Inſerate
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176. Jahrgang
werden angenommen in Darmſtad)
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen= verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
ſowie von unſeren Agenturen und
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
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Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
ſchriebenen Tagenwird nichtübernommen.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 20 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Herzog Ernſt Auguſt zu Braunſchweig
und Lüneburg und Gemahlin haben in Rathenow
ihren Wohnſitz genommen.
Die Stadtverordneten=Verſammlung in Dortmund
bewilligte 6 Millionen Mark für den Ausbau
des Hafens am Dortmund=Ems=Kanal.
Der Prinz von Wales, der am Montag mittag in
Leipzig eintraf, reiſte geſtern vormittag nach Berlin.
*
Bei einem Grubenunglück in Aubin, das auf
ſchlagende Wetter zurückzuführen iſt, ſind 11
Berg=
leute getötet worden.
Die Voſſiſche Zeitung meldet aus Petersburg, daß
Serbien und Griechenland in einer offiziellen
Antwort ſich zu Unterhandlungen mit
Bul=
garten bereit erklärt haben, aber die Vermittelung
Dritter ablehnen.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.
Die Unzufriedenheit.
kk. Der Himmel auf Erden wird den Menſchen nie
beſchieden ſein. Und das iſt wohl gut ſo: ſonſt gäbe es
kein Streben mehr, keinen Drang zur Verbeſſerung, zum
Fortſchritt. Der Himmel wohnt nur im Herzen der
Men=
ſchen. Alles menſchliche Daſein iſt unvollkommen.
Men=
ſchenwerk bleibt Stückwerk, das niemals ganz befriedigen
kann. Wahre Glückſeligkeit verleiht nicht die
Zufrieden=
heit mit den vergänglichen Gütern der Erde. Solche
Zu=
friedenheit iſt weder zu erlangen, noch iſt ſie
wünſchens=
wert. „Alles in der Welt”, ſagte Goethe, „läßt ſich
er=
tragen, nur nicht eine Reihe von ſchönen Tagen.” Volle
Zufriedenheit, die nichts mehr zu wünſchen und zu
hof=
fen, zu erkämpfen und zu erreichen übrig ließe, ſchaffte
nicht dauerndes Glück; es wäre der Stillſtand. Hierüber
hat ſich Bismarck in einer ſeiner letzten Friedrichsruher
Anſprachen alſo ausgeſprochen: „Gott hat die
Unzufrie=
denheit als Strebſamkeit, als Sporn in uns gepflanzt, und
inſofern wird jeder von Ihnen ſeine Wünſche haben und
unſeren öffentlichen Einrichtungen nur inſoweit dankbar
ſein, als ſie ihm die Möglichkeit geben, dieſe Wünſche nach
Bequemlichkeit und nach menſchlicher Unvollkommenheit
zu befriedigen. Aber verzichten Sie auf den Glauben,
daß irgend je eine allgemeine Zufriedenheit in der Welt
entſtehen wird, weder auf ſozialdemokratiſchem noch auf
anderem Wege. Das iſt unmöglich. Wir würden lauter
faule Hunde werden wie die Südſeebewohner, die unter
Palmen liegen und nichts tun als Datteln eſſen, die
ab=
ffallen. Zufriedenheit iſt nicht in der Welt, iſt uns von
Gott nicht gegeben.
Paradieſiſche Zuſtände frommen den Menſchen nicht.
Darum wird es immer Unzufriedenheit geben. Aber man
foll die Unzufriedenheit meiſtern, ſoll ſie ſich nicht über
den Kopf wachſen laſſen, damit ſie nicht den freudigen
Willen zum Leben überwuchere und lähme. Die
Unzu=
friedenheit ſoll, ſoweit es irgend erreichbar iſt,
einge=
ſchränkt werden. Dazu tragen aber am allerwenigſten
die bei, welche die Unzufriedenheit mit den irdiſchen
Ver=
hältniſſen ſo ſchwarz wie möglich malen, ſie ins
Uner=
trägliche übertreiben. Die über alle Maßen unzufrieden
ſind und gefliſſentlich Unzufriedenheit ſäen, verbeſſern nicht
das Daſein, vergrößern die Unzufriedenheit. Das
Ge=
ſchäft derer, die Unzufriedenheit grundſätzlich und
plan=
mäßig betreiben, wächſt nicht ins Ungemeſſene; es hat
ſeine Schranken. Die Verelendungslehre der
ſozialdemo=
kratiſchen Partei, die Lehre, daß die Lage der großen
Maſ=
ſen immer ſchlechter werden und die Unzufriedenheit alſo
zunehmen müſſe, haben ſelbſt viele „Genoſſen” als
un=
haltbar aufgegeben. Die Tatſachen ſprechen allzu ſehr
dagegen. Die vier Millionen, die bei den letzten
Reichs=
tagswahlen für die Sozialdemokratie geſtimmt haben,
ſind zweifellos durchweg als Unzufriedene und Verärgerte
anzuſehen. Aber ein Teil davon iſt nur mit künſtlichen
Mitteln dazu gemacht worden und weiß am beſten aus
eigener Erfahrung, daß von Verelendung bei ihnen keine
Rede ſein kann.
Ein anderer, vermutlich recht erheblicher Teil iſt nicht
in dem Grade unzufrieden, daß ſie waſchechte Sozial=
demokraten, Feinde von Kaiſer und Reich, Feinde von
Vaterland und Monarchie ſind; ſondern ſie haben
ge=
glaubt, ihrer Unzufriedenheit am ſtärkſten dadurch
Aus=
druck geben zu müſſen, daß ſie Vertreter der
unzufrieden=
ſten Partei wählen. Schließlich ſind auch der Partei der
Unzufriedenheit natürliche Grenzen geſetzt. Selbſt die
zugkräftigſten Schlagworte, womit Unzufriedenheit
ge=
züchtet werden ſoll, büßen an Wirkung ein, wenn die
Wirk=
lichkeit mit den Worten gar zu wenig übereinſtimmt.
Zur=
zeit ſind bemerkenswerte Zeichen vorhanden, daß ſich die
in der Sozialdemokratie aufgeſpeicherte Unzufriedenheit
gegen die führenden „Genoſſen” richtet, die nicht halten
können, was ſie verſprechen. Die 110 Sozialdemokraten
im Reichstage haben bisher ſo gut wie nichts
ausgerich=
tet. Wie haben ſie gegen den angeblichen „
Rüſtungs=
wahnſinn” gedonnert! Aber tatſächlich haben ſie damit
gar keinen Eindruck gemacht.
Voll grimmiger Unzufriedenheit über die Ohnmacht
der Parteileitung ſchrieb neulich die „Genoſſin” Roſa
Luxemburg: Das Aufgebot abgeſchmackter umſtürzleriſcher
Ausdrücke könne nur bewirken, daß ſich die Maſſen an
den Glauben gewöhnen, hinter den kräftigſten Worten
ſtehe überhaupt nichts, dieſe ſeien nicht ernſt zu nehmen.
Iſt dem ſo, dann erklärt ſich auch, warum neuerdings
die ſozialdemokratiſchen Organiſationen entweder nicht
mehr wachſen oder ſogar zurückgehen. Das wurde in
Berlin und auch in der Provinz, und zwar in Hochburgen
der „Genoſſen” feſtgeſtellt. Einmal muß ſich am Ende
die ungeheuerliche Uebertreibung der Unzufriedenheit durch
die Sozialdemokratie, weil ſie ſich durchaus nicht aus den
wirklichen Zuſtänden herleiten läßt, an den Urhebern
ſelber rächen.
Sir Edward Grey über die
Balkanlage.
* Beim Schluß der Sitzung des Unterhauſes
erwi=
derte Sir Edward Grey auf die Anregung eines
Mit=
gliedes, betreffend eine britiſche Intervention
im neuen Balkankriege, die Erwägung über
den Charakter des Krieges und die Leidenſchaften, von
denen er begleitet ſei, zeige augenſcheinlich, daß bloße
Worte außenſtehender Mächte nicht geeignet ſeien, die
Lage zu beeinfluſſen. Grey fragte, ob er das Haus um
einen Kredit erſuchen dürfe, der zur Beilegung des
Bal=
kankrieges Verwendung finden ſolle. Und ſelbſt, wenn
dieſer Kredit bewilligt würde, was könne man in dem
Kriege zwiſchen Serbien und Bulgarien tun? Schon die
geographiſche Lage der Kriegführenden bringe es mit ſich,
daß das europäiſche Konzert dort nicht als Ganzes
vor=
gehen, ſondern einem Teile das Mandat zur Exekutive
übergeben müſſe. Das europäiſche Konzert ſei
um die Beendigung des Krieges ſehr beſorgt, es ſei aber
für das Konzert außerordentlich ſchwierig, den Frieden
mit Zwangsmaßnahmen herbeizuführen. Was durch die
Uebereinſtimmung der Mächte für den Frieden getan
werden könne, werde ſicherlich geſchehen. Die Lage ſei
gegenwärtig folgende:
Bulgarien wandte ſich an Rußland, um die
Einſtel=
lung der Feindſeligkeiten zu erlangen. Griechenland und
Serbien ſeien bereit, in die Einſtellung zu willigen, aber
unter Bedingungen, die Bulgarien annehmen müſſe, bevor
ſie dies täten. Was das türkiſche Vorgehen
an=
llange, ſo ſei ihm (Grey) verſichert worden, daß es die
Abſicht der Türkei ſei, nur das Gebiet jenſeits der Linie
Enos=Midia zu beſetzen. Solange die Türkei bei dieſer
Abſicht bleibe, ſei auch ihr gegenüber keine
Ausnahme=
maßregel nötig. Die Grenze werde durch eine
inter=
nationale Kommiſſion feſtgeſetzt. Inzwiſchen ſei es
na=
türlich, daß Bulgarien auf der einen, die Türken auf der
anderen Seite Wacht hielten. Er vertraue, daß die Türkei
bei ihrer Abſicht bleibe. Ein Hinausgehen über die
Grenzlinie würde die beſtehenden Schwierigkeiten
ver=
mehren. Eine andere Angelegenheit von vitaler
Wichtig=
keit ſei, daß die Großmächte fortgeſetzt in Berührung
blieben, und keinen Schritt unternähmen, der
Schwierig=
keiten zwiſchen ihnen verurſachen könnte. Dies Ziel
er=
ſtreben die Mächte ſeit Ausbruch des Krieges und würden
es dauernd weiter erſtreben. Sie ſeien betreffend
Alba=
niens zu einer Entſcheidung gekommen. Dieſe
Entſchei=
dung trug zur Aufrechterhaltung der Harmonie zwiſchen
ihnen weſentlich bei. Es ſei natürlich, daß nichts, was im
gegenwärtigen Kriege geſchehe, die bereits erreichten
Ent=
ſcheidungen, die einen wertvollen Aktivpoſten für die
Har=
monie zwiſchen den Mächten darſtellten, umzuſtoßen
ge=
eignet ſei.
Grey ſchloß: „Der günſtigſte Ausblick, den ich dem
Hauſe bieten kann, iſt, daß 1. der jetzige Krieg ſo
er=
ſchöpfend und ſo ſchrecklich in ſeinem Charakter iſt, daß er
nicht lange dauern wird, 2. daß ſchon ſeine bloße
Inten=
ſität ihn zum Abſchluß bringen wird, 3. daß ſſich aus ihm
hoffentlich keine Komplikationen ergeben, die einer
Gros=
macht den Zuſammenhang mit einer anderen raubt, und
das europäiſche Konzert in Gefahr bringt. Die erſte
Sorge des europäiſchen Konzerts iſt, ſich ſelbſt und die
Harmonie zwiſchen ſeinen Teilen zu bewahren. Wenn
das nicht gelingen ſollte, dann wäre dies für Europa
un=
heilvoller als alles andere, was ſich bisher ereignete. Es
iſt jede Ausſicht vorhanden, daß die Mächte fortdauernd
in Berührung miteinander bleiben werden,
und daß ſie, wie ſie die bisherigen Komplikationen
über=
wunden haben, auch durch Bewahrung dieſer Fühlung
die Komplikationen überwinden werden, die in Zukunft
entſtehen können. Das Haus nahm die Ausführungen
Greys mit lebhaftem Beifall auf und vertagte ſich
ſo=
dann.
Deutſches Reich.
— Der Verband Deutſchnationaler
Ar=
beitervereine hielt in Hirſchberg an der Saale eine
Vorſtandsſitzung ab, in der zunächſt über ein weiteres
ſtarkes Anwachſen der Bewegung berichtet werden konnte.
In den letzten Tagen ſind neue Arbeiterſekretäre in
Bayern und Schleſien angeſtellt worden. Der zweite Tag
war der Beratung des Berufskaſſenſtatuts gewidmet.
Ausgeheno von dem Gedanken, daß die
ſozialdemokra=
tiſchen Arbeiter am meiſten durch die hohen Beiträge ſich
gebunden fühlten, welche ſie ſchon in ihren Verband
ein=
gezahlt haben, hat der Verband durch eine rationelle
Kaſſenverwaltung und durch eine Herabminderung der
Betriebsunkoſten eine Kaſſe geſchaffen, die höhere
Unter=
ſtützungen als die freien Gewerkſchaften für viel
niedri=
gere Beiträge ihren Mitgliedern bietet, ohne daß für dieſe
Kaſſe von irgend einer anderen Seite Zuſchüſſe
angenom=
men werden. Schon jetzt ſind zahlreiche Uebertritte aus
den ſozialdemokratiſchen Reihen erfolgt. Die Vorteile der
Kaſſe ſollen auch allen anderen auf nationalem Boden
ſtehenden Arbeitervereinigungen zugängig gemacht
wer=
den, worin ein praktiſches Mittel für die
Einigungsbe=
ſtrebungen der nationalen Arbeiterbewegung geſehen
wird. Den nationalen Arbeiter=Berufsorganiſationen
will man keine Konkurrenz machen, es ſind vielmehr
An=
träge von einzelnen Mitgliedern um Aufnahme in die
Kaſſe abgewieſen worden. Der Verband verſpricht ſomit
die Hoffnung wirklich zu erfüllen, die man an ſeine
Grün=
dung geknüpft hat.
— Keine konfeſſionellen
Kriegerver=
eine. Vor kurzem hat ein Kriegerverein in der
Rhein=
provinz es für nötig gehalten, ſich neben der dem Verein
gehörigen Fahne, die ihm ſeit längerer Zeit
vorangetra=
igen wurde, eine weitere zu beſchaffen, woraus erſichtlich
iſt, daß der Verein beſtrebt iſt, einen beſonderen
konfeſſio=
nellen Charakter zu betonen. Der Vorſitzende des
Krieger=
verbandes des Regierungsbezirks Koblenz hat gleich
ein=
gegriffen, nachdem ihm die Beſchaffung der zweiten Fahne
bekannt geworden war. Er hat in einem Rundſchreiben
an die Kriegervereine des Regierungsbezirksverbandes
eine Mahnung gerichtet, in der er das Vorgehen des
Krie=
gervereins ſcharf rügt und auf das Unzuläſſige ſeines
Ver=
haltens hinweiſt. Das Schreiben lautet:
„Anläßlich einer Sitzung des Kriegervereins
Ander=
nach iſt es mir zu Ohren gekommen, daß der Kriegerverein
Kruft mit Ausnahme ſeiner ihm verliehenen
Kriegerver=
einsfahne ſich eine zweite Fahne zugelegt hat, die den
konfeſſionellen Charakter des Vereins hervorhebt. Wie
es nach den Beſtimmungen keine politiſchen Kriegervereine
ſgibt, ſo gibt es auch keine katholiſchen oder
proteſtanti=
ſchen, ſondern interkonfeſſionelle. Ich bitte die
Vor=
ſitzenden der Kreiskriegerverbände darauf zu achten, daß
ſtreng darauf gehalten wird, daß die Kriegervereine ſich
den allgemeinen Vorſchriſten in allem fügen. Wenn ein
Kriegerverein die Ehre hat, eine Fahne zu beſitzen, ſo iſt
dieſelbe ein Symbol, daß der Verein ſich um dieſelbe
ſcha=
fren ſoll. um dem Kaiſer zu geben, was des Kaiſers iſt,
mit dem gleichen Ehrenzeichen auch Gott zu geben, was
Gottes iſt. Burg Namedy, den 30. Juni 1913. Karl,
Prinz von Hohenzollern. General à la sulte des 1. Garde=
Dragoner=Regiments, Ehrenvorſitzender.”
— Die preußiſch=heſſiſchen
Eiſenbahn=
aſſiſtenten. Der preußiſche Eiſenbahnminiſter teilte
einer von ihm empfangenen Deputation des
Verbands=
vorſtandes des Preußiſch=Heſſiſchen Eiſenbahnaſſiſtenten=
Verbandes mit, daß im nächſten Etatsjahre auch den
Eiſenbahnaſſiſtenten die vom Reichstage für die
Poſtaſſi=
ſtenten beſchloſſene Gehaltserhöhung gewährt werden
ſolle, ſo daß dann die volle Gleichſtellung der
preußiſch=
heſſiſchen Aſſiſtenten mit den Aſſiſtenten des Reiches im
Anfangs= und Endgehalt herbeigeführt ſein werde.
— Pflege der Jugendwanderung. Die
Blätter melden aus Regensburg: Auf der
Hauptver=
ſammlung des Deutſch=Oeſterreichiſchen Alpenvereins kam
die Frage des Jugend=Alpenwanderns zur Sprache.
Staatsminiſter Sydow, der Vorſitzende der Verſammlung,
erklärte, der Hauptausſchuß ſei einmütig der Anſicht, daß
alles zur Förderung der Jugendwanderung getan werden
müſſe. Es würde aber nichts Fehlerhafteres geben, als
wenn man die Jugend aus den nichtalpinen Ländern,
namentlich aus dem Mittelgebirge, nach den Alpen
bringe. Die Jugend ſolle erſt einmal die Heimatgebirge
kennen lernen. Sie käme heute viel zu früh nach den
Alpen.
Ausland.
Frankreich.
Das Lob der Kolonialtruppen. In
ſei=
ner Anſprache bei der Parade in Longchamp erinnerte
Präſident Poincaré daran, daß die Kolonialtruppen
über=
all, wohin ſie berufen würden, um Frankreich zu dienen,
nur ihre Pflicht kennten und mit gleicher Begeiſterung
ein edles Beiſpiel militäriſcher Tugenden geben würden.
Alle Regimenter, denen eine Fahne anvertraut iſt, ſollten
eiferſüchtig und fromm darüber wachen, wie über das
ge=
heiligte Bild des großen Landes, deſſen Verteidiger ſie
ſeien. Der Präſident übergab ſodann unter großer
Be=
geiſterung dem erſten Senegaleſen=Regiment als
Vertre=
ter aller Kolonialtruppen, das Kreuz der Ehrenlegion.
Die Einſtellung der Zwanzigjährigen.
In parlamentariſchen Kreiſen verlautet, daß das
Mini=
ſterium infolge der letzten Beratungen zu dem Entſchluß
gelangt ſei, in der Kammer für die Einſtellung der
Zwan=
zigjährigen einzutreten. Es heißt, der Miniſterpräſident
und der Kriegsminiſter würden dieſen Beſchluß dem
Heeresausſchuß in der heutigen Sitzung zur Kenntnis
bringen und ſich dabei auf die der Einſtellung der
Zwan=
zigjährigen günſtigen Gutachten des Generalſtabes und
des militärärztlichen Dienſtes berufen. Gleichzeitig
dürfte der Miniſterpräſident erklären, daß die Einſtellung
der Zwanzigjährigen keineswegs eine Entlaſſung der
Jahresklaſſe von 1910 im Oktober dieſes Jahres zur
Folge haben werde. Für die Heimſendung dieſer
Jahres=
klaſſe behalte ſich die Regierung den ihr geeignet
erſchei=
nenden Zeitpunkt vor.
England.
Die Homerulebill. Im Oberhauſe leitete
Marquis of Crewe die zweite Leſung der Homerulebill
ein. Er führte aus, daß ſich der Widerſtand Ulſters
hauptſächlich auf das Gefühl des Haſſes gegen die
römiſch=
katholiſche Kirche gründe. Der Führer der Oppoſition,
Lord Lansdowne, brachte eine Reſolution ein, die erklärt,
das Haus lehne es ab, ſich mit der Bill zu beſchäftigen,
bevor ſie die Billigung des geſamten Königreichs
gefun=
den habe. Die Grundſätze der Bill ſeien
verabſcheuens=
wert und verwerflich. Der Redner ſchloß: Wenn das
Land die Bill wünſcht, ſind wir bereit, ſie ihm zu geben.
Wir bitten die Regierung, die Frage der Beurteilung des
Landes zu unterbreiten, und wir ſind bereit, uns ſeiner
Entſcheidung zu fügen.
Folgen des Randſtreiks. Ueberall in
Süd=
afrika agitieren die Gewerkſchaften lebhaft dafür, daß
Lord Gladſtone abberufen wird, weil er die
Reichstrup=
pen zur Verwendung im Randſtreik hergab. Dieſe
Agi=
tation wird in London nicht nur von der Arbeiterpartei,
ſondern auch von vielen Radikalen unterſtützt. Man glaubt
nicht, daß die Regierung auf ſie hören wird, zumal ſich
Lord Gladſtone tatſächlich in einer Zwangslage befand.
Dagegen dürfte die ganze Affäre die Abberufung der
letz=
ten britiſchen Truppen aus Südafrika beſchleunigen, die
die Regierung nur auf ſpeziellen Wunſch Bothas dort
ge=
laſſen hat. Man empfindet es überall als eine Anomalie,
daß England für Truppen zahlen ſoll, welche dann im
Dienſt einer Politik verwandt werden können, in die es
nichts dreinzureden hat. Die in Kanada und Auſtralien
angewandte konſtitutionelle Theorie geht dahin, daß, wenn
die Reichsregierung jedes Recht einer Kontrolle über die
inneren Angelegenheiten einer Kolonie preisgibt, ſie ihr
auch die Pflicht der Selbſtverteidigung zu Lande
überlaſ=
ſen und ihre eigenen Truppen abberufen muß. Sie dürfte
nun auch in Südafrika angewandt werden.
Kein Generalſtreik in der
Schiffsbau=
induſtrie. Das Reſultat der Abſtimmung der im
SSchiffsbau beſchäftigten Arbeiter, das in Newcaſtle
be=
kkanntgegeben wurde, iſt folgendes: Für Annahme der
Bedingungen der Arbeitgeber ſtimmten 15702, dagegen
5582. Ein Generalſtreik in der Schiffsinduſtrie iſt ſomit
vermieden, und die Löhne bleiben ein Jahr unverändert.
Holland.
Das neue Kabinett. Wie das
ſozialdemo=
kratiſche Hauptblatt Volk berichtet, hat der von der
Köni=
gin mit der Kabinettsbildung beauftragte Dr. Bos dem
ſozialdemokratiſchen Führer Toelſtra drei
Miniſter=
portefeuilles für ſeine Partei mit dem Verſprechen
ange=
boten, das neue Miniſterium werde bald die
Verfaſſungs=
reviſion zwecks Einführung des allgemeinen und gleichen
Wahlrechts in Angriff nehmen. Wahrſcheinlich wird ein
außerordentlicher ſozialdemokratiſcher Parteitag über die
Frage der Annahme von Miniſterpoſten durch
Sozial=
demokraten beſchließen.
Ching.
Neue Geſetzesvorlagen. Das
Repräſen=
tantenhaus nahm in erſter Leſung fünf Geſetzesvorlagen
an, wonach der Kriegsminiſter als ſtellvertretender
Pre=
mierminiſter, ſſowie der Finanz= und der Marineminiſter
in den Anklagezuſtand verſetzt werden. Der Grund iſt
in dem Falle des Kriegsminiſters und des
Finanz=
miniſters der Abſchluß der öſterreichiſchen Anleihe,
wäh=
rend der Marineminiſter verfaſſungswidrig gehandelt
haben ſoll. Ein weiterer Geſetzentwurf, der ebenfalls in
erſter Leſung angenommen wurde, will das ganze
Kabi=
nett in den Anklagezuſtand verſetzen. Die Vorlage über
die öſterreichiſche Anleihe wurde an eine Kommiſſion
verwieſen. Wahrſcheinlich wird ſie nicht angenommen,
aber ſie wird beraten werden.
Die Jungchina=Partei. Die Feindſeligkeiten
in Kiangſi, wo der abgeſetzte Gouverneur der Provinz
Lilichtſchun, der General Hwang Hſing, an der Spitze der
Rebellierenden die Kiangſitruppen Juanſchikais, die der
Regierung Reſpekt verſchaffen ſollen, zu vertreiben ſucht,
ferner die Sprengung eines Magazins in Kaifun und
andere Verſuche, der Regierung Schwierigkeiten zu
machen, werden als Anzeichen betrachtet, daß die
Jung=
china=Partei entſchloſſen ſei, eine Entſcheidung
herbei=
zuführen. Juanſchikai hat Verſtärkungen ins Jangtſetal
geſandt.
