Entlaſtung erteilt ebenfalls für die Abrechnung über die
Dioramenkaſſe. Wie der Vorſitzende mitteilte, ſoll eine
Beitragserhöhung nicht vorgenommen werden. Dem
frü=
heren Vorort wurde Entlaſtung erteilt. Auf Vorſchlag
des Vorſitzenden beſchloß die Verſammlung, den
Ar=
beitsausſchuß zu vergrößern, damit Orte wie Offenbach
Groß=Umſtadt, König i. O., WWimpfen, Oppenheim, Alzey
uſw. darin vertreten ſein können. Jede Gruppe des
Ver=
bandes ſoll in Zukunft einen Vertreter entſenden. Der
bisherige Ausſchuß wurde wiedergewählt. In der
Be=
ſprechung wurde von mehreren Rednern das Bedauer:
zum Ausdruck gebracht, daß die Beſtrebungen der
Ver=
kehrsvereine bei der Stadtverwaltung in Gießen kein
Verſtändnis finden.
Der Vorſitzende berichtete hierauf über den Bund
Deutſcher Verkehrsvereine, dem der Verband
mit einem Beitrag von 400 Mark angehört. Dem Bund
iſt von der Eiſenbahnverwaltung ein großer Beitrag zur
Verfügung geſtellt worden, durch den beſonders die
Herausgabe des Buches „Deutſchland” ermöglicht wurde.
Da der Beitrag von 400 Mark dem Verband kaum
er=
ſchwinglich war, trat der Bund mit dem Vorſchlag an den
Verband, er wolle an die Kur= und Badedirektion von
Bad Nauheim und die größeren Städte Heſſens mit dem
Erſuchen herantreten, direkte Beiträge an den Bund zu
entrichten. Der Beitrag des Verbandes wurde hierauf
auf 150 Mark ermäßigt. — Der Direktor Schumacher
bemerkte zu dieſem Bericht, daß der Bund für den
regel=
mäßigen angemeſſenen Beitrag von 150 Mark Dank
aus=
ſpreche. Der Bund könne den Verkehrsvereinen und
=verbänden eine große Hilfe und ein ſtändiger Berater
ein. So vor allem auf dem Gebiete der
Broſchürenver=
teilung, des Inſerierens uſw. Vor allem die Beſchickung
von Ausſtellungen ſei ohne ſachverſtändige Hilfe nicht
ratſam. Zu unterſtützen ſei beſonders die Ausſtellung,
die im Anſchluß an die Internationale Graphiſche
Aus=
ſtellung Leipzig 1914 als Sonderausſtellung „Deutſchland
im Bild” in Leipzig ſtattfindet, desgleichen die Große
Ausſtellung Düſſeldorf 1915 „Aus 100 Jahren Kultur und
Gruppe „Deutſchland als Verkehrs= und Reiſe=
Kunſt
land” Anfragen werden vom Bund Deutſcher
Verkehrs=
vereine gern beantwortet. — Stadtv. Stemmer regt
an, die Dioramenausſtellung auf der Düſſeldorfer
Aus=
ſtellung 1915 zur Aufſtellung zu bringen. Dem
wider=
ſpricht Landtagsabg. Molthan wegen des Zuſtandes
der Dioramen, wenn ſie jetzt wiederum transportiert
wer=
den ſollen. Stadtv. Stemmer ſetzt natürlich eine
Erneue=
rung bezw Erſetzung der Bilder voraus.
Herr Rentner Sieben berichtet ſodann über den
Verkehrsausſchuß der Bergſtraße. Die Mittel
ſeien erfreulich gewachſen durch Zuſchüſſe der Provinz
und der Kreisimer, ſowie der Kommunalbehörden. Die
Hauptaufgabe ſei die Durchführung der Photographie=
Ausſtellung im Oktober=November. — Es folgte der
Be=
richt des Verkehrsvereins Bingen. Stadtv. Stemmer
freut ſich, feſtſtellen zu können, daß die Arbeit des
Ver=
kehrsvereins Darmſtadt immer mehr bei den
Behörden anerkannt wird. Der Verein zählte Ende 1912
691 Mitglieder. Der Verein gehört dem Rheiniſchen
Ver=
kehrsverein an und iſt der Verein dadurch in deſſen
Pro=
pagandaſchriften vertreten. Der Verein widmet ſeine
Aufmerkſamkeit und ſeine Tätigkeit beſonders der
Ver=
beſſerung der ſchlechten Eiſenbahnverhältniſſe. Auch der
Bericht des Verkehrsvereins Mainz ſtellt ſchlechte
Eiſen=
bahnverhältniſſe feſt. Die Mitgliederzahl ſei die gleiche
geblieben. Der Bad Nauheimer Verkehrsverein hat
eine Ausgabe von 12 231,95 Mark und einen Kaſſenbeſtand
von 3000 Mark, Worms kann eine erhebliche Hebung des
Verkehrs feſtſtellen. Es konnte eine Hebung des
Vereins=
intereſſes durch die Herausgabe von
Reklamemar=
ken erzielt werden. Der Vertreter von Worms beklagte
weiter die geringe Berückſichtigung von Worms durch den
Rheiniſchen Verkehrsverein; die gleiche Klage hat der
Vertreter von Oppenheim. Dieſer Verein zählt 300
Mit=
glieder. Die Schaffung eines Ortsmuſeums
ſei geplant. Der Verkehrsverein Groß=Umſtadt hat
eine Einnahme von 75 Mark; der Verein hat trotz der
geringen Summe ſehr viel erreicht, ſo u. a., daß das
Kreisamt Amtstage in Groß=Umſtadt abhält, daß der
Kreisſtraßenwärter in Groß=Umſtadt ſeinen Wohnſitz
er=
halten hat uſw. Die Verſammlung dankte Herrn
Arzt=
für ſeine verdienſtvolle Tätigkeit.
Kaufmann Werner=Langen berichtete über die
Tätigkeit des Streckenverbandes Darmſtadt=Frankfurt,
Wie bedeutend die Intereſſen hier zwiſchen Frankfurt und
Darmſtadt gewachſen ſind, gehe aus folgenden amtlichen
Zahlen hervor: 1903 wurden an Einkommenſteuer
ge=
zahlt 137112 Mark, 1913 bereits 315552 Mark, an
Ver=
mögensſteuer 1903 38654 Mark, 1913 73814 Mark; das
ſteuerbare Vermögen wuchs von 51½ Millionen auf 74
Millionen, die Steuerzahler von 8577 auf 12561. Zum
Schluß berichteten die Vertreter von Alzey und Gießen=,
Mit einem Dank an die Mitglieder ſchloß der
Vor=
ſitzende die intereſſant verlaufene Verſammlung. Ein
ge=
meinſames Mittagsmahl in der neuen Binger
Feſt=
halle vereinigte die Teilnehmer mit den Damen, die
wäh=
rend der Verhandlungen unter Führung von Binger
Damen das Goethehaus mit Goethemuſeum und die Burg
Klopp beſucht hatten. Bei dem Mahle brachte Stadtv.
Stemmer=Darmſtadt den Damentoaſt aus, Dr.
Weißmann Lindenfels brachte ein Hoch auf den
Vorſitzenden aus. Eine Rheinfahrt nach Rheinſtein und
dem Schweizerhaus beſchloß die Tagung, die vom
herr=
lichſten Wetter begünſtigt war.
Kongreſſe und Verbandstage.
* Straßburg, 27. Sept. In Anweſenheit der
Un=
terſtaatsſekretäre Exzellenz Mendel und Köhler, die
zur Seite A. Damaſchkes am Vorſtandstiſch Platz
genom=
men hatten, wurden heute vormittag 10 Uhr in ziemlich
gut beſetzten Aubette=Saal die Verhandlungen des 23.
Bundestages der deutſchen
Bodenrefor=
mer aufgenommen. Nach begrüßenden Worten A.
Da=
maſchkes hieß Unterſtaatsſekretär Mandel im Namen
und im beſonderen Auftrag des kaiſerlichen Statthalters
die Bodenreformer im ſchönen Elſaß herzlich willkommen.
Der Unterſtaatsſekretär wies auf die Bedeutung der
jun=
gen wirtſchaftlichen Bewegung hin, und auf die Vorteile,
die daraus für die Kreiſe der kleinen Grundbeſitzer zu
er=
hoffen ſeien und betonte beſonders, daß der Boden nicht
zum Gegenſtand der Spekulation gemacht werden dürfe,
ſondern daß er für die Allgemeinheit da ſei.
Bürgermei=
ſter Dr. Schwander, der die Verſammlung im Namen der
Stadt Straßburg willkommen hieß, ſprach von den
boden=
reformeriſchen Maßnahmen der Stadt Straßburg, die
bei=
zeiten einen namhaften Teil hochwertigen Bodens
erwor=
ben habe. In weiteren Begrüßungsworten hob dann der
Präſident der Zweiten Kammer Dr. Ricklin hervor,
daß die Tagung geeignet ſei, gewiſſe irrtümliche
Anſchau=
ungen über Elſaß=Lothringen zu bekämpfen. Die Grüße
des abweſenden Biſchofs von Straßburg überbrachte
Pro=
feſſor Gaß vom katholiſchen Prieſterſeminar. Weitere
Worte des Willkommens ſprachen noch Profeſſor
Cur=
tius namens der Kirche Augsburgiſcher Konfeſſion und
im Auftrage des Synodalvorſtandes der Reformierten
Kirche des Landes Pfarrer Kunz. Von zahlreichen
Kor=
porationen und Stadtverwaltungen ſind
Begrüßungs=
ſchreiben und Telegramme eingegangen. Der
Kaſſenbe=
richt für 1912 ſchließt ab mit 162 225 Mark an Einnahmen
und Ausgaben, wobei auf neue Rechnung 58 325 Mark
vor=
getragen werden. Aus dem vom Bundesvorſitzenden
er=
ſtatteten Jahresbericht iſt zu entnehmen, daß der Bund im
vergangenen Jahre um 2400 Einzelmitglieder und um 100
Korporationen zugenommen hat. Die Zahl der letzteren
beträgt nunmehr im ganzen 581. Mit einem Vortrag des
Prälaten Mſgr. Dr. Werthmann=Freiburg i. B. über
Wohnungsnot und Sittlichkeit ſchloß erſt nach Mittag
die erſte Verſammlung.
Großfeuer.
* Meinertshagen, 27. Sept. Das Großfeuer,
welches ſeit mittag wütete, äſcherte 24 Wohnhäuſer
ein, darunter zwei Wirtſchaften, eine Buchdruckerei, eine
Brennerei und das Geſchäftslokal des Konſumvereins. 32.
Familien mit 200 Perſonen ſind obdachlos, ſie retteten
kaum das nackte Leben und ſind vorläufig in den
freigege=
benen Schulräumen untergebracht. Der Landrat Altonas
weilte nachmittags auf der Brandſtätte. Der
Gemeinde=
rat wurde für den Abend zu einer dringlichen Sitzung
ein=
berufen zwecks Vorbereitung einer Hilfsaktion. Den aus
aus der näheren und weiteren Umgebung herbeigerufenen
Feuerwehren wurde ein Extrazug zur Verfügung geſtellt.
Die Gefahr iſt noch nicht beſeitigt. Seit dem Nachmittag
bildet Meinertshagen das Ziel von Tauſenden von
Neu=
gierigen. Der kleine Bahnhof iſt kaum in der Lage, den
ungeheuren Verkehr zu bewältigen.
* Dortmund, 27. Sept. Tremonia meldet von
der Feuersbrunſt in Meinertshagen, daß bis
2½ Uhr außer vielen Scheunen, Schuppen und Ställen
22 Häuſer brannten. Die evangeliſche Kirche konnte jetzt
geſchützt werden. Dreißig Feuerwehren, die als einer
Entfernung von vier Stunden gekommen ſind, verſuchen,
die übrigen Häuſer zu ſchützen. 500 Perſonen ſind
obdachlos. Die meiſten verloren ihre größtenteils
nicht verſicherte Habe. Hunderte von Arbeitern ſind
brot=
los, da die meiſten Fabriken brennen, Menſchenleben ſind
nicht zu beklagen, doch iſt viel Vieh umgekommen. 15
Kühe wurden durch ein Stallfenſter erſchoſſen, damit ſie
nicht den Feuertod ſtürben.
Großherzogliches Hoftheater.
Sonntag, den 28. September.
Der Zigeunerbaron.
W-l. Die heutige Aufführung der Straußſchen Operette
„Der Zigeunerbaron” brachte einem wieder zum
Bewußt=
ſein, wie ſehr die Operette in den letzten Jahrzehnten
heruntergekommen iſt. Gegen die ſüßlich=ſeichten
Melo=
dien der „Luſtigen Witwe” und anderer frivoler
Mach=
werke mutet dieſe Operette faſt wie klaſſiſche Muſik an.
Zu ſolchem Reichtum der Erfindung, ſolch dramatiſcher
Steigerung, ſolchem Schwung der muſikaliſchen Sprache
und ſo prachtvollen Enſembles haben ſich die neuzeitlichen
Operettenkomponiſten nicht wieder aufſchwingen können.
Sie arbeiten mit billigeren Effekten. So fand denn auch
das Publikum an der Operette, deren Aufführung ſehr
ſorgfältig vorbereitet war und vortrefflich gelang, großes
Gefallen und ſpendete enthuſiaſtiſchen Beifall. Die
mufi=
kaliſche Leitung hatte Kapellmeiſter Kleiber, der mit
jugendlichem Feuer dirigierte und der Aufführung echtes
Temperament einflößte. Schon die ſchneidig geſpielte
Ouvertüre erntete lebhaften Beifall, prachtvoll
herausge=
arbeitet war der den letzten Akt einleitende famoſe
Wal=
zer, wie er es überhaupt verſtand, alle Pointen aus der
Straußſchen Muſik mit Fineſſe herauszuholen. Auch die
Regie des Herrn Regiſſeurs Nowack brachte neues Leben
in die alte Operette, namentlich waren die
Enſemble=
ſzenen ſehr lebendig und draſtiſch ausgeſtaltet worden,
köſtlich waren die Zigeunerſzenen; ein geſchmackvoller,
alles Ueberladene und Aufdringliche vermeidender neuer
ſzeniſcher Rahmen trug zu dem friſchen und fröhlichen
Geſamteindruck der Aufführung weſentlich bei.
