Darmstädter Tagblatt 1913


09. Juni 1913

[  ][ ]

9.


Krmſtädte


ae
Abonnementspreis
Inſerate
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
werden
angenommen in Darmſtadt,
47,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
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ſowie von unſeren Agenturen
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2
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen.
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Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
1913.
N 132.
Montag, den 9. Juni.
anderer Seite abwarten, es wird ſelbſt zum Angriff vor=
korps
und der Beſatzungen ausſchlaggebend geworden.
Die heutige Nummer hat 18 Seiten.
Durch angeborene Neigung früh auf das techniſche
gehen. Kein plötzlicher, wie Herr Lefèvre ſagte, aber ein
Gebiet geführt, hat der Kaiſer die Typenentwickelung un=
raſcher
Krieg liegt in der Tat im Intereſſe Deutſchlands,
abläſſig verfolgt und ſtets ſeine Unterſtützung dem als
wenn ein ſolcher ganz unvermeidlich geworden iſt, und
brauchbar erkannten Neuen gewidmet. So wurde man=
Das Wichtigſte vom Tage.
daß in ſolchem Falle der Stoß gleichzeitig die beſte Ab=
chem
Schmerzenskinde zu unerwartetem Gedeihen verhol=
ſen
. Während dem Semann alten Schlages die Be=
wehr
bedeutet, darüber kann nirgends ein Zweifel
Der Großherzog wohnte geſtern den Feſtlichkeiten
ſchäftigung mit taktiſchen und ſtrategiſchen
herrſchen.
anläßlich des hundertjährigen Beſtehens des Infanterie=
Fragen nicht lag, hatte ſich der Kaiſer von Jugend
Regiments Nr. 116 in Gießen bei.
Nur wenn die Franzoſen keinen Frieden halten wol=
auf
mit der Seekriegsgeſchichte beſchäftigt und
len, haben ſie einen deutſchen Angriff zu fürchten. Wir
dadurch den Blick für die großen Aufgaben der Gegen=
Die Abſtimmung in der Budgetkommiſſion
wart geſchärft. So zog er ſchon 1891 in einem Kieler
haben keinerlei Eroberungsabſichten, unſere Intereſſen
des Reichstages hatte folgendes Ergebnis:
Der An=
Vortrage die Richtlinien für die Ziele des modernen See=
trag
der Volkspartei, die land= und forſtwirtſchaftlichen
werden am beſten gefördert durch die Aufrechterhaltung
krieges, fußend auf dem Satze, daß der Angriff die beſte
Grundſtücke nach dem Verkaufswert und dem Pacht=
des
Friedens, und wenn man uns in Ruhe läßt, hat nie=
Verteidigung iſt, und trug hiermit dazu bei, daß die
preiſe von Grundſtücken gleicher Art nach dem Durch=
mand
etwas von uns zu befürchten. Deshalb iſt das
neunziger Jahre für die Flotte zu einem Abſchnitt werit=
ſchnitt
der letzten fünf Jahre einzuſchätzen, wird ab=
vollſter
tattiſcher Arbeit wurden, auch wenn ſie nur
Mißtrauen, welches immer wieder gegen Deutſchland
gelehnt. Der Zentrumsantrag mit dem Zwanzig=
wenig
äußeren Machtzuwachs brachten Die Grundſätze
fachen als Ertragswert und Berückſichtigung des Wer=
geſäet
wird, unberechtigt, und die Franzoſen haben den
über Einteilung und Führung von Verbänden, die für
tes entlohnter fremder Arbeitskräfte wird angenom=
allergeringſten
Anlaß dazu.
den organiſatoriſchen Aufbau unſerer Flotte im Flotten=
men
. Der Antrac Paaſche=Erzberger, beim Ertrag der
geſetz maßgebend wurden, ſind damals aufgeſtellt und er=
land
= und forſtwirtſchaftlichen Grundſtücke auch die Ver=
probt
worden Und immer, wenn ſpäter neue Einzel=
wertbarkeit
eines Jagdrechtes
zu berückſichtigen, wird
Deutſches Reich.
fragen auftauchten, blieb dem Kaiſer jener Leitgedanke
gleichfalls angenommen.
Der Gärtnerei=Antrag
für ſeine Entſcheidung maßgebend.
-
Behrens wird abgelehnt.
Der Reichskanzler und die Reichs=
So hat der Kaiſer an der Aufrichtung der deutſchen
vermögensſteuer. Wie die Magdeburgiſche Ztg.
die Einweihung des neuen Deutſchen
Flottenmacht gearbeitet. Wie das Ergebnis dieſes Stre=
erfährt
, hat der Reichskanzler in Privatgeſprächen mit
Stadions fand geſtern in Berlin=Grunewald in
bens ausgefallen iſt, welchen äußeren Gang die Entwick=
Gegenwart des Kaiſerpaares ſtatt.
einigen Abgeordneten den feſten Entſchluß ausgeſprochen,
lung der Flotte genommen hat, was ſie als Friedens=
eine
Reichsvermögensſteuer in irgend welcher
In der Generalverſammlung der Ber=
werkzeug
für Deutſchlands Gegenwart und Zukunft be=
Form unter keinen Umſtänden vorzuſchla=
liner
Sezeſſion iſt nach kurzen Erklärungen der
deutet, ruft die Marine=Rundſchau ausführlich ins Ge=
Profeſſoren Liebermann und Slevogt, da die Oppoſi=
gen
. Damit ſeien alle Meldungen hinfällig, daß der
dächtnis zurück. Dabei bleibt die Rückwirkung unſerer
tionspartei nicht einlenkte der Geſamtvorſtand und mit
Kanzler einer ſozuſagen im Intereſſe der Einzelſtaaten
Flottenpolitik auf die auswärtigen Beziehungen des
ihm die Majorität der Mitglieder aus der Sezeſſion
geſchwächten Reichsvermögensſteuer nicht abgeneigt wäre.
ausgetreten.
Reiches nicht unerwähnt. Für unſere äußere Politik,
Hinfällig iſt damit aber noch nicht die Annahme, daß
heißt es hierüber, bleibt unſere Flotte eines der
Graf Stephan
Tisza wurde vom Kaiſer in ein=
der
Reichskanzler, wenn er eine Reichsvermögensſteuer
Machtmittel mehr und kein geringes ohne die eine
ſtündiger Audienz empfangen und mit der Kabi=
auch
nicht vorſchlägt oder wenn er ihr auch abgeneigt iſt,
nettsbildung betraut.
ſtarke Führung der Reichsgeſchäfte nicht möglich wäre.
ſich nicht trotzdem in irgend einem Stadium der Ver=
Es mutet ſeltſam an, wenn gelegentlich auch im eigenen
Orkane und ſtarke Wolkenbrüche die große
handlungen bereit findet, eine ihm von der Mehrheit des
Lande der Marine vorgeworfen wird, ſie ſei durch ihr
Ueberſchwemmungen zur Folge hatten, haben im Hau=
Reichstages vorgeſchlagene Reichsvermögensſteuer anzu=
ran
(Syrien) ſchwere Verwüſtungen angerichtet. Ein
Wachstum eine Herausforderung ſeegewaltiger Nachbarn,
nehmen. Ob die Regierung alſo wirklich feſt bleibt, wird
größerer Teil des mittleren Hauran ſteht unter Waſſer.
dadurch eine Gefährdung der Ruhe und eine Erſchwerung
erſt die weitere Entwicklung der Steuerdebatten zu be=
diplomatiſcher
Arbeit. Niemals wird eine Machtver=
Das Entlaſſungsgeſuch Geſchows iſt ange=
weiſen
haben.
nommen. Danew wurde mit der Neubildung des
mehrung Deutſchlands von den nichtverbündeten Groß=
Wie von unterrichteter Seite mitgeteilt wird, ſtehen
Miniſteriums betraut.
mächten freudig begrüßt werden. Aber im unvermeid=
ſelbſt
ſolche Einzelſtaaten, die ſich bisher am ſtärkſten
lichen, ewigen Wettſtreit der Völker, wie er den Inhalt
gegen eine Reichseinkommen= und Reichsvermögensſteuer
Tageskalender zur Geſchichte der
aller Geſchichte ausmacht, muß jeder für ſich ſtehen. Ein
gewehrt haben, der geplanten Beſteuerung des Einkom=
Befreiungskriege.
Verzicht lediglich dem anderen zu Liebe hieße Furcht.
mens innerhalb des Wehrbeitrages nicht mehr ſo un=
Juni 1813: 10000 Württemberger rücken in Leipzig ein.
Macht, in rechter Weiſe eingeſetzt, kann der Staatskunſt
freundlich gegenüber. Wenn die Grenze nicht gar ſo nie=
Junt 1815: Die vereinigten Großmächte unterzeichnen
nur dienlich ſein.
die Wiener Kongreß=Akte.
drig angeſetzt würde, würde ſich zweifellos eine Mehr=
heit
im Bundesrat finden, die dieſen Abänderungen der
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7 und 8.
Regierungsvorlage zuſtimmen würde.
Die mißtrauiſchen Franzoſen.
Preußiſche Regierung und Welfen=
** Um die Notwendigkeit der Wiedereinführung der
tum. Die Kundgebung, die von der preußiſchen Staats=
Der Kaiſer und die Marine.
dreijährigen Dienſtzeit zu begründen, ergehen ſich die der
regierung in der Nordd. Allg. Ztg. gegen das Welfentum
Bpt. Mehr als irgend eine andere Reichseinrichtung
Regierung naheſtehenden franzöſiſchen Kreiſe in ſtarken
gerichtet wurde, hat, wie zu erwarten war, ihren Ein=
Uebertreibungen der militäriſchen Ueberlegenheit Deutſch=
verdankt
die Marine dem Kaiſer: ſie iſt ſein eigenſtes
druck auf die welfiſche Preſſe vollſtändig verfehlt.
lands. Das geſchieht auch immer wieder in der Depu=
Werk und hat daher beſonderen Anlaß, ihm beim Regie=
Die hannoverſche Deutſche Volksztg. kündigt in der üb=
tiertenkammer
, ſo daß man ſich an deutſchoffiziöſer Stelle
rungsjubiläum den Zoll ihrer Dankbarkeit zu entrichten.
lichen Tonart an, daß die Welfen ihren Kampf für das
ſchon verſchiedentlich zur Richtigſtellung unzutreffender
Dieſe Dankesſchuld wird im Juniheft der Marine=
Recht Hannovers fortſetzen werden, und beſtreitet der
Angaben über die deutſchen Verhältniſſe veranlaßt ſah
Rundſchau abgetragen. In einer umfaſſenden Dar=
Nordd. Allg. Ztg., die kein offiziöſes Organ des Herzogs
Ein weiteres Mittel, die Oppoſition für die dreijährige
ſtellung beleuchtet eine berufene Feder das Verhältnis
von Cumberland oder des hannoverſchen Königshauſes
Dienſtzeit zu gewinnen, iſt die Verdächtigung der Fried=
des
Kaiſers zur Flotte nach allen Richtungen ſo reizvoll
ſei, die Legitimation, über höchſtdeſſen Geſinnung apo=
fertigkeit
Deutſchlands. Nun, in dieſer Beziehung hat
und anſchaulich, daß wenigſtens die Hauptlinien des hier
diktiſche Urteile zu fällen. Die unmittelbar bevorſtehende
man ja ſchon immer kein gutes Haar an uns gelaſſen,
entworfenen Bildes der weiteſten Oeffentlichkeit bekannt
Landesverſammlung der hannoverſchen Welfen
und nicht nur an der Seine, auch an der Newa, ſowie
zu werden verdienen:
wird aller Wahrſcheinlichkeit nach eine Haltung beobach=
an
der Themſe iſt die deutſche Friedensliebe ſo und ſo
Der Urſprung der Teilnahme, die der Kaiſer dem
ten, die dieſer Auslaſſung ihres führenden Organs ent=
Seeweſen entgegenbringt, liegt in ſeiner innerſten Natur.
oft in Zweifel gezogen worden. Natürlich immer ohne
ſpricht. Demnach bleibt dem welfiſchen Fürſtenhauſe ohne
Umgebung und Erziehung der Jugendjahre dürften ihn
jeglichen Grund, aber ſo genau nehmen es unſere
Zweifel nichts anderes übrig, als zwiſchen ſich und ſeinen
darin kaum weſentlich beeinflußt haben, während in Eng=
Freunde im Auslande nicht. Und wie die Engländer
land empfangene Eindrücke die angeborene Neigung be=
Parteigängern unmittelbar den Strich zu ziehen, der
über ihrem, Inſelreiche fortgeſetzt Luftgeſpenſter ſehen,
ſtärkten, und von den Mahnungen des erſten preußiſchen
vorher von der Nordd. Allg. Ztg. gezogen war.
Prinzadmirals Adalbert manches ihm zu Herzen gedrun=
die
nur Zeppelinſchiffe ſein können, ſo glauben die Fran=
gen
war. Auf weitere Kreiſe zu übertragen, was ihm
zoſen, daß ſie in ſteter Gefahr eines deutſchen Ueberfalles
ſelbſt ſoviel bedeutete, wurde ihm zunächſt ein rein menſch=
Ausland.
ſchweben. Wenn dies nun gar von einem früheren Mit=
licher
Wunſch, alsdann geſchichtliche Miſſion. Mit hoher
gliede der Regierung beſtätigt wird, wie das am Don=
Genugtuung kann er ſich heute ſagen, daß er ſie erfüllt
Oeſterreich=Ungarn.
und damit das für die Schaffung der deutſchen Seemacht
nerstag ſeitens des Deputierten Lefèvre in der Kammer
Zur Kabinettskriſe.
(1
Graf Tisza hat ſich
Wichtigſte getan hat. Als einſamer Kämpfer hat der
geſchah, ſo kann man ſich nicht wundern, wenn das Miß=
Kaiſer das Ringen um, unſere Flotte begonnen und un=
mit
ſämtlichen Mitgliedern des bisherigen Kabinetts be=
trauen
gegen Deutſchland wächſt.
geachtet der großen Schwierigkeiten, die überkommene
ſprochen. Man nimmt an, daß alle Miniſter des bis=
Lefévre ſagte, er glaube an die Möglichkeit eines
Meinung, ſowie die Furcht vor ſcheinbar unerſchwing=
herigen
Kabinetts außer Lukacs in das neue Kabinett
lichen Geldopfern und vor Störungen unſerer auswär=
plötzlichen
Angriffs durch Deutſchland. In dieſer allge=
Tisza eintreten werden
tigen Politik bereiteten, das Ziel bis zum Ende feſt im
meinen Form ſtimmt das natürlich nicht, denn wir wer=
Auge behalten. Der Erwerb Helgolands, die Voraus=
den
niemals ohne Grund über Frankreich herfallen, und
Frankreich.
ſetzung für den Ausbau einer ſtarken deutſchen Flotte,
die verfloſſenen vier Jahrzehnte ſollten eigentlich jeden
ſchließt den Kreis der allgemeinen Vorbedin=
Gegen die dreijährige Dienſtzeit.
gungen, die der Kaiſer zur gedeihlichen Entwickelung
Zweifel an der deutſchen Friedensliebe beſeitigt haben,
Jaurés brachte in der heutigen Freitagſitzung der Kammer
der Marine geſchaffen hat. Die unmittelbare Ein=
von
der wir ſo und ſo oft Zeugnis ablegen konnten. Nie
ſeinen Gegenentwurf gegen die Regierungsvorlage
wirkung des Kaiſers auf die Flotte iſt vor allem da=
haben
wir in dieſer ganzen Zeit zu Konflikten den Anſtoß
über die dreijährige Dienſtzeit ein. Jaurés beantragte:
durch gekennzeichnet, daß er alle ihre Aufgaben bis in die
gegeben, und wo ſolche wirklich drohten, da haben wr
Einzelheiten hinein überwachte und die aus ſeiner Stel=
1. Vom 1. Oktober 1914 angefangen, dauert die aktive
lung quellenden Kräſte unermüdlich dazu benützte der
manches liebe Mal Selbſtverleugnung geübt und zu ſrier=
Tätigkeit nur 18 Monate. 2. Die jungen Leute von 17
Flotte Rückgrat und Feſtigkeit zu verleihen ihr Selbſt=
lichem
Ausgleiche die Hand geboten. Wenn die Franzoſen
bis 21 Jahren ſind bei Einberufung der Militärbehörde
vertrauen zu wecken, ihr die Achtung der Außenwelt zu
ehrlich ſein wollen, ſo müſſen ſie das beſtätigen, ſo mut
verpflichtet, jeden Monat eine eintägige militäriſche
verſchaffen, ihren Ehrgeiz anzuſpornen. Jedes für die
auch Herr Lefévre ſeine Anſicht einſchränken.
Flotte bedeutſame Ereignis führte den Kaiſer, wenn
In einer
Uebung abzuleiſten. 3. Die Reſerviſten werden außer
es die Umſtände irgend geſtatteten, in einen der Kriegs=
Beziehung aber hat er Recht: Wird Deutſchland ueraus=
der
durch das Geſetz von 1905 beſtimmten Dienſtübung
häfen und an Bord ſeiner Schiffe. Solche perſön=
gefordert
und ſieht es einen kriegeriſchen Konflikt für un=
jedes
Vierteljahr zu zweitägigen militäriſchen Uebungen
liche Anteilnahme des Herrſchers, bis dahin un=
vermeidlich
an, ſo wird es ſchwerlich den Angriff von
einberufen. 4. Vom Oktober 1916 angefangen, dauert die
gewohnt, iſt für die innere Ausgeſtaltung des Seeoffizier=

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Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 9. Juni 1913.
Seite 2.
m Perſiſchen Golf überbrachte, verließen tür=
Militärdienſtzeit ein Jahr, und vom Oktober 1918 ange=
kiſche
Soldaten den John Scott in Dampfbooten und
fangen, ſechs Monate.
ingen bei Ojair an Land. Hier nahmen ſie eine von
Mehrere Blätter, namentlich die gemäßigt republi=
zwei
Befeſtigungen ein, ohne Widerſtand zu finden. Spä=
kaniſchen
und nationaliſtiſchen, erklären, das Miniſterium
ter wurden ſie von dem Araberſcheich Ben Saoud und
habe auch ſeinen geſtrigen Sieg ausſchließlich der Tat=
iner
größeren Abteilung Beduinen überraſcht. Dieſe
ache zu verdanken, daß die Mehrheit der Kammer das
warfen die Soldaten auf die Inſel Bahrein zurück, nach=
Geſetz über die dreijährige Dienſtzeit durchbringen wolle
dem ſie ſie ihrer Waffen beraubt hatten. Es wurden un=
So ſchreibt die Republique Frangaiſe: Die Niederlage
gefähr 60 türkiſche Soldaten und 40 Araber getötet. Die
des Kabinetts wäre gleichbedeutend mit der Gefährdung
ürkiſchen Truppen kehrten wiederum an Bord des John
der Militärvorlage. Das Land wäre bei dieſen ernſten
Scott nach Baſra zurück.
internationalen Verhältniſſen Politikern preisgegeben,
die bereits ausgiebige Beweiſe ihrer Unfähigkeit gelie=
fert
hätten. Ebenſo meint die Libre Parole: Die Mehr=
*
London, 7. Juni. Wie die Zeitungen melden
heit, die für das Miniſterium ſtimmt, iſt immer dieſelbe
vird der Prinz von Wales am 1. Juli nach
Es iſt die Mehrheit des dreijährigen Dienſtes. Sie be
Deutſchland reiſen. Er wird ungefähr 6 Wochen
ſteht aus allen jenen Deputierten, die ohne Unterſchied
in Deutſchland bleiben, und zwar wird er während des
der Parteirichtung das Miniſterium Barthou unterſtützen,
größten Teiles der Zeit Gaſt des Großherzogs und der
Großherzogin von Mecklenburg=Strelitz ſein.
veil ſie fürchten, daß deſſen Sturz auch eine Niederlage
ür das unerläßliche Werk der nationalen Verteidigung
wväre. Die radikale Lanterne ſchreibt: Das Kabinett
Stadt und Land.
Briand wird ſchließlich den Anſchein eines reaktionären
Kabinetts erhalten. In der Kammer und in der öffent=
Darmſtadt, 9. Juni.
lichen Meinung wird ſich eine Mehrheit der Rechten und
Ausſtellung zur Erinnerung an die Zeit
eine Minderheit der Linken bilden, und die Republi=
vor
100 Jahren.
kaner werden zerklüftet vor die Wählerſchaft treten.
St. Im Oberlichtſaale des Gewerbemuſeums wurde
Das franzöſiſche Militärluftſchiff=
Samstag vormittag in Gegenwart zahlreicher Geladener
weſen wird im Kriegsminiſterium eine eigene Verwal=
die
dem Gedächtnis an die Königinnen Luiſe vor
tung unter General Bernard erhalten. Hierfür iſt vom
Preußen und Friederike von Hannover gewid=
Kriegsminiſter eine Kreditforderung von 52500 Francs
nete Ausſtellung eröffnet, die, über den urſprünglich
gedachten Rahmen hinausgehend, zu einer hochintereſſan=
bei
der Kammer eingebracht worden. Die komman=
ten
Erinnerungsausſtellung an die große Zeit vor 100
dierenden Generäle werden ſich künftig an die Zentral=
Jahren geworden iſt.
telle zu wenden haben, der die gleichmäßige Wahrung
Zu dem Eröffnungsakt waren u. a. erſchienen die Pro=
der
Intereſſen des Flugzeugweſens wie der Lenkballon=
tektorin
der Ausſtellung, Fürſtin Marie zu Erbach=
Schönberg, ferner als Vertreter der Großh. Staats=
luftſchiffahrt
obliegt.
regierung an Stelle des Miniſters des Innern v. Hom=
Steuerüberſchuß. Das Ergebnis der indirek
bergk zu Vach, der ſich hatte entſchuldigen laſſen, Herr
ten Steuern und Monopole im Monat Mai überſtieg den
Oberregierungsrat Gräf. Weiter die Herren Oberſtall
Budgetvoranſchlag um 27 Millionen Francs; darunter
neiſter Frhr. Riedeſel zu Eiſenbach und Gemah=
in
, Oberkonſiſtorialpräſident D. Nebel, Provinzialdirek
ergaben die Zölle allein ein Mehrerträgnis von 19¾
tor Fey, Miniſterialrat Dr. Kratz, Oberbürgermeiſte:
Millionen Francs.
Dr. Gläſſing, verſchiedene Profeſſoren der Techniſchen
Spanien
Hochſchule, der Künſtlerkolonie, und endlich die Damen und
Herren des Komitees der Ausſtellung, nämlich die Da=
Parteizwiſt. In der Sitzung des Senats, in
men von Homayer, von Graevenitz, von Ganden=
der
der Freundſchaftsvertrag mit Japan zur Beratung
berger Exz. v. Wuſſow. Exz. von Plüskow
tand, widerſetzte ſich der frühere Miniſter, der Konſerva=
Reifenberg. Gräf, Dr. Kunz=Gräfenhauſen und
ive Allendeſalazar, der Abſtimmung mit der Behauptung
die Herren Rechnungsrat Jungmann und Regierungs=
auführer
Morneweg. Herr Miniſterialrat Hölzinger
daß nicht genügend Senatoren anweſend ſeien. Der Mi=
hatte
ſich ebenfalls entſchuldigen laſſen
niſter des Aeußern erwiderte und ſprach ſein Bedauern
Der Leiter der Ausſtellung, Direktor des Gewerbemu=
über
die ſyſtematiſche Obſtruktion der Konſervativen
eums Dr. Kienzle, hielt an die Verſammelten eine
gegenüber allen Vorlagen der Regierung aus, da eine
Anſprache, in der er ausführte:
ſolche Haltung dem Lande ernſtlichen Schaden bringe. Der
Snädigſte Fürſtin, ſehr geehrte Damen und Herren!
Geſtatten Sir mir, daß ich Sie hier herzlich willkom=
Republikaner Junoy tadelte ebenfalls die Konſervativen
nen heiße. Sie ſind zur Eröffnung einer kleinen Ausſtel=
und äußerte ſich ſodann in anerkennenden Worten über
ung gekommen, deren Wirkung über den Rahmen deſſen
den König, namentlich wegen der Art, wie er die Mi=
hinausgehen
ſoll, was die Ausſtellungen des Gewerbemu=
niſterkriſis
löſte, und weil er die wegen der Ereigniſſe in
ſeums gewöhnlich beabſichtigen. Allein, es iſt in dieſen
Jahre des Gedächtniſſes an eine große Zeit nur natürlich,
Cullera zum Tode Verurteilten begnadigte
wenn diesmal in dieſem Raume eine Ausſtellung gezeigt
In der Kammer erwiderte Graf Romanones auf
wird, die der Pietät eine Stelle einräumt. Die Großh.
Zentralſtelle für die Gewerbe hat den Ausſtellungsſaal des
die geſtrigen Ausführungen Azcarates und erklärte u. a.:
Gewerbemuſeums um ſo lieber zur Verfügung geſtellt, als
Wenn die Mitglieder der Linken mit uns enger zuſammen=
urch
dieſe Ausſtellung mit der Pflege der Pietät auch die
arbeiten wollen, ſo können wir unſer Programm verwirk=
Pflege des Geſchmacks und damit die Förderung ihrer
lichen. Alles, was die Bedeutung einer Annäherung der
eigentlichen Aufgabe vereinigt werden konnte. Ich habe
Republikaner an die Monarchie hat, verdient die warme
run die angenehme Pflicht, allen zu danken, die zum Ge=
ingen
der Ausſtellung beigetragen haben. Zuerſt ſage ich
Anerkennung der Liberalen, und fern davon, den Repu=
Eurer Durchlaucht Dank, daß Sie das Protektorat über die
blikanern im geringſten Widerſtand entgegenzuſetzen, öff
lusſtellung übernommen und Ihr Intereſſe daran dadurch
nen wir ihnen vielmehr die Arme. Miniſterpräſident Ro=
bezeugt
haben, daß Sie mit einer ganzen Anzahl hervor
manones ſchloß mit einer Aufforderung insbeſondere an
ragender Koſtbarkeiten in die erſte Reihe der Ausſteller ge
die republikaniſch=reformiſtiſche Gruppe, zur Monarchie
treten ſind. Wie ſehr das Beiſpiel Eurer Durchlaucht zum
Gelingen der Ausſtellung beigetragen hat, davon ſpricht
überzugehen. Unſere Arme, ſagte der Miniſterpräſident,
die erfreuliche Tatſache, daß die Ausſtellung über Erwar=
ich
wiederhole es Ihnen, ſind geöffnet, und die Regierung
ten reichlich beſchickt worden iſt. Ich danke allen Ausſtel=
wartet
auf Sie. (Beifall bei den Liberalen.)
ern, die ihren in den meiſten Fällen von Generationen
zu Gpnerationen vererbten Beſitz der Ausſtellung zur
Türkei.
Verfügung geſtellt haben. Die Unbequemſichkeiten, die
das Herleihen von Gebrauchsſtücken mit ſich bringt, mögen
Araberaufſtand.
Nach einer Nachricht, die
oft nicht leicht ſein; um ſo dankbarer ſind wir aber den
der Dampfer John Scott über den Araberaufſtand
Beſitzern, daß ſie für einige Zeit die Allgemeinheit an
hantieren. Der hohe militäriſche Rang war für den Ver=
brecher
natürlich das beſte Einbrecherwerkzeug. Es ver
Der Spion.
ſchaffte ihm nicht bloß die Gelegenheit, die geheimen Mo
Von Hermann Kienzl=Berlin.
biliſierungspläne ſeines Armeekorps und die Signale=
ments
der (legitimen) öſterreichiſchen Spione an Rußlanl
Seit den grauen Tagen der Bibel, des griechiſchen
zu verkaufen; er ſchützte ihn zugleich gegen Verdacht und
Mythos, der germaniſchen Edda, iſt der Verrat in der
Gefahr und Hinderniſſe.
Welt. Die Menſchen ſind an Häßliches gewöhnt. Eine
Die öffentliche Meinung hat ſich vielleicht zu aufmerk=
mittelmäßige
Lumperei ſchreckt keinen Skat= oder Tarock=
ſam
mit der Pſyche dieſes Menſchen beſchäftigt, die
dreſcher aus ſeiner Ruhe, und die als erfahrene Leute
mpler und gemeiner war, als die vieler anderer Schwer=
gelten
wollen, haben für die Senſationen aus Pandorens
verbrecher; denn kein Wirbel heroiſcher oder mörderiſcher
nichtsnutziger Büchſe ein wohlgeübtes ſardoniſches =
Leidenſchaften, nur die ordinäre Gier nach Geld und Ge=
cheln
bereit. Da iſt es denn faſt ein moraliſches Verdienſt
nuß riß ihn in den Abgrund. Seine Gewitztheit, ſeine
das beſondere Niedertracht erwirbt, wenn ſie einmal den
Geriebenheit mochten beträchtlich ſein; aber dieſe Paten=
behäbigen
Spießbürger, wie den blaſierten Unerſchrok=
geſchenke
der Natur beſitzen faſt alle Helden der Kriminal=
kenen
an den Nerven rüttelt. Der Kinderglaube an das
den
romane. Und daß ſeine homoſexuellen Neigungen
Gute und Böſe wird wieder aufgeweckt.
Oberſt Redl in die Arme von Erpreſſern trieben, das
der öſterreichiſche Oberſt Redl trotz ſeines deut=
rechtfertigt
vielleicht ein pſychopathiſches, doch gewiß nod
ſchen Namens ein polniſcher Abkömmling, iſt in den
nicht ein pſychologiſches Intereſſe. Unter dem Druck ähn=
Heerſcharen der gemeinen Verbrecher ein Einzelner, den
licher Urſachen ſtehen vielerlei Menſchen. Wie der Ein=
der
ſelige Heroſtrat hätte beneiden dürfen. Zwar der
zelne unter einem beſtimmten Schickſalsdrucke handelt
einzige Wolf im Schafspelz war er gewiß nicht. Die ge=
daraus
erkennen wir, wer er iſt. Die Handlungen des
heimen Schränke der Generalſtäbe würden nicht auch
Oberſt Redl waren die eines Verworfenen, der in jeder
fremde Geheimniſſe verbergen; der Nachbar würde vom
anderen Lage und unter anderen Möglichkeiten und Ge
Nachbar nicht wiſſen, was er doch zuweilen weiß, wenn
legenheiten auch nichts Beſſeres als ein Schandfleck hätte
icht ſchon wiederholt, da oder dort, ein goldener Dietrich
werden können.
die mit Treuſchwüren verſiegelten Schlöſſer geöffnet hätte.
dem alles verſtehenden Seelendeuter wird vor die=
In der Tat: die Vorſicht der klügſten und die Ehre der
ſem Handelsmann das Problematiſieren verleidet. Der
eſten Nation geben keine abſolute Sicherheit. Der Be=
Ephialtes war auch kein intereſſanter Fall; jener Spar=
trüger
, der Dieb, der Verräter iſt ſo wenig ein National=
taner
, der ſich gegen gute Münze zum Fremdenführer der
ypus, als irgend eine Nation unfähig wäre, ihn hervor=
Perſer dingen ließ und ſie hinter die Thermopylen führte
zubringen. Und wenn die Gemeinſchaft der anderen,
em Leonidas in den Rücken. Die äußeren Umſtände von
nämlich derer, die nicht ſtehlen und betrügen, es erſt ſo
damals und jetzt haben eine gewiſſe Aehnlichkeit. Denn
weit gebracht hätte, daß ſie ſich in jedem Falle gegen das
ſtanden die Kriegskameraden des Oberſt Redl auch nicht
Betrogen= und Beſtohlenwerden zu ſchützen wüßte, dann
m Felde, ſo drohte doch der Ausbruch des Krieges an
brauchten die Staaten keine Strafgeſetze mehr. Keine Ge=
edem
Tage, und an den drohenden Feind verkaufte
ellſchaft, keine Nation, kein Staat, keine Armee hat in ſich
der Oberſt die öſterreichiſchen Kriegspläne: Man braucht
die volle Sicherheit, daß ihnen nicht widerfahren könnte,
nicht die tönenden Worte Vaterland und Fahneneid in
vas den Oeſterreichern widerfuhr
den Mund zu nehmen; man denke nur menſchlich an die
Was dieſen Oberſt Redl, den Prager Generalſtabschef,
zitternde Anaſt der Mütter um ihre Söhne, an das Blut
dennoch aus ſeiner Zunft der Diebe und Betrüger hervor=
er
zum Opfertod Geweihten,
und halte daneben das
hob, war ſeine ſoziale Stellung, die wahrhaftig nicht alle
Bild des in goldenen Rubeln wühlenden Unmenſchen,
Tage ſchweren Jungen zufällt, ſo mit der Blendlaterne
der ſich bereichert, indem er die Brüder dem Untergange

