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Abonnementspreis
Inſerake
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
2
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
47.
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
und
ſowie von unſeren Agenturen
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwirdnichtübernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
M 114.
Montag, den 19. Mai.
1913.
nicht durchgeführt werden kann”. Es dauerte denn auch
Die heutige Nummer hat 16
Seiten.
trat dann in warmen Worten zugunſten der Anſprüche
nicht lange, bis Staatsſekretär von Hofmann durch Herrn
Griechenlands ein.
von Puttkamer erſetzt wurde. Wird man eintretenden
Hierauf ergriff der Miniſter des Aeußern Pichon
das
Wort und gab eine ausführliche Darſtellung der
Falls jetzt ohne einen Perſonenwechſel auskommen?
Das Wichtigſte vom Tage.
Balkankriſe und betonte, daß die Tätigkeit Frankreichs
von Anfang an darauf gerichtet war, unter den Mächten
Am Samstag fand in Berlin die Vermählung der
die Einigkeit aufrecht zu erhalten. Die Skutarifrage dürfe
Prinzeſſin Viktoria Margarethe von Preußen mit dem
Bezüglich der Verlautbarung des Matin über die
nicht ſo aufgefaßt werden, wie Guernier es getan. Es
Prinzen Heinrich XXXIII. von Reuß j. L. ſtatt.
beiden Geſetzesvorlagen, betr. Verſchärfung der
Preßge=
habe ſich vor allem darum gehandelt, dem Balkankrieg
raſch ein Ende zu machen. Durch den Fall Skutaris, wel=
Die Wahlmännerwahlen zum preußiſchen
ſetzbeſtimmungen und Aenderung des Vereinsrechtes, ver=
Abgeordnetenhauſe ergaben keine weſentliche
cher allerdings mehr durch eine diplomatiſche als durch
lautet aus zuverläſſiger Quelle, daß eine Vorlage beim
eine militäriſche Anſtrengung erzielt worden ſei, ſei die
Aenderung in den Parteiverhältniſſen.
Bundesrat vorliegt, ungefähr in der Form, wie ſie durch
Lage ſehr verwickelt worden. Man mußte energiſch und
Nach dem Abſchluß des Prinz Heinrich=Fluges
den Matin bekannt geworden iſt. Es handelt ſich um
raſch handeln. Wir können uns nicht genug
beglück=
hielt Prinz Heinrich von Preußen auf einer
wünſchen zu der Londoner
Botſchafter=
die Einführung des Preßgeſetzes als Reichsgeſetz. Der
Feſttafel in Straßburg eine Anſprache. Den Kaiſer=
Reunion, deren Vorſitzender Grey alles getan hat. um
einzige Unterſchied gegenüber der Rechtslage im übrigen
preis und den Prinz Heinrich=Preis der
den Frieden zu erhalten. (Lebhaſter Beifall) Pichon
Luft erhielt Leutnant Canter.
Reiche ſoll künftig nur der ſein, daß den
Verwaltungs=
erwähnte ſodann die Vetersburger Votſchafterkonſerenz,
behörden die Befugnis vorbehalten werden ſoll, wie
bis=
an welcher Deleaſſe weſentlich mitgewirkt habe, um eine
Das bayeriſche Regentenpaar iſt am Samstag
Verſtändigung zwiſchen Bulgarien und Rumänien
herbei=
nach München zurückgekehrt.
her, ausländiſche Druckſchriften zu verbieten. Dieſe
Mög=
zuführen. Die Kriſe, welche Europa bedroht habe ſei
lichkeit ſoll ausgedehnt werden auf die im Reiche in nicht=
Die Stadt Preßburg wurde am Samstag durch einen
beendet. Die verdienſtvolle Weisheit Oeſterreich=
Un=
großen Brand heimgeſucht.
deutſcher Sprache erſcheinenden Druckſchriften, die ja nach
garns, die friedliche Haltung Rußlands und die friedliche
ihrer ganzen Tendenz keinen Anſpruch auf eine andere
Geſinnung Europas haben zu dieſem Ergebnis
hervor=
ragend beigetragen. Frankreich hat darauf unaufhör=
Behandlung haben können als ausländiſche. Bezüglich
Tageskalender zur Geſchichte der
lich ſeine Politik der Einigkeit, der Eintracht, des
Fort=
des Vereinsrechtes dürfte die Mitteilung des Matin das
Befreiungskriege.
ſchritts und des Friedens begründet. Das Ziel dieſer
Richtige treffen.
Politik ſei jüngſt von Leon Bourgeois trefflich mit den
Mai 1813: Treffen bei Königswartha; Sieg der Ruſ=
19.
Worten gekennzeichnet worden: Man müſſe trachten, daß
ſen über die Franzoſen.
Europa von einer Seele erfüllt ſei, daß es eine moraliſche
Treffen bei Weiſſig. Die Franzoſen beſiegen die Ruſ=
Perſon werde, das Recht verteidige und ſeine Pflicht
er=
ſen und Preußen.
Frankreich.
fülle. Dieſe Politik, fuhr Pichon fort, wird Frankreich
Napoleon in Bautzen.
fortſetzen und im Einklang mit ſeinen Freunden und Ver=
In der franzöſiſchen Rüſtungsfrage
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7 und 8.
bündeten ſeine Intereſſen wahren. Dieſe Politik wird
folgt Zug auf Zug. Eben erſt hat die Kommiſſion den
uns auch bei den bevorſtehenden neuen Schwierigkeiten
Kredit von 420 Millionen angenommen und am
Don=
leiten, denn wir ſind leider weit entfernt von der
end=
nerstag hat die franzöſiſche Regierung in der Frage der
gültigen Regelung aller durch den Balkankrieg hervorge=
Kurswechſel in den
Reichs=
ruſenen Fragen Die Kriegführenden miſſen einen end=
Einbehaltung des letzten Jahrganges nach einer bewegten
gültigen Frieden ſchließen. Die Großmächte wer=
Sitzung ein glänzendes Vertrauensvotum erhalten. Man
landen?
den die Abarenzung und das Statut Albaniens
feſt=
entſinnt ſich, wie großen Anfeindungen die Regierung
aus=
ſetzen und ſich über das Schickſal der Aegäiſchen Inſeln
C Wie halbamtlich gemeldet wurde, hat die
elſaß=
geſetzt war, als ſie mit dieſem Plane an die Oeffentlichkeit
auszuſprechen haben. Die Balkanverbündeten werden ſich
lothringiſche Regierung beim Bundesrat eine Ergänzung
bei der Verteilung der von ihnen eroberten Gebiete zu
trat; man warf ihr Staatsſtreich, Rechtsbruch und ſonſtige
des Vereinsgeſetzes vom 19. April 1908 und die
verſtändigen haben. Bei einzelnen dieſer Fragen ſind
ſchöne Dinge vor, und ſelbſt in gemäßigten Kreiſen war
Schwierigkeiten vorauszuſehen, doch ſcheint keine derſelben
Einführung des Reichspreßgeſetzes unter
Hinzu=
man gegen dieſe Maßnahme, die ſchwere wirtſchaftliche
den europäiſchen Frieden bedrohen zu ſollen. Im Geiſte
fügung einer Beſtimmung über den Vertrieb ausländiſcher
Nachteile im Gefolge haben muß, insbeſondere erhob ſich
der Mäßigung und Verſöhnlichkeit, den wir unaufhärlich
Druckſchriften für die Reichslande beantragt. Da die
halb=
bewieſen haben, und in der Abſicht, alle Probleme
hintan=
in akademiſchen Kreiſen eine lebhafte Oppoſition. All das
amtliche Mitteilung ſich auf dieſe Angaben beſchränkt, iſt
zuhalten, welche nach dem Problem der euroväiſchen
Tür=
hat aber nichts vermocht, und auch Jaurés konnte im
letz=
kei auſtauchen werden, haben wir den Willen, der
un=
man einſtweilen für die Beurteilung des geplanten
Vor=
ten Moment nicht mehr retten, was nicht mehr zu retten
glücklichen Türkei ihre wirtſchaftliche Entwicklung zu
gehens auf Privatnachrichten angewieſen. Ihnen zufolge
war. Miniſterpräſident Barthou wies einfach auf die
ſichern, ohne die Balklanverbündeten der berechtiaten
ſoll der Statthalter die Befugnis erhalten, alle Vereine
Früchte ihrer Siege zu berauben; ein ſchweres und heikles
äußere Lage hin unter Betonung, daß trotz einer gewiſſen
aufzulöſen, die die Sicherheit, ſowie den inneren Frieden
Werk, welches das Vertrauen des Parlaments und der
Beſſerung keineswegs alle Schwierigkeiten behoben ſeien,
Oeffentlichkeit bedarf.
des Landes gefährden und deren Vereinstätigkeit mit den
und daß noch manche Probleme der Löſung harrten. Auch
Darauf wurde eine die Erklärung der Regierung bil=
Vereinsſatzungen nicht übereinſtimmt. Des weiteren ſoll
blieb er entgegen dem deutſchen Dementi dabei, daß
zwi=
ligende Vertrauenstagesordnung einmütig
der Statthalter den Verkauf franzöſiſcher Druckſchriften
ſchen beiden Armeen ein Unterſchied von 180000 Mann
durch Handaufheben angenommen.
verbieten dürfen.
beſtehe, womit er die Regierungsmaßnahme der Zurückbe=
Ob die hier angeführten Einzelheiten richtig ſind,
haltung der letzten Jahresklaſſe begründete. Seine
Argu=
bleibt abzuwarten. Im Zuſammenhange mit der
halb=
mente ſchlugen denn auch ein. Vielleicht hatte die
Regie=
amtlichen Ankündigung aber erſcheint die Hoffnung
be=
rung ein Vertrauensvotum mit ſolcher Mehrheit ſelbſt nicht
engliſch=türkiſchen
Die
rechtigt, daß die Abſicht beſteht, die
Regierungs=
einmal erwartet.
gewalt in den Reichslanden ſchärfer zu
Verhandlungen.
Dies zeigt deutlich, von welchem Geiſte man
in
handhaben. Nach der Entwicklung, die die elſaß=
*
Frankreich beſeelt iſt, indem man jenſeits der Vogeſen al=
Times ſchreibt über die engliſch=
Die
lothringiſchen Verhältniſſe ſeit der Erteilung einer
Ver=
les gut heißt, was den Machthabern im Intereſſe des
mi=
türkiſchen Verhandlungen bezüglich der
Bag=
faſſung angenommen haben, darf ein derartiger Entſchluß
litäriſchen Schutzes erforderlich erſcheint. Der
Zurückbe=
dadbahn: Was die Bagdadbahn betrifft, ſo lag
der Regierung nicht in Erſtaunen ſetzen. Denn ſowohl
haltung des letzten Jahrganges fehlt zweifellos jede
recht=
das Hauptintereſſe Großbitanniens darin, dafür zu
innerhalb wie außerhalb des elſaß=lothringiſchen
Land=
liche Grundlage, denn das neue Geſetz über die dreijährige
ſorgen, daß ſein Handel keiner differenziellen
Be=
tages hat ſich eine Politik breit gemacht, die nur zu häufig
Dienſtzeit exiſtiert in Wirklichkeit noch nicht, und die vor
handlung unterworfen wurde, wenn die Linie gebaut
vergaß, daß Elſaß=Lothringen deutſches Reichsland
zwei Jahren einberufenen Soldaten ſind zur Fahne unter
wird. Dieſes Ziel wird durch die Ernennung von
iſt und bleiben muß. Das Entgegenkommen der Regie=
Bedingungen getreten, die man nicht ſo ohne weiteres
zwei britiſchen Aufſichtsräten wahrſcheinlich geſichert
rung, bewieſen nicht nur durch die Verleihung der das
all=
umſtürzen kann. Daran kehrt man ſich aber in Frankreich
ſein, die an der Kontrolle der Bahn teilnehmen. Wenn
gemeine, gleiche Wahlrecht enthaltenden Verfaſſung,
ſon=
eben nicht, das Wohl des Staates geht über
Prinzipien=
dieſer Vorſchlag angenommen wird, wird Großbritannien
dern auch durch die größte Duldſamkeit gegenüber jeder
fragen. Für das Heer alles, das iſt jetzt dort die
herr=
weiter keine Urſache haben, einem Plan, der für die Ent=
Art von Vereinsbildung, iſt auf das übelſte belohnt wor
ſchende Parole, und die Hoffnung lugt hindurch, von
die=
wicklung der aſiatiſchen Türkei viel bedeuten würde,
den. Die unerhörten Herausforderungen,
ſem Inſtrument möglichſt bald Gebrauch machen zu
Schwierigkeiten zu machen. Unſere Intereſſen werden
die ſich die nationaliſtiſche Preſſe durch Beſchimpfungen
können.
reichlich geſichert ſein. Wir haben ſtets betont, daß der
des Deutſchtums, ihre Stimmführer durch empörende Re=
Es läßt ſich nicht leugnen, daß keineswegs chauvi=
Endpunkt der Bahn in Basrah keine Bedrohung der
ſpe=
den vor franzöſiſchen Zuhörern leiſteten, haben in
fran=
niſtiſche Schichten allein es ſind, die eine aggreſſive
Ten=
ziellen britiſchen Intereſſen im Perſiſchen Golf bedeute,
zöſiſchen Schriftwerken den lebhafteſten Widerhall
gefun=
denz verfolgen, ſondern daß auch neuerdings die amtliche
und die deutſchen Unternehmer werden ihren großen Plan
den und können an der Vereinstätigkeit nicht ſpurlos vor=
Politik unzweifelhaft hiervon geleitet wird. Den Beweis
mit wohlwollender Zuſtimmung Großbritanniens
voll=
übergegangen ſein. Der Landtagsbeſchluß gegen
hierfür liefern die Haltung gegenüber dem Dreibund
wäh=
enden können. Eine offizielle britiſche Beteiligung an dem
die Heeresverſtärkung und die ihm entſprechende
rend der Balkanwirren und die jetzt bekannt gewordenen
Bau der Linie wird nicht ſtattfinden, aber britiſches Kapi=
Haltung reichsländiſcher Abgeordneter im Reichstage zeig=
Forderungen, die der franzöſiſche Botſchafter in
Kon=
tal wird nicht gehindert ſein, ſich an dem Plane zu
betei=
ten auf das deutlichſte an, von welchem Geiſte man in
ligen. Wir glauben, daß mit einer ſolchen Löſung eine
er=
ſtantinopel hinſichtlich Vorderaſiens der Pforte
über=
der Weſtmark des Reiches erfüllt iſt.
giebige Quelle von internationalen Mißverſtändniſſen
ver=
mittelt hat.
Angeſichts ſolcher Tatſachen wäre ein Kurswechſel
ſchwinden wird. Das wird eine weitere Bekundung des
der reichsländiſchen Regierung durchaus zu begrüßen. Die
Geiſtes des Zuſammenarbeitens unter den Großmächten
Frage aber iſt, ob neue Maßnahmen nicht auch neue
Miniſter Dichon über die Lage
ſein, der letzthin ſo viel getan hat, um den europäiſchen
Männer erfordern. Als nach dem ungünſtigen Ausfall
Frieden zu erhalten. Er wird Deutſchland bezeugen, daß
auf dem Balkan.
der reichsländiſchen Wahlen von 1887 die Zügel der Re=
England ſich dem weſentlichen Teil des Projektes nicht
wi=
gierung ſtraffer angezogen werden ſollten, gab der Statt=
In der franzöſiſchen Kammer begründete
derſetzt, ſoweit ſeine eigenen ſpeziellen Intereſſen geſchützt
halter Fürſt Hohenlohe=Schillingsfürſt am 5. März 1887
Guernier eingehend ſeine Interpellation über die Haltung
ſind, und vor allen Dingen wird er die finanziellen
in einem an Fürſt Bismarck gerichteten Schreiben der
Frankreichs in der Balkankriſe und bedauerte, daß Frank=
Schwierigkeiten der Türkei erleichtern und ſie in den Stand
Ueberzeugung Ausdruck, „daß die Maßregeln, welche
nun=
reich an jener Aktion teilgenommen habe, um von der
ſetzen, das Unternehmen zu fördern, das mit einem Band
mehr zu ergreifen ſind, und das Syſtem, welches jetzt be=
Türkei die Abtretung Adrianopels und von Montenegro
von Stahl die großen aſiatiſchen Gebiete, wo ihre
Zu=
die Rückgabe von Skutari zu verlangen. Robert David
folgt werden muß, mit dem bisherigen Staatsſekretär
kunft liegt, zuſammenfaßt.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 19. Mai 1913
Nummer 114
Herr Pfarrer Karl Leydhecker im Alter von etwa 75
tersberg hinter den Kliniken. Am Montag findet die
ausgebrochen. Dies iſt das dritte Großfeuer innerhal
Jahren. Der Verſtorbene entſtammt einer
hochangeſehe=
feierliche Einweihung der Lupusheilſtätt
acht Tagen. Es fand an den großen Holzvorräten reichlich
nen Familie in Darmſtadt und wirkte auf dem Gebiet
tatt.
Nahrung und nahm bei den ſich mehrere Kilometer wei
der inneren und äußeren Miſſion ungemein ſegensreich
den Hafen entlang erſtreckenden Holzlagern rieſige Di=
Viele Tauſende ſpendete er mit ſeiner vor einigen Mo.
menſionen an. Die Feuerwehren von Lübeck und Um
Kunſtnotizen.
naten verſtorbenen Gattin für dieſe Zwecke. Schon viele
gebung wurden bei den Löſcharbeiten von mehreren Kon
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach
Jahre wohnte er zeitweilig in ſeiner hübſchen Villa an
pagnien des Infanterie=Regiments Lübeck unterſtützt
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor
Eingang in das Fürſtenlager, hier. Der Heimgang die=
Haushohe Bretter= und Balkenſtapeln, die im Grenzgebiete
* Der Richard Wagner=Abend, der zur Feie
ſes ausgezeichneten Mannes, der auch hier viel Gutes
des Feuers aufgeſtapelt lagen, wurden in die Trave ge
des 100jährigen Geburtstages des Meiſters am nächſten
ſtiftete, erregt in allen Kreiſen die größte Teilnahme.
ſtürzt, um der weiteren Ausbreitung des Feuers entgegen=
Mittwoch im Feſtſaale der Turngemeinde veranſtaltet wer
zuarbeiten. Um 5 Uhr morgens konnte das Feuer auf ſei=
Mörlenbach i. O., 17. Mai. Bei einem Treibjager
den wird, bringt in ſeinem erſten Teil vier Werke des
nen Herd beſchränkt werden. Man vermutet, daß Brand
wurde in der hieſigen Gemarkung ein menſchliches
Meiſters, von denen die erſten drei hier wohl ganz ſelter
ſtiftung vorlieg=
Skelett gefunden, und man vermutet, daß man es
zu Gehör gebracht worden ſind. Den Anfang macht eine
Trieſt, 16. Mai. Der Dampfer „Saxonia” der
mit der Leiche des ſeit 6 Jahren verſchwundenen
Mör=
tiefgründige Fauſt=Ouvertüre, die Wagner im Ja
Cunardlinie mit 400 Auswanderern an Bord geriet in
ders Gölz zu tun hat. Eine Geldbörſe, eine Schnupf
nuar 1840 in Paris ſchrieb und die er ſich urſprünglich als
Brand. An Bord brach eine Panik aus. Nach acht
Stun=
tabaksdoſe und ein Paar Schuhe ſollen in der Nähe der
den erſten Satz einer großen Fauſt=Symphonie gedacht hatte
den war der Brand gelöſcht. Die Abreiſe des Dampfers
Leiche entdeckt worden ſein; ebenſo an einem Baum hän
Es folgt das große, in ſeiner Farbenpracht berauſchend
iſt verſchoben worden; der Schaden iſt noch nicht
feſt=
gend ein Lederriemen. Die gerichtliche Unterſuchung iſt
geſtellt.
