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Lagbla
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Inſerake
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
N 104.
Dienstag, den 6. Mai.
1915.
Die heutige Nummer hat 22 Seiten.
auf das Niveau eines bloßen Machtkampfes herab und
hart, aber nicht unerwartet, da es bereits in dem Artikel
nehmen ihr damit ihre eigentliche aufbauende Bedeutung.
33 des Geſetzes von 1905 vorgeſehen ſei. Die außerordent=
Eine dauernde Mitarbeit der Frau im öffentlichen Leben
lichen Umſtände, von denen der Artikel ſpreche, ſeien heute
iſt überhaupt nur denkbar unter der Bedingung, daß eine
in den Augen der Regierung um ſo zwingender, als ſie
gerechte Geſellſchaftsordnung den ſozialen Frieden
ver=
einen dauernden Charakter angenommen hätten. Das
Das Wichtigſte vom Tage.
bürgt und die rohe Gewalt als Mittel der
Intereſſen=
ganze Land zog aus den jüngſten Ereigniſſen die Lehre
behauptung mehr und mehr zurückdrängt. Die Frauen=
Das bayeriſche Regentenpaar iſt geſtern nach=
und erſaßte die Notwendigkeit, die Verkeidigung zu
ver=
bewegung darf daher nicht ſelbſt Gewalt anwenden, ſie
mittag vor. Stuttgart nach Karlsruhe abgereiſt.
ſtärken, um die Würde ſchützen zu können. Das Land
muß vielmehr durch ihre Kampfesweiſe den Beweis
lie=
wolle ſtark bleiben, denn man achte nur den Starken. Die
Der frühere freiſinnige Reichstagsabgeordnete Karl
fern, daß im öffentlichen Leben Formen geſchaffen werden
Sophismen des Internationglismus hätten
Schrader iſt in Kiel im 80. Lebensjahre geſtorben,
können, die dem Weſen und der Natur der Frau gemäß
keinen Einfluß auf den handfeſten und geſunden
Men=
ſind. Durch die Nachahmung der von Männern
ange=
ſchenverſtand eines Volkes. Barthou bedauerte,
Der montenegriniſche Miniſterrat ſchlug der
wandten revolutionären Gewaltmittel zerſtören ſich die
daß einige Beamte die Grenzen ihrer bürgerlichen Rechte
Krone vor, betreffs Skutaris, ſelbſt im Falle eines
Frauen ſelbſt die Möglichkeit, ſich im öffentlichen Leben zu
überſchritten und eine Kundgebung für eine eingehendere
Waffenkonfliktes, nicht nachzugeben
Da die
behaupten, zerſtören ſie die ruhige Ueberzeugungskraft der
Veratung des Geſetzes unterzeichnet hätten. Die unge=
Krone den Vorſchlag ablehnte, demiſſionierte
ſachlichen Notwendigkeit, die ihre Forderungen ſtützt, und
heure Mehrheit der Profeſſoren und Lehrer ſei jedoch nicht
das Kabinett.
geben ihrer Bewegung den Charakter eines erbitterten und
aus ihrer durch die Umſtände auferlegten Zurückhaltung
Miniſterpräſident Lukacs erklärte in der öffentlichen
verhängnisvollen Kampfes der Geſchlechter um die äußere
getreten.
Sitzung des ungariſchen Reichstags, daß König Ni=
Macht
Nach einigen Worten über die Laienſchule, die
Fi=
kita die Großmächte verſtändigte, daß er Skutari
Aus all dieſen Gründen ſind wir überzeugt daß die
nanz= und die Wahlreform ſchloß der Miniſterpräſident,
bedingungslos räumen werde.
Frauenbewegung ihre Erfolge nur von der aufbauenden
indem er ſich von neuem an die Einigkeit der Republi=
Kraft der poſitiven Leiſtungen der Frauen erwarten kann.
kaner wandte.
Die Botſchafter=Vereinigung vertagte ſich geſtern auf
Die Wirkung dieſer Leiſtungen kann durch ungeſetzliche
Nach dem Miniſterpräſidenten Barthou ergriff Mi=
Donnerstag.
Kampfesmittel nur beinträchtigt und zerſtört werden.
niſter Pichon das Wort und ſagte: Frankreich ſei von
Dem griechiſchen Königspaare wurde eine
hervorragend friedlichem Sinne beſeelt; es ſoll als Binde=
Tochter geboren.
glied dienen zwiſchen den Ländern, die durch die Er=
Die nationale Politik
Tageskalender zur Geſchichte der
eigniſſe getrennt werden könnten, und eine Rolle ſpielen,
Befreiungskriege.
um Mäßigung und Beruhigung herbeizuführen. Dies iſt
Frankreichs.
6. Mai 1813: Aufgebot des Landſturms in Berlin.
ſeine Aufgabe im Rate der europäiſchen Länder, wo Frank=
* Auf dem Bankett der Stadtverwaltung in Caen
reich bemüht iſt, wenn Unſtimmigkeiten eintreten, Mittel
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 8.
hielt Miniſterpräſident Barthou eine Rede, in der er
und Wege zu finden, den Bruch der Einigkeit unter den
die Notwendigkeit der Einigkeit der Republikaner betonte.
Mächten zu verhindern, der für alle Länder eine ſchwere
Barthou verteidigte ſich energiſch gegen die Unter=
Gefahr ſein würde. Frankreich gibt die Hoffnung nicht
ſtellung, daß er zu politiſchen Zwecken das patriotiſche
Gegen die Kampfesweiſe
auf, mit Hilfe der befreundeten Mächte zu einem guten
Gefühl oder die Schwierigkeiten der äußeren Lage hätte
ausbeuten wollen. Die Ereigniſſe ſprächen laut genug
der Suffragettes
Reſultat zu kommen. Während einerſeits Frankreich
fried=
ſelbſt für diejenigen, welche nicht hören und ſehen wollen
lich geſinnt iſt, arbeitet es an ſeiner Verſtärkung, um der
hat dankenswerterweiſe der Geſamtvorſtand des
und in untätigem Optimismus verharrten. Der
allgemeinen Achtung ſicher zu ſein: Frankreich hat, was
Balkankrieg ſtörte das alte Gleichgewicht. Die wohl=
Bundes deutſcher Frauenvereine klar und
ſeine nationalen Intereſſen betrifft, kein anderes Ziel, als
verdienten Siege der Balkanſtaaten ſtellten neue Probleme
energiſch Stellung genommen. Die Erklärung des
ge=
auf und machten die Berechnungen der Diplomatie zu
das Erbteil der Vorfahren den kommenden Generationen
nannten Bundes dürfte weit über die Kreiſe hinaus, die
nichte. Dieſe würde der Gegenſtand billiger Ironie, aber
unberührt zu überliefern.
direkt an der Frauenbewegung intereſſiert ſind,
Aufmerk=
die Dienſte müßten hervorgehoben werden, die die Bot=
Die Rede Barthous, namentlich die Stelle über die
ſchaftervereinigung in London, die mit ſo vorzüglicher
ſamkeit erregen und Befriedigung erwecken.
Feſtigkeit geleitet wurde, dem europäiſchen Frieden ge=
Militärvorlage, findet in einem anſehnlichen Teile der
Wenn ſich der Bund deutſcher Frauenvereine darüber
leiſtet hat, einem unſicheren Frieden, den ſie geſichert hat.
Pariſer Preſſe lebhafte Zuſtimmung. Die konſervativen
beklagt, daß die Ausſchreitungen der engliſchen Suffra=
Barthou ſtelle weiter feſt, daß die Diplomatie ſechs Mo=
Blätter bedauern jedoch, daß der Miniſterpräſident ſich
gettes gegen die deutſche Frauenbewegung ausgebeutet
nate durch gegenſeitige Zugeſtändniſſe die Einigkeit der
verpflichtet gefühlt habe, den Radikalen das Zugeſtändnis
Großmächte aufrechterhalten und koſtbare Zeit gewonnen
und als Abſchreckungsmittel gegen deren Ziele und
For=
habe. Frankreich habe dabei eine Rolle geſpielt, die ſeil
zu machen, auch über die Verweltlichungspolitik und die
derungen benutzt werden, ſo dürfte dies, wenn es
tatſäch=
nem Bündnis, ſeinen Freundſchaften, wie ſeinem Willen
Einkommenſteuer zu ſprechen. Der Figaro meint, dieſe
lich geſchehen iſt, darin begründet ſein, daß die
verbreche=
einen Konflikt zu vermeiden, deſſen Folgen unmöglich
Konzeſſion ſei wenig lobenswert. In dieſem ſchwierigen,
vorauszuſehen ſeien, entſprächen. Ohne die Rechte
Frank=
riſche Kampfesweiſe der engliſchen Suffragettes bisher
vielleicht entſcheidenden Zeitpunkt wäre es gefährlich, die
reichs zu verletzen, habe die franzöſiſche Diplo
von jener Seite nicht bedingungslos und unzweideutig
matie ihre europäiſche Pflicht getan, an An=
Parteizerriſſenheit noch mehr zu betonen, den Kredit zu
verworfen worden, ſondern von den Anhängerinnen des
regungen oder Demonſtrationen teilgenommen. die allein
lähmen und die Sparer zu beunruhigen.
Frauenſtimmrechts ſogar zu entſchuldigen verſucht worden
den Bruch vermeiden könnten, der Unſicherheit
In parlamentariſchen Kreiſen verlautet, daß ein
und Gefahren in ſich trage. Sie werde auch dieſer
Hal=
iſt. Um ſo mehr iſt die Erklärung des Geſamtvorſtandes
regierungstreuer Deputierter in einer der nächſten
Kam=
tung treu bleiben, um einerſeits den Beſchlüſen, in denen
des Bundes deutſcher Frauenvereine, die leider etwas ſpät
das einmütige Europa ſeine Autorität und Würde
feſt=
merſitzungen den Miniſterpräſidenten über die von ihm
kommt, zu begrüßen. Sie lautet folgendermaßen:
legte, Achtung zu verſchaffen, andererſeits die endgültigen
in Caen angekündigte Zurückbehaltung der am 1. Oktober
Wir ſind überzeugt, daß die Anwendung von
Bedingungen des Friedens auf dem Balkan
freiwerdenden Jahresklaſſe interpellieren werde. Dem
Gewaltmitteln zu dem Weſen und den
Zie=
ſchneller feſtzulegen. Barthou ſtellte dann feſt, es ſei un=
Miniſterpräſidenten werde hierdurch Gelegenheit geboten
len der Frauenbewegung in einem
grund=
möglich, zu erklären, daß der Friede gegen jede
Gefahr=
ſätzlichen Widerſpruch ſteht und deshalb weder
geſichert ſei.
werden, ſich über dieſe Frage eingehend zu äußern und
durch äußere politiſche Verhältniſſe, noch durch die dabei
Barthou betonte die Friedensliebe
Frank=
von der Kammer hierüber ein unzweideutiges Votum
bewieſene Ueberzeugungstreue und Opferfähigkeit
prin=
reichs und fügte hinzu, Frankreich wolle den Frieden
zu erlangen. In Regierungskreiſen iſt man überzeugt, daß
ziviell gerechtfertigt werden kann.,
aber einen Frieden, der ſeinem Stolz und ſeiner Würde
die überwiegende Mehrheit der Kammer der geplanten
Nach unſerer Ueberzeugung bedeutet die Anwendung
entſpreche nicht einen Frieden, der aus der Furcht geboren
revolutionärer Gewalt unter allen Umſtänden und für
wird. Um ihn zu ſichern, ſei es bereit, Opfer zu bringen.
Maßnahme ihre Zuſtimmung erteilen werde. Die
De=
jede Frau einen Bruch mit ihrer Natur, eine Preisgabe
die die Verteidigung verlangte. Das Land habe bereits
putierten, die ſoeben mit ihren Wählern in Berührung ge
ihrer Weſensart. Mag das Gefühl des erlittenen
Un=
mit inſtinktivem Scharfblick erkannt, daß das Geſetz über
treten ſeien, hätten die Erkenntnis erlangt, daß die Be
rechts noch ſo ſtark ſein — die Frauen werden ſich doch zur
die dreifährige Dienſtzeit eine
Notwendig=
völkerung von der Notwendigkeit der ihr auferlegten
Anwendung gewalttätiger Mittel innerlich zwingen und
keit ſei. Barthou führte weiter aus daß man ſich nur
die Stimme des Taktes gewaltſam betäuben müſſen, die
aus unabweislichen Gründen entſchloſſen habe, dem
Opfer durchaus durchdrungen ſei. Die Beratung des
Ge=
ſie von derartigen Demonſtrationen zurückhält. Darum
Lande ein Opfer von einer ſolchen Bedeutung aufzu
ſetzes über die dreijährige Dienſtzeit ſelbſt dürfte kaum
kann — abgeſehen von ihrer Bedenklichkeit an ſich
— eine
erlegen, aus Gründen, die den dringendſten
Na=
vor dem 20. d. M. beginnen.
ſolche Taktik keinen dauernden Erfolg haben. Die
wider=
tionalintereſſen entſtammten und derart ſeien, daß
ſinnigen Mittel müſſen je länger je mehr die Wirkung
man das Geſetz auf ſich nehmen müſſe, ſofern man ſich
verlieren, die ſie vielleicht anfangs als Ausdruck der
Ent=
nicht ſelbſt dem Untergang preisgeben wollte. Es handle
ſchloſſenheit und des Opfermutes der Frauen gehabt
Deutſches Reich.
ſich nicht darum, einer Art anſteckendem Rüſtungswahnſinn
haben, und die Frauen ſelbſt werden einer Taktik müde
nachzugeben, ſondern darum, ſich zu verteidigen. Barthor
Die „Imperator”=Reiſe des Kaiſers.
werden, die keine ohne inneres Widerſtreben aufgenommen
ging dann auf die Vorteile ein, die er von dem Geſetz
Das Programm für die vielbeſprochene „Imperator”
haben kann und deren gewalttätige äußerſte Konſequen
über die dreijährige Dienſtzeit erwartet, nämlich die
Er=
höhung der Effettiobeſtände. Verbeſſerung der Ausbil
zen zu ziehen ſich für Frauen ohnehin ein für allemal
Reiſe des Kaiſers iſt nach mehrfachen Aenderungen jetzt
verbietet.
dung, Vergrößerung der Offenſivkraft und die Verſtärkung
folgendermaßen feſtgeſetzt worden: Am 7. Juli tritt der
Die Frauen, die revolutionäre Kampfesmittel
anwen=
der gut ausgebildeten und ſtets bereiten Deckungstruppen.
Kaiſer von Kiel aus auf der „Hohenzollern” ſeine
Nord=
den,
Das Geſetz werde die notwendige Antwort auf die
ander=
verleugnen aber nicht nur ihre eigene weibliche Natur,
landsreiſe an. Die Fahrt geht zuerſt nach dem
Kaiſer=
ſie ſchaden auch im letzten Grund den Intereſſen der
wärts angenommenen Geſetze ſein wodurch eine zahlen
Frauenbewegung ſelbſt. Wenn die Forderung nach einem
mäßige Unterlegenheit des franzöſiſchen Heeres herbeige=
Wilhelm=Kanal, nach Cuxhaven. Von dort geht der
Kai=
verſtärkten Einfluß im Staate heute weite Frauenkreiſe er
führt ſei Zwiſchen dem franzöſiſchen und dem
ſer an Bord des „Imperator”, und am 8. Juli ſticht der
deutſchen Heere beſtehe, ſelbſt wenn man die bereits
griffen hat, ſo ſehen wir darin die Wirkung wirtſchaftlicher
„Imperator” in See, kehrt aber ſchon am 9. zurück. Der
ſicheren Steigerungen des gegenwärtig in Deutſchland be=
Veränderungen und ſozialer Umgeſtaltungen, deren un=
Kaiſer ſetzt dann ſeine Fahrt auf der „Hohenzollern” nach
ſprochenen Geſetzes nicht berückſichtige ein Unterſchied von
aufhaltſam wirkende Macht durch eine Gewaltpolitik nicht
verſtärkt werden kann.
180 000 Mann. Das einzige Mittel, dieſen Unterſchied, der
Norwegen fort. An der „Imperator”=Reiſe ſollen die
ſei=
in naher Zukunft noch größer würde, zu beſeitigen, ſei die
Der Zweck des Frauenſtimmrechts, ob es für
Ge=
nerzeit geladenen Gäſte teilnehmen, ſoweit es ihre Zeit
Sicherung eines ausreichenden und dauernden
Effektiv=
meinde, Berufsvertretung oder Staat gefordert wird,
be=
erlaubt
beſtandes durch die Verlängerung der
Dienſt=
ſteht darin. daß die Frauen die aus ihrer wachſenden Be=
Das diesjährige Kaiſermanöver
zwi=
zeit. Die anderen vorgeſchlagenen Mittel ſeien nur
un=
rufstätigkeit hervorgehenden wirtſchaftlichen Intereſſen
- und an den Kulturaufgaben verantwortlich
mit=
wirkſame und der Lage nicht entſprechende Palliativmittel
ſchen dem 5. und 6. Armeekorps wird auf dem für Preußen
arbeiten wollen, denen ſie als Frauen und Mütter
Ohne ſich hinter den Oberkriegsrat, der ſich einſtimmig für
geſchichtlich ſo denkwürdigen Boden der Provinz
Schle=
die dreijährige Dienſtzeit ausgeſprochen habe. zu
verſchan=
eine natürliche und lebendige Anteilnahme
entgegen=
ſien ſtattfinden. Vor dem Kaiſermanöver wird der„
Kai=
zen, werde die Regierung ſich mit ihrer Exiſtenz für die
bringen. Dieſe dopelte Bedeutung hat in der
Frauen=
ſer die große Parade über das 5. Armeekorps am 26. Abguſt
bewegung der Gedanke des Frauenſtimmrechts bis heute
Annahme des Entwurfes einſetzen
Die Regierung erfülle nur ihre Pflicht, wenn ſie ferner
gehabt, nicht aber den Sinn eines Kampfes mit dem Mann
bei Poſen, über das 6. Armeekorps am 29. Auguſt bei
ihren Willen kundgibt, den, am 1. Oktober freiwerdenden
um die politiſche Herrſchaft. Durch die Anwendung revo=
Breslau abnehmen. In Poſen wird der Kaiſer mehrere
Jahrgang unter den Fahnen zu behalten. Das Opfer ſer
lutionärer Mittel drücken die Frauen ihre Kulturbewegung
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 6. Mai 1913.
Tage in der neuen Kaiſerpfalz reſidieren. Die Armee=
Schmähungen über die „Wahlrechtsſchmach” in Preußen
korps werden nach den Paraden ihre Brigade= und
und überhaupt die ganzen preußiſchen Zuſtände. Was
der preußiſche Staat in Wahrheit für die Bürger gerade
Diviſionsmanöver abhalten und an deren Schluß in die
der unbemittelten Klaſſe leiſtet, wurde im Abgeordneten=
Bereitſtellungsräume für das Kaiſermanöver einrücken,
haus vom Regierungstiſch wiederholt überzeugend darge=
Dieſes beginnt am 8. und endigt am 10. September. Die
legt. Um die Hauptpunkte zu erwähnen, ſei daran er
innert, daß im Jahre 1888 der preußiſche Staat den ärme=
Verwendung zahlreicher Flieger=Abteilungen wird der
ren Klaſſen ſämtliche Koſten des Volksſchulbeſuchs ab
großen Fortſchritt vor Augen führen, den die Luftfahrt im
nahm und damit eine ſoziale Tat erſten Ranges
voll=
letzten Jahre gemacht hat. Ueber die Teilnahme von
Lenk=
brachte. Das Steuerweſen iſt ebenfalls in ſozialem Geiſte
luftſchiffen iſt noch nichts Näheres bekannt. Die höheren
eregelt worden, indem die unteren Klaſſen ſteuerfrei und
im übrigen die Steuern immer ſtärker anſteigen, ſo daß
Stäbe werden wiederum mit den neueſten techniſchen
bei 900 Mark Einkommen zwei Drittel Prozent Belaſtung
Nachrichtenmitteln ausgeſtattet werden. Da die Manöver
eintritt, die bei größeren Einkommen bis 5 Prozent ſteigt.
in weſentlich kleinerem Rahmen wie 1912 angelegt ſind
Vom Staate erhält der Unbemittelte für keine oder
ge=
ſo wird in dieſem Jahre die taktiſche Schulung der Unter
ringfügige Steuerabgaben höhere Gegenleiſtungen,
al=
von den ſozialdemokratiſchen Gewerkſchaften, die jedes
führer und der Truppen beſonders zur Geltung kommen. Der
Mitglied auch unter 900 Mark Einkommen erheblich zu
Aufenthaltsort des kaiſerlichen Hauptquartiers und der
en Leiſtungen heranziehen. Bezüglich der angeblich
Manöverleitung ſteht noch nicht feſt. Beſtimmungen hier
ſchlechten Behandlung der Staatsarbeiter verweiſt die
über werden möglichſt lange geheim gehalten, um die
Norddeutſche Allgemeine Zeitung darauf, daß die Per
ſonalausgaben der Eiſenbahnverwaltung in zehn Jahren
Parteiführer in der kriegsmäßigen Löſung ihrer Aufgaben
um 483 Millionen und die Arbeiterlöhne um 33¾/10
Pro=
nicht zu beeinfluſſen
zent geſtiegen ſind. Das Blatt ſchließt: Zu den eigenen
-
Die Wahlprüfungskommiſſion des
ſozialen Leiſtungen des Staates kommt ſeine rege Mitar
Reichstags hat ihren dritten Bericht erſtattet über die
beit an der ſozialpolitiſchen Geſetzgebung im Reich, die
in den Hauptbeziehungen das Arbeitsverhältnis zu regeln
Prüfung der Wahleinſprüche bei der Wahl des Abg. Kölſd
hat. Die vorbildlichen Großtaten, die hier zum Segen
(natl.) in Kehl=Oberkirch=Offenburg. Bekanntlich hatte die
er Arbeiterſchaft vollbracht wurden, ſind allbekannt. Wa
Vollverſammlung die Wahl nochmals von der Kommiſſion
Preußen diesbezüglich mitgeſchaffen und angeregt hat, dar
prüfen laſſen. Dieſe hat ihren Antrag auf
Ungültigkeits=
auf kann jeder ſeiner Angehörigen mit Recht ſtolz ſein.
erklärung von neuem geſtellt. Nach eingehender nochmali=
Ausland.
ger Prüfung hat ſie bei Berückſichtigung aller zugunſten
des Abg. Kölſch ſprechenden Momente dem Abg. Kölſch
Rußland.
12 434, dem Gegenkandidaten Schuler 12708 Stimmen zu
Die Lage Finnlands. Der Generalgouverneur
erkannt
von Finnland legte dem Miniſterrate die Adreſſe des
— Vermehrte Ausgabe kleiner Reichs
Landtags vom 15. März vor, welche eine Würdigung der
banknoten. Nachdem die Budgetkommiſſion des
politiſchen Lage des Landes und der in ihm herrſchenden
Reichstags bei den Beratungen über den Etat des Reichs
Anſichten enthält. Der Generalgouverneur führt
dabe=
amts des Innern ſich für eine vermehrte Ausgabe kleine:
aus, die Adreſſe enthalte grundloſe Anklagen gegen die
Reichsbanknoten ausgeſprochen hat, iſt die Bindung, die
Regierung, welcher ſie das Beſtreben zuſchreibe, die Rechts
bisher für die Reichsbank in bezug auf die Ausgabe dieſer
ordnung Finnlands und die Vorausſetzungen für ſeine
Noten beſtand, beſeitigt, und die Reichsbank hat
infolge=
wirtſchaftliche Entwicklung zu zerſtören. Die Adreſſe diene
deſſen bereits Noten zu 20 und 50 Mark in größerem
Um=
hauptſächlich der Agitation, deren Ziel ſei, die finnländi
fange ausgegeben. Die Wirkung dieſer Maßnahme
ha=
ſchen Beamten zum Widerſtande gegen die Regierungs
ſich dann auch ſehr ſchnell durch eine merkliche Zunahme
maßnahmen aufzuſtacheln, welche darauf hinzielen, dieſes
des Goldbeſtandes gezeigt, wodurch erwieſen iſt, daß die
Grenzland immer enger mit den anderen Teilen des ruſſi
bisherigen Schwierigkeiten in der Beſchaffung einer aus
ſchen Reiches zu verbinden. Danach ſchloß der General
freichenden Goldreſerve der Reichsbank zum Teil
wenig=
gouverneur mit dem Vorſchlage, der Adreſſe keine Folge
ſtens mit der Beſchränkung in der Ausgabe kleiner Noten
zu geben.
im Zuſammenhang ſtanden. Wie die Nachfrage nach
Japan.
kleinen Scheinen in den letzten Jahren zugenommen hat,
geht auch aus einer Nachweiſung über die Beſtände der
Schiffsneubauten. Die japaniſche Regierung
Reichsbank an Reichskaſſenſcheinen zu 5 und 10 Mark
her=
hat bei den Werften in Kawaſaki, Nitſubaſchi und Yoko
vor. Am 31. Dezember 1908 befanden ſich in den Beſtän
uku Aufträge für den Bau von drei Dreadnoughts erteilt
den der Reichsbank Reichskaſſenſcheine im Werte von rund
die Schweſterſchiffe des „Fuſo” ſein ſollen.
57 Millionen. In den folgenden Jahren ging dieſer Be
Braſilien.
ſtand ſtändig zurück, und zwar bis auf 15,7 Millionen an
Die Botſchaft des Präſidenten an den
31. Dezember vorigen Jahres
Kongreß ſtellt feſt, daß die auswärtigen Beziehungen
Beſoldungserhöhung der Reichsbeam=
Braſiliens ausgezeichnet ſind, und hebt hervor, daß die
ten. Ueber eine Novelle zum Beamtenbeſoldungsgeſetz
Aufrichtigkeit der Politik und immer enger werdend
wird, wie die Tägl. Rundſchau erfährt, zurzeit zwiſchen
Bande Braſilien und Argentinien vereinigen. Die
Bot=
den zuſtändigen Reichsämtern und dem preußiſchen
Fi=
ſchaft weiſt auf die Notwendigkeit hin, das Werk in Ri
nanzminiſterium verhandelt. Dieſe Verhandlungen ſin
Brancos, nämlich die Grenzberichtigung, zu vollenden
verurſacht durch das im Reichstag angenommene Geſetz,
Die Regierung wendet alle Sorgfalt dem Unterrichtsweſen
die Bezüge der Poſtſchaffner um 100 Mark zu erhöhen und
zu und erachtet den Bau eines Kriegshafens und eines
den Poſtaſſiſtenten eine Gehaltsaufbeſſerung mit der Wir=
Arſenals für dringend erforderlich, um den Bedürfniſſen
kung zu gewähren, daß ſie nach 21 Jahren das
Höchſt=
der Flotte entgegen zu kommen, und weiſt auf die Not
gehalt von 3600 Mark erreichen. Die verbündeten
Re=
vendigkeit hin, die Armee zu vermehren. Die Regierung
gierungen haben ihre Zuſtimmung bereits erteilt. An
zu=
wird dem Kongreß demnächſt eine Vorlage zur Reform
ſtändiger Stelle wird nun erwogen, dem Reichstag einer
des Zolltarifs unterbreiten. Die Lage des Landes erfor
Geſetzentwurf vorzulegen, der auch anderen
Beamtenkate=
dert Aufmerkſamkeit und äußerſte Vorſicht in den
Aus=
gorien die Gehälter aufbeſſert, inſonderheit den mittleren
gaben. Die finanziellen Bedingungen müſſen unter aller
und unteren Reichseiſenbahnbeamten. Der Geſetzentwurf
Umſtänden normal werden, was das Budget nicht
vor=
ſoll noch in dieſer Tagung vorgelegt werden. Dieſe Be
ieht. Die Staatseinnahmen Braſiliens ſind weiter ge
oldungserhöhung der Reichsbeamten übt auch auf Preu
vachſen, aber nicht genügend, um die finanzielle Lage zu
ßen ihre Rückwirkung aus, wo in erſter Linie die
Eiſen=
regeln, da die Ausgaben die Einnahmen überſteigen. Die
bahnaſſiſtenten und die Unterbeamten in Frage kommen
geſundheitlichen Verhältniſſe ſind ausgezeichnet. Die Bot=
-
Die ſozialen Leiſtungen des preu
chaft weiſt ſodann auf die von dem Ackerbauminiſter
ßiſchen Staates. Die Norddeutſche Allgemeine
durchgeführten Aufgaben hin, namentlich auf das land=
Zeitung ſchreibt:
wirtſchaftliche Unterrichtsweſen, auf die Verſuchsfelder, die
Täglich ergeht ſich in der jetzigen
Landtagswahl=
landwirtſchaftliche Schutzaufſicht und insbeſondere auf den
bewegung die ſozialdemokratiſche Preſſe in den wildeſten
deutſche Frühlingsfeſt zu feiern, das wahrlich von der
Natur keinen herrlicheren Hintergrund bekommen konnt
Die Wiesbadener
Kaiſer=
als unſere reichgeſegnete Stadt. Schon früher als
ande=
ren deutſchen Städten macht der vielbeſungene Knabe Lenz
feſtſpiele.
uns ſeine Referenz, hüpfend und tanzend ſpringt er von
en bewaldeten Taunusbergen in unſer friedliches Tal,
Die Wiesbadener Kaiſertage ſind die goldene Ernte
zeit für die Weltkurſtadt, darum verfolgte man hier mit
be=
alles mit der Fülle der Wunder überſchüttend, die nur er
chenken und wecken kann. Finkenſchlag und Käferge
ſonderer Sorge die Nachrichten über die politiſche Lage.
umme ſind ſeine uralte lockende Melodie, die ſich durd
Die bange Frage hörte man immer wieder von allen
Sei=
ten: Wird der Kaiſer kommen oder wird ſeine
Anweſen=
en duftigen Blütenzauber ins Herz ſchmeichelt und jene
Stimmung auch in dem modernſten Menſchen für reiche
heit in Berlin notwendig ſein? Und erſt die Extrablätter
daß die Abfahrt von Berlin erfolgt ſei, löſten hier alle
Augenblicke ſchafft, die ziellos hinausdrängt, die ſo wohl
Zweifel, die ſolange nicht weichen wollten, obſchon die
tut und ein wenig ſchmerzt zugleich
Doch dieſes in allen Farben des Frohſinns ſchillernde
Straßen im Feſtſchmuck ſtanden und die Proben für die
Feſtſpiele unter Leitung des Generalintendanten Grafen
Frühlingstreiben mit der höchſten Potenz des Genuſſes,
uf den ſich der internationale Luxus und die elegante
Hülſen Tag für Tag intenſiver wurden
Eine jubelnde Menſchenmenge empfing den Kaiſer
Welt verſtehen, erhält die rechte Weihe erſt durch die
An=
weſenheit des Kaiſers
Sonntag früh auf ſeiner Fahrt zum Schloß, dem ſonſt
Es iſt keine Täuſchung, der Empfang des Herrſcher:
ſoviel mißgünſtige Blicke gelten, weil es ſchuld daran iſt
rägt gerade hier einen beſonders herzlichen Charakter.
daß die Kaiſerin ihren Gemahl nicht mehr hierher beglei
Wer gut auf die Menge zu lauſchen verſteht, wird in die
tet. Sie fühlt ſich in dem engen, finſtern Bau, der
einge=
ſer Behauptung wahrlich keinen Beweis von Lokalſtol
keilt in Häuſer und Geſchäftsſtraßen, keinen Garten und
ehen. Nicht als der geſtrenge Herr kehrt Wilhelm der
keinen Park beſitzt, wenig wohl.
