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176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
„ 142.
1913.
Freitag, den 20. Jnni.
hoffe, es würden noch weitere 25 Friedensjahre kommen; 1 angenommen, zum Teil iſt ihm eine Mehrheit geſichert.
Die heutige Nummer hat 16 Seiten.
wir ſind überzeugt, daß der Kaiſer alles aufbieten wird, Da einem auf ſolche Beſchlüſſe geſtützten Ergebnis der
um dieſe Hoffnung zu verwirklichen.
Beratungen der geſamten Wehrvorlagen neben der ſach=
Den Mittelpunkt der Feier bildete die perſönliche lichen auch eine beſondere politiſche Bedeutung zukommt,
Das Wichtigſte vom Tage.
Beteiligung der deutſchen Bundesfürſten und der Vertre= wird ſich alsbald der Eifer einſtellen, ſich gegenſeitig mit der
Ein ſchweres Fliegerunglück ereignete ſich auf ter der Freien Städte, um vor aller Welt das einige Anſage der Sonnwenddämmerung den Rang abzulaufen.
dem Flugplatz Johannisthal. Ein Baumann= Deutſchland, die Zuſammengehörigkeit mit dem Kaiſer, Aber noch iſt es nicht ſo weit. Nüchterne Betrachtung
Freytag=Doppeldecker, beſetzt mit dem Flieger Kraſtel dem Haupte des Reiches, zu bekunden. Wertvolle, von und geſchärfte Kritik ſind gleichmäßig wie bisher ange=
und dem Werkmeiſter Grubitz, überſchlug ſich und nationalem Geiſte getragene Worte waren es, die da aus= bracht. Voreilige Siegesſchreie haben keine Berechtigung.
ſtürzte zur Erde. Die beiden Flieger wurden aus ihren getauſcht wurden und Zeugnis ablegten für die Anerken= Man kann gar nicht behutſam genug ſein. Man wird ſich
Sitzen geſchleudert und blieben tot auf dem Platze.
nung der Verdienſte, die ſich der Kaiſer in ſeiner fünfund= vor Enttäuſchungen ſchützen, wenn die politiſche Seele
In der Zelluloid=Abteilung der Lerkſchen zwanzigjährigen Regierung um das gemeinſame Vater= erſt dann zum Fluge anſetzt, wenn der letzte Paragraph=
Bürſtenfabrik in Schönheide bei Plauen brach land erworben hat, und für das Vertrauen, welches ihm aus dritter Leſung in den Kaſten ſpringt. Bis dahin mag
ein Großfeuer aus, das die ganze Fabrikanlage zer= von ſeinen Verbündeten im Reiche entgegengebracht wird. man ſich täglich klarer werden über die Tragweite der
Be=
ſtörte. Der Schaden iſt ſehr bedeutend.
Beſonders eindrucksvoll waren die Trinkſprüche bei der! ſchlüſſe. Die heutige Hauptarbeit galt, wie berichtet, der
Die auf der Zeche „Friedrich Heinrich” in Galatafel, ſie ſind bedeutſame Kundgebungen der un= Umformung der von der Regierung als ſubſidiares Geſetz
Lintorf eingeſchloſſenen 14 Bergleute verbrüchlichen Bundestreue alker Glieder des Reiches und vorgelegten Vermögenszuwachsſteuer in ein
konnten unverſehrt geborgen werden.
enthalten das Gelübde des Kaiſers, auch ſeinerſeits dieſe allgemeines Reichsgeſetz. Alle die erforderlichen tech=
Bei einem Neubau in der Ortſchaft Petro=Treue zu wahren und im Sinne der Verträge ſein Amt niſchen Aenderungen, ſowie die grundſätzlichen
Einſchal=
zſuny (Ungarn) ſtürzte ein Gerüſt ein. Zwei Ar= weiterzuführen.
tungen und Umwandlungen ſind eingebracht als Anträge
beiter wurden ſofort getötet, mehrere andere
Ohne Zwiſchenfall ſind die Jubiläumstage würdig des nationalliberalen Abgeordneten Schiffer; ſie begreifen
Leute wurden ſchwer, einige leichter verletzt.
verlaufen. Möchten ſie eine dauernde Wirkung ausüben in ſich im weſentlichen die Vereinbarungen der Parteien,
Der ſpaniſche Miniſterpräſident hat ſich an und geholfen haben, das Band, welches den Kaiſer, die die ſich den Vorberatungen angeſchloſſen hatten. In
die=
die franzöſiſche Regierung mit der Frage gewandt, ob Fürſten und das Volk umſchlingt, recht feſt zu knüpfen! ſer Umarbeit der Vorlage iſt die Kommiſſion ſoweit
ge=
ſie wegen der beiderſeitigen Schwierigkeiten im
diehen, daß auch ſchon die Angelpunkte der Entſcheidung,
marokkaniſchen Aufſtandsgebiete einer
die Feſtſetzungen über die Steuergrenzen und die Art der
militäriſchen Kooperation zuſtimmen wolle.
Das Beſitzſteuer=Kompromiß Beſteuerung des Kindeserbes, feſtgekegt ſind. Beachtens=
Die Duma hat in geheimer Sitzung die vom
Kriegs=
wert iſt die Schärfe der konſervativen Gegenanträge. Der
darf nach den heutigen Beſchlüſſen des Haushaltsaus=
und Marineminiſter geforderten großen Kredite für Er=
Erfolg iſt freilich nur der, daß die Niederlage der
Antrag=
ſchuſſes als geſichert gelten. Es erfolgt auf dem
Bo=
weiterung der Befeſtigungen an der Weſtgrenze und die
ſteller um ſo mehr in Erſcheinung trat. Wenn die
Mehr=
den einer Reichs=Vermögenszuwachsſteuer und beſeitigt heitsparteien davon ausgingen, ſchwere Konflikte zu
ver=
geplanten Marinebauten bewilligt.
in der Geſtalt, die es durch den Antrag Schiffer erhalten meiden, ſo hat das wechſelſeitige Entgegenkommen
Der Hapag=Dampfer „Imperator” erreichte
hat, alle dagegen vorgebrachten Einwände. Denn, da erſt Früchte getragen, oder vorſichtiger: es fängt an, Früchte
auf ſeiner erſten Amerikafahrt New=York.
ein Vermögenszuwachs über 10000 Mark der Steuerpflicht zu tragen. Entwickelt ſich das im weiteren Fortſchritt
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 8.
unter der weiteren Vorausſetzung, daß ein Vermögen von geſunder Verſtändigung, dann können die erforderlichen
mindeſtens 20000 Mark vorhanden iſt, unterliegen ſoll, Korrekturen an früheren Beſchlüſſen zum Wehrbeitrag,
kann nicht ernſthaft mehr behauptet werden: eine
der=
ſowie die Regelungen der unterſchiedlichen weiteren Vor=
Ein Rückblick auf die
artige Vermögenszuwachsſteuer mache den Beſitzloſen das ſchläge um ſo ausſichtsvoller betrieben werden. Hierher
Aufſteigen unmöglich, bedeute eine Belohnung der Ver= gehören die letzten Entſcheidungen über die Staffelung,
Subilchumsteage,
ſchwender, belaſte übermäßig Induſtrie, Handel und Ge= über die Doppelbeſteuerung der Aktiengeſellſchaften, über
*⁎* Die Feſtzeit am deutſchen Kaiſerhofe iſt vorüber, werbe. Nach der praktiſchen Verwirklichung des Gedan= die Privilegierung landwirtſchaftlichen Beſitzes, ſowie
und wenn auch die Erinnerung daran noch lange in uns kens der Beſteuerung des Vermögenszuwachſes, wie ſie über die aufzuhebenden Steuergeſetze. Die eine und die
nachklingen wird, ſo hat der Alltag doch das Regiment durch den Antrag Schiffer geſchaffen wurde, laſſen ſich jene andere dieſer Fragen iſt ungeachtet ſchon gefaßter
Be=
wieder übernommen. Bei der hohen Bedeutung der FeierEinwände nicht mehr aufrechterhalten.
ſchlüſſe erſter Leſung noch Problem geblieben. Es kann
geziemt ſich wohl ein kurzer Rückblick. Mit Berlin wett=
Und das um ſo weniger, als ein anderer Antrag der Löſung nur dienlich ſein, wenn anderweitige
Span=
eiferten alle Gegenden des Reiches in erhebenden patrio= Schiffer im Rahmen der Vermögenszuwachsſteuer endlich nungen ſich mindern, weil alte Streitpunkte vielleicht
aus=
tiſchen Kundgebungen, in Stadt und Land gedachte man eine Erweiterung der Erbſchaftsſteuer ermög= geräumt werden. Der Weg dazu iſt betreten. Mehr ſei
des Jubilars auf dem Kaiſerthrone, und auch im Aus=licht hat, die allen bürgerlichen Parteien annehmbar aber wirklich nicht geſagt, und hoffentlich wird es nicht
lande nahm man an der Feier teil, insbeſondere überall iſt. Dieſer Fortſchritt wurde dadurch erzielt, daß das ſchon zu viel ſein.
da, wo Deutſche wohnen. Mochten die Kundgebungen Gattenerbe nicht unter den ſteuerpflichtigen Vermögens=
— Abänderung des
Handwerkerge=
dieſe oder jene Form haben, jedenfalls ließen ſie nir= zuwachs fällt, und daß für das ſteuerpflichtige Kindeserbeſetzes. Die am 30. Jnni und am 1. Juli abzuhaltende
gends die Herzlichkeit vermiſſen, und wir haben geſehen, Erleichterungen vorgeſehen ſind, wenn der Kindeserbe neue Handwerkerkonferenz wird eine von deutſchen
daß ſelbſt die führenden Blätter Frankreichs die großen minderjährig iſt. Indem ſich alle bürgerlichen Parteien Handwerks= und Gewerbekammern wegen Abänderung
Verdienſte, welche ſich Kaiſer Wilhelm um die Aufwärts= auf die ſo erweiterte Erbſchaftsſteuer einigten, fanden ſie des Handwerkergeſetzes vom 26. Juli 1897 verfaßte
Denk=
entwicklung des Deutſchen Reiches erworben hat, rückhalt= nach jahrelangem Streit einen Zugang zum
Steuer=
ſchrift durchzuberaten haben.
los anerkannten. Weit, weit über Deutſchlands Grenzen frieden, der verſchärfte Gegenſätze endlich mildern und
hinaus erfreut ſich der Kaiſer — das haben die Jubi= zum Wohle der Geſamtheit nicht weniger als zum Ge=
Ausland.
läumstage gezeigt — höchſter Wertſchätzung, die ihm deihen der bürgerlichen Parteien als ſolcher beitragen
hoffentlich für immer erhalten bleiben wird. Schier un= kann. Iſt doch der lachende Dritte beim Steuerſtreit der
Frankreich.
zählig ſind die aus Anlaß der Feier errichteten Stiftun= bürgerlichen Parteien die Sozialdemokratie ge=
Bei der Wahl des Präſidenten des
gen, die nach dem Wunſche des Jubilars dem Volke, ins= weſen, die im Bunde mit ihren Gönnern vom Berliner
Generalrats des Seine=Departements
er=
beſondere den Kranken, Schwachen und Alten, daneben Tageblatt ſich jetzt neue Hoffnung darauf machte, als aus= hielt der ſozialiſtiſch=radikale Kandidat Rouſſelle im
auch anderen gemeinnützigen Zwecken zugute kommen ſol= ſchlaggebende Partei in der Beſitzſteuerfrage die bürger= erſten Wahlgang nur 30 Stimmen, während 20 auf den
len. Viele Millionen ſind aufgebracht worden, den hilfs= lichen Parteien abermals gegeneinander zu verhetzen.
Geeinigten Sozialiſten Landrin entfielen. Landrin
er=
bedürftigen Bürgern des Reiches zum Wohle und Segen
Daß durch dieſe Rechnung ein Strich gezogen wurde, klärte darauf, er betrachte das Stimmergebnis als eine
zu gereichen und zum bleibenden Gedächtniſſe an das war nur deshalb möglich, weil der Gedanke, die Schwie= Kundgebung gegen das Geſetz der dreijährigen Dienſtzeit,
Kaiſerjubiläum.
rigkeiten der Beſitzſteuerfrage auf dem Wege des
Kom=
wogegen der Präfekt des Seinedepartements lebhaft pro=
Mit großem Intereſſe iſt überall der Verlauf der Feſt=promiſſes zu löſen, bei ſämtlichen bürgerlichen
Par=
teſtierte. Rouſſelle verſicherte, der ganze Generalrat, die
tage verfolgt worden. Der Gedenktag des Thronwechſels teien Billigung fand. Eine Kompromißpolitik dieſer Art Rechte ſowohl wie die Linke, wären Anhänger der
natio=
ſelbſt wurde in pietätvoller Weiſe der Erinnerung an entſpricht ſo vollſtändig den Ueberlieferungen der natio= nalen Verteidigung. Er ſelbſt ſei ein Gegner der drei=
Kaiſer Friedrich gewidmet, und erſt am Montag begannen nalliberalen Partei, daß es in dieſem Sinne natürlich er= jährigen Dienſtzeit, die eine ſolche Verteidigung nicht
die eigentlichen Feſtlichkeiten, für welche die Gnaden= ſcheint, wenn ihr jetzt die Führung zufiel; das perſönliche
ſicherſtelle. Um gegen dieſe politiſchen Kundgebungen zu
erlaſſe des Kaiſers eine würdige Einleitung bildeten. Verdienſt des Abgeordneten Schiffer ſoll deswegen nicht proteſtieren, verließ er vor der Verkündigung des zwei=
Beifällige Aufnahme fanden auch die übrigen kaiſerlichen im mindeſten verkleinert werden. Aber die Bereitwillig= ten Wahlganges den Saal. Das bereits mitgeteilte Er=
Kundgebungen, wie die Uebernahme des Protektorats keit aller bürgerlichen Parteien, durch gegenſeitige Zuge= gebnis des zweiten Wahlganges wurde von der Linken
über den Kyffhäuſerbund, die Bewilligung eines Gnaden= ſtändniſſe auf dem heißen Boden der Steuerfragen ſich zu= mit Proteſtrufen aufgenommen. Zu Vizepräſidenten
wur=
geſchenkes an 600 Kriegsteilnehmer und die Zuſicherung ſammenzufinden, bedeutet nach den jahrelangen
Steuer=
den der Katholiſch=Liberale Billard und der Progreſſiſt
der beſonderen kaiſerlichen Fürſorge an die heranwach= kämpfen für den Grundſatz der Kompromißpolitik einen Guibourg gewählt.
ſende Jugend. Eine erhebliche Zahl von Ordens= und Erfolg, der um ſo verheißungsvoller erſcheint, je größer
England.
anderen Auszeichnungen, Beförderungen, Berufungen ins die Parteizerſplitterung im Reichstage iſt
Die Marconi=Affäre im Unterhaus. Die
Herrenhaus, Verleihungen von Auszeichnungen an Trup=
Debatte über den Bericht der Unterſuchungskommiſſion
penteile, verbreitete Freude und Genugtuung, was na=
Deutſches Reich.
in der Marconi=Angelegenheit begann mit einer Rede des
mentlich auch von der Verleihung des Namens „Fürſt
Zur Deckungsfrage ſchreibt die Köln. Ztg.: Unioniſten Cave, der beantragte, über einen formellen
Bismarck” an einen Truppenteil der Armee gilt. Des
dritten Kanzlers, des Fürſten Bülow, hat der Kaiſer an Mitten drin iſt nun die Kommiſſion des Reichstages in Proteſt Beſchluß zu faſſen, in dem das Bedauern über
ſeinem Ehrentage ebenfalls gedacht. Sehr bedeutſam iſt den Beſchlußfaſſungen zur Deckungsfrage. Was der Kürze die Transaktionen gewiſſer Miniſter in amerikaniſchen
die an Carnegie bei Ueberreichung der Adreſſe der Frie= des Ausdrucks halber bisher als Kompromiß bezeichnet Marconi=Aktien ausgeſprochen und verlangt wird, daß
densgeſellſchaften gerichtete Bemerkung des Kaiſers, er worden iſt, das iſt in den Hauptpunkten zum Teil ſchon die Miniſter in ihren Erklärungen über dieſen Gegen=
Nummer 142.
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 20. Juni 1913.
der wurden 140 Perſonen auf 10 Einwohner geſäht,
ſind dem dauſe gegeniber mit dole öfenheit verſche
Kenmnten
in Würzburg 1,44, Fürth 1.43. Höhere Ziffern weiſen auf
ren. Cave verzichtete darauf, irgendwelche Vorwürfe
Der ägyptiſche Juſtizminiſter Huſ= Hamburg, nämlich 1.99, Magdeburg 1,96, Aachen 1,96,
wegen perſönlicher Beſtechlichkeit zu machen, und erklärte,
ſein Ruchdy iſt nach Europa abgereiſt, um die Unter= Braunſchweig 1,95. Bonn 1,90, Lübeck 1.,85, Dortmund
die Miniſter ließen ſich Verſtöße gegen die Geſetze und ſchrift des Khediven für einen Erlaß zu erhalten, der die 1,73, Chemnitz 1,73, Bochum 1,69, Kaſſel 1,66. Duisburg
Ueberlieferungen des Hauſes und des öffentlichen Lebens Nationalverſammlung auflöſt und die Zahl der Mit= und Krefeld haben auf das 100 Einwohner 1,62 barunters
ſtützte Arme, Köln 1,52 und Leipzig 1.51. Niedrigere
An=
zuſchulden kommen.
glieder und die Machtbefugniſſe des geſetzgebenden Rates teilſätze ergeben ſich nach der genannten Auszählung für
Sir Rufus Jſaacs war der erſte Anhänger der Re= vermehrt, der von jetzt ab gewählt werden ſoll.
Königsberg 1,42. Regensburg 1,41, Saarbrücken 1,37,
gierung, welcher das Wort ergriff. Als er ſich erhob,
Brandenburg 1.27 und Hannover 1,24. Noch günſtiger
ſtehen da Elberfeld 1,19, Darmſtadt 1,16. Linden 1,15,
wurde er mit Lärm und von den Anhängern der Re=
Marokko.
Gemeinſames Vorgehen von Spanien Nürnberg 1,14 und Bielefeld 1,03. In Barmen endlich
gierung mit Hochrufen begrüßt. Er betonte, daß er und
zählte man unter 100 Einwohnern 0,95 laufend barunter=
Lloyd George, nachdem ſie einige Feſtſtellungen gemachtund Frankreich. Die Unterredung des Grafen Ro= ſtützte Perſonen und in Mülheim=Ruhr 0,91. Bei
Bewer=
haben würden, nach vorheriger Vereinbarung das Haus manones mit dem franzöſiſchen Botſchafter Geoffroy über tung dieſer Zahlen iſt davon auszugehen, daß ſie mit
verlaſſen würden, bis die Abſtimmung über die Reſolu= ein etwaiges militäriſches Zuſammenwirken Frankreichs Ausnahme von Halle, wo die Kinder unter 14 Jahren
außer Betracht liegen, die Kinder berückſichtigt ſind. Zu
tion vorgenommen ſei. Er erklärte, daß, welche Kritik und Spaniens in Marokko wird in verſchiedenen, ſicht= beachten iſt ferner, daß die Zahlen nur einen Stichtag ins
und welcher Tadel an die Transaktionen mit amerikani= lich offiziöſen Mitteilungen berichtet:
Auge faſſen, nicht alſo etwa den Durchſchnitt des Jahres
ſchen Marconi=Aktien geknüpft werden ſollten, dieſe auf
Die franzöſiſche Regierung prüft dieſe Angelegenheit widerſpiegeln. Dieſer wird allerdings nicht weſentlich
ab=
ihn fallen würden und nicht auf Lloyd George oder Lord in freundſchaftlicher Weiſe. Tritt ja die Gemeinſamkeit weichen, da bei der Berechnung nur die laufend barunter=
Murray. Er ſtimme jetzt angeſichts deſſen, was ſich er= der ſpaniſchen und franzöſiſchen Intereſſen niemals deut= ſtützten Armen berückſichtigt ſind.
licher zutage, als wenn es ſich um die Aufrechterhaltung
eignet habe, dem zu, daß das Schweigen der Miniſter der Ordnung handelt. Jede aufſtändiſche Bewegung,
* Keine Audienzen. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
in der Debatte über die Marconi=Angelegenheit im Ok= welche in einer Zone nicht wirkſam unterdrückt wird, herzog werden am Samstag, den 21. d. Mts., weder
tober 1912 ein Fehler geweſen ſei, aber er ſträube ſich droht ſofort auch auf die anderen Gebiete überzugreifen.
gegen den Gedanken, daß durch das Verhalten der Mi= Frankreich iſt deshalb mit ebenſo aufrichtigem Entgegen= Audienzen erteilen, noch Meldungen und Vorträge
ent=
kommen bereit, Spanien Beiſtand zu leiſten, wie Spanien gegennehmen.
* Se. Königliche Hoheit der Großherzog empfing in
niſter eine Täuſchung beabſichtigt geweſen ſei. Eine der= zweifellos bereit wäre, Frankreich zu helfen. Dem
artige Abſicht habe niemals bei ihnen beſtanden.
Wunſche der ſpaniſchen Regierung, daß der Waffen= Berlin in der heſſiſchen Geſandtſchaft zahlreiche Offiziere
Der Liberale Buckmaſter brachte folgende Re= ſchmuggel mit allen Mitteln verhindert werden müſſe, und andere Angehörige der heſſiſchen Kolonie in
Berlin=
ſolution ein: Nachdem das Haus die Erklärungen der wird entſprochen werden. Was das militäriſche Zuſam= Beſonders lebhaft unterhielt ſich der Großherzog mit einer
menwirken anlangt, ſo handelt es ſich nicht darum, eine! Abordnung der Heſſen und Heſſen=Naſſauer zu Berlin,
Miniſter Jſaacs und George über ihre Käufe von regelrechte Expedition von einer Zone zur anderen zu zeigte dabei lebhaftes Intereſſe für die wirtſchaftlichen
Marconi=Aktien gehört hat, nimmt es von den Er= unternehmen. Die ſpaniſche Regierung weiß, wie ſchwer Verhältniſſe der in Berlin wohnenden Heſſen und
klärungen Kenntnis und erachtet es als richtig, ſeine Miß= es ihr fallen würde, von ihrem Parlament die Zuſtim= empfahl ihnen getreues landsmänniſches Zuſammenhalten,
billigung über die falſchen Beſchuldigungen gröbſter Art mung zur Entſendung neuer Verſtärkungen zu erhalten,
* Ordensverleihungen. Der König von Preußen
wo die ſpaniſche Armee bereits über 50000 Mann ſtehen hat den nachbenannten Perſonen die Erlaubnis zur
An=
zu Protokoll zu geben, die gegen den Miniſter erhoben hat. Dieſelben Schwierigkeiten würden auch der fran= legung heſſiſcher Orden erteilt, und zwar: des
Ritter=
worden ſind und die ſich als jeder Begründung entbehrend zöſiſchen Regierung begegnen, wenn ſie von ihrem Parla= kreuzes des heſſiſchen Ludewigsordens: dem Major
erwieſen haben. Im Laufe der Debatte erklärte Herbert ment eine Verſtärkung des Beſatzungskorps in Marokko Freiherrn Weſterweller von Anthoni beim Stabe
Samuel, die Erzählung, daß auch er in Marconi=Aktien verlangen würde. Vorläufig wird ins Auge gefaßt, daß des Dragoner=Regiments Prinz Albrecht von Preußen
der franzöſiſche und der ſpaniſche Oberbefehlshaber in (Lithauiſchen) Nr. 1 des Ritterkreuzes erſter Klaſſe des
inveſtiert habe, ſei eine Lüge. Darauf wurde die Debatte Marokko ihre Nachrichten über die Märſche der aufſtän= Verdienſtordens Philipps des Großmütigen: dem Hofrat
vertagt.
diſchen Stämme austauſchen. Demgemäß könne das
mili=
täriſche Zuſammenwirken zunächſt darin beſtehen, daß die Ranft, Legationskanzliſten bei der Geſandtſchaft in
Dänemark.
Franzoſen und die Spanier ſich rechtzeitig von allen Kopenhagen; des Ritterkreuzes zweiter Klaſſe desſelben
Ordens: dem Hauptmann v. Selaſinsky beim Stabe
Neubildung des Miniſteriums. Der König Maßnahmen verſtändigen, um zu verhindern, daß die in
einer Zone ſich lagernden Aufſtändiſchen in Maroko ſich des 7. Lothringiſchen Infanterie=Regiments Nr. 158.
betraute den Folkethingsabgeordneten Zahle mit der
Verliehen wurde anläßlich des Regierungsjubiläums des
in einer anderen Zone wieder ſammeln.
Neubildung des Miniſteriums. Zahle erbat ſich Be=
Kaiſers das Königlich Preußiſche Verdienſtkreuz in
Der ſpaniſche Kreuzer „Reina Regente‟ Gold: dem Lazarettinſpektor und Kaſſenvorſtand K ä mpf
denkzeit.
bombardierte geſtern früh einige Duars an der
marok=
in Worms, dem Lazarettinſpeitor Winkker in Mainz.
Rußland.
Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben dem
kaniſchen Küſte zwiſchen Tanger und Ceuta. Die Kano=
Kaiſer Nikolaus und Saſonow. Man nade machte ziemlichen Eindruck auf die Eingeborenen der Geheimen Oberrechnungsrat Dr Franck zum 19. Juni
ſchreibt uns: Der Erlaß des Zaren an den Miniſter
das Komturkreuz 2. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps
Stadt, hatte aber keine praktiſchen Erfolge.
des Großmütigen verliehen und dem Landrentmeiſter
Saſonow wird in der Preſſe als ein Beweis dafür be=
Amtlich wird aus Melilla gemeldet, daß die Ein= Kaiſerlichen Rechnungsrat Lergen zu Daresſalam die
urteilt, daß der Zar entſchloſſen ſei, den ruſſiſchen
Mi=
geborenen die Maſchinengewehre, Geſchütze und die Mu=
Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von
niſter des Auswärtigen gegenüber ſeinen panſlawiſtiſchen
nition des Kanonenbootes „Concha” unbrauchbar gemacht Sr. Maj. dem Deutſchen Kaiſer und König von Preußen
Gegnern und ihren Kriegstreibereien zu halten. Gewiß
verliehenen Kronen=Ordens 4. Klaſſe erteilt.
hätten.
mag die öffentliche Anerkennung Saſonows durch den
* Militärdienſtnachrichten. General=Oberſt (mit dem
Zaren zu einem Teil dieſen Sinn haben. Aber damit iſt
Range als General=Feldmarſchall) v. Lindequiſt,
Ge=
neraladjutant à la suite des 1. Garde=Regiments zu Fuß,
die Bedeutung des Zarenerlaſſes noch nicht erſchöpft. Viel=
Stadt und Land.
auch zum Chef des 1. Naſſ. Inf.=Regts. Nr. 87 (Standort
mehr dürfte ſein Hauptzweck darin beſtehen, die pan=
Darmſtadt, 20. Juni. Mainz) ernannt. (Exzellenz von Lindequiſt war der erſte
ſlawiſtiſche Note abzuſchwächen, die Kaiſer
kommandierende General des 18. Armekorps von 1900 bis
Nikolaus in dem Telegramm an die Könige von Bulgarien Wieviel arme Leute gibt es in Darmſtadt? 1904.) — Generalleutnant à la usite der Armee Frhr. von
und von Serbien angeſchlagen hat und die namentlich in
** Die Frage nach der Zahl der Armen in unſeren und zu Egloffſtein echielt den Charakter als General
Wien Aufſehen erregte.
Städten begegnet natürlich hohem Intereſſe. Leider gibt der Infanterie. Zu Oberſtleutnants wurden befördert die
es nur ſpärliches Material, um dieſe Frage zuverläſſig Majore v. Oven, beauftr. mit Wahrnehmung der Ge=
Portugal.
beantworten zu können. Auch hier zeigt ſich, daß die Sta= ſchäfte eines Abteilungschefs im Kriegsminiſterium, unter
Aufhebung von Geſandtſchäften. Der tiſtik in vielen Dingen noch unvollſtändig iſt Trotzdem Ernennung zum Abteilungschef, v. Hofmann, Ba=
Senat beſchloß in Uebereinſtimmung mit der Kammer, die verdient Beachtung eine in einer Reihe von Städten vor= taillons=Kommandeur im 1. Kurheſſ. Infanterie=Regiment
Geſandtſchaft beim päpſtlichen Stuhl und die Konſulate genommene Auszählung, die den Anteil der laufend bar= Nr. 81 (in Frankfurt a. M.), v. Keſſel, Bataillons=
Kom=
in Berlin, Madrid und Rom aufzuheben. In Madrid unterſtützten Armen einſchließlich ihrer Angehörigen an mandeur im 2. Ober=Elſäſſiſchen Infanterie=Regiment Nr
der Bevölkerung wiedergibt. Dieſe Auszählung, bei der 171 (in Colmar i. E.). (Die vier Vorgenannten gehörten
und Bern ſollen Militärattachépoſten geſchaffen werden, die Koſtkinder und die einmal Unterſtützten nicht berück= alle vormals dem Leibgarde=Infanterie=Regiment Nr. 115
in Madrid auch der Poſten eines Marineattachés. Im ſichtigt ſind, und die zu Anfang des Jahres 1911 und teil= an.) — v. Bücking (geb. Heſſen=Darmſtädter) als General=
Falle der Gegenſeitigkeit ſoll die Geſandtſchaft in Rio in weiſe am 1. April 1911 erfolgte, hat ergeben, daß die leutnant und Feldzeugmeiſter, der Charakter als General
meiſten barunterſtützten Armen die Stadt Mülheim=Rhein der Artillerie verliehen. — Generalleutnant von der
eine Botſchaft umgewandelt werden. Das Konſulat in hat. Auf das 100 der Einwohner waren es hier 3,86, in Marwitz (früher Chef des Generalſtabes des 18. Armee=
Guatemala wird aufgehoben und dafür eine Geſandt= Ludwigshafen waren es 3,40 und in Augsbura 3,32. korps) beauftragt mit Wahrnehmung der Geſchäfte als
ſchaft für Guatemala und Panama geſchaffen werden. Städte, die zwiſchen 2 und 3 Arme im vorſtehenden Sinne, Gen.=Jeſp. der Kavallerie zum Gen.=Inſp. der Kavallerie
gerechnet auf das 100 der Einwohner, hatten ſind Pots=ernannt. — Die Majore und Bataillons=Kommandeure
Amerika.
dam 2,85, Hagen 2,83, Halle 2,80 und Düſſeldorf 2,61.
