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176. Jahrgang
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Ne 127.
1915.
Dienstag, den 3. Inni.
Die heutige Nummer hat 20 Seiten. hauptet wird, daß der Herzog von Cumberland keineſliger Wehrbeitrag von 840 Millionen
Ausſöhnung der welfiſchen Bevölkerung Hannovers mit! anſtatt 1000 Millionen einkommen würde. Das Blatt
dem beſtehenden Zuſtande wünſche, und mit der anderer= glaubt, daß infolgedeſſen die bisherigen Vorſchläge von
ſeits erklärt wird, daß Prinz Ernſt Auguſt ſeine „Rechte‟ 30000 Mark aufwärts oder, wenn der Pflichtige daneben
Das Wichtigſte vom Tage.
auf Hannover nach dem Beiſpiel ſeines Vaters geltend ein Einkommen von weniger als 2000 Mark hat, von
machen werde. Das Schweigen beider Herzöge 50000 Mark aufwärts beſteuert werden ſollen, in ihren
Die chemiſche Unterſuchung der Leichenteile der erſten
Frau des Giftmiſchers Hopf und des im Alter von Cumberland zu den vorangegangenen ähnlichen Sätzen erhöht werden müßten. Amtliche Mitteilungen
von ſechs Wochen geſtorbenen Kindes dieſer Frau hat welfiſchen Kundgebungen hat das Welfenorgan und die hierüber liegen nicht vor.
das Vorhandenſein von großen Mengen von Arſenik welfiſche Parteiorganiſation offenbar ermutigt, immer
Eine Kundgebung des
Reichskanz=
ergeben.
ſtärkere Regiſter zu ziehen. Dauert dieſes Schweigen lers zur Heeresvorlage. Gelegentlich des
Durch eine Exploſion auf den Buderusſchen fort, dann werden die Vertrauensſeligen, die gleich dem Hermannsfeſtes des Deutſchbundes (Bundeswart Prof.
Eiſenwerken bei Wetzlar wurden drei Arbeiter Stadtdirektor Tramm mit dem Fahneneide des Prinzen Langhans in Gotha) im Leipziger
Völkerſchlachtdenk=
getötet, einige verletzt.
Ernſt Auguſt die welfiſche Frage für erledigt hielten, ſehr mal am 25. Mai wurde an den Herrn Reichskanzler ein
Aus verſchiedenen Gegenden, beſonders von der Küſte bald erkennen, wie gründlich ſie ſich getäuſcht haben. Wer Zuſtimmungstelegramm zur Heeresvorlage geſchickt. Dar=
und aus dem Gebirge, laufen Meldungen von die welfiſche Frage nicht aus hochzeitlicher Feſtſtimmung auf ging an demſelben Tage folgende Drahtantwort ein:
ſchweren Stürmen und UUnwettern ein, heraus beurteilt, kann ſowohl in dem Schweigen der Her=
Den an dem Denkmal todesmutigen
Befreiungs=
die großen Schaden anrichteten. Eine Anzahl zöge von Cumberland als auch in den angeführten wel= kampſes verſammelten deutſchen Männern für die von
Perſonen wurde vom Blitz erſchlagen.
fiſchen Kundgebungen nur eine neue Mahnung er= warmem vaterländiſchen Geiſte getragene Kundgebung
herzlichſten Dank. Auch ich hofſe, daß das deutſche Volk
Ein ſchweres Bootsunglück hat ſich geſtern auf blicken, den Einzug des Prinzen Ernſt Auguſt in freudig und opferbereit alles bewilligen wird, was die
dem Zeuthener See ereignet. Ein mit elf Perſonen Braunſchweig von ſeinem klaren Verzicht Sicherheit des Reiches und die Ehre der Nation von ihm
beſetztes Boot wurde in der Mitte des Gewäſſers von auf Hannover abhängig zu machen.
fordern, v. Bethmann Hollweg.
einer Boc erfaßt und zum Kentern gebracht. Sechs In=
— Ein deutſch=portugieſiſches
Kolo=
ſaſſen ertranken, während die übrigen fünf gerettet
nialabkommen wird vom amtlichen D. Kolonialblatt
wurden.
veröffentlicht. Durch Notenwechſel vom 20. März ds. Js.
In Ezenſtochau wurden durch Gendarmen zwei deut=Rußland als Schjedsrichter in gogeſchloſſen, betrifft es die in Rowuma (Oſtafrika)
ge=
ſche Spione verhaftet, die dort als Monteure
legenen Inſeln, die der deutſch=portugieſiſche
Abgren=
den Balkanwirren.
in Stellung waren.
T. W. Petersburg, 1. Juni. zungsvertrag vom Jahre 1909 unverteilt gelaſſen hatte.
Im Bahnhof Ralls Road wurde im Warteſaal
Nunmehr iſt folgendes vereinbart: Die in Rowuma
von Suffragetten Feuer gelegt. Nur den
Die Beſtimmung, die Serbien und Bulgarien in ihren gelegenen Inſeln, inſoweit diefer Fluß die Grenze
Bemühungen der Feuerwehr und des Bahnperſonals Bündnisvertrag aufgenommen haben, daß etwa
ent=
zwiſchen Deutſch=Oſtafrika und der portugieſiſchen
Pro=
gelang es, das Bahnhofsgebäude vor der völligen Zer=ſtehende Meinungsverſchiedenheiten bei Auslegung dieſes
vinz Mozambique bildet, werden derart verteilt, daß
ſtörung zu retten.
Vertrages durch den Zaren geſchlichtet werden ſollen, er= Deutſchland alle Inſeln des Oberlaufes bis zur Einmün=
Graf Romanones wurde vom König mit der Neu=regt hier durchaus keine ungemiſchte Freude. Dies Amt dung des Domoni, Portugal die Inſeln des Unterlaufes
bildung des Miniſteriums beauftragt.
Romanones erklärte, daß das neue Kabinett alle Mi= abzukehnen, geht nicht gut an, auf dem Balkan müßte von dieſer Einmündung ab gerechnet, erhält. In beiden
niſter aufweiſen werde, die bisher dem Kabinett ange= das mit Recht verſtimmen, eine Entſcheidung kann aber Abſchnitten ſoll überall da, wo Inſeln vorhanden ſind,
hörten. Eine Veränderung wird nicht vorgenommen kaum getroffen werden, ohne daß ſich nicht eine oder wahr= die Grenze durch eine Linie gebildet werden, die
halb=
werden.
wahrſcheinlich beide ſtreitenden Länder beſchwert fühlen wegs zwiſchen den Inſeln und dem der anderen Macht
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7 und 8.
würden. Auf dieſe Verhältniſſe iſt die erſte ruſſiſche Er= gehörenden Ufer verläuft. Im übrigen folgt ſie dem
Tal=
klärung zurückzuführen, daß die Vorbedingungen für den weg des Fluſſes. Innerhalb der beiden Abſchnitte ſoll es
Schiedsſpruch die Demobiliſierung und das Prinzip den beiderſeitigen Eingeborenen geſtattet ſein, in der
gan=
einer Reviſion des Bündnisvertrages ſein müßten, Be= zen Breite des Fluſſes nach Bedarf Waſſer zu entnehmen,
Zur Cumberländer Frage. dingungen, deren Ablehnung zu erwarten war. Serbien dem Fiſchfang obzuliegen, Salzſand zur Salzgewinnung
will nun nur noch mit Bulgarien direkt verhandeln. Wenn zu entnehmen. Die Inſeln im Rowuma werden namser=
Aus den herzlichen Geſprächen des Kaiſers mit
dieſe Verhandlungen zu einem guten Ende führen könn= lich in ſeinem Mittellauf von den Eingeborenen als
Sie=
dem Herzog von Cumberland hat der
hannover=
ſche Stadtdirektor Tramm auf die gänzliche Ausſöhnung ten, ſo wäre das für Rußland am angenehmſten, doch ein delungen bevorzugt. Den Grund hierfür bildet, wie Hans
ſolches Reſultat iſt leider nicht zu erwarten und ſo bleibt Meyer in ſeinem Deutſchen Kolonialreich (Leipzig,
Biblio=
alter politiſcher Gegenſätze geſchloſſen und der
Ueber=
man hier eifrig bemüht, ſich mit guter Art aus der graphiſches Inſtitut) angibt, nicht nur die größere
Sicher=
zeugung Ausdruck gegeben, daß beide Fürſten den Wunſch
hätten, ihr Beiſpiel möge von der Bevölkerung Hanno= Klemme zu ziehen. Dabei iſt jedoch zu berückſichtigen, daß heit vor räuberiſchen Menſchen und Raubtieren, nicht nur
nicht allein die ſerbiſch=bulgariſchen Differenzen, ſondern
die größere Leichtigkeit und Ergiebigkeit des Fiſchfanges,
vers nachgeahmt werden. Die welfiſche Deutſche auch die anderen Balkanfragen gleichzeitig gelöſt werden
ſondern auch die durch größere Feuchtigkeit vermehrte An=
Volksztg. weiſt dieſen Standpunkt des Stadtdirektors können. Die erſte Idee war, eine zweite
Botſchafterkon=
baufähigkeit der Inſeln, die eine zweimalige Ernte im
Tramm als eine „nationalliberale Provokation”, ja, als ferenz nach Petersburg einzuberufen, doch dieſer Plan
Jahr ermöglicht.
„politiſche Brunnenvergiftung” zurück und befindet ſich wurde bald wieder aufgegeben, da dabei zwei Mächte,
— Gegen das Neger=Engliſch in
Kame=
damit ſachlich in Uebereinſtimmung mit dem Vorſtande Oeſterreich und Italien, gewiſſermaßen Partei ſein
wür=
run. Der ſtellvertretende Gouverneur Dr. Meyer hat
des deutſch=hannoverſchen Wahlvereins den und in allen den Punkten, in denen Deutſchland ſich
für Hannover=Linden. Wie letzterer erklärt, daß die von auf ihre Seite ſtellte, ihre Anſicht durchſetzen könnten, wie durch eine vom Kameruner Amtsblatt veröffentlichte Ver=
Herrn Tramm vertretenen Anſchauungen „nicht diejeni= dies die Londoner Konferenzen bewieſen hätten. Es ſoll fügung den Kampf gegen das Neger=Engliſch
aufgenom=
gen der in Frage kommenden offiziellen Kreiſe ſind”, ſo nun mit dem ſerbiſchen Vorſchlage ein Verſuch gemacht men. Alle weißen Beamten und Militärperſonen des
bringt das Welfenorgan den Rechtsanſpruch des Herzogs werden, d. h. die Vertreter der vier Bundesſtagten zu Schutzgebietes werden darin angewieſen, ſich im
dienſt=
von Cumberland auf Hannover enthaltende Kundgebun= einer gemeinſchaftlichen Konferenz einzuladen. Die lichen Verkehr mit Eingeborenen nach Möglichkeit des
gen aus den Jahren 1878—1906 in Erinnerung und fügt Streitigkeiten könnten dann aber doch nur erledigt wer= Neger=Engliſch zu enthalten und, ſoweit ein Verkehr in
hinzu:
den, wenn dieſe Konferenz von dem Bevollmächtigten der Landesſprache nicht möglich iſt, ſich der deutſchen
„Das iſt, wie wir als wahrheitsliebende Männer al= einer Großmacht präſidiert würde, die allen Verbündeten Sprache zu bedienen. Die farbigen Angeſtellten ſollen
len gegenteiligen Meldungen gegenüber aufs beſtimmteſte gleichmäßig wohlwollend gegenüberſteht. Damit iſt na= bei jeder Gelegenheit im Gebrauche der deutſchen Sprache
verſichern können, auch heute noch der unent= türlich Rußland gemeint, das in dieſer Stellung etwaige Un= gefördert werden. Bei der Abfaſſung amtlicher Berichte
wegte Standpunkt unſeres Herzogs.”
zufriedenheiten der betreffenden Staaten auf das Konto der und Schreiben ſind engliſche Ausdrücke nur dann geſtattet,
Im Anſchluß hieran pflichtet das Welfenorgan der Konferenz, aber nicht auf ſein eigenes ſchieben könnte, wenn ſie zum Verſtändnis unentbehrlich erſcheinen. Die
Auffaſſung eines nationalliberalen Blattes bei, daß der Ernſte Bedenken, ſo meint man hier, könnte niemand ge= Befolgung der angeführten Vorſchriften auch im außer=
Fahneneid des Prinzen Ernſt Auguſt keine ſtaats= gen eine ſolche Erledigung haben, lediglich die albaniſche dienſtlichen Verkehr wird vom Gouvernement erwartet.
rechtliche Bedeutung habe, betont die fehlende Verzicht= Frage ausgenommen. In dieſer Hinſicht aber iſt von Dieſe dankenswerten Maßnahmen ſind notwendig
gewor=
leiſtung des Prinzen auf Hannover, die auch niemals er= hier den Mächten ein neuer Vorſchlag unterbreitet wor= den, weil ſowohl im bürgerlichen Leben Kameruns wie
folgen werde, und umſchreibt ſchließlich deſſen Stellung= den, dem „angeblich” Oeſterreich und Italien „im Prin= im amtlichen Verkehr und bei der Schutztruppe der
Ge=
nahme folgendermaßen:
zip” zugeſtimmt haben. Danach ſoll an die Spitze des brauch des Deutſchen weit hinter der des Neger=Engliſch
„Der Prinz hat ſein Wort gegeben — und auch das neuen Staates ein Oberkommiſſar treten, unterſtützt von zurücktritt. War dies in den erſten Jahren der deutſchen
entſpricht lediglich der Haltung, die ſein erhabener Vater den Konſuln der Großmächte, als Beirat und Kontroll= Herrſchaft erklärlich, weil das Neger=Engliſch in Kamerun
und die ganze deutſch=hannoverſche Partei inſtanz. Dieſer Beirat hätte die Verwaltungsgrundſätze bereits Eingang gefunden hatte, ſo erſcheint jetzt ſeine
von jeher eingenommen haben — dieſe Rechte niemals im feſtzuſtellen und bis zur endgültigen Regelung ſollte ein Vorherrſchaft des Deutſchen Reiches unwürdig und ie
Wege der Gewalt oder der Revolution, ſondern nur auf internationales Polizeikorps angeſtellt werden. Trotz nationalpolitiſch ein ſchwerer Fehler. Denn die
Einge=
den Wegen geltend zu machen, die der deutſchen Reichsver= dieſer offiziös hier mitgeteilten Zuſtimmung der Adrig= borenen ziehen erklärtermaßen daraus die Folgerung,
faſſung entſprechen. Und daran wird er ſelbſtverſtändlich mächte zu dieſem Vorſchlage wird man die genannte Be=daß wir weniger ſeien als die Engländer. Die
Durch=
durch den Treueid als Offizier, dem keinerlei
ſtaatsrecht=
ſeuchung der deutſchen Umgangsſprache mit neger=
engli=
hauptung doch „eum grano salis” aufnehmen müſſen.
liche Bedeutung zukommt, ebenſo wenig gehindert, wie
ſchen Ausdrücken hat endlich ein Kamerun=Deutſch
durch den „Eid als deutſcher Bundesfürſt” den er
angeb=
entwickelt, das dem berüchtigten Deutſch Nord=Amerikas
Deutſches Reich.
lich demnächſt leiſten — würde, wenn nämlich ein ſolcher,
an Lächerlichkeit wenig nachgibt. Auch aus dieſem Grunde
d. h. ein bei der Thronbeſteigung abzulegender Eid der
Der Wehrbeitrag. Der Berliner Lokal= muß die Maßnahme des ſtellvertretenden Gouverneurs
deutſchen Fürſten auf die Reichsverfaſſung exiſtierte . . . Anzeiger veröffentlicht eine Mitteilung, wonach auf begrüßt werden. Da letzterer weiteren Vorſchlägen zur
Neu iſt in dieſen welfiſchen Kundgebungen nur die Grund von Beſchlüſſen der Subkommiſſion der Budget= Förderung ſeiner ſprachlichen Beſtrebungen entgegenſieht,
geſteigerte Sicherheit, mit der einerſeits be= kommiſſion des Reichstages vom 29. Mai ein einma=ſei darauf aufmerkſam gemacht, daß das Kameruner
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 3. Inni 1913,
Seite 2.
ſeres Landes wahrgenommen, ſonderm auch die Be=
Amtsblait ſeinerſeits in der Lage iſ, einen erwütnſchten
Einfluß zu üben, indem es nicht nur in ſeinem Text, mühungen der Mächte gefördert. Unſere Beziehungen zu
ſondern auch in ſeinem Anzeigenteil überflüſſige Bulgarien, die infolge der radikalen Aenderung des
Ber=
liner Vertrages eine neue Baſis erhalten mußten, die
engliſche Bezeichnungen (z. B. das Wort „Elerk”) aus= wir durch eine unmittelbare Verſtändigung herzuſtellen
gewünſcht hätten, haben uns zur Annahme der
Vermitt=
ſchließt.
lung geführt, deren Ergebnis das Petersburger
Proto=
koll geweſen iſt. Das Parlament hat, indem es die Re=
Ausland.
gierung ermächtigte das Protokoll in Anwendung zu
Frankreich.
Die Finanzkommiſſion und Frankreich. ſtelle dies mit um ſo größerem Stolze feſt, als die Ge=
Das franzöſiſche Miniſterium des Aeußern überſandte den nehmigung nahezu einſtimmig erfolgte Die vom
Parla=
ment bewilligten außerordentlichen Kredite ſetzten die t
Mitgliedern der Mittwoch zuſammentretenden internatio= Armee in den Stand, dem unerſchütterlichen Vertrauen Z
nalen Finanzkommiſſion ein Schriftſtück, durch welches des Landes in die Armee noch beſſer zu entſprechen, und
ihnen der Ueberblick über die in der Finanzkommiſſion ob= lieferten gleichzeitig einen Beweis für die günſtige Fi=k
liegenden Arbeiten erleichtert werden ſoll. Dieſes Schrift= nanzlage des Landes.
Der Deputierte Nikolaus Filipeseu
ſtück beruht, wie in der Einleitung hervorgehoben wird,
auf den von den türkiſchen Delegierten herrührenden An= und zwei ſeiner Anhänger legten ihre Mandate nieder. liche Frau, die zwar dieſes Jahr nicht mehr erleben durfte,
Der Senatspräſident Roſetti legte die Präſidentſchaft
gaben über die Verwaltung der türkiſchen Schuld, ſowie
auf den „ſehr intereſſanten Arbeiten der nieder. Die Demiſſion wurde einſtimmig abgelehnt.
deutſchen Delegierten‟. Der Temps behaupter,
Amerika.
daß dieſes Schriftſtück bei gewiſſen Delegierten Befrem=
Die Tarifvorlage. Die Morningpoſt meldet
den hervorgerufen habe. Man habe ſich gefragt, warum aus Waſhington vom 1. Juni: Morgen wird eine Son= ßiſche Königin und eine mecklenburgiſche Prinzeſſin war,
dasſelbe lediglich den lobenden Hinweis auf die deut= derkommiſſion der Juſtizkommiſſion des Senats ihre
ſchen Darlegungen enthalte und die Darlegungen anderer Unterſuchungen über die Beeinfluſſung von Sena=
Delegierten zu ignorieren ſcheine. Gewiß, die Konferenz toren gegen beſtimmte Klauſeln der Tarifvorlage
begin=
ſei eine fachmänniſche, und der erſte franzöſiſche Delegierte nen. Jeder Senator ſoll unter Eid elf Fragen zu
be=
werde die Pflicht haben, unparteiiſch den Vorſitz zu füh= antworten haben, und zwar, ob und von wem er, ſeit die
ren. Aber deswegen dürfe man die Politik nicht außer Tarifvorlage eingebracht wurde, angegangen worden iſt, Marie Luiſe Albertine, Gräfin von Leiningen=Daxburg.
Acht laſſen. So bilde es für Rußland einen weſentlichen ob er finanziell oder in anderer Weiſe an irgendeinem Von den neun Kindern dieſes in glücklichſter Ehe lebenden
politiſchen Akt, in Paris für die Sache der Balkanſtaaten Gegenſtande der Vorlage intereſſiert iſt und ob er
irgend=
einzutreten. Dabei habe Rußland das vollſte Recht, auf einen Senator in bezug auf irgendeinen Zoll zu
beein=
den Beiſtand Frankreichs zu rechnen, wie Frankreich ſei= fluſſen geſucht habe. Es geſchieht zum erſten Male in ſchen Dienſten ſtand. Prinzeſſin Friederike — „mit dem
nerzeit in Algeciras auf den Beiſtand Rußlands gezählt der Geſchichte des Senats, daß alle ſeine Mitglieder in beſten Herzen von der Welt und dem beſten Charakter”,
habe. Die Delegierten der beiden verbündeten Länder einer ſolchen Weiſe eidlich vernommen werden.
müßten miteinander in engſter Fühlung bleiben und,
Auſtralien.
wenn Frankreich auch die Pflicht hat, die wirtſchaftlichen
Die kanadiſche Regierung hat beſchloſſen,
Intereſſen ſeiner Inhaber türkiſcher Wertpapiere zu
ver=
teidigen, ſo dürfe man doch nicht durch Ungeſchicklichkeiten der Grant=Trunk=Eiſenbahngeſellſchaft ein Darlehen von und ebenſo in Braunshardt und Kranichſtein hat ſie,
un=
das Einverſtändnis der beiden Regierungen gefährden. 17 Mill. Dollar zu gewähren. Das Darlehen, das in 10
Miniſter Pichon habe auch in dieſer Hinſicht dem Bot= Jahren zurückzuzahlen iſt, wird durch Obligationen der 8
ſchafter Iswolski Zuſicherungen gegeben. Wir für unſern Grant=Trunk=Eiſenbahn geſichert, und das Kapital und die vierte Tochter, wurde dem prinzlichen Paare am 10.
Teil, ſo ſchließt der Temps, ſind der Anſicht, daß Frank= die Zinſen werden von der Eiſenbahngeſellſchaft
garan=
reich in den Orientfragen ſeinem Bundesgenoſſen die tiert. Die Linie ſoll von der atlantiſchen bis zur
pazifi=
führende Rolle überlaſſen muß, und daß Rußland das ſchen Küſte in ſechs Jahren vollendet ſein.
Recht hat, ſeine Auffaſſung zuerſt zu äußern.
Perſien.
Anläßlich des Rücktritts Revolts von der Kon=
Aus Teheran wird gemeldet, daß eine Truppe
ſtantinopeler Leitung der Ottomanbank und
von 600 Gendarmen, die am 27. April von Teheran nach
deſſen Erſetzung durch einen Engländer ſchreibt das Echo
Schiras abgegangen war, in der Nähe von Sivand im
de Paris, dieſe Ernennung ſcheine erfolgt zu ſein, ohne Norden von Schiras über eine Truppe von Arabern einen ſie ihm einen Sohn geſchenkt hatte. So ſtand Prinz Karl
daß die franzöſiſche Regierung verſtändigt wurde. Wenn leichten Sieg davongetragen hat. Die Araber haben ſeit wieder allein, aber zu einer dritten Ehe konnte er ſich nicht
wir uns auch darüber freuen, daß die Ottomanbank eine langem die Nachbarſchaft terroriſiert. Mehrere Ortſchaf=entſchließen. Die Sorge für die Erziehung der drei
Töch=
engliſch=franzöſiſche Anſtalt iſt, ſo darf ſie doch wegen
ten, die ſeit längerer Zeit die Autorität Teherans nicht
des franzöſiſchen Kapitalanteils in Konſtantinopel nur anerkannt haben, ſind wieder unterworfen worden.
Meh=
von einem Franzoſen geleitet werden. Dieſer Grundſatz rere Ballen Waren, die im März der Firma Ziegler ge= Luiſe mit den beiden Schweſtern in Darmſtadt
eingetrof=
muß unverzüglich jenen ins Gedächtnis zurückgeruſen raubt worden waren, ſind wiedergefunden worden.
werden, die geneigt wären, ihn zufälligerweiſe zu ver= Der Miniſter des Aeußern iſt heute von hier abgereiſt.
geſſen.
Er wird ſich zunächſt nach Paris begeben, um dort den
Weiblicher Militärdienſt. Die Gattin des Regenten Naſr el Mulk zu treffen. Man glaubt, daß
Archäologen Dieulafoy, die im März dem Kriegsminiſter Naſr el Mulk dann ſofort nach Teheran zurückkehren wird.
den Plan unterbreitete, einen Teil des von Offizieren
und Unteroffizieren verſehenen Verwaltungsdienſtes
durch Frauen beſorgen zu laſſen, hat von mehr als 800
* Rom. 1. Juni. Die Zuſammenkunft des
Frauen Zuſtimmungsſchreiben erhalten. Sie glaubt, daßlitalieniſchen Königspaares mit dem
deut=
die Verwirklichung ihres Planes geſtatten werde, 2672ſchen Kaiſerpaare findet am 3. Juli in Kiel ſtatt.
Offiziere und 5000 Unteroffiziere, die ſonſt vom Verwal=
* London, 2. Juni. Reynolds News Papers er= mutter aber erſcheint ihr ausgeprägter Familienſinn, mit
fahren, daß die ruſſiſche Kaiſerin einem
freu=
tungsdienſt in Anſpruch genommen werden, als
Kom=
digen Ereignis entgegenſieht. Dies ſei auch der
battanten verwenden zu können.
Grund, daß ſie ihren Gemahl nicht nach Berlin begleitet
habe.
Rumänien.
* Kopenhagen, 1. Juni. Der König von
In der Thronrede, mit der geſtern die Seſſion Schweden iſt heute nachmittag an Bord des
Panzer=
der beiden Kammern geſchloſſen wurde, heißt es:
kreuzers „Oskar II.” der von vier Torpedobooten eskor=
Indem Rumänien Neutralität beobachtete, trug es tiert wurde hier angekommen, um dem däniſchen König
zur Lokaliſierung des Krieges bei, die es ihm ermöglichte, ſeinen offiziellen Gegenbeſuch abzuſtatten.
König
die Wohltaten des Friedens zu genießen. Hierdurch Chriſtian war in Begleitung der hier anweſenden
Prin=
haben wir nicht nur die wohlverſtandenen Intereſſen un= zen, ſowie der Spitzen der Behörden am Hafen erſchienen.
damit tat, daß ſie dem genialen Regiſſeur Gelegenheiten pen. Es zieht ſie einer am Drahte. Der Philoſoph nennt
ſchuf: Gelegenheiten zu edlen koloriſtiſchen Orgien (ihm
Gerhart Hauptmanns
Jahr=
zur Seite wirkte Ernſt Stern, der Maler) und zu
Er=
ſchütterungen des Gemütes durch die Sinne. Dieſe Mög=
Kundernteltipiel.
lichkeiten lagen doch ſchon im Banne der Dichtung, aus
dem Reinhardt ſie erlöſt hat. Und außerdem hat das
Von Hermann Kienzl.
Buch Gerhart Hauptmanns eine Fülle von ſtarken und
Breslau, 31. Mai.
fühnen Abſichten, von wegweiſenden kulturellen Ge=
Roms Koloſſeum auf ſchleſiſcher Erde. Inmitten des danken, die ſogar zum Teil durch die Theaterkunſt nicht
weitläufigen Plans der Breslauer hiſtoriſchen Ausſtellung geklärt, ſondern eher überblendet wurden. Das aber
erhebt ſich ein rieſiges Rund, Ring um Ring zum Him= mochte ſich der Dichter wohl gefallen laſſen. Denn ohne
mel ſtrebend, edel gegliedert und wie aus ewigem Erz die glanzvolle Freigebigkeit des ſelbſtändigen Helfers
gegoſſen. Es iſt die Feſtſpielhalle, deren Kuppel wäre das ſatiriſche und allegoriſche Feſtſpiel kaum
über=
angeblich die größte iſt, die ſich in Europa wölbt. Der haupt lebendig worden. Die einzelnen Blitze einer ebenſo
Breslauer Stadtbaurat Berg, hat die ſchöne und koloſ=perſönlichen als modernen Geſchichtsphiloſophie würden
ſale Rotunde erbaut.
die langen Zeitſtrecken innerlich bewegter Erörterungen
Der Abend dämmert. Zehntauſend Menſchen füllen für den Zuſchauer nicht genügend erhellt haben. Denn das
den Halbtreis. Der Anbick dieſer Menge, die nicht mehr iſt das Seltſame an Gerhart Hauptmanns Bühnenſpiel,
ein Publikum, die ein Volk iſt, wirt überwältigend. Der daß es zwar die tatentolſte Periode der Wektgeſchichte,
Einzelne, wie iſt er verloren in ſolcher Einſamkeit und die 22 Jahre, von 1792 bis 1814, umſpannt, trotzdem aber
Gemeinſchaft! Zum Miniatur=Modell wird der große jeder dramatiſchen Handlung und Spannung entbehrt.
Berliner Zirkus, in dem Reinhardt einſt ſeinen Oedipus Einmal, in den „Webern”, gelang es Hauptmann, die
gab. Unterhalb des menſchenwogenden Meeres weitet Menſchenmaſſe zu einer Individualität zu machen und an
ſich die ungeheuere Orcheſtra, und als ein breites Segment ihr das tragiſche Schickſal zu entwickeln. Diesmal iſt es
erhebt ſich die 100ſtufige Bühne, eine Art Himmelsleiter nur der Zeitgeiſt, der ſich entwickelt — ſich in des Dichters
mit Treppenabſätzen; eine Etagen=Bühne, deren obere ethiſchen Wünſchen weit über den Geiſt von 1814 und über
Stockwerke mehr und mehr nach hinten geſchoben ſind. die noch immer in Waffen ſtarrende Gegenwart hinaus
Jetzt trennt noch ein ſchwarzer myſtiſcher Vorhang die zum Völkerfriedensfrühling, entwickelt. Die Menſchen
Orcheſtra von der zweiten Bühne. Nur Vorhänge, die dieſes ſzeniſchen Weltgedichtes bekämpfen ſich und
ver=
während des Spieles bald herabwallen, bald zur Seite bluten tauſendfach; doch der mit ſich ſelbſt ringende Menſch
rauſchen, ſind die primitive Maſchinerie des Theaters,betritt die Szene nicht. Und er allein gibt dem Drama
in deſſen Tiefen und Höhen der Magier Mar Rein: das wahre Leben. Das Erleiden und Sichbefreien eines
hardt ein ganzes Zeitalter, das Schickſal eines Erd=ganzen Volkes iſt hier kaum Schattengleichnis eines
Dra=
teiles, die Fieberraſereien der großen Revolution, den mas — denn die Idee des Dichters ſtrebt über die 100=
Spannkreis des napoleoniſchen Genies, das aus tauſend jährigen Ereigniſſe hinaus, und er behandelt die Welt=
Wunden blutende Elend, die Volkserhebung und eine geſchichte wie eine Sammlung von teils fürchterlichen,
himmliſche Phantaſie des Weltfriedens hervorzaubert. teils lächerlichen Symbolen menſchheitlicher Irrtümer
Der Zauberer Reinhardt! Ihn am lauteſten loben die und unzulänglichkeiten. Deshalb und nicht eiwg einer
Werke. Er hat — mit ſeinen 2000 Darſtellern, 2000 Stim=artiſtiſchen Laune folgend — machte Hauptmann das
men einer gewaltigen Sinſonie! — Unerhöttes, hat eine hiſtoriſche Feſtſpiel zu einem Puppenſpiel.
neuartige Szenenkunſt geſchaffen.
Puppen, Puppen ſind ſie alle: die Schreckensmänner
Es hieße die Anſprüche und die geiſtigen Gewichte der Revolution, der franzöſiſche Welteroberer, die
jäm=
des Feſtſpieles Gerhart Hauptmanns unter=merlichen deutſchen Spießbürger und Fürſten, die
deut=
ſchätzen, würde man ſagen, daß die Dichtung ihr Beſtes ſchen Helden und Sänger und Redner — Buppen, Pup=
Nummer 127.
F.
Stack und kand.
Darmſtadt, 3. Juni.
Die Beziehungen der Königin Luiſe
von Preußen zum Heſſiſchen Fürſtenhauſe
und zur Stadt Darmſtadt.
bringen, die politiſche Reife des Landes bewieſen. Ich (Zur Eröffnung der „Ausſtellung zur Erinnerung an die
Zeit vor 100 Jahren”.)
H. Wenn in den nächſten Tagen die unter dem
Pro=
tektorate der Fürſtin Marie zu Erbach=Schönberg und der
Leitung von Direktor Dr. Kienzle ſtehende Ausſtellung im
Gewerbe=Muſeum uns mit ihren Bildern, Möbeln,
PPlaſti=
ken uſw. an das große Jahr 1813 erinnern wird, ſo ſteht
ſicher unter den Perſönlichkeiten, die damit vor unſer
rück=
ſchauendes geiſtiges Auge treten, an erſter Stelle die
könig=
aber allezeit als die Verkörperung des beſten und edelſten
Deutſchtums in der Zeit der Erniedrigung gelten wird,
die mit 1813 ihr Ende fand: Luiſe von Preußen. Gerade
uns Heſſen aber wird alles das beſonders anziehen, was
etwa an Gegenſtänden ausgeſtellt wird, die mit dem
Na=
men Luiſe verknüpft ſind. Denn wenn ſie auch eine
preu=
ſo hat ſie doch in Heſſen und beſonders in Darmſtadt ihre
Jugend verlebt und hier immer ihre eigentliche Heimat
geſehen. Wie ſie zur Darmſtädterin wurde, ſollen die
folgenden Zeilen darlegen.
Landgraf Ludwigs VIII. zweiter Sohn Georg
Wil=
helm, der Erbauer von Braunshardt, war vermählt mit
Paares heiratete die 1752 geborene älteſte Tochter
Frie=
derike den Prinzen und ſpäteren Großherzog Karl von
Mecklenburg=Strelitz, der damals in engliſch=
hannöver=
wie ſie ihre Tante, die große Landgräfin Karoline, einmal
bezeichnete — hing mit inniger Liebe an ihrer heſſiſchen
Heimat und war mit dem Gatten und den Kindern ſehr
häufig in Darmſtadt zu Beſuch. In dem alten, jetzt
ver=
ſchwundenen Palais des Prinzen Georg am Marktplatz
berührt von der großen Politik und ganz aufgehend in
der Liebe zu Eltern und Geſchwiſtern, Gemahl und
Kin=
dern, ihre glücklichſten Tage verlebt. Das ſechſte Kind,
März 1776 in Hannover geboren, und Markgräfin Luiſe
von Baden gab ihr als Vornehmſte unter den Patinnen
den Rufnamen. Nur ſechs Jahre lang hat die kleine Luiſe
die Liebe der Mutter genießen dürfen: im Mai 1782 ſtarb
dieſe, noch nicht 30 Jahre alt, und ließ den Prinzen Karl
mit den ſechs noch lebenden Kindern in tiefem Leid zurück.
Auch die zweite Mutter, die er ihnen im Jahre 1784 gab,
Prinzeſſin Charlotte, die Schweſter ſeiner erſten Frau,
wurde ihm ſchon nach einjähriger Ehe entriſſen, nachdem
ter, Thereſe, Luiſe und Friederike, nahm ihm die
Groß=
mutter, Prinzeſſin Georg, ab, und er wußte ſie ſo in den
beſten Händen. Im Frühjahr 1786 iſt dann Prinzeſſin
fen, und wenn ſie auch ihre Geburtsſtadt Hannover nie
vergaß, als ihre rechte Heimat hat ſie von da an ſtets die
heſſiſche Reſidenz betrachtet.
Den größten Einfluß auf die heranwachſenden
Prin=
zeſſinnen, und beſonders auf Luiſe, hat naturgemäß die
Großmutter ausgeübt. Prinzeſſin Georg, lebhaft und
frohſinnig, durch und durch deutſch und aufrichtig fromm,
wolle ihre Enkelin, wie ſie ſelbſt einmal ſchreibt, zur
Tu=
gend und Solidität und zu den wahren Grundſätzen einer
foliden Religion erziehen. Daß ihr das beſonders bei
Luiſe gelang, hat dieſe in ihrem ſpäteren Leben reichlich
bewieſen. Als hervorſtechendſter Charakterzug der
Groß=
dem ſie Kinder und Enkel in ſteter fürſorgender und
opfer=
bereiter Liebe umfaßte; auch dieſe Anhänglichkeit an die
Verwandten, das Intereſſe an ihrem Ergehen und die
teilnehmende Sorge für ſie hat ſich auf die Enkelin
ver=
erbt. Den eigentlichen Unterricht leitete Frl. Salome v.
Gelieu aus Neuchätel, der die Schülerinnen bis in ihr
Alter eine herzliche Dankbarkeit bewahrt haben. Neben
dieſer Erzieherin, die hauptſächlich franzöſiſchen und
eng=
liſchen Unterricht erteilte, haben die Prinzeſſinnen in
Darmſtadt noch andere Lehrer gehabt, aber ohne daß von
einem beſonderen Einfluß dieſer die Rede ſein könnte. Nur
den Drähtezieher die Natur, die dem Menſchen Art und
Willen verleiht, der Fromme nennt ihn Gott, bei
Haupt=
mann erſcheint er mit langem weißem Bart und ſpitzer
Magiermütze als der Direktor des Puppentheaters.
Ge=
meint iſt der Weltgeiſt, den alle großen Tatenſtürme der
kleinen Menſchen nicht aus ſeinen Bahnen reißen.
Wohl=
bedächtig und lächelnd hält er die Fäden in der Hand.
