Darmstädter Tagblatt 1913


26. Juni 1913

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176. Jahrgang

monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 147.
1915,
Donnerstag, den 26. Jnni.
vorrichtungen ohne Einfluß war, wird man ſich zu einer als Ledige, nämlich 5,1 Millionen verehelichte und 4,96
Die heutige Nummer hat 16 Seiten.
teilweiſen Erneuerung des Ablaufſchlittens, auf dem der
Millionen Ledige. Im Vergleich zu den 5,1 Millionen
Schiffskörper ruht, entſchließen müſſen. Infolge der ört= Ehemännern unter den Lohnarbeitern gibt es nahezu
lichen Verhältniſſe der Anlage hat man auf der Werft von 4 Millionen Selbſtändige, die Haupt einer Familie ſind.
Das Wichtigſte vom Tage.
Blohm u. Voß im Laufe der Jahre die Arten beim Zu= Innerhalb der Selbſtändigenſchicht ſind das aber 84 von
Einmitmehreren Perſonen beſetzter Kraft= waſſerbringen der Schiffe mehrfach geändert. So fand je 100, alſo mehr als innerhalb der Arbeiterſchicht, in der
wagen aus Berlin, der in Brandenburg zur Reparatur früher bei der Werft ein ſeitlicher Ablauf der Neubauten der Anteil der Familienvorſtände 49,8 v. H. beträgt. Die=
war
, kam hinter einem Uebergange der Kleinbahn von von der Helling ſtatt.
ſer geringere Anteil der Verheirateten unter den Arbeitern
Klein=Kreutz vom Wege ab. geriet in den Straßengraben
Zuſammenkunft Kaiſer Wilhelms mit iſt in der ſtarken Vertretung jüngerer Männer in der ar=
und überſchlug ſich. Ein Chauffeur verſtarb auf dem Wege
zum Krankenhaus, ein anderer Chauffeur trug ebenfalls Kaiſer Franz Joſef. Wie aus Wiener Hofkreiſen beitenden Schicht begründet. Die Lohnarbeiter mit Fa=
tödliche
Verletzungen davon. Die andern Mitfahrenden mitgeteilt wird, iſt es nunmehr feſtſtehend, daß Kaiſer milie haben aber im Vergleich zur vorigen Berufszählung
wurden weniger ſchwer verletzt.
Wilhelm am 15. Auguſt in Gmunden eintrifft und von dort im Jahre 1895 eine größere Zunähme an Zahl als die
*
aus dem Kaiſer Franz Joſef in Iſchl einen Beſuch ab= ledigen männlichen Arbeiter. Wie ſich die verheirateten
Bei Brücken=Sprengungsarbeiten im Ka=ſtatten wird. Kaiſer Wilhelm wird im Gmundener Schloß lohnerwerbenden Männer und ebenſo die Familien= mit
nalbaugebiet Hamm i W. gerieten ſechs Arbeiter die prachtvollen Gaſträumlichkeiten des zweiten Stockwerks Berufspflichten vereinigenden lohnarbeitenden Ehefrauen
unter einen abſtürzenden Betonblock. Zwei wurden bewohnen.
auf die verſchiedenen Berufszweige verteilen, wird in dem
lebensgefährlich, vier ſchwer verletzt.
Dem Reichstag iſt ein von ſämtlichen Par= Aufſatz des Näheren beleuchtet.
*
teien unterzeichneter Antrag zugegangen, wonach die
Präſident Poincaré traf in London ein. privat oder einzeln Unterricht erteilenden Lehrer und Er=
Ausland,
Der Empfang war äußerſt herzlich.
zieher, die an nichtöffentlichen Schulen oder Anſtalten wir=
Frankreich.
ken, von der Angeſtelltenverſicherung befreit werden
,,
Der Heeresausſchuß der Kammer erörterte
Ein Automobil rannte in Brevelvy in ſollen. Das Geſetz ſoll rückwirkend am 1. Januar d. J.
in faſt ſechsſtündiger Sitzung die von Jaurés beſtrittenen
einen Prozeſſionszug. 5 Kinder wurden ver= in Kraft treten.
letzt. Das Auto fuhr darauf in aller Eile davon.
Zur Welfenfrage. Während des ſechstägigen Ziffern. In einer amtlichen Mitteilung wird erklärt, der
Aufenthaltes des Prinzen Ernſt Auguſt und der Prinzeſſin Ausſchuß habe feſtgeſtellt, daß die durch das Geſetz über
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7 und 8.
Viktoria Luiſe in München war nach Veröffentlichung des die dreijährige Dienſtzeit erzielten Beſtände 672838 Mann
Briefes des Prinzen an den deutſchen Reichskanzler eine betragen. Da die vom Generalſtabe angegebene Geſamt=
Welfendeputation nach München gekommen, um ziffer ſich auf 674292 Mann belaufe, ſei der Unterſchied
Unſichere Mehrheiten.
vom Prinzen Aufklärung über verſchiedene Punkte des durchaus nicht ſo bedeutend, wie Jaurés behauptet habe.
** Bei den Beratungen der Budgetkommiſſion über Schreibens zu erbitten. Wie mitgeteilt wird, hat der Prinz Der Heeresausſchuß wird abermals eine Sitzungabhalten, um
die Deckung der Koſten für die Wehrvorlage ſind die meiſten die Herren nicht empfangen. Der Prinz reiſte mit den Nachtragsbericht Patés über dieſen Gegenſtand ent=
Beſchlüſſe mit einer Mehrheit gefaßt worden, die erwarten ſeiner Gemahlin nach Gmunden.
gegenzunehmen. In der Nachmittagsſitzung der Kammer
läßt, daß ihnen auch das Plenum beitreten wird. Aber
Nach der vom Freiherrn v. Scheele namens der wird die Erörterung der Ziffern fortgeſetzt werden. Un=
hinwiederum
liegen auch Beſchlüſſe vor, auf welche ſich hannoverſchen Welfen abgegebenen Erklärung über die ter den Anhängern der Militärvorlage haben die Feſt=
nur
eine geringe Mehrheit vereinigte, ſo daß ihr endgül= Stellungnahme zu dem Briefe des Prinzen Ernſt Auguſt ſtellungen des Heeresausſchuſſes lebhafte Befriedigung
tiges Schickſal noch zweifelhaft iſt. Das gilt insbeſondere an den Reichskanzler können ſich die Anhänger des Her= hervorgerufen.
von den Abſtimmungen der Kommiſſion am Dienstag über zogs von Cumberland noch immer nicht zu einem offenen
Spanien.
mehrere ſehr wichtige Anträge. Ein heißer Kampf ent= Verzicht auf ihre ausſichtsloſen und unerfüllbaren Be=
Verſtärkungen in Marokko? Mehreren,
ſpann ſich z. B. über den Antrag der Liberalen auf Be=ſtrebungen hindurchringen. Sie ſtehen auch heute noch Blättern zufolge ſei die Rede davon, infolge der bedenk=
ſeitigung
der Reichs=Wertzuwachsſteuer, wobeiden Gemein= auf dem unmittelbar nach der Verlobung des Prinzen ein= lichen Zunahme der Aufſtandsbewegung in Marokko das
den geſtattet werden ſoll, dieſe Steuer weiter zu erheben. genommenen Standpunkt, daß ſie in der Verbindung der ſpaniſche Beſatzungskorps auf 80000 Mann zu erhöhen.
Das Reſultat war die Annahme des Antrages mit 14 beiden Fürſtenhäuſer den erſten Schritt auf dem Wege des
gegen 12 Stimmen. Da die Parteien nicht geſchloſſen, ſon= Friedens und die Möglichkeit der Beendigung des Zwiſtes
Dänemark.
dern Konſervative und Zentrum nur zum Teil für den zwiſchen den hannoverſchen Niederſachſen und dem preu=
Die neue Regierung. In der Sitzung des
Antrag ſtimmten, ſo läßt ſich gar nicht überſehen, welche ßiſchen Volke erblicken. Sie zu überzeugen, daß in jenem Folkething waren ſämtliche neuen Miniſter und
Aufnahme dieſer im Plenum finden wird, wie viele von Briefe des Prinzen ein Verzicht des welfiſchen Fürſten= faſt alle Abgeordneten anweſend. Der Präſident verlas
den beiden Parteien für oder gegen ihn eintreten werden. hauſes auf Hannover enthalten iſt, wäre vergebliche Lie=eine Mitteilung des Miniſterpräſidenten, daß der König
Bei der Entſcheidung wird in dieſem Falle wohl die Er= besmühe, und deshalb muß man ſich damit abfinden, die den bisherigen Geſandten in Wien und Rom, Erik v. Sce=
klärung
des Reichsſchatzſekretärs mitſprechen, daß dieſer Welfen weiter grollend beiſeite ſtehend zu ſehen. Da ſie venius, zum Miniſter des Aeußern ernannt habe. Der
Beſchluß wegen der finanziellen Konſequenzen für die ver= verſprechen, alles zu unterlaſſen, was etwa die demnächſtige Miniſterpräſident hielt darauf eine Rede, in der er aus=
bündeten
Regierungen unter allen Umſtänden unannehm= Stellung des Prinzen Ernſt Auguſt in Braunſchweig er= führte: Bei den letzten Folkethingwahlen iſt ſo nachdrück=
bar
ſei.
ſchweren könnte, und da ſie auf Förderung ihrer Be= lich die Forderung nach einer Aenderung der Beſtimmun=
Eine ſehr geringe Mehrheit 14 gegen 13 Stimmen ſtrebungen ſeitens des Welfenhauſes nicht rechnen dürfen, gen der Verfaſſung bezüglich eines allgemeinen und glei=
fand auch die Aufrechterhaltung der Zuckerſteuer in ſo geht man am beſten über die Deutſch=Hannoveraner zur chen Wahlrechts zu beiden Kammern des Reichstags her=
ihrer
bisherigen Höhe. Es handelt ſich dabei bekanntlich Tagesordnung über.
vorgetreten, daß kein Miniſterium vor der Löſung dieſer
um den Betrag von 40 Millionen Mark, der bei der
Die ſtändige wirtſchaftliche Kommiſ= Aufgabe ein anderes Programm aufſtellen kann. Das
Deckung der dauernden Ausgaben für die Militärvorlageſion der Kolonialverwaltung trat in ihrer Miniſterium beabſichtigt, den Reichstag früher als gewöhn=
eine
große Rolle ſpielt und gar nicht erſetzt werden könnte, erweiterten, von dem Staatsſekretär Dr. Solf geſchaffenen lich, ſchon im September, einzuberufen. Das Miniſterium
wenn etwa das Plenum die Beibehaltung der Steuer ab=Geſtalt im großen Sitzungsſaale des Reichskolonialamtes wünſcht die Verfaſſungsänderung beſonders zu fördern.
lehnen ſollte. Die Abſtimmung der Kommiſſion gewährr zuſammen. Zum erſtenmal nahm u. a. Voegele=Mannheim Die Erwägungen darüber können jedoch erſt in der bevor=
auch
in dieſem Falle keine Gewißheit über die definitive teil. Nachdem der Staatsſekretär die aus allen Teilen ſtehenden Reichstagsſeſſion geſchloſſen werden. Das Mi=
Entſcheidung, bei der die Beſetzung des Hauſes ausſchlag= Deutſchlands erſchienenen Mitglieder begrüßt hatte, wurde niſterium erblickt in den während der Adreßdebatte im
gebend ſein würde. Aber auch hier haben die Parteien i in die Tagesordnung eingetreten, welche lautete: Maß= Folkething am 19. Juni von der Linken und den Sozial=
in
der Kommiſſion noch nicht das letzte Wort geſprochen, nahmen gegen unſolide koloniale Gründungen. Hierzu demokraten eingebrachten Reſolutionsvorſchlägen die Zu=
ſie
werden, um die Deckungsfrage nicht zu gefährden, bis lag ein ſchriftliches Referat des wirtſchaftlichen Referen= ſage, loyal an den fortgeſetzten Verhandlungen zur För=
zur
endgültigen Abſtimmung dafür ſorgen, daß auch im ten des Reichskolonialamts, Geh. Regierungsrats Zoepfl, derung der Verfaſſungsfrage mitzuwirken, damit dieſe
Plenum eine ſichere Mehrheit für die Beibehaltung der vor. Nach mehrſtündiger Beratung und lebhafter Debatte durch Einigkeit geſtärkt und gefeſtigt werde. Es müſſen,
Zuckerſteuer zuſammenkommt, während der oben erwähnte konnte man feſtſtellen, daß die in dem Referat vorgeſchla= ſo lange die Beratungen über die Verfaſſungsfrage geführt
Beſchluß über die Wertzuwachsſteuer wohl noch einer gene halbamtliche Zentralſtelle für die Prüfung des Grün= werden, alle Fragen, die früher zwiſchen den drei Par=
Reviſion unterzogen werden wird. Jedenfalls liegen dungsherganges von Kolonialgeſellſchaften und die Aus= teien Unſtimmigkeit hervorriefen, ſo weit als möglich zu=
wieder
einige Fälle vor, in denen die Abſtimmungen in kunfterteilung ſeitens der Verſammlung einſtimmig als rückgeſtellt werden. Es wird daher keine neue Frage, die
der Kommiſſion keine Gewähr für die ſchließliche Entſchei= zweckmäßig und notwendig anerkannt worden ſei. Aus Anlaß zum Streit geben könnte, aufgeworfen werden. In
dung bietet und dieſe erſt aus dem Votum des Plenums der Debatte heraus ergab ſich aber, daß außerdem auch ſeiner geſetzgebenden Tätigkeit wird das Miniſterium das
erſehen werden kann.
noch durch Aenderung der Praxis an den Börſenzulaſ= Hauptgewicht auf die Verfaſſungsfrage legen und in der
ſungsſtellen manches erreicht werden könne, um die un= Adminiſtration an den Grundlagen der beſtehenden Geſetz=
ſoliden
Gründungen zu erſchweren. Zur Förderung der gebung feſthalten. Das Miniſterium hat die Führung
Deutſches Reich.
genannten Zentralſtelle wie auch zur Herbeiführung einer nicht geſucht, aber die politiſchen Umſtände haben ſie ihm
erleichterten Zulaſſung kolonialer Wertpapiere an der auferlegt. Der Miniſterpräſident gab im Landsthing
Der Kaiſer und der Derfflinger. Bei
Börſe wurden zwei Kommiſſionen gebildet.
darauf dieſelbe Erklärung ab. Die außerordentliche
ſeiner Anweſenheit in Hamburg hat ſich der Kaiſer über
Die Familienſtandsverhältniſſe der Reichstagsſeſſion wurde darauf geſchloſſen.
die Urſachen des am 14. d. M. nicht eingetretenen Stapel=
laufes
des großen Kreuzers Derfflinger auf der Werftdeutſchen Lohnarbeiterſchaft werden im Juni=
Rußland.
von Blohm u. Voß eingehenden Vortrag halten laſſen. hefte des Reichs=Arbeitsblattes in einer Fortſetzung des
Selbſt eine noch weitere Liegezeit des Panzerkreuzers im Maiheft erſchienenen erſten Aufſatzes über Die Glie=
Die Reichsduma verhandelte über den Etat der
auf dem Bauhelling wird für die Fortführung der Fertig= derung der deutſchen Lohnarbeiterſchaft auf Grund der Kanzlei des Kriegsminiſteriums. Der Referent Zwogin=
ſtellung
des Schiffes ohne Einfluß ſein, da in den Werk= i Berufszählung von 1907 behandelt. Danach gibt es ins= zew erklärte, Rußland ſtehe gegenwärtig vor beiſpielloſen
ſtätten an allen Teilen des Schiffes weitergearbeitet wer= geſamt unter den 10,3 Millionen männlichen Lohnarbei= Anſtrengungen, welche ein befreundeter Nachbarſtaat zur
den kann. Da eine Verſtärkung der hydrauliſchen Anhebe= tern, Dienenden und unteren Beamten mehr Verheiratete Entwicklung ſeiner Kriegsmacht mache. Die Reichsduma