Im Senat wurde eine Reſolution einſtimmig an= Sieht man ſich den Anteil der barunterſtützen Armen an Mohr im 10. Lothr. Infanterie=Regiment Nr. 174 (in
der Bevölkerung in den übrigen Städten an, ſo ergibt ſich Straßburg i. E.), (früher im Infanterie=Regiment Kaiſer
genommen, wonach die Kommiſſion, die gegenwärtig die für Kaiſerslautern eine Zahl von 2,52, für Eſſen 2,42. Kiel. Wilhelm Nr. 116), Grube, an der Hauptkadetten=Anſtalt
Beeinfluſſung von Senatoren unterſucht, ermächtigt wer= Mannheim und Bromberg ſtehen mit 2,16 auf einer (früher im Infanterie=Regiment Nr. 118) und v.
Stein=
den ſoll, den Vorſitzenden der Union=Pacifie=Bahngeſell= Stufe. Die weitere Reihenfolge iſt Stettin 2,12, Osna=Liebenſtein zu Barchfeld, im 5. Garde=Regiment zu
brück 2.05, Deſſau 2,03, Hildesheim 2,03 und Frankfurt Fuß (Spandau), (früher Adiutant der 49. Infanterie=
Bri=
ſchaft, Loveſt, über ſeine Erklärung über verſuchte
Beein=
a. M. 2.01 Geringer im Verhältnis zur Einwohnerzahr gade), zu Oberſtleutnants befördert. — Major
Branden=
fluſſung von Bahnbeamten zu vernehmen.
iſt die Zahl der laufend barunterſtützten Armen in Mainz. burg, beim Stabe des Infanterie=Regiments Nr. 132 (in
tem Weyprecht ſelbſt zum Wort kommt. In Teil I gibt einen bisher ungedruckten Brief Weyprechts vom 9.
uns der Bearbeiter ein ausgezeichnetes Bild des Lebens Auguſt 1866 dar, der den Verlauf der Schlacht bei
Carl Weyprecht.
und der wiſſenſchaftlichen Bedeutung Weyprechts. Wir Liſſa ſchildert Abſchnitt 2 führt uns ebenfalls an der
Am 15. Juli ſind es 32 Jahre, daß Darmſtadt ſeine erfahren, wie Weyprecht, nachdem er 1866 in der Hand von bisher ungedruckten Briefen in Weyprechts
Weyprechtſtraße beſitzt. Sie ſoll das Gedächtnis an einen Seeſchlacht bei Liſſa mit Tapferkeit gekämpft und 1867 merikaniſche Zeit. Einen weiteren Brief bietet
der ausgezeichnetſten Forſcher feſthalten, die in Darmſtadt auf einem Kommando nach Mexiko das weltgeſchichtliche Abſchnitt 3; er gibt Nachrichten über den „Admiral
das Licht der Welt erblickt haben: Carl Weyprecht, den Trauerſpiel des Unterganges des mexikaniſchen Kaiſer=„Tegetthoff”, Weyprechts Polarſchiff, die Mannſchaft
Nordpolarforſcher. Er iſt am 18. September 1838 als reiches miterlebt hatte, ſich ſpäterhin der Polarforſchung und die Ausrüſtung. In Abſchnitt 4 werden wir mitten
Sohn des Hofgerichtsadvokaten Ludwig Weyprecht in widmete, bis ein früher Tod ihn den Seinen und der in die Entdeckungsreiſe verſett. Wepprecht redet darin
dem Hauſe Grafenſtraße 41 geboren. Zu der Ehrung, ganzen europäiſchen Wiſſenſchaft entriß, Wir begleiten zu uns mittels ſeines Tagebuches während der
Rück=
die in dieſer Straßenbenennung liegt, iſt nunmehr eine l ihn vor allem auf ſeine große Polarreiſe von 1872—1874, reiſe mit den Booten nach dem Verlaſſen des „
Teget=
zweite getreten. Auf Anregung von Profeſſor Dr. Ihne deren wichtigſtes geographiſches Ergebnis hoff”; es werden äußerſt intereſſante Einträge
mitge=
hat der Darmſtädter Naturwiſſenſchaftliche Verein vor die 1873 erfolgte Entdeckung von Franz= teilt. Die folgenden Abſchnitte 5 bis 8 beziehen ſich auf
einigen Tagen an Weyprechts Geburtshaus eine Gedächt=Joſefs=Land war, und lernen dann die weitere wiſſenſchaftliche Themata der Polarforſchung: Abſchnitt 5
nistafel anbringen laſſen. Es geſchah in aller Stille, große Tat Wehprechts in der Geſchichte der Polarforſchung handelt vom Nordlicht, 6 von der Temveratur
ohne feierliche Enthüllung und ohne Feſtſitzung, ganz ſo kennen: die Errichtung von internationalen Stationen während der Expedition, 7 vom Eis, 8 von den
Eis=
wie es der Art des Mannes, den dieſe Tafel ehren ſoll, zur wiſſenſchaftlichen Erforſchung des Polargebietes nachpreſſungen. Abſchnitt 9 ſchildert den Matroſen
entſprach, von dem ſein Freund einſt ſchrieb: „Ein abge= einheitlicher Inſtruktion. Zehn Staaten beteiligten ſich im Eiſe, 10 den Walroßjäger. Abſchnitt 11 heißt
ſchworener Feind jeder Gattung von Reklame verſchwieg hieran. Die Vollendung des Unternehmens, das Wey=Grundprinzipien der arktiſchen Forſch=
Weyprecht ſeine eigenen Leiſtungen, ſeine Verdienſte, prechts Geiſt entſprungen und von ihm dicht vor die Aus=ung. Bis auf den letzten Abſchnitt iſt alles allgemein
ſeine edlen Regungen des Herzens und ſeine Wohltaten, führung gebracht worden war, erlebte Weyprecht leider verſtändlich. Der 11. iſt mehr in wiſſenſchaftlicher Form
die wohl auch mit ihm zu Grabe gegangen wären, wenn nicht mehr. Wer die Ausführungen in dem Lebensbild gehalten wurde aber von dem Bearbeiter troßzdem in
ſie nicht für ſich ſelbſt geſprochen, und ſeine aufrichtigen Weyprechts lieſt, wird dem Verfaſſer recht geben, wenn! ſein Volksbuch aufgenommen, und zwar mit Recht, da
Freunde es nicht für ihre Pflicht gehalten hätten, ſie der er ſagt: „Heſſen kann auf Carl Weyprecht, den zu Waſſer gerade dieſer Abſchnitt die Größe des Gelehrten Wey=
Welt bekannt zu geben. . . . Seine Beſcheidenheit war und Lande, in Krieg und Frieden beſtbewährten Ofizier precht offenbart.
vielleicht etwas übertrieben, aber ſie war ihm eben an= und Führer der gleich hoch ſteht als Polarreiſender, als
Das Buch, dem ein Bild Weyprechts, eine
Abbild=
geboren.
Mann der Wiſſenſchaft und als Menſch, mit Recht und ung ſeiner Grabſtätte in König im Odenwald und ein
Gleichzeitig mit der Anbringung der Gedenktafel er= Freude ſtolz ſein, ſo ſtolz wie auf irgend einen.‟ Der erſte Ueberſichtskärtchen der Nordpolarexpedition beigegeben
ſchien ein Buch, auf das die Leſer dieſer Zeitung hinzu=Teil ſchließt mit einem ausführlichen Literaturver=ſind, wird viele Leſer finden. Hoffentlich fühlt ſich
man=
weiſen, hier unſere Aufgabe iſt. Es iſt Band 17 und 18zeichnis, das alle wichtigeren Aufſätze und Arbeiten cher von ihnen, der die ſegensreich wirkenden „Heſſiſchen
der von Profeſſor D. Dr. Diehl in Friedberg herausge=Weyprechts enthält, und mit einem Nachwort des Vollsbücher” noch nicht kennt, veranlaßt, nach dieſer
aus=
gebenen Heffiſchen Volksbücher und trägt den Vizeadmirals von Broſch in Graz, eines Ge= gezeichneten Probe auch zu anderen Nummern der in
Titel: „Carl Weyprecht, der Nordpolarfor=fährten Weyprechts auf der Polarfahrt, in dem er ſeiner ihrer Art einzigartig daſtehenden Sammlung zu greifen
ſcher. Bearbeitet von E. Ihne‟. Das Buch, das Freude Ausdruck verleiht, daß das Andenken an ſeinen und ſo ein Werk fördern zu helfen, das der Unterſtützung
in den nächſten 14 Tagen den Abonnenten der Heſſiſchen „unvergeßlichen Freund, Kameraden, Waffengefährten weiteſter Kreiſe bedarf, wenn es nicht untergehen ſoll.
Volksbücher überbracht oder zugeſandt werden wird im und Führer” wieder erweckt werde. — In dem zwei= Der Abonnementspreis koſtet für den Jahrgang 3 Mark
Buchhandel aber jetzt ſchon zum Preiſe von 1.20 Marklten Teil des Buches (Seite 42 bis 182) kommt Wey=für gebundene, 2 Mark für broſchierte Eremplare. Es
für das broſchierte und von 1.50 Mark für das gebun= precht ſelbſt zu Wort. Profeſſor Dr. Ihne hat mit ge=werden dafür jährlich 3 bis 4 Bände im Geſamtumfang
dene Eremplar erſtanden werden kann, verdient die ſchickter Hand in dieſem Abſchnitt wahre Perlen aus von über 25 Bogen (— 400 Seiten) geliefert.
D.
Aufmerkſamkeit weiteſter Kreiſe. Es beſteht aus zwei Weyprechts Veröffentlichungen und ſeinem handſchrift=
Teilen, deren erſter über Weyprecht redet, in deren zwei= kichen Nachlaß zuſammengetragen, Abſchnitt 1 bietet uns
Nummer 142.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 20. Juni 1913.
Seite 3.
Straßburg i. E), in Genehmigung ſeines Abſchiedegeſuches ſweniger deuliche Luſpiegelungen wahrzunehmen. Dieſ goner=Regimen Nr. 23, Bilhelnſtr 8. 5)
Aenderun=
mit Penſion z. D. geſtellt (früher im Infanterie=Regiment Stelle, an der die Erſcheinung am ſtärkſten auftritt, iſt in gen: 1586 Eckert, Heinrich, Schuſtergaſſe 1, jetzt Holz=
Nr. 116). — Major Koch, Kommandeur des Jäger=Regi= der Hügelſtraße, und zwar iſt der Standpunkt des Be= ſtraße 26: 1736 Geißner. Viktor, Hügelſtr. 37, jetzt
Ernſt=
ments zu Pferde Nr. 3 (in Colmar), zum Oberſtleutnant obachters am Eingang von Nr. 45 ungefähr. Große Leute Ludwig=Straße 19 und Nr. 107: 350 Heſſenwerke Deka,
befördert. — Rittmeiſter Freiherr von Bellersheim, werden etwas weiter nach der Zimmerſtraße gehen müſſen, Frankfurterſtr. 26, jetzt Untere Falltorſchneiſe: 1736 Hof=
Eskadronschef im Ulanen=Regiment Nr. 9 (in Demmin), kleinere mehr nach der Wilhelminenſtraße zu, das Geſicht mann. H., III., Hügelſtr. 37. jetzt Ernſt=Ludwig=Straße 19
zum überzähligen Major befördert. (Beide Vorgenannten nach Oſten gewendet. Hat man die Stelle erreicht, von und Nr. 107: 401 Kalbhenn, Hermann, Ernſt=
Ludwig=
gehörten früher dem Leid=Dragoner=Regiment Nr 24 an.) wo aus man ſtreifend über den Bürgerſteig vor dem Straße 19, jetzt Hügelſtr. 37: 709 Mahr, W., Weiter=
Rittmeiſter und Eskadronschef von Gorriſſen im! Polizeigebäude wegſieht, ſo glaubt man plötzlich, der ſonſt ſtädterweg 80 jetzt Kirſchenallee: 2556 Oppenheimer
Dragoner=Regiment Nr. 13 (in Metz) ein Patent ſeines helle Aſphaltgrund ſei ganz dunkel, und bei der günſtig= u. Co., Schulſtr. 2, jetzt Stirnweg 25: 1181 Rooke, Dou=
Dienſtgrades verliehen. (Stand zuvor im Garde=Drago= ſten Stellung erſcheint dieſer ganze Grund wie mit einem glas, übertragen an Weidig, A., Penſion: 2097 Schnitzer,
Waſſerſpiegel überdeckt, und man ſieht die Fußgänger in Max, Schloßgaſſe 29. jetzt 33; 1741 Strauß, J..
Bismarck=
ner=Regiment Nr. 23.) — Freiherr v. Rotsmann, der Schützenſtraße oder der Karlſtraße umgekehrt die! ſtraße 57 jetzt Martinſtr. 53. c) Abgebrochene
Oberſtleutnant und Kommandeur des 1. Ggede=Feldartil= Fläche kreuzen. Beſonders deutlich wird die Erſcheinung, Sprechſtellen: 507 Andrege: 1892 Arndt, v.: (312)
lerie=Regiments (in Berlin), unter Belaſſung in dieſer wenn hellgekleidete Perſonen in der Karlſtraße gehen. Heſſiſcher Automobilkub Geſchäftsſtelle Eliſabethenſtr. 56;
Stellung zum Flügel=Adjutanten Sr. Majeſtät des Kaiſers Sichtbar iſt dieſe Spiegelung beſonders gut am Mittag, 1260 Lenz, Chr.; 1040 Pfeil, Wilh.; 1147 Schäfer, Jakob.
und Königs ernannt. (Früher im Großh. Artillerie=Korps wenn die Sonne den Aſphaltgrund recht ſtark erwärmt
Nr. 25.) — Major Paſchen (früher im Train=Bataillon hat, aber auch noch abends nach 7 Uhr kann ſie beobachtet
* Konzertveranſtaltungen. Konzert=Etabliſſe=
Nr. 19), Kommandeur des Garde=Train=Batalons (in werden. Zwei andere Stellen ſind auch noch vorhanden.
Berlin), ein Patent ſeines Dienſtgrades erteilt. — Frhr. Die eine iſt in der Heinrichſtraße, und zwar ſtellt ſich der ment „Hugenſchütz Felſenkeller”. Das Frei=
Schenck zu Schweinsberg (geborener Darmſtädter), Beobachter entweder vor das Haus Nr. 72. Geſicht nach tagskonzert ſoll im Rahmen eines populären Abends
Fähnrich im Huſaren=Regiment Nr. 14 (in Kaſſel), zum Weſten, oder vor Nr. 64, Geſicht nach Oſten. Die andere ſtattfinden und ſieht das Programm nur Muſik der bedeu=
Leutnant befördert.
Stelle iſt in der Wittmannſtraße. Der Beobachter ſtellt ſich tendſten Operettenkomponiſten, wie Suppé. Joh. Strauß,
Kirchliche Feier der Befreiungskriege. Durch Aus= vor das Haus Nr. 38/40. Geſicht nach Weſten, dann be= Zeller, Lehär, Gilbert und Leo Fall, vor. Die Muſik wird
ſchreiben vom 7. Juni 1913, betr. die kirchliche Gedächtnis= obachtet er die Leute in der Karlſtraße umgekehrt in der ausgeführt von der vollzähligen Kapelle des Großh. Heſſ.
feier der Befreiungskriege ordnet das Großherzogliche ſpiegelnden Fläche. Auf jeden Fall laſſen ſich noch mehr Art.=Regts. Nr. 61 unter Leitung des Obermuſikmeiſters
Oberkonſiſtorium mit Genehmigung S. K. H. des Groß= ſolcher Stellen ausfindig machen, wo ähnliche Bedingun= Herrn M. Weber.
— Im Brauerei=Ausſchank
herzogs eine der geheiligten Erinnerungen entſprechende gen vorliegen. Dieſe Bedingungen ſind vor allem recht Fay (Alexanderſtraße 23) findet heute, Freitag,
Gar=
kirchliche Feierfür alle Gemeinden unſerer ſtarke Erwärmung des Grundes und damit auch der be=tenkonzert ſtatt, das von einer Abteilung der Kapelle
evangeliſchen Landeskirche an, und zwar: für rührenden Luſt, damit dieſe recht verdünnt iſt, und dann des Leibgarde=Regiments ausgeführt wird. Auch findet
muß man ſtreifend über die Fläche ſehen können.
den 18. Okt. das Zuſammenläuten der Glocken aller Kirchen
nächſten Sonntag, den 22. Juni, wieder ein Künſtler=Kon=
Blind. Man ſchreibt uns: Der ſchon ſeit 36 Jahren zert ſtatt. — Heſſiſcher Hof. Das Samstag=Konzert
um die Mittagszeit von 12bis 12½ Uhr; für den 19. Okt. eine gänzlich erblindete Konrad Heß, Inſelſtraße 19, Hinter= am 21. Juni fällt mit Rückſicht auf den ſtattfindenden
von den Gemeinden zu begehende kirchliche Gedächtnisfeier. haus begeht am Dienstag, den 24. Juni, ſeinen 83. Ge= Fackelzug der hieſigen Studentenſchaft aus und findet da=
Der Feſtgottesdienſt iſt, ſoweit möglich, mit Chorgeſängen burtstag. Wer ein Herz voll Mitleid hat, wird gebeten, für ausnahmsweiſe am Montag, den 23. Juni. ſtatt. Ein
auszuſtatten, zu deren Vorbereitung die
Kirchengeſangver=
demſelben eine kleine Gabe zukommen zu laſſen.
eine und Kinderchöre ſchon jetzt heranzuziehen ſind. Wo
beſonders gewähltes Programm iſt für dieſes Konzert in
ſolche aus öctlichen Gründen nicht zur Verfügung ſtehen,
— Der Heſſiſche Fechtverein Waiſenſchutz, der Ausſicht genommen. (Näheres folgt.)
empfiehlt ſich eine entſprechende Bereicherung des Gemein= ſich über unſer ganzes Großherzogtum erſtreckt, hält am
degeſanges. Dem freien Ermeſſen der Geiſtlichen, ſowie Sonntag, den 22. Juni, in Eberſtadt im Saale „Zur
Arheilgen, 19. Juni. Man ſchreibt uns: Der im Saal
ihren beſonderen Gaben wird es anheimgeſtellt, der Erin= Eiſenbahn”, Pfungſtädterſtraße ſeine 21. Landes=
„Zum weißen Schwanen” veranſtaltete Schülerabend
nerung an die große Zeit in ihren Gemeinden auch ander=verſammlung ab. Die Verhandlungen beginnen war außerordentlich zahlreich beſucht. Herr Hauptlehrer
weitig gerecht zu werden in Familienabenden und in Ver= morgens 10 Uhr
Brand. Am Mittwoch nachmittag gegen 4 Uhr Haſſenzahl begrüßte die Erſchienenen, betonte
beſon=
anſtaltungen der unter ihrer Leitung ſtehenden Vereine.
ders, daß der Feier das 25jährige
Kaiſerjubi=
geriet auf dem Gräfenhäuſer Weg das Laſtauto des
g. Strafkammer. Der Schneider Wilhelm Simon Frankfurter Konſumpereins durch Fehlent= läum zugrunde läge und die ganze Veranſtaltung in
von hier war wegen Entziehung der Unterhaltspflicht zu zundung in Brand wodurch das Laſtauto und die dieſem Rahmen gehalten ſei. Redner erwähnte, daß bei!
6 Wochen Haft verurteilt worden. Dieſe Strafe focht er Ladung mit 1000 Laib Broten vernichtet worden dem Regierungsantritt des Kaiſers im Jahre 1888 man
allerdings vergebens durch Berufung an. Er iſt bereits ſind. Der Schaden beträgt etwa 16—17000 Mark. Die allenthalben der Meinung war, der Kaiſer ſei kriegeriſch
zweimal wegen der gleichen Uebertretung mit Haft vorbe= herbeigerufene Feuerwehr war alsbald an der Brandſtelle geſinnt; doch hätten die 25 Jahre ſeiner ſegensreichen
Re=
ſtraft. Da er ſich in keiner Weiſe um die unterhaltung und hat die Aufräumungsarbeiten beſorgt.
Dasgierung gerade das Gegenteil bewieſen, ſo daß man den
ſeiner Frau und ſeiner 8 Kinder kümmert, ſondern es ver= Feuerwehrkommando meldet über den Auto= Kaiſer unbedingt als Friedenskaiſer bezeichnen müſſe.
ſteht, ſich von den Zahlungen zu drücken, erkannte das mobilbrand amtlich: Mittwoch nachm. 3 Uhr 42 Min. Zum Schluß ermahnte der Redner die Eltern, kräftig mit=
Schöffengericht auf die erwähnte Haftſtrafe. Die Straf= wurde die Feuerwache durch Fernſprecher zur Hilfe gerufen zuhelfen an der Erziehung der Kinder. Es trugen ſodann
kammer beſtätigte dieſes Urteil. — Wegen Rückfalldiebſtahls zu einem Autobrand nach Gräfenhäuſer Weg. Bei Ankunft die vier Schulklaſſen das Altniederländiſche Volkslied
hatte ſich geſtern der 20jährige vorbeſtrafte Anſtreicher Ni= (nächſt der Kreis=Kadaver=Verwertungs=Anſtalt) ſtand das „Wir treten zum Beten” unter Leitung des Herrn
Haupt=
kolaus Schmitt aus Groß=Gerau zu verantworten. Der Laſtauto der Frankfurter Konſumgeſellſchaft in Flammen. lehrers vor, dem ein ſchönes Feſtſpiel „Silberglocken”
Schmitt war mit einem Koch zu gleicher Zeit aus ſeiner Das Feuer wurde mit zwei Minimax=Apparaten und ausgeführt von Schülern und Schülerinnen, folgte. Exakt
Stellung ausgetreten. Dieſer bemerkte bei ſeinem Weggange, einer Leitung von dem Waſſerbehälter der Autoſpritze führte die Knabenklaſſe bei Klavierbegleitung ihres Herrn
daß er ſeinen Koffer von dem als Hausburſche dort tätig angegriffen: inzwiſchen wurde eine Saugleitung nach Lehrers Weitzel Stabübungen vor Vor hundert
Jah=
geweſenen Schmitt oder vom Spediteur holen laſſen werde. einem Waſſergraben gelegt und hiermit die Autovumpe ren” betitelte ſich der nun folgende Vortrag des Herrn
Als die Leute des Spediteurs kamen, war der Koffer ſchon mit Waſſer verſorgt, ſo daß mit einer Schlauchleitung Lehrer Bernhard. Gute Deklamationen der Schüler
verſchwunden. Zeugen haben geſehen wie ihn Schmitt das Feuer vollſtändig abgelöſcht werden konnte. Der Bauer, Walter und Appel folgten. Hierauf führte die
weggetragen hat. Der Koffer mit Inhalt im Werte von Aufbau des Autos, ſowie der Inhalt desſelben, 800 Laib erſte Mädchenklaſſe einen Turnreigen vor nach dem
Kla=
einigen hundert Mark iſt bis heute noch nicht zum Vorſchein Brote, wurden vollſtändig zerſtört, während der Unterbau vierſpiel ihrer Lehrerin Frl Scharmann. Nach einem
gekommen. Das Gericht nahm nur Unterſchlagung an und des Automobils weniger beſchädigt iſt. Nach den nötigen weiteren gut gelungenen Reſtſpiel „Heil dem Kaiſer”
folg=
verurteilte Schmitt zu 6 Monaten Gefängnis
Räumungsarbeiten konnte die Mannſchaft abrücken und ten noch einige ſchöne Deklamationen. Die von der erſten
Knabenklaſſe ausgeführten Pyramiden bildeten den
Der 17jährige Taglöhner Johannes Schmelig von Hof= traf um 5 Uhr 8 Minuten im Wachelokal ein.
Schluß des Abends.
heim wurde wegen Verbrechens nach § 176,3 St.=G.=B. zu
6 Monaten Gefängnis verurteilt.
W. Gernsheim, 18. Juni. Der Jagdpächter Bauer
Verzeichnis neuhergeſtellter Fernſprechanſchlüſſe und
* Nationalſpende zum Kaiſerjubiläum für die! Aenderungen bei beſtehenden Sprechſtellen. a) Neue ſchoß im Monat Februar am Rhein Enten, von denen
ver=
evangeliſchen Miſſionen in den deutſchen Kolonien Anſchlüſſe: 2462 Baubureau, Städt., des neuen Fried= ſchiedene ins Waſſer fielen. Zwei Matroſen aus Duis=
und Schutzgebieten. Da der Endtermin für die hofes, Breite Allee; 2247 Bott, E Inh.: Ludw. Sauer, burg und Koblenz, deren Schiffe infolge ſtarken Nebels
Sammlungen auf den 30. Juni feſtgeſetzt worden Kolonialwaren und Delikateſſen, Schießhausſtr. 39: 2245 vor Anker gehen mußten, fiſchten ſich eine Ente. Der
iſt, werden die lokalen Sammelſtellen gebeten, dafür Brenner, Ludwig, Metzgermeiſter, Bleichſtr. 39: 1574 El= Pächter forderte ſie auf, die Ente herauszugeben, ſie wei=
Sorge zu tragen, daß ſämtliche eingegangenen Spenden bert, Heinrich, Abt. Mech Werkſtätte Viktoriaſtr. 67: 2243 gerten ſich jedoch. Nun wurden die Matroſen vom
Schöf=
bis zu genanntem Zeitpunkt an die Hauptſammelſtelle Emmerich, Wilhelm. Bäckerei, Liebigſtr. 3: 2256 Gölz, F. fengericht jeder zu einer Geldſtrafe von 30 Mk.
des Landeskomitees für das Großherzogtum Heſſen, die Kaufmann, Rückertſtr. 8: 2253 Graeff. Georg. Pelzwaren, und Tragung der Gerichtskoſten verurteilt.
Zwingenberg, 19. Juni. Auf dem geſtrigen Obſt=
Bank für Handel und Induſtrie in Darm= Wilhelminenſtr. 31; 2250 Hörr Chriſtian, Vertreter der
Konſervenfabrik „Helvetia”, Erbacherſtr. 3; 2249 Kiefer, markt wurden die Kirſchen bis zu 50 Pfg das Pfund
ſtadt, abgeführt werden.
Philipp. Bäckerei, Mathildenplatz 5; 2257 Kircher Franz, von den Händlern bezahlt. Letztere riſſen ſich geradezu
* Gedächtnisausſtellung. Die Direktion des Gewerbe= Manufakturwaren, Ludwigſtr. 20; 2246 Klipſtein, von um dieſe Frucht, die aber auch in prachtvoller Ware zu
muſeums hat photographiſche Aufnahmen von den haupt= Hauptmann und Diviſionsadjutant. Wilhelmſtr. 6:
2 Markt gebracht war. Wie gering die Kirſchenernte ander=
2258 wärts iſt, geht daraus hervor, daß Händler aus
Thürin=
fächlichſten Gruppen der Ausſtellung zur Erinnerung an Langenbach. Paul, Dr., Gerichtsaſſeſſor. Ohlyſtr. 29;
die Zeit vov 100 Jahren anfertigen laſſen und zum Ver=Maul, A., Margarine= und Pflanzenbuter=Spezialgeſchäft, gen, Bahern, Baden uſw. in der letten Zeit auf dem
hie=
kauf im Gewerbemuſeum aufgelegt Der Preis ſtellt ſich Schuſtergaſſe 5; 2251 Mercedes=Schuhgeſchäft, Rheinſtr. 7; ſigen Markt gekauft haben. Die Johannisbeeren
für das einzelne Blatt auf 1,50 Mark, für die ganze Serie (24) Nedderhut, G., Kaufmann, Wendelſtadtſtr. 22: 2251 werden das Pfund zurzeit mit 20 Pfg. bezahlt, doch dürf=
(5 Blatt) auf 6,50 Mark.
Sauerwein, J., Mercedes=Schuhgeſch., Rheinſtr. 7: 2260 ten ſie in der nächſten Woche etwas billiger werden.
* Eine intereſſante Naturerſcheinung. Man teilt uns Theis, E., Frau, Ingenieurswitwe, Ohlyſtr. 34; 2471 Tup=
Babenhauſen, 19. Juni. Im Auftrage der
Staats=
mit: In der jetzigen Zeit hat man Gelegenheit, an recht pert, Fritz. Automobil=Verleihgeſchäft Neckarſtraße 4; anwaltſchaft Darmſtadt weilte Kriminalſchutzmann
warmen Tagen, d. h. an ſolchen, wo die Sonne recht ſtark 2259 Wagner, Alfred, Bluſenſpezialiſt. Wilhelminenſtr. 29; Schwinn hier um den Skelettfund zu
unter=
die Bürgerſteige erwärmt, an mehreren Stellen mehr oder! 2472 Witt, Otto, Rittmeiſter und Eskadronchef im Dra=ſuchen. Bei dem Fund handelt es ſich nur um einen
E
ſicht. Erdbeben werden auf weichem Boden viel ſtärker Das gleiche Prinzip iſt bei der Konſtruktion aller
Glocken=
verſpürt als auf hartem; ſogar innerhalb der Grenzen fürme in ganz Japan verwendet, wo die Glocke als Pen=
Wie man im
Erdbeben=
der Stadt Tolio ſind die Wirkungen eines Erdſtoßes be=del dient und das von Pfoſten getragene Dach ein
unge=
trächtlich verſchieden; ſie treten in dem oberen Teil der kehrtes Pendel bildet, wie beim Seismographen. So
lande baut.
