13.
i
a
Abonnemenkspreis
Inſerake
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt.
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſungerſtraße 47,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
tnren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des
Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
ℳ 109.
Dienstag, den 13. Mai.
1913.
ſoll der Bundesrat erlaſſen. Es iſt klar, daß bei der Be=
Die heutige Nummer hat 16 Seiten.
fanterie, 79 Regimenter (bezw. 12, 8, 4) Kavallerie, 70
meſſung der Geſamtentſchädigung für einen Schöffen und
Regimenter (12, 8, 4) Feldartillerie und zuſammen mit
Geſchworenen auch deſſen beſonderen Aufwendungen, alſo
den anderen Formationen eine Geſamtfriedensſtärke von
namentlich auch das notwendig gewordene Logis, falls
504 446 Gemeinen, 85 259 Unteroffizieren, 25 494 Offizieren,
Das Wichtigſte vom Tage.
der Gerichtsſitz nicht gleichzeitig Wohnſitz des Betreffen=
2288 Aerzten, 761 Veterinären, 2312 Zahlmeiſtern, 487
Der Prinz=Regent von Bayern und
Gemah=
den iſt, in Rechnung gezogen werden muß. Ueber alles
Muſikmeiſtern und 1238 Büchſenmachern, Waffenmeiſtern
lin treffen heute nachmittag 4 Uhr 47 Minuten zum
dieſes wird der Bundesrat Vorſchriften herausgeben, wo=
und Sattlern. Das letzte vom Reichstag bewilligte Quin=
Beſuche am Großh. Hofe hier ein.
bei er gewiß den Anregungen und Anſchauungen des
quennat (die geſetzliche Feſtlegung) einer Heeres= und
Prinz Heinrich von Preußen iſt am Samstag
Reichstags nach Möglichkeit nachkommen wird. Da der
Flottenverſtärkung auf fünf Jahre ſieht eine Erhöhung
vormittag zum Beginn des Prinz=Heinrich=Fluges in
Geſetzentwurf, wie ſchon geſagt, einem häufig
ausgeſpro=
der Friedenspräſenzſtärke in der Weiſe vor, daß im Jahre
Wiesbaden eingetroffen.
chenen Wunſche des Reichstags willfährt, ſo dürfte er
1815 die Zahl von 515321 Gemeinen, Gefreiten und Ober=
Beim Beginn des Prinz Heinrich=Fluges in
ſchnell und ohne erhebliche Einwendungen Erledigung
gefreiten erreicht wird und in dieſer Höhe bis zum 31.
Wiesbaden ſtürzten die Flieger Wirth und Leutnant
finden.
März 1916 beſtehen bleibt. Am Schluſſe des Rechnungs=
Weyer ab. Letzterer wurde ſchwer verletzt.
jahres 1915 ſollen beſtehen 634 Bataillone, 570 Eskadrons,
Bei der Reichstagserſatzwahl im Kreiſe Oſt=
592 Batterien, 48 Bataillone Fußartillerie, 29 Pionier=
und Weſt=Sternberg wurde der konſervative
Bataillone, 17 Bataillone der Verkehrstruppen, 23 des
Reichskriegsweſen.
Kandidat im erſten Wahlgange gewählt.
Trains. Die Ausgaben für das Quinquennat ſind ver=
S. Das deutſche Heeresweſen beruht auf der all=
Gemäß der von dem Vertreter Montenegros, Plamenatz,
anſchlagt auf 21813 Millionen Mark an fortdauernden
gemeinen Wehrpflicht der deutſchen Männer,
und den Admirälen des internationalen Geſchwaders
und 82,4 Millionen Mark an einmaligen Ausgaben.
unterzeichneten Protokolle erfolgt die Räumung
für die eine Vertretung nicht zugelaſſen iſt. Jeder wehr=
Die deutſche Marine iſt im Unterſchied zum
Skutaris am Mittwoch nachmittag um 2 Uhr.
fähige Deutſche gehört ſieben Jahre lang, im weſentlichen
deutſchen Landheer eine reine Reichsanſtalt; ſie iſt nach
vom vollendeten 20. bis zum begonnenen 28. Lebensjahre,
Bei dem Zuſammenſtoß zweier bulgariſcher
Mili=
der Reichsverfaſſung eine „einheitliche, unter dem
Ober=
dem ſtehenden Heer an, und zwar die erſten zwei Jahre
tärzüge wurden 150 Perſonen getötet und 200
ver=
befehl des Kaiſers”, dem ihre Organiſation und
Zuſam=
letzt.
bei der Fahne, die letzten fünf bei der Reſerve, die
folgen=
menſetzung obliegt, der ihre Offiziere und Beamten
er=
den fünf Jahre bei der Landwehr 1. Aufgebots und dann
Tageskalender zur Geſchichte der
nennt und für den dieſe und die Mannſchaften eidlich in
bei der Landwehr 2. Aufgebots bis zum 31. März des=
Befreiungskriege.
Pflicht zu nehmen ſind. Die „Kaiſerliche Marine” iſt
jenigen Kalenderjahres, in dem er das 39. Lebensjahr
Mai 1813: Napoleons Truppenſchau über 10000 Mann
durch die Flottengeſetze organiſatoriſch aufgebaut und
zer=
vollendet. In dieſem Jahre erfolgt der Uebertritt zum
in Dresden.
fällt in Schlachtflotte, Auslandsflotte und
Landſturm, zu dem auch alle jene Wehrpflichtigen vom
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
Materialreſerve. Nach den Flottengeſetzen von
17. bis zum vollendeten 45. Lebensjahre zählen, die weder
1900 und 1906 ſoll die deutſche Marine, abgeſehen von den
dem Heere noch der Marine angehören. In der Marine
Torpedofahrzeugen, Schul= und Spezialſchiffen, ſowie
beträgt die Dienſtzeit drei Jahre bei der Flotte, vier
Die Entſchädigung für Schöffen
Kanonenbooten, beſtehen aus der Schlachtflotte mit
Jahre bei der Marinereſerve und fünf Jahre bei der
2 Flottenflaggſchiffen, 4 Geſchwadern zu je 8. Linien=
und Geſchworene.
Seewehr 1. Aufgebots, dann bis zum 31. März des
Ka=
ſchiffen, 8 großen und 24 kleinen Kreuzern als Auf=
*⁎* Ueber ſechs Jahre ſind es her, daß dem
Bundes=
lenderjahres, in dem das 39. Lebensjahr vollendet wird,
klärungsſchiffen, aus der Auslandsflotte mit
rat ein Antrag der ſüddeutſchen Regierungen zuging, auf
in der Seewehr 2. Aufgebots, worauf gleichfalls der
8 großen und 10 kleinen Kreuzern und aus der
Mate=
reichsgeſetzlichem Wege die Zahlung von Tagegeldern an
Uebertritt zum Landſturm erfolgt.
rialreſerve mit 4 Linienſchiffen, 4 großen und
Schöffen und Geſchworene anzuordnen. Der dem Reichs=
Die geſamte Landmacht des Reiches, das „deutſche
4 kleinen Kreuzern. 1910 beſtand die Flotte aus 29
Linien=
tage ſoeben zugegangene bezügliche Geſetzentwurf hat alſo
Heer” iſt ein „einheitliches Heer”; die Kontingente der
ſchiffen, 16 großen und 42 kleinen Kreuzern, die auf
die=
reichliche Zeit gebraucht, bis er das Licht der Welt er=
Einzelſtaaten ſind gleichmäßig organiſiert und bewaffnet,
ſen Etat der genannten Flottengeſetze anzurechnen ſind;
blickte, um eine Forderung zu erfüllen, die im Parlament
ſtehen in Krieg und Frieden unter dem Oberbefehl des
außerdem umfaßte ſie aber noch 8 Küſtenpanzerſchiffe,
und in der öffentlichen Meinung ſeit langem als dringend
Kaiſers, und die geſamten Koſten werden von den Bun=
7 Panzerkanonenboote, 6 Kanonenboote, 3
Flußkanonen=
erforderlich bezeichnet worden war. Die preußiſche
Re=
desſtaaten, alſo aus Reichsmitteln, getragen. Durch dieſe
boote, 10 Schul= und 12 Spezialſchiffe, zuſammen 133
gierung, an deren Widerſtand die Reform immer ſchei=
Einheit iſt aber die Exiſtenz der Kontingente (Kgl. Sächſ.,
Schiffe und Fahrzeuge. Im Bau waren 9 Linienſchiffe,
terte, mußte dieſerhalb oft eine ebenſo ſcharfe wie gerechte
Königl. Württ. Kontingent) der einzelnen Staaten und
3 große und 4 kleine Kreuzer, ſowie 12 Hochſee=Torpedo=
Kritik über ſich ergehen laſſen, die von dem böſen Geiſt
deren Militärhoheit nicht beſeitigt worden, jedoch iſt dieſe
boote. Für 1911/12 ergab ſich folgende Einteilung der
Militärhoheit keine ſouveräne; die Vorſchriften für die
ſprach, welcher ſich von Preußen aus in Deutſchland auch
Marine: Aktive Schlachtſlotte: 16 Linienſchiffe, 4 große,
Kontingente gehen vom Reich aus, und die Landesherren
auf dem Gebiete des Rechtsweſens geltend mache. Als im
9 kleine Kreuzer; Reſerveformation: 2 Linienſchiffe,
Kreu=
ſind zwar Kontingentsherren, aber der Kaiſer führt den
Jahre 1901 im Reichstage die Entſchädigung für die
zergeſchwader: 2 große, 3 kleine Kreuzer; Oſtaſiatiſche
Oberbefehl; daneben iſt die Selbſtverwaltung der Kon=
Laienrichter angeregt wurde, da wehrte ſich der Vertreter
Station: 7 Kanonenboote; Auſtraliſche Station: 2 kleine
tingente den Einzelſtaaten verblieben. Praktiſch trifft
des Reichsjuſtizamts ganz entſchieden gegen ein ſolches
Kreuzer und 1 Spezialſchiff; Oſtamerikaniſche Station:
dieſe Teilung zwiſchen Reich und Einzelſtaat in die Mi=
Anſinnen, und der Kommiſſion, welche zwei Jahre ſpäter
kleiner Kreuzer und 2 Schulſchiffe; Oſtafrikaniſche
Sta=
litärhoheitsrechte nur auf Sachſen und
Württem=
mit den Vorbereitungen zur Strafprozeßreform betraut
tion: 2 kleine Kreuzer; Weſtafrikaniſche Station: 2
Ka=
wurde, ſtellte man gar nicht die Frage wegen Zahlung
berg zu, die eigene Kontingente bilden mit den den
nonenboote; Mittelmeerſtation: 2 Schulſchiffe und 1
Sta=
einer Vergütung an Schöffen und Geſchworene, was doch
Kontingentsherren zuſtehenden Rechten (Ernennung der
tionsſchiff; Marineſtation der Oſtſee: 1 Linienſchiff,
ſehr nahegelegen hätte. Erſt auf das Drängen der Ein=
Offiziere, Ehrenrechte uſw.) und mit eigenen Kriegsmini=
2 große Kreuzer; Marineſtation der Nordſee: 1 großer
zelſtaaten, darunter auch Sachſen, trat Preußen dem
Ge=
ſterien. Preußen, dem durch Konvention die Ver=
und 5 kleine Kreuzer. Unterſeeboote hatte Deutſchland
danken näher, ohne ſich für ihn zu erwärmen, bis die
Er=
waltung der vielen übrigen kleinen Kontingente zukommt,
12 Ende 1910. Das Perſonal der deutſchen Marine
um=
kenntnis, daß der Bedarf von Laienrichtern unter den
führt deren Verwaltung zuſammen mit derjenigen der
faßte 1910 im ganzen 5705 Offiziere und 56308
Unter=
jetzigen Verhältniſſen nicht gedeckt werden kann, wenn
„Kgl. Preußiſchen Armee” durch das preußiſche
Kriegs=
offiziere und Mannſchaften.
die Beteiligung des Laienelements an der Rechtſprechung
miniſterium, das die Heeresangelegenheiten auch dem
Reichstag gegenüber vertritt, unterſtützt durch die
Militär=
ausgedehnt wird, durchdrang und einen Wandel in den
Deutſches Reich.
Anſchauungen herbeiführte.
bevollmächtigten der Einzelſtaaten. Dem Königreich
Der Geſetzentwurf will alſo den zum Schöffen= bezw.
-
Bayern iſt durch den Verſailler Vertrag ein weitgehen=
Reiſe des Kaiſers nach Dänemark.
Geſchworenenamte einberufenen Staatsbürgern nicht nur
des Reſervatrecht verliehen. Der König von Bayern hat
Kaiſer Wilhelm wird am 16. Juni einer offiziöſen
Mel=
die Reiſekoſtenentſchädigung, ſondern auch eine
angemeſ=
im Frieden den Oberbefehl über das „Kgl. Bayeriſche
dung zufolge an Bord der „Hohenzollern” in Kopenhagen
ſene Vergütung für Zeitverſäumnis in Form von Tage=
Heer”, er ernennt alle Offiziere und hat die volle
Selbſt=
zu einem dreitägigen Beſuch des däniſchen Königspaares
geldern gewähren, damit auch Minderbemittelte zu dem
verwaltung des Heeres behalten, ſo daß in Bayern z. B.
eintreffen und im Anſchluß an dieſen Beſuch ſeine
Nord=
ein eigener Militäretat vorhanden iſt und beim Reichs=
Ehrenamte herangezogen werden können. Dem Gedanken,
landreiſe antreten
-
Dem
welcher zur Mitwirkung des Laienelements an der Recht
militärgericht ein beſonderer bayeriſcher Senat.
-
Keine Afrikareiſe des Kronprinzen.
ſprechung führte, wird bisher nur unvollkommen Rech=
Kaiſer kommt, wie angeführt, der Oberbefehl über das
Wie uns aus zuverläſſiger Quelle mitgeteilt wird, iſt die
tung getragen, da die Intelligenz und moraliſche
Quali=
deutſche Heer zu mit der Friedensausnahme für
Meldung Berliner Blätter, daß der Kronprinz in dieſem
fikation der Auszuwählenden nicht allein den Ausſchlag
Bayern; alle deutſchen Truppen müſſen den Befehlen des
Jahre eine Reiſe nach Deutſchoſtafrika unternehmen wolle,
Kaiſers Folge leiſten und ſind darauf durch den
Fahnen=
geben können, ſondern auch deren materielle
Leiſtungs=
unrichtig
fähigkeit, ihr Vermögen und Einkommen in Betracht
ge=
eid zu verpflichten; der Kaiſer ernennt die Höchſtkom=
-
Bei der Reichstagserſatzwahl im
mandierenden der Kontingente, hat das Recht der
Truppen=
zogen werden müſſen. An dieſer Einſchränkung ſcheitert
Kreiſe Oſt= und Weſt=Sternberg. Verhielten
inſpektion, der Feſtſtellung des Präſenzſtandes innerhalb
auch die als zweckdienlich erkannte Heranziehung von
Rittergutsbeſitzer Bohtz (konſ.) 9295, Redakteur Heile=
Laienrichtern aus dem Arbeiterſtande.
der geſetzlichen Schranken, der Garniſonverteilung (Dis=
Schöneberg (Vpt.) 1722, Fabrikant Fröhlich=Lichtenberg
lokationsrecht) im Reiche, der Kriegsbereitſtellung des
Was nun den dem Reichstage in Form einer Novelle
(Reformpartei) 1026, Gewerkſchaftsangeſtellter Schüning=
Reichsheeres, der Einberufung der Reſerve, Landwehr
Lichtenberg (Soz.) 2364 Stimmen. Zerſplittert waren
zum Gerichtsverfaſſungsgeſetze zugegangenen Entwurf be=
und des Landſturms und der Erklärung des Kriegszu=
32 Stimmen. Bohtz iſt ſomit gewählt. Bei der Wahl im
trifft, ſo enthält er nur die grundſätzliche Beſtimmung,
Januar 1912 erhielten der Kandidat der Konſervativen
ſtandes in Teilen des Bundesgebietes.
daß den Geſchworenen und Schöffen eine Vergütung der
Im Frieden werden von Preußen gemeinſchaftlich
9142, der Volkspartei 607, der Reformpartei 3427, der So=
Reiſekoſten und für jeden Tag der Dienſtleiſtung
Tage=
mit den Mittel= und Kleinſtaaten 23 Armeekorps
aufge=
gelder gewährt werden ſollen, welche für beide Kategorien
zialdemokratie 3333 Stimmen.
1 in
Verſtändigungsverhandlungen
ſtellt, von den Königreichen Bayern 3, Sachſen 2,
Würt=
von Laienrichtern gleich bemeſſen ſind und nicht abgelehnt
Deckungsfrage. Ueber die Deckungsvorlagen
temberg 1 Armeekorps, das ergibt für Preußen 166,
werden dürfen. Alle übrigen ins einzelne gehenden
Be=
verhandelt nach Mitteilungen der Germanig der Reichs=
Bayern 24, Sachſen 16, Württemberg 10 Regimenter
In=
ſtimmungen, alſo namentlich auch über die Höhe der Sätze,
Nummer 109,
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 13. Mai 1913,
eſſen feſtgeſtellt. Sie befänden ſich in Uebereinſtimmung
die im Vatikan ſogar gegen die Duldung der
Mitglied=
lanzler neuerdings vertraulich mit den bürgerlichen
Par=
betr. ihres Zuſammenwirkens in Marokko, wie betr. der
ſchaft katholiſcher Arbeiter in interkonfeſſionellen
Gewerk=
teien, um die beſtehenden Meinungsverſchiedenheiten aus
allgemeinen Richtung ihrer Politik, die kein anderes Ziel
chaften beſtanden, zum Teil zu zerſtreuen.
dem Wege zu räumen. Die Germania erzählt darüber:
hätte, als zum Geſamtfrieden beizutragen
Noch keine Einigung im deutſchen
Es heißt, daß die Verhandlungen Ausſicht auf Erfolg
Heeresverſtärkungen an der deutſchen
bieten. Nähere Einzelheiten ſind zurzeit noch nicht be=
Baugewerbe. Die in Berlin tagenden Generalver
kannt, es liegt jedoch die Annahme nahe, daß die Ver
Grenze. Wie die France militaire berichtet, werden
ſammlungen der an der Tarifbewegung zum deutſchen
handlungen die Regierungsvorſchläge zur Grundlage
nach den großen Herbſtmanövern in Frankreich wichtige
Baugewerbe beteiligten Arbeiterverbände, Deutſcher
Bau=
haben. Bekanntlich beſtehen bezüglich der Beſitzſteuer ſehr
Truppenverſchiebungen nach dem Oſten und Nordoſten zu
arbeiterverband, Zentralverband der Zimmerer und
tiefgehende Meinungsverſchiedenheiten zwiſchen Reichstag
und Regierung. Es wäre durchaus im Bereiche der
Mög=
erfolgen. So wird das Pariſer Militärgouvernemen
Chriſtlicher Bauarbeiterverband, haben den letzten Vor
lichkeit gelegen, wenn die eingeleiteten Verſtändigungs
nicht weniger als zwei Infanterie=Regimenter, das 120
chlägen und Schiedsſprüchen der Unparteiiſchen zuge
verhandlungen auf eine Ermäßigung der vorgeſchlagenen
und das 128., das 26. Jägerbataillon und eine Abteilung
ſtimmt, freilich nach erregten Debatten gegen erhebliche
Erhöhung der Matrikularbeiträge abzielten. Sowohl in
des 43. Feldartillerie=Regiments abgeben, die nach Orten
Minderheiten. Auch der Arbeitgeberbund für das Bau
Regierungskreiſen wie in parlamentariſchen Kreiſen be
gegnet man der berechtigten Auffaſſung, daß der Ertrag
an der deutſch=franzöſiſchen Grenze gebracht) werden
gewerbe hat ſich auf ſeiner Generalverſammlung in Leip
des einmaligen Wehrbeitrages ganz erheblich höher ſein
ſollen. Die franzöſiſche Truppenkonzentration an der Oſt
zig mit dem Ergebnis der Verhandlungen einverſtander
wird, als in der Vorlage veranſchlagt worden iſt. Mit
renze akzentuiert ſich alſo immer mehr und mehr. Sie
erklärt. So wäre der Friede im deutſchen Baugewerbe
Hilfe des zu erwartenden Mehrertrages wäre es möglich
ſoll das nach franzöſiſcher Auffaſſung von Deutſchland
mit einer geringeren Erhöhung der Matrikularbeiträge
geſichert und ein umfangreicher Lohnkampf vermieden
auszukommen. Es wäre durchaus zu begrüßen, wenn
durch die Aufſtellung des 21. Armeekorps in Saarbrücken
worden, wenn nicht der Arbeitgeberbund ſeine Zuſtim
eine Verſtändigung herbeigeführt werden könnte, um die
geſtörte Gleichgewicht wiederherſtellen.
mung an eine Bedingung geknüpft hätte, die den Arbeiter=
Verabſchiedung der Wehr= und Deckungsvorlagen nach
Die Spielkaſinos. Die Kammer erörterte einen
organiſationen als unannehmbar gilt und vorläufig die
Möglichkeit zu beſchleunigen. Allerdings glauben wir zu
Antrag des konſervativen Deputierten Piou, die Spiel
wiſſen, daß in gewiſſen Bundesratskreiſen Beſtrebungen
friedliche Erledigung der Tarifbewegung ernſtlich gefähr
in den letzten Wochen immer ſtärker hervortreten, die auf
kaſinos in Frankreich zu verbieten und alle diesbezüglich
et. Der Arbeitgeberbund hat den Vorſchlägen der
Un=
eine Vertagung der ganzen Deckungsfrage bis zum Herbſt
erteilten Bewilligungen innerhalb ſechs Monaten
zurückzu=
varteiiſchen vom 1. Mai zugeſtimmt, aber ausdrücklich die
hinauslaufen. Wir können vorerſt nicht glauben, daß die
ziehen. Der Antrag wurde vom Finanzminiſter und ver
am 6. Mai an den erſten Vorſchlägen vorgenommenen
Reichsregierung als ſolche derartige Beſtrebungen
be=
fünſtigt oder auch nur gutheißt. Jedenfalls möchten wi
ſchiedenen Miniſtern entſchieden bekämpft. Der Vertreter
Aenderungen abgelehnt. Die Vorſchläge vom 1. Mai ſetzen
darauf hinweiſen, daß ſowohl die Redner des
Zentrum=
des Departements der Baſſes=Alpes, Gillette=Arimondy
die Arbeitsbedingungen für einzelne Lohngebiete in einer
wie die der Konſervativen mit aller Entſchiedenheit
be=
agte: „Wenn Sie die Spielkaſinos ſchließen, dann können
Weiſe feſt, die bei den Arbeitervertretern auf großen Wi
tont haben, daß ihre Fraktionen auf eine gleichzeitige
Sie doch Monte Carlo nicht ſchließen. Monte Carlo hal
Verabſchiedung der Wehr= und Deckungsvorlagen beſtehen
erſpruch ſtieß. Beſonders die für Rheinland=Weſtfalen
müßten. Daß bei der Linken des Reichstages
Verſchlep=
im Jahre 1912 eine Einnahme von 47 Millionen gehabt
vorgeſehenen Lohnerhöhungen wurden als ganz unzurei
pungsbeſtrebungen=Anklang finden, iſt bekannt. Sie hegt
Wenn Sie das Spiel in Mentone, Nizza und Cannes
ver=
chend angeſehen. Am 6. Mai wurden die Vorſchläge der
dabei ganz offenbar die Hoffnung, dann im Herbſt die
bieten, dann wird Monte Carlo nicht 47, ſondern 300
Unparteiiſchen ſo geändert, daß ſie den Wünſchen der Ar=
Deckungsfrage nach ihren=Wünſchen, vor allem alſo durch
die Einführung der Hinterbliebenenſteuer, löſen zu kön=
Millionen verdienen.” Schließlich beſchloß die Kammer
beitervertreter mehr entſprachen. Immerhin herrſchte noch
nen. Die Reichsregierung würde jedenfalls ein
gefähr=
mit 275 gegen 264 Stimmen, den Antrag Piou, der
übri=
auf dem Verbandstage der Bauarbeiter bei den
Delegier=
liches Doppelſpiel treiben, wenn ſie zu derartigen
Machi=
gens vom Budgetausſchuß noch geprüft werden wird, in
ten aus Rheinland und Weſtfalen ſtarke Unzufriedenhei
nationen ihre Hand bieten würde.
Erwägung zu ziehen
mit den Lohnfeſtſetzungen. Nachdem nun der Arbeitgeber
— Die Herabſetzung der Altersgrenze
bund die Aenderungen vom 6. Mai abgelehnt hat, halter
für die Altersrente. Der Umſtand, daß auf der
Vereinigte Staaten
ſich auch die Arbeiterverbände nicht mehr an die Zuſtim
Konferenz von Vertretern der Landesverſicherungsanſtal
Die Tarifbill iſt im Senat eingebracht worden,
mung zu den Geſamtvorſchlägen gebunden. Es wird in
ten, die im vorigen Monat im Reichsverſicherungsamt
die republikaniſchen Senatoren begannen ſofort mit de
dieſen Kreiſen ſtark mit der Möglichkeit eines
umfang=
ſtattfand, auf Grund der vorgenommenen Zählunger
Obſtruktior
reichen Lohnkampfes gerechnet, wenn nicht der
Arbeit=
ſämtlicher Verſicherten in den Altersklaſſen vom 60. bis
Im Senat des Staates Kalifornien iſt
geberbund ſeinen Standpunkt aufgibt. Verhandlungen in
zum 65. Lebensjahre die Belaſtung durch die Herab
eine Vorlage eingebracht worden, die eine Volkszählung
dieſer Richtung dürften demnächſt beginnen
ſetzung der Altersgrenze auf das=65. Lebensjahr
insge=
der anſäſſigen Japaner und ſtatiſtiſche Erhebungen übe
-
Eine Finanzminiſterzuſammenkunft
ſamt auf jährlich 13¾ Millionen errechnet iſt, hat zu der
ihren Landbeſitz vorſieht
wegen der Deckungsfrage iſt für die nächſte Zeit nicht in
Annahme geführt, daß damit die Angelegenheit bereits
Thina.
Ausſicht genommen. Ob ſpäter ein Anlaß gegeben ſein
endgültig geklärt ſei. Dieſe Annahme iſt jedoch nicht zu=
Die Fünf=Mächte=Anleihe. Die Vertrete
wird, läßt ſich zurzeit noch nicht überſehen.
treffend. Denn die bei der Auszählung der Altersklaſſen
der Banken der Fünfmächtegruppe beſuchten den Finanz
gewonnenen Zahlen bedürfen zu ihrer richtigen Bewer
miniſter und teilten ihm die definitive Annahme des An
Ausland.
tung einer ſachverſtändigen Nachprüfung, die
gegenwär=
leihekontraktes mit. Die erſte Rate werde alsbald
aus=
tig von der zuſtändigen Stelle ausgeführt wird. Zur=
Oeſterreich=Ungarn.
bezahlt
Klärung der ganzen Frage wird eine Denkſchrift ausge=
*
Die Deutſchen in Böhmen. Eine
Vollver=
arbeitet, die im Spätherbſt dem Reichstag zugehen wird.
