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Inſerafe
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 145.
1913.
Dienstag, den 24. Jnni.
Unteroffizier Seifert und 12 Soldaten der deutſchen
Die heutige Nummer hat 16 Seiten.
Deutſches Reich.
Schutztruppe wurden getötet. Mitglieder der Grenzkom=
Keine Kaiſerreiſe nach England. Wie miſſion eilten Zimmermann zu Hilfe. Alle Territorien
die Kölniſche Zeitung meldet, iſt an unterrichteten Stellen außer der franzöſiſch gebliebenen Zone gerieten darüber
Das Wichtigſte vom Tage.
von einem für dieſes Jahr geplanten Beſuche des Kaiſers in große Erregung. Nur der Anweſenheit der franzöſi=
Die heſſiſche Handwerkskammer hat geſtern in England nichts bekannt. Jedenfalls iſt bisher ein ſol= ſchen Beamten iſt es angeblich zu verdanken, daß die
Ein=
beſchloſſen, unter dem Namen „Kaiſer Wilhelm=cher Plan nicht gefaßt worden.
geborenen das Gemetzel einſtellten. Die Preß Coloniale
Jubiläumsſtiftung” einen Unterſtützungsfonds
— Die Norddeutſche Allgemeine Zei= behauptet, der Aufſtand ſei auf angebliche Brutalitäten
mit 10000 Mark zu gründen, der tuberkuloſekranken tung ſchreibt: „Die Feier des Regierungsjubi= der deutſchen Truppen gegen die Eingeborenen
zurückzu=
läums Seiner Majeſtät des Kaiſers und Königs hat führen. Bei dem Reichskolonialamt liegt eine Beſtätigung,
Handwerkern Heilſtättenaufenthalt ermöglichen ſoll.
einen erhebenden Verlauf genommen. In allen Kreiſen wie die Morgenpoſt und das Kleine Journal mitteilen,
Der Kaiſer wied am 25. Juli zu einem dreitägigen der Bevölkerung trat eine freudige Teilnahme an dem nicht vor, doch hält man dort die Meldung nicht für un=
Beſuch in Kopenhagen eintreffen.
Ehrentage des Monarchen hervor. Nicht nur in begeiſter= wahrſcheinlich, da Major Zimmermann ſich tatſächlich
Die Budgetkommiſſion des Reichstages ten korporativen Huldigungen äußerte ſich treue Anhäng= zwecks Grenzregulierungen im Kongozipfel befindet. Der
ſetzte die zweite Leſung des Wehrbeitrages
lichkeit an den Träger der Krone, die durch die Straßen Lokal=Anzeiger meldet, daß im Auswärtigen Amt von
bei § 14 fort, der die Ermäßigung des Wehrbeitrages der Reichshauptſtadt flutende, nach vielen Tauſenden zäh= einem ſolchen Ereignis nichts bekannt ſei und die
ten=
für ſoldatenreiche Familien, ſowie das Kinder=Privileg lende Menſchenmenge gab durch ihre frohe Stimmung denziöſe Form der Nachricht laſſe vermuten, daß es ſich
betrifft. Dabei wurde ein Antrag angenommen, der bei zu erkennen, in welchem Maße ſich unſere Bevölkerung entweder um eine falſche Meldung oder um einen
ziem=
weniger als 100000 Mark Vermögen für jedes dritte der ſegensreichen Bedeutung der Regierung des Kaiſers lich zurückliegenden Fall von weit geringerer Bedeutung
und folgende Kind eine Ermäßigung von 5 Prozent und Königs bewußt iſt. Wo der Herrſcher dem viele! handelt.
Stunden ausharrenden Publikum ſichtbar wurde, brach
vorſieht.
Ausland.
ein Jubelſturm aus, der von Herzen kam. Allenthalben
In Los Angeles ſprang ein 18jähriges Mäd=
Oeſterreich=Ungarn.
ſchen Miß Broadwick, in 1000 Fuß Höhe mit einem drängte ſich die Wahrnehmung auf, wie der monarchiſche
Gedanke in ſolchen ſeierlichen Stunden als lebendige Kraft
von ihr konſtruierten Fallſchirm aus einem
Der Senat der Univerſität hob die
Ein=
über das Parteigetriebe des Alltags ſiegt und das Volk
Aeroplan und langte glücklich auf der Erde an.
ſtellung der Prüfungen auf, während die Einſtellung der
in dem Gefühle einigt, daß Monarchie und Nation zu
Vorleſungen im Univerſitätsgebäude bis auf weiteres in
Das ſerbiſche Miniſterium Paſitſch hat einem untrennbaren Ganzen verwachſen ſind. So wird
Kraft bleibt.
wiederum demiſſioniert.
es bleiben, ſolange unſer Volk ſeinem Genius treu bleibt,
Bei der Tagung der deutſchen Bezirks=
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
der es durch alle Fährniſſe zur jetzigen Höhe emporgesobmänner Böhmens hielt der Bezirksobmann
führt hat.”
— Die Beſchlüſſe derBudgetkommiſſion. Köhler aus Auſſig eine patriotiſche Anſprache, worauf
Nach einer im Reichsſchatzamt ausgearbeiteten Berech= unter großer Begeiſterung die Abſendung einer Huldig=
Autonomie Mazedoniens!
ungsdepeſche an die Kabinettskanzlei beſchloſſen wurde.
nung fallen infolge der bisherigen Beſchlüſſe der Bud=
*⁎* Der bulgariſch=ſerbiſche Notenwechſel dauert an,
getkommiſſion für die Zeit bis zum 31. März 1917 an Ein= Sodann gedachte Landtagsabgeordneter Bernardin aus
über eine Verſtändigung iſt noch nicht erfolgt, denn die
Vorſchläge des einen Teiles werden vom andern Teil nahmen weg: Mindererträgnis aus dem Stempelgeſetz Eger in einer Anſprache des
Regierungsjubi=
läums des deutſchen Kaiſers und ſchloß mit
prompt abgelehnt, und damit rückt die Entſcheidung über ! 35 Millionen Mark, Ausfall infolge Ermäßigung der
Krieg und Frieden immer näher. Auch das Vermittlungs= Grundwechſelabgabe für 1915/16 mit je 20 Millionen einem dreifachen Hurra auf den deutſchen Kaiſer, das
be=
angebot des Zaren hat keine Abſchwächung der kritiſchen Mark, Ausfall infolge ſpäteren Inkrafttretens der Be= geiſterten Wiederhall fand. An den deutſchen Kaiſer
wurde ein Begrüßungstelegramm abgeſandt.
Lage herbeizuführen vermocht, und es iſt ſehr ungewiß, ſitzſteuer 80 Millionen Mark. Dieſer Betrag würde ſich
ob von den beiden Balkanſtaaten die Petersburger Kon= bei Ablehnung des Erbrechtes des Staates erhöhen um
Frankreich.
ferenz überhaupt beſchickt werden wird. Nun hat die Bel= zuſammen 150 Millionen Mark. Der Geſamtausfall be=
Lépine als Wahlkandidat. In St. Prit
grader Regierung zur Beilegung des Zwiſtes, der ſich be= trägt ſomit 205 Millionen Mark. An Einnahmen ergeben kam es in einer Wählerverſammlung, in der der frühere
kanntlich um Mazedonien dreht, von deſſen Gebiet ein= ſich nach den Beſchlüſſen der Budgetkommiſſion für die Polizeipräfekt Lépine ſich um ein im Loiredepartement
zelne Teile gleichzeitig von Bulgarien und Serbien be= Zeit vom 1. April 1917 ab jährlich aus Stempeln 44 Mil=freigewordenes Mandat bewarb, zu einer ſo heftigen
anſprucht werden, einen neuen Vorſchlag unterbreitet, der, lionen Mark, Zuckerſteuer 40 Millionen Mark, Schlägerei zwiſchen deſſen Anhängern und Gegnern, daß
wenn er ernſt gemeint iſt, von der Uneigennützigkeit Ser= Beſitzſteuer 90 bis 95 Millionen Mark, Erb= die Verſammlung abgebrochen werden mußte.
biens Zeugnis ablegt und ſehr wohl einen Ausweg aus recht des Staates 15 Millionen Mark, zuſammen 189
Poincarés Englandfahrt. Miniſterpräſident
den Schwierigkeiten bieten würde. Serbien ſtellte näm= bis 194 Millionen Mark, wovon noch die Einnahme aus Barthou übernimmt während der Abweſenheit des
Mi=
lich in Sofia den Antrag, die Löſung des Streites in der dem geſtrichenen Scheckſtempel mit 3 Millionen Mark ab= niſters des Aeußern Pichon, der den Präſidenten der Re=
Errichtung einer Autonomie Mazedoniens! zuziehen iſt, ſo daß 186 bis 191 Millionen Mark ver= publik auf ſeiner Londoner Reiſe begleitet, interimiſtiſch
zu ſuchen.
bleiben. Dieſer Betrag würde ſich bei Ablehnung des die Leitung des Miniſteriums des Aeußern. — Mehrere
Einen hiſtoriſch begründeten Anſpruch hatte keiner der Erbrechts noch um 15 Millionen vermindern, Demnach Blätter ſchreiben dem Londoner Beſuch des
beiden Staaten auf Mazedonien, auch auf Grund der ſtellen ſich die Einnahmen vom 1. April 1917 ab jährlich Präſidenten eine beſondere Bedeutung zu.
zahlenmäßigen Stärke der ihrer Raſſe angehörigen
Be=
auf 171 bis 176 Millionen Mark, denen ein Bedarf von Der Gaulois meint, die Reiſe des Präſidenten Poincaré,
völkerung nicht, die für beide zuſammen knapp ein Drittel 184 bis 186 Millionen Mark gegenüberſteht.
der Gelegenheit haben wird, mit König Georg und Sir
ausmacht, während ein volles Drittel allein auf die Grie=
Edward Grey über die ernſten Ereigniſſe auf dem Bal=
— Zur Welfenfrage. Der Lok.=Anz., der
bekannt=
chen und das letzte Drittel auf die Mohammedaner
ent=
kan ſich zu unterhalten, wird dazu beitragen können, die
lich bisweilen als offiziöſes Sprachrohr benutzt wird,
fällt. In Serbien gab es früher auch mazedoniſche
Ko=
drohende Kataſtrophe zu beſchwören. England und
mitees, die aber der Belgrader Regierung durch ihr ſchreibt: „Da einige Blätter es bemängelt haben, daß der
Frankreich, die ihre Entente durch eine glänzende Kund=
Reichskanzler ſo lange mit der Veröffentlichung des
Ver=
rabiates Weſen äußerſt läſtig wurden. König Milan
gebung beſiegeln können, werden nicht ermangeln, ihre
ſchüttelte ſich deshalb die Leute ab. Dann machte die Bul=zichtes des Prinzen Ernſt Auguſt auf Hannover gezögert
Anſtrengungen mit denen Rußlands zu vereinigen. Wer
gariſierung Mazedoniens ſchnellere Fortſchritte; ſie ver= hat, ſo ſei darauf hingewieſen, daß eine ſolche
Veröffent=
ſchlang freilich ungeheure Summen, welches Opfer die lichung vor der Hochzeit im Kaiſerhauſe nicht wohl an= weiß, ob es nicht einem energiſchen Einſchreiten der
Tripelentente und einem entſcheidenden Worte Sir
Ed=
bulgariſche Nation in der Hoffnung brachte, der einzige gängig war. Als jedoch die welſiſche Preſſe gleich nach ward Greys gelingen wird, das Werk zu vollbringen, auf
Erbnachfolger der Türkei auf mazedoniſchem Gebiete zu der Hochzeit eine Haltung annahm, die auf eine
Fort=
das man noch immer hoffen darf.
werden. Verdienſte um Förderung der Kultur haben ſich ſetzung der welfiſchen Agitation ſchließen ließ, wurde der
die Bulgaren dort aber nicht erworben, ebenſowenig um weſentliche Inhalt dieſes prinzlichen Schreibens, nament=
Niederlande.
die Hebung der wirtſchaftlichen Leiſtungsfähigkeit des lich das feierliche Verſprechen des Prinzen, halbamtlich
Die Erſte Kammer hat mit 21 gegen 9
Stim=
bekanntgegeben. Die Veröffentlichung des Briefes in ſeinem
Landes; im Gegenteil, von Bulgarien aus ſind die
maze=
men einen Geſetzentwurf über die
Küſtenverteidi=
doniſchen Aufſtände immer geſchürt, die Greuel und Ver= vollen Wortlaut iſt erſt jetzt erfolgt, weil Opportunitäts= gung einſchließlich des Baues des Forts Vliſſingen
an=
gründe es wünſchenswert erſcheinen ließen, vorher die
wüſtungen angeregt worden. Jedenfalls haben die
Bul=
genommen.
garen nicht mehr moraliſchen Anſpruch auf Mazedonien Meinungsäußerung verſchiedener Beteiligter einzuholen.”
Spanien.
Beſteuerung der Buchmacher? Wie der
als die Serben; wie ſie ſich freilich jetzt, da ſie das Gebiet
Gegen die Kämpfe in Marokko. Bei den
gemeinſchaftlich erobert haben, einigen wollen, iſt ihre Lokal=Anz. von zuverläſſiger Seite hört, wird dem Reichs=
Kundgebungen in Barcelona anläßlich einer Proteſtver=
Sache, ſie können das auch durch Gewährung der Auto= tag im Herbſt ein Geſetzentwurf über die Beſteuerung
ſammlung gegen den Marokkokrieg wurden 30 Perſonen
der Buchmacher zugehen. Dieſer würde auf eine
Konzeſ=
nomie an das eroberte Land.
verletzt. Die Erregung in der Stadt iſt noch groß. Die
Man wird ſich erinnern, daß bei Beginn des Krieges ſionierung des Buchmachergewerbes hinzielen.
Polizei umſtellte das Volkshaus. An mehreren Stellen
Der außerordentliche Parteitag der
namentlich in Soſia jeder Gedanke an „territoriale
Am=
der Stadt kam es zu einem Kugelwechſel zwiſchen der
bitionen” zurückgewieſen und nur radikale Reformen für Sozialdemokratie Badens hat das von den
Polizei und den Manifeſtanten. Die Truppen wurden
die chriſtlichen Provinzen der Türkei gefordert wurden. Vertrauensmännern abgeſchloſſene Abkommen mit den
konſigniert.
Dieſe vorgeſpiegelte Uneigennützigkeit war natürlich Nationalliberalen und der Fortſchrittlichen Volkspartei
Amerika.
Schwindel, der offen zutage treten würde, wenn Bul= einſtimmig gutgeheißen. Damit iſt der Großblock für den
Die Geldmittelumlaufs=Kommiſſſion
garien jetzt den Vorſchlag, Mazedonien die Autonomie zu Stichwahlgang geſichert.
Kolonialklatſch. Wie die in Paris erſchei= der amerikaniſchen Bankier=Vereinigung
geben ,ablehnen würde. Und dazu ſcheint es willens zu
ſein, trotzdem Rußland angeblich den Plan begünſtigt. — nende Preß Coloniale aus Dakar meldet, wurde Major hat über die Geldumläufe eine Kundgebung veröffentlicht,
Der Entwicklung dieſer neueſten Phaſe in der Balkan=Zimmermann auf einer Inſpektionsreiſe in der deutſchen in der die Meinung ausgedrückt wird, daß die politiſche
Kongozone von Eingeborenen aus Etone angegriffen. Kontrolle durch den Aufſichtsrat der in Ausſicht
genomme=
frage ſieht man allgemein mit Intereſſe entgegen.
Nummer 145.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. Juni 1913.
Seite 2.
nen Bundesreſerwebant die Ueberführung von Geldmiteln 1 vallage wegen Beleidigung. Als hierüber vor dem jihrer deuſchölichen Pflichten dewußt bleiben,
aus einer Gegend nach einer anderen lediglich zu politi= Schöffengericht Groß=Gerau am 14. Auguſt v. J. verhan= einen Dienſt zu erweiſen, ſie vor Schaden und Aerger,
zu=
ſchen Zwecken möglich macht und auch die Tür zu ande= delt wurde, wurden u. a. als Zeugen Falkenſtein und die gleich aber auch vor der Gedankenloſigkeit zu bewahren,
Frau Stoll vernommen. Erſterer hatte zwar vor Ab= daß ſie ihr deutſches Geld Leuten zutragen. von denen es
ren Mißbräuchen öffnet. Demgegenüber ſei entſchieden gabe ſeiner Ausſage erklärt, er werde nicht ſchwören, unmittelbar oder mittelbar zum Nachteil für unſere
völ=
eine von der Regierung kontrollierte Zentralreſerve=Aſſo=leiſtete aber dann auf Eidesbelehrung und Meineidsver= kiſchen Intereſſen oder zur Verunehrung unſeres
Volks=
warnung den Eid und ſtellte jede intime Beziehung zu tums verwendet wird. Wenn es nebenbei auch das
natio=
ziation vorzuziehen.
Frau Stoll in Abrede. Das gleiche tat Frau Stoll. Fal=nale Gewiſſen wecken und ſchärfen kann, um ſo beſſer.
Der deutſche Botſchafter und Gräfin kenſtein wurde wegen Verdachts des Meineides verhaftet Wer daher in dieſer Richtung bei einer beabſichtigten Reiſe
Bernſtorff wohnten in Weſtpoint einer Parade der Ka= und er legte dann auch ein Geſtändnis ab, daß er die Un= in jene Gegenden Auskunft wünſcht, dem ſei das
Verzeich=
detten der Militärakademie bei, die ihnen zu Ehren ab= wahrheit geſagt und wiſſentlich verſchwiegen habe, er ſei nis beſtens empfohlen. Es wird in dem Geſchäftsraum
gehalten wurde. Abends waren ſie Gäſte des Leiters der durch Frau Stoll dazu beredet worden. In der geſtrigen des Verkehrsvereins, Ernſt=Ludwigsplatz, koſtenlos
Verhandlung widerruft der Angeklagte jenes Geſtändnis. abgegeben und von der Geſchäftsſtelle des Alldeutſchen
Akademie, Oberſten Townsley.
Verbands in Mainz, Stadthausſtr. 11, gegen Einſendung.
Die Geſchworenen bejahten die Schuldfragen nach
Mein=
eid nach § 157. Das Gericht erkannte auf eine Gefängnis= der Poſtgebühren überallhin verſendet
Japan.
B. Kriegerverein Darmſtadt. Der Sommerausflug des
ſtrafe von 1 Jahr3 Monaten, abzüglich 1 Monat der
Vereins, der nach Heppenheim a. d. B. ging, hatte ſich einer
Agitation gegen Amerika. Die kaliforniſche Unterſuchungshaft.
g. Strafkammer. Der 39jährige Schuhmacher Georg recht zahlreichen Beteiligung zu erfreuen. Nachdem der
Landgeſetzgebung beſchäftigt noch immer die öffentliche
Aufmerkſamkeit. Die Frage wird für politiſche Zwecke Hofmann und die 31jährige Eliſabeth Kunzmann größte Teil der Teilnehmer, dem die Muſikkapelle
bei=
ausgebeutet. Unverantwortliche Leute verlangten geſtern hatten im Bayeriſchen verſchiedene Diebesreiſen ausge=gegeben war, mit einem Vorzug voraus gefahren, brachte
führt, die ſie ſchließlich auch nach Neu=Iſenburg führten, der fahrplanmäßige Zug ab 1 Uhr 7 Min. von Darmſtadt
auf einer Maſſenverſammlung in Kanda (einer Vorſtadt wo ſie mehrere Hühnerdiebſtähle verübten. Hofmann die übrigen Kameraden nach Heppenheim. Als der
Zug=
von Tokio) energiſche Maßnahmen gegen die Vereinigten wurde geſtern unter Einbeziehung der früher ausge= in Heppenheim einfuhr, wurde der Verein von der Kapelle
Staaten. An der amerikaniſchen Botſchaft wurde ein ſprochenen Zuchthausſtrafe von 8 Jahren zu einer Geſamt= am Bahnhof mit einem flotten Marſch begrüßt und von=
Plakat angeſchlagen, das Amerika wegen des Mangels ſtrafe von 9 Jahren Zuchthaus und die Kunz=den Kameraden des Heppenheimer Kriegervereins
will=
mann unter Einbeziehung von 1 Jahr Gefängnis zu kommen geheißen. Nun ging es unter klingendem Spiel,
an Humanität und Gerechtigkeit angreift. Das Auswär=
1 Jahr 6 Monaten Gefängnis verurteilt. — Der 24= geführt von den dortigen Kameraden, durch die Stadt zur
tige Amt hat ſein Bedauern über den Vorfall ausge= jährige Schreiner Richard Heß von Neu=Iſenburg hatte Burg Starkenburg. Oben fand Beſichtigung der Burg
ſo=
anfangs dieſes Jahres ſich verſchiedene Diebſtähle zuſchul= wie der Anlage ſtatt. Der Vorſitzende des Heppenheimer
ſprochen.
den kommen laſſen. Seinem Arbeitgeber entwendete er Kriegervereins hieß die Teilnehmer herzlich willkommen.
*
wiederholt Werkzeug, Holz uſw. Außerdem hat er einmal Den Gegengruß brachte Kamerad Oberbürgermeiſter
* München, 22. Juni. Die Prinzeſſin Franz zur Nachtzeit durch Ueberſteigen einer Umzäunung 1 Fahr= Schäfer namens der Teilnehmer, hierbei des 25jährigen
von Bayern wurde heute abend nach 10 Uhr in Schloß rad geſtohlen und in mehreren Fällen zur Vermehrung Regierungsjubiläums unſeres Kaiſers gedenkend und
Nymphenburg von einem Sohn glücklich ent=und Aufbeſſerung ſeiner Hühnerzucht Raubzüge auf endigend mit einem dreikachen Hoch auf den Kaiſer,
wo=
bunden. Prinz Franz von Bayern, der dritte Sohn Hühner veranſtaltet. Das Gericht berückſichtigt daß der rauf die Kameraden die Nationalhymne anſtimmten. Noch
des Regenten, vermählte ſich am 8. Juli 1912 in Baden Angeklagte ein phyſiſch und pſychiſch ſchwacher Menſch ſei, einen kurzen Aufenthalt und der Abſtieg begann unter
bei Wien mit der Prinzeſſin Iſabella von Croy einer der verſuchte, ſein geringes Einkommen auf dieſe Art zu Vorantritt der Kapelle nach dem Endziel Heppenheim, in
Schweſter des Herzogs von Croy und einer Nichte des vergrößern. Es verurteilte ihn wegen zwei ſchwerer und Würths Garten. Nach einigen Stunden in echter
Kamerad=
zwei einfacher Diebſtähle zu 1 Jahr Gefängnis ſchaft bei Konzert und Tanz brachte ein Zug kurz nach
Erzherzogs Friedrich von Oeſterreich.
abzüglich 2 Monaten der Unterſuchungshaft. — Wegen 9 Uhr die Teilnehmer nach Hauſe.
C. Der Katholikenverein Darmſtadt veranſtaltete
* Petersburg. 23. Juni. Heute nachmittag Rückfalls=Diebſtahls, den er in Mörfelden verübte, wurde
4 Uhr begaben ſich der Kaiſer, die Kaiſerin der Korbmacher Hieronymus Sielsmeier zu 5 Mo= am Sonntag aus Anlaß des 25jährigen Regierungs=
Alexandra, der Thronfolger, ſowie die Groß=naten Gefängnis verurteilt. — Der Maſchinenarbeiter jubiläums Kaiſer Wilhelms II. eine Feſtfeier. Die Vor=,
fürſtinnen=Töchter aus Peterhof an Bord der Kaiſerjacht Georg Kiefer, der der Hilfskaſſe in Dreieichenhain an= tragsfolge des erſten Teils ſetzte ſich zuſammen aus dem
Alerandria” auf die Kronſtädter Reede, wo ſie auf die ſehnliche Summen unterſchlagen hatte, wurde zu 9 Mo=großen Huldigungsmarſch an den Kaiſer von Haus, den
eine Dame auf dem Klavier vortrug, einem in ver=
Kaiſerjacht „Standard” übergingen, um die Fahrt nach naten Gefängnis verurteilt.
den finniſchen Schären anzutreten.
) Provinzialausſchuß. Die Tagesordnung zur Sitz=ſtändnisvoller Weiſe vorgetragenen Prolog und weiteren
ung des Provinzialausſchuſſes der Provinz Starkenburg Darbietungen auf dem Klavier (u. a. der Jubelouvertüre
am Samstag, den 5 Juli, vormittags halb 10 Uhr, von C. M. von Weber), die ebenfalls junge Damen
Stadt und Land.
lautet: 1. Geſuch des Kaufmanns Jean Dörrbecker zu übernommen hatten. In ſeiner Feſtrede bezeichneze Herr!
Offenbach um Erlaubnis zum Kleinhandel mit Brannt= Rechtsanwalt Nuß=Seligenſtadt den 15. Juni 1913 als
Darmſtadt, 24. Juni.
wein. 2. Geſuch des Jean Schader I. zu Bürſtadt um einen Meilenſtein in der geſchichtlichen Entwickelung=
* Vom Hofe. Se. Königl. Hoheit der Groß= Erteilung der Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirt= Deutſchlands, als den Jubeltag eines Herrſchers,
der=
berzog empfingen am Sonntag vormittag 10 Uhr im ſchaft. 3. Klage der Witwe des Kirchendieners K. Moritz nicht bloß Großes gewollt, ſondern auch Großes geleiſtet
Jagdſchloß Wolfsgarten den Kreisrat Geheimen Regie= Keller zu Offenbach a. M. gegen die Fürſorgekaſſe für habe. Im einzelnen feierte der Redner Kaiſer
Wil=
helm II. als ſozialen Bahnbrecher, als chriſtlich gläubigen
rungsrat Lochmann aus Offenbach, den Forſtmeiſter Gemeindebeamte auf Bewilligung von Witwengeld. 4.
Klump aus Langen und den Forſtmeiſter Bonhard Enteignung von Gelände zur Eröffnung der Bergſtraße1 Menſchen und als ſozialen Friedensfürſten. Die von
aus Mörfelden. (Darmſt. Ztg.)
in Vieber, 5. Klage des Bauunternehmers Karl Grün II. warmem patriotiſchen Sinn getragene Rede klang in ein
15
Uebertragen wurde dem Schulamtsaſpiranten und der Firma Ehrhardt & Comp. in Bensheim gegen begeiſtertes Hoch auf den Monarchen aus. Ein alt=
Karl Jung aus Hochweiſel, Kreis Friedberg, eine die Stadt Bensheim, vertreten durch deren Bürgermei= niederländiſches Volkslied von Kramer, von einer Dame
Lehrerſtelle zu Lindheim, Kreis Büdingen; dem Schul=ſter, wegen Heranziehung zu den Koſten für den Ausbau auf dem Klavier vorgetragen, und das patriotiſche
Feſt=
ſpiel von Ernſt Wichert „In Feindesland” bildete den
amtsaſpiranten Franz Deml aus Penting (Bayern) der Kaiſer Wilhelm=Straße.
die erledigte Lehrerſtelle zu Hartenrod, Kreis
Heppen=
zweiten Teil des Programms, deſſen Mitwirkende — er=
* Seinen achtzigſten Geburtstag feiert, wie man wähnt ſei noch ein humoriſtiſches Couplet — lebhaften
heim; dem Schulamtsaſpiranten Adam Heß aus
Hütten=
uns mitteilt, am Mittwoch, den 25. Juni, Herr Rentner Beifall ernteten. Die Dankesworte des 1. Vorſitzenden,
thal, Kreis Erbach, eine Lehrerſtelle an der evangeliſchen
Schmidt, Hochſtraße Nr. 66. Ein hochgeachteter Herrn Betriebsinſpektor Schmidt, fanden allenthalben
Schule zu Wald=Michelbach, Kreis Heppenheim.
* In den Ruheſtand verſetzt wurde der Lehrer Bürger, ein guter Nationalliberaler und ein treuer lebhaften Widerhall.
an der Volksſchule zu Mainz Peter Joſeph Geyer auf Patriot. Seine Freunde wünſchen dem Jubelgreis noch
* Zum Beſuch des Heſſen=Darmſtädter Volksfeſtvereins
ſein Nachſuchen mit Wirkung vom 1. Juli 1913 an bis viele ungetrübte Jahre.
in New=York in Darmſtadt iſt jetzt das Programm
auf=
zur Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit.
* Vom Alldeutſchen Verband wird uns geſchrieben: geſtellt. Danach werden die Mitglieder des New=Yorker
g. Schwurgericht. Die Anklage gegen den 31jährigen Angeſichts der bevorſtehenden Reiſezeit ſei darauf hin= Heſſen=Darmſtädter Volksfeſtvereins am Freitag, den 27.
Dienſtknecht Nikolaus Falkenſtein von Hüttenfeld, gewieſen daß auch in dieſem Jahre das Verzeichnis d. M., abends 7 Uhr 3 Min. mit Muſik am
Hauptbahn=
zuletzt wohnhaft zu Rüſſelsheim, die geſtern zur Ver= Deutſche und deutſchfreundliche Gaſt=hofe empfangen. Um 8 Uhr findet ein beſonderen
Emp=
handlung kam wurde bereits in der Herbſttagung ziem=ſtätten in den deutſchen Sprachinſeln, fang in den Räumen des Städtiſchen
Ausſtellungsgebäu=
lich bis zum Schluß verhandelt, mußte damals aber ver=ſprachlichen Grenzgebieten und ſprachlich des ſtatt, und zwar durch Bürgermeiſter Mueller. Am
tagt werden, weil an der Zurechnungsfähigkeit der mit=gemiſchten Gegenden Südtirols” von dem be= nächſten Tage erfolgt unter beſonderer Führung eine
Be=
angeklagten Ehefrau des Landwirts Stoll in Klein=Gerau kannten Dr. med. und phil. W. Rohmeder in München neu ſichtigung der Stadt und abends die Abfahrt der Gäſte —
Zweifel auftraten. Die Unterſuchung hat ergeben, daß herausgegeben worden iſt. Das Verzeichnis, das nun zum 46 Herren, 50 Damen und 4 Kinder — nach Mainz.
