Abonnementspreis
Inſerate
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 18 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
der Kaiſer iſt am Sonntag nachmittag zu zweitägigem
Jagdbeſuch beim Grafen Lariſch=Mönnich in Schloß
Solza bei Troppau eingetroffen.
die junge Großherzogin von Weimar iſt an
nervöſer Erſchspfung erkrankt. Vom
Hofmarſchall=
amt wird der Krankheitsverlauf als langwierig
be=
zeichnct.
die Abreiſe der griechiſchen Königsfamilie
von Kronberg nach London erfolgte in der Nacht
zum Dienstag.
die ordentliche Seſſion des däniſchen Reichstages
iſt geſtern eröffnet worden. Folkething und
Lands=
thing haben ihr Präſidium wiedergewählt.
Tageskalender zur Geſchichte der
Befreiungskriege.
6. September 1813: Treffen an der Göhrde, Sieg der
Verbündeten. Die Franzoſen verlieren 1900 Gefangene.
Eleonore Prochaska aus Potsdam, die als „Auguſt
Renz” mitfocht, findet den Heldentod.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
Deutſchland und Oeſterreich.
— Mit Oeſterreich=Ungarn verbinden uns nicht nur
age politiſche Beziehungen, ſondern bekanntlich iſt auch
erswirtſchaftliche Verkehr zwiſchen beiden
ändern ein ungemein reger. Freilich gibt es hier noch
ranche Schranken und Hemmniſſe, um dieſes Verhältnis
och weiter auszugeſtalten, und auch die Furcht vor der
eutſchen Konkurrenz kommt hinzu, ſo daß eine intime
terſtändigung, wie ſie in politiſcher Hinſicht beſteht, auf
irtſchaftlichem Gebiete noch nicht erzielt iſt.
Dieſe Lücken auszufüllen, iſt ſchon ſeit langem der
Junſch maßgebender Kreiſe aus Handel und Induſtrie
üben wie drüben, und man hat ſich nunmehr
zuſammen=
etan, um die wirtſchaftlichen Beziehungen allmählich zu
igeren zu geſtalten. Im Anſchluß an die Tagung des
undes der Induſtriellen in Leipzig hat dort, wie
ge=
eldet, eine Beſprechung mit öſterreichiſchen Induſtriellen
ittgefunden, die die Gründung eines
deutſch=
ſterreichiſchen Wirtſchaftsverbandes
be=
veckt. Aus Oeſterreich war eine ganze Anzahl
Delegier=
rzur Stelle, und auch die dortigen Behörden waren
ver=
eten. Bei den Verhandlungen, die der Vizepräſident
es Reichstages, Geheimrat Paaſche, leitete, wurde vor
len Dingen betont, um jede Rivalität auszuſchließen,
iß der Verband für beide Nationen das gleiche Ziel
ver=
lgen wolle, denn es könne nicht die Rede davon ſein,
iß die Deutſchen etwa einſeitig bei ihrem
Exportbedürf=
s ihre Beziehungen nach Oeſterreich auszudehnen
ſuch=
n. Die Notwendigkeit einer beiderſeitigen Annäherung
igten die Ziffern der Ein= und Ausfuhr. Der weitere
erlauf der Erörterungen erbrachte den Beweis, daß man
ich in der Donaumonarchie den dringenden Wunſch hat,
is wirtſchaftliche Verhältnis intimer zu geſtalten in der
rwartung, daß Oeſterreich hieraus nur Nutzen erwachſen
nne. Daß man erfreulicherweiſe nicht in der Theorie
icken bleiben will, deutet der Beſchluß der Verſammlung
i, den Verhand auf Männer der Praxis zu beſchränken,
enngleich man ſelbſtverſtändlich auf die Mitarbeit der
egierungskreiſe nicht verzichten wird. Nützlichkeits=
Er=
ägungen entſpringt auch der Beſchluß, die Gründung des
erbandes vorläufig nur auf deutſcher Seite vorzunehmen,
it der Maßgabe, daß man ſich mit den öſterreichiſchen
erbänden noch weiter in Verbindung ſetzen wolle.
Es ſoll alſo nicht halbe Arbeit geleiſtet werden, die
äter den an das Unternehmen geknüpften Erwartungen
cht entſpricht, ſondern man will erſt den Gedanken
ſpe=
ell in der Donaumonarchie noch weiter feſten Fuß faſſen
ſſen, um dann eine größere Wirkung zu erzielen. Man
ird die Schaffung dieſes Verbandes freudig begrüßen
nnen, denn er kann zu einem trefflichen vermittelnden
nſtrument zwiſchen beiden Ländern werden, und dieſe
gere Verknüpfung wird dann auch ſicherlich den
wirt=
haftlichen Verhältniſſen auf beiden Seiten zugute
kom=
en. Vielleicht würde es auch gut ſein, eine derartige
erbindung nicht nur auf dem Gebiete von Handel und
nduſtrie zu ſchaffen, ſondern auch eine Einigung der
ndwirtſchaftlichen Kreiſe beider Staaten berbeizuführen,
um ſo alle Wirtſchaftsgebiete zu umfaſſen; der daraus
ent=
ſpringende Nutzen würde erklärlicherweiſe noch ein weit
bedeutenderer ſein.
Die ſoziale Medizin in der
drztlchen Ausbildung.
* In den letzten Jahren iſt als Folge der ſteigenden
Bedeutung der Arbeiterverſicherung in den Parlamenten
die Forderung nach einer ſtärkeren Berückſichtigung der
ſozialen Medizin in der ärztlichen Ausbildung wiederholt
erhoben worden. Man hat dabei die Errichtung
beſonde=
rer Lehrſtühle für ſoziale Medizin angeregt.
Reichsregie=
rung und Bundesregierungen ſtehen auf dem Standpunkt,
daß eine ausgiebige Beſchäftigung mit der ſozialen
Me=
dizin für unſere Aerzte heute eine Notwendigkeit iſt. Es
beſteht deshalb ſchon ſeit längerer Zeit die Abſicht, die vom
Bundesrat erlaſſene Prüfungsordnung dahin abzuändern,
daß den Medizinern eine Beſchäftigung mit
der ſozialen Medizin zur Pflicht gemacht wird.
Unter dieſe fallen nach Anſicht der Regierungen folgende
Gebiete: Die Arbeiterverſicherung, die
Verſicherungsmedi=
zin, die gewerbliche Geſundheitspflege, und die
verſchiede=
nen Gebiete der geſundheitlichen Fürſorge, wie zum
Bei=
ſpiel die Krüppelfürſorge, Tuberkuloſefürſorge,
Säug=
lingsſterblichkeit uſw.
Es ſind dann in Verbindung mit den Univerſitäten
Ermittelungen angeſtellt, ob die Errichtung
beſon=
derer Lehrſtühle hierfür angebracht erſcheint. In
ihrer Mehrheit haben ſich die Fakultäten dahin
ausgeſpro=
chen, daß das mediziniſche Studium bereits derartig mit
Pflichtvorleſungen beſetzt ſei, daß eine weitere Vermehrung
derſelben nicht angängig wäre. Außerdem
verfüg=
ten die jungen Mediziner erſt nach Beendigung des
Staats=
examens über die erforderlichen Kenntniſſe zu einer
er=
folgreichen Betätigung in der ſozialen Medizin. Aus
die=
ſen Gründen wird beabſichtigt, die Berückſichtigung der
ſo=
zialen Medizin in das praktiſche Jahr zu verlegen.
Eine diesbezügliche Aenderung der Prüfungsordnung iſt
von der Reichsregierung aufgeſtellt und den
Bundesregie=
rungen zur Begutachtung zugegangen. Man darf
anneh=
men, daß die Behandlung der Angelegenheit ſo
beſchleu=
nigt wird, daß ſich der Bundesrat im Laufe des
kommen=
den Winters mit einer Vorlage für eine neue ärztliche
Prüfungsordnung beſchäftigen kann.
Deutſches Reich.
— Rücktritt des.
Schutztruppenkomman=
deurs Frhrn. v. Schleinitz? Aus unſerer
oſtafri=
kaniſchen Kolonie eingetroffene Zeitungen melden, daß der
verdiente Kommandeur unſerer Schutztruppe,
Oberſtleut=
nant Freiherr v. Schleinitz, der ſich augenblicklich auf
Ur=
laub in Deutſchland befindet, auf ſeinen Poſten nicht mehr
zurückkehren wird. Ueber den aufſehenerregenden Fall,
der in der Oeffentlichkeit viel beſprochen werden wird, und
im Reichstag wohl ein Nachſpiel haben dürfte, erfährt die
Tägl. Rundſchau folgendes:
Während der Beratung des Kolonialetats erging ſich
der Abg. Erzberger in heftigen Angriffen gegen die
Schutz=
truppe und ihren Kommandeur. Er behauptete, daß
ge=
legentlich einer militäriſchen Expedition nach Urundi (
zwi=
ſchen Tanganika= und Kiwuſee) eine Reihe von
Gewalt=
tätigkeiten und Grauſamkeiten gegen die Eingeborenen
vorgekommen ſein ſollen Dieſe Gewaltätigkeiten ſollen
von eingeborenen Hilsvöltern verübt worden ſein, die der
Kommandant der Expedition von Gravert angeworben
hatte. Oberſtleutnant von Schleinitz ſoll es nun
unter=
laſſen haben, eine ſtrenge Unterſuchung einzuleiten und die
Schuldigen zu beſtrafen. Bekanntlich waren die
Beziehun=
gen des früheren Gouverneurs von Rechenberg zu
Frei=
herrn von Schleinitz recht geſpannte Erſterer behauptete,
daß Freiherr von Schleinitz die ihm unterſtellte
Schutz=
tuppe zu dem Gouverneur in einen gewiſſen Gegenſatz zu
bringen verſuchte Als Herr von Rechenberg im vorigen
Jahre ſeinen Abſchied nahm., gab er ſeiner Mißſtimmung
über das Verhalten des Kommandeurs unverhohlen
Ausdruck. Hierauf erfolgte im Winter der ſcharfe
Zen=
trumsvorſtoß gegen Freiherrn v. Schleinitz. Am 15. März
trat dieſer von Tanga aus ſeinen Europaurlaub an, und
als er ſich im Reichskolonialamt meldete, wurde ihm zu
verſtehen gegeben, daß man ihn nicht mehr im
Kolonial=
dienſt verwenden könne, da man vom Zentrum Ruhe
ha=
ben wolle. Schleinitz beantragte daraufhin eine
Diſzipli=
narunterſuchung gegen ſich, die auch eingeleitet wurde und
mit einer vollſtändigen Rechtfertigung für den verdienten
Offizier abſchloß. Alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe
ſtellten ſich als vollſtändig haltlos heraus. In den letzten
Tagen ſcheint ſich in der Angelegenheit. wohl mit Rückſicht
darauf, daß man den Sturm der öffentſichen Meinung
fürchtet, eine Wendung vorzubereiten, denn Freiherrn von
Schleinitz wurde angedeutet, ſein ſchon längere Zeit fertig
geſchriebenes Abſchiedsgeſuch noch nicht einzubringen, und
auf die Rückkehr des Staatsſekretärs Dr. Solf zu warten,
der die endgültige Entſcheidung treffen ſoll. — Die Poſt
widerſpricht auf Grund ihrer Feſtſtellungen der Annahme,
als ob die Verabſchiedung des hochverdienten Offiziers
be=
reits erfolgt ſei. Die Sache befinde ſich durchaus in der
Schwebe und das letzte Wort ſei noch keineswegs
ge=
ſprochen.
Reichsgeſetzliche Regelung der
Wan=
derfürſorge. Es darf jetzt als wahrſcheinlich gelten,
daß demnächſt ein Geſetzentwurf zwecks reichsgeſetzlicher
Regelung der Wanderfürſorge vorgelegt werden wird. Im
Beginn dieſes Jahres fanden im Reichsamt des Innern
Beratungen zwiſchen Vertretern der größeren
Bundes=
regierungen und faſt aller auf dem Gebiete der
Wanderfür=
ſorge tätigen Vereine und Verbände ſtatt. Gegenſtand der
damaligen Ausſprache bildeten die aus § 28 des
Unter=
ſtützungswohnſitzgeſetzes hervorgegangenen Mißſtände, die
Vorzüge und Lücken des preußiſchen
Wanderarbeitsſtät=
tengeſetzes, die außerordentlichen Erfolge der
Bettelbe=
kämpfung durch den Verein zur Förderung der
Wander=
arbeitsſtätten in Württemberg, ſowie der Ausbau der
Für=
ſorge durch Einrichtung einer größeren Zahl von
Arbeiter=
kolonien, deren ſoziale und wirtſchaftliche Leiſtungen
all=
ſeitig anerkannt wurden. Von den verſchiedenſten Seiten
wurde die Notwendigkeit der Ausgeſtaltung des § 28 des
Unterſtützungswohnſitzgeſetzes im Wege eines ſozialen
Reichsgeſetzes betont, das die Bundesſtaaten verpflichtet,
für das Vorhandenſein von Wanderarbeitsſtätten und
Ar=
beitsheimen, verbunden mit Arbeitsnachweiſen nach
Maß=
gabe des vorhandenen Bedürfniſſes zu ſorgen. Man darf
annehmen, daß die reichsgeſetzliche Regelung ſich in dieſen
Bahnen bewegen wird. Die letzten Berichte über die
Tä=
tigkeit der Wanderarbeitsſtätten in Württemberg laſſen den
Segen dieſer ſozialen Einrichtung erkennen. Es waren
40 Wanderarbeitsſtätten vorhanden; die Zahl der Gäſte
belief ſich auf 140000, ihre Verpflegung erforderte rund
145000 Mark. Einige 20 Wanderarbeitsſtätten verfügen
über eigene Arbeitsnachweiſe, durch die 75 Prozent aller
angemeldeten Stellen beſetzt werden konnten. Mehr als
29000 Obdachloſe machten von den
Obdachloſeneinrichtun=
gen der Wanderarbeitsſtätten Gebrauch. Die Einwirkung
auf die Strafrechtspflege wird rühmend anerkannt; die
Erſparnis an Haftvollſtreckungs= und
Gefangenentrans=
portkoſten wurde auf 164000 Mark berechnet. Die
Wan=
derarbeitsſtätten erweiſen ſich nach wie vor als das beſte
Mittel gegen die Arbeitsnot. Neben Württemberg hat von
den ſüddeutſchen Staaten auch Bayern ſich der Errichtung
von Wanderarbeitsſtätten zugewandt.
* Eine engliſche Ente. Das Reuterſche
Bu=
reau verbreitet eine Nachricht, daß demnächſt über 200
deutſche Inſtruktionsoffiziere in chineſiſche Dienſte treten
ſollen. In Deutſchland wird es kaum der Verſicherung
bedürfen, daß wir im gegenwärtigen Augenblick weniger
als je eine ſo große Anzahl Offiziere entbehren könnten.
Tatſächlich iſt über die Entſendung deutſcher
Inſtruktions=
offiziere nach China überhaupt nicht verhandelt worden.
Die ganze Nachricht iſt eine tendenziöſe Erfindung, deren
üble Wirkung ſich ſchon in der Behauptung eines
Lon=
doner Blattes zeigt, daß die Mächte gegen dieſes (gar nicht
exiſtierende oder geplante) Uebereinkommen angeblich
Pro=
teſt erheben wollen.
— Die Steuer der Alleinſtehenden. Der
Köln. Ztg. wird aus Lübeck geſchrieben: Die von dem
Ausſchuß zur Beratung des neuen Einkommenſteuergeſetzes
vorgeſchlagene „Alleinſtehendenſteuer”, d. h. die beſondere
Beſtenerung aller ledigen Steuerpflichtigen, die keine
Fa=
milienangehörigen ernähren und mit einem Einkommen
von über 2100 Mark eingeſchätzt ſind, ſowie alle
verwit=
weten Steuerpflichtigen mit einem Einkommen von über
10000 M., hat die Aufmerkſamkeit weiter Kreiſe erregt.
Verſchiedene Miniſter deutſcher Bundesſtaaten haben ſich
die von dem Ausſchuß zu dieſer Steuer gegebene
Begrün=
dung erbeten (!) und auch aus ſüddeutſchen Staaten ſind
Anfragen darüber eingegangen. Wie ſich der Lübecker
Se=
nat der Alleinſtehendenſteuer gegenüber verhält, iſt noch
nicht bekannt, da die Vorlage erſt im Laufe des Oktobers
an die Bürgerſchaft gelangt. Die Steuer findet aber hier
nicht die ungeteilte Zuſtimmung aller Kreiſe, da man von
ihrer Einführung eine Behinderung des Rentnerzuzugs
befürchtet, den Lübeck bei ſeinen gegenwärtigen
Verhält=
niſſen ſehr nötig hat. Man neigt zu der Anſicht, daß ein
Kleinſtaat wie Lübeck nicht den Anfang mit einer ſolchen
Steuer machen, ſondern die umliegenden Bundesſtaaten
vorangehen laſſen ſollte, weil dann Lübeck eine Schädigung
durch das Fortbleiben von Rentnern nicht zu befürchten
habe.
Eine Umfrage über das
Gotenbur=
ger Syſtem. Bekanntlich war eine Denkſchrift zur
Durchführung des Gotenburger Syſtems ſeitens der Ab=
Seite. 2.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. September 1913.
Nummer 217.
ſtinenzler verfaßt worden, in der die Durchführung dieſes
Syſtems durch Reichsgeſetz als zwingende Notwendigkeit
hingeſtellt wurde. Wie Berliner Blätter mitteilen, hat die
Reichsregierung eine Umfrage bei den Bundesregierungen.
veranſtaltet, die ſich auf das Gotenburger Syſtem beziehen.
Wenn aber an die Veranſtaltung der Rundfrage die
Ver=
mutung geknüpft wird, daß der Plan der Durchführung
mindeſtens der Grundzüge des Gotenburger Syſtems in
Deutſchland an den maßgebenden Stellen ſehr ernſthaft
er=
wogen wird, ſo dürfte dies kaum zutreffen. Nach dem
Go=
tenburger Syſtem würde der Kleinverkauf geiſtiger
Ge=
tränke den Geſchäftsleuten entzogen und gemeinnnützigen
Geſellſchaften übertragen werden, die die „
mindeſtſchäd=
liche” Abgabe dieſer Getränke einrichten. Die Wirte
erhal=
ten feſtes Gehalt, die Aktionäre nur die üblichen Zinſen,
und die Ueberſchüſſe ſollen zur Bekämpfung des
Alkohol=
mißbrauchs Verwendung finden. In der Denkſchrift iſt
worgeſchlagen, das Syſtem für deutſche Verhältniſſe ſo zu
geſtalten, daß die Gemeinden geſetzlich berechtigt ſein
ſol=
len, durch Ortsſtatut den Betrieb von Schankſtätten
ent=
weder angeſtellten Beamten oder eigens zu bildenden
ge=
meinnützigen Geſellſchaften zu übertragen, gegebenenfalls
auch den Ausſchank und Vertrieb von alkoholiſchen
Geträn=
ken im Kleinhandel zu unterſagen.
— Das Ende der
Fünfundzwanzig=
pfennigſtücke. Die Fünfundzwanzigpfennigſtücke
wer=
den bekanntlich nicht mehr ausgeprägt. Vorausſichtlich
werden ſie ſpäter ganz eingezogen werden. Vorläufig iſt
fihre Einziehung jedoch noch nicht geplant, die übrigens
nur durch Beſchluß des Reichstags geſchehen kann. Es iſt
der Hoffnung Ausdruck gegeben worden, daß das
Reichs=
ſchatzamt ſich von der Notwendigkeit dieſer Münze
über=
zeugen werde und eine andere Form der Ausprägung in
Vorſchlag bringen könne. Dieſe Erwartungen dürften
kaum eintreffen, die Münze iſt allgemein unbeliebt und ein
dringendes Bedürfnis für ihr Fortbeſtehen iſt nicht
vor=
handen.
— Der Kampf um die Mehrheit im
württembergiſchen Landtag. Bei der
Land=
tagserſatzwahl in Rottweil, die durch den Tod des
bis=
herigen Zentrumsabgeordneten Maier notwendig
gewor=
den iſt, erhielten Müller (lib.) 2559, Glükher (Zentr.) 4025,
Fleig (Soz.) 1761 Stimmen. Es iſt alſo ein zweiter
Wahlgang erforderlich. Abgegeben haben ihre Stimme
von 9496 Wahlberechtigten 8389 gleich 88,34 Prozent. Bei
der letzten Landtagswahl im November vorigen Jahres
erhielten Blaul (lib.) 2363, Maier (Zentr.) 4176, Fleig
(Soz.) 1689 Stimmen. Damals ſiegte das Zentrum im
erſten Wahlgang. Da die Zahl der Mandate der beiden
Rechtsparteien und der drei Parteien der Linken bisher
gleich war, könnte durch dieſe Wahl die Mehrheit eventuell
auf die Linke übergehen.
Der neue Biſchof von Limburg für
den konfeſſionellen Frieden. Zu Ehren des
neugewählten Biſchofs Dr. Auguſt Kilian von Limburg
veranſtaltete die Bürgerſchaft der Stadt Limburg am Tage
ſeiner Inthroniſation einen Fackelzug. In ſeinen
Dankes=
worten führte der Biſchof, laut Limburger Anz. vom
19. September, folgendes aus: Wie er beſonders den
katho=
liſchen Einwohnern der Stadt danke, ſo aber auch
denjeni=
gen, die nicht ſeines Glaubens ſeien und doch ihm die
Ehrung mit erwieſen. So könne er auch die Verſicherung
geben, „daß er für ſeinen Teil aufrichtig beſtrebt ſei, den
Frieden unter den Konfeſſionen und die Eintracht in der
Bürgerſchaft hoch zu halten.”
Oeſterreich=Ungarn.
Die neue ungariſche
Oppoſitionspar=
tei. Andraſſy hat ſeine im Jahre 1910 aufgelöſte
Ver=
faſſungspartei wieder ins Leben gerufen. In einer in Peſt
abgehaltenen Landesverſammlung der neuen Partei wurde
das von Andraſſy entworfene Programm angenommen.
Das Programm führt aus: Männer von verſchiedener
ſtaatsrechtlicher Auffaſſung vereinigten ſich, um eine
nor=
male Funktion im Verfaſſungsleben herzuſtellen. Das
Programm fordert die Reparation der begangenen
Rechts=
verletzungen, Schaffung einer neuen Hausordnung ohne
Ausland.
Ausſchluß der Mitglieder, durch die aber andererſeits die
techniſche Obſtruktion verhindert wird, Reviſion des neuen
Wahlgeſetzes, Reform des Oberhauſes, deſſen Mitglieder
zum Teil gewählt werden ſollen und Abſchaffung des
Aus=
nahmezuſtandes in Kroatien, bezüglich der äußeren Politik
Feſthalten am Dreibund, Beibehaltung des Friedenskurſes,
wobei jedoch die Lebensintereſſen der Monarchie geſchützt
werden ſollen. Die Partei erklärt ſich bereit, für die
Ent=
wickelung der Wehrmacht zu ſorgen, deren Vorbedingung
jedoch die Hebung der finanziellen Leiſtungsfähigkeit und
die Herſtellung des inneren Friedens iſt.
Italien.
Der bevorſtehende Wahlkampf. Miniſter
Caliſſano hielt in Cortemillia (Piemont) vor einer
gro=
ßen Verſammlung von Abgeordneten, Senatoren, und
Wählern eine mit lebhaftem Beifall aufgenommene Rede,
worin er hervorhob, das Monopol der Lebensverſicherung,
die Eroberung Libyens und die Einführung des
allgemei=
nen Wahlrechts genügten, um die Arbeit von Regierung
und Parlament zu kennzeichnen. Er faßte die großen
Er=
gebniſſe des Monopols der Lebensverſicherung zuſammen
und ſtellte feſt, daß vom 1. Januar bis zum 31. Auguſt
die Verſicherungen auf 192 Millionen geſtiegen ſeien.
Nach=
dem er ſich eingehend mit dem allgemeinen Wahlrecht
be=
ſchäftigt hatte, betonte er, daß, obwohl der Wahlkampf
insbeſondere in einigen Provinzen bereits begonnen habe,
er bis jetzt keinen Unterſchied gegenüber den früheren
Wahlkämpfen aufweiſe. Er glaube nicht, daß es möglich
ſei, in Italien eine wirkliche konfeſſionelle Partei zu
gründen.
Frankreich.
Das Programm der Reiſe des Königs
Konſtantin von Griechenland iſt etwas abgeändert
worden. Der König wird von London aus am 20.
Sep=
tember in Paris eintreffen, alſo einen Tag früher als
ur=
ſprünglich beabſichtigt war. Wie gemeldet wird, werden
beim Diner im Elyſée der Präſident Poincaré und der
König Trinkſprüche ausbringen und die Preſſe hofft, daß
dieſe Trinkſprüche den Zwiſchenfall definitiv beenden
wer=
den. Er iſt nach Anſicht der Pariſer trotz des
Zukreuze=
kriechens der griechiſchen Regierung noch nicht beendet.
