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176. Jahrgang
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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
ℳ 118.
Freitag, den 23. Mai.
1913,
Die heutige Nummer hat 16 Seiten.
Die Wirkungen
Die Diſziplin in der franzöſiſchen
der Verſicherungsſteuer.
Armee.
Das Wichtigſte vom Tage.
*⁎* In verſchiedenen franzöſiſchen Garniſonen iſt es
AN. Man ſchreibt uns: Ueber die Wirkungen der
ſei=
zu einer Auflehnung der Mannſchaften gegen die geplante
tens der Reichsregierung vorgeſchlagenen Verſicherungs=
Der Herzog und die Herzogin zu Braun
Einführung der dreijährigen Dienſtzeit gekommen, was
ſteuer auf Feuerverſicherungen ſind genaue
Unterſuchun=
ſchweig ſind geſtern vormittag 10 Uhr in Berlin
ein=
wieder einmal die Aufmerkſamkeit auf die Mannszucht
gen angeſtellt worden, welche die von vielen Seiten
ge=
getroffen und vom Kaiſerpaar empfangen worden.
innerhalb des franzöſiſchen Heeres lenkt. Damit iſt es,
äußerten Bedenken gegen die Steuer in vollem Umfange
Um 11½ Uhr traf der Zar ein und wurde vom
Kai=
ebenſo wie in der Marine, nicht beſonders gut beſtellt,
gerechtfertigt erſcheinen laſſen und daher von allgemeinem
ſer und dem König von England empfangen.
Nur die wenigſten Fälle von Unbotmäßigkeit dringen in
Intereſſe ſein dürften. So wird z. B. bei einer einzigen
*
die größere Oeffentlichkeit, aber ſchon das, was darüber
preußiſchen öffentlichen Feuerverſicherungsanſtalt die Be=
Der franzöſiſche Poſtdampfer „Senegal”
iſt
ab und zu bekannt wird, iſt geeignet, ein nicht gerade
gün=
laſtung der Verſicherungsnehmer durch die neue Steuer
bei der Ausfahrt aus dem Hafen von Smyrna auf
ſtiges Licht auf die Diſziplinarverhältniſſe in der Armee
insgeſamt 226000 Mark gegen bisher 6000 Mark
jähr=
eine Mine geſtoßen und geſunken.
zu werfen. Wir wollen ganz von den nicht ſeltenen Fällen
lich betragen, alſo 220000 Mark mehr.
**
abſehen, wo Offiziere Politik treiben und ſich damit in
Die Verteuerung der Verſicherung im einzelnen
Der ſchwediſche Reichstag nahm einen
Re=
einen Gegenſatz zu den militäriſchen Vorſchriften ſetzen,
iſt aus folgendem Beiſpiel zu erſehen:
gierungsentwurf über die allgemeine
Alters=
ſondern nur von direkten Gehorſamsverweigerungen und
Die Prämie für Feuerverſicherungen größerer Güter,
Meutereien ſprechen, wozu auch die Auflehnung gehörte,
verſicherung mit großer Stimmenmehrheit an.
bei denen die durchſchnittliche Verſicherungsſumme im
Be=
welche ſich einzelne Offiziere unter Berufung auf ihre
re=
reiche der Anſtalt — für Gebäude und Mobiliar
zuſam=
ligiöſen Gefühle bei der von der Regierung angeordneten
men — 550000 Mark beträgt, erhöht ſich bei zehnjähriger
Tageskalender zur Geſchichte der
Bekämpfung des klerikalen Widerſtandes in der Bretagne
Verſicherungsdauer durch die neue Steuer um 855000 Mk.
Befreiungskriege.
im Jahre 1902 zu ſchulden kommen ließen. Daß franzö=
Bei einer Verſicherung bäuerlichen Beſitzes — durchſchnitt=
23. Mai 1813: Napoleon rückt in Görlitz ein.
ſiſche Soldaten ihre Vorgeſetzten beſchimpfen, überfallen
liche Verſicherungsſumme 51000 Mark für Gebäude und
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
und mißhandeln, kommt häufiger vor, als man denkt oder
Mobiliar — beläuft ſich die Verteuerung der Verſicherung
als wir in Deutſchland uns vorſtellen können.
Unzufrie=
bei 10jähriger Verſicherungsdauer auf 62,50 Mark.
Ent=
denheit mit der Behandlung, mit der Beköſtigung oder mit
ſprechende Zahlen ergeben ſich bei der Verſicherung
ſtädti=
der Unterkunft ſind meiſtens die Gründe der Auflehnung.
ſchen Eigentums: der Gebäude, der Warenlager, des
Die Budgetkommiſſion des
Typiſch war der Vorgang im Mai 1910, wo 84 Reſerviſten,
häuslichen Mobiliars.
die mit ihrer Unterkunft im Lager von Maſſillon nicht zu=
Es bedarf keines Beweiſes, daß eine Steuer in der
Reichstages
frieden waren, meuternd nach Nimes zogen, wo es gelang,
vorſtehend geſchilderten Höhe ſtark hemmend einwirken
hat die von ſozialdemokratiſcher und von volksparteilicher
ſie zu beruhigen. Weit ernſter, weil umfangreicher, ſtellten
muß auf die Ausdehnung der Feuerverſicherung, die zur
Seite beantragte Kürzung der zweijährigen
ſich die groben Verſtöße gegen die Diſziplin während der
Bewahrung des Einzelhaushaltes vor plötzlichem Ruin
Dienſtzeit abgelehnt. Dieſer mit der Auffaſſung des
Winzerunruhen im Sommer 1907 dar. Die ſchwerſten
durch elementare Ereigniſſe, zur Erhaltung der Steuer=
Kriegsminiſters übereinſtimmende Beſchluß erſcheint ſach=
Exzeſſe ereigneten ſich damals, die Soldaten fraterniſierten
kraft der Bevölkerung, zur Verminderung der
Armen=
lich als der allein richtige. Es geht in der Tat nicht an,
mit der aufrühreriſchen Bevölkerung, und mehr als ein
laſten aus allgemein volkswirtſchaftlichen ebenſoſehr wie
daß Deutſchland eine Verkürzung der Dienſtzeit in dem
halbes Dutzend Regimenter war dabei beteiligt; das 17.
aus rein fiskaliſchen Geſichtspunkten dringend zu wünſchen
Augenblick wagt, wo Frankreich zur Verlängerung der
Regiment mußte ſeine Garniſon Agde verlaſſen und wurde
iſt. Beſonders hervorzuheben iſt, daß nach dem Ergebnis
zweijährigen Dienſtpflicht um ein volles Jahr zurückkehrt.
nach Tunis ſtrafweiſe verſchickt, was großes Aufſehen
er=
der Unterſuchungen die Zahl derjenigen Verſicherungen,
Darf doch nicht vergeſſen werden, daß bei uns die
zwei=
regte.
die wegen zu geringer Verſicherungsſumme — unter 1000
jährige Dienſtzeit eine Feuerprobe großen Stils, nämlich
Die jetzigen Meutereien verdienen eigentlich, noch
Mark bei Mobiliar, unter 3000 Mark bei Immobiliar
auf europäiſchem Boden, noch nicht beſtanden hat.
ernſter genommen zu werden, da ſie ſich gegen eine im
von der Steuer befreit bleiben ſollen, weit kleiner iſt, als
Der Haushaltsausſchuß hat ferner ſozialdemokratiſch=
Intereſſe der Landesverteidigung geplante Maßregel
rich=
in der Begründung des Geſetzentwurfs ſeitens der
Re=
volksparteiliche Anträge abgelehnt, die gegen den Beſtand
ten; daß ſie zum Teil in Garniſonen an der Oſtgrenze
gierung angenommen wird. Nicht, wie die Begründung
des Gardekorps gerichtet waren. Die Auffaſſung der
vorkommen, wo doch nach franzöſiſcher Auffaſſung die
ſagt, 15 bezw. 10 Prozent der Geſamtverſicherungsſumme
Sozialdemokratie, daß die Rekrutierung des Gardekorps
Sicherheit des Landes eine beſonders ſtrenge Handhabung
werden auf Grund der Befreiungsvorſchrift von der
auf einen beſtimmten Bezirk beſchränkt werden müſſe,
ſin=
der Diſziplin erfordern muß, wird die maßgebenden
Steuer freibleiben, ſondern nur 0,3 bezw. 3,2 Prozent.
det weder in der tatſächlichen Entwicklung noch in einer
Kreiſe in Paris noch bedenklicher ſtimmen. Dieſen Krei=
Es wird mithin gerade das eintreten, was vermieden
geſetzlichen Vorſchrift eine Begründung, erklärt ſich jedoch
ſen ſind die Vorgänge natürlich ſehr unangenehm und ſie
werden ſollte: die weniger bemittelten Kreiſe der
Be=
zwanglos aus dem ſozialdemokratiſchen Bedürfnis, die
verſuchen, letztere auf die Hetzereien der Anarchiſten
zurück=
völkerung, deren einziges Vermögen das gegen Feuers=
Berliner Garniſon womöglich aus Rekruten Groß=Berlins
zuführen, was aber den Tatſachen widerſpricht. Man
geſahr verſicherte Gut iſt, werden im weiteſten Umfange
gebildet zu ſehen. Andererſeits verträgt ſich das Bemühen
darf auf den Ausgang ſehr geſpannt ſein, insbeſondere
durch die neue Steuer getroffen, während dieſe Kreiſe
um die Beſeitigung des Gardelorps nicht mit Artikel 63
darauf, ob die Regierung die Meuterer die ganze Strenge
nach der Abſicht des Geſetzgebers gerade verſchont bleiben
der Reichsverfaſſung, der u. a. feſtſetzt:
der Militärgeſetze fühlen laſſen oder die Sache mit dem
ſollten.
„Die geſamte Landmacht des Reiches wird ein ein=
Mantel der Liebe zudecken wird.
Genauere Unterſuchungen beſtätigen ſomit vollauf
heitliches Heer bilden, welches im Kriege und Frieden
unter dem Befehl des Kaiſers ſteht. Der Kaiſer hat die
die von den verſchiedenſten Seiten gemachten Aeußerun=
*
Pflicht und das Recht, dafür Sorge zu tragen, daß
inner=
gen, nach denen der Feuerverſicherungsſtempel
Ungerech=
halb des deutſchen Heeres alle Truppenteile vollzählig
Die Unterſuchung des Generals Pau hat
tigkeiten für den einzelnen mit ſich bringen und ſchlimme
und kriegstüchtig vorhanden ſind, und daß Einheit in der
ſich in erſter Linie auf die Vorkommniſſe erſtreckt, die eine
Folgen für die Allgemeinheit haben muß. Die ablehnende
Organiſation und Formation, in Bewaffnung und
Kom=
ſofortige Maßregelung notwendig machen, da ſie aus
mando, in der Ausbildung der Mannſchaften, ſowie in
Stellung des Reichstages gegenüber derſelben Steuer im
der Qualifikation der Offiziere hergeſtellt und erhalten
öffentlichen Kundgebungen und diſziplinarwidrigen Hand=
Jahre 1909 war daher durchaus gerechtfertigt.
Konſer=
wird Zu dieſem Behufe iſt der Kaiſer berechtigt, ſich
jeder=
lungen, deren Urheber ſofort ermittelt wurden, herrühren.
vative, Zentrum, Liberale und Sozialdemokraten waren
zeit durch Inſpektionen von der Verfaſſung der einzelnen
Die Unterſuchung wird ſich weiter auf die Urheber der
Be=
ſich damals in dieſer Ablehnung einig, und es iſt zu
Kontingente zu überzeugen und die Abſtellung der dabei
wegung erſtrecken, die offenbar von langer Hand
vorbe=
vorgefundenen Mängel anzuordnen. Der Kaiſer beſtimmt
hoffen, daß der Reichstag jetzt wiederum zu einer
Ab=
den Präſenzſtand, die Gliederung und Einteilung der
Kon=
reitet war. Sie wird ſich ferner mit den Agitations= und
lehnung der Steuer kommen oder wenigſtens
durchgrei=
tingente des Reichsheres, ſowie die Organiſation der
Propagandamitteln, die in den Kaſernen angewendet
fende Aenderungen der Regierungsvorlage beſchließen
Landwehr und hat das Recht innerhalb des
Bundes=
wurden, befaſſen. General Pau ſtellt, wie es ſcheint, die
wird. Dieſe Aenderungen müßten, um die größten
Här=
gebietes die Garniſonen zu beſtimmen, ſowie die
kriegs=
bereite Aufſtellung eines jeden Teiles des Reichsheres
Bewegung als weniger bedenklich dar. Denn der
Ge=
ten des Geſetzes zu beſeitigen, zunächſt darin beſtehen,
anzuordnen.
neral, der am Mittwoch abend aus Toul in Paris
einge=
daß der Mobiliarfeuerverſicherungsſtempel, der 25 Pfg. für
Die berechtigten Bedenken gegen das „Garde=Prinzip”
troffen iſt und mit dem Kriegsminiſter Etienne eine zweig
je 1000 Mark Verſicherungsſumme betragen ſoll, ganz
we=
kamen in den Anträgen Baſſermann zum
Aus=
ſtündige Unterredung hatte, erklärte einem Berichterſtatter
ſentlich ermäßigt wird. Ferner erſcheint der gänzliche
druck, deren erſter ſich gegen die Bildung von
ausſchließ=
unter anderem:
Fortfall der Abgabe auf Gebäudeverſicherungen der
lich oder überwiegend adligen Offizierkorps
Die Garniſon von Toul iſt vollſtändig ruhig. Die
Billigkeit entſprechend. Dies beſonders auch aus
folgen=
wendet. Erfreulicherweiſe hat nicht nur der Haushalts=
Soldaten erfüllen ihre militäriſche Pflicht mit peinlicher
dem Grunde: Der Hausbeſitzer muß auf alle ſeine ſon=
Genauigkeit. Niemals haben ſie auf der Straße ihre
Vor=
ausſchuß dieſen Antrag faſt einſtimmig angenommen,
ſon=
wie Haftpflicht=, Einbruchs=,
ſtigen Verſicherungen —
geſetzten mit größerer Korrektheit gegrüßt als jetzt. Sie
dern es ſteht ihm auch der Kriegsminiſter ſympathiſch
Waſſerleitungsſchäden=, Glas= uſw. Verſicherung
haben ſich übrigens keinerlei Verſehlungen im Dienſt
zu=
gegenüber. Ein zweiter beherzigenswerter Antrag
Baſ=
ſchulden kommen laſſen. Wir ſtehen da nicht einer
Steuern entrichten, und dieſe Steuern werden alle durch
militäriſchen Meuterei, ſondern einer
Be=
ſermann tritt dafür ein, daß ein ſtändiger Austauſch
die Reichstagsvorlage beträchtlich erhöht. Er trägt ſomit
wegung politiſchen Urſprungs gegenüber.
zwiſchen dem Offizierkorps der Grenzregimenter und den
zur Verſicherungsſteuer ohnehin ſeinen gut bemeſſenen
Ich kenne die in Toul ſtehenden Pariſer, die zumeiſt aus
Offizierkorps ſtattfinde, deren Truppenteile in großen
den Arbeitervierteln ſtammen, ſeit langem. Es ſind brave
Teil bei, und man kann von ihm billigerweiſe nicht ver=
Städten oder unter bevorzugten örtlichen Verhältniſſen
Burſchen und gute Soldaten, aber ſie bringen eine
eigen=
langen, daß er auch noch für die Verſicherung ſeines
gan=
artige Geiſtesverfaſſung mit. Sie bilden ſich ein, daß ſie
garniſonieren. Auch dieſer Antrag iſt vom
Haushalts=
zen Gebäudes Steuern zahlen ſoll, wo dieſes doch in der
auch in der Uniform weiterhin Bürger ſind, und wenn
ausſchuß faſt einſtimmig angenommen und vom Kriegs
Regel mit Hypotheken belaſtet iſt und ſomit nur zu einem
man ihnen ein Bürgerrecht, wie zum Beiſpiel das
Ver=
miniſter grundſätzlich gebilligt worden.
ſammlungsrecht, beſtreitet, ſo entrüſten ſie ſich in naiver
geringen Teile einen Vermögensbeſtandteil des Hausbe=
Weiſe, als ob dies eine Ungerechtigkeit wäre. Wir haben
ſitzers darzuſtellen pflegt.
eine neue Erſcheinung vor uns das Eindringen des
Syn=
dikalismus in die Kaſerne, und gerade das iſt gefährlich,
Die Militärbehörde kann einſchreiten, wenn ein Fehler bi
Nummer 118.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 23. Mai 1913,
Seite 2.
des Heeresausſchuſſes erſtattete Bericht über die
dreijäh=
ür eine Reichsvermögensſteuer angeboten haben. Und
gangen wurde, ſie kann den Urſprung des Uebels angeben
ige Dienſtzeit ſtellt zunächſt feſt, daß Frankreich im Falle
aber ſie iſt außer Stande, ihm vorzubeugen. Das gehört
war würde dieſe Reichsvermögensſteuer, nach dem
Vor=
nicht zu ihren Beſugniſſen. Es iſt Sache anderer Kreiſe,
eines Krieges zu Beginn der Operationen nur auf ſeine
ſchlage der beiden genannten Parteiführer, unmittelbar an
die erforderlichen Vorkehrungen zu treffen.
igenen Kräfte zählen dürfe, und unterſucht ſodann, welche
eine Abänderung der jetzigen Form des Entwurfes zum
Die konſervative Autorité erklärt: Es gibt nur ein
Stellung die deutſche Armee nach Durchführung der Wehr=
Wehrbeitrage, unter beſonderer Berückſichtigung einer
Rettungsmittel: man muß mit den Verirrungen der
Ver=
vorlage gegenüber der franzöſiſchen Armee bringen werde.
angemeſſenen Beſteuerung der Aktiengeſellſchaften ange
gangenheit brechen. Der allgemeine Arbeitsverband und
Die Friedensſtärke der deutſchen Armee werde — die
der Sou du Soldat müſſen aufgelöſt werden. Wenn die
ehnt werden. Eine bindende Aeußerung des Kanzlers
Regierung dies verweigert, dann dürfen wir ſagen, daf
Offiziere nicht mitgerechnet — 863000 Mann aufweiſen
zu dieſen Vorſchlägen iſt bisher nicht erfolgt.
ſie Komödie ſpielt und in gleicher Weiſe die Parteien der
Die Wehrvorlage, für welche die Orientereigniſſe zum
-
Linken wie die der Rechten täuſcht.
Der radikale
Vorwand gedient hätten, werde eine doppelte Wirkung
Das Deutſch=Engliſche Verſtän=
Rappel ſchreibt: Wir beſchwören die radikalen
Republi=
aben: das deutſche Heer werde erſtens imſtande ſein, mit
digungs=Komitee hielt am 19. und 20 Mai in
kaner, bei denen der demokratiſche Geiſt mit dem
leiden=
größerer Geſchwindigkeit und ſtärkerer Macht als früher
Berlin im Hotel „Zum Reichstag” unter dem Vorſitz des
chaftlichen franzöſiſchen Patriotismus gepaart iſt,
gleich zu Beginn der Mobiliſierung einen Angriff zu
ver=
ſich
1. Vizepräſidenten Ed. de Neufville ſeine diesjährige
dieſe Vorzeichen einer drohenden Zerſetzung klar vor
ſuchen; zweitens die geſamten Operationen mit Mann=
Augen zu halten. Niemals ſteht man einer unerbittlichen
ſchaften beginnen können, welche jünger und moraliſch
Mitgliederverſammlung ab. Ein ausführlicher kritiſcher
Reaktion näher, als wenn eine Anarchie droht. Mehrere
und körperlich geeigneter ſein werden als in der franzöſi=
Bericht über die im Oktober v. J. in London abgehaltene
Blätter veröffentlichen den Wortlaut eines Aufrufs, der
ſchen Armee. Während alſo Deutſchland in einer nahen
Verſtändigungskonferenz, herausgegeben von Profeſſor
am vergangenen Freitag unter der Beſatzung von Toul
Zukunft über 863000 wohlgeſchulte und modern ausge=
Sieper, iſt inzwiſchen im Buchhandel erſchienen und ſoll
verbreitet wurde. Das Schriftſtück fordert die Soldaten
rüſtete Soldaten verfügen werde, könne Frankreich, wenn
auf, ſich gegen den von der Kammer beſchloſſenen „
Staats=
nan von den algeriſchen Hilfstruppen und den nach
Ma=
den Behörden und anderen geeigneten Stellen zugeleite
ſtreich” aufzulehnen und zur Gewalt und zu
Geſetzwidrig=
rokko entſandten Mannſchaften abſehe, nur über 480000
verden. Die Verbindung des Deutſch=Engliſchen
Ver=
eiten ihre Zuflucht zu nehmen. In allen Regimentern
Mann verfügen, die dem Deckungsbedürfnis entſprechen
tändigungs=Komitees mit dem Kirchlichen Komitee zut
Frankreichs, beſonders aber im Oſten, würden gleichzeitig
und den Kern der mobiliſierten Armeekorps bilden ſollen
Kundgebungen ſtattfinden. Der Schluß lautet: „Nieder
Pflege freundſchaftlicher Beziehungen zwiſchen Groß=
Das Geſetz von 1905 über die zweijährige Dienſtzeit habe
mit den Militärvorlagen! Nieder mit dem dritten Jahr!
zwar die vorgeſehenen Mannſchaftsbeſtände ergeben, aber
britannien und Deutſchland, der Deutſchen Friedensgeſell
die Zahl der Kapitulanten ſei hinter den Erwartungen
Es heißt, die Regierung habe die feſte Abſicht, gegen
chaft und dem Verbande für internationale
Verſtändi=
zurückgeblieben. Ueberhaupt mußte die Infanterie dazu
den revolutionären allgemeinen
Arbeits=
gung, die gelegentlich der Londoner Konferenz feſtgeſtellt
dienen, um die neuen Waffengattungen (Luftſchiffer=,
verband wegen ſeiner antimilitariſtiſchen Treibereien
wurde, ſoll, wenn auch in loſer Form, weiter aufrecht er
Telegraphenkompagnien uſw.) mit Mannſchaften zu
ver=
in energiſchſter Weiſe einzuſchreiten. Ueber die Führer
orgen. So ſei es gekommen, daß nach der Entlaſſung
halten werden, um bei geeigneten Anläſſen eine gemein
der Jahresklaſſe im September vorigen Jahres die nicht
des Verbandes ſollen Strafen verhängt werden
In
Arbeit der genannten Verbände ſchnell und
wir=
verſtärkten Kompagnien einen Beſtand von nur 50 bis 75
einem Artikel über die Militärkundgebungen behauptet
kungsvoll zu ermöglichen. Die Zentralſtelle ruht in den
Mann hatten. Der Deputierte Paté ſchloß: Die Regierung,
Clémenceau in ſeinem Blatte L’Homme Libre, daß die
Händen des Oberbürgermeiſters Lübke, Bad Homburg
übereinſtimmend mit der öffentlichen Meinung, die durch
Militärbehörden ſehr wohl gewußt hätten, daß Demon
einen ſicheren Inſtinkt geleitet wird, mußte ſehen, nicht
. d. Höhe. Das Komitee beſchloß ferner, durch weitere
durch eine gewalttätige Verwirklichung der Drohung über
ſtrationen vorbereitet würden, aber man wollte keine „Ge
Ausgeſtaltung ſeines Verbandsorgans, Nachrichten des
raſcht zu werden, die in der Luft lag und noch nicht
ver=
ſchichten” haben, dafür habe man „Geſchichten” und
Deutſch=Engliſchen Verſtändigungs=Komitees, ſowie durch
ſchwunden iſt. Der Geſetzentwurf über die dreijährige
„ſchöne Geſchichten”, auf dem Hals. Die Militärdemon=
Vorträge und literariſche Unternehmungen das ſo hoff=
Dienſtzeit entſpricht der Notwendigkeit des Augenblicks
ſtrationen ſeien unentſchuldbar. Wir müſſen uns gegen
und den Forderungen der Zukunft ſelbſt in dem Falle,
nungsvoll fortſchreitende Werk der Verſtändigung fördern
daß bei dem Nachbarn neue Verſtärkungen ſtattfinden
dieſe Verbrecher verteidigen, welche Frankreich dem Ge
und mit allen Mitteln der Aufklärung zu Ende führen zu
Die jetzt vom Lande geforderte Anſtrengung bedeutet das
ſpötte des Auslandes preisgeben, bevor ſich eine
Gelegen=
helfen.
Maximum, aber ſie iſt notwendig und entſpricht allen
heit darbietet, wo ſie den Angreifern einen noch wirk
Möglichkeiten. Keine politiſche und perſönliche Rückſicht
-
In den neuen Tarifvertrag für das
ameren Beiſtand leiſten können. Man muß entſchloſſen
arf die Annahme verzögern oder die Reichweite ein=
Baugewerbe ſoll zum erſtenmal auch das
Beton=
ſchränken
den Geiſt des Aufruhrs in der Armee unterdrücken, auf
gewerbe einbezogen werden, und zwar ſollen die grund
Das Marinebudget wurde vom Senat
ange=
die Gefahr hin, „Geſchichten” hervorzurufen.
legenden Verhältniſſe in dieſem Gewerbe einheitlich im
nommen.
ganzen Deutſchen Reiche geregelt werden. Die Verhält=
Schweden.
niſſe in dieſem Spezialgewerbe ſind außerordentlich kom=
Der
Allgemeine Altersverſicherung.
3.
Deutſches Reich,
pliziert, bei den allgemeinen Verhandlungen konnte keine
Reichstag nahm nach lebhafter Debatte den Regierungs=
-
Baſis zur einheitlichen Regelung gefunden werden. Die
Der Bundesrat hat über die Neubildung des
entwurf über die allgemeine Altersverſicherung mit eini
endgültigen Verhandlungen werden am nächſten Montag
Börſenausſchuſſes für eine weitere fünfjährige
Wahl=
gen von dem Ausſchuß vorgeſchlagenen und von der Re=
und Dienstag in Berlin ſtattfinden. Wenn keine Einigung
veriode Beſchluß gefaßt. Angenommen wurden die
Vor=
gierung gebilligten Aenderungen an. Der Geſetzentwurf
uſtande kommt, ſoll die Sache durch einen Schiedsſpruch
lagen, betreffend Aenderung der
Zuckerſteuerausführungs=
and bei allen Parteien günſtige Aufnahme; er gelangte
er Unparteiiſchen erledigt werden. Die Einbeziehung
beſtimmungen, betreffend die Verlegung der Zollgrenze
mit 111 gegen 28 Stimmen in der Erſten Kammer und
des Betongewerbes in den Tarif für das Baugewerbe hat
am Fiſchereihafen in Geeſtemünde, betreffend die
Aus=
mit 172 gegen 25 Stimmen in der Zweiten Kammer zur
der Arbeitgeberbund als Bedingung für den Abſchluß des
führung der §§ 366 und 367 des Verſicherungsgeſetzes für
Annahme
Tarifvertrages für das Baugewerbe erklärt; es ſteht zu
Angeſtellte, ferner der Entwurf einer Bekanntmachung, be=
Kanada
rwarten, daß nach Regelung dieſer Frage die
langwieri=
treffend Uebergangsbeſtimmungen zur Reichsverſiche=
Die Flottenvorlage. Die Times meldet aus
en Verhandlungen im Baugewerbe endlich zu einem
rungsordnung, den Entwurf eines Geſetzes über den
Ottawa unter dem 21. d. M.: Wie man erfährt, hat eine
friedlichen Abſchluß gelangen.
Unterſtützungswohnſitz in Bayern, die Vorlage, betreffend
Parteiverſammlung der liberalen Senatoren beſchloſſen:
das Abkommen zur Vereinheitlichung des Wechſelrechts
zur Flottenvorlage ein Amendement vorzubringen, wonach
vom 23. Juli 1912 nebſt der zugehörigen einheitlichen
die Vorlage erſt Geſetzeskraft erlangen ſoll, nachdem die
Ausland.
Wechſelordnung.
Nation entweder durch ein Plebiſzit oder durch allgemeine
Frankreich.
-
Eine Mehrheit für die Reichsver=
Wahl ihre Billigung ausgeſprochen hätte. Dasſelbe
mögensſteuer? Der Reichstag wird vermutlich,
Die Einführung
der
dreijährigen
Amendement wurde im Jahre 1910 von den
Konſerva=
wenn er am 27. Mai ſeine Arbeiten wieder aufgenommen
Dienſtzeit. Der Berichterſtatter der vom Budgetaus
tiven im Senate beantragt, als die Flottenvorlage Sir
hat, zunächſt die Heeresvorlage und den Wehrbeitrag er
chuß der Kammer ernannten Subkommiſſion zur Ueber
Wilfried Lauriers auf der Tagesordnung ſtand
edigen, ſich dann grundſätzlich über den Weg zur Deckung
vachung der Ausgaben für die Durchführung des Geſetzes
der durch die Heeresvorlage entſtehenden laufenden Koſten
Mexiko.
