in
armſtahr
Kablat
Abonnementspreis
Inſerake
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt.
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwirdnichtübernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
„ 96.
Freitag, den 25. April.
1913.
eer anteht nen en en lte er
die Mächte erſucht, uns für die Aufhebung der Belagerung
Die heutige Nummer hat 18 Seiten.
von Skutari eine Gebietsentſchädigung zu gewähren. Es
ken. Auch hier erwachſen der Regierung Verlegenheiten
handelte ſich nur um eine kleine Grenzberichtigung.
Un=
aller Art. Vorläufig zeigt ſie das Beſtreben, den
Reichs=
ſer Anſuchen wurde von der Londoner Botſchaſter=Reunion
tag für die Wehrvorlage bei guter Laune zu erhalten, aber
brutal zurückgewieſen. Wir werden Stutart Oeſterreich
Das Wichtigſte vom Tage.
ſie tut es offenbar nur gezwungen, und es kann kein
nicht geben. Der König kann ſich trotz beſten Willens vor
Infolge des um zwei Tage verzögerten Beginns der
der Entſcheidung der Mächte nicht beugen, das Heer und
Zweifel darüber beſtehen, daß, wenn die jetzige Stim=
Probefahrt des „Imperator” hat der
Kai=
die geſamte montenegriniſche Bevölkerung würden ſich
mung im Reichstage anhält, wenn die Regierung auch bei
ſer darauf verzichten müſſen, an dieſer Probefahrt
dem widerſetzen. Man hat bei uns den Glauben erweckt.
der Wehrvorlage auf Widerſtand ſtößt, es zum Krach
teilzunehmen und den Kronprinzen mit ſeiner
Ver=
daß Skutari, falls wir es einnehmen, uns gehören würde.
tretung beauftragt.
kommt. Daß ſchon jetzt ſchwüle Konfliktsluſt herrſcht,
Wir haben die heldenhafteſten Anſtrengungen
unternom=
der Reichstag beſchloß geſtern in zweiter Leſung,
men und ungeheure Opfer gebracht und heute verlangt
darüber braucht man ſich keiner Täuſchung hinzugeben.
gemäß dem Antrag der Budgetkommiſſion, die
Kom=
man von uns, daß wir die Stadt wieder hergeben. Das
iſt nicht möglich.”
mandanten von Karlsruhe, Darmſtadt und
König=
ſtein vom 1. Oktober 1913 als wegfallend zu be=
Ueber die Auffaſſung der Lage in den politiſchen
zeichnen. In Darmſtadt ſoll der Komman=
Nach der Eroberung Skutaris.
Kreiſen Italiens ſchreibt die Tribuna:
dant des Truppenübungsplatzes zugleich
Der Eindruck, der in diplomatiſchen Kreiſen Roms
Kommandant von Darmſtadt werden.
Mit der Eroberung Skutaris durch die
C
und
ganz Europas über den Fall Skutaris vorherrſcht,
Die Budgetkommiſſion des Reichstags trat
Montenegriner iſt am Balkan im Augenblick der
ſei ſehr ernſt. Der gegenwärtige Augenblick ſei
be=
geſtern vormittag zu einer Beſprechung über die
ſonders ſchwierig und unterſcheide ſich von den früheren
Unterzeichnung des Präliminarfriedens der zufällige Zwi=
Behandlung der Wehrvorlagen mit den
Vertre=
kritiſchen Phaſen dadurch, daß er den Höhepunkt des
Kon=
ſchenfall eingetreten, der unter Umſtänden der Vorläufer
tern der Regierung zuſammen. Die Beſprechung war
flikts der einen der widerſprechenden Intereſſen darſtelle
durchaus vertraulich,
anderer Zwiſchenfälle iſt. Für die Türkei hat die
und zu einer Entſcheidung nötige, nicht über ein noch zum
Bei der Exploſion einer Granate auf dem
Einnahme des ſo lange heldenmütig verteidigten Platzes
Teil hypothetiſches Problem, ſondern über eine vollzogene
Truppenübungsplatz Neuhammer wurde ein Leut=
Tatſache. Allein die Aufrechterhaltung der
der Sache nach nichts zu bedeuten, da ſie ganz Albanien
nant getötet und mehrere Perſonen ſchwer oder leicht
Einigkeit Europas könne die Lage
ret=
bereits abgetreten hat und von der Beſatzung Skutaris
verletzt.
ten. Dieſe Einigkeit werde ſich erhalten laſſen können,
Oeſterreich=Ungarn verlangte in einer
Zirku=
im jetzigen Kriege ohnehin keinen weiteren Gebrauch
wenn Europa für eine ſofortige genau feſtgelegte Aktion
larnote an die Mächte, daß Skutari binnen
hätte machen können. Ideell freilich iſt Skutäris Fall für
Sorge trage. Jede Ungewißheit oder jedes Zögern könnte
48 Stunden geräumt werden ſolle, widrigenfalls es
die Wirkung haben, neue gefährliche Probleme zu ſtellen
die Türkei nicht gleichgültig. Denn für das ottomaniſche
ſeine politiſchen Intereſſen ſelbſt wahren werde
und den Frieden zu gefährden. Die Tribung ſchließt, in=
Selbſtgefühl wäre es mit Recht eine Genugtuung geweſen,
von
Bnigin Wilhelmine iſt geſtern mittag
ſe
dem ſie die Aufmerkſamkeit der Oeffentlichkeit auf die ern=
Hohemark nach Holland zurückgereiſt.
wenigſtens gegenüber einer Macht des Balkanbundes
ſten Schwierigkeiten der Lage lenkt, daß es wünſchens=
Lie Kammer der Niederlande begann am
Mitt=
ſich bis ans Ende in der Hauptſache ſiegreich verteidigt zu
wert ſei, daß in einem Augenblick, wie es der
gegen=
woch die Beratung des Geſetzentwurfs, betr. die
Ver=
wärtige ſei, die Oeffentlichkeit ſich zu beherrſchen wiſſe.
haben. Das Bedauern der Ottomanen über die
Zerſtö=
ſtärkung der Küſtenverteidigung, für die
und es vermeide, ſich durch das bloße Gefühl fortreißen
rung auch dieſer letzten Hoffnung wird durch den Umſtand
gegen 7 Millionen Gulden gefordert werden.
zu laſſen, dem übrigens die Sache des europäiſchen
Frie=
ie Waffenruhe zwiſchen den Türken und
gemindert, daß die Montenegriner ohne ſerbiſche Hilfe
dens empfohlen werden könne.