ſich

Nummer 132.
ihrem Eigentum teilnehmen zu laſſen berei) ſind. Schließ=
ich
danke ich den Damen und Herren des Komitees, aus
eſſen Mitte der Gedanke der Gedächtnisausſtellung ent=
prungen
iſt. Bei der Aufſuchung geeigneter Gegenſtände
und bei der Anordnung der Ausſtellung iſt mir von Ihnen,
neine Damen und Herren, die liebenswürdigſte und auchim
edränge der letzten Tage nie ermüdende Hilfe zuteil ge=
worden
. Ich hoffe, daß Sie dieſes Zuſammenarbeiten
tets in freundlicher Erinnerung behalten werden. Und nun
bitte ich Eure Durchlaucht, als der hohen Protektorin, die
Ausſtellung gnädigſt eröffnen zu wollen,
Fürſtin Marine zu Erbach=Schönberg erklärte
die
Ausſtellung ſodann für eröffnet.
Unter Führung des Direktors Dr. Kienzle machten
die Herrſchaften einen Rundgang durch die ganz unge=
wöhnliche
Koſtbarkeiten enthaltende, hochintereſſante Aus=
ſtellung
, zu der eine große Zahl hieſiger und auswärtiger
die in mancher Familie
Herrſchaften Gegenſtände,
wohl gleich einem Heiligtum gehalten, beigeſteuert
haben. Das ideell koſtbarſte der Ausſtellung ſind woh
eine Anzahl Gegenſtände, die direkt aus dem Beſitz der
Königin Luiſe, damaligen Prinzeſſin, ſtammen, wie Ar=
beitstiſchchen
, Nähkörbchen, Tafelgeſchirr, Schmuck, Täſch=
hen
, eine Haarlocke unter Glas im Goldrähmchen u. v. a.
Weiter enthält die Ausſtellung zahlreiche Kleinkunſtgegen=
ſtände
, Koſtüme, Schmuckſtücke, Bilder, Porzellan, Möbel
uſw. Wir kommen noch darauf zurück.
Die Einnahmen vom Wohltätigkeitsfeſt zum
Beſten des Alice=Frauenvereins.
* Ueber den glänzenden Verlauf des Feſtes iſt berichtet
worden. Von allgemeinem Intereſſe ſind die finanziellen
Ergebniſſe der beiden Feſttage. Sie ſetzen ſich, wie wir
vernehmen, folgendermaßen zuſammen:
5496,65 Mk.
Eintrittsgeld zum Feſtplatz
1.
395,00
2. Beiträge der Mitwirkenden
2637,50
Märchen= und Opernaufführungen
3.
3896,05
4. Einnahmen der Büfetts

3049,3.
,
5. Einnahmen der Verkaufsbuden
6. Zeppelin=Lotterie
300,30
1705,89
7. Beſondere Spenden


,
25 980,72 Mk
Geſamteinnahme:
Die Einnahmen aus den Verkaufsbuden ſtellen ſich
einzelnen wie folgt
m
943,15 Mk.
Bilder des Großherzogs .
2431,09
Tombola

2.
Bilderbücher von M. Merck und
467,10
Camilla v. Senarclens=Grancy
,
790,94
Blumen
4.
,
522,08
Zigaretten

5.
728,21
Poſtkartenſtand

6.
,
(776,61.
Poſtkartenſtand
II

,
567,00

Karuſſell
1
8.
.
63,90
Schießbude
9.

,
(26,84
Zauberbude
, . . ,
10.

1. Photographie
, ,,
26.
12. Kaſperle=Theater
, ,
104,80
, ,

13. Eiswagen
, ,
5:
8049,33 Mk.
Summe wie oben unter
die Einnahmen der Reſtaurationsbetriebe teilen
in:
1994,28 Mk.
Büfett im Orangeriehaus
8
2.
1030,26
Büfett im Garten

. . ,
922/72
Konditorei
3.
,
,
,
,
345,10
Teeſtube
, . ,
133,34
Teeſtube
5.
,,,, , ,
N.
(29,25
Kinderbüfett
, V , ,
1099,71
Sektſtand
. . ., .
583,90
Sektſtand
II
e
8.
Es gelangte nur Sekt der Firma
Biebrich, zum Aus=
Henkell u. Co.,
ſchank.)
127,
Bierſtand I
9
, 1 F
,
247,53
Bierſtand II
10
..,,,,

48,76
1. Tanzboden
. . ., ,

34,20
12. Garderobe
,. ,, . ,
,
Summe wie oben unter 4: 6896,05 Mk.
Die Unkoſten ſtehen noch nicht feſt. Obwohl ſie be=
trächtlich
ſind, dürfte dem guten Zweck ein namhafter Be
trag, den wir ſpäterhin veröffentlichen werden, zufließen.
Es ſei noch einmal darauf aufmerkſam gemacht, daß
ringend um Einſendung der Rechnungen ge=
beten
wird.
preisgibt. Die Furie der Selbſtſucht kann ſich ſcheußlicher
nicht verkörpern! Das Vertrauen kann einen ſchnöderen
Mißbrauch nicht erfahren
Das Vertrauen. . . . Man hat in den Zeitungen im=
ner
wieder die Frage aufgeworfen, wie es denn möglich
war, wie es denn geſchehen konnte?! Nur ein Tor würde
s fragen, um des Unglücks willen, das ſie betroffen hat,
die öſterreichiſche Armee zu beſchuldigen; doch weniger
anfechtbar wäre eine andere Klage, die ſich gegen eine
Ausartung des militäriſchen Geiſtes im allgemeinen
ichtet. Dieſer Standesgeiſt iſt nicht frei von Hochmut.
Er ſchwört ſo unbedingt auf die Autorität der äußeren
Würde, daß er jeden kritiſchen, jeden ſkeptiſchen Gedanken
ls Standesbeleidigung verpönt. Hätte etwa ein Menſch,
der nur ein Ziviliſt war, ſich erdreiſtet, auf verdächtige
Charaktermerkmale des Mannes in der Oberſtenuniform
hinzuweiſen, es wäre ihm recht übel gelohnt worden! Das
Kleid, der Rang, der Machttitel Dinge alſo, die auch
in der bürgerlichen Welt oft genug gegen das Verdienſt
n die Wagſchale fallen ſind für den Offizier ein feuer=
icherer
Panzer von Asbeſt, den er verbrecheriſch nutzen
mag, wenn er ein Verbrecher iſt. Und kein Stand iſt
icher vor Auswurf. Die Eigenmächtigkeiten, die ſich
Oberſt Redl, wie man jetzt erfährt, herausnahm, um ſich
ein Geſchäft zu erleichtern, blieben unverdächtigt und er
blieb unbehelligt. Er war ja der Oberſt
in aller In=
tegrität
ſeines Ranges und Titels. . . .
Sogar in der
ier wenig angebrachten kameradſchaftlichen Wohltat, die
dem Verbrecher vor der Verhaftung die Piſtole in die
Hand drückte, iſt eine Regung der falſchen Scham zu er=
kennen
. Man wollte die Schande des Rockes, den
Redl trug, nicht preisgeben. Man bedachte nicht, daß ſie
im raſch geſchaufelten Grabe nicht zu verbergen war; daß
ieſer Menſch weniger als mancher bürgerliche Verbre=
her
einen Anſpruch auf Schonung hatte; und daß man ſo=
gar
vielleicht auf die gründliche Tilgung des materiellen
Schadens verzichtete, indem man den Erhebungen
aus
Rückſicht auf die äußerliche Standesehre voreilig ein
Ende machte.
Wie es ſo kommen konnte?
Weder Bildungsmittel,
noch religiöſe Lehren, noch ethiſche
Erziehung, noch ſtrenge
Geſetze werden die Menſchheit
emals vor entarteten
Menſchen bewahren. Der Oberſt Redl wäre ein Verbre=

[ ][  ][ ]

Nummer 132.
Vom Hofe. Die Großherzoglichen Herr
ſcha
ten wohnten am Donnerstag der Beiſetzung
des Prinzen Hermann zu Stolberg=Wernigerode in
Wernigerode bei und trafen am Samstag vormittag
6 Uhr 39 Min. mit Gefolge in Langen ein; hierauf
begaben ſich die Allerhöchſten Herrſchaften nach Jagd
ſchloß Wolfsgarten. (Darmſt. Zig.
Gottesdienſt in der ruſſiſchen Kapelle. Am Sams=
tag
wurde aus Anlaß des Gebrtstages der Kai
erin von Rußland Gottesdienſt durch den ruſſi=
ſchen
Prieſter Protopopoff aus Wiesbaden abge
halten. Dem Gottesdienſte wohnten der ruſſiſche Ge=
andte
und Vertreter des Hofes, des Miniſteriums und
des Offizierkorps bei
g. Der Provinzialausſchuß verkündete in ſeiner Sitz=
ung
am Samstag das Urteil in der Klage des Orts
armenverbandes Marburg gegen den Landarmenver
band Darmſtadt wegen Erſatz von Pflege=
koſten
für den Schneider Wilhelm Starms aus Kre=
eld
. Der Verpflegte Starms, der ſich auf der Wander=
chaft
befand und in Darmſtadt wegen eines unheilbaren
Leidens in Behandlung war, wurde ſpäterhin als vor
läufig erwerbsfähig entlaſſen. Kurze Zeit darauf wurde
er nun bei ſeiner weiteren Wanderung abermals in zwei
Städten infolge dieſer Krankheit erwerbsunfähig und
mußte unter anderem in Marburg längere Zeit in der
Univerſitätsklinik behandelt werden. Dieſe Koſten hatte
Marburg von Darmſtadt angefordert, das ſich weigerte
Zahlung zu leiſten, da keine fortdauernde Erwerbsun
fähigkeit vorliege. Ein Obergutachten der Miniſterialab
teilung für öffentliche Geſundheitspflege ſpricht ſich dahin
aus, daß Starms bei ſeiner Entlaſſung aus dem Darm=
ſtädter
Krankenhaus ſich einige Tage ſeinen Lebensunter
halt verdienen konnte. Der Provinzialausſchuß wies
deshalb die Klage ab.
Wilhelm Schweizer
zu Offenbach ſucht um Erlaubnis zum Betrieb einer
Schankwirtſchaft im Hauſe Lilliſtraße Nr. 17 nach
Da das Polizeiamt Offenbach Bedenken äußert, dem Ge=
ſuchſteller
wegen ſeiner Vorſtrafen die Konzeſſion zu er
teilen, ſtellte das Kreisamt die Genehmigung dem Pro
vinzialausſchuß anheim. Schweizer gibt
er könne
M,
wegen der Folgen eines ſchweren Schädelbruches keine
andere Arbeit übernehmen. Der Provinzialausſchuß er
kennt auf Abweiſung des Geſuchs. Der Ortsarmen=
verband
Frankfurt a. M. klagt gegen den Ortsarmen=
verband
Offenbach wegen Erſatz von Pflegekoſten für
den Schreiner Jakob Hildebrand aus Offenbach. Es
handelt ſich um den immenſen Betrag von 1 Mark 90 Pfg.
den Offenbach deshalb nicht anerkennen will, weil dieſe
1,90 Mark nicht zu den ſogen. Individualkoſten gehörten
d. h. dieſe 1,90 Mark ſeien aus den Verwaltungskoſten
des Krankenhauſes zu dem Pflegeſatz hinzugerechnet, die
nach der ſtändigen Rechtſprechung nicht zu erſtatten ſeien.
Aus der Jahresrechnung des Frankfurter Krankenhauſes
geht aber hervor, daß die angeforderten 36,90 Mark nur
das Pflegegeld und dazu die Transportkoſten enthalten
Der Provinzialausſchuß verurteilt Offenbach zur
Zahlung der 1,90 Mark nebſt 4 Prozent Zinſen. Es
hat außerdem die Koſten des Verfahrens zu tragen.
Von der Techniſchen Hochſchule. Der Diplom
Ingenieur Hugo Ombeck aus Eſſen a. d. Ruhr ha
ſich am 6. Juni an der hieſigen Techniſchen Hochſchule
der mündlichen Doktor=Ingenieur=Prüfung unterzogen
und dieſelbe gut beſtanden.
Rechnungsrat Elbertt *. Nach kurzem Kranken=
lager
iſt der Oberſtadtſekretär Rechnungsrat Elbert:
im Alter von 60 Jahren geſtorben: Am 10. Dezember 1877
in den Dienſt der Stadt Darmſtadt eingetreten, hat er ihr
über 35 Jahre ſeine Kräfte gewidmet. Lange Jahre hat
er dem Sekretariat für Bauweſen und Grunderwerb vor=
geſtanden
, bis er im Jahre 1901 die Leitung des Finanz=
ſekretariats
I übernahm. Seine reiche Arbeitskraft, ſein
gründliches Wiſſen und ſein Pflichteifer haben ihn hier
wie dort zu einem geſchätzten Mitarbeiter der Verwaltung
gemacht. Allenthalben erfreute er ſich des beſten An
ehens und der größten Wertſchätzung. Bei Gelegenheit
der Eingemeindung von Beſſungen am 1. April 1888
wurde er in Anerkennung der hierbei geleiſteten Arbeiten
zum Sekretär (jetzt Oberſekretär) befördert. Im Jahre
906 wurde ihm das Ritterkreuz zweiter Klaſſe des Ver
dienſtordens Philipps des Großmütigen und im Jahre
1909 der Charakter als Rechnungsrat von Sr. Kgl. Hohei=
dem
Großherzog verliehen. Die Stadtverwaltung ver=
liert
in ihm einen treuen, pflichteifrigen Beamten, die
Beamtenſchaft einen liebenswürdigen, geachteten Kollegen.
Sein Andenken wird unvergeſſen bleiben.
Ausſtellung. Im Kunſtſalon Hermann Sonn
thal, Eliſabethenſtraße, ſind zur Zeit Aquarelle des
Nürnberg aus
heſſiſchen Malers Friedrich Troſt in
geſtellt. Reizende landſchaftliche Motive und Archi=
cher
geworden, auch wenn er nicht gerade zum Spion und
Verräter an der eigenen Armee hätte werden können.
Zum Spion hätte er nicht werden können, wenn dieſe edle
Branche nicht von den Staaten bezahlt und gepflegt
würde . . . .
Der Staat, der ſich oft zum moraliſchen Vormunde
und zum Edukationsrat ſeiner Bürger aufwirft, ſetzt
in den geheimen Bureaus des Generalſtabs eine Rein=
kultur
der unſittlichen Saionage an. Nicht der Staat,
ſondern die Staaten. Die einzelne Macht iſt außerſtande,
auf die Spähungen und Beſtechungen der Spione im
Auslande zu verzichten, ſo lange dieſes würdeloſe Spiel
dem böſen Nachbar gefällt. Die Notwendigkeit, die ſich die
Armeen gegenſeitig auferlegen, hat eine offizielle Begriffs
verwirrung hervorgebracht. Weil zu den gefährlichen
Miſſionen eines Spions Klugheit und Mut gehören,
ſchätzt man den Schwindler hoch, der ſich für das Vater
land in Gefahr begibt. Wer ein Gewohnheitsrecht in den
Dingen der Moral nicht gelten läßt, muß fühlen und er
kennen, daß kein Zweck, auch nicht ein vaterländiſcher, im
ſtande iſt, verwerfliche Mittel zu adeln. Der Soldat, der
mit Lüge und Beſtechung ſeiner Fahne dient, iſt perſön
lich nicht ehrenwerter, als jener Detektiv, der ſich betrü=
geriſch
die Liebe eines Mädchens ſtahl, ihr Vertrauen er=
ſchlich
und dann ſeine Braut der Juſtiz auslieferte.
Und ihn unterſcheidet von einem Oberſt Redl nur de
Patriotismus. . . . Man ſpricht von der Ritterlichkeit des
Kampfes. Man ſpricht von der Kultur des moderner
Staates. Beſcheiden ſollte man die Worte wählen, ſo
lange Staatsgelder in die Taſchen von Spionen fließen
aber nicht bloß den der fremden

Ecrasez Tespion
Macht
Exzentrizitäten der Sommer=
Mode.
In der Silhouette, in der unſere Modedamen in
e
die Erſcheinung treten, geht allmählich eine umſtürzende
Will man die Richtlinien dieſer
Veränderung vor ſich.
Entwicklung bezeichnen, ſo kann man ſagen daß der Weg

Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 9. Inni 1913.
tekturen aus Miltenberg, Erbach, Michelſtadt und dem
Odenwald zeigen die neuen Arbeiten Troſts, die auf
ſtarke farbige Kontraſtwirkungen verzichten, ſondern in
Die
beſchaulicher, abgeklärter Ruhe wirken wollen
Bilder werden ſicher allen Freunden ſinniger Heimat=
kunſt
willkommen ſein