Die geſanglichen Leiſtungen waren durchaus gut,
allen voran Herrn Globergers ſtimmfriſcher und
ton=
prächtiger Barinkay, als welcher er ein bisher an ihm
kaum gekanntes Temperament entfaltete. Die beiden
weiblichen Hauptrollen waren durch zwei routinierte und
abſolut zuverläſſige Sängerinnen vertreten. Sehr ſchön
ſang Frau Schäfer=Beling die Partie der Arſena,
während Frau Becker in der dramatiſch ſtark pointierten
und ſchwierigen Partie der Saffi eine überraſchende
Ton=
fülle und dramatiſche Verve des Vortrags, ſowie in der
Darſtellung der Rolle viel Leben und Temperament
ent=
wickelte. Frl. Jacobs ſang die Partie der Czipra
muſtergültig. An beſte Vorbilder hielt ſich Herr
Schützendorf in der dankbaren Rolle des Zſupan,
die ihm recht gut gelang, während Herrn Bertram, der
die Rolle des Grafen vertrat, der leichte Operettenſtil
weniger liegt. Mit gutem Gelingen unterzog ſich Herr
Thomſen ſeiner Aufgabe als Otokar. Die komiſchen
Rollen des Carnero und der Mirabella lagen bei Herrn
Jordan und Frau Müller=Rudolph in
berufe=
nen Händen. Die von Herrn Chordirektor Preuß
ein=
ſtudierten Chöre verdienen noch ein beſonderes Lob.
Die von dem Ballettkorvs hübſch ausgeführten Tänze,
in denen ſich eine Stilverſchönerung angenehm
bemerk=
bar machte, waren von Frau Ballettmeiſterin Ehrle
arrangiert. Die Geſtaltung des Bühnenbildes, deren wir
ſchon lobend gedacht haben, rührte von den Herren
Kem=
pin und Schwerdtfeger her.
Am Schluß der animiert verlaufenen Vorſtellung
er=
ſchienen mit den Sängern auch die Herren Kleiber und
Nowack vor der Rampe, um für den außergewöhnlich
lebhaften Beifal zu danken.
Seite 4.
Luftfahrt.
Frankfurt a. M., 28. Sept. Das Lufkſchif=
„Viktoria Luiſe” ſtieg heute morgen 9 Uhr 55 Min.
zu einer Fahrt „durch Heſſen” auf, wobei es in
Mainz, Worms und Darmſtadt Landungen vornahm,
bei welchem ein Paſſagierwechſel ſtattfand. Gegen 3 Uhr
kreuzte das Luftſchiff über Frankfurt und landete bei
widrigem Winde um 4 Uhr glatt vor der Luftſchiffhalle
Frankfurt a. M., 28. Sept. Das Luftſchiff
„Viktoria Luiſe” bleibt in nächſter Zeit in
Frank=
furt am Main ſtationiert. Das Luftſchiff „Hanſa”
welches in Hamburg ſtationiert iſt, wird am 28.
September eine Landungsfahrt nach Lübeck, am 5.
Oktober eine nach Itzehoe und am 12. Oktober eine
nach Hannover=Minden unternehmen. Für das in
Leip=
zig ſtationierte Luftſchiff „Sachſen” ſind
Landungs=
fahrten geplant nach: Altenburg, Gera, Eiſenberg,
Sangerhauſen, Mühlhauſen, Zeitz, Schwarzenberg=
Anna=
berg, Görlitz und Haida in Böhmen.
* Mannheim, 28. Sept. In Gegenwart der
ſtäd=
tiſchen und militäriſchen Behörden erfolgte beim
Luxem=
burger Gaswerk heute vormittag die Taufe eines
Freiballons des Mannheimer Vereins für Luftfahrt
auf den Namen „Geh. Rat. Reiß” Anſchließend ſtarteten
außer dieſem, der um 10 Uhr 10 Min. zu ſeiner erſten
Fahrt in die Lüfte ſtieg, um 10,25 Uhr der der
Luftſchiff=
werft Lanz gehörige Freiballon „Schütte=Lanz” unter
Füh=
rung des Diplomingenieurs Bleiſtein und ebenfalls um
10,40 Uhr der Ballon „Zähringen” dem Mannheimer
Verein für Luftfahrt gehorend, unter Führung des Dr.
Helferich von der Heidelberger Sternwarte.
Die Tauſendjahrfeier der Stadt Kaſſel.
* Kaſſel, 27. Sept. Von den weiteren feſtlichen
Veranſtaltungen des heutigen Tages ſind die von
Maſ=
ſenchören — 2500 Knaben und Mädchen — auf dem
Friedrichsplatze einer unüberſehbaren Menſchenmenge
dar=
gebotenen Volks= und Vaterlandslieder=Vorträge zu
er=
wähnen, die Rektor Kürſten leitete. Ein Radfahrerreigen,
ausgeführt vom Gauverband Kaſſel des Deutſchen
Rad=
fahrer=Bundes, löſte die Geſangsvorträge ab. Abends
gab das Königliche Hoftheater als Feſtvorſtellung
Emil Jadobis „Chaſſala” Mit Eintritt der Dunkelheit
begann die Illumination und bald lag Kaſſel in feſtlichem
Lichterglanz. Den Beſchluß des Tages machte ein
Fackel=
zug des Kurheſſiſchen Sängerbundes durch einige
Stadt=
teile, worauf eine Serenade vor dem auf dem
Friedrichs=
platze eigens zur Tauſendjahrfeier aufgeſtellten Chaſſala=
Standbild folgte.
Der Reichskanzler ſandte zur Tauſendjahrfeier
der Stadt Kaaſſel folgendes Glückwunſchtelegramm: „Der
Reſidenzſtadt Kaſſel ſpreche ich zu der erhebenden Feier
ihres tauſendjährigen Beſtehens meine aufrichtigſten Glück=
und Segenswünſche aus. Die großartige Entwickelung,
welche das altheſſiſche Gemeinweſen in den letzten
Jahr=
zehnten, insbeſondere als Reſidenz Ihrer Majeſtäten
ge=
nommen hat, bieten ſichere Bürgſchaft dafür, daß es auf
dem Wege aufwärts auch weiterhin den immer
wachſen=
den neuen Kulturaufgaben voll gerecht wird. Ich
be=
dauere nochmals, daß ich verhindert bin, perſönlich an den
Gedenktagen teilzunehmen und wünſche dem Feſte unter
den Auſpizien des königlichen Prinzen einen glänzenden
Verlauf.”
* Kaſſel, 28. Sept. Auch in der Frühe des
heu=
tigen Feſttages riefen von den Türmen herab Choräle
und das Geläute der Kirchenglocken zur Feier des
Jubel=
feſtes auf. Trotzdem das Wetturnen der Kaſſeler
Turnerſchaft in der Turnhalle bereits in aller Frühe
um 6½ Uhr begann, wohnte eine dichtgedrängte
Men=
ſchenmenge bei. Darauf fand um 9 Uhr vormittag in
allen Kirchen der Stadt ein Feſtgottesdienſt ſtatt. Die
Mitglieder der ſtädtiſchen Körperſchaften wohnten
dem=
ſelben in der altehrwürdigen Martinskirche bei. Von der
Kaiſerſtraße ausgehend, ſetzte ſich um 11 Uhr vormittags
der Feſtzug in Bewegung, der vorbei dem Rathauſe, wo
er den Stadtoberen und Ehrengäſten zu den Fenſtern
hinauf huldigenden Gruß entbot, durch die verſchiedenen
Stadtteile, namentlich die Altſtadt mit ihren altersſchiefen
Fachwerkbauten, führte. Der erſte Teil des von einer
großen Teilnehmerſchar zur Darſtellung gebrachten Zuges
gab in zwanzig Gruppen eine Reihe ſittengeſchichtlich
in=
tereſſanter Bilder aus der tauſendjährigen Vergangenheit
der Stadt beginnend mit der Gruppe Königs Konrad I.
als Herr des Guthofes Kaſſel inmitten von Chatten und
endigend mit dem Einzug der ſiegreichen Truppen 1871.
Dazwiſchen marſchierten zahlreiche Muſikkapellen. Erregten
ſchon die hiſtoriſchen Trachten in den lebendigen Bildern
des erſten Teiles des Feſtzuges den jubelnden Beifall der
Bevölkerung, ſo noch vielmehr die im zweiten Teil (Kräfte
der Gegenwart benannt) vorüberziehenden Vertretungen
von heſſiſchen Landleuten in ihren maleriſchen Trachten.
Aus der Schwalm und entfernteren Teilen des
Heſſen=
landes waren Vertretungen (Erntewagen, Hochzeitswager
uſw.) im Feſtzuge. Den Schluß des Zuges machte der
Wagen Gewerbefleiß‟ Den Nachmittag füllten ſportliche
Veranſtaltungen in der Karlsaue. Abends wurde im
Königlichen Hoftheater „Lohengrin” gegeben. Es folgten
Feſt=Kommerſe in der neuerbauten Stadthalle und in der
Fachhalle. Die ganze Stadt war feſtlich erleuchtet.
Morgen vormittag finden Turn= und Spiel=
Veranſtaltun=
gen der Kaſſeler Mittel= und Bürgerſchulen, am
Nachmit=
tag Vorführungen von dreizehn Turnvereinen in der
Karlsaue und darauf eine Huldigunsfahrt der Kaſſeler
Rudervereine auf der Fulda ſtatt. Am Dienstag erreichen
die offiziellen Veranſtaltungen mit Jugendſpielen und
einem Volksfeſt in der Karlsaue ihr Ende.
Prinz Auauſt Wilhelm von Preußen, das Fürſtenpaar
zu Waldeck und Pyrmont und Landaraf Chlodwig von
Heſſen wohnten von den Fenſtern des Rathauſes dem
Feſt=
zuge bei und äußerten ihre Befriedigung über das
wohl=
gelungene Schauſpiel. Der Vorüberzug des Zuges dauerte
eine Stunde. Nachmittags nahm Prinz Auguſt Wilheln
am Gartenfeſte in der Karlsaue teil und reiſte abends
zurück.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 27. Sept. (
Gasexplo=
ſion.) In dem Beamtenwohnhaus der Städtiſchen
Gas=
anſtalt in der Fichteſtraße ereignete ſich heute abend eine
heftige Gasexploſion in der Wohnung des Gasmeiſters
Lange. Dieſer und ſeine Pflegetochter wurden ſchwer
verletzt. Die Feuerwehr löſchte den Brand bald.
(Selbſtmord.) Der wegen verſuchter Erpreſſung
ver=
haftete Kufmann Eiſenträger, der kürzlich Selbſtmord
ver=
ſuchte, indem er in der Unterſuchungshaft ſich einen
lan=
gen Nagel in den Kopf zu treiben verſuchte, der indeſſen
in der Schädeldecke ſtecken blieb=und mit der Zange ent
kernt wurde, und einige Zeit darauf einen ſpitzen
Gegen=
ſtand; ſeir Auge ſtieß, um ihn in das Gehirn zu drücken,
verübte heute dadurch Selbſtmord, daß er drei lange
Nägel verſchluckte und dabei ſeine inneren Organe völlig
zerriß.
Dresden, 27. Sept. (Einweihung einer
Tal=
ſperre.) Unter zahlreicher Beteiligung fand heute die
Einweihung der neuen, mit einem Koſtenaufwande von
1364000 Mark erbauten Weißeritztalſperre bei
Malter ſtatt. Anweſend waren der König, der Kronprinz,
Prinz Friedrich Chriſtian und die Staatsminiſter Graf
Vitzthum zu Eckſtädt und von Seydewitz.
Aſchaffenburg, 28. Sept. (Kaplan Schmidt.
Der Vater des Mörders Kaplan Schmidt in Neu=York hat
auf Grund eines Bildes, das er in einem Frankfurter Blatt
ſah, die Identität ſeines Sohnes feſtgeſtellt, da es bisher
zweifelhaft war, ob der in Neu=York verhaftete Schmidt
auch der Mörder ſei.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
Santiago de Chile, 28. Sept. Für drahtloſe
Telegraphie ſind ſechs Stationen eröffnet: in
Arica, Antofagoſta, Coquimbo, Valparaiſo, Talcahuanc
und auf der Inſel Mocha. Ende Dezember ſoll der
Dienſt auch in Punta renas aufgenommen werden.
Griſolles, 27. Sept. General Bourderiat, der die
Diviſion Montauban abgibt, um die Diviſion von
Chau=
menz zu übernehmen, beſuchte Frau von
Winter=
feldt, um ſich über das Befinden des verunglückten
Militärattachés zu erkundigen. Es iſt eine leichte
Beſſe=
rung feſtgeſtellt worden. Der Abendbericht ſagt: Der
Tag war ziemlich gut und kein Zwiſchenfall trat ein.
Temperatur 37,3, Puls 96. Die Erſcheinungen in der
Bruſt ſind unverändert. Heute abend findet eine
Rönt=
genaufnahme des Beckens ſtatt, da der Zuſtand des
Patienten es erlaubt. — (Vormittagsberichtt vom
28. September über das Befinden des Oberſtleutnants
v. Winterfeldt.) Der Kranke hatte eine ruhige Nacht.
Die Temperatur betrug vormittags 36,6, Puls 36,
At=
mung 22. Der Zuſtand der Lunge iſt unverändert. Der
Verletzte fühlt ſich beſſer.
Paris, 28. Sept. Das „Amtsblatt” veröffent lich
einen Erlaß des Kriegsminiſters über die am
1. Okt. in Kraft tretende neue Zuſammenſetzung und
Ver=
teilung des 2., 6., 20., 7. und 14. Armeekorps. Einzelnen
Blättern zufolge werde dieſer Erlaß unter anderem den
Zweck haben, angeſichts der deutſchen
militä=
riſchen Maßnahmen in der Gegend von
Trier, die Deckung der franzöſiſchen Nordoſt=Grenze
zu verbeſſern. Mehrfach wird für die wichtigſte dieſer
Beſtimmungen hervorgehoben, daß dadurch das
Haupt=
quartier der vierten Armeediviſion nach Meziéres ver
legt, und daß ein Teil des zweiten Armeekorps der
luxemburgiſchen Grenze näher gebracht wird. Dieſer
Reorganiſationsplan werde übrigens durch die bereits
angekündigte Errichtung des 21. Armeekorps, als deſſen
Hauptquartier Epinal in Ausſicht genommen iſt,
vervoll=
ſtändigt werden.