Bacchanale „Der Venusberg”, das für die Pariſe
eingeleitet
Aufführung des „Tannhäuſer” (am 13. März 1861) von
Gent, 16. Mai. Im Vergnügungspark der Welt=
Mainz, 16. Mai. Der hieſigen Kriminalpoli
Wagner neu komponiert wurde. Das Siegfried
ausſtellung ſind geſtern nacht zwei Wagen der
Ge=
zei gelang es, einer Diebes= und Hehlerband
Idyll ſchuf der Meiſter im November 1870 in der Ville
birgsbahn dreißig Meter hoch herabgeſtürzt. Ein
habhaft zu werden, die ſeit längerer Zeit bedeutende
Triebſchen bei Luzern nach der Geburt ſeines Sohnes
Paſſagier wurde getötet, fünf ſind ſchwer verletzt.
Waxendiebſtähle im Zollhafengebiet verübten. Zuletz=
Siegfried; es gelangte dort am 25. Dezember 1870 unte
Cetinje, 17. Mai. Großfürſtin Militza von Ruß
wurde amerikaniſches Fleiſch fäſſerweiſe geſtohlen. Es
Wagners eigener Leitung als Geburtstagsüberraſchun
land und Prinz und Prinzeſſin von Batten
wurde ein hieſiger bekannter Wirt, ein Metzger und ein
für Frau Koſima zur erſten Aufführung. Das Vorſpie
berg, die ſeit mehreren Monaten in Cetinje Aufenthalt
Schiffer verhaftet. Die beiden erſteren ſind der Hehlere
zu „Triſtan und Iſolde” endlich, das die erſte Ab
genommen hatten, ſind geſtern nach Petersburg und
angeklagt, der letztere hat die geſtohlenen Waren des nachts
teilung abſchließt, wird mit dem Konzertſchluß von Ri=
Darmſtadt abgereiſt
per
Nachen fortgeſchafft
chard Wagner aufgeführt, den er im Dezember 1859 in
Mainz, 16. Mai. Nachdem ein von ihm gegen einer
Parts ſchrieb, und den er ſelbſt „Iſoldens Verklärung
Mitarbeiter geplanter Mord verhindert worden war
benannte.
Der Nieder=Modauer
Bank=
machte oberhalb der Nonnenaue bei Heidesheim der 30
Jahre alte Jean Weidmann aus dem letztgenannten
krach vor der Strafkammer,
Ort ſeinem Leben durch einen Schuß in den Kop=
Reich und Ausland.
ein Ende. Weidmann, ein gewalttätiger Menſch, wollt
3 2. Verhandlungstag.
ſeinen Kollegen töten, weil er dieſem die Schuld an ſei=
Aus der Reichshauptſtadt, 17. Mai. Zur
Vermäh=
g. Der Sachverſtändige Regierungsrat Baſtiar
ner Entlaſſung von ſeiner Arbeitsſtätte zuſchrieb. — Zu dem
lung der Prinzeſſin Viktoria Margarethe
ſetzte zu Beginn der Samstagsverhandlung ſeine Erklä
Selbſtmord ſchreibt das M. J.: Weidmann, ein als rob
mit dem Prinzen Heinrich XXXIII. zu Reuß j. L
rungen zu den geſtellten 12 Fragen fort. Eine weitere
und gewalttätig bekannter Burſche, war vor einiger Zeit
traf geſtern nachmittag 2 Uhr 52 Min. auf dem Anhalter
Frage lautet: Mußten die unter gewiſſen Vorausſetzun
von dem Gutsverwalter des Schloßbeſitzers auf der Hei
Bahnhof der Fürſt zu Reuß j. L., welcher gleichzeitig ſei
gen zugeſagten 60000 Mark zur Schuldentilgung dure
nen Antrittsbeſuch am Berliner Hofe macht, mit dem Erb
desheimer Rheininſel wegen Gewalttätigkeit
die Aktiva und Paſſiva der Bilanz laufen, oder mußter
prinzen zu Reuß j. L. und der Prinzeſſin Viktoria
Feo=
gegen ſeine Mitarbeiter entlaſſen worden.
Die
ſie ganz aus der Bilanz herausbleiben? Der Sachverſtän
dora zu Reuß j. L. ein. Am Bahnhof waren zum Empfang
Schuld an der Entlaſſung ſchob Weidmann ſeinem
Ar=
dige erklärt, daß an und für ſich, losgelöſt vom übrigen
erſchienen Prinz Eitel Friedrich in Vertretung des
Kai=
beitskollegen Wilhelm Kiſſel zu. Dieſem hatte er wie=
Sachverhalt, die Einſtellung in Aktiva und Paſſiva ſolang
ſers, die hier eingetroffenen Prinzen des Hauſes Reuf
derholt gedroht, er werde ihn im Rhein ertränken oder
erfolgen müßte, bis die geſtellten Bedingungen erfüllt ſind
der kommandierende General des Gardekorps, der
Kom=
erſchießen und dann Selbſtmord begehen. Ein geplanter
oder ſie dürften vorher überhaupt nicht in der Bilanz er
mandant von Berlin und der Polizeipräſident. Die Ehren=
Ueberfall am Rheinufer wurde kürzlich durch die vor
ſcheinen. Zur nächſten Frage: Wie erklärt es ſich,
nach=
ompagnie ſtellte das 4. Garderegiment zu Fuß. Prinz
her benachrichtigte Gendarmerie Ober=Ingelheim ver
weislich der Bücher und Bilanzen, daß nicht 275000 be
Eitel Friedrich geleitete die Herrſchaften in das königlich
hütet. Am Samstag abend beabſichtigte Weidmann der
ziehungsweiſe 327000 Mark, ſondern andere Summen in
Schloß, wo der Fürſt Wohnung nahm. Die Vermählung
Ueberfall an dem Kiſſel auszuführen; dieſer aber wurde
die Bilanz eingeſtellt und veröffentlicht worden ſind? er
iſt heute mittag im Neuen Palais unter den üblichen
Zere=
noch rechtzeitig gewarnt und blieb auf der Inſel.
Weid=
klärt der Sachverſtändige, daß er das nicht unterſucher
-
Der Magiſtrat hat den
moniells vollzogen worden
mann hat ſich dann ſelbſt erſchoſſen
könne, wer den Generalverſammlungsbeſchluß ausführen
Stadtverordneten eine Vorlage unterbreitet, betreffend
Worms, 17. Mai. In der geſtrigen
Stadtverordneten=
ſollte, beziehungsweiſe warum er nicht ausgeführt wurd
die Umgeſtaltung des Univerſitätsviertels
verſammlung teilte der Oberbürgermeiſter mit, daß zweck
Wenn damals noch kein Dubioſenverzeichnis vorhander
mit einem Koſtenaufwand von über 5 Millionen Mark
Verſtärkung der Wormſer Garniſon aus
An=
geweſen ſei, wäre die Ausführung jenes Beſchluſſes kaum
Der Eiſenbahnſchloſſer Rietmüller aus Lankwitz war
laß der Heeresvermehrung die Stadtverwaltung
bein
möglich geweſen. Aus dieſem Grunde könnte dann di
geſtern abend in einem Schuppen mit Nachſehen der
Kriegsminiſterium vorſtellig geworden ſei. Der
Vor=
nkorrigierte Bilanz herausgegeben worden ſein. Auf die
Bremſen an den Wlagen beſchäftigt und ſtand dabei it
ſitzende verlas die in dieſer Angelegenheit gewechſelten
weitere Frage, ob durch eine richtige oder, wie geſcheher
einem Kanal, über den ein Schienenſtrang geht. Hier=
Briefe. Die Stadtverwaltung hat angefragt, ob nicht
unrichtige Buchung, der bedingten Vergütung der 60000
bei hatte er die Arme über die Schienen gelegt
eine Verſtärkung der Garniſon Worms durch Kaval=
Mark ein Gewinn für den Verein ſich ergeben konnte, ant=
und überhörte das Warnungsſignal eines Leerzuges. Die
lerie, vielleicht auch durch Pioniere, beſonders abe:
wortet der Sachverſtändige mit Nein. Wenn die Aktivie=
Räder trennten ihm beide Arme ab, ohne daß jemand
durch Artillerie in Frage komme; ſie hat
weitgehen=
rung der übernommenen 52000 Mark feſtſtehe, dann ſe
etwas bemerkte. Der Verunglückte fiel in den Kanal und
des Entgegenkommen angeboten und angefragt, ob der
auch durch den erhaltenen Schuldentilgungsfonds von
wurde ſpäter tot aufgefunder
Herr Kriegsminiſter bereit ſei, eine Abordnung der Worm=
60000 Mark ein Gewinn entſtanden und ſomit die Vertei
Frankfurt, 17. Mai. Heute früh wurde die erſte Frau
ſer Stadtverwaltung zu empfangen. Das
Kriegsminiſte=
lung von Dividende zuläſſig. Die Zuläſſigkeit der
Akti=
des Gattenmörders Hopf ausgegraben. Die
Un=
rium hat darauf mitgeteilt, daß Worms auf die Bewerber
vierung ſei, wie die Aktivierung der 275000 Mark, eine
terſuchung ergab, daß in den Leichenteilen Arſenik vorhan
Frage für ſich
11
liſte geſetzt ſei; eine mündliche Beſprechung erſcheine
den war. Hopf gab zu. daß er ſeiner erſten Frau Hack=
Die nächſte Frage lautet: Hat die Landwirtſchaftliche
dieſem Augenblick entbehrlich
fleiſch mit Cholera= und Typhusbazil
Genoſſenſchaftsbank oder Ihrig durch die Hereinnahme
(*)
Gießen, 17. Mai. Eine große Jahrhun
len zu eſſen gegeben habe. Die Blätter, die ſeinerzeit
we=
von Vereinsakzepten unter gleichzeitiger Hereinnahme der
dertfeier begehen Univerſität, Bürgerſchaft und Regi
gen Beleidigung dieſes Ehrenmannes verurteilt wurden
hinterlegten Sicherheiten dem Verein einen Schaden und
ment am 1. Juni.
Nachmittags iſt Feſtvorſtellung im
hatten alſo Recht und dürften jetzt eine Wiederaufnahme
ſich einen Vermögensvorteil zugefügt? Der Sachverſtän=
Stadttheater; dabei wirken mehrere Geſangvereine und
des Verfahrens beantragen. Unbegreiflich bleibt es, daß
dige erklärt, daß zweifellos ein Schaden entſtanden iſt
die Regimentskapelle mit, der Univerſitätsrektor hält die
dieſer Menſch ungehindert ſein verbrecheriſches Handwerk
ob aber die Genoſſenſchaftsbank den Schaden dem Verein
Feſtrede. Abends veranſtalten die Studenten vor
weiter betreiben konnte
zugefügt hat, ſei eine ganz andere Frage
Oswaldsgarten aus einen Fackelzug. Daran ſchließt ſic
Wandsbek, 17. Mai. Auf dem Exerzierplat
Auf die Frage, ob die Genoſſenſchaftsbank ſich einen
gemeinſamer Kommers der Bürgerſchaft und der
Univer=
auf der Horner Rennbahn hörte der Herrenreite:
Vermögensvorteil zugefügt hat, möchte er ſagen, daß ſeiner
ſität in der Feſthalle auf dem Triek
Leutnant Braune, als er mit einem Zuge der 4. Eska
Anſicht nach die Genoſſenſchaftsbank die Einlöſung nicht
(*) Gießen, 17. Mai. Die Lupusheilſtätte iſ
dron der Wandsbeker Huſaren eine Uebung leitete, Hilfe
mit der Abſicht vorgenommen hat, ſich einen Gewinn zu
vollendet und damit iſt unſere Univerſitätsſtadt um ein
rufe. Ein 12jähriger Knabe war ins Waſſer gefallen
verſchaffen. Zur Beantwortung der Frage, ob die Ein
ſtattliches Gebäude und eine gemeinnützige Heilanſtal
Seine des Schwimmens unkundige Mutter und ebenſo die
löſung der Wechſel im Jahre 1908 den Verein vor der
reicher geworden. Da es bisher in Heſſen und den be=
15 Jahre alte Schweſter ſprangen ihm nach; alle drei Per=
Konkurs bewahrte, bemerkt der Sachverſtändige, es ſei
nachbarten Gebieten an einer Einrichtung für ambulato
ſonen waren, wie dem Lokalanzeiger gemeldet wird, dem
allgemein geſprochen, ein Verdienſt der Genoſſenſchaft
riſche Behandlung der an Haut=Tuberkuloſe Erkrankter
Ertrinken nahe. Leutnant Braune ſprang in voller Uni
wenn ſie einen Verein vor dem Konkurs bewahre. Dem
fehlte, ſo entſchloß ſich der Heſſiſche Heilſtättenverein, eine
form in das tiefe Waſſer und rettete Sohn und Tochter
Verein hätte aber ſeiner Anſicht nach ohne übermäßige
Heilanſtalt am Sitze der Landesuniverſität zu errichten
Der Huſar Nowak ſprang ſeinem Leutnant nach und ver
Inanſpruchnahme das geſamte Wechſelengagement abge
Die Anſtalt wird für ganz Mitteldeutſchland von größte
ſuchte die Mutter zu retten. Dieſe klammerte ſich an den
nommen werden können. Der Weg, den Ihrig gewählt
Bedeutung werden, das geht ſchon jetzt aus der großen
Soldaten und zog ihn mit ſich in die Tiefe. Nun ſprangen
habe, hat aber nicht zur endgültigen Befreiung des Nie
Zahl von Aufnahmegeſuchen hervor. Zur Ausſtaitung
zwei andere Huſaren ins Waſſer, und dieſe brachten es
der=Modauer Vereins aus dem Engagement geführt.
ertig, ihren Kameraden und die Frau zu retten.
und zum Betrieb der Anſtalt ſind zahlreiche Geldſpenden
Einen faktiſchen Verluſt habe Nieder=Modau durch die
und Geſchenke eingegangen. Zum Leiter der Anſtalt i
Lübeck, 17. Mai. Auf den großen Holzlagern von
Wechſeleinlöſung nicht erlitten. Die nächſte Frage lautet:
Profeſſor Dr. Jeſionek beſtimmt. Der ſchmucke, drei
Havemann u. Sohn, Großmann und Jürgen, ſowie Breug
Hätten ſich die Vereinsmitglieder und die Gläubiger
de=
ſtöckige Bau befindet ſich in ſchöner Lage auf dem Sel
mann u. Sohn iſt in der vergangenen Nacht Großfeue
Vereins bei einer Konkurseröffnung im Jahre 1908 beſſe
ſtaltet hat. Bleibt nur noch die ſchwere Frage: „Wer
verdienſtvollen geiſtigen und künſtleriſchen Leiters der
Abbildungen und bildliche Form. Die Abbildungen von
wird die Mode kreieren?” Wer wird zuerſt mit einen
Verlagsanſtalt, auf die unſere Stadt mit Recht ſtolz ſeit
Moden und Möbeln, von Hausrat und Häuſern,
Gemäl=
leichten Bluſenanzug auf der Straße ſich den neugierigen
darf, fortgeſetzt findet, mögen wieder nachſtehende
Wür=
den und Zeichnungen, Stickereien und Flechtereien, von
Blicken des Publikums ausſetzen, wer in die
Bureau=
digungen beweiſen, die hier gewiß intereſſieren dürften
Glas und Porzellan, von Bildwerken aus der Welt de
und Geſchäftsräume die Reform der Sommerkleidung
So ſchreibt Dr. Robert Corwegh im Leip
ſichtbaren Tatſachen und aus der künſtleriſchen Phantaſie
tragen? Denn zunächſt wird es doch wohl einiges Kopf
ziger Tageblatt in der Abendausgabe vom 10.
machen jedes Heft der Deutſchen Kunſt und Dekoratior
ſchütteln geben, aber wenn erſt einmal der Anfang ge
Mai: „Als Hofrat Alexander Koch im Dezember
vori=
zu einer Quelle wirklich erholenden und anregender
gen Jahres ſein Herausgeber= und Verleger=Jubiläun
macht iſt, ſo wird das Beiſpiel ſicherlich viele dankbar=
Genießens. Der Kreis der Leſer und Betrachter dieſe
feierte, da zeigte es ſich, wie allgemein ſeine kulturför
Nachfolger finden.
Zeitſchrift iſt von Jahr zu Jahr gewachſen, weil jede
dernde Tätigkeit Anerkennung gefunden hat. Bildend
Private und Geſchäftsmann, jeder Kunſtgewerbler un
* Das Geſchäft der Wahlweiber. Bekanntlich hat die
Künſtler und Schriftſteller, Fürſten und Mäzene, alles
Künſtler aus dieſen wundervoll illuſtrierten, auch text=
Londoner Polizei im Political und Women Club
dem
vereinte ſich, um in ein „Goldenes Buch” des Verlages
lich immer muſtergültig knapp gefaßten Heften bewußt
Vereinshaus der Sufragetten, die Geſchäftsbücher
de=
in kleineren Aufſätzen oder in gebundener Form einige
oder unbewußt für Beruf und Leben reich gewinnt. Wer
ehrſamen Frauen beſchlagnahmt. Jetzt werden inter
Worte dankbarer Anerkennung einzuzeichnen. Aus dieſet
den internationalen Markt der Kunſtzeitſchriften kenn
ſſante Ziffern darüber bekannt, was die Suffra
allgemeinen Zuſtimmung der Beſten und hierzu Berufen
wird der Deutſchen Kunſt und Dekoration ohne Zögerr
getten verdienen. Die meiſten von ihnen ſtehen
ſten ſeiner Zeit wird klar, daß die Werke des
Verlage=
die Stelle einer vorbildlichen, führenden Publikation
ein=
direkt im Dienſte des Vereins, der ſie gar nicht ſo ſchlecht
nicht vieler Worte oder Anpreiſung bedürfen. Dennock
räumen. Das bedeutet gleichzeitig eine Auszeichnung
bezahlt. So erhielt Frau Annie Kenney wöchentlich 10.
muß hervorgehoben werden: Nicht einſeitig leitet Hofrat
deutſcher Verlagstätigkeit und deutſchen Ernſtes, auf die
Mark, Frau Drummond und Frau Keir erhalten je 87,50
Koch ſeine Zeitſchriften. Allen Richtungen — haben ſie
wir ſtolz ſein dürfen und ſtolz ſein ſollen.