* Vorſicht beim Photographieren im
Auslande. Halbamtlich wird mitgeteilt: Verſchiedene
Vorkommniſſe der letzten Zeit laſſen es angezeigt
erſchei=
nen, auf die Gefahren hinzuweiſen, die deutſchen
Reiſen=
den durch unvorſichtiges Photographieren oder Zeichnen
im Auslande, vor allem an militäriſch wichtigen Stellen,
in den Grenzgebieten und an fremden Küſten erwachſen
können. Eine Anzahl ausländiſcher Staaten haben gegen
unbefugtes Photographieren und Zeichnen ſehr ſcharfe
Strafbeſtimmungen, die beſonders Ausländern gegenüber,
auch wenn ihnen eine böſe Abſicht fern liegt, ſtrikte
durch=
geführt werden. Der harmloſe Reiſende, der unbewußt
ſolche Beſtimmungen übertritt, kann froh ſein, wenn er
mit einer empfindlichen Geldſtrafe und mit Einziehung
von Apparat und Platten davonkommt. Häufig genug
führt der ungezügelte Drang, landſchaftlich ſchöne
Gegen=
den des Auslandes im Bilde feſtzuhalten, ſelbſt wenn ſie
vom Standpunkte der Landesverteidigung anſcheinend
gar kein beſonderes Intereſſe bieten, zu
Unannehmlich=
keiten, Feſtnahme wegen Spionage und langwieriger
Un=
terſuchungshaft mit der Ausſicht auf eine mehr oder
min=
der harte Freiheitsſtrafe, günſtigſtenfalles Ausweiſung
aus dem Lande als „läſtiger Ausländer‟. Iſt einmal ein
Strafverfahren wegen Spionageverdachtes eröffnet, ſo
wird auch die Hilfe der auswärtigen Vertretungen des
Reiches zumeiſt verſagen, da ſich dieſe in die
Gerichtsbar=
keit des fremden Staates nicht einmiſchen können. Gerade
in der letzten Zeit haben mehrere ſolche Fälle die
Oeffent=
lichkeit beſchäftigt. Es kann deshalb nur dringend zur
Vorſicht beim Photographieren und Zeichnen im Ausland
geraten werden.
* Rathenow 14. Juli. Heute abend um 9 Uhr
7 Minuten traf mit dem Eilzuge von Berlin kommend,
Prinz Ernſt Auguſt, Herzog von
Braun=
ſchweig und Lüneburg. mit Gemahlin auf
dem Fürſtenbahnhofe ein. In ihrer Begleitung befanden
ſich der perſönliche Adjutant Freiherr von Lichtenſtern,
ſowie die Hoſdame der Prinzeſſin Freifrau von
Lichten=
ſtern. Ein offizieller Empfang fand einem Wunſche
ge=
mäß nicht ſtatt. Das junge Paar fuhr ſofort, von den
Einwohnern ſtürmiſch begrüßt, durch die feſtlich
geſchmück=
ten Straßen nach ſeinem Heim.
* Dortmund, 15. Juli. Die Stadtverordneten=
Verſammlung genehmigte den weiteren Ausbau des
Hafens am Dortmund=Ems=Kanal. Der
Koſtenvoranſchlag beläuft ſich auf ſechs Millionen Mark,
es ſollen vier neue Hafenbecken geſchaffen und zwei alte
erweitert werden. Weiter bewilligte die Verſammlung
10000 Mark für die Aufführung des Parſifal.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 16. Juli.
* Militärdienſtnachrichten. Geißler,
Regie=
rungsbaumeiſter und techniſcher Hilfsarbeiter der
Inten=
dantur des 18. Armeekorps in Frankfurt a. M., als
Vorſtand eines Militär=Neubauamts nach Gießen verſetzt.
Lincke, Regierungsbaumeiſter in Darmſtadt, als Leiter
von Neubauten in Darmſtadt etatsmäßig angeſtellt.
Das Großh. Regierungsblatt, Beilage Nr. 11,
vom 15. Juli, hat folgenden Inhalt: 1.
Bekannt=
machung, die Beſtellung des Denkmalrats betreffend.
2. Bekanntmachung, den Steuerausſchlag für den
Rab=
binatsgehalt zu Offenbach für 1913 Rj. betreffend. 3.
Be=
kanntmachung, die Aufbringung der Mittel der Großh.
Brandverſicherungskaſſe für 1912 betreffend. 4.
Ueber=
ſicht über die Umlagen der iſraelitiſchen
Religions=
gemeinden des Kreiſes Bensheim pro 1913. 5. Ueberſicht
der von Großh. Miniſterium des Innern für das
Etats=
jahr 1913 genehmigten Umlagen zur Beſtreitung der
Kommunalbedürfniſſe in den Gemeinden des Kreiſes
Groß=Gerau. 6. Ueberſicht über die in der
Stadt=
gemeinde Bensheim zu erhebende Gemeindeſteuer für
das Rechnungsjahr 1913. 7. Zulaſſungen zur
Rechts=
anwaltſchaft. 8. Dienſtentlaſſung.
Von der Großh. Techniſchen Hochſchule. Herr=
Robert K. Murphy aus Neu=York hat ſich am 12.
Jult=
an der hieſigen Techniſchen Hochſchule der mündlichen
Doktor=Ingenieur=Prüfung im chemiſchen
Fach mit Erfolg unterzogen.
* Meiſterprüfung. Die zweite in dieſem Jahre
ab=
gehaltene Meiſterprüfung der Provinz
Starken=
burg iſt nunmehr auch zum Abſchluß gekommen. Es haben
ſich daran 99 Prüflinge beteiligt, 7 Prüflinge ſind
wäh=
rend der Prüfung zurückgetreten und 86 Prüflinge haben
die Prüfung mit Erfolg beſtanden, und zwar ſind es:
8 Bäcker, 8 Buchdrucker, 2 Dachdecker, 1 Elfenbeinſchnitzer,
3 Elektromonteure, 1 Chirurgiſch. Inſtrumentenmacher,
1 Konditor, 1 Küfer, 1 Kürſchner, 1 Maurer, 1
Zim=
merer, 1 Metalldreher, 5 Metzger, 1 Modellſchreiner,
1 Ofenſetzer, 3 Pfläſterer, 2 Photographen, 4
Portefeuil=
ler, 1 Sattler, 3 Schloſſer, 2 Schmiede, 13 Damenſchnei=
Wie die Diebe ihre Beute
verstecken.
Von A. Abels.
Halbwegs kluge Defraudanten, deren Perſonalien
be=
kannt, rechnen von vornherein damit, daß ſie von der
Juſtiz früher oder ſpäter gefaßt werden. Daher bringen
ſie, um die Quittung der Rechtspflege möglichſt
auszu=
gleichen, erſt ihren Raub, dann ihre Perſon in Sicherheit.
Wenigen gelingt beides; manche aber verſtehen es die mehr
oder minder mühſam „erworbenen” Reichtümer ſo gut
an=
zulegen, daß ſie zwar darüber disponieren können, die
hei=
lige Hermandad aber nie mehr einen Heller davon zu
ſehen bekommt. Denn wenn auch die Defraudanten und
Konſorten, die das Erträgnis ihrer „Arbeit” ſpäter in
Ruhe zu verzehren wünſchen, nach der Haftentlaſſung
beob=
achtet werden, ſo kann doch die Behörde nicht ewig
hin=
ter ihnen her ſein, und im Auslande gibt es — ſo meinte
ſchmunzelnd ein Gauner — auch recht nette Gegenden.
Der Anſicht war der Kaſſenbeamte R. P. Er vergaß
eines Tages 170000 Mark in den Treſor einzuſchließen;
für rechtzeitigen Anſchluß an einen Expreßzug hatte er
geſorgt. Seine Spur ging in Belgien völlig verloren und
als man ihn ſpäter doch erwiſchte, litt er an
Gedächtnis=
ſchwäche. Sie erſtreckte ſich allerdings nur aufs
Finan=
zielle, wurde aber ſpäter vom Gericht mit 4 Jahren
Ge=
fängnis bewertet. Nach der Haft verſchwand P. im
Aus=
land und erſt nach Jahr und Tag kam es heraus, daß er
das unterſchlagene Geld bei einem Vetter, der
Seifenfabri=
kant war, verſteckt hatte. Der Couſin „verſiedete” die
Mo=
neten in weißer Sandſeife, die er ruhig auf Lager legte,
ſintemal getrocknete Kernſeife teuerer verkauft wird als
ungelagerte. Nach Verbüßung der Strafe war P. mit dem
luſtigen Seifenſieder nach Florida ausgewandert, wo ſie
das ergaunerte Sümmchen auf einem der herrlichſten
Er=
denfleckchen ver — privatiſierten.
Blumentöpfe, Oefen, Sofas, Großvaterſtühle werden
zwar zum Verbergen von Diebesgut immer noch
verwen=
det, ſind aber als unzuverläſſig ebenſo ſtark außer Kurs
geraten, wie die Verſtecke unter Dielen, Parkettböden,
hin=
ter Bildern und Spiegeln.
Sehr beliebt — und unter Umſtänden auch ſehr praktiſch
— iſt das Vergraben und Einmauern des Mammons. Neu
iſt die Methode, die mehrere Gauner in letzter Zeit
an=
wandten, indem ſie mit Hilfe einer Flugmaſchine „ihren”
Nervus rerum in unbeſteigbaren Bezirken der Kordilleren
— hinterlegten.
Von pfiffigen Diebinnen wird der menſchliche und
tieriſche Magen als Schatzbehälter bevorzugt; ſo brachte
eine berüchtigte „Kleptomane” die ſich nur ungefaßte
Edel=
ſteine vorlegen ließ, zu dem Juwelenhändler immer einen
rieſigen Bernhardinerhund mit War es ihr gelungen, einen
Stein verſchwinden zu laſſen, dann ſtreichelte ſie das Tier,
griff ihm wie ſpielend ins Maul, wobei der gut
abgerich=
tete Hund den ihm auf die Zunge gelegten Diamanten
verſchluckte.
„Ich erinnere mich” ſo ſchreibt mir Profeſſor Dr.
H. Groß, der Reformator der heutigen kriminaliſtiſchen
Wiſſenſchaft, „daß ich einmal nach Edelſteinen zu ſuchen
hatte, die ein alter Eiſenbahndieb aus Schmuckſachen
aus=
gebrochen und — laut Verrat der „landesüblich”
verlaſ=
ſenen Geliebten bei einem Vetter, einem wohlhabenden
Bauern, verborgen haben ſollte. Die Hausſuchung war
vergeblich: beim Fortgehen mußte ich an einem vor einen
Pflug geſpannten, im Hofe ſtehenden Gaul vorbei. Der
Bauer rief: „Achtgeben! Der Schimmel ſchlägt!‟ Das mußte
auffallen, da ich gar nicht in der Nähe des Pferdes
paſ=
ſieren wollte. Nun probierte ich, ob das Tier überhaupt
ausſchlug — es war lammfromm. Darauf wurde der
Vier=
füßler einer Laxierkur unterworfen. Ehe die aber noch ihre
Wirkung zeigte, fand ich in dem abgenommenen Kummet
den ganzen Vorrat der geſtohlenen Edelſteine”.
Der Fall iſt charakteriſtiſch; er dokumentiert aufs
deut=
lichſte, auf welche Kleinigkeiten der Vertreter der
Rechts=
pflege bei Hausſuchungen zu achten hat.
Die Mitteilung von Groß weckt in mir die
Erinne=
rung an eine ähnliche Geſchichte. Ende 1910 war ich bei
einem reichen Rittergutsbeſitzer zu Gaſt. Im Laufe des
Geſpräches erzählte mir die Hausfrau, daß ihr Mann vor
einigen Wochen einen Verluſt erlitten. Aus einer
ver=
ſchloſſenen Schreibtiſchlade waren auf völlig unerklärliche
Weiſe ſechszehn Eintauſendmarkſcheine verſchwunden. Alle
Recherchen blieben reſultatlos. Am Abend ſpielte ich mit
den drei Kindern des Gutsherrn; ſie präſentierten mir ihr
Spielzeug, darunter drei Rieſenexemplare der gerade in
Mode gekommenen „Teddybären‟ Da ich ein ſolches
Un=
getüm meinem kleinen Mädel ſchenken wollte, beſah ich es
mir genau. Die Mutter der Kleinen trat hinzu und meinte
lächelnd: „Machen Sie unſer Fräulein nicht eiferſüchtig,
Pummelchen — ſo war der Petz getauft — iſt ihre Liebe‟
Im Begriff, den Braunpelz an den Buben zurückzugeben,
geſellte ſich die Erzieherin zu uns. Ein, wie man zu ſagen
pflegt, „giftiger” Blick ſtreifte mich, und in direkt und
gezogener Weiſe entriß ſie mir den Bären. Holla, old boy,
ſchoß es mir durch den Kopf, da klappt etwas nicht! Mitt
feſtem Griff nahm ich der Gouvernante das Tier weg; ein
Schnitt mit dem Taſchenmeſſer und „Teddy” war in zwei
Hälften geteilt Zwiſchen dem Ausſtopfmaterial ſteckten —
ſechzehn einzelne Tauſendmarkſcheine.
Daß Wertpapiere, Banknoten, Urkunden uſw in
Gar=
derobeſtücke eingenäht und dann im Leihhaus verſetzt
wer=
den, iſt allgemein bekannt. Daher wird auch der
vorſich=
tige Kriminaliſt bei Hausſuchungen etwa vorgefundene
Pfandſcheine auslöſen und ſich die verpfändeten Dinge ſehl
genau anſehen.
Nicht ſelten wird ſelbſt die hohe Obrigkeit zum
Ver=
wahren von unrechtmäßig erworbenen Werten auserkoren.
Der Dieb oder einer ſeiner Freunde hinterlegt beim
Amts=
gericht gegen die übliche Gebühr ſein Teſtament und kann
nun ziemlich ſicher ſein, daß die in der „letztwilligen
Anord=
nung” verſteckten Banknoten uſw. nicht eher gefunden
wer=
den, als er will.
Defraudanten, die aus Bankkreiſen ſtammen,
ver=
ſtehen es mitunter, die geſtohlenen Summen börſenmäßig
anzulegen, und während ſie ſelbſt ihre Strafe abſitzen,
tragen ihre Papiere noch reichliche Dividende. So wohnt in
einem vornehmen Stadtteil Londons ein Mann in einem
großen, prunkvoll eingerichteten Hauſe, der vor einigen
Jahren zweiter Kaſſierer einer amerikaniſchen Großbank
war. Der tüchtige Herr verſchwand eines Tages aus ſeiner
Stelle und mit ihm aus den Kaſſen der Bank die runde
Summe von 1000000. Der Dieb gab ſich keinerlei
Zwei=
feln darüber hin, daß er früher oder ſpäter von der
Poli=
zei gefaßt werden würde und beauftragte ſchleunigſt
ver=
ſchiedene ſeiner Freunde damit, all die kleineren Summen,
in die er ſeinen Raub geteilt hatte, in ſicheren Aktien und
ſonſtigen Wertpapieren anzulegen. Die amerikaniſche
Polizei ſtellte nach ſeiner Verhaftung die genaueſten
Nach=
forſchungen an, ohne aber herauszubekommen, wo das
ge=
ſtohlene Geld geblieben war. Der Dieb wurde dann zu
mehreren Jahren Gefängnis verurteilt und ſaß ſeine
Strafe regelrecht ab. Nach ſeiner Entlaſſung erfuhr er,
daß die Geſellſchaften und die Minen, in denen ſein
Geld=
angelegt war, ſo gut gearbeitet hatten, daß ſich die
ge=
ſtohlene Summe noch bedeutend vermehrte. Er bezieht
heute aus ſeinem Raube eine Jahresrente von faſt einer
Viertelmillion.
Der Direktor einer Glasgower Bank hatte ſich mit
70000 Pfund Reiſeſpeſen verſehen; als man ihn faßte,
derinnen, 6 Schneider, 1 Modiſtin, 1 Schornſteinfeger,
2 Schreiner, 2 Schuhmacher, 2 Spengler und Inſtallateure,
1 Steinmetz, 2 Wagner, 1 Weißbinder, 2 Weißbinder,
Maler und Lackierer. — Eine weitere Prüfung
findet, wie bereits früher ſchon bekannt gegeben, im
Herbſt d. J. ſtatt. Es iſt dies die letzte Prüfung mit
erleichterten Vorbedingungen, derart, daß auch Prüflinge
zugelaſſen werden können, die die Geſellenprüfung nicht
abgelegt haben. Der Meldeſchluß für dieſe Prüfung
iſt auf den 1. Oktober d. J. feſtgeſetzt.
— Gemeindeſteuer fällig. Wir weiſen unſere Leſer
auch an dieſer Stelle darauf hin, daß das 2. Ziel der
Gemeindeſteuern für das Rechnungsjahr 1913 bis
längſtens Ende laufenden Monats an die Stadtkaſſe zu
entrichten iſt.
* Der Ortsgewerbeverein Darmſtadt hatte für
Montag abend zu einer Vorſtandsſitzung
einge=
laden, deren Verlauf in Anbetracht der erledigten
arbeits=
reichen Tagesordnung von beſonderem Intereſſe iſt. An
Mitteilungen konnte der Vorſitzende, Herr
Stadtverord=
neter Sames bringen, daß auf die an den Herrn
Oberbürgermeiſter erneut gerichtete Eingabe wegen
Er=
mäßigung des Gaspreiſes eine diesbezügliche
Vorlage an die Stadtverordneten=Verſammlung in
Aus=
ſicht geſtellt wurde und nun eine baldige Verwirklichung
der ſchwebenden Frage zu erwarten ſei. — Der Vorſtand
erklärte ſeine Zuſtimmung, in einer an das
Oberver=
ſicherungsamt zu richtenden Eingabe gegen die
For=
derungen der Krankenkaſſenärzte Stellung zu nehmen,
die vom 1. Januar 1914 ab die verſicherungsberechtigten
ſelbſtändigen Gewerhetreibenden uſw. von der freien
ärzt=
lichen Behandlung ausgeſchloſſen haben möchten. —
Be=
züglich der kommenden Stadtverordnetenwahlen beſchloß
der Vorſtand, die Gewerbetreibenden diesmal auf den
Plan treten zu laſſen, nicht etwa jedoch aktiv, ſondern
in der Weiſe, daß einem jeden Kandidaten die Fragen
vorgelegt werden ſollen: „Wie ſtellen Sie ſich zu den
modernen Anſchaunngen über gewerbliche Fragen,
ins=
beſondere über das Vergebungsweſen und wie zur
Ge=
werbeſchule?‟ Inbetreff der Gewerbeſchule fordert der
Vorſtand nach wie vor den alsbaldigen Neubau einer
Gewerbeſchule und beſchloß eine erneute Eingabe an die
Stadt. Nach wie vor ſteht der Gewerbeverein auf dem
Standpunkt, daß alle gewerblichen Lehrlinge aus den
techniſchen Berufen, bei denen Kenntnis von Zeichnen
Vorausſetzung iſt, durch Ortsſtatut der Gewerbeſchule zu
überweiſen ſind und wiederholt weiter ſeinen ſchon länger
gefaßten Beſchluß, daß der Unterricht auf die Tageszeit
verlegt werden muß. — Zur Veranſtaltung eines
Wett=
bewerbes unter den Schülern der
Landesbaugewerk=
ſchule zur Erlangung von Vorlagenmaterial für die
Handwerkerſchulen genehmigt der Vorſtand einen Betrag
von 50 Mk. Beſchloſſen wird weiter eine an den Herrn
Oberbürgermeiſter zu richtende eingehende Eingabe wegen
Vergebung von Arbeiten durch das Militärbauamt. Auch
bezüglich der Erhöhung der Stundenlöhne bei
Aus=
führung ſtädtiſcher und ſtaatlicher Unterhaltungsarbeiten
ſollen erneute Eingaben veranlaßt werden. Nach weiteren
Angelegenheiten und nach Vollziehung von 18
Neuauf=
nahmen konnte die gut beſuchte Vorſtandsſitzung gegen
½12 Uhr geſchloſſen werden.
* Stenographiſches. Herrn Peter Schmidt,
Darmſtadt, iſt es am Sonntag gelungen, in dem in
Frankfurt a. M. abgehaltenen öffentlichen
Wett=
ſchreiben der ſteno=tachygraphiſchen Schule in der
Abtl. 360 Silben pro Minute den erſten und Ehrenpreis,
ſowie gleichzeitig den Ehrenpreis in Geſamtleiſtung zu
erringen bei einer Diktatdauer von 4 Minuten.
* Katholikenverein. Am nächſten Sonntag findet das
ſo beliebte Sommerfeſt mit Konzert, Theater und
Tanz ſtatt. Die Vereinsmitglieder ſeien auch an dieſer
Stelle auf die Veranſtaltung aufmerkſam gemacht. (Siehe
Anzeige.)
* Aus der Beſſunger Bücherhalle (
Beſſunger=
ſtraße 48) wurden im Monat Juni 618 Bücher
ent=
liehen; eingeſchriebene Leſer ſeit 1. April: 286. Geſchenke
gingen ein: von Herrn Eiſenbahndirektor a. D. Grooß
3 Jahrgänge Zeitſchriften, von Herrn Rentner Pfeil
2 Jahrgänge desgleichen, von Frau M. Becker 1 Band,
von Fräuleiu Ilſe Becker 2 Bände. Den gütigen Gebern
herzlichen Dank! Anmeldungen weiterer Spenden von
Büchern und guten Zeitſchriften, ſowie Beitrittserklärungen
zum „Verein für Verbreitung von Volksbildung‟ (
Mindeſt=
beitrag 2 Mk.) werden vom Vorſtand des Vereins
gerne entgegengenommen. Unentgeltliche Bücherausgabe:
Dienstag, Donnerstag und Samstag von abends 7½ bis
9 Uhr. Daſelbſt auch Bücherverzeichniſſe zu 20 Pfg.
* Kinotheater. Union=Theater (Kunſtlichtſpiele,
Rheinſtraße). Nichts kann der Filminduſtrie widerſtehen.
Alles zieht ſie in ihre Kreiſe, um es ſich nutzbar zu machen.
So hat ſich die bekannte Geſellſchaft Pathé Frères in einem
herzergreifenden Drama „Gottheit Weib” der
Flug=
maſchine bemächtigt, um den Roman eines Fliegers
wiederzugeben, in dem dieſer ſein Leben einbüßt. Das
Werk iſt reich an dramatiſchen Momenten und wirklich
erſt=
klaſſig. Auch die üblichen Einlagen weiſen ganz
hervor=
ragendes Material auf und was an Humor geboten wird,
iſt wirklich zwerchfellerſchütternd. Voran ſteht die
Humo=
reske „Moritz hat Aehnlichkeit mit dem Miniſter” in der
der bekannte Komiker Prince die Hauptrolle ſpielt,
wäh=
rend des letzteren Rivale André Deed in dem an komiſchen
Situationen reichen Schlager „Lehmann und die
Zigeu=
nerin” alle Minen ſeines köſtlichen Humors ſpringen läßt.
Eine begrüßenswerte Abwechſelung bietet die Tier=Idylle
„Die Ziege und ihre Geislein” und die Raummangels
halber nicht näher zu bezeichnenden kinematographiſchen
Genüſſe. — Reſidenz=Theater. An dieſer Stelle
ſei noch einmal darauf aufmerkſam gemacht daß ab heute
neben dem zweiaktigen Roman „Die Kreolin” auf
viel=
ſeitigen Wunſch als Einlage der berühmte Film „In
Nacht und Eis” vorgeführt wird. (Siehe Anzeige.)
* Konzerte. Heſſiſcher Hof. Im heutigen
Mittwochskonzert der Kapelle des Leibgarde=
Regi=
ments wird u. a. eine Kompoſition unſeres einheimiſchen
Kammermuſikers A. Kugler geſpielt werden; es iſt das
ſel=
ten gehörte ſtimmungsvolle Liedchen „Vergiß für mich die
Roſe nicht‟ Eine Reihe weiterer, beſonders
volkstüm=
licher Programmſtücke verſprechen einen angenehmen
Abend. (Siehe auch Programmauszug in heutiger
Anzeige.)
-h- Auerbach, 15. Juli. Geſtern nachmittag verſtarb
hier der Landwirt Chr. Mennel VIII. im Alter von
64 Jahren. Der Verſtorbene, der verſchiedene Ehrenämter
inne hatte, war einer der angeſehenſten Einwohner unſeres
Ortes. Den Feldzug 1870/71 hat er bei dem Drogoner=
Regiment Nr. 24 mitgemacht, geriet aber in Gefangenſchaft
und wurde erſt wieder nach Beendigung des Krieges von
den Franzoſen ausgeliefert.
-h- Von der Bergſtraße. Der Beſuch unſerer
Kurorte beſonders Seeheim Jugenheim und
Auerbach, iſt gegenwärtig ein äußerſt zahlreicher.
Das Burgfeſt auf dem Auerbacher Schloß, das
urch die Ungunſt des Wetters wiederholt verſchoben
wer=
den mußte, findet nun beſtimmt nächſten Sonntag ſtatt.
Offenbach, 15. Juli. Von den 33 dem Kreiſe
Offen=
bach angehörenden Orten hat die Gemeinde
Offen=
thal mit 235,2 Prozent die höchſten und die Gemeinde
Hainhauſen mit 64,4 Prozent die niedriaſten
Zemeindeſteuern. In den übrigen Gemeinden
werden unter Zugrundelegung von 1 Mark Staatsſteuern
folgende Gemeindeſteuern erhoben: Bieber 180,9 Prozent,
Dietesheim 128,4, Dietzenbach 171.9, Dreieichenhain 178,3,
Dudenhofen 76,4. Egelsbach 173.8, Froſchhauſen 200,
Götzenhain 1152,4. Groß=Steinheim 114,3. Hainhauſen
51.4, Hainſtadt 104.1. Haufen 215. Heuſenſtamm 192,3,
Jügesheim 185.1. Klein=Auheim 183.5, Klein=Krotzenburg
113,4, Klein=Steinheim 173,6, Klein=Welzheim 117,5,
Lämmerſpiel 193,4. Langen 174.9. Mainflingen 182.9,
Mühlheim 178.9, Neu=Iſenbura 185,8, Obertshauſen 176,8,
Offenthal 235,2, Philippseich 62,3, Rembrücken 135,
Rum=
venheim 74.7. Seligenſtadt 101,5. Sprendlingen 195,8,
Steinbach 213,9, Weiskirchen 118 und Zellhauſen 140.,
Jügesheim. 15. Juli. Die viel angefochtene
Bür=
germeiſterwahl iſt nunmehr endgültig, nachdem die
letzte Reklamation von der Gegenpartei zurückgenommen
und dadurch die Entſcheidung des Offenbacher
Kreisaus=
ſchuſſes rechtskräftig geworden iſt.