Franzöſiſch=türkiſches Abkom men. Zu
der Meldung der Frankfurter Zeitung über die
Unter=
zeichnung eines franzöſiſch=türkiſchen Abkommens zur
Re=
gelung finanzieller und wirtſchaftlicher Fragen bemerkt der
Petit Pariſien: Wir glauben zu wiſſen, daß dieſes
Ab=
kommen im Begriffe iſt, beendigt zu werden, jedoch ſind
noch verſchiedene Punkte zu erwägen. Insbeſondere iſt das
Abkommen dem Abſchluß der türkiſch=deutſchen
Verhand=
lungen, die in Berlin gepflogen werden, untergeordnet. Die
Frage der franzöſiſchen Bahnen in Anatolien iſt an die
Frage der Bagdadbahn angeknüpft. Das franzöſiſch=
tür=
kiſche Abkommen wird ſich erſtrecken: 1. auf die
Konzeſ=
ſionserteilung von Eiſenbahnen im öſtlichen Teil von
Kleinaſien und in Syrien an franzöſiſche Geſellſchaften,
2. auf die Erhöhung der türkiſchen Zölle, welche die
tür=
kiſche Regierung als unerläßlich für das Gleichgewicht des
Staatshaushalts erklärt, 3. auf die Genehmigung einer
türkiſchen Anleihe von 700 Millionen in Frankreich.
Amerikg.
Argentinien. Nachdem der Senat von dem
Hin=
weis des Finanzminiſters, auf das Gedeihen des Landes
Kenntnis genommen hatte, hat er den Entwurf Mollards
angenommen, der ſich auf die Schiffbarmachung des
Ober=
laufes des Uruguay bezieht und auf die Bewäſſerung
die=
ſes Gebietes. Argentinien wird zu den Ausgaben 8
Mil=
lionen Goldpiaſter, Braliſien und Uruguay 5 Millionen
beiſteuern.
Mexiko. Hundert Amerikaner, darunter Frauen
und Kinder, die ſich auf dem Wege nach Satillo befanden,
ſollen den Rebellen in die Hände gefallen ſein. Die
ame=
rikaniſche Botſchaft hat den mexikaniſchen Miniſter des
Aeu=
zern um die Unterſuchung der Angelegenheit erſucht.
* Breslau, 14. Sept. Der Kaiſer begab ſich
heute früh 9 Uhr 40 Minuten im Automobil nach Pleß,
wo er um 10 Uhr in Begleitung des Fürſten von Pleß und
der beiden älteſten Söhne desſelben eintraf. Hier nahm
er nebſt Gefolge am Gottesdienſt in der evangeliſchen
Kirche teil, der um 11 Uhr beendet war. Nach einem
kur=
zen Spaziergang im Schloßpark zu Pleß folgte um 1
Uhr=
im Schloß ein Gabelfrühſtück. Um 3 Uhr fuhr der
Kaiſe=
im Automobil nach Schloß Solza zum zweitägigen Jagd
beſuch beim Grafen Lariſch=Mönnich, dem Landeshaupt
mann von Oeſterreichiſch=Schleſien. Der Landespräſiden
Graf Coudenhove und der Landeshauptmann Graf Lariſch
Mönnich empfingen den Monarchen. Auf der Fahrt wurd
der Kaiſer von der Bevölkerung begeiſtert begrüßt. All
Ortſchaften, welche das Kaiſerliche Automobil paſſierte
hatten reichen Flaggenſchmuck angelegt.
* Unwürdige Behandlung Deutſcheri
Amerika. Die Pariſer Ausgabe des Neu=York Herall
bringt in einem Telegramm aus Boſton Aeußerungen, d
Herr Otto Krieger, der Kapitän der Kronprinzenjacht „An
gela 6" namens aller deutſchen Teilnehmer an dem Wett
ſegeln von Marblehead vor der Abreiſe getan haben ſol
Krieger hätte u. a. geſagt: Ich werde mich bei meinen
Chef, bezw. dem Kronprinzen, darüber beklagen, daß wi
hier geradezu angepöbelt wurden. Man hat uns wi
rei
Hunde behandelt. — Zwei andere deutſche Jachtenführ
Ntei=
die Herren Ibſen (Wittelsbach 10) und Robert S
(Serum) fügten hinzu, daß ſie mit faulen Aepfeln un
Eiern beworfen wurden. Der Neu=York Herald gibt kein
Gründe für dieſe ſchlechte Behandlung der Deutſchen an
doch ſcheint aus vorhergehenden Berichten hervorzugehen
daß die Mißſtimmung gegen die Deutſchen ihre Urſache i
der Ablehnung der Beſchickung der Ausſtellung von Sa=
Franzisko hat. Es bleibt natürlich abzuwarten, was a
der Meldung des Neu=York Herald, der nicht gerade de
Ruf unbedingter Zuverläſſigkeit hat, wahres iſt.
* Der Geburtenrückgang. Daß der Gebur
tenrückgang keine vorübergehende Erſcheinung iſt, daß
nicht einmal zum Stillſtand gekommen iſt, vielmehr m
unheimlicher Beharrlichkeit und Stetigkeit zunimmt, b
weiſen die neueſten Ergebniſſe der Reichsſtatiſtik im
Sta=
tiſtiſchen Jahrbuch für das Deutſche Reich 1913. Währen
die Zahl der Eheſchließungen von 496 396 im Jahre 191
auf 512819 im Jahre 1911 geſtiegen iſt, ging die Zahl da
Geburten in dem gleichen Zeitraum von 1982836 ar
1927039 zurück. Leider iſt auch eine Zunahme der Sterl
lichkeit zu verzeichnen, die aber wohl eine Ausnahme da
ſtellt. Beſonders der heiße Sommer des Jahres 1911
ſchuld, daß der Tod gerade unter den Säuglingen eit
reiche Ernte hielt. In dem genannten Zeitraum erhöh
ſich die Zahl der Geſtorbenen von 1103 723 auf 118709
Ueber den Rückgang des Geburtenüberſchuſſes gebe
folgende Aufſtellungen einen erſchöpfenden anſchauliche
Aufſchluß:
Auf je 1000 Einwohner entfielen:
Mehr
Jahr Eheſchließungen Geborene Geſtorbene
Geborene=
als Geſtorber
Im erſten Lebensjahre ſtarben: 1909 insgeſan
335 436, gleich 17,0 Prozent, 1910 insgeſamt 311 462, glei
16,2 Prozent, 1911 insgeſamt 359 522, gleich 19,2 Proze
Stadt und Land.
Darmſtadt, 16. September.
* Vom Hofe. An der Frühſtückstafel zu Jagdſchle
Wolfsgarten am Samstag nahmen Prinz und Prinzeſſ
Viktor zu Erbach=Schönberg, ſowie der Königl. Preußiſch
Geſandte in Oldenburg Dr. Freiherr von Humbrac
teil. Der Großherzog mit Prinz und Prinzeſſt
Andreas von Griechenland und der Prinzeſſin Lut
von Battenberg, ſowie Gefolge begaben ſich am Sonnte
vormittaa 7 Uhr im Auto zum Beſuch der Königit
Mutter Olga von Griechenland nach Bad Liebenſtein
Thüringen. (Darmſt. Ztg.)
Provinzialausſchuß. Die Tagesordnun
zur Sitzung des Provinzialausſchuſſes der Provin
Starkenburg am Samstag, den 20. September, vo
mittags 9½ Uhr, lautet: 1. Geſuch der Firm
Matern Glenz in Lauerbach um Erlaubnis zur Ei
leitung der Fabrikabwäſſer in die Mümling. 2. Klag
der Witwe des Kirchendieners Karl Moritz Keller geg
die Fürſorgekaſſe für Beamte und Bedienſtete der Lan
gemeinden ꝛc. wegen Verweigerung von Witwengel
3. Geſuch des Valentin Dölger zu Biblis um Erteilun
eines Wandergewerbeſcheins. 4. Milzbrandverdacht b
einer Kuh des Heinrich von Langen zu Wimpfen; hie
Anſpruch auf Entſchädigung.
Vom Großh. Hoftheater. In der dienstägigt
Aufführung der erſten Abteilung des zweiten Tei
„Fauſt” ſind beſchäftigt die Damen Alſen, Jacob=
Doſtal, Belling=Schäfer, Müller=Rudolph, Gothe, Liſcht
Schaub, Horn, Widmann, ſowie die Herren Baumeiſte
Der Heldentod der Eleonore
Prochaska.
(Das Gefecht an der Göhrde, 16. September.)
** „Ich hatt’ einen braven Kamerad, ½ Kein tapfrer
war im Feld. / Ein feines Bürſchchen war es noch, ½ ein
blutjung Milchgeſicht, / und neckten ihn gute Bekannte,
dann ſang er in hohem Diskante: ½ „Die Schneider ſind
andres nicht!” So ſingt der Lützower Friedrich Förſter
von ſeinem guten Kameraden, dem freiwilligen Jäger
Auguſt Renz, der ein Liebling des ganzen Freikorps
ge=
worden war und von dem man erſt bei der tödlichen
Ver=
wundung am 16. September erfuhr, daß es ein
Mäd=
chen war. Die Tat dieſer Heldenjungfrau wird
immer=
dar zu den rührendſten Zeugniſſen jenes heiligen
Opfer=
geiſtes gehören, der damals das preußiſche Volk ergriffen,
ihr Tod eine der romantiſchſten und ergreifendſten
Epi=
ſoden aus den Befreiungskriegen bleiben.
Eleonore Prochaska, die 18jährige Tochter
eines invaliden Potsdamer Unteroffiziers verließ
heim=
lich das Elternhaus und trat unerkannt in das Lützowſche
Korps als Jäger zu Fuß ein. Da ſie kein Geld und Gut
dem Vaterland darbringen konnte, brachte ſie ſich ſelbſt
dar. „Schon zwei Briefe von Freundinnen erhielt ich,
welche mir vorwarfen, ich ſei feige,” ſo ſchrieb ſie an den
15jährigen Bruder aus dem erſten Biwak. „Da wurde
mein Entſchluß unumſtößlich feſt; ich war im Innern
meiner Seele überzeugt, keine ſchlechte oder leichtſinnige
Tat zu begehen; denn ſieh nur Spanien und Tirol, wie
da die Weiber und Mädchen handelten. Ich verkaufte
alſo mein Zeug, um mir erſt eine anſtändige
Mannesklei=
dung zu kaufen, bis ich Montirung erhalte. Nun ging
ich unter die ſchwarzen Jäger; meiner Klugheit kannſt Du
vertrauen, daß ich unerkannt bleibe.” Sie blieb ganz
un=
erkannt und wurde wegen ihres freundlichen hilfsbereiten
Weſens von allen gern geſehen. Im Biwak hab ich
mein Lager immer für mich allein,” ſchreibt ſie aus dem
Feldzuge. „Wegen meiner Stimme necken ſie mich; da
habe ich mich für einen Schneider ausgegeben, die können
auch eine ſeine Stimme haben. Zu thun gibt es im
Biwak auch genug, denn außer mir iſt nur noch ein
ein=
ziger Schneider bei der Compagnie, ein bucklicht altes
Männchen, den ſie nirgend als Soldat haben annehmen
wollen; aber unſer Hauptmann ſagte: „Im Kriege ſieht
Gott nicht den Buckel, ſondern das Herz an, wenn das nur
auf dem rechten Fleck ſitzt. Mit dem halt ich zuſammen
und nähe und waſche fleißig und weil ich mich auch auf
die Küche verſtehe, mögen ſie mich alle gern.”
— Im
Herbſt=
feldzug nahmen die Lützower an den Operationen des
Korps Wallmoden gegen den Marſchall Davout an der
Niederelbe teil. Am 15. September verſuchte nun eine
franzöſiſche Diviſion unter General Pécheux die Elbe zu
überſchreiten, um das linke Ufer von den Streifkorps der
Verbündeten zu ſäubern und die unterbrochenen
Verbin=
dungen mit Magdeburg wiederherzuſtellen. Um dies zu
verhindern, griff Wallmoden die Franzoſen am 16. an der
Göhrde, in drei Kolonnen vorgehend, von allen Seiten
umfaſſend, an und errang einen bedeutenden Erfolg. Bei
dieſer Gelegenheit kamen auch die Lützower ins ärgſte
Feuer und bewieſen große Tapferkeit. Friedrich Förſter,
dem wir eine ausführliche Schilderung dieſer Vorgänge
verdanken, erhielt dabei einen Schuß in den Oberarm, und
ſein Nebenmann in der Schützenlinie, der heute zu ſo
ſpäter Berühmtheit gelangte Maler Kerſting, verband ihn.
Da Förſter aber nun nicht mehr die Trommel ſchlagen
konnte, nahm ſie mir der Jäger Renz aus der Hand und
wirbelte mit großem Geſchick darauf herum. „Du
ver=
tehſt dich doch auf alles, rief ein Anderer ihm zu, du
ſchneiderſt, kochſt, wäſchſt, ſingſt=und ſchießt, wie Keiner es
beſſer verſteht, und nun biſt du auch noch Tambour!
„Ein Potsdamer Soldatenkind,” ſagte Renz, „muß ſich a
alles verſtehn” und trommelte luſtig weiter und ſan
„Zuſamm zuſamm ihr Lumpenhund, Ihr ſollt zu Eue=
Hauptmann komm, Ihr ſollt een Buckel voll Prügel I
komm’”, ſo daß die kleine Schar, welche ihm folgte, a
ob wir Soldaten ſpielten, bald auf funfzig bis ſiebenz
Mann anwuchs.‟ Eine furchtbare Kartatſchenladm
ſchlug in den vorſtürmenden Trupp. Als dann ein zweit=
Schuß ſeinen zerſchmetternden Hagel in die Reihen
ſand=
ſtürzte der tapfere Trommelſchläger nieder, klammerte
im Sinken krampfhaft an den Zipfel von Förſters Uebe
rock und rief mit jammervoller Stimme: „Leutnant,
bin ein Mädchen!” Aber im Angriffsrauſch achtete Fö
ſter nicht darauf, ſondern ſtürmte weiter; erſt ſpäter ka
ihm der Hilferuf wieder ins Gedächtnis. „Ich ſtürzte z
rück nach derStelle,wo ich noch manchen andernFreund hat
fallen ſehen. Um Renz fand ich einen unſerer Aerzte b
ſchäftiget; eine Kartätſchenkugel hatte ihm den Schen
zerſchmettert; man hatte ihm den beklemmenden Waffe
rock geöffnet; der ſchneeweiße Buſen verrieth in
pocht=
den Schlägen das jungfräuliche Heldenherz. Kein
La=
der Klage kam über ihre Lippen, um die noch ſterben
ein beſeligtes Lächeln ſchwebte.”
Unter unſäglichen Leiden, die ſie ſtandhaft und n
Ergebung trug, verſchied das heldenmütige Mädchen a
5. Oktober in Dannenberg. Am 7. wurde ſie begrabe=
„Gleich einer Jeanne d’Are hat ſie mutvoll gekämpft d
Kampf für König und Vaterland,” meldet ein Berid
„Trauernd folgten dem Sarge, der von ihren Waffenbr
dern getragen wurde das hannöverſche und ruſſiſe
deutſche Jägerkorps, der Oberſt Graf Kielmannſegge nel
ſämtlichen Officieren. Eine dreimalige Gewehrſalve ri
der vom Sturme des Krieges geknickten Lilie den letzt=
Gruß noch in das Grab.”
Nummer 217.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. September 1913.
Seite 3.
Veſtermann, Ehrle, Waſſermann, Heinz, Jürgas, Hacker,
roczak, Jordan, Peterſen, Schneider, Knispel, Harprecht,
chützendorf und Bertram. Die Spielleitung hat Hans
aumeiſter, die zur Handlung gehörige Muſik dirigiert
rich Kleiber. Die Vorſtellung, die um 7½ Uhr beginnt,
hört dem Dienstag=Abonnement A. Am Mittwoch
ht als Feſtvorſtellung zur Feier des Geburtsfeſtes Ihrer
önigl. Hoheit der Großherzogin Boieldieus komiſche
per „Die weiße Dame” neu einſtudiert in Szene. Die
muſi=
liſche Leitung des von Regiſſeur Nowack neuinſzenierten
zerkes hat Kapellmeiſter Ottenheimer. (8.
Abonnements=
rſtellung, Buchſtabe P.) Auguſt Globerger ſingt zum
ſten Male den George, Olga Kallenſee die Anna,
targarethe Beling=Schäfer die Jenny, Annemarie
iſchke die Margarethe, Otto Thomſen den Dickſon, Leo
chützendorf den Mac=Irton, Paul Peterſen den Gabriel.
fred Stephani iſt im Beſitze der Partie des Gaveſton
rblieben. Am Donnerstag geht zum erſten Male in
eſer Spielzeit „Die Fledermaus” mit Kammerſänger
eorg Weber als Eiſenſtein in Szene.
* Prinzeſſin Eliſabeth=Gedächtnis=Spende. Bei
r diesjährigen Verteilung der Zinſen der
einzeſſin Eliſabeth=Gedächtnis=Spende haben die
Klein=
derſchulen von Allendorf a. d. Lumda, Altenburg,
utzbach, Framersheim, Gedern und Pfeddersheim
Zu=
ndungen erhalten.
Geheimer Kommerzienrat Dr. Louis Merck .
ner der verdienſtvollſten Männer unſerer Stadt, deß
ime weit über die Grenzen ſeiner engeren Heimat
aus in der geſamten Welt der Wiſſenſchaft einen guten
ang hat, hat nach kurzem Ringen dem Tod den Tribut
len müſſen. Geheimer Kommerzienrat Dr. Louis
erck iſt in der Nacht zum Montag um 3 Uhr früh
ch etwa achttägigem Krankenlager — er war allerdings
on längere Zeit herzleidend — infolge von Herzſchwäche
Alter von 59 Jahren geſtorben. Dr. med. et phil.
=Ing. Louis Merck war der Seniorchef des Hauſes
Merck, an deſſen Emporblühen zur jetzigen
Weltbedeu=
ig er, der lange Jahre die Seele des Geſchäfts war,
evorragenden Anteil hat. Bis in die jüngſte Zeit hinein
rr Dr. Louis Merck Chef der Wiſſenſchaftlichen
Ab=
lung und des Chemiſchen Laboratoriums. Seine
vier=
jährigen Berichte über Neuerungen auf dem Gebiete der
armakotherapie und Pharmazie waren wiſſenſchaftlich
r geſchätzte Ausgaben, wie denn überhaupt des
Ver=
rbenen großer Schaffensteil der Wiſſenſchaft gewidmet
r. Allerdings gehörte er auch nach ſeiner im Jahre
5 in Anerkennung ſeiner Verdienſte durch Se. Königl.
heit den Großherzog erfolgten Berufung in die Erſte
mmer der Stände als lebenslängliches Mitglied einer
etzgebenden Körperſchaft an — er war Mitglied des
Ausſchuſſes — doch trat er politiſch wenig oder nie
vor. Die Politik lag wohl dem Manne der
Wiſſen=
aft nicht, der mit ſeiner Liebe zu dieſer bedeutendes
ifmänniſches Talent verband Hingegen brachte der
rſtorbene den großen wirtſchaftlichen Fragen unſerer
it ſtets ein reges Intereſſe entgegen und auch die
vor=
dlichen ſozialen Einrichtungen der Weltfirma E. Merck
d wohl zum größten Teil ſein Werk. Die Wiſſenſchaft
die hohen Verdienſte des Verſtorbenen wiederholt
an=
annt. Die Landesuniverſität Gießen verlieh ihm den
med. h. c. und die Techniſche Hochſchule Darmſtadt
Dr.=Ing. h.sc., er war alſo dreifacher Doktor Der
oßh. Handelskammer hat der Verſchiedene ſeit dem
hre 1898 als Mitglied angehört, ſeit 1901 war er der erſte
lvertretende Vorſitzende der Kammer. Er hat ſein
ßes Wiſſen und ſeine ebenſo große Erfahrung ſtets
be=
twillig in den Dienſt der gemeinſamen Beſtrebungen
ſtellt und hat es verſtanden, alle, die ihm näher traten,
rch die hervorragende Gediegenheit ſeines Charakters,
vie durch die ungewöhnliche Leutſeligkeit ſeines Weſens
Freunde und Verehrer zu gewinnen. Der Verſtorbene
r auch Mitglied des Kreistages des Kreiſes Darmſtadt,
ßerdem Mitglied des Kaiſerlichen Geſundheitsamtes in
rlin und Handelsſtatiſtiſcher Beirat beim Kaiſerlichen
atiſtiſchen Amt in Berlin. Er war Inhaber des
Kom=
kreuzes 2. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps des
oßmütigen und des preußiſchen Kronenordens 2. Klaſſe.
Louis Merck war verheiratet mit der Tochter des
heren Leibarztes des Großherzogs, Eigenbrodt. Er
terläßt mehrere Kinder. Unſer Land verliert in ihm
en ſeiner hervorragendſten Männer, dem es ein ehren=
Andenken bewahren wird.
** 70. Geburtstag. Man ſchreibt uns: Herr Jean
ein, Feldbergſtraße hier, beging am Samstag in
ler Rüſtigkeit und geiſtiger Friſche ſeinen 70. Geburts=
K. verſieht noch heute ſeinen Poſten als Portier
der Firma Lutz, Landwehrſtraße. Am Abend wurde der
chbetagte durch ein Ständchen vom Geſangverein
utonia, deſſen langjähriges Mitglied er iſt, geehrt.
* Die Großh. Hofmuſik vor 40 Jahren. In
em Schaufenſter der Köhlerſchen Buchhandluna (O.
rius, Schulſtraße), iſt ein Gruppenbild der Großh.
fmuſik=Mitglieder aus dem Jahre 1873 ausgeſtellt,
genommen zum 25jährigen Regierungsjubiläum
K. H. des Großherzogs Ludwig III. Von den
naligen 54 Mitgliedern (auf dem Bilde fehlt nur der
Zeit der Aufnahme erkrankte Kammermuſiker
Stein=
bner) leben noch in unſerer Mitte die Herren
mmermuſiker Becker, Debus, Kugler, Pfeil
Sulzmann.
m. Eiſenhuth=Ehrung. Die Summe, die zur
Her=
ſtellung eines Alpinums im Botaniſchen
Garten des Alzeyer Lehrerſeminars nötig iſt, wurde
bereits gedeckt. Die Mehreinnahmen bilden den
Grund=
ſtock zu einer Eiſenhuth=Stiftung, von deren
Erträgen erwerbsunfähigen älteren Lehrerwaiſen
Unter=
ſtützungen gewährt werden ſollen, damit ſie nicht als
Orts=
arme den Gemeinden zur Laſt fallen. Die Sammlungen
werden fortgeſetzt.
* Der Darmſtädter Zweigverein der Guſtav=Adolf=
Stiftung hielt ſeine diesjährige Jahresverſammlung am
Sonntag, den 14. September, in der Pauluskirche zu
Darmſtadt ab. In dem Feſtgottesdienſt, der um 3 Uhr
nachmittags ſtattfand, predigte Pfarrer Becker aus Fürth
1. O. über Pſalm 84, V. 2—8, und wies in
herzandringen=
der, begeiſterter Weiſe auf die Quelle und den Segen der
Guſtav=Adolf=Arbeit hin. Der Vorſitzende, Pfarrer
Vo=
gel, begrüßte in herzlichen Worten die Feſtgemeinde und
ſchilderte die Art und Arbeit des Vereins im Blick auf die
Art des Helden, deſſen Namen er trägt. Der Gottesdienſt
wurde noch beſonders verſchönt durch die Geſänge des
Kirchenchors unter der bewährten Leitung des Profeſſors
Weimar. In der Nachverſammlung, die um 5 Uhr im
Gemeindeſaal der Pauluskirche abgehalten wurde,
be=
grüßte Pfarrer Rückert die zahlreichen Feſtteilnehmer in
ſinnigen und kräftigen Worten. Ebenſo ſprachen im
Na=
men des Heſſiſchen Hauptvereins der Guſtav=Adolf=
Stif=
tung Geh. Ober=Rechnungsrat Dr. Waaner und im
Na=
men des Ev. Bundes Profeſſor Knoll. Den Jahresbericht
erſtattete der neugewählte Schriftführer des Vereins
Pro=
feſſor Kunkel. Er erzählte von den Leiſtungen des
Ver=
eins im vergangenen Jahre, ließ ſeine Zuhörer einen Blick
in das weite Arbeitsfeld tun und forderte ſchließlich zu
eifriger Mitarbeit auf. Beſonders rühmend wurde der
Tätigkeit des Darmſtädter Frauenvereins gedacht. Nach
mehreren erhebenden Geſängen des Kirchenchors und der
Chorſchule letztere unter der trefflichen Leitung des
Leh=
rers Keil, ſprach Pfarrer Becker=Fürth über den Segen der
religiöſen und kirchlichen Gemeinſchaft, wie ſie der Guſtav=
Adolf=Verein unter den Glaubensgenoſſen in der
Zer=
ſtreuung ſchafft. Ein kleines Feſtſpiel: „Wir haben den
Schweden mit Augen aeſehen” von Mitgliedern der
Ju=
gendvereinigung der Markusgemeinde geſpielt, erzielte
reichen Beifall. Mit herzlichem Danke konnte Pfarrer
Vogel in ſeinem Schlußwort auf den Verlauf des Feſtes
zurückblicken. Die Kirchenkollekte betrug 69,84 Mark und
die Sammlung in der Nachfeier 59,77 Mark. Beide
Sum=
men wurden der Guſtav=Adolf=Gemeinde Fürth i. O.
zugewieſen. Das ſchön und würdig verlaufene Feſt wird
allen Teilnehmern in angenehmer Erinnerung bleiben.
—o- Jung=Darmſtadt der vereinigten Kriegervereine.
