Darmstädter Tagblatt 1913


05. Juni 1913

[  ][ ]


&e
1e
d

A
Abonnementspreis
Inſerate
176. Jahrgang

monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
werden
angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage:
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. Bei
für Aufnahme von Anzeigen an vorge=
gerichtlicher
Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des
Großh.
Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 129.
1913.
Donnerstag, den 5. Inni.
aber das größere Recht Griechenlands ſcheint doch obge=
Die heutige Nummer hat 16 Seiten.
Frankreichs Kulturexpanſien
ſiegt zu haben, wogegen über andere Gebietsteile die
wird in den neueſten Grenzboten vom Bielefelder Ober=
Zänkereien fortdauern und auch ſchon zu blutigen Kämp=
realſchuldirektor
Dr. Oſt in beachtenswerter Weiſe er=
fen
führten. Die endgültige Einigung iſt ein dringendes
Das Wichtigſte vom Tage.
örtert. Dr. Oſt verſteht darunter die ſtillen und zielbe=
Bedürfnis, und es muß erwartet werden, daß die Groß=
Die Zweite Kammer hat ſich geſtern nach Annahme
wußten Beſtrebungen, den Kultureinfluß Frankreichs zu
mächte ihre Abſichten hinſichtlich der Grenzen Albaniens
des Antrags Mergell, betreffend den Ausbau der Neben=
verbreiten
und ſo politiſchen Einfluß zu gewinnen. Man
baldigſt zum Abſchluß bringen, damit die Balkanſtaaten
bahnen im mittleren Odenwald, bis zum Herbſt vertagr.
verbreitet ſyſtematiſch die Kenntnis der franzöſiſchen
wiſſen, welches Gebiet ihnen zur Auſteilung verbleibt.
Der Kaiſer wohnte geſtern der Zweihundertjahrfeier
Sprache, Literatur, Kunſt und Wiſſenſchaft uſw. und ſtellt
Alle anderen Entſcheidungen über Albanien können ſpä=
mit
Denkmalsenthüllung in Geldern bei
dieſer kulturellen Expanſion tendenziös die militäriſche,
ter erfolgen, die Hauptſache iſt zunächſt, daß die Verbün=
Die Budgetkommiſſion des Reichstags lehnte
induſtrielle und handelspolitiſche Expanſion Deutſchlands
deten wiſſen, woran ſie ſind. Und das ſollte geſchehen,
den Antrag der Sozialdemokraten auf
Heranziehung der Toten Hand zum Wehrbeitrag
gegenüber. Dabei werden die einzelnen Länder plan=
bevor
die vier Miniſterpräſidenten zuſammentreten, um
gegen die Stimmen der Antragſteller und der Fort=
mäßig
bearbeitet. Die drei Univerſitäten Bordeaux, Tou=
die
Streitfragen über die Gebietsteilung der Löſung ent=
ſchrittler
ab.
louſe, Montpellier ſtellen für Spanien die nötigen
gegenzuführen. Wir geben uns immer noch der Hoffnung
as Luftſchiff Viktoria Luiſe‟
hat geſtern
Profeſſoren, die Vorleſungen über franzöſiſche Sprache,
hin, daß es zu einem kriegeriſchen Konflikte zwiſchen den
vormittag 8 Uhr 50 Min. die Reiſe nach Potsdam an=
Geſchichte uſw. zu halten, ſowie franzöſiſch=ſpaniſche Stu=
Balkanſtaaten nicht kommt, und daß dieſe ſich einem güt=
getreten
.
dentenvereinigungen zu bilden haben. Die Univerſitälen
lichen Zureden der Großmächte nicht unzugänglich zeigen
nfolge Blitzſchlages brannte die Filzfabrik in
Alf bei Trier ab. Alle Maſchinen und Vorräte ſind
Lyon, Grenoble und Marſeille haben Italien als Feld
werden.
zerſtört. Der angerichtete Schaden beläuft ſich auf über
derſelben Betätigung übernommen. Den Univerſitäten
eine Million.
Paris und Nancy iſt die ſlaviſche Welt als Arbeits=
der
Freiſpruch des Angeklagten Deſy hat
Deutſches Reick.
domäne überwieſen, während außerdem in Petersburg
in Peſt ungeheure Senſation erregt. Es ſind große
Zur Wohnungsfrage. Die Kommiſſion des
eine kleine franzöſiſche Univerſität für Rußland be=
Demonſtrationen gegen die Regierung zu erwarten. Die
Reichstages, die ſich ſeit März 1912 mit der Beratung der
Peſter Garniſon und Polizeimannſchaft haben Bereit=
gründet
wurde. Auch auf Belgien, die Vereinig=
ſchaftsbefehl
erhalten.
Wohnungsfrage beſchäftigt, hat ſoeben den dritten Teil=
ten
Staaten und das lateiniſche Südamerika
Auf dem Bahnhofe von Bad Auſſee hat ſich
bericht erſtattet. Sie ſchlägt darin dem Plenum die An=
erſtreckt
ſich eine ähnliche Tätigkeit, ganz abgeſehen von
ein ſchweres Eiſenbahnunglück zugetragen.
nahme einer Reſolution vor, in der es heißt: Nachdem
franzöſiſchen Zeitſchriſten, die in verſchiedenen Ländern
Zwei Züge ſtießen zuſammen, wobei zwei Perſonen ge=
durch
Beſchluß des Bundesrats die Einführung von Woh=
als
Mittel der franzöſiſchen Kulturpropaganda herausge=
tötet
und ſechs ſchwer verletzt wurden.
nungsaufſichtsgeſetzen den Einzelſtaaten überlaſſen iſt, er=
geben
werden. Dieſe geſamte Arbeit ſteht im Dienſte des
Der Streik im
Zentrum der engliſchen In=
ſucht
der Reichstag die verbündeten Regierungen, folgende
duſerie wächſt beſtändig. Die Streikenden in den
franzöſiſchen Gedankens, den Glauben an die Ueber=
Midlandbezirken zählen jetzt einige 30 000. Viele Tau=
Maßnahmen zur Belämpfung der Wohnungsnot umgehend
legenheit der franzöſiſchen Raſſe und der Einrichtungen
ſende vor Frauen und Kindern ſind bereits dem Hunger
in die Wege zu leiten:
Frankreichs bei den Völkern des Auslandes zu wecken und
preisgegeben.
Dem Reichstag einen Geſetzentwurf vorzulegen,
1.
zu befeſtigen. Die Ideen von 1789 werden mit den mo=
Infolge der anhaltenden Regengüſſe wur=
durch
den eine Ausgeſtaltung des Erbbaurechtes für
dernen Abrüſtungs= und Schiedsgerichts=Plänen in Ver=
den
durch Ueberſchwemmung des Battantales bei Barce=
Zwecke der Wohnungsfürſorge erfolgt;
lona zahlreiche Häuſer zerſtört, und viele Menſchen
bindung gebracht, Frankreich als Vertreterin der modernen
2. im Kaiſerlichen Statiſtiſchen Amte eine Abteilung
ſind ertrunken.
Menſchheit und des Fortſchritts, Deutſchland dagegen
für Wohnungsſtatiſtik zu ſchaffen, die regelmäßig min=
deſtens
alljährlich die Ergebniſſe der Wohnungsaufſicht,
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
als Verkörperung des Militarismus und des politiſchen
ſowie eine Ueberſicht über die Lage des Boden=, Bau=
Rückſchrittes geſchildert. Dieſe deutſchfeindliche Zuſpitzung
und Wohnungsmarktes in den einzelnen Bundesſtaaten
der franzöſiſchen Kulturexpanſion bedeutet eine doppelte
veröffentlicht;
Die Koſtendeckung.
Mahnung, ihr ein kräftiges Gegengewicht gegenüberzu=
im
Laufe dieſes Jahres eine Kommiſſion
einzuberuſen, die durch Vernehmung von Sachverſtän=
ſtellen
. Dr. Oſt empfiehlt vor allem die nachhaltigſte För=
** Bei der Berechnung des Ergebniſſes des Wehr=
digen
im kontradittoriſchen Verfahren die wirtſchaftlichen
derung unſerer Auslandsſchulen.
beitrages hat ſich herausgeſtellt, daß nach den letzten
und rechtlichen Grundlagen unſeres Nealtreditſyſtems,
ſowie des Abſchätzungs= und Beleihungsweſens der zu
ſin der Budgetkommiſſion des Reichstages beziehungsweiſe
Wohnungszwecken verwendeten Grundſtücke, beſonders
in der Subkommiſſion gemachten Vorſchlägen nur höch=
mit
Rückſicht auf die Bedürfniſſe des Kleinwohnungs=
Die Verſtändigungsaktion
ſtens 840 Millionen Mark einkommen werden, während
baues, prüft;
der Ertrag ſich auf eine Milliarde belaufen ſollte. Der
4. den Reichskanzler um Feſtſtellung von Grundſätzen
am Maſtan,
für die Veräußerung reichseigenen Geländes zu erſuchen.
Budgetkommiſſion wird nun nichts anderes übrig bleiben,
* Zu einer bulgariſch=ſerbiſchen Einigung ſcheint es
Weiter iſt in der Reſolution verlangt, daß der Reichs=
als
die Sätze zu erhöhen, die ſich bekanntlich zwiſchen 0,1
bei der Begegnung der Herren Geſchow und Paſitſch in
kanzler Veranlaſſung nehmen möge, die von der nach Zif=
und 1,5 Prozent vom Vermögen bewegten. Einer erheb=
Sutkowe noch nicht gekommen zu ſein, denn nach wie vor
ſer 3 einzuberuſenden Kommiſſion feſtgeſtellten Mängel, ſo=
lichen
Heraufſetzung der Sätze bedarf es ja nicht, jedoch
wird die Lage als ernſt geſchildert, weil beide Teile un=
weit
das Reich zuſtändig ſei, durch baldige Vorlage eines
wird die Kommiſſion gleich mit berückſichtigen müſſen, daß
nachgiebig ſind. Bulgarien fordert nach wie vor, daß
Reichsgeſetzes zu beſeitigen; die Bundesſtaaten ſollten
die geplante Kapitaliſierung des Einkommens unmöglich
Serbien den vor Beginn des Krieges abgeſchloſſenen Ver=
dann
erſucht werden, die anderen Mängel, denen gegenüber
durchführbar iſt, weil die daraus entſtehenden Ungerech=
trag
reſpektiere und ſich mit dem darin feſtgeſetzten Ge=
das
Reich nicht zuſtändig ſei, ſelbſt abzuſtellen.
tigkeiten in keiner Weiſe gutgeheißen werden können. Es
bietszuwachs begnüge, während man in Belgrad darauf
Der Hanſa=Bund hatte ſeinerzeit mit Unter=
dürſte
ſich empfehlen, in dieſer Hinſicht dem Regierungs=
beſteht
, daß Serbien die von ſeinen Truppen eroberten
ſtützung von über 250 kaufmänniſchen, induſtriellen und
entwurfe zu folgen, welcher eine getrennte Veranlagung
Teile der Türkei, insbeſondere faſt ganz Mazedonien, das
wirtſchaftlichen Verbänden in einer Eingabe an den
der Einkommen vorſchlug, die Sätze zu ſtaffeln und die
von Bulgarien als zu ſeiner Intereſſenſphäre gehörig
Reichstag geeignete Maßnahmen zur Durchführung eines
Einkommen ſchon von mehr als 5000 M. ab beitragspflich=
betrachtet
wird, behalte, da der ſerbiſche Anteil am Er=
einheitlichen
Zehnpfennigportos für Briefe des internatio=
tig
zu machen. Jedenfalls wird ſich hierfür ein gerech=
folge
des Feldzuges weit größer geweſen ſei, als ſich bei
nalen Verkehrs verlangt. Die Petitionskommiſſion hat
terer Modus als der in der Subkommiſſion verabredete
der Stipulierung jenes Vertrages habe vorausſehen laſ=
nunmehr
beſchloſſen, dieſe Eingabe dem Reichskanzler als
finden laſſen.
ſen. Weſſen Anſchauungen berechtigter ſind, läßt ſich
Material zu überweiſen. Es darf daher geſagt werden,
Seitens des Reichsſchatzamts iſt der Budgetkommiſ=
ſchwer
ermeſſen, vielleicht fällt dem Schwerte die Ent=
daß
der Wunſch von Gewerbe, Handel und Induſtrie we=
ſſion
weiteres Material zur Beurteilung der Steuervor=
ſcheidung
zu.
gen Einführung eines billigen Einheits=Weltportos ſeiner
lagen zugegangen. Daraus intereſſiert beſonders die
Dieſe ultima ratio zu vermeiden, haben ſich die
Verwirklichung nähergerückt iſt
vergleichende Darſtellung über die ſteuerliche Belaſtung
Großmächte ſchon bemüht, und ſie ſetzen ihre diesbezüg=
Das Ergebnis der Hauptwahlen zum
Deutſchlands, Englands und Frankreichs nach den ein=
lichen
Verſuche auch jetzt noch fort. Zunächſt gedenken
preußiſchen Abgeordnetenhauſe war am
zelnen Steuerarten. Wenn die Zahlen auch nichts neues
die Ballanſtagten, ſelbſt die Verſtändigung unter einander
Dienstag ſpät abends bekannt. 439 Abgeordnete wurden
ſagen, ſo wird uns doch wieder einmal vor Augen geführt,
zu betreiben, zu welchem Zwecke eine Zuſammenkunft der
definitir gewählt. In zwei Wahlkreiſen (Berlin 12 und
daß in England die Erbſchaftsſteuer 518 Millionen, in
vier Miniſterpräſidenten in Ausſicht genommen worden
Brandenburg=Weſthavelland) haben für vier Abgeordnete
Frankreich faſt 300 Millionen, bei uns aber nur 62 Mil=
iſt
. Nach dem Abſchluſſe des Präliminarfriedens mit der
Stichwahlen ſtattzufinden. Nach dem Ergebnis ſind ge=
lionen
Mark erbringt. Auf den Kopf der Bevölkerung
Türkei, deſſen einzelne Punkte wohl auch in den defini=
wählt
: 146 Konſervative, 53 Freikonſervative, 74 Natio=
macht
das in England 11,66, in Frankreich 7,51 und im
tiven Friedensvertrag übergehen werden, iſt die Beſchluß=
nalliberale
, 37 Fortſchritkler, 103 Zentrum, 12 Polen,
Deutſchen Reiche 0,95 Mark. Es iſt klar, daß bei einer
faſſung der vier Sieger darüber, wie ſie das eroberte be=
2 Dänen, 10 Sozialdemokraten, 1 Deutſchſozialer und
ſtärkeren Heranziehung der Erbſchaften, insbeſondere ſol=
ziehungsweiſe
von der Pforte abgetretene Gebiet unter
1 Chriſtlichſozialer. Der Gewinn und Verluſt der Par=
ſcher
für die tote Hand, unſere ganze Finanzwirtſchaft
ſich teilen ſollen, akut geworden, und die Entſcheidung
teien ſtellt ſich wie folgt: Konſervative plus 10, minus 15;
im Reiche auf eine andere, beſſere Baſis geſtellt werden
kann nun nicht mehr hinausgeſchoben werden. Die bis=
Freikonſervative plus 2, minus 9; Nationalliberale plus
könnte. Man ſollte wirklich nachgerade davon abſehen,
herigen Plänkeleien zwiſchen den Verbündeten waren
12, minus 5; Fortſchrittliche Volkspartei plus 6, minus 5;
die angeblich gegen eine Beſteuerung der Erbſchaften ſpre=
mehr
unverbindlich, jetzt heißt es Farbe bekennen, die
Zentrum plus 5, minus 4; Polen minus 2; Sozialdemo=
chender
ethiſchen Momente als ausſchlaggebend zu be=
Forderungen verfechten und eventuell alle Konſequenzen
kraten plus 4: Fraktionsloſe plus 2, minus 1.
trachten, denn ausbleiben wird die Erbſchaftsſteuer ſchließ=
ziehen
. Es mag ſein, daß, wenn die Streitenden vor der
Die Zuſammenſetzung des preußi=
lich
ebenſo wenig wie die Reichsvermögensſteuer. Wozu
letzten Entſcheidung ſtehen, die Vernunft den Sieg doch
ſchen Abgeordnetenhauſes erfährt nach dem
alſo noch die halsbrecheriſchen Experimente, die der
noch davonträgt und ein Kompromiß zuſtande kommt, bei
Ausfall der Wahlen eine kleine Verſchiebung nach links.,
Reichstag auch jetzt wieder mitmachen ſoll, um die
dem jeder Teil ſeine Rechnung findet.
Die Parteien der Rechten werden insgeſamt etwa ein
dauernden Ausgaben für die Wehrvorlage zu decken!
Wie zwiſchen Bulgarien und Serbien bezüglich des
Dutzend Sitze weniger haben. Die Konſervativen ſind von
Vielleicht war es ganz gut, daß der Reichstag zur rechten
weſtlichen Teils Mazedoniens Gegenſätze beſtehen, ſo auch
der abſoluten Mehrheit weiter denn je entſernt, während
Zeit an die Ertragsfähigkeit der Erbſchaften erinnert
über den öſtlichen Teil zwiſchen Bulgarien und Griechen=
das
Gewicht der Liberalen kaum ſtärler als bisher in die
wurde .
land. Beide machten bekanntlich auf Saloniki Anſpruch,
Wagſchale fallen wird. Den meiſten Grund zur Zufrie=

[ ][  ][ ]

Nummer 129.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 5. Juni 1913,
Seite 2.
Rechtsmittelverfahren noch im gerichtlichen Strafver=
Millionen Francs für den Zweck der nationalen Vertei=
denheit
haben die Nationalliberalen. Die Sozialdemo=
ahren
wegen Steuerhinterziehung eine Verweigerung
digung zu widmen
kraten haben die Zahl ihrer Mandate von 6 auf 10 erhöht
hres Zeugniſſes über Vorhandenſein und Höhe von
Württembergiſche Kammer. Der Bunſ
Belgien.
Spareinlagen auf jene Vorſchrift des Einkommenſteuer
der Landwirte und die Konſervativen haben in der Kam=
geſetzes
begründen dürfen. Es erſcheint nicht aus=
Heeresausgaben. Infolge der von der Kam=
geſchloſſen
, daß Steuerpflichtige, im Vertrauen auf die
mer einen Antrag an die Staatsregierung eingebracht, an=
mer
beſchloſſenen Reform der allgemeinen Wehrpflicht wer=
ihnen
zugeſicherte abſolute Geheimhaltung ihrer Spar
läßlich der neuen Wehrvorlage im Bundesrat dafür einzu=
den
30 Millionen ordentliche Heeresausgaben und für die
einlagen bei den Sparkaſſen, ſich dazu verleiten laſſen,
treten, daß den zum 3jährigen Dienſt eingezogenen Mann
Feſtungsbauten gebraucht. Die neuen demnächſt vor das
ieſe Erſparniſſe in den Steuererklärungen oder ſonſt
ſchaften des ſtehenden Heeres eine einmalige angemeſſen
Parlament gelangenden Steuern beſtehen in einer Be=
der
Steuerbehörde gegenüber zu verſchweigen und daß
ſie ſich hierdurch Veſtrafungen ausſetzen.
Entſchädigung als Erſatz des Entganges von Arbeitsver
ſteuerung der in Belgien Filialen beſitzenden ausländi=
dienſt
und des entſtehenden Mehraufwandes gewährt wird
ſchen Altiengeſellſchaften und deren Emiſſionsgeſchäfte, ſer=
* Forſtperſonalie. Se. Königl. Hoheit der Groß=
ner
in einer Erbſchaftsſteuer, die alle Seitenverwandter
herzog haben dem Forſtwart der Kommunalforſt=
betrifft
unter Ausſchluß von Söhnen und Töchtern, in
Ausland.
wartei Steinbach Konrad Sulzbach I. zu Steinbach
einer Filmſteuer, einer verſtärkten Immobilienſteuer und
(Kreis Erbach) aus Anlaß ſeiner Verſetzung in den Ruhe
Italien
in einer Erweiterung der Plakatſteuer.
ſtand den Charakter Förſter erteilt
Kammer. Nach längerer Debatte über die Miß=
Perſonalnachrichten der Eiſenbahndirektion
Rußland
ſtände beim Bau des Juſtizpalaſtes nahm die Kamme
Mainz. Ernannt: Hilfsrottenführer Glas in Darm=
unter
Zuſtimmung der Regierung eine Tagesordnung
Aus der Reichsduma. Bei Schluß der General=
tadt
zum Rottenführer; die Hilfsbahnwärter Caſtritius
Verſetzt
Oßmann in Darmſtadt zu Bahnwärtern
Sonnino mit einem Amendement Berenini an, welche die
debatte über den Etat des Miniſteriums des Innern nahm
Regierungsbaumeiſter Frevert von Dittersbach (Dir.=
Kommiſſionsbeſchlüſſe zur Kenntnis nimmt, ſie billigt, die
die Reichsduma mit 164 gegen 117 Stimmen bei 23
Bez. Breslau) nach Mainz zur Eiſenbahndirektion;
Akten an die Juſtizbehörden überweiſt und die Regierung
Stimmenthaltungen eine Tagesordnung der Oktobriſten
Werkmeiſteraſſiſtent Eckhardt von Darmſtadt nach
an, welche gegen die Ausnahmebeſtimmungen und Will=
um
Maßnahmen erſucht, die Ausgaben für öffentliche Ar=
Mainz
kürhandlungen der Behörden und die Förderung des Na=
beiten
im Rahmen der Parlamentsbeſchlüſſe zu halten
* Anläßlich des Geburtstages Ihrer Majeſtät
der Kaiſerin Alexandra Feodorowna findet lau=
Ferner wurde eine Tagesordnung Eugenio Chieſa un
tionalitätenhaders proteſtiert und das Miniſterium des
Darmſt. Ztg. am Samstag, den 7. Juni, vormittags
Innern beſchuldigt, die Achtung des Volkes vor dem Ge=
Genoſſen angenommen, die es grundſätzlich für uner
11 Uhr, in der Ruſſiſchen Kapelle auf der Mathildenhöhe
etze und der Staatsgewalt zu untergraben, die die oppo=
wünſcht
erklärt, daß Abgeordnete ihre guten Dienſte für
eierlicher Gottesdienſt ſtatt.
Transaktionen, an denen ſie ſelbſt beteiligt ſind, darbieten,
ſitionelle Stimmung im Lande erhöhen. Zum Schluß wirk
g. Strafkammer. In der geſtrigen Sitzung der Straf=
kammer
II hatte ſich der 53jährige Kaufmann Johanm
und die Vorlegung eines Geſetzentwurfs entſprechenden
die ſchleunige Durchführung umfangreicher Reformen ge=
Lehmann aus Hamburg wegen eines raffinierten Dieb=
fordert

Inhalts verlangt
ſtahlsverſuchs zu verantworten. Der Angeklagte
Die Miniſterialkommiſſion für neue
Frankreich
wurde am hellen Tage von einer Frau unter ihrem Bett
Eiſenbahnen ſprach ſich zugunſten der von den Bank=
entdeckt
, als ſie zufällig von einem Ausgang heimkehrte.
Gegen die dreijährige Dienſtzeit. Die
direktoren Wiſchnegradski und Putilow nachgeſuchten Kon=
Er war, wie feſtgeſtellt wurde, mittels falſcher Schlüſſel
weitere Debatte über die dreijährige Dienſtzeit verlie
in die Wohnung eingedrungen, hatte aber nichts wertvol=
zeſſion
für die Eiſenbahnlinie Aliata-Aſtara aus, welche
ziemlich ruhig. Nur die Rede des Obmann= Stellvertre=
les
gefunden; als er von der zurückkehrenden Hausfrau
als Anfang einer etwaigen transperſiſchen Bahn angeſehen
ters Joſef Reinach, welcher entſchieden für den drei
geſtört wurde. Er gab in der Verhandlung zu, daß er die
werden kann
Abſicht hatte, einen Diebſtahl zu begehen. Als er aber von
jährigen Militärdienſt eintrat, rief einige lebhafte Auf=
Amerika
der Frau ertappt wurde ſei er von dieſem Vorhaben ſchon
tritte hervor. Reinach erinnerte an die Haltung des Par=
1 Jahr
zurückgetreten. Das Gericht erkannte au
Im Repräſentantenhauſe wurde heute eine
laments von 1870, welches die Militärvorlage des Mar=
Der 16jäh=
Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverluſt.
Bill eingebracht, wonach fremde Schiffe ebenſo wie ame=
ſchalle
Niels abgelehnt und dadurch an der Niederlage
rige Schuhmacherlehrling L. aus Klein=Gerau hatte aus
rikaniſche das Recht der freien Durchfahrt durch den Pa
des franzöſiſchen Heeres mitſchuldig geweſen ſei. (Stür
dem Betriebe ſeines Lehrherrn nach und nach Materialien im
namakanal haben ſollen, wenn ſie in der Küſtenſchiff
Werte von etwa 100 Mark mit nach Hauſe genommen, die
miſcher Widerſpruch links.) Der republikaniſch=ſozialiſti
er veräußern wollte. Man entdeckte jedoch vorher noch die
fahrt tätig ſind. Die Einleitung der Bill ſagt: Eine Be=
ſche
Deputierte Augagneur rief: Gambetta hat mit einem
Diebereien. Das Gericht verurteilte den jugendlichen Diel
ſchränkung der Schiffahrt auf amerikaniſche Fahrzeuge
improviſierten Heer die Ehre Frankreichs gerettet! Der
zu 2 Monaten Gefängnis, die ihm jedenfalls be=
würde
der monopoliſtiſchen Kontrolle des Handels Vor
radikale General Pedoya ſagte: Frankreich wurde 1870
dingt erlaſſen werden. Der 33jährige Taglöhner Peter
ſchub leiſter
geſchlagen, weil die Armee durch den mexikaniſchen Feld=
Joſeph Krieg aus Offenbach hat in zwei Fällen einkaſ=
Das Unterkomitee des Finanzkomitees
ierte Gelder in Höhe von 18 Mark für ſich behalten. Wei=
zug
erſchöpft, weil kein Mobiliſierungsplan vorhanden
ter hatte er verſucht, durch eine gefälſchte Quittung ſich
des Senats beabſichtigt, die vom Auslande angefoch=
und der Intendanturdienſt mangelhaft war. Reinach ent
einen weiteren Betrag anzueignen. Er wird zu 6 Mo=
tene
inquiſitoriſche Beſtimmung des Zolltarifs dahin ab=
gegnete
: Gambetta hat mit einer improviſierten Armee die
naten Gefängnis verurteilt. Der 53jährige vorbeſtrafte
zuändern, daß der Schatzamtsſekretär ermächtigt wird, in
Ehre Frankreichs gerettet, aber mit einer geſchulten Arme
Taglöhner Fridolin Scheffel von Offenbach hat einen
Streitfällen die Einfuhrwerte unabhängig vom Auslands=
El
hätte er Frankreich vor der Niederlage bewahrt! Hier
Wagen, den er ſich geliehen hatte, weiterverkauft.
wurde wegen Unterſchlagung zu 10 Monaten Ge=
markt
feſtzuſetzen. Nur in Fällen, wo die Fabrikanten
auf ſprach der ſozialiſtiſch=radikale Profeſſor Thalamas
fängnis abzüglich 1 Monat der Unterſuchungshaft ver=
hiergegen
proteſtieren, ſoll die Unterbreikung der Ge
gegen den Geſetzentwurf. Er erklärte, Frankreich ſtehe
urteilt
ſchäftsbücher verlangt werden.
nicht allein. Es könne angeſichts der Bevölkerungsziffe
se- Oberſt Röder von Diersburg . Am 3. Juni ſtarb
*
mit Deutſchland nicht gleichen Schritt halten. Es müßte
infolge eines Schlaganfalles in Bad Homburg v. d. Höhe
zwar ſtark genug ſein, um den erſten Anſtoß auszuhalten
der Oberſt z. D. Auguſt Frhr. Röder von Diers=
*
Kopenhagen, 3. Juni. König Guſtal
burg im Alter von faſt 83 Jahren. Am 6. Juli 1830
es beſitze aber die Entente cordiale und das Bündnis mit
von Schweden iſt heute abend an Bord des Panzer=
zu
Offenbach geboren, trat er am 1. April 1847 beim
ſchiffes Oskar II. nach Schweden zurückgekehrt. An
Rußland. Redner ſprach die Hoffnung aus, daß der fran=
erſten
Großh. Heſſiſchen Infanterie=Regiment in den
Bahnhof hatten ſich zur Verabſchiedung König Chriſtian
zöſiſche Generalſtab ſich bemüht habe, die ruſſiſche Regie=
Militärdienſt, wurde 1852, am 25. Auguſt, ins 2. Großh.
die Prinzen und die Spitzen der Zivil= und Militärbehör=
rung
von der Notwendigkeit zu überzeugen, daß ſie Vor=
Heſſiſche Infanterie=Regiment und 1859, am 26. Mar
den eingefunden
kehrungen treffen müſſe, um im Bedarfsfalle ihre Mobilt
wieder in das 1. Großh. Heſſiſche Infanterie=Regimen:
verſetzt. v. Diersburg wurde am 15. Juni 1852 zum Leut=
ſierung
beſchleunigen zu können. Hierauf wurde die De=
nant
, am 26. Mai 1859 zum Oberleutnant, am 7. Juli
Stadt und
Land.
batte abgebrochen, und der ſozialiſtiſche Deputierte Pain=
1866 zum Hauptmann und am 25. November 1871 zum
levé begründete ſeine Interpellation über das Polizeiver=
Darmſtadt, 5. Juni.
Major befördert; am 4. Januar 1876 wurde er als Ba=
bot
gegen die Kundgebung der republikaniſchen Studenten
taillonskommandeur in das Magdeburgiſche Füſ.=Regt.
Auskünfte über Spareinlagen.
Nr. 36 verſetzt, am 18. Oktober 1877 zum Oberſtleutnan
vor dem Jeanne=d’Arc=Denkmal, ſowie ſeinen Beſchluß=
befördert
, am 13. Mai 1882 mit Penſion zur Dispoſition
Es iſt mehrfach beobachtet worden, daß Verwal
antrag, daß der Bekundung der republikaniſchen und frei=
geſtellt
und zum Landwehrbezirkskommandeur in Gießen
tungen von Kreis= und Gemeindeſparkaſſen, um das
denkeriſchen Geſinnung keine Hinderniſſe bereitet werden
ernannt, erhielt am 16. November 1882 den Charakter als
Publikum zur Benutzung ihrer Spareinrichtungen anzu
möchten. Der Miniſter des Innern Klotz erklärte, daß
Oberſt und wurde am 13. Dezember 1887 von der Stellung
regen, in Bekanntmachungen, welche durch die Tages
der Leiter der Geheimpolizei eigenmächtig vorgegangen
als Landwehrbezirkskommandeur enthoben. Am 1. Aug.
preſſe veröffentlicht werden, oder durch Plakate, welche
901 wurden dem Verſtorbenen von Sr. Kgl. Hoheit dem
und deshalb penſioniert worden ſei. Er nehme übrigen
in den Kaſſenräumen ausgehängt werden, ausdrücklich
Großherzog die Funktionen eines Vorſitzenden der
darauf hinweiſen, daß ihren Angeſtellten die Erteilung
anſtandslos den Beſchlußantrag Painlevés an, welcher
Großh. Heſſiſchen Militär=Witwen= und Waiſenkommiſſion
eder Auskunft über Sparer und Spareinlagen auch
durchaus den Tendenzen der Regierung entſpreche. Hierauf
übertragen, welches Amt er bis zu ſeinem Tode bekleidete
Dieſ.
gegenüber den Steuerbehörden unterſagt ſei.
wurde der Beſchlußantrag mit 483 gegen 17 Stim
1848/49,
Oberſt Frhr. v. Röder hat an drei Feldzügen
Mitteilungen ſind inſofern irreführend, als zwar für die
men angenommen
ehrenvollen Anteil genommen. Der
-
866 und 1870/71
Zwecke der Veranlagung der Staatsſteuer die Einſicht
Verſtorbene war ein offener, gerader Charakter und all=
rahme
in die Bücher der Sparkaſſen nach Vorſchrift des
Aus Algier wird gemeldet, daß die Vertreter der
gemein hoch geehrt und geachtet. R. i. p
§ 36 des Einkommenſteuergeſetzes den Steuerbehörder
franzöſiſchen Anſiedler in der Finanzdelegation beſchloſſen
Rh. Von der Techniſchen Hochſchule. Die Preis=
unterſagt
iſt, dagegen kein Zweifel darüber beſteht, daß
aus dem Reſervefonds Algeriens dem Mutterlande zehn
aufgabe der Abteilung für Chemie für das
die Beamten und Angeſtellten der Sparkaſſen weder im
tatt, auf der die entfeſſelten Naturkräfte jederzeit bereit
Dünenlandſchaft an feindlicher Verſchloſſenheit verliert und
Skagen.
ſind, gegen die Menſchen und ihr Werk in die Schranken
unter gleißendem Sonnenlicht ihr blendendes Weiß dem
zu treten. Auf jeden Schritt umweht den Wanderer in der
Blau der Waſſer und des Himmels vermählt. Aber
Von Dr. Walter Georgi=München.
Straßen Skagens ein Heimatgefühl zäh eroberten Frie=
dennoch
ſpricht aus aller Freude der Ernſt, der der Land=
Das nördliche Jütland, das der Limfjord im Süden
dens, der auch auf den Mienen der Bewohner liegt
ſchaft und ihren Bewohnern in Fleiſch und Blut überge
vom jütländiſchen Feſtlande trennt, ſchwimmt einer Inſel
wenn auch die Kämpfe, die keinem hier erſpart bleiben
gangen iſt; denn der Waffenſtillſtand iſt, der Hochſommer
gleich im Meere. Die Wogen der Nord= und Oſtſee rennen
den Geſichtern der Einzelnen ſchon in jungen Jahren be=
ausgenommen
, ſelten von langer Dauer. Unerwartet be=
hier
mit einer Kraft gegen das Land, als wollten ſie es
redte Runen eingegraben haben. Die Fiſcher überwiegen
zinnen oft nach kurzer Ruhepauſe draußen im Meere die
der Vernichtung weihen und rufen im Verein mit den
auch heute noch weitaus die übrigen Berufsarten in der
Wellen auf den Riffen, die auf Meilen hinaus der Küſt
Sturmgewalten die ungebändigten Elemente der Natur
Skagener Bevölkerung. Ihre Netze fangen Dorſche, Ma=
vorgelagert
ſind, ſich zu kräuſeln, die Luft wird plötzlich
zum Kampf gegen die ungehinderte Entwicklung einer
krelen, Heringe und Plattfiſche. In langen Reihen ſieht
rau und das harte Weiß der Schaumkronen wächſt auf
egensreichen Kultur. Noch ſchmiegen ſich an den Limfjor=
man
beſonders letztere öfters vor den Hütten an der Schnur
dem Graugrün des Waſſers auf und wirft ſich mit donnern
liebliche Ufer mit welligem Hügelland, über die ſich ein
um Trocknen aufgehängt; und ihre Ausdünſtung, in die
dem Laut gegen die Küſte, der Kampf beginnt von Neuem
Teppich aus Wieſen und Saaten breitet. Langgeſtreckte
er Wind noch den penetranten Geruch friſch geteerter
In alten Zeiten war das Land an der Nordſpitze Jüt
Bauernhöfe mit reichlichem Viehbeſtand auf der nahen
lands unbewohnt, bis ein däniſcher König, der bei einem
Boote und den ſalzigen Duft des Meeres hineinträgt, gibt
Koppel verkünden hier zum letzten Mal den Reichtum, den
auch Skagen jene allen Fiſcherdörfern eigentümliche Witte=
Bauern in der Nähe des Limfjords auf der Jagd einge
das ſüdliche Jütland im Gegenſatz zu ſeiner nördlicher
kehrt war, dieſem zur Belohnung für die gaſtliche Auf
rung. Es iſt ein harter Beruf, mit dem Skagens Fiſche
Spitze ſeinen Bewohnern verleiht. Je weiter man aber
ihren Lebensunterhalt verdienen. Nicht wenige laſſen im
nahme die kargen, herrenloſen Wieſen um Skagen al=
von
Limfjord nach Norden vordringt, umſo dürftiger wird
Weideland ſchenkte. Der Hirt dieſes Bauern erbaute dor
Ringen um das tägliche Brot draußen in den Meeres
die Vegetation, während von Meile zu Meile die Kultur
das erſte Haus. Da ſein Weitblick über den Bannkreis
wogen ihr Leben. Aber die eigene Gefahr bewahrte ſie
in ſichtbarer Weiſe an Lebensfähigkeit abnimmt. Der
ſeiner Herde hinausreichte, erkannte er, daß der Wert des
trotzdem vor mitleidloſer Härte gegen die Bedrängnis
Baumwuchs wird ſpärlicher, bis er ſich hinter Frederiks=
Gebietes nicht auf dem Lande, ſondern in dem Fiſchreich=
ihrer
Mitmenſchen. Manche Sturmnacht bringt an Ska=
havn
, von der mit Mühe aufgezogenen Skagener Plan
um der Küſtengewäſſer zu ſuchen ſei. So beſtimmte e=
gens
Strand ein Schiff zum Scheitern, deſſen Heimat an
tage abgeſehen, faſt ausſchließlich durch die verkrüppelt
einen Herren, daß er Fiſcher herbeirief und ihnen dor
fernen fremden Küſten gelegen iſt. Skagens Fiſcher ſind
Strandkiefer vertreten läßt. Statt des Segens fruchtbarer
Hütten baute. Das ſind die Anfänge des alten Skagen,
dann oft die Retter in der Not. Sie ſind hier die einzigen
Felder herrſcht die Melancholie der Heide und düſterer
wie es die Sage erzählt
geeigneten Kräfte, auf denen der Erfolg der muſterhaft
Moorſtrecken vor. Das Land nimmt die Phyſiognomie
So wuchs Skagen als Fiſcherort heran, urſprünglich
eingerichteten Rettungsſtationen beruht. Die Meere um
des duldenden Kämpfers an, der ſich nur mit Mühe geger
ein Heil an den Ufern der Nordſee ſuchend, bis ihre Tück=
Skagen werden von den Schiffern nicht weniger gefürchtet
die unermüdlichen Angriffe zahlreicher Feinde wehrt, bis
und die Gewalt der Weſtſtürme die Mehrzahl der Bewoh
als in den ſagenreichen Zeiten der Vergangenheit der Mal=
es
ſich bei Skagen zu erbittertem Trotz aufrafft und mit
ner zur Auswanderung an die Oſtküſte, eine knappe halbe
trom des Nordens und die Scilla und Charybdis des
den Dünenbergen gleichſam ſeine geballte Fauſt der
Stunde von der urſprünglichen Anſiedelung entfernt, ver
Nur ſelten im Jahre, auch oft an windſtillen
Südens.
Meeren entgegenſtreckt
anlaßte. Hier erbauten ſie das heutige Skagen, das im
Tagen nicht, will das Skagerak und das Kattegatt Ruhe
Das iſt die Seele der Landſchaft um Skagen, ein Recke
Laufe der Jahrhunderte zu einem ſtattlichen Städtchen
halten
der ſich auf ſeine Stärke beſinnt, verwittert, zerſchunden
herangewachſen iſt, während Alt=Skagen, das heute nur
Der kleine im Südweſten der Stadt gelegene Fried=
und dennoch voll unbezwinglicher Kraft. Oft verwiſcht
wenige Häuſer aufweiſt, noch an den ererbten Nachteilen
hof deckt ſeine Erde über mehr als ein tragiſches Schickſal
ſich dieſer Trotz, wenn zurzeit, da die ſommerliche Sonn
krankt
mit dem das Meer unerbittlich in ein Menſchenleben
die Sturmwolken verſcheucht, die Laune der Meere um
Neu=Skagen gleicht den Frauen, die ihr Heim ſchmücken
hineingriff. Nach einem Sturm iſt der Strand oft vor
ſpringt und ſie das Land mit ſchmeichelnden Armen um=
um
den von ſchwerer Arbeit heimkehrenden Gatten zu be
Schiffstrümmern überſät. Im Laufe der Jahre hat man
werben und kleine unſchuldige Wellen an den Strand
grüßen und ihm die Gedanken an Sorge und Kämpfe zu
die wertvollſten unter ihnen geſammelt und dem Speiſeſaal
ſchicken, als ſeien es zarte Kinderhände, die mit dem Bart=
verſcheuchen
. Jedes einzelne der kleinen einſtöckigen
eines Skagener Hotels als eigenartige Dekoration gegeben
des Recken ein neckiges Spiel zu treiben gedächten. Das
Backſteinhäuſer iſt in das Grün ſorgfältig gepflegter Gärt=
die
von den Gefahren der Schiffahrt, wenn auch innerhalb
ſind dann die Tage heiteren Friedens, in denen die
chen eingebettet. Faſt vergißt man die Nähe der Wahl=
eines
wenig geeigneten Milieus, eine ernſte Sprachezu