ſie nicht zur Verantwortung gezogen werden könne. Es 11. Male im Verlage des Alldeutſchen Verbandes erſcheint
Führung durch den Botaniſchen Garten. Der
Ver=
hatte ſich nunmehr Falkenſtein allein zu verantworten. und auf Wahrnehmungen und Anregungen von ſolchen, ein für Verbreitung von Volksbildung veranſtaltet am
Die Anklage vertrat Gerichtsaſſeſſor Dr. Callmann, die es bei ihren Reiſen in die ſüdtiroliſchen Grenzgebiete! Sonntag, den 29. d. M., eine Führung durch den
die Verteidigung hatte Juſtizrat Dr. HoffmannI. über= benutzt haben, gegen früher noch wertvolle Ergänzungen Botaniſchen Garten.
*e
nommen. Der Sachverhalt iſt kurz folgender: Der ver=erfahren hat, ſoll keinenReiſeführer im landläufigen Sinne
Sportliche Erfolge. Man ſchreibt uns: Unſer
ein=
heiratete Angeklagte, der von ſeiner Ehefrau getrennt darſtellen und gibt daher auch über Güte der Matratzen, heimiſcher Matador im Rennſport auf der Straße, Herr
lebte, war vor einigen Jahren auf der Eichmühle bei der Speiſefolgen und Weine keine Aufſchlüſſe. Auch nicht Student Zimmermann, Mitglied des Velociped=
Klein=Gerau in Dienſt. Während dieſer Zeit war er mit über Preis= und Wegeverhältniſſe. Hierüber höchſtens da Clubs, konnte am Sonntag, den 22. Juni, ſeinen bisheri=
Frau Stoll in Beziehungen getreten und es erwuchs dar= und dort Andeutungen. Es iſt entſtanden aus dem Be=gen Erfolgen einen weiteren anreihen. Bei der an dieſem
aus im Dorfe Gerede. Dieſes kam dem Ehemann Stoll ſtreben, nationalen Deutſchen, die
ſich bei ihren Tage vom Gau 12 des D. R. B. veranſtalleten Fernfahrt
zu Ohren und er erhob gegen eine Klein=Gerauerin Pri=Wanderungen in den bezeichneten Gegenden „Rund um Frankfurt” über 221 Kilometer, die zum größ=
M
Aus der Geſchichte des Ordens begründete Anſprüche auf dieſe Gnadenerweiſung erhoben, den von ihm geleiſteten Militärdienſten und auch ſonſt
mit nicht mißzuverſtehender Deutlichkeit ablehnte. Als am zu ſeiner und ſeiner Familie Konvenienz, beſonders in
30. November 1760 der Generalmajor von Ramin für hieſiger Gegend‟. Ein anderer ſah in der Erteilung des
pour le mérite.
fünf Offiziere wegen ihres Verhaltens in der Schlacht Ordens ein Mittel „zur Aufmunterung ſeines zum Dienſter
CK. Als eine prächtige Gabe, die dem Kaiſer zum bei Torgau um den Orden bat, erhielt er folgenden Be= zu erziehenden Sohnes uſw.
4 — Unter Friedrich Wil=
Regierungsjubiläum dargebracht wird, erſcheint ſoeben im ſcheid: Wenn ſich Offiziers von Infanterie diſtinguieret, helm III, trug man ſich mit einer Umgeſtaltung des Or=
Verlage von E. S. Mittler u. Sohn in Beclin ein umfang= gut. Aber da ich ſie bei der Bataille alle laufen ſehen, dens; als aber dann das Eiſerne Kreuz geſtiftet wurde,
reiches Werk „Die Ritter des Ordens pour le mérite‟.
kann keine Gratifikation geben ſonſt würde der kriegen, ſollte der pour le merite nur in Ausnahmefällen an
An=
das auf Befehl des Kaiſers im Kriegsminiſterium durch ſo am raſchſten läuft, beſte Füße hat.‟ Der Rittmeiſter gehörige des preußiſchen Heeres gegeben werden. Er
den Wirklichen Geh. Kriegsrat Guſtav Lehmann ausgear= von Luck von Zieten, der am 24. September 1778 wegen wurde in den Befreiungskriegen nur 76 mal an preußiſche
beitet worden iſt und die ſämtlichen Inhaber des Ordens angeblicher Auszeichnung den Oeden beanſpruchte, erhielt Offiziere verliehen dagegen 1586 mal an Ausländer
da=
ſeit ſeiner Gründung durch Friedrich den Großen, zum zur Antwort: „Das wäre wohl ganz gut, was er gethan, von 1470 mal an Ruſſen. Der König verordnete, daß die
Teil mit wichtigen hiſtoriſchen Angaben über die einzel= aber das wäre noch nicht genug, ich könnte vor jede Hu= Auszeichnung in beſonderen Fällen mit „drei goldenen
nen Perſönlichkeiten und die Gründe der Verleihung, auf= ſaren=Patrouille nicht das Kreuz geben. Er ſoll nur Eichenblättern am Ringe” verliehen werde. Dieſe
Ver=
zählt. In einer inhaltsreichen Einleitung teilt der Ver= ſuchen, ſich weiter zu diſtinquieren.” Einen ähnlichen Be= leihung mit dem Eichenlaub hat ſich dann auch nach den
faſſer allerlei intereſſante und bisher unbekannte Einzel=ſcheid erhielt im Dezember 1778 Leutnant Preetz von Freiheitskriegen erhalten; ſo erhielten das Eichenlaub zum
heiten über Vorgeſchichte und Geſchichte dieſes hohen preu= Loſſow, der ſich um den Orden beworben: „Das iſt wohl poun le mérite noch 1873 von König Wilhelm der
Kron=
ßiſchen Ordens mit.
ganz gut, aber was hat er denn extraordinaires gethan? prinz und Prinz Friedrich Karl „als letzte Anerkennung
Der Orden pour le mérite trat an die Stelle einer Daß er eingehauen hatte, das iſt ja ſeine Schuldigkeit, ihrer Leiſtungen in den Jahren 1870/71
anderen Auszeichnung, des einzigen Verdienſtordens, der davor iſt er da und wird davor bezahlet. Wenn ſie ſich
Von hervorragender Bedeutung für die
Entwicklungs=
bei der Thronbeſteigung König Friedrichs neben dem diſtinquieren und was extraordinaires thun, dann iſt es geſchichte des Ordens war dann 1842 die Errichtung der
Schwarzen Adlerorden beſtand. Dieſer Orden de 1a ein Anderes. Aber wenn ich jeden Offizier davor, daß er Friedensklaſſe durch Friedrich Wilhelm IV. Zuſammen
genérosité, ſpäter gewöhnlich „das Gnadenkreuz” genannt, einhauet, beſonders rekompenſieren ſoll, wo ſoll das hin= mit Alexander von Humboldt, der der erſte Kanzler
die=
war 1667 von dem noch nicht 10jährigen Markgrafen gehen So müßte ich auch jeden Huſaren vor den ſer Klaſſe wurde, ſchuf hier der König eine Art europäiſcher
Friedrich, dem ſpäteren erſten preußiſchen König, unter Piſtolenſchuß den er thut bezahlen.‟ — Dieſe Kargheit Akademie, der die erlauchteſten Geiſter im Reich der Wiſ=
Mitwirkung ſeines Bruders, des Kurprinzen Karl Emil, König Friedrichs in der Verleihung des Ordens wich unter ſenſchaften und Künſte angehören ſollten. Unter den 324
ins Leben gerufen worden. Das Anſehen dieſer Auszeichnung Friedrich Wilhelm II. einer außerordentlich großen Frei= Rittern, die in dieſer Klaſſe ernannt wurden, befinden ſich
wurde unter dem Soldatenkönig Friedrich Wilhelm da= gebigkeit; dieſe ging ſogar ſo weit, daß dem Generalfeld= von den erſten Männern an, zu denen Jakob Grimm,
durch ſehr vermindert, daß dieſer Herrſcher ihn faſt aus= marſchall von Möllendorf die Beſugnis erteilt wurde, Rückert, Scheling, Tieck, Schadow u. a gehörten, bis zu
ſchließlich Leuten verlieh, die ihm bei der Anwerbung der während des Rheinfeldzuges wo über 800 Oeden vergeben den allerjüngſten, dem Philologen Diels und dem
Bau=
zlangen Kerls” behilflich waren. Friedrich der Große, wurden, nach eigenem Ermeſſen über eine Anzahl Orden meiſter Hoffmann, die erſten Heroen des Geiſtes.
Nie=
der dieſe Leidenſchaft ſeines Vaters nicht teilte, mag wohl pour le mérite zu verfügen. Die Zahl der Bewerbungs= mals iſt dieſe höchſte Anerkennung wiſſenſchaftlichen und
in dieſer Herabwürdigung des Ordens den Grund dafür geſuche wurde nun rieſig, und es fehlte nicht an kurioſen künſtleriſchen Ruhmes abgelehnt worden — mit einer
ein=
erblickt haben, daß er ſchon wenige Tage nach ſeiner Thron=Gründen, aus denen mancher ein Anrecht auf die Aus= zigen Ausnahme: Ludwig Uhland. der Demokrat, der am
beſteigung den Entſchluß faßte einen neuen Verdienſt=zeichnung herleitete So wünſchte der Oberſt von Putt=5. Dezember 1853 gewählt wurde, ließ ſich trotz der
flehent=
orden zu ſtiſten. Dies geſchah in der Zeit vom 7.—15. ſitz den Orden, weil ihn der in ſeinem Regiment ſtehendelichen Vitten Humboldts nicht zur Annahne beſtimmen.
Juni 1140, doch liegt eine Urkunde nicht vor. Dee König Oberſtleutnant von Oſorowsky hatte, und bat, ihm „dieſe Er erklärte „daß nach dem Schiffbruch nationaler
Hoff=
verlieh den Orden in Friedenszeiten nur ungern; er war Kränkung” zu erſparen. Ein Major von Barby bat um nungen, auf deſſen Planken auch ich geſchwommen bin, es
hauptſächlich für Verdienſte beſtimmt, die im Kampf gegen die Erteilung des Ordens, um — ſeine Schulden beſſer be= mir nicht gut anſtände, mit Ehrenzeichen geſchmückt
den Feind erworben waren, und Friedrich achtete ſcharf zahlen zu können. Der General Angelelli dem Friedrich zu ſein”.
darauf, daß ihn nur wahrhaft Würdige erhielten. Das der Große hatte ſagen laſſen, ſeine Anſprüche auf den
geht aus zahlreichen, zumeiſt eigenhändigen Dekreten her= Orden rührten von der Sündflut her, erneuerte ſie jetzt.
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Nummer 145.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. Inni 1913.
Seite 3.
ten Teil bei ſtrömenden Regen und aufgeweichten Wegen 1walſen ſand Genehmigung. Zum Ort der nichſtſchrigen ſDie Frau erlit ſtarte Kopfwunden und war ſofort totzg
vor ſich ging, ſah man Zimmermann als Zweiten bei 88Tagung wurde Arheilgen gewählt. Es erfolgte dann das Kind ſtarb auf dem Wege nach dem Krankenhauſe.
Fahrern. Zimmermann wurde bei dem gleichen Rennen die Bekanntgabe der Beförderungen. Zum Generalfecht= Der Unfall iſt auf unberechtigtes Oeffnen der Schranken
im vorigen Jahre Erſter und vor 2 Jahren Zweiter. Sein wart wurde ernannt: J. Wahler=Offenbach, zu Ehren= zurückzuführen.
diesmaliger Erfolg iſt um ſo höher anzuſchlagen, als er fechtwarten: Appel=Biſchofsheim und L. Hauck=Mainz, zu
Alzey, 23. Juni. Die Heſſiſchen
Freiwilli=
vor Ilbenſtadt einen unfreiwilligen Aufenthalt von einer Fechtwarten: Braun=Eberſtadt, Fr. Heinz und E. Heinz=gen Sanitätskolonnen hielten geſtern in Alzey
halben Stunde hatte und in Uſingen als zwölfter Fahrer Biſchofsheim, Aures, Burkart, L. Schmitt, E. Thomas und ihren 3. Kolonnentag ab, an dem ſich die ſämtlichen
ankam. Von Uſingen aus betätigte Zimmermann ſeine A. Wenz=Darmſtadt, H. Müller=Butzbach, F. Fiſcher und 36 Kolonnen aus dem Großherzogtum beteiligten.
Vor=
oft an ihm geſehene gute Form und holte ſyſtematiſch einen Wieſener=Mainz.
mittags fand eine große Uebung im Hof der Nibelungen=
Fahrer nach dem anderen auf, ſodaß er am Ziel in Gold=
— Pfungſtadt, 22. Juni. Eine größere Anzahl ſchule ſtatt, die gut verlief und nach der der Inſpekteur der
ſtein als Zweiter ankam und den dritten Fahrer im Spurt Lehrer von der Bergſtraße und der hieſigen Gegend Heſſiſchen Kolonnen, Generalarzt Dr.
Lindemann=
noch um einige Radlängen ſchlagen konnte.
beſichtigte geſtern nachmittag hier die ſeit Beginn dieſes Darmſtadt, allen Teilnehmern beſonders aber den Hel=
Prämiierte Hunde. Zu unſerer geſtrigen Notiz iſt Jahres mit den neueſten Maſchinen ausgeſtattete ferinnen, die ſich zum erſten Male beteiligten, warme
An=
noch nachzutragen, daß Herr Georg Robert Petri=Büttelſche Zündholzfabrik wobei in liebens= erkennung ausſprach. Es erfolgte der Vorbeimarſch ſämt=
Darmſtadt für Dobermannpinſcher außer den bereits würdigſter Weiſe Herr Fabrikant Nungeſſer und deſſen licher Kolonnen und nach dem gemeinſamen Mittageſſen
gemeldeten zwei 1. und zwei 2. Preiſen und einen Sohn die Führung übernommen hatten. Die Beſucher Beſprechung über den Stand der Heſſiſchen Kolonnen.
Ehrenpreis auch noch den höchſten Ehrenpreis der Aus= konnten ſehen, wie die Maſchinen die aus Rußland im= Zum Ort der nächſten Tagung in zwei Jahren wurde
ſtellung, die Staatsmedaille des Großh. Heſſiſchen
Mini=
portierten rohen Aſpenſtämme zu Schachteln und Hölzern Babenhauſen gewählt. Hierauf erfolgte noch die
ſteriums, für hervorragende Zuchtleiſtung unter ſämtlichen zerſchnitten und alle weiteren Arbeiten, ſogar die Ver=Wahl des Arbeitsausſchuſſes, ſowie Erledigung eines
Raſſen, erhielt.
packung, ſelbſttätig unter Bedienung von 50 Arbeitern und hierzu geſtellten Antrages Auch die ſtaatlichen und die
Arbeiterinnen übernehmen. Im Namen der Lehrerſchaft,l ſtädtiſchen Behörden zeigten durch ihre Anweſenheit ihr
* Konzertveranſtaltungen. Reſtauration Schützen= die mit großem Intereſſe den „Werdegang” des unent= großes Intereſſe an der Uebung wie an den
Verhand=
hof. Bei dem vierten Dienstags=Konzert der Kapelle behrlichen Zündholzes verfolgte, ſprach Herr Seminar=lungen. — Der Sanitätsübung lag folgender
Ge=
des Großh. Heſſiſchen Art.=Regts. 61 iſt im Programm lehrer Dr. Spilger von Bensheim Herrn Fabreikanten danke zugrunde: Durch Keſſelexploſion der
Heizungs=
eine Abteilung P. Linckeſcher Kompoſitionen vorgeſehen, Nungeſſer für die Erlaubnis zur Beſichtigung und die und Badeanlage iſt das Treppenhaus der Nibelungenſchule
welche viele Konzertbeſucher mit Freude begrüßen wer=gegebenen Erläuterungen herzlichen Dank aus. Beim zerſtört worden, und von den im Schulgehände und im
den, da gerade ſolche Muſik geeignet iſt, dem Beſucher Verlaſſen der Fabrik überreichte Herr Nungeſſer jun den Schulhofe beſchäftigten Schulkindern haben einige durch
einige angenehme Stunden zu bereiten. — Hugen= Beſuchern in freundlichſter Weiſe eine Probe des Fabri= Herausſpringen aus den Fenſtern, andere durch
herab=
ſchützt Felſenkeller. Die Kapelle des Leibgarde= kates. An dieſe Beſichtigung ſchloß ſich ein Gang nach den ſtürzende Steine uſw. Verletzungen erlitten. Die herbei=
Regiments gibt am Dienstag abend, den 24. Juni, ein Pfungſtädter Torfgruben, wo Herr Dr. Spilger Aufſchlüſſe gerufene Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz
Orcheſter= (Streichmuſik=) Konzert. Die zweite Abteilung über die Entſtehung des großen Moorgeländes, ſowie bringt die noch im Schulgebäude Befindlichen in
Sicher=
der Vortragsordnung enthält nur Joh. Straußſche Ope= über die die Torfgruben belebende ſehr intereſſante Tier= heit, leiſtet die erſte Hilfe und richtet Fahrzeuge
verſchie=
rettenfragmente, ſo z. B. aus: Fledermaus,
Tauſendund=
dener Art her, auf denen die Verunglückten nach dem
und Pflanzenwelt gab.
einenacht, Prinz Methuſalem und Luſtiger Krieg. Im
Krankenhauſe befördert werden. Inzwiſchen
herbeige=
dritten Teile werden moderne Wiener und Verliner Ope=
— Groß=Zimmern, 23. Juni. Am Sonntag, den 29. eilte Helferinnen vom Roten Kreuz unterſtützen die
Ko=
retten= und Liederkomponiſten zu Worte kommen. (Siehe Juni, nachmittags findet hierſelbſt im Lokale von Alt=lonnenmitglieder bei der erſten Hilfeleiſtung und ſorgen
auch Anz.) — Ludwigshöhe. Man ſchreibt uns: bürgermeiſter Petry ein Vortrag über: „Das neue für Stärkung und Erfriſchung der Verletzten.
Die Verſchiedenartigkeit der Veranſtaltungen an Mitt=Gemeindeſtenergeſetz” ſtatt. Referent Dr. Burg=
Bingen, 22. Juni. Mit einem Koſtenaufwand von
wochabenden hat ſchon immer Wohlgefallen gefunden. Darmſtadt.
faſt einer Million Mark iſt die Binger Feſthalle
Für Mittwoch, den 25. Juni, iſt im Anſchluß an das
W. Gernsheim, 23. Juni. Die Beteiligung an der errichtet worden. Mit einem Feſtmahl, an dem etwa
übliche Nachmittags=Kurkonzert ein Abend=Konzert mit nächſten Mittwoch ſtattfindenden Gemeinderats=500 Perſonen teilnahmen, wurde die Feſthalle geſtern
großer Illumination vorgeſehen, wobei einige Tauſend wahl ſcheint ſehr lebhaft zu werden. Als geſtern abend eingeweiht. Das Eſſen fand im großen, durch
Blumen=
farbige Lämpchen einen feenhaften Eindruck hervorzau= bei einer Bürgerverſammlung im Darmſtädter Hof aus arrangements verzierten Saale der Feſthalle ſtatt. Die
bern werden. Die Lampenpolonäſe mit Muſik nach dem Arbeiterkreiſen der Antrag geſtellt wurde, auch aus Ar=Reihe der vielen Anſprachen wurde von Geh. Regier=
Böllenfalltor und der Kaſtanien=Allee findet wiederum beiterkreiſen 4 Kandidaten aufzuſtellen, kam es zu Un= ungsrat Kreisrat Dr. Steeg=Bingen eröffnet. Nach
ſtatt. Auf die Programme, welche von der Kapelle des ruhen. Um Tätlichkeiten zu vermeiden, mußte einem Streifzug in die ſchöne Umgebung der Halle, die
Großh. Heſſ. Art.=Regt. Nr. 61 zur Ausführung gebracht die Verſammlung geſchloſſen werden. — Geſtern brachte eine nicht gering einzuſchätzende Anziehungskraft
aus=
werden, iſt beſondere Sorgfalt verwendet worden. (Näh. ein Sonderzug aus Mainz etwa 600 Perſonen, die den üben würde, feierte der Redner den Geh.
Kommerzien=
ſiehe Anzeigenteil.)
Wallfahrtsort Maria Einſiedel beſuchten, rat Jules Woog, Berlin=Grunewald, als den Mann, der
* Kinothaater. Olympia=Theater. Ein unter Führung des Heren Prälaten Forſchner aus Mainz den längſt gehegten Feſthallengedanken in großzügiger
Drama in drei Akten aus der Lebewelt aus dem Palais und des Herrn Pfarrer Blum von hier. Der Nachmittag Weiſe in Erfüllung gebracht habe, und den Bürgermeiſter
de Dance läuft ab heute bis inkluſive Freitag im Olym= vereinigte die Gäſte mit den hieſigen katholiſchen Ver= Neff=Bingen, der zum Gelingen des Werkes ſo viel, als
pia=Theater in dem Film .=Weiße Lilien”. (Die Gefallene einen im Saalbau Haas.
in ſeinen Kräften ſſtand, beigetragen habe Der Redner
oder die Königin der Nacht). In dieſem Film ſind Mo=
Bensheim, 21. Juni. Die Stadtverordneten=Ver=ſchloß mit einem Hoch auf den Kaiſer. Im Namen der
mente aus dieſer Sphäre des Lebens feſtgehalten, welche ſammlung hat in ihrer letzten Sitzung den Vertrag Feſthallengeſellſchaft begrüßte Geh. Kommerzienrat
an Tragik der Wirklichkeit nichts entbehren. Der humo= mit dem Gruppengaswerk Bergſtraße, wonach die Woog, Berlin=Grunewald, die zahlreich Erſchienenen,
riſtiſche Teil iſt durch urgelungene Humoresken, ſowie Stadt Heppenheim von hier aus Gas und unſere Stadt insbeſondere die vielen Ehrengäſte und die Spitzen der
durch eine ganz vorzügliche Komödie, der Nordiſchen elektriſchen Strom von Heppenheim erhält, genehmigt.
ſtaatlichen und ſtädtiſchen Behörden. Als nächſter Redner
Kunſtfilmſabrik entſtammend, ausgefüllt. Die
Wochen=
i. Von der Bergſtraße, 22. Juni. Während die Metz=ſprach Bürgermeiſter Neff=Bingen. Die Einweihuna
überſicht von Eelair zeigt uns das Neueſte aus aller Welt ger für das Pfund Schweinefleiſch 86 Pfennig dieſer Feſthalle ſei ein Ereignis, an dem die Bürgerſchaft
im Bild. Diverſe Einlagen geben dem Programm etwas nehmen, verkaufen die Landwirte, die ihre Schweine ſelbſt freudigen Anteil nehme. In ſeinen weiteren Ausführun=
Außergewöhnliches. (Siehe Anz.)
ſchlachten, das Fleiſch um 70 Pfennig das Pfund. Die gen feierte der Redner den Baukünſtler; er ſchloß mit
fetten Schweine ſind bei den Bauern ſo maſſen= einem Hoch auf den Geh. Kommerzienrat Woog. Das
Eberſtadt, 23. Juni. Der Heſſiſche Fechtver=haft vorhanden, daß ſie die Metzger gar nicht alle ver= Damenhoch brachte der Beigeordnete Fiſcher=Bingen aus.
ein Waiſenſchutz” hielt hier ſeine 21. Landesver=werten können, (!)
Konzert und Tanz hielt die Teilnehmer noch bis zum
ſammlung ab, die aus dem ganzen Großherzogtum be=
N. Stockſtadt a. Rh., 23. Juni. Der Ziegenzucht=frühen Morgen zuſammen. — Heute wurde unter
unge=
ſucht war. Der Vorſitzende Burggraf=Darnſtadt be=verein veranſtaltete ſeine erſte Ziegenſchau mit Ver= heurer Beteiligung von ſeiten der Behörden und des
Vol=
grüßte die Verſammlung, zu der auch die Behörden Ver=teilung von Ehrenurkunden. Durchweg war erſtlaſſiges kes das in den Rheinanlagen hier aufgeſtellte Denk.
treter entſandt hatten, worauf Horn=Mainz über den Material zur Schau ausgeſtellt, ſo daß 35 Tiere prämiiert mal für Großherzog Ludwig IV. enthüllt. Als
Stand des Vereins Bericht erſtattete, aus dem hervorgeht, werden konnten. Ein erfreuliches Zeichen von dem ziel= Vertreter des Großherzogs beteiligte ſich an der Feier
daß die Entwickelung auch im verfloſſenen Jahre erfreu= bewußten Streben des Vereins, die Starkenburger Edel=Provinzialdirektor Geheimerat Dr Breidert=Mainz.
lich war Der Jahresbericht wurde genehmigt und dem ziege (Saanenſchlag) durchzuzüchten. Auch hatten ſchon Einleitend trug der Männergeſangverein das Lied
Ausſchuß Entlaſtung erteilt. Hierauf wurden die Be= Mitglieder finanziellen Vorteil dadurch, daß ſie Tiere „Schutzgeiſt alles Schönen” unter Muſikbegleitung vor,
dann hielt Bürgermeiſter Neff die Begrüßungsanſprache.
richte der Preß= und der Kalenderkommiſſion, ſowie des ſchon für 60 Mark und höher verkauft haben.
Landeswerbeausſchuſſes entgegengenommen. Es folgten
Es folgte der Vortrag des Niederländiſchen Dankgebetes
K. Erzhauſen, 23. Juni. Der hieſige Geſangverein durch den unter Leitung ſeines Dirigenten, Muſikdirektor
dann die Wahlen zur Oberfechterei. Zum erſten
Präſi=
denten des geſchäftsführenden Ausſchuſſes wurde an „Eintracht” feierte geſtern ſein 10jähriges Stiftungs= Knettel, ſtehenden Männergeſangverein, dann über=
Stelle des ſchwer erkrankten hochverdienten Gründers feſt, verbunden mit Bannerweihe. Das Feſt wurde ein= brachte Provinzialdirektor Geheimerat Dr. Breidert
Schrapenborg der ſeitherige Stellvertreter Horn=Mainz geleitet durch eine Vorfeier am Samstag abend, die mit die Grüße und Glückwünſche S K. H. des Großherzogs
gewählt; deſſen Stellvertreter wird Wieſener Kaſſierer: einem Fackelzug begann. Der Feſtzug bewegte ſich mit 25 und machte anfügend die Mitteilung, daß dem Kommer=
Degenhardt, Schriftführer: Neuhaus, Materialverwalter: Vereinen durch den feſtlich geſchmückten Ort. Der Präſident zienrat Woog, dem Stifter des Denkmals, das Ritter=
Dreſſel und Kontrolleur: Poth. Zu Beiräten wurden des Vereins Herr Louis Leiſer hielt die Feſtrede und kreuz erſter Klaſſe des Verdienſtordens Philipps des
gewählt: Burggraf=Darmſtadt, Steller=Mainz, Frank= feierte das deutſche Lied. Fräulein Neuſel übergab die Großmütigen und dem Erbauer des Denkmals, Bild=
Butzbach, Stöver=Gießen, Appel=Biſchofsheim, Jacobi=Fahne. Hieran ſchloſſen ſich die Geſangsvorträge.
hauer Hans Dammann=Berlin, die ſilberne Medaille für
* Worms a. Rh., 23. Juni. Geſtern nachmittag 2¾ Kunſt und Wiſſenſchaft verliehen worden ſei. Die Feſt=
Trebur, Birkenſtock=Arheilgen und Nelibar=Guſtavsburg.