Paris, 28. Sept. Der radikale Deputierte Francois
Deloncle teilte dem Miniſterpräſidenten Barthou mit,
daß er ihn bei dem Zuſammentritt der Kammer über die
Wiederaufnahme der diplomatiſchen Beziehungen
zum Vatikan interpellieren werde.
H. B. Brandenburg a. H., 28. Sept. Ein Groß:
feuer brach in der Kaſerne des Füſilier=
Regiments Nr. 35 aus, in den Räumen, wo das
1. Bataillon untergebracht iſt, und verbreitete ſich mit
großer Schnelligkeit über das drei Stock hohe Gebäude.
Die Mannſchaften konnten ſich ſämtlich in Sicherheit
bringen. Die ganze Kriegsausrüſtung des
1. Bataillons iſt vernichtet. Der Schaden beträgt
ſchätzungsweiſe eine halbe Million Mark.
Das Jeſuitengeſetz.
* Görlitz, 28. Sept. Anläßlich der Tagung des
Evan=
geliſchen Bundes wurden in ſämtlichen
evangeli=
ſchen Kirchen Feſtgottesdienſte mit auswärtigen Predigern
abgehalten. Hieran ſchloß ſich die Hauptverſammlung des
Evangeliſchen Bundes, die zur Frage des
Jeſuiten=
geſetzes folgende Kundgebung beſchloß: „Die 26.
Ge=
neralverſammlung des Evangeliſchen Bundes in Görlitz
erblickt in der Tatſache, daß der Metzer Katholikentag,
un=
bekümmert um den einmütigen Widerſpruch weiteſter
evan=
geliſcher Volkskreiſe, völlige Bewegungs= und
Betätigungs=
freiheit des Jeſuitenordens im Deutſchen Reich forderte,
eine erneute Anſage eines verſchärften konfeſſionellen
Kam=
pfes, in der Ueberzeugung, daß die deutſche
Volksgemein=
ſchaft und die nationale Gemeinbürgerſchaft nur möglich
ſei, wenn alle Volksteile aufeinander Rückſicht nehmen, der
Jeſuitenorden aber rückſichtsloſe Bekämpfung des
Prote=
ſtantismus und wichtiger Kulturerrungenſchaften zur
tra=
ditionellen Aufgabe hat, erwartet die Generalverſammlung
zuverſichtlich, daß der Bundesrat im Intereſſe des
kon=
feſſionellen und inneren Friedens weder der Aufhebung,
noch der Abbröckelung des Jeſuitengeſetzes zuſtimmt.
Japan und China.
H. B. Peking, 28. Sept. Die Bankiers der
Fünf=
mächte=Gruppe erhielten die Mitteilung, daß die politiſche
Kommiſſion den Vertrag der Gruppe mit China revidiert
habe. Die amerikaniſche Regierung hat ihre Beauftragten
angewieſen, die induſtriellen Unternehmen in China ſo
weitgehend als möglich zu unterſtützen.
Die China von Japan geſetzte Friſt von 3 Tagen
wegen des Nankinger Zwiſchenfalles iſt in der Nacht zum
Sonntag abgelaufen. General Changſon, der in Nanking
mit ſeinen Regierungstruppen ſteht, hat ſich bis jetzt energiſch
geweigert, dem japaniſchen Verlangen nachzukommen
und ſeine Truppen eine Sühne=Parade vor dem java
niſchen Konſulat in Nanking machen zu laſſen. Der
britiſche Konſul in Nanking hat den japaniſchen darauf
aufmerkſam gemacht, daß Japan allzuviel aus dem
Nankinger Zwiſchenfall mache und daß es ſehr
wünſchens=
wert ſei, daß Japan ſeine Unnachgiebigkeit aufgebe, die
die ſchwerſten Folgen haben könne. In politiſchen
Kreiſen iſt man hier der Anſicht, daß die Japaner
Ab=
ſichten auf das Yſangſetal hätten und meint, daß die
Forderungen Japans viel zu weit gingen.
Eng=
land würde deshalb in den nächſten Tagen Vorſtellungen
in Peking machen.
* Peking, 27. Sept. (Reuter.) Die japaniſche
Geſandtſchaft dementiert aufs Beſtimmteſte die
Behauptung von der Ueberreichung eines Ultimatums an
China und erklärt, China bewilligte die japaniſchen
For=
derungen.
Nanking, 27. Sept. (Reuter.) General Changſuen
beſuchte heute morgen das japaniſche Konſulat in
Be=
gleitung einer 50 Mann ſtarken Leibwache und
ent=
ſchuldigte ſich wegen des Vorfalls in
Nanking. Am nachmittag wird ein Regiments ſeiner
Truppen vor dem japaniſchen Konſulat vorbeimarſchieren
und vor dem Konſul präſentierev
piereue Ipfernig
GentrtrU
K
Eakbr
mit Goldmundsf. mit Hohlmundst. flach
Dampfernachrichten.
Holland=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Aug. Cellarius in Darmſtadt, Bleichſtr. 53,
„Rotterdam” 24. Sept. 11 Uhr 15 Min. vorm. Wight
paſſiert. „Nieuw Amſterdam” 22. Sept. vorm. in Neu=
York eingetroffen. „Noordam” 21. Sept. 10,30 Uhr vorm.
Lizard paſſiert. „Ryndam” 19. Sept. vorm. in Rotterdam
eingetroffen. „Potsdam” 23. Sept. von Neu=York abgeg
Todes=Anzeige.
Wir machen hiermit die traurige Mitteilung,
daß heute vormittag ½9 Uhr unſere liebe Groß=
und Schwiegermutter, Schweſter und Tante
Frau
Heinrich Rieß Witwe
geb. Benz
nach kurzem, aber ſchwerem Leiden im Alter
(20212
von 74 Jahren ſanft entſchlafen iſt.
Um ſtille Teilnahme bitten
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Rendant Zimmermann,
Friedberg (Oberh.)
Zwingenberg, den 27. Sept. 1913.
Die Beerdigung findet am Dienstag, 30. Sept.,
nachm. 4 Uhr, vom Trauerhaus in
Zwingen=
berg aus, ſtatt.
Statt beſonderer Anzeige.
Nach langem, ſchwerem Leiden wurde
heute nachmittag 6 Uhr unſere liebe Schweſter,
Tante und Schwägerin
(20211
Mathiiae Byermahh
geb. Ritter
Witwe des Pfarrers Guſtav Eyermann
im 74. Lebensjahre durch den Tod erlöſt.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Eina Ritter.
Darmſtadt, den 27. September 1913.
Mathildenſtraße 46.
Die Beerdigung findet am Dienstag, 30. Sept.
1913, nachmittags 3¼ Uhr, von der Friedhofs
kapelle aus, ſtatt. Die Einſegnung daſelbſt
eine Viertelſtunde vorher.
Tageskalender,
Montag, 29. September.
Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende nach
9½ Uhr: (Ab. D): „Hans Sonnenſtößers Höllenfahrt”
Verſteigerungskalender.
Dienstag, 30. September.
Hofreite=Verſteigerung des Georg Philipp
Volz (Eckhardtſtraße 35) um 11 Uhr auf dem
Orts=
gericht I.
Dünger=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Dra=
goner=Kaſerne (Regt. Nr. 24).
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Nummer 229.
Kädfer
Nie wiederkehrende
Gelegenheit!
99₰,
aſ en &W5eee9e9
50 Jehig. Bebbsssteb
eiche, in modernſter Ausführung,
kann ich — da überaus günſtig
abgeſchloſſen — zu einem
Schleuderpreis
von 275 Mark pro Zimmer
abgeben. Es bietet ſich
Braut=
paaren eine außergewöhnlich
günſtige Kaufgelegenheit u. ſollte
kein Intereſſent dieſe verpaſſen.
999g
Eine komplette
2 Zimmers
Wohnungseinrichtung
mit dieſem eleg. Schlafzimmer:
2 Bettſtellen m. ſchön. Intarſien=
Einlagen
2 prima Wollmatratzen (Jacqu.=
Drell)
2 Ia Stahlmatratzen m.
Gegen=
druckfedern
2 geſteppte Schonerdecken
2 Nachtſchränkchen mit Marmor
u. Apotheken=Aufbau
1 groß. Spiegelſchrank m.
Schub=
kaſten und Meſſingſtange
1 Waſchkommode mit modern
hohen weißem Marmor und
Spiegelaufſatz
2. Stühle
1 Handtuchhalter
einem beſſeren Wohnzimmer:
(echt Nußbaum, fein poliert)
1 Vertiko mit 3 Kriſtallfaſſett=
Spiegel und ff. Intarſien=
Einlagen
1 eleg. Moquett=Diwan (Stoff
nach Wahl)
1 Ausziehtiſch
4 beſſere Rohrſtühle m. Intarſien
1 großes, in Gold gerahmtes
Kunſtbild (Magdalena),
110X90 cm
ſowie einer
eleganten Küchen=Einrichtung
mit ſchöner Kunſt=Verglaſung.
Alles dies zuſammen
offeriere zu dem kaum glaublich
billigen Preis von
595 Mark
bei langjähriger Garantie
für Haltbarkeit.
.6,
Ich bitte verehrl. Käufer, ſich
von der außergewöhnlich
vorteil=
haften Zuſammenſtellung zu
über=
zeugen, um ſelbſt beurteilen zu
können, daß ein ſolches Angebot
nur möglich iſt, wenn man mit
kleinſtem Nutzen zufrieden ſein kann
und den Abnehmern nicht hohe
Ausſtellungs=, Dekorations= und
Ladenunkoſten aufbürdet.
Möbel=Lager
88 Bessungerstr. 88
Große Auswahl
(20168a
in
Schlaf=, Speiſe= u. Herrnzimmern
und einzelne Möbel
zu denkbar billigſten Preiſen.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 29. September 1913.
Seite5.
M 22000000
4½ % Landesherrlich genehmigte Hypothekaranleihe
verstärkte Tilgung bis 1. Oktober 1924 ausgeschlossen —
Seiner Durchlaucht
Fürst Max
Sgon zu Fürstenberg
und der
Darstlichich Slandeskerrsaian varstenberg
zu Donaueschingen.
Seine Durchlaucht Fürst Max Egon zu Fürstenberg und die Fürstliche Standesherrschaft Fürstenberg zu Donaueschingen haben
nom. M 22000000 auf den Inhaber lautende Teilschuldverschreibungen
ausgegeben. Die Ausgabe der Inhaberpapiere ist vom Grossherzoglich Badischen Justizministerium, dem Finanzministerium
und dem Ministerium des Innern genehmigt worden.
Die Anleihe ist mit 4½ % jährlich in halbjährlichen Raten am 1, April und 1. Oktober jedes Jahres verzinslich und zum Nennwert:
rückzahlbar.
Sie ist eingeteilt in
1— 2000
Serie A über je M 2000 Nr.
„ B „ „ „ 1000 „ 2001—17000
500 „ 17001—23000
C „
Die Einlösung erfolgt im Wege der Auslosung mit jährlich 1% des ursprünglich ausgegebenen Betrages zuzüglich der durch die
eingetretene Tilgung ersparten Zinsen. Die Auslosungen erfolgen im Juli jedes Jahres, erstmals im Juli 1914. Die Schuldner sind befugt,
vom Jahre 1924 ab verstärkte Auslosungen vorzunehmen oder auch sämtliche noch ausstehende Teilschuldverschreibungen mit Frist von drei
Monaten auf einen Quartalsersten, jedoch nicht früher als zum 1. Oktober 1924, zu kündigen.
Zur Sicherung für diese Anleihe sind von Seiner Durchlaucht dem Fürsten Max Egon zu Fürstenberg, den sämtlichen Agnaten
des Fürstlichen Hauses Fürstenberg und der Fürstlichen Standesherrschaft Fürstenberg von den standesherrlichen Liegenschaften, die sich
in Baden, Württemberg, Hohenzollern und Oesterreich befinden, rund 5570 ha landwirtschaftliche und rund 25000 ha
forstwirtschaft-
liche Gelände des badischen Besitzes durch Eintragung einer Sicherungshypothek gemäss § 1187 BGB. in dem über die Güter und
Grund-
stücke der Fürstlich Fürstenbergischen Standesherrschaft geführten Grundbuche von Donaueschingen verpfändet worden. Der Pfandbesitz
verteilt sich auf die nachfolgend genannten zwölf Amtsgerichtsbezirke: Donaueschingen, Engen, Messkirch, Neustadt, Pfullendorf, Ueberlingen,
Villingen, Waldshut, Wolfach, Bonndorf, Stockach und Triberg.
Die Verpfändung ist nicht äuf die Revenuen beschränkt, sondern ergreift das Pfand seiner Substanz nach. Die Eintragung ist in
Abteilung III durchweg an erster Stelle erfolgt. Dieser Hypothek gehen vor die nach Artikel 36 §§ 8 und 9 des Bad. A.-G. z. BGB. der
Eintragung nicht bedürfenden hausgesetzlichen Abfertigungsansprüche der von der Erbfolge ausgeschlossenen Söhne und Töchter der
fürst-
lichen Familie und der hausgesetzliche Wittumsanspruch der Witwe eines Hauptes der standesherrlichen Familie. Derartige auf den
Haus-
gesetzen beruhende Ansprüche haften auf dem gesamten Besitz der fürstlichen Familie. Sie betragen zurzeit weniger als M 75000 jährlich.
Der Gesamtwert der forstwirtschaftlichen Grundstücke beträgt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . M 84647770
der der landwirtschaftlichen . . . . .
. . . „ . . . . . . . . . . . . . . . . . . „ 9653000
insgesamt rund M 94 300000
Der Wert der forstwirtschaftlichen Grundstücke verteilt sich auf M 67718217 Holzvorrat und M 16929554 unter Forst
stehen-
den Boden. Die landwirtschaftlichen Grundstücke verteilen sich in zahlreichen „Loosen” auf 145 Gemeindeu. Der Grund und Boden
ist nach dem weiter unten erwähnten Gutachten im allgemeinen von guter, vielfach sogar sehr guter Beschaffenheit.
Die gegebenen Taxwerte sind an Ort und Stelle von einer besonderen Schätzungskommission, der für den forstwirtschaftlichen‟
Betrieb u. a. der Universitätsprofessor Endres-München angehörte, festgestellt worden. Die forstwirtschaftlichen Verwaltungseinrichtungen
gewährleisten nach dem Gutachten dieser Kommission eine gute und geordnete Bewirtschaftung der fürstlichen Waldungen, auch die
Ver-
waltung des landwirtschaftlichen Besitzes wird von den Sachverständigen als mustergültig bezeichnet.