W. Lampertheim, 15. Juli. Der Täter des
Sittlich=
keitsverbrechens an dem Kind des Schloſſers Engler
konnte heute in der Perſon eines 14jährigen ſchwächlichen
Jungen ermittelt und feſtgenommen werden. Er hat die
Tat eingeſtanden.
b. Goddelau, 15. Juli. Kurz vor dem geſtern morgen
½9 Uhr fälligen Perſonenzug paſſierte ein Fuhrmann mit
zwei mit Steinen beladenen Wagen den Erfelder
Ueber=
gang. Dabei kam auf dem ſchmalen Uebergange der eine
Wagen etwas vom Wege ab, fiel um und die Steine
verſperrten die Strecke. Der dienſttuende
Be=
amte konnte noch rechtzeitig den Zug zum Stehen
bringen. Nur mit Mühe konnten die Schaffner die
aufgeregten Fahrgäſte im Zuge zurückhalten. Nun aber
halfen der Bahnwärter und die Zugbeamten eifrig das
Hindernis bei Seite zu räumen, ſo daß der Zug mit
ver=
hältnismäßig geringer Verſpätung ſeine Fahrt fortſetzen
konnte.
Mainz, 15. Juli. Ein allgemeines Volksfeſt
bildete geſtern den Beſchluß des Schützenfeſtes.
Am Nachmittag ſtrömten die Eltern mit ihren Kindern
hinaus auf den Fe”blatz, auf dem den Kindern allerlei
Unterhaltungen G.Joten wurden. Es fand ſog.
chine=
ſiſches Feuerwerk ſtatt, Ballons gingen in die Höhe uſw.
Am Abend konzertierte die 88er Kapelle unter Leitung
ihres Obermuſikmeiſters Herrn Anders in der Feſthalle.
Der Mainzer Männergeſangverein und der Liederkranz
trugen abwechſelnd Lieder vor. Die Straßenbahnwagen
waren gegen 12 Uhr ſtets überfüllt, und der Betrieb
wurde bis 1.30 Uhr aufrecht erhalten. — Das
finan=
zielle Ergebnis des Schützenfeſtes wird, dem M. J.
zufolge, mit einem kleinen Defizit
abſchlie=
ßen. Die letzten drei guten Witterungstage konnten die
Einbuße, die durch das regneriſche Wetter entſtand, nicht
mehr einholen. Eine offizielle Nachricht über das
finan=
zielle Ergebnis liegt noch nicht vor.
Mombach, 15. Juli. Das 40jährige Jubelfeſt
des Kriegervereins ſchloß bei einer
Geſamtein=
nahme von 4294 Mark und einer Ausgabe von 3518 Mark
mit einem Ueberſchuß von 776 Mark ab, der ſich mit
den Stiftungen der hieſigen Induſtriellen auf 1124 Mark
erhöht. Von dieſer Summe werden 400 Mark als
Vete=
ranenfonds zur Unterſtützung bedürftiger
Kameraden. 300 Mark für einen Fahnenfonds
zurück=
gelegt, 100 Mark überwies der Verein der Freiwilligen
Sanitätskolonne.
Worms, 15. Juli. Verhaftet wurden der 20
Jahre alte Schiffer Friedrich Schellenberger und ein 19
Jahre alter Taglöhner, beide von hier, wegen
Rau=
bes. Die beiden trafen in der Nacht auf geſtern mit
einem Arbeiter aus Frankenthal in Worms zuſammen.
Letzterer renommierte unüberlegter Weiſe damit, er habe
einen Tauſendmarkſchein bei ſich. Dieſe Aeußerung
er=
weckte in Schellenberger verbrecheriſche Abſichten. Er
äußerte einem anderen gegenüber, er wolle den Mann
ſtatt an den Bahnhof an den Rhein führen, ihm dort das
Geld abnehmen, ihm eine Kugel in den Kopf jagen und
ihn dann in den Rhein werfen. Später führten ſie den
Fremden tatſächlich in der Richtung nach dem Rhein. In
der Nähe der Nibelungenſchule zog dann Schellenberger
ſeinen Revolver und verlangte unter Drohungen von
dem Fremden ſein ganzes Geld. Aus Angſt gab dieſer
ſeine Barſchaft im Betrage von etwa 15 Mark her, worauf
die beiden Täter davonliefen. Bei Schellenberger
wur=
den ſpäter noch über 12,50 Mark und unter dem Schrank
verſteckt der Revolver aufgefunden.
Bingen, 15. Juli. Ein Schraubenſchleppdampfer mit
drei neuen=Pontons und Rammzeug iſt bergwärts an der
oberhalb=Rüdesheims bei Kempten zu erbauenden
Eiſenbahnbrücke eingetroffen. Der Bau ſchreitet
rüſtig voran. Mächtige Gerüſte erheben ſich weit über
den Waſſerſpiegel an den Stellen, wo die Pfeiler errichtet
werden, in dem Rheinarm auf der linken Seite Auch
am Lande bei Kempten iſt eine Menge Material
aufge=
häuft, und auf einer Wieſe in der Nähe wurde ein
Bret=
terhaus als Kantine erbaut. Durch den Sumpf bei
Gaulsheim ſind mit Dielen lange Stege hergeſtellt
wor=
den, auf denen die Arbeiter die Arbeitsſtelle erreichen
können.
Oppenheim, 15. Juli. Zur Erhaltung des
Landskronfeſtes in Oppenheim iſt der
Gemeinde=
rat jetzt geneigt, recht tief in den Stadtſäckel zu greifen
und die ganze, auch bei noch größerer Ausdehnung nötige
Fläche zu erwerben und den Turnern zur Verfügung zu
ſtellen, und beanſprucht nur als Gegenleiſtung, daß bei ſo
großen Opfern das Landskronfeſt dann auch dauernd
unſerer rebenumkränzten Weinſtadt er=
beſaß er keinen roten Heller, und nachdem er ſeine auf fünf
Jahre bemeſſene Penſion hinter ſchwediſchen Gardinen
regelrecht abgemacht, ließ er ſich in Irland nieder. Am
Rande eines großen Sumpfes — im Volksmund das
Satansmoor genannt — errichtete er ein gemütliches
Heim und lebte ſeinen Neigungen. Nach ſeinem Tode kam
es ganz zufällig heraus, daß er an einer für unzugänglich
gehaltenen Stelle des Moores das geſtohlene Geld
ver=
wahrt, hin und wieder unterm Schutze der Abendnebel die
„Kaſſe” beſucht und ihr den nötigen Mammon für die
laufenden Ausgaben entnommen hatte.
Bloß dreimal hunderttauſend Kronen nahm der
Kaſ=
ſierer einer ungariſchen Bank mit; ſie trugen ihm 2½
Jahre Gefängnis ein. Nach ſeiner Entlaſſung wohnte er
einige Zeit in Wien, ging dann an die Riviera und ließ
ſich an einem kleinen Orte nieder. Er hatte eine wahre
Leidenſchaft für Schmetterlinge hunderte Sammelkäſten
voll der Tierchen ſchmückten die Wände ſeines Hauſes.
Beim Tode des Mannes fand ſich nur eine geringe
Summe Bargeld vor, und aus Aerger darüber ſchlug der
Erbe — ſein Neffe — einen ihm im Weg ſtehenden
Schmetterlingskaſten entzwei. Zwei Banknoten flatterten
zur Erde, und es ſtellte ſich heraus, daß unter den
Kork=
böden der Sammelkäſten die ſeinerzeit geſtohlenen
drei=
malhunderttauſend Kronen verſteckt waren; es fehlte nur
ein verhältnismäßig geringer Teil.
Ganz ausgezeichnet hat ein erſt kürzlich aus dem
Zuchthaus entlaſſener Bankbeamter „ſein” Geld
aufbe=
wahrt. Er gab es unter fremdem Namen in eine
aus=
ländiſche Bank, ließ ſich die Empfangsbeſtätigung auf
einem beſonderen, ſehr dünnen, zähen Papier ausſtellen,
ſchob es in ein biegſames Röllchen und fand einen Arzt,
der es ihm kunſtgerecht unter der Kopfhaut, die
aufge=
ſchnitten wurde — einſchob. Nachdem die Wunde
ver=
narbt, fiel der Mann der Polizei in die Hände, erhielt
ſeine Strafe, nach deren Verbüßung er die Narbe
auf=
ſchneiden ließ, dem Röllchen die Beſtätigung entnahm,
worauf man ihm das Geld auszahlte. Durch Verrat kam
die Sache heraus, doch war der Spitzbube in Sicherheit.
Ein recht anzüglicher Geſelle war der Privatſekretär
S., der bei einer Baronin bedienſtet war, die der
Mode=
krankheit unſerer Zeit, der Nervoſität, verfallen war. Als
dem jungen Manne die „Leiden” ſeiner Herein über
wur=
den, entwendete er aus ihrer Schatulle 30000 Mark und
verbarg das Geld zwiſchen den unzähligen falſchen Zöpfen,
die die Gnädige als nicht mehr modern in einer Kiſte auf
dem Boden ihres Hauſes verwahrte. Sofort
feſtgenom=
men, fand man bei dem Defraudanten keinen Pfennig
mehr, doch ließ das Gericht Milde walten und verurteilte
ihn zu 7 Monaten Gefängnis. Die Ausrede des Sekretärs,
daß er die Baronin durch den Diebſtahl nur von ihrer
Nervoſität habe heilen wollen, wurde natürlich nicht
ge=
glaubt, obwohl der boshafte junge Herr in die Schatulle
einen Zettel folgenden Inhaltes gelegt hatte:
„Nervös iſt heut’ ein Sammelwort
Für dies und jenes Leid
Doch deckts oft auch nichts anderes zu
Als Ungezogenheit.
Du haſt faſt täglich mich gezwickt
Mit Deiner ewigen Pein.
Zur Straf’ hab’ ich mich nun erquickt
Mit dreißigtauſend Märkelein!”
Feuilleton.
* Aus Kunſt und Wiſſenſchaft. Otto Nowack der
vor einigen Jahren am Kölner Opernhaus als Sänger
und Regiſſeur tätig war, hat, laut Köln. Ztg., in der
ab=
gelaufenen Spielzeit an der Royal Opera in Covent
Gar=
den in London gewirkt, wo er u. a. den Ring inſzenierte,
und geht jetzt — von Auguſt ab — als Oberregiſſeur an
das Hoftheater in Darmſtadt in dauernde
Stel=
lung. Ein kurzer Urlaub im Januar wird ihm erlauben,
in London auch den Parſifal in Szene zu ſetzen. — Zu
der Stiftung für deutſche Künſtler des kürzlich
in Cannes verſtorbenen Bildhauers Herrn Joſeph
Ko=
warzik aus Frankfurt a. M. teilt der
Teſtaments=
vollſtrecker mit: Von kleineren Ungenauigkeiten der
hier=
über gebrachten Meldungen abgeſehen, handelt es ſich um
eine Stiftung nur des Ehemannes Kowarzik, während
eine Verfügung der Gattin des Künſtlers zurzeit nicht in
Frage ſteht. Dementſprechend iſt auch die Stiftung nach
ihrer finanziellen Tragweite keineswegs als „
Millionen=
ſtiftung” zu bezeichnen.
C. K. Das ganze Weiße Haus. Die Dandys Amerikas,
die Leute, denen die Kleidungsfrage Lebensinhalt und
Lebensziel bedeutet, durchleben bittere Stunden.
Präſi=
dent Wilſon droht die Fundamente ihrer Weltanſchauung
bedenklich zu erſchüttern. Die Sommerhitze hat ihn
be=
wogen, weiße Anzüge zu tragen, überall ſieht man den
erſten Bürger der Union in bequemen, leuchtend=weißen
Kleidern, die hin und wieder auch ein diskret geſtreiftes
Muſter zeigen, aber jedenfalls doch aus dem Weißen Haus
ein ganz Weißes Haus machen. Und ebenſo hat er dem
Haushaltungsperſonal geſtattet, weiße Kleidung zu tragen.
Man ſtelle ſich vor, welcher Schmerz das für die Wächter
rigoroſer Etikette ſein muß: ein weißgekleideter Diener,
der einem weißgekleideten Präſidenten einen Staatsbeſuch
oder einen Freundesbeſuch meldet! Wo bleibt der Frack?
Wo bleibt die Livrée wo bleibt der Zylinderhut, wo bleibt
der tadellos ſitzende ſchwarze Gehrock, der allein aus einem
Menſchen einen Gentleman machen kann? Das Schlimmſte
aber iſt, daß alle Leute in Waſhington nach kurzer
Ueber=
legung dem Beiſpiel Präſident Wilſons folgen, die ſchönen
Vorſchriften der Garderobepſychologen vergeſſen und die
hübſche und zwangloſe belle Sommertracht auch bei
Ge=
legenheiten anlegen, bei denen ein „wirklicher Kavalier”
nur mit blankem Zylinder und in tadelloſm Schwarz
er=
ſcheinen darf. Der Herausgeber des „American
Gentle=
man” Mr. Butterworth, würde ſich die Haare raufen,
wenn ein wahrer Dandy und Meiſter des guten Tones ſich
überhaupt ſo hinreißen laſſen könnte. „Der Präſident”
ſo erklärt er entrüſtet, „iſt ein Bilderſtürmer. Wir
wun=
dern uns nicht, daß er es wagt, die Traditionen des guten
Geſchmackes und die Geſetze der geſellſchaftlichen Bräuche
zu verletzen. Er hat ſich ſchon mehrfach bei offiziellen
An=
läſſen in einem gemuſterten Paletot gezeigt, während der
Brauch für den Leiter unſerer Exekutive einen Ueberzieher
aus feinem ſchwarzen Tuche und einen Zylinder
vor=
ſchreibt. Er trägt, was ihm paßt, und er zieht ſich ohne
weiteres weiß an, um weniger von der Hitze betroffen zu
werden. Aber in ſeiner Stellung hätte er Gelegenheit, ſich
jeweils den Tageszeiten entſprechend zu kleiden.‟ Der
Verteidiger der „wahren Eleganz” beſchwört daher auch
händeringend alle wirklichen Gentlemen, dieſem
verderb=
lichen Beiſpiele nicht zu folgen. Aber Präſident Wilſon
ſcheint nicht geſonnen, ſeine einfachen, kleidſamen, hellen
Sommeranzüge durch Gehröcke zu erſetzen und trägt, was
ihm gefällt und bequem iſt.
* Ein verſchwundener See. Aus Rom wird gemeldet:
Der maleriſche See von Canterano iſt plötzlich
ver=
ſchwunden. Ein Krater von vier Meter Umfang hat
ihn verſchluckt. Mit furchtbarem Gurgeln verſchwand das
letzte Waſſer; Feuer ſtieg aus dem Schlunde auf. Ueber
das ganze Seebett lagen Zehntauſende von Fiſchleichen
zerſtreut.
* Neues für Briefmarkenſammler. Italien hat
kürz=
lich für den Rohrpoſtdienſt eine 10=Centeſimi=Marke
heraus=
gegeben. Vorläufig findet die Marke, da die Einrichtung
der Rohrpoſtanſtalten in Rom und Mailand noch nicht
vollendet iſt, wahrſcheinlich nur als Eilbriefmarke
Verwen=
dung. Sie hat die Größe der bisherigen
Expreßbrief=
marke, iſt von brauner Farbe und trägt die Inſchrift:
„Regno d’Italia. Posta Pneumatica.‟
halten bleibt. Trotzdem die Beſtrebungen, das
volkstümliche Turnen nach der Waldeck zu verlegen, ſchon
längere Zeit zurückliegen, dürfte Oppenheim dennoch
in=
folge ſeiner günſtigen geographiſchen Lage als der
gün=
ſtigſte Ort zur Abhaltung des volkstümlichen Wetturnens
der rheinheſſiſchen Turner anzuſehen ſein.
Nierſtein, 15. Juli. Zu dem Weinbaukongreß
wird beabſichtigt, mit einem dem früheren
Markt=
ſchiff nachgebildeten Boote nach Mainz zu fahren. Auf
dem Schiff iſt geplant, den berühmten Nierſteiner
zum Ausſchank zu bringen, ebenſo eine Muſikkapelle
während der Rheinfahrt konzertieren zu laſſen. Ein
Mo=
dell des früheren Marktſchiffes befindet ſich in den
Hän=
den des Bürgermeiſters Reichardt.
w. Nieder=Saulheim, 14. Juli. Mit Stolz kann unſer
Ort auf ſeine zwei bedeutenden Geſangvereine ſchauen.
War es dem Geſangverein „Germania” vergönnt, in
Mörfelden vor einigen Wochen den erſten und erſten
Ehrenpreis zu erringen unter ſcharfer Konkurrenz, ferner
dem Geſangverein „Liederkranz” in der erſten
Land=
klaſſe in Worms ebenfalls den erſten und Ehrenpreis, ſo
haben geſtern beide Vereine wieder beredtes Zeugnis
ihrer Leiſtungen in Ebersheim bei Mainz abgelegt, wo
„Germania” unter ſeinem ganz hervorragenden
Dirigen=
ten, Lehrer Von der Au=Mainz, den erſten Preis mit 268
Punkten und den erſten Ehrenpreis mit 126 Punkten
er=
hielt, während der „Liederkranz” in ſeiner Klaſſe den
3. Preis mit 233 Punkten und Ehrenpreis mit 117 Punkten
errang. Im höchſten Ehrenſingen, in dem ſich alle Klaſſen
vereinigten und alle Vereine denſelben vorgeſchriebenen
Chor ſangen, wurde die „Germania” nochmals mit dem
zweiten Hauptehrenpreis mit 112 Punkten bedacht; den
erſten Hauptehrenpreis erhielt Geſangverein Weiſenau
mit 117 Punkten, während „Liederkranz” es nur auf 109
und nächſtfolgender Männergeſangverein Partenheim es
auf 108 Punkte brachte. Daß die „Germania” die vor
Jahren noch ſo ein Landverein „zweiten Grades” war, ſich
ſo gewaltig emporgeſchwungen hat, daß ſie ſelbſt
den „Liederkranz” überflügelt hat, iſt hauptſächlich dem
äußerſt talentvollen Dirigenten zu verdanken. Mögen
beide Vereine unſeres Ortes, wie hier, ſo auch fernerhin
in edlem Sinne um die Siegespalme ringen, alſo Wett=
„ſingen” nicht Wett,ſtreiten”
* Bad Nauheim, 14. Juli Geſtern mittag fand in
Gegenwart der Herzogin Marie von
Mecklen=
burg=Strelitz eine kleine Feier zur Einweihung
eines neuen Ausſichtsplatzes in den Kuranlagen ſtatt, der
„Herzogin Marie=Ruhe” an der unter anderen hohen
Gäſten teilnahmen: Die Fürſtin Salm=Dyck, Counteß of
Morey, die Baronin von Frankenberg, Exzellenz Dürr,
Generaladjutant des Großherzogs von Baden. Der
Groß=
herzogliche Kurdirektor Oberſt von Frankenberg hielt eine
kurze Anſprache.
Das Handwerk und die Heeresverſtärkung.
— Von der Heſſiſchen Handwerkskammer
wird uns geſchrieben:
Der deutſche Reichstag hat in den vergangenen Wochen
die Militärvorlage einer eingehenden Beratung
unterzogen und die Forderungen der verbündeten
Regie=
rungen auf Heeresverſtärkung zum Geſetz erhoben.
Ge=
waltige Summen ſind es, die zur Durchführung dieſes
Geſetzes von dem deutſchen Volk getragen werden, und
nimmt auch das deutſche Handwerk hieran erheblichen
An=
teil. Verwendung findet ein großer Teil der Summen
für Ausrüſtung und Unterbringung der neu errichteten
oder verlegten Truppenteile, für die enorme Lieferungen
an Ausrüſtungsgegenſtänden und Errichtung von
Ka=
ſernen und ſonſtigen Gebäuden erforderlich werden. Es
gehört daher zur Hauptaufgabe der
Intereſſentenvertretun=
gen der verſchiedenſten Berufszweige, dafür Sorge zu
tragen, daß dieſe in das wirtſchaftliche Leben
zurückſtrö=
menden Geldſummen in zweckmäßige Bahnen gelenkt
wer=
den und hierbei möglichſt alle Erwerbszweige in gleicher
Weiſe Berückſichtigung finden. Insbeſondere kommen bei
all dieſen Lieferungen und Neubauten die
ver=
ſchiedenſten Handwerkszweige in Betracht, und wurden
durch die in der Oeffentlichkeit in letzter Zeit öfters
be=
handelten Anſchauungen der leitenden Militärbehörde
über das Vergebungsweſen in Verbindung mit den
Wir=
kungen der Militärvorlage berechtigte Wünſche und
Hoff=
nungen hervorgerufen. Es dürfte bekannt ſein, daß von
der Intereſſenvertretung des Handwerks ſeit langen
Jah=
ren an der Verbeſſerung des beſtehenden
Submiſſions=
weſens gearbeitet wird. Sind auch die maßgebenden
Be=
hörden in mancher Hinſicht den Forderungen des
Hand=
werks entgegengekommen, ſo verbleiben doch immer noch
verſchiedene Punkte, die häufig Anlaß zu neuen Klagen
geben. Die bevorſtehenden, zum Teil in Angriff
genom=
menen Bauarbeiten und Lieferungen haben auch die
Heſſiſche Handwerkskammer veranlaßt, bei den
maß=
gebenden Militärbehörden dahin vorſtellig zu werden, daß
bei Vergebung von Arbeiten und
Liefer=
ungen in erhöhtem Maße die Intereſſen
des Handwerks Berückſichtigung finden,
insbeſondere wurden die ſchon jahrelang vertretenen
Punkte erneut der Beachtung empfohlen. Die
hauptſäch=
lichſten Forderungen gehen dahin, die Arbeiten bei
Ka=
ſernenneubauten ſtets in getrennten Loſen zu
ver=
geben, die am Platze anſäſſigen Handwerker möglichſt zu
berückſichtigen und nur ſolchen Angeboten den Zuſchlag
zu erteilen, die es ermöglichen, gediegene
Arbeit zu liefern und dabei einen
angemeſ=
ſenen Verdienſt zu erzielen. Ferner ſollte
nicht nur bei Erſtellung von Neubauten, ſondern auch bei
der Herſtellung der Bekleidungs= und
Ausrüſtungsgegen=
ſtände nach Möglichkeit eine korporative Beteiligung der
Innungen und Vereinigungen des Handwerks, wie dies
in letzter Zeit erfreulicherweiſe mit gutem Erfola
nament=
lich von den Verwaltungen einiger größeren Städte
ge=
ſchieht, herbeigeführt werden. Im Intereſſe der
Regierun=
gen und des Staates muß es liegen, einen
leiſtungsfähi=
gen Handwerkerſtand ſich zu erhalten, und werden die
Handwerker allen Behörden, die ihre Beſtrebungen in
weitblickender Weiſe unterſtützen, hierfür Dank wiſſen.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 14. Juli. Auf dem
pari=
tätiſchen Arbeitsnachweis herrſchte ein ſolcher
Andrang von Arbeitsloſen wie kaum zuvor. Am 11. Juli
hatten ſich dort allein 4727 Holzarbeiter gemeldet, die
be=
ſchäftigungslos waren. In der Landwirtſchaft werden
Arbeiter geſucht. — Ein eigenartiger Unfall
er=
eignete ſich geſtern abend bei dem aus Leipzig kommenden
Perſonenzug auf der Strecke zwiſchen Niedergörsdorf und
Jüterbog. Von einem vorbeifahrenden Güterzug fiel eine
große, ſchwere Tonne herab und prallte mit ſolcher Wucht
gegen den Perſonenzug, daß eine Anzahl Fenſterſcheiben
zertrümmert wurde. Der Reiſenden bemächtigte ſich eine
große Aufregung, beſonders da ein Herr, der aus dem
Fenſter geſehen hatte und von der Tonne geſtreift worden
war, ſcheinbar ſchwer verletzt in das Coupé zurücktaumelte.
Durch Ziehen der Notbremſe wurde der Zug zum Halten
gebracht, und erſt nach geraumer Zeit gelang es, die
Reiſenden zu beruhigen, nachdem man ſie überzeugt hatte,
daß nichts Ernſthaftes paſſiert und auch der eine Herr nur
ganz leicht verletzt war. Der Zug traf jedoch mit über
halbſtündiger Verſpätung auf dem Anhalter Bahnhof ein.
— Um eine Weltreiſe antreten zu können, iſt die
acht=
jährige Schülerin Frida Haaſe ihren in Eberswalde
wohnhaften Eltern heimlich ausgerückt. Die Kleine iſt
zu=
nächſt nach Berlin gefahren. Der Mutter entwendete ſie
vor ihrem Weggange einige Mark, da ſie glaubte, mit
deren Hilfe durch die Welt zu kommen. Es iſt feſtgeſtellt
worden, daß das Mädchen auf dem Stettiner Bahnhof
ein=
getroffen iſt. Hier verliert ſich dann die Spur der
Ver=
ſchwundenen.
Heidelberg, 15. Juli. Heute morgen ½5 Uhr entſtand
in Nußloch bei Heidelberg eine große Feuersbrunſt.