Bulgaren iſt unter den bereits geltenden
Bedingun=
ihr Ziel nicht erreicht hätten.
Eine gleiche Anſicht ſcheint in den maßgebenden
Krei=
gen bis zum 4. Mai mittags verlängert worden.
Von praktiſchem Einfluß dürfte aber die Eroberung
ſen
Frankreichs zu herrſchen:
In der Eineinnati=Grube in Finleyville
Skutaris auf das Verhältnis Montenegros zu
(Pennſylvanien) fand eine ſchwere Exploſion ſtatt,
Das Journal des Débats ſagt: Die
Groß=
den Großmächten werden. Weder deren einmütige
bei der gegen 100 Vergleute umgekommen
mächte hätten Oeſterreich gegenüber ſich verpflichtet.
Sku=
tart bei Albanien zu laſſen und das Kabinett von
Peters=
ſein ſollen.
Mahnungen noch die Blockade haben König Nikita von
burg habe dieſe Verpflichtung in einer Aufſehen
erregen=
der Erſtürmung Skutaris abgehalten. Ging hierbei ſeine
den offiziellen Mitteilung anerkannt und gerechtfertigt. Es
Tageskalender zur Geſchichte der
Abſicht dahin, Skutari zu behaupten, oder wollte er für
ſei unmöglich, ſich von ſo feierlichen Ver=
Befreiungskriege.
ſprechungen heute loszulöſen, und wenn man
den Verzicht auf Skutari ſeinen Entſchädigungsanſprüchen
2. April 1813: Napoleon trifft in Erfurt ein, wo ſich die
verſuchte, ſie zu umgehen, ſo würde man ſich ins Unrecht
eine feſtere Grundlage geben? Man könnte letzteres an=
Hauptmaſſe
ſeines nach dem ruſſiſchen Feldzug
wieder=
ſetzen und eine ſchwere Verantwortung auf ſich laden. Das
nehmen, wenn nicht die offene Verhöhnung der Groß=
Heeres verſammelt.
erſtandenen
Blatt glaubt, daß die Lage von ihrer Gefährlichkeit
ver=
mächte und ihrer Flottenkundgebung als eine recht
unvor=
lieren würde wenn man ſofort die Ueberzeugung ge=
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 8.
wänne, daß König Nikita ſofort nach dem Friedensſchluß
teilhafte diplomatiſche Vorbereitung der Anſprüche er=
Skutari räume, ſo wie die Serben verſprochen
ha=
ſchiene, die Montenegro auf finanziellem und territorialem
ben, die adriatiſchen Häfen zu räumen. Da aber bisher
Gebiete ſtellen will. Wer den Großmächten ſo auf der
Konfliktsluft.
König Nikita ſtets erklärt habe, Skutari zur Hauptſtadt
Naſe getanzt hat, wie Montenegro, der
man
zu machen, dürfe man darauf nicht hoffen, und es ſeien
*⁎* Während der preußiſche Landtag mit
be=
andere Mittel der Ueberredung in Erwägung zu ziehen.
denken — wird durch den ſchließlichen Knalleffekt erſt recht
ſchleunigten Schritten dem Ende der Legislaturperiode
Jedenfalls müßten die Beſchlüſſe welche die Londoner
nichts erreichen. Aber Montenegro ſcheint trotz der
Er=
entgegengeht, ſteht der Reichstag noch vor wichtigen
Konferenz zu faſſen habe, mit Raſchheit und
Entſchloſſen=
klärung Rußlands, daß Skutari Albanien zufallen werde,
— Der
heit zur Ausführung gebracht werden.
und ſchwierigen Aufgaben. Wenn man anfänglich
ge=
auf die Uneinigkeit Europas zu ſpeku=
Temps ſchreibt: Es handelt ſich jetzt darum, von
Mon=
hofft hatte, daß er dieſe ziemlich glatt erledigen werde, ſo
tenegro den Verzicht von Skutari zu
verlan=
lieren. Von neuem liegt hier der ſpringende Punkt.
ſind in letzter Zeit weite Kreiſe bedenklich geworden, denn
gen, aber es liegt auf der Hand, daß die Montenegriner
Es muß ſich wiederum zeigen, ob Rußland feſt bei der
noch energiſcher als bisher Wert darauf legen, Skutari zu
e herrſcht im Reichstag eine recht ſchwüle Luft, und
Stange des europäiſchen Konzerts bleibt oder ſich durch
behalten. Niemand weiß, wie dieſen Schwierigkeiten aus
nan hat das Gefühl, als könne jeden Augenblick ein
Un=
panſlawiſtiſche Einflüſſe zu einer Unterſtützung
Montene=
dem Wege gegangen werden ſoll Oeſterreich wird
er=
wetter hereinbrechen. Die Beratung des Militäretats in
klären, daß man es zum beſten gehalten habe und ſeine
gros verleiten läßt, die die Einigkeit der Großmächte
be=
der Budgetkommiſſion und im Plenum verläuft ſehr be=
Diplomaten., welche die Mächte ſo geſchickt am
Gängel=
ſeitigen würde,
bande geführt haben, werden den Zwiſchenfall benutzen,
wegt, und wohl ſelten hat es ſo viele Differenzpunkte
Nach der offenen Stellungnahme Saſonows in der
und zweifellos verlangen, daß Skutari den
Montenegri=
wiſchen der Begierung und dem Reichstag gegeben, wie
nern wieder weggenommen werde. Wird man gemeinſam
Skutarifrage und nach dem amtlichen Petersburger
Ein=
diesmal. Wir ſehen von den alljährlich wiederkehrenden
vorgehen? Es heißt, daß Graf Berchtold es vorziehe.