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Nummer 147.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 26. Juni 1913.
Seite 2.
Mancher der Leſer wird ſich nach dieſer Beſtüre be=
ſeit
berechigt, von den Leuten des Kriegsminiſterlums 1 Paeſ, . Shleago, Mitwaute und St. Paul. . Shleage
ruhigt und vergnügt die Hände reiben, hat er doch erſt
Aufklärungen darüber zu verlangen, was ſie zur Wieder= und North=Weſtern.
im vorigen Jahre ſelbſt das Sprengſtück einer Granate
herſtellung der geſtörten Machtverhältniſſe zu unterneh=
unbemerkt
mit nach Hauſe genommen, das jetzt ſeinen
men planen. Der Chef des Generalſtabes erklärte, die
* Petersburg, 24. Juni. Der Kaiſer und die Schreibtiſch ziert. Er hätte es ſicher nicht getan, wenn er
Tätigkeit des Militärreſſorts ſei, wie immer, auf die Kaiſerin ſind mit den kaiſerlichen Kindern um 7 Uhr gewußt hätte, daß er ſich ſtrafbar macht. Nicht zu früh
Kampfbereitſchaft der Armee gerichtet. Man habe in den 30 Minuten abends auf der Standartreede eingetroffen. gefreut, lieber Leſer! die Strafverfolgung verjährt erſt in
fünf Jahren und der gute Freund von heute, dem das
letzten Jahren, insbeſondere im Vorjahre, durch den in=
ſchön
vernickelte Stück voller Stolz gezeigt wird, denun=
tenſiven
Bau von Feſtungen zu dieſem Zweck Maßnahmen
ziert den glücklichen Beſitzer morgen, wenn die Freund=
Stadt und Land.
ſchaft zu Ende, aus Rache dem Staatsanwalt.
getroffen. Die Verſorgung der Haubitzdiviſionen mit
Und dann krepiert die Granate im Hauſe doch noch!
neuen Haubitzen und der Infanterie mit Maſchinengeweh=
Darmſtadt, 26. Juni.
ren ſei bereits abgeſchloſſen. Der Chef des Generalſtabs
* Vom Hofe. Se. Königl. Hoheit der Groß
Kugelſuchen‟.
führte weiter die Maßnahmen an, welche das Kriegs=
herzog
empfingen am Dienstag vormittag ½11 Uhr
miniſterium zum Zwecke der ſchnelleren Deplazierung der
Die ſtrafrechtliche Beleuchtung einer
im Jagdſchloß Wolfsgarten den Oberbürgermeiſter
Armee, ſowie zur Vervollkommnung des Aufklärungs=
gefährlichen
Unſitte
Dr. Gläſſing. (Darmſt. Ztg.)
dienſtes durch die Aviatik getroffen hat. Das Miniſterium
* In den Ruheſtand verſetzt haben Se. Königl.
von Dr. Stein=Leipzig.
Hoheit der Großherzog den Pedellen an dem
arbeitete einem Wunſche der Duma gemäß die Frage des
Regelmäßig erſcheinen unter der Rubrik Unglücks= Neuen Gymnaſium zu Darmſtadt Friedrich Brück=
Baues der Chauſſeen im weſtlichen Gebiete aus. Das Pro= fälle in der Tagespreſſe Mitteilungen, daß Perſonen
jekt der Ausbreitung eines Bahnnetzes zu ſtrategiſchen verſchoſſene Artillerie=Munition gefunden hätten, die mann auf ſein Nachſuchen, unter Anerkennung ſeiner
50 jährigen treuen Dienſte, mit Wirkung vom 1. Auguſt
Zwecken ſei in der Ausarbeitung begriffen. Von den dann zu Hauſe explodierte, was den glücklichen Findern
1913 an.
Balkanereigniſſen beeinflußt, welche alle Staaten zwang, das Leben, das Augenlicht oder wenigſtens ein paar ge=
* Uebertragen wurde dem Schulamtsaſpiranten
ſunde Gliedmaßen koſtete. Erſt kürzlich mußten zwei Sol=
den
Beſtand ihrer Kriegsmacht zu prüfen, traf das Kriegs= daten auf dem Artillerieſchießplatz in Straßburg i. Elf., Hermann Rau aus Lich, Kreis Gießen, eine Lehrerſtelle
zu Beuern, in demſelben Kreiſe.
miniſterium Maßregeln, um die Armee mit allem Nötigen, blühende junge Menſchenleben, ſolchen Leichtſinn mit dem
* Militärdienſtnachrichten. Oberſtleutnant von
was zur Kriegsbereitſchaft fehlte, zu verſehen. Das Mili= Tode büßen. Und es ſcheint faſt, als ob die Vorliebe für
Chrismar beim Stabe des Feldart.=Regts. Nr. 84
tärreſſort habe bereits eine Geſetzesvorlage, betr. eine ſolche Gegenſtände, die immer wieder Unheil anrichten,
in Straßburg (zuvor im Feldart.=Regt. Nr. 61), unter
bedeutende Verſtärkung der ruſſiſchen Wehrkraft, ſowie die nicht auszurotten ſei. Dabei ſind dieſe als Briefbeſchwerer, Verſetzung zum 2. Unter=Elſäſſ. Feldart.=Regt. Nr. 67 in
Dekoration für Stammtiſche uſw. ſehr beliebten Geſchoſſe,
Formierung neuer Truppenteile bei der Infanterie, Ka= Sprengſtücke oder Fällkugeln für wenig Geld in den ein: Hagenau, mit der Führung dieſes Regiments beauf=
vallerie
und anderen Waffengattungen, ſowie zur Reor= ſchlägigen Läden käuflich zu haben, ſo daß man ſich in tragt. Wambold (geborener Darmſtädter), Haupt=
ganiſation
der Feldartillerie im Sinne der Vermehrung der der Tat wundert, wenn manche Leute, die ſich den immer= mann und Komp.=Chef im Inf.=Regt. Nr. 28 in Ehren=
breitſtein
, als überzähliger Major zum Stabe des Inf.=
Anzahl der Geſchütze bei der Feldartillerie eines jeden Ar= hin beſcheidenen Lurus der Anſchaffung ſehr wohl leiſten
können, ſich dieſerhalb in Gefahr begeben. In Gefahr in Regts. Nr. 79 in Hildesheim verſetzt. Lölhöffel.
meekorps ausgearbeitet. Zum Schluſſe ſagte der General= zweifacher Hinſicht. Nicht nur handelt es ſich bei verſchof= v. Löwenſprung, Oberleutnant im Huſ.=Regt. Nr. 11
in Crefeld (früher im Leibg.=Inf.=Regt. Nr. 115), unter
ſtabschef: Alle dieſe Maßregeln legten dem Vaterlande ſener Artilleriemunition um einen gefährlichen Fund, weil
große Opfer an Leuten und Geld auf. Das Militärreſſort ſelbſt der Sachverſtändige nicht mit abſoluter Sicherheit Verleihung des Charakters als Rittmeiſter der Abſchied
zu ſagen vermag, ob das Ding nicht doch noch losgehen mit der geſetzlichen Penſion und der Erlaubnis zum
ſei der Reichsduma dankbar für die Bewilligung des dies=
Tragen der Regiments=Uniform bewilligt. Graf zu
jährigen Kontingents, daß ihm die Mittel gegeben wür= kann, ſondern derjenige, der die bei den Uebungen der Rantzau, Rittmeiſter und Vorſtand der Militär=Lehr=
Artillerie verſchoſſene Munition ſich widerrechtlich aneignet, ſchmiede in Breslau (früher Adjutant der 25. Kavallerie=
den
, um zu Neuformierungen zu ſchreiten. Künftighin wird mit Gefängnis bis zu einem Jahre oder mit Geld:
Brigade), mit der Ausſicht auf Anſtellung in der
ſeien jedoch noch weiter große Mittel erforderlich. Das ſtrafe bis zu 900 Mark beſtraft. So ein Fundſtück kann Gendarmerie und der Erlaubnis zum Tragen der Uni=
Kriegsminiſterium hoffe, daß die Reichsduma dem Kriegs= alſo, wie man ſieht, ziemlich teuer zu ſtehen kommen.
form des Huſ.=Regts. Nr. 16 der Abſchied mit der geſetz=
reſſort
durch die Verſtärkung der Armee zu einem ſolchen Sollte vielleicht die Unkenntnis dieſer Strafbeſtimmung
wenigſtens eine teilweiſe Erklärung für die ſonſt ganz lichen Penſion bewilligt.
g. Schwurgericht. Wegen Kindestötung ver=
Beſtande verhelfen werde, der es ermögliche, die Geſamt=
unverſtändlich
häufigen Geſetzesverletzungen bilden? Da=
macht
zur Verteidigung des Vaterlandes und zum Schutze bei iſt gegenſtandslos, wo ſolche Stücke ſich uns zeigten. urteilte geſtern das Schwurgericht nach nicht öffentlicher
Man mag ſie finden, wo man will, innerhalb oder außer= Verhandlung die 19jährige Dienſtmagd Katharina Hof=
der
Friedensintereſſen zu entfalten, wenn ein machtvolles
Wort des Kaiſers die Armee auf das Feld der Ehre rufen halb der Artillerieſchießplätze, ihre Aneignung iſt bei dermann von Linden zu der geſetzlichen Mindeſtſtrafe von
genannten Strafandrohung verboten. Unter dieſen Um= 2 Jahren Gefängnis, abzüglich 1 Monat Unter=
ſollte
.
ſtänden kann es für den praktiſch=belehrenden Zweck, den ſuchungshaft. Das Mädchen war in Mainz in Stellung
In der Abendſitzung erklärte, auf verſchiedene dieſe kleine Abhandlung verfolgt, dahingeſtellt bleiben, und reiſte kurz vor ihrer Niederkunft nach Darmſtadt, wo
Anfragen erwidernd, der Generalſtabschef, daß ſich im wann und ob durch Verſchießen der Artillerie=Munition ſie einem Kinde das Leben ſchenkte. Das Kind hat ſie
gleich nach der Geburt erdroſſelt. Das Gericht berückſich=
Laufe des Jahres, ſeitdem im Miniſterium eine Abteilung der Militärfiskus des Eigentums an ihr verluſtig geht.
Etwas anders lauten die Beſtimmungen über die Mit= tigte die Jugendlichkeit und die bisherige Unbeſtraftheit
für Flugweſen beſtehe, die Zahl der Flugzeuge verzehn=
fachte
. Das Miniſterium werde nicht eher ruhen, als bis nahme gefundener Bleikugeln. Hierunter ſind die der Angeklagten und ihr unumwundenes Geſtändnis.
C. Meteorologiſches aus Heſſen. (Vgl. Nr. 118 dieſes
Geſchoſſe aller militäriſchen Schußwaffen zu verſtehen, ſo=
in
jedem Armeekorps eine Fliegerabteilung eingerichtet weit ſie nicht zur Artillerie gerechnet werden, alſo z. B.Blattes vom 23. Mai.) An Unbeſtändigkeit des Witter=
iſt
, die in Kriegszeiten die Aufklärung ſichert. Das Mini= auch der Maſchinengewehre. Es braucht auch kein Blei ungscharakters gab der diesjährige Mai dem vorauf=
ſterium
habe die erſte Gelegenheit ergriffen, um die Zahl zu ihrer Herſtellung verwendet worden zu ſein; ſie können gegangenen April nicht viel nach, jedoch war wenigſtens
der Lenkballone zu verdoppeln, wobei es Luftſchiffe gro= aus anderem Material, Stahl, Nickel, Meſſing uſw. be= das letzte Drittel ſommerlich warm und trocken. Die
ßen Maßſtabes, ſogenannte Luftdreadnoughts, neueſter ſtehen. Verboten iſt es, ſolche Bleikugeln ſich aus den Gegenſätze der Temperatur bilden auch diesmal Mainz
Schießſtänden der Truppen anzueignen, alſo die Kugel= mit einem Mittel von 14,8 und Hochwaldhauſen mit
Syſteme erwarb. Dieſe ſeien mit den neueſten Vervoll= fänge der Truppen danach abzuſuchen. Das innerhalb einem ſolchen von 10,8 Grad Celſius (Darmſtadt: 14,1),
kommnungen ausgerüſtet, ſie hätten: Maſchinengewehre, derſelben befindliche Blei wieder aufzufinden bildet viel= während hinſichtlich der Maxima Mainz mit 30,1 und
Bombenwerfer und Telegraphenapparate. Deutſchland mehr eine Aufgabe der zuſtändigen Militärbehörde, und in Schotten mit 26,5 Grad die Extreme darſtellen ( Darm=
habe
zwar 11 Lenkballone, jedoch bloß 8 davon entſprächen dieſem Falle kann demnach von einer Aufgabe des Eigen= ſtadt: 28,6). Der tiefſte Thermometerſtand kam in Lau=
den
ruſſiſchen Großlenkballonen. Alle ſechs ruſſiſchen Lenk= tums an den verſchoſſenen Bleikugeln ſeitens des Militär= terbach mit 1,2 Grad unter Null am 20, vor, der neben
fiskus nicht die Rede ſein. Wer ſie in den Kugelfängen dem 8. faſt durchgängig der kälteſte Tag war. Auch in
ballone könnten ſich mit den deutſchen meſſen. Dabei ſucht, ſie dort einſammeln will, verfällt mit Recht dem 1Michelſtadt war der 20, ein Froſtag, während in Mainz
komme in Betracht, daß Deutſchland zwei Kriegsfronten Strafrichter, der ſolches Vergehen ebenſo wie das Fin= 4 Grad über Null der tiefſte Monatsſtand war ( Darm=
habe
, Rußland aber bloß eine.
den von verſchoſſener Artillerie=Munition, nämlich mit ſtadt: 1,9 am 8). Die Zahl der Sommertage ſchwankte
Gefängntsſtrafe bis zu 1 Jahr oder mit Geldſtrafe bis zwiſchen 4 und 6. Der Prozentſatz der Bewöllung be=
Amerika.
zu 900 Mark ahndet. Wenn ſich aber eine ſolche Bleikugel wegte ſich zwiſchen 51 in Neunkirchen und 71 in Bad
In dem Berichte der Finanzkommiſſion verirrt hat, über die Kugelfänge hinausgeflogen und im Nauheim: Darmſtadt liegt mit 60 (6 über normal) in der
offenen Terrain niedergefallen iſt, ſo mag der Finder ſie Mitte. Die Niederſchlagsſummen überſteigen an den
des Senats über die Tarifvorlage ſind alle Punkte,
mit gutem Gewiſſen an ſich nehmen und zur Erinnerung meiſten Stationen den Durchſchnitt. Die Gegenſätze bil=
gegen
welche aus Europa Proteſt erfolgte, fortgelaſſen behalten; ihm geſchieht nichts.
den die Tromm mit 113 und Wöllſtein mit 42,8 Milli=
worden
. Die allgemeine Einkommenſteuergrenze iſt von
Noch ein Wort über die Meſſinghülſen unſerer Ge= metern (Darmſtadt: 57,1). In Bensheim wurde der
4000 Dollar auf 3000 Dollar erniedrigt worden.
wehrpatronen. Wer gedient hat, weiß, wie ſtreng die größte tägliche Niederſchlag im Lande mit 30,5 Milli=
Die Eiſenbahnlinien von Minneſota Truppenteile darauf achten, daß ſie vollzählig zurückge= metern verzeichnet, während im Gegenſatz dazu in Groß=
geben
werden. Repräſentieren ſie doch durch ihre MengeVieberau 73 die höchſte Tagesſumme war Schnee ſiel
haben beſchloſſen, ſich der jüngſt getroffenen Entſcheidung einen ſtattlichen Wert. So hat denn das Reichsgericht zweimal in Ulrichſtein und je einmal in Herchenhain und
des Oberſten Gerichtshofes über die Tarife in Minneſota auch entſchieden: Der nur von Munition und Blei=Waldmichelbach. Hagel fehlte an den meiſten Stationen;
zu unterwerfen. Die neuen Tarife werden wahrſcheinlich kugeln ſprechende § 291 (der die vorſtehend beſprochenen die größte Zahl der Hageltage weiſen Böllſtein, Wald=
am
10. Juli eingeführt. Es handelt ſich um die Linien: Strafandrohungen enthält) ſei nicht geeignet eine Regel michelbach, Bad Nauheim und Ulrichſtein mit je drei auf.
1. Chicago, Burlington und Quincy, 2. Chicago, St. Paul, der Herrenloſigkeit der Meſſinghülſen verſchoſſener Ge= Bezüglich der Zahl der Gewitter bilden Burggemünden
wehrpatronen zu begründen; das wil auf gut Deutſch und Mainz mit je 1 und Völſtein mit 9 die Gegenſätze
Minneapolis und Omaha, 3. Minneapolis, St. Paul und heißen, daß auch das Aufſammeln ſolcher Meſſinghülſen (Darmſtadt: 5). Die Mittel der Rheinwaſſerſtände blie=
Soult de Ste. Marie, 4. Great=Northern, 5. Northern ſtrafbar ſein ſoll.
ben überall, und zwar teilweiſe erheblich hinter dem
würde keine Diskuſſion ſtattfinden, und die Antwort auf rieller Verantwortlichkeit für die des Königs oder die des
die geſtellten Fragen würde im allgemeinen weder frei Präſidenten wird von einer großen Anzahl Nationen als
Der Präſident der Republik.
noch klar ſein. Darin liegt die große Gefahr der Volls=die wichtigſte Bedingung der öffentlichen Freiheit be=
Von Raymond Poincaré.
abſtimmungen. Sie ſcheinen die Volksſouveränität zu trachtet.
So übt der Präſident allein keine Macht aus. Jede
ſchützen, dienen jedoch häufig nur dazu, ſie zu Grunde zu
Präſidenten der franzöſiſchen Republik.
ſeiner Akte muß von einem Miniſter gegengezeichnet wer=
richten
.
Ww. Der höchſte Vertreter der Exekutivgewalt iſt
Soll alſo der Präſident der Republik den Abgeord= den. Es handelt ſich dabei um Dekrete und Botſchaften.
heute in Frankreich der Präſident, der in einer National= neten gegenüber verantwortlich ſein, die damit betraut
Es iſt das Amt des Präſidenten der Republik, über
verſammlung, in der ſich Senat und Deputiertenkammer ſind, die Geſetze zu machen? Frankreich hatte dieſe Form die Ausführungen der Geſetze zu wachen. Iſt ein Geſetz
vereinigen, durch abſolute Stimmenmehrheit gewählt vom Jahre 1871 bis 1875, und es haben ſich dadurch ernſte endgültig von den beiden Kammern durch Abſtimmung
wird, Seine Amtsdauer währt ſieben Jahre. Danach Uebelſtände entwickelt. Das Staatsoberhaupt kann dabei beſchloſſen, ſo gilt es für das Land nicht ohne weiteres.
kann er aufs neue gewählt werden und auch eine weitere wegen der geringſten Zwiſchenfälle in Prozeſſe verwickelt, Zuerſt muß es veröffentlicht werden, das heißt, es wird
Wiederwahl bis zu ſeinem Tode verſtößt nicht gegen die ſogar gezwungen werden, auf die täglichen Interpellatio= von der Exekutivgeſtalt als eingeführt erklärt, und den
Grundlage der Verfaſſung. Indeſſen iſt eine ſo lange nen zu antworten; ſo wurde es zu einer perſönlichen Beamten der Obrigkeit wird der Befehl erteilt, wenn es
Antsdauer kaum mit der Ide der Volts=Sonveränität zu Politik getrieben, und die unvernreiblichen Folgen dieſer nötig iſt, ſeine allgemeine Anwendung zu erzwingen.
vereinen.
Mißfällt ein von der Kammer beſchlöſſenes Geſetz
Verantwortlichkeit wären, daß der feſte Beſtand der Macht
Zwei unſerer Präſidenten ſind während ihrer Amts= in Frage geſtellt und Frar Hchs Vertretung dem Ausland dem Präſidenten der Republik, ſo iſt er nicht ermächtigt,
tätigkeit geſtorben: Camot und Felir Faure; zwei haben gegenüber unterbrochen nWde. Nach dem Beiſpiel Eng= deſſen Veröffentlichung zu verweigern oder ſie auf unbe=
demiſſioniert
: Grevy vor Ablauf ſeiner zweiten Präſident= lands, das die Schwierigkeiten dadurch überwand, daß es ſtimmte Zeit zu verzögern. Er iſt gezwungen, es in
ſchaft, und Caſimir Perier kurze Zeit nach ſeiner Ernenn= die Verantwortlichkeit des Königs auf die Miniſter über= demſelben Monat in dem es der Regierung durch die
ung. In der Verfaſſung ſind dieſe beiden Ereigniſſe vor= trug, hat unſere Republik 1875 beſtimmt, daß ihr Präſi= Präſidenten der Kammern übermittelt wurde, kundzu=
geſehen
. Im Falle des Ablebens oder der Demiſſion des dent nur im Falle von Hochverrat verantwortlich ſein geben, wenn die Dringlichkeit beſchloſſen wurde, in drei
Präſidenten der Republik treten beide Kammern ſofort würde, während die Miniſter die durch ihn zur Leitung Tagen. Während dieſer Friſt ſteht ihm jedoch ſeit 1875
zuſammen, Dabei kann ein Zeitraum von zwei oder der großen öffentlichen Angelegenheiten beſtellt ſind, vor ein Recht zu, das er allerdings nie ausgeübt hat: Es
mehreren Tagen eintreten, in denen Frankreich ohne Prä=den Kammern für die allgemeine Politir der Regierungſteht ihm frei, von den Kammern durch eine begründete
ſidenten iſt, und in dieſer kurzen Spanne Zeit iſt der Mi= ſolidariſch und für ihre perfönlichen Handlungen indivi=Botſchaft eine zweite Veratung zu verlangen. Beſtehen
niſterrat damit betraut, die Erekutivgewalt in vollem Um= duell verantwortlich ſein ſollen.
die Kammern auf ihrer Abſtimmung, ſo muß ſich der Prä=
fange
auszuüben.
In dieſer Teilung der Verantwortlichkeit liegt das ſident fügen. So hat er der geſetzgebenden Körperſchaft
Soll die politiſche Freiheit eines Landes geſchützt ſein, Weſen unſeres heutigen konſtitutionellen Syſtems dals gegenüber kein Recht eines Vetos, wie es von der Konſti=
ſo
darf die Erelutivgewalt weder den Geſetzen entzogen man als parlamentariſche Staatsverwaltung bezeichnet kuante Louis Xyl zugeſtanden war und dem König und
ſein, noch einen verderblichen Gebrauch ihrer Autorität Uebrigens beruhte bereits die Julimonarchie ſchon auf der Königin die Spitznamen von Monſieur und Madame
ausüben. Deshalb iſt es notwendig, daß ſie dem Lande demſelben Prinzip, das in den Worten ausgedrückt wurde: Petoe einteug.
gegenüber verantwortlich bleibt, Aber wie iſt dieſe Ver=Der König regiert und herrſcht nicht. Wären die Mis
Um die Ausführung der Geſetze zu überwachen und
antwortlichkeit zu gewährleiſten?
niſter allein verantwortlich, ſo würden tatſächlich ſie die zu ſichern, verfaßt der Präſident, immer unter Gegenzeich=
Hätte das Staatsoberhaupt der Nation direkt Rech= Autorität haben; der Präſident präſidiert und herrſcht nur nung der Miniſter, allgemeine Ausführungsdekrete, die
nung abzulegen, ſo wäre zu befürchten, daß die Kontrolle in Uebereinſtimmung mit ſeinen Miniſtern und nur das Geſetz den von dem Geſetzgeber angezeigten Punk=
illuſoriſch
würde. Die Exekutivgewalt die über das Heer unter ihrer Verantwortung kann er einen Entſchluß faſſen. ten vervollſtändigen, aber nicht ändern können.
und die Verwaltungen gebietet, würde die Wähler in einer Dasſelbe Prinzip beſteht in den konſtitutionellen Mo=
Artikel III des Staatsgrundgeſetzes vom 25. Februar
von ihr beſimmten Stunde zu Nate ziehen, ſie durch ein narchien, nicht allein in England, ſondern auch in Spa=I 1875 beſtimmt daß der Präſdent der Republir bei den
Ja oder Nein befragen, ob ſie ihr Vertrauen genöſſe. Es vien, in Italien, in Belgien und dieſes Eintreten miniſte= nationalen Feierlichkeiten präſidiert. Um die Koſten zu