[ ][  ][ ]

Nummer 129.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 5. Inni 1913.
Seite 3.
Studienjahr 1913/14 lautet: Experimentelle Prüfung der
liegt ein ſogenanntes Buntes Programm zugrunde.
iſt. Nur wird der Ausfall des Obſtes, für manchen Land=
wichtigſten
Verfahren zur Aufſchließung von Kalifeld
Herr Hauske hat demſelben den Stempel der Vielfältig=
wirt
als eine vollſtändige Mißernte, ſchmerzlich emp=
ſpaten
und anderen kalihaltigen Geſteinen. Nähere Aus
eit aufgedrückt, ſo daß ernſte und heitere, klaſſiſche und
funden.
kunft erteilt Herr Geh. Hofrat Dr. Dieffenbach. (Preis
Salonmuſik auf der Vortragsordnung zu finden und
ffenbach, 4. Juni. In der Unterſuchung gegen
100 Mark.
Zoologiſche Preisaufgabe
eder Geſchmacksrichtung entſprochen iſt.
den flüchtig
Auf die ge=
gegangenen
Bataillonsſchreiber

(Preis 100 Mark): Die Temporal= und Lokalvartation
waltige Tſchaikowskiſche Ouvertüre ſolennell 1812
Lindemann vom 168. Inf.=Regt. haben ſich nach den
der Plankton=Rotatorien aus den Teichen der Umgegend
die berühmte Titus=Arie von Mozart und die Frag
bisherigen eingehenden Ermittelungen keinerlei Be=
von
Darmſtadt iſt zu unterſuchen und bei einigen Arten
mente aus La Tosca ſei beſonders aufmerkſam ge
weiſe für Landesve rrat ergeben. Dagegen haben
näher zu ſtudieren. Nähere Auskunft erteilt Herr Pro=
nacht
. (Siehe auch Anzeige.)
die Erhebungen ergeben, daß L. ſich Unterſchlagungen zum
feſſor Dr. Liſt
Nachteil des Bataillons hat zuſchulden kommen laſſen und
Die Einnahmen des Wohltätigkeitsfeſtes vom
auch eine ganze Menge von Zahlungsverpflichtungen hin=
Samstag und Sonntag betragen rund 17000 Mark, von
Heſſiſcher Richtertag
terlaſſen hat.
denen noch Unkoſten abzuziehen ſind.
* Im ſtädtiſchen Saalbau tagte die ordentliche
Hirſchhorn a. N., 4. Juni. Zur Aufnahme des zwei
§ Schutzmannſchule. Mittwoch vormittag nahm der
Hauptverſammlung des Heſſiſchen Richter
ten Geleiſes der Strecke Heidelberg-Hirſchhorn-Eberbach
17. Lehrgang der gemeinſamen Schutzmannsſchule für das
vereins unter außerordentlich ſtarker Beteiligung de
muß die bei Neckargemünd über den Neckar führende
Großherzogtum Heſſen, an welchem zwei Schutzleute aus
Vereinsmitglieder aus den drei Provinzen des Großher
Eiſenbahnbrücke verſtärkt und verbreitert
Darmſtadt, zwei aus Mainz, zwei aus Offenbach, je einer
zogtums. Mit beſonderer Freude war feſtzuſtellen, daß
werden. Zu dieſem Zwecke wird neben der alten Kon=
aus
Bensheim, Bingen und Gießen und ein Polizeikom=
ich
gerade die älteren Vereinsmitglieder in ſtattlicher
ſtruktion eine neue etwas ſchmälere Brücke auf ſtarkem
miſſar=Anwärter aus Worms, zuſammen zehn Mann, teil=
Zahl eingefunden hatten. Nachdem der Vorſitzende die
Holzgerüſt aufmontiert und abſchnittweiſe mit der alten
nahmen, nach achtwöchiger Dauer mit einer Prüf
Erſchienenen, darunter ſpeziell den Präſidenten des Ober=
talabwärts
verſchoben. Dieſe gewaltige Arbeit bedingt
ung ſein Ende. Zu der Prüfung, die unter dem
landesgerichts und die Mitglieder des Juſtizminiſte.
eine etwa 56 Tage dauernde Unterbrechung des
Vorſitz des Herrn Regierungsrat Gennes ſtattfand
riums, die Geheimeräte Dr. Beſt und Lorbacher und
direkten Eiſenbahnverkehrs. Es werden vor=
waren
außer den Unterrichtserteilern Herr Provinzial=
Oberjuſtizrat Schwarz, begrüßt und dieſe gedankt hat=
ausſichtlich
die Perſonenzüge Hirſchhorn ab 1,11 und 3,07
direktor Fey und noch verſchiedene Herren als Vertreter
en, hielt der bekannte Strafrechtslehrer der Heſſiſchen
Uhr nachm. in der Richtung nach Neckarelz und 2,20 Uhr
der beteiligten Städte erſchienen. Das Reſultat der Prü=
Landesuniverſität Profeſſor Dr. Mittermaier einer
nachm. in der Richtung nach Heidelberg über Meckesheim
fung kann als günſtig bezeichnet werden. Am Nachmittag
hochintereſſanten Vortrag über: Die Fortbildung
geleitet werden. Anſchließend an dieſe Züge verkehrer
and noch eine praktiſche Prüfung im Rettungs= und Kran=
der
Juriſten. Er erklärte eine Fortbildung auf allen
von Neckargemünd bzw. Neckarelz bis und ab der Umbau=
kenbeförderungsdienſt
, ſowie im Turnunterricht ſtatt
Gebieten, beſonders aber auch für die Juriſten, für nötig
ſtelle Lokalzüge. Der Verkehr über den Neckar wird zu
welche von einem Führer der hieſigen Freiwilligen Sani=
und betonte mit Nachdruck, daß auch Heſſen hier nicht zu=
Fuß über die Straßenbrücke aufrechterhalter
tätshauptkolonne und ſeitens eines Mitgliedes der Turn=
rückſtehen
dürfe, und daß es namentlich auch Pflicht der
Wallbach bei Brensbach i. O., 4. Juni. Hier wurden
gemeinde geleitet wurde
Regierung ſei, nicht untätig zu bleiben. Die Ausfüh=
echs
Einwohner feſtgenommen, welche drin=
g
. Eröffnung des Wochenmarktes im Martins=
rungen
des Vortragenden gipfelten in folgenden Leit
gend verdächtig ſind, den vor einiger Zeit in einem benach=
viertel
. Mit Freude begrüßten die Bewohner des
ſätzen: Die Fortbildung der Juriſten, beſonders in
varten Jagdhauſe verübten ſchweren Einbruch aus
Martinsviertels die Ankündigung, daß von nun an
Rechts= und Staatswiſſenſchaften, iſt als Teil der allge=
geführt
zu haben. Bisher leugnen ſie die Tat.
bei Bewährung der Einrichtung wöchentlich zweimal
meinen Fortbildung eine Notwendigkeit. Sie verlang
Mainz, 4. Juni. Zur Erhöhung der Gemein=
ein
Wochenmarkt auf dem Riegerplatz ſtatt
die Mitwirkung des Staates. Sie muß der Ausbildung
deſteuer hat der Finanzausſchuß beſchloſſen, von
inden ſoll. Der geſtrige Tag, an dem die langgeäußerten
yſtematiſch angepaßt ſein, aber ſie ſoll nicht ein Repetito
der ſtaatlichen Einkommenſteuer 125 Prozent zu er=
Wünſche dieſes Stadtviertels zum erſten Male in Er
rium ſein, nicht Lücken der Ausbildung ausfüllen ſondern
heben, das ſind 20 Prozent mehr als bisher
füllung gingen, wurde feſtlich begangen. Der Riegerplat
dieſe in Einzelheiten vertiefen, die ſtete Entwickelung in
Wegen Erhebung der Grundſteuer von dem Grund= und
bot ein ganz ungewohntes Bild reger Geſchäftstätigkeit.
Theorie und Praxis darſtellen und auch Praris und
Kapitalvermögen und gewerblichen Umlage= und gewerb=
Mehr als die Hälfte des Platzes war von den
Wiſſenſchaft in ſteter Fühlung halten. Mittel der Fort
Ver
lichen Betriebskapital (bisher als Gewerbeſteuer bezeich
kaufsſtänden beſetzt und lebhaft wogte zwiſchen
den
ildung ſind: die Einzeltätigkeit aller, das nur für wenige
net) ſchweben mit dem Finanzamt noch Unterhandlungen.
Ständen die Menge der kaufluſtigen Hausfrauen. Die
geeignete Nachſtudium auf einer Hochſchule,
vor allem
Wahrſcheinlich werden von je 1000 Mark dieſer Werte 2,40
Häuſer am Riegerplatz hatten Flaggenſchmuck angelegt
beſondere Kurſe, am beſten von 1 bis höchſtens 8 Wochen,
Mark Jahresſteuer erhoben werden; ein Ueberſchreiten
und auf dem Platze ſelbſt konzertierte eine Muſikkapelle
odann Studienreiſen unter ſachkundiger Leitung, aber
dieſes Satzes iſt ohne Genehmigung des Miniſteriums nicht
von früh bis mittags
auch Einzelvorträge und Beſichtigungen, ſowie die Be
zuläſſig. Ertrunken iſt geſtern abend im alten Winter=
Zahnärztliche Polillinik für die Volksſchulkinder der
ſchäftigung in wirtſchaftlichen Betrieben. Es erſcheint nach
hafen der 9 Jahre alte Joſeph Leißler. Der Junge
Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt (Waldſtr. 21, Sprech=
den
bisher gemachten Erfahrungen erwünſcht, daß in
war mit zwei anderen zuſammen zum Baden in das Waſ=
ſtunden
von 912 und 25 Uhr; Samstag 4 Uhr). In
Heſſen eine Vereinigung für rechts= und ſtaatswiſſenſchaft=
ſer
geſtiegen. Als die Jungen von Paſſanten auf das Ge=
Monat Mai 1913 wurden behandelt 811 Kinder (475 Mäd
liche Fortbildung unter hervorragender Anteilnahme des
ährliche ihres Unternehmens aufmerkſam gemacht wur=
chen
, 336 Knaben) mit 1205 Konſultationen. Gefüllt wur=
Staates nach dem Vorbild beſtehender Vereinigungen be
den, kamen zwei von ihnen ans Ufer, während Leißler
den 1435 Zähne, ausgezogen wurden 678 Zähne (570
gründet werde. Ihre Aufgabe wird es ſein,
Fortbild=
in
den Fluten verſchwand. Ein mutiger junger
Milchzähne, 102 bleibende Zähne). Zahl der Tage, an
ungseinrichtungen im Großherzogtum zu ſchaffen, und
Mann ſprang ſofort ins Waſſer und verſuchte den Knaben
denen Sprechſtunden abgehalten wurden: 20
auch ſonſt zuſammen mit den bereits beſtehenden Ver=
durch
Tauchen zu erwiſchen, konnte jedoch nichts ausrich=
Taubſtummengottesdienſt. Nächſten Sonntag 2 Uhr
einigungen der Fortbildung der Juriſten und höheren
ten. Erſt ſpät am Abend wurde die Leiche gefunden
findet in dem Gemeindehaus, Kiesſtraße 17,
Verwaltungsbeamten, aber auch anderer Perſonen zu
Taub
Worms, 4. Juni. Geländet wurde im Rheine an
ſtummengottesdienſt ſtatt. Er wird von Pro
dienen
An den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen
der Landungsbrücke der Köln=Düſſeldorfer Geſellſchaft die
D. Dr. Diehl aus Friedberg gehalten
feſſor
Vortrag ſchloß ſich eine längere Beſprechung an, die
Prämiierte Hunde. Bei der in Offenbach veranſtal=
völlig
unbekleidete Leiche einer Mannsperſon im
erkennen ließ, daß auch die Vereinsmitglieder den Wunſch
Alter von 20 bis 23 Jahren. Näheres iſt noch nicht be
teten Ausſtellung von Hunden aller Raſſen
haben, daß Einrichtungen für die Fortbildung geſchaffer
kannt. Vermutet wird, daß es die Leiche eines der beiden
erhielten folgende Herren, Mitglieder des Vereins der
werden. Es wurde eine Kommiſſion eingeſetzt, die das
Hundefreunde von Darmſtadt und Umgegend, für ihre
am 30. Mai nachts beim Baden im Rhein bei Mannheim
Nötige veranlaſſen ſoll. Hiernach wurde der rein ge
ausgeſtellten Tiere Preiſe: Kloos einen 2. Preis, Katzen=
ertrunkenen
Fabrikarbeiter Breuſch und Bihn
aus
ſchäftliche Teil der Tagesordnung raſch und ohne längere
bach einen 2. und Ehrenpreis, Schnell zwei 2. und Ehren
Menzingen iſt.
Eine ſtändige Ausſtellung
debatten erledigt. Dabei wurde der bisherige Vorſitzende
preis, Rohde einen 2. und Ehrenpreis, Feldmann=Crum
handwerksmäßig angefertigter Erzeug=
des
Vereins, der frühere Oberſtaatsanwalt, jetzige Direk=
ſtadt
einen 1., einen 2. und Ehrenpreis Klippel=Griesheim
niſſe des einheimiſchen Handwerks plant der hieſige
tor der Bank für Handel und Induſtrie, Geh. Oberjuſtiz
einen 1., zwei 2., einen 3., einen 4. und Ehrenpreis
Ortsgewerbeverein. Gedacht iſt an eine Aus=
rat
von Heſſert in Darmſtadt, in Anerkennung ſeiner
* Der Brieftaubenklub Gut Flug‟ Darmſtadt=Beſſun=
Verdienſte um den Verein zum Ehrenmitglied er=
ſtellung
in eigener Halle. In ſeiner geſtrigen Sitzung be
gen hielt ſeinen 2. Preisflug, und zwar von Hanno=
ſchäftigte
ſich der Ortsgewerbeverein eingehend mit dieſer
nannt. Nach einem gemeinſchaftlichen Mittagsmahl im
ver aus, ab. Die Tauben wurden am Vormittag gegen
Saalbau wurde noch ein Ausflug mit Damen nach den
Frage. Einmütig war man ſich darüber klar, daß damit
6 Uhr aufgelaſſen und war die erſte Taube bereits kurz
dem Handwerk nur gedient werden könne, aber entweder
herrlich gelegenen Oberwaldhaus unternommen, und erſt
vor 10 Uhr in ihrem heimatlichen Schlag angekommen
die Abendzüge entführten die auswärtigen Teilnehmer
eine großzügige, ſehenswerte und inhaltsreiche Ausſtellung
An Preiſen erhielten: W. Wittmann den 1.,
vieder der ſchönen heſſiſchen Reſidenz. Die nächſte ordent=
H. Horſt
der gar keine. Es werden zunächſt Fragebogen unter die
den 2,, Fr. Stein den 3. und Fr. Weigold den
4. Preis
hieſigen in Betracht kommenden Handwerker verteilt wer=
liche
Hauptverſammlung findet in Mainz ſtatt.
Außerdem erhielten noch wertvolle Ehrenpreiſe
Herr
den, um einen Anhalt zu bekommen, wie die Angelegenheit
Wittmann für die erſten drei Tauben, H. Horſt für die
in den beteiligten Kreiſen beurteilt wird
1. Von der Bergſtraße, 3. Juni. Das warme Wetter
nächſten beſten drei Tauben und noch einen
weiteren
Nackenheim, 4. Juni. Der 13jährige Karl Schwarz,
fördert das Wachstum im Felde ungemein. Di
Ehrenpreis für die Konſtatierung ſeiner ſämtlich
geſetzten
der trotz des Verbotes im offenen Rhein badete, wurde
Halmfrüchte ſind großartig entwickelt, beſonders der Rog
Tauben am erſten Tage
von den hochgehenden Wogen mit fortgeriſſen und er=
gen
hat eine Höhe und Größe der Aehren erreicht, wie
Naturalverpflegungsſtation. Während des
Monats
trank. Seine Leiche konnte noch nicht geländet werden.
ſolche nur in den fruchtbarſten Jahren zu verzeichnen ſind
Mai wurde die Hilfe der hieſigen Naturalverpflegungs=
Heidesheim, 4. Juni. An der Kriegsklinger Au (Ge=
Die Kartoffeln ſind lückenlos aufgegangen und man iſt mit
ſtation von 234 mittelloſen Durchreiſenden in Anſpruck
markung Heidesheim) iſt am Montag aus dem Rhein die
dem Hacken derſelben fleißig beſchäftigt. Das Setzen der
genommen. Im vorhergehenden Monat April ſind 215
Leiche eines 1617jährigen Jungen gelän=
Dickrüben hat begonnen und da Pflanzen ausreichend
oder weniger 19) Perſonen unterſtützt worden.
det worden. Da die Leiche nur mit einer Badehoſe be=
vorhanden
, ſo geht dieſe Arbeit ohne große Störung
§ Hundefang. Während des Monats Mai ſind durch
leidet iſt, wird vermutet, daß es ſich um den jungen Men=
ſchnell
vonſtatten. Die Weinberge ſehen üppig aus
den hieſigen Polizeihundeaufſeher 34 Hunde eingefangen
chen handelt, der am Samstag in Schierſtein beim Baden
und verſprechen in manchen Lagen noch einen hübſchen
worden. Hiervon wurden 24 Hunde von ihren Eigen=
ertrank
.
Ertrag; beſonders diejenigen Sorten Reben, die in ihrer
tümern wieder ausgelöſt, 1 Hund iſt verkauft worden und
Gießen, 4. Juni. Der Großherzog wird wegen
erſten Entwicklung noch zurück waren und infolgedeſſen
9 Hunde mußten getötet werden.
des Ablebens des Prinzen zu Stolberg=Wernigerode den
von den letzten Fröſten verſchont blieben, haben zahlreich
Blütenanſätze. Auch das Futter in den Wieſen und der
geplant geweſenen längeren Aufenthalt in Gießen unter=
laſſen
und am Sonntag zur Regimentsfeier nur für
Klee auf den Feldern ſteht ſehr befriedigend, ſo daß auc
Konzertveranſtaltungen. Städtiſcher Saal=
einige
Stunden hierherkommen. Die Ziehung der
in dieſer Hinſicht der Landwirt von Beſorgniſſen befreit
bau. Dem heutigen 2. Donnerstagskonzert
angeſehenen Ruf der Skagener Künſtlerkolonie auf der
rung der Dünen zu bekämpfen ſucht und bereits erfreuliche
reden weiß. Einem warnenden Arm vergleichbar reckt
Höhe zu erhalten.
Reſultate erzielt hat. Die menſchliche Ohnmacht vergange
nachts der Leuchtturm auf der Nordſpitze ſeinen breiten
Den Künſtlern folgte bald die Schar der Touriſter
ner Zeiten gegen dieſe Angriffe zeigt heute noch die außer=
weithin
leuchtenden Lichtſtrahl über das Meer und weiſ
halb von Skagens Weichbild gelegene alte Kirche, die
nach dem Norden Jütlands, ſo daß Skagens Bedeutung
dem Schiffer den Weg. Um die Gefahren der Schiffahrt
vom Sande begraben und nur noch mit ihrem Turm über
für den Fremdenverkehr von Jahr zu Jahr wuchs. Noch
zu vermindern, wurde bereits im 16. Jahrhundert unter
die Oberfläche ragt. Gottesfürchtige niederländiſche und
vor einem halben Jahrhundert erzählten hier armſelige
Friedrich II. auf Skagen ein Leuchtfeuer errichtet, jedoch
Hütten von der Bedürftigkeit der Bewohner, denen das
chottiſche Seeleute ließen ſie einſt aus eigenen Mitteln er=
dem
damaligen Stande der Technik entſprechend in äußer
bauen. Aber bald wurde auch dieſe Stätte des Friedens
Meer nur ein kärgliches Auskommen gönnte. Heute bietet
primitiver Weiſe. Anfangs trug der alte Turm lediglich
ich ein anderes erfreulicheres Bild dar. Aus jedem der
zum Kampfplatz. Tagsüber ſchaffte man den Sand hin
eine Fackel, bis man dieſe ſpäter durch ein komplizierte=
veg
, den der Wind in der Nacht auf den Gottesacker und
auberen, meiſt neuerbauten kleinen Häuschen ſpricht mit
Schaukelfeuer, das in einem beweglichen eiſernen Korb
gegen die Mauern der Kirche geweht hatte. Doch alle An=
berechtigtem
Selbſtbewußtſein eine gewiſſe Wohlhabenheit,
brannte, erſetzte. Der heutige Leuchtturm dagegen, der
ſtrengung war umſonſt. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts
die auch der inneren Einrichtung der Räume ihren Stem=
als
ein Wahrzeichen der nördlichſten Spitze Jütlands über
mußte man den Elementen weichen und die Kirche auf
pel aufdrückt. Dieſen Aufſchwung verdankt Skagen neben
die Dünengebirge ragt, ſendet ſein Licht weit über 30
ſeiner allgemeinen wirtſchaftlichen Fortentwicklung dem
geben. Ein lieblicher See, der einſt in ihrer Nähe ſeine
Kilometer in die Nacht hinaus und iſt für die Schiffahr
Waſſer ausgebreitet haben ſoll, verfiel dem gleichen Schick=
Fremdenſtrom, der in letzter Zeit alljährlich in den Som=
unentbehrlich
geworden, zumal der Schiffsverkehr in der
al. Seine Breite ſoll hundert Klafter und ſeine Tiefe
mermonaten an ſeinen Küſten Erholung ſucht. Nicht nur
Nähe Skagens von Jahr zu Jahr im Wachſen begriffen iſt
ünf Klafter betragen haben, erzählt eine alte Chronil
das imponierende Badehotel auf Grenen, auch die zahl.
und an Lebhaftigkeit dem Verkehr im engliſchen Kana
Aber heute vermag man an dieſer Stelle neben mageren
reichen Gaſthäuſer in Skagen ſelbſt und die Hütten der
kaum nachſteht. Wer die Plattform des Leuchtturms be=
Feldern nur ein ausgedehntes Sumpfland zu erblicken.
Fiſcher, die in der Saiſon jedes entbehrliche Zimmer ver=
ſteigt
und von hier aus den Blick nach Norden ſchweifen
Gerade das Gegenſätzliche in dem Charakter der Nord=
mieten
, ſind zur Hochſommerszeit, wenn auch die hellen
läßt, wird ein eindrucksvolles Bild hiervon genießen. Zu
ſpitze Jütlands hat eine große Anziehungskraft auf künſt
Nächte ihren traumhaften Zauber entfalten, mit Fremden
Füßen ruhen, gleich erſtarrten Wogen die Dünen die ein
leriſche Naturen auszuüben vermocht. Schriftſteller und
aus aller Herren Länder überfüllt. Die Hauptſtraße Ska=
pärlicher
Graswuchs behaart; dann läuft der flache weiße
Maler wählen in Skagen ihren Wohnſitz und verdanken
gens dient in dieſen Tagen als Promenade einer Klaſſe
Strand in eine ſchmale Landzunge aus, die wie ein
den ſeiner Umgebung erwachſenden Motiven Anregung
von Menſchen, die ihre Alltagsſorgen daheim gelaſſen
Schwert die Oſt= und Nordſee auf eine kurze Strecke noch
und Förderung ihrer künſtleriſchen Arbeit. Namen wie
haben und in der herben Schönheit der an Gegenſätzer
von einander irennt, als verſuchte ſie, den Streit der
Holger Drachmann und P. S. Kroyer, ſind weit über
keichen Natur des nördlichſten Jütlands unvergeßliche
Schweſtern zu verhindern. Aber weiter draußen rennen
Dänemarks Grenzen hinaus bekannt geworden. Beide
Eindrücke froher und ernſter Art ſammeln. Manch friſches
beide mit ihren Wogen gegeneinander an und ein langer
verbrachten die letzten Jahre vor ihrem Tode in Skagen
Lachen fröhlicher Jugend ſchallt dann durch Skagens
Schaumſtreifen, der ſich nach Norden hinzieht, gibt Kunde
in inniger freundſchaftlicher Gemeinſchaft, Holger Drach
Straßen, herrſcht an Skagens Strand, wo man gemeinſan
von der Gewalt des Anpralls. Scheinbar unbekümmer:
mann als der Sänger P. S. Kroyer als der Maler des
in natürlicher Ungezwungenheit in die erfriſchenden Flu=
um
den uralten Kampf zerteilen maſſige Dampfer mit
MNeeres und der Bevölkerung ſeiner Küſten. Beide hat
ten ſteigt, und breitet über die zwangloſen geſelligen Ver=
ſtarkem
Bug in unaufhaltſamer Fahrt die Fluten, gleiter
man in der Nähe des Meeres beſtattet, Drachmann in den
anſtaltungen in den Gaſthöfen, wo man ſich des Abends
zahlloſe Segelſchiffe vom ſtolzen Dreimaſter herab bis zum
dünen bei Grenen, einſam und der erhabenen Größe
zum Tanz vereint, jene von aller Schwere befreite Ath=
anſpruchsloſen
Fiſcherkutter ihrem Ziel entgegen, mit
ſeiner Reckennatur entſprechend, Kroyer auf dem kleinen
noſphäre, an der der liebenswürdige Frohſinn des däni=
Hilfe von Wind und Ruder geſchickt ihren Kurs ſuchend
Skagener Friedhof bei den Gräbern der Fiſcher, die er in
ſchen Volkscharakters nicht den geringſten Anteil hat.
Wie eine Allegorie auf die Ueberwindung der ſtumpfen
So häufen ſich in Skagens Mauern und in ſeiner Um=
einen
Gemälden ſo meiſterhaft zu ſchildern wußte. Beide
Naturgewalten durch den von menſchlichem Geiſt getrage
gebung in reizvoller Abwechslung Ernſt und Freude,
Männer haben Skagen für die ſpäter nachfolgende Künſt
nen Fortſchritt mutet dieſes in die Gleichmäßigkeit der
kampf und Frieden, ein ewiges Spiel der Kontraſte, das
erwelt ſozuſagen neu entdeckt. Auch heute noch, nach ihren
Das gleiche
weiten Waſſerflächen getragene Leben an.
ich mit ſeinem Reichtum an landſchaftlicher und kultureller
Tode, herrſcht in Skagen ein reges künſtleriſches Leber
Sinnbild vermag ein Blick vom Leuchtturm nach Süden
Eigenart ohne Scheu in die gleiche Linie mit Norwegens
Michael Ancher und ſeine Frau Anna Ancher, Tuxen
hin zu vermitteln, wo man mit einer ausgedehnten Auf=
Fjorden und Schwedens Felſenküſten ſtellen kann,
Locher und andere Maler ſind unermüdlich tätig, den alten
forſtung den Flugſand und die verhängnisvolle Wande=

[ ][  ][ ]