ſchreiten gegen den Panſlawismus iſt eine derartige Wen=
Beſchwerden und Klagen, die ſich auf Soldatenmißhand=
Oeſterreich=Ungarn ein Mandat erteilen zu laſſen. Es iſt
dung nicht wahrſcheinlich. Immerhin bedarf die
uneinge=
überflüſſig, die Gefahr eines ſolchen Mandats beſonders
ſungen, Militärjuſtiz, Duelle uſw. beziehen, ab und
ver=
weihte Oeffentlichkeit einer neuen Erklärung des
Peters=
hervorzuheben. Die beſte Löſung wäre die, wenn
Ruß=
weiſen nur zunächſt darauf, daß der Reichstag einen
wah=
land territoriale Zugeſtändniſſe für Montenegrokverlangte,
burger Kabinetts, um zu erkennen, ob die Unſicherheit der
mm Feuereifer zeigt, Abſtriche vorzunehmen und ſich
welche dem König Nikita geſtatteten. auf Skutari zu
ver=
durch die Einnahme Skutaris geſchaffenen neuen Lage als
derin auch durch noch ſo bewegliche Einwendungen der
zichten. Aber für den Erfolg eines ſolchen Ausgleichs
endgültig beſeitigt gelten kann.
wäre es nötig, raſch zu handeln. — Der Matin
Regierung nicht beirren läßt. Die ſogenannte blinde
meint daß ſeinen Nachrichten zufolge die Tripel=Entente
*2e
Perderation für höhere Offiziere wurde beanſtandet,
eine Truppenlandung der in den montenegriniſchen
Ge=
tleenſo einige Kommandanturen und
Bezirkskommando=
wäſſern befindlichen Kriegsſchiffe verweigern würde. Die
Mit Rückſicht auf die gegen den einmütigen Willen
telllen für penſionierte Regimentskommandeure. Daß die
Klugheit dränge die ſechs Großmächte die vollendete Tat=
Europas von Montenegro fortgeſetzte Haltung
unterbrei=
ſache anzuerkennen und den Montenegrinern als Erſatz
baltung des Reichstages in der Frage der
Flügeladju=
tet, wie das Fremdenblatt meldet, die
öſterreichiſch=
für Skutari eine Gebietsentſchädigung zu bewilligen. Auch
lariten der Regierung ſehr peinlich iſt, braucht nicht
be=
ungariſche Regierung den Mächten konkrete
Vor=
einige andere Blätter ſprechen ſich in dieſem Sinne aus.
ſoriders betont zu werden, und man weiß auch nicht, ob
Jaurés ſchreibt in der Humanité: Die elementarſte
ſchläge, welche auf die Anwendung nachdrücklicher
Vorſicht macht es ganz Europa zur Pflicht, das bezüglich
ſich bei allen Befürwortern der Herabſetzung dieſer
Maßregeln abzielen, um die Montenegriner eheſtens
t zu zerreißen.
Albanien geſchaffene Abkommen nicht
Sellen wirklich nur um die Sorge für die Reichsfinanzen
zur Räumung Skutaris zu veranlaſſen. In maßgeben=
Oeſterreich=Ungarn würde dies auch kraft des ihm
gege=
ter nur um Nadelſtiche handelt, wie bei der Erörterung
benen europäiſchen Verſprechens niemals zugeben.
den Kreiſen iſt man der Anſicht, daß Europa auf dem
Be=
ſer Kommandierung der Zietenhuſaren nach Berlin oder
Ueber die Haltung Englands ſchreibt die Times:
ſchluß, daß Skutari Albanien verbleibe, verharren und
ſer
Heranziehung von Soldaten zu Schanzarbeiten auf
Die Mächte, einſchließlich Rußland und beſonders
auch alle Maßnahmen ergreifen werde, um ſeinen Willen
Ver
Saalburg.
England, haben mit bemerkenswertem gutem
Gan=
auch
durchzuſetzen. Sollte dies jedoch nicht der Fall ſein, ſo
ben gegen Oeſterreich gehandelt. Oeſterreich darf ſich
Ueber die Stimmung im Reichstage gibt ſich die
Re=
wird Oeſterreich, geſtützt auf die Beſchlüſſe Europas, ſelbſt
darauf verlaſſen, daß die Mächte es auch in der Frage
rung keiner Täuſchung hin, das beweiſt die
Zurück=
die notwendigen Vorkehrungen treffen.
von Skutari tun werden. Die Haltung Englands bleibt
ichung der Vorlage wegen Erwerbes eines Grundſtücks
ſelbſtverſtändlich dieſelbe wie ſie nach den Erklärungen
Der montenegriniſche Delegierte bei der Pariſer
Sir Edward Greys vorgezeichnet iſt. Wir ſind mit den
das Militärkabinett, wodurch den maßgebenden Stel=
Finanzkonferenz Miuſchkowitſch erklärte einem
Bericht=
anderen Mächten übereingelommen daß ein autonomes
ohne Zweifel Schwierigkeiten und Verlegenheiten
ent=
erſtatter des Matin:
Albanien beſtehen ſoll, zu dem Stutari gehört. Wir
chen. Die Reſolution, in welcher der Reichskanzler
beabſichtigen, an dieſem Abkommen feſt=
Man ſagt, Oeſterreich=Ungarn wolle uns Skutari
wie=
rſucht wird, eine Kommiſſion zur Prüfung der geſamten
zuhalten. Europa wird die Mittel finden, um das
der abnehmen. Wenn Europa dies zugibt, dann wird
wohlüberlegte und einſtimmige Urteil gegen alle, die ihm
man über die Leichen unſerer ganzen männlichen Bevölke
kü ſtungslieferungen zu berufen und dazu auch Mitglieder
rung hinweg ſchreiten miſſen. Wir werden
Sku=
wiverſtreter möchten, durchzuführen.