Stadt kaum halb ſo ſtark auf wie in dem unteren, wo der können bei Erdbeben Pagoden und Glockentürme vielleicht
C.K Die Erdbeben, die jetzt wieder auf dem Bal= Boden weicher iſt. Dieſelbe Beobachtung wurde bei dem umgedreht und von ihrem Standort entfernt, aber nicht
kan ſo ſchweren Schaden angerichtet haben, erſcheinen in großen Erdbeben in San Franzisko gemacht. Im all= als ein Ganzes umgeſtürzt werden.”
unſeren Regionen als ſeltene und deshalb um ſo furcht= gemeinen iſt das wichtigſte Prinzip beim Bauen von
Häu=
barer empfundene Phänomene. In Japan, dem klaſ=ſern in Erdbebengebieten, das Gebäude in einem
ein=
ſiſchen Lande der Erdbeben, ſind ſie alltägliche, in ihren zigen, einfachen und kompakten Körper aufzuführen und
Feuilleton.
harmloſen Formen kaum beachtete Ereigniſſe, von denen zu vermeiden, daß die verſchiedenen Teile verſchiedene
man in Tokio ſpricht, wie bei uns vom Wetter. Faſt 1400 Bewegungen und Schwingungen hervorrufen. So ſind
* Aus Kunſt Wiſſenſchaft und Leben.
Pro=
ſolcher Erderſchütterungen werden jährlich im ganzen z. B. Schornſteine immer gefährlich, weil ein Schornſteinfeſſor von Defregger —
ſo wird uns ge=
Reiche regiſtriert, und in Tokio rechnet man jährlich mit Schwingungen hervorbringt, die von denen des Haupt= ſchrieben — wohnt jetzt, wie ſeit Jahren um den Frühling,
etwa 50 größeren Beben, ſo daß durchſchnittlich eins auf gebäudes verſchieden ſind, und ſo wird man bei Erd= in Bozen. Täglich wandelt der nun dem „Achtziger”
zu=
jede Woche fällt. Wenn aber die Japaner trotzdem ver= beben immer finden, daß ein Schornſtein da abbricht, wo ſteuernde Künſtler auf der das Gehänge des Oberbozner
hältnismäßig wenig unter den Erdbeben leiden, ſo liegt er mit dem Dach in Verbindung ſteht.‟ Die alten
japa=
dies in der geſchickten Art des Bauens, das ſchon ganz niſchen Baumeiſter haben dieſe Fehler vermieden und da= Landes querenden Oswald=Promenade, vertieft ſich auf der
inſtinktiv vor Jahrhunderten in der praktiſchſten Weiſe mit geradezu wundervolle Erfolge erzielt. So widerſtan= Höhe von Rentſch in die Blütenparade des Boznerbodens
ausgeführt wurde. Die Erdbebenforſchung, die im Lande den die alten Mauern von Nagoha dem großen Erdbeben am Eiſack oder ergeht ſich am Walterplatz, von
Einheimi=
des Mikado beſonders gepflegt wird iſt erſt allmählich von 1892, bei dem Tauſende neuer Häuſer zuſammen= ſchen und Fremden gekannt und freudig begrüßt. Auch in
der verborgenen Weisheit auf die Spur gekommen, die ſtürzten. Ebenſo blieben die japaniſchen Bauten, wenn künſtleriſcher Hinſicht iſt ſeine Vorliebe für Bozen und
deſ=
in der Anlage der Architekturwerke ſich offenbart, und ſie nicht ſchon alt und gebrechlich waren, unverſehrt, wäh= ſen Bergwelt friſch und jung geblieben. Das bekundete
nutzt nun dieſe Kenntniſſe bewußt aus. Die Anſichten rend die neuen Poſtanſtalten, die aus Ziegeln erbaut er jüngſt durch Widmung eines neuen Gemäldes für den
des größten japaniſchen Kenners auf dieſem Gebiete, des waren, und andere europäiſche Gebäude wie Kartenhäuſer Rathauskeller.
C.) Ein parlamentariſcher Film. Eine unternehmende
Profeſſors Omori vom ſeismologiſchen Inſtitut an der zuſammenkrachten. Auf Grund der geſammelten Erfahr=
Univerſität Tokio, gibt Miß Blackford Lawſon in einem ungen iſt von der Univerſität Tolio ein Erdbeben=franzöſiſche Kinofirma hat von der Quäſtur des Parla=
Aufſatz der Londoner Knowledge wieder. Der GelehrteVerſuchsbau aufgeführt worden, der nach genauen ments die Erlaubnis erhalten, Aufnahmen vom
parla=
ſprach ſich in ſchärfſter Verurteilung über den Unverſtand Berechnungen die größtmögliche Sicherheit bei Erdbeben mentariſchen Leben im Palais Vourbon zu machen. Man
der Abendländer, beſonders der Engländer in Indien, gewährt und als ſeismologiſche Beobachtungsſtation ein= weiß, bemerkt der Figaro dazu, mit welcher erſtaunlichen
bei dem Häuſerbau in Erdbebengebieten aus. „Es iſt gerichtet iſt. „Eine merkwürdige Tatſache iſt es, daß die Willfährigkeit die meiſten Zeitgenoſſen ſich den
Anfor=
geradezu verbrecheriſch von der Regierung”, ſagte er, vor Jahrhunderten erbauten Pagoden ſchon das Prin= derungen der kinematographiſchen Kurbel fügen. Die
ſchlechte Bauwerke zu öffentlichen Zwecken aufzuführen, zip der modernen Seismographen beſitzen, das in einer Nachricht von den Aufnahmen im Parlament wurde
wie Schulen, Gefängniſſe und Baracken, und mein Rat Vereinigung von ſtabiler und nicht ſtabiler Konſtruktion ſchnell bekannt, und manche Parlamentarier zeigen ſich
an die indiſche Regierung würde der ſein, ſolider zu beſteht, um dadurch eine neutrale Stabilität hervorzu= beſonders befliſſen in dieſen parlamentariſchen Films zu
bauen, beſonders auf einem ſicheren Grund, und gutes bringen die das ganze Gebäude gegen Erdbeben weni= erſcheinen. Die Aufnahme dauerte mehrere Stunden;
ge=
ſtandhaftes Material zu verwenden.‟ Profeſſor Omoriger empfindlich macht. In dem hohlen Treppenraum ſchickt in der Kunſt, das Intereſſe einer Verſammlung zu
hat bei einem Beſuch in Indien beobachtet, daß die bri= jeder fünfſtöckigen Pagode iſt eine ſchwere Holzmaſſe frei feſſeln, wußten die Operateure auch hier gut zu
arbei=
tiſchen Ingenieure ganz falſche Vorſtellungen über die aufgehängt, gleich einer hin= und herſchwingenden Zunge, ten, und ſie verſchmähten keines der Momentbilder in die=
Wirkung von Erdbeben haben. So ſind ſie der Anſicht von der Spitze herunter bis zum Boden, aber nicht in Be= ſem Bienenſtock, den die Abgeordnetenkammer darſtellt,
daß der weiche Boden von Kalkutta wie ein elaſtiſches rührung damit, und bei der Erſchütterung durch ein Erd= in dem es ſo wenig Bienen und ſo viel Drohnen gibt. .
Kiſſen wirke, die Stöße auffange und ſo ein Schutz für beben ſchwingt dies rieſige Pendel langſam, das Gebäude! Die Morgenſitzungen, in denen 15 Abgeordnete die
wich=
die Gehäude ſei. „Nichts kann irriger ſein, als dieſe An= ſchwankt und ſteht dann wieder ſicher auf ſeiner Baſis. tigſten Geſetze entſcheiden, die feierliche und ſehr ſchöne
Nummer 142.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 20. Jnni 1913.
Seite 4.
Teit eines meuſchlichen Schädels und einen Schienbein= 47435 Marl. Dieſe Koſten wurden in der Hauptſacheſ Zweikappen=Ghamäkeon und eine ganze Schar
knochen, welcher eine regelmäßige kleine viereckige Durch= gedeckt durch den Lotterieertrag von 23 708 Mark, den an= der reizenden, lebendgebärenden
Zwerg=
bohrung aufweiſt. Nach der Beſchaffenheit kann dieſes geſammelten Baufonds von 18845 Mark, den Staatszu=chamäleons, die durch beſonders lebhaften Farben=
Loch zur Befeſtigung des Skeletteils gedient haben, wie ſchuß von 4284 Mark und die Stiftung von Baurat Berth wechſel auffallen. Auch die Zierfiſchſammlung erhielt viel
Neues, ſo vor allem prächtige, noch unbekannte,
es bei wiſſenſchaftlichen Präparaten der Fall zu ſein und Kanzleirat Wurſt von 571 Mark.
Amazonas= und La Plata=Welſe und drei
pflegt. Der Fundort war urſprünglich der obere offene
Arten Schlangenkopffiſche, die abenteuerlich
Teil eines Backofens, und in Anbetracht der übrigen
auf=
geſtalteten durchſichtigen Gaſteropelocus u. a. m.
gefundenen Gegenſtände liegt die Vermutung nahe, daß
Reich und Ausland.
Für die Inſektenſammlung wurden große afrikaniſche
alles als wertloſer Abfall ſeinerzeit dorthin geworfen und
Aus der Reichshauptſtadt, 18. Juni. Die ameri= Pillendreher, die man häufig im Terrarium bei der
dann durch die Zumauerung der Stelle in Vergeſſenheit
geriet Jene Zumauerung erfolgte wahrſcheinlich in den kaniſche Studienkommiſſion iſt von Halle in Arbeit beobachten kann, Rieſenleuchtkäfer, eine
öoer Jahren des vorigen Jahrhunderts, als Mannſchaften Berlin eingetroffen. Sie wird heute vormittag im Her=Vogelſpinne, große Tauſendfüßer vom
Ru=
des damals in Babenhauſen garniſonierenden Eheveaur=renhausſaale durch Miniſterialdirektor Thiel begrüßt wer=fidſe und afrikaniſche Rieſenrüſſelläfer
er=
leger=Regiments in Ermangelung hinreichender Reſerve=den. Später findet eine Beſichtigung der Spirituszentrale worben.
Jena, 19. Juni. In dem Hauſe Kronfelder Straße
räume im Altdorfer Hof dauernd untergebracht waren. ſtatt. Am Freitag folgt die Kommiſſion einer Einladung
Damals wurde der unbenutzte Backofen zu einer Militär= des Staatsſekretärs des Innern zum Tee nach dem Gar= Nr. 16, Ecke Mittelſtraße, brach geſtern abend gegen 10
ſchmiede eingerichtet und bei Ausführung der Eſſe jene ten des Reichsamtes. — Von der Großen Berliner Uhr ein Brand aus, der mit großer Schnelligkeit um
obere Backofenmauer zugemauert. Vermutlich hatte man Straßenbahn und ihren Nebenbahnen wurden an ſich griff. Das Treppenhaus ſtand im Nu in Flammen,
die Stelle vorher als eine Art Rumpellammer angeſehen, den vier Tagen von Samstag bis Dienstag zuſammen wodurch den im Hauſe wohnhaften acht Familien der
und es mögen jene von der Beſchäftigung eines Militär= 7764000 Fahrgäſte befördert, 1773000 mehr als an den Ausgang verſperrt wurde. Ein 23 Jahre alter
Telegra=
arztes oder dergleichen herrührenden Knochenteile ſo in gleichen Tagen des Vorjahres. Der Sonntag brachte mir phenarbeiter und ein 4jähriges Kind ſind verbrannt. Die
den Winkel gelangt ſein. Jedenfalls fehlt jeglicher An= 2108000 Perſonen die höchſte Verkehrsziffer ſeit Beſtehen Frau des Kaufmanns Penther, dem das Haus gehört.
des Unternehmens. Die bisherige Relordziſſer: (2. Sep=erlitt ſchwere Brandwunden und mußte in eine Klinik
haltspunkt für ein Verbrechen oder dergleichen.
Halnſtadt, 19. Juni. Von einem ſchweren un= tember 1912) erreichte die zweite Millon noch nicht, ſon= geſchafft werden. Einige Perſonen erlitten bei den
Ret=
fall betroffen wurde der 16jährige Arbeiter Iſidor dern betrug nur” 1870 000. — Seit Anfang dieſes Jah= tungsarbeiten Rauchvergiftungen, erholten ſich aber bald
Schwarzkopf aus Klein=Krotzenburg, der bei der res wurden die Juweliere Berlins dadurch beun= wieder. Von dem Mobiliar konnte faſt nichts gerettet wer=
Firma Holzmann & Cie, hier beſchäftigt iſt. In der Mit= ruhigt, daß faſt keine Woche verging, in der nicht min= den. Das Haus iſt ausgebrannt. Auch der Giebel eines
tagspauſe fuhr er mit einem Fahrrad in dem Glaſierraum deſtens ein oder zwei Einbrüche verübt wurden. Der Nachbarhauſes geriet in Brand. Das Feuer ſoll durch
hin und her. Plötzlich verlor er das Gleichgewicht und Sittenpolizei war in der letzten Zeit aufgefallen, daß eine Gasexploſion in der Badeſtube entſtanden ſein.
fiel in eine Glasſcheibe, wobei ihm der entblößte mehrere Damen der Halbwelt einen ſehr üppigen Prunk
Dortmund, 18. Juni. Bereits vor einigen Tagen
entfalteten und ſich mit Geſchmeide behängt hatten. hatte die Dortmunder Zeitung die Nachricht gebracht,
ge=
rechte Arm vollſtändig zerfleiſcht wurde.
K. Baierseich, 19. Juni. Man ſchreibt uns: Ein Geſtern wurden verſchiedene dieſer Damen überraſcht, rüchtweiſe verlaute daß Pfarrer Traub rehabi=
Automobil, das hier defekt wurde, mußte repariert als ſie mit drei ſchweren Einbrechern ein Zechgelage ab=litiert werden ſolle Auf ein darauf erfolgtes
De=
werden. Der hier wohnende Gutsbeſitzer Opper= hielten. Zwei Brüder Zichelski geſtanden angeſichts der menti des offiziöſen Bureaus bleibt das genannte Blatt
mann war ſo freundlich, die Inſaſſen des Autos, Für= gravierenden Schuldbeweiſe, die in der Form der den bei ſeiner Behauptung, indem es ſchreibt: „In der
Nach=
ſtin Braunfels mit Gefolge, in ſeine Wohnung Mädchen abgenommenen Schmuckſachen vorlagen, Ju= mittagsausgabe der Dortmunder Zeitung vom Samstag
aufzunehmen und durch einen Imbiß zu bewirten. Die welen und Goldſachen im Werte von 50 000 Mark erbeutet hatten wir ein Gerücht mitgeteilt, wonach die
Dortmun=
der Reinoldigemeinde vor der erfreulichen Genugtuung
Fürſtin überreichte für die Gaſtfreundſchaft beim Abſchied zu haben.
Frankfurt, 19. Jnni. Geſtern wurde in Frankfurt ſtehe, daß ihr früherer Pfarrer, der jetzige
Landtagsabge=
der Frau Oppermann ihre goldene Uhr, mit Diamanten ein ſog. Volkskindertag veranſtaltet, deſſen Er= ordnete Traub, den Pfarrertitel wiedererhalten werde der
beſetzt, als Andenken.
W. Lampertheim, 18. Juni. Das Liebespaar, das trägnis für wohltätige Einrichtungen zur Kinderfür= ihm in Konſequenz des drakoniſchen Spruches des
Ober=
ſorge beſtimmt iſt. An vielen Stellen der Stadt waren kirchenrates genommen wurde. Das offiziöſe
Wolff=
ſich, als es verfolgt wurde, in Hockenheim mit Kleeſalz Meßbuden aufgeſtellt, in denen Frankfurter Damen ſich bureau hat auf dieſe Mitteilung hin ſofort die Apparate
vergiften wollte, iſt wieder aus der Klinik in Heidelberg in der verſchiedenſten Weiſe betätigten. In den Straßen ſpielen laſſen und feſtgeſtellt daß amtlich von dieſer
Re=
entlaſſen worden. — Am 28., 29. und 30. Oktober fanden Umzüge ſtatt, und junge Mädchen boten den Paſ= habilitierung nichts bekannt ſei. Das kann ſtimmen. Die
feiert der Geſangverein „Cäcilie” ſein vierzig= ſanten Blumen Reklamemarken, Künſtlerkarten und der= Tatſache jedoch, daß die Rehabilitierung über kurz oder
jähriges Stiftungsfeſt.
gleichen zum Kauf an. — Auch die Frankfurter Produk= lang erfolgen wird, iſt damit nicht dementiert. Das Wolf=
Mainz, 19. Juni. Der Wirt Menzel, der in der tenbörſe wurde geſtern mittag plötzlich von einem Trupp ſche Dementi ändert an unſerer Behauptung alſo nichts
Nacht auf Dienstag in ſeinem Lokal in der Rheinallee junger Wanderer überfallen, welche ihr Wanderlied ſangen und wir halten ſie voll und ganz aufrecht. Auf welchem
von dem Keſſelſchmied Karl Kärcher aus Frankenthal und dann von den Vörſenbeſuchern Gaben ſammelten. Bege die Rehabilitierung erfolgen wird, darüber wollen
geſtochen wurde iſt in verfloſſener Nacht in dem St.
— Frankfurt, 19. Juni. Neue Tiere im Zoo= wir uns vorläufig noch nicht auslaſſen. Es mag die Tat=
Rochushoſpital geſtorben. Der Täter iſt in Haſt. —
logiſchen Garten. Gelegentlich einer Reiſe des ſache genügen, daß bis in ſehr hohe Kreiſe hinein der für
Ein aus der Anſtalt Klein=Zimmern entſprungener wiſſenſchaftlichen Direktors Dr. Priemel nach Hamburg Traub entehrende Spruch des Oberkirchenrates tief ver=
Zwangszögling wurde in dem Augenblick feſt=konnte eine Anzahl wichtiger Neuerwerbungen für den letzt hat und daß dieſe Kreiſe in dem Verhältnis Traubs
genommen, als er ein in Darmſtadt geſtohlenes Garten gemacht werden. Obenan ſteht ein prachtvoller zur Kirchengemeinde nicht ausreichende Gründe gefunden
Fahrrad verkaufen wollte. — In den ehemaligen Feſt= ausgewachſener Mohrenmakak von Celebes. Noch haben das furchtbare Urteil zu rechtfertigen.”
ungswerken am Fort Philipp wurde ein verſchloſſener mehr Intereſſe findet bei den Beſuchern ein reizendes
Mörs, 19. Juni. Die vierzehn Bergleute,
Raum aufgebrochen und daraus drei ſchwere eiſerne Baby des Wollaffen, jenes ſeltenen Südameri= die geſtern früh auf Schacht I der Zeche Friedrich Hein=
Platten, eine Pumpe und zwei eiſerne Fenſterläden ge= kaners, deſſen ſchwarzes ausdrucksvolles Geſicht ſo über= rich in Lintfort durch Zubruchgehen der Strecke
einge=
ſtohlen. — Auf der Schanze Dalheim in der Nähe aus menſchlich anmutet. Das kleine Wolläffchen, „Puſſy” ſchloſſen worden ſind, ſind jetzt gerettet. Sie ſind ſämtlich
des neuen Krankenhauſes wurden in der Nacht auf Mitt= mit Namen, iſt bereits der erklärte Liebling des ſtändigen unverletzt und wohlauf.
woch zehn Zentner Heu entwendet.
Publikums. Immer ſeltener im Tierhandel werden die
Prag, 18. Juni. Die Winterſportſtation Keilbaude
Worms, 19. Juni. Der Rübenkrieg hat, wie be= beiden extremſten Paviane Mandrill und Drill. Von
er=
kannt, mit einem Rückzug der Landwirte geendet, da es ſterer blaunaſigen Art beſitzt der Garten ſeit etwa einem oberhalb von Hohenelbe im Rieſengebirge iſt in der
vori=
den Fabriken gelungen iſt, zu den von ihnen vorgeſchla= halben Jahre ein junges Pärchen. Nun iſt es auch ge=gen Nacht vollſtändig abgebrannt.
Neapel, 19 Juni. Heute nacht um 3 Uhr kam,
wahr=
genen Lieferungsbedingungen genügende Abſchlüſſe zu lungen, zu dem älteren ſchwarzgeſichtigen Drillweibchen
machen. Die Vereinigung rübenbauender Landwirte Heſ= ein munteres junges Männchen zu erwerben, das vorläu= ſcheinlich infolge von Kurzſchluß, in zwei Schuppen
ſens und der Pfalz hielt nun in den „Zwölf Apoſteln” fig in der ſogenannten Glasgalerie untergebracht iſt. In der Firma Pattiſon auf dem Terrain des Marinearſenals
eine gutbeſetzte Verſammlung ab, in der beſchloſſen der jetzt in einem großen Geſelſchaftskäfig einquartierten ein Brand aus. Die Schuppen dienen zur Reparatur
wurde, eine eigene Zuckerfabrik zu errichten. Kapuzinerhorde befindet ſich als Neuling ein ſehr ſchöner von Torpedobooten und enthielten Baumaterial, Benzin
Es ſoll eine Aktiengeſellſchaft „Zuckerfabrik Rheingau‟ Schwarzkopfkapuziner. Im Haus für kleine und Oel. Das Feuer ſprang auf die dritte, dem Staate
gegründet werden. Dieſe neue Zuckerfabrik kommt vor= Säugetiere iſt neu ein junger poſſierlicher Weißbart=gehörige Werkſtätte über. Eine hohe Feuerſäule loderte
ausſichtlich zwiſchen Worms und Rheindürkheim zu ſtehen. roller. Eine ſehr ſeltene Zwergbeutelratte zum Himmel und lockte eine ungeheuere Menſchenmenge
Die Lieſerungsverträge für die neue Zuckerfabrik Rhein=wurde in einem ſchön bepflanzten Behälter der Terrarien= in die Nähe des Arfenals. Auch die Militär=und
Zi=
gau, die ſoeben in Umlauf geſetzt werden, ſchließen die abteilung untergebracht. Für das Vogelhaus wurde ein vilbehörden, ſowie der Herzog von Aoſta waren erſchienen.
Vereinigung rübenbauender Landwirte Heſſens und der Paar der reizvollſten Bewohner der waldigen Amazonas= Den vereinigten Anſtrengungen der Feuerwehren und der
Pfalz — der über 150 Ortsgruppen angehören — direkt ufer erworben, es ſind die graziöſen Sonnenrallen, Beſatzungen der Schiffe und des Militärs gelang es. um
mit den Rübenpflanzern ab. Die Zuckerfabrik zahlt für die jedem ſofort durch das anſprechende Gefieder und die 6.30 Uhr des Feuers Herr zu werden. Auch die deutſchen
Anmut ihrer Bewegungen auffallen. Sie können wohl als Kriegsſchiffe „Göben” und „Straßburg” beteiligten ſich
je 50 Kilogramm reine Rüben als Grundpreis 95 Pfg. die ſchönſten aller kleinen Stelzvögel gelten. Ein Pracht= heim Helfen. Sie ließen ihre Scheinwerfer ſpielen und
und gibt 5 Prozent Trockenſchnitzel oder 25 Kilogramm eremplar iſt die neue Gelbwangenamazone. Im ſandten mehrere Kompagnien ans Land zur Beteiligung
naſſe Schnitzel zurück. Für nicht abgenommene Trocken= Aquarium ſind von den Neuerwerbungen beſonders an den Löſcharbeiten. Zehn Feuerwehrleute wurden
ſchnitzel werden 6 Pfg. für das Kilogramm vergütet. Des einige grüne und ein grauer Lequan zu
ferneren wird als Ueberpreis für jedes Prozent Divi= erwähnen, die durch die mächtigen Rückenkämme und koloſ= verletzt.
Paris, 19. Juni. Das hieſige Zivilgericht
ver=
dende, nach Abzug der vereinbarten Abſchreibung und jalen Kehlwammen, ſowie durch ihre Farbenpracht auf=
Verzinſung, 2 Pfg. für je 50 Kilogramm Rüben, welche fallen. Es ſind die größten und ſchönſten Eremplare fügte auf Erſuchen des ſpaniſchen Botſchafters,
vor dem 1. Oktober oder nach dem 20. November geliefert ihrer Art, die je hier gezeigt werden konnten. Außer einer daß das Goyaſche Bild „Gigantillas” (Spielende Kinder),
werden, gezahlt, ein Aufpreis von 5 Pfg. für 50 Kilo= herrlichen grünen, erſtmalig importierten Baum= welches hier mit anderen Bildern der Galerie Nemes zur
gramm.
ſchlange wurden für die Reptilienſammlung neue Verſteigerung gelangen ſollte, vorläufig unter Seque=
(4) Alsfeld, 19. Juni Die Geſamtkoſten für die Re=Springeidechſen (Anolis), ſeltene Schild=ſter geſtellt wird. Das Bild, das
wäh=
novierung des Rathauſes belaufen ſich auf kröten und Siedleragamen angekauft, ferner ein rend der Revolution gleichzeitig mit drei anderen
Ge=
eien
Ankunft des Präſidenten, die zahlreichen Wähler im lange ſeidene Jacke, die bis zu den Knien reicht; ſie iſt Mann in einem Salon ſich einer jungen Frau nühert,”
Saale, die mit ihren Geſuchen kommen und ihr Recht for= an den Seiten aufgeſchlitzt und durch Litzen zuſammen= ſo ſchreibt er, „um von ihr die Gunſt eines Tanzes zu
dern oder enttäuſcht abziehen, eine Nachmittagsſitzung gehalten. Mit dieſen koſtbaren Seidenkoſtümen kann ſich erbitten, ſo lädt er ſie mit unendlicher Verehrung dazu
mit aufregenden Kämpfen, und dann — die Bar, das alles allerdings keine Dame ins Waſſer wagen. Vervolſtän=ein, mit ihm eine erlaubte Fahrt in das Königreich der
haben die Kinoleute verfilmt. Und vor allem haben ſie digt wird die Badeausrüſtung der modernen Frau durch delikaten Träume zu unternehmen. Das iſt eine köſtliche
der Bar, die in der Kammer bei manchen ehrenwerten einen mit einer bunten Kante beſtickten Bademantel, durch Zeremonie, und die junge Frau, die ihm dieſe Gunſt ge=
Mitgliedern eine ſo hervorragende, ganz beſondere Stelle ein hochelegantes Rereſaire, in dem ſie die zahlreichen währt, gibt ihm ein Zeichen unbegrenzten Vertrauens.
einnimmt, mit einer gewiſſen Bosheit den ihr zukommen= Utenſilien für die Toilette mit ſich führt, durch ein Zelt, Ein Tanz im Salon in einer geſchloſſenen Geſellſchaft
den Raum in den Films reſerviert, die in kurzem allen einen Liegeſtuhl und einen großen Sonnenſchirm, der muß alſo etwas ſehr Delikates ſein, bei dem Achtung und
Franzoſen eine Anſchauung vom parlamentariſchen Leben natürlich in ſeiner Farbe zu dem Koſtüm der eleganten Vertrauen ſehr eng beieinander wohnen. Deshalb ſind
geben ſollen. Vielleicht werden dann, kurz vor oder wäh=Waſſernymphe paſſen muß.
alle dieſe Tänze der Gauchos und der Cowboys zu
ver=
rend der Wahlzeit, manche Abgeordnete bedauern, daß ſie
K. Koſtbare Autographen. Aus Paris wird berichtet: bannen, und wir müſſen hier beim Menuett unſerer Väter
ſich ganz ahnungslos zur Aufnahme eines Films her= Anſehnliche Preiſe erzielten einzelne Stücke einer ſehr bleiben, bei der Pavane dem Walzer und Boſton.” Im
gegeben haben, der zuerſt ihrer Eitelkeit ſchmeichelte. Aber ſchönen Autographenſammlung, die am Montag zur Ver= Kabarett, wo man Kurioſitäten und Erzentrizitäten ſehen
dann wird es zu ſpät ſein. ..
ſteigerung gelangte. Ein Brief von Karl 12., an ſeine wil, ſind nach Rafſaellis Anſicht dieſe neuen Tänze ſchon
* Die Badeausrüſtung der Dame von 1913. Strumpf= Schweſter, die Königin von Spanien, erzielte 1453 Francs; eher am Platze. Der bekannte Porträtiſt Gerver findet
bänder ſind das neueſte unumgänglich nötige Zubehör eine merkwürdige Randbemerkung Napo= ſich als Philoſoph mit dem Gegebenen ab; er hält zwar
der Badetoilette mit der die elegante Frau ſich für ihre leons I. auf einem Briefe von Marmont: Wenn es den Tango und die anderen neuen Tänze für viel weni=
Ferienreiſe ausrüſtet. Aus farbigem, waſſerdichten Gummi wahr iſt, daß dieſes Dorf den Aufruhr gepredigt hat, ſo ger graziös als die früheren, aber „dieſe neuen Tänze
ſind dieſe Bänder hergeſtellt und mit ſchmalen Rüſchen müſſen 300 Mann dorthin geſandt werden, und die 3 ſtimmen eben mit dem Geſchmack des Tages und unſerer
garniert; ſie werden auch mit einer kleinen Roſette oder Männer, die den Aufruhr gepredigt haben, müſſen aus=Liebe zum Häßlichen überein. Der Tango iſt ein
präch=
geliefert werden oder man muß ſie mitten auf dem öffent= tiger Charaktertanz, wenn er von Gauchos an Orten ge=
Schleife an der Seite getragen. Die Zeiten ſind dahin,
da die Schwimmerin ein einfaches marineblaues Koſtüm lichen Platz hängen. Werden die Männer nicht ausge= tanzt wird, die ich nicht nennen will. Aber in der
Ver=
zerrung, wie er zu uns aus Buenos=Aires gekommen
anlegte, um dann den Kampf mit den Wogen zu wagen. liefert, läßt man das Dorf plündern und niederbrennen”.
Die moderne Badetoilette beſteht aus gar vielen einzel= wurde mit 1115 Franes bezahlt, während eine andere iſt und nun das Pariſer Publikum entzückt, ſcheint miv
nen Teilen, und man muß ſtreng unterſcheiden zwiſchen Randbemerkung, „Napol” unterzeichnet, nur 455 Francs dieſer Tanz kein Intereſſe zu bieten.” Aehnlich urteilt
dem eigentlichen Schwimmkleid und der Paradetoiletteerzielte. Ein ſehr ſchöner Brief des Papſtes Sirtus V.der vorzügliche Schauſpieler der Comèdie=Frangaiſe,
die die Dame für den Aufenthalt am Strand anlegt. an Henri III. brachte 1710 Franes, ein Brief des HerzogsSilvain, der von dem Tanz, wie man ihn in Argen=
Zunächſt muß man zwei Mützen haben, und zwar eine von Enghien 300 Francs, ein Brief der Kaiſerin Jo= tinien tanzen ſieht, geradezu entzückt iſt. „Der von den
elegante mit Schleifen und Garnierung geſchmückte, und ſephine an Menneval 510 Franes, eine einfache Quittung Eingeborenen ausgeführte Tango iſt viel unſchuldiger,
Doch in
eine einfache, mit der man ins Waſſer geht. Zu den ele= La Fontaines 330 Francs, ein Brief der Margniſe von als der Walzer, wie man ihn häufig ſieht.”
ganten Strumpfbändern gehören natürlich nicht minder Sevigné 545 Francs, ein Billett von Charles Stuart, ge= einem Pariſer Tanzlokal ausgeführt, ſei der Tango weit
elegante Strümpfe. Mit kreuzweiſe geſchlungenen, zu nannt der „Junge Prätendent‟ 210 Franes, und eine entfernt von jener Anmut und Vornehmheit der
Beweg=
den Strümpfen in der Farbe paſſenden Bändern werden Quittung von Taintrailles, einem der kriegeriſchen Be= ung, die ihm urſprünglich eigen. Zum Schluß kommen
als Vertreter der tanzenden Jugend zwei Studenten zum
die Schuhe feſtgehalten, die beim Paddeln aus feinem gleiter der Jungfrau von Orleans, 350 Francs.