Die übrigen Ausſchußmitglieder wurden meiſt wieder= Uhr wurde an einem Eiſenbahnübergang in der Stadt die anſprache hielt hierauf Bürgermeiſter Neff, der das
gewählt. Der Voranſchlag. der mit 12 10 M. abſchließt, Mährige Ehefrau Kleber aus Weinsheim und ihr 10 Dentmal namens der Stadt übernahm. — Ein
Feſton=
wurde gutgeheißen. Auch der Voranſchlag über die Ver= Jahre altes Pflegekind vom Zuge 510 Worms- zert unter Mitwirkung des Binger
Männergeſangver=
teilung der Pflegegelder zur Unterbringung der Halb= Ludwigshafen erfaßt und auf die Seite geſchleudert. eins, des Binger Cäcilien=Vereins und auswärtiger
So=
ſicher iſt. Der Konſtrukteur glaubt, daß dieſes Unter= drücke mit ſcharfer Beobachtungsgabe feſtgehalten. Ihre
tauchen ſich in 3 Minuten vollziehen könne; da aber die größte Verehrung galt dem Herzog von Wellington, mit
Feuilleton.
zehnmal kleineren Unterſeeboote, die man bisher baut, dem ſie eng befreundet war. Als er ſie einſt beſuchte,
* Die italieniſchen Königsſchlöſſer im Dienſte der 3 Minuten zum Untertauchen brauchen, ſo wird das Ein= machte ſie ſich das Vergnügen, ihm ſein Frühſtück in
Wohltätigkeit. König Viktor Emanuel, der wohl der nehmen des Waſſerballaſts bei dieſem Rieſenboot kaum in der Taſſe vorzuſetzen, aus der er am Morgen der Schlacht
Herrſcher iſt, der die meiſten Königsſchlöſſer beſitzt, da geringerer Zeit als 5 oder 6 Minuten möglich ſein. Die von Waterloo ſeinen Kaffee getrunken hatte. In
beweg=
aus den Zeiten vor der Einigung Italiens alle die Pa= Hauptdaten des Schiffes ſind: Länge 122 Meter, Breite ten Worten erzählt ſie von den letzten Tagen und dem
läſte der zahlreichen Kleinſtaaten in den Beſitz der Krone 10.30 Meter, Exploſionsmotoren für die Fahrt an der Ende des „eiſernen Herzogs” Von den großen
Staats=
übergegangen ſind, hat einen hochherzigen Entſchluß ge= Oberfläche von 18 000 Pferdekräften, elektriſche Motoren männern der Epoche, von Peel, der bei der erſten
Be=
faßt: Dieſe prächtigen Gebäude ſollen als königliche In= für die Fahrt unter Waſſer von 4400 Pferdekräften, gegnung ſie durch ein allzu höfiſches Benehmen
ent=
ſtitute für wohltätige Zwecke, Hoſpitäler oder Muſeen Schnelligkeit an der Oberfläche 26 Knoten, Schnelligkeit täuſchte, und Palmerſton entwirft ſie hübſche
Charakter=
eingerichtet werden. Dieſer Entſchluß hat in Italien um unter Waſſer 14 Knoten, Aktionsradius an der Ober= ſtizzen. Einen intereſſanten Vorfall weiß ſie von einem
ſo mehr Begeiſterung hervorgerufen, als König Viktor fläche bei 11 Knoten 1850 Meilen, bei 25 Knoten 730 Attentatsverſuch auf Palmerſton zu berichten. Der Ver=
Emanuel aus ſeiner Privatſchatulle noch eine Million Meilen, Aktionsradius unter Waſſer bei 8 Knoten 154 brecher hatte wenige Tage vorher bei dem Herzog von
Lire für die Caſſa Nazionale di Previzione geſtiftet hat. Meilen, bei 14 Knoten 21 Meilen. Wenn kein Fehler in York eine Audienz gehabt, in der er zunächſt eine
Viertel=
ck. Ein unterſeeiſcher Dreadnought. Während bisher den Berechnungen der Ingenieure vorliegt, ſo ſtellt das ſtunde ganz vernünftig ſprach und ſich dann
verabſchie=
die größten Unterſeeboote nicht über 800 Tonnen De= Schiff mit dieſen Leiſtungen eine außerordentliche Kampf= dete. Plötzlich aber wandte er ſich noch einmal um und
placement hatten, erfährt man jetzt mit einer gewiſſen kraft dar; ſeine Größenverhältniſſe und ſeine nautiſchen ſagte: „Verzeihen Sie, aber ich möchte Eure Königliche
Verwunderung, daß die ruſſiſche Admiralität die Abſicht Eigenſchaften würden ihm eine weitgehende Herrſchaft Hoheit davon in Kenntnis ſetzen, daß ich verleumdet
habe, ein Unterſeeboot von rieſenhaften Dimenſionen zu über das Meer ohne Ermüdung der Mannſchaft ermög= werde und man Lügen über mich in Umlauf ſetzt.” „Wer
bauen. Die Pläne dieſes unterſeeiſchen Dreadnought, lichen. Das Bild des Schiffes zeigt außer dem Dreh= tut denn das?” fragte der Herzog. „Es iſt Gott, der
der eine Waſſerverdrängung von 5400 Tonnen haben ſoll, turm für die Artillerie eine Art Blockhaus oder Beob= Herr,” antwortete der Mann. Ich weiß es ganz
ge=
ſtammen von dem ruſſiſchen Ingenieur Schuravieff. Einer achtungspoſten bei der Fahrt an der Oberfläche; beide nau” „Dann kann ich nichts tun,” erwiderte der Herzog,
Schilderung der Nature iſt zu entnehmen, daß dieſer Türme können in das Innere des Schiffsrumpfes einge= der ſofort begriff, daß er ſich einem Wahnſinnigen
gegen=
unterſeeiſche Kreuzer — dies iſt ſeine offizielle Bezeich= zogen werden. Eine ſehr wichtige Neuerung iſt die Mög= über befand. „Mir hat er es nicht geſagt, denn ich ſtehe
nung — zwei Arten von Torpedos führen wird, ſich lichkeit, Minen zu legen, denn die Gefährlichkeit dieſer zu einer ſolchen Perſönlichkeit nicht in näherer
Bezieh=
ſelbſtbewegende Torpedos für die Offenſive und unter= Waffe haben die Ereigniſſe der letzten Kriege gezeigt. Der ung.” Mit dieſer Antwort ſchien der Mann völlig
beru=
ſeeiſche Minen für die Defenſive. Die letzteren können unterſeeiſche Kreuzer wird ſich, wie die Nature bemerkt, higt und ging fort. Bald darauf aber ſchoß er aus
näch=
an Ort und Stelle gebracht werden, während das Schiff beſonders für die Overationen der Oſtſee eignen, deſſen ſter Nähe auf Lord Palmerſton und würde ihn ſicher
ge=
untergetaucht bleibt. Die Bewaffnung des Kreuzers wird mäßige Tiefen der Verwendung der unterſeeiſchen Tor= tötet haben, wenn dieſer ſich nicht in demſelben
Augen=
aus 30 Torpedolaneierrohren mit einem Vorrat von 60 vedos ſehr günſtig ſind. Auch in Frankreich beſteht ein blick plötzlich umgedreht hätte. Ein kleines literariſches
Torpedos und 120 Minen beſtehen. Er wird aber außer= Plan, ein ähnliches Schiff von gleichen Dimenſionen, das Idyll enthüllt ein Beſuch bei Walter Scott: „Abbotsford
dem fünf 14 Zentimeter=Schnellfeuergeſchütze führen, um auch Minen legen könnte, zu bauen; er iſt dem franzöſi= ſieht aus wie ein Schloß aus Zuckerzeug, ähnlich denen,
ſich für den Fall, daß er an der Oberfläiche des Waſſers ſchen Marineminiſter vorgeſchlagen, der in nächſter Zeit die uns der Zuckerbäcker auf die Taſel ſetzt. Aber man
darf über das Schloß nicht ſpotten und die Eigenheiten
überraſcht wird. während der Zeit des untertauchens die Entſcheidung darüber treffen wird.
C.) Aus dem Tagebuch der Lady Shelley. Eine wich= eines ſolchen Genius nicht kritiſieren. Bei unſerer
An=
verteidigen zu können; zum Schutz während dieſer
kriti=
ſchen Zeit iſt auch der obere Teil des Schiffsrumpfes, tige Quelle für das ſoziale und politiſche Leben Eng=kunft wurden wir in das frühere Landhaus geführt, das
der aus dem Waſſer hervorragt, und der Turm, in dem lands in der erſten Hälfte des 19. Jahrhunderts bieten jetzt ganz mit Roſen bedeckt iſt. Wir befanden uns in
die Geſchütze untergebracht ſind. mit einem Panzer von die Tagebücher und Briefe der Lady Shelley, deren zwei= einem kleinen Raum, den eine Geſellſchaft von 12 Leu=
9 Zentimeter Dicke verſehen. Wenn das Schiff an der ter Band ſoeben erſchienen iſt. Die künſtleriſch und poli= ten und 4 Hunden völlig ausfüllte. So voll war es, daß
Oberfläche ſchwimmt, wird es 4500 Tonnen verdrängen, tiſch lebhaft intereſſierte und tätige Gattin von Sir John wir in dem Raum ganz eng beieinander ſitzen mußten.
und es wird 1000 Tonnen Waſſer einnehmen müſſen, um Shelley iſt mit faſt allen bedeutenden Perſönlichkeiten Hier bewillkommnete uns Scott ſehr herzlich. Wie
an=
in eine Tiefe zu gelangen, in der es vor den Geſchoſſen ihrer Zeit in Berührung gekommen und hat ihre Ein= dere Leute, zeigt er für ſein Leben gern die Verbeſſerun=
Nummer 145.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 2a. Juni 1913.
Seite 4.
liſten ſand am ſpäten Rachmitag ſtat. Am Abend aber 1unſeren nächigen wirtſchaftlichen Auſchwung zu verdan, (nach der Anfalt zu enwiſchen. Vor einigen Jahren hatte
ken haben. Im Vertrauen auf dieſe feſten Grundlagen der Angetlagte, der verheiratet iſt, ein junges Mädchen
war Höhenbeleuchtung mit Feuerwerk.
(*) Gießen, 22. Juni. Ihre Hauptverſammlung hielt habe darum Se. Kgl. Hoheit der Großherzog gerne dem kennen gelernt, das er ſeitdem mit Liebesanträgen
ver=
heute in Steins Garten die Heſſiſche Vereinigung Wunſche der Deutſchen Geſelſchaft für Kaufmannserhol=folgte, obwohl ſie von ihm nichts wiſſen wollte. Auch nach
für Volkskunde ab. Der Vorſitzende, Pfarrer ungsheime entſprechend, für die Niederlaſſung in Heſſen der Verheiratung des Mädchens mit einem Zementarbei=
Schulte=Großen=Linden, erſtattete den Jahresbericht den Grund und Boden zur Verfügung geſtellt und mit ter ſetzte der Angeklagte ſeines Liebeswerbungen fort. Er
und teilte mit, daß die Flurnamenſammlung fürs Schlitzer der Uebernahme des Protektorats geſtattet, daß das Haus machte ſogar dem jungen Ehmann den Vorſchlag, ihm
Land jetzt im Druck erſchienen ſei, die Sammlung für ſeinen Namen trage: Ernſt Ludwigs=Heim. Die ſeine Frau für 4000 Mark abzukaufen. Als der Mann
Kohden und Bad Salzhauſen werde bald nachfolgen. Das Großh. Staatsregierung habe, wie dies ja auch mehr= auf dieſen Vorſchlag nicht einging, beſchloß der Ange=
Großherzogliche Miniſterium hat in dankenswerter Weiſe fach anerkannt worden ſei, das Unternehmen im Verein klagte, mit Gewalt zu ſeinem Ziele zu gelangen. Er drang
das Unternehmen der Vereinigung finanziell unterſtützt. mit den Ständen des Großherzogtums wirkſam gefördert, in das Haus ein und ſuchte in die Wohnung der Eheleute
Die Zeitſchriftenſchau für 1911 wird in den nächſten ſo daß heute der ſtattliche Bau ſeiner Beſtimmung über= zu gelangen. Als ihm das nicht glückte, ſtieß er Drohun=
Wochen erſcheinen und den Mitgliedern mit 3 Mk. und geben werden könne als ein wertvolles Glied in der Kette gen aus und gab durch die Zimmertür mehrere
Revolver=
mehr Jahresbeitrag koſtenlos zugehen. Für das kommende der Wohlfahrtseinrichtungen, die unſer Vaterland aus=ſchüſſe ab, von denen einer den Ehemann traf. Dann
Winterhalbjahr ſind mehrere Vorträge geplant, ſo auch zeichneten. Möchten all’ die guten Wünſche in reichſtem flüchtete er, wurde aber feſtgenommen. Vor Gericht
be=
zwei mit Lichtbildern: Alt=Gießen von Dr. Ebel und Alt= Maße ſich erfüllen, und möge ſich das Heim insbeſondere hauptete der Angeklagte, daß nur die tiefe Liebe zu der
Schlitz von Pfarrer Ausfeld. Außerdem findet ein Volks= erweiſen als ein Werkzeug des ſozialen Friedens und des Frau ihn zu dem verzweifelten Schritt getrieben habe.
liederabend ſtatt. Im Herbſt 1913 tagt in Marburg die ſozialen Ausgleichs. Dann ſprach der Redner der Deut=Im übrigen habe er bei der Tat in einem Traumzuſtand
Deutſche Vereinigung für Volkskunde. Die Jahresrech= ſchen Geſellſchaft noch den Dank dafür aus, daß ſie das gehandelt, auf Einzelheiten könne er ſich nicht mehr
er=
nung zeigt ein erfreuliches Bild der Weiterentwickelung. Heim auf heſiſchem Boden, in dem idyliſch ſchönen Sol=innern. Das Gericht ſchenkte dieſen Angaben aber keinen
Dem Rechner Bankdirektor Heichelheim wird der Dank bad Salzhauſen, errichtet habe. Schließlich überreichte Glauben und verurteilte ihn nach dem Wahrſpruch der
der Verſammlung ausgeſprochen. Auf Antrag des Bib= der Miniſter dem Vorſitzenden des Präſidiums der Deut=Geſchworenen, der auf verſuchten Mord lautete, zu einer
liothekars Dr. Hepding ſoll gelegentlich des Philologen= ſchen Geſellſchaft für Kaufmannserholungsheime, Herrn Geſamtſtrafe von 12 Jahren Zuchthaus.
Bromberg, 22. Juni. Der Majoratsbeſitzer Graf
tages in Marburg mit den Kurheſſen Fühlung genommen Kommerzienrat Baum aus Wiesbaden, der den
Ge=
werden, um dort den Verband weiter auszubreiten durch danken der Errichtung der Kaufmannsheime in ſeiner Wladimir v. Skorzewski=Radomice in Ezernie=
Gründung von Ortsgruppen. Lehrer Buß=Leihgeſtern epochemachenden Schrift: „Ein ſoziales Problem der jewo bei Schwarzenau, erbliches Mitglied des
Herren=
regt an, daß die Vortragsabende im Winter Mittwochs Kaufmannſchaft” wachgerufen und mit glänzendem Er=hauſes, iſt vorgeſtern in Warſchau, wohin er ſich vor
ſtattfinden ſollen. Um 4 Uhr fand der Vortrag des Prof. folg und zielbewußter Energie in die Tat umgeſetzt habe, einigen Tagen begab, geſtorben.
Dr. Reis=Mainz ſtatt: Mundarten und Mundartdichtun= das ihm von Sr. Kal. Hoheit verliehene Ritterkreuz erſter
Wien. 23. Juni. In Baden bei Wien hat ſich die im
gen des Großherzogtums Heſſen”. Er ſchildert die ver= Klaſſe des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen. dortigen Theater auftretende Soubrette A. Meißel
Es folgten hierauf zahlreiche Begrüßungsanſprachen: angeblich wegen einer ſchlechten Zeitungskritik
ſchiedenen mundartlichen Gebiete Heſſens und lieſt eine
Anzahl Gedichte in den betreffenden Mundarten vor. Den Von Rektor Eck namens der Univerſität Gießen, von Bür=über ihre Leiſtungen eine Kugel in den Kopf gejagt und
Schluß der Tagung bildete die Aufführung des Oden= germeiſter Erck, Kreisamtmann v. Grancy, Fabrikdirektor tödlich verletzt.
wälder Volksſtückes in drei Akten: „8Millerſch Lieſel vunn Müller für die Handelskammer Friedbera, Geheimerat
Eſſegg, 23. Juni. In der Walzmühle von Joſeph
Michelboch” durch die Mitglieder des Geſangvereins „Ein= Heichelheim für die Handelskammer Gießen, Fabrikant Krauß Söhne A.=G brach geſtern vormittag aus bisher
tracht'=Klein=Linden unter Leitung des Schreinermeiſters Trier für die Handelskammer Darmſtadt, Dr. Jung für nicht aufgeklärter Urſache im dritten Stockwerke des
Fey und des Lehrers Seipp. Es erntete lebhaften Beifall. die Handelskammer Mainz, Georg Adelberger, Vertreter Hauptgebäudes Feuer aus, das mit raſender
Geſchwin=
der Privatbeamten=Vereinigung=Darmſtadt. Alsdann digkeit um ſich griff, ſo daß binnen zehn Minuten das
fand im Kurhauſe zu Salzhauſen ein Feſtmahl ſtatt. ganze Gebäude brannte. An den Löſcharbeiten, die durch
Eröffnung des vierten Kaufmanns=
Das Hoch auf Kaiſer und Großherzog brachte der ſtellver= die ausſtrömende Hitze überaus erſchwert wurden, beteilig=
Erholungsheims.
tretende Vorſitzende des Präſidiums, Herr Geh. Kom= ten ſich neben der Feuerwehr Sappeur= und Artillerie=
„
merzienrat Dr W. Kalle=Biebrich, aus. Ferner ſprachen ſoldaten. Nach dreiſtündiger Arbeit gelang es, die Neben=
Ernſt Ludwigs=Heim in Bad Salzhauſen.
Provinzialdirektor Dr. Uſinger, Oberſt Weimer=Nidda, gebäude zu iſolieren. Die im Mühlengebäude, ſowie in
— In dem idylliſchen, in den letzten Jahren zu im= Albert Sturm=Wiesbaden, Geheimer Oberforſtrat
Wal=
den Magazinen aufgehäuften Waren ſind ein Raub der
mer größerer Anerkennung gelangten oberheſſiſchen Sol= ther=Darmſtadt. Prokuriſt Steffens=Wiesbaden. Geheimer Flammen geworden. Der Brand im Innern des Haupt=
und Stahlbad Salzhauſen fand unter außerordentlicher Medizinalrat Dr. Sommer=Gießen, Kommerzienrat
Mol=
gebäudes, welches völlig einſtürzte, dürfte noch drei
Beteiligung von Kaufmannſchaft und Induſtrie aus den than=Mainz, Adolf Reutlinger=Mannheim, A. Fammler,
Wochen dauern. Der Schaden, der auf ungefähr 1½
Mil=
verſchiedenen Teilen des Reiches, von Parlamentariern Vertreter des Verbandes kathol. kaufm. Vereinigungen lionen geſchätzt wird, iſt durch Verſicherung gedeckt. Drei
und Sozialpolitikern und von Vertretern anderer Stände Deutſchlands.
Feuerwehrleute wurden leicht verletzt.
die feierliche Eröffnung des Ernſt Ludwig=Heimes,
Brüſſel, 23. Junt. Im Vergnügungspark der
desvierten Heimes der Deutſchen Geſellſchaft, ſtatt. —
Ausſtellung in Gent löſte ſich ein Wagen der Gebirgs=
Auf einer Anhöhe mit weiter Rundſicht herrlich gelegen,
Reich und Ausland.
bahn auf dem Gipfel los und raſte mit ungeheurer
Ge=
bietet es wie die übrigen Heime der Geſelſchaft, für 100
Aus der Reichshauptſtadt, 23. Juni. Die Kaiſerin ſchwindigkeit zu Tale. Unten angelangt, ſprang er aus
Perſonen Unterkunft. Gleich dieſen iſt es übrigens heute
ſchon bis zum letzten Platz belegt; ein Beweis dafür, wie traf Sonntag abend um 10.33 Uhr im Sonderzug, von den Schienen und ſtürzte um. Von den 20 Inſaſſen
groß die Notwendigkeit für die von der Geſellſchaft ge= Hamburg kommend, auf der Fürſtenſtation Wildpark wurden 17 verletzt, zwei davon ſo ſchwer, daß ihr Leben
ſchaffene Einrichtung iſt, die trotzdem, wie der Vorſitzende ein und begab ſich ins Neue Palais. — Vier Arbeiter in Gefahr ſchwebt. Der Lokalanzeiger meldet, daß auch
des Präſidiums, Herr Kommerzienrat Joſeph Baum= unternahmen einen Bootsausflug auf dem Tegeler zwei Deutſche die Brüder Ludwig und Franz Langer
Wiesbaden, in der Begrüßungsanſprache, in der er ins= See nach Konradshöhe. Auf der Rückfahrt kenterte das aus Heſſen, ſich unter den Verletzten befinden.
Paris, 23. Juni. Wie aus Remiremont gemeldet
beſondere auch den heſſiſchen Präſidialmitgliedern, Geh. Boot und ſämtliche vier Arbeiter fielen ins Waſſer. Von
Rat Dr. Bamberger, Kommerzienrat Molthan und Cloos, einem in der Nähe befindlichen Dampfer wurden ſofort wird, kenterte ein Boot, in dem der Landwirt
An=
den Dank der Geſellſchaft ausſprach, hervorhob, anfangs Rettungsverſuche unternommen, doch gelang es nur. zwei toine aus Eloyes mit ſeinem fünſjährigen Knaben und
mancherlei Schwierigkeiten zu überwinden hatte. Viele der Verunglückten dem Waſſer zu entreißen Die beiden zwei Tagelöhnern über die Moſel ſetzen wollte. Nur das
Firmen, die inzwiſchen Stiftungen gemacht haben, hatten Arbeiter Richter und Bielefeld fanden den Tod durch Er= Kind konnte gerettet werden.
ſich anfänglich ſehr zurückhaltend verhalten und wohl nicht trinken. — In der Lehniner Straße in Beelitz befindet ſich
Lyon, 23. Juni. Die Dienſtmagd Luiſe Gillard
er=
an die Möglichkeit der Verwirklichung des Planes ge= ein beſonderer Weg für Radfahrer. In einer der letzten ſchoß die beiden ihrer Obhut anvertrauten Kinder eines
glaubt. Nach der Begrüßungsanſprache, der ein Nächte wurde von Bubenhänden in einer Höhe von etwa Landwirts in Grezleu mit einem Revolver und ent=
Geſangsvortrag der vereinigten Geiß=Niddaer Männer=1½ Metern quer über den Weg ein ziemlich ſtarkes leibte ſich dann ſelbſt.
geſangvereine folgte, hielt Herr Landtagsabgeordneter Drahtſeil geſpannt. Als kurz nach Mitternacht
Brüſſel, 22. Juni. Der König hat geſtern ſeinen
Kommerzienrat Molthan=Mainz die formvollendete, zwei von einem Ausflug zu Rad heimkehrende Oberlehrer feierlichen Einzug in Gent gehalten nachdem er vorher
ſehr beifälig aufgenommene Feſtrede, in der er auf die die Stelle paſſierten, wurden ſie von dem Seil getroffen den neuen Kanal von Gent nach Terneufen eingeweiht
Bedeutung dieſes Werkes der Selbſthilfe des Kaufmanns= und zu Boden geſchleudert. Beide erlitten ziemlich erheb= hatte Nachmittags beſuchte der König Albert die alte
ſtandes in hygieniſcher, ſozialer und nationaler Hinſichtliche Verletzungen. Die Ermittelungen nach dem Urheber flamländiſche Kunſtausſtellung und ſtattete hierauf der
hinwies. Er ſchloß mit einem Hoch auf den Kaiſer.
des Streichs waren bisher ohne Erfolg. — Vergangene Galerie Ravens einen längeren Beſuch ab. Er wuede
Miniſter des Innern von Hombergk zu Vach Nacht verſuchte die Ehefrau des am Kottbuſer Ufer woh= hier von dem Geh. Kommerzinrat Dr Louis Ravené
hieß die zur Feier Erſchienenen auf heſſiſchem Boden nenden Hausdieners Ludwig Lich ſich, ihren dreijährigen und dem deutſchen Geſchäftsträger Prinzen
Hatzfeld=
willkommen, führte dann weiter aus, wie die Großher=Knaben und das vierjährige Töchterchen ihrer Schweſter, Trachenberg empfangen. — Während eines Konzertes,
zogliche Staatsregierung in der Errichtung der Kauf= das ſie zu ſich genommen hatte, mit Gas zu vergif= das geſtern abend auf der Weltausſtellung in Gent von
mannserholungsheime eine Tat von eminenter nationalerten, weil der Mann es nicht duldete, daß die Frau das Pariſer Künſtlern und Künſtlerinnen gegeben wurde, kam
Bedeutung erblicke, die um ſo freudiger begrüßt wer=Mädchen bei ſich behielt. Beide Kinder ſind dem Giſt er= es zu Zuſammenſtößen zwiſchen Flamländern und
den müſſe, als ſie herausgewachſen ſei aus dem ſtolzen legen, der Zuſtand der Frau iſt hoffnungslos.
Wallonen. Die Flamländer proteſtierten dagegen, daß
Standesbewußtſein und dem Gemeinſinn der Kaufmann=
Frankfurt a. M., 23. Juni. Die Handels= nur franzöſiſch geſungen wurde. Es gab eine kleine
ſchaft, deren raſtloſer Arbeit wir nicht zum geringſten Teil kammer teilt folgendes mit: Die vom Magiſtrat vor= Schlägerei.
geſchlagene Neufaſſung des Ortsſtatuts für die ob=
Sarajewo, 23. Juni. Der Perſonenzug aus Moſtar
gen, die er auf ſeinem Beſitz hat anbringen laſſen, und ligatoriſchen Fortbildungsſchulen, wonach iſt infolge eines Felsſturzes bei Prenj entgleiſt. Zwei
ſo führte er uns durch eine kleine Waffenkammer nach auch diejenigen jungen Leute, welche im Beſitze des Be=Perſonen wurden getötet und mehrere verletzt.
dem neuen Eßſaal, einem der ſchönſten Zimmer. Dasrechtigungsſcheines zum Einjährig=Freiwilligen Dienſt ſind.
New=Madrid (Miſſouri), 23. Juni. Ein der
Regie=
ganze Haus iſt voll von Kurioſitäten.”
der Fortbildungsſchulpflicht unterworſen ſein ſollen, hat rung gehöriges Inſpektionsſchiff iſt durch Böen
* Der Poliziſt als Modezenſor. Zu Rocheſter in in den Kreiſen der hieſigen Geſchäftswelt lebhafte Be=
Pennſylvanien ſpielten ſich dieſer Tage auf den Straßen unruhigung hervorgerufen Auch die hieſige Handels= geſcheitert. Neun Perſonen ſind ertrunken.
erregte Szenen ab. An elegant gekleidete Damen, die kammer hat ſich mehrfach und entſchieden gegen die
drapierte Röcke, durchbrochene Strümpfe oder Bluſen tru= Heranziehung der jungen Leute mit der Berechtigung zum XVill. Sitzung der
Handwerks=
gen, traten höflichſt Poliziſten heran, und zwiſchen den Einjäheig=Freiwilligen Dienſt zur Fortbildungsſchule aus=
Männern der heiligen Hermandad und den Modeſchönen geſprochen. Wenn jetzt trotzdem das Ortsſtatut in obigem
kammer.
entſpann ſich folgendes Geſpräch: Es tut mir ſehr leid, Sinne geändert werden ſoll, ſo muß dies um ſo mehr Be=
Madame, lautete die ſtereotype Anrede des Poliziſten, fremden erregen, als die Handelskammer zu den
Handels=
g. Die Handwerkskammer hielt geſtern vormittag im
„aber ich bin gezwungen, Sie in den Arreſt abzuführen, ſchulkoſten einen erheblichen Beitrag bezahlt, bei deſſen Stadtverordneten=Sitzungsſaal ihre 18. Sitzung ab. Der
wenn Sie es nicht vorziehen, nach Hauſe zurückzukehren Gewährung die Befreiung der Lehrlinge mit Einjährig= Vorſitzende Gewerberat Falk=Mainz eröffnete die Ver=
und Ihre Kleidung zu ändern.” „Aber was habe ich denn Freiwilligen=Zeugnis ausdrücklich zugeſichert worden ſammlung mit einer Begrüßung der Herren
Oberregie=
getan?” antwortete entrüſtet die Dame „Was iſt denn war. Seit Jahren bemüht ſich ferner die Handelskammer rungsrat Graef, Gewerberat Reuter und Baurat
Unrechtes an meinem Koſtüm?”