Sein hohes Haupt bewegt nur der aufwärts
füh=
rende Gedanke.
„Lobt jemand die Revolution?
Hier iſt mehr: die ewige Reformation.”
Die von einem Gerhart Hauptmann etwa ein
aus=
geſungenes Jubellied über die „Zerſchmetterung des
fre=
chen Korſen, des Emporkömmlings” erwartet hatten,
mußten ſich enttäuſcht ſehen. Der offizielle Patriotismus,
der ſich auf Hofhiſtoriographen ſtützt und den Krieg, der
einmal zur Befreiung von der Fremdherrſchaft
notwen=
dig war, für des Deutſchtums dauernde Wahrheit
aus=
gibt, mag durch die Friedensdichtung ſogar recht
ver=
ärgert werden, zumal mancher, den das Schulbuch lobt,
hier von einem richterlichen Schweigen bedeckt wird. Statt
der Fanſare hören wir zuweilen die bittere Fronie. Aber
wenn das Deutſche ſinnig und Sinniges deutſch iſt, dann
iſt Hauptmanns Dichtung deutſch; ſie iſt es auch im
Be=
kennermut des freien Mannes. Keineswegs im
Ideen=
gang, aber in der hohen Sphäre der Idee und wohl auch
in einer gewiſſen Formloſigkeit gemahnt das
Haupt=
mannſche an ein anderes Feſtſpiel das vor bald hundert
Jahren geſchrieben wurde: an „Des Epimenides
Erwachen” von Goethe. — Anderes, ſo beſonders der
ſpottreiche Karnevalszug des heiligen römiſchen Reiches
deutſcher Nation, hat gewiſſe Vorbilder im zweiten Teil
des „Fauſt”.
Die Verſe freilich ſind nicht Goethiſch. Selten klingt
ein reiner lyriſcher Akkord. Hart und eigenſinnig bohrt
ſich die Sprache zum Gedanken durch. Und auch nicht
jeder einzelne Gedanke iſt preiswürdig, denn manches
Wort hebt ſich nur durch den Auftrieb perſönlicher
Ueber=
zeugung von der Ebene der Gemeinplätze ab; freilich ſind
es die Gemeinplätze der geiſtig entwickelten Menſchen
und nicht die Phraſen der Unwandelbaren, der
Konſer=
vativen. So iſt es z. B. mindeſtens ſeit Nietzſche nicht
Nummer 127.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 3. Juni 1913.
von dem Religionsuntericht, den die Pfarer Freh und
Lichthammer erteilten, blieb der Prinzeſſin Luiſe ein nach=herzog werden am Mittwoch weder Audienzen erteilen, Diener durch Ueberreichung eines Geſchenkes Ausdruck zu
haltiger Eindruck. Den Ernſt der Lernſtunden unterbra= noch Meldungen und Vorträge entgegennehmen.
chen im Winter Schlittenfahrten, Maskenfeſte und Kon=
* Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
zerte, im Sommer längere Ausflüge nach Braunshardt herzog den Maſchineningenieur bei der Dampfkeſſel= ſich geſtern zwei junge Offenbacher Burſchen vor der hie=
und Auerbach, wo die erbprinzliche Familie zu weilen inſpektion Diplom=Ingenieur Dr. Guſtav Stöckle zu ſigen Strafkammer zu verantworten; der 16jährige
Porte=
pflegte, oder auch größere Reiſen. Stets zeigte ſich Luiſe Darmſtadt mit Wirkung vom 1. Juli l. J. zum Aſiſtenten feuillerlehrling Heinrich Merker und der 15jährige
Zu=
heiter und zum Uebermut aufgelegt, aber auch aufgeſchloſ= bei der Gewerbeinſpektion Gießen.
ſen für alles Gute und Schöne, und nach und nach traten
damals ſchon auch die Züge des Ernſtes und der Gemüts=herzog haben dem Forſtwart der Kommunalforſtwartei Merker erhält 3 Monate, Hi egn 1 Woche
Ge=
tiefe hervor, die wir ſpäter an ihr bewundern.
Bieber (Oberförſterei Offenbach) Kaſpar Kreis II. zufängnis. — Der 52jährige Schirmflicker Adolf Wag=
Mit der im Juni des Jahres 1792 in der Stadtkirche Bieber den Charakter als Förſter erteilt.
erfolgten Konfirmation ſchloß für Luiſe und Friederike —
die ältere Schweſter Thereſe war ſeit drei Jahren mit dem Großherzog haben der Marie Stock zu Darmſtadt wird zu 2 Wochen Gefängnis verurteilt, die durch
Erbprinzen Karl Alexander von Thurn und Taxis in Re= die Silberne Medaille des Ludewigs=Ordens und dem die Unterſuchungshaft als verbüßt erachtet wurden.
gensburg vermählt — die Zeit der Kindheit ab, und faſt Hofkutſcher Balthaſar Schreiber das Dienſtehrenzeichen
ſofort trat auch der Ernſt des Lebens an ſie heran. Vor für 25 Hofdienſtjahre zum 1. Juni d. J. verliehen.
dem gegen den Rhein anrückenden franzöſiſchen Heere
unter Euſtine flüchtete Prinzeſſin Georg mit den beiden berzog haben dem Oberlehrer an dem Ludwig=Georgs= lautet: 1. Klage des Ortsarmenverbands Marburg gegen
Enkelinnen und deren Brüdern Georg und Karl nach Gymnaſium zu Darmſtadt Dr. Wilhelm Hammann den Landarmenverband Darmſtadt wegen Erſatz von
Hildburghauſen zu ihrer älteſten Enkelin Charlotte, der den Charakter als Profeſſor erteilt; den Lehramtsaſſeſſor Pflegekoſten für den Schneider Wilhelm Starms aus
Gemahlin des Herzogs Adolf von Sachſen=Hildburghau= Robert Köhler aus Lich zum Oberlehrer an dem Krefeld. 2. Geſuch des Wilhelm Schweizer zu Offenbach
ſen. Und als man im März 1793 wieder zurückreiſte, wuß= Gymnaſium zu Bensheim und den zweiten Land= um Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirtſchaft.
ten zwar die Prinzeſſinnen noch nichts von der ehren=, wirtſchaftslehrer an der landwirtſchaftlichen Winterſchule3. Klage des Ortsarmenverbands Frankfurt a. M.
aber auch verantwortungsvollen Zukunft, die ſich ihnen Michelſtadt Dr. Karl Vogeley zum zweiten Land= gegen den Ortsarmenverband Offenbach wegen Erſatz
öffnen ſolle, aber der Vater und die Großmutter hatten wirtſchaftslehrer an der landwirtſchaftlichen Winterſchule von Pflegekoſten für Jakob Hildebrand aus Offenbach.
die Fäden dazu bereits geknüpft. Auf der Durchreiſe in Worms mit Wirkung vom 1. Juli d. J. ab ernannt.
Frankfurt ſtellte Prinzeſſin Georg dem mit ſeinen Söhnen Uebertragen wurde dem Lehrer Konrad Spieß zu Ingenieur Benö Schäfer aus Szegedin hat ſich am
hier weilenden König Friedrich Wilhelm II. von Preu= Rainrod, Kreis Schotten, eine Lehrerſtelle zu Mör= 2. Juni an der hieſigen Techniſchen Hochſchule der
ßen die Enkelinnen vor. „Wie ich dieſe beiden Engel”, felden, Kreis Groß=Gerau; dem Schulamtsaſpiranten mündlichen Doktor=Ingenieur=Prüfung unterzogen und
ſo ſchreibt der König, „zum erſten Male ſah, es war am Wilhelm Freund aus Jugenheim, Kreis Bingen, eine dieſelbe „gut” beſtanden.
Eingang der Komödie, ſo war ich ſo frappiert von ihrer Lehrerſtelle zu Walldorf, Kreis Groß=Gerau; dem
Schönheit, daß ich ganz außer mir war, als die Großmut= Schulamtsaſpiranten Wilhelm Henkel aus Darmſtadt Pellar, der ſich in letzter Zeit bekanntlich mit ganz
ter ſie mir präſentierte. Ich wünſchte ſehr, daß ſie meine eine Lehrerſtelle zu Crumſtadt, Kreis Groß=Gerau; dem ungewöhnlichen Erfolgen der Porträtmalerei zugewandt
Söhne ſehen möchten und ſich in ſie verlieben.‟ Des Kö= Schulamtsaſviranten Robert Hinze aus Darmſtadt hat, veranſtaltet am Donnerstag in ſeinem Atelier
nigs Wunſch ging raſch in Erfüllung: Kronprinz Friedrich eine Lehrerſtelle zu Kelſterbach, Kreis Groß=Gerau; dem auf der Künſtlerkolonie eine Porträt=Ausſtellung.
Wilhelm wählte Luiſe, Prinz Louis Friederike. Als Schulamtsaſpiranten Philipp Hofmann aus Linden: Die Ausſtellung wird von 10—1 Uhr und 3—6 Uhr dem
Bräute zweier Königsſöhne kehrten die Prinzeſſinnen in fels, Kreis Bensheim, eine Lehrerſtelle zu Groß=Hauſen, Publikum zugänglich ſein.
das geliebte Darmſtadt zurück, Luiſe als zukünftige preu= in demſelben Kreiſe: dem Schulamtsaſpiranten Karl
ßiſche Königin.
Von der offiziellen Verlobung, die am 24. April 1793 Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Gunzenau, Kreis mit dem 1. Juni in ſeinem Vereinslokal „Feierabend”,
im Palais der Prinzeſſin Georg gefeiert wurde, und von Lauterbach; dem Lehrer Heinrich Burk zu Wald= Stiftſtraße 51, ein Arbeiterſekretariat
errich=
der Brautzeit, während deren der Kronprinz aus Rhein= Erlenbach, Kreis Heppenheim, die erledigte Lehrerſtelletet womit einem in evangeliſch=nationalen
Arbeiterkrei=
heſſen, wo das preußiſche Heer ſtand, häufig nach Darm=an der Gemeindeſchule zu Lörzenbach in demſelben ſen längſt gefühlten Bedürfnis Rechnung getragen wurde.
ſtadt oder Braunshardt herüberkam ſoll hier nicht weiter Kreiſe; dem Lehrer Karl Freihöffer zu Rainrod, Unſere Sozialgeſetzgebung, die erfreulicherweiſe fortgeſetzt
die Rede ſein, auch nicht von dem Schmerze des Abſchieds Kreis Alsfeld, eine Lehrerſtelle zu Raunheim, Kreis eine Erweiterung erfährt und dabei immer umfangreicher
von Darmſtadt, den beſonders Luiſe empfand. „Ich arme Groß=Gerau.
Novize,” ſo ſchreibt ſie an ihre Schweſter Thereſe, „werde
wie ein Fabeltier in Berlin beobachtet werden. Ich liſchen Lehrer zu beſetzende Schulſtelle zu Heides= Dazu ſind Berufsarbeiter notwendig. Neben dieſer
Ar=
fürchte mich recht vor dieſen Beobachtern. Wenige nur heim, Kreis Bingen.
werden bloß mit ihren natürlichen Augen eine Perſon be= Lehrerin zu beſetzende Schulſtelle zu Büdesheim, liſchen Vereine unſerer Stadt ebenſo ſehr angelegen ſein
urteilen, die doch von ganzem Herzen natürlich iſt . . . Kreis Bingen. — Eine mit einem katholiſchen Lehrer laſſen, wie auch die Ausbreitung und Förderung der evan=
Fahrt hin, unſchuldige Vergnügungen, Jugend und Fröh= zu beſetzende Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu geliſchen Arkſeitervereine in dem Aufgabenkreis des
lichkeit.‟ Wenn ſich auch ſolche Befürchtungen nicht völlig Dexheim, Kreis Oppenheim.
bewahrheiteten und Kronprinzeſſin Luiſe auch in Berlin ſich
Krankenkaſſe für Poſtunterbeamte. Auf Grund
raſch aller Herzen gewann und ihren fröhlichen Sinn nicht des § 22 des Bürgerlichen Geſetzbuches und des Artikel 4 breitung von Volksbildung nahm trotz der in der
Morgen=
verlor, Darmſtadt blieb ihr doch Zeit ihres Lebens in derdes heſſiſchen Ausführungsgeſetzes zum Bürgerlichen frühe ſtark drohenden Regenwolken den gewünſchten Ver=
Erinnerung als die wie mit goldenem Schimmer umklei= Geſetzbuch vom 17. Juli 1899 wurde der „Krankenkaſſe lauf. Etwa 100 Teilnehmer folgten der Führung des
dete Stätte harmloſer Jugendluſt und reinſten Glückes.
So mögen denn auch die Darmſtädter und heſſiſchen direktion in Darmſtadt” die Rechtsfähigkeit verliehen.
Beſucher der Ausſtellung dieſer „Darmſtädterin”, die in
ſchwerer Zeit der Schutzgeiſt Preußens” geworden iſt, beabſichtigt, mit dem am 18. September d. J. ſtatt= des fachkundigen Führers auf beſondere Bäume und
Be=
gern gedenken und den Ausſtellungsgegenſtänden, die auf findenden Pferde=, Fohlen= und Zuchtvieh=ſtände dieſes vorderen Parkgebietes, beſonders auch die
ſie Bezug haben, die gebührende Beachtung ſchenken. Auch markte eine Verloſung von
Ausſtellungs=
die vor wenigen Tagen vollzogene Hochzeit im deutſchen gegenſtänden zu verbinden. Das Großh. Mini= läuterungen über die frühere und jetzige Größe des Groß=
Kaiſerhauſe hat ja die Blicke vielfach wieder auf die Ab=ſterium des Innern hat die nachgeſuchte Erlaubnis zur herzoglichen Parks, über Oertlichkeiten, Perſonen und
ſtammung der Königin Luiſe von Karl von Mecklenburg Veranſtaltung dieſer Verloſung unter der Bedingung er= intereſſante Begebenheiten alter Zeit geſtalteten den
und Friederike von Heſſen gelenkt: von dieſem Fürſten= teilt, daß bis zu 15000 Loſe, zu 1 Mk. das Stück, aus= Sonntagsgang zu einer lehrreichen heimatkundlichen
Ex=
paar ſtammen gleichermaßen Prinzeſſin Viktoria von gegeben werden dürfen und mindeſtens 60 Prozent des kurſion. Hervorgehoben ſei die Beſichtigung des „Jagd=
Preußen und Herzog Ernſt Auguſt von Braunſchweig ab, nach Abzug der Reichsſtempelabgabe verbleibenden zeughauſes”, eines verhältnismäßig ſehr gut erhaltenen
die Braut eben durch Königin Luiſe, der Bräutigam durch Bruttoerlöſes aus dem Verkaufe der Loſe zum Ankauf Baues von über 100 Meter Länge und 3 Stockwerken;
ſeine Urgroßmutter Friederike, Luiſens Schweſter, die in von Gewinngegenſtänden zu verwenden ſind. Zugleich es diente in den landgräflichen Zeiten zur Aufnahme
dritter Ehe mit König Ernſt Auguſt von Hannoper ver=wurde der Vertrieb der Loſe im Großherzogtum ge= aller der damals recht eigenartigen Jagdaeräte, ſowie als
mählt war. Dieſe gemeinſame Abſtammung bringt derſtattel.
hier vor kurzem erſchienene, von Fräulein A. Schädel
ge=
zeichnete und bei L. C. Wittich gedruckte Stammbaum der Schuldiener der Stadtknabenſchule III, trat mit Wir=Waldgebietes von allerlei die Sicherheit gefährdendem
zur Anſchauung, der neben anderem bildlichen Schmuck kung vom 1. Juni d. J. in den Ruheſtand, nachdem er Geſindel; daher des Baues Bezeichnung „
Dragoner=
auch die Porträts des Landgrafenpaares Georg und eine 34 Jahre lang an derſelben Schule tätig geweſen war. kaſerne”. Es finden ſich hier in Maſſen, aber in hübſcher
Anſicht des damaligen Braunshardter Schlößchens gibt Für ſeine langjährigen treuen Dienſte wurde ihm von der Ordnung aufgeſpeicherte, einſt als Schutzmauern dienende
und Intereſſenten hiermit nachdrücklich empfohlen ſei.
nach Schluß des Unterrichts um den Scheidenden im Leh= die über 200 Jahre zurückliegen, mächtig ſtarke Speere
* Vom Hofe. Fürſt und Fürſtin zu Iſenburg= rerzimmer um ihm für ſeine gewiſſenhafte Dienſtführung zum Saukampf uſw. Das vor dem Bau des Landes=
Birſtein mit Kindern ſind am Montag vormittag 9 Uhr Worte der Anerkennung und des Dankes zu ſagen, die muſeums beim Abbruch des Darmſtädter Zeughauſes
4 Min. wieder abgereiſt. (Darmſt. Ztg.)
Or
Zum
neu, aber es iſt perſönlich neu empfunden, wenn Haupt= volkes” entgegen. Er ächtet die ſatten Spießbürger, die,
mann die Pytha ſprechen läßt, daß der Erlöſer der als das Vaterland zerriſſen iſt, murmeln: „Jena und
Auerſtädt, was geht uns das an!“
— und die auf eine
Mutter Erde von ihr noch nicht geboren wurde:
Rede Fichtes an die deutſche Nation erwidern:
„Denn wäre dieſer Sohn des höchſten Gottes dort.
„Wir leben hier friedlich und bequem,
Wo ſie ihm huldigen: Wie hätte Krampf und ſtille Wut
Deutſchland iſt uns unangenehm.”
Und Krankheit weiter ſo der Mutter Leib verhehrt
Und die Schmerzbrüllende durch Stein und Dorn gehetzt.
Nein, dieſer Friedensfürſt, dem ſie lobſingen, er
Hat immer nur des Krieges wilden Brand entfacht.
nicht. Hauptmann ſchreckt — trotz Denkmünzen und Feſt= Jahrhundert in die Gegenwart greift. Die Völker wall=
Und ſeine Diener ſannen ſolche Martern aus.
reden — nicht vor der hiſtoriſchen Wahrheit zurück und ten in den großen Dom des Friedens. Da kommt zu dem
Wie ſie kein Teufel je erdacht in Fleiſch und Blut!
wirft gewiſſe gekrönte Puppen und Unmut in die Truhe. Direktor die Puppe Blücher. Der Alte, deſſen Herz und
Das graue Altertum kennt ſolche Qualen nicht.”
Naiv, wie die Goetheſchen, ſind die Hauptmannſchen Mutter anklagt, daß er ihren Sohn für Napoleon in das mus von heute:
Allegorien nicht. Deshalb geben ſie weniger dem Ge=eiſige Grab Rußlands geſchickt habe, ergeht es dem
Kar=
fühl, als der Denkarbeit zu tun, die doch nicht immer zur nevalskaiſer des römiſch=deutſchen Reiches. Iſt das etwa
Löſung aller Widerſprüche gelangt. Solche Widerſprüche Napoleonkult, der ſolche Geißel ſchwingt? — Die
ver=
drängte dem Dichter des Eros, des Friedens= und Liebes= ſpotteten, vom einſtigen Genie Napoleons verkannten
gottes, der Zwang der Zeit auf, aus der er zu ſchöpfen deutſchen Ideologen der Kunſt und Wiſſenſchaft ſind es, „eben bleiben ſoll vom wackren Graukopf nicht ſeine
hatte. Seine Germania iſt eine deutſche Pallas Athenc. die Deutſchland vom fremden Joch befreien.
Napoleon iſt nicht „verherrlicht” aber in ſeiner per=
Doch trug ja auch die Athene des Akropolis, die
Schutz=
frau der Künſte und der Wiſſenſchaft, den kriegeriſchen ſönlichen Größe geſehen. Ja, er iſt die „Heldenpuppen Hauptmann dem Jahre 1813 gewidmet hat. Das Stück
Helm zur Abwehr. Die deutſche Göttin ſpricht zur Ju= des myſtiſchen Direktors, und wenn in dieſem allegori= hat bloß Bilder und Gedanken. An den Gedanken kann
gend von 1819:
gik am Ende des Gedichtes an, in den Worten, die das ſoeben erſchienene Buch lieſt. Von der Gewalt der in
„Macht Deutſchland von der Fremdherrſchaft frei!
Sorget, daß Deutſchland einig ſei!
die große Leere” begleiten. Auch ein Tableau, wahrhaft ſtellung, der nicht Reinharts unerhörtes ſzeniſches
Seid ſelber frei! Seid ſelber frei!“
Solche Worte — und das geiſtige Hochziel der Dicht= Schickſals. Der Kaiſer thront in einſamer Größe als ung waren die korybantiſchen Revolutionsſzenen vor der
ung: die von der Ehre jedes Volkes gehütete Kultur der Zeus, den Dreizack in der Hand. Ein Blitz und Donner. Guillotine und der der Wallerzug eines ganzen Volkes
Menſchheit, ſchlagen die Unken tot, die da wimmerten, Und es beginnt Schneeflockenfall, leiſe raſcheln die Schel= zum Friedensdom. Von hellem Sonnenlicht umflutet,
Hauptmann habe die Selbſterrettung Deutſchlands in len des ruſſiſchen Schlittens, die Herrlichkeit verſinkt in zweitauſend Männer, Frauen, Jünglinge Mädchen, in
den Jahren 1813 und 1814 mit einer Vergöttlichung Na=Chaos. Doch andere Szenen und Viſionen reizen den breiter Maſſe ſelig die hohen Stufen hinaufwandelnd,
poleons „gefeiert”. Iſt es etwa eine Verherrlichung des ſtarken Grimm wider den Starken: das Bild mit den elf Birkenzweige in den Händen, Glück in den Augen, Geſang
Mannes, der die Welt im Blut ertränkte, daß „Athene Leichen Schillſcher Offiziere. Die (hiſtoriſche) Meldung auf den Lippen, — und umwogt von einem ſchwarz=rot=
Deutſchland” die Völker der Erde beſchwört, „Pfade zu von 1812: „Die grande Armee iſt vernichtet, aber des Kai= goldenen Fahnenwald.
Und
treten mit des Friedens lieblichen bekränzten Füßen”; ſers Geſundheit iſt niemals beſſer geweſen.”
die ergreifendſte Szene des blutigen Feſtſpiels, die, in der glänzendſten Joſeph Danegger und Mary Dietrich) war
und daß ſie, in Erz gewappnet, ſpricht:
verzweifelte deutſche Mütter ihre in Rußland erfrorenen dem Rieſenmaß des Raumes gewachſen; und doch fordert
„Erkenn’ ich meines Daſeins, meiner Waffen Sinn:
Die Tat des Friedens iſt es, nicht die Tat des Kriegs. Söhne fordern. Echter Hauptmann
Mitweh! — Ein ſonderbares Leitmotiv iſt übrigens dem wohlgebildete Sprechkunſt. — Die ſchleſiſchen Heimat=
Die Wohltat iſt es! Nimmermehr die Miſſetat. ..
Napoleon gegeben; daß er die Unterdrücker von Korſika genoſſen, zu denen Gäſte aus ganz Deutſchland gekommen
Hoch überm finſtern Wahn des Krieges,
haſſe und Frankreichs Blut in Strömen ſeiner Rache waren, bereiteten Gerhart Hauptmann und ſeinem magi=
Hoch überm Taumel blutigen Sieges,
opfere. Spricht ein franzöſiſcher Grenadier:
Nun eint ſich über Klüfte hin ſo Menſch zu Menſch,
„In Frankreich ſchlafen ſchon viele Jahr
Wie Volk zu Volk.”
Keine Mutter ſu Nacht vor Sorg und Gefahr.
Freilich ſtellt Hauptmann im bitteren Puppenſpiele
Mon Pere est mort, vor längſt, in die Schlacht.
dem Napoleon nicht bloß Typen des „germaniſchen Edel=
Seite 3.
2 Keine Andienzen. Se. Königl. Hoheit der Groß= ſprechen und ſeiner danlbaren Geinnung gegen den treuen
verleihen.
Strafkammer. Wegen eines Diebſtahls hatten
ſchneiderlehrling Reinhold Hiegn hatten am 24. März
* Forſtperſonalie. Se. Königl. Hoheit der Groß= ein Portemonnaie mit 60 Pfennig Inhalt geſtohlen,
ner von Monnelshofen hat am 31 Oktober 1910 zu Wix=
* Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der hauſen eine einfache Urkundenfälſchung begangen. Er
L Provinzialausſchuß. Die Tagesordnung zur
Sitzung des Provinzialausſchuſſes der Provinz Starken=
* Schulperſonalien. Se. Königl. Hoheit der Groß= burg am Samstag, den 7. Juni, vormittags 9½ Uhr,
D Von der Techniſchen Hochſchule. Der Diplom=
Atelier= Ausſtellung. Herr Maler Hanns
* Evangeliſches Arbeiterſelretariat. Der evange=
Müller aus Allertshauſen, Kreis Gießen, die erledigte lliſche Arbeiter= und Handwerkerverein hat
und komplizierter wird, macht es dem Einzelnen oft un=
* Erledigte Stellen. Eine mit einem katho= möglich, ſeine Rechte mit Erfolg wahrnehmen zu können.
Eine mit einer katholiſchen beit wird ſich das Sekretariat die Förderung der evange=
Sekretärs liegt. (Siehe Anzeige.)
* Der ſonntägliche Waldgang des Vereins für
Ver=
für Unterbeamte im Bezirk der Kaiſerlichen Ober=Poſt=Herrn Oberjägermeiſters van der Hoop über
Harig=
dentmal, Kranichſtein, Kernſchneiſe, Rothenbuchweg. Die=
Verloſung. Die Gemeinde Groß=Umſtadtburgerſtraße, Steinackerteich. Die vielfachen Hinweiſe
reichlich gebotenen geographiſchen und geſchichtlichen Er=
Wohnung der 30 Dragoner, denen die Vorbereitung der
* Verſetzung in den Ruheſtand. Herr Jean Bickel, Herrſchaftsjagden oblag, wie auch die Säuberung des
Stadtverwaltung Anerkennung ausgeſprochen. Das Leh= 50 Meter lange Jagdtücher, Fangnetze, Fähnchen,
Jagd=
rerkollegium der Schule verſammelte ſich am Samstaglappen, bunt bemalt und mit Jahreszahlen gezeichnet,
beſten Wünſche für den wohlverdienten Ruheſtand auszu=leider in mehreren Stücken abgenommene Landeswap=
Hat mich einmal mit blutbeſpritzte Geſicht in Geſicht
gelacht.
Mein Sohn, lerne ſterben: ſagte mon père.
Damals fah ich ihn einmal und dann nicht mehr.”
Die Reihe der ſchrecklichen, grotesken und lieblichen
Bilder ſchließt mit einem parodiſtiſchen Einfall, der zum
Auch die Spottpuppen des allzu vornehmen Weltbür= Schluſſe noch einmal den Charakter des Puppenſpiels
gers, des Dunkelmannes, des Demagogenriechers ſehlen wahrnimmt und ſehr deutlich aus dem vergangenen
Nicht beſſer, wie dem Könige Kunktator, den eine deutſche! Hand der Dichter ehrt, ſpricht im Namen des Militaris=
„Wat ſoll mich denn dem Friedenstirili?
Ick bin for Infanterie und Kavallerie.”
„In deine Kiſte” ruft der Weltgeiſt — und ſetzt hinzu:
Kriegsluſt, doch ſein „Vorwärts”u.
Das ſind die Ideen des Feſtſpiels, das Gerhart
ſchen Gedankenſpiele überhaupt, ſo klingt perſönliche Tra= jeder teilhaben, der das in S. Fiſchers Verlag, Berlin,
engliſche Kerkerſchiff „Belerophon” auf ſeinem „Kurs in Bildern belebten Weltgeſchichte macht ſich keiner eine
Vor=
dichteriſch erſonnen, hat die Wucht des napoleoniſchen Aufgebot erlebte. Die Gipfel dieſer grandioſen Aufführ=
.. . Unbeſchreiblich.
Leider nur ein Teil der Sprecher (unter ihnen am
dieſes Weh und die große Dimenſion nicht ſo ſehr eine ſtarke Stimme, als
ſchen Direktor (Reinhardt) endloſe Huldigungen.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 3. Juni 1913.
Seite 4.
pen, ein werwolls Schmitwert in Eichenhol, (
Löwen=
figur in Mannesgröße), harrt in einem Nebenraum einer 12 Uhr iſt ein Fahrrad, welches auf kurze Zeit vor wart unterſtellt werden.
würdigeren Verwendung. Wie viele Darmſtädter mögen einem Hauſe in der Arheilgerſtraße aufgeſtellt war,
ge=
von dieſer „Dragonerkaferne” und ihrem kulturgeſchicht= ſtohlen worden. Das Fahrrad iſt Marke Opel, hat metzger haben nun den Preis des Fleiſches
lich intereſſanten Inhalt keine Ahnung haben! Vor dem ſchwarzen Rahmenbau, ohne Schutzblech und Polizei= an manchen Orten bis zu 84 Pfennig das Pfund herab=
Weitermarſch widmete der Vereinsvorſitzende Herrn Ober= nummer 5936.
jägermeiſter warme Dankesworte, die ausklangen in einem
dreifachen Weidmannsheil. Sichtlichen Widerhall fand
* Kinotheater. Reſidenztheater am weißen kaufen das Fleiſch zu 74 und 76 Pfennig das Pfund. Nach
bei allen Teilnehmern der Wunſch des Herrn van der Turm. Das neue Drama der Aſta Nielſen=Serie, „Nacht= den Metzgerpreiſen können die Landwirte mehr ver=
Hoop, es möchte der Dank für jeden Waldgenuß ſich be= falter” wird heute zum letztenmal gezeigt; ab morgen dienen, wenn ſie ſelbſt ſchlachten und das Fleiſch an das
kunden in der Loſung: „Schonung dem Wald und Wild!” das neue Programm. Am Samstag, den 7. d. M., be= Publikum direkt verkaufen. — Das auch für dieſes Jahr
* Sozial=mediziniſcher Abend. Am Mittwoch, den ginnt die Vorführung der dem Reſidenztheater äußerſt
4. Juni d. J., findet in der „Ernſt=Ludwig=Heilanſtalt”
gelungenen kinematographiſchen Aufnahme des Märchen= bacher Schloß findet nicht ſtatt.
(Dr. Loſſens Klinik), Darmſtadt, Steinſtraße 21/23, derfeſtes in der Orangerie am Samstag, den 31. Maſ.
2. ſozial=mediziniſche Abend ſtatt. Herr Sanitäts= Olympia=Theater. Ein packendes Lebensbild in u. Zuleger National=Kühl= und Gefrieranlagen=,
Eis=
rat Dr Kolb=Darmſtadt wird ſprechen über: „Brüche zwei Akten entrollt ſich in dem Film „Schweſter Martha”. hausbau in Erzhauſen=Darmſtadt, wurde unter ſtarker
und Unfall”.
* Eine Zeppelin=Freifahrt. Mit dem Märchenfeſt! Darſtellung, Handlung und Photographie, iſt dies ein dratmeter großen, durchaus maſſiven Fleiſchkühlanlage und
zum Beſten des „Alice=Frauen=Vereins vom Roten Kreuz‟ Film vollendeter Kino=Kunſt. „Der geheimnisvolle Kel= Vierkühlanlage für die Jahrhundertausſtellung
am Samstag und Sonntag war bekanntlich die Aus= ler”, ein ſpannendes Drama, und „Der falſche Diamant”, zu Breslau erteilt. Die Anlagen ſind ſeit etwa
vier=
loſung eines Freifahrſcheins für eine Zeppe= eine Diebesaffäre, führen in die unterſten Schichten des zehn Tagen in dauernden Betrieb geſetzt und funktionieren
linfahrt verbunden. Der Gewinn fiel, wie bereits Volkes. Eine beſtgelungene Komödie der Firma Gaumont.
mitgeteilt, auf die Nummer 236.
Der Verein für Geflügel= und Vogelzucht humoriſtiſcher Schlager iſt der Film „Eine gepfefferte Ge=
„Ornis”=Darmſtadt beſichtigte am Sonntag die Süd= richt laufen noch einige herrliche Naturaufnahmen, (Siehe der Kältetechnik, welche der Firma patentamtlich geſchützt
deutſche Geflügelfarm Hugo Wüſthoff u. Co., G. m. b. H.
bei Sprendlingen=Buchſchlag. Die Farm iſt nach Anzeige.)
ſamerikaniſchem Syſtem eingerichtet. Es werden nur Dienstag, den 3. Juni, konzertiert die Kapelle des Feld= Ausſtellungsbeſuchern durch drei große Schaufenſter auch
Pekingenten und weiße Reichshühner gezüchtet. Der artillerie=Regiments Nr. 61 unter perſönlicher Leitung von außen ermöglicht. Die eingekühlten Fleiſchwaren
Zuchtſtamm der Pekingenten beſteht aus 500 Stück. An des Herrn Obermuſikmeiſters M. Weber, worauf hier einer großen Breslauer Wurſtfabrik ſind in dem ſauberen,
Jungtieren ſind in dieſem Jahr bis jeßt 15 000 Stück ge=nochmals beſonders hingewieſen wird. Näheres ſiehe mit weißen Porzellanplatten ausgekleideten Raum bei
züchtet worden. Der Verwalter der Farm gab über Anzeige. —
Konzertgarten
alle Einrichtungen die nötige Aufklärung, ſo daß die Felſenkeller. Mit einer prächtigen Auswahl volks= kann ſich keine appetitlichere Einrichtung, zudem in heißen
Beſichtigung der Farm ſehr lohnend war. Von ver= tümlicher Tonwerke wird die Kapelle des Leibgarde= Sommertagen, denken. Hier zeigt ſich eine hygieniſche
ſchiedenen Mitgliedern wurden Bruteier gekauft.
Schützenklnb „Feurio”. Das vom Schützen; ſei deshalb auf den Programmauszug im diesbezüglichen heſſiſchen Spezialſitrma und ein ehrenvolles Zeugnis für
klub „Feurio” in ſeinem Klubſchießſtande Kies= Inſerate beſonders aufmerkſam gemacht.
ſtraße 27 Reſtauration Hofferbert, arrangierte große
ſöffentliche Preisſchießen, das am 24. Mai
ſeinen Anfang genommen hat und bis zum Juli dauert,
erfreut ſich eines ſehr zahlreichen Zuſpruchs aus allen ſtützungskaſſe Vorwärts zu Arheilgen er= älteſten Einwohner können ſich nicht entſinnen, daß der
Kreiſen. Es ſtehen 60 wertvolle Preiſe im Wert von teilte Beſcheinigung nach § 75a des Krankenverſicherungs= Ort ſo feſtlich geſchmückt war, wie zu dieſem Feſt. Be=
450 Mk. zur Verfügung, als 1. Preis eine maſſiv goldene geſetzes wurde widerrufen.
* Griesheim, 1. Juni. Der Geſangverein „Froh= dem Feſtplatz wurde die neue Fahne geweiht und erfolgte
Herrenuhr mit Sprungdeckel, 14 karätig. Der Einſatz
für 3 Schuß beträgt nur 20 Pfg. und iſt alles nähere ausſinn” errang unter der Leitung ſeines tüchtigen Chor= die Ehrung alter Mitglieder. Herr Hauptlehrer Klein
meiſters, Herrn Muſiklehrer und Organiſt A.
Simmer=
der Anzeige in heutiger Rummer erſichtlich.
* Zimmerſchützengeſellſchaft „Tell” Bei dem am macher. Darmſtadt, bei dem am letzten Sonntag in Lan= hielt eine eindrucksvolle Rede und wies auf die
Entwickel=
fSonntag, den 1 Juni, abgehaltenen Schlußſchießen gen ſtattgefundenen Geſangswettſtreit in der 3. Klaſſe der Kapelle des Inf.=Regts. Nr. 110 in Mannheim, ſowie
der Zimmerſchützengeſellſchaft Tell” erran= unter ſcharfer Konkurrenz den 1. Preis (100 Mark in bar) Geſangsſtücke der Männergeſangvereine Lampertheim und
gen unter ſtarker Konkurrenz die Herren K. Rohde „Feurig” und den 1. Ehrenpreis (ein ſilberner Pokal).
den 1. Preis mit 36 Ringen, L. Krenkel „Feurio” den
=Sängerluſt” veranſtaltete letzten Sonntag ſeinen der Bürgermeiſterei. Herr Bürgermeiſter Voxheimer
2. Pr. mit 36 Rg., W. Gelfius „Tell” den 3. Pr. mit 36 Rg.,
K. Ruppert Tell” den 4. Pr. mit 36 Rg., M. Abt den Sommerausflug. Um 6.25 Uhr fuhr der Verein,
insgeſamt 34 Teilnehmer, von Eberſtadt über Heidelberg hielt hierauf eine Anſprache. Um 12 Uhr wurden die
Ver=
fb. Pr. mit 36 Rg., Heinrich Reuter „Tell” den 6. Pr. mit nach Wimpfen. Nach dem Frühſtück im Hotel Ritter folgte eine des Riedſängerbundes am Bahnhof empfangen und
5 Rg., Herm. Rau „Tell” den 7. Pr. mit 35 Rg., Aug.
Reuter Tell” den 8. Pr. mit 35 Rg., K. Stephan „Feurio” ein Rundgang durch die Stadt, die auch im Innern ihren zu ihren Lokalen geleitet. An dem um 2 Uhr
veranſtal=
mittelalterlichen Charakter bis heute gewahrt hat. Die teten Feſtzug beteiligten ſich über 30 Vereine. Ein
den 9. Pr. mit 35 Rg., L Schorleberger=Roßdorf den 10. Hohenſtaufenpfalz (Kaiſerpfalz), die evangeliſche Stadt= vorzügliches Programm war für die Feier am Nachmittag
Preis mit 35 Ringen. Weiter wurden noch 20 wertvolle kirche und die katholiſche Dominikanerkirche wurden ein= aufgeſtellt. Die Feſtrede hielt Herr Pfarrer Eckel. Heute
Preiſe verteilt.
gehend beſichtigt. Der Weg führte ſodann nach Wimpfen ſchließt ſich noch ein Volksfeſt an.