Strohgeflecht und bei der Promenade am Strande aus
C. K. Eine Umfrage über den Tango. Um einen Wort, von denen der eine, ein Südfranzoſe, den Tango
Seide ſein müſſen. Das eigentliche Schwimmgewand iſt Beitrag zu dem großen Problem der modernen Tanz= als einen Tanz des Südens leidenſchaftlich liebt und
in einem Stück und verhältnismäßig einfach gearbeitet. kunſt zu der Aufnahme des Tango, zu bieten, hat ſich genug Temperament und Unbefangenheit zu beſitzen glaubt,
Aller Lurus konzentriert ſich auf das zweiteilige Parade= der Excelſior in einer Umfrage an eine Reihe von Künſt= um ihn in rechter Weiſe zu tanzen. Ein anderer aber
ſchwimmkoſtüm, das in ſehr ſtart leuchtenden Farben lern und als beſonders Sachverſtändige auch an ein paar wendet ſich in voller Schärfe gegen dieſen häßlichen und
gehalten iſt und in dieſem Jahre bulgariſche Muſter und Studenten gewandt, um ihre Meinung über dieſe zero= gemeinen Tanz, der dem franzöſiſchen Geſchmack ins Ge=
Formen bevorzugt: auch die Schwimmützen zeigen in tiſche Blume des Parketts” zu erfahren. Für eine ſtrenge ſicht ſchlage und keinen anderen Reiz, keine andere
Ent=
ihrer kecken Form eine Vorliebe für die maleriſchen Trach= Verbannung des Tango aus dem Salon tritt der be=ſchuldigung habe als ſeine Exotik.
ten des Balkans. Ueber die faltige Pluderhoſe fällt eine rühmte Maler Raffaelli ein. „Wenn ein junger
Nummer 142.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 20. Juni 1913.
Seite 5.
mälden aus dem Pradomuſeun geſtohlen wurde, wird ſGeſamtbezige der Penſion gleichlommen, die ſie bezehen ſrußt, ſo gelangt man von ſelbſt dazu, als nächſten
An=
auf 80 000 Francs geſchätzt. Ein hieſiges Blatt ſpricht würden, wenn die Ruheſtandsverſetzung am 1. April 1912 halt für objektive und richtige Gebäudepreiſe die
Brand=
die Hoffnung aus, daß die franzöſiſche Regierung viel= erfolgt wäre.
kaſſewerte zuſammen mit dem Werte von Grund und
leicht auf ähnliche Weiſe die aus dem Louvre=Muſeum
Landgerichtspräſident Dr. Hangen tritt warm Boden anzunehmen. Daß hierbei nicht rein ſchematiſch
geſtohlene Mona Liſa zurückerlangen wird.
für dieſen Antrag ein, zumal es ſich bei den drei verfahren werden darf, iſt ſelbſtverſtändlich. Dem wird
Nancy, 18. Juni. Das Kriegsgericht ver= Beamten um ſehr verdiente vaterlandstreue Männer han= auch in der Praxis durchaus Rechnung getragen.
urteilte von fünf Soldaten, die ſich am 18. Mai ge= delt, die alle drei das Eiſerne Kreuz haben.
Nun bin ich durchaus darauf gefaßt, daß mir
einge=
weigert hatten iin einer Patrouille mitzumarſchieren,
Miniſter des Inzern von Hombergk zu Vach wendet wird, die Ergebniſſe bei der Landeskommiſſion als
welche die Meuterer auf dem Uebungsfelde von Dam= Exz. wünſcht Aufklärung dahin, ob die Zulage gewährt letzter Inſtanz ſeien nicht beweiskräftig; ganz anders ſehe
martin=les=Toul verhaften ſollte, zwei zu einem Jahre werden ſoll ohne Rückſicht auf die Bedürftigkeit der Pe= es in der erſten Inſtanz aus. Ich bin bemüht geweſen,
und drei zu zwei Jahren Gefängnis. Keiner von ihnen tenten. Wenn das der Fall wäre, würde ſich die heutige mir auch hierüber ein Bild zu verſchaffen, und zwar an
iſt Mitglied des Arbeiterverbandes. Die Angeklagten er= Reſolution der Erſten Kammer mit dem Standpunkte der Hand der Zahlen für das Finanzamt Darmſtadt I, alſo
klären ſie ſeien ermüdet geweſen, da ſie ſchon einen Zweiten Kammer decken.
den Stadtbezirk Darmſtadt. Hier hat in 1912 die Zahl
Marſch hinter ſich hatten, und hätten nicht die Bedeutung
Landgerichtspräſident Dr. Hangen beantragt einen der Einſprüche und Berufungen gegen die Abſchätzung der
der Weigerung erkannt. Alle verſicherten, nicht gehört zu dementſprechenden Zuſatz zu dem Ausſchußantrag. —Gebäude bei rund 6000 Gebäudebeſitzern nur 69 Fälle
be=
haben, daß der Hauptmann an ſie eine beſondere Auf= Es tritt dann eine kurze Pauſe ein, in der der Aus=tragen, von denen 19 ohne Erfolg blieben.
forderung des Gehorſams gerichtet habe. Die Anklageſchuß über den Zuſatz ſich einigt und nach Wiederauf=
Was die Unterlagen angeht, ſo erfolgen die
Abſchätz=
wies beſonders auf die Rolle des Arbeiterverbandes und nahme der Sitzung beantragt, nach den Worten „aus Bil= ungen der Gebäude durch die hierzu berufenen
Kom=
auf das Komplott hin, das beabſichtigt, beſonders die ligkeitsgründen” einzufügen: ohne Rückſicht auf miſſionen, die aus Ortsangehörigen und mit den Ver=
Truppen im Oſten zu desorganiſieren. Das den fünf die Bedürftigkeit”.
. Der Ausſchußantrag wird hältniſſen vertrauten Perſonen beſtehen; es iſt hierdurch
Angeklagten zum Vorwurf gemachte Vergehen beſteht, ge= mit dieſem Zuſatz einſt immig angenommen.
ſchon eine Gewähr geſchaffen, daß die reellen Werte der
nau genommen, darin, daß ſie ſich geweigert haben, das
Ohne Debatte werden erledigt durch Beitritt: Beſitzungen den Abſchätzungen zu Grunde gelegt werden.
Bajonett aufzupflanzen.
Liſſabon, 18. Juni. Die Polizei ermittelte den Ver= Antrag der Abgg. Reh und Genoſſen, Gehaltsver=Ueberdies ſind die Finanzämter bezw die Vorſitzenden
brecher, der am 10. d. M. eine Bombe warf. Es iſt ein hältniſſe der Kreisbeamten betreffend: Vor= der Veranlagungskommiſſionen angewieſen, alle
Hilfs=
junger Telegraphiſt namens Cäſar Aurellio; er iſt ſtellung von Einwohnern zu Richen (Kreis Dieburg), mittel, die für die Abſchätzungen dienlich ſind, bei den
Unterſtützung für entſtandene Hagelſchäs Veranlagungen zu benutzen. Hierzu gehören die von den
noch nicht verhaſtet.
Amtsgerichten mitgeteilten Erwerbspreiſe aus Verkäufen
Wladikawkas, 18. Juni. Im Gebiete von Naltſchik den vom 7. Juli 1912 betreffend.
Zu dem dringlichen Antrag der Abgg. Dr. Oſann, der letzten Zeit, die Abſchätzungen zur Brandverſicherung,
entſtanden Unruhen, da die Bauern über neue
Beſtim=
mungen, betr, die Benutzung der Weideplätze, ungehalten Brauer, Reh, Ulrich und 31 Genoſſen, betreffend die Zen= die Schätzungen der Ortsgerichte, die Mieterträgniſſe der
waren. Trotzdem der Diſtriktschef abriet, rotteten ſichtralkaſſe der Heſſiſchen Landwirtſchaft=Gebände uſw. Außerdem können die Grund= und
Ge=
etwa tauſend Bauern aus zwei Dörfern zuſammen, um lichen Genoſſenſchaften, und dem Antrag des bäudebeſitzer bei Veranlagungen ihrer Hofreiten ſelbſt
die Biehzüchter zu veriagen. Ihrem Beiſpiel folgten die Abg. Dr. Winkler, betreffend die Zentrallaſſe der Hef= mitwirken durch Abgabe von Steuererklärungen, die unter
Bewohner anderer Dörfer. Die Provinzbehörden be=ſiſchen Landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaften e. G. m. b. H. allen Umſtänden berückſichtigt werden. Die Finanzämter
gaben ſich an den Ort der Unruhen. Es wurden Truppen zu Darmſtadt, beantragt der Ausſchuß: Hohe Erſte führen Gebäudeverzeichniſſe, in die alle Gebäude mit ihren
dorthin entſandt.
Kammer wolle dem von verehrlicher Zweiter Kammer Abſchätzungswerten eingetragen ſind Alle Veränderun=
New=York, 19. Juni. Der Dampfer „Impera= beſchloſſenen Erſuchen auf Gewährung eines verzinslichen gen durch Höherbewertung infolge Verkäufen oder
bau=
tor” iſt um 7 Uhr 20 Min. abends auf der Höhe von Darlehens an die Zentralkaſſe der Heſſiſchen Landwirt=lichen Veränderungen werden gewahrt; es kann nicht mit
Fire Island angekommen.
ſchaftlichen Genoſſenſchaften im Betrage bis zu 1000 000 Recht behauptet werden, die Abſchätzungen beruhten auf
Potſchefſtroom (Transvaal), 18. Juni. In feierlicher Mark zuſtimmen, unter dem Vorbehalt, daß die Willkür. Im Gegenteil, wer mit den Abſchätzungen ein=
Weiſe wurde heute dem Regiment der erſten in der zu erwartenden Vorlage demnächſt gewährten mal zu tun gehabt hat, wird die Ueberzeugung gewonnen
Royal Dragoons anläßlich des Jahrestages der Garantienfür die Sicherſtellung und Rück= haben, daß die Vorſitzenden mit ihren Kommiſſionen mit
Schlacht bei Waterloo ein Kranz überreicht, den der deut=zahlung dieſer Summe der hohen Erſten Kammer bei der größtmöglichen Vorſicht zu Werke gehen und daß der
Vorwurf der Willkürlichkeit durchaus unbegründet iſt.
ſche Kaiſer als Chefkolonel dem Regiment geſtiftet hat. Beratung dieſer Vorlage genügend erſcheinen.
Nach einer Parade des Regiments hielt der deutſche Ver=
Oekonomierat Walter: Als Vertreter der Land=Zu verweiſen bleibt ſchließlich auf § 28 der allgemein
zu=
treter eine Rede, in der er begeiſtert der glänzenden Ta=wirtſchaft fühle ich mich verpflichtet, dem Ausſchuß dieſes gänglichen Ausführungsanweiſung zum
Vermögensſteuer=
ten des Regiments im Jahre 1815 gedachte und zum hohen Hauſes, der Regierung und der Zweiten Kammer geſetz, den Redner verlieſt.
Schluß drei Hurras auf den Kaiſer ausbrachte.
Welche weiteren „objektiven” Grundlagen ſollen
ge=
verbindlichſten Dank auseuſprechen für die wohlwollende
Stellungnahme den Anträgen gegenüber. Ich hoffe, daß geben werden können, iſt nicht erkennbar.
Graf zu Erbach=Fürſtenau: Der
Finanzaus=
das hohe Haus den Antrag annehmen wird und daß da=
Erſte Kammer der Stände.
mit die ſchwere Kriſis, die über unſer landwirtſchaftliches ſchuß iſt nach eingehender Beratung einſtimmig zu der
Genoſſenſchaftsweſen hereingebrochen iſt, beſeitigt wird. Ueberzeugung gelangt, daß die Klagen der Haus= und
14. Sitzung.
Der Antrag wird einſtimmig angenommen. Grundbeſitzer über ſteuerliche Ueberlaſtung der
Berechtig=
ung nicht entbehren. Wir können aber heute auf die Aus=
St. Darmſtadt, 19. Juni.
Ohne Debatte erledigt werden durch Beitritt zu den führungen des Herrn Finanzminiſters nicht erwidern,
Am Regierungstiſch: Staatsminiſter Dr. v. Ewald Beſchlüſſen der Zweiten Kammer: Regierungsvorlage, weil unſer Berichterſtatter nicht anweſend iſt. Ich kann
Exz., Finanzminiſter Dr. Braun Exz., Miniſter des Verkauf des dem Großherzogtum=Landeseigentum gehöri= aber als Vertreter des Ausſchuſſes in Ausſicht ſtellen, daß
Innern v. Hombergk zu Vach Exz., Geheimerat gen Wartturms in der Gemarkung Nierſtein betr.; ſich der Ausſchuß mit den Darlegungen Sr. Exzellenz ſo
Wilbrand, Geh. Oberfinanzrat Dr. Rohde.
Regierungsvorlage, Geſetzentwurf, die Aufhebung bald als möglich befaſſen wird.
Präſident Graf von Schlitz gen. von Görtzldes kurheſſiſchen Geſetzes vom 28. Juni 1865,
Der Ausſchußantrag, der auf Beitritt zu
eröffnet die Sitzung um 10½ Uhr und verlieſt zunächſt über die Verwertung der Forſtnutzungen aus den Staats= dem Beſchluſſe der Zweiten Kammer, wonach die
Vorſtel=
einige Entſchuldigungen und Einläufe. Unter letzteren waltungen betr.; Regierungsvorlage, Automobil=lung als erledigt zu erklären iſt, lautet, wird
iſt ein Schreiben des Staatsminiſteriums, das ſich mit ſverkehr Weinheim-Tröſel betr.; Antrag des ſangenommen.
den von der Erſten Kammer am 15. März getroffenen Abg. Joutz, Reorganiſation der Verwaltung der
Es folgt Beratung des Antrags der Abgg. Ulrich
Aenderungen zum Voranſchlag einverſtanden erklärt.
Waldungen des Staates des Großherzoglichen und Genoſſen, betreffend das Einkommen= und
Darauf wird in die Tagesordnung eingetreten.
Hauſes und der Gemeinden in Heſſen betr.
Vermögensſteuergeſetz, ſowie das Urkunden=
Erſter Gegenſtand iſt ein dringlicher Antrag der Abgg.
Zur Vorſtellung der Haus= und Grundbeſitzer vonſtempelgeſetz. Am 19. Dezember 1911 richteten die
Brauer, v. Brentano u. Gen., die Beſoldungs= Mainz und Umgegend, die ſteuerliche Ueberlaſt= Abgg. Ulrich und Genoſſen folgenden Antrag an die
ordnung der Staatsbeamten betreffend. Zulung des Grund= und Hausbeſitzes betreffend, Kammer: Die Kammer wolle beſchließen, die
Großherzog=
dem Ausſchußantrage, die Kammer wolle beſchließen, die führt
liche Regierung zu erſuchen, den Landſtänden alsbald
Großherzogliche Regierung zu erſuchen, den Entwurf
Finanzminiſter Dr. Braun Exz. aus: Der hohe einen Geſetzentwurf vorzulegen, wodurch 1. die
Progreſ=
eines Beſoldungstarifs vorzulegen, der ſich Ausſchuß wünſcht am Schluſſe ſeines Berichts in Bei= ſion der Einkommenſteuer für die Einkommen von 6000
möglichſt an die beſtehenden preußiſchen Ge=lage 94, daß bei einer Abänderung der ſtaatlichen oder Mark ab erhöht, 2. die Vermögensſteuer progreſſiv
ge=
haltsſätze (ausſchließlich Wohnungsgeld) anſchließt, Gemeinde=Vermögensſteuer auf die „berechtigten” Be= ſtaltet wird, und 3. eine Reviſion des Stempeltarifgeſetzes
ohne dieſe Sätze zu überſchreiten, erklärt
ſchwerden der Hausbeſitzer in der Richtung Rückſicht ge= in die Wege geleitet wird zwecks Beſeitigung aller der=
Finanzminiſter Dr. Braun Exz., die gewünſchte nommen werde, daß bisher erfolgte Ueberſchätzungen und jenigen Stempel und Gebühren, die eine drückende Be=
Zuſammenſtellung wird noch Ende dieſer, aber ſpäteſtens ſo oft nachgewieſene Willkürſchätzungen vermieden wer=laſtung der minderbemittelten Bevölkerungskreiſe dar=
Anfang nächſter Woche zur Verſendung kommen. Ich den, vielmehr nur objektive und richtige Verkaufspreiſe in ſtellen.
möchte jedoch wiederholt darauf aufmerkſam machen, daß Anſatz gebracht werden.
In der Zweiten Kammer hat der Abgeordnete
daran feſtzuhalten iſt, daß dieſe Zuſammenſtellung nur
In dieſen Worten wird unbeſtreitbar ein Vorwurf Korell=Angenrod den Antrag geſtellt, das Wort „
minder=
einen Vergleich ermöglichen ſoll mit den preußiſchen gegen die Veranlagungsbehörden erhoben, der nicht ge= bemittelten” aus Poſition 3 zu ſtreichen, und die Zweite
Sätzen und auf keinen Fall ſo aufgefaßt werden darf, als rade neu iſt. Die Großh. Regierung kann es nur lebhaſt Kammer hat mit dieſer Aenderung der Poſition 3
ob der Inhalt nun anſtelle der Regierungsvorlage treten bedauern, wenn ſie gegen dieſes wiederholte Vorbringen, des Antrags zugeſtimmt, die Poſ. 1 und 2
da=
ſoll. Die Regierung hält unter allen Umſtänden an ihrer zu dem irgend welches begründende Material nicht ge= gegen für erledigt erklärt.
Vorlage feſt.
geben wird, erneut Verwahrung einlegen muß. Sie tut
Nach eingehendem Bericht des Dr. Frhrn. v. Heyl zu
Der Ausſchußantrag wird dann angenommen.
es, indem ſie ihrerſeits zu prüfen bittet, ob und inwie=Herrnsheim Exz. beantragt der Ausſchuß der Erſten
Ohne Debatte werden gemäß den Anträgen der Aus= weit jener Vorwurf gerechtfertigt iſt, der ebenſo ſehr als Kammer aber, den Antrag Ulrich und Genoſſen für
er=
ſchüſſe durch Zuſt immung zu den Beſchlüſſen gegen die Vorſtände unſerer Finanzämter wie gegen die ledigt zu erklären. — Das hohe Haus ſtimmt dem
der Zweiten Kammer erledigt die folgenden Poſi=ehrenamtlich tätigen Mitglieder der Veranlagungskom= debattelos zu.
miſſionen gerichtet anzuſehen iſt. Wertvolle zahlenmäßige
kionen:
Ohne Debatte werden durch Beitritt zu den Beſchlüſ=
Vorſtellung des Verbands Heſſiſcher ſtaatl. Unterlagen für dieſe Nachprüfung liefern allein die Nach= ſen der Zweiten Kammer erledigt: Vorſtellung des Ver=
Unterbeamten, Gehaltsverhältniſſe der Gerichts=weiſe über die Inanſpruchnahme der geſetzlich geordneten eins der Detailiſten in Offenbach a. M die Aufheb=
und Kreisamtsdiener betreffend: Regierungsvorlage, Inſtanzen. Aus den hierüber vorliegenden Zahlen bitte ſung des Brückengeldes für die Offenbacher Main=
Verkauf von Gelände des Großherzogtum= ich nur ganz kurz folgende mitteilen zu dürfen:
brücke betreffend; Vorſtellung des Johann Otto Schneider
Landeseigentum an die Gemeinde Rüſſelsheim be=
Die Zahl der Vermögensſteuerpflichtigen beträgt rd. zu Gießen. Stempelerlaß betreffend, und Antrag
treffend; Vorſtellung der Bürgermeiſterei Rüſſelsheim, die 162 000 Perſonen. Von dieſen wird die zweite Inſtanz des Abg. Senßfelder, die Verbeſſerung der Ver=
Errichtung eines Amtsgerichts in Rüſſels= angerufen in nur 4 bis 5 Prozent aller Veranlagungen. kehrsverhältniſſe für die Gemeinde
heim betreffend; Regierungsvorlage, Verkauf eines Wegen der Entſcheidungen hierzu wurde die Landeskom= Geinsheim im Ried betreffend, ſowie die Vorſtellung
Geländeſtreifens des Großherzogtum=Landes= miſſion angerufen: in 1910 in 75 Fällen, und zwar in der Gemeindebürger und des Volksbildungsvereins in
eigentums an die Sadt Darmſtadt betreffend; Regierungs= 49 Fällen mit, in 26 Fällen ohne Erfolg; in 1911 in Geinsheim hierzu.
vorlage, das Landgeſtüt betreffend und Regierungs= 62 Fällen und zwar in 36 Fällen mit, in 26 Fällen
Damit iſt die Tagesordnung erledigt.
Das hohe
vorlage, die Landes=Heil= und Pflegeanſtaltſohne Erfolg. Hierbei iſt zu berückſichtigen, daß die Zahl Haus wird auf unbeſtimmte Zeit vertagt.
der Berufungen ſich bezieht auf ſämtliche Heranziehungen
in Gießen betreffend.
Schluß ¾12 Uhr.
Zu der Vorſtellung der dreiGendarmerie= zur Vermögensſteuer. Die Geſamtzahl der Vermögens=
Diſtrikts=Oberwachtmeiſter i. P.: Leutnant ſteuerpflichtigen wird aber gebildet von drei großen
Per=
a. D. Philipp Gärtner zu Darmſtadt, Wilhelm Weitzel zu ſonengruppen, nämlich den Perſonen, die veranlagt ſind
Parlamentariſches.
Mainz und Wilhelm Ploch zu Gießen, Erhöhung ihrer mit 3000 Mark Vermögen aus Grund= und Gebäudebeſitz,
Penſion betreffend, hatte der Ausſchuß der Zweiten Kam= aus Kapitalvermögen, ſowie aus landwirtſchaftlichem und
* Die Sitzungen des Finanzausſchuſſes
mer in der Erwägung, daß die Vereinfachungen in der gewerblichem Betriebs= und Anlagekapital. Es ergibt der Zweiten Kammer, in denen die Beſoldungs=
Staatsverwaltung mit dazu beitragen ſollten, die Mittel ſich hieraus ohne weiteres, daß die Berufungen ſpeziellordnung weiter beraten wird, ſind immer noch geheim und
für die Beſoldungsordnung herbeizuſchaffen, den Stand= gegen die Abſchätzung des Gebäudebeſitzes an und für es werden Berichte darüber nicht ausgegeben. Die in
punkt vertreten, daß die infolge von Einſparungen in den ſich nur ſehr gering ſein können an Zahl. Für 1912 betrug auswärtigen Blättern enthaltenen „Berichten über die
Ruheſtand verſetzten Beamten nicht durch dieſe Verein= die Zahl der ſpeziell wegen der Gebäudeeinſchätzungen er=Beratungen beruhen lediglich auf Vermutungen
fachungsbeſtrebungen geſchädigt werden ſollen. Infolge=hobenen Berufungen an die Landeskommiſſion nur 19; eines Berichterſtatters und entſprechen, wie uns mitgeteilt
deſſen kam der Ausſchuß zu dem Antrage, die Regierung zehn hiervon wurden abgewieſen, in ſieben Fällen erfolgte wurde, ſofern ſie überhaupt „Tatſächliches” enthalten,
nicht den Taſachen. Sämtliche
Ausſchußmitglie=
zu erſuchen, den drei Petenten dasjenige Ruhegehalt zu eine Herabſetzung, zwei ſind noch anhängig.
Von ganz beſonderem Intereſſe ſind dabei die Zah= der haben ſich verpflichtet, über die Beratungen bis auf
gewähren welches ſie bezogen hätten, wenn ihre
Ruhe=
len für die Städte, in denen naturgemäß die Gebäudeab= weiteres keinerlei Mitteilungen zu machen.
ſtandsverſetzung erſt am 1. April 1912 erfolgt wäre.
Geh. Kommerzienrat Dr. Strecker als Berichterſtatter ſchätzungen von größter Wichtigkeit ſind. Für die Städte
führt aus: Der Ausſchuß des hohen Hauſes hatte Zweifel, iſt aber feſtzuſtellen, daß 1912 aus Mainz bei der
Lan=
ob dem Erſuchen der drei Penſionäre entſprochen werden deskommiſſion nur zwei noch unentſchiedene Berufungen
Stimmen aus dem Publikum.
könne, wie die Zweite Kammer es wollte, ohne daß da= anhängig wurden und in Darmſtadt fünf Berufungen
durch ein Präjudizfall geſchaffen wird. Doch war dermit und fünf Berufungen ohne Erfolg. Aus den Städ= (Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
Ausſchuß der Anſicht, daß aus Villigkeitsgründen den ten Offenbach, Worms, Gießen, Friedberg und Bad Nau= keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21. Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Unſange der Einſender verantwortlich,)
drei Beamten, die nicht einmal freiwillig um die Penſio= heim wurde wegen der veranlagten Gebäudewerte die
— In einer unſerer letzten Stadtverordnetenſitzungen
nierung eingekommen ſind, ſondern aus Gründen derLandeskommiſſion überhaupt nicht angerufen. Wie man
Staatsraiſon, die Differenz in ihren Penſionsbezügen zu= angeſichts dieſer Tatſachen von ſo oft nachgewieſenen wurde von Herrn Juſtizrat Lindt eine Anfrage betreffend
zuerkennen ſei, die ſie mehr erhalten würden, wenn ſie erſt Willkürſchätzungen” zum Nachteil der Gebäudebeſitzer reden der ſeit längerer Zeit hier beſtehenden hohen
Schweine=
am 1. April 1912 in den Ruheſtand getreten wären. Der kann, iſt mir unverſtändlich. Ebenſo unverſtändlich iſt esfleiſchpreiſe geſtellt. Die Beantwortung dieſer Frage, für
Ausſchuß ſtellt daher den Antrag, die hohe Kammer mir, was man unter den „künftig” in Anſatz zu bringen= die ſich aus ſehr begreiflichen Gründen unſere
Einwohner=
wolle dem Beſchluß der Zweiten Kammer inſoweit bei= den „objektiven und richtigen” Verkaufspreiſen der Ge=ſchaft aufs lebhafteſte intereſſiert, wurde dem
Sozialpoli=
treten, als die Regierung erſucht wird, aus dem ihr zur bäude verſtehen will. Sieht man einerſeits von Kauf= tiſchen Ausſchuß überwieſen, doch iſt ſeit 14 Tagen noch
Verfügung ſtehenden Dispoſitionsfonds den drei Peten= preiſen ab. deren Höhe im Einzelfalle aus ſpekulativen keine Antwort erfolgt. Die weitaus größte Zahl unſerer
ten aus Billigkeitsgründen zu ihrer geſetzlichen Penſion Gründen bedingt iſt, und ebenſo andererſeits von ſolchen, Bevölkerung erwartet eine ſolche in aller Kürze.
Civis.
eine Zulage in der Höhe zu gewähren, daß ihre deren Niedrigkeit auf Zwangs= oder Notverkäufen be=
Seite 6.
Vom Frühlingsfeſt
Ländern am Rhein.
herzog.
Die Ausſtellung iſt in der Hauptſache das
Er=
gebnis eines vom Verband ausgeſchriebenen
Wett=
ihre Gegenwart zierten, je ein Werk. Den 1. Preis trug
trät eines Japaners davon, der in weißem, von roſigen (Lachen rechts.)
Lichtern leicht überſpieltem Anzug vor kalt grünem
Hin=
tergrund ſitzt; der 2. Preis wurde geteilt zwiſchen Hans
nende Frauen darſtellt.
plätſchernden, Marktbrunnen und den dicht gedrängten wollen, Sie wenden geradezu drakoniſche Maßnahmen
Scharen der Zuſchauer aus der Kolonie einen
Hinter=
furchten Wellen der Ruhr.
wirklich großen Stils und von ausgeprägtem eigenen
Ur=
anmutige Bronzeſtatue von Karl Albiker der Verwaltung den Händen der herrſchenden Klaſſen.
der Stadt übergeben. Am Nachmittag war der Verband
in dem außerhalb der Stadt gelegenen Haus des Herrn ſchen Anträge werden abgelehnt.
Oſthaus zu Gaſt, das, von van der Velde entworfen,
ent=
anderer von Herrn Oſthaus erbauter Künſtlerhäuſer. Einen
auserleſenen Genuß boten die liebenswürdigen Gaſt= hat oder Angehörigen einer politiſchen Partei ſeine Räume
ander. (Nach der Köln. Ztg.)
Deutſcher Reichstag.
öffnet die Sitzung um 2.16 Uhr. Die
zweite Leſung der Heeresvorlage
Menſchen erſtochen, erſchoſſen oder ſonſtwie ums Leben ſozialdemokratiſch organiſiert, von ihnen zwei infolge des
gebracht, frei erfunden und in das Gebiet der Ammen= Boykotts. Der militäriſche Boykott iſt ein Stück
Militär=
auch Pferde und Hunde mißhandelt hat. (Lachen rechts.)
Nummer 142.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 20. Jnni 1913.