ſammlung der deutſchen Abgeordneten aus Böhmen be
Auf Grund dieſer Denkſchrift wird dann der Reichstag
* Paris, 10. Mai. Ueber die Berner
Zu=
chloß eine feierliche Kundgebung an das deutſche Voll
zu entſcheiden haben, ob die Herabſetzung der Altersgrenze
ammenkunft franzöſiſch=deutſcher Par=
Böhmens, in der im Hinblick auf die nunmehr
fünfjähri=
ſtattfinden ſoll
amentarier wird gemeldet, daß die franzöſiſchen
gen Ausgleichsverhandlungen nochmals die deutſchen For
Teilnehmer es als Hauptaufgabe der Annäherungskonfe
— Die Kurie und die chriſtlichen
Ge=
renz anſehen, einen aus Mitgliedern der beiden
Parla=
derungen wiederholt und das Feſthalten an dieſen For
werkſchaften. In den leitenden Kreiſen der chriſt
mente zuſammengeſetzten ſtändigen Ausſchuß zu bilden,
erungen verſichert wird. Das Verhalten der Regierung
lichen Gewerkſchaften hat es Befriedigung erregt, daß
der das Werk der Konferenz fortzuſetzen hätte. Es heißt
gegenüber werde von ihrer Stellung zu den deutſchen For
einer der bekannteſten Vertreter dieſer Bewegung, der dem
daß die in Bern bereits eingetroffenen Franzofen heute
derungen abhängen. Die Abgeordneten würden ſich von
vormittag eine Sitzung abhalten werden, um die Frage
bayeriſchen Landtag als Abgeordneter angehörende
Ar=
zu erörtern, ob ſie in ihrer Geſamtheit der Konferenz
bei=
dieſer Stellung durch keine Rückſichten abbringen laſſen
beiterführer Walterbach, zum päpſtlichen Kämmerer
er=
wohnen ſollen. Mehrfach wurde nämlich der Gedanke ge=
Der Aufruf appelliert ſchließlich an die
Gemeinbürger=
nannt worden iſt. Die Führer der chriſtlichen Gewerk
äußert, daß die Franzoſen, um das Mißverhältnis zwi
ſchaft der Deutſchen ganz Oeſterreichs und an die deutſche
ſchaftsbewegung erblicken in dieſer Auszeichnung eines der
ſchen der Zahl der deutſchen und der franzöſiſchen Teil
Bevölkerung Böhmens zum Kampfe um die Selbſtbeſtim
nehmer nicht allzu ſehr in die Erſcheinung treten zu laſ
ihrigen einen Beweis dafür, daß der ſchroff ablehnende
ſen, ſich nur durch eine Abordnung vertreten laſſen
möch=
nung Deutſch=Böhmens
Standpunkt, den der Vatikan den chriſtlichen Gewerkſchaf
ten, die numeriſch der deutſchen Vertretung ungefähr gleich
Frankreich
ten gegenüber, trotz des Syſtems der tatſächlichen
Dul=
wäre
— Die radikale Action ſpricht zu dem Plane, eine
tändigen interparlamentariſchen deutſch=franzöſiſchef
dung, eingenommen hat, im Vatikan zurzeit nicht mehr
Die Gemeinſamkeit der Intereſſen
Ausſchuß zu bilden, ihre lebhafte Zuſtimmung aus.
die Oberhand hat. Die chriſtlichen Gewerkſchaften zählen
Frankreichs und Spaniens. Der Matin meldet,
wäre dies eine Tat, die in der Geſchichte eine größere
auch unter dem Epiſkopat entſchiedene Gönner und
König Alfons habe auf dem Flugplatz von Buc kurz vor
Wichtigkeit haben würde, als ſelbſt die ſenſationellſten
Freunde, obwohl ſie mit dem Kardinal=Erzbiſchof Fiſcher
ſeiner Abreiſe erklärt, er finde nur ſchwer die Worte, un
Redeleiſtungen. Mit Skeptik und Ironie äußert ſichder
ehemalige Miniſterpräſident Clemenceau, in dem er in
von Köln ihre eigentliche Stütze verloren haben. Beſon
eine tiefe Dankbarkeit für den warmen Empfang
auszu=
einem Blatte L’homme libre ſchreibt: Ich weiß nicht
ders in Süddeutſchland iſt der Epiſkopat, an ſeiner Spitze
prechen, den die franzöſiſche Regierung und das
fran=
ob die Mitglieder des deutſchen Reichstages, die die Reiſe
der Metropolit von München, den chriſtlichen Gewerkſchaf
zöſiſche Volk ihm bereitet hätten. Er nehme von ſeinem
nach Bern unternehmen werden, einen größeren Einfluß
ten freundlich geſinnt. Damit dürfte es auch zuſammen=
Aufenthalt in Frankreich einen unauslöſchlichen Eindruck
auf ihre Kollegen beſitzen, aber es ſcheint mir, daß ſelb
der einflußreichſte unter ihnen, ein etwa folgendermaßen
hängen, daß die erſte Auszeichnung, welche die Kurie
mit. Was er in Fontainebleau und Buc geſehen habe,
lautendes Argument kaum entkräftigen könnte: Wir kön
einem auf dem Gebiet der chriſtlichen Gewerkſchaftsbewe
habe ihn mit Bewunderung erfüllt. Die Leiſtungen des
nen erſt dann über die Verringerung der Rüſtungen
ſpre=
zung tätigen Geiſtlichen hat zuteil werden laſſen, in ein
franzöſiſchen Militärflugweſens überſtiegen alle
Erwar=
chen, ſobald wir ſie vermehrt haben werden. Unter
ſol=
ſüddeutſche Diözeſe gefallen iſt. Allem Anſchein nach iſt
tungen. Der Miniſter des Aeußern Pichon habe geſagt
chen Verhältniſſen wird dem Senator d’Eſtournelles de
Lonſtant wohl nichts anderes übrig bleiben, als die
Ver=
es den Vorſtellungen verſchiedener deutſcher Biſchöfe, die
die beiden Regierungen hätten die vollſtändige Gleichheit
handlungen vor der Veröffentlichung mit einer jener hoch
dieſes=Jahr in Rom geweſen ſind, gelungen, die Bedenken,
ihrer Anſchauungen betr. der Gemeinſamkeit ihrer
Inter=
herzigen Formel zu ſchließen, die wohl Genüge tue, abei
noff (verwandt mit dem Hauſe Holſtein=Gottorp), Bour
der Familie auseinander zu halten. Bereits ſeit langem
bon=Anjou (Spanien) und Naſſau (Luxemburg und
Die europäiſchen
Herrſcher=
trugen ſämtliche männlichen Angehörigen der Familie
Holland); letztere Krone geht mit der Nachkommenſchaft
zur Erinnerung an den Kaiſer Heinrich VI. deſſen Namen
der Königin Wilhelmine auf das Haus Mecklenburg
familien.
ſowie eine Nummer, je nach dem Alter. Da nun di
Schwerin über. Die Karageorgevitſch regieren in Ser
Nummern kreuz und quer durch die beiden Linien „ſprän
Skizze von Marcel Gollé
bien, die Bernadotte nach Verluſt Norwegens nur noch
gen” verfügte eine Konvention vom Jahre 1668,daf
Nachdruck verboten.
in Schweden, die Dynaſtie Oldenburg, außer im
Groß=
künftighin die ältere Linie ihre Mitglieder bis hunder
Die bevorſtehende Vermählung der Prinzeſſin
Vik=
herzogtum gleichen Namens, noch (durch die Seitenlinie
numerieren und dann wieder mit eins beginnen ſolle
Däne=
Schleswig=Holſtein=Sonderburg=Glücksburg
toria Luiſe mag es intereſſant erſcheinen laſſen, einer
in
der jüngere Zweig der Familie ſollte in jedem Jahrhun
mark, Griechenland und Norwegen — in letzterem Lande
Blick auf die Herrſcherfamilien zu werfen, deren Mitglie
dert eine neue Serie anfangen. Auf dieſe Weiſe ward
nachdem der däniſche Prinz Karl die Krone unter dem
der ſich in Europa an der Spitze der verſchiedenen Mon=
Konfuſion geſteuert. Das Syſtem hat im übrigen,da
Namen Haakon VII. angenommen hatte.
archien befinden. Es ſind ihrer genau dreiund
arg monoton anmutet, keine Nachahmung gefunden, und
Iſt nun die Zahl der Herrſcherfamilien nicht ſehr
zwanzig, von denen die meiſten übrigens eine Anzahl
in den fürſtlichen Häuſern ſucht man, ſo komplizielt
groß, ſo erfreuen ſie ſich anderſeits meiſt zahlreicher Mit
Seitenlinien aufweiſen; rechnen wir die entthronten
manchmal die Verwandtſchaftsverhältniſſe ſind, im Gegen
glieder. Dem Hauſe Oeſterreich z. B. gehören gegen=
Dynaſtien Bonaparte, Obrenovitſch und Braganza mit
teil durch möglichſte Abwechſelung der Namen ſich zurec
wärtig nicht weniger als ſiebzig Fürſtlichkeiten an, die
o gelangen wir zu der nicht ſehr beträchtlichen Zahl von
zufinden.
Verſchwägerungen mit anderen Dynaſtien ungerechnet
ſechsundzwanzig Familien. Sie tragen folgende, zum
Der Grund zu den vielen Verſchwägerungen untel
Die Familie Reuß zählt gegen fünfundſechzig Mitglie=
Teil geſchichtlich hochberühmte Namen: Askanien (
An=
den Dynaſtien, die im Laufe der Jahrhunderte alle geit
der. Der Prinz=Regent Luitpold von Bayern hat vier
halt), Zähringen (Baden), Wittelsbach (Bayern),
Wel=
bischen verwandt” geworden ſind, iſt vorzugsweiſe inde
Kinder und fünfzehn Enkel; ſein Vetter, der Herzog Dr.
fen (Braunſchweig=Lüneburg), Brabant (Heſſen), Olden=
Furcht vor einer Mesalliance, ſowie im Syſtem der voll
Karl Theodor, ſechs Kirder, der deutſche Kaiſer
bekannt=
burg (Holſtein), Lippe, Mecklenburg, Hohenzollern (
Preu=
tiſchen Heiraten zu ſuchen. Ein klaſſiſches Beiſpielfü
lich ſieben. Dieſe „Zahlen des Kinderſegens” in
fürſt=
ßen), Reuß, Sachſen, Schwarzburg, Waldeck, Württem
letztere bietet das Haus Habsburg, ſo daf
das Sprick
lichen Häuſern ließen ſich noch durch zahlreiche weitere
berg, Habsburg, Braganza, Bourbon, Savoyen,
Liechten=
wort entſtand: „Austria nuptiis vincit‟
will ſagen:
Beiſpiele belegen; begnügen wir uns hier, noch der
ſtein, Naſſau, Goyon de Matignon=Grimaldi, Romanoff
Oeſterreich verſteht es, durch kluge Heiraten politiſch
Großherzog Ferdinand IV. von Toskana (Vetter des
Karageorgevitſch, Bernadotte, Obrenovitſch, Bonaparte.
Erfolge davonzutragen. Was ſodann die Angſt vor eine
kaiſers Franz Joſef) und den Herzog Miguel von Bra=
Das Welfenhaus, das bekanntlich im Jahre 1860
unſtandesgemäßen oder nicht ganz „ebenbürtigenh
ganza mit der Rekordziffer von je neun Sprößlinger
Hannover verlor, regierte in England bis zum Tode der
verbindung betrifft, ſo ergeben ſich in den Kreiſen,ſo
anzuführen.
Königin Viktoria. Mit der Thronbeſteigung Eduards VII.,
Tradition und Etikette eine ſo gewichtige Rolle ſpielen
Die Verſchwägerungen unter den Herrſcherfamilien
des Sohnes der Königin und des Prinzen Albert von
naturgemäß Titel= und Rangſchwierigkeiten, die
gehen ins Sagenhafte und können mitunter das Mate=
Sachſen=Koburg, gelangte die Krone an dieſes letzterc
deren Schichten der Geſellſchaft ganz undenkbar ſind
rial zu einer wahren „Verwandtſchaftsmathematik” lie
Haus. Angehörige der Familie Koburg regieren gleich
Eine merkwürdige Folge von Heiraten unter Blüh
ern; allein unter den gleichen oder ähnlich klingenden
falls in Belgien und Bulgarien; des ferneren iſt ſie mi
verwandten pflegt die Vererbung gewiſſer körperliche
Namen der fürſtlichen Vettern und erlauchten Baſen ſich
dem entthronten Braganza (Portugal) verſchwägert. Di
und geiſtiger Merkmal
zu ſein; man hat dieſe Erſchein
zurechtzufinden, bedeutet ein wahres Kunſtſtück
Sig
Das
ung wiederholt unter
Hohenzollern (königliche Linie: Preußen, fürſtliche:
dem hohen Adel, ſpeziell aue
nuß ſchon einer der Ahnen im Hauſe Reuß
herausge=
maringen) kamen durch Volksabſtimmung im Jahre 1866
den Herrſcherfamilien
wie den Romanoffs, den Reui
fühlt haben, denn er verfiel auf ein geniales Mittel, die
bezw 1881 (Erhebung zur Königswürde) auf den Thror
den Bourbonen, den Habsburgern beobachtet. Daschar
amen der Mitgliedergund zugleich die beiden Linien
Rumägiens. Erwähnen wir noch die Dynaſtien Roma
teriſtiſch= vorſpringende eigenwillige Kinnsundde
Nummer 169.
ſemand zufrieden ſtelle.
-
Die gemäßigte Republiqu
enneaiſe, die die Abhaltung der Berner Konferenz ſehr
drücklich bekämpft, ſagt: Was die deutſchen
Abgeord=
ten in Angelegenheiten der auswärtigen Politik zu ſa
n haben, zählt gar nicht oder ſehr wenig. In Deutſch=
5 zählt nur die ausführende Gewalt. Die franzöſiſchen
llnehmer jedoch nehmen einen Teil der öffentlichen
risnung und der Souveränität Frankreichs mit.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 13. Mai.
* Vom Hofe. Ihre Königl. Hoheit die
Groß=
zogin empfingen am Freitag vormittag 11 Uhr
Min. im Neuen Palais Frau Staatsminiſter Rothe
ellenz. (Darmſt. Ztg.)
Empfänge. Se. Königl. Hoheit der
Großher=
empfingen am Samstag vormittag eine Abordnung
Feſtausſchuſſes für die Darmſtädter Richard
a geer=Jahrhundertfeier, beſtehend aus den
ncen Rat Sonne, Direktor Schmitt und
Ober=
tiant v. Küchler, die die Einladung zum
Aka=
häſchen Feſtakte am Sonntag, den 18. Mai,
über=
uchte. Der Großherzog geruhte, ſein Erſcheinen zu der
ier in Ausſicht zu ſtellen.
* Zum Beſuch des Prinz=Regenten und der Prinzeſ
Budwig von Bayern. Wie wiederholt mitgeteilt, werden
hiee des Königsreichs Bayern Verweſer Prinz=Regen
Anwig und ſeine hohe Gemahlin zum Beſuche am
rßherzoglichen Hofe hierſelbſt eintreffen. Dem hohen
krtenpaare, das zum erſten Male ſeit dem Regierungs=
Ltritt unſeres Großherzogs in den Mauern unſerer Stadt
iden wird, ſei ein herzlicher Willkommensgruß
ent=
amt!
Der Sonderzug wird, von Speyer kommend, heute
ſchmittag 4 Uhr 47 Minuten auf dem Hauptbahnhofe
Atreffen, woſelbſt Ihre Königl. Hoheiten der Groß
zog und die Großherzogin ihren hohen
Be=
ih.
erwarten werden. Es findet großer
militäri=
r Empfang ſtatt. Zu dieſem Zwecke nimmt eine
5 der Leibkompagnie des Leibgarde=Regiments 115
ge=
dete Ehrenkompagnie unter dem Kommando des
tmanns Frhrn. Rödervon Diersburg auf dem
Almhof Aufſtellung. Nach den üblichen Ehrenbezeugun
i ffahren die hohen Herrſchaften in offenen
ſechsſpänni=
n Walawagen zum Reſidenzſchloß. Auf der Fahrt wird
tenter dem Kommando des Rittmeiſters v. Harnie:
ſinde Ehreneskorte, gebildet aus der 3. Eskadron des
roedragoner=Regiments Nr.
23, den Wagen mit den
den Herrſchern eskortieren. Im Reſidenzſchloß werden
hhohen Gäſte mit Gefolge Quartier nehmen. Heute
end 7 Uhr 30 Minuten findet im Schloß Galatafel
V2 Gedecken ſtatt. Am morgigen Mittwoch, um
Uhr 30 Minuten abends iſt Feſtvorſtellung im
ftheater, bei der „Aleſſandro Stradella” von
Fllotow gegeben wird
Die Abreiſe der Königlich Bayeriſchen Herrſchaften
wrgt am Donnerstag, den 15. Mai, 12 Uhr 35 Minuten
hhmittags, vom Hauptbahnhof
In den Ruheſtand verſetzt haben Se. Königl.
hieit der Großherzog den
Oberamtsrichter bei
Amtsgericht Darmſtadt I,
Di
Geheimen
Juſtizrat
ſel
Kolb, auf ſein Nachſuchen, unter Anerkennung
ſter langjährigen treuen und erſprießlichen Dienſte
iihm die Krone zum Ritterkreuz 1. Klaſſe des Ver
nittordens Philipps des Großmütigen verliehen
Perſonalien von der Heſſiſch=Preußiſchen Eiſen
hmegemeinſchaft. Se. Königl. Hoheit der Groß
og haben den Betriebswerkmeiſter Johann Caſſe
Forankfurt a. M. auf ſein Nachſuchen in den Ruhe
nt verſetzt und ihm aus dieſem Anlaß das Ritterkreuz
Mlaſſe des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen
id hen; den Oberbahnaſſiſtenten Karl Perpenté zu
hinz in den Ruheſtand verſetzt; den Bahnwärtern
Aentin Grün zu Albig, Philipp Hecker zu Lauben
m) (Rhein), Adam Ruhl zu Mainz=Mombach, Philipr
Uther zu Erbach i. O. und dem Weichenſteller Adam
ſiler III. zu Mainz aus Anlaß ihrer Verſetzung in
Ruheſtand das Allgemeine Ehrenzeichen mit der In=
„Für treue Dienſte” verliehen
Militärdienſtnachrichten. Zum Zeug=Oberl.
be=
hert: Kratz, Zeuglt. beim Art.=Depot in Mainz
te Beförderung zum Zeuglt. verſetzt: Preſſe,
Zeug=
neebel beim Art=Depot in Mainz, zum Art.=Depot
Maſtatt. Unter Beförderung zum Feuerwerkslt. ver
Hammel, Oberfeuerwerker beim Art.=Depot in
1:
ſin z, zum Art.=Depot in Straßburg i. E
Kriegsgericht. Wegen Betrugs und
Ur=
g.
noenfälſchung hatte ſich am Samstag der Dra=
Pe
Kalbfleiſch vom Leibdragoner=Regiment
*4 vor dem Kriegsgericht der 25. Diviſion zu
ver=
hworten. Der Angeklagte hatte ſich in mehreren
hie=
ſm Geſchäften auf den Namen eines Kameraden Geld
Zigarren verſchafft. Hierbei benutzte er auch in einem
le einen gefälſchten Brief. Er wird zu 4 Wochen
Apiekelte Unterlippe findet man (ſeit Jahrhunderten!
ihnen
Profil faſt aller Habsburger, oft ſelbſt bei den
König
üſchrvägerten Linien; erinnern wir an
rs XIII. von Spanien, der zwar aus dem Hauſe
Aſtrieon ſtammt, aber Sohn einer öſterreichiſchen Prin
itiiſt. Dieſe körperliche Kennzeichnung der
öſterreichi=
h Dynaſtie war ſchon Napoleon I. bekannt, als er ſich
Uhdam aus Wien von der Brautwerbung zurückkehren=
Baron Lejeune erkundigte, ob ſeine zukünftige Ge=
Ahlim Marie Luiſe auch „die habsburgiſche Lippe” habe
iſſe geiſtige Eigenſchaften ſodann finden ſich manch=
A drurch zehn und mehr Generationen einer Herrſcher
filtliee fortgeerbt. Erwähnen wir z. B. die Vorliebe
Alfohenzollern für die Landwirtſchaft, die ſich bereits
ihé Jahrhundert beim Kurfürſten Johann Georg als
a wahre Paſſion zeigte, und bei vielen ſeiner Nach
r, bis auf Wilhelm II., Gutsherrn auf Cadinen,
Aürkteriſtiſch äußerte. Der „Familiencharakter” der
a
Aüshrurger iſt bekannt; wie er vom Hochbegabten,
Walen (Herrſchertalente wie Maria Thereſia!)
manch=
ims Willkürliche und Exzentriſche ging, mußte u. a
Ahier Franz Joſef während ſeiner langen
Regierungs=
faur oft zu ſeinem Leidweſen erfahren.
Man geſtatte uns noch, an der „relativ einfachen
Ihiliengeſchichte des engliſchen Königshauſes zu zeigen,
Aineeit die Verſchwägerungen unter den Dynaſtien
llen und welch kurioſe Verwandtſchaftsbeziehungen
Aaluss mitunter entſtehen. Geht man bis auf die Zeit
Aükönigin Maria Stuart zurück, ſo konſtatiert man in
Wo lge zahlreiche Verſchwägerungen mit den Dynaſtien
jenark, Bayern, Frankreich, Naſſau, Eſte, Savoyen
uBrraunſchweig=Hannover. Letzteres Haus regierte bis
Llode der Königin Viktoria (1901). Dieſe hatte neun
Wier: Eduard VII., der ihr auf dem Thron folgte;
Obri a, Gemahlin Kaiſer Friedrichs, Mutter Kaiſer Wil
s II.; Alice, verheiratet mit dem Großherzog Ludwig
beeſſen; Alfred Herzog von Edinburg und Sachſen
Wrrg=Gotha; Helene, Gemahlin Chriſtians von Schles=
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 13. Mai 1913.
Seite 3.
Gefängnis verurteilt. — Der Gefreite Staudt vom
am 3. Mai I. J. 36. Sterbefälle kamen vor
ſelben Regiment hatte mit einem Dragoner eine Ausein
in der Woche vom 28. April bis 3. Mai I. J. 1.
anderſetzung, weil dieſer den Dienſtkarabiner des Ange=
Schlachtviehmarkt Darmſtadt. In der Woche
klagten benutzt hatte. In dieſen Wortwechſel ließ ſich
vom 4. bis 10. Mai wurden 616 Schweine, 195 Kälber,
Staudt durch ſeine Erregtheit hinreißen, den Dragoner
Schafe, 1 Ziege und 2 Faßel aufgetrieben
nit dem Karabiner über den Kopf zu ſchlagen, wobei
Bilder vom Tage. In der Auslage unſerer Expe
der Karabiner in Stücke ging und der Mißhandelte eine
dition (Rheinſtraße 23) ſind von heute ab folgende Bilder
ſchwere Verletzung davontrug, ſo daß er mehrere Wochen
neu ausgeſtellt: Leben und Treiben vor der großen Feſt
im Lazarett behandelt werden mußte. Dem Angeklagten
halle in Frankfurt a. M. während des Sängerwettſtreits,
werden mildernde Umſtände zugebilligt, da der ſchon
Das neue Scharnhorſt=Denkmal in Groß=Görſchen, das
vegen Widerſetzlichkeit vorbeſtrafte Dragoner der Ver
anläßlich der Hundertjahrfeier auf dem Schlachtfelde
ent=
anlaſſer des Vorfalles war und ernſtere Folgen nicht
ent=
hüllt wurde, Das größte Schiff der Welt, der
Rieſen=
tanden ſind. Er wird zu einer Woche Gefängnis
dampfer „Imperator” der Hamburg=Amerika=Linie, beim
verurteilt. — Der 27jährige Musketier Zbiraneck vom
Verlaſſen der Hamburger Werft des „Vulkan” König
Infanterie=Regiment Nr. 168 zu Offenbach hat ſich 1904,
Nikita von Montenegro auf dem Wege zum
Feſtgottes=
tachdem er drei Monate gedient hatte, von der Truppe
dienſt, Kronprinz Danilo und General Martinowitſch an
entfernt und konnte erſt vor kurzem feſtgenommen
wer=
der Spitze der Truppen in Skutari, Hafenanſicht und
Ge=
den. Während der neun Jahre hat der Fahnenflüchtige
amtanſicht von Skutari.
ein unſtetes Wanderleben geführt. Er erhält 8 Monate
nd
14 Tage Gefängnis, abzüglich 14 Tage der
Unterſuchungshaft.
Orpheum. Im Orpheum beginnt kommenden
D
Sonntag, den 18. Mai, ein Gaſtſpiel des Frank
Provinzialausſchuß. Die Tagesordnung zur
Sitz=
urter Intimen Theaters. Die heiteren
Künſtler=
ung des Provinzialausſchuſſes der Provinz Starkenburg
bende der beliebten Frankfurter Gäſte ſtehen hier von
am Samstag, den 17. Mai, vormittags halb 10 Uhr
rüher in gutem Angedenken und werden mit ihrem
lautet: 1. Geſuch des Moritz Hutzler zu Offenbach um
Er=
intereſſanten Programm zweifellos wieder großes
In=
laubnis zum Betriebe einer Schankwirtſchaft. 2. Klage
tereſſe erwecken. Nähere Mitteilungen folgen
des Bauunternehmers Karl Grün II. und der Firma
J. Ehrhardt & Cie. in Bensheim gegen die Stadt Bens
* Kinotheater. Olympia=Theater. Anſchließend
heim, vertreten durch deren Bürgermeiſter, wegen
Her=
an das Feiertagsprogramm bringt das Olympia=Theater
anziehung zu den Koſten für den Ausbau der Kaiſer Wil
vom 13. bis einſchließlich 16. Mai ein ebenſo ſpannendes
helm=Straße. 3. Klage des Provinzialausſchuſſes der
wie dezentes Programm: Das Drama in drei Akten „Ein
Provinz Rheinheſſen und des Provinzialſekretärs Schütz
verlorenes Leben” mit der Hauptdarſtellerin Frau Pina
gegen die Fürſorgekaſſe für Beamte und Bedienſtete der
Fabbri, eine bekannte Bühnengröße, bringt etwas ganz
Landgemeinden
Hervorragendes auf dem Gebiete der Kinokunſt. Heitere
O
Beerdigung des Hofſchauſpielers
Wagner. Am
nhaltsreiche Dramen ſind noch „Das Mädchen als
Samstag nachmittag wurde, was
an Hofſchauſpieler
Lebensretter” ſowie „Die Wette” Aus dem humoriſtiſcher
Ludwig Wagner ſterblich war, auf dem hieſigen Fried=
Teile iſt das Bild „Purzel als Radfahrer”
hervorzu=
hofe beerdigt. Dem Sarge folgten auf dem Wege zur
heben. Naturbilder, der neueſte Wochenbericht, ſowie ver=
Fruft zahlreiche Kollegen und Kolleginnen des Verſtor
ſchiedene Humoresken geſtalten das Programm zu einem
benen, auch viele Freunde ſeiner Kunſt gaben ihm das
rſtklaſſigen. (Siehe Anzeige.
etzte Geleit. Zahlreiche Kränze und Blumenſpenden, dar=
Konzerte. Hugenſchütz’ Felſenkeller. Von
unter auch viele auswärtige, und ein Kranz des Großher=
Freitag, den 16. Mai, ab finden auch in dieſem Jahre die
zogs ſchmückten Leichenwagen und Sarg oder wurden
regelmäßigen Freitags=Konzerte der Kapelle
nachgetragen und am Grabe niedergelegt. Die
Trauer=
des Großh. Artillerie=Regiments Nr. 61 ſtatt. Der
außer=
indacht vollzog Pfarrer Dingeldey, der in warm
ordentlich ſtarke Beſuch im vergangenen Jahre hat gezeigt,
empfundener herzlicher Rede die hohen menſchlichen Eigen
welcher Beliebtheit ſich dieſe populären Konzerte erfreuen
ſchaften des Verſtorbenen und ſein großes Künſtlertum
So wird es der Reſtaurateur, Herr Hans Tod, im Verein
pries Eine lange Reihe von herzlichen Nachrufen und
mit Herrn Obermuſikmeiſter Weber an nichts fehlen laſſen,
Kranzniederlegungen folgte. Im Auftrage des
Großher=
das Publikum in jeder Hinſicht zufrieden zu ſtellen. (S3
ogs und für die Generaldirektion des Großh. Hofthea=
Anzeige.
ters ſprach Generaldirektor Dr. Eger, für das
Regie=
kollegium Regiſſeur Hacker, Hofrezitator Knispel
Darmſtädter Wochenmarkt.