Es ſind acht Wohnhäuſer und fünf Scheunen mit
Futtervorräten niedergebrannt. Die Häuſer gehören meiſt
Zigarrenarbeitern. Auch das Rathaus wurde
einge=
äſchert. Das Vieh konnte rechtzeitig gerettet werden. Der
Brand iſt wahrſcheinlich infolge Selbſtentzündung von
Heu entſtanden.
Kaſſel, 15. Juli. Die Ausſchreitungen, die
nach einer Kontrollverſammlung in Rüxleben von ſieben
Wehrleuten und Reſerviſten begangen wurden und
die das Kriegsgericht in Erfurt zur Verhängung
drakoniſcher Strafen veranlaßte, werden demnächſt das
Oberkriegsgericht in Kaſſel beſchäftigen. Zwei der
Ver=
urteilten haben ſich bei dem Urteil beruhigt, die fünf
an=
deren, die auf die Dauer von fünf Jahren dem Zuchthaus
überliefert werden ſollten, haben von dem Rechtsmittel der
Berufung Gebrauch gemacht.
Dresden, 15. Juli. Geſtern nachmittag ſtürzte ein
Teil der im Bau begriffenen Luftſchiffhalle ein.
In der vorigen Woche waren zwei der Hallenbogen
fertig=
montiert worden; vor drei Tagen begann man mit dem
Emporwinden des dritten Bogens. Ohne daß ein Zeichen
dafür bemerkbar geworden wäre, brach die eiſerne
Kon=
ſtruktion von einem Gewicht von 3350 Kilogramm
zu=
ſammen. Es iſt als ein wahres Wunder anzuſehen, daß
von den etwa 100 Arbeitern nur ein einziger
Quetſch=
wunden erlitt, die keine große Bedeutung haben.
Dortmund, 14. Juli. Auf der Chauſſee von Lünen
nach Werne verlor ein Automobil ſeine Steuerung
und ſauſte in den Straßengraben, in welchen der im
ſelben Augenblick mit ſeiner Frau ſpazierengehende
Land=
wirt Theodor Küſter ſich zu retten dachte. Der Landwirt
wurde tödlich verletzt und ſtarb. Der Chauffeur erlitt
erhebliche, der Beſitzer, Bergwerksdirektor Hörder, leichtere
Verletzungen.
Bad Mergentheim, 15. Juli. Geſtern abend 8 Uhr
war auf der Straße zwiſchen hier und Stuppach das
Privatautomobil einer erſt vorgeſtern zur Kur
hier eingetroffenen Familie aus Freilaſſing auf der
Rück=
fahrt von einem Ausflug begriffen, als ein zweites
Auto=
mobil von hinten vorfahren wollte. Letzteres Automobil
ſtreifte das Vorderrad des erſteren und ſchlug dem Lenker
die Führung aus der Hand, ſo daß der Wagen eine
Bö=
ſchung hinabfuhr und ſich überſchlug. Der Beſitzer,
ſeine Frau und das Töchterchen wurden ſchwer verletzt
ins Krankenhaus Karolinum geſchafft. Der Sohn, der
den Wagen lenkte, kam faſt ohne Verletzungen davon. Man
hofft, die Verunglückten am Leben zu erhalten.
Wien, 14. Juli. Durch einen beim Anſchießen der
Geſchütze des Dreadnought „Tegetthoff” unzeitig
ab=
gegebenen Schuß aus einem 30,5 Zentimetergeſchütz
des Achterdecks erlitt der Schiffskörper nahe der
Rohr=
mündung durch den Luftdruck Beſchädigungen an Deck.
Einige Deckbalken wurden verbogen und zwei
Kabinen=
einrichtungen litten Schaden. Die Reparaturen erfordern
zwei bis drei Wochen. Die Indienſtſtellung des Schiffes,
die heute erfolgte, erleidet keine Verzögerung.
Nancy, 14. Juli. In der vergangenen Nacht halb 1
Uhr kam es nach einem Streit in einem Café am
Stanislausplatz, an dem franzöſiſche Gäſte und Deutſche
aus Elſaß=Lothringen beteiligt waren, zwiſchen dem
Stu=
denten Marcel Callot und dem 26jährigen Eiſenhändler
Karl Conrad aus Hayingen zu einer Schlägerei.
Callot, welcher betrunken war, wurde verhaftet. Er hat
Conrad verwundet, doch ſind die Verletzungen nicht
ſchwer. Callot, der den nächtlichen Zwiſchenfall
hervor=
gerufen hatte, wird vor das Zuchtpolizeigericht geſtellt
werden. Der Rektor leitete gegen ihn eine
Diſziplinar=
unterſuchung ein.
Marſeille, 15. Juli. Die 200 Meuterer des
Militärgefängniſſes im Fort St. Nicolas
haben ſich geſtern nachmittag bedingungslos ergeben und
nur verlangt, daß ihnen ſofort eine Mahlzeit gereicht
werde. Dieſem Anſuchen wurde auch entſprochen.
London, 14. Juli. Einen Beweis von Opferwilligkeit
engliſcher Bürger bietet der Erfolg, den die Times jetzt
mit einem Aufruf an das engliſche Volk hatte, ihr
Bei=
träge einzuſenden, um einen Kapitalfonds von 1800000
Mark zu bilden zum Ankauf des bekannten
Londo=
ner Kriſtallpalaſtes und ſeines ausgedehnten
ſchönen Parkgeländes in der Nähe von London zum
Eigentum der Nation. Innerhalb eines Zeitraumes von
14 Tagen iſt die geforderte notwendige Summe
zuſam=
mengekommen, nachdem gleich am erſten Tage ein
unbe=
kannter Geber 600000 Mark zugeſagt hatte unter der
Be=
dingung, daß die anderen zwei Drittel in einer
beſtimm=
ten kurzen Friſt gezeichnet würden. Das iſt denn auch
geſchehen, und ſo wird der hiſtoriſche rieſige Glaspalaſt
vor dem Schickſal bewahrt bleiben, niedergeriſſen zu
wer=
den, um einem Quartier von Miethäuſern Platz zu
machen. Das Gebäude, worin bisher Volksfeſte,
Feuer=
werke. Ausſtellungen, Maſſenaufführungen von Oratorien
uſw. ſtattfanden, rentierte ſich nicht mehr und ſollte bereits
1911 vor dem Konkursrichter unter den Hammer kommen.
Lord Plymouth unternahm es, den Taxwert von 4600000
Mark zuſammenzubringen. Ein Aufruf des Lordmayors
von London erbrachte ſchon 3 200000 Mark; den Reſt und
genügend bar Betriebskapital hat nun der Aufruf der
Times beſchafft.
XIl. Deutſches Turnfeſt.
Leipzig, 14. Juli. Der heutige zweite Feſttag
des 12. Deutſchen Turnfeſtes war lediglich der
turneri=
ſchen Arbeit gewidmet. Da die erſten Uebungen für ſechs
Uhr morgens ausgeſchrieben waren, begann ſchon zeitig
der Anmarſch der für heute zu den Uebungen beſtimmten
Kreiſe. Als erſte Uebung wurden heute die
Zwölf=
kämpfe ausgetragen, und zwar von den Kreiſen
Nord=
oſt (Schleſien und Pommern). Sie hatten 116 Meldungen
abgegeben. Dann kam Sachſen=Altenburg mit 833
Tur=
nern: hierauf folgten die Kreiſe Unterweſer, Oberweſer,
Mittel= und Oberrhein. Hierauf trat das Turnen der
einzelnen Kreiſe in ſeine Rechte. Es waren für
jeden einzelnen Kreis allgemeine Freiübungen und dann
eine Anzahl von Pflichtübungen vorgeſchrieben. Die
Erſten waren hier die Brandenburger mit 1750
Mel=
dungen, ihnen folgten die Hannoveraner und
Braun=
ſchweiger mit 503 Meldungen, weiter 480 Schwaben. 1173
Rheinländer, 740 Weſtfalen, 518 Deutſch=Oeſterreicher und
823 Bayern. Großem Intereſſe begegnete namentlich
eine Alte=Herren=Riege, die an über 30 Pferden zu
glei=
cher Zeit turnte, ferner die äußerſt ſchwierigen, aber
durchweg exakt ausgeführten Stabübungen. Gegen
Mittag traten die Wettkämpfer im Tauziehen und
im 400=Meter=Laufen an. In den erſten
Nachmittags=
ſtunden ſetzte der Zwölfkampf der obengenannten
Kreiſe ein.
Beſonderes Intereſſe erweckten bei den zahlloſen
Zu=
ſchauern nicht minder wie bei den den Veranſtaltungen
mit kritiſchem Blick folgenden Turnern der Sechs= und
der Zwölfkampf, die infolge der Kombination einer
Reihe von Uebungen den übenden Turnern die beſte
Ge=
legenheit gaben, ihre Gewandtheit und ihr Können zu
zeigen. Die Vorführungen der Turnkreiſe
endeten nachmittags mit den Uebungen der Deutſch=
Oeſterreicher, alſo der deutſch=völkiſchen Turner, die als
Gäſte gekommen waren. Sie boten zunächſt Freiübungen,
zu denen ſich etwa 1200 Mann gemeldet hatten. Sie
zogen ebenfalls in Tiefkolonnen zu je vier Mann in die
Arena ein. Ihre Uebungen, die von Vorturnern auf dem
Podium vorgemacht wurden, erfolgten nach dem Takt von
Muſikſtücken, wobei die Oeſterreicher den „
Hohenfried=
berger” bevorzugten. Die Tribünenbeſucher benutzten die=
Gelegenheit, um den Stammesbrüdern aus Oeſterreicht
andauernd Ovationen zu bereiten. Zu gleicher Zeit
be=
gannen die Turnvereine des übrigen Auslandes ihre
Vorführungen. Sie waren meiſt durch eine Muſterriege
vertreten. Im allgemeinen zeigten die Ausländer viel
techniſches Können, aber wenig nationale Eigenart; alle
Uebungen beweiſen den deutſchen Urſprung. Obwohl es
keine Maſſenaufführungen waren, kargten die Beſucher
nicht mit ihrem Beifall, der am meiſten den Amſterdamen
Turnern zuteil wurde. Auch die deutſchen Turnvereine
des Auslandes, der Deutſche Turnverein Bukareſt,
Ezer=
nowitz=Bukowina, der Siebenbürgiſch=Sächſiſche
Turnver=
ein wieſen ſehr gute Leiſtungen auf, die das Publikum
mit lebhaftem Beifall quittierte.
Während dieſe Uebungen in einem Turnzelt
veran=
ſtaltet wurden, marſchierte in einer Arena die Altersriege
Alldeutſchland” auf, zuſammen mit den Turnvereinen
von 1863, von welch letzteren ſich allerdings nur zwei an
den Uebungen beteiligten. Kein Turner war unter 40
Jahren, viele über 70 und mancher an die 80 heran.
Trotz=
dem traten ſie in überaus feſtem Gleichmaß an, nur dien
weißen Bärte bezw. die kahlen Köpfe und mitunter ein
gewiſſes Embonpoint verrieten das Alter. Sie trugen
vorwiegend Freiübungen und Spiele vor, erſtere mitt
Hanteln. Auf das Alter folgte das „junge Blut im
flau=
migen Bart” die Sondervorführungen des Akademiſchen
Turnerbundes, ca. 600 Studenten. Sie ſtellten
verſchie=
dene Muſterriegen und führten vor allem intereſſantet
Spiele vor, darunter ſolche, die wenig gezeigt werden,
wie Tambourin, Schleuderball nach Grazer Art uſw.
Abends fanden auf dem Feſtplatz Konzerte ſtatt.
— Leipzig, 14. Juli. Zur Ergänzung des
geſtrigen Berichtes ſei noch nachgetragen: Nach Schluß
der Uebungen der Turnerinnen zogen ſämtliche Mädchen
an die Fürſtentribüne und brachten dem König mit
er=
hobenen Armen brauſende Ovationen dar. Hierauf traten
die Turner des 14. Kreiſes (Sachſen) an, um Freunden
und Zuſchauern ein Bild des Turnbetriebes innerhalb
ihrer Reihen zu zeigen. Auch dieſe Uebungen fanden
un=
geteilten Beifall. Zur Verherrlichung des Feſtes hatte
ſich der Leipziger Gauſängerbund mit ca. 3000 Sängern
in den Dienſt der guten Sache geſtellt. Schon zur
Mit=
tagszeit, beim Vorüberzug des Feſtzuges an der
Tri=
büne, auf welcher die Sänger Platz genommen hatten,
war es ein angenehmer Klang für das Ohr, wenn bei
jedem Kreis, bei jedem Gau, bei jeder ſchönen Gruppe
des Feſtzuges ein brauſendes, vierſtimmiges „Hoch! hoch!
hoch!” über den Feſtplatz ſchallte. Von abends 8 Uhr an
gaben die Sänger dann auf dem Feſtplatz Konzert und
ließen in ihren Vorträgen dem Volksliede den breiteſten
Raum. Als in vorgerückter Stunde das „
Altniederlän=
diſche Dankgebet” als letztes Lied über den Platz hallte,
lohnte rauſchender Beifall die Sänger. — Beim Lichte
der elektriſchen Bogenlampen konnte man die Turner im
Sechskampf noch beim Wettlauf ſehen. Bei herrlichem
Wetter=
lohnte ſich nochmals ein Gang durch die Feſtſtadt. Es
fielen einige Häuſer von Pelzwarenhändlern beſonders
auf. An den vielen Fenſtern der hohen Häuſer waren
nach Schätzung eines Fachmannes Millionenwerte an
koſtbaren Pelzen und Fellen zur Dekoration verwandt
worden. Dieſe Häuſer werden von beſonderen
Wach=
mannſchaften Tag und Nacht bewacht. — An dem
geſtri=
gen Feſtzuge nahmen von der Darmſtädter Turnerſchaft
ca. 40 Turner teil.
* Am Montag und Dienstag ſind zirka 1000 Turner
zum Zwölfkampf angetreten, in Anbetracht der meiſt
ſchwierigen Uebungen, wird die Zahl der Sieger 300 nicht
überſteigen. Die Darmſtädter Turnerſchaft
war mit ſechs Turnern dabei beteiligt, von denen nur
Georg Grohe. Turngemeinde Darmſtadt,
mit 105 Punkten als Sieger hervorging. — Heute
Mitt=
woch findet noch Schwimmen und Ringen ſtattz
Am Abend iſt Preisverteilung für alle Wettkämpfe.
Luftfahrt.
Von der Darmſtädter Fliegerſtation.
g. Darmſtadt, 15. Juli. Geſtern flogen Leutnank
Reinhardt und Hauptmann von Dewall in der
Richtungnach Heidelberg, mußten aber wegen der=
Bildung von Gewitter bei Worms umkehren und nach
der Fliegerſtation zurückfliegen, wo ſie glatt landeten
Es flogen noch weiter Leutnant Koch mit Oberleutnant
Spranger, Unteroffizier Stephan und
Unteroffi=
zier Ackermann.: Letzterer ging aus 180 Meter Höhe
mit vollſtändig abgeſtelltem Motor in elegantem
Gleit=
flug nieder. Anweſend bei den vortrefflich ausgeführten
Schauflügen war Generalleutnant v. Plüskow,
Kom=
mandeur der 25. Diviſion.
Wettbewerbe freifliegender Flugzeugmodelle, Gleitflu
zeugmodelle und Drachen.
* Der Verein für Luftfahrt E. V., Darmſtadt, wir
wie mehrfach mitgeteilt, am Sonntag, den 12. Oktob
1913, nachmittags 3 Uhr, auf dem Olympia=Sportplat
Heidelberger Straße, im Anſchluß an ſeine Flugzeu
modellausſtellung Wettbewerbe abhalten für 1. Freiflic
gende Flugzeugmodelle, 2. Gleitflugzeugmodell
3. Drachen.
Zu 1: Zum Wettbewerb zugelaſſen ſind alle dur
eigene Kraft fortbewegten Flugzeug
modelle. Ausgeſchloſſen bleiben Modelle, deren An
trieb durch irgendwelche Hilfsmittel erfolgt, die von
Modell nicht in die Luft mitgenommen werden.G
Seite 5.
werbsmäßig hergeſtellte Modelle können nur außer
Wett=
bewerb teilnehmen. Ueber die Zulaſſung von Modellen
entſcheidet die Sportleitung nach eigenem Ermeſſen ohne
Angabe von Gründen. Der Wettbewerb findet in
meh=
reren Klaſſen ſtatt. Klaſſe A: Modelle mit Gummimotor.
1. Modelle im Gummigewicht bis 10 Gramm, 2. Modelle
im Gummigewicht von mehr als 10 bis 50 Gramm, 3.
Mo=
delle im Gummigewicht über 50 Gramm Start durch
Ab=
werfen aus der Hand, 4. Modelle im Gummigewicht bis
10 Gramm, 5. Modelle im Gummigewicht von mehr als
10 bis 50 Gramm, 6. Modelle im Gummigewicht über
50 Gramm Start vom Boden. Klaſſe B: Modelle im
Federwerkantrieb. Klaſſe C: Modelle mit Antrieb durch
verdichtete Gaſe uſw. Bei den Klaſſen B und C muß der
Start vom Boden erfolgen. Jedes Modell darf 3 Flüge
ausführen, von denen nur der längſte gewertet wird.
Beim Abwerfen aus der Hand hat der Start hinter einer
Schranke zu erfolgen und unter einem Stabe, der ſich zwei
Meter über dem Boden befindet. Gewertet wird bei allen
Modellen lediglich die zurückgelegte Strecke, geradlinig
gemeſſen zwiſchen der Startſchranke und dem
Auslauf=
punkt. Bei den vom Boden ſtartenden Modellen muß
eine Flughöhe von mindeſtens ein Meter erreicht
wer=
den. Niedrigere Flüge werden nicht gewertet. Jedes
Modell kann nur einen Preis erhalten. Es iſt indeſſen
geſtattet, mehrere Modelle anzumelden. Der Wettbewerb
iſt offen für jedermann ohne Rückſicht auf die
Staatsange=
hörigkeit. Von der Teilnahme ausgeſchloſſen
ſind fertig gekaufte Modelle. Zugelaſſen
wer=
den nur Modelle, die an der vom Verein für Luftfahrt
in der Zeit vom 9. bis 12. Oktober 1913 veranſtalteten
Ausſtellung teilgenommen haben und bei der
Ein=
lieferung mit dem Vermerk „Teilnahme am Wettfliegen”
verſehen waren. Das Preisgericht beſteht aus den
Herren: Hauptmann v. Dewall=Darmſtadt, Geheimer
Baurat Gutermuth=Darmſtadt, Fabrikdirektor Lutz=
Darmſtadt, Ingenieur Urſinus=Frankfurt a. M.,
Kommerzienrat Wittich= Darmſtadt.
Zu 2: Wettbewerb für
Gleitflugzeug=
modelle. Zum Wettbewerb zugelaſſen ſind alle aus
einer oder mehreren Flächen beſtehenden Gebilde,
gleich=
viel ob ſie bereits vorhandenen Flugzeugen entſprechen,
neue Formen von Flugzeugen im Modell wiedergeben,
oder zur Ausführung im großen überhaupt nicht geeignet
erſcheinen. Eine Teilung in mehrere Klaſſen findet nicht
ſtatt. Jedes Modell darf 3 Flüge ausführen. Der Start
geſchieht hinter einer Schranke und unter einem Stabe,
der ſich etwa 10 Meter über dem Boden befindet.
Ge=
wertet wird nicht nur die im Gleitfluge zurückgelegte
Strecke, ſondern auch die Ausführung des Modells und
ſeine Stabilität im Gleitfluge.
Zu 3: Wettbewerbe für Drachen. Zu den
Wettbewerben zugelaſſen ſind Drachen jeder Größe
und jeder Form. Sie dürfen mit keinem
beſon=
deren Hilfsmittel zum Aufſtieg gebracht werden, ſondern
nur durch das übliche Ziehen vermittels einer Schnur.
Die Wettbewerbe ſollen am Sonntag, den 12. Oktober
1913, nachmittags, ſtattfinden. Es bleibt jedoch der
Sportleitung überlaſſen, die Wettbewerbe auf einen
ande=
ren Tag zu verſchieben. Auch eine mehrmalige
Verſchieb=
ung iſt zuläſſig. Es finden zwei Wettbewerbe ſtatt:
a) Höhenwettbewerb, b) Wettbewerb für höchſte Nutzlaſt
im Verhältnis zum Drachengewicht. Die Dauer des
Wettbewerbes beträgt zwei Stunden, kann aber von der
Sportleitung beliebig verlängert werden. Innerhalb der
für den Wettbewerb offenen Zeit können mit jedem
Dra=
chen beliebig viele Aufſtiege gemacht werden.
Es iſt erwünſcht, daß die Modelle, die am
Flugwett=
bewerb teilnehmen, einer Vorprüfung unterzogen
werden. Vorprüfungen finden ſtatt am 7. September.
Hierfür ſind kleine Ermunterungspreiſe vorgeſehen. Alle
Anfragen ſind an die Geſchäftsſtelle des Vereins für
Luft=
fahrt E. V., Darmſtadt, Landgraf=Philipp=Anlage, zu
richten.
In einem folgenden Artikel werden den jungen
Kon=
ſtrukteuren wichtige Winke und Fingerzeige zu
erfolgver=
heißendem Eintritt in den Wettbewerb gegeben werden.
* Straßburg, 14. Juli. Geſtern tagte hier unter
dem Vorſitze des Generals der Infanterie z. D. Gäde=
Freiburg eine Delegiertenverſammlung der Südweſtgruppe
des Deutſchen Luftfahrerverbandes.
Hier=
bei wurden die Ergebniſſe der beiden großen
Flugveran=
ſtaltungen, des Prinz Heinrich=Fluges 1913 und
des Bodenſeewaſſerfluges 1913, beſprochen. Die
Abrechnung der erſtgenannten Veranſtaltung lag ziemlich
abgeſchloſſen vor. Infolge der großen Anzahl der
Teil=
nehmer an dieſem Flug und der hierdurch verurſachten
außerordentlichen Koſten waren die verfügbaren
Sum=
men nicht ausreichend geweſen. Die Gruppe mußte
viel=
mehr eine recht bedeutende Summe aus ihrem
Stamm=
vermögen beiſteuern. Mit Rückſicht auf die
außerordent=
lichen ſportlichen Ergebniſſe des Fluges und die
Förder=
ung, welche der Flugtechnik und der Fluginduſtrie durch
den Prinz Heinrich=Flug zuteil geworden iſt, erſchienen
der Verſammlung dieſe finanziellen Opfer durchaus
ge=
rechtfertigt. Die Südweſtgruppe veranſtaltet im nächſten
Jahr den Prinz Heinrich=Flug 1914, zu deſſen
Vorbereitung ein Arbeitsausſchuß gewählt wurde und
über deſſen Anlagen und Durchführung der erſte
Mein=
ungsaustauſch erfolgt iſt. Die Geſchäftsſtelle des Prinz
Heinrich=Fluges 1914 befindet ſich wieder in Straßburg,
Blauwolkengaſſe Nr. 21.
* Emden, 14. Juli. Der Flieger Levaſſeur,
der heute früh in Amſterdam zum Fluge nach
Ham=
burg aufgeſtiegen war, iſt kurz nach 7 Uhr abends im
hieſigen Binnenhafen glatt gelandet. Er mußte in
Har=
lingen (Zuiderſee) wegen Benzinmangels niedergehen
und ſpäter wegen eines Schadens am Flugzeug eine
wei=
tere Landung vornehmen. Morgen früh will er nach
Hamburg weiterfliegen.
* Bue, 14. Juli. Leutnant Farcin flog geſtern
mit einem Paſſagier ohne Zwiſchenlandung von Pau
nach Chateaudun, eine Strecke von ungefähr 580
Kilometern, und ſtellte damit einen neuen Weltrekord
für Paſſagierflüge auf.
Mailand 15. Juli. Hier ſtürzte der 18
Jahre alte Flugſchüler Fablari aus 500 Meter Höhe
ab, er war ſofort tot.
sr. Der Aeroplan=Zuſammenſtoß
zwi=
ſchen Molla und Stanger bei der internationalen Wiener
Flugwoche beſchäftigte die Oeſterreichiſche Aeronautiſche
Kommiſſion in ihrer letzten Sitzung. Die ſportliche
Leit=
ung hatte feſtgeſtellt, daß Stanger entgegen der
Flugplatz=
ordnung rechts herumgeflogen war und ſo das Unglück
herbeigeführt hatte. Es wurde beſchloſſen, Stanger bis
auf weiteres das Recht zu entziehen, auf einem offiziell
anerkannten Flugplatze zu fliegen. Die endgültige
Ent=
ſcheidung wird jedoch erſt erfolgen, nachdem Stanger
Ge=
legenheit gegeben iſt, ſich vor der Oeſterreichiſchen
Aero=
nautiſchen Kommiſſion zu rechtfertigen.
Die Nordlandreiſe des Kaiſers.
* Baleſtrand, 13. Juli. Der Kaiſer hielt heute
den Gottesdienſt an Bord der „Hohenzollern” ab,
hörte kriegsgeſchichtlichen Vortrag und unternahm
nach=
mittags mit einigen Herren der Umgebung einen
Spa=
ziergang in die Umgebung Balholms.
* Baleſtrand 14 Juli. Der Kaiſer begab ſich
heute vormittag mit den Herren ſeines Gefolges auf dem
„Sleipner” zum Frithjofdenkmal. Heute nachmittag, nach
dem Eintreffen des Feldjägers, arbeitete der Kaiſer allein
und hörte abends einen kriegsgeſchichtlichen Vortrag.
Vermiſchtes.