Vogelsberger Höhenklub, (Zweigverein im Tal zu der Stiftskirche und den Salinen und über
Darmſtadt). Wie aus dem Anzeigenteil unſeres die Neckarbrücke nach Jagſtfeld. Mit der Bahn ging es ein Irrſinniger aufgegriffen, der angeblich
Blattes erſichtlich, unternimmt der Darmſtädter V. H. K. nun durch das ſchöne Neckartal nach Zwingenberg aus Wieblingen ſtammt. Er machte ſich dadurch
am 14. und 15. Juni eine ein= und einhalbtägige Wan= a. N. An die Beſichtigung des Schloſſes reihte ſich ein verdächtig, daß er dauernd an den Bahnübergängen
ver=
derung in ſein Klubgebiet, die eine der genußreichſten Gang durch die wildromantiſche Wolfsſchlucht. Die Rück= ſuchte, ſich vor einen Zug zu werfen. — Am Samstag
des Jahres zu werden verſpricht; handelt es ſich doch fahrt erfolgte ab Eberbach, kurz vor 10 Uhr war Nieder= abend entſtand im Marienkrankenhaus ein
Kamin=
jnicht nur darum, die ſchönſten Punkte des Vogelsbergs Ramſtadt erreicht. Der Ausflug war ebenſo genußreich brand der vom Perſonal gelöſcht werden konnte
zu beſuchen; um dieſem ſo lange verkannten Stückchen als intereſſant, zum Gelingen hat die Reiſekaſſe (20 Pfg.
Vaterland neue Freunde zu erwerben, ſondern auch Einzahlung die Woche) weſentlich beigetragen.
darum, die Darmſtädter Schutzhütte am Bilſtein
ein=
zuweihen; die aus freiwilligen Beiträgen der Darm= der geländeten Kißler der Dienſtknecht Zinſer, der Von dieſen Wählern entfielen 3 Stimmen auf den
Ge=
ſtädter Vogelsberger errichtet wurde. Ueber 70 Teil= Leiche gegenübergeſtelt. Auf den vermutlichen Mörder wählten.
nehmer ſind bereits gemeldet und die Ukrichſteinermachte der Voraang nicht den geringſten Eindruck. Er
und Schottener Klubgenoſſen werden alles auf= leugnet die Tat immer noch; bei ſeiner Vernehmung die Wahl des Ehrenbürgermeiſters für die jetzige
Ge=
bieten, um die Reſidenzler zufrieden zu ſtellen. Darum widerſprach er ſich fortwährend. Nach den Feſtſtellungen meinde und Villenkolonie Buchſchlag als auch beſonders
„Friſch auf” zur Wanderfahrt durch den ſchönen Vogels= des Gerichts kann ſich die Kißler die Stiche unmöglich die Wahl des Ehrenbeigeordneten, die am
heu=
berg. (Die Wanderleitung teilt noch mit, daß die Ein= ſelbſt beigebracht haben. Zinſer trug früher ſtets ein feſt= tigen Tage vorgenommen wurde, riefen in der ſonſt ſo
zeichnungsliſte am 9. Juni geſchloſſen werden muß. Fürſtehendes Meſſer bei ſich, das er verloren haben will. Am friedlichen Kolonie erbitterte Wahlkämpfe
her=
ſpäter e Meldungen kann Quartierbeſtellung nicht fraglichen Abend, an dem das Mädchen verſchwand, hat vor. Es ſtanden ſich bei beiden Wahlen zwei ziemlich
Zinſer den Eltern erzählt, ihre Tochter ſei am Rhein auf gleich ſtarke Parteien gegenüber, von denen die eine unter
mehr übernommen werden.)
D Schlachtviehmarkt Darmſtadt. Schweinemarkt am und ab gelaufen und habe anſcheinend geblutet. — Mor= Führung des Profeſſors der Techniſchen Hochſchule Darm=
2. Juni. Auftrieb durch Händler 133 Schweine, Auftrieb gen 4½ Uhr trifft der Biſchof Dr. Kirſtein, von Biblis ſtadt, Berghoff=Iſing, die andere unter Schriftſteller
durch die Bezugsvereinigung 69 Schweine Schlachtgewicht kommend, zur Firmung hier ein. Er wird mit der Pro= Rud Binding ſtand. Der Ehrenbürgermeiſter wurde mit
50 Kilogramm. Preiſe: 1 Qual ausgeſuchte Ware, zeſſion am Bahnhofe abgeholt. Der Ort iſt prächtig ge= knapper Mehrheit von der Binding=Partei in der Perſon
72 M., 2. Qual. 71 M., 3. Qual. 69 bis 70 M. Tendenz ſchmückt.
Ulebhaft; faſt ausverkauft.
der Stadt Bensheim ſoll eingehen und der
s Körververletzung. Auf dem Schillerplatz wurde Forſtwart Münſtermann eine andere Forſtwartei erhal= ſeph Keil, und die Berghoff=Iſing=Partei den Rentner
ein Schloffergehilfe von verſchiedenen Unbekannten zu= ten. Bekanntlich hat die Stadt Bensheim ihren großen Karl Duchmann aufgeſtellt. Zeigte ſchon die Wahl
ſammengeſchlagen und derart am Kopfe verletzt, daß er Waldbeſitz beim Melibokus an den Fiskus verkauft, wo= des Bürgermeiſters überraſchend ſcharfe Formen, ſo artete
durch die Rettungswache in das Städtiſche Krankenhaus durch die hieſige Forſtwartſtelle überflüſig wurde. Der der Wahllampf um den Beigeordneten=Poſten in einer
erbracht werden mußte.
Schutz des Bensheimer Waldes auf dem Felsberg, der Weiſe aus, die man in einer Gartenſtadt nicht für möglich
Feuilleton.
Statiſtiſcher Rückblick auf das Theaterjahr ſchiedenen Werken) neu: Die Nibelungen” ein deutſches Katharina Jüttner, Johanng Kaſten (Volontärin) Maia
1912/13 im Großh. Hoftheater.
Kriemhilds Rache (auf der Stilbühne); „Der Gardeoffi= tor: im Ballett: Helene Thiele=Leonhardt (Balletmeiſte=
* Vom 8 September 1912 bis 28. Mai 1913 wurden 247 zier”. Komödie in 3 Aufzügen von Franz Molnär; rin); im Schauſpiel: Guſtav Semler, Ludwig Wagner
Vorſtellungen gegeben. Es fanden ſtatt 176 Vorſtellungen George Dandin oder: Der beſchämte Ehemann” eine
im Abonnement (4 Serien zu je 44 Vorſtellungen) und 71 Komödie mit Tänzen und Zwiſchenſpielen in 3 Akten Sofie Heumann, Emma Mühlpfort (Volontärin), Hanna
Vorſtellungen außer Abonnement, unter erſteren die Gala= von Moliäre. Neu übertragen und für die deutſche Bühne Raffay (Volontärin) Helene von Sonnenthal (
Volon=
vorſtellung zu Ehren der Anweſenheit des Prinz=Regen= eingerichtet von Karl Vollmoeller; Großmama”, Jung= tärin), Barbara Uttmann; im techniſchen Perſonal:
ten Ludwig und der Prinzefſin Ludwig von Bayern, geſellenſchwank in 4 Aufzügen von Mar Dreyer: „Som=Garderobe=Inſpektor Konrad Jacobi (tritt in Pentſion).
unter letzteren zu erhöhten Preiſen die Frühlingsfeſt= mer”, Komödie in 3 Akten von Thaddäus Rittner (
Ur=
ſpiele, zu ermäßigten Preiſen: 29 Volksvorſtellungen (24 aufführung): Das Prinzip” Luſtſpiel in 3 Akten von
an Sonntagnachmittagen), 7 Kindervorſtellungen (3 nur Hermann Bahr (Uraufführung):
„Magdalena”
für Volksſchüler) und 12 Sondervorſtellungen (für Ge=Vollsſtück in 3 Aufzügen von Ludwig Thoma: „Gabriel berühmten „Louiſet bildet und jetzt in der Pariſer Opera
werkſchaften). Auch veranſtaltete die Hofkapelle die üb= Schillings Flucht”. Drama in 5 Akten von Gerhart Comique ihre Uraufführung erlebt, ſtellt in ihrem Stoffe
lichen 6 Konzerte zum Beſten ihres Witwen= und Wai= Hauptmann: Die fünf Frankfurter” Luſtſpiel in 3 Ak= eine intereſſante Verwebung modernerealiſtiſcher und
ſym=
ſenſonds. Der Kunſtgattung nach geordnet, gehörten der ten von Karl Rößler: Jedermann” das Spiel vom Ster=boliſcher Elemente dar. Im Prologe ſehen wir Zulien,
Oper und Operette 127, dem Konzert 1, dem Ballett 3, dem ben des reichen Mannes, erneuert von Hugo von
Hof=
komiſchen Genre (teilweiſe mit Muſik) 11, dem Schau= mannsthal: Mein Freund Teddy” Luſtſpiel in 3 Atten der dem Werke auch den Namen gibt, noch an der Seite
und Luſtſpiel 125 Aufführungen an. Dazu traten mit von Andre Rivoire und Lueien Besnard Deutſch von
gemiſchtem Programm: „Heiterer Faſchingsabend” am Bolten=Baeckers; „Frauerl (Nichts iſt ſchwerer zu er= hinauszieht, um die Verwirklichung ſeiner Träume zu ver=
Roſenmontag und „Feſtabend” zum Beſten des Feſt= tragen —95
hauſes. Es erſchienen in der Oper und Operette (unter
und Leo Walther Stein: Eine fürſtliche Maulſchelle”
53 verſchiedenen Werken) neu: „Wenn ich König wäre!
,Spiel in 5 Aktuſſen von Ernſt Freiherrn von Wolzogen; ins Traumland, im erſten Bilde zum „heiligen Berge” im
romantiſch=komiſche Oper in 3 Akten von d’Ennery und Aleſſandro und der Abt”, Luſtſpiel in 5 Aufzügen von zweiten Bild zum „Tale des Fluches” und im dritten
Breſtl. Muſik von Adolphe Adam, überſetzt und für die Dr. Moritz Goldſtein (Uraufführung).
deutſche Bühne bearbeitet von Paul Wolft. „Die ſchöne
Helena” burleske Oper in 3 Akten von Jacques Offen=wurde zu Beginn der Saiſon laut Allerhöchſter Entſchlie= ihn inmitten der ungariſchen Steppen, wo er am Herzen
bach: Der liebe Auguſtin” Operette in 3 Akten von ßung zur Generaldirektion erhoben: Vaul Eisner wurde der Natur bei ſchlichten Erdarbeitern Vergeſſenheit ſucht.
Rudolf Bernauer und Ernſt Weliſch, Muſik von Leo Fall; als artiſtiſcher Sekretär verpflichtet. Neu engagiert Es iſt der Akt des Zweifels. Der dritte Akt ſymboliſiert
„Die drei Pintos”, komiſche Oper in 3 Aufzügen von wurden in der Oper: Willi Andrs (Volontär), Auguſt das Unvermögen und führt uns in eine phantaſtiſche wilde
Carl Maria von Weber unter Zugrundelegung des gleich= Globerger, Leo Schützendorf. Otto Thomſen, Elſa v. Blank, Landſchaft Der letzte Akt ſpielt dann aber im modernen
namigen Tertbuches von Th. Hell. der hinterlaſſenen Ent= Erika Hartmut (Volontärin) Anna Jacobs Katharina Pariſer Montmartre. Das erſte Bild bringt irgend einen
würfe und ausgewählten Manuſtripte des Komponiſten! Jüttner Olga Kallenſee Johanna Kaſten (Volontärin),ſ öden Winkel auf die Bühne, während hinter der Szene
ausgeführt: der dramatiſche Teil von Carl von Weber, Luiſe Sturmfels (Volontärin): ferner: Richard Lert als ein Feſt ſtattfindet, das zweite Bild entrollt eine
Straßen=
der muſikaliſche von Guſtav Mahler); „Onkel Dazumal”. Kapellmeiſter. Erich Kleiber als Kapellmeiſter, Robert ſzene und ſtellt die Place Blanche im Montmartre dar,
komiſche Oper in 1 Akt (nach Henry Murger), Text von Preuß als Chordirektor. Adolf Wach als Solorepetitor: Während ſeiner Wanderungen begegnet Julien in den
Frane=Nohain, deutſch von Fritz Karmin, Muſik von im Schauſpiel: Kurt Ehrle. Paul Eisner (ſiebe oben), verſchiedenſten Geſtalten doch immer dem gleichen Weſen,
E. Jacques Dalceroze; „Eva (das Fabrikmädel)”, Ope= Tilli Artl (Volontärin) Ilſe Berka, Emma Mühlpfort es trägt die Züge ſeiner Louiſe und iſt das Symbol ſeines
rette in 3 Akten von Dr. A. M. Willner, Robert Bodanzky, (Volontärin), Hanna Raffay (Volontärin), Helene von Traumes. Aus der Oper „Louiſe” übernommene, wieder=
Eugen Spero, Muſik von Franz Lehär; „Manon”. Oper Sonnenthal (Volontärin). Ausgeſchieden: Ober=kehrende Motive illuſtrieren das Muſikaliſche, Am Schluſſe
Nummer 127.
3 Fahrraddiebſtahl. Am Samstag mitag gegen zur hieſigen Dienſtſel gehörte, ſolleinem anderen Forſ=
. Von der Bergſtraße, 1. Juni. Die
Schweine=
geſetzt; auch der Wurſtpreis wurde um einige Pfennige
ermößigt. Die Landwirte fangen nun an,
ihre Schweine ſelbſt zu ſchlachten und
ver=
in Ausſicht genommene Burgfeſt auf dem Auer=
* Erzhauſen, 1. Juni. Der Firma Breidert
Tief ergreifend, äußerſt ſpannend und hervorragend in Konkurrenz der Auftrag zur Erbauung einer ca. 30
Qua=
ausgezeichnet. Unter Wegfall jeder maſchinellen Kraft
Paris, iſt der Film „Bubis nächtliches Rendezvous”. Als werden die Anlagen ſelbſttätig nur durch Eis gekühlt und
ſchichte” zu verzeichnen. Neben dem neueſten Wochenbe= ventiliert. Als epochemachende Neuerung auf dem Gebiete
iſt, bewährt ſich auch hier die „abgekühlte Luftzuführung”
Konzertveranſtaltungen. Schützenhofgarten. vorzüglich. Die Beſichtigung der Muſteranlage iſt allen
Hugenſchütz einer Temperatur von ca. 3 Grad untergebracht. Man
Regiments im heutigen Dienstagskonzert aufwarten. Es Muſterkühl=Anlage. Sie iſt ein ganzer Erfolg unſerer
die Leiſtungsſähigkeit des heſiſchen Gewerbes.
W. Lampertheim, 2. Juni. Das Feſt anläßlich des
50jährigen Beſtehens des Männergeſang=
Arheilgen, 2. Juni. Die der Krankenunter=vereins hat alle Erwartungen noch übertroffen. Die
reits am Samstag abend fand die erſte Feier ſtatt. Auf
ung des Vereins in den 50 Jahren hin. Muſikvorträge
Bürſtadt, verſchönten die Feier. Am Sonntag früh 6 Uhr
— Waſchenbach, 2. Juni. Unſer Geſangverein fand großes Wecken ſtatt. Um 11 Uhr war Serenade vor
W. Lampertheim, 2. Juni. Heute früh wurde hier
* Webern i. O., 2. Junt. Bei der hier abgehaltenen
Wahl eines Beigeordneten machten von 10
W. Gernsheim, 1. Juni. Geſtern wurde der Geliebte Wahlberechtigten fünf von ihrem Wahlrecht Gebrauch.
1. Buchſchlag, 31. Mai. Man ſchreibt uns: Sowohl
ihres Anführers durchgebracht. Bei der Wahl des
j. Hochſtädten, 2. Juni. Die hieſige Forſtwartei Ehrenbeigeordneten hatte die Binding=Partei den
Druckereibeſitzer und Zeitſchriften=Verleger Andreas
Jo=
in 4 Akten (6 Bildern), Text von Henry Meilhac und regiſſeur Emil Valdek († 1 Mai 1913): in der Oper:
Philippe Gille, deutſch von Ferdinand Gumbert, Muſik Willi Andre, Karl Jahn, Wilhelm Riechmann (tritt in
von J. Maſſenet; im Schau= und Luſtſpiel (unter 53 ver= Penſion), Elſa von Blank, Erika Hartmut (Volontärin),
Trauerſpiel von Friedrich Hebbel. Dritte Abteilung: Longin, Milena v. Sugh: ferner: Adolſ Wach. Solorepeti=
(*. 8 Mai 1913) Tilli Artl (Volontärin), Ilſe Berka,
* Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
Charpen=
ein ltiers neue Oper, die eine Art Fortſetzung ſeiner
Louiſens, ein Phantaſt und Träumer, der nun in die Welt
. Luſtſpiel in 3 Akten von Alexander Engel ſuchen. Aber ſeine Wanderung wird, wie man ahnt, eine
Wanderung der Enttäuſchungen. Der erſte Akt führt uns
Bild zum „Tempel der Schönheit‟ Dann überwältigt den
die Direktion des Hoftheaters und der Hofmuſik Helden ſeine Entmutigung, und im zweiten Akt ſehen wir
Nummer 127.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 3. Juni 1915.
Seite 5.
gehalten häte und die Verantaſung zu einem gerichtlichen Jahre beſeht und der Verbandsſchriführer zu. ( Räume haben neue füuckierte Decken in Sile des Roloko
Nachſpiel geben wird. Die Berghoff=Iſing=Partei ſiegte gleich ſein 40jähriges Jubiläum im Dienſte der erhalten. Die ganze Gruppe von Sälen ſoll in
Verbin=
mit 65 Stimmen gegen die Binding=Partei mit 50 Stim= Haſſia begeht, auch der Bezirk Butzbach 1914 40 Jahre dung mit dem Akademieſaal, deſſen Wiederherſtellung
men. Durch die Gehäſſigkeiten, die bei den Wahlen in beſteht, ſo treten die übrigen Bezirke zugunſten von einer ſpäteren Bauperiode vorbehalten bleibt zu
Reprä=
derart ſtarker Weiſe zutage getreten ſind, iſt der Friede Butzbach zurück. Ein Antrag Darmſtadt, betreffend ſentationszwecken, zur Abhaltung von Kongreſſen und
der=
in der waldumrauſchten Kolonie für die nächſte Zukunft Aufhebung des Vortragsweſens, wurde faſt einſtimmig gleichen dienen. Drei Säle im zweiten Obergeſchoß ſind
leider ſehr in Frage geſtellt.
abgelehnt. Künftig ſoll eine Sichtung der Themen ſtatt= im Anfang dieſes Jahres der ſtädtiſchen Muſeumsverwal=
Oppenheim. 2. Juni. Herr C. Sittmann ſen. finden. Die an die Vereine ausgegebenen Militärgewehre tung zur Aufſtellung eines Teiles ihrer Sammlungen
in Wiesbaden hat aus Anlaß ſeiner bald fünfzigjährigen können gegen geringen Zuſchlag für Gewehre Modell 88 überwieſen worden.
Geſchäftstätigkeit im Weinhandel und Weinhau den Be= umgetauſcht werden. Der Voranſchlag wurde mit einer
trag von 10000 Mark zum Beſten der Betriebs=Einnahme und Ausgabe von 76 722 Mark einſtimmig
an=
angeſtellten ſeiner Firma in Oppenheim geſtiftet. Das genommen An die Tagung ſchloſſen ſich Feſteſſen, Pa=
Reich und Ausland.
Zinſenerträgnis kommt jährlich zur Verteilung, außerdem rade des Bezirks Neckartal und Volksfeſt.
werden aus dem Stiftungsbetrag zinsfreie Darlehen ge=
Aus der Reichshauptſtadt, 1. Juni. Einen
trau=
währt. Das Kapital ſelbſt wird an die dazu Berechtigten
rigen Abſchluß fand am geſtrigen Sonntag ein
nach Ablauf von 25 Jahren verteilt.
Ausflug, den eine Anzahl Berliner nach dem an der
Die Herſtellungsarbeiten am Mainzer
Bechtheim, 2. Juni. Der Sängerwettſtreit hat
Dahme gelegenen Niederlehne unternommen hatte. Die
kurfürſtlichen Schloß.
22 Vereine mit rund 1000 Sängern hierhergeführt, denen
Ausflügler wandten ſich an den Reſtaurateur Sonntag in
Lehrer Ebling den Willkommen entbot. Etwa 5000 Feſt=
* Die dritte Periode der Wiederherſtel= Niederlehne mit dem Erſuchen, ihnen ein Boot zu
ver=
gäſte belebten geſtern den Feſtplatz. Den erſten Preis in lungsarbeiten am kurfürſtlichen Schloß, mieten. Sonntag, der im Rufe eines waghalſigen
Seg=
der Stadtklaſſe erhielt der Männergeſangverein Bierſtadt, die 1910 unter Leitung des verſtorbenen Baurats Opfer=lers ſteht, ſtellte ein Fahrzeug zur Verfügung und
über=
in der Lendklaſſe die Sängerluſt=Schornsheim; in der mann in Angriff genommen waren geht jetzt unter nahm ſelbſt die Steuerung und die Bedienung des Se=
Landklaſſe 3 erhielt den 1. Preis Lorelei=Darm= dem neuen Bauleiter, dem Architekten El. Rühl, ihrem gels. Obwohl es ſich nur um eine Jolle handelte, ließ
ſtadt mit 276½ Punkten.
Abſchluß entgegen. Dieſe dritte Periode umfaßt er 10 Perſonen, darunter zwei Kinder, einſteigen. Das
Heidesheim. 2. Juni. Ein Brand der leicht hätte den Reſt der von dem Kurfürſten Damian Hartard von Fahrzeug war derart überlaſtet, daß es faſt bis zur
Bord=
größere Ausdehnung nehmen können entſtand am Sams= der Leyen in den Jahren 1675—78 erbauten zweiten Hälfte wand im Waſſer ruhte. Die Dahme hinunter verlief die
tag nachmittag in der Hofreite der Witwe P. Berg in der des rheinſeitigen Flügels, ferner den nach dem Rhein Fahrt ohne Zwiſchenfall, kaum aber hatte die Jolle das
Oberdorfſtraße. Ein neben der Scheune ſitzender Holz=gelegenen Eckbau des nördlichen Flügels, der unter Jo= offene Waſſer gewonnen, als ſie von einem plötzlichen
haufen geriet anſcheinend durch ſpielende Kinder in hann Friedrich Karl von Oſtein 1750—52 errichtet wor= Windſtoß erfaßt wurde und ſich etwas auf die Seite legte,
Brand, der aber von der Nachbarſchaft gelöſcht wurde.
den war. Die Erbauungszeit dieſes Flügels geht aus ſodaß Waſſer übernommen wurde. Der Inſaſſen, beſon=
Gießen, 1. Juni. Am Schiffenbergerweg wurde einer Inſchrift hervor, die ſich auf einer Platte über dem ders der Frauen und Kinder, bemächtigte ſich eine große
heute früh ein Mann vom Zug erfaßt und ihm der
Hauptgeſims der Rheinſeite befindet. Der Kurfürſt von Aufregung. Sie ſprangen von ihren Plätzen auf. Als=
Kopf abgefahren. Ob Selbſtmord vorliegt, ſteht der Leyen hatte am Nordende des von ihm errichteten bald ſchlug das kleine Fahrzeug um und alle 11 Perſonen
noch nicht feſt.
Baues im Erdgeſchoß eine dreiſchiffige gewölbte Tor=ſtürzten in die Fluten. Es entſpann ſich ein furchtbarer
halle erbaut, die den Hof der nach dem Rhein gelegenen Kampf der zum Tode Geängſtigten um das Boot. Einer
Haſſiatag.
Martinsburg mit dem Schloßhof verband. Dieſe Tor=klammerte ſich an den anderen feſt und behinderte ihn
(*) Hirſchhorn, 1. Juni. In dem ſchön gelegenen halle wurde von Kurfürſt Oſtein zu einem ſtattlichen am Schwimmen. Auf die gellenden Hilferufe der
Ertrin=
heſſiſchen Neckarſtädtchen hatten ſich am Sonntag die Treppenhauſe umgebaut, in dem eine mehrfach geteilte! kenden eilten zwar von allen Seiten Boote zur Rettung
Vertreter der Kriegervereine und Bezirke aus Treppe zu den Prunkräumen im erſten Obergeſchoß führte. herbei, doch gelang es nur, fünf Perſonen, die ſich an dem
dem Großherzogtum in ſtattlicher Zahl verſammelt. Sämt= Bei der Anlage der Treppe blieb die mittlere Durchfahrt gekenterten Boot angeklammert hatten, den Fluten zu
ent=
liche 38 Bezirke mit 2481 Stimmen waren durch Dele=erhalten, deren Tore an der rheinſeitigen und der Hof=reißen, die übrigen ſechs, darunter der Reſtaurateur
gierte vertreten. Der eigentlichen Tagung ging am Faſſade in ihrer architektoniſchen Umrahmung ſichtbar ge= Sonntag, ertranken. — Zu Ehren des Direktors
Samstag abend eine Präſidialſitzung und eine Beſprechung blieben ſind. Die ſeitlichen Tore wurden in beiden Faſſa= des Zoologiſchen Gartens Heck, der geſtern
der Verbandsredner voraus. Abends 8 Uhr begann im den durch Fenſter erſetzt. Die Spuren der Tore ſind noch ſein 25jähriges Jubiläum feierte, findet heute ein Ban=
„Erbach=Fürſtenauer Hof” der Feſtkommers. Begrüßungs= heute in den Quaderflächen neben den Fenſtern zu ſehen. kett ſtatt, an dem die Direktoren faſt aller deutſchen
Zoolo=
anſprachen hielten Forſtmeiſter Gilmer, als Vorſitzender Die Treppe wurde zur franzöſiſchen Zeit herausgebrochen giſchen Gärten teilnehmen.
des Bezirks Neckartal, und der Vorſitzende Zipp vom und in das Treppenhaus eine Zwiſchendecke eingezogen,
Hanau, 2. Juni. Bei einem Schülerausflug
Kriegerverein Hirſchhorn. Die Feſtrede hielt Pfarrer um Säle, die zu Lazarettzwecken dienten, zu erhalten. der Schüler der Oberklaſſe der Volksſchule im benachbar=
Dr. Preuſchen. Präſident Freiherr von Heyl dankte für Einer dieſer Säle war der frühere rote Saal im erſten ten Dörnigheim in den Taunus ſtürzte der 13 Jahre
den ſchönen Empfang und den prächtigen Schmuck der Obergeſchoß. Damals wurden auch die mittleren Tor= alte Schüler Rauch ſo unglücklich gegen einen Baum,
Stadt. Außer dem Konzert wurden den Gäſten auch öffnungen geſchloſſen und Fenſter eingeſetzt.
daß er einen ſchweren Schädelbruch davontrug, an dem
zwei wirkungsvolle theatraliſche Vorführungen geboten.
Bei Wiederherſtellung des von der Leyenſchen Bau= er geſtern im St. Vinzenz=Krankenhaus verſtor=
Die Schloßbeleuchtung bot bei eintretender Dunkelheit teils hatte ſich, wie wir dem Mainzer Tagblatt entneh= ben iſt.
men, die Bauleitung die Aufgabe geſtellt, den
vermut=
einen herrlichen Anblick.
Wetzlar, 2. Juni. Am Samstag hat ſich auf der den
Die Mitgliederverſammlung wurde Sonn=lichen früheren Zuſtand der Torhalle zu erneuern. So Buderusſchen Eiſenwerken gehörigen Sophienhütte eine
tag vormittag 9 Uhr vom Präſidenten Freiherrn von Heyl zeigt die Torhalle jetzt wieder die durch Pfeiler getrenn= Exploſion von Hochofengas ereignet. Vier Arbeiter
mit einem Hoch auf Kaiſer und Großherzog eröffnet. Ihr ten, mit Kreuzgewölben überdeckten drei Schiffe, deren wurden ſchwer verletzt. Drei von ihnen ſind bereits
ge=
wohnten viele Ehrengäſte bei. An Kaiſer und Großher= mittleres, wie unter Kurfürſt Oſtein, als Durchfahrt dient, ſtorben, der vierte befindet ſich außer Lebensgefahr.
zog wurden Huldigungstelegramme entſandt; der ver= nachdem die Fenſtereinbauten in den beiden Toröffnun=
Straßburg, 2. Juni. Die 26.
Wanderausſtel=
hinderte 1. Vorſitzende des Kyffhäuſerbundes Exzellenz gen der Faſſaden beſeitigt worden ſind. Von dieſer mitt=lung der Deutſchen Landwirtſchaftsgeſell=
General von Lindequiſt, erhielt ebenfalls ein Telegramm. leren Durchfahrt, die in Zukunft den Haupteingang zuſchaft, die, fertig bis zum letzten Hammerſchlag, hier
Oberregierungsrat Stammler— Darmſtadt widmete dem Schloſſe bilden ſoll, führen in den Seitenſchiffen am kommenden Donnerstag ihre Pforten öffnen wird,
den Beſtrebungen der Haſſia warme Worte der Anerken= der Torhalle Stufen zu den Räumen des Erdgeſchoſſes wird in Vertretung des Kaiſers durch den Prinzen
ung und dankte namens der Staatsregierung für die und zwar auf der einen Seite nach dem neuen gewölbten Joachim von Preußen eröffnet werden.
General Eckſaal im Nordflügel und auf der anderen Seite nach
Pflege der Reichstreue und Kaiſertreue.
Metz, 2. Juni. Prinz Rupprecht von Bayern,
Winneberger betonte, daß die Haſſia eine wertvolle dem Treppenhaus und den Sälen des römiſch=germani= Generaloberſt und Generalinſpekteur der 4. Armeeinſpek=
Stütze des Kyffhäuſerbundes ſei. Nach kurzen Begrüß= ſchen Muſeums in dem in den früheren Bauperioden tion, iſt geſtern abend zur Beſichtigung der bayeriſchen
ungsworten des Stadtvertreters begannen die Verhand= wiederhergeſtellten rheinſeitigen Flügel. Zu den Prunk= Truppen hier eingetroffen.
lungen. Die Verbandslotterie für Herbſt 1913 wurde räumen im erſten Obergeſchoß gehört der an der rhein=
Trier 2. Juni. Geſtern abend kurz nach 6 Uhr
er=
einſtimmig genehmigt. Es wurde beſchloſſen, den Ver=ſeitigen Ecke des Nordflügels gelegene ſogenannte weißeſchoß in der Kapellenſtraße der 30jährige Arbeiter Joſeph
einen künftig das Recht zu gewähren, daß ſie zu dem Saal, der noch an der Decke und teilweiſe auch an den Vernardy der erſt vor kurzem aus Aachen hier zu=
Haſſiatag Anträge ſtellen dürfen; ſie müſſen aber die Wänden die ganz reiche Stuckdekoration in den Formen gereiſt war, ſeine Frau, verletzte ſein neun Monate altes
Koſten ihres Vertreters bezahlen. Die geplante Anſamm= des Rokoko in vorzüglicher Erhaltung zeigt. Die Bezeich= Kind durch einen Schuß lebensgefährlich und erſchoß ſich
lung der Zinſen zu dem Verbandsvermögen wurde ab= nung „weißer Saal” iſt auf den Umſtand zurückzuführen, dann ſelbſt. Ein dreijähriges Kind wurde von Nachbarn
gelehnt. Die Hauptverhandlungen drehten ſich um die ſchon daß man am Anfang oder in der Mitte des 19. Jahrhun= noch rechtzeitig gerettet. Den Grund zur Tat bildeten
vielfach erörterte Frage des Heſſiſchen Kamerad. Mehrere derts, als der Schloßbau nach Jahren der Zerſtörung und wahrſcheinlich eheliche Zwiſtigkeiten.
Anträge gingen darauf hinaus, daß jedes Mitglied Leſer des Verfalls teilweiſe mit nur beſcheidenen Mitteln
München, 1. Juni. Heute vormittag 11 Uhr wurde
des Verbandsblattes werden ſollte Jeder Zwang wurde wieder in Stand geſetzt wurde, Decke und Wände mit die Internationale Kunſtausſtellung im
abgelehnt, und ebenſo die geſtellten Unteranträge von einer weißen Tünche überſtrichen hatte. Beim Abwaſchen Glaspalaſt mit einem feierlichen Feſtakt eröffnet. Hierzu
Butzbach, Büdingen, Sprendlingen, Gießen (Bezirk und der Tünche fanden ſich umfangreiche Flächen, die mit hatten ſich eingefunden: Der Protektor der Ausſtellung,
Kriegerverein). Schließlich einigte man ſich zu dem An= künſtlichem ſog. Stuckmarmor bekleidet waren. Auch Spu= Prinz=Regent Ludwig mit Gemahlin, und die übrigen
trag Kabey=Nieder=Olm: Der Verbandsbeitrag wird von ren von Stuckornamenten zeigten ſich auf den Marmor= Mitglieder des königlichen Hauſes, ferner Prinz Georg
20 Pfg auf 30 Pfg. erhöht zwecks Förderung der wei= flächen. Der Stuckmarmor wurde an den Stellen, wo er von Sachſen=Meiningen, das diplomatiſche Korps, die
teren Verbreitung des Heſſiſchen Kamerad. Bei der nicht mehr vorhanden war, ergänzt und die Ornamente Spitzen der bayeriſchen Hof= und Staatsbehörden, des
Verbandswahl wurden wiedergewählt: Auler=Bensheim, wieder hergeſtellt, ſo daß der Saal nunmehr einen durch Militärs, ſowie der Stadtgemeinde München. Ferner
Scheer=Lauterbach und Minnich=Oppenheim, neugewählt die farbigen Marmorflächen belebten, fein abgeſtimmten, waren anweſend die Mitglieder des großen
Zentralkomi=
wurde für den verſtorbenen Kameraden Hochgeſandt= feſtlicheheiteren Eindruck gswährt. An der Stelle des tees, die deutſchen und ausländiſchen Delegierten. Vor
Worms Kamerad Finger=Monsheim. Um den Haſſiatag ehemaligen roten Saales wurde durch Einziehen einer dem Glaspalaſt hatte die Ehrenkompagnie des Infanterie=
1914 hatten ſich gemeldet die Bezirke Gießen, Büdingen, Zwiſchenwand ein an der Rheinfront gelegener Saal und Leibregiments mit Fahne und Muſik Aufſtellung genom=
Butzbach und Lich. Da nächſtes Jahr die Haſſia 40 nach dem Hofe zu ein Vorſaal geſchaffen. Dieſe beiden men. Nachdem der Regent, der Generalfeldmarſchalls=
See
ſehen wir den enttäuſchten, gebrochenen Julien in derſchen Sammlung. Die Verwaltung des Metropolitan= ter wöchentlich zwei= oder dreimal bei einem Berufsfauſt=
Trunkenheit Vergeſſen ſuchen. Die Begeiſterungsfähigkeit Mufeums hat bereits mit den Vorarbeiten zu einer ſo=kämpfer nimmt. Mande ſtelt der Vorkunſt Maeterlindks
das beſte Zeugnis aus; ſein Schlag iſt kräftig und
ziel=
der Jugend, die einzige Brücke zu einem neuen Leben, iſt. fortigen Ausſtellung begonnen.