Invalidenprüfungsgeſchäft. Die Nachunter
uchung der bis Ende September 1913 anerkannten
Militärinvaliden und Rentenempfänger
des Kreiſes Darmſtadt findet vom 19. bis 25. Juni 1913
im Geſchäftszimmer des Bezirkskommandos I Darmſtadt,
Neue Niederſtraße 18, ſtatt
Vom Feſt im Beſſunger Orangeriegarten hat, wie
man uns mitzuteilen bittet, auch Herr Photograph Hein=
rich
Schmidt (Heidelbergerſtraße 79) eine Reihe wohl
gelungener Aufnahmen gemacht. Es zeigen dieſe die An=
kunft
des Großherzogspaares, das Großherzogspaar mit
den Prinzen auf dem Wege zur Aufführung des Märchen
ſpiels, das Großherzogspaar als Zuſchauer. Zwei wei=
tere
Bilder zeigen das Großherzogspaar, in zwangloſem
Geſpräch vor dem Karuſſell ſtehend. Auch eine hübſche
Aufnahme des kleinen Königs mit ſeinem Ponygeſpann
iſt zu erwähnen. Weiter wurden durch Herrn H. Lautz
wohlgelungene Aufnahmen einzelner
Baſarſtände, ſo
B. des Märchenbuch=Verkaufsſtandes, hergeſtellt. Die
photographiſchen Aufnahmen ſind als Anſichtskarten in
den Verkaufsſtellen des Darmſtädter Papierhändlerver=
eins
zu haben.
Die Filmaufnahmen, die von dem Märchen=
zug
, den Aufführungen uſw. unter Leitung des Herrn
Profeſſor Dr. Limmer hergeſtellt wurden, ſind, wie
wir von unterrichteter Seite erfahren, ganz ungewöhnlich
gut gelungen und ſowohl in techniſcher wie künſt=
eriſcher
Beziehung muſterhaft. Auf die Vorführung die
ſes Films, die im Reſidenztheater ſtattfindet, kommen
wir noch zurück.
Darmſtädter Hausbeſitzer=Verein, E. V.
In der
Generalverſammlung am Freitag, die von etwa 35 Mit=
gliedern
beſucht war, wurde dem Antrage des Herrn
Rechtsanwalts Dr. Bopp gemäß, der ſeitherige Vorſitzende
v. Heſſert, einſtimmig wiedergewählt. Als Vorſtands=
mitglieder
wurden ferner gewählt, die Herren Keim,
Rechnungsrat, Dr. Nöllner, Dr. Bopp, Mahr, Häuſer,
Weiſel, Haury, Roth, Ph. Klein und Gros, welche alle
die Wahl dankend annahmen. Die von einzelnen Herren
angeregte Erhöhung der Mitgliederbeiträge wurde von
faſt allen Rednern bekämpft und von der Verſammlung
abgelehnt. An der ſehr lebhaften Debatte beteiligten ſich
die Herren: Dr. Bopp, Lehrer Speckhardt, Weiſel, Gros
Dr. Nöllner, Henſel. Finger, Keim, Häuſer, Roth, Lautz
Kahl, Mahr und Hedwig.
* Die Rechtsſchutzſtelle
für
Frauen und Mädchen
ſchreibt uns: Die Firma Detzel=Nürnberg hat letztes Jahr
einen Reiſenden hier in verſch
edene Familien geſandt
um Photographien zu erhalten,
die in Emaille koſtenlos
ausgeführt werden ſollten, um
ventuell ſpäter bei der
Firma Detzel gefaßt zu werden
Verſchiedentlich wurden
die Photographien zurückzuhalten
geſucht, und es ergaber
ſich noch andere Schwierigkeiten
Die Rechtſchutzſtelle für
Frauen erſucht alle Beteiligten um nähere Angaben, ent=
weder
ſchriftlich, Theaterplatz
1,
oder mündlich daſelbſt
Donnerstag oder Montag von 4 bis 6 Uhr
Detailliſten=Verein.
Die Mitglieder des
Detailliſten=Vereins
werden hierdurch nochmal=
auf
die heute abend, im Reſtaurant Chriſt, Grafen=
traße
, ſtattfindende Hauptverſammlung aufmerk
ſam gemacht.
Hunde auf der elektriſchen Straßenbahn. Ge=
mäß
Bekanntmachung der Heag in unſerem Blatte iſt
nunmehr von der Aufſichtsbehörde die Beförderung von
Hunden auf ſämtlichen Strecken der elektriſchen Straßen
ahn zugelaſſen, und zwar dürfen die erſten zwei
Hunde auf der vorderen Plattform der Anhängewagen
und wenn dieſe beſetzt iſt, ein Hund auf derjenigen des
Triebwagens befördert werden. Der Führer eines
Hundes muß dieſen kurz anleinen und ſtets auf dem
der Einſteigſeite entgegengeſetzten Teile Platz nehmen.
Für alle Hunde ſind tarifmäßige Fahrſcheine wie für
Perſonen zu löſen. Der Beſitzer und Führer eines
Hundes ſind der Straßenbahn für jeden Schadenerſatz=
anſpruch
, der gegen die Bahn infolge Mitnahme ihres
Hundes geltend gemacht wird, haftbar.
Die Bahn=
bedienſteten
ſind berechtigt, die Mit= und Weiterfahrt
von Hunden zu unterſagen, falls ſich Anſtände dabei
rgeben ſollten. Rückgabe des Fahrgeldes kann nicht
verlangt werden
Von der Wach= und Schließ=Geſellſchaft. Im Mo=
nat
Mai ergaben die fortlaufenden Reviſionen der
Nachtwachbeamten folgende Fälle: 357 offene Haustürer
und Tore vorgefunden; 96 mal brannte Licht in Ge=
ſchäfts
= und Bureaulokalitäten, Kellern und Bodenräu=
geht
. Die
unſerer Mode vom Schirmfutteral zur Glocke‟
Zeiten, da die Schönen ſchlank, ſchmal und ſteif wie Stöck
erſchienen, ſind längſt vorbei; das Ideal der Glocke iſt noch
nicht erreicht, aber wir nähern uns ihm doch immer mehr
denn die Toiletten werden um die Hüſten weiter und
weiter, die Hüte weren kleiner und kleiner und nur die
Enge um die Füße verleiht der Figur noch etwas Geraff
tes. Die neuen Sommerhüte ſcheinen ſo recht ein
Symbol der kapriziöſen und launenhaften Köpfe zu ſein,
auf denen ſie ſitzen. Unzählige Geſtaltungen tauchen au
-
und alle Formen ſind erlaubt
außer den großen. De
Morgenhut iſt rund, glockenförmig, aus weichem, leuchten
dem Tagalſtroh, einfach mit einer großen Moireeſchleif=
garniert
, deren Flügel hoch in die Luft ſtehen. Die Nach=
mittagshüte
ſchmiegen ſich wie glänzende Aureolen um den
Kopf und werden vielfach durch Kinnbänder feſtge
halten, die mehr und mehr in Aufnahme kommen. Jungen
Geſichtern, deren ovale Form ſie betonen, ſtehen ſie ent
zückend, dieſe breiten Bänder, dieſe niedlichen Girlanden
von roſa Ponpons oder Perlenſchnuren, die um den Hals
gelegt ſind. So beſcheiden die Garnierung der neueſter
Hüte iſt, ſo teuer ſind ſie, denn die aparte Faſſon muſ
bezahlt werden. Bei einem Schmuck mit einfachem Band
zahlt man einer Pariſer Putzmacherin 90120 Francs
ſind ein paar Blumen darauf, dann koſtet der Hut ſchon
150200 Francs, und bei der kleinſten Aigrette ſchnellt er
auf 500800 Francs in die Höhe. Was die Hüte an Um
fang verloren haben, ſoll der Dekor durch Höhe erſetzen
So nicken und wippen ſie denn in immer ſtolzerer Höhe
von den Köpfen unſerer Damen, die Straußenfedern, die
Rieſenſchleifen und ſogar die Blumenſträuße. Zum klei
ten Hut wird ein loſes weites Jackett getragen, das
chon faſt wie ein bizarrer kleiner Mantel anmutet. Si
ind in der Farbe vom Rock verſchieden; ſo trägt man ein
grünes Jackett zu ſchwarz und weiß geſtreiftem Koſtüm
oder ein weinrotes Mäntelchen zu ſchwarzem Rock. Neber
dieſen kaum die Hüften bedeckenden Jacken tauchen noch
kürzere Ueberhänge auf, Bolero= und Capeformen, die nur
dadurch ihre Erklärung finden, daß die Damen darin einen
unerhörten Luxus mit alten Spitzen und beſticktem Tüll
treiben. Dem koſtbarſten Material begegnet man auch in
den Lingeriekleidern, die mit Vorliebe in Champagnerfar
ben getragen werden.

Seite 3.
men, bezw. wurde vergeſſen, dasſelbe zu löſchen; 18 de=
fekte
Schlöſſer und Türen, ſowie ſteckengebliebene Schlüſſel
vorgefunden; 12 offenſtehende Parterrefenſter ermittelt;
11 Hausbewohnern, die ihre Schlüſſel vergeſſen hatten,
geöffnet.
Bilder vom Tage.
In der Auslage unſerer Expe=
dition
(Rheinſtr. 23) ſind von heute ab folgende Bilder
neu ausgeſtellt: Die Richard Wagner=Büſte in der Wal=
halla
bei Regensburg (Blick in die Halle während der
Feierlichkeiten bei Aufſtellung der Büſte); von der Früh=
jahrsparade
auf dem Tempelhofer Felde bei Berlin; Ba=
ronin
Berta v. Suttner (zur Feier ihres 70. Geburts=
tages
); zur Erſtaufführung von Gerhart Hauptmanns
Jahrhundertfeſtſpiel in Breslau.
Darmſtädter
Wochenmarkt
Marktpreiſe
am 7. Juni
Butter,
½ kg 1,201,30 M.
Gurken, Stüc
2040 Pf.
Blumenkohl, Stück 3060 Pf.
i. Part., ½ kg 1,20 M
Eier, Stück .
Pf
025 Pf
Wirſing, Stück
Schmierkäſe, ½ Liter 20
P
St. 4-8 Pf
Oberird. Kohlrab
Handkäſe, Stück
Pf
. 410
Erbſen, ½
2025 Pf.
kg
M
Kartoffeln, Ztr. 33,50
Karotten, Bünde
46 Pf.
Kumpf (10 Liter) 50 Pf.
2550 Pf.
Spargel,
½ kg
8 Pf.
Italiener, ½ kg .
Bohnen, ausl.,
kg 35 Pf
Malteſer, ½ kg
. 16 Pf.
Geflügel, Wildbret
Gänſe, ½ Kg
20 M.
Obſt u. dergl.:
Enten, Stück
3,504 M.
3035 Pf.
Aepfel, ½ kg .
60
Hahnen und Hühner
Zitronen, Stück
Pf.

Stück
33,50 M.
Apfelſinen, Stück
. 68 Pf.
Stück
Tauben,
6570 Pf
5560 Pf
Kirſchen, ½
kg
Lapins, Stück
1,10 M
Ananas=Erdbeeren 55-60 Pf.
,
Wald=Erdbeeren,
Fiſche:
5055 Pf.
Schoppen

90 Pf.
Hecht, ½ kg

Unr. Stachelbeer. ½ kg 25 Pf.
1,20 M.
Ual, ½ kg . 1,10
Karpfen, ½ kg
60 Pf.
Salat, Gemüſe uſw.:
Andere Rheinfiſche
Kopfſalat, Stück
. 56 Pf.
kg
. 3540 Pf.

Römiſch=Kohl, Bündel 2 Pf
60 Pf
Rotzungen,
1 kg .
Rhabarber ½ kg 1215 Pf
60 Pf.
Schollen, ½ kg .
,
Radieschen, Bündel 12 Pf
2230 Pf
Kabeljau, ½ kg
Stück
510 Pf
Rettiche,
3035 Pf
Schellfiſche,
kg
Bündel
Pf
1619 Pf.
Seelachs, ½ kg
Meerrettich, Stück 15-30 Pf.
Pf
Roterüben, Bündel .
In den Fleiſchſtänden:
5
Pf
810
Zwiebeln, ½ kg
70 Pf.
Rindfleiſch, ½ kg
35 Pf
76 Pf.
Tomaten, ½ kg
Hackfleiſch, ½ kg .
810 Pf
56 Pf
Spinat, ½ kg .
Rindsfett, ½ kg
Einmachgurken, St. 810 Pf.
Rindswürſtchen, Stück 15 Pf
Die ſtädtiſche Rechtsauskunftſtelle Darmſtadt
hat ihren Bericht über die Tätigkeit in der Zeit vom
1. April 1912 bis 31. März 1913 (6. Berichtsjahr) heraus
gegeben, dem folgendes entnommen ſei: Die Inanſpruch
nahme der Rechtsauskunftſtelle war eine erheblich geſtei=
gerte
gegen früher. Die Zahl der erſchienenen Perſonen
hat um 1762, die Zahl der Auskünfte um 1778 zugenommen
die der Schreiben und Schriftſätze, ſowie die der Eini=
gungsverhandlungen
ſich verdreifacht. Im Berichtsjahr
haben 4202 Perſonen (2515 Männer und 1687 Frauen),
gegen 2446 im Vorjahr die Rechtsauskunftſtelle in An=
pruch
genommen. Es wurden 4227 Auskünfte gegen 2449
im Vorjahre erteilt. In 174 Fällen, gegen 56 im Vorjahr,
wurden Vergleichsverhandlungen mit den Parteien ge=
pflogen
, die faſt durchweg zur Einigung führten Die durch
die Einigungsverhandlungen erwachſenen Zahlungen be=
tragen
insgeſamt 1199,96 Mark. In 15 Fällen wurde im
Streitverfahren die Vertretung der Verſicherten vor den
Verſicherungsbehörden übernommen. Neuerdings iſt dem
Leiter der Rechtsauskunftſtelle geſtattet worden, in Kran=
en
=, Invaliden= und Unfallverſicherungsſachen, in denen
wegen der Geſchäftsunfähigkeit des Beteiligten ein Pfleger
beſtellt werden muß, das Amt des Pflegers zu überneh=
men
, ebenſo für Fälle zur Geltendmachung von Unter=
haltsanſprüchen
ehelicher Kinder gegen ihren Vater. Wie
n früheren Jahren, ſo wurde auch im Berichtsjahre Rat=
uchenden
, die ihren Wohnſitz nicht in Darmſtadt haben,
Auskunft erteilt. Es waren 409 Auswärtige erſchienen,
gegen 250 im Vorjahr. Es wurden in 349 Sachen, ge=
gen
169 im Vorjahre, in denen Verhandlungen mit Be=
hörden
, Verſicherungsanſtalten, Krankenkaſſen und Priva=
ten
gepflogen wurden, Akten angelegt. Kleinere Schriftz
ſätze und Schreiben wurden in vielen Fällen von Ratſu=
chenden
ſofort angefertigt und mitgegeben, ohne daß Akten
angelegt wurden. Aus dem Berichtsjahr ſei beſonders
hervorgehoben, daß auch öfters mit dem Schwindelweſen
unreeller Firmen zu kämpfen war. In 6 Fällen bedurfte
es größerer Verhandlungen und Prozeſſe, bis es gelun=
Exzentriſch wirkt die bisher kaum gekannte Eleganz
n Promenaden=Koſtümen, die vielfach ſogar die
großen Geſellſchaftstoiletten in den Schatten ſtellen und
mit denen ſich die Damen nachmittags in den eleganten
Teeſalons oder bei den halb öffentlichen und halb privaten
Veranſtaltungen in den vornehmen Hotels, bei denen
Tango getanzt wird, zeigen. Da die verſchiedenſten Stoffe
bei einem Koſtüm verwendet werden können, iſt der Extra=
vaganz
der weiteſte Spielraum gelaſſen. Das Haupt=
thema
, über dem ſich die zahlloſen Varianten in kapriziöſer
Grazie entfalten, iſt die Tunika, die der Schneiderphan=
taſie
die Möglichkeit zu den verſchiedenſten loſen und fal=
tigen
Draperien gibt. Eine Mode, für die viel Propa=
ganda
gemacht wird, iſt die der gemalten Roben.
Das Schönſte daran iſt, ſo ſucht ein Aufſatz in L’Art et
la Mode uns dieſe Exzentrizität nahezubringen, daß wir
ſelbſt oder ein guter Freund, der für uns dieſe Arbeit ver=
richtet
, die Wahl der Farbe und des Ornamentes in de
Hand haben und ſo einen Geſchmack entfalten können, den
wir ausgeprobt haben und deſſen wir ſicher ſind. Wir
werden alſo farbige Seiden tragen, auf denen ſich Pfauen
federn in triumphierenden Formen, ſeltſame Blumen und
Vögel zum ſchönſten Farbenſpiel vereinen; aber über dieſe
Seidenſtoffe werden wir Mouſſeline in verſchiedenen
Tönen werfen, die die Farbenpracht dämpfen und ihr be
ſondere Nüancen verleihen. Auch wo dieſe exotiſcher
Malereien noch nicht in die Erſcheinung treten, waltet in
der Mode doch eine Luſt an ſtarken und ſeltſamen koloriſti=
chen
Wirkungen vor. Seide in ihren leuchtendſten, blen
dendſten Tönen wird getragen, ſo ſtark, wie wohl kaun
onſt ſeit den Zeiten des Rokoko
Unter den ſenſationellen Neuheiten, die jeder Tag für
die Sommermode bringt, werden auch die Strümpfe
nicht außer Acht gelaſſen. Sie ſind an der
Seite aufge
ſchlitzt und haben hier geſtickte augengroße Löcher, durch
die die Haut hindurch leuchtet. Die Schuhe werden mit
breiten Bändern über dem Bein gebunden, und um zu
verhindern, daß dieſe Bänder herabrutſchen, ſind an den
Strümpfen zwei parallele Reihen von Knopflöchern ange
bracht, durch die die Bänder hindurchgezogen werden. So
herrſcht von Kopf bis zu Füßen ein Geiſt der bizarren
Eleganz in dieſen neueſten Ueberraſchungen, die Frau
Mode für den Sommer vorbereitet

[ ][  ][ ]

Nummer 132.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 9. Juni 1913.
Seite 4.
zwei Berichte über die Entwickelung und den Stand der
Gießen, 7. Juni. Die Geſamtzahl der Studierender
gen war, die Ratſuchenden von den ihnen aufgeladenen
Landwirtſchaft in Elſaß=Lothringen und Baden erſtattet.
an der Landes=Univerſität im Sommerhalbjahr beträgt
Verbindlichkeiten zu befreien. In manchen Fällen hält
Die Beſucherzahl der Wander=Ausſtellung hat heute be=
535, davon ſind 841 Heſſen und 595 Nichtheſſen immatri
es außerordentlich ſchwer, das unreelle Gebaren zu erken=
eits
annähernd 25000 erreicht. Die Studienkom=
kuliert
, 3 als Hoſpitantinnen, 40 als Hörer und 56 als
nen und feſtzunageln. Dieſe Tätigkeit der Rechtsauskunft=
n
iſſion amerikaniſcher Farmer, in Stärke von
Hörerinnen eingetragen. Den Fächern nach verteilen ſich
tellen hat vielfach Beachtung und Anerkennung gefunden.
105 Perſonen, darunter 15 Damen, traf heute vormittag
die Studierenden wie folgt: Theologie 108, Rechtswiſſen=
Zur wirkſameren Bekämpfung der Schwindelfirmen im
11 Uhr unter der Führung des landwirtſchaftlichen Sach=
chaft
115, Medizin 338, Tierheilkunde 213, Philoſophie 41
Intereſſe des Publikums und der reellen Geſchäftsleute hat
verſtändigen beim deutſchen Konſulat in Chicago Herrn
Lädagogik 13, Mathematik 67, Naturwiſſenſchaften 78,
ich in Elberfeld eine Kommiſſion aus Vertretern der
kaumanns in Straßburg ein, und wurde von dem Vor=
Themie 41, Pharmazie 28, Forſtwiſſenſchaft 35, Landwirt=
ſtechtsauskunftſtelle
, der Handelskammer und ſonſtiger be
chaft 92, Geſchichte 19, Klaſſiſche Philologie 63 und
ſitzenden des Vorſtandes des Ritterſchaftsrat, Ritter
onders intereſſierter Stellen gebildet. Es erſcheint er
Stellvertreter
Neuere Philologie 185. In der Zugehörigkeit zu deut=
ſowie
von ſeinem
von
Fregen,
ſtrebenswert, auch hier eine gleiche Einrichtung zu ſchaf
ſchen Staaten außer Heſſen und zu außerdeutſchen Na=
Wirklichen Geheimrat Dr. Kiel, empfangen. Nach einem
fen; hoffentlich werden die Beſtrebungen der Rechtsaus=
tionen
ſind: 388 Preußen, 61 Bayern, 13 Sachſen, 14
Rundgang durch die Ausſtellung mit eingehender Beſich=
kunftſtelle
nach dieſer Richtung von Erfolg ſein.
Mecklenburg=Schwerin,
19 Baden,
6
Württemberg
igung folgte ein von der Deutſchen Landwirtſchaft
Sachſen=Meiningen,
Sachſen=Weimar, 7 Oldenburg, 1
ichen Geſellſchaft gebotenes Frühſtück in der Weinkoſthalle.
Schwarzburg=
Gernsheim, 7. Juni. Der Mord an der 19jährigen
3 Sachſen=Koburg=Gotha, 3 Anhalt, 1
Stuttgart, 7. Juni. Als heute mittag gegen 12 Uhr
Joſepha Kißler, die vor acht Tagen hier aus den
Sondershauſen. 1 Waldeck, 2 Reuß j. L., 1 Lippe=Detmold
ie 30 Jahre alte Wirtin Rehm im Brennerſtübel ihren
Rhein geländet wurde iſt jetzt durch ein Geſtändnis
Bremen, 6 Hamburg, 12 Elſaß=Lothringen, 3 Oeſter=
Logierherrn, den 33 Jahre alten, arbeitsloſen Taglöhner
des unter dem Verdacht des Mordes verhafteten Gelieb
reich=Ungarn, 1 Schweiz, 2 Großbritannien, 1 Italien,
Kaiſer, zur Zahlung aufforderte, ergriff dieſer ein
Belgien, 27 Rußland, 1 Schweden, 1 Norwegen, 2 Ser=
ten
der Kißler, des 19jährigen Wagnergeſellen Zin=
Meſſer und verſetzte der Wirtin einen Stich ins
ien, 1 Finnland, 1 Nordamerika (Ver. Staaten), 1 Ka=
ßer
als Waldſee (Pfalz) aufgeklärt worden. Er will die
Herz, ſo daß die Frau ſofort tot war. Darauf ſchnitt
nada, 2 Japan zugehörig. Hiervon ſind 30 Studentinnen.
Tat im Einverſtändnis mit ſeiner Geliebten ausgeführt
er ſich ſelbſt den Hals ab und ſtarb gleichfalls kurz her=
haben
.
Friedberg, 7. Juni. Geſtern morgen 5 Uhr 48 Min.
nach.
Offenbach, 7. Juni. Vor Jahresfriſt wurde währen!
wurde der Streckenarbeiter Jak. Schmidt durch den
der Renovation der Katharinenkirche durch ein
Kaſſel, 6. Juni. Das Heſſiſche Landes= Mu=
ausfahrenden
Perſonenzug 2904 lebensgefährlich
aus der Höhe heruntergeſtürztes Brekt eine vor
eum, das mit Hilfe des Bezirksverbandes Kaſſel, des
verle tzt, als er von einem fahrenden Zuge abſpringen
übergehende Frau aus Offenbach tödlich verletzt.
preußiſchen Staates, der Stadt Kaſſel und des Handel=
wollte
. Er wurde dem Städtiſchen Krankenhauſe zuge=
Der von den Hinterbliebenen der Frau angeſtrengte Pro=
und Gewerbe=Vereins von Profeſſor Dr. Thierſch ( Mün=
ührt
.
auf Schadenerſatz wurde dieſer Tage entſchieden. Die
chen) in Kaſſel am Wilhelmsplatz errichtet worden iſt, und
usführende Firma wurde zur Zahlung einer Entſchädig=
in
dem die im ganzen Regierungsbezirk Kaſſel, Marburg,
ung von 20000 Mark verurteilt
Fulda und Hersfeld zeroreuten Sammlungen einheit=
Reich und Ausland.
Erbach, 7. Juni. Nach zwei vorausgegangenen Ver=
lich
geordnet und aufgeſtellt werden ſollen, wird am 20.
Aus der Reichshauptſtadt, 7. Juni. Der Kaiſer
ſammlungen in Michelſtadt und König iſt vor einigen
luguſt in Gegenwart des Kaiſers eingeweiht werden.
vohnte der vierten Vorſtellung der Berliner Feſt=
Tagen hier eine freie Schneiderinnung für den
der Kaiſer hat beſtimmt, daß die Feier aufgeſchoben werde,
ſpiele im Kgl. Opernhauſe bei. Gegeben wurden Die
Kreis Erbach gegründet worden. Hauptzweck der
bis er in Kaſſel bzw. Wilhelmshöhe weilen wird.
ugenotten unter Leitung des Kapellmeiſters Blech. Die
Innung ſoll die Beteiligung an den Heeres= und ſonſtigen
Die Stadtverordnetenver=
Köln, 6, Juni.
Oper war mit hervorragenden Kräften beſetzt, u. a. mit
Staatslieferungen ſein, welche der kleine Meiſter nur auf
ammlung nahm in der heutigen Sitzung eine Schen=
den
Damen Andrejewa=Skilodz. Meckley=Komp und
dieſem Wege erreichen kann, ferner eine beſſere Lehrlings=
ung
in Höhe von 20000 Mark an, die der verſtorbene Ge=
Engell, den Herren Griswold, Forſell, Jadlowker und
usbildung und Beſeitigung mancher Auswüchſe, welche
heimrat Heidemann zu Armenzwecken teſtamentariſch hin=
Knüpfer. Der Kaiſer, der in der erſten Pauſe lebhaft mit
gerade im Schneiderhandwerk in hohem Maße vorhander
erlaſſen hatte. Sodann bewilligten die Stadtverordneten
dem Generalintendanten plauderte. beteiligte ſich ſehr leb=
ſind