Nummer 129
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 5. Juni 1913.
Seite 4.
Strafe über ihn verhängt hatte. Wie aus Haipong
poſtens, der das Gebäude bewachte. Der Streich brachte
Gießener Geldlotterie, die am 3. Juni ſtattfin=
gemeldet
wird hat der verhaftete Anamit NGien, der
ihm nach ſeinen vielen Vorſtrafen im Zuſammenhang mit
den ſollte, iſt mit Genehmigung des Miniſteriums des
Urheber der Dynamitattentates von Lanſon, geſtanden
Der
anderen Einbrüchen 15 Jahre Zuchthaus ein.
-
Innern auf den 19. Auguſt d. J. verlegt worden
daß er die Abſicht gehabt habe, den Generalgouverneur
Lichtenberger Frauenmord hat eine völlige
Wegen Brandſtiftung wurde geſtern nachmittag der
zu ermorden und zu dieſem Zweck von einem Chineſen
Aufklärung noch nicht gefunden. Des Täters, eines
Drechſler Walther verhaftet, deſſen Häuschen in der
Bomben gekauft habe. In Dinhvanly wurde ein Man=
Fenſterputzers Weiſſenborn, iſt man noch nicht habhaft ge
Nacht zum Sonntag niederbrannte. Walther hat bereits
darin von einem Verſchwörer durch einen Flintenſchuf
worden. Die Kriminalpolizei nimmt an, daß der Mörde:
ein Geſtändnis abgelegt
Einer Havas=Meldung
getötet. Der Mörder entfloh.
Hand an ſich gelegt hat. In der Militärſchwimm=
Gießen, 3. Juni. In der Sache des ehemaligen Di
zufolge werden die Anamiten, welche ſich nach der Pro=
anſtalt
im Plötzenſee wurde der 23 Jahre alte Grena=
rektors
Mennel von der Friedberger Land=
vinz
Laos begeben, ſtreng überwacht, weil ſie im Verdacht
dier Schmitz, wo er als Schwimmlehrer abkommandier
wirtſchaftlichen Hauptgenoſſenſchaft
har
ſtehen, Sprengſtoffe ſiameſiſcher Herkunft einſchmuggelr
war, während einer Uebung plötzlich von einem Herz
die Strafkammer heute vormittag das Urteil ver
zu wollen
In der Detmolderſtraße verſucht=
chlage
getroffen.
kündet. Wegen des Betrugs zum Nachteil der Reichspoſt
Juni. Die Zollbehörden haben
die Frau des Tiefbaubeamten Kaſpar, die ſeit längere
4.
Belfaſt,
wurde auf Freiſprechung erkannt. Wegen der beiden wei=
geſtern
nachmittag 12 Kiſten mit Gewehren und
Zeit nervös iſt, ſich und ihr acht Monate altes Kind mit
teren Betrugsfälle zum Nachteil der Schweſtergenoſſen
Gas zu vergiften. Als der Ehemann nach Hauſ
Bajonetten aus Mancheſter beſchlagnahmt, die in Yorkdoc
ſchaft Hanau und der angeblich widerrechtlich erhobenen
kam, fand er ſeine Frau bewußtlos am Boden liegen. Das
gelandet wurden. Die Gewehre ſind ganz modern und
15 Prozent Frachtennachlaß von Kartoffeln zum Nachteil
offenbar im Auslande hergeſtellt. Die Kiſten waren als
Kind hatte die Beſinnung noch nicht verloren. Sofort an
der Eiſenbahn hat die Strafkammer weitere Auf
geſtellte Wiederbelebungsverſuche hatten Erfolg
Elektroapparate enthaltend deklariert worden.
klärung durch die Staatsanwaltſchaft angeordnet
Frankfurt a. M., 4. Juni. Die Unterſuchung geger
Boſton, 3. Juni. Die Firma Georges A. Alden
(*) Alsfeld, 3. Juni. Wieder ein ſchwerer Un
Giftmörder Hopf erſtreckt ſich jetzt darauf, o=
den

die kürzlich ihren Konkurs angemeldet hat, gibt jetzt ihre
fall trug ſich am Bau der neuen Bahnſtrecke nach Nieder
Hopf ſeine im Jahre 1911 geſtorbene Mutter vergiftet hat,
Paſſiven auf 4 091000 Dollars und ihre Aktiven
Aula zu. Der Arbeiter Schmidt geriet unte
der er 30000 Mark erbte.
von
auf 1605000 Dollars an
einen Materialzug der Feldbahn, wurde über
Wiesbaden, 4. Juni. Der Magiſtrat beſchäftigt
fahren und lebensgefährlich verletzt ins Kreiskrankenhau
ich zurzeit mit der Frage der Einrichtung von Ferien
gebracht.
ſpaziergängen der Kinder minderbemittelter
Der Nieder =Modauer Bank=
Familien. Eine Kommiſſion unterbreitet ihm jetzt einige
Angaben; danach kommen 4000 Kinder in betracht, auch
Gruben=Unglück in Friedberg
krach vor der Strafkammer
nichtſchulpflichtige vom vierten Lebensjahre ab. Die Kin=
*
Friedberg, 4. Juni. Auf der Eiſengrub
der ſollen in Gruppen von 800 bis 1000 in den Wald ge
44. Verhandlungstag.
Oberrosbach bei Friedberg ſind heute morgen vier
führt werden, begleitet von Lehrern, freiwilligen Helfern
In der geſtrigen Sitzung beendete der Verteidiger
g.
Bergleute in einem 70 Meter tiefen Schacht durc
Aerzten und Mitgliedern der Sanitätstruppe. Als Spiel=
Juſtizrat Hallwachs ſein Plädoyer. Er ging dabei
ſchlagende Wetter verunglückt. Die Verunglückten
platz will der Magiſtrat die 24 Morgen große, am Forſt=
näher
auf die einzelnen Anklagepunkte ein. Bei der Feſt
ſind der Steiger Lenz. Wilhelm Stork und Philip=
haus
Faſanerie gelegene Waldwieſe zur Verfügung ſtel
Blecher aus Oberrosbach, ſowie Peter Friedrich Bach
tellung der Bilanz für 1908 ſei der Reviſor Müller vom
len. Jedem Kinde ſoll täglich ein halber Liter Vollmilck
aus Rodheim v. d. H. Alle vier ſind Familienväter. Die
Verein als ſachverſtändige Hilfe herangezogen worden
verabreicht werden. Als Beitrag zur Koſtendeckung ſoll
Feuerwehr von Homburg,
die Sanitätskolonne von
Dieſer, ſei nach Ausweis ſeiner Berichte in dieſer Zeit
jedes Kind 50 Pfg. wöchentlich zahlen; die Stadt hätte
Friedberg und die Frankfurter Rettungsgeſellſchaft ſind
42 mal in Nieder=Modau geweſen und Ihrig mußte dem
noch 10000 Mark Zuſchuß zu leiſten
an der Unglücksſtelle. Die Frankfurter Feuerwehr er
nach annehmen, daß Müller in die Verhältniſſe des Ver
Wiesbaden, 4. Juni. Der frühere Redakteur
ſchien ſpäter mit Sauerſtoffapparaten. Der Steiger Lenz
eins genau eingeweiht war. Er mußte ſich auch auf die
Autor iſt in Bern nicht in der bekannten Wäſchbitt=
und der Bergmann Bach wurden als Leichen zutage ge
Richtigkeit der von Müller und Beck aufgeſtellten Bilanz
angelegenheit, ſondern wegen Unterſchlagung von
fördert. In Oberrosbach herrſcht große Aufregung übe=
verlaſſen
. Ihrig ſei erſt nach Nieder=Modau gekommet
7000 Mark zum Nachteil einer hieſigen Schauſpieleri
das Unglück, und an der Grube ſpielen ſich herzzerreißend
als der Verluſt feſtgeſtellt war und man ihn herbeiholte
bezw. eines Offiziers verhaftet worden. Er wird auch
Szenen ab. Die Frauen und Kinder der Verunglückten
um die Deckung des Verluſtes ohne Gefährdung des Ver
lediglich in dieſer Angelegenheit ausgeliefert werden; die
drängen ſich zu den Grubeneingängen und ſind nur mit
eins zu erreichen. In der dann gemeinſchaftlich abgehal=
Anklage, die die hieſige Staatsanwaltſchaft wegen Belei=
Mühe von dem Einfuhrſchacht wegzuhalten. Gegen Mit=
tenen
Sitzung ſei dann die von Ihrig verfaßte Urkunde
digung des Kommerzienrats Bartling gegen Autor er=
tag
traf die Staatsanwaltſchaft von Gießen ein, umefeſt=
von
275000 Mark entſtanden, und zwar habe er ſich dabei
zoben
hat, kann infolgedeſſen nicht zur Verhandlung
zuſtellen, ob Fahrläſſigkeit oder Naturgewalten das Un
an eine von einem Juriſten verfaßte Urkunde gehalten
kommen
glück verurſacht haben. Der Bergmann Bach war der
Sowohl von Ihrig als auch von den Unterſchreibern ſei
jenige, der mit dem Steiger Lenz in die Grube fuhr, un
Ludwigshafen, 4. Juni. Heute früh um 10 Uhr hat
die Urkunde als ernſt und wirkſam aufgefaßt worden
den Vermißten Hilfe zu bringen. Er hat die edle Tat
ich in einer hieſigen Bank ein unbekannter Menſch
Ihr Inhalt ſei etwas unklar, aber das erkläre ſich daraus,
mit dem Leben bezahlen müſſen. Die übrigen zwei Ver
im Alter von zirka 24 Jahren erſchoſſen. Bekleidet
daß Ihrig kein juriſtiſch geſchulter Mann ſei. Er hab=
mißten
, Wilhelm Stork und Philipp Blecher, hatte man
war er mit einem leichten Sommeranzug. Der Unbekannte
jedenfalls angenommen, daß ſie rechtswirkſam ſei. Es ſe
bis um 2 Uhr mittags noch nicht auffinden können. Es
hatte heute früh an der Konſtablerwache zu Frankfurt an
auch erſt ſehr ſpät von erfahrenen Juriſten erkannt wor
iſt anzunehmen, daß ſie in entferntere Gebiete der Grube
Main zuſammen mit einer weiblichen Perſon ein Auto
den, daß der Vertrag nach § 181 B. G.B. ungültig ſei, weil
gegangen und dort zuſammengebrochen ſind. Wenn di
mobil beſtiegen und dem Chauffeur die Weiſung gegeben
die Unterſchreiber, die doch auch Vertreter des Vereins
ſpäter Eingeſtiegenen ſchon den Tod fanden, ſo iſt es nun
nach Worms zu fahren. Dort verließ die Dame das Auto=
waren
, nicht gegen ſich ſelbſt kontrahieren konnten.
zur Gewißheit geworden, daß auch die übrigen beiden
mobil und der junge Mann fuhr nach Ludwigshafen wei=
die
früher in der Grube weilten, bereits erſtickt ſint
Es ſei damals niemanden zweifelhaft geweſen, daß die
ter, wo er das Auto vor einem Bankgebäude halten ließ
Man führt das Unglück darauf zurück, daß bei den
Unterſchreiber auch für die 275000 Mark gut ſeien, dent
Er begab ſich darauf in das Innere des Gebäudes und
Waſſerbruch vor einem halben Jahre ſogenannte tote
allgemein glaubte man damals noch dem Adam, daß er
entleibte ſich in einem Nebenraum durch zwei Revolver
Stollen zurückgeblieben ſind. Es ſind dies Stollen
anderweitig Werte zu liegen habe. Daß Ihrig dem
ſchüſſe. Seine Perſonalien ſind noch unbekannt.
aus denen, weil ſie nicht mehr benützt werden, das ein=
Schuchmann riet, fünf Prozent Dividende zu verteilen,
Stuttgart, 4. Juni. Geſtern abend traf hier eine
gebrochene Waſſer nicht herausgepumpt wurde. In die
ei auch nicht bedenklich. Er habe dem Schuchmann, de
merikaniſche Landwirtſchafts= Studien=
ſen
Stollen ſcheinen ſich nun Grubengaſe gebildet zu
ihn fragte, ob fünf oder zehn Prozent Dividende verteil
Beſellſchaft ein. Sie wurde von dem amerikaniſchen
haben, die das Unglück verſchuldeten
werden ſollten, lediglich geſagt, es dürfte nicht mehr Di
Konſul empfangen. Heute vormittag fand ein Empfang
vidende ausgezahlt werden, als der Verein Zinſen zahle
im Vortragsſaal des Landesgewerbemuſeums ſtatt, wo
Daß die Schuldübernahme von den Unterſchreibern ſelbſt
die Geſellſchaft von dem Vorſtand der Zentralſtelle
Reich und Ausland.
als ernſt angeſehen wurde, gehe daraus hervor, daß ſie ſich
die Landwirtchaft, Regierungsdirektor v. Sting, begrüß=
ſpäter
bereit erklärten, Sicherheiten zu ſtellen, auch ſprechen
wurde. Im Anſchluß hieran hielt der Vorſteher des Ver=
Aus der Reichshauptſtadt, 3. Juni. Der Sultar
dafür die Schiebungen, die zur Beiſeiteſchaffung des Ver
andes Landwirtſchaftlicher Genoſſenſchaften in Württem
wird, wie der Berliner Lokalanzeiger meldet, dem deut=
mögens
von verſchiedenen Vorſtandsmitgliedern vorge
berg, Oberregierungsrat Baier, einen Vortrag über das
ſchen Kaiſer zum 25jährigen Regierungsjubiläun
nommen wurden
koſtbare Geſchenke überſenden
Landwirtſchaftliche Genoſſenſchaftsweſen. Um 12 Uhr
Zwei berüchtigte
Dem Angeklagten Ihrig ſei zum mindeſten der gute
Verbrecher die den größten Teil ihres Lebens hinter
wvurden die Amerikaner im Rathaus mit einem Gabel=
Glaube zuzuſprechen, daß die von ihm unternommener
Kerkermauern verbracht haben, ſind wieder einmal feſtge
frühſtück von der Stadt bewirtet. Nachmittags begibt ſich
Schritte zum Beſten des Vereins waren. Die Aufklärung
nommen worden. Der Oberinſpektor Rother von der
die Geſellſchaft nach einer Rundfahrt durch die Stadt mit
Nachtwach= und Schließgeſellſchaft ſah, als er auf einer
die Ihrig in der Generalverſammlung im Jahre 1910 übe
Kraftwagen des Königlich Württembergiſchen Automobil
Kontrollfahrt mit dem Zweirad den Kurfürſtendamm ent=
die
Bilanz für 1909 gegeben habe, ſei vollſtändig ausrei
klubs nach Hokenſtein zur Beſichtigung der Landwirt=
llang
kam, wie ſich drei Männer an dem Hauſe Nr. 253
chend geweſen. Es habe dem Ihrig keine Verpflichtung
ſchaftlichen Hochſchule und ihrer landwirtſchaftlichen An
verdächtig zu ſchaffen machten. Einer von den dreier
obgelegen, noch eingehendere Darlegungen zu geben, went
lagen. Abends findet im Stadtgarten Konzert ſtatt. Vor
wie Rother im Schein der Laterne wahrnehmen konnte
dieſe nicht von der Verſammlung gewünſcht wurden. Die
hier aus begibt ſich die Geſellſchaft nach Baden=Baden und
ſchon ein bejahrter Mann, ſchlich ſich durch den Vorgarten
Straßburg.
Zurverfügungſtellung des Schuldentilgungsfonds vor
an die Haustür heran und hantierte an dieſer herum. Al=
Bremen, 3. Juni. Der Großherzog von Ba=
60000 Mark ſei keine Düpierung der Vorſtandsmitglieder
der Oberinſpektor Schutzmänner holte, entflohen die Ver
geweſen, denn es ſtehe feſt, daß dieſer Fonds nur unter
den der hier morgen die Taufe des Linienſchiffes Er=
dächtigen
. Man verfolgte ſie und es gelang, zwei von
ſatz Weißenburg vornehmen wird, iſt heute abend un
der Bedingung gegeben wurde, daß die Sicherheiten für
ihnen feſtzunehmen, während der dritte, der jüngſte vor
10 Uhr 53 Minuten auf dem hieſigen Hauptbahnhofe ein=
die
beiden Schuldurkunden von 275000 und 52000 Mk. ge=
allen
, entkam. Die Kriminalpolizei, der die Verhafteten
getroffen. In ſeiner Begleitung befinden ſich Präſident
ſtellt würden. Es liege in beiden Fällen weder eine Bi=
vorgeführt
wurden, ſah in ihnen alte Bekannte wieder,
Duſch und Freiherr von Bodman, Generaladjutant Dürt
lanzfälſchung ſeitens Ihrig noch eine Beihilfe oder An
die ihr ſchon viel zu ſchaffen machten, den alten Einbrecher
und der Flügeladjutant Oberſtleutnant v. Deimling
ſtiftung dazu vor. Die Erklärung für den Zuſammenbruc
Julius Beſſert und den ebenſo verwegenen 36 Jahre alte
Paris, 4. Juni. Gegen den einzigen Neffen des ehe
des Vereins ſei darin zu ſuchen, daß ſich ſchließlich heraus=
Einbrecher Paul Walsleben. Beſſert hat von ſeinen 63
maligen Präſidenten der Republik Grévy, Léon Grévy
ſtellte, Adam hat gar keine Werte mehr, wodurch das
Lebensjahren nicht weniger als 36 im Zuchthauſe ver
iſt Strafantrag geſtellt worden, weil er als Prokuriſt
ganze Konto Adam in Höhe von über 300000 Mark abge=
bracht
, Walsleben hat auch ſchon 14 Jahre hinter ſich.
einer großen Firma ſtatt 43000 Francs 140000 Francs
ſchrieben werden mußte. Die Begünſtigung des Adan
Beſſert hat früher durch verwegene Streiche viel von ſich
abgehoben und den unrechtmäßigen Ueberſchuß für ſich
möge objektiv zweifelhaft ſein, ſubjektiv ſtehe jedoch feſt,
reden gemacht. So erbeutete er einmal in der hieſigen
ſelbſt verwendet hat
daß Ihrig niemals beabſichtigt habe, dem Adam die
Kommandantur 36000 Mark in barem Gelde, Orden und
Paris
4.
Juni. Aus Brazzaville (Franz. Konge
Flucht zu ermöglichen. Er könne einen Grund zu eine
Schmuckſachen von dem damaligen Kommandanten von
wird gemeldet, daß ein Senegalſchütze den Haupt=
derartigen
bewußten Handlung nicht angeben. Er bean=
Berlin. Dieſer Einbruch gelang ihm trotz des Doppel=
mann
Royer ermordet hat, weil dieſer eine leicht
trage unter Berückſichtigung ſeiner Ausführungen die
den Leitern der Oper nicht annehmbar erſchienen; aber
Meilen und kamen bis zu einer Höhe von 3000 Fuß. Dieſe
man hofft jetzt, die Grundlagen einer Verſtändigung, die
Feuilleton.
Partei entdeckte auch die größte Niſtſtätte von Kaiſer
die Aufführung des Roſenkavalier in New=York ermög=
pinguinen
, die bisher gefunden worden iſt. Sie lag au
* Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben. Eine pri=
licht
, gefunden zu haben
einer Inſel, etwa 65 Meilen weſtlich von unſerem Glet=
vate
Uraufführung. Aus Paris wird berichtet
ſcherhaus, und hier waren etwa 7000 junge Kaiſerpin=
Ein Jahr im Gletſchereis. Der erſte Bericht über
Eine der intereſſanteſten geſellſchaftlichen Veranſtaltungen
quine verſammelt neben unzähligen gewöhnlichen Pin=
die
Erlebniſſe im ewigen Eis, die Frank Wild und ſieber
die zugleich künſtleriſche Bedeutung hat, iſt die Aufführ=
quinen
. In Gletſcherſpalten fallen war bei uns ſo wie
Gefährten beſchieden waren, entrollt ein packendes Bild
ung, die der Graf von Clermont=Tounnerre in ſeinem
das tägliche Brot; alle hatten wir Quetſchungen und Beu=
von
dem Reiz und den Gefahren in der Exiſtenz des Po=
chönen
Privattheater zu Maiſons Lafitte vor geladener
len. Einer meiner Begleiter, Watſon, blieb einmal 20
larforſchers. Wild, der ebenſo wie alle ſeine Begleite
äſten veranſtaltet. Einige der beſten Pariſer Schau
Minuten in einer ſolchen Spalte, bevor wir ihn fanden
noch nicht das 30. Jahr erreicht hat, führte die zweite
ſpieler bringen hier ein neues Stück, das nur für dieſ
und herausziehen konnten. Die ſchlimmſte Zeit hatten wir
Abteilung der von Dr. Mawſon geleiteten auſtraliſcher
Gelegenheit geſchrieben iſt, zur Uraufführung, wobei be
im Oktober, als die weſtliche Abteilung 17 Tage lang in
Südpolarexpedition; er war gezwungen, ein ganzes Jahr
der Inſzenierung keine Koſten geſpart werden. Inter
einem Blizzard bleiben mußte, wohl dem längſten, der je
lang in einem Gletſcher zu hauſen und entdeckte ein großes
eſſant iſt, daß dieſe Privataufführungen ſchon von der
beobachtet worden iſt. Ich hatte früher nie einen länger
Landgebiet, deſſen Küſtenlinie 350 engliſche Meilen lan
Vorfahren des jetzigen Grafen im 18. Jahrhundert ver
iſt.
als neun Tage durchgemacht. Man kann ſich ſchwer vor
Das Land, das ſich wahrſcheinlich bis zum Südpol
anſtaltet wurden und daß dieſe Tradition ſeither treu be
ſtellen, was es für drei Männer bedeutet, in einem ſechs
elbſt ausdehnt, erhielt von ihm den Namen Queen
wahrt worden iſt. In dieſem Jahre hat Jules Bois
Marys Land. Wir mußten uns für einen Winter ein
Fuß großen Zelt gefangen zu ſein, das von dem ſich
der Autor der Furie, die an der Comédie Frangaiſe
Heim in einem Gletſcher bauen, erzählte Wild.
außen anhäufenden Schnee allmählich kleiner wird. Es
Wir
einen großen Erfolg erzielte, ein neues Stück für dieſes
gruben einen Tunnel durch das Eis, mit Löchern, in denen
war kein Platz, um gerade zu liegen oder etwas zu leſen.
Privattheater geſchrieben, das den Titel Pſappha führ
wir unſere Vorräte unterbrachten; der Eingang in unſer
16 Stunden von den 24 des Tages ſchliefen wir. Als
und die Geſchichte der Sappho behandelt. Der Ueber=
Gletſcherhaus erfolgte durch eine Falltür, die wir an der
der Blizzard aufhörte, waren wir ſchwach zum Umblaſen
lieferung gegenüber hat ſich der Dichter manche Freiheit
Spitze angebracht hatten, die aus dem Schnee heraus
aber dann erholten wir uns raſch wieder
erlaubt; Sappho liebt nicht den Phaon, ſondern einer
ragte. Dann führten wir das regelmäßigſte Leben von
ck Schneider und Poet dazu. Die Königliche Biblic
Faun, der ihr als das Symbol einer idealen Liebe er
der Welt: Die Mahlzeiten fanden zu feſtgeſetzter Stunde
thek im Buckinghampalaſt hat einen eigenartigen Zuſchu
ſcheint. Manche ſatiriſchen Betrachtungen gegen modern=
tatt
; der Vormittag war der Arbeit, der Nachmittag dem
erhalten; ein Roman mit dem Titel Vom König zurück=
Exzentrizitäten ſind dabei in den Text eingeflochten
Vergnügen gewidmet, und wenn wir nicht bei guten
gehalten iſt ihr einverleibt worden, das Werk eines be=
Der Roſenkavalier in New=York.
Der
Wetter Hockey oder Fußball ſpielen und Skilaufen konn
kannten Schneiders im Londoner Weſtend. Arth. Maltby,
Direktor der New=Yorker Oper, Signor Gatti=Caſazza, der
ten, ſo vertrieben wir uns die Zeit mit Schach, Karter
der für dieſe hiſtoriſche Erzählung umfaſſende geſchichtliche
gegenwärtig in Berlin weilt, ſteht nach einer Meldung der
und Dame. Jeden Sonntag hielt ich am Morgen einer
Studien gemacht hat, arbeitet 4 Tage der Woche hindurd
Daily Mail in Unterhandlungen über die Aufführung von
Gottesdienſt ab und wir taten an dieſem Tage nichts
nicht mit der Feder, ſondern mit Nadel und Schere. E=
Richard Strauß’ Roſenkavalier während der nächſten
außer den notwendigſten Arbeiten. Als dann nach dem
komponiert keine Dichtungen, ſondern Röcke und Bein
Spielzeit in New=York. Die Hauptrollen ſollen von Evc
langen Winter der Auguſt herankam, trafen wir unſer
kleider und verwendet ſeinen künſtleriſchen Geſchmack au
von der Oſten, die gegenwärtig im Londoner His Majeſtie
Vorbereitungen für Schlittenreiſen; die eine Partei von
den ſchickſten Stil und den beſten Sitz der von ihm ver
Theatre in der Ariadne auf Naxos auftritt, und vor
drei Leuten fuhr oſtwärts, und die andere weſtwärts. Di
fertigten Kleider. Die anderen drei Tage der Woche abe
Frieda Hempel geſungen werden. Bisher waren die Ver=
letztere
Expedition verfolgte die ganze Küſtenlinie bis zu
gehören der Muſe und der Muße. In ſeinem Landhaus
handlungen mit der Metropolitan=Oper nicht zu einem
dem Punkte, den die deutſche Expedition von 1902 er=
zu
Thorpe Bay widmet er ſich ſeinen literariſchen Arbei
Abſchluß gelangt, da die Bedingungen des Komponiſten
reicht hatte. Bei einer Reiſe machten wir 510 engliſche
ten und ſeinen künſtleriſchen Plänen, denn er iſt ein be=

[ ][  ][ ]

Nummer 129.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 5. Inni 1913.
Seite 5.
Freiſprechung des Angeklagten Ihrig in vollem Um=
Automobil zurück und durchfuhr die Stadt unter erneutem
nationale Ausſtellung von Hunden aller
fang der Anklage.
Jubel des Publikums. Die Abreiſe erfolgte um 2.45 Uhr
Raſſen. Dieſer Veranſtaltung wird von allen Seiter
Heute ſpricht der zweite Verteidiger des Angeklagten
rach der Wildparkſtation.
das größte Intereſſe entgegengebracht, wie überhaupt die
Ihrig, Juſtizrat von Brentano.
Kynologie in Mainz auf der Höhe ſteht. Die Leitung der
Ausſtellung hat der Verein der Hundefreunde Mainz über
nommen. In allen Klaſſen gelangen Geldpreiſe, zuſam=
Der Wehrbeitrag in der Budget=
men
gegen 6000 Mark, zur Auszahlung, außerdem ſtehen
Die 200=Jahrfeier in Geldern.
gegen 200 Ehrenpreiſe zur Verfügung. Von dieſen wur=
kommiſſion
.
den u. a. geſtiftet: 50 Mk. in bar für Schäferhunde und
* Geldern, 3. Juni. In Erwartung des Beſuches
* Berlin, 4. Juni. Im Laufe des heutigen Vor
Pinſcher von der Großh. Heſſ. Landwirtſchaftskammer.
des Kaiſers aus Anlaß der Zweihundertjahrfeier der
mittags wurden die vertraulichen Beſprechungen der Sub
50 Mark in bar für die größte Kollektion Jagdhunde vom
Zugehörigkeit des Herzogtums Geldern zu Preußen hat
kommiſſion der Budgetkommiſſion des Reichs=
Verkehrsverein Mainz, ferner 50 Mark in bar für die
die alte Herzogſtadt Geldern ein glänzendes Feſtgewand
tages mit dem Reichsſchatzſekretär weitergeführt die ſich
größte Kollektion Lurushunde und 50 Mark in bar für
angelegt. Der Kaiſer träf um 11 Uhr in Geldern ein.
auf die in der Sitzung vom 29. Mai gemachten Vorſchläge
die größte Kollektion Zwerghunde, ſowie eine Anzahl
Zum Empfange am Bahnhof waren der kommandierende
wertvoller Ehrenpreiſe und Plaketten. Außerdem vergibt
um § 1 des Geſetzentwurfs, betreffend den Wehrbeitrag,
General von Einem und Oberpräſident von Rheinbaber
beziehen. Auf Grund dieſer Vorſchläge hat der Reichs=
das
Großh. Heſſ. Miniſterium eine Staatsmedaille.
zugegen. Der Kaiſer hielt ſeinen Einzug im Automobi
ſchatzſekretär eine Berechnung anſtellen laſſen, die den
unter dem ſtürmiſchen Jubel einer gewaltigen Volks
daraus zu erwartenden Wehrbeitrag vom Vermögen auf
menge. Am Iſſumertor wurde der Kaiſer durch Bürger
720 Millionen und vom Einkommen auf 120 Millioner
Luftfahrt.
meiſter Dr. Werner in Anweſenheit der Stadtverord=
beziffert
. Die Beſprechungen wurden auch heute nicht ab=
neten
begrüßt. Der Kaiſer dankte freundlich, worauf die
Die Formationen des Marineluftfahrweſens
geſchloſſen, ſollen vielmehr morgen vormittag von der
Weiterfahrt zum Feſtplatz erfolgte. Hier nahm der Kai=
itzung
der Vollkommiſſion fortgeſetzt werden
* Die durch Kabinettsorder vom 3. Mai dieſes Jahre:
ſer unter dem Kaiſerzelt Aufſtellung, nachdem er die
die Budgetkommiſſion des Reichstages fuhr heute in
erlaſſenen Beſtimmungen über das Marineluftfahrweſen
Ehrenkompagnie abgeſchritten hatte, die das Regiment
der Beratung des § 11 des Geſetzentwurfs, betreffend den
ind jetzt mit dem Anfang des neuen Monats zur Aus=
Herzog Ferdinand von Braunſchweig (8. Weſtfäliſches)
Wehrbeitrag (beitragspflichtige Perſonen) fort und beriet
führung gekommen. Die Marineluftſchiffabteilung mit
Nr. 57 ſtellte, und nachdem er u. a. die holländiſche Ge
zunächſt einen Zentrumsantrag,
den Angehörigen
dem vorläufigen Standort in Johannisthal und die Ma
ſandtſchaft begrüßt hatte, General de Meſter, Oberſt We=
außerdeutſcher
Staaten, die ſich im
Deutſchen Reich
inefliegerabteilung in Putzig ſind als neue Marinetrup=
ber
und Leutnant zur See van Mühlen. Die Spitzen der
dauernd des Erwerbs wegen aufhalten, diejenigen Aus
venverbände organiſiert worden, und damit iſt das Ma=
Behörden waren im Kaiſerzelte verſammelt. Die Ehren=
länder
in bezug auf die Beitragspflicht gleichzuſtellen, die
rineluftfahrweſen an dem wichtigſten Abſchnitte ſeiner
jungfrauen ſtanden am Rathausportal, die Tribünen
im Deutſchen Reiche ſeit länger als 12 Monaten einer
erſten Entwickelung angelangt. Mit dieſer Formation der
waren dicht gefüllt, rings umher hatte man die Dächer
Wohnſitz haben, einem konſervativen Antrag ent=
beiden
Abteilungen iſt jetzt in der Zentrale für das
abgedeckt, um Raum für die Zuſchauer zu gewinnen. Die
egen, der von den beitragspflichtigen Angehörigen des
Marineluftfahrweſen, der Sektion im Werftdepartement
vereinigten Männerchöre des Herzogtums unter der Leit
Deutſchen Reiches diejenigen ausnehmen will, die ſich ſeit
des Reichsmarineamtes, eine Perſonalvermehrung an
ung des Muſikdirektors Druegpott ſangen: Die Himmel
länger als zwei Jahren (die Vorlage beſtimmt ein Jahr)
Seeoffizieren erfolgt. Dem bisherigen Leiter der Sektion,
rühmen des Ewigen Ehre‟ Dann hielt Graf Hoens=
dauernd
im Auslande aufhalten, ohne einen Wohnſitz in
dem Fregattenkapitän Moſt, ſind Korvettenkapitän Beh=
broech
eine Anſprache, auf die der Kaiſer in einer
einem deutſchen Bundesſtaate zu haben, ſowie einem
niſch und Korvettenkapitän von Müller=Berneck beigegeber
Rede antwortete, in der er u. a. ſagte: Die wechſelvolle
ozialdemokratiſchen Antrag, der in die Bei=
vorden
, von denen erſterer bisher dem Nautiſchen Departe=
Geſchichte Gelderns weiß von traurigen Schickſalen des
tragspflicht Kirchen, Religionsgeſellſchaften u. a. einſchlie=
ment
des Reichsmarineamtes, letzterer zuletzt der Marine
Landes, von feindlichen Bedrückungen und Kriegsnöten in
zen will. Der Antrag des Zentrums, auch ſolche Aus=
ſtation
der Nordſee angehörte. Ebenſo iſt zu der Sektion
reicher Fülle zu erzählen und läßt die von unzufriede=
länder
zu beſteuern, die ſich nicht des Erwerbs wegen in
der Marineſchiffbaumeiſter Pietzker kommandiert worden,
nen Seelen ſo gern zitierte gute alte Zeit in recht trü
Deutſchland aufhalten, wurde abgelehnt. Der Antrag
der ſich beſonders mit den techniſchen Verbeſſerungen der
bem Lichte erſcheinen. Auch die Schwingen des Preußi=
der
Sozialdemokraten, auch ausländiſches Grundvermögen
Flugzeuge zu befaſſen haben wird. Die bisherige Marine
chen Adlers, deſſen Königskrone mit dem Hinzutritt Gel
von Inländern zu dem Wehrbeitrag heranzuziehen, wurde
lugverſuchsſtelle in Putzig wird bei der jetzt dort erfolg=
derns
zum Brandenburgiſch=Preußiſchen Staate eng ver
ebenfalls abgelehnt. Sodann wurde § 11 (bei
ten Formierung der Marinefliegerabteilung ihre Tätigkei
knüpft iſt, waren im erſten Jahrhundert nicht imme
tragspflichtige Perſonen) nach der Regierungsvorlage mit
ticht einſtellen, ſich vielmehr weiter mit allen Fragen der
kräftig genug, das fernab von dem Kern des Landes, dem
dem gemeldeten konſervativen Abänderungsantrag ange
Flugzeuge für die Marinezwecke
vor allem auf dem
Sitze der Stärke, belegene Gebiet gegen mächtige Feind
iommen. Hierauf begründete ein ſozialdemokratiſcher Ab
Gebiete der Waſſerflugverſuche befaſſen, der bereits die
zu ſchützen und zu decken. Seit der Befreiung des Vater=
geordneter
ſeinen erwähnten Antrag auf Heranzieh=
beſten
Erfolge erzielt hat. Die jetzt formierten beiden
landes von der Fremdherrſchaft, deren hundertjähriges
ung der Toten Hand.
Der Antrag wurde eben
Abteilungen werden zunächſt nur klein ſein; mit der Ver=
Gedenken in dieſem Jahre das Herz des deutſchen Volkes
falls abgelehnt
mehrung des Flugmaterials an Marineluftſchiffen und
mit nationaler Begeiſterung und berechtigtem Stolze er
Marineflugzeugen werden ſie zu mehreren Kompagnien
füllt, begann auch Geldern unter den Segnungen des
ausgebaut werden, wie dies auf Grund des neuen Ma=
Friedens die Früchte des Gewerbefleißes und der Kunſt=
rineluftfahrgeſetzes
vorgeſehen worden iſt, das für die
Sporf, Spiel und Turnen.
fertigkeit ſeiner Bewohner zu ernten. Die heutige Blütc
Jahre 1914 bis 1918 zunächſt in Kraft treten ſoll.
des ſchönen Landes iſt aber, wie ſoeben rühmend hervor
Große Radrennen in Darmſtadt. Man ſchreib=
gehoben
, zu einem weſentlichen Teil auf die liebevölle
uns: Für die Rad= und Motorrennen, die der Veloziped=
Fürſorge ſeiner Landesfürſten zurückzuführen, die der
Der Tod des Fliegers Michaelis.
Klub Darmſtadt am nächſten Sonntag, den 8. Juni cr., au
zähen Volkskraft und ſchaffensfreudigen Arbeitſamkeit der
der Radrennbahn an der Heidelbergerſtraße veranſtaltet,
* Berlin, 3. Juni. Ueber die Urſache des Flie=
Söhne des Niederrheins Weg und Ziel gewieſen haben.
liegen Meldungen einer ganzen Reihe erſtklaſſiger Fahrer
gerſturzes, welchem am vergangenen Dienstag der jugend=
Die edle Geſtalt des großen und doch ſo demütigen Für
vor, die das Rennen zu einem ſportlichen Ereignis ſtem=
iche
Pilot Michaelis zum Opfer gefallen iſt, waren
ſten tritt heute lebhaft vor unſer Auge, beſonders Sei=
peln
. Das Dauerrennen in vier Läufen für Berufsfahrer
in Johannisthal Vermutungen verbreitet. Es hieß, daß
nen alten Kriegskameraden unter uns und denjenigen,
mit Motorſchrittmachern zieht die Matadore Jean Weiß=
Michaelis kurz vor ſeinem Aufſtieg eine Taſſe Tee zu ſich
die Ihm perſönlich vor 50 Jahren hier auf dem Geldern=
Hanan, A. Frings=Aachen, E. Schmitt=Zürich an der
genommen habe, durch deren Genuß er betäubt worden
ſchen Marktplatz bei der 150jährigen Jubelfeier ihre Hul=
Start. Der Erſtgenannte iſt den Darmſtädtern kein Frem
ei und die Direktion über ſeinen Apparat verloren habe.
digung darbringen durften. Möge das Denkmal, von be=
der
, gewann er doch im Jahre 1911 den großen Preis vor
Feſt ſteht jedenfalls, daß die Urſache des Sturzes außer=
währter
deutſcher Meiſterhand geſchaffen, den Ruhm des
Darmſtadt in überlegener Manier gegen Ebert=Leipzig
ordentlich ſeltſam war und daß der Flieger offen=
großen
Kaiſers noch fernen Geſchlechtern verkünden. Möge
Kraft=Straßburg, Hamann=Berlin. Vorausſichtlich dürfte
bar unterwegs das Bewußtſein verloren haben muß.
essals ehernes Wahrzeichen der Zugehörigkeit Gelderns
Weiß auch diesmal über ſeine Gegner dominieren, wenn=
7
zu Preußen zugleich das Band der Treue und Liebe ver=
gleich
dieſe von einer Qualität ſind, die auch bei ihnen
en Sieg als wahrſcheinlich gelten läßt. Von der großen
ſinnbildlichen, das Fürſt und Volk, Kaiſer und Reich un=
* Gotha, 4.
Juni. Das Militärluftſchiff
Anzahl der Flieger ſind beſonders Damus=Darmſtadt,
auflöslich miteinander verbindet. Mit dieſen Wünſcher
Z. 4 ſtieg heute morgen um ¾6 Uhr wieder zu einer
Möſer=Frankfurt a. M Lüneritz=Mannheim erwähnens=
empfehle
Ich das Denkmal der beſonderen Obhut der
wahrſcheinlich
Uebungsfahrt auf. Das Ziel iſt
wert, wobei man in hieſigen Sportskreiſen dem Zuſam
Stadt. Die Hülle falle
Leipzig. Zwiſchen 9 und 10 Uhr vormittags wird es wie=
nentreffen
von Lüderitz mit Damus mit größter Span=
Als die Hülle fiel, präſentierte die Ehrenkompagnie
der zurückerwartet
tung entgegenſieht. Unſer einheimiſcher Fahrer Damus,
und Graf Hoensbroech brachte ein Hoch auf den Kaiſer
* Leipzig, 4. Juni. Gegen halb 9 Uhr
der ſich in ausgezeichneter Entwicklung befindet, unterlag
aus, die Muſik ſpielte die Nationalhymne, Böllerſchüſſe
wurde das Luftſchiff 3. 4 über der Stadt ge=
eim
letzten Rennen gegen den Weltmeiſter Rode nur mi
ertönten und 2000 Brieftauben flogen auf. Unter einem
ichtet. Es unternahm eine Schleifenfahrt und verſchwand
Handbreite, ſo daß er als einer unſerer beſten deutſchen
tweiteren Geſang des Männerchors beſichtigte der Kai
dann in der Richtung nach Gotha.
Herrenfahrer anzuſprechen iſt und als gefürchtetſter Geg=
ſer
das Denkmal mit dem Schöpfer, Profeſſor Schaper
ner des Weltmeiſters gilt. Wenn nicht alle Anzeichen trü=
und hielt Cerele, wobei er beſonders den kommandieren=
gen
, dürfte Damus am Sonntag die Farben Darmſtadts
den General von Einem, die Mitglieder des Landesadels
Die Fahrt der Viktoria Luiſe nach Potsdam
ehr ehrenvoll vertreten. Die beſtechende Manier, mit
und alle Offiziere ins Geſpräch zog. Der Kaiſer nalde
er Damus am 4. Mai im Tandemfahren mit ſeinem
* Frankfurt, 4. Juni. Das Luftſchiff Viktoria
ſodann den Vorbeimarſch der Ehrenkompagnie entgegen
Partner Walkenhorſt alle Paare, darunter Rode=Dreſcher
Luiſe iſt heute morgen 8 Uhr 50 Minuten zur Fahrt
und ſchritt unter dem Jubel des Publikums die Front
Mainz, hinter ſich laſſen konnte, erklärt unſer einheimiſches
nach Potsdamaufgeſtiegen. Es beſtand die Ab=
der
Kriegsveteranen ab, wo er beſonders die Ritter des
Team Damus=Walkenhorſt ohne weiteres als Anwärter
icht, ſchon heute nacht um 2 Uhr abzufahren, was jedoch
Eiſernen Kreuzes mit Anſprachen auszeichnete
Dann
auf den Sieg im Tandemhauptfahren. Die Frage, wer
wegen Gewittermeldungen unterlaſſen worden iſt. Das
betrat der Kaiſer das Rathaus, wo er im Ritterſaal von
das 30=Km.=Mannſchaftsrennen nach Art der Sechstage=
Luftſchiff wird der Bahnlinie Fulda-Bebra- Erfurt-
den
Vertretern der Stadt erwartet wurde. Drei Töchter
ennen gewinnen wird, iſt angeſichts der zahlreichen Kon=
Halle folgen.
Gelderns im Koſtüm der Königin Luiſe überreichten den
kurrenten ſchwer zu beantworten, da bei dieſem an Ueber=
Ehrentrunk in einem alten, ſchönen, ſilbernen, vergoldeten
* Frankfurt, 4. Juni. Das Luftſchiff Viktoria
aſchungen reichen Fahren eine Reihe guter Namen ver
Luiſe‟
Pokal. Der Bürgermeiſter Dr. Werner ſprach darau
hat um 10 Uhr 40 Minuten Fulda paſſiert.
treten iſt, die nach ihren bisherigen Leiſtungen Beachtung
nochmals den Dank der Stadt aus. Der Kaiſer erwiderte
Auf der weiteren Fahrt ſtieß das Luftſchiff auf Gewitter
verdienen. Die Rennen beginnen pünktlich 3 Uhr nach
kurz in heiterſter Stimmung, in der er der Stadt Geldern
bildungen, die es zu einem Umweg nötigen.
mittags
alles Gute wünſchte.
* Hunde=Ausſtellung. Eine große ſportliche Veran=
* Frankfurt, 4. Juni. Das Luftſchiff Viktoria
* Geldern, 4. Juni. Der Kaiſer kehrte nach dem
Luiſe hat auf ſeiner Fahrt nach Berlin um 11 Uhr 40
taltung findet am 22. Juni in Mainz in den Räumen
des ſtädtiſchen Schlachthofes ſtatt, und zwar eine inter=
Frühſtück bei dem Grafen Hoensbroech nach Geldern im
Minuten Gothapaſſiert
e u