ſicher und ſelbſt für ſeinen Lehrer gefährlich. Es gibt keine
ihm verſchloſſen.
größere Freude für den eifrigen Schüler, als ſeinen Mei=
Ein Rekordpreis für Millais. Aus
Lon=
ſter einmal zu Boden zu ſtrecken, Boren iſt ſeine große
don wird berichtet: Bei der Verſteigerung der Samm=
CK. Maeterlinck als Boxer. Daß Maeterlinck, derLeidenſchaft, und wenn er jetzt im Sommer ſeinen
Wohn=
lung Me. Eulloch bei Ehriſtie erzielte am Donnerstag Dichter=Philoſoph, ein Verehrer der Borerkunſt iſt, hat ſitz in der alten Abtei von St. Wandrille nimmt, dann muß
Milais berühmtes Bild „Sir Jſumbras der Furt' einener durch ſeine begeiſterte „Lobrede auf das Voren= berihn auch ſein Vorlehrer begleiten, damit er in der Einſam=
Rekordpreis, wie er bisher für Werke dieſes engliſchen wieſen; auch hat man ſchon des öſteren gehört, daß er keit der Normandie ſeine Künſte nicht verlernt und ſein
Meiſters bei einer Auktion noch nicht gezahlt wurde. Das ſelbſt dieſen Sport ausübt. Aber welche Rolle das Voren tägliches Training hat. Wenn nicht dieſer Sport der
Bild brachte 163800 Mark, genau ſechsmal ſo viel wie im in ſeinem Leben ſpielt, wie er bort und wie gut er bort, Magnet iſt, ſo kann ihn ſchwer etwas aus ſeiner Menſchen=
Jahre 1887 für das Werk angelegt wurde. Für zwei Ge= davon war bisher nichts über die hohen grünen und jedem ſchen und Zurückhaltung herausbringen. Für romantiſche
mälde von Orchardſon, „Junker Baby” und „Der junge profanen Auge ſtreng verſchloſſenen Mauern gedrungen, Gemüter, die ſich von der Erſcheinung des Schöpfers my=
Herzog”, wurden je 92 400 Mark angelegt. Burne=Jones die die Bienenvilla von Nizza umwallen. Nun nimmt in ſtiſcher und tiefinnerlicher Werke eine phantaſtiſche Vor=
„Liebe unter Ruinen” erzielte 100800 Mark, während dieVearſons Magazine ein Fachmann das Wort, um uns ſtellung machen, iſt der Mann mit der großen albletiſchen
Schlafende Prinzeſſin” des gleichen Meiſters für 26 250 Authentiſches über die Vorkunſt des Schöpfers des „Schatz Geſtalt, dem ruhig ſtillen, faſt kindlich naiven Geſicht der
Mark einen Käufer fand. Für die „Fata Morgana” von der Armen” mitzuteilen. Ralph W. Maude hatte von faſt immer wie irgend ein Beamter das rote Bändchen
Watts bezahlte ein Liebhaber 35700 Mark und die „Al= einer amerikaniſchen Zeitung den Auftrag erhalten, Ge= der Ehrenlegion im Knopfloch trägt, eine große
Ent=
fresko Toilette” von Sir Luke Fildes wurde mit 31500 naueres über Maeterlincks Leben und Gewohnheiten zu täuſchung. Und auch durch ſeine Unterhaltung werden ſie
Mark zugeſchlagen. Für die nächſten Tage ſteht eine Sen= erforſchen, und da der Poet ſchen und zurückhaltend, für
ſation bevor; am 13. Juni wird Romneys berühmtes Interviewer überhaupt nicht zugänglich iſt, ſo verſuchte nicht entſchädigt. In Monte Carlo hatte man ihn einmal
Porträt der „Anne Lady de la Pole”, für das den Be=Maude ihm durch ihre gemeinſame Liebe fürs Boren bewogen, in einer eleganten Geſellſchaft zu erſcheinen.
Lange ließ er auf ſich warten. Dann kam er endlich in
ſitzern bereits gewaltige Summen vergeblich geboten wor= nahezukommen. Er organiſierte alſo einen Wettkampf Kniehoſen ſtaubbedeckt, von einer Tour kommend. Sein
den waren, unter den Hammer kommen.
zwiſchen dem berühmten amerikaniſchen Vorer Kid Mel
ganzes Geſpräch während des Diners drehte ſich nur um
Die Ausſtellung von Pierpont Morgans Koy und einem engliſchen Champion in Nizza und lud Roulette=Syſteme, und er ging von dieſer ewigen, in
Kunſtſchätzen. Aus New=York wird berichtet: Binnen Maeterlinck dazu ein. Einer ſolchen Lockung konnte der Monte Carlo ſo alltäglichen Frage nicht ab. Er hatte
kurzem werden der Oeffentlichkeit die geſamten Kunſt=Dichter nicht widerſtehen: er kam, und bald waren Maeter= nämlich gerade 3000 Frs, verloren. Seine Frau, die
be=
ſammlungen Morgans zugänglich gemacht werden. Der linck und Maude in ein eifriges Geſpräch über die Fineſ= kannte Schauſpielerin und Schriftſtellerin, Georgette
Le=
verſtorbene Milliardär hatte ſich vor ſeinem Tode bereits ſen des Fauſtkampfes vertieft und freundeten ſich ſo herzlich blanc, hat den Wilden” etwas gezähmt, aber der „Sinn
mit der Abſicht getragen, nach der Vollendung des neuen miteinander an, wie es dem weltfremden Künſtler wohl für Feierlichkeit” fehlt ihm immer noch, und als jüngſt ein
Südflügels des Metropolitan=Muſeums ſeine Samm= ſelten paſſieren mag. Dann begann der Kampf und wenn Eſſen zu ſeinen Ehren veranſtaltet wurde ſah ſein Geſicht
lungen hier leihweiſe aufſtellen zu laſſen. Da der Bau die Geſchicklichkeit der Borer groß und die Einzelheiten während der ganzen Zeit wie das Sinnbild der Langweile
dieſes Flügels vorausſichtlich noch lange Zeit erfordern aufregend waren ſo war doch das Geſicht des Dichters aus. Macterlinck verlangt Stille und Einſamkeit: er liebt
wird, hat Mr. J. P Morgan, der Sohn und Erbe Pier=noch viel intereſſanter. Unbeweglich ſaß er da, die Augen ſeine Bienen, er verhätſchelt ſeinen Hund, die Bulldogge
pont Morgans, beſchloſſen, die Sammlungen ſeines Vaters auf die Kämpfer gerichtet, jede Muskel des Geſichts ange= Golaud, und er hat auch ſein Steckenpferd, das ſeine
ſchon jetzt dem Metropolitan=Muſeum zur proviſoriſchen ſpannt und bleich vor Erregung. Und nur während der
Mußeſtunden beherrſcht und einen großen Teil ſeines
Aufſtellung im Nordoſtflügel zu überlaſſen. Hier wird Pauſen verlor ſein Geſicht dieſen Ausdruck der Spannung
man zum erſten Male die imponierende Geſamtheit die= und ein Wort kam über ſeine Lippen. „Wie iſt das ſchön ? Iniereſſex ausfillt: das Voren.
ſer Schätze vereinigt ſehen, die bis vor kurzem noch an murmelte er, „wie iſt das ſchön!‟ Daß Maeterlincks
* Die beſtenerten Studenten. Aller Wahrſcheinlichkeit
fünf verſchiedenen Stellen verwahrt wurden, in den drei Freude am Voren nicht nur theoretiſch ſei, ſondern auch nach werden die jungen auskändiſchen Studenten und
eugliſchen Häuſern Morgans, im Londoner Szuth Ken= praktiſche Folgen habe erfuhr der Erzähler hald banach. Studenünnen, die künitig auf einige Semeſter nach Frank=
Sugton=Muſenm und im Pariſer Magazin der Morzan=Er durſte einer der Vorſtunden beitwohnen, die der Dich=reich gehrt, vet an fronzöſiſchen Univerſtäten zu üu=
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 3. Inni 1931
Seite 6.
uniform trug, mit ſeiner Gemnahlin Gerele gehalten hate, Zahlungen geleiſtet, die keine rechtliche Grundlage haten.
wobei ihm die auswärtigen Delegierten vorgeſtellt wur= Die Folge dieſes Aergers mit den Bauhandwerkern volle Veruſung als 1. Vorſitzender der
Genoſſenſchafts=
den, richtete der Präſident der Münchener Künſtlergenof= war ſein geſundheitlicher Zuſammenbruch und ſein
ſenſchaft, Profeſſor Hans v. Peterſen, als erſter Präſident Ausſcheiden aus dem Konſortium. Nach
eingehen=
des Zentralkomitees eine Anſprache an den Regenten, in der Erkundigung über Pallmann habe er im März 1904 wohl worgekommen ſein, daß er, verwöhnt durch ſeine
Er=
der er für die Uebernahme des Protektorats über die Aus= dann mit Roth und Pallmann des Abkommen getroffen, folge, ſeine Kraft überſchätzte, aber niemals ſei er dabei
ſtellung und die perſönliche Teilnahme an dem Eröffnungs= das ihn von dem Reſtgelände befreite und die
Verpflich=
alte dankte. Er betonte ferner, wie die bayeriſchen Künſt=tung auferlegte das geſamte Baugeld zu leiſten. Erſt1
ler mit ganz beſonderer Dankbarkeit die Wohltat empfän= durch dieſes Abkommen ſei er in Verbindung mit
Pall=
den, unter einem Herrſchergeſchlecht zu leben, das mit mann gekommen. Es könne dem Angeklagten Iſaak
ſorgender Hand die freie Entwicklung jeder geſunden Kunſt nicht zum Vorwurf gemacht werden, daß er das
Verhält=
ſchützt und ſchirmt. welches durch ſeinen warmherzigen nis zwiſchen Pallmann und Nieder=Modau nicht
bedent=
perſönlichen Verkehr mit den Künſtlern innigen Anteil lich fand, denn er habe ja ſchon in ſeiner Tätigkeit bei
nimmt an ihren Beſtrebungen, an ihrem Geſchicke. Der! Neuſtadt zur Genüge erfahren, daß Nieder=Modau gern
Redner bat den Regenten, die Ausſtellung für eröffnet zu. auf ſich traſſieren ließ, und es ſeien ja genügend ſachver= Sicherung nannte ſo könnte die Wahl nicht unglücklicher
erklären. Der Prinz=Regent gab in einer Erwiderungs=ſtändige Leute aufgetreten, die ſämtlich nichts
Bedenk=
anſprache zunächſt ſeinem Bedauern darüber Ausdruck, liches bei dieſen Geſchäften ſahen. Er konnte und mußte
daß ſein verſtorbener Vater, der mit allen Faſern ſeines ſich auf die Auskünfte, die er über P. erhalten und auf nur daran, daß die Genoſſenſchaftsbank mit 348 000 Mark
Herzens mit der Kunſt zuſammenhing und zu deſſen Leb= die Erklörungen, die ihm P. über die Grundlage die= 1
zeiten noch die Vorbereitungen für die Kunſtausſtellung ſer Verbindung machte, verlaſſen. Anfänglich gingen die Modaus ging. Am ſchwerſten und empfindlichſten habe
begonnen hätten, die Eröffrung nicht mehr erleben Geſchäfte zwiſchen B. und Iſaal glatt. P. hatte wieman ſeinen Klienken der Vorwurf des Statsanwalts, der
könnte. Der Regent verſicherte ſodann Kunſt und Künſtler hört, die Bücher ſeines Geſchäfts muſterhaft geführt, auch
auch von ſeiner Seite dauernden warmen Intereſſes und die Bücher über die Bauten verhältnismäßig gut bis
Schutzes und dankte den deutſchen und ausländiſchen 1906, von 1906 bis 1908 wurde dieſer Teil der Buch=
Künſtlern für ihre Beteiligung. Er ſchloß die Anſprache führung immer lückenhafter und 1908 ſtellte P. die
Buch=
führung ganz ein; er war, wie Iſaak ſagte, vollſtändig habe. Dafür habe der Herr Staatsanwalt keinen Beweis
mit dem Wunſche, daß die Kunſtausſtellung nach jeder verſackt Als P. die Gutmütigkeit Iſaaks erkannt hatte,
Richtung einen guten Erfolg haben und den Künſtlern verwandte er das von Iſaak gegebene Geld auch für ſeine Ihrig und ſeinen edlen Beſtrebungen für Nieder=Modau
auch goldene Früchte tragen möge, und erklärte die Aus= eigenen Geſchäfte und hier ſei die Quelle der Verluſte,
ſtellung für eröffnet. Der zweite Präſident des Zentral= die über das Vermögen des Iſaak hinausgingen. P.
er=
komitees, Profeſſor Freiherr von Habermann, Präſident füllte ſeine Verpflichtungen gegen Iſaak nicht mehr er für Ihrig beſſer geweſen, er hätte keinen Fuß nach
Nie=
der Münchener Sezeſſion, brachte ſodann auf den Regen= täuſchte und narrte ihn, indem er ihm unter allen
Vor=
ten ein von der ganzen Verſammlung begeiſtert aufge= ſpiegelungen die Auslieferung der ihm zuſtehenden
Hypo=
nommenes Hoch aus. Die Muſik ſpielte die Königshymne. theken vorenthielt. Als Iſaak ſein Vermögen feſtge= heute fort.
Der Feſtakt hatte ſich in dem großen Saal vollzogen, in legt hatte, wurde ihm der Kredit gekündigt. Es
dem die Werke der franzöſiſchen Künſtler ausgeſtellt waren. wurden nun durch die Genoſſenſchaftsbank 1908 die 310 000
Nach einſtündigem Rundgang durch ſämtliche Säle ver= Mark Wechſel bei Wolfsthal eingelöſt. 130000 Mark mit
lließ der Regent der ſeine Gemahlin führte, unter den eigenen Sicherheiten des Jſaak, 180000 Mark durch einen
Ovationen der Feſtverſammlung und dem Spiel der Kö= Wechſel der Kreditbank der nach einigen Prolongationen punkte ſein — ſo hat der preußiſche Kriegsminiſter
nigshymne die Ausſtellung. Die Zahl der ausgeſtellten auch von Iſaak eingelöſt wurde. Die Gründe daß hier f
Objekte der Malerei, Graphik, Plaſtik und Architektur Genoſſenſchaften ſo umfangreich eingreifen, ſeien ganz auf einem bei der Stadt belegenen Exerzierplatze einen
beträgt ungefähr 3600.
: Plauen, 2. Juni. In Schöneck ermordete geſtern die die Kreditbank vor der Vernichtung bewahrte. An
abend, dem Vogtländiſchen Anzeiger zufolge der Arbeiter der Gründung der V.=V.=G. habe Iſaak keinen Anteil ge=
Meinel ſeine Geliebte Viedermann. Der Mörder iſt ver=habt, er hatte lediglich einmal dieſen Gedanten ausge= angelegt werden dürfen, daß aber in oder bei Städten,
ſchwunden. Er hat ſich vermutlich das Leben genommen. ſprochen. Der Grund daß Iſaal Nieder=Modau nicht die Feſtungen ſind, die Errichtung von Flugſtützpunkten
Wilhelmshaven, 2. Juni. 30 Reichstagsabgeordnete mit der Einlöſung der Wechſel in Anſpruch nahm, ſei nicht im militäriſchen Intereſſe nicht geſtattet iſt. Glogau iſt
die Furcht vor der Miſtgabel geweſen, ſondern er nahme
trafen heute morgen hier ein und nehmen hier und in davon Abſtand, weil er es nicht als fair anſah, da er die zum Teil ſchon geſchleiften Befeſtigungsanlagen wenig
Helgoland Beſichtigungen vor. Vom Reichsmarineamt ſich verpflichtet hatte, die Wechſel ſo lange zu prolongie= oder gar nichts zu bedeuten hat. Auf Grund der
Ent=
nehmen teil der Geheimrat Harms, Kapitän Löhlein und ren, bis ſie durch die Hypotheken eingelöſt werden könnten
Fregattenkapitän Regmann.
Liſſabon, 2. Juni. An der Küſte von Nazareth bei im Treſor hatte. Als Gefälligkeitswechſel habe er die
Leiria ſcheiterte ein mit 20 Perſonen beſetztes Akzepte nicht angeſehen. Mangels des Beweiſes durch Zeu= berg, Allenſtein und Inſterburg eingerichtet worden wo=
Fiſcherboot. 15 Inſaſſen ertranken.
gen oder Urkunden könne niemals geſagt werden, daß
Niſchni=Nowgorod,‟ Juni. Heute wurde ein Per= Iſaak Kenntnis hatte von den Verfehlungen des Adam
ſonenzug auf der Strecke Moskau=Riſchni=Nowgorod da= und Pallmann, und deshalb der Hehlerei ſchuldig ſei. Hierin wird wohl jetzt eine Aenderung eintreten müſſen.
durch ſchwer gefährdet, daß ein Leerzug, deſſen Führer Die Briefe ſeien nicht als Beweiſe anzuführen, da ſie
von der Lokomotive auf den Bahndamm ſtürzte, mit größ= nicht vollſtändig ſeien und durch Zeugen ſei auch nicht das ſchen 7 und 8 Uhr ſoll das bisher hier ſtationierte
Luft=
ter Geſchwindigkeit auf demſelben Gleiſe herannahte Um Geringſte nachgewieſen, was dem Angeklagten nachteilig ſchiff „Viktoria Luiſe” unter Führung des
Kapi=
einem Zuſammenſtoß vorzubeugen, leitete ein Weichen= war. Der Verteidiger erörterte dann nochmals die Ver= täns Blew nach Berlin=Potsdam übergeführt werden. In
ſteller die Lokomotive auf ein totes Gleis. Die Lokomo= ſilberung der Nieder=Modauer Werte im Auftrage von
tive zertrümmerte die Schranke und eine Steinwand und Wolfsthal im Jahre 1904, und kommt auch hier zu dem
fuhr in eine Straße hinein. Zwei Perſonen wurden ge= Schluß, daß hier von einer Hehlerei nicht geſprochen
wer=
den könne. Mangels jeden Beweiſes beantrage er die
tötet und mehrere verletzt.
Freiſprechung des Angeklagten.
Als Verteidiger des Angeklagten Ihrigs plädierte
ſo=
dann Juſtizrat Hallwachs. Als er und ſein Kollege 1
Der Nieder=Modauer Bank= das Amt der Verteidigung übernahmen, ſei es ihnen be= gegen die 1. Mannſchaft des F.=K. „Viktoriat=
Wir=
wußt geweſen, daß ſie ein ſchweres Amt übernahmen, hauſen und konnte 5:0 Toren gewinnen. —
krach vor der Strafkammer, wurder doch gegen den Angeklagten ganz ungehenerliche
42. Verhandlungstag.
der=Modaus in den Annalen der Geſchichte da. Der
-2. Geſtern führte der Verteidiger des Angeklagten Hauptſchuldige an dem Unglück werde noch heute als der
Sſaar Rechtsanwalt Schödler nochmals die Ge=Mißgeleitete in der Heffentlichkeit angeſehen, während
ſchäfte des Angeklagten im Baukonſortium vor. Es ſeien ein unbegründeter Schuldverdacht gegen Ihrig in die
dies nur hochangeſehene, ſachverſtändige Männer geweſen Oeffentlichkeit geleitet wurde. Ganz unbegreiflich ſei es rennbahn des Veloziped=Klubs Darm=
und ſeien fämtlich vermögend geweſen. Von Strohmän= daß immer noch Adam als das Opfer bemitleidet und alslſtadt an der Heidelbergerſtraße ſcheint am nächſten
nern und Bauſchwindel könne man nicht ſprechen. Gewiß bejammernswert bezeichnet werde, während er die größte! Sonntag, den 8. Juni a. c., wieder einmal einen großen
waren die Leute, die die Grundſtücke bebauten, nur kleine Verachtung verdiene Nach dem Gutachten des Herrn
Leute, aber ſoweit ſie nicht ein eigenes Vermögen mit= Sachverſtändigen wiſſe man aber, daß Adam nicht das Zuſammenſtellung eines ausgewählten Programms
dar=
brachten, einen anſehnlichen Kredit beſaßen. Es habe unſchuldige Opfer war, als das er hingeſtellt werde.e
keiner dieſer Leute einen Schaden erlitten, im Gegen= Nicht auf Unfähigkeit und Unerfahrenheit ſeien die
Ver=
teil haben viele bei dieſen Geſchäften den Grundſtein zu fehlungen Adams zurückzuführen. Je mehr Adam
ge=
einen: eigenen Vermögen legen können. Es könne auch ſchont wurde, um ſo mehr entlud ſich die Entrüſtung der trotz ſeiner durch die Ungunſt der Witterung bedingten
nicht ein einziger Bauhandwerker auftreten, der ſagen Oeffentlichkeit gegen Ihrig, gegen die er nun den Kampf 2
könne er habe etwas dabei verloren. Alle die Forde= aufnehmen müßte. Ihrig habe die größten Verdienſte bei ſeinen Veranſtaltungen leitet, dem hieſigen
Sport=
runger an das Konſortium hatten oder zu haben glaub= um das Genoſſenſchaftsweſen gehabt; nicht nur in Heſſen, publikum hervorragenden Sport zu bieten. Das
Haupt=
ten, wandten ſich an Iſaak, da ſie deſſen Gutmütigkeit ſondern auch außerhalb Heſſens werde ſein Namen rüh= wort bei den Wettkämpfen werden am Sonntag die
kannten. Dieſer habe oft, um nur die Leute loszuwerden, mend genannt. Auf Grund der von ihm getätigten Ehr= Dauerfahrer ſprechen, die in vier Läufen zu 10, 15, 20,
H
dieren, zur Leiſtung eines Wehrbeitrages für die Verſtär= ſollte. Nur ſeine alte Mutter konnte ſich mit dem Ge=C
kung der franzöſiſchen Rüſtungen herangezogen werden. danken an ſeinen Tod nicht befreunden: ſie blieb dabet, S
Der franzöſiſche Finanzminiſter iſt gegenwärtig mit dem daß der ſo lange vermißte Sohn eines Tages heimkehren 8
Studium eines Steuerprojektes beſchäftigt, durch das die müſſe Dieſe Wahnidee der Greiſin nahm niemand ernſt,
ausländiſchen Studenten gezwungen werden ſollen, das bis ſie eines Tages aus Sidney die Nachricht erhielt, ihnen gelingen könnte, einen wertvollen Fund ans Tages=
Ihre zur Erhöbung der franzöſiſchen Wehrfähigkeit bei= daß Roger in dem auſtraliſchen Dorfe Waggawagga als licht zu fördern, doch wollen jetzt die zuſtändigen
Behör=
zutragen. Man will auf dieſem Wege zugleich auch die Schlächtermeiſter unter dem Namen Tom Caſtro lebe. So= den dieſer wilden Buddelei einen Riegel vorſchieben. Es
Benachteiligung der franzöſiſchen Studenten ein wenig fort ſchrieb ſie an den angeblichen Sohn, und „Caſtro‟ i
ausgleichen; ſollen doch künſtig die Muſenſöhne drei erklärte ſich bereit, wieder nach Hauſe zu kommen. Am Terrain in Frage kommt, bei Androhung von Strafen
Lebensjahre durch ihre Militärpflicht dem Studium ent= Weihnachtsabend 1866 traf er in London ein und die zu unterſagen. Einige Landbeſitzer haben Arbeiter
an=
zogen ſein, während die ausländiſchen Studenten dieſem Mutter erkannte ihn als ihren Sohn. Er nahm ſeinen
Handicap nicht oder nur in geringerem Maße ausgeſetzt alten Namen wieder an und trat in alle geſellſchaftlichen
ſind. Weiterhin ſollen alle ausländiſchen Aerzte, die bis! Beziehungen ein, die ihm als Sir Tiſchborne zukamen. kleinere Funde gemacht worden ſein, doch ſcheint es ſich
zur Vollendung ihres 25. Lebensjahres in Frankreich Aber bald häuften ſich die Verdachtsgründe, daß der hierbei lediglich um Wichtigtuerei zu handeln.
noch nicht naturaliſiert ſind, beſonders hoch beſtenert wer= heimgekehrte „verlorene Sohn” ein frecher Schwindler
den. Die franzöſiſche Studentenſteuer wird etwa 4000 ſei. Es wurde ein Verfahren gegen ihn eingeleitet. Die
Studenten und annähernd ebenſoviel Studentinnen Anklage behauptete daß er nicht Roger Tiſchborne
ſon=
treffen, in erſter Linie Ruſſen, Türken und Rumänen. dern ein Schlachtergeſelle Arthur Orton aus dem DorfeI
Das Kontingent der in Frankreich zeitweilig ſtudierenden Wapping in England wäre. Dieſer ſei nach mancherlei
Deutſchen ſteht in der Reihe der ausländiſchen Hörer erſt Abenteuern nach Auſtralien gekommen und habe dort
an fünfter Stelle. Auch eine Beſteuerung der in Frank= einen alten Neger mit Namen Bogle kennen gelernt, der
reich tätigen Gewerbetreibenden fremder Nationalität iſt früher Diener im Hauſe Tiſchbornes geweſen war. Dem
wahrſcheinlich; die Polizei entfaltet bereits eine eifrige Neger fiel nach Anſicht der Anklage die frappante Aehn=
Tätigkeit in der Prüfung und Durchſicht der Papiere aller lichkeit auf die zwiſchen dem Schlächter und ſeinem ver= Monat angeſetzt hatte Sie ſtammt aus einer kleinen
Ausländer, angeblich um ſich davon zu überzeugen, daß ſchollenen Herrn beſtand. So inſtruierte er ihn über den
ſie in Ordnung ſind in Wirklichkeit aber, um die Grund= Fall und machte ihm ſo genaue Mitteilungen über das von dem Augenblick an, da ſie die Frau des Millionärs
lagen zu einer künftigen Sonderbeſteuerung aller Frem= Vorleben und die Gewohnheiten Rogers, daß Orton
ſpä=
den zu gewinnen.
ter in England die Rolle des jungen Tiſchborne mit
größ=
ml. Der ſeltſamſte Kriminalfall des 19. Jahrhunderts, tem Erfolge ſpielen konnte. Freilich vermochte er die den Angaben des Mannes verbrauchte ſie durchſchnittlich
Ein ſoeben in London erſchienenes Buch: „Die Tiſch= Stimme des Blutes nicht ganz zum Schweigen zu brin= im Monat für Garderobe 8000 Mark für Wein 2200
borne=Tragödiet von M. E. Kenealy rollt jenen denkwür= gen. Am Tage, nachdem er in London eingetroffen war, Mark und für Zigaretten 190 Mark. Durch ihre
Ver=
digen Fall wieder auf, der vor einer Generation ganz nahm er ſich einen Wagen, fuhr hinaus nach Wapping ſchwendungsſucht iſt es ihr gelungen, in kurzer Zeit ein
England in Erregung verſetzte und den man nicht mit Un= und erkundigte ſich dort, ob noch Angehörige des Schläch= Vermögen von 4 Millionen auf 120 000 Mark zu
redu=
recht „das ſeltſamſte Myſterium des 19. Jahrhunderts” ters Orton lebten, ein Umſtand, der ſpäter ſtark gegen ihn zieren, Heye hat ſeiner Gemahlin nicht weniger als
genannt hat. Im Jahre 1852 wanderte Roger Charles ausgenutzt wurde. Der Prozeß gegen Orton aligs
Tiſch=
borne, der ungeheures Aufſehen erregte. endete mit der 7
Tiſchborne, der Erbe einer reichen und angeſehenen englie Verurteilung des Angeklagten zu 14 Jahren Zwangs= lich 14000 Mark ertra ausbezahlt. Der Oberrichter
ſchen Baronie, wegen einer Liebesaffäre nach Südamerika
aus. Nach zwei Jahren wollte er wieder heimkehren, arbeit. Trotzdem blieb ein Teil der öffentlichen Meinung
und er beſtieg in Rio das Schiff Bella” das ihn nach von ſeiner Unſchuld überzeugt, und auch das ſoeben er= Wahnſinn der Kleiderſucht und des Aufwandes, und die=
Europa bringen ſollte. Aber unterwegs ging die Bella”ſchienene Buch iſt dazu beſtimmt die Glaubwürdigkeit ſer Gerichtshof wird niemanden bei ſolchen
Ertravagan=
mit Mann und Maus unter und ſeitdem hat niemand mehr ienes längſt verſtorbenen Orton” zu verteidigen.
In=
etwas von dem jungen Tiſchborne gehört. 1862 ſtarb deſſen bleibt es doch am wahrſcheinlichſten daß der
an=
auch ſein Vater und vier Jahre darauf ſein einziger jün= gebliche Roger Tiſchborne ein ebenſo frecher wie raffi= den in Automobilen umherfahren, während ſie ihre
Kin=
gerer Bruder, deſſen im Säuglingsalter ſtehenden Kinde nierter Schwindler geweſen iſt.
nun die Erbſchaft zufiel. Niemand dachte daran, daß
der ſeit 12 Jahren verſchollene Roger noch exiſtieren Umgebung von Eberswalde ein fieberhaftes Graben nach
Nummer 127.
1.
lichket Fleißz und Zuverlaſialeit erhielter 194 die
ehren=
bank. Was Ihrig ſich vorgeſteckt hatte, wurde von ihm
mit unendlicher Energie durchgeführt. Dabei mag es
vom Wege der Redlichkeit, des Geſetzes abgewichen,
nie=
mals habe er etwas getan, was er als ſtrafbar, als
un=
recht erkannt hatte. Wenn man das Ergebnis der
acht=
wöchigen Verhandlung betrachte, müſſe man ſagen, daß
Ihrig nur das Beſte gewollt, daß er nur den Leuten helfen
wollte, denen er ſich nicht aufdrängte, ſondern die ihn zur
Hilfe herbeiriefen. Wenn der Herr Staatsanwalt als
Leit=
motiv der Handlungen Ihrigs die Worte Vertuſchung und
geweſen ſein. Weder die Vertuſchung ſei erfolgt, noch
habe ſich die Genoſſenſchaftsbank geſichert Er erinnere
ungeſicherter Forderungen in den Konkurs
Nieder=
ihm die perfönliche Ehrenhaftigkeit, die Wahrhaftigleit
abſtritt, getroffen, daß er nicht den Mut habe,
nachdem er einmal gefehlt habe dieſe Taten zu
be=
kennen und daß er ſeine Zuſucht zur Lüge genommen
erbracht. Mehr wie bei allen anderen könne man bei
ſagen „Undank iſt der Welt Lohn”. In dem einen ſtimme
er dem Herrn Staatsanwalt bei, wenn er ſagte, es wäre
der=Modau geſetzt.
Herr Juſtizrat Hallwachs ſetzt ſein Plaidoyer
Luftfahrt.
B.B. Feſtungen dürfen keine
Flugſtütz=
ſoeben entſchieden. Die Stadt Glogau hatte die Abſicht,
klar, nämlich die Pfandbriefunterbringung durch Iſaak, Flugſtützpunkt zu errichten. Der Kriegsminiſter hat das
Geſuch um Genehmigung jedoch abgelehnt mit der
Be=
gründung, daß bei Garniſonſtädten wohl Flugſtützpunkte
eine Feſtung zweiten Nanges, bei der ein Ueberblick über
ſcheidung des Kriegsminiſters wird man aber u. a. in
und er auch die von Pallmann gegebenen Sicherheiten Königsberg i. Pr. in eine gewiſſe Schwierigkeit geraten,
Dort iſt eine Flugſtraße mit Flugſtützpunkten in
Königs=
bei die Flugſtation Königsberg die Hauptſtation bildet.
* Frankfurt a. M., 2. Juni. Dienstag früh zwi=
Magdeburg ſoll eine Zwiſchenlandung vorgenommen
werden.
Sport, Spiel und Turnen.
* Fußball. Am Sonntaa ſpielte die 1. Mannſchaft
des F.=K. „Teutonia”=Weiterſtadt in Weiterſtadt
Nächſten
Sonntag fährt die 1. Elf Teutonias” nach Darmſtadt,
Beſchuldigungen erhoben. Einzig ſtehe das Unglück Nie= um gegen die 3. Mannſchaft des Darmſtädter
Sport=
klubs 1905 (A=Klaſſe) ein Wettſpiel auf dem Sportplatz
am alten Schießhaus auszutragen.
— Große Radrennen in Darmſtadt. Die Rad=
Tag zu bekommen. Deutet ſchon die verſtändnisvolle
auf hin, ſo läßt die Qualität der gemeldeten Fahrer
be=
ſonders große Erwartungen gerechtfertigt erſcheinen. Es
iſt ohne Zweifel anzuerkennen, daß den Veloziped=Klub
Mißerfolge der letzten Zeit immer wieder das Beſtreben
Schätzen hervorgerufen. Allenthalben ſind Hacke und
Spaten in Bewegung, nicht nur auf privatem Grund und
Boden, ſondern auch auf kommunalem oder fiskaliſchem.
Die Schatzgräber ſind der frohen Hoffnung, daß es auch
iſt von ihnen geplant, dieſes Graben, ſoweit nicht privates
genommen und laſſen ihr Eigentum nach Gold und
an=
deren Schätzen durchwühlen. Angeblich ſollen bereits
C2 700000 Mark Nadelgeld. Einen intereſſanten
Bei=
trag zur Pſychologie der New=Yorker Millionärsfrauen
liefert ein Prozeß, der in dieſen Tagen vor dem
Ober=
gericht verhandelt wurde und in dem Frau Blanche Heye
ihren Mann, den Millionär Georg Heye vom Standard=
Oil=Truſt, gerichtlich dazu zwingen wollte, ihr eine
Mi=
nimalſumme für ihren Lebensunterhalt auszuzahlen, eine
Minimalſumme, die Frau Blanche Heye in einer
Auf=
wallung von Beſcheidenheit auf nur 26000 Mark für jeden
Provinzfamilie aus beſcheidenſten Verhältniſſen, aber
geworden und nach New=York übergeſiedelt war, wurde
ſie ein Opfer der New=Porker Verſchwendungsſucht. Nach
700 000 Mark Nadelgeld gegeben und ihr dazu noch monat=
Aſpinwall wies die Klage ab und erklärte kategoriſch:
„Die Frauen Nen=Yorks erliegen immer mehr dem
zen beſtärken. Ich bin ein Gegner der Frauen, die Whisky
trinken, Zigaretten rauchen, mit närriſch gekleideten
Hun=
der vernachläſſigen und beſſer dabeim blieben mit dem
BB. Der Eberswalder Goldfund hat in der weiteren Beſtreben, ihren Männern das Leben zu erleichtern.”
Nummer 127.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 3. Inni 1913.
25 Kikometern mit ihren Motorſchritmachern zum Start t wilet. Auch in den Wäldern wurde großer Schaden an=dem nun vollogenen geſchichtlichen Vorgang einen
Be=
antreten. Aber auch die Flieger treffen ſich in mehreren gerichtet. Viele Perſonen ſind verletzt worden, doch ſind weis dafür erblicken, daß ihr unter vielfachen Schwierig=
Rennen. Bekanntlich konnten am letzten Renntag einige tödliche Unfälle bisher nicht gemeldet.
Konkurrenzen regenhalber nicht zum Austrag gelangen,
* Gardelegen, 2. Juni. Bei einem Gewitter vorläufigen Abſchluß geführt hat. Sie dürfen hieraus
die nunmehr am Sonntag in das Programm aufgenom= wurde am Samstag in Dadingen ein 12jähriger Knabe Ermutigungen zu gemeinſamem Weiterarbeiten ſchöpfen.
men worden ſind. In erſter Linie iſt das 30 Kilometer= vom Blitz erſchlagen. In Kläden ſchlug der Den Staatsmännern des Balkanbundes wird das Ver=
Mannſchaftsfahren nach Art der Sechstage=Rennen erwäh= Blitz in eine Gruppe polniſcher Arbeiter. Einer von trauen entgegengebracht, daß ſie kein Mittel zur gütlichen
nenswert, bei welchem je zwei Fahrer eine Mannſchaft ihnen wurde getötet, drei betäubt
bilden, die ſich beliebig abwechſeln können. Falls ein
Fahrer im Rennen Defekt exleidet, ſo wird dasſelbe abge= Nähe von Dobrau wurde am Samstag nachmittag ein es die europäiſche Diplomatie an vermittelnden
Ein=
läutet, um den Betreffenden bis zum Ablauf der zwei 18jähriger Mann namens Renner vom Blitz erſchla= wirkungen nicht fehlen; alle vernünftigen Erwägungen
nächſten, im langſamen Tempo zu fahrenden Runden Ge=gen. Seine Mutter und drei Bunzlauer Herren, die ſich
legenheit zu geben, ſich durch ſeinen Partner ablöſen zu ebenfalls in der Kantine befanden, blieben unverletzt.
laſſen. Nach den zwei Runden wird das Rennen
wie=
der angeläutet, und der Kampf beginnt aufs neue. Um
keine unlauteren Machenſchaften bei den Fahrern durch
Der Oberſt als Hochverräter.
falſche Meldungen von Defekten aufkommen zu laſſen,
wird jede defekt gewordene Maſchine vom
Wettfahraus=
ſchuß ſorgfältig geprüft und jede falſche Meldung mit dem von verläßlicher Seite verſichert wird, umfaßt die Unter= wünſchten. Die beiden benachbarten Länder haben keinen
Verluſte einer Runde beſtraft. Auch die Ablöſung der ſuchung über den Fall Redl folgende Punkte, die zum Grund mehr, miteinander zu hadern, im Gegenteil, ihre
Fahrer während des Rennens wird genau überwacht, da Teil ſchon erwieſen ſind: erſtens die Auslieferung kopier= wohlverſtandenen Intereſſen gebieten ihnen ein
gegenſei=
jede Ablöſung nur dann gilt, wenn der einſpringende ter oder exzerpierter Akten und Pläne (techniſche und or= tiges Einpernehmen und die beſten freundnachbarlichen
Fahrer auf gleicher Höhe mit ſeinem ausſcheidenden Part= ganiſatoriſche Weiſungen und Elaborate, Marſch= und Beziehungen. Bulgarien zählt innerhalb ſeiner neuen
ner iſt.
an eine fremde Macht); zweitens Warnungen an ſpionage= die ſich voller religiöſer, politiſcher und perſönlicher
Frei=
verdächtige Perſonen, wodurch deren Ueberwachung hin= heit erfreuen werden, wie ſie bisher die Muſelmanen im
Prinz Hermann zu Stolberg=
Wernigerode F.
nen von Perſonen, die zugunſten Oeſterreich=Ungarns gebenſten bulgariſchen Bürger gemacht hat. Von nun an
* Wie aus Radenz in der Provinz Poſen gemeldet Spionendienſte taten, an die fremde Macht; viertens Ver=haben wir keine nationalen Beſtrebungen mehr in der
wird, iſt dort am Sonntag vormittag 10 Uhr der Schwa=eitelung von Spionage=Unterſuchungen durch wiſſentlich Türkei und daher auch gar keine
Eroberungs=
ger unſeres Großherzogspaares, der Gatte der Prinzeſſin falſche Mitteilungen ſowie durch paſſives Verhalten oder labſichten. Unſere wirtſchaftlichen Intereſſen ſind die
Prinzlaxes Verfahren in der eigenen Dienſtſphäre Redls, in einzigen, die wir nunmehr in der Türkei haben. Wir
Dorothea, geb. Solms=Hohenſolms=Lich,
Hermann zu Stolberg=Wernigerode im einem Falle ſogar einer Ehrverdächtigung anderer ein= erlegen uns auf, in Zukunft die eifrigſten und aufrichtig=
Alter von 45 Jahren infolge eines Schlaganfalles plötzlich wandfreier Offiziere, vor deren Erhebungen er warnte. ſten Schützer der Integrität des türkiſchen Reiches zu
geſtorben. Der Prinz war ſeit 1910 mit Prinzeſſin! Der von Prag aus verbreiteten Behauptung, Redl habe ſein. Alles deutet darauf hin, daß die Türken dies voll=
Dorothea vermählt. Prinz Hermann war der Bruder auch militäriſche Geheimniſſe Deutſchlands über Auf=kommen begreifen. Eine Aerg der beſten türkiſch=
bulgari=
der Fürſtin von Solms=Hohenſolms=Lich und der ältere marſch uſw., die er in ſeiner Amtspraxis und bei ſeinem ſchen Beziehungen kündigt ſich an.