„Sie ſind nicht paſſend um die Errichtung einer einjährigen kaufmänniſchen Vor= Wagner. Das Andenken des verſtorbenen Mitgliedes
angezogen,” lautete die ſtändige Antwort der Schutzleute. ſchule deren erfolgreicher Befuch von der Fortbildungs= Bickelhaupt=Auerbach wurde durch Erheben von den
Daß es mit dieſem kurzen Dialog nicht immer abgetan ſchulpflicht befreien ſoll. Die Handelskammer hat daher Plätzen geehrt. Der Vorſitzende gedachte ſodann des
Re=
war, iſt bei Damen, die für „ihr Heiligſtes” kämpften, nur aus Anlaß der vorgeſchlagenen Aenderung des Orts= gierungsjubiläums unſeres Kaiſers, auf den er ein
drei=
ſelbſtverſtändlich. Es kam zu erregten Auseinanderſetzun= ſtatuts dem Magiſtrat nochmals die vorſtehenden beiden faches Hoch ausbrachte. Er teilte ſodann mit, daß der
gen; Tränen floſſen, Taſchentücher wurden in grimmer Wünſche präziſiert und erklärt, daß ſie von deren Erfüll= Vorſtand beſchloſſen habe, aus Anlaß des Regierungs=
Wut zerknüllt, wütende und hilfeflehende Blicke flogen un= ung ihre weitere Mitwirkung in der Verwaltung des jubiläums der Handwerkskammer folgenden Antrag zu
ter die amüſiert Zuſchauenden. Aber alle ließen ſich Schulvorſtandes abhängig machen müſſe.
unterbreiten: Die Handwerlskammer möge beſchließen,
ſchließlich zum Nachhauſegehen überreden, bis auf eine
Frankfurt, 23. Juni. Am Mozartplatz wurde heute unter dem Namen
Märtyrerin, die ins „Kittchen” wandern mußte. Die mittag in Gegenwart der ſtaatlichen und ſtädtiſchen
Be=
ganze Straßenrevolution in Rocheſter war hervorgerufen hörden ein Mozart=Denkmal enthüllt. Das
„Kaiſer Wilhelm=Jubiläumsſtiftung”
durch das „Komitee für moraliſche Reform” das ſich in Werk iſt eine Schöpfung des hieſigen verſtorbenen Bild=einen Unterſtützungsfonds in Höhe von 10000 Mark ins
dieſer Stadt unter Führung der maßgebenden Behörden hauers Krüger und wurde von dem verſtorbenen Herrn Leben zu rufen, welcher für die Fälle der
Tuberkuloſe=
gebildet hat. Ins Leben gerufen wurde es von einigen Mack=Fink der Stadt geſtiftet. Unter den 30 Denkmälernerkrankung wenig bemittelten Handwerkern des Bezirks,
Geiſtlichen, die von den Kanzeln herab verkündigten, „daß die Frankfurt a. M. jetzt beſitzt, iſt das Mozart=Denkmal ſowie deren Familienangehörigen den Kuraufenthalt in
gewiſſe Erzentrizitäten der modernen Mode nicht nur für das erſte, das einem Tonkünſtler gewidmet iſt.
einer Heilſtätte ermöglichen ſoll. Der Vorſtand wird be=
Frauen erniedrigend ſind, ſondern auch ungehörige Verſu=
Frankfurt, 23. Juni. Heute vormittag halb 7 Uhr auftragt, das weitere zu veranlaſſen. — Die
Verſamm=
chungen für impreſſionable” junge Leute darbieten. Te=wurde der Rangierer Will aus Fechenheim von lung erklärt ſich mit dem Antrag grundſätzlich
einverſtan=
legramme verkündigten das ſtrenge Vorgehen der polizei= der Städtiſchen Hafenbahn beim Rangieren im Oſthafen den, nachdem Herr Ickſtedt=Mainz den Wunſch
aus=
lichen Modezenſuren nach allen Teilen der Vereinigten ſüberfahren und getötet.
geſprochen hatte, auch an die Ortsgewerbevereine und die
Staaten, und ſo vielen Beiſall das Wirken
Köln, 23. Juni. Ein belgiſches Automobil rannte Innungen heranzutreten
des Komitees für moraliſche Reform auch fand, in voller Fahrt, als es einem Fuhrwerk ausweichen wollte,
Hierauf erſtattete der Syndikus Engelbach den
ſo hoben doch auch viele Zeitungen das Be= bei Deutz gegen einen Baum. Alle fünf Inſaſſen wurden Geſchäftsbericht, dem wir folgendes entnehmen:
denkliche hervor, das darin liegt, wenn man dieſchwer verletzt. Drei mußten ins Hoſpital geſchafft Wie im Vorjahre, ſo kann auch für das abgelaufene Be=
Beſtimmung über die unſitlichkeit der Toilette allein werden, wo ſie in Lebensgefahr ſchweben.
richtsjahr wieder die ſtetig wachſende Tätigkeit unſerer
dem Poliziſten überläßt. Die Zenſoren von Rocheſter
müß=
sh Beuthen, 22. Juni. Als das Opfer ſeiner Kammer feſtgeſtellt werden. In allen wirtſchaftlichen und
ten genau angeben, worin die paſſende Kleidung beſteht, Liebesleidenſchaft ſtellte ſich vor dem hieſigen gewerberechtlichen Fragen wurden wir zu autachtlichen
wie lang die Röcke ſein müſſen, wie dick die Stoffe, bis zu 1 Schwurgericht der 33 Jahre alte Tiſchler Vorytzka hin, Aeußerungen aufgeſordert. Der Verkehr mit Staats= und
welichen Grenzen die ausgeſchnittene oder durchbrochene der ſich unter der Anklage des verſuchten Mordes zu ver=Gemeindebehörden war ein reger. Was zunächſt das
Buſe gehen darf. ob durchbrochene Strümpfe in allen antworten hatte. Voryßka iſt ſchon oft und ſchwer vor=Lehrlingsweſen betrifft, ſo machten ſich die Wir=
Farben verboten ſind, wieviel Kleidungsſtücke die Dame beſtraft. Er galt als berüchtigter Einbrecher; kungen der Unterſtellung weiblicher Handwerkszweige
tragen muß uſw. Erſt dann wird Rocheſter als ein Vor= bei einem Kaſſenraub ſind ihm allein auf einmal 15000 unter die Gewerbeordnung im abgelaufenen Jahre in
er=
ort der Moral und ein Paradies der guten Sitte in Ame= Mark in die Hände gefallen. Er erhielt deswegen ſieben heblichem Maße bemerkbar. Die Anſtände waren meiſt
rika gefeiert werden.
Jabre Zuchthaus, verſtand es aber, auf dem Transport auf Unkenntnis und auf die Neuheit der Anordnung zu=
vor
ie im
bei=
kann
Nummer 145.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. Jnni 1913.
Seite 5.
rüchuführen. Troßdem ſt es nbig, zur beſſren Ueber=ſder Gewerberechskommiſion. Dieſe Kommiſſon hatf beworgeiretenen Bunſche der Priſtungsansſchiſe
Rech=
wachung der Vorſchriften Kontrollmaßregeln zu treffen, uns jedoch am 24. Oktober 1912 in Berlin wieder ein= nung tragen, wurde erteilt. — Ueber Regelung des
die insbeſondere in der Anmeldepflicht für alle eingeſtelle ſtimmig zugewählt und uns den Vorſitz übertragen. Zurlweiblichen Lehrlingsweſens reſerierte
Vor=
ten Mädchen, ſowie noch darin beſtehen, daß Mädchen, dieEinführung der Streik= und Sperrklauſel in die Ver= ſtandsmitglied Klingelſchmitt=Mainz. Die
Durch=
ein weibliches Handwerk nur zum eigenen Hausgebrauch dingungsverträge hat uns der Mitteldeutſche Arbeit=führung der Vorſchriften zur Regelung des weiblichen
erlernen wollen, ohne Abſchluß eines Lehrvertrages nur geberverband für das Baugewerbererſucht, bei Behörden Lehrlingsweſens hat eine Reihe von Unregelmäßigkeiten
bis zu ſechs Monaten beſchäftigt werden dürfen. Die und Privaten darauf hinzuwirken, daß in allen Sub= ergeben, deren Abſtellung durch Belehrung ſeitens der
Vorſchriften über das Lehrlingsweſen werden dagegen miſſionsprotokollen und Unterlagen aufgenommen werde: Beauſtragten und des Kammerbureaus, teils auch durch
von männlichen Handwerkern in immer ſteigenderem Maß „Arbeitsniederlegung und Ausſperrung der Arbeitnehmer Auflärungen in der Tagespreſſe erfolgte. Andererſeits
beachtet, wenn auch noch immer Anmeldungen von Lehr= im Baugewerbe oder in einem für die Erfüllung des ſind aber auch Mißſtände zutage getreten die ſich nur
lingen verſpätet einlaufen oder aber bei den Reviſionenübernommenen Werkvertrages erforderlichen Betriebe be= durch Abänderung oder Ergänzung der beſtehenden Vor=
Lehrlinge gefunden werden, die überhaupt nicht angemeldet wirkt die Verlängerung aller Friſten um die Dauer der ſchriften beſeitigen laſſen. Wir beantragen daher, zu be=
und mit denen Lehrverträge nicht abgeſchloſſen ſind. Die= Arbeitsniederlegung oder Ausſperrung, ohne daß des= ſchließen: „Gewerbetreibende, die in den Betrieben der
Kleidermacherei, Putzmacherei, in der Weißnäherei,
iſer ungeſetzliche Zuſtand kann nicht länger geduldet wer= halb der Vertrag einſeitig rückgängig gemacht oder Scha= Stickerei und in Friſeurbetrieben ſolche weiblichen
Per=
den. Die Kammer hat ſich daher veranlaßt geſehen, ſtren=denerſatz gefordert werden kann.” Mit Rückſicht auf die ſonen aufnehmen, die das Gewerbe nur für ihren
gere Maßnahmen zu ergreifen. Der Fürſorge für im laufenden Jahre zu erwartenden Lohnkämpfe war eigenen Hausgebrauch erlernen wollen,
die gewerbliche Jugend dienten wir durch eine eine beſchleunigle, möglichſt gleichmäßige Behandlung er= ſind verpflichtet, der Handwerkskammer binnen 4 Wochen
eingehende Darlegung der Verhältniſſe in den einzelnen forderlich, weshalb wir die Sache der Kommiſſion für nach dem Eintritt hiervon unter Benutzung des von der
Handwerkszweigen an Großh. Miniſterium. Wir erachte= Gewerberecht vorlegten. Nach Beſchluß der Kommiſſion Handwerkskammer zu beziehenden Formulars (
Lehr=
ten es als unſere Aufgabe, die zur Entlaſſung aus der iſt die Angelegenheit dem Ausſchuß überwieſen wor= anzeige) Anzeige zu erſtatten. Des Abſchluſſes eines
Schule kommenden Mädchen auf den Zweck der Regelung den, der alsbald in geeignete Verhandlungen mit den Lehrvertrages bedarf es in ſolchen Fällen nur, wenn die
des weiblichen Lehrlingsweſens uſw. beſonders auf= Bundesregierungen treten ſollte. Eine entſprechende Ein= Deuer der Beſchäftigung ſechs Monate überſteigt. Der
merkſam machen zu laſſen. Zu dieſem Gebiet gehört wohl gabe iſt von uns bereits an die Großh. Miniſterial= Lehrvertreg muß dann über die Dauer der geſetzlich
feſt=
auch die Organiſation der Lehrſtellenvermittelung. Neben abteilung für Bauweſen und an die Städtebürgermeiſte= gelegten Lehrzeit abgeſchloſſen werden und wird die
be=
der Inanſpruchnahme des Gewerbeblattes werden wir reien abgegangen. Neben unſerer gutachtlichen Tätig= reits verbrachte Zeit in Anrechnung gebracht. Eine
uns nunmehr auch der bei der Zentralanſtalt für Arbeits=keit haben wir noch verſchiedentlich Beſprechungen mit Einſchreibgebühr iſt für Lehranzeigen nicht zu zahlen.”
and Wohnungsnachweis in Darmſtadt gebildeten Abtei= Vertretern gewerblicher Korporationen über aktuelle Es hat ſich weiter für notwendig erwieſen, die
Ueber=
lung für Lehrſtellenvermittelung bedienen. Es wird in Standesfragen abgehalten. Weiter behandelten wir ge= gangszeit für die Zulaſſung weiblicher Perſonen zur
der letzten Zeit von Lehrmeiſtern öfters der Verſuch ge= meinſam mit dem Vorſitzenden der Meiſterprüfungskom= Meiſterprüfung ohne Nachweis einer ordnungsmäßigen
macht, Lehrverträge über 3½jährige Dauer abzuſchließen. miſſion und den Prüfungsmeiſtern des Bäckergewerbes Lehr= und Geſellenzeit zu verlängern. Es empfiehlt ſich,
trotzdem die Lehrzeit für die betreffenden Gewerbe auf die Frage der Ablegung der Meiſterprüfungen. Es fan= den Uebergangstermin bis zum 1. Oktober 1914 zu
er=
drei Jahre feſtgelegt iſt. Wir haben ſeither in einzelnen den weiter an verſchiedenen größeren Plätzen Zuſammen= ſtrecken. An dem Nachweis einer mindeſtens dreijährigen
Fällen und wenn wirklich außergewöhnliche Verhältniſſe künfte mit Vertretern des Baugewerbes ſtatt, in denen Tätigkeit in dem betreſfenden Gewerbe als Vorausſetzung
nachgewieſen wurden, unſere Zuſtimmung zu einer Ver=über die das Handwerk ſchädigenden Beſtimmungen in zur Ablegung der Geſellenprüfung ſoll dagegen
feſtge=
längerung erteilt und werden an dieſem Verfahren auch Privatverträgen verhandelt wurde. Dem gewerblichen halten werden. Der Vorſtand hatte ſich in der Sitzung
feſthalten. Eine allgemeine Erhöhung der Lehrzeit für Genoſſenſchaftsweſen wandten wir unſere erhöhte Auf= am 7. März 1913 in dieſer Form ausgeſprochen. Die
Ge=
einzelne Gewerbe wird nur dann erfolgen können, wenn merkſamkeit zu. Wie Sie wiſſen, hatte die Handwerts=nehmigung wurde beſchloſſen.
Vorſtandsmitglied Sames=Darmſtadt berichtet
dieſe Forderung auch allgemein aus dem betreffenden Ge= kammer mit der Rheiniſchen Schuckert=Geſellſchaft in
werbe erhoben wird und durch die Einführung eine Ab= Mannheim Verhandlungen angeknüpft im Intereſſe der über Abänderung und Ergänzung der
Vor=
bei dem Konkurs Rudolph und Fiſcher in Wieslochſchriften zur Regelung des
Lehrlings=
wanderung von Lehrlingen nicht zu befürchten iſt.
Der Geſellenprüfung haben ſich im abgelau= zuſchaden gekommenen heſſiſchen Handwerker. Es wird weſens, wo die nähere Regelung des weiblichen
Lehr=
fenen Jahre rund 2500 Perſonen unterzogen. Die Zahl Sie intereſſieren, zu hören, daß ſich die R. S. G. bei die= lingsweſens eine Ergänzung bedingt. Es wird
bean=
der Prüfungsausſchüſſe hat ſich auch im Berichtsjahre ſen Verhandlungen in entgegenkommender Weiſe bereit tragt. den unter dem vorhergehenden Punkt gefaßten
Be=
ſchluß in die genannten Vorſchriften an entſprechender
wieder erhöht und beträgt nunmehr 186. Von neu errich= erklärt hat, ohne daß irgendwelche Verpflichtung für ſie Stelle aufzunehmen weiter die Beſtimmungen über
teten Prüſungsausſchüſſen ſind zu erwähnen: Freie beſtanden hätte, uns eine größere Summe zu überwei= die Erhebung einer Einſchreibgebühr. In
Innung für das Friſeur= und Perückenmacherhandwerk ſen, die es uns möglich macht, den geſchädigten Hand= dem Buchdruckgewerbe hat ſich ein beſonderer
der Landgemeinden des Kreiſes Darmſtadt, Freie Schnei= werkern außer der Konkursquote weitere 25 Prozent Zweig für Stereotypie herangebildet, für welchen
derinnung Bensheim und Umgebung, Bäckerinnung Groß= (— 11000 Mark) ihrer Reſtforderungen zu vergüten.
ſich die Ausbildung von beſonderen Lehrlingen
Gerau Metzgerinnung Friedberg, Bäckerinnung Maingau
In der Beſprechung zu dieſem Bericht wurde von als notwendig erwieſen hat. Es iſt daher erforderlich.
Klein=Steinheim. Einem ſeitens der Prüfungsausſchüſſe einem Mitglied angeregt, eine Broſchüre herauszugeben, die Vorſchriſten über die Regelung des Lehrlingsweſens
wiederholt und mehrfach hervorgetretenen Verlangen auf in der die Beſtimmungen über die Lehrkingshaltung, die auch auf Stereotypeurlehrlinge auszudehnen. Die Ergän=
Erhöhung der Geſellenprüfungsgebühr haben wir ent= jeder Meiſter wiſſen muß, enthalten ſind, da noch viele zungen wurden beſchloſſen. — Ueber Organiſation
ſprochen, und ſoll dieſe Gebühr nunmehr 5 Mk. betragen, Mißſtände beſtehen, die vielfach auf Unkenntnis beruhen. der Lehrſtellenvermittlung referierte
Vor=
auch wird ermöglicht, außerterminliche Prüfungen abzu= Ferner wurde darauf aufmerkſam gemacht, daß vielſach ſtandsmitglied Lautz=Darmſtadt. Im abgelaufenen
halten, bei denen jedoch die beſonders entſtehenden Koſten Offenbacher Handwerker ihre Meiſterprüſung in Frankſurt Jahre entſchloß ſich die Zentralanſtalt für Arbeits= und
von den Prüflingen zu tragen ſind. — Der Meiſter= machen, um die höhere heſſiſche Prüfungsgebühr zu um= Wohnungsnachweis zu Darmſtadt, die ſchon lange Jahre
prüſung haben ſich im Jahre 1912 insgeſamt 241 gehen. Der Vorſitzende dankte allen Faktoren, insbe= Arbeitsvermitlungen in muſterhafter Weiſe ausführt,
Handwerker unterzogen. Hierunter befanden ſich 27 Da= ſondere dem Staatskommiſſar, für die Mithilfe bei Durch= ihrer Anſtalt eine Lehrſtellenvermittlung anzuſchließen
menſchneiderinnen und zwei Putzmacherinnen. Bereits in führung der Geſchäfte.
ſund überheupt den geſamten Stellen= und Arbeitsnach=
Die Rechnung für das Etatsjahr 1912 iſt weis zu zentraliſieren. Es wird beantragt, dem
vor=
den letzten Monaten des Berichtsjahres mußte wieder
mit der Abhaltung einer außerterminlichen Meiſterprüf= vom Kammermitglied Pekri geprüft und in Einnahme geſchlagenen Zuſammenſchluß beizutreten Von der
Tä=
ung begonnen werden. Es hatten ſich zu dem feſtgeſetzten und Ausgabe richtig befunden worden, ſo daß dem Rech= tigkeit der Zentralanſtalt auf dieſem Gebiete verſpricht
Meldetermin, 28. Februar 1913, zirka 400 Prüflinge ge= ner Entlaſtung erteilt werden könne. Der Rechnungsab= iman ſich eine ſegensreiche Förderung des
Lehrſtellenver=
meldet. An insgeſamt 34 gelernte unſelbſtändige Hand= ſchluß ergibt als Einnahmen 55 141,02 Mark. als Aus= mittlungsweſens. Der Beitritt zu der neuen
Organiſa=
gaben 54 077,78 Mark, ſo daß ein Barvorrat von 1063,24 tion wird beſchloſſen.
werker, die 25 Jahre in ein und demſelben Betrieb tätig Mark verblieben iſt. Laut Kapitalnachweiſung betrug der
Zu den letzten Meiſterprüfungen haben ſich
verſchie=
waren, konnten wir nach Erfüllung der ſatzungsgemäßen Stand des Beamtenpenſionsfonds uſw. Ende 1912 dene Prüflinge gemeldet, die die Prüfung in zwei Ge=
Vorausſetzungen für geleiſtete treue Arbeit Ehrenurkun= ſ0 632,02 Mark. An Aktien bei der Heſſiſchen Handwerker=werben ablegen wollen. Da durch Abhaltung der prak=
Die Durchführung des kleinen
Be=
den verleihen. (ü1
Zentralgenoſſenſchaft waren 3000 Mark vorhanden. Die tiſchen Prüſung jeweils die Prüfungsmeiſter zweier
Ge=
fähigungsnachweiſes macht ſtändig Fortſchritte Es lagen Verſammlung genehmigte die Rechnung in allen ihren werbe herangezogen werden müſſen, ſo entſtehen
Mehr=
uns über 80 Anträge im Berichtsjahre um Verleihung Seilen.
koſten und Mehrarbeit, für die gerechterweiſe von dem
der Anleitungsbefugnis vor, darunter 300 von weiblichen
Zum Haushaltsplan für das Etatsjahr Prüfling wieder entſprechender Erſatz zu leiſten iſt. Der
Handwerkern. Die Reviſion der Handwerksbetriebe durch1914 berichtet der Vorſitzende: Durch Beſchluß des Vorſtand beſchäftigte ſich mit dieſer Frage und beſchloß,
unſere Beauftragten wird in gewohnter Weiſe fortgeſetzt. Vorſtandes ſoll für die Folge der Voranſchlag nicht mehr nur dann eine erhöhte Gebühr zu fordern, wenn aus bei=
Dem vielfach hervorgetretenen Wunſche nach häufigeren ſpeziſiziert im Gewerbeblatt veröffentlicht werden, ſon= den Gewerben Priſungsmeiſter herangezogen werden, es
Reviſionen werden wir entſprechen Die Erledigung der dern nur noch die Summen der Einnahmen und Aus= ſich alſo tatſächlich um die Ablegung zweier Prüfungen
bei den Reviſionen erhobenen Anſtände führte wieder gaben. Die Mitglieder der Kammer erhalten dagegen handelt. Dieſe Beſchlüſſe bedingen eine Abänderung des
zu einer Reihe von Geldſtrafen, und zwar wurden er= vor jeder Plenarerſammlung Sonderabdrücke des Vor=§ 5 der Meiſterprüfungsordnung. Die entſprechende
Aen=
kannt ſieben Strafen wegen Fehlens der Anleitungsbefug= anſchlages. Der Vorſitzende erläuterte hierauf noch die derung wird beſchloſſen. — Vorſtandsmitglied Sames
nis, eine wegen Nichtabſchluſſes des Lehrvertrages, eine Abweichungen der einzelnen Rubriken des Voranſchlages ſpricht über ſtaatliches, ſtädtiſches und privates
Submiſ=
wegen Ueberzahl von Lehrlingen.
gegen das Vorjahr. Der Haushaltsplan ſchließt ab in ſionsweſen. Er geht von dem Standpunkt aus daß alle
Der von uns herausgegebene Leitfaden zur Vorbe= Einnahme und Ausgabe mit 46 462 Mark, wovon der Stände mit ihren Eriſtenzforderungen an die
Oeffentlich=
reitung auf die Meiſterprüfung iſt, neu bearbeitet. in einer Zuſchuß des Staates und der Kreiskaſſen des Landes keit treten, nur der Handwerkerſtand trat bisher ganz in
Auflage, die das 35. bis 40. Tauſend umfaßt, er=22000 Mark beträgt. — Der Vorſitzende gab ſodam be=den Hinterarund. . Man miſſe der Regelung des
Sub=
ſchienen. Die Zahl der gewerblichen Korporationen im kannt, daß die Gehaltsſätze der Beamten und des Bu= miſſionsweſens endlich nähertreten. Redner führte eine
Kammerbezirk beträgt zurzeit 271, davon ſind 73 freie reauperſonals der Kammer erhöht worden ſeien. Sodann Anzahl von Fällen an, in denen Mißſtände des Sub=
Innungen, 23 Zwangsinnungen, 126 Ortsgewerbever= erſchien es notwendig, für die Bezüge der Beauſtragten miſſionsweſens klar zutage traten. Das Handwerk müſſe
eine und 44 Fachvereinigungen. Während des Berichts= einen höheren Betrag im Voranſchlag einzuſtellen.
ſich vereinigen, um ſich nicht länger durch den Konkurrenz=
Ueber Neuaufſtellung der Lehrlings= kampf ausnutzen zu laſſen. Er beantragte, bei der
Hand=
jahres haben ſich 10 freie und 1 Zwangsinnung neu
ge=
bildet. Die neu aufgenommene Tätigkeit der Einzieh=rolle und die Einſchreibgebühr referierte Vor= werkskammer ein Submiſſionsamt einzurichten, bei dem
ungsſtelle erfreut ſich reger Inanſpruchnahme. Es ſind ſitzender Gewerberat Falt. Es hat ſich die Notwendig= die Handwerker bei Submiſſionen ſich Rat holen können.
nunmehr über 10 Aufträge angemeldet, und es iſt ge=leit ergeben, die Lehrlingsrolle neu aufzuſtellen und hier=(Beiſall) — Baurat Wagner weiſt darauf hin., daß den
lungen, zirka 1700 Mark verloren geglaubter Geldbeträge bei eine Trennung nach Lehrlingen bei Innungsmitglie= Handwerkern Gelegenheit geboten ſei, ſich über Mißſtände
dem Handwerk zu retten. Wir haben es weiter über= dern und bei ſonſtigen Lehrmeiſtern vorzunehmen. Da oder Nichteinhalten von Vorſchriften zu beſchweren. Die
nommen, den Handwerkern bei Abfaſſung von Steuer= zu den Koſten der Handwerkskammer die in Heſſen ſelbſt= heſſiſchen Submiſſionsbeſtimmungen bieten die
Möglich=
deklarationen und Reklamationen gegen eine mäßige Ge= ſtändigen Handwerker keine beſonderen Beiträge leiſten, keit, eine Auswahl unter den Bewerbern ohne
Berückſich=
bühr behilflich zu ſein. Die Auskunftsſtelle wurde unge= die Aufgaben im Intereſſe des Handwerks jedoch immer tigung des Mindeſtfordernden zu treffen. — Die
Errich=
fähr 1200 mal in Anſpruch genommen. Eines der Haupt=größer werden, ſo war die Kammer genötiat, nach neuen tung des Amtes wird nach Ausführungen weiterer
Red=
gebiete iſt nach wie vor unſere gutachtliche Tätigkeit und Einnahmequellen zu ſuchen. Unter Berückſichtigung allerner beſchloſſen.
Ueber die Einziehungsſtelle der
Hand=
die Unterſtützung von Eingaben gewerblicher Korporatio= dieſer Verhältniſſe beſchloß der Vorſtand, ab 1. Januar
1913 für jede Anmelbung zur Lehrlingsrolle eine Gebühr werkskammer
referierte
Klingelſchmitt=
nen zur Verbeſſerung der materiellen Lage ihrer
Mit=
glieder. Zur Begutachtung lagen auch Fragen vor, die teils von 2 Mark zu erheben. Der Beſchluß fand laut Ver= Mainz. Wir haben über die Entwicklung und die
Tätig=
das Handwerk und Gewerbe in ſeiner Geſamtheit berühr= fügung Großh. Miniſteriums des Innern die Genehmi= keit dieſer Inſtitution fortlaufend berichtet. — Ueber die
ten, teils auch nur einzelne Handwerkszweige betrafen. Es gung. Die Einſchreibgebühr iſt von dem Lehrmeiſter bei Entwicklung der Heſſiſchen
Handwerker=
lagen weiter einige Statuten neu errichteter Innungs= Anmeldung des Lehrlings zur Lehrlingsrolle zu zahlen. Zentralgenoſſenſchaft, dieſes von der Hand=
Die Beauſtragten ſind ermächtigt, bei ihren Reviſionen werkskammer zur wirtſchaftlichen Förderung des
Hand=
krankenkaſſen zur Abgabe von Gutachten vor. Von all= Anmeldungen entgegenzunehmen und hierbei gleichzeitig werks errichteten Inſtituts, hat Direktor Paech in jeder
gemeiner Bedeutung iſt weiter noch die Zugehörigkeit die Einſchreibgebühr zu erheben.
Hinſicht nur Gutes zu berichten. In der letzten
Vollver=
von juriſtiſchen Perſonen zu Zwangsinnungen. Wir neh=
Hierzu beantragt Mitglied Machwirt=Alzey, die ſammlung wurde für das verfloſſene Geſchäftsjahr ein
men den Standpunkt des deutſchen Handwerks= und Ge= Lehrlinge der den Gewerbevereinen und Innungen an= Umſatz von etwa 300000 Mark in Ausſicht geſtellt.
Die=
werbekammertags ein, wonach ausdrücklich in der G.=O. gehörenden Meiſter von der Einſchreibgebühr zu befreien, ſer Betrag iſt nicht nur erreicht, ſondern ſogar erheblich
niedergelegt werden ſoll, daß juriſtiſche Perſonen, ſo= die der anderen Lehrlinge auf 3 Mark heraufzuſetzen. Der überſchritten worden, indem ein Umfatz von rund 350 000
weit ſie ein Handwerk betreiben, den phyſiſchen Inhabern Ausfall könne durch Abſtriche an den Schreibkoſten gedeckt Mark erzielt worden iſt Faſt noch günſtiger ſind die
Aus=
handwerksmäßiger Betriebe rechtlich durchaus gleich= werden. Oberregierungsrat Graef bemerkt, daß es un= ſichten für das laufende Geſchäftsjahr. Denn während
ſtehen, d. h. auch die juriſtiſchen Perſonen ſind als Mit=logiſch wäre eine Diſſerenzierung der Lehrkinge ein= der erſten ſechs Monate ſind bereits in der
Maſchinen=
glieder zu Zwangsinnungen heranzuziehen. Ein ähn= treten zu laſſen, da die Einſchreibaebühr doch ladiglich abteilung 160000 Mark in der Kohlen=, Benzin= und
liches Gebiet berührt das Recht der Zwangsinnung, eine Erſtattung der entſtehenden Koſten für die Führung Elasabteilung 60 000 Mark abgelieſert worden.
Außer=
gegen ihre Mitglieder wegen marktſchreieriſchem An= der Lehrlingsrolle darſtellen ſolle. Es ſprachen zu dieſem dem liegen aber in der Maſchinenabteilung für rund
preiſen von Waren vorzugehen. Die Fleiſchteuerung und Antrage noch mehrere Mitalieder, die ſich zum Teil da= 60 000 Mark, in der Warenabteilung für 55 000 Mark feſte
die hierdurch veranlaßte Fleiſchverſorgung der Städte gegen wandten, daß die Gebühr unter Umgehung der Aufträge vor, ſo daß ſchon jetzt ein Umſatz von 340 000
durch Errichtung eigener Verkaufsſtellen beſchäftigte uns Plenarverſammlung beſchloſſen wurde. Der Syndikus Mark geſichert iſt. Wenn alſo in der Entwicklung nicht
ebenfalls Wir erblickenchierin eine Beeinträchtigung der wandte hiergegen ein, daß der Vorſtand nach den Sta= unerwartete Rückſchläge eintreten, ſo könnte unter
Um=
tuten hiergegen berechtigt war. Der Antrag des Mit= ſtänden im laufenden Geſchäftsjahre das vierte Hundert=
Selbſtändigkeit des Fleiſchergewerbes.