Metenenter iener en er htreh fien e it et. Zemtenenentren
ſeine Kameraden die Behandlung ſo ſchwer empfunden jeden Fall den Kriegsminiſter. Das kann nicht ſo weiter
des Verbandes der Kunſtfreunde in den haben, ſo wundere ich mich daß ſie nicht ſchon damals gehen, wir werden weiter daran arbeiten, Beſſerung zu
dagegen einſchritten und ſich das haben gefallen laſſen. ſchaffen. — Abg. Lieſching (Fortſchr. Vpt.): Glaubt die
SSehr aut, rechts.) — Hierauf wird die Debatte bei dem Militärverwaltung denn wirklich, durch den Boykott Ein=
* Am 14. und 15. Juni hat, wie ſchon kurz berichtet, Antrag der Sozialdemokraten, einen beſonderen Artikel 1a fluß auf die Soldaten oder die Boykottierten auszuüben?
in Eſſen das Frühlingsfeſt des „Verbandes der Kunſt= und 1b einzufügen, die ſich auf die Freiheit der politiſchen Der gewollte Zweck wäre auch erreicht, wenn die Lokale
freunde in den Ländern am Rhein” ſtattgefunden, der und religiöſen Geſinnung beziehen, fortgeſetzt. — Abg. nur an dem Tage geſperrt werden, an dem
ſozialdemo=
vor zehn Jahren unter der Schirmherrſchaft des Groß=Heine (Soz.) begründet den Antrag. Ich habe, wenn kratiſche Verſammlungen ſtattfinden. Durch die
Verhäng=
herzogs von Heſſen gegründet worden iſt. Das ich über die Verfolgung von politiſcher Geſinnung zu ung des Boylotts über Geſchäftsleute entſtehen dieſen
Feſt wurde am Samstag eingeleitet durch eine Rund= ſprechen habe, an die Maßregelungen zu erinnern, die an= große Verluſte. Man kann einem Kunden ſeine politiſche
fahrt, die wohl in manchen Beſuchern das Vorurteil gegen läßlich der letzten Wahlen aktiven und inaktiven Sani= Geſinnung unmöglich vom Geſicht abſehen. Die Geſchäfts=
Eſſen als einer rußigen, jeder Schönheit baren Fabrik= täts= und anderen Offizieren zuteil geworden ſind. Die leute ſollen wirtſchaftlich geſchädigt werden, tatſachlich
ſtadt getilgt hat, durch ein Mahl, das die Stadt dem Soldaten dürſen nicht einmal eine Wurſt in ein Vor=macht man ihnen die beſte Reklame. Der ſozialdemokra=
Schirmherrn und dem Vorſtand des Verbandes gab, und wärts=Papier einwickeln laſſen. Eine ſolche Behand=tiſche Antrag iſt nicht geeignet, hierin Wandel zu ſchaffen.
einen Begrüßungsabend, deſſen Verlauf den Wunſch her= lungsweiſe entſpricht völlig dem „großzügigen Geiſt” der Ueber dieſen Gegenſtand wäre eine beſondere
Geſetzes=
vorrief, künftig einen beſonderen Feſtausſchuß zu ernen= in der Armee herrſcht. Die Freude, in den Tod zu gehen, novelle nötig.
Generalleutnant Wandel: Die Beſtimmungen über
nen. Das reichhaltige, feſſelnde Programm des Sonn= wird bei dem jetzigen Syſtem in den jungen Soldaten
tags begann mit der Eröffnung einer im Eſſener Kunſt= und dem Volk nicht geweckt. Daß die Junker bisweilen das Lokalverbot laſſen klar erkennen, daß ein Verbot nur
Muſeum veranſtalteten Ausſtellung durch den Groß= die Truppen ſchneidig in den Tod geführt haben, wollen dann einzutreten hat wenn es die Aufrechterhaltung der
wir gerne anerkennen, An der Schafſung des Deutſchen Diſiplin verlanat. Die Zentralverwaltung kann unmdg=
Reichs aber haben ſie keinen Anteil. Nach 1870 waren ſie lich jeden einzeinen Fall entſcheiden. Wir wollen aber
bewerbs: außerdem zeigen die Mitglieder der ver= gegen das Deutſche Reich. Für ein Heer, das auf der alle vorgebrachten Klagen prüfen. In Königsberg liegt
allgemeinen Wehrpflicht aufgebaut iſt, müſſen alle Volks= die Sache doch etwas anders, als ſie hier vorgetragen
ſchiedenen Kunſtkommiſſionen, die zum Teil das Feſt durch angehörigen gleich ſein; es dürfen nicht einzelne Klaſſen wurde. Auch die anderen Fälle haben ſich ganz anders
wegen ihrer politiſchen Geſinnung ausgeſchloſſen ſein. zugetragen, als dies in den Zeitungen geſchildert wurde,
Ida Gerhardi in Lüdenſcheid für das feine Por= In dieſer Hinſicht ſind wir die ſtaatserhaltende Partei, ſo auch die angebliche erhebliche Verkehrsſtörung in
Straß=
burg durch den Marſch der beiden Batterien Artillerie.
Abg. Quark=Koburg (natl.): Das Schnüffeleiweſen Abg. Peirothes (Soz.): Der Militärboykott verſtößt
Gſell für einen Bronzehabicht und H. Ehehalt für auf die politiſche Geſinnung iſt auch uns zuwider. Aber nicht nur gegen die Verſammlungsfreiheit, ſondern auch
Plaketten; den 3. Preis erhielt Jakob Weinheimer es iſt ſehr erklärlich, wenn die Armee danach trachtet, die gegen die Reichsverfaſſung. Es ſteht feſt, daß Herr
Deim=
für eine ſchlichte, ſtimmungsvolle, in ruhigen Horizontalen monarchiſche Geſinnung in der Armee rein zu halten. ling nicht nur in Straßburg, ſondern auch in Hagenau
Aecker, Wieſen und einen fernen Waldzug darſtellende Wenn die Armee ſo ſozialdemokratiſch durchſetzt iſt, wie derartige Verkehrsſtörungen durch Militär verurſacht hat.
Landſchaft: „Einſame Fluren” die der Verband der Sie — zu den Sozialdemokraten — es darſtellen, dann iſt Der Gemeinderat hat ſich ſogar zu einer Beſchwerde ver=
Eſſener Galerie zum Geſchenk machte Unter den Preis= doch ſolch ein Antrag überflüſſig. Die Anträge ſind entweder anlaßt geſehen. Die Haltung der Freiſinnigen iſt nicht
trägern ſind ferner zu nennen Joſeph Eberz, der in einem ein Zeichen von Unkenntnis der Bedürfniſſe der Armee einwandfrei. Mit frommen Wünſchen iſt bei der
Mili=
ſtraff komponierten Bild mit den ſtarken, unwirklichen oder, was wahrſcheinlicher ſein dürfte, ein Zeichen von tärverwaltung nichts zu machen.
Vizepräſident Dr. Dove: Ueber die Anträge der So=
Farben der neueren Schule einen Viadukt in bergiger dem Geiſt, mit dem die Sozialdemokratie das Heer, wie
Landſchaft malt und zur Staffage, die nur als Farben= wir es jetzt haben, bekämpft. Wenn die Sozialdemokratie zialdemokraten wird morgen namentlich abgeſtimmt.
flecken in Betracht kommt, gleich den Heiland und ſeine ſo weiter macht wied ſie dem Ausland noch oft Freude Abg. Frank=Mannheim (Soz.): Der Kriegsminiſter iſt
Jünger bemüht, Eugen Holzmann mit einem in dunklen, machen. Aber ich hoffe, daß die bürgerlichen Parteien verpflichtet, die richtige Anwendung ſeiner Anordnungen
warmen Tönen gehaltenen Gemälde: „Bei den Schul= einen recht dicken Strich da durch machen werden. — Abg. zu prüfen. Meine Anfragen wurden nicht beantwortet.
aufgaben”, Eugen Kerſchkamp mit einer ſeiner einfachen, WVogtherr (Soz.): Ein Beweis für die Richtigkeit un= Deimling wollte den Reichsländern zeigen, daß es
er=
bemerkenswert ſicher hingeſetzten Landſchaften, der Schwei= ſerer Anträge iſt, daß die nationalliberale Parkei den obertes Gebiet iſt. Sein Verhalten iſt die reine
Militär=
zer Fritz Widmann mit einem freundlich=idylliſchen und Abg. Quark vorgeſchickt hat. Seine Ausführungen waren diktatur. Mit Reſolutionen iſt da nichts zu machen, Wo
doch markigen Frühlingsbildchen, W. Vogel mit einer ſon= nur ein hilfloſes Geſtammel. (Zuruf aus dem Hauſe: bleiben die Nationalliberalen mit ihrer gerechten
Ent=
nigen Landſchaft, Milly Steger mit einer kleinen, pikant Frechheit! Präſident Dr. Kaempf ruſt den Abg. Vogtherr rüſtung und das Zentrum, das ſo empört war über die
ſtiliſierten, in ihrer Tönung an die Beninbronzen er=zur Ordnung.) Die Behauptung, wir wollten nur Agita= Behandlung der Jeſuitenfrage? Jetzt, wo es ſich um das
innernden Gruppe dreier Frauen, W Vöticher für einen kionsfreiheit für die Sozialdemokratie in dem Heere an=Wohl zahlreicher Geſchäftsleute handelt, hört man nichts.
Holzſchnitt, der uns perſönlich nichts ſagt, und H. Kupfer=ſtreben, wird nie erwieſen werden können. Die Religion Dieſe Haltung wird das Volk nicht vergeſſen. —
Würt=
ſchmid für Radierungen. Der Preis der Stadt Eſſen fiel als militäriſche Diſziplin zu pflegen, iſt unreligiös Das tembergiſcher Generalmajor v. Grävenitz: Es iſt nicht
dem Straßburger H. Beecke zu, der in ſauberer und ſtiller, heerdenweis zur Kirche gehen, iſt nicht nach dem Geſchmack richtig, daß es in Stuttgart keine verbotenen Lokale gebe.
vielleicht ſogar etwas trockener Art zwei am Fenſter leh= guter Chriſten. Auch der Fall Kraatz illuſtriert die jetzigen Das Goldene Lamm und der Goldene Hirſch ſind ver=
Zuſtände. Auf Diſſidenten wird keine Rückſicht genommen. boten. (Heiterkeit.) — Abg. Müller=Meiningen (Fortſchr.
An die Eröffnung ſchloß ſich eine Verſammlung der Auch der Kaiſer iſt ja bemüht, dem Militär eine gläubig= Vpt.): Die Sozialdemokraten waren ganz damit einver=
Verbandsmitglieder. Von den Beſchlüſſen iſt zu erwäh= chriſtliche Richtung zu geben. Wir verlangen gleiche reli= ſtanden, ihren Antrag in die Form einer Reſolution zu
nen, daß das nächſte Verbandsfeſt in Stuttgart abge= giöſe und politiſche Rechte der Soldaten außerhalb der kleiden. Nun verſagt ihr Antrag vollſtändig. Sie
über=
halten werden ſoll. Am Nachmittag fuhren in langer Kaſerne. Zu dieſem ganzen Syſtem paßt die Krieger= ſehen dabei, daß ſie einem ſpäteren reaktionären Reichstag
Wagenreihe die Feſtgäſte durch die Kruppſchen Kolonien, vereinspolitik, die die alten Soldaten auch ferner als In= Material zu einer Zuchthausvorlage geben. So macht
die mit ihren ſchmucken Häuſern, den blumenbunten Gär= ſtrumente des Klaſſenſtaates erhalten will. (Beifall bei man nicht Geſetze, nicht einmal Wurſt. (Heiterkeit.)
Wy=
ten bei dem prächtigen Sonnenſchein und den hellen Sonn= den Soz.) — Abg. Kreth (konſ.): Die erſte Forderung ſtellt ſich der Kriegsminiſter zu dem Verbot der
Straßbur=
tagskleidern der weiblichen Jugend einen ſehr freund= der ſozialdemokratiſchen Anträge iſt überflüſſig, denn der ger Freien Preſſe? Das iſt ein Verſtoß gegen das
Preß=
lichen Eindruck machten. Auf dem weiten Marktplatz der Kaiſer hat ja ſelber geſagt, daß ein frommer Chriſt auch geſetz.
Margaretenhöhe, der, ſo neu wie die großartige Anlage ein guter Soldat iſt. Die weitere Forderung, daß Be=
Kriegsminiſter v. Heeringen: Daß in
Straßburg=
iſt, ſich traulich und ſtimmungsvoll ausnimmt, als läge kundung oder Betätigung der politiſchen Geſinnung nicht durch den Vorbeimarſch zweier Bataillone die
Bevölke=
er in einer alten Stadt, wurde Halt gemacht; ein paar der militäriſchen Diſziplin unterliegen ſoll, iſt geradezu rung beunruhigt und der Verkehr geſtört wurde trifft nicht
auf einem einfachen Podium ausgeführte Schwänke von lächerlich. Die Sozialdemokraten halten in ihrer Partei zu. In dem Verhalten Deimlings liegt keine Provokation,
Hans Sachs fanden in den umliegenden Bauten, dem auf dieſelbe Diſziplin, die ſie in der Armee beſeitigen ſondern nur eine Erfüllung ſeiner militäriſchen Pflichten.
— Abg. Frank=Mannheim (Soz.): Auch jetzt habe ich
noch keine Antwort erhalten. Der Kriegsminiſter hat
ent=
grund, wie ihn der geſchickteſte Regiſſeur nicht ſtilgerechter an, das beweiſen die Worte: „Wer nicht pariert, fliegt‟,
weder keine eigene Meinung oder aber er billigt alle dieſe
ausdenken konnte. Der genußreiche Tag wurde beſchloſſen das beweiſen die ſechs „Vorwärts”=Redakteure, das Scher= Handlungen. Einmütig hat ſich die Stadtverwaltung
ge=
in dem Bootshauſe der Firma Krupp; unter luftigem bengericht gegen Hildebrand uſw. Wir wollen nicht die gen Herrn von Deimling gewandt, der mit den Truppen
Zeltdach blickte man über die im goldenen Abendſchein Freiheit beſeitigen ſondern ſie dem Volke erhalten und oſtentativ Umwege durch die Stadt machte. Unter der
liegenden Wieſen und Wälder und die von Booten durch= das Vaterland ſchützen. (Beifall rechts.) — Abg. Gie= militäriſchen Willkür dieſes Herrn hatten auch die
ſozial=
bel (Soz.): Vor allem verlangen wir, daß den Zivil= demokratiſchen Landtagsabgeordneten von Meiningen zu
Der Montag führte den Verband nach Hagen. In und Militärbehörden die Auskunftserteilung über die leiden. Selbſt die Macht des Herzogs blieb gegen dieſe
Hagen wurde zunächſt das Folkwang=Muſeum beſucht, politiſche oder gewerkſchaftliche Geſinnung oder Betätigung militäriſche Willkür machtlos. Die Freiſinnigen haben
al=
das, wie bekannt, Herrn K. E. Oſthaus, einem Mäzen der Dienſtpflichtigen unterſagt wird. Die Sozialdemo= len Anlaß, mit uns Front gegen dieſe Anmaßungen zu
kraten werden beim Militär offen von den Vorgeſetzten machen. In Stuttgart ſind alſo wirklich zwei
Wirtſchaf=
teil, gehört. Ein von der Stadt Hagen gebotenes Mahl beleidigt oder dauernd ihrer politiſchen Geſinnung wegen ten in einem Vorort boykottiert? Was iſt das aber gegen
vereinigte die Feſtgäſte im Parkhaus; vorher wurde einebeobachtet. Deshalb können wir die jetzige Armee nicht die 170 Köniasberger Geſchäftsleute? Wir müſen darum
vom Verband für das Hagener Krematorium geſtiftete! als ein Volksheer bezeichnen. Sie iſt nur eine Waffe in gegen dieſe Militärdiktatur Garantien in das Geſetz
hin=
einbringen.
Abg. Müller=Meiningen (Fortſchr.
Vollspt.): Das Verbot der Neuen Straßburger Zeitung
Darauf ſchließt die Diskuſſion. Die ſozialdemokrati= erfolgte weil Herrn von Deimling ein Artikel mißfiel.
Ein geſetzlicher Grund iſt uns noch nicht mitgeteilt. Daß
Es folgt die Debatte über das Militärverbot. Die Herr von Deimling eine unglückliche Hand hat, geht auch
zückend in der freundlichen Hügellandſchaft liegt und in Budgetkommiſſion beantragt in einer Reſolution, dafür zu daraus hervor, daß dieſer Herr einmal geſagt hat, der
ſeinem Innern, ohne irgendwie muſeumsartig überladen ſorgen, daß ſeitens der Militärverwaltung Soldaten der Reichstag ſei überflüſſig, die Militärverwaltung mache doch
zu ſein, mit feinſter künſtleriſcher Berechnung ausgeſtaltet Beſuch einer Räumlichkeit nicht verboten werden dürfe, was ſie wolle — Damit ſchließt die Debatte. Die
Abſtim=
iſt. In der Nähe der herrlichen Beſitzung liegt eine Reihe weil der Inhaber eine beſtimmte politiſche Ueberzeugung mungen finden ebenfalls morgen ſtatt.
Es folgt die Debatte über die Beförderungen. Die
geber durch die Tänze des Ruſſen Alerander Sacharow. zur Verfügung ſtellt, es ſei denn in der Zeit, in der voli= Sozialdemokraten beantragen einen beſonderen Artikel,
Die Vorführungen auf dem ſonnigen Raſen hatten einen tiſche Verſammlungen in dem Anweſen abgehalten wer= daß für die Beförderung nur die perſönliche Tüchtigkeit,
ohne Anſehen der politiſchen oder religiöſen Geſinnung
märchenhaften Reiz; Erinnerungen an uralte orientaliſche den. Die Sozialdemokraten beantragen, folgenden Artikel maßgebend ſein ſollen. — Abg. Bernſtein (Soz.): Dieſe
Myſterien und an den Hof des Sonnenkönigs, an Aſtarte1e einzufügen: Die Militärſperre (Das Militärverbot) Forderung iſt ſchon uralt. Sie beſtand ſchon 1645 (Schal=
und an Watteauſche Schäfer wirbelten da bunt durchein= darf gegen Gewerbetreibende oder Angehörige anderer lende Heiterkeit). Von einem Volksheer kann man nicht
Berufe wegen Zugehörigkeit zu einer Partei oder Re= ſprechen wenn ein großer Teil des Volkes zurückgeſetzt
ligion oder wegen Hergabe von Räumen zu Veranſtalt= iſt. — Präſdent Dr. Kaempf ruſt den Abg. Bernſtein
ungen einer Partei, eines Vereins oder einer Gewerkſchaft wegen einer gegen den Abg. Gräfe gerichteten Aeußerung
nicht verhängt werden. Den Betreffenden ſteht gegen diel nachträglich zur Ordnung. — Kriegsminiſter v. Heerins
an dem Erlaß oder der Durchführung des militäriſchen Ver= gen: Ich habe zu konſtatieren, daß entgegen
Zeitungs=
bots beteiligten Behörden oder Perſonen Klage auf Un= notizen ungerechtfertigte Offizierspenſionierungen nicht
* Berlin. 19. Juni. Präſdent Dr. Kaempf er=terlaſſung und Schadenerſatz bei den ordentlichen Gerich= vorgekommen ſind. — Abg. Graf v. Praſchma (Zentr.):
ten zu.
Abg. Dr. Frank=Mannheim (Soz.): Uns Wenn der Abg. Bernſtein die Breslauer Hauptmannſcher
ſchadet die Lolalſperre eigentlich nichts mehr. Die Sol= Feſtſpiele ſo preiſt, ſo weiſe ich auf die Beſprechung in der
daten werden auf unſere Lokale aufmerkſam gemacht und Welt am Montag hin, in der geſaat iſt jedem echten
Deut=
wird fortgeſetzt. — Kriegsminiſter v. Heeringen: Ab= ſie finden uns nach ihrer Entlaſſung um ſo ſicherer. Heute ſchen müßte die Schamröte ins Geſicht ſteigen. (Hört!
geordneter Zubeil hat ſich geſtern mit dem im Jahre 1890 iſt das Militärverbot nichts als eine Schikane gegen den hört!)
verſtorbenen Major v. Roon beſchäftigt. Ich habe zu kon= Mittelſtand und Saal= und Wirtſchaftsbeſitzer. In Mann=
Darauf wird die Weiterberatung auf Freitag 2 Uhr
ſtatieren, daß die Angabe, Herr v. Roon habe irgend einen heim ſind 53 Lokale verboten, nur 11 dieſer Wirte ſind vertagt. Vorher kurze Anfragen. — Schluß ’s Uhr.
* Berlin, 19. Juni. Die Budgetkommiſſion
märchen gehört. Herr v. Roon, der zweimal verwundet diktatur und paßt nicht in das Syſtem der allgemeinen des Reichstages beriet heute das Beſitzſteuergeſetz
und mit beiden Klaſſen des Eiſernen Kreuzes dekoriert Wehrpflicht. Hier herrſcht nicht Recht und Geſetz, ſondern als Grundlage einer zu ſchaffenden
Reichsvermö=
worden iſt iſt niemals im Apancement zurückgeſetzt wor=Wilkür In München und Stuttgart gibt es keine Boy=gensſteuer weiter. Bei § 18 und folgende (
Feſtſtel=
den. Mir fehlen die Worte, wie ein Abgeordneter hier von kotte. Iſt etwa in dieſen Städten die Diſziplin gelockert? lung des Vermögenszuwachſes) wurde die Frage der
He=
der Tribüne des Reichstags einen vor 23 Jahren verſtor= In Karlsruhe iſt auch ein Huthändler boykottiert worden, bung des Zuwachsſteuergeſetzes von 1911 beraten. Ein
benen Ehrenmann derartig herunterſetzen kann. Er hätte weil er vor vielen Jahren einen ſozialdemokratiſchen Ab= nationalliberaler Redner begründete einen dahingehenden
ſeine Anklagen ſehr leicht durch die jedermann zugäng= geordneten zu ſeiner Hochzeit eingeladen hatte. Hier iſt, Antrag, der die Einführung von Zuwachsſteuerordnungen
lichen alten Jahrbücher feſtſtellen können. Das Urteil wie in zahlreichen anderen Fällen, zu einem Boykott nicht durch Gemeinden und anderweitige Kommunalverbände
über dieſes Verhalten überlaſſe ich dem deutſchen Reichs= der geringſte Grund zu finden. Wer das billigt, der lie= ſtaatlicher Genehmigung vorbehalten will.
Reichsſchatz=
tag. (Bravo rechts.) — Abg. Zubeil (Soz.): Meine Aus= fert ja geradezu die Privatleute der Willkür der Uniform= ſekretär Kühn ſprach ſich gegen den Antrag auf
Auf=
hebung aus. Er gebe zu, daß ſich bei Durchführung des
führungen entſprechen den Tatſachen. Alle Reſerveleute, träger aus. Die Art wie man gegen die Inſerenten der Grundſtückszuwachsſteuergeſetzes gewiſſe Mißhelligkeiten
die mit mir die Uebungen in Guben gemacht haben, kön= ſozialdemokratiſchen Preſſe vorgeht läßt ſich nicht anders ergeben hätten, dieſe würden jedoch einer Aufhebung des
nen beſtätigen, daß v. Roon nicht nur Menſchen, ſondern als politiſche Erpreſſung bezeichnen. Das iſt die freie poli= Geſetzes nicht entgegenwirken. Die
Reichsfinanzverwal=
tiſche Gefinnung. Der Kriegsminiſter hat ſich noch vor tung habe die Abſicht, ſobald ſich die Erfahrungen hin=
Kriegsminiſter v. Heeringen: Ich habe nur zurück=einigen Tagen dagegen gewehrt, daß die Sozialdemokraten reichend verdichtet hätten, eine Novelle vorzulegen, in
gewieſen, daß Herr v. Roon ſeinen Burſchen oder einen mit den Dirnen und Zuhältern auf eine Stufe geſtellt wer= welcher die hervorgetretenen Härten beſeitigt, und falls
anderen Menſchen erſtochen, erſchoſſen oder ſonſtwie um= den. Wenn er das wohl auch nicht beabſichtigt hat, ſo
inzwiſchen eine Vermögenszuwachsſteuer in Kraft getreten
gebracht hat. Das iſt nicht wahr. Wenn Herr Zubeil kommt es in der Praxis doch dazu, wenn ſozialdemokra= ſei, einen Ausgleich zwiſchen etwaigen Unſtimmigkeiten
eine Volksabſtimmung herbeiführen will. ſo bedauere ich, tiſche Geſchäftsleute und Wirte mit den öffentlichen Häu= beider Geſetze tunlichſt herbeizuführen. Demgegenüber
n.
ii=
Eo
tet.
er=
r.
10
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n
der
aß=
Nummer 142.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 20. Juni 1913.
Seite 7.
miſ der Gedante einer Auſßedung der Zuwacheſener die Steuerſah, umn den ſch die Stener ermähiat, von 5 auf Belgader Koreſponden des Teups, H. de Montardy, in
ernſteſten Bedenken erregen. Damit würden dem Reich 10 Prozent heraufzuſetzen. Der Zentrumsantrag wurdeeinem inhaltsreichen Auſatz. Er hat die ſerbiſchen Felder
und den Gemeinden eine Einnahmeguelle entzogen, für unverändert gegen 11 Stimmen der Sozialdemolraten, der durchſtreiſt und dabei iſt ihm die große Lere die da
die ſich ein Erſatz nicht würde finden laſſen. Der Ausfall Fortſchrittler und bei einer Stimmenthaltung eines na= herrſcht, und andererſeits die ſorgfältige Beſtellung der
des Ertrages für den Reichsanteil würde 21 bis 23 Mil= tionalliberalen Abgeordneten angenommen. Es folgen Aecker aufgefallen. Man ſieht nur Frauen, einige Greiſe
lionen betragen, die ſich noch dadurch weſentlich erhöhen die Vorſchriften für die Wertermittelung, von denen die und Kinder, denn das Geſetz hat alle kräftigen
Männer=
würden, daß bis zur Aufhebung mit dem Umſatz zurückge= erſten vier Paragraphen unverändert oder mit redaktio= bis zum 45. Jahre unter die Fahnen gerufen. Und dabei
halten werden würde, zum Nachteil des Grundſtücks= nellen Aenderungen angenommen wurden.
marktes.
Nächſte ſind die Felder doch in gutem Stande. Die kleinen Häu=
Sitzung morgen vormittag.
ſer liegen da, umgeben von Roſengärten und Obſtbäumen,
Nach alle dem würde nur in Frage kommen können,
* Berlin, 19. Juni. Die Wahlprüfungs= wie ſonſt. Die Arbeit iſt im weſentlichen geleiſtet, obwohl
daß in Geſtalt einer Reſolution eine Nachprüfung des be= kommiſſion des Reichstages beſchloß einſtimmig, die die eigentlichen Bebauer des Feldes fehlten. Wie erklärt
ſtehenden Grundſtückszuwachsſteuergeſetzes in Ausſicht ge= Wahlen der Abgeordneten Werner=Gießen (Wirtſch. ſich dies Wunder? Die Sitten des Serbenvolkes wurzeln
nommen werde. Ein ſozialdemokratiſcher Redner ſprach Pag.) Heſſen 1 (Gießen=Nidda), Bruckhoff (Fortſchr. noch immer in jenen engen Familien= und
landwirtſchaft=
ſich gegen die Aufhebung mit Rückſicht auf die Kommunen Volkspt.), Frankfurt a. d O. 6 (Züllichau=Eroſſen), Herzog lichen Verbänden, die dies Volk der Ackerbauer früher
zu=
aus, verwarf auch den von dem Reichsſchatzſekretär ge= (Wirtſch. Vgg.). Kaſſel (Rinteln=Hofgeismar), für gültig
machten Vorſchlag auf Einbringung einer Novelle. Ein zu erklären. Die Wahl des Abg. v. Bolko (konſ.), Liegnitz 2 ſammenhielten. Die alten Formen ſind zwar aufgegeben,
fortſchrittlicher Redner wünſchte, die Steuer ganz den (Sagan=Sprottau), beſchloß die Kommiſſion zu beanſtanden aber ſie leben fort in den Ackerbaukaſſen, die gleiche Ge=
Kommunen zu überlaſſen. Ein Zentrumsredner erwiderte, und Beweiserhebung zu beantragen.
meinſchaft und Hilfsbereitſchaft aufrechterhalten. Dieſer
der Vorſchlag des Antrages ſei unvollſtändig und gebe
enge Zuſammenhang und dieſes ſtarke
Gemeinſchaftsge=
keine Richtlinien. Durch die Feſtſetzung eines ſpäteren
fühl haben dazu beigetragen, die furchtbare Kriſis zu ver=
Termines für die Aufhebung würde der ganze
Grund=
hindern, die ſonſt als Folge des Krieges hätte ausbrechen
Luftfahrt.
ſtücksmarkt mit einem Schlage bis zu jenem Termine
müſſen. Serbien mit ſeinen 80 Prozent Bewohnern, die
ruiniert. Einem konſervativen Redner erſchien es un=
Nächtliche Meeresfahrt des Marineluftſchiffes.
auf dem Lande wohnen, konnte nur durch die
Aufrecht=
praktiſch, im Augenblick, wo man nach neuen Einnahmen
* (*2
Das in Johannisthal ſtationierte Reichsmarine=erhaltung des Ackerbaues vor dem Ruin bewahrt werden.
ſuche, beſtehende Steuerquellen zu beſeitigen. Man möge
So wurden denn von Belgrad aus unter Heranziehung
doch nicht nach zweijährigem Beſtehen des Geſetzes Un= luſtſchiff hat in der Nacht auf Donnerstag eine größere,
ruhe in den Grundſtücksmarkt tragen. Der Antragſteller mit einer Waſſerlandung verknüpfte Fahrt über der Oſt= aller der Kräfte, die noch aus den Dörfern vorhanden
trat nochmals für ſeinen Antrag ein, der dem Bundesrat ſee und der Inſel Rügen ausgeführt. Die B. N. N. er=waren, fliegende Verbände von freiwilligen und
nicht=
bezahlten Arbeitern und Arbeiterinnen organiſiert, die
ja Zeit laſſe, alle nötigen Vorbereitungen zu treffen. Ein fahren hierüber folgendes:
Das Reichsmarineluftſchiff ſtieg am Mittwoch abend nach einem genau ausgearbeiteten Plan von Acker zu
zweiter Zentrumsredner wünſchte, das neue ſteuerliche
Prinzip der Zuwachsbeſteuerung reſtlos für das Reich aus= gegen 12 Uhr in Johannisthal auf, um eine nächtliche Acker zogen und unter der Führung eines Vorarbeiters
zunutzen.