Bruder des Prinzen Friedrich Wilhelm zu Stolberg= Beſuche in Berlin während der Angliederungskriſe erfah=
Wernigerode der mit Prinzeſſin Edda zu Erbach=Schön= ren habe, verraten, ſtellt die Militäriſche Rundſchau ein
Dementi gegenüber, da kein Offizier überhaupt inſtand
berg vermählt iſt.
Infolge Ablebens des Prinzen begaben ſich, der geſetzt worden ſei, militäriſche Geheimniſſe einer aus= nen aus militäriſchen Kreiſen iſt noch keine Ent=
Darmſt. Ztg. zufolge, am Sonntag 1 Uhr 34 Min, nach= wärtigen Macht preiszugeben. Der Zeit zufolge iſt der
mittags die Fürſtin zu Solms=Lich und um Kaiſer über den Fall Redl tief bewegt und bezeichnete dſcha=Truppen getroffen worden. In Kreiſen der
10 Uhr 25 Min. abends die Großherzoglichen ihn als das Unerhörteſte, das ihm während ſeiner ſo Pforte wird erklärt, daß darüber ein Einkommen mit Bul=
Herrſchaften mit dem Fürſten zu Solms=Lichlangen Regierungszeit begegnet ſei. Dasſelbe Blatt
er=
nach Radenz in Poſen.
fährt, daß der Fall zur Einſetzung einer Kommiſſion demnächſt beginnen. Auf jeden Fall, ſo heißt es offiziell,
Anlaß gegeben habe, die eine umfaſſende Reformierung teilt die Regierung nicht die von gewiſſen Preßorganen
Zum Unfall des Panzerkreuzers
der Behandlung von Geheimakten. In Stockerau bei Kriegszuſtand erhalten ſolle, um aus einem Krieg zwi=
Wien wurde der Ulanenleutnant Horinka verhaftet, der ſchen den Verbündeten Nutzen zu ziehen; die Türkei habe
„Blücher‟.
* Man ſchreibt der Tgl. Rdſch.: In dem Inſelgebiet hat.
des Großen Belt ſind beſonders in gegenwärtiger
Jah=
reszeit bei dem großen Wechſel der Temperaturen dichte Redl war nicht ſchon ſeit längerer Leit verdächtig, ſonſt eines türkiſch=griechiſchen Einvernehmens war, in Kon=
Nebel keine Seltenheit. Auf das plötzliche Einſetzen eines hätte man ihn nie zum Generalſtabschef in Prag gemacht. ſtantinopel erwartet wird.
derartigen Nebels iſt der Unfall des Panzerkreuzers „Blü= Von ſeinem Aufwand wurde geſprochen, doch hatte er
tat=
cher” zurückzuführen, der nördlich der Inſel Romss ein ſächlich eine Erbſchaft gemacht, die mit ſeinen
Einkünf=
kleines Eiland am nördlichen Eingang zum Großen Belt ten und Zuſchüſſen für ſeine übrigens nicht gar ſo
über=
zwiſchen den Inſeln Fünen und Seeland — aufgelaufen triebene Lebenshaltung hätte ausreichen können. Sein
Verkehr mit Agenten und Konſidenten fiel wegen ſeines Paſitſch und der bulgariſche Miniſterpräſident Ge=
und feſtgekommen iſt.
Der Panzerkreuzer Blücher”, unter dem Kommando eigenen Dienſtzweiges nicht auf. Redl genoß bei allenſchow hatten heute nacht in Zaribrod eine
Zu=
des Kapitäns zur Sce Waldemar Pieper, dient dem Ar= ſeinen Bekannten das größte Anſehen und erfreute ſichſammenkunft, um ihre Anſichten über die Lage
aus=
tillerieverſuchskommando als Uebungsſchiff. Der Kom=allgemeiner Beliebtheit. Seine verräteriſche Tätigkeit zutauſchen, Es wurde eine prinzipielle Einigung dahin
mandant iſt gleichzeitig Präſes des Artillerieverſuchskom= wird unſinnig übertrieben. Wirklich geheime Aktenſtücke erzielt, daß die Miniſterpräſidenten der vier verbündeten
mandos. Das Schiff mußte ausnahmsweiſe zu den Ueb=befinden ſich einzig und allein beim Ehef des General= Staaten zuſammentreten, um ein Einvernehmen über alle
ungen herangezogen werden, um die Zahl der zur Ver=ſtabes, und nur dieſer, ſein Stellvertreter und der Ehef die Verbündeten berührenden Fragen herbeizuführen.
fügung ſtehenden Panzerkreuzer zu vermehren. Gerade des operativen Bureaus kennen ſie. Die allergeheimſten
jetzt hat nämlich ein Ausfall von zwei großen Kreuzern Dinge kennt nur der Chef allein. Redl kannte nur die Serben haben die Begegnung der beiden Premierminiſter
bei der Hochſeeflotte ſtattgefunden. Die „Goeben” kreuzt Vorkehrungen ſeines eigſenen (Korpsbereichs. Die Be= gewünſcht, bevor Paſitſch ſein Erpoſé gab Infolge des
im Mittelmeer als Flaggſchiff der Diviſion, und der neue ſtimmung des Korps für den Kriegsfall weiß im Frieden letzteren wollte Geſchow die Begegnung abſagen, doch be=
Panzerkreuzer „Seydlitz” kommt für die Uebungen der nicht einmal der Korpskommandant. Verſchiedene Aus= ſchloß die Regierung ſchließlich, auch dieſe Opfer zu brin=
Hochſeeflotte noch nicht in Betracht.
Der „Blücher” hat einen Tiefgang von 8 Metern. jährlich, geändert, ſo daß von einem dauernden SchadenSerbien darf nicht auf die geringſte Nachgie=
Falls es den Bemühungen der Begleitſchiffe des „Blücher” der Verräterei Redls nicht geſprochen werden kann.
nicht gelingen ſollte, das Schiff abzuſchleppen, wird man
* Wien, 2. Juni. Wie aus Warſchau berichtet
den Panzerkreuzer durch Abgabe von größeren Gewich= wird, hat dort die Entdeckung, daß Redl in ruſſi= des Matin berichtet, daß der Kriegsminiſter Bejanowitſch
ten (Kohlen, Munition uſw.) entlaſten. Die Grundver=ſchen Dienſten ſtand, große Beſtürzung hervorgeru= ihm u. a. folgendes erklärt habe: Die Lage iſt überaus
hältniſſe im Großen Belt ſind günſtig, da ſie zumeiſt nur fen. Redl war ausſchließlich mit dem Warſchauer ernſt und die Spannung zwiſchen Serbien und Bulga=
Sandfrrmationen aufweiſen. In ſeiner Eigenſchaft als Generalſtabschef in Verbindung, der ſeine Informatio= rien unvermindert. Ich hoffe aber trotz allem, daß ein
Uebungsſchiff für das Artillerieverſuchskommando hat der nen weiter beförderte. Seit 10 Jahren ſtand Redl mit Bruderkrieg vermieden werden wird. Serbien hofft, daß
Blücher” ein ausgewähltes Perſonal an Offizieren und Rußland im Spionageverhältnis, in regen Dienſtbetrieb die ihm befreundeten Großmächte Bulgarien davon
über=
jedoch erſt ſeit ſechs Jahren. Er traf hier mit General zeugen werden, daß es in der Frage der Teilung der er=
Mannſchaften an Vord.
* Kiel, 2. Juni. Der im Großen Belt auf Grund Miszenko zuſammen, mit dem er intim war. Redl, der oberten Gebiete den ſerbiſchen Standpunkt annehmen
geratene große Kreuzer „Blücher” iſt geſtern abend 10 geläufig ruſſiſch ſprach, kam ſeit 1906 zwei bis dreimal müſſe. Serbien wird alle von ſeiner Armee beſetzten Ge=
Uhr unter Aſſiſtenz des Kreuzers „Augsburg” und einiger nach Warſchau, wo er flott lebte. Eine deutſche Soubrette, biete behalten, und Prilep, Veles, Ochrida und Monaſtir
Werftfahrzeuge freigekommen.
Wien.
eine Waffenübung ableiſtete, hat ſich erſchoſſen. Nach bulgariſchen Soldaten ſind Helden wie die unſerigen.
Unwetter.
ſeinen Angaben wurde er ſcharf beobachtet. Der Gedanke, Jedenfalls iſt das ſerbiſche Heer für jede Eventualität be=
* Frankfurt. 2. Juni. Während geſtern nachmit= mit dem Fall Redl in Beziehung gebracht zu werden, reit. Wenn es notwendig würde, könnte es morgen ins
tag zwiſchen 5 und 6 Uhr über Frankfurt ein Gewitter ſei ihm unerträglich.
mit verhältnismäßig milden Entladungen niederging,
hauſten im Hoch= und Nordtaunus mehrere
Gewit=
ter, wie ſie in ſolcher Heftigkeit ſeit vielen Jahren nicht
Zur ſpaniſchen Kabinettskriſe.
beobachtet worden ſind. Das Unwettergebiet erſtreckte ſich
* Madrid, 2. Juni. Romanones begab ſich
von Königſtein bis weit in den Uſinger= und Oberlahn= geſtern abend 7,30 Uhr ins Palais, das er um 8.15 Uhrgende Angelegenheit handele.
kreis hinein.
* Wiesbaden, 2 Juni Das furchtbare Un= wieder verließ. Er erklärte Journaliſten, daß der König
wetter, das geſtern abend über dem weſtlichen Taunus ihm ſogleich angekündigt habe, daß er ihm die
Regier=
niederging, hat namentlich in der Gegend von Selbach ſung von neuem übertrage. Romanones teilte
und Engenhahn, wo zwei Gewitter zuſammentrafen, den Journaliſten folgende Note mit: Die von Maura am
großen Schaden angerichtet. Hazelkorner von Donnerstag in der Kammer gehaltene Rede rief im
Parlament eine Störung der gegenſeitigen Beziehungen
Taubeneigröße bedeckten den Erdboden bis zu 10 Zenti= der Regierungsparteien hervor. Der Miniſterpräſident, prachtvollem Wetter auf dem Tempelhofer Felde die
meter Höhe. Der Blitz ſchlug in den Kirchturm von
Engenhahn, ohne zu zünden. Ein zweiter Blitzſchlag traf der auf die Unterſtützung der Mehrheit der beiden Kam= Berlin und der Vororte ab. Die Paradeaufſtellung
die in Touriſtenkreiſen bekanite Lenzenmühle die ſofort mern rechnete, hielt es für ſeine Pflicht, der Krone un= war die übliche in zwei Treffen und ſtand unter dem
Be=
lichterloh brannte. Ställe und Scheunen verbranzten verzüglich eine Gelegenheit zu verſchaffen, die Meinung
vollſtändig. Das Vieh konnte nur zum Teil gerettet wer= und Ratſchläge von Perſönlichkeiten, die auf Grund ihrer Plettenberg. Neben den großen Tribünen, welche
den. Das Wohnhaus wurde gerettet Der Beſitzer iſt Stellung in der konſervativen oder liberalen Partei dazu dicht beſetzt waren, hatten mehrere Berliner Schulen
Auf=
nicht verſichert. In Heftrich, wo ein Sängerfeſt ſtattfand, autoriſiert waren, über die neue Lage und die aus ihr zu ſtellung genommen. Die Majeſtäten waren mit
Automo=
ziehenden Konſequenzen zu hören. Der König glaubt, bil vom Neuen Palais am Steuerhäuschen eingetroffen,
wurde die Feſthalle vom Sturm vollſtändig
zuſammen=
geriſſen. Der Blitz ſchlug mehrfach ein und zündete. Zwei nachdem er verſchiedene Perſönlichkeiten befragt und die wo der Kaiſer zu Pferde ſtieg. Außer den hier anweſen=
Scheunen ſind verbrannt. In den Wäldern in der Um= von ihm geäußerten Meinungen abgewogen hat, daß kein den Mitgliedern des kaiſerlichen Hauſes nahmen an der
gebung des Feldberges, namentlich bei Glashütten und Grund vorliege, die geringſte Aenderung in der poli= Parade die Mitglieder der argentiniſchen Sonderkommiſ=
Schloßborn, iſt großer Schaden angerichtet. Hunderte tiſchen Lage vorzunehmen. Er hat die Frage gelöſt, in= ſion, Offiziere des ruſſiſchen Leibgardearenadierregiments
von Bäumen ſind entwurzelt.
trug, der an der Spitze des Kabinetts in der gegenwärti=
* Hanau, 2. Juni. Bei dem geſtern abend in der
Umgegend von Bruchköbel (Kreis Hanau) nieder= gen Zuſammenſetzung bleibt.
fort ihre Sitzungen aufgenommen, um die politiſche De= liche Offiziere teil. Es fand nur ein Vorbeimarſch ſtatt.
gegangenen ſchweren Gewitter ſchlug der Blitz in den
altehrwürdigen, 500 Jahre alten Turm der evangeliſchen batte fortzuſetzen und die Geſetzentwürfe, die das
Regier=
ungsprogramm darſtellen, zu beraten.
Kirche, ohne jedoch zu ſchaden.
H. B. Stuttgart, 2. Juni. Während eines
Ge=
witters, das am Sonntag abend im Neckartale wütete, bil=
Der Balkankrieg.
dete ſich in Plochlingen plötzlich eine Windhoſe, die
in wenigen Minuten furchtbare Verheerungen
Friede.
anrichtete. Das Dach des neuerbauten Bahnhofes wurde
total abgedeckt und die ganze Seitenfront des
Bahnhofs=
gebäudes zerſtört. Die Trümmer wurden auf die Gleiſe Zeitung ſchreibt: Die Tatſache, daß am 30. Mai der
Vor=
geworfen, ſo daß der geſamte Verlehr unterbrochen war. friede zur Beendigung des Balkankrieges wurde jedoch erſchüttert als man mittags ebenſalls die
Auch innerhalb des Ortes hat der Sturm ſurchtbar ge=im St. James=Palaſt in London unterzeichnet worden mit Stricken gebundene Leiche eines etwa zehnjährigen
hauſt. Zahlreiche Dächer, darunter von einem großen iſt, wird mit gebührender Anerkennung für die Leiſtung Knaben faſt an derſelben Stelle ländete. Die Polizei iſt
Fabrikgebäude, wurden abgedeckt und faſt ſämtliche Fen=der mühevollen Verhandlungen durch Grey überall will= davon überzeugt, das die Mutter mit dem Kinde in den
ſterſcheiben zerträmmert. Die Felder ſind meilenweit ver= kommen geheißen werden. Die Großmäckte können in Tod gegangen iß
Seite 7.
keiten bewährtes Zuſammenhalten zu dem erwünſchten
Löſung der ſchwebenden Streitigkeit unverſucht laſſen wer=
Bunzlau, 2. Juni. In einer Kantine in der den. Soweit eine Gefährdung des Friedens droht, läßt
ſprechen gegen den Ausbruch eines neuen Krieges.
Zwi=
ſchen den Großmächten ſcheint jede Gefahr eines
Zu=
ſammenſtoßes beſeitigt. Die letzten Wolken im nahen
Oſten werden ſich hoffentlich bald zerſtreuen.
* Sofia, 1. Juni. Zum Friedensſchluß
ſchreibt der Mir: Es war für niemanden ein Geheim=
* Wien, 1. Juni. Wie der Neuen Freien Preſſe nis, daß die Türkei und Bulgarien den Frieden
Konzentrationspläne, Fahrpläne für Heerestransporte Grenze unter der Bevölkerung zahlreiche Muſelmanen,
fällig wurde; drittens Preisgabe der Namen und Aktio= alten Bulgarien genoſſen haben, was aus ihnen die er=
Zur Lage.
* Konſtantinopel, 1. Juni. Nach
Informatio=
ſcheidung über die Beurlaubung der
Tſchatal=
garien abgeſchloſſen werden ſolle. Die Entlaſſung könne
des Generalſtabes zum Ziel habe, namentlich hinſichtlich unterſtützte Idee, daß die Pforte ihre Armee auf dem
mit Redl in intimem Freundſchaftsverhältnis geſtanden por allem Ruhe nötig, um ſich der inneren Sammlung
zu widmen. — Gerüchtweiſe verlautet, daß die Ankunft
Aus Generalſtabskreiſen erfährt die Zeit: des griechiſchen Miniſters Rhallis, der ſtets Anhänger
Bulgarien und Serbien.
* Sofia, 2. Juni. Der ſerbiſche Miniſterpräſident
* Sofia, 2. Juni. Der offiziöſe Mir ſchreibt: Die
arbeitungen werden übrigens regelmäßig, meiſt halb=gen. Die Regierung iſt auf jede Eventualität vorbereitet.
bigkeit ſeitens Bulgariens rechnen.
* Paris. 2. Juni. Der Belgrader Korreſpondent
mit der er in ein Verhältnis trat, folgte ihm ſpäter nach werden ſerbiſch bleiben. Wenn unglücklicherweiſe ein
Krieg unvermeidlich ſein ſollte, dann wird er kurz, aber
Der Reſerveleutnant Dr. Mausner der ſoeben blutig ſein. Die bulgariſche Armee iſt ausgezeichnet, die
Feld ziehen.
* London, 2. Juni. Auf Wunſch der bulgariſchen
Regierung iſt Dr. Danew geſtern ſpät abends nach
Sofiaabgereiſt. Für dieſe Berufung wird kein
an=
derer Grund angegeben, als daß es ſich um eine drin=
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin. 2 Juni. Der Kaiſer hielt heute bei
Parade über die Truppen der Garniſon
fehl des kommandierenden Generals Freiherrn von
dem er von neuem ſein Vertrauen auf Romanones über= König Friedrich Wilhelm III., des öſterreichiſchen
Infan=
terieregiments Wilhelm: des 32. württembergiſchen In=
Die Cortes haben ſo= fanterieregiments Kaiſer Wilhelm Nr. 120 und fremdherr=
Nach der Kritik führte der Kaiſer an der Spitze der vom
2. Garderegiment geſtellten Fahnenkompagnie und der
von den Gardeküraſſieren geſtellten Standarteneskadron
unter dem Zubel der nach vielen Taufenden zählenden
Menſchenmenge die Feldzeichen ins Schloß zurück, wo
der Kaiſer noch militäriſche Meldungen entgegennahm.
* Berlin, 2. Juni. In der Nähe des Freibades
Wann=
ſee wurde heute morgen eine mit Stricken um=
* Berlin, 1. Juni. Die Norddeutſche Allgemeineſchnürte Frauenleiche aus dem Waſſer gezogen.
Man glaubte zunächſt an ein Verbrechen. Die Anſicht
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 3. Juni 1913.
Seite 8.
2 Handurg. 2. Zmt. Engliſche und anerlaniſche ſDr. Kahun Breunessel-Harwaser ier einach
unfehlbar bei Haarausfall etc. und an Güte
ZZeitungen bringen die Nachricht, daß auf dem
von der Konkurrenz niemals zu erreichen.
Dampfer „Imperator” von den auf dem Schiffe
beſchäftigten Arbeitern Sabotage verübt worden ſei.
Die Hamburg=Amerika=Linie und die Vulkanwerſt Nur echt mit Firma Franz Kuhn,
Kronen-
parf., Nürnberg. Hier: F. B. Grodhaus,
legen Wert darauf, im Intereſſe der Arbeiterſchaft feſtge= Seifenf. a. weissen Turm, Carl Bley,
Wilhelminen-
ſtellt zu ſehen, daß nichts derartiges verübt strasse 33, sowie in Apoth., Drog. u. Parf. (V,5371
worden iſt und daß alle dahingehenden Gerüchte ab=
Mährend der ſoeben zu Ende gegangenen
Konzert=
ſolut freie Erfindung ſind.
ſaiſon 1912/13 hatte die hieſige Firma A. W.
* Harburg, 2. Juni. Ein entſetzlicher Kindesmord
iſt hier verübt worden. Die 5½jährige Tochter des Bäcker= Zimmermaun, Hofpianofortemagazin, Rheinſtraße 14,
meiſters Kruppa iſt von dem Barbiergehilfen Kayſer nahezu 50 Konzertflügel der von ihr allein vertretenen
angelockt und nach deſſen Wohnung geſchleppt worden. Flügelfabriken Bechſtein, Blüthner, Steinway
Der Unhold tötete das Mädchen und zerſtückelte die! & Sons, Berdux Grotrian=Steinweg zu liefern,
teils an allererſte öffentliche, teils an private Konzert=
Leiche. Kayſer iſt verhaftet worden.
* Friedland (Mecklenburg) 2. Jnni. Ein dem Trunk veranſtaltungen, die alle jedoch ausſchließlich gewählter
ergebener Arbeiter namens Schröder ermordete Art waren.
Es iſt nicht beabſichtigt, hier ſämtliche Abende
auf=
m Sonntag früh ſeine Ehefrau, mit der er in
Schei=
zuzählen, aber es dürfte die muſikaliſche Welt intereſſieren,
dung lebte. Der Täter iſt flüchtig.
Caſtrop, 2. Juni. Aus Eiferſucht tötete der die Namen der größten Künſtlerinnen und Künſtler
Bergmann Hart ſeinen Koſtgänger Schoekl der ein nochmals in Reih’ und Glied zu paſſieren, deren Flügel=
Liebesverhältnis mit ſeiner Frau unterhielt, durch adjutant A. W. Zimmermann wieder geweſen iſt. Es
mehrere Meſſerſtiche; dann verletzte er die Ehe= ſind dies: Wilhelm Backhaus, Willy Bardas, Eliſabeth
Bockemeyer, Willy Burmeſter, Alfred Cortot, Paul Juon,
frau lebensgefährlich. Der Täter wurde verhaftet.
* Madrid, 2. Juni. Der deutſche Botſchafter Raoul von Koczalsky, Frieda Kwaſt=Hodapp, Telemaque
Prinz von Ratibor und Herzog von Corvey! Lambrino, Lorenz Matoſſi, Germaine Schnitzer, Erika
2280im
gab geſtern abend zu Ehren des päpſtlichen Nuntius Ra= Wedekind, Fanny Weiland.
Daraus iſt gewiß zu erſehen, daß dieſe Flügel
tatſäch=
goneſſi ein Feſtmahl mit Empfang. Unter den
An=
weſenden befanden ſich der Miniſterpräſident und der lich an der Spitze der geſamten Klavier=Induſtrie ſtehen.
Miniſter des Aeußern.
Molololctololololololotolotololololotololofolole
* Koſtroma, 2. Juni. Das ruſſiſche
Kaiſer=
paar beſuchte das Ipatjewskloſter, in deſſen Nachbar=§ GEORG KUGEL, Architekt
ſchaft Michael Feodorowitſch Romanow während der
Wittmannstrasse Nr. 4, Tel. 763
Wirren bis zu ſeiner Berufung auf dem Thron gelebt hat. O
Auf dem Landungsplatze wurde das Kaiſerpaar von 5 übernimmt das Anfertigen von Entwürfen,
einer Kirchenprozeſſion und Nachkommen der Moskauer5 Bauplänen, als auch Uebernahme der
Bau-
leitung etc. für alle Arten von Bauwerken.
Bojaren empfangen, die 1613 zu Michael entſandt wurden.
Fertige Ausführung von: Villen, Landhäuser,
* Waſhington, 2. Juni. Senator Dillingham
§ Einfamilienhäuser, Industrie-Bauten etc.
bringt heute einen Geſetzentwurf ein, der die
jährliche Einwanderung aus einem Lande auf 9 ohne Mehrkosten gegen den Voranschlag.
10 Prozent von der Anzahl der Perſonen gleicherO Kleine Wohnhausbauten. * Herrichten von
Nationalität beſchränkt, die nach der letzten Zählung H Wohnungen. * Ausführung von Umbauten.
Baugelände wird jederzeit nachgewiesen. * Schnellste
in den Vereinigten Staaten wohnen. Dillingham nimmt
Ausführung gegen mässiges Honorar, auch
an, daß der Geſetzentwurf die Einwanderung aus
Grie=
chenland, der Türkei, Italien und Oeſterreich=Ungarn ver=S auswärts. * Besuch zur Besprechung jederzeit kostenlos.
(B12060 S
mindert und die aus England, Deutſchland und den
übri=
gen Ländern des nördlichen und weſtlichen Europas ver= OlOloſolololotoſotololololollololoſololololclolols
Der Stadtauflage heutiger Ausgabe liegt ein
größert.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Proſpekt bei von der Brotfabrik Oſthafen,
G. m. b. H., Frankfurt, worauf hiermit hingewieſen
(12260
wird; ſiehe auch Anzeige.
II! Warnung!!!
Da vielfach Händler Nachahmungen als echte SCHA-
Familiennachrichten.
PIROGRAPH-Rollen verkaufen, und zwar unter
Ver-
schweigung des grossen Qualitätsunterschiedes zu dem
Originalfabrikate, so mache ich darauf aufmerksam, dass
die echten ScHAPIROGRAPH-Rollen (Negativpapier) am
Anfang der Rolle den perforierten Stempel:
Dina Pauly
560
Tec. „7. 57 370 %0%2 z 60%,%0 60090.0%, 270 60₰
Soge Tae5 7 ofsce z 5 5.5 7oz 5 bobages
Sally Mainzer
9.6
4
tragen missen. Me iet um so wiehtiger, auf diess meine
Schutzmarke zu achten, weil es unzählige Male bewiesen —
VERLOBTE.
ist, dass die Masse der Imitationsfabrikate nach kurzer
Zeit hart und unergiebig wird, woraus blasse und unscharfe
Abzüge resultieren. Ebenfalls müssen die ScHAPIRO. E
GRAPH-Apparate (D. R.-Pat. Januar 189f) und -Tinten meine
Juni 1913
Wortmarke ScHAPlROGRA PH tragen. BELOHNUNG
für Namhaftmachung solcher Händler, die gegen obige
Warnung verstossen.
DARMSTADT
A. Schapiro, VerlinC, Stralauer Str. 56.
Obergasse 40 Kranichsteinerstr. 28
Was Dyspeptiker eſſen ſollten.
(*14405
Indigeſtion u. andere Magenſtörungen ſind zumeiſt auf
einen Ueberfluß an Magenſäure zurückzuführen. Wer alſo
„fortwährend mit dem Magen zu tun” hat, ſollte vor allem
die ſäurehaltigen u. ſäureentwickelnden Speiſen vermeiden.
Das iſt indeſſen leichter geſagt als getan; denn dieſe Diät
Todes=Anzeige.
ſtreicht einem faſt das ganze Menu von geſchmacklich
hochge=
ſchätzten Gerichten und, mehr noch, eine ganze Menge ihres
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
hohen Nährwertes halber für Körper u. Nerven notwendiger
Nahrungsmittel. Daher ſind Dyspeptiker u. Magenleidende
Heute abend 6 Uhr verſtarb nach langem,
in der Regel auch ſo dünn u. ausgemergelt u. mangeln der
Lebensenergie, die nur einem wohlgenährten Körper
inne=
ſchwerem Leiden unſer lieber Onkel, Großonkel
wohnen kann. Zum Nutzen derer, die von ihrer Diät alle
und Schwager
(B12295
ſtärke=, zucker= u. fetthaltigen Speiſen ausſchließen u. ſich mit
einer abwechslungsloſen Küche begnügen mußten, ſchlage
ich vor, ſich einmal ganz unabhängig von jeglicher
Diätvor=
ſchrift eine Mahlzeit zu leiſten, die ihnen gerade am meiſten
Herr Carl Dauber
zuſagt, u. gleich darauf einen halben Teelöffel voll biſurierte
Magneſia in etwas warmem oder kaltem Waſſer zu nehmen.
Güterexpeditionsvorstand i. P.
Dieſe neutraliſiert nämlich die etwa vorhandene oder ſich
bildende Säure u. verhindert ſo das Entſtehen der ſo läſtigen
Bedrückung u. Völle; man fühlt zum erſten Male wieder, daß
Die trauernden Hinterbliebenen.
einem die Mahlzeit bekommt. Biſurierte Magneſia iſt
zwei=
fellos d. beſte, ſäureneutraliſierende Nahrungs=Korrektivum,
Darmſtadt, den 1. Juni 1913.
das man kennt. Es iſt keine Medizin u. beſitzt auch gar keinen
direkten Einfluß auf den Magen;durch die Neutraliſierung der
Die Beerdigung findet Dienstag, den 3. Juni,
überſchüſſigen Säure aber beugt es der Urſache jener
Magen=
nachmittags 6 Uhr, vom Sterbehauſe Herd=
Irritationen vor, welche die zarten Magenwände entzünden,
weg 45 aus, auf dem Darmſtädter Friedhofe
u. erreicht auf dieſe Weiſe mehr als irgend eine Arznei.
Be=
ſtatt, die Einſegnung ¼ Stunde vorher.
ſchaffen Sie ſich etwas biſurierte Magneſia beim nächſten
Apotheker oder Drogiſten, eſſen Sie bei der nächſten Mahlzeit
was Ihnen behagt, nehmen Sie ein wenig biſurierte Mag=
neſia u.ſehen Sie zuob ich nicht recht habe. S. P. (VI, 12269
Danksagung.
Für die uns beim Heimgang meines
lieben Gatten, unseres unvergesslichen
Vaters, Bruders und Onkels
Einé schöne, gediegene
Braut-Ausstattung
Herrn Jacob Rothermel
ist bei uns ausgestellt.
Kaufmann
Leinen- und Wäschehaus
erwiesene herzliche Teilnahme sagen
Becker
hierdurch Allen, insbesondere dem Herrn
17 Wilhelminenstrasse 17.
(12302 Pfarrer Klingelhöffer für die trostreiche
Grabrede, innigsten Dank.
Unterhaltung von Gärten, Anlage von Gärten,
Anfertigung und Bepflanzung von Balkonkästen,
Die trauernden Hinterbliebenen.
Pergolen und dergl.
Reelle, fachmännische Bedienung. — Solide Preise.
Darmastadt, 2. Juni 1913.
(12318
RUDOLF HANK, Landschaftsgärtner,
Moosbergstraße 24, parterre.
(B11406
e
2
Nummer 127.
Dankſagung.
Für die uns bei dem Hinſcheiden unſeres
(12223
lieben Sohnes
Ludwig
erwieſene herzliche Teilnahme ſagen wir innigſten
Dank.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Prof. Dr. Julius Fink.
Darmſtadt, den 2. Juni 1913.
Dankſagung.
Für die uns beim Heimgang meines lieben
Gatten, unſeres Vaters, Großvaters,
Schwieger=
vaters und Onkels
(12239
Gustav Jacobi
allſeits erwieſene Teilnahme ſagen wir hiermit
herzlichſten Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 31. Mai 1913.
Dankſagung.
Für die uns beim Heimgang unſeres lieben
Vaters, Schwiegervaters, Großvaters u. Bruders
Herrn Wilhelm Hever
Privatier
erwieſene herzliche Teilnahme ſagen innigſten Dank
die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 2. Juni 1913. (B12257
Dankſagung.
Für die zahlreichen Beweiſe herzl. Teilnahme
bei dem uns ſo ſchwer betroffenen Verluſte unſerer
Frau Katharina Kunitsch
geb. Schork
(12224
ſagen wir Allen, insbeſondere Herrn Pfarrer Marx
für die troſtreichen Worte am Grabe, ſowie für die
zahlreichen Blumenſpenden herzlichen Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Georg Kunitſch, Lohnkutſcher,
Jakob Schork und Familie.
Darmſtadt, den 2. Juni 1913.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Ueber dem Feſtland iſt der Druck geſtiegen, doch haben
ſich in dem kontinentalen Hoch eine große Anzahl kleiner
Teiltiefs gebildet, die verbreitet Gewitter bringen. Geſtern
war es meiſt heiter, gegen abend traten heftige Gewitter
auf. (Lauterbach 93 Millimeter Niederſchlag.) Wir haben
morgen bei hohen Temperaturen warmes Sommerwetter
zu erwarten und verbreitete Gewitter.
Ausſichten in Heſſen für Dienstag, 3. Juni:
Vor=
wiegend heiter, warm, Gewitter.
Taueslalender.
Hauptverſammlung des Vereins für Verbreitung
von Volksbildung um 8¼ Uhr im Reſtaurant „
Kaiſer=
ſaal”.
Konzerte: Saalbau um 8 Uhr.
Schützenhof um
8 Uhr. — Hugenſchütz’ Felſenkeller um 8 Uhr.
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße Nr. 23):
Der Einzug des Zaren in Berlin, Zar Nikolaus und
der Kaiſer auf der Fahrt zum Schloß, Bürgermeiſter
Trömel als Fremdenlegionär,Skutari unter dem Schutz
der Mächte, Die Flaggen der Großmächte, Der engliſche
Admiral Burney, Oberſtkommandierender der
inter=
nationalen Landungstruppen, Die Trauung der
Prin=
zeſſin Viktoria Luiſe von Preußen mit dem Prinzen
Ernſt Auguſt, Herzog zu Braunſchweig und Lüneburg,
in der Schloßkapelle.
Verſteigerungskalender.
Mittwoch, 4. Juni.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 11 Uhr
Rundeturmſtraße 16.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 3 Uhr in
der „Ludwigshalle‟.
Briketts=Verſteigerung um 4 Uhr am
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bahnhof.
Heugras=Verſteigerung um 11 Uhr im Prinz=
Emilgarten, — um 2 Uhr auf der Großh. Roſenhöhe
(Zuſammenkunft am Kühnſchen Garten).
Dunck ud Beruag z. 6. Pilſchſce. Zeſbnchtruchert.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: i. V.: Max Streeſe; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus der Geſchäftswelt: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Nummer 127.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 3. Innt 1913.
Seite 9.
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Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 3. Juni 1913.
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Waſſerwärme vorm. 7 Uhr 220 C.
schwarz — gelb — braun
Woog=Polizei=Wache.
Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
2 64.
Dienstag, 3. Juni.
1913.
Darmſtadt, den 23. Mat 1915.
Bekanntmachung.
Der § 28 der Bahnordnung für die elektriſchen Straßenbahnen dahier vom Betreffend: Das Aushebungsgeſchäft für 1913, hier Zugänge Militärpflichtiger,
3. Februar 1899 lautet hinfort, wie folgt:
Der Zivilvorſitzende der Erſatzkommiſſion Darmſtadt
„Hunde dürfen, ſofern ſie angeleint ſind unter den im Tarif genannten
Bedingungen widerruflich und verſuchsweiſe auf der vorderen Plattform
der=
an die Großherzogl. Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Trieb= und Anhängewagen mitgeführt werden. Andere Tiere dürfen in den
Straßenbahnwagen nicht befördert werden”.
Sofern ſeit der Muſterung des laufenden Jahres ſich Militärpflichtige bei Ihnen
Darmſtadt, 28. Mai 1913.
angemeldet haben ſollten, welche ſich in einem anderen Aushebungsbezirk zur
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
(12273 diesjährigen Mnſterung geſtellt haben und Anzeige hierüber von Ihnen noch nicht
erſtattet worden iſt, ſehe ich Ihrem ſofortigen Bericht hierüber, für jeden Mann
Bekanntmachung.
getrennt und unter Vorlage des Loſungsſcheins desſelben, entgegen.
Betreffend: Straßenſperre.
Die durch unſere Bekanntmachung vom 13. März ds. Js. angeordnete Sperre
Dr. Reinhart, Reg.=Rat.
(12227isi
der Kreisſtraße Dreieichenhain-Götzenhain u. Dreieichenhain-Philippseich am
Pfarr=
garten zu Dreieichenhain iſt aufgehoben.
Een neie ente hn anſtcher en de Wer gneichen unter s
Offenbach, den 27. Mai 1913.
muß jedoch vollkommen trocken und noch nicht in Schweiß geraten beim Amt
Großherzogliches Kreisamt.
(12112si)
Proviantamt Darmſtadt.
Lochmann.
(12220 ankommen.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt. an unſer Handelsregiſter, Abtei=
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: Inpolizei=a lung B. wurde heute unter Verfleigerungs-Anzeige.