Zweite immer hier ein, nicht als der unerbittlich ernſte
Die Wiesbadener Kaiſertage haben ihren alten Ruſ
Soldat, er kommt vielmehr als der begeiſterte Freund der
von neuem bewahrt. Die Bäderſtadt iſt überfüllt. Der
Natur und ihrer üppigen Schönheit, er will hier der För
Wonnemonat Mai war von jeher der eleganteſte fü
derer und Gönner der Kunſt ſein, der, in höfiſch prunk=
Wiesbaden, ſein Ruhm lockt alljährlich Tauſende vor
vollem Rahmen allerdings, den deutſchen Frühling von
Fremden an. Wer Zeit und Geld hat, das Leben in vollen
ſeiner ſchönſten Seite kennen zu lernen ſucht. Die Natur
Zügen zu genießen, alte verdiente Männer, die ſich ihres
ſteht auch ſchon im Feſtkleid da, die uralten Kaſtanien
otium eum dignitate erfreuen wollen, junge Lebefreunde
haben die weißen und roten Blütenkerzen aufgeſteckt, im
denen die Rechenkunſt vorſichtiger Ahnen eine hübſch
friſcheſten Grün prangen die Linden und Eichen und
Rente hinterlaſſen, alles Schöne an Frauen, was zwiſcher
inſere hundertjährigen Platanen nicken mit den ehrwür=
Paris und Petersburg wächſt, um mit einem Wort Nietz
digen Kronen ein herzliches Willkommen zu. Der
Früh=
ſches zu reden, das alles ſtrömt hier für ein paar
ſorgen=
ling würzt mit balſamiſchem Duft die Luft und alle=
Gär=
loſe Frühlingswochen zuſammen, ehe man ſich an die er
ten erſtrahlen im vollen Frühlingsglanz
friſchende See oder in die kühlenden Berge zurückzieht
Die Hochſaiſon ohne den kaiſerlichen Kurgaſt iſt un
Man kommt her in die Perle des Taunus, nicht wie man
denkbar, er fühlt ſichkhier wohl und hat ſchon mehr
al=
zum Porzellankitter geht, der zerbrochene Fayencen wie
einmal geäußert, wie gut ihm dieſe Wiesbadener=
Früh=
der ganz machen ſoll, man eilt vielmehr her, um das
Nummer 104.
Kautſchukbau, ſowie die Indianerſchutzgeſetzgebung
Schließlich erwähnt die Botſchaft auch die ausgezeichneten
Ergebniſſe der Einwanderung und die hervorragenden
Er=
folge der beſtehenden zwanzig Fachſchulen.
*
⁕
* Freudiges Ereignis im griechiſchen
Königshauſe. Die Königin Sophie von Griechen
and, die Schweſter des deutſchen Kaiſers, iſt am Sonntag
von einer Tochter glücklich entbunden worden. Die
neu=
geborene Tochter iſt das ſechſte Kind des Königspaares,
das jetzt drei Söhne und drei Töchter hat. Die bisher
üngſte Tochter iſt vor 9 Jahren geboren
* Johannesburg, 3. Mai. Iſaac Lewis und
Bernhard Oppenheimer gründeten eine
Diamanten=
geſellſchaft mit einem Kapital von einer Million
Pfund Sterling. Es verlautet, die Geſellſchaft habe
mehrere Diamantenländereien erworben, welche ſie
be=
arbeiten will. Die Gründer traten zwecks Beſchaffung
des Aktienkapitals nicht an das Publikum heran, ſondert
beſchafften ſich das Kapital ſelbſt. Sie kündigten die
Ab=
ſicht an, ihr Beſitztum eventuell vollſtändig unabhängie
von irgend einer beſtehenden Vereinigung zu verwalten,
Stadt und Land.
Darmſtadt, 6. Mai.
Rückkehr vom Kriegsſchauplatz.
Von dem Alice=Frauenverein für
Kran=
kenpflege waren, wie bekannt, am 14. Oktober 1912
auf Wunſch Ihrer Königl. Hoheit der Frau Prinzeſſin
Andreas von Griechenland zwei Schweſtern,
Marga=
rethe Haſter und Anna Knaf, nach dem
Kriegs=
chauplatze entſandt worden. Die Schweſtern ſind am
2. Mai nach einer arbeitsreichen Zeit von 6½ Monaten
wohlbehalten in Darmſtadt wieder eingetroffen. Sie
waren die erſten der ausländiſchen Hilfsſchweſtern, die
bereits an Ort und Stelle waren, ehe der Krieg zwiſchen
Griechenland und der Türkei ausgebrochen war und haben
die Schrecken des Krieges von Anfang bis zu Ende kennen
elernt. Unter der Leitung tüchtiger griechiſcher Chef
ärzte waren die Schweſtern nacheinander in den
Lazaret=
ten in Lariſſa, Elaſſona, Verria, Coſena, Vodena und zu
letzt in Philippias in Epirus vor dem belagerten Janina.
tätig, nachdem ſie die Lazarette nach Anordnung der
Prin=
zeſſin Andreas eingerichtet hatten.
Am Sonntag, den 4. Mai, war von dem Vorſtand
bei=
den Schweſtern, die in ſchwerer Zeit tapfer ausgehalten
und mit ihren ſchwer verwundeten, ſowie auch ſchwer
kranken Pflegebefohlenen Hunger, Durſt und Kälte er
tragen haben, in dem Alicehoſpital ein herzlicher
Willkomm bereitet. Herr Pfarrer Vogel hielt eine
warmempfundene Anſprache über den Text: 1. Moſ. 28, 15
und widmete beiden Schweſtern herzliche Worte der
An=
erkennung
Ihre Königl. Hoheit die Frau Großherzogin
die hohe Präſidentin des Vereins, wohnte der
eindrucks=
vollen Feier bei, die noch für einige Stunden Vorſtand
harmoniſchem Beiſammenſein
und Schweſternſchaft in
vereinte und gewiß allen
Teilnehmern inx freundlicher
Erinnerung bleiben wird.
* Forſtperſonalien. Verliehen haben Se. Königl.
Hoheit der Großherzog dem Forſtwart der
Kommunal=
forſtwartei Wald=Michelbach Wilhelm Eiſenhauer zu
Wald=Michelbach den Charakter als „Förſter”, ſowie den
Forſtaſſiſtenten Adolf Keil zu Grünberg zum
Ober=
örſter der Oberförſterei Ulrichſtein und den Forſtaſſeſſor
zu Beerfelden zum Forſtaſſiſtenten
Wilhelm Reitz
ernannt
Uebertragen wurde dem Schulamtsaſpiranten
Heinrich Carl aus Ortenberg, Kreis Büdingen, die
Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Eckartsborn, in
emſelben Kreiſ
Ernannt wurde Karl Merkel in Darmſtadt
zum Kanzleigehilfen bei dem Landgericht der Provinz
Starkenburg
In den Ruheſtand verſetzt
haben Se. Königl.
Hoheit der Großherzog den
Miniſterialkanzliſten
bei dem Miniſterium der Finanzen, Heinrich Delp zu
Darmſtadt, auf ſein Nachſuchen, unter Anerkennung ſeiner
angjährigen treuen Dienſte, vom 1. Juli d. J. an und
ihm aus dieſem Anlaß den Charakter als „Kanzleirat”
verliehen
g. Strafkammer. Die Strafkammer verhandelte
geſtern gegen den 17jährigen Fabrikarbeiter Johann
Hahn von Lemberg und den 34jährigen Tagelöhner Jo
hann Tomſik aus Littai (Oeſterreich) wegen des in der
Nacht zum 22. Januar in dem Uhrengeſchäft von
Jäger in der Rheinſtraße verübten
Ein=
lingstage tun. Ihm iſt die Stadt ans Herz gewachſen
und das Naſſauer Land vergißt es ihm auch nicht, welcher
Aufſchwung durch ſeine jährlichen Beſuche die
Bäder=
metropole genommen hat.
Des Kaiſers Anweſenheit gilt vornehmlich den
Feſt=
ſpielen, ſoweit ihn der Sängerkrieg in Frankfurt nicht
eſthält, der ſchon ohnehin eine Einſchränkung des
Pro=
gramms notwendig machte. Im Laufe der Jahre ſind
vor
Als
dieſe Feſtſpiele weſentlich einfacher geworden.
mehr denn anderthalb Jahrzehnten unſer Ehrenbürge
Graf von Hülſen, der damals noch Intendant unſeres
Hoftheaters war, die Feſtſpiele einführte war er wenige
uf die Ausarbeitung und Geſtaltung eines einheitlichen
modernen Darſtellungsſtils bedacht, legte weniger
Ge=
wicht auf das Heranziehen ſchauſpieleriſcher Individual
äten als auf die Erreichung eines vollendeten ſzeniſchen
und dekorativen Stils. Und dies Ziel iſt in intenſiver
Ar=
beit erreicht, das Wiesbadener Hoftheater wird in dieſem
Stil von keiner anderen deutſchen Bühne übertroffen. Die
hiſtoriſche Echtheit, die erleſene Pracht, der vornehm=
Blanz der Koſtüme und Dekorationen ſind von höchſter
Vollkommenheit, aber man hat das wohltuende Gefühl
daß all dieſer Aufwand nicht lediglich des äußeren
Effek=
tes wegen entfaltet wird, ſondern einen herrlichen charak
teriſtiſchen Rahmen für das Kunſtwerk abgeben ſoll. Auch
in der Art und Weiſe, wie die Maſſen belebt und für ihre
Aufgaben erzogen werden, zeigt es ſich, daß hier in erſter
Reihe die Erzielung einer einheitlichen Geſamtwirkung
erſtrebt wird
Auch die diesmaligen Feſtſpiele leitete
„Oberon
ein, deſſen Wiesbadener Bearbeitung raſch Weltruf
er=
angt hat. Die Aufführung hinterließ entſchiedenen Ein
druck, zumal in der Inſzenierung nicht nur reicher Glanz,
ondern auch duftige Märchenſtimmung lag. Die
Deko=
ationen, namentlich der Oberonhain, die Meeresſzenerie
mit ihrem Wogen, Branden und Leuchten, der Hafen von
Askalon, der Harem Almanſors, die von Tunis nach
Aachen führende Wandeldekoration, ſowie Kaiſer Karls
Thronſaal waren von höchſter Kunſt und Pracht, Alles
[ ← ][ ][ → ]
Nummer 104.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 6. Mai 1913.
bruchsdiebſtahls. Es wurde feſtgeſtellt, daß die
* Eintritt von Abiturienten als Fahnenjnnker
beiden Einbrecher gemeinſam faſt ganz Europa durch
in das Heer. Nach Mitteilung des Königlich Preußiſchen
walzt haben. Im Januar d. J. kamen ſie dann nach
Kriegsminiſteriums liegt es im Intereſſe des Heeres,
Darmſtadt, wo ſie in einer hieſigen Herberge nächtigten
daß die Abiturienten, die ſich der Offizierslaufbahn
Tomſik, der wiederholt, auch wegen Einbruchsdiebſtahls
widmen wollen und als Fahnenjunker angenommen
mit ſchwerem Kerker vorbeſtraft iſt, kundſchaftete die Ein
ſind, unmittelbar nach der mündlichen
bruchsgelegenheit aus. In der Nacht gingen dann beide
Reifeprüfung entlaſſen werden, um ſich den ge
gemeinſam ans Werk. Der Angeklagte Hahn, der
an=
wählten Truppenteilen ungeſäumt zur Verfügung ſtellen
ſcheinend ganz unter dem Einfluß des Tomſik ſteht, ſtand
zu können. Da die Reifezeugniſſe in der Regel erſt
Schmiere, während ſich Tomſik den Weg zum Laden durch
einige Zeit ſpäter ausgefertigt werden können, hat
das Erbrechen dreier Schlöſſer freimachte. Als er die
Großh. Miniſterium des Innern, Abteilung für
Schul=
wertvollſten Sachen ausgeſucht hatte, veranlaßte er der
angelegenheiten, verfügt, daß ſolchen Abiturienten von
Hahn, ſeine Unterhoſen auszuziehen, in die ſie dann die
der Direktion ihrer Schule eine Beſcheinigung
Diebesbeute verpackten. Sie wanderten noch in der Nacht
uszuhändigen iſt, wonach ſie die Reifeprüfung be
nach Mannheim. Die geſtohlenen Uhren und Goldwarer
ſtanden haben und von der Anſtalt entlaſſen werden
(im Werte von etwa 15000 Mark) ließen ſie wohlverpackt
Selbſtverſtändliche Vorausſetzung iſt dabei, daß di
in einer Wirtſchaft in Frieſenheim, und verſuchten nun,
Abiturienten allen ihren Verpflichtungen gegen die
einzelne Stücke in Mannheim und Ludwigshafen zu ver
Schule nachgekommen ſind
äußern. Hierbei wurden ſie erkannt und feſtgenommen.
n. Folgen des Nieder=Modauer Bankkrachs. Dem
Im Ludwigshafener Gefängnis gelang es Tomſik, aus
aus der Haftpflicht den Mitgliedern des Spar= und
zubrechen, indem er die Wand der Gefängniszelle durch=
Kreditvereins erwachſenen Zugriff der Konkursverwaltung
brach. Er wurde in Kufſtein wieder feſtgenommen und
haben ſich verſchiedene dadurch zu entziehen geſucht, daß
nach Darmſtadt gebracht. Ein hier abermals vor kurzem
ie zwecks Sicherung des Einbringens ihrer Ehefrauen
von ihm unternommener Ausbruchsverſuch mißlang ihm,
dieſen Hypotheken beſtellten. Auf Grund des
An=
da man auf den raffinierten Ein= und Ausbrecher ein
fechtungsgeſetzes ging der Konkursverwalter Dr. Hoff
wachſames Auge hatte. Während ſeiner Haft markierte
nann II. gegen dieſe Akte, als zum Nachteil der
Tomſik bereits den „wilden Mann” und in der geſtrigen
Gläubiger geſchloſſen, klagend vor und erreichte an der
Verhandlung ſetzte er dieſe Taktik fort. Auf Anfrager
Kammer für Handelsſachen des Landgerichts Aufhebung
reagierte er überhaupt nicht, ſondern arbeitete wie wild
worauf die Beklagten Berufung verfolgten. Die dre
an ſeinen Handfeſſeln, ſo daß die beiden Gendarmer
Mühe hatten, ihn zu bändigen. Die Verhandlung mußt
größten dieſer am Oberlandesgericht ſchwebenden
Pro=
demnach ohne ſeine Mitwirkung vonſtatten gehen. Kreis
zeſſe (mit Streitobjekten von je 50000 Mark)
jetz
ſind
aſſiſtenzarzt Dr. Beſt hat den Angeklagten unterſucht und
durch Vergleich erledigt worden.
Be
Die
kann irgend eine Geiſteskrankheit an ihm nicht feſtſtellen.
klagten verpflichten ſich zu entſprechenden Zahlungen an
Das Gericht verurteilte den Angeklagten Tomſik zu
die Konkursmaſſe und dieſe gibt dagegen die durch ge
acht Jahren Zuchthaus, unter Einbeziehung einer in
Kuf=
richtliche einſtweilige Verfügung geſperrten Liegen
tein ausgeſprochenen Zuchthausſtrafe von drei Jahren
chaften frei.
zu einer Geſamtſtrafe von zehn Jahren
—
Der Poſtbericht des Kaiſerlichen Poſtamts 1 ir
Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverluſt. Außerdem
Darmſtadt für den Sommerdienſt 1913 iſt erſchienen.
wegen falſcher Namensangabe zu zweimal je 1 Woche Haft.
Er enthält wie ſeither eine Ueberſicht der zur Poſt=
Der geſtändige Angeklagte Hahn wird zu 1 Jahr
Ge=
beförderung benützten Eiſenbahnzüge, Vermerke darüber,
ängnis und zweimal je 1 Woche Haft verurteilt. Ihm
wann die Schalter und die öffentlichen Fernſprechſtellen
wird die Haftſtrafe und zwei Monate von der
Gefängnis=
geöffnet ſind und die Briefbeſtellungen uſw. beginnen,
trafe auf die Unterſuchungshaft angerechnet
wo ſich amtliche Verkaufsſtellen für Poſtwertzeichen be=
— Vom Großh. Hoftheater. Am Mittwoch abſolviert
inden uſw.
Der Poſtbericht enthält ferner Angaben
Tereſina Oſter ein einmaliges Gaſtſpiel in der Titelrolle
über die Poſt= und Telegraphen=Tarifbeſtimmungen,
von Hebbels „Judith‟. Die Neueinſtudierung des
Wer=
owie ein Verzeichnis der Poſtanſtalten im Umkreiſe
kes leitet Herr Baumeiſter. Den Holofernes ſpielt zun
von 10 geographiſchen Meilen (1. Zone) von Darmſtadt.
erſten Male Herr Heinz. Für dieſe Vorſtellung, die im
Hierdurch wird dem Publikum die ſelbſtändige
Abonnement dem Buchſtaben B zufällt, gelten die kleinen
Frankierung ſeiner Poſtſendungen, beſonders der ge=
Preiſe. Am Donnerstag gelangt nach langer Pauſe
wöhnlichen Pakete bis 5 kg, weſentlich erleichtert. Es
Adams indiſche Märchenoper „Wenn ich König wäre
iſt deshalb allen, die mit der Poſt zu tun haben, haupt
wieder zur Aufführung. Vielfachen Wünſchen zu entſpre
ächlich Behörden, Rechtsanwälten und Geſchäftsleuten,
hen, hat die Hoftheaterleitung das beliebte Werk
al=
anzuempfehlen, den neueſten Poſtbericht anzuſchaffen,
Volksvorſtellung zu ermäßigten Preiſen angeſetzt.
Der
der an den Poſtſchaltern und durch die Briefträger zum
Preiſe von 25 Pfa. zu beziehen iſt.
Vorverkauf zu dieſer Vorſtellung findet bis zum
Tag=
der Vorſtellung im Verkehrsbureau ſtatt. Am Pfingſt=
Die Darmſtädter Luftſchiffhalle. Bekanntlich iſt zu
montag erſcheint Eliſabeth von Schroeder=Clary als
Mar=
der von der Heeresverwaltung vorgeſehenen Erweiterung
garete in Gounods „Fauſt” als Gaſt am Hoftheater. Sie
unſerer jüngſten Kriegswaffe, der Luftfahrt, auch eine
wird dieſe Partie deutſch ſingen.
drehbare Doppelhalle für Zeppelinluftſchiffe in Darmſtadt
Rh. Von der Techniſchen Hochſchule. Am Samstag
vorgeſehen. Wie verlautet, ſoll dieſe Halle auf den
mittag fand in der Aula der Techniſchen Hochſchule die
Weiterſtädter Exerzierplatz errichtet werden
zweite Immatrikulation ſtatt, bei der die neu
Vorausſichtlich ſoll dort auch eine neue Halle für
Flug=
eingetretenen Studierenden durch den Prorektor, Herrn
zeuge erbaut werden. Doch iſt es durchaus verfrüht
Geh. Hofrat Profeſſor Dr. Schenck, auf die Diſziplinar
ſchon jetzt das als feſtſtehende Tatſachen zu betrachten.
Beſtimmungen durch Handſchlag verpflichtet und damit in
Ein hieſiges Blatt übt aber ſchon Kritik daran und wendet
den Verband der Hochſchule aufgenommen wurden. — An
ich auch gegen eine beabſichtigte Verlegung der
der Diplom=Hauptprüfung im Hochbaufach
Flugmaſchinenhallen vom Griesheimer
Truppen=
nehmen 6 Kandidaten teil, von denen 4 Staatsdienſt=
An=
übungsplatz nach dem Weiterſtädter Exerzierplatz. — Wie
wärter ſind. Die Klauſurprüfung fand ſtatt am 30. April,
wir hierzu von maßgebender Stelle erfahren, iſt an ein
2. und 3. Mai; die mündliche Prüfung wird vom 5. bis
derartige Verlegung der Hallen niemals gedacht
einſchl. 8. Mai abgehalten.
— An der Diplom=Hauptprü
worden. Sie werden vielmehr auf dem Griesheimer
fung der Bauingenieur=Abteilung beteiliger
erbleiben, unbeſchadet eventl. noch zu errichtender
Neu=
ich 5 Kandidaten. im Sonderfach Eiſenbetonbau 1.
Waſſer=
auten auf dem Weiterſtädter. Damit fallen natürlich
bau 3 und Eiſenbahnbau 1. Die Prüfung hat am 2. Ma
uch die auf dieſe Kombination gegründeten Vorwürfe
begonnen und dauert bis zum 9. d. M
—
In
Elektro=
gegen die Heeresverwaltung.
technik nehmen an der Diplomprüfung 10 Kandidaten
* Bezirkskaſſe Darmſtadt. Vom Rechnungsjahr 1913
teil. Die Klauſur findet am 5. und 6. Mai ſtatt.
ab ſind die Zahltage der Bezirkskaſſe wie folgt feſtgeſetzt
Herr Profeſſor Niedner beabſichtigt am Ende des lau
Montags bis einſchließlich Freitags, vormittags von 8 bis
fenden Sommerſemeſters mit den Studierenden der In
8—1
12½ Uhr, Samstags vor
Uhr. Außerdem ſind für
genieur=Abteilung einen wiſſenſchaftlichen
Aus=
die Erhebungsmonate April, Juni, Auguſt, Oktober,
De=
flug zu unternehmen. Der Reiſeplan iſt vorläufig wie
zember und Februar Montags bis einſchließlich Freitags
folgt feſtgeſetzt: 1. Leipzig: Internationale Baufach=Aus
Zahlſtunden von 2½—4 Uhr nachmittags feſtgeſetzt. In
ſtellung, Bahnhof. Völkerſchlachtdenkmal, einige ſtädtiſche
den übrigen Monaten: Mai, Juli, September. Novem=
Anlagen, Bauwerke und Betriebe (Waſſerwerk,
Scherbel=
ber, Januar und März fallen die ſeither beſtimmten
Zahl=
berg. Abwäſſerreinigungsanlage); 2. Plauen i. V.;
Syra=
ſtunden von nachmittags 2½—4 Uhr aus. Geſchloſſen iſt
talbrücke und Göltzſchtalbrücke; 3. Chemnitz: Ueberdeckung
das Erhebungslokal am 13. und 14. jeden Monats, ſowie
des Chemnitzfluſſes in Eiſenbetonweiſe, Waſſerverſorgung
am 26. und 27. der Erhebungsmonate. Bei Einzahlungen
(Talſperren, Bereicherung des Grundwaſſers,
Filter=
mittels Zahlkarte auf das Poſtſcheckkonto Nr. 1214 der
anlage, Waſſerreinigung durch Ozon); 4. Dresden: Elb
Großh. Bezirkskaſſe Darmſtadt ſind für je 500 Mark ode
brücken (Friedrich=Auguſt=Brücke), Gasanſtalt, Drahtſeil=
Teil derſelben 10 Pfg. Gebühren mit einzuzahlen.
einen
bahn und Schwebebahn in Loſchwitz, Loſchwitzer Elb
Im Silberkranz. Die Eheleute Anton
Fuhr=
brücken. Schlacht= und Viehhofanlagen
Entwäſſerungs
mann. Gervinusſtraße 30, feiern am 6. Mai das Feſt
und Abwäſſerreinigungs=Anlagen; 5. Ausflug in die
ihrer ſilbernen Hochzeit.
Sächſiſche Schweiz
war charakteriſtiſch und abgetönt bis auf den zarteſten
Lichteffekt und das zierlichſte Elfenkoſtüm. Die Beſetzung
Feuilleton.
war erſten Ranges. Die Rezia ſang Frau Leffler=
Burk=
hardt mit Poeſie und Leidenſchaft und überwallende
W-l. Großh. Hoftheater. Am Sonntag abend ging
Empfindung bei klaſſiſcher Reinheit, in der Ozeanarie
Humperdincks Muſikmärchen „Königskinder” unter
kam das heroiſche Element im Klang ihres vollſaftigen
Leitung des Herrn Hofkapellmeiſters de Haan wiede:
Organs zu edelſtem Ausdruck. Ein geſanglich glänzender
in Szene. In der früheren Beſetzung der Rollen war nur
Hüon war Herr Erb, mit Grazie und Gefühl ſang und
ine geringe Aenderung eingetreten. Trotz der großen
ſpielte Frau Hanns=Zöpfl den Oberon und Fraulein
nuſikaliſchen Vorzüge der Oper, die in der Inſtrumenta
Kraemer wußte als Fatime die reizvollen Weiſen mit
zar=
tion beruhen, wird es doch als ein Nachteil empfunden
eſtem Empfinden und doch als vollblütige Araberin zu
aß ſie aus einem Melodrama entſtanden iſt. Dazu kommt,
bringen. Kraftvoll und markig geſtaltete Herr Geiße
daß die Handlung ſelbſt zu kompliziert iſt und vor allen
Winkel den) biedern Knappen Scherasmin. Die erſten
die Sänger und Sängerinnen bei den hochgehenden Wogen
Mitglieder der Oper und des Schauſpiels wirkten in der
des Orcheſters meiſt unverſtändlich bleiben. Die ſchön
leinſten Rollen mit, die ſo beſonders künſtleriſch darge=
und wirkungsvolle Inſzenierung war im ganzen dieſelbe
ſtellt wurden. An dem geradezu jubelnden Beifall betei
geblieben; es läge auch kein Grund vor, etwas daran zu
ligte ſich auch der Kaiſer, der, wie man weiß, ja auf dieſe
ändern. Nur die lebenden Gänſe, die ſich allerdings bis=
Neubearbeitung anregend und ſuggeſtiv gewirkt hat, ſoll
weilen programmwidrig aufführten, waren durch künſt
doch die neue Schlußſzene, in der in weihevollen Worten
liche erſetzt. Fräulein Geyersbach und Herr Becker
Karl der Große Hüon, den Ritter von Bordeaux, mit Re
die „Königskinder” ſangen ihre Partien wieder ſeh
zia, der Tochter des ungläubigen Harun al Raſchid, eint,
lobenswert, wenn auch Herr Becker meiſt nicht verſtändlich
hr die Taufe ſpendet und das heilige Feſt der
Auferſteh=
war. Ein gleiches gilt von Fräulein Jacobs als Hexe
ung preiſt, auf eine kaiſerliche Idee zurückzuführen ſein.
die burlesken Rollen des Holzhackers und des Beſen=
Das geſellſchaftliche Bild des prunkvollen Theaters
binders hatten in den Herren Stephani und
Bern=
bot wieder den reizvollſten Anblick, in die lichte Toiletten
hardt gute Vertreter gefunden, ebenſo die des Wirtes
pracht der Damen miſchten ſich die glanzvollen Uniformer
in Herrn Schützendorf. Die dankbarſte Partie der
und das Schwarz der Fräcke. Dem Kaiſer, der vortreff
Oper, die des Spielmanns, ſang Herr Semper mit
lich ausſah, in liebenswürdigſter Weiſe grüßte und ſich
Wärme und Schönheit des Tons, während Frl. Schaub
in den Pauſen anregend mit einer Anzahl Mitglieder der
als Wirtstochter wohl nicht ganz am rechten Platze war
hieſigen Geſellſchaft unterhielt, wurde ein begeiſterte:
Einen durchſchlagenden Erfolg erzielte die kleine Erna
Empfang bereitet. Die Ariſtokratie war ſtark vertrete:
Beſenbinders Töchterchen mit ihren
Stoffer als
und das glanzvolle Geſellſchaftsbild das durch den inter
Ringelreihenlier
nationalen Einſchlag ſeine beſondere Eigenart erhiel
K. Eine internationale Ausſtellung für
Theater=
hatte auch durch die zahlreich vertretene Schriftſteller= und
dekorationen. Aus Paris wird berichtet: In den Räu
Theaterwelt ein markantes Relief.
men des alten Pariſer Rechnungshofes, neben dem Palais
Die weiteren Abende, die noch den „Freiſchütz”
Royal und gegenüber dem Théätre Frangais, wird am
Flachsmann als Erzieher” und den „Verſchwender” brin
12. Mai eine Ausſtellung eröffnet, die in ihrer Art wohl
gen, dürften jedenfalls in künſtleriſcher Hinſicht dieſe
die erſte iſt, die bisher veranſtaltet wurde: eine inter=
„Oberon”=Aufführung nur ſchwer übertreffen
Sie
fin=
nationale Ausſtellung für Theaterdekorationen.
W. M.-W
Seite 3.
Zur Vorbereitung einer würdigen Feier von Richar
Wagners 100jährigem Geburtstag in‟ Darmſtadt, die
er=
gänzend neben die glänzenden Wagner=Feſtſpiele des Groß
herzoglichen Hoftheaters treten ſoll, hat ſich, wie frühe
bereits kurz mitgeteilt, hier ein Feſtausſchuß gebildet,
der ſich aus Vorſtandsmitgliedern unſerer fünf größten
muſikaliſchen Vereine (Richard=Wagner=Verein,
Muſikver=
ein, Mozartverein, Lehrerſängerchor und
Inſtrumental=
verein) und einer Anzahl bewährter Wagnerfreunde
zu=
ſammenſetzt. In der letzten, am Samstag abgehaltenen,
zahlreich beſuchten Sitzung dieſes Ausſchuſſes wurde für
die Feier, die ſich in einen Feſtakt und in ein Feſtkonzert
teilt, folgendes Programm endgültig beſchloſſen: Der
Feſtakt ſoll am Sonntag, 18. Mai, vormittags 11¼ Uhr,
m Städtiſchen Saalbau abgehalten werden und dieſen
Verlauf nehmen: 1. Huldigungsmarſch (
Inſtrumentalver=
ein); 2. An Richard Wagner! (Mozartverein und
Inſtru=
mentalverein); 3. Feſtrede des Herrn Profeſſors Willibalk
Steuer aus Weimar: „Das dramatiſche Kunſtideal Richard
Wagners und ſeine Verwirklichung in Bayreuth”: 4.
Kai=
ermarſch mit Schlußchor (Inſtrumentalverein,
Mozart=
verein und Lehrerſängerchor). Für das Feſtkonzert
das am Mittwoch, 21. Mai, abends ½8 Uhr, im Feſtſaale
der Turngemeinde ſtattfinden ſoll, wurde das
Philhar=
moniſche Orcheſter aus Leipzig unter Leitung von Herrn
Profeſſor Hans Winderſtein gewonnen. Folgende
Wag=
nerſche Kompoſitionen ſollen zur Aufführung kommen
I Abteilung: 1. Eine Fauſt=Ouvertüre; 2. Ouvertüre und
Bacchanale aus der Pariſer Bearbeitung des „
Tann=
häuſer” 3. Siegfried=Idyll; 4. Vorſpiel und Iſoldens
Verklärung aus „Triſtan und Iſolde” II. Abteilung:
5. Vorſpiel zum Bühnenweihfeſtſpiel „Parſifal”; 6.
Kar=
reitagszauber aus dem 3. Akt des „Parſifal”; 7.
Trauer=
muſik beim Tode Siegfrieds aus der „Götterdämmerung”
8. Vorſpiel zu „Die Meiſterſinger von Nürnberg
— Um
weiteſten Kreiſen der Bevölkerung den Beſuch dieſer
Ju=
biläumsveranſtaltungen zu ermöglichen, wurden die
Ein=
trittspreiſe für den Feſtakt auf 1 Mark und 30 Pfg., für
das Feſtkonzert auf 3 Mark und 1 Mark feſtgeſetzt. Der
Vorverkauf der Karten wird Dienstag. 13. Mai, beginnen.
Jubiläumsfeierlichkeiten des Infanterieregiments
von Lützow (1. Rheiniſches) Nr. 25
Man ſchreibt uns:
Am 18. Februar 1813 wurde dem Major von Lützow die
Genehmigung zur Errichtung eines Freikorps erteilt und
Lützow zum Chef ernannt. In das „Königl. Preuß.
Frei=
korps” wie ſeine offizielle Bezeichnung war, konnten ſich
alle wehrfähigen Männer und Jünglinge aufnehmen
laſ=
ſen, denen der Eintritt bei den Freiwilligen Jägern, di
ich ſelbſt kleiden, ausrüſten und beritten machen mußten
verſagt war. Das Lützowſche Freikorps wurde dann 1814
der Armee einverleibt, die Infanterie durch
Erſatzmann=
chaften ergänzt und erhielt im März 1815 die Bezeichnung
Infanterie=Regiment Nr. 25. Das Regiment führt als
Gründungstag den 28. Februar 1813. Mit Rückſicht au
die dem Regiment angehörigen alten Veteranen und
Ka=
meraden wurde deshalb die 100=Jahrfeier verlegt, und
zwar auf die Tage vom 4. bis 6. Juni. Das
Regimen=
liegt ſeit einigen Jahren in Aachen, und die
Jubiläums=
kommiſſion des Regiments iſt ſchon ſeit langer Zeit mit
den umfangreichen Vorarbeiten zu den
Jubiläumsfeier=
lichkeiten beſchäftigt. Das Regiment erſucht um beſtimmte
Anmeldung aller Regimentsangehörigen, die an den
Ju=
biläumsfeierlichkeiten teilnehmen. Es werden ſich auch
Kameraden aus Darmſtadt und Umgebung beteiligen.
zwecks näherer Beſprechung findet eine Verſammlung am
Samstag, den 10. Mai, abends im Kaiſerſaal,
Grafen=
ſtraße, ſtatt. Zu dieſer Verſammlung werden alle
ehe=
maligen Regimentsangehörigen eingeladen. Nähere
Mit=
teilungen über die Jubiläumsfeierlichkeiten ſelbſt werden
in der Verſammlung bekannt gegeben und gibt Herr Kar
Bauer, Darmſtadt, Wilhelminenſtraße 121, über alle
Fra=
gen Aufſchluß. Im Anſchluß an die Feierlichkeiten iſt
eine 3½tägige Reiſe geplant, und zwar: am 1. Tag nach
Brüſſel, am 2. Tag Beſuch des Schlachtfeldes Waterloo=
Belle=Alliance, 3. Tag zur Weltausſtellung nach Gent und
hierauf nach Seebad Oſtende
Verloſung. Der Alice=Frauenverein für
Krankenpflege im Großherzogtum Heſſen
be=
abſichtigt mit dem am 31. Mai und 1. Juni I. J. im
Orangerie=Garten in Beſſungen geplanten
Wohl=
tätigkeitsfeſt eine Verloſung von
Sach=
gegenſtänden (Tombola) zu veranſtalten. Das
Großh. Miniſterium des Innern hat die nachgeſuchte
Erlaubnis zur Veranſtaltung dieſer Verloſung unter der
Bedingung erteilt, daß bis zu 5000 Loſe zu 0,50 Marl
und weitere 5000 Loſe zu 0,30 Mark das Stück aus
gegeben werden dürfen. Der Wert der
Gewinngegen=
ſtände muß mindeſtens 60 Prozent des
Bruttoerlöſe=
aus dem Verkaufe der Loſe betragen. Zugleich wurde
der Vertrieb der Loſe in der Stadt Darmſtadt geſtattet
Heſſiſcher Landesverein für Toten=Einäſcherung.