Am Samstag und Sonntag fand eine zweitägige
Uebung von Jung=Darmſtadt der vereinigten
Krieger=
vereine ſtatt. Nachdem man bei ſchönem Mondenſchein
Darmſtadt verlaſſen hatte, trafen die Teilnehmer nach
einem ſtrammen Marſche über Bera und Tal in
Lützelbach ein, wo in einem großen Saale das
Nacht=
lager aufgeſchlagen wurde. Aber es ſollte nicht lange
dauern, denn ſchon um 3 Uhr erfolgte unverhofftes Wecken,
um noch vor Tagesgrauen die vom markierten roten Feind
beſetzte Ortſchaft Neunkirchen einzuſchließen. Es ſchlug
von der nahen Kirche gerade ½5 Uhr, als der Leitung
ge=
meldet wurde, daß der aus 60 Poſten gebildete Ring um
Neunkirchen gezogen ſei. Gegen ½7 Uhr wurde unter
gro=
ßem Jubel die Stellung der roten Partei eingenommen
Nach beendeter Kritik wurde unter Vorantritt der
Tromm=
ler= und Pfeiferabteilung nach Lützelbach zurückmarſchiert,
wo man Zeltlager aufſchlug, um den ermüdeten
Glie=
dern Ruhe zu gönnen. Nicht lange dauerte es und es
ertönten abwechſelnd Lieder und Vorträge. Man war
aber auch ſonſt nicht müßig, denn der Hunger meldete ſich
und fleißige Hände waren damit beſchäftigt, für die
Jung=
mannſchaft Tee, Kakao und Erbſenſuppe zu kochen. Am
meiſten Freude machte es, als Herr Louis Geiſt die Jungen
photographiſch aufnahm. Nachdem man ſich gegen ½3 Uhr
wieder marſchbereit gemacht hatte, ging es über
Lichten=
berg, wo Jung=Darmſtadt von einer großen Zahl
Darm=
ſtädtern freudig begrüßt wurde, nach Reinheim zu. Von
hier ging es wieder mit der Bahn in unſere ſchöne
Re=
idenz zurück, die um ½7 Uhr erreicht wurde, von wo man
alsdann mit Muſik zum Jugendheim „Feierabend”
mar=
ſchierte. Jeder der Teilnehmer wird ſich noch recht oft
dieſer ſchönen Stunden erinnern.
* Vogelsberger Höhenklub (Zweigverein Darmſtadt).
Am vergangenen Sonntag unternahm der hieſige V. H. C.
eine Wanderung von Schriesheim über Strahlenburg,
Oelberg, Weißer Stein und Heiligenberg nach Heidelberg.
Die Sterne flimmerten noch am nächtlichen Himmel, als
gegen 5 Uhr morgens zur Bahn gepilgert wurde. Und
dennoch hatten ſich 117 wackere Wandersleute eingefunden.
Sie hatten es nicht zu bereuen. Die herrlichen
Landſchafts=
bilder, die ausſichtsreichen Wege, das ſchöne
Wanderwet=
ter und die gute Bewirtung, alles wirkte zuſammen, um
eine vorzügliche Stimmung zu erzeugen und ſo dieſe
Wanderung zu einer der gelungenſten und genußreichſten
dieſes Sommers zu machen. Friſchauf! nun zur
Rhein=
fahrt im Oktober!
gs Unfall. Durch die ſchon ſo oft gerügte Unſitte,
Obſtreſte auf die Straße zu werfen, kam geſtern nachmittaa
½5 Uhr in der Karlſtraße eine 60jährige Frau ſo
unglück=
lich zu Fall, daß ſie ſich den rechten Oberſchenkel
brach. Die Bedauernswerte mußte von der
Rettungs=
wache mit dem Krankenkraftwagen in das ſtädtiſche
Kran=
kenhaus gebracht werden.
§ Einbruchsdiebſtahl. In der Nacht zum Montag
wurde in dem im Hauſe Wilhelminenſtraße Nr. 8
befind=
lichen Zigarrengeſchäft ein Einbruchsdiebſtahl verübt,
wobei den Tätern Zigarren und Waren im Werte
von 50—60 Mark in die Hände fielen. Einer der Täter,
ein Kaufmann, wurde verhaftet.
n. Verhaftung eines flüchtigen Kirchenrechners. Der
nach umfangreichen Veruntreuungen aus Gernsheim
verſchwundene Kirchenrechner Engel wurde in der Nacht
zum Sonntag hier feſtgenommen. Ein Schutzmann
traf ihn in der Heinheimerſtraße und brachte ihn in
Po=
lizeigewahrſam. Obwohl die von ihm im Laufe der Zeit
unterſchlagenen Kaſſengelder ſich auf insgeſamt etwa
20000 Mark beziffern, befand ſich Engel zuletzt nicht im
Beſitz nennenswerter verfügbarer Mittel, denn er lieh ſich
nach der Entfernung aus Gernsheim von einem
Bekann=
ten 20 Mark. Er ſoll die Abſicht gehabt haben, ſich ſelbſt
der Behörde zu ſtellen. Wie Engel angibt, hatte er ſich
nach einem Kloſter in Saalmünſter begeben und dort den
Rat erhalten, ſich nicht der Verantwortung durch Flucht
oder Selbſtmord zu entziehen, ſondern ſeine Schuld zu
be=
kennen und die ſtrafrechtliche Sühne auf ſich zu nehmen.
Er iſt 1870 geboren, unverheiratet und lebte, wie man
hört, derart, daß ſein Einkommen zur Beſtreitung mancher
Neigungen nicht ausreichte und er die ihm anvertrauten
Gelder angriff. Ob er die Defekte uſw. auch durch falſche
Buchungen verdeckt hat und ſeine Unterſchlagungen
des=
halb ein zur Zuſtändigkeit des Schwurgerichts gehörendes
Verbrechen oder ein Strafkammerfall ſind, wird die
Unter=
ſuchung ergeben.
* Kinotheater. Reſidenztheater am Weißen
Turm. Den Clou des heutigen Programms bildet der
ſenſationelle Liebesroman in drei Akten Eine
Unglück=
liche” ein Wiener Kunſtfilm, der dieſen Namen ſowohl
im kunſtvollen Aufbau, als in der techniſch
unver=
gleichlichen Wiedergabe und photographiſchen Leitung mit
vollem Rechte verdient. Ein origineller Dreiakter, „
Küm=
mere dich um Amelie” kommt als Einlage zur
Vorfüh=
rung; eine amüſante Pariſer Komödie, pikant und doch
äußerſt dezent. An Humoresken iſt zu bewundern neben
der Poſſe „Eine Geldheirat” der unverwüſtliche Max
Linder in ſeiner Glanzrolle. Zwei wirklich erſtklaſſige
Naturaufnahmen „Auf dem Pilatus” und „In den franz.
Alpen” vervollſtändigen das Programm. Der
Wochen=
bericht bringt wieder das Neueſte vom Tage. — Erſtes
Darmſtädter Kino Grafenſtraße. Mit dem 16.
September beginnt die diesjährige Saiſon. Zur
Vor=
führung gelangt ab Dienstag der Vierakter „Das
Geheim=
nis von Chateau=Richmond‟ Dieſer 1100 Meter lange
Film hält das Publikum von Anfang bis zu Ende in
Spannung. Mit unzähligen Opfern iſt dieſer Film
zu=
wege gebracht worden, ungeachtet der Rieſenſummen, die
die Aufnahmen verſchlungen haben. Welch’ große
Zug=
kraft dieſer Film bildet, beweiſt, daß derſelbe in
Ham=
burg mehrere Wochen ununterbrochen lief. Die Direktion
des I. Darmſtädter Kinos hat nicht die enormen Koſten
geſcheut, ſich dieſen Film auf vier Tage zu ſichern und
gleichzeitig das Alleinaufführungsrecht für Darmſtadt zu
erwerben.
— Traiſa, 15. Sept. (Gemeinderatswahl.)
Man ſchreibt uns: Die letzten Samstag hier
vorgenom=
mene Gemeinderatswahl verlief äußerſt ruhig; von 197
Berechtigten ſchritten nur 126 zur Urne im Rathaus.
Ge=
wählt wurden die Kandidaten der
bürger=
lichen Liſte, und zwar Schreiner Georg Rindfrey
und Pfläſterermeiſter Michael Seippel mit je 76, Landwirt
Friedrich Scheerer V mit 63, ſowie Landwirt Heinr. Old
mit 61 Stimmen. Die gegneriſche Liſte vermochte nur 39
bis 55 Stimmen auf ſich zu vereinigen; zerſplittert waren
13 Stimmen. — Bei dieſer Gelegenheit ſei mitgeteilt, daß
die Arbeiten zur Einführung des
elektri=
chen Lichtes rüſtig vorwärts ſchreiten. Das Kabel iſt
ſeitens der Heag bereits ſeit längerer Zeit gelegt; dieſe
Woche wird mit dem Aufſtellen der Lichtmaſten begonnen.
Auch in vielen Häuſern iſt man ſchon ſeit Wochen mit dem
Legen der Leitungen fertig. Hieran iſt allerdings der
ebenſo überflüſſige wie verfehlte „Kerwekarnevalsartikel”
mit ſeiner plumpen und durchſichtigen Reklame, der
neu=
lich in verſchiedenen Blättern über unſere Einwohnerſchaft
ſich luſtig machte, vollſtändig unſchuldig. Die hieſige
Bür=
gerſchaft hat es nicht nötig, ſich erſt von einem Herrn
„Civis” und ſeinem Gewährsmann aufklären zu laſſen.
Sz. Griesheim, 14. Sept. (Polizei= und
Schutz=
hunde=Prüfung.) In welchem Maße das Intereſſe
der Polizei= und Schutzhundeſache auch auf
dem Lande Platz gegriffen hat, bewies die überaus ſtarke
Zahl der Beſucher der heute an der Weſtgrenze des
Trup=
penübungsplatzes erfolgten 1. Polizei= und
Schutz=
hundeprüfung, die der Zweigverein Griesheim des
Heſſiſchen Polizei= und Schutzhund=Vereins, Sitz
Darm=
ſtadt, daſelbſt veranſtaltet hatte. Von 15 gemeldeten
Hun=
den waren 10 erſchienen; es wurde in 2 Klaſſen geprüft:
Klaſſe A mit durchweg fertig dreſſierten Hunden, Klaſſe B
mit andreſſierten Junghunden. Die Prüfung erſtreckte ſich
auf Naſenarbeit (fremde Spuren bis auf 1000 Meter
Ent=
fernung), Gehorſamsübungen und Mannarbeit. Die
ge=
ſamten Arbeiten wurden faſt ausnahmslos ſowohl von
ſeiten der Führer, wie auch ſeitens der Hunde mit einer
Ein bedeutender Gräberfund
in Chüringen.
T. In dem kleinen Thüringer Städtchen Haßleben
rde am Samstag im Beiſein des Weimariſchen
Staats=
rtiſters Exz. Rothe von dem Archäologen Profeſſor
iller, dem Kuſtos des ſtädtiſchen Muſeums in Weimar,
altgermaniſches Rieſengrab bloßgelegt,
eine überraſchend reiche Ausbeute lieferte. In der
iſchen dem genannten Haßleben und dem Dorfe
Rieth=
dhauſen gelegenen großen Kiesgrube, aus der man
vor Jahresfriſt alte Spangen von hohem
archäolo=
hen Wert gefördert hatte, ſtieß man nach mehrtägigem
nvollem Suchen auf zwei vollſtändia erhaltene Skelette
iblicher Perſonen, an denen kein Knochen fehlte und
Zähne noch erhalten waren. Das eine dieſer Skelette,
beide in der Lage von Norden nach Süden gebettet
ren, fand man in einer Tiefe von nur 80 Zentimetern,
hrend das andere drei Meter tief eingeſenkt war.
Be=
tender als dieſe menſchlichen Ueberreſte ſind die
koſt=
en Schmuck= und Gebrauchsgegenſtände
entdeckten Begräbnisſtätte. Um den Hals eines der
elette lag ein großer goldener Ring im Gewicht von
em viertel Pfund und eine aus goldenen Körbchen,
nerchen uſw. verfertigte kunſtvolle Schmuckkette; eine
dere aus Bernſteinperlen gearbeitete Schmuckkette lag
der Bruſt des Gerippes. Neben dem Schädel liegend
deckte man weiter zwei 20 Zentimeter lange Nadeln,
nfalls aus reinſtem Golde. An anderen Koſtbarkeiten
hob man in unmittelbarer Nähe der Skelette auf: zwei
goldene, mit wertvollen Rubinen beſetzte Broſchen, eine
Kapſel mit Goldmünzen in der Größe eines
Zwanzig=
markſtückes, die das Bildnis und den Namen des Kaiſers
Hadrian trugen, ſchwere gegoſſene und mit Edelſteinen
beſetzte Sicherheitsnadeln, axtförmige Ohrringe aus
dün=
nem Goldblech, zwei Schmuckkäſtchen mit ſilbernen Ecken,
dreißig Bernſteinperlen in Birnenform, mehrere
Finger=
ringe, darunter einer aus Glas verfertigt, große mit
Gold=
draht umwickelte Hutnadeln, wieder andere Nadeln und
Kämme aus Knochen uſ. uſw. In etwas weiterem
Ab=
ſtande von den Skeletten fanden ſich etwa zwanzig Gefäße
aus Silber, Bronze und Stein. Eine ſilberne Schüſſel
enthielt Gerippe von Vögeln wahrſcheinlich Gänſen und
Rebhühnern. In einem Topfe entdeckte man das Skelett
eines Vierfüßlers. Offenbar enthielten alle dieſe Gefäße,
unter denen fünf Gläſer und zwei Eimer mit breiten
ſil=
bernen Reifen ſind, Opfergaben für die Begraßenen. Unter
all dieſen koſtbarrn Fundgegenſtänden, deren
Geſamt=
zahl noch nicht bekannt gegeben iſt, befinden ſich allein
fünfzig Stücke aus reinem Golde.
Die wiſſenſchaftliche Werteinſchätzung dieſer Ausbeute
der Thüringer Erde muß Fachmännern überlaſſen bleiben.
Allein ſoviel darf feſtgeſtellt werden, daß dieſer
Gräber=
fund der koſtbarſte iſt, der auf Thüringens Boden je
ge=
macht worden iſt. Aus der Lage der Skelette die nicht
neben, ſondern hintereinander gebettet waren, glaubt man
ſchließen zu dürfen, daß man in der Haßlebener
Kies=
grube eine Begräbnisſtätte größeren Umfangs vor ſich hat.
Wie man hört, ſollen die Grabungen weiter fortgeſetzt
werden.
Feuilleton.
* Der neue Schnelltelegraph von Siemens und Halske.
In dem neueſten Heft der Mitteilungen aus den
Geſell=
ſchaften Siemens und Halske und Siemens=Schuckertwerke
veröffentlicht Oberingenieur Schmidt einen Aufſatz über
den neuen Schnelltelegraphen der Siemens und Halske
A.=G., den die deutſche Reichstelegraphen=Verwaltung
nach eingehender Prüfung vor kurzem endgültig
einge=
führt und bereits auf den ſehr verkehrsreichen Leitungen
Berlin=Breslau, Berlin-Düſſeldorf, Berlin-Straßburg
i. E., Berlin-Frankfurt a. M. und Berlin-Königsberg
in Betrieb genommen hat. In nächſter Zeit wird auch
auf der Linie Berlin-Hamburg der Verkehr mit dieſem
Apparat bewerkſtelligt werden. Er gehört zu der
Gat=
tung der Maſchinentelegraphen, bei denen die
Telegra=
phierzeichen an das empfangende Amt nicht mehr in der
bisher üblichen Weiſe von Hand gegeben, ſondern
ver=
mittels eines ſelbſttätigen Sendeapparates, alſo
unab=
hängig von der Geſchicklichkeit eines Telegraphiſten,
über=
mittelt werden. Die Telegramme müſſen infolgedeſſen ſo
vorbereitet werden, daß ihre Weitergabe durch den
Sendeapparat ohne weiteres möglich iſt. Zu dieſem
Zweck wird der Text eines Telegramms in Lochſchrift in
einen Papierſtreifen (Sendeſtreifen) eingeſtanzt. Zur
Er=
zielung eines rationellen Betriebes war es erforderlich,
die zum Lochen des Sendeſtreifens benötigten Apparate
(Taſtenlocher) ſo auszugeſtalten, daß zu ihrer Bedienung
jede mit der Handhabung einer Schreibmaſchine vertrante
Perſon verwendet werden=kann. Sowohl Sende= wie guch
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. September 1913.
Nummer 217.
Sicherheit durchgeführt, die beim Publikum lebhafte
Be=
wunderung hervorrief. Prüfungsleiter war Heer
Krimi=
malſchutzmann Weber=Darmſtadt; das Preisrichteramt
üübernahmen die Herren Kaufmann Seitz und
Reſtau=
trateur Schnell=Darmſtadt, ſowie Schupp=
Gries=
heim. Bei außerordentlich ſtarker Konkurrenz erzielten die
Führer mit ihren Hunden nachſtehende Preiſe:
Klaſſe A. Bewertung vorzüglich und 1. Preis: Roth=
Darmſtadt mit deutſchem Schäferhund „Prinz”; vorzüglich
und 2. Preis: Seng=Darmſtadt, mit deutſcher
Schäfer=
hündin „Alona”; vorzüglich und 3. Preis: Jäger=
Darm=
ſtadt, mit deutſchem Schäferhund „Cgeſar”; vorzüglich und
4. Preis: Weber=Darmſtadt, mit Airedale=Terrier „Rolf”
vorzüglich und 5. Preis: Gruber=Babenhauſen, mit
deut=
ſcher Schäferhündin „Alma” (Beſitzer Sanitätsrat Dr.
Michel=Babenhauſen); vorzüglich und 6. Preis: Küchler=
Langen, mit deutſcher Schäferhündin „Nelly”; ſehr gut
und 7. Preis: Klotz=Darmſtadt, mit deutſcher
Schäfer=
hündin „Lady”; ſehr gut und 8. Preis: Eiſinger=
Darm=
ſtadt, mit deutſchem Schäferhund „Lux” — Klaſſe B.
Bewertung vorzüglich und 1. Preis: Gläſer=Griesheim,
mit deutſcher Schäferhündin „Alla”; vorzüglich und 2.
Preis: Hild=Griesheim, mit deutſchem Schäferhund „Tell”;
vorzüglich und 3 Preis: Müller=Griesheim, mit deutſcher
Schäferhündin „Dora” ſehr gut und 4. Preis: Rühl=
Griesheim, mit deutſcher Schäferhündin „Flora” 5.
Preis: Aſtheimer=Griesheim, mit deutſchem Schäferhund
„Tell”. Außerdem waren noch =wei Preiſe für die beſten
Hundeführer ausgeſetzt; dieſelven fielen in Klaſſe A auf
Kriminalſchutzmann Weber=Darmſtadt und in Klaſſe B
auf Hild=Griesheim. — Nach der Preisverteilung, die im
Saale des „Darmſtädter Hof” ſtattfand, hielt der 1.
Vor=
ſitzende des Hauptvereins, Herr Polizeikommiſſär
Linde=
mann=Darmſtadt, eine markante Anſprache, in deren
Verlauf er dem 1. Vorſitzenden des Zweigvereins
Gries=
heim, Herrn Polizeidiener Kiſſinger, ſeine Anerkennung
zollte über das ſachverſtändige Arrangement der
Veran=
ſtaltung; ferner dankte er mit herzlichen
Ermunterungs=
worten den Hundeführern und zuletzt ſprach er auch den
Preisrichtern Dank aus für ihre Mühewaltung. Herr
Weber=Darmſtadt dankte dem veranſtaltenden Verein und
den Preisrichtern im Namen der Führer. Hieran ſchloß
ſich eine gemütliche Unterhaltung, wozu der Geſangverein
Sängerbund=Griesheim wohl den größten Teil
bei=
ſteuerte; in deren Verlauf gelangte auch ein reinraſſiger
deutſcher Schäferhund zur Ausloſung. — Die verteilten
Preiſe beſtanden in Diplomen und Ehrenpreiſen.
— Pfungſtadt, 15. Sept. (Obſtverſteigerungen.)
Beträchtliche Erlöſe haben die Gemeinden der hieſigen
Gegend bei der Verſteigerung ihres Obſtes erzielt. Für
das Obſt unſerer Stadt wurden zirka 1600 Mark
verein=
nahmt. Der benachbarten Gemeinde Hahn, deren
Obſtan=
lagen noch älter als die der Gemeinde Pfungſtadt ſind,
trug die Verſteigerung 1933 Mark ein. Im allgemeinen
reift hier das Obſt dieſes Jahr ungemein früh und iſt
da=
bei von großem Wohlgeſchmack.
* Schneppenhauſen, 13. Sept. (
Gemeinderats=
wahl.) Bei der heutigen Gemeinderatswahl wurden
ge=
wählt: Philipp Reich, Landwirt, Johann Kunz.
Land=
wirt, Karl Kunz, Geometer.
Kelſterbach, 15. Sept. (Tod beim Baden.) Der
13jährige Volksſchüler Dreilich von hier hatte mit
anderen Knaben eine Hetzjagd auf ein Eichhörnchen
unter=
nommen und ſtürzte ſich ſofort nach Beendigung
der=
ſelben, um ſich abzukühlen, in den Main. Der Junge
verſchwand ſofort im Waſſer. Nach nahezu
zweiſtündi=
gem Suchen wurde ſeine Leiche gefunden.
HB Offenbach, 15. Sept. (Der heimtückiſche
Affe.) Ein hieſiger Fabrikant, der ſich einen Affen hielt,
wurde von dieſem geſtern nachmittag gebiſſen, wobei er
eine ſchwere Verletzung an der Schlagader davontrug. Der
Fabrikant mußte in ſchwerverletztem Zuſtande ins
Kran=
kenhaus gebracht werden.
Mainz, 15. Sept. (Feuer.) In der Fabrik
chemi=
ſcher Präparate Dr. Arand und Co. auf der Ingelheimer
Au brach Freitag nachmittag ein großes Feuer aus. Es
begann in dem Gebäude, in dem die Maſchinen aufgeſtellt
ſind. Der Bau wurde ein Raub der Flammen, während
die Maſchinen wahrſcheinlich keinen Schaden erlitten
haben. Der Verluſt iſt durch Verſicherung gedeckt. Man
hofft, daß der Betrieb keine Unterbrechung erleidet. — Der
penſionierte Major Hattenbach aus Wiesbaden war
mit der Straßenbahn nach Mainz gefahren. Als er in
Mainz auf dem Brückenplatz ausſtieg, wurde er vom
Schlage betroffen. Er war ſofort tot.
Ober=Olm, 15. Sept. (Brandunglück.) Die
Ge=
richtskommiſſion, die den Tatbeſtand in Sachen des
trau=
rigen Brandunglücks feſtſtellte, nimmt an, daß der 85jährige
Landwirt Karl Schmidt der bei dem Brande ſein
Leben einbüßte, nach der Scheune ging, um nach der
Ur=
ſache des ſtarken Brandgeruchs zu ſehen. Dabei verfehlte
er durch den ſtarken Rauch infolge ſeines ſchlechten
Seh=
vermögens jedenfalls den Ausgang und erſtickte, denn die
Leiche wurde am nächſten Tage beim Wegräumen des
Schuttes in der Nähe der Scheunentür vorgefunden. Erſt
nach dem Brande wurde der Greis von ſeinen
Angehöri=
gen vermißt, was bei der Aufregung während des
Bran=
des wohl begreiflich erſcheint.
Worms, 15. Sept. (Verhaftung.) Verhaftet wurde
ein aus Kuxhaven gebürtiger 18 Jahre alter Hausdiener,
der ſeit kurzer Zeit hier in Stellung iſt und wegen
Un=
terſchlagung von 218 Mark zum Nachteile einer
Firma in Altona geſucht wird. Der Verhaftete hatte ſich
bisher unter falſchem Namen hier aufgehalten und
inzwi=
ſchen bereits einen Logisſchwindel verübt. — Im Rhein,
oberhalb des Mittelbuſches, wurde heute früh zwiſchen 6
und 7 Uhr die Leiche eines unbekannten Mannes im
Alter von etwa 50 Jahren geländet. Der Kleidung
nach zu ſchließen gehört der Mann dem Arbeiterſtande an.
Heddesheim, 15. Sept. (Unfall.) Zu einem
fol=
genſchweren Unfall iſt es hier an einer Dreſchmaſchine
ge=
kommen. Als dieſe in der Scheune bei der Witwe
Schmitt=Glöckner aufgeſtellt werden ſollte, geriet ein Sohn
der Frau zwiſchen die Maſchine und die Wand. Er hat
einen Bruch der Hand und ſchwere
Quetſchun=
gen am Bruſtkorb davongetragen. Die Verletzungen
ſind lebensgefährlich.
(Göttergeſtalten im
Gießen, 15. Sept.
Schutt.) Bei der Niederlegung des alten Ottmannſchen
Hauſes hat ein Nachbar im Schutt der Fundamente zwei
25 Zentimeter hohe, in Nußbaumholz geſchnitzte
Fi=
guren gefunden, die von unſerem Muſeum erworben
wurden. Es ſtellte ſich heraus, daß es ſich um die Göttin
Ceres und um Jupiter handelt, die künſtleriſch vollendet,
in intereſſanter Auffaſſung, auf der Weltkugel ſtehend,
dargeſtellt ſind. Die Arbeit ſtammt aus dem Anfang
des 17. Jahrhunderts. Dem Zufall nur iſt es zu danken,
daß die beiden intereſſanten Kunſtwerke der Nachwelt
er=
halten bleiben. — Ein hieſiger Geſchäftsmann wollte
geſtern mit ſeiner Frau und ſeinen erwachſenen vier
Kin=
dern einen Ausflug nach Wetzlar machen. Vor ihm
for=
derte ein Mann an der Fahrkartenausgabe „ein
Sonn=
tagsbillett nach Wetzlar, dritter”. Humorvoll verlangte
der Gießener Herr: „Dasſelbe in grün” und erhielt
prompt ſechs Sonntagsfahrkarten in grün, gültig für die
zweite Wagenklaſſe. „Mein Herr, Sie irren,” erklärte er
dem Fahrkartenverkäufer, „ich wollte nur dritter Klaſſe
reiſen.‟ „Nein, mein Herr.” meinte jener, „Sie wollten
Sonntagsfahrkarten nach Wetzlar in grün, und mit den
grünen Fahrkarten, die Sie verlangt und erhalten haben.
können Sie auch dritter Klaſſe reiſen.” ſprachs und gab
dem verdutzt Dreinſchauenden auf ein Zehnmarkſtück unter
Abzug des Preiſes für die grünen Fahrkarten den
Ueber=
ſchuß heraus.