ür das Geſamtperſonal des Hoftheaters, bezw. für die
Kollegenſchaft, und Hofrat Winter für den Verwal=
Marktpreiſe am 10. Mai.
tungsrat des ſtädtiſchen Spiel= und Feſthauſes in Worms.
Gurken, Stück
45—50 Pf
kg
1,40 M.
Butter,
Ein aus dem Herrenchor gebildetes Doppelquartett
ver=
kg 5—6 Pf.
Helberüben, 1
Part., ½ kg 1,30 M
chönte die eindrucksvolle Feier durch Geſänge vor der
Bündel 20—25 Pf.
-
6½
Eier, Stück
,
Trauerandacht und am Schluſſe
-
1. p.
R.
Schwarzwurz, ½kg25-30 Pf.
Schmierkäſe, ½ Lit. 20-25
Veteranen=Jubiläumsſpende. Die von Herrn
Pf
Römiſch=Kohl, Bdl. 2—3. Pf.
Handkäſe, Stück . 4—11
E. Merck eingeleitete Sammlung für die Veteranen=
Spargel, ½ kg 35, 50—80 Pf
Kartoffeln, Ztr. 2,75—3 M.
Inbiläumsſpende hat die Summe von 5625 Mk. er=
Kumpf (10 Liter)
45 Pf
Geflügel, Wildbret:
geben. Der Stadt wurde von dieſem Reſultat unter
2 M.
Mäuschen, Kump=
1,25 M.
Gänſe,
½ kg .
Einſendung der Zeichnerliſte Mitteilung gemacht und
16 Pf.
kg.
4—5 M
Enten, Stück
der Herr Oberbürgermeiſter läßt ſämtlichen Gebern auf
Malteſer, ½ kg
18 Pf.
das herzlichſte danken
Hahnen und Hühner
—3,50 M
Stück
Amtliche Verkaufsſtellen für Poſtwertzeichen be=
D
Obſt u. dergl.:
60—70 Pf
Tauben, Stück
inden ſich bei folgenden Privatperſonen: In Darm=
25
Aepfel, ½ kg
18-
0,50, 0,60
Rehfleiſch, ½ kg
ſtadt: Ahaſtraße 8 bei Wilh. Beyer, Beſſunger Str. 104
5—6 Pf
Zitronen, Stück
bis 1,50 M.
P
ei F. W. Paſche, Blumenthalſtraße 81 bei Phil. Rotb
Apfelſinen, Stück 5, 6 u. 7
2—4 M.
Stück .
Zicklein,
Bervinusſtraße 39 bei A. Gorr, Heidelberger Straße 102
20 Pf
Birnen, ½ kg . .
ei Margar. Keutel, Heidelberger Straße 1 bei W. Sohn
Fiſche:
Salat, Gemüſe uſw.:
Heinheimerſtraße 35 bei Joſ. Jarraſch, Holzſtraße 19 bei
90. Pf
Hecht, 1
kg . .
15 P
Kopfſalat, Stück
Joſ. Zahn, Karlſtraße 56 bei Georg Hübner, Karlſtr. 67
Aal, ½ kg. . 1—1,10 M.
10 Pf
feldſalat, Körbchen
bei Georg Hipfel Witwe, Kranichſteiner Straße 20 bei
½ kg 0,90—1 M.
arpfen,
Radieschen, Bündel 2—3 Pf
Louiſe Lehmann, Lichtenbergſtraße 80 bei H. Roßmann
Andere Rheinfiſche
8—10 P
Stück .
Rettiche,
Liebfrauenſtraße 47 bei Peter Ackermann, Liebigſtraße 71
. 30—60 Pf.
kg
5—6
Bündel
ei P. Ackermann, Mollerſtraße 17 bei Joh. Treuſch
Rotzungen, „ kg . 70 Pf.
Meerrettich, Stück 15—25 Pf
Moosbergſtraße 49 bei Ant. Fiſcher, Nieder=Ramſtädter
Schollen, ½ kg . . 60 Pf.
Roterüben, ½ kg 10—12 P
Straße 31 bei Norbert Müller, Rheinſtraße 17 bei G. L.
Kabeljau, ½
kg . 21—24 Pf.
zwiebeln, ½ kg 8—10
Kriegk, Sackgaſſe 2 bei Jakob Stumpf, Sandbergſtr. 49
35 Pf.
,
Schellfiſche,
kg
. . 80 Pf.
Tomaten, ½ kg
bei V. Ganßmann, Wendelſtadtſtraße 28 bei J. Skurnik
Seelachs, ½ kg 16—19 Pf.
Spinat, ½ kg . 8—10 Pf
Wendelſtadtſtr. 27 bei Karl Braun; im Landbeſtell=
In den Fleiſchſtänden.
Weißkraut, Stück 45—50 Pf
bezirk: auf der Ludwigshöhe bei Gaſtwirt Wenz.
70 Pf.
Rindfleiſch,
Rotkraut, Stück 70—80 Pf
½ kg
Von der Elektriſchen. Zu der am 2. Mai
76 Pf.
Hackfleiſch,
½ kg .
Blumenkohl, Stück 40—70 Pf
veröffentlichten Mitteilung unter Stimmen aus dem
56 Pf.
½ kg
Rindsfett,
Rhabarber ½ kg 14—15 P
Publikum wird uns mitgeteilt, daß der letzte
Rindswürſtchen, Stück 15 Pf.
40 Pf
Erbſen, ½ kg . .
Straßenbahnwagen an den 12 Uhr 46 Min. aus
hat.
Heidelberg hier eintreffenden Zug Anſchluß
* Griesheim, 10. Mai. In dem Nebengebäude des
*
Der
Vereinigte Ortskrankenkaſſe Darmſtadt.
Hauſes Sandgaſſe 34 entſtand heute nacht gegen 2 Uhr
Mitgliederſtand betrug am 3. Mai l. J.
männ=
auf bis jetzt noch unaufgeklärte Weiſe Feuer. Durch
ich 9532, weiblich 6629, zuſ. 16 161, in Prozenten 58,86,
das alsbaldige Eingreifen der Nachbarſchaft, ſowie der
41,14. Der Krankenſtand betrug am 3. Mai l. J.
reiwilligen Feuerwehr gelang es, das Feuer auf ſeinen
männlich 486, weiblich 227, in Prozenten 5,09, 3,42
Herd zu beſchränken, ſo daß außer dem Gebäude nur
n Krankengeld wurden ausgezahlt in der Woche
dort lagernde Farbwaren und ſonſtige Materialien ver=
Mk. (1912.
vom 28. April bis 3. Mai I. J. 6090,03
lichtet wurden
1998,26 Mk.) An Wöchnerinnen waren vorhanden
Zwecken verwendet; es ſei hier nur an die
Tiefſeeforſch=
wig=Holſtein, Königs von Dänemark; Luiſe, vermählt mit
ungen, ſowie die Schaffung des in der Welt einzig
da=
em Herzog von Lorn und Argyll; Arthur, Herzog von
ehenden Ozeanographiſchen Muſeums in Monaco er=
Lonnaught, der ſich mit Margareta von Preußen
verhei=
nnert. Was ſodann das in Grundbeſitz, Schloßbauten
ratete; Leopold Herzog von Albany, vermählt mit Helen=
und Kapitalien angelegte Privatvermögen der Herrſcher
von Heſſen=Waldeck; Beatrice, vermählt mit Heinrich von
ingeht, ſo laſſen ſich hierüber nur ſchwer genaue Schätzun=
Battenberg, deren Tochter als Gemahlin Alfons XIII
gen anſtellen; man weiß aber, daß neben dem ruſſiſchen
Königin von Spanien wurde. König Eduard, den man
kaiſer die Souveräne Englands, Deutſchlands und
uch den Onkel Europas genannt hat, war in der Tat
Oeſterreichs in erſter Linie zu nennen ſind. Ihr Ver
durch ſeine Geſchwiſter mit zahlreichen europäiſchen
Dyna=
mögen und das noch einer ganzen Anzahl anderer
gekrön=
tien verwandt, u. a. als Onkel Kaiſer Wilhelms II., des
er Häupter zuſammengenommen, würde unge=
Großherzogs Ernſt Ludwig von Heſſen, des Königs von
ähr dem Beſitze eines einzigen amerikaniſchen Milliar
Spanien, des Kaiſers von Rußland (durch deſſen Gemah
därs entſprechen — man ſieht: unſere moderne Zeit wird
in), als Schwiegervater des Königs Haakon VII. von
uch in dieſem Punkte „ruchlos republikaniſch” Und was
Norwegen, der Eduards Tochter Maud heiratete; als
as Regieren als ſolches anbetrifft, braucht man nock
„Vetter” ſodann von einem Dutzend anderer
Fürſtlich=
zu wiederholen, daß es keineswegs „eitel Luſt” bedeutet?
— im
keiten, deren Aufzählung hier zu weit führen würde
Allein der Blick auf die während des vergangenen Jahr
ganzen eine Verwandtſchaft, die zwei Drittel der
euro=
ſunderts entthronten oder zur Abdankung gezwungener
äiſchen Herrſcherfamilien umſpannte
Herrſcher kann darüber belehren. Es verloren die Krone:
Fragen wir nach Vermögen und Beſitz dieſer vor=
Napoleon I., Karl N., Louis Philipp, Napelon III .von
nehmſten Familien Europas, ſo läßt ſich zwar unſchwer
Frankreich; Franz V., Herzog von Modena; die Herzogin
feſtſtellen, daß eine große Anzahl von Privatleuten in
von Parma; der Großherzog von Florenz; Franz II. von
den verſchiedenen Ländern weit reicher erſcheinen, als die
Neapel: Iſabella II. und Amadäus I. von Spanien;
Fürſten, daß ſie im übrigen aber ſelbſtredend keine „armen
Beorg V von Hannover; Friedrich Wilhelm I. von Kur=
Leute” ſind. Die ſtattlichſte Zivilliſte bezieht der Kaiſer
heſſen; Wilhelm, Herzog von Naſſau; Fürſt Couza von
von Oeſterreich (18,5 Millionen Mark), während ſich de
Rumänien; Prinz Karageorgewitſch und Milan IV von
König von Schweden mit der beſcheidenſten (1,2 Millionen
Serbien; Alexander von Battenberg, Fürſt von Bul=
Nark) begnügt, ſomit über dasſelbe „Jahresgehalt”
vor=
garien. Und zu dieſer langen Liſte kommen ſeit Beginn
ügt wie der „beſtbezahlte” Republikaner, der Präſident
des 20. Jahrhunderts hinzu: Alexander von Serbien und
on Frankreich. Der Kaiſer von Rußland bezieht gar
König Manuel II. von Portugal. Angeſichts ſolcher
keine Zivilliſte im eigentlichen Sinne des Wortes; aber
Wechſelfälle des Geſchicks in den „höchſten Regionen?
r nennt einen nicht unerheblichen Teil des ruſſiſchen
nüſſen wir dem römiſchen Dichter Recht geben, der ſchon
Bodens ſein perſönliches Eigentum, Domänen und
Berg=
vor zwei Jahrtauſenden in ſeinen Oden von dem alles
werke, die jährlich zirka 40 Millionen Mark einbringen.
hinwegfegenden „Sturmwind auf den Höhen” in allego=
Als reicher Mann gilt auch der Herrſcher des
winzig=
riſcher Anſpielung ſpricht und hinzufügt, daß das
beſchei=
kleinen Monaco, Fürſt Albert aus der Dynaſtie Goyon de
ene Leben im „friedlichen Tale” mit nichten zu verach=
Natianon=Grimaldi, der übrigens die Millioneneinkünfte
ten ſei.
aus der Spielbank größtenteils für ſeine, von jeglicher
Steuer befreiten Untertanen, ſowie zu wiſſenſchaftlichen
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 13. Mai 1913.
Nummer 109.
Heppenheim, 10. Mai. Bei prächtigem Sonnenſchein,
auch ein Bett angezündet hatte, um die Feuerverſicher
ſtellungskommiſſion für ſein Erſcheinen und alle Förder
der die herrliche Frühlingslandſchaft verklärte, fand
ungen zu prellen, hat nun im Haftlokal durch
Erhän=
ung, die er mit warmem Herzen und offener Hand
alle=
geſtern der Darmſt. Ztg. zufolge in Heppenheim a. d. B
gen heute früh ſeinem Leben ein Ende gemacht
zeit für Kunſt und Künſtler bewieſen habe. Sodann
eine würdige und erhebende Feier ſtatt. Am
Geburts=
wurde die Ausſtellung eröffnet. — Der Kronprinz
Nauheim (Kr. Groß=Gerau), Das 29.
Gauturn=
tage des am 3. Mai 1910 verſtorbenen Geheimen
Me=
hat — wie ſchon kurz gemeldet — dem Magiſtrat
Ber=
eſt des Main=Rodgauverbandes das den
dizinalrats Dr. Georg Ludwig,
des langjährigen
lin angeboten, während der Abweſenheit ſeines
Regi=
hieſigen Turnverein voriges Jahr übertragen wurde, fin=
Direktors der dortigen Landes=Heil= und Pflegeanſtalt
ments von Ende Auguſt bis Mitte September aus
Dan=
det am 12., 13. und 14. Juli d. Js., dahier ſtatt.
Gleich=
wurde im Vorgarten der Anſtalt ein Denkmal enthüllt
zig=Langfuhr 100 Berliner Gemeindeſchulkinder
zeitig verbindet mit dieſer Feier der Turnverein ſein
das ihm Freunde und Verehrer gewidmet haben
Zu
unter Begleitung einiger Lehrer in der Kaſerne des erſter
25jähriges Vereinsjubiläum und
Jubiläumsfeſt der
dieſer Feier hatten ſich neben den Gliedern der Famili
Leib=Huſaren=Regiments auf drei Wochen zu beherbergen
I. Vorſitzenden Herrn Wedel. Die Feſtausſchüſſe ſind ſei
u. a. die Mitglieder der Abteilung des Miniſteriums de=
und zu verpflegen. Die Koſten der Reiſe und des
Auf=
einigen Wochen in ſteter Tätigkeit und bemüht, alles ſt
Innern für öffentliche Geſundheitspflege, der General
enthalts, ſowie der ärztlichen Beaufſichtigung und Pflege
vorzubereiten, um den Turnern und Turnfreunden, herr
ſtaatsanwalt, der Kreisrat von Hepperheim, die Ver
will der Kronprinz übernehmen. Die Umgebung von
liche und genußreiche Stunden zu bereiten. In ſehr
treter der heſſiſchen und auswärtigen Irrenanſtalten
Danzig, die ſich für Ausflüge, Turn= und Sportſpiele,
liebenswürdiger Weiſe hat die Gemeindevertretung den
ärztliche Kollegen, Vertrauensmänner des Hillsvereins
Spaziergänge uſw. beſonders eignet, ſoll den Kindern
Verein die ſogenannte „große Tuchbleiche” als Feſtplatz
die Aerzte und das Pflegeperſonal der Anſtalt,
Ein=
ebenſo geſunde wie erfriſchende Ferien verſchaffen. Der
zur Verfügung geſtellt, die mitten im Feſtorte liegt und
wohner von Heppenheim u. a. m. eingefunden. Al=
Magiſtrat hat das Anerbieten dankbar angenommen und
deren ſchöne Beſchaffenheit vielen Beſuchern Nauheims
Erſter ergriff das Wort Geheime Medizinalrat Profeſſor
die Auswahl der Kinder der Schuldeputation übertragen
bekannt ſein dürfte. Aus Anlaß des 25jährigen Beſtehen=
Dr. Sommer aus Gießen, zu einer längeren An
Es ſollen nach Wunſch des Kronprinzen beſonders ſolche
des Vereins hat der geſchäftsführende Ausſchuß
be=
ſprache. Nachdem die Hülle gefallen war, übergab der
berückſichtigt werden, welchen ſonſt keine Gelegenheit
ge=
ſchloſſen, eine Feſtſchrift herauszugeben. Die Geſchichte
Vorſitzende der Miniſterial=Abteilung für öffentliche
Ge=
boten iſt, die Großſtadt zu verlaſſen. —
Der Berliner
und Tätigkeit des Vereins bearbeitet der 1. Schriftführer
ſundheitspflege Geheimerat Beſt, das Denkmal an die
Lehrergeſangverein, der aus dem Geſangswett=
Herr Polizeikommiſſaraſpirant Berz und die Geſchicht=
Direktion der Landes=Heil= und Pflegeanſtalt
Heppen=
ſtreit in Frankfurt a. M. als Sieger hervorging, wurd
Nauheimts der II.
Vorſitzende, Herr Lehrer Hofmann
heim. Den beiden Rednern dankte ſowohl namens der
geſtern auf ſeiner von ſchönem Wetter begünſtigten Rhein=
Die Feſtwirtſchaft wurde Herr4 J. Wolfert=Wiesbader
Anſtalt als auch der Familie der jetzige Direktor,
Ge=
fahrt überall mit Jubel begrüßt und traf heute um 10½
übertragen, der eine Halle für mindeſtens 3000 Perſoner
heime Medizinalrat Dr. Bieberbach, zugleich auch der
Uhr im Sonderzug wieder in Berlin ein. —
Vor
eini=
tellt und unter der auch bei eventuell eintretendem
Schwiegerſohn des Verſtorbenen, mit dem Verſprechen
gen Tagen erhielt die Witwe des vor etwa anderthalb
Regenwetter geturnt werden kann. Verſchiedene kleine
den Ludwigſchen Traditionen folgen und das Denkmal in
Jahren abgeſtürzten Piloten Eyring, die in Johannis=
Hallen wird der feſtgebende Verein aufſchlaglen. Für
den Schutz der Anſtalt nehmen zu wollen. In kürzeren
thal lebt, einen „Die ſchwarze Hand” unterzeichneten
den muſikaliſchen Teil iſt das Muſikkorps des Leib=Drag
und längeren Anſprachen wurden am Fuße des Denk=
Brief, in dem ſie aufgefordert ward, 3000 Mark beim Jo=
Regts. (2. Großh. Heſſ.) Nr. 24 in Darmſtadt unter per
mals Kränze von Regierungsrat von Werner namens
hannisthaler Poſtamt zu hinterlegen. Sollte dies nicht
önlicher Leitung des Herrn Obermuſikmeiſters Rühle
der Provinzialdirektion Starkenburg, von Oberarzt Dr
geſchehen, ſo würde eine Broſchüre erſcheinen, die Frau
mann gewonnen worden. Nahezu 40 Vereine haben ihre
Götze im Namen der Aerzte und des Pflegeperſonals der
Eyring unmöglich machen würde. Frau Eyring übergab
Teilnahme am Feſte zugeſagt. Die Feſtdamen werden
Anſtalt in Heppenheim, von Profeſſor Dr. Dannemanz
den Brief der Polizei. Dieſe verhaftete den Abſender,
einen Blumen=Damenreigen vorführen
im Namen der Aerzte der Pſychiatriſchen Klinik ir
als er das Geld vom Poſtamt holen wollte. Er gab an,
Gonſenheim, 10. Mai. In der Kunſtgießerei von
Gießen und dem Oberarzt Dr. Wagner für die
Landes=
daß er Arthur Römer heiße, Arbeiter ſei und in Berlin
Burgau u. Gyßler entſtand geſtern abend gegen 6 Uhr
Heil= und Pflegeanſtalt Alzey niedergelegt. Im Auftrage
wohne
offenbar durch Anſammlung giftiger Gaſe eine ſtark
der Deutſchen Pſychiatriſchen Vereinigung legte Medi
Weinheim, 10. Mai. Die diesjährige Sonn=
Exploſion der Trockenkammer, durch welche die in dec
zinalrat Dr. Kreuſer, Direktor der Kgl. Württem
wendfeier findet am Sonntag, den 6. Juli, hier auf
Kammer befindlichen fertigen Arbeiten zerſtört und
be=
bergiſchen Irrenanſtalt in Winnental, einen Kranz nieder
der Burg Windeck ſtatt. Es iſt bereits Teilnahme aus
deutender Gebäudeſchaden verurſacht wurde.
Die Ex
und würdigte unter Anknüpfung an die perſönlichen Be=
Mannheim, Heidelberg und Darmſtadt
zugeſag=
ploſion erfolgte mit ſolcher Gewalt, daß die
Eiſenbeton=
ziehungen zu dem Verſtorbenen die großen Verdienſte, di
Kolmar i. E., 9. Mai. In dem Wetterléſchen
decke der Kammer in Stücke geriſſen wurde; es iſt einen
Ludwig um die Deutſche Pſychiatriſche Vereinigung
Nouvelliſte war ſeinerzeit ein Artikel erſchienen, in
glücklichen Zufall zuzuſchreiben, daß die in der über de
hatte, die im Jahre nach der Eröffnung der Anſtalt unter
dem von den nach dem ſiebziger Krieg eingewanderten
Kammer gelegenen Werkſtätte beſchäftigten Arbeiter un
ſſeiner Leitung ihre Sitzung abhielt. In einem bemooſten
Altdeutſchen als Hungerleidern und von den
Nach=
verletzt blieben
Felsblock aus den nahen Waldungen iſt eine Bronzetafel
kommen dieſer Hungerleider geſprochen war. Durch die
Friedberg, 10. Mai. Die hieſige landwirtſchaft
mit dem mächtigen Kopfe Ludwigs, den der Künſtlec
verächtlichen Worte jenes Nouvelliſtiſchen Artikels hatten
liche Hauptgenoſſenſchaft, deren Wirkungskrei
Herr Bildhauer Scholl in Darmſtadt porträtähnlich ir
ich u. a. die Herren: Rentmeiſter Mörs, Steuerrat Klein
ich über die ganze Wetteran und mehrere naſſauiſche
einen charakteriſtiſchen Zügen vortrefflich aufzufaſſen
Rechnungsrat Henkelmann, Oberförſter Tourraine un
Kreiſe erſtreckt, ſchließt, dem M. Tgbl. zufolge, ihr letztes
wußte, eingelaſſen und trägt die Unterſchrift: Georg
Landgerichtsdirektor Rauſchkolb von hier beleidigt ges
Geſchäftsjahr mit 100000 bis 130000 Mark Unter
Ludwig 1826—1910. Ein Vorkämpfer für das Wohl der
fühlt und Strafantrag geſtellt. Nach ſechsſtündiger Ver
bilanz, nachdem bereits vor etlichen Monaten ein
Kranken.
handlung erging ſeitens der Strafkammer folgendes Ur=
Fehlbetrag von 48600 Mark feſtgeſtellt war. Dieſe
ſprung=
teil: Redakteur Sidel vom Nouvelliſte erhält 600 Mark
Offenbach, 10. Mai. Eine am Freitag abend
abge=
hafte Steigerung des Fehlbetrages auf 130000 Mark iſt
Geldſtrafe bezw. 60 Tage Haft, Redakteur Adolf vom
El=
haltene Generalverſammlung der
Offen=
darauf zurückzuführen, daß die Genoſſenſchaft mit 5000
äſſer Kurier 20 Mark Geldſtrafe bezw. 2 Tage Haft.
bacher Turnerſänger nahm zum Kaiſerpreis
Mark zur Deckung des Defizits der Darmſtädter land
Gleichzeitig wurde der Zeichner Waltz (bekannt unter dem
ſingen Stellung. Von den einzelnen Rednern wurde
be=
wirtſchaftlichen Genoſſenſchaftsbank herangezogen wurde
Namen „Hanſi”) von hier, weil er in ſeinem Buche
tont, daß die Turnerſänger voll und ganz ihre Schul=
Es iſt fraglich, ob die Kaſſe bei dieſem hohen Verluſt fort
„Hiſtorie d’Alſace”, der bekannten Schmähſchrift, auf das
digkeit getan haben, wenn auch der ihnen zugeſprochen
beſtehen kann; doch wird hierüber eine Generalverſamm
Deutſchtum Karikaturen nebſt Text veröffentlicht hat, die
Erfolg eine rechte Würdigung ihrer Leiſtungen nicht mit
lung entſcheiden
geeignet erſcheinen, die gleich nach dem Kriege eingewan
ſich bringe. Nach der Anſicht des Preischor=Komponiſten
Büdingen, 10. Mai. Heute hat die hieſige Glasfabrit
derten Altdeutſchen verächtlich zu machen, zu 900 Mar
Dr. Hegar habe Offenbach ſehr gut abgeſchnitten. Wenn
ihren Bet rieb endgültig eingeſtellt
Zahl
Beldſtrafe bezw. 90 Tage Haft verurteilt. Der
Staats=
dann noch zuguterletzt ein Preis für die Offenbacher
ge=
reiche Arbeiter ſind durch dieſe Maßregel brotlos ge
anwalt hatte gegen Waltz vier Monate Gefängnis, geger
ſchaffen worden wäre, ſo ſei das Preisrichterkolleginm
worden.
Redakteur Sidel zwei Monate Gefängnis und gegen
noch offenbar darauf aufmerkſam gemacht worden. Es
Adolf 100 Mark Geldſtrafe beantragt
wurde feſtgeſtellt, daß der Vorſitzende der Chorſängen
München, 10. Mai. Das Verkehrsminiſterium war
den Troſtpreis nicht im Einverſtändnis der Vereinsmit
Reich und Ausland.
geſtern abend der Schauplatz eines verwegenen
Gau=
glieder angenommen hat, und daß er zurzeit noch ir
nerſtreiches, der glücklicherweiſe fehlſchlug. In
Frankfurt liegt. Es wurde ſchließlich der Troſtprei=
Aus der Reichshauptſtadt, 10. Mai. Die diesjährige
das Amtszimmer des Regierungsrats Mehrhardt, der
abgelehnt und der Vorſtand ermächtigt, eine
Reſo=
große Kunſtausſtellung im
Landesausſtellungs=
zurzeit beurlaubt iſt, hatte ſich geſtern abend ein Manz
llution auszuarbeiten, in der die näheren Gründe
ange=
park wurde heute vormittag in Gegenwart des Kai
eingeſchlichen. Von dieſem Zimmer aus telephoniert
geben werden. Es ſolle darin auch zum Ausdruck
ge=
ſers und der Kaiſerin als Jubiläumsausſtellung
der Gauner unter dem Namen des Regierungsrates an
bracht werden, daß der Turnerſängerchor in
eröffnet. Das Kaiſerpaar wurde von dem Reichs
die Spatenbrauerei mit dem Erſuchen, ihm ſogleich
Zukunft an dem Kaiſerpreisſingen ſich
kanzler und dem Kultusminiſter empfangen. Währent
Wechſelgeld in Höhe von 10000 Mark in das Zimmer zu
nicht mehr beteiligen wird
des Eintritts des Kaiſerpaares ſang der Knabenchor des
chicken. In der Spatenbrauerei kam man dem Ver
Offenbach, 10. Mai. Der vor einigen Tagen auf Ver=
Domchors „Lobet den Herrn alle Lande‟. Im
Ehren=
langen nach inſofern, als man einen Diener abſchickte, der
anlaſſung ſeiner Frau zur Anzeige gebrachte und verhaf
ſaal trat das Kaiſerpaar auf die Empore vor dem dort
vorläufig 9000 Mark bei ſich hatte. Als der Diener das
tete Schreiner Karl Weimer von hier, der nach ſeinen
aufgeſtellten Thronſeſſel. Der Kultusminiſter hielt eine
Zimmer des Regierungsrats mit dem Gelde betrat, wurde
Geſtändnis in Saarburg bei Trier vor 10 Jahren ſein
dem
Anſprache. Hierauf dankte Profeſſor Kallmorgen
er von dem Direktionsrat Schwarz bemerkt.