In der außerordentlichen Mitgliederverſammlung am
30. April wurde der Vertrag zwiſchen der Stadt Darm
ſtadt und dem Verein in der Form genehmigt, wie er
det unter dem Protektorate des Miniſteriums der ſchöner
Künſte ſtatt; die Organiſationsarbeiten unterſtehen Paul
Giniſty. Zum erſten Male wird hier der Verſuch
unter=
nommen, auf großer Baſis einen Ueberblick über die
Be=
trebungen moderner Dekorationskunſt in ganz Europa zu
geben, ſo daß zugleich ein intereſſanter Vergleich über die
Leiſtungen und Fortſchritte der einzelnen Länder
ermög=
licht wird. Die Ausſtellung zerfällt in drei Teile, von
denen die größere Abteilung den internationalen Teil
nehmern eingeräumt iſt. In der zweiten und in der
drit=
ten Abteilung wird man Pariſer Dekorationen und Deko
rationsſkizzen aus den Provinzen vereinigen. In der
Zahl der auswärtigen Ausſteller ſteht Deutſchland
bisher an der Spitze. Das Berliner Deutſche Theater
wird Entwürfe, Zeichnungen, Dekorationen und
Figu=
inen von Karl Walſer, Ludwig v. Hofmann, Max
Sle=
vogt, Alfred Roller und Hengeler zeigen, aus München
werden Entwürfe von Oskar Graff und Robert Schleich
gezeigt, ferner iſt auch Stuttgart mit Zeichnungen und
Skizzen vertreten. Arbeiten von Plappert und Kautzky;
die ſächſiſche Inſzenierungskunſt wird durch Dekorations
ſkizzen und Entwürfe von Otto Altenkirch, Fritz
Schuh=
macher, Max Haſſelt und Adolf Linnebach vertreten.
Da=
neben werden wohl die ruſſiſchen Dekorationskünſtler,
insbeſondere Bakſt, Golowin und Geditſch großes Inter
eſſe erwecken. Auch die ſkandinaviſchen Bühnen, das un
gariſche Nationaltheater, Spanien, Rumänien, Portugal
und Japan, letzteres mit Skizzen von Yeutſchi, haben die
Ausſtellung beſchickt
** Die häuslichen Wirren des Königs von Siam,
Der Erbe Chulalongkorns, der junge König Mahe
Wajirawudh von Stam, hat es nicht leicht. Mit den Auf
gaben der Regierung findet er ſich zwar tapfer ab, aber
daheim, in der Familie, hat der junge Monarch mit
aller=
ei Schwierigkeiten zu kämpfen, die ſſeinem berühmtg
Vater durch die Gunſt des Schickſals erſpart worden ſind.
Im American Magazine werden einige für europäiſche
Gemüter erheiternde Einzelheiten von den häuslichen
Wirren berichtet, die unerwartet über die junge ſiameſiſch
Majeſtät bereingebrochen ſind. Es iſt der Konflikt zwiſchen
Seite 4.
Nummer 104.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 6. Mai 1913.
gs. Selbſtmordverſuch. Geſtern nachmittag ſtürzte
bis zum Schloß, um ſich der jetzt beſtehenden Linie bis
bereits vom ſtädtiſchen Finanzausſchuß und der Stadt
verordneten=Verſammlung gutgeheißen worden war.
ſich ein junger Mann von einer etwa 15 Meter
zur Faſanerie anzugliedern. Linie 9 umfaßt die jetzt
be=
tehende rote Linie, welcher das Stück vom Schloß bis
Aus der Mitte der Verſammlung war bemängelt worden,
hohen Eiſenbahnbrücke im Südbahnhof heral
daß die Gegenleiſtung der Stadt nur ſehr gering ſei und
Beckſtraße angefügt wird. Später wird dieſe Linie vom
Er wurde in ſchwerverletztem Zuſtande von der Rettungs
daß die für die Vereinsmitglieder erreichten Ver
Oſtbahnhof über Luiſenplatz, Mathildenplatz,
Johannis=
wache im Krankenautomobil nach dem ſtädtiſchen Kran
günſtigungen zu unbedeutend ſeien. Durch den Vertrag
viertel bis Schloßgartenplatz geführt
kenhauſe gebracht, wo eine Gehirnerſchütterung und inner
11
iſt die Rückzahlung der durch unverzinsliche Anteilſcheine
Linien
Der ſpätere Ausbau wird insgeſamt
Verletzungen feſtgeſtellt wurden
aufgebrachten Summe gewährleiſtet.
umfaſſen. Für die weiteren Linien, welche bekanntlich in
Italienerin
Einbrecherin. Eine 19 Jahre alte
nn. Der Darmſtädter Chauffeur=Verein hielt am
Herbſt dieſes Jahres bereits bis durch Eberſtadt führer
die ſich ſeit einigen Monaten hier aufhälz, wurde am
Samstag abend im feſtlich geſchmückten Kaiſerſaal ſein
Samstag abend wegen zahlreicher in der letzten Zei
werden, ſind 25 Wagen nach dem modernſten Typ bereits
3. Stiftungsfeſt ab, das ſich eines zahlreichen Beſuches zu
ſeit einigen Monaten in Auftrag gegeben. Der derzeitig
hier verübten Manſardendiebſtähle feſtgenommen. Bei
erfreuen hatte und zu dem ſich auch die Kapelle der
iſt ein ganzes
einer vorgenommenen Hausſuchun
Wagenpark der Straßenbahn beträgt 34 Trieb= und ſechs
Rüſſelsheimer Opelwerke in den Dienſt des Feſtes geſtellt
Anhängewagen. Von dieſen 34 Triebwagen werden be
Warenlager von geſtohlenen Schmuckſachen, Kleidungs
hatte. Ein von Fräulein Schlander hübſch geſprochener
ſtücken uſw. aufgefunden worden. Die Diebin hatte ſich
dem Sommerfahrplan 31 Wagen ſtändig in Betrieb ſein
Feſtprolog leitete zu den künſtleriſchen Darbietungen des
o daß die Heag nur unter ſchwierigen Verhältniſſen und
unter dem falſchen Namen Maier im Hauſe Alexander
Abends über, die ſich mit einem reichhaltigen Programm
unter Einſetzung aller Betriebskräfte den erweiterter
ſtraße
15 ein möbliertes Zimmer gemietet
in Muſik= und Geſangsaufführungen glatt und mit Bei=
Diebſtähle. Am Samstag iſt
ein Fahrrat
Fahrplan betreiben kann. Zum Sommerfahrplan ſelbſt
fall ausgezeichnet abwickelten. Ein Theaterſtück „Im
welches auf kurze Zeit vor einem Hauſe in der Hügel
wäre noch zu bemerken, daß der 7½=Minutenverkehr auf
Luftſchiff oder Zeppelin kommt” beſchloß den Feſtabend
allen Linien morgens ¾8 Uhr anfängt und bis abends
ſtraße aufgeſtellt war, geſtohlen worden. Das Fahr
an den ſich noch ein gut beſuchter Feſtball anſchloß. Be=
¾10 Uhr durchgeführt wird, d. h. er wird je um 1 Stunde
rad iſt Marke „Heſſenrad” hat ſchwarzen Rahmenbau
ſonderes Lob verdient die Hauskapelle der Opelwerke, die
gegenüber dem Winterfahrplan verlängert. Ferner wird
gelbe Felgen, grauen Deckmantel, Fabriknummer 6738
mit ihren künſtleriſchen muſikaliſchen Darbietungen den
Der in der
auch vor und nach dem 7½=Minutenverkehr am Schloß ein
und Polizeinummer ſchwarz D 3275. —
Teilnehmern einen hohen Kunſtgenuß darbot
Umſteigen nach allen Richtungen möglich ſein, da die Wa=
Leichenhalle des Darmſtädter Friedhofs befindliche
Ausflug. Am Sonntag arrangierte die Firma
gen der verſchiedenſten Strecken an dieſer Stelle zuſam
Opferſtock iſt geſtohlen worden
Gebr. Rothſchild, Markt 2, ihrem geſamten Per
mentreffen. Bei ſchönem Wetter wird, wie im vorher=
Erwiſchter Dieb. Am Sonntag vormittag gegen
ſonal ein Feſt in Geſtalt eines Ausfluges nach dem
gehenden Jahre, auch nachmittags der 7½=Minutenverkehr
8 Uhr iſt ein 13 Jahre alter Junge von einem Schutz
Niederwald=Denkmal. Schon in der Frühe, um
auf den Außenſtrecken zwiſchen Herdweg-Böllenfalltor
mann dabei erwiſcht worden, wie er in der oberen
6 Uhr 30 Min., ging die Fahrt, von herrlichem Wetter
und Taunusſtraße-Faſanerie bei Bedarf aufrecht gehalten
Heinrichſtraße vor verſchiedenen Vorplatztüren das
begünſtigt, nach Mainz und von da mit dem Dampfer
Brötchengeld wegnahm.
werden. Schließlich wäre als Verbeſſerung noch hervor=
„Kaiſerin Friedrich” nach Rüdesheim. Nun begann die
zuheben, daß abends vom Hauptbahnhof kommende Wa=
§ Hundefang. Während des Monats April ſind
eigentliche Wanderung nach dem National=Denkmal. Nac
gen bis zur Ohlyſtraße durchgeführt werden, während di
von dem hieſigen Polizeihundeaufſeher 27 Hunde einge
Beſichtigung desſelben nebſt eingehender Erklärung wurde
entſprechenden Wagen bisher ſämtlich am Herdweg
um=
fangen worden. Hiervon wurden 16 Hunde von ihren
dann die Rückkehr über die Roſſel, durch die Zauberhöhle
etzten. Auf die demnächſt in Angriff zu nehmenden wei=
Eigentümern wieder eingelöſt, 3 Hunde ſind verkauft
am Jagdſchloß vorbei nach Aßmannshauſen angetreten,
teren Neubauten der Heag werden wir in weiteren Artikeln
worden und=8 Hunde mußten getötetswerden
von wo aus die Fahrt mit drei Motorbooten nach Bingen
zurückkommen.
erfolgte. Im Hotel Germania” fand dann gegen 1 Uh
* Kinotheater. Olympia=Theater. Rheinſtr. 2. Ein
gemeinſchaftliches Mittageſſen ſtatt. Durch humoriſtiſche
Meiſterwerk der Kinokunſt in bezug auf Inhalt, Darſtellung
Hauptverſammlung der Kreisgruppe Darmſtadt
und muſikaliſche Vorträge, Anſprachen, Tanz uſw. geſtal=
und Regie iſt das Mimo=Drama in drei Akten „Der Ro
teten ſich die weiteren Stunden recht gemütlich. Obwohl
des Deutſchen Flottenvereins.
man einer Verſchollenen” von Franz Hofer. Eine Be
der Himmel die in der Frühe geſandten Sonnenſtrahlen mit
ſchreibung des Dramas, welches nur 4 Tage im Olympia
Bei reger Beteiligung wurde die diesjährige
etwas Regen vertauſchte, wurde doch die Stimmung der
Theater gezeigt wird, würde hier zu weit führen, doch
Hauptverſammlung am 3. Mai in Pfungſtadt
überaus fröhlichen Teilnehmer (es waren deren 100 ar
dürften alle, die es geſehen, von der Vollkommenheit über
Rheiniſcher Hof) abgehalten. Der Vorſitzende der Orts
der Zahl) nicht im mindeſten getrübt. Gegen 5 Uhr wurde
raſcht ſein. Hervorzuheben aus dem vorzüglich
gewähl=
gruppe Pfungſtadt, Herr Dr. med. Frank, begrüßte die
dann noch gemeinſchaftlich Kaffee eingenommen, und
er=
ten Programm iſt noch das Traumbild „Der kleine Dra=
Erſchienenen und beſonders die Herren des Vorſtandes der
folgte ſpäter, um 6.48 Uhr, die Rückfahrt nach Darmſtadt.
chentöter” in welchem das bekannte Fritzchen die Haupt
Kreisgruppe, wies dann mit trefflichen Worten hin auf
Dieſes wohlgelungene Feſt, an das wohl alle Teilnehmer
rolle ſpielt. (Siehe Anz.)
— Reſidenztheater. Wir
die Notwendigkeit einer ſtarken Rüſtung, beſonders zur
ſtets gerne zurückdenken werden, gibt einen Beweis dafür
werden gebeten, auf das morgen im Reſidenz=
See, und verbreitete ſich über Zweck und Ziele des
Deut=
welches gute Einvernehmen zwiſchen Chef und Perſona
theater zur Aufführung gelangende Kinderdrama „In
ſchen Flottenvereins.
der Firma Gebr. Rothſchild beſteht
Todesangſt um ihr Kind” aufmerkſam zu machen. Der
Darauf wurde in die Tagesordnung eingetreten. De
Darmſtädter Hausbeſitzer=Verein e. V. Es
Verfaſſer iſt der beliebte Kinderarzt Dr. Schloßmann
Vorſitzende der Kreisgruppe Darmſtadt, Herr Profeſſo
wird auf die heute, Dienstag, 6. Mai, abends, in
Düſſeldorf. Es iſt kein ſenſationelles Paradeſtück, das
Dr. Baur, dankte zunächſt Herrn Dr. Frank für di
Fürſtenſaal ſtattfindende Hauptverſammlung des
Darm=
nur die Schauluſt des Publikums befriedigen will, ſon
freundlichen Begrüßungsworte, ſowie für das bereitwil
ſtädter Hausbeſitzer=Vereins e. V. aufmerkſam gemacht.
dern eine belehrende, das zeitgemäße Intereſſe
berührend=
lige Entgegenkommen der Ortsgruppe Pfungſtadt, durdk
Es ſollte jedes Mitglied erſcheinen.
Vorführung, die die Fürſorgebeſtrebung, wie ſie unſere
welches die heutige Verſammlung ermöglicht worden ſei
Der 2. Vortrag der Studentiſchen Jahrhundert
Tage dem Säugling und ſeiner Ernährung entgegen
Nach Verleſung des Protokolls der vorjährigen Haupt
feier findet am Dienstag abend im Saal 330 der Tech
bringen, kennzeichnet.
verſammlung durch den Schriftführer, gegen deſſen Faſſung
niſchen Hochſchule ſtatt. Herr Prof. Dr. A. E. Berge
eine Einwendung nicht erfolgte, erſtattete Herr Profeſſor
ſpricht über das Thema
„Der moderne=Staatsgedank
Dr. Baur den Jahresbericht für 1912. Erfreulicherweiſe
und der Freiherr vom Stein”
Von der Heag.
iſt im Mitgliederbeſtande wieder eine Aufwärtsbewegung
Ueber den Begriff der Erwerbsunfähigkeit in
Vor einiger Zeit veröffentlichten wir einen Artikel
zu konſtatieren. Die Vereinszeitſchrift Die Flotte wurde
und
der Reichsverſicherungsordnung
in dem
Ver=
über die Neubauten der Heag. Hieran anſchließend kön
in durchſchnittlich 1397 Eremplaren verteilt. Die laufen
ſicherungsgeſetz für Angeſtellte wird am Mittwoch abend
nen wir heute feſtſtellen, daß die Erweiterungsbauten de
den Arbeiten wurden in ſechs Vorſtandsſitzungen erledigt
8½ Uhr in der Ernſt=Ludwigs=Heilanſtalt (Dr. Loſſens
Straßenbahn in der Neckar= und Heidelberger Straße, ir
Von Veranſtaltungen ſeien erwähnt zwei in Gemeinſchaft
Klinik) hier (Steinſtraße 21/23) Herr Kreisamtmann Dr
der Eliſabethenſtraße, in der Landgraf=Georg=Straße bis
mit der Kolonialgeſellſchaft veranſtaltete
Lichtbildervor=
v. Köbke einen Vortrag halten
Hierzu ſind die Mit
zur Beckſtraße und ſchließlich die Einführung von der
träge. Weitere Vorträge wurden gehalten in den Orts
glieder des Ortsgewerbevereins freundlichſt eingeladen
Rheinſtraße zum Paradeplatz in der Zwiſchenzeit nahezu
gruppen Eberſtadt, Erzhauſen, Roßdorf, mit Herrn
Admi=
worauf hiermit hingewieſen ſei.
fertiggeſtellt ſind. Die Betriebseröffnung
die=
ral Weſtphal=Traiſa als Redner; ferner in Traiſa und
C. Beſitzwechſel. Das Haus Rückertſtraße 13, bis
er Strecken wird am 16. Mai erfolgen, und liegt uns
Nieder=Ramſtadt, wo die Herren Oberbürgermeiſter a. T
her
Frau Bürgermeiſtereiſekretär Dienſt gehörig, iſt in
heute der Sommerfahrplan 1913 vor. Dieſer neue Fahr=
Schäfer reſp. Lehrer Page=Darmſtadt das Referat
den Beſitz des Herrn Kaufmann Adolf Schaffner über
übernommen hatter
plan umfaßt die folgenden Linien, welche nicht mehr
gegangen
Eine in Darmſtadt vorgenommene Werbung von Haus
durch eine Signalfarbe, ſondern durch Nummern gekenn=
Verein der Hundefreunde für Darmſtadt und Um
zeichnet ſind: Linie 1: Hauptbahnhof-Herdweg, Linie 2
zu Haus erbrachte 273 neue Mitglieder. Die Ortsgruppe
gegend. Bei der am 4. d. M. in Hanau veranſtalteten
Hauptbahnhof-Böllenfalltor, Linie 3: Hauptbahnhof-
Eberſtadt wurde neu konſtituiert, aus der „Kleinen Stelle
Ausſtellung von Hunden aller Raſſen er
Landskronſtraße, Linie 4: Hauptbahnhof-Schloß, Lini
Traiſa entſtand durch die eifrige Werbetätigkeit des Herrr
hielten folgende Herren, Mitglieder des Vereins der
7: Heidelberger Straße (Ecke Landskronſtraße)-Faſanerie,
Pfarrers Walter eine ſtattliche Ortsgruppe mit 35 Mit
Hundefreunde von Darmſtadt und Um=
Linie 9: Schloßgartenplatz-Beckſtraße; Linie 1 und
gliedern
gegend, für ihre ausgeſtellten Tiere nachſtehende Preiſe
umfaſſen die bisher beſtehende weiße Linie, durch deren
Der liebenswürdigen Unterſtützung durch die
Preſſe
Herr Schnell zwei 1. und 1 Ehrenpreis, Herr Klippel
Unterteilung nunmehr ſofort zu erſehen iſt, welche Wager
Griesheim zwei 1. und 1 Ehrenpreis, Herr Kraft=Gräfen
wurde warme Anerkennung gezollt. Zum Schluſſe ſeiner
bis zum Herdweg und welche Wagen bis zum Böllenfall
bruch zwei 2. Preiſe, Herr Rieſterer=Uebungsplatz drei
intereſſanten Ausführungen wies Herr Profeſſor Dr. Bau=
1.,
tor verkehren. Linie 3 gleicht der bisherigen blauen Linie
zwei 2. und 2 Ehrenpreiſe, Herr Kramer einen 2. Preis
unter lebhaftem Beifall darauf hin, daß die Arbeit
Herr Rohde einen 2. Preis, Herr Petri einen 1., einen 2.,
und Linie 4 ſetzt ſich aus einem Teil der derzeitigen grü
dahinziele, unſer Vaterland, ſoweit es möglich ſei, ſtar
einen 4. und 1 Ehrenpreis, Herr Feldmann=Crumſtadt zwe
nen Linie zuſammen, um die Eliſabethenſtraße vollſtändie
zu machen zum Schutze des deutſchen Bodens, zum Schutze
1., einen 2. und 2 Ehrenpreiſe, Herr Katzenbach einen 1.
zu durchlaufen, und durch die Neckarſtraße, Rheinſtraße
unſerer Kinder und Kindeskinder.
und 1 Ehrenpreis, Herr Goeckler einen 2. Preis
beim Hauptbahnhof zu endigen. Der jetzt beſtehende Teil
Die von Herrn Fleckenſtein geprüfte und richtig be
In der
§ Schlägerei
Nacht von Sonntag au
der grünen Strecke durch die Saalbauſtraße bis zur Hei
fundene Rechnung weiſt 3560 Mk. 90 Pfg. Einnahmen auf
Montag zwiſchen 11 und 12 Uhr entſtand in der Alt
delberger Straße geht mit dem Sommerfahrplan dieſes
denen 3524 Mk. 95 Pfg. Ausgaben gegenüberſtehen. Es
ſtadt zwiſchen Zivilperſonen eine Schlägerei, wobei ein
Jahres ein. Nur bei beſonderen Veranſtaltungen in
verbleibt alſo ein Ueberſchuß von 35,96 Mk. Dem Schatz=
Handelsmann durch einen Stich in die Naſe nicht un
Saalbau werden auch Wagen dieſe Strecke befahren. Die
meiſter, Herrn Fink, wurde Entlaſtung erteilt und für ſeine
erheblich verletzt wurde. Als Täter iſt ein Hausburſch=
Linie 7 beginnt in der Heidelberger Straße, Ecke Lands=
Mühewaltung beſtens gedankt. Den Schluß des Abend
feſtgenommen worden.
kronſtraße, führt durch die Neckarſtraße und Rheinſtraße
bildete ein durch zahlreiche Lichtbilder unterſtützter Vor
modernen Anſchauungen und der Notwendigkeit, Jahr
St
mächern für moderne Frauenrechte kämpft.
und häuslichen Konflikte in ſeinem Harem nie kennen
ler=
hunderte alte Bräuche und Traditionen aufrecht zu erhal
vollen ſich nicht mehr damit begnügen, auf Koſten der
nen mußte
ten, die dem König Sorgen und allerlei kleine Aergerniſſ
königlichen Schatulle unterhalten, koſtbar gekleidet und
JK. Der Brautkelch der Maria Stuart unter dem
bereiten. Die Aufnahme moderner Ziviliſation und
mo=
mit Leckerbiſſen gefüttert zu werden, ſie ſtellen höhere An=
Hammer. Aus London wird berichtet: Bei Chriſtie hat
derner Gedanken macht in Siam raſche Fortſchritte; aber
ſprüche, wollen von ihrem Herrn Gemahl auch wirklich
al=
etzt die Verſteigerung der berühmten Sammlung von
leider nicht nur im Volke, ſondern auch im königlichen
Frauen behandelt werden, ſträuben ſich gegen jede
Zurück=
koſtbaren alten Emaillewerken und bemaltem Porzellan,
Harem. Die 604 Witwen Chulalongkorns
ſetzung, fordern Teilnahme an gewiſſen höfiſchen Zere
die John Malcolm zuſammengebracht hatte, ſtattgefun
die „Stiefmütter” die der junge König bei ſeinem
Regie=
monien, kurz, ſie wollen nicht mehr nur dem Namen nach
den. Mit lebhafter Spannung erwartete man die Ver
rungsantritt übernehmen mußte, machen dem Herrſche
Königsfrauen ſein, ſondern auch alle Vorrechte der Königs
ſteigerung des berühmten ſogenannten „Brautkelches” der
wenig Sorge, ſie ſind von dem Vater an das
Harems=
frauen öffentlich genießen. Der junge König aber ſteht
Maria Stuart, eine prachtvolle Emaillearbeit aus
Li=
leben gewöhnt worden, denn wie modern und fortſchritt
dieſer Revolution im Harem ſo gut wie hilflos gegenüber
moges, Malereien von Jean Court, die das „Feſt der
lich Chulalongkorn auch geſinnt war, er blieb ſtets weiſ
denn die alten Traditionen geben ihm kein Recht, mit ener
Götter” und das Wappen Schottlands darſtellen. Der
genug, dem königlichen Harem allzu moderne Anſchau
giſchen Maßnahmen gegen dieſe ſiameſiſchen Suffragetten
Pariſer Kunſthändler Seligmann erwarb das Stück nach
ungen ſorgſam fernzuhalten. Mit den 604 Stiefmütter:
des Palaſtfriedens vorzugehen. Denn da früher ſolch
langem Kampfe für 34650 Mark. Für eine kleine
byzan=
ließe ſich zur Not ſchon leben; aber ſchwieriger iſt es ſchon
Regungen unter den Königsfrauen undenkbar waren
tiniſche Truhe mit Rankenwerk und einer Inſchrift wuc
mit den 407neuen Frauen auszukommen, die König
kannte die Sitte auch keine Abwehrmaßregeln. Und dazu
den 36 750 Mark bezahlt. Ein harter Kampf entſpann ſich
Maha Wajirawudh wohl oder übel als
Gemahlinne=
kommt, daß ſich nicht nur die Anſprüche der Königsfrauen
dann um ein Paar emaillierter Salzfäſſer aus Limoges
annehmen mußte. Denn nach alter ſiameſiſcher Traditiot
ſteigern, ſondern auch die Anſprüche ihrer Angehörigen
mit Malereien von Jean Limouſin; die Darſtellung zeigt
muß der König jedes junge ſiameſiſche Mädchen, das ſidc
Die alten Traditionen bringen es mit ſich, daß nach ſiame=
Juno, Merkur, Diana, Venus, Apollo und ſechs Muſen
ihm zur Frau anbietet, in die Armee ſeiner Gattinnen
ſiſchem Rechte die Verwandten der Königsfrauen nicht etwa
Für die beiden Salzfäſſer, für die im Jahre 1884 9300
aufnehmen, wenn keine beſonderen Gründe dagege=
Schwäger und Schwägerinnen und Schwiegereltern de=
Mark angelegt worden waren, wurden jetzt nicht wenige:
ſprechen. Und da die Königsfrauen im Gegenſatz zu an
Königs werden, ſondern formell zu Eltern, Brüdern und
als 73500 Mark bezahlt. Den höchſten Preis erzielte
deren aſiatiſchen Staaten in Siam viel Freiheit genießer
Schweſtern des Herrſchers ſich erheben. Natürlich kennt
eine Schüſſel von Limouſin mit einer Darſtellung eines
und ein gutes Leben führen können, iſt der Andrang an
der König dieſe Tauſende von Brüdern und Schweſtern
Gaſtmahles der Götter; ein engliſcher Sammler legte für
Bewerberinnen naturgemäß viel größer, als die „Nach
und dieſe Hunderte von Müttern und Vätern perſönlich
das Stück 154 350 Mack an
Das Unglück hat es nun gewollt, daß moderne
überhaupt nicht; um ihre Würde aber kundzutun, tragen
frage‟.
Gedanken über Frauenrecht allgemach auch in Siam ein
ſie alle am Hals an einem Bande eine kleine Goldſcheibe,
* Neunzehn Taſchenmeſſer und einen Silberdollar fand
die ſie als Verwandte des Königs kenntlich machen. Nur
drangen. Aus Japan und vor allem aus dem revolutio
Dr. Beck im Magen eines Patienten, den er in der
Deut=
beginnen auch dieſe „Brüder und Schweſtern” des Monar
nären China kamen die erſten Anregungen, und es
konnt=
chen Mediziniſchen Geſellſchaft in Chicago vorſtellte und
chen allerlei Rechte und Anſprüche von ihrer Verwandt
kaum ausbleiben, daß auch unter den 407 neuen Frauer
der unter dem Bilde einer Blinddarmentzündung ins
Ho=
ſchaft mit dem Herrſcher abzuleiten, und es iſt nicht abzu=
Wajirawudhs ſich auch einige befinden, die mehr von den
pital aufgenommen wurde. Das Röntgenbild zeigte
ehen, wohin alle dieſe kleinen „Familienkonflikte” führen
Rechten der Frau aufgeſchnappt haben, als es dem jungen
Fremdkörper im Magen. Der Patient gab an, daß er ſeit
ſollen, wenn man ſich nicht entſchließt, mit den alten Tra=
Herrn Gemahl der 407 Damen angenehm ſein kanz
fünf Jahren infolge von Wetten 129 Taſchenmeſſer
ver=
ditionen zu brechen. Das aber hat ſeine Schwierigkeiten
Nach der Schilderung des Amerikaners hat jetzt eine
ſchluckt habe. Dieſe Meſſer gingen in der Regel am
zwei=
weil die breite Maſſe des Volkes treu an den alten Sitten
der jüngſten Frauen, eine junge Siameſin, die von der
ten oder dritten Tage ab einige aber erſt nach 3 bis 15
und Bräuchen hängt, die jeder Tochter des Landes die
verwaiſten Tochter eines engliſchen Offiziers erzogen
Monaten. An manchen Tagen habe er ſieben Meſſer ver
Möglichkeit öffnet, dem König perſönlich nahezukommen
wurde, das Gift des Aufruhrs in den bisher ſo friedlichen
ſchluckt. Bei der Operation fand Dr. Beck 19 Taſchenmeſſer
So iſt denn der arme Maha Wajirawndh in ſeinem
Harem getragen. Und die Krankheit hat ſich mit er=
und einen Silberdollar. Eines der Meſſer war halbge
Familienleben keineswegs auf Roſen gebettet, und wen
ſchreckender Gründlichkeit unter den Frauen ausgebreitet.
öffnet und hatte ſich mit der Spitze der Klinge in die
Ma=
er nicht ſeine Zuflucht zu einem nicht unbedenklichen Be=
Es begann mit Eiferſüchteleien zwiſchen einzelnen Damen,
genwand eingebohrt. Wahrſcheinlich hatte dieſes
halb=
chluſſe nimmt, wird er nur allzu oft Gelegenheit haben
bald ſpaltete ſich der Harem in zwei Parteien, und nun
geöffnete und verankerte Meſſer die Paſſage der anderen
ſeinen glücklichen Vater zu beneiden, der alle dieſe Sorgen
hat jene Gruppe die Oberhand, die in den Frauenge=
Meſſer verhindert.
Nummer 104.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 6. Mai 1913.
Seite 5.
trag des Herrn Admirals Weſtphal über „Leben und Trei
Steuerung. Der Wagen rannte in eine der großen
Fen=
wurde Mitglied, weil ihm Beck verſicherte, die Kaſſe ſtehe
ben an Bord eines Kriegsſchiffes” Seine aus reiche
ſterſcheiben des Konzertcafés Trocadero.
In ſeine:
prima. Er hatte damals eine kleine Schuld beim Verein.
Sachkenntnis geſchöpften intereſſanten Darbietungen fan=
Verwirrung ſprang der Chauffeur ab, ohne den Moto
Da erhielt er eines Tages ein Schreiben, dieſe Schuld
den allſeitigen Beifall. Mit Dankesworten des Vorſitzen
abzuſtellen. Führerlos ſauſte der Wagen weiter, über
innerhalb acht. Tagen zurückzuzahlen oder Mitglied zu
den der Ortsgruppe Pfungſtadt ſchloß die ſehr anregen:
rannte den am Eingang ſtehenden Portier, der ärztlichen
werden. Er ſei nicht imſtande geweſen, ſo ſchnell Geld
verlaufene Verſammlung.