Mark feſtes Gehalt, Frau Barett nur 75 Mark feſt. Dazu
nur künſtleriſche Berechtigung — wird Raum geboten,
Die Augsburger Poſtzeitung ſchrieb in de
kommen aber noch Extraprämien, Medaillen, Glück
und an Vielſeitigkeit, an Güte der Illuſtrationen wer
Nummer vom 28. März d. J.: „Die Innen=Dekoration
wunſchadreſſen und dergleichen nach beſonders gelunge
den ſeine Zeitſchriften von keiner anderen übertroffen.
von Alexander Koch bringt fortgeſetzt abgeklärte Leitſätz
nen Arbeiten, d. h. nach Attentaten. Die mit Zuchthaus
Der bekannte Kunſthiſtoriker Dr. E. W. Bredt=München
über Kunſt; auch ein Zeichen, daß wir aus dem Zuſtand
beſtrafte Verbrecherin, Frau Pankhurſt, buchte in einer
ſchreile: „Mag es auch ſchon öfters geſagt worden ſein
der Gärung in einen reineren und reiferen hinüber
Woche allein 4275 Mark Speſen. Für die Preſſe gaber
ſo iſt es doch nicht überflüſſig, zu wiederholen, daß di
ſtreben. „Die wirklich gute Kunſt,” heißt es, „iſt zeitlos
die Suffragetten in vierzehn Monaten 100000 Mark aus
Darmſtädter Kunſtzeitſchriften von Hofrat
weil ſie Unvergängliches darreicht
Zeitloſigkeit aber
zum größten Teil für Anzeigen zu ihren Meetings. Ins
Alexander Koch jeden Vergleich mit deutſchen und
Ferne:
ſchließt den Begriff der Modernität in ſich.” —
geſamt wurden in einem Jahr etwa 150000 Mark ar
ausländiſchen modernen Kunſtzeitſchriften vorteilhaft
be=
wird neben den Ausdrucksmitteln auch der Inhalt wie
Gehältern gezahlt. Auch „Gehaltserhöhungen” ſollen, wie
ſtehen. Das gilt ganz beſonders von der Deutſcher
der betont. Eine Reihe von neuen Werken der
Architek=
aus verſchiedenen Korreſpondenzen zu erſehen war, an
Kunſt und Dekoration, die bereits im 16. Jahrgang er
tur und Innenausſtattung findet in dem Heft ſeine text=
Ende des nächſten Monats in umfangreicher Weiſe vor
cheint. Es iſt wichtig, hervorzuheben, daß Kochs
Zeit=
liche und muſterhaft bildliche Darſtellung. Daß
Alexan=
genommen werden
ſchriften keiner Klique, keiner Einſeitigkeit dienen. Sie
der Koch zum 25jährigen Jubiläum auch eine Ehrung
bringen in ſtets anregendem Wechſel nie künſtleriſch Gleich
von Seiner Königl. Hoheit dem Prinz=Regenten von
gültiges, ſondern immer das Intereſſanteſte und nur da=
Bayern zuteil wurde, verzeichnen wir Bayern mit Ge=
Die Darmſtädter Kunſtzeitſchriften und die
Wertvollſte aus dem Schaffensbereich der verſchieden
,
nugtuung.
öffentliche Meinung
artigſten lebenden Künſtler, zunächſt Deutſchlands, dant
Bemerkt ſei noch, daß für die Internationale
auch des Auslandes. Vorbildlich für alle Sammler in
Ausſtellung für Buchgewerbe und Graphik
Welch allgemeines Anſehen und welch hohe Wert
hrer wähleriſchen Tendenz, die unſeren Ueberblick übe
Leipzig 1914 Hofrat Alexander Koch der Vorſit
ſchätzung die Darmſtädter Kunſtzeitſchriften von Hof
die rieſenhafte, im Wert ſo ungleiche künſtleriſche Pro
der Unterabteilung „Kunſt” im Arbeitsausſchuß der
Ab=
rat Alexander Koch genießen und welch rückhalt
duktion erleichtert, iſt die Zeitſchrift auch ein Genuß für
loſe Anerkennung die auf deutſche Kunſt und deutſches
teilung Illuſtrierte Zeitſchriften übertragen wurde
alle, die Blick und Gefühl haben für vornehme textliche
Kunſtgewerbe ſo erſprießlich einwirkende Tätigkeit des
Nummer 114.
und die Landwirtſchaftliche Genoſſenſchaftsbank ſchlechter
geſtanden als jetzt? Die alten Mitglieder hätten ſich
zwei=
fellos beſſer geſtanden durch eine Verzögerung des Kon
kurſes, da ja neue Mitglieder zur Tragung des Defizits
herangezogen wurden; faktiſch ſei das Ergebnis das gleiche
geweſen, denn ſie verloren ja das geſamte Vermögen
Ebenſo ſtehe es bei den alten Gläubigern. Die Genoſſen
chaftsbank habe ſich jedenfalls beſſer geſtanden bei der
Konkurseröffnung.
Es äußert ſich ſodann der Sachverſtändige Janſer
zu den 12 Fragen. Wenn in der Bilanz des Vereins vom
Sachverſtändigen Baſtian die Poſition „
Landwirtſchaft=
liche Immobilien” herausgezogen wurde, ſo könne er das
nur als ein Zeichen ſchlechter Geſchäftsführung auffaſſen.
Um deren Folgen zu beſeitigen, wurde Ihrig gerufen. Er
ſelbſt konnte aber ebenſowenig den inneren Wert der
Im=
mobilien abſchätzen, wie andere nicht Eingeweihte. Er
komme aber zu demſelben Ergenbis wie der Sachverſtän
dige Baſtian, daß man damals eine Sanierung nicht als
beendet anſehen konnte. Wenn die Auffaſſung des Herrn
Ihrig, daß die Schuldverſchreibungen als ernſte Urkunden
anzuſehen waren, zutraf, konnten ſie in die Aktiva
einge=
tellt werden, wenn die Auffaſſung der Vorſtandsmitglieder
richtig ſei, durften ſie nicht als Aktivum eingeſtellt werden.
Der Sachverſtändige Baſtian widerſpricht in einigen
Punkten den gutachtlichen Aeußerungen des Herrn Jenſen
Insbeſondere könne er nicht anerkennen, daß der ländliche
Immobilarbeſitz (für etwa 400000 Mark) in Herrn Ihrig
keine Bedenken zu erwecken brauchte, denn er habe
hier=
bei ohne weiteres größere Verluſte bezw. ſchlechte
Verzin=
ung annehmen müſſen. Auch die Behauptung, Ihrig
könne ſich nicht um alles kümmern, ſei hinfällig, denn
Ihrig habe ausdrücklich betont, Nieder=Modau ſei ihm
be=
ſonders ans Herz gewachſen.
— Nach Verleſung einiger
Briefe und Protokolle wird die Weiterverhandlung auf
den Montag vertagt
25jähriges Zubiläum des
Ohlyſtifts.
St. Darmſtadt, 17. Mai.
Durch eine ſchöne und erhebende Feier, die zum
Feſt=
ag beſonderer Art wurde, beging das Erziehungsheim
Ohlyſtift in Gräfenhauſen den Tag ſeines 25jährigen
Be=
ſtehens. Sämtliche Gebäude des Stiftes trugen reichen
Girlanden= und Flaggenſchmuck, ſogar auf die Ställe war
das feſtliche Gewand ausgedehnt worden. Schon an
frühen Morgen fuhren die erſten Wagen mit den Feſt
und Ehrengäſten unter ſtrömendem Regen nach Gräfen
hauſen zur
Feier in der Kirche
die um 10 Uhr begann. Das Gotteshaus war überfüllt
Auch die Zöglinge der Anſtalt wohnten der Feier bei.
Ein von Frau Profeſſor Lettermann=Groß=Gerau
mit techniſch reifem Können und feinem Empfinden
ge=
ſpieltes Präludium leitete den Gottesdienſt ein, und ein
ebenſo eindrucksvoll von der gleichen Künſtlerin geſpieltes
Poſtoludium beſchloß die Feier, die künſtleriſch im übrigen
verſchönt wurde durch Sologeſänge der Darmſtädte:
Künſtlerin Frl. Agatha Landzettel, die durch Frau
Profeſſor Lettermann (Orgel) und Lehrer Schenk
Weiterſtadt (Violine) trefflich begleitet wurde, und durch
Chorgeſänge des Schülerchors der Anſtalt, der unte
Leitung des Lehrers Fiſcher ſteht. (Wir kommen weiter
unten noch auf die künſtleriſchen Darbietungen zurück.)
Den Gottesdienſt leitete der Ortsgeiſtliche Pfarrer
Pabſt, der ſeiner Feſtpredigt den Text des 143. Pfalms
zugrunde gelegt hatte.
Nach dem Gottesdienſt wurde am Grabe des erſter
Vorſtehers der Anſtalt, Herrn Hofmann, ein Kranz
niedergelegt, wobei Bürgermeiſter Mueller die
Ge=
dächtnisrede hielt. Vorher ſchon waren an den Gräbern
Ohlys und Mornewegs in Darmſtadt und des zweiten
Vorſtehers der Anſtalt, Rack in Langen, Kränze nieder
Ein gemeinſames Mahl beſchloß den
gelegt worden.
Vormittag
3 Uhr fand im Ohlyſtift ſelbſt die
Nachmittags
eigentliche
Jubiläumsfeier
ſtatt, zu der ebenfalls zahlreiche Feſtgäſte erſchienen waren
Ein an geſanglichen und muſikaliſchen Darbietungen
reich=
haltiges Feſtprogramm verſchönte die Feier. Der
Schüler=
hor ſang zur Einleitung Kremſers „Wir treten zum
Beten” dann ſprach eine Schülerin einen Prolog ſchön und
eindrucksvoll. Die Begrüßungs= und Feſtrede hielt
Bürgermeiſter Mueller,
Er begrüßte die Gäſte namens des Kuratoriums der
An=
talt. Inſonderheit galt ſein Willkomm den Herren
Reg.=Rat von Werner als Vertreter der Regierung,
Profeſſoren Frenzel und Kiſſinger als Vertreter
der Kreisſchulinſpektion, Polizeirat Krämer als Ver
treter der Polizeibehörde. Die Herren Miniſterialrat
Dr. Weber und Provinzialdirektor Fey hatten ſich
entſchuldigen laſſen, ebenſo Prälat Dr. Flöring.
Red=
ner begrüßte weiter die Herren Oberbürgermeiſter Dr
Gläſſing und Baurat Jäger mit ihren Gemahlin
nen, die erſchienenen Stadtverordneten, die Beamten des
tädtiſchen Armen= und Fürſorgeamtes, den
Bürger=
meiſter, die Lehrer und Geiſtlichen von Gräfenhauſen, den
Hausverwalter der Aumühle, die Vertreter der Preſſe und
licht zuletzt die Mitalieder des Kuratoriums ſelbſt,
An=
taltspfarrer. Anſtaltsarzt, Anſtaltsbeamten, und die
zahlreichen Freunde der Anſtalt, die zum Teil mit ihren
Damen erſchienen waren. Er begrüßte endlich auch die
Kinder, für die der feſtliche Tag ein Tag der Freude ſein
ollte, und führte dann etwa aus: Wir wollen vor allem
dankbar derer gedenken, die das Werk geſchaffen und bis
heute unterſtützt und fortgeführt haben. Ohlys Werk iſt
das Stift, und es iſt natürlich, daß der Geiſt dieſes
Mannes in dem Mittelpunkte der Feier ſteht. Keines
ſeiner Werke trägt auch mehr das Gepräge ſeines Geiſtes
und auf keines hat er mehr Mühe und Liebe verwandt.
Von ſeinen Nachfolgern im Vorſitz und ſtellvertretenden
Vorſitz des Kuratoriums ſind zwei dahingeſchieden
Morneweg und Riedlinger. Drei weitere ſind anderwei
in hervorragenden Stellungen tätig. Von den Mitarbei
tern Ohlys im Dienſte der Anſtalt ſtehen noch in volle
Manneskraft die Herren Dr. Gläſſing, Schweisgut, Jordis
und Zimmermann. Das Amt des Rechners verſieht
heut=
unſer allverehrter Löwe. Mit beſonderer Anerkennung
ind Dankbarkeit gedenken wir der Verdienſte des Pfarrers
Zimmermann, der in zielbewußter und
ausgezeich=
neter Weiſe ſeit langen Jahren als Geiſtlicher hier tätig
ſt. Noch einen vierten Mitarbeiter Ohlys hoffte ich be
grüßen zu können, aber Oberſtadtſekretär Schmehl
ha=
dieſen Tag nicht mehr erleben ſollen. Was er geleiſtet für
die Anſtalt, iſt noch in friſcher Erinnerung. Dank und
Anerkennung ſchulde ich aber auch der ausgezeichneten
und ureigenen Arbeit der anderen, jetzt noch tätigen
Mit=
lieder des Kuratdriums, den beteiligten Beamten des
tädtiſchen Armen= und Fürſorgeamtes, dann allen hier
tätig geweſenen und noch tätigen Geiſtlichen, Aerzten,
Lehrern und Erziehern. Seit faſt ſechs Jahren ſteht nun
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 19. Mai 1913.
Seite 5.
Herr Vorſteher Joſt an der Spitze. Er hat ſich in dieſer
Danach wurden die Gäſte mit Kaffee und Kuchen
be=
eit als eine Perſönlichkeit erwieſen, die ihres ſchweren
wirtet und fanden Gelegenheit, auch die mehr materiellen
Amtes vollauf gewachſen iſt und dieſes Amt mit Liebe
Künſte der Anſtalts küche und =backſtube gebührend zu
ind ſtarkem Pflichtbewußtſein führt, und der darum auch
würdigen. Es mundete vortrefflich. Herr Geh.
Landes=
ſchöne Erfolge errungen hat. Mit tiefem Verſtändnis und
ökonomierat Müller ſprach während der Tafel Dank
Liebe zur Sache wird er in ausgezeichneter Weiſe durch
und Anerkennung des Kuratoriums aus und Herr
eine vortreffliche Frau unterſtützt. Möge es der Anſtal=
Anſtaltspfarrer Zimmermann=Wixhauſen ſprach in
nie an Mitarbeitern fehlen, die — wie die ſeitherigen
warm empfundenen Worten über das ſchöne,
ſegenſpen=
ſtets das Beſte gewollt und das Beſte erzielt haben. Möge
dende Menſchenwerk, das die Anſtalt verkörpert
der heutige Tag ein Auftakt werden zu neuer gedeihlicher
Ein Rundgang durch die vortrefflich geleiteten Wirt=
Entwicklung in der Zukunft. Das wird namentlich aud
ſchaftsräume mit dem ausgedehnten Gärtnerei= und
Land=
dann der Fall ſein, wenn uns das wohlwollende Intereſſe
virtſchaftsbetrieb, den Schlaf=, Schul= und Arbeitsſälen
der Großh. Regierung erhalten bleibt. Und das wird
gab den Feſtgäſten Gelegenheit, ſich von der geradezu
ganz beſonders der Fall ſein, wenn die Stadt Darm
muſterhaften Leitung der Anſtalt und dem vorzüglichen
ſtadt ihrem hoffnungsvollen Kinde auch weiterhin ihre
Beſundheitszuſtand der Zöglinge, die größtmöglichſte
wertvolle Fürſorge angedeihen läßt. Euch Kindern
Freiheit genießen und keineswegs kindlichen Frohſeins
wünſche ich allen, daß Ihr Euch zu nützlichen Menſchen
entbehren, zu überzeugen. Turneriſche Vorführungen
kindern entwickeln möget, daß Ihr einſt draußen im Leben
der Jungen, ein ſchön ausgeführter Reigen uſw. und
Euren Platz ausfüllt. Dazu gehört, daß Ihr Vertrauen
Geſang, Spiele der Mädchen, in denen lebhaft
empfun=
habt zu Euren Erziehern. Macht Euch klar, daß nur
dene Fröhlichkeit zum Ausdruck kamen, zeugten von dem
Liebe es iſt, die Eure Erziehung leitet;edaß wir alle
humanen Erziehungsprinzip und dem Geiſt, der in der
hier, die ſich mit Euch befaſſen, gar kein größeres und
Anſtalt herrſcht. Eine Ausſtellung von Schul= und
kein anderes Intereſſe haben. als Euch zu helfen, Euch
Handarbeiten fand allgemeine Anerkennung.
gut und fähig zum Lebenskampfe und, ſoweit wir es
Unter den Gäſten befand ſich auch ein ehemaliger
vermögen, auch glücklich zu machen. Unſere Erfolge zeigen,
Zögling, der jetzt Feldwebel in einem Mainzer
Regi=
daß das möglich iſt, und wir haben gerade heute die
ment iſt und bei keiner Feier der Anſtalt fehlt.
Freude, zahlreiche frühere Zöglinge unſerer Anſtalt, die
tüchtige Menſchen geworden ſind, hier zu ſehen. Möchter
lle die guten Wünſche, die heute für das Stift zum
Him=
mel dringen, ſich erfüllen. Das walte Gott
Darmſtädter Richard Wagner=
Die zweite offizielle Anſprache hielt der
Jahrhundertfeier
Anſtaltsvorſteher Joſt:
Es gereicht mir zur hohen Ehre, Sie ſeitens des
St. Darmſtadt, 18. Mai
Hauselternpaares und der Anſtaltsfamilie zu unſerem
Die vom Richard Wagner=Verein veranſtaltete Jahr=
Jubelfeſte begrüßen zu dürfen. Durch Ihr zahlreiches
hundertfeier wurde heute vormittag durch einen Akade=
Erſcheinen haben Sie unſerem Feſte eine beſondere Weihe
miſchen Akt im großen Saale des Städtiſchen
Saal=
gegeben. Darum betrachte ich es als eine angenehme
vaues eingeleitet. Der Feſtakt, dem auch Ihre Königl.
Pflicht, Ihnen in kurzen Zügen über die Gründung, den
Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin,
lusbau und die Organiſation unſeres Erziehungshauſes
die Fürſtin Marie zu Erbach=Schönberg, Fürſt
zu berichten. Wie Ihnen bereits bekannt iſt, verdankt
und Fürſtin Alexander zu Erbach=Schönberg,
die Erziehungsanſtalt „Ohlyſtift” zu Gräfenhauſen dem
Prinz und Prinzeſſin Viktor zu Erbach=Schönberg
verſtorbenen Darmſtädter Oberbürgermeiſter Ohly ihre
erner die Herren Staatsminiſter Dr. v. Ewald, Finanz=
Gründung. Mit Opfergaben der Liebe und
Barmhereig=
miniſter Dr. Braun, Miniſter des Innern v.
Hom=
keit hat er das Gräfenhäuſener Schlößchen nebſt zirka
bergk zu Vach uſw. beiwohnten, nahm einen weihe=
Hektar Ackerland für den geringen Preis von 17500
vollen, erhebenden Verlauf und war in der ſchlichten
Mark angekauft. Zu dem Herrenhauſe des einſtigen
Größe des Gebotenen von nachhaltigem, tiefen Eindruck.
Herrſchaftsbeſitzes geſellten ſich noch viele ſtattliche Ge=
Richard Wagners Huldigungsmarſch, vorgetragen
äude, welche heute insgeſamt einen Wert von zirka
vom Inſtrumentalverein unter Leitung des Herrn
150000 Mark repräſentieren und in denen ein Inventar=
Kapellmeiſters Wilhelm Schmitt, leitete ſtimmungs
vert von zirka 100000 Mark zum Geſamtbetriebe der
An=
voll die Feier ein und bot gleichzeitig den fürſtlichen
Be=
talt gehört. Daß alle Gebäude aufgebaut werden konn
uchern huldigenden Gruß. Daran ſchloß ſich der
Män=
en, verdankt die Anſtalt der tatkräftigen Unterſtützung
terchor mit Begleitung des Orcheſters „An Richard
Wag=
der Stadt Darmſtadt. Dem Herrn Oberbürgermeiſter
ter” vorgetragen vom Mozartverein und vom
Inſtru=
den Herren Beigeordneten und den Herren
Stadtverord=
mentalverein unter Leitung des Herrn Kapellmeiſters
teten ſei darum auch heute unſer herzlichſter Dank ge=
Fritz Rehbock. Der unterlegte Text dieſes
Preis=
agt. Mit dem Anwachſen der Gebäude und der in enger
iedes an den größten deutſchen Meiſter von B. Schier
Beziehung ſtehenden, ſich vermehrenden Zahl der
Zög=
hat folgenden Wortlaut:
linge wurde auch der landwirtſchaftliche Beſitz der
An=
ſtalt vergrößert. Während der anfängliche Beſitz rund
Der Sonne gleich, die hell und klar den Tag verkündet
Das Dunkel ſcheucht und Licht beſcheert dem Himmelszelt,
zirka 2 Hektar betrug, unterliegen heute der Bewirtſchaft=
So ward von dir dereinſt ein Morgenrot entzündet,
ung zirka 10 Hektar Land, von denen 6,15 Hektar als
Acker=
and, 2,53 Hektar als Wieſen und 1,20 Hektar als Garten=
Du, Meiſter, haſt das Reich der Töne neu erhellt
land bebaut werden. Redner erwähnte hierauf die hiſto
Sei uns gegrüßt
iſche Entwickelung der Anſtalt und fuhr dann fort: Die
Du, der mit Zauberweiſen
ſchulentlaſſenen Knaben werden bei freier Berufswahl in
Der Menſchen Herz bezwang
vier Betrieben der Anſtalt ausgebildet; es ſind dies
Laſſ” deinen Ruhm uns preiſen,
Schuhmacherei, Gärtnerei, Schneiderei und Landwirtſchaft
dein Lied hat ew’gen Klang!