ſes Reichstages heranzuziehen, ſieht einem
Mißtrauens=
tari Oeſterreich nicht geben. Vor einigen
Ta=
ſo um ſehr ähnlich. Sie wurde veranlaßt durch die
Er=
gen haben wir, bevor wir noch die letzten Opfer brachten.
Nummer 96.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 25. April 1913.
Seite 2.
damit die fremden Unternehmungen nicht eines Tages
Beſprechung des Präſidenten des preußiſchen
Abgeord=
eine Gefahr für die Sicherheit des Landes bildeten.
Deutſches Reich.
netenhauſes mit den Fraktionsvorſitzenden zur Frage
einer eventuellen Reviſion der Geſchäftsordnung wurde
England.
Regelung der Luftſchiffahrt zwiſchen
dahin eine Uebereinſtimmung erzielt, daß diejenigen vor
Deutſchland und Frankreich. Der Temps mel
Anleihe für Sudan. Das Unterhaus nahm eine
der Geſchäftsordnungskommiſſion gemachten Vorſchläge
det über die deutſch=franzöſiſchen Beſprechungen über die
Reſolution an, durch die eine Anleihe von 3 Millionen
wobei eine ausgedehnte Debatte und möglicherweiſe ein
Regelung der Luftſchiffahrt, daß beide Regierungen darin
Pfund garantiert wird, die von der Sudan=Regierung
Widerſpruch zu erwarten ſei, nicht mehr verhandelt,
ſon=
einig ſeien, einen proviſoriſchen modus vivendi zu
aufgenommen werden ſoll für den Ausbau der Eiſen
dern die Verhandlungen auf die vorausſichtlich
unſtritti=
chaffen, ohne erſt den Zuſammentritt der internationaler
bahnen im Sudan und für Bewäſſerungsanlagen, die der
gen formalen Aenderungen beſchränkt werden ſollen. Die
Konferenz abzuwarten, die einen Luftſchiffahrtskodex aus
beſonderen Zweck haben, die Ausdehnung der mit Baum
Beratungen des Landtages ſollen bis zum 30. April
ab=
arbeiten ſoll. Wahrſcheinlich werde der Profeſſor des
wolle angebauten Fläche zu fördern.
geſchloſſen werden
Völkerrechts und Rechtskonſulent des franzöſiſchen Mini=
Niederlande
Ausländiſche Aufträge für Waffen=
des Aeußern, Louis Renault, mit dem Geheim
Die Solinger Waffeninduſtrie hat
Die Verſtärkung der
Küſtenverteidig=
ieferungen
rat Kriege vom deutſchen Auswärtigen Amt demnächſ
große ausländiſche Aufträge erhalten. U. a. beſtellte die
ung. Die Kammer begann am Mittwoch die allgemeine
zu einer Unterredung zuſammenkommen. Auf der in
rumäniſche Regierung einen großen Poſten Kavallerie
Beratung über den Geſetzentwurf, der Mittel zur Ver=
Mai des Jahres 1910 auf Einladung der franzöſiſchen
und Artillerieſäbel, die ſpäteſtens in vier Wochen zu liefern
tärkung der Küſtenverteidigung fordert.
Regierung in Paris abgehaltenen Konferenz zur
inter=
ſind. Ein großer ruſſiſcher Auftrag wurde auf alle Waf=
Die Regierung ſchlägt den Bau eines Forts bei
natimnalen Regelung des Luftrechts, an der 18 Staater
Vliſſingen vor, deſſen Koſten auf 5630000 Gulden ge
enfabriken verteilt und bei der Beſtellung gleich bezahlt.
teilnahmen, hat ſchon zwiſchen den Vertretern der deut
ſchätzt werden, die Verſtärkung der Artillerie in den
be=
ſchen und franzöſiſchen Regierung über alle grundlegenden
ſtehenden Forts von Hoek van Holland, Ymuiden und
Ausland.
Fragen ein Einvernehmen beſtanden. Die Konferenz
Harſſon, die auf 730000 Gulden geſchätzt werden, und der
wurde bekanntlich nach ſechswöchiger Tagung auf den
Ausbau des Forts Kykauin, der auf 476000 Gulden ver=
Frankreich.
anſchlagt iſt. Der fortſchrittliche Deputierte General Eland
Spätherbſt desſelben Jahres vertagt, iſt dann aber nicht
Die Heeresverſtärkungen. Offiziös wird
ſchlug vor, anſtatt ein Fort bei Vliſſingen zu bauen, ſich
wieder zuſammengetreten. Die Verhandlungen werden
auf einfache Verteidigungswerke an der Oſterſchelde zu
gemeldet, der oberſte Kriegsrat werde ſich heute unter
möglichſt beſchleunigt werden. Sie werden in
freund=
beſchränken. — Der Sozialdemokrat Hugenholtz glaubt,
dem Vorſitz des Kriegsminiſters mit der Frage der
ſchaftlichſter Weiſe geführt und ſollen eine Grundlage
daß die Feſtung bei Vliſſingen für die Unabhängigkeit de
Ziffern der normalen und verſtärkten
Mannſchafts=
ſchaffen, um ſpäter die Freigabe von auf fremden Ge
Landes gefährlich wäre, denn England würde Hollank
beſtände in den einzelnen Truppenkörpern beſchäftigen
als den Verbündeten Deutſchlands anſehen und die
Neu=
bieten gelandeten Fahrzeugen ohne Schwierigkeiten und
Dieſe Ziffern werden auch dem Parlament und dem
ralität nicht mehr ſchützen wollen. Das Nordſeeabkommer
diplomatiſche Verhandlungen vornehmen zu können. Um
verlange keineswegs den Ausbau der Verteidigungsmaß
Heeresausſchuß der Kammer vorgeſchlagen werden, welch
eine Verhinderung von Landungen handelt es ſich bei
die=
regeln gegen die Signatarmächte. Der fortſchrittliche
Abge=
letzterer gleichfalls wieder zuſammentritt. Nach einer
ſen Beſprechungen nicht.. Es iſt angeregt worden, Fahr
ordnete General Eland verteidigte dann den Abänderungs=
Blättermeldung beſchäftigt man ſich in militäriſchen
Krei=
ten hart an der Grenze zu vermeiden und eine neutrale
Sie je
antrag, die Feſtung Vliſſingen fallen zu laſſen.