Beiſtand in der Unfallſtation ſuchen mußte, drehte ſich um
flüſſig zu machen und durch die Erklärungen beruhigt, tra
ſich ſelbſt und zertrümmerte auch die zweite der großer
er der Kaſſe bei. Er habe von dem Defizit der Kaſſe in
Fenſterſcheiben. Ein Herr und eine Dame wurden durchGlas
Höhe von 328000 Mark nichts gewußt. Als er die Ueber=
Klein=Auheim, 5. Mai. Der 14jährige Sohn des
nahme dieſer Summe erfuhr, habe er dem Angeklagten
plitter verletzt. Das Auto konnte erſt zum Stehen ge
Franz Anton Eckrich von hier, der geſtern nachmittag
Ihrig erklärt, die Bilanz ſei falſch geſtellt. Ihrig ſagte
langere Zeit Fußball ſpielte, ging dann nach dem Main
bracht werden, nachdem es ſich an einer Säule mitten in
darauf, er verſtehe auch nicht, wie das Neff machen könne
Café feſtgefahren hatte.
um zu baden, verſchwand aber in den Fluten
— In der Nacht zum Sonntag
Zeuge Rückert aus Ober=Ramſtadt hatte Arbeiten
wurde in dem Verwaltungsgebäude der jüdiſchen
Ge=
des Waſſers und konnte bis jetzt noch nicht gefun
für die Kaſſe ausgeführt. Im September 1909 ſei er
Mit=
meinde ein Einbruch verübt, bei dem die Täter etwa
den werden. Man nimmt an, daß der Junge einen
Herz=
glied geworden, weil ihm mitgeteilt wurde, daß er ſonſt
8000 Mark aus einem Geldſchrank erbeuteten, den ſie mi
ſchlag erlitten hat
keine Arbeiten von der Kaſſe mehr bekomme. Ihrig habe
einem Sauerſtoffgebläſe geöffnet hatten
Mainz, 5. Mai. Am Samstag wurde in den Laden
ihm einmal erklärt, als er ihm ein aufgetauchtes Gerücht
eines Althändlers in der Steingaſſe eingebrochen
D. Weinheim, 4. Mai. Der von 52 Korps der Tech
mitteilte, wenn jemand Schlechtes über den Verein reder
niſchen Hochſchulen Deutſchlands gebildete Weinhei
und 12 Uhren geſtohlen. Der Dieb war vom Hofe aus
würde, ſo würde er ſofort gegen einen derartigen
Ver=
mer Senioren=Konvent, dem mehr als 500 Aktive
in den Laden eingeſtiegen; er wurde am Sonntag
mor=
läumder vorgehen.
angehören, und der Weinheimer Alte=Herren=Verband, der
gen von der Kriminalpolizei feſtgenommen; von den
Zeuge Schreinermeiſter Adam Ackermann X. vor
ſen 76 Vereinigungen über die ganze Erde verteilt ſind, hiel
Uhren hatte er ſchon mehrere verkauft. Derſelbe Dieb
Ober=Ramſtadt wurde im Auguſt 1909 Mitglied des
Ver=
ten heute hierſelbſt die Hauptfeier des 50jährigen
hatte in einem Gemüſeladen der Holzſtraße eine auf dem
eins. Ihm wurde damals von Beck erklärt, als er eine
Jubiläums des W. S. C. mit Wachenburgweihe und
Ladentiſch ſtehende kleine Standuhr geſtohlen. Der Ver
Rechnung für gelieferte Arbeiten präſentierte, Arbeiten be
Jahrhundertfeier ab. Aus Anlaß des Feſtes ſtattete heut
haftete war mit Anſichtskarten hauſieren gegangen; er
kommen nur noch Mitglieder des Vereins. Beck habe ihm
morgen kurz vor 9 Uhr der Luſtkreuzer „Viktoria Luiſe
will 42 Jahre alt und aus Straßburg ſein
In einen
auch einmal mitgeteilt, er werde der Generalverſammlung
unſerer Stadt einen Beſuch ab, überflog in ſtolzer Fahr
Warenhauſe wurde einer Dame die Handtaſche mit
den Vorſchlag unterbreiten, anſtatt Wein zu trinken, ſoller
die Wachenburg, beſchrieb dann eine große Schleife übe=
Inhalt, in einer Wirtſchaft ein Geldbetrag von 190
landwirtſchaftliche Bedarfsartikel verloſt werden, um das
Weinheim und flog über Schwetzingen wieder nach Frank=
Mark, in einem Ladengeſchäft eine Partie wertvoller
Intereſſe der Mitglieder zu heben.
3
Zeuge Peter
furt zurück. Am Wappentore der Wachenburg hielt der
Spitzen und Stickereien geſtohler
Landelm aus Rohrbach erklärt, ergſei Mitglied
gewor=
oeben zum Ehrenbürger Weinheims ernannte Vorſitzend
Weiſenau, 5. Mai. Die 20jährige Frau eines hieſi
den, weil ihm von Beck geſagt wurde, es ſei früher eine
des A.=H.V., Oberingenieur Aute Bode=Hannover, die
gen Arbeiters ſchoß ſich nach einem vorausgegangenen
große Schweinerei bei der Kaſſe geweſen, jetzt ſtünde die
Begrüßungsanſprache, wonach der bauleitende Architekt,
Familienzwiſt eine Kugel in den Hals. Die Verletz
Kaſſe aber prima. Auch ſein Nachbar Perron habe ihm
Profeſſor Wienkoop=Darmſtadt, der in einer Rede
ung iſt ſchwer, aber nicht lebensgefährlich.
geſagt, die Nieder=Modauer Kaſſe ſtehe auf goldenen
die Etappen der ſechsjährigen Bauzeit ſchilderte und den
Bodenheim, 5. Mai. Der in Alzey ſtationierte Zug=
Füßen. Es ſei ihm auch von Beck eine Bilanz vorgelegt
Baumeiſter Georg Hopp warme Anerkennung für das
führer Nold, der den von Bodenheim abends 7,32
worden, aus der er Verſchiedenes erſah, was ihn
bedenk=
geſchaffene Werk ausſprach, die Schlüſſel zur vollendeten
Uhr nach Alzey abgehenden Zug begleitete, ſtürzte be
lich machte. Zeuge wurde dann Mitglied der Sanierungs=
Burg dem W. S. C. übergab. Namens der Aktiven des
kommiſſion und nahm auch Veranlaſſung, mit Ihrig we
der Ausfahrt aus dem Bahnhof Bodenheim aus dem
W. S. C. nahm Präſide E. W. Riehl (Stauffiae), Stutt
gen der Sanierung Rückſprache zu nehmen. Er habe dem
Packwagen, deſſen Luftleitung er nachſehen wollte.
gart, das Werk ſeitens des Vorſitzenden des A.=H.=V.,
Ihrig den Vorſchlag gemacht, daß von der Unterbilanz von
Er erlitt ſchwere Verletzungen an Kopf, Arm und
Herr Aute Bode, zur Benutzung entgegen und bracht
900000 Mark die Mitglieder 500000 Mark aufbringen ſoll=
Beinen, ſo daß er nach Anlegung eines Notverbandes
ein dreifaches Hoch auf den Vorſtand der Alte=Herren
ten, während die Genoſſenſchaftsbank einſchließlich der
in das Rochusſpital nach Mainz gebracht werder
Vereinigung aus Nachdem Aute Bode noch ein Hoch au
326000 Mark 400000 Mark aufbringen ſolle. Ihrig hab
mußte
die Stadt Weinheim angeſtimmt hatte, ſprachen namens
ihm dies zugeſagt. Er ſei ſpäter ſehr erſtaunt geweſen, als
Worms, 5. Mai. Unerwartet iſt Herr Buchdruckerei
der letzteren Herr Bürgermeiſter Dr. Wettſtein, und
er erfahren habe, Ihrig habe erklärt, von der
Genoſſen=
beſitzer Guſtav Boeninger im Alter von 54 Jahren
namens der Staatsregierung Herr Oberamtmann Dr
ſchaftsbank bekomme der Nieder=Modauer Verein keiner
aus dem Leben geſchieden. Mit ſeinem Ableben wird die
Hartmann ihre herzlichſten Glück= und Segenswünſche
roten Heller
— Ihrig erklärt demgegenüber, er habe dem
Erinnerung wachgerufen an Zeiten, in denen die Buch
aus. Der Hauptweihe=Akt vollzog ſich nunmehr, nach=
Zeugen geſagt, wenn die Mitglieder 500000 Mark
aufbrin=
druckerei A. K. Boeninger eine nicht geringe
Bedeutun=
dem man das Burginnere betreten hatte, in der Pallas
gen, dann werde die Genoſſenſchaftsbank auch für ander
hatte; aus ihr ging im Jahre 1848 Die neue Zeit her
wo der Dichter des A.=H.=Verbandes. C. Blumen
weitige Hilfe ſorgen, ſonſt aber bekomme ſie keinen roter
vor, jene von Dr. v. Löhr redigierte Zeitung; in ihrem
thal (Alemanniae), Hannover, das Feſt durch eine poe=
Heller. —
Zeuge Kaufmann Jakob Braband von Ober=
Betriebe wurde der Rheiniſche Herold hergeſtellt, der von
tiſche Begrüßung verherrlichte. Dann hielt Profeſſor Maz
Ramſtadt wurde im Februar 1911 Mitglied des Vereins
1858 bis 1880 erſchien. Der Verblichene konnte ſich früh
Gary, Abteilungsvorſteher im Kgl.
Materialprüfungs=
durch die Reklame, die damals vom Verein gemacht wurde
amt Berlin=Lichterfelde, die Feſtrede, in der er auf die
zeitig ſchriftſtelleriſch betätigen und bei beſonders feſt=
und durch die Verſicherungen, die ihm von dem damaligen
Zeit von 1813 zurückging, dann die Entwickelung des
lichen Veranſtaltungen erfreute er noch bis in die letzte
Rechner Neff gemacht wurden, der Verein ſtände gut
W. S. C. ſchilderte und zuletzt Einblicke in die heutigen
Zeit mit ſeinen gemütvollen Dichtungen, die ſich großer
Zeuge wurde ebenfalls in die Sanierungskommiſſion ge=
Beliebtheit erfreuten.
Fortſchritte von Architektur und Technik gab, um die Rede
wählt. Nachdem man in vier oder fünf Verſammlungen
n ein Hoch auf den deutſchen Kaiſer und den Großherzog
Alzey, 5. Mai. Zu einer unterm 26. April gebrachten
über die Sanierung verhandelt habe, immer in Gegenwar
von Baden ausklingen zu laſſen. Hanſeng (Alemannia=
Nachricht, daß ein 18jähriges Dienſtmädchen aus dem
des Angeklagten Ihrig, ſei erſt Ihrig mit der Bemerkung
Stuttgart und Haſſia=Darmſtadt), brachte ein dreifaches
zweiten Stock in den Hof geſtürzt ſei und
da=
hervorgetreten, die Schuldanerkenntnis von 328000 Mar
Hoch auf die noch lebenden Mitbegründer des W. S.C
bei lebensgefährliche Verletzungen davongetragen habe
ſei an die Genoſſenſchaftsbank abgetreten. Dieſe
Mittei=
aus. Präſide Riehl übergab namens der Aktiven für Ver
werden wir von beteiligter Seite erſucht, richtigzuſtellen
lung habe wie eine Bombe eingeſchlagen, denn dadurch
dienſte um den Bau der Wachenburg goldene Denkmünzen
daß das Mädchen bei dem Sturze keinen Schader
erſt ſei man ſich klar darüber geworden, daß ein Konkurs
an die Herren vom Vorſtande des A.=H.=V., und zwar
erlitten hat
unvermeidlich ſei. — Zeuge Kaufmann Hermann W. von
an Oberingenieur Bode, Oberingenieur Zorn, Ingenieur
Undenheim, 5. Mai. Der Gendarmerie gelang es
Ober=Ramſtadt, ein Schulfreund von Beck, wurde 1908
Grünert, Zivilingenieur Hartmann und Profeſſor Dr
einen hieſigen Burſchen zu verhaften, der vor einiger
oder 1909 auf Zureden des Beck Mitglied des Vereins.
Michel, ſämtlich in Hannover. Namens des A.=H.=V
Beck habe ihm auf Befragen erklärt, er ſei monatelan
Wochen etlichen hieſigen Bürgern, darunter dem Bürger
verlieh Oberingenieur Bode goldene Denkmünzen an
als Reviſionsbeamter bei der Kaſſe tätig geweſen. Er
meiſter, in den Weinbergen Rebſtöcke abgeſchnit
Architekt Profeſſor Wienkoop=Darmſtadt, ſowie ar
könne verſichern, es gebe in Heſſen wenig Kaſſen, die ſo
ten hatte. Trotz ausgeſetzter Belohnung war es nicht
Bürgermeiſter Dr. Wettſtein, Altbürgermeiſter Ehret
gut ſtehen, wie die Nieder=Modauer Kaſſe. Die Kaſſe ſei
möglich, dem Täter ſeither auf die Spur zu kommen. Ob
beide in Weinheim, und an E. W. Riehl=Stuttgart,
ſo=
prima=prima. Einem gewiſſen Franz Wilhelm Fiſche
der Täter, der geiſtig nicht aanz normal iſt, für ſeine
wie die ſilberne Denkmünze an Baumeiſter Hopp=Wein
habe Beck ebenfalls zugeredet, Mitglied zu werden. Es
Handlungsweiſe verantwortlich gemacht werden kann
heim.
würden fortwährend neue Mitglieder aufgenommen. Er
darüber wird das Gericht demnächſt entſcheiden.
Den Schluß des Weiheaktes bildete die
Kranznieder=
nannte ihm auch verſchiedene Namen. Als ihm Fiſcher
(*)
Gießen, 4.
Mai. Der Bezirkstag des
legung in der Ehrenhalle durch ſämtliche Korps zum An
antwortete, aber wie kann man denn ſolche Leute auf=
Haſſiabezirks Gießen wurde heute vormittag
denken an die im Kriege 1870/1871 gefallenen
Kommili=
nehmen, habe Beck geſagt, wenn nur Namen darau
unter zahlreicher Beteiligung der Kriegervereine abge
tonen vom W. S. C. Hierauf begaben ſich die Teilnehmer
ſtehen, welcher Art ſie ſind, iſt ganz egal. Ihrig habe ge
halten. Für den verunglückten Kameraden Volp=
Ober=
zum Eſſen herab in die Weinheimer Feſtlokalitäten und
agt, je mehr Mitglieder da ſind, deſto kleiner ſind die
ſeibertenrod wurden von den Vereinen des Bezirks rund
abends wurde in der Wachenburg Feſtkommers ab
Schmerzen. Zeuge Wartensleben hat in einer Generalver=
165 Mark geſammelt. Der Bezirksvorſteher Daab=Lollar
gehalten, bei welchem die Großh. Heſſ. 61er Artillerie
ſammlung angefragt, ob man Ihrig nicht gefragt habe, wi
erſtattete den Jahresbericht; danach zählt der Bezirk 34
kapelle unter dem Obermuſikmeiſter M. Weber aus Darm
die Kaſſe ſtehe. Daraufhin habe der Präſident Schuh
ſtadt konzertierte.
Vereine mit 3110 ordentlichen und 170 außerordentlichen
mann geantwortet, Ihrig habe ihm geſagt, die Kaſſe ſtehe
Mannheim, 5. Mai. Geſtern wurde die Große Au2
Mitgliedern. Die Zunahme gegen 1911 betrug 80 Mitglie
nicht gut aber man ſolle kein Aufſehen machen.
zeug
des Deutſchen Künſtlerbundes
der. Die Vereine verfügen über ein Geſamtvermöger
ſtellung
Kaufmann Georg Weber von Ober=Ramſtadt iſt im
Mannheim 1913 (Mai bis Oktober) in der
Mannheime=
von 44 190 Mark. An Unterſtützungen wurden 186
Juli 1909 Mitglied geworden, weil ihm Beck verſicherte
Kunſthalle durch eine Anſprache des Grafen Kalckreutl
Mark, insgeſamt ſeit Beſtehen der Vereine 62062 Mar
die Kaſſe ſtände gut. Er habe ſein geſamtes Vermögen
und des Kunſthallendirektors Dr. Wichert feierlich eröffnet
bezahlt. 1998 Haſſiakalender wurden abgeſetzt, 518 Heſ
verloren
Die überaus gelungene und vielſeitige Ausſtellung bringt
ſiſcher Kamerad geleſen. Aus dem Verband floſſen an die
Gegen 1 Uhr wird die weitere Verhandlung auf
neben den Werken moderner Meiſter auch Arbeiten eine
Vereine für Unterſtützungen uſw. 850 Mark, an Waiſen
Dienstag vertagt.
zahlreichen talentvollen Nachwuchſes der verſchieden
unterſtützungen 130 Mark an Oſtern 1912, dagegen 260
ſten Ar=
Mark an Oſtern 1913. Das Sammelweſen ergab 110
Wien, 4. Mai. Während am Nächmittag eine Wiener
Mark. An die Kameraden Joh. Schäfer Xl.=Steinberg
Gerichtszeitung.
Touriſtengeſellſchaft vor dem Unwetter in der
Henkelmann=Staufenberg, Ferdinand Balſer=Reiskircher
Die korrigierte Glücksgöttin,
Scheibwaldhütte auf dem Rax Schutz ſuchte, ſchlug der
und Fiſcher=Großen=Linden wurden Ehrentafeln, geſtiftet
Blitz in die Hütte ein. Zwei Touriſten wurden von einer
vom Präſidium, überreicht, da dieſe Kameraden 25 Jahr
(Lotteriekollekteur Schäfer vor Gericht.)
tiefen Bewußtloſigkeit befallen, aus der ſie bis 6 Uhr
als Vorſtandsmitglieder ihrer Vereine an der Sache de
Frankfurt a. M., 5. Mai. Die Manipula
Haſſia mitgewirkt haben. Eine längere Ausſprache er
abends nicht erwacht ſind. Zwei Damen wurden ſchwer
tionen des Bankiers und Lotteriekollekteurs
verbrann
folgte über den Präſidialantrag betreffs Heſſiſcher Kamc
Ferdinand Schäfer aus Düſſeldorf, der ſich bei der Zieh=
London, 5. Mai. Aus Anlaß des an die Suffra
rad. Den Bericht über die Verhandlungen des Aus
ung der Frankfurter Luftſchiffahrts=
Lot=
getten ergangenen Verbots, im Hydepark öffentliche
ſchuſſes mit Zeitungsverlegern erſtattete Hanſel=Gießen
terie um ca. 60000 Mark bereichern wollte, beſchäftigen
Verſammlungen abzuhalten, ſollte geſtern nachmit
Daraufhin wurde der Antrag des Ausſchuſſes für den
von heute ab die hieſige Strafkammer. Die Lotterie wurde
tag auf dem Trafalgarplatz unter Führung Keir Hardies
Fall angenommen, daß auf dem Verbandstag zu Hirſch
ſeinerzeit von privater Seite, aber mit ſtaatlicher Geneh=
und anderer Sozialiſten eine Demonſtration ſtattfinden
horn die zwangsweiſe Einführung des Heſſiſcher Kame
migung, zugunſten des Zuverläſſigkeitsfluges am Ober
Eine große Menſchenmenge begann in der Meinung, es
rad beſchloſſen wird. Ein Antrag des Kameraden
Ruhl=
rhein veranſtaltet, die Ausführung ſelbſt wurde Schäfer
Klein=Linden wird einſtimmig abgelehnt. Als Vertreter
olle ein Suffragettenmeeting abgehalten werden, ſich an
übertragen, der ſchon verſchiedene andere private Lotterien
das Denkmal heranzudrängen. Es kam zu einer förmlicher
des Bezirks für den Verbandstag werden gewählt: Daab
auf eigenes Riſiko übernommen hatte. Während bei den
Lollar und Hanſel=Gießen, als Erſatzmänner Leun
Schlägerei. Die Arbeit für die Polizei war nich
Staatslotterien die früher üblichen Waiſenknaben längſ
Großen=Linden und Buß=Leihgeſtern. Um den Ver
leicht, da über 20000 Menſchen zuſammengeſtrömt warer
durch ſtaatliche Kommiſſare erſetzt ſind, hatte Schäfer das
bandstag 1914 will ſich Gießen bewerben. Das Bezirks
Halifax (Neuſchottland), 4. Mai. Das ganze Ge
Inſtitut der Waiſenknaben als Loszieher beibehalten. Die
chäftsviertel der Stadt North=City am Kap Bretor
feſt findet am 25. Mai zu Garbenteich ſtatt. Falls de
Frankfurter Ziehung fand in Gegenwart eines Notars in
Großherzog zu dem Jubiläum der 116er kommt, werder
iſt bis auf vier Häuſer durch Feuer zerſtört wor
einem Saale des Etabliſſements „Alemannia” ſtatt. Wäh
ſich die Bezirksvereine daran beteiligen und Aufſtellung
den. Der Schaden wird auf 200000 Dollars geſchätzt. Einc
rend der ganzen Ziehung ſollen verſchiedene
Unregelmäßig=
nehmen. Der Vorſitzende ermahnt die Vereine zum
Perſon iſt ums Leben gekommen
keiten vorgekommen ſein, ſo die, daß Losnummern aus
Schluß, aus Anlaß des 25jährigen Regierungsjubiläums
dem Ziehungsrade auf die Erde fielen. Der Waiſenknabe
des Kaiſers und der Gedenkfeier der Völkerſchlacht bei
ſoll weiter beobachtet haben, daß Schäfer zwei Gewinn
Leipzig entſprechende Feiern abzuhalten
Der Nieder=Modauer
Bank=
röllchen in der Hand behielt und dieſe erſt ausrief, als
Loſe gezogen wurden, von denen er wußte, daß ſie ſich noch
krach vor der Strafkammer.
in ſeinem Beſitz befanden. Die Angaben des Waiſenkna=
Reich und Ausland.
ben wurden von der Behörde nachgeprüft und dabei ſo=
23. Verhandlungstag
viel belaſtendes Material ermittelt, daß Schäfer im Sep
Aus der Reichshauptſtadt, 4. Mai. Nun ſoll Berlin
g. Als erſter Zeuge wurde geſtern der Lehrer Michae
tember in Unterſuchungshaft genommen wurde
doch die längſt notwendig gewordenen Telephon
Vogel aus Asbach vernommen, der aus der Unterſuch=
Die beiden Hauptgewinne in Höhe von 50000 bezir
häuschen auf Straßen und Plätzen erhalten. Die
ungshaft vorgeführt wurde. Es wurden bei ihm Wertpapiere
10000 Mark waren inzwiſchen an eine Bank ausgezahlt
Reichspoſt hat ſich nach vielen Erwägungen entſchloſſen
vorgefunden, die Eigentum des NiederModauer Vereins
worden, die ſie an eine Deckadreſſe weitergegeben hatte
ſolche kleinen Kioske aufzuſtellen und iſt bereits mit den
waren. Er erklärt, eines Tages habe er mit der Poſt ein
Die weitere Unterſuchung ergab, daß Schäfer ſelbſt ſic
Magiſtrat über einen entſprechenden Vertrag einig ge=
Kuvert erhalten, in dem ſich jene Papiere befanden. Er
den Gewinnbetrag unter der Deckadreſſe hatte auszahlen
worden. Der Magiſtrat ſtellt den notwendigen ſtädtiſchen
habe erkannt, daß dieſe nur von Adam kommen konnten
aſſen. Er behauptete zwar, daß ſowohl er wie ſeine Frau
Grund und Boden dem Fiskus unentgeltlich — nur geger
Er habe deshalb dieſen gefragt. Adam ſagte ihm, hebe
kein Vermögen beſäßen, es wurde ihm aber bald
nachge=
eine jährliche ſogenannte Anerkennungsgebühr von je 50
ſie mir nur gut auf. Zeuge will von der Wichtigkeit der
wieſen, daß er bei einer ausländiſchen Bank ein Depot von
Pfennig — zur Verfügung, wogegen die Reichspoſt die
Papiere keine Ahnung gehabt haben. Er ſei auf Ihrigs
ca. 100000 Mark hatte. Im erſten Stadium der Ange=
Regie der neuen Einrichtung übernimmt. Entgegen der
Verſicherungen über den guten Stand der Kaſſe Mitglie
legenheit hatte Schäfer die Blätter, die über den Fall be=
Telephonzellen, die ſich in den Zeitungskiosken befinden
geworden, nachdem ihn Beck aufgefordert hatte, ſeine Schuli
richteten (nach dem Muſter des Herrn Hopf),
durchgſei=
werden die Telephonkioske der Reichspoſt auch in der
zurückzuzahlen oder Mitglied zu werden. Durch die
Ver=
nen Rechtsanwalt auffordern laſſen, eine Berichtig=
Nacht für das Publikum geöffnet ſein. Die Standorte
ſicherungen Ihrigs ſei er ſo begeiſtert worden, daß er ſich
ung zu bringen, da die ganze Beſchuldigung auf einen
der Fernſprechhäuschen ſind noch nicht endgültig beſtimmt
veranlaßt ſah, in einer Verſammlung ein Hoch auf Ihrig
Racheakt zurückzuführen ſei. Die Zeitungen gingen abe
eine Vorlage hierüber wird der nächſten Stadtverordneten=
Von
auszubringen, in das lebhaft eingeſtimmt wurde.
auf dieſes Anſinnen nicht ein, zumal inzwiſchen der An
zugehen.
In der ſüdlichen
Friedrichs=
den Verhältniſſen der Kaſſe habe er keine Kenntnis
gehab=
trag des Verteidigers Schäfers auf Haftentlaſſung abge
Der Zeuge Georg Jakoby VIII. von Ober=Ramſtadt
ſtraße verlor geſtern nacht ein Autochauffeur die
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 6. Mai 1913.
lehnt worden war. Im Laufe der Unterſuchung wurde
— abgeſehen von gewiſſen Elementarfunktionen oder
Ueb=
noch bekannt, daß Schäfer ſchon einmal bei einer
Lotteri=
ungen, wie dieſe z. B. in der ſchwediſchen Gymnaſtik von
eine ſehr bedenkliche Rolle geſpielt hatte. Er zahlte einen
beiden Geſchlechtern verlangt werden — von der Frau
Dienſtmädchen, das einen Gewinn von 15000 Mark ge
noch etwas anderes verlangen als ein ſportliches Trai
macht hatte, nur 1500 Mark aus und bequemte ſich zur
ning, daß wir hier gleich von allem Anfang an imme
Reſtzahlung erſt, als das Mädchen die Hilfe der
Kriminal=
wieder äſthetiſche Forderungen ſtellen, ſchon dadurch kom
ſpolizei in Anſpruch nahm. Anfang Oktober v. J. fand in
nen wir ſcheinbar auf ein ganz anderes Gebiet. Wir
ver=
der „Alemannia” ein Lokaltermin ſtatt, bei dem das Ge
langen, um ein geläufiges Wort zu gebrauchen, daß das
winn= und das Ziehungsrad zur Stelle geſchafft worder
Mädchen anmutig oder, wie es noch beliebter lautet, gra
waren. In Gegenwart des Unterſuchungsrichters wurd
ziös erſcheint. Hier aber — und ich möchte dies als meine
dann eine Probeziehung vorgenommen, bei der dieſelben
erſönliche Ueberzeugung kund geben — beginnt auch de
Perſonen agierten wie bei der Fluglotterie. Das Ergeb
Irrtum. Was heißt das eigentlich, „graziös ſein”?
Wa=
fnis war für Schäfer äußerſt belaſtend, ſo daß die Anklage
erſcheint uns graziös? Dieſe Frage wird uns nicht in der
auf Betrug erhoben wurde. In der letzten Zeit
verlau=
berühmten Inſtituten für Tanz und Anſtand beantwortet
tete, daß Schäfer ein teilweiſes Geſtändnis abgelegt habe
auch in den leichthin moderniſierten nicht, ſondern draußen
Es ſind zu dem Prozeß eine ganze Reihe von Zeugen und
in der Natur. Warum erſcheint uns ein Reh im Walde,
Sachverſtändigen geladen.
ein fliegender Vogel oder eine zum Sprung bereite Katze
graziös? Was iſt es, was uns an geſunden Tieren feſſelt
Warum ſehen wir alle ſo gern die Bewegungen der Tiere
Das Wort „niedlich”, das man ſo gern anwendet, iſt woh=
Rhythmus und Ausdruck des Körpers
nicht das einzige Charakteriſtikum. Ich möchte es anders
und körperliche Erziehung.
nennen: Die Oekonomie dieſer geſunden Tiere in ihren
Bewegungen, das ökonomiſche Kräfteſpiel, das
C
Im Hörſaal 326 der Techniſchen Hochſchule hiel
iſt’s, was uns feſſelt und was uns das Tier graziös oder
geſtern abend der Direktor der Elizabeth
Duncan=
mit unſerem viel beſſeren deutſchen Wort benannt, „an=
Schule, Herr Max =Merz, einen Vortrag über das
mutig” erſcheinen läßt. Je richtiger die Oekonomie, un
Thema „Rhythmus und Ausdruck des Körpers und
kör=
ſo beſſer die Leiſtung und um ſo mehr haben wir das Bild
perliche Erziehung‟ Dem Vortrage wohnten zahlreiche
der Anmut und der Grazie vor uns. Zugegeben, daſ
Profeſſoren, Aerzte, Künſtler und Pädagogen bei
junge Männer bei einem ſchweren Lauf, nahe am Ziel,
Nach längerer Einleitung, die ſich mit perſönlichen
infolge körperlicher Erſchöpfung weder anmutig noch gra=
Erfahrungen, mit der Definition des Begriffes „Das
iös mehr ausſehen, aber dann kommt es eben davon her
Kind, kindliches Spiel und Schönheit des Körpers, mit
daß der Körper nicht mehr ökonomiſch ſeine Kräfte ge
wiſſenſchaftlichen und pädagogiſchen Darlegungen über die
braucht, ſondern ſich überanſtrengt hat. Die verſchiedenen
körperliche Erziehung uſw.” befaßten, präziſierte der Vor
Sporthygieniker und Phyſiologen, allen voran Geheimrat
tragende die Grundzüge ſeines Themas in etwa folgenden
Zuntz in Berlin, der deutſche Reichsausſchuß zur wiſſen
Ausführungen:
ſchaftlichen Erforſchung der Leibesübung, bemühen ſich
Daß wir eine Umbildung des Schulweſens
eſtzuſtellen, wann eine körperliche Leiſtung ſoweit forciert
anſtreben und erreichen müſſen, das iſt heute allen klau
iſt, daß ſie nicht mehr den Geſetzen der körperlichen
Oeko=
dierein Gefühl für die heranwachſende Jugend haben. Es
nomie entſpricht. Und wir können eine ſolche Ueberan
geht auf dieſem Gebiete nur nicht mit Revolutionen, ſon
trengung ebenſogut durch eine wiſſenſchaftliche
Unterſuch=
dern wir müſſen uns mitreiner langſamen Umbildung
zu=
ung des Muskelgewebes konſtatieren, wie wir es vom rein
frieden geben. Wie es beginnen? Da gibt es nur eine
iſthetiſchen Standpunkte aus feſtſtellen können. In körper=
Antwort: Aenderung in der Arbeitsmethode, indem die
lichen Leiſtungen gehen Zweck und Schönheit unter aller
nutzloſe Aufſtapelung theoretiſchen Wiſſens durch praktiſch
Umſtänden zuſammen! Wie weit aber ſind die normalen
zweckmäßige Arbeit erſetzt wird undskörperliche Erziehung
körperlichen Leiſtungen unſerer heutigen höheren Töch
unter der ſelbſtverſtändlich etwasrganz anderes zu
ver=
ter von dem entfernt, was wir nach dem Vorhergeſagten
ſtehen iſt als die Erteilung von zwei Turnſtunden in der
als zweckmäßig und ſchön erkannt haben? Allerdings
Woche. Ich habe mich hier nicht mit den wiſſenſchaftlichen
haben viele Menſchen ein Bild, eine Ahnung von jenem
Arbeitsmethoden zu beſchäftigen, ſondern nur mit den
höchſten Schönheitsprinzip, aber ſie ſind nicht imſtande,
Fragen einer körperlichen Erziehung und möchte vor allen
nach dieſem höchſten Prinzip zu ſtreben und ſie begnügen
daran erinnern, mit welch überzeugender Begeiſterung die
ſich, wie in ſo vielen anderen Dingen, mit einem Surro
Jugend ſich aus tiefſtem Bedürfnis heraus einer
ſport=
gat, einem Abklatſch. Es gibt heute ſtatt der, durch
wirk=
lichen Tätigkeit zugewandt hat und wieviele Lehrer ſich
liche körperliche Arbeit gewonnenen Anmut eine blutleer
um dieſe Sportbewegung bemühen. Unſere männlich
Salongrazie. Für mich iſt es kein bloßer Zufall, daß ge
Jugend hat einer militäriſchen Pflicht Genüge zu leiſten
rade in der Zeit des grandiofen techniſchen Aufſchwunges
und ihr ſchwebt denn doch bis zu einem gewiſſen Grad ein
jene Welle übertuns daherbrauſt, die uns wieder in ein
militäriſch turneriſches Ideal vor Augen. Sie hat ſich
Traumland körperlicher Kraft und Schön
einer militäriſchen Aushebungskommiſſion zu ſtellen und
heit tragen will, daß gerade im Zeitalter der Autos
hier ein Urteil über die körperliche Tauglichkeit zu erwar
Luftfahrzeuge und der Funkentelegraphie das Intereſſe
ten. Dieſe Kommiſſion iſt, abgeſehen von den in jüngſte‟
für körperliche Zucht rege geworden iſt. Und da ſchulde
Zeit erſt wirkenden Sportgerichten, das einzige Forum
wir der Naturwiſſenſchaft den größten Dank, den nimmer
vor dem der junge Mann auf ſeine körperliche Kraft hin
müden Forſchern, die in das Labyeinth organiſchen
Le=
unterſucht und gewertet wird. Man möge ſich nun einma
bens eingedrungen ſind und uns unſeren Körper verſteher
die nach Tauſenden zählende Schar der Zurückgeſtellter
lehrten. Aber wir ſind noch weit entfernt von der nütz
vergegenwärtigen und möge ſich fragen, wie ware das
lichen Anwendung aller geſammelten Erfahrungen. Und
Ergebnis, wenn all dieſe jungen Leute auf Grund einer
deshalb müſſen wir verlangen, daß in den Schulen neber
einheitlichen, in früheſter Kindheit begonnenen körperlichen
dem Lehrer der Arzt wirkt. Wir können mit dieſer For=
Diſziplinierung gekräftigt und für eine zukünftige
mili=
derung einen neuen Beruf, ich möchte faſt ſagen, einen
täriſche Dienſtleiſtung vorbereitet worden wären. Jc
neuen Typus des Pädagogen ſchaffen, und das iſt der in
ziehe hier nur das Militär heran, weil es mir als der
den Schulen als Lehrer wirkende Sporthygieniker, der die
nächſtliegende Ausgangspunkt für das erſcheint, was ich
Jugend anleitet, ihren Körper als ein koſtbares Gefäß z.