Ehrenjungfrauen, wie oft dieſe tanzten und ob auch Leut
reits nicht mehr ganz unbekannter Dichter, und der neue
habe mir außerdem ſagen laſſen, daß ich unter den ſchwar=
nants
mit ihnen tanzten. Als die Damen erwiderten, in
Roman iſt der dritte, den er veröffentlicht. Das Buch
en auch noch fleiſchfarbene Seidenſtrümpfe tragen muß.
Krefeld gäbe es keine Leutnants, ſagte der Kaiſer, er wolle
hat mich viel Arbeit gekoſtet erzählte er einem Inter
ch bin ſchon von Pontius zu Pilatus gelaufen, um mir
ihnen welche ſchicken, und er gab nachher auch dem Ober=
viewer
. Manchmal habe ich bis in die frühen Morgen=
dieſe
Unterſtrümpfe zu verſchaffen, aber ich habe mich bis=
ürgermeiſter
kund, daß die Verlegung einer Garniſon
ſtunden darüber geſeſſen. Das Schwierigſte waren die
her vergeblich bemüht. Ich will jetzt noch einen letzten
nach Krefeld beſchloſſen ſei. Hierzu wurde das in Düſſel=
hiſtoriſchen
Studien, denn ich wollte, daß alles Geſchicht=
Verſuch bei einem Theatergarderobier machen, an den mich
orf liegende Huſarenregiment Nr. 11 beſtimmt, welches
ein Freund empfohlen hat. Aber es iſt mir noch immer
liche in meinem Roman abſolut richtig iſt; ſo mußte ich
der Kaiſer perſönlich am 2. April 1906 in Krefeld ein
vollſtändig ſchleierhaft, weshalb ich gehalten bin, fleiſch=
denn
in zahlreichen Bibliotheken und Muſeen alte Doku=
ührte
, wobei er in ſeiner Antwort auf die Begrüßungs
arbene Unterſtrümpfe anzulegen.
Der dem geplagten
mente durchforſchen; aber ich habe nun auch in meine Er=
anſprache
des Oberbürgermeiſters u. a. ſagte: Der Stadt
franzöſiſchen Würdenträger unerfindliche Grund, weshalb
ählung bisher unbekannte Tatſachen hineingewoben, die
Krefeld habe ich am heutigen Tage mein Wort gehalten.
ich auf die unmenſchliche Behandlung beziehen, die der
zu den Kniebeinkleidern zwei Paar Strümpfe anzulegen
Wenn ich mein Wort gebe, halte ich es auch. Der Stadt
ind, iſt einfach in der engliſchen Prüderie zu ſuchen, die
verhaßte Richter Jeffreys den irre geführten ſchottiſchen
abe ich ihre Garniſon gebracht und den jungen Damen
vermeiden will, daß die keuſchen Augen der Hofgeſellſchaft
Rebellen zuteil werden ließ. Ich kann meine Arbeit ſehr
ihre Tänzer. Daß die 11. Huſaren nicht nur im Tanzen
durch den Anblick des durch die dünne Seide durchſchim=
gut
in vier Tagen vollbringen; die Zeit von Freitag
etwas zu leiſten vermögen, hat das Regiment im Laufe
mernden Fleiſches eines Männerbeines beleidigt werden.
abend bis Dienstag morgen gehört meiner Kunſt, die
eines 100jährigen Beſtehens oft genug gezeigt. Schon
meinem Herzen am nächſten ſteht. Der Schneider hat
Das Diner mit Pockenimpfung. Eine unange=
in
den Freiheitskriegen konnte es ſich mit Ruhm bedecken,
bereits einen neuen Roman in Arbeit, der eine Liebes=
nehme
Zugabe erhielten die Gäſte, die der frühere ameri=
849 in Dänemark hat es mehrmals entſcheidend in den
geſchichte König Eduards IV behandeln wird. Auf den
kaniſche Botſchafter in Berlin Charlemagne Tower zu
Be=
Kampf eingegriffen und auch 1870/71 hervorragende
Gedanken der Schriftſtellerei haben ihn Kunden gebracht
einem Diner in ſein Haus in Philadelphia geladen hatte
weiſe ſeiner Schneidigkeit und Tapferkeit gegeben. Wie
die mit der Literatur in Verbindung ſtanden. Aber ſein
Als der frühere Geſandte mit Frau und Sohn und ſeinen
früher in Düſſeldorf, ſo ſind auch in Krefeld die Bezieh
Geſchäft vernachläſſigt er deshalb nicht; er hat ſogar auch
15 Gäſten gemütlich bei der Tafel ſaß, ertönte plötzlich das
ungen zwiſchen dem Regiment und der Bevölkerung die
hier ſeiner Phantaſietätigkeit ein Feld geſchaffen, indem
Telephon und von dem öffentlichen Geſundheitsamt ward
beſten, und letztere nimmt deshalb an dem Jubiläum
er das Einheitskoſtüm entwarf, bei dem Rock, Weſte
ihm mitgeteilt, daß er ſich mit ſeiner Familie, ſeinen
lebhaften Anteil.
und Hoſen in einer Minute angezogen werden können.
Gäſten und ſeinem ganzen Perſonal gegen Pocken impfgn
Dies Koſtüm hatte noch das Wohlwollen des verſtorbener
ml. Engliſche Wadenſtrümpfe und franzöſiſche Beine.
aſſen müßte. Sein Hofmeiſter war nämlich plötzlich er=
Königs Eduard gefunden. Maltby malt auch und ſendet
Der bevorſtehende Beſuch des Präſidenten Poincaré in
krankt und es ſtellte ſich heraus, daß er die Blattern hatte.
ſeinen Kunden zu Weihnachten entweder ein Buch oder
London macht den zu ſeiner Begleitung beſtimmien Hof=
Tower war entrüſtet und hängte ab. Aber das nützte ihm
in Bild von ſich als Geſchenk.
taaten nicht geringes Kopfzerbrechen und zwingt ſie zu
nichts, denn bald erſchien ein Arzt, um die Pockenimpfung
einem eingehenden Studium der verzwickten Beſtimm.
* Das Jubiläum der Tanzhuſaren In den Tagen
vorzunehmen. Dem früheren Geſandten war es unend=
uingen
des die Kleiderfrage am engliſchen Hof ordnenden
vom 6. bis 9. d. M. begeht das 2. Weſtfäliſche Huſaren=
lich
peinlich ſeinen Gäſten ein ſolch unangenehmes An=
Protokolls. Einer der Herren aus dem Gefolge hat ſich
Regiment Nr. 11 in Krefeld ſeine Hundertjahrfeier. Der
gebinde an ſein Diner hinterlaſſen zu müſſen, aber er
einem Berichterſtatter gegenüber über die Sorgen, die das
größeren Oeffentlichkeit iſt das Regiment bekannt gewor=
mußte
ſich fügen. Und ſo fanden ſich denn alle mit guter
Studium dieſer Vorſchriften bei ihm auslöſt, wie folgt
den anläßlich der Ankündigung ſeiner Verlegung von
Miene in das Unvermeidliche und reichten lachend ihre
geäußert: Ich erſehe daraus, daß ich mich nicht allein
Düſſeldorf nach Krefeld. Während ſeines Aufenthalts in
Arme der Impfnadel dar, Herrſchaft, Gäſte und Diener,
mit Kniehoſen zu verſehen habe, ſondern daß ich
zu die=
dieſer
Stadt im Sommer 1902 verſprach ihm der Kaiſer
ohne Ausnahme
Soweit
en auch ſchwarzſeidene Strümpfe anlegen muß.
eine Garniſon, kleidete dies aber in eine ungewöhnliche
aber ich
ſind mir die Anweiſungen durchaus verſtändlich;
Form. Er fragte nämlich in einer Unterhaltung mit den

[ ][  ][ ]

Nummer 129.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 5. Inni 1913.
Seite 6.
teſtantiſchen Kirchenbau. Ein beſonders hoch einzu
nahme des landwirtſchaftlichen Anbaues nicht auf die
* Frankfurt a. M., 4. Mai. Wie die Delag mel
ſchätzender Vorzug des Heftes iſt, daß es im Hauptblatt
wichtigeren Feldfrüchte beſchränken. Es ſoll vielmehr
det.
hat das Luftſchiff Viktoria Luiſe um 2 Uhr
die Antrittsrede von Profeſſor E. Högg, die dieſer an
die Anbaufläche ſämtlicher Feldfrüchte er=
30 Minuten Apolda paſſiert und flog in der Richtung nach
der Techniſchen Hochſchule in Dresden am 27. Februar 1913
mittelt werden. Bei der Schwierigkeit und der großen
Naumburg und Leipzig weiter.
gehalten hat, wiedergibt. Selten iſt über das Thema
Arbeit, die eine ſolch große Erhebung verurſacht, iſt es
Die Baukunſt als Wiſſenſchaft ſo geiſtreich und doch
begreiflich, daß ſie nicht alljährlich, ſondern nur in gro
o ſtreng wiſſenſchaftlich, ſo tiefgehend und dennoch mit
ßen Zwiſchenräumen vorgenommen werden kann. Zuletz
olcher Klarheit geſprochen werden. Zahlreiche Abbil
Miniſterkriſis in Ungarn.
geſchah es im Jahre 1900. Diesmal werden die den Gar=
ungen
und Tafeln ſind als anregendes Illuſtrations=
tengewächſen
und Gemüſen gewidmeten Flächen, einem
Peſt, 3. Juni. Das freiſprechende Urteil im Deſy=
material
beigegeben.
vielſeitigen Wunſche entſprechend, weſentlich eingehender
prozeß macht einen großen Eindruck. Es verlautet, daf
wie früher erfaßt. Die Feldfrüchte ſind nach Haupt= und
der Miniſterpräſident infolge des Urteils die Demiſ=
Darmſtadt, 5. Juni.
Nebenutzung zu unterſcheiden. Die Hauptnutzung iſt in
ſion des Kabinetts überreichen werde. Aus der
Juni, die Nebennutzung im September feſtzuſtellen. Die
nn. Heſſiſcher Jagdklub Darmſtadt. Auf Veranlaſſung
Begründung des Urteils iſt folgendes hervorzuheben:
Aufnahme ſoll auch darüber Aufſchluß geben, wie ſich di
Heſſiſchen Jagdklubs hielt geſtern abend im
des
Da der Angeklagte Deſy nachwies, daß der Miniſterpräſi=
Gemarkungsfläche auf die verſchiedenen Bodenbenutzungs=
Gartenſaal des Städtiſchen Saalbaus Herr Widman=
dent
bei dem Abſchluß von Verträgen mit der Ungari=
arten
verteilt, nämlich auf Acker= und Gartenland, au
Laemmert einen Vortrag über die Jagd in Bra=
ſchen
Bank von dieſer einen Betrag von über drei Mil
Wieſen, Weiden, Obſtanlagen auf dem Felde, Weinberge
ſilien und das dortige jagdbare Wild, zu
lionen Kronen annahm, und es ferner vom Geſichtspunkt
Waldungen, Haus= und Hofräume, Oed= und Urland
dem ſich eine zahlreiche Zuhörerſchaft eingefunden hatte
der Moral unzuläſſig iſt, daß ein Miniſter von einem
erner Wegeland, einſchließlich Friedhöfe, öffentliche An=
Der Redner hatte im Jahre 1907 von Rio de Janeirr
mit dem Staate im Vertragsverhältnis ſtehenden Unter=
lagen
, Gewäſſer uſw. Die Unterlagen hierzu liefert das
nehmen irgendwelchen Geldbetrag annimmt, wenngleich
einen Jagdausflug nach dem Innern des Landes gemacht
von dem Großh. Kataſteramt geführte Zentralkataſter.
der Miniſter, wie im vorliegenden Falle, ſich nicht den
und gab zunächſt eine eingehende Schilderung von dem
Wenn dieſe große Aufnahme im Herbſt vollendet ſeir
geringſten Vermögensvorteil verſchafft, ſondern nur par=
Land und ſeinen Bewohnern, den Transport= und Bahn=
vird
, nimmt die Großh. Zentralſtelle für die Landes=
teipolitiſche
Zwecke gefördert hat, mußte der Gerichtshof
verhältniſſen. Das Land iſt äußerſt wildreich. Nach drei=
tatiſtik
die Zuſammenſtellung vor und wird die Ergebniſſ
den vom Angeklagten Deſy gegen den Miniſterpräſiden
tägiger Fahrt kam man nach den Jagdgründen in den
weſentlich ausführlicher, als dies früher geſchah, veröffent
ten Lukacs=gebrauchten beleidigenden Ausdruck für ſtraf
Urwald, in denen man längere Zeit zu jagen gedachte
lichen. Es wird darauf Bedacht genommen werden, die
los erklären
zunächſt widmeten ſich die Jagdteilnehmer der Hühner=
Veröffentlichung ſo zu geſtalten, daß der landwirtſchaft
In der Konferenz der Regierungspartei wurde Mi=
agd
, die in ähnlicher Weiſe wie in Deutſchland ſtattfin
liche Anbau auch in den einzelnen Gemarkungen verfolgt
niſterpräſident Lukacs mit ſtürmiſchen Ovationen emp=
det
. Man ſchießt hauptſächlich zu Pferd, und beſonders
werden kann
angen. Er teilte mit, er werde dem Abgeordnetenhaufe
ind es die Cordona=Hühner, die hier das Jagdwild bil=
morgen
die Demiſſion des Kabinetts anzeigen
H. Frankfurt a. M., 3. Juni. ( Fruchtmarkt=
en
. Sie gleichen den Auerhühnern, ſind äußerſt ſcheu und
worauf das Haus bis zur Entſcheidung des Königs ver
bericht.) Am Wochenmarkt war der Verkehr ſehr ſtill,
ſchlau und laufen auf der Flucht ſchneller als die Jagd=
tagtswerden
würde. Der Präſident der Regierungsparte
da jede Anregung fehlte. Landweizen und Landroggen
hunde. Die Waldjagd iſt dort äußerſt ſchwierig. Die
Graf, Khuen=Hedervary erklärte, die Partei beuge ſich
wurden bei kleinen Abſchlüſſen etwas billiger abgegeben;
Hauptaufgabe iſt hier die Zuſammenſtellung der Meute
dem=Spruche des Richters, werde jedoch die unvergäng
ebenſo lag Gerſte, und beſonders Braugerſte, ſowie Mais
da eine Pürſche unmöglich iſt. Es ſind hierzu beſondere
lichen Dienſte, die der Miniſterpräſident dem Lande und
ſchwächer. Hafer konnte ſich auf ſtärkere Konſumfrage
Jagdhunde nötig, die den engliſchen Windhunden gleichen
der Partei erwieſen habe, nie vergeſſen, namentlich werde
zut behaupten. Für Futtermittel und Mehl ſind die For=
Das
Mit dieſer Meute werden Hirſch und Rehe gejagt
ſie ſtets der großen Verdienſte eingedenk ſein, welche ſich
derungen unverändert
Wild iſt nicht ſo kräftig wie in Deutſchland; es gleicht
der Miniſterpräſident im Vorjahre im Verein mit den
Der Mannheimer Getreidemarkt weiſt nur
inem ſchlechten Spießerbock und der Gampierbock gleicht
Präſidenten des Abgeordnetenhauſes durch den energi
An der Berliner
eringe Preisänderungen auf
dem deutſchen Elſch. Eingehend beſprach hierauf der Red=
ſchen
Schritt. die Arbeitsfähigkeit des Parlaments wieder=
Tendenz für Getreid=
Produktenbörſe war die
ner die Reh= und Hirſchjagd mit der Meute, wobei ſich die
herzuſtellen, erworben hätte, durch welchen er zugleich
nicht einheitlich. Weizen iſt feſter auf Käufe der Impor=
Jäger ebenfalls des Pferdes bedienen. Das Wild wird
die Wehrvorlage durchſetzte und die Möglichkeit ſchuf, in
teure und auf die ſpärlichen, dabei aber feſten Auslands=
ſodann
nach erfolgtem Auftrieb vom galoppierenden Pferde
ſchwerer Zeit die Intereſſen der Monarchie nachdrücklich
offerten. Roggen lag matter infolge von Regenmeldun
geſchoſſen. Auch die Saujagd wird in Braſilien ausge=
zu
wahren
gen aus der Provinz und daraufhin erfolgende Händler
übt; ſie iſt äußerſt gefährlich und findet meiſt vom Hochſitz
Der Kaiſer wird die Demiſſion Lukacs
Abgaben. Außerdem iſt das Inlandsangebot für Roggen
aus ſtatt.
zweifellos annehmen. Als Nachfolger wird Graf
im Zunehmen. Hafer per Juli war offeriert und niedri
Die Wildſchweine ſind nicht ſehr groß, nehmen der
Khuen=Hedervary genannt. Lukacs ſelber ſoll den Grafen
ger, per September hingegen beſſer, da für dieſe Sicht
Jäger ſofort an und ſind hierbei außerordentlich gefähr=
Tisza vorgeſchlagen haben.
größere Kaufluſt auftrat. Lokoware ſehr ſtill
lich. Als Wildpret ſchmecken ſie vorzüglich. Auch die
Alexander Weckerle und der ehemalige Staats
Nach den letzten Kabelnachrichten von den amerika
Jagd auf das Waſſerſchwein iſt äußerſt intereſſant, und
ekretär Stanrengi ſind in Wien eingetroffen. Wie ver=
niſchen
Getreidemärkten (Chicago und New
hierbei haben ſich die deutſchen Dachshunde vorzüglich be=
lautet
, ſoll Dr. Weckerle mit der Kabinettsbildung beauf
York) war Weizen und Mais nach feſter Eröffnung au
währt. Eingehend ſchilderte der Redner die Mühſelig=
tragt
werden.
unbefriedigende Saatenberichte aus Oklahama ſchließlich
keiten und die Plagen im Urwald, durch den ſich die
* Peſt 4. Juni. Etwa 80 Abgeordnete der
wieder ſtärker abgeſchwächt auf die baiſſelautenden Saa=
Jagdgeſellſchaft mit Beil und Säge den Weg bahnen
Oppoſition zogen vom Juſthpartei=Klub ins Abge=
tenberichte
von Texas und auf Meldungen über größere
mußte, ſowie das Aufſchlagen eines Lagers in einem
ordnetenhaus. Sie wurden von einer lärmenden Volks=
Zufuhren im Innern der Vereinigten Staaten. Die ſicht=
neuen
Jagdgebiet, in dem die Geſellſchaft 8 Tage lang
menge begleitet, die in der Nähe des Parlamentsgebäudes
baren Weizenvorräte ſind dort in dieſer Woche von 46.51
der Jagd oblag, wobei es auch gelang, ein elchartiges
aufgelöſt wurde. Die Oppoſitionellen erſchienen im Ab=
Millionen Buſhels auf 43.86 Millionen Buſhels und die
Wild zu erlegen, das dem deutſchen Elchhirſch ziemlich
geordnetenhauſe, wo der Abgeordnete v. Juſth ein Ma=
Maisvorräte von 2.64 Millionen auf 2.55 Millionen Buſh
nifeſt verlas, in welchem er gegen das Syſtem der Ar=
ähnlich
war. Auch hier fand die Jagd mit der Meute
zurückgegangen. Auch in Kanada reduzierten ſich die Wei=
beitspartei
heftige Angriffe richtete. Leidenſchaftlich
ſtatt, wobei aber ein großer Jagderfolg nicht zu verzeich=
zenvorräte
in dieſer Woche von 13.68 Millionen Buſhels
Szenen gab es auch bei dem Erſcheinen des Grafen Tisza.
nen war. Die Jagd auf den Jaguar, die eine außer=
auf
13.63 Millionen Buſhels
Die Regierungspartei brachte dem Miniſterpräſidenten
ordentliche Größe haben, iſt ungemein gefährlich, und es
und dem Grafen Tisza lebhafte Ovationen dar, und es
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilogramm wie
gehört Mut und Entſchloſſenheit dazu, ſich dieſem Wild
entſpann ſich ein Wettſtreit zwiſchen Beſchimpfungen und
folgt: Weizen, hieſiger und Wetterauer 2121,40
gegenüberzuſtellen. Die Jagd wird verſchiedenartig aus=
Ausbrüchen von Begeiſterung. Als die Lärmſzenen kein
Norddeutſcher 2121.40, Kurheſſiſcher 2121.40, Ruſſiſcher
geführt. Beſonders ſind es kleine Hunde, die den Jaguar
Ende nahmen, wurde die Sitzung aufgehoben und die
23.2524.75, Kanſas 23.5023.75, Rumäniſcher 23.25 bis
aufſuchen und ſtellen. Furcht kennt der Jaguar nicht, und
Parlament swache ſchritt ein. Beim Erſcheinen
24.75, Redwinter 23.5024, Manitoba 23.5024, Laplate
er tritt dem Jäger ſofort entgegen. Der Redner gab
wurden die Mitglieder der Parlamentswache mit ſtürmi
23.5024, Walla Walla 2424.50; Roggen, hieſiger
noch eine intereſſante Darſtellung einer Jaquarjagd, ſo=
ſchen
Pfuirufen und höhniſchen Zurufen empfangen. Von
17.4017.60, Bayeriſcher 17.5017.60, Ruſſiſcher 17.50 bis
wie einer Jagd auf den Puma, der ein äußerſt feiger Ge
der Erregung übermannt, ſtürzte ſich der Hauptmann de
17.75, Amerikaniſcher . Rumäniſcher 17.5017.75
ſelle iſt und vor den Hunden ausrückt. Auch die Jagd au
Parlamentswache Geros auf einen Ruheſtörer, das Mit=
Gerſte Pfälzer 16.7517.75, Fränkiſche 16.5017.50
Kleinwild fand ſeitens des Redners noch eine eingehende
glied der Koſſuthpartei, Hedervary, und verſetzte ihm
hieſige und Wetteraner 16.2517.25, Riedgerſte 16.50 bis
Schilderung, an die ſich eine reichhaltige Lichtbilder=
zwei
flache Hiebe. Hedervary wurde aus dem Saal ge=
17.50, Ungariſche .; Hafer, hieſiger 18.2518.75,
vorführung anſchloß. Reicher Beifall wurde dem
bracht. Hierauf wurden einige Ruheſtörer entfernt, welche
Bayeriſcher 18.5018.75. Ruſſiſcher 18.5021, Rumäni
Vortragenden zuteil, dem auch der Vorſitzende, Herr Kom=
der
Aufforderung, ſich zu entfernen, nach einigem Sträu=
ſcher
18.5020.75, Amerikaniſcher 1717.25; Mais mirei
merzienrat Hickler, namens des Heſſiſchen Jagdklubs
ben mit heftigen Verwünſchungen folgten. Hierauf zog
4.9015.25, Ruſſiſcher 15.2515.50, Donaumais 15.20
Ausdruck gab.
die Parlamentswache ab, worauf im Saale nur einzelne
bis 15.30, Rumäniſcher 15.3015.50, Laplata 15.2515.50
Oppoſitionelle verblieben, welche von dem Ausſchlie
Weißer Mais 15.2515.50, Weizenſchalen 1010.25, Wei=
ßungsbefehl
des Präſidenten nicht getroffen wurden. Be
zenkleie 1010.25, Roggenkleie 10.5010.75, Futtermeh
Letzte Nachrichten.
der Wiedereröffnung erhoben ſich die im Saale geblie=
1416, Biertreber getrocknet 1313.50, Futtergerſte 14.7
benen Mitglieder der Oppoſition und ſchleuderten dem
Köln, 4. Juni. In der vergangenen Nacht gegen
bis 14.90; Weizenmehl, hieſiges (Baſis ab Mann=
Grafen Tisza die ärgſten Beſchimpfungen,
2½ Uhr brach in den Farbwerken W. A. Hoſpelt, G. m.
heim) Nr. 0 31.2531.50, feinere Marken 31.7532, Nr.
wie Mörder und Schurke, zu und verließen hierauf den
b. H. in Ehrenfeld, ein Feuer aus infolge der Ex=
30.2530.50, feinere Marken 30.7531, Nr. 2 29.5029.75
Saal. Darauf meldete Miniſterpräſident Lukacz an, da=
ploſion
einer Petroleumlampe, die einem
feinere Marken 3030.25, Nr. 3 27.2527.50, feinere Mar=
Kabinett habe
ſeine Demiſſion über=
Arbeiter entfallen war. Ein etwa 440 Quadratmeter großer
ken 27.7528, Nr. 4 23.2523.50, feinere Marken 23.75
reicht. Das Haus wurde unter Ovationen für Tisza
Naphthalinſchuppen mit etwa 15 Waggon Naphthalin fie
bis 24; Roggenmehl, hieſiges, Nr. 0 25.5025.75,
und Lukacz vorläufig vertagt.
len dem Feuer zum Opfer. Der Brand konnte erſt geger
Nr. 1 23.5023.75, Nr. 2 21.5021.75.
7 Uhr morgens gelöſcht werden
Geſtern abend gegen
10¼ Uhr entſtand auf bisher noch unaufgeklärte Weiſe ir
Zur Wiener Spionage=Affäre.
der Calker Werkzeugmaſchinenfabrik ein Brand, den
ein Modellſchuppen zum Opfer fiel. Ein Teil der Mo=
Der Balkankrieg.
Wien 4. Juni. Die Militäriſche Rundſchau de=
delle
konnte gerettet werden, die ſchwerſten ſind den
mentiert die im Zuſammenhange mit der Angelegenhei
Kabinettskriſe
Feuer zum Opfer gefallen. Erſt heute morgen gegen
Redl in der Tagespreſſe aufgetauchten Gerüchte von
6 Uhr gelang es des Feuers Herr zu werden. Der Scha=
* Wien, 4. Juni. Das Wiener Kor.=Bur. meldet
einer beabſichtigten oder bereits erfolgten Demiſſion des
den iſt beträchtlich,
aus Sofig: Von kompetenter Stelle verlautet, das Ka=
Generalſtabschefs Konrad v. Hoetzendorff, des kom
H. B. Bremen, 4. Juni. Heute nachmittag fand au
binett habe ſchon am vorigen Samstag aus konſtitu=
mandierenden
Generals von Prag, Freiherrn v. Giesl
der Weſerwerft in Bremen der Stapellauf des
tionellen Gründen angeſichts der Haltung Serbiens ſeine
und ſonſtiger hoher militäriſcher Funktionäre.
Demiſſion eingereicht. Die Kriſe ſoll jedoch erſt nach
Linienſchiffes Erſatz Weißenburg ſtatt. Ar
der Rückkehr Dr. Danews, welche für Donnerstag erwartet
dem Stapellaufe nahmen u. a. teil: Der Großherzog Fried=
wird
, aktuell werden. Man hält die Rekonſtruktion des
rich von Baden, Generalleutnant Dürr, Generaladjutant
Unwetter.
Kabinetts für wahrſcheinlich
des Großherzogs, ferner Oberſt von Deimburg, der Flü
Frankfurt a. M., 4. Juni. Das ſchwere
geladjutant des Großherzogs Dr. Freiherr von Duſch
Paris, 4. Juni. Dem Matin wird aus Sofia
Unwetter, das am Sonntag im Taunus tobte, hat auc
Präſident des Großherzoglich Badiſchen Staatsmini=
gemeldet
: Ein direkter Beweis für den Ernſt der
Menſchenleben als Opfer gefordert. Heute morgen wur
ſteriums, Dr. Freiherr von und zu Bochmann, Miniſter
Lage iſt die Tatſache, daß Geſchow ſein Entlaſ
den in dem Waldteil zwiſchen Rotem Kreuz und Glas=
ſungsgeſuch
dem König eingereicht hat. Geſchow
des Innern, Karlsruhe, der badiſche Geſandte in Berlin
hütten die Leichen von zwei jungen Männern gefunden
verläßt offenbar ſeinen Poſten, weil er keinen friedlicher
Graf von Berchheim, der Staatsſekretär des Reichsmarine
die von den durch den Sturm gebrochenen Bäumen er
Ausweg aus dem gegenwärtigen Konflikt ſieht. Als
amtes, Großadmiral von Tirpitz, ferner der Präſident der
ſchlagen worden ſind. Man fürchtet, bei weiteren Auf
Nachfolger Geſchows wird Malinow genannt. In un=
Hanſaſtadt Bremen, ſowie verſchiedene andere hochſtehende
räumungsarbeiten noch mehr Erſchlagene zu finden.
errichteten Kreiſen wird der Rücktritt Geſchows als Pro=
Perſönlichkeiten und Senatoren der Hanſaſtadt Bremen
teſt gegen die Haltung Rußlands in dem ſerbiſch=bulgari=
* Fulda, 4. Juni. Geſtern iſt die Gegend von
Der Großherzog von Baden hielt unter den üblichen Zere=
ſchen
Konflikt angeſehen. Dasſelbe Blatt meldet aus
Hünfeld von einem ſchweren Wolkenbruch heim
monien die Taufrede. Und ſo taufte er das Schiff im
Sofia: Mehrere 100 Bulgaren, die ſeinerzeit in Maze
geſucht worden, welcher mit Hagelſchlag verbunden war
Namen Seiner Majeſtät des Kaiſers Markgraf
donien gegen die Türken kämpften, wurden von den Grie
und große Verheerungen anrichtete. In dem Hochwaſſe:

Poſen, 4. Juni. Geſtern abend ſtürzte im Städti
chen verhaftet und zu Schiff nach Griechenland transpor
des Fluſſes ertranken zwei, einer Familie Schmidt ange
ſchen Krankenhauſe eine Krankenwärterin aus der dritten
hörige Kinder
tiert.
Etage in den offenen Fahrſtuhlſchacht. Sie war ſofor
Eſchwege
4. Juni.
Geſtern richtet=
ein

tot. Bald danach ſtürzte auch der Hauswart hinunter und
ſchweres Unwetter im Werra= und Fuldatale un=
* Bukareſt, 4. Juni. Die Regierung wird der
wurde lebensgefährlich verletzt
ermeßlichen Schaden an. In Burghorn wurden vie
Mächten erklären, daß Rumänien bei neuerlichen kriege=
London, 4. Juni. Geſtern gelang es Schwindlern,
Schulkinder vom Hochwaſſer fortgeriſſen und ertranken.
riſchen Verwicklungen auf dem Balkan nicht gleich
mit Hilfe eines gefälſchten Gepäckſcheins auf dem Charing=
In Zella ertrank ein fünfjähriges Kind in den Fluten,
gültiger Zuſchauer bleiben könne.
Croß=Bahnhofe ſich einen Koffer mit einem Inhalt im
Werte von 70000 Mark anzueignen.
Landwirtſchaftliches.
Literariſches.
Die landwirtſchaftliche Aufnahme im
Prinz=Regent Ludwig in Wien
Der Baumeiſter Monatshefte für Architek=
Jahre 1913. Alljährlich werden anfangs Juni durch
tur und Baupraxis, herausgegeben von Architekt Herm.
Wien, 4. Juni. Geſtern um halb 5 Uhr nachmittags
die Großh. Bürgermeiſtereien unter Zuziehung von Sach
Janſen, Berlin. Schriftleiter Arch. Carl Zetzſche, Berlin.
ſind Prinz=Regent Ludwig und ſeine Gemahlin hier ein
verſtändigen Feſtſtellungen darüber gemacht, wie groß die
Vierteljährlich 6 Mk., einzelne Hefte (mit ca. 40 Abbild
getroffen. Die Bevölkerung bereitete dem Prinzenpaar
Flächen ſind, die mit den wichtigſten Feldfrüchten (Ge=
und 10 Tafeln) 3 Mk. Verlag von Georg D. W. Callwey,
einen überaus herzlichen Empfang. Die Straßen, die das
treide, Kartoffeln, Hackfrüchten, Futterpflanzen uſw.) be=
München. Das Maiheft des Baumeiſter (XI. Jahrgang
Prinzenpaar vom Bahnhof nach der Hofburg benutzte, warer
ſtellt ſind. Das Ergebnis dieſer Erhebungen in Verbind=
Heft 8) wird mit einem warm empfundenen Nachru
in den bayeriſchen und öſterreichiſchen Farben geſchmückt,
ung mit den alljährlichen Ernteſchätzungen dient dazu,
auf den Altmeiſter der Berliner Baukunſt Otto March
auch der Weſtbahnhof trug reichen Flaggen= und Embleme=
um
im Herbſt die Menge der geernteten Feldfrüchte zu
vom Herausgeber Hermann Janſen eingeleitet. Er ent=
chmuck
. In der Hofburg wurden die bayeriſchen Ho=
berechnen
. Dieſe Angaben ſind beſonders
vor
großer
wirft ein klares Bild von den Beſtrebungen und dem
eiten von den oberſten Hofchargen erwartet. Der Kai=
Wichtigkeit für die landwirtſchafttreibende
Bevölkerung
reichen künſtleriſchen Schaffen Otto Marchs, beſonders
er geleitete ſie
die Fremdenappartements, wo er die
und den Handel. In dieſem Jahre ſoll ſich jedoch die Auf=
von
ſeinem Einfluß auf den Landhaus= und den pro=
Erzherzoginnen und die Herzogin Sophie Hohenberg vor=

[ ][  ][ ]