haft an dem überaus ſtarken Beifall des vollen Hauſes
einen Betrag in Höhe von 1381500 Mark für die nächſt=
Guſtavsburg, 7. Juni.
Die gemeinnützige
Nach der Vorſtellung kehrte der Kaiſer ins Neue Palais
ährige Werkbundausſtellung, nachdem ſie bereits
Baugenoſſenſchaft hat mit dem Bau der erſten
-
Die Kaiſerin hat ſämtlichen Näherinnen
zurück
zu den Vorarbeiten 50000 Mark zur Verfügung geſtellt
Häuſer begonnen. Es werden 24 Wohnhäuſer mit 2.
der Schleſiſchen Spitzenſchulen in Hirſchberg (Schleſien),
hatten.
Wohnungen gebaut. Hiervon ſind bereits 16 Häuſer
die an der Herſtellung des Brautſchleiers und des
Jena, 7. Juni. Das 48. Deutſche Tonkünſt=
verkauft
. Die Häuſer, die nicht verkauft werden, werden
Brauttaſchentuches für die Prinzeſſin Viktoria Luiſe, ſo=
lerfeſt
fand geſtern abend mit einem zweiten Orcheſter
vermietet. Der Preis der Häuſer beträgt je nach der Größe
wie der Spitzen zu dem Brautkleid der Prinzeſſin tätig
konzert im Großen Saale des Volkshauſes einen wir=
zwiſchen
500013 500 Mark
waren, als Dank für die vorzüglich ausgeführte Arbeit
ungsvollen Abſchluß. An der Spitze des Programms
Wörrſtadt, 7. Juni. Geſtern weilte der Rhein= und
eeine Potographie des Brautpaares in Kabinett=
ſtand
wieder eine Uraufführung für Orcheſter: Toten=
Wildgraf Fürſt Otto zu Salm=Horſtmar hier, um
form mit Widmung zum Andenken überreichen laſſen.
ahrt von Bodo Wolf, die vom Publikum ſehr günſtig
in der evang, Kirche das Grab der Gräfin Eliſabeth Chri=
In Betracht kamen etwa hundert Näherinnen aus dem
ufgenommen wurde. Das Klavierkonzert in A=Moll von
ſtiane Marianne v. Leiningen und die Loge des von ihr
Rieſengebirge. Die beiden Inhaberinnen der Spitzen=
Bernhard Stavenhagen, vorgetragen von Profeſſor H. F
1787 erbauten und von den Franzoſen 1792 zerſtörten
ſchulen wurden zu Hoflieferantinnen ernannt
Die
Rehbold, brachte ſowohl dem Soliſten wie dem Kompo=
Schloſſes zu beſichtigen. Der Fürſt iſt der letzte direkte
geſtrige Generalverſammlung der
Sezeſ=
niſten
lebhafte Anerkennung. Mit größter Spannung ſah
Nachkomme des Gatten der Gräfin, unſeres ehemaligen
ion hat, noch ehe ſie eigentlich eröffnet war, ein jähes
man dem Römiſchen Triumphgeſang für Männerchor
Landesfürſten, des Wild= und Rheingrafen Karl Ludwig
Ende gefunden. Die Sezeſſion ſelbſt hat in ihrer bis=
und Orcheſter von Mar Reger entgegen. Der philoſophi=
Wilhelm Theodor zu Grumbach, den die Franzoſen von
herigen Geſtalt zu beſtehen aufgehört, indem die Mehr=
che
Ehrendoktor der Univerſität Jena hat bekanntlich das
Haus und Land vertrieben. Dieſer Tage weilte auch
heit die Weigerung der oppoſitionellen Minderheit, ſofort
Werk der mediziniſchen Fakultät der Univerſität Berlin
wieder der amerikaniſche Großunternehmer F. W. Mon=
ihren
Austritt zu erklären, mit der eigenen Austritts=
ewidmet
, die ihn gleichfalls zu ihrem Ehrendoktor er=
tiſh
hier, ein Sohn unſeres betagten Mitbürgers, des
rklärung beantwortete. Nach Verübung eines raffi=
nannt
hat. Die Aufführung des Werkes veranſtalteten
Poſtbeamten i. P. Mönig. Er bewies aufs neue ſein In=
nierten
Gaunerſtreiches iſt der 30 Jahre alte Kaſſen
nter Leitung des Univerſitäts=Muſikdirektors Profeſſor
ereſſe an ſeiner Heimat, indem er ſich erbot, jährlich, ſo
bote einer Lebensverſicherungsgeſellſchaft, Hermann
Dr. Fritz Stein die Jenaer Männergeſangvereine mit
lange ſein Vater lebt, dem evang. Frauenverein
Fiſcher, flüchtig geworden. Der Betrüger fälſchte die
inem Chor von 300 Sängern. Der Chor erwies ſich als
400 Mark zu ſtiften.
Unterſchriften der beiden Direktoren und ließ das Geld
ein Werk von gewaltiger Tonwirkung. Der Komponiſt
Aus Rheinheſſen, 7. Juni. Die Peronoſpora
ch von der Diskonto=Geſellſchaft zu Laſten der Geſell=
wurde
unter größter Begeiſterung des Publikums drei=
haft
überweiſen
iſt laut Darmſt. Ztg. in zahlreichen Orten aufgetreten. Da
mal hervorgerufen und erhielt einen mächtigen Lorbeer
die Krankheit jetzt nach den ſtarken Niederſchlägen raſch
Straßburg, 6. Juni.
In der heutigen Generalver=
kranz
. Richard Wagners Kaiſermarſch ſchloß den
um ſich greift, iſt, wenn nicht alsbald eine 2. Beſpritzung
ammlung der Landwirtſchaftlichen Geſell=
lbend
, der zweifellos den Höhepunkt des ganzen Ton=
mit
1½prozentiger Kupferkalkbrühe einſetzt, das
ſchaft wurde nach der Eröffnungs= und Begrüßungs
künſtlerfeſtes bedeutete. Nach dem Konzert fand unter
Schlimmſte zu befürchten. Auch Aeſcherig wird
anſprache des Präſidenten, des Kaiſerlichen Statthalters,
dem milden Schein vieler hunderter von Lampions ein
von vielen Orten gemeldet. Das Schwefeln ſollte des
Brafen von Wedel, zunächſt der Jahresbericht von 1912 er=
Marktfeſt ſtatt, deſſen Verlauf den Gäſten in angenehmer
halb auch alsbald vorgenommen werden. Bei großer Hitze
tattet, der Rechnungsabſchluß vorgelegt und genehmigt
Erinnerung bleiben wird. Am heutigen Nachmittag 4 Uhr
iſt jedoch beſondere Vorſicht am Platze. Die Apparate ſind
ind für 1916 Nürnberg, für 1917 Königsberg i. Pr. als
wird Empfang beim Großherzog auf Schloß Belvedere
nur wenig zu öffnen und der Schwefel iſt nur als ein
Ausſtellungsort gewählt. Die Wahl des Präſidenten für
bei Weimar ſtattfinden, daran anſchließend ein Garten=
feiner
Hauch aufzutragen. Dick aufgetragener Schwefel
das nächſte Jahr wird noch zurückgeſtellt. Alsdann wurde
feſt. Am Abend wird im Hoftheater die komiſche Oper
ruft bei großer Hitze empfindliche Verbrennungen hervor
die Ergänzungswahl zum Präſidenten vorgenommen und
Des Teufels Pergament gegeben.
Krieges zur Vollſtreckung ihres Gebotes gegeben hatte,
Gras rings um den Schwarm wird mit Arſenik getränkt
aus ſeinen Händen zurückempfängt, während die Geſchichte
ind das ganze, früher ſo gefürchtete Rieſenheer muß ſter=
Feuilleton.
eine Taten aufzeichnet. Die Unterſchrift lautet: Den
ben. So iſt die Heuſchrecke mit großer Schnelligkeit faſt
* Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben. Ein Wie=
Freiwilligen, die im Krieg gegen Spanien ſtarben, dami
ganz ausgerottet werden. Eine engliſche Wochenſchrift
derhergeſtelltes Meiſterwerk der Renaiſ=
andere
frei würden. Während dieſe beiden Gruppen die
erzählt, daß vor kurzem ein Gelehrter aus Peru nach Süd=
ance
. Das Hauptwerk Jacopos della Queroias, das
Stimmungen vor und nach dem Kriege ſymboliſieren, zeigt
afrika kam, um hier die Heuſchrecke zu ſtudieren; aber die
Marmorgrabmal der Ilaria Carretto im Dom von Lue=
ie
Hauptgruppe, die den Pylon krönt, die triumphierende
einzigen Exemplare, die man ihm zeigen konnte, waren
ca, war bald nach ſeiner Vollendung (um 1406) von ſei=
Columbia, die auf einem von drei Meerpferden gezogenen
m Muſeum. Nicht minder hartnäckig, wenn auch freilich
nem Standort entfernt und zerſchlagen worden, nachdem
Wagen daherfährt. Dieſe Gruppe iſt aus der Bronze von
ioch nicht mit dem gleichen Erfolg, wird der Krieg an der
der Beſteller, der Gatte der Ilaria, geſtürzt war.
Die
Kanonen gegoſſen, die von der geſunkenen Maine ge=
Beſtküſte von Afrika gegen die Moskitos geführt. Sie
Teile des Grabmals wurden in alle Richtungen zerſtreut
rettet wurden, und ſchwer vergoldet. Da ſie 17 Fuß hoch
ind ja die Ueberträger der drei furchtbarſten Krankheiten,
ur die Grabfigur und die linke Langſeite blieben im Be=
ſt
ſo hat das ganze Monument eine Höhe von 57 Fuß
nter denen die Menſchheit leidet, der Elephantiaſis, des
ſitz der Domopera. Im Laufe des vorigen Jahrhunderts
die anderen Figuren und der Pylon ſind aus Marmor
elben Fiebers und der Malaria. Wird ein Menſch nur
wurden verſchiedene Teile des Werkes wiederaufgefunden
mit einem Sockel aus Granit. Zu dem Denkmal führen
einmal von einem Moskito gebiſſen, ſo können ſich in
und dem Dom von Lucca zurückgegeben. Das Kopfende
wei Portale, deren jedes von zwei Gartenhäuſern flan=
einem
Blute 250 Millionen jener Paraſiten entfalten
blieb jedoch bisher verſchwunden. Jetzt hat wie die Kunſt=
kiert
iſt. Das mächtige Werk, das von dem Bildhauer
die die Malaria hervorrufen. Da dieſe gefährlichen Feinde
chronik berichtet, der Conte Amedes Cenami das Stück mit
ttilio Piccirilli geſchaffen iſt, ragt in ſeiner einheitlich
in Sümpfen und Moraſten wohnen, ſind zahlloſe ſumpfige
einem Marmorwappen der Carretto=Guinigi in der Pina=
geſchloſſenen
Form großartig über den Park empor und
Stellen entwäſſert worden; wenn dies nicht möglich war
kothek zu Lucca identifiziert, nnd ſo iſt es ermöglicht, das
ildet ein eindrucksvolles Wahrzeichen jener wichtigen
wurde in die Sümpfe Petroleum gegoſſen, das den ſchlim=
Grabmal im Dom in ſeiner urſprünglichen Geſtalt wieder=
Epiſode der amerikaniſchen Geſchichte, zu deren Andenken
men Inſekten zu Millionen den Tod brachte. In Weſt=
herzuſtellen
.
es aufgeführt iſt.
indien und auf den Hawai=Inſeln hat man die Natur
Schauſpielſchule Maria
Moiſſi. Frau
ſelbſt als Bundesgenoſſen gegen dieſe von der Natur
Wie die Nationen Eier eſſen. In der verſchiedenen
Maria Moiſſi, die Gattin Alexander Moiſſis, die bekannt=
ezüchteten
Schädlinge ausgenutzt. Eine kleine Fiſchart,
Art des Eiereſſens will ein amerikaniſches Blatt ein cha=
lich
früher Mitglied des Hofburgtheaters in Wien, des
die die Moskitos auffrißt, wird in die Moräſte eingeſetzt.
rakteriſtiſches Unterſcheidungsmerkmal für die einzelnen
Leſſingtheaters in Berlin unter Dr. Brahm war und im
Das wohltätige Werk dieſes Fiſches bemerkte man zuerſt
Völker gefunden haben. Der Engländer fordert, daß ſeine
letzten Jahre als Lehrerin an der Rheinhardtſchule gewirkt
uf Barbados, wo alle Gewäſſer und Sümpfe eigentlich
Eier gerade 3 Minuten kochen; dann ſteckt er das Ei in
hat, beabſichtigt im Herbſte eine Schauſpielſchule zu er=
das
Gedeihen der Moskitos begünſtigen mußten. Trotz=
einen
Becher, der gerade groß genug iſt, um das Ei zu
öffnen. Unter anderen hervorragenden Lehrkräften wird
em fehlten ſie hier und mit ihnen auch die furchtbare Geißel
halten, klopft die Spitze der Schale auf und entfernt die
auch Alexander Moiſſi als Lehrer an der Schule
Malaria, die die umliegende Inſeln heimſuchte. Den Ge=
erbrochene
Schale mit den Fingern. Das Ei wird dann
tätig ſein
undheitbringer entdeckte man dann in dem kleinen Fiſch
mit einem Löffel gegeſſen. Auch der Franzoſe kocht ſeine
nd nutzte das aus. Der Kampf gegen die Moskitos und
ck. Das Rieſendenkmal der Maine. Zur Erinnerung
Eier genau 3 Minuten; dann ſchält er ſie ſorgfältig ab
gegen die Malaria iſt nicht nur in der römiſchen Cam=
an
den amerikaniſch=ſpaniſchen Krieg, der bekanntlich mit
ut ſie in ein Glas, rührt ſie mit Salz, Pfeffer und But=
pagna
, in der Zone des Panamakanals, und in anderen
dem Untergang der Maine ſo eng verknüpft iſt, wird in
ter zuſammen, taucht Brot in die Miſchung und ißt es
kultivierten Gegenden vom endlichen Siege begleitet wor=
dieſen
Tagen ein Rieſendenkmal am Eingang des Zentral=
nit
den Eiern zuſammen. Ein Spanier würde ſeine Eier
den; auch in Weſtafrika, das man früher das Grab des
Parks von New=York unter Beteiligung aller offiziellen
nie länger als eine Minute kochen laſſen. Er ſchlägt ſie
weißen Mannes nannte, iſt die Küſtenlinie verhältnis=
Kreiſe feierlich eingeweiht. Dies gewaltige Maine‟
dann auf, läßt den Inhalt in ein Glas laufen und trinkt
mäßig geſund und frei von Malaria geworden. Ein an=
Monument beſteht aus einem 40 Fuß hohen Pylon, an
die Flüſſigkeit herunter wie ein Glas Wein. Dem Italie=
deres
Inſekt, gegen das man den Kampf mit Macht auf=
deſſen
vier Seiten ſich Figurengruppen befinden. Der
ter ſchmeckt ſein Ei nur, wenn er es ins kalte Waſſer ge=
Pylon iſt von zwei Koloſſalgeſtalten flankiert, die den At=
enommen
hat, iſt die Tſetſe=Fliege, die grauſige Bringe=
legt
hat und herausnimmt, wenn das Waſſer zu kochen
lantiſchen und den Stillen Ozean ſymboliſieren; der At
in der Schlafkrankheit, die die Urſache geweſen iſt, daß
beginnt. Er zerbricht es, ſchüttet es auf einen Teller und
lantiſche Ozean iſt als ein Jüngling in blühender Kraft
Hunderttauſende dahingerafft und ganze Dörfer verödet
ißt es wie eine Suppe mit Brot. Der Amerikaner kocht
fülle dargeſtellt; der Stille Ozean als ein halbentſchlum=
wurden
. Da dieſe unheilvolle Fliegenart Bäume und
eine Eier hart, ſchneidet ſie in der Mitte durch, macht ſie
merter Greis. Dieſe beiden hingelagerten Figuren wür
Geſträuch nahe beim Waſſer liebt, ſo ſucht man ſie haupt=
mit
einer gehörigen Menge von Pfeffer, Butter und Salz
den ſtehend mehr als 14 Fuß hoch ſein. Am Fuße des
ächlich dadurch zu vernichten, daß man das Buſchwerk an
in, hackt ſie fein und ißt ſie dann mit ſeinem Toaſt. Der
Pylon ſteht eine Gruppe, deren Geſtalten doppelte Lebens=
Deutſche ſoll wie der Italiener die Eier in faſt flüſſigem
en Ufern von Flüſſen, bei Sümpfen und rund um Dör=
größe
haben. Der Mut, der die Flucht des Friedens er=
zuſtande
am meiſten lieben; er ſteckt ſie in einen kleinen
er und Lager niederbrennt. Eine andere Methode der
wartet, und die Tapferkeit, die den Schwachen unterſtützt
Becher und löffelt ſie dann langſam aus.
lusrottung beſteht darin, daß die Leute auf ihrem Rücken
das iſt der Inhalt dieſer Allegorie. Die Unterſchrift
ine Art Fliegenfänger tragen. Das ſind Tücher, die in eine
Im Kampf gegen die Inſelten. Von Vielen unbe=
lautet
: Den tapferen Seeleuten, die auf der Maine‟
gewiſſe Subſtanz getaucht, die Inſekten anzieht und
achtet ſo manchem unbekannt, führt die Menſchheit einen
untergingen, ungewarnt vom Schickſal. furchtlos im Tode.
ie dann feſthält wie dies unſere Fliegendüten tun. Große
ungeheueren Krieg gegen die Inſekten, und wenn ſie den
zu beiden Seiten des Denkmals wölben ſich prächtig ge=
Nengen von Fliegen ſammeln ſich auf dieſen Tüchern und
Sieg errungen hat, dann wird ein neues Kapitel der Welt=
chmückte
Schiffsrümpfe vor; auf dem einen kniet die Ge
verſchonen ſo den Menſchen, der den Fliegenfänger trägt.
geſchichte beginnen. Einer der wichtigſten Schauplätze
ſtalt eines Jünglings, der Oliven= und Lorbeerzweige
reilich, bevor die Schlacht gegen alle dieſe Unholde ge=
dieſes
Kampfes iſt Südafrika. Welch gewaltigen Schaden
hält und die neue Epoche verkörpert, die in Kuba durc
hlagen und der Sieg errungen iſt, wird noch ſo mancher
aben hier früher die Heuſchrecken angerichtet. Wenn jetzt
den ſpaniſchen Krieg begann. Die große Gruppe, die auf
hren kleinen und doch ſo furchtbaren Stichen zum Opfer
in Schwarm dieſer gefräßigen Tiere ſich irgendwo nie=
der
dem Park zugekehrten Seite des Pylon ſteht, zeigt die
fallen.
derläßt, dann kommt die Nachricht davon blitzſchnell nach
Gerechtigkeit, die ihr Schwert, das ſie dem Genius des
der Ackerbauabteilung der Regierung in Pretoria; das

[ ][  ][ ]

Nummer 132.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 9. Innt 1915.
Hamburg, 7. Juni. Die Mitglieder der argenti=
* Herr Abg. Henrich ſchreibt uns: In den Berichten
niſchen Sondergeſandtſchaft reiſten heute Vor=
über
die Beratung der Beſoldungsvorlage
mittag nach Koblenz. Der Generalkonſul Sommer und
im Finanzausſchuß werden neuerdings
entgegen der
der Konſul Scheil geleiteten die Gäſte zum Bahnhof.
früheren Uebung
einzelnen Ausſchußmitglieder
Stettin, 7. Juni. Der Arbeiter Brandenburg
war nicht mit Namen genannt, aber doch ſo deutlich be=
der
vorgeſtern den Arbeiter Kühl ſo ſchwer verletzte, daß
zeichnet, daß in der Regel über die Perſon des Redners
er bald darauf ſtarb, iſt geſtern nachmittag aus dem Unter
in Zweifel nicht beſteht. Bei der naturgemäß gedräng
ſuchungsgefängnis entlaſſen worden. Man nimmt an
ten Form der Berichterſtattung entſtehen da leicht in der
die Behörde ſtehe auf dem Standpunkt, Brandenburg habe
Oeffentlichkeit unrichtige Vorſtellungen über die Stellung
in Notwehr gehandelt. Im Laufe des geſtrigen Tages iſt
nahme einzelner Abgeordneter, wie mir durch verſchieden
die Ruhe in der Fabrik nicht weiter geſtört worden.
Mitteilungen dargetan wurde. Da ich ein Intereſſe daran
Beuthen, 7. Juni. Wie aus Lublin an der ſchleſiſch
habe, über meine Stellung zu den ſchwebenden Frager
ruſſiſchen Grenze berichtet wird, wurden geſtern von ſechs
keine Mißverſtändniſſe aufkommen zu laſſen, ſo faſſe ich
Arbeitern, die ſich während eines Gewitters unter
dieſe nach meinen Ausführungen im Ausſchuß kurz wie
einen Baum geſtellt hatten, drei vom Blitz getötet
olgt zuſammen
und drei ſchwer verletzt.
1.
Ich halte die Einführung eines penſionsfähigen
Brüſſel, 6. Juni. Der König von Belgien be=
Wohnungsgeldes nach dem für die Reichsbeamten be=
ſuchte
heute nachmittag die deutſche Abteilung in der Welt=
ſtehenden
Syſtem für die beſte Löſung, vor allem im In=
Ausſtellung in Gent. Geführt vom Präſidenten des deut.
tereſſe des Landes und des Dienſtes. Sie liegt auch inſo
ſchen Komitees, Profeſſor H. Becker aus Frankſurt a. M.
ern im Intereſſe der Beamten, als auf dieſem Wege die
beſichtigte er ſämtliche Sektionen, namentlich die Abteilung
troſtloſen Verhältniſſe der älteren Staatsdienſtanwärter
für Kunſtgewerbe, eingehend und äußerte ſeine Befriedi=
nach
meinem Antrage gebeſſert werden können
gung über das Geſchaute. Er erklärte, demnächſt mit ſei
2. Einer grundſätzlichen Beſeitigung des Syſtems der
ner Gemahlin, der Königin, wiederkommen zu wollen.
Wohnungsgeldzuſchuſſes und die Umwandlung der Wohn
Paris, 7. Juni. In Abbeville (Departement Somme
ungsgeldſätze in penſionsfähige Gehaltsteile würde von
wurde ein elfjähriger Schüler namens P erical
Standpunkte der angeſtellten Beamten aus ein Hindernis
verhaftet der einen 5jährigen Schulkameraden wäh=
nicht
entgegenſtehen. Ein derartiger
anderen
rend eines Streites ins Waſſer geworfen und ihn durch
Gründen nicht unbedenklicher
-
Kompromißvorſchlag
Stockſchläge verhinderte, ſich ans Ufer zu retten
könnte im Notfalle nur dann als eine geeignete Verſtän=
Paris, 7. Juni. Nach einer Meldung des hieſigen
digungsgrundlage gelten, wenn die Beamten in den
New=York Herald aus Hongkong wurde der franzöſiſche
Städten dadurch keine Einkommensverſchlechterung erfah=
Dampfer Robert Lebaudy der den Dienſt zwiſchen Kan=
ren
, wenn keine allgemeine Herabſetzung der Penſions=
ton
und Wauſchau verſieht, bei Jungki von Piraten
ſätze damit verbunden wird und wenn die Möglichkei
angegriffen, die einen chineſiſchen Reiſenden töteten
bleibt, den Staatsdienſtanwärtern auf anderem Wege
und fünf chineſiſche Reiſende und einen Maſchiniſten ver=
ntgegenzukommen