hier belegen möchte. Nur ein praktiſches Beiſpiel wollte
betrachten, und der ihnen den antiken Lehrſatz von „Maß
ich bringen. Das menſchliche Tun und Laſſen hängtſi
und Zahl” in alter Bedeutung und neuer Deutung ins
ehr von beſtehenden und überkommenen Einrichtungen ab
Bewußtſein ruft!
daß dieſe nicht umgangen werden können, wenn man übe
Auf die körperliche Erziehung des
Mäd=
das Wohl und Wehe des Menſchen nachdenkt. Ich möcht
chens nun zurückgreifend, fragen wir uns noch einmal
Ihnen nun ein anderes Bild nahebringen. Was würde:
wie ſieht es vom Standpunkt ſolcher Ideale um dieſe kör=
Sie zu einer Schule ſagen, in der nebſt den Philologen
perliche Zucht in unſeren Schulen und in unſeren Familien
den Lehrern für Naturwiſſenſchaft, für Zeichnen,
Mathe=
aus? Sehen Sie doch nur das Leben unſerer Mädchen
matik uſw. auch nur einmal, verſuchsweiſe, Aerzte tätig
an, wie weit entfernt es von jenem idealen Zuſtand iſt
wären, Phyſiologen, Sporthygieniker die, abgeſehen
da=
dem wir unter allen Umſtänden auf Grund des geiſtigen
von, daß ſie den Turnunterricht zu überwachen hätten, alle
Niveaus unſeres heutigen Menſchen zuſtreben müſſen
Schüler, ſelbſt die der unterſten Klaſſen, alſo von ſechs
Jahren ab, alle acht Tage nackt in Reih und Glied antre
Daß es rühmliche Ausnahmen gibt, daß wir heute Mäd
chen beſitzen, die über körperliche Gewandtheit und Tück
ten ließen und nun die Körper ſo prüfen würden, wie der
tigkeit verfügen und mit den feinſten Inſtinkten für das
Klaſſenlehrer es bei dem Examen mit den Kenntniſſen
was man Raſſe nennt, ausgeſtattet ſind, das können und
tut. Wenn dieſe Aerzte in den Organismus des einzelnen
Kindes ſo Einſicht nehmen würden, wie der Sprachlehre:
müſſen wir anerkennen; aber das ſind Ausnahmen! De
in das Heft der Hausarbeiten! Denn ich finde, es iſt
min=
größte Teil unſerer jungen Mädchen weiß nicht, was
kör=
deſtens ebenſo wichtig für das Leben des Kindes
perliche Zucht iſt und wird — was das allerſchlimmſte iſt
—
ſo=
mit für die Generation und den Staat, ob der Junge ſeine
von Hauſe aus einer ſüßen, faden Lebensweiſe zuerzoger
Dem könnte Abhilfe geſchaffen werden, wenn der Staat
Lungen in Ordnung hält, ſeinen Herzmuskel
,ob nicht
ebenſo ſchwer zu rügende lebenstechniſche Fehler vorkom
o wie er auf Grund der militäriſchen Dienſtpflicht an die
männliche Jugend die Forderung einer körperlichen Taug
men, wie Schreibfehler im Diarium. Wie würde aber
dann bei ſolch einer Beachtung der körperlichen
Entwickel=
lichkeit ſtellt, er zur Sicherung einer fortſchreitenden
Ge=
ung wohl ein Jahrgang ausſehen, wenn er ſich vor die
ſundung ſeines Volksbeſtandes, wie zu deſſen Echaltung,
auch an die weibliche Jugend mit Forderungen nach eine:
Kommiſſion zu ſtellen hätte, und — das iſt ja nun das
körperlichen Tätigkeit herantritt. Gewiß können wir auch
Wichtigſte — wie würden ſich die einzelnen jungen Leute
bei den meiſten Menſchen etwas von dem entdecken, was
dieſes Jahrganges körperlich fühlen, wie würde ſchließlich
die Raſſe ausſehen? Wir müſſen uns doch klar ſagen, dar
man Anmut und Grazie nennt. Aber wie viele falſche
ein Junge, der ſechs Stunden auf der Schulbank ſitzt, ein
Vorausſetzungen ſind da zu überwinden, von wievie
ſchlechten Lebensgewohnheiten muß man erſt abſtrahieren
fach in den Zuſtand der Unterernährung kommt. Er kann
Eingepanzert in ein niedliches Korſett, einhertrippelnd au
eſſen, was er mag, die Ernährung der Organe iſt durc
die körperliche Untätigkeit eine verminderte. Der Spiel
hohen Stöckelſchuhen iſt dem kleinen Seelchen Anmut, iſ
trieb aber, den wir beim 4= und 5jährigen Kind als der
ihm die Möglichkeit zu ſchweben faſt ganz genommen. Und
Ausdruck eines kräftigen Lebensgefühles betrachten dür
wahrlich, ein kleines Negerkind eines noch unverdorbenen
fen, iſt entweder zum Teil oder ganz ausgeſchaltet. Ge
Stammes im Innern Afrikas iſt um ſeinen naturreichen
rade aber dieſen Spieltrieb oder das Verſtändnis für da=
Schatz körperlicher Freiheit und Gewandtheit, Anmut und
Spiel ſollen wir der Jugend bis ins reifſte Alter erhalten
Grazie zu beneiden. Aber unſere Mädchen haben noch ein
Das iſt eine zweite Aufgabe, die eine moderne Schule zu
Bedürfnis, „ſchön” „anmutig” und „graziös” zu erſchei
löſen hätte, — einerſeits die Bewahrung und Anwendung
nen. Und ſie haben ferner ein Bild, eine Ahnung, wie id
ſchon zuvor ſagte, von dem Anmutig= und Graziösſeit
des Spieltriebes durch die körperliche Erziehung — dent
und ſie verſuchen, dieſes Bild in die Wirklichkeit
umzu=
körperliche Erziehung führt von ſelbſt zum freien, edler
Spiel — und die Ueberleitung des Spieltriebes in
prak=
ſetzen mit den kleinen Mitteln, die ſie zur Verfügung
haben. Sie möchten ihr inneres Empfinden für
körper=
tiſche Arbeit und Tätigkeit.
liche Anmut zum Ausdruck bringen, ſie möchten es aus=
Nun aber wenden wir uns der weiblichen=
Ju=
drücken! Ich möchte klarlegen, daß es nicht darauf
an=
gend zu. Wir müſſen uns von vornherein ſagen, daß es
ommt, daß unſere höheren Töchter, unſere jungen
Män=
in der körperlichen Erziehung des Mädchens weſentlich
ner auf vagen künſtleriſchen Wegen etwas ausdrücken ler
anders ausſieht und die weibliche Körperkultur heute noch
nen, ſondern daß ſich in ihnen eine gewiſſe organiſche
weit hinter der männlichen zurückſteht. Und doch hätten
Sicherheit, daß ſich ein funktionell wohlgeordneter
Lebens=
unſere Frauen eine körperliche Erziehung ſo bitter
not=
prozeß zum Ausdruck bringt. Dazu iſt körperliche Diſzip
wendig! — Wenn ſich die Männer immer wiederum etwas
inierung notwendig, denn der untätige Körper, der j
auf ihre geiſtige Mehrleiſtung zugute tun, ſo ſollten ſie
auch beiläufig geſund erſcheinen kann, intereſſiert uns je
denn doch nicht vergeſſen, daß das Weib der Urboden iſt
doch nicht. Nur müſſen wir uns klar ſagen, daß, wenn
auf dem die männliche Intelligenz erwächſt. Wenn wit
wir Menſchen dazu erziehen wollen, ein inneres Erleben
hier auf dieſer Welt mit einem Erbteil wirklich rechnen dür
körperlich zum Ausdruck zu bringen, daß ſie dann vo
fen, ſo jſt es das, was uns die Mutter ins Blut hinein
allem andern über eine entſprechende körperliche Technil
vererbt hat und wir müſſen deshalb der Frau zu einer
verfügen müſſen. Deshalb iſt es beſſer, wir führen liebe
tüchtigen körperlichen Erziehung verhelfen. Um dieſe ſieht
die jungen Mädchen hinaus auf den Sportplatz als Zu
es aber heute noch recht traurig aus. Sich auf dieſem Ge
ſchauerinnen bei leichtatlethiſchen Uebungen, damit ſie ver
biete zurecht zu finden iſt auch bedeutend ſchwieriger. Es
tehen lernen, was körperliche Zucht heißt. Vielleicht
be=
iſt ganz unmöglich, vom jungen Mädchen körperlich die
greifen ſie nach und nach, daß das, wonach ſie ſich ſo ſehr
ſelben Leiſtungen zu verlangen wie vom jungen
Mann=
ehnen, die Tanzkunſt, ein Ergebnis höchſter körperlicher
alſo die körperliche Erziehung beider Geſchlechter in ein
Zucht iſt. Und daß mit=kleinen poetiſch=ſentimentalen Ge
Syſtem zu pfropfen. Schon bei dem Umſtand, daß wir
Nummer 104.
ühlen nichts anzufangen iſt. Und wenn wir erſt einmal
ſoweit ſind, daß die Sporthygieniker auch in die
Mädchen=
ſchulen eindringen dürfen, dann wird ſich auch langſam ein
Verſtändnis für das, was eigentlich körperlicher Ausdruck
iſt, einſtellen. Dann wird man nicht mit unzulänglichen
Mitteln etwas ausdrücken wollen, ſondern es wird ſich ir
geſunden durchgebildeten Körpern etwas ausdrücken, es
wird ſich eine natürliche Schönheit kundgeben, die auf
einer inneren organiſchen Ordnung baſiert
Unſere Mädchen müſſen gehen lernen, laufen,
ſprin=
gen, nicht eine ſüße Melodie ausdrücken oder darſtellen.
Kunſt iſt nichts Süßes, Kunſt iſt etwas
Star=
kes, Urkräftiges, hoch Erhabenes, das mit
den ſüßlichen Gefühlen und mit der Sentimentalität, de
man überall begegnet, nichts zu tun hat. Dann werder
ie aber auch zum Verſtändnis deſſen kommen, was Raſſe
iſt und was raſſenhygieniſche Forderungen unſerer Zeit
ſind. Der Vortragende ſchloß ſeine intereſſanten Ausführ
ungen mit folgendem Zitat aus dem Werk „Die Eliza
beth Duncan=Schule”: „Jeder Ausdruck iſt Folge
inne=
ren Erlebens. Soll nun ein inneres Erleben, ſei es durch
muſikaliſche oder ſprachliche Rhythmik oder durch andere
äußere Vorgänge hervorgerufen, zum körperlichen
Aus=
druck gebracht werden, ſo muß die entſprechende Bewegung
doch in der Geſetzmäßigkeit körperlicher Mechanik(
gründet ſein. Hier kommen phyſiologiſche und
phyſika=
liſche Momente gleicherweiſe in Betracht. Die einfachſten
körperlichen Bewegungen, der Gang, der Lauf, jeder
Sprung, jede Arm= und Kopfbewegung muß durch eine
dieſer Geſetzmäßigkeit entſprechende Technik der
Willens=
ſpannung und Entſpannung geregelt ſein.
Die, die
Schwere überwindende Kraftanſpannung und das mit
ihrer Verebbung und Auslöſung verbundene Rückſinken:
dieſe Geſetzmäßigkeit, zu erkennen an den Bewegungen der
Meereswogen wie der zarteſten Gräſer, iſt auch grund=
Es kann
legend für die ausdrucksvolle Körperbewegung.
nicht genügen, den Körper nur nach muſikaliſchen
Beweg=
ungsmomenten bilden zu wollen, denn die muſikaliſche
Impreſſion wird niemals ihren körperlichen Ausdruck
finden, wenn dieſer nicht in der Harmonie einer
ſelbſtän=
digen Formenſprache des Körpers ſein Fundament ha
und dieſe Formenſprache nicht einer rein körperlichen
Kultur entſpringt.
Der zweite Teil des Abends war mehr der Praxis
gewidmet. Durch zahlreiche Lichtbilder aus dem
klaſſi=
chen Altertum bis herüber zu unſerer Gegenwart belegte
der Vortragende ſeine Ausführungen in überzeugender
Weiſe und illuſtrierte trefflich die von ihm vertretenen
Forderungen der Rückkehr zu einer Körperkultur, die ſich
aufbaut auf ökonomiſche Ausgabe der natürlichen
Ener=
zien in Verbindung mit dem Rhythmus des
Kunſtempfin=
dens in Form und Muſik. Er gab auch Bilder aus Bei
piel und Gegenbeiſpiel und zum Schluß ſolche aus de
Elizabeth Duncan=Schule ſelbſt, die die Mädchen
be=
ihren Uebungen, Spielen und Tänzen und beim Schul
unterricht zeigten. Mit warmen Dankesworten an der
Beſchützer der Schule, Seine Königl. Hoheit den
Groß=
herzog, und an ihre materiellen und moraliſchen För
derer und endlich der Bitte um Gewährung des Schutzes
und der Förderung ihrer idealen Beſtrebungen, die die
kommende Generation einſt dankbar anerkennen wird,
ſchloß Herr Direktor Merz. Das zahlreiche Auditorium
ſpendete dem Vortragenden rauſchenden Beifall.
Der Kaiſer in Wiesbaden.
* Wiesbaden, 4. Mai. Heute abend 6 Uhr tra
der Großherzog von Oldenburg zu einem kur
zen Beſuch beim Kaiſer ein. Heute begannen im
König=
lichen Theater die diesjährigen Vorſtellungen auf aller
höchſten Befehl unter muſikaliſcher Leitung von Profeſſor
Schlar. Als Eröffnungsvorſtellung wurde, wie ſchon
ge=
meldet, „Oberon” gegeben. In den Pauſen verweilte der
Kaiſer längere Zeit auf der Galerie des Foyers im
Ge=
ſpräche mit dem Generalintendanten und dem Intendanten
Je
Wiesbaden, 5. Mai. Der Kaiſer ſprach
geſtern abend im Theater den Dramaturgen des
Stuttgar=
ter Hoftheaters, Schriftſteller Dr. Bloem, und hörte heute
vormittag den Vortrag des Chefs des Zivilkabinetts
Wirkl Geh. Rats v. Valentini und empfing ſpäter das
Präſidium der Deutſchen Geſellſchaft für
Kaufmannserho=
lungsheime zur Uebergabe eines Modells des jüngſt
er=
öffneten Kaiſer Wilhelm=Heims bei Wiesbaden (Chauſſee
haus). Der Kaiſer ſprach ſein wärmſtes Intereſſe fü
dieſe der Volksgeſundheit in hohem Maße dienender
Heime aus.
Beſuch des Prinz=Regenten von Bayern
und Gemahlin in Stuttgart.
Stuttgart 4. Mai. Der Prinz=Regent
von Bayern beſuchte heute vormittag 9 Uhr der
Militärgottesdienſt in der St. Eberhardskirche. In der
ſelben Kirche wohnte die Gemahlin des Prinz=Regenter
dem Hochamt um 10 Uhr bei. Um ½11 Uhr fuhr der
König mit dem Prinz=Regenten im Automobil nach
Lud=
wigsburg. Das Wetter iſt ſehr günſtig. Bei ſeiner An
kunft auf dem kleinen Exerzierplatz der Ludwigsburger
Garniſon ſtand das 2. Württembergiſche Feldartillerie=
Regiment Nr. 29, Prinz=Regent Luitpold von Bayern
zu deſſen Chef der Prinz=Regent unter Belaſſung
de=
alten Regimentsnamens geſtern ernannt wurde, zu Fuß
in Parade aufgeſtellt. Der König und ſein hoher Gaſt
trugen beide die Untform des Regiments mit dem Bande
des Friedrichsordens. Nach dem Abſchreiten der Front
erfolgte ein einmaliger Vorbeimarſch, wobei ſich der
Re=
gent an die Spitze des Regiments ſtellte und letzteres dem
König vorführte. Sodann ſchritt der König mit den
Regenten die Front einer Abteilung des Jungdeutſch
land=Bundes und der Pfadfinderabteilung ab, die darau
ebenfalls vorbeimarſchierten. Um ½12 Uhr war die Pa
rade beendet. Der König und der Regent begaben ſich
mit ihrem Gefolge in das Offizierkaſino des 29. Feldartil
lerie=Regiments. Zu der militäriſchen Feſtlichkeit hatt
ſich eine gewaltige Menſchenmenge eingefunden die den
König und dem Prinz=Regenten lebhaßte Huldigungen
darbrachte. Um 12 Uhr erfolgte die Rückkehr nach
Stutt=
gart, wo ſodann der Prinz=Regent und ſeine Gemahlin
das Frühſtück bei dem Herzog und der Herzogin Robert
von Württemberg einnahmen.
Stuttgart, 5. Mai. Prinz=Regent Lud
wig von Bayern beſuchte heute vormittag ½11 Uhr
in Begleitung des Königs das Linden=Muſeum. De
Prinz=Regent trug die Uniform ſeines württembergiſchen
Artillerie=Regiments, der König die ſeines bayeriſcher
Infanterie=Regiments Nr. 14. Die beiden Fürſten wur
den vom Publikum, das ſich zahlreich vor dem Muſeun
eingefunden hatte, mit lebhaften Hochrufen empfangen
Die Beſichtigung dauerte eine Stunde. Im
Anſchlu=
hieran beſuchten der König und ſein hoher Gaſt die Gar
tenbauausſtellung. Am Eingang der Ausſtellung wurden
ſie von dem Regierungsrat Abele und den Herren des
Ausſtellungskomitees empfangen. Der Prinz=Regent
Nummer 104.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 6. Mai 1913.
wurde von Regierungsrat Abele und Oberſtudienrat Dr
* Paris, 4. Mai. In Montpellier hat die Ver=
Lampert geführt. Nach ½1 Uhr fuhren der Prinz=Regen
haftung eines Anarchiſten ſtattgefunden, die zu
und ſeine Gemahlin im offenen Wagen zum bayeriſchen
der Entdeckung einer neuen Verſchwörung gegen
Geſandten Grafen Moy, wo ſie das Frühſtück einnahmen
das Leben des Königs von Spanien führte. Die
polizei=
zu dem auch Kriegsminiſter v. Marchthaler eine Einladung
liche Unterſuchung hat ergeben, daß das Komplott in aller
erhalten hatte. In dem unteren Freskozimmer des Kgl
Einzelheiten ausgearbeitet war, und daß die franzöſiſchen
Schloſſes fand um 1½ Uhr Marſchalltafel ſtatt.
Anarchiſten in regem Briefwechſel mit ihren ſpaniſchen
Geſinnungsgenoſſen ſtanden. Auf Grund der beſchlag
*. Stuttgart 5. Mai. Heute nachmittag ½3 Uhr
erſchienen auf dem Bahnhof die Mitglieder des Königs
nahmten Papiere wurden vier weitere Verhaftungen
vor=
genommen.
hauſes und das große Gefolge. Um ¾3 Uhr fuhr de
König mit dem Prinz=Regenten und in einem
weiteren Wagen die Königin mit der Prinzeſſin Ludwig
Luftfahrt.
von Bayern und der Fürſtin zu Wied am Portal vor. Die
hohen Herrſchaften wurden unterwegs von einer großer
Berlin, 5. Mai. Das Luftſchiff „Schütte
Menſchenmenge mit lebhaften Hochrufen begrüßt. Zur
Lanz I” wird morgen auf der Fahrt nach Königsberg
Verabſchiedung waren erſchienen die Herzogin Philipf
in Langfuhr eine Zwiſchenlandung vornehmen als Ge=
und Herzog Albrecht von Württemberg mit zwei Söhnen
burtstagshuldigung für den Kronprinzen
Herzog und Herzogin Robert, Herzog Ulrich von Württem
Straßburg, 4. Mai. Von Montag, den 5. bis
berg, der Herzog von Urach mit Tochter, der Stadtkom
Samstag, den 10. Mai, finden in den Morgenſtunder
mandant, der Kriegsminiſter und der Ehrendienſt ſamt
internationale wiſſenſchaftliche Ballon
dem direkten Gefolge. Der König führte die Prinzeſſin
aufſtiege ſtatt. Es ſteigen Drachen, bemannte oder
Ludwig, der Prinz=Regent die Königin. Die
Verabſchie=
unbemannte Ballons in den meiſten Hauptſtädten
Eu=
dung war überaus herzlich. Die Abfahrt, nach
ropas auf. Der Finder eines jeden unbemannten Ballons
Karlsruhe erfolgte pünktlich um 3 Uhr.
M. 1
erhält eine Belohnung, wenn er der jedem Ballon
beige=
gebenen Inſtruktion gemäß den Ballon und die
Inſtru=
nente ſorgfältig birgt und an die angegebene Adreſſe
ofort telegraphiſche Nachricht ſendet.
Das IV. deutſche Kaiſerpreiss
Wettſingen.
Vermiſchtes.
* Frankfurt a. M., 5. Mai. Der 4. Wettſtreit
Bei den Sammlungen für das Völker
deutſcher Männergeſangvereine wurde heute
ſchlachtdenkmal bei Leipzig hat ſich die Opfer
mit einem Begrüßungskonzert eingeleitet. Die
willigkeit der deutſchen patriotiſchen Vereine in ganz be
Feſtſtadt prangt in reichem Fahnen= und Flaggenſchmud
ſonders vorteilhaftem Lichte gezeigt. Es ſind im Lauf
und die Zufahrtsſtraßen zur Feſthalle, insbeſondere von
der Jahre bis Anfang 1913 von ihnen zu den Koſten des
Bahnhof, waren mit Ehrenpforten geziert. Das Innerc
Denkmals insgeſamt etwa 140000 Mark beigeſteuert
wor=
der gewaltigen Kuppelhalle, die Galerien und Emporen
den. Unter den Vereinen ſtehen die Geſangvereine mit
mehr denn 33000 Mark an erſter Stelle, es folgen die
waren dicht gefüllt, gab bei der prachtvollen Decken=
Schützenvereine mit über 16000 Mark, die Militärvereine
beleuchtung ein großartiges Bild. Fahnen und Banner
mnit über 15000, die Turnvereine mit über 7000 und die
wehten herab und goldene Kränze waren an der Brüſtung
Radfahrervereine mit über 5000 Mark. Von anderen
der Kaiſerloge angebracht. Die Loge überſpannte ein
Vereinen verſchiedener Gattungen kamen über 62000
purpurner Baldachin. In der Seitenloge hatten die
Mark ein. Bei dieſer Gelegenheit ſeien auch die Sum=
Spitzen der Behörden Platz genommen, darunter der
men der aus den ſonſtigen Quellen bis Anfang 1913 ge
Oberpräſident, Hengſtenberg, und der kommandie
floſſenen Spenden zuſammenfaſſend mitgeteilt. Von den
rende General, v. Schenck. Gegen 8 Uhr erſchien der
deutſchen Fürſtlichkeiten ſteuerten bei: der Kaiſer 10000
Kaiſer mit Gefolge im Automobil von Wiesbaden.
Mark, König Albert von Sachſen, der König von Würt=
Er fand überall einen herzlichen Empfang, überall au
temberg, Prinz=Regent Luitpold von Bayern und der
den Straßen hatten ſich trotz des Regenwetters viele Tau
Großherzog von Baden je 1000 Mark. Die deutſchen
ſende angeſammelt, die den Kaiſer mit Hochrufen begrüß=
Städte, die 1863 zum erſtenmal den Grundſtein legten
tten. An der Feſthalle wurde der Kaiſer empfangen von
brachten bis jetzt insgeſamt 47000 Mark auf. Leipzie
Prinz und Prinzeſſin Friedrich Karl vor
allein (das Jahr 1913 noch mitgerechnet) die höchſt dan
Heſſen, von dem Hauptausſchuß, mit Oberbürgermeiſte
kenswerte Summe von 173000 Mark, abgeſehen davon
Voigt an der Spitze, und von dem Muſikausſchuß mi
daß die Stadt auch das Baugelände für das Völkerſchlacht
dem Grafen Hülſen=Haeſeler. Einige zwanzig Ehren
denkmal im Werte von etwa 1 Million Mark geſchenkt
jungfrauen mit Roſenkränzen im Haar und ebenſoviele
hat. Deutſche Gemeinden ſpendeten über 25000 Mark
Pagen in Kleidung des 17. Jahrhunderts geleiteten den
Aber nicht bloß das jetzt ſchon im Jünglings= und Man=
Kaiſer zur Loge und nahmen alsdann Aufſtellung au
nesalter ſtehende, ſondern auch das erſt heranwachſende
der zur Loge führenden Freitreppe. Oberbürgermeiſter
Geſchlecht hat für das Ehrenmal deutſchen Ruhmes, at
Voigt brachte ſodann ein Hoch auf den Kaiſer aus, in das
dem es ſich noch einmal ſein Leben lang freuen wird, ſein
freudig eingeſtimmt wurde. Stehend hörte darauf der
nicht geringes Scherflein beigeſteuert: die Schulen Leip
Kaiſer die von den Vereinen und vom Orcheſter vorge
zigs haben dafür die ſtattliche Summe von rund 5000
tragene Nationalhymne an. Die vom Frankfurter Sän
Mark geſammelt, eine frühere Sammlung in den Schuler
gerbund (1000 Perſonen) mit dem verſtärkten= Opern
Sachſens, Anhalts und Braunſchweigs brachte 13000 Mark.
orcheſter unter Leitung ſeines Dirigenten Fleiſch darge
Einen hübſchen Zuſchuß zu den Koſten werden auch die
brachte Begrüßungshymne kam in der verbeſſerten Alu
gegenwärtig noch in vielen Städten Deutſchlands
ſtatt=
ſtik der gewaltigen Halle zur ſchönen Wirkung. Eröffnet
findenden Vaterländiſchen Feſtſpiele zum Beſten des
Völ=
wurde das Konzert mit einer Kompoſition von Richard
kerſchlachtdenkmals (Sitz in Düſſeldorf) ergeben. An
Wagner aus dem Jahre 1844 mit neuem Text von
größten iſt natürlich aber die Summe der Mitgliedsbei
Bahlſen. Großen Anklang fanden beſonders einig
träge des Deutſchen Patriotenbundes und der Sonderbei
a capella=Chöre, ſowie einige empfindungsvoll
vorgetra=
träge aus freiwilligen größeren gelegentlichen Spenden
deutſcher Männer und Frauen mit über 585000 Mark. Wi
gene Volkslieder. Gegen 10 Uhr verließ der Kaiſer
hoch=
man ſieht, hat der patriotiſche Gedanke des
Nationaldenk=
befriedigt die Halle
mals überall im deutſchen Volke begeiſterte Zuſtimmun
gefunden, daher wird auch die Einweihungsfeier am 18
Oktober d. J. eine allgemeine ſein. Jeder deutſche Mann
Das Attentat auf den Großherzog
und jede deutſche Frau kann ſich durch Löſung einer
Feſt=
von Baden.
karte daran beteiligen. Anmeldungen ſind an den Deut
ſchen Patriotenbund, Leipzig, Blücherſtraße 11, zu richten
* Mannheim, 4. Mai. Die Neue Badiſche Landes
zeitung meldet zu dem tätlichen Angriff auf den Großher
Eine Zuſammenkunft der Nahrungs
zog von Baden: Der Verhaftete heißt Anton Jung, iſ
mittel=Detailliſten aus dem ganzen Reiche
Tapezierer und 1872 geboren. Er wohnt hier in de
ſoll am 26. Mai anläßlich der „Erſten Delikateſſen= und
Schwetzinger Vorſtadt und hatte in den letzten Wochen
Kolonialwaren=Ausſtellung” in Berlin ſtattfinden. Neben
nur aushilfsweiſe Arbeit. Er war zuletzt bei einem hie
einer eingehenden Beſichtigung der Ausſtellung iſt die Er
ſigen Tapezierer beſchäftigt. Bei ſeiner erſten Vernehmung
örterung von Standesfragen in Form großzügiger Refe
erklärte er, er ſei Anarchiſt, habe dem Großherzog ein
rate geplant. Die Tagung ſoll zu einer machtvollen Kund
Bittſchrift überreichen wollen. Im Falle der Ablehnung
gebung des organiſierten deutſchen Kleinhandels werden
wollte er tätlich werden. Auf die Unmöglichkeit dieſes
der beſtrebt iſt, auch unter den gegenwärtigen ungünſtiger
Anſinnens aufmerkſam gemacht, gab er keine Auskunft.
Verhältniſſen ſeine Exiſtenz zu erhalten. Der Verband
* Mannheim, 5. Mai. Der Mannheimer Polizei
deutſcher kaufmänniſcher Genoſſenſchaften beabſichtigt.
bericht gibt folgende offizielle Darſtellung des
geſtri=
durch finanzielle Unterſtützung eine rege Teilnahme
au=
gen Vorfalls: Kurz nach der Abfahrt des Großher
den Reihen ſeiner Organiſationen im Reiche zu veran
zogs und der Großherzogin vom Bahnhof zum Rennplatz
laſſen, ſo daß der Beſuch der Ausſtellung gerade aus
Fach=
kreiſen ein bedeutender ſein wird. Das dem Verbande
ge=
ſprang geſtern nachmittag nach 3 Uhr der 41 Jahre alte
verheiratete Tapezierer Anton Jung von Ottersdorf, wohn
ſchützte Kennwort „Edeka” ſoll ſo recht die Einigkeit de
haft in Mannheim, mit offenem Taſchenmeſſer auf das
Kaufleute zum Ausdruck bringen. Nähere Auskunft er
Trittbrett des offenen Wagens Ihrer Königlichen
Hohei=
teilt auf Anfragen der Verband deutſcher kaufmänniſcher
ten. Der Attentäter wurde von ſeiner Königlichen Hohei
Genoſſenſchaften, e. V., Berlin SW. 61, Teltowerſtr. 46.
dem Großherzog zurückgeſtoßen, von umſtehenden Per
ſonen vom Wagen weggeriſſen und feſtgehalten, bis ſeine
Verhaftung durch einen Schutzmann erfolgte. Seine
Literariſches.
Königliche Hoheit blieb vollſtändig unverletzt.