Da dieſer
Wohnhaus in Brand geſteckt und einige Jahre darauf
Kaiſer namens der Berliner Künſtlerſchaft und der
Aus=
wußte, daß ſein Kollege verreiſt ſei, trat er hinter dem
mungen des Geſetzes ſind verhältnismäßig einfach. Der
währt ein Bericht eines Mitarbeiters der Ora. Denn
Gouverneur ernennt für die einzelnen Diſtrikte eine
An=
auch die chriſtliche Frauenwelt Skutaris führt ein Leben,
Feuilleton.
zahl von Frauen, die die Pflicht übernehmen, die
Ver=
das an Zurückgezogenheit ſich kaum von den Gewohn=
C Penſion für die Witwe und Mutter. Auf den
hältniſſe verwitweter Mütter zu prüfen. Wo die Notlage
heiten und Bräuchen eines mohammedaniſchen Harems
Gebiete der ſtaatlichen Penſionsgeſetzgebung will Amerike
ſo groß iſt, daß die Erziehung und der Unterricht der
unterſcheidet. So verlaſſen
z. B. die jungen
Katho=
ſich nicht länger damit begnügen, Schritt um Schritt der
Kinder gefährdet erſcheinen, ſetzt der Staat der Witwe
likinnen niemals nach ihrem 12. Lebensjahre das Haus
europäiſchen Vorbildern ſozialer Fürſorge zu folgen. Man
eine Penſion aus, die ſo lange monatlich ausbezahlt wird,
ſie werden von der Umwelt noch ſtrenger abgeſchloſſen
ergreift dier Initiative, und ſchon ſind aus ſchönen Pläner
bis die Verhältniſſe der Mütter ſich beſſern oder die Kin
wie die mohammedaniſchen Mädchen, die wenigſtens au
Taten geworden: vor kurzem haben die beiden Parla
der erwerbsfähig geworden ſind. Die Maximalſumme
Straßen Spaziergänge unternehmen dürfen und ihre
mente und der Gouverneur des Staates Pennſylva
die einer Mutter ausbezahlt werden kann, beträgt nach der
Freundinnen beſuchen können. Die Klauſur, in der die
nien ein neues Geſetz fertiggeſtellt, das aller Wahr=
Beſtimmungen des Geſetzes für ein Kind monatlich 48
Töchter gehalten werden, geht ſo weit, daß ſie vom 12
ſſcheinlichkeit nach binnen kurzem in den größeren Staaten
Mark, für zwei Kinder 80 Mark, für drei Kinder 104 Mk.
Jahre ab ſogar nicht mehr die Schule beſuchen dürfen
der Union, zunächſt in New=York nachgeahmt wer
wo mehr Kinder vorhanden ſind, kann für jedes weitere
elbſt den Bemühungen des italieniſchen Konſuls iſt es
den wird: das Penſionsgeſetz für verwitwete
Kind noch eine Monatsſumme von 20 Mark ausgeſetzt
nicht gelungen, die Eltern dazu zu überreden, ihre Töch=
Mütter; das in der Zeit des Geburtenrückganges von
werden. Um den finanziellen Anſprüchen genügen zu
ter, die bis dahin die italieniſche Schule beſucht hatten,
beſonderer Bedeutung iſt. Wie oft will es das Schickſal
önnen, hat das Parlament für das erſte Jahr
einſtwei=
noch länger am Unterricht teilnehmen zu laſſen. Bei
die=
daß der Gatte der Frau entriſſen wird, noch ehe er Zei
en eine Summe von 800000 Mark ausgeſetzt
ſer Abſchließung der weiblichen Jugend vom Leben
gewann, die Zukunft ſeiner Frau und ſeiner kleinen
Kin=
mögen alte Traditionen und Gewohnheiten mitwirken
** Der Hausbrand für das Kino. Einen neuen
Re=
der ſicherzuſtellen. Dann ſteht die junge Witwe plötzlich
Bräuche und Anſchauungen, die auf jene vergangenen
kord hat das Kino in Kanada aufgeſtellt: In Montreal
vor der Notwendigkeit, nicht nur ſich ſelbſt, ſondern auch
Tage zurückgehen, da chriſtliche Frauen in der
Oeffent=
wurde mit Genehmigung der ſtädtiſchen Behörden und
noch ihren Kindern Lebensunterhalt zu ſchaffen. Nur
ichkeit mannigfachen Gefahren ausgeſetzt waren. Denn
der Direktion der Kanad. Nordbahn, nach einem Bericht
wenige ſind es, die inmitten der modernen Konkurrenz
in alten Zeiten war Raub und Entführung chriſtlicher
des Gaulois, vor kurzem ein großes dreiſtöckiges Haus in
dieſer harten Aufgabe ganz gewachſen ſind; und wenn es
Mädchen nichts Seltenes. Seit jenen Zeiten iſt dieſe
Brand geſteckt: zugunſten einer kinematographiſchen
Auf=
ihr auch gelingt, vielleicht das Brot für ſich und die Klei
ſtrenge Klauſur aufrecht erhalten geblieben; früher gin
nahme. Die Aufnahme dieſer Inſzenierung, deren reali
nen zu erringen: die Möglichkeit, den Kindern eine gute
das ſo weit, daß die Mädchen ſich ſogar vor Frauen
ver=
ſtiſche Mittel ſo bald wohl kaum überboten werden kön
und ſorgfältige Erziehung angedeihen zu laſſen, iſt der
tecken mußten, weil nicht ſelten der Paſcha türkiſch
nen, gelang ausgezeichnet. Zuerſt ſieht man auf dem
vermögensloſen jungen Witwe oft verſchloſſen. Bishe
Frauen ausſandte, um zu erſpähen, wo beſonders ſchöne
Film die Feuerwehr im geſtreckten Galopp heranbrauſen,
pflegte hier in beſonders troſtloſen Fällen der Staat ein
Chriſtenmädchen, die man vielleicht entführen könnte
die große Automobilſpritze preſcht heran, dann erſcheint
zugreifen. Kinder, die von den Müttern nicht ernährt
weilten. In manchen unwirtlichen Gegenden des
Inne=
das Automobil des Polizeichefs, und ſofort beginnen die
und erzogen werden konnten, wurden in ſtaatlichen Er
ren mögen ſolche Entführungen in vereinzelten Fällen,
Löſchungsarbeiten. Plötzlich ſieht man an den Fenſtern
ziehungsanſtalten, in der Regel in Waiſenhäuſern, unter
vielleicht auch heute noch, möglich ſein; für Skutari ſelbſt
der dritten Etage des brennenden Hauſes zwei jung
gebracht. Aber dieſe Art, einer bitteren Notwendigkei
eſteht dieſe Gefahr natürlich längſt nicht mehr. Aber
Burſchen und ein kleines Kind ein Baby, erſcheinen,
wäh=
gerecht zu werden, hat in Amerika immer mehr Gegner
trotz des neuen Regimes haben ſich die alten Ueberliefe
rend eine Frau und zwei Männer durch Sprungtücher
gefunden, und die erſte Folge dieſer Kritik an der
bis=
rungen wenig geändert. Selbſt Familien, die im
Aus=
gerettet werden. Man ſieht, wie die Mutter verzweifelt
herigen Form der Staatshilfe iſt jetzt das Penſionsgeſe
lande gelebt haben und nach ihrer Rückkehr den Verſuck
dem Kinde die Arme entgegenſtreckt, während ringsum
von Pennſylvanien. Es iſt aus dem Gedanken hervor
unternahmen, die ſinnlos gewordenen alten
Anſchau=
die Spritzen in voller Tätigkeit ſind. Feuerwehrleute ret
gegangen, daß es nicht nur grauſam, ſondern auch
un=
ungen zu durchbrechen, mußten bald ihre Abſicht
auf=
ten dann die Gefährdeten. Die Darſteller dieſer
unge=
zweckmäßig iſt, die Kinder unvermögender Witwen vor
geben, mußten ſich der Landesſitte beugen. Und ſo ſchicker
wöhnlichen Kinoaufführung waren im übrigen aus
der Mutter und von ihrem eigenen Heim loszureißen und
ſie ihre Töchter noch heute vielfach um 3 Uhr nachts zur
tahmslos Feuerwehrleute, mit Ausnahme des Babys
ſie in Anſtalten zu bringen, wo ſie doch mehr oder minde
Meſſe, ſorgſam verhüllt, damit niemand ſie erkenne.
das kunſtvoll aus Karton hergeſtellt wurde. Dieſer Haus
wie Nummern behandelt werden müſſen. Man erblickt
brand und die geſamten Koſten der Inſzenierung beliefen
* 300 Mark für einen Namen. Der Verband der
darin Gefahren einer ſeeliſchen Verkümmerung und
iſt
ſich auf nahezu 700000 Francs. Aber die Vorführungen
Baugeſchäfte von Groß=Berlin weiß nicht, wie er in
ſei=
immer klarer zu der Ueberzeugung gekommen, daß es
des Films haben bereits jetzt eine Einnahme von
unge=
nem neuen Geſchäftshaus in der Bernburger Straße den
auch im Intereſſe des Staates liegt, die Kinder im Heim
fähr 1800000 Francs ergeben. Es handelte ſich dabei um
Saal benennen ſoll. Der Raum, der 350 Perſonen faßt,
ihrer Familie aufwachſen zu laſſen; und ſei es auch nur
einen Wohltätigkeitsfilm; der Reinertrag ſoll der
Hilfs=
iſt für Verſammlungen, Sitzungen, wiſſenſchaftliche und
weil ſolche Kinder erfahrungsgemäß ſpäter auch für der
kaſſe für die Feuerwehr von Montreal zugute kommen
künſtleriſche, namentlich muſikaliſche Vorträge gedacht. Der
Staat die beſſeren Bürger werden. Infolge dieſer Er
und der erhoffte Erfolg blieb auch nicht aus, denn bis
Name ſoll nun auf dem Wege eines Wettbewerbs gefun
kenntnis läßt das neue Penſionsgeſetz von Pennſyl
heute konnten der Kaſſe ſchon weit über eine Million Fr
den werden, und zwar mit Einlieferungsfriſt bis zum 17.
vanien die Kinder ihren Müttern; und die Mütter erhal
Reinertrag überwieſen werden. Das Haus, das von der
Mai. Der Name ſoll deutſch, kurz, allgemein verſtändlick
en vom Staate zur Erziehung der Kinder eine Beihilfe
Feuerwehr angeſteckt wurde, war Eigentum der Kanadi=
und eigenartig ſein. Die drei Preiſe betragen 150, 100
der die amerikaniſchen Geſetzgeber ſorgfältig den Cha
ſchen Nordbahn
und 50 Mark.
rakter eines Almoſens genommen haben, indem ſie ver
Die Frauen von Skutari. Einen feſſelnden
Ein=
witwete junge Mütter als Staatsdiener und Diener der
Oeffentlichkeit charakteriſieren. Die
Ausführungsbeſtim=
blick in das Leben der chriſtlichen Frauen von Skutari ge=
Nummer 109.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 13. Mai 1913.
Seite 5.
Diener in das Zimmer. Dort ſah man an dem Schreib=
Gemahl, als dieſer der Präſident des Landwirtſchafts
Das bayeriſche Regentenpaar
tiſch einen Mann ſitzen, der Zeitung las und einen falſchen
rates geweſen war. Darum verſäumt ſie auch nie die
Bart trug. Als ſich der Gauner entdeckt ſah, verſuchte
in der Pfalz.
Vorſtandsſitzungen in München. Bayerns Regent wird
er zu flüchten. Man kam ihm aber zuvor und ſchloß das
*
ebenſo wie in Württemberg und Baden, auch in Heſſen
St. Ingbert, 9. Mai. Das Prinz=Re=
Zimmer ab. Polizei wurde gerufen, die den Gauner
feſt=
eundliche Aufnahme finden. Auch die Heſſen
bewill=
gentenpaar und ſeine Begleitung wurden von der
nahm. Seine Perſönlichkeit iſt noch nicht bekannt
kommnen den fürſtlichen Gaſt, der ſich hier als bayeriſcher
Bevölkerung beim Einzug in die feſtlich geſchmückte Stadt
Saarbrücken, 10. Mai. Auf der Grube „Velſen” ver
Regent vorſtellt und dem alle guten Wünſche für ſeine
ubelnd begrüßt. Böllerſchüſſe ertönten und die Glocker
gnügten ſich geſtern während der Mittagspauſe mehrere
Regentſchaft entgegengebracht werden, weil er für das
läuteten. Nach dem Empfang am Bahnhof ging die Fahrt
jugendliche Bergarbeiter damit, auf einem leeren Kipp
Volk und mit dem Volke fühlt
zu den Grubenanlagen und von dort zu dem Eiſenwert
wagen eine abfallende Gleisſtrecke hinunterzufahren.
Krämer Aktien=Geſellſchaft. Um 1 Uhr erfolgte die Weiter=
Dabei verſagten die Bremſen. Der Kippwagen
ahrt nach Neuſtadt
Die Einweihung der evangeliſchen Kirche
kam ins Rollen und ſtürzte an einer Kurve um. Einer
Neuſtadt a. d. H., 9 Mai. Auch hier wieder
der Inſaſſen wurde auf der Stelle getötet, zwei andere
holte ſich das freundliche Bild des ungemein herzlichen
in Egelsbach.
ſchwer und zwei leicht verletzt.
Empfanges ſeitens der Bevölkerung. Nach dem Empfang
* Egelsbach 9. Mai. Die im Jahre 1906 im
am Bahnhof fuhr der Prinz=Regent mit ſeiner Be
Sigmaringen 10. Mai. Die Hochzeit des Ex=
Aeußeren reſtaurierte evangeliſche Kirche in Egelsbach,
gleitung unter den Jubelrufen der Menſchenmenge zur
königs Manuel von Portugal, der ſich in der
deren älteſter Teil aus dem 14. Jahrhundert ſtammt,
Stiftskirche, wo ſowohl der proteſtantiſche Teil als auch
letzten Zeit in München aufhielt und jetzt zum Beſuche
wurde nun auch endlich nach langen Verhandlungen mit
der katholiſche Teil beſucht wurden. Hierauf wurde die
ſeiner Braut, der Prinzeſſin Auguſte Viktoria von
Hohen=
der Gemeinde im Innern wiederhergeſtellt. Dabei fand
Fahrt nach Edenkoben angetreten
zollern auf Schloß Weinburg bei Reineck in der Schweiz
man neben einem dem älteren Bauteil angehörenden
Edenkoben, 9. Mai. Heute abend fand auf der
abgereiſt iſt, findet vorausſichtlich im September ſtatt
Spitzbogen Reſte einer intereſſanten Freskomalerei, die
Villa Ludwigshöhe Tafel ſtatt. zu der eine Anzahl Per=
Furtwangen, 9. Mai. Im Hauſe des hier
wohnen=
einen Teil einer größeren Figurengruppe bilden. Leider
önlichkeiten aus der Pfalz geladen waren. In allen
waren die Reſte zu ſpärlich, ſo daß nur der Oberkörper
den Fabrikarbeiters Doll erſchienen geſtern nachmittag
Städten, die der Prinz=Regent beſuchte, verlieh er eine
und Kopf einer Figur als hiſtoriſche Reminiſzenz in der
zwei Handwerker und baten die Frau Doll um Eſſen
Anzahl Auszeichnungen
neu bemalten Wandfläche erhalten werden konnten. Weitere
Die Frau ließ die Beiden in die Wohnung treten und gab
Edenkoben, 10. Mai. Der Prinz=Regent
Spuren von Architekturbemalung in dem Erweiterungs
ihnen Kaffee und Brot. Plötzlich griffen die Strolche
mit Gemahlin und Gefolge langte kurz vor 9 Uhr auf dem
bau der Kirche aus dem Jahre 1750 waren zu
unbedeu=
die Frau an. Einer der beiden gab einen Revolverſchuß
hieſigen Bahnhof an, um ſich im Hofſonderzug nach Zwei
tend, ſo daß keine Anhaltspunkte für eine
Wiederherſtel=
auf ſie ab. Die Kugel drang der Frau in den Kopf und
brücken zu begeben. Nach dem Beſuche von Zweibrücker
lung der Architekturbemalung im früheren Sinne gegeben
verletzte ſie ſchwer, aber nicht lebensgefährlich. Ein im
rfolgte die Weiterfahrt nach Pirmaſens.
varen. Man entſchloß ſich daher, nur ein eine Kreuz=
Zimmer anweſendes Söhnchen wurde auf den Kopf ge=
Zweibrücken
10.
Mai. Das
Prinz=
tragung darſtellendes in Oel auf den Putz gemaltes Bild
ſchlagen, ebenſo der ſeiner Tochter zu Hilfe eilende 80=
Regentenpaar mit Begleitung tra
pünktlich um
in kleinerem Maßſtab mit einer in Caſein gemalten
Um=
ährige Vater. Dann entflohen die beiden, konnten aber
10 Uhr 15 Minuten hier ein. Unter dem Jubel der Bevöl
rahmung auf der Wandfläche beizubehalten; im übriger
noch gegen Abend im Oberſimonswald verhaftet wer
kerung nahm der Einzug der hohen Herrſchaften auch hier
aber die im Innern völlig umgebaute, durch Verlegung
den. Sie wurden als der 24jährige Bruno Scherer aus
den programmäßigen Verlauf. In Autos ging die Fahrt
der Großh. Loge. Anlage einer Sakriſtei, Windfänge an
durch das Spalier der Vereine und der Schuljugend zu
Gütenbach und der gleichalterige Mathäus Springmann
den Eingängen, ſowie durch Anlage einer
Zirkulations=
aus Grünthal feſtgeſtellt
nächſt zur Fruchthalle. Der Prinz=Regent verlieh auch
heizung verbeſſerte Kirche nicht in Anlehnung an
hiſto=
hier eine Reihe von Auszeichnungen
Köln, 9. Mai. Der Berliner Korreſpondent der
riſche Formen, ſondern in freier, farbig wirkungsvoller
Zweibrücken 10. Mai. Zum Empfang
Kölniſchen Zeitung erfährt, daß nunmehr auch amtliche
Behandlung der Flächen unter Berückſichtigung der
Raum=
des
Prinz=Regenten war auf dem Bahnhof eine
Schritte zur Aufklärung der Angelegenheit des in
geſtaltung auszumalen. Die aus den Holzbrüſtungen der
Ehrenkompagnie des 22. Infanterie=Regiments mit
Mu=
die Fremdenlegion eingetretenen Bürgermeiſters
Trö=
ilten abgeriſſenen Empore herausgenommenen, von
aller=
ſik aufgeſtellt, die beim Einlaufen des Zuges den
Präſen=
mel von Uſedom eingeleitet worden ſeien.
dings ungeſchulter Hand in Oel gemalten Bildtafeln, die
tiermarſch intonierte. Im Fruchthallenſaal wurden die
neben Gruppen von Blumen und Früchten Chriſtus, Mo=
Lennep, 9. Mai. In einer der letzten Nächte war die
Spitzen der Behörden vorgeſtellt. Auf dem Rennplatz
ſes, die Apoſtel u. a. darſtellen, ſowie ein künſtleriſch nicht
ganze Breite einer Landſtraße mit ſchwerer
hatte das 22. Infanterie=Regiment und das 5.
Chevaux=
unbedeutendes, lebensgroßes Holzkruzifix aus dem Jahre
Steinen belegt worden, um Automobile
verun=
leger=Regiment Paradeaufſtellung genommen. Nach Ab=
1628 und der maleriſche Orgelproſpekt wurden hierbei in
glücken zu laſſen. Der erſte Kraftwagen, der die Stelle
ſchreiten der Fronten durch den Prinz=Regenten erfolgte
geeigneter Weiſe wieder verwendet und dem geſamten
ma=
paſſieren mußte, war infolge eines Reifenſchadens
gſe=
ein Vorbeimarſch. Hierauf ging die Fahrt zur Alexander
leriſchen Gedanken eingeordnet. Für die Bemalung der
zwungen, langſam zu fahren. So kam es, daß der
Chauf=
kirche, wo die Wittelsbacher Fürſtengruft beſichtigt wurde
Kirche war ein engerer Wettbewerb ausgeſchrieben
wor=
feur das Hindernis rechtzeitig bemerkte
Nach einer weiteren Rundfahrt durch die Stadt, auf der
den, bei dem unter anderen guten Entwürfen derienige
die Herrſchaften überall freudig begrüßt wurden, erfolgt
Hamburg, 10. Mai. Der Dampfer „
Imperator=
es Malers und Lehrers an den Techniſchen Lehranſtalter
um 12 Uhr 15 Minuten die Abfahrt des Sonderzuges
der Hamburg=Amerika=Linie ging heute früh zwei Uhr zu
zu Offenbach, Richard Throll, der obigen Auffaſſung am
nach Pirmaſens
einer Probefahrt in See, die bis über Borkum hinaus
beſten entſprach und daher der Ausführung, die Herr
Pirmaſens. 10. Mai. Von Zweibrücker
führte. Das Schiff bewies eine tadelloſe Manövrier
Throll ſelbſt übernahm, zu Grunde gelegt wurde.
Geeig=
kommend, traf das Prinz=Regentenpaar nebſt Be
fähigkeit und eine über die kontraktlichen Beſtimmungen
iete Farbe der Vorhänge an der Großherzoglichen Loge
leitung im Hofſonderzuge um 1 Uhr 15 Minuten hier
hinausgehende Maſchinenleiſtung von über 65000 Pferde
Fußbodenteppich, Altardecke und vornehme Formen der
ein, um auch der Stadt Pirmaſens einen Beſuch ab=
Altargeräte vervollſtändigen die einheitliche ruhig=male
kräften. Gegen acht Uhr früh wurde die Rückkehr nach
zuſtatten. Nach dem Empfang in dem ſchön geſchmückten
riſche Wirkung des Raumes. Der inneren Umgeſtaltung
der Elbe angetreten, um der an Bord befindlichen Ac
Warteſaal ging die Fahrt zunachſt zu der Schuhfabrik von
der Kirche lag ein Projekt des Großh. Kirchenbaumeiſters
beiterſchaft Gelegenheit zu geben,
zum Pfingſtfeſt nach
Rheinberger, wo die hohen Herrſchaften mit ſichtbarem
Profeſſor Pützer zu Grunde, deſſen weitere Ausführung
Hauſe zurückzukehren.
Intereſſe den Vorgang der Schuhfabrikation verfolgter
eitens der Gemeinde der Großh. Bauinſpektion Offen=
Paris. 9. Mai. Verſchiedene, bei der Ankunf=
Hierauf ging die Fahrt nach dem Stadthausſaal, wo der
bach unter Leitung des Großh. Baurats Landmann
des Königs von Spanien verhaftete Per
Herrſchaften, als ſie auf den Balkon traten, von einem
übertragen war. Die örtliche Bauleitung verſah der
Bau=
ſonen wurden wegen aufrühreriſcher Rufe, Beleidig,
Männerchor ein patriotiſches Lied und von einer überaus
aſpirant Schilp. Die Bauarbeiten wurden mit geringen
ungen und Widerſtand ſowie Gewalttätigkeiten gegen
zahlreichen Menſchenmenge durch jubelnde Zurufe Huldi=
Ausnahmen von Egelsbacher Handwerkern ausgeführt
Polizeibeamte von zwei bis zu ſechs Monaten Gefängnis
gungen dargebracht wurden. Später erfolgte die Fahrt
während ſich an der Ausſtattung der Kirche auch
auswär=
verurteilt
zum Bahnhof, um von hier aus die Rückfahrt nach
Eden=
tige Firmen beteiligten
London, 10. Mai. Die Suffragettenführerin
koben anzutreten. Um 5½ Uhr traf die königliche Fa=
Der Einweihung der neuen Kirche, die am
Drummond, die bei der letzten Gerichtsverhandlung
Sowohl ir
milie wieder in Villa Ludwigshöhe ein.
Vormittag des erſten Feiertags ſtattfand, wohnten auch
gegen ſie plötzlich zu Boden ſank, iſt wirklich krank und
weibrücken als auch in Pirmaſens verlieh der Prinz=
Se. Kgl. Hoheit der Großherzog bei.
muß ſich einer Operation unterziehen.
-
Die von dem
Regent eine Reihe von Auszeichnungen. Heute abend
Nationalbund der Frauenſtimmrechtsvereine veranſtaltet
7 Uhr iſt in Villa Ludwigshöhe Tafel
Pilgerfahrt der engliſchen Suffragetten wird mit einer
Luftfahrt.
Rieſenverſammlung im Hydepark am 26. Juni endigen.
Der Prinz Heinrich=Flug.
Zum Beſuche des bayeriſchen Regentenpaares in
Darm=
ſtadt
Wiesbaden, 9. Mai. Die Wiesbadener Flug
Der Nieder=Modauer Bank=
Prinz=Regent Ludwig von Bayern und deſſen
Ge=
tage, die dem Prinz Heinrich=Fluge voraus
mahlin, die Prinzeſſin Maria Thereſia, werden
gehen, begannen heute nachmittag bei ſchönſtem
Früh=
krach vor der Strafkammer.
nach ihren Beſuchen in Stuttgart, Karlsruhe und der
lingswetter. Es ſtarteten faſt alle an dem Prinz Hein=
Pfalz, heute zu ihrem Antrittsbeſuche am Großh. Hofe
rich=Fluge beteiligten Piloten zu kürzeren oder längeren
28. Verhandlungstag
in Darmſtadt eintreffen. Im Gegenſatze zu den Höfen
Flügen. Der Tag war in der Hauptſache der Abnahme
von Karlsruhe und Stuttgart beſtehen zwiſchen der
heſ=
g. In der Sitzung am Samstag kam es in der fort
der nicht der Heeresverwaltung gehörigen Flugzeuge
iſchen und bayeriſchen Herrſcherfamilie von
frü=
geſetzten Beweisaufnahme wiederholt zu erregten Aus
durch die Oberleitung des Prinz Heinrich=Fluges ge
er her verwandſchaftliche Beziehungen. Eine Tante des
einanderſetzungen zwiſchen der Verteidigung des Jſaa
widmet.
Regenten war die Großherzogin Mathilde, die Ge
und dem Staatsanwalt. Jſaak wurde auf Veranlaſſung
* Wiesbaden, 10. Mai. Prinz Heinrich von
mahlin des Großherzogs Ludwig III. Als Großherzogin
des Staatsanwalts wegen des am Tage zuvor einge
Preußen iſt heute früh in Frankfurt a. M. angekommer
Mathilde noch lebte, waren die Beſuche der Wittelsbacher
tretenen Zwiſchenfalls vom Gefängnisarzt, Kreisaſſiſtenz
und von dort mit Automobil nach Wiesbaden gefahren
in Darmſtadt ſehr häufig und namentlich der Vater
arzt Dr. Beſt, unterſucht. Dieſer konnte Verſchlechte
wo er um 7½ Uhr eintraf.