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be= Nr. 97 die Geſellſchaft mit
beſchränk=
finden ſich: 1 Pinſcher. 1 Dachshund (zugelaufen). Die Hunde können ter Haftung unter der Firma:
Mittwoch, den 4. Juni 1913, vorm. 11 Uhr,
von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden.
Verwaltungs= und
Ver=
wertungs=Geſellſchaft für werden im Pfandlokal Rundeturmſtraße 16 in Darmſtadt (Re=
DDie Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Immobilien mit beſchränk=ſtauration „zur Roſenhöhe‟
(12261
1. zwangsweiſe verſchiedene Möbel, als: Kleiderſchränke, Vertikos,
ter Haftung, und mit dem
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c) Die Anlieferung von 100 cbm gewöhnlichem Sand, 180 cbm gensgegenſtände von der Geſell=
2. auf freiwilliges Anſtehen: 1 Partie Zigarren (darunter
Flußſand. 250 cbm Steingeröll oder Kohlenſchlacken undlſchaft zur Verwaltung und Ver=
Henry Kley) und eine Partie Tabak
wertung übernommen werden.
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Die Bedingungen liegen in den Geſchäftsräumen des Unter= Der Betrieb von Bankgeſchäften durch den Unterzeichneten verſteigert.
Die Verſteigerung der fettgedruckten Sachen findet ſicher
zeichneten (Neckarſtraße 3) an den Vormittagen offen, woſelbſt ſchrift=iſt ausgeſchloſſen.
(12291
Das Stammkapital beträgt:ſtatt.
liche Angebote bis ſpäteſtens
(12243 418000 Mark.
Donnerstag, den 12. Juni ldf. Js., vormittags 10 Uhr,
Berbert, Großh. Gerichtsvollzieher
Geſchäftsführer iſt:
entgegen genommen werden.
Georgenſtraße 11, I.
Direktor Joſeph Nothis in
Darmſtadt, den 29. Mai 1913.
Darmſtadt.
Der Großherzogliche Kreisbauinſpektor.
Dem Kaufmann Ernſt Meyer
und dem Bautechniker Albin Hoh=
Sefentlichte Zupfung.
Gunstige Gelegennellshaufe.
mann, beide in Darmſtadt, iſt Ge=
Mittwoch, den 21. I. Mts., und die folgenden Mittwoche,ſamtprokura erteilt.
ſolange Bedürfnis, von 5—6 Uhr nachmittags unentgeltliche Impf= Der Geſellſchaftsvertrag iſt am Wegen Abreiſe ins Ausland zu Taxationspreiſen:
termine im Schulhaus an der Rundeturmſtraße für im Vorjahr 31. Dezember 1908, bezw. am
1 Pianino, Fabr. Mand, 1 Silberkaſten, 18teilig,
geborene, ſowie für ältere, mit der Impfung im Rückſtande verblie=9. Januar 1909 feſtgeſtellt und am
1 Korallenhalskette, 2 große Büfetts, 2 Perſerteppiche,
bene Kinder.
31. Dezember 1909, bezw. am
1 vollſt. Bett nußb., 1 Kommode, 1 Diwan u. 2 Seſſel,
Nachſchau jeweils acht Tage ſpäter, bei Meidung der geſetz=6. Mai 1911, bezw. am 28. Dezem=
1 gr. Badewanne, 1 Eisſchrank, 12 nußb. und eichene
lichen Strafe. Kinder, die in dieſen Terminen nicht geimpft werden, ber 1911 und bezw. am 3.
pril
ſind bis zum Jahresſchluß auf Koſten der Eltern impfen zu laſſen, 1913 abgeändert.
(12229
Stühle, 2 geſchnitzte Stühle und Tiſch für eine Diele,
andernfalls im Januar k. Js. die Nachholung der Impfung binnen Darmſtadt, 29. Mai 1913.
2tür. Kleiderſchrank, nußb. Prachtſtück, Lederſeſſel,
kürzeſter Friſt unter Strafandrohung angeordnet wird.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
10 Oelgemälde, gute Meiſter, und vieles Ungenannte
Außer den Pflichtigen werden in den Terminen auch
Erwach=
ſene auf ihren Wunſch und Kinder, die erſt im laufenden Jahre
durch:
Bekanntmachung.
geboren ſind, auf Wunſch ihrer Vertreter geimpft.
In unſerem Handelsregiſter B
In der Regel werden in jedem Termin nicht mehr als wurde bei der Firma Export=
Johannes Krummeck,
50 Impfungen vorgenommen.
brauerei Juſtus Hildebrand, Ge=
Kinder, deren Zurückſtellung von der Impfung wegen Kränk=ſellſchaft mit beſchränkter Haftung
Auktionator und Taxator.
lichkeit beanſprucht wird, können gleichfalls in den Terminen demin Pfungſtadt, folgendes einge=
Impfarzt vorgeſtellt werden.
Bleichſtraße 1. — Telephon 1774.
tragen: Den Herren Karl Kroeber
Wegen der Wiederimpfung der Schulkinder wird beſondere und Johann Ludwig Müller in
Annahme von Verſteigerungen und Verkäufen.
Benachrichtigung an die Schulvorſteher erfolgen.
Pfungſtadt iſt Geſamtprokura er=
Aus einem Hauſe, in dem anſteckende Krankheiten, wie
Schar=
la. Referenzen.
teilt.
(12304
(12305
lach, Maſern, Diphtherie, Croup, Keuchhuſten, Flecktyphus, roſen=
Darmſtadt, 28. Mai 1913.
artige Entzündungen oder die natürlichen Pocken herrſchen, dürfen Großherzogliches Amtsgericht II.
Impflinge zum allgemeinen Termin nicht gebracht werden.
Die Kinder müſſen zum Impftermin mit rein gewaſchenem
Bekanntmachung.
Körper und mit reinen Kleidern gebracht werden.
Deutsche Vereinsbank
(11375a In unſerem Handelsregiſter A
Darmſtadt, den 19. Mai 1913.
wurde heute bei der Firma Gebr.
Rheinstrasse 24
Der Oberbürgermeiſter.
Wartensleben in Ober=Ramſtadt
L. V.: Mueller.
Ecke Saalbaustrasse Fillate Darmstaut
folgendes eingetragen: Der
Geſell=
ſchafter Hermann Wartensleben in
Hengras=Verſteigerung.
übernimmt
Ober=Ramſtadt iſt ausgeſchieden
Donnerstag, den 5. und Freitag, den 6. Juni lfd. Js.,und deſſen Ehefrau Julie, geb. May
jeweils vormittags 8 Uhr beginnend, wird das Heugras an der daſelbſt, iſt in die Firma als Ge=
Wertpapiere
früher Kausſchen Wieſe, den früheren Beſſunger Gemeinde= und ſelſchäfterin eingetreten. Dem
ge=
anderen ſtädtiſchen Wieſen, ſowie die Futternützung von ſonſtigem nannten Hermann Wartensleben
zur Verwahrung u. Verwaltung
ſtädtiſchen Grundbeſitz an Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend ver=iſt Prokura erteilt.
(12303
ſteigert. Zuſammenkunft Donnerstag am Woogsdamm, ſodann Darmſtadt, den 29. Mai 1913.
in offenes Depot
hinter dem Schießhaus. Freitag an der Kreuzung des Atzwinkel=Großherzogliches Amtsgericht II.
und Böllenfalltorwegs.
(12150si
Sie besorgt dabei die Erhebung fälliger Zinsen,
Darmſtadt, den 29. Mai 1913.
In dem Konkursverfahren
Der Oberbürgermeiſter.
über das Vermögen des Kauf= die Ueberwachung der Verlosungen, Ausübung
J. V.: Jaeger.
manns Wilhelm Löber, Inhaberl von Bezugsrechten und was sonst zur sorgsamen
der Firma H. Pfersdorff,
Papier=
handlung zu Darmſtadt, beträgt
Verwaltung erforderlich ist. (12228
bei der bevorſtehenden Schlußver=
Aufgebot.
teilung die vorhandene Maſſe
Der Schauſteller Ludwig Karl Hildebrandt in Darmſtadt, 1 Mk. 1643,72, während die zu berück=
Bekanntmachung.
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Eckhardtſtraße 33, hat beantragt, die verſchollene Anna Eliſabethlſichtigenden nicht bevorrechtigten! Freitag, den 18. Juli I. Js., feine Marke, Modell Wien=Ber=
Johannette Hildebrandt, geboren zu Darmſtadt am 15. FebruarForderungen Mk. 15042,33 betragen.
vormittags 10 Uhr,
lin, zu verkaufen
(12265a
1864, zuletzt wohnhaft in Darmſtadt, für tot zu erklären.
Das Schlußverzeichnis liegt aufſoll die dem Bäckermeiſter Adam
Hahn, Gutenbergſtr. 58.
Die bezeichnete Verſchollene wird aufgefordert, ſich ſpäteſtens der Gerichtsſchreiberei Großherzogl. Ihrig dahier zugeſchriebene
Lie=
in dem auf den 16. Dezember 1913, vormittags 9 Uhr, vor Amtsgerichts Darmſtadt I zur genſchaft:
dem unterzeichneten Gericht, Neues Gerichtsgebäude, Zimmer 201, Einſicht offen.
Louis Hein
Flur Nr. qm
anberaumten Aufgebotstermin zu melden, widrigenfalls die Todes= Darmſtadt, 1. Juni 1913.
III 1024 252 Hofreite
Kahlert=
erklärung erfolgen wird.
Der Konkursverwalter:
ſtraße Nr. 49,
An alle, welche Auskunft über Leben oder Tod der Verſcholle=
64
Karl Dechert. (12314nebſt dem vorhandenen
Geſchäfts=
nen zu erteilen vermögen, ergeht die Aufforderung, ſpäteſtens im
inventar und Ladeneinrichtung,
Aufgebotstermine dem Gericht Anzeige zu machen.
(12262id
in unſerem Bureau zwangsweiſe
Bekanntmachung.
Darmſtadt, den 27. Mai 1913.,
(8
verſteigert werden. an
(K46/13
Großherzogliches Amtsgericht I.
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Darmſtadt, 31. Mai 1913.
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do.
S. 14, 15, 17, 24/26
75,605 Innere Mexikaner . . . 81,70 9 Steana Romana Petr. 156,75 2¾/10 Livorneſer
3 Holl. Komm. . fl. 100 108,10
4 Bad. Staatsanleihe . . 97,80
do.
18—23. . . . . . . . . 97,70 3 Madrider . . Fs. 100
15 Zellſtoff Waldhof . . 230,00 3 Salonique=Monaſtir . 62,00
do.
91,00 4 Gold=Mexikanerv. 1904 —
3½
4 Baadadbahn . . . .
80,00 3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
4 Meininger Pr.=Pfand=
12,83 Bad. Zucker=
Wag=
do.
5 Gold=Mexikaner . . . .
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 85,90
häuſel. . . . . . . 204,75 4½ Anatoliſche Eiſenb. 93,10
135,30
briefe . . . .
4 Miſſouri=Paciſic. . .
3 Bayr. Eiſenbahnanleihe 98,80 3 Buenos Aires Provinz 67,40 0 Neue Boden=A. A.=Beſ.
S. 3—5 . . . . . . . . 85,704 Oeſterr. 1860er Loſe . 176,25
do.
4½
4 Nocthern=Paciſic . . . 94,00
S. 9—11 . . . . . . . 85,80
83,75 Aktien inländiſcher
Oldenburger . . . .
do.
0, Südd. Immobilien . 54,20 4 Southern=Paciſic . . . 89,10 4 Meininger Hyp.=Bank 96,50 2½ Raab=Grazer fl. 150 113,75
Transportanſtalten.
Bergwerks=Aktien.
5 St. Louis und San
4 Hamburger Staatsanl. 99,00 10 Hamb.=Amerika=Paket=
85,40
Unverzinsliche
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 99,00
Francisco. . . . . — 4 Rhein. Hypothek.=Bank
fahrt . . . . . . . 142,40 10 Aumetz=Friede .
Anlehensloſe.
. . . 171,00 5 Tehuantepec . . . . . . —
(unk. 1917) . . 95,50
4 do. do. (unk. 1912) 96,507 Nordd. Lloyd . . . . . 121,00 14 Bochumer Bergb. u.
Augsburger . . . . . fl. 7 —
3½
do.
3½ do. (unk. 1914) .
88,50 6½ Südd. Eiſenb.=Beſ.
Gußſt. . . . . . . 213,50
84,90 Braunſchweiger Tlr. 20 —
Bank=Aktien.
do.
73,60 Aktienausländiſcher
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 98,30 Freiburger . . . . Fs. 15 —
11 Deutſch=Luxemburg.=
10 Bank für elektriſche
3 Sächſiſche Rente.
76,40
do.
3½
Bergb. . . . . . . 156,40
4 Württemberg unk. 1921 97,80Transportanſtalten..
26,10Mailänder . . . . Fs.45
Untern. Zürich . . 194,00
Städte=
v. 1900 94,105 Anatol. Eiſenb. 60½
10 Gelſenkirchener . . . . 180,00 7½ Bergiſch=Märkiſche
3½
do. . . . . Js.10 —
do.
Obligationen.
Einz. Mk. 408 . . 117,00 9 Harpener . . . . . . . 188,60
Meininger . . . . . fl. 7
Bahn . . . . . . . 145,00
Darmſtadt . . . . . . 96,30
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 98,006 Baltimore und Ohio . 97½ 18 Phönix Bergb. und
Oeſterreicherv. 1864fl. 100 —
1¾ Griechen v. 1887
9½ Berlin. Handelsgef. . 160,75 3½
do.
Italiener Rente . . 100,006 Schantungbahn . . . 134,25
do. v. 1858fl. 100 480,00
Hüttenbetrieb. . . 253,25 6½ Darmſtädter Bank . 115,404 Frankfurt. . . . . . . 97,50
8 Luxemb. Prince Henri 160,001 3 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Ungar. Staats . . fl.100
12½ Deutſche Bank . . . 243,60 3½
4½ Oeſterr. Silberrente 86,100 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 26½
do.
95,20Venediger . . . . Fs. 30
do. Goldrente . . . 88,80
Caro. . . . . . . . 80,50 6 Deutſche Vereinsbank . 114,50 4 Gießen . . . . . . .
do. einheitl. Rente 82,7016 Pennſylvania R. R.
6 Laurahütte . . . . . . 169,00 6 Deutſche Effekt.= und
Türkiſche . . . . Fs. 400 165,00
3½
.
10 Kaliwerke Aſchersleben 146,00
3 Portug, unif. Serie I 62,40 gette Induſtrie=
W.=Bank . . . . . 112,90
Heidelberg . . . . . . 95,80) Gold, Silber und
Weſteregeln 186,90 10 Diskonto=Kommandit 182,751 3½
3
do. unif. Ser. III 65,30 Divid. Aktien.
Banknoten.
do.
7½ South Weſt Africa
3 do. Spezial . . . . 10,00 4 Brauerei Werger
8½ Dresdener Bank . . 150,00
66,00
Karlsruhe . . . . . . 96,60 Engl. Sovereigns . . . . 20,37
Prioritäts=
5. Rumänier v. 1903 . . 99,50 28 Bad. Anilin= u. Soda=
10 Frankf. Hypoth.=B. 207,90
do.
86,20 20 Franks=Stücke . . . . 16,20
Obligationen.
4 do. v. 1890 . . 92,50
6½ Mitteld. Kreditbank 113,90
Fabrik .
555,50
, ,
Amerikaniſche Noten . . . 4,18½
4 Magdeburg. . . . .
do. v. 1905 . .
14 Chem. Fabrik Griez=
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 87,90 7 Nationalb. für Deutſchl. 115,50 3u
—Engliſche Noten . . . . . 20,42
do.
4 Ruſſen v. 1880 . . . .
heim
7 Pfälziſche Bank. . . . 123,104
.237,25 4½ Nordd. Lloyd=Obl.
Franzöſiſche Noten. . . . 80,95
Mainz . . . . . . . .
do. v. 1902 . . . . 89,40 30 Farbwerke Höhſt . . 618,00 4 Eliſabethbahn, freie . . —
6,95 Reichsbank . . . . . 136,10 3½
do.
87,20 Holländiſche Noten. . . . 168,35
4½ do. v. 1905 . . . . 99,50 20 Verein chem. Fabriken
4 Franz=Jofefs=Bahn . .
7 Rhein. Kreditbank. . . 128,004 Mannheim . . . . . . 95,50 Italieniſche Noten.
79,20
½ Schweden . . . . . . 90,25
Mannheim . . .
72,30 5 A. Schaaffhauſen.
Prag=Duxer . . . .
31
do.
88,20 Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,75
4 Serbier amort. v. 1895
Bankverein . . . . 112,00
10 Cement Heidelberg . . 140,001 5 Oeſterr. Staatsbahn . 100,50
München . . . . . . . 99,00 Ruſſiſche Noten . . . . .
4 Türk. Admin. v. 1903 81,4030 Chem. Werke Albert 436,00 4 Oeſterr. Staatsbahn . 88,
½ Wiener Bankverein . 129,7513½ Nauheim . . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 81,00
4 Türk. unifiz. v. 1903 86,70 114 Holzverkohlung
Kon=
do.
73,60
Pfandbriefe.
Nürnberg. . . . . . . 97,00
4 Ungar. Goldrente . . . 84,90
ſtanz . . . . . . . 343,25 5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 96,50 4 Frankf. Hypoth.=Bank
3½
do.
86,30 Reichsbank=Diskonto.
do. Staatsrente. . . 81,80 5 Lahmeyer. . . . . . . 129,50 1 4
do.
S. 21. . . . . . . 96,104 Offenbach . . . .
—Reichsbank=Lombard Zsf. 7
Nummer 127.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 3. Inni 1913.
Seite 13.
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ſüchig aufeine ſpälten derſchafſichten, Er iſ dal f det zwe ſo ſih auftndenden Keſcher eine Lche ſich
immer auf der gleichen reinen Höhe halten? Würde ſie
Es waren zwei Königskinder.. raſſe gleich ihr; und alles in ihm drängſ nach Betätigung.
Eine dauernde Verbindung zwiſchen Hella und ihm nicht vielmehr früher oder ſpäter ſinken, trüb werden, ver=
Roman von Guido Kreutzer.
kann niemals in Frage kommen. Stets wird es ſich nur blaſſen?
29)
(Nachdruck verboten.) um Freundſchaft oder Kameradſchaft, oder wie Sie es
Ste ſchwieg einen Augenblick, holte tief Atem.
Alſo bitte, gnädiges Fräulein, wenn Sie mir das ſonſt nennen wollen, handeln. Immer wird er über ihr
Verſtehen Sie jetzt, weshalb Hella nach Wiesbaden
Problem Hella Uttenreut vielleicht jetzt erklären wollen!
ſtehen; immer wird er ſie . . . vergeblich! . . . zu ſeiner gehen will? Ein kurzer Rauſch und eine wundervolle Er=
Frauen verſtehen wohl von derart diffizilen Fragen einſamen Höhe hinaufzerren wollen — was niemals ge= innerung .., iſt es nicht das Höchſte, was ſich erreichen
immer ein Gran mehr, als wir Männer.
lingen kann; immer wird ihre Gemeinſchaft ſie vor der läß?
Karla von Eckwarden war ſchon wieder ernſt gewor= Welt zu unerträglichen Heimlichkeiten zwingen, die ihnen
Der Küraſſier aber war gerade jetzt nicht für die
Ge=
den. Sie grübelte in die ſonnendunſtige Landſchaft heut vielleicht reizvoll ſcheinen, ſehr bald jedoch zu einer rechtigkeit des Gefühls zu haben. Er dachte nur an den
hinein, die ſich rings reckte und ſtreckte. Den Schirm hatte drückenden Laſt werden würden.
ahnungsloſen Freund, deſſen Schickſal ſich in dieſer
Mi=
ſie auf die Achſel ſinken laſſen. So war das Geſicht unbe=
Hellas Liebe aber iſt zu groß, als daß ſie die Unwür= nute vielleicht ſchon vorbereitete; und opponierte verbiſſen,
ſchattet und ernſt,
digkeit dieſer Situation lange ertragen könnte.
mit neu erwachendem Unmut.:
Ich will es mit wenigen Worten verſuchen, Graf
Das eben verſtehe ich durchaus nicht! beharrte der
Wenn ſie ſo klar das Ende vorausſah, hätte ſie auch
Hortenbrügg. Und dann ſagte ſie ſehr langſam und ſehr Oberleutnant.
vom Anfang die Hände laſſen ſollen! Das iſt ſchon kein
vorſichtig; denn erſt in dieſem Moment wurde ſie ſich be=
Karla von Eckwarden ſah ihn mit feinem Spott an. Mut mehr, ſondern Wahnwitz!
wußt, wie gefährliches Terrain man betreten hatte:
Wirklich nicht? Können Sie ſich nicht ſoweit auf den
Ein wundervoll ſtilles Leuchten rann über das Geſicht
Ich ſtehe Hella nahe, ſeit ſie im letzten Herbſt zu uns Gedankengang einer Frau feſtlegen?
ſeiner Gefährtin.
nach Rotthauſen kam; ſie iſt mir eine liebe Freundin,
Wenn man als Frau liebt, dann möchte man ſich dem
deren Charakter ich kenne, wie das Vaterunſer. Sie iſt geltebten Manne doch nur in Situationen zeigen, die ſolche
Wer die Kraft hat, rechtzeitig zu entſagen, der darf
eine ſeltene Künſtleein und eine ſeltene Frau. Edelraſſe Liebe verſchönern, vertiefen, erheben. Man will doch nicht wohl auch den — Wahnwitz zum Glück beſitzen!
.. . in geiſtigem Sinne; aber Schauſpielerin . . . im bür= nur begehrt, ſondern auch gleichſtehend von ihm anerkannt,
Und ehrlich, lieber Freund . . liegt nicht
Seelen=
gerlichen Leben! Darin liegt der Zwieſpalt und die
Fuß=
reſpektiert werden.
größe darin, mitten im Genuß den Becher wieder
abzu=
angel, in der ſie ſich leicht verfangen kann.
Aber iſt das alles hier möglich? Mußten die beiden, ſetzen und ſich zu beſcheiden und ſchweigend beiſeite zu
Albrecht Georg beſitzt keine Brüder, zu deren Gunſten um auch nur für wenige Wochen einander zu leben, nicht treten?
er abdanken dürfte. Er täte es auch nicht, ſelbſt wenn zu dem brutalen Mittel eines Inkognitos, einer Auslands=
Werfen Sie ſich da nicht zum Ritcher auf, wo ſelbſt
dieſe Möglichkeit vorhanden wäre. Er waxtet ja ſehn= reiſe greifen? Kann unter derartiges Verhältniſſen und ein Miſogyn von der verbiſſenen Art Schopenhauers zu=
140
Nummer 127.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 3. Inni 1913.
Seite 14.
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eſand, daß en Pfermit in an den Mlile gleih finendte Ferer nuncher ſeilt Mitrich ie dite ver= weit, dis ich Dih ſiede und ſent ich meiner Bahi
trauen vermeſſen; vielleicht aber kommt es auch daher, weil Willſt Du ihm dieſe Freude nehmen?
kommen könne!
Sie ſah ihn an; ſie bewegte die Lippen; noch aber
Er ſtreifte ſie mit raſchem ſcharfem Blick. Er horchte ich ein Soldatenkind bin und zwiſchen Pikkologeſchrill
unwillkürlich auf den warmen ungeſtümen Ton, der ſich und Kommandorufen meine Jugend verleben durfte. Da kein Wort, kein Laut.
Er beugte die überlange hagere Geſtalt zu ihr
her=
habe ich nur meine fröhliche Zuverſicht geholt, die ich mir
klingend durch ihre Worte drängte.
nicht nehmen laſſe!
unter. In dem durchtrainierten Reitergeſicht wetterleuch=
Hallo, den mußte er noch einmal hören!
Und der Küraſſier warf alles Zweifeln, alles Zaudern tete es, wie vor einer letzten gewaltigen Kraftanſtrengung
Aber Albrecht Georg?! Iſt es nicht ein ſchweres
Un=
recht, ihn erſt bei der Hand zu nehmen und dann in der von ſich. Eine heiße frohe Gewißheit war plötzlich in ihm des Willens.
Was ſtarrſt Du mich ſo groß an, Karla Eckwarden?
Irre zu führen? Ich leſe es doch aus allen ſeinen Briefen! erſtanden; die jagte ihm das müde Blut durch die Adern
er iſt ein zufriedener ruhiger glücklicher Menſch gewor= und färbte das ſcharfkantige Geſicht, daß es faſt ausſah, Was antworteſt Du mir nicht? Was ſagſt Du mir nicht
den ... durch Hella Uttenreut! Soll er durch ſie das alles wie in früheren ſorgloſen Zeiten. Unbekümmert, daß der das eine Wort, auf das ich warte?
jetzt wieder verlieren, ſoll er wieder unſtät und vergrübelt! koſtbare Schirm in den Chauſſeeſtaub rollte, geiff er nach
Da ging eine mächtige Erſchütterung durch ſie. Die
und einſam werden? Wollen Sie dafür die Verantwort= ihren beiden Händen.
Augen wurden weit und dunkel, das ſchöne Geſicht bleich
ung übernehmen, daß er dieſen Schlag erträgt, daß er
Nein, Karla Eckwarden, Deine Zuverſicht ſollſt Du Dir vor Leidenſchaft.
nicht zuſammenbricht, daß er nicht in der erſten Verzweif= bewahren! Wir ſind nicht ſchwachherzig und nicht ſenti=
Sie vergaß Ort und Zeit und die Menſchen und die
lung etwas tut, was Niemand hindern kann?
mental geworden; Albrecht Georg nicht und ich nicht und
Sommerſonne und das blühende Leben rings. Sie lauſchte
Wieder erhielten ſie den Schritt; wieder ſahen ſie ſich keiner, der ein aufrechter Kerl iſt. Hab nur wetter Ver= nur den Stimmen, die ſich tief auf dem Grunde des
Her=
an. Hinüber und herüber ſprühten die Augen, kreuzten trauen zu uns. Wir verſtehen, die Zähne zuſammen zu zens regten. Sie wußte nur von Sehnſüchten und
Wün=
ſich ſcharf in Hieb und Parade.
beißen, wenn das Glück zum Deiwel geht; aber wir ver= ſchen und Seligkeiten. Sie hätte aufſchreien und ſich an
Und dann lächelte die ſchöne Karla von Eckwarden ſtehen auch, es uns zu holen und feſtzuhalten — ſo wie ich ſeine Bruſt werfen mögen.
dem Oberleutnant Graf Hortenbrügg ernſt in das ge= jetzt Dich halte!
Und legte ihm doch nur die Hände auf den Arm und
ſpannte abgearbeitete Geſicht.
Bei dem erſten „Du” war ſie jäh aufgeſchreckt. Nun ſagte heiß und verwirrt:
Ja, lieber Graf — ſolche Verantwortung würde ich kam die Stunde doch, die ſie nicht gewollt hatte die ſie
Ich liebe Dich, Markus . . . Du, ich liebe Dich .
ſchon tragen; auch wenn Sie mich mit all Ihrem Skepti= nicht gewollt hatte! Ihr war, als verſinke die Landſchaft ich liebe Dich . . . ich liebe Dich . . .
zimus hinterrücks anfallen.
rings in roten quirlenden Sonnennebeln; als brauſe um
Immer dasſelbe; wie im Fieber, wie in ſchweren be=
Der Prinz ſuchte ſein Glück und fand es in einer Frau, ſie ein raſender Strudel, der ſie immer näher, immer rauſchenden Wachträumen.
die hoch über Vielen ſteht. Sie haben einander erreicht näher an ſich riß.
Der Oberleutnant Graf Hortenbrügg aber ſah in die
und haben einander erlebt; ſie ſchenkten ſich das Beſte,
Sie wußte nichts von Stolz und Herbheit und Hoch= flache Landſchaft hinaus, die ſich rings neckte und ſtreckte
was ſie zu bieten hatten. Jetzt ein kurzer Händedruck zum mut; ſie fand nur eine ſtammelnde flehentliche Bitte:
und ſagte in tiefer erkenntnisreicher Dankbarkeit:
Abſchied; kein Bedauern, kein Rückblicken, keine Reue.
Laſſen Sie mich . . .o bitte . .. laſſen Sie mich! Ihr
Ich kam mit verſtecktem Mißtrauen.
man nahm
Denn wenn ſie ſich jetzt auch trennen — das Glück iſt doch Vater ..
mich offenen Armes auf! Ich lächelte über die engen
Ver=
ganz innerlich und bleibt. Iſt das nicht ſchön? Sind ſie
Er lachte kurz und tief auf; aus dieſem Lachen ſprang hältniſſe . . . ſie gaben mir weite Ausblicke ins Leben.
nicht reich? Haben ſie nicht vieles vor Anderen voraus? tolles, übermütiges Glück.
Und ich gewann mir zwei köſtliche Dinge, die ich im ganzen
Ja, Graf Hortenbrügg — ſolche Verantwortung würde
Mein Vater wird, ſo Gott will, wieder geſund wer= großen Berlin vergebens geſucht hatte: — die Treue eines
ich ſchon tragen. Denn ich glaube nun einmal nicht daran, den. Wenn Du aber noch weiter fragſt, ſo hab ich ihm
Freundes und das Herz einer Frau!
daß die Liebe aus wirklichen Männern ſchwachherzige ſen= all die letzten Wochen viel und oft von Dir erzäblt, Er
E B.aA
Nummer 127.
Seite 15.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 3. Jnni 1913.
Sossssssseetet
ueeeceregteedenanederes Unpl., Dodemir (4 Golb, Silwer Star. Tanagra, Kom.=gebl, Black River, Nap Moslem. Sicher, N.=17 2g. —
D=
* paß, Minorka, Baſileus, Charleys Couſin. Leicht, 1—¼ Preis von Borna; Ehrenpreis und 2200 Mark, Diſtanz
Länge-Hals. — Preis von Düppel; Ehrenpreis und 4000 1600 Meter: 1. Graf A. Henckels Rancho (Blades), 2.
* Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Leutn. v. Roeders Melton Doktor (Burns), 3. Madge Whinſtone (W. Winkler).
Pet (Leutn. von Lütcken), 2. Street Arab (Leutn v. Pla=Tot. 344:10, Pl. 63, 20, 31.10. Unpl.: Lord Wood, Ria,
z ten), 3. Steinau (Leutn. von Keller). Tot. 31110, Pl. 14, Weſtern Belle, Vilja, Rey Mat, Peking (4), Lincolnſhire,
22, 16:10. Unpl.: Feſtival (4), Mr. Girdle, Lord Orville, Katarakt. Kampf, Hals—½ Lg. — Lößnitzer Jagdrennen;
Der Dragoner. Sehr leicht, 2½—3—1 Lg. — Metropole= Ehrenpreis und 4000 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Leutn.
Preis; Ehrenpreis und 12 000 Mark, Diſtanz 3500 Meter: Martins Heidrun (Beſ.), 2. Grung (Leutn. v. Moſch),
1. Leutn. A. von Hanſemanns Courvoiſier Napoleon 3. Beſſy (Leutn. Streſemann) Tot. 23:10, Pl. 16, 13:10.
(Weishaupt), 2. Steps (Newey), 3. Nowton (H. Brown). Unpl.: Mancheſter (angeh.). Sehr ſicher, 3 Lg.—Weile. —
Tot. 40:10, Pl. 17, 20. 57110. Unpl.: Malotru (4), Little Großes Dresdener Handikap; 14000 Mark, Diſtanz 2200
Ben (5), Inkitatus, Florimond Robertet, Talmont, Avig= Meter: 1 Herrn H. Kuttkes Quirl (Blades), 2.
Eiſen=
non (angeh.), The Sinner, Mainau II, Mr. Preedy. menger (Liſter), 3. Mansfeld (Warne). Tot. 4610, Pl.
Sicher, ½ Lg.—Kopf—3 Lg.—Neuenhagener Handikap; 6200 12, 12, 12:10. Unpl.: Carino, Induſtrie, Gaboriau (4),
Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Hrn. A. v. Kaullas LAmour Faſt. Sicher, ½—/—3 Lg. — Sommer=Handikap=Jagd=
(Shurgold), 2. Auvergnat (Bleuler), 3. Dürkheim (Lane). rennen; Ehrenpreis und 3500 Mark, Diſtanz 4500 Meter:
:Tot. 28.10, Pl. 13, 15, 23:10. Unpl.: Rubel (4), Felſen=1. Leutn. Miezes Chauri (Leutn. v. d. Oſten) 2.
Peri=
burg, Bob. Skipio, Afrikanus, Gretna Green, Schikane, phaſe (Leutn. Knel), 3. Haſchiſch (Leutn. Martin). Tot.
èmif seidenen.
Gernot. Kampf, Kopf—4—¾/ Lg. — Deutſches Jagd= 89:10, Pl. 36. 23110. Unpl.: Jago, Miß Gris, Eo ipſo
Sammel=
*Rennen; 15 000 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Herrn W. (4). Sehr leicht, 3—2 Lg.
Wappenbildem
Hagemanns Bilbao (Weishaupt), 2. Maaslieb (Printen),
* Fußball. Der Fußballklub „Union”=Wixhauſen
Sosssosesssessssosssessessesee
eece3. Morena (Hoffmann). Tot. 21.10, Pl. 11, 12:10. Un= ſpielte geſtern anläßlich des Gautages des Mittelrhein=
I,11607
plaziert: Muſchy (4), Inſtruktor. Ueberlegen, 4—¾4 Lg. gaues in Lorſch mit ſeiner erſten Mannſchaft gegen die
bis Weile. — Preis von Döberitz; Ehrenpreis und 4500 erſte Mannſchaft des dortigen Fußballklubs „Olympia”
Mark, Diſtanz 3500 Meter: 1. Herrn E. Schmidts Jakobs und gewann mit 5:1.
Luftfahrt.
Ladder (Leutn. von Falckenhauſen), 2. Hart (Dr. Rieſe),
Darmſtädter Fußballverein. Am Sonn=
3. Annibal (Herr von Weſternhagen). Tot. 181:10, Pl. tag ſpielte die erſte Mannſchaft des Darmſtädter Fußball=
Berliner Flugwoche.
sr. Der vorletzte Tag der Berliner Früh=36, 17, 19110. Unpl.: Jaſpis, Halley Briſand, Ochmiana, vereins gegen die erſte Spielriege der Turngemeinde
jahrs=Flugwoche war am Samstag vom Wetter Eager Girl, Bram Back, Pavlova, Regent. Kampf. Hals Beſſungen. Das Spiel endete mit 211 Toren
zu=
ſehr beeinflußt. Den ganzen Nachmittag drohten am bis 4—4 Lg. — Havel=Hürdenrennen; 4200 Mark, Diſtanz gunſten des erſteren.
Himmel Gewitter, faſt ſtändig regnete es und dazu weh=3000 Meter: 1. Herrn W. Hagemanns Abſage (Weis=
Sportklub „Alemannia”=Gräfenhauſen
betei=
ten ſo kräftige Böen, daß anfangs jeder Flugbetrieb un= haupt), 2. Loreley (Herr Brown), 3. Die Letzte (Th.
Baſtian). Tot. 70:10. Pl. 14, 12, 12:10. Unpl.: Haſtings, ligte ſich am letzten Sonntag bei den Sechſerſpielen des
möglich war. Erſt gegen 7 Uhr wurde es ein wenig ruhi=
Fußballklubs „Alemannia”=Pfungſtadt und errang in der
ger, ſo daß der Start für das um dieſe Zeit feſtgeſetzte Zandvoort, Saint Privat, Brunonia. ½—4—¾/ Lg.
Rennen zu Paris. Prix de Neuilly: 5000 Fr., Klaſſe A den erſten Preis.
Rennen für ſchwere Doppeldecker von der ſportlichen Lei=
Karlsruhe ſchlägt München 322. Der
Fuß=
tung freigegeben werden konnte. Als aber die vier zur Diſtanz 3000 Meter: 1. Monſ. H. Andres Vieux Chouan
(M. Henry), 2. Andalouſa (Lane), 3. La Pompadour ballſtädtekampf Karlsruhe-München gelangte am Sonn=
Teilnahme bereiten Flugzeuge auf ihren Anlaufsbahnen (Legrour) Tot. 15110. Drei liefen. 1½—3 Lg. — Prix tag in der bayeriſchen Hauptſtadt zum Austrag und wurde
ſtanden, ſetzte wieder ein kräftiger Regen ein, ſo daß die
des Tertres; 5000 Fr., Diſtanz 2400 Meter: 1. Monſ. A. von der ſehr gut ſpielenden Karlsruher Mannſchaft mit
Flieger ſchon wieder umkehren wollten. In demſelben Belmonts Orage II (Barth), 2. Va Tout (ONeill), 33:2 gewonnen. — Eine zweite kombinierte Mannſchaft
Augenblick ließ Major von Schönermarck das Zeichen zum Traquenard (Powers). Tot. 18:10, Pl. 12, 18.10. Unpl.: von München trat gegen eine Stuttgarter Städte=Elf an
Start geben, worauf Janiſch auf Otto=Doppeldecker ſofort
losflog. Um ihrem Konkurrenten den Preis nicht allein Duc de Dantzig. 3—5 Lg. — Prix Lupin; 40000 Fr., und erzielte das unentſchiedene Reſultat von 222.