Erkundungsfahrt über der Oſtſee zu machen. Es ſollte die Beſtellung der verlaſſenen Aecker vollbrachten. Ihnen
Nach kurzer weiterer Debattg, in der der Reichsſchatz=eine Rundfahrt über Stettin, Swinemünde und Arkona iſt es zu verdanken, daß heute 70 Prozent des ganzen
frucht=
ſekretär wiederholte, daß die Abſicht beſtehe die prakti= vorgenommen werden, um dort aufzuklären. Kurz vor tragenden Landes beſät ſind; nur iſt diesmal viel mehr
ſchen Erfahrungen für eine Novelle in abſehbarer Zeit 12 Uhr wurde „L. 1" unter Führung des Kapitänleut= Mais angepflanzt worden da die Ausſaat für Korn
viel=
nutzbar zu machen, aber wann, das laſſe ſich jetzt noch nicht nants Hanne aus der Halle herausgebracht, und beim fach fehlte. Etwaigen Mangel, der daraus entſtehen
ſagen, erſolate die Abſtimmung. Der nationallberale Schein der mächtigen Vogenkampen ſtieg das Luftſchiff könnte, werden die noch gefüllen Voratsſpeicher verhin=
Antrag auf Aufhebung des Zuwachsſteneraeſetzes von 1911 ſchnell in die Höhe. Schon nach wenigen Augenblicken dern. Schlimmer iſt die Sachlage beim Vieh, denn der
wurde gegen die Stimmen der Nationalliberalen und der war es in der Dunkelheit verſchwunden, doch war die Hauptreichtum des Landes beſteht ja in der Aufzucht von
Fortſchritiler abgelehnt.
Fahrtrichtung aus dem zeitweiligen Aufblitzen der in Ochſen und Schweinen. Mehr als 80 000 Ochſen ſind für
Es folgte die Beſprechung des geſtern einer Sub= den Führergondeln angebrachten elektriſchen Reflektoren die Kriegstransporte requiriert worden; 20 000 dieſer
wert=
kommiſfion überwieſenen Paragraphen 14 und des noch längere Zeit deutlich erkennbar. „L. 1 nahm den volln Diere ſind verloren, und das iſt ein ſchwerer
Ver=
neu einzufügenden Paragraphen 14a. Dieſe lauten. Kurs auf Eberswalde, das er ſchon kurz nach 911 Uhr luſt für die Landwirtſchaft, zumal ſich eine andere Ochſen=
14 Abſ. 1: Vermögen, die den Geſamtwert von 20000 erreichte. Dann flog der Luftkreuzer über Angermünde art, die man importieren könnte, ſchwerlich akklimatiſieren
Mark nicht überſteigen unterliegen der Zuwachsbeſteue= nach Stettin, wo er gegen 2 Uhr eintraf und dicht über würde. Einen Vorrat, der nicht ſo leicht zu erſchöpfen iſt,
rung nicht. Abſ. 2: Bei Vermögen über 20 000 Mark, aber dem Hafen dahinfliegend, die Schläfer aus ihrer Ruhe ſtellen die 1½ Millionen Schweine dar, die noch lange
nicht über 30 000 Mark Geſamtwert, unterliegt der nach aufſchreckte. Von Stettin aus begann die Waſſerfahrt. keinen Fleiſchmangel aufkommen laſſen dürften. Auch die
§ 13 ſteuerpflichtige Zuwachs nur inſofern der Steuer, als Ueber das Haff hinweg erreichte „L. 1‟ Swine=Geldverhältniſſe Serbiens geben zu keinem Peſſimismus
durch ihn die ſteuerfreie Grenze (Abſ. 1) überſchritten wird. münde, das er zunächſt überflog, und ſteuerte auf Anlaß. Wie ein Sparkaſſen=Verwalter dem Verfaſſer er=
§ 14a: Zuwachsteile unter 1000 Mark bleiben bei der Feſt=Rügen zu. Der Luftkreuzer umkreiſte einmal die In= zählte, iſt von den 6 Millionen Francs geſparten Geldes,
ſtellung des ſteuerpflichtigen Vermögenszuwachſes
unbe=
ſel, entfernte ſich dann in nördlicher Richtung, kehrte aber die unter ſeiner Aufſicht verwaltet werden, noch nichts ſeit
rückſichtigt. Nachdem der Berichterſtatter über den Gang hald wieder zurück und flog dann nach Swinemünde, wo dem Ausbruch des Krieges abgehoben. In den Kreiſen
der Verhandlungen in der Subkommiſſion berichtet hatte,
wurde dieſe Faſſung angenommen. Zu § 18 lag ein na= er gegen 4 Uhr anlangte. Zum Erſtaunen der zahlreichen der Induſtriellen hört man keine Klagen denn ſie halten
tionalliberaler Antrag vor, die erſtmalige Feſtſtellung des dort kreuzenden Fiſcherboote kam das Luftſchiff (uis 300 den Krieg für notwendig und billigen ihn in jeder Hin=
Vermögenszuwachſes (vom 1. April 1916) um ein Jahr Meter Höhe ſteil hernieder, richtete ſich dicht über dem ſicht; freilich hat der Handel am meiſten gelitten, aber er
hinauszurücken und die Erhebungszeiträume, beginnend Waſſer wieder auf und landete ſchließlich tadellos iſt ja in Serbien überhaupt nicht groß, ſodaß aus den hier
am 1. Januar 1914, auf drei Jahre, ſtatt auf zwei Jahre, auf der Meeresoberfläche. Nach einigen Fahr= entſtandenen Verluſten ein ſchwerwiegender Schaden für
auszudehnen. Nachdem der Staatsſekretär des Reichs= ten vor dem Hafen, bei denen die Gondeln die See be= die Volkswohlfahrt nicht entſtehen kann. Das furchtbarſte
ſchatzamtes erklärt hatte, dieſem Antrag nur mit Vorbehalt rührten. erhob ſich „L. 1” wieder und erreichte nach weni= und koſtbarſte Opfer, das das Land gebracht hat, und von
zuſtimmen zu können, ſtellte ſich die Kommiſſion auf dieſen gen Minuten die Küſte. Nach längerer Fahrt landete dem es ſich ſo bald nicht wird echolen können, iſt die Zahl.
Standpunkt des Schatſekretärs. § 19, wonach als Ver= das Reichsmarineluftſchiff am Donnerstag morgen gegen der Menſchenleben, die durch den Krieg oder durch ſeine
mögenszuwachs der Unterſchied zwiſchen dem reinen
7½ Uhr wieder in Johannisthal. Das Wetter auf derFolgen dahingeraft worden ſind. Die Zahl derer, die
Werte des ſteuerbaren Geſamtvermögens am Ende des ganzen Fahrt war außerordentlich günſtig. Der, Wind während der Kämpfe fielen oder verſchwunden ſind, wird
jeweiligen Veranlagungszeitraumes und dem reinen Werte wehte kaum merklich und auch die ſonſt an der Küſte auf= mit 11000 angegeben Durch Krankheiten wurden 7000 dem
des ſteuerbaren Geſamtvermögens am Anfang dieſes Zeit= tretenden Nebel fehlten, ſo daß der Führer ſich ſtets
dar=
raumes gilt, wurde angenommen. Der vom Berichterſtat= über im Klaren befand, wo das Luftſchiff ſchwebte. Die Tode ausgeliefert. Von den 24000 Verwundeten ſind 3000
ihren Wunden erlegen. Der Verluſt von 21000 blühenden
ter beantragte neu einzufügende § 19a wurde in folgender Verſtändigung mit den Radioſtationen der Küſte, ſogar Menſchenleben, die Verwundung einer gleichen Anzahl, aus
abgeänderter Faſſung angenommen: Als Wert des ſteuer= mit Johannisthal, war zufriedenſtellend.
der ſo mancher Krüppel hervorgegangen iſt, das bedeutet
baren Vermögens am 1. Januar 1914 gilt das nach dem
einen Aderlaß für ein Land von 3 Millionen Einwohnern,
Wehrbeitragsgeſetz feſtgeſtellte Geſamtvermögen, ſoweit
Todesſtürze.
der ſobald nicht zu verſchmerzen iſt.
ſeine Feſtſtellung den Vorſchriſten des Beſitzſteuergeſetzes
entſpricht. Ein dazu geſtellter Antrag, der dem ſo feſtge=
* Johannisthal bei Berlin, 19. Juni. Heute
ſtellten Vermögen den Kapitalwert von Renten zurechnen morgen um 4 Uhr 5 Minuten ereignete ſich auf dem Flug=
* Sofia, 19. Juni. Die bulgariſche Antwort auf
will, wurde abgelehnt. § 20 Abſ. 1 und 2, deſſen Beſtim= platz ein ſchwerer Fliegerabſturz. Der Flieger die ſerbiſche Forderung nach einer Reviſion des
Bündnis=
mungen die Ausgleichung ſpäterer Vermögensverluſte er= Kraftel war mit dem Werkmeiſter Gerbitz auf einem vertrages wird morgen überreicht. Sie widerlegt Punkt
möglichen und ferner verhindern ſollen, daß die Befreiung Baumann=Freytag=Doppeldecker um 3 Uhr 48 Minuten für Pünkt alle von Serbien zugunſten ſeines Verlangens
eines kleineren Vermögenszuwachſes unter allen Umſtän= zu einem Zweiſtundenflug um die Prämie der Nationalt angeführten Argumente und ſtellt veremptoriſch feſt, daß
den eine endgültige wird, wurde mit zwei redaktionellen flugſpende geſtartet. Krafel hatte ſchon mehrere RundenBulgarien keine ſeiner vertragsmäßigen Verpflichtungen
Aenderungen angenommen unter Streichung des dritten zurückgelegt, als ſich die Maſchine plötzlich überſchlug und vernachläſſigt habe. Die Antwort lehnt jede Aenderung
Abſatzes. § 21, wonach der Vermögensſtand bei Begrün= aus einer Höhe von 20 Metern zu Voben ſtürzte. Beide des Bündnisvertrages ab. Die ganze ſerbiſche
Argumen=
dung der perſönlichen Steuerpflicht maßgebend iſt, wenn Inſaſſen fielen aus der Maſchine und wurden von dem tation ſei von dem bereits vor dem Kriege gehegten
ge=
die ſubjektive Steuerpflicht erſt innerhalb des Veranla= Sanitätsperſonal tot neben den Trümmern des Doppel= heimen Wunſche inſpiriert, die von Serbien zu
erwerben=
gungszeitraumes begründet wird, blieb unverändert. Die deckers aufgefunden.
den Gebiete auf Koſten Bulgariens auszudehnen. — Die
Schlußbeſtimmungen dieſes Teiles (§ 22 und 23) wurden
* Paris, 19. Juni. Der Militärflieger Leutnant offiziöſe Bulgaria ſchreibt: Die Regierung wird der treue
angenommen, nur wurde der Erhebungszeitraum, auf den
ſich die Entrichtung der Beſitzſtener verteilt, auf drei Borſenne ſtürzte geſtern in der Nähe eines Dorfes bei Interpret der Gefühle der Nation ſein indem ſie beſtrebt
Jahre, ſtatt auf zwei Jahre, ausgedehnt. Die beiden fol= Nevers aus einer Höhe von 150 Metern ab und erlitt ſein wird, mit der Türkei freundſchaftliche Beziehungen
herzuſtellen und die ſchwebenden Fragen auf friedlichem
genden Paragraphen behandeln die Steuerſätze. Zu § 24lebensgefährliche Verletzungen.
* Paris, 19. Juni. In Etampes iſt der Flieger Wege zu löſen. Gegenüber Rumänien wird ſie das Pe=
Abſ. 1 beantragte der Berichterſtatter nachſtehende
abge=
änderte Staffel: Die Steuer beträgt für den ganzen Er= Dewever aus einer Höhe von 50 Metern abgeſtürzt. tersburger Protokoll zur Durchführung bringen und die
Beziehungen zwiſchen den beiden Ländern enger knüpfen.
hebungszeitraum bei einem ſteuerpflichtigen Vermögens=Er war ſofort tot.
Im Nahmen des Allianzvertrages mit Serbien wird ſie
zuwachs von nicht mehr als 50 000 M 0.75 v. H. des
Zu=
wachſes mehr als 50 000 M. bis 100 000 M. 0 90 v. H. des
* Frankfurt a. M. 18. Juni. Das Zeppelin=deſſen Durchführung verlangen und jeden Gedanken an
Zuwachſes, mehr als 100 000 M. bis 300 000 M. 1,05 v. H. Luftſchiff „Viktoria Luiſe” wird bei günſtiger Wit=eine Konzeſſion zurückweiſen. Die bulgariſche Nation
des Zuwachſes, mehr als 300000 M. bis 500000 M. 1.2
0terung am 20. Juni von Potsdam (Berlin) eine Fernfahrt und die Regierung hoffen, daß der Schiedsrichter ein
Ur=
v. H. des Zuwachſes, mehr als 500 000 M. bis 1 000 000 M.
mit Paſſagieren nach Hamburg unternehmen. Das Luft= teil fällen werde, welches nicht die Ambitionen, ſondern
1.35 p. H. des Zuwachſes, mehr als 1000 000 1,50 v. H. des ſchiff ſoll bis zum 22. Juni (Sonntag) in Hamburg ver= die vernünſtigen Intereſſen beider Parteien befriedigt.
Zuwachſes. (Die Vorlage beginnt mit 0.5 v. H. des Ver=
Was Griechenland betrifft, ſo muß dieſes vor Beginn
mögenszuwachſes von nicht mehr als 25000 M. und ſtei= bleiben und dann an den Ausflugsort zurückkehren. —
gert dieſen Prozentſatz bis 1.5 v. H. des Vermögenszu= Die „Sachſen”, die heute den Hamburger Hafen glück= von Unterhandlungen jene Gebiete räumen, die es nach
wachſes von nicht mehr als 1 Million.) Die von der vor=lich erreicht hat wird am 20. Juni wieder in Bewegung der Verſchiebung der bulgariſchen Truppen nach dem
geſchlagenen neuen Staffel erfaßte Steueraruppe ergibt geſetzt, um zunächſt nach Potsdam=Berlin zu fahren. Am thraziſchen Kriegsſchauplatze widerrechtlich beſetzt hat.
* Saloniki, 19. Juni. Bei Jenicky ſtießen
rund 100 Millionen ſtatt 80 Millionen der Vorlage. Von 22. ds. findet dann die Ueberführungsfahrt von dort nach
konſervativer Seite wurde der neuen Staffelung wider= Leipzig zur Einweihung der neuen Leipziger Luftſchiff= zwei Eiſenbahnzüge zuſammen. Einer war
ſprochen. Ebenſo widerſprach ein Zentrumsabgeordneter, halle ſtatt. Nach erfolgter Ankunft wird es in Leipzig in mit bulgariſchen Truppen beſetzt, von denen 5 bulgariſche
ſoweit das Kindeserbe von der Staffel hier erſaßt würde. Gegenwart des Königs von Sachſen auf den Namen Offiziere und 14 Soldaten getötet wurden. Viele
Reichsſchatzſekretär Kühn erklärte, eine verſchiedene Be=„Sachſen” getauft. — Die „Hanſa” die vorläufig wurden verletzt.
* Wien, 19. Jan. Ein maßgebender Diplomat
er=
handlung des Vermögens aus Erbſchaften der Kinder und in Hamburg verbleibt, wird ſich zunächſt auf lleinere
Paſſa=
klärte laut dem Deutſchen Volksblatt, Bulgarien werde
des anderen Vermögens zugunſten der erſteren ſei nicht gierfahrten in die Hamburger Umgegend beſchränken.
angängig denn auf dieſe Weiſe würde die Beziehung der
* Friedrichshafen, 19. Juni. Wie die Luft=am Dienstag um Mitternacht eventuell ohne Kriegs=
Zuwachsſteuer zu einer Beſteuerung des Vermögens ſoſchiffbau=Geſellſchaft mitteilt, iſt die Nachrichterklärung losſchlagen, wenn Serbien ſich
vor=
ſehr in den Vordergrund geſchoben werden, daß dadurch von der Vorbereitung für den Ozeanflug her nicht füge. Bulgarien fordere die ſofortige
Räum=
die Selbſtändigkeit der Einzelſtaaten auf dem Gebiet der eines Zeppelin=Luftſchiffes falſch. Es iſt von der Luft= ung der von Serbien beſetzten, nach dem Vertrag nicht
Vermögensſteuer berührt werden würde und ſich vom
Standpunkt der verbündeten Regierungen neue Bedenken ſchiffbau=Geſellſchaft Zeppelin lediglich die Möglichkeit ſtrittigen Gebiete.
* Paris, 19. Juni. Die internationale
Fi=
gegen das Geſetz erheben könnten. Aus der Kommiſſion ausgeſprochen worden, daß im Jahre 1915 die
Ent=
wurde erklärt. daß die Abſtimmung nur eine proviſoriſche wickelung der Zeppelin=Luftſchiffe ſo weit gefördert ſein nanzkonferenz wird bereits morgen ihre zweite
ſein könne. So wurde die von dem Berichterſtatter vorge= werde, daß man mit einem ſolchen Luftſchiffe ohne Ge= Plenarſitzung abhalten. Wie offiziös verlautet, haben
die öſterreichiſch=ungariſche und die italieniſche
Regier=
ſchlagene neue Staffelung mit großer Mehrheit fahr den Ozean werde überfliegen können.
* Poſen, 19. Juni. Der dem Poſener Luftfahrt= ung ihre Zuſtimmung zu dem Artikel 2 der
Geſchäftsord=
angenommen.
Abſatz 2 der Vorlage, wonach ſich der Steuerſatz um verein gehörige, geſtern aufgeſtiegene Ballon nung, wonach alle Beſchlüſſe mit Stimmeneinhelligkeit
0,1 auf 1 Prozent des Zuwachſes erhöht, wenn der Ge=„Wilms” iſt in der Nähe von Kaliſch in Rußland ge= gefaßt werden müſſen, gegeben.
ſamtwert des ſteuerbaren Vermögens eines Steuerpflich= landet. Die vier Inſaſſen wurden von der Behörde
tigen den Betrag von 100 000 Mark bis 10 Millionenzurückgehalten.
Landwirtſchaftliches.
überſteigt, blieb unverändert, ebenſo die Schlußbeſtimmung
des § 25. Das Zentrum beantragte die Einfügung eines
Schlachtviehmarkt Darmſtadt.
Schweine=
neuen Paragraphen 25a (Kinder=Privileg)., der lautet:
markt am 18. Juni. Auftrieb durch Händler 133 Schweine.
Der Balkankrieg.
Hat der Steuerpflichtige ein ſteuerbares Vermögen von
Preis 1. Qual. ausgeſuchte Ware (Schlachtgew. 50 Kg.)
weniger als 100 000 Mark, ſo ermäßigt ſich ſeine Steuer
Wie Serbien den Krieg aushält.
73 Mk., 2. Qual. 72 Mk., 3. Qual. 70—71 Mk.
Marktver=
um je 5 v. H. für das dritte und jedes weitere
minder=
ck. Bei einer Bevölkerung von 3 Millionen Einwoh= lauf: mäßig rege, Ueberſtand. — Schweinemarkt am 19.
jährige Kind. Ein ſozialdemokratiſcher Abgeordneter
be=
antragte, ſtatt 100 000 Mark 50 000 Mark einzuſetzen. Ein nern und einer Ausdehnung von etwa 51000 Quadratkilo= Juni. Auftrieb durch Händler 137 Schweine. Preis 1.
Fortſchrittler und ein Nationalliberaler traten dem Zen= meter hat Serbien in wenigen Tagen eine Armee von Qual. ausgeſuchte Ware (Schlachtgew. 50 Kg.) 73 Mk.,
trumsantrag entgegen, weil es ſich um proſperierende Fa=1 402000 Mann aufgeſtellt, 150 000 Tiere für den Transport 2. Qual 72 Mk., 3. Qual 70—71 Mk. Marktverlauf: rege,
milien handle. Ein konſervativer Abgeordneter hielt den aufgebracht und in einem Monat mehr als 21000 Qua=wenig Ueberſtand. — Kälbermarkt am 19. Juni. Auf=
Antrag für durchaus berechtigt. Der ſozialdemokratiſche dratkilometer erobert. Wie hält nun das Land dieſe bei=trieb durch Händler 150 Kälber. Preis 1. Qual. (Lebend=
Unterantrag ſtatt 100 000 Mark 50 000 Mark einzuſetzen, ſpielloſen Anſtrengungen und Laſten des nunmehr beende= gewicht 50 Kg.) 62.5—65 Mk., 2. Qual. 44,5—66 Mk.,
wurde abgelehnt, ebenſo ein weiterer Unterantrag, den ten Krieges aus? Mit dieſer Frage beſchäftigt ſich ein 8. Qual. 48 Mk. Marktverlauf: rege.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 20. Inni 1913.
Seite 8.
Frankfurt, 19. Zumt. Marktbericht. brachte es zum Sturze. Der Mann iſt getötet, der (
Auftrieb: Rinder 148, Ochſen 28, Bullen 6, Kühe 114, Jockei blieb unverletzt.
Kälber 800, Schafe 149, Schweine 1190.
Marktver=
lauf: Kälber gedrückt, Schafe ruhig, Schweine lebhaft,
Mk., —.— Mk., zwiſchen der türkiſchen Botſchaft und den deut=noch mehr Durſt verurſachen. Kalte Saucen ſind bei
alles geräumt. Preiſe: Kälber a) —
b) 66—68 Mk., 110—113 Mk., c) 60—64 Mk., 102—108 Mk., Iſchen Militärbehörden Verhandlungen ſtatt dielHitze zu Fleiſch und Fiſch beliebt. Vor allem iſt da
d) 54—58 Mk., 93—98 Mk., e)
Mk., —.— Mk.; ſich auf eine ſehr umfangreiche Einſtellung türkiſcher
Schafe a) 46—47 Mk. 96—98 Mk., b) 39 Mk., 94 Mk., Untertanen in den deutſchen Heeresverband zum Herbſt
Schweine a) 55—57 Mk., 72—73 Mk., b) 54—56 Mk., 70 dieſes Jahres beziehen. Es ſollen gegen 250 Zöglinge Sahne, Zitronenſaft, feinem Oel, Salz und etwas
bis 72 Mk., c) 56—57½ Mk., 72—73 Mk., d) 56—57 Mk., der Militär=Akademie in Konſtantinopel nach
Deutſchland geſchickt werden, um als Fahnenjunker in
72—73 Mk.
chen Ausbildung noch drei Jahre als Leutnant im deut=müſen, Salaten uſw. öfter anzuwenden. Auch in
Literariſches.
— Pilze der Heimat. Von E. Gramberg. 130 Pilze ſchen Heere Dienſt zu tun.
Lengefeld (Oberpfalz), 19. Juni. Das
Auto=
auf farbigen Tafeln mit Text. Bd. I. Blätterpilze, Bd. II.
Löcherpilze. In Originalleinenband oder Mappe je Mk. mobil eines Schnittwarenhändlers fuhr bei Unter=
5.40. Unſere Süßwaſſerfiſche. Von Dr. E. Walter. teufenbach gegen einen Baum. Die Tochter des
50 farbige Tafeln mit Text In Originalleinenband lBeſitzers, die am anderen Tage Hochzeit machen wollte,
oder Mappe Mk. 5.40. (Profeſſor Dr. Schmeils wurde tödlich, die anderen Inſaſſen mehr oder weni=
Naturwiſſenſchaftliche Atlanten) Verlag von Quelle ger ſchwer verletzt.
6 Meyer in Leipzig. 1913. Die beiden Aklanten von
Gramberg laſſen alles bisher Erſchienene weit hinter ſich. dorf würgte eine 12jährige Schülerin ihre
Was iſt das für eine Feinheit der Farbentönung, was 83jährige Großmutter, bis ſie beſinnungslos
zu=
für ein Reichtum der Formen, wie lebendig treten uns ſammenbrach. Als die Frau ſich wieder erholt hatte,
be=
nie Pilzgruppen der jungen und alten Exemplare in ihrermerkte ſie, daß ſie von ihrer Enkelin beſtohlen worden vorm. Lizard paſſiert. „Friedrich der Große: 16. Juni
datürlichen Größe im Glange des Lichtes entgegen. war.
Ganz ſo wie draußen in Wieſe und Wald ſprießen ſe
hervor zwiſchen Mooſen, Flechten und Farnen, aus Na= einem Wandſchrank der Wohnung des Tiſchlers
deln, altem Laub und dergl. oder ſie ſitzen auf Baum=Gontes die Leiche ſeines ſechs Jahre alten Sohnes, abends Bishop Rock paſſiert. Caſſel‟ 17. Juni 9 Uhr
ſtümpfen und an Stämmen, und wir ſehen, wie ſie von welche einen Revolverſchuß in dem Kopf und Meſſerſtiche abends von Bremerhaven. Prinz Ludwig: 15. Juni
Käfern und Schnecken beſucht werden. Auf das Glück auſwies. Der Knabe wurde ſeit Dienstag vermißt. Der 13 Uhr vorm. von Aden. Göben‟ 16. Junk 9 Uhr vorm.
lichſte iſt die Gefahr einer ſchulmäßig ſchematiſchen Dar=Tat verdächtig iſt eine Verwandte Frau Buſchhorn,
ſtellung vermieden. Die klaren, knappen textlichen welche ſich bei den Eheleuten Gontes zu Beſuch aufhielt
Schilderungen ſagen alles Wiſſenswerte über Vorkom= und ſeit der Entdeckung der Tat verſchwunden iſt.
Gleich=
men, Unterſcheidung, Genießbarkeit, Zurichtung und zeitig verſchwanden Papiere und bares Geld.
Zubereitung der Pilze, ſodaß insbeſondere auch
der Pilzeſſer hier auf ſeine Rechnung kommt. Nicht Auguſt Mommſen, der jüngſte Bruder Theodor „Kleiſt= 16. Zunk 10 Uhr abends von Fremantie
Syo=
minder wird der Naturfreund, vor allem aber jeder Mommſens, im Alter von 92 Jahren.
II. B. Rennes, 19. Juni. Ein ſchwerer Unglücks=
Angler und Aquarienliebhaber, über Walters Fiſchatlas
entzückt ſein. Auch hier nicht etwa eine trockene Dar=fall hat ſich bei den geſtrigen Schießübungen des 50. Ar= in Bremerhaven. „Sierra Ventana” 16. Juni in
Bremer=
ſtellung der Formen, ſondern wir ſehen unſere Süß= tillerieregiments in Rennes ereignet. Aus bisher unbe= haven. „Coburg” 15. Juni von Bahig. „Sierra
Sal=
waſſerbewohner in ihrem Elemente und in ihrer natür= kannten Gründen krepierte eine Granate vor dem Ziel vada‟ 16. Juni von Rio de Janeiro. „Gießen” 16. Juni
lichen Umgebung, in den verſchiedenſten Stellungen und und verletzte eine Anzahl Soldaten ſchwer. Der Zuſtand von Coruna. „Barcelona” 16. Juni von Rotterdam.
Bewegungen, in ihren Gewohnheiten und in ihrer von zweien iſt hoffnungslos.
Beziehung zu ihrer Umwelt. Dieſe Atlanten ſind ein
köſtliches Kunſtwerk und zugleich ein wertvolles wiſſen= Schulkindern nach South Shield wurden die Kinder von „Prinz Heinrich” 16. Juni 8 Uhr abends in Alexandrien.
ſchaftliches Arbeitsmittel, ein zierdevoller Hausſchatz,einem Gewitter überraſcht. Ein Knabe wurde „Prinz=Regent Luitpold” 15. Juni 4 Uhr nachm. in
wie ein gediegenes Unterrichtsmittel, eine Quelle gründ= vom Blitz betäubt, durch einen anderen Blitz 2 Knaben Marſeille. „Großer Kurfürſt” 16. Juni von Bremerhaven.
und ein Mann getroffen. Ein Knabe und der
lichſter Belehrung, wie edelſtem geiſtigen Vergnügens.
Mann wurden getötet, die anderen leicht verletzt.
Letzte Nachrichten.
Zur Welfenfrage.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 19. Juni. Die Nordd. Allg. Ztg. ver=
* Berlin, 19. Juni. Aus noch unaufgeklärter Urſache
geriet heute vormittag in einer Laubenkolonie in öffentlicht eine mit Zuſtimmung des Herzogs von Cum=
Neu=Kölln die Laube eines Arbeiters in Brand. Die berland von deſſen Sohn an den Reichskanzler gerichtete
fünf Jahre alte Tochter des Beſitzers verbrannte.Erklärung, betr. die Erbfolge im Herzogtum
Frankfurt a. M., 19. Juni Mr. Andrew Car=Braunſchweig. Die Erklärung vom 20. April lautet:
negie iſt von Berlin hier eingetroffen und. hat im
„Frankfurter Hof” hier Wohnung genommen. Er beabſich= Ew. Exzellenz beehre ich mich in Kenntnis zu ſetzen, daß
tigt, auf ſeiner Reiſe durch Deutſchland die Frankfurter mein Vater, der Herzog von Cumberland, den Entſchluß
Sehenswürdigkeiten kennen zu lernen.
faßte, in Würdigung der früheren Bundesratsbeſchlüſſe
* Karlsruhe, 19. Juni. Großherzogin Maria vom 2. Juli 1885 und 28. März 1907 die Rechte auf die
Adelheid von Luremburg iſt heute nachmittag Regierung im Herzogtum Braunſchweig auf mich zu über=
2½ Uhr zum erſten offiziellen Beſuche der
Großherzog=
lichen Herrſchaften hier eingetroffen. Zu ihrem Empfang tragen. Die bekannten Ereigniſſe, insbeſondere meine
hatten ſich das Großherzogspaar und das Prinzenpaar Verlobung mit der Prinzeſſin Viktoria Luiſe, änderten
Max von Baden am Bahnhof eingefunden, woſelbſt eine die den Beſchlüſſen des Bundesrats zugrunde liegende
Ehrenkompagnie des Leibgrenadier=Regiments mit Fahne Rechtslage. Mit Zuſtimmung meines Vaters ſuche ich
und Muſik Aufſtellung genommen. Ferner hatten ſich die
Miniſter, mit dem Staatsminiſter von Duſch an der nun meine Aufnahme in die preußiſche Armee als Offi=
Spitze der Oberbürgermeiſter der Reſidenz Karlsruhe, zier nach und gelobe dem Kaiſer und König Treue und
Siegriſt, und die Spitzen der Militärbehörden zum Gehorſam. Darin liegt das Verſprechen, nichts zu tun
Empfange eingefunden.
oder zu unterſtützen, was eine Aenderung des derzeitigen
Stuttgart, 19. Juni. Heute vormittag wurde nach Beſitztums Preußens herbeizuführen geeignet iſt. Dieſe
U4tägiger Verhandlung im Prozeſſe Meſſerſchmidt
u. Gen, von der Strafkammer das Urteil verkündet. Sach= und Rechtslage in Verbindung mit dem Verzicht
Es wurde erkannt gegen den Zollverwalter a. D. Meſſer= meines Vaters auf den braunſchweigiſchen Thron iſt
ſchmidt wegen ſechs Vergehen des vollendeten Betrugs nach meiner Ueberzeugung geeignet, jene Bundesrats=
und zwei Vergehen des verſuchten Betrugs mit einem beſchlüſſe aufzuheben. Ich behalte mir für ſpäter mei=
Verbrechen der Privaturkundenfälſchung auf 2 Jahre
Ge=
fängnis, von denen 7 Monate für erlittene Unterſuch= nen beſonderen Antrag vor. Mit vollkommener
Hoch=
ungshaft abgerechnet werden; gegen den Kommiſſionär achtung Ihr ergebener Ernſt Auguſt zu Braunſchweig
Ernſt Sparr wegen zehn Vergehen des Betrugs im Rück= und Lüneburg. — Gmunden, 20. April 1913.
fall, eines Verbrechens der Privaturkundenfälſchung
zu=
ſammen mit einem Verbrechen des verſuchten Betrugs auf
Die Mörder Mahmud Schefkets.