Durch die bisherige besondere Schonung des Bestandes hat sich im Laufe der Zeit ein Bestand an
jederzeit schlagbarem Holz von etwa 20 Millionen Mark Wert angesammelt.
Die Schuldner sind verpflichtet, die verpfändeten Grundstücke so zu bewirtschaften, dass der Wert der Substanz des von der
Hypothekenhaftung ergriffenen Grundbesitzes nicht vermindert wird, insbesondere ist der zum Pfandgegenstand gehörige Wald in dem bei
der Fürstlichen Forstverwaltung von jeher üblichen, die Nachhaltigkeit des Ertrages sichernden Schlag- und Kulturzustand zu erhalten.
Die Deutsche Bank in Berlin ist als Grundbuchvertreterin der Obligationäre im Sinne des § 1189 BGB. im Grundbuch
ein-
getragen.
Zulassung der Teilschuldverschreibungen zum Handeln an den Börsen von Frankfurt a. M. und Mannheim wird
alsbald beantragt.
Von vorstehenden Teilschuldverschreibungen werden
Hom. M 15000000
unter nachstehenden Bedingungen zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt:
1. Zeichnungeu werden bis einschliesslich
Montag, den 6. Oktober 1913
gleichzeitig
in Darmstadt bei der Bank für Handel und Industrie,
„ „ Deutschen Vereinsbank Filiale Darmstadt,
ausserdem in Frankfurt a. M., Wiesbaden, Mannheim, Ludwigshafen, Karlsruhe, Freiburg i. B., München,
Nürn-
berg, Augsburg, Bamberg, Stuttgart und Strassburg i. E. bei den in den dortigen Bekanntmachungen angeführten Stellen
während der bei ieder Stelle üblichen Geschäftsstunden auf Grund des bei den Stellen kostenfrei erhältlichen Anmeldeformulars
entgegen-
genommen. Die Bestimmung des Zeitpunktes, bis zu welchem am letzten Zeichnungstage Zeichnungen entgegengenommen werden, bleibt.
dem Ermessen jeder einzelnen Stelle vorbehalten,
2. Der Zeichnungspreis beträgt
990
70
zuzüglich 4½% Stückzinsen ab 1. Oktober 1913 bis zum Zahlungstage, Stempel der Zuteilungsnote zu Lasten der Zeichner.
3. Bei der Zeichnung ist auf Verlangen der Zeichnungsstelle eine Kantion von 5% des gezeichneten Betrages in bar oder börsengängigen,
von der betreffenden Stelle für zulässig erachteten Wertpapieren zu hinterlegen.
4. Die Zuteilung, welche sobald als möglich nach Schluss der Zeichnung durch schriftliche Benachrichtigung der Zeichner geschieht,
unter-
liegt dem freien Ermessen ieder einzelnen Zeichnungsstelle.
Zeichnungen, welche unter Uebernahme einer Sperrverpfliehtung erfolgen, finden vorzugsweise Berück.
sichtigung.
5. Der Kaufpreis des zugeteilten Betrages ist bei derselben Stelle, bei der die Anmeldung erfolgt ist, in der Zeit vom 14. bis 27.
Ok-
tober d. Js. einzuzahlen;von letzterem Tage ab gelangen die Stücke zur Ausgabe.
(20114
Berlin, Frankfurt a. M., Mannheim, Ludwigshafen, Stuttgart, im Oktober 1913.
rdoo
Bank fur Handel und Industrie.
Deutsche Bank.
Mitteldeutsche Creditbank. Deutsche Vereinsbank. Rheinische Creditbank.
Württembergische Vereinsbank.
Pfälzische Bank.
n vielen Millionen von
*1 3:
Bänden verbreitet
erfüllt die
Bibliothekder Unterhaltung und des Wiſſens
ihr Programm: jedem Bücherliebhaber Gelegenheit zu geben
zur Anlegung einer wirklich gediegenen, ſpannendſte
Unterhaltung und eine unerſchöpfliche Fundgrube des Wiſſens
zugleich bietenden
Privatbibliothek
aufs allerbeſte. — Jährlich 13 reich illuſtrierte, elegant in
echte Leinwand gebundene Bände.
— Preis für den Band nur 75 Pfennig.
Zu beziehen durch alle Buch= und Kolportagehandlungen.
Union Deutſche Verlagsgeſellſchaft in Stuttgart, Berlin,
(V,18364
Leipzig.
Billigabzugeben
einige Gaslüſter, Bogenlam en,
(19951sgo
Erkereinrichtung.
Luiſenſtraße 14, parterre.
Ein Gasherd, gebr.,
Martinſtr. 7, parterre.
zu verk.
(B20144
Ein ſeichies Zöralhen
für jedes Geſchäft geeignet, zu
ver=
kaufen. Georg Böttiger VI., Schmiede-
(19998a
meister, Pfungſtadt.
etr. Herren=Kleider bill. abzug.
Frankfurterſtr. 24, I. (*9849
Zwetſchen.
Faſt täglich treffen Waggons
friſche Zwetſchen zum Einmachen
und Einkochen ein. Der heutige
Preis per Zentner 6 Mk., größere
Poſten nach Uebereinkunft. (19694a
Ed. Türtmann J. Walther
Grafenſtraße 19. Wienersſtr. 69
Teleph. 1425.
Teleph. 1598.
23 m.
2ed
Hausfrauen
Prüfen und urteilen Sie
selbst, welche Vorteile
2
Sie beim Waschen mit
(B S
„ClSterzielten, gegenüber Kaa
P6
Ihrer alten Waschmethode
Darmstädter
Pferde-Lotterie
Ziehung am 15. Oktober.
450 Gewinne i. W. v.
15000 m.
1. Hauptgewinn i. W. v.
4000 Mk.
ferner Pferde, Fohlen, Wagen,
Geschirre, Luxus- u. Gebrauchs-
Gegenstände i. W. v.
11000 Mk.
Lose à 1 Mk. (Liste u. Porto
20 Pfg.) durch L. F. Ohnacker,
Darmstadt, u. alle bekannten
Verkaufsstellen. (20205a
Chaiſelongue, gut gearb.
Roß=
haaraufl., b. z. vk. F. Friese,
Tapezier-
meister, Fankratiusstrasse 69. (*9785fom
Herolds
Hutlager
Herren= und Damenlodenhüte
neue Herbſtmode, eingetr. billigſt.
Große Ochſengaſſe 6 u. 7. (18921a
Bekanntmachung.
Mitiwoch, den 1. Oktober d. J., nachmittags 3 Uhr, wird
im Rathausſaal hier der Platz zur Aufſtellung eines Karuſſells für
die am 2. und 3. November d. J. ſtattfindende Kirchweihe und die
am 9. November folgende Nachkirchweihe öffentlich verſteigert.
(19572oo
Arheilgen, den 18. September 1913.
Großh. Bürgermeiſterei daſelbſt.
Benz.
Vereinfür Verbreitung von Volksbildung
Darmſtadt.
Einladung zu den Lehrkurſen für Aufänger u. Norgeſchrittene
in franzöſiſcher Sprache: Vorausſichtlich Montags u. Donnerstags
abends 8½ Uhr,
in engliſcher Sprache: Dienstags und Freitags, desgleichen,
in Buchführung (Korreſpondenz und Geſchäftsrechnen): Zeit noch
zu vereinbaren,
in Deutſch (ſchriftlicher Ausdruck, Rechtſchreiben und Schönſchreiben):
desgleichen.
Die Sprachkurſe dauern von Mitte Oktober bis Ende März
und koſten pro Monat nur Mk. 5.—. Der Kurſus in Buchführung
(18—20 Abende) koſtet im ganzen Mk. 6.—, der Deutſchkurſus Mk. 3.—
An den Kurſen kann Jedermann teilnehmen (Damen und Herren).
Für Teilnehmer, welche 2 oder mehrere Lehrgänge beſuchen wollen,
können die Beiträge um 10% ermäßigt werden.
Anmeldungen am Verkehrsbüro, bei der Geſchäftsſtelle des
Vereins (Gutenbergſtr. 68, p.) und bei Zigarrenhandlg. J. Mylius,
(20204a
Herdweg 2.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 29. September 1913.
Nummer 229.
Hessische
Handelslehranstalt
Steuer=Erhebung.
Das III. Ziel der
Gemeinde=
ſteuern für das Rechnungsjahr
1913 iſt, bei Vermeidung der
Mah=
nung, bis Ende dieſes Monats
an den Werktagen, vormittags von
8 bis 12½ Uhr, hierher zu
ent=
richten.
Im Intereſſe raſcheſter
Ab=
fertigung an den Zahlſchaltern
wird gebeten, die Gelder
abge=
zählt bereit zu halten.
Darmſtadt, 8. September 1913.
Die Stadtkaſſe.
Koch.
(18847a
Singt Ihr
Vogel nicht
Fernspr. 923 Darmstadt Rheinstr. 6, II.
Schulmässiger Klassenunterricht in allen Handelsfächern.
Das Wintersemester beginnt Dienstag, 7. Oktober
Lehrplan und Aufnahmebedingungen durch
Diplomhandelslehrer
(18066a
Wilh. Siedersleben
gerichtlich beeidigter Bücherrevisor.
Sprechstunden Montag bis Freitag 12—1 und 3—5 Uhr.
oder wollen Sie Ihren
munteren Sänger erhalten,
ſo fordern Sie ſich ein
Säckchen Extur=
Vogel=
ſand, Sack 25 Pfg. Hält
Bauer und Vogel rein von
Ungeziefer. Zu haben:
Darmstadt:
Paul C. Finke, Ballonplatz 5
Anton Fischer
Georg Liebig & Co.,
Luiſen=
ſtraße 10
Anton Logel,
Eliſabethen=
ſtraße 30
P. Reitig Nachf., Kirchſtr. 10
Karl Steinhäuser, Mühlſtr. 73
Ludw. Wernher,
Beſſunger=
ſtraße 1
20206a
Gebr. Wenz, Hofl.
Adolf Zachmann, Bleichſtr. 46
Fabrikanten:
Steuerrad-Farbwerkeg
Chemiſch=Techn. Abteilung
Nordenham a. Weser.
Knaben-Densiondt Goetheschule, Offenbach u. M.
Privat=Real= u. Handelsſchule, erteilt Einjährigenzeugnis. (II174
Gute Verpfleg. u. Aufſicht. Sorgf. überwachung der Schularb. Großer Garten. Neubau
mit Zentalheiz., elektr. Licht. Mäß. Penſionspreis. Proſpekte durch die Direktion.
Mede
Damen, die sich im Korsett unbequem fühlen, sich aber elegant,
V modegerecht und doch absolut gesund kleiden wollen, tragen
D. R. P. Patente
aller
Kalushis Kuturstaten.
902a
Sofortiges Wohlbefinden. Grösste Leichtigkeit u.
Be-
quemlichkeit. Kein Hochrutschen. Vorzügl. Halt im Rücken.
Natürl. Geradehalter. Völlig freie Atmung und Bewegung.
Elegante schlanke Figur. Für jeden Sport geeignet. Für
leidende und korpulente Damen Spezial-Facons.
Illustrierte Broschüre und Auskunft kostenlos durch:
äff Inh.: Frau E. Spreng,
Kalasiris-Spezial-Geschafe
Rino-Salbe
wird angewendet bei Beinleiden,
bösen Fingern, Hautleiden,
Verletzungen, Bartflechten,
Flechten, alten Wunden usw.
Dose à M. 1.15 u. 2.25
in allen Apotheken.
Originalpackung ges. gesch.
Rich. Schubert & Co., G. m. b. H.
Weinböhla-Dresden.
Man verlange ausdrückl, „Rino‟
Wachs, Ol, ven. Terp. je 25. Teer3,
Salic., Bors. je 1, Eig. 20 Proz.
Hüte garn. chie billig, alt. verw.,
in und außer dem Hauſe,
Sammethüte, Pelzhüte werd. mod.
und fein umgearb., Zutaten billig
20135a) Ludwigspl. 8, Vdh., III.
Von der Reise zurück.
Dentist C. Krüger,
Hügelstr. 4, I. (*9
*so
Von der Reise zurück!
Geh. Medizinalrat
Dr. Happel
Sandstrasse 18. (20062so
Weißl. Kinderbettſt., 1 Metall=
W3
bettſtelle für 2 gr. Perſ.,
verſchied. Waſchbütten, 1 Pionier
f. Inſtall. (ganz neu) wegen Um=
(20018so
uzgs ſofort zu verk.
Gutenbergſtr. 27, II., r.
gur
Gahrgihmagohi
Under Vood-Schrelbmaschine
gut erhalten, 140 Mk., ſowie mehrere
gebrauchte Schreibmaſchinen mit
ſichtbarer Schrift preisw. abzugeb.
Hoflieferant Ober, Karlſtr. 30. (19594g
Dr. med.
Ernst Draudt
iſt verreiſt.
Die Vertretung haben gütigſt
über=
nommen die Herren:
Dr. Göring. Mühlſtraße 64,
Geh. Medizinalrat Dr. Happel,
Sand=
ſtraße 26,
(20156go
Dr. Heyer, Hügelſtraße 57.
Dr. Leydhecker, Heinrichſtraße 23,
San.-Rat Dr. Maurer Steinſtr. 32,
San.-Rat Dr. Orth, Heinrichſtr. 50,
San.-Rat Dr. Orth, Bismarckſtr. 57,
Dr. Wissmann, Gutenbergſtr. 14.
Kekraten!
Wir empfehlen in grösster Auswahl nur prima
Qualitäten zu bekannt billigen Preisen
Normal-Hemden, Normal-
Unter-
hosen, Reit-Hosen, Normal-
Unter-
jacken, Strümpfe, Socken,
Hosen-
träger, Taschentücher etc. etc.
Unsere Auswahl in diesen Artikeln
ist unerreicht gross.
pe Ludwig-
Gebrader Unger, Straße 9.
Fabel=
sind die Vorteile
beim Gebrauch von
Stuhlsitze
flechte ſeit Jahren zu den billigſten
Preiſen. Stuhl= u. Korbflechterei
Schmitt, Rundeturmſtraße 2.