* Der Darmſtädter Fußballklub „Olympia” 1898
be=
zu überlaſſen, warfen auch die beiden Ago=Piloten Kieß= Diſtanz 2100 Meter: 1. Monſ. d Hartbourts Ecouen (
Bell=
ling und Zahn die Motoren ihrer Doppeldecker an und houſe). 2. Bavard III (Ch. Childs), 3. Blarney (O Neill). ging am Samstag in den Räumen des „Kaiſerſaales”
ſetzten dem Ausreißer nach. Nur der vierte Teilnehmer Tot. 25110, Pl. 14, 7710. Unpl.: Dager (4), Gretry, ſein 15. Stiftungsfeſt, das außerordentlich gut be=
Stoeffler blieb mit ſeinem Aviatik=Doppeldecker am Start Fidelip. 1 Lg.-Hals. — Prir du Pare des Princes; ſucht war und einen vortrefflichen Verlauf nahm.
Hof=
ſtehen. Janiſch vergrößerte ſeinen Vorſprung immer 10 000 Fr., Diſtanz 2200 Meter: 1. Monſ. L. Olry=Roe=opernſängerin Hede Schaub erfreute durch einige herrliche
derers Le Baldaquin (Ch. Childs), 2. Maſtuvu (O'Neill), Lieder; Fräulein Eliſabeth Kraft ſprach den Prolog.
mehr und landete ſchließlich bei ſtrömendem Regen nach
3. Trinqueſe (Marfh). Tot. 18110, Pl. 13, 17110. Unpl.: Die Feſtrede hatte das Klubmitglied Dr. Bopp
über=
einer Flugzeit von 14 Minuten 568 Sekunden. Kießling
brauchte für die 20 Kilometer lange Strecke 17 Minuten Normand (4), Caledon. 8—5 Lg. — Prix du Lac; 20 000 nommen, der die Verdienſte und hohe Aufgabe ſchilderte,
3,8 Sekunden und Zahn 20 Minuten 18,8 Sekunden. Nach Fr., Diſtanz 2100 Meter: 1. Monſ. de Saint Alarys Rond die der Klub übernommen hat, und auf die Unterſtützung
dem Rennen wurde noch um den Dauerpreis geſtartet, dOrleans (M. Henry), 2. Sainte Gemme (A. Wood= und die Glückwünſche der Behörden hinwies, die der
um den ſich Linekogel, Wieting, Stiefvater, Stieploſchek, land), 3. Cedrie (Marſh). Tot. 82:10. Pl. 32, 25, 29:10. Tätigkeit des Klubs ihr beſonderes Intereſſe widmeten=
Stagge, Stoeffler, Janiſch, Hanuſchke und Schlegel be= Unpl.: Fanon (4), Templier III, Infortune, Chrinus, Faſt alle namhaften Fußball=Sportvereine Deutſchlands,
warben, die dann bis zum Schluß des Tages in der Luft Medaillon. Roſimond, Mon Reve II Bobeche II, Vige ſowie Freunde des Sports waren vertreten oder hatten
blieben und ſtändig den Flugplatz umkreiſten Der Be=Lebrun. Hals—1½ Lg. — Prix du Trocadero; 5000 Fr., telegraphiſch oder ſchriftlich Glückwünſche geſandt, ſo u. a.
ſuch war trotz des beſonders ungünſtigen Wetters ſehr Diſtanz 2200 Meter: 1. Monſ. H. de Mumms Pickles General Frhr. von Heyl, Amtsgerichtsrat Dr.
Poppen=
gut. Außer zahlreichen Offizieren war auch die zurzeit (OConnor), 2. Lambin (G. Stern), 3. utinam (Ch. Hanau, der erſte Vorſitzende des Verbandes Süddeutſcher
in Berlin weilende argentiniſche Sondergeſandtſchaft er= Childs). Tot. 153—10, Pl. 51, 43, 37.10. Unpl.; Raitori Fußballvereine Vertreter des Weſtkreiſes, der Vereine
ſchienen und beſichtigte zahlreiche Flugzeugfabriken auf (4), Lelio V, Big IV. Doktor Perry, Colmoulins, Prince von Hanau 1893, Pforzheim, Mannheim, Ludwigshafen.
— Sehr anerkennenswert ſang Herr Brand den Prolog
dem neuen Startplatz, worauf ſie von Exzellenz von der de Normandie. Hals-½ Lg.
Hamburg. Harksheider Rennen; 5800 Mark, aus „Bajazzo” und anderes; weiter machten ſich verdient
Goltz und Rittmeiſter von Frankenberg in den Räumen
des Kaiſerlichen Aeroklubs, zuſammen mit der ruſſiſchen Diſtanz 1600 Meter: 1. Herrn von Weinbergs Pirol (F. Herr W. Horn vom Hochſchen Konſervatorium in Frank=
Sondergeſandtſchaft, die auch noch im Laufe des Nach= Bullock), 2. Ninive (Schläfke), 3. Korvette (Rees). Tot. furt; Fräulin E. Kraft übergab mit entſprechenden Wor=
26:10, Pl. 14, 15:10. Unpl.: Türkenbund (4), Parvati, ten einen von den Damen des Klubs gewidmeten
wert=
mittags eintraf, bewirtet wurden.
Der letzte Tag der Berliner Frühjahrs=Melone. Sicher, 1½—½—2 Lg. — Wellingbütteler Jagd= vollen Schrank, worauf der Vereinsvorſitzende Herr G.
Flugwoche der wegen des prächtigen Wetters und des Rennen; Ehrenpreis und 4000 Mark, Diſtanz 4000 Meter: Delp ein Hoch auf die Damen ausbrachte. Eine Reihe
in Ausſicht ſtehenden letzten Aeroplan=Rennens den beſten 1. Herrn P. Mecklenburgs Backers Lad (Leutn. v. Moß= hübſcher lebender Bilder wurde noch unter Leitung des
Beſuch von ſämtlichen Tagen zu verzeichnen hatte, endete ner), 2. Little Mite (Leutn. Graf Baudiſſin), 3. Warlock erſten Spielführers Fr. Schreiber zur Darſtellung
ge=
mit bedauerlichen Zwiſtigkeiten zwiſchen den Fliegern und (Herr Herfeldt). Tot. 29110, Pl. 18, 42110. Unpl.: Lynch, bracht. Den muſikaliſchen Teil hatte die Kapelle der 61er
der ſportlichen Oberleitung, die durch den am Sonntag Law (ausgebr.). Verhalten, 19—25 Lg. — Preis vom unter Leitung ihres Dirigenten Herrn Obermuſikmeiſters
früh um 6 Uhr erfolgten Tod des am Dienstag abgeſtürz= Jäger; 8500 Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Herrn Linden= Weber übernommen.
* Stuttgart, 2. Juni. Der außerordentliche
ten Fliegers Michaelis hervorgerufen wurden. Auf die ſtaedts Reichsritter (Oleijnik), 2. Gallier (Davies), 3.
Nachricht von dem Tode ihres Kameraden hatten die Triſtan (Weatherdon). Tot. 66110. Pl. 41 45.10. Unpl.: Kreisturntag des 11. Kreiſes (Schwaben)
hatte eine Einigung der Vereine über die Jun g=
Flieger beſchloſſen, dem Verſtorbenen zu Ehren nur Oranier (4), King Baſalt, Sara. Kampf, Kopf—1 Lg.—
einige Ehrenrunden zu ſliegen und nicht in den angefetzten Tangſtedter Handikap: 5000 Mark. Diſtanz 1400 Meter: deutſchlandfrage nicht gebracht. Dies gab den,
Konkurrenzen zu ſtarten. An dieſem Beſchluß hielten ſie 1. Hrn. Lindenſtädts Charakter (Oleiinik) 2. Baſalt II Anlaß zu einer Zuſammenkunft von Vertretern von
auch feſt. trotzdem die ſportliche Oberleitung ſie auf die (H. Teichmann) 3. Montblane (Rice). Tot. 29:10 Pl. Turnvereinen der Göppinger, Eßlinger, Groß=Stuttgarter,
Unzuläſſigkeit dieſes Vorhabens aufmerkſam machte und 14, 30, 16:10. Unpl.: Spion, Monolog, Laune (4) Caſa, Ludwigsburger und Filder Gegend. Es wurde der
Be=
bat, doch Rückſicht auf die ſo zahlreich erſchienenen Zu=Jutta, Barbelle, Landsknecht. Sicher, ¾4 Lg.-Hals-1½ ſchluß gefaßt, den Austritt aus der Deutſchen
ſchauer zu nehmen. Doch alles Zureden war umſonſt, ob= Länge. — Großer Preis von Hamburg; 100000 Turnerſchaft demnächſt zu vollziehen, und einen auf
wohl die Zuſchauer von Minute zu Minute unruhiger Mark, Diſtanz 2200 Meter: 1. Freiherrn S A. v. Oppen=neutraler Baſis ſich aufbauenden unabhängigen
Turner=
wurden. Erſt als die ſportliche Leitung um 7 Uhr die heims Cſardas (Archibald), 2. Saul (Slade), 3. Em= verband ins Leben zu rufen. Zu dieſer Gründung lag die
Flugwoche geſchloſſen hatte, weil außer Hanuſchke niemand perador (Lyne). Tot. 34:10. Pl. 14, 26, 18110. Unpl.: Zuſtimmung von zirka 5000 Turnern vor. Am Sonntag,
flog, ſtiegen darauf verſchiedene Flieger zu längeren Colleoni (4), Magellan (5), Maraſeſti (6), Rozſanad (7). den 15. Juni, wird in Cannſtatt die offizielle Gründung
Dauerflügen außer Konkurrenz auf, doch vermochten die= Kampf, ½—2—2½ Lg. — Borſteler Goldpokal; 10000 des neuen Turnerverbandes vor ſich gehen.
ſen Darbietungen das Publikum keineswegs für die ent= Mark, Diſtanz 2000 Meter: 1. Herrn von Weinbergs
Ani=
gangenen ſportlichen Genüſſe zu entſchädigen und nur mato (F Bullock) 2. Albarez (Riec) 3. Papprus (
Da=
langſam und ſehr mißmutig entfernten ſich die Maſſen. vies). Tot. 32.10, Pl. 14 19, 24:10. Unpl.: Eau de
Landwirtſchaftliches.
Von bedeutenden Perſönlichkeiten waren am Sonntag in Cologne, Bignonne, Lockruf, Joſef I, Rer II, Margarete.
—1 Lg. — Niendorfer Jagdrennen; Ehren=
Vertretung des Prinzen Friedrich Leopold von Preußen, Leicht, 12—34=
* Arbeitspferdemarkt in Frankfurt. Zu dem auf
Mitt=
der das Protektorat über die Flugwoche inne hatte, ſein preis und 7000 Mark, Diſtanz 5000 Meter: 1. Herrn P. woch angeſetzten Markt für Arbeitspferde wird verſuchs=
Sohn Prinz Friedrich Leopold erſchienen, außerdem be= Mecklenburgs Kommandant (Leutn. v. Moßner), 2. Ober= weiſe eine größere Zahl däniſcher Pferde zum Verkauf
ge=
merkte man den chineſiſchen Geſandten nebſt Gemahlin, bayer (Leutn. Graf Baudiſſin). Tot. 13:10. Zwei liefen. ſtellt; auch haben einige Firmen Doppelponys importiert,
Rennen zu Dresden. Juni=Verkaufsrennen; um den Intereſſenten auch biligeres Material vorſtellen
den General=Inſpekteur des Verkehrsweſens General=2t.
2500 Mark, Diſtanz 1200 Meter: 1. Maſor Graf Wuthe= zu können. Fals dieſe Tiere hier am Platze Abſatz finden,
v. Hennig und Exzellenz Nieber.
naus Ruſtic (Brederecke), 2. Goldamſel (Burns), 3. Fox= werden beim nächſten Monatsmarkt umfangreiche
Trans=
eote (M. Ahlin). Tot. 30:10, Pl. 14, 18310. Unpl.: Cal=porte dieſer Pferderaſſen eingeführt werden. Die mittel=
Sport, Spiel und Turnen.
liſto. Courſchleppe. Flower Seller. Sehr leicht, 2½—1 Lg. ſchwere Arbeitspferde ſind geſucht und im Preiſe
gegen=
sr. Pferde=Rennen. Grunewaldbahn. An=
Dobritzer Handikap; 8000 Mark Diſtanz 1800 Meter: wärtig hoch, desgleichen werden Schlachtpferde gut
be=
fängerrennen; 5000 Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1. Herrn 1. Herrn H. Schlöskes Pazifik (W. Plüſchke), 2. Viscount zahlt. Die Frankfurter Pferdemärkte bieten demzufolge
(Brederecke) 3. Matador (Blades). Tot. 203—10, Pl. 44,beſte Gelegenheit, abgängige Tiere gegen neue
einzu=
von Weinbergs Aſtarte (Fox), 2. Ruffle (Shurgold),
Freund Fritz (B. Streit). Tot. 38110, Pl. 15, 14, 28:10. 28, 32110. Unpl.: Premier (4), Zampieri, Phönix, Napa= tauſchen und eingefahrene Pferde preiswert zu erſtehen.
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Nummer 127.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 3. Juni 1913.
Seite 16.
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[ ← ][ ][ → ] 1. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
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M
Nummer 127.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 3. Inni 1913.
Seite 18.
treier der Stadt Rüſeliehein und des einladenden Ver=t zu ſprechen und ſchloß mit den Worten, daß das
Genoſſn=
etetetete.,
eins für dieſe Begrüßung mit ſehr ſympathiſchen Worten ſchaftsweſen trotz Einzelfälle, die es leider fertig gebracht
geantwortet hatten, erſtattete Herr Verbandsdirektor hätten, das Genoſſenſchaftsweſen auf einige Augenblicke zu
Nosellts
Stein über das abgelaufene Geſchäftsjahr einen aus= diskreditieren, an ſich doch geſund ſei und ſich auch weiter
führlichen mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Bericht. geſund entwickeln werde. An ihren Organen liege es, an
Ausgehend von den politiſchen Verhältniſſen, die im Jahre den bewährten Grundſätzen ſolider Geſchäftsführung
1912 geherrſcht, und die einen weſentlichen Einfluß auf feſtzuhalten und den guten Ratſchlägen, die Verbands‟
unſer Wirtſchaftsleben ausgeübt haben, und zu deren leitung und Verbandsreviſor geben, zu entſprechen. Auf
Folgeerſcheinung auch die Kriegsfurcht zu zählen iſt mit die einzelne Reviſion müſſe mehr Zeit
ver=
ihren Stürmen auf die öffentlichen Sparkaſſen mit den wendet werden, das koſte zwar Geld, aber
großen Abhebungen des baren Geldes, beſonders des Gol=dieſe Ausgaben ſollten die
Genoſſenſchaf=
des, kam Redner auf das knappe und teure Geld zuten tragen, ſie würden immer geringer
ſprechen, auf die Kursverluſte, mit denen alle Banken,ſein, als die Koſten, die durch ſchlechte Ge=
Sparkaſſen und Genoſſenſchaften in ihren Bilanzen zu ſchäftsführungentſtänden.
Die Ausführungen des Herrn Direktors Stein
wur=
rechnen hatten, und bemerkte, daß die aus dem Jahre 1912
gewonnenen Erfahrungen= uns lehren müßten, die Me= den auf das lebhafteſte unterſtrichen von Herrn Juſtizrat
thoden des bargeldloſen Zahlungsverkehrst noch weiter Dr. Alberti, der betonte daß ſich die Genoſſenſchaften
auszugeſtalten und die Liguidität der kreditgebenden nicht ſo ſehr auf den Staat, ſondern auf die eigne
Inſtitute noch mehr wie ſeither geſchehen zu verbeſſern. Kraft verlaſſen möchten; der Staat ſolle es den Ge=
Lddegsrator Ueber die Entwickelung des Verbandes im abgelaufenen noſſenſchaften nicht ſo bequem machen, ſondern ſie auf den
Jahre lag ausführliches Zahlenmaterial und ein gedruck= Weg hinweiſen, aus ſich ſelbſt heraus die Kraft zu finden,
ter Geſchäftsbericht den Teilnehmern des Verbandstages die vorhandene Kriſis zu beſtehen. Die Vorgänge im
ee
vor. Redner gab noch verſchiedene Erläuterungen hierzu heſſiſchen landwirtſchaftlichen, Genoſſenſchaftsweſen ſſeien
e
und ermahnte die Vereine, den Mitgliedern möglichſt viele durchaus nicht interne Angelegenheiten der landwirtſchaft=
Gelegenheit zur Erledigung ihrer Geſchäfte zu geben, und lichen Genoſſenſchaften, zu denen der Allgemeine
zwar innerhalb einer offiziellen Geſchäftszeit, in der Verband von jeher freundſchaftliche Beziehungen
ge=
mindeſtens zwei Perſonen des Vorſtandes die Geſchäfte pflogen habe, und auch beſtrebt ſei, ſie weiter zu pflegen,
zu erledigen hätten. Sehr eingehend beſprach Redner die ſie ſeien Angelegenheiten ſämtlicher Verbände; der
von dem Aufſichtsrat auszuübende Kontrolle; Allgemeine Verband der Schulze=Delitzſchſchen Ge=
es ſei durchaus nicht notwendig, daß die Mitglieder des noſſenſchaften, habe daher ein Recht, in dieſer Sache ſeinen
Aufſichtsrates gewiegte Kaufleute ſeien; Kenntnis der Anſchauungen einen entſprechenden Ausdruck zu geben.
lokalen Verhältniſſe, der kreditſuchenden Perſonen am
Dann hielt Herr Dr Alberti einen vorzüglichen
5
Orte und die Willenskraft, das ihnen auferlegte Amt zur Vortrag über „Finanzielle Kriegsbereitſchaft
Es überſchreitet, den
Ueberwachung der Geſchäftsführung des Vorſtandes zu und Genoſſenſchaften”
SGedete
verſehen, ſeien erforderlich. Die Anleitung, wie die Mit= Raum dieſes Blattes, ausführlich hierüber zu berichten,
glieder des Aufſichtsrates ihre Aufgabe zweckmäßig er= Der Vortrag fand die lebhafteſte Zuſtimmung der
füllen können, vermöge ihnen der Reviſor zu geben. Anweſenden.
Kongreſſe und Verbandstage.
Alles andere mache die Praxis die Erfahrung, die unſer
Zum Verbandsdirektor wurde wiedergewählt Herr
Verbandstag der Erwerbs= und Wirt=aller Lehrmeiſter ſei. Die Obliegenheiten des Aufſichts= Direktor Stein und zu ſeinem Stellvertreter Herr
Ha=
ſchaftsgenoſſenſchaften für die Provinzen rats könnten niemals auf den Verbandsreviſor über= bicht. Sodann erfolgten die Wahlen der Abgeordneten
tragen werden; dieſer habe nur periodiſche Reviſio=
Starkenburg und Oberheſſen.
zu dem Allgemeinen Genoſſenſchaftstag in Poſen uns
Am 31. Mai und 1. Juni fand zu Rüſſelsheim nen vorzunehmen, er könne die Kontrolle nicht regel= zu dem nächſtjährigen Mittelrheiniſchen Verbandstage.
der diesjährige Verbandstag unter zahlreicher Teilnahme mäßig wie der Aufſichtsrat durchführen. Sein Amt ſei Als Ort für den Verbandstag im Jahre 1914 wurde
es, als Ratgeber und Helfer den Vereinen zur Seite zu
der beteiligten Vereine und einer Reihe von Ehrengäſten ſtehen und als Sachverſtändiger zu prüfen, ob ſowohl Vor= Seligenſtadt beſtimmt.
ſtatt. Nachdem die Regularien erledigt waren und an=
Frauenbund der Deutſchen
Kolonial=
ſtelle des aus Geſundheitsrückſichten und Arbeitsüber= ſtand wie Aufſichtsrat die ihnen zugewieſenen Pflichten
häufung zurückgetretenen ſeitherigen bewährten Verbands= erfüllen, und darauf hinzuwirken, daß die Sicherheit der
geſellſchaft.
reviſors Seibert=Wiesbaden, Herr Bücherreviſor Schmitz= Kredite geprüft, die vorhandenen Beſtände revidiert und
— Berlin, 1. Juni. Unter zahlreicher Beteiligung
darauf geachtet werde, daß der Vorſtand nicht Geſchäfte
Wiesbaden als Verbandsreviſor neu gewählt worden war,
hielt der Vertreter des Allgemeinen Verbandes und Ver= macht, die über das ihm vorgeſchriebene Maß hinaus= von Mitgliedern trat im Feſtſaal des preußiſchen
Abge=
gehen. Erſtaunlich ſei es, daß das Weſen der Reviſion ordnetenhauſes der unter dem Protektorate des Herzogs
bandsdirektors des Mittelrheiniſchen Verbandes, Herr
Ju=
ſelbſt von Perſonen nicht erkannt werde, die doch das Ver=Johann Albrecht von Mecklenburg, Regenten von
Braun=
ſtizrat Dr. Alberti=Wiesbaden, einen Vortrag über „die ſtändnis und die Urteilskraft nach ihrem Berufe dafür ſchweig, ſtehende Frauenbund der Deutſchen Kolonial=
Konkurrenz der Sparkaſſen und Zinspolitik”. Obwohl in
einem größeren Teile von Deutſchland geklagt wurde über haben müßten; man begehe eine Sünde an dem Laien=geſellſchaft zu ſeiner Hauptverſammlung zuſammen. Die
das Verhalten der öffentlichen Sparkaſſen gegenüber den publikum und ſchwäche das Gewiſſen der Mitglieder Vorſitzende, Frau Direktor Heyl=Berlin, wies in ihren
Genoſſenſchaften und beſonders darüber, daß die öffent= des Aufſichtsrates ab wenn ſtändig verſucht werde, alle begrüßenden Worten darauf hin, daß der Verein mit den
möglichen Vorkommniſſe in einer Genoſſenſchaft der Ver=kolonialen Verbänden durchaus freundliche Beziehungen
lichen Sparkaſſen über den Kreis ihrer ſeitherigen
Wirk=
bondsreviſion aufzubürden. Leider müſe man ja zugeben, zu unterhalten beſtrebt ſei. Die Tätigkeit des Bundes
ſamkeit hinausgingen und ein vollkommenes Bankgeſchäft daß bei Nieder=Modau nicht nur der Vorſtand und Auf= in Deutſch=Oſt= und Südweſt=Afrika kann eine
außer=
betrieben, glaubt der Referent nicht, daß in dem Bezirk ſichtsrat ſondern auch der Verband entſchieden verſagt ordentlich erfolgreiche genannt werden, und namentlich
des Starkenburger Verbandes eine unangemeſſene Kon= habe; nicht die Reviſoren wären ſchuld, ſondern der Ver= das Jugendheim in Lüderitzbucht hat ſich außerordentlich
kurrenz mit Ausnahme weniger Fälle zu bemerten ſei. band, der nicht energiſch und zeitig genug eingeſchritten bewährt. Das Vermögen der Abteilungskaſſen und Gau=
Sparkaſſen und Genoſſenſchaften follten einträchtig
mit=
einander gehen und vor allem nicht den Zinsſatz für ſei. um den Machinationen eines Adam und ſeiner Ge=verbände beträgt rund 63 000 Mark. Was das
Heimats=
noſſen Einhalt zu tun. Redner verbreitete ſich dann ein= haus in Ketmanshoopbetrifft, ſo gab die Vorſitzende
die Spareinlagen hinauftreiben, denn damit werde gehend über die Verhältniſſe die im landwirtſchaftlichen bekannt, daß im abgelaufenen Jahre 48 deutſche Mädchen
auch der Hypothekzinsfuß verteuert, was in der jetzigen Genoſſenſchaftsweſen zurzeit herrſchen, beſonders darüber, dorthin entſandt wurden. Das Heimatshaus verfügt über
Zeit bei der vorhandenen Hypotheknot beſonders
nachtei=
daß das Feſtliegen der Gelder bei der Landwirtſchaftlichen ein Vermögen von rund 75000 Mark. Das
Jugend=
lig ſei. Es wäre richtig, wenn Sparkaſſen und Genoſſen= Genoſſenſchaftsbank zu bedauern ſei, und kam dann auf heim in Lüderitzbucht weiſt eine erfreuliche
Weiterent=
ſchaften ſich über die Zinspolitik einigten,
Seine Beobachtungen bei den von ihm im abgelau= den dringlichen Antrag, den die Abgeordneten Dr. Oſann, wickelung auf. Mit demſelben iſt ein Kindergarten
ver=
fenen Geſchäftsjahr vorgenommenen Reviſionen trug Herr Brauer, Reh, Ulrich und Genoſſen über die Gewäh=bunden, in welchem täglich Unterricht erteilt und auch ge=
Seibert=Wiesbaden in einem ausführlichen intereſſan= rung eines verzinslichen Darlehens an die ſpielt wird. Im Zuſammenhang mit dieſen
Darleg=
ten Bericht vor. Im allgemeinen waren es keine mate=ſneu gegründete Zentralkaſſe eingebracht haben, ungen machte die Vorſitzende der Hauptverſammlung den
zu ſprechen. Indem er auf die ausgezeichneten Worte Vorſchlag, das Jugendheim in Lüderitzbucht zum Zeichen
riellen, ſondern in der Hauptſache formelle Anſtände, hinwies, die der preußiſche Handelsminiſter Dr. Sydow der Anerkennung der Verdienſte der verſtorbenen
Ehren=
die er zu erwähnen Anlaß hatte. Aber auch letztere zu
be=
ſeitigen ſei für die Vereine ratſam denn formelle An=vök einigen Tagen über die Selbſthilfe und deren vorſitzenden, Ada Freifrau von Lilieneron, künftighin
ſtände könnten den Vereinen ebenfalls ſehr nachteilig wer= großen Wert gebrauchte, faßte er ſeine Ausführungen über Ada von Liliencron:Stiftung” zu nennen.
den. An ſeinen Bericht ſchloß ſich eine ſehr anregende Be= den Antrag des Abgeordneten Dr. Oſann und Genoſſen Die Verſammlung erklärte hierzu einſtimmig ihre
Zuſtim=
mung. — Ueber „Koloniale Büchereien” referierte
Fräu=
wie folgt zuſammen:
ſprechung, die den Vereinen für manche Unklarheiten die
— Frau Margarete
Es iſt ſchleunigſt die Lage der bei der Landwirt= lein v. Steinmann=Lübeck.
ſich im Geſchäftsbetrieb ergaben, Aufklärung brachten.
Herr Seibert gab zu dem Ausbau der Reviſionen verſchie= ſchaftlichen Genoſſenſchaftsbank beteiligten Genoſſen= Schnitzker erſtattete den Bericht der
Mädchenkommiſ=
dene Vorſchläge, über die ſich Herr Verbandsdirektor ſchaften feſtzuſtellen, ihre Guthaben bei derſelben und das ſion. In der ſich an die einzelnen Vorträge
anſchließen=
den Diskuſſion wurde angeregt, die ausreiſenden Mäd=
Stein eingehend äußerte, ſie aber noch nicht für ſpruch= Kreditbedürfnis dieſer Genoſſenſchaften.
2. Zur Beſeitigung der bei einzelnen Genoſſenſchaften chen in der zweiten Schiffsklaſſe zu befördern, und zwar
reif hielt man müſſe darüber zunächſt ſich auf dem
Allge=
möglichſt in größerer Anzahl unter geeigneter Aufſicht.
meinen Genoſſenſchaftstag ausſprechen. Der Punkt ſtehe beſtehenden Kreditnot wird, inſoweit nicht den Genoſſen= Der Anregung ſoll in ihrem erſten Teile Folge gegeben
auf der Tagung des Genoſſenſchaftstages in Poſen; das ſchaften im regelmäßigen Geſchäftsverkehr bei Kredit= werden. — Die nächſte Tagung der ordentlichen Haupt=
Referat hierüber übernahm Herr Profeſſor Dr Erüger. inſtituten, Kreditquellen eröffnet werden können, die
Sehr geklagt wurde von den Vereinen über die Fol= Heſſiſche Landeshypothekenbank als geeignetes Kredit=verſammlung wird in Münſter i. W. ſtattfinden. — Mit
gen der Nieder=Modauer Kataſtrophe und über die Kriſis inſtitut zu betrachten ſein, die durch Erwerb von Forde= einem Vortrag des Generals der Infanterie Freiherrn
bei der Landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaftsbank. Wenn rungen aus guten Kaufſchillingen und guten Hypotheken, v. Gayl über die Tätigkeit der Deutſchen
Kolonialgefell=
ſchaft und einem Lichtbildervortrag des Frl. Wolff über
auch ſeither verhältnismäßig wenig Spareinlagen zurück= den Genoſſenſchaften Geld zur Verfügung ſtellen kann.
3. Der Staat kann nur in letzter Reihe herange= Reiſen in Deutſch=Südweſt= und =Oſtafrika und über die
gezogen wurden und auch wenig Austrittserklärungen
von Mitgliedern bei ihren Vereinen erfolgt ſeien, ſo müß= zogen werden und nur in dem Maße, als Mittel notwen= Frauenkolonialſchule in Bad Weilbach erreichte die
Tag=
ten die Vertreter doch feſtſtellen, daß hauptſächlich durch dig werden, um Genoſſenſchaften zu helfen, die unver= ung ihr Ende.
die Vorgänge bei der Landwirtſchaftlichen
Genoſſenſchafts=
ſchuldet durch die jetzigen Vorgänge in Notlage geraten
Schulſchiffverein.
bank und deren Art, Geſchäfte zu machen, die Unruhe zu= ſind. Die neu gebildete Zentralkaſſe kann für dieſe
Kre=
nehme. Hauptſächlich die Frauen wirkten auf die Män= ditvermittlung als ein geeignetes Kreditinſtitut angeſehen
* Köln, 31. Mai. In der heutigen ordentlichen
ner ein, die Spareinlagen zurückzuziehen und aus der werden. Dem Staate wird aber eine entſprechende Kon=Mitgliederverſammlung des Deutſchen Schulſchiffvereins
Genoſſenſchaft auszutreten, ſelbſt wenn die Mitglieder trolle bei der Verwendung der Mittel vorzubehalten ſein. führte der Fürſt zu Wied anſtelle des an Influenza
perſönlich geneigt ſeien, im Intereſſe der Erhal=
4. Als ſelbſtverſtändlich erſcheint es, daß die den Ge= erkrankten Großherzogs von Oldenburg den Vorſitz. Nach
tung der Genoſſenſchaft Mitglied zu bleiben, im noſſenſchaften zur Verfügung geſtellten Kredite unter Be=einem eingegangenen Telegramm befindet ſich der Groß=
Vertrauen auf die Perſonen, die an der Spitze ſtehen und obachtung des zurzeit maßgebenden Zinsfußes gegeben herzog auf dem Wege der Beſſerung. In ſeiner
Eröff=
denen ſie nach ihrer Geſchäftsführung mit vollkommenem werden. Auch ſollte die Hergabe von Staatsmitteln nicht nungsanſprache teilte der Fürſt u. a. mit, daß die Mit=
Vertrauen begegnen würden. Die unbeſchränkte Haftpflicht zu einem unverhältnismäßig niedrigen Zinsfuß erfolgen, gliederzahl des Vereins 1200 betrage. Als Vertreter des
werde als Agitations= und Schreckmittel benutzt und in ſondern nur zu einem Satze geſchehen, der den Selbſtkoſten Reichskanzlers und des Staatsſekretärs des
Reichs=
den letzten Generalverſammlungen einer größeren Anzahl des Staates nahekommt.
marineamtes war Vizeadmiral Grapow erſchienen, der
von Vereinen ſei von den Mitgliedern der Wunſch aus=
Von dem Schutzverein für Nieder=Modau, dem Verein ein ferneres Gedeihen wünſchte und die
gedrückt worden, zur beſchränkten Haftpflicht deſſen Wirken ſehr ſegensvoll für die Gläubiger des Unterſtützung der Reichsbehörden auch weiterhin in
Aus=
überzugehen. Von Hern Dr. Alberti Herm Direr=Nieder=Modauer Vereins geworden ſei, während leider ſicht ſtellte. Proſeſſor Dr. Schilling gedachte der im
tor Stein und Hern Verbandsreviſor Sei= den Mitgliedern nicht in der Art, wie es geplant warBerichtsjahre Verſchiedenen, zu deren Ehren die
Ver=
bert wurde ſehr gewarnt, nach dieſer Richtung hin eilig hätte geholfen werden können, berichtete der Redner, daß! ſammlung ſich von den Sitzen erhob, und verbreitete ſich
vorzugehen; nur wenn die Verhältniſſe der Genoſſenſchaft der Schutzverein bereits rund 1250 000 Mark Forderungen dann im Anſchluß an den Jahresbericht über die Ziele
dank der Größe ihres eigenen Vermögens es erlaubten, zur gleich über 84 Prozent aller Gläubigerforderungen ange= und Mittel des Schulſchiffvereins. Redner äußerte ſich
beſchränkten Haftpflicht überzugehen, möge man es tun. kauft habe, ein Reſultat, was in Anbetracht der kurzen insbeſondere über die Gründe, warum der Verein mit
Man ſolle aber bedenken, daß durch den Uebergang zur be= Zeit, in der die Aktion des Schutzvereins ſich betätigt habe, ſeinen Schiffen Frachtfahrten nicht unternehme. Dieſe
ſchränkten Haftpflicht die Kreditunterlage der Genoſſen=beiſpiellos daſtehe. Es ſei im Intereſſe von Nieder=Modau Gründe gipfelten hauptfächlich in dem Beſtreben, die
ſchaft ſehr verſchlechtert werde, daß hier erſt recht der Ver= zu wünſchen, daß auch der Reſt der Gläubigerforderungen Schiffe nur für die Ausbildung der Jungen zu
verwen=
ein in eine unangenehme Lage kommen könnte.
auf den Schutzverein übergehe.
den, ein Ziel, das durch Frachtfahrten notwendigerweiſe
Nachdem am 2. Tage Herr Verbandsdirektor Stein
Redner ermahnt die Genoſſenſchaften wie in früheren leiden müſſe. Durch die Einſtellung eines dritten
Schif=
die noch erſchienenen Ehrengäſte, insbeſondere den Ver= Jahren, nicht ſo hohen Wert auf die Gewährung von fes werde der Verein in die Lage verſetzt werden, ſtatt
treter der Großh. Regierung, Herrn Geh. Landesökono=Realkredit zu legen, hierbei aber auch Abzahlungen bisher 150 junge Deckmannſchaften jährlich deren 450 für
mierat Müller, und Hern Geh. Regierungsrat Kreis= zu bedingen, um dadurch zur Entſchuldung des Dampfer auszubilden. Redner beſprach dann die in dem
rat Dr. Wallau von Groß=Gerau begrüßt hatte und Grundbeſitzes beitragen zu helfen. Auf die unbe=Artikel der Kölniſchen Zeitung Nr. 618 vom 30. Mai
aus=
nachdem die beiden genannten Herren, ſowie die Ver=ſchränkte Haftpflicht kommt Redner nochmals kurz geſprochenen neuen Gedanken, die dem Schulſchiffverein
Seit Jahren laut Atest des Oberhofmarschnlamtes
von den Hofhaltungen
(VI,7740
Sr. Majestät des Kaisers
zahlreichen anderen Hofhaltungen, militärischen
Beklei-
dungskammern und vielen Privathaushaltungen ständig
verwendetes, zuverlässig wirkendes Mottenschutzmittel.
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IUm nicht minderwertige Nachahmungen zu erhalten, achte man stets auf den Namen „Dr. weinreich . Pharmakon G. m. b. H., Berlin SW. 29 und Frankfurttm.
Seite 19.
Nummer 127.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 3. Jnni 1913.
angeſchis des ſtarten Riedergangs der Segeſchfahrt des Vorſihenden des Verbandes der Rhein=Weſäliſchen Geſamivorſtand wunrde einſtimmigwiedergewähltz
aunßer=
weit größere Aufgaben als bisher zuweiſt und ihn ge=Preſſe Dr. Dreſemann eröffnet. Es folgte eine Reihe von dem wurden einige Erganzungswahlen vorgenommen.
wiſſermaßen als einen Erſatz darſtellt für eine erhöhte Begrüßungsanſprachen, die in bedeutſamen Worten ver= Als Ort der nächſten Hauptverſammlung wurde Ham=
Ausbildung junger Seeleute. Der Deutſche Schulſchiff=ſtändnisvolle Sympathie für das Weſen der Preſſe und burg gewählt.
verein werde ſich gerne dieſer nicht leichten Aufgabe wid= die großen Aufgaben ihrer Organiſation erkennen ließen.
men und ſeinen Teil zu der weithin anerkannten See= So ſprachen Oberregierungsrat Momm als Vertreter des
Gewinnauszug
geltung des deutſchen Vaterlandes beitragen. Hierauf Oberpräſidenten der Rheinprovinz, Regierungspräſident
der
erſtattete der erſte Vorſitzende des geſchäftsführenden Aus= Kruſe, Landeshauptmann v. Renvers, Oberbürgermeiſter
ſchuſſes, Geh. Kommerzienrat Max von Guillaume=Köln,! Oehler, Oberlandesgerichtspräſident Holtgreven (Hamm)
2. Prenßiſch-Süddeutſchen
den Finanzbericht. Daraus iſt insbeſondere hervorzu= und Chefredakteur Weſtphal. Anweſend waren ferner
(228. Königlich Preußiſchen) Klaſſenlotterie
heben, daß ſchon im Jahre 1914/15 ſich die Ausgaben auf Major Fiedler als Vertreter des Kriegsminiſteriums,
5. Klaſſe 19. Ziehungstag 31. Mai 1913
848000 Mark durch die Einſtellung des dritten Schulſchiffes Kapitän zur See Löhlein als Vertreter des
Reichsmarine=
erhöhen, gegen 465000 Mark im Jahre 1913/14, wäh= amtes, ſowie die Spitzen der Militärbehörden von Düſſel=
Auf iede geriogene Ainuner ſud zwet gleig hahe Gemime
rend die Einnahmen nur 713 000 Mark betragen. Der dorf, Vertreter der Düſſeldorfer alademiſchen Anſtalten
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer
in den beiden Abteilungen 1 und II.