ſen mit der Möglichkeit der Errichtung eines 21.
Armee=
nicht notwendig gegen einen Angriff Deutſchlands oder
Zone gewiſſermaßen zu ſchaffen. Da aber trotzdem
Englands. Vom militäriſchen Geſichtspunkte aus ſeien
orps, das insbeſondere aus Bruchteilen des 7. Armee
Grenzüberſchreitungen vorkommen können, liegen doch
die Befeſtigungen von Terneuzen und Ellewoutsdyk beſſer
orps und der Brigade des Lyoner Militär=Gouverne
Metz und Belfort ganz nahe der Grenze, ſo ſoll verein
geeignet, die Schelde zu ſchließen, als die Feſtung an de
ments gebildet werden würde. Als etwaiges
Haupt=
bart werden, daß jedes Fahrzeug (lenkbares Luftſchiff
Mündung der Schelde, die dem Feuer der feindlichen
Ge=
quartier wäre für das geplante Armeekorps Chaumon
Freiballon, Flugzeuge) ſich im Beſitze eines amtlichen
Der
Abge=
chütze viel ſtärker ausgeſetzt ſein würde. —
in Ausſicht genommer
ordnete Heemſtede (Katholik) hält den Vorſchlag, ein Fort
Zeugniſſes befindet, das über den Eigentümer, den
bei Vliſſingen zu bauen, für einen ſchweren politiſchen
De=
Großer Fehlbetrag im Budget.
Standort des Fahrzeuges, ſeine Beſtimmung uſw. Aus=
Fehler. Es gäbe wirkſamere Mittel, Vliſſingen gegen
Generalbudget=Berichterſtatter des Senats Aimond
er=
kunft gibt. Der Führer muß eine Legitimation beſitzen
Feinde zu verteidigen, nämlich Minen in der Schelde
klärte, daß das Budget für das laufende Jahr einen
durch die er ſich ſofort ausweiſen kann. Hat die
Unter=
mündung. Der Antrag habe im Auslande große Beweg
Fehlbetrag von mindeſtens 200 Millionen aufweiſe. Für
ſuchung Verdächtiges ergeben und hat das Flugzeug nach
ung verurſacht. Ein Fort bei Vliſſingen würde wie ein
Budget von 1914 werde das Defizit aller Voraus=
Blitzableiter wirken, aber im umgekehrten Sinne
gewieſenermaßen Feſtungen überflogen, ſo erfolgt auf
General Vanolymen (Katholik) drückt ſeine Freude dar
ſicht nach mindeſtens 360 Millionen betragen. Deshalb
jeden Fall Beſchlagnahme und gerichtliche Unterſuchung
über aus, daß die Regierung endlich die Küſtenverteidig
würden für die Herſtellung des Gleichgewichts des Staats=
In dieſem Falle treten die Vorſchriften des Spionage
ung verbeſſern wolle, die zur Aufrechterhaltung der Neu
haushalts für 1914 neue Steuern in Höhe von mindeſtens
geſetzes in Kraft
tralität des Landes nötig ſei. Seit Jahren laſſe di
360 Millionen und außerdem für die Bedürfniſſe der
-
Verteidigung alles zu wünſchen übrig. — Debaufort (Li
Zur Lunéviller Angelegenheit. In
beral) iſt der Anſicht, daß die Errichtung eines Forts bei
Kriegsverwaltung eine Anleihe von einer Milliarde
er=
der Preſſe iſt bei der Beſprechung der Lunéviller Ange
Vliſſingen weder durch die Landesverreidigung, noch
forderlich ſein
legenheit mehrfach von einem Dank der deutſchen Re
durch die Intereſſen der Aufrechterhaltung der Neutralitä
Die Bekämpfung der Opiumſucht. Der
gierung an die franzöſiſche wegen der „guten
Behand=
erforderlich ſei. Die Intereſſen der kriegführenden Mächt
radikale Deputierte Leboucg beſchloß, den Marinc
lung” der deutſchen Luftſchiffer geſprochen worden. Das
würden nicht zulaſſen, die Neutralität der Niederlande zi
miniſter ſofort nach dem Zuſammentritt der Kammer zu
urchlöchern. Wenn eine fremde Macht die niederländi
iſt eine irrtümliche Auffaſſung. Der Dank der deutſchen
chen Häfen beſetze, ſo ſei der Krieg unvermeidlich. Da
befragen, welche Maßnahmen er zu ergreifen gedenke, um
Regierung hat ſich auf die ſchnelle Freigabe des
Fort bei Vliſſingen liege alſo doch im Intereſſe der
Lan=
die in der Kriegsmarine um ſich greifende Opiumſucht zu
Luftſchiffes bezogen, und inſoweit war er berechtigt. In
desverteidigung, um die Neutralität des Hafens aufrecht
bekämpfen. Gleichzeitig brachte Leboucg einen
Geſetzes=
dieſem Punkte hat die franzöſiſche Regierung ein
Ent=
zu erhalten: Von den Beſeſtigungen bei Terneuzen un
antrag ein, wonach die Opiumhändler und die Beſitze
gegenkommen bewieſen, das Dank verdient, indem ſie au
Ellewoutsdyk habe man nichts. — Der Sozigliſt Trölſt
betonte, nach ſeiner Anſicht bedeute die Vorlage eine real
von Opiumrauchſtuben das erſte Mal zu zwei Jahrer
eine längere Zurückhaltung des Luftſchiffes verzichtet hat,
tionäre Maßnahme, welche dem Lande druckende Ver=
Gefängnis und im Wiederholungsfalle zu fünf Jahren
zu der ſie theoretiſch berechtigt geweſen wäre. Der Dank
flichtungen auferlege, nicht im Intereſſe der Landesver=
Gefängnis verurteilt werden ſollen. Falls die Schul
der deutſchen Regierung bezog ſich alſo auf dieſes tatſäch
eidigung, ſondern zur Aufrechterhaltung der Neutralitä
digen Zivil= oder Militärbeamte wären, ſo ſoll die
Ver=
iche Entgegenkommen, nicht aber etwa auf das Verhalten
was gemäß den internationalen Verträgen nicht erfor
der Lokalbehörden und der Bevölkerung. Ueber dieſen
urteilung ihre Verſetzung nach ſich ziehen.