Die Königliche Eiſenbahn=Direktion Frankfurt
* Karlsruhe, 4. Mai. Amtlicherſeits wird er
a. M. hat für das Sommerhalbjahr einen amtlichen
klärt, daß es ſich bei dem Tapezierer Jung, der geſtert
Taſchenfahrplan herausgegeben, der im Verlage
in Mannheim auf das Trittbrett des Wagens des Groß
der Buchdruckerei Karl Ritter, G. m. b. H., Frankfurt
herzogs ſprang, um einen geiſtig minderwertiger
a. M.=Süd, erſchienen iſt. Das zirka 212 Seiten ſtarke
Menſchen handelt. Darauf deutet auch der Umſtand
Buch, das nur 20 Pfennig koſtet, iſt an ſeinem roſa Um
hin, daß Jung im Oktober vorigen Jahres vom Mann
ſchlag erkenntlich und enthält die Eiſenbahn=Fahrpläne des
heimer Bezirksamt auf ſeinen Geiſteszuſtand unterſuch
Mittelrhein=Gebietes und Karte, nebſt wichtigen Anſchlüſ
wurde. Vor dem Vorfall hatte der Mann zehn Glas Bier
ſen nach Mitteldeutſchland, dem übrigen Deutſchland, der
getrunken. Danach dürfte auch ſeiner Behauptung, daß
Schweiz, Oeſterreich uſw., und alles ſonſtige Wiſſenswerte.
er auf den Vorgang bezügliche Briefe aus Berlin erhalter
-
Tenien. Eine Monatsſchrift für Literatur un
habe, keine große Bedeutung beizumeſſen ſein. Jedenfalls
Kunſt. Das Märzheft 1913 der von Dr. Rob. Corwegl
ergab die Durchſuchung der Jungſchen Wohnung keinerlei
und Wilhelm Braig ausgezeichnet geleiteten Zeitſchrift
Anhaltspunkte für die Richtigkeit dieſer Behauptung.
enthält folgende Beiträge: Dr. Rob. Corwegh: Idi Teich
mann (mit 8 Abbildungen).
Wilhelm Dreecken: Lilien
cron als Arbeiter Dr. Max
Bienenſtock: Hebbel und
Attentatspläne gegen König Alfons.
Heine. Rob. Hohlbaum: Der ſterbende Cato. Dr. Fran
Kobler: Rodin und Meunier. Theaterberichte. Literariſche
* Paris, 4. Mai. Infolge fortwährender Gerüchte
anarchiſtiſcher Anſchläge
gegen das Leben
Berichte
Im letzten Winter hat die Reichsregierung den
König Alfons haben die hieſigen Behörden ſich ver
Reichstag einen Geſetzentwurf unterbreitet, der das Mono
anlaßt geſehen, einen ſo umfaſſenden
Ordnungs=
vol in bezug auf das Erdöl (Petroleum) anſtrebt. Di
dienſt einzurichten, wie es bisher wohl ſelten zun
Verhandlungen in der Kommiſſion ſchweben noch, aber die
Empfange eines Herrſchers der Fall geweſen iſt. Für
Entſcheidung durch das Plenum iſt in abſehbarer Zeit zu
den Beſuch, den König Alfons in Fontainebleau abzuſtat
rwarten. Bei dieſen Beratungen ſpielt natürlich auch die
ten gedenkt, waren urſprünglich 3000 Mann zur Spalier
heimiſche Erdölgewinnung eine Rolle, wenn ſie auch der
Bildung und zur Aufrechterhaltung des Ordnungsdienſtes
Bedarf nicht decken kann. Bekanntlich iſt die einſt ſo viel
auserſehen. Jetzt iſt beſchloſſen worden, dieſen Weg durd
geſchmähte Lüneburger Heide eine vorzügliche Erdölquelle
vier Infanterie= und zwei Dragoner=Regimenter zu be
Dahin führt das neue Heft (Nr. 16) der Gartenlaube
ſetzen und außerdem noch 200 berittene Gendarmen zu
indem ſie uns in Wort und Bild mit der Erdölgewinnung
Verfügung zu ſtellen. Auf der Reiſe des Königs nac
bei Wietze im Landkreiſe Celle bekannt macht. Uralt iſt
Paris werden auf der aanzen Strecke während der Durch
die Kunde in der Gegend von dem Vorhandenſein von
fahrt des Zuges alle Bahnhöfe abgeſperrt werden, und
„Teerquellen” aber die Ausbeutung iſt doch erſt jüngerer
zwei Lokomotiven werden dem Sonderzuge in unregel
Datums, und es wird ſicher intereſſieren, zu ſehen, was
mäßigen Abſtänden voranfahren.
Seite 7.
aus dem „Heidenbrunnen” im Wietzenbruch geworden iſt,
wo man 1910 ſchon 96 000 Tonnen Erdöl gewann
Der Mai iſt gekommen und hat uns in
Butte=
ricks Moden=Revue wohl eines der entzückendſten
und praktiſchſten Moden= und Unterhaltungshefte beſchert,
die uns ſeit einiger Zeit in die Hand gekommen ſind. Win
finden eine reichhaltige Auswahl entzückender Frühſom
mermodelle für Jung und Alt. Berlins neueſtes
Mode=
haus, Kerſten und Tuteur, wird uns in Bild und Schrift
von erſten Künſtlern vorgeführt. Für die Badeſaiſon
bringt das Journal eine ganze Auswahl in Badekoſtümen
Beſonders reichhaltig und vielſeitig ſind auch die Kinder=
und Backfiſchtoiletten. Zu allen Abbildungen ſind die
welt=
rufgenießenden Buttericks Schnittmuſter ſofort erhält
lich. Buttericks Moden=Revue iſt zu haben für 60 Pfg
im Abonnement für 50 Pfg. monatlich in allen Buchhand
lungen oder direkt bei der Aktiengeſellſchaft für Buttericks
Verlag, Berlin W. 8, Leipziger Straße 102 (Equitable=
Palaſt)
Der Balkankrieg.
Die Räumung Skutaris.
* Nachdem am Sonntag noch die Nordd. Allg. Ztg
in auffallend ſcharfer Weiſe ſich dahin ausgeſprochen hatte
daß die montenegriniſche Regierung zur friedlicher
Räumung Skutaris aufgefordert und ihr da
bei erklärt werden ſolle, daß nur in dieſem Falle Mon
tenegro auf die in Ausſicht genommene Hilfe der Mächt
zur Beſſerung der wirtſchaftlichen Lage des Landes
rech=
nen könnte, andernfalls es aus Skutari vertrie
ben werden würde und künftig keinerlei Hilfe der
Mächte zu erwarten hätte und nachdem die Anſicht
aus=
geſprochen war, daß man im Hinblick auf das Verhalter
des Königs Nikita von der Einwirkung der Mächte in
Cetinje ſich nicht mehr Erfolg werde verſprechen könner
und die militäriſche Aktion Oeſterreichs im
Verein mit Italien nunmehr in unmittelbare
Näh=
gerückt ſei, kam geſtern die unerwartete Meldung, daß
könig Nikita plötzlich anderen Sinnes geworden ſei und
erklärt habe, Skutari zu räumen. Wenn es auch nicht zu
erfolger
trifft, daß dieſe Räumung „bedingungslos”
verde, ſo iſt an der Tatſache ſelbſt nicht mehr zu zweifeln.
Welche Einflüſſe ſich dabei geltend gemacht haben,
ent=
zieht ſich vorerſt noch der Kenntnis, jedenfalls ſind das
Ausbleiben der erhofften Unterſtützung Rußlands und die
nachdrücklich betonte Einigkeit der Mächte ſchließlich
aus=
ſchlaggebend geweſen.
* Cetinje, 5. Mai. Geſtern fand unter dem Vorſitz
des Königs Nikolaus eine außerordentliche Beratung
ſtatt, der alle Miniſter und Generäle beiwohnten
Die Mehrheit der Generäle habe ſich dafür ausgeſprochen,
daß die Regierung die Forderung der Mächte betr.
Sku=
taris erfüllen möge. Der Miniſterrat ſchlug der
Krone vor, betr. Skutaris ſelbſt im Falle eines Waffen
konfliktes nicht nachzugeben. Da die Krone den
Vorſchlag=
ablehnte, demiſſionierte das Kabinet!
Wiesbaden, 4. Mai. Während der geſtrigen
—
Aufführung im Hoftheater erhielt der Kaiſer die Mit
teilung, daß die Räumung Skutaris beſchloſſen ſei,
* Peſt, 5. Mai. In der Vormittagsſitzung des
Ab=
der Miniſterpräſident
geordnetenhauſes teilte
Lukacs mit, daß nach einer Depeſche des Geſandten in
Tetinje König Nikita beſchloſſen habe, die Groß
mächte von der bedingungsloſen Räumung
Skutaris zu verſtändigen. Miniſterpräſident Lukacs
ſchloß ſeine Erklärung im Abgeordnetenhauſe mit
folgen=
den Worten: Ich brauche nicht zu ſagen, daß dieſes
er=
freuliche Reſultat dem entſchloſſenen Schritte zuzuſchreiben
iſt, welchen die Monarchie in dieſer Frage getan hat. (Leb
hafter Beifall. Eljen=Rufe. Stürmiſche Rufe: Er lebe der
König!) Ich habe die Ehre, gleichzeitig die Mitteilung
zu machen, daß die Monarchie mit derſelben Entſchloſſen
heit, die ſie bisher bekundete, fordern wird, daß die in
Ausſicht geſtellte Räumung nunmehr unverzüglich auch
tatſächlich erfolgt. (Langanhaltender Beifall. Eljen=Rufe.)
Nachdem der Miniſterpräſident die obige Erklärung
abge=
geben hatte, wurde der Miniſterrat, welcher gleichzeitig
mit der Sitzung des Abgeordnetenhauſes ſtattfand,
fort=
geſetzt
Letzte Nachrichten
*
London, 5. Mai. Die montenegriniſche
Regierung teilte der engliſchen amtlich mit, da es
Montenegros Würde nicht erlaube, vor einer vereinzelten
Kundgebung zurückzuweichen, ſo lege es das Schick
al Skutaris in die Hände der Mächte
* Wien, 5. Mai. Die Meldung aus Cetinje, daß
König Nikolaus ſich entſchloſſen hat, Skutari zu
räumen, entſpricht den an hieſiger zuſtändiger Stelle
vorliegenden Informationen, doch iſt die darauf bezug
nehmende offizielle Mitteilung der montenegriniſchen
Re=
gierung hier noch nicht erfolgt. Man erwartet, daß der
Vertreter Montenegros heute in der Botſchafterver
einigung in London die offizielle Erklärung abgibt
Der hieſige Standpunkt wird dahin gekennzeichnet, daſ
ſelbſtverſtändlich nur die bedingungsloſe
Räum=
ung Einfluß auf die Entſchließungen Europas haben
könne und daß die Räumung tatſächlich unverzüglich ins
Werk geſetzt werden müſſe, andernfalls Oeſterreich=Ungarr
Sorge tragen werde, daß es nicht bei der Ankündigung
bleibt. Was Albanien anbelangt, ſo erklärt man hier
daß das Intereſſe Oeſterreichs und Italiens fortbeſteht
das zur Herſtellung der Ordnung in dieſem Lande be
ſtehende Programm von den beiden Mächten
durchzu=
führen. Man weiſt darauf hin, daß zwar die Meldunger
über das Vorgehen Eſſad Paſchas in Albanien
ausſchließ=
lich aus montenegriniſchen und griechiſchen, alſo inter
eſſierten Quellen ſtammen, deren Beſtätigung abzuwarten
ſei, die aber jedenfalls das Beſtreben der Nachbarn Alba
niens beweiſen, dieſes zu einem Intriguenherd zu machen.
Wien, 5. Mai. Die Südflawiſche Korreſpondenz
meldet aus Cetinje: Die Geſandten Rußlands,
Frankreichs und Englands unternahmen einen
gemeinſamen Schritt bei dem König von
Montenegro, um ihn zu veranlaſſen, Skutari ſofor
zu räumen; ſie erklärten, ihre Kabinette würden ſich
nach=
drücklichſt für gewiſſe territoriale und finanzielle Kom
penſationen einſetzen. Der italieniſche Geſandte ergänzte
en Schritt der Geſandten der Ententemächte durch eine
ſeparate Demarche und riet dem König dringend, ſich den
Forderungen der Mächte zu unterwerfen. Wie aus
diplo=
matiſchen Kreiſen verlautet, überbrachte der ruſſiſche
Ge=
andte dem König von Montenegro eine direkte
Mit=
teilung des Kaiſers von Rußland, die eine
Ant=
wort auf das Handſchreiben des Königs Nikolaus
dar=
ſtellt, in der der König die Entſcheidung in die
Hände des Kaiſers von Rußland gelegt wiſſen
wollte, jedoch die Forderung aufſtellte, daß es beim
Nack=
geben auch äußerlich durch Rußland gedeckt würde. Dieſe
Schritte des Geſandten, ſowie die neuerlichen
freund=
ſchaftlichen Ratſchläge Serbiens und Bulgariens veran
laßten den König, einen außerordentlichen Rat in den
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 6. Mai 1913.
Nummer 104.
tägiger Aufenthalt in Ausſicht genommen. (Die Meldung
Konak zu berufen, welcher nach ſtürmiſchen Szenen er
bedarf der Beſtätigung.)
geben haben ſoll, daß die Forderung, Skutart zu be
haupten, nicht mehr einmütig erhoben wird. An den mon=
Dankſagung.
enegriniſchen Delegierten in London, Popowitſch, ſind
Berlin, 5. April
Das hier zu Beſuch weilend
längere Inſtruktionen gegangen, welche der veränderten
Ehepaar Markus geriet am Kölniſchen Fiſchmarkt unter
Haltung Montenegros entſprechen und Grey vorgelegt
Für die vielen Beweiſe herzlicher
einen Straßenbahnwagen. Der Ehemann wurde
werden ſollen
leicht, die Frau lebensgefährlich verletzt.
Teilnahme an dem Hinſcheiden meines
* Wien, 5. Mai. Die Montagsrevue meldet: Au
H. B. Berlin, 5. Mai. Ein Großfeuer hat auf dem
innigſtgeliebten Gatten, meines treu=
Sonntag traf hier ein Telegramm ein, nach welchem der
eiſenbahnfiskaliſchen Gelände an der Mühlenſtraße meh
montenegriniſche Kronrat am Samstag
be=
rere große Lagerſchuppen mit Pappe und Papierabfällen
beſorgten Vaters, unſeres
Schwieger=
ſchloſſen habe, in der am Donnerstag zuſammentretender
eingeäſchert. Der angerichtete Schaden iſt ſehr be
deutend. 5 Waggons ſind vollſtändig verbrannt. Die in
Skupſchtina die Räumung Skutaris zu beantragen
vaters und Onkels, ſagen wir Allen
den Stallungen untergebrachten zahlreichen Pferde konn
Dieſer Beſchluß war der gemeinſamen Regierung auch be
beſonders Herrn Pfarrer Widmann für
ten gerettet werder
kannt; er iſt jedoch ſo verklauſuliert und insbeſondere vom
Oekonom Schmid
Würzburg, 5. Mai. Der
die troſtreichen Worte am Grabe, un=
König und dem Kronprinzen mit ſolchen Vorbehalten
wettete aus Uebermut, ſich eine Zigarre an der elektriſcher
verſehen worden, daß er durchaus wertlos erſcheint und
eren tiefgefühlteſten Dank.
Leitung anzuzünden. Er erkletterte einen Maſt der Ueber
die Entſchlüſſe Oeſterreich=Ungarns in keiner Weiſe
modi=
landleitung und wurde beim Berühren des Drahtes ge
fizieren kann. Bei dem Miniſter des Aeußern, Grafen
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
tötet
Berchtold, fand am Sonntag nachmittag ein gemeinſame:
Kattowitz. 5. Mai. Auf der fiskaliſchen Silber=
Miniſterrat ſtatt, an welchem auch der Chef des General=
Frau Babette Bauer Witwe,
ſchmelze Friedrichshütte bei Tarnowitz entdeckte die Po
ſtabes, Freiherr von Hötzendorff, teilgenommen haben ſoll
lizei ein Lager geſtohlener Silberbarren
10379)
* London, 5. Mai. Die Times betonen, daß allein
Wilh. Röhler u. Frau, geb. Bauer.
Zwei Arbeiter wurden verhaftet.
eine offizielle und unzweideutige Erklärung
von Montenegro, daß es ſich ohne Vorbehalte den
Einhaltungsbefehl der Mächte füge, die mili
Schiffsunfall bei Helgoland.
Senen
täriſche Aktion der nächſten Tage ſuspendieren könnte
* Helgoland, 5. Mai. Ein bei der Bergung des Vor
Die Zeit für weitere Verzögerungen von ſeiten des Kö
Dankſagung.
derteils des bei Helgoland geſunkenen Torpedobootes
nigs Nikolaus ſei vorbei; die militäriſche Exekutive Oeſter
„§ 178‟ beſchäftigter großer Hebeprahm des Nor
reich=Ungarns und Italiens ſtehe bevor. Nur eine völlig
Für die herzliche Teilnahme an dem ſchwerer
diſchen Bergungsvereins iſt bei dem herrſchenden Nord
offene und ſofortige Unterwerfung könne ſie verſchieben
Verluſte, der uns durch das Hinſcheiden meines
oſtſturm gekentert. Der Kapitän, der Steuer
oder vielleicht ganz abwenden. Wir hoffen ernſtlich im
lieben Gatten, unſeres Vaters, Schwieger= und
mann und fünf Matroſen ſind ertrunken
Intereſſe Europas und aller Balkanſtaaten und Völker
Großvaters
(10452
Elf Mann der Beſatzung konnten gerettet werden. De
und im Intereſſe Montenegros ſelbſt, ſeiner Dynaſtie und
kielobentreibende Prahm wurde ſpater in den Hafen ge
ſeines Souveräns, daß Montenegro ſich unterwerfen
Herrn Friedrich Buß
ſchleppt.
werde, und zwar ſofort
Schneidermeister
* London, 5. Mai. Im
Unterhauſe teilte
Unruhen auf Haiti.
betroffen hat, geſtatten wir uns hiermit unſeren
Miniſterpräſident Asquith die
Erklärung König
Niki=
tiefgefühlten Dank auszuſprechen.
tas über die Räumung Skutaris mit und
* Port au Prince, 5. Mai. Infolge der Wahl des
ſagte, dies ſei ein ſehr erfreulicher Entſchluß und er könne
Senators Michel Oreſte zum Präſidenten der Republik
Arheilgen, den 5. Mai 1913
den König Nikita dazu nur beglückwünſchen ſowohl im
für den verſtorbenen Tancréde Auguſte entſtand heut
Frau Marie Buß Witwe,
Intereſſe des eigenen Landes, als auch im Intereſſe des
während der Trauerfeier für den verſtorbener
Familie Heinr. Buß,
europäiſchen Friedens.
Präſidenten eine Schießerei in der Kirche. In
Fried. Buß,
folgedeſſen entſtand eine Panik. Den Truppen gelang es
Wilh. Buß
Serbien und Bulgarien
die Ordnung wieder herzuſtellen, jedoch wiederholte ſich
Familie Gg. Damm,
die Schießerei ſpäter.
* Sofia, 3. Mai. Das Regierungsorgan Mir
Wilh. Schmitt.
Port au Prince, 5. Mai. Der Präſident Oreſte er
ſchreibt: Wie wir erfahren, wird Rußland ſchon jetzt
klärte, energiſche Maßnahmen zur
Unter=
ſeine Rolle als Schiedsrichter zwiſchen
Ser=
drückung der Unruhen vorzunehmen und
rückſichts=
bien und Bulgarien antreten können, indem es
die Frage der Zuteilung der ſtrittigen Zone und even
los für die Aufrechterhaltung der Friedens beſorgt zu
tuelle Differenzen bezüglich der Durchführung der
Ver=
ſein.
Dankſagung.
* Berlin, 5. Mai. Mit Rückſicht auf die
Lage
tragsklauſeln entſcheidet. Dadurch wird der bedauerlichen
ir
erregten Polemik zwiſchen den Verbündeten und in Eu=
Port au Prince hat der Kreuzer „Bremen” den Befehl
er=
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
ropa ein Ende bereitet werden. Dieſe Polemik iſt durch
halten, ſich dorthin zu begeben.
bei dem herben Verluſte unſeres unvergeßlichen
die Erklärung des offiziöſen ſerbiſchen Regierungs=
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Gatten und Vaters, ſowie für die troſtreichen
organes hervorgerufen worden, daß Serbien Grund und
Recht hätte, die Durchführung des ſerbiſch=bulgariſchen
Worte und zahlreichen Blumenſpenden, ſagen wi
Bündnisvertrages zu verweigern. Mir ſpricht die
Hoff=
hiermit Allen innigſten Dank
Vergeſſen
(B10450
Sie nicht!
nung aus, daß man in Belgrad in die Liquidierung der
Situation einwilligt, indem den bulgariſchen Behörden
bei Ihren nächſten Einkäufen in der Stadt ſich auch eine Flaſche
Die trauernden Hinterbliebenen:
alle in dem Vertrag Bulgarien zugewieſenen Gebiete über
„Califig” mitzubringen! Aus reinen Frucht
und Pflanzenſäften hergeſtellt, iſt „Califig‟
Frau Eisenhut
geben würden und Rußland Vollmacht erteilt werde, tun
(d. i. der echte Kaliforniſche Feigen=Syrup
lichſt bald die Zuteilung der ſtrittigen Zone vorzunehmen
und Tochter.
eines der beſten Hausmittel zur Regelung
* Sofia, 3. Mai. Wie in eingeweihten Kreiſen ver
des Stuhlganges, welches ſeiner vorzüglichen
lautet, ſoll Rußland in Sofia und Belgrad mitgeteilt
Darmſtadt, den 5. Mai 1913.
Eigenſchaften wegen ſelbſt längere Zeit
an=
haben, daß es, nachdem Serbien und Bulgarien ſich über
gewandt werden kann, ohne Beſchwerden zu G
die Teilung der ſtrittigen Gebiete nicht einigen konnten,
verurſachen. Dabei von höchſt angenehmem,
Men
tromatiſchem Geſchmack. Wird ärztlich
be=
die Schiedsrichterrolle übernehmen wolle.
S
S
ſonders bei Kindern und Frauen verordnet
Amtlicher Wetterbericht.
und als das ideale Abführmittel für der
Die internationale Finanzkonferenz in Paris
Familiengebrauch bezeichnet
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
haben zu Mk. 1,50 die Flaſche. Extra große Flaſche
In allen Apothe
* Athen, 5. Mai. Der Leiter der griechiſchen Na
lci Californ. 75, Ixt. Senn. liqu. 20, Elix, Caryoph. comp.
Mk. 2,50. Beſt.:
Das europäiſche Feſtland iſt von einem ausgedehnten
tionalbank, Valaoritis, reiſt heute mittag nach Paris al
Tief bedeckt, das heute morgen trübes, regneriſches Wetter
Dr. Kuhns Brennessel-Haarwasser ist einfaot
um Griechenland auf dem internationalen
Kon=
verurſacht. Die Temperaturen lagen geſtern in der Nähe
unfehlbar bei Haarausfall etc. und an Güte
greß zur Regelung der
Finanzverhält=
des normalen Mittels, während es heute kühl iſt. Nieder
Pe
niſſe der Türkei und der Balkanſtaater
von der Konkurrenz niemals zu erreichen
zu
ſchläge ſind in unſerem Bezirk vielfach gefallen. Von
Nur echt mit Firma Franz Kuhn, Kronen
vertreten. Valaoritis äußerte ſich einem Berichterſtatter
Weſten und Nordweſten her fällt der Druck wieder,
gegenüber dahin, daß die Arbeiten des Kongreſſes ir
parf., Nürnberg. Hier: F. B. Grodhaus,
weswegen weiterhin mit dem unbeſtändigen Wetter zu
Seifenf. a, weissen Turm, Carl Bley, Wilhelminen
zwei Monaten beendet ſein würden, und daß er ſehr hoffe
rechnen iſt
die finanziellen Intereſſen Griechenlands würden unver
strasse 33, sowie in Apoth., Drog. u. Parf. (V,5371
Ausſichten in Heſſen für Dienstag, den 6.
Mai=
letzt aus dem Kongreß hervorgehen.
Meiſt trüb, geringe Regenfälle, kühl; ſchwache Weſtwinde.
Aus dem Geſchäftsleben.
Letzte Nachrichten.
Innere, körperliche Reinlichkeit, d. h. die Desinfektion
Tageskalender.
unſerer Verdauungsorgane, iſt eine Grundbedingung fü
* London, 5. Mai. Die Botſchafter=Vereinigung
Konzert des Inſtrumentalvereins um 8¼ Uhr in der
Lebensfriſche. Die Bekämpfung der Fäulnisbakterien
Stadtkirche
hat ſich heute nachmittag 5½ Uhr auf Donnerstag
des Darms mit Yoghurt hat Weltruf erlangt. Einer
auptverſammlung des Kirchengeſangvereins der
vertagt. Das Reuterſche Bureau empfing nach de
wichtigen Fortſchritt bedeutet auch die Auffindung von
Paulusgemeinde um 7½ Uhr im Gemeindeſaal
Sitzung vom Auswärtigen Amt folgende Mitteilung: Die
Glycobacter, einer unſchädlichen Bakterie, welch
auptverſammlung des Darmſtädter Hausbeſitzer=
Zucker bildet, und zwar erſt im Darmkanal aus der
Tatfache, daß der König von Montenegro das Schickſal
vereins um 8½ Uhr im „Fürſtenſaal”
aufgenommenen Stärke von Kartoffeln und Mehlſpeiſen.
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße Nr. 23):
Skutaris in die Hände der Mächte gelegt hat, wurde von
Die Desinfektionswirkung von Yoghurt und Glycobacte
Der Zeppelin=Kreuzer „Z. 4” in Luneville; Der neut
den Botſchaftern mit großer Befriedigung
zuſammen war eine vorzügliche. Solche Glycobacter
franzöſiſche Lenkballon „Spieß”
Zur Verlobung des
aufgenommen. Es wird jetzt zu erwägen ſein
Kulturen im Verein mit Yoghurt=Bakterien werden in
ehemaligen Königs Manuel von Portugal mit Prin
tonzentrierter Form als Glycobacter=
Yoghurt=
welche Beſtimmungen über die Zukunft der Stadt zu
zeſſin Auguſte Viktoria von Hohenzollern;
Porträts
Tabletten von dem Bakteriol. Laboratorium von
treffen ſind.
vom Tage: (Profeſſor Dr. Erich Schmidt
Profeſſor
Dr. Ernſt Klebs, München 33, fabriziert, welches
Dr. Gabriel von Seidl †, Generaloberarzt
Dr. Fritz
* Cetinje, 5. Mai. König Nikita hat die Demiſ
Proben und Proſpekte koſtenlos abgibt. (Näh. ſ. Inſerat.
von Bramann †, Hofkapellmeiſter Leopold Reichwein
ſion des Kabinetts Martinowitſch ange:
der neue Dirigent der Wiener Hofoper); Richard Wag
nommen.
ners „Parſifal” im Züricher Stadttheater; die
Eröff=
nung der Weltausſtellung in Gent (Belgien)
Verſteigerungskalender
Dankſagung.
Letzte Nachrichten.
Mittwoch, 7. Mai
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
Hofreite=Verſteigerung des Gg. Bert (
Beſſun=
bei dem Hinſcheiden unſerer treubeſorgten, guten
gerſtraße 14) um 11 Uhr auf dem Ortsgericht II
* Karlsruhe, 5. Mai. Zwiſchen der national
Mutter, Schweſter, Schwägerin und Tante
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 11 Uhr
liberalen Partei und der fortſchrittlichen
Rundeturmſtraße 16
Volkspartei für das Großherzogtum Baden iſt fü
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 3 Uhr in
die bevorſtehenden Landtagswahlen in ſämtlichen
Frau Louise Jordan
der „Ludwigshalle‟
Wahlkreiſen mit Ausnahme der Stadt Mannheim geſterr
Stamm= und Stangenholz=Verſteigerung
von den beiderſeitigen Vertretungen ein Abkommen
ge=
geb. Schäfel
troffen worden, nach welchem gegenſeitige Unterſtützung
um 9 Uhr im Roßdörfer Gemeindewald (Zuſammen=
Verwandten und Bekannten, ſo
ſagen wir aller
kunft auf der Kubig)
der aufzuſtellenden Kandidaturen zugeſichert wird
wie für die zahlreichen Blumenſpenden, unſeren
Nie
Hohemark, 5. Mai. Die Königin der
Druck und Verlag:
Inbeſondere danken wir Herrn
beſten Dank
derlande wird morgen abend 11 Uhr in Begleitung
L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
für die troſtreichen Worte an
Pfarrer Wai=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton
des Prinzgemahls, der Prinzeſſin Juliana und der Groß=
Grabe und allen
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
denen, welche die Entſchlafene
herzogin von Oldenburg nach dem Haag abreiſen. Die
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Mar Streeſe;
Königin hat zwei Monate in der Klinik des Profeſſors
zur letzten Ruheſtätte geleiteten.
(*12135
Friedländer geweilt. Der Prinzgemahl wird nach einigen
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
Familie
Wolfshohl, Wiesbaden,
ausdem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt
Tagen hierher in die Klinik des Profeſſors Friedländer
Jleck, Frankfurt a. M.,
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
zurückkehren, um die Kur zu vollenden. Sein Befinden iſt
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
ausgezeichnet
Keppler, Darmſtadt,
,,
Petersburg, 5. Mai. Der Zar reiſt mit dem Mi
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
Kuntz, Darmſtadt.
,,
niſter des Aeußern Saſonow am 23. Mai nach Berlin
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
zur Hochzeit der Kaiſertochter. Wie es heißt, iſt ein zwei=
Feiertags=Flaſchenbier
S Delenbrauseeid C
(10401idf
2
2
Die Auswahl under vielen Gausenden
wie sle Ihnen nur ein Geschäft von dem Umfang wie das unsrige biefen kann,
er-
leichtert Ihnen die Wahl und gibt Ihnen die sichere Gewähr, das Richtige und Zweck-
(654
entsprechende zu finden. Erfahrungsgemäß können die meisten Käufer gerade in den
letzten Wochen vor dem Feste nicht übermäßig viel Zeit für ihre Einkäufe aufbringen.
Es erweist sich deshalb auch in solchen Tagen als besonders wertvoll, eine
Einkaufs-
quelle zu kennen, bei der — wie bei uns — jeder Kunde die Gewißheit hat, daß er,
vermöge der gebotenen Auswahl und der fachkundigen Bedienung glatt und schlank
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sowie leichte Wetter- und Loden-Mäntel, englische und deutsche Regenmäntel,
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Nummer 104.
Seite 10.
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Pallaswieſenſtr. 37, Manſarde.
Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
§6 83.
Dienstag,
6. Mai.
1913.
Das
Bekanntmachung.
im Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich,
Die nachſtehende Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppenübungs=
Weſten: Dammweg-Brunnersweg ausſchließlich,
,
platz für die Zeit vom 19. April bis 7. Mai 1913 bringen wir hierdurch zur allgemeinen
Süden:
Forſthaus Steinacker-Steinhügel ausſchließlich,
,
Kenntnis.
Oſten:
,
Alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über Milches=
Darmſtadt, den 15. April 1913.
(9133a
wieſe-Sauwieſe-Schreibertswieſe-Geishecke einſchließlich
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
wird während des Schießens durch Poſten, Wegſchranken und Warnungstafeln abgeſperrt.
Das Betreten des Geländes während der Schießzeit iſt verboten (Polizei=
J. V.: von Werner.
Verordnung Kreisamt Darmſtadt vom 25. September 1909.)
Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppen=Uebungsplatz Darmſtadt
Darmſtadt, den 24. April 1913.
für die Zeit vom 19. April bis 7. Mai 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V: Dr. Reinhart.
(9947a
Großh. Miniſterium des Innern hat dem Verband der oberbadiſchen Zucht=
Dauer der
Die Abſperrung
Datum
genoſſenſchaft die Erlaubnis erteilt, 5000 Loſe einer am 16. September 1913 anläßlich
Truppenteil
Tag
Abſperrung
des gleichzeitigen Zentralzuchtviehmarktes zu Radolfzell am gleichen Orte zu
veran=
erſtreckt ſich
ſtaltenden Verloſung von Zuchtvieh innerhalb des Großherzogtums zu vertreiben.
bis
von
Nach dem von der zuſtändigen Behörde genehmigten Verloſungsplan dürfen
Samstag
35000 Loſe à 1,20 Mk. ausgegeben werden.
Zum Vertrieb in Heſſen dürfen nur mit
Ueber das ganze
2. Mai
Freitag
20 N.
100V.
Feldartillerie
dem heſſiſchen Zulaſſungsſtempel verſehene Loſe gelangen.
Abſperr=Gelände
7. Mai
Mittwoch
Großh. Miniſterium des Innern hat dem Juſtinus Kerner=Verein, e. V., in
Weinsberg die Erlaubnis erteilt, 17000 Loſe einer am 25. September 1913 zu veran=
Bekanntmachung.
ſtaltenden Geldlotterie innerhalb des Großherzogtums zu vertreiben.