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ier

Nummer 147.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 26. Juni 1913.
Seite 3.
Durchſchmit der Jahre 1911910 zuſück. Beim Redar ſ Det ungünſtiger Witerung findet das Konzert in Salf zur Schwedenſähule. An den Dentmal veranſtaleien die
waren ſie normal, beim Main etwas zu hoch.
ſtatt. (Siehe Anzeige.)
Ausflügler nun eine Huldigung, zu der Herr Walter
D Poſtblatt. Anfang Juli erſcheint eine neue
Labbart aus Jakobſtad (Finnland) die Bedeutung des
Nummer des Poſtblatts, das eine Beilage zum
Offenbach, 25. Juni. In der Maſchinenfabrik von Denkmals im Auftrage der Skandinavier von Darmſtadt
Reichsanzeiger bildet, aber auch für ſich bezogen werden Gebr. Schmaltz geriet der 25jährige Schloſſer Aug. Arning erläuterte. Ein unter den Studierenden gebildetes Ge=
kann
. Im Poſtblatt, das im Reichs=Poſtamt zuſammen= aus Leeſen zwiſchen den Schlittenapparat einer, Hobel=
ſangs
=Quartett trug in wohlklingender Weiſe die Natio=
geſtellt
wird, ſind die wichtigſten Verſendungsbedingungen maſchine und zog ſich dabei ſo ſchwere innere Ver= nalhymne klör oss Syoa! vor. Den Schlußgeſang bil=
und Tarife für Poſtſendungen aller Art, ſowie für Tele=letzungen zu. daß an ſeinem Aufkommen gezweifelt dete das Lied Finniſche Reiterei, und ſo war die kurze,
gramme enthalten. Auf die ſeit dem Erſcheinen der wird. Dem Theaterdirektor Steffter aus Hanau aber recht erhebende Feier an der Schwedenſäule be=
vorangegangenen
Nummer (Anfang April) einge= wurde für die kommende Winterſpielzeit im Offen; endet. Nun ging es mit Volldampf dem weinfrohen Nier=
tretenen
Aenderungen wird in der neuen Nummer bacher Interimstheater ein ſtädtiſcher Zu=ſtein zu und hier wurde im Gaſthaus Zum Anker (M.
durch beſonderen Druck (Schrägſchrift) hingegewieſen. ſchuß bewilligt, nachdem Steffter ſich bereit erklärt Vowinkel) Einkehr gehalten und bei Muſikvorträgen, Tanz
Das Poſtblatt kann auch neben anderen; um=
hatte
der ſtädtiſchen Verwaltung bei der Auswahl der und Geſang wurde in der ſo herrlichen Sommerhalle des
fangreicheren Hilfsmitteln für den Verkehr mit der aufzuführenden Stücke ein Mitbeſtimmungsrecht einzu= Reſtaurants die eigentliche Sonnwendfeier begangen.
Poſt und Telegraphie (Poſtbücher, Poſt= und Tele=
Mit dem erſten Zuge dampften die fröhlichen Leutchen
räumen.
graphennachrichten für das Publikum uſw.) mit Vorteil
wieder ab.
benutzt werden, weil es dieſe bis auf die neueſte Zeit
L. König, 24. Juni. Der hieſige Turnverein feiert.
Bingen, 25. Juni. Auf der Eliſenhöhe, dem für
ergänzt. Der Bezugspreis des Poſtblatts beträgt für vom 28. bis 30. Juni ſein goldenes Jubiläum, ver= das Bismarck=Nationaldenkmal vorgeſehenen Standort, und
das ganze Jahr 40 Pfg., für die einzelne Nummer bunden mit dem 29. Gauturnfeſt des Odenwaldgaues. Der
10 Pfg. Beſtellungen werden von den Poſtanſtalten Fürſt zu Erbach=Schönberg hat das Protektorat über die in der Umgebung nahm eine Kommiſſion, der u. a, die
entgegengenommen.
Feier angenommen. Das Feſt verſpricht, ſeinem Pro= Herren Oberpräſident der Rheinprovinz, Freiherr von
V. Epangeliſche Stadtgemeinde Darmſtadt. Am 1. gramm nach, viel Unterhaltung und reichlich Intereſſan= Rheinbaben, Regierungspräſident Dr. Scherenberg, Pro=
Juli tritt eine bedeutſame Neuorganiſation innerhalb der tes; 60 Vereine haben ihre Beteiligung zugeſagt, mehrere feſſor Kreis, Landrat v. Naſſe Bürgermeiſter Neff. Ge=
evangeliſchen Stadtgemeinde in Kraft. Die bisherigen Vereine geben Sondervorſtellungen und Spiele. Für meindevorſteher Geyger, Baumeiſter Becker, Regierungs=
5 Pfarrbezirke werden nämlich in 5 Gemeinden mit Kir= Samstag abend iſt großer Fackelzug und Fackelſchwingen baumeiſter Bode angehörten eine Beſichtigung und
chenvorſtänden und Gemeindevertretungen umgewandelt. vorgeſehen, dann Eröffnungskommers in der Feſthalle mit Feſtlegung eines Höhenweges vor. Die Rich=
tung
dieſes Weges, der einen wunderbaren Ausblick ins
Die neuen Gemeinden führen die Namen: Reformations= Jubiläumsfeier.
Rheintal und weiterhin ermöglichen wird, wurde endgül=
gemeinde
(bisher Südweſtbezirk), Lucasgemeinde (Süd=
Vom ſüdlichen Odenwalde, 24. Juni. Seit Ende tig feſtgelegt. Vorgeſehen ſoll auch eine Drahtſeil=
öſtbezirk
), Markusgemeinde (Oſtbezirk), Schloßgemeinde letzter Woche befinden wir uns in den Anfängen der Hei= bahn nach der Eliſenhöhe werden, darüber ſoll
(Schloßbezirk) und Kaplaneigemeinde (Kaplaneibezirk). delbeerernte Die Aufkaufſtellen bezahlen pro Pfund
Dieſe Organiſation bedeutet indeſſen nicht die Auflöſung 20 Pfg.; trotz dieſes hohen Satzes iſt aber der Verdienſt jedoch noch verhandelt werden.
Dalsheim, 25. Juni. Man ſchreibt uns: Zu einer
der evangeliſchen Stadtgemeinde; letztere bleibt nach der Pflückenden doch nicht allzu groß, da nur ſonnige
wie vor beſtehen und zwar ſo, daß die 5 Einzelgemeinden Plätze Erträge geben, und zwar die Beeren mehr verein= erhebenden Feier geſtaltete ſich die Einweihung des
ſich in ihr zu einem Ganzen zuſammenfaſſen. Der Unkun= zelt, nicht vollbehängte Stauden. Bis zur allgemeinen Kriegerdenkmals. Das Denkmal, in oberheſſiſchem
dige mag vielleicht fragen: Wozu dieſe Neuerung? Wer Reiſe dürften immerhin noch 8 bis 10 Tage verſtreichen. Bafalt nach den Plänen des Herrn Baurat Heyer=Worms
dagegen die kirchlichen Aufgaben in der heutigen Welt Beim jetzigen Pflücken laufen viele rote, halbreife Früchte von Herrn Bildhauer Scholl=Darmſtadt ausgeführt,
mit unter, und zwar ohne von den Aufkäufern zurückge= fügt ſich mit ſeiner einfachen, wuchtigen Linienführung
kennt, wird ſich ſagen: Es iſt hiermit ein zeitgemäßer Fort= wieſen zu werden Die erſte Ernte geht nämlich meiſt ins i harmoniſch in den Denkmalsplatz mit ſeiner ſchönen Linde
ſchritt einer längſt angebahnten Entwicklung erreicht wor= Ausland und muß daher gegen die Erſchütterungen beim ein. Der pilonenartige Mittelbau iſt als Brunnen aus=
den
. Als man im Jahre 1893, alſo vor 20 Jahren, dieTransport widerſtandsfähig ſein.
gebildet und geſchmückt mit dem trefflich gelungenen
24000 Seelen zählende Stadtgemeinde in Pfarrbezirke
K Erzhauſen, 24. Juni. Heute nachmittag gegen vier! Bronzebildnis Ludwig IV von Lorbeergewinden umrankt,
zerlegte, hatte man bereits die Notwendigkeit der Arbeits=
welche
in ſinniger Weiſe die Schrifttafel mit dem Ganzen
Uhr zog ein ſchweres Gewitter mit ſehr ſtarkem perbinden. Rechts und links gliedern ſich ſegmentartig
teilung für eine geordnete Seelſorge erkannt. Verglichen Hagel über hieſige Gemarkung. Der Hagel hatte die
Bänke an und die mit in Stein gemeißelten Blumen=
mit
den früheren Zuſtänden, bedeutet die Abgrenzung der Größe von Taubeneiern währte aber zum Glück nur förben gekrönten Eckpfeiler tragen das heſſiſche und Dals=
Pfarrbezirke einen außerordentlichen Fortſchritt, aber ſie kurze Zeit, ſo daß der Schaden nicht ſehr bedeutend iſt.
heimer Wappen. Viele auswärtige Vereine und Ehren=
war
doch nur der erſte Schritt auf einer neuen Entwick= Der Blitz ſchlug in ein neu errichtetes Haus, das noch
gäſte, unter anderen die Herren General von Heyl, Kreis=
lungsbahn
; die Verhältniſſe drängten von ſelbſt zur Bil= nicht bewohnt war, hat jedoch nicht gezündet.
dung von organiſierten Gemeinden. Dazu iſt es nunmehr
amtmann Emmerling und Landtagsabgeordneter Finger,
Mainz, 25. Juni. Die Beſtimmungen über die Für= trugen mit bei, das Feſt zu einem würdigen zu geſtalten.
gekommen. Für eine kraftvolle Entfaltung des kirchlichen
ſorgefürſtädtiſche Arbeiter inKrankheits=
Heidesheim, 25. Juni. Wie wir berichteten, hatte ſich
Lebens darüber kann heute kein Zweifel mehr ſein iſt fälken ſoll geregelt werden. Die Stadt gewährt künftig der frühere Rechner der Heidesheimer Spar= und Dar=
nicht
die Maſſengemeinde, ſondern die kleine, gut organi= den bei ihr mindeſtens ein Jahr beſchäftigten Arbeitern lehenskaſſe, Peter Bieber, große Veruntreu=
ſierte
Einzelgemeinde der geeignete Boden. Maſſen= und Arbeiterinnen im Falle von Arbeitsunfähigkeit durch
gemeinden tragen die ſchwerſten Hemmniſſe für die kirch= Krankheit vom achten Krankheitstage ab für die Dauer ungen zuſchulden kommen laſſen. Das bereits im Jahre
liche Entwickelung in ſich; ſie müſſen unter allen Umſtän= des Bezugs des reichsgeſetzlichen Krankengeldes einen 1907 durch einen Verbandsreviſor aus Darmſtadt feſtge=
den
verſchwinden. Wir verhehlen uns freilich nicht, daß Zuſchuß. Er beträgt vom 2. bis 5. Dienſtjahre 50. vom ſtellte Defizit in Höhe von etwa 56 000 Mark führte zur
die neugebildeten Einzelgemzeinden erſt werdende Ge=6. bis 10. 66½ und vom 11. Dienſtjahre an 75 Prozent Entlaſſung des Rechners. Vorſtand und Aufſichtsrat hiel=
meinden
ſind ſie beſitzen nur ein beſcheidenes Maß des Unterſchiedes zwiſchen dem verdienten Tagelohn und ten die Gründe der plötzlichen Entlaſſung des Rechners
von Bewegungsfreiheit , aber immerhin darf behauptet dem von der Krankenkaſſe gewährten Krankengeld. (Frkf. geheim, verſchwiegen das Defizit in den Gene=
werden
: Wir ſind in unſerer kirchlichen Organiſation um ein
ralverſammlungen und brachten, um kein Mißtrauen auf=
gutes
Stück vorangeſchritten. Möge nun, was auf kirch= Ztg.)
Worms, 25 Juni. Aus der Haft entlaſſen kommen zu laſſen, den untreuen Rechner bei der Wahl
lichem Gebiete ja ſtets die Hauptſache bleibt, die beſſere wurde der Bahnarbeiter Joh. Muth von Gimbsheim, eines Aufſichtsratsmitgliedes in Vor!
Form dazu mithelſen, daß Geiſt und Leben in immer der am Sonntag in Worms an der Schranke 4 aushilfs= ſchlag. Die Generalverſammlung wählte daraufhin den
reicherer Fülle unſere Gemeinden durchdringen.
weiſe Dienſt hatte, als die Frau Klober und ihr Pflege= entlaſſenen Rechner zum Mitglied des Aufſichtsrats und
* Verein für Verbreitung von Volksbildung. Die vom kind vom Zuge überfahren wurden. An einem Neubau gewährte ihm auf Vorſchlag des Vorſtandes einen
Verein für Verbreitung von Volksbildung für nächſten in der Alzeyer Straße fiel geſtern nachmittag ein in weiteren Kredit. Die nun zur Deckung des Defizits
Sonntag bekannt gegebene Führung durch den Botaniſchen Wiesbaden wohnender, für eine Darmſtädter Zentralheiz= herangezogenen Mitglieder der Genoſſenſchaft haben
Garten iſt verſchoben auf Sonntag, den 6. Juli. ungsfabrik beſchäftigter Monteur mit einer hohen Dop= gegen Vorſtand und Aufſichtsrat Klage
Ausflugsort. Man ſchreibt uns: In der näheren pelkeiter auf der er ſtand, rückwärts um und erlitt erheb=auf Schadenerſatz eingereicht. Die Klage wird
Umgebung von Darmſtadt iſt eins der ſchönſten, lieb= liche Verletzungen im Rücken. Er mußte mittels mit Bilanzverſchleierung und mangelhafter Prüfung der
lichſten Täler des vorderen Odenwaldes unbeſtritten das Krankenwagens in das ſtädtiſche Krankenhaus gebracht von dem entlaſſenen Rechner zur Verfügung geſtellten
anmutige Mühltal bei Eberſtadt. Es iſt zu Fuß und zu werden.
Hypothekarſicherheit begründet Der Klageantrag geht da=
Wagen von Darmſtadt aus bequem in 1½ Stunde zu
Oppenheim, 25. Juni. Eine Lohnbewegung iſt hin, die Mitglieder des Vorſtandes und Aufſichtsrats für
erreichen und bietet dem Naturfreunde hohen Genuß, ſeit einiger Zeit unter den Winzern von Oppen= den durch Veruntreuungen des Rechners entſtandenen
Die Zufahrt von Eberſtadt aus war wegen Straßenbau heim, Nierſtein und Dienheim im Gange. Die Verluſt der Kaſſe allein verantwortlich zu machen.
leider das ganze Frühjahr geſchloſſen. Die Straße hat Winzer hatten ihre Wünſche, die in der Hauptſache in der
Laubach, 25. Juni. Wie verlautet, ſoll die jetzt offen=
wegen
der Staubentwickelung Kleinpflaſter erhalten und Forderung nach höherem Lohn beſtanden, dem Weinbergs= gelegte Bilanz des Vorſchußvereins, e. G. m. u. H.,
iſt jetzt vollſtändig fertiggeſtellt. Ein Ausflug dahin iſt beſitzerverein eingereicht, wurden jedoch von dem Verein für 1912 einen Verluſt von 270 000 Mark aufwei=
ſehr
lohnend.
abgewieſen. Der Verein begründete die Abweiſung mit ſen. Wenn auch nicht zum größten Teil, ſo doch in erheb=
* Konzertveranſtaltungen. Städtiſcher Saal= ſeinen Satzungen, die es nicht geſtatteten, mit den Win= lichem Maße die Kriſis der landwirtſchaftlichen Genoſſen=
bau
. Das vierte Donnerstags=Konzert der Kapelle des zern als Verein in Unterhandlung zu treten. Gleichzeitig ſchaftsbank in Darmſtadt dazu beigetragen haben ſoll, ſo
Leibgarde=Regiments bringt u. a. im Programm; wurde jedoch in Ausſicht geſtellt, daß die einzelnen Wein= ſoll andererſeits auch die zurzeit ſehr ungünſtige Lage des
Beethovens Ouvertüre zu König Stephan, zwei Sätze gutsbeſitzer mit ihren Winzern unterhandeln würden. Die Immobilienmarktes zu größeren Rückſtellungen bei ſtädti=
aus
der Ballettmuſik zu Feramors von A. Rubinſtein, Winzer haben ſich vorläufig mit dieſer Erklärung zufrie= ſchen Hypothekenforderungen geführt haben. Dem Ver=
das
melodiſch edel gehaltene Adagio aus F. Mendels= den gegeben, haben jedoch angekündigt, zu geeigneter Zeit luſt ſollen etwa 100 000 Mark Reſervefonds und Mitglie=
ſohns
Schottiſcher Symphonie‟ Tonbilder aus Richard abermals bei den Weinbergsbeſitzern vorſtellig zu werden. dergeſchäftsguthaben gegenüberſtehen, ſo daß ſich die am
Nierſtein, 24. Juni. Man ſchreibt uns: Eine Sonntag, den 29. Juni. ſtattfindende Generalver=
Wagners Walküre und auf Wunſch wiederholt: F.
Liſzts zweite Ungariſche Rhapſodie. Ferner zum erſten Sonnwendfeier veranſtalteten geſtern etwa 60ſammlung über die Deckung der fehlenden etwa 170000
Male: Vor bundert Jahren vaterländiſches Ton= Darmſtädter Hochſchüler, unter denen ſich auch Mark zu entſchließen hat.
(*) Büdingen, 24. Juni. Wegen andauernder Miß=
gemälde
von Möllendorf. (Siehe auch Anzeige.)
mehrere Damen befanden, in dem weingeſegneten Nier=
Mathildenhöhſaal, Dieburgerſtraße 26. Am ſtein. Die Ausflügler waren ihrer Nationalität nach erfolge beabſichtigen die Weinbergsbeſitzer, ihre Reben
Donnerstag findet großes Militär=Konzert, insbeſondere Schweden, aber auch Norweger und Finn=auszuroden und die Bergabhänge mit Obſtbäumen
ausgeführt von einer Abteilung der Kapelle des Leib= länder befanden ſich unter ihnen. Unter Sang und Klang zu bepflanzen. Damit würden die letzten oberheſſiſchen
Dragoner=Regiments Nr. 24, ſtatt. Der Eintritt iſt frei. ging es durch die herrlichen Rheinpartien des Altrheins Wingerten verſchwinden.
erſetzen, die ihm durch ſein Amt erſtehen, erhält der Prä=! Diskuſſion nicht teilnehmen. Unter Mitwirkung der Re= Franzoſen beziehen, ſind nur als endgültig zu betrachten,
ſident eine Apanage von ſechshunderttauſend Francs und gierung hat er die Aufgabe, die Kammern einzuberufen wenn beide Kammern ſie durch Abſtimmung genehmigt
eine ebenſo große Summe für ſeine Reiſen und Repräſen= und ihre Sitzungen zu beenden. Die Verfaſſung läßt ihm haben. Wie man ſieht, ſind die Ausnahmen ſo zahlreich,
tationspflichten. Während der Reſtaurationszeit betrug übrigens in der Ausübung dieſer Pflicht wenig Freiheit. daß ſie die Regel werden. Es bleiben nur wenige inter=
die
für den König ausgeworfene Zivilliſte zweiund= Dabei ſteht ihm aber auch eine wichtige Befugnis zu: im nationale Verträge, die von der Exekutivgewalt beſchloſſen
dreißig Millionen; die Julimonarchie ſetzte ſie auf drei=
Einverſtändnis mit dem Senat kann er die Deputierten=werden können, ohne von der geſetzgebenden Gewalt ge=
zehn
herab und unter dem zweiten Kaiſerreich ſtieg ſie auf kammer vor dem geſetzlichen Ablauf ihres Mandats auf= nehmigt zu werden.
fünfundzwanzig an. Außer der Apanage bietet der Stagt löſen. Dieſes Auflöſungsrecht ggleicht jedoch in nichts
Indeſſen gibt es noch andere ſehr wichtige Verträge,
dem Präſidenten als Wohnungen den Elyſeepalaſt und einem monarchiſchen Vorrecht. Es iſt der natürliche die nur von dem Präſidenten geſchloſſen werden können.
Schloß Rambouillet.
Schutz der Trennung der Gewalten. Eine für eine be= So zum Beiſpiel Militärverträge und Bündniſſe voraus=
Nach der Verfaſſung iſt der Präſident damit betraut, ſtimmte Zeit ernannte Kammer kann im Laufe ihres Man= geſetzt, daß daraus nicht zum Budget gehörige Ausgaben
alle Zivil= und Militärämter zu beſetzen. Aber er kann dats die dem Lande gemachten Verſprechungen vergeſſen, erwachſen Unſere Abmachungen mit Rußland ſind nie=
dieſes
Recht nur wie alle andern ausüben, den Regeln die ihr anvertrauten Intereſſen verleugnen und ſich ihr mals veröffentlicht worden. Zweifellos würde die ruſſiſche
der parlamentariſchen Staatsverwaltung gemäß unter der nicht zukommende Gewalten widerrechtlich aneignen. Um Regierung ihre Zuſtimmung zu einer Bekanntmachung
Verantwortung der Miniſter, Eine willkürliche Wahl ſich nun gegen ſolche Mißbräuche zu ſchützen, hat die Exe= verweigert haben, und ebenſo glaubte die unſerige, daß eine
darf er nicht treffen. Er iſt gezwungen, ſich den Beding= kutivgewalt das Hilfsmittel eine neue Zuſammenkunft vorzeitige Enthüllung unſerer Diplomatie ſchaden könnte.
Der Präſident der Republik kann den Krieg nicht ohne
ungen, die das Geſetz über das Alter und die Fähigkeiten einzuberufen. Die Regierung machte am 16. Mai 1877
von dieſem Rechte Gebrauch; die Auflöſung ließ indeſſen Zuſtimmung beider Kammern erklären. Dieſe große
für Aemter vorſchreibt, zu unterwerfen.
Dem Präſidenten ſteht das Recht zu, Gnade auszu= eine unangenehme Erinnerung an dieſen Teil der Ver= Kriegsrechtsfrage beſchäftigte die Verſammlungen der Re=
üben
. Bei Verbrechen oder Vergehen darf er, wenn der faſſung zurück, obwohl dieſer Akt die Unpopularität nicht volution am meiſten. Sie gab unter der Konſtituante zu
dentwürdigen Debaten Anlaß. Der Präſident der Re=
Delinquent durch ſeine ſpätere Führung Nachſicht verdient verdient, die ihn getroffen hat.
Vor allem ſpielt der Präſident bei den internatio= publik wäre dazu ermächtigt, wenn Frankreich heute ge=
oder
die Umſtände des Prozeſſes es zulaſſen, nach Anſicht
einer beſonderen Kommiſſion und unter Verantwortung nalen Beziehungen eine Hauptrolle. Er iſt den fremden zwungen wäre, den Degen zu ziehen, die Kriegserklärung
des Juſtizminiſters die Strafe vollſtändig oder teilweiſe Mächten gegenüber der einzige ſtändige Vertreter Frank= zu unterzeichnen, aber er kann es nur mit Ermächtigung
reichs. Auch die Verträge mit dem Ausland hat er ab=der Kammern tun.
erlaſſen oder ſie in eine mildere umwandeln.
Der Präſident hat natürlich nicht über den alltäglichen
Der Präſident hat die Verfügung über die bewaffnete zuſchließen, und zwar geſchieht dies durch Vermittlung
Macht. Er iſt immer unter der Verantwortung der Mi= und unter Verantwortung des Miniſters der auswärtigen Verlauf der Staatsangelegenheiten Rechenſchaft abzulegen,
niſter, damit betraut, dem Lande Ordnung und Sicherheit 1Angelegenheiten Erſordert es das Intereiſſe und die ler kann perſönlich auch nicht durch die Kammern geſtört
Sicherheit des Staates, ſo kann er dieſe Verträge geheim werden, und ſeine Unabhängigkeit iſt geſchützt. Begeht er
zu gewährleiſten.
Der Präſident iſt der Großmeiſter des Nationalordens halten und die Kammer nicht eher davon in Kenntnis aber eine Verletzung der Geſetze, ſo iſt auch dieſer Punkt
der Ehrenlegion. Durch ſein Amt als Präſident erhält er ſetzen, als bis er den richtigen Zeitpunkt für gekom= von der Verfaſſung vorgeſehen. Es iſt in dieſem Falle die
Deputiertenkammer, die das Recht hat, ihn anzuklagen,
men hält.
ohne weiteres den Großkordon der Ehrenlegion,
Dieſes einem Staatsoberhaupt zugebilligte Recht und der Senat hat ihn zu richten. Er kann den Präſiden=
Der Präſident hat das Antragsrecht der Geſetze. Aber
auch hierbei waltet dasſelbe Grundprinzip: ſchlägt der könnte bedrohlich werden, wenn es nicht durch ein anderes, ten ſeines Amtes entheben und ihm außerdem die nach
Präſident einen Geſetzentwurf vor, ſo muß ein Miniſter das vom Parlament abhängig iſt, gemäßigt und beſchränkt dem Geſetz verwirkten Strafen auferlegen. Es iſt aber zu
ihn gegenzeichnen, und nur der Miniſter kann darauf den würde: die Friedens= und Handelsverträge. Verträge, die hoffen, daß ein ſolches Verfahren nie zum Staatswohle
Entwurf vor den Kammern unterſtützen. Da der Präſi= ſich auf die Staatsfinanzen und auf den Zuſtand des Per= angewandt zu werden braucht.
dent keinen Zutritt zum Paclament hat, kann er an der ſonen= und Eigentumsrechtes der im Auslande lebenden