wundeten. Die Piraten raubten unter anderem Bargel
3
Meine Stellungnahme zu den gehobenen Stelles
im Betrage von etwa 50000 Mark
iſt ſo zu verſtehen, daß ich in allen Kategorien
nicht
London, 7. Juni. 30 000 Bücher, darunter ſeltene,
nur in den höheren Klaſſen
die Möglichkeit des Vor=
unerſetzliche
Exemplare, wurden durch eine Feuers=
wärtskommens
befürworte, ſoweit dies durch die dienſt=
brun
ſt zerſtört, die geſtern früh in dem Gebäude der
lichen Anforderungen gerechtfertigt iſt. Für Stellen mit
großen Leihbibliothek von Muedies wütete
beſonders großer Verantwortlichkeit iſt ein Entgelt hier=
London, 7. Juni. Wie jetzt bekannt wird, hat die
für nicht zu beanſtanden, wenn dieſer Grundſatz gleich=
Feuersbrunſt die geſtern früh in dem Gebäude der
mäßig angewandt wird. Wenn daher beſondere Stellen=
großen
Leihbibliothek von Mudies im Stadtteil Blomms=
zulagen
für die Finanzamtsvorſtände in den größeren
bury wütete, 30000 Bücher, darunter viele ſeltene und
Städten vorgeſehen ſind, ſo muß das z. B. auch für die
unerſetzliche Exemplare, vernichtet. Das Feuer brach un
Bezirkskaſſierer an den gleichen Plätzen gelten.
1 Uhr nachts aus und griff ſchnell um ſich. In den be=
4. Ich ſtehe mit den übrigen Ausſchußmitgliedern au
nachbarten Mietwohnungen ſpielten ſich Schreckensſzener
dem Standpunkt der grundſätzlichen Gleichſtellung aller
ab und die Bewohner ſtürzten, nur notdürftig bekleidet,
Beamten mit gleicher Vorbildung, die vor allem in den
auf die Straße. Die Feuerwehr konnte des Brandes nu
Normalgehalten der erſtinſtanzlichen Anſtellung zum Aus=
mit
Mühe Herr werden. Eine Anzahl Feuerwehrleute
druck zu kommen hat. Das gilt auch für das Verhältnis
erlitten Verletzungen.
zwiſchen den Richtern und den übrigen akademiſchen
Paterſon (New=Jerſey), 6. Juni. Der Redakteur
Lokalbeamten. Wenn die Abſicht beſteht, den Ausgleich
eines Arbeiterblattes, das den Streik in der hieſigen Sei=
dadurch
zu ſchaffen, daß den Gehalten der akademiſchen
deninduſtrie unterſtützt hatte, iſt zu einer Gefängnis=
Beamten eine Stufe zugeſetzt wird, ſo begrüße ich das
ſtrafe von 1 bis 15 Jahren, je nach guter Führ
fordere aber aus Gründen der Gerechtigkeit das Gleiche
ung, und zu einer Geldſtrafe von 250 Dollars verurteilt
für die mittleren und die unteren Beamten. Ich habe
worden, weil er zu Feindſeligkeiten gegen die Regier=
im
Ausſchuß nachgewieſen, daß die Behauptung, die un=
ung
aufgefordert hatte. Die Verurteilung erfolgte au
teren und mittleren heſſiſchen Beamten ſeien ihren preu
Grund eines Geſetzes, das unmittelbar nach der Ermord=
ßiſchen
Kollegen ganz oder nahezu gleichgeſtellt, bei nähe
ung des Präſidenten Mac Kinley gegeben wurde und
rem zuſehen nicht zutrifft. Um ſo weniger wäre es ge=
das
in dieſem Falle zum erſten Male angewendet wor
rechtfertigt, den mittleren und unteren Beamten eine
iſt
den
Beſſerſtellung, die den höheren Beamten zugeſtander
Panama, 7. Juni. Es wird offiziell angekündigt,
wird, zu verſagen und damit die Spannung zwiſchen den
Betonbauten der ſechs Kanal
daß die großen
Schlußgehalten der drei großen Beamtengruppen zu ver=
ſchleuſen
fertiggeſtellt ſind. Die Schleuſentore in Gatun
größern
Pedro Miquel und Miraflore werden ſobald als möglich
geſchloſſen werden, ſo daß man nach dem 15. Juni in der
Lage iſt, den Gatunſee aufzufüllen
Budgetkommiſſion des Reichstages.
* Berlin, 7. Juni. Die Budgetkommiſſion des
Reichstages führte heute die geſtern begonnene Beratun
Parlamentariſches.
des § 17 (Bewertung der land= und forſt=
* Die Erſte Kammer der Stände wird
wvirtſchaftlichen Grundſtücke) und der dazu
am Donnerstag, den 19. ds. Mts, zuſammentreten
vorliegenden Anträge weiter. Ein Vertreter der Regier=
Auf der Tagesordnung ſtehen u. a. folgende Gegenſtände
ung erſuchte nochmals, nach der Vorlage als Ertrags
Regierungsvorlage, Verkauf von Gelände des Großher=
wert
das 25fache des Reinertrages feſtzuſetzen. Nach Be
zogtum=Landeseigentum an die Gemeinde Rüſſelshein
rechnungen, die er unter Einſetzung des aus der Kom=
betreffend
Regierungsvorlage, das Landgeſtüt betref=
miſſion
gewünſchten 20fachen Ertrages angeſtellt habe
fend. Regierungsvorlage, die Landesheil= und Pflege=
werde
ſich der Ausfall bei der Vermögensfeſtſtellung au
Antrag der Abgeordneten
anſtalt in Gießen betreffend.
rund 6 Milliarden, beim Wehrbeitrag auf 30 Millionen
Dr. Oſann, Brauer, Reh, Ulrich und 31 Genoſſen, ſowie
belaufen. Von ſozialdemokratiſcher und fortſchrittlicher
Antrag des Abgeordneten Dr. Winkler, die Zentralkaſſe
Seite wurde die Einſchätzung nach dem Ertragswert mit
der Heſſiſchen landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaften, e. G
aller Entſchiedenheit weiter bekämpft. Ein nationallibe
m. b. H., zu Darmſtadt betreffend. Regierungsvorlage
raler Redner ſah in dem Zentrumsantrag, der als Er
Verkauf des dem Großherzogtum=Landeseigentum ge=
tragswert
das 20fache des Reinertrages berechnen will
hörigen Wartturms in der Gemarkung Nierſtein betref=
und bei bebauten Grundſtücken, die zu Wohn= oder ge
Auf=
Regierungsvorlage, Geſetzentwurf, die
.
werblichen Zwecken dienen, das 20fache des in den letzten
hebung des kurheſſiſchen Geſetzes vom 28. Juni 1865 übe
drei Jahren durchſchnittlich erzielten Miet= oder Pacht
die Verwertung der Forſtnutzungen aus den Staatswal
wertes nach Abzug von ½ bezw. des nachweisbaren Be=
Regierungsvorlage, Automobil
dungen betreffend.
trages für Nebenleiſtungen und Inſtandhaltung den ge=
Verkehr Weinheim-Tröſel betreffend
Farben und ein Muſterbeiſpiel genauer Durcharbeitung.
Man ſoll mit dem Ausdruck Meiſterwerk ſparſam um
Heſſiſche Künſtler auswärts.
gehen, hier aber iſt man berechtigt, ihn anzuwenden.
Adolf und Anna Beyer
Ob man die Kompoſition des Ganzen betrachtet, ob die
itzende Geſtalt und ihr Spiegelbild, oder das Glasfläſch=
* Zu den erfolgreichſten, aber auch fleißigſten und
hen, die Doſe und die Blumenvaſe, das Haar, die Stuhl
ſtrebſamſten heſſiſchen Malern gehört unſtreitig Frau
ehne oder den zarten, über die Schultern und Gewand
Anna Beyer. Die Künſtlerin hat ſeit ihrem großer
fließenden Schleier, es iſt jedes an ſich fertig und harmo=
Erfolg auf der Heſſiſchen Landesausſtellung 1908 (ihr
niert alles zuſammen. Auch einige Blumenſtücke, von
reizendes Bild Am Fenſter wurde damals zweima
denen die Künſtlerin eine ganze Anzahl zeigt, beſitzen
verkauft, die bekannte Münchener Kunſtzeitſchrift Die
Profeſſor Dr. Chr. Rauch, der Do=
hohe
Vollendung
-
Kunſt für Alle brachte das Gemälde in trefflicher Wieder=
ent
für Kunſtgeſchichte an unſerer Landesuniverſität
gabe als Kunſtbeilage) mittlerweile eine ſtaunenswerte
chreibt gelegentlich einer Ausſtellung des Ehepaares
Produktion entfaltet, in reicher Fülle ſind ſowohl Blu
A. B.: Mit beſonderer Freude begrüßen wir die Aus=
menſtücke
wie Landſchaften und Bildniſſe aus ihrer Hand
ſtellung der Bilder von Profeſſor Adolf Beyer, dem Vor
hervorgegangen, an zahlreichen Ausſtellungen hat ſie ſich
ſitzenden der Freien Vereinigung Darmſtädter Künſtler
beteiligt und ſtets in erſter Reihe der einheimiſchen Künſt
und von Frau Anna Beyer. Es iſt doch eigentlich ſelbſt
ler geſtanden. Der unermüdliche Fleiß der Künſtlerin
verſtändlich, daß die Stadt der Landesuniverſität an
hat eine außerordentliche Entwickelung ihrer Technik zur
ihrem Teil die junge moderne Kunſt zu fördern ſucht, der
Folge gehabt. In ſteigendem Maße gewannen ihre Bil=
unſer
Landesfürſt in ſeiner Hauptſtadt zu ſolchem Auf
der an Lebendigkeit, die neueſten Blumenſtücke ſind Zeug=
ſchwung
verholfen hat, daß Darmſtadt durch die Künſtler=
niſſe
eines ganz außergewöhnlichen Könnens, ſie ſind faſt
olonie des Großherzogs mit an der Spitze der moderner
tets in einem Zuge (prima) gemalt und zeigen ſo eine
Bewegung marſchiert. Es wird eine Hauptaufgabe un
Friſche, die nicht überboten werden kann
ſeres jungen Vereins ſein, mit dahin zu wirken, daß di
leber auswärtige Ausſtellungen Anna Beyers lie=
darmſtädter
Kunſt, wie es in der Baukunſt ſchon geſche=
gen
uns eine Reihe von Beſprechungen vor, die unſer Ur
hen iſt, nicht allein zur heſſiſchen Nationalkunſt werde
teil über die Bedeutung der Künſtlerin beſtätigen. St
und das Leben des ganzen Volkes durchdringe, ſondern
chreibt der Mannheimer Generalanzeiger: Eine Reihe
noch weit über die Grenzen des Landes hinaus ſich aus=
Stilleben und einige Landſchaften von Anna Beyer=
breite
. Mögen die friſchen Licht= und Farbenſtudien des
Darmſtadt beweiſen ſtarkes Können, eine ehrliche Art zu
Darmſtädter Malerehepaares eine gute Einführung für
chauen, ein fleißiges Malen, namentlich das Bild In
die moderne Malerei unſerer Kunſthauptſtadt in unſeren
Zwielicht iſt temperamentvoll und charakteriſtiſch hinge
Vereine ſein. Dieſe Heimatkunſt, wie ſie ein fränkiſche
ſetzt. Auch das Bild Vor dem Spiegel läßt Ernſt und
Dorf im Sonnenſchein, eine ſonnendurchleuchtete Wald=
Kurz und treffend charak=
Auffaſſung erkennen.
wieſe unſerer Gegenden gibt, wird ihren Weg zu heſſi
teriſiert das Koburger Tageblatt die Arbeiten: Die Blu=
ſchen
Herzen finden, und wer künſtleriſchen Problemen
menmalerei iſt mit Anna Beyer=Darmſtadt vertreten. In
iefer nachzugehen gewöhnt iſt, wird Anna Zeyers gelbe
der Darſtellungsart dieſer Künſtlerin halten ſich male=
Tulpen und rote Roſen zu würdigen wiſſen. Wir werden
riſche und zeichneriſche Anſchauung gut das Gleichgewicht
im Winter mehr von dieſen Künſtlern vorzuführen
Einen
-
Sie malt paſtos, lichtvoll und farbenfreudig
haben.
lebhaften Erfolg, hatte Anna Beyer jetzt kürzlich im
Auf der derzeitigen großen deutſchen Kunſtausſtellung
Magdeburger Kunſtverein. So heißt es in der Magde=
zur
Jahrtauſendfeier der Stadt Kaſſel wird auch die
burger Zeitung: Ihre größte Arbeit, eine vor dem Spie=
heſſiſche
Künſtlerſchaft in hervorragender Weiſe beteiligt
gel ſitzende Dame, iſt ein Zuſammenklang von zarten

Seite 5.
rechteſten Ausgleich, da ſo der kleine Landwirt beſſer be=
handelt
werde als der große. Ein Regierungsvertrete
erklärte, in Preußen habe die Veranlagung nach dem ge
meinen Werte keine Schwierigkeiten gemacht, der Zen=
trumsantrag
werde zu zahlreichen Schwierigkeiten füh=
trumsantrag
werde zu zahlreichen Schwierigkeiten führen,
angeſichts deren man den Antrag ablehnen und der Faſſung
der Vorlage zuſtimmen ſolle. Ein bayeriſcher Zentrumsred=
ner
trat für genügend hohe Einſchätzung der Arbeits
leiſtung des Beſitzers und ſeiner Familie ein, und legte
auf Grund perſönlicher Erfahrungen die Schwierigkeiten
dar, aus dem Pachtwerte den Wert eines Grundſtückes
oder Gutes zu ſchließen. Er regte die Erhöhung des
Prozentſatzes für Abzug der Inſtandhaltungskoſten au
15 Prozent an. Ein nationalliberaler Redner war der
Anſicht, die Feſtſetzung eines Lohnes für die eigene Ar
beitsleiſtung werde zu Schwierigkeiten führen. In län=
gerer
Rede trat ein ſozialdemokratiſcher Redner für den
gemeinen Wert, den Marktwert, als die einzige geeig
nete Grundlage, ein. Ein preußiſcher Regierungsvertre
ter trat irrtümlicher Auffaſſung bezüglich der Steuerein
chätzung in bäuerlichen Kreiſen entgegen, und führte aus
daß auch von linksſtehenden Politikern der Ertragswert
als die geſundeſte Grundlage für die Wertſchätzung an
geſehen werde. Der Zentrumsantragſteller legte noch=
mals
dar, daß unter den angegebenen Mitteln die Schätz=
ung
nach dem Ertragswert die gerechteſte und beſte ſei.
Bei der Abſtimmung wurde unter Ablehnung aller übri=
gen
Anträge § 17 in der oben erwähnten Faſſung des
Zentrumsantrags angenommen, mit einem Zuſatz Erz=
verger
=Paaſche, wonach der Vermögenswert von Jagd=
rechten
bei der Bewertung von Grundſtücken beſonders
in Anſchlag zu bringen iſt. Vor Schluß der Sitzung
wvurde der geſtern zurückgeſtellte § 16 unverändert ange=
iommen
und ein Zuſatz zu § 12 gutgeheißen, wonach in
ändiſche Geſellſchaften von dem Beitrag befreit ſind
wvenn ſie gemeinnützige Zwecke und weſentlich die För=
derung
der minderbemittelten Volksklaſſen befolgen.
Nächſte Sitzung Montag morgen.
Sporf, Spiel und Turnen.
g. Rad= und Motorrennen zu Darmſtadt. Die geſtern
nachmittag vom Veloziped=Klub Darmſtadt aut
der Radrennbahn an der Heidelbergerſtraße veranſtalteten
Rad= und Motorrennen boten dem veranſtaltenden Ver=
ein
, begünſtigt vom ſchönſten Wetter, durch die zahlreiche
Beſucherſchar eine Entſchädigung für das letzte verreg=
nete
Rennen. Und die Erſchienenen kamen vollauf au
ihre Koſten, wurde doch nach mehr als einer Richtung
hin vorzüglicher Sport geboten. In vier Rennen traten
die großen Motoren an und verſetzten mit ihrem Ge=
knatter
die Nerven in eine angenehme Spannung. Mit
Intereſſe wurde der Kampf der 32 Fahrer um den Flo=
ow
=Preis verfolgt, ein Rennen nach Art der Sechstage=
rennen
. Bei dieſem Rennen ereignete ſich auch die ein=
igen
nicht bedeutenden Stürze. Damus ſtürzte und zoc
ſich Hautabſchürfungen zu. Er mußte den Kampf auf
geben, da ſein Partner, der kurz zuvor ſtürzte, die Wei=
terfahrt
verſäumt hatte. Durch den Sturz von Damus
wurden noch andere Fahrer zu Fall gebracht, wobei der
Frankfurter Meckel einen Schlüſſelbeinbruch
erlitt. Die einzelnen Rennen hatten folgende Ergebniſſe:
Klubvorgabe=Rennen (1000 Meter): 1. Da=
mus
=Darmſtadt 1 Min. 21 Sek., 2. Sehring=Langen,
3. Walkenhorſt=Darmſtadt
Eröffnungs=Rennen (für Berufsfahrer mit
Motorſchrittmachern, 10 Kilometer): 1. Weiß=Frankfurt
Schmidt=Zürich (½ Radlänge),
10 Min. 35 Sek., 2
Frings=Aachen (5 Runden zurück)
Mehrſitzer=Hauptfahren. 1. Vorlauf (1000
Meter): 1. Damus=Walkenhorſt 1 Min. 27 Sek., 2. Fries=
Mund=Schutzius=
1.
-
2. Vorlauf
Leiber=Frankfurt.
Aubert=Spieß=Frankfurt.
Dudenhofen 1 Min. 23 Sek., 2.
Mund=Schutzius=Duden=
Endlauf (2000 Meter): 1
hofen 3 Min. 15 Sek., 2. Damus=Walkenhorſt (halbe Rad=
änge
zurück)
Preis von Starkenburg (für Berufsfahrer
Motorſchrittmachern, 15 Kilometer): 1. Weiß 16 Min.
nit
Runde), 3.
Frings (2 Runden
5 Sek., 2. Schmidt (½
zurück)
Preis (für Berufsfahrer mit
Frankenſtein=
Kilometer):
1. Weiß 21 Min
Motorſchrittmachern, 20
1 Sek., 2. Schmidt (2¾ Runden), 3. Frings (7 Runden
zurück)
(2
(30
Kilometer=Mannſchafts=
Preis
Flotow.
Die letzte Runde be=
fahren
nach amerikaniſcher Art).
tritten von dem 16 Mann ſtarken Feld nur noch 5 Fahrer
ſein; von Anna Beyer wählte Galeriedirektor Profeſſot
Dr. Gronau eine ſonnige Landſchaft aus, die ganz her
vorragend großzügig und friſch einen Naturausſchnit
darſtellt. Die trefflichen Bildniſſe: das ungemein tempe=
ramentvoll
gemalte Bild eines jungen Mädchens in
weiß und Oel und das Paſtell der leſenden Dame in lila
Kleid, die auf der Weihnachtsausſtellung des Kunſtver
eins zu ſehen waren, ſind noch in aller Erinnerung. Neben
der ſchaffenden Tätigkeit iſt Frau A. Beyer noch eine
treffliche Lehrerin, die ihren Schülerinnen viel Sorgfal
widme
Profeſſor Adolf Beyer hat folgende große Aus
tellungen dieſes Jahres mit zurzeit ganz neuen Bildern
beſchickt: 1. Große Berliner Jubiläums=Ausſtellung; 2
Deutſche Kunſtausſtellung Baden=Baden; 3. Leipziger
deutſche Kunſtausſtellung zur
Jahresausſtellung
4.
Tauſendjahrfeier der Stadt Kaſſel; 5. XI. Internatio=
nale
Kunſtausſtellung in München; 6. Repräſentations=
ausſtellung
des Verbandes der Kunſtfreunde in den Län=
dern
am Rhein, Eſſen (Muſeum).
Zu dieſer Ausſtellung entſendet jedes frühere und
etzige Mitglied der Kunſtkommiſſion nur ein repräſen
atives Bild, möglichſt galeriemäßig. Die Ausſtellung,
mit der ein Preisbewerb verbunden iſt, findet vom
15. Juni bis 15. Auguſt in dem neuen Oberlichtſaal des
Eſſener Muſeums ſtatt. Profeſſor Adolf Beyers Bild
iſt ein Interieur eines Damenſalons und betitelt ſich
Unterhaltung Zwei Damen, eine im Seſſe
itzend, die andere in halb liegender Haltung auf dem
Sofa, geben dem Bilde den Inhalt. Techniſch flott und
ſicher gemalt, faſt impreſſioniſtiſch, iſt das Werk hervor=
ragend
im Kolorit, intereſſante Farbenprobleme zu
muſterhafter Löſung bringend. Da iſt zu dem faſt ſchwar=
zen
Gewand der Dame im Seſſel ein blaues, gemuſtertes
Tuch abgeſtimmt und faſt mit Raffinement das Weiß=
grau
der Wand (Hintergrund) zu dem weißen Kleid der
liegenden, übrigens famos gezeichneten Figur, in Har=
monie
gebracht. Das ganze iſt von trefflicher, hochkünſt=
leriſcher
Stimmung beherrſcht.

[ ][  ][ ]

Seite 6.
Erſte wurden Moeſer-Fries=Frankfurt 54 Min. 8 Sek.,
2. Sehring-Fiſcher, 3. Loewen-Meſch, 4. Binder-Link
Preis der Ludwigshöhe (für Berufsfahrer
mit Motorſchrittmachern, 25 Kilometer): 1. Weiß 26 Min.
41 Sek., 2. Schmidt (1½ Runde), 3. Frings (12 Runden
zurück).
Frühjahrs=Preis (Rennen mit Zweiſitzer
führung, 20 Kilometer). Dieſes Rennen landete nach
äußerſt ſpannendem Kampfe der Darmſtädter Damus
trotz ſeines Sturzes im Flotowpreis=Rennen in 30 Min
29 Sek., 2. Möſer (1½ Runde), 3. Johönntges (2 Run=
den
zurück)
Rheinfahrt des Motorjachtklubs
* Mannheim, 7. Juni. Die für die Zeit vom
6. bis 12. Juni feſtgeſetzte Rheinfahrt des Motor=
jachtklubs
von Deutſchland begann heute mittag
an der hieſigen Rheinbrücke mit dem Start der für die
Zuverläſſigkeitsfahrt angemeldeten Boote. Die heutige
Etappe geht von Mannheim nach Biebrich.
Punkt ½12
Uhr ſtarteten in Gruppe I (Geſchwindigkeit 15 Kilometer):
Selika aus Mainz, Pommern aus Thorn, Beatrice
aus St. Gallen und Gaceca aus Richmont. In der
zweiten Gruppe (Geſchwindigkeit 17 Kilometer) ſtarteten
um 12.30 Uhr Lens Nr. 3 aus Braunſchweig, Prinz
Hendrik aus Köln, Aloha=Nui aus Godesberg. Das
Boot Klara war ausgeblieben. Die dritte Gruppe (18
Kilometer Geſchwindigkeit) ſtartete um 12.40 Uhr und
war als erſtes Mercedes aus Marienfelde, Elſe aus
Düſſeldorf und als drittes Nixe aus Frankfurt a. M
Das Boot Woglinde war ausgeblieben. In der vierten
Sruppe (Geſchwindigkeit 27 Kilometer) ſtartete um 1.50
Uhr nur ein Boot und zwar Aloha=Nui aus Godesberg.
das Boot Pue 6 aus München war ausgeblieben. In
der fünften Gruppe (Geſchwindigkeit 30 Kilometer) ſtartete
um 2.05 als erſtes Etze Nr. 3 aus Berlin und als zwei=
tes
Neptunus aus Rotterdam. In der letzten und
ſechſten Gruppe (Geſchwindigkeit 46 Kilometer) ſtartete um
2.45 Uhr nur ein Rennboot und zwar Annetta Nr. 3"
(130 PS.) von Schloß Haſenwinkel in Warin. Das Boot
Benz Nr. 21 das in dieſer Gruppe vorgeſehen war, war
nicht zur Stelle. Die äußerſte ſtrafpunktfreie Ankunft in
Biebrich iſt 4.45 Uhr für alle Boote der Gruppen.
Biebrich, 7. Juni. Die erſte Etappe der Rhein=
fahrt
Mannheim=Düſſeldorf des Motor=Jacht=
Klubs von Deutſchland iſt heute zurückgelegt worden.
Sämtliche Boote, die ſich in Mannheim dem Starte ſtell=
ten
, haben bis nachmittag 4½ Uhr die Ziellinie in Bieb=
rich
paſſiert. Da die Ausſchreibung der Fahrt auch zur
Bewertung der Zuverläſſigkeit erfolgte, ſo iſt die erſte
Stappe nach dieſer Richtung hin ein glänzender Erfolg.
Die Zuverläſſigkeitsbedingung erſtreckt ſich darauf, daß die
Boote mit einer vorgeſchriebenen Zeit für das jedes=
malige
Inbetriebſetzen der Motore auskommen und
innerhalb einer für jede Gruppe vorgeſchriebenen Zeit die
Start= und Ziellinie der einzelnen Etappenſtrecken paſ=
ſieren
. Es ſtarteten heute nachmittag von 12 bis 3 Uhr
in Mannheim insgeſamt 15 Boote, die in ſechs Gruppen
eingeteilt ſind. Nicht geſtartet ſind die Boote: Clara
Püu VI und Benz 21 Als erſtes Boot paſſierte die
Jacht Pommern um 4.10 Uhr die Ziellinie in Biebrich
In kurzem Abſtand folgten: 2. Gaceka 4.11 Uhr, 3. Pe=
lika‟
4.13, 4. Etce‟ 4.15, 5. Neptunus 4.15, 6. Lens III‟
4.16, 7. Aloha=Oe 4.16, 8. Prinz Hendrik 4.17, 9.
Aloha=Nui 4.22, 10. Mercedes C‟ 4.23, 11. Nixe 4.23,
12. Elſe‟ 4.23, 13. Annette III‟ 4.24, 14. Beatrice 4.28
15. Woglinde 4.36 Uhr. Eines der teilnehmenden
Boote iſt in holländiſchem, eins in engliſchem Beſitz. Be=
ſonders
prächtig fuhr der Rennkreuzer Annette III‟, der
mit ſeinem 130 Ps. Saurer=Motor die 77 Kilometer lange
Etappenſtrecke in 1½ Stunden durchfuhr. Den Jachter
voraus fuhr das Begleitſchiff Hochſtaden, das den Klub=
ſtander
führte und die Fahrtleitung an Bord hatte. Die
Boote legten dann am Schierſteiner Hafen an den Land=
ungsflößen
an. Heute abend findet in Wiesbaden zu
Ehren der Gäſte ein Gartenfeſt mit Ball ſtatt
Kongreſſe und Verbandstage.
Verband Heſſiſcher Verkehrs=Vereine.
Der Verband Heſſ. Verkehrs=Vereine in Auerbach, dem
eine große Zahl mit der Hebung und Verbeſſerung des Ver=
kehrs
und verwandter Fragen ſich beſchäftigender Ver
ehrs=Vereine, Stadtverwaltungen uſw. angehören, ver
treten durch ſeinen Arbeitsausſchuß, trat zu einer Arbeits=
ſitzung
zuſammen, zu welcher ſich Vertreter aus Bad= Nau=
heim
, Bingen, Mainz, Worms, Darmſtadt, Neu=Iſen
burg und der Bergſtraße eingefunden hatten. Der neue
Vorſitzende, zugleich Vorſitzender des Verkehrsausſchuſſes,
der Bergſtraße, Herr Sieben=Auerbach, eröffnete die Sitz=
ung
um ½3 Uhr und ſtellte zunächſt die beiden neuen Mit
arbeiter in der Führung der Geſchäfte, die Herren Baron
Schad=Bensheim als Schatzmeiſter und Oberlehrer
Türk=Seeheim als Protokollführer vor. Es wurde feſtge=
tellt
, daß über die Beſchlüſſe des Verbandes, betreffend
die Auflöſung der Angehörigkeit der Verbandsmitgliede:
zum Bund Deutſcher Verkehrs=Vereine in Leipzig, nicht
allgemein Klarheit beſtände. Es ergeht daher an alle Mit=
glieder
des Verbandes die dringende Bitte, ihre direkte
Mitgliedſchaft beim Bund Deutſcher Verkehrs=Vereine in
Leipzig zu löſen und durch ihre Mitgliedſchaft beim Ver=
bande
Heſſiſcher Verkehrs=Vereine korporative Mitglieder
des Bundes zu werden. Der Verband richter an alle ſeit=
herigen
Mitglieder des Bundes Deutſcher Verkehrs= Ver=
eine
in Leipzig, die im Großherzogtum Heſſen domizilie=
en
, die Bitte, ihren Bundesbeitrag vorerſt nicht weiter
nach Leipzig zu ſenden, ſondern ſich mit dem Verband
Heſſiſcher Verkehrs=Vereine mit dem Sitz in Auerbach=
Heſſen, um Aufklärung der Verhältniſſe in Verbindung zu
etzen
Auf Antrag des neuen Vorſitzenden wurde eine Ver=
beſſerung
der Organiſation des Verbandes beraten. Herr
Sieben führte aus, daß eine Arbeitsteilung ins Auge zu
faſſen ſei. Daß alle zwei Jahre ein Wechſel in der Leit=
ung
des Verbandes innerhab der drei Provinzen ſtatt=
ände
, möge ſein Gutes haben, jedoch müßten begabte, ar=
eitsfreudige
, räumlich und perſönlich den verſchiedenen
Verwaltungen und Inſtanzen naheſtehende Ausſchuß= Ob=
männer
zur Führung der Einzelgeſchäfte gewählt werden,
die dauernd im Amt blieben, ſo daß Erfolge aus der
Tätigkeit des Verbandes dauernd durch die gleiche Hand
zu erſtreben und zu erzielen ſeien. Dieſe Anregung fand
den ungeteilten Beifall der anweſenden Vertreter und
wurde zunächſt die Bildung von 3 Ausſchüſſen beſchloſſen
zum Obmann des Ausſchuſſes für den Verkehr mit
den Verwaltungsbehörden wurde Herr Stadtverordneter
Stemmer=Darmſtadt und zu ſeinem Mitarbeiter Herr
Landtagsabgeordneter Kommerzienrat Molthan=Mainz ge
wählt. Zum Obmann für den Ausſchuß für das Verkehrs=
weſen
(Eiſenbahn= und Automobil=Verbindungen) wurde
Herr Stadtverordneter Stemmer=Darmſtadt und zu ſeinem
Mitarbeiter Herr Kommerzienrat Schmahl=Mainz, 2. Vor=
ſitzender
der Handelskammer Mainz, und zum Obmann

Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 9. Juni 1913.
des gleichen Ausſchuſſes, betr. Schiffahrt Herr Stadtbau=
meiſter
Koch=Bingen, gewählt. Um die Wunſche der ein=
elnen
Provinzen zu ſammeln und geſchloſſen dem Aus=
chuß
vortragen zu können, wurden für Oberheſſen Herr
Notar Stahl=Bad=Nauheim, Syndikus der Handelskammer
Friedberg, für Rheinheſſen Herr Stadtverordneter Webel=
Nainz und für Starkenburg Herr Sieben=Auerbach ge=
wählt
. Zum Obmann für den Ausſchuß für Reklame
wurde Herr Sieben=Auerbach und zu ſeinen Mitarbeitern
die Herren Wallmann=Bad=Nauheim, Koch=Bingen, Herbſt=
Es
Worms und Weidtmann Neu=Iſenburg gewählt
und
ſoll angeſtrebt werden, daß dem Verbande Sitz
Stimme im Bezirks=Eiſenbahnrat eingeräumt wird
Als Tagungsort für die Generalverſammlung des
Ver=
andes
wurde Bingen gewählt.
Jahrhundertfeier des Infanterie=
Regiments Kaiſer Wilhelm Nr. 116.
(*) Gießen, 8. Juni. Unſer Infanterie=Regiment
das ſeit 1868 in Gießen in Garniſon liegt, begeht die
00jährige
Wiederkehr
ſeines Gründ=
ungstages
. Die Stadt prangt in ſchönſtem Feſtſchmuck
er Exerzierplatz Trieb, der als Feſtplatz dient, enthäl=
mehrere
große Feſthallen und noch eine Anzahl Wirt=
haftszelte
, welche insgeſamt Sitzgelegenheit für 20 000
Menſchen abgeben. Die Wappen des Reichs und Heſſens
die Bilder von Kaiſer und Großherzog ſieht man überall
in den Feſthallen, an den Ehrenpforten und in den Schau=
enſtern
der Stadt. Seit geſtern nachmittag 3 Uhr trafen
fortgeſetzt Extrazüge mit ehemaligen Regimentsangehö
rigen ein und ſo entfaltete ſich am Bahnhof und in der
Stadt lebhaftes Treiben. Um ½7 Uhr war in Steins
Garten Begrüßungsfeier der jetzigen und frühe
ren Offiziere. Abends ½8 Uhr wurde auf Oswalds=
garten
ein Feſtzug des hieſigen Vereins ehemaliger
16er aufgeſtellt. Voraus trugen Ehrenjungfrauen die
neue Vereinsfahne. Um 8½ Uhr bewegte ſich ein großer
militäriſcher Zapfenſtreich von Steins Garten aus
durch die Stadt nach dem Feſtplatze. In der Feſthalle I
wurde die Fahnenweihe des Vereins ehe=
maliger
116er vorgenommen. Nach der Feſtouver=
türe
Heil Kaiſer Dir! begrüßte der Vorſitzende, Rechts
anwalt Kaufmann, die Gäſte, darunter den Vertreter
der Regierung, Geheimerat Dr. Uſinger, die Vertrete
der Haſſia, des Kriegervereinsbezirks Gießen, die Ver
treter des Regiments und der hieſigen Vereine, ſowie
die ehemaligen Regimentsangehörigen, die aus aller
eilen des Reichs, ja ſelbſt aus dem Auslande einge=
troffen
waren. Sein Hurra galt dem Chef des Regi=
ments
, dem Kaiſer. Nach der Kaiſerhymne ſprach Pro=
vinzialdirektor
Dr. Uſinger Begrüßungsworte namens
der Provinz Oberheſſen. Er begrüßte die 12000 Regi=
nentskameraden
aus 52 Vereinen und loſen Vereinig
ingen, 11000 Kameraden ſeien allein aus Oberheſſen
das bis 1895 allein das Regiment rekrutierte. Als das
Hoch auf den Landesfürſten verklungen war, ſang der
Bauerſche Geſangverein das Begrüßungslied
Provinzialſekretär Lenz hielt die Feſtrede über
ie Gründung des Vereins ehemaliger 116er. Feſtjung
rauen übergaben die neue Fahne, die von Militärober=
pfarrer
Schwabe geweiht wurde. Nach dem gemein=
amen
Liede Deutſchland über alles überreichte Oberſt
on Trotta dem Verein namens des Regiments
eine Fahnenſchleiſe und brachte ein Hurra auf deutſche
Treue, deutſche Kameradſchaft und die ehemaligen 116er
aus. Die Glückwünſche der Haſſia überbrachte Rechts=
anwalt
Scheer=Lauterbach. Die Gießener Turner und
der Radfahrerverein 1885 verſchönten die Feier durch
Darbietungen. Den Glanzpunkt bildete das Feſtſpiel
Lebende Bilder aus der Regimentsgeſchichte, dargeſtell=
von
Mannſchaften des 2. Bataillons. Die Feſthallen
waren überfüllt und auf dem Feſtplatz wogte eine gewal=
ige
Menſchenmenge hin und her
Der zweite Feſttag.
Heute früh 6 Uhr war großes Wecken, vom Stadt=
irchturm
wurden Choräle geblaſen, um 8 Uhr fanden
Feſtgottesdienſte in der Stadtkirche und in der katholi=
chen
Kirche ſtatt. Von 10 Uhr ab nahmen die Vereinig
ungen und Vereine ehemaliger 116er, die Veteranen des
Regiments, die Abordnungen der Kriegervereine des Be
zirks Gießen und das Regiment ſelbſt Paradeaufſtellung.
Es waren nahezu 13000 ehemalige Regimentsangehörige
davon allein 11000 aus der Provinz Oberheſſen; ſie ge
hören 52 Vereinen und loſen Vereinigungen ehemaliger
16er an. Die geſamte Paradeaufſtellung war eingeteilt
n 4 Brigaden zu je 2 Regimentern, von denen jedes
etwa 1300 Mann ſtark war. Die Brigaden wurden ge=
ührt
von Oberſtleutnant Naumann=Gießen, Oberſt Wei=
mer
=Nidda, Oberleutnant Zimmermann=Laubach und
Hauptmann Celarius=Frankfurt. Der Führer vom Gan
en war Rechtsanwalt Kaufmann=Gießen. Nachdem der
Großherzog die Front der Regimenter abgeritten
hatte, erfolgte der Vorbeimarſch in Kompagniefronten
Ein beſonderer Ehrenplatz war den Veteranen zugewie
en, ſie waren an den linken Flügel des aktiven Regi=
ments
angeſchloſſen. Ihr Vorbeimarſch bot das größte
Intereſſe, er legte von der Rüſtigkeit der alten Krieger
Zeugnis ab. Nach der Parade war überall Konzert in
den Feſthallen und Bierzelten. Um 2 Uhr fand die
Speiſung der Paradeteilnehmer nach Kompagnien in den
einzelnen Hallen ſtatt. Es war keine leichte Aufgabe
ieſe 13000 Perſonen zu ſpeiſen. Während des Eſſens
konzertierten Muſikkapellen. Lebhaftes Treiben begann
allenthalben und zuweilen herrſchte lebensgefährliches Ge=
ränge
. Frohes Wiederſehen feierten überall die Kame=
raden
, die ſich vielfach ſeit ihrer Dienſtzeit nicht mehr
geſehen hatten. Beſonders bei den alten Veteranen gab
s rührende Szenen. Nachmittags war Turnen, Kon=
Tanz und Volksfeſt.
ert.
Eine ergänzende Meldung beſagt:
Kurz nach 11 Uhr traf der Großherzog mit Gefolge
in der Kaiſerallee zu Pferde ein. Die hier aufgeſtellten
Kriegervereine des Haſſiabezirks Gießen begrüßten ihn
mit einem dreifachen Hurra, und Bezirksvorſteher Daab
erſtattete Bericht. Dann ritt der Großherzog zum Pa=
radeplatz
und ritt die Fronten ab, überall mit lebhafter
Hurras begrüßt. Er begann mit dem Regiment und dem
Verein ehemaliger 116er, kam dann zu den Veteranen
und ſchließlich zu den 8 Regimentern ehemaliger Vereins=
ingehörigen
. Das Regiment erhielt neue Fahnen. Den
Vorſitzenden der Jubiläumsvereinigung, Rechtsanwal
kaufmann, übergab der Großherzog den Verdienſtorden
weiter Klaſſe Philipps des Großmütigen. Dann ord=
ieten
ſich die Regimenter zum Vorbeimarſch, der in
olgender Reihenfolge geſchah: Das aktive Regiment, die
kriegsveteranen des Regiments, der Verein ehemaliger
16er=Gießen, die acht Regimenter ehemaliger Regiments=
angehörigen
, das Gendarmeriekorps und zum Schluß die
Jugendwehr Gießen. Das größte Intereſſe erregte der
Vorbeimarſch der alten Feldzugsteilnehmer. Die drei
älteſten wurden im Wagen gefahren, es waren dies:

Nummer 132.
Johann Georg Roth=Ober=Beſſingen, 88 Jahre alt, ge=
dient
18461850 in der 2. Kompagnie, Feldzugsteilneh=
mer
1848/1849 in Baden; 2. Joh. Weber aus Hermann=
tein
, 85 Jahre alt, gedient 1850 in der 2. Schützenkom=
agnie
; 3. Ernſt Hch. Dauernheim=Nieder=Florſtadt, ge=
ient
18501856. Nach der Parade verließ der Groß=
erzog
unter brauſenden Hurrarufen der Volksmenge den
Feſtplatz und Gießen. Der Großherzog fuhr um
5¼ Uhr im Auto nach Wolfsgarten zurück.
Luftfahrt.
HB. Berlin, 7. Juni. Der bekannte Militärflieger
Zeutnant Carganico iſt heute morgen 3,50 Uhr mit
Leutnant Zimmermann vom Flugplatz Johannisthal zu
inem Fluge nach Breslau geſtartet, um an der
morgen in Breslau beginnenden Jubiläums=Flugwoche
teilzunehmen. Da der Motor infolge Verölens der Zünd=
erze
ausſetzte, mußten die Flieger etwa 60 Kilometer
vor ihrem Ziele, in Steinau, niedergehen. Sie repa=
ierten
den Schaden und ſetzten dann den Flug fort.
Das Luftſchiff
* Baden=Oos, 7. Junſ
Sachſen das heute morgen 2 Uhr 25 Min. in Frank=
furt
a. M. unter Führung des Luftſchiffkapitäns Hacker
ufgeſtiegen war, iſt um 6 Uhr 46 Min. hier gelandet
und in die Halle gebracht worden.
Friedrichshafen, 7. Juni. Das neuerbaute
Zeppelin=Luftſchiff L. Z. 19 iſt heute vor=
mittag
9 Uhr 10 Min. zu ſeiner erſten Probefahrt
ufgeſtiegen.
Friedrichshafen, 7. Juni. Graf Zeppe=
lin
iſt heute nachmittag nach Stuttgart abgereiſt und
wird morgen in Baden=Oos eintreffen zu den Vor=
ereitungen
für die Wiener Fahrt. An der
Wiener Fahrt nehmen teil: Graf Zeppelin, Oberingenieur
Dürr, Dr. Eckener, Direktor Colsmann, Graf Zeppelin
jun, und die Beſatzung des Luftſchiffes Sachſen.
Frankfurt a. M., 8. Juni. Sicherem Ver=
nehmen
wird das Luftſchiff Sachſen morgen
rüh 4 Uhr von Baden=Oos die Fahrt nach Wien
antreten. Das Luftſchiff L. 2 19 wird morgen früh
von Friedrichshafen abfahren und gegen 8 Uhr in
Frankfurt eintreffen
Straßburg, 8. Juni. Internationale
Ballonfahrt. Donnerstag, 12. Juni ds Js., finden
in den Morgenſtunden internationale wiſſenſchaftliche
Ballonaufſtiege ſtatt. Es ſteigen Drachen, bemannte oder
unbemannte Ballons in den meiſten Hauptſtädten
Europas auf. Der Finder eines jeden unbemannten
Ballons erhält eine Belohnung, wenn er der jedem
Ballon beigegebenen Inſtruktion gemäß den Ballon und
ie Inſtrumente ſorgfältig birgt und an die angegebene
Adreſſe ſofort telegraphiſch Nachricht ſendet.
Eine Ehrung Zeppelins.
H. B. Wien, 7. Juni. Die Stadt Wien wird
dem Grafen Zeppelin, der Dienstag hier im Luft=
ſchiff
Sachſen eintreffen dürfte, neben einer goldenen
Plakette auch noch einen Brillantring überreichen
* Wien. 7. Juni. Graf Zeppelin wird mi
dem Luftſchiff Sachſen bei normalen Wind= und
Wetterverhältniſſen am 10. Juni nachmittags in Wien
eintreffen, um dem Kaiſer zu huldigen und nach dem
Flugfeld Aſpern zu fleigen, wo er auf Befehl des Kai=
ſers
durch eine militäriſche Abordnung und im Namen
der Stadt Wien vom Präſidium des Gemeinderats be=
grüßt
werden wird Graf Zeppelin wird während ſeines
24ſtündigen Aufenthaltes in Wien Gaſt des Kaiſers ſein.
Der Graf wird auch von dem Bürgermeiſter eingeladen
werden, das Wiener Rathaus zu beſuchen. Bei dieſer
Belegenheit wird ihm ein Ehrengeſchenk der Gemeinde
Wien überreicht werden.
Die Einweihung des deutſchen Stadions.
Berlin=Grunewald, 8. Juni. Bei herr=
lichem
Wetter fand heute mittag um 12½ Uhr in Gegen=
vart
des Kaiſerpaares die feierliche Einwei
hung des deutſchen Stadions in der Grune=
waldrennbahn
ſtatt. Das gigantiſche, 30000 Zuſchauer
aſſende Werk des Geheimen Baurats Otto March hob ſich
n leuchtendem Weiß wirkungsvoll vom dunklen Grün des
Grunewaldes ab. Ein halbes Hundert Maſten mit den
Jannern aller Kulturnationen und zahlloſe Wimpel
ſäumten den Bau ein Mächtige Girlanden krönten das
Mittelſtück zu beiden Seiten der Siegesgöttin. Eine nach
Zehntauſenden zählende Menſchenmenge füllte das rieſige
Amphitheater, um dem feſtlichen Schauſpiel beizuwohnen
das ſich in dem feierlichen Einzug von 30000 Turnern
ind deutſchen Sportsleuten, der Huldigung vor dem Kai=
er
und daran anſchließenden ſportlichen Vorführungen
gliederte. Gegen 12 Uhr betrat der Zug in zwei Kolon=
nen
mit den Turnern an der Spitze durch zwei Tore ge
genüber dem Kaiſerpavillon das Innere des Stadions.
Den 10000 Turnern folgte der Lawntennis=Bund, vertre=
ten
durch 350 Mitglieder, der Schwimmverband (1000
Mitglieder), der Reichsverband für Schwerathletik (1000),
der Radfahrerbund (2000). Daran ſchloſſen ſich an: 3250
Leichtathleten, 4000 Mitglieder des Fußballbundes und
00 des Eislaufverbandes. Den Schluß machten etwa
1000 Vertreter des deutſch=akademiſchen Bundes für Leibes=
bungen
, 25 Mitglieder des deutſchen Skiverbandes und
9000 Jungmannſchaften, darunter 500 Mädchen des Jung=
Deutſchland=Bundes. Inzwiſchen hatten ſich die Fahnen=
gruppen
und die Vertreter der einzelnen Vereine und
Verbände auf dem grünen Raſen vor dem Kaiſerpavillon
verſammelt. Um 12.20 Uhr trafen die Majeſtäten am
Stadion ein, wo ſie am Eingang zur Hofloge vom Vor=
ſtand
empfangen wurden. Die Kaiſerſtandarte ging über
dem Pavillon hoch und die Kapelle der Gardeküraſſiere
etzte mit Fanfaren ein. In der Hofloge hatten ſich u. a
eingefunden: Prinz Oskar, das Prinzenpaar Eitel
Friedrich, die Prinzeſſin Friedrich Leopold und Söhne,
das Prinzenpaar Auguſt Wilhelm. Der Kaiſer, in der
Uniform der Zieten=Huſaren, und die Kaiſerin traten an
ie Logenbrüſtung. Unter den Klängen des Hohenfried=
berger
Marſches rückte die lange Linie der Repräſentan=
en
und die Bannerträger gegen den Kaiſerpavillon vor.
Staatsminiſter v. Podbielski, in der roten Uniform
der Zieten=Huſaren, betrat die Rednertribüne. Mit weit=
hin
hallender Stimme hielt er, während in den Lüften
ein Doppeldecker kreiſte, folgende kurze Anſprache:
Ew. Majeſtät! Ein Tag des Jubels für Deutſch=
lands
Jugend, ein Tag der Freude für unſer geſamtes
deutſches Vaterland. Das Deutſche Stadion iſt aufgebaut.
Geſchaffen iſt eine Stätte für friedliche Wettkämpfe, be=
rufen
, zur Förderung der körperlichen Kraft, zur Stäh=
ung
der Willenskraft, zur Pflege patriotiſchen Geiſtes!
nſer Wahlſpruch ſei: Alle Zeit bereit für des Reiches
Herrlichkeit! 2½ Millionen Deutſche huldigen heute hier
Ew. Majeſtäten, dankerfüllten Herzens und jubelnd rufen
wir dem hohen Protektor des deutſchen Sportes zu: Se.
Majeſtät lebe hoch!

[ ][  ][ ]

Nummer 132.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 9. Innt 1913.
Brauſend klang das Hurra durch den rieſigen Raum
tach dem Erſcheinen des königlichen Erlaſſes über das
huldigend ſenkten ſich die Fahnen vor dem Schirmherrn
neue Miniſterium zugeſtellt werden. Sie verwirft die von
des deutſchen Sports, dann wurde die Nationalhymne ge
erbien verlangte Durchſicht des ſerbiſch=bulgariſchen Ver=
ungen
, während der Kaiſer ſalutierte. Unmittelbar
trages und beſteht auf der Räumung der von den Serber
darauf flogen 10000 Brieftauben auf, die die
beſetzten, aber zu Bulgarien gehörigen Teile Mazedoniens.
Rede des Staatsminiſters in alle Gegenden des Reiches
Engliſche Truppen in Skutari.
bringen ſollen. Die Muſik ging in den Torgauer Marſch
Malta
7.
er=
Juni. 350 Infanteriſten
über, die Fahnengruppen ſchloſſen ſich zu Kolonnen zu
hielten den Befehl, ſofort nach Skutari abzugehen.
wanzig Rotten zuſammen, dann begann der feſtliche
Malta, 7. Juni. Zu der Truppenſendung
Vorbeimarſch der ſportlichen Vereinigungen, welcher 45
ach Skutari wird weiter gemeldet: Die Truppen er=
Minuten dauerte, vor dem Kaiſer. In wechſelvollen
hielten den Befehl um 10 Uhr vormittags auf den
Gruppen und vielfarbigen Sporttrachten rückten ſie, die
Kreuzer Black Prince abzufahren, welcher noch einige
Fahnen eingereiht, in muſterhafter Ordnung an.
Jede
Trainabteilungen, Kriegsmaterial und den Sanitätsdienſ
Gruppe grüßte die Majeſtäten mit dreifachem Heil oder
aufnehmen ſoll. Der Befehl zur Einſchiffung lief uner=
Hurra. Es war ein überwältigendes Bild: der ſchim
wartet in letzter Nacht ein
mernde Bau, der grüne Raſen, die bunten Farben, Fah=
Malta, 7. Juni. Der Panzerkreuzer Black=
nen
und Koſtüme, alles in Sonnenglanz getaucht. Beſon
Prince iſt heute nachmittag mit Truppen unter
ders impoſant wirkte die Fahnengruppe der Radfahrer
Oberſtleutnant Philipps nach Skutari abgegangen
und der kompakte Block der fahnentragenden Chargierten
nach deren Ausſchiffung er ſofort zurückkehrt. Die Trup
der akademiſchen Vereine von deutſchen Univerſitäten und
enſendung bezweckt, die gelandete Marineinfanterie ab
Hochſchulen. Vom Publikum lebhaft begrüßt wurden be=
zulöſen
und wieder für die Schiffe verfügbar zu machen
onders die Gruppen der weiblichen Mitglieder und
damit dieſe mit voller Beſatzung nach Malta zurückkehren
Schüler. Die Majeſtäten dankten unaufhörlich für die
önnen. Admiral Burney bleibt zunächſt in Skutari; ein
Huldigungen. Die vorbeigezogenen Verbände nahmen
Schiff bleibt ſtationär zu ſeiner Verfügung.
mit den Fahnen ſodann auf den Stehplätzen oberhalb der
London, 7. Juni. Das Reuterſche Bureau er
Sitzreihen des Amphitheaters Aufſtellung und ſchloſſen ſo
fährt von amtlicher Seite: Die Truppenſendung
rings herum das Rieſenbild ab. Der Schluß des Zuges
von Malta nach Skutari bedeutet nicht eine Ver=
bildeten
die von Offizieren geführten 9000 Vertreter des
nehrung der engliſchen Streitkraft. Das Kontingent iſt
Jung=Deutſchland=Bundes. Gleich darauf begannen die
von derſelben Stärke, wie die Abteilung engliſcher Lan=
ſportlichen
Vorführungen. Unter lebhaftem Händeklatſchen
dungstruppen, die jetzt die Stadt beſetzt hält. Es handelt
der Menge rückten zwei zuſammengeſtellte kriegsſtarke
ich nur darum, die Marineabteilung durch Landtruppen
Kompagnien des Garde=Korps, in feldgrauer Uniform mit
abzulöſen. Ueber die Beſetzungsdauer iſt noch kein
Mütze und Gewehr überm Rücken, im Laufſchritt in die
Entſchluß gefaßt. Dieſe wird völlig von den Maßnahmen
Arena und nahmen Hinderniſſe der Eskaladiergerüſte.
der Botſchaftervereinigung, betreffend das Statut Alba=
Es ſchloſſen ſich Turnübungen (Keulenſchwingen, Geräte=
niens
, abhängen.
turnen, Spiele) von 800 Frauen und Mädchen, der Jugend
Die Friedenskonferenz.
lauf von 2100 jugendlichen Mitgliedern der Turn= und
* London,
7. Juni. Der König gab heute nach=
Sportvereine Berlins und Umgegend an, ſowie das Ver
mittag im Buckingham=Palaſt zu Ehren der Friedens=
einsmannſchaftsrennen
über 4000 Meter, veranſtaltet vom
delegierten ein Frühſtück, woran u. a. der Herzog
Deutſchen Radfahrerbund. Gleichzeitig führten im Innen=
von
Connaught, die Miniſter Asquith und Grey, ſowie
raum des Stadions auf dem Fußballplatz 50 Vertreter des
der Lordpräſident Morley teilnahmen
Reichsverbandes für Schwerathletik, Ring=, Stich= und