Der Syndikus berichtete ſodann über die Tätig=aliedes Machwirt wird abgelehnt; es bleibt bei dem tauſend erreicht werden. Dieſer große Umſatz iſt bei dem
keit im deutſchen Handwerks= und Ge= Beſchluß des Vorſtandes. Der Geſamtoranſchlag wurde Betriebskapital von 250 000 Mark nur dadurch möglich,
daß auch ſehr günſtige Zahlungsbedingungen erzielt
wer=
werbekammertag, bezw. in der Kommiſſion für ſodann genehmigt
Zur Errichtung neuer Geſellenprü= den. Die Betriebsmittel ſind knapp, da die Ausſtände
Gewerberecht; hier iſt zunächſt zu bemerken, daß der
Düſſeldorfer Kammertag zurzeit eine Aenderung desfungsausſchüſſe und Beſtätigung der Neu= der Handwerksmeiſter nicht immer pünktlich eingehen und
Wahlverfahrens für den Ausſchuß dahin beſchloſſen hat, wahl der Mitglieder aller Prüfungsaus= darum auch das Inſtitut bei ſeinen Kunden vielfach
Rück=
ſchüſſe für 1913/15 berichtet Vorſtandsmitglied ſicht nehmen muß. Es ſind deshalb von drei Herren des
daß alle zwei Jahre drei Kammern auszuſcheiden haben, Rockel=Darmſtadt. Die Genehmigung der Neuerrich= Aufſichtsrates und Vorſtandes 10 000 Mark bar als
Dar=
die für die Dauer von zwei Jahren nicht wieder gewählt tungen wurde von der Kammer erteilt, ebenſo die Be=lehen zur Verfügung geſtellt worden, und von zwei
wei=
werden können. Dieſem Beſchluß entſprechend. fand ge= ſtätigung der neugewählten Mitglieder. — Ueber die Ab= teren Herren iſt durch Deponierung von Wertpapieren
legentlich des Kammertags zu Würzbura erſtmalig die änderung der Geſellenprüfungs ordnung ein Bankkredit von 16000 Mark eröffnet worden,
Ausloſung ſtatt, bei der auch uns das Los traf. Da wir referierte Vorſtandsmitalied Lautz=Darmſtadt Die au=
Unter Verſchiedenem möchte Mitglied Ickſtadt
an=
ſatzungsgemäß ſomit aus dem Ausſchuß auszuſcheiden ſtimmung zu den Abänderungen, Erhöhung der Prü= regen, daß die Genoſſenſchaften, die ſich immer mehr auf
batten, ergab ſich naturgemäß auch das Ausſcheiden aus ſungsgebühr von 3 auf 5 Mark uſw., die einem vielfach alle Gebiete ausdehnen möglichſt bald unter ſtaatliche
Nummer 145.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. Jnni 1913.
Seite 6.
Aufſicht geſteltwerden, umn die Sicherbeit der Genoſſn=ſein kann, ob der liebe Rächſe einen Hut aufſezt oder ſ 10 (Laudanumn), 14 (Gatro) :10. Pf. 10, 10. 10 1 10. Unbl.
ſſchafter zu gewährleiſten. — Mitglied Endner wünſcht nicht, muß ich annehmen, daß es Leute gibt, die materielle Star (4a), Kreuzer, Porte, Bonheur, Simſon. Tot.=
Rennen 2—1 Lg. — Der Ehrenpreis wurde doppelt ge=
Ein Herr ohne Hut.
verſchiedene Vereinfachungen und Erleichterungen bei den Intereſſen in der Sache haben.
geben. — Kaiſerin Auguſte Viktoria=Jagd=Rennen, Ehren=
Meiſterpriſungen Hierzu ſprachen noch der Vorſitzende,
Die grauenvolle Untat zu Bremen muß die Frage preis und 30000 M. Diſt.: 5000 M. 1. Hrn. M. Rannerts=
Vorſtandsmitglied Lautz. — Gegen 4½ Uhr wurde die
veranlaſſen: Warum darf ſich jeder Beliebige! hauſers Bauernfänger (Lt. Graf Holck); 2. Thus lieber
Sitzung geſchloſſen.
eine Waffe kaufen? Gegen Gifte ſucht uns die (Lt. v. Platen), 3. Commandant (Lt. v. Moßner); Tot.;
gedet.
Behörde zu ſchützen; ſie werden nur demjenigen verkauft, 25: 10. Pl. 12, 23, 11: 10. Unpl. Erbſchaft, Lichtenſtein
Budgetkommiſſion des Reichstags.
der ſich als berechtigt ausweiſt. Warum will man mit (angeh.), Gollege (ausgebr.) Manna, Lokl. Leicht 2½ bis
* Berlin, 23. Juni. Der heutigen Sitzung der den Waffen nicht ähnlich verfahren? Kaum ein Tag ver= 3 Lg. — Schiffbecker=Jagd=Rennen, 4000 M., Diſt.: 1600 M.
Budgetkommiſſion lag ein Antrag des Bericht= geht, ohne daß man hört, wie böswilliger oder fahrläſſi= 1. Hrn. F. Caßlers Marzipan (Schläfke), 2. Kakadu I (M.
erſtatters, betreffend die Heranziehung der Einkommen ger Gebrauch der Waffen ganz unbeteiligten Perſonen Aylin), 3. Moslem (H. Teichmann); Tot.: 114: 10. Pl.
zum Wehrbeitrag vor (§ 31), der im weſentlichen Unheil gebracht hat. Erſt vor kurzem laſen wir, daß ein l23, 14, 21 : 10. Unpl. Nabagedl. Lilh Baker (ch. St. All.
die Beſtimmungen aufrecht erhält, wonach von dem feſten geiſtesſchwacher Burſche in Heppenheim auf der Straße Leſter, Aſh. Leicht 1½—2 Lg. — Peter=Handicap, 20000 M.
Diſt.: 1600 M. 1. Hrn. E. und G. Buggenhagens San=
Einkommen ein 5prozentiger Betrag abgezogen nach Tauben ſchoß und dabei ein Kind tötete. Daß her= tuzza (Slade), 2. Animato (F. Bullock), .3 Mansfeld
werden ſoll. Der Abſatz 3 mit der in der nach das Gericht die Einziehung der Waffe anordnete,
(Warne); Tot.: 47: 10, Pl. 16, 16, 14: 10. Unpl. Carino,
erſten Leſung vorgenommenen Kapitaliſierung und das wäre zum Lachen, wenn es ſich nicht um eine trau= Rahana, Character For, Norton, Melone Labrador,
Staffelung des Einkommens ſoll geſtrichen wer= rige Sache handelte. Hier gibt es doch nur ein vernünfti= Rottraut. — Gulliver=Rennen, 6000 M., Diſt. 1000 M.
den. Abgabefrei ſollen die Einkommen ſein, welche den ges und wirkſames Mittel: Man verbiete den Verkauf der 1. Frhr. S. A. v. Oppenheims Miramare (Archibald) 2.
Betrag von 5000 Mark nicht überſteigen, ſowie die nach Waffen ebenſo, wie man den Verkauf der Gifie verboten Santa Patrieia (Burns) 3. Waſſertropfen (Schläfke);
Abzug obiger 5 Prozent verbleibenden Reſtbeträge unter hat. Geſchieht das nicht, ſo werden in unſerer aufgereg= Tot.: 60: 10. Pl. 17, 19 38: 10. Unpl. Caricature, Winni
1000 Mark. Die Weiterberatung der Beſtimmungen über ten Zeit mit ihrer argen Zunahme der Geiſtesgeſtörtheit (4h), Er eſt, Achilles, Marokko Vorchhorſt, Kreuzer II,
die perſönliche Beitragspflicht zum Wehrbeitrag ſetzte jene Bluttaten ſich ganz erſchreckend häufen, und niemand Herma, E=moll, Mon Plaiſier, Malta II, Fata Morgana.
heute mit § 14 ein. Die in der erſten Beſung eingefügte wird ſicher ſein, auf der Straße oder ſonſtwo von einem
München=Riem. 1. Rennen: 1. Guernica
Beſtimmung, wonach ſich bei einem Beitragspflichtigen Mutwilligen oder Verrückten, der ſich eine Waffe kaufen (Lt. Hutſchenreuther) 2. Brookdale (Hr. Moench) 3. Vor
mit nicht mehr als 200 000 Mark Vermögen der Wehr= durſte, ohne jede Veranlaſſung niedergeſchoſſen zu wer= (Lt. Moſch). Tot.: 13 —10, Pl. 13, 15 2 10. Unpl. Seouſſe.
P.
betrag für jeden dritten und weiteren Sohn, der ſeiner 1 den.
Leicht 2—4 Lg. — 2. Rennen: 1. Onda (Heidt), 2.
Dode=
geſetzlichen Dienſtpflicht genügt hat oder bis 1916 genügt,
mir (Müller), 3. Goethe (Smith I), Tot.: 31: 10, Pl. 17,
um je 10 Prozent ſeines Betrages ermäßigt, wurde auch
Schon zur Eröffnung des jetzigen Bahnhofes 21: 10. Unpf Wenn ſchon, Kronjuwel, Kampf Hals —
auf ſolche Beitragspflichtige ausgedehnt, die nicht mehr fehlte neben der Abfahrtstafel der Züge die Ankunftstafel, 3 La. — 3. Rennen: 1. La Patiniere (Lt. Hermann), 2.
als 20 000 Mark Einkommen haben; durch einen § 14a und heute, über ein Jahr ſpäter, iſt der gleiche Mißſtand Ray oLight (Lt. Giulini), 3. Caruſo (Lt Frhr. v.
Bon=
wurde das Kinderprivileg in den Entwurf aufgenommen, immer noch. Warum? Der Platz für dieſe Tafel iſt frei. net), Tot.: 17: 10, Pl. 10, 10½ 10, Unpl Zigenner. Sehr
wonach bei einem Beitragspflichtigen, deſſen Vermögen Wenn ich den Mainzer Bahnhof dagegen vergleiche, ſo ſicher 1½—10 Lg. — 4. Rennen: 1 Raviſſante (
Aſchenbren=
den, Betrag von 100 000 Mark und deſſen Einkommen ſteht der hieſige in dieſer Hinſicht ſehr hintenan. Kommt ner), 2. Ahalative (Schuller), 3. Giborg (Burghard), Tot.:
den Betrag von 10 000 Mark nicht überſteigt, der Betrag man dort durch das Hauptportal hinein, ſo findet man 128: 10. Pl. 23, 13, 21: 10 Unpl. Coaſigru, Rapp.
Da=
für jedes dritte und folgende minderjährige Kind um rechts zur Seite eine Ankunfts= und links eine Abfahrts= vid II, Zip (angeh.) Kampf Hals — 3 Lg. — 5. Rennen:
5 v. H. des Beitrages ermäßigt. Im § 17, der von der tafel. Auf jedem Bahnſteige ſtehen vier ſolcher Tafeln, 1. Duzzilo (Lt. v. Bonnet), 2. Domelina (Lt. v. Moſch)
Zugrundelegung des Ertragswertes bei Grundſtücken wie es wohl auch auf anderen Bahnhöfen iſt. Im alten 3. Satire (Hr Leibbrand) Tot.: 20 :10. Pl. 12, 12: 10,
handelt, wurden die dauernd gärtnereiwirtſchaftlichen Bahnhofe war es ähnlich ſo. Nur im jetzigen Bahnhof Unpl. Kronſtadt, Flieger, Ludwigsfeld, Sicher ½—3 Lg.
6. Rennen: 1. Adler (Lt. v. Moſch), 2. Meerbraut (Hr.
Zwecken dienenden Grundſtücke neu aufgenommen, ferner kann man nur Abfahrtstafeln zu ſehen bekommen, und
das 2öfache des Reinertrags der landwirtſchaftlichen uſw. will man die Ankunft der Züge näher konſtatieren, ſo Hermann), 3. Girlamund (Hr. Jaeger), Tot.: 14:10, Pl.
Grundſtücke wieder hergeſtellt. Die Berückſichtigung der muß man ſchon, falls man keinen Fahrplan bei ſich hat, 10. 10 :10, Unpl. Werda (angeh.), Leicht 2 Lg. — Weile.
Verwertbarkeit eines Jagdrechts wurde auf das Fiſcherei= mit den klein gedruckten, fahrplanähnlichen Anſchlägen
PA Gauturnfeſt Gau=Algesheim 28. bis
recht ausgedehnt, bei bebauten Grundſtücken zu Wohn= rechts am Durchgang vorlieb nehmen. Eine baldige Um= 30. Juni 1913. Mehr als 4000 Wetturnende werden
H. S.
oder Gewerbezwecken ebenfalls das 2öfache des Miet=änderung wäre allgemein erwünſcht.
ſich an dieſem Feſte beteiligen und 356 Kampfrichter,
Rie=
oder Pachtertrags (ſtatt des in der erſten Leſung
beſchlof=
genführer und Rechner tätig ſein. Angemeldet ſind 1557
ſenen 20fachen) wieder eingeſetzt; endlich als neue Vor=
Klein=Bieberau, 22. Juni. Noch immer Einzelwetturner, 128 Riegen mit 1892 Wetturner und
ſchrift angefügt, daß in allen Fällen der
Beitragspflich=
tige verlangen kann, daß ſtatt des Ertragswertes der wartet unſer Ort auf die Ausführung der bereits Turnerinnen, ſowie etwa 600 Militärwetturner, wofün
Darauf tratvor 15 Jahren abgeſteckten Chauſſee nach Brandau, Meldungen noch ausſtehen. Erforderlich ſind 19 Recke, 18
gemeine Wert zugrunde gelegt wird.
und wäre mit dem Bau derſelben einem dringenden Be= Barren, 17 Pferde, 18 volkstümliche Uebungsgeräte 5
Turntribünen und 1 Wettlaufbahn. Vom Feſtorte ſind
eine Frühſtückspauſe ein.
In der Nachmittagsſitzung beriet die Budgetkommiſ= dürfnis abgeholfen.
192 Perſonen an turneriſchen Vorführungen beteiligt. Es
arbeiten 12 Ausſchüſſe, 186 Ausſchußmitglieder, und wird
ſion die Frage der Heranziehung der Einkommen zum
außerdem eine Sanitätskolonne, ſowie die Freiwillige
Luftfahrt.
Wehrbeitrag und nahm hierzu den Antrag des Bericht=
Feuerwehr von Gau=Algesheim in Anſpruch genommen.
erſtatters an mit folgender ebenfalls vom Berichterſtatter
* Koburg. 23. Juni. Von Gotha kommend, trafen Der Feſtplatz iſt etwa 10 Morgen groß und bereits
um=
beantragten Staffelung: Die Abgabe vom Einkommen
geſtern nachmittag gegen ½6 Uhr Leutnant Joly von
beträgt bei Einkommen bis 10000 Mark 1 Prozent, bei der Fliegerſtation Köln und Hauptmann Oſſius vom zäunt, die Feſthalle für mehr als 3000 Sitzplätze iſt
teil=
mehr als 10 000 Mark bis 35000 Mark für je 5000 Mark Großen Generalſtab auf einer Rumplertaube hier ein weiſe ſchon aufgebaut, 2 Vorführungstribünen, ebenſo 3.
0,2 Prozent, für 35—40 000 Mark 2,5 Prozent, für 40 000 und landeten auf dem Flugplatz Brandenſtein=Ebene. Garderoben bereits fertiggeſtellt.
bis 80 000 Mark für je 10 000 Mark ½ Prozent, über Kurz darauf erhoben ſie ſich wieder ſlogen nach Kalen=
30 000—100 000 Mark 5 Prozent, über 100 000—200 000 berg, das ſie umkreiſten und landeten dann wieder auf
Mark 6 Prozent, über 200 000—500 000 Mark 7 Prozent dem Flugplatz. Bald danach erſchien das Herzogs=
Die Balkankriſe.
und über 500 000 Mark 8 Prozent des Einkommens. paar im Automobil auf dem Flugplatz. Der Weiterflug
Zur Ballankriſe.
§ 13, der die untere Vermögensgrenze beſtimmt, erhielt nach Frankfurt konnte wegen des herrſchenden Nebels
nach dem Antrag des Berichterſtatters nachſtehende Faſ= bisher nicht erfolgen.
* Belgrad, 22. Juni. Das Regierungsorgan
ſung: Der Wehrbeitrag wird nicht erhoben von einem
* Koburg 23. Juni. Die beiden Militärflieger Samouprava ſchreibt in einem Leitartikel unter der Ueber=
Vermögen, das den Betrag von 10000 Mark nicht über= Joly und Oſſius, die geſtern aus Gotha hier
ein=
ſteigt. Die beitragspflichtige Vermögensgrenze erhöht getroffen waren, ſind heute vormittag 11¼ Uhr zum ſchrift „Doppeltes Spiel”: Bulgarien nutzt in
eben=
ſo ſchamloſer wie unüberlegter Weiſe die
ſich bei einem Einkommen von nicht mehr als 2000 Mark Weiterflug nach Frankfurt a. M. bezw. Köln
aufge=
peinliche Lage Serbiens aus, indem es
gleich=
auf 50000 Mark, bei einem Einkommen von über 200, ſtiegen.
zeitig mit Rußland und Oeſterreich ſein Spiel treiht.
aber nicht mehr als 5000 Mark auf 30 000 Mark. In
Serbien erwartet im Bewußtſein ſeiner ſchwierigen Lage
Konſequenz dieſer Beſchlüſſe wurde der geſtrichene § 5
Landwirtſchaftliches.
von Rußland und den anderen befreundeten Mächten ſein
Ziffer 5 und § 6 nach der Vorlage wieder hergeſtellt. Die
— Schlachtviehmarkt Darmſtadt. Schweine= gutes Recht, und daß ſie in Rechnung ziehen, daß es ſich
Beratung wendete ſich dann den Vorſchriften über die
Wertermittelung zu. § 20, der die Wertermittelung der mackt am 23. Juni 1913. Auftrieb durch Händler 107 nicht allein um Serbiens Intereſſen ſondern auch um die
Aktien ohne Zörfenkurs Kuren uſw. feſtſetzt, wurde in Schweine, Auftrieb durch die Bezugsvereinigung 82 Intereſſen ſeiner Freunde handelt, Ein ſchwaches Serbien,
der Faſſung der erſten Leſung angenommen, mit einem Schweine. Preiſe 1. Qualität ausgeſuchte Ware, Schlacht= würde der Spielball jeder anderen Macht, nur gerade
konſervativen Zuſatzantrag, wonach bei Zugrundelegung gewicht 50 Kilogramm 74 Mark. 2. Qualität, 74 Mark, nicht Rußlands oder Frankreichs ſein, aber ein ſtarkes
Ser=
des Jahresgewinnes diejenigen Beträge abzuziehen ſind, 3. Qualität 72—73 Mark. Marktverkauf: rege, wenig bien bietet die Bürgſchaft für die Dauerhaftigkeit des
Bal=
kanbundes und für die Unabhängigkeit der Balkanſtaaten.
die für gelieferte Waren noch ausſtehen. Die folgenden Ueberſtand.
Paragraphen wurden bis zum § 32 unverändert ange=
— Frankfurt a. M., 23. Juni. Schlachtvieh= Ein zu ſtarkes Bulgarien würde für den Balkanbund
ver=
loren ſein, denn Bulgarien ſoll zu jeder anderen
Kom=
nommen. § 6, wonach Beitragspflichtige, die bisher ihr markt. (Amtlicher Bericht.) 1. Rinder: a) vollfleiſchige,
Vermögen der Beſteuerung entzogen haben, der landes= ausgemäſtete höchſten Schlachtwertes 1. im Alter von 1 bination bereit ſein, woraus es übrigens nicht einmal
geſetzlichen Strafe und der Verpflichtung der Nachzah= bis 7 Jahren Lebendgewicht 51—56 Mk. (Schlachtgewicht ein Hehl macht.
* Athen, 22. Juni. Die Agence d’Athenes meldet
lung enthoben werden, wurde auch auf falſche Deklarie= 93—97 Mk.), b) junge fleiſchige, nicht ausgemäſtete und
rung des Einkommens ausgedehnt. Zu dem in erſter ältere ausgemäſtete 47—50 Mk. (85—91 Mk.) c) mäßig aus Saloniki: Nach der Abmachung, die zwiſchen
Leſung beſchloſſenen § 66 a. den Ueberſchuß über 990 Mil= genährte junge, gut genährte ältere 43—46 Mk. (79—85 dem General Iwanow und dem Generalſtabschef Oher
lionen zur außerordentlichen Schuldentilgung zu ver= Mk.): Bullen: a) vollfleiſchige, ausgewachſene höchſten ſten Dusmani über die Trennungslinie getroffen
wor=
wenden, beantragte jetzt das Zentrum, daß die Einnah= Schlachtwertes 50—54 Mk. (83—90 Mk.), b) vollfleiſchige, den war, ſollten die Bulgaren wie die Griechen ſich
inner=
men aus dem Wehrbeitrag ausſchließlich zur Deckung der jüngere 46—49 Mk. (80—84 Mk.); Färſen und Kühe: halb drei Tagen aus den von ihnen beſetzten Gebieten
Koſten für die Wehrvorlage verwendet werden ſollen, a) vollfleiſchige ausgemäſtete Färſen höchſten Schlacht= jenſeits der Linie zurückziehen. Die Griechen er=
und wenn noch nach dem Voranſchlag für 1915 die Ein= wertes 49——54 Mk (88—96 Mk.), b) vollfleiſchige ausge=füllten die Abmachung, während die
Bul=
nahmen des Wehrbeitrages die Ausgaben überſteigen, mäſtete Kühe höchſten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren garen einen weiteren dreitägigen
Auf=
dieſen Ueberſchuß zur Kürzungderdritten Rate
des Wehrbeitrags bereitzuſtellen. Dieſer 46—50 Mk. (86—89 Mk.) e) 1. wenig gut entwickelteſchub und, als die Friſt abgelaufen war, nochmals einen
Antrag wurde angenommen. § 68, der in der erſten Leſ= Färſen 40—44 Mk. (77—85 Mk.), 2. ältere, ausgemäſtete dreitägigen Aufſchub verlangten, Obwohl die Friſten, die
ung den Wehrbeitrag auf die Schutzgebiete ausdehnte, Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 40—45 Mk. ihnen gewährt wurden, alle bereits abgelaufen ſind=
(75—84 Mk.) d) mäßig genährte Kühe und Färſen 33 bis halten die Bulgaren noch die Gebiete, die ſie räumen
ſoll=
wurde wieder geſtrichen. Hiermit iſt die zweite Leſung
des Wehrbeitrages erledigt. — Nächſte Sitzung morgen: 39 Mk. (66—78 Mk.). e) gering genährte Kühe und Färſen ten. beſetzt. Darunter befinden ſich die Höhen von Han=
27—31 Mk. (61—70 Mk.). 2. Kälber: a)Doppelender fein= ſali, die ſie nicht aufgeben wollen. Am 19. Juni kam ſogar
Zweite Leſung des Geſetzentwurfs über die Deckung der
ſter Maſt, Preiſe für 50 Kilogramm Lebendgewicht ——, eine bulgariſche Patrouille von 15 Mann von da herab
fortdauernden Ausgaben.
und wandte ſich gegen die griechiſchen Vorpoſten, die ſich
(Schlachtgewicht —, —), b) feinſte Maſtkälber —,
e) mittlere Maſt= und beſte Saugkälber 53—62 Mk. (98 bis verteidigten. Eine Abteilung Serben kam den Griechen
105 Mk.) d) geringere Maſt= und gute Saugkälber 54 bis zu Hilfe; ſie wurde von den Bulgaren mit Schüſſen emp=
Stimmen aus dem Publikum.
57 Mk. (92—97). 3. Schafe: a) Maſtlämmer und Maſt=fangen und ein ſerbiſcher Sergeant wurde dabei ver=
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Rebaktion hammel 47 Mk. (48 Mk.). 4. Schweine: a) vollfleiſchige wundet. Die Griechen hatten keine Verluſte. Schließlich
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des
§ 21 Abſ. 2 des Schweine von 80—100 Kg. (160—200 Pfund) Lebend=zogen ſich die Bulgaren zurück, ihre Verwundeten mit=
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
gewicht 55—57 Mk. (Schlachtgewicht 70—73 Mk.), b) voll= nehmend.
7
Herren ohne Hut!
Serbiſche Miniſterkriſe.
fleiſchige Schweine unter 80 Kg. (160 Pfund) 55—57 Mk.
Unter dieſer Ueberſchrift erſchien am 23. Juni ein (70—73 Mk.), e) vollfleiſchige von 100—120 Kg. (200—240
* Belgrad, 23. Juni. Den Blättern zufolge iſt
Eingeſandt, das manche goldene Worte über die Schön= Pfund) 54½—57½Mk. (70—73 Mk.), d) vollfleiſchige von das Kabinett zurückgetreten, weil in ihm Gegenſätze
be=
heit und Notwendigkeit der männlichen Kopfbedeckung 120—150 Kg. (240—300 Pfund) 54—57 Mk. (70—73 Mk.), züglich der Haltung auftraten, welche gegenüber der
ruſſi=
enthält. Ueber die Schönheit der neuen Mode ließe ſich Auftrieb: Rinder 1478 Stück, darunter Ochſen 625, Bullen ſchen Schiedsgerichtsforderung einzunehnren ſeien. Der
freilich ſtreiten, da der Geſchmack berechtigterweiſe vom 73, Färſen und Kühe 780, Freſſer 00, Kälber 322, Schafe Antrag Paſitſch, dieſe anzunehmen, wurde von der
Vollmond bis zum Wellenſcheitel ſchwanken kann. Daran 112, Schweine 2370. Marktverkauf: Schafe ruhig, alles Mehrzahl der Miniſter abgelehnt.
mag es wohl auch liegen, daß bisher nur jugendliche übrige gedrückt. Ochſen und Schweine Ueberſtand,
* Belgrad, 23. Juni. Die Regierung hat
Perſonen es gewagt haben, mit zunbedecktem
Schä=
wegen Meinungsverſchiedenheiten zwiſchen Paſitſch, der
del” herumzulaufen. Eine arge Uebertreibung wäre es
die Verhandlungen mit Bulgarien weiter führen wollte
freilich, wenn der Herr Einſender — falls er einmal einen
Sport, Spiel und Turnen.
und den übrigen Kabinettsmitgliedern die
Verſuch mit der neuen Mode machte — bei einem Be=
* Pferderennen. Horner Moor. Eröff.=R. 6500 Mtr. die ſofortige Aktionspolitik der Militärpartei vertreten,
gräbnis „ohne Hut und in Hemdsärmeln” erſcheinen
wollte. Soweit wird auch kein vernünftiger Menſch Diſt.: 1400 Meter. 1. Hrn. A. v. Köppens Planet (H. demiſſioniert. Es verlautet, daß Protitſch das
gehen. Doch bleiben wir beim Hut. Es kann jeder täg, Teichmann), 2. Peppermint (Archibald). 3. Nareiß (Lane); Präſidium und der Bukareſter Geſandte Riſtitſch das Mi=
Tot.: 196: 10. Pl. 55, 19, 48: 10, Unpl. Dryade (4), Lehns= niſterium des Aeußern übernehmen werde. Alles drängt
lich Hunderte von Herren beobachten — vorausgeſetzt, daß herr Twiggedit. Otter Scotch, Nugot, Ovation Macte zur ſofortigen Aktion, Paſitſch dürfte vorher noch den
die Witterung günſtig iſt, denn ſolche kommt doch nur Barbarina, Ortler. Leicht 2½—¾4 Lg.
Silberne Mitgliedern der radilalen Partei erklären, daß er abſolut
in Betracht —, die ihren Hut unter dem Arm tragen. Ob Peitſche und 4000 M. Diſt.: 1600 M.: 1. Frhrn. O. von nicht von dem Verlangen nach einer Vertragsreviſion
ab=
das nur zeitweiſe geſchieht oder ſich auf die Dauer des Richthofens Nap (Hr Pugold), 2. Cola Rienzi (Lt. von ſtehe.
Spazierganges erſtreckt, ſpielt keine Rolle; auf alle Fälle Moßner) 2. —Hardriding Dick (Lt. Richard); Tot.: 43:10.
Letzte Nachrichten.
laufen die auch mit „unbedecktem Schädel” herum und Pl. 18, 15. 76: 10. Unpl. Shrubb (4), Courvoiſier
Napo=
nehmen den Hut womöglich nur mit, um zu zeigen, daß leon, Corvette Black Swan, Celius, Argile. Dix. Leicht
* Paris, 23. Juni. Der Petersburger
Bericht=
ſie einen haben. Ich habe auch einen. Es wurde mir 1—tot. Rennen=Hals. — Großer Hanſa=Preis, Ehren=erſtatter des Temps meldet: Die ruſiſche Regierung leilte
ſogar einmal erzählt, daß man auch zwei haben kann. preis und 45 000 M., Diſt.: 2200 M. 1, Fürſt Hohenlohe= den Balkanregierungen mit, daß keine Regierung
Von der Mode des „Huttragens” iſt es nur ein kleiner Oehringens Laudanum(Shaw), 1.— Hrn. K. u. A. Utzſchnei= die Konferenz in Petersburg abgelehnt
Schritt zu der neuen Mode, und da es den meiſten egal ders Cairo (Archibald); 3. Cambronne (Sumter); Tot.: habe. Sie würde ſich freuen, innerhalb einer Friſt von
Nummer 145.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. Juni 1913.
Seite 7.
dier Tagen einkeitende Deutſchriſten zu erhalten, durch ſch die Fürſin Berha Radztwill beſand. Das Auo
o
die die erſten Grundlagen zur Vorbereitung geſchoffen überſchlug ſich und war vollſtändig
zertrüm=
werden könnten.
mert. Die Fürſtin wurde bewußtlos, aber unver=
8 S. 2
letzt unter dem Auto hervorgezogen.
Letzte Nachrichten.