über die dreijährige Dienſtzeit, Benazet, hatte mit den
einigen, um Mitte Juni in die Ferien zu gehen und die
zuſtändigen Abteilungschefs des Kriegsminiſteriums eine
Der Kongreß hat den Vertrag über die éprozen=
Einzelheiten des Deckungsproblems auf den Herbſt zu
Beſprechung und ſetzte eine Verringerung der urſprüng
ige Anleihe von 20 Millionen Pfund Sterling zum
Emiſ=
vertagen. Dieſer „grundſätzliche Weg” ſcheint nun doch
ichen Kreditforderung von etwa 50 Millionen durch. Die
ſionskurs von 90 Prozent, in 10 Jahren amortiſierbau
wie eine Nachrichtenſtelle von unterrichteter Seite hört,
ozialiſtiſch=radikale Gruppe beauftragte ihren Vertreter,
durch 38 Prozent der Zolleinnahmen garantiert, mit fran
eine Reichsvermögensſteuer werden zu ſollen. Man
er=
nit dem Verbande der linksrepublikaniſchen Parteien ſich
öſiſchen Bankiers abgeſchloſſen, aber engliſche
Intereſſen=
zählt ſich, glaubhafter Verſicherung zufolge, daß die
Ab=
einem etwaigen Einſpruch anzuſchließen, welcher gegen
ten nehmen an der Emiſſion teil. Der Kongreß wird noch
geordneten Baſſermann und Erzberger in der zweiten
den Beſchluß der Regierung, die Kredite ohne vorherige
die Einzelheiten des Vertrages zu beraten haben.
Hälfte der vorigen Woche bei dem Reichskanzler geweſen
Zuſtimmung des Parlaments zu verwenden, erhoben wer
ſind und ihm eine Mehrheit der bürgerlichen Parteien
den ſollte. Der von dem Deputierten Paté im Namen
Ihnen das ſchwer wäre, nun, dann betrachten Sie es wie
ſind: 300 Francs Abzahlung auf meinen unglückſeligen
ein wirkliches großes Opfer, das Sie mir bringen; ich
Schuldſchein, zahlbar am 15., ſonſt wird das Verfahren
Neue Briefe Richard Wagners
werde alle erdenklichen Anſtrengungen machen, um
es
ortgeſetzt. Ich ſchulde einem Freiende 200 Francs, und
eines Tages zu vergelten. Ich zähle auf Ihre Güte.”
r iſt gezwungen geweſen, da ich ihm dieſe Summe nicht
aus ſeiner Pariſer Leidenszeit.
Am 4. Februar fand dann in Paris ein Konzert
m 8. dieſes Monats zahlen konnte, einen Wechſel zu
** Aus den unveröffentlichten Schätzen der
Samm=
tatt, in dem zum erſten Male ein Orcheſterwerk Wagners
Proteſt gehen zu laſſen; infolgedeſſen erwartet er täglich
lung Malherbe, die jetzt in den Beſitz der Bibliothel
in der Seineſtadt aufgeführt wurde: die Columbus
die Bezahlung meiner Schulden. Außerdem habe ich
des Pariſer Konſervatoriums übergegangen iſt, publi=
Ouvertüre. Ende April ordnet Wagner in einem Briefe
eit langem meinem Schneider einen Wechſel über 150
ziert der Temps eine Anzahl außerordentlich
intereſſan=
ehr gründlich und eingehend ſeine Rechnung mit Schle=
Francs ausgeſtellt, der am 15. abläuft. Zu alle dem treten
er Briefe, die Richard Wagner während ſeiner
ſinger. Das Schreiben iſt vom 27. April 1841 datiert
die Miete und das Leben. Sie können ſich mit Recht fra
Pariſer Zeit von 1839—1841 an ſeinen Verleger
Mein ſehr geehrter Herr und Wohltäter” ſchreibt Wag
gen, wie ich allen dieſen Verpflichtungen begegnet ſein
Schleſinger gerichtet hat. Sie gewähren uns einen
feſ=
würde, wenn Sie überhaupt nicht geweſen wären. Darauſ
ner, „ich kann mich nicht zur Ruhe begeben, ohne Ihre
ſelnden Einblick in die Art, in der Wagner ſich mit der
Aufmerkſamkeit auf die Wichtigkeit der Sache zu lenken,
kann ich nur antworten, daß ohne Sie es um mich ge=
Not und den Sorgen jener Tage abzufinden wußte
die den Beſuch hervorrufen wird, den ich Ihnen morger
ſchehen wäre, und weiß Gott, was wahrſcheinlich aus
In einem der Briefe klagt Wagner bitter über die
früh abzuſtatten vorhabe, nämlich die Ordnung unſerer
mir geworden wäre, denn jene, auf die ich in der Not
Mühe und vor allem den Zeitverluſt, die ihm die
Korrek=
zählen zu können glaubte, haben mich verlaſſen. Ich ver=
Rechnung und ein Vorſchuß von 100 Francs. Die Sache
turen der „Favoritin” auferlegen; Schleſinger hatte
Wag=
heimliche das heute nicht, und ich werde es auch ſpäter
verdient eine Vorbereitung und mir liegt daran, Sie für
ner die Korrektur der Partitur übertragen.
„Seit
nie verheimlichen, daß Sie mir ſicherlich das Leben ge
mich ſo wohlgeſinnt als möglich zu treffen, denn ich muß
Samstag früh 8 Uhr bis jetzt (Dienstag früh 9 Uhr
rettet haben. Ich faſſe von neuem Vertrauen zu meiner
donnerstag früh ausziehen und beſitze nicht einen Sou.
arbeite ich, von einigen Stunden des Schlummers abge=
Zukunft und ich danke Ihnen. Und darum hänge ich mich
Hören Sie alſo und betrachten Sie gütigſt den Stand
ehen, an der Korrektur der Partitur. . . . Oft möchte ich
natürlich an Sie, wenn es ſich für mich darum handelt
Ihrer Rechnung, wie ich ihn aus meinen Papieren
auf=
mehr weinen als lachen, wenn ich dieſe Blätter vor mir
auch künftig ein anſtändiger Menſch zu bleiben
Sie
telle und wie er zweifellos mit Ihren Büchern
überein=
ehe, die jeder andere ſofort kopiert hätte. Ich bin ein
haben ſchon begonnen, mich der Not zu entreißen; helfer
ſtimmen wird. Ich habe 2350 erhalten; ich ſage
zwei=
armer Teufel und muß mich mit allem zufrieden geben,
Sie mir noch weiter, und Sie werden in mir einen
Men=
auſenddreihundertfünfzig Francs außer 90 Francs
Vor=
was ich verdiene. Aber oft habe ich mir die verzweifelte
ſchen finden, deſſen Erkenntlichkeit keine Grenzen haben
ſchuß, die ich für meine Aufſätze für die Muſikzeitung
Frage vorgelegt: „Was wird mir Herr Schleſinger für
wird. Um zur Sache zurückzukehren, geehrter Wohltäter,
empfangen habe. Zu den Preiſen, die Sie ſelbſt bereits
dieſe Arbeit bezahlen?” Und ich ſchwöre Ihnen ohne
ſo handelt es ſich jetzt um einen kräftigen Zug und, um
eſtgeſetzt und anerkannt haben, lieferte ich: eine Anzahl
weiteres, wenn ich vier Arrangements der Oper machte
mit Reſpekt zu reden, um die Herausgabe einer 1000 für Horn: 500 Francs. Die Arrangements der
anſtatt die Partitur zu korrigieren, würde ich zweifellos
Francs=Note. Ich ſehe, daß Sie entſetzt ſind, aber hören
Favoritin”: 1150 Francs. Die Korrektur der bedauer=
Sie: Sie wiſſen, daß ich nach Ihrem freundlichen Ver
dabei gewinnen. . . .
lichen Orcheſterpartitur: 300 Francs. Zwei Arrangements
ber auch der Eifer, mit dem er dieſe verhaßte Arbeit
ſprechen . . . bis ungefähr Oſtern bei Ihnen verpflichtet
des „Guitarrero” zu 100 Francs: 200 Francs. Die
des Korrekturleſens fördert, nur um etwas zu verdienen,
bin. Wenn Sie meine jetzige Bitte verzeihen, können Sie
Ouvertüre des „Guitarrero” zweihändig und vierhändig
ann die Geldnöte nicht beſeitigen, und am 14. Januar
verſichert ſein, daß ich Sie in den nächſten drei Monaten
leider!) nur 30 Francs. Zuſammen: 2180 Francs, ſodaß
1841 muß ſich Wagner mit der Bitte um einen größeren
nur um das beläſtigen werde, deſſen ich unbedingt zu
70 Francs Vorſchuß bleiben. Dagegen habe ich gleich=
Vorſchuß an ſeinen Verleger wenden. An die Spitze
meinem Leben bedarf, und das iſt, wie Sie ſich denken
wohl der Muſikzeitung drei Blatt und zehn Spalten
ge=
enes Briefes ſetzt er den Vermerk: „Bei ſehr guter Laun
önnen, wenig. Aber es iſt mir, weiß Gott, wichtig, daß
liefert, die Seite (leider! nur) zu 60 Francs, was 217
zu leſen!” und ſchreibt dann: „Mein ſehr geehrter Herr
ich jetzt, da ich endlich Arbeit habe, ſie mit ausgeruhtem Kop
Francs 10 Sous ausmacht. Wenn wir das Honorar für
Schleſinger, ich werde heute wegen der Korrektur nicht
machen kann; Sie haben keine Vorſtellung davon, wie dieſe
den ſchon geſchriebenen Artikel über den „Freiſchütz” der
rusgehen, darum ſchreibe ich Ihnen einige Worte über
viderlichen Geldverlegenheiten mich angreifen und mir
emnächſt erſcheinen ſoll, rechnen (nach Ihrer eigenen
en Kopf benehmen. Sie werden ſehen, daß mir die Ar
meine Angelegenheiten. Sie haben mir in dieſen Tagen
Schätzung: 8½ Spalten), ſo würden ſich die Honorare
Zeld verſprochen, was prächtig iſt; aber wiſſen Sie,
wie=
beit, wenn ich erſt einmal endgültig durch Sie von dieſen
neiner Aufſätze ſomit auf 249 Franes 7½ Sous erheben
viel ich in dieſem Augenblicke brauche? Ich kann es
Nöten befreit bin, ſozuſagen von der Hand fliegen wird
Es müſſen aber 90 Francs von dem Vorſchuß, der mit
Ihnen nicht ſagen und ziehe vor, es Sie erraten zu laſſen,
Ich bin vollkommen überzeugt, daß Ihre bekannte
Groß=
auf meine Aufſätze gewährt wurde, abgezogen werden,
während ich Ihnen meine Ausgaben aufzähle, die da
mut... meine Bitte rückhaltlos erfüllen wird; wenn
ſo daß der Betrag meiner Forderung nur noch 159 Fres=
Nummer 118.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 23. Mai.
—
Vom Hoftheater. Die öffentliche General
probe zur VIII. Sinfonie findet am Sonntag
den 25. Mai, um 11¼ Uhr, ſtatt. Die Plätze zu dieſer
Generalprobe, à 1,50 Mk. bezw. 1 Mk., ſind am Samstag
und Sonntag an der Tageskaſſe des Hoftheaters wie im
Verkehrsbureau erhältlich
— Die diesjährigen außerterminlichen Meiſterprüfun
gen, an denen etwa 250 Perſonen der verſchiedenſten
Ge=
werbe teilgenommen haben, werden vorausſichtlich im
Juli dieſes Jahres beendet ſein. Die verhältnismäßig
große Zahl der Teilnehmer erklärt ſich daraus, daß nach
dem 1. Oktober 1913 ohne Nachweis beſtandener
Geſellenprüfung niemand mehr zur
Mei=
ſterprüfung zugelaſſen werden kann. Nach
dem 1. Oktober ſind die Vorbedingungen zur Meiſterprü
fung demnach weſentlich erſchwert. Es wird hierauf ſchon
etzt aufmerkſam gemacht und bemerkt, daß im Herbſt
dieſes Jahres noch eine Prüfung
— die letzte unter
den vorerwähnten erleichterten
Vorbe=
dingungen — abgehalten wird. Mit Rückſicht auf die
ſpäteren ſehr einſchneidenden Verſchärfungen der
Vor=
bedingungen, namentlich für ältere Gehilfen, iſt die
Be=
teiligung an der Herbſtprüfung dringend anzuraten. Um
noch möglichſt vielen Handwerkern Gelegenheit zu geben
die Meiſterprüfung unter den noch geltenden leichterer
Vorbedingungen abzulegen, iſt der Meldeſchluß für
die Herbſtprüfung gegen früher beſonders weit hinaus
geſchoben worden, und zwar auf den äußerſten Termin,
den 1. Oktober dieſes Jahres, ſo daß etwa verſpäte
einlaufende Geſuche um Zulaſſung zur Meiſterprüfung
ohne Geſellenprüfung nicht mehr berückſichtigt werden
können. Zwecks Zulaſſung zur Prüfung iſt an das
Sekre=
tariat der Handwerkskammer zu Darmſtadt die Prüfungs
gebühr von 35 Mark einzuzahlen. Die Handwerkskammer
verſendet über den Betrag eine Quittung und mit dieſer
das vorgeſchriebene Anmeldeformular, das alsdann aus
gefüllt mit den geforderten Anlagen bei dem Vorſitzender
der Meiſterprüfungskommiſſion
Herrn Stadtbaurat
Steinberger in Darmſtadt, Grafenſtraße 30,
einzu=
reichen iſt.
T
Jubiläum Jean Fiſchers. Die geſtrige Feier des
25jährigen Jubiläums des Herrn Jean Fiſcher,
Pro=
kuriſt des Staatsverlags, brachte dem Jubilar eine Reih
von Ehrungen und Beglückwünſchungen, die lebhaft da
von zeugten, welcher Wertſchätzung er ſich in allen
Krei=
ſen der Bürgerſchaft erfreut. Es wurde eine große
er=
hebende Feier, obwohl es im allgemeinen nicht üblich iſt
derartige Jubiläen im Staatsdienſte beſonders zu feiern
Das Bureau des Jubilars im Staatsverlag war von ſei
nen Mitarbeitern und Angeſtellten ſinnig und ſchön mi
Lorbeerbäumen und Blumen geſchmückt und da während
des ganzen Tages noch Blumenſpenden und Geſchenke
an=
kamen, verwandelten ſich die ſonſt ernſten Räume in einen
Blumenhain. Von 9 Uhr ab fanden ſich in faſt
ununter=
brochener Folge Gratulanten und Glückwunſchdeputationen
ein, hunderte von Briefen und Telegrammen wurden
ge=
bracht oder auch gleich mit vielen Blumen und ſonſtiger
Aufmerkſamkeiten in die Wohnung geſandt. Namens de
Angeſtellten des Staatsverlags überreichte Herr W. Jung
ein ſchönes Angebinde mit einer längeren herzlichen
An=
ſprache, in der beſonders die Arbeitsfreudigkeit und die
vorbildliche Pflichterfüllung des Jubilars als leuchtendes
anſpornendes Beiſpiel für alle gerühmt wurde. Im
Na=
men und Auftrage des Druckereiperſonals der Darmſtäd
ter Zeitung überreichte ebenfalls mit herzlicher Anſprache
Herr Metteur Reich ein ſchönes Geſchenk. Die L. C
Wittichſche Hofbuchdruckerei und die Redaktion der
Darm=
ſtädter Zeitung hatten Geſchenke und Blumen geſandt. Im
Namen Sr. Exz. des Miniſters des Innern und im
eigenen Namen als Referent für die Darmſtädter Zeitung
überbrachte Herr Regierungsrat Matthias
Glück=
wünſche, im Namen der Ortsgruppe Darmſtadt des
Deutſchen Buchhändlerverbandes Herr Stadtverordneter
Saeng. Unter den zahlloſen Glückwunſchſchreiben be
fand ſich auch ein ſolches des Darmſtädter Journaliſten=
und Schriftſtellervereins. Der Odenwalddichter Kar
Schäfer hatte Herrn Fiſcher ein beſonders zum
Jubi=
läum verfaßtes Gedicht gewidmet und drucken laſſen
Unter den Blumenſpenden war auch ein prächtiger
blühen=
der Stock der vereinigten Kanzleidiener des Großh.
Mi=
niſteriums des Innern, die es ſich auch nicht nehmen
lließen, geſtern abend dem Jubilar vor ſeiner Wohnung
ein Ständchen zu bringen. Es wird nicht viele Jubilare
geben, die ſo gleich herzlich von Hoch und Niedrig geehrt
werden.
7½ Sous betragen würde. Nach Abzug dieſer Summe
würde ich Ihnen nur noch 10 Francs 12½ Sous ſchulden
und dieſe 10 Francs 12½ Sous nehme ich als Lehen auf
die Arrangements, die ich noch zu korrigieren haben
werde, in Anſpruch. Sie ſehen alſo, daß ich als habgie
riger Menſch Ihnen auch nicht einen Sou ſchenke, und daß
ich trotzdem die Kühnheit habe, von Ihnen einen neuen
Vorſchuß zu erbitten. Das wäre unerhört, das wäre an
maßend über alle Maßen, wenn ich es nicht ſo ſehr nötig
hätte. Es iſt abſolut notwendi lieber Herr Schleſinger
daß Sie mir von neuem 100 Fraaes vorſtrecken. Ich weiſ
nicht, wie Sie dereinſt vor dem Gerichtshof der Nachwel
hintreten würden, wenn man ſagen könnte: Moritz Schle
ſinger, der ſo wohlwollende und kluge Moritz Schleſinger,
hat dem künftig und auf jeden Fall ſehr berühmter
Richard Wagner 100 Francs Vorſchuß verweigert,
in
einem Augenblicke, da er tatſächlich im Begriffe war, nach
Rußland abzureiſen, um unter der wohltätigen Protek
tion der „Favoritin” und des „Guitarrero” ſeine
ruhm=
reichen kaufmänniſchen Beziehungen bis zu den letzter
Tiefen Aſiens auszubreiten. Sicherlich ſchaudert Ihre
Phantaſie, wenn Sie ſich das alles vor Augen führen,
und das glückliche Ergebnis dieſes Schauders wird ſein,
daß Sie mir den Vorſchuß ſchicken, um den ich Sie
an=
flehe. Ich rechne darauf mit einer bewundernswerter
Sicherheit. Stellen Sie ſich nur vor, daß ich ſchon in
kommenden Monat, im wunderbaren Monat Mai, wun
derbare Sachen machen könnte. Die geiſtreichſten Apho
rismen, die wichtigſten Nachrichten ſind auf Eid der
Muſikzeitung verſprochen, was nicht wenig dazu
beitra=
gen wird, Ihre Zeitung zum Gipfel des Ruhmes empor
zu heben; für heute und für ferne Zeiten. Ich kann nicht
mehr, ich erſchöpfe mich zu ſehr in poetiſchen Ergüſſen
und alles das für 100 Francs, damit ich ausziehen kann
Sie werden meiner Herzensangſt gerecht werden, und in
dieſer Ueberzeugung halte ich inne, indem ich mit
Gleich=
mut erwarte, was Sie entſchieden haben werden. In
Zerknirſchung Ihr ſehr ergebener Diener Richard
Wag=
ner.‟ Ein Jahr ſpäter, im Juni 1842, ſchreibt dann aus
Teplitz der nach Deutſchland zurückgekehrte Wagner
„Paris iſt uns unvergeßlich, und wenn wir dort auck
grauſam gelitten haben, die Erinnerung und die Groß
artigkeit des Lebens dort drüben reißt trotz allem fort
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 23. Mai 1913.
* Diamantenes Doktor=Jubiläum. Am Sonntag, den
25. Mai, feiert unſer Mitbürger Generalarzt a. D. Dr.
Kappeſſer ſein 60jähriges Doktorjubiläum
Der Jubilar iſt laut Darmſt. Ztg. am 4. Juni 1830 zu
Jugenheim in Rheinheſſen als der
Sohn des
Pfarrers
Kappeſſer geboren.
(237
Seine
Vorbildung
erhielt er zunächſt in der Volksſchule ſeines Geburtsortes
und dann in dem damals blühenden Luciusſchen Inſtitut,
das lange Jahrzehnte in Jugenheim beſtand und viele
junge Leute für die höheren Schulen vorbereitete. Mit
17 Jahren trat er in die Prima des Darmſtädter
Gym=
naſiums ein und bezog Oſtern 1848 die Univerſität
Gie=
ßen, um ſich dem Studium der Medizin zu widmen. Im
Jahre 1850 ging er auf drei Semeſter nach Heidelberg,
dann wieder zurück nach Gießen, wo er ſein Examen
nachte und am 25. Mai 1853 zum Dr. med. promovierte
Im Jahre 1903 hat ihm die mediziniſche Fakultät zu
Sießen ſein Doktordiplom erneuert. Kurz nach
Beendig=
ung ſeines Studiums trat Dr. Kappeſſer in den heſſiſchen
Militärdienſt ein, zunächſt als unbeſoldeter Lazarett
kzeſſiſt. Seine wiſſenſchaftliche Fortbildung ließ er ſich
tets angelegen ſein; ſo nahm er im Winter 1853—54
einen mehrmonatigen Urlaub zum Beſuch der Kliniken
in Prag und Wien, und im Jahre 1858 ging er zu dem
gleichen Zwecke auf zwei Monate nach Paris. Faſt ſeine
ganze Dienſtzeit verbrachte er in der heſſiſchen Kavallerie
mit Ausnahme der Jahre 1864—67, in denen er
Ober=
arzt bei dem heſſiſchen Artilleriekorps war. Dr.
Kappeſſe=
var zuerſt Aſſiſtenzarzt beim Großh. Garderegiment
Che=
vaulegers, ſodann, als das Regiment in zwei Regimen
er geteilt wurde, vom Jahre 1867 an Regimentsarzt
beim Garde=Chevaulegers=Regiment, jetzt 1. Garde=Dra
goner=Regiment Nr. 23. Bei dieſem Regiment ſtand er
bis zum Abſchluß ſeiner aktiven Dienſtzeit. Im Anfang
der 80er Jahre wurde er im Nebenamt ſtellvertretender
Diviſionsarzt der Großh. Heſſiſchen (25.) Diviſion.
Während des Feldzuges 1866 war der Jubilar als
Ober=
arzt zum Haupthoſpital des 8. Bundesarmeekorps
kom=
mnandiert. Den Feldzug
1870/71 machte er mit ſeinem
Regimente mit, mit dem
er alle Strapazen teilte, u. a.
47 Tage lang biwakierte.
In ſeinen letzten Lebensjahrer
hat ſich Dr. Kappeſſer mit der Niederſchrift ſeiner Jugend
rinnerungen beſchäftigt. Namentlich intereſſierte ihn die
Geſchichte ſeiner Heimatprovinz Rheinheſſen im Anfang
des 19. Jahrhunderts. Ueber die damalige kulturelle und
wirtſchaftliche Lage dieſer Provinz hat er mancherlei in
heſſiſchen Blättern veröffentlicht, was dem heute
leben=
den Geſchlechte nicht mehr bekannt und deshalb von
Inter=
eſſe iſt. Dr. Kappeſſer hat auch wiederholt Beiträge zum
„Land=Kalender für das Großherzogtum Heſſen” gelie
ert. Als alter Darmſtädter kennt er genau manches
Er=
ignis aus der Stadt Darmſtadt, das heute nicht mehr
bekannt iſt.
Der Feſtausſchuß für die Richard Wagner=
Jahr=
jundertfeier hatte Mittwoch abend nach Schluß des
Feſtkonzertes zu einem geſelligen Zuſammenſein in den
„Darmſtädter Hof” eingeladen; unter den zahlreich
Er=
ſchienenen konnte man auch den Redner des akademiſchen
Feſtaktes, Herrn Profeſſor Dr. Steuer. und den Diri
genten des geſtrigen Richard Wagner=Abends, Herrn
Profeſſor Winderſtein, mit Frau und Tochter
begrü=
ßen. Die Freude und ſtolze Genugtuung über das von
Ge=
größtem künſtleriſchen und ideellen Erfolge gekrönte
ingen der Darmſtädter Jahrhundertfeier war ebenſo
leb
haft wie allgemein, und die herzlichen Dankesworte,
die
der Vorſitzende, Herr Rat Sonne, an alle richtete,
die
ich um den glänzenden Verlauf der Feier verdient
ge=
macht, insbeſondere an die Herren Profeſſoren Steuer und
Winderſtein und Herrn Direktor Schmitt, fanden wärm
ten Widerhall
— Die formelle Schlußſitzung des
Feſtausſchuſſes wird, wie wir hören, am nächſten
Diens=
tag abgehalten werden.
„Haus Burgwald” Am Mittwoch hielt der Verein
Heilſtätte für männliche Alkoholkranke „Haus Burgwald
unter dem Vorſitz des Herrn Geh. Regierungsrats Dr.
Dietz in der Anſtalt ſeine diesjährige Mitgliederver
ſammlung ab Die Tätigkeit des Vereins in der
Heilſtät=
tenbehandlung Alkoholkranker haben wir bereits vor eint
gen Tagen an Hand des 3. Jahresberichts eingehend
be=
ſprochen, es erübrigt uns daher nur noch kurz zu berich
ten, daß auch die Hauptverſammlung durch die von dem
Vorſtande und dem Anſtaltsarzt, Herrn Dr. Heid, erziel
ten Erfolge in der Trinkerrettung vollſtändig befriedigt
war. Hat man es doch erreicht, daß bis jetzt von 81
Kran=
en 50, oder 61,7 Prozent, als geheilt oder gebeſſert
ent=
aſſen und ſomit ihrem Beruf und ihren Familien zurück
gegeben werden konnten. Es wäre nur ſehr zu wünſcher
wenn die noch in weiten Kreiſen beſtehenden Vorurteil
gegen eine Trinkerheilſtätte immer mehr ſchwinden und die
Konzerte.
mm. Erhebend und würdig verlief am Mittwoch
aben=
die Darmſtädter Richard Wagner=
Jahr=
hundertfeier im Feſtſaale der Turngemeinde. Mi
einer Ausleſe der ſchönſten, zum Teil ſeltener gehörter
Orcheſterwerke R. Wagners hatte das
Philharmo=
niſche Orcheſter aus Leipzig unter Leitung von
Herrn Profeſſor Hans Winderſtein einen Richard
Wagner=Abend veranſtaltet, bei dem ſeine muſterhaft
Diſziplin im Zuſammenſpiel, die fein abgetönte
Differen=
zierung der Klangelemente der verſchiedenen Inſtru
mentengruppen im Zuſammenwirken mit den anders
gearteten und die vollendete Präziſion auch bei kompli
zierten polyrhythmiſchen Stellen wieder ſehr vorteilhaft
zur Geltung kam. Dieſe Eigenſchaften bilden ja freilich
die feſte Grundlage, auf der allein die gute Wirkung eine‟
modernen erſtklaſſigen Konzertorcheſters möglich iſt; doch
ſt es auch ein Verdienſt des Kapellmeiſters, dieſe Vorzüge
tets wirkſam zu erhalten, und Herr Profeſſor Winderſtein
weiß ſeine ausübenden Künſtler, deren Ton doch ſchließ
lich die Muſik macht, auch gebührend zu ſchätzen, indem
er den geſpendeten reichlichen Beifall auf die Orcheſter
mitglieder mit übertrug
Die beiden erſten Stücke des Programms (das aus
berufener Feder wertvolle Notizen über die Entſtehung
der Werke enthielt) waren die Fauſtouvertüre un
das berauſchende (1861 für das große Orcheſter der
Pa=
riſer Großen Oper beſonders bearbeitete) Bacchanale
Der Venusberg zur Erſtaufführung des „
Tann=
häuſer” Wenn in dieſem mehr der faſzinierende Glanz
der Inſtrumentation den größten Teil der neuartigen
Wirkung hervorbringt, ſo ſind es in dem Siegfried
Idyll die herrlichen zarten Wendungen in der Verbin
dung der Akkorde, die vor Wagner höchſtens einmal als
ſogen. „Trugſchluß” angewandt wurden. Als
Harmo=
niker hat der Meiſter ja den wohltätigſten Einfluß auf
die Entwicklung der geſamten ſpäteren Tonkunſt ausgeübt,
nicht im Erfinden möglichſt fremd klingender Tongebilde
ondern in der geiſtvollen Benutzung aller bis dahir
durch rechneriſche Methoden) gefundenen Zuſammen
klänge für den Ausdruck ſeiner Tonſprache.
Daß man recht wohl den Ausdruck der Empfindung
ils „Sprache” bezeichnen kann und muß, erkennt man
Sette 3.