Nummer 129.
Seite 7.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 5. Juni 1913.
ſtelle. Sodann ſand der Empfang der höchſten Würden=
nach
einem Ausſchreiben des Miniſteriums des Innern

träger ſtatt, unter denen ſich die gemeinſamen Miniſter und
2.
nicht eingetreten. Das Miniſterium hat auch in letzter
D
68
68
der Miniſterpräſident Graf Stürgkh, die öſterreichiſchen
(
Zeit beſtraften Perſonen die Beihilfe als derſelben un=

Miniſter und namens der ungariſchen Regierung die Mi=
würdig
abgeſchlagen

niſter Joſipoviſch und Hazi befanden. Abends fand in der
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Trauer-Kleider Trauer-Lostümg
Hofburg ein Familiendiener ſtatt, an dem dek Kaiſer, die
297/50
bayeriſchen Hoheiten, die Kaiſerfamilie und die Herzo=
5
Trauer-Blousen, Irauer-Röcke
gin von Hohenberg teilnahmen.
Bioſon
ſtählt
Körper und Nerven!
(*24
Nachdem ich verſchiedene Stärkungsmittel ohne den ge=
Trauer-Mäntel. Trauer-Stoffe
Eſach
Tonkünſtlerfeſt.
ringſten Erfolg angewandt hatte, trank ich Bioſon. Schon
nach der zweiten Doſe hatte ich 2 Kilo zugenommen, meine
* Jena, 4. Juni. Das 48. Deutſche Tonkünſt=
In reicher-Auswahl!
Kräfte waren merklich gehoben u. mein Allgemeinbefinden
lerfeſt, das in Verbindung mit der Generalverſamm=
hatte
bald eine bedeutende Beſſerung erfahren. H. Oſt=
lung
des Allgemeinen deutſchen Muſikvereins vom 3. bis
Hnderungen sofort!
8
hoff, Mülheim (Ruhr), Diekswall59. Unterſchr. beglaubigt
7. Juni in Jena ſtattfindet, hat geſtern abend mit einem
11. Febr. 1913, Dr. Becker, Kgl. Notar. Bioſon nur echt in
Orcheſterkonzert im Großen Saale des Volkshauſes begon=
(III,1246.
großen Paketen à 3 Mk. in Apoth., Drog.
Hebr. Höslein.
nen. Das Konzert, dem etwa 1500 Perſonen beiwohnten,
M
wurde durch die Anweſenheit der Protektorin, der Groß=
Ludmigsplatz.

herzogin Feodora von Sachſen, ausgezeichnet. An das
Frendiger kreiſt
Blut
das
4
Orcheſterkonzert ſchloß ſich eine Begrüßungsverſammlung

durch die Adern und ſchöner malt ſich Dir die Welt nach


im Theaterſaal. Anſprachen hielten Geheimer Medizinal=
dem
Genuß der echten Kola=Paſtillen Dallkolat. Dann
rat Profeſſor Dr. Stintzing namens der Akademiſchen
4464a
wandre fröhlich Deine Straße, Du biſt gefeit gegen Ueber=
Konzertkommiſſion und Erſter Bürgermeiſter Geheimrat
müdung und Reizbarkeit. Der Frohſinn iſt Dein Ge=
Dr. Fuchs namens der Stadt Jena. Generalmuſikdirek=
fährte
. 1 Schachtel Dallkolat Mk. 1. in Apotheken und
Amtlicher Wetterbericht.
tor Dr. Max Schillings, der Vorſitzende des Allge=
Drogenhandlungen. Jedenfalls in der Adler=Apotheke,
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
meinen Deutſchen Muſikvereins, dankte für die Begrü=
Beſſunger und Engel=Apotheke. Ferner Hof=Drogerie
ßungen.
Der hohe Druck über dem Feſtlande hält ſich noch
Central= Bavaria=, Hubertus=, Germania=Drogerie, Me=
und bedingt warmes Sommerwetter, wenn auch flache
dizinal=Drogerie zum roten Kreuz, desgl. Georg Liebig
Briektalten.
Teiltiefs heute früh Bewölkung verurſachen. Es kam
& Co. Nachf. und Carl Watzinger.
(I,12475
R. M., Welgesheim. Ein neues Geſetz iſt nicht= er=
vielfach
zu Gewitterbildung, die zum Teil von ſtarken
ſchienen und eine Aenderung des beſtehenden Geſetzes
lllen jungen Gemüſen, wie Karotten, Zuckererbſen,
Regen begleitet waren (Lauterbach 27 mm). Auch für
nicht erfolgt. Es wurden nur die Beſtimmungen über
Bohnen, Spinat uſw., welche ja bekanntlich immer
morgen iſt keine weſentliche Aenderung zu erwarten.
die Auslegung des Begriffes Bedürftigkeit
geändert
etwas weichlich ſchmecken, geben einige Tropfen von
Ausſichten in Heſſen für Donnerstag, den 5. Juni:
und hierdurch der Bezug der Beihilfe weiteren Vetera=
Maggis altbewährter Suppen= u. Speiſen=Würze ſofort
Zeitweiſe wolkig, bis auf Gewitter trocken, warm.
nenkreiſen gegen ſeither möglich gemacht. Eine Aender=
einen
angenehmen, kräftigen Geſchmack. Es muß aber auch
Tageskalender.
ſung in der Auslegung des Begriffes Würdigkeit iſt
wirklich Magais Würze mit dem Kreuzſtern ſein.
Rummelbräu um
Konzerte: Saalbau um 8 Uhr.
Ben
3 Uhr
Me
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße Nr. 23):
Der Einzug des Zaren in Berlin, Zar Nikolaus und
der Kaiſer auf der Fahrt zum Schloß, Bürgermeiſter
Trömel als Fremdenlegionär,Skutari unter dem Schutz
Statt besonderer Anzeige.
der Mächte, Die Flaggen der Großmächte, Der engliſche
Admiral Burney, Oberſtkommandierender der inter=
nationalen
Landungstruppen, Die Trauung der Prin=
Am 3. Juni verschied in Homburg v. d. H. mein guter Vater
zeſſin Viktoria Luiſe von Preußen mit dem Prinzen
Ernſt Auguſt, Herzog zu Braunſchweig und Lüneburg,
der Oberst z. D.
in der Schloßkapelle.
Verſteigerungskalender
Freitag, 6. Juni.
Heugras=Verſteigerungen: um 8 Uhr nach Zu=
ammenkunft
an der Kreuzung des Atzwinkel= und Böl=

August Freiherr Röder von Diersburg
lenfalltorwegs, um 2 Uhr im Großh. Herrngarten,
um 4 Uhr im Großh. Schloßgarten zu Kranichſtein,
im Alter von nahezu 83 Jahren.
um 5 Uhr von den früher Wienerſchen Wieſen ( Zuſam=
menkunft
an der Kreisabdeckerei).
Moos=Verſteigerung um 10 Uhr im Rathaus zu
Darmstadt, den 4. Juni 1913.
Pfungſtadt.
Automobil=Verſteigerung um 3 Uhr zu Frank=
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
furt, Oſtendſtraße 30.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Maximilian Freiherr Röder von Diersburg,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Hauptmann u. Komp.-Chef im Leibgarde-Inf.-Rgt.
Reich und Ausland: i. V.: Max Streeſe; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
(1. Grossh. Hess.) No. 115.
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus der Geſchäftswelt: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Die Beerdigung findet statt am Freitag, den 6. Juni, 10 Uhr vormittags, von der Kapelle des
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Darmstädter Friedhofes aus.
(12476
Honorarforderungen ſind veizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Pilsner Art

G2
nach
nach Münchner Art
Hell Export Gabu
S
feinste Tafelbiere




in Flaschen und Syphons,
3826a
Sehen
Letzte
Zi.
Sten
M
Sehen
Divid
Zi
2¾/10 Oeſt. Südb. (Lomb.)
Kurſe vom 4. Juni 1913.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
Offenbach . . . . .
82,50
149,90
8 Schuchert, Nürnberg
3 Raab=Oedenburg
86,00
S. 19. . .
,
Wiesbaden . . . . . .
216½
12 Siemens & Halske
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
4 Kronprinz Rudolfbahn
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
86,80
do.
127,10
5 Beramann Electr. . .
In Prot
InProz.
Zi=
94,80
4 Ruſſ. Südweſt. . . ..
Zf
S. 52 ..
95,00
Worms. . . . . . . .
.
173,75
10Deutſch. Ueberſee Electr.
5 Argentinier
98,80
4 Hamb. Hypoth.=Bank
96,00
4½ Moskau=Kaſan . ..
. . .
Staatspapiere.
do.
87,50
67,00
0 Gummi Peter
,
82,80
99,00
do.
do.
do
85,00
Liſſaboner v. 1886
4 Dtſche. Reichsſchatzanw.
66,00
Kunſtſeide Frankfurt
0
85, 40
4½ Chile Gold=Anleihe.
Wladichawchas . . .
88,20
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
97,90
3½ Deutſche Reichsanl.
Verzinsliche
30 Adler=Fahrradwerke
31
75,50
Rjäſan Koslow.
5 Chineſ. Staatsanleihe
96,10

85,60
do.
do.
Anlehensloſe.
421,50
Kleyer
. .
41
99,00
Portugieſ. Eiſenb.
,,
89, 40
Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
do.
Schatzanweiſg.
4 Preuß.
4 Badiſche . . .
Tlr. 100
Maſchinenf. Badenin 142,00
87,30
85,44
do.
4½
Japaner .
S. 12, 13. 16
97,40
, ,
do. Conſols
,
3½
3½ Cöln=Mindner 100 137,00
Wittener Stahlröhren 158,00
2
Livorneſer
75,40
5 Innere Merikaner. .
81,50
,
S. 14, 15, 17, 24/26
do.
3
do.
Holl. Komm. fl. 100 108,10
9 Steana Romana Petr. 154,50
97,80
3 Salonique=Monaſtir
do.
1823 . . . . . . . . .
97,40
4 Bad. Staatsanleihe
Madrider . . Fs. 100
230,00
15 Zellſtoff Waldbof .
-
4 Baadadbahn
91,00
4 Gold=Mexikanerv. 1904
, ,
Heſſ. Land.=Hyp.=Banl
3½
4 Meininger Pr.=Pfand=
12,83 Bad. Zucker=Wag
½ Anatoliſche Eiſenb.
95,25
5 Gold=Merikaner . . . .
85,60
S. 1 u. 2, 68 . . .
8
208,50
135,50
briefe . . . . . .
häuſel.
Miſſouri=Paciſic.
98,80
3 Buenos Aires Provint

66,50
S. 35 . . . . . . . .
85,40
3 Bayr. Eiſenbahnanleihe
O Neue Boden=A. A.=Beſ.
Oeſterr. 1860er Loſe . 176,40
4 Northern=Paciſie
S. 911
83,25
,
85,50
do.
Aktien inländiſcher
. . ,
,
3 Oldenburger . . .
53,50
0 Südd. Immobilien
4½
Southern=Paciſic

74,30
Meininger Hyp.=Banl
96,50
do
Transportanſtalten.
-
2½ Raab=Grazer fl. 150
Bergwerks=Aktien.
zu
5 St. Louis und
San
97,20
do.
4 Hamburger Staatsanl.
85,40
10 Hamb.=Amerika=Paket=
Unverzinsliche
Franeisco. . . . .
99,00
4 Rhein. Hyvothek.=Bank
4 Heſſ. Staatsanleihe
141,90
fahrt
. . ,,
10 Aumetz=Friede
167,75
Anlehensloſe.
5 Tehuantepec . . . . ..
96,90
95,50
do. do. (unk. 1912)
(unk. 1917) .
4
7 Nordd. Lloyd . . ..
121,50
u.
14 Bochumer Bergb
Augsburger. . .
35,40
.7
3½
,
do.
83,70
do.
(unk. 1914)
3½
84,90
3½ Südd. Eiſenb.=Bef.
Gußſt.
212,50
Bank=Aktien.
, ,
Braunſchweiger Tlr. 20 194,00
73,75
98,30
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf.
do
Aktien ausländiſcher
11 Deutſch=Luxemburg
10 Bank für elektriſch
Freiburger . . . . Fs. 15
76,30
3½
Sächſiſche Rente
do.
86,00
Transportanſtalten.
154,00
Bergb. . . . .
-
Fs. 45
Untern. Zürich
Mailänder . . . .
98,10
Städte=
4 Württemberg unk. 192
Anatol. Eiſenb. 60½
10 Gelſenkirchener . . .
178,50
Bergiſch=Märkiſche
do.
Fs. 10
7½
. . .
v. 1900
94,10
do.
Obligationen.
Einz. Mk. 408 .
9 Harpener . . . .
116,80
185,90
35,30
Bahn
Meininger . . . . . fl. 7
,,
Bulgaren=Tabak=Anl.
Darmſtadt . . . .
96,10
5
18 Phönix Bergb. und
94,50
6 Baltimore und Ohio .

Oeſterreicher v. 1864fl. 100
Berlin. Handelsgef.
do.
Griechen v. 1887
87,50
1½
Hüttenbetrieb.
6 Schantungbahn
249,00
. ,
133,50
Darmſtädter Bank
do.
v. 1858 fl. 100 481,00
6½
100,00
,
Frankfurt. .
Italiener Rente
97,4
,
Luxemb. Prince Henri
3 Oberſchl. Eiſen=Ind.
160,00
2½ Deutſche Bank
Ungar. Staats . . fl. 100
86, 10
Oeſterr. Silberrent=
95,
do.
61
Oeſt. Südbahn (Lomb.) 26,40
79,50
Caro. . . . . ..

Deutſche Vereinsbanl
Venediger . . . . Fs. 30
88,75
do. Goldrente . .
Gießen . . . . . . . .
95,00
6 Laurahütte
.
6 Pennſylvania R. R. . 111,50
162,00
Türkiſche
Deutſche Effekt.= un
Fs. 400 161,00
. ,
82,60
do.
do. einheitl. Rente
10 Kaliwerke Aſchersleben
- ,
W.=Bank . . .
Induſtrie=
62,4C
Gold, Silber und
Heidelberg
3 Portug. unif. Serie
95,80
. . .. .
Letzte
Weſteregeln 183,00
13
10 Diskonto=Kommandit
65,00
Aktien.
Banknoten.
do. unif. Ser. III
Divid.
do.
7½ South Weſt Africa
8½
Dresdener Bank
9,80
Brauerei Werger
Engl. Sovereigns
66,00
Karlsruhe
do. Spezial ..
20,37
. . . . ,
,
96,60

Prioritäts=
Frankf. Hypoth.=B
10
28 Bad. Anilin= u. Soda=
99,00
,
20 Franks=Stücke . . . .
16,18
do.
5 Rumänier v. 1903
Obligationen.
Mitteld. Kreditbank
6½
92,60
Fabrit
551,50
Amerikaniſche Noten . . .
. 1890
Magdeburg. . . . . .

4, 18½
do.
Nationalb. für Deutſchl.
-
3½ Südd. Eiſenb.=Gef.
4 Chem. Fabrik Gries=
87,90
Engliſche Noten . . . . .
do.
20,42
. 1905 . .
do.
Pfälziſche Bank. . .
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
80,95
heim
Franzöſiſche Noten. . . .
4 Ruſſen v. 1880 . . .
Mainz . . . . . . . .
6.95 Reichsbank . .
Eliſabethbahn, freie .
30 Farbwerke Höchſt
89,25
615,50
Holländiſche Noten. . . .
-
168,30
do. v. 1902 . . . .
do.
87,50
Rhein. Kreditbank.
85,30
4
99,70
Italieniſche Noten.
Franz=Jofefs=Bahn . .
20 Verein chem. Fabriken
79,20
Mannheim . . . .
.,
95,40
do. v. 1905 . . . .
Schaaffhauſen.
3½
A.
Oeſterr.=Ungariſche Noten
Prag=Duxer . . . .
Mannheim . . .
31
72,40
90,50
84,90
do.
Schweden . . . . . .
88,20
Bankverein . .
5 Oeſterr. Staatsbahn
10 Cement Heidelberg . . 140,00
Ruſſiſche Noten . . . .
4 München
4 Serbier amort. v. 1895
97,50
, , , ,
7½
Wiener Bankverein
88,20
3½
Staatsbahn
81,00
30 Chem. Werke Albert 440,00
Schweizer Noten . . . . .
80,90
Oeſterr.
Nauheim
4 Türk. Admin. v. 1903
. . . ,
do.
86,70
14 Holzverkohlunz Kon=
Pfandbriefe
73,50
97,00
4 Türk. unifiz. v. 190.
Nürnberg. . . . . . .
Südb. (Lomb.)
.339,90
5 Oeſterr.
do
tanz . . . . . .
84,20
4 Frankf. Hypoth.=Bank
4 Ungar. Goldrente .
Reichsbank=Diskonto.
,,
85,90
-
5 Lahmeyer. . . . . .
139,00
do.
82,30
S. 21. . . . . . .
Offenbach . . . .
4 do. Staatsrente. . .
Reichsbank=Lombard Zsf. 7

H
52,30
75,80
85,90
85,00
93,10
85,00
85,00
84,50
72,10
68,90
62,20
80,00
93,00
94,25
89,20
-
194,00
145,25
.158,20
115,
24228
114,80
112,8
182½
149,00
207,7
113,75
115,50
123,10
136,20
128,00
.112,00
.129,50
96,00

4

3

Zte

[ ][  ][ ]

Nummer 129.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 5. Jnni 1913.
Seite 8.
Danien urniider
Unterkleider für Herren.
Dam.- u. Kind.-Directolr-
und Kinder-Hemdhosen
Herren-Einsatzhemden
Damen-
aus
prima Macco und porösen Stoffen
und Reformbeinkieider
jede Art, in grösster Auswahl,
mit aparten Piqué-Einsätzen
feinste poröse Sommerqualitäten
Fein gestrickte Kinderhöschen
Herren-Maccohemden
Mädchen Turnhosen
Hosen, Jacken
nach Vorschrift
Damen- und Kinder-Unterjacken
Herren-Netz- u. Filetjacken
in Netz, Filet und meiner Spezialmarke India Gauze
Kinder-Sweater
Nahtlose Reithosen
Knab.-Sweateranzüge
Knaben-Kniehosen
aparte Neuheiten
Damen-Stickerei-Untertaillen
niedrigen Preislagen.
Nur beste Fabrikate
Ia Macco und porösen Sommerqualitäten, bis zu ganz
in
Ernst-Ludwigstr.
Schwarz-weisse

Rud. Nick Nachf. w. Nagel
16.

Rabattmarken!
(12436
Schuchardſtr. 11, I,ſch. möbl
Hausm., angenehme Stellung
3 Zim
Zimmer ſof. bill. zu verm. (12283a
A
das nähen und bügeln kann, geſucht.
(*14662

Näh. in der Expedition
Büglerin
Eliſabethenſtraße 23, II. St.
Schöne 3 Zimmer=Wohnung
Weiblich
2
gut möblierte Zimmer (Wohn=
Jüngeres w.
mit Küche und allem Zubehör
Herrn
u. Schlafzimmer) an ält.
fleißiges Dienstmädcher
für Herrenhemden
nimmt noch Kunden
per 1. Juli ds. Js. zu vermieten
Friseuse
(12312t
zu vermieten.
ſofort geſucht. Penſion Weidig
an außer dem
Näh. bei L. Lange, Schul=
Hauſe
geſucht. (12440dfs
Moſerſtraße 5.
(12477df
Karlſtr. 23, 1. St., möbl. Zim.
Off. u. M 87 Exped.
(11819t
(*14610
ſtraße 6 (im Laden).
ſof. od. ſpät. zu verm. (12320a
Saubere Lauffrau auf 45 Woch.
Ferdinand Carl Winter=
Roßdörferſtr. 63 kl. freundl.
Brstklassige Modistir
für 2 Std. vorm. geſ. Vorzuſt. zw.
öbl
Eliſabethenſtraße 10.
Fuhrmannſtr. 3, II. (*12550ms
3 Zimmerwohnung mit all. Zub
3 u. 5 Uhr nachm. Wenckſtr. 43, II.(*
zu vm., pr. Woche 3 .
empf. ſich i. all. vorkom. Putzarbeiten.
Z.
Kunſtſtickerin ſofort
Mm
per 1. Juli zu vermieten. (122524
Billige Preiſe. Schulſtr. 9, II. (12464a
Geübte
Wilhelmſtraße 2, 2. St, gut
für dauernd geſucht.
Männlich
Soderſtr. 34, II. Stock,
ſchöne,
vermieten.
möbliertes Zimmer zu
Hubert Bringer,
Alleinſtehende, gebildete
große 3 Zim.=Wohn. per
1. Juli
von
2
Einzuſehen mittags
Wilhel=
Atelier für Kunſtſtickerei,
Für den Vertrieb eines großen
Frau,
Näheres
Preis 410 Mk. jährlich.
(B11145ods
Uhr
minenſtraße 35.
(*14462mdf
Konſumartikels wird eine rührige
(12298
Riedlingerſtr. 21, part.
evang., 31 Jahre, in allen Zweigen
Kraft als Leiter gesucht, welche
find. dauernde
des Haushalts gründlich erfahren,
große 3 Zimmer=
eine
kleine Kaution zu ſtellen in der
möbl. Zim.,
Aebeſtelinen
und lohnende
Parcusſtr. 15
ſucht Stelle als Stütze und Geſell=
wohnung
m. Gas
Manerſtr. 15 auf Wunſch
Lage iſt. Gefl. Off. u. M. M. 24:
Beſchäftigung bei J. Schönberg,
ſchafterin. am liebſten zu älterer
u. allem Zubehör per 1. Juli zu
mit Pen., zu verm. (*14361id
an Rudolf Mosse, München. (I,1245
Pallaswieſenſtr. 98.
(*14215sic

Dame. Offerten erbeten an Frau
vermieten. Näh. 3. Stock. (12255a
Mädchen f. leichte Näharbeit ſof
Karl Roth, Lg.=Schwalbach,
Wienersſtr. 68/52 3 Zimmer
Hoher
Verdienst
Grafenſtr. 39, II., ſchön möbl.
geſucht. Zu erfr. i. d. Exped. (*14610
Adolfſtraße 3, 2. Stock. (*14419ic
Wohn. b. 1. Juli. Werkſt. ſof. (*14403id
durch Nachw. von Bedarf in neuer
Wohn= u. Schlafz. zu verm. (12221a
Ehrliche, reinliche Lauffrau oder
Ein aus der Schule entlaſſenee

u. gebr. Geldſchränk. Off. u. 2761 an
Waldſtr. 24, Vorderh., I., gut
10
Laufmädchen, täglich von
kräftiges Mädchen ſucht Stelle.


Zimmer
Haasenstein & Vogler A. G. Frankfurt a. M. II,
möbl. Zim. ſof. zu verm. (12250ids
und von 24 Uhr geſucht.
Näh.
Näh. Wienersſtr. 83, Manſ. (*14669
Löffelgaſſe 10 abgeſchl. Zwei
tägl. z. verdienen. Proſp=
in
der Expedition ds. Bl.
(1244
Karlſtr. 31, II., gut möbl. Zim.,
Aelt. Mädch., tücht. im Haush
zimmerwohn. zu verm. (*14583md
210 Mk. frei. Adressen-Verlag Joh.
(9245ids
Gas, Schreibtiſch=
ſofort

Lauffrau oder Mädchen
u. Koch., ſ. Aush. tagsüber o. h. T.
(I,10360
H. Schultz, Cöln 155.
Neckarſtraße 4, 1. Stock, ſchöne
(*14620
geſucht. Inſelſtr. 23, 2. St.
Große Kaplaneigaſſe 60. (*1462
Gutenbergſtr. 15, I., ſch. möbl.
2 Zimmer=Wohnung per 1. Juli
Zimmer zu vermieten. (*14354ids
Ordentliche Lauffrau
weich
Alleinſtebende Frau ſucht be
Holzreiser
zu vermieten. Mohr. (*14493mds
Saal=
auch
Waſchen kann, geſucht.
Herrn od. Dame Monatsſtellung.
Waldſtraße 17, 1. St., 1 kleines
zum Spalten v. ca. 200 Rmtr. Holz
Eliſabethenſtr. 23 zwei leere,
bauſtraße 38, 3. Stock.
Schwanenſtr. 4, 2. Stock. (*14639
(*14664
möbl. Zim. per ſof. zu verm. (12473t
ineinandergeh. Zim. zum Möbel=
geſ
. H. Jahn, Pallaswiesenstr. 30. (*14595
rſ wegen Erkrankung des
Tücht. Waſchfrau nimmt noch
Wingertsgäßchen 4 möbliert
einſtellen od. dergl. zu vm. (12311f
wird noch
rm
Sofol: Mädch. Aushilfe geſ.
Kunden an, geht auch
Putzen.
Zimmer zu vermieten.
(B12471

Magdalenenſtr. 3, eine zwe
Tücht. Fuhl mann eingeſtellt
Sackgaſſe 5
Näh. Schloßgartenſtr. 55, I. (*14640df
(*14643
Zim.=Wohn. ſofort zu bez. (*14651ds
Arheilgerſtr. 82, II., einfach
Landgraf-Fhilipp-Anlage 52. (12377md
Anſtändiges Fräulein a. beſſerer
Per 1. Juli Dienſtmädchen, nicht
möbl. Zimmer z. vermieten (*14615
Erbacherſtr. 13, Manſ., 2 keine
. Reſtau=
Hausburſche geſucht
Familie ſucht tagsüber Beſchäfti=
unter
16 Jahren, geſucht. Näheres
Zim. m. Küche u. Zub. Monatl. 16 Mk.
Elifabethenſtr. 45, pt.
möbl.
(*14534md
rant Kaiſerſaal.
gung bei Kindern. Gefl. Offerter
Schloßgartenſtr. 55, 1. St. (*14641df
(*14604dsc
Näh. Hinterh., part
(*14628
Zim. ſofort z. verm
unter M 93 an die Expedition
Hausburſche f. Hotel u. Reſtaur
Ulg
Jah
p. 1. Jult
dieſes Blattes.
möbl.
(*14634
Waldſtr. 23, I., I., freundl
geſ., gute Zeugn. Adolf Dingeldein,
Tucht. Mädchen geſ. Bis=
One Zimmerue
Zimmer mit od. ohne Penſion per
gewerbsmäßiger Stellenvermittler
Junge, unabh. Frau geht waſch
marckſtraße 68, 2. Stock.
(*1462
Hochſtr. 10 kleine Wohnung
1. Juli zu vermieten. Zu erfragen
(*14671
Eliſabethenſtr. 5, Tel. 531.
u. putz. Karlſtr. 44, Hth., Mſd. (*14677
Kräftiges Mädchen für Haus
neu hergerichtet, an ruhige Leute
(12450t
parterre
ucht
197
arb. geſucht von acht bis drei Uhr
Stellen ſuchen f. 1. Juli: Herr=
(*14497id
zu vermieten.
Täpezier-Lehriung u. Meurer
Schlaf=
Waldſtr. 30, Hth. III.,
ſchaftsköchinn., Haus= und Allein=
Nieder=Ramſtädterſtr. 13, II. (*14633
Manſ.
Beſſungerſtr. 103, ſch.
(*14646
Kiesſtraße 55.
(*14582df
ſtelle zu vermieten.
mädch., welche kochen könn., Kinder=
Geſucht zuverl. ſaub. Mädchen
(*14609
per 1. Juli zu vermieten.
mädchen, jüngere Landmädchen.
oder Frau für einige Stund. vorm
Güte garn. ſchick u. bill., auch m. alt
2. St.
Eiſabeihenſtraſt 4,
Frau Minna Dingeldein,
e
und zum Spülen ev. über Mittag.
Zutat., ält. Hüte werd. moderniſ.

gewerbsmässige Stellenvermittlerin,
Wo? ſagt die Expedition. (*14653
218
10990a) Ludwigspl. 8, Vdh., III.
Penſtion
Miak
Eliſabethenſtr. 5, Tel. 531. (*1467a
Sauberes tüchtiges Mädchen
ſofort
gut möblierte Zimmer
welches kochen kann, zum 1. Jul
Schöner großer
Hirſchgeweihſammlung
Männlich
zu vermieten
(12486a
geſucht. Hausmädchen vorhanden.
Luen
65
(Edel= u. Damwild) iſt zu verk
Frau Dr. Richter, Alsbach an
Junger, ſtrebſamer Kaufmam,
-Lädengs
Näh. täglich zwiſchen 13 Uhr
erhalten koſtenfreien
der Bergſtraße.
welcher mit allen vorkommender
(12479dsi
Mieter
B12199ods)
Martinſtr. 7, 1. St
Nachweis von Woh=
in
allerbeſter Lage der Stadt
Büro=Arbeiten vertraut, ſucht vom
Lehrmädchen oder Lehrling
nungen u. möbl. Zimmern. Woh=
für
jede Branche geeignet,
1. Juli ab 3 monatl. Aushilfeſtelle.
welche das Zigarettenmachen er=
4 Zimmer
nungsnachweis, Waldſtraße 20.
event. mit Wohnung ſofort
Gefl. Off. u. M 97 a. d. Exp. (*14658ds
lernen wollen, gegen ſofortige Ver=
(*14635
Filiale Rückertſtr. 8.
oder ſpäter zu vermieten.
P

gütung geſucht. Lehrzeit 3 Monat
Offerten unter L. 42 an die
Darmstrasse

Filiale gesucht!
Gebr. Marschallil
Ae
Exped. ds. Bl. erb. (11861a

Parterre=Wohnung, 7 Räume,
Große Ochſengaſſe 30. (*14666
Tücht. Kaufmann in geſetztem
I. Stock, 8 Räume,
Alter, m. ſehr gut. Beziehungen u
K
für dauernt
Manſarde, 4 Räume
ſof. zu
Nebeneinkünften, sucht Fillale bei
Nahe Marrtplatz
Tüchtige Rüchin Sonntagsgeſ
billigſt ſofort zu vermieten. Näh.
Großer, heller Laden verm.
beſcheid. Anſprüchen zu übernehmen.
Wilhelm Nagel, Reſtauration
im Hinterhaus, part., und Frank
Bureau mit Lagerräumen oder
9248ids) Lauteſchlägerſtraße 18.
Zigarren= od. ähnl. Branche bevorz.
z. Reichsadler, Mauerſtr. 34. (12289imd
furterſtr. 12/14 im Laden. (12254a
paſſendem Laden per alsbald zu
Off. u. M 96 a. d. Exp.
(*14659
Ein anſtändiges, ſauberes Mäd=
mieten
geſucht. Gefl. Offerten m

Mbierte Zimmer
Diener und Pfleger, ledig, mit
chen zu 2 Perſonen für 15. Juli
Preisangabe an die Expedition
Me

beſten Zeugn. u. Ref., ſucht ſofort
geſucht. Eliſabethenſtr. 30, I. (12282a
Waldſtraße 46, 1. St., möbl
erwünſcht unter M 98. (12483df
Stelle, geht auch auswärts. Gefl
Zimmer zu verm.
(11175t
2 bis 4 Zimmerwohnung m. Zub.
Einzelne Dame ſucht für 1. Juli
Off. u. M 92 an die Exp. (*14637dfs
Bismarckstr. 80
Muhlſtr. 38, I., gut möbl. Zim
p. kl. ruh. Fam. z. 1. Okt. geſ. Off
zuverläſſiges Allein-Mädchen
Aelterer Mann mit guten Zeug=
Schöne 5 Zimmerwohnung im
m. o. ohne Penſ. zu verm. (12357t
m. Pr. u. L. 96 a. d. Exped. (*14157sid
für Küche und Hausarbeit. Hoher
niſſen, früher Diener, ſucht Stelle
2. Stock mit Bad u. ſämtl. Zubeh
Lohn. Zu ſprechen von 36 Uhr.
Karlſtr. 46, 2. St., gut möbl.
Eeräum. 3 Zimmerwohnung
als Kellner od. ſonſt. Vertrauens=
per
1 Juli zu vermieten.
Preis
B12296)
Hoffmannſtr. 34, I.
8)
Zimmer für 17 Mk. zu verm. (11007t
mit Zubehör, event. Badez.,
poſten. Off. u. M 89 Exp. (*14624df
Mk. 900.

Zu erfr. im 1. Stodk
Suche für ſofort oder
in nächſter Nähe des Hauptbahn=
ſpätet

92
frdl. möbl.
einzuſ. von 1012 Uhr vorm. und
16 J. alt, 1 Jahr au
hofs von 3 erwachſ. Perſ. Ende Juni
brav., ehrlich. Mädch., welches in
Waldſtraße 23, I., Zimmer
Lehrling,
von 24 Uhr nachm.
(11176t
einem Büro tätig
ge=
allen
Hausarb., Flicken, Bügeln,
zu miet. geſ. Gefl. Off. m. Preisang
Schreibtiſch, mit od. ohne Penſion
weſen, mit
guten Zeugn.,
ſucht
Kochen uſw. bewandert iſt.
unt. M 43 an die Exp. (*14410id
Gute
M
p. ſof. od. ſpäter. Zu erfr. part. (11544t
anderweitig
Stellung. Off.
unter
Behandlung zugeſichert.
Prima
Frankfurterstr. 1214
Zum 1. Oktober geſucht von
L 75 a. d.
Ecke Schul= u. Kirchſtr. 27, II.
Expedition.

1430
Zeugniſſe ſind erforderlich
Näh.
zwei Damen moderne 5 Zimmer=
große
5 Zimmer=Wohnung, ſowie
(11809
möbl. Zimmer zu verm.
(
bei W. Nagel, Darmſtadt, Mauer
Manſarde, 2 Trepp. hoch, 3 gerad.
Wohnung mit Zubehör. Offerten
Ollille
ſtraße 34.
(12288imd
u. 1 ſchräger Raum an einzelne
u. N1 an die Expedition. (*14680
Ludwigsplatz 4, III.
Alleinmädch. geſ. 15.
Dame oder ruhiges
Juni evt.
Ehepaar
Wlehrere Wohnungen geſucht
Weiblich
möbl. Zimmer ſof. zu verm. (11996
ſpäter Saalbauſtr. 69.
(*14446ids
billigſt zu vermieten.
(12253a
2
durch Wohnungsnachweis
399
Tüchtiges,
68

Gesucht
Wienersſtr. 46, 2. St., g. möbl
ſofort
Waldſtr. 20, Filiale Rückertſtr. 8.(
Herſchaft. 5 Zimmerwohn.
zuverläſſiges Sätädchen
nach Worms, zu baldigem Eintritt
Zim. mit Kaffee für 18 Mark zu
geſucht
m. reichl. Zubeh. u. Etagenheiz. iſt
Rummel, Wirt
tüchtiges, gebildetes Fräulein mit
verm. Anzuſ. nur vorm. (12023a
*14678ds
Mfe
ähle
Martinſtr. 97, p., z. 1. Juli z. vm.
Grafenſtraße 37
Sprachkenntniſſen z. größ. Kindern
Grafenſtraße 35, II. links, gut
wünſcht engliſch
Einzuſ. zwiſchen 1012 u. 35 Uhr
Alter nicht unter 20 J. Näheres v
Ein in allen Hausarbeiten er=
Geeten
möbl. Zim. ſof. zu verm. (12079a
Unterricht zu er=
Näh. daſelbſt 1. Stock. (B8932ids
24 Uhr nachm. bei Frau Kriegs
fahrenes Mädchen per 1. Juli
teilen Wilhelminenplatz10, I. (10998a
Saalbauſtr. 16 möbl. Wohn= u
gerichtsrat Burmann, Darmſtadt,
e
geſucht Frankfurterſtr. 21, I. (*14612
Schlafzim. per ſofort und
einfach
Beckſtraße 87.
Zimmer
(*14618dfs

gelb. Boxer, ſchw. Maske, mit
Sauberes, williges 1416jähriges
möbl. Zim. zu verm.
(12251t
Geübte
Stammb., weg. Platzmang. bill.
Mädchen für tagsüber zum Kind
Georgenſtr. 4, in gut. Hauſe
zu verk. Emilſtr. 28, 2. St. (*14611
u. zu Kommiſſionen beſorgen geſ.
Ecke Landskron= und
reundl., kleines möbl. Zimmer
Maschinen-
Eliſabethenſtr. 56, Gemüseladen. (*14608
Heidelbergerſtraße 136
mit je 12 reb=
für
ruh., ſolid. Mieter. (12310ms
2 Glucken
i. fein. Hauſe I. St., mod. 4 Zim.
Mädchen, das gut koch. k., zum
Karlſtr. 63, III., ein großes
Kücken zu verkaufen
Wohn. m. Fremdenzim., Bad,
(B12472
Näherinnen
1. Juli geſ. Kahlertſtr. 24. (*14645ds
gut möbl. Zim. zu verm. (B12299
Klapacherſtraße 14, Lang
Speiſekam., Kohlenaufz., Erke=
für
Herrenhemden geſucht.
Fer=
Suche große Anzahl Mädchen in
Grafenſtr. 4, I., ſchön möbl
u. Loggia, Gart., elektr. Licht
Diegenbock u. Zicklein, 2½ Monat,
dinand Carl Winter, Hofliefe=
Herrſchafts=, Privat= u. Geſchäftsh.
alsb. z. verm. Näh. b. Heil
Zim., ſep. Eing., zu verm. (12301a
ich
Jraſſenr., z. vk. Soderſtr. 110, pt.(*
rant Seiner Königlichen
Hoheit
Johannette Weißmantel, gewerbsmäßige
Funk, Grafenstr. 23½ Tel. 4 4 6. (12442ms
Kaſinoſtr. 26, 1. St., freundl.
des Großherzogs.
Eine Grube Pferdemiſt zu ver
(12439dfs
Stellenvermittlerin, Karlſtr. 30. (*14673
2
möbl. Zim. f. 18 Mk. mtl. (12308t
C
kaufen Mollerſtr. 1. (VII, 12461

[ ][  ][ ]

f

7

Nummer 129.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 5. Juni 1913.
Seen
e

resern
eeeeree ier hche
Gerrgtergeche

(
G
Woche
Vom 3.8. Juni.
M
Innnaau-Iniin
Ini!
Inian-Iniin-Iin
5
Tischtücher

Bettücher
2
5 Fertige Bett-
5 Macco-Wäsche
5 Ober-Hemden
5
5 Bade-Wäsche 5
5
5
Servietten
Cretonne,
Bezüge


5
Zephir-Hemden
5 Macco-Hemden
n
5 ½-Leinen und
5 Bade-Anzüge
2
Handtücher
5
s weiß u. farbig
2
Leinen,
Macco-Hosen
5
Percal-Hemden
Frottier-
§ 1½ u. 2-schläf.
2
5
* Badehosen
2
160/225, ges.,n
tücher
macco-Jacken
5 Einsatz-Hemden
1
5

in jeder
2.50, 3.00
n
5
Staubtücher
* Retz-Jacken
in
2
5
Nacht-Hemden
bis 6.50
Preislage
Badetücher
2
mn
5
Iaan
I
In
Ina!
In!
Minan
20:
203
Auf angetrübte Wäſche
Rabatt
Rabatt
Ein Posten weisse Hängerkleidchen äusserst billig.
Während dieser Woche auf übrige Wäsche 5 Prozent Extra-Rabatt.