D Lollar, 15. Sept. Man teilt uns mit: In der
Generalverſammlung der Gewerbebank Lollar,
eingetragene Genoſſenſchaft mit unbeſchränkter
Haft=
pflicht zu Lollar wurde der ſofort einzuzahlende
Geſchäftsanteil auf 10000 Mk. erhöht. Die Bilanz
hatte dieſes Jahr einen Verluſt von 402000 Mk.
ergeben. Die Verluſtpoſten rühren in erſter Linie
von der Geſchäftsverbindung mit dem Direktor der
Gewerbebank Nies und von anderen
Hypotheken=
geſchäften in Frankfurt her. In der Verſammlung
wurde allgemein der Wunſch ausgeſprochen, feſt
zu=
ſammenzuhalten und die Genoſſenſchaft nicht in
Konkurs gehen zu laſſen. Der Mitgliederbeſtand
ſetzt ſich, wie der Name ſchon ſagt, in erſter Linie aus
Gewerbetreibenden zuſammen, die nicht nur in Lollar,
ſondern in der ganzen Gegend zerſtreut wohnen.
Beich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 14. Sept. Der Grundſtein
zu einem eigenen Theater der neuen Freien
Volks=
bühne iſt geſtern gelegt worden. Das Theater ſoll
be=
reits im nächſten Herbſt eingeweiht werden — An die
verfloſſenen Sommerferien und an den Reiſeverkehr
er=
innern jetzt, wo bereits alles wieder im alten Gleiſe iſt,
die Fundbureaus der
Verkehrseinrichtun=
gen, ganz beſonders aber das Fundbureau der
Eiſen=
bahndirektion Berlin. Dieſes hat ſeit der Rückkehr der
Ferienreiſenden eine ganz enorme Bereicherung erfahren.
Tauſende von Paketen und Paketchen, Schirmen, Stöcken,
Kartons mit Reiſeandenken, Taſchen, ja ſelbſt gefüllte
Reiſekörbe und Koffer ſind hier aufgeſtapelt. Auf der
Stettiner Bahn mit ihrem gewaltigen Verkehr aus den
Oſtſeebädern ſcheint die Vergeßlichkeit der Ferienreiſenden
ihren Höhepunkt erreicht zu haben, denn die betreffende
Ab=
teilung des Fundbureaus iſt völlig überfüllt. Ein Teil
der Fundſachen wurde bereits von den Eigentümern
ab=
geholt, der Reſt harrt jetzt der öffentlichen Verſteigerung.
Die vergeßlichen Ferienreiſenden ſind nicht nur in Berlin
Als heute früh eine Frau aus Lankwitz in
ſeßhaft . . .
ihrem Wagen nach Berlin fuhr, ſtürzte plötzlich, ſo wird
gemeldet, das Pferd in der Kaiſer=Wilhelmſtraße zu
Bo=
den. Es ſtellte ſich dann heraus, daß ein Drahtſeil
quer über die Straße geſpannt war. Es war
anſcheinend auf Kraftwagen abgeſehen geweſen. Das
Drahtſeil war offenbar von den elektriſchen Leitungen am
Teltowkanal geſtohlen worden. Leider fehlt von den
nichtswürdigen Tätern jede Spur. — Der 18 Jahre alte
Schreiber Franz Neudamm gab geſtern nacht auf ſeinen
Freund, den gleichalterigen Schreiber Kühnert, mit dem
er in Streit geraten war, mit einem Revolver drei
Schüſſe ab. Blutüberſtrömt brach Kühnect zuſammen.
Empfangsapparat machen normal 720 Umdrehungen in
der Minute, ſo daß 720 Zeichen in derſelben Zeit
über=
mittelt werden können. Die Umlaufszahl kann bis auf
etwa 1000 geſteigert, aber auch bis auf 200 vermindert
werden, wenn es die elektriſchen Eigenſchaften der Leitung
erfordern. Dies iſt ein bedeutender Vorteil gegenüber den
bisher beſtehenden Maſchinentelegraphen.
* Der erſte Bilderſchmuck in den Eiſenbahnabteilen
iſt, wie die Voſſ. Ztg. erfährt, auf Veranlaſſung des
Eiſenbahnminiſters in durchgehenden Zügen, die vom
An=
halter Bahnhof in Berlin abgehen, angebracht worden.
Die Bilder ſind mit einem 17 Millimeter breiten leichten
Rahmen eingefaßt, der bei der erſten und zweiten Klaſſe
in Nußbaum, bei der dritten aus Eſchenholz beſteht. Sie
befinden ſich unter Glas und ſind bei der zweiten Klaſſe
rechts und links von dem in der Mitte befindlichen
Spie=
gel, in der dritten Klaſſe in der Mitte der Wand
ange=
bracht. Die Bilder ſind von hervorragenden Künſtlern
angefertigt. Bei der Verteilung der verſchiedenen Bilder,
die Natur= und Kunſtdenkmäler, Städtebilder und
Kriegs=
ſchiffe darſtellen, iſt vor allem darauf Rückſicht genommen,
daß ſie eine werbende Kraft ausüben auf die Reiſenden,
die durch ſie auf bemerkenswerte Schönheiten in deutſchen
Landen aufmerkſam gemacht werden ſollen. Die Bilder
ſtellen u. a. dar: das Kriegsſchiff „Braunſchweig”
Anſich=
ten aus Binz, Kaſſel, Danzig. Düſſeldorf, Heidelberg,
Leipzig. Lübeck, Weſterland, Zoppot, Mannheim,
Mar=
burg, Oeynhauſen, Potsdam, Stettin, Trier uſw.
Ein=
zelne Städte ſind in mehrfachen Abbildungen vertreten.
C.K. Die Opfer der Flugkunſt. Nach einer
Zuſam=
menſtellung des Standard betrug die Zahl der Opfer an
Menſchenleben, die die Flugkunſt ſeit dem Todesſturze
des amerikaniſchen Leutnants Selfridge, der 1908 bei
einem Fluge mit Orville Wright das Leben verlor, bis
zum letzten Donnerstag nicht weniger als 343 Tote.
Im Jahre 1909 forderte die Flugkunſt 3 Opfer, 1910
be=
reits 29, 1911 76, 1912 117 und dieſelbe Ziffer von 117
Toten hat das Jahr 1913 am letzten Donnerstag erreicht
Von den 343 Opfern der Flugmaſchine entfallen 96 auf
Frankreich, 78 auf Deutſchland, 51 auf Amerika. 37 auf
Großbritannien, 23 auf Italien, 21 auf Rußland 8 auf
Oeſterreich=Ungarn. Die Schweiz verzeichnet bis jetzt
insgeſamt 6 Opfer, Belgien 5, Griechenland, Japan und
Argentinien je 3, Rumänien und China je 2 und
Bra=
ſilien Peru, Holland, Chile und Montenegro je 1 Toten.
Bei dieſer Liſte darf jedoch nicht überſehen werden, daß
die Zahl der Flieger in viel größerem Maße zunimmt
als die Opfer und daß die Todesziffern im Verhältnis zu
den zurückgelegten Entfernungen ſtetig abnehmen.
* Ediſon als Prophet. Ediſon iſt unter die Propheten
gegangen. Er hat zwei Vorausſagungen gemacht, die in
ihrer Sonderbarkeit verdienen mitgeteilt zu werden. Er
meinte zunächſt, daß innerhalb zehn Jahren man eine
neue Papierverwertung finden werde. „Wenn man,” ſagt
er, „ſich einer anderen Tinte und einer anderen
Drucker=
ſchwärze bediente, die auf chemiſchem Wege leicht zu
ent=
fernen iſt, ſo könnten die Zeitungen mit Leichtigkeit
mehrere Male zum Druck verwendet werden.‟ Die zweite
der beglückenden Prophezeiungen betrifft die Automobile.
Er findet es unnötig, ſich mit der Frage des künſtlichen
Gummis zu beſchäftigen. Denn erſtens werde der
natür=
liche Gummi innerhalb zehn Jahre doch ſo billig, wie es
der künſtliche nie werden könne, und zweitens würden
in=
nerhalb zehn Jahren doch für die Automobile eigene
zementierte Straßen die die Abnutzung der Gummiräder
lange nicht ſo beſchleunigten, gebaut werden.
In dem Glauben, den Freund erſchoſſen zu haben, erſck
ſich Neudamm darauf ſelbſt.
Frankfurt, 15. Sept. (Zerriſſener Zug.)
8 Uhr 25 Min, geſtern abend von Kronberg abgelaſſer
ſtark beſetzte Zug zerriß zwiſchen Rödelheim und Bock
heim. Der Wagen, an dem ſich die Kuppelung loslö
wurde beſchädigt. Der Zug ſtand alsbald ſtill, ſo daßn
mand verletzt wurde. Dagegen erlitten etwa ſieben Zi
der Homburger und Kronberger Strecke größere Verſt
tungen, weil das eine Hauptgleis nach Bockenheim
ſperrt war. Der verunglückte Zug mußte nach Rödelhe
zurückgeholt werden.
Mannheim, 15. Sept. (Wolkenbruch.) Die Ne
Badiſche Landeszeitung meldet: Geſtern abend 8 ein ſchwerer Wolkenbruch mit Hagelſchlag über
ſere Stadt nieder. Die Straßen waren überflutet,
Keller ſtanden unter Waſſer, ſo daß die Berufsfeuerw.
ausrücken und das Waſſer auspumpen mußte. Das Wet
hielt etwa 4 Stunden an. Der Schaden an Gemü
und Obſt in der Umgegend iſt groß.
Stuttgart, 15. Sept. (Selbſtmord.) Kurz
halb 9 Uhr vormittags ſprang in der Kaſernenſtr.
eine ungefähr 30 bis 35 Jahre alte Frau mit ihren bei
½ und 2 Jahre alten Kindern vom vierten
Stockwerka=
die Straße. Die Frau war ſofort tot. Die bei
Kinder wurden ſchwer verletzt ins Krankenhaus üb
geführt.
Pforzheim, 15. Sept. (Feuer.) Geſtern abend 1
Einbruch der Dunkelheit brach in Büchenbronn ein F
aus, das fünf Wohnhäuſer und fünf Scheunen in A
legte.
Homburg (Pfalz), 15. Sept. (Unfall.) Am Sar
tag fiel an dem hieſigen Bahnhof ein elektriſch
Lichtmaſt der zur Aufſtellung gelangen ſollte,
Auf dem Maſte befanden ſich die Monteure Ringler
Homburg und Conrad aus Kaiſerslautern. Letzterer
hielt ſtarke Quetſchungen, während Ringler Verletzur
am Kopfe, ſowie Arm= und Rippenbrüche davontr
Ringler iſt im Krankenhauſe ſeinen Verletzungen erlee
Hannover, 14. Sept. (Enthüllung des
helm Buſch Denkmals.) In Wiedenſahl
Stadthagen wurde heute in ſchlichter Weiſe ſein
Denk=
enthüllt, das von Verehrern geſtiftet worden iſt.
Feier wurde mit Geſängen des Männergeſangvereins?
denſahl eingeleitet und beſchloſſen. Hofſchauſpieler Ste
burg=Hannover, der die Feſtrede hielt, entwarf in gro
Zügen das Leben des Einſiedlers von Wiedenſahl,
die hohe Kunſt verſtanden habe, den bitteren Kern
Lebens zu erkennen und es doch freudig zu bejahen.
Landrat des Kreiſes Stolzenau, Bergmann, dankte al
die zur Errichtung des Monumentes beigetragen ha=
Bürgermeiſter Krömer übernahm das Denkmal in
Obhut des Ortes. Deputationen des Künſtlervere
Hannover, des Heimatbundes Niederſachſen und
Schlaraffia legten Kranzſpenden nieder. Das Denk
wurde geſchaffen von dem Architekten Otto Luer=
Han=
ver und Bildhauer Profeſſor Gundelach=Hannover.
Weimar, 13. Sept. (Das Befinden der Gr
herzogin.) Das Großherzogliche Hofmarſchallamt
folgende Nachricht über das Befinden der Frau G:
herzogin bekannt: Die Nachrichten über den Geſundhe
zuſtand der Frau Großherzogin lauten noch nicht
friedigend. Die im Gefolge der Scharlacherkrank
auftretende nervöſe Erſchöpfung zeigt noch keine Abnal=
Es muß damit gerechnet werden, daß der
Krankheits=
lauf langwierig ſein wird. Der Großherzog beabſich
die Frau Großherzogin demnächſt in Konſtanz zu
ſuchen. Bekanntlich befindet ſich die Großherzogin
einigen Wochen in einem Konſtanzer Sanatorium.
Erfurt, 14. Sept. (Durch eine umgeworf
Petroleumlampe verbrannt.) In der ver
genen Nacht entſtand durch Umwerfen einer Petrole
lampe in der Wohnung des Kutſchers Melzer ein Fe
Dabei verbrannten deſſen beide Töchter im
von 4 und 1 Jahr. Es iſt feſtgeſtellt, daß Melzer
Lampe in ſchwerer Trunkenheit umgeworfen hat.
Neuſtadt (Sachſen), 15. Sept. (Aus
Eiferſt=
erſtochen.) Der 19 Jahre alte Buchhalter Benicke
Meerane und das 17 Jahre alte Dienſtmädchen Hanke
Niederneukirch, die ein Liebesverhältnis
unterhie=
wurden geſtern abend von dem früheren Liebhaber
Mädchens, dem 18 Jahre alten Fabrikarbeiter
Hert=
aus Eiferſucht erſtochen. Hertwig wurde verhaftet.
Hamburg, 13. Sept. (Die Hutnadelſpi
Als ein am Schalter des Hauptbahnhofs
ſtehender=
macher ſich nach dem Empfang ſeiner Fahrkarte umwar
um wegzugehen, ſtieß er mit dem Auge in eine un
deckte Hutnadelſpitze einer neben ihm ſtehenden De=
Das Auge mußte herausgenommen werden. Die E
kann der Dame teuer zu ſtehen kommen.
Lemberg, 13. Sept. (Der Bruder als Räc
der Ehre ſeiner Schweſter.) In dieſen T
hat ſich in dem galiziſchen Kurort Czicholmien ein
ſchütterndes Drama abgeſpielt. Der Großgrundbe=
Jochontow hatte mit der 18jährigen, bildhübſchen 2
ter des Großgrundbeſitzers K. ein Liebesverhältnis
gonnen, das er nach einiger Zeit ohne Urſache löſte.
Mädchen beging hierauf Selbſtmord. Am Freitag
nun der Bruder des Mädchens den Großgrundbeſitzer
chontow ohne Wortwechſel auf offener Straße ni
und erſchoß ſich dann ſelbſt, nachdem er die verletzte
ſeiner Schweſter gerächt hatte.
Romanshorn, 14. Sept. (Der Maſſenmör
Schwarz unzurechnungsfähig.) Vor e
Jahre hat der Soldat Hermann Schwarz in Romans
ſieben Perſonen erſchoſſen und ſieben weitere Perſt
verletzt. Schwarz war acht Monate lang zur
Beobach=
ſeines Geiſteszuſtandes in der Irrenanſtalt Münſterlit
interniert; der Direktor der Anſtalt, Dr. Wille, kan
dem Schluſſe, daß Schwarz an dementia praecox
und bei Verübung der Tat unzurechnungsfähig war.
Staatsanwaltſchaft ließ darauf den Mörder noch mel
Monate lang in der berniſchen Irrenanſtalt Münſit
unterſuchen. In den letzten Tagen iſt das Gutachten
Direktor Dr. Brauchli an die Staatsanwaltſchaft gele
Er ſpricht ſich in gleichem Sinne wie Dr. Wille aus.
Staatsanwaltſchaft hat deshalb bei der
Anklagekan=
beantragt, die Unterſuchung einzuſtellen und die Un
bringung des Verhafteten in der Irrenanſtalt Münſit
durch den Regierungsrat anordnen zu laſſen.
Luxemburg, 15. Sept. (Wegen Brandſtiftt
verhaftet.) Vor einigen Tagen war in der Nähe
Luxemburg das Anweſen eines bejahrten Fräuleins
ter in Brand geraten und das Fräulein als verkt
Leiche aufgefunden worden. Jetzt ſind unter dem
dacht der Täterſchaft zwei aus Simmern im Hunz
ſtammende Deutſche, Vater und Sohn, Jakob undN
Dorr, verhaftet und nach eingehendem Verhör in
behalten worden.
Paris, 13. Sept. (Zarte Nerven.) Eine Fi
aufnahme mit Hinderniſſen ging geſtern in der 9
von Nimes vor ſich. Im Auftrage einer Kinofirma
Bizets „Carmen” auf den Film gebracht werden.
Nummer 217.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. September 1913.
Seite 5.
Titelrolle wurde von der bekannten franzöſiſchen
Künſtle=
rin Sylvain von der Comédie Frangaiſe geſpielt.
Wäh=
rend der Vorbereitungen gerieten zwei Statiſten, die
ſpa=
niſche Dragoner darzuſtellen hatten, in Streit und gingen
mit ihren Säbeln aufeinander los. In dem Kampfe
brachten ſie einander ſchwere Verletzungen bei. Frau
Sylvain geriet darüber ſo in Aufregung, daß ſie in
Ohn=
macht fiel, auf den Säbel des einen Dragoners ſtürzte
und ſich die Pulsader aufſchnitt. Ein ſofort
herbeigehol=
ter Arzt legte ihr einen Verband an. Der Zuſtand der
Künſtlerin bietet zu Beſorgniſſen keinen Anlaß. Die
Auf=
nahme konnte jedoch nicht ſtattfinden.
Chriſtianſund, 15. Sept. Der Dampfer „Saale‟
iſt gegen eine Kaution von 700 Kronen für eventl. Buße
freigegeben worden. Hierauf iſt die „Saale” heute früh
um 5 Uhr nach Grimsby in See gegangen
Ciudad Real, 15. Sept. (Unfall beim
Stier=
gefecht.) Während eines Stiergefechtes in Miguelturra
zwang ein Gewitter das Publikum zu überſtürztem
Auf=
bruch. Zahlreiche Zuſchauer flüchteten in die Loge, deren
Boden einbrach. Vierzig Frauen und Kinder, ſechs
Gen=
darmen und zwei Polizeibeamte wurden verletzt.
Panama, 15. Sept. (Erdeinſtürze am
Pana=
nakanal.) Ein neuer Erdrutſch erfolgte am ſüdlichen
Teil des Einſchnittes von Culebra. Es iſt leicht möglich,
daß die Eröffnung des Panamakanals durch dieſen neuen
Frdrutſch weiter hinausgeſchoben wird. Der Einſchnitt
von Culebra iſt nunmehr an zwei Stellen unterbrochen.
Eine Million Kubikmeter Erde muß fortgeräumt werden.
Manöver der Großh. Heſſiſchen
(25.) Diviſion.
Der Kampf um die Höhen bei Ober= und Unter=
Reichenbach.
F.C. Diviſionsſtabsquartier
Wächters=
ach, 13. Sept. In aller Frühe, noch bei beſterntem
Him=
nel, wurden die Vorpoſtenſtellungen, die am Abend des
1. September die Truppen verlaſſen hatten, wieder
ein=
genommen und ſomit der Kriegszuſtand, der durch den
geſtrigen Ruhetag unterbrochen worden, hergeſtellt. „Rot”
hatte Vorpoſten I./115 und ½ 5. Dragoner 24 in Linie
hart öſtlich Fiſchhorn-Unter=Reichenbach, „Blau” auf den
Höhen bei Fleſchenbach, und zwar III./117. und ½ 1.
Dra=
ſoner 24. Dem Führer von „Rot‟ Generalmajor
. Uthmann, Kommandeur der 49. Inf.=Brig., war der
Auftrag geworden, mit der „roten” verſtärkten 49.
In=
anterie=Brigade, die ſich aus denſelben Truppen wie
vährend der Kämpfe am 11. September zuſammenſetzte,
zu verhindern, daß der Feind, der mit Vorpoſten dem
oten Armeekorps am Salzbach=Abſchnitt gegenüber, mit
echtem Flügel bei Kerbersdorf ſtand, bei Radmühl gegen
ie linke Flanke des roten Armeekorps vorgehe. Dem
Führer der „blauen” verſtärkten 50. Infanterie=Brigade,
die ebenfalls dieſelbe Truppenzuſammenſetzung hatte, wie
im 11., Oberſt von Buddenbrock Kommandeur der
5. Feldartillerie=Brigade, war befohlen, mit den ihm
ur Verfügung ſtehenden Kräften in den Kampf
einzu=
freifen, den das „blaue” Armeekorps mit ſeinem rechten
Flügel über den Hoppen=Stein nordweſtlich Kerbersdorf
jegen das „rote” Armeekorps heute zu beginnen
beab=
ichtigte.
Seiner Aufgabe entſprechend, entſchloß ſich der
Füh=
er von „Rot” Generalmajor von Uthmann, in
iner durch Schützengräben verſtärkten Stellung
nord=
ſtlich von Unter=Reichenbach zwiſchen den Straßen
Rad=
nühl-Ober=Reichenbach und Rabenſtein-Unter=
Reichen=
ach, ſowie zwiſchen letzterer und dem Forſte Aurora den
Begner zu erwarten. Er beſetzte die Schanzen mit I./168
und III./115; 6 Geſchützen des Feldartillerie=Regiments 61
und den Maſchinengewehren 115 gab er den Befehl, auf
der Höhe ſüdöſtlich von Unter=Reichenbach in Poſition zu
zehen. Das Gros der Truppen nahm gedeckt gegen Sicht
nd Feuerwirkung Stellung weſtlich der Höhe von Ober=
Reichenbach hart bei Fiſchborn. Um 7 Uhr traf die
Meld=
ing ein, daß „Blau” von Radmühl auf der Straße nach
Ober=Reichenbach im Anmarſch ſei. Dieſe Meldung
be=
tätigte ein um 7,15 Uhr aus Richtung Birſtein über
nter=Reichenbach heranſurrender Flieger vom
Flug=
ſafen in Udenhain. Er hatte das Gelände nach
Raben=
tein-Radmühl abgeſucht. Ein zweiter, 7,30 Uhr am
5orizont auftauchender Flieger brachte durch eine 7,45
Ihr über Ober=Reichenbach herabgeworfene Meldekarte
ie ergänzende Nachricht, „blaue‟ Artillerie und Kavallerie
ücken in den Wald ſüdlich und ſüdweſtlich von Radmühl,
etztere abgeſeſſen. Kurz darauf gingen Teile des blauen
Feldartillerie=Regiments 25, nordweſtlich der Straße
Rad=
nühl-Ober=Reichenbach aus dem Walde hervorbrechend,
n Poſition und eröffneten mit den Batterien gleichzeitig
ind überraſchend gegen die rote Artillerie auf der Höhe
üdöſtlich Unter=Reichenbach das Feuer. Das in der
Vor=
jut von „Blau” befindliche Infanterie=Regiment 116
ing in Schützenlinie durch den Wald ſüdlich Radmühl
u beiden Seiten der Straße nach Ober=Reichenbach gegen
en verſchanzten Gegner vor, während 3. und 4.
Pio=
iere 25 und Infanterie=Regiment 117 auf dem linken,
Infanterie=Regiment 118 auf dem rechten Flügel folgten.
In dieſem Augenblick ſandte der Führer von „Rot” die
n Reſerve ſtehenden I. und II./115 als Verſtärkung in
ie Schützengräben. Der 1. und 2. Pioniere 25, dem II.
ind III./168, ſowie der verfügbaren Artillerie,
Regi=
nent 61, gab er den Auftrag, die Höhe weſtlich
Ober=
teichenbach zu beſetzen und zu halten, nachdem ein 8,25
ihr von Oberſotzbach her erſchienener Flieger die „blaue‟
Stellung vor dem Walde ſüdlich Radmühl bei Höhe 387
eſtgeſtellt und die Gegend nach Radmühl und Wettges
bgeſucht, 8,45 Uhr Meldung erſtattet hatte.