Die franzöſiſche Heevesverſtärkung.
i
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Paris, 23. Juni. Die beiden Vizepräſidenten des
1 2
Heeresausſchuſſes werden heute einen Zuſatzan=
* Osnabrück, 23. Juni. Wie amtlich mitgeteilt trag zum Militärgeſetz einbringen, wonach die jungen
wird, erkrankten beim 1. Bataillon des Infanterie=
Leute im 20. Jahre zur Geſtellung gelangen.
Regiments Nr. 78 zirka 200 Mann an Kopfſchmerzen, Die Jahresklaſſen 1912 und 1913 ſollen dem=
Erbrechen und Durchfall. Die Urſache iſt unbekannt.
gemäß gleichzeitig, ſpäteſtens bis zum 10. Nov.
Lebensgefahr liegt bei keinem vor.
*
Hannover, 23. Juni. Der Abgeordnete Frhr. von dieſes Jahres, der Armee einverleibt werden. Unter den
Schele=Schelenburg veröffentlicht in dem Haupt= im 20. Jahre Geſtellungspflichtigen ſoll eine beſonders
organ der Welfenpartei, der deutſch=hannoverſchen ſtrenge Auswahl vorgenommen werden. Man nimmt an,
Volkszeitung, unter dem heutigen Datum folgende daß die Regierung dem zuſtimmen wird.
Erklärung: Das am 19. Juni zur Veröffentlichung
Briefkaſten.
gelangte Schreiben des Prinzen Ernſt Auguſt, Herzogs
J. K., Kiesſtraße. Tatſächlich iſt über die
Unterbrin=
zu Braunſchweig und Lüneburg, hat in ſtaatsrechtlicher
Hinſicht einen Verzicht auf Hannover nicht gung der neuen Truppenteile Beſtimmtes noch nicht
enthalten. Es entfällt ſomit für die deutſch=hannö= bekannt, da die Bewilligung der neuen Truppenteile
verſche Partei jeder Grund zur Beunruhigung. Trotzdem vom Reichstage noch nicht ausgeſprochen iſt. Doch ſteht
iſt ſich die Leitung der Verpflichtung voll bewußt, die zu erwarten, daß Darmſtadt berückſichtigt wird. Sobald
eine eventuelle Thronbeſteigung des Prinzen in Braun=näheres bekannt, wird dieſes mitgeteilt werden.
Krätſcher, Anker Soweit wir erfahren
konn=
ſchweig der Partei auferlegen würde und daß ſie
durch=
aus den Erwartungen entſprechen würde, die der Herzog ten, waren die höchſten Brotpreiſe in Darmſtadt Ende
von Cumberland in dem Schreiben an das braunſchwei= der ſiebziger Jahre, um 1888 bis 1890. Dieſelben gingen
giſche Staatsminiſterium vom 15. Dezember 1906 zum aber nicht über 85 Pfg. für 5 Pfd Brot.
Ein alter Abonnent. Anonyme Einſendungen
Ausdruck brachte, in dem er die feſte Zuverſicht
aus=
ſprach, daß die Hannoveraner eine Thronbeſteigung durch= werden prinzipiell nicht angenommen Wenn Sie uns
Ihren Namen nennen, ſteht der Aufnahme nichts
ent=
aus mit Ruhe aufnehmen würden.
* Leipzig, 23. Juni. Der Regierungsaſſeſſor von gegen.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Lewitzki von Kiel, der ſich als ſtellvertretender Polizei=
Eeteres
präſident der paſſiven Beſtechung und des Betrugs ſchuldig
machte, wurde am 8. April zu 3 Jahren Zucht=Slolohololololonolololcholololotololofololotololo
haus und 5 Jahren Ehrverluſt verurteilt. Der
Ange=
klagte als auch der Staatsanwalt hatte gegen das Urteil 5 GEORG KUGEL, Architekt
Die heißen Tage ſteigern bei jedem das Verlangen
5 nach einem Labſal.
daher auf Reichels
Reviſion beim Reichsgericht eingelegt. Dieſes
Wittmannstrasse Nr. 4, Tel. 763
Limonadenſirup=Extrakte aufmerkſam gemacht,
erkannte heute beide Reviſionen für begründet und hob
übernimmt das Anfertigen von Entwürfen,
mittels denen man ſich überaus leicht und billig
Limo=
das Urteil auf.
6 Bauplänen, als auch Uebernahme der Bau- G
naden mit reinſtem Fruchtgeſchmack in Himbeer, Kirſch,
* Konſtantinopel, 23. Juni. Das Urteil des
leitung etc. für alle Arten von Bauwerken.
Erdbeer, Zitronen, Grenadine, Limetta uſw. ſelbſt be
Kriegsgerichts iſt noch nicht bekannt gege=
Fertige Ausführung von: Villen, Landhäuser,
reitet. Für Kinder ſtellt man damit geradezu ein ideales
ben worden, doch iſt ſicher, daß zwölf Perſonen, die der
Einfamilienhäuser, Industrie-Bauten etc.
Erfriſchungsgetränk her. Eine einzige Flaſche für 75 Pfg.
direkten Anteilnahme=an der Ermordung Mahmud Schef= O
ohne Mehrkosten gegen den Voranschlag.
ergibt 5 Pfund Limonadenſirup, deſſen volles edles
ket Paſchas oder der Anſtiftung dazu angeklagt ſind, zum
Kleine Wohnhausbauten. * Herrichten von
Aroma und große Billigkeit überraſcht. Ein Pfund ſtellt
Tode verurteilt worden ſind. Darunter befinden ſich der L
5 Wohnungen. Ausführung von Umbauten. 8
ſich fix und fertig auf nicht viel mehr als 25 Pfg., ein
frühere Direktor der politiſchen Polizei Muhib, der frü=
Baugelände wird jederzeit nachgewiesen. * Schnellste
here Kapitän Kiszin, der Fähnrich Chevi, Leutnant
Glas Limonade nach Vorſchrift bereitet auf kaum 1 Pfg.
Ausführung gegen mässiges Honorar, auch
Nehmed Ali und Topal Tewfik. Zia und die drei ge=
Die Extrakte ſind überall in den Drogerien käuflich,
auswärts. ** Besuch zur Besprechung jederzeit kosten!
(190
flohenen Mörder Prinz Sabah Eddin, Scherif Paſcha
8nur achte man der vielen Nachahmungen wegen auf die
und der frühere Miniſter des Innern Raſchid wurden Slololoſoſotolioſotollototoloonoiotololoſolstoſons Echtheitsmarke „Lichtherz”.
ſchwer beſtraft.
em
Konſtantinopel, 23. Juni. Die vom Kriegs=
S
Me
Daupfernachrichten.
gericht gefällten Todesurteile wegen des
Atten=
enetene enr enener ener enen enentenene en enenten
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
tats auf Mahmud Schefket Paſcha ſind bisher
(12965a
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
nicht beſtätigt worden. Unter den zum Tode Verurteilten
Nordamerika: „Cleveland”, von New=York kommend,
befindet ſich auch Demad Salih Paſcha. In einem Schrei=
-Jackenkleider
18. Juni 4 Uhr 40 Min. morgens auf der Elbe. „
In=
ben ſtellt der Militärgouverneur Sabah Eddin in Abrede,
-Taillenkleider
kula” nach Baltimore, 16. Juni 7 Uhr abends in Boſton.
Beziehungen zu den Mördern gehabt zu haben, gibt aber
Eradel-Blusen..
„Moltke” von New=York, 17. Juni 2 Uhr 30 Min. nachm.
zu, daß ſie Geld von ihm verlangt haben.
=Röcke a a a
in Genua. „Pennſylvania” 17. Juni 11 Uhr 30 Min.
morgens von New=York über Boulogne nach Hamburg.
in grösster Auswahl, vom einkachsten bis
Spandau, 23. Juni. Auf der Potsdamer Straße
„Victoria Luiſe” von New=York kommend 18. Juni
elegantesten Genre. Aenderungen sofort.
ſtieß heute vormittag ein Straßenbahnwagen
5 Uhr 35 Min. morgens von Plymouth. — Südamerika,
mit einem Wohnwagen einer Artiſtengruppe zuſam=
Weſtküſte Amerikas: „Abeſſinia”, ausgehend, 16. Juni
G. m.
men. Der Anprall war ſo heftig, daß mehrere Perſonen,
von Balparaiſo. „Alexandria” 12. Juni in Amapala.
D. Rehleld Lo. b. h.
die ſich auf dem Vorderperron befanden, gegen den
„Dortmund” nach Braſilien, 17. Juni nachm. in Havre.
Wohnwagen geſchleudert wurden. Zwei Frauen und
„Etruria” nach Braſilien, 17. Juni 6 Uhr morgens in
zwei Männer wurden ſchwer verletzt.
Ludwigstr. 5 Darmstädt Teleph. 2539
Oporto. „Habsburg”, von Santos kommend, 16. Juni
München, 23. Juni. Der Hiſtoriker Jul. Meyer,
8 Uhr abends von Rio de Janeiro nach Bahia. „König
ie
Geſchichtsſchreiber des Frankenlandes, iſt im Alter von
Friedrich Auguſt” 17. Juni 5 Uhr nachm. in Buenos
72 Jahren in Ansbach geſtorben.
Me
Nires. „Navarra”, von Mittelbraſilien kommend, 18. Juni
ue
Wildbad, 23. Juni. In der Nähe der Kälber=
Uhr morgens in Hamburg. „Polyneſia”, von der
mühle fuhr das Automobil des Fabrikbeſitzers Hil=
Weſtküſte Amerikas kommend, 14. Juni von Monte=
Zee Zeee
denbrandt aus Pforzheim gegen einen Baum. Der
video. — Oſtaſien: „Belgravia‟ 18. Juni 3 Uhr 45 Min.
18jährige Chauffeur Weigel wurde getötet. Der
Be=
morgens von Hamburg nach Algier. „Bermuda” 17. Juni
ſitzer erlitt eine ſchwere Beinverletzung, die übrigen In=
Dankſagung.
16. Juni
von Sabang nach Singapore. „Birkenfels”
ſaſſen blieben unverletzt
5 Uhr nachm. von Yokohama nach Yokkalchi. Braſilia”
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
HB Wien, 23. Juni. In ſeinem Bureau im neuen
heimkehrend, 17. Juni in Hankow. =Iſtriat 17. Junt in
während der Krankheit und beim Hinſcheiden
Gebäude des Kriegsminiſteriums hat ſich heute
Schanghai. „Segovia” 17. Juni 3 Uhr nachm. von
meines geliebten Gatten, unſeres unvergeßlichen
vormittag 10 Uhr Oberſtleutnant Johann Lebel
Schanghai nach Hongkong.
Vaters, Bruders, Onkels, Schwiegervaters und
erſchoſſen. Er war ſeit vielen Jahren der ſiebenten
Großvaters
(13679
Abteilung des Kriegsminiſteriums zugeteilt, verheiratet
Amtlicher Wetterbericht.
und Vater von ſechs Kindern. Ueber die Urſache des
Selbſtmordes iſt man, da ſchriftliche Aufzeichnungen nicht
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Herrn Friedrich Anthes I.
gefunden wurden, wie an offizieller Stelle wiederholt
Das ſüdweſtliche Hochdruckgebiet hat ſich über
Mittel=
ſagen wir auf dieſem Wege unſeren herzlichſten
verſichert wird, noch im Unklaren. Nach der offiziellen
europa ausgebreitet und bedinat bei uns ruhiges, trockenes
Dank.
Darſtellung litt der Oberſtleutnant ſeit längerer Zeit
Wetter. Die Temperaturen ſind etwas geſtiegen, liegen
unter ſeeliſchen Depreſſionen. Heute hätte der
Oberſt=
aber immer noch unter normal. Von Weſten her dringt
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
leutnant einen Erholungsurlaub auf die Dauer von drei
ein Tiefdruckgebiet vor, auf deſſen Vorderſeite wir bei
Monaten antreten ſollen. Er hat ſich jedoch unmittelbar
Familie Anthes.
ſüdweſtlichen Winden Zunahme der Bewölkung und
vorher erſchoſſen.
leichte Regenfälle morgen zu erwarten haben.
Arheilgen, den 21. Juni 1913.
Rom, 23. Juni. Auf der Rückfahrt von Neapel
Ausſichten in Heſſen für Dienstag, den 24. Juni:
G
Ote Ze
nach Rom löſte ſich ein Hinterrad von einem Auto, in dem
Bewölkung zunehmend, zeitweiſe leichte Regen, mäßig
warm, ſüdweſtliche Winde.
Z
M e
Mee
Tagesſalender.
Konzerte: Saalbau um 8 Uhr. — Hugenſchütz’ Felſen=
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere innigstgeliebte Mutter,
keller um 8 Uhr. — Schützenhof um 8 Uhr. — Brauerei
Erker um 8 Uhr. — Bürgerkeller um 8 Uhr.
Schwiegermutter und Grossmutter
(*1350
Verſteigerungskalender.
Mittwoch, 25. Juni.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 11 Uhr
Rundeturmſtraße 16.
Gras=Verſteigerung um 9½ Uhr im Reſtaurant
Marie Rothermel
„Zum heiligen Kreuz”.
Stammholz=Verſteigerung um 9 Uhr im
Re=
geb. Dünges
ſtaurant „Zum heiligen Kreuz”.
Ausſtellung zur Erinnerung an die Zeit por 10
heute nachmittag 2½ Uhr nach kurzem Leiden zu sich abzurufen.
Jahren im Gewerbemuſeum (Neckarſtraße 3), täglich
ge=
öffnet von 11—1 Uhr und von 3—5 Uhr, mit Ausnahme
Karl Rothermel,
der Sonntagnachmittage.
Familie August Rothermel,
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Familie Mirtschin.
Reich und Ausland: i. V.: Max Streeſe; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Mar Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
Darmstadt, den 23. Juni 1913.
aus der Geſchäftswelt: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 25. ds. Mts., in Löbau in Sachsen, vom Trauerhause
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Johannisstrasse 2 aus, statt.
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
(2971a
Brauerei-
Ausschank
Gartcn-Restädfahtin Hesschblad Kirchstr. 3
* Angenehmer Abend-Aufenthalt. : Gute Küche. Hessenbräu direkt vom Faß.:: Münchener Paul anerbräu.
SA
(.
Nummer 145.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. Inni 1913.
Seite 8.
1
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5.
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AB
Bieger
ABrisgeneretereinwar msladf.
Mittwoch, den 25. Juni nachmittags
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2
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karten werden daſelbſt ausgegeben. Gäſte können durch Mitglieder
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(13534si
eingeführt werden und ſind dem Führer vorzuſtellen.
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Nummer 145.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. Inni 1913.
Seite 9.
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3½ Deutſche Reichsanl. . 81,40 4½ Chile Gold=Anleihe . 87,30 30 Adler=Fahrradwerke
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. . . . 412,50 3 Portugieſ. Eiſenb. .. 71,501 4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
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. „ . „
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bo.
18—23. . . . . . . . . 97,103 Madrider . Fs. 100
90,20 1 4 Gold=Mexikanerv. 1904 79,00 15 Zellſtoff Waldbof . . 220,25 4 Baadadbahn . . ..
79,40 3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
3½
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79,905 Gold=Mexikaner . . . . 96,00 12,83 Bad. Zucker=Wag=
205,00 4½ Anatoliſche Eiſenb.. 92,70
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S. 9—11 .
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. . . „
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3½
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do.
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98,50
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4 Heſſ. Staatsanleihe
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(unk. 1917) . . 95,2
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Augsburger. . . . . ſl. 7 34,20
do.
3½
6½ Südd. Eiſenb.=Beſ. . 125,60
3½ do. (unk. 1914) . 84,10 Braunſchweiger Tlr. 20
. 206,50
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Bank=Aktien.
3
do.
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Württemberg unk. 1921 98,50
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3½,
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Einz. Mk. 408 . . 112,75 9 Harpener . . . . . . . 181½
Meininger . . . . . fl. 7 —
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12½ Deutſche Bank . 241,75 3½
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95,50 Penediger . . . . Fs. 30 58,00
Caro. . . . . . . . 74,50 6 Deutſche Vereinsbank . 114,90
Gießen . . . . .
4 do. Goldrente . . . 86,25
95,00Türkiſche . . . . Fs. 400 156,00
do. einheitl. Rente 81,406. Pennſylvania R. R. . 107,50 6 Laurahütte . . . . . . 158,00 6 Deutſche Effekt.= und
do.
3½
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W.=Bank . . .
112,27
Heidelberg . . . . . . 94,50 Gold, Silber und
4
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Weſteregeln 175,10 10 Diskonto=Kommandit 179,
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do.
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3 do. Spezial . . . . 9,501 4 Brauerei Werger
64,00
Karlsruhe . . . . . . 96,00 Engl. Sovereigns . . . . 20,36
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Soda=
do.
6½ Mitteld. Kreditbank 113,20
535,00 Obligationen.
Fabrik . .
Magdeburg. . . . . . — Amerikaniſche Noten. . . 4,18
v. 1890 . . 92,90
4 do.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 88,00 7 Nationalb. für Deutſchl. 114,003½
Engliſche Noten . . . . . 20,40
v. 1905 . . 86,6014 Chem. Fabrik
Gries=
do.
4 do.
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heim . . . . . . . 230,25 4½ Nordd. Lloyd=Obl. 97,00 7 Pfälziſche Bank. . .
Mainz . . . . . . . . 94,70 Franzöſiſche Noten. . . . 80,95
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 85,80
86,70 Holländiſche Noten. . . . 168,30
do. v. 1902 . . . . 88,50 30 Farbwerke Höhſt . . 594,00 4 Eliſabethbahn, freie . . 87,40 6,95 Reichsbank . . . . . 132,003½
do.
78,90
4 Franz=Jofefs=Bahn . . 85,50 7 Rhein. Kreditbank. . .127,25
Mannheim . . . . . . 94,30 Italieniſche Noten.
do. v. 1905 . . . . 99,75 20 Verein che n. Fabriken
47
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3½
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Nummer 145.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. Juni 1913.
Seite 10.
Die Maurer=und Zement=ſowie Zimmerarbeiten
Ehſhmg der
Ganſ. Seſanegeninde zu Barnſchl.
bei der Aufſtockung des Stalles der 5. Eskadron des Leib=Dragoner=
Die Liſte der bei der demnächſt vorzunehmenden Ergänzungs= Gemeindeſteuer. Regiments Nr. 24 in Darmſtadt ſollen öffentlich verdungen werden.
Los I Maurer= und Zementarbeiten
wahl für die Gemeindevertretung ſtimmberechtigten Mitglieder! Die Friſt zur Entrichtung des
„ II Zimmerarbeiten.
unſerer Gemeinde wird drei Tage lang, am 23., 24. und 25. Juni,Ende Mai fällig geweſenen erſten
Die Zeichnungen und Bedingungen liegen im Neubaubureau
jedesmal von 9 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags, im Gemeinde= Zieles der Gemeindeſteuern wurde
hauſe zur Einſicht der Gemeindeglieder offengelegt werden.
bis 5. Juli l. Js. erſtreckt. Zah=in der Holzhofallee (Hopfengarten) hierſelbſt während der Dienſt=
Während dieſer Zeit können Einwendungen gegen die Liſte
lung hat bei Meidung des Bei=lſtunden, vormiteags von 8½ bis 12½ und nachmittags von 3 bis
bei dem Kirchenvorſtande vorgebracht werden. Gegen deſſen Ent=treibungs=Verfahrens an den 6 Uhr, offen und können daſelbſt die Verdingungsunterlagen für
Los I zum Preiſe von 1.10 Mark
ſcheidung kann binnen drei weiteren Tagen Berufung an den Deka=Werktagen, vormittags von 8 bis
nats=Ausſchuß erhoben werden.
0.85 „
(13641 12½ Uhr, hierher zu erfolgen.
Darmſtadt, den 22. Juni 1913.
Im Intereſſe raſcheſter Abfer=gegen poſt= und beſtellgeldfreie Einſendung des Betrages bezogen
tigung an den Zahlſchaltern wird werden.
Der Kirchenvorſtand der Johannesgemeinde.
Die ausgefüllten Angebote nebſt den vorgeſchriebenen Proben
erſucht, die Gelder abgezählt bereit
Dingeldey.
(13690a ſind verſiegelt und mit entſprechender Aufſchrift verſehen bis zum
zu halten.
3. Juli ds. Js., und zwar für Los I um 10 und Los II um 10½ Uhr,
Darmſtadt, 21. Juni 1913.
an vorgenanntes Neubaubureau poſt= und beſtellgeldfrei einzuſenden,
Die Stadtkaſſe.
(IV,13653,70
zu welchem Zeitpunkt die Eröffnung erfolgt.
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Die Zuſchlagsfriſt beträgt 28 Tage.
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Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
30 72.
Dienstag, 24. Zun.
1913.
Einauarierung ſind die in § 4 Abſ. 2 des Reichs=
Bekanntmachung.
geſetzes vom 25. Juni 1868 aufgeführten Gebäude und Gebäudeteile.
Die nachſtehende Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppenübungs=
Gebäude, in denen ſich mit gefährlichen oder anſteckenden Krankheiten Behaftete
platz bringen wir hierdurch zur allgemeinen Kenntnis.
(13487a 1 oder Wichnerinnen oder Leichen befinden, ſollen zur Einquartierung nicht benutzt werden.
Darmſtadt, den 14. Juni 1913.
§ 4.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Bei Verteilung der Einquartierung ſoll auf die Wohnungs=, Wirtſchafts= und
J. V.: Dr. Reinhart.
Gewerbebetriebsbedürfniſſe des Quartierpflichtigen Rückſicht genommen werden. Neben
Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppen=Uebungsplatz Darmſtadt
dieſen Grundlagen ſoll bei der Verteilung beachtet werden, daß auf etwa je 60 Mark
Gemeindeſteuer je ein Mann zu übernehmen iſt.
für die Zeit vom 23. bis 28. Juni 1913.
§ 5.
Den Quartierpflichtigen iſt geſtattet, die ihnen obliegende Verbindlichkeit durch
Die
Dauer der
Stelung anderweiter Quartiere (z. B. in Wirtshäuſern uſw.) zu erfüllen, jedoch iſt
Datum
Tag
Truppenteil AbſperrungAbſperrung Bemerkungen
dies vorher der Einquartierungskommiſſion anzuzeigen. Das zu ſtellende Quartier
erſtreckt ſich.
muß den Anforderungen entſprechen, welche an den Quartierpflichtigen ſelbſt geſtellt
von bis
werden können.
Für richtige Leiſtung iſt nur der Quartierpflichtige haftbar, wie auch die durch
29
23. Juni Montag
(25
die Ausquartierung dem Quartierpflichtigen etwa entſtehenden Mehrkoſten von dieſem
8=B
24. Juni Dienstag
30 N
N.
zu tragen ſind.
25. Juni Mittwoch
10 N.
80 V.
Ueber das
§ 6.
26. Juni) Donnerstag
80 V. 10 N.
ganze
Weigert ſich der Quartierpflichtige, die ihm zugedachte Einquartierung zu über=
27. Juni 1 Freitag
Feldartillerie 120Nachts 2NNachts 7 Abſperr= Nachtſchießen nehmen, oder iſt der Quartierpflichtige zeitweilig abweſend, ſo hat die Einquartierung
27. Juni Freitag
8= V. 10 M.
Gelände
auf deſſen Koſten anderweit zu erfolgen.
27. Juni Freitag
10 Nachts120Nachts
Dieſe Koſten ſind nötigenfalls auf dem für die Gemeindeeinkünfte vorgeſchriebenen
Nachtſchießen
28. Juni Samstag
30 V. 80 N.
Wege von den Pflichtigen beizutreiben.
§ 7.
Straßenſperre.
Bei der Zuteilung der Einquartierung werden gerechnet:
Wegen Ausführung von Kanalbauarbeiten wird in Neu=Iſenburg die 1 General und die ihm gleichgeſtellten Chargen einſchließlich Bedienung — 30 Gemeine,
— 20
Ortsdurchfahrt nach Sprendlingen vom 19. ds. Mts ab auf die Dauer von1 Stabsoffizier
— 10
3 bis 4 Wochen für den ſchweren Fuhrwerks= und ſämtlichen Autoverkehr geſperrt. 1 Hauptmann oder Leutnant „
Feldwebel ꝛc.
2
Leichtere Führwerke können die Bauſtrecke nach Angabe der Bauleitung, ſowie
Fähnrich oder Vizefeldwebel
die Bismarck=Allee die Wald= und Schützenſtraße als Durchfahrtsſtraßen benutzen.
,
1 Unteroffizier
Die aufgeſtellten Warnungstafeln ſind zu beachten.
(12669
. — 1Gemeiner
1 Pferd ohne Fourage .
Offenbach, den 14. Juni 1913.
2 „ 1
§ 8.
Großherzogliches Kreisamt Offenbach.
Werden Truppen mit Verpflegung einquartiert, ſo wird den mit Einquartierung
Lochmann.
bedachten Einwohnern ein von dem Gemeinderat in dem betreffenden Jahre
feſtzuſetzen=
der Zuſchuß zu der von dem Reiche gewährten Entſchädigung bewilligt. Dieſer Zuſchuß
Orts=Satzung
ſoll mit Rückſicht auf die jeweiligen Lebensmittelpreiſe bemeſſen werden und ſoll mit
für die Quartierleiſtungen und Naturalleiſtungen an die bewaffnete Macht im Frieden Einſchluß der von dem Reiche gewährten Entſchädigung für Mundverpflegung und
in der Gemeinde Pfungſtadt.
Serbis pro Tag für jeden einquartierten und verpflegten Soldaten einſchließlich ünter=
Auf Grund des § 7 des Reichsgeſetzes vom 25. Juni 1868, die Quartierleiſtungen offizier, Sergeanten und ähnliche Charge den Betrag von 1.70 Mark nicht überſteigen
für die bewaffnete Macht während des Friedensſtandes betreffend, und § 9 der Inſtruk= Für jedes Pferd ſollen pro Tag eine Vergütung von 20 Pfg. gewährt werden.
tion zur Ausführung dieſes Geſetzes vom 31. Dezember 1868 und auf Grund der Geſetze
Für die einquartierten Offiziere wird den Quartiergebern nur die
Reichsent=
vom 13. Februar 1875 über die Naturalleiſtungen für die bewaffnete Macht im Frieden ſchädigung gewährt.
wird hiermit für die Gemeinde Pfungſtadt auf Beſchluß des Gemeinderals und
§ 9.
mit Genehmigung Großh. Miniſteriums des Innern vom 3. Juni 1913 zu
Wird der Gemeinde die Stellung von Fourage oder Vorſpann angeſonnen, ſo
Nr. M. d. J. 9822 folgendes beſtimmt:
beſchafft die Einquartierungskommiſſion den Bedarf auf die ihr am zweckmäßigſten
§ 1.
erſcheinende Weiſe, möglichſt unter öffentlicher Aufforderung aus Mitteln der Gemeinde=
Die Verwaltung der Einquartierungsangelegenheiten wird der von dem kaſſe, in welche die vom Reiche zu gewährende Vergütung fließt. Nur wenn auf dieſem
Gemeinderat zu wählenden Einquartierungskommiſſion unter dem Vorſitz des Bürger= Wege dem Anſinnen nicht rechtzeitig entſprochen werden kann oder die Fourage oder
meiſters oder bei Verhinderung des Bürgermeiſters unter dem Vorſitz des Beigeord= der Vorſpann gegen die von dem Gemeinderat hierfür zuläſſig erachtete Vergütung
neten übertragen.
nicht zu erlangen iſt, wird die Kommiſſion zu der in Anſpruch genommenen Leiſtung
Die Dienſtzeit der unſtändigen Mitglieder der Kommiſſion endet mit dem die Beſitzer von Fouragebeſtänden, Zugtieren und Wagen unmittelbar heranziehen, und
Schluſſe des 3. Kalenderjahres, für welches dieſelben gewählt worden ſind.
der Gemeinderat ſodann darüber beſchließen, ob und welcher Zuſchuß aus Gemeinde=
Die Zahl der unſtändigen Mitglieder der Kommiſſion wird von dem Gemeinde= mitteln zu der von dem Reiche zu gewährenden Vergütung zu leiſten iſt.
rat alle drei Jahre neu beſtimmt.
§ 10.
§ 2.
Die Einquartierungskommiſſion iſt bezüglich der in den §§ 8 und 9 von ihr zu
Die ganze Gemeinde, einſchließlich aller zur Gemarkung gehörigen Gehöfte uſw., Laſten der Gemeindekaſſe zuzugeſtehenden Vergütungen an die Weiſungen des
Gemeinde=
bildet einen Quartierbezirk.
rats gebunden.
§ 3.
§ 11.
Die Einquartierungspflicht liegt allen denen ob, die in der Gemeinde eine
Dieſe Satzung tritt am 1. Juli 1913 in Kraft.
Wohnung haben und zur Gemeindeſteuer herangezogen werden, ebenſo Juriſtiſchen Per=
Pfungſtadt, am 17. Juni 1913.
ſonen, Geſellſchaften und ſolchen Perſonen, die, ohne in der Gemeinde zu wohnen, in
Großherzogliche Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
der Gemeinde Häuſer, Grundſtücke oder Geſchäftslokale haben und für dieſe zur
Lang.
Gemeindeſteuer herangezogen werden.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Oeffentliche Impfung.
Bekanntmachung.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
Mittwoch, den 21. I. Mts., und die folgenden Mittwoche,
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=Betreffend: Konkurs über das
Ver=
mögen der Vereinigten ſolange Bedürfnis, von 5—6 Uhr nachmittags unentgeltliche
Imter=
finden ſich: 2 Spitzhunde. 1 deutſcher Schäferhund, 1 Boxer (zuge=
Mitteldeutſchen Eigar=termine im Schulhaus an der Rundeturmſtraße für im Vorjahr
laufen). Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5.