Die ſchulentlaſſenen Mädchen erhalten ihre hauswirtſchaft
du biſt dahin, Jahrzehnte ſchon zu Grab geſunken,
liche Ausbildung in der Anſtalt durch Unterricht in den
Doch deines Schaffens Frucht, von dir ſo reich geſät
weiblichen Handarbeiten, im Waſchen, Bügeln, Kochen uſw.
Sie blieb der Menſchheit, die, berückt und wonnetrunken,
Die mit gewiſſer Selbſtverwaltung ausgeſtatteten Turn
Sich dankend beugt vor deines Genius Majeſtät!
und Spielriegen beſitzen ihr Trommler= und Pfeifer=
Sei uns gegrüßt
orps. Beſondere Geſangsſtunden rüſten unſere Kinder
Du, der mit Zauberweiſen
mit einem reichen Schatz von Liedern
— geiſtlichen und
Der Menſchen Herz bezwang!
veltlichen Inhalts — für das Leben aus. Zu Weihnach=
Laſſ’ deinen Ruhm uns preiſen
en werden Feſtſpiele und bei beſonderen Anläſſen Mär=
Dein Lied hat ew’gen Klang
chenſpiele aufgeführt. Außer den ſonntäglichen Spazier
Der Text iſt Wagners „Gruß ſeiner Treuen an
Fried=
gängen werden größere Ausflüge unternommen; nament
Auguſt, den Geliebten” unterlegt
lich ſind ſolche in die naheliegenden Wildparks unternom
rich
Die intereſſante Kompoſition ſtammt nach den
Erläu=
men worden. Auf einem ſolchen Ausflug nach dem Schloſ
erungen des Programms aus der Zeit der zweijährigen
Wolfsgarten ſangen unſere Jungen ſchon Sr. Königl.
Tätigkeit Wagners als erſter Liedermeiſter der „Dresde=
Hoheit dem Großherzog einige Lieder. Es war eine
ner Liedertafel” Richard Wagner ſchrieb dieſen
Männer=
übergroße Freude für ſie. An Kaiſers Geburtstag dieſes
chor auf einen eigenen Text zur Begrüßungsfeier des
Jahres ſahen ſie ſich die Parade auf dem Darmſtädter
Königs Friedrich Auguſt von Sachſen bei deſſen Rückkehr
Exerzierplatz an. Die patriotiſchen Feſttage werden ge
us England 1844. Am 19 Auguſt dieſes Jahres wurde
eiert. Jedes Schulkind hat ſein Gärtchen, welches es
der Chor vor dem Königlichen Luſtſchloſſe Pillnitz bei
elbſtändig bepflanzt; Selbſtändiakeit wird ferner im An=
Dresden unter Reiſſigers Leitung zum Vortrag gebracht.
fertigen allerlei Gegenſtände gepflegt. Es werden Zeppe
Nach Glaſenapp war die Wirkung dieſer
Begrüßungs=
ine, Häuschen, Flugmaſchinen, Modelle uſw. gefertigt.
hymne, „in deren warm begeiſterten, volkstümlichen Klän
Die großen Mädchen erhalten zur Pflege Blumenſtöcke.
gen ſich die Melodie des Einzuges der Gäſte auf der
Die Pflege der Blumenſtöcke und Gärtchen wird im
Wartburg gleichſam präformiert”, eine ganz
außerordent=
berbſte prämiiert. Eine große Zahl von kleinen Tierer
che. Wagner ſelbſt hatte während der Aufführung
be=
vie Haſen, Meerſchweinchen, Hühner, Tauben, Kanarien
ſcheiden unter der Schar der Tenoriſten Aufſtellung
ge=
vögel, Goldfiſche uſw., iſt der Wartung der Kinder
an=
vertraut; ſie wachſen unter ihren Augen auf und bereiter
nommen.
Den Kulminationspunkt des Feſtaktes bildete die
Feſt=
ihnen Freude. Die Bekleidung der Anſtaltspfleglinge iſt
rede des Herrn Profeſſors Dr. phil. Willibald
Jahreszeiten entſprechend angepaßt
den
Aus meinen knappen Ausführungen dürften Sie ent=
Steuer aus Weimar, der das Thema:
nommen haben, in welcher Weiſe die Anſtalt dem Kinde
„Das dramatiſche Kunſtideal Richard
Wag=
as Elternhaus zu erſetzen ſucht. Sie ſcheut keine Mühe,
ners und ſeine Verwirklichung in
Bay=
in jeder Hinſicht ihrer Aufgabe gerecht zu werden. Ihren
ceuth‟
redlichen Bemühen iſt es gelungen, einen großen Pro
ugrunde gelegt war. Die Feſtrede, an ſich ein Meiſter
entſatz verlorener und verirrter Menſchenkinder zu
tüch=
werk im geiſtvollen, logiſch gegliederten Aufbau und auch
tigen Menſchen heranzubilden. Das ſoll auch für alle
rethoriſch eine hervorragende Leiſtung, läßt ſich im
Rah=
ukunft ihr ernſtes und redliches Bemühen ſein. Gott und
men dieſes Referates auch nicht im Auszuge wiedergeben
hrem Gründer zur Ehre möge auch fernerhin die Arbei
Wir wollen den Verſuch machen, den Gedankengang
flüch=
in den Kindern des Hauſes gedeihlich ſein. Mit dieſen
ig zu ſkizzieren: Als Richard Wagner nach der poli=
Wunſche für unſere Anſtaltsarbeit ſchließe ich meine Aus
ſchen Wiedergeburt des geeinten Vaterlandes dem erſten
ührungen. — Für der
deutſchen Kaiſer ſeinen gewaltigen ſiegesſtolzen Kaiſer
künſtleriſchen Teil
marſch entgegenjubelte, war das kein) Zufalls= oder Ge
legenheits=Kompoſition. Sein perſönlicher, eigenſter
des Programms hatte eine Schar bewährter Kräfte ein
Traum ging der Erfüllung entgegen. Schon 1866 hatte er
ſchönes Können in den Dienſt der guten Sache geſtellt
elbſt ausgeſprochen: „Mit Deutſchlands Wiedergeburt
tämlich die Konzertſängerin Frl. Agathe
Land=
eht und fällt das Ideal meiner Kunſt!” In dem von
ettel=Darmſtadt und die Quartettvereinigung Frau
hm ſelbſt bezeichneten Kunſtideal liegt die Bedeutung
Lehrer
Lettermann=Groß=Gerau
Profeſſor
kichard Wagners. Indem er uns das muſikaliſche Drama
Schenk=Weiterſtadt, Lehrer Kunkel=Groß=Gerau
gab, ſchuf er eine neue, eine typiſch deutſche Kunſt, gab
ind Lehrer Becker=Stockſtadt. Frl. Landzettel
dieſer den Stil. Sein Kunſtideal, einſt verkannt und an
ie über eine ſchöne und gutgeſchulte Altſtimme von
ange=
refeindet, iſt heute für uns zum Kulturfaktor geworden
tehmer Klangfarbe und überraſchend ſchönen Tiefen ver=
Wie wir aber unſere größten Denker und Dichter nich
fügt, ſang eine Anzahl Lieder von Deſſauer, Curſchmann
zu verſtehen vermögen ohne den Hintergrund des klaſſi=
Zöhme, Hildach, Weingartner und Fried die ihr
rau=
chen Altertums, müſſen wir auch Richard Wagner in
Zu=
chenden Beifall eintrugen. Das Quartett ſpielte mit ſehr
ammenhang bringen mit dem altgriechiſchen
Kunſtſchaf=
beachtenswertem Verſtändnis für den muſikaliſchen Ge
en und mit den ſchönſten Blüten der alten deutſchen
alt der Kompoſitionen und einwandfreiem techniſchen
kunſt. Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts ſuchten
Können die Ouverture zu Wagners „Rienzi” und die
inſere deutſchen Dichter nach dem deutſchen Drama. Leſ=
Einleitung zum 3. Akt aus „Lohengrin‟ Elſas Braut
ing beklagt, daß man Poeſie und Muſik, die berufen
zug. Frau Profeſſor Lettermann erwies ſich
al=
ſcheinen, zuſammen zu wirken, trennte. Er war ſchon zu
ungemein verſtändnisvolle und feinſinnige Begleiterin
der Erkenntnis gelcnat, daß in der Oper die beiden
Der Schulchor trug mehrere Geſänge vor, die von vor
Künſte in einem Mißverhältnis ſtehen. Schiller erhofft
trefflicher Schulung durch ſeinen Leiter. Anſtaltslehrer
n ſeiner Braut von Meſſina ganz das gleiche, was Rich
— Die zahlreichen Zuhörer ſtimmter
Fiſcher, zeugten
Wagner vom muſikaliſchen Drama verlangt. Auch Goethe
ebhaft in den Dank ein, der von berufener Seite am
ſchien die Erfüllung der Hoffnung, die Schiller von der
Schluſſe den Künſtlern ausgeſprochen wurde.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 19. Mai 1913.
Nummer 114.
Oper hegte, geahnt zu haben, in ſeinem „Fauſt” geſell
Nehr), Lotte, 4 Mon. (Küchler=Langen) Rieda, 8 Mon
verſchoben habe. Aus Baden=Oos wird gemeldet:
ſich zum Wort als höchſtes Ausdrucksmittel die Muſik
Hoffarth)); gut: Lore, 9 Mon. (Zahrt), Pinz, 1 J. (Roth)
„Acht Meter Bodenwind. Luftſchiff „Sachſen” vorläufig
ja, er greift ausſchließlich danach, wo ihm die Sprach
und Lux, 2 J. (Jäger)
Dobermannpinſcher
nicht aus der Halle zu bringen.
zu arm dünkt. Es fehlte aber der Mann, der die Künſt
Vorzüglich: Heddy, 1 J. 5 Mon. (Karp); ſehr gut: Lord.
zu einem eigenen neuen Kunſtideal einte in der Form de
Der Flug Merſeburg- Freiburg
Dr. Koch); gut: Wotan, 2 J. und Triſtan,
2 g
muſikaliſchen Dramas. Wagner ſelbſt hat dieſes Idea
(Buſchbaum), Tyra, 8 Mon. (Zahrt), Flatt, 8 Mon. (Roth,
Straßburg. 17. Mai. Um 5.20 Uhr morgen
ſchon als 14jähriger Gymnaſiaſt vorgeſchwebt. Er ver
Griesheim), und Rino, 8 Mon. (Schaffner). —
Rott
wurde der Start freigegeben. Unmittelbar darau
faßte ein Drama, in dem 42 Menſchen ſterben. Und hatte
weiler. Vorzüglich: Tell, 6 J. (Steger), Tyras, 2½ J
fuhr Prinz Heinrich von Preußen im Automobil
dieſes Ungeheuer von Drama auch keinerlei Anrecht au
(Schnellbacher), Flock, 3 J.
(Achen); gut: Prinz, ½
J.
nach Freiburg. Soeben wird berichtet, daß das Luft
künſtleriſche Bewertung, ſo zeigte es doch ſchon die Be=
(Steger); befriedigend: Flora, 2½ J. (Schnellbacher)
ſchiff „Sachſen” um 7 Uhr auf dem Polygon
ein=
gabung des Jünglings und ſeine Abſichten, die ſpäter ſo
An die kynologiſche Begutachtung ſchloß ſich eine Prü
treffen werde. Das Luftſchiff „Z. 3"
kann wegen
an=
groß in Erfüllung gingen. Er wollte dieſes Drama in
fung in der Dreſſur, in der Leinenführigkeit, Freilaufen
dauerndem Regen und Gewitterbildung vorläufig nicht
Muſik ſetzen. Schon damals war ihm die Muſik höchſt=
Lautgeben, Apportieren, Futter verweigern, Revieren und
aufſteigen. Inzwiſchen iſt das Wetter allmählich beſſe
geeignetes Ausdrucksmittel zur Verwirklichung ſeine:
Verbrecher ſtellen uſw. Angeſichts der Jugend der Hund
geworden. Ein außerordentlich zahlreiches Publikum ha
dramatiſchen Abſichten. Dieſe Abſichten forderten ein Zu=
und der kurzen Dreſſurzeit wurden ganz intereſſante und
ſich auf dem Flugplatz angeſammelt. Kurz nach ½6 Uhr
ſammenwirken von Dichtung und Muſik, und ſie klärten
wertvolle Leiſtungen gezeigt. Die Prämiierung er
tartete der erſte Apparat und zwar Leunant Geyer um
ich immer mehr dahin, daß dem geſprochenen oder ge
gab folgende Reſultate: 1. Preis Schäferhund Prinz (Frau
5.39 Uhr, Leutnant Beaulieu um 5.42 Uhr, Leutnant
ſungenen Wort da die größere Aufgabe zufällt, wo das
Roth), 2. Preis Rottweiler Flock (Achen), 3. Preis Dober
Cörper um 5.50 Uhr, Ingenteur Thelen um 5.51 Uhr
Werk zum Verſtande ſpricht; daß die Muſik da eintritt
Preis Airedale
mannpinſcher Triſtan (Buſchbaum), 4.
Oberleutnant Berends um 6.01 Uhr, Leutnant Can
wo es dem Gefühle galt Ausdruck zu geben. Er gelangt
Terrier Nelly (Seitz), 5 Preis Dobermannpinſcher Wo
ter um 6.08 Uhr, Leutnant Joly um 6.11 Uhr 22 Sek.,
alſo zu ſeinem dramatiſchen Kunſtideal auf dem
Weg=
tan (Buſchbaum), 6
Preis Airedale Terrier Wodat
Leutnant Carganico um 6.11 Uhr 29 Sek., Leutnant
über die Antike, indem er Dichtung, Muſik und Tanzkunſt
(Buſch), 7. Preis Dobermannpinſcher Heddi (Karp), 8
Kaſtner um 6.15 Uhr, Leutnant v. Hiddeßen um
einte — Tanzkunſt hier als Mimik zu verſtehen. Wa
Preis Schäferhund Taſſo (Klappich), 9. Preis Schäferhün
6.20 Uhr.
Beethoven in ſeiner Neunten Sinfonie ſchuf, gab un
din Dora (Müller=Griesheim).
Außer Konkurren
Freiburg, 17. Mai. Als erſter traf Ingenieu
Wagner in der Dichtkunſt. Wagner hatte kein Vorbild
wurde noch vorgeführt der Bachus des Schutzmanns Ja
Thelen auf dem hieſigen Flugplatz ein; er landete un
Er ſchuf ein Neues und, indem er alles daran ſetzte, ſeine
ger, der ganz Hervorragendes vor allem bei der Spurver
6.35 Uhr. Ferner landeten Leutnant Geyer um 6.45
Träume, einer feindſeligen Welt zum Trotze, zu verwir
folgung und beim Stellen des Verbrechers, leiſtete
De
-
Uhr und Leutnant Cörper um 6.55 Uhr, Leutnant
Kaſt=
lichen, errichtete er Bayreuth, das deutſcheOlympia, ſchuf
Veranſtaltung folgte die Preisverteilung in dem Reſtau
ner um 7.04 Uhr. Letzterer beſchädigte bei zu ſteilen
er eine echt nationale Kunſt, die nur aus dem deutſchen
rationsſaal und ein gemütliches Beiſammenſein
Niedergehen ſeinen Apparat; Flieger und Beobachter blie
Geiſt hervorgehen konnte. Bayreuth war die Erfüllung
ben unverletzt. Als ſechſter landete Leutnant
Car=
ſeines Ideals ſein Lebenswerk war gekrönt, und er durfte
ganico um 7.07 Uhr und dann Leutnant Canter um
zum Augenblicke ſagen: „Weile noch, du biſt ſo ſchön!
Luftfahrt.
7.10 Uhr
Und die Spur von ſeinen Erdentagen kann nicht in Aeonen
*
Freiburg i. Br., 17. Mai. Nach offizielle
untergehen. Bayreuth wird unvergänglich ſein, und wenn
Prinz Heinrich=Flug 1913
Mitteilung ſind von vierzehn in Straßburg aufgeſtie
auch 1913 der „Parſifal” frei wird, man wird nach Bay
* Straßburg, 16. Mai. Hier herrſcht allgemeine
genen Fliegern 11 auf dem hieſigen Flugfelde
einge=
reuth pilgern wie ehedem, denn keine Kunſtſtätte der Welt,
Freude über das bisherige gute Gelingen der Flug
troffen und zwar: Thelen 6.35 Uhr, Geyer 6.45
kann Wagners Kunſt ſo geben, wie Bayreuth. (Lebhafter
veranſtaltungen, und auch in militäriſchen Kreiſen iſt mar
Uhr, Cörper 6.50 Uhr, Bahrends 7.02 Uhr, v. Kaſt=
Beifall.
mit dem Ergebnis der heutigen Aufklärung bei
Pforz=
ner 7.03 Uhr, Carganico 7.03 Uhr, Canter 7.09
Der prachtvoll geſpielte Kaiſermarſch mit Schlußchor
heim und Ludwigsburg ſehr zufrieden. Unter Annahme
Uhr, Joly 7.11 Uhr, v. Thüna 7.19 Uhr, v. Hiddeßer
vorgetragen vom Inſtrumentalverein, Mozartverein un
feldmäßiger Verhältniſſe waren Bedingungen und Durch=
7.28 Uhr, v. Haller 8.05 Uhr. Leutnant v. Kaſtner hatt
vom Sängerchor des Lehrervereins, unter Leitung des
führung zum Teil recht ſchwierig. (Landung auf einen
beim Landen infolge zu ſteilen Niedergehens das Unter=
Herrn Direktors Wilhelm Schmitt, beſchloß den
friſch gepflügten Sturzacker, Krokis=Anfertigung an Bor
geſtell beſchädigt. Prinz Heinrich von Preußen
Feſtakt. Getragen von ſchöner Begeiſterung und geſpielt
des Flugzeuges und dergleichen.) Von einem Feld vor
iſt im Automobil um ½8 Uhr auf dem hieſigen Flugfelde
mit einem Temperament, in dem die Muſikerſchar ihrem
23 Flugzeugen des heutigen Starts befanden ſich bereits
eingetroffen
zielbewußten Dirigenten willige Gefolgſchaft leiſtete
vor 10 Uhr 17 ohne Unfall hier. Bemerkenswert ſind auch
* Straßburg, 17. Mai. Um 7,30 Uhr vormittags
rauſchten die Klänge empor, wuchſen zu brauſendem Jube
ür den Laien die ſichtlichen Fortſchritte in Technik und
traf das Luftſchiff „Sachſen” von Baden=Oot
und verklangen wieder zu huldigenden Akkorden, bis die
Führung der Flugzeuge gegen früher; der glatte Start
kommend, hier ein und landete bei der Luftſchiffhalle
Sängerſchar dann helljubelnd einfiel
das ruhige, zielſichere Landen und manches andere.
wechſelte die Paſſagiere aus und ſtieg um 7,45 Uhr zur
Heil, Heil dem Kaiſer, König Wilhelm!