Mathildens, der kunſtfreundliche König Ludwig I., war
rungen in dem körperlichen und geiſtigen Zuſtand des
* Wiesbaden, 10. Mai. Bei den heutigen Schau
ein häufiger Gaſt am hieſigen großherzoglichen Hofe
Iſaak gegen früher nicht entdecken. Er iſt der Anſicht
Daf
und Probeflügen ſtürzte einer der Teilnehmer an
Zur bayeriſchen Armee aber ſtehen Heſſens Großherzöge
durch die Weiterführung der Verhandlung eine
G=
ähr
ähr=
dem Prinz Heinrich=Flug, Leutnant Weyer von der
eit alsbald 80 Jahren, in naher Beziehung. Am Lud
dung für den Angeklagten nicht zu befürchten iſt.
Der
in
Fliegerſtation Metz, mit ſeinem Aviatik=Doppeldecker
wigstage 1833 ward der damalige Erbgroßherzog von
Staatsanwalt bemerkt zu dieſem Gutachten, daß danach
der Nähe von Nordenſtadt aus einer Höhe von 50 Meter
Heſſen, der ſpätere Ludwig III., Inhaber des 5. baye
das Verhalten Iſaaks nur als ein Zeichen des Schuld
ab. Der Apparat wurde zertrümmert, der Flieger erlitt
riſchen Infanterie=Regiments, ebenſo war es Lud
bewußtſeins angeſehen werden könne. Dem wird von
ſchwer innere Verletzungen und einen Beinbruch. Er
wig IV., und auch Großherzog Ernſt Ludwig iſt der Che
der Verteidigung ganz entſchieden widerſprochen, ſie gibt
wurde ins Krankenhaus nach Wiesbaden gebracht.
des in Bamberg garniſonierenden Regiments, welches
anheim, einen bisher noch nicht mit der Sache befaßten
das „5. bayeriſche Infanterie=Regiment Großherzog Ernſ
Hirth abgeſtürzt.
dritten Arzt zu hören, um ein objektives Gutachten zu er=
Ludwig von Heſſen” benannt iſt.
Uhr
angen. Jſaak fühle ſich noch immer erſchöpft und er
* Wiesbaden, 10. Mai. Heute früh 4
Der Prinz=Regent Ludwig von Bayern iſt im Jahre
könne der Verhandlung nur beiwohnen, wenn ihm eine
39 Minuten begannen die Flüge des Prinz Heinrich=
1845 geboren. Seit 1868 iſt er mit der Prinzeſſin Maria
gewiſſe Schonung zuteil werde, zumal er ſchon früher
Fluges. Ingenieur Thelen, Leutnant Joly und
Thereſia vermählt, die dem Hauſe Habsburg=Eſte=Modenc
Leutnant v. Hiddeßen haben die Bedingungen der
Heeres=
einen Schlaganfall erlitten habe. —
Zeuge Kaufmann
abſtammt. Ein reicher Kranz von Kindern und Enkel=
Schneider gibt an, daß er in den Büchern Pallmanns
verwaltung erfüllt. Oberleutnant Lincke fuhr nach einem
kindern umgibt dies fürſtliche Paar, deſſen bürgerliche
mißglückten Start von hinten in das Flugzeug von
The=
wei Kontis gefunden habe mit der Bezeichnung Wolfs=
Einfachheit allgemein bekannt iſt. Die Vorliebe für die
en; das Flugzeug wurde leicht beſchädigt. Oberingenieu
thal=Aſchaffenburg und Nieder=Modau. Er nimmt des
Landwirtſchaft und den Waſſerbau ſind des bayeriſchen
Hirth kam beim Start infolge des böigen in ſeine
halb an, daß ein ordentlicher Geſchäftsverkehr zwiſcher
Regenten hervorſtechendſte Charakterzüge. In der letz=
Der
Richtung häufig wechſelnden Windes nicht hoch.
Pallmann und Nieder=Modau beſtanden habe, und daß
teren Hinſicht iſt er nun ſeit 20 Jahren öffentlicht für die
rechte Flügel des Flugzeuges ſtreifte den Boden, das
von Pallmann dem Kreditverein Nieder=Modau Kredit
Verbeſſerung der Waſſenſtraßenverhältniſſe eingetreten
Flugzeug wurde nach der Seite gedreht und überſchluc
gegeben worden ſei. —
Der von der Verteidigung Jſaaks
und zhar nicht bloß in Bayern. Wenn es „im Maine
ich vollſtändig. Der Begleiter, Oberleutnant Palmer,
genannte Sachverſtändige Jenſen, gibt über die vor
beſſer geworden iſt, dann darf man bei der Konſtatierung
wurde herausgeſchlendert und erlitt ganz leichte
Verletzun=
ihm geprüften Bücher Pallmanns ebenfalls Auskunft
dieſer Tatſache des Prinzen Ludwig von Bayern
Oberingenieur Hirth blieb unverletzt
gen.
Das Wechſelbuch enthalte nur einen Teil der
Nieder=
nicht vergeſſen und bei der Bedeutung Heſſens als
Wiesbaden, 10. Mai. Bei der Abnahme der der
Modauer Wechſel. Es ſeien dies anſcheinend jene Wech=
Mainſtaat darf man auch darauf hinweiſen, daß der Prin
Heeresverwaltung nicht gehörigen Flugzeuge war — wie
ſel. für die von P. Zahlungen an Adam und deſſen Sohn
ein guter Kenner auch der heſſiſchen wirtſchaftlichen und
bereits gemeldet — der Apparat des Oberingenieurs
Waſſerverhältniſſe iſt. In den 49 Jahren ſeiner
Zu=
gebucht worden ſeien. Es ſeien für 9000 Mark Zahlunger
Hirth abgeſtürzt. Der Apparat wurde dabei voll
gehörigkeit zur Erſten bayeriſchen Kammer war der
Prin=
an Adam gebucht. Dieſe Zahlungen ſeien in den Bücher:
ſtändig zertrümmert. wodurch die Teilnahme Hirths
dortſelbſt eine tüchtige Arbeitskraft. In den Staatswiſ
des Nieder=Modauer Vereins nicht als Einnahme
ge=
am Prinz Heinrich=Flug in Frage geſtellt ſcheint
enſchaften bildete er ſich unausgeſetzt fort. Auch ſein
Sachverſtändiger Baſtian kann aus den
.
Sein Begleiter, Oberleutnant Palmer hat Verletzungen
Intereſſe an allen techniſchen Neuerungen iſt groß.
Büchern keine ſicheren Schlüſſe ziehen. So ſeien jene an
an Füßen und Schulter erlitten.
Prinz=Regent Ludwig hat noch 1866 perſönlich, und
geblichen Zahlungen an Adam nicht durch das Kaſſabuck
zwar als Oberleutnant mitgekämpft. 1870 hielt er in
gegangen, auch ſei nur ein geringer Teil der diskontier
Reichsrat eine Rede für den Anſchluß Bayerns an das
-
Erſter Tag
ten Wechſel überhaupt verbucht
Der Staatsanwalt
Deutſche Reich, dabei auf den Anſchluß des deutſchen
meint, daß wohl ein großer Teil der Buchungen nu=
* Wiesbaden, 11. Mai. In Gegenwart des
Oeſterreich hinweiſend. Der Prinz iſt gewöhnt, auch po
Scheingeſchäfte waren. — Der Angeklagte Adam gib
Prinzen Heinrich von Preußen begann heute früh
litiſch ſeine eigenen Wege zu gehen und ſich in allen
an, daß er wohl in einigen Fällen Geld von Pallmann
der Start zum Prinz Heinrich=Flug. Der geſtern abent
ſelbſtändige Anſichten zu bilden. Mit ſeinen Pflichten als
erhalten habe. So den Kredit von 25000 Mark für der
zunächſt auf 4 Uhr morgens angeſetzte Start mußte in=
Katholik hält er es genau; für die Geſchichte ſeines einſt
Verein, welche Summe er aber wieder bar an Pallmann
folge des die Nacht über währenden Regens auf 6 Uhr
in Europa ſo viel verzweigten Hauſes hat er ein großes
zurückbezahlt habe. Nur in zwei Fällen habe er für hin
früh verſchoben werden. Aber auch um dieſe Zeit ließen
Intereſſe. Alle ſeine Reden atmen echt deutſche Geſin
die ungünſtigen Witterungsverhältniſſe den Start nicht
gegebene Hypotheken den Gegenwert erhalten. Ueber ein
nung.
gemeinſam von Adam und P. erbautes Haus ſei heute
zu, ſo daß die Oberleitung den Start erſt um 7 Uhr
Die Prinzeſſin Maria Thereſia liebt die Einfachhei
noch keine Abrechnung gemacht, bei einem zweiten habe
Min. morgens freigeben konnte
30
und das Landleben. Muſterhaft iſt die Ehe des prinz=
Als erſter ſtartete Leutnant v. Hiddeßen, Eindecker der
Gegen 11 Uhr wird dann die
er 1500 Mark
eingebüß=
lichen Paares, einfach der Haushalt. Die Prinzeſſin gilt
Deutſchen Flugwerko, Beobachter Leutizant Behm, um
Weiterverhandlung auf Mittwoch vertagt.
auch als geſchickte Blumenmalerin und als eine erfahren
7 Uhr 57 Min. Es folgten ſodann: Oberleutnant von
Botanikerin. Die Inſtitution des Roten Kreuzes prote
Beaulieu, Albatrosdoppeldecker, Beobachter Leutn. Krauſe
ziert ſie nicht bloß dem Namen nach, ſondern ſie hält es
um 8 Uhr 04 Min.; Leutnant Canter, Rumplertaube,
Be=
in dieſer Beziehung ſo genau wie ehedem ihr prinzlicher
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 13. Mai 1913.
Nummer 109.
obachter Leutnant Böhmer, um 8 Uhr 08 Min.; Leutnan
Koblenz, 12. Mai. Die bisher hier eingetroffener
eine ſelbſtändige Kunſtprovinz wird dieſer Zeitſpanne
Sommer, Eulerdoppeldecker, Beobachter Leutnant va
Teilnehmer am Prinz Heinrich=Fluge haben folgende Ge
deutſchen Schaffens die Schweiz angegliedert werden
Beers, um 8 Uhr 11 Min.; Leutnant Frhr. v. Thüna,
ſchwindigkeiten für die Zurücklegung der Strecke
Kaſſel=
weil von hier aus ſtarke Einflüſſe den Norden und ſpe=
Luftverkehrsgeſellſchaft=Doppeldecker, Beobachter Leutnant
Koblenz gebraucht: Ing. Thelen (18) 1 Stunde 42 Min.,
ziell die deutſche Malerei des 18. Jahrhunderts befruchter
v. Falkenhayn, um 8 Uhr 18 Min.; Leutnant Hailer, Otto=
Oberlt. v. Beaulieu (4) 1 Stunde 53 Min., Lt. Freiherr
haben. Unter den betonten Geſichtspunkten ſoll die Aus=
Zweidecker Beobachter Oberleutnant Leonhard, um 8 Uh
v. Haller (12) 1 Stunde 55 Min., die gleiche Zeit Frhr
ſtellung, wenn auch kein lückenloſes, ſo doch zum erſter
22 Min.; Ingenieur Schlegel, Mil. Eindecker=Aviatik,
Be=
v. Thüna (3), Lt. v. Hiddeſſen (14) 2 Stunden 13 Min.
Male ein abgerundetes Bild jener Perſönlichkeiten zu
obachter Leutnant Preſtien, um 8 Uhr 27 Min.; Leutnant
Lt. Ganter (2) 2 Stunden 7 Min., Ing. Schlegel (16)
vermitteln verſuchen, deren Bedeutung in vielen Fällen wei
Engwer, Gothaer Waggonfabrik=Eindecker, Beobachte
Stunden 54 Min. und Lt. Joly (20) 2 Stund. 8 Min.
über den Rahmen einer örtlich begrenzten Tätigkeit
Leutnant Zimmer, um 8 Uhr 32 Min; Leutnant Zwickar
Prinz Heinrich von Preußen traf im Kraftwagen, von
hinausgeht. Neben den heimiſchen Meiſtern, deren Wir
Eindecker der Deutſchen Flugwerke, Beobachter Leutnant
Montabaur kommend, um 12 Uhr auf dem Flugplatz
ken auf Deutſchland beſchränkt bleibt, ſollen dabei auch
Müller, um 8 Uhr 35 Min.; Oberleutnant Donnevert,
ein, während Ihre Königl. Hoheit die Frau Prinzeſſir
ſolche Künſtler Berückſichtigung finden, die entweder als
Rumplertaube, Beobachter Leutnant Warſow, um 8 Uhr
Heinrich bereits um 10 Uhr dort angelangt war.
Das
ebürtige Deutſche zeitweilig auch im Auslande gewirkt
37 Min.; Ingenieur Suwelack, Kondor=Eindecker, Beob
Prinzenpaar hat bei dem Oberpräſidenten Freiherrn
haben, wie umgekehrt diejenigen Ausländer, die ihrem
achter Oberleutnant v. Aſcheberg, um 8 Uhr 39 Min.
v. Rheinhaben Wohnung genommen.
ganzen Lebenswerk nach unmittelbar zur deutſchen Kunſ
Leutnant Frhr. v. Haller, Otto=Zweidecker, Beobachte:
Gießen, 12. Mai. Ingenieur Grade liegt noch
ener Epoche rechnen. Immer wird es darauf ankom
Oberleutnant Frhr. v. Könitz, um 8 Uhr 41 Min.;
Leut=
bei Oppenrad (nicht bei Holzheimen) und wird in Kürze
men, im letzten das für die Zeit ſelbſt Charakteriſtiſche
nant Blüthgen, Mars=Doppeldecker, Beobachter Frhr. von
den Flug nach Gießen fortſetzen, wo er abmontieren wird.
vorzuführen, ſoweit es die hiſtoriſchen Zuſammenhänge
Freyberg, um 8 Uhr 43 Min.; Leutnant Vierling, Otto=
Kaſſel, 12. Mai. Lt. Kaſtner (Nr. 5) fuhr 3 Uhr
im ganzen zu vertiefen vermag oder durch rein künſtle
Zweidecker, Beobachter Oberleutnant König, um 8 Uhr
18 Min. ab. Er mußte aber wegen heißgelaufenen Motors
riſchen Gehalt dem Empfinden unſerer Gegenwart nahe=
44 Min.; Leutnant Joly, Gothaer Waggonfabril=Ein
bei Jesberg landen. — Ingenieur Suwelack (Nr. 231 flo
ſteht.
decker, Beobachter Oberleutnant Felmy, um 8 Uhr 50
4 Uhr 47 Min. glatt ab.
— Oblt. Donnevert (Nr. 8
Die Darmſtädter Ausſtellung wird in erſter
Min.; Ingenieur Thelen, Albatros=Zweidecker, Beob
tartete 4 Uhr 53 Min., mußte aber bereits nach zwe
Linie eine möglichſt geſchloſſene Darſtellung von der
achter Kapitänleutnant Weiß, um 8 Uhr 55 Min.
Minuten heruntergehen und beſchädigte Fahrgeſtell und
Malerei jener Zeit mit den ihr nahe verwandten
Bis 9 Uhr morgens ſind außer den bereits gemel
Propeller. — Lt: Carganico (Nr. 24) ging 4 Uhr 58 Min
Zweigen (Zeichnung und Kupferſtich) zu geben verſuchen
deten weitere Flieger nicht geſtartet.
vom Start. — Ltn. Engwer (Nr. 21) ſtartete 5 Uhr
Es ſollen aber auch Plaſtik und Kleinkunſt in aus=
3
Wiesbaden, 11. Mai. Leutnant Vierling,
1 Min., ging aber nach wenigen Minuten vor der Söhre
gewählten Proben vorgeführt werden, ſoweit ſie allge=
Otto=Zweidecker, mit Oberleutnant König als Beobachter.
bei Ochshauſen nieder. — Ltn. Sommer (Nr. 6) ſtartete
mein für das künſtleriſche Niveau der Zeit charakteri
iſt bei Maſſenheim abgeſtürzt. Der Apparat iſt voll=
5 Uhr 7 Min. und ging in prächtigem Flug ab
ſtiſch oder für einige hervoragende Perſönlichkeiten auf
ſtändig zerſtört, die Flieger ſind jedoch unverletzt
-
Die
Gießen, 12. Mai. Um 5 Uhr 15 ſtartete Ltn
dieſem Gebiete beſonders wichtig ſind
Oberleitung des Prinz Heinrich=Fluges gibt zu dem
ge.
Coerper (Nr. 9) nach Caſſel.
Ihr Material wird die Ausſtellung aus den
gro=
meldeten Unzll des Leutnants Weyer bei den geſtrigen
Kaſſel, 12. Mai. Wie gemeldet wurde ging Ltn.
ßen öffentlichen Galerien und Muſeen und aus den
Schauflügen folgende Darſtellung: Leutnant Weyer be=
Zwickau (Nr. 15) heute Nachmittag zwiſchen Kirchbaung
Beſitze der fürſtlichen, ſtandesherrlichen und privater
nutzte einen alten Apparat, deſſen Typ jetzt nicht mehr
und Rengertshauſen, 8 km vom Flugplatz, an de
Sammlungen ſchöpfen, die ausnahmslos eine Fülle
gänz=
gebaut wird. Außerhalb des Flugplatzes geriet der
Frankfurter Chauſſee nieder. Der Grund der Landung
lich unbekannter Werke verſchließen, die eingehender
Apparat plötzlich aus unbekannter Urſache ins Schwanken
oll ein Nachlaſſen des Druckes des Motors geweſen ſein.
Sichtung durch die Mitarbeiter unterzogen werden ſollen.
kippte um und ſtürzte aus vierzig Meter Höhe ab. Der
Ltn. Blüthgen (Nr. 1) flog 6,05 Uhr ab. — Ltn. Engwe
Apparat und der Motor wurden vollſtändig zertrümmert
Nr. 21) ſtartete 6,08 Uhr.
— Um 6,16 traf Ltn. Coerper
Wird ſomit die Veranſtaltung in der Hauptſache ein
Der Flieger wurde durch einen glücklichen Zufall nach
aus Gießen (Nr. 9) hier ein. Er erzählte, daß er bei
durchaus nationales Gepräge haben, ſo wird man auch
vorneheraus geſchleudert und kam infolgedeſſen nicht unter
einer Abfahrt heute nachmittag Gewitter und zeitweiſe
die Bedeutung derſelben im Dienſte unſerer künſtleriſchen
den Apparat zu liegen. Durch den weichen Ackerboden
ine Geſchwindigkeit von 170 Kilometer gehabt habe, er
Kultur nicht verkennen dürfen. Es ſteht zu hoffen, daf
wurde der Sturz ſo gemildert, daß ſich Leutnant Weyer
vill erſt morgen weiterfliegen
die Kunſtſchau im einzelnen nicht nur eine Fülle
unbe=
nur einen Bruch des linken Unterſchenkels zuzog. Von
kannten Materials ans Licht ziehen, ſondern auch für
ſchweren Verletzungen kann daher nicht die Rede ſein
Eine Marine=Luftſchifferabteilung
die Einſchätzung der Perſönlichkeiten im Rahmen des Ge=
* Gießen, 11. Mai. Zu der vorgeſchriebenen
ſamtbildes erſt den richtigen Maßſtab darbieten wird
* Berlin, 9. Mai. Das Marineverordnungsblat
Zwiſchenlandung auf der Etappe Wiesbaden-Gießen
veröfentlicht eine kaiſerliche Verordnung, nadh
Die organiſatoriſche Leitung der Aus=
Kaſſel des Prinz Heinrich=Fluges ſind hier bis jetzt nie
tellung haben die Herren Profeſſor Dr. Georg
Bier=
welcher aus dem Luftfahrperſonal der Marine eine
Ma=
dergegangen: Leutnant Canter; Oberleutnant Beaulieu
mann, Darmſtadt, Künſtleriſcher Beirat im Kabinett
rine=Luftſchifferabteilung mit dem vorläu=
Leutnant v. Hiddeßen; Leutnant Hailer; Leutnant Frhr
Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs, und die
figen Standort in Johannisthal und eine Ma
v. Thüna; Leutnant Sommer; Leutnant Frhr. v. Haller;
Hermann Heinemann und
rine=Fliegerabteilung mit dem Standort ir
Kommerzienräte
Leutnant Blüthgen; Leutnant v. Engwer und Oberleut=
Dem Ar=
-
Putzig gebildet werden ſoll, welche in allen Ausbild
Theobald Heinemann, München
nant Donnevert
ungs= und verſuchstechniſchen Angelegenheiten
unmittel=
beitsausſchuß gehören an für Preußen: Dr
Der Apparat des Fliegers Leutnant Sommer fuhr
bar dem Staatsſekretär des Reichsmarineamts, in allei
Schweitzer Direktor des Städt. Muſeums, Aachen, Prof.
beim Landen gegen eine Barriere und wurde leicht be
anderen Angelegenheiten dem Inſpektor der Küſten
O. v. Falke, Direktor des Kunſtgewerbemuſeums, Dr. M
ſchädigt
artillerie und des Minenweſens, weiterhin dem Chef der
J. Friedländer, Direktor des Koniglichen Kupferſtichkabi=
* Gießen, 11. Mai. Prinz Heinrich verließ
netts und der Gemäldegalerie des Kaiſer=Friedrich=Mu=
Marineſtation der Nordſee unterſtellt ſein werden. Der
gegen 2 Uhr den Flugplatz und begab ſich nach Kaſſel
ſeums, Profeſſor Dr. Ludwig Juſti, Direktor der König=
Zeitpunkt der Bildung wurde auf den 1. Juli 1913 feſt
Bis 3½ Uhr ſind im ganzen 10 Flieger zum Flug nach
ichen Nationalgalerie, Dr. G. J. Kern, Kuſtos an der
geſetzt. Die Mannſchaften tragen zu der Dienſtbekleid=
Kaſſel geſtartet. Apparat Nr. 10, Führer Leutnant
Hai=
ung und den Gradabzeichen ihre bisherigen Marineteile
Nationalgplerie PProßſſor Dr. Hans Mackowsky, Dſt.
ler, iſt bei ſeinem Unfall ſo ſchwer beſchädigt worden
Mützenbänder mit der für das ſeemänniſche Perſonal ir
Eduard Plietzſch, Aſſiſtent am Kaiſer=Friedrich Muſeum,
daß er aus dem Rundflug ausgeſchieden werden
Profeſſor Dr. Georg Voß, Konſervator der Kunſtdenk
Gold, für das techniſche in Aluminium gewirkten Auf
mußte
mäler Thüringens, Berlin, Profeſſor Dr. E. Renard,
Pro=
ſchrift „Marine=Luftſchiffabteilung” und „Marine=Flieger
* Kaſſel, 11. Mai. Von Gießen kommend, ſind
abteilung”.
vinzialkonſervator der Rheinprovinz, Dr. Walter Cohen,
auf dem hieſigen Flugfelde eingetroffen: Leutnant von
Dr. Erwin Hensler, Bonn, Profeſſor Dr. Masner, Direk
Hiddeßen 12 Uhr 24 Min., Oberleutnant Donnevert 12
* Baden=Oos, 10. Mai. Das Delag=Luftſchiff
tor des Schleſ. Muſeums für Kunſtgewerbe und Altertü=
Uhr 27 Min., Freiherr von Thüng 12 Uhr 32 Min., Leut=
„Sachſen” das um 6 Uhr 50 Minuten in
Friedrichs=
mner, Dr. Buchwald, Direktorial=Aſſiſtent am Schleſiſchen
nant Joly 1 Uhr 23 Min., Oberleutnant von Beaulieu
hafen zur Fahrt nach Baden=Oos aufgeſtiegen war, iſt
Muſeum für Kunſtgewerbe und Altertümer, Königlicher
um 2 Uhr 34 Min., Leutnant Canter 2 Uhr 40 Min.,
um 9 Uhr 30 Minuten vor der Halle gelandet und
Baurat Dr. Burgemeiſter, Provinzialkonſervator, Dr
Leutnant Freiherr von Haller 2 Uhr 43 Min., Ingenieur
0 Minuten ſpäter in die Halle verbracht worden.
Hintze, Direktorial=Aſſiſtent am Schleſiſchen Muſeum für
Schlegel 2 Uhr 56 Min., Leutnant Blüthner 3 Uhr 14
Kunſtgewerbe und Altertümer, Geiſtlicher Rat Profeſſor
Rottweil, 10. Mai. Das Delag=Luftſchiff
Minuten, Leutnant Kaſtner 3 Uhr 48 Min., Ingenieur
Dr. J. Jungnitz, Direktor des Diözeſanarchivs, Dr. Ar
„Sachſen” kam heute früh 8 Uhr auf ſeinem Flug von
Thelen 4 Uhr 13 Min., Leutnant Carganico, welcher für
Friedrichshafen nach Baden=Oos üler die Stadt jund
thur Lindner, Breslau, Dr. Böhlau, Direktor des
König=
den geſtern verunglückten Weyer eingetreten iſt, um 5
entfernte ſich in der Richtung nach Oberndocf.
lichen Muſeums, Dr. Georg Gronau, Direktor der Ge
Uhr 58 Min.
* Johannisthal, 10. Mai. Heute morgen 4 Uhr
näldegalerie, Geheimer Regierungsrat Profeſſor Dr. vor
Der Flieger Ingenieur Suwelack hat ſich verirrt und
13 Minuten ſtartete der Aviatiker Ernſt Kühne mi
Drach, Bezirkskonſervator, Kaſſel, Geh. Regierungsrat
mußte bei Benzheim niedergehen
Oberleutnant Schaefer als Begleiter auf einer Alba
Profeſſor Dr. A. Matthäi, Düſſeldorf, Profeſſor Dr. K
m 5½ Uhr traf Prinz Heinrich von Preußen
tros=Taube zu einem Vierſtundenflug um die Prämie der
Kötſchau, Generaldirektor der Städtiſchen
Kunſtſamm=
im Automobil auf dem Flugplatz ein, wo er von den an
Nationalflugſpende. Die Flieger haben die Abſicht, die
ungen, Danzig, Profeſſor Dr. F. Fries, Direktor des
weſenden Herren der Oberleitung und den Militärs be=
Strecke Berlin=Dresden=Berlin ohne Zwiſchenlandung zu
Städtiſchen Muſeums, Elberfeld, Dr. E. Redslob, Mu
grüßt wurde. Er unterhielt ſich mit dem Oberbürger
efliegen. Um 6,15 Uhr überflog Kühne Dresden in der
eumsdirektor, Erfurt, Dr. Harry Schmidt, Flensburg, Dr.
meiſter Dr. Scholz und hierauf mit dem kommandieren=
Richtung nach Berlin. Er wurde um 7¾ Uhr ſchon wie=
Karl Gebhardt, Dr. Swarzenski, Direktor des Städelſchen
den General Freiherrn von Scheffer=Boyadel. Als der
der in Johannisthal geſichtet. Die Landung erfolgte
Kunſtinſtituts, Dr. von Trenkwald, Direktor des Kunſt=
Flieger Leutnant Carganico um 5 Uhr 58 Min. nach
glatt um 8 Uhr 22 Minuter
gewerbemuſeums, Profeſſor Luthmer, Konſervator und
einem Rundflug über dem Platz landete, begrüßte ihn
Innsbruck, 11. Mai.