— Frankfurt a. M., 15. Juli. Am 11. Juli
voll=
endete der General=Direktor der bekannten älteſten
Annon=
cen=Expedition Haaſenſtein u. Vogler A. G., Heer
Sigis=
mund Richter ſein 50. Lebensjahr. Der
Aufſichts=
rat der Geſellſchaft, Behörden und Korporationen, denen
Herr Richter angehört, u. a. die Aelteſten der
Kaufmann=
ſchaft, der Hanſabund, die Vereinigung Königlicher
Han=
delsrichter, der Verein Berliner Kaufleute und
Induſtriel=
len, der Verband deutſcher Annoncen=Expeditionen
brach=
ten ihm bei dieſer Gelegenheit ihre Glückwünſche dar.
Zahlreiche Depeſchen und Glückwunſchſchreiben gaben
Zeugnis von der großen Wertſchätzung, deren ſich Herr
Direktor Richter in den weiteſten Kreiſen erfreut. Die
An=
geſtellten der deutſchen Häuſer der Haaſenſtein u. Vogler
A. G. überreichten bei dieſer Gelegenheit dem Jubilar
eine im artiſtiſchen Bureau der Firma künſtleriſch
her=
geſtellte Adreſſe. Auch die Wiener Firma Haaſenſtein u.
Vogler A. G. und die Allgemeine Plakat=Geſellſchaft in
Genf hatten ſchön ausgeführte Adreſſen geſandt.
— Die Zentral=Auskunftsſtelle für
Auswanderer in Berlin W. 35. Am Karlsbad 10,
hat im zweiten Vierteljahr 1913 (1. April bis 30. Juni)
in 6137 Fällen Auskunft an Auswanderungsluſtige erteilt,
und zwar in 4924 Fällen ſchriftliche und in 1213 Fällen
mündliche. Beantwortet wurden insgeſamt 8305
Anfra=
gen über die verſchiedenen Auswanderungs=Gebiete.
Da=
von bezogen ſich 3108 auf die deutſchen Kolonien, und
zwar auf Deutſch=Südweſtafrika 977, Deutſch=Oſtafrika
562, Kamerun 153, Togo 35, Samoa 84, Kiautſchou 57,
Deutſch=Neuguinea 54, auf die afrikaniſchen Kolonien im
allgemeinen 186 uſw. Unter den fremden Auswanderungs=
Bebieten ſteht Argentinien mit 818 Anfragen an der
Spitze; dann folgen Kanada mit 706, Süd=Braſilien mit
655, die Vereinigten Staaten von Amerika mit 518,
Mit=
tel=Braſilien mit 378, Braſilien im allgemeinen mit 182,
die Türkei mit 124, Chile mit 103, Rußland mit 75, China
mit 66, der Südafrikaniſche Bund mit 62, Uruguay mit 61,
England mit 60, Paraguay und Niederländiſch=Indien
mit je 58, Mexiko mit 42, Neu=Südwales mit 38, Britiſch=
Indien mit 37, Rumänien mit 32, Bolivien mit 28,
Vene=
zuela mit 26 uſw. Von den 3638 Anfragen, die ihr Alter
angaben, waren 446 weniger als 20 Jahre, 2270 zwiſchen
20 und 30, 667 zwiſchen 30 und 40, 225 zwiſchen 40 und
50 und 41 über 50 Jahre alt, und von den 4526
Frage=
ſtellern, die Angaben über ihren Perſonenſtand machten.
waren 3275 ledig, 1222 verheiratet und 29 verwitwet. Nach
dem Berufe waren unter den Anfragenden am ſtärkſten die
Kaufleute, Handwerker und Landwirte vertreten. Von
den Anfragen kamen aus Preußen 3597 An der Spitze
der übrigen Bundesſtaaten ſteht das Königreich Sachſen
nit 561, es folgen Bayern mit 469, Württemberg mit 234,
bamburg mit 234, Baden mit 153, Elſaß=Lothringen mit
94, das Herzogtum Braunſchweig mit 72. Heſſen mit 64,
Bremen mit 33, das Großherzogtum Sachſen mit 32,
Oldenburg mit 25, Sachſen=Meiningen mit 23, Anhalt mit
1. Mecklenburg=Schwerin mit 20, Reuß j. L. mit 18 und
Sachſen=Koburg=Gotha mit 16.
Literariſches.
* Der Band 138 der „Fliegenden Blätter”
Nr. 3519—3544), Verlag von Braun u. Schneider in
München, ſind erſchienen. Obwohl die älteſten unſerer
humoriſtiſchen Wochenblätter, bleiben ſie immer jung und
aktuell. Die alten bewährten Mitarbeiter, darunter A.
OOberländer, H. Schlittgen, Käthe Olshauſen. A. Roeſeler
u. a., erſcheinen auch hier wieder auf dem Plan und
er=
götzen uns durch ihre köſtlichen Illuſtrationen. Die
Flie=
genden Blätter vereinigen mit Witz und Humor ſtets das
Gefühl für das Schickliche und verletzen niemals durch
an=
ſtößige Zweideutigkeiten. Sie haben deshalb auch vor
anderen Witzblättern den Vorzug, daß ſie im
Familien=
kreiſe geleſen werden können, und zur Unterhaltung der
Gäſte des Hauſes beitragen. Zu dieſem Zwecke ſind
na=
mentlich die geſchmackvoll gebundenen Halbjahrbände
ge=
eignet. Das Abonnement beträgt vierteljährlich (für 13
Nummern) 3,50 M.
— Die Elektrotechnik. Die Grundgeſetze der
Elektrizitätslehre und die techniſche Erzeugung und
Ver=
wertung des elektriſchen Stromes in gemeinverſtändlicher
Darſtellung. Von Dipl.=Ing. K. Laudien. Zweite
er=
weiterte Auflage. Mit 528 Abbildungen. Preis geb. 5 M.
(Leipzig 1913, Dr. Max Jänecke, Verlagsbuchhandlung.)
Verhältnismäßig raſch iſt die erſte Auflage dieſes Werkes
verkauft worden, wohl der beſte Beweis, daß der
Ver=
faſſer mit ſeiner Darſtellung, bei der ſich die Lebendigkeit
der Sprache im Gegenſatz zu dem trockenen Ton mancher
nderen techniſchen Lehrbücher beſonders angenehm
be=
merkbar macht, das richtige getroffen hat. Die
Grund=
ſätze, die für die Bearbeitung der 1. Auflage maßgebend
waren, ſind die gleichen geblieben, ebenſo die
Gruppie=
rung des Stoffes. Nur die Darſtellung iſt unter
Berück=
ſichtigung der inzwiſchen gemachten Fortſchritte vertieft
und erweitert worden und zahlreiche neue Figuren
ma=
chen im Verein mit einer großen Anzahl neuer Beiſpiele
das Vorgetragene noch anſchaulicher. Ein ausführliches
Sachregiſter ermöglicht ein raſches Nachſchlagen. Zu den
Vorzügen des Inhaltes geſellen ſich auch eine gute
an=
ſprechende Ausſtattung.
— Adolf Dieſterwegs Anſichten über
pädagogiſche Zeit=und Streitfragen.
Aus=
gewählt, zuſammengeſtellt und herausgegeben von Karl
Richter. Inhalt: 1. Ueber Erziehung im allgemeinen.
2. Ueber Erziehung und Unterricht. 3. Ueber Diſziplin.
4. Ueber Eigenſchaften und Perſönlichkeit des Lehrers.
5. Ueber Lehrervereine. 6. Ueber Schulorganiſation.
7. Ueber Schulaufſicht und Emanzipation. 8. Ueber
weib=
liche Bildung. Perſonen= und Sachregiſter. Preis broſch.
5 Mk. Max Heſſes Verlag in Leipzig. Unter den
führen=
den deutſchen Pädagogen des vorigen Jahrhunderts
nimmt wohl unbeſtritten Adolf Dieſterweg die oberſte
Stelle ein. War er es doch, der, ausgerüſtet mit idealem
Sinne, weitſchauendem Blicke und meiſterhaft praktiſchem
Geſchicke, die Peſtalozziſchen Gedanken und Beſtrebungen
ihrer Einſeitigkeiten und Auswüchſe zu entkleiden, dadurch
zu allgemeinerer Anerkennung zu bringen und mit der in
Deutſchland bereits bodenſtändig gewordenen
philanthro=
piniſtiſchen Richtung zu verſchmelzen verſtand, ſo daß er
zum „deutſchen Peſtalozzi” wurde.
Der neue Balkankrieg.
Bulgariſche Meldungen.
* Sofia, 14. Juli. Ein Communiqué des
Hauptquartiers beſagt: Der urſprüngliche Plan
des bulgariſchen Heeres gegenüber den
grie=
chiſchen und ſerbiſchen Truppen zielte einerſeits
nur auf eine Beſetzung der befreiten Gebiete ab, die nach
der Regelung der Streitfragen Bulgarien zufallen ſollten,
andererſeits auf eine Verteidigung des Gebietes gegen
einen eventuellen Einfall Serbiens. Bei der
Zuſammen=
berufung der Truppen war der Generalſtab alſo nur von
dieſen Rückſichten geleitet, ohne irgend eine aggreſſive
Ab=
ſicht. Seit Beginn der Operationen bis heute wurde die
geſamte ſerbiſche Armee durch die 7. bulgariſche Diviſion
aufgehalten, die faſt allein zehn Tage lang focht, mit
Ehren einen ungleichen Kampf führte und ihren
hart=
näckigen Angreifer auch jetzt noch in Schach hält. Andere
bulgariſche Armeen unternahmen, das kann man laut
ſagen, keine ernſten Operationen außer dem Gewaltmarſch
des Generals Kutinſchew, der Knjatſchewatſch einnahm
und ſchon Pierot bedrohte, als er aus rein politiſchen
Gründen das Gebiet des Königreichs Serbien räumen
mußte. Gegen Griechenland operierten von Anfang an
bis jetzt nur ſchwache Streitkräfte des Generals Iwanow,
die bei der rein defenſiven Beſtimmung dieſer ſchwachen
und im Vergleich mit dem Totalbeſtande des griechiſchen
Heeres ſogar unbedeutenden Kontingente den Anſturm der
Griechen mit unerhörtem Heroismus zehn Tage lang
auf=
hielten und ſo den ſerbiſch=griechiſchen Plan zu Schanden
machten deſſen Durchführung vielleicht für unſere vierte
Armee verhängnisvoll geweſen wäre. 20000 Bajonette
hielten, von nur unbedeutender Artillerie unterſtützt, das
ganze griechiſche Heer auf, während unſere Truppen die
ihnen zugewieſenen Orte beſetzten. Das Heer des
Gene=
rals Iwanow befindet ſich, nachdem es dieſe ſchwierige
Aufgabe ſo glänzend durchgeführt hat, heute in einer
vor=
trefflichen Lage, bereit, die verzweifeltſten Anſtrengungen
des griechiſchen Heeres zu brechen. Die Serben ſind,
an=
ſtatt in irgend einer Richtung vorzurücken, im Gegenteil
an mehreren Stellen zurückgewichen. Was das griechiſche
Heer anbetrifft, ſo rückte es im Verlauf von zehn Tagen,
die ihm genügten, in der eroberten Zone alles in Brand
zu ſtecken und zu zerſtören, nur 30 Kilometer vor. Alle
Gerüchte über Niederlagen der verſchiedenen bulgariſchen
Kontingente ſind alſo falſch.
* Sofia, 14. Juli. (Meldung der Agence Bulgare).
Am 11. des Monats traf ein zur Rekognoſzierung nach
Seres geſandtes Detachement auf ein 1000 Mann
ſtarkes Korps Antartes (griechiſche Irreguläre), das
ſich zu einem Kampfe teils in die Stadt, teils auf einen
benachbarten Bergrücken zurückzog. Als die Bulgaren zu
den Toren von Seres gelangten feuerten in den Häuſern
verborgene Griechen auf ſie Es entwickelte ſich ein
er=
bittertes Feuergefecht. Als die Bulgaren eine
Umgehungs=
bewegung um die Stadt begonnen hatten, beſchloſſen die
Antartes, außer Stande den Kampf fortzuſetzen, ſich
zurück=
zuziehen. Vor dem Rückzug aber ſteckten ſie die
Lebens=
mittel= und Munitionsdepots, die von den Bulgaren
zurückgelaſſen worden waren, in Brand. Die
Anſtreng=
ungen der Bulgaren, des Feuers Herr zu werden, blieben
erfolglos Die ganze Stadt ſtand bald infolge des
hef=
tigen Wiades in Flammen. Zuerſt brannte das
bulga=
riſche Viertel, dann das griechiſche und türkiſche. Die
An=
tartes benutzten den Umſtand daß die bulgariſchen
Sol=
daten mit der Eindämmung des Feuers beſchäftigt waren,
um ſich auf die waffenloſe bulgariſche und türkiſche
Be=
völkerung zu werfen. Sie maſſakrierten über 200
Bul=
garen, darunter Frauen, Kinder und Greiſe, verwundete
oder kranke Soldaten und Beamte.
Griechiſche Meldungen.
* Athen, 14. Juli. Die Griechen haben bei der
Eroberung von Kawalla vier
Belagerungs=
geſchütze und 5000 Gewehre erbeutet. Die Bulgaren hatten
in der Nacht die Stadt verlaſſen und den Biſchof und
dreißig griechiſche Notabeln mit ſich fortgeführt. Zwei
Torpedobootszerſtörer bombardierten Eleuthera,
ſpreng=
ten ein Munitionsdepot und brachten die bulgariſche
Ar=
tillerie zum Schweigen. Auch aus Praviſchta führten die
Bulgaren einen Prieſter und mehrere Notabeln mit
ſich fort.
* Saloniki, 14. Juli. Bei der Plünderung
und Brandlegung in der Stadt Seres durch die
Bul=
garen wurde auch das Haus des öſterreichiſch=ungariſchen
Konſuls geplündert und verbrannt, ohne daß die Fahne
reſpektiert wurde. Das italieniſche Konſulat wurde auch
geplündert, ausgenommen waren die Kaſerne das
Regie=
rungsgebäude und das Telegraphenamt. Die meiſten
öffentlichen Gebäude ſind eingeäſchert.
Der Vormarſch der Rumänen.
* Bukareſt 14. Juli. Nach einer Mitteilung des
Kriegsminiſteriums über die bisherigen
Opera=
tionen der Armee wurde am 10. Juli Siliſtria
widerſtandslos beſetzt. Am 11. Juli begannen die
Ope=
rationen am Feſtungsviereck der Dobrudſcha durch
die=
jenige Armeegruppe, die am Vorabend ſich auf der Linie
Oſtrov, Decuzaci Caraomer und Calaraſch
geſammelt hatte. Ein Teil dieſer Truppen überſchritt die
Donau bei Calaraſch und Oſtrov mittels Pontons. Am
ſelben Tage beſetzte die öſtliche Armeegruppe die
Grenz=
poſten gegenüber von Mangalia, Caraommer und Decuzaci
und nahm die dort befindlichen bulgariſchen Poſten
gefan=
gen. Abends erſtreckte ſich die Front der Armee von
Sili=
ſtria bis 12 Kilometer ſüdlich von Mangalia. Am 12. Juli
abends dehnte ſich die Front von Vetrena an der Donau
bis Caraomer und Baltſchik aus. Am 13. Juli ging die
Kavallerie gegen Turtukhai, Kadikoej, Dabritſch und
Balt=
ſchik vor ohne Widerſtand zu finden. In allen beſetzten
Orten iſt eine Militärverwaltung eingeführt worden.
Der Vormarſch der Türken.
* Sofia, 15. Juli. Die Agence Bulgare meldet,
daß entſprechend dem zwiſchen den Regierungen der
Tür=
kei und Bulgarien getroffenen Abkommen geſtern die
Räumung der Gebiete jenſeits der Linie Enos-
Midia ſeitens der bulgariſchen und die Beſetzung mit
türkiſchen Truppen begonnen hat.
* Konſtantinopel, 14. Juli. Ueber den
Vor=
marſch des türkiſchen Heeres werden keine
amt=
lichen Berichte veröffentlicht werden. Nach
Blättermeld=
ungen ſind die türkiſchen Vorpoſten in Muradli
eingetrof=
fen. Die Eiſenbahnlinie iſt in Eile wiederhergeſtellt
wor=
den, ſo daß der Dienſt in allernächſter Zeit wieder
auf=
genommen werden kann.
Bulgariſche Rechtfertigung.
* Sofia, 15. Juli. Agence Bulgare: Die
De=
peſche des Königs Konſtantin über die angeb=
lichen Ausſchreitungen der bulgartſchen
Truppen in Demirhiſſar iſt in einem drohenden Ton
abgefaßt, welcher mit der hohen Stellung des Verfaſſers
unverträglich iſt. Die Dinge trugen ſich in ſehr einfacher
Weiſe zu. In der Nacht zum 5. Juli brach eine Panik in
Demirhiſſar aus, wobei mehrere Perſonen mißhandelt
wurden. Es gelang den bulgariſchen Behörden, die
Ord=
nung herzuſtellen und die Urheber feſtzunehmen. Am
9. Juli verließen abends die ſchwachen bulgariſchen
Ab=
teilungen Demirhiſſar, nachdem ſie alle Verhafteten
frei=
gelaſſen hatten. Von den bulgariſchen Soldaten ſind keine
Gewalttaten verübt worden. Durch ihre vollkommen
un=
berechtigten Beſchuldigungen ſucht die Depeſche des
Kö=
nigs die öffentliche Meinung Europas den offenbar
ver=
räteriſchen Angriff auf die bulgariſche Garniſon in
Salo=
niki und die Metzeleien, Plünderungen und
Ausſchreitun=
gen, welche von dem griechiſchen Heer begangen worden
ſind, vergeſſen zu machen.
Die Vermittelungsverſuche.
* Paris, 15. Juli. Der Petersburger
Korreſpon=
dent des Figaro meldet: Da Serbien und
Griechen=
land dem erſten ruſſiſchen
Vermittelungs=
ſchritt gegenüber den Einwand erhoben haben, daß
Bulgarien einen Waffenſtillſtand zur Vorbereitung einer
bewaffneten Bewegung gegen ſie benützen könnte, habe die
ruſſiſche Regierung Bulgarien vorgeſtern erſucht,
ſeine geſamte Armee zu demobiliſieren und
zuzu=
laſſen, daß die ſerbiſchen und griechiſchen Truppen
provi=
ſoriſch in den von ihnen beſetzten Gebieten verbleiben.
Bulgarien habe dieſe Bedingungen angenommen;
Ser=
bien und Griechenland hätten ihre Antwort bis nach der
Zuſammenkunft der Miniſterpräſidenten Paſitſch und
VVenizelos verſchoben; aber es ſcheine, daß ſie ſich unter
dieſen Umſtänden dem Ruf Rußlands nicht entziehen
können und daß der Waffenſtillſtand unmittelbar
bevor=
ſtehe.
— Petersburg, 15. Juli. Im Auswärtigen Amt
iſt die offizielle Antwort Serbiens und
Griechenlands auf das ruſſiſche
Vermittelungsan=
gebot eingelaufen. Beide Staaten ſind bereit, in
Unter=
handlungen mit Bulgarien einzutreten, lehnen aber eine
Vermittelung Dritter ab. Im heutigen Miniſterrat
er=
klärte Saſanow, Rußland müſſe weiter zwiſchen
Bulga=
rien und Serbien einen Waffenſtillſtand anſtreben. Trotz
der ſchweren ſerbiſchen Forderungen brauche man die
Hoffnung auf einen baldigen Friedensſchluß nicht
aufzu=
geben.
Belgrad 15. Juli. Bulgarien hat ſich,
wie verlautet, durch Vermittelung des ruſſiſchen
Geſand=
ten zu direkten Verhandlungen mit Serbien
bereit erklärt.
Letzte Nachrichten.
* Athen 15. Juli. (Meldung der Agence d’Athènes.)
Nach lebhaftem Kampfe beſetzten die Griechen
Drama. Auf der Flucht zündeten die Bulgaren Dokſat
an und metzelten 500 Einwohner dieſes Ortes nieder.
* Sofia, 15. Juli. (Meldung der Agence Bulgare.)
Die Nachrichten aus Belgrad von Räubereien und
Grau=
ſamkeiten bulgariſcher Truppen im ſerbiſchen Gebiet ſind
tendenziös. Die bulgariſchen Truppen verließen
Knajevatz auf Befehl des Hauptquartiers, ohne das
Eigen=
tum der Bewohner zu berühren. Was die Photographien
anbetrifft, von denen man ſpricht, ſo haben die Serben
jederzeit ſelbſt welche angefertigt. Die Opfer ſind
Bul=
garen, die die Serben töteten und die man als Serben
ausgibt. (2)
* Belgrad, 15. Juli. Die offiziöſe Samouprava
betont in einem Leitartikel gewiſſen Blättern gegenüber,
es ſei nicht zweckmäßig den Grundſatz zu
vertei=
digen, daß jeder Staat behalten müſſe, was
er mit den Waffen erobert habe. Der Grundſatz
ſei fehlerhaft und gefährlich. Serbien hätte den Grundſatz
ausnahmsweiſe der Türkei gegenüber verteidigen können,
aber in dem Kriege mit Bulgarien, der ihm
auf=
gezwungen ſei verteidige Serbien den Grundſatz des
Gleichgewichts auf dem Balkan. Natürlich müſſe Serbien
nach dem Kriege und nach den neuen unverſchuldeten
Op=
fern ſeine Landforderungen ändern und die
Grenzen anders ſchützen. Obwohl die ſerbiſche Armee
ſieg=
reich iſt, vergißt ſie nicht den Grundſatz vom Gleichgewicht
und läßt ihn unangetaſtet. Dies wird ein neues Verdienſt
ſeiner Diplomatie ſein.
* Bukareſt 15. Juli. Maßgebende rumäniſche
Kreiſe betonen, die Anſprüche Rumäniens ſeien
noch heute die gleichen wie vor Beginn der
Operationen. Die Operationen würden ſolange
fortgeſetzt, bis die Kriegführenden einen Waffenſtillſtand
abgeſchloſſen hätten. Ein weiteres Vorrücken der
rumäni=
ſchen Armee ſteht bevor.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 15. Juli. Der Reichs=Anzeiger
veröffent=
licht das Geſetz über den einmaligen
außer=
ordentlichen Wehrbeitrag.
* Perleberg, 15. Juli. Durch das Ableben des
Abgeordneten v. Saldern=Platenburg iſt im
Land=
tagswahlkreis Weſtprignitz=Oſtprignitz Neuwahl
erforder=
lich.
* Prag, 15. Juli. Bei Semena=Sternberg an der
Buſchtiehrader Bahn ſtieß nachts ein Perſonenzug mit
einem Güterzug zuſammen. Zehn Perſonen wurden
ſchwer, elf leicht verletzt. Die Züge ſind ſtark beſchädigt.
Der Verkehr iſt teilweiſe geſtört.
* Wien, 15. Juli. Ueber die Demiſſion des
Generalſtabschefs Freiherrn v. Hoetzendorff als
Chef des Generalſtabs iſt, wie die Militäriſche Rundſchau
erfährt, an maßgebender Stelle nichts bekannt.
* Baleſtrand, 15. Juli. Vorgeſtern ſtürzte der
Matroſe Witne vom Kreuzer „Kolberg” während einer
Bergbeſteigung ab. Bei den Bergungsverſuchen erlitt
ein Offizier ernſte Quetſchwunden, doch oeſteht keine
Le=
bensgefahr. Die Leiche des Matroſen wurde abends
ge=
funden.
* Paris, 15. Juli. Auf Beſchluß des Miniſterrats
werden Miniſterpräſident Barthou und Kriegsminiſter
Etienne der Armeekommiſſion heute nachmittag
mit=
teilen, die Regierung ſehe von der Einſtellung der
(Zwanzigjährigen in dieſem Jahre ab.
* Paris, 15. Juli. Der deutſche Botſchafter hat alles
erforderliche veranlaßt, um den genauen Sachverhalt des
Nancyer Vorfalles feſtzuſtellen.
— Berlin, 15. Juli. Im Teltowkanal
ertränk=
ten ſich geſtern nacht der 18jährige Geſchäftsangeſtellte
Graubaum aus Lankwitz und ſeine 17jährige Geliebte.
das Dienſtmädchen Kotſcharowski aus Steglitz,
weil die Eltern des Mädchens mit der Heirat nicht
ein=
verſtanden waren. Beide Leichen wurden geborgen.
— Berlin, 15. Juli. Bei den Abbruchsarbeiten auf
einem Grundſtück in der Univerſitätsſtraße riß ein
Seil, an welchem ein ſchwerer Balken heruntergelaſſen
wurde. Der Polier und ein Arbeiter wurden mit in die
Tiefe geriſſen und ſchwer verletzt.
HB. Frankfurt a. M., 15. Juli. Nachdem ſich
er=
geben hat, daß ſich in den Aſchenreſten der ſeinerzeit
ein=
geäſcherten Leiche der Mutter Hopfs
Arſe=
nik befand, und zwar in ſehr großer Menge, wird
nun=
mehr auch die Leiche des Vaters von Hopf
ausgegra=
ben. Der Gang der Unterſuchung ſoll beſchleunigt
wer=
den um Hopf noch im Oktober vor das Schwurgericht zu
bringen.
HB. Kronberg, 15. Juli. Der Kaiſer wird am
13 Auguſt nach der Einweihung des Denkmals für den
„Jäger aus Kurpfalz”instromberg im Hunsrück zu einem
zweitägigen Beſuch auf Schloß Friedrichshof beim
Prin=
zenpaar Friedrich Karl von Heſſen hier eintreffen. Vom
15. Auguſt ab wird der Kaiſer auf eine Woche in
Hom=
burg Wohnung nehmen.