Polizei=
renfabrilen, G. m. b. H. (geborene, ſowie für ältere, mit der Impfung im Rückſtande verblie=
Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten
bene Kinder.
in Darmſtadt.
Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vorm. um 10 Uhr, ſtatt. (13650
Nachſchan jeweils acht Tage ſpäter, bei Meidung der geſetz=
In der Unterſtellung, daß der
Räumungsfriſten bei der Wohnungsmiete. Konkurs durch Schlußverteilunglichen Strafe. Kinder, die in dieſen Terminen nicht geimpft werden,
Zum bevorſtehenden Vierteljahreswechſel bringe ich nachſtehendes endigen werde, wird dem Kon=ſind bis zum Jahresſchluß auf Koſten der Eltern impfen zu laſſen,
Ortsſtatut wiederholt zur Kenntnis. Wenn nicht anderes vereinbart kursverwalter, Rechtsanwalt Geiß=landernfalls im Januar k. Js. die Nachholung der Impfung binnen
iſt, iſt für die Dauer der ſtatutariſchen Räumungsfriſten Mietzinsner dahier, eine Abſchlagsver=kürzeſter Friſt unter Strafandrohung angeordnet wird.
Außer den Pflichtigen werden in den Terminen auch Erwach=
(13643ims gütung von 1080 Mk. zugebilligt;
an den bisherigen Vermieter nicht zu entrichten.
dieſe iſt auf die demnächſt feſtzuelſene auf ihren Wunſch und Kinder, die erſt im laufenden Jahre
Darmſtadt, den 20. Juni 1913.
ſetzende Geſamtvergütung aufzu=geboren ſind, auf Wunſch ihrer Vertreter geimpft.
Der Oberbürgermeiſter
In der Regel werden in jedem Termin nicht mehr als
rechnen.
J. V.: Ekert.
Es bleibt vorbehalten, bei Feſt=50 Impfungen vorgenommen.
Kinder, deren Zurückſtellung von der Impfung wegen Kränk=
Auf Grund des Geſetzes vom 6. Januar 1906, betreffend dieſtellung der letzteren die beſondere
Räumungsfriſten bei der Wohnungsmiete, wird auf Beſchluß der Lage des Falles zu berückſich=lichkeit beanſprucht wird, können gleichfalls in den Terminen dem
(13649 Impfarzt vorgeſtellt werden.
Stadtverordneten=Verſammlung vom 31. Mai 1906, ſowie nach An=tigen.
Wegen der Wiederimpfung der Schulkinder wird beſondere
hörung des Kreisausſchuſſes und mit Genehmigung Großherzoglichen Darmſtadt, 19. Juni 1913.
Miniſteriums des Innern vom 2. November 1906 zu Nr. M. d. O
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.Benachrichtigung an die Schulvorſteher erfolgen.
Aus einem Hauſe, in dem anſteckende Krankheiten, wie Schar=
37271 folgendes Orsſtatut erlaſſen, deſſen Beſtimmungen ſofort in
lach, Maſern, Diphtherie, Croup, Keuchhuſten, Flecktyphus, roſen=
Kraft treten.
Belntnchunit.
artige Entzündungen oder die natürlichen Pocken herrſchen, dürfen
§ 1. Endigt das Mietverhältnis am Schluſſe eines Kalender=
In unſerem
Genoſſenſchafts=
vierteljahres, ſo muß die Räumung gemieteter Wohnungsräume regiſter wurde heute bei der Spar=Impflinge zum allgemeinen Termin nicht gebracht werden.
Die Kinder müſſen zum Impftermin mit rein gewaſchenem
durch den Mieter:
und Darlehenskaſſe, E. G. m. u. H. Körper und mit reinen Kleidern gebracht werden.
a) bei kleinen, d. h. aus höchſtens 3 Zimmern und, etwaigem in Roßdorf, folgendes einge=
Darmſtadt, den 19. Mai 1913.
(11375a
Zubehör beſtehenden Wohnungen am erſten Tage des fol=tragen:
genden Monats, ſpäteſtens 5 Uhr nachmittags,
Der Oberbürgermeiſter.
An Stelle des ausgeſchiedenen
b) bei mittleren, d. h. aus 4 bis 5 Zimmern und etwaigem Wilhelm Nagel III. iſt Friedrich
J. V.: Mueller.
Zubehör beſtehenden Wohnungen am zweiten Tage des fol=Löffler in Roßdorf als
Ver=
genden Monats, ſpäteſtens 12 Uhr mittags,
ſtandsmitglied beſtellt. (13668
Vergebung von Wegebefeſtigungsarbeiten.
c) bei großen, d. h. aus mehr als 5 Zimmern und etwaigem
Darmſtadt, 18. Juni 1913.
Die Arbeiten nebſt Lieferung der Stückſteine und des Straßen=
Zubehör beſtehenden Wohnungen am dritten Tage des fol=Großherzogliches Amtsgericht II.ſchotters zur Herſtellung der Verlegung der Kreisſtraße
Darmſtadt-
genden Monats, ſpäteſtens 12 Uhr mittags, beendet ſein.
Aſchaffenburg, im Gebiete des Bahnhofs Babenhauſen, ſollen öffent=
§ 2. Die im §1 beſtimmten Räumungsfriſten werden nur mit
Verdingung.
lich verdungen werden.
der Beſchränkung gewährt, daß
In Betracht kommen u. a.:
a) bei Wohnungen, welche aus 3 bis 4 Zimmern und etwaigem Die für die Dauer der Schieß=
1. rd. 5000 abm Erdbewegungsarbeiten;
übung vom 12. Juli bis 1. Auguſt
Zubehör beſtehen, ein Zimmer,
2. „ 3000 qm Böſchungsflächen, die mit Mutterboden zu
b) bei Wohnungen, welche aus mehr als 4 Zimmern und et=1913 auf dem Tr.=Ueb.=Pl.
Darm=
ſtadt erforderlichen
Küchenbedürf=
bekleiden ſind;
waigem Zubehör beſtehen, zwei Zimmer
3. „ 3400 qm Chauſſierungsarbeiten;
ſchon am erſten Tag des folgenden Monats, ſpäteſtens 12 Uhr mit=niſſe ausſchl. Fleiſch= und
Wurſt=
waren, ſowie die Küchenabfälle
1200 qm Fußwegbekieſung.
tags, vollſtändig geräumt ſind.
Die Angebotsunterlagen können an Werktagen während der
§ 3. Kann der Mieter ſchon mit der Beendigung des Miet=ſollen vergeben werden.
Schrift=
verhältniſſes ſeinen Ueberzug in die neue Wohnung bewerkſtelligen, liche und verſiegelte Angebote mit Dienſtſtunden, im Bureau der unterzeichneten Dienſtſtelle, alter
Main=
der Aufſchrift: „Lieferung von Neckar=Bahnhof, nordöſtlicher Flügel, eingeſehen und, ſoweit der
Vor=
ſo finden die Vorſchriften der §§ 1, 2 keine Anwendung.
Hat der Vermieter auf Grund eines ihm geſetzlich oder ver=Küchenbedürfniſſen” verſehen, ſind rat reicht, gegen porto= und beſtellgeldkreie Einſendung von 1,00 Mk.
tragsmäßig zuſtehenden Rechtes das Mietverhältnis ohne Einhaltung bis zum 27. Juni 1913, 9 Uhrl in bar bezogen werden. Die Angebote ſind porto= und beſtellgeldfrei,
einer Kündigungsfriſt gekündigt, ſo ſtehen die in den §§ 1, 2 bezeich=vorm., andieunterzeichnete Küchen=verſiegelt und mit der Aufſchriſt: „Angebot auf Ausführung von
Chauſſierungs= uſw. Arbeiten im Bahnhof Babenhauſen” bis zum
verwaltung einzuſenden.
neten Räumungsfriſten dem Mieter nicht zu.
Die Bedingungen können einge=5. Juli d. J., vorm. 10 Uhr, an die unterzeichnete Dienſtſtelle ein=
§ 4. Fällt der Tag, an welchem nach den §§ 1, 2 die Räumung
ganz oder teilweiſe zu beendigen iſt, auf einen Sonntag oder einen iſehen werden, bezw. ſind daſelbſt zuſenden.
(13662oi
Oeffnung der Angebote zu dem vorbezeichneten Zeitpunkte im
ſtaatlich anerkannten allgemeinen Feiertag, ſo tritt an die Stelle deserhältlich.
Küchenverwaltung der II. Ab=Bureau der Bauabteilung.
Sonntags oder des Feiertags der nächſtfolgende Werktag.
Zuſchlagsfriſt 3 Wöchen
teilung Feldart.=Regts. Nr. 61.
Darmſtadt, den 27. November 1906.
Darmſtadt, den 21. Juni 1913.
(IV,13661
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Nummer 145.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. Juni 1913.
Seite 12.
O mein, aus ernſtem deuſchen Herzen wächſt unſerel auf und werden in ſich ſchwören 7 Den Schwur, den alle
Somwendfeier des deutſchawbltichen
Fröhlichkeit, und nimmer beugt uns den Sinn zu knech= andern nicht verſteh’n. ½ Den Schwur der großen Augen,
tiſcher Furcht und Klage des Urgeſetzes unabwendbarer die erkannt, 7 Daß Götterwollen aus verſunkenen
Turnvereins „Jahn‟, Darmſtadt.
Ratſchluß. Wir wiſſen und bekennen ruhigen Mutes:ZZeiten / In unſerer Tage irres, wirres Streiten „
(Deutſcher Turnerbund.)
alles Leben iſt nur ein Wandel, alles Sein nur ein ewiges Herein der Zukunft lichte Brücke ſpannt. ¾ Die
* Man ſchreibt uns: Am Samstag abend beging Werden, alles Vergehen nur ein Wechſel zu neuem Ent= Brücke wölbt ſich ob der Mitternacht. ½ Walküren ziehen
der deutſch=völkiſche Turnverein „Jahn” auf der Höhe des ſtehen! Auf Mittſommernacht folgt Mittwinternacht, auf daher in Glanz und Wonne, ½ Und neu entſteigt
Ger=
maniens helle Sonne ½ Dem Hel=Bereiche nach der gro=
Krähbergs ſeine Sonnwendfeier. Gäſte aus Heidelberg, Sonnenniedergang Sonnenaufgang!
So draußen im Leben der Natur, ſo im Leben des zen Schlacht.7 Das Idafeld iſt herrlich anzuſeh’n. / Dort
Mannheim, Frankfurt. Wiesbaden, ſowie aus den
benach=
ſammeln ſich, die jetzt im Innern hören 7 Und die den
barten Orten hatten ſich troß der regendrohenden Witte= einzelnen Menſchen, anſeres Volkes, unſerer Raſſe.
Wie praſſeiten doch im Laufe der Jahrhunderte die ſtillen, harten Schwur ſich ſchwören, 7 Den Schwur den
rung zahlreich eingefunden. Um 11 Uhr begann die in
aller Einfachheit erhebende Feier. Leichter Regen rieſelte GHagelſchauer auf unſer deutſches Volk hernieder wie oft alle andern nicht verſteh’n. ½ Heil im Namen des Lichts½½
hernieder, der aber, wie bezwungen, ſich legte, ſobald das lag es ohnmächtig gefeſſelt in harter Wintersnacht! Und Heil im deutſchen Namen!
Allmählich brach der Holzſtoß in ſich zuſammen. Die
Sonnwendfeuer in hellen Flammen auflohte. Den immer wieder löſte ein heller Lerchenton erwachenden
Auftakt bildete folgender Weiheſpruch, geſprochen vom Frühlings die Binde immer wieder wuchſen wir empor Flammen wurden kleiner und kleiner. Bald wagten es
die Kühnſten, durch die Glut zu ſpringen; die andern
Dietwart: Sonnwendfeier! Lodernde Flamme! Heilige zu neuem ſchöpferiſchen Leben.
Wo faſſen wir doch die Quellen, die da unter dem folgten, und die Paare ſchwangen ſich munter durch die
Glut!/ Fließ uns ins Herze, fließ uns ins Blut: / Auf
Stirnen und Wangen erglühe Du wahr ½ Zeichen der ſEiſe quollen bis die Froſtdecke gerbrach, — die Keime, die Flammen.
Feuerſpringen und heitere Lieder hielten uns um
Deinen alldeutſche Schar! — Blutroter Schein! Ruf in unter der Schneehülle trieben, bis ſie machtvoll empor=
Aldeutſchlands weiteſten Gauen 7 All unfre Brüder auf=ſchoffen zum Lichte, — die Zeuge=Sonnen ewig neuer die wärmende Glut zuſammen bis zur zweiten Stunde
wärts zu ſchauen, / Wecke den Michel in Sonnwendnacht, Schöpfungswunder! Antwort finden wir ſolcher Frage des jungen Tages.
*
Zeige den Raben, wir ſind auf der Wacht! — Feſtlicher nur, wenn wir eindringen in die Tiefe des Urgrundes
Sang! 7 Schalle weithin und halle dann wider 7 Hoch aller Dinge Wenn wir uns herausfinden aus dem Wirr=
Und doch trieb um halb ſechs der Weckruf die Turner
von den Bergen zum Tale hernieder. Schranken zu fäl= warr der Lüge und der Hinterliſt, in die man uns verſtrickt. ſchon wieder heraus aus ihrem Strohlager. Für den
len, die hindernd uns trennen: 7 Daß ſtolz ſich die Deut= Wenn wir wieder fühlen und faſſen lernen den deutſchen Sonntagvormittag war noch ein volkstümliches
Wett=
ſchen zum Deutſchtum bekennen. 7 Im deutſchen Namen Gott in unſerer eigenen Bruſt; wenn wir wieder werden turnen des Südweſtdeutſchen Turngaues worgeſehen,
be=
wahrhaftig, treu und furchtlos.
Heil!
ſtehend aus Weitſprung. Hundertmeterlauf, Schleuderball,
Aus vollen Herzen ſchallte es nun in die Mittſommer=
Hinweg mit dem Geſpenſte der Gleichheit! Wie im einer Freiübung und Fragen des deutſchen Volkstums.
nacht: Das Feuer wallt, die Flamme loht und ſäumt weiten Erdenrund kein Blatt dem anderen völlig gleicht, Als Sieger gingen aus dem Kampfe hervor:
Leiſtner=
uns Wang’ und Stirne rot; ½ näher umweht uns des ſo auch kein Volk dem anderen, keine Raſſe der anderen. Heidelberg, Weßla=Mannheim und Schmidtmann=Darm=
Weltgeiſtes Ahnen, heilnächtig rauſchts wie zeitfernes Und wie der göttliche Urwille in ehernem Geſetze ſolche ſtadt. Fünf weitere Turner erhielten lobende Anerken=
Mahnen: 7 Die alten Götter verdämmerten nicht, 7 ſie Ungleichheit werden und wachſen ließ, ſo wollen wir, nungen.
leben fort in Treu und Pflicht, ½ im Wetterſturm, im! ihn erkennend und ihm demütig dienend, auch tun, wie
Nach gemeinſamem Mittagsmahl, gekocht über neu=
Sonnenlicht und winken uns durch Nacht zum Licht!
er gebeut. Was war es doch, das den weißhaarigen, angeſachten Glimmern des Sonnwendbrandes, trennten
Heil'ge Nacht, Sonnwendnacht, / hemm' des Fremden greiſen Blücher dahinriß in jugendlichem Feuer, das un= wir uns Im Scheine einer wunderſchönen Abendſonne
böſe Macht! — Nun ſtehen wir wieder beim kohenden ſeren Bismarck zu ſeinem gewaltigen Tun gwang? Trei= wanderten die Heidelberger und Mannheimer nach Eber=
Schein und blicken mit heiligen Schauern hinein: Mag ben ließen ſie ſich von ihrem angeborenen Gefühl, jenen bach, die Darmſtädter und Frankfurter nach Michelſtadt.
Brauches Treu auch der Feind verhöhnen, der alte Geiſt dämoniſchen Naturkräften, die ſich in ihnen bargen. Das
Keine Bruſt, die bei ſolchen Worten nicht den
Puls=
lebt noch in den Söhnen. / Die alten Götter verdäm= deutſche Blut war es, das ſie übermachte in
unwiderſteh=
ſchlag der göttlichen Allſeele geſpürt hätte. Die Gefühle,
merten nicht, ſie leben fort in Treu und Pflicht, ½ im lichem Muß, das Blut der nordiſchen Raſſe.
Nicht rollt das Blut gleich und ebenmäßia in allen die alle Herzen gebannt, löſten ſich aus in dem Liede:
Wetterſturm, im Sonnenlicht und winken uns durch.
Nacht zum Licht! ½ Heil’ge Nacht, Sonnwendnacht, ¾ Menſchenkindern, ſondern verſchiedenartig in Form und „Deutſcher Geiſt” (Weiſe: Ein feſte Burg): Dich
hemm des Fremden böſe Macht!
Zuſammenſetzung pulſt es in den verſchiedenen Raſſen, rufen wir mit rechtem Wort / Du Geiſt von Gottes
Gna=
den! / Du ſelber haſt,o Heil und Hort, / Erlöſend uns ge=
Eine Brücke in jene Zeit, als auf allen deutſchen verſchiedengeſtaltig drängt es zu lebendigem Wirken,
Höhen an Baldurs Todestag die ſymboliſchen Feuer=
Die Stimme des Blutes iſt Gottes Stimme! Heilig laden! 7 Lichtgeiſt vom Urbeginn, 7 Erhell Herz und
brände die Nacht erleuchteten, wurde geſchlagen durch die im höchſten Sinne war der heilige Krieg vor hundert Sinn; / Wie Frühlingsbraus, mit Luſt In deinem Born
„Vermaniſche Feuermeſſe”: Allvater vor dei= Jahren, denn er bewahrte des Nordlands Raſſenkraft vor zu baden. — Du Gottesflamme, deutſcher Geiſt, / Urväter
nem Angeſicht, das freundlich aus des Frühlingsſcheine völligem Untergang. In der nordiſchen Edelraſſe aber Stern und Steuer, / Den Leid wie Luſt im Liede greift „
herblickt zu uns. 7 Verblichen noch lange nicht biſt Du wuchs der göttliche Schöpferwille, göttliches Leben zu Entfach dein heilig Feuer Voll deutſchen Glaubens
den Deinen, 7 Ob es mancher auch denke und meine. 7 Du reinſter und ſchönſter Blüte empor. So der Lichtquell Glut, ½ Mit mannhaftem Mut 7 Sich willig dir weihn, „
lebſt, du Lichter, 7 Und nur die der Nacht ſich verſchwiſtert deutſchen Blutes verſiegte, ſo verginge auch die im deut= Und ſollt’s zum Tode ſein — / Solch Tun iſt nicht zu
ſund verſchworen ½ Glauben, du ſchwiegeſt in Ewigkeit.
ſchen Menſchen zuhöchſt auf Erden offenbarte Schöpfer= teuer.
Doch uns iſt ein Wiſſen erwacht,7 Erſt ahnend nur, doch kraft, und ihre wahre Kultur lichtlos dahin zu leben
Nun folgten eine Anzahl Feuerſprüche, darunter
fol=
jetzt ſichres Gefühl uns 7 du ſiegeſt! — Denn ach, von wären alle die Völker verdammt, deren Haß und
Feind=
gender aus Guido von Liſzts „Sonnwendfeuer=
Fremden ließ es zerfreſſen, / Was frei im Herzen ge= ſchaft uns heute lohnt. Wehe der Schande, wie wahrte
glüht ihm einſt: den heiligen Glauben, mit dem es dir man das heilige Erbe! Wie trübt minderes Blut die zauber”, geſprochen von zwei Bundesfreundinnen:
diente. 7 Vater Wotan — Wille — Weihl Weh, und klaren Brunnen, wie liegen wir verſtrickt in Banden O Flamme, wie gleichſt du dem Menſchengeiſt! 7 Aus
keiner verwehrte der Rotte das Rauben! — Und doch:
des Goldes und fremden Geiſtes, wie ließen wir kümmern Sonnenhöhe ſchwebeſt du nieder;/ Dein Sehnen, o Flamme.
Jahrhunderte haben nicht niedergehalten den Hauch die Reckenkraft unſerer Leiber, die Heldenhaftigkeit un= nach oben weiſt, / Nach oben verflackerſt du wieder: S
Flamme, wie gleichſt du dem Menſchengeiſt! — O Flamme,
deines göttlichen Geiſtes! Geheim in die Herzen Vieler ſeres Sinnes!
einwöhnteſt du dich. Ob unbewußt auch: 7 Einige aber
Doch wahrlich, nicht für immer ſank unſeres Volkes, wie gleichſt du dem Menſchengeiſt! Im ewigen Kommen
einten ſich dir! — Nun ſind ihre Schmerzen Um deine unſerer Raſſe Zukunftsſonne. Schon ſehen wir ein roſiges und Gehen/ Du aufwärts und abwärts beſtändig kreiſt,
Verleugnung geworden zu Labe und Luſt 7 Ihre Not, Morgendämmern ariſchen Geiſtes. Zurück werden wir Siehſt Zeiten, ſiehſt Welten vergehen: 7 O Flamme, wie
Allvater, war nur deine Nahrung, 7 Daß ſtark du bliebeſt finden zu dem Urſprung unſerer Stärke, bewußt uns gleichſt du dem Menſchengeiſt!
und zerbrächeſt ihre Bruſt. 7 Zum Kampf zu kommen, wieder werden unſerer götlichen Beſtimmung auf Erden,
Dann „Sonnenwende”, abwechſelnd geſprochen
um Deines Weſens Wahrung! 7 Flamme biſt Dul und wieder gewinnen die Keime und den Heldenmut zu echtem von 3 Turnbrüdern: Rauſcht, ihr Flammen, 7 Junken
Wind, der die Flamme treibt, 7 Nicht auszulöſchen, lodre1 Wollen, zu furchtloſer Tat. Gläubig jauchzen wir hinein ſprühet / Durch das Dunkel dieſer Nacht: Weithin helle;
dich ſelber an, Leben!7 Wir aber wollen heut Zunge in die niedergehende Natur: „Aufwärts will es gehen im Eure Lohe, 7 Altem Brauche dargebracht! — Scht die
und Zeugmis geben 7 Dem Schöpferwort, das die Edda deutſchen Stomme!” Und trotzig ſchwören wir in die Eichen ernſt und düſter! 7 Lenzhauch durch die Zweige
ſchreibt, 7 Wotans Vermächtnis — wollt es willig wah= lodernden Gluten: Streben wollen wir in ernſter Zucht geht — ½ Heilge Schauer, heimlich Raunen, ½ Blatt um
ren: 7 Nie wieder mehr wird er dann von Euch genom= an uns ſelbſt, würdig zu werden unſerer unverdorbenen, Blatt ſich flüſternd regt. — Stellt zum Reigen ½ Euch
zu=
men. 7 Die Feuer facht! Worin Er aufgefahren, / Darin, lichtfrohen Ahnen.”
ſammen, / Um den lichten Höhenbrand; Hebt die Hände,
o glaubt es. wird er wiederkommen,
Du nordiſche Kraft.
Streckt die Finger, / Schwöret Treu dem deutſchen Land! —
Den Höhepunkt bildete die Weiherede des Vorſitzen=
Nun brich die Haft,
Schwört zu ſchützen, 7 Schwört zu hegen / Deutſches Haus
den Dr. Mahr:
Die goldenen, die ſchmählichen Schranken;
und deutſchen Herd: Wahrt die Freiheit, / Pfleget Wahr=
Eine treue Mutter, die ihre Kinder zu ſtarken, lebens=
Von allen Höhen
heit. ½ Zeiget Euch der Vorzeit wert! — Schwingt die
ſicheren Menſchen erziehen will verwöhnt ſie nicht in
Schon glühen und wehen
Fackel funkenſtiebend 7 In das weite Land hinaus!
Weichlichkeit, ſondern härtet ſie in ſtrenger Zucht. So
Die Feuer der deutſchen Gedanken?
gab auch die gütige Allmutter Natur dem Edelſproß ihrer
Allen Heuchlern, allen Muckern Schwingt ſie friſch zu
nordiſchen Menſchenkinder nicht ewig blauen Himmel
Nieder ging die Sonne nordiſch=deutſcher Gotteskraft, Wut und Graus! — Steif den Nacken! / Nimmer beu=
und ſtets ſich neuernde Sonnentage, ſondern hielt ſie da wir uns einlullen ließen von liſtigen Fremden, da wir gen ½ Wir uns unter fremdes Joch; Laßt ſie haſſen,
karg mit der Gunſt ſonniger Wärme, damit das Stahlbad untreu wurden unſerem deutſchen Gott und unwahrhaftig Laßt ſie ſchmähen, 7 Uns gehört die Zukunft doch!
des jährlich wiederkehrenden Winters ſie kraftvoll erhalte gegen uns ſelbſt, da wir feige entrieten der wegeweiſen= Nacht der Opfer! Sonnenwende! / Brand der Brände
und ſie nicht vergäßen, dieweil Sturm und Regen und den Stimme des Weltwillens, Zu heiliger Pflicht mahnt leucht zu Tal! Hell die Augen, 7 Zund die Herzen;
graue Wolken über die deutſche Erde dahingehen, das des Feuers himmelan züngelnde Lohe. Suchen wir das Für Alldeutſchland — Feuermal!
liebe Licht, die nährende Sonne zu ſuchen in ſich ſelbſt.
göttliche Licht in uns. hören wir die Stimme unſeres
Nach den Feuerſprüchen der Vertreter der Bruderver=
Wie ſind doch die Tage dahingeflogen, ſeit wir auf die= Blutes! Was wir auch tun im kleinen oder großen Voll= eine aus Heidelberg, Mannheim und Frankfurt klang die
ſer Höhe die ſegenlachende Maienſonne grüßten und ſinn= bringen, auf uns allein laſtet die Wucht der Verantwor= Feier aus in dem „Mahnſpruch” des Dietwarts:
bildfroh unſeren Lichtbaum pflanzten! Dem leicht=locken= tung. Nichts iſt zu gering, daß es nicht unabwendbare So feierten die Ahnen einſt das Feſt: Und alles Innige
den Blütentang ſolaten die Früchte — reifende Sommer=Folgen trüge für den Volbringer ſelbſt für unſer Volk, und Sinnige /und alles Dichteriſche und Ahnende/ Brach
ſchwere. Zuhöchſt ſtieg unſer liebes Sonnenlicht — Mit= unſere Raſſe und damit für das in der Welt und in uns ſchön dabei hervor,) Was tief geborgen 7 In unſres
Vol=
ſommernacht iſt gekommen — langſam wollen ſich kürzen Menſchen ſich affenbarende götliche Leben.
kes edler Seele ruht. / Noch grüßen aus der Heidenzeit
die Tage zum erntebringenden Herbſt, zur lichtarmen,
Wiederfinden müſſen wir den deutſchen Glauben, herüber 7 Uns dieſe Feuer; mahnend grüßen ſie. — Es
kalten Winterszeit. Dahin geht Grüne und Silberglanz heimfinden zum deutſchen Gott, der ohne Mittler zu uns brennt das Sonnwendfeuer raſch herab; 7 Doch in der
unſeres Sonnenbaumes, den nun gierig die Flammen des ſpricht aus der Stimme unſeres Blutes, und treu ihm
Sonnwendfeuers zehren!
Ein Feuer unauslöſchbar
dienen. Wahrhaftia müſſen wir ſein gegen uns ſelbſt und Seele lodert unſres Volks
In das grüne, grüne Leben weht der erſte Hauch des uns nicht ſelbſt belügen, wenn uns irre machen wollen heilger Glut ¾ Das Feuer flammender Begeiſterung ½
und wahrlich: Nicht eher
Vergehens, mahnend der Vergänglichkeit, des unentrinn= die Lockungen lichtfeindlicher Fremdlinge. Und furchtlos Für dieſes Volkes Eigenart.
baren Todes. Und trotzdem ſtehen wir hier herzfroh und bekennen, ob auch Hohn und Spott uns überſchütte! All= wird verlöſchen dieſe Glut, ½ Bis daß der letzte deutſche
wollen feiern mit Sang und jauchzender Luſt? Iſt es, vater iſt mit uns, und unſer bleibt die Zukunft!
Mann verblich. — Wir aber ſchwören an dem
Flammen=
daß wir wegſcheuchen wollen den Eishauch nahenden
Sind wir vorerſt auch nur wenige, wachſen die Fähn= grabe Gott Baldurs, bei des Lichtgotts heilgem Haupt,
Sterbens in betäubenden Taumel und betörenden Rauſch lein der Streiter auch nur langſam — uns ſoll’s nicht Der da unſterblich immer wiederkehrt:/ Das Feuer
deut=
der Sinne? Sollen wir nicht klagen und trauern ob kümmern: An alle kann der Zulunſt Ruf nicht gehn:
ſcher Volksbegeiſterung zu pflegen immerdar, / Treu bis
kommender Nacht und Not?
An die nur, die ihn ſtill im Innern hören. / Die wachen zum Tod.
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Gewuiß nigt ſeimndiete der Lailnmn von öſcheren
höflich. Aber er erkannte — hier war Feindſchaft! Eine diges Fräulein dort auch ſehe?
Ich liebe Dich!
In dem beherrſchten Geſicht Herta Renzows eine leiſe
jener ſtummen, erbitterten Feindſchaften, die immer bis
Roman von Guido Kreutzer.