Poſtkarte genügt. (*10080
Anion briktie!
Billigstes Brennmaterial!
Kein Russ! Kein Rauch!
Keine Schlacken! Grosse Hitze!
Langdauernde Glut!
Erhältlich in den Kohlenhandlungen.
Klavierſtimmer Schultze, Kam=
R mermuſiker, Herderſtraße 11.
Aufträge nimmt auch entgegen
Walthers Leihbibliothek,
Wilhelminenſtraße 13.
(19736a
Miet-
Pianos
neue u. gespielte, in jeder
Preislage, auch n.
außer-
halb.
(IV,3729,83
Lichtenstein
Frankfurt a. M.
Zeil 102.
A=
4.
orzägl. rirat Mllagsemn abendlieh
Landwehrſtr. 5, III. (19619a
Zut bürgerlichen Mittagtiſch
5 Schloßgartenſtr. 9. (*9850oid
Zuten Privat=Mittags= und
Abendtiſch billig.
Feldberg=
ſtraße 30, 1. Stock.
(20177a
Sehrock=, Frack=, Smoking=
An=
züge, Zylinder zu verleihen
Rheinſtraße 5, 2. Stock. (10999a
to w. j. Geſchm. entſpr. mod. an=
Hille gef., ält. H. w. n. d. neueſt. Form
umgearb., bill., gehe auch auß. Hauſe.
19299a) Ludwigspl. 8, Vdh., III.
Tapezierarbeiten werdengut
und billig ausgeführt W. Hein,
Mollerſtraße 9.
(*9939so
(20203a)
Das
Grnstädter -Farblansdef
ist erschienen und überall zu haben.
Nummer 229.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 29. September 1913.
Seite 7.
I2A
Telephon 173
Rheinstrasse 6
Telephon 173
Heute Nachmittag 3½, 6 und 9 Uhr abends Aufführung der bedeutendsten Film-Schöpfung der Gegenwart
das von der hiesigen und auswärtigen Presse glänzend rezensierte Filmwerk
11
10 ietzten Aaus Venveniser
ee
12
Grandioses Schauspiel in 6 Abteilungen nach dem berühmten Meisterwerk von Sir Edward Bulwer.
Ein Kunstwerk herrlich und schön.
Ueberwältigende Arena-Szenen! Spannende Gladiatoren-Kämpfe! Aufregende Löwen-Szenen! Ausbruch des Vesurs!
„Die letzten Tage von Pompeji” ist das vollendetste Meisterwerk der Lichtbildkunst, das alle anderen in jeder Beziehung turmhoch überragt.
Die Inszenierungskosten allein gehen in die Hunderttausende und erforderte die Herstellung einen Zeitraum von über 2 Jahren.
Vorführungen täglich 3½, 6 und 9 Uhr abends.
Trotz der ganz enormen Unkosten keine Preiserhöhung.
Loge 1.60 Mk., Balkon 1.10 Mk., 1. Platz 90 Pf., 2. Platz 55 Pf., 3. Platz 35 Pf.
Vorverkauf täglich von 11—1 Uhr und nachmittags von ½3 Uhr.
Vorzugskarten und Passepartouts haben keine Gültigkeit.
20196)
Telephon-Bestellungen erbitten wir unter Nummer 173.
Ia Ruhrkohlenu. Koks
Oilion Brineis
Brenmnolz
thragit
Wnlagh
Ia Antardelt-Busskonlen
von Zeche Dominiale
(Erhielt auf der Brüſſeler
Welt=
ausſtellung 1910 die goldene
Medaille.)
(17308a
empfiehlt zu äußerſt billigen Preiſen
Viktoriaſtr. 53, Telephon 395.
bige
Int Haust. Gebiss
ſitzt und paßt ſofort bei
An=
wendung meines
Apollopulvers=
gromat. (Schultz 5166); nur echt in
Blechdoſen à 50 Pfg. in der
Dro=
gerie Friedrich Schgefer. (II,12725
Ttädt. Leihamtsgänge w. pr. erl.
Sd, Frau Fiſchlein, Löffelgaſſe 10,
(*10099
Manſ. Poſtk. gen.
Ferentenehr etagt. Sahnt,
Eiboten- u. Reinigungs=instiut
Ibel & Lotz, G. m. b. H.
Abt. I. Versicherung gegen
Ungeziefer
Elisabethenstr. 31 Telephon 461
Vertilgung von Ungeziefer
jed. Art, wie Wanzen, Käfer,
Ratten, Mäuse, Motten,
Ameisen usw., billigst unter
schriftl. Garantie u. Diskr.
Zahlung
Nach
Erfolg!
Für Hausbesitzer etc.
Ver-
sicherung gegen Ungeziefer
besonders zu empfehlen. Sehr
geringe Jahresprämie. (18360g
Feinste Zeugnisse u.
Referenzen. — Kostenlose
Aussprache an Ort u. Stelle.
Vortrupp Darmstadt.
Am Mittwoch, den I. Oktober, abends 8¼ Uhr
findet im
A
Schlaraffiasaal des Restaurant Kaisersaal
Grafenstrasse 18
Der
Lach-
folieher
Tel.
Spielzeit 1913/14.
eine
Versammlung mit freier Aussprache
statt.
Tages-Ordnung:
1. Jahresbericht des Obmannes.
2. Freideutscher Jugendtag.
3. Arbeitsplan für den Winter 1913/14.
(20199
4. Organisation und Wahlen.
Wir laden hierzu unsere Mitglieder, sowie alle Freunde der
Bestrebungen für Lebens- und Kulturreform freundlichst ein.
Der Obmann: Rechtsanwalt Staedel.
Eröffnungs-Vorstellung
Mittwoch Oktober
Gastspiel
MKöinerlustige Bühnen
mit dem tollen
Lach-Schlager
Bürger=Keller
chieber
Täglich Konzert
Salon-Damen-Orchester. Dir. W. Langer.
Stets freier Eintritt.
(18801a
eenee
Oi in nur bester Quali-
Mu
tät. Für Haltbarkeit
der Borsten wird
weitgehendste
Ga-
rantie geleistet.
ME-EIEN
Niederlage der J. H. C.-Zahnbürste, offiziell empfohlen durch
die Internationale Hygiene-Commission, den Vereinsbund
Deutscher Zahnärzte und den wirtschaftlichen Verband
Deutscher Zahnärzte.
Preis: Stück 35, 45, 60 Pfennig.
Aäm
Eigen Eme
Farlamerie Gg. PhZ. à a Gnk
Elisabethenstrasse 9.
(9431a)
Telephon 886.
Konsumenten.
kaufen Bindfaden u. Packkordel gut u. billig
in dem Spezial-Engros-Geschäft von
Hermann Hachenburger
37 Rheinstrasse 37. Telephon 1829. (5297a
Ve
6
Eecre Kartons
in jeder Größe abzugeben. (19706a
Schubkegel, Rheinſtraße 4.
Gulffen
bei C. Völker, Handelsgärtner,
Hügelſtraße 89.
(19934a
meenm
77
Holh
kurz geſchnitten p. Ztr. Mk. 1.40,
einſchl. Oktroi, frei Keller, liefert
J. Awerbuch
Wendelſtadtſtraße 47.
Telephon 1422. (19348a
Schwank in 3 Akten
für seine Bühne bearbeitet
von H. Job.
Lachen ohne Ende!
Unbeschreibliche Komik!
Bendesieter
Karten-Vorverkauf
bei: Hugo de Waal.
Rhein-
strasse 14; Gerber Nachf.,
Rheinstr., Ecke
Luisen-
platz; H. Arnold,
Wilhel-
minenstr. 9; A. Cellarius,
Ludwigsplatz 3 u.
Bleich-
strasse 53.
Residenz-Automat
(auch Sonntags)
am weisen Turm.
(20109go
Strebf. Bäcker, 31 Jahre, mit
gutgehendem Geſchäft in der Nähe
von Mainz, wünſcht ſich mit
tüch=
tigem evang. Mädchen baldigſt zu
verheiraten. Vermittlung
ver=
beten. Offert. unt. R. 9324 an
D. Frenz, Mainz. (20126go
Großherz. Hoftheater.
Montag, den 29. Sept. 1913.
17. Ab.=Vorſt. D 5.
Feſt=Vorſtellung aus Anlaß der
Tagung der Deutſchen Zentrale
für Jugendfürſorge
Zum erſtenmale wiederholt:
Hans Sonnenſtößers
Höllenfahrt.
Ein heiteres Traumſpiel in fünf
Bildern von Paul Apel. Muſik
von Richard Beermann.
Spielleiter: Bruno Harprecht.
Perſonen:
Hans
Sonnen=
ſtößer, stud. phil. Kurt Ehrle
Alb. Becher,
Ober=
regiſſeur u.
Schau=
ſpieler, ſ. Freund
Fr. Dr. Schwalbe,
verwitwet . . .
Elſe, eine Verw.
Frau Dr.
Schwal=
bes . .
Herm. Schmidt,
Rentier . .
Emilie, ſ. Frau
Guſtav, 1 ihre
Minchen, Kinder
Otto Kretſchmar,
ein Couſin beider
Onkel Fritz . .
Tante Pauline
Emil Jannings.
Agn. Wisthalerſ
Käthe Meißuer‟
Adolf Jordan
Sophie Doſtal
Frz. Schneider
Käthe Gothe
Rich. Jürgas
Johs. Heinz
Minna Müller=
Rudolph
Derfremde
Staats=
anwalt . . . . Kt. Weſtermann.
Dr. von
Brand=
wieſel, Geh. Me=
Herm. Knispel
dizinalrat .
Eine Kommerzien=
Agn. Wisthaler
rätin.
Frau Oberſteuer=
Agnes Kräger
ontrolleur.
Die hagere Dame Elſe Daniel
Schubring, Prof.
der Philoſophie . A. Waſſermann
Erſter 1 Dienſt= FranzHerrmann
Zweiter) mann Adolf Klotz
Frieda, Dienſtm. Louiſe Kümmel
Dr. Waigand
Erſter Poliziſt Fr. Jachtmann
Zweiter.
Erſter 1Gerichts= Julius Vogler
Zweiter) diener Kurt Schüppel
Erſter Henkers= Wilh. Wegerich
Kapellmeiſter . . Otto Wolf
Erſter
Herr
Zweiterl vom Adolf Braun
Zweiter) knecht Heinrich Geyer=
Franz Debus
Auguſt Kräger
Driter
Vierter Orcheſter
ChriſtophSpeer
Geſtaltung d. Bühnenbildes:
Hof=
theatermaler K. Kempin u. Ma= E. Schwerdtfeger=
Nach dem 2. Bilde längere Pauſe.
Das Haus wird nur nach den
Akt=
ſchlüſſen erleuchtet; die längeren
Pauſen werden durch Herablaſſen
des eiſernen Vorhangs angezeigt=
Preiſe der Plätze (Gew.
Preiſe): Sperrſitz: 1.—13. Reihe
4.20 ℳ, 14.—20. Reihe 3.40 ℳ,
Par=
terre: 1.—5. Reihe 2.90 ℳ, 6.—8.
Reihe 2.35 ℳ, Proſzeniumsloge
6.20 ℳ, Mittelloge 6.20 ℳ,
Bal=
konloge 5.20 ℳ, I. Rang 4.70 ℳ,
II. Rang: 1.—6. Reihe 2.70 ℳ,
7. u. 8. Reihe 2.15 ℳ, I. Galerie
1.35 ℳ, II. Galerie 75 ₰.
Kartenverkauf: an der
Tages=
kaſſe im Hoftheater von 9½—1½
Uhr und eine Stunde vor Beginn
der Vorſtellung; im
Verkehrs=
büro von 8—1 Uhr und von
½ Uhr bis kurz vor Beginn der
Vorſtellung. (Im Verkehrsbüro
werden auch telephoniſch Karten=
Beſtellungen entgegengenommen.
Telephon Nr. 1582.)
Anf. 7½ U. Ende nach 9½ Uhr.
Vorverkauf f. die Vorſtellungen:
Dienstag, 30. Sept. 18. Ab.=Vſt.
A 5. „Die weiße Dame.”
Kleine Preiſe. Anfang 7½
Uhr.
Mittwoch, 1. Okt. 19. Ab.=Vſt.
B 5. „Marie Stuart.” Kl.
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Donnerstag, 2. Okt. 20. Ab.=Vſt.
C 5. In der neuen Inſzenierung?
„Der Zigeunerbaron‟
Ge=
wöhnl. Preiſe. Anfang 7 Uhr:
etenderiheten regentr eltenie ainten
für Lebensversicherungen, für Münner und
Frauen getrennie Renientarife.
Geprandet.
(833.—
S4.
zu Stutts.
gteneschäene gere.
Billigste
Prämientarife für
Lebens-
wie für Rentenversicherungen.
Vertreter in allen grösseren Plätzen.
Generalagentur Darmstadt, Zimmerstrasse 3.
Poſſen 18 Balſtoffe, weib, roſa, helblau, Volemit Seide, regulärer
Meter 1.35
Wert 2.—
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 29. September 1913.
Nummer 229.
Morgen Dienstag Beginn der grossen Extra-Verkäufe in
Damſen, Costum HNleider und Manteistorfren
Posten 1
Ein großer Poſten nur 130 bis 140 em breite
Kostüm- und Mantelstoffe
allererſte und beſte Fabrikate in modernen Stoffarten wie Frisé, Cötelé, Eponge, Velour
de Laine, English, Caros, Kammgarne schwarz-weiss, Damier, Double-Kammgarn, Frotté
Serie I
regulärer Wert
3.75 bis 5.—
Meter nur
Serie II
regulärer Wert
5.— bis 7.50
Meter nur
Poſten 2 130 cm Koſtümſtoffe in engliſchem Geſchmack
nur Meter
Poſten 3 Damen= u. Kinder=Kleiberſtoffe, in ſchönen Deſtins,
regulärer Wert 90 Pf. bis 1.— Mk. . . . . Meter 58 Pf.
Poſten 4 DamenKoſtümſtofe, reine Woll, Ehevot= Rap,
regulärer Wert 2.25 Mk. . . . . . . . . Meter 1.65
Poſten 5 Maugrün karierte, Reinwollene Koſtünſtoff, reguüirer
Meter 1.25
Wert 2.25 Mk. . . . . . . . . . . . .