Klagen, daß die Kranken ſehr ſpät, und zu ihrem eigenen
Nachteile viel zu ſpät, die Heilſtätte aufſuchen, verſtummen
möchten. Die geprüfte und richtig befundene
Jahresrech=
nung für 1912 ergab in Einnahme 23 419,63 Mark, in
Ausgabe 22887,87 Mark, der Unterſchied geht als
Kaſſen=
vorrat in das neue Jahr über. Dem Rechner wurde unter
Dankesworten Entlaſtung erteilt. Die ſeitherigen Aus
chußmitglieder wurden wieder=, Herr Obermedizinalra
Dr. Balſer=Darmſtadt und der Leiter der „Trinkerhilfe‟
in Frankfurt, Herr Pfarrer Götze=Preungesheim, neugewählt
In die Rechnungsprüfungskommiſſion traten ein die
Her=
ren Dr. Mülberger und Regierungsrat Knöpfel=
Darm=
tadt. Möchten doch noch recht viele Menſchenfreunde, Da
men und Herren, der ſegensreichen Arbeit ihr Intereſſe
zuwenden und
ſie in der Trinkerfürſorge nicht
ſelbſt tätig mitwirken können — wenigſtens durch ihren
Beitritt zum Verein oder durch Zuwendung freiwilliger
rößerer oder kleinerer Gaben die Arbeit fördern und die
Not lindern helfen!
Freie Vereinigung heſſiſcher Nationalliberaler.
Man ſchreibt uns: Im Reichstagswahlkreis
Erbach=Bensheim fanden am 17., 18. und 20. Mai
von der Nationalliberalen Partei einberufene
öffentlich=
olitiſche Verſammlungen in Höchſt, König und
Er=
bach i. O. ſtatt, in denen der Reichstagskandidat im Wahl
kreis Mainz=Oppenheim, Oberlehrer Dr. Otto Keller=
Oppenheim, und der Geſchäftsführer der Freien Ver
einigung heſſiſcher Nationalliberaler, Dr. Otto Linſe
prachen. Sämtliche Verſammlungen waren von
Ange=
hörigen der politiſchen Parteien, auch aus den um
iegenden Orten, gut beſucht. Dr. Keller behandelte
am 17 in Höchſt und am 18. in Könia das Thema=
„Deutſche Weltmachtpolitik”. In beiden Verſammlungen
folgte dem Vortrag eine lebhafte Ausſprache, an der ſid
in Höchſt auch einer der Mitbegründer der Reichsparte
in Heſſen, Rechtsanwalt Bopp=Darmſtadt, beteiligte. In
Erbach ſprach Dr. Linſe über „Die Stellung der
poli=
iſchen Parteien zu den politiſchen Tagesfragen‟. Auch
ſeine Ausführungen löſten eine lebhafte Debatte aus, in
der insbeſondere das Verhältnis der liberalen Partei
in Heſſen beſprochen und die Kampfweiſe einzelner
Führer der Fortſchrittlichen Volkspartei gegenüber der
Freien Vereinigung heſſiſcher Nationalliberaler kritiſiert
wurde, eine Methode, die ſicherlich nicht geeignet ſei, das
von der Freien Vereinigung aus taktiſchen Gründen
angeſtrebte Einvernehmen zwiſchen den liberalen
Par=
eien zu gewährleiſten. Jede der Verſammlungen
be=
deutet zweifellos einen weiteren Erfolg für die National
iberale Partei im Odenwald, deren Organiſation durch
die in die Wege geleitete Gründung einer
national=
iberalen Ortsgruppe Höchſt i. O. einen wertvollen
Zu=
wachs erhielt.
Vortrag. Man ſchreibt uns: Trotz allem Haſten,
Rennen und Jagen unſerer Zeit kann die Frage über
Religion nicht ausgeſchaltet werden. Und beſonders iſ
s die vorchriſtliche Zeit, die uns viele Fragen
aufwerfen läßt und die uns nötigt, Vergleiche anzuſtellen
mit unſerer modernen Zeit. Ein Vortrag des Herrn
Paſtor Kloſe=Frankfurt a. M., der über das Thema
Das alte Teſtament und der moderne
Jude” im Evangeliſchen Vereinshauſe (Stadtmiſſion)
Mühlſtraße 24, ſprechen wird, wird vielen deshalb will
kommen ſein. Jedermann (auch Iſraelit) iſt herzlichſt
eingeladen. Eintritt (ſiehe Anzeige) frei.
Die Mitglieder des Odenwaldklubs, ſowie alle
Freunde der Wanderbeſtrebungen ſeien darauf
aufmerk=
am gemacht, daß die erſte Nummer der unter dem
Titel „Unter der Dorflinde” in Gemeinſchaft mit
dem Verein für ländliche Wohlfahrt=, Kunſt= und
Heimat=
flege von Herrn Profeſſor Kiſſinger redigierten, in einer
Auflage von 10000 Exemplaren erſcheinenden Zeitſchrift
im Druck fertiggeſtellt iſt. Sie wird allen Mitgliedern
des Odenwaldklubs noch vor der am 25. Mai in
Heidelberg ſtattfindenden Hauptverſammlung gratis
zugeſtellt.
Vereinigte Ortskrankenkaſſe Darmſtadt. Der
Mitgliederſtand betrug am 17. Mai l. J. männ
lich 9376, weiblich 6595, zuſ. 15 971, in Prozenten 58,72
41,28. Der Krankenſtand betrug am 17. Mai I. J.
männlich 475, weiblich 198, in Prozenten 5,06, 3,00
der Woche
An Krankengeld wurden ausgezahlt in
Mk. (1912:
vom 12. Mai bis 17. Mai I. J. 5834,57
vorhanden
5152,59 Mk.) An Wöchnerinnen waren
kamen vor
m 17. Mai I. J. 25. Sterbefälle
in der Woche vom 12. Mai bis 17. Mai I
J. 2.
* Zuſammenſtoß. Geſtern nachmittag gegen halb 6
Uhr erfolgte in der Rheinſtraße gegenüber dem
Stadt=
haus ein Zuſammenſtoß zwiſchen Dampf
übrigens am beſten in dem hierauf mit vollendetem
Aus=
druck zu Gehör gebrachten Vorſpiel zu „Triſtan und
Iſolde” und in gleicher Weiſe im Vorſpiel und
Kar=
reitagszauber aus „Parſifal”, deſſen
Haupt=
themen der altkirchlichen Liturgie — mit der Wagner durch
die Mitwirkung bei den Gottesdienſten der Dresdener Hof
entlehnt iſt. Das (gregorianiſche)
irche vertraut war
-
Uniſono=Motiv der Violoncellos und Geigen, mit ſeinen
gegen den Takt (ſynkopiſch) an den Säulen und Spitzbogen
ich brechenden getragenen Tönen, und das aufſteigende
zarte Bläſer=Motiv findet ſich dort melodie= und
har=
moniegetreu wieder, und es hätten in der Tat keine edlerer
Klänge, als die durch langen Gebrauch erprobten, erfunden
werden können
Profeſſor Winderſtein widmete den Poſaunen= und
Trompeten=Enſembleſtellen, die ſich zu einem glänzenden
Fortiſſimo (beſonders im Siegfried=Idyll) ſteigern,
ge=
bührende Aufmerkſamkeit, und die klagende, weiche,
ge=
ſangvolle Stelle der erſten Trompete im ergreifend ernſten
Trauermarſch aus dem dritten Akt der „
Götter=
dämmerung” muß noch beſonders lobend erwähnt werden
Weniger trägt ſeine diesmal gegen früher etwas mehr
auf den Effekt fürs Auge berechnete Direktionsweiſe der
tiefen Holzbläſern, deren ſehr anſtrengender Anſatz di
größte Umſicht von ſeiten eines Dirigenten nötig macht
und dem Saitenquintett Rechnung, und das mehrmals
uffallende Nachklappen bei dem Pizzikato der Kontrabäſſe
kann nur dem Leiter zu Laſten fallen. Im ganzen aber
war die Leiſtung des Orcheſters und ſeines Leiters eine
ganz vorzügliche und weihevolle und der ſtarke Beifall
wohlverdient, auch wenn der Dirigent nicht ſo ſehr dazu
herausgefordert hätte; nur nach Parſifal” und der
Trauermuſik” berührte das Beifall=Klatſchen doch etwas
tnangenehm; man hat dabei die Empfindung, als ob von
der Muſik nichts gehört worden ſei und das Aufhören
der Bewegungen im Orcheſter nur das Zeichen zu aktiver
Betätigung der Zu=„Schauer” ſei
Den Schluß bildete das
Meiſterſingervor=
ſpiel. Nicht vergeſſen wollen wir die vorzüglichen
Leiſtungen der Solo=Inſtrumente: Klarinette,
Engliſch=
horn, ſowie die Reinheit im Zuſammenklang der Flöten,
Oboen und Fagotte und des Poſaunenchors. Die ſehr
chön verlaufene Gedenkfeier bildet ein neues Ruhmesblatt
in den Annalen des Richard Wagner=Vereins.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 23. Mai 1913.
ſtraßenbahn und einem Fuhrwerk.
rechtigt. Die Ziehung findet am 1. Juni, abends 8 Uhr, im
Der
Kutſcher des Gefährts wurde durch den Anpral
Orangeriegarten ſtatt.
vom
Bock auf die Straße geſchleudert und
rlitt
eine blutende Kopfverletzung. Außerdem erlitt der Wagen
W Gernsheim, 21. Mai. Ständige
Pionier=
verſchiedene Beſchädigungen
ibungen werden auch in dieſem Jahre wieder hier ab
gehalten werden. Es ſind an den Ufern zu dieſem Zweck
Brücken aufgeführt worden.
* Konzertveranſtaltungen. Man ſchreibt uns:
Offenbach, 22. Mai. In der unteren Herrnſtraße
Konzert=Etabliſſement Hugenſchütz’
Felſen=
wählten geſtern nachmittag zwei angetrunken
keller. Jeden Dienstag und Freitag finden erſtklaſſige
Ein
Arbeiter das Straßenpflaſter zur Ruheſtätte.
Militärkonzerte ſtatt. Freitag, den 23. Mai, konzertiert
vorbeigehendes Dienſtmädchen wurde von ihnen
an=
die vollzählige Kapelle des Großh. Heſſ. Artillerie=Regi
gehalten und tätlich beleidigt. Das Mäd
ments Nr. 61 unter Herrn Obermuſikmeiſter M. Webers
hen ſchrie um Hilfe und riß ſich endlich, nachdem die bei
Leitung. Das Programm ſieht diesmal einen Soliſten
den Burſchen ihr Bluſe und Rock zerriſſen hatten, los
Abend vor, wobei die Herren Ehlers (Cornet à Piſton)
Darauf gab einer der Rohlinge einen Revolverſchuß au
Krumbach (Trompete), Müller (Tenor) und Stöckner
das Mädchen ab, glücklicherweiſe aber ohne zu treffen.
(Kylophon) echt Künſtleriſches leiſten werden. (Siehe Anz.
Zwei Radfahrer, die zur Hilfe herbeieilten, verſtändigten
die Polizei. Den zwei Schutzleuten, die daraufhin
er=
ſchienen, leiſteten die Trunkenen heftigen Widerſtand,
wo=
bei der eine Schutzmann einen Schlag ins Geſich
Wohltätigkeitsfeſt zum Beſten des
erhielt. Erſt als noch ein dritter Schutzmann zur Hilfe
Hlice=Frauenvereins.
herbeigeeilt war, gelang es endlich, die rabiaten Burſchen
* Märchenzug und Märchenſpiele ſtehen an den beiden
in das Arreſtlokal einzuliefern.
Nachmittagen des 31. Mai und des 1. Juni im Mittel
V Lampertheim, 21. Mai. Das 2½ Jahre alte Kind
punkte des Feſtes. Ihm hat zweifelsohne durch dieſe
Ver=
des Arbeiters Lichtenberger fiel in eine mit kochenden
anſtaltung ihr Schöpfer Hanns Pellax ein ſelten eigen=
Waſſer gefüllte Waſchbütte und wurde
ſo
artiges und äußerſt reizvolles Gepräge verliehen. Pellat
ſchwer verbrüht, daß es bald danach ſtarb.
iſt es auch, der am erſten Tage Mozarts einaktige,
graziös=
sd. Biblis, 21. Mai. Am kommenden Sonntag, den
anmutige Oper „Baſtien und Baſtienne” im Garten ſelbſt
25
Mai, findet im Jägersburger Wald bei Gernsheim
in Szene ſetzen wird. Der Abendſtunde des 31. Mai iſt
ein großes Kriegsſpiel ſtatt, veranſtaltet von den
durch dieſe, hier noch nicht geſehene Opern=Auffüh=
Wandervogel=Ortsgruppen des Südheſſengaues, wozu
rung im Freien beſondere Anziehungskraft gegeben.
uch die Ortsgruppe Darmſtadt gehört. Daran anſchlie=
Die Stunden zwiſchen und nach dieſen künſtleriſchen
Dar=
ßend werden alte Volkstänze und Reigen geübt und alte
bietungen ſind dazu beſtimmt, den Reſtaurationsbetrieden
Volkslieder zur Laute und Zupfgeige geſungen
und Verkaufsbuden des Feſtes zu ihrem Rechte zu verhel=
Bingen, 22. Mai. Zu der neuen Rheinbrücke
fen. In einen Vergnügungspark vornehmen Stils ſoll der
wurde dieſer Tage der erſte Gerüſtpfahl für den
weite Orangerie=Garten umgewandelt werden. Im Oran
Strompfeiler an der Kempter Seite im Rhein
ge=
geriehaus ſelbſt finden vier große Büffets Aufſtellung, die
chlagen
kalte Speiſen aller Art, Kuchen, Torten, Kaffee, Tee, Milch
Gießen, 22. Mai. Die Vereinigung für ge=
Bier, Wein und Sekt verabreichen. Ein fünftes Büffet
richtliche Pſychologie und Pſychiatrie in
hat ſeinen Platz im Garten unter den Kaſtanien der rech
Heſſen hält ihre 16. Hauptverſammlung am
ten Allee gefunden. Zu beiden Seiten dieſes Büffets ſind
Samstag, 24. Mai, hier ab. Die Teilnehmer verſammeln
Biergärten vorgeſehen, die Raſenflächen werden mit Ti
ich in der Klinik für pſychiſche und nervöſe Krankheiten
ſchen und Bänken beſtellt, ſie laden zu längerem Verweilen
um 10½ Uhr vormittags. Auf der Tagesordnung
ein. Dies dürfte auch von den Sekt=Ständen gelten, die
ſtehen: 1. Geſchäftliches, Vorſtandswahl. Feſtſetzung einer
in den vier Lauben an den Olbrichgärten untergebracht ſind
Tagesordnung für die nächſte Sitzung. 2. Vortrag des
Auch ſind überall ſchmuck gedeckte Tiſche, die zum Bleiber
Obermedizinalrats Dr. Balſer=Darmſtadt: „Zur Frag
verlocken.
der Proſtitution” 3. Ausſprache. 4. Kliniſche Demon=
Unter den breitäſtigen Kaſtanien der linken Seite des
ſtrationen
Gartens reiht ſich Verkaufsbude an Verkaufsbude. Hier
*) Butzbach, 21. Mai. In großer Aufregung
gibt es funkelnagelneue Poſtkarten des Großherzogs
befindet ſich die Einwohnerſchaft von Langenhain
und der Großherzogin, der Großherzoglichen Prinzen und
Ziegenberg. Seit einiger Zeit iſt das Pfarrhaus
der Märchengruppen des Zuges. Dort harren Körbe duf
das Angriffsobjekt eines Unholdes. Einbrüche wurden
tender Blumen des Verkaufes. Daneben werden
Zigaret=
zuerſt im Pfarrhaus verübt, Eßwaren, Wein uſw. mitge
ten feilgeboten. Bilder des Großherzogs im Rahmen
ommen, zum größten Teil aber böswillig beſchädigt und
nach einer Aufnahme von Hilsdorf, die Herr Hofrat
verunreinigt, Schmähbriefe in den Hof geworfen. Auf=
Alexander Koch liebenswürdigerweiſe geſtiftet hat, werden
geſtellte Wächter entdeckten keinen Täter, der Polizeihund
raſch ihre Liebhaber gefunden haben. Ebenſo
Bilder=
aus Butzbach richtete nichts aus. Jetzt werden dem
Pfar=
bücher zu denen Mathilde Merck, die Verfaſſerin
rer nachts die Fenſter eingeworfen, ja, letzte Nacht wurden
des Prologs, das geſchriebene Wort, und Camilla von
Schüſſe auf das Pfarhaus abgegeben. Der Krieger=
Senarclens=Grancy die wunderhübſchen Zeichnun
verein hat nun ſeine Militärgewehre verteil
gen gegeben hat. Etfrigen Zuſpruchs hat ſich ſicherlich die
und Wächter mit ſcharfen Patronen aufgeſtellt. Nie=
Schießbude zu erfreuen, in der jeder Schuß ins
mand wagt ſich nachts auf die Straße. Dabei iſt Pfarrer
Schwarze mit einem Preis belohnt wird. Gleichermaßen
Jakobowsky in ſeiner Gemeinde ſehr geachtet und geehrt,
dürften die Loſe der Tombola, die die glänzendſter
ſo daß die Angriffe doppelt rätſelhaft erſcheinen
Chancen auf glänzende Gewinne zu verzeichnen haben,
Hungen, 22. Mai. Ein weiterer Kaſſenzu
reißenden Abſatz finden. Am Karuſſell drängt ſich die
ſammenbruch iſt aus dem nahen Obbornhofen
Menge. Hier fahren und reiten Kinder und Erwachſene
zu melden. Zahlreiche Mitglieder waren aus Angſt vor
um die Wette. Geheimnisvollen Reiz übt die Bude des
Verluſten aus der Kaſſe ausgetreten, worauf die
General=
grabiſchen Zauberers Abdul Hamid aus, der vom
Or=
verſammlung die Auflöſung vollzog
pheum her noch in gutem Andenken ſteht. Seine Zauber
Treis a. d. Lda., 20. Mai. Vorgeſtern abend geger
vorſtellungen dürften ſo wenig leer bleiben wie die Bänke
6½ Uhr iſt der 18jährige taubſtumme Konrad Römer
die vorm Kaſperle=Theater zum luſtigen
Verwei=
von hier auf einem Spaziergang infolge eines Fehltrittes
len laden.
in die Lumda geſtürzt und ſofort untergegangen.
Anläßlich des Wohltätigkeitsfeſtes im Orangeriegarter
da der Vorgang beobachtet worden war, war bald Hilfe
werden dort Loſe à 1 Mark zu einer Zeppelin
zur Stelle, es gelang aber erſt nach einer guten Viertel=
Freifahrt ausgegeben. Dem Gewinner wird ein
Gut=
tunde, den Körper aus dem gerade an dieſer Stelle etwas
ſchein ausgehändigt, der im Laufe dieſes Jahres zu einer
ieferen Waſſer zu ziehen. Alle angeſtellten Wieder=
Fahrt (für 1 Perſon à 200 Mk. oder für 2 Perſonen
belebungsverſuche blieben erfolglos
à 100 Mk.) mit einem Zeppelin=Luftſchiff
be=
delt hat. In einem Londoner Blatte führt der Gelehrte
aus: „Ich habe in den letzten Tagen Caruſos Kehlkop=
Feuilleton.
mehrfach unterſucht, und je öfter ich ſeine Stimmwerkzeuge
C. Meteorologiſches aus Heſſen (vgl. Nr. 96 dieſes
betrachtete, je mehr komme ich zu der Ueberzeugung, daß
Blattes vom 25. April). Der diesjährige April machte
er in dem techniſchen Bau ſeines Kehlkopfes, alſo ſozuſagen
ſeinem alten Rufe der Unbeſtändigkeit alle Ehre. Nach
als Geſangsmechanismus auch unter Tenören
einem annähernd normalen Anfang ſtellten ſich am 12
einen einzigartigen Fall darſtellt. Ein glücklicher Zufall
ſcharfe Fröſte ein, die ſelbſt in der milden Rheinebene
hat es mir ermöglicht, eine Anzahl der bekannteſten Tenör
ſich viermal wiederholten und ſchweren Schaden an der
zu behandeln, und ich kann daher mit einiger Fachkenntnis
Obſtblüte verurſachten. In der dritten Dekade und
rklären, wodurch ſich Caruſo von anderen Sängern unter
namentlich an den letzten 3 Tagen wurden dagegen
cheidet. Das erſte, was einen bei einer genaueren Unter=
Wärmegrade beobachtet, die in ſolcher Höhe in dieſem
uchung überraſcht, iſt bei Caruſo die übernormale Läng
Monat ſelten ſind. In Darmſtadt wich das
Monats=
ſeines Tonkanals; die Diſtanz zwiſchen den
Vorderzäh=
mittel nur wenig vom langjährigen Durchſchnitt ab. Die
und den Stimmbändern iſt
um nur ein Beiſpie
Gegenſätze bilden Mainz mit 9,9 und Neunkirchen mit
herauszugreifen
— zum mindeſten ½ Zoll größer als bei
6,9 Grad Celſius (Darmſtadt: 9,5). Der höchſte
Thermo=
allen anderen Tenören, die ich unterſuchen konnte. Das iſ
meterſtand im Lande, der faſt überall auf den 30. fiel
eine wiſſenſchaftliche Tatſache, die zum großen Teil den
wurde in Lauterbach mit 27,5 Grad beobachtet, während
Umfang und die Höhe ſeiner Stimme erklären kann. Ein
Gießen nur 25,4 notierte (Darmſtadt: 26,0). Am tiefſten
weiter Punkt iſt die außerordentliche Länge ſeiner Stimm
ank die Temperatur in Michelſtadt, das am 13.
—7,5
bänder, die zum wenigſten ½ Zoll länger ſind als die
verzeichnete, wogegen Mainz am gleichen Tage nur — 1,
Stimmbänder anderer von mir unterſuchter Sänger.
Für
notierte (Darmſtadt:
— 3,8). Die Zahl der Froſttage
die Qualität des erzeugten Tones iſt die Qualität
des
ſchwankte zwiſchen 13 in Lauterbach und 4 in
Worms
Materials entſcheidend aus dem ſich der Hintergrund der
Darmſtadt: 5), die der Sommertage zwiſchen 3 in Bad
Kehle, die Naſe und die Gaumenhöhlungen zuſammen
Nauheim und 1 in Schotten (Darmſtadt: 2). Die
Be=
etzen; ſie ſind für den Sänger ſo wichtig, wie dec
Cha=
wölkung entſprach in Darmſtadt, von wo eine längere
cakter des Holzes für den Klang einer Stradivarius=Geige.
Beobachtungsreihe vorliegt, annähernd dem Mittel; die
Nun haben die Knochen Caruſos eine ſtärkere Reſonanz
Prozentſätze ſchwanken zwiſchen 70 in Bad Nauheim und
ils die anderer Leute. Klopft man ihm z. B. mit dem
47 in Neunkirchen (Darmſtadt: 57). Erſtere Station ver=
Zeigefinger ſtark auf die Knöchel, ſo entſteht ein höherer
zeichnete keinen einzigen heiteren Tag, Neunkirchen da=
und ſtärker reſonierender Ton als beim
Durchſchnittsmen=
gegen 8 (Darmſtadt: 5). Die Niederſchlagsſummen wei
ſchen. Dazu tritt bei Caruſo nun noch eine weitere phy
chen vom zehnjährigen Durchſchnitt im ganzen wenig ab
ſiologiſche Eigentümlichkeit, die ihm als Geſangsmechanis=
Den höchſten Wert meldet Beerfelden mit 100,9
Milli=
mus zuſtatten kommt: der geradezu phänomenale Bruſtum
metern, den niedrigſten Gernsheim, das anſcheinend die
fang und die Kraft der Lungenmuskeln. Dann ſcheinen
trockenſte Station des Landes iſt, mit 18,6 (Darmſtadt:
aber auch ſeine Stimmbänder mit einer außergewöhnlicher
37,3). In Beerfelden fiel allein am 20. die Summe vor
Vibrationsfähigkeit begabt zu ſein. Dieſe Erſcheinung iſ
ür die Tenöre von großer Wichtigkeit, denn je höher der
5,2 Millimetern, während in Groß=Gerau 4,5 die höchſte
Ton iſt, um ſo ſchneller müſſen bekanntlich die Vibrationen
Tagesſumme war. Schneetage gab es im hinteren Oden
der Stimmbänder ſein. Die höchſte Note auf einem Pic
wald und im Vogelsberg bis zu 6 und ſelbſt in
Darm=
volo entſteht z. B. durch eine Vibration von 4000
Schwin=
ſtadt lag am 12. eine Schneedecke von 6 Zentimetern
gungen in der Sekunde. Man hat die höchſten Schwingun
Höhe. Hagel fiel nur vereinzelt; nur Ulrichſtein weiſt
gen der Stimmbänder der Frau Tetrazzini auf
Hageltage auf. Die Zahl der Gewitter ſchwankte zwi=
2200
Schwingungen in der Sekunde geſchätzt. Wenn Caruſo mit
ſchen 1 und 6. Die Mittel der Waſſerſtände blieben be
voller Kraft ſein hohes C ſingt, erreichen ſeine Stimmbän
Rhein und Main erheblich hinter dem langjährigen
Durch=
der die (für einen Mann) phänomenale Ziffer von 550
chnitt zurück
Schwingungen in der Sekunde. Der Umſtand, daß Ca=
C. K. Caruſos Kehle. Gibt es beſtimmte anatomiſche
ruſo außer dem Tonregiſter des Tenors noch über der
Eigentümlichkeiten im Bau des Kehlkopfes und der
Tonumfang und die Tonfülle des Baſſes verfügt, erkläc
Stimmbänder, durch die große Sänger ſich von anderen
ich meiner Meinung nach durch ſeinen Kehldeckel. Dies
Menſchen unterſcheiden?
Eine intereſſante Beantwortung
kleine Organ, das man im allgemeinen nur als eine
Si=
dieſer Frage erbringen die Ausführungen des berühmten
cherheitsvorrichtung anſieht, das die Luftröhre vor
dem
engliſchen Kehlkopf=Spezialiſten Dr. William Lloyd, der
Eindringen von Speiſen ſchützt, ſpielt nach meiner Ueber
unter anderen bekannten Sängern auch Caruſo mehrfach,
zeugung bei der Entſtehung der Stimme eine höchſt wich
zuletzt in dieſen Tagen, eingehend unterſucht und behan=
Nummer 118.
Tierſchutzverein im Großherzogtum Heſſen.
(*) Butzbach, 21. Mai. Unter dem Vorſitz des Gehei
men Oberſchulrates Dr. Scheuermann=Darmſtadt fand
heute im „Heſſiſchen Hof” die Hauptverſammlung des
Tier=
ſchutzvereins ſtatt; ſie war ſehr ſtark beſucht. Mit der
Ta=
gung war auch eine Ausſtellung von Gegenſtänden übet
das Gebiet des Vogelſchutzes verbunden, Niſtkäſten in
zweckmäßiger Form, Fütterungsſtoffe Fütterungsarten,
Futterhäuschen, Futterbüchſen und dergleichen mehr waren
zu ſehen. Intereſſant war eine Sammlung ausgeſtopfter
Vögel. Der Vorſitzende begrüßte die ſtaatlichen und ſtäd
tiſchen Vertreter und dankte beſonders für die Einrichtun
der ſchönen Ausſtellung, die manchen praktiſchen und
zweckmäßigen Wink gebe. Im letzten Jahre ſeien zwei
Fragen hauptſächlich behandelt worden, mit denen ſich auch
der Verbandstag der Tierſchutzvereine im Deutſchen Reiche
befaßt habe: Viviſektion und Schlachtfrage. Um das
Preis=
ausſchreiben zur Viviſektionsfrage haben ſich 8 Herren
be=
worben. Ueber die eingelaufenen Schriften macht der
Vor=
itzende wichtige Mitteilungen. Im Tierverſuch ſind wohl
Mißſtände vorhanden, aber die Verſuche ſind nicht ganz zu
entbehren. Die Anti=Viviſektionsbewegung begann in den
S0er Jahren. Viele wiſſenſchaftliche Verſuche danken wir
dem Tierverſuch. Die Verſuche haben entweder den Zweck,
dem Tiere Heilſtoffe zu entziehen, oder aus dem Verhalten
des Tierkörpers Parallelen zum Menſchenkörper zu zie
hen. Eine Einſchränkung der Tierverſuche iſt zu erſtre
ben, vielfach kann jetzt die Kinematographie Experimente
erſetzen. Die notwendigen Verſuche müſſen möglichſt ſo
vollzogen werden, daß das Tier wenig leidet. Der Ver
band der deutſchen Tierſchutzvereine hat ſich in einer
Ein=
gabe an die Handwerkskammern gewandt, um bei
Schlacht=
tieren Reformen zu ſchaffen. In Fortbildungsſchulen
ſoll=
ten Metzgerlehrlinge mit den Beſtrebungen des Tierſchutzes
bekannt gemacht, bei Prüfung von Geſellen und Lehrlingen
des Metzgerhandwerks ſollte auf ſchonende Behandlung der
Schlachttiere hingewieſen werden. Viele Tierquälereien
gehen auch auf Konto des Alkohols. Kinder unter 14
Jahren ſollten Schlachtungen nicht beiwohnen, um bei
Kindern nicht das Mitgefühl abzuſtumpfen. — Der
Vor=
ſitzende widmet alsdann dem kürzlich verſtorbenen ehemali
gen 1. Vorſitzenden des Vereins, Geh. Oberſchulrat Greim
einen warmen Nachruf. Die Verſammlung ehrt ſein
An=
denken durch Erheben von den Sitzen. Profeſſor Völſing
erſtattet den Jahresbericht über das Jahr 1912. Zuerſt
zeigt er den Stand und die Tätigkeit des Tierſchutzes im
Reich und im Ausland. England ſteht an der Spitze, nicht
nur in England ſelbſt blüht der Tierſchutz, ſondern auch in
den engliſchen Kolonien. Deutſchland hat rund 220
Ver=
ine mit 42000 Mitgliedern. Ein eifriger Mitſtreiter iſt
der Vogelſchutzverein geworden. Eine Predigt im Jahre
ollten die Geiſtlichen dem Vogelſchutz widmen. Heſſen
zählte voriges Jahr 3762 Mitglieder, Ende 1912 3879. Es
wurden 70173 Tierſchutzkalender verteilt, 22173 mehr als
911. An Geſchenken für Zwecke des Tierſchutzes gingen
1655 Mark ein. 50 Perſonen wurden für gute Haltung
der Tiere prämiiert, gute Tierpfleger ſollten ebenfalls
aus=
ezeichnet werden. Redner appelliert an alle edeldenkenden
Menſchen um Mithilfe, damit die ſchutzloſen Ttere zu
ihrem Rechte kommen möchten.