Der Führer von „Blau” Oberſt von
Budden=
rock, dem durch Kavalleriepatrouillen dieſe Bewegung
ei „Rot” rechtzeitig überbracht, befahl ſeiner Artillerie,
nit I./25. auf Höhe nördlich Ober=Reichenbach in
Stel=
ung zu gehen und die feindliche Artillerie niederzuhalten,
er 3. und 4. Pioniere 25, die Schützenlinien des
Infan=
erie=Regiments 116 links zu verlängern, dem
Infan=
erie=Regiment 118, rechts ausholend gegen die Höhen
on Ober=Reichenbach vorzurücken. Das Infanterie=
Re=
iment 117 zog er nach dem rechten Flügel. Die
Maſchi=
engewehre 118 waren mittlerweile durch den
Wieſen=
rund nordöſtlich Ober=Reichenbach gedeckt vorgegangen,
atten ſüdlich der Straße Radmühl-Ober=Reichenbach
Joſto gefaßt und die linke Flanke der in Schützengräben
iegenden roten Infanterie unter lebhaftes Feuer
genom=
nen. In dieſem Moment befahl von Buddenbrock, den
niſcheidenden Angriff gegen die feindlichen Kräfte auf
öhe weſtlich Ober=Reichenbach zu richten, den die
Ar=
illerie durch überwältigendes Feuer vorbereitet, ihre
och zurückgehaltenen Teile eingeſetzt hatte. Während die
Infanterie bis auf Sturmentfernung ſich herangearbeitet,
atte das Artilleriefeuer mitgewirkt, die „rote” Infanterie
u erſchüttern. „Blau” gelang es, mit „Hurra” die rote
Stellung bei Ober=Reichenbach zu nehmen. Eine in
die=
em Moment von Fiſchborn her von der 2. Eskadron
dragoner 24 gegen die rechte „blaue” Flanke gerittene
ſchneidige Attacke konnte die Niederlage von „Rot” nicht
hindern, ſie nur beſiegeln. Auch die auf dem rechten roten
Flügel gegen den blauen linken, weſtlich der Straße
Rabenſtein-Unter=Reichenbach hervorbrechende Infanterie
vom Regiment 115, von der blauen Artillerie in der
Front gepackt, in der Flanke von dem Schnellfeuer der
Maſchinengewehre 118 überſchüttet, ihr dadurch der letzke
Reſt von Widerſtandsfähigkeit geraubt, opferte ſich
ver=
gebens. Der blauen Brigade ſtand nun der Weg offen,
gegen die linke Flanke des nördlich der Kinzig
zurück=
gehenden roten Armeekorps zu operieren. Um 10 Uhr
war die Entſcheidung gefallen. Das Signal: „Das Ganze
Halt!” beendete das Gefecht, dem der kommandierende
General von Schenck und der Fürſt zu Iſenburg und
Bir=
ſtein anwohnten. Damit hatte der zweite Teil der
Divi=
ſionsmanöver 1913 ſein Ende gefunden.
Die Truppen rückten ſofort in ihre Quartiere,
ein=
zelne erreichten ſie erſt nach längerem Marſche. Die
ver=
ſtärkte 49. Infanterie=Brigade bezog Ortsunterkunſt in
Bad Orb (115er und I. und II./168), Wächtersbach (116er),
Aufenau (III./168), Schlierbach, Gelnhauſen, Caſſel,
Wirtheim (Dragoner 24), Soden, Salmünſter (Feldart.=
Regiment 61), Neudorf (1. und 2. Pioniere 25). Die
ver=
ſtärkte 50. Infanterie=Brigade nahm Quartier in
Schlier=
bach, Weilers, Aufenau, Heſſeldorf (117er). Salmünſter,
Soden (118er), Bad Orb. Wächtersbach, Heſſeldorf (
Feld=
artillerie=Regiment 25), Neudorf (3. und 4. Pioniere 25).
Luftfahrt.
* Mainz, 15. Sept. Wie uns mitgeteilt wird, legte
geſtern vormittag Leutnant a. D. Kuhlmann vor der
Sportkommiſſion auf dem großen Sand in Mainz, trotz
Nebels, böigen Wetters, ſeine Pilotenprüfung in
glän=
zendſter Weiſe ab.
* Villacoublay, 15. Sept. Der Flieger
Rei=
chelt verſuchte in der vergangenen Nacht. in Begleitung
ſeines Neffen Hermann den Rückflug nach Berlin zu
unter=
nehmen, als der Propeller brach. Die Reparaturen
wer=
den im Lauſe des Vormittags beendet ſein. Reichelt wird
dann ſofort aufſteigen.
* Paris, 15. Sept. Der deutſche Flieger Reichelt
und ſein Paſſagier Hähnel, die am 7. und 8. d. M. auf
einem Harlan=Eindecker die Luftreiſe Berlin-Paris
ausführten, gedenken heute (Montag) früh, günſtiges
Wetter vorausgeſetzt, wieder nach Deutſchland
zurückzu=
fliegen. Reichelt, der ſich um den Preis der
Nationalflug=
ſpende bewirbt, will nicht nur Berlin erreichen, ſondern
verſuchen, bis an die ruſſiſche Grenze zu gelangen.
Berlin-Paris.
* Berlin, 14. Sept. Der Flieger Lübbe, der
durch ſeinen Flug auf einem Rumpler=Eindecker in
Argen=
tinien bekannt geworden iſt, iſt heute morgen 6 Uhr 30
Minuten auf einem Rumpler=Eindecker mit einem
Paſſa=
gier zum Fluge nach Paris aufgeſtiegen. Lübbes Flug iſt
deshalb beſonders bemerkenswert, weil es das erſtemal
iſt, daß in der Zeit von Sonnenaufgang bis
Sonnenunter=
gang ein ſolcher Flug von einem deutſchen Flieger auf
deutſchem Flugzeug mit deutſchem Motor nach Paris ohne
jede Zwiſchenlandung ausgeführt wird.
* Johannisthal, 15. Sept. Der franzöſiſche
Flieger Seguin iſt um 6 Uhr 53 Minuten zum
Rück=
fluge nach Paris aufgeſtiegen.
* Göttingen. 15. Sept. Der in Johannisthal
heute morgen aufgeſtiegene Flieger Sequin iſt heute
vormittag 11 Uhr 40 Min. auf dem Kleinen Hagen (
Exer=
zierplatz) wegen ſtarken Gegenwindes
niedergegan=
gen. Er will morgen früh nach Paris weiterfliegen.
Nationale Freiballon=Weitfahrt.
* Gelſenkirchen, 15. Sept. Die am Samstag
nachmittag um 5 Uhr in Gelſenkirchen zur nationalen
Freiballon=Weitfahrt des Niederrheiniſchen Vereins für
Luftſchiffahrt geſtarteten 13 Ballone ſind ſämtlich
gelandet. Die weiteſte Strecke hat vorausſichtlich
„Continental II.” zurückgelegt. Er landete auf der
Inſel Spiekeroog (Nordſee). Es folgten dann die
Bal=
lone „Krefeld”, gelandet auf der Neuharlingsinſel,
gegenüber Spiekeroog, „Hermann”, gelandet in
Alt=
harlingſiel, „Koblenz”, gelandet nördlich von Beckum
(Holland), „Braunſchweig” landete 1300 Meter vom
Strande weſtlich von Dornum, nordweſtlich von
Norder=
ney, der Ballon „Magdeburg” landete bei Grotegaſte
(Kreis Leer), „Gladbeck” landete vier Kilometer nördlich
von Uſtheizen an der Nordſee, der Ballon „Eſſen” landete
bei Eliſabeth-Grodin bei Hoherkirche (Oldenburg), der
Ballon „Otto Lilienthal” in Georgensheil bei Aurich
(Friesland), der Ballon „S. S.” in Dokkum (Holland),
der Ballon „Niederſchleſien” in Jeringhaven bei
Elſener=
damm, „Prinz Adolf” in Leer am Dollart, der Ballon
„Continental III.” in Borſten (Holland).
Sporf, Spiel und Turnen.
* Fußballklub Olympia 1898. Die 2. Mannſchaft
Olympias ſpielte in Arheilgen gegen die 1.
Mann=
ſchaft der dortigen Olympia und ſiegte überlegen mit 5:1
Toren.
Das Exploſionsunglück in Koburg.
* Koburg, 15. Sept. Das furchtbare
Explo=
ſionsunglück auf der Mauer trug ſich abends kurz
nach halb 11 Uhr zu, als die Bewohner des
zuſammen=
geſtürzten Hauſes bereits in den Betten lagen. Die
Ur=
ſache iſt auf einen Rohrbruch der
Straßengas=
leitung zurückzuführen. Gasarbeiter waren unter
Lei=
tung des Gasmeiſters eben dabei, die Stelle des
Rohr=
bruches zu ergründen, als plötzlich im Innern des Hauſes
eine furchtbare Exploſion erfolgte, die das Haus in
die Höhe hob und dann in ſich
zuſammenſtür=
zen ließ. Der ſtädtiſche Gasmeiſter wurde weit
weg=
geſchlendert und mußte ſchwer verletzt vom Platze
getra=
gen werden. Die Feuerwehr löſchte ſchnell den
eingetre=
tenen Brand und nahm mittels requirierten Militärs die
Aufräumungs= und Rettungsarbeiten vor. Bis jetzt ſind
acht Perſonen mit mehr oder minder ſchweren
Ver=
letzungen geborgen. Zwei Kinder ſind tot. Man
hat feſtaeſtellt, daß ſich noch zehn bis elf Perſonen unter
den Trümmern befinden, die höchſtwahrſcheinlich ſämtlich
tot ſind, darunter auch der Hausbeſitzer Malermeiſter
Scheps und deſſen Ehefrau.
Automobilunfälle.
* Karlsruhe 14. Sept. Beim Hedwigshof in der
Nähe des benachbarten Ettlingen verunglückte heute
mittag, wie es heißt, infolge Platzens eines Pneumatiks,
ein Auto mit ſechs Inſaſſen, von denen vier ſchwer, zwei
leicht verletzt wurden. Der Chauffeur Franz Rückert iſt
bereits geſtorben. Der Beſitzer des Autos Hermann
Temler aus Mannheim, und ſeine Frau, ſowie ein anderer
Inſaſſe wurden ſchwerverletzt in das hieſige Krankenhaus
gebracht.
Wie der Polizeibericht zu dem Automobilunglück
er=
gänzend meldet, hat ſich das Automobil des Fabrikanten
Temler aus noch unbekannter Urſache zweimal
über=
ſchlagen. Die Namen der beiden leichtverletzten Herren
ſind Prahl und Doſch. Die hieſige Staatsanwaltſchaft und
das Amtsgericht Ettlingen haben alsbald Kommiſſionen
an die Unfallſtelle entſandt, die eine Beſichtigung der
Oertlichkeiten vornehmen ſollen. In dem Befinden des
Ehepaares Temler iſt eine leichte Beſſerung eingetreten.
* Geislingen a. d. Steige, 15. Sept. Zwiſchen
Weißenſtein und Nenningen verunglückte geſtern der
Fa=
brikant Zöpriz aus Heidenheim mit ſeinem
Auto=
mobil, das er ſelbſt lenkte, dadurch, daß er die Herrſchaft
über den Wagen verlor und auf einen Baum
auf=
fuhr. Der Baum, der 20 Zentimeter Durchmeſſer hatte,
wurde zweimal geknickt. Das Automobil überſchlug ſich
mehrere Male. Der Chauffeur brach zweimal den Fuß
und erlitt bedeutende Verletzungen am Kopfe, ſo daß er
in das Krankenhaus nach Göppingen gebracht werden
mußte. Der Fabrikant erlitt Verletzungen am Kopfe und
brach das Naſenbein. Ein Heidenheimer Arzt kam mit
einigen Brandwunden davon. Ebenſo wurden auch die
Frauen der beiden letzteren verletzt.
* Luxemburg, 15. Sept. In der Nähe von
Bet=
temburg rannte geſtern das Automobil eines
Bier=
verlegers aus Düdelingen infolge Verſagens des Steuers
gegen einen Baum. Die Inſaſſen wurden ſämtlich
her=
ausgeſchleudert. Der Oberwalzenmeiſter Hentjes aus
Eſch a. d. Alzette wurde, laut Luxemburger Wort, auf
der Stelle getötet. Eine Frau brach beide Beine,
und ein Mädchen trug ſchwere innere Verletzungen
da=
von, während die ſonſtigen Inſaſſen mit
Hautabſchürfun=
gen davonkamen.
Ein Kaplan als Mörder.
* Neu=York, 15. Sept. Vor etwa acht Tagen
wurde im Hudſon=River die Leiche eines jungen
Mädchens aufgefunden, der der Kopf fehlte.
Schließ=
lich ſtellte die Polizei feſt, daß die Tote ein Fräulein
Aumüller war, das in Neu=York in der St.=
Bonifa=
zius=Pfarrei bedienſtet war. Geſtern wurde nun der
deutſche katholiſche Kaplan dieſer Pfarrei, Hans
Schmidt, vom Altar weg in vollem Ornat verhaftet
da ſich der Verdacht, daß er der Mörder ſei, bis zur
Ge=
wißheit verſtärkt hatte. Er legte nach kurzem Verhör ein
umfaſſendes Geſtändnis ab. Er hatte ſeit zwei Jahren
ein Liebesverhältnis mit der Aumüller unterhalten und
vor einiger Zeit den Entſchluß gefaßt, ſich von dem
Mäd=
chen zu trennen. Da die Aumüller hierauf nicht eingehen
wollte, mietete er, um ſie los zu werden, eine Wohnung,
die er eine Zeitlang mit dem Mädchen gemeinſam
be=
wohnte. Die Beiden gaben ſich dort als ein Ehepaar
na=
mens Vandyk aus. Vor zwei Wochen ermordete der
Prieſter nachts die Geliebte mit einem Schlächtermeſſer,
zerſtückelte die Leiche und warf ſie in den Fluß. Der
Ka=
plan, der nach der Verhaftung vollſtändig
zuſammenge=
brochen war, verſuchte, ſich bei der Vernehmung die Kehle
durchzuſchneiden, wurde aber daran verhindert. Kaplan
Schmidt iſt 1881 in Aſchaffenburg geboren, beſuchte das
Prieſterſeminar in Mainz und amtierte nach der
Prieſter=
weihe an der St.=Eliſabeth=Kirche in
Darm=
ſtadt. 1907 kam er nach Amerika, war zuerſt in
Louis=
ville, dann in Trenton und ſpäter in Neu=York tätia. In
ſeinem Koffer fand man den Heiratsvertrag mit der
Aumüller. Er gab die Ehe mit der Ermordeten zu und
erklärte, daß die Ziviltrauung in einem Dorfe in der Nähe
von Neu=York ſtattgefunden habe, während er die
kirch=
liche Trauung unter Inſzenierung eines unzuläſſigen
Ri=
tus ſelbſt vollzog, um ſein Gewiſſen zu beſchwichtigen.
Unter den Effekten des Schmidt wurde auch eine
Viſiten=
karte, lautend: „Doktor Emil Molliere. Hilfsarzt des
Frauenhoſpitals in Naris” gefunden. Die Mutter des
Kaplans, der 1881 in Aſchaffenbura als Sohn eines
Hein=
rich Schmidt geboren iſt, trua den Mädchennamen Gertrud
Molliner. Man glaubt, Schmidt habe ſich mit
medizini=
ſchen Studien beſchäftigt, da der Leichnam der Ermordeten
ſo zerlegt war, daß anfänglich geglaubt wurde, ein Arzt
ſei der Mörder.
Von zuſtändiger Seite wird uns über die Perſon
des Kaplans Schmidt folgendes mitgeteilt:
Der in dem Neu=Yorker Telegramm genannte Hans
Schmidt war vom 14. Januar bis 19. Februar 1907 in
Darmſtadt und von 1907 bis 1909 Kaplan in der
Mainzer Diözeſe. Er verließ ſeine letzte Stelle in
Gonſenheim heimlich und wurde kurz darauf in
München wegen verſuchter Schwindeleien verhaftet.
Nach amtlicher Prüfung ſeines Geiſteszuſtandes wurde
das gerichtliche Verfahren dort eingeſtellt. Von ſeiner
kirchlichen Behörde wurde er wegen feſtgeſtellter
Fälſchun=
gen und Schwindeleien ſuspendiert. Seit 1909 iſt
der Aufenthalt und das weitere Verhalten Schmidts hier
unbekannt. Wie er zu einer kirchlichen Verwendung
in Amerika kommen konnte, iſt nur unter Annahme
ge=
fälſchter Papiere erklärlich.
Landwirtſchaftliches.
Schlachtviehmarkt zu
Darmſtadt.
Schweinemarkt am 15. September. Auftrieb durch
Händler 156, durch die Bezugsvereinigung 76 Schweine.
Preiſe für 50 Ka. Schlachtgewicht: 1. Qualität (
ausge=
ſuchte Ware) 83 Mark, 2. Qualität 82 Mark, 3. Qualität
81 Mark. Marktverlauf: rege, Ueberſtand.
— Frankfurt a. M., 15. Sept.
Schlachtvieh=
markt. (Amtlicher Bericht.) Auftrieb: 1491 Rinder
(einſchl. 20 aus Oeſterreich), darunter 519 Ochſen, 54
Bul=
len, 918 Färſen und Kühe, ferner 304 Kälber, 149 Schafe
und 2461 Schweine. Preiſe für 1 Zentner
Lebendge=
wicht (Schlachtgewicht) in Mark: Ochſen: vollfleiſchige
ausgemäſtete höchſten Schlachtwertes im Alter von 4 bis 7
Jahren 53—59 (97—102), junge fleiſchige, nicht
ausge=
mäſtete und ältere ausgemäſtete 50—52 (91—95), mäßig
genährte junge und gut genährte ältere 46—49 (86—91)
Bullen: vollfleiſchige, ausgewachſene höchſten
Schlacht=
wertes 49—52 (81—86), vollfleiſchige jüngere 45—48 (78
bis 83); Färſen und Kühe: vollfleiſchige, ausgemäſtete
Färſen höchſten Schlachtwertes 50—55 (89—98),
vollflei=
ſchige, ausgemäſtete Kühe höchſten Schlachtwertes bis zu
7 Jahren 48—51 (89—91), wenig gut entwickelte Färſen
43—47 (83—90), ältere ausgemäſtete Kühe und wenig gut
entwickelte jüngere Kühe 42—47 (78—87), mäßia genährte
Kühe und Färſen 32—41 (64—82), gering genährte Kühe
und Färſen 26—31 (59—70); Kälber: mittlere Maſt=
und beſte Saugkälber 62—66 (105—112), geringere Maſt=
und gute Sauakälber 56—60 (96—102); Schafe:
Maſt=
lämmer und Maſthammel 46—47 (96—98); Schweine:
vollfleiſchige von 160—200 Pfd. Lebendgewicht 62—65
(80—82), vollfleiſchige unter 160 Pfd. Lebendgewicht 62
bis 64 (80—81), vollfleiſchige von 200—240 Pfd. Lebend=
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. September 1913.
Nummer 217,
gewicht 62. (63 (69.-29), polleſchige von 20-20 Pfb.
Lebendgewicht 62—65 (81—82). Marktverlauf: Am
Rindermarkt ſchleppendes Geſchäft und etwas Ueberſtand.
Kälber, Schafe und Schweine werden ruhig gebandelt;
Schweine werden nicht ausverkauft.
Literariſches.
— A. Hartlebens Kleines Statiſtiſches
Taſchenbuch über alle Länder der Erde. 20.
Jahr=
gang, 1913. Nach den neueſten Angaben bearbeitet von
Profeſſor Dr. Friedrich Umlauft. 8 Bogen Duodez. Geb.
1.50 Mk. A. Hartlebens Kleines Statiſtiſches Taſchenbuch
hat in ſeinem eben erſchienenen 20. Jahrgang das
be=
quem=handliche Format und die längſt bewährte, äußerſt
praktiſche Anordnung des Inhalts beibehalten, aber der
Inhalt ſelbſt, die zahlreichen politiſchen und ſtatiſtiſchen
Angaben über ſämtliche Länder der Erde, erfuhren eine
gründliche Erneuerung. Auf die ganze Erde beziehen ſich
die Tabellen über Größe und Bevölkerung der Erdteile,
über die Eiſenbahnen, die unterſeeiſchen Kabel und über
die größten Städte der Erde mit mindeſtens 500000
Ein=
wohnern, deren es bereits 61 gibt. A. Hartlebens Verlag
in Wien und Leipzig.
— Licht und Schatten! Die ſoeben erſchienene
Nummer 47 enthält Originalzeichnungen von Paul Erkens,
Marius Bauer, Franz v. Stuck, Franz Dreber † Albrecht
Janthur, Hugo v. Habermann, Hans Meyer, literariſche
Beiträge von Hermann Heſſe, Kurt Morek, Edward
Stil=
gebauer und Georg Queri.
Die Nationalliberalen in Hannover und
die Welfenfrage.
* Hannover 15. Sept. Der Provinzialvorſtand
der nationalliberalen Partei der Provinz
Hannover hat geſtern folgende Entſchließung gefaßt:
Mit aufrichtiger Freude hat die nationalliberale Partei
der Provinz Hannover die Anbahnung des endgültigen
Friedens zwiſchen dem Kaiſerhauſe und der Familie des
Herzogsvon Cumberlandbegrüßt. Wir gaben und geben uns
der Hoffnung hin, daß in abſehbarer Zeit der junge Prinz
in Braunſchweig einzieht, um das Erbe ſeiner Väter
an=
zutreten. Wir hoffen, daß nun die Welfenfrage, die
es ſtaatsrechtlich nicht gibt, auch politiſch erledigt ſei und
der Provinz Hannover der politiſche Friede gegeben würde
und ſo endlich weite Kreiſe zur frohen Mitarbeit an dem
Wohle des preußiſchen Staates und des Deutſchen Reiches
gelangen würden. Die rechtliche Frage iſt klar, daß nur
der Bundesfürſt ſein kann, der den Beſtand des
Deut=
ſchen Reiches vorbehaltlos anerkennt. Nur bange Sorge
um des Volkes und Vaterlandes Wohl veranlaßt die
natignalliberale Partei, als langjährige Trägerin des
nationalen Gedankens in der Provinz Hannover — ſie
glaubt ſich darin mit den anderen Parteien einig —, ſich
dahin zu erklären, däß das nationale Intereſſe vor der
Erledigung der Braunſchweiger Frage einen offenen
ſtaats=
rechtlichen Verzicht erfordert, der jeder weiteren welfiſchen
Agitation den Boden entzieht. Schon jetzt iſt eine
bedeu=
tende Verſtärkung der welfiſchen Propaganda feſtzuſtellen.
Der Grund liegt ausſchließlich darin, daß man es
ver=
meidet, klare Verhältniſſe zu ſchaffen. Die
Propaganda würde zum Schaden des nationalen
Ge=
dankens und des nationalen Friedens ſich ins
Ungemeſ=
ſene ſteigern, wenn man auch in der Zukunft von der
Schaffung klarer Verhältniſſe abſehen wollte.
Darmſtadt, 16. September.
Proteſtverſammlung. Der Darmſtädter
Hausbeſitzerverein E. V., hatte für geſtern abend
eine Proteſtverſammlung Darmſtädter Bürger
und Steuerzahler, in erſter Linie Haus= und
Grundbe=
ſitzer in den Kaiſerſaal einberufen, um gegen die von einer
kleinen Intereſſentengruppe verlangte Eröffnung
eines neuen Bauquartiers außerhalb der Stadt
Stellung zu nehmen. „Das Weichbild Darmſtadts iſt ſchon
jetzt derart ausgedehnt, ſo hieß es in der Einladung, daß
die enormen Verwaltungskoſten die Steuern der geringen
und nicht zunehmenden Einwohnerzahl ungünſtigſt
beein=
fluſſen. Es werden ſämtliche Steuerzahler Darmſtadts
aufgefordert, gegen das Vorhaben, neue Bauquartiere zu
eröffnen, energiſch Stellung zu nehmen und zu zeigen, daß
ſie nicht gewillt ſind, für einzelne weitere Laſten zu
über=
nehmen.‟ Die Verſammlung, die ſehr zahlreich beſucht
war, wurde von dem Vorſitenden des Husbeſtzer=
Ver=
eins Herrn von Heſſert geleitet. Er hieß die
Er=
ſchienenen herzlichſt willkommen und erteilte alsbald das
Wort dem Referenten des Abends, Herrn Haucy, der
nach ſeinem kurzen, ziemlich ſcharf geſtellten Referat
fol=
gende Erklärung zur Annahme vorſchlug: „Die heute
im Kaiſerſaal tagende Proteſt=Verſammlung Darmſtädter
Bürger= und Steuerzahler fordert von der Großh.
Bürger=
meiſterei und Stadtverwaltung mit aller Entſchiedenheit,
daß ſie vorläufig jegliche, die
Allgemein=
heit ſchädigende Erweiterung des
Stadt=
bauplanes verhindert.” — Es entſpann ſich über
die Reſolution eine ausgedehnte, teilweiſe ſehr erregte
Diskuſſion. Die Reſolution wurde zunächſt mit knapper
Mehrheit angenommen, als aber die Gegenprobe
vorgenommen wurde, blieben die zahlreichen Gegner
ſitzen, ſo daß die Reſolution einſtimmig angenommen
wurde. Es wurden ſchließlich=mehrfach ſcharfe Proteſte
gegen die Geſchäftsführung der Verſammlungsleitung
in=
ſofern ausgeſprochen, als ſofort nach dem Referat die
Re=
ſolution zur Abſtimmung gebracht wurde, bevor die
Dis=
kuſſionsredner geſprochen hatten. Es ſprachen in der
Dis=
kuſſion auch zahlreiche Mieter.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin 15. Sept. Im 84. Lebensjahre iſt der
Wirk=
liche Geh. Ober=Regierungsrat Kayſer geſtorben. Er
war längere Jahre Dirigent der Miniſterial=Militär=
Baukommiſſion und ein Freund Kaiſer Friedrichs.
Leipzig, 15. Sept. In der heute vormittag in dem
großen Kongreßſaale der Internationalen
Baufachausſtel=
lung zuſammengetretenen Verſammlung der
Dele=
gierten des Zentralverbandes Deutſcher
Induſtrieller wurde nach einer Begrüßung durch
den Vorſitzenden Landrat a. D. Roetger vom
Regie=
rungsrat a. D. Schwaighofer der Geſchäftsbericht erſtattet.