Straßburg, Flugplatz Polygon, 16. Mai. Leu
Weiterfahrt nach Freiburg au
Aller Deutſchen
nant Erhardt hat nicht, wie gemeldet worden iſt, ab=
* Straßburg, 17. Mai. Das Luftſchiff „Sachſen”
Hort und Freiheitswehr!
montiert, ſondern er liegt ſeit 5 Uhr 30 Min. flugbereit
wurde, vom Oberchein kommend, gegen ¾10 Uhr aber=
Höchſte der Kronen
in Pforzheim. Ferner liegen dort flugbereit die
Leut=
mals geſichtet und landete zwecks Paſſagierwechſel un
Wie ziert Dein Haupt ſie hehr!
nants Schulz, Pretzell, Zwickau; doch iſt es wegen
1.18 Uhr, nachdem es in der Gegend des Münſters ge
Ruhmreich gewonnen,
der böigen Winde und Gewitterbildung im Schwarzwall
kreuzt und im großen Bogen den Polygon überflogen
Soll Frieden Dir lohnen
nicht wahrſcheinlich, daß heute noch Flüge ausgeführt wer
hatte. Um 11.34 Uhr ſtieg das Luftſchiff zur Weiter
Der neu ergrünten Eiche gleich
den. Der Start für den morgigen Flug wird vorausſicht
fahrt nach Baden=Oos wieder au
Erſtand durch Dich das neue Reich.
lich 4.30 Uhr früh beginnen
* Straßburg, 17. Mai. Leutnant Engwer und
Heil ſeinen Ahnen
Ingenteur Schlegel machten mehrere vergebliche Start=
8. Tag (Schlußtag)
Seinen Fahnen
verſuche und gaben dann den Flug auf, ebenſo Beau=
Dich Dich führten, die wir trugen
Flug Straßburg-Freiburg-Straßburg mit einer Auf=
Leutnant
lieu Schmaikaly und Bequilin.
Als mit Dir den Feind wir ſchlugen
klärungsübung ſüdlich dieſer Orte und Zwiſchenlandunger
Donnevert iſt fünf Kilometer weſtlich vom Polygon
Feind zum Trutz
in Freiburg und Neubreiſach
wegen Motorſchadens niedergeganger
Freund zum Schutz:
3
* Karlsruhe, 16. Mai. Der Start zu der für
Straßburg, 17. Mai. An die bereits geſtern
Allem Volk
morgen geplanten Erkundungsübung Freiburg
ausgegebene Kriegslage für die heutige Uebung be
Das Deutſche Reick
Neubreiſach iſt nunmehr endgültig auf 4 Uhr frül
Freiburg ſchließt ſich folgender Auftrag für die Flieger an:
Zu Heil und Nutz
angeſetzt. Die ganze Flugſtrecke beträgt für morgen 22
Sie erhalten von dem Führer der Feldfliegerabteilung in
Die Leiſtungen der Sänger, beſonders aber des
In=
bis 330 Kilometer. Bei ſchlechtem Wetter fällt die Uebung
Freiburg folgenden Befehl: „Erkunden Sie die Aufſtell
ſtrumentalvereins, der ganz überraſchende künſtleriſch
us. Prinz Heinrich von Preußen wird im Luft
ung des Gegners öſtlich der Bahn Freiburg-Müllheim
Fortſchritte gemacht hat, und deſſen Können Herr Direktor
ſchiff von Freiburg nach Neubreiſach fahren. Ueber die
Beſonderer Wert wird auf die Erkundung der feindlichen
Wilh. Schmitt eine ſtarke perſönliche Note aufzudrücken
Kriegslage beſagt ein Anſchlag der Oberleitung: Stärker
Artillerieſtellungen, ſowie etwa zurückgehaltener feindlicher
verſtand, gebührt höchſtes, uneingeſchränktes Lob.
rote Kräfte ſind gegen den Oberchein vorgegangen. Neu
Reſerven gelegt. Die Meldeſtelle befindet ſich auf dem
breiſach wurde auf dem linken Rheinufer eingeſchloſſen und
Freiburger Exerzierplatz. Nach der Landung in Freiburg
auf der Süd= und Weſtfront angegriffen. Die bei Eich
haben die Beobachtungsoffiziere ihre Meldungen einem
wald-Neuenburg auf das rechte Rheinufer hinüberge=
Generalſtabsoffizier abzugeben, ſowie die an Bord ge
Vorführung von Polizei= und
führten roten Kräfte wurden bei Freiburg durch blau
Für den weiteren Aufſtieg ergeht
.
zeichneten Krokis”.
Schutzhunden.
Truppen geſchlagen, konnten ſich aber ſüdlich des
Neu=
folgender neuer Befehl: „Vor Neubreiſach hat die
In=
magen= und Möhlinbaches anſcheinend in der Linie Hart
Auf dem Gelände der Windmühle veranſtaltete
fanterie der Angreifer die Oſtränder des Kaſtenwaldes
g.
heim-Stauffen feſtſetzen
und die ſüdlichen Waldſtücke ge
geſtern nachmittag der Heſſiſche Polizei= und
(Forſt von Kolmar)
Karlsruhe, 16. Mai. Der Aviatiker Wulſ
Schutzhundverein eine interne Vorführung de
wonnen. Es iſt feſtzuſtellen, wieviel und welche Art von
der heute morgen bei einer Fahrt zur Aufklärungsübung
ſeit Fürhjahr dieſes Jahres in Dreſſur befindlichen Jung
Artillerie der Feind gegen die Front der Feſtung zwiſche
bei Pforzheim nicht kommen konnte, beabſichtigt morger
hunde der Polizei= und Schutzhunde=Klaſſe. Der
Verei=
der Strecke Neubreiſach-Appenweier und dem Vauban
früh, bei günſtigeren Windverhältniſſen als heute abend
Kanal entwickelt und wo ſie ſich befindet. Die
Meldun=
hatte diesmal, um weiteren Kreiſen die Möglichkeit zu
von hier direkt nach Straßburg zu fliegen
geben, ſich von den gemeinnützigen Zwecken des
Verein=
gen ſind auf dem Garniſonexerzierplatz von Neubreiſach
Straßburg, 17. Mat. Leutnant Erhardt, de=
Kilometer ſüdlich von Neubreiſach, abzugeben. Die
Wit=
zu überzeugen, von einer Erhebung von Eintrittsgeld Ab
geſtern von Enzweihingen neuerdings aufzuſteigen ver
ſtand genommen. Der Beſuch der Veranſtaltung war denn
terungsverhältniſſe ſind heute ſehr ungünſtig, was um
ſuchte, ſtieß beim dritten Verſuch mit dem Vorder
mehr ins Gewicht fällt, als hier Landungen
vorgenom=
auch, die ungünſtige Witterung berückſichtigt, ein guter. Be
eſtell gegen einen Baum. Der Apparat wurd
der kynolo giſchen Begutachtung der Jung
men werden müſſen
ſchwer beſchädigt und wird abmontiert
hunde erhielten die Hunde folgende Bewertung:
Der militäriſche Erkundungsflug nach
Erhardt hat den Flug aufgegeben und iſt bereits nach
Airedale=Terrier Vorzüglich: Rolf v. Mer
Neubreiſach.
München abgereiſt
bach, 1¾ Jahr (Beſ. Dr. Mainzer). Nelly v. Merbach,
* Freiburg i. Br., 17. Mai. Vom 8,16 Uhr ab
Straßburg, 17. Mai. Die Leutnants Eick
Jahr (Seitz); ſehr gut: Bodo, 8 Mon. (Dr. Bernards);
ſtiegen die Flieger zum militäriſchen
Erkun=
ſtätt, Köhr, Lau und Oſterroth haben an der geſt
gut: Wodan, 1¼ Jahr (Buſch). — Deutſche
Schäfer=
dungsfluge nach dem Oberrhein auf, als erſte
rigen Uebung nicht teilgenommen, weil ſie keine
Er=
hunde. Vorzüglich: Roland, 1 J. (Kiſſinger); ſehr gut
Thelen und Geyer. In kurzen Zwiſchenräumen folgten
laubnis dazu erhalten hatten. Aus Metz wir
Taſſo, 1 J. (Klappich), Harras, 1 J. (Weiß und Heringen
ſämtliche weiteren Flieger. Um ¾9 Uhr wurde das Zep
gemeldet, daß das Luftſchiff 3. 3” wegen Gewitter
Max, 2 J. (Kramer), Olga, 2 J. (Klotz), Dora, 15 Mon.
pelinluftſchiff „Sachſen”, das in Straßburg den Prinzen
bildung und ſtarkem Regen die Abfahrt bis auf weiteres
(Müller), Senta, 4 Mon. (Keller), Molli, 3 J. 4 Mon
bildhübſche Repräſentantin des Evchens kennen, die in
hannisfeſtes ausbreitete. Wundervolle Beleuchtungseffekte
Stimme und Spiel viel Charme beſitzt: ein gar liebliche
ſteigerten die Wirkungen der ſchönen Szenenbilder. Mit
Großherzogliches Hoftheater.
Evchen, dem ein gewiſſer Zug naiver Schelmerei und Ko
dieſer Neuinſzenierung ſowohl, als den geſchickten und
ketterie reizend ſtand. Da ſie auch eine brillante Sär
effektvollen Arrangements im einzelnen, auf die näher ein
Sonntag, 18. Mai
gerin iſt, wird man von ihr wohl bald mehr hören. Von
zugehen zu weit führen würde, hat Herr Generaldirektor
entzückender Schönheit war der Zwiegeſang zwiſchen ih=
Dr. Eger ſein Meiſterſtück gemacht. Unterſtützt wurde
Frühlingsfeſtſpiele
und Hans Sachs. Dieſes Muſterenſemble wurde durch
er dabei mit feinem künſtleriſchen Verſtändnis von Herrr
Herrn Stephani als Pogner, Frl. Jacobs als
Hoftheatermaler Kurt Kempin, dem unermüdlick
6. Abend
Magdalene, Herrn Semper als Kothner uſw. in beſter
Schaffenden, der die Entwürfe zu den neuen Dekorationen
„Die Meiſterſinger von Nürnberg.”
Weiſe ergänzt. Die Leiſtungen der Chöre, die von Herrn
gemacht und hierin ganz Hervorragendes geleiſtet hat.
Hofchordirektor Preuß einſtudiert waren, waren durch
Die muſikaliſche Leitung der Aufführung unterſtand
W-l. Mit einer Muſtervorſtellung der „Meiſterſinger”
weg auf der Höhe
Herrn Hofkapellmeiſter Leo Blech aus Berlin, der ſid
die, wie die „Triſtan”=Aufführung, allen, die ihr beige=
Von anderen ſzeniſchen Arrangements ſeien noch die
wieder als Meiſter ſeiner Kunſt bewährte und das
Or=
wohnt haben, unvergeßlich bleiben wird, fanden heute
Humors nicht ermangelnde grandioſe Prügelſzen
des
cheſter von Sieg zu Sieg führte. Ein ſtimmgewaltiger
abend die Richard=Wagner=Vorſtellungen der
Frühlings=
den weißbehoſten und weißberockten Männlein und
mi
Sänger und idealer Darſteller iſt Herr Kammerſänger
feſtſpiele einen glänzenden Abſchluß. Ein feſtlich geſtimm=
Weiblein und die wundervolle Feſtwieſe hervorgehoben
Walter Soomer aus Dresden, der die Partie des Hans
tes Publikum hatte das Haus bis auf den letzten Platz
Die Begeiſterung des Publikums kannte keine Gren
Sachs ſang und, namentlich im zweiten Akte, durch die
gefüllt. In der großen Hofloge wohnten der Großherzog
zen. Die Hervorrufe am Schluſſe der Aufführung
moch=
ſouveräne und imponierende Beherrſchung beider Künſte
und die Großherzogin, Prinz Heinrich von Preußen, de
ten wohl die Zahl 20 erreichen. Nach jedem Akt wurd
unſere Bewunderung erregte. Sein Hans Sachs führte
Prinzeſſin Friedrich Karl von
Landgraf von Heſſen
Herr Kapellmeiſter Leo Blech und zum Schluſſe auch Hert
uns auf die höchſten Höhen der Kunſt, wohin ihm kein
Heſſen, die Fürſtlich Lichſchen und die Fürſtlich Erbach=
Kempin hervorgerufen, dem ein prachtvoller Lorbeer
Kritik mehr, ſondern nur noch die Begeiſterung folgt
ſchen Herrſchaften der Aufführung bei
kranz überreicht wurde.
Eines durchſchlagenden Erfolges hatte ſich auch Herr
Angeſichts des glanzvollen Verlaufes der Vorſtellung
dieſen Tagen feiert die gebildete Welt den 100
In
Weber zu erfreuen, der erſtmalig den Beckmeſſer ſang
möchte der Kritiker am liebſten die Feder aus der Hand
Geburtstag des Meiſters von Bayreuth, der die falſchen
und mit der geradezu meiſterhaften Durchführung dieſer
legen und nur ſeiner Freude und Begeiſterung Ausdruc
Propheten geſtürzt und uns von „wälſchem Dunſt und
Partie ebenſoviel Beifall wie Staunen erweckte, ſo daß
geben über dieſe Muſteraufführung des unvergleichlic
Tand” freigemacht hat, der den Ruhm des deutſchen
hm das Publikum nach dem zweiten Akte noch ein
herrlichen Werkes, die wohl die ſchönſte war, die man
Namens über die ganze Welt verbreitet und uns eine
Sonderovation bereitete. Mit erſtaunlicher ſtimmliche
hier erlebt hat und die bleibende Eindrücke hinterläßt.
neue ideale Welt erſchloſſen hat. Es werden in dieſen
Ausdauer und blühender Tonfülle ſang Herr Kammer=
Nicht nur, daß jede Partie die beſtmögliche Beſetzung er=
Tagen viele ſchöne Worte zu ſeinem Preiſe und
Ruhm=
ſänger Rudolf Berger aus Berlin den Walther vo
halten hatte, auch die Regie und die muſikaliſche Leitung
geſprochen werden. Die ſchönſte Ehrung ſeines Andenkens
Stolzing. Wohl ſelten hat man hier Gelegenheit gehabt
ſchufen ideale künſtleriſche Werte
aber iſt die Aufführung ſeiner Werke ſelbſt. Unſer
Hof=
das Preislied ſo tonprächtig und mühelos ſingen und
Die Neuinſzenierung der Oper entſprach höchſten
An=
theater hat nach dieſer Richtung hin ſeine Schuldigkeit ge
überhaupt die große Partie ſo ſieghaft durchführen zu
forderungen in Rückſicht auf Geſchmack und Stil und
tan. Gegen eine ſolche Aufführung der „Meiſterſinger
hören. Ein perfekter Sänger mit muſtergültiger Aus
Zweckmäßigkeit der Arrangements. Dies gilt beſonders
müſſen Lobreden auf den Meiſter verſtummen. Der heu
ſprache iſt Herr Hermann Schramm vom Opernhauſe
von dem Straßenbilde des zweiten Aktes mit den ſtil
tige Tag aber bleibt in der Geſchichte des Hoftheaters als
in Frankfurt, der den David ſang und eine
köſtlich=
echten altertümlichen Häuſern, ihren Erkern und Butzen
Leiſtung aus Einem Guſſe bot. In Frl. Charlotte Uh
ein Ehrentag verzeichnet
ſcheiben und der prachtvollen, lichtdurchfluteten Feſtwieſe
vom Opernhauſe in Frankfurt lernten wir eine junge und
im letzten Akte, über die ſich der ganze Zauber des Jo
Nummer 114.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 19. Mai 1913.
Seite 7.
Waldemar von Preußen, den Generalſtabschef Grafen v
wieder einmal an einer ſolchen Veranſtaltung zu
beteili=
burgs, iſt dem Feuer zum Opfer gefallen. Der orthodore
Moltke, den Kommandierenden General des 15.
Armee=
gen, ſo nehme ich keinen Anſtand, Sie mit meiner Ver=
Tempel und das Kapuzinerkloſter ſind ſtark beſchädigt. Die
korps, Generalleutnant Exzellenz v. Deimling, den
Gou=
intwortlichkeit und mit meinem Namen zu decken. Ich=
Viener Rettungsgeſellſchaft war bei der Hilfeleiſtung für
verneur Generalleutnant v. Eberhardt und Generalleut
bitte Sie, mit mir einzuſtimmen in den Ruf: Die an dem
die zahlreichen Verletzten hervorragend tätig. Die Obdach
nant a. D. Exzellenz Gäde aus Freiburg an Bord genom=
Flug beteiligten Flieger, die deutſchen Flieger: Hurra!
oſen — es dürften mehr als 200 Familien ſein — wurden
men hatte, geſichtet. Um 6,30 Uhr waren bereits ſämtliche
Hurra! Hurra!”
in Schulen untergebracht. Eine Sammlung von Geld und
Stellungen, die von den Fliegern zu eckunden ſind, von
von
Im Sachſen=Kaſino überreichte Prinz Heinrich
Naturalien wurde eingeleitet. Der Kaiſer ließ
Erkundig=
den Truppen eingenommen. Die an der Uebung beteilig
Preußen abends perſönlich die Preiſe den Fliegern.
Den
ungen einziehen
en Truppen haben durchweg feldgraue Uniformen ange=
Kaiſerpreis erhielt Leutnant Canter, ebenſo
den Prinz=Heinrich=Preis der Luft
legt, um die Erkundung zu erſchweren. Der Kommandant
I. a.
wurden zuerkannt: der Ehrenpreis des Statthalters
von Neubreiſach hat den Führer der blauen Partei um die
dem
Der Balkankrieg.
Leutnant Freiherrn v. Thüna und der Ehrenpreis des
Feſtſtellung erſucht, welcher Art die zwiſchen dem Rhein=
Frinzen Karl Antog von Hohenzollern dem Leutnant
Die Londoner Friedenskonferenz.
Rhone=Kanal und dem Rhein ſich befindende Artillerie iſt
Freiherrn v. Haller.
und an welchen beſtimmten Orten ſie hält.
* London, 16. Mai. Wie das Reuterſche Bureau
Freiburg i. Br., 17. Mai. Vom militäriſchen
heute abend ſpät bei einer Anfrage im Auswärtigen Amt
Sarajewo, 18. Mai. Bei Capljina in Bosnien
Erkundungsfluge iſt als erſter um 9,10 Uhr Oberleut
rfuhr, waren bis dahin noch keine Veranſtaltungen für
türzte am Sonnabend ein Militärflugzeug ab
nant Behrends zurückgekehrt.
das Zuſammentreten der Friedenskonferenz ge=
*
Der Lenker, Hauptmann Andric, wurde getötet, der
Freiburg i. Br., 17. Mai. Von den hier zun
troffen worden. Staatsſekretär Edward Grey, der Lon=
Paſſagier, Leutnant Slaſſig, leicht verletzt.
Erkundungsfluge aufgeſtiegenen Fliegern ſind bis jetzt
don zum Wochenſchluß verläßt, wird am Montag
zurück=
zehn Uhr, bereits vier wieder gelandet.
kehren, und Dienstag nachmittag wird die
Botſchaf=
tervereinigung, wie bereits gemeldet, im Auswär=
Straßburg.
Der Flug Freiburg
igen Amt eine Sitzung abhalten. Es wird erwartet, daß
Die preußiſchen Landtags=
Freiburg i. Br., 17. Mai. Von den zum
Erkun=
bis dahin alle Delegierten der Balkanſtaaten in London
dungsflug um 8¾ Uhr aufgeſtiegenen 10 Fliegern
wa=
eingetroffen ſind dann wird auch zu erfahren ſein, welche
wahlen.
ren bis 9,58 Uhr ſämtliche wohlbehalten hier=
Veranſtaltungen beabſichtigt ſind. Bis heute abend hatten
her zurückgekehrt. Zum Rückflug nach Neubrei=
Berlin, 17. Mai. Bis nachmittags 2 Uhr ſind
die ſerbiſchen Delegierten, ebenſo wie ihre griechiſchen
ſach bezw. Straßburg ſtarteten Ingenieur Thelen um
435 Ergebniſſe aus 272 Wahlkreiſen bekannt. Es
kollegen, keine Inſtruktionen zur Unterſchreibung der
0,7 Uhr, Ahrendts 10,14 Uhr, Carganico 10,35 Uhr, Hal
nd 388 Kandidaten als gewählt zu betrachten. 41 Stich
Friedenspräliminarien erhalten.
er 10,40 Uhr, ferner 10,42 Uhr Joly, Canter und v. Thüna
vahlen haben ſtattzufinden.