Die Rechnungsablage erſtattete der Vorſitzende Auch
hier zeigt ſich ebenſo wie im Jahresbericht die erfreulich
Tatſache, daß ſich der Verein fortgeſetzt gut entwickelt. Die
Geſamteinnahmen betrugen 12882 Mk., davon waren
Mit=
gliederbeiträge 4413 Mk., Schenkungen und Stiftungen
655 Mk., darunter u. a. von Fräulein Walther=Seeheim
000 Mark; die Geſamtausgaben beliefen ſich auf 11414
Mark, ſodaß ein Ueberſchuß von 1470 Mark verblieb. Ar
Geldprämien und für Kalenderverteilungen wurden 3286
Mark ausgegeben. Die Stiftungskapitalien betragen 6170
Mark, das Vereinsvermögen beläuft ſich auf 5200 Mark
omtt das Geſamtvermögen auf 13512 Mark. Die
Zu=
wahlen zum Ausſchuß ergaben die Wahl der Herren
Pro=
vinzialdirektor Geheimerat Fey=Darmſtadt, Kreisſchul
inſpektor Prof. Dr. Frenzel=Darmſtadt (2. Schriſtführer)
Kreisrat Schliephake=Friedberg, Kreisrat Kranzbühler=
Schotten, Schulrat Süß=Friedberg und Hauptlehrer Storch=
Der bisherige 1. Schriftführer Heuslein legte
Butzbach.
wegen eines ſchweren Augenleidens ſein Amt nieder, er
tige Rolle. Nun zeigt der Kehldeckel Caruſos an der Ba
ſis jene große Dicke und Weite, die man bei Bäſſen und
Baritons beobachtet, während trotzdem das obere Drittel
ganz ungewöhnlich zart und fein iſt, ſodaß das ganze Or
gan daher die Rolle eines einzigartigen Schallbrettes
pielt
*
Phantaſtiſche Jugend. Zwei Düſſeldorfer
Schüler haben es recht weit bringen wollen; das iſt
ihnen aber in ihrem Sinn nicht gelungen. Sie wollten bis
nach Amerika ausrücken, um dort in Urwäldern ein roman
iſches Leben zu führen, ſind aber nur bis Hamburg
ge=
ommen und dort polizeilich aufgegriffen worden.s
handelt ſich, wie die Köln. Ztg. mitteilt, um zwei Düſſel
dorfer Oberrealſchüler von etwa 15 Jahren. Der eine
ent=
wandte ſeinem Vater die Kleinigkeit von 2000 Mark, und
iun rückte er mit ſeinem Freunde bei Nacht und Nebel
zu=
nächſt nach Hamburg aus, um alsbald über den großen
Teich zu gelangen. Den Burſchen waren die Köpfe
voll=
ſtändig romantiſch verdreht, und in dieſem Zuſtand
be=
trieben ſie ihren Plan ſo ungeſchickt und auffallend, daß ſie
chon bei ihrem erſten Ausflug unabwendbar der
Polize=
in die Hände fallen mußten. Hier angekommen, kaufter
ſich die Jünglinge in verſchiedenen Geſchäften volle
Trapperausrüſtungen und allerhand Waffen,
wie Revolver, Beile, Meſſer. Außerdem erſtanden ſie in
einer Züchterei zwei Hunde, einen Dobermann und einen
Schäferhund, die ihr Blockhaus drüben im amerikaniſcher
Urwald bewachen ſollten, wenn die kühnen Trapper vor
ihren Jagdzügen zurückgekehrt ſein und ihre müden
Häup=
ter zur Ruhe niedergelegt haben würden. In dieſer
aben=
teuerlichen Ausrüſtung begaben ſie ſich zunächſt in di
Lüneburger Heide, um einmal das Trapperleben zu probie
ren, fuhren dann nach Hamburg und ſtolzierten in ihrer
Tropentracht auf dem Hauptbahnhof umher.
Wahrſchein=
lich hätte man ſie in unſerer Zeit der
Pfadfinder=
oſtümierung gleichwohl unbehelligt gelaſſen, wenn die
bei=
den nicht bis an die Zähne bewaffnet geweſen und dadurck
tatürlich ſofort allgemein aufgefallen wären. Der
Poli=
zeipoſten nahm ſich daher ihrer an und führte ſie in Ge
wvahrſam. Hier kam der ganze ſchöne Plan ohne weiteres
ans Tageslicht, und man hatte wieder einmal Gelegenheit
feſtzuſtellen, daß überromantiſcher Leſeſtoff und
phanta=
ſtiſche Veranlagung die Knaben auf den abſchüſſigen Weg
eführt hatten. In ihrem Beſitz fanden ſich noch 1300 Mk.,
ſodaß alſo im ganzen für dies heißblütige Debüt bereits
700 Mark verpulvert waren. Sehr bedenklich iſt wieder die
Rolle, die in dieſem Falle Waffenhändler geſpielt haben.
Es ſollte doch wirklich unmöglich ſein, daß offenſichtlick
grüne Jungen irgendwo an der Straße ſcharfe Patconen
und Schußwaffen erlangen können, wenn ſie nur das dafür
verlangte Geld auf den Tiſch des Hauſes niederlegen.
Das heißt doch dem mitunter allerfolgenſchwerſten Unfug
ohne Bedenken Tür und Tor öffnen.
Nummer 118.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 23. Mai 1913.
Seite 5.
wurde zum Ehrenmitglied des Vorſtandes gewählt. An
in Heinrich von Preußen hatte die Stadt Kiel
trauensmann der Vereinigten Blumengeſchäftsinhaber
ſeine Stelle iſt inzwiſchen Profeſſor Völſing=Darmſtadt ge
feſtlichen Flaggenſchmuck angelegt. Im Laufe des Tages
beim Verkauf ſolcher Blumenſendungen wenden. Nach
treten. Den Schluß der Tagung bildete der mit großem
empfingen der Prinz und die Prinzeſſin im Königlichen
weiteren Verhandlungen iſt nunmehr ſeitens der Ober=
Beifall aufgenommene Vortrag des Hauptlehrers Storch
Schloſſe zahlreiche Abordnungen zur Entgegennahme von
poſtdirektion Darmſtadt mitgeteilt worden, es ſeien die
Butzbach: „Unſere gefiederten kleinen Sänger verdiener
Glückwünſchen, ſo u. a. der kaiſerlichen Marine, der Pro
Poſtämter I und II angewieſen worden, im Falle der
unſeren Schutz und unſere Freundſchaft.‟ Er ſchilderte
vinzial= und ſtädtiſchen Behörden, der Ritterſchaft der
Verſteigerung von Blumenſendungen den Kunſt= und
uns neben den Freuden und der Unterhaltung, die uns die
Provinz Schleswig=Holſtein, der Univerſität Kiel, des
Handelsgärtner B. G. Roth hier hiervon rechtzeitig in
Vögel bringen, deren Nutzen und Daſeinsberechtigung und
Konſiſtoriums der Geiſtlichen Kiels und mehrerer cari=
Kenntnis zu ſetzen
wie leider gar oft manche der lieben Sänger verkannt
wür=
tiver Vereinigungen. Vielfach wurden dem Paar=
Auf Grund von Klagen, welche bezüglich der Be
den. Beſonders müſſe gegen die Gefühlloſigkeit der
Ju=
kunſtvolle Adreſſen und auch Stiftungen für Wohltätig
förderung von gewöhnlichen und Eilbrie
gend angekämpft werden in Schule und Elternhaus. Di
keitszwecke überreicht. Am Nachmittag brachte der Niko
ſendungen von Darmſtadt nach Kaiſers
Jugend ſolle zum Schutze der Vögel und zur Fütterung ir
laikirchenchor, am Abend der Niederſächſiſche Geſangver
lautern bei der Handelskammer eingelaufen waren,
Winter angeleitet, alſo das edle Mitgefühl geweckt wer
ein im Schloßhof mehrere Lieder zum Vortrag, wofür der
wurde beſchloſſen, an die Kaiſerliche Oberpoſtdirektion
den, Nach herzlichen Dankesworten an den Redner ſchlof
Prinz, der mit ſeiner Gemahlin und ſeinen Söhnen der
Darmſtadt die Bitte zu richten, ſie möchte nach Möglichkei
der Vorſitzende die anregend verlaufene 38. Generalver
Liedern zuhörte, ſeinen herzlichſten Dank zum Ausdruc
für eine beſſere Ausgeſtaltung des Briefverkehrs zwiſchen
ſammlung.
brachte. Zu einer impoſanten Kundgebung der geſam
dieſen beiden Städten Sorge tragen
ten Bürgerſchaft Kiels geſtaltete ſich der mit dem Ein
Hauptſächlich im Intereſſe der kleineren Geſchäftsleut
tritt der Dunkelheit veranſtaltete Fackelzug. Um 9½ Uh
wurde bei der Eiſenbahndirektion Mainz die Wieder=
Reich und Ausland.
traf die Spitze des Zuges, der aus mehr als hundert
Ver=
angabe der Frachtſätze auf den
Duplika=
einen und Korporationen mit mehr als 600 Fackelträgern
ten der Frachtbriefe beantragt. Da die Fracht=
Aus der Reichshauptſtadt, 21. Mai. Dem Berl.
Lokal=
beſtand, im inneren Schloßhof ein. Stadtverordneten
ätze vor Herſtellung der Frachtbriefduplikate genau
feſt=
anzeiger zufolge iſt der anfangs Auguſt vorigen Jahres
vorſtand Dr. Ahlmann begrüßte das hohe Jubelpaar
geſtellt ſein müſſen, dürfte ſich die Wiederaufnahme dieſer
flüchtig gewordene Rechtsanwalt Bredereck in einer
das mit den Prinzen=Söhnen vor dem Podeſt der Trepp
Angaben in die Duplikate wohl ohne Schwierigkeiten er=
Stadt Südamerikas verhaftet worden. Wegen ſeiner
Aus=
am weſtlichen Flügel Aufſtellung genommen hatte, und
möglichen laſſer
lieferung ſchweben bereits Verhandlungen.
An der
den aufrichtigſten Wünſchen für das fernere Wohl=
Verhandlungen mit dem Vorſtand des Eiſenbahn=
Oberſpree, zwiſchen Schmetterlingshorſt und Marienluſ
ergehen des Prinzen und ſeiner hohen Gemahlin
Aus=
betriebsamtes Darmſtadt, ſowie mit der
Eiſenbahndirek=
ſah man heute vormittag einen gutgekleideten Mann
druck und ſchloß mit einem von vielen Tauſenden mit
tion Mainz haben dazu geführt, daß ſich die
Eiſenbahn=
von etwa dreißig Jahren und ein junges Mädchen, die
Begeiſterung aufgenommenen dreifachen Hurra für das
direktion Mainz damit einverſtanden erklärt hat, es könne
ich plötzlich beide dem Ufer näherten und ins Waſſer
prinzliche Paar. Prinz Heinrich erwiderte, daß die
das Tor an der Nordoſtecke der Lagerplätze
ſprangen. Hinzueilende fanden am Ufer einen Herren=
Kundgebung ihn und ſeine Gemahlin beſonders durch
m neuen Bahnhof Darmſtadt, welches urſprünglich nur
hut und einen Damenhut, ſowie eine Damentaſche, in der
die zahlreiche Beteiligung aus allen Bevölkerungsklaſſen
für den Verkehr mit den Kohlenlagerplätzen hergeſtellt
ſich ein Abſchiedsbrief des jungen Mädchens befand.
E=
zoch erfreut habe und daß er wie ſeine Gemahlin aus
worden war, auf jederzeitigen Widerruf auch anderen
machte darin die Mitteilung, daß es zuſammen mit ſeinem
dem erquickenden Bewußtſein ſchöpfen können, daß in
Intereſſenten zur Benutzung frei gegeben werden, für di
Onkel in den Tod ginge, da ſich ihrer Neigung zueinander
den nunmehr verfloſſenen 25 Jahren zwiſchen den Be
nach Lage ihres Geſchäftes in der Nähe des Tores zur
unüberwindliche Hinderniſſe entgegenſtellten. Bisher konnte
wohnern des alten Schloſſes von Kiel und den Schles
Vermeidung großer Umwege ein Bedürfnis dazu vor
eſtgeſtellt werden, daß es ſich um das Vorſtandsmitglie
vig=Holſteinern ſich ein feſtes Band treuer Geſinnung ge
liege. Derartige Intereſſenten müſſen dieſelben Ver
der hieſigen Ortskrankenkaſſe der Drechſler, den Schirm
knüpft habe. Nachdem der Prinz noch ſeinen Dank für
flichtungen übernehmen, wie die Lagerplatzinhaber. Für
macher Ernſt Tinius, handelt. Die Leiche des jungen
die Ehrung ausgeſprochen hatte, ſetzte ſich der Zug zum
den allgemeinen Verkehr ſoll das Tor nicht geöffnet
Mädchens iſt bereits gefunden worden. Es iſt die 21 Jahre
Abmarſch durch die von einer dichten Menſchenmenge be
werden
alte Klara Schimming. Tinius war verheiratet und
hin=
etzten Straßen in Bewegung, um auf dem Wilhelms
In Darmſtadt iſt eine Zentralanſtalt für
mehrere Kinder.
In Weißenſee iſt
da=
platz die Fackeln zuſammenzuwerfen
Arbeits= und Wohnungsnachweis geſchaffer
Gerücht verbreitet, daß die dortige Genoſſenſchaftsbank ſich
worden. Die Handelskammer hat ſich unter gleichzeitiger
Swinemünde, 21. Mai. Das geſtrandete Tor
in Zahlungsſchwierigkeiten befinde. Die Folge war ein
Bewilligung eines jährlichen Beitrags bereit erklärt, an
pedoboot V 3” iſt heute mittag um 1 Uhr freige=
Sturm auf die beiden Geſchäftslokale der
Weißen=
der Organiſation der Arbeitsvermittelung in Darmſtadt
kommen und wurde von dem Bergungsdampfer „
Rü=
ſeer Bank. Heute vormittag ſammelten ſich dort
Tau=
mitzuwirken.
gen” der Reederei Spruth, Greifswald, nach Swinemünde
ſende von Menſchen an, die ihr Geld zurückforderten. Di
geſchleppt
Bank hat in den beiden letzten Tagen 300000 Mark aus=
Poſen, 22. Mai. Nachdem das Urteil gegen Frau
gezahlt. Infolge der ungewöhnlich großen Rückzahlungen
Or
Blume rechtskräftia geworden iſt, wird die Verur=
Der Nieder=Modauer
Bank=
wurden heute jedem Kunden nur bis zu 200 Mark
aus=
teilte ins Gefängnis zu Wronke geſchafft
bezahlt. Die Polizei mußte vor den Geſchäftslokalen die
krach vor der Strafkammer,
Paris, 21. Mai. In der Avenue Felix Faure iſt heute
Ordnung aufrecht erhalten. In Trupps zu je 25
Man=
nachmittag ein Neubau eingeſtürzt. Sieben Ar
wurden die Sparer und Genoſſenſchaftler in das Haupt
36. Verhandlungstag
beiter wurden unter den Trümmern begraben. Bisher
lokal der Bank gelaſſen. Die Leitung der Bank iſt be
wurden vier Arbeiter ſchwer verletzt geborgen
g. Zu Beginn der geſtrigen Sitzung macht der
Sach=
müht, den Verbreiter des Gerüchtes von ihrer angeblichen
verſtändige Mitteilungen von dem Konto Adam in der
London, 21. Mai. Im Obſervatorium Blackförd Hill
Zahlungsſchwierigkett zu ermitteln.
Büchern Nieder=Modaus. Das Konto betrug am 1. Jan
bei Edinburg erplodierte eine Bombe und riß in
Frankfurt, 22. Mai. Seit einiger Zeit ſind in den
den Fußboden ein Loch von einem halben Meter Durch
1908: 128053,45 Mark, 1. Januar 1909: 283 327,36 Mark
hier einlaufenden D=Zügen viele Diebſtähle
vor=
meſſer. Das Gebäude wurde wenig beſchädigt, jedoch
November 1909: 305 483,19 Mark, 1. Januar 1910:
gekommen. Erſt vor einigen Tagen wurde einem
Ber=
laubt man, daß die Inſtrumente erheblich gelitten haben
338 193,57 Mark, am 1. Auguſt 1910: 153 659,19 Mark und
liner Bankier, der ſich auf der Durchreiſe befand, nich
Frauenrechtlerinnen werden für die Urheberinnen ge=
196000 Mark auf Wechſelkonto, 1. Januar 1911: 144 906,67
weit von Frankfurt eine Mappe geſtohlen, die einen Wech
halten
Mark und die 196000 Mark Wechſelkonto, ſowie weitere
ſel über 200000 Mark und mehrere Scheckbücher enthielt.
feſtgeſtellte 36000 Mark. — Es entſteht des weiteren eine
Dieſe Beute war übrigens für den Dieb wertlos. Er iſt
Diskuſſion über die Anſicht des Angeklagten Ihrig und
jetzt, wie die Frkf. Ztg. meldet, dank den Bemühungen des
Großh. Handelskammer
ſeiner Verteidigung, die Prolongation der Nieder=Mo
Kriminalwachtmeiſters Geinitz verhaftet worden, dem u. a
dauer Wechſel ſeien als neuer Kredit anzuſehen und
des=
die Beaufſichtigung der D=Züge unterſteht. Dem Beamter
Darmſtadt.
halb müßte die Deckung als geringer betrachtet werden
war vor einigen Tagen ein Mann aufgefallen, der ſich ver=
Auf weiteren Vorhalt des Angeklagten gibt der Sachver
dächtig benahm. Er beobachtete ihn und nahm ihn feſt
Sitzung vom 19. Mai,
tändige Baſtian zu, daß der neu gewährte Kredit höher
Es iſt der 35jährige Handlungsgehilfe Karl Calm aus
ich ſtellen würde, wenn man die Berechnung nach kurzer
Nachdem die Handelskammer ſich bereits in ihrer
Neu=Iſenburg, der in der Kaulbachſtraße in Sachſenhauſen
Zeiträumen aufſtellen würde. — Es wird ſodann
noch=
letzten Vollverſammlung, ſowie in einer nachfolgenden
wohnt und ſeit einigen Monaten ſtellenlos iſt. In ſeiner
mals in die Zeugenvernehmung eingetreten. Zeuge Moritz
Sitzung der zuſtändigen Kommiſſion für Geſetzgebung,
Wohnung wurden viele Gegenſtände gefunden, die von
Vogel aus Mainz bekundet, daß er auf Anraten des
Steuer= und Zollweſen mit der Deckung der Wehrvorlage
D=Zug=Diebſtählen herrühren. Er hat ſie auf den Strecken
Pallmann von dieſem eine zweite Hypothek Nieder=
Mo=
beſchäftigt hatte, iſt nunmehr der Entwurf einer ſehr um
Karlsruhe-Mannheim, Mannheim-Frankfurt,
Heidel=
daus kaufte, weil, wie P. angab, Nieder=Modau
ſatzungs=
fangreichen Eingabe gutgeheißen worden, welcher ſich ſo
berg-Frankfurt, Wiesbaden-Frankfurt, Mainz-Frank
gemäß nur erſte Hypotheken haben dürfte. Das Geld
wohl mit dem Geſetzentwurf bezüglich eines einmaligen
furt, Hannover-Wildbad und Hannover-Frankfurt
ver=
für die Hypothek habe er Pallmann gegeben; was dieſer
außerordentlichen Wehrbeitrags, wie mit dem Geſetzent
übt. Die Kriminalpolizei beſchlagnahmte große lederne
damit machte, wiſſe er nicht. —
vurf wegen Aenderungen im Finanzweſen zur Deckung
Zeuge Wachtmeiſter
Reiſetaſchen, Handtaſchen, Damen=Handtäſchchen, Regen
Zimmer von Ernſthofen war am 8. Auguſt nachmit
der fortlaufenden Wehrausgaben befaßt. Es wurde be
chirme, Ueberzieher, goldene Kneifer und Brillen, gol
tags nach Nieder=Modau gekommen, um einen Scheck
ein=
ſchloſſen, die Eingabe dem Großh. Miniſterium des
dene Ringe, Brieftaſchen, Handſchuhe uſw. Viele Sacher
zulöſen. Am nächſten Tage habe er gehört, Adam ſei
Innern, dem Großh. Miniſterium der Finanzen, dem
hat Calm in Pfandhäuſern verſetzt. Aus dem Scheckbuck
fort. —
Rechner Neff: Wer den Anſtoß zu der Divi=
Reichsſchatzamt, der Budgetkommiſſion des deutſcher
des Berliner Bankiers Friedmann hatte er drei Schecks
dendenverteilung 1909 gegeben habe, wiſſe er nicht; er
Reichstages, ſowie dem Deutſchen Handelstag zu
über=
herausgenommen. Was er damit angefangen hat, dar
wiſſe nur, daß aus der Generalverſammlung heraus
da=
reichen. Bezüglich der grundlegenden Geſichtspunkte ſchloi
über gibt er keine Auskunft. Die Diebſtähle führte Calm
gegen geſprochen wurde. Von den
Verwaltungsmitglie=
ich die Handelskammer den Ausführungen des
Aus=
in der Zeit aus, wo ſich die Reiſenden in dem Speiſewagen
dern habe ſich niemand um die Bilanzaufſtellung geküm
ſchuſſes des Deutſchen Handelstages an, während die
aufhielten.
mert, es ſei wohl auch niemand dazu imſtande geweſen. Als
Einzelheiten der Geſetzentwürfe Anlaß zu zahlreichen
Heidelberg, 22. Mai. Die erſte
Schloßbeleucht=
die neu feſtgeſtellten 525000 Mark Verluſte noch übernom
Bemerkungen und Aenderungsvorſchlägen gaben.
ung ſindet in dieſem Jahre am nächſten Sonntag, den
men werden ſollten, habe er ſich geweigert, weil er dies
Eine Anfrage des Kaiſerlichen Patentamtes bezüglich
25. Mai, ſtatt. Leider iſt in dieſem Jahre die Zahl der
als eine Bilanzverſchleierung angeſehen habe, denn e
einer Anmeldung der Wortverbindung „Krone
Veranſtaltungen dieſes einzig daſtehenden
Feuerſchau=
glaubte, daß dieſe Mitglieder nicht imſtande waren, die
von Liebfraumilch” als Wa renzeichen fü
piels außerordentlich gering; außer am 25. Mai wird
Summe wirklich zu zahlen, da ſie noch mit der alten über=
„Weine” wurde auf Grund der angeſtellten
Ermittelun=
eine Schloßbeleuchtung nur noch am 11. Juni, 6. Juli
nommenen Schuld belaſtet waren. Die gedruckte
Auf=
gen dahin beantwortet, daß ſowohl in Kreiſen der Pro=
und 4. Auguſt ſtattfinden
forderung, die zur Anwerbung neuer Mitglieder am 29
duzenten, wie der Weinkonſumenten das Wort „Liebfrau=
München, 22. Mai. Eine Gaunerei, wie ſie bis=
September 1911 verſchickt wurde, ſei von Ihrig ſelbſt ab
milch” kaum mehr als eine Herkunftsangabe angeſehen
her wohl noch nirgends zu verzeichnen war, erlaubte ſich
gefaßt worden. Er, Neff, habe dabei nicht mitgewirkt
werde. Es ſei dieſes Wort ſomit als Freizeichen zu
be=
ein Spitzbube in Franken. Ein gut gekleideter Herr er
im Gegenteil habe er in der nächſten
Generalverſamm=
trachten
ſchien in Müncherlbach und teilte mit, daß er im Auf
lung mitgeteilt, daß er natürlich keinem zureden konnte
Die am Handel mit Britiſch=Oſtindien und Auſtral
trage der bayeriſchen Verkehrsverwaltung komme und
Mitglied zu werden, und daß demzufolge auch niemand
Aſien intereſſierten Firmen unſeres Bezirks wurden davor
ſämtliche Telegraphen= und
Telephonſtan=
beigetreten ſei. Der von ihm verfaßte Bericht zur Bilanz,
in Kenntnis geſetzt, daß am 23. d. M. der
Handels=
gen von Heilsbronn bis Stein im Auftrage der
Regier=
der mit den Worten ſchloß: „Vorwärts immer, rückwärts
ſachverſtändige bei dem Kaiſerl.