(
hilion
Csss. Darmstat
5.
Schillerplatz 5
Schillerplatz
Wäsche-Abteilung
(12480
Sächächhäehäe
(6
Shsenäöhdsfsshacpdegschashäbhäön
Fen
AöyneMeh
(8.
S
Amerikanischer
Alettamer
Koll-ialousle-
John’s Volldampf
(6885
I
Waschmaseie
aus herrſchaftlich. Beſitz
Schreboult

H=
ſoeben
erworben, empfehle zum günſtigen Ankauf:
maſſiv eichen, ſehr gut er=
75% Ersparnis an Arbeit,
1
halten, ſofort preiswert zu
7
(12466dsi
verkaufen
Gemälde: Großes Jagdſtillleben von Jan Weenix1640-1719.
Zeit und Kosten.
Markt 10, Laden.
Holländ. Seeſtück, große ital. Landſchaft mit Tierſtaffage, desgl. mit
Wir warnen vor minderwertigen
Reiterſtaffage. Großes Genregemälde, von Sebaſt. Conca 1606 be=
Nachahmungen.
(12459a
zeichnet. 4 große Surportes, Schule Canaletto. 4 Temperagemälde um
Einkoch-
Inh. A. Ober, Hofliefert.
1800. Hundebild von Roſa Bonheur. Oelgemälde: Waſſerfall
von Gerolſtein, von Anton Radl bezeichnet. Ferner einige deko=
Apparate, Gläſer, Saftpreſſen,
Maner Gobel Karlstr. 30 Tel. 2498.
Saftbeutel, Haarſiebe, Meſfing=
rative
Landſchaften und Porträts, Farbſtiche von Descourtés und
keſſel empf. in gr. Auswahl (*14655
Debucourt.
Ernst Crämer, Ludwigſtr. 7.
Möbel und Dekorationen: 2 holländ. Barock=
Wanzentod
Semmersprossen
konſolen, 2 dito kleine Kommoden, großer Wäſche= oder Porzellan=
Rosol
m

ſchrank, nußbaum, Wurzelholz. 2 komplette Biedermeiergarni=
ſicher
wirkendes Radikalmittel
turen mit kleinen Sofas, 6 Seſſel, runder Tiſch in Keſſelform
(2457a
Fl. 50 Pfg.

Vitrinen und Schreibpulte, 12 Stühle und 1 Tiſch Louis XVI.,
machen
Wilhelm Ehrhardt
weiß und gold, reich geſchnitzt mit alter Vergoldung. 1 eingelegte
Darmstädter Tapeten-Versandthaus
hässlich
am weißen Turm=
und 1 nußbaum fournierte Standuhr. Verſchiedene Kommoden,
Tiſche, Seſſel, Empire mahagoni, Rokoko und Barock. Großer
Diplomaten=Schreibtiſch, Louis XIV., reich eingelegtes Original=
Brillant-Ohrrunge
ſtück in Paliſander und Roſenholz. 3 Truhen, 1 großer geſchnitzter
ſind aus Privathand umſtände=
Boran-Sommersprossen-Cream ist ein auf
wissenschaftlicher Basis zusammengesetztes
halber billig zu verk. Gefl. Angeb.
Rahmen in alter Vergoldung. Je 1 großer Rokoko= u. Empire=
Präparat, welches die Sommersprossen inkurzer
unt. M 94 an die Exp. (*14652ds
lüſter in Bronze mit Kriſtall. Ferner zahlreiche Dekorationen
Zeit ausbleicht. Tausende haben Boran-
Billige neue und gebrauchte
Sommersprossen-Cream mit Erfolg angewendet.
und kunstgewerbl. Gegenstände.
(12431ds
Machen Sie einen Versuch, auch Sie werden
Möbel
zufrieden sein. Tube Mk. 1,, 3 Tuben Mk. 2,75.
Küchen=Einrichtung (Pitch-pine),
Alleiniger Fabrikant:
Hermann Sonnthal, Darmstadt,
neu, mit Linoleumbelag, hocheleg.,
Strobin-Fabrik Max Queisner, Charlottenburg 2
125 M. prachtv. Diwan (neu) 43 M.,
975.
Hoflieferant. Elisabethenstr. 28. Telephon
In Darmstadt erhältlich bei: Fr. Becken-
pol
. Vertiko mit Spiegel, faſt neu)
haub, Medic.-Drogerie u. Parfümerie. Ecke
38 M., Vertiko ohne Aufſatz 19 M.,
Schul- u. Kirchstr., Georg Liebig & Co. Nachf.,
wenig gebr. Diwan, gek. 150 M.,
Hoflieferanten, Ludwig Kolb, Louisenstr. 4,
für 50 M., Ausziehtiſch, pol. (neu,
Georg Manck Nachf., Paul C. Finke, Hubertus-
23 M., Waſchſchrank mit Marmor
Drogerie, Ballonplatz 5; Christian Schwinn,
28 M., neue lackierte Waſchkom=
Hofdrogerie; Hans Wagenbrenner, Bavaria-
moden
u. Kleiderſchränke 19.50 M.,
*1
Drogerie, Heidelbergerstrasse
17½;
Carl
2tür. gebr. Kleiderſchr. 14 u. 22 M.,
Dannsprakis
Walzinger, Drogerie und
Parfümerie,
ov. Tiſch6 M., Klavierſtuhl 6.50 M.,
Wihelminenstrasse 11.
(IV,11462,64
F
Pfeilerſchrank 12 M., Gasherd3 M.
Gartenmöbel (Tiſch 4 M., Stuhl
O. B. Weber, Dentist
1.30 M., Betten, Betteile, Bücher=
wird
Jeder mit Bechtel's Saimiak-
brett
, Tiſche, Stühle, Spiegel, neues
bisheriger Aſſiſtent bei Zahnarzt Dr. Schlapp.
Gallseile gewaſchene Stoff.
Trumeau 38.50 M, neue Flur=
Wie
neu
eden Gewebes, vorätig in Paketen zu 45 Pfg.=
Wilhelminenſtraße 29.
garderoben 15 M. uſw. Alte =
(9469a
bei Friedrich Schaefer, Darmstadt, (II,9633
bel werden in Tauſch genommen.
Sprechst.: vorm. 9 1, nachm. 26, Sonntags 91 vorm.
zuterh. Tourenrad, ſehr b. z. verk.
Jul. Lich, Alexanderſtraße 3,
Gaslüſter, wenig gebr., zu verk.
Liebfrauenſtr. 58. p. (*4485md
(*14661
parterre.
(*14461mdf) Heidenreichſtr. 39.

Seite 9.

[ ][  ][ ]

Nummer 129.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 5. Juni 1913.
Seite 10.
160
Restaurant Rummelbrau
Bei guter Witterung
im Garten!
Heute Donnerstag Künstler-Konzert!
(12484
MaUlmzüges
3 Sg, berkenand
preiswert und sorgfältigst
Masseur und Fußoperateur
hier, Mathildenplatz 10 und
Mhel.-Hnlsile Fldtel
Jugenheim a. B.
Radfennbant
Hügelstr. 1317 (11377a
Gicht
Spezial=Behandlung von
Abt.: Möbeltransport u. Lagerung.
Ge=
und rheumatiſchen Leiden,
5
Heidelbergerstrasse.
ſchwülſten ꝛc. mit durchſchlagendem
Nahrrad= und Nahmaſchinen=
(*14113fid
Erfolg.
7) Reparaturen aller Fabrikate
ſchnell, aut u. billig, Deckmäntel
u. Luftſchläuche, ſowie alles Zu=
Sonntag, den 8. Juni, nachmittags 3 Uhr
Von der Reise zurück
behör billigſt bei Chr. Debus,
Dr. Holtz
Mechaniker, Nieder= Ramſtädter=
ſtraße
57a. Teleph. 1737. (*14619
Spezialarzt für Harn-, Haute,
Hals-, Nasen- und Ohrenleiden
Neu= und
Dachreparaturen, Umdeck=
Grosse Rad- und Motor-Rennen
Franfurt am Main, Kaiser-
(12216a
strasse 18.
arbeiten, werden dauerhaft und
billig ausgeführt. A. May, Dach=
Wenn Sievon hartnäckigen (I, 12154
decker, Rundeturmſtr. 16. (*14663dso
4 Dauer-Rennen mit Motorschrittmachern
werden

Dachdeckerarbeiten prompt
Fechten
Motor-Vorgabe-Rennen
und billigſt ausgeführt (*14212sid
juckenden Hautausſchlägen uſw.
L. Christen, Liebfrauenſtr. 80.
30 km Mannschaftsrennen nach Art der 6-Tage-Rennen
geplagt ſind, ſo daß der Hautreiz
90
Sie nicht ſchlafen läßt, bringt
.Waldstr. 25,
G. F. Vetter,
Tandem-Rennen, 20 km Rennen mit Tandemführung
Ihnen Saluderma raſche Hilfe.
elegante Herrenkleidung nach Mass,
Aerztl. warm empf. Doſe 50 Pf. u.
Clubvorgabe-Rennen.
unter Garantie für guten Sitz. (9164a
1 M. (ſtärkſte Form). BeiF. Schaefer,
euer grauer Anzug, blauer Tuch
Ludwigsplatz 7, Chr. Schwinn,
2 ſacco, Winter= und Sommer=
Rheinſtr. 8, A. Logel, Eliſabethen=
Vorverkauf u. Eintrittspreise siehe Plakate. Num. Karten nur Verkehrsbüro.
mäntel f. ſtarke Herren, hell. Leinen=
ſtr
. u. Gg. F. Frank, Parfümerie.
jackenkleid, blaue Sommeriacke
Mitglieder haben freien Eintritt gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte.
(Größe 46) ferner großer grüner
Maſſtv. pol. Ausziehtiſch
Balkonkaſten und 1 Eichenholz=
Velociped-Club Darmstadt.
12225ids)
zu verk. Steinſtr. 36, part. (*14632
kübel f. Oleander, alles billig zu
Nachweislich gutgehds. (*14467mdf
verkaufen. Näh. i. d. Exp. (*14687
Opeele as
DNO
Ein großer 2fl. Gasherd z. verk.
Kolonlalwarengeschutt
Wendelſtadtſtr 39, II., I. (*14625
ſofort zu verk. Zur Uebernahme
Städtischer Saalbau.
erforderlich 3500 Mk. Off. unt.
Schoner Grubenſand
H. B. K. poſtlagernd, hier.
Donnerstag, den 5. Juni
kann an der Bauſtelle Nieder=Ram=
Aufer-Auts
ſtäderſtraße (gegenüb. Idiotenanſt.
umſonſt abgefahren werd. Ebendaſ.
peta0é
vierſitzig, 1800 Mk.
wird für Anfahren gut. Gartenerde
H. Donherstags-Konzert
gegen
35004000 Mark
per Einſpänner 50 Pfg. bezahlt.
Müller & Ober
gute
12474dsi) K. Schembs, Archit.
Sicherheit zu leihen gefucht. Off. u.
Karlſtr. 30. (12460a
der vollständigen Kapelle des Leibgarde-Regiments
M1 99 an die Expedition. (*14670
unter Leitung des Obermusikmeisters Hugo Hauske.
130X240, ſow.
Techtſchaffene Perſonen erhalten
Neuer Eckalwan
2 Holzrouleauz,
Aus der Vortragsordnung. Koschny: Prinz Louis Ferdinand-
R.
2 Glaskaſt.
Darlehen zu 6 pCt. (*14675
mit Lederbezug, wegen Zurück=
Marsch. Tschaikowsky: Ouvertüre *1812:. Mozart: Berühmte Arie
billig zu verkaufen. Näh. Diebur=
Schmitt, Friedrichſtr. 11.
nahme billigſt zu verkaufen. Sehr
aus Tituse (Solisten die Herren Eimler, Oboe, und Heynau,
gerſtraße 4, part.
14655do
geeignet für Cafés und Reſtau=
Karinette). Puceini: Fragmente aus -La Toscas. B. Wagner: Chor
Zmrien
rationen. Näh. Antoni, Möbel=
der
Friedensboten
aus=Rienzie. Delibes: a) Valse lente,
Warnung!
b) Pizzicati aus=Sylviat.
(*14546mdf
handl., Bensheim.
Neues, ſehr maſſiv geb. 2ſtöck
Anfang 8 Uhr.
Warne hiermit jedermann,
Eintritt (einschl. Steuer) 55 Pfg.
Willige Möbel zu verkaufen:
Studierende u. Militär 35 Pfg.
meiner Frau Johanna Braum,
Dutzendkarten 5 Mk.
Chaiſelongue, neu, 22 Mark
Einfamilien-Haus
NB. Jeden Dienstag und Samstag Künstler-Konzert auf
geb. Schweizer, etwas
zu
Diwans 3545 Mk., pol. Vertiko
der Terrasse bei freiem Eintritt.
leihen noch zu borgen, da ich
(12478
Villenkolonie Eberstadt
*14674) Friedrichſtr. 11, Stb. part.
für ſie keine Zahlung mehr
mod. Stil, Diele, 7 ger. Zimmer,
N
leiſte.
(*14541mdf
Wegen Platzmangel
Zubehör, Zentralheizung, Pergola,
gr. Garten, zu 25000 Mk. zu verk.
Johann Jakob Braun.
ſehr billig abzugeben; ſchöner Ole=
Mulik-
Veren!
Näh. bei Hofl. Ludwig Alter, ſowie
anderbaum mit Kübel, 2 gut er=
Freitag
welche
Artillerieſtr. 4, I., Darmstadt. (B7863
haltene Federdeckbetten, 1 voll=
Die Damé, por. Woche, nachm.
Sonntag, 8. Juni 1913, für die aktiven und
ſtänd. eiſ. Kinderbett, dreifl. Gas=
½5 Uhr, das auf d. Fußſteig ( ober=
lüſter
, Vogelkäfig m. 2Kanarienvög.
halb der Merckſchen Apotheke) von
Lahahaus
Inaktiven Mitglieder
Rhönring 121, 2. St. r.
(*14654
einem Jung. gefund. ſchwarzſeid.
in Auerbach a. d. Bergſtraße, mit
Reg. Verkl. d. Haush. zu verk.:
Tuch abnahm zwecks Abgabe auf
7 Zimmern, Küche u. allen Neben=
2 vollſt. g. Bett., 1 Sofa, Tiſch,
dem Fundbureau, iſt erkannt und
räumen, Vor= und Gemüſegarten,
Waſcht., Kleiderſchr., Stühle, Küchen=
wird
erſucht, es dortſelbſt um=
Waſſerleitung, iſt ſof. zu 12000 Mk.
Familien-Ausfun nach Heupenheim.
ſchr., Porzell., Waſchb., 1neue Küchen=
gehend
abzuliefern, andernfalls
unter günſtigen Zahlungsbedin=
waageuſw
. Hochſtr. 13, I. (12442dso
(*14606
Anzeige erfolgt.
gungen zu verkaufen. Offerten
Abfahrt 8.51, III. Kl. (Sonntagsbillett 1.15 Mk.), Heppenheim,
Eine ſchöne
Geſchäfts= u. Landwirtstöchter:
unter L. 97 an die Exp. (12089a
Gaug auf die Juhöhe (Frühſtück) und zurück. Um 4 Uhr Mittag=
23 Jahre 14000 Mk. bar
eſſen im Halben Mond, das trockene Gedeck à 2 Mk.
Efeuwand
Rückfahrt

20000
,
,
Bangelände
ab Heppenheim 8.27, an Darmſtadt 9.11. Durch Mitglieder eingeführte
115X200, billig zu verkaufen
30
10000

Gäſte ſind willkommen. Bei ſchlechter Witterung Fahrt 1.07 nachs
in prächtigſt. ſüdöſtl. Höhenl. Darm=

33
12443)
18000
Kiesſtraße 94, part.
,
,
mittags. Die Einzeichnungsliſte liegt auf bis Freitag, 6. Juni
ſtadts, feinſte Wohnlage, weiſt nach:
40
13000
noch gut erhaltener kleinerer
abends, beim Hausmeiſter. Für die aktiven Mitglieder Freitag,
Rud. Strecker, Architekt.
(darunter Waiſen und Halbwaiſe)
Röderherd, eine ſch. weiße ov.
6. Juni, 8 Uhr, letzte Probe für den Ausflug.
Telephon 1689. (10640a
w.
Heirat durch
((,12452
Marmor=Tiſchplatte, 130X95 cm
Um recht zahlreiche Beteiligung bittet der
Frau Luise Edelmann
Bauplatz, 238 am, in ausgeb.,
und zwei weiße Alabaſter= Tafel=
lebh
. Str., mit 2 Giebelr., für
Frankfurt a. M., Niddaſtr. 60, I.,
aufſätze bilig zu verk. (*14605df
Vergnügungs-Ausschuß.
12082sd)
4 Z.=Hs. und Stall oder Werkſt.
am Hauptbahnhof.
Schulſtr. 4, 2. St. rechts.
Näheres Waldſtr. 24, I.
Sel MRolre
*14629
Sll LRorlae
Fräulein, evang., 35 Jahre alt,
Tabakſtaub u. Rippen
& etwas Vermögen, aus ange=
ſehener
Familie, wünſcht ſich mit
vorzügl. gegen Motten und Un=

älterem Herrn zu verheiraten mitt=
geziefer
an Pflanzen, abzugeben
TrERTAE DAN
lerer Beamte bevorzugt. Witwer
Waldſtraße 38.
(11969a
Spottbillig!
mit einigen Kindern nicht ausge=
LunwIGsPLATZ 2
Mod. Kinderwagen, faſt neu,
ſchloſſen. Gefl. Offerten u. M 88
billig abzugeben (*14535md
Unweit größerer Stadt
an die Expedition ds. Bl. (*14622df
und nächſt Eiſenbahn=
Liebfrauenſtr. 107, II.
MODERN
VORNEEM
(11633a)
finden ſtreng
ſtation iſt ein
Sch. fneues Stickereitl. ſ.Mädch. p. 14
diskr. liebevolle
b. 18 J.b. abzg. Wienersſtr. 80, I. (*md
Aufnahme bei
Damen
deutſcher Heb=
Okonomiegut
Ich kaufe getr. Kleider
amme a. D.,
Schuhe u. Uniformen. Zahle die
kein Heimbericht, kein Vormund
von nahezu 300 Morgen
urul-Berosteiger
höchſt. Preiſe. Poſt. gen. (12497a
erforderlich, was überall unum=
vorzüglichem
Boden, gute
H. Wischniack. Neugaſſe 1.
gänglich iſt.
Gebäude, 40 Stck. Horn=
(VII,62
aus kräftigem Box-
Witwe L. Baer, Nancy
vieh, umſtändehalber unt.

(0
Wegen Arbeitsmangel
günſtigen Bedingungen
(Frankreich), Rue Paſteur 36.
leder, Doppelsohlen
275
zu verkaufen. Nur Käufer=
1 ſchwer. Einſpännerpferd preiswert
erhalten unter Nr. 2039
verkaufen Wienersſtr. 59. (*14642
Bulldoggform
Gestickte Bluse
durch Haasenstein & Vogler,
Dute Eſkartoffeln, Ztr. 2,30 Mk.
A.-G., München, näheren
verloren.
*14602) Erbacherſtr. 13, Hth. p.
12481) jedes Paar Mk.
(II, 11458
Aufſchluß.
Abzugeben gegen Belohnung
Gute
*14650) Bonte, Ringſtraße 110.
Speise-Kartoffeln
Schuhfabrik Turul
Kumpf 45 Pfennig. Georg
Ger=
Grans Mandlsche
mann, Grafenſtraße 35. (11937a
Com. Orangerie=Garten am Sams=
Alfred Fränkel Ges.
tag verloren. Gegen Belohnung
Darmstadt, Ludwigstrasse 6.
abzugeben
14613
Landhaus für 8250 Mk.
Viktoriaplatz 1, 2. Stock.
In einem Ort mit hübſcher Bahnverbindung, 10 Minuten
Gleiner, ſehr gut
Woog, am 4. Juni 1913.
Gut erhaltene Stoffbüſten
von Darmſtadt gelegen, iſt ein ſchönes Landhaus mit großem
Eisſchrank
K.
erhaltener
Waſſerhöhe am Pegel 3,87 m.
Garten ſofort für 8250 Mk. zu verkaufen (ſogleich beziehbar).
per St. 4 Mk., zu verkaufen
und ein Patent=Bücherſchrank
Luftwärme 180 C.
Anzahlung 10001500 Mk. Offerten erbeten unter L. 26 an die
Arnold Obersky, Korsett-Fabrik
zum halben Preiſe zu verkaufen.
Waſſerwärme vorm. 7 Uhr 220
C.
Expedition ds. Blattes.
(11821a
Ernſt=Ludwigſtr. 8. (*14621
Näh. in der Exp. ds. Bl. (*14649
Woog=Polizei=Wache.

[ ][  ][ ]

B.

Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
§ 65.
1913.
Donnerstag, 5. Juni.
Darnſtadt den 20. Mak. 1910.
Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppen=Aebungsplatz Darmſtadt
Betreffend: Das Aushebungsgeſchäft für 1913, hier Zugänge Militärpflichtiger.
für die Zeit vom 7. bis 21. Juni 1913.
Der
Zivilvorſitzende der Erſatzkommiſſion Darmſtadt
an die Großherzogl. Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Dauer der
Sofern ſeit der Muſterung des laufenden Jahres ſich Militärpflichtige bei Ihnen
Die Abſperrung
Datum
Truppenteil
Tag
Abſperrung
angemeldet haben ſollten, welche ſich in einem anderen Aushebungsbezirk zur
erſtreckt ſich
diesjährigen Mnſterung geſtellt haben und Anzeige hierüber von Ihnen noch nicht
von bis
erſtattet worden iſt, ſehe ich Ihrem ſofortigen Vericht hierüber, für jeden Mann
getrennt und unter Vorlage des Loſungsſcheins desſelben, entgegen.
Samstag
7. Zumt.
Dr. Reinhart, Reg.=Rat.
(12227isi
Montag
40 N.
Kavallerie
120 M.
bis zum
14.
Samstag

Landgraben
Bekanntmachung.
90 V.
30 N.
20.
Freitag
Infanterie
70 B.
10 N.
D
21.
Samstag

Die nachſtehende Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppenübungs=
platz
bringen wir hierdurch zur allgemeinen Kenntnis.
(12467a
Darmſtadt, den 2. Juni 1913.
Heu neuer Ernte kann unmittelbar von der Wieſe angefahren werden.
. Es
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
muß
jedoch vollkommen trockeu und noch nicht in Schweiß geraten beim Amt.
J. V.: Dr. Reinhart.
ankommen.
(12112si)
Proviantamt Darmſtadt.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Diesinſuhe vonkehricht
Kontroll=
und Kaſſedienſt bei der
Sinhluſt=,
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
und Schutt
Im Schalterdienſt der Stadtkaſſe werden ſeit kurzem zwei
finden ſich: 1 Pinſcher. 1 deutſcher Schäferhund, 1 Dachshund, 1 Jagd=
nach
der Kehrichtabladeſtelle am
Regiſtrier= und Kontrollkaſſen zur Vereinfachung des Geſchäftsgangs
hund (zugelaufen). Die Hunde können von den Eigentümern bei dem
Glasberg kann von unterzeich=
und zur ſchnelleren Abfertigung des Publikums verwendet. Ver=
5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht
netem Amte bis auf weiteres ge=
maſchinelle
Aufdruck der Zahlungsleiſtung auf die hierfür vorge=
ausgelöſten
Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags um
ſtattet werden und ſind Erlaub=
ſehenen
, beſonderen Abſchnitte der Steuer=, Schulgeld= uſw. Zettel
10 Uhr, ſtatt.
(12458
einzu=
nisſcheine
bei dieſem
gilt ebenſo wie die handſchriftliche Beſcheinigung eines
ſtädtiſchen
2
holen.
(12447
Beamten als Quittung.
(12437df
Städtiſches Tiefbauamt.
Darmſtadt, den 30. Mai 1913.
Zuſammenſtellung
Der Oberbürgermeiſter.
orſtef
91
der zur Zeit für die Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt gültigen
Heugras=Verſteigerung.
Dr. Gläſſing.
Beſtimmungen über die Beſchäftigungs= und Verkaufszeiten an
Das Heugras der früher Wiener=
Sonn= und Feſttagen im Handelsgewerbe.
ſchen Wieſen wird
Die Ausnahmebeſtimmungen unter II. finden nur auf die ſog.
Aufgebot.
Freitag, den 6. Juni,
Spezialgeſchäfte Anwendung.
nachmittags 5 Uhr,
Der Schauſteller Ludwig Karl Hildebrandt in Darmſtadt,
I. Allgemeine Beſtimmung auf Grund des Ortsſtatuts
öffentlich meiſtbietend verſteigert.
Eckhardtſtraße 33, hat beantragt, die verſchollene Anna Eliſabeth
Zuſammenkunft an der Kreis=
vom
6. September 1907:
Johannette Hildebrandt, geboren zu Darmſtadt am 15. Februar
abdeckerei.
(*14647
1864, zuletzt wohnhaft in Darmſtadt, für tot zu erklären.
A.
Im Handelsgewerbe dürfen Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter an
Großh. Hofmeierei.
Die bezeichnete Verſchollene wird aufgefordert, ſich
ſpäteſtens
Sonn= und Feſttagen nicht beſchäftigt werden, ſofern nicht durch
Ginderwagen bill. zu verkaufen
in dem auf den 16. Dezember 1913, vormittags 9
Uhr, vor
die geſetzlichen Beſtimmungen oder auf Grund ſolcher von den
*1464t
Sackeaſſe
dem unterzeichneten Gericht, Neues Gerichtsgebäude, Zimmer 201,
zuſtändigen Behörden Ausnahmen zugelaſſen ſind.
anberaumten Aufgebotstermin zu melden, widrigenfalls die Todes=
Soweit nach der vorſtehenden Vorſchrift Gehilfen,
Lehrlinge und
erklärung erfolgen wird.
Arbeiter nicht beſchäftigt werden dürten,
darf auch ein Gewerbe=
An alle, welche Auskunft über Leben oder Tod der Verſcholle=
betrieb
in offenen Verkaufsſtellen nicht ſtatfinden.
nen zu erteilen vermögen, ergeht die Aufforderung, ſpäteſtens im
DHaare
II. Ausnahmen auf Grund des § 105e der Reichs=
Aufgebotstermine dem Gericht Anzeige zu machen.
(12262id
ausgekämmte und abgeſchnittene
Darmſtadt, den 27. Mai 1913.
kauft fortwährend zu den höchſten
gewerbeordnung
Großherzogliches Amtsgericht I.
Preiſen
(7846a
(ſiehe Bekanntmachung Großh. Kreisamts Darmſtadt
Friedrich Tillmann,
vom 27. Dezember 1907):
Eliſabethenſtraße 21.
A. Beſchäftigungs= und Verkaufszeit am erſten Oſter=, erſten
Heugras=Verſteigerung.
Febrauchte Flaſchen werden zu
Pfingſt= und erſten Weihnachtsfeiertag:
Ge
höchſten Preiſen angekauft Eum
1.
Bäcker und Konditoren: Von 5=3 und von 11 12 Uhr vormittags.
Montag, den 9. Juni 1913, von nachmittags 4 Uhr ab.
Rubin, Kaupſtr. 46. (11323a
2.
Milchhändler und Molkereien: Von 5 Uhr vormittags bis
wird das Heugras von den Wieſen der Stadt Pfungſtadt (in der
1 Uhr nachmittags und von 68 Uhr nachmittags.
getragene Herren=
Fohlenweide, im Kauf, im ſchwarzen Stock, an der Dicksheck, in den
Ich kanfe und Damenkleider
Blumenhändler: Von 59 Uhr und von 1112 Uhr vormittags.
Eimen und in dem großenzund kleinen Juden=Kirchhof, ca. 70 Morgen)
Verkäufer von Roheis: Nur am erſten Oſtertag, wenn er nach
u. Schuhe. Zahle höchſte Preiſe.
an Ort und Stelle meſtbietend verſteigert.
dem 31. März fällt, und am erſten Pfingſttage von 61 Uhr
Poſtkarte genügt.
Zuſammenkunft an der Fohlenweide. Die Feldſchützen Jäger
vormitags,
19.
Gr. Bachgaſſe
und Rau ſind zur Auskunftserteilung beauftragt.
J. Blum, Laden. (*14424id
Zeitungsſpediteure:
Von 69 Uhr vormittags (Zeitungs=
Pfungſtadt, den 9. Juni 1913.
und Druckſchriftenverkauf auf dem Hauptbahnhof ohne Zeit=
Großherzogliche Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
beſchränkung).
Lang.
(12444ds
B. Beſchäftigungs= und Verkaufszeiten an den übrigen Sonn=
und Feſttagen:
Bäcker: Von 5 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags.