Wahlen ſtehen noch
6
London, 17. Mai. Dem Reuterſchen Bureau zu=
Der Start war um 11 Uhr beendet. Lt. v. Hiddeßen konn
unentſchieden, da nicht alle Reſultate der Wahlmänner
olge ſind die griechiſchen und ſerbiſchen Delegierten
hin=
beim Start nicht hochkommen. Beim Landen geriet der
vahlen bekannt ſind. Bisher ſind als gewählt zu
ſichtlich der Unterzeichnung der Friedensprä=
139
betrachten:
Apparat in einen Graben und erlitt Propellerbruch. Das
Konſervative, 48 Freikonſervative,
liminarien noch ohne Inſtruktionen. Grey wird am
57 Nationalliberale, 25 Volksparteiler, 100
Flugzeug wurde abmontiert, desgleichen der Apparat des
2
zentrum,
Montag einige Delegierte empfangen. Es iſt zu hoffen,
0
Polen, 2
Lt. Kaſtner
Dänen, 7
Sozialdemokraten.
An den
daß ſich nach einem Austauſch der Anſichten die Lage
41 Stichwahlen ſind beteiligt 17 Konſervative, 13 Frei
Neubreiſach, 17. Mai. Die 9 Flieger, die in
klären wird. Die Delegierten aller Balkanſtaaten
ver=
onſervative, 22 Nationalliberale, 12
Freiburg zum zweiten Male ſtarteten, waren bis ¾12 Uhc
Volksparteiler,
urteilen ſcharf die Verſuche, Mißſtimmung und Erregung
alle in Neubreiſach eingetroffen und gelan=
4 Zentrum, 1 Pole, 1 Bund der Landwirte, 1 Deutſch
u ſchaffen. Sie erklären, daß die Verbündeten entſchloſſen
Sozialer, 11 Sozialdemokraten
det, um militäriſche Meldungen zu erſtatten. Sieben
ſind, eine friedliche Löſung zu erzielen
Die Konſervativen verlieren 10 und gewinnen 7, die
ind alsbald wieder aufgeſtiegen zum Fluge nach Straß=
London, 19. Mai. Die Friedensdelegier=
Freikonſervativen verlieren 5 und gewinnen 2, die
Natio=
burg. Zwei blieben zurück, nämlich Lt. Cörper und Lt.
ten ſind ſämtlich hier eingetroffen
Lanter
talliberalen verlieren 4 und gewinnen 8, die Volksparte:
Serbien und Bulgarien.
verliert 5 und gewinnt 4, das Zentrum verliert 4 und
* Straßburg, 17. Mai. Ingenieur Thelen iſt
gewinnt 2, die Sozialdemokraten verlieren keinen und
11,30 Uhr hier gelandet
* Belgrad, 16. Mai. Das offiziöſe Blatt Samu=
*
gewinnen einen, die Polen verlieren 2 Sitze
Das Luftſchiff
Baden=Oos.
17. Mai.
prava verurteilt die ſerbiſche Preſſe, die mit der bulga=
Von vier Wahlkreiſen mit acht Sitzen ſtehen die Er=
Sachſen”, deſſen Führung in den Händen von Dr.
riſchen in gegenſeitigen Beſchuldigungen und Ausfällen
gebniſſe noch aus.
Eckener lag, iſt um 12 Uhr 15 Min. vor der Halle
wetteifert, und mahnt zur Mäßigung mit Rückſicht
dar=
gelandet
auf, daß ein ſolcher Ton dem gegenwärtigen Stand der
zwiſchen Serbien und Bulgarien ſchwebenden Fragen
Die Beſuchsreiſen des Prinz=Regenten
Der Abſchluß des Prinz=
Heinrich=
nicht entſpreche, und daß das Bündnis noch beſtehe. Das
Fluges.
von Bayern.
Preßbureau des Auswärtigen Amtes hat ſämtliche Blät=
Straßburg. 17. Mai. Im feſtlich geſchmückten
* München, 17. Mai. Die bayeriſche
Staats=
ter aufgefordert, ſich in der Polemik gegen bulgariſche
Saale des Hotels „Stadt Paris” gab heute abend die
Blätter häßlicher und beleidigender Ausdrücke zu
enthal=
zeitung widmet der heute erfolgenden Rückkehr des
Südweſtgruppe des Deutſchen Luftfahrer=
Ver=
en, und dementiert bei dieſer Gelegenheit auf das
ent=
bayeriſchen Regen tenpaares einen
hochoffi=
bandes anläßlich des glücklichen Verlaufes des Prinz
ſchiedenſte die aus bulgariſchen Zeitungen in ausländiſche
ziöſen Artikel, der ſich auch mit dem Verhältnis
Heinrich=Fluges 1913 eine Feſttafel von 220 Gedecken, an
Blätter übergegangenen Senſationsnachrichten über an=
Bayerns zum Reich beſchäftigt. Die Staatszeitung
der der Protektor der Veranſtaltung, Prinz Heinrich
gebliche Beſchlüſſe des Miniſterrates gegen Bulgarien.
ſchreibt: Aus den Trinkſprüchen, mit denen der König
von Preußen, teilnahm. Ferner waren außer den
Belgrad, 17. Mai. Zu den Beſprechungen der
von Württemberg ſowie die Großherzöge von Baden und
meiſten Teilnehmern am Fluge erſchienen: Prinz Walde
ſerbiſch=bulgariſchen Beziehungen erklärt
deſſen unſeren Regenten bewillkommneten, klang die
auf=
mar von Preußen. Prinz Georg von Bayern, der kaiſer=
Samouprava, daß Serbien nicht im entfernteſten daran
ichtige und hohe Verehrung, deren ſich Prinz=Regent
iche Statthalter Graf v. Wedel, Graf Zeppelinq der
kom=
denke, Bulgarien anzugreifen. Die ſchwebenden Fragen
Ludwig im Kreiſe der Deutſchen Bundesfürſten erfreut
mandierende General des 15. Armeekorps v. Deimling,
ſollten im Wege eines freundſchaftlichen Gedankenaus=
Daß die fürſtlichen Gaſtgeber unſeres Regenten in der
Gouverneur Generalleutnant v. Eberhardt, Staatsſekretär
auſches zwiſchen der ſerbiſchen und bulgariſchen Re
Willkommengruß, den ſie ihm und ſeiner erlauchten Ge=
Freiherr Zorn von Bulach, der Polizeipräſident v. Lautz,
gierung geregelt werden. Serbien habe in territorialer
mahlin entboten, das Reis tiefempfundenen Gedenkens
Geheimrat Prof. Hergeſell, Bürgermeiſter Dr. Schwan=
Hinſicht von Bulgarien nichts zu fordern und werde alles
für den unvergeßlichen Prinz=Regenten Luitpold flochten,
der, Generalleutnant z. D. Gaede=Freiburg und zahlreiche
tun, um Konflikten mit den Verbündeten vorzubeugen
auf flugtechniſchem und induſtriellem Gebiete
hervor=
iſt in Bayern mit aufrichtigem Dank gewürdigt worden.
Die ſerbiſche Regierung werde im Rahmen der legitimen
das Gefühl inniger Zuſammengehörigkeit, das die deut
ragende Herren. Rechts vom Prinzen Heinrich ſaßen der
erbiſchen Intereſſen alles daran ſetzen, daß das Bündnis
Statthalter Graf v. Wedel, links Prinz Georg von Bayern
ſchen Bundesfürſten umſchließt,, iſt in den Antwortreden
zwiſchen Serbien und Bulgarien erhalten bleibe. —
Blät=
gegenüber dem Prinzen Oberſtleutnant Freiherr v. Ol
Sr. Königl. Hoheit des Prinz=Regenten Ludwig mit
ern zufolge werden im Laufe der nächſten Woche die
Re=
dershauſen, in deſſen Händen die ſchwierigen Vorarbeiten
Wärme und Nachdruck zur Geltung gelangt. Gleich wic
erviſten des dritten Aufgebots entlaſſen werden.
der Flugveranſtaltung gelegen haben.
in Berlin und Dresden, hat der erlauchte Herr auch in
Sofia. 18. Mai. Die Agence Bulgare dementiert
Stuttgart, Karlsruhe und Darmſtadt mit Ernſt und Ent=
Im Verlaufe der Tafel ergriff
in formeller Weiſe die tendenziöſen Meldungen, daß die
ſchiedenheit den Reichsgedanken betont und mit markigen
bulgariſche Regierung mit der ſerbiſchen über eine Ab=
Prinz Heinrich von Preußen
Worten die Notwendigkeit unterſtrichen, die Erhaltung
inderung der Klauſeln des Bündnisvertrages
der Macht und des Anſehens Deutſchlands als das allen
das Wort zu folgender Anſprache: „Ihre
König=
verhandle und bereit wäre, Serbien alle Gebiete der ſtrit=
Bliedern des Reichs gemeinſame Ziel, als das alle
lichen Hoheiten, Exzellenzen, ſehr verehrte Herren! Der
tigen Zone zu überlaſſen.
einigende Intereſſe zu betrachten. Der Gedanke
dritte Oberrheiniſche Zuverläſſigkeitsflug iſt mit dem heu=
Der bulgariſch=rumäniſche Streitfall
der Reichseinheit und der nationalen Geſchloſſenheit
igen Tage zur Neige gegangen, und ich darf zu meiner
hat
durch dieſe fürſtlichen Kundgebungen eine erneute
Freude feſtſtellen, daß er Opfer an Menſchenleben nicht
* Bukareſt. 16. Mai. In der Kammer erklärte
und
nachdrückliche Bekräftigung erfahren.
gefordert hat. Wenn wir zwei Kameraden bedauern, die
Miniſterpräſident Majorescu in Beantwortung einer
Die Ausführungen, mit denen die öffentliche Mein
infolge perſönlichen Mißgeſchicks darniederliegen und 1‟
Interpellation auf die Frage, warum das Verlangen nadh
ung die Reiſe unſeres Regenten begleitete, ließen erkennen,
denen ich täglich Nachricht erhalte, ſo kann ich mitteilen
einer dringlichen Behandlung der Vermittelung in den
daß in Deutſchland anerkennendes Verſtändnis dafür
be=
ſie befinden ſich auf dem Wege der Beſſerung. Vergleiche
bulgariſch=rumäniſchen Streitfall nicht erfüllt worden ſei,
ich den diesjährigen Flug mit den ähnlichen Veranſtaltun
teht, daß Bayern den Platz, der ihm auf Grund ſeiner
daß die Vermittelung bedingungslos angenommen wor
gen der beiden letzten Jahre, ſo drängt ſich mir
unwill=
eſchichtlichen und kulturellen Bedeutung im Reich ange
den ſei. Rumänien habe lediglich den Wunſch nach einer
kürlich das Bild auf, daß in dieſem Jahre die Fortſchritte
vieſen iſt, mit Ehren einnimmt, und daß es mit Freuden
Beſchleunigung der Angelegenheit ausgeſprochen. Der
ganz beſonders groß zu nennen ſind, und zwar liegen die
die reichen Kräfte, die es in ſich birgt, für das Reichsganze
Miniſterpräſident legte ſodann die Urſachen der Verzöger=
Fortſchritte auf zwei Gebieten, einmal auf dem rein
nutzbar macht. Dieſes Empfinden iſt auch in den
An=
ing klar und ſagte, er habe den Vorſchlag des
franzöſi=
echniſchem Gebiet und ferner auf dem flugtechni
prachen zu Wort gekommen, in denen die Vorſteher de
ſchen Geſandten, Rumänien ſolle genau wie Bulgarien
chen Gebiet. Es iſt der merkwürdige Fall feſtzuſtellen,
Städteverwaltungen von Stuttgart, Karlsruhe und
en Schiedsſpruch annehmen, abgelehnt, da er dies ohne
daß die flugtechniſchen Fortſchritte größer ſind als die
Darmſtadt dem Regenten Bayerns ihre Huldigung ent=
Ermächtigung des Parlamentes nicht habe tun können.
rein techniſchen, in anderen Worten: die Herren Flieger
boten haben. Prinz=Regent Ludwig hat ſich in
lang=
die weiteren Urſachen der Verzögerung hätten in der
ind vorzüglich durch= und ausgebildet, ſie haben ihre
ähriger öffentlicher Arbeit in reger Anteilnahme an allen
Wahl der Stadt für die Konferenz und in der Ernennung
Maſchinen vorzüglich in der Hand, ſie riskieren weit mehr
Fragen des politiſchen und wirtſchaftlichen Lebens unſe=
Delcaſſés zum Botſchafter in Petersburg gelegen. Er
als in den vergangenen Jahren, ſie ſind ſicherer und ihrem
s engeren und weiteren Vaterlandes allzeit als Mann
enne, ſo führte der Miniſterpräſident weiter aus, noch
Motor überlegen. Trotz aller Anſtrengungen ſcheint es
der geraden und herzhaften Rede erprobt. Die Worte der
nicht den genauen Inhalt des erſt vor fünf Tagen den
der Technik noch nicht gelungen zu ſein, die Motorenſi
Anerkennung und Ermunterung, die er im Kreiſe der
umäniſchen Geſandten übergebenen Protokolls. Nach
herzuſtellen, wie ſie ſein müßten. Die Zuſammenbrüche
Vertreter der Bürgerſchaft dieſer Reſidenzſtädte an die
einem Eintreffen werde er, wenn auch nicht in der öffent
ſind zum größten Teil auf den Mangel an zuverläſſiger
Verſammelten richtete, haben daher tiefen und nachhal
ichen, ſo doch in einer vertraulichen Sitzung dem Parla=
Motoren zurückzuführen. Der geſtrige Tag, der
Pforz=
tigen Eindruck gemacht. Dieſer Eindruck hat ſich in die
ment Aufklärung geben können. Die Ausführungen des
heimer Aufklärungstag, war ein Ehrentag für das deut
Kundgebungen aufrichtiger und ungekünſtelter Herzlichkeit
Miniſterpräſidenten wurden mit langanhaltendem Beifall
ſche Flugweſen. Wer Gelegenheit gehabt hat, unſere jun
umgeſetzt, mit denen die Bevölkerung dieſer Städte
unſe=
gen Herren und die dabei beteiligten Zivilingenieure aus
ufgenommen.
ren Regenten auf allen ſeinen Wegen begrüßte, und die in
der Ferne kommen zu ſehen, vor eine rein kriegsmäßige
Albanien.
der Preſſe ſympathiſchen Widerhall fanden. Das ehrliche
Aufgabe geſtellt, ſie löſen, landen, melden zu ſehen, aus
Wien, 17. Mai. Wie das „K. K. Korr=Bur.” er=
Verſtändnis, das aus den Kreiſen des Bürgertums, aus
dem tiefblauen Himmel herabſchweben — ſei er noch ſo
fährt, entbehren die in der Preſſe verbreiteten Nachrichten
den Kreiſen des tätigen und ſchaffenden Lebens heraus
großer Skeptiker, den packte es doch, und unwillkürlich
über das albaniſche Statut vollkommen der Authentizität
gerade für dieſe Seite im Weſen unſeres Regenten bezeugt
mußte man ſich ſagen: An der Fliegerei iſt doch was dran
Dies Statut kann nicht Gegenſtand der Information ſein
vurde, hat in Bayern, wo die ſchlichte und
herzge=
es iſt ſehr viel daran! Meine Herren! Ich will mich
o lange es der Prüfung durch die Botſchaftervereinigung
winnende Art des hohen Herrn dem Volk ſeit
Jahrzehn=
ines Vergleiches bedienen: Der Marineoffizier gilt
be=
in London unterliegt, deren Verhandlungen geheim
ge=
ſonders in jungen Jahren vermöge ſeiner Aufgabe als
ten vertraut iſt, beſondere Genugtuung geweckt
halten werden
beſonders ſchneidig. Es wird Ihnen bekannt ſein, daß
die jungen Offiziere auf den Torpedobooten tätig ſind.
Das Torpedoboot für die Armee iſt das Flugzeug; der
Letzte Nachrichten.
Großer Brand in Preßburg.
Charakter wird geſtählt. Der Marineoffizier kommt un
willkürlich mit der Technik in Berührung. Die Techni
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Preßburg, 17. Mai. Heute nachmittag 2 Uhr
iſt auch für den Menſchen bildend und erziehend. Der
geriet der Dachſtuhl eines großen Gebäudes im Mittel=
Berlin, 17. Mai. Heute Abend überfielen zwei
diesjährige Flug war vorzüglich organi
unkte der Stadt in Brand. Wegen des herrſchenden
Männer im Norden den Friſeur Werner auf dem
Heim=
iert, dank der Perſönlichkeiten, welche der Oberleitung
heftigen Sturmes nahm der Brand ſofort einen
wege in einer wenig bebauten Straße und verletzten
angegliedert waren. Ich kann nicht alle Herren nennen
ieſigen Umfang an und breitete ſich über ein gan
Es
Die Täter entkamen.
hn durch Schüſſe ſchwer
wvill aber heute Ihnen, Herr Oberſtleutnant v.
Oldees=
es Stadtviertel aus. Auch am Bergabhang brennen
cheint ein Racheakt vorzuliegen
hauſen, in erſter Linie meinen Dank ausſprechen. Es liegt
äuſer. 8000 Perſonen ſind obdachlos Ein
Paris, 17. Mai. Der Kriegsminiſter hat dem
mir ferner ob, all der hohen Protektoren zu gedenken, die
Kind iſt verbrannt; zahlreiche Perſonen ſind verletzt wor
Miniſterrat einen Geſetzentwurf zur Deckung der
notwen=
ihre Hand über die Veranſtaltung gehalten haben, nicht
digſten Ausgaben unterbreitet, um die im Oktober
frei=
den. Zur Hilfeleiſtung traf auch die Wiener Feuerwehr
zum geringen Teil auch des Grafen v. Wedel. Ihnen.
werdende Klaſſe unter den Fahnen zu behalten. Der
Ge=
ein.
Exzellenz, ſpreche ich für Ihr Erſcheinen und für das
etzentwurf wird am Montag in der Kammer vorgelegt
* Preßburg, 17. Mai. Um 9 Uhr abends war das
bewieſene beſondere Intereſſe, das Sie für die Veran=
Feuer auf ſeinen Herd beſchränkt; der Brand
werden
ſtaltung und für die Flieger gezeigt haben, ganz beſon=
Trömel wird aus
Paris, 18. Mai. Zum Fall
wütet jedoch weiter. Außer der Wiener ſind auch andere
deren Dank aus. Was Sie, meine Herren Flieger, be
Saida in Algerien gemeldet: Die Militärbehörde
ſterreichiſche Feuerwehren, ſowie die Wiener Freiwillige
trifft, ſo drücke ich Ihnen meine beſondere Anerkennung
habe aus eigenem Antriebe verfügt, daß der Geiſtes
Rettungsgeſellſchaft eingetroffen. Bei den Löſcharbeiter
und meinen ſehr aufrichtigen Dank aus für die Hin=
Die
ſuſtand Trömels unterſucht werde.
iſt ein Feuerwehrmann getötet und zahlreiche verletzt
gebung, die Sie gezeigt haben an guten und an böſen
hiermit betrauten drei Militärärzte haben
einſtim=
worden. Ein ganzer Stadtteil, ſamt dem berühmten alten
Tagen. Ich habe Sr. Majeſtät dem Kaiſer den Erfolg
mig erkannt, daß Trömel geiſtia völlig geſund
Shetto iſt ein Raub der Flammen geworden
ganz kurz telegraphiert und dabei geſagt, die Armee
mög=
ei. Mehrere Blätter veröffentlichen Unterredungen mit
Preßburg, 17. Mai. Es ſind im ganzen fünf
ſtolz ſein, daß ſie ſolche junge, friſche Elemente hat,
Trömel, der unter anderem erklärt habe, er habe ſeinen
Straßen mit etwa 65 Häuſern abgebrannt. Die alt
wie ich ſie in dieſer Woche unter der Hand gehabt habe,
Entſchluß, in die Fremdenlegion einzutreten, mit
Zu=
ikolaikirche, eines der älteſten Kunſtdenkmäler Preß=
und ſollten Sie, meine Herren Flieger, geneigt ſein, ſich
Selke 8.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 19. Mai 1913.