derlich ſei. Man werde durch dieſe Vorlage die ſchöne
neutrale Lage des Landes nicht verbeſſern. Man ſpiele
die
deutſchen induſtriellen
Punkt ſind Beſchwerden erhoben worden, die noch nich
Zegen
Deutſchlands Spiel und nehme zu England eine weniger
Kledigt ſind
Mehrere Mitglieder des Gene
Unternehmungen.
freundliche Haltung ein. Der Bau dieſes Forts würde
-
Die Budgetkommiſſion des Reichs
ralrats des Departements La Manche brachten einen
Be=
inen internationalen Sturm heraufbeſchwören
tags nahm den Entwurf einer Satzung für die Land
chlußantrag ein, in dem die Aufmerkſamkeit der Re
Darauf wurde die Sitzung auf Freitag vertagt.
wirtſchaftsbank für Südweſtafrika und einen Abände
gierung auf die von Ausländern, namentlich von Deut
Vereinigte Staaten.
ungsantrag der Abgg. Dr. Braband, Graf Weſtarp, Erz
ſchen, in der Normandie errichteten induſtriellen Unter
Die Verhandlung über die neue
Tarif=
berger und Dr. Paaſche an, der den Entwurf eines
Wehr=
nehmungen gelenkt und behauptet wird, daß verſchieden
geſetzes für die Schutzgebiete enthäl
bill im Repräſentantenhauſe wurde dure
wichtige Punkte der Halbinſel Cotentin deutſchen Geſell
Underwood eröffnet, der die Bill in längerer Rede ver
Reviſion der Geſchäftsordnung des
ſchaften gehören. Die Regierung möge die Beſatzung von
preußiſchen Abgeordnetenhauſes. In der
teidigte. Er gab zu, daß die Reviſion der Tarife nach
Cherbourg verſtärken und auch ſonſt Maßnahmen treffen,
zahlreichen, in Abſtänden von drei zu drei Metern ange
zeigt die Form eines lateiniſchen T, deſſen Baſis von
ordneten, ſtraff kanelierten Säulen das tief herabgezogene
Süden nach Norden gerichtet, zugleich eine Trennung
Golfſpielplatz und Klubhaus
Ziegeldach tragen, umziehen das ganze Gebäude. Die
Ter=
zwiſchen den Golfſpielplätzen und den 25 Tennisplätzen
raſſen ſind drei Meter breit und bilden namentlich im
Som=
bildet, die hier bereits ſeit Jahren beſtanden. Durch
ge=
des Golfklubs Darmſtadt.
mer, da von ihnen aus die Spielplätze trefflich überſehen
ſchickte Ausnutzung des Geländes, das zwiſchen dem
weſt=
verden können, einen ebenſo reizvollen, wie angenehmen
lich gelegenen Golfplatz und dem öſtlich gelegener
Im November 1911 wurde, nachdem die vorbereiten=
Aufenthalt. Sie ſtellen auch gleichzeitig die Verbindun
Tennisplatz eine Differenz von minus 1,70 Meter zeigt
den Arbeiten eines proviſoriſchen Komitees, an deſſen
aller Räumlichkeiten her, ſoweit dieſe nicht eben ſchol
vurde es ermöglicht, die beiden großen Garderobenräume
Spitze Oberhofmarſchall Freiherr von Ungern Sternberg
durch Türen direkt verbunden ſind. Dem Aeußeren des
für die Tennis=Spieler= und Spielerinnen im Sockelge
tand, ſoweit gediehen waren, daß man mit poſitiven Vor=
Gebäudes verleihen die ſäulengetragenen Terraſſen ein
choß unterzubringen, das nahezu ebener Erde mit den
chlägen an die Oeffentlichkeit treten konnte, ein Golfklub
ruhig=vornehme Wirkung und rufen in dem Beſchauel
Tennisſpielplätzen zugänglich gemacht werden konnte. Alle
gegründet, deſſen vornehmſte Aufgabe die Schaffung eine
Frinnerungen an Bauten aus dem Klaſſizismus wach.