Poſten 6 Koſtümſtoff, Ia Elſäſe Zualitäen, graue und braune
Meter 1.25
Farben, regulärer Wert 1.65 Mk. . . . . .
Poſten 7 130 om Reinwoll Elfäiſer Kammgarn=Eheviot, nur
1.68
in marine, regulärer Wert 2.25 Mk.
Meter
Poſten § 130 om KammgarnRadelſtreiſen,regulär. Wert 2.30 Mk.
Meter 1.95
Posten 16
Poſten 9 110 cm ſchwarz Eolienne, regulärer Wert 4.75 Mk.
Meter 2.95
Poſten 10 150 om ſchwarz Cachemir, reine Wol, reguärer
Wert 3.— Mk. . . . . . . . . . . . . Meter
Poſten 11 Alpareg, blaugrün geſtreiſt, reguüirer Wert 1.95 Mk.
Meter
Poſen 12 10 em reinwol. Elfäſer Ehebiot, regulärer Wert
1.50 Mk. . . . . . . . . . .
.. Meter
Poſten 13 Elfäſer Kammgarn,nurun marine, gangſ. Zualitäten,
nur Coupons von 5—7 Meter, regulär 2.25, 2.50.
Poſten 14 130 om breite Evonge in heln Farden für
Abend=
mäntel, regulärer Wert 6.— Mk. .
Meter
Poſten 13 130 om breite ſeine Damentuche, in den ſeinſten
Baſtell=
farben für Abendmäntel, reg. Wert 5.50, 7.— Mk. Mtr.
1.60
1.35
98 Pf.
Ein grosses Sortiment wollener Kostümstoffe
Serie I 125 Serie II
darunter die neuesten Streifen, schwarz-weiss und grau-weiss, prima
regul. Wert 1.65 1
Fabrikate, sämtlich 130 cm breit
regul. Wert 2.50
75
Serie III
nur schwarz
regul. Wert 4.
.75
Poſten 17 Ein großes Sortiment 120 bis 130 cm breite Elſäſſer
Eponge und Noppenſtoffe für elegante Koſtüme, regu=
.. Meter nur 1.95
lärer Wert 2.75 bis 4.—,
Poien 19 3 Seien BluſenStoſſ=
Serie I Meter 78 Pf Serie II Meter 1.00 Mk.,
Serie III Meter 1.35 Mk. . regulärer Wert 2.50
Eine Warie Seidem Serge, Habſede
Mtr. o,75
Für Jackettfutter. Eine Partie 140 cm Serge, regul. 1.80, 2.35 Mtr. 1.48
Ferner ganz beſonders bilig, ſämtliche bis jeht andeſammelten
Reste und Coupons, Jacken-Kleiderstoffe
ohne jede Rückſicht auf den regulären Wert Serie 1 Meter 1.50 Serie Ii Meter 2.— Serle IIl Meter 2.95
(20208
Große Posten Herren- u. Knaben-Anzugsstoffe alles ca. 140 cm breit Serie I Meter 2.95 Serie II Meter 4.50 Serie III Meter 6.75
Güuſige Einkanſegelegenhit von allebeſten Stofen
zu außergewöhnlich billigen Preiſen, deren regulärer
Wert weit höher iſt.
Frankfurt a. M.
S.LehkamAn der Markthalle 6, I.
Am Donnerstag, 2. Oktober und Freltag, den 3. Oktober, ist mein Geschäft Feiertage wegen geschlossen.
Spezial-Geschäft
in Strümpfen und Socken
gewebt und geſtrickt, ſchwarz und bunt, in jeder Art,
Weiße Kinderſtrümpfe aus HollinsVigogne
Strickwolle, Seidenwolle, Jackettwolle
Meteor=Sportwolle, Gazellenwolle, Boaswolle,
Krimmerwolle für Mützen, Boas und Muffe
Hollins Vigogne, weiß und farbig
Philippine Drach
(früher in Firma 3. Hachenburger) (19737a
1. Stage Kranichsteinerstraße 3 1. Etage
zunächſt dem Säuglingsheim.
ache hiermit die Darmſtädter Herrſchaften darauf aufmerkſame
Medgich täglich
Friſche Vollmilch per Liter 22 Pfg.
frei ins Haus liefere.
Um geneigten Zuſpruch bittet
Heinrich kammerer IV. Wwe., Pfungstadt.
Poſtkarte genügt.
(18858a
Empfehle
prima junge Gänſe
junge Hahnen, Suppenhühner uſw.
Ludw. Hausmann
eee
Mrners
Just-Procf
Sczes
Was ist modern ?77
Was wird modern sein7?
Diese Fragen, die sich jede Damestellen
muss, erübrigen sich für diejenigen,
welche die amerikanischen, stets
ton-
angebenden
Zust-Progf
Corseks-
tragen.
Sie sind
die Bedingung für ein
gutsitzendes Kostüm!
Corset-Salon von
J. Müller-Rippert Nachf.,
Wilhelminenstrasse 1712
(neben Leinenhaus Becker).
(19631a
Bei
Telephon 1279
(*9677dfo)
Bleichſtraße 22.
uſw. wird von dem Wiener Kliniker Prof. Dr. med. Winternitz
Birkenblätterteeempfohlen. Derbewährte Natura=Birkenblättertee,
Paket 75 Pfg., zu haben bei
(18642a
66
Reformgeschäft „Arista‟
— Gesundheitliche Nahrungs- u. Genussmittel
Anton Braunwarth, Darmstadt,
Ernst-Ludwigstrasse 3.
Telephon 971.
Linderwagen, faſt neu, billig zul Zweirädriger Federſtoßkarren
Schwanenſtraße 71, II. (*10010 flraße 35.
Zi verkaufen. Anzuſ. bis 4 Uhr. O billig zu verkaufen Arheilger=
(*9902so
ormiſer Deſen, gebr., abng
*9637do) Grüner Weg 12.
„Ich war am Leibe mit einer
Flechte
behaftet, welche mich durch das
ewige Jucken Tag u. Nacht peinigte.
In 14 Tag. hat Zuckers Patent-
Medizinal-Seife das Uebel
be=
ſeitigt. Dieſe Seife iſt nicht 1.50 M.,
ſondern 100 M. wert. Serg. M.”
à St. 50 Pf. (15% ig) und 1.50 M.
(35% ig, ſtärkſte Form). Dazu
Zuckooh-Creme (50 u. 75 Pf.)
Bei Fr. Schaefer, A. Logel, Ch.
Schwinn, Drogerien, Georg Liebig
Nachf., Hoflieferanten u. Gg. Frz.
Frank, Parfümerie. (IV11515,27
1. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
1 220.
Montag, 20. Sehtender.
1913.
199 50
Darmstäur Rheinstrasse 23
Farberer tebr. Rover:Frankkurt a. M.:: Hügelstrasse 2
Chemisches Reinigen u. Färben von Damen-, Herren- u. Kindergarderobe, Vorhängen, Decken, Teppichen, Portiéren, Fellen, Spitzen, Federn, Reihern, Kindermützen, Handschuhen etc.
Zirka 1000 Angestellte.
Einrichtung und Organisation unserer Werke sind in der gesamten Nachwelt als mustergültig anerkannt. (8286a
reneiet, neee e ee
(
MeM
Ongg
Clleilische Waschunstalter
Einfamilienhaus
ſchöner Garten, zu verkaufen.
Architekt Koban, Gartenſtadt,
Hohler Weg.
(19156a
ba
eind
44, einrentabl.
Zu kaufen geſucht. Haus, evtl.
auch ein ſolch. zum Alleinbewohn.
Hohe Anzahlung. Offerten unter
M 92 an die Exp.
(18136a
2 1s 0
re neuzeitlich.
Für 00 ½ d. Caxkt maſſives
Haus m. Gart. in gut. Viert. Anfr.
unter F 6 an die Exp. (16471a
Monkaa
4. Maſſves
Verkauf od. Tanſch. Haus m.
Gart. in gut. Viert. u. tadelloſ. Zuſt.,
vollſt. verm., günſtig zu verk. Kl.
Obiekt, auch Acker od. Bauplatz, w.
in Zahlung genommen. Anfragen
unter P 7 an die Exped. (16470a
Das Anweſen Hochſtraße 28,
beſtehend aus 2½ſtöckigem
Wohn=
haus in gutem Zuſtande mit
an=
ſchließendem Hof, ſchönem Garten
und Bleichplatz iſt
erbteilungs=
halber unter günſtigen
Beding=
ungen zu verkaufen.
Die Uebernahme kann alsbald,
evtl. am 1. April 1914 erfolgen.
Nähere Auskunft erteilt die Firma
Sebastian Eekler, Rheinſtr. 9,
Telephon 243.
(18643a
iſt ein freiſtehendes, ſehr gut
ge=
bautes neues Landhaus mit
7 Z., 2 Küchen, 2 Speiſek., 2 Spülkloſ.,
1 große Verandg, 1 Waſchküche,
3 große trockne Kellerräume, ſchöner
Nebenbau m. zirka 1100 qm Garten
und mehreren tragb. Obſtbäumen,
f. den niedrigen Preis v. 12000 Mk.
dem Verkauf ausgeſetzt. Jederzeit
beziehbar. Niedrige Anzahlung
wird zugrunde gelegt. Off. erb.
unter U 21 an die Exped. (20002a
Heuzeitl. 4X4 Zimmerhaus mit
4 Balkon, Garten, Bad ſehr bill.
bei kl. Anz. zu verk. Off. unter
U 22 an die Exv.
(*9843go
Gartengrundſtück, Nähe der
Stadt, viel Obſt, billig zu ver=
kaufen, n. auch 2. Hypothek. Off.
unt. U 23 an die Exv. (*9846go
lasy für Einfamilien=
Kan
badplalz haus in der Näbe
des Oſtbahnhofes geſucht. Offert.
mit Angabe von Lage, Größe u.
Preis unt. U. 76 Exp. (*10062go
Mittleré
Metaligiesserei u.
M9
Arlatarenabrik
Nähe Frankfurt a. M.
mit guoßer Kundschaft
zu überaus günſt. Bedingung.
zu verkaufen.
Peter Engel. Hochſtraße 12,
Frankfurt a. M. (I, 19638
P
Srandſt-
Ack
am Böllenfalltor zu kaufen geſucht.
Offerten m. Preisangabe u. U 20
an die Expedition erbeten (20001a
Angebot.
Hübſches Landhaus mit
großem Garten, ganz in der
Nähe Darmſtadts, ſofort
für 8000 Mk. zu verkaufen.
Offerten erb. unter T 81
an die Exped.
(19831a
Tüchtige Wirtsleute
für Lokal in der Altſtadt geſucht.
Gefl. Offert. u. U 63 Exp. (20198om
neich.
Ia Spolse Kartohern
für den Winterbedarf
liefert zu Tagespreiſen, frei Keller
Bernhard Appel
Schleifmühle bei Kranichſtein
Telephon 1776. (20202a
6üb
Fraiwichh
M
19
Dampfreiiguns
für Bettfedern u. Daunen.
Beſte Einrichtung am Platz. Lager
in Köper für neue Hüllen. (9895a
J. Stritzinger, Hölgesſtr. 11, I.
an tücht., kautionsfähige
Wirts=
leute zu vergeben.
(I,20133
Mälct in he
Brauerei Aschaftenburg.
a gibt jedem
Reell. Selbstgeber Würdigen
auch Frauen, Darlehen b. z. 600 M.
auf ſtehenbleibende Möbel, Wechſel
uſw. ohne Bürgen b. Ratenrückzahl.
d. Meusinger, Rhönrin- 105. I. (*9916sgm
90
Böllenfalltor!
Baugelände, in jeder Größe, unter günſtigen
Be=
dingungen abzugeben. Näh. Auskunft durch die Firma
Julius Kahn, Schulſtraße 15, Telephon 135. (18663a
K
N
N
N
N
N
N
N
N
N
N
Anweſen=Verkauf.
N
N
Erbteilungshalber ſoll das 987 qm betragende Anweſen
Eliſabethenſtraße Nr. 50 (Ecke Saalbauſtr.) N
N
dem Verkaufe ausgeſetzt werden.
Das Anweſen beſteht aus einem Vorderhaus mit
größeren Wohnungen, einem Seitenbau mit kleiner
Woh=
nung, Büroräume, Magazine und großem Keller.
Elektriſche Beleuchtungs= und Gasanlage, ſowie größere
Toreinfahrt ſind vorhanden.
Wegen Auskunft wende man ſich an die Firma N
Julius Kahn, Schulſtraße 15 (Telephon 135).
(19146a
N
(2
e
1914!!
Wer dort ? (19886a
hier V. Schatz, Schloßgaſſe 23.
Ich komme ſof. u. zahle Ihnen für
getrag. Kleid., Schuhe, Möbel,
Zahn=
gebiſſe, alteFederbett. ſtets die höchſt.
Preiſe. Tel. Nr. 1924. Poſtk. genügt.
Heipor
giſteigek=
Kieinere Regiſtetetlaſſe
ſowie Schaufenſtergeſtelle
zu kaufen geſ. Off. mit äußerſtem
Preis u. U 17 a. d. Exped. (19952so
Ein guterhaltenes
Wasserreservoir
zu kaufen geſucht. Gefl. Offerten
unter U 84 an die Exp. (20209os
werden zu
Flaſchen 4—7 Pfg.
gekauft. W. Feldmann, Lohndiener,
Karlſtraße 73, Gartenhaus. (20136a
Antiquitäten kauft
P. Klein, Kaſinoſtr. 2, Lad. (20183a
von getragenen Kleidern u.
Stiefeln, Wäſche,
Zahn=
gebiſſen ꝛe. Komme ſofort
und zahle Ihnen die höchſten
Preiſe. Poſtk. gen. (19853a
M. Schnitzer
Schlossgasse 33, Tel. Nr. 2097.
alte Militärſtiefel,
EI
Uniform., Mäntel.
Offerten unter T47
aufe an die Expedition
dieſes Blattes.
(19703a
mging für Waſchküche geeignet,
Türe 0,95—1 Meter breit und
170 Meter hoch, zu kaufen geſucht.
Offerten unter U 61 an die
Ex=
pedition ds. Bl.
(*10097
Telephon
Kaufe
2085
munmn
Haare
ausgekämmte und abgeſchnittene
kauft fortwährend zu den höchſten
Preiſen
(7846a
Friedrich Tillmann,
Eliſabethenſtraße 21.
getrag. Kleider,
Ich kaufe Schuhe u.