In den eingebrachten Beſchlußanträgen heißt es, daß
irgend welche Abmachungen handelspolitiſcher oder
ſonſti=
ger Art mit dem Bunde der Landwirte nicht erörtert, noch
getroffen worden ſind. Der Zentralverband hat bereits
mehrfach ausgeſprochen, daß er einer weiteren Erhöhung
der Zölle auf Lebensmitel und einem lückenloſen Zolltarif
zuſtimmen könne; andererſeits wiederholte er ſeine bereits
am 6. Februar 1891 abgegebene Erklärung, daß die in
ihm vereinigten Induſtrien keine Vorteile anſtreben, die
nur auf Koſten der Landwirtſchaft erreicht werden können.
Er halte es gleicherweiſe für ſeine Pflicht, auf dem
Ge=
biete der Sozialpolitik gemeinſame Arbeit zu leiſten mit
allen Kreiſen, die für die Aufrechterhaltung der Autorität
des Arbeitgebers und für einen wirkſamen Schutz der
Arbeitswilligen einzutreten gewillt ſind. In einem
zwei=
ten Beſchlußantrag gibt der Zentralverband der
Ueber=
zeugung Ausdruck, daß die überwiegende Mehrheit der
deutſchen Induſtrie der Beſchickung der Weltausſtellung in
San Franzisko abgeneigt iſt.
* Bremen, 15. Sept. Der Norddeutſche Lloyd hat der
Firma Schichau in Danzig den Bau eines
Schwe=
ſterſchiffes ſeines dort gegenwärtig im Bau
be=
findlichen Paſſagier= und Frachtdampfers „Columbus”
von 35000 Regiſtertonnen in Auftrag gegeben.
* Wien, 15. Sept. Geſtern haben die großen
kriegs=
mäßigen Manöver in Südböhmen unter der
Lei=
tung des Inſpektors der geſamten bewaffneten Macht, des
Erzherzogs Franz Ferdinand, begonnen.
* Marienbad, 15. Sept. Die im hieſigen
Iſolier=
hoſpital untergebracht geweſenen Perſonen, die mit einer
aus Bosnien zugereiſten cholerakranken
Patien=
tin in Berührung kamen, ſind heute nach Ablauf der
Be=
obachtungsfriſt als vollkommen geſund befunden worden.
Eine Weiterverbreitung der Krankheit durch dieſen
ein=
geſchleppten vereinzelten Fall iſt vollſtändig
ausge=
chloſſen. Die Patientin ſelbſt befindet ſich bereits auf
dem Wege der Geneſung.
* Konſtantinopel, 15. Sept. Die Differenzen
zwiſchen Bulgarien und der Türkei wegen
der beiderſeits vorgeſchlagenen zukünftigen Grenzlinie ſind
noch beträchtlich. Man hofft, ſich heute der Löſung zu
nähern. Die Frage der Staatsangehörigkeit wird
wahr=
ſcheinlich für ſpäter vorbehalten.
*
* Huelva, 15. Sept. Die Lage iſt ernſter geworden.
Infolge des Eiſenbahnerſtreiks im Rio
Tinto=
gebiet beſchloſſen alle Gewerke, die Arbeit niederzulegen.
Damit ſteigt die Zahl der Ausſtändigen auf 7000.
I1p. Verlin, 19. Sept. Generallunamt Reichert
militäriſches Mitglied beim bayeriſchen Senat des Reichs,
militärgerichts, iſt am Samstag infolge einer Gallenſtein=
Operation im Paul Gerhardtſtift in Berlin verſtorben,
— Berlin, 15. Sept. Der Lokomotivführer eines
Vor=
ortzuges bemerkte heute morgen zwiſchen den Bahnhöfen
Beuſſelſtraße und Jungfernheide eine weibliche
Per=
ſon auf den Schienen liegen, die ſich überfahren
laſſen wollte. Er hielt den Zug an; das Mädchen
flüch=
tete und ſprang von der Brücke in den Kanal. Auch hier
gelang die Rettung, jedoch mußte ſie ins Krankenhaus
übergeführt werden. Ueber das Motiv der Tat verweigert
das Mädchen die Auskunft.
— Berlin, 15. Sept. Heute morgen wurde in einem
Hauſe in der Paliſadenſtraße die Leiche einer Frau
Fuder, die anſcheinend durch Beilhiebe getötet worden
iſt, aufgefunden. Der Täter iſt vermutlich ihr Ehemann,
der vor einigen Tagen nach einem Selbſtmordverſuch in
eine Irrenanſtalt gebracht wurde.
— Spandau, 15. Sept. Heute mittag fand die
Ein=
weihung des neuen Rathauſes ſtatt. Als
Veg=
treter des Kaiſers war Prinz Auguſt Wilhelm erſchienen.
Oberbürgermeiſter Költze hielt die Weiherede.
H. B. München, 15. Sept. Der 26jährige Sprachleheer
Dr. Dimia aus Halle a. d. Saale, der ſeit einiger Zeit in
Alt=Oetting Sprachunterricht erteilt, ſtürzte in
Burg=
hauſen beim Befahren einer ſteilen Straße mit einem
Fahrrad ab und wurde auf der Stelle getötet. Der
Schädel wurde vollſtändig zertrümmert.
H. B. München=Gladbach, 15. Sept. Unter dem
Verdacht des Betruges wurden die beiden
In=
haber des mit 450000 Mark Paſſiven in Konkurs
gerate=
nen Sägewerks Deuß und Co. verhaftet. Wie verlauten
ſollen beide erhebliche Schwindeleien mit Wechſeln verübt
haben.
H. B. Jena, 15. Sept. Die Verhandlungen des
ſozialdemokratiſchen Parteitages nahmen
heute ihren Anfang. Ohne Debatte wurde beſchloſſen,im
Anſchluß an den Parteivorſtandsbericht die
Maſſenſtreik=
frage zu behandeln. Scheidemann erſtattete den
Geſchäfts=
bericht im engen Anſchluß an den gedruckten
Vorſtands=
bericht. Er wandte ſich ſcharf gegen die Drangſalierung
der proletariſchen Jugendbewegung. Dann polemiſierte
Scheidemann in ſcharfer Weiſe gegen die Kritiker der Fraßs
tion und gegen die Fanatiker des Maſſenſtreiks um jeden
Preis.
— Birnbaum, 15. Sept. In dem Orte Zollerndorft
wurde der 70jährige Nachtwächter Wielgoſch mit
einem Knüppel erſchlagen aufgefunden. Als Täterin
wurde eine 70jährige Arbeiterin Printk ermittelt. Sie
hat=
bereits ein Geſtändnis abgelegt.
— Wien, 15. Sept. Der vor kurzem verſtorbene
Kaſſierer Hug hat, wie ſich jetzt herausſtellt, 200 000 Marl
unterſchlagen. Der Kontrolleur Karl Schneiden
wurde wegen des Verdachts der Teilnahme verhaftet,
— Petersburg, 15. Sept. Die deutſche Chanſonette
Eberhardt wurde von zwei Herren, wovon ſich einen
als Graf, der andere als Baron ausgab, zum Souper und
zu einer Autofahrt eingeladen. Sie brachten die
Chan=
ſonette nach einem einſamen Häuschen, wo ſie ſie ihren
koſtbaren Schmuckſachen und eines bedeutenden
Geld=
betrages beraubten.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Ein Lochen FraſerAeH
77227
68
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 217.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. September 1913.
Seite 7.
Eine ganze Familie hat Freude und Nutzen
durch die vielſeitige Unterhaltung und
prak=
ſche Belehrung, die jedes Heft der beliebten „
Moden=
eitung fürs Deutſche Haus” bietet. Der Hausfrau
möglicht dieſes Blatt zahlreiche Erſparniſſe durch er
obte Kochrezepte, durch praktiſche hauswirtſchaftliche
atſchläge, ſowie durch Anleitung zur
Selbſtan=
rtigung der Garderobe und Wäſche für ſich und
re Kinder. Die Hefte bringen wöchentlich
wechſelnd:
1. Moden für Erwachſene und
andarbeitsvorlagen, 2. Moden für Kinder und
zäſche für Erwachſene und Kinder mit
gebrauchs=
etigem Schnittmuſterbogen in jedem Heft. Die Beilage
flluſtrierte Chronik der Zeit” bringt die intereſſanteſten
ttereigniſſe im Bilde. Alles Nähere wolle man
dem unſrer heutigen Nummer beiliegendem
Pro=
erſehen.
(I,19181
Dampfernachrichten.
Holland=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
treter Aug. Cellarius in Darmſtadt, Bleichſtr. 53.
otterdam” 7. Sept. nachm. in Neu=York eingetroffen.
ieuw Amſterdam” 4. Sept. nachm. in Rotterdam
ein=
coffen. „Noordam” 2. Sept. vorm. von Neu=York
gegangen. „Ryndam” 9. Sept. vorm. von Neu=York
gegangen. „Potsdam” 7. Sept. 3 Uhr 10 Min.
hm. Scilly paſſiert.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Unter dem Einfluß des weſteuropäiſchen
Tiefdruck=
ietes hatte unſer Bezirk geſtern bei ſüdlichen Winden
inderliches Wetter mit Regenfällen; die Temperaturen
etwas geſtiegen. Das weſtliche Tief hat ſeine Lage
r wenig geändert. Wir werden daher morgen mit
ndgebilden rechnen müſſen und trübes Wetter mit
derſchlägen zu erwarten haben.
Ausſichten in Heſſen für Dienstag, den 16.
Sep=
iber: Meiſt trüb und wolkig, zeitweiſe Niederſchläge,
mperatur wenig geändert, ſüdweſtliche bis weſtliche
inde.
Tageskalender.
ßh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr, Ende 10 Uhr
lb. A): „Fauſt” (Dritter Abend).
iederbeginn der Proben des
Inſtrumental=
ereins um 8½ Uhr Steinſtraße 24.
nzerte: Bürgerkeller um 8 Uhr. — Café „
Metro=
vole” um 8 Uhr.
Ider vom Tage: In der Auslage unſerer Expedition
Rheinſtraße 23) ſind neu ausgeſtellt: Das bei
Helgo=
nd vernichtete Marineluftſchiff „L 1½; von der
Beſatz=
ing des vernichteten Marineluftſchiffes „L 1‟. — Aus
m diesjährigen Kaiſermanöver. Der Kaiſer und ſeine
äſte im Manövergelände.
— Von der
Vermählungs=
ier des früheren Königs von Portugal mit der
Prin=
ſin Auguſta Viktoria von Hohenzollern in
Sig=
taringen.
oßh. Landesmuſeum. Geöffnet Sonntags und
reitags von 10—1 Uhr, Mittwochs und Sonntags von
5 Uhr, Eintritt frei; Dienstags, Donnerstags und
Samstags von 11—1 Uhr gegen Eintrittsgeld. — Das
Nünzkabinett iſt geöffnet: Sonntags von 11—1
Ihr Mittwochs von 3—5 Uhr.
unſthalle am Rheintor, geöffnet Werktags von
1—4 und Sonntags von 10—4 Uhr.
Dalk und Pelagt z. 6. Poilichſche
Saſtuchwrackert=
erantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
eich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
daktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
rides Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
Sdem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
onorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
cht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
rückgeſandt.
Fanienachricten.
Todes=Anzeige.
Allen Verwandten, Freunden u. Bekannten
hiermit die traurige Mitteilung, daß unſer
innigſtgeliebter, einziger Sohn
(19167
heute morgen um 8 Uhr nach längerem Leiden
im Alter von 19 Jahren ſanft entſchlafen iſt.
Die tieftrauernden Eltern:
Peter Grohrock und Ehefrau, geb. Maibach,
nebst Angehörigen.
Darmſtadt, den 15. September 1913.
Darmſtraße 49.
Die Beerdigung findet am Mittwoch,
nachmit=
tags um 2 Uhr, vom Portale des ſtädtiſchen
Friedhofes aus, ſtatt.
Danksagung.
(Nur auf dieſem Wege.)
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Heimgang unſerer unvergeßlichen (19189
Frau Jettchen Mann
ſprechen wir unſeren tiefgefühlten Dank aus.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 15. September 1913.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere innigst geliebte Mutter,
Schwiegermutter und Grossmutter:
geb. Tutein
in ihrem 82. Lebensjahre nach kurzer Krankheit und gestärkt durch den
Empfang der hl. Sakramente der katholischen Kirche sanften Todes heute
abend ½8 Uhr zu Sich in die Ewigkeit zu nehmen.
Darmstadt, den 14. September 1913
Dr. Ferdinand Graf von Spee, Geheimer Medizinalrat, Professor
an der Universität Kiel.
Rudolf Graf von Spee, Königl. Kammerherr, Hofmarschall J. K. H.
der Fürstin Leopold von Hohenzollern, Infantin von Portugal.
Maximilian Graf von Spee, Kontre-Admiral, beauftragt mit der
Führung des Kreuzergeschwaders (Ostasien).
Marie Koenig, geb. Gräfin von Spee.
Ludwig Graf von Spee, Kaiserl. Geschäftsträger und Konsul in
Quito (Equador).
Margarete Gräfin von Spee, geb. Freiin von der Osten-Sacken,
und 5 Enkelkinder.
Eine Seelenmesse findet statt in der St. Martinskapelle zu Bessungen am Mittwoch, den
17. September um 9 Uhr vormittags. Die Einsegnung ist am gleichen Tage um ½ 12 Uhr
vormittags im Trauerhause, Hermannstrasse 6. Die Beisetzung ist in der Familien-Gruft zu
Angermund, Reg.-Bez. Düsseldorf, am Donnerstag, den 18. September um 9¼ Uhr vormittags;
daran anschliessend die feierlichen Exequien in der Pfarrkirche.
(19198
Heute Nacht entschlief sanft nach kurzem Leiden in seinem
59. Lebensjahre mein lieber Mann, unser guter Vater
I. I. Mitglied der Ersten Kammer der Stände,
Emmy Merck, geb. Eigenbrodt
Dr. Karl Merck
Louis Merck
Marie Merck
Franz Merck.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 17. September, nachmittags 3¾/ Uhr, vom
Portal des Friedhofs aus, statt.
(19176
[ ← ][ ][ → ]Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. September 1913.
Nummer 217,
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er=
lernt hat, ſucht Stellung in einem
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köchen können, erſte u. zweite
Haus=
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P H ee
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Mädchen
welches ſchon einen ähnlichen
Poſten bekleidet hat. (19195
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nun . Piohder dei ei
Geſucht Vohn eine Köchin, die
ſelbſtändig kochen kann. Zu
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fragen Martinſtraße 35. (B19007
ßf möglichſt zum 1. Okt.
Gesucht Köchinwegen Heirat
der jetzigen. Vermittlungs=Bureau
nicht ausgeſchloſſen. Frau
Ritt=
meiſterWätjen, Eſchollbrückerſtr. 8,
Anm. v. 16. Sept. an n. 6 Uhr. (19096gim
8—10 Uhr geſ. zu einz. Dame. Erfr.
9—12 U. Wittmannſtr. 14, I.(*86240i
Eine Frau zur Aushilfe
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geſucht Frankfurterſtr. 16½, I. (*8642
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welches ſelbſtändig wäſcht u. bügelt,
ſauber den Haushalt hält, bei
liebe=
voller Behandlung u. gutem Lohn.
Gute Zeugniſſe erforderlich. Frau
v. Sonntag, Hügelſtraße 30, I. (*8667
ere
Aelteres tüchtiges Mädchen
das alle Hausarbeit verſehen und
bürgerlich kochen kann, zu altem
Herrn per 1. Oktober geſucht.
*8674im Wittmannſtr. 27, II.
Junges, geb. Mädchen oder
Frau für kleine, feine Familie
au pair geſucht, mit vollem
Fa=
milienanſchluß, ſofort. Perſönlic
Vorſtellung Luiſenpl. 1, II., Iks. (19195
ee e
Köchin
durchaus reinlich, mit nur guten
Zeugniſſen, nach Paris geſucht.
Sprachkenntniſſe nicht erforderlich.
Schriftliche Offerten an Frau
Ortmann, Wilhelminenſtr. 13. (*8716
per ſofort geſucht. W. Barth.
Waldſtraße 26.
(*8719
per 1. Oktober geſucht. (19197imd
Frau Rittershaus,
Ernſt=Ludwigſtraße 26.
Braves Mädchen, welches einem
Haushalt ſelbſtändig vorſtehen
kann, ſofort geſucht
*8721).
Waldſtraße 4, part.
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Haus= u. Alleinmädch. in gute
Priv.=u. Geſchäftsh. Johannette
Weiss-
mantel, gewerbsmäßige
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Lauffrau für vorm. 2 Stunden
und nachm. 2 Stunden ſof. geſ.
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geſucht vor= und
Lauffrau nachmittags 1 Std.
Hoffmannſtr. 5, III. (*8744
Männlich
Tächt. iung. Kkaufmann, m. ll.
Kontorarbeiten durchaus bewand.,
ſucht per 1. Okt. Stellung. Offert.
unt. R 40 an die Exp.
(*8638
Küfer, verheir., durchaus
zuver=
läſſig, ſucht Stellung, nimmt evtl.
auch andere Beſchäftigung an.
Off. u. P 97 a. d. Exp. (*8484soi
Junger Mann
Mitte 30 er, ſucht Stelle als Kaſſier,
Hausverwalter oder ähnl. Poſten.
Kaution kann geſtellt werden. Off.
unt. R 60 an die Exp. (*8711ids
Kräft. brav. Schuljg. ſ. einige Std.
Beſchäftg. Müllerſtr. 21, I., I. (*8748
4
Einige Mäochen
die bereits in (18998a
Fabriken tätig
waren, für dauernd geſucht
Schuhereme-Fabrik
Pallaswieſenſtr. 153.
Tücht. Arbeiterinnen ſof. geſucht.
*8653im) Konfektion, Schuchardſtr. 18.
mädghan gegen Vergütung
Lehrmäubuen zum ſofortigen
Eintritt geſucht. R. Altschüler,
Eliſabethenſtraße 7.
(8658
Ein jüng. Mädchen, das ſchon
gedient hat und brav und fleißig
iſt, als Mädchen allein per ſofort
geſucht Martinſtr. 95, 1. St. (B19059
Ordentl., williges, jüngeres
Mädchen
vom Lande, das etwas kochen
kann, in einf., bürgerl.
Haus=
halt zum 1. Oktober geſucht.
Näheres i. d. Exped. (*8439soi
drd
Solides, fleißiges Mavchen
per 1. Okt., event. früher, zu
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loſem Ehepaar geſucht.
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(VII, 19117
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Kochm
die etwas Hausarbeit übernimm
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Off. u. R 64 a. d. Exp. (49190
Zuverl., beſſeres Mädchen obt
einf. Stütze zur ſelbſt. Führunge
eines kl. Haushalts geſ. (
Familien=
anſchluß.) Off. u. R 68 Exp. (*8743
otz od. Frau=
Aelt. Dienſtmädchrit zum
Kar=
toffelſchälen u. dgl. geſucht.
Jahres=
ſtelle. Näh. Exped. d. Bl. (19166ids
In einfachem bürgerlichem
Haus=
halt braves Mädchen ſof. geſuchte
kann auch zu Hauſe ſchlafen.
(*8731
Hochſtraße 26, I.
zu einer Dame weg=
Geſucht Erkrank. d.
Mädchens=
geſundes Mädchen, das kochen
kann, die Hausarb. verſt., ſofort
oder
1. Oktober a. d. Vermittl.
B19173)
äitmannſtr. 33=
Mänmlieh
aller Berufe
Fenſion
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die Zeitung: Deutſche Vakanzen=
Poſt Eßlingen 143. (I,1627
Detallgeſchäft ſucht tüchtigen,
jungen Commis
auf 4 Monate zur Aushilfe. (*8706
Off. erbitten unt. R 61 Exped.
iogio M.=
Zuverlassig. Mann
ſtrebſam, ganz gleich welchen
Berufes und wo wohnhaft, zur
Führung einer Engros=
Verſand=
ſtelle geſucht. Tägl. einige Stund.
Arbeit. Verdienſt bis 350 Mari
monatl. Kapit. u. Kenntniſſe
nicht erforderl. Off. u. A 2000 bef.
(III,19150
Daube & Co.. Köln.
Reeller ſchriftl. Nebenerwerk
(Adreſſenarbeit). Näh. d. Germanla=
(*8688id
verlag, Friedenau.
Fleißige Perſonen
können ohne Riſiko hohen
Ver=
dienſt erzielen. Ein ſehr lohnender
Artikel. Großartige Patentneuheit
die überall gebraucht wird.
Offerten unter R 67 an die
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Tücht. Durchbrecher, Fraiſerunk
Graveure auf Schildpatt u.
Cellu=
lold, ſowie tüchtige Paſſer u. Löter
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und dauernder Stellung geſucht.
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Nummer 217.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. September 1913.
Jung, ſauberer Herrenſchneider
ſof. geſucht. Damen=Konfektion,
Kemnitzer, Nied.=
Ramſtädter=
ſtraße 15.
(*8678imd
Tüchtiger
Sahneider=
ſofort geſucht (*8750
Georg Benkert, Damenſchneid.
Nieder=Ramſtädterſtraße 35.
Tüchtiger Verkäufer.
Zum Beſuch von Privatkund
ſchaft wird redegewandte
Per=
ſönlichkeit, auch
Nichtkauf=
mann geſucht. Feſtes Gehalt u.
hohe Proviſion. Leute mit
großem Bekanntenkreis und
ſolche, die für
Abzahlungs=
geſchäfte ſchon gereiſt, erh. den
Vorzug. Offerten m. Ang. über
ſeither. Tätigkeit erbeten unter
R 15 an die Exped. (*8753
Wir ſuchen per ſofort einen
tüchtig. Packer
welcher im Möbelpacken durchaus
bewandert iſt.
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Geſchäft wird per 1. Oktober ein
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Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. September 1913.
Nummer 217.
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(*867
Kurſe vom 15. September 1913.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
1 Zi.
Staatspapiere.
4 Diſche. Reichsſchatzanw. 98,60
3½ Deutſche Reichsanl. . 84,60
75,65
do.
4=Preuß. Schatzanweiſg.
3½ do. Conſols . . . 84,90
5,60
do.
do.
3
97,70
4 Bad. Staatsanleihe .
91,80
do.
(3½
do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 99,00
83,00
do.
3½
74,40
do.
3
4 Hamburger Staatsanl. 97,60
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 98,10
4*do. do. (unk. 1918) 96,60
do.
82,70
70
do.
3 Sächſiſche Rente.
75,60
4aWürttemberg unk. 1921 97,00
do. v. 1875 92,40
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 96,70
1¾ Griechen v. 1887 . 57,60
Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 84,90
14. do. Goldrente . . . 89,80
do. einheitl. Rente . 81,60
3. Portug. unif. Serie I
13 do. unif. Ser. III 64,65
13. do. Spezial . . . . 9,60
5 Rumänier v. 1903 . . 98,50
v. 1890 . . 94,20
f4 do.
v. 1905 . . 87,60
4 do.
A=Ruſſen v. 1880 . . . . 89,10
4 do. v. 1902 . . . . 91,40
4½ do. v. 1905 . . . . 99,80
3½ Schweden . . . .
4 Serbier amort. v. 1895 81,00
4 Türk. Admin. v. 1903 79,00
4 Türk. unifiz. v. 1903 88,10
4 Ungar. Goldrente . . . 85,00
A do. Staatsrente. . . 82,004
In Prot.
Zi.
5 Argentinier . . . . . . 98,60
82,50
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 92,00
5 Chinef. Staatsanleihe. 98,00
4½
do.
4½ Japaner . . . . . . . 91,25
Innere Mexikaner. . . 77,10
do.
49,50
4 Gold=Mexikanerv. 1904 78,00
5 Gold=Merikaner . . .
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7 Nordd. Bloyd . . . . . 122,80
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6 Schantungbahn . . . . 124,00
8 Luxemb. Prince Henri 170,00
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6 Pennſylvania R. R.
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60,00
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Fabrik . . ..
542,90
14 Chem. Fabrik
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30 Farbwerke Höchſt . . 620,90
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . .
10 Cement Heidelberg . . 145,25
30 Chem. Werke Albert 441,09
14 Holzverkohlung
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ſtanz . . . . . . . 304,00
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Divid
8 Schuchert, Nürnberg 152,20
12 Siemens & Halske 216,50
5 Bergmann Electr. . . 127,90
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 166,80
0 Gummi Peter . . . . 83,00
0 Kunſtſeide Frankfurt
30 Adler=Fahrradwerk=
Kleyer . . . . . . 410,00
9 Maſchinenf. Badenia 145,00
0 Wittener Stahlröhren 129,00
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12,83 Bad. Zucker=Wag=
206,80
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0 Südd. Immobilien . 53,00
Bergwerks=Aktien.
10 Aumet=Friebe . . . . 169,40
14 Bochumer Berzd. U. 9911
Gußſt. . . . . . . 221½s
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 146,00
10 Gelſenkirchener . . . .183½
9 Harpener . . . . . . . 191,25
18 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 259½
3 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 74,50
6 Laurahütte . . . . . . 171,50
10 Kaliwerke Aſchersleben 143,00
13
Weſteregeln 187,25
7½ South Weſt Africk 114½
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 87,50
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 97,90
4 Eliſabethbahn, freie . . 88,50
4 Franz=Joſefs=Bahn . . 84,50
3 Prag=Duxer . .. . . . . 71,60
5 Oeſterr.„Staatsbahn . 100,90
4 Oeſterr. Staatsbahn . 87,90
do.
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 96,75
do.
InProt,
Bf.
2¾1 Oeſt. Sübb. (Lomb.) 53,50
77,00
3 Raab=Oedenburg
4 Kronprinz Rudolfbehn 83,40
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 86,20
4½ Moskau=Kaſan . . . 94,00
86,20
do.