Am 2., 5., 6., 8., 15., 16. und 19. Mai 1913 von 7 Uhr vormittags bis zum Ein=
Nach dem von der zuſtändigen Behörde genehmigten Verloſungsplan dürfen
tritt der Dunkelheit wird Schießen mit ſcharfer Munition von Truppenteilen des
120000 Loſe à 1 Mk. ausgegeben werden. Zum Vertrieb in Heſſen dürfen nur mit
XVIII. Armeekorps auf dem Schießplatz bei Meſſel abgehalten.
(10438
dem heſſiſchen Zulaſſungsſtempel verſehene Loſe gelangen.
Schußrichtung vom Steinhügel, 1 km nördlich Meſſel in nordnordweſtlicher
Während der Zeit des Vertriebes der Loſe zur I. Klaſſe einer Königlich Preußi=
Richtung gegen die Wieſen am Rutſchbach.
ſchen Lotterie iſt Ankündigung, Ausgabe und Vertrieb der Loſe in Heſſen nicht geſtattet.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
der Feitaherdſunde ſür oſene Derinſelelin be 3 Uühr
Bekanntmachung.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
hiermit beſtimmt:
abends) werden
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
die zwei letzten Werktage vor Pfingſten.
Mittwoch, 21. Mai 1913,
finden ſich:
1
Boxrer. 1 Pinſcher (augelaufen). Die Hunde können
Hiernach durfen am 9. und 10. Mai lfd. Js. ſämtliche offene
vormittags 9 Uhr,
von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden.
Verkaufsſtellen in hieſiger Stadt bis 10 Uhr abends für den
geſchäft=
ſollen die den Vereinigten
Kunſt=
eie Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
lichen Verkehr geöffnet ſein. An den gleichen Tagen finden die
druckereien dahier gehörigen Lie=
Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(10429
genſchaften:
Beſtimmungen über die Mindeſtruhezeit und Mittagspauſen der
Flur Nr.
qm
Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter in offenen Verkaufsſtellen keine
Anwendung.
VI 448 1692 Hofreite Fran=
Bekanntmachung
Darmſtadt, den 3. Mai 1913.
(10430id
kenſteinſtraße
Betreffend:
Sonntagsruhe im Handelsgewerbe und im Gewerbe=
Nr. 33.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
betrieb der Bäcker, Friſeure und Photographen.
freite Fran=
VI 4485/10 67 Hoft
Gennes.
Um Zweifeln zu begegnen, ſehen wir uns unter Bezugnahme
kenſteinſtraße
auf die Bekanntmachung des Großherzoglichen Kreisamts Darmſtadt
Nr. 33,
Futterverſteigerung.
vom 27. Dezember 1907 veranlaßt, die für die kommenden Feſttage
VI 449 313 Hofreite Wein=
4½ Uhr,
Donnerstag, den 8. Mai I. Js., nachmittags
auf Grund des § 105e der Reichsgewerbeordnung für die nachſtehend
bergſtraße
wird
auf der ſtädtiſchen Pallaswieſe die Futternutzung
von den
aufgeführten Gewerbszweige erlaſſenen Vorſchriſten über die Sonn=
Nr. 32,
beiden
Rückſtaubecken im Jahre 1913 verſteigert.
tagsruhe zur allgemeinen Kenntnis zu bringen:
VI 452 1041 Hofraum mit Ab=
Darmſtadt, den 2. Mai 1913.
(10467im
I. An den beiden Pfingſtfeiertagen darf im Handelsgewerbe
ort Franken=
Der Oberbürgermeiſter:
auf Grund der Beſtimmungen des Ortsſtatuts vom 6. September 1907
ſteinſtraße,
weder eine Beſchäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern,
J. V.: Jgeger.
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
noch ein Gewerbebetrieb in offenen Verkaufsſtellen ſtattfinden.
mannſtraße 1, wiedekholt zwangs=
2
Ausnahmen auf Grund des § 105e der
Reichsgewerbeord=
weiſe verſteigert werden.
nung
Verheigerungs-Anzeige.
ſind nur zugelaſſen:
Die Genehmigung der Verſtei=
A. Für den erſten Pfingſtfeiertag:
gerung wird auch dann erfolgen
1.
für Bäcker und Konditoren in der Zeit von vormittags 5
falls ein der Schätzung entſprechen=
Mittwoch, den 7. Mai 1913, vorm. 11 Uhr,
des Gebot nicht eingelegt wird und
bis 9 Uhr und 11 bis 12 Uhr:
werden im Pfandlokal Rundeturmſtraße 16 (Reſtauration „zur
2,
für Milchhändler und Molkereien in der Zeit von
vormit=
andere rechtliche Hinderniſſe nicht
Roſenhöhe‟) dahier folgende Pfänder:
entgegenſtehen,
tags 5 Uhr bis nachmittags 1 Uhr und nachmittags von
Kleiderſchränke, Sofas, Kommoden, Vertikos, Diwans
6 bis 8 Uhr:
Darmſtadt, 28. April 1913.
Tiſche, Schreibtiſche, Ruhebetten, Pianinos. Büfetts, Bücher=
3.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II.
für Blumenhändler in der Zeit von vormittags 5 bis 9 Uhr
ſchränke, Blumentiſche, Waſchkommoden, Nachtſchränke, Re=
(Beſſungen).
und von 11 bis 12 Uhr mittags;
gulateure, Bilder, Schreibmaſchinen, Trumeaurſpiegel 1 Fri=
(VI,9983
für Verkäufer von Roheis von vormittags 6 Uhr bis nach=
Frantz.
ſeurtollette, 1 Jalouſieſchrank, 1 Rollbüro, Spiegelſchränke,
mittags 1 Uhr;
Nähmaſchinen, 1 Grammophon 1 Karthothek, verſchiedene
für Zeitungsſpediteure von vormittags 6 bis 9 Uhr. (Zei=
Klaſſiker und andere Werke, Brockhaus Lexikon,
Herren=
tungs= und Druckſchriftenverkauf an den Hauptbahnhöfen
Anzüge, 1 Kaſſenſchrank, 1 Füllofen, 1 emaill. Herd, Laden=
Fohlen=Verkauf.
ohne Zeitbeſchränkung).
regale, Ladentheken, eiſ. Behälter, 4 neue Fäſſer, Bohr=
B. Für den zweiten Pfingſtfeiertag:
Am Freitag, den 9. ds. Mts.,
maſchinen, Schraubſtöcke, Amboſe, 1 Eiſenſcheere, 1 Hand=
1.
für Bäcker in der Zeit von vormittags 5 Uhr bis
nachmit=
um 11 Uhr vormittags,
wagen und im Anſchluß hieran Wenckstr. 6, II.
tags 1 Uhr;
wird im Hofe derArtillerie=Kaſerne
auf freiwilliges Anſtehen: 1 Plüſchgarnitur: Sofa und
für Konditoren in der Zeit von vormittags 5 Uhr bis
nach=
am Beſſunger Weg
(10434
2 Seſſel, 1 Plüſchdecke, 1 Sofa, Waſchtiſche, 1
Damen=
mittags 3 Uhr;
ſchreibtiſch, 1 Schreibtiſch in Eichen, 1 Vertiko,
Nacht=
ein
Fohlen
für Metzger und Fleiſchwarenhändler in der Zeit von
vor=
ſchränkchen, Tiſche, Trumeanxſpiegel, Spiegel,
Bücher=
mittags 6 Uhr bis 11 Uhr:
acht Wochen alt, öffentlich und
geſtelle, 1 Notengeſtell, 1 Regulator, Stühle, 1 Gas=
4.,
für Milchhändler und Molkereien in der Zeit von
vormit=
meiſtbietend gegen Barzahlung
lampe, Bilder, 1 Nähmaſchine, 1 Gasherd, 1 Wage,
tags 5 Uhr bis 1 Uhr nachmittags und von 6 bis 8 Uhr
verſteigeri.
Kücheneinrichtung, Küchengeſchirr u. a. m.
Darmſtadt, im Mai 1913.
nachmittags
(10474
durch den Unterzeichneten verſteigert.
für Blumenhändler in der Zeit von vormittags 7 Uhr bis
Die Verſteigerung der fettgedruckten Sachen findet ſicher ſtatt.
Abteilung Feld=Art.=Regts. 61.
9 Uhr und von 11 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags;
Berbert, Gerichtsvollzieher
6.
für Verkäufer von Roheis von vormittags 6 Uhr bis nach=
MR
mittags 1 Uhr;
in Darmſtadt.
Beiſeigerungen
für Zeitungsſpediteure in der Zeit von vormittags 6 Uhr
7.
bis 9 Uhr. (Zeitungs= und Druckſchriftenverkauf an den
und
Hauptbahnhöfen ohne Zeitbeſchränkung.)
Verſteigerungs-Anzeige.
II. Der Gewerbebetrieb der Friſeure und die Beſchäftigung
von
Gehilfen und Lehrlingen im Friſeurgewerbe iſt am erſten
Taxationen
Mittwoch, 7. Mai 1913, nachmittags 3 Uhr,
Pfingſtfeiertag geſtattet:
verſteigere ich im Verſteigerungslokale „Zur Ludwigshalle” (
Ober=
außerhalb der Werkſtätte bis 12 Uhr mittags;
auch einzelner Möbel u.
Gegen=
gaſſe), zwangsweiſe gegen Barzahlung:
innerhald der Werkſtätte von 9 Uhr vormittags bis 12 Uhr
b)
ſtände werden von mir unter
Eine Partie Schuhwaren, 6 Bände Meyer’s Lexikon,
mittags;
Garantie ſachgemäßer Aus=
2 Schweine (Springer), ſowie Hausmobilien durch alle
Am zweiten Pfingſtfeiertag iſt jeglicher Gewerbebetrieb
ein=
führung bei mäßigen Preiſen
Rubriken.
ſchließlich desjenigen der Friſeuſen unterſagt.
jederzeit übernommen. (10402a
An den beiden Pfingſtfeiertagen iſt, wie an allen Sonn=
Abrechnung ſofort.
Auf freiwilligen Antrag:
und Feſttagen, ein Gewerbebetrieb der Friſeure und die Beſchäf=
1 Ladeneinrichtung für Spezereigeſchäft,
tigung von Gehilfen und Lehrlingen innerhalb und außerhalb der
F. Kurtz
Werkſtätte in der Zeit von 6 bis 9 Uhr nachmittags bei der Vor=
1 Reichs=Adreßbuch, ſowie verſchiedene
Auktionator u. Taxator
bereitung von öffentlichen Theatervorſtellungen und Schauſtellungen
Hausmobilien.
(10473
geſtattet.
Cel. 1202. Pädagogſtr. 2. Tel. 1202.
III. In den Werkſtätten der Photographen iſt am erſten
Gebrauchter
Pfingſtfeiertag jeglicher Gewerbebetrieb unterſagt. Am zweiten
Kapp, Großh. Gerichtsvollzieher,
Pfingſtfeiertag iſt die Ausübung des Gewerbebetriebes und
Kaſſenſchrank
Friedrichſtraße 24, I.
die Beſchäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern in den
u 2tür. Kleiderſchrank bill. zu vk.
photographiſchen Werkſtätten geſtattet ausſchließlich zum Zweck der
Näh. Frankfurterſtr. 84, II. (*11718fi
Aufnahme von 11 Uhr vormittags bis 5 Uhr nachmittags.
IV. Wenn die Sonn= und Feiertagsarbeiten länger als 3 Stun=
Drahtlose Telegraphie-
A
2
den dauern, ſo ſind die Arbeiter entweder an jedem dritten Sonntag
Dampfreinigungsanstalt
Demostrations- und Schulapparat, Fabrikat
Leybold-
für volle 36 Stunden oder an jedem zweiten Sonntag mindeſtens in
für
(2252a
(
der Zeit von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends oder in jeder Woche
Köln, Kaufpreis 150.− Mk., vorzüglich erhalten,
während der zweiten Hälfte eines Arbeitstages, und zwar ſpäteſtens
Bettfedern u.Daunen
ist zu verkaufen.
4
von 1 Uhr nachmittags ab von jeder Arbeit frei zu laſſen. Wenn
Gleichzeitig empfehle für
die Arbeiter durch die Sonntagsarbeit an dem Beſuche des Gottes=
Neue Hüllen:
Me
Reflektanten wollen ihre Adressen unter F6 bei
dienſtes verhindert werden, ſo iſt ihnen an jedem dritten Sonntag
Barchent,
Feder-
die zum Beſuche des Gottesdienſtes erforderliche Zeit frei zu geben.
der Expedition dieses Blattes niederlegen.
Läen
Wir haben die Schutzmannſchaft mit ſtrengſter Ueberwachung
und Daunenköper.
der richtigen Einhaltung der vorſtehend bekannt gegebenen Beſchäf=
Wegzugsh. bilig zu verkaufen:
tigungs= und Verkaufszeiten beauftragt und werden Uebertretungen
J. Böttinger
WGaslampen, Bügeleiſen,
Pup=
unnachſichtlich zur Anzeige bringen laſſen.
(10431ids
Papier-
Anzuſehen den
penwagen u. ſ. w.
Hofſtallſtraße 6
Darmſtadt, den 2. Mai 1913.
(*12117
ganzen Tag
dem Mathildenplatz)
(nächſt.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Liebfrauenſtr. 107, II. Stock.
Telephon 465.
Schneidmaschine
Gennes.
Aelteſtes, beſteingerichtetes
Im Auftrag verkaufe guterhalten.
Geſchäft dieſer Artam Platze,
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Mk. Forſt=
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(*12121
die Feierabendſtunde für offene Verkaufsſtellen, hier Ausnahmetage
meiſterſtr. 4, II. Stock.
(*12128
gewiſſenhaft und reell in
Exped. ds. Bl. erbeten.
betreffend.
eigener Werkſtätte.
ch Gr. rd. Tiſch. Komm.,
Kuterhalt. Sitz= u. Liegewagen
Als Ausnahmetage im Sinne des § 139d Ziffer 3 der Reichs=
Zu verk.: Waſcht., Portier., Bild.
zu verkaufen Beſſungerſtr. 99,
gewerbeordnung (Ueberbeſchäftigung von Gehilfen ꝛc.), ſowie im Sinne
Schüſſelſchr. Kahlertſtr. 15. (*12129
(*12120
II. Stock.
des § 139e Abſatz 2 Ziffer 2 der Reichsgewerbeordnung (Verlänge=
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 6. Mai 1913.
Nummer 104.
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(10460
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(10459
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über die Gniuncht ſehne ſoiche Poeſtniſce Aut=
Menſchen gefunden hatte, der ihn in Rage und Wut
faſſung mit energiſcher Handbewegung ab.
Eswaren zwei Königskinder..
brachte. Er betrachtete das als einen wertvollen Beitrag
I wo, Hortenbrügg; glauben Sie doch das nicht.
Roman von Guido Kreutzer.
zu ſeiner heimlichen Entfettungskur, der die ganze Stadt
Erſtens gewöhnt man ſich auch ans Hängen, wenn man’s
(Nachdruck verboten.)
ſeit Jahren mit ungeſchwächtem Intereſſe folgte.
oft genug übt; zweitens ſind unſere Reſidenzler kreuzfidel
Jetzt verſteh ich etwas nicht, Halk=Ehingen: Vorhin,
Die Einwohner ſolcher kleiner Neſter, ſofern ſie den
und puppenluſtig; und drittens haben ſie ſich während
als ich mich beim Oberſt meldete, ſpielte er auf dieſe Ad=
Anſchluß an die Kultur nicht radikal verpaſſen wollen, ſind
der letzten Zeit wirklich nicht über Mangel an Senſationen
jutantur an; nun aber kommen Sie auch damit; reden
geſellſchaftlich und wirtſchaftlich eng aufeinander ange=
Senſationen in ihrem Sinne! — beklagen können.
von ihr, wie von einer Sache, die jedem Kind hier
ge=
wieſen. Der Hof, das Theater und das Regiment ſind die
Er brach plötzlich ab. Sein gutmütiges Geſicht bekam
läufig iſt . . . ich aber, der ich doch eigentlich die
Haupt=
einzigen Angelpunkte ihres Intereſſes und ihrer Neugier.
einen merkwürdig verkniffenen Zug. Erſt nach einer
gan=
perſon bei der ganzen Geſchichte bin, ich hab’ bisher
Hier bleibt nichts verborgen, was irgendwie damit
zu=
zen Weile erkundigte er ſich zögernd:
keinerlei dienſtliche Mitteilung darüber bekommen. Ich
ſammenhängt. Und wie Ihre zukünftige Mentorrolle bei
Kennen Sie eigentlich Eckwarden, unſeren neuen
In=
weiß offiziell noch kein Sterbenswörtchen von dem, was
Prinz Albrecht Georg ſchon ſeit Monaten das
Haupt=
tendanten?
die Rotthauſener Spatzen augenſcheinlich ſchon längſt von
geſprächsthema ſämtlicher Salons, Kaffeekränzchen und
Nur par renommée. Aber mein Vater erzählte mir
den Dächern pfeifen. Alſo bitte — wie reimt ſich das zu=
Stammtiſche bildet, ſo werden Sie dieſe Favoritenſtellung
geſtern, welchen Aufſchwung die Hofbühne unter ſeiner
ſammen?
auch mindeſtens noch das nächſte halbe Jahr nicht los
Leitung genommen hat,
Die Erlaucht hatte mit mokantem Lippenzucken
zu=
werden
Stimmt! beſtätigte Halk=Ehingen mit verdächtigem
gehört; jetzt ſetzte ſie ſich wieder in Bewegung.
Malen Sie nicht den Teufel an die Wand, Menſchens=
Eifer. Wiſſen Sie, ich verſteh’ ja von dem ganzen Theater=
Vor allen Dingen kommen Sie weiter und funkeln
kind!
kram niſcht. Bloß ſo viel weiß ich, daß mir n Ballett
Sie mich nicht ſo nervös mit Ihren Monokelaugen an.
Nee, ſagte der Jüngere mit einem Achſelzucken, iſt gar
lieber iſt als Björnſon und Ibſen und wie die Brüder
Die Leute bleiben ſchon alle ſtehen und ſehen nach dem
nicht nötig; denn Sie ſind bereits jetzt der Popularität
ſonſt heißen. Aber ich muß doch ſagen, wir haben unter
neuen Adjutanten des Erbprinzen. Und nach dieſem
Pri=
rettungslos verfallen. Und wenn ich Ihnen einen
wirk=
dem neuen Perſonal Kräfte — alſo Hand an den Helm!
vatiſſimum zur Beantwortung Ihrer Frage.
lich guten Rat geben darf — betrachten Sie das Leben
Ja, und die andere Senſation, von der ich vorhin ſprach,
Alſo, lieber Hortenbrügg
gibt zwei bittere
künftighin nicht mehr aus der gewaltigen Perſpektive des
iſt die neuengagierte erſte Salondame.
Gegenſätze auf der Welt: Berlin und Rotthauſen! In
Berliner Rathausturmes, ſondern mit der Projektion vom
Solch eminentes Talent?
Berlin wohnen drei Millionen Menſchen — in Rotthauſen
Hinterzimmer unſerer hieſigen Schloßkonditorei. Dann
Das vielleicht auch; aber was viel eminenter iſt: ſolche
dreißigtauſend. In Berlin beherrſcht das Militär
durch=
haben Sie ſofort den Anſchluß gefunden!
von . . . na, Sie verſtehen mich
Lady! Niſcht von . . .
aus nicht das öffentliche Leben — hier kommt es gleich
Markus Hortenbrügg grüßte; denn der Kamerad, der
ſchon; ich meine die bekannte Phraſe vom „leichtlebigen
hinter dem Evangelium. In Berlin kümmert man ſich
Künſtlerblut”. Alſo ich glaube, davon hat ſie keinen
ein=
überhaupt andauernd Bekannte traf, hatte eben wieder
den Deiwel um einander — hier guckt jeder dem Nächſten
zigen Tropfen in ſich. Liebenswürdig, ſehr klug,
wet=
vor einer älteren Dame an den Mützenſchirm gegriffen.
ins Schlafzimmer und in die Küche: In Berlin
gewandt — aber immer drei Schritt vom Leibe! Da iſt
Eigentlich, wenn man’s recht bedenkt, liegt doch eine
, ,
Laſſen Sie man, wehrte Markus Hortenbrügg ab, ich
mit Blumen und Elogen und „kleinen Aufmerkſamkeiten”
regelrechte Tragödie darin, für das ganze Leben an ſo
weiß nun ſchon ſo ungefähr Beſcheid!
noch keiner froh geworden. Eine vollkommene Dame.
enge Verhältniſſe gefeſſelt zu ſein und nichts zu ſehen von
Aber der andere war nicht mehr zu bändigen. Sein
der großen Welt, die da draußen hinter dem Berge liegt.
Unſere Miniſtertöchter und Hoffräulein könnten ſich nicht
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 6. Mai 1913.
Nummer 104.
Seite 14.
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Etwas ſtimmt daher nicht . . .
entweder die
Unnah=
vornehmer und unauffälliger bewegen. Das genügte alſo,
um dieſe Dame zum Evenement unſerer Eingeborener
zu ziehen. Und das dürfte eventuell peinlich ſein, da ich
barkeit oder die Beardsleyfigur mit dem
Gainsbourough=
zu ſtempeln, die in Bezug auf die Bühne noch immer
mir im letzten Winter beim Tontaubenſchießen an der
geſicht
an den etwas originellen Anſchauungen ihrer Väter und
Riviera den — e —
erſten Preis geholt have!
Halk=Ehingen war ganz überlegene Ruhe
Vorväter feſthalten und baß erſtaunt darüber waren, daß
Natürlich nicht; und meines Wiſſens hab’ ich das
Eigentlich hätte Halk=Ehingen gerade jetzt noch eine
auch in einer Schauſpielerin ein Lady ſtecken kann
au nie behauptet. Der Sachverhalt liegt vielmehr ſo
Menge zu fragen gehabt. Aber reſigniert verſchob er’s
Der Oberleutnant Graf Hortenbrügg hatte elf Jahre
daß zu der Gage allmonatlich recht reſpektable Zuſchüſſe
auf ſpäter. Die Sache ſchien ihm momentan doch etwas
Berlin hinter ſich. Demgemäß hielt ſich ſeine Begeiſterung
kommen; und zwar von Berlin aus, wo der alte Herr
brenzlich
nur in beſcheidenen Grenzen
Papa Geheimrat und mehrfacher Hausbeſitzer iſt. Unſere
Na ſchön, Hortenbrügg, ich will’s wörtlich ausrichten.
Er ſchnitt eine Grimaſſe.
erſte Salondame hat nämlich das, was man „Familie‟
Natürlich iſt das an ſich eine bitt’re Pille; denn da wird
Ich nehme an, daß Sie mir mit dem Problem ſolcher
und „Kinderſtube” nennt. Und darüber können ſich die
o mancher — ich gehöre ja leider auch dazu! — ſeine
unerhörten Vorzüge eine Preisaufgabe ſtellen wollen. Die
guten Rotthauſener noch immer nicht beruhigen
Hoffnung definitiv begraben müſſen. Trotzdem, wie die
Löſung dürfte einfach ſein: Alter zwiſchen vierzig und
Markus hatte jäh aufgehorcht. Ein inſtinktives Wit=
— ich garantiere, es wird
Verhältniſſe nun mal liegen
fünfzig; Schönheit abhanden gekommen; Talent
gleich=
ſtraffte das blaſierte Geſicht.
tern
Ihnen kein Menſch hier in die Quere kommen. Mir
falls. Was bleibt alſo? Tugend und Moral!
Und von wo hat Eckwarden ſie hierher wegengagiert
ſcheint, mit der Liebe geht’s genau ſo, wie mit dem
ein triumphierendes
Von der Gegenſeite kam
Sagte ich’s nicht ſchon? . . . vom Berliner Linden=
Avancement:
immer nach der Anciennität!
Grunzen.
theater
Solchen etwas gezwungenen Humor belächelte Mar=
Seien Sie ſo gut, Hortenbrügg! Gründlicher haben
Name?
kus Hortenbrügg flüchtig. Und mit dieſem Lächeln legte
Sie in Ihrem Leben noch nie daneden gehauen!
Ich
Hella Uttenreut; allerdings vermute ich, es iſt bloß
er dem Kameraden die Hand auf den Aermelaufſchlag.
denke, auf Frauen verſteh’ ich mich einigermaßen. Und
klangvolles Pſeudonym
ein
Nun werde ich Ihnen zu dieſer Affäre noch eine
dieſe hier, um die ſich unſer witziges Geſpräch dreht,
hat
Da ſchwieg der Oberleutnant Graf Hortenbrügg erſt
zweite und letzte Erklärung geben, die vielleicht
ſonder=
eine Beardsleyfigur und ein Gainsbouroughgeſicht
eine ganze lange Zeit, bis er ſchließlich langſam den
bar erſcheint, aber vollauf den Tatſachen entſpricht
Und wenn ich nicht dummerweiſe ne Erlaucht und
Kopf hob, das Einglas feſter klemmte und mit ſeiner
Küraſſier und dick wie in Gaſometer wäre und kein Geld
Wenn ich hier den Klatſch nicht ſcheue und coram
knarrendſten Kaſernenhofſtimme ſagte
hätte, ſondern Klabunke hieße und von morgens bis
publico für Fräulein Uttenreut eintrete, dann veran
Alſo ich bin zufällig in der Lage, mit näheren
De=
abends Kupons ſchnitte . . . alſo die Frau heiratete ich
laſſen mich dazu ausſchließlich freundſchaftliche Motive
tails aufzuwarten — die Dame heißt wirklich ſo
unbeſehen
die ihren Urſprung in meinem Reſpekt und meiner Ver
Die dicke Erlaucht ſtarrte ihn überraſcht an.
ehrung haben. Perſönliche Beziehungen ſo was
Haben Sie jetzt ſo den ungefähren Animus?
Woher wiſſen Sie denn das mit ſolcher Beſtimmtheit?
ihr Anderen darunter verſteht . . . haben nie exiſtiert und
-
Verlaſſen Sie ſich nur ruhig darauf
ſehen Sie
Da drüben in der Margaretenſtraße
werden nie exiſtieren
Menſchenskind, am Ende kennen Sie
neben der ſchauderhaften zweiſtöckigen Mietskaſerne die
Begriffen?
kleine weiße Villa? — die hat ſie gemietet und bewohnt
Und der Aeltere darauf mit fatalem Lächeln:
ſie ganz allein; nur mit einem alten Gärtner und einer
Nee, ſagte Halk=Ehingen, Erlaucht; ganz und gar
Natürlich kenne ich ſie; ſehr gut ſogar. Kenne ſie
Kammerzofe.
nicht begriffen, und wenn Sie mich hier auf der Stelle
und reſpektiere ſie. Und weil Sie nicht fälſchlich ver=
Der Aeltere lachte ihm ungeniert ins Geſicht.
ſoll man ſich darüber
muten ſollen, daß dahinter ſnobiſtiſche Renommage ſteckt
totſchlagen! Außerdem
noch den Kopf zerbrechen?! Es iſt doch die alte
Ge=
ich wünſche . .. paſſen Sie ſcharf auf, Halk=Ehingen
Alſo ich bitt’ Sie herzlichſt, Halk=Ehingen, binden
ich wünſche, daß dieſe Bekanntſchaft möglichſt ſchnell
ſchichte: — kaum kommt mal ine leere Droſchke . . . ſchon
Sie mir nicht ſolchen vierdimenſionalen Bären auf! Einen
ind möglichſt überall bekannt wird, damit niemand in
ſitzt einer drin!!
annähernden Begriff von den Gagen, die hier gezahlt
Rotthauſen etwa auf die Idee kommt, Fräulein
Utten=
werden, hab’ ich nämlich auch. Und ſelbſt wenn die
(Fortſetzung folgt.)
reut irgendwie zu nahe zu treten! Solche irrige Anſchau=
Lady zwanzigmal erſte Salondame iſt — davon läßt ſich
ung und jeder derartige Verſuch würde mich nämlich
im Leben noch keine Villa mieten und unterhalten,
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Nummer 104.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 6. Mai 1913.
Seite 15.
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3 Oldenburger. . . . ..
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55,50
75,20
de.
Southern=Pacifie
,
89,25
4 Meininger Hyp.=Bank
97,00
Transportanſtalten.
2½ Raab=Grazer fl. 150
97,40
Vergwerks=Aktien.
98,40
4 Hamburger Staatsanl.
3½
Louis und San
5 St.
do.
85,90
10 Hamb.=Amerika=Paket=
Unverzinsliche
99,00
4 Heſſ. Staatsanleihe
Franeiseo. . . . .
4 Rhein. Hypothek.=Bank
fahrt . . . . . . . 144,75
5
Aumeß=Friede
176,50
Anlehensloſe.
98,00
4 do. do. (unk. 1918)
5 Tehuantepec . . . . ..
95,00
Nordd. Lloyd . . ..
97,50
(unk. 1921) ..
119,70
14 Bochumer Bergb.
2
Augsburger.
,
do.
85,20
3½
3½. do.
(unk. 1914) ..
85,60
6½ Südd. Eiſenb.=Bef. . 127,90
Gußſt.
.216,75
Bank=Aktien.
.,„ .
Braunſchweiger Tlr. 20 194,00
do.
74,10
4 Südd. Bd.=Kr.=Br.=Pf.
9850
Aktien ausländiſcher
11 Deutſch=Luxemburg.
Freiburger . . . . Fs. 15
3 Sächſiſche Rente.
10. Bank für elektriſche
76,50
do.
3½
86,60
Transportanſtalten.
163,40
Bergb. .. . ..
Mailänder . . . . Fs.45
-
98,80
Untern. Zürich
4 Württemberg unk. 1921
Städte=
5 Anatol. Eiſenb. 60½
-
185,80
10 Gelſenkirchener . . .
... . F8. 10
bo.
93,60
7½ Vergiſch=Märkiſche
1900
do. v.
Obligationen.
Einz. Mk. 408 . . 114,50
9 Harpener
195,20
, ,
ſl. 7 35,40
.„„
Meininger . . . .
Bahn .
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
145,30
99,10
-
Darmſtadt . . . . ..
Baltimore und Ohio .
18 Phönir Bergb.
98,25
und
Oeſterreicherv. 1864fl. 100 560,00
.161,75
9½ Berlin. Handelsgef.
Griechen v. 1887 ..
171
3½
87,10
do.
Schantungbahn
Hüttenbetrieb.
e
134,60
.,
264,75
do. v. 1858fl. 100 475,00
100,00
6½ Darmſtädter Bank
115,50
Italiener Rente .
4
Frankfurt. . . . . . .
97,60
Luremb. Prine Henri
3 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Ungar. Staats . . fl. 100 395,00
12½1 Deutſche Bank
244,90
86,70
Oeſterr. Silberrent=
4½
3½,
do.
95,30
Oeſt. Südbahn (Lomb.)
83,50
25,75
Caro. . . . . .
Venediger . . . . Fs. 30
6 Deutſche Vereinsbank
4
89,00
do. Goldrente . ..
115,00
Gießen . . . . . . . .
Pennſylvania R. R.
6 Laurahütte
. „ „ „
. 171,25
Türkiſche . . . . Fs. 400 163,20
do. einheitl. Rente
6 Deutſche Effekt.=
83,25
und
zt.
bo.
10 Kaliwerke Aſchersleben
113,00
3 Portug. unif. Serie I
62,20
Gold, Silber und
W.=Bank . . .
Induſtrie=
95,80
Heidelberg
Letzte
.
13
Weſteregeln 193,50
10 Diskonto=Kommandit
65,50
do. unif. Ser. III.
Banknoten.
181,75
Aktien.
a
Divid.
de.
87,00
7½ South Weſt Africa
20,40
149½
10,00
8½ Dresdener Bank
do. Spezial
Engl. Sovereigns . . . .
4 Brauerei Werger
,
64,00
Karlsruhe
„ .„ . „
208,80
Prioritäts=
5 Rumänier v. 1903
Frankf. Hypoth.=B.
99,00
20 Franks=Stücke . . . .
28 Bad. Anilin= u. Soda=
16,21
„
10
85,30
90
do.
bo.
115,00
6½ Mitteld. Kreditbank
Amerikaniſche Noten. . .
4,19½
91,50
Fabrik
v. 1890 . .
Obligationen.
557,00
Magdeburg. . . . . .
do.
115%
Nationalb. für Deutſchl.
Engliſche Noten . . . ..
20,47
v. 1905 . .
14 Chem. Fabrik Gries=
3½
3½
Südd. Eiſenb.=Gef.
87,70
do.
Franzöſiſche Noten. . . .
81, 15
123,25
Pfälziſche Bank. ..
4 Ruſſen v. 1880 . . . .
88, 10
heim
4½
.251,00
,
Nordd. Lloyd=Obl.
96,30
Mainz . . . . . . . .
131,50
168,75
Holländiſche Noten. . . .
6,95 Reichsbank . ..
4
30 Farbwerke Höchſt
89,00
do. v. 1902 . . . .