General=
ung zu verſteigern hätte, angeblich weil die
Stan=
nimmer”, habe vor der Drucklegung dem Herrn Ihrig
onſulat in
Kalkutta im Sitzungszimmer der
gen durch neue erſetzt werden müßten, da ſie zu niedrig
— Ihrig beſtreitet dieſe Behauptung
vorgelegen
Frankfurter Handelskammer und am 24 d. M. der Han=
und den Obſtbäumen ſchädlich ſeien. Die Bauern der
Juſtizrat Dr. Hoffmann: Bald nach der Eröff
delsſachverſtändige bei dem Kaiſerl. General
Umgegend fanden ſich denn auch zur öffentlichen Verſtei
nung des Konkursverfahrens warf ſich für die
Konkurs=
konſulat in Sydney im Sitzungszimmer der Darm
gerung ein und die Verſteigerung der Stangen fand ſtatt
verwaltung die Frage auf, ob von der
Genoſſenſchafts=
ſtädter Handelskammer zu ſprechen ſei. Daraufhin ha
Die Bauern mußten den Betrag ſofort hinterlegen, wäh
bank von den Schuldverſchreibungen vom 28. April und
ich eine Anzahl von Firmen zu dieſen Beſprechungen
an=
rend der Herr Telegraphenmeiſter ſagte, die Regierung
Auguſt 1910 in Höhe von 275000 Mark und 52000
gemeldet
verde ihnen die erſteigerten Telegraphenſtangen direk
Mark, die ihr abgetreten waren, Gebrauch gegen die Vor=
Der Handelsſachverſtändige Dr. Müller
vors Haus ſchaffen laſſen. Erſt zu ſpät erkannten die
tands= und Aufſichtsratsmitglieder gemacht werder
beim Kaiſerl. Konſulat in Bukareſt iſt aus
Bauern, daß ſie einem Spitzbuben in die Hände gefaller
der Genoſſenſchafts
ollte. Er machte deshall
einer Stellung und damit aus dem Reichsdienſt aus
waren.
bank den Vorſchlag, die Urkunden an den Nieder
geſchieden
Stuttgart, 22. Mai. In Untertürkheim wurde au
Modauer Verein zurückzuübertragen, vorbehaltlich der
An der Einweihungsfeier des Kaiſer
Veranlaſſung des Reichsgerichts ein 26 Jahre alter Ar=
Abtretung
die
zu
Prüfung der Frage, ob
Wilhelm=Heimes am Chauſſeehaus be
beiter verhaftet unter dem Verdacht. Konſtruk=
Recht erfolgt ſei oder nicht. Die Genoſſenſchaftsbank
Wiesbaden welches von der Deutſchen Geſellſchaf
tionsgeheimniſſe des Zeppelin=Luftſchiffbaues au
wurde zur Erörterung dieſer Angelegenheit zu einer Kon
für Kaufmanns=Erholungsheime errichtet worden iſt. hat
England verkauft zu haben. Es ſteht noch nicht feſt
erenz eingeladen; es erfolgte aber keine Antwort un
der Handelskammer Herr Eugen Trier
in Vertretung
ob Verrat militäriſcher Geheimniſſe oder nur Weitergabe
ein Vertreter kam zu der Konferenz ebenfalls nicht. Nach
teilgenommen
von Baueinzelheiten, die den Fachleuten bekannt ſind,
vor=
weiterem Schriftwechſel mit dem Vertreter der Genoſ=
Die Firmen des Handelskammerbezirks, welche Be
liegt. Auch iſt noch nicht ermittelt, ob die Stellen die in Eng
ſenſchaftsbank wurde dann gegen die Genoſſenſchaftsbank
triebskrankenkaſſen beſitzen, wurden auf Ver
and unterhandelten, privaten oder militäriſchen Cha
die Regreßklage erhoben. Zeuge gibt dann Auskunf
anlaſſung des Verbandes zur Wahrung der Intereſſen
akters ſind. Von der Prüfung des ſehr umfangreichen
über die Generalverſammlung der Genoſſenſchaftsbank
der deutſchen Betriebskrankenkaſſen darauf aufmerkſan
Materials hängt es ab, ob Anklage erhoben werden kann
vom 6. Mai 1912, der er als Vertreter des Nieder=
Mo=
gemacht, es würden dieſe Krankenkaſſen Ende dieſes
Der Verhaftete war mehrere Jahre in den Zeppelin=Werk
dauer Vereins, der Aktionär war, beiwohnte. Er habe bei
Jahres aufgelöſt werden, wenn die zuſtändigen Verſiche
ſtätten in Friedrichshafen beſchäftigt. Er arbeitete in der
der Bilanz der Genoſſenſchaftsbank zwei Beanſtandunger
rungsämter nicht ſpäteſtens am 30. Juni dieſes Jahres
letzten Zeit in Stuttgart.
gehabt, die er in der Generalverſammlung in Form von
im Beſitze der nach den Vorſchriften der neuen Reichs=
Neuſtadt a. d. H., 21. Mai. Auf dem Wege der
Anfragen vorbrachte. Eine Frage betraf die Beteiligung
verſicherungsordnung aufgeſtellten Satzungen ſeien
Zwangsverſteigerung wurde heute nachmittag das Fabrik
der Bank bei der Reichsgenoſſenſchaftsbank und die volle
Den Wünſchen der Blumengeſchäfte Darmſtadts
ent=
anweſen der Guillaume=Werke, Aktiengeſell
Einſtellung der Beteiligung von 500000 Mark. Eine wei
ſprechend wurde bei der Kaiſerlichen Oberpoſtdirektion
ſchaft, verkauft. Vier Wohnhäuſer, das Kontorge
tere Frage betraf den Umſtand, daß die Forderung an
Darmſtadt darauf hingewieſen, daß oftmals die An
bäude, Werkſtätten, Fabrikgebäude, Magazin,
Kohlen=
die Nieder=Modauer Konkursmaſſe von 365000 Mark zun
verweigert
nahme von Blumenſendungen
ſchuppen. Lagerräume, Garten und Weinberg gingen für
vollen Betrag eingeſtellt war, ohne daß ſogar die Zwi
werde, worauf Bekannte des Adreſſaten dieſe Sendungen
450000 Mark an H. Roſenbaum in Frankfurt a. M. über
ſchenzinſen abgeſchrieben waren. Ihrig machte darauf
zu billigen Preiſen ſteigerten. Hierdurch würde ſelbſt=
Die Villa mit Garten ſteigerte Fabrikant Eversbuſch=
Neu=
nur die Mitteilung, zu einer Abſchreibung läge keine Ver
verſtändlich der reelle Blumenhandel ſtark geſchädigt. Zur
tadt für 28 600 Mark.
nlaſſung vor, es ſeien volle Sicherheiten für die Forde
Vermeidung derartiger Schädigungen möchte ſich die Ober
Kiel, 21. Mai. Aus Anlaß der bevorſtehenden
Sil=
ungen vorhanden. Die Bilanz wurde dann gegen ſeine
oſtdirektion an einen noch näher zu bezeichnenden Ver
berhochzeit des Prinzen und der Prinzeſ=
Nummer 118.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 23. Mai 1913.
hatten nichts zu trinken und lagen drei Tage im Moſſel=
* Berlin, 22. Mai. Prinz Heinrich von
Stimme genehmigt. — Der Zeuge Reviſor Müller be=
Bayern iſt um 8 Uhr 25 Minuten auf dem Anhalter
baihaus bei Schneeſturm. Dort fanden wir
verſchimmel=
kundet, daß Ihrig während einer Fahrt von einem
Zeu=
tes Hartbrot und Graupen und gingen dann über das
Bahnhof eingetroffen und wurde vom Prinzen Oskar
gen Menges gefragt wurde, ob die Schuldverſchreibungen
Gebirge zum Schiffe, die Sterne als Wegweiſer
be=
mpfangen. Zur Teilnahme an der Vermählungsfeier
von 275000 und 52000 Mark im Falle eines Konkurſes
nutzend. Rüdiger konnte manchmal auf dem Schlitten
traf die Großherzogin Luiſe von Baden
gebraucht werden ſollten. Ihrig habe das bejaht. Die
um 9 Uhr 5 Minuten auf dem Anhalter Bahnhof ein, wo
itzen. Am 1. Dezember erreichten wir glücklich das Schiff=
Einſtellung der 60000 Mark in die Bilanz von 1909 ſei
ihr ein herzlicher Empfang bereitet wurde. Der Kaiſer
Rüdiger hatte weitere vier Finger und zwei Zehen
er=
auf Veranlaſſung des Ihrig erfolgt. Von Bedingungen
roren, ich machte nun alle drei Tage einen friſchen
Ver=
in der Uniform des erſten Garde=Regimentes, die Kai
habe er nichts gehört. Er habe in die Bilanz für 1908
ſerin in lilafarbener Toilette, die Prinzeſſin Eitel
Fried=
and und ſchritt zur Amputation des Fußes. Der Koch
großes Mißtrauen geſetzt, denn er habe die Poſten nach
Stave bekam Bluthuſten, wurde aber nach Behandlung
rich, die Prinzeſſin Auguſt Wilhelm, Prinz Adalbert, der
ihrem Werte nicht prüfen können; es hätten viele Werte
Gouverneur von Berlin, Generaloberſt von Keſſel, der
beſſer. Am erſten Weihnachtstage kamen unerwartet ein
gefehlt, und er habe nur die Grundlagen, die ihm von
Eislotſe und ein Matroſe von Kap Petermann zurück. Sie
Kommandant von Berlin. Generalmajor von Bonin, der
dem Verein zur Verfügung geſtellt wurden, einſtellen kön=
Polizeipräſident von Berlin von Jagow u. a. waren zur
brachten traurige Nachricht, ſie hatten Eberhardt verloren
nen. Er habe deshalb die Bemerkung hinzugefügt, er
ind von Dettmers und Möſer keine Nachricht. Ritſcher
Begrüßung erſchienen. Ferner trafen mit dem gleicher
vertrete weder die buchtechniſche, noch die materielle Seite
war allein weiter nach der Adventbai gegangen. Der
Zuge ein: der Fürſt und die Prinzeſſin Auguſta Viktoria
der Bilanz. — Zeuge Kaufmann Joſeph hat als Ver=
Eislotſe, der Matroſe und ich wollten Eberhardt ſuchen
von Hohenzollern, ſowie das Prinzenpaar Max von
treter der Auskunftei Bürgel dem Jſaak 1904 über Pall
Baden.
wurden aber durch Sturm und ſchwindenden Mondſchein
mann Auskunft erteilt, die günſtig lautete. Von
Pall=
daran verhindert. Silveſter nahm ich eine glückliche Ope=
* Berlin, 22. Mai. Etwa 1½ Stunden nach dem
mann wurden einmal drei Hypotheken über je 6000 Mark
ration an Rüdiger vor, die heute gut verheilt iſt. Am
Eintreffen des Herzogs von Cumberland traf auf dem
von Nieder=Modau verkauft. Als der Käufer im Juli
24. Februar ſtarb der Koch Stave, wir brachten ſeine
lnhalter Bahnhof der ruſſiſche Kaiſer ein, der
1908 auf Zahlung drängte, ſeien zwei Hypotheken weiter=
Leiche zur Schwedenſtation Polheim. Anfang März
woll=
heute zum erſten Male in Berlin weilt. Der Ehrendienſt
zediert worden, und für die dritte Hypothek wurde ein
en der Eislotſe und Rotvold zur Adventbai. Ich ſagte
em Generaladjutant General der Infanterie v. Moltke
Akzept Nieder=Modaus, Ausſteller Pallmann, gegeben, das
alle könnten gehen, wenn ſie Briefe und Telegramme
mit=
der Inſpekteur des Marine=Bildungsweſens, Vizeadmiral
zweimal verlängert wurde. Er hörte, daß Adam den
nehmen. Am 15. März gingen wir beide (Rüdiger und
v. Dombrowski, der Kommandeur des Kaiſer Alexander=
Diskont zu bezahlen hatte. Der Wechſel ſei dann 1909
Rave) mit Gepäck nach Polheim, weil das Schiff zu eng
Garde=Grenadier=Regiments Nr. 1, Oberſt Schach von
von der Genoſſenſchaftsbank eingelöſt worden. Als ihm
zum Arbeiten war. Am 25. März brach die Mannſchaft
Wittenau, der Kommandeur des 2. Garde=Dragoner=Re=
Pallmann einmal erklärte, er brauche viel Geld und habe
nach der Adventbai auf.
ziments Kaiſerin Alexandra von Rußland und
Oberſt=
ſich für 150000 Mark Wechſel von Nieder=Modau
mitge=
eutnant Freiherr v. Zedlitz und Leipe angehören, war
bracht, habe Zeuge ſein Erſtaunen hierüber geäußert;
bis Küſtrin=Neuſtadt entgegengereiſt. Zum Empfang des
Pallmann habe jedoch geſagt, Nieder=Modau habe für
Luftfahrt.
Zaren waren der Kaiſer, der Kronprinz in der
ihn reichlich Deckung. Ueber Pallmann, den er perſönlich
Uniform ſeines Kleinruſſiſchen Drag.=Regts. Nr. 14, Prinz
Das Schweizer Ballon=Unglück.
genau kannte, könne er nur Gutes ſagen. Er ſei ein kor=
Friedrich Leopold in der Uniform des Libauiſchen
Infan=
rekter, ehrenhafter Mann geweſen. Das letztere beſtätigt
* Zürich, 21. Mai. Der Oberſchweizeriſche
erie=Regiments und der König von England in
auch ein weiterer Zeuge. — Ein anderer Zeuge ſagt aus
Verein für Luftſchiffahrt teilt der ſchweizeriſchen
er Uniform ſeines preußiſchen Küraſſier=Regiments Graf
daß Jſaak als gutmütiger Menſch galt, der jedem half
depeſchen=Agentur eine längere, von dem Führer und den
Beßler (Rheiniſches) Nr. 8 erſchienen. Anweſend waren
der ſich an ihn wandte. Wenn irgendwo jemand ſaniert
berlebenden Mitfahrenden des Ballons „Zürich”
ge=
u. a. noch Prinz Eitel Friedrich, Adalbert, Friedrich
verden ſollte, wurde auch Jſaak herangezogen. Es ſei
gebene Darſtellung über das Ballonunglück vom 18. Mai
Wilhelm, Albert zu Schleswig=Holſtein, der
Reichs=
damals überhaupt ein richtiges „Sanierungsfieber” in
mit. Es werden darin verſchiedene in der Preſſe
verbrei=
anzler, die Staatsſekretäre v. Tirpitz und v. Jagow
Darmſtadt geweſen.
tete Irrtümer richtiggeſtellt, u. a. wird die Behauptung
Polizeipräſident v. Jagow, Kriegsminiſter v. Heeringen,
Zum Fall Adam bemerkt ſodann der Sachverſtändige
daß Frau Dr. Eggemann gewiſſermaßen zur Fahrt
der Chef der Generalordenskommiſſion, v. Jacobi, der
Baſtian in ſeinem Gutachten, daß er nur kurz darauf
genötigt worden ſei, als eine Erfindung bezeichnet. Frau
Kommandeur des Gardekorps, Freiherr v. Plettenberg,
verweiſe, daß die Generalverſammlungsbeſchlüſſe nicht
Eggemann habe ſich vielmehr mit Zuſtimmung ihres Gat=
Generaloberſt v. Pleſſen, Generaloberſt v. Keſſel, Genera
ausgeführt wurden. Wie das Konto Adam entſtanden
ten ſelbſt zur Mitfahrt gemeldet. In einer Höhe von ca.
der Infanterie Freiherr v. Lyncker, Admiral v. Müller,
ei, habe er ſchon bei dem Gutachten im Falle Ihrig dar=
3000 Meter wurde Frau Eggemann von der Bergkrankheit
er Chef des Zivilkabinetts, Geheimrat v. Valentini, der
gelegt. Daß die Bilanzen für 1902 bis 1906 objektiv und
efallen, weshalb der Führer beſchloß, tiefere Regionen
Kkommandant von Berlin, Generalmajor v. Bonin, uſw
ſubjektiv falſch waren, gehe wohl daraus hervor, daß er
aufzuſuchen, und in der Nähe von München, etwa bei
aiſer Wilhelm in der Uniform ſeines ruſſiſchen
wußte, daß Werte des Vereins abgetreten waren. Ver=
Starnberg, zu landen. Er brachte den Ballon zum Fallen
Leibgarde=Grenadier=Regiments ſchritt dem Zaren
ent=
antwortlich für dieſe Bilanzen ſei wohl ohne Zweifel
bis auf eine Höhe von etwa 2000 Metern, wo ſich der
gegen, der die Uniform des Alexander=Regiments trug,
Adam. Es ſei darauf hingewieſen worden, Adam ſei für
zuſtand der Dame merklich beſſerte. Der entſtehende raſche
und begrüßte ihn überaus herzlich. Während der Vor
den Beruf eines Rechners nicht genügend vorgebildet
Fall wurde deshalb durch entſprechende Ballaſtabgabe
ge=
tellung der Prinzen und des beiderſeitigen Gefolges
eweſen; aber die Methoden, die Adam anwandte, um
remſt. Trotz genügender Ballaſtabgabe fiel der Ballon
ſpielte die Regimentsmuſik des erſten Garde=Regiments
ſeine Unterſchlagungen zu verdecken, bewieſen, daß Adam
bis zum Boden. Auf Anweiſung des Führers ergriffen
zu Fuß, das auch die Ehrenkompagnie geſtellt hatte und die
in der Handhabung der Klaviatur der Buchhaltung ein
die Paſſagiere vorſcheiftsmäßig die Korbleinen. Der
An=
die üblichen Ehrenbezeugungen erwies. Dann erfolgte
Meiſter war. — Auf die nochmalige Vernehmung des
rall, der nicht beſonders heftig war, brachte den Korb
die Abfahrt der Fürſtlichkeiten in offenem Wagen, vor
Zeugen Struck wird von allen Seiten verzichtet
nach vorne zum Umkippen und der an der Schleifſeite
und hinter dem je zwei Züge der erſten Eskadron des
Gegen halb 2 Uhr wird die Weiterverhandlung auf
tehende Herr wurde über Bord geworfen. In dem Augen
zweiten Garde=Dragoner=Regiments ritten. Die Equi=
Freitag vertagt.
blick, als der Korb ſich wieder aufrichtete, ſah der Führer
age begleitete rechts der kommandierende General des
daß Frau Eggemann, welche an der Schmalſeite des Kor=
Bardekorps, Frhr. v. Plettenberg, links der
Oberſtall=
bes ſtand, und die ſich von ihrem Unwohlſein vielleicht
meiſter, Frhr. v. Reiſchach. Der Zug nahm den Weg durch
Die Hochzeitsfeierlichkeiten
noch nicht völlig erholt hatte, über den Korbrand fiel, ſich
die Königgrätzer Straße, über den Potsdamer Platz,
aber an den Korbleinen feſthalten konnte, ſo daß ſie mit
durch die Bellevueſtraße, die Sieges=Allee, die
Charlot=
in Berlin.
em Rücken gegen die Korbwand frei ſchwebte. Da der
enburger Chauſſee und das mit Flaggen und Girlan
Ballon, um das Gewicht eines Paſſagiers erleichtert, raſch
* Berlin, 21. Mai. Zu den
Hochzeitsfeier=
den geſchmückte Brandenburger Tor nach dem Schloß
wieder in die Höhe geriſſen wurde, war an ein Aufreißen
lichkeiten trafen ein um 8 Uhr 33 Minuten abends
Unterwegs wiederholten ſich dieſelben Ehrenbezeugungen,
des Ballons mittels der Reißleine nicht zu denken. Der
auf dem Lehrter Bahnhof das Großherzogspaar von
wie tags vorher bei dem engliſchen Herrſcherpaar. Bein
Führer überließ zunächſt den Ballon ſich ſelbſt und grif
Mecklenburg=Schwerin nebſt Gefolge. Der Kronprinz,
Herannahen des Zuges wurde regimenterweiſe
präſen=
nach dem Handgelenk der Dame, die gerade noch über dem
owie das Prinzenpaar Friedrich Leopold waren zum
tiert und das Spiel gerührt, ſowie ein Hurra
ausge=
oberen Korbrande hervorragte. Er verſuchte mit Hilfe des
Empfang auf dem Bahnhof erſchienen; ferner um 8 Uhr
bracht. Beim Kreuzen der Friedrichſtraße ſetzte das Ab=
45 Minuten abends auf dem Anhalter Bahnhof das
Groß=
anderen Herrn ſie in den Korb zu ziehen, aber
feuern des Ehrenſaluts von 101 Schüſſen ein. Dann
roll=
herzogspaar von Baden mit Gefolge, vom Prinzen
Adal=
alle Anſtrengungen waren umſonſt. Frau Eggemann
ten die Wagen über den Platz Am Luſtgarten durch das
bert und der Kronprinzeſſin empfangen; um 8 Uhr 45
Mi=
hing wie leblos und machte, offenbar durch den Schreck
Portal V in das Schloß.
nuten auf dem Anhalter Bahnhof das Großherzogspaar
elähmt, keinen Verſuch, die verzweifelten Anſtrengungen
Um 12 Uhr traf der Kaiſer mit dem Zaren, der
von Heſſen mit Gefolge. Das Prinzenpaar Eitel
Fried=
ihrer beiden Begleiter zu unterſtützen. Nun gab es keine
die Uniform des Alexander=Regiments mit der hiſtori
rich war zum Empfang erſchienen; um 8 Uhr 45 Minuten
ndere Rettung, als den Ballon ſo raſch wie möglich auf
chen Grenadiermütze trug, von den zweiten Garde=
Dra=
abends auf dem Anhalter Bahnhof das Prinzenpaar
Fried=
den Erdboden zu bringen. „An das Ventil, und aus
onern eskortiert, im Schloſſe ein. Oberſtallmeiſter
ich Karl von Heſſen mit Gefolge. Die Herrſchaften wur=
Leibeskräften die Ventilleine gezogen!” rief der Führer
Freiherr v. Reiſchach ritt am Wagenſchlag, die Truppen
den vom Prinzenpaar Auguſt Wilhelm empfangen.
End=
einem Begleiter zu. Dies geſchah, aber der Ballon
bildeten Spalier und riefen Hurra, die Muſikkapellen
ſpiel=
lich kamen um 9 Uhr 13 Minuten abends auf dem
Anhal=
nachte keine Anſtalten zu fallen. Er ſtieg vielmehr bis
en die ruſſiſche Hymne und die Salutbatterie gab 101
er Bahnhof das Erbprinzenpaar von Sachſen=Meiningen
auf etwa 400 Meter über den Boden. Als dem Führer,
Schüſſe ab. Der offene Vierſpänner fuhr im Schritt die
an. Prinz Joachim empfing die Herrſchaften.
der währenddeſſen die Dame allein halten mußte die
Front des Alexander=Regimentes, das im Luſtgarten
* Berlin, 21. Mai. Das engliſche Königs=
Kräfte zu verſagen begannen, und er fühlte, daß die
and, ab, und fuhr dann im Portal V ein. An den
Fen=
paar unternahm heute nachmittag im Anſchluß an Be
Handgelenke, die er mit aller Kraft umklammert hielt,
ſtern der erſten Etage des Schloſſes nach dem Luſtgarten
uche beim Kronprinzen und der Kronprinzeſſin, ſowie
an=
angſam ſeinen Händen entglitten rief er ſeinen Begleiter
zu ſtanden die Kaiſerin, der König von Eng
deren Mitgliedern des Kaiſerhauſes eine längere
Auto=
zu Hilfe. Dieſer konnte aber nicht mehr zufaſſen, da Frau
land in der Uniform ſeiner achten Küraſſiere, der kurz
mobilfahrt nach den Havelſeen. Abends um 8 Uhr war
Eggemann zu tief hing. Die Kraft des Führers war zu
vor dem Zaren wieder im Schloſſe angelangt war, die
Abendtafel bei dem Kaiſerpaar im Eliſabethenſaal
Ende und er ſah mit Schaudern, daß die Dame in die
Königin von England, die Cumberländiſcher
Der König von England führte die Kaiſerin, der Kaiſer
Tiefe ſtürzte. Einen Augenblick verſagten die über=
Herrſchaften und die landeren im Schloſſe wohnenden
die Königin, Prinz Ernſt Auguſt die Prinzeſſin Viktoria
anſtrengten Nerven, dann galt es, den Ballon mit Ge=
Fürſtlichkeiten, beobachteten die Einfahrt und winkten dem
Luiſe.
walt zur Erde zu zwingen. Trotzdem ſich die beiden Herren
Kaiſer und dem Zaren zu, was dieſe erwiderten. Im
Berlin, 22. Mai. Nachdem bereits geſtern eine
gemeinſam an die Ventilleine hängten, ſtieg der Ballon
großen Schloßhof ſtand eine Ehrenkompagnie des
große Zahl fürſtlicher Gäſte, die mit dem deutſchen
ermöge ſeines erneuten Auftriebes weiter bis auf 2500
Alexander=Regiments, deren Front der Kaiſer und de
Kaiſerhauſe durch verwandtſchaftliche Bande verknüpft
Neter. Erſt als der Ammerſee überflogen war, konnte
Zar abſchritten und deren Vorbeimarſch entgegennahmen
ind in Berlin angekommen waren, ſind heute vormittag
der Ballon bei Oberbrunn (Bezirk Starnberg) zum Lan=
10 Uhr 10 Minuten der Herzog zu Braunſchweig
hierauf empfingen am Eingang zur Wilhelmſchen
Wohn=
den gebracht werden. Das Communigué ſchließt nach
und Lüneburg, deſſen Gemahlin und Prinzeſſin Olga
ung die Kaiſerin mit der Kronprinzeſſin den Zaren,
ſo=
veiteren Ausführungen über die Bergung der Leiche mit
auf dem Anhalter Bahnhof eingetroffen. Der Herzog trug
vie auch die Prinzeſſinnen des Königlichen Hauſes
den Worten: Allen Beamten und Privaten, die uns die
öſterreichiſche Uniform, die Herzogin ein weißes Kleid.
Hohenzollern und die Prinzeſſinnen anderer ſouveräner
Erfüllung unſerer traurigen Pflicht nach Möglichkeit er=
Der Ehrendienſt, beſtehend aus dem Gouverneur des
In=
deutſcher Häuſer. Gleichzeitig fand großer Vortritt ſtatt,
leichterten und uns ihre Anteilnahme bezeugten, ſprechen
alidenhauſes General der Infanterie Freiherrn von
wozu ſich ſämtliche Hofchargen, die Miniſter des
König=
wvir hiermit unſeren innigſten Dank aus. Die Erklärung
Hammerſtein=Loxten, und dem Kommandeur des
Huſaren=
ichen Hauſes und der Chef des Geheimen Zivilkabinetts
iſt unterzeichnet von Dr. Max Schneeli, Grob und Dr.
Regiments Zieten, brandenburgiſches Nr. 3,
Oberſtleut=
verſammelt hatten. Der Zar wohnt in der Wilhelmſchen
Otto Meyer.
nant von Baumbach, war den Eltern des Bräutigams
Wohnung des Schloſſes
entgegengereiſt und hatte ſich in Teltow gemeldet
Die
Ehrenkompagnie auf dem Bahnhof ſtellte das erſte Garde=
Regiment zu Fuß, die Geleit=Eskadron das Garde=Küraſ=
Der Balkankrieg.
Die Schröder=Stranz=Expedition.
ſier=Regiment. Zum Empfange waren der Kaiſer, die
Die Friedensverhandlungen.
Kaiſerin, die Prinzen und Prinzeſſinnen des könig
* Berlin, 22. Mai. Geheimer Regierungsrat
lichen Hauſes, ſowie zahlreiche Würdentrger und die
Miethe empfing ein Telegramm des Malers Rave,
London, 21. Mai. Der ſerbiſche Delegierte
Staats= und Militärbehörden anweſend. Nach herzlicher
eines Ueberlebenden der Schröder=Stranz=Expe
Nowakowitſch teilte mündlich Sir Edward Grey die Aen
Begrüßung der Fürſtlichkeiten begab man ſich im
Gala=
ition aus der Adventbai. Das Telegramm, wel
erungen mit, welche die Verbündeten für den
Ent=
wagen über den Potsdamer Platz, die Siegesallee und
ches an vielen Stellen verſtümmelt iſt, dürfte
folgender=
wurf der Friedensbedingungen vorſchlagen
Unter den Linden nach dem Schloſſe. Unterwegs wurden
naßen zu leſen ſein: Den Vorſchlag, das Schiff zu ver
bwohl gleichzeitig ein Schriftſtück übergeben wurde, iſt
den Fürſtlichkeiten lebhafte Huldigungen bereitet. Un
laſſen, machte Kapitän Ritſcher am 8. September 1912.
dies doch techniſch keine offizielle Note, da den Regierungen
10 Uhr 40 Minuten traf das Kaiſerpaar mit den eumber
Wir hatten reichhaltigen Schiffsproviant für gut vier
Mo=
der Balkanſtaaten die Beſtimmungen des Entwurfes für
ändiſchen Herrſchaften, eskortiert von einer Schwadron
nate, außerdem konzentrierten Schlittenproviant, woran
en Friedensvertrag bisher noch nicht offiziell übermittelt
Garde=Küraſſiere, auf dem ganzen Wege vom Publikum
kein Mangel war. Auch ſonſt waren wir gut ausgerüſtet
worden ſind. Unter den vorgeſchlagenen Aenderungen
be=
herzlich begrüßt. am Luſtgarten ein. Am Schlage des
lm 21. September marſchierten wir nach Süden mit dem
indet ſich eine Bemerkung, die erklärt, die Delegierten der
erſten offenen Vierſpänners, in welchem der Kaiſer links
Ziel Adventbai und kamen am 4. Oktober nach der Jagd
Balkanſtaaten ſollten bei der Finanzkommiſſion in Paris
neben dem Herzog ſaß, ritt der Oberſtallmeiſter Freiherr
hütte Wijbai. Am zweiten Tag ſahen wir, daß Rüdigers
dieſelbe Stellung haben, als die Delegierten der
Groß=
von Reiſchach, neben dem zweiten Wagen mit der Kaiſerin
Fuß halb erfroren war Am rechten Fuß waren zwei
nächte. Die Verbündeten ſchlagen ferner vor, daß alle
und der Herzogin der Vize=Oberſtallmeiſter von Eſebeck.
ehen ſchwer verletzt, deshalb erklärte ich mich bereit,
Verträge, die vor dem Kriege in Kraft waren, gleich nack
Im dritten Wagen ſaßen das Brautpaar und die Prin
hier mit ihm liegen zu bleiben, wenn die anderen Hilfe
Unterzeichnung der Friedenspräliminarien wieder ir
zeſſin Olga. Der Einzug in das Schluß erfolgte durch
bringen wollten. Proviant war in der Hütte für einen
Wirkſamkeit treten und in Kraft bleiben ſollen, bis ſie
Portal V An der Wendeltreppe war der Kaiſer den Da=
Monat, teils verdorben, vorhanden, weil er zwei Jahre
urch Abkommen erſetzt werden, die einen Teil des
end=
men beim Ausſteigen behilflich. Trompeter der
Ehren=
alt war. Innerhalb vier Wochen ſollte die feſtverſprochen
fültigen Friedensvertrages bilden. Ein weiterer
Para=
wache der Garde du Corps bließen den Präſentiermarſch.
dilfe kommen. Wir wollten ſechs Wochen darauf warten
raph, betreffend den Ausgang nach der See für Serbien
das Wetter war faſt immer gut. Es kam aber keine Hilfe
Im Schloſſe fand Empfang und großer Vortritt ſtatt.
und eine Eiſenbahn durch Albanien, werde unnötig, falls
tatt deſſen die Winternacht. Nach vier Wochen bereitete
Hierzu hatten ſich die Palaſtdamen, die Ehrendamen der
von allen Mächten in dieſer Hinſicht befriedigende
Zu=
ch alles für die Rückkehr vor. Wir hatten zwar kein
Kaiſerin, die ſämtlichen Hofchargen, die Miniſter des
kö=
icherungen gegeben würden. Die Verbündeten meinen
Werkzeug, keine Schlafſäcke, kein Licht und keinen Pro
niglichen Hauſes, der Chef des Geheimen Zivilkabinetts
daß die verlangten Aenderungen nicht derartig ſeien, daf
viant, auch der Verbandſtoff ging zu Ende. Ich machte
eingefunden, die Herren im Paradeanzug oder Gala, die
ſie auf einen Einwand ſtoßen könnten. Sie werden bereit
Lichte aus Renntierfett und Schlafſäcke aus geſalzenen
Damen in Promenadentoilette. Die Großherzogin Luiſe
ſein, die Friedenspräliminarien zu unterzeichnen
Fellen, die in der Hütte vorgefunden wurden. Für Rüdi
von Baden hatte ſich ebenfalls ins Schloß begeben und
begrüßte hier die cumberländiſchen Herrſchaften
Die
ger machte ich einen mechaniſchen Stiefel, da ſein erfrore
I. B. Berlin, 22. Mai. Die Anſtrengungen de
Majeſtäten geleiteten den Herzog und die Herzogin in die
ner Fuß ſehr verſchlechtert war. Am 23. November
Broßmächte ſind andauernd darauf gerichtet, die
Balkan=
für ſie beſtimmten Gemächer, in die Wohnung Friedrick
rachen wir bei Mondſchein zum Schiffe unter großen
gaten zur Unterzeichnung des Präliminar=
Wilhelm IV. Das Wetter iſt ſehr ſchön
Strapazen auf. Häufig hatten wir ſchlechtes Wetter, wir
riedens möglichſt ohne Vorbehalt, höchſtens aber mit
Nummer 118.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 23. Mai 1913.
einigen redaktionellen Aenderungen, zu bewegen. Um
Oktavio und Prof. D. Dr. Wilhelm Diehl. Heft 5, von
Serbien jeden Vorwand zur Verzögerung zu nehmen,
Mai 1913, hat folgenden Inhalt: Archivar Dr. Kar
ſind den ſerbiſchen Delegierten beſtimmte Zuſagen betreffs
Knetſch: Die Wolfsburg und die benachbarten Häuſer am
eines exterritorialen Handelshafens an der Adria mit
Schloßberg zu Marburg. II. Seite 131. Profeſſor D. Dr
Korridorzugang gemacht worden. Ebenſo hat Griechen=
Wilhelm Diehl: Beiträge zu einer heſſen=darmſtädtiſcher
land hinſichtlich der ihm zugeſprochenen Inſeln an der
Lehrermatrikel, II. Seite 141. Felix Baron von und zu
albaniſchen Südgrenze bereits ziemlich genaue Zuſagen
Gilſa: Beiträge zur Geſchichte eines ausgeſtorbenen Zwei
erhalten. Das Verlangen dieſer beiden Staaten, die er
ges der heſſiſchen Familie von und zu Gilſa in Livland
wähnten Klauſeln ſchon in den Präliminarfrieden aufzu
und Eſtland. Seite 143. Dr. Fr. Karl Freſenius: Ein
nehmen, begegnet jedoch bei der Botſchafter=Konferenz be
neue Erklärung des Namens Offenbach. Seite 148. Direk
ſtimmtem Widerſpruch, da man die Unterhandlungen nicht
or Dr. Seidenberger: Hagelfeiertage.