— Ludwigshafen, 15. Juli. Der Mörder der
klei=
nen Irma Kelchner konnte heute in der Perſon des
31 Jahre alten Arbeiters Siegel verhaftet werden;
er hat bereits ein vollſtändiges Geſtändnis abgeleat und
gab an, er habe das Mädchen am Sonntag an ſich gelockt.
Als das Kind ſeinem Verlangen Widerſtand leiſtete
wurde es von ihm erwürgt. Der Mörder ſchleifte dann
die Leiche in die Küche und zerſtückelte ſie.
— Kaſſel, 15. Juli. Der im Kampfe mit einem
Jagd=
pächter in der Nähe von Totenhauſen verletzte
Wilde=
rer wurde geſtern als Leiche im Walde aufgefunden. Es
handelt ſich um den Bahnarbeiter Schulz, der ſich
nach ſeiner ſchweren Verletzung in ein Geſtrüpp geſchleppt
hatte und dort geſtorben iſt.
— Mehlem (Rheinland), 15. Juli. Auf der Straße
erſchoß der Fabrikarbeiter Schlebuſch im Streit ſeine
von ihm getrennt lebende Frau.
— Tangermünde, 15. Juli. Als heute früh drei
Kinder des Arbeiters Wegener auf dem
Eiſen=
bahngleis ſpielten, brauſte ein Zug heran.
Zwei Kinder konnten gerettet werden, ein dreijähriger
Knabe wurde von dem Zuge zermalmt.
— Zürich, 15. Juli. Auf dem Zürcher Berge wurde
heute morgen die Leiche des Chauffeurs Fleig mit
ſieben Schüſſen auf einem Feldwege aufgefunden. Das
Automobil ſtand etwa hundert Meter weiter auf der
Chauſſee. Man nimmt an, daß Räuber den Chauffeur
niederſchoſſen und beraubten.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Hine Badereiſe mit Kindern ſoll nicht nur für dieſe,
ſondern auch für die Mutter eine Erholung ſein.
Trotzdem müſſen die Kinder natürlich zu ihrem Rechte
kommen, beſonders die Kleinſten bedürfen der gleichen
pünktlichen Wartung und Pflege und derſelben
ſorg=
fältigen Ernährung wie daheim. Eine leicht und
be=
quem zu bereitende Nahrung wie „Kufeke”=
Milch=
ſuppe wird daher bevorzugt, beſonders da es bekannt iſt,
daß ſich „Kufeke” durch lange Haltbarkeit, hohen
Nährwert und leichte Verdaulichkeit auszeichnet, und
daß die Kinder bei „Kufeke‟=Koſt ſich kräftig und
(IV, 15413,72
geſund entwickeln.
(12965a
-Jackenkleider
=Cailienkleider
Elädcr-Blusen a a e
-Röcke a ₰ a
in grösster Auswahl, vom einkachsten bis
elegantesten Genre. Aenderungen sofort.
G. m.
D. Rhleig 3 Ov. v.h.
Ludwigstr. 5 Darmstadt Teleph. 2539
Eine reizende Neuheit, welche die Kinder ſpielend
Geſchicklichkeit erlangen läßt und gleichzeitig
An=
regung verſchafft, erhält auf Wunſch jeder Leſer dieſer
Zeilen koſtenfrei von Neſtle’s Kindermehl=
Ge=
ſellſchaft, Berlin W 57. Es iſt dies eine
Aus=
ſchneidepuppe mit drei verſchiedenen allerliebſten
Ge=
wändern, womit die Kinder ſehr gern und lange ſpielen.
Auf Wunſch wird eine Probedoſe des berühmten Kinder=
(I,15407
mehles umſonſt beigefügt.
Aus dem Geſchäftsleben.
Man ſchreibt uns: Das Kartell der Auskunfteien
Bürgel dürfte wohl allen deutſchen Handelsfirmen
be=
kannt ſein. Zählt doch das Unternehmen zu den
bedeutend=
ſten dieſes Geſchäftszweiges. Es befaßt ſich ausſchließlich
mit der Erteilung von Handels= und Kreditauskünften
und der Nachweiſung von Abſatz= und Bezugsquellen.
Jede Auskunfterteilung über Privatverhältniſſe iſt
ausge=
ſchloſſen. Das Kartell hat ſeinen Sitz in Aachen, wo ſich
ſeine Verwaltung ſeit dem Jahre 1903 in Form einer
Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung unter der
Firmen=
bezeichnung „Zentrale des Kartells der Auskunfteien
Bür=
gel G. m. b. H.” befindet. In Berlin iſt die
Hauptaus=
kunftſtelle des Kartells. Hier wurde auch im Jahre 1885
das Unternehmen durch die Firma Martin Bürgel G. m.
b. H. gegründet, von der das Kartell ſeinen Namen
ab=
leitet und deren Auskunftarchive die 300 Kartellmitglieder
übernahmen. Im Jahre 1903 ſchied Herr Martin Bürgel
aus dem Unternehmen aus. Zu dieſer Zeit beſtanden
bereits zahlreiche Geſchäftsſtellen in Deutſchland.
Nun=
mehr ſollte die Organiſation auch auf die weſteuropäiſchen
Länder ausgedehnt werden. Bald entſtanden denn
auch=
neben den 300 Geſchäftsſtellen in Deutſchland ſolche in
Belgien, Dänemark, England, Frankreich, Holland, Italien,
Luxemburg, Norwegen, Oeſterreich= Ungarn, Schweden,
der Schweiz, Spanien und der Türkei: Trotz des
Vor=
handenſeins von etwa 300 Auskunftſtellen iſt die
Zentra=
liſation des Auskunftmaterials auf das ſtrengſte
durch=
geführt. In dem Archiv der einzelnen Auskunftſtelle
iſt=
das geſamte Auskunftmaterial über die in ihrem
Ge=
ſchäftsbezirk anſäſſigen Geſchäftsleute zuſammengezogen.
Die Kartelleitung in Aachen überweiſt den
Kartellmit=
gliedern regelmäßig jede Woche in großem Umfange
Aus=
kunftunterlagen (Nachrichten über Wechſelproteſte,
Wech=
ſelſchiebungen, Konkurſe, Zwangsvergleiche,
Zahlungs=
ſchwierigkeiten, Ablegung des Offenbarungseides,
Aus=
züge aus Schwarzliſten wirtſchaftlicher Verbände
u. a. m.), die den einzelnen Kartellmitgliedern nicht
zu=
gängig ſind. Das Kartell der Auskunfteien Bürgel hat
eine bemerkenswerte Neuerung von wirtſchaftlicher
Be=
deutung eingeführt. Bei Aufſtellung des
Jahresabſchluſ=
ſes ermittelte die Zentrale, wie viele von den verkauften
Anfrageſcheinen noch nicht erledigt ſind. Für dieſe
„ſchwebenden” noch in Händen der Kundſchaft
befind=
lichen Anfrageſcheine wird eine durchſchnittliche
Erledig=
ungsgebühr von 0,70 Mark feſtgeſetzt und als
Paſſiva=
in die Bilanz eingeſtellt. Dieſen Verpflichtungen
ſtellt=
man in gleicher Höhe Staatspapiere und Bardepots in
den Aktiben gegenüber. Das Sicherheitsdepot iſt
hinter=
legt bei der Bergiſch=Märkiſchen Bank in Aachen und
wird treuhänderiſch verwaltet. Dadurch iſt die
Gewähr=
geboten, daß es ſeinem Zwecke, die Erledigung der
ſchwe=
benden Anfrageſcheine zu ſichern, zugeführt wird. Wie
bedeutend ſolche Schulden von Auskunfteien ſind, ergibt
ſich daraus, daß das Sicherheitsdepot des Kartells zurzeit
300000 Mark beträgt, obgleich ſeine Anfrageſcheine
nur=
zweijährige Lauffriſt beſitzen.
Nach zehnjährigem Beſtehen des Kartells wurde im
Jahre 1913 in Aachen ein eigenes Verwaltungsgebäude
fertiggeſtellt. Das Geſchäftshaus iſt in ſeinem form= und
ſtilvollen Aufbau ein Wahrzeichen der Entwickelung des
Kartells der Auskunfteien Bürgel in den 10 Jahren
ſei=
nes Beſtehens.
Der Siegeszug der Zigarette. Im Jahre
1897 lieferte die geſamte deutſche
Zigarettenfabri=
kation nur etwa 11 Milliarden Stück; jetzt ſtellt ſie
jähr=
lich über 12 Milliarden Stück her; die alljährliche
Zu=
nahme iſt ſo groß wie vor anderthalb Jahrzehnt die
ganze Jahresproduktion. Woher dieſe beiſpielloſe
Stei=
gerung? Seit den Biedermeiertagen wurde erſt die
Tabak=
pfeife durch die Zigarre, dann die Zigarre durch die
Zi=
garette zurückgedrängt, weil man immer weniger Zeit
übrig hatte. Die großen Zigarettenfabriken, beſonders
die Firmen Georg A. Jasmatzi, Akt.=Geſ., und Joſetti,
(G. m. b. H., ſowie ihre Konkurrenten ſind unabläſſig
be=
müht, durch Zeitungsanzeigen und Plakate zu wirken.
Allmählich hat man erkannt, daß es eine Torheit iſt, „echte
Aegypter” zu verlangen, denn in Aegypten wächſt
über=
haupt kein Zigarettentabak. Die von den deutſchen
Fa=
briken gezahlten Gehälter, Löhne, Steuern,
Aufwendun=
gen für Papier, Schachteln, Maſchinen, Reklame uſw.
bleiben im Lande und kommen ſomit der deutſchen
Volks=
wirtſchaft zugute. Wenn an einigen großen deutſchen
Zigarettenfirmen engliſches Kapital beteiligt iſt, ſo iſt
das doch nur derſelbe Vorgang wie die induſtrielle
Be=
tätigung deutſchen Kapitals im Auslande, deren Umfang
nach den neueſten Erhebungen mindeſtens 35 Milliärden
Mark beträgt; ſelbſt England hat (von ſeinen Kolonien
natürlich abgeſehen) im Auslande nur etwa 33 Milliarden
angelegt. Für Händler und Raucher iſt es das allein
Richtige, ihr Verhalten gegenüber dem Konkurrenzkampf
in der Zigaretteninduſtrie nur davon abhängig zu machen,
wer etwas Gutes und Preiswürdiges anbietet.
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Verlobten
die ihr künftiges Heim gediegen,
ge-
schmackvoll und modern einrichten
wollen, wird eine Besichtigung meiner
feinbürgerlichen
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In Flaschen und Syphons.
Kanne
3826a
Nummer 164.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. Juli 1913.
Seite 7.
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Amerika” 12. Juli 7 Uhr 45 Min.
morgens in Neu=York. „Cincinnati” 12. Juli 10 Uhr
morgens von Boſton über Plymouth und Boulogne
nach Hamburg. „Hamburg” von Neu=York nach Genua,
13. Juli 11 Uhr 30 Min. morgens in Neapel. „Inkula”,
von Baltimore kommend, 14. Juli 5 Uhr morgens in
Hamburg. „Inkum” 12. Juli 8 Uhr 15. Min. morgens
von Baltimore nach Hamburg. „Kronprinzeſſin Cecilie‟
von Neu=York kommend, meldet drahtlos, am 14. Juli
12 Uhr mittags in Plymouth zu ſein. „Piſa” von
Kanada kommend, 12. Juli 11 Uhr 45 Min. morgens in
Rotterdam. „Pretoria 12. Juli 3 Uhr nachm. von
Neu=York über Boulogne nach Hamburg. „Salamanca”
12. Juli 1 Uhr nachm. von Neu=York, direkt nach
Ham=
burg. — Weſtindien, Mexiko: „Bolivia” von Weſtindien
kommend, 12. Juli 7 Uhr 45 Min. abends in Hamburg.
„Conſtantia” von Mexiko kommend, 12. Juli. 7 Uhr
morgens von Newport News. „Schaumburg” von
Weſtindien kommend, 13. Juli 5 Uhr morgens in Havre.
„Spreewald” nach Havana und Mexiko, 13. Juli 7 Uhr
abends von Vigo. „Ipiranga”, heimkehrend, 13. Juli
in Pto. Mexico. — Oſtaſien: „Altmark” 11. Juli 8 Uhr
morgens von Schanghai nach Hongkong. „Arabia”
12. Juli von Marſeille nach Havre. „Aragonia *11. Juli
4 Uhr nachm. von Yokohama nach Kobe. „Braſilia‟,
heimkehrend, 12. Juli nachm. in Singapore. „Brisgavia‟
ausgehend, 14. Juli in Singapore. — Verſchiedene
Fahren: „Duala” nach Weſtafrika, 10. Juli von Las
Palmas. „Kurmark” nach Indien, 12. Juli 5 Uhr
morgens von Antwerpen nach Algier. „Markomannia‟
von Perſien kommend, 12. Juli von Meſſina.
Ver=
gnügungsdampfer „Meteor” dritte Nordlandfahrt,
13. Juli 7 Uhr 30 Min. morgens in Bergen. „
Nico=
media” ausgehend, 12. Juli in Buſhire. „Perſepolis”
nach Perſien, 12. Juli morgens von Djibouti. „Victoria
Luiſe” vierte Nordlandfahrt, 14. Juli 4 Uhr morgens
von Reykjavik.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Einem Tiefdruckgebiet über Rußland lagert hoher
Druck über Weſteuropa gegenüber. Ein Teiltief, das
uns verbreitete Niederſchläge brachte, wandert in öſtlicher
Richtung über Deutſchland; bei meiſt weſtlichen Winden
iſt die Temperatur annähernd normal. Wir werden auf
der Rückſeite des Teiltiefs zunächſt veränderliches, ſpäter
unter dem zunehmenden Einfluß des weſtlichen Hochs
aufheiterndes Wetter haben.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 16. Juli:
Wechſelnd bewölkt, höchſtens geringe Niederſchläge,
Temperatur wenig geändert.
Tageskalender.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Heſſiſcher
Hof um 8 Uhr. — Bürgerkeller um 8 Uhr.
Wander=Ausſtellung „Das Kind”
Alexander=
ſtraße 20 (geöffnet von 2—9 Uhr).
Bilder vom Tage. Auslage in der Expedition
(Rheinſtraße 23): Henley=Ruder=Regatta in England;
eine Volksverſammlung in Rumänien;
Monarchen=
zuſammenkunft in Kiel; Porträt vom Tage (die
Ver=
änderungen im Kriegsminiſterium).
Familiennachrichten.
Todes=Anzeige.
Heute mittag 1 Uhr verſchied ſanft nach
lasgem Leiden unſer lieber, unvergeßlicher
Sohn, Bruder und Schwager
(15446
Friedrich Müller
im Alter von 23 Jahren.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie J. Müller,
Kiesſtraße 20.
Darmſtadt, am 14. Juli 1913.
Die Beerdigung findet ſtatt: Donnerstag, den
17. Juli, nachmittags 2½ Uhr, von der
Leichen=
halle des Darmſtädter Friedhofes aus.
Todes=Anzeige.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
heute vormittag 8 Uhr unſere liebe, treubeſorgte
Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und
Urgroßmutter
(15454
Frau
Anld Marte Schhellbacher
geb. Posch
Witwe des Lehrers Schnellbacher von Lützel-
Wiebelsbach
nach ſchwerem, mit großer Geduld ertragenem
Leiden im 90. Lebensjahre aus dieſem Leben
abzurufen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Friedrich Schnellbacher, Lehrer i. P.
Darmſtadt (Moosbergſtr. 28, I), Mörfelden,
Wattenſcheid, den 15. Juli 1913.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 17. Juli,
nachm. 4 Uhr, auf dem ſtädt. Friedhofe, vom
Eliſabethenſtift aus, ſtatt; in der Kapelle des
letzteren wird auch die Trauerrede gehalten.
Kunſthalle am Rheintor, geöffnet Werktags von
11—4 und Sonntags von 10—4 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: J. V.: Adam Fleiſchmann,
ſämt=
lich in Darmſtadt. — Für den redaktionellen Teil
be=
ſtimmte Mitteilungen ſind an die „Redaktion des
Tag=
blatts” zu adreſſieren. Etwaige Honorarforderungen
ſind beizufügen; nachträgliche werden nicht berückſichtigt.
Unverlangte Manuſkripte werden nicht zurückgeſandt.
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Beachten Sie bitte die Schaufenster!
Kurſe vom 15. Juli 1913.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
Bi
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 98,60
3½ Deutſche Reichsanl. 84,30
74,00
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 98,60
84,60
3½ do. Conſols
74,10
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 97,80
90,70
do.
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 98,70
83,00
3½
do.
73,80
do.
4 Hamburger Staatsanl. 98,00
4 Hefſ. Staatsanleihe . . 98,20
3 do. do. (unk. 1918) 96,50
3½
do.
72,50
do.
4 Sächſiſche Rente. .
75,50
4 Württemberg unk. 1921 97,40
3½ do. v. 1900 94,10
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 94,00
1¾ Griechen v. 1887 54,00
4 Italiener Rente . . 100,00
4½ Oeſterr. Silberrente 84,20
4 do. Goldrente . . . 89,00
4 do. einheitl. Rente 81,20
3 Portug. unif. Serie I
3 do. unif. Ser. III 64,70
3 do. Spezial . . . . 9,75
5 Rumänier v. 1903 . . 97,30
4 do. v. 1890 . . 92,00
4 do. v. 1905 .
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 67,40
4 do. v. 1902 .
88,80
4½ do. v. 1905 .
99,50
3½ Schweden .
4 Serbier amort. v. 1895
4 Türk. Admin. v. 1903 77,50
4 Türk. unifiz. v. 1903
4 Ungar. Goldrente . . . 82,70
do. Staatsrente. . . 81,30
Zf.
In Proi.
5 Argentinier
99,00
do.
4½ Chile Gold=Anleiße . 88,40
5 Chineſ. Staatsanleihe . 97,60
4½
90,00
do.
4½ Japaner . . . . . . . 90,00
5 Innere Mexikaner . . . 76,90
do.
49,75
4 Gold=Mexikanerv. 1904 72,70
5 Gold=Mexikaner . . .
3 Buenos Aires Provinz 64,30
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
10 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 139,30
7 Nordd. Lloyd . . . . . 119,80
6½ Südd. Eiſenb.=Beſ. . 123,50
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60½
Einz. Mk. 408 . . 110,80
6 Baltimore und Ohio . 93,00
6 Schantungbahn . . . . 119,90
8 Luxemb. Prince Henri 152,00
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 26,10
6 Pennſylvania R. R. . 110,00
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger
62,00
28 Bad. Anilin= u. Soda=
546,00
Fabrik
14 Chem. Fabrik Gries=
.231,50
heim
30 Farbwerke Höhſt . . 598,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 329,00
10 Cement Heidelberg . . 139,00
30 Chem. Werke Albert 430,00
14 Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 307,00
5 Lahmeyer. . . . . . . 120,50
In Proz.
Letzt
Tivid
8 Schuchert, Nürnberg 145,40
12 Siemens & Halske 210,50
5 Beramann Electr. 122,50
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 160,00
0 Gummi Peter . . . 64,40
0 Kunſtſeide Frankfurt 62,00
30 Adler=Fahrradwerke
.408,00
Kleyer
9 Maſchinenf. Badenia 136,30
0 Wittener Stahlröhren
9 Steana Romana Petr. 147,50
15 Zellſtoff Waldhof . . 220,00
12,83 Bad. Zucker=
Wag=
häuſel.
. 204,60
0 Neue Boden=A. A.=Beſ.
0 Südd. Immobilien 48,50
Vergwerks=Aktien.
10 Aumeß=Friede . . . . 163,75
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt.
.. . 216,75
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 143,25
10 Gelſenkirchener . . . . 177,20
9 Harpener . . .
.185,50
18 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 247,25
3 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro.
72,90
6 Laurahütte . . . . . . 160,25
10 Kaliwerke Aſchersleben 141,00
Weſteregeln 177,75
13
7½ South Weſt Africx 110,50
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 88,10
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 98,00
4 Eliſabethbahn, freie
4 Franz=Jofefs=Bahn
3 Prag=Duxer . . . . . . 70,60
5 Oeſterr. Staatsbahn . 100,90
4 Oeſterr. Staatsbahn 86,75
do.
74,00
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 96,60
4
do.
73,40
In Proz,
2¾1 Oeſt. Südb. (Lomb.) 51,50
74,40
3 Raab=Oedenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 84,50
4½ Moskau=Kaſan . . . 92,60
84,50
do.
4 Wladichawchas . . . . 84,90
84,50
4 Rjäſan Koslow.
70,00
3 Portugieſ. Eiſenb.
½½
do.
66,75
2¼ Livorneſer
3 Salonique=Monaſtir . 59,00
78,90
4 Baadadbahn . .
4½ Anatoliſche Eiſend.. 92,50
4 Miſſouri=Paciſie.
93,70
4 Northern=Paciſie
88,50
4 Southern=Paciſic
5 St. Louis und San
Franeisco.
E Tehuantepee . . .
Bank=Aktien.
10 Pank für elektriſche
Untern. Zürich . . 186,80
7½ Vergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . . . . 141,80
9½ Berlin. Handelsgeſ. .157,00
6½ Darmſtädter Bank . 112,90
12½ Deutſche Bank . 240,90
6 Deutſche Vereinsbank 114,75
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 112,40
10 Diskonto=Kommandit 180,50
8½ Dresdener Bank 146,00
10 Frankf. Hypoth.=B. 205,80
6½ Mitteld. Kreditbank 113,40
7 Nationalb. für Deutſchl. 113,20
7 Pfälziſche Bank. . . . 122,90
6,95 Reichsbank . . . . 131,60
7 Rhein. Kreditbank. . .127,25
5 A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 107,50
7½ Wiener Bankverein . 128,80
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 21. . . . . . . 95,20
H
Zf.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
65,40
S. 19.
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
94,00
S. 52 .
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 95,00
84,00
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,40
3½
84,40
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
96,80
S. *12, 13, 16
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23.
. . . . . . 96,80
3½Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
84,40
S. 1 u. 2, 6—8 .
S. 3—5 .
84,20
84,30
S. 9—11
4 Meininger Hyp.=Bank 95,50
3½
84,40
do.
4 Rhein. Hyvothek.=Bank
(unk. 1917) 97,00
3½ do. (unk. 1914) . 83,30
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 97,80
3½
do.
84,80
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt .
96,00
3½ do.
86,20
4 Frankfurt.
96,20
3½ do.
4 Gießen .
94,30
3½ do.
84,50
4 Heidelberg
93,50
84,00
do.
93,00
4 Karlsruhe
3½ do.
83,00
4 Magdeburg.
do.
94,60
4 Mainz
84,30
do.
94,20
Mannheim
86,00
do.
94,50
München
Nauheim
97,00
Nürnberg.
do.
4 Offenbach.
Zf.
In Pe)z
3½ Offenbach
4 Wiesbaden.
86,00
3½ do.
4 Worms.
94,00
3½ do.
85,00
4 Liſſaboner v. 1886
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 176,00
3½ Cöln=Mindner 100 134,40
3 Holl. Komm. . fl. 100 107,00
3 Madrider Fs. 100
4 Meininger Pr.=Pfand=
136,50
briefe .
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 176,50
3. Oldenburger .
2½ Raab=Grazer fl. 150
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
. ſl. 7
Augsburger.
Braunſchweiger Tlr. 20 193,50
Fs.15
Freiburger
Fs.45
Mailänder
Fs. 10 37,90
do.
fl. 7 35,00
Meininger
Oeſterreicherv. 1864fl. 100 557,20
do. v. 1858fl.100
Ungar. Staats . . fl.100
Fs. 30
Venediger
Türkiſche . . . . Fs. 400 158,80
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,40
16,25
20 Franks=Stücke
4,18
Amerikaniſche Noten.
20,46½
Engliſche Noten .
81,00
Franzöſiſche Noten.
168,80
Holländiſche Noten.
78,75
Italieniſche Noten .
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,50
Ruſſiſche Noten .
81,00
Schweizer Noten.
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Amtliche Nachrichten des Grofh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 weißes Taſchentuch, gez. P. 1 Portemonnaie
mit über 2 Mk. Inhalt. 1 Zehnmarkſchein. 1 ſilberne Zylinderuhr.
3 kleine Schlüſſel an einem Ring. 1 ſilberne Damenuhr. 1 Düte mit
Druckknöpfen, Schnur ꝛc. 1 Griffelkaſten mit Federhalter. 1
Kinder=
taſchentuch mit 2 Pfennigen. 1 kleiner goldener Ohrring mit weißem
Stein. 1 Peitſche. 1 Paket Kleider. 1 große ſilberne Nadel mit
Amethyſt. 1 ſilberne Filigranbroſche mit 5 Granatſteinen beſetzt.
Zugelaufen: ſchwarzer Spitz.
(15398
Polizeiverordnung,
die Hutnadeln betreffend.
Auf Grund des Artikels 129b der Städteordnung vom 8. Juli
1911 wird nach Genehmigung Großh. Miniſteriums des Innern vom
26. Juni 1913 zu Nr. M. d. J. 11413 für Stadt und Gemarkung
Darmſtadt folgende Polizeiverordnung erlaſſen:
§ 1.
Das Tragen ungeſicherter hervorſtehender Hutnadeln iſt verboten.
8
Zuwiderhandlungen gegen dieſe Verordnung werden, ſoweit
nicht nach den ſonſtigen geſetzlichen Vorſchriften eine höhere Strafe
verwirkt iſt, mit Geldſtrafe bis zu 30 Mark beſtraft.