Uni=
formen, zahle die höchſten Preiſe.
19813a) H. Wiſchnigk. Neugaſſe1.
Reichsadreßbuch
gebraucht, zu kaufen geſucht (*9924so
Gündner, Roßdörferſtr. 11.
Bin Dienstag
hier.
Kaufe getragene Kleider,
ſo=
wie Schuhe, Zahngebiſſe. Zahle
konkurrenzloſe Preiſe. Off. unter
U 54 an die Exped. (*9990so
Altes Gold
Brillanten, Platin und Silber,
kauft zum höchſten Wert (19607a
Juwelenhandlung Kurtz,
Pädagogſtr. 2 — Telephon 1202.
Enpieokurt
Ia Speisekurtolen
Odenwälder Blaue
verbeſſerte Magnum bonum,
a. mild. Lehmboden gewachſen, z.
Verbrauch für den Winter
per 50 kg Mk. 2.50.
Jakob Storck IV.
Lengfeld (Odenwald). (20209
Amtäee
Kirſchbaum Möbel als Eckſchrank
Tiſch, kleine Kommode, Sofageſtell,
Kastenuhr der Biedermeierz., Nußb.
Barock=Kommode, Empire, Nußb.
Tiſch mit 3 Säulen, 6 Stühle,
Kommode uſw.
(*10082
Wagner’s Gelegenheitsgeſchäft
Karlſtraße 41.
DfR6
Setrug. Mleider
Stiefel, Bettfedern, Zahngebiſſe,
alte Fahrräder. Poſtkarte genügt.
M. Obstfeld, Kleine Bachgaſſe 7.
Komme auch auswärts. (19704a
In 14 Tagen
wurde ich von einem
3jährigen chroniſchen
Haulausſchlag
durch Gebrauch von Obermeyer’s
Medizinal=Herba=Seife
vollſtän=
dig befreit, ſchreibt A. Geller in
Rötterdam. Herba=Seife à Stck.
50 Pf., 30% verſtärktes Präparat
Mk. 1.—
Zur Nachbehandlung
Herba=Creme à Tube 75 Pfg.,
Glasdoſe Mk. 1.50. Zu haben in
allen Apotheken, Drogerien,
Par=
fümerien.
(II,20195
Kurſe vom 27. September 1913.
Ditgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
87.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 98,60
3½ Deutſche Reichsanl. . 84,40
76,30
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg.
3½ do. Conſols . . . 84,50
76,20
do.
do.
4 Bad. Staatsanleiße . . 97,70
92,10
do.
3½
3
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 98,50
83,40
do.
3½
74,00
3
do,
4 Hamburger Staatsanl. 97,50
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 98,00
4 do. do. (unk. 1918) 96,50
83,00
3½
do.
73,25
do.
76,40
3 Sächſiſche Rente.
4 Württemberg unk. 1921 97,60
bo. v. 1375
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 96,50
1¾ Griechen v. 1837
Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrent: 84,30
4 do. Goldrente . . . 89,6)
4 do. einheitl. Rente 81,00
3 Portug. unif. Serie I 62,30
3 do. unif. Ser. III 64,60
g do. Spezial . . . . 9,70
5 Rumänier v. 1903 . . 98,70
4 do. v. 1890 . . 94,00
v. 1905 . . 87,50
4 do.
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 88,70
do. v. 1902 . . . . 91,00
4½ do. v. 1905 . . . . 99,70
3½ Schweden . . . .
—
4 Serbier amort. v. 1895
4 Türk. Admin. v. 1903 79,00
4 Türk. unifiz. v. 1903
4 Ungar. Goldrente . . . 84,40
4, do. Staatsrente. . . 82,10
In Prot.
Z.
5 Argentinier . . . .. . 98,30
82,80
de.
4½ Chile Gold=Anleihe . 92,00
5 Chineſ. Staatsanleihe.
-
4½
do.
4½ Japaner .
89,40
5 Innere Mezikaner. . . 76,70
3
50,00
do.
4 Gold=Merikanerv. 1904 76,50
5 Gold=Mexikaner . . . . 93,60
3½ Buenos Aires Provinz 67,00
Aktien inländiſher
Tranzportanſtalten,
10 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 147,40
7 Nordd. Jloyd . . . . . 125,40
6½ Südd. Eiſenb.=Beſ. . 126,50
Aktienausländiſcher
Transvortanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60½
Einz. Mk. 493 . . 117,25
6 Baltimore und Ohio . 95,25
6 Schantungbahn . . . . 122,99
8 Luxemb. Prince Henri 167,00
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 26,45
6 Pennſylvania R. R.
Leßte Induſtrie=
Aktien.
Diold.
4 Brauerei Werger
65,00
28 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . . . . .
.540,50
14 Chem. Fabrik
Griez=
heim . .
.247,75
30 Farbwerke Höhſt . . 614,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 330,50
10 Cement Heidelberz . . 145,00
30 Chem. Werke Albert 438,00
14 Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 301,75
5 Lahmeger. . . . . . . 119,50
Sete
Tivid
8 Schuchert, Nürnderg 152,22
12 Siemens E Halske 216½
5 Bergmann Eleetr. . . 125,2
10 Deutſch.Ueberſee Eletr. 165, 10
0 Gummi Peter . . . . 79,90
0 Kunſtſeide Frankfurt
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 403,80
9 Maſchinenf Badenia
—
0 Wittener Stahlröhren
9 Steana Romana Petr. 149,50
15 Zellſtoff Waldhof . . 216,75
12,83 Bad. Zucker=Waz=
.. 205,50
häuſel. .. 2
0 Neue Boden=A. A.=Beſ. 87,00
0 Südd. Immobilien . 56,50
Bergwerks=Aktien.
10 Aumez=Friede . . . . 168,50
14 Bochumer Bergs. u.
Gußſt. . . . . . . 223,80
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 144,90
10 Gelfenkirchener . . . . 182½
9 Harpener . . . . . . . 192½
18 Phönir Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 258,00
3 Oberſchl. Eiſen=Inh.=
Caro. . . . . . . . 74,00
6 Laurahütte . . . . . . 168,50
10 Kaliwerke Aſchersleben 141,00
Weſteregeln 188,00
13.
7½ South Weſt Africg 116,50
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 87,50
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 97,90
4 Eliſabethbahn, freie . .
4 Franz=Joſefs=Bahn . .
3 Prag=Duxer . . . . . . 72,00
5 Oeſterr. Staatsbahn . 100,90
4 Oeſterr. Staatsbahn . 88,30
75,80
do.
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 97,20
da.
74,00
Inhten
(
2¾ Oeſt. Sübb. (Lomb.) 53,75
77,20
3 Raab=Oedenburg . .
4 Kronprinz Rudolfbahr
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 85,90
4½ Moskau=Kaſan . .
85,75
bo.
4 Wlabichawchas . . .. 86,50
4 Riäſan Koslow . . .
3 Portugieſ. Sfenb. .. 72,10
86,00
do.
2‟ Lworneſer . . . . . 69,20
3 Saloniaue=Monaſtir . 63,80
4 Bagdadbahn . . . .
80,00
4½ Anatoliſche Eiſend. . 92,25
4 Miſſouri=Paeiſie. . . . 90,00
4 Northern=Paeiſie .. . 94,40
4 Southern=Paciſie . . . 90,60
5 St. Louts und San
-
Franeisco. . . . .
5 Tehnantepee . . .. . . —
Bank=Aktien.
10 Pank für elektriſche
Untern. Zürich . 184,50
7½ Bergiſch=Märkiſche
Bank . . . . . . . 143,00
9½ Berlin. Handelsgef. .161,75
6½ Darmſtädter Bank .116,25
12½) Deutſche Bank . . . 247,50
6 Deutſche Vereinsbank . 116,50
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 111,50
10 Diskonto=Kommandit 184,90
8½ Dresdener Bank 149,00
10 Frankf Hypoth.=B. 207,00
6½ Mitteld. Kreditbank 114,25
7 Nationalb. für Deutſchl. 117,50
7 Pfälziſche Bank. . .
122,30
6,95 Reichsbank . . . . . 134,25
7 Rhein. Kreditbank. . .127,10
5 A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 107,40
7½ Wiener Bankverein . 131,75
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17. . . 94,30
2
Srhen
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19. . . . . . . 84,50
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S.15—19,21—26 93,50
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 95,00
84,00
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,20
8½
84,20
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
86,60
S. 12, 13, 16 . .
S. 14, 15, 17, 24/26
96,60
18—23. . . . . . . . .
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 84,20
S. 2—5 . . . . . . . . 84,00
S. 9—11 . . . . . . . 84,10
Meininger Hyp.=Bank 95,00
3½
do.
84,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank „0
(unk. 1917) . . 93,60
3½ do. (unk. 1914) . . 83,30
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 97,7
3½
do.
85,30
Städte=
Obligationen.
-
4 Darmſtadt . . . ..
3½
do.
86,50
4. Frankfurt. . . . . . . 96,50
3½
do.
95,70
Gießen . . .. . .. . —
-
3½
do.
Heidelberg . . . . . . 93,00
3½
do.
84,50
4 Karlsruhe . . . . . . 94,50
Zu
do.
85,30
4 Magdeburg. . . . . . —
3½
do.
4 Mainz . . . . . . ..
94,50
3½
do.
4 Mannheim . . . . . . 94,00
3½
89,00
do.
4. München .. . . .. . .97,40
3½ Nauheim . . . . . .
Nürnberg. . . . . . . 96,00
3½
do.
83,60
4 Offenbach. . . . . .
2
2
3½ Offenbach . . . . .
4 Wiesbaden . . . . . .
3½ do.
4 Worms. . . .. . . . 93,30
3½
do.
4 Liſſaboner v. 1886 . 76,00
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 179,50
3½ Cöln=Mindner 100 136,00
3 Holl. Komm. . fl. 100 109,50
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.=Pfand=
136,40
briefe . . . .
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 179,50
3 Oldenburger . . . . . . 126,70
2½ Raab=Grazer fl. 150
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger. . . .
I, 7
Braunſchweiger Tlr. 20 200,00
Freiburger . . . . Fs. 15. 112,00
Mailänder . . . . Fs.45
do. . . . . Fs.10 .—
Meininger . . . . . ſl. 7
Oeſterreicherv. 1864fl. 100 570,00
do. v. 1858fl. 100 505,00
Ungar. Staats . . fl. 100 387,28
Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 164,80
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,36
20 Franks=Stücke .. . . 16,14
Amerikaniſche Noten . . . 4,19¼
Engliſche Noten . . . . . 20,40
Franzöſiſche Noten. . . . 80,85
Holländiſche Noten. . . . 168,45
Italieniſche Noten . .
80,30
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,75
Ruſſiſche Noten . . . . .
Schweizer Noten . . . . . (80,70
Reichsbank=Diskonto.
Reichsbank=Lombard Zsf. 790.
30 Peh.
85,40
[ ← ][ ]Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 29. September 1913.
Nummer 229.
Wir offerieren hervorragend schöne Herbst-
Paletots in modernen schicken Formen, neuesten
Stoffarten und in eleganter Verarbeitung zu
aller-
billigsten Preisen.
Gebr. Höslein, Hoflieferanten
Ludwigsplatz
Teléphon 2475.
Mädchen, welches gut kochen kann,zu 1 Dame, Mädch., welche bürgerl.
koch. können, zu 2 Leuten, ſowie in
andere gute Stellen geſ., Mädchen,
welch. ohne Hausfr. kl. Haush. vorſt.,
geſ. Frau Berta Hessling, gewerbsmäßige
Stellen vormittlerin, Ludwigstr. 8. (*10037goi Gutempfohlene Köchi
Iſowie ein Hausmädchen ſofort
r=nach Schloß St. Johann, Unterelſaß,
r=bei Metz, geſucht. Gute Zeugniſſe
erlerforderlich. Zu erfr. bei Geyer,
(B20053
oi Neue Niederſtr. 12. u.
Gesuche
mſauberes anſtändiges Laufmäd=
Alchen, welches Hausarbeit verſteht,
afür vormittags von 7—12 Uhr.
Zu ſprechen Werktags morgens
von 8—10 Uhr. Wo? ſagt diel
Junge Frau ſucht Filiale Expedition dieſes Blattes. (*9907so Reinliche, jüngere Mädchen per
waren oder Schuhwaren bevor=ſofort geſucht. Näheres Wehner
N.& Fahr, Schokoladenfabrik, Holz=
0hof=Allee 1.
(20040sgo Zuverl. Mädchen, w. gut kochen
e=kann u. tüchtig in Hausarbeit iſt,
in wird zum 15. Okt. geſucht. Näheres
4in der Expedition d. Bl. (*10002go 1. Tüchtiges ſolides Mädchen für
8kleinen Haushalt, 2 Perſonen, für
1. Okt. od. ſpäter geſucht. Vorzuſt. ab
30. Sept. Heinrichſtr. 160, I. (20173ge Stadttſ
Tucht. Shernſädchen
per 1. Oktober geſucht. (19884fso
Frau Rittershaus
Ernſt=Ludwigſtraße 26. Unabh. u. zuverl. Lauffrau oder
Mädch. vorm. einige St. u. nachm. z.
Spül. geſ. Taunusſtr. 1, I. (*10082gim Männlich mit bübſch.
Junger Mann Handſchrift,
welcher in leichten Bureauarbeiten
etwas bewandert iſt, für hieſiges
Bureau geſucht. Selbſtgeſchrieb.
Off. u. T 77 a. d. Exp. (19808dso tägl. zu verdienen.
9-
10 Mk. Proſp. Frei. Adressen-
Verlag Joh. H. Schultz, Köln Nr. 1 8 8. (II, 19248 Guter Berdienſt
iſt rührigen Leuten durch Erwerb
eines Wohnwagens nebſt Feder=
reinigungsmaſchine geboten.
Näh. Griesheim b. Darmſtadt,
Obendorfſtr. 23.
(*10093oms Bechaniker zur Bedienung von1
2 Spezialmaſchinen geſucht.
Off. u. U 79 a. d. Exp. (*10055goi Einen zuverläſigen
Heizer
der nebenbei noch verſchiedene1. Okt. zu verm. Näh. Kiesstr. 30 ,I. (12310a
Zentralheizungen zu bedienen hat,
(20148go
Café Ernst-Ludwig. Bankdiener
ogeſucht. Näh. Exped.