Der Freiballon „Tirol”
Direktor der Kunſtgewerbeſchule, Profeſſor Dr. Müller
der Prinz und nahm ſeine Meldung entgegen.
der heute vormittag unter Führung des Profeſſors Lief=
Direktor des hiſtoriſchen Muſeums, Frankfurt a. M., Dr.
mann aus Freiburg (Breisgau) mit drei Paſſagieren in
Max Semrau, Univerſitätsprofeſſor, Greifswald, Dr. Max
Zweiter Tag
Innsbruck aufgeſtiegen iſt, iſt heute mittag an den Steil
Sauerlandt, Direktor des Städtiſchen Muſeums, Halle a.
hängen der Mandelſpitze (Nordkette) hängen geblie=
S., Dr. A. Brinckmann, Direktor des Keſtner=Muſeums
* Kaſſel, 12. Mai. Der Start für die Etappe
ben. Der Ballon, deſſen Hülle entzwei riß, befindet ſich
Hannover, Architekt Laur, Landeskonſervator, Hechinger
Kaſſel Koblenz, die am heutigen Tage
zurückzu=
in einer gefährlichen Situation.
(Hohenzollern), Profeſſor Dr. Brandt, Direktor des Thau
legen iſt, wurde für 7,45 Uhr freigegeben. Doch herrſchte
London, 11. Mai. Der Flieger Brindejonc,
de=
row=Muſeums, Dr. Graf Vitzthum, Univerſitätsprofeſſor
um dieſe Zeit noch ein ſo ſtarker Nebel, daß ein Aufſtieg
um 10 Uhr 55 Minuten vormittags in Brüſſel aufge
Kiel, Dr. Alfred Hagelſtange, Direktor des Wallraff=Ri
nicht geraten erſchien. Von den Fliegern, die ſämtlich
ſtiegen war, iſt hier um 3 Uhr nachmittags auf dem
chartz=Muſeums, Köln, Koniglicher Baurat Profeſſor
um 8 Uhr ſtartbereit waren, ſtieg als erſter um 8,45 Uhr
Flugfelde Hendon gelandet
Dethlefſen, Provinzialkonſervator der Kunſtdenkmäler in
Leutnant v. Beaulieu (4) auf. Es folgten: Freiher:
* Los Angeles, 10. Mai.
Leutnant Clarsk iſ
Oſtpreußen, Geheimer Regierungsrat Profeſſor Dr.
Händ=
v. Haller (12) um 8,50 Uhr, Leutnant v. Hiddeßen
bei einem Verſuchsflug von San Diego nach Los
An=
cke, Dr. Anton Ulbrich, Dr. Krollmann, Privatdozent, Ar=
(14) um 8,53 Uhr, Freiherr v. Thüna (3) um 9,04 Uhr.
geles mit ſeiner Maſchine im Nebel gegen einen Baum
chivar Seiner Durchlaucht des Fürſten zu Dohna=Schlo=
Prinz Heinrich von Preußen, der 5 Uhr frü
geflogen und verunglückt. Er war ſofort tot
bitten, Königsberg, Profeſſor Dr. Deneken, Direktor des
den Flugplatz aufgeſucht hatte, hat ſich per Automobil
Kaiſer=Wilhelm=Muſeums, Krefeld, Profeſſor Dr. Th
nach Koblenz begeben, um die Flieger dort zu erwarten.
Volbehr, Direktor des Kaiſer=Friedrich=Muſeums, Magde=
Gießen, 12. Mai. Leutnant Zwickau iſt von
Deutſche Kunſt von 1650—1800
burg, Baurat Schmid, Provinzialkonſervator für Weſt=
Homburg, wo er geſtern zur Notlandung gezwunger
preußen, Marienburg, Profeſſor Dr. Geisberg, Direktor
wurde, um 8,50 Uhr hier eingetroffen und glatt gelandet
Retroſpektive Ausſtellung im Reſidenzſchloß zu Darmſtadt
des Landes=Muſeums der Provinz Weſtfalen, Profeſſor
Beim Wiederaufſtieg zum Weiterflug nach Kaſſel erlitt
Soeben iſt das gedruckte Programm über die nächſt
F. Koch, Königlicher Baurat Ludorff, Konſervator,
Mün=
ſein Apparat einen Propellerbruch und kann erſt nac
jährige retroſpektive Ausſtellung unter dem Titel
ſter i. W., Profeſſor Dr. Kaemmerer, Direktor des Kaiſer=
Auswechſelung weiterfliegen. Fünf Flieger wurden au
„Deutſche Kunſt von 1650—1800” erſchienen. Gegenüber
Friedrich=Muſeums, Poſen, Dr. Riezler, Direktor des
ihrem Fluge Kaſſel=Koblenz bei Gleiberg, weſtlich Gießen,
der erſten Mitteilung an die Oeffentlichkeit hat ſich das
Städtiſchen Muſeums, Stettin. — Reichslande:
Pro=
geſichtet.
eſſor Dr. Ernſt Polaczek, Direktor des Kunſtgewerbe=
Programmatiſche nun viel mehr abgerundet und der
Bad Nauheim, 12. Mai. Heute früh 7 Uhr
tattliche Stab von über hundert Mitarbeitern,
muſeums, Dombaumeiſter Baurat Knauth, Konſervator
mußte der Flieger Grade — aus bisher nicht bekannt
der die erſten Vertreter der internationalen Kunſtwiſſen
der hiſtor. Denkmäler, Straßburg, Regierungs= und
Baura=
gewordenen Gründen — auf dem Goldſtein, einer An=
— Bayern: Stadtarchivar Dr. Pius
Schmitz, Metz
ſchaft repräſentiert, bietet dem Gelingen des großen
höhe nahe Nauheim, eine Notlandung vornehmen. Nack
Dirr, Augsburg, Profeſſor Dr. Ernſt Baſſermann=Jordan,
Unternehmens alle Garantien. In dem Programm heißt
kurzem Aufenthalt konnte er ſeinen Flug fortſetzen.
Dr. Heinz Braune, Direktor der Königlich Bayeriſchen
es u. a.: Auf Befehl des Großherzogs findet in den
*
Kaſſel 12. Mai. Ingenieur Schlegel (16) kan
Staats=Galerien, Dr. Hans Buchheit, Kuſtos am Bayeri=
Sommermonaten des Jahres 1914 im Reſidenzſchloß zu
um 9,24 früh hier an. Um 9,58 Uhr machte Leutnant
Darmſtadt eine retroſpektive deutſche Kunſtausſtellun
ſchen Nationalmuſeum, Dr. Adolf Feulner, Dr. H. Uhde
Blüthgen (1) einen Probeflug. Die Flieger hatten den
Bernays, Dr. Georg J. Wolf, München, Geheimrat Dr.
tatt, der die Aufgabe geſtellt iſt, von einer noch ziemlick
Start aufgeſchoben, da aus dem Sauerlande von Berle=
G. v Bezold, Direktor des Germaniſchen Muſeums,
Archiv=
unerforſchten Zeitſpanne deutſchen Kunſtſchaffens ein
zu=
burg und von der Lahn Gewitterbildungen gemeldet wur
rat Dr. Ernſt Mummenhoff, Nürnberg, Profeſſor Dr. H
ſammenfaſſendes Bild zu vermitteln und das an künſt
den. Leutnant Carganico (24) machte um 10,10 Uhr eben=
Bulle, Direktor des Kunſtgeſchichtlichen Muſeums der
leriſchen Werten der Gegenwart zu erſchließen, was ebenſo
falls einen Probeflug. Um 10,30 Uhr landete Leutnan=
Univerſität, Profeſſor Dr. Theodor Henner, Profeſſor Dr.
im Sinne der hiſtoriſchen Entwickelung bemerkenswert
Engwer (21), der wegen heißgelaufenen Motors bei Zim=
Fritz Knapp, Muſeumsdirektor Auguſt Stoehr, Konſerva
wie im Geiſte unſerer modernen Kunſtauffaſſung
lebens=
mersrode eine Notlandung gemacht hatte. und um 9,56 Uhr
Die genannte Kunſtepoche iſt nicht nur
— Württemberg: Privatdozent Dr
tor, Würzburg
ſtark erſcheint
landete Leutnant Sommer (6), der bei Dörnhagen geſtern
entwickelungsgeſchichtlich als Einheit zu betrachten, ſon
Julius Baum, Profeſſor Dr. M. Diez, Direktor der Ge
abend 8 Uhr eine Notlandung vorgenommen und di
dern ſie iſt auch durch zwei für die Kunſtgeſchichte wich
mäldegalerie, Profeſſor Dr. Weizſäcker, Stuttgart, Profeſ
Nacht dort verblieben war. Um 10,26 Uhr ging Leutnant
Sachſen: Dr.
ige Daten begrenzt: das Ende des dreißigjährigen
Krie=
or Dr. Konrad Lange, Tübingen. —
Joly (20) nach Koblenz ab. Um 10,35 Uhr iſt Thelen
ges und den Beginn des Napoleoniſchen Zeitalters. Was
dans Poſſe, Direktor der Kal. Gemäldegalerie, Dresden,
(18) in Koblenz gelandet, wobei Tragflächen und
Vorder=
ſich innerhalb dieſer Periode künſtleriſch geformt hat,
Profeſſor Dr. Kurzwelly, Direktor des Stadtgeſchichtlichen
geſtell beſchädigt wurden. Ferner landeten glatt in
Kob=
weiſt einerſeits auf die unter dem Schutze der regieren=
Muſeums, Profeſſor Dr. Vogel, Direktor des Muſeums
lenz Leutnant von Beaulieu (4), um 10,42 Uhr Leut=
— Baden: Profeſſor Dr.
den Fürſten emporblühende höfiſche Kunſtpflege, anderer
für bildende Künſte, Leipzig.
nant Freiherr von Haller (12), um 10,46 Uhr, Leutnant
Wingenroth, Konſervator der Vereinigten Sammlunger
ſeits nicht weniger vielſagend auf jene von dem ſtarken
Freiherr von Thüna (3) um 10,56 Uhr
Sinne des Gemeinweſens getragene bürgerliche
Kunſt=
der Stadt Freiburg, Freiburg, Karl Lohmeyer, Direktor
Gießen, 12. Mai. Ingenieur Grade (25
*
der Städtiſchen Sammlungen, Heidelberg, Geheimrat
Pro=
übung hin. Beide Aeußerungen künſtleriſchen Lebens
mußte bei Holzheim ein zweites Mal niedergehen, wobe
feſſor Dr. v. Oechelhäuſer, Dr. Koelitz, Konſervator der
haben ſich aber nicht ohne enge Zuſammenhänge mit dem
der Propeller beſchädigt wurde. Erſt nach ſeiner Aus
Gerßh. Gemäldegalerie. Karlsruhr. Prof. Da. Bexingg
künſtleriſchen Werden des übrigen Europa belätigt. Als
wechslung kann er den Flug nach Gießen fortſetzen.
Nummer 109.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 13. Mai 1913.
Seite 7.
Dr. L. Wichert, Direktor ner Kunſthalle, Manſthelt.
hat um die Erfüllung des jahrhundertalten Verlangens
Poſen, 10. Mai. Die wegen Ermordung ihres
Heſſen: Geheimrat Profeſſor Dr. Back, Direktor der
nach einem echten und großen muſikaliſchen Drama, der
Gatten angeklagte Frau Dr. Blume wurde wegen
Kunſt= und hiſtoriſchen Sammlungen, Profeſſor Dr
die in traurigen Zeiten uns verſunkene und fremdgewor=
Totſchlags unter Zubilligung mildernder Umſtände zu
-
Pinder=Darmſtadt, F. Th. Klingelſchmitt, Mainz
dene urheimiſche Sagenwelt germaniſcher Götter= und
Hel=
vier Jahren Gefängnis verurteilt.
Oldenburg: Dr. Theodor Raſpe, Direktor des
Kunſt=
den=Herrlichkeit ſieghaft zu neuem Leben erweckte und der
* Bern, 10. Mai. Der Verſtändigungskon
gewerbemuſeums,
O. Rieſebiter, Erſter Staatsanwalt
in ſeinem letzten erhabenen Weihefeſtſpiel „Parſifal” die
ferenz ſind angemeldet worden 32
Mitglieder
Mecklenburg=Schwerin: Prof
Oldenburg.
ſoziale Botſchaft vom welterlöſenden Mitleid als
Künſt=
des deutſchen Reichstages, 88
Deputierte der
ler verkündet hat, den gewaltigen Reformator, der alt
Dr. Joſephi, Direktor des Gr. Muſeums, Schwerin
franzöſiſchen Kammer und 10 Mitglieder des franzöſiſchen
erſter der deutſchen dramatiſchen Kunſt das lang erſehnt=
Sachſen=Weimar: Geheimer Regierungsrat Proſ
Senats
deutſche Feſtſpielhaus geſchaffen: ihn wollen wir alle
Dr. W. von Oettingen, Direktor des Goethe=Nationalmu=
* Bern, 10. Mai. Von den zur Verſtändigungs
dankerfüllt mitfeiern helfen. Dem Manne, der mit
glü=
ſeums, Weimar. — Braunſchweig: Geheimrat Prof.
konferenz angemeldeten deutſchen Reichstagsabgeord
hender Seele ſein Volk geliebt hat, ſoll an ſeinem hun
Dr. Meier, Direktor des Herzoglichen Muſeums, Profeſſor
neten ſind 23 Sozialdemokraten, 7 Fortſchrittler, 2
Zen=
dertſten Geburtstag gezeigt werden, daß wir Liebe für
— Sachſen=Ko=
Dr. Eduard Flechſig, Braunſchweig
trumsabgeordnete, 1 Elſäſſer und 1 Däne. Von den nad
Liebe zu geben wiſſen, Dank für alle Erhebung und edle
burg=Gotha: Profeſſor Leopold Oelenheinz, Architekt
euerer Meldung angemeldeten 110 franzöſiſchen Depu=
Freude, die ſein Ton und Wort ſo vielen Millionen ſei
Koburg, Geheimrat Dr. Purgold, Direktor des
Herzog=
tierten: 40 Geeinigte Sozialiſten, 47 Sozialiſtiſch=Radikale
Jahrzehnten bereitet hat und noch vielen Geſchlechtern der
-
Anhalt: Profeſſor Dr.
lichen Muſeums, Gotha.
2 unabhängige Sozialiſten, 8 Linksradikale, 3 Linksdemo
Menſchen durch Jahrhunderte bereiten wird. Feiert wür
Oſtermayer, Herzoglicher Konſervator und Kunſtwart,
An=
kraten. Außerdem ſind 14 radikale Senatoren angemeldet
dig Euren deutſchen Meiſter, der deutſche Kunſt bei allen
amburg- Bremen- Lübeck:
halt=Deſſau
* Rom, 10. Mai. In der fortgeſetzten Debatte über
geſitteten Völkern der Erde zu neuen hohen Ehren ge
Profeſſor Dr. Alfred Lichtwart, Direktor der Kunſthalle,
den Bericht der Unterſuchungskommiſſion wegen der
bracht hat! Bezeugt, daß Ihr ſein Wollen und Wirken
Hamburg, Profeſſor Dr. G. Pauli, Direktor der Kunſthalle,
Unterſchleife beim Bau des Juſtizpalaſtes
verſtanden habt, daß auch wir, gleich unſeren Vätern vor
Bremen. Dr. K. Schäfer, Direktor des Muſeums für
ſprachen zahlreiche Redner. Der Kammerpräſident Mar
hundert Jahren, den Wert geiſtiger Güter, der ſeelen=
Kunſt= und Kulturgeſchichte, Lübeck.
Oeſterreich=
cora ſchlug vor, die mit der Unterſuchung beauftragten
bildenden Kunſt für das geſamte Volksleben zu würdiger
Ungarn: Hofrat Dr. Gabriel v. Thsrey, Direktor am
Kommiſſare möchten alle darauf bezüglichen Urkunden
wiſſen! Dann wird auch uns in ernſten Schickſalstagen
Muſeum für bildende Künſte, Budapeſt, Regierungsrat Dr.
im Bureau der Kammer niederlegen. Der Vorſchlag wurde
der Geiſt der Dichter und Sänger Sinn und Mut erhöhen,
Dörnhöffer, Direktor der K. K. Oeſterreichiſchen
Staats=
einſtimmig angenommen. Miniſterpräſident Giolitti hielt
wie Schillers Worte die Jugend von 1813 zu rettenden
Leiter der Gemäldegalerie des
galerie, Dr. Guſtav Glück,
es für notwendig, allen Deputierten die Beweisſtücke zu=
Taten entflammten. Kein größerer Künſtler, kein treue=
Allerhöchſten Kaiſerhauſes, Dr. F. M. Haberditzi, Leite
gänglich zu machen, auf Grund deren ſie zu urteilen hätten.
rer Sohn ſeines Volkes hat je gelebt und geſtritten, wie
Dr.
des Kupferſtichkabinetts der K. K. Hofbibliothek,
Er beantragte, die vier Vizepräſidenten mit der Auswah.
Richard Wagner. So ſetzt denn in dieſen Tagen
Wag=
der Schriftſtücke zu beauftragen, welche gedruckt den Ab=
Hans Tietze, Privatdozent für neuere Kunſt an der
Uni=
nres eigenen Spruch für ihn in freudige, ſegensreiche
geordneten zuzuſtellen ſeien. So könne die Kammer in
Taten um:
Hermann Burg, Wien
Dr.
verſität
Wien
einigen Tagen weiter beraten. Zum Schluß wies der
Schweiz: Profeſſor Dr. Paul Ganz, Direktor der
Ehrt eure deutſchen Meiſter,
Miniſterpräſident auf die völlige Zurückhaltung der Re
öffentlichen Kunſtſammlung, Baſel; Dr. Paul Fink, Kon
Dann bannt ihr gute Geiſter!”
gierung in dieſer Debatte hin, daß das Urteil der Kam
ſervator, Winterthur; Dr. W. Wartmann, Konſervator der
mer in dieſer gänzlich unpolitiſchen Angelegenheit nich
Gemäldeſammlung, Profeſſor Dr. Joſeph Zemp Zürich
Darmſtadt, 13. Mai.
durch eine politiſche Erwägung getrübt werden ſolle. Der
Italien: Dr. Friedrich Noack; Profeſſor Dr. Ernſt
Se. Kgl. Hoheit der Großherzog begab ſich
Antrag Giolittis fand lebhaften Beifall und wurde ein
Steinmann, Direktor der Bibliotheca Hertziana, Rom.
am erſten Feiertag früh nach Gießen, um der Zwiſchen
Rußland: Dr. James von Schmidt, Kaiſerliche
Eremi=
ſtimmig angenommen. Darauf wurde die Sitzung
ge=
landung und dem Abflug der Teilnehmer am Prinz
chloſſen
tage, St. Petersburg.
— Schweden: Dr. Olof Gran=
Heinrich=Fluge beizuwohnen. Später fuhr der Großherzog
2
Dänemark:
berg, National=Muſeum, Stockholm
Paris, 10. Mai. Im heutigen Miniſterrate
im Automobil nach Egelsbach, um an der
Ein=
wurde der Handelsminiſter bevollmächtigt, einen Geſetz=
Profeſſor Emil Hannover, Direktor des Kunſtinduſtrie
weihung der evangeliſchen Kirche dortſelbſt teilzunehmen.
entwurf, betreffend die Beteiligung Frankreichs an der
Muſeums, Kopenhagen
internationalen Ausſtellung für Buchgewerbe
Offenbach, 10. Mai. Der Offenbacher Tur=
und Graphik in Leipzig 1914 vorzulegen.
nerſängerchor wendet ſich in bezug auf die ſchor
Der Balkankrieg.
*
Paris, 10. Mai. In der Rue Frangois Premier
gemeldete Ablehnung des beim Kaiſerpreisſingen
über=
reignete ſich heute morgen eine heftige Keſſel=
Die Uebergabe von Skutari.
wvieſenen Troſtpreiſes mit einer Rechtfertigung an die
exploſion. Ein Arbeiter wurde getötet, fünf ſchwer
Oeffentlichkeit, in der es unter anderem heißt: Die Leiſt=
* Cetinje, 9. Mai. Die montenegriniſche
Regie=
verletzt
ungen des Turnerſängerchors beim vierten Wettſtreit
rung hat ihrem Vertreter in San Giovanni di Me=
* San Sebaſtian, 10. Mai. Der König von
deutſcher Männergeſangvereine haben durch das Richter
dua den Auftrag erteilt, der Forderung des britiſchen
Spanien iſt, von der Bevölkerung lebhaft begrüßt,
kollegium eine Beurteilung erfahren, die alle Teilnehmer
Admirals, betreffend den Tag und die Modalitäten der
hier eingetroffen
in dieſer Veranſtaltung in Erſtaunen verſetzte. Im letz
Uebergabe von Skutari, zu entſprechen. Ein
* London, 10. Mai. Im Warteſaal des Bahnhofes
ten Augenblick, nachdem bereits ſämtliche Preisträger
Einverſtändnis über dieſe Punkte dürfte bereits erzielt
Limeſtreet in Liverpool wurde eine Bombe mit der
In=
durch Ausrufen verkündet waren, entſann man ſich auch
worden ſein. Die Vertreter der Mächte in Cetinje ſind
ſchrift „Votes kor Women” gefunden. In Reading wurde
unſerer und überwies uns als letzten Verein an der 23
von der montenegriniſchen Regierung hiervon verſtändigt
auf dem Poſtamt eine Bombe mit Uhrwerk gefunden
Stelle einen nachträglich geſtifteten ſogenannten
Troſt=
worden.
* London, 10. Mai. Ein großes Privathaus bei
preis. Der Spruch des Preisgerichts ſteht in ſchroffem
Die Feuersbrunſt in Skutari.
Dundee Farrinton Hall wurde heute morgen ange=
Gegenſatz zu den tatſächlichen Leiſtungen und zu dem
zündet. Der Schaden wird auf 10000 Pfund Sterling
* Cetinje 9. Mai. Ueber die Feuersbrunſt
einſtimmigen Urteil der geſamten deutſchen Preſſe,
zahl=
geſchätzt. Der Brend wird den Anhängerinnen des
in Skutari liegt die folgende amtliche Meldung vor
reicher Kunſtſachverſtändiger und der öffentlichen Mein
Frauenſtimmrechts zugeſchrieben.
Vorgeſtern brach in dem Baſar in Skutari aus noch nicht
ung überhaupt. Der Turnerſängerchor erblickt in der
* London, 12. Mai. Der portugieſiſche Kreuzer
feſtgeſtellten Urſachen ein Brand aus, der infolge des ſtar=
Wertung ſeiner Leiſtungen eine offenſichtliche Zurückſetz=
Adamaſtor” auf der Heimreiſe von Macao nach
ken Windes eine große Ausdehnung anzunehmen begann.
ung und proteſtiert hiermit gegen eine Beurteilung, die
Vortugal, drahtet, er ſei auf einen Felſen aufgelau=
Dank des Eingreifens der Militärbehörden wurde das
geeignet iſt, das Vertrauen zu einer gerechten, objektiven,
fen und ſchwer beſchädigt. Ein engliſcher Tor=
Feuer jedoch eingedämmt. Der aus Holz erbaute Baſar
vorurteilsfreien und ſachverſtändigen Kritik zu erſchüttern
pedobootszerſtörer, zwei Schlepper und das pordugieſi
wäre eine Beute der Flammen geworden, wenn nicht die
ſche Kanonenboot „Patria” befinden ſich an der Unfall
Soldaten in großer Zahl zu Hilfe geeilt wären
ſtelle und haben die Bemannung und die Munition der
Wien 10. Mai. Der durch den Baſarbrand
Letzte Nachrichten.
„Adamaſtor” an Bord genommen
in Skutari verurſachte Schaden iſt ſehr groß. Der Ba
ſar war einer der reichſten in Albanien und barg, obwohl
(Wolffs telegr. Korceſp.=Bureau.
* Ottawa, 10. Mai. Die Bordenſche
Flotten=
durch die Belagerung die Lebensmittelbeſtände erſchöpft
vorlage wurde heute vormittag von der Kommiſſion
* Berlin. 10. Mai. Die Norddeutſche Allgemeine
waren, große Vorräte an koſtbaren Stoffen und
Kunſt=
des Unterhauſes angenommen. Darauf wurde die
Zeitung ſchreibt: Von den Angriffen, die in der
gegen=
gegenſtänden.
Sitzung geſchloſſen. Die Zuſatzanträge wurden mit 32
wärtigen Wahlperiode von der Sozialdemokra=
* Antivari 10. Mai. Der Brand in Sku=
Stimmen Mehrheit abgelehnt. Unter allgemeiner
Un=
tie gegen die bürgerlichen Parteien gerichtet
tari dauerte bis geſtern abend an. Fünf
Baſar=
ruhe vertagte ſich das Haus, da die Oppoſition wegen der
werden, iſt auch die Fortſchrittliche Volkspartei nicht ver
viertel wurden zerſtört. Der Schaden wird
Schließung ungehalten war. Die dritte Leſung wird
ſchont geblieben. Die Umſtürzler haben es dem Freiſinn
auf 20 Millionen geſchätzt. Unter den Geſchädigten
befin=
wahrſcheinlich Anfang nächſter Woche ſtattfinden, wenn
gewaltig übelgenommen, daß er ein taktiſches Zuſammen
den ſich öſterreichiſche und italieniſche Fabrikanten
die Vorlage an den Senat gelangt iſt. Es herrſcht der
gehen mit den Nationalliberalen dem mit der Sozial
Eindruck, daß die Liberalen und die Mehrheit des Se
demokratie vorzog. Sie waren nun offenſichtlich beſtrebt,
Die Friedensverhandlungen.
nats die Vorlage ablehnen werden.
die Gegenſätze gerade auch zum bürgerlichen Liberalis=
Im Auswärtigen
Petersburg, 10. Mat
* New=York. 10. Mai. Bei einem Bankett anläßlich
mus möglichſt ſcharf hervorzukehren und haben in ihrer
Amt iſt die offizielle Beſtätigung eingetroffen, daß alle
Preſſe aufs entſchiedenſte erklärt, daß ſie gar nicht daran
der Jahrhundertfeier des engliſch=ameri=
Balkkanſtaaten einſchließlich Griechenland mit den
kaniſchen Friedensſchluſſes hielt
Staatsſekre=
dächten, in den Wahlkreiſen, in denen ſie zwiſchen Libe
von der Londoner Botſchafterkonferenz aufgeſtellten
tär Bryan eine Rede, in der er das neue
Friedens=
ralen einerſeits und Konſervativen oder Zentrum an
Friedensbedingungen einverſtanden ſind.
dererſeits den Ausſchlag geben könnten, den
Fortſcheitt=
projekt des Präſidenten Wilſon als den größten Schritt
bezeichnete, der bisher für den Friedensgedanken
erſon=
lern helfend beizuſpringen. Nur vereinzelt wird di
Oeſterreich und Serbien.