(Nachdruck verboten.) zu irgendeinem endgültigen Abſchluß ausgekämpft werden. Bewegung, nur ſchattenhaft, nur für den Bruchteil einer
18
Und ſonderbar! Zugleich mit dieſer Erkenntnis über= Sekunde.
Mit hochgezogenen Brauen muſterte ſie ihn kühlen
Und die Stimme unverändert in ihrer geſchmeidigen
kam ihn eine befreiende, unbekümmerte Fröhlichkeit. Er
Blickes.
Complaiſance:
machte nicht mal mehr einen Verſuch, ſie zu verbergen.
Merkwürdig eigentlich, Otto, wie viele Einzelheiten
Wenn irgend möglich, werde ich mich dieſem ehren=
Iſt es indiskret, Gnädigſte, ſich zu erkundigen, ob
einem entfallen und wie das Gedächtnis nachläßt!
Aber Du wirſt Dich doch deswegen nicht etwa beun= Fräulein Krottenheim in Ihnen gleichfalls eine ſo über= vollen Rufe natürlich nicht entziehen, Herr Baron. Schon
zeugte Verteidigerin ihrer äußeren Vorzüge gefunden hat, um Ihnen die Möglichkeit eines . . . Vergleiches zu geben?
ruhigen! tröſtete er treuherzig. Hauptſache, daß das Herz wie in Ihrem Herrn Vater?
Da war ſie wieder — dieſelbe Art, vor der er ſchon
intakt bleibt — na, und Deines ſchlägt für mich doch noch
Das war eine unverhüllte Attacke. Und er hatte ein einmal kapituliert hatte . .. dieſelbe Art, mit der ſie ihn
ebenſo heiß, wie am erſten Tage?!
kampfbereites Aufflackern der kalten Augen dort drüben hinterrücks immer gerade dann anfiel, wenn er am we=
So kamen die beiden Herrſchaften in eine gemächliche erwartet.
nigſten darauf vorbereitet war!
Plänkelei, die von dem Kommerzienrat mit ſcheinheiligem
Aber Herta Renzow, die Vielgewandte, ſchlug den
Doch diesmal ſicherte er ſich die Genugtuung des letz=
Ernſt, von ſeiner Gattin dagegen mit unnachahmlich Angriff nonchalant zurück.
ten Schluſſes.
hoheitsvoller Süffiſance geführt wurde.
Einen Moment ſchien ſie zu überlegen. Dann hob ſie
Ich fürchte, Gnädigſte überſchätzen mein Intereſſe an
Der Artilleriſt ſondierte inzwiſchen Terrain.
einem ſolchen Vergleich!
unmerklich ein wenig den Kopf.
Frau Generalkonſul von Berns äußerte vor einiger
Es blieb ungewiß, auf wen ſich das bezog. Aber in
Was ſoll ich Ihnen darauf entgegnen, Herr Baron?
Zeit die Hoffnung, Gnädigſte, daß Sie mit ihrer Nichte! Stelle ich mich auf die Seite meines Vaters, ſo vermuten ſeinen Worten mußte irgendetwas Aufreizendes liegen;
auf einen recht freundſchaftlichen Verkehrsfuß gelangen Sie darin eine konventionelle Höflichkeit, während Ihnen
denn Herta Renzow preßte die Lippen zuſammen und ſah
würden. Darf ich fragen, ob dieſe frommen Wünſche
das Gegenteil als verſteckte Mißgunſt oder Rivalität er= ihn drohend an. Gefährliche Lichter zitterten über ihre
Ausſicht auf Verwirklichung haben?
ſchiene. Und ſeien Sie überzeugt, von beiden bin ich gleich Augen.
Sie war alt in dieſem Moment..
Herta Renzow lehnte ſich in das grüne Sofapolſter zu= weit entfernt!
Aber ich gebe Ihnen ſtatt deſſen einen wahrhaft
rück und ſchob die Schultern hoch, daß ſie aufglänzten wie
freundſchaftlichen Rat: morgen iſt Donnerstag und damit
XTI.
mattes Perlmutt.
Weshalb nicht, Herr Baron? Sofern es ſich ergeben zugleich der jour fixe der Frau Generalkonſul. Vergrößern
Als Günther von Oſtheeren am nächſten Abend den
ſollte, daß unſere Anſichten im allgemeinen ſich begegnen. Sie den Kreis der allwöchentlichen Gäſte um ein dekora= Salon der eleganten Hochparterrewohnung in der Kalc=
Allerdings waren die Lebensſphären, in denen wir uns tives Mitglied, und Sie werden dabei Gelegenheit haben, reuthſtraße betrat, machte er ſich reſigniert auf eine
län=
bisher bewegten, die denkbar entgegengeſetzteſten; aber Ihr eigenes Urteil hinſichtlich der äußeren Vorzüge Fräu= gere Strafpredigt gefaßt. Aber die Generalkonſulin war
eine Harmonie im Sinne der Freundin meiner Mutter lein Krottenheims ſich von neuem zu beſtätigen oder . . . von dem Schwarm ihrer Gäſte mit Beſchlag belegt und
konnte ſich ihm daher nur mit wenigen Worten widmen.
einer Korrektur zu unterziehen.
wäre ja trotzdem nicht ausgeſchloſſen.
Nummer 145.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. Juni 1913.
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Lächeln erſchien ihm heute unbefangener, als damals auf Räume. Schon ein oberflächlicher Blick befriedigte — kein Sekunden, in denen ſie ſich nahe waren, wie nie zuvor; da
der Terraſſe im Zoo — Sie ſind meiner Einladung aller= übertriebener Prunk, aber eine ſchwere gediegene Vornehm= übermächtig in ihnen das Verlangen wuchs, bittend und
dings etwas ſpät nachgekommen! Vielen Dank für die heit, der alles Abſichtliche fehlte. Er mußte an alte Ham= gewährend die Hände gegeneinander auszuſtrecken.
wundervollen Roſen!
burger Patrizierhäuſer denken. — Dazu die Gaſtgeberin
Bis ſie ſich jählings ihrer Tafelunterhaltung im Mar=
Er hielt ſich an die üblichen geſellſchaftlichen Phraſen. eine vollkommene Lady. Die Geladenen durchweg Mit= genthiner Gutspark erinnerten. Und da wurde er konven=
Gnädigſte Frau werden gütigſt verzeihen. Aber bis glieder der beſten Geſellſchaft . . . . Militär, Akademiker, tionell — ſie hochmütig. Hinüber und herüber zuckte der
man ſich in den Dienſt wieder eingelebt hat —
bekannte Namen aus dem Verlagsbuchhandel, der Kauf= alte mutwilige Widerſtreit.
.. .. und all die ſonſtigen Pflichten der Galanterie mannſchaft und Induſtrie, junge Literaten, höhere Verwal=
Alſo haben Sie doch endlich den Entſchluß gefaßt, ſich
und Geſelligkeit! ergänzte ſie nachſichtig. Ich ſehe es ja tungsbeamte . .
in die Höhle des Löwen zu wagen, Herr Baron?
mit eigenen Augen — unſere jüngeren Herren müſſen ihre
Alſo ein Haus, in dem man ſich wohl fühlen konnte
Der Löwin, gnädiges Fräulein!” verbeſſerte er gelaſ=
Talente heutzutage nach ſo vielen Richtungen hin ausbil= und wo man feſten Boden unter den Füßen hatte.
ſen. — Uebrigens gehört dazu doch kein beſonderer
Ent=
den, daß ſie mitunter wirklich nicht zu beneiden ſind.
Und als er das Speiſezimmer betrat, zuckte er doch zu= ſchluß, ſondern nur guter Geſchmack und Schönheitsſinn!
Alſo die erbetene Abſolution iſt Ihnen gern gewährt, ſammen, obgleich er auf dieſen Moment eigentlich gewar=
Sie waren ſchon mitten im erbittertſten Gefecht.
ſofern Sie die Verpflichtung eingehen, ſich von jetzt an tet hatte.
Wenn Sie ſich den Forderungen des guten Geſchmacks
öfter in meinem Hauſe ſehen zu laſſen.
Denn dort drüben am Tiſch, grell überflutet vom Licht ſo blindlings unterordnen, dann begreife ich um ſo weni=
Man könnte ganz melancholiſch darüber werden, gnä= des Kronleuchters, ſtand der junge Gaſt des Hauſes —
ger, weshalb Sie gerade am Abend unſerer Bekanntſchaft
digſte Frau, daß der königlich=preußiſche Dienſt nicht gleich= Giſela Krottenheim; in einer raffiniert dezenten Toilette von dieſem Prinzip abzuweichen beliebten.
falls aus lauter derart beneidenswerten Verpflichtungen aus fraiſefarbenem Crépe de chine. Und vor ihr Graf
Er überlegte reſultatlos.
zuſammengeſetzt iſt.
Frixen, Militärattaché der ſchwediſchen Geſandtſchaft . ..
Hallo, ſagte er ſchließlich, die Geſchichte ſcheint ernſthaft
Das war ein Kompliment, nicht wahr? Schönſten Alwa Frixen, der Rieſe mit dem ſtraffen blonden Haar zu ſein. Alſo haben Sie ſchon die Gewogenheit, Gnädigſte,
Dank.
und den frauenhaft ſchmalen Händen, die eine altberühmte meinem Gedächtnis etwas auf die Beine zu helfen. Im
Jetzt aber muß ich Sie notgedrungen Ihrem guten Familienſchönheit waren.
Moment fühle ich mich noch harmlos wie ein neugebore=
Stern allein überlaſſen; denn die erſte Tugend einer Haus=
Die Konverſation war franzöſiſch geführt worden. Jetzt nes Kind.
frau iſt Vielſeitigkeit. Ich hoffe, Sie werden bekannte Ge= aber ſchien ſie gerade beendet zu ſein; denn der Schwede
Natürlich läßt ſich dagegen nichts ſagen, Herr Baron.
ſichter genug finden. Alſo exeuse my!
trat mit einem Hackenklappen zurück und ſeine Partne=
Aber trotzdem wäre es vielleicht recht empfehlenswert,
Mit liebenswürdigem Kopfnicken wurde er verab= rin wandte ſich der Tür nach dem Salon zu.
wenn Sie ſich von dieſer Harmloſigkeit ſchleunigſt
emanzi=
ſchiedet.
Da ſtand ſie dem Leutnant von Oſtheeren gegenüber. pierten.
Na, das war ja nochmal glimpflich abgegangen. Jetzt
Herr Baron!
Darüber ließe ſich ſchließlich ſprechen, ſtimmte er zu.
wollte er vor allen Dingen erſt eine Inſpektionstour unter=
Gnädiges Fräulein!
Aber darf ich vorher fragen, aus welchem Grunde Ihnen
nehmen. Er war in brillanter Stimmung.
Und wenn ſie ſich beide in den letzten Wochen auch ſolche Veränderung meiner Pſyche angebracht ſcheint, gnä=
Gemächlich ſchlenderte er durch die einzelnen Gruppen immer wieder jedes Wort für dieſes erſte Wiederſehen zu= diges Fräulein?
der Gäſte, die ſich überall zwanglos gebildet haiten; be=rechtgelegt hatten — in dieſem Moment blieben ſie doch
Sie funkelte ihn zornig an.
grüßte hier einen Bekannten, wechſelte dort ein paar flüch=; ſtumm und übercaſcht.
(Fortſetzung folgt.)
[ ← ][ ][ → ]
Nummer 145.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. Inni 1913.
Seite 15.
Shnnmnanntnnt ntntne
chin drehen abends an beſimnten Stlen in Hof und Jahr über 3700 Rechtsſillein den Rechtsanskunſtsſtelen
Garten eine Vertiefung in den Sand oder in die Erde, des Verbandes zur Erledigung kamen. Neue Auskunfts=
S 7
*95%
das „Kaulchen” Liegt nun morgens ein Strohhalm ſtellen ſind geplant für Swakopmund und Windhoek. —
Se in hoher Gunst
darin, ſo iſt der künftige Gatte Landmann, eine Blume Hierauf gelangte folgende Reſolution zur Annahme:
3
Eto.
zeigt einen Gärtner, ein Stein einen Maurer, ein Stück! „Die 5. Generalverſammlung des Rechtsſchutzverbandes
e0
2
Holz einen Tiſchler, eine Feder einen Lehrer uſw. Die Deu= für Frauen, dem 97 Rechtsſchutzſtellen aus allen Teilen des
2 0
En e 7e
2
tungen ſind ebenſo vielſeitig, wie die des gegoſſenen Reiches angehören, ſpricht ihr lebhaftes Bedauern darüber
Sce,
ifih
2
3o
Glücksbleis zu Silveſter. Manchmal ſpielen die jungen aus, daß in den bisherigen Beratungen des Reichstages
Burſchen der Gegend, die natürlich genau um die „Kaul=über das Reichs= und Staatsangehörigkeitsgeſetz auf ſeine,
chen” der Mädchen oder der ſchon Herzenserwählten wiſſen, in einer Petition niedergelegten Wünſche keine Rückſicht
genommen wurde, daß alſo bisher an dem Entwurf nichts
Vorſehung.
Eine wichtigere Frage noch, die ebenfalls am Johan= geändert worden iſt, der die deutſche Frau durch ihre
Ver=
nistage durch allerhand Manipulationen beantwortet wer= heiratung ihrer Selbſtändigkeit in bezug auf Erwerb und
*den kann iſt die, ob der oder die Beſtimmte die Liebe des Verluſt ihrer Staatsangehörigkeit beraubt. Die
General=
anderen Teils erwidere. Entweder knickt man zwei neben= verſammlung gibt zugleich der Hoffnung Ausdruck, daß
einanderſtehende Pflanzen nach auswärts; ſtreben ſie wie= wenigſtens die einſchneidendſten Beſtimmungen, nämlich
o
der nach oben, alſo einander entgegen, ſo iſt der ſichere die, wonach die deutſche Frau bei ihrer Verheiratung mit
. H. 5.
o0
o 5
5.
7
Beweis der Gegenliebe erbracht, ſind ſie aber noch aus= einem Ausländer die deutſche Staatsangehörigkeit auch
2.
einandergerichtet, ſo will man auf der einen Seite nichts gegen ihren Willen verliert, wodurch ſie insbeſondere,
ege mit seidenen Sammel- ..
wenn ihr Mann ſie verläßt und ſie der Armut preis=
25
von Verlobung und Hochzeit wiſſen.
.7.J. Wappenbildern ..
In Oldenburg, Weſtfalen, auch in Holſtein und an der gegeben iſt, aus dem eigenen Vaterland ausgewieſen wer=
Waſſerkante werden zu dieſem Zweck oft eigens zwei Jo= den kann, und die andere Beſtimmung, nach der ſie, wenn
Mitlmmmmammhammmmmmmmmmmmmmmhhhmhlg
hanniskrautſtauden in die Erde gepflanzt. Neigen ſich die ihr Ehemann ſtrafweiſe die deutſche Staatsangehörigkeit
I,11733
verliert, gleichfalls dieſer verluſtig geht, in der dritten
Kronen zuſammen, ſo ſteht die Verlobung in Ausſicht.
In der Mark Brandenburg gilt das Hartheu als Jo= Leſung noch geſtrichen werden möge.”
Sodann wurde in die Tagesordnung eingetreten. An
die Liebesorakel des
hanniskraut. Denn die punktiert durchſcheinenden Blätter
erſter Stelle ſprach Frau Camilla Jellinek (Heidelberg)
der rote Farbſtoff der Pflanze und die hellgelben Bliten
Johannistages.
gaben von jeher Veranlaſſung zu allerhand merkwürdigem über das Thema: „Moderne Vaterſchaftspflege‟.
Die Rednerin ſtreifte die geſetzlichen Verhältniſſe in den
Glauben. Aus dem Blut Baldurs, als er vom Miſtel=
Von L. Ferno.
einzelnen Ländern und verlangte als beſte Beſtimmung
(Nachdruck verboten.)
zweig getroffen hinſank, ſoll dies Kraut gewachſen ſein, die Einführung von öffentlichen Vorſchüſſen an uneheliche
B. Vielen Menſchen iſt es unerfindlich warum der und in chriſtlicher Zeit, als St. Johannes an Stelle des Mütter. Es ſei erwieſen, daß die unehelichen Väter meiſt
Geburtstag Johannes des Täufers ein ſolcher Wunſch= Feſthelden Baldur trat, entſproß es aus Johannes des in jugendlichem Alter ſtänden und nicht in der Lage ſeien,
und Prophezeiungstag, beſonders in Liebes= und Heirats= Täufers Blut
ausreichend für Mutter und Kind zu ſorgen. Wenn der
angelegenheiten, werden konnte. Allerdings, St. Jo=
Solche Wunderpflanze mußte, nach der naiven An= Staat ſich der Mütter und der Kinder annehme und die
hannis hat gar nichts damit zu tun, weil die chriſtlichen ſchauung der Menſchen, allerhand beſondere Kräfte haben, Väter zwinge, unter Androhung des Verluſtes des Wahl=
Lehrer und Bekehrer, als ſie für Deutſchlands neubekehrte und ſo hängen in vielen Gegenden heiratsluſtige Mädchen rechts, die ſtaatlicherſeits ausgelegten Gelder wieder zu=
Heiden den St. Johannistag feſtſetzten, ihn auf einen am Johannistage um die Mittagsſtunde einen Kranz von rückzuzahlen, ſo werden ſich die wenigſten dieſer Pflicht
ſchon beſtehenden, ſehr wichtigen Feſttag legten: das Feſt Johanniskraut über die Haustür. Bleibt der Kranz bis im ſpäteren Alter entziehen, ſie würden ihren
Verpflich=
der Sommerſonnenwende.
zum nächſten Jahr grün, ſo iſt die Hochzeit in naher Aus= tungen nachkommen, ſobald die beſſeren Einnahmen es
Aber auch die Tatſache, daß die belebende, die Blüten ſicht. Aber nicht nur Hochzeit deutet das Grünbleiben geſtatteten. — An zweiter Stelle ſprach Dr. Voß (
Düſſel=
zu Früchten reifende, ſegnende Sonne nun ihren höchſten des Kranzes, ſondern auch Schutz vor Blitzgefahr, vor dorf) über die Nichtigkeit von Willenserklärungen, die
Stand erreicht hatte, um langſam und allmählich wieder Feuer, oder es zeigt eine reiche Erbſchaft an.
unter dem Einfluß vorübergehender Störungen der Geiſtes=
Wenn man die Hartheublätter zwiſchen den Fingern tätigkeit abgegeben werden. Frau Jellinek behandelte
ſich täglich kürzere Zeit den Menſchen zu zeigen, hätte mit
Liebes= und Heiratsorakeln noch nichts zu tun.
reibt, quillt ein roter Saft hervor, und in einigen Gegen= dann das Weſen der Rechtsſchutzarbeit. Schließlich be=
Die Bedeutung bekommt der Mitſommertag, wie er den Norddeutſchlands ſehen die Mädchen daran, ob der handelte noch Fräulein Meyer (Danzig) die Einzelheiten
auch vielerorts z. B. in England, heißt, weil der Tag, da Geliebte treu iſt:
und Formalitäten des Mahnverfahrens. — Um die Ideen
die Sonne zu ſcheiden beginnt, den deutſchen Heiden
des Verbandes nach außen hin zu propagieren, fand eine
„Iſt ſeine Liebe gut —
Baldurs Todestag war. Baldur der Sohn Wotans und
öffentliche Volksverſammlung ſtatt, in der Frau Bennewiz
Gibt’s rotes Blut,
(Halle) das Thema „Die Frau als Laienrichter” behandelte.
Freias, war der mildgeſinnte Gott des Frühlings, des
Doch iſt voll von Haß er —
Lichts, auch der ſittlichen Reinheit und Gerechtigkeit. Auf
So gibt es Waſſer.”
* Neuſtadt a. d. H., 22. Juni. Der 43. Pfäl=
Anſtiften des böſen, dem Liebling Freias feindlich ge=
Dabei rufen ſie den Namen des Zukünftigen nachziſche Kreiskriegertag, der heute hier unter
außer=
ſinnten Gottes Loke, ſo erzählt die norddeutſche Mythe,
wurde Baldur durch einen Miſtelzweig getötet. Das gab allen vier Himmelsrichtungen. Da nun die Blätter ſehr ordentlich großer Beteiligung ſtattfand und von Vertretern
ein großes Wehklagen in der Götterwelt und Baldurs rauh und ſcharf ſind und heftig gerieben oft die Haut ver=aus Bayern, Baden, Heſſen, Preußen und Elſaß=
Lothrin=
gen beſucht war, ernannte folgende Herren die ſich um den
junge Gattin Nanna ſtieg mit auf den Scheiterhaufen, auf wunden, ſo pflegt die Liebe immer gut zu ſein.
Wer am Johannistage nichts mit Prophezeiungen in Verband verdient gemacht haben zu Ehrenmitgliedern:
dem der Tote verbrannt wurde. Die Erinnerung an die
roten züngelnden Flammen, die dieſes frühlingsfrohe Liebesſachen oder ſonſt für die Zukunft zu tun haben will, Generaladjutant v. Lindequiſt (Berlin), Geheimrat Dr.
Götterpaar dahinrafften, hat ſich bis heute in vielen der wünſcht ſich etwas. Der Wunſch iſt ſo alt wie das Weſtphal (Berlin), General der Kavallerie Metzner
Gegenden erhalten in dem Brauch der Johannisfeuer: Menſchengeſchlecht. So lange es Menſchen gibt, ſo lange (München), Seeliger (München). An den Kaiſer,
den Prinz=Regenten, den Prinzen Rupprecht und
„Es wird dunkel auf der Welt — die Sonne nimmt Ab= kennen ſie den Wunſch.
General Winneperger wurden
Huldigungstele=
ſchied, ſo wie Baldur Abſchied nahm!‟ Das wollen die
Der höchſte Gott der deutſchen Heiden, Wotan, führte gramme abgeſandt. Großen Beifall löſte die
Mittei=
weithin leuchtenden Flammen verkünden.
neben anderen Bezeichnungen auch den des Wunſchgottes, lung des Vorſitzenden, Juſtizrat Schweikert aus Franken=
Dieſe Johannisfeuer gab und gibt es überall, wo ſich von ſeinem göttlichen Ringe Draupnir tropften Wunſch= thal, aus, der bekanntgab, daß eine Sammlung zur
Er=
germaniſche Stämme anſiedelten, und ſelbſt das aller= tropfen zur Erde, und ſo erſcheint der Wunſch göttlichen richtung eines „Kaiſer Wilhelm=Fonds” in der Pfalz
modernſte Feuerwerk kann ſeine Abſtammung von Bal=Urſprungs. Darum kennt die deutſche Mythe Wunſchhüte, 20 000 Mark ergeben habe. Es wurde beſchloſſen, die
durs Scheiterhaufen nicht verleugnen.
Wunſchringe und Wünſchelſteine. Aber die ſind von der Summe dieſes Jubiläumsfonds auf 25 000 Mark aufzu=
Da nun Baldur und Nanna in der Mythe ein ganz heutigen Welt, wenn nicht vergeſſen, ſo doch in das Reich runden und vom 1. Juli 1914 ab aus den Zinſen je 25 Mk.
über alle Begriffe glückliches Paar darſtellten, daß ſelbſt der Märchen und Sagen verbannt, die den Wunſch greif= an bedürftige Veteranen zur Verteilung zu bringen.
der Tod die Gatten nicht trennen konnte, ſo wurden beide bar geſtalten und oft mit den bekannten drei Wünſchen
natürlich auch als Schützer der Liebe und Ehe verehrt und ausgeſtattet ſind
* Landau (Pfalz), 23. Juni. Der 13. Bayeriſche
von ihrer Hilfe erwartete man die Vereinigung mit dem
Allein am Johannistage erinnert man ſich daran, daß Städtetag trat heute vormittag im großen Saale der
Geliebten oder der Geliebten.
die alte Legende von dem Wünſchelſamen des Farnkrauts ſtädtiſchen Feſthalle zu einer Tagung zuſammen. Faſt alle
Schließlich aber wurde der Tag auch der Tag derf oder des Kreuzdorns noch immer lebendig iſt, die den Wegrechtsrheiniſchen Städte haben Vertreter entſandt. Die
Weisſagung für Liebe. Verlobung und Ehe überhaupt.
zeigen zu reichen unterirdiſchen Schätzen. Weiſe Men= Pfalz iſt durch mehrere Städte vertreten, ebenſo haben der
In die Zukunft ſchauen, iegend etwas Beſtimmtes von ſchen aber erheben gelegentlich ſolcher Wünſche, die nur Landesverband der mittelbaren Städte, der Landesverband
der verborgenen Zukunft erwarten zu können, das liebten nach goldenen Schätzen ſtreben, nicht nach Liebe und Ge= der Landgemeinden Bayerns und die Geſchäftsſtelle des
nicht nur in alter Zeit die naiven Menſchen, ſondern das
genliebe, warnende Stimmen, die die ſchlichte blaue Blume bayeriſchen Städtetages Vertreter entſandt. Das bayeriſche
wird heute noch von unzähligen Menſchen der aufgeklärten mitgeben auf den Wunſchgängen und mahnen: „Vergeßt Staatsminiſterium des Innern hat den Miniſterialrat
Zeit gewünſcht. Darum hat ſich, durch mündliche Ueber=
Luxemburger und den Regierungsrat Dr. Franz Schweyer
lieferung von Generation zu Generation erbend, das Lie= das Beſte nicht.”
Ein noch viel im Harz geſungener Kindervers gibt aus München und die Regierung der Pfalz den
Regie=
besorakel des Johannistages bis heute erhalten, nament= Kunde von der Seltenheit dieſes blauen echten Glücks=rungsrat Strehl=Speyer entſandt. Der Vorſitzende des
lich in kleinen Städten und auf dem Lande.
blümchens der Zufriedenheit:
Bayeriſchen Städtetages, Oberbürgermeiſter Hofrat Wolf=
In einem Teile Oſtpreußens, auch wohl in der Mark
ram=Augsburg, begrüßte die zahlreich Erſchienenen mit
„Alle hundert Jahr
Brandenburg und anderen norddeutſchen Gegenden
wer=
herzlichen Worten. Darauf wurde die Bildung des
Blüht nur die blaue Blume.
den von jungen Mädchen am Abend vor dem Johannis=
Bureaus vorgenommen. Zum zweiten Vorſitzenden wurde
Gang aus mit deinem Wunſchrütlein
tage allerlei Feldblumen, unter denen das Johanniskraut
Bürgermeiſter Hofrat Mahla=Landau berufen, zu Schrift=
Im Herzen und Gemüte dein:
nicht fehlen darf zu Kränzen gewunden. Sie werfen dieſe
führern der rechtskundige Bürgermeiſter Bierner=Freiſing
Du kannſt die Blumen pflücken,
Kränze in die Bäume. Bleibt der Kranz ſofort an einem
und rechtskundiger Bürgermeiſter Dümmler=Schwabach.
Sie ſteht am dunkeln Felſentor.
Aſt hängen, ſo iſt noch in demſelben Jahr, alſo bis zur
Namens des Miniſteriums des Innern begrüßte Regie=
Draus rinnt ein Bächlein klar hervor,
Winterſonnenwende (Weihnachten) Hochzeit, fällt der
rungsrat Dr. Schweyer den Städtetag, die Grüße des
Trägt Gold in ſeinem Grunde.”
Kranz herunter, ſo muß ſie noch ſo viele Jahre warten, wie
Regierungspräſidenten der Pfalz überbrachte
Regierungs=
er herunterfällt. Schließlich bleibt er ja doch einmal
rat Strehl. Ueber den Geſchäftsbericht referierte Dr.
hängen.
Klieber=München. Dem Städtetag gehören nach dem Bei=
In Litauen, Weſtpreußen, Poſen uſw. ſtechen die jun= Kongreſſe und Verbandstage. tritt Günzburgs alle unmittelbaren bayeriſchen Städte an.
gen Mädchen kleine Raſenſtücke aus, legen ſie wieder da=
Der Jahresbericht wurde debattelos gutgeheißen. Die
Rechtsſchutzverband für Frauen.
hin, wo ſie ſie ausgeſtochen haben, und ſehen was für ein
Aenderungen der Satzungen des bayeriſchen Städtetages
Käfer am anderen Tage darauf ſitzt, um den Beruf des
— Düſſeldorf, 22. Juni. Unter dem Vorſitz von riefen eine längere Debatte hervor. Schließlich wurden die
„Zukünftigen” zu erforſchen. Ein roter Marienkäfer be= Frau M. Bennewiz (Halle a. S.) trat hier der Rechts=Satzungsänderungen mit großer Mehrheit angenommen.
deutet den Soldaten, ein grüner Käfer den Gärtner oder ſchutzverband für Frauen zu ſeiner 5. Generalverſamm= Mit dieſer Annahme ſind ſämtliche pfälziſchen Städte mit
Forſtmann, ein Miſtkäfer aber einen Bauern. Bleibt lung zuſammen, die von zahlreichen Vertreterinnen aus über 10000 Einwohnern dem bayeriſchen Städtetag
bei=
allen Teilen des Reiches beſucht war. Nach den üblichen getreten. Dieſer repräſentiert nunmehr eine
Einwohner=
das Raſenſtückchen leer, ſo ſtellt ſich noch kein Freier ein.
In denſelben Gegenden iſt auch das „Kaulchenſtechen” Begrüßungsanſprachen wurde der Jahresbericht entgegen= zahl von über zwei Millionen, das iſt ein Drittel der
baye=
zum Zweck der Berufserforſchung ſehr beliebt. Die Mäd= genommen, aus dem hervorgeht, daß im vergangenen riſchen Bevölkerung.
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