87,20
Eliſabethbahn, freie ..
644,00.
do.
39.
91,00
Italieniſche Noten . . .
79/25
7 Rhein. Kreditbank.
.128,25
99,70
do. v. 1905 . . . .
20 Verein chem. Fabriken
96,20
Mannheim . . . .
Franz=Jofefs=Bahn .
Oeſterr.=Ungariſche Noten
Schaaffhauſen.
3½ Schweden
84, 70
A.
90,50
Mannheim . . . . 338,00
88,00
30,
, „ „
3 Prag=Durer
,,
do.
72,60
, . . „
114,25
Ruſſiſche Noten . . . . .
Bankverein . . .
Serbier amort. v. 1895
10
Cement Heidelberg . . 145,50
79,60
99,00
Oeſterr.
München .
Staatsbahn
. „ .
Schweizer Noten . . . . .
Wiener Bankverein
.129,00
80,90
Türk. Admin. v. 1903
78,00
3,
7½
30 Chem. Werke Albert 461,00
Nauheim
Staatsbahn
Oeſterr.
89,40
, ,
Türk. uniſiz. v. 1903
86,20
14 Holzverkohlung
Kon=
bo.
96,50
Pfandbriefe.
73,80
Nürnberg. . . . . . .
Ungar. Goldrente .
84,20
ſtanz . . . . . . . 335,25
do.
,,
86,25
Reichsbank=Diskonto.
5 Oeſterr.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
Südb. (Lomb.)
2
do. Staatsrente. . .
82,00
5 Lahmeyer . . . . . . .129,00
14
96,30
Offenbach . . . . . .
do,
Reichshank=Lombard 33f. 7
S.*21. . . . . .
Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 6. Mai 1913.
Nummer 104.
Desonusf
nlgebole
in
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Blasen
Damenhemd
Batistbluse
aus starkfädigem Cretonne . . . . . . . 1.35
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Batistbluse
solide Ausführung, festoniert . . . . . . . 1.30
sehr hübsch mit schönen Einsätzen garniert . 1.70
Batistbluse
Damenhemd
mit schöner Stickerei-Passe, solid gearbeitet
1.60
reiche Stickerei- und Leinen-Einsätze . . . . 2.75
Damenhemd
Batistbluse
mit herzförmiger, handgestickter Madeira-Passe
sehr schöne, gediegene Ausführung
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..,
2.90
Damenhemd
Batistbluse
mit hübscher Stickerei-Passe . . . . .
reiche Stickerei mit Fältchen-Passe
1.95
1
3.25
Damenhemd sehr gediegen verarbeitet, mit
Batistbluse
herzförmiger, festonierter Passe .
verarbeitet mit Leinen-Einsätzen und Stickerei
3.70
2.10
Damenhemd
Batistbluse mit imit. irischen Spitzen und
mit handgestickter Madeira-Passe
Einsätzen verarbeitet
2.40
3.50
Damenhemd
Batistbluse
mit reicher Stickerei- Passe
.. . . . 2.50
mit Stickerei und Tüll verarbeitet . . . . . 3.50
Beinkleid
Unterrock aus gutem weißen Chiffon
Untertaille
3.60
mit breitem Stickerei-Volant 1.10
mit reicher Stickerei-Volant und Einsatz
mit Stickerei und Feston 09s
Beinkleid
Unterrock mit breiter Stickerei-Volant,
Untertaille
mit festoniertem Volant . 1.00
breitem Einsatz und Fältchengarnitur .
95₰
4.30
mit hübscher Stickerei .
Beinkleid
Untertaille
Unterrock mit getupfter Mull-Volant
5
m. Einsatz u. Stickerei-Volant 1.75
6.00
und reicher Mullstickerei
mit breiter solider Stickerei
,
1.95
Beinkleid
Prinzess-Unterrock
Untertaille
Reform-Fasson . . . . 2.25
6.25
elegante Ausführung in allen Größen .
mit Fältchen und Stickerei 1.70
Leinen- u. Frotté-Kostümröcke u. Kostüme
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1. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
3 104.
Dienstag. 6. Mal.
1913.
Valers Lad (gef),
Sport, Spiel und Turnen.
Olifter?.
Crechue, Forerunner II, Jor. Ueberlegen, 4—3 Lg.
München=Riem. Ringbahn=Rennen; 2500 Mk.,
Deutſcher Fechter=Bund.
Diſtanz 1600 Meter: 1. Graf Arco=Zinnebergs In petto
* Die Beſtimmungen zum erſten nationalen
(Heidt) 2. Hofwarpnir (Schläfke), 3. Kronſtadt (Can=
Turnier des Deutſchen Fechter=Bundes
non). Tot. 40110, Pl. 10, 10110. Unpl.: Ludwigsfeld. 1½
laſſen erſehen, daß die Wettkämpfe um die
Bundes=
bis 5 Lg. — Leichtes Jagdrennen; Ehrenpreis und 1500 M.,
meiſterſchaften ein ſportliches Ereignis werden. Die
Diſtanz 3200 Meter: 1. Leutn. Giulinis Ray o’Light (
Be=
zahlreichen Meldungen der beſten Fechter aus den Klubs
ſitzer) 2. Ahalative (Leutn. v. Lotzbeck), 3. Giborg (Lt
Berlin, Hamburg, Leipzig, Dresden, München, Hannover,
von Crailsheim). Tot. 72:10, Pl. 22, 21110. Unpl.: Duz=
Mainz, Wiesbaden uſw. geben Gewähr für eine
erſtklaſ=
zilo (gef.), Guernicg II (gef.). Kopf—10 Lg. —
Flieger=
ſige Veranſtaltung, die qualitativ den größten internatio=
Rennen; 4000 Mark, Diſtanz 1000 Meter: 1. Graf
Arco=
nalen Turnieren nicht nachſtehen dürfte. Schwere, aber
Zinnebergs Kandy (Heidt), 2. Traum (Schläfke), 3.
Per=
auch recht intereſſante Kämpfe werden ſich um die
Gewin=
ſica (Matz). Tot. 46:10, Pl. 14, 13:10. Unpl.: Gaboriau
nung der deutſchen Meiſterſchaften entwickeln, und es iſt
-
2.
Lg.
(4).
Preis von Hohenaſchau: Ehrenpreis
bei der äußerſt ſcharfen Konkurrenz unmöglich vorauszu=
und 3000 Mark „Diſtanz 4000 Meter: 1. Leutn. Frhrn. von
ſehen, wo dieſe hinfallen werden. Den bekannten Herren=
Bonnets In Dubio (Beſ.), 2. Titurel (Leutn. von
Crails=
fechtern aus Frankfurt, Offenbach und Darmſtadt
er=
heim), 3. Girlamund (Herr Jäger). Tot. 18110, Pl. 11,
wächſt die ſtärkſte Konkurrenz in den erfolgreichen Fech=
-
11:10. Unpl.: Leb fidel (4). 2½—10 Lg.
Preis der
tern des Offiziers=Fecht= und Reitvereins in Berlin, die
Stadt München; 5000 Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Herrn
in den Militär=Turnanſtalten ausgebildet wurden. Das
Paulſens Cambronne (Sumter), 2. Spleen (Heidt), 3.
Schiedsgericht wird nur aus Herrenfechtern beſtehen. Das
Sideslip (Schläfke). Tot. 16.10, Pl. 12, 12110. Unpl.:
rein ſportliche Feſt wird volle drei Tage in Anſpruch neh=
Les Graviers, Viscount (4). Kopf.=Kopf. — Preis von
men und trifft der Offenbacher Fechtklub hierzu große
Trudering; 2000 Mark, Diſtanz 3200 Meter: 1. Herrn W.
Vorbereitungen.
Blatts La Tour (Gehrke), 2. Kneißel (Schuller), 3. Vor
Mertltenreentetestentete
(Mat). Tot. 24:10, Pl. 12, 12110. Unpl.: Caracas (4).
Pferde=Rennen.
Lg.
Sr.
Neuß a. Rh., 4. Mai. Eröff=
1½—
nungs=Flachrennen; 4000 Mark, Diſtanz 1400 Meter:
Mannheim, 4. Mai. Preis vom Odenwald;
GEoaé A. JASMATZi AKI GES.
1. Herrn H. Neidhöfers Daruvar (Rees), 2. Colombine
DRESDEN
Ehrenpreis und 5000 Mark, Diſtanz 3500 Meter: 1. Herrn
(Kühle),
Grösste deutsche Cigarekfenfabrik
3. Iſa (Torke). Tot. 96:10, Pl. 21, 15, 14:10.
Walthers Lily (Leutn. Frhr. von Berchem), 2. May
Unpl.: Nicht doch (gef.), Cody (gef.), Stolzenfels, Sieg=
Royal (Rittm. Graf Hardenberg), 3. Scotsgap (Leutn.
II,10205
mund, Maraſchino.
* 1½—2 Lg.
*
Mai=Jagdrennen;
Graf Holck). Tot. 16:10, Pl. 14, 18:10. Unpl.: Bonne=
2500 Mark, Diſtanz 3600 Meter: 1. Frhrn. S. A. von
coſte (gef.). 3—2 Lg. — Prämien=Jagdrennenn; Ehren=
Oppenheims Amethyſt (E. Franke), 2. Perdita (Ludwig),
preis und 10 000 Mark „Diſtanz 3800 Meter: 1. Herrn W.
Luftfahrt.
3. Nickelkönig (Kühl). Tot. 22310, Pl. 14, 13:10. Unpl.:
Blatts Samiel (Leutn. Herrmann), 2. Grasmücke (Lt.
sr. Der neue franzöſiſche Spieß=
Lenk=
Salve (gef.), Leſina (gef.), Herzog (gef.). Hals —10 Lg.
3. Junker (v. Waldenfels). Tot. 20:10, Pl. 15,
Knel),
ballon, der nach dem ſtarren Syſtem gebaut iſt und den
17.10. Unpl.: Hades (gef.).
Hafen=Hürdenrennen; 2500 Mark, Diſtanz 2800 Meter:
Lg.-Weile. —
1.
Luiſen=
deutſchen Zeppelinſchiffen ſtarkt ähnelt, unternahm am
1. Herrn A. Schürmanns Mobile (Weishaupt) 2.
Boi=
vark=Jagdrennen; 4000 Mark, Diſtanz 3000 Meter: 1. Hrn.
Freitag nachmittag ſeine erſte Probefahrt, nachdem das
ling Hot (Gädicke), 3. Neverland (Schuller). Tot. 20:16.
Wepes Cypris II (Leutn. Frhr. v. Berchem), 2. Sartorys
Schiff bereits vor einiger Zeit einmal aus der Halle ge=
Drei liefen. Kopf-6 Lg.
-
Frühjahrs=Handikap; 6200
(Dr. Rieſe), 3. Allesley (Leutn. Graf Holck). Tot. 38:10,
nommen worden war. Die Fahrt dauerte zirka eine
Mark, Diſtanz 1600 Meter:
1.— Herrn Scholls Dandolo
Pl. 13, 12:10. Unpl.: Armide. Hals—4 Lg. — Früh=
Stunde und verlief angeblich zur Zufriedenheit des Kon=
(Torke)
1.— Götterſage (Rees), 3. Zinia (Kühl). Tot.
lings=Hürdenrennen; 3000 Mark, Diſtanz 2400 Meter:
ſtrukteurs. Der 11500 Kubikmeter faſſende Ballon unter=
27110 (Dandolo), 43:10 (Götterſage), Pl. 21. 24, 17110. Un=
1 Dr. W. Felſings und Herrn H. Ludwigs Tylander (Hr.
ſcheidet ſich äußerlich nur wenig von den modernen
plaziert: Blue in Blue (4), Oranier, Alibi, Nelſon. Tot.
Ludwig), 2. Salambo (Herr Silbernagel), 3. Piece dior
Zeppelinſchiffen. Bei ſeiner Konſtruktion wurde jedoch
Rennen-½—3 Lg.
— Rheiniſches Jagdrennen; 15000
(Herr Utech). Tot. 50:10, Pl. 24, 25:10. Unpl.: Mme.
ſtatt Aluminium, wie bei dem Schütte=Lanz=Ballon, Holz
Mark Diſtanz 4000 Meter: 1. Herrn Schottens Malotru
Foutzi (ausgebr.), Norton Lizzi. 1—2 Lg. — Preis der
verwendet. Der Ballon weiſt vorn und hinten je eine
(Weishaupt), 2. Koromaya (Kühl), 3. Roſette IV (Lei=
Stadt Mannheim; Ehrenpreis und 24000 Mark. Diſtanz
Gondel auf, in denen je ein 200 PS.=Motor inſtalliert iſt.
ner). Tot. 130:10, Pl. 32, 18, 34:10. Unpl.: Marius IV.
3200 Meter: 1. Leutn. A. Hanſemanns Courv. Napoledn
Die Motoren übertragen ihre Kraft auf je zwei zwei=
Highlander (ausgebr.) Chicard (angeh.), Zero I (gef.),
(Leutn. Graf Bethuſy=Huc) 2. Lichtenſtein (Leutn. Knel),
flügelige Propeller, die, wie bei den Zeppelinſchiffen, ſeit=
Iriſh Lad (5), Druid Hill (4), Ormsby, Fliege, Gueſſurtig
3. Burwood (Leutn. Graf Holck). Tot. 46:10, Pl. 21,
wärts an den Ballon=Gerippen angebracht ſind. Auch
35:10. Unpl.: Kilmallock (4), Steps. Hals-2—3 Lg. —
(6), Hold Up II (ausgebr.), Beaufort (4). Nimble Field
die Höhenſtenerung liegt hinten und iſt, ähnlich wie bei
Maimarkt=Flachrennen; Ehrenpreis und 5000 Mark, Diſt.
(gef.), Clou (gef.). Sicher, ¾—2 Lg. — Hülchrather
Flach=
den Zeppelinſchiffen ausgebildet. Der Konſtrukteur Spieß
rennen; 4000 Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1. Herrn W. Kap=
2400 Meter: 1. Herrn F. W. Meyer Dürkheim (Herr
Pur=
nimmt bekanntlich für ſich den Ruhm in Anſpruch, vor
pes Ghislaine (Rees), 2. Johann d’Auſtria (
Raſtenber=
gold), 2. Sigurd (Leutn. Frhr. von Berchem), 3.
Sun=
dem Grafen Zeppelin ein Luftſchiff ſtarren Syſtems
kon=
ger), 3. Flottweg (Ludwig). Tot. 71110, Pl. 21, 18,
bath (Leutn. Herrmann). Tot. 22110. Pl. 12, 14, 15310.
ſtruiert zu haben. Er nahm ſchon im Jahre 1873 dies=
16110. Unpl.: Schneekoppe (4), Lermoos Jägersmann,
Unpl.: Miſſile, Paradox, Romulus II, Oran. Hals—3
bezügliche Patente. 1910 wurde ein Luftſchiff nach ſei=
Bareka. Sehr leicht, 3—2 Lg. —
Werne=Jagdrennen;
Längen.
Elbe=Jagd=Rennen: 2200
Magdeburg.
nen Angaben auf Koſten der franzöſiſchen Regierung er=
2200 Mark. Diſtanz 3200 Meter: 1. Herrn A. Schürmanns
Mark,
Diſtanz 3200 Meter: 1. Lt. Frhr. v. Schlotheim’s Bory=
Rowdy (Weishaupt), 2. Tempete III (Prater) 3. Beau
baut, das mit 9200 Kubikmetern etwas kleiner iſt, als der
neue Ballon.
Manoine (Smith). Tot. 64:10, Pl. 16, 21, 18:10.
Un=
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in sehr grosser Auswahl.
G
Nummer 104.
Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 6. Mai 1913.
Lewis, Kotſch=Kyritz, Steingaß=Köln, Karl Zander=Ber
(R. Johnſon). Tot. 88:10. Pl. 25, 13110. Unpl.: Tom
5:10, Pl. 12, 15, 29110. Unpl.: Montblanc, Mansfeld=
½—2, Kraft=Köln, Roſſellen=Köln und Emil Zander=Berlin
Melton (gef.), Grey Tail (4). Sicher 2—1 Lg. — Siebente
Reichsritter, Glöckner, Solitär (4). Ueberleger
In der Amateur=Klaſſe ſiegte der Kölner Blum in 10
1½ Lg. (Ein Proteſt gegen den Sieger wegen Ausreiten
Magdeburger Offizier=Steeple=Chaſe: Ehrenpreis und
15000 Mark, Diſtanz 3500 Meter:
— Sperber=Rennen; 5000 Marl
wurde zurückgewieſen
Stunden 35 Minuten.
1. Lt. v. Pagenhardt’s
Leipzig. Mai=Preis, Stunden=Rennen: 1. Linart
Diſtanz 1600 Meter: 1. Herrn A. Weber=Nonnenhofs Ster=
Porquemada (Beſ.), 2. Brookdale (Hauptm. Schönberg),
84,250 Kilometer, 2. Guignard 81,620 Kilometer, 3.
Stell=
num (F. Bullock), 2. Stradella (Shurgold), 3. Komet
3. Hama (Lt. Böhme). Tot. 50110. Pl. 25, 18:10. Unpl.:
brink 78,620 Kilometer, 4. Vanderſtuyft 78,500 Kilometer
Vivian). Tot. 88:10, Pl. 23, 17, 25:10. Unpl.: Leiſetrete
Feſtival, Myman. Scharfer Kampf kurzer Kopf-½ Lg
5. Walthour 75,900 Kilometer. Das Halbſtunden=Rennen
4), Saul, Orlov, Animato (ſtehen gebl.), Vogelfrei
von Rabenau=Jagd=Rennen; Ehrenpreis und 600
gewann Leviennois mit 39,800 Kilometer vor Eſſer 38,700
4—1-
Ueberlegen,
1½ Lg. — Konſul=Rennen; 3800 Mark
Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Hauptm. Kleinſchmidt‟
und Bäumler 37,190 Kilometer. Riesner gab auf. Im
Diſtanz 1000 Meter: 1. Herrn G. Freeſes Faltenfex (Vi
Waldtraut (Lt. Keller), 2. Old Port (Lt. v. Egan=Krieger),
Hauptfahren ſiegte Otto Meyer mit einer Länge vor Finn
vian), 2. Pulver (Liſter), 3. Louvre (H. Teichmann).
3. Florian (Lt. Gr. Schmettow). Tot. 28:10. Pl. 13
und Stabe. Im Prämienfahren ſiegte Stabe vor We=
14:10. Unpl.: Zinc. Sicher
Tot. 135:10, Pl. 30, 26, 20110. Unpl.: Theophil, Alice (4),
½—1 Lg. —
Jam=
Jagd=
gener und Finn. Letzterer kam als Erſter ein, wurde aber
Zarina, Goldamſel, Quart, Brennus. Sehr ſicher, ¾—
Rennen; Ehrenpreis und 3000 Mark, Diſtanz 3200 Meter
bis ¾ Lg. —
wegen Behinderung ſeiner Gegner auf den dritten Plat
Erſter Klaſſen=Erſatzpreis; 6000 Mark, Diſt
1. Hr. H. Schlöske’s Lina (Dr. Voigt), 2. Poſſible (Lt. v
1600 Meter: 1. Frhrn. S. A. von Oppenheims Cſardas
diſtanziert
Falckenhauſen), 3. Gefa II (Hauptm. Schönberg). Tot.
(Archibald),
2. Emperador (F. Bullock), 2. Rowdr
½—
24:10. Pl. 13, 13:10. Unpl.: Mark Gamp. Kampf
Gewerbebibliothek (Bibliothek, Vorbilderſammlung
(Shurgold). Tot. 17110, Pl. 12, 12:10. Unpl.: Exarck
Lg. — Lord Forfar=Jagd=Rennen; Ehrenpreis und 2000
Ec
und
Patentſchriften=Auslegeſtelle), Neckarſtraße 3.
(4), Orchidee. Leicht, ¾—2—1 Lg.
Mark, Diſtanz 3500 Meter: 1. Lt. v. Haine’s Coronatior
möge auch an dieſer Stelle auf den reichen Inhalt der
(Lt. v.
Egan=Krieger), 2. Snowdons Knight (Lt. v
Paris, 4. Mai. Prix de Boulogne; 5000 Francs
Gewerbebibliothek hingewieſen werden, die ein Glied des
Falckenhauſen), 3. Fortunat (Lt. Brandhorſt’s).
Tot
Simple Aver
Diſtanz 2000 Meter: 1. Monſ. Caillaults
vielverzweigten Gewerbeförderungsdienſtes in unſerem
15:10. Pl. 14, 20:10. Unpl.: Droma (ausgebr.) Sawait
3. Dogwod (J.
(C. Childs), 2. Orſonville (J. Reiff),
Großherzogtum bildet. Die Sammlungen enthalten Bücher
Hürden=Rennen; 4200 Mark, Diſtanz 3000 Meter: 1. Hr
Childs). Tot. 214:10, Pl. 48, 26, 19110. Unpl.: Gamait
und Zeitſchriften auf dem Gebiete der techniſchen und ge
Beutler’s Omama (O. Streit), 2. Atlanta (Kauliſch),
(4), Noſtrum, Ramage, Pelargonium, St. Valbert,
Coco=
werblichen. Wiſſenſchaften, der bildenden Künſte, des
Riff (Roſak). Tot. 22110. Pl. 13, 16:10. Unpl.: Spa
rico Le Monaſtere. Kurzer Kampf-3Lg.—Prix des Cars:
Kunſtgewerbes, der Volkswirtſchaft, der gewerblicher
ten. Leicht 1—2 Lg. — Arnfried=Rennen; 2600 Mac
10000 Francs, Diſtanz 2000 Meter: 1. Vicomte d’Har
Geſetzgebung, des gewerblichen Rechtsſchutzes und Ur
Diſtanz 1350 Meter: —1) Herren Utſchneider’s Clown
courts Ecouen (O'Neill), 2. Opott (J. Reiff), 3. Fil
heberrechts und der Wohlfahrtspflege, ſowie Vorbilde
(Blades). —1) Geſtüt Mydlingshoven’s Baldur (
Bleu=
d’Ecoſſe (G. Bartholomew). Tot. 14:10, Pl. 10, 11:10
aus den Gebieten der bildenden Künſte und des
Kunſt=
ler), 3. Katarakt (Jangl) Tot. 34 (Clown):20 (Baldur)
Unpl.: Mar. 10—5 Lg. —
Prix Noailles; 30000 Francs
gewerbes, ferner ſämtliche Patentſchriften der im Deut=
10.
Pl. 22, 16, 30:10. Unpl.: Zandvoort, Erle, Muſidorc
Diſtanz 2400 Meter: 1. Monſ. A. Belmonts Vulcain
ſchen Reiche ſeit dem 1. Juli 1877 erteilten Patente. It
Fofe Hounoures. Totr.—½ Lg
(O'Neill), 2. Verwood, 3. Roi de lor (G. Stern). Tot
der Zeit vom 1. Mai bis 1. November ſind die Beſuchs
15110, Pl .13, 16:10. Unpl.: Predicator, Ma Love, Le
Dresden: Preis von Torgau; 3800 Mark, Diſtanz
zeiten Werktags von 8½—12½ Uhr vormittags und 3 bie
Cardeur, La Rhune. 3—½ Lg.
-
Prix Dollar: 25000
1600 Meter: 1. Major Graf Wuthenau’s Phönix (Naſh),
5½ Uhr nachmittags, außer Samstag nachmittag. De=
Francs, Diſtanz 2200 Meter: 1. Monſ. du Hoz‟ El Tang=
2. Naſeweiß (Streit), 3. Peking (Newey) Tot. 34710. Pl
Beſuch der Sammlungen iſt frei und jedermann geſtattet:
Sharne), 2. Martial III (G. Stern), 3. The Iriſhman
16, 14:10. Unpl.: Sodom,
Cuſtozza (4), Abdul Hamid
er iſt zunächſt den Gewerbe= und Kunſtgewerbetreibenden,
ſimond
(J. Reiff). Tot. 23:10, Pl. 17, 29110. Unpl.: Ro
Ueberlegen 4—3—2 Lg. —
Hunters Flach=Rennen; 2800
den Lehrlingen und Schülern der gewerblichen Unter
Floraiſon, Star II, Montagagne. 1½—4 Lg. —
Prix de
Mark, Diſtanz 3200 Meter: 1. Hr. v. Bretza’s Oſtia (Lt. v
richtsanſtalten und den Studierenden der Großh. Techni
lEtoile; 5000 Francs, Diſtanz 2400 Meter: 1. Mme. Cl
Stammer), 2. Wunderhold (Hr. Herfeldt), 3. Sea Squw
chen Hochſchule zu empfehlen, für welche in reichem Maß
Procureurs Le Syſtemier (J. Childs), 2. Logrono (Ro
(Lt. Loog). Tot. 15110. Pl. 11, 12:10. Unpl.: Marco III
gute Vorbilder und praktiſche Textwerke vorliegen.
So=
vella), 3. Le Bouffon (C. Childs). Tot. 192:10, Pl. 47
(4), Lucretia. Sicher ¾—½—2 Lg — Preis von Borten:
dann aber wollen Bibliothek und Vorbilder=Sammlung
23, 50110. Unpl.: Sinaloa, Navailles, Gendarme, Frido
3500 Mark, Diſtanz 3200 Meter: 1. Hr. v. Tresckow’s See
auch dem allgemeinen Publikum dienen, deſſen Intereſſe
lin, Diana, Vernon, Satilla. 3 Lg.-Kopf. — Prix d’Au
hund (B. Streit), 2. Pfeffermünz (Wiſchek), 3. Germania
an künſtleriſchen Dingen immer mehr wächſt. Auch ihm
teuil; 6000 Francs, Diſtanz 1800 Meter: 1. Monſ. Jetel
(Lommatzſch). Tot. 25:10. Pl. 16, 27110. Unpl.: Caſſe
ſoll in allen Fragen des Geſchmacks Anregung geboter
liers Cyprine (Garner), 2. Agenda (O'Neill), 3. Keller
role, Waterloo. Leicht 1½—2½—3 Lg — Preis von Alt
werden. Im Vorbilderſaal und Treppenhaus des Dienſt
mann (Sharpe). Tot. 48:10, Pl. 19, 28, 16110. Unpl.;
markt; 3000 Mark, Diſtanz 4000 Meter: Major Gra
gebäudes werden ſtändig wechſelnde Ausſtellungen von
Saint Gaudens, Eve II, Revolte, Hydromel III, Libertad
Wuthenau’s Triglav (Lt. Streſemann), 2. Goldrock (Lt
muſtergültigen Vorbildertafeln gezeigt. Die Patentſchrif=
Au Revoir. Kopf-Kopf
Stammer). Tot. 13:10. Sicher ¾ Lg. —
Zwei Pferde
tenſammlung wird während der üblichen Beſuchsſtunden
liefen. Ein gegen den Sieger eingelegter Proteſt wurd
sr. Radrennen Breslau: 10 Kilometer=
Rekord=
zur Einſichtnahme bereitgehalten für Vorprüfungen von
zurückgewieſen. — Preis von Röhrsdorf; 5000 Mark
fahren; 1. Demke 18114,1 2. Thomas 100 Meter, 3. Didie
Erfindungen auf Neuheit und ſchutzrechtliche Nachforſchun
Diſtanz 1600 Meter: 1. Hr. Crohn’s Mac Intyre (Lom
1800 Meter zurück. Van Neck geſtürzt. — Großer Oder
gen. Auch wird auf die Gelegenheit zur Einſichtnahme
matzſch
2. Tapage (Jangl), 3. Black River (Rybka). Tot
Preis, 1 Stunde; 1. Thomas 74,300 Kilometer (
Bahn=
des Warenzeichenblattes und des alphabetiſchen Verzeich=
9:10
Pl. 14, 16, 28:10. Unpl.: Black Swan, Gernot (4),
rekord), 2. Demke 4800 Meter, 3. Van Neck 9600 Meter, 4.
niſſes der im Deutfchen Reich eingetragenen Wortzeicher
-
Jasmin, Madge, Whingſtone, Blicktrit. Leicht ¾—Hal=
L. Didier 13,300 Meter zurück.
Malfahren; 1. Lorenz
hingewieſen
½ Lg.—
Großenhainer Steeple=Chaſe: 2500 Mark, Di=
2. Techmer, 3. Schraage. — Tandemfahren; 1.
Rehra=
ſtanz 4500 Meter: 1. Lt. v. Roeder’s Melton Pet (Lt. vor
Schraage, 2 „Lorenz-Techmer. —
Vorgabefahren; 1. Lo=
Lütcken), 2. Leibhuſar (Lt. Graf Hohenau), 3. Prinz Al
renz (0 Meter), 2. Techmer (20 Meter), 3. Schraage (30
Meter)
bert II (Lt. Streſemann). Tot. 16:10. Pl. 11, 12110
Unpl.: Miß Gris. Kopf—4 Li
Köln a. Rh.: 20 Kilometer Dauerrennen; 1. Schel
Hoppegarten. Eröffnungsrennen; 5000 Marl
ling 15:244, 2. Hall 340 Meter, 3. Van Gent 1000 Meter,
Diſtanz 1600 Meter: 1. Graf Seidlitz=Sandreczkis Re
4. Weiß 2350 Meter, 5. Le Doc 3500 Meter zurück. — 4
(Lane), 2. Meißel (F. Bullock), 3. Feſtatok (Liſter). Tot
Kilometer; 1. Van Gent 30141,4, 2. Hall 100 Meter, 3
Fasseler
½
80116, Pl. 15, 11:10. Unpl.: Dekameron. Leicht, ¾
Schelling 410 Meter, 4. Le Doc 5270 Meter, 5. 6550 Mete
Lg
— Preis von Dahlwitz; 5000 Mark, Diſtanz 1200 Meter
zurück. Geſamtklaſſement: 1. Schelling 59,900 Kilometer
1. Herrn L. Korns Wad (Shurgold), 2. Sankt Theobald
2. Hall 59,250 Kilometer, 3. von Gent 59 Kilometer
(Archibald), 3. Orinoko (Rice). Tot. 259110, Pl. 52, 24
4. Le Doc 51,230 Kilometer, 5. Weiß 51 Kilometer
Frieiel-Kakad
19110. Unpl.: Sapperment (4), Pirol, Friſch, Suitier
Hauptfahren; 1. Moretti, 2. Peter, 3. Kudela, 4.
Schür=
wird bei
Roſenkavalier, Pro Patria, Miesmuſchel, Iwein. Leicht
mann. — Tandem=Prämien=Fahren; 1. Rütt-Peter, 2.
1½—%/—1½ Lg. — Großes Hoppegartener Handikap
Schürmann-Wegener, 3. Kudela-Carapezzi.
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meter vereinigte am Sonntag bei ſchlechten Straßenver
Aur echt in blepeo Kartens fünd-M., miemals dose
3. Florika (Burns). Tot. 35:10, Pl. 18, 24, 62:10. Unpl.
hältniſſen und regneriſchem Wetter 53 Berufsfahrer un
Helviſe (4), Burgunder, Catona, Carino, Lockruf, Joſef I
44 Amateure am Start. Das Rennen nahm einen glatten
(5), Bürgermeiſter, Eau de Cologne. Kanter, 2½—Hals
Verlauf und wurde im Endſpurt entſchieden. Aus der
bis ¾ Lg. —
Golf=Rennen; 5000 Mark, Diſtanz 1400
Me=
achtköpfigen Spitzengruppe ging der Böhme E. Franz in
ter: 1. Frhrn. S. A. v. Oppenheims Majeſtic (Archibald)
9 Stunden 44 Min. 30 Sek. auf Continental=Pneumatik
2. Margarete (Shatwell), 3. Eiſenmenger (Liſter). Tot.
als Sieger hervor. Dichtauf folgten der Südafrikaner
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Wilhelm Castan
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Bericht über das verfloſſene Vereinsjahr.
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Bericht der Rechnungsprüfer. Feſtſetzung des Voranſchlags.
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(10447id
Ergänzungswahl des Vorſtandes
Aus Preußens
Vortrag des Herrn Rechtsanwalt Dr. Alex. Bopp:
schwerer Zeit!
Zweck und Notwendigkeit des Zusammenschlusses
der Hausbesitzer.
Als Einlage:
(10441
Etwaige Anträge bittet man bis längſtens den 5. Mai d. J. bei
Madoeennache
dem Vorſtande einzureichen.
Wir erſuchen unſere Mitglieder, Herren und Damen, zahlreich
I fedesungst
erſcheinen zu wollen.
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abends präzis o uhr: Monatsverſammlung
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Um zahlreiches Erſcheinen aller Mitglieder wird gebeten.
(*12047
Der Vorstand.
NB. Muſikaufträge werden jederzeit im Vereinslokal
ent=
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Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 6. Mai 1913.
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