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Nummer 147.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 26. Juni 1913.
Seite 4.
und die beiden Heren, denen er ſch als Anernanet vor=
Die Heſſen=Naſſauiſche Baugewerks=
ſtellte
, zu einer Flaſche Wein in eine Bar ein. Dort er=
Reich und Ausland.
Berufsgenoſſenſchaft
Aus der Reichshauptſtadt, 25. Juni. Bei der beabſich= zählte er, daß er kürzlich 5 Millionen Pfund Sterling
geerbt habe unter der Bedingung, 1 Million für wohl= hält ihre ſatzungsgemäße Genoſſenſchafts Ver=
tigten
Erwerbung der Herrſchaft Lanke,
einer der ſchönſten märkiſchen Wald= und Seegebiete, wer= tätige Zwecke abzugeben, und er ſuche nun vertrauens= ſammlung am Montag, den 30. Juni vormittags
den der Stadt keinerlei Schwierigkeiten gemacht werden, würdige Perſonen, die er mit der Ausführung dieſer über= 10 Uhr, im Städtiſchen Saalbau hier ab. Die Tages=
Es iſt nur noch die Zuſtimmung zur Auflöſung des Fidei= nommenen Pflicht beauftragen könne. Schließlich fragte ordnung iſt folgende: 1. Eröffnung der Verſammlung;
kommiſſes und das Einverſtändnis der Stadtverordneten= er die beiden Herren, ob ſie die Aufgabe übernehmen 2. Wahl von 12 Mitgliedern des Genoſſenſchaftsvorſtands
Verſammlung notwendig. Der Kauſpreis für die etwa würden. Er müßte aber von ihnen als Sicherheit die und 12 Erſatzmännern nach den Beſtimmungen der Wahl=
4500 Morgen Acker= und Wieſenland und die 3500 Hinterlegung einer größeren Summe verlangen. Der ordnung; 3. Genehmigung des Protokolls der 31. ordent=
Morgen Forſten ſoll ſich auf 19 Millionen Mark belaufen. Engländer gab ſofort 18000 Mark, und das bewog denlichen Genoſſenſchaftsverſammlung vom 24. September
Als Anzahlung wird die Summe von 6 Millionen Mark Amerikaner, gleichfalls 12000 Mark zu geben. Der reiche 1912 (Frankfurt a. M.) und Verichterſtattung über die
genannt. Auch an ſeinem 75. Geburtstage ſtand Erbe nahm das Geld und benutzte einen günſtigen Ausführung der Beſchlüſſe; 4. Bericht über die Verwal=
Profeſſor v. Schmoller friſch und rüſtig auf dem Ka= Augenblick, um zu verſchwinden. Wenige Minuten ſpä=
theder
, das mit Roſen geſchmückt war Er antwortete auf ter entfernte ſich auch der Engländer, und beide ſah man tung der Genoſſenſchaft und der Zweiganſtalt im Geſchäfts=
die
Begrüßung, die erſten 70 Jahre ſind bekanntlich beſſer, nicht wieder. Natürlich hatten beide im Einverſtändnis jahr 1912: 5. Vorlage und Abnahme der Jahresrechnungen
der Genoſſenſchaft und der Zweiganſtalt 1912; 6. Feſtſtell=
als
die zweiten, und wenn man das Unglück hat, 70 Jahre gehandelt, um den Amerikaner um die 12000 Mark zu
oder mehr alt zu ſein, ſo geht man darüber mit Still= prellen. Man glaubt, daß es die gleichen Betrüger ſind, ung und Genehmigung des Voranſchlags über die Vee=
ſchweigen
hinweg und tut ſo, als wenn man noch nicht die im vorigen Sommer einen Amerikaner in Berlin um waltungskoſten der Genoſſenſchaft und der Zweiganſtalt
für das Jahr 1914 einſchließlich der Pauſchalentſchädig=
70 wäre. Zur Aufklärung des im Walde bei Velten ge= 20 000 Mark geprellt haben.
München, 25. Juni. Ein 19jähriger Münchener mit ungen; 7. Beratung und Beſchlußfaſſung über einen neuen
machten Leichenfundes hat der Regierungspräſident
von Potsdam 1000 Mark Belohnung ausgeſetzt. Namen Dietrich machte eine gefahrvolle Boots: Gefahrtarif; 8. Bericht über den Entwurf der neuen Un=
Es handelt ſich um die halbverweſte, völlig unbekleidetefahrt auf der hochgehenden Iſar. Das Boot ſchoß ſenk= fallverhütungsvorſchriften; 9. Beſchlußfaſſung über die
Leiche eines 14= bis 16jährigen Knaben. Der Tod. der recht über eine hohe Wallmauer in den Strudel und be= Uebertragung von Aufgaben an die Geſchäftsführer; 10.
vermutlich vor drei bis ſechs Wochen eingetreten iſt, iſt grub ihn unter ſich. Unter Aufbieten aller Kräfte gelang Wahl des Vorſitzenden, des ecſten und zweiten Stellver=
anſcheinend
auf gewaltſame Einwirkung zurückzuführen. es dem Verunglückten nach zehn Minuten, ſchwimmend treters; 11. Wahl eines Ausſchuſſes zur Prüfung der Jah=
Das Zungenbein und der Kehlkopf fehlen. Der Tote ge= das Ufer zu erreichen. Er trug Quetſchungen am ganzen resrechnungen 1913; 12. Wahl eines Ausſchuſſes zur Ver=
tretung
der Genoſſenſchaft gegenüber dem Vorſtande (§§31
hört anſcheinend den beſſeren Ständen an. Aus Furcht Körper davon.
vor Strafe, weil ſie gegen den Willen der Eltern
Eiſenach, 25. Juni. Im hieſigen Zoologiſchen Gar= und 9 Ne 17 der Satzung); 13. Bericht über die Reviſion
an einer Landpartie teilgenommen hatte, ſtürzte ſich dieten entſprang geſtern ein großer Bär, als man der Geſchäfts=, Kaſſen= und Rechnungsführung durch den
16 Jahre alte Anna Feldner aus dem Fenſter des vierten ihn in einen Käfig ſtecken wollte, um ihn nach Ulm zu Reviſor der Zentralreviſionsſtelle des Verbands der Deut=
Stockwerks auf den Hof; ſie blieb mit ſchweren Verletzun= transportieren. Das Tier flüchtete in den Garten und ſchen Berufsgenoſſenſchaften und Beſchlußfaſſung über den
gen liegen und wurde ſterbend nach dem Krankenhaus verſetzte die Beſucher in großen Schrecken. Ein Tech= ferneren Anſchluß an die letztere: 14. Beſchlußfaſſung über
gebracht.
niker holte eine Flinte herbei und verletzte den Bären vorliegende Regreßfälle; 15. Beſtimmung des Orts für die
Spandau, 25. Juni. Um das Militärgefäng= durch zwei Kugeln am Rücken und an der Schnauze. Der nächſtjährige Genoſſenſchaftsverſammlung; 16. Geſchäft=
nis
mit dem Zuchthaus vertauſchen zu können, verwundete Bär ſtürzte ſich dann auf zwei Männer, die liche Mitteilungen, Anfragen und Anträge.
hat der Füſilier Schlepphage ſein Leben und das der
Aus dem vorliegenden Verwaltungsbericht
übrigen Inſaſſen des Spandauer Feſtungsgefängniſſes in ihn einfangen wollten, und verletzte ſie ſchwer. Es
gewiſſenloſer Weiſe aufs Spiel geſetzt. Er ſtand geſtern dauerte lange, bis das Tier überwältigt werden konnte. für das Jahr 1912 ſeien folgende Zahlen bekannt gegeben.
Naumburg, 25. Juni. Im Alter von 60 Jahren! Die Genoſſenſchaft, deren Amtsbezirk ihr Name ergibt, iſt
wegen verſuchter Brandſtiftung vor dem Obertriegsgericht
des 3. Armeekorps. Am 10. April d. J. beobachtete derſtarb geſtern hier der General der Infanterie z. D. in 7 Sektionen eingeteilt die Sektion II hat bekannt=
wachthabende
Sergeant Böttcher auf einem Rundgang im v. Oppeln=Bronikowski, der zuletzt Kommandeur lich ihren Sitz in Darmſtadt und zählte im ganzen im
Füſilierflügel des Gefängniſſes, daß aus der Zelle des der 26. Diviſion in Stuttgart war.
letzten Jahre 14850 verſicherte Baubetriebe, in denen an
Eſſen, 24. Juni. Die Teerkühlhalle der Zeche 16450515 Tagen Arbeiter Beſchäftigung fanden mit
Angeklagten ſtarker Qualm drang. Es mochte etwa
4 Uhr morgens ſein. Der Sergeant öffnete ſchleunigſt die König Ludwig iſt heute nachmittag vollſtändig aus= einem Verdienſt von zuſammen 73728276 Mark. An
Zellentür und ſah nun, daß es in der Zelle lichterloh gebrannt.
Unternehmerverſicherungen beſtanden zuſammen 10385
brannte. Mit Hilfe eines Gefreiten wurde das Feuer ge=
Osnabrück, 25. Juni. Wie von amtlicher Seite mit= mit einer Verſicherungsſumme von 9085670 Mark. Der
löſcht. Der Angeklagte der in einer Ecke geſtanden hatte geteilt wird, iſt die Zahl der Erkrankten vom Re=hieſigen Sektion wurde aus 1868 verſicherten Betrieben
und der unter der Einwirkung des Rauches bereits giment Nr. 78 weiter geſtiegen. Beim erſten Ba= allein 7133331 Mark Arbeitslohn nachgewieſen, auch be=
ſchwindelig
geworden war wurde in eine Nachbarzelle taillon ſind jetzt 289, beim zweiten Bataillon 42 Soldaten ſtanden in deren Dienſtbezirk 1206 Unternehmer= Verſiche=
gebracht
. Wie ſich herausſtellte, hat ſich Schlepphage als erkrankt. Das Befinden der Erkrankten gibt zu ernſten rungen mit 1062 70 Mark Verſicherungsſumme. Für
ſer in Berlin auf dem Militärgericht vor mehreren Wochen Beſorgniſſen keinen Anlaß. Die Fiebererſcheinungen ſind einen beſchäftigten Verſicherten mit 220 Arbeitstagen ſtellt
mit einem anderen Angetlagten in der Wartezelle war, von im allgemeinen zurückgegangen, Ueber die Urſache der ſich der durchſchnittliche Jahreslohn auf volle 968 Mark,
dieſem einige Zigaretten erbettelt und ſich auch Streich= Erkrankungen verlautet noch nichts.
während ein vollbeſchäftigter Verſicherter mit ſeinen
hölzer geben laſſen. Er verſteckte dieſe im Futter der Mütze
Lemberg, 23. Juni. Auf den hieſigen Hochſchulen 300 Arbeitstagen 1344 Mark im Durchſchnitt verdient.
und bewahrte ſie dann im Feſtungsgefängnis im Strohſack ſind die Vorleſungen in vollem Umfange wieder Darin ſind auch ſolche Perſonen einbezogen, die keinen
auf. Am 10. April frühmorgens, als es noch dämmerte aufgenommen worden.
Lohn beziehen, ebenſo ſind Lehrlinge, Unausgebildete und
und keine Patrouillen auf dem Flur gehört wurden, zün=
Peſt, 25. Juni. Der ſeit längerer Zeit in Bad Piſtyan
dete er dann einen Petroleumlappen, den die Gefangenen weilende deutſche Zeichner Emil Limmer wurde in ſonſtige geringer Gelohnte darin enthalten. 14 2 in
zur Abwehr der Wanzen erhalten, an, richtete die Bett= Sillein, wohin er zur Aufnahme von Skizzen einen Aus= Darmſtadt Aufſichtsbeamte und 4 Rechnungsbeamte
matratze hoch und ſteckte ſie in Brand. Um das Feuer flug gemacht hatte, als Spion verhaftet. Nachdem ſind im Genoſſenſchaftsbezirk tätig, Für den Aufſichts=
auch
noch tüchtig zu entfachen, öffnete der Angeklagte das ihn die Badedirektion legitimkert hatte, wurde er jedoch dienſt allein, alſo für vorbeugende Maßnahmen zur Un=
ZZellenfenſter und ließ tüchtig Luft herein. Wäre das frei gelaſſen.
fall=Vechütung hat die Genoſſenſchaft im Jahre 1912 56 200
Feuer nicht durch den Sergeanten B entdeckt worden, ſo
Paris, 25. Juni. In dem Vorort St. Mandé wurde Mark aufgewandt.
hätte der Angeklagte erſticken und verbrennen können, und
Von 3529 gemeldeten Unfällen die Sektion II hat
außerdem wären die anderen Gefangenen durch Rauch= der reiche Seidenhändler Pekel in ſeinem Bett
entwicklung in Mitleidenſchaft gezogen worden. Im Ge=tot, mit ſechs Schußwunden, aufgefunden. Seine 373 kamen nur 527 zur Entſchädigung bei der Sek=
genſatz
zum Kriegsgericht, das ihn nur wegen Sachbeſchä= junge Gattin, die ihrer Entbindung entgegenſieht, be= tion II 73. Davon entfallen 58 auf verſicherte Unter=
digung
zu Gefängnis verurteilt hatte, nahm das Ober=hauptet, daß er Selbſtmord verübt habe, doch wurde durch nehmer und 469 auf verunglückte Arbeiter. Auf 1000 be=
kriegsgericht
an, daß der Angeklagte es mit der Brand= die Unterſuchung feſtgeſtellt, daß er zweifellos im Schlaf ſchäftigte Perſonen kommen nur 6,19 Unfälle In vor=
ſtiſtung
ernſt gemeint habe. Es hob infolgedeſſen die Ge=erſchoſſen worden iſt. Da der dringende Verdacht beſteht, zugsweiſe Weißbinder= und verwandten Berufen, Beton=
fängnisſtrafe
auf und erkannte auf ein Jahr Zucht=daß die Frau ſelbſt die Tat vollbrachte wurde ſie unter baubetrieben, Zimmerei und ähnlichen Beſchäftigungen
haus. Ausſtoßung aus dem Here und Aberkennung der volizeiliche Bewachung geſtellt. In St. Jean=Brevelſy und zuletzt erſt bei der Bedienung von Holzbearbeitungs=
bürgerlichen
Ehrenrechte auf die Dauer von zwei Jahren. bei Lorient fuhr ein Automobik in eine Pro=maſchinen paſſieren die meiſten Unfälle. 4026 Ent=
ſchädigungsfälle
laufen bei der Genoſſenſchaft eben noch
Der Angeklagte war mit dem Urteil zufrieden und ver=zeſſion hinein. Fünf Kinder wurden ſchwer verletzt.
zichtete auf Reviſion.
aus früheren Jahren, davon ſind noch 22 Fälle aus dem
Das Automobil fuhr davon.
Frankfurt a. M., 25. Juni. Geſtern vormittag wurde
Almeria, 25. Juni. Vier Stiere entkamen, Jahre 1885/86 mit 16943,22 Mark Renten. Im ganzen
hier ein Amerikaner, der ſich auf einer Vergnüg= als man ſie nach der Arena bringen wollte, und verletz= wurden im abgelaufenen Jahr 995 954,29 Mark Unfall=
ungsreiſe
durch Deutſchland befindet, um 12000 ten zahlreiche Spaziergänger, darunter drei Greiſe, Entſchädigungen aufgewandt 89 203,39 Mark entfallen
Mark betrogen. Er hatte in dem Hotel, in dem er ſchwer; einer davon iſt geſtorben. Mit großer Mühe ge= davon auf die hieſige Sektion II. Die ſeit dem Jahre
wohnte, einen Engländer kennen gelernt, mit dem er lang es, drei Stiere einzufangen; der vierte ſtürzte ins 1885 im Amtsbezirk der Genoſſenſchaft bezahlten Ent=
geſtern
vormittag einen Spaziergang unternahm.
ſchädigungen betragen 4842935,47 Mark. In 480 Fällen
In Meer und ertrank.
der Gallusanlage fand der Amerikaner ein mit Siegeln
La Granja, 25. Juni. Geſtern fand in der Ka= iſt die Berufsgenoſſenſchaft vor dem Beginn ihrer Ver=
verſchloſſenes
Kuwert, das ein vor ihnen gehender Herr pelle des Palaſtes die Taufe des jüngſten ſpani= pflichtung eingeſprungen und hat dafür 1134959 Mark
verloren hatte. Als der Finder dem Beſitzer ſein Eigen=ſchen Prinzen ſtatt. Als Paten fungierten König ausgegeben die Sektion II wandte für 15 dieſer Fälle
tum wieder zuſtellte, bedankte ſich dieſer lebhaft, weil in Carol von Rumänien und Prinzeſſin Maria Thereſia, nahezu 1500 Mark auf. Zu den Koſten des ehemaligen
dem Umſchlag wichtige Dokumente enthalten ſeien, und die Gemahlin des Prinz=Regenten von Bayern.
Schiedsgerichts nunmehr Ober=Perſicherungsamt
ie hir e eite eineter e e eeee et ente e er ereneten
eine ausgezeichnete Biographie des Kardinals Newman, Spitzen Winkelmeſſungen vornehmen. Mit Feldgläſern
Feuilleton.
wodurch ſie die Perſönlichkeit dieſes engliſchen Kirchen= vermochten wir auch deutlich die Fahnenſtange zu erkennen,
C) Ein franzöſiſches Denkmal in Waterloo. Das denk= fürſten und die von ihm ins Leben gerufene religiöſe Be= die von der Expedition Thomas Lloyds 1910 auf der
würdige bereits mit ſo vielen Monumenten geſchmückte wegung in Frankreich bekannt machte. In der Literatur Nordſpitze errichtet wurde. Nachdem wir unſere Be=
Schlachtfeld von Waterloo hat nunmehr ein neues Denk= iſt ſie als eine der erſten für Maeterlinck eingetreten, deſſen obachtungen auf dem Gipfel beendet hatten, hißten wir
mal erhalten, das den franzöſiſchen Soldaten gewidmet iſt. Frühwerke ſie beſonders liebte. Durch gleiche Ideen und die amerikaniſche Flagge, errichteten ein ſechs Fuß hohes
Im Garten des Gutshauſes von Hougoumont wird es die Arbeit auf gleichem Gebiet wurde ſie mit dem aus= Kreuz und ſagten auf dem höchſten Gipfel von Nord=
die
Erinnerung an einer der ergreifendſten Epiſoden des gezeichneten Schriftſteller Georges Gohau zuſammen= amerika ein Tedeum. Der einzig mögliche Zugang zum
18. Juni 1815 lebendig erhalten. Um die Stelle, auf der geführt, dem ſie 1903 die Hand zu einer wahrhaft idealen Gipfel iſt die nordöſtliche Kette. Infolge von heſtigen
ſich nun die ſchlichte, mit einer Krone und dem Kreuz der Ehe reichte. Mit ihm zuſammen hat ſie dann weiter für Erdbeben im vorigen Juli waren die höheren Grate
Ehrenlegion geſchmückte Steinſäule erhebt, bekrönt von ihre geiſtigen und philantropiſchen Ideen gewirkt.
furchtbar zerriſſen, ſo daß die Gefahr ſich ſehr erhöhte und
einem Bronzeadler mit geſenkten Flügeln, hat zwei Stun=
die
Schwierigkeit und Mühe des Aufſtieges immer größer
den lang ein blutiges Ringen ſtattgefunden. Auf Hon=
* Die Eroberung des Mount MeKinley. Der höchſte wurden. Schlechtes Wetter und die Notwendigkeit, uns
goumont war nämlich der todesmutige Angriff der Di= Berg Nordamerikas, Mount MeKinley in Alaska, iſt nun= über eine Strecke von drei Meilen einen Weg durch das
viſion Jérome gerichtet, während engliſche Garden den mehr endgültig erobert worden. In den letzten Jahren Eis zu hauen, verzögerten einmal unſeren Vormarſch,
Ort verteidigten. 3000 Franzoſen mußten damals in dem wurde freilich ſchon wiederholt berichtet, daß es einem während der Aufſtieg ſich ſonſt in allen Teilen ſehr ſchnell
Garten und dem Gehölz des Gutshauſes ihr Leben laſſen, kühnen Forſcher gelungen ſei, die höchſte Spitze des Berg= vollzog. Das Hauptverdienſt an unſerem Erfolge gebührt
während Wellington 2000 Mann verlor. Die Engländer rieſen zu erreichen; aber den erſten Nachrichten folgten der Klugheit und der Umſicht unſeres Führers aus Alaska
haben bereits ſeit langem ihre Toten durch eine Bronze= immer wieder die Enttäuſchungen auf dem Fuß, ſo daß namens Karſtens. Wir hatten bei der ganzen Expedition
tafel geehrt. Nun erhalten auch die franzöſiſchen Gefal= die Amerikaner ſehr mißtrauiſch geworden ſind Dies= keinerlei Unfall.
lenen ein würdiges Monument, an deſſen Sockel man den mal ſprechen jedoch alle Gründe dafür, daß eine Forſcher=
** Rockefellers Schafe. Rockefeller, der reichſte Mann
Satz Napoleons lieſt: Die Erde ſchien ſtolz darauf, ſo geſellſchaft unter Führung des Archidiakon Hudſon der Welt, kann auch in ſeinem Alter und in ſeiner Muße
viele Tapfere zu tragen.
Stuck aus Alaska die Tat vollbracht hat, deren Aus=
ſich’s
nicht abgewöhnen, als ſmarter Geſchäftsmann und
führung allen Anſtrengungen des Profeſſors Parker von
* Die Tochter Felix Faures In Paris iſt Lucie der Columbia=Univerſität, von Thomas Lloyd und an=
ſparſamer
Wirt zu handeln. Das beweiſt eine kleine
Faure=Goyau, die Tochter des vielgenannten Präſidenten deren erprobten Bergſteigern nicht gelungen iſt, gar nicht Geſchichte, die von dem Petroleumkönig aus ſeinem Som=
der
franzöſiſchen Republik, ihrer reichen philantropiſchen zu ſprechen von dem Polarentdecker‟ Dr. Cook, der einen merſitz in den Pocantico Hills berichtet wird. Er ſpielte
und ſchriftſtelleriſchen Tätigkeit im beſten Alter entriſſen dicken Band mit der Schilderung ſeines Aufſtieges und mit einigen Freunden Golf, und dabei ſagte einer von
worden. Während der Präſidentſchaft ihres Vaters war der Aufpflanzung des Stern= und Streifenbannes auf der ihnen: Warum kaufen Sie nicht ſo etwa 400 Schafe und
die geiſtvolle und tatkräftige junge Dame die eigentliche höchſten Spitze veröffentlicht hat, die ſich auch hinterher als laſſen Sie auf Ihren Golfplätzen weiden. Sie würden
Herrin des Elyſee die dem erſten Salon Frankreichs ein Phantaſieprodukt erwies. Archidiakon Stuck bringt damit die Koſten ſparen, die das Grasſchneiden ver=
eine
ſchöngeiſtige Prägung zu verleihen wußte. Sie be= ſo viel Beweismaterial zurück, daß die Amerikaner nicht urſacht. Rockefeller war höchlichſt intereſſiert. Was
gleitete ihren Vatkrauf ſeinen Reiſen und ſollihm manchen mehr an der endgültigen Eroberung der Spitze des Kon= koſten wohl die Schafe? fraate er eifrig. Nun. unter 24
Ratſchlag gegeben haben; man nannte ſie ſeine Egeria. tinents zweifeln. Die Expedition war mit Karten und Schilling das Stück werden Sie ſie wohl nicht bekommen,
Schon damals begann ſie ſich humanitären Beſtrebungen Beobachtungsmaterial von Profeſſor Parker ausgerüſtet ſo daß ſie im Ganzen etwa 9600 Mack aufwenden müſſen.
zu widmen und begründete die Bruderliga der Kinder und ſeit Monaten ſorgfältig vorbereitet. Der Archidiakon O, das iſt zu viel, meinte der Dollarkönig erſchrocken.
Frankreichs, die ſich die Aufgabe ſtellte, alle Formen Stuck der ſeit 1904 als Miſſionar unter den Indianern Aber ſeit dieſem Geſpräch war er nachdenklich, zerſtreut
des kindlichen Elends in Frankreich und den Kolonien zu von Algska tätig iſt, hat als Bergſteiger eine reiche Er=beim Spielen und ſtand rechnend da. Er kalkulierte ſich
lindern und zu beſeitigen. Nach dem Tode ihres Vaters fahrung hinter ſich; er hat faſt alle hohen Spitzen in den aus, was ihm ſeine großen Grasſchneidemaſchinen koſten,
wandte ſie ſich dann der Schriftſtellerei zu. Ihr religiöſer Rocky Mountains von Kanada und Kolorado und auch was er beim Verkauf der Schafe gewinnen könnte und
Sinn und ihre tiefe Liebe zur Schönheit zogen ſie zu dem viele der höchſten Spitzen in den Alpen erſtiegen. Der An= fand ſchließlich, daß der Freund recht hatte: dieſe Schaf=
Italien des Mittelalters hin, zu dem Florenz Dantes und griff auf den Mount MeKkinley wurde vom MePhees= zucht auf den Golfplätzen war eine gute Anlage. Sogleich
den Dichtungen der Myſtiker. Beſonders den großen Paß in einer Höhe von 9000 Fuß unternommen, wohin gab er einen Auftrag für 400 Southdown=Schafe, die in
Dichter der Göttlichen Komödie hat ſie mit Inbrunſt ſtu= bereits im vorigen Sommer Vorräte geſchafft worden dieſen Tagen per Automobil auf ſeinem Sommerſitz ein=
diert
und ihrer Liebe in einem Buch über Die Frauen waren. In ſeinem Bericht erklärt Archidiakon Stuck: getroffen ſind und bereits gemächlich die Arbeit der Gras=
im
Werk Dantes Ausdruck verliehen. Außerdem ſchrieb Die gegenwärtige Schätzung der Höhe des Gipfels iſt ſchneidemaſchinen beſorgen.

[ ][  ][ ]