London, 8. Juni. Die Konferenz der Frie=
Gewichtsübungen vor. Den Mittelpunkt der ſportlichen
densdelegierten im St. Jamespalaſt dauerte lange
Wettbewerbe bildeten die darauffolgenden Vorführungen
Zeit und führte zu keinem Beſchluß. Eine aus
der deutſchen Sportbehörde für Athletik und Stafetten=
gedehnte
Diskuſſion entſpann ſich über die Artikel de=
laufen
über 1000 Meter, wobei zehn Läufer je 100 Meter
Protokolls. Der ſerbiſche Delegierte Pawlowitſch er=
zurückzulegen
hatten, ſowie das Mannſchaftslaufen über
klärte, daß mehrere Hauptpunkte, worüber beſchloſſen wer=
1500 Meter. Mit den gleichzeitigen Vorführungen der
den ſollte, in Uebereinſtimmung mit den Beſtimmun=
deutſchen
Schwimmer (Eruppen= und Kunſtſchwimmen
gen des Präliminarvertrages eine Regelung durch ein
war auch der ſportliche Teil des Feſtprogramms erledigt
eſonderes Uebereinkommen zwiſchen den Kriegführenden
Inzwiſchen hatte der Kaiſer in ſeiner Loge die
vorbehalten werden müßten, und daß ſie demgemäß kei=
Deputation des Internationalen Komitees für die Olym=
nen
Teil des Zuſatzprotokolls bilden könnten. Pawlo
piſchen Spiele, Baron von Coubertin, Prinz Otto von
vitſch ſchlug vor, daß das Protokoll in einem einzigen
Windiſchgrätz, empfangen und die Meldung einer Depu=
Artikel abgefaßt würde, der den intereſſierten Regierun
tation des erſten bayeriſchen Ulanen=Regiments entgegen=
gen
die Regelung der geſamten in Frage ſtehenden Punkte
genommen, die eine Erinnerungsgabe zum Jubiläum des
überläßt. Es iſt möglich, daß die Konferenz eine Richt=
Kaiſers überreichte. Nachdem der Kaiſer eine Anzahl
ſchnur dieſer Art annimmt, als einziges Mittel, um aus
von deutſchen und ausländiſchen Sportsleuten empfan=
der
Sackgaſſe herauszukommen, da, wie man hofft, die
zen hatte, verließen die Majeſtäten um 2½ Uhr das Sta=
Sitzung, wozu man am Montag vormittag um 11
dion. Es ſchloß ſich ein Frühſtück im Reſtaurannt der
Uhr zuſammenkommt, unbedingt die letzte ſein
Rennbahn an, an welchem mit den Majeſtäten u. a. die
olI.
Prinzen und Prinzeſſinnen, der Reichskanzler und der
Bei dem Frühſtück, das vom König den Frie=
Staatsminiſter von Podbielski teilnahmen. Gegen 3½
densdelegierten im Buckinghampalaſt gegeben wurde, wur=
Uhr verließen die Majeſtäten den Feſtplatz. Die Kaiſerin
den keine Reden gehalten. Nach dem Frühſtück
begab ſich nach dem Neuen Palais, der Kaiſer fuhr mit
wurden ſämtliche Delegierten dem König vorgeſtellt, der
ſeiner Dampfjacht Alexandria nach Grünau. Der Sta=
ſich
in zwangloſeſter Weiſe mit ihnen unterhielt. Der
dionweihe wohnten u. a. bei: der Reichskanzler, mehrere
König beglückwünſchte die Delegierten zur Unterzeichnung
Staatsminiſter und Staatsſekretäre, die Botſchafter Eng
des Präliminarfriedens und ſprach die Hoffnung aus, daß
lands, der Vereinigten Staaten von Amerika, Rußlands
die Arbeiten bald zum befriedigenden Abſchluß gelangen
Japans, die Geſandten Dänemarks, Schwedens, Belgiens
und daß es nicht mehr zur Wiederaufnahme der Feind=
der
Niederlande und Rumäniens, die Geſandten der
ſeligkeiten käme. Die beſondere Betonung des letzter
am preußiſchen Hofe vertretenen Bundesſtaaten, die Prä=
Bunktes durch den König machte einen großen Eindruck
ſidenten des Reichstages, Kaempf und Dove, der Polizei=
auf
die Delegierten, die im höchſten Grade entzückt waren
präſident von Jagow und Oberbürgermeiſter Wermuth.
von der vom König bezeigten Liebenswürdigkeit
der König machte im Verlaufe der heutigen Unter
haltung mit den Friedensdelegierten die Vertreter der Ver
Der Balkankrieg.
bündeten darauf aufmerkſam, wohl auf die Gefah=
ren
zu achten, die aus den Kämpfen zwiſchen
16
Die feindlichen Brüder
ihnen entſtehen könnten. Der König gab ihnen
* Belgrad, 6. Juni. Das Serbiſche Preßbureau
zu verſtehen, daß ein neuer Krieg ein Verbrechen geger
meldet: Alle Nachrichten über angebliche Zuſammen
die Humanität wäre
ſtöße zwiſchen der bulgariſchen und der ſerbi=
Konſtantinopel Freihafen?
chen Armee an der alten und neuen Grenze bei Piret
Veles und Gjegjelue ſind unwahr. Ebenſo unwahr
* Konſtantinopel, 6. Juni. (Wiener Korr.=Bur.)
iſt die Nachricht, daß Vorbereitungen zum Abzug der ſer
Hieſige Handelskreiſe erwägen den Plan, aus Konſtanti
biſchen Truppen aus Monaſtir getroffen werden. Di
lopel einen Freihafen zu machen. Die Ergebniſſe
der diesbezüglichen Studien werden der Regierung binnen
Rtäumung von Iſtip auf dem linken Ufer des Wardar er=
folgte
in aller Ordnung, ohne blutige Zuſammenſtöße. Alle
kurzem unterbreitet.
derartig falſchen Nachrichten werden im gegenwärtigen
Augenblick mit einer gewiſſen Abſicht in die Welt geſetzt
HB. Petersburg, 7. Juni. Ein einflußreicher
ruſſiſcher Diplomat erklärte, das Petersburger Kabinett
und ſind mit Vorſicht aufzunehmen. Die ſerbiſchen Trup=
pen
haben gemeſſenen Befehl, nirgends aggreſſiv aufzu=
werde
in Belgrad, Sofia und Athen gleichzeitig energi=
treten
, was auch bisher ſtreng eingehalten worden iſt.
ſche Schritte unternehmen, um ein Einvernehmen zwiſchen
den Balkanſtaaten herbeizuführen. Der Plan einer Kon=
Hinſichtlich ähnlicher in Belgrad ſelbſt aufgetretener Nach
erenz der vier Premierminiſter iſt in ruſſiſchen Regie=
richten
kann feſtgeſtellt werden, daß von amtlicher Seite
ungskreiſen mit größter Sympathie aufgenommen wor=
an
die in Belgrad erſcheinenden Zeitungen die Auffor=
den
. Man nimmt an, daß der Meinungs=Austauſch zu
erung erlaſſen worden iſt, derartigen unwahren Nach
em gewünſchten Reſultat führen wird. Sollte die Kon
richten keinerlei Glauben zu ſchenken.
* Sofia, 7. Juni. Das offiziöſe Blatt Mir ſchreibt:
ferenz reſultatlos verlaufen, ſo bliebe im äußerſten Falle
unächſt Rußlands Schiedsſpruch zwiſchen Serbien und
Während die Serben ſich weigern, den Vertrag zu er=
füllen
und unbeſtrittene Gebiete zu räumen, beziehungs
Bulgarier
Sofia, 8. Juni. Die Löſung der Miniſter=
weiſe
in der ſtrittigen Zone ein Condominium errichten,
kriſe wird binnen zwei bis drei Tagen erwartet.
und während die Griechen die bulgariſchen Gebiete öſtlich
Die geplante Zuſammenkunft der Miniſterpräſidenten
von Saloniki beſetzen, haben die bulgariſchen Trup=
der
vier Balkanſtaaten erfolgt daher ſpäter. Der hieſige
pen ſich nach Bulair zurückgezogen, was Zuſammenſtöße
erbiſche Geſandte Spalajkowie reiſt abends nach
zur Folge hatte. Die Bulgaren antworteten auf alle Her=
ausforderungen
nur mit Abwehrmaßregeln
Belgrad ab
zu
Hriechenland
Konſtantinopel, 8. Junf
denen ſie von ſeiten der Verbündeten gezwungen wurden.
rklärte neuerlich, daß die ottomaniſchen Transportſchiffe
Wenn es nun trotzdem zu einem offenen Konflikt kommen
ie die türkiſchen Truppen von Albanien zurückbefördern,
ſollte, lehnt Bulgarien jede Verantwortung ab
den joniſchen Archipel frei paſſieren können.
Die Times meldet aus
HB. London, 7. Juni
Konſtantinopel, 8. Juni. Entgegen der Mel=
Petersburg: In hieſigen politiſchen Kreiſen ſieht
dung vom 5. Juni erklärt die Pforte offiziell,
man den bulgariſch=ſerbiſchen Konflikt als
daß bezüglich der Wiederinbetriebſetzung der
äußerſt ernſt an. Die ruſſiſche Regierung tut alles,
die Entfernung der
Leuchttürme und
um beide Länder zu einer Verſtändigung zu bringen, aber
Unterſeeminen noch keine Entſcheidung
man iſt beunruhigt, da man nicht weiß, ob das Kabinett
ſowohl in Sofia als auch in Belgrad am Ruder bleiben
getroffen ſei.
wird. Rußland ſoll beiden Ländern mitgeteilt haben
es ſich im Kriegsfalle volle Aktions=Freiheit vor=
Letzte Nachrichten.
behalte, aber es könne unmöglich einem brudermörderi=
ſchen
Kriege untätig zuſehen. Die rumäniſche Politik be=
Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.
trachtet man hier als wenig geeignet, der Sache des Frie
Berlin, 7. Juni. Der Miniſter des Innern gibt
dens zu dienen. Rumänien wird demjenigen ſeine Hilfe
bekannt: Bezüglich Allerhöchſter Verordnung vom 4. Juni,
zuſichern, der ihm am meiſten bezahlt. Rußland verlangt.
vodurch die beiden Häuſer des Landtags der
daß Bulgarien und Serbien ſofort demobiliſieren. Ruß=
Monarchie am 12. Juni 1913 in der Haupt= und Reſi
land findet es ganz in der Ordnung, daß die erſte Zuſam=
denzſtadt
Berlin zuſammenberufen ſind, mache ich hier
menkunft der Delegierten der vier Balkanſtaaten zur Re
durch bekannt, daß die Eröffnung der Tagung am 12. Juni
gelung der Grenze in Saloniki ſtattfindet.
vormittags 11 Uhr, in gemeinſchaftlicher Sitzung beide:
Geſchows Entlaſſung
bäuſer im Sitzungsſaale des Hauſes der Abgeordneten
* Köln, 7. Juni. Die Kölniſche Zeitung meldet aus
ſtattfinden wird.
Sofia: Das Entlaſſungsgeſuch Geſchows iſt angenom=
* Berlin, 7. Juni. In der geſtrigen Ausſchuß=
men
und Danew mit der Neubildung des Miniſteriums
tzung der Diamanten=Regie zur Beſchluß
faſſung über die Vergebung der ausgeſchrie=
betraut
worden, vielleicht unter Mitwirkung der Demokra=
enen
1000000 Karat Rohdiamanten gab
ten. Die Antwort auf die ſerbiſche Note iſt fertiggeſtell
wie wir hören, bei Beſprechung der drei eingegangenen
ſie wird aber dem ſerbiſchen Geſandten Spalaikowitſch erſt

Seire V.
Offerten der Vorſitzende Fürſtenberg die Erklärung ab
daß dem Staatsſekretär des Reichskolonialamtes die Be=
rückſichtigung
der Offerte der deutſchen Gruppe ganz be=
onders
am Herzen liege. Der Staatsſekretär, dem die
endgültige Beſtimmung über den Zuſchlag zuſtand, würde
ihn auch beim Vorliegen eines niederen Gebots zweifellos
der deutſchen Gruppen erteilt haben, da er auf die Schaf=
fung
eines deutſchen Marktes einen ſolchen Wert legt, daß
emgegenüber ſelbſt ein Verluſt am Kaufpreiſe ihm ver=
retbar
erſchien. Das Angebot des Antwerpener Syndi=
ats
war aber gegenüber dem deutſchen Angebot in Hin=
ſicht
auf das Riſiko derart weſentlich günſtiger, daß ſchon
llein mit Rückſicht auf die Intereſſen der Förderer es un=
möglich
war, es hinter das deutſche Angebot zurücktreten
zu laſſen. Wenn hiernach auch bedauerlicherweiſe die
deutſche Gruppe bei dem Wettbewerb ausfallen mußte,
var ihre Arbeit doch nicht vergeblich. Sie hat durch ihr
Mitbieten zweifellos den deutſchen Diamanten einen we
ſentlichen Dienſt geleiſtet, indem ſie zu der erfreulichen
Preisſteigerung mit beitrug. Dafür hat, wie verlautet
der Staatsſekretär dem deutſchen Diamanten=Verband
und ſeinem Vertreter, Wagner, perſönlich ſeinen beſonde=
en
Dank ausgeſprochen.
Kaſſel, 8. Juni. Heute mittag brach in dem
Fabrikgebäude der Aktiengeſellſchaft für Federſtahl=
nduſtrie
vorm. Hirſch & Co. Großfeuer aus. Die
anze Kaſſeler Feuerwehr unter Zuhilfenahme aller
Reſerven eilte an die Brandſtätte. Sie hat mit Schwierig=
keiten
zu kämpfen, da es außerordentlich ſchwer iſt, an
en Brandherd zu gelangen. Soeben ſind auch die
Waſſerrohre geplatzt.
Wien,
8. Juni. Der Kaiſer ordnete die
dauernde Beurlaubung ſämtlicher zum Aktivdienſt
inberufenen Reſerviſten der Kriegsmarine an.
Die Rückverſetzung in das nichtaktive Verhältnis erfolgt
nächſtens.
Das bisherige erſte Geſchwaderkommando
wvird aufgelöſt. Es wird wieder wie normal eine Escadre
und eine Reſerveescadre aufgeſtellt. Zum Kommandanten
des Escadre ernannte der Kaiſer den Kondreadmiral
Njegovan
*
Peſt, 7. Juni. Der König empfing den Grafen
Tisza in Schönbrunn in Audienz und betraute ihn mi
Kabinettsbildung. Graf Tisza wird vorausſichtlich
der
die früheren Miniſter in ſeinem Kabinette beibehalten
Juni. Präſident Poincaré traf
Toulon
7.
heute morgen hier ein und wurde vom Kriegsminiſte:
dem Marineminiſter und den Spitzen der Behörden
mpfangen
*
Ottawa, 6. Juni. Der kanadiſche Premierminiſter
Borden gab im Unterhauſe die Erklärung ab, daß die
Regierung ſpäter die Flottenvorlage von neuem
einbringen werde. Das Parlament hat ſich vertagt
In Matao verurſachte ein
Hongkong, 8. Juni
Taifun, der vier Minuten dauerte, ſchweren Schaden
Zahlreiche Dſchunken ſind untergegangen, über hundert
Verſonen ſollen ertrunken ſein. Die Trümmer zerſtörten
die Fahrzeuge und verſperrten die Fahrſtraße. Während
des Sturmes brachten die chineſiſchen Schiffer Bomben
und Petarden zur Exploſion, um die Götter zu be=
ſchwören

Fünf engliſche
(Reuter.)
Peking, 7. Juni.
Offiziere wurden beim Beſuch der Schlachtfelder des
ruſſiſch=japaniſchen Krieges in der Nähe des Dorfes
Es
Penſihu in der Mandſchurei beſchoſſen.
wurden nur einige Reittiere getroffen. Die Ofſiziere
zogen ſich in das Dorf zurück. Die Unterſuchung iſt
ingeleitet.
Offenbach, 7. Juni. In einer gemeinſamen Sitzung
der
ſtädtiſchen Teuerungskommiſſion des
Schlachthofausſchuſſes, ſowie der Vorſtände der Flei=
ſcherinnung
und des Vereins der Schweinemetzger
wurde unter Vorbehalt der Zuſtimmung der Stadtver=
ordnetenverſammlung
eine Einigung zwiſchen der
Stadtverwaltung und den Metzgern erzielt
Dieſer Vereinigung zu Grunde gelegt wurde die Errich=
tung
einer paritätiſchen Preisfeſtſetzungskommiſſion, nach
deren Einſetzung der Betrieb der ſtädtiſchen Schlächterei
und Wurſtfabrik alsbald eingeſtellt wird. Von Montag
ab werden ſodann die Metzer ihre Schweine wieder im
tädtiſchen Schlachthof ſchlachten laſſen.

(Frkf. Ztg.)
Friedberg, 7. Juni. Geſtern fand eine Vorſtands=
und Aufſichtsratsſitzung der Landwirtſchaftlichen
Hauvtgenoſſenſchaft für Oberheſſen ſtatt
Der Vorſtand vertrat vor wie nach die Auffaſſung, es
nicht zu einem Konkurs kommen zu laſſen, ſondern die
Liquidation vorzuziehen. Er erklärte ſich bereit,
dafür gewiſſe Garantien zu bieten. Eine Einigung wurde
nicht erzielt. Am 18. Juni wird eine dritte General=
verſammlung
ſtattfinden.

Köln, 8. Juni.
Die engliſchen Jour=
naliſten
trafen heute morgen auf dem hieſigen Haupt=
ahnhofe
ein, wo dieſelben von Vertretern der Stadt
und dem engliſchen Konſulat empfangen und ins
Exſelſior=Hotel geleitet wurden. Sonntag nachmittag
beſuchten die engliſchen Herren die Ausſtellung Alt=
und Neu=Köln wo dieſelben namens der Stadt Köln
von Herrn Bürgermeiſter Laue empfangen, begrüß=
ind
durch die Ausſtellung geführt wurden. Herr Dr.
Carpenter hielt den Herren einen Vortrag über die
wirtſchaftliche Entwickelung Kölns, die daraus ent=
pringenden
Aufgaben und deren Löſung, indem er auf
die Gemeinſamkeit der durch die Großſtadtentwicklung
herbeigeführten Probleme im einzelnen näher hinwies.
Ein Bild von dieſer Entwicklung wolle die Ausſtellung
Alt= und Neu=Köln geben, die in einzelnen in ſich ab=
geſchloſſenen
Abteilungen die verſchiedenen an die Ver=
waltung
geſtellten Aufgaben und deren Löſung in leicht
aßlicher Darſtellung geben=
Territet am Genferſee, 7. Juni. Im Alter vor
34 Jahren iſt hier die Herzogin von Bojano, eine
geborene Gräfin Schönborn=Wieſentheid, geſtorben.
Zu den Jubiläums=Feierlichkeiten.
H. B. Berlin, 7. Juni. Zu den Regierungs=Jubiläums.
eierlichkeiten des Kaiſers werden außer den bereits mit=
geteilten
deutſchen Bundesfürſten auch die Ver=
bündeten
Deutſchlands durch Mitglieder ihrer
ürſtlichen Häuſer vertreten ſein. Bei Ankunft der Fürſt=
lichkeiten
auf dem Bahnhofe werden auf Anordnung des
Kaiſers keine offiziellen Empfänge ſtattfinden. Auch wird
den fürſtlichen Gäſten während ihres Berliner Aufent=
haltes
kein beſonderer Ehrendienſt kommandiert werden.
da der Kaiſer nicht in der Lage iſt, bei all den vielen
ihm zu Ehren veranſtalteten Feſtlichkeiten perſönlich zu=
gegen
zu ſein, werden in vielen Fällen die kaiſerlichen
Prinzen mit ſeiner Vertretung betraut werden. Heut,
abend findet ein Jubiläums=Konzert in der Hochſchule für
Muſik ſtatt, dem im Auftrage des Kaiſers Prinz Auguſt
Wilhelm und Gemahlin beiwohnen werden. Aus Anlaß
des Jubiläums iſt eine große Anzahl von Gnadenbeweiſen
und Auszeichnungen zu erwarten. Auf Anordnung des
Kaiſers werden dieſe am 16. Juni früh in einer Sonder=
usgabe
des Reichs= und Staats=Anzeigers veröffentlicht
werden

[ ][  ][ ]

Nummer 152.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 9. Juni 1913.
Seite 8.
Der begnadigte beuiſche Spion.
Beinwchchienen iran feneie
* London, 6. Juni. Die Blätter erhielten die amt=
vom
9.19. Juli und 6.16. August
liche Beſtätigung der Meldung, daß der Deutſche Karl
Todes=Anzeige.
(rückkehrend über Gardasee, Bozen, Meran, Innsbruck)
Graves, der wegen Spionage am 23. Juli 1912
Mk. 280. Mainz
von Mainz

Preis alles
in Edinburg zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt wor=
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
260.

München
München
eingeschlossen
,
den iſt vor einiger Zeit freigelaſſen wurde. Die
meinen lieben Mann, unſeren guten Vater,
Ausführliches Programm durch Reisebüreau

Behörden lehnen die Auskunft ab, wann und warum die
L. Lyssenhop & Co., G. m. b. H., Mainz. (II,12696
Schwiegervater, Großvater und Onkel
Freilaſſung erfolgte. Der New=York American erklärt
einer Blättermeldung zufolge: Der begnadigte deutſche
Aut ſterſe Sahten nech ein ſäiter Seint.
Herrn
Spion Graves
ſei in Amerika. Er behaupte,
Fünfzigjährige Damen, ja ſelbſt 60jährige, können ſich
kurz nach ſeiner Verurteilung in Freiheit gelaſſen und
nach dem Eintritt in die engliſche Geheimpolizei nach
noch den friſchen zarten Teint der Jugend erhalten. Run=
g

zeln, Linien, Sommerſproſſen und faſt alle anderen Haut=
Amerika geſchickt worden zu ſein, wo er ermittelt hätte,
Landwirt Toter Denz v.
unreinigkeiten exiſtieren bloß in der feinen äußeren Haut=
daß
deutſche und japaniſche Abgeſandte in New=York
zu Arheilgen
chicht Dieſe ſetzt ſich aus einer Menge unendlich feiner
über ein antiamerikaniſches Abkommen verhandelt hätten,
Partikel zuſammen, welche von unten her nachwachſen; in
das Deutſchland verpflichte, Japan bei einem großen
am Samstag, den 7. Juni, nach ſchwerem Leiden
der Jugend löſen ſie ſich ſchnell los, mit dem fortſchreiten=
Koloniſationsplane in der Südſee keine Hinderniſſe zu
im Alter von 66 Jahren abzurufen.
den Alter aber bleiben ſie feſter ſitzen, werden dick, hart,
bereiten. Graves habe die Kopien des Abkommens dem
ſpröde und verurſachen jenen dunklen, mißfarbenen Teint,
Londoner Auswärtigen Amt telegraphiert; da England
Die trauernden Hinterbliebenen:
wie er ſo häufig bei Damen in den Dreißigern auftritt.
ihn jedoch nicht bezahlt habe, habe er ſeine Entdeckungen
Unter dieſer äußeren Schicht befindet ſich aber immer noch
veröffentlicht. (?)
Frau Peter Benz Witwe,
die eigentliche Haut in all' ihrer jugendlichen Schönheit und
Familie Georg Benz XIV.,
Lebenskraft, ſie bildet die natürliche Quelle eines ſchönen
Die engliſchen Stimmrechtsweiber.
Familie Wilhelm Brücher,
Teint. Ein unſchöner Teint wird nur durch die oben er=
* London, 6. Juni. Während der Sitzung der Frie=
wähnten
welken Partikel hervorgerufen, und um dem Teint
Peter Benz.
densdelegierten im St. Jamespalaſt hielt die Liga für die

ſeine jugendliche Friſche wiederzugeben, muß man dieſe
Freiheit der Frau vor dem Palaſte eine Verſammlung
Arheilgen, den 9. Juni 1913.
entfernen. Um das zu erzielen, lege man allabendlich ein
ab. Es wurden Reden gehalten, wobei eine Rednerin
wenig reines Parinolwachs auf, von dem man ſich eine
dreimal von ihrem Platze heruntergeholt wurde. Drei
Die Beerdigung findet Dienstag, den 10. Juni,
entſprechende Quantität in der Apotheke oder Drogerie
Frauen wurden verhaftet. Die Frauenver=
nachmittags
3½ Uhr, vom Trauerhauſe Mühl=
holen
laſſen kann. Dieſes vegetabiliſche Wachs beſitzt die
ſammlung proteſtierte gegen die Regierung, die glaube,
(12735
ſtraße 37 aus, ſtatt.
merkwürdige Eigenſchaft, die vertrockneten, abgeſtorbenen
den Frieden im Auslande ſichern zu können, während ſie
äußeren Hautpartikel aufzuweichen und zu löſen, ſo daß
den Frieden im Inlande nicht erhalten könne.

gerade genug der äußeren Schicht übrig bleibt, um die
Dermis, die eigentliche Haut, zu bedecken und zu ſchützen.
Frohgelannte Kinder, geſunde Kinder.
e
Seife, Waſſer und Cold-eream entfernen nur die loſeſten
Hauptverſammlung des Vereins der Detailliſten
Winke für Mütter.
Partikel und können daher die natürliche Schönheit der
um 9 Uhr im Reſtaurant Chriſt (Grafenſtraße),
Geſichtshaut niemals voll zutage treten laſſen, wie dies
Du darfſt von Deinem Kinde nicht erwarten, daß es
Generalverſammlung der Ortskrankenkaſſe Mer=
mit
reinem Parinolwachs erreicht wird; die ſchnelle Beſ=
Dir ſagt, was und wo ihm etwas fehlt. Du, die Mutter,
kur um 8 Uhr im Reſtaurant Sitte
ſerung des Ausſehens wirkt äußerſt frappant. (VI,12731
biſt naturgemäß diejenige, welche täglich das Weſen und
ilder vom Tage. (Auslage: Expedition, Rhein=
Treiben der Kleinen überwacht, und die jede Störung ſo=
ſtraße
23.) Die Richard Wagner=Büſte in der Wal=
Ein frohlicher Gefährte
fort erkennen ſollte. Von Dir wird zu allererſt Rat und
halla bei Regensburg (Blick in die Halle während der
Hilfe erwartet.
auf Deiner Erholungsreiſe, der Dich in Stimmung bringt,
Feierlichkeiten bei der Aufſtellung der Büſte); von der
Nun zeigt ſich ja jede, ſelbſt die geringſte geſundheitliche
Dir die Schönheiten der Natur in hellen Farben malt
Frühjahrsparade auf dem Tempelhofer Felde bei Ber=
Störung bei den Kleinen alsbald durch ein Nachlaſſen des
und Dich ſchützt gegen Abſpannung und ſchlechte Laune!
lin; Baronin Berta v. Suttner (zur Feier ihres 70.
Spieleifers, durch ein Schwinden der fröhlichen Laune.
Ein ſolch fröhlicher Geſelle ſind die echten Kola=Paſtillen
Geburstages); zur Erſtaufführung von Gerhart Haupt=
Treten zu dem noch Appetitmangel, belegte Zunge, un=
Dallkolat.
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manns
Jahrhundertfeſtſpiel in Breslau.
ruhiger Schlaf und dergleichen Anzeichenmehr, dann zögere
theken und Drogenhandlungen. Jedenfalls in der Adler=
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nicht länger, ſondern gib Deinem Liebling einen Kaffee=
Apotheke, Beſſunger und Engel=Apotheke. Ferner Hof=
Dienstag, 10. Juni.
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Störungen ſchwinden, und das Kind wieder munter und
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loſer Weiſe, regelt den Stuhlgang und beugt Verſtopfung
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
zeigen hocherfreut an
vor. Eine genaue Gebrauchsanweiſung für die Anwen=
Reich und Ausland: i. V.: Max Streeſe; für den übrigen
dung bei Erwachſenen und Kindern liegt jeder Flaſche
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
Oberingenieur Konr. Köninger
bei. Eine Flaſche Califig gehört in jede Hausapotheke,
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
damit man ſie immer bei der Hand hat. Wenn Du noch
aus der Geſchäftswelt: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
und Frau Bobby, geb. Arnold.
keine haſt, dann vergiß nicht, Dir eine beim nächſten Aus=
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
gange zu beſorgen.
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
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[ ][  ][ ]

Nummer 132.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 9. Juni 1913.
Seite 9.