4 Wlabichawchas .. .. 86,40
4 Rjäſan Koslow . . . .
3 Portngieſ. Sfenb. .. 73,30
4½
86,00
do.
2‟ Ltvorneſer . . . . . 69,60
3 Salonique=Monaſtir . 63,00
4 Baadadbahn . . . . .
4½ Anatoliſche Eiſenb. . —
4 Miſſouri=Paciſic. . . . 90,00
4 Norcthern=Paciſte . . . 94,20
4 Southern=Pacifie . . . 90,50
5 St. Louts und San
Franeisce. . . . . —
5 Tehnantepee . . .. . . —
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zſtrich . . 196,50
7½ Bergiſch=Märkiſche
Bahn
143,50
„
9½ Berlin. Handelsgef. .162,00
Darmſtädter Bank . 116,50
12½ Deutſche Bank . . . 249,80
6 Deutſche Vereinsbank 116,50
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 111,80
10 Diskonto=Kommandit 186,00
8½ Dresdener Bank . . 150,10
10 Frankf. Hypoth.=B. 206,50
½ Mitteld. Kreditbank 114,00
Nationalb. für Deutſchl. 117,00
Pfälziſche Bank. . . . 122,70
6,95 Reichsbank . . . . . 134,60
7 Rhein. Kreditbank. . .127,10
F A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 108,20
7½ Wiener Bankverein . 133½
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17. . . 94,30
Srhen
Zf.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
84,70
S. 19. . . .
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S.15—19, 21—26 93,50
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 95,00
3½
84.
4 Heff. Land.=Hyp.=Bank 97,20
84,20
3½
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
26,60
S. 12, 13, 16 .
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23. . . . . . . . . 96,60
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 84,20
S. 3—5 . . . . . . . . 84,00
S. 9—11 . . . . . . . 84,10
4 Meininger Hyp.=Bank 95,00
3½
84,00
do.
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 83,80
3½ do. (unk. 1914) . . 83,00
4 Sübd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 97,60
3½
85,00
do.
Städte=
Obligationen.
Darmſtadt . . . . .
95,10
3½ do.
, „
4 Frankfurt. . . . . . . 96,00
3½
do.
95,50
4 Gießen . . . . . . .
3½
do.
85,50
Heidelberg .. .. .
94,50
31
do.
4 Karlsruhe . . . . . . 95,00
31
do.
86,00
4 Magdeburg. .. . . . —
3½
.
-
4 Mainz . . .. . . ..
3.
do.
84,40
4 Mannheim . . . . . . 94,00
31
89,00
do.
München . . . . . . . 97,50
z.
Nauheim . . . . . .
Nürnberg. . . . . . . 96,00
do.
83,90
4 Offenbach. .
Smn
Bf.
1.
-
3½ Offenbach . . . . .
4 Wiesbaden . . . . . .
87,20
3½ do.
4 Worms. . . . . . . . 94,00
3½
do.
4 Liſſaboner v. 1886 . 74,8
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . Tlr. 100 180,5
3½ Cöln=Mindner 100 135,50
3 Holl. Komm. . fl. 100
3 Madrider . . Fs. 100 73,91
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 136,00
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 180,0
3 Oldenburger . . . .
½ Raab=Grazer fl. 150 111,54
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger. . . . . ſt. 7 —
Braunſchweiger Tlr. 20 197,0
Freiburger . . . . Fs.15
Mailänder . . . . Fs.45 —
do. . . . . Fs.10 37,0
Meininger . . . . . fl. 7 34,80
Oeſterreicherv. 1864fl. 100 567,00
do. v. 1858fl.100 505,0
Ungar. Staats . . fl.100 385,00
Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 166,20
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,3
20 Franks=Stücke . . . . 16,1
4,1
Amerikaniſche Noten. .
20,4
Engliſche Noten . . . . .
Franzöſiſche Noten. . . . 80,9
Holländiſche Noten. . . . 168,41
Italieniſche Noten . . . . 79,8
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,5
Ruſſiſche Noten . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,7.
Reichsbank=Diskonto.
Reichsbank=Lombard 3sf. 7%
Nummer 217.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Foxterrier, 1 Dobermann, 1 Kriegshund. 1
Spitz=
zund, 1 Pinſcher (zugelaufen). Die Hunde können von den
Eigen=
ümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Verſteige=
rung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag,
vormittags 10 Uhr, ſtatt.
(19160
20
N
Oeffentliche Impfung.
Unentgeltliche Impf= und Nachſchautermine finden, ſolange
Bedürfnis, jeden Mittwoch, nachmittags von 5 bis 6 Uhr, im
Schulhaus in der Rundeturmſtraße, für im Vorjahr geborene,
owie für ältere mit der Impfung im Rückſtande verbliebenen
Kin=
der ſtatt.
(14133a
Darmſtadt, den 24. Juni 1913.
Der Oberbürgermeiſter
I. V.: Jaeger.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. September 1913.
Seite 11.
Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, den 17. September 1913, vorm. 11 Uhr
verden im Pfandlokale Rundeturmſtraße 16 (Reſtauration „zur
Roſenhöhe”) verſchiedene Möbel, als
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dene Klaſſiker; ferner Herrenkleiderſtoffe, 1 Tafelwage,
1 Tafelklavier, 1 gr. Bild: Königin Luiſe, 2 Auto=
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urch den Unterzeichneten zwangsweiſe verſteigert.
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vollem Tages=Unterricht.
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ntgegengenommen.
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Der erſte Kurſus beginnt am 29. September 1913.
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Erwachsene und Kinder erbeten. Privat jederzeit.
Moderne erstklassige gesellschaftliehe Ausbildung!
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Die Zahlung der rückſtändigen
eträge für erſteigertes Heu= und
uttergras von der ſtädtiſchen
zallaswieſe, von den früheren
eſſunger= und Kaus’ſchen Wieſen,
en Speckwieſen und verſchiedenen
ädtiſchen Grundſtücken (aus den
terſteigerungen Großherzoglicher
fürgermeiſterei Darmſtadt vom
). Mai und 5. und 6. Juni 1913)
at, bei Vermeidung des
Mahn=
nd Pfändungsverfahrens, bis
ingſtens Ende September I. J.
n den Werktagen, vormittags von
bis 12½ Uhr, hierher zu
er=
lgen.
(18706a
Darmſtadt, 4. September 1913.
Die Stadtkaſſe.
Koch.
Bekanntmachung.
Beim Einnehmen von Vorräten
die Keller kommt es öfter vor,
aß die daſelbſt befindlichen
Haupt=
bſperrhähne der Waſſerleitung,
wie die Waſſermeſſer
unzugäng=
ch werden.
Wir machen daher die
verehr=
chen Intereſſenten darauf
auf=
terkſam, daß Haupt=Abſperrhahn
nd Waſſermeſſer ſtets zugänglich
eiben müſſen und bitten, beim
innehmen von Vorräten hierfür
ſorgt zu ſein.
(19158ids
Darmſtadt, 15. September 1913.
Städtiſche Waſſerwerks=
Verwaltung.
Rudolph.
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ederbett, verſchied. Damenkleider
ittlerer Größe, 1 Herrnüberzieher.
nzuſehen von 10—12 Uhr. (*8654
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Chutt, Baugl unu werden. (*8648
Hohler Weg 32.
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Magdalenenſtraße 11.
Ein faſt neuer Gasbadeofen
ſofort verkäuflich. Näheres
huſtergaſſe 19.
(*8657
Jamen= und Herrenrad, beide
mit Torpedo=Freilauf, bill. z. verk.
undeturmſtr. 14, I., links. (*8655
Bekanntmachung.
In dem Konkursverfahren über
das Vermögen des Metzgers
Lud=
wig Landau in Darmſtadt,
Lieb=
frauenſtraße 49, wird Termin zur
Abnahme der Schlußrechnung des
Verwalters, ſowie zur Prüfung
der nachträglich angemeldeten
For=
derungen beſtimmt auf
Mittwoch, 8. Oktober 1913,
vormittags 11½ Uhr,
Zimmer 222, Neues
Gerichtsge=
bäude am Mathildenplatz.
Das Honorar des
Konkursver=
walters wird auf 220 Mark, ſeine
Auslagen auf 13,95 Mark feſtge
ſetzt unter Vorbehalt des Abzugs
der etwa nicht gedeckten Verfah=
(19159
renskoſten.
Darmſtadt, 6. September 1913.
Großherzogliches Amtsgericht 1.
Mainzer
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Vferdemarkt
Verloſung am 27. d. M.
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48
Aber, was den Ohren nicht wurde, gelang den Augen.
Sie entdeckte Eberhardts Photographie auf dem
Schreib=
tiſch des Vaters. Ein jäher, freudiger Schreck durchzuckte
ſſie. Dann war er alſo nicht mehr in Acht und Bann
ge=
tan, der Sohn? Der Vater dachte ſeiner und wollte an
ihn erinnert ſein. Sie konnte ihre Bewegung nicht
ver=
bergen und es nicht hindern, daß ein Blick voll heißen
Dankes zu dem Schwiegervater hinüberflog. Die ganze
Sehnſucht ihres Herzens ſprach aus dieſem Blick.
Da ſtand der alte Baron auf, ſchritt zu dem
Schreib=
tiſch, nahm das Bild und gab es Heini: Das kannſt Du
Deiner Mutter ſchenken, mein Kind.
Mit zitternden Fingern nahm ſie es in Empfang. Ihr
Blick ging über das Bild hinweg groß und fragend zum
Vater hinüber. Der ſagte nichts, aber Anita mußte etwas
in ſeinen Augen geleſen haben, das ihr das Blut in die
Stirn trieb und ihre Bruſt aufatmen ließ wie erlöſt.
Als ſie am Abend ins Lindenhaus zurückkehrte, begab
ſich Anita ſofort auf ihr Zimmer. Das Bild Eberhardts
in der Hand, ſtand ſie lange in ſeine Züge vertieft. Eine
große Ruhe war über ſie gekommen, ein Gefühl der
Si=
cherheit und Geborgenheit. Ihre Geſtalt richtete ſich
wie=
der elaſtiſch empor, ihr Kopf hob ſich mit der alten, freien,
ſſtolzen Haltung.
Sie nahm die Lampe und trat mit dem Bilde
Eber=
hardts in der Hand vor das Bild ihres Mannes. Ohne
Schen und Bangen, mit Rührung und Zuverſicht, blickte
ſie jetzt in das hell beleuchtete, ſtrahlend ſchöne Geſicht
des Verſtorbenen.
Heinz, heute, an dem Tage, der Deinen Eltern den
einen Sohn geraubt hat für immer, ſoll ihnen der zweite
wiedergeſchenkt werden, und Du weißt, das kann nur ich
tun.
Und, Heinz, Du weißt auch, daß ich es tun muß, nicht
allein der Eltern wegen, ſondern auch um meiner ſelbſt
willen, denn ich kann nicht leben ohne Eberhardt. Mein
Gelübde iſt erfüllt, unſerem Kinde wird ſein Recht — ſo
fühle ich mich frei. — Gib auch Du mich frei. Laß mich
noch einmal im Leben verſuchen, mir ein Glück
aufzurich=
ten. Ich werde Dir nicht untreu darum, Heinz, denn Du
und Dein Bruder, ihr ſeid eins in meinem Herzen.
Und wie ſie damals in der Gewiſſensqual, im Gefühl
ihrer Schuld gegen ihren Mann und Sohn gemeint hatte,
das Bild drohe ihr mit finſterem Blick, ſo glaubte ſie jetzt
im Bewußtſein der Reinheit und Gerechtigkeit ihres
Vor=
habens, es lächele ihr Gewährung zu.
Sie ging zu ihrem Schreibtiſch und brachte nur wenige
Zeilen zu Papier: Brigitte, Du weißt, wo Eberhardt ſich
befindet. Sage ihm, er ſoll kommen — er muß jetzt
kom=
men. Wir alle ſehnen uns nach ihm . . . und ich warte
auf ihn, Tag für Tag.
Nun wußte ſie, er würde kommen, nicht wann, nicht
woher, aber ſo ſchnell es ihm möglich war — eines Tages
würde er da ſein und alles würde wieder gut werden.
Und zum erſten Male nach ihres Mannes Tage legte
ſie die Trauergewänder ab und zog ein weißes Kleid an,
von dem ihr ſchimmerndes Haar ſich mit leuchtendem
Gold=
glanz hob und das ihrer Schönheit neue Reize verlieh.
Die Wolke war von ihrer Stirn geſchwunden, und die
Schwermut aus ihren Augen. Sie bezauberte alle mit ihrer
ſonnigen Heiterkeit.
Zeſina liebte zu zitieren, und ſie zitierte mit Vorliebe
draſtiſch: So, konſtatierte ſie mit Befriedigung die
Verän=
derung in Anitas Weſen, drei Wochen war der Froſch ſo
krank, nun hüpft er wieder, Gott ſei Dank!
Da fiel ihr Anita um den Hals. Tante ZZeſina, ich
habe euch ſchlecht für eure Güte gelohnt — verzeihe mir!
Von jetzt an ſollt ihr nicht mehr über mich zu klagen haben.
Das iſt ſehr ſchön, aber eigentlich nicht ſehr
ſchmeichel=
haft für uns, denn wir haben nichts dazu beigetragen, daß
aus der ſchwarzen Puppe der weiße Schmetterling
ent=
ſchlüpft iſt.
Tante Zeſina, ſagte Anita ernſt, wenn Du Dich nicht
meiner angenommen hätteſt, ſäße ich wohl heute noch i all
meinem Jammer in Berlin.
Gegen Abend erſchienen die Drewensburger
Herrſchaf=
ten. Der Baron kam tadellos in Schwarz gekleidet, um
ſeiner Schwiegertochter ſeinen Beſuch zu machen.
Als Anita die Treppe hinab ihnen entgegengeeilt kam
mit ſtrahlendem Lächeln und dem Rot der Freude auf
ihrem Geſicht, war der Baron ſichtlich betroffen.
Donnerwetter! Da ſoll der Kuckuck den Kopf oben
behalten, wenn man jung und verliebt und
ſchönheits=
durſtig iſt, ſagte er zu ſeiner Frau; und ſie lächelte
befrie=
digt.
Sie war bereits ſehr ſtolz auf ihre ſchöne
Schwieger=
tochter, und ſie lächelte noch befriedigter und ein klein
wenig ſchadenfroh, als ſie ſah, mit welcher ritterlichen
Befliſſenheit ihr Gatte Anita die Hand küßte.
Wir bleiben natürlich den Abend über, erklärte er. Du
mußt mir nun auch einmal etwas ſingen, Kind. Sie haben
mir alle ſchon ſoviel von Deiner Stimme vorgeſchwärmt,
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. September 1913.
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Du mitwirken ſollteſt, damit ich auch einmal zu dem
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nuß=kam.
Sie befanden ſich im Gartenſaal und Anita ſchritt
be=
reitwillig ins anſtoßende Muſikzimmer und ſang Lieder
und Opernarien — was ihr in den Sinn kam. Dann ſaß
ſie einen Augenblick, blätterte in den Noten und ſchien mit
einem Wunſch zu kämpfen; aber dann ſchlug ſie entſchloſſen
eine Seite auf und das Lied von der Raſtloſen Liebe, das
Eberhardt beim Feſt der Gräfin aus dem Saal vertrieben
hatte, erklang.
Dem Schnee, dem Regen, dem Sturm entgegen, —
Immerzu, immerzu, ohne Raſt und Ruh.
Und heller Jubel, glückſeliges Hoffen brachen aus
ihrer Stimme.
Als ſie geendet hatte und tief aufatmend die Hände
vom Klavier gleiten ließ, fühlte ſie ſich plötzlich feſt
um=
ſchlungen und eine Männerſtimme ſagte ihr ins Ohr: Du
haſt mich gerufen, Anita, da bin ich nun, darf ich bleiben?
Sie war nicht erſchrocken, ſie wehrte ſich nicht, ſie
wun=
derte ſich nicht einmal, daß er ſo ſchnell hatte kommen
können. Sie hatte jede Minute auf ihn gewartet — und
nun war er da. Daneben exiſtierte nichts weiter für ſie.
Ein heißes Glücksgefühl durchſtrömte ſie jäh. Sie legte
ihren Arm feſt um ſeinen Hals und ihren Kopf an ſeine
ſtürmiſch atmende Bruſt und ließ ſich küſſen.
Wie haſt Du ſo raſch hier ſein können? war das erſte,
wascie zu ſprechen vermochte.
Er lachte.
Als mir Brigitte mitteilte, daß Du nach dem
Linden=
haus gingeſt, wußte ich, daß nun bald auch die Verſöhnung
kommen mußte, und ich blieb in Neu=York, ging nicht
wei=
ter nach Kalifornien, wie ich beabſichtigte, und wartete.
Dann ſchrieb ſie von Deiner Ausſöhnung mit Mama=
und daß Heini und der Grozvater dicke Freunde wären.
da packte ich meine Sachen und kehrte ſchleunigſt nach
Berlin zurück, damit ich, ohne eine Stunde Zeitverluſt,
zu Dir eilen konnte, wenn Du mich riefeſt, denn ich war
krank vor Sehnſucht nach Dir.
Aber, daß ich Dich rufen würde . . . Sie ſtockte. Er
ſah ihr tief in die Augen.
Meinſt Du, ich habe nicht gemerkt, mit welcher
Ver=
zweiflung Du Dich gegen Dein Herz wehrteſt? Es gab
auch keinen Grund, der Dein ſtarres Widerſtreben gegen
alle meine ehrlichen Verſöhnungsverſuche genügend erklärt
hätte, wenn nicht Deine Angſt davor, Dich mir ganz zu
eigen zu geben. Aber ich war ratlos, wie ich Dich mir
ge=
winnen ſollte. — Da wagte ich das äußerſte, einen völligen
Bruch mit meinem Vater als Zwangsmittel für euch beide.
Auf die Gefahr, daß nicht nur wir, ſondern auch Heini
aufgeopfert würde . . .
Er lächelte ſiegesgewiß — wie Heinz gelächelt hatte.
Kind, der Vater war im Grunde ſo mürbe wie Du und
voll Sehnſucht nach ſeinem Enkelkinde, aber auch ebenſo
eigenſinnig wie Du. Nur ein Gewaltſtreich konnte euch
zwingen, Farbe zu bekennen. Zu ſorgen brauchte ich nicht
um Dich, denn ichließ Dir ja die ganze Familie Drewens=
berg zum Schutz zurück. Du ſchlimme, herrliche Frau
Du.
Sie waren allein im Zimmer, die Tür nach dem Gal
tenſaal war geſchloſſen worden. Jetzt aber öffnete ſie ſig
ſacht und Heini guckte herein.
Ihr bleibt ja ſo lange! Großpapachen ſagt, der Cham
pagner wird ganz warm. Er ſchlüpfte herein. Siehſt Du
Mutti, nun iſt Onkel Eberhardtchen doch da, trium
phierte er.
Eberhardt fing ihn in ſeinen Armen auf. Ich bin
nicht Dein Onkel Eberhardtchen, Bubi, ich bin jai
Papa.
Nein . .. ſagte Heini und ſah ihn kritiſch an.
Doch, Heini! Ich brauchte mir nur die Uniform
zuziehen, die Dein Papa auf dem Bilde trägt, dann
wür=
deſt Du ſehen, daß ich es bin.
Das Kind blickte mit großer Verlegenheit vom Onkel
zum Bilde. In dem Augenblick erſchien der alte Baroſ
in der Tür. Da machte Heini ſich energiſch von den ihſ
umſchlungen haltenden Armen frei und lief zu ihm.
Großpapa, iſt das mein Onkel oder mein Papa?
Und die Hand des alten Herrn legte ſich liebkoſend auf
ſeinen Krauskopf. Nenne ihn nur ſchon immer Deinen=
Papa, damit Du nicht umzulernen brauchſt, wenn e
unter dem Weihnachtsbaum wirklich geworden iſt.
En de,
[ ← ][ ][ → ]Nummer 217.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. September 1913.
Seite 15.
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Der grüne Teufel
Drama in 3 Akten.
Unreines Gewissen
Humoreske.
Die Macht der See
Drama.
Als Einlage:
Straussenzucht.
Olympia- Wochenbericht.
I. Platz
II. Platz
III. Pl. 19 ₰ 35 ₰
65 ₰
„Herbſt= und Winterkuren für
Lunsenkranke
„Kurhaus Schloß Ammerburg”
Oberammergau
im bayer. Hochland, 850 m üb. M.,
reinſte Gebirgsluft, Hochwald.
Vor=
zügl. Erfolge. Proſp. frei. (19145a
Mittwoch, 17. September,
vorm. 9 Uhr ab:
Jugend-
4
Vorstelung
II. Platz 19 ₰, III. Platz 10 ₰
Im Vorverkauf bei Beutke
(Torhalle, Rheinstrasse 2)
jeder Platz
10 Pfg.
Siſe gebracheie Speſchen
10 Pfund 70 Pfg.
Falläpfel und Birnen
Pfund 8 Pfg. (*8684gi
empfiehlt Pitthan, Karlshof.
in gr., ſch. Arminſter=Teppich,
bill. Pankratiusſtr. 30, I. (*8490
Großherz. Hoftheater
Dienstag, den 16. Sept. 1913.
7. Abonnem.=Vorſtellung. A 2.
Neu einſtudiert:
D
Fauſt.
Tragödie von Goethe.
Muſik von Eduard Laſſen.
Dritter Abend.
Der Tragödie zweiter Teil
(I. Abteilung — ſchließt mit dem
Meeresfeſt) in 3 Akten.
Spielleiter: Hans Baumeiſter.
Muſikaliſcher Leiter: Erich Kleiber.
Perſonen:
Fauſt
Hs. Baumeiſter
Mephiſtopheles . Kt. Weſtermann
Der Kaiſer.
Kurt Ehrle
Biſchof=Kanzler . A. Waſſermann
Hermeiſter..
Johann. Heinz
Schatzmeiſter . . Richard Jürgas
Marſchalk . . . Heinrich Hacker
Herold . . .
Emil Kroczak
Narr
Adolf Jordan
, „
Erſte
Eliſabeth Horn
Zweite
Ellen Widmann
Dritte ſHofdame Minna Müller=
Rudolph
Page
Hede Schaub
Knabe
Wagen=
lenker .
. Käthe Gothe
Ariel . .
Margar. Beling.
Schäfer
Famulus
. Paul Peterſen
Baccalaureus .
Frz. Schneider
Wagner
Herm. Knispel
Homuneulus . .
Erichtho . . . . Herta Alſen
Eine Sphinx . . Anna Jacobs
Chiron, Centaur . L. Schützendorf
Seismos. .
Johann. Heinz
Manto
Sophie Doſtal
Thales, ein
Philo=
ſoph . . . . . Hans Bertram
Proteus
. Br. Harprecht
Nereus, Vater d.
Galathea . .
A. Waſſermann
Galathea . . . Kathar. Vogel
Erſte
Margar. Beling=
Sirene Schäfer
Zweite
Annem. Liſchke
Erſte
Paul Peterſen
Phork=
Zweite
A. Fleiſchmann
yade Paula Karſtedt
Dritte
Die Tänze und Gruppierungen
ſind von der Ballettmeiſterin
Hed=
wig Ehrle einſtudiert.
Geſtaltung d. Bühnenbildes:
Hof=
theatermaler Kurt Kempin u.
Ma=
ſchineriedirektor E. Schwerdtfeger.
Nach dem 1. u. 2. Akte findet je
eine längere Pauſe ſtatt.
Das Haus wird nur nach den
Aktſchlüſſen erleuchtet; die längeren
Pauſen werden durch Herablaſſen
des eiſernen Vorhangs angezeigt.
Preiſe der Plätze (Gew.
Preiſe): Sperrſitz: 1.—13. Reihe
4.20 ℳ, 14.—20. Reihe 3.40 ℳ,
Par=
terre: 1.—5. Reihe 2.90 ℳ, 6.—8.
Reihe 2.35 ℳ, Proſzeniumsloge
6.20 ℳ, Mittelloge 6.20 ℳ,
Bal=
konloge 5.20 ℳ, I. Rang 4.70 ℳ,
II. Rang: 1.—6. Reihe 2.70 ℳ,
7. u. 8. Reihe 2.15 ℳ, I. Galerie
1.35 ℳ, II. Galerie 75 ₰.
Kartenverkauf: an der
Tages=
kaſſe im Hoftheater von 9½ bis
1½ Uhr und eine Stunde vor
Be=
ginn der Vorſtellung; im
Ver=
kehrsbüro von 8 bis 1 Uhr u.
von 2½ Uhr bis kurz vor Beginn
der Vorſtellung. (Im
Verkehrs=
büro werden auch telephoniſch
Karten=Beſtellungen
entgegenge=
nommen. Telephon Nr. 1583.)
Anfang 7½ U. — Ende 10 U.
Vorverkauf f. die Vorſtellungen:
Mittwoch, 17. Sept. 8. Ab.=Vſt.
B 2. Feſtvorſtellung zur
Feier des Allerhöchſten
Geburtsfeſtes Ihrer Kgl.
Hoheit der Großherzogin.
Neu einſtudiert: Die weiße
Dame‟. Gewöhnl. Preiſe.
An=
fang 7½ Uhr.
Donnerstag, 18. Sept. 9. Ab.=
Vorſtell. C 3. „Die
Fleder=
maus.” Kleine Pr. Anf. 7 Uhr.
Freitag, 19. Sept. . 10. Ab.=Vſt.
D 3. Neu einſtudiert: Goethe’s
Fauſt=Tragödie. 4. Abend:
Der Tragödie zweiter Teil, zweite
Abteilung. Gewöhnl. Preiſe.
An=
fong 7½ Uhr.