8
die

Nummer 147.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 26. Juni 1913.
Seite 5.
i erehent enh in bite lante ie Seneien
nach uner gu tinemn Grgehnis geſülhe haden. Sals=
ſchaft
allein 6716 Mark bei, im ganzen hatte ſie nahezu
ſelretär Dr. Delbrück: Ich bin heute auf den Fall des
Deutſcher Reichstag.
25000 Mark für dieſen Zweck aufzubringen. Zur Deckung
Dänen nur zu ſprechen gekommen, weil bei der zweiten
aller dieſer Ausgaben, die ſich durch die verſchiedenen Auf=
* Berlin, 25. Juni. Präſident Dr. Kaempf Leſung der Regierung der Vorwurf der Illoyalität ge=
wendungen
noch weſentlich erhöhen, hatten die Genoſſen=eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 5 Min. Auf der Tages= macht worden war, weil wir verſchwiegen hätten, daß es
ſchafts=Mitglieder an Beiträgen 329875,13 Mark im letz=ordnung ſteht zunächſt die
ſich um eine Beſtrafung handele, die in die Jugendzeit des
ten Jahre aufzubringen da dem ſolventen Unternehmer=
Delinquenten falle und daß es ſich lediglich um einen Dieb=
ſtande
auch die uneinbringlichen Beiträge fallierter Ge= dritte Beratung eines Reichs= und Staatsangehörigkeits= ſtahl von Obſt gehandelt habe. Demgegenüber habe ich
geſetzes.
werbetreibenden mit zuſammen 25 584 Mark zur Laſt
feſtſtellen wollen, daß es ſich um die Entwendung von
fielen. Es entfielen z. B. auf 1000 Mark Lohn, ausgegeben
Abg. Dr. Landsberg (Soz.): Von Großzügigkeit Geld, alſo um den Tatbeſtand des Diebſtahls gehandelt
im Maurerbetrieb im Bezirk der hieſigen Sektion, 13,81 iſt in dieſem Geſetz keine Spur. Wir hatten uns eine hat. Der Vorwurf der Illoyalität war alſo ungerecht=
Mark Beitrag, ein Betrag, der ſich bei Abbruch=Arbeiten Kräftigung des Reichsgedankens verſprochen. Und dabei fertigt. Ferner hat der Abg. Hanſen an mich die Frage
von Gebäuden ſogar auf 107,39 Mark ſtellte Die Rück= ſind unſere Anträge durchweg abgelehnt worden, bloß gerichtet, wie es komme, daß die von uns eingeleiteten
lage (Reſervefonds), deren Höhe ebenfalls geſetzlich genau weil ſie von unſerer Seite ſtammten. Einen Teil der An= Verhandlungen mit Dänemark über die Regelung der
feſtgelegt iſt, betrug am 31. Dezember 1912 3 738 450,11 träge haben wir jetzt erneut eingebracht und von ihrer Staatenloſenfrage noch immer zu keinem Ergebnis geführt
Mark ſie iſt mündelſicher anzulegen. Die Einforderung Erledigung machen wir unſere definitive Stellungnahme haben. Ich habe darauf zu antworten: Die Verhandlun=
der
Beiträge machte eine Verſendung von 16607 Anforde= zu der Vorlage abhängig. Staatsſekretär Dr. Del=gen werden erſt dann mit Erfolg zu Ende geführt, wenn
rungen nötig, 18923 Geldſendungen und 2095 Einzahl=brück: Bezüglich des von dem Abg. Hanſen bei der zwei= keine Ausſicht mehr beſteht, daß Deutſchland mit einem
ungen in bar bei der Genoſſenſchaftskaſſe waren einzu= ten Leſung vorgebrachten Falles eines nordſchleswigſchen Geſetz die Frage aus der Welt ſchafft. Die Staatenloſen=
nehmen
. Einer beſonderen Verwaltung unterliegt nach Dänen habe ich feſtzuſtellen, daß der Betreffende nicht frage iſt eine Folge der däniſchen Geſetzgebung. Die
dem oben genannten Bericht die Aufbringung der Mittel wegen eines Apfeldiebſtahls beſtraft worden iſt, ſondern, däniſche Regierung hat ſich aber bisher geweigert, darin
zu den 65 Unfällen, die ſich durch vorübergehendes Ar=weil er aus einer verſchloſſenen Kommode der Tochter ſei= eine Aenderung eintreten zu laſſen, und ſie wird es auch
beiten ſonſt dem Arbeiterſtande angehörender Verletzten nes Dienſtherrn ein Portemonnaie mit Inhalt geſtohlen nicht tun, ſo lange ſie überzeugt iſt, daß die däniſchen
hat. Er iſt wegen ſeines damaligen jugendlichen Alters Intereſſen nicht genügend gewahrt ſind. Der Antrag
und bei Uebernahme von Arbeiten durch dieſe einſtellten
Regiebaubetriebe. Die Genoſſenſchaft zählte im Jahre mit einem Verweis rechtskräftig verurteilt worden. Was Albrecht wird ſodann abgelehnt. Zu § 7, Zuſtändigkeit
1912 3127 Fälle dieſer Art, bei denen 1463 443 Mark ver=den Widerſtand gegen die Staatsgewalt anbetrifft, ſo des Reichskanzlers betreffend Feſtſtellung von Bedenken
dient wurden, die an Prömien 34 385,39 Mark einbrachten, handelt es ſich um eine perſönliche und wörtliche Beleidi= gegen Einbürgerung in einen Bundesſtaat, beantragen die
Sozialdemokraten, die Entſcheidung des Bundesrates
Während in den ſelbſtändigen Gewerbebetrieben auf 1000 gung eines Polizeiſergeanten, nicht eines Nachtwächters. vorzuſehen. Abg. Dr. Quarck (Soz.): Unſer Antrag
beſchäftigte Perſonen im Durchſchnitt nur 6,19 Unfälle Die Tendenz des Geſetzes ſoll dahin gehen, den im Aus=
kamen
, paſſierten 41,91 auf die gleiche Anzahl Beſchäftig= land lebenden Deutſchen und ihren Nachkommen die Bei= iſt notwendig, will man nicht jeden Fortſchritt aus dem
ter, wenn dieſe auf eigene Rechnung eine Bau=behaltung ihrer Reichs= und Staatsangehörigkeit zu er= Geſetz beſeitigen. Es ſteht nun einmal feſt, daß Preußen
gebeit übernahmen. Die Unfallaſten betrugen hier 35 620leichtern und den Verluſt zu erſchweren. Zeitweiſe iſt der böſe Geiſt in Deutſchland iſt. (Vizepräſident.Dove
Abg. Waldſtein (Fortſchr.
dieſe Tendenz in ihr Gegenteil verkehrt worden. Die rügt dieſen Ausdruck.)
Mark von denen 3601 Mark auf die hieſige Sektion II ſozialdemokratiſchen Anträge würden ein unentwirrbares Vpt.): Durch dieſen Antrag würde das Gute, das die
entfallen , darin ſind allein 26254 Mark an Renten für Verhältnis für die im Ausland lebenden Deutſchen er= (Kommiſſion geſchaffen hat, wieder beſeitigt werden.
Verletzte enthalten. Seit dem Jahre 1888, waren zuſam=
Abg. Bernſtein (Soz.): Es ſteht noch keineswegs feſt,
men für Aufwendungen in ſolchen Fällen nötig 187099,12 geben und würden für uns das ganze Geſetz unannehmbar
machen. Ich muß Sie deshalb bitten, die Anträge abzu= daß Preußen das Geſetz anwenden wird. Staatsſekretär
Mark. Auch hier wurden durch die Genoſſenſchaft vor lehnen. Abg. Blunck (Fortſchr. Vpt.): Wir ſehen in Dr. Delbrück: Es iſt abſolut notwendig, daß das Recht
dem Beginn ihrer Verpflichtung ausgegeben 746,20 Mark, dem Geſetz, wie es jetzt vorliegt, einen weſentlichen Fort= des Einſpruches allen Bundesſtaaten gegeben wird Be=
davon
252 Mark allein von der hieſigen Sektion II. Der ſchritt gegen den früheren Zuſtand und könnten es nicht züglich der Einbürgerung muß Einheitlichkeit in ſämtlichen
Reſervefonds betrug am 31. Dezember 1912 34 022,97 Mark, verantworten, das Geſetz nach den hier vorliegenden An=Bundesſtaaten beſtehen und dazu bietet der § 1 die Hand=
der
ebenfalls mündelſicher angelegt iſt.
trägen ſcheitern zu laſſen. Wir haben das Vertrauon zu habe. Bei der Abſtimmung über den ſozialdemokrati=
Ueber die Durchführung der Unfall=Verhütung ſei Fol=den Behörden, daß ſie das Geſetz loyal anwenden wer= ſchen Antrag iſt Hammelſprung notwendig. Für den An=
gendes
dem genannten Verwaltungs=Bericht entnommen: den, ſo daß alle Beſchwerden verſchwinden, unter denen trag ſtimmen 121, dagegen 164 Abgeordnete. Der An=
Von den verſicherten 14850 Gewerbe=Betrieben, waren als die Staatsloſen im Deutſchen Reich bisher gelitten haben. trag iſt abgelehnt.
reviſionsbedürftig nach Merkmalen des Reichs=Verſiche= Die eingebrachten Reſolutionen werden hoffentlich von
§ 10 enthält die Beſtimmungen über eine Einbürger=
rungsamtes
5763 und von obigen Regiebaubetrieben der Regierung autgeheißen werden, ſo daß auch eine Zen= ung von Staats=, Kommunal=, Kirchen= und Schulbeam=
706 erkannt worden, das ſind alſo 17977 gemeldete und tralſtelle geſchaffen wird für die ehemaligen Deutſchen, ten. Abg. Gröber (Zentr.) beantragt auch die An=
6469 reviſionsbedürftige Betriebe, in denen 37712 Einzel= damit ſie ihre Zugehörigkeit leicht wieder erwerben ſtellung eines im Dienſte einer von den Bundesſtagten
Reviſionen ſtattfanden. Dieſe haben die 14 Aufſichts= können. An der weiteren Debatte beteiligen ſich die anerkannten Religionsgeſellſchaft für einen Deutſchen als
beamten an zuſammen 3505¾4 Tagen davon allein 60794Abgg. Bernſtein (Soz.), Landsberg (Soz.) und Aufnahme, für einen Ausländer als Einbürgerung gelten
Tage von der hieſigen Sektion II vorgenommen, beiBlunck (Fortſchr. Bpt.) Damit ſchließt die General= zu laſſen. Dies ſei namentlich für Synagogengemeinden
denen 177333 Arbeiter angetroffen wurden. Die Aus=debatte.
von Wichtigkeit, da ihre Beamten nicht als im Kirchen=
gaben
für alle dieſe=Reviſionen iſt oben mit 56 200 Mark
Zu § 2 beantragt Abg. Dr. Quarck=Frankfurt a. M. dienſt angeſehen werden könnten. Der Antrag iſt not=
bereits
angegeben. Die Forderung der Arbeiter=Organi= (Soz.), die Erwerbung der Staatsangehörigkeit in einem wendig im Sinne der Gleichberechtigung der Konfeſſionen.
Staatsſekretär Dr. Delbrück: Aus früher gemachten
ſationen, daß auf 1000 Betriebe ein Aufſichtsbeamter zu Bundesſtaat u. a. auch von der Begründung des Wohn=
entfallen
habe, iſt demnach im Bezirk der Heſſen=Naſſau= ſitzes bezw. Erwerbung des Unterſtützungswohnſitzes ſei= Einwendungen heraus möchte ich Sie bitten, dieſen An=
iſchen
Baugewerks=Berufsgenoſſenſchaft längſt erfüllt, tens eines Deutſchen abhängig zu machen. Der Antrag trag abzulehnen. Es würde ein Eingriff in die Zuſtändig=
Wir brachten dieſe Zahlen, um dem Uneingeweihten ein= wird abgelehnt. § 2 wurde in der Faſſung der zweiten keit der einzelſtaatlichen Geſetzgebung ſein. Aba. Grö=
mal
zu zeigen, welche ungeheuren Aufwendungen im In=Leſung angenommen. Die folgenden Paragraphen wer=ber (Zentr.): Dieſe Auskunft iſt bedenklich, namentlich
tereſſe unſeres Arbeiterſchutzes gemacht werden. Be= den ohne Debatte angenommen. Bei § 7 begründet Abg. für die Praxis im Oſten des Reiches. Der Antrag wird
rückſichtigt man, daß 66 Berufs=Genoſſenſchaften dieſer Art Bernſtein (Soz.) einen Antrag, demzufolge der Antrag angenommen. Der Reſt des Geſetzes wird ohne
im Deutſchen Reiche beſtehen, von denen die Heſſen=auf Einbürgerung nicht zurückgewieſen werden darf, wenn Debatte erledigt. Damit iſt das Geſetz definitiv
Naſſauiſche Baugewerks=Berufsgenoſſenſchaft ſicher eine der Antragſteller keinem Staate angehört und aus derangenommen. Das Geſetz tritt am 1. Januar 1914
der kleinſten iſt, dann kann man ſich einen ungefähren Be=Ehe zwiſchen einem Ausländer und einer Frau hervor= in Kraft. Die mit der Vorlage in Verbindung ſtehende
ariff der Ausgaben für die Arbeiterwohlfahrt im Deutſchen gegangen iſt, die bis zur Eingehung der Ehe eine Deutſche Abänderung des Reichsmilitärgeſetzes und betreffend die
Reiche machen die mit den anderen Zweigen unſeres war; ferner, wenn der Antragſteller in Deutſchland ge= Wehrpflicht, wird gleichfalls angenommen.
ſtaatlichen Verſicherungsweſens, der Kranken=, Invaliden= boren iſt und ſich bis zur Volljährigkeit ohne längere
Eine Reſolution der Kommiſſion auf Schaffung
und Hinterbliebenen=Verſicherung in kaum mehr nenn=Unterbrechung in Deutſchland aufgehalten hat. Abg,eines Reichsverwaltungsgerichts, dem auch
baren Zahlen auszudrücken wären. Den hieſigen Bauge= Hanſen (Däne): Wenn der Fall des ſtaatenloſen Dänen die Entſcheidung über Streitfragen aus dieſem Geſetz in
werbetreibenden iſt dringend anzuraten, bei der einſchnei= ſich ſo verhält, wie der Staatsſekretär ausgeführt hat, ſo letzter Inſtanz zu übertragen iſt, wird angenommen.
denden Bedeutung all der Fragen, die in der genannten will dieſer Verweis im jugendlichen Alter nichts beſagen Ebenſo eine Reſolution der Nationalliberalen nach kur=
Verſammlung zur Erörterung kommen, an derſelben teil gegen die Tatſache, daß er ſich nachher gut geführt hat. zer Begründung durch den Abg. Zimmermann (natl.) auf
zu nehmen.
Ferner bitte ich die Regierung um Auskunft, wesbalb die Schaffung einer Zentralſtelle im Auswär=
Verhandlungen mit Dänemark über die Staatenloſenfraget igen Amt, durch die ehemalige Deutſchen die Wie=
Ze
Ma
einigung ihre prononzierte Note aufgedrückt haben, und in denen die Summe der Halbtalente viel zu gern Unter=
gerade
darum darf man ſich einigermaßen wundern, daß ſchlupf zu finden gewohnt iſt, die nur im Schatten oder
Lopis Corinth.
der Meiſter ſich erſt in dem Augenblick wirklich die An= nach den vermeintlichen Rezepten eines Großen zu ar=
Von G. Biermann.
erkennung ſeiner Zeit erobern konnte, wo die Geſchichte beiten pflegen, haben zu allen Zeiten der Verflachung in
Der 107 Band der im Verlage von Velhagen u Kla=der Sezeſſion ſchon wie ein Stück Hiſtorie erſcheint, wo der Kunſt vorgearbeitet; ſie wirken aber direkt gefährlich,
niemand mehr den Mut haben wird, an den großen Ver= wenn ſie wie gegenwärtig mit den allgemeinen Ten=
ſing
(Bielefeld und Leipzig) erſcheinenden Künſtler=
monographien
bringt aus der Feder Profeſſor G. dienſten zu zweifeln, die ſie in der Tat um das Erwachen denzen unſerer Tage liebäugeln und die Schwachen durch
Biermanns, des künſtleriſchen Beirats im Kabinett der jungen deutſchen Kunſt gehabt hat. Heute freilich ihre unverblümte Arroganz zu verblüffen ſuchen. Nivel=
Sr. Kal. Hoheit des Großherzogs, eine umfaſſende Bio= weiß man ganz allgemein in Deutſchland, wie ſegens=lierung der künſtleriſchen Arbeit iſt Niedergang. Malerei
graphie einer der intereſſanteſten Künſtlererſcheinungen reich der durch den Mut und das ſtarke Können der Se=läßt ſich im großen nicht nach Rezepten erledigen, die man
zeſſioniſten entfachte Kampf für die Klärung der künſt=dieſem oder jenem führenden Geiſte abgelauſcht hat.
unſerer Zeit, Lovis Corinth.
Das vorliegende Buch, das in beinahe anderthalbhun= leriſchen Prinzipien geweſen iſt, und ſo oft er auch den Michelangelo hat zwar das Barock heraufbeſchworen,
dert Abbildungen, darunter vielen farbig reproduzierten, Widerſpruch des Publikums bewußt herausgeſordert hat, aber es wäre verkehrt, ihn für alle Sünden der nach ihm
ſeiner Werke aus allen Entwicklungsperioden deren er ſo heilſam iſt die für die neuen Tendenzen der Kunſt not= arbeitenden Generation verantwortlich zu machen, und
viele durchgemacht, einen umfaſſenden, faſt erſchöpfenden wendige Ausſprache vor der Oeffentlichkeit geweſen. Die ähnlich ſtehen auch Eézanne und van Gogh im Grunde
Ueberblick über Lovis Corinths Schaffen gewährt, ſtellt wenigen Führer aber, die gegen Ende der neunziger völlig außerhalb der halb exentriſchen, halb dilettierenden
die außerordentlich fleißige, auf ebenſo großem Kunſtver=Jahre gezwungen waren, ſich zuerſt zu einer kleinen Ge= ertremen Kunſtbewegung jener Modernſten, die bisher
ſtändnis im allgemeinen, wie liebevollem Verſtehen der meinde verwandter Kräfte gegenüber der Maſſe der viel nur ganz wenigen wirklichen Perſönlichkeiten Raum ge=
Kunſt Corinths im beſonderen, beruhende Arbeit eines zu vielen zuſammenzuſchließen, dürfen heute ſchon die ſchaffen hat, welche auch ohne die große Schar der Mit=
funſthiſtoriſch
gebildeten Literaten dar und darf tertlich im Klaſiker der Moderne genannt werden; ſo ſchnell hat läufer zur Aneriennung kommen miſſen.
Dieſe allgemeinen Bemerkungen ſtehen im engſten Zu=
Stil und im Aufbau als muſtergültig angeſprochen werden. ihnen die Zeit ſelbſt recht gegeben, ſo üppig und kühn iſt
Das anzuerkennen, hindert uns in keiner Weiſe, die Tat= unter ihrem Beiſpiel auch der künſtleriſche Nachwuchs her= ſammenhang mit der Wertung eines Mannes wie Lovis
ſache, daß wir nicht in allem, d. h. nicht in der durch= vorgetreten, der heute alle Verſprechungen der nächſten Corinth, der eben auf der Höhe ſeines Lebens angekom=
aus
uneingeſchränkten Anerkennung des Kunſtſchaffens Lo= Entwickelung preisgibt. Freilich hat es eine Zeitlang men, deſſen Werk im ganzen heute ſchon der Geſchichte
bis Eorinths mit dem Autor einig gehen. Wie es aberl geſchienen, als ſeien im Kampfe um die Moderne die ſelbſt beizurechnen iſt. Denn gerade in ihm darf man
wohl nicht Zweck der Künſtlermonographien iſt, im ein= Kräfte gar zu ſchnell verbraucht worden, als würde not= einen ebenſo ſtarken Widerpart gegen alle kendenziöſen
zelnen zu kritiſieren, ſondern vielmehr dem Verſtändnis wendigerweiſe der Revolution eine Stagnation folgen, Richtungen ſchlechthin erkennen, wie man ihn in erſter
für die Kunſt und all ihrer Zweige die Wege zu ebnen. was als müſſe gerade der Impreſſionismus zu einer Schema=Linie immer nur als kraftvoll gefügte Perſönlichkeit rich=
auch
wir als unbedingte Notwendigkeit unſerer Zeit im tiſterung der Malerei hinführen; alles Sorgen und Beden=tig einzuſchätzen vermag. Erſt wenn man ſein ſtatliches
Intereſſe der Kunſt und des Laien anerkennen, ſo ſoll der ken, die verfrüht geweſen ſind, wie gerade die jüngſte Be= Lebenswerk ganz unabhängig von allen äußeren Berüh=
Zweck dieſer Zeilen nicht eine Auseinanderſetzung über wegung gezeigt hat. Was die Sezeſſion gegenwärtig an rungspunkten mit dem Werden der Zeit betrachtet, wenn
ein in ſeinen Grenzen kaum zu überſehendes Für und jungen Talenten in ſich ſchließt, weiſt wohl deutlich auf man empfindet, wie ſich auf all dieſen Proben ſeines viel=
wider
Corinth ſein. Wir möchten es vielmehr mit der eine Verſchiebung der künſtleriſchen Prinzipien hin, ja ſeitigen Könnens auch der Menſch im Künſtler reſtlos
Feſtſtellung genügen laſſen, daß teilweiſe Gegnerſchaft ein= man kann ohne Mühe ein Abflauen des reinen Impreſ=offenbart hat, wie hier in einer ſelten erlebten Treue
zig in äſthetiſchen Gründen beruht. Corinths außer=
ordentliches
Können, das ſich vermöge der ihm innewoh= ſionismus zugunſten einer wieder mehr formalen Kunſt gegen ſich ſelbſt alles einer inneren Notwendigkeit, ja man
nenden unbeſiegbaren Kraft, die oſt in robuſter Form nach konſtatieren; aber es wäre völlig verkehrt, damit die Be=kann ſagen, einer ausgeglichenen Weltanſchanung ent=
Ausdruck ringt, längſt gegen viele Anſeindungen durchge: deutung der doch vornehmlich durch die Sezeſſion vor=ſprungen iſt. erſt dann erſcheinen auch die einzelnen Pro=
ſetzt
hat, hat ſchon durch dieſe Tatſache allein ſeine Größe wärts getriebenen impreſſioniſtiſchen Bewegung zu ver= ben ſeiner Kunſt als Teile einer großen Geſamtharmonie,
bewieſen, die ernſtlich übrigens kaum beſtritten werden neinen, weil auch das durch Liebermann und ſeinen Kreis die trotz allen ſcheinbaren Widerſprüchen immer wieder
konnte Wir kennen heute Lovis Corinth, trotz aller Viel=betonte Kunſtprinzip ſo unmittelbar aus der Zeit ſelbſt zur Bewunderung zwingt.
Noch einige Worte dem Werke ſelbſt: Da der Verfaſſer
ſeitigkeit ſeines Könnens und troßz des vielſach revolutio=heraus geboren iſt und ſich pſychologiſch in vollſter Har=
när
anmutenden Charakters ſeiner Malerei, der ſich ſo= monie mit den übrigen Tendenzen des allgemeinen ſo= Kunſtkenner und Wiſſenſchaftler in einer Perſon iſt, er=
wohl
in der Technik wie in der Wahl ſeiner Motive und zialen Aufſtieges erweiſt. Corinth freilich ſteht für ſich hebt er ſein Buch weit über den Durchſchnitt ſonſt gewohn=
ſchließlich
in der Auffaſſung und Löſung ſeiner Aufgaben überhaupt außerhalb der durch den Impreſſionismus ter Mono= und Biographien. Er beſchränkt ſich nicht auf
ausprägt, als eine in ſich gefeſtigte Künſtlernatur von markierten Bewegung, ſoweit ſie ſchulbildend geweſen iſt. eine Definition des Kunſtſchaffens Corinths, ſondern er
unbeſtreitbarer Selbſtändigkeit und Kraft. Es iſt darum Die Kraft ſeiner Perſönlichkeit hat äußere Einflüſſe, ſucht auch den Menſchen in ſeiner engen Verbindung zur
unbedingt dem zuzuſtimmen, was der Autor gewiſſer= denen beweglichere Talente ſo leicht unterliegen, immer Kunſt zu erfaſſen und dem Leſer näher zu bringen, dem
maßen programmatiſch in der Einleitung ſeines Werkes vereint. Die Logik ſeiner Entwickelung iſt vielleicht ſogar Verſtehen zu erſchließen. Damit geſchieht eine Tat. In
der ſchönſte Beweis für die Tatſache, daß auch unſere Zeit der Reihe der von H. Knackfuß im genannten Verlag her=
ſagt
:
In Lovis Corinth iſt wie in nur wenigen ſeiner im Grunde die Freude an den immer ſeltener werdenden ausgegebenen Künſtler=Monographien wird der Band
mitſtreitenden Kollegen ein Kapitel norddeutſcher eigenwilligen Erſcheinungen, die turmhoch über der ſie Corinth einen bevorzugten, wenn nicht einen Ehrenplatz
Malerei verkörpert; ſein Schaffen umſchreibt nicht min= umgebenden Maſſe ſtehen, noch kennt, und daß die Kunſt, einnehmen.
Ein Wort des Dankes und der Anerkennunglauch dem
der auch die Geſchichte der Berliner Sezeſſion in den genau wie in der Vergangenheit, ſo auch in Gegenwart
wichtigſten Jahren ihrer Entwickelung. Man kann ſogar und Zukunſt einzig durch die Kraft und Adel der Perſön= Verlag. Die Künſtler=Monographien techniſch und in=
ſind
eine aus=
ohne
Uebertreibung ſagen, daß ſeine Werke neben denen lichkeit getragen wird. Auf dieſen Gedanken wird ſich haltlich gleich vorzüglich ausgeſtattet
von Liebermann es in erſter Linie geweſen ſind die jeder gerade unſere Zeit energiſch zu beſinnen haben, wenn ſie gezeichnete Bibliothek, gleich wertvoll für Laien wie für
M. St.
Sommerausſtellung dieſer fortſchrittlich geſtimmten Ver=ihr Beſtes nicht preisgeben will. Sogenannte Schulen, Kunſtverſtändige und Künſtler.