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Darmſtadt, den 5. Juni 1913.
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ſand verſcwigene Duelle des Zedens nührie, deaß ne
ihres Gartenfeſtes nicht beſorgt zu ſein; der äußere Rah=
Ich liebe Dich!
um ihn rauſchten und ſprudelten und zu flutendem Meere
men befriedigte alle Erwartungen.
Roman von Guido Kreutzer.
Dementſprechend äußerte ſich auch die Landrätin von
wurden, auf deſſen Grund er niedertauchte, um ſich ſein
(Nachdruck verboten.)
Burlach, die mit der Hausfrau Arm in Arm die Kies=
Glück heraufzuholen.
Mit verächtlichem Lachen ſchlug er eine Bremſe bei=
wege
entlang ſchlenderte und ſie auf einer letzten In=
Nur hieß dieſe Frau nicht Adeline Marwa.
,
ſpektionstour begleitete.
e, die ſeinem Gaul um die Ohren ſurrte.
ſeite
IV
Ich bitte Dich, hat man ſo was ſchon gehört? Läßt
Als ſie an einem freien Raſenviereck vorbeikamen,
Es mochte gegen ſieben Uhr ſein, als die erſten Gäſte
ſich ſolch ein alter Krauter von dem jungen Ding ein=
wo
die lange Tafel in Hufeiſenform gedeckt war, blieb ſie
anlangien. Schließlich hatte man doch ſchon Juni; und
packen! Natürlich habe ich ihm gehörig auf die Hühner=
überraſcht
ſtehen.
da bedeutete es wahrhaftig kein Vergnügen, im Sonnen=
angen
getreten, anſtatt ihn zu bemitleiden. Und im übri=
Welch reizende Idee, liebſte Freundin, im Freien zu
brande ſtundenlang auf der ſtaubigen Kreischauſſee
gen iſt das alles ja nur Spielerei, denn auf dem Grunde
ſpeiſen! Sie entzücken Ihre Gäſte doch jedesmal aufs
herum zu karriolen! Am Abend war das doch eine ganz
verſtehen ſich die beiden Herrſchaften ganz ausgezeichnet.
neue!
Ich glaube faſt, wenn das Mädel ſich mal verheiratet,
andere Sache!
Sie war eine noch junge Frau; nicht ſchön, aber von
Den ganzen Nachmittag über hatte der Baron ſpren=
geht
der olle Elias ein wie ein krankgeſchoſſener Hirſch.
einer Liebenswürdigkeit, der ſich willig alle Herzen beug=
gen
laſſen; jetzt herrſchte im Dämmergrün des Parkes
Der Artilleriſt ließ dem iriſchen Wallach die Zügel
ten. Ein kleines zierliches Perſönchen, an dem groß und
wundervolle Kühle. Die Platanen und Ulmen warfen
loſer. Und während er die federnden Gänge parierte,
bedeutend einzig die Augen waren.
lange ſchräge Schlagſchatten; wie eine Bürſte ſtand der
grübelte er über die ſonnendunſtige Landſchaft hinweg
Die Baronin hatte ſich im Weiterpromenieren ein=
friſchgeſchorene
Raſen; aus dem Warmhauſe und den
mit Gedanken, die ihm immer wieder unter den Händen
gehakt.
abgedeckten Zierbeeten hatte der Gärtner heranſchleppen
Die letzten Jahre iſt es hier auf Margenthin ein we=
zerflatterten
.
müſſen, was an Pflanzen und Sträuchern irgendwie
Er hatte in Felddienſt und Pflichterfüllung drei harte
nig ſtill geworden. Wir zwei alten Leute . . . und mein
repräſentabel war. Davon waren im Park überall lau=
Jahre ſeine Jugend niedergehalten, jetzt aber fiel ſie ihn
Sohn ſo weit fort! Aber jetzt, wo er wieder in Deutſch=
ſchige
Plauderecken gebildet; mit ein paar Korbſeſſeln,
plötzlich hinterrücks an. Er fühlte ſich wehrlos dagegen.
land iſt, werden wir die Geſelligkeit natürlich in größe=
einem
kleinen Tiſch, Windlichtern oder Lampions. Von
rem Umfange aufnehmen
Er hatte nur die wohlige Empfindung, als ginge ein war=
dem
Weizenſchlag, der gleich hinter den Taxushecken der
mer, rieſelnder Strom durch ſeine Bruſt.
Alſo Ihr Günter gefällt mir! lachte die kleine Frau
Er dachte an irgendeine Frau eine Frau, die ihm
Umfriedigung begann, kam der Duft reifenden Getreides
offenherzig. Famos denke ich mir das, ſolchen Afrikaner
herüber,
in der Familie zu haben!
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Weib und Kameradin und Weggenoſſin zugleich

[ ][  ][ ]

Nummer 132.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 9. Juni 1913.
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Gaſtgeberin dem Herrenhauſe wieder zuſchlenderte
Die Baronin nahm ihr Kleid auf, da die Wege noch
tief Atem, als ſtände ſie in dieſem Moment vor der Kai=
nahm
ſie ſich feſt vor, ſich für die Folgezeit öfters in
immer feuchte Stellen aufwieſen.
ſerloge.
Margenthin ſehen zu laſſen.
Ueberhaupt der grüne Raſen! Der beſitzt für mich ſe
Was hat man denn ſchon von den Kindern, wenn ſie
Es war auch wirklich ganz entzückend hier!
größer werden? Es klang reſigniert. Sehen Sie, liebe
etwas Myſtiſches, Geheimnisvolles. Ich muß dabei im
*
gnädige Frau, nun iſt er nach drei Jahren Afrika glüc=
mer
an die Turnierplätze aus der Zeit der Hohenſtaufen
Als die beiden Damen auf der Terraſſe wieder an=
lich
ein paar Wochen hier geweſen, und kaum, daß ich
oder Valois denken, wo die Kavaliere ihre Ringſtechen
langten, hatten ſich dort bereits viele neue Gäſte einge=
ausfochten
Deshalb habe ich auch ſchon von jeher für
meines Glückes ein bißchen froh geworden bin, muß er
funden, und noch immer fuhren Wagen vor.
ſchon wieder nach Berlin zurück.
alle Rennreiter, ſoweit ſie nicht etwa Profeſſionals ſind
Die Hausfrau hatte alle Hände voll zu tun, um die
Pauſe
eine fanatiſche Vorliebe gehabt
Ankommenden zu empfangen und zu begrüßen. Der
Und dann gibt es außerdem noch eine andere Aehn=
Und dann kommt eine Zeit, wo ich wohl nie mehr
Baron ſekundierte unermüdlich und auch Günter, als der
eine ruhige Minute haben werde
was meinen Sie wohl, liebſte Baronin, wenn
lichkeit
Sohn des Hauſes, blieb nicht müßig.
Ihr Günter irgend ein klaſſiſches Rennen gewinnt, wie
Eine Liebesgeſchichte! witterte das Rokokofigürcher..
Die meiſten Herrſchaften kannte er ja ſchon von ſeiner
zahlloſe Frauenherzen ihm zufliegen!! Förmlich wühlen
Bitte, bitte erzählen, liebſte Baronin! Ich verſpreche
Kadettenzeit und dem erſten Offiziersjahre her.
wird er in ihnen können und ſich das begehrenswerteſte
Ihnen, ich bin verſchwiegener als das ganze Landrats=
Natürlich war er überall der Mittelpunkt. Nach ſo
amt!
ausſuchen
langer Abweſenheit! Und drei Jahre ſind eine endloſe
Aber als ſie mit dieſer effektvollen Perſpektive ge=
Dabei funkelten ihre Augen in ſo ſtrahlender Er=
Zeit doppelt endlos, wenn man ſie in oſtpreußiſcher
ſchloſſen hatte und ſich jetzt ſtrahlend der Baronin wieder
wartung, daß Frau von Oſtheeren unwillkürlich lächeln
Abgeſchiedenheit verlebt und nur hin und wieder Gele=
mußte

zuwandte, erſchrak ſie.
genheit und Vorwand findet, nach Berlin auf einen lüt=
Die zitternde Bläſſe, die über das Geſicht der alten
Aber dieſes Lächeln erloſch bald wieder.
ten Schuß Weltſtadtluft hinüber zu rutſchen.
und wie unſicher, faſt hilflos die Er=
Dame rann . .
Das iſt es nicht, ſondern er will in den Rennſattel
Der Abend ſtand im Zeichen Afrikas und Günter von
ſteigen. Schon auf dem Kadettenkorps träumte er immer
widerung kam:
Oſtheerens. Und wenn der Artilleriſt auch im geheimen
Ic.
Daran hatte ich ja noch gar nicht gedacht!!
von dieſem ſeinem höchſten Wunſch. Und jetzt ſoll er
über die Unbequemlichkeiten ſeiner Favoritenſtellung
meinte nur ſein Leben, das er dabei aufs Spiel ſetzt!
in die Tat umgeſetzt werden. Ich habe vergebens ver=
fluchte

Es war eine Stille
eine Schwäche verriet er nicht.
ſucht, ihn davon zurückzubringen oder ihn wenigſtens zu
,
veranlaſſen, ſeine Abſicht bis zum nächſten Frühjahr auf=
Und die kleine Frau glaubte plötzlich in inſtinktiver
Zum zehnten ach was! zum zwanzigſten Male
Ahnung zu wiſſen, daß nicht Ehrgeiz und nicht Begei=
zuſchieben
. Aber ich bin wieder einmal nicht durch=
ſchilderte
er ſeine afrikaniſchen Abenteurer mit immer
gedrungen; um ſo mehr, als mein Mann ihn noch in ſei=
ſterung
allein den famoſen jungen Baron vor drei Jah=
gleichbleibender
Bereitwilligkeit; ſcherzte; lachte; erwiderte
ren nach Südweſt getrieben.
nem Vorhaben unterſtützt und ihm zuredet, die Sommer-
ſchlagfertig
luſtige Neckereien; dankte mit ſarkaſtiſcher Ver=
und Herbſtkampagne auszunutzen.
Sie hatte ſich ſchon immer gewünſcht, mal einen rech?
neigung, als die hochblonde elegante Frau von Krellßow,
intereſſanten Mann kennen zu lernen.
Recht hat er! entſchied Frau von Burlach mit ener=
die
Gattin des Kommandeurs der Braunsberger Drago=
giſcher
Handbewegung. Gönnen Sie ihm doch dieſes
Und hier
ner, ihm den Spitznamen africanus major aufhängte.
ein junger Herrenreiter, Gardeoffizier
..
Vergnügen nach den drei Jahren! Denken Sie nur
mit irgend einer romantiſchen Herzensaffäre, die er
Und wandte ſich plötzlich in all dem Lachen und Seide=
mal
, wenn Ihr Günter das Große Karlshorſter Handt=
natürlich
vergebens
und Sporengeklirr und Stimmengewirr an ſei=
unter
den wilden Horden in
cap oder den Silbernen Schild oder gar die Armee
Afrika, unter Sonnenbrand und Todesnot zu vergeſſen
nen Vater, der in der Nähe ſtand und einem wehrloſen
gewinnen würde und ihm Majeſtät eigenhändig den
geſucht hatte . . . alſo wenn das noch nichts Intereſſan
Opferlamm, einem Gerichtsaſſeſſor aus Tilſit, etwas von
Preis überreichte!
tes
wir!
Hurab, Großem Fiſchfluß und Karas=Gebirge erzählte,
Sie war einerbegeiſterte Patriotin. Sie holte ganz
Jedenfalls während ſie Arm in Arm mit der
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

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Nummer 132.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 9. Inni 1913.
Seite 15.
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Seite 16.

Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 9. Junt 1915.
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Nummer 152.

[ ][  ][ ]

1. Beilage zum Darmſtädter Taablatt.
2 152,
Montag, 9. Inni.
1913.
Mlute der Lederhaut
m
1
man jeden Blutandrang nach dem Geſicht, alſo jede Er=
hat
ſich ein Sport entwickelt, der wie keine andere Beweg=
hitzung
desſelben, vermeiden. Die Geſichtshaut darf fer=
Muo
ung das Geſicht rötet, der Automobilſport. Das Fahren
ner nicht mit zu kaltem Waſſer, ſondern nur mit lauwar=
im
offenen Wagen verleiht dem Geſicht bald eine ſtarke
verleiht die echte Jachenoeer-Jueg
mem gewaſchen werden. Die Seife kann für das Geſicht
Rötung. Damen, die auf blaſſen Teint halten, ſind daher
beste Lillenmilchseifof. zarte, weisse Hautvon Bergmann &Co., Radebeul &2
nie zu gut und zu milde ſein. Das Teuerſte iſt hier immer
keine Anhängerinnen des neueſten Sports, es ſei denn,
das Beſte, alſo auch das Billigſte. Man kann zur Pflege
daß ſie ſtets im geſchloſſenen Wagen fahren können. Die
des Geſichts nicht zuviel tun, denn es iſt doch derjenige
Neigung zur Rötung des Geſichts iſt ſehr verſchieden, auch
Teil unſeres Körpers, mit dem wir ſtets mit der Außen=
unter
ganz gleichen Bedingungen. Das Temperament
Kongreſie und Verbandstage,
weilt in Beziehung und Berührung ſtehen. Das Geſicht
ſpielt da eine große Rolle. Der leicht erregbare Menſch
trägt auch die Organe, welche uns die Erſcheinungen in
Generalverſammlung des Internationa=
hat
mehr Anlage zur friſchen Geſichtsfarbe als eine kühle
unſerer Umgebung zutragen, die Sinnesorgane. Das
len Hotelbeſitzer=Vereins.
Natur oder eine phlegmatiſche Perſon.
Geſicht iſt daher von ganz beſonderer Bedeutung, es inter=
S.u H. Köln 6. Juni. Die Beratungen der 42.
Größere Unterſchiede als bei normal geſunden Men=
eſſiert
uns am meiſten an unſeren Nebenmenſchen. Ein
ordentlichen Generalverſammlung des Internationalen
ſchen treten bei kranken auf. Hier ſind dieſe Veränder=
ſchönes
, ein liebes Geſicht iſt der beſte Empfehlungsbrief.
Hotelbeſitzer=Vereins begannen mit einer Begrüßungsfeier,
ungen meiſt ſehr lehrreich. Die blutleeren Lippen und
Ob ein Menſch klug oder dumm, ob er hart= oder weich=
zu
der ſich ca. 150 Mitglieder des Vereins eingefunden
bleichen Wangen junger Mädchen ſagen uns, daß dieſel=
herzig
iſt, das Geſicht verrät es uns. Blick, Mienen und
batten. Als Ehrengäſte waren Regierungspräſident Dr.
ben an Blutarmut und Bleichſucht leiden. Chroniſche
Sprechweiſe geben dem Antlitz das Gepräge und laſſen
v. Blaul (Ansbach), der Präſident der Königl. Bayeriſchen
Nierenleiden zeigen eine ähnliche Geſichtsfarbe bei dem
uns in das Innere des Menſchen, in ſeine Seele und ſein
Bank. Staatsrat v. Burkhard (Nürnberg), der Präſident
betreffenden Patienten. Mehr gelblich iſt die Bläſſe bei
Herz ſehen, wenn auch der eine weniger als der andere
der Eiſenbahndirektion Nürnberg, Kalkbrenner, Oberpoſt=
lange
andauernden Magenleiden und Darmerkrankungen.
ſein Innenleben zur Schau trägt. Ganz verbergen kann
direktor Bals und Kommerzienrat Generaldirektor Dr. von
Hier hat die Haut ihre Elaſtizität verloren, ſie iſt ſchlaff
es keiner. Auch die Geſichtsfarbe hat ihre Sprache, ſie
Petri, ſowie Oberbürgermeiſter Dr v. Schuh anweſend.
und faltig, ſelbſt bei jungen Leuten. Die Haut der Tuber=
kann
uns manches offenbaren in bezug auf den geſund=
An die Begrüßungsfeier ſchloß ſich ein von der. Stadt
kulöſen iſt weich, blaß und durchſichtig, gleichſam von einem
heitlichen Zuſtand des Körpers. Beruf, Beſchäftigung,
gegebenes Frühſtück im Rathauſe. Die Verhandlungen
ätheriſchen Schimmer übergoſſen. Da dieſe ſchlimme und
Leidenſchaft, Wohlbefinden und Krankſein geben ſich durch
ſelbſt fanden im Hotel Goldner Adler unter Leitung von
leider auch ſehr häufige Krankheit von Fieber begleitet
die Farbe des Geſichtes ſehr oft zu erkennen und bietet
Hoyer (Köln) ſtatt. Der Verein zählt wie der Vor=
iſt
und dieſes abwechſelnd ſteigt und fällt, ſo finden wir
namentlich dem Arzte wichtige Fingerzeige für die Beur=
ſitzende
bekannt gab, heute 1665 Mitglieder und verfügt
die Wangen im erſteren Falle mit einer zarten Röte über=
teilung
eines Leidens. In der Jugend iſt die Geſichts=
über
ein Vermögen von 169061 Mark. Der Vorſitzende
zogen, den ſogenannten Kirchhofsroſen. Am charakteri=
farbe
im allgemeinen roſiger und zarter als in ſpäteren
ſtreifte in ſeiner Eröffnungsrede die Einführung des Welt=
ſtiſchſten
färbt die Gelbſucht das menſchliche Antlitz. Da
Jahren. Mit der angenehmen Friſche der Farben ver=
pennyportos
, die Regelung des Lehrlingsweſens und die
finden wir das leichte Gelb bis zur Zitronenfarbe, und
bindet ſich in der Jugend ein feiner lebenswarmer Ton.
Errichtung einer Hochſchule für das Hotelweſen und ſchloß
von da hinab bis zum tiefen Schwarzgelb. Dieſe Ge=
während
im Alter langjährige Gewohnheiten und Beruf
mit dem Wunſche, daß die Verhandlungen für das Ge=
ſichtsfarbe
wird hervorgebracht durch den Eintritt der
dem Geſicht ihren Stempel aufgedrückt haben. Auch bei
werbe reichen Erfolg bringen möchten. Nach Genehmig=
Galle ins Blut. Durch einen Verſchluß der Gallengänge
den Geſchlechtern beſteht im allgemeinen ein Unterſchied
ung der Jahresbilanzen und des Voranſchlags für 1914
oder eine ſpezielle Erkrankung der Leber erfolgt die
in der Geſichtsfarbe.
erſtattete Dr. Knapmann (Köln) den Bericht der volks=
Gallenabſonderung nicht wie es ſein ſollte, durch den
Wie alles beim zarten Geſchlecht weicher und runder
wirtſchaftlichen und Verſicherungs=Abteilung. In demſel=
Darm, ſondern ſie nimmt ihren Weg rückwärts durch das
iſt als beim Manne, ſo auch der Farbenton der Haut, der
ben wird nachdrücklich die Forderung einer Vertretung
Blut. Auch Herzleidende haben eine ſchwach gelbliche
zu einem Schönheitsmittel erſten Ranges werden kann.
des Hotelgewerbes in den Handelskammern und denſöffent=
Geſichtsfarbe, doch hat dieſes Gelb wieder einen anderen
In der Tat ſpielt der Teint eine ſehr große Rolle beim
lichen Korporationen gefordert. Dann wurden die Wah=
Ton, da es auf einem bläulichen Untergrund aufgetra=
ſchönen
Geſchlecht. Dieſe Schönheit muß aber aus einer
len vorgenommen aus denen als erſter Vorſitzender ein=
gen
iſt, der durch die Stauung des Blutes im ganzen
natürlichen Quelle fließen, aus derjenigen der vollkom=
ſtimmig
wieder Otto Hoyer (Köln), als erſter ſtellver=
Blutkreislauf bedingt iſt.
menen Geſundheit. Jeder ſchlechte Teint iſt entweder eine
tretender Vorſitzender Landſee (Innsbruck), als zweiter
Perſonen, die ſehr gut eſſen und nicht arbeiten oder
Krankheit der Haut oder der Reflex einer Störung inneket
Vorſitzender Stracké (Oſtende) hervorgingen; als Aus=
zu
lange ſchlafen, bekommen mit der Zeit eine eigentüm=
Organe und allgemeiner Funktionen. Alle Verunreinig=
ſchußmitglieder
wurden neu gewählt Banſchaff ( Stutt=
liche
, transparente Bläſſe. Das ungenügende Verarbeiten
ungen der Haut ſind daher als primäre oder ſekundäre
gart) und Herling (Hamburg). Den Bericht über den
der Nahrungsmittel erzeugt langſamen Stoffwechſel, die
Hautleiden zu betrachten, welche, wenn ſie nicht bloß
Prüfungsausſchuß und die Errichtung eines internatio=
Gefäße der Haut erſchlaffen, die Aufſaugung der in das
vorübergehend durch Magenverderbnis, Erkältung oder
nalen Inſtituts für das Hotelbildungsweſen erſtattete
Unterhautzellgewebe ausgehauchten dunſtförmigen Feuch=
dergleichen
bedingt ſind und damit auch wieder verſchwin=
Landſee (Innsbruck), der einen Ueberblick über die lanz=
tigkeit
wird beſchränkt, und es entſteht ein leichter Grad
jährigen Vorarbeiten gab und ſodann auf die für den
den, als Leiden zu behandeln und nicht mit äußerlichen
von Hautwaſſerſucht.
Teint= oder Schönheitsmitteln. Freilich iſt die Empfind=
Herbſt 1914 in Ausſicht genommene Eröffnung des In=
Ein ganz geſunder Menſch dagegen hat ſtets eine
lichkeit der Haut nicht bei allen Menſchen gleich, die einen
ſtituts in Düſſeldorf hinwies. Die Verſammlung beſchloß,
ſchöne, angenehme Geſichtsfarbe.
brauchen gar keine Hilfsmittel, um einen ſchönen Teint
auf die Dauer von zehn Jahren und eventl. auch weiter=
zu
behalten, die anderen dagegen ſehr. Um die Haut in
hin einen jährlichen Zuſchuß von 10000 Mark für die An=
ſtalt
zu gewähren In der Frage der Trinkge lder=
einem
normalen Zuſtande zu erhalten, die Weiße und den
reform wurde eine Reſolution angenommen, wonach die
Glanz derſelben zu fördern, die Bildung ſaurer oder ran=
Mitglieder verpflichtet ſind, dem Publikum die Möglichkeit
ziger Zerſetzungsprodukte zu vermeiden, iſt es zu empfeh=
zu
geben, das Trinkgeld abzulöſen, indem die Hotels die
len, jeden Morgen das Geſicht mit einer Löſung von Bo=
e
Se,
rax zu waſchen. Der Borax iſt das mildeſte und unſchäd=
Verteilung eines prozentualen Rechnungsbetrages unter
Wahrung der Freiwilligkeit der Ablöſung durch das Pu=
lichſte
Alkali, welches wir haben. Eine Löſung von 30
23
Gramm Borax auf eine Weinflaſche voll Waſſer iſt die
blikum übernehmen. Die nächſte Tagung findet in Paris
ſtatt. Damit war die Tagesordnung erſchöpft und die
geeignetſte, die man auch zu gleicher Zeit als Mund= und
(= 2.

Zahnwaſſer gebrauchen kann.
Verſammlung wurde vom Vorſitzenden geſchloſſen.
Einen großen Einfluß auf die Geſichtsfarbe hat die

Lebensweiſe. Menſchen, welche den größten Teil ihres
Lebens in geſchloſſenen Räumen zubringen, ſogenannte
Sommerſproſſen und Geſichts=
Stubenmenſchen, die haben ſtets eine bleiche Geſichtsfarbe.
Dagegen finden wir eine friſche, blühende, rote Geſichts=
farbe
.
farbe bei allen, die ihr Beruf viel ins Freie führt. Was
Von Dr. W. Teſchen.
aber hier zur Rötung des Geſichts führt, das iſt weniger
Große Sorgen machen vielen Perſonen die häßlichen
die friſche Luft als vielmehr der häufige und ſtarke Tem=

Sommerſproſſen, die vorzugsweiſe der Einwirkung von
peraturwechſel. Die Farbe des Geſichts hängt nämlich
davon ab, wie ſtark das rote Blut durch die Haut ſchim=
Sonnenſtrahlen ihren Urſprung verdanken. Sie finden ſich
mert. Die feinen Aederchen und Haargefäße, durch welche
deshalb auch nur an Körperſtellen, die unbedeckt getragen
werden, meiſtens im Geſicht. Sie zeigen ſich gewöhn=
das
Blut hindurchflutet, werden durch die Wärme der Luft
lich zu Anfang des Sommers und verſchwinden im Win=
ausgedehnt
und durch die Kälte zuſammengezogen. Er=
folgen
dieſe Spannungsextreme oft und ſtark, wie es im
ter wieder. Aeußerliche Mittel, um die böſen Flecken aus
Freien in Wirklichkeit geſchieht, ſo verlieren ſie allmäh=
dem
Geſicht zu vertreiben, gibt es eine große Anzahl, lei=
lich
ihre Elaſtizität, dehnen ſich immer mehr aus, erwei=
der
helfen ſie alle nichts, mögen ſie noch ſo ſehr angeprie=
tern
ſich wie ein oft gebrauchter weicher Gegenſtand. Das
ſen werden. Wirkungsvoll ſind manchmal die Waſch=
Blut durchläuft demgemäß in größeren Räumen und da=
waſſer
, welche Queckſilberſalze enthalten, alſo der ärzt=
Unsere Marine
mit auch in größerer Menge die betreffenden Kanälchen,
lichen Verordnung bedürfen. Eines der berühmteſten
dieſe röten ſich alſo mit der Zeit immer mehr. Wie ein
Mittel iſt das folgende: Sublimat 1 Teil, Roſenwaſſer
Erstklassigt
plötzlicher Temperaturwechſel die Geſichtsfarbe verändern
200 Teile, Glyzerin 100 Teile, Kölniſches Waſſer 50 Teile,
kann, ſieht man am deutlichſten bei einer Perſon, die, aus
Kampferſpiritus und Talk je 10 Teile. Mit dieſer Miſch=
ſtarker
Kälte kommend ein warmes Zimmer betritt. So=
ung
befeuchtet man das Geſicht und die anderen Stellen
G AGOREEDEN
fort überflutet eine tiefe Röte das Antlitz,
morgens und abends tüchtig. Hält man dabei das Geſicht
Grösste deutsche
Jeder lange Aufenthalt im Freien rötet das Geſicht,
kühl und meidet jedes ſtärkere Sonnenlicht, ſo ſchwinden
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noch ſchneller aber und intenſiver, wenn man im Freien
die böſen Flecken bald. Da die Farbe der Sommerſproſſen
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