Verſteigerungs-Anzeige.
Konditoren: Von 5 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags.
Wer dort? (11775a
3.
Metzger und Fleiſchwarenhändler: Vom 1. April bis 30. Sep=
hier
V. Schatz, Alexanderſtr. 15.
Donnerstag, 5. Juni 1913, nachmittags 4 Uhr,
tember von 611 Uhr vormittags und vom 1. Oktober bis
Ich komme ſof. u. zahle Ihnen für
verſteigere ich im Saale Rundeturmſtraße 16 öffentlich zwangs=
31. März von 712 Uhr vormittags.
weiſe gegen Barzahlung:
getrag. Kleid., Schuhe, Wäſche, Zahn=
Milchhändler und Molkereien: Von 5 Uhr vormittags bis
4.
gebiſſe, alte Federbeitſtets die höchſt.
a)
beſtimmt: 41 Paar Lederfutterhandſchuhe und eine
1 Uhr nachmittags und von 68 Uhr nachmittags.
Partie Sommerhandſchuhe für Damen.
Preiſe. Tel. Nr. 1924. Poſtk. genügt.
(12441
Blumenhändler: Vom 1. April bis 30. September von 79 Uhr
vorausſichtlich: 3 Pianinos, 3
b)
Büfetts, 3 Trumeaux,
vormittags und von 11 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags:
Beſter Zahler Darmſtadts
6 Vertikos, 5 Diwans, 4 Sofas. 2 Kommoden, 2 Spiegel=,
vom 1. Oktober bis 31. März von 89 Uhr vormittags und
von getragenen Kleidern, Stieſeln,
2 Glas=, 3 Kleider= und 2 Kaſſenſchränke, 2 Schreibtiſche,
von 11 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags.
Wäſche, Uniformen, Zahngeb. uſw.
eine Partie Kokos= und Ledermatten, 3 Ladentheken, 2 Stück
Verkäufer von Roheis:
Vom 1. April bis 31. Oktober von
6.
iſt 8. Zarnicer, Kl. Nachgasse 1. (11846a
Segeltuch, 1 Landauer, 1 Viktoriawagen, 2 Fahrräder uſw.
6 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags; vom 1. November
Darmſtadt, den 4. Juni 1913.
bis 31. März von 11 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags;
am zweiten Weihnachtsfeiertage jedoch von 7 Uhr vormittags
880
Thüre, Großh. Gerichtsvollzieher,
bis 12 Uhr mittags.
Bleichſtraße 9.
Zeitungsſpediteure: Von 69 Uhr vormittags
(Zeitungs=
Ich kaufe
und Druckſchriftenverkauf auf dem Hauptbahnhof ohne Zeit=
beſchränkung
).
getr. Herren= u. Damen=Kleider,
auch Stiefel, Betiedern, Gold,
III. Handelsgewerbe im Umherziehen
Silber ꝛc. Zahle Ihnen ſtets kon=
Dierker’s Privat-Handelsschule
(ſiehe Bekanntmachung Großh. Kreisamts Darmſtadt
kurrenzl. Preiſe. Der erſte Verkauf
vom 3. September 1911):
überzeugt Sie. Poſtkarte genügt.
Schulstrasse 1.
An allen Sonn= und Feſttagen iſt die Ausübung des Handels=
Max Schnitzer, Schloßgaſſe 33.
gewerbes auf öffentlichen Wegen, Straßen, Plätzen oder an andern
Telephon 2097.
(12153a
Individuelle Ausbildung von Damen und
öffentlichen Orten oder ohne vorgängige Beſtellung von Haus zu
getragene Her=
Haus verboten. Ausgenommen von dem Verbot iſt in dem Gebiet

Herren für den kaufmännischen Beruf.

ren= u. Damen=
der
Stadt Darmſtadt an allen Sonn= und Feſttagen:
ſch kaufe
kleider, wieauch
Neué Hauptkurse beginnen am 1. Juli.
bis
das Feilbieten von Speiſeeis von 11 Uhr vormittags
Schuhe, Zahngebiſſe ꝛc. Zahle
3 Uhr nachmittags. Gehilfen dürfen an dem erſten Weihnachts=,
reelle Preise. Poſtkarte genügt.
Einzelfächer täglich.
(12469a
Oſter= und Pfingſtfeiertag nur von 1112 Uhr vormittags, an
Obergaſſe 15
den übrigen Sonn= und Feſtagen dagegen von 11 Uhr vor=
M. Lemler, (Laden). (*14392imd
mittags bis 3 Uhr nachmittags beſchäftigt werden.
Zwei gebrauchte
beste
das Feilbieten von Mineralwaſſer von 59 Uhr vormittags
2.
Schweinenleisch, qualtät, per Pfund 86 Pfg.
und von 11 Uhr vormittags bis 8 Uhr nachmittags. Gehilfen
Gartenschläuche
dürfen nicht beſchäftiat werden.
desgleichen alle Sorten Wurst
mit Drahtgeflecht. je 1520m lang,
(12438
das Feilbieten von Blumen, Obſt, Backwaren und ſonſtigen
ſof. zu kauf. geſ. Näh. Exp. (12363md
in bekannter Güte zu reduzierten Preisen
529
Uhr vormittags, von 11 Uhr vor=
Lebensmitteln von
mittags bis 1 Uhr nachmittags und von 3 bis 8 Uhr nach=
e

Kaufe
II.
Aufschnitt von 90 Pfg. bis 1.80 Mk. per Pfund.

mittags. Gehilfen dürfen nicht beſchäftigt werden.
Nur bei
Ein
In Nd.-Ramstädterstr. 57
ermehrung der Beſchäftigungs= u. Verkaufsſtunden:
IV. V.
getragene
Schweinemeizger T1e Mlümenschennn Telephon 1294.
An den letzten 4 Sonntagen vor Weihnachten, ſowie an den
beiden in die Verkaufsmeſſe fallenden Sonntagen (alſo nicht an
SKleider
den beiden Sonntagen, an welchen die Vergnügungsmeſſe beginnt)
Seltene Gelegenheit!
iſt von 11 Uhr vormittags bis 7 Uhr nachmittags zugelaſſen:
Uniformen aller Art, Stiefel,
vom Großh. Polizeiamt Darmſtadt auf Grund des § 105b
1.
Wäſche, Bettfedern, alte Waffen,
Abſ. 2 der Gewerbeordnung und des § 145 der heſſ. Aus=
1 Posten Einsatz-Spitzen (*14638
Zahngebiſſe uſw. (12434a
führungsverordnung zur Gewerbeordnung für alle Gewerbs=
ca
. 3000 Meter, nur prima Qualitäten, werden meter-
zweige
des ſtehenden Handelsgewerbes der Gewerbebetrieb
Obstfeld, Kl. Bachgaſſe 5
in offenen Verkaufsſtellen und die Beſchäftigung von Gehilfen,
u. stückweise spottbillig verkauft im Partiewarenhaus

Teleph. 2085.
Poſtkarte gen.
Lehrlingen und Arbeitern;
z Komme auch auswärts. i
vom Großh. Kreisamt Darmſtadt auf Grund der §§ 42b und
T. Naigaß, Ecke Langgasse u. Rundeturmstr.
2.
55a der Gewerbeordnung und der §§ 89 und 147 der Heſſ.
Außb. pol. Spiegelſchrank
Ausführungsverordnung zur Gewerbeordnung für die oben
zu kaufen geſucht. Off. mit Preis
unter III. genannten Gewerbszweige der Gewerbebetrieb
Tahrad., gut erhalten, zu koauſen
ſchäbeir aebertrchte 215a
unter MI 86 an die Erp. (*14614
geſ. Nähere Ang. u. äußerſter
im Umherziehen und die Beſchäftigung von Gehilfen.
billa zu verkaufen
(1ucts
Preis u. M 91 a. d. Exp. (*14630
Mathildenplatz 2 Kth.
Fiſcher
Darmſtadt, den 22. Mai 1913.
Kanſt Auto örmit
Großherzogliches Polizeiamt.
1 vierrädiger Handwagen
Packkisten
gegen Kaſſe, 4 Zplinder, I. Steuerkl
(11908md Preisoff. u. MI 90 a. d. Exp. (*14623
Gennes.
zu verk. Alexanderſtr. 9, I. (*14631
zu verk. Martinsſtraße 20. (*14679fd

[ ][  ][ ]

Nummer 129.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 5. Juni 1913.
Seite 12.
gierung einverſtanden erklärt. Der Antrag wird gegen
Projekts Bensheim-Lindenfels, deſſen fortgeſetzte Ver
2 Stimmen angenommen
Zweite Kammer der Stände.
zögerung ſehr bedauerlich iſt. Ich bitte die Regierung
Es wird dann die Beſprechung des
doch endlich ihren Widerſtand aufzugeben.
74. Sitzung.
Finanzminiſter Dr. Braun Exz.: Der Herr Abg
Antrags Mergell
St. Darmſtadt, 4. Juni
Eißnert hat u. a. auch an das Wohlwollen des Finanz
fortgeſetzt. Abg. Wiegand gibt zu, daß der Stadtvor=
miniſters
für den in Frage kommenden Landesteil appel=
Am Regierungstiſche: Staatsminiſter Dr. v. Ewalt
ſtand Heppenheim auf Heppenheim=Fürth verzichtet habe
liert. Das Wohlwollen allein wird kaum helfen. Es wirt
Exz., Miniſter des Innern von Hombergk zu Vack
wofür als Erſatz Heppenheim=Lorſch gegeben wurde. Da=
das
Wohlwollen aber auch erſchwert durch einen Teil de
Exz., Finanzminiſter Dr. Braun Exz., Miniſterialrät,
mals war aber die Steininduſtrie noch nicht ſo entwickelt
Ausführungen die wir heute hier gehört haben. Ich
Dr. Weber Hölzinger Geh. Oberfinanzrat Di
wie heute
möchte das Perſönliche daraus im Vorhinein erledigen.
Rohde, Geh. Oberbaurat Klingelhöffer
Abg. Mergell: Wenn ich vorhin gezwungen war
Der Herr Abg. Mergell hat u. a. erklärt, er wolle feſtſtellen
Vizepräſident Korell eröffnet die Sitzung um 10½
hier die Gerüchte und Anſichten wiederzugeben, die im
daß die Darmſtädter Geſchäftswelt es eigentlich nicht iſt
Uhr. Vor Eintritt in die Tagesordnung ſtellt der Abg
Odenwald kurſieren, ſo iſt daran die Regierung in erſte
die ſich gegen das Projekt wendet, ſondern andere Fak=
Uebel eine in einem Mainzer Blatt enthaltene Notiz
Linie ſchuld, weil ſie ihren ablehnenden Standpunkt nicht
toren, die das Ohr des Finanzminiſteriums fanden, und
richtig, nach der das Zentrum zuerſt eine dem Ausſchuß
offen begründet und ſo den Tatarennachrichten Tür und
daß vielleicht die allgemein verbreitete Anſicht richtig iſt,
antrag entgegenſtehende Stellungnahme zur Genoſſen
Tor geöffnet hat. Ich freue mich, daß die Regierung ſich
daß es die Herren Aktionäre der Süddeutſchen Eiſenbahn=
ſchaftskriſe
eingenommen habe
bereit erklärt hat, dem Projekt Reichelsheim=Fürth näher
geſellſchaft ſind, die der Neuordnung des Verkehrs
Das Haus tritt ſodann in die Tagesordnung ein
zu treten. Die Zahlen, die der Herr Finanzminiſter an=
im
Odenwald entgegenſtehen. Er wolle nicht ſelbſt be
Erſter Gegenſtand iſt: Antrag des Abg. Mergell, Ausbau
geführt hat zum Beweiſe der Tatſache, daß die Vermögen
haupten, daß es ſo ſei, aber als Sprachrohr der öffentlicher
der Nebenbahnen im mittleren Odenwald, insbeſondere
zunehmen, ſind mir bei aller ſchuldigen Achtung nicht maß=
Meinung des Odenwaldes wolle er das doch erwähnen
der
gebend, ich glaube vielmehr, daß die Zunahme auf ein
M. H. Schön iſt das nicht, aber deutlich. Es iſt ein altes
Nebenbahn Weinheim-Fürth
Abg
Anziehen der Steuerſchraube zurückzuführen iſt.
parlamentariſches Manöver. Ich ſage es nicht, aber ich
Molthan tritt nochmals kurz für den Ausſchußantrag
ſage, man glaubt es‟ Der Abg. Mergell hat Dinge hie
Der
bis Reichelsheim auf Staatskoſten betreffend.
ein
wiedergegeben, die im Odenwald erzählt werden, die ich
Ausſchuß iſt nach eingehender Beratung zu dem Ent
Der Ausſchußantrag wird dann ein=
als
Spinnſtubengeſchichten bezeichnen möchte.
ſchluß gekommen, dem Plenum der Zweiten Kammer die
ſtimmig angenommen
Zuſtimmung zu den Anträgen des Abg. Mergell zu
Ein Zwiſchenfall
empfehlen. Was zunächſt die finanzielle Rente der gefor=
Danach wird die Beſprechung
Vizepräſident Korell unterbricht den Miniſter und
derten Bahnlinien anlangt, ſo darf dieſelbe nicht in erſter
der Eiſenbahnerverhältniſſe
bezeichnet es als unzuläſſig, die Rede eines Abgeordneten
Linie bei Erbauung von Nebenbahnen ausſchlaggebend
als Spinnſtubengeſchichte zu bezeichnen.
fortgeſetzt. Abg. Raab ſpricht gegen den Antrag Dr.
ſein. In erſter Linie muß vielmehr der große volkswirt
Oſann und deſſen geſtrige Ausführungen. Der Abg
Finanzminiſter Dr. Braun Exz.: Ich habe geſagt
ſchaftliche Nutzen entſcheidend ſein, der beſonders in dieſer
Oſann habe zugeben müſſen, daß die Beſtrebungen de
was der Herr Abg. Mergell im Odenwald gehört hat
ärmeren Gegend des Landes durch einen Ausbau de
Eiſenbahner nach beſſeren Lohnverhältniſſen berechtigt
möchte ich als Spinnſtubengeſchichten bezeichnen. Wenn
Bahnnetzes erhofft wird. Bedauerlich wäre es, wenn rein
der Herr Präſident mich nicht unterbrochen hätte, wäre ich
ſeien, doch habe er nach dem Grundſatz gehandelt: Waſch
fiskaliſche Intereſſen hier allein entſcheidend wären. Auch
mich, aber mach mir den Pelz nicht naß‟ Die Arbeiter=
mit
den perſönlichen Dingen bald fertig geweſen. Jc
der Hinweis der Regierung auf die Bahn von Benshein
möchte aber Widerſpruch dagegen erhoben
ausſchüſſe, wie ſie jetzt organiſiert ſind, ſind nichts ande=
nach
Lindenfels kann den Ausſchuß nicht dazu führen, vo=
wiſſen
, daß der Herr Präſident mich unterbricht. Ic
res, als Dekoration. Das Koalitionsrecht wird von den
dem wiederholten Beſchluſſe der Zweiten Kammer abzu=
beſtreite
ihm das Recht hierzu. (Oho!) Ich wahre
Herren der Rechten immer wie ein Kräutchen Rührmich
gehen, nach welchem einſtimmig der Bau der Nebenbahn
meinen Standpunkt und den Standpunkt der Regierung
nichtan behandelt. Der ſogen. Trierer Verband, an den
von Reichelsheim nach Fürth verlangt wurde. Der Aus
Nach der Auffaſſung des Parlamentarismus, auch im
anzuſchließen den Eiſenbahnern geſtattet iſt, bietet keiner
ſchuß beantragt daher: Die Kammer woll
Reiche, hat der Präſident nicht das Recht, einen Regie=
lei
Erſatz für ein Koalitionsrecht. Dafür aber ſollte mar
den Anträgen des Abg. Mergell zuſtimmen.
rungsvertreter zu unterbrechen oder zur Ordnung zu
Abg. Bähr tritt beſonders
in erſter Linie eintreter
Abg. Mergell gibt nochmals eine ſehr eingehende
rufen. (Oho! Unruhe.) Das kann vielleicht manchem von
für Gewährung ausreichender Sonntagsruhe für das
Begründung ſeines Antrags, von der aber auf der Tri
Ihnen unbequem ſein, es iſt aber ſo. (Unruhe.
Fahrperſonal ein. Abg. Adelung ſchließt ſich der
büne faſt nichts zu verſtehen iſt. Er beklagt die kühle Stel
Ausführungen des Abg. Raab an und bringt einige Kla=
Vizepräſident Korell: Ich möchte feſtſtellen, daß
lungnahme der Regierung, die im Odenwalde ſchmerzlich
gen lokaler Art vor. So ſolche der Arbeiter an der Fracht
ich ſehr wohl das Recht habe, auch einen Regierungsver=
berührt
habe. Die Rentabilitätsberechnung der Regierun
güterabfertigung in Mainz, über die dort eingeführte
treter zu unterbrechen, um Feſtſtellungen zu machen
ſei zu niedrig, was Redner mit umfangreichem Zahlen=
Kolonneneinteilung, weiter der Wagenſchmierer, der Ran
material belegt. Die Verhältniſſe auf der Linie Rein=
Einen Ordnungsruf habe ich nicht erteilt. (Erneute Un
gierer uſw. wegen der u niedrigen Anfangslöhne und
ruhe.
heim-Reichelsheim laſſen vielfach zu wünſchen übrig. In
mangelhafter Sonntagsruhe. Abg. Urſtadt äußert
Odenwald ſei allgemein die Anſicht verbreitet, daß di
Später ſtellt der Präſident feſt, daß der Finanz
ebenfalls lokale Wünſche und Beſchwerden aus dem Be
Aktionäre der Süddeutſchen Eiſenbahngeſellſchaft die Geg
miniſter allerdings davon geſprochen habe, daß der Abg.
Damit ſchließt die Debatte
zirk Gießen.
ner der Neuordnung im Odenwald ſind. Die geäußerten
Mergell hier Spinnſtubengeſchichten erzählt habe. Nach
werden ange=
Die
Ausſchußanträge
Befürchtungen der Ablenkung des Verkehrs nach Baden
dem der Herr Miniſter ſeine Ausführungen aber dahin
nommet
ſeien unbegründet. Wenn auch zuzugeben iſt, daß der
gedrutet, daß er das, was der Abg. Mergell wiederge
Nach Zurückweiſung einzelner Poſitionen an den
Verkehr die Tendenz nach Süden zeige, ſo ziehe er ſic
geben, als Spinnſtubengeſchichten bezeichnet habe, iſt di
Ausſchuß wird die Sitzung abgebrochen und das
doch mehr nach der Wormſer Gegend. Die Verkehrsbezieh
Angelegenheit erledigt. Im übrigen habe er von dem
Haus auf unbeſtimmte Zeit vertagt
ungen mit Darmſtadt ſind viel zu alt und zu feſt, um er
was er als Recht des Präſidiums bezeichnet habe, nichts
ſchüttert zu werden. Tatſächlich fürchten ja auch die Darm
Schluß ¾2 Uhr
zurückzunehmen. Der Zwiſchenfall iſt damit erledigt.
ſtädter Aktionäre keine Verluſte. Redner bittet ſchließlich
ſeinem Antrag zuzuſtimmen.
Zur Beſoldungsvorlage
Finanzminiſter Dr. Braun Exz
Abg. Dr. Heidenreich (ebenfalls ſchwer zu ver
Die aus 29 Abgeordneten (15 Bauernbündlern, 11 Na=
fährt
fort: M. H.! Ich muß ſagen, ich habe es ferner pein=
ſtehen
) begrüßt die Gelegenheit, für das Projekt einzu
tionalliberalen und 3 Mitgliedern des Zentrums) be
lich empfunden, daß der Abg. Schönberger davon ſprach
treten, das ihm ſchon lange am Herzen liege. Die Frage
ſtehende Wirtſchaftliche Vereinigung hat am
die Regierung halte ihren Standpunkt gegen alle menſch=
des
Ausbaues unſerer Nebenbahnen darf nie ruhen, denr
4. Juni 1913 zur Beſoldungsordnung folgende Beſchlüſſe
liche Vernunft aufrecht. Ich meine, das hängt von der
ſie iſt zur Entwickelung unſerges wirtſchaftlichen Lebens
gefaßt
perfönlichen Auffaſſung ab und darüber, auf welcher Seit
unbedingt notwendig. Er heſpricht dann eingehender ſeit
Wir lehnen die unterſchiedliche Behandlung von
Vernunft und Unvernunft zu ſuchen iſt, kann geſtritter
altes Projekt der Fortführung der Bahn Mörlenbach-
Stadt und Land (Wohnungsgeld) auf das entſchiedenſte
werden. Ich halte den Standpunkt der Regierung für
Wahlen nach Hammelbach, für das er ſchon in mehreren
ab und bedauern, daß Großh. Regierung trotz des Ein=
durchaus
vernünftig. Der Abg. Molthan hat den Plar
Landtagen eingetreten, ’ſei. Der drohenden Entvölkerun
pruchs der ländlichen Abgeordneten gegen die Vorlag=
viel
weiter ausgedehnt, als er im Ausſchußantrag nieder
jener Gegend müſſe unbedingt ein Damm entgegengeſetzt
von 1912 und trotz der Abſtimmung der Zweiten Kammer
gelegt war. Ebenſo der Abg. Mergell. Wenn die Herrer
werden
vom 11. Juli 1912 und der Erklärung der Erſten Kammer
ſich darauf beſchränkt hätten, die Strecke nur bis Reichels
vom gleichen Tage die Unterſchiede im Gehalt der Be=
Abg. Schönberger verweiſt darauf, daß er der
heim zu verlangen, ſo wären wir viel weiter gekommen
amten in der Stadt und auf dem Lande noch weiter ver=
gleichen
Antrag, den der Abg. Mergell eingebracht, in
Der Abg. Mergell hat u. a. auch den ſchweren Vorwur
ſchärſt hat
früheren Landtagen mehrfach geſtellt hat. Der Stand=
erhoben
, daß, wenn die Regierung nicht helfe, der in Rede
2. Wir fordern mit der neuen Beſoldungsordnung, die
punkt, den' die Regierung ſeinerzeit dagegen eingenom
ſtehende Teil des Odenwaldes langſam aber ſicher ver=
den
Beamten Gehalte von annähernd gleicher Höhe wie in
men, ſe durchaus rückſtändig geweſen, und er hoffe und
bluten werde. Dagegen muß ich doch auch ſachlich Ver
Preußen und im Reiche bringen wird, die Einführung der
wünſche, daß die Anſicht des jetzigen Finanzminiſterium=
wahrung
einlegen. Ich hielt es für meine Pflicht
preußiſchen Grundſätze über Ruhegehalt und Hinterbliebe
eine andere und gerechtere werden möge. Dem Bericht
zu unterſuchen, was an dieſer Behauptung tatſächlich ge=
nen
=Verſorgung
erſtatter möchte er für ſeine Darlegungen danken und hof=
rechtfertigt
iſt. Die Steuerverhältniſſe liefern uns de
3. Wir ſtehen nach wie vor auf dem Standpunkte, daf
fen, daß der Antrag angenommen wird wenn auch zu be
wichtige und einwandfreie Grundlagen. Ich habe dieſe
der Grundſatz: Gleiche Vorbildung, gleiche
fürchten iſt, daß der vom früheren Miniſter Gnauth feſt=
für
die Jahre 19071912 zur Hand. Danach iſt in dieſer
Bezahlung zur Durchführung gelangt, und bedauern,
gelegte Standpunkt der Regierung auch jetzt noch nicht
6 Jahren das Vermögen geſtiegen in Reichelshein
daß im Gegenſatz zu dieſer alten Forderung der Zweiter
verlaſſen wird.
Abg. Wiegand tritt ebenfalls für
von 3500000 Mark auf 3800000 Mark, in Gumpen vor
Kammer einzelne Beamte und Beamtengruppen durch die
den Ausſchußantrag ein und befürwortet im Anſchluſ
2000000 auf 2740000 Mark, in Fürth von 2 480000 Marl
Regierungsvorlage herausgehoben worden ſind
daran die Strecke Fürth-Heppenheim. Hier kommt ir
auf 2520000 Mark. Im ganzen in den 4 Orten Rei
4. Wir bedauern, daß die von der heſſiſchen Volksſchul=
erſter
Linie Steininduſtrie in Frage und da iſt mit einer
helsheim. Gumpen, Krumbach und Fürth von 9140000
lehrerſchaft erſtrebte volle Gleichſtellung mit den mittleren
Automobillinie nicht gedient
Mark auf 9638000 Mark, alſo um rund eine halb
Finanzbeamten zurzeit aus finanziellen Gründen nicht er
Abg. Henrich: Es iſt der Wunſch an mich heran
reichbar iſt. Wir werden jedoch nur einer ſolchen Gehalts
Million. Die Einkommen ſtiegen im gleichen Zeit
getreten, für den Ausſchußantrag einzutreten und ich tuc
egelung zuſtimmen, welche die penſionsfähigen Höchſtge=
raum
in Reichelsheim von 400000 Mark auf 560 0000 Marl
das ſehr gern, weil ich die wirtſchaftliche Bedeutung der
halte der Lehrer denjenigen der mittleren Beamtenſchaft
in Gumpen von 117000 auf 136000 Mark, in Krumback
Linie anerkenne. Daß die geſchäftlichen Intereſſen Darm=
näherbring

von 60000 Mark auf 74000 Mark, in Fürth von 355000
ſtadts hier betont wurden, iſt ſehr dankenswert, doch glaub
5. Wir ſind bereit, die von der Regierung zur Beſol=
Mark auf 430000 Mark, im ganzen von 937000 Mark au
ich nicht, daß die Intereſſen der Darmſtädter Geſchäfts=
dungszwecken
angeforderten Mittel zu bewilligen, inſoweit
1200000 Mark. Daraus ergibt ſich doch das Unrichtig
welt merklich geſchädigt werden. Jedenfalls dürfte das it
dies ohne Erhöhung der Staatsſteuer geſchehen kann. Wir
der Behauptung, daß die Ortſchaften in einem Rückgang
keinem Verhältnis ſtehen zu den Vorteilen, die die Bahr
halten in Uebereinſtimmung mit der Erſten Kammer die
begriffen ſind. Allerdings muß ich feſtſtellen, daß in einen
für die Beteiligten bringt. Daß die natürliche Entwickel=
Beſchaffung weiterer Mittel durch Vereinfachung der
Orte die Verhältniſſe weniger günſtig ſind das iſt ir
ung des Verkehrs teilweiſe nach Baden zieht, iſt auch
Staatsverwaltung und Beſeitigung der Nebenbezüge für
Lindenfels; dort ſind Vermögen und Einkommen ge
durch die Hintanhaltung des Bahnbaues nicht zu ändern
erforderlich
ſunken. Das iſt höchſt unerfreulich und rechtfertigt die
Ich bitte, den Antrag anzunehmen und die Regierung
Fürſorge der Regierung für Lindenfels, die dieſem Or
möge ſich nicht allein auf ein wohlwollendes Anhören be
durch den Bau der Linie Lindenfels -Bensheim erwieſer
ſchränken, ſondern tatkräftig die hier in Frage kommen=
Landwirtſchaftliches.
wurde. Ich ſagte ſchon, daß die Pläne des Abg. Mergel
den Intereſſen fördern
veiter gingen als der Ausbau der Linie Reichelsheim=
* Schlachtviehmarkt Frankfurt a. M. vom 4. Juni
Abg. Eißnert tritt ebenfalls warm für das Pro
Fürth Er hat noch Fürth-Hammelbach, Fürth -Heppen
Schweinemarkt. 1. vollfleiſche Schweine von 80100
jekt ein und wünſcht, daß hier nicht ſo ſehr das fiskaliſche
heim erwähnt. Ich möchte Ihnen einmal ſagen, welch
Kilogramm (160200 Pfund) Lebendgewicht 53,50 bis
ſondern in erſter Linie das volkswirtſchaftliche Intereſſe
Koſten das erfordern würde. Nach unſeren Berech=
56,50 Mark (Schlachtgewicht 6872 Mark), 2. vollfleiſchige
betont werden müſſe. Er iſt der feſten Ueberzeugung, daſ
nungen würden Reichelsheim-Fürth 1469000 Mark
Schweine unter 80 Kilogramm (160 Pfund) Lebendgewich
die Regierung, wenn ſie ernſtlich will, auch das Projek
koſten, dazu kommt die Anſchlußſchleife von Reichelsheim
5355,50 Mark (Schlachtgewicht 6871 Mark), 3. voll
zuſtande bringen kann. Wo ein Wille iſt, da iſt auch ein
nach Lindenfels mit 450000 Mark, im ganzen alſe
fleiſchige Schweine von 100 bis 120 Kilogramm (200 bie
Weg und wohl auch einmal ein Schienenweg
Ab
1910000 Mark. Hierzu die Strecke Fürth-Wahlen mit
240 Pfund) Lebengewicht 53,5056,50 Mark (Schlacht=
Bähr: Schon Ende des vorigen Jahrhunderts
ſind wi
2 Millionen Fürth-Heppenheim mit 2680000 Mark un
Schweine von 120
gewicht 6872 Mark), 4. vollfleiſchige
dafür eingetreten, dem Odenwald zu geben,
was ihn
Reinheim-R.lchelsheim mit 825000 Mark. Das mach
Lebendgewicht 53
bis 150 Kilogramm (240300 Pfund
gehört, das war vor allem ein ausgedehntes
Bahnnetz
insgeſamt rund 7½ Millionen Mark. Dazu
Mark). Auftrieb:
bis 55 Mark (Schlachtgewicht 656
Aber wir ſind bis jetzt keinen Schritt vorwärts gekommer
kommen noch die Koſten für die Linie Bensheim-Linden=
766 Schweine. Geſchäft mittelmäßig, bleibt Ueberſtand
Ich muß anerkennen, daß die Preußen ganz vernünftig
fels Um rieſen Betrag zu vereinſen ſind mindeſten?
Leute ſind. (Heiterkeit, Zwiſchenrufe.) So weit es mög
4 Prozent, und zu tilgen 1 Prozent 5 Prozent erfor
lich war, ſind uns von Preußen alle berechtigten Wünſche
Literariſches.
derlich das macht 375000 Mark. Da möchte ick
erfüllt worden (Hört, hört) und es iſt gar nicht zu leug
Sie doch frogen, wie glauben Sie, kann bei der dermali
Th. Seneſtrey, Lieder eines fahren
nen, daß wir ſeit Beſtehen des Vertrages beſſer fahren,
gen Finanzlege ein Jahreserfordernis von rund 400000
den Schülers. Der Gang des Epos iſt ſpannend
als unter der heſſiſchen Verwaltung. Ich hoffe, daß der
Mark in unſeren Etat hineingebracht werden? Ich weiſ
die pſychologiſchen Zeichnungen fein, die Form der Dicht
Antrag einſtimmig angenommen wird
darauf keine Antwort zu geben. Vielleicht ſind die Red
ung vollendet. Der Verſuch, ein Epos in lyriſcher Ge=
Abg. Molthan tritt ebenfalls ſehr warm für der
ner von heute in der Lage, mir da einen Rat zu geben.
wandung zu ſchaffen, dürfte bisher in der deutſchen Lite
Ausſchußantrag ein und bekämpft vor allem die Rentabili
Nach der Pauſe wird nach kurzer Geſchäftsordnungs=
ratur
einzig daſtehen und iſt dem Dichter in vollendeter
tätsberechnung der Regierung. Schon zum dritten Male
Weiſe gelungen. (Hans Sachs=Verlag in München
debatte beſchloſſen, zunächſt die geſtern an den Ausſchuß
trete er heute für das Projekt ein. Er teilt die Empfind
zurückverwieſenen
ungen der Petenten, auch die des Unwillens über die
Haltung der Regierung. Es darf nicht der fiskaliſche
Beanſtandungen der Oberrechnungs=
Standpunkt hier ſo ſehr in den Vordergrund treten und
Zahn-Créme
kammer
es iſt ein Unrecht, einer armen Bevölkerung die notwen=
digen
Verkehrsmöglichkeiten vorzuenthalten. Der Abg
zu der Rechnung von Bad Nauheim zu erledigen. Abg.
Mergell habe heute wichtiges neues Material vorge
Dr. Oſann erſtattet kurz mündlichen Bericht und ſtell
bracht, das der Regierung doch zu denken geben ſollte
8
den Antrag, daß, obwohl ein Irrtum ſeitens der Re=
V

Automobillinien können immer nur ein Notbehelf ſein
gierung vorgekommen iſt, der Fonds von 60000 Mar
Am wichtigſten bleibe das Projekt Fürth-Reichelsheim
zur Förderung der Kunſt und des Kunſthandwerks b
Mundwasser
Dankbar wären wir für Auskunft über den Stand de=
ſtehen
bleibt, man ſich alſo mit dem Standpunkt der Re=

[ ][  ][ ]

7

Nummer 129.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 5. Inni 1913.
Seite 13.
Kinder-Strümpfs
Damen-Strümofe
Verren-Socken

ung Sockchen
Wolle, Baumwolle, Macco, Flor u. Vigogne
Wolle, Baumwolle, Flor, Seide u. Halbseide
Wolle, Baumwolle und Flor
schwarz, beige, grau und lederfarbig
schwarz, lederfarbig und in mod. neuen Farben
durchbrochen und bestickt
durchbrochen, schwarz und lederfarbig
Aparte bunte Socken
Gewebte Strümpfe
finder-Söokchen
Schweiss-Socken
schwarz, weiss, lederfarbig und bunt
schwarz und lederfarbig
in reicher Auswahl
Sport-Stutzen
Paar von 28 und 50 Pfg. an
Nur erstklassige Qualitäten zu billigsten Preisen!
Schwarz-weisse
Ernst-Ludwigstr.
Rabattmarkenl Kuufer Raehf W. Nager
16
(12435
aarbflege
Hoffärberei
1 n
2
S
S
S
2n
SGohkeior
CD
65
chem. Waschanstalt
65
für Herrenkleider
Eigene Läden:
C9
Damengarderobe
e
Rheinstr. 12½, Tel. 1472
Teppiche
Karlstrasse 115
1
Gardinen
6
Nieder-Ramstädterstr. 15
Spitzen

8
Riegerplatz

Federn
5
hillerstrasse 50
Panamahüte
Sa
Mainz:
2
elephon 1317.
S 69
Felle etc.
Fabrik: Pallaswiesen-
in
un übertroffener fachmännisch.
8
2
§ 60
strasse 146, Teleph. 1501.
und schneller Ausführung.
E C
Mässige Preise.

5
35
Union=Brirets
in plombierten Säcken à 50 Kilo netto
liefert prompt nach jedem Stadtteil
0
(4218a
5
2.
2
Max Ranis, Kohlenhandlung,
5
Victoriastrasse 53.
Telephon
395.
2.
8
2.

2
N. B. Kohlen werden auf Wunſch ebenfalls plombiert geliefert.
Zee e
Sie finden ſtets große Auswahl
5
Damenrädern
25
in gebrauchten

5 2e
Herrenrädern

Knabenrädern
Salatdle-Iafelble-Maionnaiseble
Se
zu ſtaunend billigen Preiſen bei
Se
5
à 45, 50, 60, 70, 80 Pfg. das ½ Liter.
Grafenstr. 20/22
Benz & CO., (Laden i. Fürstensaal)
Schon immer beziehe ich meine erstklassigen Oele in grossen
Allein echt
Telephon 1239. (11191a
Original-Fässern von ca. 3 Ztr. direkt vom Verein Deutscher
Gg. Frz. Frank
Hieſiger
m. Firma
Oelfabriken (grösste Deutsche Oelfabrik, Jahresproduktion
(S4
ca. 700,000 Ztr.). Garantie für allerfeinste Qualität. Beste
Schneidermeiſter
Elisabethenstrasse 9.

(1759a)
Telephon 886
Bezugsquelle für Hötels, Restaurants, Pensionate, Sommer-
übernimmt
die Anfertigung
frischen etc. Prompter Versand auch in Kannen von
von Herren=Anzügen
Badeeinrichtungen.
3, 5 und 12 Litern.
(10317a
und Paletots
70 Mk.
Wandgasbadeofen, erſtklaſſiges Fabrikat,
unter Garantie für guten Sitz mit
38 Mk.