(*10084
Weiblich
Perfekte
Stenotypiſtin
it Gtat. 15,
U 55 an die Exped.
Fräulein
führung, ſucht Stellung
1. Oktober. Offerten unter
an die Expedition.
zu übernehmen. Kurz= und Weiß=
die Exped. ds. Bl.
ännlich
eechniker
2 Sem. Technikumbild. (Maſch.
u. Elektr.), 1½ Jahr
Werkſtatt=
praxis (Gas=,Waſſer= u. elektr.
Inſtallation), Büroprax., 22 J.
alt, militärfrei, feſt. energiſcher
Charakter, wünſcht eine
dau=
ernde Stelle in einem
Inſtalla=
tionsgeſchäfte bei beſcheidenen
Anſprüchen anzutreten. Gefl.
Offerten unter U 28 an die
Expedition ds. Bl. (*9898so
Sel
Ien
Weiblich
Fräulein mit ſchöner
Hand=
ſchrift, aus beſſerer hieſiger
Familie, wird als
Empfangsdame
für ein erſtes Atelier per ſofort
oder ſpäter geſucht. (*10096oms
Derſelben iſt Gelegenheit
ge=
boten, das Retouchieren
neben=
bei zu erlernen. Off. mit Bild
unter Angabe des Alters und
ſelbſtgeſchr. Lebenslauf unter
U 60 an die Exped. ds. Bl.
Tuchtige Verkauſerin ſofort geſucht.
Mitete
Mehiſc eche
A. Anton, Küchen-Magazin,
Eliſabethenſtr. 1.
Gärtnerei Schmidt,
Nieder=Ramſtädterſtraße 75.
Putz=Arbeiterin für halbe Tage
ſofort geſucht. Offerten unt. T 84
an die Expedition ds. Bl. (*9672dso
Lehrmädchen geſucht
Konfektion E. Wißmann
Soderſtr. 84.
(*10090om
Tücht. Lauffrauoder Mädchen
für vor= u. nachm. geſucht. (*10908
Heinrichſtraße 78, II.
Lehrlingsgeſuch.
Sohn achtbarer Eltern kann in
ein Manufaktur= u.
Schuhwaren=
geſchäft unter günſt. Bedingungen
in die Lehre treten. Gewiſſenhafte
Ausbildung zugeſichert. Koſt und
Logis im Hauſe.
Selbſtgeſchriebene Offerte unter
U 73 a. d. Exped.
(*10092oms
Junge Leute
15—34 Jahre alt, erhalten nach
ein=
monatl. Ausbildung Stellung in
fürſtl., gräfl. u. herſchaftl. Häuſern.
Proſpekt frei. Kölner
Dienerfach=
ſchule und Servierlehranſtalt,
Köln, Chriſtophſtraße 7. (I,18157
Fünfzimmerwohnung mit Bad
(20138a
Zubehör zu verm.
Näheres Bleichſtr. 28, part.
Streng reelles Angebot.
Günstige Gelegenheit zum Selbständigmachen.
Angeſeh., alte Firma bietet fleißigem, ſtrebſ. Herrn, gleich
welchen Berufes dauernde, angenehme Exiſtenz mit jährl.
Einkommen bis 10000 Mk. durch Uebernahme der
General=
vertretung ihrer erſtkl., geſ. geſchützten Artikel.
Branchekennt=
niſſe nicht nötig, da Anweiſung erfolgt. Erforderl. Barkapital
Mk. 1000.− Event. anch als Nebenerwerb. Ausführl. Off.
von nur ſeriöſen, tatkräft. Herren, die nachweisbar angegeb.
Kapital beſitzen, unter N. P. 2415 an Rudolf Mosse,
Nürnberg.
(I,19992
MT
Heidelbergerstr. 59
part., 5 Zimmerwohnung m. Stall,
Burſchenzim. ꝛc., für led. Offizier
paſſ., per Okt. zu verm. Näheres
(18906oms
Riedeſelſtraße 35.
Zimmer=
rm. Ein=
Beſſungerſtr. 100 4
1 Zimmer
Taunusſtr. 44 3 Zim.=Wohn.
lsbald zu vermieten.
(18412t
Mathildenplatz 11, Seitenbau,
Zim=Wohnung zu verm. Zu
er=
ragen daſ. Vorderhaus. (18944t
Eliſabethenſtr. 29, Htb.
3 Zimmer
Saalbauſtr. 37, frdl. 2 Zim.=
Vohn. ſofort zu verm. (18662oms
Näh. in der Wirtſchaft b. Bangert.
Ernſt=Ludwigſtr. 22 2 Zimm.=
(B127om=
als Büroraum
oder ſonſt. ruh.
(19541t
Grafenſtr. 23½, n. d. Rheinſtr.,
(17595os
Trockene, verſchließbare Halle,
ca. 7 m lang, 4 m breit, zum
Onte Zimmer
Karlſtr. 30, III. r., freundl. gut
62 freundl. möb=
Waldstr. 52 liertes Zimmer
zu vermieten.
(19068t
Waldſtr. 46, 1. St., möbliertes
Zimmer zu vermieten.
(19612t
Ernſt=Lndwigſtr. 18, III., ein
möbl. Z. mit od. ohne Penſ. (19604t
Kaupſtr. 26, II.,ſchön möbl. Zim.
18 Mark zu vermieten.
(19618a
Friedrichſtr. 16, I., gut möbl.,
ge=
mütl. Z. i. ruh., beſſ. Haush. (19283t
Schön möbliertes Zimmer
mit Schreibtiſch. Rode,
Papier=
handlung, Schulſtr. 3.
(19741t
Ecke Schul= u. Kirchſtr. 27, II.,
möbl. Zimmer zu verm. (19740t
Luiſenſtr. 6, III., frdl. möbl. Zim.
per ſofort zu vermieten. (19127t
Rheinſtr. 8, III., ſchön möblierte
Zimmer zu vermieten.
(19894t
Luiſenſtr. 32, II., b. Gg. Wedel, einf.
möbl. Zimmer mit Penſ. (19920a
freundlich möbl.
Hügelſtr. 89 Zim. 15 M.
monat=
lich, auf Wunſch gute Penſ. (19935a
Eſchollbrückerſtr. 6, I., elegant
möbl. Zimmer, auch Wohn= und
Schlafzimmer, zu verm. (20010a
Stiftſtr. 89, 1. St., ſehr ſchön
möbl. Wohn= u. Schlafzimmer mit
Schreibt., Gas, ſep. Eing. (20029a
Gartenſtr. 17, II., möbl. Zim.,
ev. mit Koſt, ſof z. verm. (20043t
fein möbl.
und Schlafzimmer ſehr billig
zu vermieten.
(20070t
amC
Karlstr. 11, II., Wohn=
Kaſinoſtr. 26, part, gut möbl.
Zimmer ſofort zu verm. (20942t
Grafenſtr. 26, II., ein ſehrgroßes
u. ein kl. gut möbl. Z. z. v. (19550t
Eliſabethenſtr. 25½, 2. St., gut
möbliertes Wohn= und
Schlaf=
zimmer zu vermieten. (*10074go
Schützenſtr. 5, II., ſchön möbl.
Zimmer mit=Schreibt. zu vm. (20179t
Eliſabethenſtr. 49, II., einf. möbl.
Z. m. gut. Bett bill. zu verm. (20121a
Kaſinoſtr. 2, Eing. eiſ. Tor, ſchön
möbl. Wohn= u. Schlafzimmer mit
Schreibt. ſofort zu verm. (20157a
Neckarſtr. 24 ſchön möbl.
Wohn=
u. Schlafzimmer zu verm. (*10034go
Landwehrſtr. 11, III., frdl. möbl.
Zimmer per ſof. zu verm. (20163a
Eliſabethenſtr. 62, II., möbl.
Zim. m. u. oh. Penſ. zu vm. (*10041gc
AmN
Steinstrasse 2, II.
gut möbliertes Wohn= und
Schlafzimmer p. 1. Okt. an ſolid.
beſſeren Herrn zu verm. (20151a
Mühlſtr. 73, II., direkt an den
höher. Schulen, hübſch möbl. Zim.
mit ſep. Eing. z. verm. (19437oms
Grafenſtr. 25, III., einf. mbl.
Zimmer mit 1 auch 2 Betten an
anſtändigen Arbeiter. (*9580mso
Darmſtr. 21, I., gut möbl. Zim.,
frei gelegen, zu verm. (19435ods
Grafenſtr. 37 gut möbl. Zimmer
mit Penſion ſofort zu verm.
Näheres Wirtſchaft. (*9696dso
Zeughausſtr. 7, Metzgerlad. (19695a Saalbauſtr. 38, II., elegant
möbl. Wohn= u. Schlafzimmer zu
verm. Teleph. vorhanden. (19731a Kaſinoſtr. 2, I., gut möbl. Z. a.
Dame m. o. o. P. b. Reinheimer. (*990ssoi Aleranderſtr. 5, II. ks., möbl.
Zimmer zu vermieten.
(19996a Waldſtr. 33, III. links, möbl.
Zimmer (18 Mk.) zu verm. (20032a Bleichſtraße 35, II. Etage, ſchön
möbl. Zimmer mit voller guter
Penſion zu vermieten. (*9642dfo Neckarſtr. 24, II. I., eleg. möbl.
Zimmer ſofort zu verm. (18130omf Mauerſtr. 15 einf. möbl. Zim.
für 12 Mk. zu verm.
(*9788fo Aliceſtraße 6, möbl. Zimmermit
voller Penſion zu verm. (*9320omo Grafenſtr. 13, I., ſchön möbl.
Zimmer zu vermieten. (18345omd Schuchardſtr. 13, 3. Stock, gut
möbl. Zimmer zu verm. (19141od Eleg. Herren= u. Schlafzimmer
in feinem Hauſe zu vermieten.
Badegelh. Liebigſtr. 39, pt. (19837od Gut möbliertes Zimmer evtl.
mit Wohnzimmer zu vermieten.—
Näh. Saalbauſtr. 12, II. (*9626do Wilhelmſtr. 55, I. I., gegenüber
der Artilleriekaſerne, gut möbl. Zim.,
ſep. Eing., 1. Okt. zu vm. (*9950soi
Eir-
2. Stock, gut
Schuistr. 10 möbl. Zimm.,
18 Mk. per M., zu verm. (*9959soi
Waldſtraße 23, II. links, möbl.
Zim. per 1. Okt. zu verm. (*93260ms
Kiesſtraße 45, pt., ſchön möbl.
Zimmer m. voll. Penſ. (19282oms
Schloßgartenſtr. 9 gut möbl.=
Zimmer mit Penſion z. v. (*9848oid
aſten
dicht an der
Baalbauſtr. Rheinſtraße,
Wohn= u. Schlafzimm., eleg. möbl.,
in gut. Hauſe zu verm. (*10011
Waldſtr. 8, II., ſch. möbl.
Wohn=
u. Schlafzim. m. elekt. Licht, Teleph.,
event. auch für zwei.
(*10081
Steinſtr. 14, 1. St., 1—2 möbl.
Zimmer zu vermieten. (*10085om
Elisabethenstr. 30, Htrb., ſch. möbl. Z.
m. 1 o. 2 Bett. bill. zu verm. (*100860i
Kahlertſtr. 45, pt., frdl. ſch. möbl.
Zimmer mit u. ohne Penſ. (*10087oi
Teichhausſtr. 55, III., möbl.
Zimmer ſof. bill. zu verm. (*10091
gutem Hauſe freundliches Zimmer
mit gut. Penſ. ſof. zu verm. (16293a
Fur Dauermieter
Zim. mit Penſion von 80 Mk. an
monatl. Hotel-Pension Waldfriede.
Halteſtelle der Kleinbahn. (18614a
Erbacherſtraße 3, I., gut möbl.
Zimmer zu vermieten. (19646oms
Kahlertstr. 40, II., find. Herr od. Dame
gemütl. Heim m. gut. Verpfl. (180080ms
Lniſenplatz 1, II. I., Penſion.
Eleg. möbl. Zimmer für dauernd
und vorübergebend. (19290oms
Karlſtr. 30, Htrh., II. I., frdl.
Zimmer pro Woche 3.50 Mk. (*10095
Schützenſtraße 10½, III., ſchön
möbl. Manſardenzimmer für Mk. 10
monatl. zu vermieten.
(20201t
Mauerſtr. 15 ein möbliert.
Zimmer, auf Wunſch mit
Pen=
ſion, zu vermieten. (*9827oim
Viktortaplatz 2, 2. Stock,
hübſch möbl. Wohn= u.
Schlafzim=
mer in ruhigem Hauſe, freier Lage
1605
ſowie Balkon per ſof. zu verm. (*1
(Schülerin höh. Lehranſtalt find.
gute Penſion mit anderen
zu=
ſammen. Näh. in der Exp. (18107a
Unterricht im
Maschthonsenroibon
nach der
Underwood-
Meisterschaftsmethode.
Nach Erlernung dieser
Me-
thode sind Sie in der Lage,
fehlerlos und schnell zu
schreiben, bekommen bessere
Stellung und höheres Gehalt.
Wirklich tüchtige Kräfte zur
Bedienung der
Schreib-
maschine sind immer gesucht.
Ausführliche Prospekte stehen
gerne zu Diensten. Anmeldung
und Eintritt jederzeit. (19090a
Hoflieferant Heinrich Elbert
G. m. b. H.
Tel. 648. Darmstadt. Tel. 648.
Abt. Muster-Masch.-
Schreib-Schule.
Vithor-
DNr
gung
Attuer u. Eltalle-Unterricht
wird gründlich erteilt gegen mäß.
Honorar. Daſ. werden auch billig
gebrauchte und neue Inſtrumente
beſorgt Mauerſtr. 23, II. (20079sgo
MRAHA
Maanzosisch
Konversation-Handelskorrespondenz
Abendkurse f. Anfänger u. Vorgeschritt.
Lehrer: Ausländer (Kaufl.). (*dfo
Honorar pro Kurs Mk. 20 (in Raten).
Von versch. hies. Vereinen warm empf.
Anmeld. nur Neue Schwanenstr. 75, I.
Mehrere
Bogenlampen
darunter 2 Paar faſt neue, werden
billig abgegeben. Reflektanten
be=
lieben ihre Adreſſe unt. P 38 an
die Exp. ds. Bl. zu richten. (18857a