Seite 149. Ober
ins Endloſe hinausgezogen wiſſen will. Man iſt
ent=
lehrer und Stadtarchivar Ferdinand Dreher:
Kriegserleb=
ſchloſſen, einen ſtärkeren Druck auf Serbien und Griechen
niſſe des Georg Klein I. aus Wohnbach 1812/1813. Seite
land auszuüben und auch das vorgeſchlagene Aushilfs
52. Regierungsrat Dr. Viktor Würth: Wappen blühender
mittel eines Nebenvertrages oder Protokolls, das die ge
heſſiſcher Bürgergeſchlechter. III.
Mit 3 Abbildungen.
wünſchten Beſtimmungen zu enthalten hätte, erſcheint aus
Seite 156. Kleinere Mitteilungen:
Ma
Georg Ravenſtein
verſchiedenen Gründen unzuläſſig.
Seite 158. Bücherſchau: Seite 159.
Aus Zeitſchriften
Seite 161
Austauſch=Auskünfte: Seite 162. Der
Be=
zugspreis beträgt vierteljährlich 1,50 Mark, jährlich
Mark. Preis des Einzelheftes 60 Pfg.
Beſtellungen wolle
Untergang eines franzöſiſchen
man richten an den Verlag, die beiden Herausgeber oder
Poſtdampfers.
an jede beſſere Buchhandlung, durch die auch Probehefte
erhältlich ſind. Verlag der L. C. Wittichſchen Hof=
* Marſeille, 22. Mai. Gerüchtweiſe wird
ge=
buchdruckerei in Darmſtadt.
meldet, daß der Poſtdampfer „Senegal” der Meſſageries
Maritimes bei der Ausfahrt aus dem Hafen von
Das Lieferungswerk „Die Wunder der Welt”
Smyrna auf ein Torpedo aufgeſtoßen und in die
Hervorragende Naturſchöpfungen und ſtaunenswerte Men=
Luft geflogen ſei. Das Schiff war vor acht Tagen
ſchenwerke aller Zeiten und Länder in Wort und Bild
aus Marſeille mit 60 Paſſagieren und einer 60 Mann
Zum größten Teil nach eigner Anſchauung geſchildert
zählenden Beſatzung nach Konſtantinopel abgegangen,
von Ernſt von Heſſe=Wartegg. 952 Seiten Text mit übe
dürfte aber in verſchiedenen Häfen weitere Paſſagiere an
1000 Abbildungen und 30 mehrfarbigen Kunſtbeilagen.
Bord genommen haben. Die Meſſageries Maritimes hat
Vollſtändig in 34 Lieferungen zu je 60 Pf. Union
Deut=
ten bis 11 Uhr nachts keinerlei Nachricht über die angeb
che Verlagsgeſellſchaft in Stuttgart, Berlin, Leipzig. Die
liche Kataſtrophe erhalten. Der hieſigen Daily Mail wird
neueſte Lieferung bringt einen intereſſanten Artikel über
in beſtimmter Form aus Smyrna telegraphiert, daß der
den Aſphaltſee auf Trinidad. Der venezueliche See iſt
„Senegal” beim Verlaſſen des Hafens von Smyrna au
von zehnmal größerem Umfang, doch von weit geringerer
eine ſchwimmende Mine geſtoßen und in die Luft geflogen
Tiefe als der La=Brea=See. Der Grund des letzteren iſt
ſei. Schleppſchiffe ſeien abgegangen, um die Reiſenden
überhaupt noch gar nicht gefunden worden. Der See iſ
und die Mannſchaft zu retten.
von Kreisform, hat gegen zwei Kilometer im Durchmeſſer
* Marſeille, 22. Mai.
Ein Telegramm aus
und enthält nichts als Aſphalt, mit dem ſogar das um=
Smyrna beſtätigt die Meldung von dem Aufſtoßen des
gebende Land auf weite Strecken durchſetzt iſt, ohne da
Poſtdampfers „Senegal” auf eine Mine. Das Schiff
bei ſeine außerordentliche Fruchtbarkeit einzubüßen. Lang
wurde ſchwer beſchädigt und ſank bei den
Befeſtigungs=
am bewegt ſich dieſes Aſphaltbett tmmer weiter von den
werken. Die Beſatzung und die Paſſagiere, wovon einig=
Ufern des Sees. Das wertvolle Material des letzteren
verletzt wurden, ſowie die Poſtſachen wurden gerettet
wird durch eine Geſellſchaft regelrecht-ausgeſtochen. auf
Vier Perſonen werden vermißt.
Karren verladen und zur Verſchiffung an die Küſte
gebracht. Obſchon dies nun ſchon ſeit einer Reihe von
Jahren geſchieht, iſt eine Abnahme der Aſphaltmaſſen nicht
Vermiſchtes.
wahrzunehmen.
*
Die Frühlingsnummer der „Modernen Kunſt=
Südweſtdeutſche
Konferenz
für
die alljährlich das wiedererwachte Leben der Natur in
Innere
Miſſion.
Die
diesjährige Tagung
Wort und Bild, unerſchöpflich wie die Jahreszeit der
Blü=
vom 25. bis 27. Juni
in Offenbach a. M
tenfülle ſelbſt, wiedergibt, iſt auch diesmal als reich
aus=
wird
in ihrer erſten
Hauptverſammlung
geſtattetes Extraheft erſchienen. Wir greifen aus ihrem
am Montag morgen eine der wichtigſten Gegen
literariſchen Teile Heinz Tovotes von Humor quellende
wartsfragen zur Verhandlung bringen, nämlich den Ge
ſovelle „Die Fahrt in den Frühling” heraus, in der ein
burtenrückgang, über deſſen äußerſt komplizierte und
Lebemann auf hochmodene Weiſe zur Ehe bekehrt wird
dunkle Urſachen die Meinungen ja noch weit auseinander=
Ferner ſeien Richard Nordhauſens Aufſatz „Auf Fluß und
gehen. Es iſt erfreulich, daß ein Fachmann, wie Geheimer
See” der das Wanderrudern in warmherzigen Worten
Medizinalrat Dr. Bornträger=Düſſeldorf, deſſen
würdigt, Freiherrn von Dincklages feſſelnde Plauderei
Buch über „Der Geburtenrückgang in Deutſchland” Auf=
Die niedere Jagd in Deutſchland‟, Dr. A. Heilbronns
ſehen erregt hat, zum Referenten gewonnen werder
ſtimmungsvoller Artikel „Der Frühling im deutſcher
konnte. Er wird dieſe Spezialfrage in einen größerer
Volksleben” und Felix Baumanns aufſchlußreiche Betrach=
Rahmen ſtellen und zum Beiſpiel auch die Alkohol= und
tung „Frühling in Japan” hervorgehoben. Eine beſondere
Sittlichkeitsfrage in ihren übrigen Verzweigungen be=
Stellung nehmen auch diesmal die von Künſtlerhand mit
rückſichtigen. Die zweite Hauptverſammlung am Mittag
Zeichnungen verſehenen oder durch die Wiedergabe von
desſelben Tages behandelt die Frage der „Jugendpflege
Gemälden geſchmückten Aufſätze ein. Ueberhaupt ſteht der
auch für Mädchen!” mit Pfarrer Wurm= Stuttgart
vornehme bildneriſche Schmuck der Frühlingsnummer mit
als Referenten und dürfte beſonders auch die Frauen zum
zahlreichen farbigen und ſchwarz=weißen Reproduktionen
Beſuch veranlaſſen. Im einleitenden Feſtgottesdienſt an
nach Gemälden von Carl Langhammer, Adolf Hengeler,
Sonntag um 6 Uhr predigt Profeſſor D. Schian=Gießen.
Paul Vorgang, Fritz Grotemeyer uſw. auf hoher Stufe
Für die beiden Abendverſammlungen am Sonntag und
Mechaniſche Grundlagen des Flugzeug=
Montag ſind die Herren Profeſſor D von
Wurſter=
baues, Teil I u. II von A. Baumann, Prof. an de
Tübingen, Profeſſor D. Dr. Diehl=Friedberg und, Geh
Kgl. Techniſchen Hochſchule in Stuttgart. (Band X und
Konſiſtorialrat Kayſer=Frankfurt als Redner gewon
II der Sammlung „Luftfahrzeugbau und=Führung‟
ten worden. Die ſämtlichen evangeliſchen Vereine
Offen=
von Paul Neumann.) Verlag von R. Oldenbourg
bachs haben ihre Mitwirkung bei den verſchiedenen Ver
München. Preis je 4 Mk. Das vorſtehend angegebene
anſtaltungen zugeſagt, ſo daß eine reiche Ausgeſtaltung
Werk ſtellt einen Niederſchlag nicht nur der theoretiſchen
der Programme möglich war. Eine Dampferfahrt und
ondern auch der praktiſchen Arbeit des Verfaſſers auf
ein Kirchenkonzert in der neuen Friedenskirche bilden am
dem vorliegenden Gebiete dar. Es behandelt, ohne auf
Dienstag nachmittag nach den verſchiedenen
Spezialkon=
rgendwelche ſpeziellen Konſtruktionen näher einzugehen,
ferenzen den Abſchluß der vielverſprechenden Tagung.
diejenigen Fragen und mechaniſchen Probleme, welch
Auskunft, Wohnungsnachweis uſw iſt durch den
Vor=
für alle Flugzeuggattungen von gleich großer Bedeutung
ſitzenden des Ortsausſchuſſes, Pfarrer Müller=Offenbach,
ſind. Um das Verſtändnis und die Verarbeitung des
zu erhalten
Stoffes zu erleichtern, wird der Leſer, von den denkbar
* Das Programm für die diesjährige
einfachſten Fällen ausgehend, ſchrittweiſe mit den
Tagung des Südweſtdeutſchen
Verbande=
komplizierten Problemen vertraut gemacht. Es werder
für Nationalſtenographie, die vom 7. bis 9
o nach und nach alle Fragen behandelt, die für die Be=
Juni in Mannheim ſtattfinden wird, ſteht jetzt feſt. Von
rechnung und den Bau von Flugzeugen von Wichtigkei
den öffentlichen Veranſtaltungen, die wohl auch das
ind und gleichzeitig der Grund gelegt für das Verſtänd=
Intereſſe weiterer Kreiſe erwecken dürften, ſeien erwähnt:
nis des noch folgenden Bandes, der ſich mit den Sta
Samstag, 7. Juni, abends 9 Uhr, öffentlicher Vortrag
bilitätsfragen befaſſen wird.
zu dem zwei bekannte Vertreter des Syſtems gewonnen
ſind.
Sonntag. 8. Juni, vormittags, öffentliches
Wett=
ſchreiben, Wettleſen und Vorführung einer Probelektion
Letzte Nachrichten.
Das Protektorat über die vielverſprechende Veranſta
tung hat Herr Geheimer Rat Dr. Reiß übernommen
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
dem Ehrenausſchuß ſind ſowohl von ſeiten der Behörden
als auch aus Handel und Induſtrie die hervorragendſten
Berlin, 22. Mai. Heute nachmittag fanden in den
Perſönlichkeiten beigetreten.
Berliner Anlagen unter freiem Himmel von zehn Militär
Zugabeunweſen. Der preußiſche Miniſter
kapellen Konzerte anläßlich des 100. Geburtstages
B
für Handel und Gewerbe hat ſämtliche ihm unterſtellten
Richard Wagners ſtatt. Am Denkmal des Tondich=
Handelsvertretungen aufgefordert, ſich über die Frage einer
ters legten die Stadt Berlin, die Theater und zahlreiche
geſetzlichen Regelung des Zugabeweſens gutachtlich zu
Verehrer Kränze nieder.
äußern. Wie der „Verband Deutſcher Waren= und Kauf
* Berlin, 22. Mai. Heute abend 5½ Uhr überfuhr
häuſer, E. V.” hierzu ſchreibt, haben zahlreiche Geſchäfte
ein vom Herzog von Cumberland benutztes
Pri=
insbeſondere die Waren= und Kaufhäuſer, die Zugaben
vatautomobil am Schloßplatz einen 10 Jahre
meiſt ganz ausgeſchaltet, und es tſt zu beobachten, daß
alten Sohn eines Lehrers aus Lichtenberg.
Der
(
das Publikum für derartige Zugmittel faſt größtenteils
Junge erlitt zwar ſchwere äußerliche, aber keine
das Intereſſe verloren hat. Ein Strafverbot der
Zugab=
innerlichen Verletzungen. Er hatte ſich aus der
artikel würde aber zweifellos eine Ueberſchreitung der von
Zuſchauermenge hervorgedrängt und war, trotzdem das
der Geſetzgebung bisher innegehaltenen Grenzen bedeu
Auto ſehr langſam fuhr, unter die Räder gekommen. Der
ten; denn es ſind nur ſolche Mißſtände im Wettbewerbe
Herzog beſuchte den Verletzten perſönlich in der Hilfs
bekämpft worden, die gegen Treu und Glauben, die guten
vache und ſandte ſeinen Adjutanten zu den Eltern des
Sitten oder die Wahrheit verſtoßen. Gewiſſe Zugaben
Verletzten und in die Charité, wohin der Verletzte ge
wie z. B. Agenden, Kalender uſw., ſind auch häufig gar
bracht worden war.
nicht dazu beſtimmt, das Publikum dieekt zum Kaufe zu
* Wildbad, 22. Mai. Heute trafen der König von
veranlaſſen, ſondern ſie dienen nur dazu, die Erinnerung
Württemberg und das Fürſtenpaar zu Wied mit
an die Firma wachzuhalten. Das iſt eine an ſich durchaus
ihren Kindern zum Beſuche der Königin=Mutter der Nie
berechtigte Reklameform, deren Verbot nicht nur unbe
derlande hier ein
rechtigt ſei, ſondern auch eine ſtarke Benachteiligung der
* Paris, 22. Mai. Das Schwurgericht des Seinc
Detailgeſchäfte gegenüber den Engros= und Fabrikbetrie
departements verurteilte den Joſeph Kettler und den
ben bedeuten würde, da dieſe auch im großen Umfange
Friedrich Ruppental, die im April 1912 bei der Mutter
dieſe Reklameform benutzen. Soweit ſolche Veranſtaltun
des ehemaligen mexikaniſchen Geſandten für 704000 Marl
gen unlauteren Charakter tragen, genügt neben der An=
Pretioſen geſtohlen hatten, zu je 8 Jahren Zuchthaus
wendung des Wettbewerbsgeſetzes die Selbſthilfe und die
* London, 22. Mai. Ein wertvolles Holzmagazin ir
Aufklärung des Publikums vollſtändig. In dieſem Sinne
Fulham bei London iſt heute nacht abgebrannt. An
zaben ſich auch faſt alle Rechtsautoritäten und zahlreich
der Brandſtätte fand man ein Flugblatt der Frauen=
Handelskammern ausgeſprochen.
ſtimmrechtlerinnen.
Literariſches.
HB. Berlin, 22. Mai. Von freiſinniger Seite iſt
fol=
gende Anfrage im Reichstage eingebracht wor=
Heſſiſche Chronik, Monatsſchrift für Fa
den: Iſt der Herr Reichskanzler bereit, Auskunft zu
er=
milien= und Ortsgeſchichte in Heſſen und Heſſen=Naſſau
eilen über eine zwiſchen der Türkei, England und Deutſch
Begründet und herausgegeben von Dr. Herm. Bräuning
Seite 7.
land abgeſchloſſene Vereinbarung, nach der Deutſchland
die Bagdadbahn bis nach Basra unter Zuziehung zweier
engliſcher Mitglieder in den Aufſichtsrat bauen kann und
England der Bau des Hafens von Basra und der Strecke
Basra-Koweit unter engliſchem Protektorat über
Ko=
weit zufallen würde
HB. Antwerpen, 22. Mai. Heute nacht nach 12 Uhr
iſt das für 600 Fremde eingerichtete Hotel Stad
Frankfurt in Antwerpen abgebrannt. Das
Haus wird meiſtens von Auswanderern beſucht, unter
denen ſich in der heutigen Nacht etwa 40 Deutſche
befan=
den. Dieſe lagen in tiefem Schlaf, als die Flammen aus
dem Dachſtuhl hervorbrachen und Feueralarm gegeben
wurde. Alles ſtürzte in wilder Flucht, nur auf das
Not=
ürftigſte bekleidet, aus dem Hauſe. Viele verloren ihr
eſamtes Gepäck, doch kam niemand körperlich zu Schaden
Briefkaſten.
P. B. Patente, Gebrauchsmuſter und Warenzeichen
müſſen bei dem Kaiſerlichen Patentamt in Berlin in
vor=
ſchriftsmäßigen Ausfertigungen der Unterlagen eingereicht
werden; dagegen kann Muſterſchutz durch Hinterlegung bei
dem zuſtändigen Amtsgericht erwirkt werden.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
gewinnt die
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Z
1464a
Dampfernachrichten.
Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1
Nordamerika: „Belgia‟ 19. Mai 9 Uhr abends in Balti
more. Graf Walderſee” nach Philadelphia, 20. Mai
8 Uhr 15 Min. abends Lizard paſſiert. „Hamburg
20. Mai 11 Uhr morgens von New=York über Gibraltar
und Neapel nach Genua. „Ikbal” von Neworleans
kommend, 20. Mai 11 Uhr 30 Min. abends Dover
paſſiert. „Indianola” von Boſton und Baltimore
kom=
mend, 21. Mai 3 Uhr 10 Min. morgens auf der Elbe=
„Prinz Oskar” 20. Mai 12 Uhr 15 Min. mittags in
Philadelphia. „Salamanca” 20. Mai 9 Uhr 15 Min.
morgens von Baltimore nach Hamburg. — Weſtindien,
Mexiko: „Bolivia” nach Weſtindien, 18. Mai nachm.
St. Michaels paſſiert. „Conſtantia” nach Havana und
Mexiko, 20. Mai 10 Uhr abends von Cadiz. „Fürſ
Bismarck” nach Havana und Mexiko, 20. Mai 1 Uh
nachm. von Santander. „Patagonia” 20. Mai in St
Thomas. „Schaumburg” 19. Mai in Progreſo. —
Süd=
amerika, Weſtküſte Amerikas: „Nauplia” nach der
Weſt=
üſte Amerikas, 19. Mai in Antwerpen. „Pruſſia‟
20. Mai von Buenos Aires nach Roſario. „Siegmund”
20. Mai 4 Uhr nachm. von Maranhao über Madeira
und Leixoes nach Hamburg. „Thuringia” von der
tküſte Amerikas kommend, 20. Mai von St. Vincent.
Weſ
Berſchiedene Fahrten: „Almeria‟
19. Mai von
Buſhire nach Karachi. „Kurmark” 21. Mai von Kal
kutta nach Colombo. „Oſtmark”, von Indien kommend
20. Mai morgens Finiſterre paſſiert.
Uebermark” von
Indien kommend, 20. Mai von Malta nach Rotterdam.
O.
[ ← ][ ][ → ]Zf
Nummer 118.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 23. Mai 1913.
Seite 8.
Dankſagung.
Für die bei dem Tode unſerer unvergeßlichen
(11530
Gattin und Schweſter
Statt besonderer Anzeige.
FrauHelene Leichtweis
geb. Hauff
Heute nachmittag verschied nach längerem Leiden mein
innigst-
uns in ſo reichem Maße bewieſene Teilnahme,
geliebter Mann, unser treubesorgter Vater, Schwiegervater, Grossvater,
ſagen ihren herzlichſten Dank
Bruder, Schwager und Onkel
V. Leichtweis,
Anna Hauff.
Darmſtadt, den 22. Mai 1913.
Ze
Rentner Georg Mahr
Gotiesdienſt der israelitiſchen Religiousgemeinde.
Haupt=Synagoge (Friedrichſtraße 2).
Freitag, den 23. Mai:
im 79. Lebensjahre.
Vorabendgottesdienſt 7 Uhr 30 Min.
Samstag, den 24. Mai:
Im Namen der Hinterbliebenen:
Morgengottesdienſt 8 Uhr 30 Min. Predigt 9 Uhr
20 Min. Sabbatausgang 9 Uhr 15 Min,
Elise Mahr, geb. Büchler.
Gottesdienſt in der Synagoge der israelitiſchen
Religionz=
geſellſchaft.
Samstag, den 24. Mai:
Morgens 7 Uhr 30 Min.
Vorabend 7 Uhr 40 Min.
Darmstadt, den 22. Mai 1913.
Nachmittags 5 Uhr. Sabbatausgang 9 Uhr 15 Min.
Liebigstr. 13½.
Wochengottesdienſt von Sonntag, den 25. Mai, an:
Morgens 6 Uhr. Nachmittags 7 Uhr.
Abends 9 Uhr 15 Min.
Die Beerdigung findet statt: Sonntag vormittag 11¼ Uhr.
Städtiſches Muſeum (Schloßgraben 9). Geöffnet
Sonn= und Feiertags, ſowie Mittwochs und Frei=
Einsegnung 11 Uhr im Sterbehaus.
—
tags von 11—1 und 3—5 Uhr, bei freiem Eintritt.
(11547
Dienstags, Donnerstags und Samstags von 10—1
Uhr (Eintritt 30 Pfg.).
Ge
Kunſthalle am Rheintor, geöffnet Werktags von
11—4 und Sonntags von 10—4 Uhr.
Amtlicher Wetterbericht.
Gaſtſpiel des Frankfurter Intimen Theaters um
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
8½ Uhr im Orpheum.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Das Hoch, das geſtern über Deutſchland lag, iſt oſt=
Familienabend des Bibelkränzchen für Schüler
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
wärts gezogen. Von Frankreich her dringt ein neues
höherer Lehranſtalten um 8¼ Uhr im „
Mathilden=
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
vor. Wir befinden uns eben auf einer Furche tiefen
höhſaal”
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
Drucks, die Bewölkung verurſacht. Geſtern fielen nur
Konzerte: Hugenſchütz’ Felſenkeller um 8 Uhr.
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
an drei deutſchen Stationen leichte Regen bei etwas
„Perkeo” um 8 Uhr
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
höheren Temperaturen. Die Tiefdruckfurche wird uns
Verſteigerungskalender.
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
nur heute beeinfluſſen, ſo daß wir morgen ſchon wieder
Samstag, 24. Mai.
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
im Bereiche des hohen Drucks ſind.
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
Klee=Verſteigerung um 10 Uhr Ecke Kirſchenallee
Ausſichten in Heſſen für Freitag, den 23. Mai:
zurückgeſandt.
Meiſt heiter, trocken, warm.
und Pallaswieſenſtraße.
en
Ze
G
See
(838s
A
Se ee
e
O
H
Le
Ge
Me am
S
Das
DarmstädterFann blansden
ist überall zu haben.
Ma
(9881
Seen
Me
G
28285
283585
M
M
Sehte
Znbret,
Znden,
Bf.
Insen
In Prot,
Zf.
Divid
Kurſe vom
22. Mai 1913.
3½
53,20
2¾/10 Oeſt. Südb. (Lomb.)
89,00
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
Offenbach . . . . ..
Schuchert, Nürnberg
153,20
3 Raab=Oedenburg
76,00
86,00
Wiesbaden . . . . . .
S. 19. . . . . .
,
12 Siemens & Halske
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
221
86,50
4 Kronprinz Rudolfbahn
4 Frankf. Hyp.=Kreditv
do.
87,30
5 Bergmann Electr.
128 75
InProz.
Zf.
InProz.
86,00
4 Ruſſ. Südweſt. . . . .
95,40
95,10
S. 52 . . .
Worms. . . . . ..
10Deutſch.Ueberſee Electr.
170,70
5 Argentinier . . . . .
Staatspapiere.
.100,00
93,90
4½ Moskau=Kaſan . ..
96,50
3½
4 Hamb. Hypoth.=Bank
89,00
do.
67,50
0 Gummi Peter . . . .
99,80
4 Dtſche. Reichsſchatzanw.
do.
do.
86,00
do.
3½
Liſſaboner v. 1888
0 Kunſtſeide Frankfurt
68,00
86,20
4½
Chile Gold=Anleihe
3½ Deutſche Reichsanl.
89,60
86,00
Wlabichawchas . . . .
98,20
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
Verzinsliche
30 Adler=Fahrradwerke
75,90
5 Chineſ. Staatsanleihe.
97,20
do.
3½
87,00
Rjäſan Koslow . . ..
do.
85,90
Anlehensloſe.
443,10
Kleyer . . . . .
99,80
4½
Schatzanweiſg.
do.
4 Preuß.
90, 10
3 Portugieſ. Eiſenb. .
72,00
Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
.Tlr. 100
4 Badiſche . . .
Maſchinenf Badenia 150,00
86,50
Japaner .
do. Conſols . . .
89,25
. . . „
4½
3½
do.
S. 12, 13, 16
97.,70
3½ Cöln=Mindner „ 100 138,50
0 Wittener Stahlröhren
75,90
5 Innere Mexikaner. . .
do.
85,90
do.
2½
. Livorneſer
69,10
, ,
S. 14, 15, 17, 24/26
. fl. 100
Holl. Komm.
9 Steana Romana Petr. 157,25
97,80
56,00
4 Bad. Staatsanleihe .
do.
3 Salonique=Monaſtir
62,40
18—23 . . . . . . .
97,70
-
Madrider . .
Fs. 100
15 Zellſtoff Waldhof .
234,50
4 Gold=Mexikanerv. 1904
91,00
do.
83,70
3½
Baadadbahn . . . . .
½Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
79,90
Meininger Pr.=Pfand=
12,83 Bad. Zucker=
Wag=
do.
5 Gold=Merikaner . . . .
½ Anatoliſche Eiſenb..
92,90
S. 1 u. 2, 6—8 . ..
85,90
135,50
briefe . . . . . . .
häuſel. . .
205,00
3 Buenos Aires Provinz
99,80
3 Bayr. Eiſenbahnanleihe
67,80
Miſſouri=Paciſic. . .
85,70
S. 3—5 . . . . . . . .
0 Neue Boden=A. A.=Beſ.
Oeſterr. 1860er Loſe . 176,50
80,00
84,60
do.
4½
Northern=Paciſic
S. 9—11
Aktien inländiſcher
94,50
85,80
„ ,
. .„ „ . „ „
0 Südd. Immobilien
Oldenburger . . . .
54,50
75,30
do.