Woog, am 15. Seplemnder 1913.
Waſſerhöhe am Pegel 3,75 m.
Luftwärme 140 G.
Waſſerwärme vorm. 7 Uhr 17½% C.
Woogs=Polizeiwache.
Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 16. September 1913.
Nummer 217,
Deuchteſtende.
-
Zautereme
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Keine lube 20 Pfg
In allen Apotheken
eig ukaimerien.
Sport, Spiel und Turnen.
* Fußball. Das am Sonntag auf dem Sportplatz am
alten Schießhaus zum Austrag gekommene
Fußballwett=
ſpiel zwiſchen den 1. Mannſchaften des F.=K. Olympia
1898=Darmſtadt und des Darmſtädter Sportklubs 1905
endete unentſchieden mit 2:2 Toren.
* Sportliche Erfolge. Man ſchreibt uns: Die beſtens
bekannte erſte Rennmannſchaft des Velozipedklubs
Darm=
ſtadt, die erſt vor drei Wochen in der Gau=Stafettenfahrt
über 150 Kilometer die beſte Zeit erzielte, konnte einen weit
hervorragenderen Sieg am Sonntag verzeichnen. Bei dem
Mannſchaftsrennen des Gaues 9 des D. R.=B. auf der
Strecke Frankfurt-Auerbach und zurück ſchlugen die
Darm=
ſtädter die beſten Mannſchaften des Gaues 9 um ein
Weſentliches und legten die Strecke in der Zeit=von 2
Stun=
den 45 Minuten 5 Sekunden zurück. Auch dieſer neue
Er=
folg beweiſt, daß der Sieg unſerer einheimiſchen Fahrer
kein zufälliger iſt, ſondern daß die Mannſchaft des
Darm=
ſtädter Velozipedklubs zurzeit als die beſte im Gau 9 des
D. R.=B. zu verzeichnen iſt. Wir gcatulieren dem äußerſt
rührigen Velozipedllub zu dieſem neuen Erfolge und
hoffen, daß ſo der Name Darmſtadt noch recht häufig in
Verbindung mit erſtklaſſigen Sportsveranſtaltungen
ge=
nannt wird.
sr. Pferderennen. Grunewald. Preis vom
Karls=
berg: 4500 Mark, Diſtanz 4500 Meter: 1. Herrn H. Weſtens
Sternſchnuppe (Strikland), 2. Jungtürke (Naſh). Tot.
29110. Zwei liefen. Kampf, Kopf. Plaiſanterie=Rennen;
13000 Mark, Diſtanz 2200 Meter: 1. Herren E. und G.
Buggenhagens Sara (Bleuler), 2. Carolus (Warne),
3. Auvergnat (O. Müller). Tot. 87110, Pl. 25, 21, 48:10.
Unpl.: Catena (4), Au revoir, Querulo, Dürkheim, Bode,
Rex II, Bürgermeiſter. Leicht, ½—¾4—1 Lg. —
Krem=
mener Hürden=Rennen; 4200 Mark, Diſtanz 2400 Meter:
1. Hern Balduins Laune (Hofmann), 2. Methuſalem
(Streit), 3. Kaſſala (Steffen). Tot. 30:10, Pl. 14, 14,
29110. Unpl.: Mona Liſa (4.—-), Ortilo (4.-), Seilfahrt,
Delila (gef.), Paducha. Sehr ſicher, 1½—3—3 Lg.
Lilienhof=Rennen; 6200 Mark, Diſtanz 1000 Meter: 1. Dr.
Lemckes Menton (Cleminſon), 2. Askanier (O. Müller),
3. Orpheus (Jangl). Tot. 31:10, Pl. 13, 13, 18:10. Unpl.:
Brandenburg (4), Vinci, Jubilans, Ladoga. Leicht, 1½
bis ¾—1½ Lg. — Gladiatoren=Preis; 20000
Mark, Diſtanz 5000 Meter: 1. Herren E. und G.
Buggen=
hagens Santuzza (Streit), 2. Niſſa (Lommatzſch), 3.
Wackerlos (Roſak). Tot. 24:10, Pl. 15, 34, 22:10. Unpl.:
Ritterſchlag (4), Perdita (5), Abſage, Kann doll,
Vor=
wärts II, Edelmann, Herkus Monte (gef.). Sehr ſicher,
4—2½—5 Lg. — Berge=Preis; 5200 Mark, Diſtanz 3000
Meter: 1. Herrn H. Weſtens Myrrha (Strikland), 2.
Ba=
kers Lad (Dyhr), 3. Galbally (Fritſche). Tot. 134110,
Pl. 44, 27, 85110. Unpl.: Shannon Lad (4), Bryant II,
Perſian Gate, Frankfurt, Zale, Tugela, Trill, Rangsdorf,
Mr. Girdle, Hackerls Beauty, Clariſſa, Lohengrin II, Ingo,
Kampf, Hals-½ Lg. — Jungfern=Rennen; 5000 Mark,
Diſtanz 1800 Meter: 1. Herrn O. Trauns Otter (
Clemin=
ſon), 2. Drachenkopf (Rice), 3. Third Ace (A. Plüſchke).
Tot. 19110, Pl. 11, 12. 14:10. Unpl.: Schlemm,
Rhein=
pfalz, Sieglinde, Balkan, Jacob. Sicher, ¾—1—2 Lg.
Kriegsgöttin gewinnt den Hammonia=
Preis. Das vierte und letzte der Hunderttauſendmark=
Rennen, das am Sonntag in Hamburg=Großborſtel zur
Entſcheidung kam, hat den Farben des Frhrn. v.
Oppen=
heim einen neuen Erfolg gebracht, wenn auch nicht
Dolo=
mit, der heiße Favorit und Träger des Stalljockeis
Archi=
bald, ſondern ſeine zweijährige Stallgefährtin
Kriegsgöt=
tin, den wertvollen Preis gewann. Im geſchlagenen Feld
befand ſich auch der Oeſterreicher Per Bacco des Barons
G. Springer, der aber keine Rolle zu ſpielen vermochte.
Die Reſultate waren: Uhlenhorſter Rennen; 9000 Mark,
Diſtanz 1800 Meter: 1. Herrn F. Lindenſtaedts
Eichen=
blatt (Davies), 2. Moet (Shurgold), 2. Borchhorſt (
Shat=
well). Tot. 26:10, Pl. 13, 16110. Unpl.: Fria, Saturn II
(4.), Fata Morgana II. Sicher, ¾—1½ Lg. — Alſter=
Handikap: 5000 Mark, Diſtanz 1200 Meter: 1. Herrn F. C.
Crügers Coeur Dame (Slade), 2. Fedi (Shurgold), 3.
Nicolo (F. Bullock). Tot. 43:10, Pl. 21. 40110. Unpl.:
Rabenſteiner, Fiskaliſche, Mormone (4), Sicher, ¾—1 Lg.
Preis vom Ochſenzoll; 8000 Mark, Diſtanz 1600 Meter:
1. Frhrn. von Richthofens Nap (Slade), 2. Whispering
Captain (Davies), 3. Perle (F. Bullock). Tot. 32110,
Pl. 15, 16:10. Unpl.: Flyin Royal, Dovecot. Kampf,
Kopf—1½ Lg. Tarpenbeck=Rennen; 4000 Mark, Diſtanz
1400 Meter: 1. Herrn Balduins Patſy (Davies), 2.
Lands=
knecht (Wedgewood), 3. Jasmin (F. Bullock). Tot. 36:10,
Pl. 14, 39, 14:10. Unpl.= Klampenborg (4), Ulk,
Chir=
paway, Gutfreund, Jack Horner, Kandahar, Don Digue.
Leicht ¾—1 Lg. — Hammonia=Preis; 100000 Mark,
Di=
ſtanz 1300 Meter: 1. Frhrn. S. A. von Oppenheims
Kriegsgöttin (Slade), 2. Dolomit (Archibald), 3. — Ruffle
(Shurgold), 3. — Fabella (Shaw). Tot. 16110, Pl. 43,
14, 10, 8:10. Unpl.: Kreuzer II, Per Bacco, Lena,
Kal=
chas. Sehr ſicher 1½—2 Lg.-tot. Rennen. — Borſteler
Herbſt=Pokal; 15000 Mark, Diſtanz 2850 Meter: 1. Dr.
Lemckes Auſterlitz (Shurgold), 2. Atina (Davies), 3. Pirol
(F. Bullock). Tot. 37110, Pl. 45, 30, 31110. Unpl.:
Ba=
jazzo, Mac Intyre, Milleux, Blood Orange (4), Nabob,
Nuſcha, Lockruf, Sylvia. Kampf, Hals-1—2 Lg.
Haſelbuſch=Rennen; 10000 Mark, Diſtanz 1200 Meter:
1. Frhrn. S. A. von Oppenheims Mon Deſir (Archibald),
2. Germaniſt (F. Bullock), 3. Meſſalina (Slade). Tot.
14:10. Drei liefen. Leicht ¾—%/ Lg.
Freiherrn S. A. von Oppenheims
Gewinn=
ſumme beträgt nach dem Hamburger Doppelerfolg
nun=
mehr 786 400 Mark. Da noch eine Reihe wertvoller
Konkurrenzen bis zum Saiſonende zur Entſcheidung
ge=
langen, dürfte es dem Schlenderhaner Züchter wohl
ge=
lingen, einen neuen deutſchen Gewinnrekord aufzuſtellen.
Am erfolgreichſten waren nunmehr Cſardas mit 199000
Mark, Majeſtic mit 190300 Mark und Kriegsgöttin mit
112.930 Mark.
Rennen zu Paris.=Prix de la Prairie; 5000
Francs, Diſtanz 2000 Meter: 1. Monſ. J. Prats Koleah
(J. Childs), 2. Souk (Legros), 3. Carlopolis (Ch.
Childs). Tot. 34:10, Pl. 14, 37, 18:10. Unpl.: Jan
Niber, Mlle. Pardon, La Monetier, Scrap, La Mi
Ca=
reme, Parabere, Bisbille. ½ Lg.-Hals. — Prir de
Sablonville; 10000 Francs, Diſtanz 1100 Meter: 1. Monſ.
M. de Rothſchilds Diavolezka (Haes), 2. Mandrin
(O'Neill), 3. Irminſul (Garner). Tot. 49110, Pl. 16, 13,
25110. Unpl.: Sur le Nil, Bouvron, Ardec,
Carillon=
neur, Le Bien Aime, Lishem. 1—½ Lg. — Prix Royal
Oak; 60000 Francs, Diſtanz 3000 Meter: 1. Monſ. E. de
St. Alarys Bruleur (O'Connor), 2. Jſard II (O'Neill),
3. Fidelio (J. Reiff). Tot. 26:10, Pl. 13, 15:10. Unpl.:
Nimbus, Dagor, Bavard III. 2½—1½ Lg. — Prix de la
Celle Saint=Cloud; 40000 Francs, Diſtanz 2400 Meter:
1. Monſ. A. de Grix Loir de Paques (J. Reiff), 2.
Can=
tilene (J. Childs), 3. Calopſitte (Rovella). Tot. 73110
Pl. 22, 23, 65:10. Unpl.: Scammenee, Oiſelette, Sainte
Freya, La Tourelle, Reine Anne, Tegee. ¾4—2 Lg. —
Omnium; 40000 Francs, Diſtanz 2400 Meter: 1. Monſ.
M. de Rothſchilds Pantagruel (Rovella), 2. Le Bavard
(Jennings), 3. Chut (Stern). Tot. 199:10, Pl. 58, 146,
119:10. Unpl.: Le Municipal, Kellermann, Montagagne,
Carandor, Granite, Cyrinus, Eing Mars, Vermet, Le
Bouddha, Le Cerbere, Oreade, Medaillon, La Sarrcenne,
Queſture, Auri Sacra, La Sorbonne, Veillee, La
Mou=
kere, Miſtreß Henry, Marinette V. Kopf-½ Lg. — Prix
de Glatigny; 6000 Francs, Diſtanz=2000=Meter: 1. Monſ.
Watſons Careleß (O'Neill), 2. Abel (Barat), 3.
Made=
lon (J. Reiff). Tot. 22:10, Pl. 11. 17, 12110. Unpl.:
Sea Lord, Aſtolphe, Neſtor III, Siva II, La Ribaude.
½ Lg.-Kopf.
sr. Radrennen. Bruni=Italien gewinnt
den Preis der Nationen. Am Sonntag gelangte
auf der Pariſer Prinzenparkbahn der Preis der
Natio=
nen, ein Dauerrennen in zwei Vorläufen zu je 20
Kilo=
metern und einem Endlauf von 40 Kilometern, zur
Ent=
ſcheidung. Es waren Deutſchland durch Janke, Italien
durch Bruni, Frankreich durch Darragon, die Schweiz
durch Human, Belgien durch A. Vanderſtuyft, Dänemark
durch Kjeldſen, Holland durch Dickentman und Auſtralien
durch Shephard vertreten. Im erſten Vorlauf ſiegte
Bruni in 17. Minuten 3,8 Sekunden vor Darragon 3
Run=
den, Humann 5 Runden und Vanderſtuyft 6 Runden
zu=
rück. Den zweiten Vorlauf gewann Janke in 17
Minu=
ten 43,8 Sekunden vor Dickentmann 1½ Runden, Kjeldſen
3 Runden und Shephard 6 Runden zurück. Bruni, der
eine überraſchend große Form zeigte, ſiegte im Endlauf
überlegen in 35 Minuten 10,3 Sekunden vor Dickentmann
3 Runden, Daragon 4 Runden und Janke 9 Runden
zu=
rück. Das Abonnenten= und das Prämienfahren holte ſich
jedesmal Appelhaus vor Gauthier bezw. Danjou.
Treptower Radrennbahn. Dauerrennen für
Klaſſe A und B über insgeſamt 100 Kilometer. Im erſten
über 20 Kilometer führenden Lauf der A=Klaſſe ſiegte
Przyrembel nach 18 Minuten 1 Sekunde mit 50
Me=
ter Vorſprung gegen Demke; Schulze=Zehlendorf endete
3250 Meter zurück. Im zweiten Lauf über 40=Kilometer
erlangte Demke die Spitze und verteidigte dieſe bis
zum 20. Kilometer gegen Przyrembel, der dann plötzlich
auf der Innenſeite paſſierte und ſich ſo die Führung
er=
oberte. Ein gleich darauf folgender neuer Angriff Demke
brachte dieſen wieder in Front und Demke gewann
das Rennen nach 37 Minuten 13,1 Sekunden mit 90 Meter
gegen Przyrembel; Schulze 1060 Meter zurück Dritter.
Die übrigen Reſultate waren: Klaſſe B, 15 Kilometer:
1. Jenske 14:30, 2. Schrinner 650 Meter, 3. Bordoni 1350
Meter. 25 Kilometer: 1. Schrinner 24110, 2. Jenske (
De=
fekt)5930 Meter, 3. Bordoni 7300 Meter. Hauptfahren:
1. Hoffmann, 2. Pawke, 3. Rabe, 4. Amort. Malfahren:
1. Pawke, 2. Hoffmann, 3. Amort. Ausſcheidungsfahren:
1. Pawke, 2. Rabe, 3. Häusler.
Radrennen in Erfurt. 10 Kilometer=Rennen:
1. Böſchlin 9 Minuten 30,2 Sekunden, 2. Ryſer 100 Meter
3. Lange 220 Meter, 4. van Neck 300 Meter. 30 Kilometer=
Rennen: 1. Ryſer 28111, 2. Böſchlin 70 Meter, 3. van Neck
1990 Meter, 4. Langen 2200 Meter zurück. Preis der
In=
duſtrie, 50 Kilometer: 1. van Neck 50 Minuten, 2. Lange
600 Meter, 3. Ryſer 900 Meter, 4. Böſchlin weit zurück.
Rund durch Schwaben. Von den 29
geſtar=
teten Berufsfahrern blieb eine Spitzengruppe von 18
Mann bis Memmingen zuſammen. In dem bergigen
Gelände von Kempten (150 Kilometer) wurde die
Spitzen=
gruppe geſprengt. Aberger und Bauer ſonderten ſich mit
größerem Vorſprung ab und blieben bis zum Schluß
bei=
ſammen. Im Endſpurt ſiegte dann der Berliner
Aber=
ger überlegen in 9 Stunden 22 Minuten. Die nächſten
waren: 2. Bauer=Charlottenburg, 3. Pütz=Köln, 4. E.
Franz=Böhmen, 5. Kotſch=Kyritz, 6. Meck=Düſſeldorf,
7. Walloſcheck=Kattowitz, 8. Franz Suter=Zürich.
Radrennen in Hannover. Internationales
Flieger=Kriterium. Entſcheidungslauf: 1. Rütt,
2. Otto Meyer Handbreite, 3. Arend, 4. Pouchois ½ Lg.,
5. Polledri, 6. Hourlier, 7. Perchicot. Arend, der das
ganze Rennen führte, eröffnete 350 Meter vor dem Ziel
den Spurt mit O. Meyer, Rütt, Hourlier uſw. am
Hinter=
rad. Tandemfahren: 1. Perchicot=Pouchois,
2. Rütt=Arend 2 Lg., 3. Hourlier=Polledri, 4. Otto Meyer=
Schürmann, die ſich aufrichteten. Hauptfahren für
Klaſſe B: Tetzlaff=Berlin vor Jockiel und Hiepel.
Vor=
gabefahren: Geisler vor Kogel und Arnold.
Breslau. Jubiläums=Preis der Stadt Breslau,
100 Kilometer: 1. Thomas in 1 Stunde 23 Minuten 14,1
Sekunden, 2. Günther 350 Meter zurück, 3. Rettelbeck 3700
Meter; Stellbrink gab beim 79. Kilometer auf.
Hauptfah=
ren: 1. Lorenz, 2. Stabe ½ Lg., 3. Peter Handbreite,
4. Schwab 3 Lg. zurück. Prämienfahren: 1. Lorenz,
2. Stabe, 3. Techmer, 4. Finn. Vorgabefahren: 1. Stabe,
2. Finn, 3. Techmer. Dauerrennen der Klaſſe B: 1. Beck,
der die 25 Kilometer in 20:57,1 bedeckt.
sr. Laufſport. Der Diſtanzmarſch Berlin=
Breslau für Berufsläufer nahm am Sonntag
vor=
mittag mit der erſten Etappe von Berlin nach Zoſſen über
36 Kilometer ſeinen Anfang. Die Veranſtaltung hatte
beim Publikum keinerlei Intereſſe, da ſich auf der
Trab=
rennbahn Mariendorf, wo zuerſt 6 Runden geſchloſſen
zurückzulegen waren, nur etwa 200 Zuſchauer eingefunden
hatten. Nur 33 von 50 Gemeldeten traten den
beſchwer=
lichen Weg an. Von dieſen 33 ſind als ernſthafte
Kon=
kurrenten nur Hempel, Ruppert, Gräbke und Hermann
Müller zu betrachten, die ſich bald vom Feld abſonderten
und als erſte die Rennbahn verließen. Den Schluß
bil=
dete die Gruppe der „Veteranen” in weitem Abſtande.
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Oraktiſche Damen= und
P naer Zimn.
(Vierzehntäglich à 25 Pfg.)
Pfg.
koſten alſo durchſchnittlich die alle
14 Tage erſchemenden Hefte der
„Draktiſchen Damen= und Kinder=
Mode‟. Jedes Heft enthält
Mo=
den und Wäſche für Erwachſene
und Kinder, ſowie Handarbeiten.
Probe-IIlustration aus dem Wäscheteil der „Moden-
Zeitung Fürs Deutsche klauz”. (Jährlich ea. 600 Modelle;
zur Selbſtanfertigung der einfachen und elegankeren
Käſche für Erwachſene und Kinder mit doppelſeitigen,
gebrauchsfertigen Schnittmuſterbogen in jedem Heft.);
* (Jedes Heft kostet nur 15 Pfg.
wöchentlich frei ins Haus.)
Zei der Heſtellung bitte alſo genau anzugeben,
welche Ausgabe Siewünſchen.
: (Beachten Sie bitte die Beſtellzettel am Fuße der letzten Seite.)
Doppelſeitige,
gebrauchs=
fertige
Echnit=
muſter
muſter=
bogen
in jedem Heft
ermöglichen
der Hausfrau
bedeutende
Er=
ſparniſſe durch
die
Seibst-
ankertigung.
der Garderobe
und Wäſche für
ſich und ihre
Kinder.
auf der letzten Seite iſt auszuſchneiden und an die nächſte Buchhandlung
Del Beſtellzeitel zu ſenden. 2bo eine ſolche nicht bekannt iſt, bitte den Beſtellzettel zachts
an Ihren Briefträger oder am Schalter Ihres Doſtamtes abzugeben.
Gcß
Al Tcct
ermöglicht durch Selbſtanfertigung der Garderobe
und Wäſche, ſowie durch erprobte Kochrezepte die
ModenHeitung.
fürs Deutsche aus.
8
So Sunikel iſt kein „enſchenlas auf Eeden,
s kann erleuchtet durch die Riehe werden.
Wöchentlich 1h Pfg frei ins Haus.
Jedes Heft bringt einen
umfang=
reichen Modenteil, und zwar bringen
die einzelnen Hefte abwechſelnd:
7) Moden für Erwachsene
und Kandarbeitsvorlagen,
2) Moden für Kinder und
Wäsche für Erwachsene
und Wäsche für Kinder
mit doppelſeitigen, gebrauchsfertigen
Schnittmusterbogen in jedem
Heſt.
Jährlich ea.
1200 Modelle für einfache u. eleganteres
Damengarderobe,
600 Modelle für einfache u. elegantere
Kinderkleidung,
600 Modelle für einfache u. elegankere
Wäſche für Erwachſene
und Kinder,
300 Muſtervorlagen für alle Techniken
weiblicher Handarbeiten.
Probe-Illustration aus dem Handarbeitsteil der „Moden.
Zeitung Fürs Deutsene Haust. (Details und genaue Anleitung
zur Ausführung finden Sie in den Heften.) Jährlich ca. 300
Muſter=
vorlagen für alle Techniken weiblicher Handarbeiten.
eien
bringt in sehr grosser Auswahl das jetzt
beginnende Oktober-Desember-Quartat.
Jährlich ca. 300 Muſtervorlagen
fürweib=
liche Handarbeiten in jeder Technik und
für alle Bedürfniſſe des täglichen Lebens.
Ferner erhalten
Sie jeden Monat
4
einen doppelſeitigen
Handarbeitsbogen
talhg,
mit Muſtervorlagen
in natürlicher Größe.
Iinmhimn
Feri
Sh
TTede Freundin weib-
Ml.
licher Handarbeiten
S.
Geece
findet eine reiche
Aus-
wahl geschmackvoller und
schöner Handarbeitsvor-
Probe-Illustration aus dem
lagen zum Nacharbeiten.
Handarbeitsterl. (Jährlich
ca. 300 Muſtervorlagen
Probe-IIlustration
für alle Bedür fniſſe des
aus dem
Handar-
praktiſchen Lebens.)
beitsterl. (Jährl. ca.
300 Muſtervorlagen.)
Ferner bringt die „Moden-Zeitung fürs Deutsche Haus‟:.
1) Sorgfältigausgewählte Romane
erſter Schriftſteller, Novellen und
poetiſche Beiträge.
2) Zahlreiche Illuſtrationen nach
Ge=
malden bekannter Künſtler ſchmücken
die einzelnen Hefte.
3) Intereſſante illuſtrierte Aufſätze
orienkieren über alle Gebiete des
Wiſſens und der Kunſt.
4) Der wöchentliche
hauswirtſchaft=
liche Teil enthält eine reiche
Samm=
lung erprobter Kochrezepte und bringt
Aufſätze über Haushalt und Küche,
Geſundheitspflege und Erziehung.
5) Die wöchentliche Beilage: „
Illu=
ſtrierte Chronik der Zeit” bringt
Darſtellungen der neueſten
Zeitereig=
niſſe in Bild und Text und iſt eine
Ergänzung zu jeder Tageszeitung.
6) Die vierzehntägliche Beilage: „Das
Reich der Kinder” bringt Herz und
Geiſt anregende Lektüre und
Anter=
haltung für unſre kleinen Lieblinge.
7) Muſikſtücke beliebter
Komponi=
ſten erſcheinen in zwangloſer Folge.
8) Jährlich ein Weihnachts= und ein
Oſterheft ohne Modenteil mit
farben=
prächtiger Kunſtbeilage.
Probe-Illustration
aus d. Handarbeitsteil
der „Moden-Zeitung
fürs Deutsche Haust.
(Details und
genaue Anleitung zur
Ausführung finden Sie
in den einzelnen Heften.)
Meeeten tesetee
An die nächſte
chhandlung, Firma:
Meeteteten Stesgekte
Zeitungs=Beſtellzettel.
zur Beachtung!
Is Ihnen keine
Buch=
ndlung bekannt iſt
ke den nebenſtehenden
tellzettel rechts
aus=
hneiden und dieſen
Schalter Ihres
Poſt=
tes oder an den
efträger Ihres
Be=
bezirkes abzugeben.
Beachten Eie:
Abonnenten, die
beim Postamt
beſtellen, wollen
den Beſtellzettel
rechts
Me
ausſchneiden.
An das Hoſt=Amt
Abonnenten, die
bei einer
Buchhanatung
beſtellen, wollen
den Beſtellzettel
Zu&s
ausſchneiden
Zur Beachtung!
Dieſer Zettel kann nach
erfolgter
Namensunter=
ſchrift unfrankiert in
den nächſten Briefkaſten
geworfen werden.
Unfrankiert am nächsten Post-
Schalter absugeben oder an den
Brieſträger Ihres Bestellbezirkes.