2 Jahre 6 Monate Gefängnis, abzüglich 6 Monate
Unter=
ſuchungshaft; gegen den Kaufmann Deeg wegen ſieben
* Rom, 18. Juni. Die Tribuna meldet aus Brin=
WVergehen des vollendeten Betrugs und zweier Verbrechen diſi: Die vier der Mitſchuld an der Ermordung des
des verſuchten Betrugs mit einem Vergehen der Unter= Großweſirs Mahmud Scheftet Paſcha beſchuldigten
Ver=
ſchlagung auf 1 Jahr 6 Monate Gefängnis, abzüglich ſonen, die ſich an Bord des italieniſchen Dampfers „Ser= Morgengottesdienſt 8 Uhr 30 Min.
7 Monate erlittener Unterſuchungshaft, und gegen den bia” in Konſtantinopel eingeſchifft hatten und im Piräus
Kommiſſionär Bauer wegen dreier Vergehen des Betrugs gelandet ſind, um nach Cypern zu gehen, ſind drei Söhne
auf 6 Monate Gefängnis, abzüglich 1 Monat erlittener Kiamil Paſchas und ein Schwiegerſohn Eſſad Beys, die
Unterſuchungshaft.
unter engliſchem Schuß an Bord des Dampfers gingen.
* Hamburg, 19. Juni. Der heutige Verſuch, den Sie proteſtieren lebhaft gegen die Anſchuldigung, an
Panzerkreuzer „Derfflinger” zu Waſſer zu dem Anſchlag gegen den Großweſir beteiligt zu ſein.
bringen, iſt geſcheitert. Das Schiff rührte ſich
nicht von der Stelle.
* Danzig, 19. Juni. Die Danziger Neueſten Nach=
Der „Imperator”
richten melden: Dem Geheimen Oberbaurat Hüll=
* New=York, 19. Juni. Der „Imperator” wurde
mann, Chefkonſtrukteur der kaiſerlichen Marine, wurde bei ſeiner Ankunft von den Sirenen aller Fahrzeuge
be=
für hervorragende Verdienſte um den Bau und die grüßt. Am 20. Juni findet an Vord des „
Imperator=
wiſſenſchaftliche Erforſchung der Feſtigkeit moderner ein Empfang ſtatt, zu dem die ſtädtiſchen, ſowie die Bun=
Linienſchiffe und Kreuzer ſeitens der Schiffs= und Schiff= desbehörden eingeladen ſind, desgleichen die
Preſſever=
maſchinenbauabteilung der Könialich Techniſchen Hoch=treter des ganzen Landes. Direktpr Dr. Brenz und die
ſchule Danzig die Würde eines Dr.=Ing. ehrenhal= Vizedirektoren Meyer und Sichies führen den Vorſitz bei verbreitete Gewitter mit Regenfällen, während es im
ber verliehen.
dem Empfang. Ein zweiter Empfang findet am Sams=
* Czenſtochau, 19. Juni. Die
Streichholz=
fabrik Lapſchyna iſt geſtern völlig niederge= tag ſtatt. Am Sonntag und Montag iſt dem Publikum etwas geſunken. Ueber der Nordſee hat ſich ein flaches
der Beſuch des Dampfers geſtattet gegen eine
Eintritts=
brannt. Der Schaden beträgt 100 000 Mark.
— In
gebühr von 20 Cents pro Perſon. Der Geldbetrag wird dürfte. Wir werden morgen auf der Grenze zwiſchen
Koſow in Galizien ſind geſtern dreißig Wohnhäuſer und wohltätigen Zwecken überwieſen.
vierzig Wirtſchaftsgebäude niedergebrannt.
Luxemburg, 19. Juni. In der Pulverfabrik
zu Kockelſcheuer bei Luremburg flogen geſtern abend
in=
folge einer Bulverſtaubentzündung, laut Luremburger
Wort, drei Arbeitsräume in die Luft. Da die
Arbeiter eben die Räume verlaſſen hatten, ſind
Menſchen=
leben nicht zu beklagen.
Brüſſel, 19. Juni. Die von der Regierung zur
.
Prüſung des Wahlrechtsmodus für die Kom=
6.
munen und Provinzen eingeſetzte Kommiſſion trat
heute zuſammen. Nach der Eröffnung ſetzte der Mini=MoforwWagen-Fahrräder.
85
ſter des Innern die ihr zuſtehenden Aufgaben
ausein=
ander.
Se Preististe.
Man verlange
* Liſſabon. 19. Juni. Der Telegraphiſt Ceſar Aure=
Vertreter: Haas & Bernhard, Rheinstr.
lio, den die Polizei für den Urheber des
Bombenanſchla=
e
ges vom 10. Juni hält, ſtellte ſich der Polizei.
Er leuanet, die Bombe geworfen zu haben.
* Asroth. 19. Juni. Während des Rennens um den Euthaarungs taufendf. bewährt, 3.50, 2.50 u.
Golſpolal warf ſich ein Mannmit einer Fahne
In den Farben der Frauenſtimmrechtlerin= 1.50. Franz Kuhn, Kronen=Parf., Nürnberg.
Hier: F. B. Grodhaus, Seifenfabr. a. weißen
gen vor das füßrende Pfexd. Tracanry, und Turm, ſowie in Apotheken,=Drog. u. Parfüm. sV,6278. zurückgeſandt.
Nummer 142.
Aus dem Geſchäftsleben.
Bei der Hitze liegt mehr oder weniger der Appetit
darnieder. Deshalb ſollte man dieſen durch pikante Ge=
HB. Berlin, 19. Juni. Wie die Zeit erfährt, finden richte anzuregen ſuchen. Aber nicht durch ſolche, die
Kräuterſauce, auch Kräuterbutter zu empfehlen. Zur
Sauce werden die feingehackten Kräuter mit ſaurer
Maggi’s Würze innig verrührt. Die letztere hat die
Eigenſchaft, die Eßluſt zu wecken und die Verdauung zu
deutſche Regimenter einzutreten und dann nach der übli= fördern. Deshalb iſt es ratſam, ſie bei Saucen, Ge=
Kräuterbutter verarbeite man ſie, desgleichen in die kalten
Saucen, wie Mayonnaiſe, Schnittlauch=, Peterſilien=, Dill=,
Eumberland=, engliſche und Heringsſauce.
Dampfernachrichten.
Nordd. Lloyd, Bremen. Mitgeteilt von dem Ver=
Kraftdorf (Thüringen) 19. Juni. In Aperts= treter Anton Fiſcher in Darmſtadt, Frankfurterſtr. 12/14.
„Kronprinzeſſin Cecilie‟ 17. Juni 10 Uhr vorm. in
Bremerhaven. „Kronprinz Wilhelm” 17. Juni 1 Uhr
nachm. von Bremerhaven. „Hannover” 16. Juni 5 Uhr
Uhr vorm. in Bremerhaven. Breslau= 15. Juni
Braunſchweig, 19. Juni. Geſtern fand man in 15 Uhr mittags in Baltimore. „Erlangen” 16. Juni
1 Uhr vorm. in New=York. „Main” 16. Junt 11 Uhr
in Singapore. „Scharnhorſt‟ 15. Juni 12 Uhr mittags
in Kobe. „Derfflinger” 16. Juni 5 Uhr nachm. von
Schanghai. „Prinzeß Alice‟ 16. Juni 8 Uhr abends
Dover paſſiert. „Zieten” 16. Juni 8 Uhr vorm. in
— Hamburg, 19. Juni. Geſtern ſtarb Profeſſor Dr. Suez. „Gneiſenau” 17. Juni 1 Uhr nachm. von Adelaide.
litz‟ 16. Jumi 7 Uhr vorm. in Genua. „Weſtfalen”
17. Juni 8 Uhr vorm. in Adelaide. „Tübingen‟ 15. Juni
„Köln” 16. Juni von Liſſabon. „Sigmaringen‟ 16. Juni
London, 19. Juni. Bei einem Ausflug von 100 von Liſſabon. „Durendart” 16. Juni in Antwerpen.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
und für die zahlreichen Blumenſpenden bei der
Beerdigung meines lieben Gatten, unſeres Vaters,
Großvaters, Schwiegervaters, Schwagers und
Onkels, des
Lokomotivführers i. P.
Johann Ludwig Knodt
ſprechen wir auf dieſem Wege unſeren herzlichen
Dank aus.
(13457
Für die trauernden Hinterbliebenen:
Eliſe Knodt, geb. Petri.
Darmſtadt, den 18. Juni 1913.
1
e
Dankſagung.
Für die Teilnahme beim Hinſcheiden unſeres
Schwagers und Onkels
Herrn Philipp Krenz
ſagen herzlichen Dank.
(*989
Familie Hermann Boeffinger.
Gottesdienſt der israelitiſchen Religionsgemeinde.
Haupt=Synagoge (Friedrichſtraße 2).
Freitag, den 20. Juni:
Vorabendgottesdienſt 7 Uhr 30 Min.
Samstag, den 21. Junt=
Sabbatausgang
9 Uhr 40 Min.
Gottesdienſt in der Synagoge der israelitiſchen
Religions=
geſellſchaft.
Samstag, den 21. Juni:
Vorabend 7 Uhr 45 Min. Morgens 7 Uhr 30 Min.
Nachmittags 5 Uhr. Sabbatausgang 9 Uhr 40 Min.
Wochengottesdienſt von Sonntag, den 22. Juni, an:
Morgens 6 Uhr. Nachmittags 7 Uhr 15 Min.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Teiltiefs brachten geſtern abend in Süddeutſchland
Norden trocken blieb. Die Temperaturen ſind in Heſſen
Tief gebildet, das ſich mit dem im Oſten vereinigen
Hoch und Tief verbleiben.
Ausſichten in Heſſen für Freitag, 20. Juni:
Wech=
ſelnd bewölkt, ohne erhebliche Niederſchläge, mäßig warm.
Tageskalender.
Konzerte: Hugenſchütz’ Felſenkeller.
Brauerei=
Ausſchank Fay um 8 Uhr — Bürgerkeller um 8 Uhr.
Rummelbräu um 8 Uhr. — Brauerei Erker um
8 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland. i. B.: Mar Strefer für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mittellungen
aus der Geſchäftswelt: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
=Pulver, Dr. Kuhn, giftfrei, 1 — Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
Nummer 142.
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Samstag
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S. 52 . ..
Worms . . . . . . . . 94,30
, ,
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4 Hamb. Hypoth.=Bank . 26,00 3½
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do.
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80,70 0 Kunſtſeide Frankfurt 61,10 4 Wladichawchas .. . . 84,80 4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 97,60
3½ Deutſche Reichsanl. . 84,7014½ Chile Gold=Anleihe . 87,80 30 Adler=Fahrradwerke
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3½
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74,255 Chineſ. Staatsanleihe. 96,30
Kleher . . . . . . 415,25 4 Rſäſan Koslow . . ..
Anlehensloſe.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 98,80 4½
3 Portugieſ. Eiſenb. .. 71,80 4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
de.
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89,00 9 Maſchinenf Badenia 135,00 z.
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3½
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90,10 4 Gold=Mexikanerv. 1904 80,00 12,83 Bad. Zucker=
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3
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Franeisco. . . . . — 4 Rhein. Hypothek.=Bank
fahrt . . . . . . . 138,80 10 Aumeß=Friede . . . . 165,75 5 Tehuantepee . . . . . . —
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(unk. 1917) . . 95,25
do. do. (unk. 1918) 96,80 7 Nordd. Lloyd . . . . . 118,60 14 Bochumer Bergb. u.
5½,
do.
3½ do. (unk 1914) . 84,10 Augsburger. . . . . ſl. 7 34,90
83,25 6½ Südd. Eiſenb.=Bef. . 125,00
Bank=Aktien.
.206,75
Gußſt. . . . .
do.
72
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3½
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25,50 Matländer . . . . Fä. 45 120,00
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3½
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Hüttenbetrieb. . . 244,75
Italiener Rente . . 100,00
do. v. 1858fl. 100 487,00
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4½ Heſterr. Silberent: 84,70
12½ Deutſche Bank .241,403½
95,50 Ungar. Staats . . ſl. 100 392,00
do.
25,25
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250Venediger . . . . Fs. 30
Caro. . . . . . . . 74,25 6 Deutſche Vereinsbank . 114,504 Gießen . . . . . . . . — Türkiſche . . . . Fs. 400 155,00
do. einheitl. Rente. 81,706 Pennſylvania R. R. . 107,50 6 Laurahütte . . . . . . 158,50 6 Deutſche Effekt.= und
ara 3½
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Heidelberg . . . . . . 94,50 Gold, Silber und
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Weſteregeln 176,80 10 Diskonto=Kommandit 180,00 zu
Aktien.
Banknoten.
do.
84,60
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64,00
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10 Frankf. Hypoth.=B. 205,503½
20 Franks=Stücke . . . . 16,21
do.
4 do. v. 1890 .
30)5
Obligationen.
Fabrik . ..
540,50
—
Amerikaniſche Noten. . . 4,18
6½ Mitteld. Kreditbank 113,754 Magdeburg. . . . .. — Engliſche Noten . . . . . 20,40
4 do. v. 1905 ..
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3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 87,90
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heim . . . . . . . 231,50 4½ Nordd. Lloyd=Obl. 97,00 7 Pfälziſche Bank. . . . 123,10
,Mainz . . . . . . . . 94,80 Franzöſiſche Noten. . . . 80,95
do. v. 1902 . . . . 88,7530 Farbwerke Höchſt . 595,00 4 Eliſabethbahn, freie . . 88,00 6,95 Reichsbank . . . . . 131,50 3½
do.
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do. v. 1905 . . . . 99,5020 Verein chem. Fabrike:
4 Franz=Jofefsz=Bahn . .
Rhein. Kreditbank. . .127,254 Mannheim . . . . . . 94,10 Italieniſche Noten . 78,80
17 Schweden . . . . .
Mannheim . . . .
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Kon=
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85,90 Reichsbank=Diskonto.
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Nummer 142.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 20. Juni 1913.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Groffh. Polzeiamts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
Zsge
a
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Dachshund. 2 deutſche Schäferhunde (zugelaufen). Die
Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier
aus=
gelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet
dortſelbſt jeden Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(13451
Saneoie
Bekanntmachung.
Mammmhſeuner
46. Jahrgang
Schnakenplage.
Unter Bezugnahme auf unſere Bekanntmachung vom 23. April
; Beilagen: Der Erzähler, Unterhaltungsblatt (wöchentl. 5mal) Hinaus in die Welt, Beilage für Wandern und 1
Reiſen (im Sommer wöchentlich 1mal)
1913 im Darmſtädter Tagblatt Nr. 98 vom 28. April 1913 fordern wir
Schachzeitung (monatlich 1mal)
Der Winterſport (im Winter wöchentlich 1mal)
wiederholt alle Grundſtückseigentümer, Mieter und Pächter in Stadt
Literariſche Rundſchau (alle 2—3 Wochen)
und Gemarkung Darmſtadt auf, die Sommerbekämpfung der Schnaken
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Schnakenbrut, die ſich in größeren und kleineren Waſſeranſamm=
; Höchſte Auflage ſämtlicher in Mannheim erſcheinenden Zeitungen. — Don den Großinſerenten aller Branchen ſtändig zur Reklame benützt. ?
lungen, denen es an Zu= und Abfluß fehlt, entwickelt.
mit vorliebe in den angeſehenen und wohlhabenden Kreiſen der Bevölkerung Mannheims und deſſen Umgebung geleſen. m
Die Sommerbekämpfung beſteht daher im Beſeitigen der
Tümpel, im rechtzeitigen Entleeren von Regenbütten, Reinigen von
: Erstklassiges Ankündigungsmittel von unübertroffener Wirksamkeit.
Rinnen oder im Uebergießen von ſtagnierenden Wäſſern mit einer
Organ für die amtlichen Veröffentlichungen der Stadt Mannheim.
dünnen Petroleum= oder Saprol=Schicht, deren Erneuerung etwa alle
8 Tage erfolgen muß. Regenfäſſer, Waſſertonnen und alle ähnlichen
: Abonnement monatl. 80 Pf. Inſeratenpreis pro Zeile 30 pf. Reklamen pro Zeile M. 1.20. 3
Behälter ſind mit feſtſchließenden Deckeln zu verſehen. Das Waſſer
Beilagen nach Uebereinkunft. Bei Wiederholungen Rabatt.
in ſolchen Behältern darf nicht länger als eine Woche ſtehen.
Die Jauchen= und Abortgruben ſind ebenfalls alle 8 Tage mit ; probenummern koſtenlos. Telephon: Expedition Nr. 1639, Redaktion Nr. 983, Verlag Nr. 4. ;
einer dünnen Petroleum= oder Saprolſchicht zu verſehen.
Ianmtakaaaaamaaaaagaaäamaakkaaamastkakaad
Mnattants 2
Auch herumliegende Scherben, Flaſchen, Töpfe uſw., in denen
ſich Regenwaſſer anſammelt, ſind beliebte Schnakenbrutſtätten. Der=
Ueberſicht
artige Gegenſtände ſind zu beſeitigen oder umzuſtülpen, daß ſich darin
kein Waſſer anſammeln kann, denn eine einzige Konſervenbüchſe kann der Durchſchnittspreiſe von folgen=
Tauſenden von Schnaken Gelegenheit zur Entwicklung geben.
den Früchten und Verbrauchsgegen=
In der Nähe von Schnaken=Brutſtätten, die aus irgend einem
Danprag mitSarnpran
ſtänden in der Zeit
Grunde auf die vorſtehend angegebene Art nicht beſeitigt werden
vom 1. bis 15. Juni 1913:
können, ſind Schnakenfallen aufzuſtellen.
per Sack à 100 Kilo für ein eingebautes Einfamilienhaus, enthaltend Keller, Küche.
Als Schnakenfallen dienen offene Bütten, die zu Zweidrittel Weizen von Mk. 20.75 bis 26.501 Speiſekammer, 7 Zimmer, Kammern, Bodenräume, Verandas und
mit Waſſer zu füllen und mit einer dünnen Petroleum= oder Saprol=Korn.
„ 18.— „ 18.25 ca. 120 am Garten, Platz und Haus zuſammen zum Preiſe von ca.
ſchicht zu verſehen ſind. Die Schnaken werden von dem Waſſer an= Gerſte
(B13025
„ „ 17.50 „ 20.5022 000 Mk. zu verkaufen.
gelockt und bleiben an der Petroleum= oder Saprolſchicht hängen. Hafer
Der Bauplatz iſt im ſüdlichen Stadtteil in nächſter Nähe des
19.− „ 21.—
Das Petroleum oder Saprol muß auch hier ſpäteſtens alle 8 Tage Butter ½ Kilo Mk. 1.35
Waldes und der elektriſchen Bahn. Näheres durch
durch Nachfüllen ergänzt werden, ſodaß das Waſſer ſtets mit einer Butter in Partien Mk. 1.25
Architekt Gg. Kugel,
genügenden Fettſchicht bedeckt iſt.
Eier per Stück 8 Pfg.
Es iſt feſtgeſtellt, daß die Schnaken in der Regel das ganze Eier in Partien per 25 Stück
Wittmannstrasse 4.
Jahr hindurch ſich in der Nähe ihrer Brutſtätten aufhalten. Läſſige
Mk. 1.85
Hausbeſitzer ſind daher der Beläſtigung durch die in ihren Hofreiten Kartoffeln per 100 Kilo Mk. 7.—
Ein gut erhalt. Kinderwagen m.
gezüchteten Schnaken in erſter Linie ſelbſt ausgeſetzt.
Kartoffeln per 25 Kilo Mk. 1.75
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(13449 Kornſtroh per 50 Kilo Mk. 3.—
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Heu per 50 Kilo Mk. 4.—
Großherzogliches Polizeiamt.
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Darmſtadt, 19. Juni 1913.
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Riedlingerſtr. 19, part.
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kreuzſaitig, billig abzugeben. Päda=
Bekanntmachung.
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gogſtraße 2, parterre.
Dienstag, den 24. Juni lfd. Js., nachmittags 4 Uhr, wird
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Verkaufe eine faſt ungebrauchte,
das Heugras von der Fürſtenwieſe, unweit der Pumpſtation des Freitag, den 4. Juli 1913,
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(13458fs ſollen die dem Heinrich PhilipplKaufe
ganze Nachläſſe geg. erhaltene Sitzbadewanne.
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(*952 Aeußerſter Preis 12 Mk. Anzu=
Jacoby dahier zugeſchriebenen Lie= Kaſſa. Poſtkarte genügt.
Nähere Auskunft wird auf der Pumpſtation erteilt.
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Darmſtadt, den 17. Juni 1913.
Schwanenſtr. 12, part.
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Nummer 142.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 20. Jnni 1913.
Seite 12.
Simmmnunnanannnninmnntetngs und 15 Punkte. An Preiſen gelangten insgeſamt 400Soelber, geleitet. Im Anſchluß an die vor zwei Jahren
Mark zur Verteilung Davon erhielten Stöffler 12023 in Petersburg gepflogenen Beratungen wurde über die
, 0
Mark, Krieger 8469 Mark Schlegel 8230 Mark, Friedrich Einführung einer Beſatzklauſel für Weizen auf Muſter ver=
Soeiinheher Gunst .5.
5559 Mark, Stagge 2673 Mark, Schall 2027 Mark und Jahn handelt; die Ruſſen und Rumänen widerſetzten ſich der
1175 Mark. Leutnant Carganico, der mit die beſten Einführung einer ſolchen Klauſel, ſo daß davon abgeſehen
E.
05 5
Leiſtungen während der Flugwoche zeigte, erhielt in ſeiner werden mußte. Um den Verhältniſſen des Geſchäftes in
3
beſſerer Gerſte gerecht zu werden, einigte man ſich darüber,
Eigenſchaft als Militärflieger nur Ehrenpreiſe.
Ste,
(
Sr. Die Internationale Wiener Flugwoche daß ein geringerer Beſatz vereinbart werden könne, als in
ergab auch am zweiten Tage außerordentlich beachtens= der Beſatzklauſel des Vertrags für das Schwarze Meer
werte Leiſtungen. Dem Oeſterreicher Illner glückte es uſw. feſtgeſetzt iſt. Es wurde beſchloſſen, daß dieſe
Klau=
mit einem Lohner=Pfeil=Doppeldecker den am erſten Tage ſel auch für Futtergerſte von der Oſtſee gelten ſolle.
Ab=
von Perreyon mit einem Bleriot=Eindecker aufgeſtellten gelehnt wurde von den Ruſſen der Antrag, nach welchem
Höhen=Weltrekord mit zwei Paſſagieren für Hafer ein Höchſtbeſatz von 3 Prozent vorgeſchrieben
abermals zu überbieten und eine Höhe von 5180 werden ſollte, von den Deutſchen und Niederländern eine
Metern zu erreichen. Das Flug=Meeting erweckt beim Milderung der geltenden Beſatzklauſel für Hafer. Eine
Publikum lebhaftes Intereſſe. Am zweiten Tage wohnten wichtige Erörterung fand darüber ſtatt, in welcher Weiſe
, 2.
etwa 20000 Zuſchauer den Flügen bei, unter anderen auch künftig Streitigkeiten, wie ſie anläßlich der Dardanellen=
ſperre eingetreten ſind vorgebeugt werden könne. Es
So
0
der deutſche Botſchafter v. Tſchirſchky.
.Hämit seidenen Sammel=.
sr. Von dem Ballonrennen um den Grand wurde eine grundſätzliche Einigung erreicht und eine
Kom=
miſſion mit der Ausarbeitung des Antrags für den fol=
Prix des franzöſiſchen Aeroklubs liegt nun
„D5. Wappenbildern
auch die letzte Landungsmeldung vor. Der noch aus= genden Tag beauftragt. Weitere Beſchlüſſe betrafen
ſchiedsgerichtliche Verfahren; es wurde erörtert, ob ſich zur
Hilthmſmmmmmumnmnunmmmimsmmmmmmmmmmmmaanmmmniſ ſtehende Ballon „Isle de France” (Führer Leblanc mit
Entſcheidung grundſätzlicher Fragen die Einſetzung eines
I11733
Frl. Marſchall) landete in England bei Kingſton, 670 beſonderen Schiedsgerichtshofes empfehle. Die Verhand=
Kilometer vom Aufſtiegsort entfernt, nach einer Fahrzeit
lungen werden morgen ſortgeſetzt.
von 24 Std. 30 Min. Leblanc iſt damit erſter Anwärter
Sport, Spiel und Turnen.
H Frankfurt a. M., 19. Juni.
Fruchtmarkt=
auf den erſten Preis. Pierron (Ballon Luiſette) wird mit
* Pferdeſport. Trabrennen zu Ruhleben. 650 Kilometer den zweiten Preis erhalten und Rumpel= bericht. Am Wochenmarkt mangelte die Kaufluſt, ſo
Lambeſe=Preis; 1800 Mark, Diſtanz 2200 Meter: 1. Hrn. meyer mit Frau Goldſchmidt (Ballon Le Sagittaire) mit daß die Umſätze im allgemeinen beſchränkt blieben. Die
Erhöhung der ausländiſchen Forderungen fand noch ge=
637 Kilometer den dritten Preis.
Flügels Lambeſe, 2. Paloma, 3. Cardy. Tot. 107110.
ringe Beachtung, weil die Nachfrage fehlte. Landweizen
Lieblings=Preis; 2000 Mark, Diſtanz 1500 Meter: 1.
Ge=
in guter Qualität wurde nur mäßig angeboten, während
ſtüt Kreuzbruchs Wandler 2. Treſpo, 3. Lucullus. Tot.
Hafer in beſſerer Ware etwas gefragt war Mais in
48:10. — Landluft=Preis; 2200 Mark, Diſtanz 2400 Meter:
mangelhafter Sorte offeriert, aber faſt ohne Begehr. Die
Handel und Verkehr.
1. Hrn. J. Gillars Citrus, 2. Fauvette, 3. Alice Wainſcott.
Preiſe für Mehl ſind unverändert, hingegen Futtermitter
Tot. 50:10. — Longino=Handicap; 3500 Mark Diſtanz 2500
* Ferienſonderzüge. Im Anſchluß an die flauer.
Meter: 1. Hrn. R. Hoffmanns Tmin, 2. Mornington Allen, Ferienzüge nach München können bei Reiſen nach der
Der Mannheimer Getreidemarkt zeigte
3. Puppelchen. Tot. 89:10. — Long=ago=Handicap; Ehren= Schweiz zweckmäßig die feſten bayeriſch=ſchweizeriſchen ſchwächere Tendenz. An der Berliner
Produkten=
preis und 1500 Mark, Diſtanz 2400 Meter: 1. Geſtüt Klein Rundreiſekarten, die für zahlreiche Verkehrswege auflie= börſe war zu Beginn mattere Stimmung auf das billi=
Helles Neuroth, 2. Landluſt, 3. Kohinoor. Tot. 23110.
gen, benützt werden. In Lindau „Kufſtein und Salzburg gere Inlandsangebot, wenn auch nicht in guten Sorten.