übrigen erforderlichen Räume ſind in einem Geſchoſſ
neuen modernen Heim= und Pflegſtatt dieſes ſchönen und
Der Entwurf der geſamten Bauanlage, die nach Au
untergebracht, deſſen Fußboden nur zirka 70 Zentimeter
geſunden, erfreulicher Weiſe auch in Deutſchland imme
icht hieſiger und auswärtiger Spielkenner als direkt voh
über dem Golfplatz und zirka 2 Meter über dem
Tennis=
mehr Verbreitung findenden Bewegungsſpieles ſein
bildlich für ein Klubgebäude bezeichnet wurde, ſtamm
platz liegt. Im weſentlichen ſind die nötigen Räume, wie
ſollte. Kein geringerer als des Prinzen Heinrich vor
wie ſchon bemerkt, aus dem Atelier Mahr & Mark
es der Spielbetrieb erfordert, in einer Flucht nebenein
Preußen Königliche Hoheit hatte
ſich in liebens
vort=Darmſtadt, das auch die Geſamtausführung
ander gereiht, in deren Mitte ſtellt ſich hierzu das
Herren=
würdiger Weiſe bereit erklärt, das einleitende Referat zu
und Damenzimmer
runder Summe übernommen hatte. Die einzelnen Bal
erſtatten. Wir haben über die Klubgründungsverſamm
arbeiten ſind lediglich von Darmſtädter Firmen aus=
Im Einzelnen verteilen ſich die Räume wie folgt
lung ſeinerzeit berichtet. Die Gründung des Golfklubs
eführt worden; gerade in dieſer Beziehung haben di
Im Sockelgeſchoß ſind im linken Flügel die
Damen=
war nach dieſer Verſammlung geſichert und damit waren
garderoben und Waſchräume, ſowie ein Zimme
Architekten betont, daß bei ihren ausgedehnten auswärt
auch die erſten Scheitte zur Schaffung eines Golf
für den Tenniswart; im rechten Flügel die Herrengarde
gen Arbeiten ſie durchweg nirgends derartig zum Tei
platzes in Darmſtadt getan, und ſchon im Herb
robe mit Duſchen und die Waſchräume
unter=
direkt hervorragende Leiſtungen der Handwerker angetrof
1912 konnten die Golfſpielplätze in Benutzung genommen
gebracht Der mittlere Teil iſt nur, ſoweit es die Küche
fen haben, als dies in Darmſtadt allgemein der Fall iſt.
werden. Heute ſteht auch das reizende Klubhaus
voll=
erfordert, unterkellert. Im Erdgeſchoß ſind unter=
Nachſtehende Handwerksmeiſter ſind an den
Bau=
endet da, und die ganze Anlage repräſentiert ſich ſo
gebracht die Herrengarderoben für den Golfklub mit
außerordentlich freundlich, harmoniſch und großartig, daß
arbeiten beteiligt geweſen: Maurermeiſter Fr. Voge
Duſchen und Waſchräumen, daneben desgleichen für
man wohl ſagen kann, der Golfſpielplatz in Darmſtadt
Zimmermeiſter A. Krickſer, Dachdeckermeiſter H. Weile
die Damen; ferner eine Küche mit Anrichte, die direkt
Steinhauerarbeiten Konrad Wittmann, Glaſerarbeiten
gehört zu den ſchönſten und techniſch vollendetſten Plätzen
mit dem ſenkrecht hierzu angelegten Herrenzimmer in Ver=
W. Werner, Spenglerarbeiten L Breitwieſer, Schloſſer
in Deutſchland
bindung ſteht. Die Baſis der Grundform teilt in der
Das Klubhaus
arbeiten Ph. Hillgärtner und Fr. Geyer, Eiſenkonſtruktions
Mitte ein Treppenhaus, das nach der im Dachgeſchof
arbeiten Gg. Donges, Weißbinder= und Anſtricharbeiten
Wie ein Schmuckkäſtlein von künſtleriſch intimem Rei
untergebrachten geräumigen Wohnung des Golfleh=
J. H. Schneider Nachf, Maler= und Anſtreicherarbeiten im
iſt das reizende Klubheim des Golfklubs und des Schlitt
rers
ührt. Rechts an dieſe Räume reihen ſich ein
Inneren Th. Klump, Schreinerarbeiten L. Riedlinger
ſchuhklub=Sportvereins in die herrlich ſchöne Landſchaft
Sitzungs= und Leſezimmer für den Golfklub, ſowie ein
Inſtallationen Gebr. Becker, Plattenarbeiten J. Kienzle
hineingelegt. Mit ſeinen ſattgelben Außenfaſſaden, den
Sitzungs= und Vorſtandszimmer für den Tennisklul
lektriſche Anlagen Heinr. Hartmann, Linoleumlieferun
von grauen Sandſteinſäulen getragenen Terraſſen und
(Sportverein), welch letzteres in direkter Verbindung mit
L. Alter, Terrazzoarbeiten Karl Mion, Ofenlieferung Gg
Veranden, von tief herabgezogenen roten Ziegeldächern
dem Klubraum für die Tennisſpieler ſteht. Für den
Koch, Herdlieferung Darmſtädter Herdfabrik und Emaille
gekeönt, paßt es ſich der landſchaftlich ſelten ſchönen Um
Golflehrer iſt im unteren Geſchoß eine Werkſtatt ein
werk. Spiegel und Faſettegläſer Benz und Raſt,
Tapezier=
gebung, den ſaftig grünen weiten Raſenflächen und
gerichtet, wo ſämtliche Reparaturen, auch neue
arbeiten Wilh. Hartk
Hügeln und den dieſe umſäumenden dunklen
Schläger uſw. hergeſtellt werden. Der Golflehrer vertrit
Der Golfſpielplat
Wäldern, ungemein harmoniſch an. Die
Architekten=
zugleich die Funktionen des Hausverwalters und iſt in
die Schöp
firma Mahr & Mark wort
der Lage, da er eine komfortable Küche zur Verfügung
Der landſchaftlich herrlich gelegene Spielplatz, der
ferin des Baues, hat die ihr geſtellte Aufgabe in ſeh
hat, den Spielern auch Reſtauration zu bieten Die
Aus=
der dem
Schlitt=
ein Terrain von ca. 52 Morgen, ausſchl.
geſchickter Weiſe gelöſt und iſt dabei — unterſtützt von
ſtattung der einzelnen Räume iſt mit Ausnahme der
Tennisſpielplätze
ſchuhklub=Sportverein gehörigen 25
iner Reihe tüchtiger Handwerksmeiſter — ſowohl den
Salons, die zum Teil Brüſtung, zum Teil übermalte
umfaßt, iſt in geradezu vorbildlicher Weiſe von einem der
praktiſchen Anforderungen, als auch den künſtleriſcher
Wandbeſpannung bekamen, ſchlicht, gediegen und freund
erſten Sachverſtändigen Englands, dem Sekretär eines
Pflichten gerecht geworden. Der Grundriß des Gebäudes
lich durchgeführt. Terraſſen, die mit den ſie begrenzenden
der größten Klubs in der Näbe von London, angeleg
Nummer 96.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 25. Atril 1913.