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Nummer 147.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 26. Inni 1913.
Seite 6.
Nach bebateloſer Erledigung eines Nachtragseiats
ent. 6. her grichsanges brigkeit erei
der kalter bei den degelreganen.
in der erſten und zweiten Leſung folgt die
leichtert werden ſoll. (Bravo!) Es folgt die
* Brunsbüttelkoog. 24. Juni. Nach dem um
erſte Leſung des Abkommens zur Vereinheitlichung des zweite Leſung des Geſetzentwurfs über Erhebung eines 10 Uhr 5 Minuten erfolgten Start der A1=Klaſſe, wobei
außerordentlichen Wehrbeitrages.
die neue Hamburg 2½ ſehr gut abkam, führte dieſe. Ger=
Wechſelrechts
Staatsſekretär des Reichsſchatzamts Kühn: Der mania und Meteor, die etwas zurückgeblieben waren,
vom 23. Juli 1912 nebſt der dazu gehörigen einheitlichen
Staatsſekretär des Auswärtigen Grundgedanke der Erhebung eines Wehrbeitrages war, folgten. Als bei Cuxhaven eine Flaute einſetzte, rückte
Wechſelordnung.
von Jagow: Das Abkommen über die Einführung das Vermögen zu treffen. An die Art und Weiſe der Meteor zu Germania auf und überholte dieſe ſpäter.
einer Wechſelordnung, das die verbündeten Regierungen Durchführung der Heranziehung des Vermögens wurde Hamburg 2 rundete um das Feuerſchiff als erſtes um
Ihnen zur verfaſſungsmäßigen Genehmigung vorgelegt, eine ſcharfe Kritik angeſetzt, namentlich wurde bemängelt, 12 Uhr 44 Minuten. Eine plötzlich einſetzende Gewitterbö=
hat
eine lange und bewegte Vorgeſchichte. Es verwirklicht daß es dem Geſetz an ausgleichender Gerechtigkeit fehle. behinderte Meteor und Germania am Runden des
Hoffnungen und Beſtrebungen, über die ſich ſeit einem Die Kommiſſion hat dieſem Mangel abzuhelfen verſucht, Feuerſchiffes, während die Hamburg bei der Flaute
halben Jahrhundert die Handels= und Juriſtenkreiſe der iſt hierbei aber in das entgegengeſetzte Extrem verfallen. ihren Vorſprung vermehrt hatte. Dem Meteor der 10
Kulturvölker lebhaft geäußert haben. Deutſchland hat ſeit Wenn auch der von der Kommiſſion trotz der langen, Minuten nach Hamburg das Merkboot rundete folgte
der Mitte des 19. Jahrhunderts ein nationales einheit= dankenswerten Arbeit umgeſtaltete Entwurf nicht überall 3 Minuten ſpäter Germania. Bei einer zeitweilig ein=
liches
Wechſelrecht und hat dieſe Beſtrebungen nach Kräf= Zuſtimmung findet, ſo beweiſt das die Richtigkeit des Er= ſetzenden Flaute konnte die Germania dem Meteor
fahrungsſatzes, daß es nicht möglich iſt, bei Vermögens= ziemlich nahe kommen, jedoch nicht verhindern, daß Me=
ten
gefördert. Die Reichsleitung hat bereits in den 70er
Jahren den Verſuch gemacht, ſich mit den Haupthandels= leiſtungen nicht gegen die Gerechtigkeit zu verſtoßen. Die teor hinter .Hamburg 2 die damit den Ehrenpreis der
Regierungsvorlage ſah die Beſteuerung auf breiteſter Freien und Hanſeſtadt Hamburg gewann, zweiter wurde:
ſtaaten Europas über ein einheitliches Wechſelrecht zu Grundlage vor, die Kommiſſion hat die Vorlage zu einer Dritter wurde Germania. Bei der 19 Meter=Klaſſe
verſtändigen. Dieſe Bemühungen ſind damals geſcheitert, Einkommenſteuer ausgebaut. Trotzdem wurde ſie außer= ſtellten ſich drei Jachten zum Start. Erſte wurde Ce=
ebenſo
wie in den 80er Jahren der von Belgien unter= ordentlich ſcharf kritiſiert und in Uebertreibungen von! eilie‟ In der 15 Meter=Klaſſe ſtarteten drei Jachten=
nommene
Verſuch, das Ziel durch die Einberuſung inter= Konſiskation und brutalem Eingriff in das Vermögen Den erſten Preis und zugleich den Herausforderungspreis
In den
nationaler Kongreſſe nach Antwerpen und Brüſſel zu er= geſprochen. Ein Eingriff in das Privatvermögen iſt mit des Kaiſers und Königs gewann Paula 34
reichen. Vor etwa ſechs Jahren iſt die ſtockende Beweg= jedem Steuerſyſtem verbunden, es iſt nur Aufgabe der 12 Meter=Klaſſe ging Heiti allein über die Bahn. In
ung durch die Handelskreiſe wieder in Fluß gebracht wor= Regierung, dafür zu ſorgen, daß das zuläſſige Maß nicht der 10 Meter=Klaſſe wurde Pampero erſter, in den
den. Dabei haben ſich insbeſondere die Aelteſten der überſchritten wird Die Frage des Maßes iſt im weſent=8 Meter=Klaſſe Antwerpie 4 erſter. Dollh zweiter.
Kaufmannſchaft von Berlin, an ihrer Spitze der verehrte lichen davon abhängig, ob eine Steuer nur einmal oder Es hatten vier Jachten geſtartet. Kehrwieder ſtartete
Herr Präſident des jetzigen Reichstages, große Verdienſte dauernd erhoben wird. Da kann ich nun nicht umhin, an nicht. Nach dem Gewitter war das Wetter wieder gut, die
erworben. Auch der Reichstag ſelbſt hat ſich durch eine dieſer Stelle nochmals ausdrücklich zu betonen, daß die Sohne kam wieder zum Durchbruch.
Reſolution vom Mai 1907 im Sinne dieſer Beſtrebungen Erhebung des Wehrbeitrages nur eine außerordentliche
* Brunsbüttelkoog, 24. Juni. Der Kaiſer
ausgeſprochen. Inzwiſchen hatte bereits die Reichsleit= einmalige Maßnahme darſtellt und ſich nicht wiederholen
ung den Gedanken wieder aufgenommen. Sie regte ge= darf. (Lachen bei den Soz.) Nur unter dieſer Voraus=fuhr um 7,30 Uhr mit Gefolge von der Hohenzollern mit
meinſam mit der italieniſchen Regierung bei den Nieder=ſetzung konnten die verbündeten Regierungen dem Vor= dem Dampfer Willkommen nach dem Dampfer
Viktoria Luiſe zum Regattadiner. Bürger=
landen
an, eine internationale Konferenz zur Vereinheit= ſchlage des Wehrbeitrages nähertreten. Zur Beruhigung meiſter Schröder und Generaldirektor Ballin empfingen
lichung des Wechſelrechts nach dem Haag einzuberufen, der beteiligten Kreiſe mag auch dienen, daß die Kommiſ= den Kaiſer und geleiteten ihn an Bord.
Die niederländiſche Regierung hat mit dankenswertem ſion beſchloſſen hat, einen etwaigen Ueberſchuß den Ein=
An Bord der Viktoria Luiſe wurde Seine Maje=
Entgegenkommen dieſer Anregung Folge gegeben. Es! zahlern wieder zugute kommen zu laſſen und nicht zur
kam zu den beiden Weltkonferenzen von 1910 und 1911, Schuldentilgung zu verwenden. Wir begrüßen es mit ſtät der Kaiſer von den Klängen der Nationalhymne und
die von faſt ſämtlichen ziviliſierten Staaten beſchickt wur= ganz beſonderer Genugtnung daß nicht ungekehrt vorge=Kanfaren empfangen. Der Kaiſer nahm darauf die
den. Dieſen Konſerenzen war es beſchieden, das lang er= ſehen wurde, eine etwaige Mindereinnahme durch Zu=Preisverteilung für die heutige Regatta im Sa=
ſtrebte
Ziel glücklich zu ereichen. Zum Enderfolg haben ſchläge wieder hereinzuholen, Daraus wird man erſehen, lon vor. Bei der Tafel ſaßen links vom Kaiſer= Bürger=
neben
den beteiligten diplomatiſchen Juriſten die techni= daß der Wehrbeitrag nur zu dem Zweck verwendet werden meiſter Dr Schröder und Generaloberſt v. Pleſſen, rechts
ſchen Delegierten der Konferenz beigetragen, an ihrer ſoll, für den er vorgeſehen iſt. Es werden dieſe Opfer Generaldirektor Ballin und Admiral von Müller, gegen=
Spitze der leider ſo frühzeitig hingeſchiedene deutſche Ver= von der Nation gewiß gern gebracht, um den Frieden ſicher über Mar Schinkel, rechts Richard Krogmann und Ge=
treter
Bankier Arthur Fiſchel, der mit ſeinen großen Er= zu ſtellen, um ſich einen Frieden zu erkaufen, deſſen wir ſandter von Bülow. links der Chef des Zivilkabinetts von
fahrungen der Sache des Wechſelrechts weſentliche Dienſte heute und auch für die Zukunft in militäriſcher und mate= Valentini und Admiral von Heeringen. Auf die Anſprache
rieller Hinſicht bedürfen. Mag die Ausdehnung des Frie= des Bürgermeiſters Dr. Schröder erwiderte der Kai=
geleiſtet
hat. Am 23. Juli vorigen Jahres iſt das Ihnen dens dem hohen Preiſe entſprechen, den wir dafür zuſer mit folgendem Trinkſpruch:
vorgelegte Abkommen zur Vereinheitlichung des Wechſel=
Ew. Magnifizenz wollen geſtatten daß ich aus be=
rechts
unterzeichnet worden. Es verpflichtet die Vertrags= zahlen haben. (Beifall.)
Abg. Dr. David (Soz.): Obwohl durch die Arbeit wegtem Herzen meinen Dank ausſpreche für die freund=
ſtaaten
, die Ihnen gleichfalls vorliegende einheitliche Wech=
ſelordnung
bei ſich einzuführen, die ſomit auf dem Gebiet der Kommiſſion unſere Sympathien für das Geſetz ge= lichen Worte, in denen Sie der verfloſſenen 25 Jahre mei=
des
Privatrechts ſich als das erſte internationale Geſetz=wachſen ſind, lehnen wir es nach wie vor ab, daß ſolche ner Regierung am heutigen Tage und an dieſer Stelle ge=
buch
darſtellt. Nach Annahme des Abkommens wird Unſummen für unproduktive Zwecke dem Wirtſchaftsleben dacht haben. In dieſen 25 Jahren iſt eine lichtvolle Seite,
Ihnen daher der Entwurf einer neuen deutſchen Wechſel= entzogen werden. Die Begeiſterung der verſchiedenen und über dieſer lichtvollen Seite ſteht das Wort Hamburg
Klaſſen für 1813 und 1913 hat einer Entrüſtung über die geſchrieben. Es ſei auch mir vergönnt, dem tiefen Schmerz
ordnung vorgelegt werden, der auf der einheitlichen immenſen Belaſtungen Platz gemacht. Zum erſtenmal Ausdruck zu geben, den ich mit Ihnen allen geteilt habe,
Wechſelordnung beruht und zugleich die den Landesrechten follen die Hetzer zu fühlen bekommen, was es heißt, als Sie der Verluſt dieſes unvergleichlichen Mannes traf=
vorbehaltenen
Aenderungen und Ergänzungen enthält. immerwährende Belaſtungen zu verlangen. Auch die Für= den ich mit Ihnen heute teile, wo wir ihn zum erſten Male
Die Haager Wechſelordnung hat die bewährten deutſchen ſten werden ihre Lehren daraus ziehen können. Der König nicht unter uns ſehen. Es war im klaſſiſchen Altertum
Grundſätze des deutſchen Wechſelrechts im weſentlichen ſoll der erſte Diener des Staates ſein und er ſoll ſich auch Sitte, daß die Griechen nach gewonnener Schlacht vor der
beibehalten, daneben aber auch auf das franzöſiſche Syſtem den Opferleiſtungen nicht entziehen. Der Wehrbeitrag iſt Siegesfeier der Gefallenen gedachten. Wir wollen auch
die gebührende Rückſicht genommen und ſich in einzelnen nichts anderes als eine direkte Reichsſteuer daran ändert heute eines Mannes gedenken, der in der Schlacht des Le=
wichtigen
Punkten dem angelſächſiſchen Syſtem angeſchloſ= auch die Erklärung des Staatsſekretärs nichts. Wir lehnen bens ſtets das Schwert zu führen verſtand und den Na=
ſen
. Sie kann daher mit Recht eine Weltwechſelordnung das Geſetz ab. Abg. Spahn (Ztr.): Daß es ein Ver= men ſeiner Vaterſtadt überall durchgeſetzt hat. Sein
enannt werden. Das Haager Abkommen iſt bisher von dienſt der Sozialdemokraten ſei, daß das Geſetz ſozialer Schwert ruht nun in der Scheide, er hat den guten Kampf.
26 Staaten, darunter von Deutſchland und den anderen geworden iſt und ein ſchöneres Geſicht bekommen habe, ausgekämpft, der ihm verordnet war. Als ich die Nach=
bedeutenderen
Handelsſtaaten des europälſchen Kontinents trift nicht zu. Das iſt namentlich das Verdienſt des Be=richt von ſeinem Hinſcheiden erhielt, war es mir zuerſt
ſowie von faſt allen größeren Staaten Mittel= und Süd= richterſtatters. (Lachen bei den Soz.) Abg. van Ha= ſchwer, daran zu glauben, denn er war mir ein intimer
amerikas, unterzeichnet worden. Auch beſteht die begrün= lem (Reichspt.): Die Heranziehung der Aktiengeſellſchaf= Herzensfreund und naheſtehender Berater. Ich konnte mir
dete Hoffnung, daß die übrigen an der Konferenz beteilig= ten beruht auf einer Anregung meines Parteigenoſſen ſeinen Heimgang in alltäglicher, einfacher, moderner Weiſe
ten Staaten es gleichfalls unterzeichnen werden. Nur Freiherrn v. Gamp. Bemerkenswert iſt, daß die Proteſt= nicht vorſtellen, denn ſeine Natur war ſo unglaublich mit
England und die Vereinigten Staaten von Nordamerika ſtimmen namentlich aus den Reihen der liberalen Kom=Idealen verſehen, daß man ſie getroſt mit Symbolik um=
werden
vorläufig fehlen, da ihre Vertreter im Hinblick promißparteien ſtammen, aus den Handelskreiſen und geben konnte. Ich habe, wie er in ſeiner Vaterſtadt be=
auf
die rechts= und verfaſſungsmäßigen Verhältniſſe dieſer beſonders vom Deutſchen Handelstage, deſſen Eingabe graben wurde, bei ſeinem Leichenbegängnis im Geiſte an
Länder erklärten, ſich nicht an ein einheitliches Wechſel=vom Präſdenten Kaempf unterzeichnet iſt. (Hört! hört! den germaniſchen Heerkönig gedacht, wie er auf ſeinem
recht binden zu können; doch darf man erwarten, daß zum rechts.) Zu den einzelnen Vorlagen behalten wir uns den Schild ausgeſtreckt liegt, die Hände über das Schwert ge=
mindeſten
England ſeine innere Geſetzgebung der Haager freien Entſchluß vor. Gegen die Beibehaltung des Wehr= kreuzt und auf den Schultern ſeiner Krieger auf ſein Schiff
Wechſelordnung nähern wird. Obgleich die Zurückhaltung beitrages müſſen wir ganz entſchieden proteſtieren, getragen wird, auf dem er dann, nachdem es in Brand
der angelſächſiſchen Handelsgebiete zu bedauern iſt, ſo be= Damit ſchließt die Debatte über den grundlegenden § 1. geſteckt iſt, auf das weite Meer hinausgelaſſen wird. Dieſe
deutet es doch einen großen Gewinn für die geſamte Er wird gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und edle vornehme Natur, erfüllt von der Begeiſterung für das
handeltreibende Welt, wenn die übrigen Staaten ſich der Polen angenommen ebenſo § 2. Definition des Be= Deutſche Reich, erfüllt von der Aufgabe des Wirkens für
ſeine Vaterſtadt, hat über uns allen geſtanden. Er war
über das Wechſelrecht einigen. Es bedarf keiner näheren griffes Vermögen im Sinne des §
Zu § 5. Begriff des Kapitalvermögens, liegt ein Kom= überzeugter Hanſeat, eine durch und durch ariſtokratiſche
Darlegung, wie wichtig es für den Kaufmann ſein wird,
Natur. Ew. Magnifizenz erwähnten vorher den Aus=
wenn
er für die Wechſel, die er aus dem Ausland erhält promißantrag der Nationalliberalen, des Zentrums und
der Fortſchrittlichen Volkspartei vor, die Bank= und ſon= ſpruch, den Admiral Seymour tat, als im Jahre 1900 die
oder an das Ausland gibt, im weſentlichen die gleichen ſtigen Guthaben freizulaſſen, ſoweit ſie zur Befriedigung vereinigten Weißen ſich mit der gelben Raſſe zu meſſen
Vorſchriften vorausſetzen kann, wie ſie im Inlande gel= laufender Bedürfniſſe für die nächſten drei Monate dienen. hatten: Ich möchte ihn dahin ausbauen, daß er ſolange
ten. Dabei möchte ich noch beſonders auf die Bedeutung
Der Antrag, der vom Abg. Gothein begründet wird. Geltung haben wird, wie ſolche Männer wie der dahin=
einer
wichtigen Beſtimmung des Abkommens hinweiſen, wird angenommen, ebenſo ein Kompromißantrag, wonach geſchiedene Dr. Burchard es war, in der Front bei uns zu
wonach kein Staat künftig die Gültigkeit des Wechſels von ein noch nicht fälliger Anſpruch auf Lebens= und Kapital= finden ſind. Und nun zu den Lebenden! Thangtos,
den beſonderen nationalen Vorſchriften wird abhängig verſicherung zu zwei Drittel der Summe von eingezahlten wende Dein Antlitz! Wir ſind hier verſammelt. um wie=
machen
dürfen. Dadurch wird ein beſonders mißlicher Prämien oder Kapital berechnet wird oder, falls dies der auf der blauen Flut in Sturm und Gewitter und in
Uebelſtand beſeitigt. Schließlich liegt der Wert des Ab= nachgewieſen werden kann, zu dem Werte, zu dem die der Flaute uns zu meſſen. Von den Huldigungen, die mir
kommens auch auf politiſchem Gebiet, da durch das Ab= Police zurückgekauft würde. § 5 wird angenommen. § 7 zu meinem Jubiläum gebracht worden ſind, ſteht mir noch
kommen ein gemeinſames Band um die Völker geſchlun= wird geſtrichen. § 8 beſtimmt daß Möbel nicht als Ver=der Tag in Grünäu hell vor den Augen, wo die Vertreter
gen wird und zugleich wird eine friedliche Annäherung mögen angeſehen werden ſollen. Hier beantragen die von über 50 000 deutſchen Ruderern mit 630 Booten und
und gegenſeitiges Verſtändnis gefördert. Die verbünde= Sozialdemokraten, auch die Schmuckſachen zu beſteuern. 3000 Ruderern zur Stelle waren. Vom Rheinſtrom bis an
ten Regierungen geben ſich der Hoffnung hin, daß der Der Antrag wird gegen die Stimmen der Sozialdemokra= den Pregel waren ſie gekommen, und, was der Vertreten
Reichstag dem Abkommen feine Zuſtimmung geben wird. ten und der Wirtſchaftlichen Vereinigung abgelehnt.
der deutſchen Rudergeſellſchaft uns mitteilen konnte, daß
(Beifall)
Zu § 12 (Beitragspflichtigkeit der Aktiengeſellſchaften Deutſchland mehr Ruderklubs hat als ganz Eurova zu=
ſammen
, das iſt ein Erfolg, auf den ich ſtolz bin Wie ich
Staatsſekretär des Reichsjuſtizamts Dr. v. Lisco: und Kommanditgeſellſchaften auf Aktien) hat die Kom=
zur
Regierung kam, waren es acht Schulen die ſich am
Der Entwurf enthält eine rechtliche Abmachung der Län=miſſion beſchloſſen beitragspflichtig ſollen ſie ſein, wenn Ruderſport beteiligten. Jetzt ſind es 360. Das aibt uns
der deutſcher Zunge. Es wird damit in Zukunft ein voll= ſie im Inlande ihren Sitz haben, mit den in der Bilanz eine Jugend, wie wir ſie brauchen, keine Uebermenſchen,
ſtändiges Einvernehmen im Wechſelrecht beſtehen. Ich des Betriebsjahres aufgeführten Reſervekontobeträgen zu= aber geſunde Menſchen mit geſunden Gliedern und geſun=
bitte
, dem Entwurf die Zuſtimmung zu geben. Abg. züglich etwaiger Gewinnbeträge, abzüglich der Fonds für den ſittlichen Anſchauungen. Und nun auch hier auf der
Landsberg (Soz.): Wir begrüßen das Abkommen. Wohlfahrtszwecke. Die Kommiſſion hat eine Reihe von Elbe, wie iſt in den Jahren hier alles vorübergegangen.
Wir ſehen darin einen Vorläufer weiterer internationaler Befreiungen ſtatuiert, insbeſondere für Geſellſchaften mit Wie haben ſich die Klaſſen gebeſſert, wie iſt der Bootsbau
Abkommen auf dem Gebiete des bürgerlichen Rechts. Eine gemeinnützigen Zwecken, ſoweit ſie höchſtens 4 Prozent vorwärts gegangen, was ſind unſere Segelmacher für
Kommiſſionsberatung erſcheint uns nicht erforderlich. Wir Verzinſung des Aktienkapitals zulaſſen (nach den Be= tüchtige Leute geworden. Das verpflichtet mich zu herz=
bedauern
nur, daß wir vor dem Abſchluß nicht gehört wor=
den
ſind. Hoffentlich treten Amerika und England noch ſchlüſſen des Bundesrats auch 5 Prozent) wenn Geſell= lichem Dank an die Sportsleute für die Bereitwilligkeit,
nachträglich dem Abkommen bei. Abg. Belzer (Ztr.): ſchaften während der letzten 5 Jahre weniger als 3 Pro= mit ihrem Gelde einzuſpringen, um die Lieferungsmöglich=
Auch wir begrüßen das Geſetz. Es iſt dringend zu wün= zent Dividende verteilt, oder der Kurs= oder Verkaufs= keit in den verſchiedenen Klaſſen der Boote mit ihrem
ſchen, daß Englond und Amerika dem Ablommen bei= wert 80 Prozent nicht überſteigt. Die Sozialdemolraten Segel, Maſt und Takelwerk zu ſtärken, und die Möalich=
treten
. Abg. Junck (natl.): Die Regierung hat hier ein beantragen Wiederherſtellung der Regierungsvorlage. keit zu geben, uns dieſes ſchöne Material zu liefern. Mein
großes Werk geſchickt zum glücklichen Ende geführt. Un= § 12 wird unter Ablehnung des ſozialdemokratiſchen An=Wunſch iſt, daß die nächſten 25 Jahre dieſelbe auf=
ſere
Vertreter ſind dabei mit Entſchiedenheit, aber nicht trags unverändert, mit kleinen redaktionellen Aenderungen ſteigende Kurve innehalten mögen Das kann nur ge=
mit
bureaukratiſcher Engherzigkeit aufgetreten. Eine Kom= angenommen, ebenſo die Paragraphen bis 16.
geſchehen, wenn der Himmel es zuläßt, daß wir uns des
miſſionsberatung halten auch wir nicht für nötig. Abg.
Hierauf wird vertagt. Nächſte Sitzung Donners=Friedens erfreuen wie bisher. Ich trinke auf das Wohl
Gieſe (konſ.): Auch wir begrüßen das Abkommen. Iſt tag 11 Uhr Fortſetzung und Stempelgeſetz. Schluß der Stadt Hamburg und auf den Sport auf der Elbe.
es doch ein langgehegter Wunſch unſeres Handels. Abg. 7 Uhr 30 Minuten.
Hurra! hurra! hurra!
Dove (Fortſchr. Vpt.): Der Ausbau des internationalen
Der Kaiſer verweilte nach dem Male noch längere Zeit
Rechts iſt die beſte Friedensbüraſchaft. Je mehr die In=
an
Vord im Kreiſe der Segler und kehrte dann auf die
tereſſen der einzelnen Völler miteinander verknüpft ſind,
Berlin, 25. Juni. Im Reichstag wurde heute Hohenzollern zurück.
um ſo fühlbarer wird auch eine Störung dieſer Harmonieder Bericht des Grafen von Weſtarp über die
* Brunsbüttelkoog, 24. Juni. Die Kaiſer=
empfunden
. Mit Befriedigung iſt die Zuſicherung des Deckungsvorlage verteilt. Dieſem lag als An= jacht Hohenzollern iſt heute früh 4,30 Uhr nach
engliſchen Delegierten aufzunehmen, daß das engliſche lage eine vom Reichsſchatzamt aufgeſtellte Berechnung Kiel in Seegegangen.
Recht möglichſt dem Abkommen genähert werden ſoll.
bei über die finanziellen Ergebniſſe der
Nach weiteren kurzen Ausführungen ſchließt die erſte Le= von der Budgetkommiſſion gefaßten Be=
* Kiel, 25. Juni. Der Kaiſer hörte heute vor=
ſung
. Da Kommiſſionsberatung nicht beantragt iſt wurdeſchlüſſe. Danach ergeben ſich aus der Beſteuerung mittag auf der Fahrt durch den Kanal an Bord der
ſofort in die zweite Leſung eingetreten und die Vorlage des Vermögens 880 Millionen, aus der Beſteuerung des Hohenzollern die Vorträge des Chefs des Zi=
auch
in dieſer unverändert angenommen.
vilkabinetts und des Marinekabinetts. Nach dem Ankern
Es folgt die
Einkommens 30 Millionen, der Aktiengeſellſchaften 40 Mil= im Kieler Hafen meldeten ſich der Generalinſpekteur der
lionen Mark.
Marine Prinz Heinrich, und die hier anweſenden, in
dritte Leſung des Diätengeſetzes für Schöffen und
Immediatſtellen ſich befindlichen Admirale, ſowie der
Geſchworene.
Stadtkommandant, Generalmajor Albrecht.
Dieſes wird ohne Debatte definitiv angenommen.