Liddy=G. Preis; 2000 Mark, Diſtanz 2500 Meter: 1. Hrn. werden für Reiſende, die Vorarlberg, Tirol oder das Salz= Dann aber erfolgte Preisbeſſerung auf Käufe der Kom=
W. Preuslers Hans Medium, 2. Glückauf, 3. Angeli. Tot. kammergut beſuchen wollen, Anſchluß= bezw. 45tägige Rück= miſſionäre und der Händler, beſonders in Roggen, wofür
31110. — Lady Alentell=Preis; 2700 Mark, Diſtanz 2400 fahrkarten für beſtimmte Strecken abgegeben. Für die per Julilieferung ein Hauſſe=Intereſſe beſteht. Auslands=
Meter: 1. Hrn. A. Bredows Ernſt Albert H., 2. Unfug, Rückfahrt ab München beſtehen Umwegkarten, die zur Fahrt offerten waren kaum verändert, Hafer wurde höher
be=
zahlt auf neue Klagen über Trockenheit, doch war das
3. Sonntagsjunge. Tot. 65:10.
über Regensbura ſtatt über Nürnberg berechtigen, um Angebot genügend. Nach den letzten Kabelmeldungen
Rennen zu Le Tremblay. Prix Oneſime den Beſuch der Walhalla und der Befreiungshalle bei Kel= von den amerikaniſchen Getreidemärkten
Aguado; 10000 Mark, Diſtanz 2300 Meter: 1. Monſ. W. heim zu ermöglichen. Beſonders auf die Befreiungshalle, (New=Vork und Chicago) war Weizen ſchließlich erholt,
K. Vanderbilts Reindeer, 2. Manthorpe, 3. Le Bavard. eine Schöpfung König Ludwig I., wird in dieſem Jahre als von den inländiſchen Produktenmärkten feſtere Kurſe
Tot. 21310.
die allgemeine Aufmerkſamkeit gelenkt durch die große gemeldet wurden und ſeitens der Firma Armour große
sr. Die Militär=Fußballſpiele um die Meiſterſchaft der Nationalfeier, die in Gegenwart des deutſchen Kaiſers und Käufe per September erfolgten. Mais war hingegen bei
Garderegimenter brachten am Mittwoch die beiden letzten der deutſchen Bundesfürſten am 25. Auguſt dortſelbſt ſtatt= Schluß ſchwächer auf Regliſationen wenngleich Mel=
Begegnungen vor dem Entſcheidungsſpiel am nächſten findet. Nähere Auskünfte und Proſpekte durch die amt= dungen über trockenes und heißes Wetter, ſowie ungün=
Sonntag. Das 4. Garde=Regiment ſiegte über das Eiſen=liche Auskunftſtelle der Kgl. Bayeriſchen Staatseiſenbah= ſtige Ernteberichte zeitweiſe befeſtigten. Die ſichtbaren
bahn=Regiment Nr. 1 mit 2.0 (Halbzeit 010). Da in demf nen im Internationalen öffentlichen Verkehrsbureau in Weizenvorräte ſind dort in dieſer Woche von 39,65
Mil=
lionen Buſh. auf 87,01 Millionen Buſh, zurückgegangen.
zweiten Spiel das Königin=Eliſabeth=Garde=Grenadier= Berlin, Unter den Linden 14.
* Nach der blauen Adria und Venedig hingegen die Maisvorräte von 4,40 Millionen Buſh auf
Regiment dem Garde=Füſelier=Regiment den Sieg kampf=
7,31 Millionen Buſh. geſtiegen. In Kanada gingen
llos überließ und nicht antrat, ſo findet das Schlußſpiel am veranſtaltet das bekannte Reiſebureau L. Lyſſenhov u. Co.,
Sonntag im deutſchen Stadion nunmehr zwiſchen dem 4. G. m. b. H. Mainz, im Juli und Auguſt er, je eine, alle die Weizenvorräte in dieſer Woche von 12,66 Millionen
Buſh auf 11,15 Millionen Buſh. zurück.
Garde=Regiment und dem Garde=Füſelier=Regiment ſtatt, Koſten einſchließende Geſellſchaftsfahrt. Dieſelbe führt
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
sr. Ein Automobil=Rennen um den Grand Prix von auf der Hinreiſe über Salzburg die impoſante Tauern= Weizen, hieſiger und Wetterauer 21—21,05. Norddeut=
St. Petersburg, das der Petersburger Automobil=Klub bahn, die berühmte Adelsberger Grotte, Fiume und Ab= ſcher 21,05—21.10, Kurheſſiſcher 21—21.10, Ruſſiſcher 23
über 200 Werſt in der Nähe von Petersburg veranſtaltete, bazia und auf der Rückfahrt über den Gardaſee, Bozen, bis 24,50. Kanſas 23,50— 23,75, Rumäniſcher 23,75—24.25.
wurde von 18 Wagen beſtritten Das Rennen war reich Meran, Innsbruck, bietet alſo eine Fülle intereſſanter Redwinter 23,50—24, Manitoba 23,50—24, La Plata 23,50
an Zwiſchenfällen. Sieger blieb ſchließlich ein von Herrn Bilder. Das ausführliche Programm iſt bei genanntem bis 24. Walla Walla 23,50—24; Roggen, hieſiger 17.2
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18, Riedgerſte 17,50—18, Ungariſche —, Fränkiſche 17.50
mit 2:26:50. Dritter wurde ein Metallurgique des Herrn
Landwirtſchaftliches.
bis 18: Hafer, hieſiger 17—17.50, Bayeriſcher 17—17.50,
Notomb in 2:29:19.
* Berlin, 18. Juni. Heute fand hier die inter= Ruſſiſcher 18—1850, Amerikaniſcher 17—1725.
Rumäni=
nationale Getreideexporteure=Verſamm= ſcher 18—18,50; Mais mired 15—15.20, Ruſſiſcher 15,20
lung ſtatt um über die Aenderungen der deutſch= bis 15,30, Donaumais 15.20— 15.30. Rumäniſcher 15,20 bis
Luftfahrt.
niederländiſchen Verträge für den Getreideeinkauf 15.30, La Plata 15,25—15,50, weißer Mais 15,15—15,25;
sr. Die offiziellen Reſultate der Bres=aus Rußland uſw. zu beraten. Daran nahmen Weizenſchalen 9,75—10, Weizenkleie 9.75—10, Roggenkleie
lauer Jahrhundert=Flugwoche ſind folgende: etwa 110 Exporteure einerſeits aus Deutſch= 10—10,25, Futtermehl 13—15, Biertreber getrocknet. 12.75
bis 13,75. Futtergerſte 14,75—14.90; Weizenmehl. hieſiges
Dauer=Wettbewerb: 1. Friedrich (Etrich=Taube —) 8 Std. land, den Niederladen, Belgien, Dänemark und (Baſis ab Mannheim) Nr. 0: 31—31,25, feinere Marken
20 Min. 2. Stagge (Wright=Doppeldecker) 7 Std. 19 Min., Schweden, andererſeits aus Rußland und Rumänien teil. 31.50 31.75. Nr 1: 30.25—30 50, feinere Marken 30,75—31,
8. Stöffler (Aviatik=Eindecker) 8 Std. 20 Min.; Aufſtieg= Dabei ließen ſich auch die ruſſiſche und die rumäniſche Re= Nr. 2: 29.75——30, feinere Marken 30.25—30,50. Nr. 3:
Wettbewerb: 1. Schlegel (Aviatilk=Eindecker) 37 Auftiege, gierung vertreten. An der Spitze der Vertreter des ruſſi= 27,25—27.50, feinere Marken 27,75—28 Nr. 4: 23,25—23,50,
2. Friedrich 33 Aufſtiege, 3. Stöffler 30 Aufſtiege. Photo= ſchen Getreidehandels ſtand der ehemalige Handelsminiſter ſeinere Marken 23,75—24; Roggenmehl, hieſiges. Nr. 0:
graphie=Wettbewerb: 1. Lt. Carganico 3. Aufſtiege und v Timirieſeff. Die Verhandlungen wurden zunächſt vom 25,50—25,75, Nr. 1: 23,50—23,75, Nr. 2: 21,75—22.
1889 Punkte, 2. Stöffler 3 Aufſtiege und 380 Punkte 3. Präſidenten des deutſchen Handelstags, Dr. Kaempf. als=
Friedrich 1 Aufſtieg und 122 Punkte, 4. Schlegel 1 Aufſtieg dann von Generalſekretär des deutſchen Handelstags, Dr.
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Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 20. Jnni 1913.
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jener glorreichen Zeit und zeigen ihm in künstlerischer
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Vollendung die berühmten Männer der Befreiungskriege
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und ihre Taten. Um nun den Freunden der Stollwerckbilder
Hausbesitzer erhalten hohen Rabatt.
Gelegenheit zu geben, auch diese Bilder zu einem kleinen
unterhaltenden wie belehrenden Geschichtswerke vereinigen
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zu können, wurde das
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die ſe denlach eſande ing ausacdane dai es fiſen Batſchalt dace der Arſterſt gingnele
gänzte der Artilleriſt. Fräulein Renzow iſt eine aner= Gleichzeitig regte ſich in ihm eine merkwürdig widerſtrei=
Ich liebe Dich!
tende Empfindung.
kannte Schönheit.
Roman von Guido Kreutzer.
Und immer noch nicht verlobt? Da müſſen doch ir=
Und obwohl er das Geſpräch ſchließlich auf unperſön=
(Nachdruck verboten.) gendwie Gründe vorliegen.
liches Gebiet hinüberſpielen konnte, war er doch froh, als=
15
Ich bin nicht unterrichtet, entgegnete Oſtheeren kurz. einer und der andere der Kameraden ſich verabſchiedete
Der Oberleutnant von Lanzoff ſuchte ihn mitleidig
Es klang ungewollt kühl; aber die Art der Frageſtellung und der Oberleutnant von Lanzoff, mit dem er in einer
zu tröſten.
Gegend wohnte, ihm mahnend auf die Schulter ſchlug.
Direkte Nahrungsſorgen werden Sie im Leben nie irritierte ihn.
Höchſte Zeit, lieber Oſtheeren. Kommen Sie; die
Der ehemalige Huſar ſchien es nicht gemerkt zu haben.
kennen lernen, lieber Traſſingk; denn Sie haben an=
Er überlegte; gegen das helle Licht vom Fenſter her hatte Chaiſelongue wartet zum wohlverdienten Mittagsſchlaf!
dauernd einen Kloß in der Kehle!
Wenn der Traſſingk deklamiert, muß ich immer an ſein ſcharfes Geſicht einen leiſen grauen Schimmer — wie
Dieſer Heimweg mittags bot ſonſt immer Stoff zu
von durchwachten Nächten. Plötzlich hob er den Kopf.
eingeſchlafene Füße denken! hetzte Ramin.
allerlei Debatten; heute aber hingen die beiden jungen
Aber Rackenow verbeſſerte ernſthaft:
Wie ich höre, ſind Sie ja heut’ abend mit den Herr=
Nee, ſondern an Selterwaſſer, das ’n Tag lang auf ſchaften zuſammen. Darf ich da bitten, meine Empfehl= Offiziere ihren Gedanken nach. Und ſie überquerten ſchon
das Rondell des „Großen Stern”, als der Oberleutnant
der Heizung geſtanden hat!
ung auszurichten?
endlich das Schweigen brach.
Und in dem ſchadenfrohen Grinſen der umſitzenden
Gern, Herr Rittmeiſter; ſelbſtverſtändlich. Die Herr=
Sagen Sie mal, Oſtheeren — es ſollte gleichgültig
Korona wandte ſich der Rittmeiſter a. D. Sierndorff an
ſchaften werden ſich doch zweifelsohne an Sie noch
er=
klingen — was haben Sie denn da vorhin mit dem Siern=
Oſtheeren:
innern?
dorff für Geheimniſſe ausgekramt?
Ihr Hauptmann erzählt mir eben, daß Sie für den
Unter halben Lidern zuckte ein ſeltſam forſchender
Der Jüngere ſchreckte auf. Er hatte gerade an Frau
Renzowſchen Stall feſt verpflichtet ſind, lieber Baron? Blick zu ihm herüber.
von Berns und ihr gütiges Lächeln gedacht.
Stimmt, Herc Rittmeiſter.
Das iſt keine Frage, Baron! Ich erwähnte ja bereits,
Familientratſch! ſagte er kurz. So die beliebte ver=
Alſo das intereſſiert mich. Nämlich vor vier Jahren
daß ich damals in dieſem Hauſe eine recht anregende Zeit dauungsfördernde Kannegießerei!
war ich als Oberleutnant hierher auf Boxanſtalt komman= verlebt habe. Deſto lebhafter bedauerte ich den Abbruch
Darauf war eine Weile das alte Schweigen, bis der
diert und hab’ damals während der paar Monate auch im des Verkehrs, als ich wieder zum Regiment zurück mußte. Adjutant wieder zu ſprechen anfing.
Hauſe des Kommerzienrats verkehrt. Recht angenehme
Uebrigens — während der diesjährigen Rennkam=
Nämlich, lieber Oſtheeren Sie wiſſen, ich habt
Zeit geweſen — Geſelligkeit im großen Stil; gute Geſell= pagne werde ich wohl vorwiegend nur noch auf den Ber= was für Sie übrig und wir ſind uns ja als Menſchen nahe
ſchaft; viel bekannte Namen.
liner Plätzen reiten und dem Kommerzienrat ja früher gekommen . . . Alſo da halte ich es nach reiflicher Ueber.
Der Tochter des Hauſes . . . Herta, wenn ich nicht oder ſpäter ſowieſo begegnen. Alſo iſt die Situation da= legung ſchließlich doch für meine Pflicht
irre entſinne ich mich noch ganz deutlich. Sie beſaß! mit ſchon gegeben.
Er ſtockte. Der Andere wurde aufmerkſam.
Wozu macht der Mann eigentlich dieſen ganzen über=
Das klingt ja ernſthaft, Lanzoff! Was iſt denn?
unbeſtritten Entwickelungsmöglichkeiten!
Nummer 142.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 20. Juni 1913.
Seite 14.
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Dun eariſeich de dieſer aten Sichlage aur des
mißmutiges Geſicht.
Erklärung dafür zu bekommen, weshalb er vor zwei Jah= eine nicht, — heut war der Rittmeiſter bei uns zu Gaſt;
Keine falſche Auffaſſung, Oſtheeren — ich will hier ren Hals über Kopf ſeinen Abſchied nahm! Es wird man tritt am Start gegen ihn an und auch ſonſt überall
nicht etwa denunzieren. Solche Sachen überlaſſe ich an=
Ihnen ſchwerlich gelingen.
wird er in der Geſellſchaft äſtimiert!
deren Leuten. Aber Sie waren lange Jahre fort; und da
Geduldet! berichtigte der Oberleutnant. Ein Schatten
Sein hochmütiges Geſicht wurde noch um eine Nüance
verliert man leicht den Ueberblick.
rann über ſeine bartloſen Züge. Er legte dem Jüngeren
eiſiger.
Er ſchob den Helm einen Moment aus der Stirn.
Daß der Herr auf ſeine eigenen Ritte wettet, iſt die Hand auf den Aermelaufſchlag: —
Und während er ihn wieder zurechtrückte, ſagte er ab= ſchließlich — obgleich von Majeſtät ſtreng verboten
Lieber Oſtheeren — jeder ſcheut ſich natürlich vor
offe=
ſchließend: —
nicht allzu tragiſch zu nehmen, ſolange dieſe Wetten nur ner Provokation, weil ſowas regelmäßig auf die ganze
Alſo halten Sie bei dieſer neuen Allianz ein bißchen für Sieg und nicht etwa für Platz gelten!
Kaſte zurückfällt. Man ſoll ſeine ſchmutzige Wäſche im
die Augen offen!
Jetzt aber bitte ... wie urteilen Sie darüber, wenn Hauſe reinigen und nicht erſt vor aller Welt ausbreiten.
Sierndorff? fragte der Leutnant von Oſtheeren er= Leute — eine ganze Menge Leute — dem Rittmeiſter
Zugegeben — damit ermöglichen wir ſo mancher
un=
ſſtaunt.
Sierndorff ungeſchminkt nachſagen, er habe ſich mehrfach klaren Exiſtenz, den Boden unter den Füßen zu halten.
Ja. Sie werden mit ihm auf dem grünen Raſen ſportliche Verſtöße zu Schulden kommen laſſen, auf Grund Aber iſt es nicht klüger, interne Angelegenheiten auch
in=
noch oft zuſammentreffen; vielleicht manches Rennen Gurt
deren man ihn, wäre er Profeſſional, unweigerlich vor tern zu behandeln, wo wir ſowieſo ſchon in allen
Bevöl=
an Gurt ausreiten. Da müſſen Sie ſich Ihre Zeitgenoſ= die Stewards gerufen, reſpektive mit Entziehung der Reit= kerungsſchichten gegen ſo ernſthafte Widerſtände und
ver=
ſen natürlich etwas genauer anſehen.
biſſene Irrtümer anzukämpfen haben?
lizenz beſtraft hätte!
Sie verlangſamten die Schritte.
Selbſtverſtändlich wäre es verlogene und alberne
Der Leutnant war ruckhaft ſtehen geblieben.
Alſo nun ſchießen Sie endlich los, Lanzoff! mahnte
Sentimentalität, wollte man uns alle nun durchaus zu
Lanzoff! ſagte er erſchrocken.
der Leutnant. Soviel ſeh’ ich doch ſchon, daß irgend was
einer Schar blütenreiner Engel ſtempeln. Wo Licht iſt,
Der Adjutant ging gelaſſen weiter:
nicht in Ordnung iſt!
iſt auch Schatten; und ſchwarze Schafe gibt’s überall.
Aeußerlich ſchon! ſchränkte der Adjutant ein. Wenn
Kommen Sie nur . . . Und im übrigen wollen wir
Und ſeien Sie unbeſorgt: — die Geſellſchaft hält je=
Sie in der Kommißfibel — Rangliſte, wollte ich ſagen dieſes unerquickliche Thema damit beſchließen. Kein des ihrer Mitglieder, ſolange es irgend geht. Wenn
unter dem Namen Sierndorff nachblättern, da iſt alles Wort mehr verlieren, als unumgänglich notwendig. Dieſe einer aber mal ernſthaft Schaden anrichtet und das eigene
allright . . . Auf eigenen Wunſch aus dem aktiven Dienſt wenigen Mitteilungen Ihnen zu machen, hielt ich aber Neſt beſchmutzt, dann wird er erbarmungslos
ausge=
geſchieden und zur Landwehr überführt. Berechtigung für meine Pflicht. Und ich hab’s um ſo ruhiger getan, ſtoßen.
zum Tragen der Uniform ſeines Regiments . . .
weil ich bei Ihnen nicht Gefahr laufe, falſch beurteilt zu
Oder um noch perſönlicher zu werden — das deutſche
Private Begründung ſeinerſeits — der Turf inter= werden.
Offizierkorps mit ſeinen gegenwärtigen und ehemaligen
eſſiere ihn mehr als der Kaſernenhof; und auf die Dauer
Das iſt ſelbſtverſtändlich! Ich danke Ihnen ſogar. Mitgliedern ſteht nach wie vor auf einer Höhe, von der
habe ſich beides nicht vereinigen laſſen!
Jetzt wird ſich die richtige Formel für meine Poſition uns ſelbſt die Manipulationen vereinzelter unfairer Ele=
Aber ähnliche Fälle ereignen ſich doch häufig! warf Herrrn Rittmeiſter Sierndorff gegenüber ganz von ſelbſt mente nicht herunterzerren können.
Günter von Oſtheeren ein. Ich erinnere nur an die bei= ergeben; ſoweit es ſich auf meine private Anſchauung be=
Ja, ſagte der Leutnant von Oſtheeren mit tiefem
den Champions Suermondt und Graf Holck.
zieht. Daß die äußerliche Korrektheit bewahrt bleibt, be= Aufatmen. Was der alte Fritz am Vorabend der Schlacht
Lanzoff verbiß ſich.
darf wohl keiner Erwähnung.
bei Loboſitz dekretierte, wird immer recht bleiben:
Schön und gut, lieber Oſtheeren — da nennen Sie
Sie kreuzten den Damm gegenüber dem Hauſe, wo
Meine Officiers ſoll man reſpektieren!
Namen, auf die der deutſche Rennbetrieb mit Stolz Oſtheeren wohnte.
blickt.
Und als ſie ſchon ſtehen geblieben waren, um ſich zu
(Fortſetzung folgt.)
Um jedoch auf den Rittmeiſter a. D. Sierndorff zu= verabſchieden, überlegte der Leutnant unruhig: —
Nummer 142.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 20. Juni 1913.
Seite 15.
voranſchrit. Eröfnet wurde derſelbe durch den Prinz=Re ſiſt das Kaſerpaar im Kreiſe der übrigen Fürſtlichkeiten
genten von Bayern und die Kaiſerin, die eine juwelen= erſchienen, auf ein ſchrilles Zeichen tritt tiefe Ruhe ein,
und ordensgeſchmückte, golddurchwirkte Brokatcobe mit deutlich iſt die kurze markige Rede des Sprechers der
roter Samtſchleppe trug, mit einem funkelnden kronenarti= Studentenſchaft zu vernehmen, ſie klingt in einem
dreifa=
gen Diadem im Haar und einem über hafelnußgroßen chen Hoch auf den Kaiſer aus, das brauſendes Echo findet,
Diamanten auf der linken Schulter, der dort das Band des in das ſich das helle Klirren der Schläger miſcht. —
Schwarzen Adlerordens zuſammenraffte, während ſich um
Mit dieſem Fackelzuge war das reiche offizielle
Pro=
den Hals eine mehrreihige Kette herrlicher Perlen wand. gramm der Feſttage erſchöpft, aber wie noch lange am
Das zweite Paar bildete der Kaiſer im Scharlachkoller Dienstag abend der Himmel nachglühte, ſo wird dies auch
des Gardes du Corps mit der Kronprinzeſſin, dieſe in in der Erinnerung der Fall ſein mit dem Gedenken dieſer
Poſtabonnent!
ſpitzenbeſetztem mauvefarbigem Gewande mit gewähltem Kaiſertage, die in jeder Beziehung harmoniſch verlaufen
Perlen= und Diamantenſchmuck. Dann ſchloſſen ſich die ſind. Letzteres ſoll auch den Kaiſer ganz beſonders er=
Ihr Abonnement auf das
übrigen Paare an, neben dem Großherzog von Oldenburg freut haben; er äußerte mehrfach wie ſehr ihn die
allge=
die in Mattroſa geleidete Kaiſertochter, deren Gemahl meine Beteiligung der Berliner Bevölkerung beglückt und
recht entfernt von ihr war, während ſich eine ganze Schar welch tiefe Eindrücke er bei ſeinen Fahrten durch die Stadt
„Darmſtädter Tagblatt‟
von Großherzögen, Herzögen und Prinzen, unter dieſen empfangen hätte. Das ging auch aus dem ganzen Weſen
die ſechs Kaiſerſöhne, ohne Damen zu ihren die eine Längs= und Sichgeben des Herrſchers hervor, deſſen Stimmung
läuft Ende dieſes Vierteljahres ab;
ſeite der Herrſchertafel einnehmenden Plätzen begab. Neben während dieſer ſo drängenden und vielſeitigen Anſprüche
den von Ordensſternen funkelnden Uniformen der regie= an ihn ſtellenden Zeit eine gleichbleibend=gehobene war und
renden Fürſten war auch der ſchlichte ſchwarze Frack ver= dem man nichts von den großen Anſtrengungen, die dieſe
erneuern
treten, ihn trugen die Präſidenten der Senate der Freien Tage von früh bis ſpät für ihn im Gefolge gehabt, an=
Hanſaſtädte, von denen nur jener Hamburgs in faltigem merkte. Der ruhigen Minuten waren ihm nur wenige ver=
Sie dasſelbe bis einſchließlich 25. ds. Mts.,
dunklem Gewande mit großer weißer Halskrauſe erſchien. gönnt er brachte ſie dann wenn es ſich irgend ermöglichen
während welcher Zeit die Einziehung der
Gleichfalls im Frack, ohne jegliches Ordens= oder ſonſtiges ließ in der Geſellſchaft ſeiner Gemahlin, in dem kleinen
Abzeichen, ſah man an der einen Ecke der linken Quertafel Gärtchen zu, das nahe der Kurfürſtenbrücke zur Spree hin
Zeitungsgelder durch die Briefträger, die zur
die ſchmächtige Figur des greiſen Friedensapoſtels und liegt. Ein dichtes, grünes, trauliches Neſt, ein lauſchiges
vollgültigen Quittungsleiſtung berechtigt ſind,
Milliardärd Carnegie, in ſeiner Nachbarſchaft zwiſchen Fleckchen — das einzige grüne und luftige im ſteinernen
koſtenlos erfolgt.
Bundesratsmitgliedern und hohen Würdenträgern die rot= Banne des mächtigen Königsſchloſſes — von ganz
gerin=
ſchwarzen Ornate des Erzbiſchofs von Hartmann und des gem Umfang, aber mit ſchattigen Bäumen, blühenden Bü=
Biſchofs von Keppler.
ſchen und Blumenbeeten, zwiſchen denen das Waſſer eines
Die Unterhaltung war von Anfang an lebhaft und an= Springbrunnens plätſchert. Nach der Spree zu iſt ein
rot=
geregt. Während die Kaiſerin noch eine gewiſſe Ermü= weißes, flaches Leinewandzelt errichtet, in welchem der
dung zeigte, plauderte der Kaiſer, an deſſen linker Seite Kaiſer gern die ihm vergönnte karge Muße leſend oder
ſeine Gemahlin ſaß, viel mit der rechts von ihm ſitzenden plaudernd verbringt und in dem er am Dienstag vormit=
Kronprinzeſſin und mehrmals auch mit dem ihm zwiſchen tag auch das Frühſtück mit der Kaiſerin einnahm.
Aus den Berliner Kaiſertagen. den Großherzögen von Baden und Heſſen gegenüberſitzen=
Verhallt nun Jubel und Trubel, die Fahnen und Gir=
Von Paul Lindenberg.
den Kronprinzen. Dann plötzliche Stille der König von landen werden verſchwinden, der Altag mit ſeiner Arbeit,
Sachſen in dunkler Ulanenuniform erhob ſich und las ziem=
(Nachdruck vervoren.
ſeinem Streben und Weſen, ſeinen Plackereien und
Sor=
lich raſch, mit mundartlicher Färbung ſeiner Heimat, die
Berlin, den 18. Juni.
Rede ab, die ja ſchon bekannt geworden iſt, ebenſo wie gen tritt wieder in ſein Recht. Aber nicht verſchwinden
wird der reiche Segen, der von dieſen Kaiſertagen Jahr um
Zu Ende ſind ſie nun, die Kaiſertage, die Berlin jene des Kaiſers. Als nach dieſer die Muſik „Deutſchland,
weit über eines ſonſtigen Feſtes Dauer hinaus in Erre= Deutſchland über Alles” ſpielte, verneigten ſich der Kaiſer1 Jahr im geſamten Vaterlande ausſtrömen wird von einer
gung und Bewegung gehalten. Wie ſie am Montag mor= und die Kaiſerin leicht, der Kaiſer erhob ſeinen Sektkelch großen Reihe wohltätiger Stiftungen, die dem Jubiläum
gen mit einer Huldigung der Kinder begonnen, ſo ſchloſſen zum betagten Prinz=Regenten von Bayern und leerte ihn zu danken ſind; das iſt der ſchönſte und dauerndſte Nachhall!
ſie am Dienstag abend mit einer ſolchen der ſtudentiſchen in einem Zuge. Beim Ende des Mahles ward auch der
Jugend — möge dies von hoffnungsvollem Ausblick in Pagen nicht vergeſſen; der Kaiſer häufte auf ſeinem Tel=
Oliffard.
die Zukunft ſein, deren ernſten Aufgaben ſich ja das heran= ler Obſt, Konfekt und Bonbonniéren, legte einige Roſen
wachſende Geſchlecht zu widmen haben wird!
darauf und gab ihn nebſt ſeiner Tiſchkarte ſeinen beiden
Am Dienstagabend vereinten ſich noch einmal die Pagen, die ſchnell dieſe Andenken verſchwinden ließen.
deutſchen Bundesfürſten um des Reiches Ober= Kurz danach trat der Oberhofmarſchall zur Kaiſerin, ihr Sg
haupt gelegentlich des Galamahls im Weißen! den Schluß der Tafel meldend, worauf ſich die hohe Frau
Saal. Die roſigen Abſchiedsgrüße der ſcheidenden Sonne erhob und der Fürſtenzug in derſelben Weiſe, in der er
ge=
ſtrömten noch durch die hohen Fenſter in den marmorge= kommen, den Saal verließ.
Eine halbe Stunde danach. Von den Linden her
dran=
täfelten hoheitsvollen Raum, als dort kurz vor der achten
Stunde die elektriſchen Flammen aufglühten, und ſich als= gen zum Luſtgarten, den wiederum dichte ſchwarze
Men=
bald die erſten Geladenen einſtellten, um an der Hand ſchenmaſſen einſäumten und deſſen maleriſch=
eindrucksvol=
des jedem übergebenen genauen Planes die Plätze aufzu= len Abſchluß die von rotem bengaliſchem Licht wie mit
ſuchen. Die Tafel war in großem Viereck gedeckt, zwiſchen lodernder Feuersglut erfüllte Säulenhalle des Alten
Mu=
den goldenen und ſilbernen Aufſätzen und Kandelabern ſeums bildete, dröhnende Muſikweiſen und ward der
nächt=
breitete ſich eine Fülle roter und weißer Roſen aus, über liche Himmel erhellt vom Widerſchein tauſender von
Fak=
das ſchneeige Tiſchtuch mit ſilbernem Geſchirr. den zier= keln. Und alsbald ergoß ſich gleich einer ungeheuren
feuri=
lichen hellen Aufſätzen der Vonbonnidren und den gro= gen Schlange der 7000 Teilnehmer zählende Zug der
ßen, das Alliance=Wappen deg Kaiſerpaares zeigenden Fackelträger über die Schloßbrücke, deren Marmor=
Tiſchkarten zogen ſich zartgrüne Mediolaranken. Hinter den gruppen wie von roſigem Leben erfüllt ſchienen, auf den
roten Seſſeln der Fürſtlichkeiten ſtanden längs der vor dem weiten Platz vor dem maſſigen, langausgeſtreckten Kö=
Thronbaldachin befindlichen Tafelſeite die rotberöckten Pa= nigsſchloß. Auf den Pferden der Chargierten, die in
ſtatt=
gen und die in ſilberſtarrenden Livreen gekleideten Die= licher Zahl die Spitze bildeten, wippten buntfarbige
Fe=
ner, und nun ertönten auch ſchon von der Vorhalle her, an dern, Fackelträger ſchritten neben den vierſpännigen
Wa=
deren Durchgang zum Weißen Saal hünenhafte Gardes gen verſchiedener ſtudentiſcher Abordnungen, unter denen
Metenenhherheanentertenet
du Corps in roter Supraweſte mit dem Adlerhelm auf dem es nicht an den Vertreterinnen der weiblichen Studenten=
Haupte und gezogenen Palaſch, ſowie Schloßgardiſten in ſchaft fehlte, die goldenen und ſilbernen Stickereien der
Friederizianiſcher Uniform mit der blinkenden ſpitzen Gre= Banner blinken weithin, die Weiſen neuer Muſikchöre hal=
GEonG A. JASMATZI AKI. GES
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nadiermütze und dem ſchweren Gewehr Wache hielten, das len in jene der übrigen hinein, und immer mehr und mehr
Grösste deufsche Cigareffenfabrik
dreimalige Aufklopfen des Stabes des Oberhofmarſchalls drängen ſich die funkelnden Ketten zuſammen, den gewal=
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Nummer 142.
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