Ueberſchuß des Jahres 1912/13 im Betrage von 98000 und ſchließlich Vertreter von Kunſt und Wiſſenſchaft, Han=
Mark ſolle bei dem neuen Schiff in Anrechnung gebracht del und Induſtrie. Der Vorſitzende des Reichsverbandes,
Be
(öine Gewehr 4l. St.al. f. 3)
werden. Die vorgeſchlagene Satzungsänderung zu Chefredakteur Marx (Berlin), betonte in ſeiner Eröff=
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
§ 11, Abſatz 1: „Der Verein wird gerichtlich und außer= nungsrede, er nehme Bezug auf ein vorher gefallenes
240 Mk. gezogen:
gerichtlich durch die beiden geſchäftsführenden Vorſitzen= Wort, daß die Preſſe ſich der ſittlichen Grundlagen aller
2 Gewinne zu 15000 Mk. 143654
den vertreten”, wurde in der Faſſung des Konſuls Ja=Freiheit bewußt ſei, wenn ſie Rechte und Freiheiten für
2 Gewinne zu 5000 Mk. 36081
cobi=Bremen genehmigt. Ferner wurde die Faſſung ſich in Anſpruch nehme, und daß ſie nicht herrſchen, ſon=
60 Gewinne zu 3000 Mk. 1532 11504 22656 26398
des § 17 des Vereinsſtatuts dahin geändert, daß dem dern dienen wolle. Dann wurden die Referate erſtattet.
26675 28138 30679 36573 38761. 40991 42652 44975
Reichskanzler das Recht zugeſtanden wird zu den Miniſterialdirektor Dr. Hermes=Berlin referierte über die
53984 73471 73585 83087 89591 112684 117822 127804
Sitzungen des Vereins (anſtatt des geſchäftsführenden Aufgaben der Preſſe in Kriegszeiten, Chefredakteur Ripp=
127809 147744 157341 159287 165464 169724 185113
Ausſchuſſes) Kommiſſare zu entſenden, ferner, daß dem ler=Berlin und Dr. Grautoff=Leipzig über „Behandlung
191244 195364 216975
Reichsamt des Innern und dem Reichsmarineamt von von militäriſchen Nachrichten durch die Preſſel Nach leb=
118 Gewinne zu 1000 Mk. 12161 12890 13084 14166
den Sitzungen des geſchäftsführenden Ausſchuſſes Kennt= hafter eingehender Debatte, in der ſich beſonders Verlags=
14933 17948 25686 30652 38074 42001 44248 48593
nis gegeben werden muß. In den Vorſtand wurden neu direktor Bernhard=Verlin gegen die Beſtimmungen des
51714 52275 54049 56333 64180 65552 66656 73431
hinzugewählt Hofrat Szamatolski=Frankfurt a. M., Geh. Spionagegeſetzentwurfes wandte, wurde fol=
76557 96956 100131 109966 116170 117551 121091
Kommerzienrat Bartling=Wiesbaden, Landrat a. D. Dr. gende Reſolution gegen eine Stimme, die die Faſ=
122029 124313 126787 135842 137826 143301 14692s
Brüning=Homburg v. d. H., Geheimrat Delius=Aachen, ſung der Reſolution ſchärfer wünſchte, angenommen. Der
145995 155481 157249 160970 162217 164260 167625
166da 173272 173528 17ad6s 177250 179427 19445
Geh. Bergrat Dr. Weidtmann=Aachen, Kommerzienrat Reichsverband der deutſchen Preſſe erkennt an, daß die
192845 201487 204963 211182 212465 213868 214085
Mar Schwarz=Augsburg und Geh. Kommerzienrat Preſſe auf die Intereſſen der Landesverteidigung die wei=
216049 217173 230891 230902
d'Hengeliere=Würzburg. Es wurde mitgeteilt, daß dem teſtgehende Rückſicht zu nehmen und bei Aufnahme von
14603 15551
182 Gewinne zu 500 Mk. 623 3997
Verein anläßlich der diesjährigen Tagung 280000 Mark militäriſchen Nachrichten und Artikeln größte Wachſamkeit
96 38152 26578
17719 22886 28158 35693 36547 376
geſpendet worden ſind. Vom Großherzog von Oldenburg zu betätigen hat. Der Reichsverband lehnt aber die zu
393a7 39682 42188 43765 44241 46262 54268 58700
war ein Telegramm mit den beſten Wünſchen und der weitgehenden Forderungen, die eine Ausſchaltung der
0 72011
66463 66627 67556 68887 69930
59250 62047
Mitteilung des Intereſſes des Kaiſers für die Zwecke des militäriſchen Nachrichten und Artikel aus der deutſchen
29 90690
77564 80166 80519 61524 85024 87a07 8822.
Vereins eingegangen, desgleichen ein Schreiben des Chefs Preſſe bezwecken als undurchführbar und als für das
92542 94778 95738 96361. 96792 99601 101384
des Militärkabinetts, von Müller, der dem Verein die Heer ebenſo ſchädlich wie für die Preſſe ab. Ebenſo er=
104508 107709 108000 108116 109976 119042 119727
beſten Wünſche des Kaiſers ausſpricht. — Neu gegründet hebt er ſcharfen Widerſpruch gegen die Beſtimmungen des
120318 120517 122404 126428 129660 131333 132949
worden ſind in letzter Zeit Vereinigungen in Rheinland neuen Spionagegeſetzes, die die Sicherheit des Heeres
134729 138224 143756 148849 151048 154134 154928
und Weſtfalen, im Großherzogtum Heſſen und in der durch eine ewige Rechtsunſicherheit der Preſſe erkaufen
185479 156708 156075 162621 162706 164951 165055
wollen. Der Reichsverband erwartet die Erfüllung der
Provinz Heſſen=Naſſau.
166331 160639 171845 174295 177273 181643 164029
Anläßlich der ordentlichen Mitgliederverſammlung meiſten Wünſche der Heeresleitung von einem engeren,
184354 186333 189408 193560 202762 209867 214947
des Deutſchen Schulſchiffvereins richtete der Kaiſer an vertrauensvollen Zuſammenarbeiten zwiſchen Heer und
219912 220078 221027 224358 231390 232492
den Großherzog von Oldenburg folgendes Tele= Preſſe unter Mitwirkung der zuſtändigen Berufsorgani=
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
gramm: Ew. Königlichen Hoheit, dem bewährten Vor= ſation, des Reichsverbandes, Preſſe und des Verlegerver=
240 Mk. gezogen:
eins: er bittet um Errichtung einer großen, nach modernen
4 Gewinne zu 10000 Mk. 8174 50698
ſitzenden des Deutſchen Schulſchiffvereins, übermittele ich Geſichtspunkten geleiteten Zentralſtelle für die Auskunft=
4 Gewinne zu 5000 Mk. 42656 18404a
heute erneut meine beſten Wünſche für weiteres Gedeihen
2 Gewinne zu 3000 Mk. 6032 6865 8138 10216
und Wachſen des Vereins zur Förderung der Handels= erteilung an die Preſſe bei dem Kriegsminiſterium oder
12117 23215 25105 40511 43538 46214 48009 65492
ſchiffahrt und damit auch zur Heranbildung eines vor= beim Generalſtab und um Errichtung von Auskunftſtellen
68366 92699 94530 103515 105101 109543 135516
trefflichen Erſatzes für die Kriegsmarine. gez. Wil=bei allen ſelbſtändigen Truppenteilen. Ueber den Plan
138735 143515 145988 146611 152446 165214 155727
helm, I. R. — Auf das heute morgen an den Großherzog der Schaffung eines Reichs=Zeitungsmuſeums und über
163718 174235 192038 186459 193347 194196 217676
geſandte Telegramm des Ausſchuſſes in dem die Bitte die verheißungsvollen Vorarbeiten auf dieſem Gebiete er=
218764 220853 230180
ſtattete Univerſitätsprofeſſor Spahn=Straßburg ein
ein=
ausgeſprochen war, das neue Schulſchiff nicht „Ingeborg”.
164 Gewinne zu 1000 Mk. 3526 11270 11313 12095
ſondern „Großherzog Friedrich Auguſt” zu nennen, er= gehendes Referat. In der Debatte, an der ſich insbeſon=
13246 14748 17549 18175 22250 24400 27677 31403
dere Stadtbibliothekar Nörrenberg:Düſſeldorf,
Mohr=
teilte der Großherzog telegraphiſch ſeine Zuſtimmung.
32712 34413 38814 42126 42717 46571. 48395 48543
München, Hermes=Berlin und Gimchel=Poſen beteiligten,
49034 60203 67026 70730 31346 81770 87995 91675
* Metz, 2. Juni. Geſtern abend fand aus Anlaß wurde eine Reſolution angenommen, in der die Delegier=
92706 92903 97211. 100776 101671 102445 10ades
der Tagung des Deutſchen Buchdruckerver= ten des Reichsverbandes ſich für lebhafte Unterſtützung
105505 107249 107672 117223 117606 120055 12305a
eins ein Feſteſſen in den Räumen der Stadtverwaltung dieſes Gedankens ausſprachen. Abends fand auf Ein=
124447 126194 127716 128445 130076 130167 132723
ſtatt, bei dem u. a. Unterſtaatsſekretär Mandel als Vers ladung des Oberbürgermeiſters Oehler und der Stadt
152600 135673 135120 137108 13346 130665 109ga
treter des kaiſerlichen Statthalters anweſend war und Düſſeldorf ein Bankett zu etwa 500 Gedecken im Kaiſer=
142275 146001 146151 146650 153516 156592 16226d4
eine Rede hielt, in der er die Beſtrebungen des Vereins ſaale der Städtiſchen Tonhalle ſtatt.
176021 176488 176738 177574 182614 184446 185586
eingehend würdigte. Aus den geſtrigen Verhandlungen
165680 166978 191261 191782 195309 196350 197821
Beamten=Verein.
205260 2o0ddr 200775 21000 219728
iſt hervorzuheben daß die nächſtjährige Hauptverſamm=
* Koblenz, 31. Mai. Der erſte Antrag wurde ab= „a22‟
214 Gewinne zu 500 Mk. 2820 3132 4303 6720
lung in Leipzig ſtattfindet, und ferner, daß der langjäh=
7502
7667 789
rige verdiente zweite Vorſitzende des Deutſchen Buch= gelehnt, dagegen ein Antrag des Vorſtandes angenommen,
3 8452 9888 10907 24525
druckervereins Kommerzienrat Oldenbourg=München, ein= ein Vermächtnis anzunehmen, das ein Grundſtück in 24596 26627 26690 27a20
32460 34972 34540 a155
46161 a9490 Stda7 5348s 667a9 69835
ſtimmig zum Ehrenpräſidenten des Deutſchen Buchdrucker= paradieſiſcher Gegend im Werte von etwa 180 Mark
be=
esos 6568
67027 67687 70267 70351 73411 77981 81175 82101
vereins ernannt worden iſt. u. a. ſprach bei dem geſtri=trifſt, um darauf ein Beamten=Erholungsheim zu errich=
82396 843
7 91383 94630 94696 96510 98659 103281
gen Feſteſſen auch der Vorſitzende der deutſchen Buch= ten. Ein zweites Vermächtnis, ein Grundſtück im Werte
1052a.
2 105935 106740 107302 110655 114438 11549s
drucker, Mahlau, der der Stadt Metz den Dank für das von 50 000 Mark und einen Betrag von 40 000 Mark für
117365
118096 11856
den Bau eines Heimes für alleinſtehende Damen aus Be=
1212a5 124607 124904 126713
bereitwillige Entgegenkommen ausſprach.
126969 127429 128156 120717 131397 133466 136568
amtenkreiſen, wurde gleichfalls angenommen. Der Ver=
Reichsverband der deutſchen Preſſe.
137036 137183 138594 139545 139636 (140418 142169
band wird ſich mit einem Betrag nicht unter 10000 Mark 142615 143134 146213 149026 161454 161788 165453
* Düſſeldorf, 1. Juni. Die diesjährige Dele= an der Erhaltung beteiligen. Der Antrag betr. Aufheb= 167311 170496 170502 173236 175594 176360 179239
Hiertenverſammlung des Reichsverbands ung der Wohnſitzbeſchränkung wurde angenommen. Ein
185553 187520 188050 198573 199485 205528 208924
der deutſchen Preſſe, der geſtern eine Be= Antrag, den bisherigen ſtellvertretenden Vorſitzenden, Ge= 210702 214463 214694 218878 22059a 221396 221893
grüßungsfeier voraufgegangen war wurde heute vor= heimen Rechnungsrat Rack=Berlin, zum Ehrenmitglied 222753 22377a 227029 227516 230898 231377 233058
mittag in der Tonhalle mit einer Begrüßungsanſprache des Verbandes zu ernennen, wurde angenommen. Der
Einkoch-
Preis-Ermässigung
bis 15. Juli 1913
Apparate, Gläſer Saftpreſſen,
SchuleundHyhiene
SWyf
Saftbeutel, Haarſiebe,
Meſſing=
ein Herren-Anzug
keſſel empf. in gr. Auswahl (*14435
E
gereinigt und gebügelt
Ernst Crämer, Ludwigſtr. 7.
Mk. 2.50. (12266
Der andauernde gemeinſchaftliche Aufenthalt in Klaſſe
Tür mittlere Figur zweimal ge=
24.
und Schulhof oder auf ſtaubigem, ſandigem Spielplatz er=
Färberei Mack Schulstr. 13.
B tragener
fordert beim Schulkinde erhöhte Aufmerkſamkeit hinſichtlich
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(*14421
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(*14020
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An=
vermieden. — Der Haarwuchs wird mächtig angeregt.
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Waſchkom. 8 M., 1ſchl. Bettſt. u. 2
Man fordere ausdrücklich
2. Batt. Feldart.=Regts. 61. (B12256
Dreis
1 Matr. 15 M., 1tür. Schrank 10M.,
Dr. Dralle’s in allen Darfüme=
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M. 1.85
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und
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Kochen der Wäſche, indem die
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enorme Waſch= u. Bleichkraft des
Giotils die ſchmutzige Wäſchereinigt
e
Gut erhaltener Kinderwag.
u. bleicht, ohne daß wie früher ein
mit Schutzreif u. Matr. zu verk.
Anſeifen, Reiben und Raſenbleiche
*14413) Grafenſtr. 18, 3. St.
nötig wäre. Nur mit
Damen-Rad
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Giotil
Ag. Hahn, Gutenbergſtr. 58.
Mon. alte Boxerhünd., gold=
½ Stunde kochen, dann ausſpülen u.
4 geſtromt, mit ſchwarzer Maske,
die Wäſche iſt ſchneweiß. Per 24,
Ia Stammbaum, billig abzugeben
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Dieburgerſtraße 62.
(*14387)
Seifenfabrik J. Gioth. G. m. b. H.
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Mühlſtraße, Carl Dreſte Karl=
14 Sofa, 4 Seſſel, 1 Stegtiſch
22ſtraße 81, Ph. Secker Nachfl.,
(Mahagoni) bill. zu verk. (*14373im
(VII, 12270,
Beſſungerſtraße.
(I,12245
Frankenſteinſtraße 47, II. r.
Nummer keg.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 3. Junt 1915.
Seite 20.
Wohltätigkeitsfest
zum Besten des Alice-Frauenvereins
Es wird dringend um umgehende Zuſendung
Radrennwann
der Rechnungen gebeten an Stockhausen, Prinz
Heidelbergerstrasse.
(12316
Christianweg 23.
0
Sonntag, den 8. Juni, nachmittags 3 Uhr
Sradr. Sachibau.
Heute Dienstag, abends 8 Uhr:
Grosse Rad- und Hotor-Rennen
Gross. Kunstier-Konzert
4 Dauer-Rennen mit Motorschrittmachern
auf der Terrasse.
(12317
Motor-Vorgabe-Rennen
Eintritt frei.
30 km Mannschaftsrennen nach Art der 6-Tage-Rennen
Ludwigshöhe.
Tandem-Rennen, 20 km Rennen mit Tandemführung
Jeden Mittwoch und Samstag
Clubvorgabe-Rennen.
-
Kur-Konzert.
Eintritt 30 Pfg. 10 Abonnementskarten (inkl. Steuer) Mk. 2.—
Vorverkauf u. Eintrittspreise siehe Plakate. — Num. Karten nur Verkehrsbüro.
(B11302
ſind zu haben im Verkehrsbureau und an der Kaſſe.
Mitglieder haben freien Eintritt gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte.
Großes öffentliches
Velociped-Club Darmstadt.
12225ids)
Preisschiessen
im eigenen ſchönſten und bequemſten Schießſtand Darmſtadts
Kiesſtraße 27, Reſtauration Hofferbert,
ab 24. Mai bis Juli täglich Schießen bis 11 Uhr abends.
Casino-Restaurant
Scharfe Munition. Benützung eigener Gewehre, Kal. 6mm, geſtattet.
3 Schuß 20 Pfg. 60 Preiſe im Werte von Mk. 450.−.
(für Nichtmitglieder)
I. Preis maſſiv goldne Herrenuhr, 14 kar., Sprungdeckel.
Ecke Rhein- und Neckarstrasse (Eingang Neckarstr.)
Alle Schützen und Freunde des Schießſports werden zur regen
(VII, 12300
Beteiligung eingeladen.
Die erlesensten Naturweine
Die feinste Küche
Schützenklub Feurio (preisgekrönter Verein).
der Grossh. Hess. Weinbau-Domähe u. Hess. Winzergenossenschaften
Münchener Augustinerbräu
Pfungstädter Bier
Geſchäfts=Uebernahme.
NB. Weinpreisliste gratis. Lieferung aller Weine Telephon 35s. H. Pfeil.
(9306a
frei Haus an Jedermann.
Einem geehrten Publikum, meinen werten Stammgäſten, allen
Freunden und Bekannten hiermit die ergebene Anzeige, daß ich den
Brauerei=Ausſchank Erker
V. H. C.
Sc
Bleichſtraße 47
Tweigverein Darmstadt.
unter heutigem Tage übernommen habe.
Um geneigten Zuſpruch bittet
Samstag, 14. u. Sonntag, 15. Juni 1913
orgipl
M. Klumpp.
5. Wanderung 1910/M
Zur Eröffnung heute Dienstag, 3. Juni, Militär-Konzert
THEATERausgeführt von Mitgliedern der Kapelle des Leib=Drag.=Regts. 24.
nach Oberhessen.
-Eintritt frei.
Mücke — Ulrichſtein (Uebernachtung) Geiſelſtein — Taufſtein mit Bis=Darmstadt, Rheinstr. 2
Bei günſtiger Witterung finden die Konzerte an mehreren
marckturm) Bilſtein (Einweihung der Darmſtädter Schutzhütte) Schotten.
(*14379
Wochentagen ſtatt.
Abfahrt nach Wahl entweder Samstag Vorm. 11½ Uhr mit Abheute Dienstag bis
Fahrkarte IV. Kl. bis Mücke oder Nachm. 1‟ Uhr (Eilzug) mit Fahr=
karte III. Kl. bis Gießen.
inkl. Freitag, 6. Juni
Zu dieſer Wanderung iſt vorherige Anmeldung wegen der
„Darmstädter Hof‟
Uebernachtung unbedingt erforderlich.
Behrens=Hufnagel.
Liſte zum Einzeichnen liegt bis einſchl. 9. Juni bei Graveur
Nur K Tagel
Faisde Telephon 47
Amt Ober=Ramſtadt.
Dietz, Eliſabethenſtraße 30, offen, woſelbſt von heute an auch die
Marſchzettel, aus denen alles Nähere erſichtlich, ausgegeben werden.
Mittwoch, den 4. Juni, von nachm. 4 Uhr ab,
Weitere Anzeige erfolgt nicht mehr.
Bubis nächtliches
Freitag, 13. Juni Bierabend im Gartenſaal
Erstes Militär-Konzert.
der Brauerei Fay, Alexanderſtraße.
(12226
Rendez-Vouls
Eintritt 15 Pfg. (12313im) Keine erhöhte Preiſe.
Bestgelungene Komödie
Selbſtgekelterter
der Fa. Gaumont, Paris.
Hagenschutz Peisenlener
Telephon 1445 — Inh.: H. Tod Dieburgerstr. 97.
Weißwein
Hesidenz-
10
in Fäſſern, per Liter 65 Pfg.,
Jeden Dienstag u. Freitag erstkl. Militär-Konzerte.
bei Bedarf anderer Weine verlange
ASchwesten
man Preisliſte. (10386a
Heute Dienstag, den 3. Juni
A THedter
Jakob Zimmermann
am weissen Turm
Weinhandlung, Mainz,
Kaiſer Wilhelm=Ring 22.
Mariat
Grosses Iintur Ronzert
Höchst spannendes, er-
Wachholderbeer-Saft
Heute letzter Tag:
greifendes Drama:
her-
der-Kapelle des Leibgarde-Regiments, unter Leitung
ſchon öfters geprüft von den Herren
vorragend in Handlung,
Aerzten. DerWachholder iſt bekannt
des Obermusikmeisters Hugo Hauske.
Darstellung und Bild.
als geſündeſte Frucht und iſt der
Aus der Vortragsordnung:
Saft nur Dienstag, den 3. Juni,
(*14411
auf d. Wochenmarkt beim Brunnen
C. M. v. Weber: Ouvertüre z. „Freischütz‟ G. Verdi: Fantasie aus
Wachllafen
von Karl Müller aus Bayern
„Bigolette‟, R. Wagner: Fragmente aus Tannhäuser, E. Gabler:
Eine gepfefferte
zu haben.
(*14370
„Ständchen‟, Trompetensolo, Offenbach: Motive aus „Hofmanns
mit (12275
Bitte Gefäße mitbringen!
Erzählungen‟, J. Lassner: Steirische Originaltänze.
Geschichte
Anfang 8 Uhr.
Eintritt mit Programm 15 Pfg.
Humoristischer Schlager.
666 Hügel-
Eta
estaurant „Schurzennor str. 24.
Der geheimnis=
Dienstag, den 3. Juni
volle Keller
Zweites grosses Dienstags-Konzert
Aeußerst spannendes
der Kapelle des Großh. Heſſ. Feld=Art.=Regiments Nr. 61
und fesselndes Drama.
Nach
unter perſönlicher Leitung des
(*14352
Herrn Obermusikmeisters M. Weber.
Hew=Vork
Das Neueste aus
Anfang 8 Uhr.
Eintritt mit Programm 15 Pfg.
ab Rotterdam
Die Dienstags-Konzerte finden regelmäßig statt.
aller Welt im Bilde
sen
Asta
via Boulogne-ur-Mers
Aktuell.
in der Hauptrolle.
mit der
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Holland Amerika Linie.
Gewerbe-Museum Darmstadt
Ab Samstag
Der (12287 Erstklassige, bis 24 170 Reg.-Tonnen
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Geöffnet täglich von 11—1 Uhr.
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Neuer Dreischrauben-Dampfer
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Statendam v. 35000 Beg.-Lons — des Märchenfestes
Eine Diebesaffäre.
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der Firma Valt. Elsesser in Hamm, Rheinhessen.
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Bisichstr. 53. T6l. 483. Nt 812276) Wittmannſtr. 3. I.
ſadter
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Abonnementspreis
Inſerafe
176, Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſ
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
tnren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren
Agen=
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoneen=Expeditionen.—
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in We
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
ℳ 128.
Mittwuch. den 4
1915
beträgt, verbleibt ein
ark. Für das Finanz=
MEMnnnnMnMRMMnn 2
ind 647000 Mark be=
EMEMMMMEHMHMMMMM11
en. In ihrer großen
e Preſſe das Ergebnis
wehrgeſetze dahin feſt,
nmen werden.
ndo des 15.
Ar=
en des Korpsbereiches
en Zeitung verboten.
in der abfälligen Kri=
Das tägliche Brot
nen jüngſt in der
ver=
mmandierenden
Gene=
ten Vorbeimarſch ein=
I
Der Vorfall hatte
be=
in der Zweiten
Kam=
ages veranlaßt.
eikonſervativen
der die Parteigenoſſen
und seine Herstellung
en Gruppen in Berlin
edert werden, überall,
lichen Kandidaten in
ne zu geben.
m Abſchluß.
Zwi=
eien Badens fanden in
igen über die bei den
ſchlagende Taktik ſtatt.
in Betracht
kommen=
einst
igen des Abkommens
von Menschenhand im Kleinen
.
Das Journal des
velcher allem An=
1s des Aeußern
die geſtrige B
ein Recht habe, auf den
izkonferenz zu rechnen,
rage auf den Beiſtand
veiſelt, daß Frankreich
n Bundesgenoſſen die
e
15 Journal des Débats
öRör-Fabſin-Gsrnafer 6
ragen, welcher
Zuſam=
r Orientfrage und der
Mane
e. In Algeciras habe
Gh
olitiſche Angelegenheit
I
jetzt
in Marokko nicht das
während Frankreich in
endſten und wichtigſten
mit den vollendetsten
h in der Orientfrage
üſſe, ſo wäre es für die
Maschinen
ichbedeutend mit deren
4 Imer
Fragen der internatio=
U
4
ach Kräften Rußland
d wirtſchaftlichen
Fra=
un
Ang220
auf die Mithilfe
Ruß=
ge man überall wiſſ.
verſtändnis vorgeber
dort vor Frankreich
Kammerausſchuß der
örterung des von k
urfes einer nationalen
im modernen Grossbetrieb der
Antrag des Radikalen
r in mehreren
Annui=
us.
ch Limoges.
eputierten, ſowie
Brotfabrik Osthafen
andelskammer des
der Präſident der
Re=
ges zu beſuchen, deren
zlich abgelehnt hatte,
G. m. b. H.
räſident Poincaré
er=
ents Haute=Vienne und
iemand könne ihn ver=
, denn es gäbe keine
Für diesen Gutschein wird bei
Gutschein.
ent der Republik nicht
Einkauf von 1 OH Brot oder
Munn
nnnnnnnannnnnunnnnnn
vürden hoffentlich ſich
1 Pack OH Zwieback ein Satz — 4 Stück Reklame-
Staatsoberhaupt über
Marken der Brotfabrik Osthafen gratis verabfolgt.
ahltruſt’s, Gary,
enneiſtehtAeereitie Der feiner Beinehmung in dem gegen den
Stahl=
ſchon die Verbündeten von heüte ſich gegenüberſtehen.
Sümme der Einnahmen 3,61 Millionen Mark, die Summel truſt eingeleiteten Prozeſſe, der Stahltruſt beſitze gegen=
Seite 20.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 3. Jnnt 1915.
Nummer keg.
Wohltätigkeitsfest
zum Besten des Alice-Frauenvereins
Mädrennwann
Es wird dringend um umgehende Zuſendung
der Rechnungen gebeten an Stockhausen, Prinz
Heidelbergerstrasse.
Christianweg 23.
(12316
Sonntag, den 8. Juni, nachmittags 3 Uhr
Srädf. Sadibau.
Heute Dienstag, abends 8 Uhr:
Grosse Rad-und Motor-Rennen
C.
Gross. Kunstier-Konzert
4 Dauer-Rennen mit Motorschrittmachern
auf der Terrasse.
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(12317
Eintritt frei.
30 km Mannschaffsrennen nach Art der 6-Tade-Rennen
Ta
Vorverkau
Die neuzeitliche Entwicklung hat auf fast
Mitgli
allen Gebieten des Wirtschaftslebens den
Ueber-
gang vom Klein- zum Grossbetrieb und den
12225ids)
Ersatz der Handarbeit durch sinnreich
kon-
struierte Maschinen gebracht, aberkaum
irgend-
wo ist der Unterschied zwischen Einst und Jetzt
so sichtbar, wie bei der Herstellung unseres
Ce
wichtigsten, täglichen Nahrungsmittels, des
Brotes.
Ecke R.
Als Musterbeispiel einer modernen, gross-
Die erl
zügig eingerichteten Brotfabrik kann man die
der Grossh. Hess. W
Pfungs
Brotfabrik Osthafen
NB. Weinpreisli
bezeichnen, welche von den Firmen J. Latscha,
frei Haus a
Schade & Füllgrabe und C. Hok in
Gemein-
schaft mit einem erfahrenen Fachmann im
neuen Frankfurter Osthafen errichtet wurde.
Die nachstehenden Ausführungen wollen
den vielen Freunden von Osthafen-Brot und
denen, die es noch werden wollen, ein kurzes
Bild davon geben, wie dieses, nach den
Grund-
sätzen moderner Hygiene hergestellte Brot
Mücke — Ulrichſtein
marckturm) Bilſtein (C
entsteht.
Abfahrt nach
Die Abbildung auf der Vorderseite zeigt
Fahrkarte IV. Kl. bi
karte III. Kl. bis G
die 55 m lange Strassenfront der Fabrik nach
Zu dieſer
Wa=
der Weismüllerstrasse. Direkt an der Strasse
Uebernachtung unbe
Liſte zum Ein
sind die Stallungen, die Garage für die Auto-
Dietz, Eliſabethenſtre
mobile auf der einen Seite, das Büro-Gebäude
Marſchzettel, aus .
Weitere Anzei
und Wohnhaus für das Verwaltungspersonal
auf der anderen Seite des Grundstücks gelegen.
Freitag, 13.
der Brauerei Fay, 2
Das Hauptgebäude mit der Bäckerei liegt etwas
zurück und nimmt die Gesamtbreite des
Grund-
stücks ein, An seiner Rückseite entlang laufen
Nugen
die Anschluss-Geleise, auf welchen die ankom-
Telephon 1445
menden Waggons mit Kohlen, Mehl etc, ent-
Jeden Dienstag
laden werden. Die Kohlen gelangen direkt
von den Waggons an ihren Verwendungsort
Heute
in dem abgeschlossenen, hinter den Oefen
befindlichen Feuerraum.
Das Mehl wird mittels eines grossen,
Tosses
der-Kapelle des
elektrischen Aufzuges nach den Lagerböden
des Obern
im ersten und zweiten Stock gebracht, welche
Aus
ca. 2000 m umfassen und den Anforderungen
C. M. v. Weber:
Ou-
neuzeitlicher Hygiene entsprechend hergestellt
„Rigolette‟ R. Wag
sowie mit reichlicher Ventilation ausgestattet
„Ständchen‟ Tromp
Erzählungen
sind.
Anfang 8 Uhr.
Der Fussboden in den Mehlböden besteht
aus hydraulisch gepressten Steinholzplatten,
Restaurar
die ein kostspieliger Bodenbelag sind, aber
einen vollkommenen Schutz gegen Feuchtigkeit
T.
und Ungeziefer bilden, was für die Qualität des
Zweites
Mehles und weiterhin des fertigen Produktes
der Kapelle des C
von grosser Wichtigkeit ist.
Von dem Lagerboden gelangt das Mehl
Herrn Obei
durch eine selbsttätig arbeitende Transport-
Anfang 8 Uhr.
schnecke, einem sogenannten Elevator, nach
Die Dienstags
der Mehlsieb- und Mischmaschine, welche
die wichtige Arbeit der Siebung und Reinigung
iewerbe
in der vollendetsten Weise besorgt. Von den
Rteckarstraße
kleinsten, ihm etwa anhaftenden Fremdkörpern
Ausſte
der Firma Valt
Die Gegenständ
Altertümc.
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Iit Zufſußz, neu, zu
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ee S Ang. Ceilurius, Darmstauf
Mainz, Chriſtophſtraße 9.
endt Slhtinricheng a e
Viktoriaſtraße 57, 2. St.
Beicht. 5.
Tel. 483.
B12276) Wittmannſtr. 3.I.
(wie Sackfasern etc.) befreit und in der den
verschiedenen Brotsorten entsprechenden
Zu-
sammenstellung gemischt, werden die Mehle
nunmehr in hermetisch geschlossenen Gängen
weiter auf maschinellem Wege in grosse, ca.
80— 100 Ztr. fassende Behälter geleitet,
soge-
nannte Silos, welche durch mehrere Stockwerke
gehen. Die Abbildung No. 2 zeigt einen der
Lagerböden, No. 3 die Mehlsieb- und
Misch-
maschine mit einem Teil der Elevatorgänge.
Dadurch, dass die Siebung und
Mi-
schung durchweg in geschlossenen
Ma-
schinen und Behältern vor sich geht, wird
jede Entwicklung von Mehlstaub vermieden
und die grösstmögliche Reinlichkeit
ge-
währleistet.
Die Silos enden im Erdgeschoss in
trichter-
förmigen Auslauf-Vorrichtungen, die direkt
über den Teigknetmaschinen angebracht
sind.
Die Bilder No. 4 und 5 zeigen den durch
seine grossen Abmessungen imponierenden,
von Licht und Luft durchfluteten Backraum,
der eine Länge von 38m, eine Breite von 10m
und eine Höhe von ca. 5 m aufweist. Der Boden
in diesem Raum ist aus Steinplättchen
her-
gestellt, die Wände mit weissen, abwaschbaren
Kacheln belegt. Elektrische Bogenlampen
be-
leuchten ihntaghellwährend der Nachtschichten.
Wie in den anderen Teilen des Betriebes wird
auch hier, soweit dies zur Zeit technisch möglich
ist, die Handarbeit durch vollendete Maschinen
ersetzt. Da sind zunächst die bereits erwähnten
Teigknetmaschinen, von denen jede mit
ge-
waltigen eisernen Armen bei jedem
Arbeits-
gang 6 Zentner Teig fix und fertig zum Backen
knetet. (Bild No. 6.) Die beweglichen Tröge
der Knetmaschinen wandern in den Gärraum
und von hier unter die Teigteil- und
Wirk-
maschine (Abbildung No. 7). Diese Maschine
besorgt das Wirken und Abteilen des Teiges
in bestimmte Gewichte, je nach der Grösse der
zu backenden Brote. Ein selbsttätiges
Trans-
portband führt diese nach dem Backtisch, vor
wo sie auf zahlreichen fahrbaren Gestellen
nach den Backöfen gebracht werden. Auf den
Abbildungen No. 4 u 5 sieht man je einen Teil
der 10 Doppel-Auszugs-Oefen, die je zwei
ausziehbare Ofenherde enthalten und Tagund
Nacht in Betrieb sind. Die Feuerungen befinden
sich, wie bereits erwähnt, in einem
abgeschlos-
senen Raume hinter den Oefen, sodass im
Back-
raum keinerlei Kohlenstaub entstehen kann.
Ueber zehntausend Brote werden jeden
Tag auf diesen Oefen gebacken und wandern
zunächst in den Brotkühlraum (Abbildung
No. 8). In diesem Raum, dessen Abmessungen
und Ventilation dem besonderen Zweck
ent-
sprechend angeordnet sind, erfolgt die nötige
Abkühlung des Brotes und die Verladung nach
Wir hoffen, dass die Bekanntschaft mit dem
Herstellungs-
prozess diejenigen, welche O-HBrot noch nicht kennen, zu
einem Versuch veranlassen wird. Jeder Versuch wird ohne
Zweifel zu dauerndem Verbrauch führen.
Brotfabrik Osthafen
G. m. b. H.
(Alle O-HProdukte sind unter diesem Zeichen gesetzlich geschützt.)
Dieser Musteranlage entspricht aber auch
die vortreffliche, wir dürfen wohl sagen,
erst-
klassige Qualität der O-H Produkte. Seit der
im August 1912 erfolgten Betriebsaufnahme
hat sich der wöchentliche Absatz der Fabrik
verdreifacht. Der Verbrauch ist auch heute
noch in ständiger Steigerung begriffen.
Die von der Brotfabrik Osthafen
her-
gestellten Marken
O-H Brot, hell und dunkel
O-H Kraftbrot
O-H Zwieback
erwerben sich täglich neue Freunde!
144 Verkaufsstellen. 10 Wagen und 2
Auto-
mobile besorgen die Verteilung der grossen,
täglich zu bewältigenden Mengen. (Abbild. 9.)
Eine besondere Erwähnung verdienen noch
die Aufenthalts- und Baderäume für die
Bäcker, die dem im gesamten Betriebe
durch-
geführten Grundsatz peinlichster Sauberkeit
entsprechend ausgeführt sind. (Abbild. 10.) Es
stehen 8 Duschräume und ein Vollbaderaum
zur Verfügung, deren Benutzung vor der
Arbeits-
zeit dem Personal zur Pflicht gemacht ist.
Die Arbeitszeit der Bäcker beträgt
8 Stunden. Da der Betrieb Tag und Nacht ohne
Unterbrechung (mit Ausnahme des Sonntages)
beschäftigt ist, findet somit dreimaliger
Schicht-
wechsel statt.
Die mustergültige Anlage der neuen
Brotfabrik Osthafen hat bei allen Behörden
und Vereinen, die bisher dieselbe besichtigten,
ungeteilte Anerkennung gefunden.