Möglichkeit angedeutet, daß zwiſchen den Urwahlen und
nen worden ſei. Im Projekt der Verſtändigung der Ver=
Belgrad 10. Mai. Das ſerbiſche Regierungs
den Abgeordnetenwahlen doch noch ein auf Leiſtung und
einigten Staaten und anderen Nationen ſei vorgeſehen,
blatt erklärt, Serbien ſei ſich der Wichtigkeit guter
Gegenleiſtung beruhender Pakt zwiſchen Sozialdemokrati
daß ein Krieg nicht eher erklärt werde, bis die Streit=
Beziehungen zu Oeſterreich=Ungarn wohl
ind Freiſinn zuſtande kommen könne. Trotz der zurück
frage von einem internationalen Schiedsgericht unterſucht
bewußt und wünſche ihre Herſtellung im eigenſten
Inter=
haltenden Schonung, mit der in einem Teile der libe
worden ſei. Hierdurch werde Zeit für die Trennung
eſſe aufrichtigſt. Aber Oeſterreich=Ungarn nehme dauernd
alen Preſſe die Umſtürzler immer noch behandelt
wer=
realer und idealer Fragen und für die Bearbeitung der
eine unverſöhnliche Haltung ein. Die Mißſtimmung hier
den, wird man angeſichts des von der Sozialdemokratie
öffentlichen Meinung, welche ſich immer mehr dem
Frie=
über ſei im ſerbiſchen Volke ſo tief, daß auch die Kunſt des
in ſo beleidigenden Formen gegen den Freiſinn geführten
densgedanken zuwende, gewonnen. Bryan ſchloß:
Die=
erfahrenſten Staatsmannes der zugleich ein aufrichtiger
Wahlfeldzuges annehmen dürfen, daß ſich die
Fortſchritt=
jenigen, welche an den Erfolg des Wilſonſchen Projektes
Verfechter der ſerbiſch=öſterreichiſchen Freundſchaft wäre
iche Volkspartei auf ein ſolches Abkommen nicht ein
glauben, hoffen, daß, wenn es von den Vereinigten Staaten
an dieſem Widerſtande erlahmen müßte. Mit Unrech
würde.
und einigen anderen Nationen angenommen worden iſt
laſſen
nenne man Serbien eine ruſſiſche Satrapie und ein wil
Wiesbaden, 10. Mai.
auch bei den anderen Nationen untereinander durchge=
Der Kaiſer hat den
lenloſes Werkzeug der Panſlawiſten.
Polizeipräſidenten v. Schenck beauftragt, an der morgen
führt werden wird, bis ſchließlich alle Nationen der Erde
ſtattfindenden Beerdigung des von einem Kaiſerlichen
durch das Abkommen miteinander verknüpft ſind.
Letzte Nachrichten
Automobil überfahrenen Knaben teilzunehmen und
* Bukareſt 10. Mai. Geſtern wurde das Pe
in ſeinem Namen einen Kranz niederzuleger
tersburger Protokoll über den bulga
Homburg v. d. H., 10. Mai. Ein ſchweres Auto=
Oranienburg, 10. Mai. Heute mittag fuhr ein
riſch=rumäniſchen Streitfall durch die Ver
mit einem Herrn und einer Dame beſetztes Berliner
mobilunglück ereignete ſich heute nachmittag auf de
treter der Großmächte in Petersburg unterzeichne:
Saalburgchauſſee an der Karlsbrücke. Ein mit fünd
Automobil vor Teſchendorf gegen einen Chauſſee
Die Veröffentlichung des Protokolls erfolgt gleichzeitig
Perſonen beſetztes Automobil aus Friedberg über
baum. Das Automobil wurde zertrümmert, die Dame
mit der Unterzeichnung der Friedenspräliminarien.
ſchlug ſich und ſämtliche Inſaſſen wurden verletzt, doch
ofort getötet. Der Herr erlitt eine leichte Gehirn
rſchütterung. Dem „Berliner Lokalanzeiger” zufolge
ge=
nur einer trug ſchwere Verletzungen davon und wurde
nach dem Homburger Krankenhaus transportiert.
örte das Automobil dem Kaufmann Eduard Buſchius
Kaſſel, 10. Mai. Auf dem hieſigen
Oberſtadtbahn=
die getötete Dame iſt Fräulein Martha Lanz aus Berlin.
Vermiſchtes.
hof wurden heute nachmittag 12½ Uhr zwei zum Markt
* Richard Wagner=Feier. Der nachſtehende
in Kaſſel geweſene Bauernfrauen, welche in ihr Dorſ
Schweres Eiſenbahnunglück.
Aufruf der einen unſerer erſten Wagner=Forſcher zum
zurückkehren wollten, von der auf dem Perron drängen=
Verfaſſer hat. geht uns mit der Bitte um Veröffentlichung
Saloniki, 13. Mai. (Reuter.) Geſtern früh riß
den Menge auf das Gleiſe gedrängt und von dem nach
zu: „Den Erinnerungsfeiern an die ſiegreiche deutſche
Bebra beſtimmten Perſonenzuge, der um die fragliche Zeit
bei einem bulgariſchen Militärzug von 30 Wagen au
Volkserhebung vor hundert Jahren
iſt dieſer
uſammenrangierte, überfahren. Der einen Frau
der Fahrt nach Prama bei einem ſteilen Abhang die
Allein gerade
Frühling und Sommer geweiht.
wurde der Kopf abgefahren, der anderen der Bruſtkaſten
dabei ſollten wir auch gedenken, daß ohne die
Kuppelung. 25 Waggons rollten mit größter Geſchwindig
erquetſcht, ſo daß der Tod eintrat. Eine Unterſuchung iſt
geiſtige Erhebung und Wiedergeburt der vor
keit zurück und ſtießen bei Bur auf einen anderen
eingeleitet worden
angehenden Jahrzehnte, ohne die Dichtung eines Klop
Stuttgart, 10. Mai. In Anweſenheit des Königs
Militärzug. 150 Perſonen ſind tot, 200 verletzt
ſtock, Leſſing, Goethe und vor allem unſeres Schiller, ohne
Alb
fand heute vormittag die Eröffnung der
die ſtrenge Pflichtenlehre von Kant, Fichte, Schleiermache:
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Zemäldeausſtellung in Stuttgart aus Anlaß
die politiſch=militäriſche Erneuerung nicht möglich,
nie=
es 25jährigen Jubiläums des Schwäbiſchen Alb=Vereins
mals erfolgreich geweſen wäre. Und dieſe geſchichtliche
Für Erholungsbedürftige und leichtere
Erkenntnis mahnt uns, nicht minder als der Tage der
Be=
ſtatt; Bietigheim, 10. Mai. Heute nachmittag ¾2 Uhr
Sommer, unc
freiungsſchlachten uns auch des Tages zu erinnern, an
Kranke. Winter besucht.
iſt der Eilzug Nr. 15 auf der Fahrt zwiſchen Mühlacker
dem eben am Orte der entſcheidenden Völkerſchlacht, in
Kuranstalt Hofheim i. T.
und Bietigheim unweit des Bahnhofes Großſachſenheim
Leipzig, am 22. Mai 1813 einer unſerer größten geiſtiger
erven½ Stunde von Frankfurt a. M.
C
dadurch verunglückt, daß die Lokomotive ent=
Führer und Befreier geboren wurde: Richard Wag
rospekte durch Dr. Schulze-Kahleyss, Nervenarzt.
gleiſte. Perſonen wurden nicht verletzt. Der Betriel
mer. Wie einſtens zum 10. November 1859 die Deutſchen
zwiſchen Bietigheim und Vaihingen a. d. Enz wird
ein=
in allen Landen, ohne Unterſchied von Stand und Partei
Dr. Kuhns Brennessel-Haarwasser ist einfach
zleiſig fortgeſetzt
ſſich zuſammenfanden, um einig Friedrich Schillers hun
unfehlbar bei Haarausfall etc. und an Güte
Beuthen, 10. Mai. Geſtern früh ſtreikten 35 480
dertſten Geburtstag als einen hohen völkiſchen Heilstag
von der Konkurrenz niemals zu erreichen
abends 13 413, heute früh 34315 Mann. Da der Strei
zu begehen, ſo ſeien die Deutſchen jetzt aufgerufen, ein=
Nur echt mit Firma Franz Kuhn,
Kronen-
als beendet erklärt worden iſt, erhielten einige
mütig und gehobenen Sinnes an dieſem 22. Mai
e
parf., Nürnberg. Hier: F. B. Grodhaus,
Bendarmerieabteilungen Abberufungsorder. In den fis=
Richard Wagners hundertſten Geburtstac
Seifenf. a. weissen Turm, Carl Bley, Wilhelminen
aliſchen Gruben iſt heute ſchon der Ausſtand nahezu
in würdiger Weiſe zu feiern. Den zielbewußten Künſtler,
strasse 33, sowie in Apoth., Drog. u. Parf. (V,5371
der unerſchrocken und heldenhaft ſein Leben lang gekämpft
beendet,
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 13. Mai 1913.
Nummer 109.
Auch der harknäckigſte Huſten
hält den erprobten Wybert=Tabletten nicht ſtand, ſo ſteht in
Dankſagung.
einem der zahlreichen Zeugniſſe über dieſes ausgezeichnete Mikkel zu leſen.
Todes=Anzeige.
(3
Wer irgend zu Erkältung neigt, viel zu ſprechen hat, ſeinen Hals ſchonen
C
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
muß, läßt ſie nie ausgehen und nimmk ſie regelmäßig, wobei er immer
bei dem ſchweren Verluſte unſerer lieben Mutter
von neuem ihre erfriſchende und wohltuende Wirkung verſpürk. Die
Am Samstag morgen um 4 Uhr entſchlieſ
Großmutter und Schwiegermutter
(*12593
Schachtel koſtet in allen Apotheken und Drogerien 1 Mark.
ſanft unſere liebe Tante
(10913
Dampfernachrichten.
Fräulein
Frau Louise Georg
Nordd. Lloyd, Bremen. Mitgeteilt von dem Ver
treter Anton Fiſcher in Darmſtadt, Frankfurterſtr. 12/14
geb. Walther
„Kronprinzeſſin Cecilie” 6. Mai 12 Uhr mittags in
Babette Herbert
New=York angekommen. „Prinz Friedrich Wilhelm
für die troſtreichen Worte des Herrn Pfarrer
5. Mai 12 Uhr mittags in New=York angekommen.
Vogel, ſowie für die reichen Blumenſpenden ſagen
im 76. Lebensjahre.
„Brandenburg” 5. Mai 12 Uhr mittags in Baltimor
wir allen Freunden und Bekannken unſeren
herz=
angekommen. „Neckar” 3. Mai 12 Uhr nachts in New
lichen Dank
Darmſtadt, den 10. Mai 1913.
York angekommen. „Kaiſer Wilhelm II.‟ 6. Mai 5 Uhr
nachm. in Bremerhaven angekommen. „Kaiſer Wilhelm der
Wienersſtr. 61
Die trauernden Hinterbliebenen.
Große‟ 6. Mai 1Uhr nachm v. Bremerhaven. „Lützow‟5. Ma
12 Uhr mittags von Singapore abgegangen. „Derfflinger
Die trauernden Hinterbliebenen.
5. Mai 11 Uhr vorm. von Antwerpen. „Friedrich der
Große‟ 5. Mai 12 Uhr mittags in Antwerpen. „
Ja=
vorina” 6. Mai 9 Uhr vorm. in Belfaſt angekommen
Die Beerdigung findet am Dienstag, vormit=
„Sierra Salvada” 6. Mai in Bremerhaven angekommen
tags 10 Uhr, von der Friedhofskapelle aus
„Coburg” 5. Mai von Liſſabon nach dem La Plata ab=
Dankſagung.
gegangen. „Hannover” 5. Mai in Rotterdam
ange=
ſtatt.
kommen. „Würzburg” 5. Mai von Funchal nach Bra
ſilien abgegaggen
„Prinz Heinrich” 5. Mai 1 Uhr
Für die vielen Beweiſe liebevoller Teilnahme
M
nachm. in Alexandrien angekommen
„Prinzregent
Luitpold” 5. Mai 6 Uhr vorm. in Marſeille angekommen.
anläßlich des Hinſcheidens unſeres lieben Vaters
„Prinz Waldemar” 5. Mai 4 Uhr nachm. von Brisbane
ſagen wir allen Freunden und Bekannten,
ins=
abgegangen.
„Manila” 5. Mai von Makaſſar nach
Kaewing abgegangen.
beſondere dem Herrn Pfarrer Velte dahier, auf
Statt jeder beſonderen Anzeige.
richtigen Dank
(10898
Familiennachrichten.
Am Samstag, den 10. Mai, entſchlief nach
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
langem, ſchwerem Leiden unſere liebe Schweſter,
Tante und Schwägerin
(10917
Frau D. Schneider u. Familie.
Statt jeder beſonderen Anzeige.
Frau
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen
Tageskalender.
am erſten Pfingſtfeiertag nachmittags unſere
Elisabeth Windhaus
Großh. Hoftheater. Anfang 7½ Uhr, Ende 10 Uhr
liebe Schweſter, Schwägerin, Tante und Couſine
(Ab. D): „Maria Magdalena”
geborene Riedlinger.
10. Internationales Lawn=Tennis=
Tur=
nier auf dem Sportplatz am Böllenfalltor.
Darmſtadt, Aſchaffenburg, 12. Mai 1913
Fräulein Salome Frank
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Bürgerkeller um
8 Uhr.
nach kurzem Krankenlager in die Ewigkeit ab=
Verſteigerungskalender
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Mittwoch, 14. Mai
(10918
zurufen.
Hofreite=Verſteigerung des Auguſt Kuhlmann
Katharina Riedlinger.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
(Rhönring 11) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I
Pfarrer Wilhelm Frank.
Die Einäſcherung findet auf Wunſch der Ver=
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei
ſtorbenen in aller Stille ſtatt
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton
Darmſtadt, Rohrbach, Ernſthofen, 12. Mai 1913
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 14. Mai
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
3½ Uhr, von der Friedhofs
nachmittags
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
kapelle aus, ſtatt
Städtiſche Leſe= und Bücherhalle,
Louiſen
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſini
Wochen=
traße 20. Die Leſehalle iſt geöffnet an
Blumenſpenden und Kondolenzbeſuche dankend
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
tagen von 10—2 und von 6—9 Uhr, Sonntags von
verbeten.
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
11—1 und von 6—9 Uhr. Bücherausgabe findet
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
ſtatt an jedem Wochentage von ½11 bis ½1
Uhr und
zurückgeſandt.
abends von 6 bis 9½ Uhr.
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12
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14
3
5
Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
30 50.
Dieneing,
13. Mai.
1915.
Das Beireien des Geländes während der Scheizeit iſt verboten (Polgel=
Bekanntmachung.
Verordnung Kreisamt Darmſtadt vom 25. September 1909.)
Darmſtadt, den 24. April 1913.
Am 2., 5., 6., 8., 15., 16. und 19. Mai 1913 von 7 Uhr vormittags bis zum Ein=
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
tritt
der Dunkelheit wird Schießen mit ſcharfer Munition von Truppenteilen des
I. V.: Dr. Reinhart.
XVIII. Armeekorps auf dem Schießplatz bei Meſſel abgehalten.
(9947a
Schußrichtung vom Steinhügel, 1 km nördlich Meſſel in nordnordweſtlicher
Bekanntmachung.
Richtung gegen die Wieſen am Rutſchbach.
Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß eine außerordentliche Ver=
Das gefährdete Gelände:
ſammlung des Kreistages
im Norden:
Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich,
den 17. ds. Mts., vormittags 11 Uhr,
Samstag,
Weſten:
Dammweg-Brunnersweg ausſchließlich,
,
in dem Rathausſaale 1
dahier (Marktplatz Nr. 8) ſtattfindet mit folgender Tagesordnung:
Süden:
Forſthaus Steinacker-Steinhügel ausſchließlich,
,
Satzung
für die allgemeine Ortskrankenkaſſe der Landgemeinden des Kreiſes.
Oſten:
Alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über
Milches=
den 10. Mai 1913.
Darmſtadt,
wieſe-Sauwieſe-Schreibertswieſe-Geishecke einſchließlich
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
wird während des Schießens durch Poſten, Wegſchranken und Warnungstafeln abgeſperrt.
J. V.: von Werner.
(10895id
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Begleichung
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
Ab 15. Mai befinden sich meine Geschäftsräume
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
ſtädtiſcher Gefälle für das
finden ſich:
1 Pinſcher.
1
Dobermann (zugelaufen. Die Hunde
Rechnungsjahr 1912.
Hügelstrasse 37
können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
Mit Rückſicht auf den
Bücher=
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet
dort=
ſchluß der Stadtkaſſe und der
Geschäftsstunden 8—12 Uhr vormittags,
ſelbſt jeden Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(10903
ſtädtiſchen Nebenkaſſen erſuchen
wir, alle Rückſtände für das ab=
2— 6½ Uhr nachmittags.
C
Entfernung der
Herbſtzeitloſe.
gelaufene Rechnungsjahr 1912
Sprechstunden: 4— 6 Uhr nachmittags.
nunmehr unverzüglich hierher zu
Die Herbſtzeitloſe findet ſich auf den Wieſen ſtellenweiſe in
(10369a
entrichten.
Größerer Menge vor. Um die Weiterverbreitung dieſer ſchädlichen
Samstag nachmittags geschlossen.
Ae
(10856sif
Darmſtadt, 2. Mai 1913.
Pflanze zu verhüten, fordere ich die Wieſenbeſitzer auf, die Entfer=
Die Stadtkaſſe.
nung der Herbſtzeitloſen bis zum 20. d. Mts. vorzunehmen, andern=
Hermann Kalbhenn, Rechtsanwalt.
J. V.: Hahn.
falls
dies auf Koſten der Säumigen, deren Beſtrafung außerdem
nach
§ 37 des Feldſtrafgeſetzes veranlaßt wird, erfolgen muß.
Bekanntmachung.
Darmſtadt, den 6. Mai 1913.
(10738si
Mittwoch, 21. Mai 1913,
Ab 15. Mai befindet sich unser Büro
Der
Oberbürgermeiſter.
vormittags 9 Uhr,
J. V.: Jaeger.
ſollen die den Vereinigten Kunſt=
Ernst Ludwigstr. 19, I.
druckereien dahier gehörigen Lie=
Fahrbahn= und Luſtſäteigbefeſtigungen.
genſchaften:
en
Telephon 107
In dem durch die Stadtverordneten=Verſammlung feſtgeſtellten
Flur Nr.
qm
ſtädtiſchen Hauptvoranſchlag für 1913, der vom 8. Mai d. Js. ab
VI 448 1692 Hofreite Fran=
Geissner u. Dr. Hofmann il.
während der Friſt von einer Woche auf dem Stadthaus Zimmer Nr. 39
kenſteinſtraße
in den Dienſtſtunden offen liegt, ſind die unten verzeichneten Fahrbahn=
Nr. 33,
Rechtsanwälte.
(10908
und Fußſteigbefeſtigungen aufgenommen, die im Laufe des Geſchäfts=
VI 4489/10 67 Hofreite
Fran=
jahres zur Ausführung gelangen ſollen. Wir empfehlen den Anliegern
kenſteinſtraße
dieſer Straßenzüge etwa beabſichtigte Anſchlüſſe ihrer Grundſtücke an
Nr. 33,
den Straßenkanal, an die Verſorgungsrohre oder an die Fernſprech=
VI 449 313 Hofreite Wein=
und Lichtkabellitung unter Beachtung der hierüber gültigen
Be=
bergſtraße
ſtimmungen baldigſt herſtellen zu laſſen.
Nr. 32,
Zu Aufbrüchen der neuen Fahrbahn= und Fußſteigbefeſtigungen
VI 452 1041 Hofraum mit Ab=
Zahnärztliche Praxis
wird in den nächſten Jahren die Zuſtimmung der Stadtverwaltung
ort
Franken=
nur dann erteilt, wenn die Geſuchſteller der Stadt gegenüber die
ſteinſtraße,
Verpflichtung übernehmen, für alle infolge des Aufbruches veranlaßten
in unſerem Geſchäftszimmer, Witt=
Schädigungen der Straßenbefeſtigung, insbeſondere auch für die
Rheinstr. 17, Ecke Grafenstr.
mannſtraße 1, wiederholt
zwangs=
nachträglich etwa eintretenden Senkungen des Untergrundes,
auf=
weiſe verſteigert werden.
zukommen und hierfür entſprechende Kaution hinterlegen.
Verſtei=
Die Genehmigung der
den ganzen Tag geöffnet
Darmſtadt, den 8. Mai 1913.
gerung wird auch dann erfolgen
falls ein der Schätzung
entſprechen=
auch Sonntags vormittags
Städtiſches Tiefbauamt.
des Gebot nicht eingelegt wird und
(10850si
Keller.
andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen.
51
Darmſtadt, 28. April 1913.
Bezeichnung der
Prant. Zanharzr C. Wolters
Straßenſtrecken
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II.
auszuführenden Arbeiten
(Beſſungen).
Unentgeltliche Behandlung von 1 2—1 Uhr.
(VI,9983
Frantz.
A. Fahrbahnbefeſtigungen.
Bekanntmachung.
Beſſunger Straße zwiſchen Lud=
Neupflaſterung der Fahr=
Donnerstag, 19. Juni 1913,
bahn
wigshöhſtraße und
Forſtmeiſter=
vormittags 11 Uhr,
platz
ſollen die dem Schreinermeiſter
Sossssossstagssee
Untere Beſſunger Straße zwiſchen
Umbau der Straße
Friedrich Creter II. dahier zuge=
Donnersbergring und
Artillerie=
ſchriebenen Liegenſchaften:
Die beeidigten und öffentlich angeſtellten
Kaſerne
Flur Nr.
am
Bleichſtraße Durchführung durch
Auspflaſterung der Fahr=
6
VI 790 242 Hofreite
Orange=
e
bahn
den alten Bahnhof bis zum
rieſtr. Nr. 8,
Griesheimer Weg
VI 791 74 Grabgarten da=
Dadserreelsten
Erſatz der Chauſſierung
Dieburger Straße längs des
ſelbſt,
durch Aſphalt
Alicenhoſpitals
in unſerem Geſchäftszimmer, Witt=
Dornheimer Weg zwiſchen Bis=
Auspflaſterung der Fahr=
Carl Weygandt, Eichbergſtraße 11
mannſtraße 1, zwangsweiſe
ver=
marck= und Feldbergſtraße
bahn
ſteigert werden.
Georg Bertele, Wilbelminenſtraße 8
Auspflaſterung der bis jetzt
Dornheimer Weg zwiſchen Feld=
Darmſtadt, 30. April 1913.
noch nicht freigelegten
bergſtraße und Stirnweg
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
Wilbelm Siedersleben, Rbeinſtraße 6
Fahrbahnflächen
(Beſſungen).
Erbacher Straße zwiſchen Beck=
Kleinpflaſterherſtellung
empfehlen ſich zu allen in ihr Sach ſchlagenden Arbeiten wie
(VI.10902
Frantz.
ſtraße und Prinz Chriſtians=Weg
Verbreiterung u. Pflaſte=
Feldbergſtraße zwiſchen Gries=
Bekanntmachung.
Beviſionen, Gutachten uſw.
heimer= und Dornheimer Weg
rung
In unſerem Handelsregiſter A
Umbau der Fahrbahn
Frankfurter Straße von der
Land=
wurde heute die Firma Ludwig
wehrſtraße bis zur Zentralwerk=
Rasssssssasss.
Burger in Ober=Ramſtadt
ge=
ſtätt
ſtätt=
täglich friſch, in Glasſatten
ſcht.
(10882
Chauſſierung der Fahr=
Kirſchenallee zwiſchen Weiterſtädter
Darmſtadt, 2. Mai 1913.
und Krügen, in bekannt guter
Straße und Dornheimer Weg
bahn
Biektmitcht,
Großherzogliches Amtsgericht II.
Umbau der Straße
Landwehrſtraße zwiſchen Blumen=
Qualität.
thal= und Feldbergſtraße
Bekanntmachung.
Chauſſierung der Fahr=
Ohlyſtraße zwiſchen Niebergallweg
geſund und nahrhaft, ſehr gut
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bahn
und Grüner Weg
In unſerem Genoſſenſchafts=
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bekömmlich.
Vogihart
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Pallaswieſenſtraße zwiſchen dem
Umbau der Straße
aiſter wurde bei der Spar= und
Anweſen Nr. 87 und der Rößler=
Darlehnskaſſe, E. G. m. u. H. in
Buttermilch und süsser Kahm zu Kuren::
Haushaltungs-
ſtraße
Traiſa, folgendes eingetragen:
Wilhelminenſtraße zwiſch. Luiſen=
Neupflaſterung der Fahr=
Die Genoſſenſchaft iſt durch
und Kurmilch, Butter und Rahm empfiehlt
platz und Wieſenſtraße
bahn
Beſchluß der Generalver=
Wilhelminenſtraße zwiſch. Wieſen=
Erſatz der chauſſierten
Fahr=
ſammlung vom 24. April
M Woogsplatz 3.
und Bismarckſtraße
bahn durch Aſphaltbelag
1913 aufgelöſt. Liquidatoren
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Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 13. Mai 1913.
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(Gebirgsrad), doppelte
Felgen=
von 2—3 u. 3—4 Uh
Dramaein 3 Akten
Perſonen:
bremſe, vernickelte Felgen, für
Hauptdarstellerin Frau Pina Fabbri.
Meiſter Anton, ein
Mk. 80.−
zu verkaufen. (*12567si
Ein Drama von äusserst spannendem,
Schülervorstellung
Hs. Baumeiſter
Tiſchler . .
,,
Näheres Expedition.
steigerndem Inhalt bis zu seinem tragischen
Sofie Heumann
,
Seine Frau
Schluss.
mit der großen
Charlotte Pils
Klara, ſ. Tochter
Frz. Schneider
Karl, ſ. Sohn.
Jagd-Expedition S
Dampfrenngung
Kt. Weſtermann
Leonhari
Das Mädchen als Lebensretter
für Bettfedern u. Daunen
Ein Sekretär
Kurt Ehrle
Drama.
Beſte Einrichtung am Platz. Lager
Wolfram, ein
Buffalo Jones
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Die Wette
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Spannendes Drama
Kiniagen uach Pedarl.
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Frz. Herrmann
richtsdiener
,
den wir durch Anwendung Ihrei
Rino-Salbe gehabt haben kann ic
Aennchen Dörr
Ein Knabe ..
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Ihnen meinen vollsten Dank aus=
Agnes Kräger
Eine Magd.
Purzel als Radfahrer
I. und II. Platz 19 Pf.
sprechen. Ich werde Ihre Rino
Nach dem 1. Akte längere Pauſe.
Heilsalbe bei allen Bekannten emp-
Humoreske
Vorverkauf an der Kasse
fehlen, denn sie sollte in keinem
Kleine Preiſe:
Dieser Film stellt kolossale Anforderungen
Haushalte fehlen.
des Residenz-Theaters.
Proſzeniumsloge 5.10 M.,
Mittel=
an die Lachmuskeln der Zuschauer.
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werden Reklamemarken
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[ ← ][ ][ → ] Nummer 109.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 13. Mai 1913.
Seite 13.
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ſentiſce Derſice nierger Meit dir net eiter Var=
Tees. Nun, das mag man als Legende belächeln. Tat=
Eswaren zwei Königskinder ..
mittag viel Zeit haben, will ich Sie durch die
Gewächs=
ſache jedoch iſt, daß Baron Marnitz, Präſident unſeres
häuſer von Monrepos führen. Da ſind alle erdenklichen
Roman von Guido Kreutzer.
Staatsminiſteriums, gerade in Zeiten der Abweſenheit
Spielarten vertreten; es iſt tatſächlich amüſant.
(Nachdruck verboten.)
11)
meines Vaters keinen Donnerstag vorübergehen läßt,
Die beiden Lakaien riſſen die Türflügel auf; und
VI.
ohne ſich der Herrin von Monrepos in Erinnerung zu
Markus folgte ſeinem jungen Herrn in das Empfangs=
Langſam fuhr der Wagen die kiesbeſchotterte Alle:
bringen
zimmer.
hinauf, die zum etwas hochgelegenen Monrepos führte.