Nummer 114.
ſtimmung ſeiner Gattin ausgeführt. Es gefalle ihm in
Das militäriſche Problem in Frankreich.
der Fremdenlegion ſehr gut und er werde, ſobald er das
* Paris, 18. Mai
Der frühere Miniſterpräſident
Recht dazu erlangt habe, die franzöſiſche Nationalität
Caillaux hielt auf dem Bankett der radikal=ſozialiſtiſchen
erwerben
(2)
Statt jeder beſonderen Anzeige.
Partei über das militäriſche Problem eine Rede,
Paris, 18. Mai. Die Ueberſchwemmungen
in der er u. a. folgendes ausführte: Ich bin der Anſicht
dauern in verſchiedenen Gegenden an. In der Umgegend
Heute nachmittag um 12½ Uhr iſt unſere
daß die internationale Lage neue Pflichten ſchafft, die wir
von Beziers ſollen zwei, bei Perpignan drei Menſchen
gute Tante
erfüllen müſſen, indem wir unſer Augenmerk darauf
rich=
ertrunken ſein.
ten, die früher eingerichtete militäriſche Verfaſſung, die au
Paris, 18. Mai. Aus Toul wird gemeldet: Geſtern
der Organiſation eines Nationalheeres und nicht
abend verſammelten ſich in der Rue de la République an
Frau Minna Pfarrius
Berufsheeres beruht, zu ergänzen. Daraus, daß eine
200 bis 300 Soldaten, um eine Kundgebune
andere Nation, deren wachſende Bevölkerung der unſri
gegen die von der Regierung beſchloſſene Zurückbe
geb. v. Zangen
gen ſchon bedeutend überlegen iſt, die Neigung hat, auf da
haltung der Altersklaſſe von 1910 zu veran
nach längerem Leiden, im 85. Lebensjahre, ſanft
Berufsheer hinzuſteuern, folgt nicht, daß wir ſie
nach=
ſtalten. Der Platzkommandant ließ ſofort Alarm blaſen,
entſchlafen
ahmen müſſen, indem wir uns auf Nachahmungen ver
und die meiſten Soldaten kehrten freiwillig in die Kaſerne
zurück. Die übrigen taten dies wenn auch murrend, auf
ſteifen. Es iſt unvermeidlich, daß wir unſeren Nachbarn
Im Namen der Hinterbliebenen:
nit Rückſicht auf ihre numeriſche Ueberlegenheit einen Vor
zureden eines Offiziers. Die Militärbehörde ordnete eine
Unterſuchung des Vorfalles an, um die Anſtifter der
teil ſichern. Maßregeln müſſen getroffen werden zur ge=
Wilhelm v. Zangen
Straßenkundgebung zu ermitteln. Das Kriegsminiſteriun
nauen Ausführung des Geſetzes von 1905, durch das die
Major und Mitglied des Bekleidungsamts
erklärt, es habe ſich durchaus nicht um einen Akt der Meu=
Reſerven verbeſſert und eingeübt, die militäriſche Vorbe
des XIV. Armeekorps in Karlsruhe
terei gehandelt. Der Platzkommandant habe verhindern
eitung organiſiert, die Befeſtigungen im Oſten vergrößer
wollen, daß die Soldaten ſich an einer von mehreren
poli=
ind ausgedehnt, die ſtrategiſchen Linien vermehrt, die Be
Reinhard v. Zangen
tiſchen Vereinigungen veranſtalteten Proteſtkundgebung
ſtände verjüngt und durchgebildet werden, und die Be
Hauptmann beim Stabe des Feld.=Artillerie
beteiligten, und durch das Alarmſignal die Mannſchaften
oldung der Offiziere aufgebeſſert wird. Es iſt bedauet
Regiments Nr. 67 in Hagenau (Elſaß)
ezwungen, in die Kaſerne zurückzukehren.
— Ueber die
lich, daß man keine von dieſen Reformen vorgeſchlagen
von Mannſchaften des 146. und 153. Infanterieregiments
Johanna v. Zangen
und ſich auf ein Projekt beſchränkt hat, durch das der aktive
in Toul verſuchte Straßenkundgebung gegen die Zurück=
Dienſt zu einer Laſt wird, welches der Nation ein ergän
geb. Preetorius
haltung der Altersklaſſe von 1910 wird noch gemeldet, daf
zendes Dienſtjahr aufbürdet und ihr eine Vergrößerung
Darmſtadt, den 17. Mai 1913.
eine Anzahl Soldaten dabei die Internationale ſangen.
der Steuern und eine Verringerung der Produktion brin=
Mehrere Soldaten, welche als Rädelsführer angeſehen
gen würde. In allen Ländern hat die Kraft der Leiſtun
Die Einſegnung findet Montag, 19. ds. Mts.,
werden
wurden nach dem Gefängnis gebracht
gen ein gewiſſes Maß, das man nicht überſchreiten kann
nachm. 2½ Uhr, im Sterbehauſe Martinſtr. 8,
Paris, 18. Mai. Der Präſident der Sorbonne
Wir können das Regierungsprojekt nicht annehmen und
ſtatt, die Beerdigung daran anſchließend auf
Cheron hielt auf einem vom Verbande der republikant
betonen nur, daß man der Militärverfaſſung eine
Ergän=
dem ſtädtiſchen Friedhofe.
(11280
ſchen Jugend veranſtalteten Feſte eine Rede, in der er
zung für den aktiven Dienſt hinzufügen muß, um der Ge
der franzöſiſchen Jugend, die bereit ſei, neuen Opfern
fahr des Mangels an Zuſammenhalt zwiſchen den
Alters=
ür das Vaterland zuzuſtimmen, wegen ihrer patrio
klaſſen zu begegnen und um die Ausbildung der
beritte=
tiſchen Gefühle Lob zollte. Während der Rede riefen
nen Waffen ſicherzuſtellen. Wir ſind entſchloſſen, das Bud
einige in der Verſammlung verteilte Perſonen: Es lebe
getdefizit nicht größer werden zu laſſen. Wenn das
De=
die Republik! Nieder mit der Reaktion! Nieder mit der
fizit zunimmt, wird es den Kredit Frankreichs, der eine ſo
dreijährigen Dienſtzeit! Aus der Verſammlung erhob ſich
große Hilfe in ernſten, delikaten Umſtänden war,
bedro=
ebhafter Widerſpruch gegen die Ruheſtörer
Dankſagung.
hen. Wir werden verlangen, daß neue Ausgaben mit Hilfe
Paris, 18. Mai. Der heute veröffentlichte Berich”
von progreſſiven Steuern auf das Einkommen oder den
der vom Kolonialminiſter entſandten Miſſion, welche
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
Kapitalbeſitz gedeckt werden.
die anläßlich der Eröffnung des Panamakanals
be=
dem Hinſcheiden unſerer lieben Mutter und
zur Förderung der Handelsintereſſen Frankreichs notwen=
Großmutter
(11291
dig ſcheinenden Maßnahmen ſtudieren ſollte, weiſt darau
Dieſes wohltuende, unſchädliche und
zu=
hin, daß der neue Seeweg zweifellos einen bedeutender
66
verläſſige Abführmittel beſteht aus dem
Handelsverkehr Auſtraliens und Neuſeelands mit den Hä
„Taltſie
Christiane Finger
köſtlichen, ſüßen
Safte reifer
kaliforni=
fen der Oſtküſte Nord= und Südamerikas zur Folge haben
ſcher Feigen und dem Extrakte verſchiedener
werde. Die franzöſiſchen Beſitzungen in dieſem Teile des
Pflanzen von bekannter, wohltuende
geb. Keller
Stillen Ozeans ſeien naturgemäß dazu berufen, aus der
de
Wirkung. Es vereinigt einen jedermann
l
ſowie für die zahlreichen Kranz= und Blumen
zu erwartenden Vermehrung des Schiffahrtsverkehrs ir
zuſagenden, lieblichen Geſchmack mit einer
penden ſprechen wir allen Verwandten, Freunden
großem Maße Nutzen zu ziehen. Zu dieſem Zweck ſchlägt
Ge
äußerſt milden, ſtets zuverläſſigen Wirkung
die Miſſion vor, den Hafen von Papeete (Tahiti) in
und Bekannten unſeren herzlichſten Dank aus
Gſee
und unterſtützt die Natur in ihrer Verdau=
Insbeſondere danken wir Herrn Pfarrer Herpel
einen den modernen Bedürfniſſen entſprechenden großen
ungstätigkeit ohne jede Anſtrengung ode
e
Handelshafen umzugeſtalten, hier neue
Leuchttürm=
für ſeine tröſtenden Worte und der Gemeinde=
Beſchwerde. Dadurch eignet es ſich beſtens
zur Beſeitigung der ſo läſtigen chroniſcher
zu erbauen, welche den Schiffen den Weg nach Tahiti wei
ſchweſter der Paulusgemeinde, ſowie den Schweſtern
Gee
Verſtopfung und zur Erhaltung eines
ſen ſollen, und auf Tahiti ſelbſt eine funkentelegraphiſche
des Eliſabethenſtifts für die liebevolle Pflege.
geregelten, natürlichen Stuhlganges. Für Erwachſene und Kinder
Station zu errichten. Die Koſten für dieſe Bauten werder
in gleicher Weiſe beſtens geeigne:
auf etwa 7 Millionen veranſchlagt.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
n allen Apotheken zu haben zu Mk. 1,50 die Flaſche. Eglra große Flaſch
* Bordeaux, 18. Mai.: An 160 Heizer und Ma
Mk. 2,50. Beſt.: Syr. fici Californ. 75, Ext. Sonn. liqu. 20, Elix. Caryoph. comp. 5.
Philipp Finger.
ſchiniſten des Dampfers „Burdigala” der Südatlantiſcher
I.4749)f
Schiffahrtsgeſellſchaft, welcher heute nacht nach Bueno=
Aires abgehen ſollte, traten kurz vor der Abfahrt in
A
Ausſtand, weil ihnen die geforderten beſſeren Lager=
tätten verweigert worden waren
ür die vielen Beweiſe wohltuender Teilnahme
Madrid, 17. Mai. Amtlich wird ein Abkommer
6
beim Heimgang unſeres lieben Onkels, des
zwiſchen Spanien und Italien veröffentlicht,
durch welches der Zuſtand der Gleichberechtigung der ſpa=
Pfarrers
niſchen Zone in Marokko und Libyen eingeführt wird
4
*
Inlion -Meater
Madrid, 18. Mai. Die Unterſuchungen des Staats
anwalts im Prozeß gegen den Urheber des Anſchlags
Amandus Müller
Kunst-Lichtspiele, Rheinstrasse 6
gegen den König am 13. April haben folgendes er
geben: Der angeſchuldigte Sanchez Alegre feuerte
ſagen wir herzlichen Dank.
(B11290
Telephon 2170
gegen den König zwei Revolverſchüſſe ab. Als er bereits
von Schutzleuten überwältigt am Boden lag, ertönter
Für die Hinterbliebenen:
wei weitere Schüſſe, die entweder ebenfalls von dem
Vorletzter Tag
Angeſchuldigten gegen den König oder gegen die ihn
Oberpfarrer Müller-Lauterbach,
überwältigenden Schutzleute abgegeben waren oder von
ein hervorragender Erfolg
Mathilde Dieffenbach-Wiesbaden.
allein losgingen infolge der Bewegungen, die Alegre
machte, um ſich von den Schutzleuten zu befreien. Der An=
Darmſtadt, Mai 1913.
ſchlag war lange vorher überlegt. Aus dieſem Grunde
Der Grarven Fontechriste
hat der Täter die Todesſtrafe verwirkt. Falls er begna=
und
digt wird, würde gegen ihn, unabhängig von der an die
Stelle der Todesſtrafe tretenden Strafe, auf dauernden
Tageskalender.
Verluſt der politiſchen und bürgerlichen Rechte zu er=
Großh. Hoftheater. Anfang 7 Uhr, Ende gegen 11
kennen ſein. Die Verhandlung des Prozeſſes beginnt
Schwere Sranden.
Uhr (Ab. B): „Wallenſteins Tod‟
baldigſt.
Gaſtſpiel des Frankfurter Intimen Theaters um
Man versäume nicht, das Theater zu besuchen.
8½ Uhr im Orpheum
sd. Bürſtadt, 17. Mai. In der chemiſchen Fabri
(11292
Tontauben=Schießen der Priv. Schützengeſell=
„Wohlgelegen”, zwiſchen Mannheim und Lampert
ſchaft von 8—12 und von 2 Uhr al
heim, explodierte heute früh ein Keſſel mit kochender
onatsverſammlung des Vereins für Geflügel=
Säure, die ſich über die Arbeiter Jakob Kaltenbachen
und Vogelzucht „Ornis” um 8½ Uhr in der „
Stad=
aus Lampertheim und Fettel aus Bürſtadt ergoß und
Pfungſtadt”.
Beiden fürchterliche Brandwunden beibrachte, ſo daß bei
ilder vom Tage. (Auslage Expedition Rheinſtr. 23):
dem erſten Lebensgefahr beſteht. Die Verunglückten wur=
Aer etwas für ſeine Geſundheit tun will, verwend
Richard Wagner, zum 100. Geburtstag am 22. Mai 1913;
den ins Krankenhaus nach Mannheim verbrach
einen geringen Teil ſeiner freien Zeit zur Durch
zur Eröffnung der Jubiläums=Kunſtausſtellung in Ber=
W. Lampertheim, 17. Mai. Bei den großen Gras
icht des heute beiliegenden Proſpektes über Trinkkuren
lin, das Kaiſerpaar in der Abteilung für Architektur;
verſteigerungendes Waſſerbauamts Worms wurden
mit Lauchſtädter Mineralbrunnen. Die
wun=
zur Jahrhundert=Ausſtellung in Breslau, Blick auf die
zwiſchen 13 und 14000 Mk. gelöſt gegen im Vorjahre
derbaren zuverläſſigen Heilerfolge mit Lauchſtädter
Hauptausſtellungsgebäude; König Alfons von Spanien
4 bis 5000 Mk. Der hohe Preis kommt durch die
Brunnen ſtützen ſich auf eine mehr als 200 jährig
in Paris, der König und Präſident Poincaré auf dem
Preistreibereien, in die ſich hieſige Intereſſenten ein=
Erfahrung. In vielen tauſend Fällen hat ſich die un
Wege zur Parade; aus dem Wolkenkratzer=Viertel in
ließen, um ſich der Steigerer aus Mainz, Darmſtadt uſw.
übertroffene Heilkraft der Quelle glänzend bewährt,ſ
New=York.
zu entledigen.
vor allem bei Rheumatismus, Gicht, Zuckerkrankheit,
Verſteigerungskalender.
Nieren= und Blaſenleiden, Blutarmut, Bleichſucht, ge=
Dienstag, 20. Mai
München, 17. Mai. Unter dem Verdacht des
wiſſen Frauenleiden, Nervoſität, ſchlechter und fehler
Heugras=Verſteigerung um 3 Uhr von der frü
Giftmordverſuches an ſeiner Frau und des
Gift=
hafter Blutbeſchaffenheit. Der Brunnen übt eine
wohl=
her Böttingerſchen Wieſe und der Pallaswieſe.
mordes an ſeinem Sohne wurde hier der anſcheinend
tuende und geſundheitfördernde Wirkung auf der
geiſtig nicht normale Kaufmann Otto Gierlinge
Körper aus. Deshalb iſt eine Kur mit Lauchſtädter
verhaftet. Er war mit ſeiner Frau nach Marſeille
Mineralbrunnen für die Geſundheit von der größten
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei,
gefahren, angeblich, um mit ihr eine Reiſe nach
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilletor
Der Brunnen wirkt allenthalben blut=
Bedeutung.
Amerika zu unternehmen. Dort übergab er ihr zwei
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übriger
ildend und geſundheitfördernd auf den geſamten Or
Flaſchen mit einer giftigen Flüſſigkeit, die
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe:
ganismus. Deshalb ſollten auch Geſunde den Brunnen
an=
geblich ein gutes Mittel gegen Seekrankheit ſein ſollte
trinken, da dadurch die Geſundheit gefeſtigt und de
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
und verſchwand. Die Frau merkte die Flucht erſt, als
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Körper widerſtandsfähig gegen Krankheiten gemach
das Schiff ſchon auf See war. Gierlinger fuhr nach
(3
Haustrinkkuren mit Lauchſtädter Brunner
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
wird.
München zurück, verkaufte ſein Haus und brachte das
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
können beſonders jetzt im Frühjahr jedermann nicht
Geld in Gemeinſchaft mit ſeiner Geliebten durch. Auch
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
varm genug empfohlen werden. — Aus dem heute
bei=
ein Kind aus erſter Ehe, das früh ſtarb, ſoll vergifte
liegenden Proſpekt iſt erſichtlich, wo der Lauchſtädter
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
worden ſein.
(11274
Brunnen in Darmſtadt käuflich iſt.
Die
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Z
II,11045
Nummer 114.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 19. Mai 1913.
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ch echt e ſoaie der Echlig ngdilbig. Aga
fite er in Sehen net euſt enet. e
Sie der Sache nicht ſolche Wichtigkeit bei. Einmal müßte
Es waren zwei Königskinder..
eineinen Raume beransdelenmen. In ſchen
Arber=
ich mir Ihr buen retiro ja doch anſehen. Und außerdem
ſtück, in jedem dieſer vielen Bilder, in jeder Farben=
Roman von Guido Kreutzer.
habe ich gerade heut abend Luſt, noch eine Stunde mit
abtönung der Portieren dokumentiert ſich eine fanatiſche
(Nachdruck verboten.)
16)
Ihnen zu verplaudern.
Zärtlichkeit und viel herzliches Nachdenken. Ich wußte
So; dann darf ich ihn ſelbſtverſtändlich nicht ſtören.
gar nicht, daß zwiſchen Ihnen beiden ein derartig nahes
Schweigend hingen ſie die Mäntel um; ſchweigend
Würden Sie ihm aber bitte in meinem Namen ausrichten,
Verhältnis beſteht.
ſtiegen ſie die Treppe hinab. Der Graf ſtarrte finſter auf
ich fühlte mich ſehr ermüdet und wäre daher zu meinem
In dieſen letzten Worten lag ein merkwürdiger
Unter=
den roten Velourläufer unter ſeinen Füßen.
lebhaften Bedauern gezwungen, das Theater vorzeitig zu
ton, als neide der Jüngere dem Aelteren etwas, das er
Er wußte, was jetzt kam . . . .
verlaſſen.
ſelbſt ſchon lange nicht mehr beſaß.
Befehl, Ew. Durchlaucht!
Mein Vater hat ſich ſo auf mein Kommen gefreut!
T.