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Nummer 147.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 26. Jum 1913.
Seite 7.
etchlet. ete grin eit e, nernanſer Genuſchent ornt auch ſir der Rehanten, daf ernuich de dems=
Poincarés Englandfahrt.
ihm zu Ehren ein Diner.
biliſierung unmöglich gemacht und Schwierigkeiten für die
* London, 24. Juni. Auf dem heute abend im
friedliche Löſung des Problems geſchaffen werden ſollen,
Buckingham=Palaſt gegebenen Bankett zu Ehren des
ebenſo wie die bulgariſche Miniſterkriſis entſtanden iſt
Präſidenten Poincaré ſagte der König in ſeiner Be=
um
ein Zuſammentreffen der vier Miniſterpräſidenten in
Vermiſchtes.
grüßungsrede: Der ſo viele Jahrhunderte zwiſchen
Saloniki zu vermeiden. Nach alledem erklärt die ſerbiſche
Deutſch=Oſtafrikaniſche Landesausſtellung.
unſeren beiden ſo eng benachbarten Ländern beſtehende
Regierung, daß ſie auf ihrem Vorſchlage beharrt, zur ſo=
Verkehr hat es ermöglicht, daß jedes in gleicher Weiſe
fortigen gleichzeitigen bedingungsloſen Demobiliſierung zu
* Berlin, 25. Juni. Zur Feier der Eröffnung der ſchreiten, die Effektivbeſtände auf ein Viertel zu verrin=
aus
der geiſtigen Kultur und dem wirtſchaftlichen Wohl= Mittellandbahn in Deutſch=Oſtafrika und des 25jährigen gern, und daß die Miniſterpräſidenten der Verbündeten
ſtand des anderen Nutzen ziehen konnte. Das Ergeb= Jubiläums der dortigen Kaiſerlichen Schutztruppe findet möglichſt bald in Petersburg zuſammenkommen ſollten,
nis war ein ſtändiges Wachſen der hohen gegenſeitigen im Auguſt 1914 in Daresſalaam unter dem Ehrenvorſitz um zu verſuchen eine direkte Verſtändigung zu erzielen.
Achtung und des guten Willens. Seit der Unterzeichnung des Kaiſerlichen Gouverneurs eine Allgemeine! Im Falle des Mißlingens dieſer Konferenz ſolle man ſich
der diplomatiſchen Schriftſtücke des Jahres 1904, die die Deutſch=Oſtafrikaniſche Landesausſtel= einem Schiedsgericht auf neuer breiterer Baſis für alle
in ſo freundſchaftlicher Weiſe zwiſchen uns beſtehenden lung ſtatt. Der Kronprinz hat das Protektorat Fragen unterwerfen welche ſich auf das Kondominium
Fragen regelten, iſt es beiden Völkern möglich geworden, übernommen; den Vorſitz eines in Deutſchland in der beziehen ohne die vitalen Intereſſen Serbiens zu Bul=
in
harmoniſcher und hertlicher Weiſe in den Angelegen=Bildung begrifenen Ehren= Ausſchufſes führt garien einerſeits und zu den anderen Balkanſtaaten an=
heiten
internationaler Bedeutung zuſammenzuarbeiten. der Herzog Johann Albrecht zu Mecklen= dererſeits zu berühren,
Sie ſind einander näher gekommen durch den wachſenden burg. Die Ausſtellung wird vier Abteilungen um=
Sinn für Einigkeit und Gemeinſamkeit ihrer Zwecke. faſſen: Land= und Forſtwirtſchaft, Handel und In=
Die Schuldenkommiſſion.
Das Ziel, das unſere beiden Regierungen beſtändig im duſtrie, Gewerbe und Verkehr, Medizinal= und Vete=
* Paris, 24. Juni. Die Schuldenkommiſ=
Auge behielten, iſt die Sache des Friedens. Das Weſent=rinärweſen, Schul= und Miſſionsweſen. Entſprechendſionderinternationalen Finanzkonferenz
lichſte unſerer gemeinſamen Intereſſen liegt in einem ge= den Fortſchritten, die die Kolonie ſeit Veranſtaltung ihrer prüft die von der ottomaniſchen Delegation überreichten
ſchloſſenen Zuſammenarbeiten für dieſen geſegneten erſten Ausſtellung im Jahre 1904 gemacht hat, und im Tabellen, welche Angaben über den Stand der Schuld un=
Zweck. Während der verfloſſenen Monate, als ſich Hinblick auf die außerordentlichen Möglichkeiten die durch mittelbar vor der Kriegserklärung enthalten. In der heute
ſchwere internationale Fragen, eine nach der anderen, er= die Eröffnung der die Küſte mit dem Tanganjika=See ver= unter dem Vorſitz des Geheimrats Helfferich abgehaltenen
hoben, hat ſich der Geiſt des gegenſeitigen Vertrauens bindenden Mittellandbahn gegeben werden, kann mit Beratung des Unterausſchuſſes für die türkiſche
und der Freimütigkeit, mit dem die Regierungen Frank= einem relativ bedeutenden Umfang der Ausſtellung ge= Schuld erhob der griechiſche Delegierte Valaoritiſch im
reichs und Großbritanniens in der Lage waren, an die rechnet werden. Dies hat die Ständige Ausſtellungs= Namen der Balkanverbündeten gewiſſe Vorbehalte, betr.
verſchiedenen Probleme, die ſich ihnen boten, heranzu=kommiſſion für die Deutſche Induſtrie veranlaßt, dem die Frage der Verteilung der türkiſchen Schuld.
gehen, als ein unſchätzbarer Vorzug erwieſen. Bei der Ausſtellungsgedanken weiteſtgehende Förderung ange=
* Paris, 25. Juni. Das Subkomitee für die
Behandlung der ernſten Fragen, denen ſich Europa gegen= deihen zu laſſen und im Einvernehmen mit dem Reichs= Geldforderungen und Geldreklamationen
über ſah, iſt es eine Quelle der höchſten Genugtuung für kolonialamt und im Zuſammenwirken mit dem Kolonial= der internationalen Finanzkommiſſion hörte heute die
uns, daran zu denken, daß alle in Betracht kommenden wirtſchaftlichen Komitee die Bildung eines Arbeitsaus= ausführliche Auseinanderſetzung der Vertreter Monte=
Großmächte miteinander berieten und für den Frieden ſchuſſes in Deutſchland in die Hand zu nehmen, der dazu negros über Reklamationen der Balkanſtaaten Darauf
arbeiteten. Ich erhebe mein Glas und wünſche Ihnen, beſtimmt iſt, die mutterländiſche Beteiligung zu organiſie= folgte eine Ausſprache der Komiteemitglieder über die ge=
Herr Präſident, das höchſte Glück und Wohlergehen, und ren. Das Präſidium beſteht aus den Herren: Sorge= naue Feſtſtellung der Ausdehnung ihrer Kompetenz. Das
gebe meiner aufrichtigen Hoffnung Ausdruck, daß der gro= Maadeburg, Vorſitzender, Direktor des Krupp=Gruſon= Subkomitee für Konzeſſionen und Kontrakte begann die
ßen franzöſiſchen Nation eine glorreiche Zukunft beſchie= werkes und Vorſtandsmitglied der Ständigen Ausſtel= Prüfung der ihm vorgelegten Dokumente.
den ſein möge und daß die Beziehungen zwiſchen den lungskommiſſion, und Supf=Berlin, Vorſitzender des
beiden Ländern in unverminderter Herzlichkeit und Kolonialwirtſchaftlichen Komitees. Anfragen ſind bis
Lebendigkeit beſtehen bleiben mögen.
auf weiteres an die Ständige Ausſtellungskommiſſion
Letzte Nachrichten.
Präſident Poincaré antwortete auf die Rede (Berlin NW. 40, Roonſtraße 1) zu richten.
des Königs mit folgenden Worten: Sire! Der herzliche
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
Empfang durch Ew. Majeſtät, die Zeichen der Sympathie.
* Wilhelmshaven, 25. Juni Das Torpedoboot
die mir in verſchwenderiſcher Weiſe ſeit meiner Ankunft
I 20 brachte heute früh die in See geborgene Leiche,
ſeitens der königlichen Regierung zuteil geworden ſind,
Die Balkankriſe.
vermutlich die des Oberleutnants zur See Schede vom
und das Bemühen der Bevölkerung Londons, den Ver=
Torpedoboot § 178"
treter Frankreichs zu feiern, werden bei meinen Lands=
Zur ſerbiſchen Miniſterkriſe.
* Mecheln, 25. Juni. Ein von Antwerpen nach Brüſſel
leuten eine allgemeine Bewegung der Freude und Dank=
* Belgrad. 24. Juni. Den Blättern zufolge fanden fahrender Perſonenzug wurde während ſeines Auf=
barkeit
hervorrufen. Indem ich mit Dank die Gelegen=
zwiſchen
Paſitſch und dem ruſſiſchen Geſandten Hart= enthaltes auf dem hieſigen Bahnhof von einem nach Brüſ=
heit
ergreife, die Ew Maieſtät mir in ſo liebenswürdi= wig im Laufe des geſtrigen Tages ſowohl in der ruſſi= ſel fahrenden Eilzuge von hinten angefahren. In
ger Weiſe geboten haben, Ihnen in dieſem Jahre meinen ſchen Geſandtſchaft wie in der Privatwohnung des Mi= dem Perſonenzuge wurden mehrere Perſonen verletzt.
Beſuch abzuſtatten, habe ich mir gleichzeitig vorgenom= niſterpräſidenten mehrſtündige Konferenzen ſtatt.
Eine Perſon iſt getötet, ſechs ſind verletzt. Der Eilzug
men, Ew. Majeſtät ein Unterpfand meiner perſönlichen
Wie, verlautet, wird die Skupſchtina auf den iſt unbeſchädigt geblieben.
Gefühle zu geben und der großen engliſchen Nation das 26. Juni einberufen.
* Paris, 25. Juni. In dem Augenblick, als der De=
Die
treue Gedenken meines Landes zu überbringen.
Wie weiter verlautet hat Paſitſch die Demiſſion putierte Aynard durch die Gänge zur Tribüne ſchritt,
Freundſchaft, die beide Nationen eint. wurzelt heute bei des Kabinetts zurückgezogen. Nur der Kriegs= wurde er von einem Unwohlſein befallen, ſo daß er tau=
der
einen wie bei der anderen tief in der Seele ihrer Be=miniſter und der Fuſtizminiſter ſind aus dem Kabinett melte. Im Aerztezimmer der Kammer wurde ihm die
völkerung. Während der ſchweren Ereigniſſe, die ſeit ausgetreten. Die Tribung kündigt an, daß die Miniſter= erſte Hilfe durch Aerzte aus der Zahl der Deputierten zu=
einigen
Monaten einander gefolgt ſind, die Europa in präſdenten Benizelos und Vakovie ſpäteſtens übermorgen teil. Bei vollem Bewußtſein unterhielt er ſich mit ſeinen
Atem gehalten haben, und die ſich nicht vollziehen, ohne hier eintreffen.
Kollegen, wurde dann aber von Erbrechen befallen, worauf
Europa noch immer ernſte Bedenken zu verurſachen, haben
Die ſerbiſche Regierung drückt in einer Beſprechung der Tod eintrat. Unter allgemeiner Beſtürzung teilte
unſere beiden Regierungen alle Tage die Wohltaten der der Miniſterkriſe die Anſicht aus, daß angeſichts der kriti= der Präſident der Kammer den Todesfall mit. Der Mi=
Entente ſchätzen können, die es ihnen erlaubt, unterein= ſchen Lage eine raſche Beilegung der Kriſe not= niſterpräſident Barthou ſchloß ſich namens der Re=
ander
ein beſtändiges Zuſammenarbeiten herzuſtellen und wendig ſei. Einzelne oppoſitionelle Blätter erblicken in gierung der Trauer an. Die Sitzung wurde zum Zeichen
in voller Uebereinſtimmung die geſtellten Probleme zu der ruſiſchen Forderung den Zuſammenbruch der Politik! der Trauer aufgehoben.
Die Heereskommiſſion der Kammer
ſtudieren und ſich leicht über die wünſchenswerte Löſung Vaſitſchs und geben der Beſorgnis Ausdruck, daß ange=
zu
verſtändigen. In dieſem täglichen Zuſammenarbeiten ſichts der unverhüllten Bevorzugung Bulgariens ſeitens ſtimmte heute vormittag dem neuen Berichte Pates über
haben ſie nicht aufgehört, ſich damit zu befaſſen, die Aus= Rußlands der ruſſiſche Schiedsſpruch zum Nachteil Ser= den dreijährigen Dienſt zu, wonach durch Herabſetzung der
Ueberſchußziffer von 8 auf 6 Prozent eine Mehreinſtellung
dehnung oder die Wiederaufnahme der Feindſeligkeiten biens ausfallen werde.
* Belgrad, 25. Juni. Nach Mitteilungen von maß= möglich wird. Von der Jahresklaſſe 1913 und den folgen=
zu
erſchweren und Konflikten zwiſchen den Großmächten
vorzubeugen, deren Folgen unberechenbar ſein würden. gebender Stelle erfolgt die Löſung der Miniſter=den werden jährlich 49 000 Mann nach zweijährigem
Wie England, ſo hat ſich Frankreich glücklich gevrieſen, kriſis erſt, nachdem die morgen zuſammentretende Skup= Dienſt entlaſſen.
daß es an dieſem Friedenswerk unter ſtändiger Mitwirk= ſchtina zu der ſchwebenden Frage Stellung genommen hat.
Der montenegriniſche Miniſterpräſident iſt hier ein=
ung
ſämtlicher Kanzleien mitarbeiten konnte, und es wird=
Berlin, 25. Juni. In den Räumen der Deutſchen
ſich auch fernerhin mit demſelben Eifer bemühen, daß getroffen.
Nougat= und Marzipanmaſſenfabrik von Hagedorn u. Co.
Die ſerbiſchen Noten.
am Kottbuſer Damm brach vergangene Nacht Feuer
die Harmonie, von der Europa ein heilſames Beiſpiel
gegeben hat, in Zukunft nicht geſtört werde.
* Belgrad 24. Juni. Die zweite Note bezieht aus. Der große Fabrikationsſaal iſt völlig ausgebrannt.
H. B. Frankfurt a. M., 25. Juni. Eine Meldung, die
* Paris. 24. Juni. Der Londoner Korreſvondent ſich auf die Vorſchläge für die Verringerung der
der Liberte will wiſſen, daß Voincaré und Pichon Effektivbeſtände Die Zuſammenziehung der bul= über Wiesbaden aus London kommt, will folgendes
mit den Mitgliedern der engliſchen Regierung nicht nur gariſchen Armee an der ſerbiſchen Grenze ſtelle das Kon=wiſſen. Der Baumeiſter, Königlicher Baueat Wernecke
über die Löſung der Orientkriſe ſich unterhalten werden, dominium und andere Punkte in Frage, welche gemäß der von Frankfurt a. M. und der Stadtbauinſpektor Veſper=
man
erwartet von ihnen auch wichtige Ergebniſſe für die in Zaribrod getroffenen Verabredung der beiden Miniſter=mann, ebenfalls aus Frankfurt a M die beide Teil=
Regelung der Frage des Status von Tanger, präſidenten in freundſchaftlicher Weiſe gelöſt werden ſoll= nehmer des in London ſtattfindenden Dritten internatio=
ſowie
für die kleinaſiatiſchen Angelegenheiten. Auch die ten Die beſchleunigte Konzentrierung der Truppen, das nalen Straßen=Kongreſſes ſind, wurden geſtern bei einem
fortſchreitende Entwickelung der Entente corcliale und Mißlingen der Zuſammenkunft der vier Miniſterpräſiden= Spaziergang in Folkeſtone, als der Spionage ver=
ein
möglichſt vollſtändiges Zuſammenarbeiten ten und die häufigen Angriffe bulaariſcher Patrouillen auf dächtig verhaftet. Amtlich iſt von dieſem Vorfall
Frankreichs und Englands in den verſchiedenen unſere Vorpoſten haben den Konflikt zur äußerſten Span= noch nichts gemeldet worden. Richtig iſt allerdings, daß
nung gebracht. Serbien iſt dadurch zu der Ueberzeugung die beiden Herren ſich in England aufhalten, um Studien
Fragen ſoll erörtert werden.
gekommen, daß Bulgarien nicht von Gefühlen der Soli= zu machen. Private Meldungen beſtätigen jedoch die Ver=
darität
mit den Verbündeten erfüllt und nicht von dem haftung der beiden, es ſoll jedoch ihnen gelungen ſein,
Luftfahrt.
Gedanken beſeelt iſt, man müſſe alle Mittel erſchöpfen, um die engliſchen Behörden von ihrer Unſchuld zu überzeugen,
zu einer friedlichen Löſung zu gelangen. Serbien ſchlägt
Unfall Darmſtädter Flieger.
vor, indem es die Hoffnung ausſpricht, daß die Truppen= ſo daß ſie am Abend wieder entlaſſen wurden.
Poſen, 25. Juni In der Nähe von Felko wurden
* Mannheim, 25. Juni. Heute früh 4 Uhr 40 konzentrierungen an der Grenze ſofort angehalten werden.
Minuten ſtieg der Doppeldecker von der Flieger= daß die beiden Parteien unverzüglich gleichzeitig ihre auf die Eiſenbahnſchienen an verſchiedenen Stellen meh=
Heere auf ein Viertel der Effektivbeſtände verringern ſol=rere Feldſteine gelegt. Ein Unglück wurde nicht
ſtation Darmſtadt B 40 mit einem Unteroffizier ſen zum Beweiſe, daß ſie bereit ſind, eine friedliche Löſung angerichtet, da eine Lokomotive einen Stein zertrümmerte
und einen anderen zur Seite ſchob. Die übrigen Hinder=
vom
126. Infanterie=Regiment und einem Gefreiten vom aller ſtrittigen Punkte zu ſuchen.
In der dritten Note erwidert Serbien auf die bul= niſſe wurden dann bemerkt. Zwei Gutsarbeiter wurden
6. Dragoner=Regiment zum Fluge nach Straßburg und
gariſche Note, in welcher der ſerbiſche Vorſchlag über die unter dem Verdacht der Täterſchaft verhaftet.
Konſtanz auf. Bei Rheinau erlitten ſie einen Motor= Verminderung der Effektivbeſtände beantwortet wird. Die
Vom Blitz erſchlagen.
defelt und beſchloſſen, zu landen. Auf der Landungsſtelle ſerbiſche Regierung habe mit Bedauern Kenntnis genom=
in
Ketſch überſchlug ſich, der Neuen Badiſchen Landes= men von der Antwort, durch die ihr Vorſchlag, den gegen=
* Aſchaffenburg, 25. Juni. Wie die Aſchaffenburger
zeitung zufolge, der Apparat. Die Inſaſſen konnten ſich wärtigen Effektivbeſtand der Truppen zu verringern. ver= Zeitung aus Alzenau vom 24. Juni meldet, erſchlug
worfen wurde Der ſerbiſche Vorſchlag iſt in der Abſicht der Blitz während eines Gewitters die 16 Jahre alte
im letzten Augenblick durch Abſpringen retten. Der gemacht, die richtige Atmoſphäre für eine friedliche Löſung Zigarrenſortiererin Anna Amberg, welche in der Stube
Apparat wurde ſtark beſchädigt.
aller Fragen zu ſchaffen. Die Fragen, welche die bulgari= beim Kaffeetrinken ſaß. Die neben ihr ſitzende Hauskatze
ſche Regierung aufgeworfen hat, um die Effektivbeſtände wurde gleichfalls getötet.
auf ein Viertel zu vermindern, ſind unannehmbar, weil
Pfortz, 24. Juni. Geſtern nachmittag erſchlug
* Kaſſel, 24. Juni. Heute nachmittag 5.45 Uhr iſt ſie nicht die friedliche Löſuna des Streites erleichtern, ſon= der Blitz während eines Gewitters die Ehefrau Ru=
Leutn. v. Hiddeßen der mit Oberleutn. Drechſel
dern von vornherein die Löſung des Problems zugunſten land, die unter einem Nußbaum Schutz geſucht hatte. Ihr
als Begleiter mit dem Militärflugzeug B 13, einem Dop=der Bulgaren präjudizieren. Der ſerbiſch=bulgariſche Mann, der neben ihr ſtand, wurde gelähmt.
peldecker, heute früh 7 Uhr in Döberitz weggefahren war, Streit betrifft die Reviſion des Bündnisvertrages, der
zur Weiterfahrt nach Frankfurt a. M. aufgeſtiegen. Er nach Anſicht der ſerbiſchen Regierung in grundlegender
Schlecht bewachte Feſtungsanlagen.
kam im Auftrage des Kriegsminiſters, um das Gelände Weiſe durch den Verlauf des Krieges und die äußeren
H.B. Paris, 25. Juni. Ein amüſantes Experiment iſt
des Forſtes, auf dem er hier landete, zu beſichtigen. Dies Umſtände verändert iſt und ſeinen urſprünglichen Wert
Gelände ſoll für einen Flugſtützpunkt in Ausſicht genom= verloren hat. Er betrifft ferner die ſtrittige Kone. Nach einem Redakteur des Matin geglückt. Er hat den
men ſein. Die Offiziere erklärten es für durchaus ge= Anſicht der ſerbiſchen Regierung umfaßt dieſe das Ge= Verſuch gemacht, in die Befeſtigungsanlagen des Hafens
eignet.
biet zwiſchen Struma und Rhodopegebirge, dem Ochrida= von Breſt einzudringen, um ſich zu überzeugen, wie die
See und dem Schardagh, während die bulgariſche Re= franzöſiſchen Feſtungen vor Unberufenen beſchützt werden.
gierung verlangt, daß die ſerbiſche Regierung auf ihre Sein Unternehmen iſt ihm auch ohne die geringſten
Petersburg-Reval-Stockholm.
Auslegung verzichtet Die bulgariſche Regierung nimmt Schwierigkeiten gelungen. Er inſpizierte ſämtliche Ver=
* Reval 24. Juni. Brindejonc iſt um 2 Uhr an, daß der Vertrag nicht geändert ſei und die ſtrittige teidigungswerke des Forts, Geſchütze, Lafetten, Lauf=
55 Min. in Gatſching und um 5 Uhr 45 Min. in Reval Zone ſich nördlich von der angegebenen Linie befinden gräben, Kaſematten uſw. Er machte teilweiſe photo=
gelandet
.
ſoll. Betreffend die militäriſche Beſetzung der eroberten graphiſche Aufnahmen, ohne daß auch nur eine einzige
* Reval, 25. Juni. Brindejonc trat den Flug Länder iſt Serbien der Meinung, daß bis zur endgültigen Schildwache im geringſten den Verſuch gemacht hätte, ſein
nach Stockholm um 3,30 Uhr morgens an.
Liquidierung Serbien allein zu der militäriſchen Beſetzung Beginnen zu ſtören Das Blatt ſchließt ſeinen Artikel mit
* Stockholm, 25. Juni. Der Flieger Brinde= des ganzen Gebietes in der ſtrittigen Zone berechtigt ſein der dringenden Aufforderung an die Militärbehörden,
jonc traf heute früh 7,50 Uhr aus Reval hier ein und ſolle, da das ſerbiſche Heer es allein eroberte, während in
den Gebieten, die durch die ſerbiſche und bulgariſche Armee dieſen unhaltbaren Zuſtänden ſofort ein Ende zu machen.
landete glücklich.
* Stockholm. 25. Juni. Brindejonc erzählte, erobert ſind, eine gemiſchte Beſatzung bleiben ſolle. In=
Ermordung eines Deutſchen in Mexiko.
er ſei in der Gegend von Sodertelje niedergegangen, um folgedeſſen iſt der bulgariſche Standpunkt, die Vorbedin=
* Mexiko, 24. Juni. In der Nähe der Hauptſtadt iſt
nach dem Wege nach Stockholm zu fragen, das er von aung für die Verminderung der Effektivbeſtände ſei die
Mälar aus erreicht habe. Brindeione wird bis Freitag Beteiligung Bulgariens an der Beſetzung der von den am 21. d. M. ein deutſcher Angeſtellter des Elektrizitäts=
in
Stockholm bleiben und dann nach Kopenhagen weiter= Serben eroberten Zone, nicht allein unbegründet, ſondern werkes Necaza, Johannes Hoffmann, ein gebür=

[ ][  ][ ]

E

Nummer 147.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 26. Juni 1913.
Seite 8.
iger Hanburger, ermordet aufgeſunden worden. Die
deutſchen Behörden haben alsbald die erforderlichen
(Statt beſonderer Anzeige.)
Schritte getan und verfolgen die Angelegenheit. Die
mexikaniſche Regierung hat die ſofortige Unterſuchung ein=
geleitet
.
Todes=Anzeige.
Eine grosse, feine
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Nach langen, ſchweren Leiden verſchied ſanft
heute nachmittag 4 Uhr unſere innigſtgeliebte
(13818
Braut-Ausstattung
Mutter, Schwägerin und Tante
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Darmſtadt, den 24. Juni 1913.
Ob See, ob Gebirge
Die Beerdigung findet in aller Stille ſtatt.
ein fröhlicher Geſelle hilft Dir die Berge erklimmen und
Blumenſpenden ſind nicht im Sinne der Ent=
alle
Strapazen leicht ertragen. Er verjagt Dir den Gries=
C. F. Erb Nachf.
gram und die Müdigkeit. Du mußt ihn lieben, dieſen
ſchlafenen.
guten Kameraden, es ſind die echten Kola=Paſtillen
Obere Elisabethenstr.
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theken
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Amtlicher Wetterbericht.
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Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
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Die Depreſſion, die uns noch heute beeinflußt, zieht
(*1432
Georg Liebig & Co. Nachf. u. Carl Watzinger. (I,13796
jetzt langſam nach Nordoſten ab. Auf ihrer Rückſeite
haben wir wolkiges, kühles Wetter mit verbreiteten,
doch meiſt leichten Regen. Geſtern nachmittag ging
(*1466
Statt Karten!
über Oberheſſen ein Gewitter nieder. Von Weſten her
ſteigt der Druck, ſo daß wir mit Beſſerung rechnen
dürfen, wenn uns auch wohl noch heute ein Teiltief über
Landgerichtsrat Dr. Stein
der Nordſee beeinfluſſen wird.
Ausſichten in Heſſen für Donnerstag, den 26. Juni:
und Frau Elsa Stein, geb. Hochstraßer
Abnehmende Bewölkung, meiſt trocken, etwas wärmer.
freuen ſich, die glückliche Geburt eines geſunden
Tagestalender.
JUNGEN
Konzerte: Saalbau um 8 Uhr. Mathildenhöhſaal
um 8 Uhr. Bürgerkeller um 8 Uhr.
anzeigen zu können.
Verſteigerungskalender.
Darmſtadt, den 25. Juni 1913.
Freitag, 27. Juni.
Hofreite=Verſteigerung des Heinrich Jacoby
(Liebfrauenſtraße 81) um 9 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Hofreite=Verſteigerung des Philipp Maul
ue
(Beckſtraße 8) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Hofreite=Verſteigerung des Wilhelm Hermann

Todes=Anzeige.
(Wendelſtadtſtraße 13) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
2
Acker=Verſteigerung des Peter Groh um 10 Uhr
Hoseite
Heute nachmittag 5½ Uhr entſchlief ſanft
auf dem Ortsgericht I.
mein lieber Gatte, unſer guter Vater (13842
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 9 Uhr
Artillerieſtraße 5.
2
Georg huppert.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
A
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Die trauernden Hinterbliebenen.
Reich und Ausland: i. V.: Max Streeſe; für den übrigen

Charlotte Huppert u. Kinder.
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
*2
Darmſtadt, den 25. Juni 1913.
aus der Geſchäftswelt: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Pankratiusſtraße 1½.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
Mee
4
Die Beerdigung findet Samstag nachmittag
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige

4
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
3½ Uhr vom Portale des Friedhofes aus, ſtatt.
nicht berückſichtigt Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
CAREIIE
Heute Donnerstag gr. Sendung
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Nummer 147.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 26. Inni 1913.
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Nummer 147.
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[ ][  ][ ]

Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
3 23.
Dounerstag, 26. Zun.
1913.
2. Entlaſungspriſung am Seminar ülgen
M
Bekanntmachung.
1 19. Januar 1914
4.
Friedberg.
Die nachſtehende Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppenübungs=
,
16. Februar 1914
platz bringen wir hierdurch zur allgemeinen Kenntnis.
(13487a
5.
Bensheim
9. Februar 1914
Darmſtadt, den 14. Junt 1913.
6.
Lehrerinnen=Seminar Darmſtadt 23. Februar 1914
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
7. Pädagogiſcher Kurſus
2. März 1914
8. Prüfung der externen Lehrerinnen am Seminar zu
J. V.: Dr. Reinhart.
Darmſtadt .
9. März 1914
Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppen=Uebungsplatz Darmſtadt
9. Zeichenlehrerprüfung an der Kunſtgewerbeſchule zu Mainz 4. Mai 1914
für die Zeit vom 23. bis 28. Juni 1913.
10. Definitorial=Prüſung der Schulamts=Aſpiranten zu
Darmſtadt .
. 27. Oktober 1913 und
Die
4. Mai 1914
Dauer der
11. Aufnahmeprüfungen an den Seminaren und Vorſeminaren 2. April 1914
Datum Tag
Truppenteil Abſperrung Abſperrung) Bemerkungen
Meldungen zu dieſen Prüfungen ſind rechtzeitig mindeſtens drei Monate
erſtreckt ſich
vor den Terminen mit dem geſetzlichen Stempel und den vorſchriftsmäßigen Be=
von
bis
legen bei den zuſtändigen Stellen einzureichen.
(13783
mm
. Aumt Montag
S1
Darmſtadt, den 9. Juni 1913.
ge 6.
24. Juni Dienstag
Großherzogliches Miniſterium des Innern.
z. B.
S
R.
25. Juni Mittwoch
Ueber das
6=T
26. Juni Donnerstag
107
Abteilung für Schulangelegenheiten.
ganze
Feldartillerie2 Nachts 2 Nachts
27. Juni
Freitag
Abſperr=
Nachtſchießen
Salomon.
Süffert.
27.
Juni Freitag
80 V.
10 N.
Gelände
27. Juni Freitag
10 Nachtsl120 Nachts
Bekanntmachung.
1 Nachtſchießen
28. Juni Samstag
30 V. 80 N.
Betreffend: Vornahme von Kleinpflaſterarbeiten im Zug der Kreisſtraße Darmſtadt-
Heidelberg.
31. Juli 1909,
Bekanntmachung.
betreffend das Ver=
Auf Grund der Polizeiverordnung vom
9. Mai 1913,
Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß das Bedecken der Stuten
durch Landgeſtütsbeſchäler mit dem 1. k. Mts, dahier aufhört und daher ſpäter an= bot des Befahrens öffentlicher Straßen und Wege während der Vornahme von Bau=
arbeiten
an dieſen wird die Kreisſtraße Darmſtadt-Heidelberg, Ortsdurchfahrt Bens=
kommende
Stuten nicht mehr berückſichtigt werden können.
(13784 heim, vom Ritterplatz bis zum Bahnhofsplatz während der Dauer der Ausführung
Darmſtadt, den 21. Juni 1913.
von Kleinpflaſterarbeiten für den Durchgangsverkehr von Fuhrwerken jeglicher Art
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
geſperrt. Der Verkehr in der Richtung von Darmſtadt nach Heidelberg und umgekehrt
J. V.: Dr. Reinhart.
erfolgt entweder durch die Hauptſtraße oder durch die Bahnhofſtraße und Roden=
ſteinſtraße
; der Verkehr in der Richtung nach Lindenfels und umgekehrt entwedert
Die Großherzogliche Kreisſchulkommiſſion Darmſtadt an die
durch die Platanenallee oder durch die Schönbergerſtraße, Hauptſtraße, Bahnhofſtraße.
Schwere Fuhrwerke Laſtautomobile ꝛc. mit über 80 Zentner Gewicht
Schulvorſtände des Kreiſes.
müſſen über die Rodenſteinſtraße, Bahnhoſtraße oder über die Platanenalle geleitet
Wir empfehlen Ihnen, die im Abdruck nachſtehende Bekanntmachung zur Kennt= werden, da der Verkehr über die Mittelbrücke im Zug der Hauptſtraße durch Polizei=
nis
der Lehrer und Lehrerinnen Ihrer Schulen zu bringen.
verordnung vom 6. November 1912 für ſchweres Fuhrwerk verboten iſt. Der Lokal=
Darmſtadt, den 19. Juni 1913.
verkehr durch die Gartenſtraße, Teichſtraße, Fehlheimerſtraße, Promenadenſtraße und
Kaiſer Wilhelmſtraße bleibt, ſoweit möglich, aufrecht erhalten, wird aber im Verlauf
Fey.
der Arbeiten teilweiſe eingeſtellt werden müſſen.
Bekanntmachung.
Die Zufahrt zum Hotel Deutſches Haus kann bis auf weiteres durch die
(13823
Für die im laufenden Schuljahr abzuhaltenden Lehrerprüfungen uſw. werden Promenaden= oder die Kaiſer Wilhelmſtraße erfolgen.
Bensheim, den 23. Juni 1913.
die nachſtehenden Termine feſtgeſetzt:
Großherzogliches Kreisamt Bensheim.
1. Erweiterte Prüfung zu Darmſtadt
1. Dezember 1913
Eckſtein.
2. Prüfung iſrael. Religionslehrer zu Darmſtadt
. 8. Dezember 1913
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 1 Dachshund. 1 deutſcher Schäferhund, 1 Boxer (zuge iKirchstr. Serfteigerunus-Anſeige.
laufen). Die Hunde können vop den Eigentümern bei dem 5. Polizei=
e
Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten
Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vorm. um 10 Uhr, ſtatt. (13804
BiligerVerkauf
Bekanntmachung.
Freitag, 27. Juni l. J., vormittags 9 Uhr
Der Schweinemarkt beginnt von Montag, den 30. Juni, abl Von Zigaffenverſteigere ich auf freiwilligen Antrag aus herrſchaftlichem Hauſe
erſt um 8 Uhr vormittags (vergl. §§ 14 und 15 der Marktordnung
vom 2. Januar 1913).
(13805ds
und Zigaretten
Darmſtadt, den 23. Juni 1913.
Großherzogliches Polizeiamt.
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4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 98,50
do.
84,201 3½
do.
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3½ Deutſche Reichsanl. . 84,404½ Chile Gold=Anleihe
0 Kunſtſeide Frankfurt 62,00 4 Wladichawchas .. . . 84,30 4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
74,505 Chineſ. Staatsanleihe. 96,701 30 Adler=Fahrradwerke
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74,305 Innere Mexikaner. . . 78,40 9 Steana Romana Petr. 150,25 3 Salonique=Monaſtir . 62,50
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do.
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90,40 4 Gold=Mexikanerv. 1901 79,00 15 Zellſtoff Waldbof . . 220,10 4 Baadadbahn
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3½
79,00 3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
12,83 Bad. Zucker= Wag=
do
.
80,005 Gold=Merikaner . . .
. 255,00 4½ Anatoliſche Eiſenb. 92,70
S. 1 u. 2, 68 . . .
häuſel. . .
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S. 35 . . . . . . . .
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do
.
4 Heſſ. Staatsanleihe
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167,40
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-
E Tehuantepec . . . . .
(unk. 1917) .
do.
3½
6½ Südd. Eiſenb.=Bef. . 125,50
3½ do. (unk. 1914) .
Gußſt. . . . . . . 210,00
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do.
3
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4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf.
11 Deutſch=Luxemburz.=
3 Sächſiſche Rente.
75,50
10 Bank für elektriſche
do.
3½
4 Württemberg unk. 1921 98,40 Transportanſtalten.
Bergb. . . . . . . 150,40
Untern. Zürich . . 187,75
Städte=
do
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3½
10 Gelſenkirchener . . . . 177,50 7½ Pergiſch=Märkiſche
Einz. Mk. 408 . . 112,25
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1¾ Griechen v. 1887
9½ Berlin. Handelsgeſ. .156,50
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Frankfurt. . . . . . .
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12½ Deutſche Bank . 241,003½
4 do. Goldrente . . . 87,000 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 25,75
do.
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3½
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W.=Bank . . . .
.112,40 4 Heidelberg . . . . . .
13
3 do. unif. Ser. III 65,30 Divid. Aktien.
Weſteregeln 176,50 10 Diskonto=Kommandit 180,00Zu),
do.
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8½ Dresdener Bank . 145,7514 Karlsruhe . . . . . .
5 Rumänier v. 1903 . . 98,00 28 Bad. Anilin= u. Soda:
Prioritäts=
10 Frankf. Hypoth.=B. 205,40 3½
do.
4 do.
v. 1890 . . 93,50
Fabrik . . . ..
Obligationen.
537,75
6½ Mitteld. Kreditbank 113,50 4
4 do.
Magdeburg. . . . . .
v. 1905 . . 86,6014 Chem. Fabrik Gries=
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 88,10 7 Nationalb. für Deutſchl. 113,903½
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 86,00
do.
heim . . . . . . . 232,00 4½ Nordd. Lloyd=Obl. 97,00 7 Pfälziſche Bank. . . . 122,904 Mainz . . . . . . . .
do. v. 1902 . . . . 88,6030 Farbwerke Höchſt . 597,00 4 Eliſabethbahn, freie . . 86,80 6,95 Reichsbank . . . . . 131,503½
do.
4½ do. v. 1905 . . . . 99,25 20 Verein chem. Fabriken
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do
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78,90
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88,00 Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,45
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97,00
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[ ][  ][ ]

1en
der
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1

15.
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Nummer 147.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 26. Inni 1913.
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Ich liebe Dich!
Eben! Oſtheeren ſtimmte ihm lächelnd zu. Und
Ein charmantes Mädel bleibt ſie doch!
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mein Glücksmedium wird Fräulein Krottenheim ſein
Und der Leutnant von Oſtheeren darauf mit einer
(Nachdruck verboten.)
20
wir haben das gerade vorhin im Speiſezimmer verab= plötzlichen ruhigen Selbſtverſtändlichkeit:
Sie wandte ſich mit mokantem Lipenzucken an den redet.
Ganz gewiß, deshalb iſt ſie ja auch bereits inoffiziell
Artilleriſten.
Lanzoff wurde galant.
verlobt.
Ich glaube übrigens, mein Vater wird ſehr geſpannt
Ach nee! . . . . wie enttäuſcht das klang!
Alſo, Gnädigſte, wenn Ihre Fürbitte beim Himmel
darauf ſein, Herr Baron, Sie in Ihrer neuſten Gloire als Gehör findet und Oſtheeren das Rennen macht, dann
Ja, ich hab’s auch erſt heute abend erfahren. Bitte aber
Rennreiter offenen Mundes anſtaunen zu dürfen.
ſtifte ich zu Ihrer Ehre den Kameraden einen Korb Sekt, abſolute Diskretion, die Sache iſt tiefſtes Geheimnis,
Ihr Herr Vater, gnädiges Fräulein? fragte er ver=
Selbſtverſtändlich, Oſtheeren!
Wie ſchmeichelhaft! parierte ſie malitiös. Aber Sie
ſtändnislos.
Und vor allen Dingen gratulieren Sie ihr nicht
werden Ihr Geld ſparen dürfen; dann ich fühle mich ſo
Aber ja, verſicherte ſie nachläſſig. Hat Ihnen denn
gar nicht dazu berufen, den ihren vollen Erwartungen etwa, ſonſt kratzt ſie Ihnen mit einer Stecknadel die Augen
meine Tante nichts von ſeinem Brief geſagt, der heute
aus! Garantiert!!
Ihres Kameraden zu entſprechen.
früh eintraf?
Ich werd mich ſchwer hüten. Aber wer iſt denn
Nicht zu beſcheiden ſein, gnädiges Fräulein! verwies
Kein Sterbenswort!
der Leutnant von Oſtheeren wohlwollend. Glauben Sie eigentlich der Glückliche?
Alſo er kommt Ende nächſter Woche auf drei oder
Der Baron wiſchte ein imaginäres Stäubchen von
mir, Tappetit vient en mangeant! Und mit unzuläng=
vier
Tage nach Berlin zur Teilnahme an irgend=
lichen
Kräften Großes erreicht zu haben wird ſpäter dem Aermelaufſchlag.
einer forſtwirtſchaftlichen Konferenz. So werde ich denn
Ja, ſehen Sie, Lanzoff, darüber darf ich nun keine
für Sie eine deſto reinere Freude bedeuten.
alſo mit meinem ganzen verwandtſchaftlichen Heerbann
Auskunft geben. Jedenfalls wirds wohl ein Kerl ſein,
Schon ſtanden die drei Herren allein!
das Große Armee=Hürdenrennen verſchönern helfen.
Ein wenig verblüfft waren ſie doch. Schließlich er= der in die Welt paßt; kinnen Sie ſich ja denken! Sonſt
Glauben Sie denn, Herr Baron, daß Sie Ausſichten
kundigte ſich der Oberleutnant von Lanzoff ahnungsvoll: wär ihm das ſcheue Schmalreh wohl kaum in die Schlinge
beſitzen?
gelaufen.
Herrſchaften, mit euch beiden iſt doch irgend etwas
Dieſe Frage klang impertinent mitleidig. Aber Gün=
Damit hatte der Oberleutnant von Lanzoff für den
ter von Oſtheeren war heute in ſo glänzender Stimmung, nicht in Ordnung!
Reſt des Abends ausreichenden Stoff zum Nachdenken.
Oſtheeren langte gleichmütig ſein Zigarettenetui her=
daß
er ſich auf keinen Fall ärgern wollte. Und er ärgerte
Alle Bekannten ließ er Mann für Mann Revue paſſieren.
vor und bot an.
ſich wirklich nicht!
Aber ſo ſehr er ſich auch den Kopf zerbrach, immer wie=
Ich weiß doch, wie inbrünſtig Sie mir den Sieg
Unweſentlich! ſagte er nach einer Weile, als er ſchon der fand ſich nur ein eiziger, den er perſönlich für würdig
wünſchen, Gnädigſte. Und ſolch blindes Vertrauen kommt rauchte. Es haben ſich da vorhin einige kleine Diffe= gehalten hätte, der Gatte einer Giſela Krottenheim zu
renzen ergeben; aber die ſind nicht von Belang. Denn werden.
meinem Selbſtbewußtſein natürlich zugute!
Der berühmte moraliſche Rückhalt, den wir an Fräulein Krottenheim hat im Stillen ſchon längſt einge=
Und wer wollte es ihm verdenken, daß dieſer eine
ſehen, daß ſie im Unrecht war.
einer wahrhaft edlen Natur finden!
. . . . er ſelbſt war?!
Richtig! bemerkte der Oberleutnant von Lanzoff, der
Der Kommerzienrat war zu einer anderen Gruppe ge=
XII.
ſich inzwiſchen angefunden haßte. Ihr Rennreiter ſeid ja
treten, wo ſich über die rapiden Kursſtürze der Warſchau=
Der Donnerstag und Freitag nächſter Woche ſah die
durch die Bank eine abergläubiſche Geſellſchaft und müßt Wiener Eiſenbahn erregte Debatten entſponnen hatten. Kalckreuthſtraße in eifriger Tätigkeit man richtete alles

[ ][  ][ ]

Nummer 147.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 26. Juni 1913.
Seite 14.
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Ic din ein eſchehener Aenſch und begnite nich
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ſeiner Schweſter wohnen ſolte. Das Arbeitszimmer des Wenn ich Dich nicht ſo allein in Erlenbruch wüßte, würde mit einem im Hotel. Vielen Dank für Eure gute Abſicht,
verſtorbenen Generalkonſuls konnte unverändert bleiben, ich am liebſten immer hier bleiben!
Kinderchen; ich nehm ſie als empfangen an. Aber es iſt
wogegen eine anſchließende Bibliothek zum Schlafzimmer
Hätt’ ich kaum zu hoffen gewagt, daß Du Dich in die= wirklich beſſer ſo!
umgewandelt werden mußte.
ſem blödſinnigen Trubel noch an unſere oſtpreußiſche
Danach blieb den beiden Damen nichts übrig, als ſich
Das gab reichliche Arbeit und mancherlei Kopfzerbre= Einſamkeit erinnerſt! bemerkte er in ſeiner kurzen Art.
in ſeine Halsſtarrigkeit zu fügen. Doch begleiteten ſie ihn
chen aber ſchließlich wurde man doch zur Zeit fertig.
Und dann kam die erſte Enttäuſchung, indem ſich der wenigſtens noch bis zu dem kleinen Hotel in der Mittel=
Und als der Forſtmeiſter am Samstag abend auf dem Forſtmeiſter trotz aller Bitten und Vorhaltungen entſchie= ſtraße.
Bahnhof Friedrichſtraße aus dem D=Zug kletterte, kamen den weigerte, die vier Tage bei ſeiner Schweſter zu lo=
Als man ſich vorläufig voneinander verabſchiedete, er=
die
Generalkonſulin und Giſela gerade die Treppe herauf= gieren.
kundigte ſich Giſela:
gekeucht und kollidierten an der Billettſperre ſchon mit
Schön Dank, Tilly; aber das is nix für mich! In
Sag’ mal, Papa, wann fängt denn eigentlich Deine
den erſten Gepäckträgern.
einen Haushalt mit zwei Weibsbildern gehört kein frem= ſcheußliche forſtwirtſchaftliche Konferenz an?
Die Präliminarien fielen etwas kurz aus ganz nach der Kerl; der ſtiftet bloß Unruhe und verjagt die Behag=
Uebermorgen, mein Döchting!
Art dieſes eingefleiſchten Waldläufers, der nichts ſo ſehr lichkeit.
Aber dann haſt Du ja noch ſoviel Zeit?
haßte, als umſtändliche Begrüßungszeremonien in der
Ich wohn’ wieder im Alexandrahotel, wo ich immer
Er kniff blinzelnd ein Auge zu und legte der neugie=
Oeffentlichkeit.
ganz gut aufgehoben bin. Da kann ich gehen und kommen, rigen kleinen Hexe die Hand auf die Schulter.
Er küßte ſeiner Schweſter die Hand.
wanns mir paßt; und wir brauchen uns nicht gegenſeitig
Werd’ mich vor Langeweile ſchon nicht aufhängen,
Nett, Tilly, daß wir uns endlich wiederſehen nach ſo= zu genieren.
Kindchen; ſei ganz beruhigt. Heut abend ſeh’ ich mir mal
viel Jahren; hätteſt Dich übrigens längſt mal in meinem
Das hätteſt Du in meiner Häuslichkeit auch nicht zu auf n lütten Schuß wieder mein altes verrücktes Berlin
Waldbau einfinden können. Alſo nächſten Sommer rechne befürchten! . . . Die Generalkonſulin war faſt beleidigt. an. Morgen ſteh’ ich vorläufig überhaupt nicht auf; laß
ich beſtimmt darauf; wird Dir ſchon gefallen für ein paar Giſela zog eine Schippe‟.
mir den Kaffee ans Bett bringen, leſ’ ein Dutzend Zeitun=
Wochen!
Wir hatten alles extra für Dich hergerichtet, Papa; gen und leb’ wie n Bimſteinpaſcha. Na und um zwölf
Seinem Mädel legte er die Hand unters Kinn und und wie gemütlich das geworden wäre! Tante Tilly iſt könnt Ihr mich zum Eſſen erwarten und dann liefere ich
hob ihr das Geſicht. Eine zärtliche Liebe lag in dieſer doch erſt vor zwei Jahren umgezogen in eine neue mich Euch den ganzen Nachmittag und Abend auf Gnade
Bewegung.
Wohnung, die Du noch gar nicht kennſt. Entzückende Zim= und Ungnade aus.
Na und wie gehts uns, Kerlchen? Bischen ſchreibfaul mer; und ſoviel, daß Du zwei ganz für Dich allein haben
Aber bitte, komme nicht ſpäter, bat die Schweſter; da=
biſt
Du ja geweſen; aber ſoviel hab ich doch herausgemerkt, könnteſt!
mit mir noch in Ruhe eſſen können; denn wir müſſen ſpä=,
daß es Dir bei der Tante gefällt.
Aber Elias Krottenheim ließ ſich nicht betören.
teſtens um zwei Uhr fort.
(Fortſetzung folgt.!

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Nummer 147.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 26. Juni 1913.
Seite 15.
insgeſamt 345 Mikonen Mark ausgeſahlt worden: kollglumns und des Verbandes der preuſiſchen Landwiri=
außerdem
konnten 166 Millionen Mark Dividenden an die ſchaftskammern, ſowie in den nächſten Tagen Ausflüge
Zahn-Crème
Verſicherten zurückvergütet werden. Die zur Erfülung und Beſichtigungen in die Umgegenb an.
künftiger Verpflichtungen angeſammelten Deckungsmittel
18
haben jetzt den Betrag von 400 Millionen Mark über=
ſchritten
.
N
Man
Mundwasser
Landwirtſchaftliches.

* Ziegenmarkt. Die Vorbereitungen zu dem am
abonniert
15. Juli in Darmſtadt ſtattfindenden Ziegenmarkt ſind
Sport, Spiel und Turnen.
ſoweit getroffen. Vorausſichtlich wird derſelbe mit Böl=
auf
das
sr. Unfall des deutſchen Meiſterſkullers Kurt Hoffmann ken, Milchziegen, Lämmern beiderlei Geſchlechts aus der
bei der Marlow=Regatta, Kurt Hoffmann vom Provinz Starkenburg reichlich befahren und iſt den Inter=
Mainzer Ruderverein, der ſich gegenwärtig in England eſſenten (Gemeinden, Zuchtvereinen, Züchtern uſw.) hier
aufhält und auch für Deutſchland in den Diamond=Seulls die günſtigſte Gelegenheit zum Erwerb reinraſiger TiereDarmſtadter Tagblatt
bei der Henley=Regatta ſtarten wird, beteiligte ſich jüngſt (weiß und hornlos) geboten. Zugelaſſen zum Markt wer=
außerhalb
Darmſtadt bei jeder Poſtanſtalt
an der Marlow=Regattg, bei welcher außer ihm verſchie= den nur Ziegen, welche Mitgliedern von Starkenburger
dene der für die Henley=Regatta in Betracht kommenden Ziegenzuchtvereinen gehören und reinraſſige Abſtammung
und bei jedem Briefträger, außerdem
Kandidaten ſtarteten. Hoffmann führte in ſeinem Vor=haben.
in Alsbach . . . . . bei Herrn Lorenz Zahnweh.
kauf mit größerem Vorſprung vor dem Ruſſen M. J.
Hauptſtraße 145
Kuſik, erlitt aber 100 Meter vor dem Ziel, als ſein Gegner
Tagung der preußiſchen Landwirtſchaftskammern.
Frau H. Anthes X., Waldſtr.
Arheilgen . . . .
aufzurücken begann, einen Schwächeanfall und ſtürzte
aus dem Boot, Hoffmann wurde von herbeieilenden
* Wiesbaden, 24. Juni. Unter dem Vorſitze des Bickenbach. . .
Herrn Peter Aßmus III.,
Ruderern ſofort aus dem Waſſer gezogen und war ohne Rittergutsbeſitzers Freiherrn v. Wangenheim=Klein=
Hartenauerſtraße
Schaden davongekommen.
Spiegel trat heute hier der Vorſtand der preußi= Eberſtadt.
Frau M. Gabel, Wilhelmſtr.
ſchen Landwirtſchaftskammern zu einer Tag=
Erfelden . . . . . Herrn Jacob L. Petri,
ung zuſammen. An den Verhandlungen nahmen mehrere
Neugaſſe
Räte des Landwirtſchaftsminiſteriums, ferner der Ober=
Handel und Verkehr.
Herrn Ludw. Roth, Makler
präſident von Heſſen=Naſſau, der Regierungspräſident von Eſchollbrücken .
* Leipziger Lebensverſicherungs=Ge=Wiesbaden, der Landeshauptmann in Naſſau und eine! Griesheim. . . . . Herrn Pet. Jackelen, Sand=
ſellſchaft
auf Gegenſeitigkeit
(Alte Anzahl anderer Ehrengäſte teil. Sämtliche preußiſchen
gaſſe 9
Leipziger), errichtet 1830.
Die diesjährige Landwirtſchaftskammern hatten Vertreter entſandt. Nach Groß=Zimmern
Herrn Joh. Reinhardt VI.
ördentliche Generalverſammlung der Geſelſchafts=den geſchäftlichen Angelegenheiten wurde die Auftellung
mitglieder iſt am 20. Juni abgehalten worden. Sie von Ausnahmetarifen für Kartoffelfabriken, ſowie eine Hahnb. Pfungſt. Frau L. Caspari, Kirchweg3
genehmigte die Jahresrechnung für das Jahr 1912, ſowie Frachtermäßigung für Rohkartoffeln, welche an Kartoffel= Jugenheim . . . Herrn Peter Keil, Invalide
gemäß dem Vorſchlage des Aufſichtsrats die Verwendung trocknereien geſandt werden, nach einem Bericht des Rit=
Nied.=Beerbach Herrn Georg Eßinger I.,
des 19 656 650.72 Mark betragenden Ueberſchuſſes. Aus tergutsbeſitzer Landrat Frhrn. v. Ledebour befürwortet.
Raſiergeſchäft
dem Ueberſchuß des Jahres 1912 werden danach 500 000 Der von dem Kammerherrn Frhrn. v. Mahrenholtz er= Nied.=Ramſtadt
Herrn J. Oehlſchläger
Mark dem Ausgleichungsfonds überwieſen, der dadurch ſtattete Bericht über die Tätigkeit der Kommiſſion für das
Ober=Ramſtadt Frau Eliſe Dietrich
auf 4800 000 Mark erhöht wird; der Reſt des Ueberſchuſſes Arbeiterweſen führte zur Annahme von Grundſätzen über
fließt in den allgemeinen Sicherheitsfonds zur Verteiluna das Zuſammenarbeiten mit den Arbeitsnachweisverbän=
Pfungſtadt . . . . Herrn Karl Grünig IV.,
an die Verſicherten. Für die vor dem 1. Juni 1907 den, ſowie einer erneuten Bitte an die Staatsregierung
Bahnhofſtraße
abgeſchloſſenen Verſicherungen werden die ſeit dem Jahre
Seeheim . . . . .
Herrn Jacob Mitz
1909 erhöhten Dividendenſätze unverändert auch für das um weitere reichliche Mittel im Intereſſe der Bekämpfung
Jahr 1914 feſtgeſetzt. Bei den ſeit dem 1. Juni 1907 nach der Landflucht der Landarbeiter. Die Errichtung von Be=
Schneppenhauſen Herrn Heinrich Schroth,
dem neuen Prämien= und Dividendenſyſtem abgeſchloſſe= triebskrankenkaſſen wurde für die Landwirtſchaft als im
Keſſelſchmied
nen Verſicherungen gelangen die nach den Rechnungs= allgemeinen wenig zweckmäßig erachtet. Berichterſtatter
Herrn Adam Mahr, Schuh=
Traiſa . . . . ..
grundlagen vorgeſehenen Grunddividenden zur Vertei= zu dieſem Punkte war Landrat a. D. von Klitzing= Nieder=
macher

lung. Die Ergebniſſe des verfloſſenen 82. Geſchäftsjahres Zauthe. Die möglichſt beſchleunigte Gründung Landwirt=
Herrn Carl Böhm, Darm=
waren
wiederum ſehr erfreuliche. Der Verſicherungsbe= ſchaftlicher Hausbauvereine wurde nach einem Vortrage Weiterſtadt . . .
ſtädterſtraße
ſtand der Geſellſchaft hat im verfloſſenen Jahre die Summe von Frau Eliſabeth Böhm empfohlen. Ferner wurde ver=
Herrn Wilhelm Deucker,
von 1 Milliarde Mark überſchritten und betrug am Ende handelt über die Bildung von eigenen Jagdbezirken durch Wixhauſen . .
des Jahres 1026 Millionen Mark An Verſicherungsbei= Uebertragung von Miteigentumsanteilen und Aenderung
Inpalide
trägen wurden im Jahre 1912 41759 691 Mark, an Zinſen des Geſetzes. Referent zu dieſem Punkte war Dr. Rein= Zwingenberg..
Frau Friebeling, Wieſen=
15 375988 Mark vereinnahmt. Während ihres 83jährigen ecke=Münſter i. Weſtf. Die Verhandlungen wurden ver=
ſtraße
10.
Beſtehens ſind von ihr infolge Todesfalls oder Ablaufs traulich geführt. An die Verhandlungen ſchließen ſich
der Verſicherungsdauer fällige Verſicherungsſummen von Sitzungen der ſtändigen Kommiſſion des Landesökonomie=
Ein
iſt er eine wohlſchmeckende Erfriſchung, die
Als Nachspeise jedermann willkommen iſt. Mit friſchen ge=
kochten
oder eingemachten Früchten, einer Frucht= oder Vanille=Sauce angerichtet,
wird jede Hausfrau Ehre damit einlegen.
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Seite 16.

Nummer 147.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 26. Jumi 1913.
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