Badeofen mit Kohlenfeuerung
und ohne Stofflieferung
A. Reichard,
Ecke Bleich- u. Casinostr.
25 Mk. an
,
,
Badewannen von
Anzüge von Mk. 20. an,
Gasherde äußerſt billig.
Kolonialwarenhaus.
Telephon 104.
16. an.
,, ,
Paletots
Offerten unter H 93 an die
Kaiser
Installationsgeschäft
Expedition ds. Bl. erbeten. (11066a
(9119a Heyi & John, Manufakturwaren. (10416a
Rheinstrasse 5.
Telephon 1067
loſer Barbar ſei und daß die dreijährige Radikalkur
Siehſt Du, Tina, wie ſich der Jung rausmacht?! Das
ihren Sohn glatt um ſeine beſte Jugend betrogen habe.
iſt das alte Raubritterblut, das wir uns hier in der Pol=
Ich liebe Dich!
Sie ſah ihn ſchon vor ſich ſtehen blaß, mit tiefen
lakei ſo ſachte angewöhnt haben! Nu komm mir bloß noch
Falten um die Augen und einem müden ſchlaffen Zug um
mal und ſag, daß er die Theaterprinzeß nicht vergeſſen
Roman von Guido Kreutzer.
an die denkt er
den Mund, der nur manchmal in bitterem Lächeln
kann. Ich wette, ſo hoch Du willſt
(Nachdruck verboten.)
2
aufzuckte.
ſelbſt im hitzigſten Schwarzwaſſerfieber nicht mehr! Hat
II.
So würde er ihr gegenübertreten! Sicherlich! Aber
jetzt wohl wichtigere Dinge im Schädel, der Teufelskerl!
f-
An dieſe Unterredung auf der Veranda des Mar=
dann
wollte ſie ihren Mann auf ihn hinweiſen:
Und wenn ſie dabei das ſtrahlende Geſicht ſah, das
genthiner Herrenhauſes mußte die Baronin in der Folge=
Da
ſchau Dir dieſen jungen Greis an und ver=
. .
in dieſer aufregenden Zeit wieder ordentlich jung gewor=
zeit
oft denken, wenn die Sehnſucht nach ihrem Einzigen
ſuche, auch fernerhin zufrieden mit Dir zu ſein!
den war, dann kam ſie ſich mit ihren fortwährenden Grü=
übermächtig
in ihr wurde. Nach außen hin und vor ihrem
Das ſollte trotz allem Jammer ihr ſtolzeſter Triumph
ſelbſt ein wenig
beleien und Befürchtungen eigentlich
ja, ſie
Gatten blieb ſie allerdings gefaßt und ruhig
ſein!
komiſch vor.
ſchien ſich beinahe der bevorzugten Poſition zu freuen,
Und dann würde ſie mit weichen Händen ihren Jun=
auf
die das ehrende Vertrauen ſeiner Vorgeſetzten ihren
Trotzdem bangte ſie ſich um ihren einzigen Sohn, der
gen wieder geſund pflegen und ihn liebevoll zurückführen
Sohn geſtellt. Las ſie doch in den Zeitungen ausführliche
ihr erſt nach elfjähriger Ehe geſchenkt worden war, nach=
in
das Leben, das er als wertloſen Firlefanz drei lange
Berichte über eine Strafexpedition, die unter der Führung
dem ſie eine Tochter ſchon im zarten Kindesalter von zwei
Jahre kaltblütig in die Schanze geſchlagen.
des Leutnants von Oſtheeren rebelliſche Bantuſtämme
Jahren verloren hatte. Und jetzt ſchlug ſich der junge
niederzwingen und die deutſche Oberhoheit in jenen be=
Menſch da unten, viele tauſende von Meilen entfernt, mit
Vorläufig allerdings lag dieſer Tag der Abrechnung
drohten Gegenden neu befeſtigen ſollte. Der junge Offi=
Tod und Hölle herum alles, weil er damals nicht ver=
noch

in einiger Ferne.
zier hatte ſeine ſchwierige Aufgabe hervorragend gelöſt;
ſtanden hatte, ſein Herz mit beiden Händen zu packen und
Der junge Offizier hatte urſprünglich begründete Aus=
und es war ihm ſogar gelungen, trotz aller Angriffe räu=
feſtzuhalten
, als eine ſchöne Frau es mit ihrem klingen=
ſicht
gehabt, mit dem nächſten Ablöſungstransport wieder
beriſcher Horden mitten im unwegſamſten Gelände eine
den Lachen und ihren heißen aufleuchtenden Augen an ſich
in die Heimat zurückzukehren; der jäh hochflammende Ein=
kleine
Militärſtation anzulegen und mit ſeiner Handvoll
geriſſen.
geborenen=Aufſtand jedoch zerſchlug ihm dieſe Hoffnung
Leute zu halten, bis aus Keetmannshoop eine Eingebo=
So jung und ſchon in ſolche Seelenkämpfe verſtrickt!
wieder. Und ſo war der Frühling ſchon ziemlich weit ins
renen=Kompagnie zur Ablöſung eintraf.
dachte die alte Dame oft, wenn ſie an einſam ſtillen
Land gekommen, als endlich aus Bremerhaven ein Tele=
Das war ein Erfolg, der ſeiner weiteren militäriſchen
Winternachmittagen in ihrer Nähtiſchecke ſaß und auf den
gramm ſeine Ankunft in Deutſchland mitteilte. Bahn=
Laufbahn den Weg ebnen mußte!
weißverſchneiten Park hinausſah. Ein heißes Mitleid
poſtamt aufgegeben; denn Günter von Oſtheeren mußte
Der alte Baron war in dieſer Zeit auch reineweg
war allgemach in ihr wachgeworden. Immer tiefer ſpann
ſofort nach Berlin weiterfahren, um ſich beim Generalkom=
aus
dem Häuschen. Alle Augenblicke kam er mit einer
ſie ſich in dieſe wehmütigen Erinnerungen ein. Und
je
mando des Gardekorps, ſowie beim Truppenteil zurückzu=
neuen
Zeitungsnotiz angezogen und hatte ſchon geradezu
länger Günter auf ſich warten ließ, deſto ſtärker befeſtigte
melden und von ſeinem Kommandenr erſt den üblichen
eine ſtändige Redensart:
ſich in ihr die Ueberzeugung, daß ihr Gatte ein gewiſſen=
Urlaub zu erbitten,

[ ][  ][ ]

Nummer 129.
Darmſtädter Tagbkatt, Donnerstag, den 5. Juni 1913.
Seite 14.
(12482dis
G.
Spielwaren-
b
. jetzt
wigstret
Geschat Beisschese IEEferf
Kirchstr. 4
HonkiosEE!
Solande
ZilligerVerkauf
von Zigarren
CANVIEUDE!
Verrat
und Zigaretten
feinste westfälische
Ueberzeugen Sie sich bitte selbst!
Originelle Künstler-Stoffe für Kissen und Vorhänge
Leberwurst
Markisen-Stoffe in 100 bis 200 Centimeter Breite
Fa. Bauer
Pfund 78
früh. Ludwigstr. 6. (11750,
Harzer
Mberſe gebtnuchte
Haargarn
Kämmelkäschen
Nähmaſchinen
10 Stück 23
EPPICHE in
mit Garantie ſpottbillig. (11645a
August Engel, Schuchardſtr 8
grosse frische
Bouclé u
Ia
Ein ſchwerer Rollwagen
Eier
10 Stück 60
ein Mühlwagen und ein Wagen=
Cocos D
LAUFEN
Untergeſtell preiswert zu ver=
weicher
Allgäuer
kaufen. Wieſenmühle, Eberſtadt
(11890a
bei Darmſtadt.
Romadour-Käse
Waſchkom. 8 M., Iſchl. Bettſt. u. 2
zu aussergewöhnlich billigen Preisen.
65
per Pfund
1Matr. 15 M., 1tür. Schrank 10 M.,
1 Garder. 2 M., 1 OTiſch 6 M. Zu
gebl. Pediggrohr,
erfr. im Laden Ahaſtr. 14. (*14359ids
Holländ.
Diwan u. Chaiſelongue, ſelbſt
Reklameigessel, mod. Fasson Mk. 6.50
angefertigt, billig zu verk.
Leonh. Menger, Tapeziermeister
Kaffee-u. Lebens-
Bismarckſtr. 58. (12162a
Neap. Mandoline
mittelhaus
gut erh. Schließkorb zu verk.
Darmstadt, Rheinstr. 5
*14542md) Griesheim, Annaſtr. 12

Altertümer
Telephon 1558. (12488
E2
H0rU9fE
(IV,12258
ſpeziell Möbel, billig.
Mainz, Chriſtophſtraße 9.
Büro für Innen-Dekoration
. Chaiſelonque
Billig zu verk.. 22 M., Diwan
Altertümliche
35 M., pol. Vertiko 45 M., all. noch
Liebigstrasse 13II DARMSTADT Liebigstrasse 13II
neu Kaſinoſtr. 21, 1. St. (*14676
Möbel, Bilder, Zinn, Glas
Porzellan u. a. billig abzugeben
Ein gut erhaltener Liege= u. Sitz
(11492a
11893dod) Heinheimerſtr. 25.
L= wagen billig abzugeben. (*14668
Wienersſtraße 83, Manſ.
ſehr gut erhalt. prima Plüſch
ſofas m. je 2 ſehr gut. bequemen
Beachten Sie
Seſſeln w. abgegeben, 130 Mk. per
geg. Ungezief
I. Hess. Versich.
Garnitur Ohlyſtr. 69, II. (*14196sid
bitte meine
Ibel & Lotz, G. m. b. H.
Imzugshalb. zu verk.; Kinder
Spezial-Angebote

Aus lagen
bett, gr. Balkonwand, zwei
Telephon 461.
Eliſabethenſtr. 31.
Weinfäſſer Stück 2,50 Mk
moderner und besonders preiswerter
Hügelſtr. 32, 1. St.
(*14607
25
Herren mit trockenem, ſprödem
Herren
für
die
Für
oder dünnem Haar, das zu Kopf=
ſchuppen
, Juckreiz und (IV,11118,26
2
Damen
Beibwasche fur
Vertilgung von Ungeziefer jeder

1
heissen Tagel
Art, wie Wanzen, Käfer, Ratten,
für
Kinder
Mäuſe, Motten uſw. billigſt unt.
Haardustan
Garantie und ſtrengſter Diskretion.
aus meinen bewährten porösen u. feinen dichten Stoffen.
neigt, ſei folgendes bewährte und
billige Rezept zur Pflege des Haares
Spezial-
empfohlen
: Wöchentlich 1maliges
Zahlung
gründliches Waſchen mit Zuckers
Geschäft Lud Wwig Sehwab
kombiniertem Kräuter- Sham-
poon
(Pak. 20 Pf.), möglichſt täg.
nach
liches kräftiges Einreiben mit
23 Ernst-Ludwigstrasse 23.
(12468
Zucker’s Original=Kräuter
Haarwasser (Fl. 1.25 u. 2.50 M.),
Erfolg!
S
Ytüriger, noch
außerdem regelmäßiges Maſſieren
Meſtere Palſen
Fahrrad,
gut erhalt. Eisschrank
braucht m. Frei
der Kopfhaut mit Zuckers Spe
billig abzugeben. Gebr. Marschallik,
lauf, äußerſt billig z. verk. (III,12462
zu verkaufen oder denſelben gegen
zial= Kräuter- Haarnährfett
Für Hausbeſ., Hotels, Bäckereien
Eberſtadt, Georgenſtr. 38
*14665
Große Ochſengaſſe 30.
einen noch gut erhaltenen eintür.
(Doſe 60 Pf.). Großartige Wirkung
Reſtaur. uſw. Verſicherung gegen
umzutauſchen. Off. an Hch. Spangen-
Ein gut erhaltener Damenſchreib=
von
Tauſenden beſtätigt. Echt be
Iu verk.: 1 gut erh. Gasherd
Ungeziefer beſonders zu empfehlen
(1244
berger. Schloßgaſſe 31.
1 gut erh. Gashängelampe
tiſch und zwei geſtickte Zier
Chr. Schwinn, Hofl., Rheinſtr. 8
Aeußerſt geringe Jahresprämie.
10 Uhr
Einzuſehen zwiſchen 8 u,
Höl=
tiſchchen
ſind zu verkaufen
A. Logel, Eliſabethenſtr. 18, und
Ein gut erh. Kinderwag. zu verk.
Koſtenloſe Ausſprache an Ort und
gesſtraße 9, 1. Stock.
(*14660
Kiesſtraße 123, I.
EB12470) Karlſtr. 115,
G. F. Frank, Eliſabethenſtr. 9.
(*14657
part. r.
Stelle. Poſtkarte genügt. (11272a
Laß er idech auf den Aige zur Sinten über die
Daut nuache ſch der öfiner ſouſt aus der Iim
Dant bechie uachntats eine endigſe Raſte die der
ganzen achtzehn Kilometer die beiden hochgezogenen
alte Baron ſpäter bei jeder Gelegenheit als die entſetz=
armung
frei und trat einen Schritt zurück.
Schweißfüchſe einen unvernünftig ſcharfen Trab gehen
Und da ſuchte die Mutter in dem tiefgebräunten ener
lichſte ſeines Lebens bezeichnete.
ließ, weil ihm die ſehnſüchtige Unruhe und die Wieder
giſchen Männergeſicht allerdings vergeblich nach der müden
Das ganze ehrwürdige Herrenhaus wurde ſozuſagen
davon aller=
ſehnsfreude
bis zum Halſe hinaufſchlug
auf den Kopf geſtellt. Nichts blieb verſchont. Möbel
verbitterten Reſignation, die ſie angſtvollen Herzens er=
, ,
dings hat der alte Herr niemals ein Sterbenswörtcher
wurden von den Wänden gerückt; Bilder abgenommen:
wartet hatte.
die Teppiche aufgerollt und auf den Raſenflächen des Par=
verlauten
laſſen!
Und auch ſeine Stimme klang feſt war die volle
kes nebeneinander gelegt. Alle Augenblick ſtolperte der alte
tönende Stimme des gereiften Mannes, als er, die Hand
Herr über irgendeinen Waſſereimer oder rutſchte auf dem
zärtlich auf ihren Arm gelegt, ſagte
Und eine Stunde ſpäter hatte die Baronin ihren Ein=
blanken
Parkett aus oder ſtieß gegen eine Stehleiter,
zigen wieder.
Wie oft hab ich mir dieſes Wiederſehen ausgemalt,
worauf jedesmal von oben ein quietſchendes Angſtgeſchrei
Günter von Oſtheeren wartete nicht erſt, bis der Wa=
Mama; und doch wie unwahrſcheinlich erſchien es mir
erfolgte.
gen hielt, ſondern als der Dogcart um das Raſenrondell
manchmal! Auf dieſen einſamen wochenlangen Expedi=
Da wurde ihm die Geſchichte zu bunt und er wanderte
herumbog, ſprang er heraus und war mit zwei Schritten
tionen ins Innere . außer meinem einzigen Unteroffi=
mit
ſeiner Schlummerrolle, ſeiner Zigarrenkiſte und ſeinem
oben auf der Terraſſe, wo die alte Dame ſtand.
zier kein weißes Geſicht . .. nur dieſe ſchwarze Geſellſchaft
Landwirtſchaftlichen Generalanzeiger in das ſogenannte
Günter! . . . Mutter!
eine Sonnenglut, als ob Feuer vom Himmel regnete

Kavalierhaus, das im Winter gelegentlich der Treibjagden
Und dann lagen ſich die beiden Menſchen in den Ar=
die
ausgedörrten toten Grasſteppen
und dabei
,
,
zur Aufnahme der Gäſte beſtimmt war.
men und keiner von ihnen war eines Wortes mächtig
jeden Augenblick gewärtig zu ſein, aus dem Buſch oder
Bis man ihm nach ſechs Tagen geſtattete, das Erbe
Wie ſehr ſie unter dieſer harten Trennung gelitten
irgend einem Hinterhalt angegriffen zu werden
er
ſeiner Väter wieder zu betreten. Er vermochte zwar bein
hatten, das kam ihnen erſt jetzt zu rechter Erkenntnis, da
ſchüttelte den Kopf
alſo ich hab oft nicht mehr daran
beſten Willen in den altgewohnten Räumen keine Ver=
ſie
ſich wieder hatten
geglaubt, die Heimat jemals wieder zu ſehen. Unter ſol=
änderung
zu entdecken, die einen derartigen Aufwand an
Der Baron war langſam aus dem Wagen geklettert
chen Verhältniſſen lernt man ſie erſt richtig hochhalten und
Waſſer, Seife und Menſchenmaterial gerechtfertigt hätte.
und die Freitreppe heraufgeſtiegen. Er verhielt ſich ganz
liebgewinnen. Aber es war doch ſchön! Wunderſchön!!
Aber als man ihm daraufhin bedeutete, ſo etwas ver=
ſtill
. Er lehnte an der ſteinernen Baluſtrade und ſah an
Die alte Dame hatte ſchon eine Troſtrede auf den Lip=
ſtehe
ein Mann eben nicht zu würdigen und auf Dank
gelegentlich nach dem Inſpektorhaus hinüber, deſſen Giebel
pen; der Margenthiner Gutsherr jedoch kam dem Unheil
rechne man auch ſchon gar nicht!
da zog er ſich achſel=
wie
ein roter Farbenklecks durch das grüne Blättergewirr
zuvor. Bloß keine Sentimentalität! Die friſch zugreifende
zuckend um und ſetzte ſich auf den Dogcart, um ſeinen
des Parkes leuchtete.
Art ſeines Jungen dagegen war doch eine ganz andere
Jungen von der Bahn abzuholen.
So verging wohl eine ſtille köſtliche Minute.
Sache.
(Fortſetzung folat.)

[ ][  ][ ]

Nummer 129.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 5. Juni 1913.
Seite 15.
2. Lt. Frhrn. von Lotzbecks Ahalative (Schuller), 3. Pur
führenden Ausſchuß, die Verhandlungen mit dem Verein
golds Bonnekoſte (Newey).
deutſcher Zeitungsverleger fortzuſetzen und erwartet eine
Ferner: Marotte, Aqua.
35
21:10; 12, 13110. ¾ Längen, Kopf.
endgültige Vorlage für die Delegiertenverſammlung im
Buchenrode=Jagdrennen. 5000 Mark. Her=
nächſten
Jahr
renreiten. 4000 Meter: 1. Prinz Ernſt Auguſt von Braun=
Antrag des Landesverbandes Bayern, die ſoziale
2.
ſchweigs Duzzilo (Lt. Frhr. von Berchem), 2. Rittmeiſter
Kommiſſion zu beauftragen, eine verwaltungs= und ver=
ſicherungstechniſche
Prüfung der Grundlagen vorzuneh=
v
. d. Kneſebecks Meerbraut (Lt. von Egan=Krieger). Fer=
men
, auf denen die Errichtung von Kaſſen für
ner: Sans Atout. 27110. ¾ L.
ſtellenloſe, kranke oder unterſtützungsbedürftige Kollegen,
Preis von Homburg. 7000 Mark. Jagdrennen
ſowie für Sterbefälle verwirklicht werden kann. Die Kom=
3000 Meter: 1. K. Adolfs Earl (Gaedike), 2. P. Schäfers
miſſion hat dem nächſten Delegiertentag eine Denkſchrift
Oberleutnant (Printen), 3. W. Thiedes Germania I ( Ne=
mit
poſitiven Vorſchlägen zu unterbreiten.
wey), 4. Rittmeiſter von Platens Erato (Burrian). Fer=
3. Antrag des Landesverbandes heſſiſcher
ner: Dollarprinzeſſin, Rutland Arms, Jap, Ordnung,
Zeitungsredakteure und des Landesverbandes
Aegir. 67:10; 19, 22, 16:10. 3. Längen, ¾ L., 1 L.
badiſcher Redakteure: Mit der Erledigung der Vorarbeiten
für die Errichtung eines Erholungsheims des
Jeſau=Preis;
Trabrennen zu Ruhleben.
Reichsverbandes der Deutſchen Preſſe auf
1800 Mark, Diſtanz 2000 Meter: 1. Herrn O. Hakenbergs
der Grundlage des vom Landesverein heſſiſcher Zeitungs=
Idol=
Amra, 2. Berghere, 3. Schorſchl R. Tot. 91:10
redakteure geſammelten Materials wird der geſchäfts=
Preis; 2700 Mark, Diſtanz 2500 Meter: 1. Herrn P. Ne=
führende
Ausſchuß beauftragt, der die Durchführbarkeit
ſerkes Irländer, 2. Idol, 3. Dr. Klausner. Tot. 64:10.
des Projekts, insbeſondere deſſen finanzielle Seite, ein=
Iltis=Handikap; 2000 Mark, Diſtanz 2400 Meter:
gehend zu prüfen und das Ergebnis ſeiner Beratungen
1. Herrn C. Roſengarts Index, 2. Halloh I, 3. Wald=
der
nächſten Delegiertenverſammlung zur Beſchlußfaſſung
blume. Tot. 43:10.
Verſuchs=Rennen der Hengſte; 5000
öe
vorzulegen hat.
Mark, Diſtanz 1200 Meter: 1. Stall Klausners Bündler,
Die Reſolution über die Veranſtaltung internatio
2. Morgenwind, 3. Ernſt J. Tot. 12110
Index=Preis
Preßkongreſſe auf deutſchem Boden und inter=
2200 Mark, Diſtanz 2500 Meter: 1. Herrn B. Burchardts
nationaler Journaliſtenreiſen betont nachdrücklich, daß
Inlän=
Long Ago, 2. Citrus, 3. Fauvette. Tot. 97:10.
olche Veranſtaltungen nicht ohne Mitwirkung des Reichs
Gold
der=Preis; 3200 Mark, Diſtanz 2600 Meter: 1. Stall Ger=
verbandes
, als der Vertretung der deutſchen Preſſe getrof=
E
manias General Kuſer, 2. Meum, 3. Aframont. Tot. 17110
fen werden ſollen und fordert, wie bereits gemeldet, die

Intimus=Preis; 2000 Mark, Diſtanz 2400 Meter:
M
der International Preß Aſſociation angeſchloſſenen Ver=
1. Herrn H. Danzigers Traube, 2. Angeli, 3 Winella,
bände des Reichsverbandes auf, dem für 1914 nach Leip
Tot. 18:10.
zig einberufenen Internationalen Preßkongreß fernzu=
Rennen zu Saint Quen. Prix de Limagne:
bleiben. Mit einer fröhlichen Rheinfahrt, zu der der Ver=
3000 Francs, Diſtanz 3400 Meter: 1. Monſ. M. Desca=

band der rheiniſch=weſtfäliſchen Preſſe die Teilnehmer der
zeaux' Reporter, 2. La Hume, 3. Gay Boy. Tot. 21:10.

Delegiertenverſammlung eingeladen hatte, ſchloß die
Prix du Gevandau; 3000 Francs, Diſtanz 2800 Meter
überaus anregungsreiche Tagung.
Erichn
1. Vicomte Foys Virulente, 2. La Begude, 3. Antonelle
Tot. 132:10.
Prix du Cantal; 4000 Francs, Diſtanz
Gewinnanszug
3400 Meter: 1. Monſ. Ch. de Broſſettes Karagouzel,
Sport, Spiel und Turnen.
2. Embil d’Orio, 3. Havelock. Tot. 53110. Courſe de
der
Haies Annuelle de Saint Ouen; 20000 Francs, Diſtanz
Frankfurter Pferderennen.
2. Prenßiſch=Käddentſchen
3700 Meter: 1. Monſ. A. P. Cunliffes Islington Green,
Der zweite Tag des Juni=Meetings zeigte für einen
(228. Königlich Preußiſchen) Klaſſenlotterie
2. Bozkario, 3. Upholſterer. Tot. 73:10. Prix du Puy de
Werktag einen ausgezeichneten Beſuch, wenn natürlich aud
5. Klaſſe 21. Ziehungstag 3. Juni 1913
Nome; 5000 Francs, Diſtanz 4100 Meter: 1. Monſ. M
nicht die Rekordziffern des Sonntags erreicht wurden.
Descazeux' Francois Joſeph II, 2. Amphyetion, 3. Conti
Sieben Rennen, von denen nur das erſte auf der Flacher
Auf jede gezogene Nummer ſind
zwei gleich hohe Gewinne
Prix de l'Auvergne; 4000 Francs
la Belle. Tot. 97:10.
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe g
vor ſich ging, brachten diesmal zum Teil wieder ein her=
ſer
Nummer
nd
Diſtanz 3100 Meter: 1. Monſ. Cam. Blancs Tiberiade,
in den beiden Abteilungeu Inn
vorragendes Pferdematerial. Und in den Herrenreiten
2. Biscuit II, Lumigny. Tot. 70:10.
ſaßen unſere bedeutendſten Meiſter in den Sätteln. De
(Oine Genchr u. St.c. ſ. 3.
(achpruk verdoten
Amateur=Photographie. Das Leitmotiv des eben
war es natürlich, daß die einzelnen Konkurrenzen viele
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
erſchienenen erſten Juniheftes der Photographie für Alle
ſpannende Momente boten, und auch die Damen, für die
240
Mk. gezogen:
bilden Freilicht=Porträts, über die Eingehendes und An=
eine
ſchöne Toilette auf dem Rennen dieſelbe Bedeutung
2 Gewinne zu 15000 Mk. 100326
regendes ſowohl vom äſthetiſchen wie vom techniſchen
hat, wie das ſpannendſte Finiſh, bei dem der Reiter das
2 Gewinne zu 10000 Mk. 111767
Standpunkte geſagt wird. Aus den techniſchen Anweiſun=
Pferd durchs Ziel trägt, vergaßen bei manchen End=
8 Gewinne zu 6000 Mk. 118109 123429 169407
gen heben wir folgendes hervor: Man belichte reichlich
208938
kämpfen die Sorgen um Kleider und Hüte und jubelten
da ſich eine überbelichtete Platte bei der Entwickelung
64
den Siegern mit dem gleichen frenetiſchen Beifall zu, wie
Gewinne zu 3000 Mk. 1262 6178 16211 21211
leichter verbeſſern läßt als eine zu kurz belichtete. Auch
23169
diejenigen, die zufällig den Erſten, der durchs Ziel kam,
35340 41980 47581 66518 72770 95808 98846
benutze man ſtets ſtark verdünnten Entwickler, der es meiſ
99745
114280 116368 121857 123617 124057 125632
auf Sieg geſetzt hatten, und für die natürlich alle anderen
verhindert, daß das Bild zu grell und zu kreidig wird
127033
141048 141121 176864 187238 190284 204368
die daneben getippt hatten, die reinſten Ignoranten
Vorzuziehen ſind farbenempfindliche Platten, die die Ton=
209682
211422 211658 212944 222793 224965
waren. Tatſächlich war aber die Siegerfrage für die
werte doch ganz anders zur Geltung bringen als ge
146
Gewinne zu 1000 Mk. 1937 14632 21001 21658
meiſten Rennen ziemlich offen, und es gab deshalb für
wöhnliche; man muß immer reichlich belichten, wenn die
27127 27449 27834 31113 31376 35651 44635 47116
Sieg und Platz ganz annehmbare Quoten. Die Felder
Farbenempfindlichkeit zur Geltung kommen ſoll. Natür=
56476 68045 60299) 66572 68669 69410 72189 75967
bei den einzelnen Rennen ſchwankten zwiſchen 3 und 12
lich müſſen dieſe Platten ſowohl beim Einlegen als auch
76271 83907 90629 92351 94937 98433 99482 103868
Pferden. Den intereſſanteſten Endkampf bot das von
103960
beim Entwickeln möglichſt vor der Einwirkung der Strah=
104513 107139 111084 111749 115642 12165)
einem Terzett beſtrittene Buchenrode=Jagdrennen. Hier
125233
126531 131986 133078 133259 143136 144469
len der Dunkelkammerlampe geſchützt werden. Man legt
konnte des Prinzen Ernſt Auguſt von Braunſchweig und
147368
147739 158913 161301 168594 170149
am beſten im Schatten ein und hält auch während der
170465
Lüneburgs Duzzilo nur dank der kräftigen Unterſtützung
172915
176376 178709 180004 180869 183701
erſten Entwickelungszeit das direkte rote Licht fern. Nach=
184400
ſeines Reiters, des Freiherrn von Berchem, vor Meer=
186197
187201 187541 189195 190012 192370
194048
dem die Bilder kopiert ſind, gehe man daran, den rich=
braut
gewinnen, die während des ganzen Rennens ge=
206576
209846 211233 212565 214471 219472 222697
tigen Bildausſchnitt zu ermitteln, eine ebenſo wichtige
führt hatte und noch mit bedeutendem Vorſprung in die
223477
231878 233752
wie ſchwierige Arbeit. Es iſt das etwas, was mancher
Gerade einbog. Großartig ritt auch Leutnant v. Moßner
194
Gewinne zu 600 Mk. 2772 3570 4232
6496
ſchwer lernt; lange Uebung und fleißiges Betrachten guter
im Fortuna=Jagdrennen ſeine braune Stute Madam=
10665
14075 15721 16767 17470 17852 20125
21881
Bilder führen auch hier endlich zum Ziele. Man darf ſich
Foutſi zum Sieg. Erſt eine große Anzahl Längen hin=
23472.
27763 27998 30520 31235 36963 39515
39709
vor allen Dingen nicht von ſeinem Plattenformat ab=
ter
ihm belegte Freiherr von Berchem, der ſonſt nicht übel
41663
41996 46812 48529 50026 50177 52076
60122
hängig machen. Und muß man auch die Hälfte wegſchnei=
70709
67607
abſchnitt, den zweiten Platz. In dem mit 10000 Mar=
70781. 74262 74339 82883 84144
65723
den, um die gewünſchte bildmäßige Wirkung zu erzielen
85842
87679
Pferde
dotierten Kaiſerpreis=Jagdrennen ſtellten ſich 8
89515 90319 90546 94333 94686
95268
nur fort damit ohne Zögern.
98336
dem Starter. Da dort Guernica II, der Favorit, ſtürzte
98935 101960 105976 108374 109551
114006
* Lawn=Tennisſport. Im zweiten Spiel in der Vor=
114941
120872 126614 184629 185277
war dieſer Preis Lotzbecks Halcyon Days ſicher. Hero=
135421
137617
runde um den Davis=Cup zwiſchen Deutſch=
139503
140565 149619 149838 150217
des, der für das Rennen mit Graf von Holck im Sattel
150778
151545
land und Frankreich trat S. W. Rahe an die
155984
158112 159462 159483 159990
164601
bereits angekündigt war, wurde wieder zurückgezogen.
166152
Stelle von Froitzheim auf deutſcher Seite gegen Décugis
168566
170418 173326 174417 179886
188019
Die einzelnen Rennen, die wohl einige Stürze, aber
191417
für Frankreich. Das Spiel geſtaltete ſich außerordentlich
192936
195469 196263 196788 198819
199896
203223
glücklicherweiſe nur leichte, brachten, ſo im Feſtino=Rennen
203515
ſpannend und hartnäckig. Im erſten Satze blieb
204052 210685 211352 216543 219276
220200
Mielleux mit Leutnant Freiherrn von Merchem und im
222315
Rahe Sieger mit 6:2, den zweiten Satz dagegen konnte
226017 227080 230927
Preis von Homburg die Stürze von Aegir, Jap und
Décugis mit 4:6 für ſich buchen. Den dritten Satz ge=
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinnsüber
Rutland Arms, hatten folgende Ergebniſſe:
240 Mk. gezogen:
wann wiederum Rahe mit 6:2. Außerordentlich ſpan=
Feſtino=Flachrennen. 3000 Mark, Herren=
6 Gewinne zu 10000 Mk. à 89655 198344
nend war der Verlauf des vierten Satzes. Hier führte
223224
reiten. 2000 Meter: 1. E. Felds Boiling Hot (Herr
8 Gewinne zu 5000 Mk. 3255 17227 81325
Décugis bereits mit 511, als Rahe ausholte und mit
125351.
Purgold), 2. Daniels Saint Maximin (van de Ven)
60 Gewinne zu =3000 Mk. 3341 4228 12818
25181
zäher Hartnäckigkeit 5 Spiele für ſich in Anſpruch nahm,
3. Felſing und Ludwigs Sunbath (Lt. von Egan=Krieger),
25367
40794 42127 64167 67208 79774 99047
ſo daß bei einem Stande von 5:5 der Satz weiter geſpielt
101990
4. F. Ekraths Vorſpiel (Lt. von Moſch). Ferner: Pro=
106794
108248 110406 110828 118632 127414
130087
werden mußte. Décugis gewann ſchließlich 8:6. Trotz=
ſpéro
, Ukas, Flora Fina, Beau Mauvir, Saint Diſtaff,
132960
136350 141382 157101 164752 170867
180262
dem es inzwiſchen etwas dunkel geworden war, ſpielten
183603
221051. 224587 228244fss
2½ Längen,
Celius, Saucherie. 49:10; 17, 17, 31:10.
die beiden Vertreter, die ſchon ziemlich erſchöpft waren,
158 Gewinne zu 1000 Mk. 2457 6570 10401
/ Lg., ¾ La
11746
weiter. Es gelang jedoch nicht, den nächſten Satz
zu
13336 14019 15288 17495 21917 22659 24324
Staufen=Hürdenrennen. 5000 Mark, 2800
27022.
Ende zu führen. Bei einem Stande von 5:5 wurde das
32876 34462 39927 41380 41423 43228 44670
Meter: 1. H. Neumanns Bona (Printen), 2. Utzſchneiders
46059
Spiel nach 2½ſtündiger Dauer abgebrochen, da es völlit
48101
49784 59190 60408 63095 65875 69222
Voila Lactée (Martin), 3. Lt. Ritters Brodekin (John=
71015
dunkel geworden und die Spieler vollſtändig erſchöpft
73049
74923 76418 92752 99668 100238
ſon), 4. Frhrn. von Lotzbecks Geri (Schuller). Ferner:
02011
waren. Das Geſamtergebnis des abgebrochenen Spie=
102472
102781
103359
104132 104993
115807
118356
Chamoerops, Chicard, Aladin, Tecoma, Faraga, Georgia
les iſt: S. W. Rahe=Décugis 6:2 4:6 6.2 8:6 5.5 abge=
120639
121657
(22921
123164 124966
128632
131024
30:10; 14, 19, 19110. Kopf, 2½ L., 1½ L
brochen. Das Spiel wird am Mittwoch vormittag um
136465
150177
1630
163764
164618
167300
170093
Fortuna=Jagdrennen. 3500 Mark. Herren=
171352
177773
(71629
½11 Uhr noch einmal vollſtändig geſpielt.
180467
182146
185590
185842
reiten. 3000 Meter: 1. Lt. von Moßners Madame Foutſi
190547
200851
193226
205502
210180
210350
210876
(Beſitzer), 2. Lt. Frhrn. von Bonnets Caruſo (Lt. Frhr.
218837
22016
220644
220950
227351.
227872.
228810
von Berchem), 3. Lt. Graeffs Elite (Lt. von Weſtern=
Kongreſſe und Verbandstage.
229111 229805
39:10;
hagen). Ferner; Kneißel, Suhogo, Margiana.
154
Gewinne zu 500 Mk. 2623 4389 7395
1262f
Reichsverband der deutſchen Preſſe.
19, 23:10. 25 Längen, 10 L.
17339
24336 26573 29929 32713 33174 34032 35847
* Düſſeldorf 4. Juni. Die vom Delegiertentag
Kaiſerpreis=Jagdrennen. 10000 Marl
40199
41079 47210 51822 59033 62732 72459 78007
des Reichsverbandes der Deutſchen Preſſe angenommenen
4000 Meter: 1. Lt. Frhrn. von Lotzbecks Halcyon Days
78875
82256 83818 86285 87578 88309 93300
94910
Reſolutionen lauten wie folgt:
(Beſitzer), 2. Rittmeiſter von Kummers Adler (Frhr. von
95719
97337 99500 103404 107282
109159 110932
114186
Antrag Stoffers=Berlin zur Frage der pari=
118820
119856
Berchem), 3. Lt. Dietzſch' Judelle II (Lt. von Moſch)
120378
125279
129348
132850
133148
tätiſchen Schiedsgerichte: Die Delegiertenverſamm=
140267
134868
143121
4. Lt. von Haines Yamethen (Lt. von Egan=Krieger)
44397
149060
159701
152091
161003
lung ſtimmt grundſätzlich dem Plane zu, für Streitigkeiten
162950
166011
166974
Ferner: Fawkes, Roſales, Nickelkönig, Guernica II. 49:10;
170181
170667
174322
174576
176879
aus dem Urheberrecht und aus dem Dienſtvertrage
17953
184598
185725
22, 19, 39110. ½ Länge, 2½ L., 3 L.
188130
193200
208382
205516
198121
Schiedsgerichte gemeinſam mit dem Verein deutſcher Zei=
211480
Jagd=
215894
Preis von Schwalbach. 5000 Mark.
216511
218930
223538
219241
222562.
229812
tungsverleger zu errichten. Sie beauftragt den geſchäfts=
230943
233715
rennen. 3500 Meter: 1. H. Weſtens Myrrha (Martin),
Früher
benutzte man als feinſtes Gewürz für alle Süßſpeiſen
Dnveiter vannn Zacker
die teuren Vanille=Schoten.
Ein Päckchen von Dr. Oetker’s Vanillin=Zucker
entſpricht 23 Schoten guter Vanille und koſtet
Heute
nur 10 Pfg. (3 Stück 25 Pfg.)
(II,12453
verwendet jede ſparſame Hausfrau zum Würzen von
der Päckchen von Dr. Oetker’s Vanillin=Zucker finden Sie ein vorzügl.
Milch= und Mehlſpeiſen, Kakao, Saucen, Puddings,
Aul uer Rückbolle Rezept zu einer Vanille=Creme. Delikatim Geſchmack, leicht herzuſtellen!
Cremes, Kuchen, Tee, Schlagſahne uſw. nur

[ ][  ]

Seite 16.

Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 5. Inni 1913.
Preiswerte Angebote
Wasch-Stoffe
Moderne Gewebe
Meter von
Baumwoll-Musseline . .
Baumwoll-Crepon in vielen Farben . Meter 75 Pf.
22 Pf.aa
Weisse Batiste .
Meter von
35 Pf. an
Frotté die große Mode . . . . . . .
von 1.45 an
Meter von
68 Pf. an
Getupfte Mulle . . .
Creppe-Frotté 110 cm breit . . . .
Meter 1.80
Woll-Musseline .
Meter von
95 Pf. an
Marguissette 11o cm breit, in viel. Farben, Meter 2.80
Meter von
Seiden-Satin . . .
75 Pf. an
Voile 110 cm breit, in vielen Farben . . .
Meter 3.40
Meter von
Weiß Panama . . .
1.20 a
von 1.80 an
Grenadine . . . . . . .

Weiß Panama gemustert
95 Pf. an
Meter von
von 1.60 an
Roh-Seide . . . . . . . . .
Meter von
38 Pf. an
Kleider-Leinen imit., in vtel. Farben,
Foulard-Seide reizende Dessins .
von 1.45 an
Seidenbatist 116 cm breit .
65 Pf. an
Meter von

Stickerei-Stoffe 120 cm breit .
,,
Meter von 1.25 an
Eolfenne 110 cm breit, viele neue Farben .
Meter 4.20
Sommer-Konfektion
halsfret u. hochgeschlossen,
Weiße Batistblusen
Leinen-Kostüme . . . . . 22.00, 16 50, 12.50, 7.50
4.50, 3.50, 2.50, 1.95, 68 pf.
Weiße Kostümröcke .
10.50, 8.75, 6.50, 3.95, 2.95
Frotté-Kostüme . . . . 35.00, 29.00, 22.00, 1.6.50
Weiße Batist u. Voile-Kleider 2200, 12.50. 7.50
Farbige Waschblusen . . .
3.50, 2.50, 1.95. 98 Pf.
Besonders preiswert!
Sehr vorteſlaltl.
Ketrea-Augebot
Ein
Ein
Ein
Posten Batist-Blusen 710
Posten Zephir
Posten Wasch-Voile
4
schöne Muster . . . . . Meter03pf.
1I0cmbre in weiß, schwarzu. vielf., Mtr.
4
mit ganz besticktem Vorderteil .
Grosse Unter-Preis-Posten
in Kleider-Leinen imitiert mit prachtv. à jour-Borde (Wert bedeut. höher) jetzt Mtr. 60 Pf.
Ein Teil dieser Artikel ist in unserem rechten Eingangsfenster ausgestellt.
Damenhüte
Mädchenhüte
n unserer Putz-Abteilung
verkaufen wir jetzt alle garnierten und ungarnierten
Kinderhüte
Knabenhüte
Damen- und Kinderhüte sowie alle Zutaten
weit unter Preis!
12465
Markt2
Mitglied des Rabatt-
debt

lisel
Sparvereins.
1

Nummer 129.