ſagte Markus faſt entſchuldigend vom Büfett her, an dem
Ich ließe ihm jedoch meinen ganz beſonderen Dank
Die Reſidenz=Villa des Grafen Hortenbrügg enthielt
er noch herumhantierte. Ich perſönlich hätte weniger
für dieſen ſehr intereſſanten Abend ausſprechen und hoffte,
nur fünf Zimmer; dieſe wenigen Räume aber waren von
Wert darauf gelegt; denn ſo beſchämend es auch ſein
das Stück ihm einen vollen Erfolg brächte.
daß
dem alten Kammerherrn mit ſolch väterlicher Fürſorge
mag, aber in den ganzen elf Jahren Berliner Garniſon=
Befehl, Ew. Durchlaucht!
eingerichtet worden, daß der Erbprinz beim Durchſchreiten
lebens habe ich die Harmonie einer Häuslichkeit
eigent=
oftmals einen überraſchten Ausruf nicht unterdrücken
Alſo beſten Dank; und haben Sie die Freundlichkeit
lich gar nicht ſo recht kennen gelernt, mit Ausnahme
höch=
konnte. Am ſchönſten war das Speiſezimmer — eigent=
Uebermittlung.
der
ſtens von
, „
lich mehr parlour room — mit ſeinem mächtigen Büffett,
Die Sporen klirrten; der junge Dachs ſpritzte den
Er ſtockte, aber es war ſchon zu ſpät.
den hochlehnigen, ſchwer geſchnitzten Armſtühlen um den
Korridor hinunter.
Was wollten Sie ſagen?
Ausziehtiſch, ſeinem ſchwarzgrundigen Aubuſſonteppich
Albrecht Georg wandte ſich in die Loge zurück. Sein
Ich meine, mit Ausnahme der Zeit, wo ich im Hauſe
und dem breiten Verdurehänger über einer langgeſtreckten
Geſicht hatte längſt wieder die ruhige Gelaſſenheit ge=
Geheimrats Uttenreut verkehrte.
des
Kredenz, der in künſtleriſch wundervoller Abtönung das
wonnen.
Ach ſo!
Muſter eines antiken Gobelins zeigte. Die tiefe Erker=
Nun zufrieden, mein geſtrenger Mentor.
Der Küraſſier verließ ſeinen Platz am Büfett und kam
niſche an der Schmalwand hatte man durch Lederſeſſel
Erker, wo er ſich dem Prinzen gegenüber niederließ.
zum
Der Oberleutnant Graf Hortenbrügg verneigte ſich.
und einen niedrigen kleine Tiſch zu einer famoſen, ur=
Ein paar Atemzüge lang war eine abwartende Stille.
Ich mache Durchlaucht mein Kompliment. Der
In=
behaglichen Plauderecke umgeſchaffen.
Teekeſſel begann es geheimnisvoll zu knacken und zu
Im
tendant hat einen Bombenerfolg in der Taſche, trotzdem
Hier war es auch, wo ſich Albrecht Georg nach
be=
kniſtern.
die Komödie ihn wahrlich nicht verdient. Und der junge
endetem Rundgang niederließ.
Iſt dieſe Zeit wirklich ſo ſchön geweſen, wie Sie
Heſperingen träumt dieſe Nacht totſicher von einer Vor=
Fräulein von Eckwarden gegenüber geſtern behaupteten
Er wartete erſt, bis der Burſche die Teemaſchine an
notierung im Avancement.
In dem bartloſen Reitergeſicht ein ſchattenhaftes
den Tiſch gerollt und das Zimmer wieder verlaſſen hatte,
Unverbeſſerlicher Spötter! Aber zur Strafe dürfen
Zucken. War es nicht eigentlich luſtig? zum Lachen? Jetzl
dann brannte er ſich eine der offerierten Neſtor Gia=
Sie mich jetzt auf eine Taſſe Tee in Ihre kleine Villa
ein=
ſaßen ſie glücklich hier ganze fünf Minuten zuſammen,
naclis an.
laden.
und ſchon waren zwei Frauennamen gefallen Gerade
bis
auf
. —
Summa ſummarum, lieber Hortenbrügg
die beiden Namen, um die . . . verdummte Schlapp=
Markus trat jählings einen Schritt zurück.
Ihr
die ſorgſam waltende Hausfrau alles vorhanden.
herzigkeit!
ſonſ
Herr Vater muß mit viel Liebe an Ihnen hängen,
Ew. Durchlaucht!
Mummer 114.
Seiterl!.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 19. Mai 1915,
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4
Z
L
Weshalb ſollte ich es ſonſt wohl getan haben, Durch=
Jetzt erzähle!
Ich hoffe ja, Durchlaucht
Ich meine, iſt das Band zwiſchen uns tatſächlich der=
Ich habe nichts zu erzählen, Markus. Ich habe etwas
laucht?
art ſtark, daß Sie in mir nicht mehr, wie damals in
Ber=
fragen und Dich dann vielleicht um etwas zu bitten.
zu
Nein, nein, lieber Freund — nicht dieſe ſcharfe Gegen
Die Frage?
lin, Ihren „zukünftigen Souverän”, ſondern den jüngerer
frage!! Ich bin keineswegs ungläubig. Aber als Si=
Freund ſehen?
Gleich mit ihr ſtelle ich Deine Freundſchaft auf ein
geſtern von Fräulein Uttenreut ſprachen, ſtudierte ich
da=
ſchwere Belaſtungsprobe. Sie iſt indiskret, ja vielleicht
Da ſchob der Graf mit kurzem Ruck die Lampe zurück.
bei Ihr Geſicht und war . . . überraſcht, mit welchem echt
Seit Durchlaucht mich damals Ihres Vertrauens für
ſogar mehr als das . . .
nicht gentlemanlike! Aber mich
küraſſiermäßigem Elan Sie für Ihre Kameradin ins
quälen ſeit geſtern abend Befürchtungen und Zweifel und
würdig erachteten, habe ich nie etwas anderes getan
Feuer gingen! Sie werden begreifen — wenn man auf
Unklarheiten. Und deshalb: — wie ſtehſt und wie ſtandeſ
Grübelnd ſtrich der Prinz die Aſche ſeiner Zigarett
einem ſchon vertraut gewordenen Geſicht plötzlich einen
Du mit Hella Uttenreut?!
Dann hob er etwas den Kopf und ſtarrte in die
ab.
ganz neuen fremden Zug entdeckt
, „ „
Flamme des Spiritusbrenners unter der Teemaſchine
Soll ich Dir nochmals wiederholen, was ich bereits
Es gibt ſo wenige Menſchen
.Durchlaucht, für die es
der
Hofdame Deiner Tante erklärte?
So ſprach er auch:
lohnt, die Plempe zu ziehen!
ſich
Drüben die grauen Augen blitzten auf
Gut, Hortenbrügg, ſchaffen wir Klarheit. Vor allem
Ja!
Nein, aber ich hielt das lediglich für einen Ausfluß
aber müſſen wir wohl unſer Verhältnis zueinander defini=
Der Erbprinz ſaß tief in ſeinen Seſſel zurückgelehnt
Deiner kavaliersmäßigen Geſinnung.
feſtlegen
tiv
ſo daß der Schirm der kleinen Tiſchlampe zwiſchen ihnen
Durchlaucht?
Und was ſollte mich dazu veranlaßt haben
ſein Geſicht beſchattete.
Nein, eben nicht mehr! ſagte der Erbprinz mit tiefem
Daß Du früher vorhanden geweſene „perſönlichere
Die beiden Herren rauchten ſchweigend. Aber in
Aufatmen. Jetzt heißt es Albrecht Georg und Markus
Beziehungen jetzt nachträglich mit dem Mantel de
Markus reifte ein Entſchluß
und Du; ſonſt laſſen wir auch das andere lieber.
Freundſchaft umkleideſt, um Fräulein Uttenreuts hieſig
Durchlaucht! ſagte er plötzlich, und ohne daß er es
Sie ſahen ſich an, wohl nur eine Minute, aber es
geſellſchaftliche und künſtleriſche Poſition nicht zu
ſchä=
wußte, umſpielte wieder ein ſargoniſcher Zug die dünnen
war, als führten ſie in dieſer Zeit ein langes, ſchweigen
digen
Lippen. Unſere nächtliche Teeſtunde iſt an ſich
zweifels=
des Geſpräch, als nähme jeder, was er in ſich hätte, und
Der Küraſſier ſchlug die Beine übereinander und
ohne reizvoll und bedeutet mir außerdem noch eine ganz
legte es dem anderen hin. Dann kam in ihren Augen ein
zuckte nonchalant mit den Achſeln
beſondere Ehrung. Alles zugegeben. Aber ſollten wir
Lächeln auf. Und als der Jüngere ſeinem Gaſtgeber die
Dieſer Mißdeutung werde ich wohl noch öfters ausge
nicht dabei den Mut haben, unſere Wünſche auszuſprechen
Hand hinüberſtreckte, legte der Adjutant die ſeinige hin
ſetzt ſein; aber ſoweit ich mich kenne, dürfte mich das
Seit geſtern abend liegt doch ein ganz beſtimmtes Thema
ein mit einer ruhigen, ſelbſtverſtändlichen Bewegung
nicht ſonderlich beunruhigen. Hauptſache, daß die wenigen
in der Luft. Keiner von uns wagt es zu berühren; jeder
Einverſtanden, Markus
mir wirklich naheſtehenden Menſchen den wahren Sach
ſchiebt es im letzten Moment immer wieder beiſeite. Das
Einverſtanden, Albrecht Georg
verhalt kennen. Deshalb bin ich Dir auch in gewiſſer
iſt eine Schlaffheit, die notwendigerweiſe ſchließlich zur
Und beide hatten die Empfindung, als ſei nun noch
Weiſe dankbar, daß Du dieſes Thema zur Diskuſſion
ge=
inneren Disharmonie führen muß. Wollen wir dieſer
nachträglich etwas erledigt worden, was man bisher nur
ſtellt haſt. Fragen zu beantworten iſt leichter, als . .
Gefahr nicht lieder durch ruhige Offenheit begegnen?
vergeſſen
er lächelte flüchtig . . . Geſtäudniſſe zu machck!
Es braucht nicht immer Jahre, um wetterfeſte Freund
Ich weiß nicht, ob wir uns wirklich ſchon ſo nahe
ſchaften zu ſchließen.
ſtehen, Hortenbrüga
(Fortſetzung felzt.
Nummer 114.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 19. Mai 1913.
Seite 15.
Gewinnauszug
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
der
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
2. Prenßiſch-Füddentſchen
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
(228 Königlich Preußiſchen) Klaſſenlotterit
Zum Kapitel Vogelſchutz und Katzen.
Sürlie
Hoflieferan
5. Klaſſe 6. Ziehungstag 16. Mai 1913
Ich habe den ganzen Winter alle Singvögel in mei
S.M. d. König
nem Garten mit Streufutter, Kokosnüſſen, Wallnüſſen
von Sechsen
Auf jede gezogene Nummer ſind zwei gleich hoha Gewinne
Speck und Brot gefüttert, ihnen Trink= und Badewaſſer
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleiche? Nummer
Raucher
in den beiden Abteilungen 1 und HI.
eisfrei gehalten, Niſtkäſten aufgehängt, Dornen und
Glas=
ſcherben um die Mauern geſteckt und Drahtzaun um den
(Ohne Gewähr A. St.=A. f. Z.)
(Lachdrnck verbolen
ganzen Garten gezogen. Nun ſind aus dem Meiſenkaſten
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
acht junge Vögelchen ausgeſchlüpft und, trotz ſtändigen acht=
Gtte
240
Mk. gezogen:
gebens, bis auf eines abends von einer ſchwarzen Katze ge
2 Gewinne zu 15000 Mk. 6236
holt worden: Eine junge Amſel iſt der Räuberin bis jetzt
4 Gewinne zu 10000 Mk. 35097 9480g
entgangen, dafür ſuchen aber die Rotſchwänzchen eben kla
2 Gewinne zu 5000 Mk. 116322
gend den ganzen Garten ab nach ihren ſcheinbar auch ſchon
104 Gewinne zu 3000 Mk. 5393 9237 9970 10278
Marke:
gemordeten Jungen. Ich habe unendliche Zeit an die Füt=
24983
28009 29768 30144 31754 32758 35007 47317
terung und den Schutz der Vögel gewendet, keine Koſten
51033
53881 54491 56710 61186 64686 64941 66460
Unſer Kaiſer
für ihr Futter und ihre Sicherung geſcheut und ſoll nun
6927
70045 72986 78133 78637 79368 82525 8326
ruhig ihrer Vernichtung zuſehen? Auf Anfrage bei der
94213
96110 102250 102426
105969 109218
10 Pfg. O. Htck.
134929
Polizei bekam ich ein Achſelzucken: gegen ſtreunende Katzen
138662
145986 153392 159467
168316
172806
175334
gibt es keine obrigkeitliche Hilfe. Nun fordere ich alle Vo
177904
179369 185830 192712 201469
219406
228213
gelfreunde, alle Tierſchutzvereinsmitglieder zur Selbſt=
228516
229623 231112
Halem Kleikum
hilfe auf. Fangt und tötet jede fremde Katze,
136 Gewinne zu 1000 Mk. 20978
22059
23340
4
die euren Garten betritt, das iſt das einzige Mittel, die
25353 41606 41718 43513 48805 49897
(Hohlmunéftück.)
57450
52656
Singvögel zu erhalten
58646
62644 64732 71455 74734 76802. 7868f
Gr.
80717
B4989
87250 87670 89781 103764
104988
105127
110144
110340 111248 112538
Halem Gold
116942
123812
129572
132017
33309
135300 136037
138746
140090
140458
Vermiſchtese
(Soldmndſcck. 18. Kar. Gold)
146041 146900 148996
14205
16034a
158144
166596
* Wer war der Jäger aus Kurpfalz? Wo fröhliche
171046
175920 177156 181281
Ligareften.
183050
18863
186011
Menſchen beiſammen ſind, da erklingt wohl auch das flotte
197197 202756 205817
190356
208984
20943ß
212590
No.10-10 Pfg. d. Htck.
Liedchen vom Jäger aus Kurpfalz mit ſeinem friſchen
215099
216507 220202 22821.
228536
232079
230646
214 Gewinne zu 500 Mk. 878 2850
Weckruf: Gar luſtig iſt die Jägerei! Wer war der Jäger
15900
8700
16792 17250 22821 26135 26248 27183
aus Kurpfalz, der hier beſungen wird? Lange Zeit war
27722.
2874
Jalem Kleikum
29890
32708 36077 38818 48169 52505
53960
die Geſchichte des populären Liedes in Dunkel gehüllt,
59980
50108
60124 61889 63700 67229 68731
69686
Nann2
das erſt in den letzten Wochen nach jahrelangen Forſchun
Halem Gold
77306
79202 79960 85056
3687 96971 9750
98865
gen gelüftet werden konnte. Wir wiſſen jetzt, daß wir die
102107 103624
99800
105572 108751
111629
113992
Heimat des reitenden Jägers aus Kurpfalz in den dichten
No. 5-5 Pg. d. Stück
114782
115760
115869
116957
117041.
120268
120402
Hochwäldern zu ſuchen haben, die ſich hinter dem nahe am
123956
122259
123189
124846
125642
126370
129775
Garantierk nafurell., bekömmlich,
Rhein gelegenen idylliſchen Badeort Kreuznach aus=
130613
135533
137124
134989
137557
138767
14184s
milö,rein Orienraliſcher Tabak.
dehnen. Hier führt an dem deutſchen Gewinnungsorte
143846
(44350
142425
148498
150104
151102
152490
des ſeltenen Radiums vorbei durch ein wildromantiſches
Echr mil Firma.
153200
154347
15783‟
155387
155855
16305.
158728
Tal der Weg in das reichzerklüftete Gebirge, in deſſer
Orienk. Cabak- u. Ligaretlen-Eabrik
164595
16529a
170890
181774
193716
185933
189917
grünen Wäldern das Forſthaus Entenpfuhl eingebetter
198050
194543
Tenidze, Dresden.
195957
19818c
204403
202304
206900
liegt. In dieſem ſtattlichen Waldhaus lebte um 1750 der
213940
217045
214984
219379
218288
219976
221139
reitende Jäger und kurpfälziſche Forſtverwalter Friedrich
221562.
222984 224650
22507
227355 228179
230558
Truſtfrei!
Wilhelm Utſch, auf den das luſtige Lied gedichtet wurde
233921
Utſch war ein begüterter Mann und konnte ſich als Be=
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
Ammatlimmantemmittae
ſitzer des jetzt dem Geſchlecht Puricelli gehörenden großer
240
6
Mk. gezogen:
Rheinböller Hüttenwerkes auch einen Hausgeiſtlichen als
2 Gewinne zu 40000 Mk. 168670
Geſellſchafter halten. Bei der Weltabgeſchiedenheit des
2 Gewinne zu 15000 Mk.” 106915
Forſthauſes war es natürlich, daß zwiſchen beiden Herrer
8 Gewinne zu 10000 Mk. 24466 98794 150409 177807
Handel und Verkehr.
ein recht geſelliges Verhältnis beſtand. So iſt es als ganz
14 Gewinne zu 5000 Mk. 4955 70319 82260 123321.
129665 193905 230873
Patenterteilungen (Mitgeteilt von Dipl. anzunehmen, daß dieſer Hausgeiſtliche auch der
Ing. Klemens Herszberg u. Co., Patent= und Ingenieuc
80 Gewinne zu 3000 Mk. 3046 9492
Dichter des Liedes und wahrſcheinlich ein aus den alten
1515
21581
26111 29521 33482 35068 54791 60577
Bureau, Darmſtadt, Rheinſtr. 19): 8d. 260 799. Tiſch mit unter
Muſikantenfamilien der Waldhütten ſtammender Geiger
67960
63507
69786
71710 77936 79591 81465 99110
die Tiſchplatte herunterklappbarem Wäſchekalender. R. Willi
100048
ſein Komponiſt iſt.
119820
128422 132589 135828 140365 146279
Ge=
14991
Beckert, Alsfeld, Oberheſſen. 2. 2. 12. B. 66 085. —
150112
157420 160424 184875 185832 186021.
Ge=
194647
brauchsmuſtererteilungen: 30d. 552372.
194960
Literariſches
197502 201423 210221 213027 221217
radehalter mit Einrichtung zur Verhütung des Druckes in
230194
146 Gewinne zu 1000 Mk. 9281 13030 13556
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15923
27291 27704 28394 30390 37919 38665
42118
11.
ſtadt, Roßdörferſtraße
22. 3. 13. L. 31534
Kajet. Hanſa=Verlag für moderne Literatur (Schubert
45789
46310 52616 52749 58726 59035 64778
69329
33 b. 551 991 Hutſchachtel mit Traggriff am Mantel. Al=
& Co.), Berlin S. 14. Der Verfaſſer ſchildert uns das alte
71808
72237 82367 83468 88006 88314
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der eigenen Liebe gewidmet, denn nach empfunden iſt
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115572
111677
116299
123296
125255
kaum etwas in ſeiner zeitlich wohl nicht zuſammen=
13139)
129797
und anderer Gewebe mittelſt webſtuhlartigem Verſchlingen
133448
135888
138192
140501
140459
hängend entſtandener Dichtung. Er ſingt das alte aber
142010
141426
der Fäden durch beliebig drehbare, zwangsläufig geführte
142476
149964
149966
150998
154162
156421.
15541
immer neue Schmerzen bringende Lied von der Liebe, die
Webehaken. J. Friedrich Sarg, Eberſtadt b. Darmſtadt
169616
170213
170475
178225
177576
178533
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der Wünſche Erfüllung nicht brachte, weil die Maid der
183871
195923
10. 4. 13. S. 30 027.
197939
200806
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reichen Freier dem armen Poeten vorzog. Es wird ir
213918
214760
21628)
218857
217371.
219256
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vieler Leſer Herzen eine tönende Saite anklingen laſſen.
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Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Montag, den 19. Mai 1913.
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