Dieſe Polizeiverordnung tritt in Kraft mit dem Tage ihrer
erſtmaligen Veröffentlichung im Darmſtädter Tagblatt.
Darmſtadt, den 11. Juli 1913.
(15397
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
J. V.: Stumpf.
Fie Erd., Maurer=, Aſphalt= Steinmetz= und Zimmerarbeiten für
ein Reithaus und die Beſchlagſchmiede der Kaſerne für zwei
Trainkompagnien an der Eſchollbrückerſtraße, ſüdweſtlich der Main=
Neckar=Bahn, ſollen in 3 Loſen, und zwar:
Los I Erd=, Maurer= und Aſphaltarbeiten,
„ II Steinmetzarbeiten,
„ III Zimmerarbeiten
öffentlich vergeben werden.
Die Zeichnungen und Bedingungen liegen im Geſchäftszimmer
des Neubaubüros an der Eſchollbrückerſtraße während der
Dienſt=
ſtunden vormittags von 8½—12½ und nachmittags von 3—6 Uhr
offen aus. Daſelbſt können die Verdingungsunterlagen für
Los I zum Preiſe von Mk. 1.50
„ II „
„ „ 0.50
„ III „ „ „ „ 0.90
gegen poſt= und beſtellgeldfreie Einſendung des Betrages bezogen
werden. Die ausgefüllten Angebote nebſt den vorgeſchriebenen Proben
ſind verſiegelt mit entſprechender Aufſchrift verſehen bis Montag,
den 28. Juli d. Js., und zwar Los I 10½, Los II 10½ und
Los III 10½ Uhr vormittags an genanntes Geſchäftszimmer poſt=
und beſtellgeldfrei einzuſenden, zu welchen Zeitpunkten die Eröffnung
erfolgt. Die Zuſchlagsfriſt beträgt 28 Tage.
(IV,15414
Militärbauamt.
Die Steinmetzarbeiten
für die Sanitätskaſerne, Leichen= und Desinfektionshaus, Chefarzt=
und Verwaltungsgebäude beim Neubau eines Garniſonlazaretts zu
Darmſtadt ſollen in 2 Loſen vergeben werden.
Los I. Sanitätskaſerne, Leichen= und Desinfektionshaus.
Baſaltlava: ca. 10 cbm,
Kunſtſtein: ca. 280 qm Sockelverblendung, ca. 25 cbm
Werkſtein= und ca. 10 qm Fußbodenplatten.
Los II. Chefarzt= und Verwaltungsgebäude.
Baſaltlava: ca. 5 cbm,
Kunſtſtein: ca. 95 qm Sockelverblendung und ca. 29 cbm
Werkſtein.
Es bleibt vorbehalten, die in den einzelnen Loſen
vorkom=
menden Steinarten getrennt zu vergeben.
Die Bedingungen und Zeichnungen liegen im Geſchäftszimmer
des Militär=Neubauamts, Eſchollbrückerſtraße (Akaziengarten)
wäh=
rend der Dienſtſtunden von 8—12 Uhr vormittags und 3—6
nach=
mittags offen und können daſelbſt die Verdingungsunterlagen gegen
poſt= und beſtellgeldfreie Einſendung von M. 0,90 für Los 1 und
M. 0,70 für Los II bezogen werden.
Die ausgefüllten Angebote ſind verſiegelt und mit
entſprechen=
der Aufſchrift verſehen nebſt den vorgeſchriebenen Proben bis zum
Donnerstag, den 31. Juli, vormittags 10 Uhr,
an das vorgenannte Geſchäftszimmer einzuſenden, zu welcher Zeit
die Eröffnung erfolgt.
(IV,15415
Die Zuſchlagsfriſt beträgt für Los I vier Wochen, für Los II
acht Wochen.
Darmſtadt, den 11. Juli 1913.
Militär=Neubauamt.
Verſeigerung eines Zaſelochſen u. Laſelebers.
Montag, den 21. Juli 1913, nachmittags 6 Uhr, ſollen
im Büro der unterzeichneten Stelle 1 gut genährter Faſelochſe,
desgl. 1 gut genährter Faſeleber in öffentlicher Submiſſion
ver=
ſteigert werden.
Offerten ſind bis zu genanntem Termin unter Angabe des
Preiſes auf Lebendgewicht bei uns einzureichen.
(15371
Eberſtadt, den 14. Juli 1913.
Großh. Bürgermeiſterei Eberſtadt.
Schäfer.
Geſchäfts=Empfehlung.
Ich zeige hierdurch an, daß ich das dem
ver=
ſtorbenen
Weißbindermeiſter Johs. Weber
hier, Kranichſteinerſtraße 4
gehörige Geſchäft käuflich erworben habe.
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Mittwoch, 20. Auguſt l. Js.,
vormittags 11 Uhr,
ſoll die der Ehefrau des
Kauf=
manns Heinrich Bingel, Sophie,
geb. Boßler, dahier zugeſchriebene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
IV 3781
761 Hofreite Rhein=
3797
ſtraße Nr. 2,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K48/13
verſteigert werden.
Darmſtadt, 14. Juli 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V,15396
In dem Konkursverfahren
über das Vermögen des
Schrei=
nermeiſters Georg Hof in
Darm=
ſtadt iſt Termin zur Gläubiger=
(15392
verſammlung auf
Donnerstag, 31. Juli 1913,
vormittags 11 Uhr,
Zimmer 201, anberaumt worden.
Tagesordnung: Antrag auf
Ein=
ſtellung.
Darmſtadt, 8. Juli 1913.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
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und Schärfen völlig genommen und
eine wunderbare Kräftigung der
leidenden Teile bewirkt. Ich hätte
einen ſolchen Erfolg nie für möglich
gehalten, habe mich nie ſo wohl und
geſund gefühlt, wie jetzt nach der Kur
mit Ihrer Wunderquelle. Dieſelbe
wirkt vor allem glänzend auf die
Tätigkeit der Nieren, reinigt das
Blut und die Säfte. Seit ich Ihren
Markſprudel trinke, bin ich auch
völ=
lig von meinen
Menſtruations=
beſchwerden, die mich jahrelang in
ſchrecklichſter Weiſe quälten, befreit.
Fr. R. L. "Aerztl. empf. Fl. 65 u. 95 Pf.
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Schaefer u. in der Hofdrogerie Chr.
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Ich liebe Dich!
Roman von Guido Kreutzer.
Copyright by Carl Duncker, Berlin W. 35.
(Nachdruck verboten.)
37
In dieſer Zeit ſchloß ſich der junge Offizier ſehr eng
ſeinem Vater an. Sobald das Schlüſſelbein ernſthaft zu
heilen begann, war er morgens ſchon mit dem Früheſten
aus dem Bett, ritt vormittags mit dem alten Baron die
Feldmark ab, bekümmerte ſich um die Wirtſchaft, ließ ſich
belehren und in den komplizierten Mechanismus eines
großen Gutsbetriebes einführen, dem er von Tag zu Tag
mehr Intereſſe abzugewinnen begann. Oder er ſaß in der
Bibliothek, durchſtöberte vergilbte Chroniken und hörte
ſtill zu, wenn ſein Vater von der Geſchichte des Hauſes
erzählte — wenn die Oſtheerens Mann für Mann wieder
aus ihren Zinkſärgen aufſtanden und für die Ehre des
Namens und den Ruhm des Geſchlechts noch einmal die
Plempe zogen.
Das waren köſtliche Tage der Reife . . . Tage, von
de=
nen ihn jeder um Jahre vorwärts brachte, und in denen
er überhaupt erſt mal den richtigen Anſchluß an alle die
fand, die vor ihm und — gewiſſermaßen — für ihn
ge=
ſtorben waren.
Denn das iſt das eigentliche Weſen deſſen, was man
die „Tradition des Hauſes” nennt — ſagte ihm der alte
Grandſeigneur mal in ſolch ſtillverſchwiegener Stunde:
— Wir leben nicht, um eines Tages zu ſterben und für im=
mer erledigt zu ſein . . . ſondern wir leben, um auch noch
nach unſerem Tode denen, die uns folgen, als Richtſchnur
zu dienen — mit irgend einer Tat, die wir hier auf Erden
vollbrachten oder einfach, indem wir uns als würdiges
Glied in das Moſaik des Ganzen einfügten! Noch aus
dem Grab heraus ſollen wir für unſere Nachfahren wirken
— ſei es ſchließlich auch nur dadurch, daß wir in Ehren
ſterben durften!
Und gerade, als die erſten vier Wochen des Urlaubs
abgelaufen waren, kam aus Berlin ein Brief — von
Lanzoff.
Günter überflog ihn erſt einmal, wobei in ſein Geſicht
eine fliegende Röte trat, die die Baronin namenlos
er=
ſchreckte und ſie mit dunklen Unglücksahnungen
beun=
ruhigte.
Dann las er laut vor, was der Freund geſchrieben
hatte:
Mein lieber Oſtheeren!
Für Ihre letzte Karte vielen Dank. Daß der Bruch
radikal ausgeheilt iſt, hat unter den Kameraden
leb=
hafte Freude geweckt. Ihr Hauptmann trug der
allge=
mein gehobenen Stimmung durch einen Korb Sekt
Rech=
nung, der auf Ihr Wohl geleert wurde. Sehen Sie nur
zu, daß Sie bald wieder nach Berlin zurückfinden; man
vermißt Sie ausnahmslos. — Frau von Berns traf ich
dieſer Tage auf einer Soiree; Sie bildeten unſer
Ge=
ſprächsthema. Die Generalkonſulin hängt ſehr an
Ihner. Merkwürdig, wie Sie es überall ſchaffen!
Zweierlei habe ich Ihnen mitzuteilen, was Sie ine
tereſſieren wird.
Das erſte iſt ſtreng vertraulich, und ich bitte
vor=
läufig um Diskretion: im Herbſt werden Sie zum
Oberleutnant befördert. Ganz außer der Reihe
natür=
lich, da Sie ja erſt im fünften Jahre aktiv ſind —
be=
danken Sie ſich bei Südweſt dafür! Die Ernennung iſt
perfekt; als Adjutant hört man ja das Gras wachſen!
Alſo Sie dürfen ſich mit gutem Gewiſſen „unter der
Hand” einen privaten Avancementsrauſch zulegen.
Das andere — und jetzt nehmen Sie ſich zuſammen,
ehe Sie weiter leſen —: Sierndorff iſt heute früh im
Duell gefallen! Graf Frixen hat ihn gefordert. Es
ging um Herta Renzow. An der Provokation ſoll aber
der Rittmeiſter ſchuld gehabt haben. Er bat Ramin
und mich als Zeugen; natürlich konnten wir nicht
ab=
lehnen. Er fiel ſchon beim erſten Kugelwechſel.
Herz=
ſchuß. Armer Kerl! Sein Tod war leichter als ſein
Leben. Vielleicht war es gut für ihn, und der Schwede
ſpielte wider Willen mitleidige Vorſehung. Denn die
Schatten verwiſchen ſich, und der Tote bleibt in unſerer
aller Erinnerung als Gentleman. Damit gewann er
durch ſein Sterben zurück, was er ſchon halb aus den
Händen gegeben hatte.
Frixen heiratet natürlich Fräulein Renzow. Nur
muß die Verlobung vorläufig wohl aufgeſchoben
wer=
den. In dieſer Ehe wird ſich ſehr ſchwer der innere
Ausgleich finden — Herta Renzow iſt eine merkwürdig
zerriſſene Natur! Liebe darf. Alwa Frixen wohl kaum
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Auch Fabrikanten der allbeliebien
erwarten. Ob dieſe Frau überhaupt lieben kann?
Frauen, die etwas von einer Tragödin in ſich haben . .
Aber abgeſehen davon — wie ich Sie kenne, werden
Sie auf Grund des winkenden Avancements ſich jetzt
ſofort mit der Mittlerſchen Verlagsbuchhandlung in
Verbindung ſetzen und einen ganzen Schwung
Fachlite=
ratur beſtellen. Erzählten Sie mir nicht mal etwas vom
Generalſtab, den Sie als Oberleutnant erreichen
müßten?
Exeuſe, wenn ich jetzt abbreche; ich muß wegen
die=
ſer Duellaffäre auf die Kommandantur; das nimmt
natürlich alles ſeinen vorgeſchriebenen Weg.
Ihren verehrten Eltern unbekannterweiſe
ange=
legentlichſte Empfehlung. Ihnen, lieber Günter
Oſt=
heeren, gute Grüße und daß Ihre Schulter definitiv
auf alle weiteren Mucken verzichtet.
In Treue unverändert Ihr
Werner Lanzoff.
ZZuerſt gab es von ſeiten der Eltern freudige
Glück=
wünſche zur nahen Beförderung. Der alte Herr war
reine=
weg aus dem Häuschen und verſtieg ſich bis in die
phan=
taſtiſchſten Prognoſtika. Die Baronin dagegen ſaß ruhig
in ihrem hochlehnigen Armſtuhl neben dem Kamin, lächelte
ſtill vor ſich hin und wußte mit einem Mal, weshalb ihr
Günter ſo leichten Herzens auf die Rennreiterei
ver=
zichtete.
Nachher erzählte der Artilleriſt von Herta Renzow
und dem Rittmeiſter a. D. Sierndorff. Er tat es mit viel
Wärme; denn dieſe unvermutete Todesnachricht hatte ihn
tiefer erſchüttert, als er ſich merken ließ.
Und als er zu Ende war, legte der Vater die
Hand=
auf einen dicken ſchweinsledernen Folianten, wie um
ſei=
nen Worten mehr Wucht zu geben.
Siehſt Du, mein Junge, ſo meinte ich’s neulich —
„in Ehren ſterben dürfen” das iſt vielleicht das Beſte
an unſerem Leben, wenn wir das erreichen!
Und weiter!! Immer heißt es, wir Menſchen jagen
dem Glücke nach. Darin liegt eine irrige Auffaſſung.
Das Glück jagt vielmehr uns nach! Und einmal bietet
es ſich jedem. Nur kommt es darauf an, es im
entſcheiden=
den Moment feſtzuhalten. Das iſt der Kniff dabei! Und
wenn man den richtigen Zeitpunkt verpaßt, dann muß
man ſolche Unterlaſſungsſünde mit dem Reſt ſeines
Le=
bens bitterſchwer bezahlen!
Er ſtand auf und ging langſam aus der Bibliothek.
Der Leutnant ſah ihm verſonnen nach. Er hatte
verſtan=
den, was der Vater damit ſagen wollte.
Und die ungeduldige Sehnſucht, die er all die letzten
Wochen mit verſtockten Sinnen und grübleriſchen
Sophis=
men in ſich niedergehalten hatte, die ſprang ihn plötzlich
wieder an, daß er Mühe hatte, gleichmütig zu ſcheinen.
Den ganzen Nachmittag rang er mit einer jählings
einſetzenden Unruhe. Am Abend aber, als die beiden alten
Herrſchaften ſich ſchon zur Ruhe begeben hatten, hing er
die Büchsflinte über und drückte ſich ſtill aus dem Hauſe.
Am Witſchuner Bruch, wo die Grenze zwiſchen den
Margenthinſchen Revieren und der königlichen Forſt lief,
ſollte ein kapitaler Sechſerbock mit monſtröſem
Perücken=
gehörn ſeine Suhle haben. Ein „heimlicher” Burſche
war=
es, der ſich tagsüber in der Schonung niedertat und erſt
zur Aſung zog, wenn auf verſchwiegener Waldwieſe die
Abendnebel ſtiegen. Vielleicht, daß man ihm jetzt im
ſil=
bernen Mondenſchein die Kugel aufs Blatt ſetzen konnte!
XIX.
Alwin Henze, der Erlengrunder Sekretär, war den
ganzen Tag im Revier geweſen. Sogar auf das
Mittag=
brot hatte er „im Intereſſe des Dienſtes” verzichtet, was
ſeiner entſagungsvollen Opferfreudigkeit unleugbar ein
glorreiches Zeugnis ausſtellte. Als er dann ſpät am
Abend beſtaubt, halbverhungert und todmüde in die
Ober=
förſterei zurückkehrte, brachte er aus Biegenbrück, dem
Belauf des Förſters Rinkau, eine neue, niederſchmetternde
Hiobsbotſchaft mit. Dort hatte man auf einer Wieſen=
ſchlenke, keine zweitauſend Schritt vom Forſthaus
ent=
fernt, das Geſcheide eines gewilderten Alttieres gefunden.
Und dabei wieder genau die gleichen doppelten
Fuß=
ſpuren, die man nach Länge und Breite ſchon wiederholt
angetroffen und ausgemeſſen hatte!
Ein untrüglicher Beweis alſo, Herr Forſtmeiſter,
daß=
wir mit unſerem Verdacht, es handle ſich um zwei
Wild=
diebe, im Recht ſind! ſchloß er ſeinen ausführlichen Bericht.
In dem behaglichen Wohnzimmer mit den vielen
Ge=
hörngruppen, dem breiten Gewehrſchrank und den
ſchwe=
ren geſchnitzten Eichenmöbeln herrſchte für Sekunden
dumpfes Schweigen.
Der Hausherr hatte ſich mit dem Rücken gegen den
Tiſch gelehnt, auf dem die brennende Lampe ſtand, ſo daß
ſein Geſicht im Dunkeln war.
Endlich kam ein tiefer Atemzug.
Das iſt zum Wahnſinnigwerden, Henze! Die ganzen
ſechs Wochen, ſeit ich mit meiner Tochter aus Berlin
zu=
rück bin, bringt jeder Tag neues Unheil! — Die Stimme
klang ſchwer in ihrer Verbiſſenheit. — Das geſamte
Be=
amtenperſonal der Oberförſterei kampiert Tag und Nacht
draußen im Revier; kommt ſozuſagen überhaupt nicht
mehr aus den Stiefeln; jeder Belauf liegt unter denkbar
ſchärfſter Bewachung; ſogar den Klaftermeiſter Martens
und den Vorarbeiter Piontek haben wir zur Verſtärkung
des Forſtſchutzdienſtes mit herangezogen — und das
Re=
ſultat?
Alles war ſtill.
Bitte, wollen Sie mir nochmals wiederholen — oft
nämlich, wenn ich darüber nachdenke, erſcheint es mir
un=
geheuerlich, faſt unglaublich — alſo, wieviel Stück Wild
vermiſſen wir im Geſamtrayon der Oberförſterei ſeit
an=
derthalb Monaten?
Einunddreißig mit dem Alttier von heute nacht, Herr
Forſtmeiſter! rapportierte der Sekretär niedergedrückt.
(Fortſetzung folgt.)
Sport, Spiel und Turnen.
* Rad= und Motorrennen zu Darmſtadt. Die am
Sonntag ſtattfindenden Rad= und Motorrennen auf der
hieſigen Rennbahn haben ſowohl in den beteiligten
Krei=
ſen als auch bei hieſigen Sportfreunden lebhaftes
Inter=
eſſe erregt, und die Meiſterſchaften ſowie das
Wander=
preisfahren bilden das Tagesgeſpräch in Sportkreiſen.
Auch das Mehrſitzer=Malfahren hat eine gute Beſetzung
erfahren und wird ein intereſſantes Bild bieten. Unſer
Lokalmatador Damus fährt diesmal im Mehrſitzer=
Malfahren mit dem bekannten Straßenfahrer
Zimmer=
mann, dem Sieger der Fernfahrten Rund um
Frank=
furt uſw. Dieſes Paar hat eine ſtarke Konkurrenz in
den bekannten Fahrern Moeſer-Leiber und Thiel-
Sommer. Auch das Gauverbands=Vorgabe=Motorrennen
iſt gut beſetzt, und es werden Vorläufe erforderlich ſein.
Auch Neulingen wird der Weg zum Sport durch die
Darmſtädter Rennbahn geebnet durch die Einſetzung
eines Erſtfahrens. Hier ſind die Meldungen ſehr
zahl=
reich, und es wird intereſſant ſein, die Kämpfe der „
kom=
menden Männer” beobachten zu können.
* Pferdeſport. Trabrennen zu Altona=
Bahrenfeld. 1. Rennen: 1. Nicolette, 2. Kondor,
3. Quote. Tot. 46:10. — 2. Rennen: 1. Reichsbote, 2.
Er=
langer, 3. Frieda. Tot. 117110. — 3. Rennen: 1.
Ed=
ward, 2. Miß Paula Sphinx, 3. Landluft. Tot. 28:10. —
4. Rennen: 1. Mine, 2. — Aſta, 2. — Phoebus. Tot. 23110.
— 5. Rennen: 1. Farzana, 2. Nachtlicht, 3. Pfeffer. Tot.
15110. — 6. Rennen: 1. Ernſt J., 2. Bellatola, 3.
Saha=
ret. Tot. 16:10. — 7. Rennen: 1. Mocona, 2. Meum,
3. Edinbourg. Tot. 15:10. — 8. Rennen: 1. Seeſtern I,
2. Ovation, 3. Spötterin. Tot. 220:10.
Freiherrn S. A. v. Oppenheims
Ge=
winnſumme beläuft ſich nach dem Doppelerfolg am
Sonntag im Großen Preis von Berlin und im Fervor=
Rennen auf 441 630 Mark. Das erfolgreichſte
Pferd=
des Schlenderhaner Züchters wie dieſer Saiſon
über=
haupt iſt noch immer Cſardas durch ſeine Siege im
Großen Preis von Hamburg und im Oeſterreichiſchen
Derby mit 199000 Mark. Dann folgt Majeſtic, auf deſſen
Konto außer dem Großen Preis noch das Union=
Ren=
nen und der Große Preis von Magdeburg fallen,
mit 150 300 Mark. Orchidee II gewann 36 320 Mark,
Blautopaz 24350 Mark, Iſolde 19150 Mark, Flitter 6050
Mark und die zweijährige Miramare 4050 Mark. Durch
Platzgelder gewannen ferner Peppermint 950, Ariel 500,
Diamant 500 und Mandragora 460 Mark.
Im Preis von Donaueſchingen, der mit
50000 Mark ausgeſtatteten Hauptnummer des Kölner
Auguſtmeetings, ſollen ſich Turmfalke und Majeſtic von
neuem begegnen, um die Frage, wer von ihnen beiden
der beſſere iſt, endgültig zu löſen. Majeſtic ſchlug
be=
kanntlich Turmfalke im Union=Rennen, dafür aber ließ=
Turmfalke ſeinen Gegner im Deutſchen Derby weit hinter
ſich. Nach dem Ausgange des Großen Preiſes von
Ber=
lin hält man aber allgemein das Hamburger Rennen für
unrichtig.
Rennen zu Paris=Saint Cloud. Prir
des Dragons, 3000 Francs, Diſtanz 3100 Meter: 1. Monſ.
M. Descazeaur' Plotsk, 2. Roche Courbe, 3. Love. Tot.
61:10. — Prix des Huſſards; 5000 Francs, Diſtanz 1400
Meter: 1. Monſ. L. de Paula Machades Maboul II,
2 Jarretiere, 3. Riverain. Tot. 15:10. — Prix Hermit;
20000 Francs, Diſtanz 2200 Meter: 1. Baron Gourgauds
De Biris 2. Panagruel, 3. Zenth II. Tot. 1510. —
Prix de la Revue; 3000 Francs, Diſtanz 800 Meter:
1. Monſ. Rutgers le Roys Canidius, 2. Sylvianne,
3. Pandataria. Tot. 74:10. — Prix des Chaſſeurs; 3000
Francs, Diſtanz 800 Meter: 1. Monſ. Machados Hyovava,
2. Kellermann, 3. Genille. Tot. 175:10. — Prix des
Cui=
raſſiers; 5000 Francs, Diſtanz 900 Meter: 1. Monſ. E.
Blancs Roſelys, 2. Diderot, 3. Jurua. Tot. 25:10.
* Fußball. Sport=Klub „Germania 1913‟ Am
Sonn=
tag ſpielte die erſte Mannſchaft des Fußball=Klubs „
Ale=
mannia‟=Hähnlein gegen die zweite Mannſchaft des Sport=
Klubs „Germania 1913‟=Darmſtadt=Beſſungen Das Spiel
kam auf dem Alemannia=Sportplatze zum Austrag und
endete mit 411 Toren zugunſten der Darmſtädter.
* Automobilſport. Internationale
Zuver=
läſſigkeitsfahrt Moskau-Paris. Der von
Lauer geſteuerte 18/40=PS.=Opel=Tourenwagen
legte die 3200 Kilometer lange Strecke ohne jeden
Straf=
punkt zurück und gewann die große goldene
Ehren=
plakette. Lauer erhält goldenes Ehrenjeton für ideale
Führung.
* Die Oſtdeutſche Tourenfahrt wurde von
Bender=Danzig auf 18/40=Ps.=Opel ohne jeden
Strafpunkt beendet.
sr. Die internationalen Segelregatten um den
franzöſi=
ſchen Eintonner=Pokal endeten in England mit dem
defi=
nitiven Siege der engliſchen Jacht Cremona.
Bei der entſcheidenden Regatta übernahm Cremona bei
leichtem Weſtwind, der dort während der Regatten
vor=
herrſchend geweſen war, alsbald die Führung und gab
ſie bis zum Schluß nicht mehr ab. Den zweiten Platz
be=
legte die ſpaniſche Jacht. Cremona hat damit ihren
dritten Sieg errungen und den Pokal erfolgreich für den
Royal Thames Jacht=Club verteidigt. Die nächſten
Ein=
tonner=Regatten werden 1914 wiederum in England
ſtatt=
finden und man rechnet bereits feſt mit
Herausforderun=
gen von Norwegen, Dänemark, Holland und Spanien.