Southern=Pacific
,,
Transportanſtalten.
89,60
Meininger Hyp.=Bank
97,00
2½
Raab=Grazer fl. 150 113,40
Bergwerks=Aktien.
99,50
4 Hamburger Staatsanl.
St. Louis und San
10 Hamb.=Amerika=
Paket=
do.
85,70
Unverzinsliche
99,00
Heſſ. Staatsanleihe . .
Francisco. . . . .
1445/
4 Rhein.
fahrt . . . . . .
Hypothek.=Bank
10 Aumetz=Friede . .
.174,25
Anlehensloſe.
97,50
4 do. do. (unk. 1912)
5 Tehuantepec . . . . . .
7 Nordd. Lloyd . . . .
122,90
95,50
93,50
(unk. 1917).
14 Bochumer Bergb.
ſl. 7
Augsburger . . .
,
do.
3½
6½ Südd. Eiſenb.=Beſ. .
do.
3½
128,00
85,00
(unk. 1914) ..
Gußſt.
. „„„
.215,50
Bank=Aktien.
Braunſchweiger Tlr. 20 195,00
73,40
do.
3
4 Südd.
98,30
Bd.=Kr.=Bl.=Pf.
Aktien ausländiſcher
11 Deutſch=Luremburg.=
76,80
Freiburger . . . . Fs.15
10 Bank für elektriſche
3 Sächſiſche Rente.
3½
do.
86,50
Transportanſtalten.
Vergb. . . . . . . 160,30
-
Mailänder . . . . Fs.45
98,60
Untern. Zürich
4 Württemberg unk. 1921
Städte=
5 Anatol. Eiſenb. 60½
10 Gelſenkirchener . . . . 184,00
-
Fs. 10
94,00
do.
. . „
Bergiſch=Märkiſche
v. 1900
do.
3½
Obligationen.
Einz. Mk. 408 .
9 Harpener . . . . . .
.192,50
-
Meininger . . . . . fl. 7
Bahn
Bulgaren=Tabak=Anl.
5
.146,00
99,00
., „ „
98½
Darmſtadt . . . . . .
Baltimore und Ohio .
18 Phönix Bergb. un
6
-
9½
Oeſterreicher v. 1864fl. 100
Berlin. Handelsgef.
Griechen v. 1887
161,25
1½
do
Schantungbahn . . . . 135,25
Hüttenbetrieb. .
.260,25
. 1858 fl. 100
6½ Darmſtädter Bank
do.
Italiener Rente
100,00
97,70
Luxemb. Prince Henri 170,00
Frankfurt. . . . . . .
3 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
12½) Deutſche Bank . .
Ungar. Staats . . fl. 100 405,00
247,00
86,60
Oeſterr. Silberrent:
5.
do.
3½
95,00
Oeſt. Südbahn (Lomb.) 26,75
Caro. . . . . . .
82,00
6 Deutſche Vereinsbank
Venediger . . . . Fs. 30 53,10
do. Goldrente . .
89,50
115,50
Gießen
6 Laurahütte . . . . .
. . . . . . . .
Pennſylvania R. R. . 111,50
171,00
6 Deutſche Effekt.= und
Türkiſche . . . . Fs. 400 166,00
82,90
do. einheitl. Rente
do.
86,00
10 Kaliwerke Aſchersleben 147,00
Induſtrie=
W.=Bank . . . .
113,00
3 Portug. unif. Serie I
62,50
Gold, Silber und
Letzte
95,80
Heidelberg . . . . . .
Weſteregeln 192,00
13
10
Diskonto=Kommandit
Aktien.
do. unif. Ser. III
183,50
Hioid.
Banknoten.
do.
7½ South Weſt Africa 122,75
84,90
8½
Dresdener Bank
Brauerei Werger
67,00
do. Spezial . . ..
149,80
Engl. Sovereigns . . . .
20,38
Karlsruhe . . . . . .
96,60
Prioritäts=
Frankf. Hypoth.=B. 208,50
10
5 Rumänier v. 1903 . .
28 Bad. Anilin= u. Soda=
99,50
20 Franks=Stücke . . . . 16,19
do.
85,50
Obligationen.
6½
-
Mitteld. Kreditbank 114,50
Fabrie
.555,50
v. 1890 ..
do.
„„, „„
Amerikaniſche Noten . . .
4,19
Magdeburg. . . . . .
Nationalb. für Deutſchl. 116,90
-
Südd. Eiſenb.=Geſ.
do.
87,90
14 Chem. Fabrik Grie;
v. 1905 . .
31
Engliſche Noten . . . . . 20,41
do.
Pfälziſche Bank. . .
Nordd. Lloyd=Obl.
4 Ruſſen v. 1880 . . . .
123,25
242,00
98,60
heim . . . . . .
Franzöſiſche Noten. . . . 81, 10
Mainz
96,00
. . . . . . . .
6,95 Reichsbank . . . . .
Eliſabethbahn, freie . .
135,80
89,80
do. v. 1902 . . . .
30 Farbwerke Höchſt . .
.617,50
Holländiſche Noten. . . . 168,45
do.
-
7 Rhein. Kreditbank. . . 128,40
do. v. 1905 . . . .
Franz=Jofefs=Bahn . .
99,70
20 Verein chem. Fabriken
Italieniſche Noten . . ..
79,30
Mannheim . . . . . .
96,10
Schaaffhauſen.
A.
3½ Schweden . . .
Prag=Duxer
73,40
Mannheim . . .
. „ „ „ .
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,80
do.
88,20
Serbier amort. v. 1895
Bankverein . . .
.113,00
Oeſterr. Staatsbahn
100,60
10 Cement Heidelberg . . 143,00
Ruſſiſche Noten . . . . .
99,30
München . . . . . . .
7½
4 Türk. Admin. v. 1903
Wiener Bankverein . 129,80
81,80
Staatsbahn .
30 Chem. Werke Albert 450,00
89,00
4 Oeſterr.
Schweizer Noten . . . . .
Nauheim
80,90
. . . . .
4 Türk. uniſiz. v. 1903
87,50
do.
74,25
14 Holzverkohlung Kon=
Pfandbriefe.
Nürnberg. . . . . . .
97,00
4 Ungar. Goldrente . . .
85,40
Südb. (Lomb.)
5 Oeſterr.
.341,50
96,80
ſtanz . . . . . .
4 Frankf. Hypoth.=Bank
do.
Reichsbank=Diskonto
87,00
4 do. Staatsrente. . .
82,20) 5 Lahmeyer. . . . . .
do.
131,00
S. 21. . . . . . .
96,304
Offenbach . . . .
96,75
Reichsbank=Lombard Zsf. 7
Nummer 118.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 23. Mai 1913.
Seite 9.
Selten günstige Kaufgelegenheit
Inn!
5 Sortimente, von denen einzelne;
j: Nummern vergriffen sind .
Beseneserassueseassersasesrsssessesse Anf Daicn-Harbsckunen. C
Inmaazenianis
11541)
Schwarze.
—
Farbige.
250
Chevreaug und chepreite Halb-Schuhe
Cherreanz Halb-Schuhe
Mk.
Derby- und Schnür-Schuhe, Nr. 36, 37, 42.
Derby- und Schnürschuhe, Nr. 36, 37, 42.
250
Chevreaux Halb-Schuhe
Boxean Schhur Schule, Schlanke Form!
3 Mk.
Nr. 36, 37, 41. 42.
Derby mit und ohne Lack-Kappe, Nr. 36, 37, 42.
S50
reinste Wiener gewendete Mäate Schuhe
Draune Halb-Schuhe
2 Mk.
Pariser Formen, alle Nummern.
gewendete Derby, schlanke Formen.
180
Rahmen Chebreauz-Halh. Schuhe
Braune kanmen Halb Schane
Mk.
Kirby- und Lackkappen, Nr. 36, 37, 40, 41, 42.
Schnür- und Derby-Schnitte, Nr. 36, 37, 40, 41, 42.
Grossherzoglich Hessischer Hoflieferant
Ludwigstr.
Fernsprecher
Schunhaus Friedrich Soeder12 — Darmstadf = 355
Mühlstr.
Singmannſchaft der Turngemeinde Darmſtadt.
Ev. Stadtmission Darmstadt 2a.
½9 Uhr
Wir laden die Mitglieder, Freunde und
Sonntag, den 25. Mai, abends 8½ Uhr:
Gönner unſerer Gemeinde zu unſerem am
von Herrn Paſtor Klose, Juden=
Tel.
Vortrag miſſionar, Frankfurt a. M. :
Sonntag, den 25. Mai, abends 8 Uhr
im kleinen Turnſaale unſeres Turnhauſes
Orphleulnseg
Thema: „Das Alte Teſtament und der moderne Inde‟.
(Woogsplatz) ſtattfindenden (11534
Jedermann iſt herzlichſt eingeladen. — Eintritt frei.
Nur bis Ende Mai!
Familienabend mit Tanz
Der Vorſtand der Stadtmiſſion.
11526)
ergebenſt ein und bitten um regen Zuſpruch.
Gastspiel Frankfurter
Se
G
Die Obmannſchaft.
Intimes Theater
Hugenschütz Teisenkeller.
Inninnaiisnsasin
Heitere Kunst:
kaninchen=Ausstellung.
Inh.: Hans Tod Dieburgerstr. 97
Teleph. 1445
Am Sonntag, den 25. Mai 1913
„Das ewig Männliche
Jeden Dienstag und Freitag
veranſtaltet der Kaninchenzucht-Klub Darmstadt in der
Schwank in 1 Akt v. Rob. Reinert.
Reſtauration „Brauerei Fahr, Alexanderſtraße 23, gegenüber der
Erstklassige
Infanteriekaſerne, ſeine diesjährige große
Gr. Bunter Teil
Frühjahrs-Ausstellung
verbunden mit
Mst
Das Scheidungssouper
Tombola-Verlosung und Militär-Konzert.
Iitur Konzerte.
Eröffnung morgens 9 Uhr.
Schwank aus dem Französischen
Es ladet freundlichſt ein
Freitag, den 23. Mai, abends 8 Uhr
Die Ausstellungs-Leitung.
Se Fruiasieter Vorerkau in
allen Verkaufsstellen giltig!
Kapelle des Großh. Heſſ. Artillerie=Regiments Nr. 61
Numerierte Plätze (
Mittel-
gshöhe.
Ludwi
Leitung Obermusikmeister M. Weber.
loge u. Parkett) ausschliesslich
bei Hugo de Waal, Rheinstr. 14,
Soliſten=Abend. Cornet à Piston: Herr Emil Ehlers, Trom=
und Samstag
Jeden Mittwoch
Telephon 656. (11549
Herr Fritz Krumbach, Tenor: Herr Alwin Müller, Tylophon:
pete:
Kur-Konzert.
Herr Kurt Stöckner.
(*13503
Samstag, 24. Mat=
Eintritt mit Programm 15 Pfg.
Eintritt 30 Pfg. 10 Abonnementskarten (inkl. Steuer) Mk. 2.—
Repertoir-Wechsel.
ſind zu haben im Verkehrsbureau und an der Kaſſe.
(B11302
K
V. a. neus
Neue
Großherzogl. Hoftheater
„Die Gouvernante‟
§ Ball- und Theater-Saal „Perkeo‟
Freitag, den 23. Mai 1913.
Keine Vorſtellung.
Sommer
„Fürstin Karakoff‟
Malta-Kartoffeln
Samstag, den 24. Mai:
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Samstag, 24. Mai. Keine Vorſt.
Itallener Kartoffeln
Uponng
8
Sonntag, 25. Mai. Außer Ab.
Bibel-Kränzehen
Abſchluß der Frühlings=
Grossel Benenz- und Enren-Abcha
und
Matjes-Heringe
feſtſpiele. VIII. Sinfonie
B.=K. F. Schüler höh. I.
für
von Guſtav Mahler. Gew.
empfiehlt
Mathildenhöhſaal, Dieburgerſtr. 26.
Preiſe. Anfang 6 Uhr. (Vergl.
Freitag, 23. Mai, Anfang 8¼ Uhr.
Dir. Carl Hahnemann
beſondere Anzeige.)
Ph. Huwerth
Montag, 26. Mai. Außer Ab.
Familien-Abend.
mit seinem Künstler-Ensemble.
Ecke d. Wieners= u. Roßdörferſtr. 21.
7 Uhr. Vorſtellung zu
Anfang
Vortrag des Generalſekretärs
Telephon 313. (*13502
kleinen Preiſen. Zum Beſten
Vollständig neues Programm.
2
2
Dr. Kertz, Frankfurt a. M.:
des Witwen= und Waiſen=
„Wahre Jugendfreude.ée
ſonds der Gr. Hofmuſik
Nach der Vorstellung
(*13507
Karten zu 40 Pfg. u. Schüler=
Schluetgellugelt
unter Mitwirkung des Kgl.
Hof=
karten zu 20 Pfg. am
Verkehrs=
opernſängers Joſef Pauli v.
Empfehle für heute in großer
Grosser Fest-Ball.
büro u. Abendkaſſe zu haben. (11540
Hoftheater in Dresden. „Der
Ausw. junge Tauben von 50 Pfg.
Bettelſtudent. Operete in
otorrad, 3 PS., Magnetzünd.,
Es ladet ein:
an, junge Hahnen, Suppen= und
Der Benefiziant.
3 Akten v. F. Zell u. R. Genée.
M gut erh., zu verk.
(*13321
Brathühner. Nur Freitags.
Muſik von Carl Millöcker. Oberſt
Beck, Beſſungerſtr. 88.
Karlſtr. 22, im Hofe.
(*13519)
H
M
Ollendorf: Joſef Pauli=
Ein Aquarium billig z. verkaufen.
Der allgemeine Kartenver=
Näh. in der Expedition. (*13497
ittagstisch
kauf findet Freitag, 23. Mai,
Konzert- und Varieté-Saal Perkeo.
ſowie an den darauffolgenden
Pleisch u. veg. Kost von
Inl
Täglich abends 8 Uhr:
Tagen vormittags zu den üblichen
(11016a
60 Pf. b. M. 1. — im Abonn.
Kaſſeſtunden an der Tageskaſſe
das grosse dezente Familien-, Theater- u. Varieté-Programm von
Der Militär-
— Auch im
Verkehrs=
ſtatt.
bendtisch
büro werd. an den gleichen Tagen
Karten ausgegeben u. zwar von
A
Fleisch u. veget. Kost v.
C. Hahnemann’s „Fidele Sachsen‟.
8—1
1—8
Wohnungsanzeiger
Uhr vorm. und von 2½,
50 Pf. b. 70 Pf. im Abonn.
Uhr nachm. — Für jede im Vor=
Täglich 2 tolle Burlesken.
Auschaukt des berühnten
verkauf abgegebene Karte wird
Frühjahr 1913
:: Wormser Weinmostes :
eine Gebühr von 20 Pfg. erhoben.
(Vgl. beſondere Anzeige.)
kein Frinkzwang. (1
ist erschienen und für
Mittwoch, 28. Mai. 176. Ab.=Vſt.
„ ERIKL BAN
Damenzimmer.
44. Gaſtſpiel von Tereſina
30 Pf. in der Geschäfts-
Oſter vom Kgl. Hoftheater in
stelle des „Tagblatt‟
Reform-Restaurant
Dresden. „Maria Stuart.
Ludwigsplatz 2.
(11482df
Trauerſpiel in 5 Akten v. Schiller.
Alexanderstrasse 4, I. Stock.
95
zu haben.
Maria Stuart: Tereſina Oſter.
EROFFNUNG: Samstag, den 24. Mai.
Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.
II
Nummer 118.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 23. Mai 1913.
Seite 10.
Heute Freitag und Samstag
(11545
Gebr.
ehorm
blllige
Markt 2.
und Abschnitte
Markt 2.
—2 gut möbl. Zimmer
Ein ſauberes Küchenmädchen
Penſion ſofort zu verm.
Moſer=
u. ein Hausmädchen ſofort oder
e
Mmer
Me
(B4764omf
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Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 23. Mai 1913.
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Nummer 118.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 23. Mai 1913.
Seite 12.
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von Pflanzen in die Vereinigten Staaten von der
M. 116.65. 8. Hypotheken=Konto M. 66000.-
—. 9. Ak=
Beibringung eines amtlichen Unterſuchungszeugniſſes
ab=
zeptationen= u. Aval=Konto M. 65690.—.
10.
Bankverkehr=
hängig. Es wird dies mit dem Anfügen zue Kenntnis der
Konto M. 19087.73. 11. Konto=Korrent=Konto M. 144078.76
Intereſſenten gebracht, daß das Großh. Miniſterium des
12. Sparkaſſen= und Scheck=Konto M. 3790966.12. 13. Di=
Innern mit Bekanntmachung vom 8. Mai d. Js. dem
land=
vidende=Konto M. 12177.39. 14. Zinſen=Konto M. 44240.31
wirtſchaftlichen Inſtitut der Landesuniverſität Gießen, der
15. Verſchiedene Beiträge und Vergütungen M. 3000.−
Wein= und Obſtbauſchule Oppenheim und der Landwirt=
Umſchlag im April M. 7042 250.92. Zahl der
Mitglie=
ſchaftskammer für das Großherzogtum Heſſen die
Unter=
der 1996.
ſuchung der für die Ausfuhr nach den Vereinigten Staaten
von Amerika beſtimmten Pflanzen und die Ausſtellung der
Basler Lebens=Verſicherungs=Ge=
Unterſuchungszeugniſſe nach Maßgabe des erwähnten Ge
ellſchaft. Nach dem vorliegenden in der
Generalver=
etzes übertragen hat ſowie daß ſowohl für die Unter
ſammlung vom 29. April I. J. genehmigten 48.
Rechnungs=
ſuchung, als auch für die Ausſtellung der Zeugniſſe Gebüh
abſchluß waren die Geſchäftsreſultate dieſer Geſellſchaft
ren nicht erhoben werden.
auch im vergangenen Jahre wiederum recht günſtige. In
.
der Lebens= (inkl. Volks=) Verſicherung belief ſich der
Neu=
zugang auf 21017 Anträge über 38052 184 Mark Verſiche
ungs=Summe und 234904 Mk. jährliche Rente, während
Handel und Verkehr.
Mimitimickt
in der Unfall=Abteilung neu verſichert wurden 4249 Per=
S
ſonen mit 89122975 Mark Verſicherungsſumme auf den
e. G
Stand der Darmſtädter Volksbank,
CiGARET
Todes= und Invaliditätsfall und 23974 Mark Tagesrente.
Kaſſa,
1. a)
m. b. H., am 30. April 1913. Aktiva.
Der Verſicherungsbeſtand in Abteilung Leben ſtellt ſich
Sorten und Kupons M. 67 191.20; b) Guthaben bei der
Ende 1912 auf 102602 Verſicherungen über 278 198902
Reichsbank und dem Poſtſcheckamt M. 21751.56.
Zuſ
Mark Kapital und 1958865,44 Mark Jahresrente und in
M. 88942.76. 2. Wechſel= u. Deviſen=Konto M. 454710.16.
Abteilung Unfall auf 26 467 Verſicherungen über 620 222 626
3. Bankverkehr=Konto M. 753771.70. 4. Lombard=Konto
Mark Verſicherungsſumme auf den Todes= und Invalidi=
M. 337238.88. 5. Effekten=Konto M. 470 106.25, a)
inlän=
ätsfall und 163 486 Mark Tagesrente bei vorübergehender
—; b) ſonſtige bei
diſche Staatspapiere Nom. M. 263 300.
Erwerbsunfähigkeit. Für eingetretene Sterbefälle von
der Reichsbank und anderen deutſchen Notenbanken beleih
Verſicherten, abgelaufene und zurückgekaufte
Verſicherun=
bare Wertpapiere M. 198000.—; c) ſonſtige Wertpapiere
gen, für Leibrenten und Unfallentſchädigungen wurden im
M. 66 300.
—. 6. Konto=Korrent=Konto (ſämtlich gedeckt)
Heofg A. Jasmätzi Akk. Ges.
Jahre 1912 8833770,16 Mark ausbezahlt, bezw. zurück=
M. 2946 545.51. 7. Vorſchuß= und Vorſchußwechſel=Konto
Oresden,
geſtellt, wodurch ſich die Geſamtſumme aller derartigen.
M. 884 176.20. 8. Beteiligung am Schutzverein f. Nieder
Zahlungsleiſtungen der Geſellſchaft ſeit Geſchäftsbeginn
Grösste deutsche
Modau M. 3000.—. 8a. Haus= und Immobilien=Konto
auf 135004 540,04 Mark erhöhte. Der nach Abzug der vor=
Tigarettenfabrik
M. 324 965.37. 9. Mobilien=Konto M. 1736.40. 10.
Schrank=
genommenen Abſchreibungen und verſtärkten Reſervezu=
1.=Konto M.
11. Haus= und Immobilien=Unter=
Gr
E
weiſungen ſich ergebende Reingewinn per 31. Dezember
haltungskoſten=Konto M. 1279.04. 12. Verwaltungskoſten=
1912 beträgt: 2637580,67 Mark, von dem 2360000 Mark
796.65. —
Paſſiva. 1. Geſchäftsanteil=
Konto M. 22.
als Gewinnanteil der Verſicherten und 144000 Mark als
M.
I
2.
Konto
Reſervefonds=Konto
451370.55.
Aktiendividende verwendet wurden. Die Gewinnreſerve
Landwirtſchaftliches.
Reſervefonds=Konto II und Immobi=
M. 347 766.18
3.
der mit Anſpruch am Geſchäftsgewinn Verſicherten beträgt
89310.07. 4. Delkredere=Konto M. 50000.
lienreſerve M.
* Pflanzen=Einfuhr in die Vereinigten
nunmehr per 31. Dezember 1912 9 268 417,54 Mark.
5. Penſions= u. Unterſtützungsfonds=Konto M. 192966.16.
Staaten. Nach § 1 des Pflanzenquarantänegeſetzes der
6. Darmſt. Volksbank=Stiftungsfonds=Konto M. 12500.−.
Vereinigten Staaten vom 2. Auguſt 1912 iſt die Einfuhr
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Frank, Parfümerie. (IV11515,27
Nummer 118.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 23. Mai 1913.
Seite 13.
Nachstehender
Z
2
Analysen-Vergleich
veranschaulicht die Vorzüge der
6
(
Ae
Kaiser Friedrich Ouele
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e
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enr h.
gegenüber anderen ähnlich klassierten Mineralwässern.
Uh-
43.,
5
ohn Nachfolger
M K
Die Analysen sind berechnet nach den im Deutschen
e
jet. 6. A.
Bäderbuch (1907) angewandten Grundsätzen.
Karl Zeßler
Das Mineralwasser entspricht in seiner Zusammen
0
(
setzung einer Lösung, welche in einem Kilogramm enthält:
Marktltraße. 5
leich wie die indiſchen Fakire das Publikum in das
allergrößte
G
Staunen verſetzen, ebenſo ruft das
Jalzbrunn
Kaiser
(11422mf
Fach-
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Ober-
Friedric
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brunnen
Quelle
2.
00200
Kalnwechlerict
oolbs
Iniversal-Mräparat
o1t1os
, , , „,„
Sakirol
Natriumchlorid . . . . . .
1,180
O,25425
O,1448
O,000782
0,001305
nicht
Natriumbromid . . .
,,
(
Natriumjodid
0,000005
0,000155
bestimmt
,,
, ,
6
das größte Staunen bei der Hausfrau hervor.
Natriumsulfat
0,5018
O,4295
0,05163
,
,
2
Hofmetzger.
2,764
Natriumhydrokarbona
Hoflieferant.
2,762
2,413
, „
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0,01503
Lithiumhydrokarbonat
0,02306
,,„
„Fakirol‟ macht im Augenblick den Boden ſauber und
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0,008845
0,000516
Ammoniumchlorid
, „
Erstklass. Spezialgeschäft für
ſpiegelblank
0,5312
0,02292
O,4928
Kalziumhydrokarbonat
, , ,
,
„Fakirel‟
0,002664
iſt naß wiſchbar und erzeugt einen dauernden
0,000056
Strontiumhydrokarbonat
O,004834
Kalbs- und Hammelsmetzgerei.
,
Glanz
0,000041
Baryumhydrokarbonat
0,000222
, ,
Spezialität:
(8617a
0,03000
0,3452
Magnesiumhydrokarbonat
0,5403
,,
„Fakirol‟
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,,
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0,000861
0,000953
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, „
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insgeheim biſſig, die eine bringt ihm viel ein und die
Dann nahm ſie Haltung an, erſtarrte in genau abge=
Eswaren zwei Königskinder:..
andere koſtet ihm viel!
grenzten Linien und kniſterte die Treppe hinunter
Jammervoll, daß man ſolch glänzendes Bonmot nicht
Roman von Guido Kreutzer.
Jetzt kam die Repräſentation des Herrenhauſes von
der Allgemeinheit zugänglich machen konnte; dafür aber
Bronkow
(Nachdruck verboten.)
20)
ſollte es wenigſtens im Tagebuch feſtgehalten werden
Und heute nun ſollte ſie alſo die argloſe Urſache all
So verging die Kaffeeſtunde ohne die beſtimmt
er=
dieſer heimlichen Beziehungen mit eigenen Augen ſehen!
Im großen Ganzen brachte dieſer Nachmittag für
wartete Senſation. Und danach wurde es überhaupt
Ratterte die Allce nicht ſchon der Wagen herauf?
— von
Fräulein Torgelow eine gediegene Enttäuſchung:
ganz ausſichtslos. Denn während die beiden Herren die
Die „Repräſentante” huſchte zum Fenſter und äugte
Senſation war verblüffend wenig zu ſpüren!
Wirtſchaftsgebäude des Gutshofes inſpizierten und die
durch die zuſammengezogenen Vorhänge
Der alte Graf Hortenbrügg war — wie immer, wenn
jungen Damen im Parke luſtwandelten, mußte Fräulein
auf dem Rückſitz ſaß ja
Gäſte gekommen waren — rieſig aufgekratzt und plauderte
Da kamen ſie! Natürlich . ..
Torgelow ihre repräſentativen Talente bis auf weiteres
in ſeiner eleganten verbindlichen Manier über die
hete=
der Intendant; ſein mächtiger Schnauzbart war auch
wieder wegpacken und ſich in der Küche den
Vorbereitun=
heut’ wieder dolchartig zuſammengezwirbelt:
rogenſten Themen, die er alle gleichmäßig zu beherrſchen
gen für das Abendbrot widmen.
ſchien. Die jungen Damen ſekundierten ſehr eifrig, waren
Und ihm gegenüber zwei junge Damen.
-
mäßigen Grenzen luſtig, wobei ſie wenig Kuchen aßen,
Die größere dunkle in dem Eoliennekleid war ſein
Im Park war es wundervoll kühl, aber ſo ſtill, ſo
aber viel Kaffee tranken, den ſie für ausgezeichnet erklär
Tochter — Fräulein Torgelow kannte ſie noch von dem
ſeltſam ſtill, daß die Damen unwillkürlich ihre Stimmen
ten. Und die Exzellenz, der Herr Intendant, warf mit
Antrittsbeſuch her, den Vater und Tochter Eckwarden vor
dämpften. Sie hielten ſich untergehakt und ſchlenderten
ſeiner breiten pommerſchen Behaglichkeit hin und wieder
Jahren in Bronkow gemacht hatten
langſam die breite Promenade entlang, die vom
Herren=
ein gewichtiges Wort in die Debatte und entwickelte im
Die kleinere zierliche daneben mußte alſo die „jüngſte
hauſe zu einem winzigen, etwas erhöht liegenden
Pa=
übrigen ungeheuerliche Rauchwolken aus ſeinen „anrüchi
künſtleriſche Attraktion” ſein. Gott, war die einfach an
führte, der damals,
villon . . . einer Art Monopteros . . .
gen” ſchweren Zigarren, die er ſelbſt mitgebracht hatt
gezogen! Keine nickenden Rieſenfedern, keine farbenleuch
bei Karlas erſtem Hierſein, ihr Entzücken erregt hatte.
und die nach ſeiner Behauptung Marke „Seele duck dich!”
tende Seidenrobe, nicht mal Brillantboutons; ſondern ein
Die junge Hofdame hatte die Konverſation an ſich
hießen.
einfacher dunkelblauer Koſtümrock und eine weiße
Mar=
genommen und war bemüht, möglichſt unbefangen zu
Tagebuchwürdig war höchſtens die Art, mit welcher
quiſettebluſe. Faſt, wie irgendein junges Mädchen aus
ſcheinen. Sie plauderte unermüdlich, doch die nervöſe
halb reſpektvollen, halb väterlichen Zuvorkommenheit der
guter Rotthauſener Beamtenfamilie. Und das war der
Spannung, die in der Luft lag, blieb
Intendant dieſes Fräulein Uttenreut behandelte, die doch
neue Stern”, den man ſich mit soi=disant märchenhafter
Da brach ſie kurzentſchloſſen das Geſpräch ab und
eigentlich ſeine „Untergebene” war. Ferner, daß Fräu=
Gage extra aus Berlin verſcheieben hatte?