Das iſt vielleicht ſymptomatiſch für ſeinen diploma=
Das Schloß — Mittelfronß reiner Renaiſſanceſtil, die
Ein halbrunder behaglicher Raum mit Möbeln im
tiſchen Inſtinkt, Durchlaucht!
beiden Seitenflügel ſchwerer überladener Barock —
ſtand
Stil des fünfzehnten Ludwig; ovale Porkräts an den
Prinz Albrecht Georg lachte amüſiert auf.
ernſt und wuchtig gegen den dunklen Abendhimmel. Die
Wänden, die mit ſtahlblauer Seidentapete beſpannt
Sie ſind ein boshafter Spötter, Hortenbrügg.
Sonne war bereits untergegangen; vor dem Portal,
waren. Auf dem glänzenden Parkett keine Teppiche, nur
Der Wagen hatte die Höhe erreicht; in ſcharfem
rechts und links von der Auffahrtsrampe, brannten rie=
Deckchen und weiße Felle. Oben am ſtuckſchweren Pla=
Schwung fegte er um das Roſenrondell und hielt.
ſige Kandelaber.
fond eine Kerzenkrone, deren Licht weich und doch feier=
Die Poſten präſentierten; der Leibjäger ſprang vom
Sie kennen meine Tante noch nicht, lieber
Horten=
lich niederfloß.
Bock und riß den Wagenſchlag auf; Diener eilten aus
brügg?
Drüben an der Schmalwand im Kamin trotz der
mil=
dem Treppenhauſe herbei. Man war angelangt.
Ich werde erſt heut die Ehre haben, Ihrer Hoheit
den Witterung flackerndes Feuer. Davor eine kleine
Ge=
vorgeſtellt zu werden.
ſellſchaft; ſechs Herren, ſtehend oder ſitzend. Und nur eine
und ich ſage Ihnen, Präſident, Sie können mir
—
Alſo freuen Sie ſich. Ganz objektiv geſprochen
ſie
einzige Frau — die Herzogin Amalie. Eine alte
hochge=
reden, was Sie wollen — all dieſe chemiſchen Subſtrate
iſt wirklich eine verehrungswürdige Frau in jeder
Be=
wachſene ſeignierte Dame mit ſchneeweißem Haar, im
ſind blanker Unſinn; koſten horrendes Geld und ſchaden
ziehung; dabei von diplomatiſchem Geſchick, in dem ihr
vornehmen Geſicht noch immer Spuren ehemaliger
bedeu=
mehr als ſie nützen. Das einzig Wahre iſt . . . recht dicke
Geſchlecht ja überhaupt ſo vielfach Meiſter iſt.
tender Schönheit.
ſchöne Tabakslauge und hin und wieder etwas Stall=
Aehnlich äußerte ſich auch bereits mein Vater.
Beim Eintritt der neuen Gäſte brach die
Unterhal=
dünger! Natürlichſt möglichſt breit verteilt!!
Einer ihrer Allergetreueſten! lächelte der Erbprinz.
tung ſofort ab. Die Herren traten auseinander, verneig=
Kommen Sie unbeſorgt weiter, Hortenbrügg! be=
Sie ſprachen gedämpft, damit die Lakaien auf dem
ten ſich vor dem Erbprinzen, der ihnen allen nur
freund=
gütigte der Erbprinz lächelnd und zog den Oberleutnant
Bock nicht verſtanden.
zunickte und dann zur Herzogin trat.
lich
mit ſich, der verblüfft ſtehen geblieben war und auf die
Es iſt erſtaunlich, lieber Graf, welche geiſtige Elaſtizi=
Liebe Tante! er küßte ihr die Hand.
helle energiſche Stimme lauſchte. Das iſt nur Tante
tät ſie ſich mit ihren achtundſechzig Jahren noch bewahrt
Ah, mein Herr Neveu! Das iſt recht, Albrecht Georg,
Amalie, die ſich mit Herrn von Oſterried, unſerm
Polizei=
hat. Unmerklich und ohne daß ſie vielleicht ſelbſt
beabſich=
daß Du Deine Zuſage innehältſt. Ich habe in den letzten
präſidenten, mal wieder über ihre Chryſantemenzucht
tigte, iſt ſie meinem Vater in mancherlei politiſchen Fra=
Tagen ſo wenig von Dir gehabt; alſo freue ich mich
ſtreitet. Verſtehen Sie zufällig etwas davon?
gen eine geſchätzte Beraterin geworden, deren abgeklärte
doppelt.
Keinen Schimmer, Durchlaucht!
Güte für verwickelte Situationen ſchon häufig Ausweg
Dabei ruhten ihre klaren Augen mit herzlicher Zärt=
Alſo empfehle ich, ſich ein wenig dafür zu intereſſieren.
und Löſung wußte.
ilchkeit auf ihm.
Keiner andern Blumenart ſonſt bringt meine Tante ſo
Uebrigens geht im Volk das Gerücht, die allwöchent=
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 13. Mai 1913.
Nummer 109.
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Kragen v. 5 Pfg. an, Normal= u.
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Bettwäſche, woll. u. Tuch=Vorh.,
„3 Jahre mit meinem =Wanderere 3 P.S. gefahren,
Sporth. u. Anz.), Gehrock= u.
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prima Qualität, erhält man als Fleisch-Ersatz durch die Verwendung vor
ohne Reparatur, der Motor läuft wie am ersten Tag
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1
LR
nicht von der Nützlichkeit ſchöner dicker Tabakslauge über=
Du biſt blaß, Albrecht Georg; Du ſollteſt nicht ſo viel
wir haben wahrhaftig nichts dagegen, wenn die
Ju=
zeugen laſſen. Demgemäß ſprang Exzellenz Kerckhoff der
gend ſich unſerem Kreiſe ein wenig attachiert
arbeiten
Prinzeſſin bei und applizierte dem ungläubigen Thomas
Es wird ſich jetzt, ſeit Graf Hortenbrügg mir zur
Jetzt aber, lieber Graf, begrüßen Sie vor allem Ihren
eine ebenſo wortreiche wie eindringliche Schilderung der
Herrn Vater — da drüben ſteht er und verſchlingt ſeinen
Seite ſteht, manches ändern, liebe Tante. Darf ich ihn
vorjährigen Blumenausſtellung im Berliner Ausſtellungs=
Jungen faſt mit den Augen — und laſſen Sie ſich durch
Deiner Güte empfehlen?
park, die er übrigens mit keinem Schritt betreten hatte
ihn mit meinen anderen Kavalieren bekannt machen
Er ſah auffordernd zu Markus hinüber. Der trat
Mund und Naſe hätten Sie aufgeſperrt, teuerſter Prä
Eine nochmalige Verbeugung, dann trat Markus
zu=
näher und verneigte ſich ſchweigend
zu mehr
ident, wenn Sie geſehen haben würden, welche züchteri=
Vater und Sohn begrüßten ſich nur kurz
rück.
Die Herzogin jedoch nickte ihm lächelnd zu, bat ihr
ſchen und fruchtbaren Intelligenzen in unſerem als ſo kalt
war nicht Zeit, denn die übrigen fünf Herren warteten
mit einer Handbewegung heran
verſchrienen Volk vorhanden ſind! ſchloß er ſchwungvoll
Tag, mein Junge
Nur näher, lieber Graf. Gönnen Sie mir doch das
Und erſt das maliziöſe Lächeln der alten Dame, wie
Tag, Papa
Vergnügen, auch den Sohn kennen zu lernen, wo mi
Herrn von Oſterrieds purpurnes Geſicht belehrten ihn, daß
Na . . . how do vou do?
ſchon der Vater ein ſo wertgeſchätzter langjähriger Ver
er ſich da unfreiwillig einen böſen Witz geleiſtet hatte.
Danke, mir geht’s brillant; ich bin zufrieden
trauter iſt.
Baron Marnitz zog ſich mit Graf Laaſow und Hofrat
Alſo! Hab’ ich Dir ja prophezeit. Sollſt mal ſehen
Hoheit ſind ſehr gnädig
Wosgien in eine Erkerniſche zurück, wo die drei Herren
wie die Geſchichte nach ein paar Wochen ausſchaut! Jetz=
Prinzeſſin Aurelie ſah ihm ſcharf und prüfend ins
noch einmal ſorgfältig alle Einzelheiten der Abreiſe des
wenn ich bitten darf!
Geſicht. Der Küraſſier wich nicht aus; ruhig hielt er
Fürſten Ludwig durchſprachen, die morgen früh erfolgen
Und nun ſchwirrten eine Menge Namen und Tite
ſtand, reglos, als ſei er im Dienſt.
ollte. Es gab doch noch verſchiedene ſtrittige Punkte, und
Exzellenz Hofmarſchall
Erzellenz Baron Marnitz . .
Da hellte das Lächeln wieder auf
aller Vorausſicht nach würde man die Nacht durcharbeiten
. . Zeremonienmeiſter Graf Laaſon
, „
von Kerckhoff
Alſo ich freue mich wirklich, Graf. Und wenn Sie
müſſen, um die erforderlichen Etappenlinien für die Hof=
Herr
Hof=
unſer Polizeipräſident Herr von Oſterried . .
den Zirkel meiner Donnerstags=Gäſte vervollſtändigen
kuriere definitiv feſtzulegen
rat Wosgien.
wollen, werden Sie mir ſtets willkommen ſein
-
Ein=
. —
Phraſen
— Händedrücke
So ſtand Markus mit dem Erbprinzen und ſeinem
Hackenklappen
Darf ich ſchon im voraus meinem Dank für die hoch=
Er=
— Beglückwünſchungen zur Adjutantur —
Vater allein
ladungen
herzige Aufnahme Ausdruck geben, die mir Eure Hoheit
Das Geſpräch war allgemein, glitt von einem
Gegen=
kundigungen nach Berlin und offiziellen Perſönlichkeiten,
bereitet haben?
ſtand zum andern. Der Oberleutnant amüſierte ſich über
näheren Bekannten.
Und das war nicht einmal eine der üblichen höfiſcher
die aalglatte Konverſation, in der ſein Vater unbeſtritten
Dann griff die Herzogin wieder ein. Das Geſpräck
Phraſen; denn dem Oberleutnant Graf Hortenbrügg im=
Meiſter war; konſtatierte, daß Albrecht Georg von ſich ſtets
verallgemeinerte ſich. Sofort tauchten auch die vorhin
be=
ponierte irgend etwas an dieſer alten vornehmen
Dam=
gleichbleibender verbindlicher Zurückhaltung war, die eine
handelten Themata wieder auf
ganz gewaltig
Diſtanz ſchuf, ohne zu verletzer
Der kleine rundliche Polizeipräſident war bei alle=
Hoffentlich laſſen Sie ſich häufiger in Monrepos ſehen
(Fortſetzung folgt.)
ſchuldigen Devotion ein Charakter; wollte und wollte ſich
Denn was uns Alte betrifft — nicht wahr, meine Herxen?
Nummer 109.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 13. Mai 1913.
Seite 15.
inmer träſtiger entwickelt habe. Daß noch immer
Miß=
unr
verſtändniſſe, Reibungen und Anfeindungen von anderer
Seite vorkommen, liegt in der Natur der Dinge. Das
Verſtändnis für die Sache ſelbſt hat ſich aber weiter ver=
L
(.
breitet. Die Bundesleitung bemüht ſich, allen
Eigentüm=
lichkeiten der Einzelgruppen Rechnung zu tragen, aber die
eine große mittlere Richtungslinie aufzufinden für die
Hauptſache, in der wir nämlich die Ausbildung und
Er=
tüchtigung der Jugend weiter führen wollen.
wohlbekannt sind die
Me.
.
Hierauf erſtattete der erſte Geſchäftsführer General=
Vorzüge der echten
major z. D. Jung den Bericht über das verfloſſene
Jahr. Er führte aus, daß die Entwickelung des Jung=
2
Hohenlohe Erbswurst
die Vortrefiche
deutſchlandbundes im letzten Jahre eine ganz erfreuliche
war. Eine ganze Menge neuer Ortsgruppen ſind ent=
2-3 leller kosten
ſtanden. Ueberall wird praktiſche Arbeit geleiſtet, um die
nurſod,
Jugend zu ertüchtigen. Eine halbe Million Jugendlicher
EVUk
haben im Berichtsjahre an den Uebungen teilgenommen.
Tauſende von Leitern haben ſich an die Spitze der Ju=
Qualitäts-
Iiliiiluſm
gend geſtellt und ſind trotz ihrer Berufsarbeit Sonntag
für Sonntag hinausgezogen, um an dem nationalen Werk
Cigarette
SULIMH
Mſie
zu arbeiten. Mit den Behörden ſteht der Jungdeutſch=
Mihi
Luftfahrt.
landbund gut. Es ſind ihm für ſeine Fahrten auf der
Ummmahllaen
Eiſenbahn vielfach Ermäßigungen gewährt worden;
aller=
sr. Die deutſchen Vertreter für das
Gor=
dings nicht in dem Maße, wie man es gewünſcht hätte,
don=Bennett=Rennen der Frei ballone,
Gewinnauszug
doch muß man der Eiſenbahnverwaltung für ihr
Ent=
welches im Oktober von Paris aus ſtattfindet, ſind jetzt
der
gegenkommen danken. Auch das Kriegsminiſterium hat
ausgewählt worden, und zwar nach dem Ergebnis des
ſich den Beſtrebungen des Bundes günſtig gezeigt. Das
2. Prenßiſch-Füddeutſchen
deutſchen Ausſcheidungsrennens, das kürzlich von Dres=
Kultusminiſterium hat die Verſicherung gegen Haftpflicht
den aaus ſtattfand. Das Schiedsgericht hat die Flug=
(228. Königlich Preußiſchen) Klaſſenlotterie
und Unfall für alle Leiter und Führer in Preußen
über=
diſtanzen nachgeprüft und folgende Leiſtungen feſtgeſtellt:
5. Klaſſe 1. Ziehungstag 9. Mai 1913
nommen. Andere Bundesſtaaten werden hierin folgen;
1. Ballon „Niederſchleſien
(Führer: Ing. Hans
Ber=
zum Beiſpiel das Königreich Sachſen. Die Zeitſchrift
liner) 890 Km., 2. Ballon „Hannover=Minden” (Freiherr
Aatſede gerogene Ranner ſnd zwet gleich hohe Gewune
des Bundes hat ſich in erfreulicher Weiſe entwickelt.
gefallen, und zwar je einer auf die Loſe gleicher Nummer
v. Pohl) 767 Km. 3. Ballon „Gladbeck” (Hugo Kaulen)
Am 8. Juni, dem Tage der Huldigung der Jugend vor
in den beiden Abteilungen 1 und MI.
Km., 4. Ballon „Braunſchweig” (Erich Leimkugel)
dem Kaiſer, ſoll eine ganze Anzahl von Jungen aus ganz
733 Km., 5. Ballon „Otto Liliental” (Dr. Bröckelmann)
Gachdruck veldoten)
(Ohne Gewähr Al. St=u. f. Z0)
Deutſchland nach Verlin gebracht werden, um an der
638 Km., 6. Ballon Prinz Adolf (A. W. Andernach) 534
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne über
Huldigung teilzunehmen. Ein ſolches Zuſammenführen
Km., 7. Ballon „Chemnitz” (Oberpoſtſekretär Schubert)
Mi. gezogen:
240
der Jugendlichen aus den verſchiedenſten Teilen Deutſch=
357 Km. Die Führer der drei beſtplazierten Ballone, alſo
2 Gewinne zu 10000 Mk. 162230
lands fördert die Kameradſchaftlichkeit. Die Errichtung
Ing. Hans Berliner, Frhr. v. Pohl und Hugo Kaulen,
76 Gewinne zu 3000 Mk. 10181. 16361 43079 60587
von Jugendheimen macht gute Fortſchritte. Der Redner
ſind nun berechtigt, Deutſchland im Gordon=Bennett=
61261 66862 67312 68405 66620 78277 85067 86593
betont daß das Verhältnis des Bundes zu der Deut=
Rennen zu vertreten.
89683 98640 99025 100991 110614 112933 144400
ſchen Turnerſchaft ein ſehr gutes iſt. Beide ſollten in ge=
152009 157197 163578 170239 176315 182160
146534
sr. Ein neuer Höhenweltrekord für den
meinſamer Arbeit die deutſche Jugend nach dem geſteckten
194464 201803 207922 210382 213432 217064
187111
Flug mit ſechs Paſſagieren ſtellte der Franzoſe Fran=
Ziele führen. Die Stellung des Bundes zur ſtaatlichen
221102 2343 225545 23110 28sors
zeois auf dem Aerodrom von Chartres auf. Die mit=
Jugendpflege Preußens iſt ebenfalls eine gute. Die So=
150 Gewinne zu 1000 Mk. 2461 3478 3592 3610
geführten ſechs Paſſagiere und der Führer wogen 472
zialdemokratie erblickt in dem Bunde ihren ſchlimmſten
15214 21801 27280 29447 30461 31110 36875 3836s
Kilogramm. Mit dieſer Belaſtung erhob ſich der Sa=
Im preußiſchen Abgeordnetenhauſe hat ein
Gegner.
46580 54327 59162 69806 71635 73597 76495 80399
vary=Doppeldecker zu 850 Meter Höhe. Der bisherige
ozialdemokratiſcher Redner behauptet, der Bund pflege
97564 10105a
(2121 66dds: 8o9r2 59061 95467 96601.
Höhenweltrekord mit 6 Paſſagieren wurde von Frantz
ge=
politiſche Ziele und müßte daher verboten werden, über=
104480
107254 108048 108838 113233
115682 122065
halten, der gleichfalls auf einem Savary=Doppeldecker am
haupt ſei die ganze ſtaatliche Jugendpflege politiſch.
13665 140107
125557 126728 127592 128205
124000
27. Februar dieſes Jahres mit einer Belaſtung von 465
Ein nationalliberaler Redner entgegnete ihm mit Recht,
167019 169623
163608 150105 163055 160976
155126
Kilogramm 620 Meter Höhe erreichte.
-
Einige ältere
daß der Bund die Liebe zu Vaterland und zu Kaiſer und
176615
178171 181683
172304 17245 17520
170512.
Flugrekords= ſind jetzt von der Sport=Kommiſſion des
201224
Reich pflege, das ſei eine Forderung, der von allen
204716 210847
18a549 199207 200202
184311
Franzöſiſchen Aeroklubs anerkanntsworden. Zunächſt der
Staatsbürgern nachgekommen werden könne und habe
218476 221226 225194
214882
215372 215468 216122
Höhenweltrekord mit drei Fluggäſten, den Marty auf
226657 22668 229606 230605
231305
mit Politik nichts zu tun. Die Sozialdemokratie hat eine
einem Caudron=Doppeldecker am 15. Februar 1913 auf=
204 Gewinne zu 500 Mk. 616 2553 3276 3439
Zentralkommiſſion gebildet, welche den ausgeſprochenen
ſtellte mit 1680 Meter. Urſprünglich waren 1800 Meter
7735 8940 9421 9859 10905 15028 20520 21145
Zweck hat, die Jugend aus den bürgerlichen Vereinen
angegeben, ferner der Höhenweltrekord mit vier Flug=
23493 25268 34236 36397 38027 39153 39230 44729
herauszudrängen. Dieſe Kommiſſion iſt eine Kampfes=
47994 60057 „ 51757 53237 54920 54932 61231 67235
gäſten, den gleichfalls Marty am 15. April dieſes Jahres
organiſation gegen unſere nationale Jugendbewegung.
71703 75023 75171 77630 179103 82434 83285
69078
mit 1400 Meter aufſtellte. Dieſer Flug war urſprünglich
Dieſe ſozialdemokratiſchen Jugendvereine ſind auch be=
84a1a 85610 90971 92391: 93874 95498 96060
83650
mit 1450 Meter angegeben. Ferner erkannte die
Sport=
reits für politiſche Vereine erklärt worden. Redner ſchloß
109599 115244 119586 120703 120756 123586
103592
kommiſſion die Rekorde des Aviatikers Chempel an, die
mit der Hoffnung, daß das Mißtrauen gegen den Bund
125445 126111 127409 132686
136792 137267
124832
dieſer am 15. April in Orleans mit 4 Paſſagieren
auf=
ſchwinden und dieſer ſich weiter gut entwickeln werde.
138139 142432 146537 147487
148578
147781
137388
ſtellte. Dieſe Rekorde ſind: 30 Km. in 21 Min. 53,4 Sek.,
150330 150468 151181
151085
152850
150162
159164
In
der
40 Km. in 29113,2, 50 Km. in 36:31, 100 Km. in 1.13:01,1;
Diskuſſion richtet Oberleutnant
174024
180802
179631
1665a9 160022 172063
162357
150 Km. in 1:49111,4, 200 Knu. in 2.25:02,1, 250 Km. in
Stähle=Brandenburg a. H., an den Vorſtand die An=
184782 190055 192881 199333 200738
201776
180827
8.01=17. Als Zeitrekorde wurden anerkannt in 15 Min.
frage, wie man ſich dazu zu ſtellen habe, wenn Ange=
207744 210012 211885 212917 21310a
216526
201980
20 Km., in 30 Min. 40 Km., in 1 Stünde 82,344 Km.,
hörige des Jungdeutſchlandbundes, die Geſellen würden,
218436 218831 220242 220291 225468 226813 227606
in 2 Std. 165 Km., in 3 Std. 247,343. Km.
aus Zwang den ſozialdemokratiſchen Gewerkſchaften bei=
230444 232389
treten müßten. Er habe, da es ſich um einen Zwang
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über
handelte nichts dagegen einzuwenden gehabt, aber die
240
)Mk. gezogen:
Gewerkſchaften verlangten denn auch ſofort, daß die
2 Gewinne zu 30 000=Mk. 16756
Sport, Spiel und Turnen.
jungen Leute aus dem Bunde austreten ſollten. (Hört!
4 Gewinne zu 10000 Mk. 47954 138226
Hört!) Man ließ ſie auf ihrer Arbeitsſtelle nicht in Ruhe,
86 Gewinne zu 3000 Mk. 57 12350 18625
18697
sr. Brieftauben=Aufſtieg bei der Stadion=Weihe. Die
und es ſei ſeinen Bemühungen ſchließlich gelungen, den
19052 27303 30154 37612 37724 45381 47119 49085
Kunde von der Eröffnung des Deutſchen Stadions ſoll.,
Leuten andere Arbeitsſtellen zu verſchaffen, wo man ſie in
64847
54802 71156 80504 99308 100661 120391
wie die Sportliche Rundſchau erfährt, auch durch Brief=
Frieden ließ,
-
Oberbürgermeiſter Dominicus=
128207 129932 130889 136764 145249 148052
126724
tauben in ganz Deutſchland verbreitet werden. Der Ver=
176649
Schöneberg: Gegen das Verfahren, wie as der Herr
177745 181069 181204 182468 185594 190554
band Deutſcher Militärbrieftauben=Liebhabervereine wird
192101
Vorredner eingeſchlagen hat, haben wir vom Vorſtande
195429 200824 201707 202814 206532 208941.
aus allen Teilen des Reiches Tauſende von Brieftauben
227347 232197as.
223817
aus nicht das geringſte einzuwenden. — Polizeipräſident
zur Stadion=Einweihung am 8. Juni nach Spandau be=
150
Gewinne zu 1000 Mk. 2988 3549 3667 3920
v. Alten=Magdeburg: Von uns aus können die
jun=
fördern Von dort werden die Tauben nach der Renn=
3971 11927 12002 14511 *15355 17594 17677 23698
gen Leute ruhig in die Gewerkſchaften eintreten, aber die
bahn Grunewald gebracht, wo ſie vom 3. Platz aus im
24574
26300 30576 3075 380ld 3468 3005 a1ols
Gewerkſchaft läßt ſie keine acht Tage bei uns, ſondern
Augenblick der Stadion=Weihe aufgelaſſen werden.
55230 62687 64294 168511. 71121 7304a 78975 80739
zwingt ſie rettungslos, aus dem Bunde auszutreten, oder
81932
85093 95327 95759 95851:100310 103942 104921
vertreibt ſie von der Arbeitsſtelle. (Sehr wahr!) Man
105061
106691. 108759 122249 127223 140362 142985
müſſe daher der Frage der Arbeitsnachweiſe nähertreten.
143539
144474 147798 148124 1149959 154181 154883
Kongreſſe und Verbandstage.
Man brauche ja keinen neuen Arbeitsnachweis zu grün=
158975
160152 162362 163388 167196 170860 175475
den, ſondern müſſe die nationalen Arbeitsnachweiſe, wie
I7I122.
Hauptverſammlung des Jungdeutſchland=
178165 178628 188753 189326 195756 199025
beiſpielsweiſe die der gelben Gewerkſchaften und der Ar=
199902
bundes.
200408 207156 208360 212020 214505 215715
beitgeber=Arbeitsnachweiſe unterſtützen.
Oberbürger=
216262
222543 231542 231834
Berlin, 9. Mai. Unter dem Vorſitz des
General=
meiſter Dominicus=Schöneberg bittet,
das Syſtem
198
Gewinne zu 500 Mk. 2183 4911 8686 12334
feldmarſchalls Frhrn. v. d. Goltz fand heute vormittag
der öffentlichen Arbeitsnachweiſe hierbei nicht zu ver=
19184 15das 16550 16707. 195d9 20266 2190 25514
im Landeshauſe der Provinz Brandenburg die Haupt=
.
Erzellenz v. Biſſing=Berlin, berichtet von
29458 29493 3002d 35223 35635 37051. 38540 39379
verſammlung des Jungdeutſchlandbundes
einem Fall, daß eine große Anzahl junger
Gewerkſchaft=
a16s0 427d 46502 45050 469605 26902 39501 Sogs
ſtatt, die von Vertretern der Ortsgruppen und der
ange=
ler in den Bund eingetreten ſei, teils um zu ſpionieren,
51433 52242 52976 55891 57066 71787 72219 79907
ſchloſſenen Verbände aus allen Teilen des Reiches zahl=
und teils, um unſere Mitglieder in ihre Gewerkſchaften
81920 83759 90234 98095 100468 101799 105973 106026
reich beſucht war. Unter den Anweſenden befanden ſich
hinüberzuziehen. (Hört! Hört!) Das ſei ihnen tatſäch=
112545
113089 120776 121265 123090 127281 131641
Unterſtaatsſekretär a. D Dr. Thiel und mehrere Vertreter
lich auch gelungen, denn die beſten ausgezeichnetſten
133368
134901 135176 —141541 141606 141664
162025
der Deutſchen Turnerſchaft, und zwar Prof. Reinhardt=
Jungen verſchwanden plötzlich durch dieſe Propaganda.
142890
147399 148363 151329 157375 159848
160647
Berlin, Stadtſchulrat Dr. Rühl=Stettin und Geheimer
163157
Auch die Hirſch=Dunckerſchen Gewerkſchaften ſeien an ihn
163150 166266 10706s 197os
16984d
168872
Sanitätsrat v. Töplitz=Breslau.
169921
herangetreten, er habe ſich aber noch nicht zu einer Ant=
172938
176521 175060 1700
181244
179979
186145
Freiherr v. d. Goltz eröffnete die Verhandlungen
wort entſchließen können, da dieſe Gewerkſchaften der
185563
186536 189996 190912
201672
200063
202645
mit Begrüßungsworten und betonte, daß der Jung=
2o31e5
208337 208470 210947 212211
Sozialdemokratie ſehr naheſtehen. Nach Erledigung ge=
220304
225031
225176 226206 230270 231991 233261
deutſchlandbund ſich über Erwarten in erfreulicher Weiſe
ſchäftlicher Angelegenheiten wurde die Sitzung geſchloſſen.
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