— Wenn der Termin günſtiger als in dieſem Jahre liegt,
wird zweifelsohne auch deutſcherſeits eine Jacht zu den
Regatten entſandt werden. In dieſem Jahre war die
Kirſtenſche Jacht Windſpiel zurückgezogen worden, weil
die Engländer nach Verlegung des urſprünglichen
Ter=
mins zugunſten der Norweger die Regatten ſo ungünſtig
gelegt hatten, daß ſie mit den Kieler Ereigniſſen
zuſam=
menfielen.
Literariſches.
— Velhagen u. Kllaſings Volksbücher
bringen unter ihren neueſten ſoeben erſchienenen Heften
wiederum einige heraus, in denen ſich in geradezu
vor=
bildlicher Weiſe Wort und Bild vereinen, um eine deutſche
Landſchaft vor unſern ſehnſuchts= oder erinnerungsfrohen
Augen erſtehen zu laſſen. Das Oberbateriſche Hochland
hat der kenntnisreiche Maximilian Krauß beſchrieben; den
Rhein hat der wanderfrohe Auguſt Trinius geſchildert; den
deutſchen Wald würdigt nach ſeiner wirtſchaftlichen und
künſtleriſchen Bedeutung Dr. Walther Schoenichen. Alle
drei Bändchen ſind reich, auch farbig, illuſtriert und
eig=
nen ſich gerade in der Reiſezeit zu Geſchenken für ſich und
andere. Zu ihnen geſellen ſich zwei Heſte, die die
lite=
rariſche und die kunſtgeſchichtliche Abteilung der
Volks=
bücher bereichern: eine warmherzige Biographie Gottfried
Kellers von Rolf Brandt und eine gerecht abwägende
Darſtellung Wilhelm von Kaulbachs von L. Nevinny. Die
Volksbücher koſten, wie bekannt, je 60 Pf.
Nahrichten des Standekante Darmſahtl.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
8 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 6. Juli: dem Eiſendreher Georg
Hopp Liebfrauenſtraße 78, ein S. Anton Ernſt. Dem
Damenſchneider Pius Hug, Hölgesſtraße 10, ein S.
Pius Julius Rudolf. Am 8.: dem
Aushilfsſtations=
ſchaffner Jakob Haas, Dreibrunnenſtraße 9, ein S.
Heinrich. Dem Poſtboten Karl Götz, Soderſtraße 36,
ein S. Karl Werner. Am 11.: dem Schreiner Bernhard.
Fuß, Wienersſtraße 69, ein S. Georg Willi. Am 9.:
dem Kaufmann Friedrich Hotz, Hochſtraße 2, ein S.
Wilhelm Ernſt Walter. Am 7.: dem Kaufmann
Fried=
rich Schmacheit, Landgraf=Georg=Straße 32, eine T.
Martha Marie. Am 10.: dem Hilfsſchaffner Johannes
Bohländer, Gräfenhäuſer Weg 45, ein S. Adam. Am
11.: dem Handlungsgehilfen Max Opitz,
Gardiſten=
ſtraße 5, ein S Kurt Bernhard. Am 8.: dem Platzmeiſter
Heinrich Hirſch, Neue Ireneſtraße 16, eine T. Johanna
Elſe. Am 10.: dem Fabrikarbeiter Johannes Old,
Obergaſſe 3, ein S. Am 11.: dem Profeſſor Dr. Theodor
Liſt, Stiftſtraße 29, eine T. Auguſte Lina Eliſabeth.
Am 14.: dem Glasſchleifer Philipp Nickels,
Lauteſchlä=
gerſtraße 12, eine T. Eva Paula. Am 13.: dem
Dekora=
tionsmaler Otto Bukowski, Schuchardſtraße 14, eine
T. Antonie. Am 11.: dem Fuhrmann Wilhelm Hirz,
Arheilgerſtraße 33, eine T. Anna Maria Katharina. Am
13.: dem Schloſſer Martin Schmidtmer,
Heinheimer=
ſtraße 82, ein S. Johann Martin.
Aufgebotene. Am 11. Juli: Bierbrauer Alois
Kauf=
mann mit Thereſia Joſepha Kaufer, beide in
Mün=
chen. Kaufmann Heinrich Karl Alexander Scholl,
Lieb=
frauenſtraße 91, mit Joſephine Kunze,
Kranichſteiner=
ſtraße 46. Am 14.: Milchhändler Georg Friedrich
Witz=
ler, Roßdorf, mit Dienſtmädchen Anna Marie Wedel,
hier.
Eheſchließungen. Am 10. Juli: Kaufmann Wilhelm
Hermes in Weidenau mit Eliſe Henriette Möller in
Lauterbach in Oberheſſen. Bäcker Georg Lehr in
Brens=
bach mit Katharina Albert in Werſau. Am 12.:
Mau=
rer Guſtav Vierheller mit Katharina Walther, beide
hier. Damenfriſeur Friedrich Schultz in Wiesbaden
mit Friſeuſe Eliſabethe Dörr, hier. Werkzeugſchleifer
Felix Reiske in Frankfurt a. M. mit
Zigarrengeſchäfts=
inhaberin Suſanna Haun, hier. Kaufmann Heinrich=
Schulte in Koblenz mit Alma Fiſcher hier.
Schnei=
der Maximilian Pacholski mit Eliſabetha
Weid=
mann, beide hier. Ingenieur Albert Schleppi in
Offen=
bach a. M. mit Margarete Müller hier.
Fabrikarbei=
ter Ludwig Korb mit Marie Iſenburg, beide hier.
Großh. Bad. Hofrat Dr. Emil Kleemann in Stuttgart
mit Wilhelmine Schilling in Kreuzlingen.
Geſtorbene. Am 11. Juli: Katharina Beck, geb.
Birkenſtock, 73 J., ev., Ehefrau des Kaufmanns,
Erbacher=
ſtraße 48½. Am 10.: Ober=Bahnaſſiſtent Kaſpar König,
44 J., kath Liebigſtraße 81. Magdalene Rau, geb.
König, 58 J., ev., Ehefrau des Lackierers, Neugaſſe 3.
Am 11.: Kurt Bernhard Opitz, 3 Std., ev Sohn des
Buchhandlungsgehilfen, Gardiſtenſtraße 5. Schleifer Felix
Schrod, 52 J., kath Obergaſſe 30. Am 12.: Frieda
Mainzer, geb. Loeb, 70 J., iſr., Witwe des Kaufmanns,
Liebigſtraße 30. Am 13.: Johanna Wilhelmine
Mer=
kel, geb. Otto, 43 J., ev., Ehefrau des Großh. Aktuariats=
Aſſiſtenten, Karlſtraße 103.
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Zahnärztin
Heuss-Bannicke,
Zahnarzt
Albert Heuss,
Kirchſtr. 12, Fernr. 1008. (15256gim
Dr. Gros
wird während ſeiner Abweſenheit
vertreten durch die Herren:
San.=Rat Dr. Habicht, Kaſino=
(15315im
ſtraße 2,
San.=Rat Dr. Nöllner,
Hölges=
ſtraße 12,
San.=Rat Dr. Schefers,
Zim=
merſtraße 8,
Dr. Sior, Hochſtr. 60,
Dr. Vidal, Stiftſtr. 11.
Während mein. Abwesenheit
bis 3. Auguſt werden die Güte
haben mich zu vertreten die
(IV,15328,5
Herren:
San.=Rat Dr. Nöllner,
Hölges=
ſtraße 12,
Dr. Nahm, Heidelbergerſtr. 83,
Dr. Hammer, Beſſungerſtr. 3,
Dr. Kautzsch, Bismarckſtr. 62.
Dr. Degen.
53
Zumarzt
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Rheinstrasse 14, I.
verreist nicht
Während meiner
Abwesenheit
haben die Herren (*8281ms
San.-Bat Dr. Birnbaum, Georgenſtr.
San.-Rat Dr. Buchhold, Viktoriaſtr.
San.-Rat Dr. Gutenherg, Waldſtraße
San.-Rat Dr. Holländer, Ludwigspl.
Dr. Kautsch, Bismarckſtraße
San.-Rat Dr. Markel, Waldſtraße
die Güte mich zu vertreten.
Dr. Bodenheimer
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San.-Rat Dr. Birnbaum,
San.-Rat Dr. Buchhold,
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San.-Rat Dr. W. Orth,
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Sport, Spiel und Turnen.
29. Gauturnfeſt des Main=Rodgaues am 12., 13., 14. Juli.
h- Nauheim, 15. Juli. Am 12., 13. und 14. Juli
feierte der hieſige Turnverein ſein 25jähriges
Jubiläumsfeſt, verbunden mit dem Jubelfeſte
ſei=
nes Präſidenten Wedel und zehn Mitgliedern. Dieſes
Feſt wurde verbunden mit dem 29. Gauturnfeſt des
Main=Rodgaues, der zurzeit 20 Vereine mit
un=
gefähr 1500 Mitgliedern zählt. Samstag abend paſſierte
ein herrlicher Fackelzug die Straßen Nauheims. Nachdem
der Zug auf dem Feſtplatze, der „Tuchbleiche” angelangt
war, leitete die Muſik den Feſtakt durch ein Muſikſtück ein.
Bürgermeiſter Berz begrüßte die erſchienenen Turner
und Gäſte im Namen der Gemeinde. Er übergab ſodann
das Feſt an den Vorſitzenden des Main=Rodgaues, Herrn
Lehrer Hofmann aus Nauheim. Dieſer dankte im Namen
des Gaues für die Begrüßung, den herzlichen Empfang
und begrüßte ſodann die Preisturner und Gäſte. Er
ſchloß mit einem kräftigen „Gut Heil!” auf unſer ſchönes
Vaterland, in das die Turnerſchaft des Gaues und die
Feſtgäſte ſtürmiſch einſtimmten. Man ſang mit Begleitung
der Muſik das Lied „Deutſchland, Deutſchland über alles”.
Sodann entwickelte ſich auf dem Feſtplatze ein reges
Trei=
ben. Turneriſche Vorführungen, Radfahrerſport und
Geſänge der hieſigen beiden Vereine hielten Gäſte und
Bewohner in der geſpannteſten Aufmerkſamkeit. — Am
Sonntag früh um 6 Uhr begann pünktlich das
Einzelwett=
turnen, welches ungefähr um 11 Uhr ſeinen Abſchluß
fand. Es erhielten: den 1. Preis Phil. Melk=Wixhauſen
mit 67¾4 Punkten, den 2. Preis Jean Heinecke=Mörfelden
mit 66¼ Punkten, den 3. Preis Peter Diehl=Nauheim
mit 62¼ Punkten. Im ganzen wurden 64 Preiſe
ausge=
geben. In der Altersriege erhielten: den 1. Preis Peter
Daum=Nauheim mit 63¾4 Punkten, den 2. Preis Wilhelm
Willnow=Rüſſelsheim mit 62½ Punkten, den 3. Preis
Heinrich Bender=Rüſſelsheim mit 62½ Punkten, den 4.
Preis Peter Aſtheimer=Rüſſelsheim mit 61¾ Punkten. Im
ganzen wurden 17 Preiſe verteilt. Beim
Muſterriegen=
turnen fielen: der 1. Preis nach Wixhauſen mit 33½ P.,
der 2. Preis nach Rüſſelsheim mit 3234 P. Es wurden
im ganzen acht Preiſe ausgegeben, von denen
Nau=
heim als ſechſter mit 31¾ Punkten erwähnt ſei. Mittags
entwickelte ſich das Feſt in ſchönſter Weiſe; Gründer und
Präſident wurden mit fein ausgeführten Diplomen
be=
ſchenkt. Um 6 Uhr fand die Preisverteilung ſtatt. — Am
Montag früh begann der Frühſchoppen dabei ſpielte
die Kapelle unermüdlich die ſchönſten Muſikſtücke,
Ouver=
türen, Operetten uſw. Mittags bewegten ſich die hieſigen
Vereine und die Schuljugend in einem impoſanten Zuge
nach dem Feſtplatze. Die drei oberen Jahrgänge führten
einen Reigen auf. Ball= und Eilbotenlauf mit Keulen
erheiterten das Publikum. Tanzbeluſtigung beendigte das
vom herrlichſten Wetter begleitete Feſt.
Landwirtſchaftlichese
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 8. bis 14. Juli.
Auch in der vergangenen Woche wirkten die beiden
Faktoren, die ſchon in unſerem letzten Bericht als
ton=
angebend bezeichnet waren, in verſtärktem Maße auf die
Preisbildung für Getreide. Auf dem Balkan iſt die Lage
durch den Einmarſch rumäniſcher Truppen in Bulgarien
und durch die drohende Haltung der Türkei noch
verwickel=
ter geworden, ſo daß die kriegeriſchen Einflüſſe auf
Lie=
ferung und Transport von Getreide noch nicht abzuſehen
ſind. Auch die Fortdauer der regneriſchen und kühlen
Witterung in verſchiedenen Produktionsgebieten, wie
be=
ſonders in Deutſchland, welche eine erhebliche
Verſpät=
ung der Ernte befürchten ließ, wirkie befeſtigend auf den
Getreidemarkt, ſpeziell auf Roggen. Die Mühlen, welche
mit Rückſicht auf die vorangegangene Trockenperiode mit
einer frühzeitigen Ernte gerechnet hatten, mußten ſich
ver=
ſorgen. Dazu kam, daß erhebliche Mengen von Roggen nach
dem Ausland, wie nach Rußland, Holland und
Skandi=
navien, ausgeführt worden ſind. Dieſe ſtärkere
Nach=
frage brachte es mit ſich, daß der Julitermin über den
Septembertermin ſtieg. Auch für Weizen trat eine
ge=
wiſſe Feſtigung ein, doch vermochte ſie angeſichts der
gün=
ſtigen Ernteſchätzung der Vereinigten Staaten und der
günſtigen Ernteausſichten in den übrigen Ländern keine
Fortſchritte zu machen. Im Inlande ſelbſt trug die ge=
geehlle e
ebenſo wie beim Hafer dazu bei, das Geſchäft ruhig und
abwartend zu geſtalten. Demgegenüber war für
auslän=
diſche Futtergerſte und Mais eine feſtere Haltung zu
be=
merken. Neue Wintergerſte iſt erſtmalig in kleinen Poſten
zu hohen Preiſen offeriert. Für die demnächſtige
Geſtalt=
ung des Marktes wird es vor allem darauf ankommen,
ob die in den letzten Tagen eingetretene warme und
trockene Witterung von Dauer ſein wird, um die
Ver=
zögerung der Ernte etwas zu vermindern und ſie in guter
Qualität einzubringen. Die Ausſichten für die einheimiſche
Getreidernte haben ſich zwar etwas gebeſſert, doch iſt
an=
geſichts der abweichenden Meldungen aus den
verſchie=
denen Produktionsgebieten ein Urteil über das
Geſamt=
ergebnis ſehr erſchwert. Es wäre deshalb dankbar zu
begrüßen, wenn die Hektarſchätzung für Roggen, welche
am 1. Juli in Preußen ſtattgefunden hat, früher als
bis=
her, etwa ebenſo frühzeitig wie in Ungarn und den
Ver=
einigten Staaten, alſo ſchon am 7. oder 9. Juli,
veröffent=
licht werden würde. Es ſtellten ſich die Preiſe für
in=
ländiſches Getreide am letzten Markttage gegenüber der
Vorwoche wie folgt:
Roggen
Weizen
Hafer
Königsberg
171
„ 170
Danzig
215 (*3
165
Stettin
. 198 (*1 ) 167
167 (*1
Poſen
196 (*1 ) 166
156 (*2
Breslau
195
166
156 (34
Berlin
. 203 (*2 ) 172 (46 ) 184 (*1
Magdeburg
172
166
199
Halle
203
186
173 (*3
Leipzig
. 202
178
168
Dresden.
204
171 (*1
168
-
Roſtock
192 (*2 ) 162
156
Kiel . .
200
168
Hamburg
212 (4-2
178 (*1. ) 195
Hannover
.198 (41 ) 173 (*1 ) 180
Düſſeldorf
220
192 (*9 ) 180
225
Köln
195 (*5
Frankfurt a. M. 217½ (47½ 177½ (*2½) 190
Mannheim
)177½
Straßburg . . 230
)180
180
München . . 220
2 ) 166
162
2
Weltmarktpreiſe: Weizen Berlin Juli 203,50 (-3),
Sept. 203,50 (— 1,50), Peſt Okt. 191 (— 1,55), Liverpool
Okt. 163.80 (— 1,40), Chigago Juli 131,10 (—6), Roggen:
Berlin Sept. 170,50 (— 1,50), Hafer: Berlin Sept. 166,25
(—1,50), Futtergerſte: Südruſſ. fr. Hamburg unverzollt
Juli 123 (P0,50), Herbſt 121 (—0,50), Mais: La Plata
Juni/Juli 109,50 (4 1) Mark.
A Beerfelden, 15. Juli. Der geſtrige große
Pferde= Fohlen= und Zuchtviehmarkt war
vom ſchönſten Wetter begünſtigt und nahm einen für alle
Beteiligten befriedigenden Verlauf. Die Menſchenmenge,
die geſtern zu ſehen war, hat noch keiner der Vorgänger
des geſtrigen Marktes zuſammengebracht. Ein Beſuch auf
dem dicht gefüllten Marktplatz zeigte, daß das
Pferde=
material ebenſo zahlreich wie auserleſen vorhanden war;
dasſelbe gilt vom Rindvieh. Von dieſem war weiter
die erfreuliche Tatſache zu konſtatieren, daß das Jungvieh
vorherrſchte, ein Zeichen, wie die Viehzüchter die
Wich=
tigkeit der ſelbſt geübten Aufzucht erkennen. — Das
Kreis=
amt Erbach war vertreten durch Herrn Kreisrat v. Starck,
der Landespferdezuchtverein und die
Landwirtſchaftskam=
mer durch die Herren Oberlandesſtallmeiſter von Willich,
Rittmeiſter Fenner und Oekonomierat Lang. Nachmittags
2 Uhr nahm Herr Kreisrat v. Starck die Prämiierung vor.
Die im ganzen verausgabte Summe betrug über 2000 Mk.
Für Pferde gab es folgende Prämien: Mutterſtuten mit
Fohlen vier Preiſe à 50 Mark, vier à 30 Mark, zwölf
An=
erkennungen à 20 Mark und eine à 10 Mark; dreijährige
Fohlen: zwei Preiſe à 50 Mark, zwei à 40 Mark, vier
à 30 Mark, fünf Anerkennungen à 20 Mark; zweijährige
Fahlen: zwei Preiſe à 50, zwei à 40, zwei à 30, vier=
à 20 Mark, ſechs Anerkennungen à 10 Mark. Händlerpferde:
ein Preis zu 50 Mark, vier Preiſe à 40 Mark, ein Preis
zu 30 Mark, zwei à 20 Mark, zwei à 10 Mark. — Rindvieh:
ein Preis zu 30 Mark, drei à 25 Mark, fünf à 20 Mark,
ſieben à 15 Mark, zwölf à 10 Mark, zwölf à 5 Mark.
Es wurden zahlreiche Verkäufe abgeſchloſſen.
— Frankfurt a. M., 14. Juli. Schlacht
vieh=
markt. (Amtl. Bericht.) 1. Rinder: a) Ochſen, vollfleiſchige,
ausgemäſtete höchſten Schlachtwertes im Alter von 4
bis 7 Jahren Lebendgewicht 52—58 Mk. (Schlachtgewicht
G5 ulich M.) nicht ausgenſäſtete und
ältere ausgemäſtete 47—51 Mk. (85—93 Mk.), e) mäßig
ge=
nährte junge, gut genährte ältere 40—45 Mk., (74—83 Mk.));
Bullen: a) vollfleiſchige, ausgewachſene höchſten
Schlacht=
wertes 51—54 Mk., (85—90 Mk.), b) vollfleiſchige, jüngere
47—50 Mk., (81—86 Mk.); Färſen und Kühe: a)
vollflei=
ſchige, ausgemäſtete Färſen höchſten Schlachtwertes 50—53
Mark, (89—95 Mk.), b) vollfleiſchige, ausgemäſtete Kühe
höchſten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 48—52 Mk.,
(89—93 Mk.), e) 1. wenig gut entwickelte Färſen 41—45 Mk.,
(79—87 Mk.), 2. ältere ausgemäſtete Kühe und wenig
gut entwickelte jüngere Kühe 41—46 Mk. (76—86 Mk.)
d) mäßig genährte Kühe und Färſen 34—40 Mk., (63—80
Mark), e) gering genährte Kühe und Färſen 25—31 Mk.,
(57—70 Mk.); 2. Kälber: a) Doppelender feinſter Maſt,
Preiſe für 50 Kilogramm Lebendgewicht —,—, (Schlacht=
), e)
mitt=
gewicht —.—), b) feinſte Maſtälber
lere Maſt= und beſte Saugkälber 57—62 Mk. (97—105 Mk.),
d) geringere Maſt= und gute Saugkälber 51—56 Mk.,
(86—95 Mk.). 3. Schafe: Maſtlämmer und Maſthammel
47 Mk., (98 Mk.); 4. Schweine: a) vollfleiſchige Schweine
von 80—100 Kg. (160—200 Pfund) Lebendgewicht 62½—67
Mark., (80—81 Mk.), b) vollfleiſchige Schweine unter 80
Kilogramm (160 Pfund) 62—64 Mk., (80—81 Mk.), e)
voll=
fleiſchige von 100—120 Kg. (200—240 Pfund) 62—64 Mk.,
(8081 Mk.), d) vollfleiſchige von 120—150 Kg. (240—300
Pfund) 62—64 Mk., (80—81 Mk.). Auftrieb: Rinder 1249
Stück, darunter Ochſen 471, Bullen 76, Färſen und Kühe
702, Freſſer 00, Kälber 293, Schafe 159 Schweine 2143.
Marktverlauf: Rinder rege, Ochſen langſam, Ueberſtand;
Kälber rege, Schafe ruhig, Schweine lebhaft; geräumt.
H Frankfurt a. M., 15. Juli.
Fruchtmarkt=
bericht. Am Wochenmarkt war der Verkehr ein ruhiger,
aber die Tendenz im allgemeinen feſter Beſonders war
für guten Landweizen bei eſſektiver Ware regere
Nach=
frage; ebenſo war ſofort lieferbarer Landroggen geſucht.
Hafer ohne größeres Geſchäft und unverändert. Mais
knapp bei etwas erhöhtem Preis. Futterartikel waren
lebhafter, und zum Teil wurde etwas über Notiz bezahlt.
Die Forderungen für Mehl ſind wie in der Vorwoche.
Der Mannheimer Getreidemarkt war auf
den ſtärkeren Rückgang in Amerika in ſchwacher Haltung.
— Die Berliner Produktenbörſe war für
Ge=
treide matt auf das warme, trockene Wetter, das für das
Reifen des Getreides günſtig iſt; auch ſind die Offerten
des Auslandes billiger. Hafer blieb behauptet, aber
ruhig. Feiner Hafer war bis um 1 Mark teurer, da er
knapp und gefragt war. — Nach den letzten
Kabelmeldun=
gen von den amerikaniſchen Getreidemärkten
(Neu=York und Chicago) war Weizen zu Beginn in
wil=
liger Haltung auf größere Zufuhren im Nordweſten der
Vereinigten Staaten und auf Abgaben der Firma
Ar=
mour. Dann erfolgte Preisbeſſerung, da die ausländiſche
Wochenſtatiſtik der Hauſſe günſtig lautete; auch
ſtimulier=
tten umfangreiche Verſchiffungen von den Seeplätzen,
ſo=
wie Gerüchte über Roſtſchäden. Mais war während des
ganzen Geſchäftsverlaufes recht feſt auf heißes und
trocke=
nes Werker und die kleineren Bahnzufuhren. Die
ſicht=
baren Weizenzufuhren ſind dort in dieſer Woche von
B2,41 Mill. Buſh. auf 31,87 Mill. Buſh. und die
Maisvor=
räte von 11,66 Mill Buſh. auf 11,28 Mill. Buſh.
zurück=
gegangen. — Auch in Kanada reduzierten ſich die
Wei=
zenvorräte in dieſer Woche von 9,74 Mill. Buſh. auf 9,58
Millionen Buſh.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſiger und Wetterauer 20,75—21,
norddeut=
ſcher 20,75—21, kurheſſiſcher 20,90—21 ruſſiſcher 23.25 bis
23,.50, Laplata 22,75—23, rumäniſcher 23,50, Kanſas
623—23,50, Manitoba 23—23,25, Redwinter 23— 28150,
Walla=Walla 22,75—23,50; Roggen, hieſiger 17.25 bis
17.35, bayeriſcher 17,30—17,40; Gerſte. Pfälzer 17,25 bis
18,25, hieſige und Wetterauer 17—18, Riedgerſte 17,50 bis
u8. fränkiſche 17.50—18; Hafer, hieſiger 18,50—19,
baye=
friſcher 18.50—19, ruſſiſcher 18—20, amerikaniſcher 17,75
bis 18,50; Mais, mixed 14.50—14.60, ruſſiſcher 14,75 bis
15, Donaumais 14,60—14,75, Laplata 14,75—15, weißer
Mais 14.60—14,80: Weizenſchalen 8,75—9, Weizenkleie
8,75—9, Roggenkleie 10—10,50. Futtermehl 12—14,
Bier=
treber, getrocknet 12,50—13, Futtergerſte 14,75—15:
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kzenmehl. hieſiges (Baſis ab Mannheim) Nr. 0 31,25
bis 81.50 feinere Marken 31,75—32, Nr. 1 30—30,25,
fei=
nere Marken 30,50—30,75. Nr. 2 28—28,25, feinere Marken
28,50—28,75. Nr. 3 27—27.25, ſeinere Marken 27.50—27,75,
Nr. 4 23—23,25, feinere Marken 23,50—23,75;
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