ſagte weich und leiſe:
lein von Eckwarden keineswegs eiferſüchtig war, ſondern
Fräulein Torgelow begann ernſthaft zu überlegen, ob
Was geben Sie mir nur für konfuſe Antworten
es, allem Anſchein nach, ſogar für ganz in der Ord
der Kritiker des „Generalanzeigers” am Ende doch kein
Hella?! Fühlen Sie ſich bedrückt oder bereuen Sie Ihren
nung hielt.
Dichter ſei!
urſprünglichen Entſchluß, mit Papa und mit hierher ge=
Die beiden jungen Damen ſchienen überhaupt recht
Fräulein Torgelow hatte nue ein mitleidig
verächt=
kommen zu ſein?
vertraut miteinander, was Se. Exzellenz indirekt
be=
liches Lächeln, als ſie ſich vom Fenſter zurückzog und die
Hella verſuchte ein Lächeln
ſtätigte, indem er ſie einmal mit kurzem Auflachen „ſeine
letzte Hand an ihren „Kopfſchmuck” legte, der übrigens
Bereuen — nein! Aber ich ... bin . unruhig. Das
beiden Töchter” nannte
lediglich aus einem Ringelzopf in Idealkonkurrenz mi
iſt doch erklärlich,
Nur, ergänzte die ſchwer enttäuſchte Dame Torgelow
wei unechten Einſieckkämmen beſtand.
Nummer 118.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 23. Mai 1913.
Seite 14.
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Nicht doch, Kindchen! verwies die Aeltere in ihrer
der in den Promenadenweg mündete und an deſſen Bieg
prinzen und mir eine romanhafte Unmöglichkeit wäre und
ruhevollen, begütigenden Art, die ſo gar nichts von der
nie in Frage kommen kann. Dennoch bin ich bereit, ihm
ung zwei Uniformen aufſchimmerten. Ihre Augen
öff=
ſonſtigen hochmütigen Reſerve hatte. Sie befolgen eine
neten ſich weit . . . weit
hier zu begegnen und mit ihm zu ſprechen. Nur eins
,
falſche Taktik. Ich meine, die Zeit des Zauderns und
quält mich
Ja, das ſind ſie! beſtätigte Karla lächelnd; aber für
Zagens iſt doch vorüber. Jetzt müſſen Sie nur an die
den Bruchteil einer Sekunde ſchwankte die gleichmütige
Und als die junge Hofdame ihr mit ſtummer Frage
Zukunft denken; in der allein liegt ja Ihr Glück.
ins
Das
Stimme etwas. Soweit wären wir alſo. nd wenn Sie
Geſicht ſah, ſtieß ſie raſch und widerwillig hervor:
andere ſind dunkle Schatten, die fortan keine Gewalt mehr
auf meinen Rat etwas geben, dann erwarten Sie den
Ich mag nicht für ſeine Maitreſſe gehalten werden
über Sie haben dürfen.
Prinzen oben im Pavillon. Dort kann die Ausſprache
Karla von Eckwarden muſterte unverwandt die erregt
Wenn ich es nur ſo leicht könnte
unter vier Augen und in aller Ruhe erfolgen.
zuckenden Züge der Freundin. Sie ſelbſt blieb gelaſſen
Sie müſſen es können! Wo bleibſt ſonſt der innere
Und als die ander etwas erwidern wollte, hob ſie
aber eine unmutige Falte hatte ſich zwiſchen ihre Brauen
Ausgleich, den der Erbprinz ſowohl wie Sie aus dieſet
geſchlichen.
abwehrend die Hand.
Gemeinſchaft erhoffen
Nein, nicht unten bleiben und keine Komödie der
Auf welche Abwege verirrt ſich Ihre argwöhniſche
Mißverſtehen Sie mich nicht, Hella
— Ihre
Zurück=
leberraſchung oder Unbefangenheit ſpielen; dazu iſt der
Phantaſie, Kind?! Ich verſtehe nicht, wie Sie darauf
haltung macht Ihnen alle Ehre; und kein Menſch vermag
Augenblick nicht angebracht! Ihr ſeid beide hier, um Eudck
kommen können! Habe ich Ihnen neulich, bevor Sie Grat
ſie vielleicht beſſer zu würdigen, als gerade ich. Nun
gegenſeitig zu prüfen und Euch die Hände zu reichen; da
Hortenbrügg den zuſagenden Brief ſchrieben, nicht genug
aber ſind Sie doch zum Entſchluß gelangt; jetzt laſſen Sie
arf nichts Störendes zwiſchen Euch ſtehen
von Prinz Albrecht Georg erzählt? Trauen Sie mir zu
,
doch alles ander beiſeite.
daß ich leichtſinnig und gewiſſenlos eine Verantwortung
Ich ſchicke Albrecht Georg zu Ihnen hinauf und werde
Herrgott, wenn ich ſo unabhängig wäre, wie Sie, und
auf mich nehmen würde, wenn ich mir nicht gleichzeitig
inzwiſchen hier unten mit ſeinem Adjutanten
promenie=
mich frei an die Seite eines Mannes ſtellen dürfte, den
meiner Kraft, ſie zu tragen, bewußt wäre?
cen. Auch wir beide — er und ich — haben noch ein Konto
Maitreſſe . . .
ich
welch häßliches Wort, Liebe! Und wie
zu begleichen. Alſo behelligen wir uns gegenſeitig nicht.
Sie ſchwieg jählings erſchrocken, als hätte ſie bereits
deplaziert! Kein Menſch, der Ihnen naheſteht und Sie
Wie gut Sie ſind; und wie ſelbſtſicher!
zuviel geſagt.
auch nur ein geringes kennt, wird ſolchen Verdacht gegen
Da rann ein dunkler Schein über das ſchöne, ſtolze
Sie kehren
Aber Hella Uttenreut hatte nicht Acht darauf; ſie ſah
Geſicht
zur Seite. Die Spitzen ihrer Bluſe hoben und ſenkten ſich
Glauben Sie mir, ich habe in den dazwiſchenliegenden
Gut, liebe Hella? Aber nein, das bin ich nicht im ge
unter haſtigen Atemzügen
Tagen alles noch einmal überdacht und vermag Ihnen in
ringſten. Nur eine Offizierstochter; deshalb muß bei mir
Trotzig ſchüttelte ſie den Kopf
jeder Hinſicht die Charakteriſtik zu beſtätigen, die
Gra=
alles ſeine Ordnung haben . . . Und ſelbſtſicher? ein Spott
Halten Sie mich nicht für engherzig, Karla, und nicht
Hortenbrügg Ihnen von Albrecht Georg entworfen hat:
. . Es iſt nicht ſchwer, in
Herzens=
kräuſelte ihre Lippen
Einſamkeit
für kleinlich. Ich bin es gewiß nicht, weil mir alle
An=
affären ſelbſtſicher zu bleiben, wenn man als unbeteiligter
lage dazu fehlt. Mein Vater hat mich allerdings in den
Ich denke es mir für eine Frau ſchön, ſolchem Men=
Dritter daneben ſteht
Maximen altpreußiſcher Ehrenhaftigkeit und Rechtlichkeit
chen, wenn man ihn liebt, Gefährtin ſein zu dürfen. Iſt
Nun aber gehen Sie, damit wir erſt gar nicht
zuſam=
rzogen, ſich dabei aber ſtets bemüht, den engbegrenzten
das nicht ſchon Rechtfertigung genug? Haben Sie neben
men geſehen werden. In einer Stunde treffen wir an
Horizont meiner Mädchenanſchauungen zu erweitern. Ich
der perſönlichen Miſſion nicht damit auch zugleich eine
dieſer Stelle wieder zuſammen. Ich denke, die Zeit wirt
muß ihm vieles danken; das danke ich ihm am meiſten;
ideelle, die Ihnen beiden über jede niedrige Mediſance
genügen
denn er gab mir damit für ſein Leben einen feſten Rück
leicht hinweghelfen wird?
Hella Uttenreut nickte ſtumm und wandte ſich ab und
wenn die
halt. Ich häbe es an mir ſelbſt erſahren —
Indeſſen waren ſie am Fuße der kleinen Höhe ange
ſtieg langſam die kleine Steintreppe hinan.
Perſpektiven im Leben ſich erweitern, findet man ſeinen
angt, auf der ſich der Monopteros erhob
Weg leichter und ſicherer
Da griff Hella Uttenreut jäh nach dem Arm der
(Fortſetzung folgt.)
o weiß ich auch, daß eine Ehe zwiſchen dem Erb
Freundin und ſtarrte zu einem ſchmalen Fußpfad hinüber,
Nummer 118.
Seite 15.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 23. Mai 1913.
uehheeaen
aus dieſen Leidenstagen der Königin veröffentlicht, u. a.
der geſamten Darmſtädter Bürgerſchaft. Am Tage ſeines
D
auch Aufzeichnungen der Oberhofmeiſterin Gräfin von
5jährigen Beſtehens wird es deshalb auch dem Fuß=
Gebbisen Haerwuchs
Voß über die Begegnung der Königin mit Napoleon.
ballklub „Olympia‟=Darmſtadt an Ehrungen reicher und
gesunden, schuppenfreien Haarboden schafft
Sie ſchreibt da: „Um 5 Uhr waren wir in Tilſit und ſtie
mannigfaltiger Art aus allen Teilen Deutſchlands, ins
Prels der Flasche
en im Hotel des Königs ab, eine viertel Stunde ſpäter
beſondere aus den Sportkreiſen, nicht fehlen. Bei der
rin vensvon
M. 2.— u. M. 3.50
kam Napoleon. Er iſt auffallend häßlich, ein ſtark auf=
Hauptfeier am 31. Mai wird das verdienſtvolle Mitglier
So0&8Gukurnseuen.
zedunſenes braunes Geſicht, dabei iſt er korpulent, klein
des Vereins, Herr Rechtsanwalt Dr. Bopp die Feſtrede halten
das unerr., ärztl.empf. Haarpflegemittel d. Parfümerie-Fabrik Godesia
und ganz ohne Figur, ſeine großen runden Augen rollen
r. Das Deutſche Stadion. Der Deutſche Reichsaus
umheimlich umher. Der Ausdruck ſeiner Züge iſt Härte.
ſchuß für olympiſche Spiele hatte die deutſche und die aus
Dr. Leidecker &. Gie. G. m. b. H., Godesberg a. Rh.
Er ſieht aus, wie die Inkarnation des Erfolges. Nur
ländiſche Preſſe zu einer Vorbeſichtigung des neuen Deut=
Zu haben in allen besseren Geschäften, (I, 10241
der Mund iſt ſchön geſchnitten und die Zähne ſind ſchön.
chen Stadions im Grunewald eingeladen. Ober=Reg.=Rat
Er war äußerſt höflich, ſprach ſehr lange Zeit allein mit
U. v. Oertzen begrüßte zunächſt ſeine ſehr zahlreich
erſchie=
der Königin. Gegen 8 Uhr begaben wir uns zu ihm, da
tenen Gäſte, dann übernahm der ſtändige Generalſekretär
Kongreſſe und Verbandstage.
er aus Rückſicht für die Königin ſein Diner früher
be=
des Deutſchen Reichsausſchuſſes, Oberlt. Rößler, die
Füh=
ſtellt hatte. Nach Tiſch hatte er eine lange Konverſation
rung. Das Stadion präſentierte ſich bei der eingehender
— Darmſtadt, 22. Mai. Man ſchreibt uns
mit der Königin, die auch ziemlich zufrieden mit dem Er=
Beſichtigung ſchon als ein ziemlich vollendeter, impoſan=
Einen Beweis, daß die Arbeit an der ſittlichen Hebung
-
war
. Ueber dieſe Unterredung ſchreibt der
ter Bau. Sowohl die die grüne Raſenfläche umſäumende
unſeres Volkes nicht vergeblich iſt, lieferte das impoſante
Königin am 5. Auguſt an ihren Bruder: „Ganz erfüllt
600 Meter große Laufbahn, wie die 666 Meter umfaſſende
außerordentlich zahlreich beſuchte Jahresfeſt des
von dem großen Gedanken meiner heiligen Pflicht flog
Radrennbahn ſind fertiggeſtellt. Rundherum ſteigen die
Blauen Kreuzes im Saale der Evangeliſchen
Stadt=
ich nach Tilſit und ſprach das, was mir Gott eingab
all den Tauſenden Platz gewährenden Sitzreihen amphi
miſſion hierſelbſt. Um 10 Uhr begann die Verhandlung
ſondern zu
Allein ich ſprach nicht zu einem Menſchen
theatraliſch auf. Auch dort iſt ſchon alles vollendet, ebenſo
in der anſtelle des verhinderten Herrn P. Fiſcher der
zu einem Weſen ohne menſchliches Herz,
ie der Kaiſerloge gegenüberliegende Schwimmbahn. Nur
Herr Generalſekretär Göbel=Barmen vom deutſchen
und das Reſultat iſt auch rein unmenſchlich.”
nit dem Aufſtellen des bildneriſchen Schmuckes, der erſ
Hauptverein des Blauen Kreuzes das Thema behandelte
ſpäter in edlem Metall ausgeführt werden ſoll, iſt man
Die Notwendigkeit der Arbeit des Blauen Kreuzes, die
Gewinnauszug
noch beſchäftigt. Auch die Zufahrtswege befinden ſich noch
Schäden in dieſer Arbeit und ihre Heilung‟ Der Zwang
im Bau. Alles in allem macht die Anlage einen überaus
der
der Trinkſitten ſei ſchon etwas gebrochen, jedoch habe ein
imponierenden Eindruck, der ſicherlich noch erhöht werden
Nichttrinker in ſeiner trinkenden Umgebung noch viel zu
2. Preußiſch-Küddentſchen
wird, wenn die Menſchenmaſſen ihren Einzug gehalten
leiden. Aber all dieſe Finſternismächte wirken auf das
(228. Königlich Prenßiſchen) Klaſſenlotkerie
aben. Im Anſchluß an die Beſichtigung hatte der
Vereinsleben nicht ſo hemmend und lähmend wie die
Deutſche Reichsausſchuß für olympiſche Spiele die Ver=
5. Klaſſe 10. Ziehungstag 21. Mai 1913
Schäden im eigenen Lager. Wie ein Arzt mit klarem
treter der Preſſe im Reſtaurant der Grunewald=Rennbahn
Blick und ſicherer Hand die Prognoſe bei einem Kranken
gleich hohe Gewinne
Auf jede gezogene Nummer ſind à
zu einem Imbiß geladen. Staatsmintſter Exzellenz von
eſtſtelkt, um Heilung herbeizuführen, ſo deckte auch Red
zwar je einer auf d
oſe gleicher Nummer
gefallen, un
Podbielski begrüßte in markigen Worten dort ſeine Gäſte
in den beiden Abteilungen 1 und II.
ner die mancherlei Schäden auf, welche die Entwickelung
und führte aus, daß aus eigenen Mitteln des deutſchen
des Blauen Kreuzes hemmen. Es waren praktiſche
(Nachdruck verboten)
OOhne Gewähr A. St.=A. f. B.)
Volkes eine Stätte zu friedlichem Wettkampf geſchaffen
heilſame Winke und Lehren, die gegeben wurden und
ſei, wie ſie bedeutender in Europa noch nicht exiſtiere.
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
die geeignet waren, die Arbeit des Blauen Kreuzes zu
Er empfahl das große Werk einer wohlwollenden Kritik
Mk. gezogen:
240
größerer Segensentfaltung fürs Familien=, Gemeinde=,
der Preſſe und toaſtete zum Schluß auf das Wachſen
2 Gewinne zu 15000 Mk. 151479
Berufs= und Staatsleben zu führen.
— An dieſe öffent=
Blühen und Gedeihen des Stadions. Chefredakteur Kurt
124904
2 Gewinne zu 10000 Mk.
liche Verſammlung ſchloß ſich eine Vertreterkonfe=
Dörry dankte namens der Sport= und ausländiſchen Preſſe
1.7900 42799 67609 116393.
10 Gewinne zu 6000 Mk.
renz an von den Vereinen in Heſſen=Starkenburg, di
für die Einladung und brachte ein dreimaliges Hurra
128316
ſich zu einer Kreisverbindung der Blaukreuzver=
82 Gewinne zu 3000 Mk. 3260 8912 16225 23561
uf den Sport aus
eine für Darmſtadt und Umgegend zuſammenſchloſſen.
31477 34791 42734 66562 57764 f 59615 60138
31006
Belegentlich der Beſichtigung gab der Generalſekretär
Es ſei hierbei hervorgehoben, daß dieſe Vereine auck
62256 75973 81915 84406 94113 F 98446
51513
auch das genaue Programm der am 8. Juni vo
auf kirchlichem Boden ſtehen.
Im Zentralvorſtand ſind
107147 117105 119649 120437 123496 131982
100179
ich gehenden Stadion=Einweihung mit der
Zeit=
allein von 13 Mitgliedern 7 Paſtoren, und in den Orts=
157054 172100 174307 182736 189411 189834
14714s
einteilung bekannt. Der Weiheakt beginnt mittags 12 Uhr
vereinen des deutſchen Hauptvereins ſind allein 120
194620
217458 219979 226375
194736 201474 214162
30 Minuten und dauert genau zwei Stunden. Die Ver=
Paſtoren als Leiter, ohne die vielen, die keine leitende
225530
treter der Sport=Verbände nehmen ſchon vorher mit ihren
Stellung haben. Die Satzungen des deutſchen Haupt=
160 Gewinne zu 1000 Mk. 1730 2214 4590 6701.
Fahnen im Innenraum Aufſtellung, wo etwa 800 bis
vereins vom Blauen Kreuz, mit ſeinem Sitz in Barmen
10509 11521 12016 17431 19457à 25335 37544‟ 38086
1000 Fahnen zu einem prächtigen Geſamtbild
ver=
geſtatten aber auch freikirchlichen Vereinen die Aufnahme.
12278 43838 55779 55786 66785 67197 59147 61407
eint ſein würden. Beim Erſcheinen des Kaiſers bringt
Am Nachmittag um 4 Uhr begann die eigentliche
64371 64589 70409 70971 72512 73709 76941177032
Staatsminiſter von Podbielski das Kaiſerhoch aus und
Jahresfeier, die wieder mit trefflichen Deklama=
101859 * 103676
86708 90379 92671. „94000
79261
m ſelben Moment werden etwa 10000 Brieftauben auf
tiönen und Chorgeſängen verſchönert wurde. Der Vor
107883
116037 117492 120967 122368
123826 125617
gelaſſen, um den Wortlaut ſeiner Rede und die erfolgte
itzende des feſtfeiernden Vereins, Herr Woltmann
126690
130562 131658 135460
14118g
141977 143292
Einweihung des deutſchen Stadions in aller Welt zu ver
begrüßte die Feſtteilnehmer von nah und fern. Die
44330 146139 146656 146706
148605
149199 14948a
ünden. Dann erfolgt der eigentliche Feſtzug, an dem ſich
178870
150787 153490 159411 16644a
Hauptanſprache hielt Herr Generalſekretär Göbel über
182356 16695t
etwa 30000 Sportleute beteiligen und der mit Freiübungen
200895
189124 189331 190282 192447
201205 205404.
Sacharja 8, V. 13: „Und ſoll geſchehen, wie ihr vom
der 10000 Turner geſchloſſen wird. Hierfür ſind im gan=
209257 211914 213289 213512 219363
220938 225857
Hauſe Juda und vom Hauſe Iſrael ſeid ein Fluch
ge=
zen 40 Mtnuten in Ausſicht genommen. Die ſportlichen
228130 229576 231699
weſen unter den Heiden, ſo will ich euch erlöſen, daß ihr
Vorführungen werden durch ein etwa 10 Minuten dauern=
182 Gewinne zu 500 Mk. 996 3044= 3789 74109
ollt ein Segen ſein. Fürchtet euch nur nicht und ſtärket
es Eskaladieren (Hindernislaufen) zweier kriegsſtarker
6008 11891 15875 20358 21302 24873 V26024 P26856
eure Hände”. Zum Schluß ermahnte der Redner, mit
Kompagnien des Gardedukorps eingeleitet; 10 Minuten
30477
32856 33703 34503 34708 34727 40151 41480
Freudigkeit, ohne Furcht und Scheu das Werk weiter zu
ind für Kolbenſchwingen von 700 Frauen und Jungfrauen
43401. 47827 49207 49955 51697 55850 57034
41547
-
Aus dem
treiben, da es nicht vergeblich getan wird.
angeſetzt; daran ſchließen ſich ebenfalls zehn Minuten lang
69659 71620 77126 77187 67410 92125 94698
59949
Jahresbericht, den Herr Stadtmiſſionar Hägel=
Wettlaufen der Jugend. Ein Mannſchafts=Radfahren
96397 104071 104864 106496 107006 108966 11065
erſtattete, war zu erſehen, daß der Ortsverein im verfloſſe
über 4 Runden bringt einige Abwechſelung, um ſo mehr,
114882 /115390 9116534 120785 123146 4123290
113094
nen Vereinsjahr im Segen gearbeitet hat und an Zahl
als zu gleicher Zeit im Innenraum durch den Deutſcher
129602 133474 136992 139760 140069 140494
124880
der Mitglieder auch bedeutend gewachſen iſt. Herr J.
Reichsverband für Schwerathletik eine Muſterriege von
140571
141244 141315 141732 142044 F144357 145898
May, Agent des Blauen Kreuzes aus Iſenburg, ſprach
50 Schwerathleten ihre Uebungen vorführt.
Dann folgt
150957
153128 155698 156526 157477
157906 159002
noch ein kurzes Schlußwort und um 6¼ Uhr war dieſe
das Stafettenlaufen (10 mal 100 Meter und 1500 Meter=
169966
160790 161230 164325 164953 166397
166721
Feier beendet. — Am Abend kamen noch die
zurückgeblie=
der deutſchen Landesverbände und ein 20 Minuten dauern=
174724 175549 179516 186910 195001 203470
204256
benen auswärtigen Feſtgäſte mit dem Ortsverein zur
des Turnen von 20 Muſterriegen. Den Beſchluß bildet
204733 205152 208250 216220 227927 233354
Nachverſammlung zuſammen, in der Herr Stadtmiſſionar
eine von den Turnern geſtellte lebende Pyramide wäh
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
Meiſter ſprach.
rend zu gleicher Zeit vom Turm des Schwimmbaſſins
240 Mk. gezogen
58 Gewinne zu 3000 Mk. 6077. 6667 28499 37352
herab die beſten deutſchen Springer ihre Kunſt zeigen.
42234. 64857 77706 78659 87789 89821. 97258 99763
r. Lawn=Tennis. Das Internationale Lawn
Sport, Spiel und Turnen.
103098 109406 113285 119868. 126746 136912 142937
Tennis=Turnier in Wiesbaden erreichte ſeinen
Fußballklub „Olympia‟=Darmſtadt. Man ſchreibt
168492 175804 181067 182083 ℳ 183399 194437 209221
Abſchluß und brachte dem Meiſter von Preußen und von
226888 233206 233221
uns: Am 31. Mai begeht der Fußballklub „Olympia”=
Berlin, R. Kleinſchroth=München, im Wiesbadener Pokal
174 Gewinne zu 1000 Mk. 2917¾3777 112361: 13312
Darmſtadt ſein fünfzehnjähriges Stiftungsfeſt. Im Jahre
einen neuen Erfolg. Der Münchener gewann ohne Spiel
13423
14556 17570 21094, 24757K 26443 26617 28210
1898 von Schülern höherer Lehranſtalten der hieſigen Stadt
gegen ſeinen Bruder Heinrich, dann mit 2—6, 6—0, 6—
81967
37216 47010 47924 § 52978§6091667333 68341
gegründet, erfreute er ſich bald, dank ſeiner ſportlichen
Er=
gegen Freiherrn v. Biſſing und in der Schlußrunde kampf=
68662
69643 73170 73763 75817 77781: 85794 86011
olge, großer Sympathien bei der Darmſtädter Einwoh
os gegen O. Kreuzer, der vorher überraſchenderweiſe
87260 88038 88942 90947 94588 95428 98892 99782
nerſchaft. Insbeſondere nahmen auch die Behörden bald
Rahe mit 8—6, 6—3 geſchlagen hatte. Dagegen unterlag
105028 107494 110725 110819 120847 12945d
104173
regen Anteil an der Entwickelung des Raſenſportes in
R. Kleinſchroth mit ſeinem Partner O. Kreuzer im Dop=
132281
133973 136873 138993 144415. 146665 147373
der Stadt Darmſtadt, was ſich ganz beſonders bei den ſeit
pelſpiel nach ſehr aufregendem Kampfe knapp mit 6—4
149759 150495 153495 156786
147753
157945 15997a
Jahren von dem Fußballklub „Olympia‟=Darmſtadt ver=
3—6, 5—7, 4—6 gegen das vorzügliche Paar H. Klein=
160044
169246 170076
160960 161723 162487 1 166370
anſtalteten großen nationalen olympiſchen Spielen in er
chroth=Rahe. Rahe ſiegte dann mit ſeiner Partnerin Frl.
174027
179368 182294 183936 185206 186038
178711
reulicher Weiſe kund tat. Faſt alle maßgebenden Per=
Schultz=Berlin im gemiſchten Doppelſpiel kampflos gegen
191588
193043
193518 198207 198562 i 202144 204269
önlichkeiten der Staats= und Kommunalbehörden waren
Frl. Salin=O. Kreuzer. Im Einzelſptel um die Herren
205944
206288 206658 207872 208003 208620- 213547
im Ehrenausſchuß des vorjährigen, glanzvoll verlaufenen
neiſterſchaft von Wiesbaden triumphierte O. Kreuzer ge=
214103
222144
Sportfeſtes vertreten und Se. Kgl. Hoheit der Großherzog
gen Rahe, während R. Kleinſchroth und Uhl die 3. Preiſe
186 Gewinne zu 500 Mk. 532 2656 3205 7262
von Heſſen hatte in Würdigung der hohen ſportlichen und
gewannen. Die Damenmeiſterſchaft von Wiesbaden ſah
9405
9435 10993 18408 22025 22208 24252 26621.
ſozialen Aufgabe der Sportvereine das Protektorat über
Frl. Salin gegen Frl. Bamberger in Front.
30198 31251 38838 40778 41139 45642
29320
45786
die geſamte Veranſtaltung übernommen. Als eine beſon=
51260 54547 60317 62001 67087 67254
47959
77851
ders hohe Ehre empfand es der Fußballklub „Olympta”
82302 84905 88889 89285 91053 91385 94129
101079
Vermiſchtes.
Darmſtadt, als ihm von Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog
102528
109677 113738
106715 108621 109628
114989
ein wunderbarer Goldpokal als Wanderpreis für eine
Königin Luiſe und Napoleon. Am 6. Juli 1807
142879
143231
134869
142110
132897
125866
142411
3000 Meter=Stafette zur Verfügung geſtellt wurde, der
hatte Königin Luiſe von Preußen die hiſtoriſche Unter=
50075
52546
(44047
158314
45241
146548
149779
nun alljährlich eine heiß umſtriſttene Wettkampftrophäe
edung mit Napoleon. Es iſt bekannt, wie ſie ſich über=
17525.
174202
177118
172225
173071
170888
168053
ür die deutſchen Sportvereine bildet. So kann denn nur
winden mußte, um dieſen Schritt zu tun, den ſie, da alle
189300
186470
189336
186177
185016
177252
178461.
der Fußballklub „Olympta‟=Darmſtadt, nach einer überaus
diplomatiſchen Verhandlungen an der Härte des Siegers
190594
190532
197964
208136
201753 202606
196079
erfolgreichen 15jährigen Vereinslaufbahn, mit ſtolzer Ge
cheiterten, für den König, für ihr Land und Volk not=
216967
216442 216640
215864
215303 215638
215282.
nugtuung auf eine glanzvolle Vergangenheit zurückblicken
wendig hielt. Im neueſten 20. Heft der illuſtrierten Zeit=
226549
218232.
222187 223088
222084
218605 220655
geſtützt durch das Wohlwollen aller Geſellſchaftskreiſe und
ſchrift Zur Guten Stunde ſind intereſſante Dokumente
227627
Kinderfüße bedürfen besonder-
Pflege: Chasalla-Kinderstie
ten vollen gesundheſtlichen Schutz.
Hezodddde
DenFußmessen
ee
mſt dem Chasalla-Meßapparat D. R. P. heißt: Ohne
Schön in der Form. Bequem im Tragen. Der Fuß bleibt gesund.
lästige Anproben soforf passende Chasalla-Stiefel fnden.
7
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EENE.
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3
2
3
Nummer 118.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 23. Mai 1913.
Seite 16.
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Weite 1 — extra schmal,
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Weite 3-— schmal,
Weite 4 — mäßig schmal,
Weite- 5 — normal weit,
2
Weite 6 — weit,
Weite 7 — sehr weit,
Weite ‟ 8 — extra weit,
Weite 9 — außergewöhnlich weit,
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Weite 10— ganz außergewöhnl. weit,
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Weiße Stoff-Damenschuhe . .
Weite 11 — abnorm weit,
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