Seite 3.
abwärts, wie durch die demokratiſche Bill vorgeſehen
* Der klagende Wetterlé. Vor dem Schöffen
Teile der Karoſſerie, die total auseinandergeriſſen wurde
gericht in Kolmar ſollte am Mittwoch die Privatklage
de=
die Koſten des Lebensunterhaltes nicht ſofort vermindern
lagen weit zerſtreut, auch das ſtarke Untergeſtell wurde
Abgeordneten Wetterlé gegen die Straßburger Poſt
ver=
vürde, doch glaube er, daß dies innerhalb einer
ange=
völlig vernichtet. Der Chauffeur Geißler, der als ſehr
handelt werden. In ihren Artikeln über die Vorträge,
meſſenen Zeit geſchehen werde, nachdem die Kaufleute
ruhiger und nüchterner Fahrer geſchildert wird, flog
her=
die Herr Wetterlé im Januar d. J. in Frankreich gehalter
über die Waren verfügt hätten, die ſie unter dem hohen
hatte und die auch in Deutſchland großes Aufſehen erregt
aus und kam zwiſchen die Trümmer zu liegen. Er konnte
Schutzzolltarif eingekauft hätten. Die rechtmäßig
vor=
haben, hatte das genannte Blatt Herrn Wetterlé u. a. aud
erſt mit Hilfe von Paſſanten und des dort ſtationierten
ein feiges Verhalten vorgeworfen. Wegen dieſes
Vor=
ehende Induſtrie würde von dem offenen Wettbewerb
Oktroiaufſehers befreit werden. Die ſofort herbeigeholte
wurfes hatte Abgeordneter Wetterlé Beleidigungsklage
auf den Weltmärkten Nutzen ziehen. Gardner erwiderte
Rettungswache brachte den Bewußtloſen ins
Kranken=
auf Grund des Paragraphen 185 des Reichsſtrafgeſetz
m Namen der Republikaner. Er erklärte, daß die Re
buches erhoben. Kurz vor Eintritt in die auf 10 Uhr vor
haus, wo ein ſchwerer Schädelbruch konſtatiert
dublikaner die Macht verloren hätten, und zwar aus zwei
mittags angeſetzte Verhandlung reichte der Anwalt des
wurde
Klägers einen Vertagungsantrag ein mit der Begründ=
Gründen: erſtens hätte die Partei ſich vernünftigen Re
Der Chauffeur Dörr, der zweifellos durch ſein
ung, daß Herr Wetterlé heute an einer Fraktionsſitzung
ormen widerſetzt, und zweitens habe das Land eine
Linksfahren den Unfall verſchuldet hat, blieb unverletzt,
der Zentrumspartei in Straßburg teilnehmen müſſe. Die
Tarifreviſion gewünſcht, die viel weiter gehe, als die
Er gibt an, links gefahren zu ſein, weil er die Elektriſche
beklagte Partei meinte dagegen, es ſei in die Verhandlung
Layne=Bill. Gardner gab zu, daß die republikaniſche
einzutreten. Das Gericht lehnte den Vertagungsantrag des
überholen wollte und dadurch auch den entgegen=
Klägers ab, weil die angegebenen Gründe nicht ſtichhaltig
Partei unter die Führung einer zu mächtigen Oligarchie
kommenden Wagen erſt zu ſpät geſehen hat. Von Augen=
und außerdem das perſönliche Erſcheinen des Klägers
geraten ſei.
zeugen wird das übrigens beſtritten. D. iſt, wie wir er
wie des Beklagten weder angeordnet, noch notwendig
Die, fremdenfeindliche Geſetzgebung
ahren, wegen unvorſchriftsmäßigen Fahrens mehrfach
ei. Nun beantragte der klägeriſche Anwalt, die beider
aliforniens. Präſident Wilſon richtete an den
Schöffen wegen Beſorgnis der Befangenheit abzulehnen,
mit dem Strafgeſetz in Konflikt geraten. Vom
Polizei=
weil ſie beide Altdeutſche ſeien (der eine iſt Badenſer, der
Gouverneur von Kalifornien, Johnſon, die telegraphiſche
amt war ihm bereits ſeit einiger Zeit der Droſchken
andere Rheinländer von Geburt, beide ſind ſeit 1871 im
Infrage, ob die gegen die Fremden gerichtete Geſetzgebung
fahrſchein entzogen worden. Durch das
Lande) und weil in altdeutſchen Kreiſen eine Animoſität
richt ſo lange zurückgehalten werden könnte, bis der
Kreisamt war ihm auch der Automobilfahr
gegen Herrn Wetterlé beſtehe
(!) Das Gericht zog ſid
Staatsſekretär Bryan perſönlich nach Kalifornien käme
chein entzogen. Doch hatte D. hiergegen Rekurs
zur Beratung dieſes Antrages zurück. Als Ergebnis
ver=
um den Standpunkt der Bundesregierung klarzuleger
kündete der Vorſitzende den Beſchluß auf Ablehnung des
eingelegt, der noch nicht entſchieden war, ſo daß er noch
Antrages, weil dieſer nicht begründet ſei. Dagegen wandte
und die Beilegung der Streitfrage dringlich zu betreiben
in der Lage war, Kraftwagen zu ſteuern und für der
der klägeriſche Anwalt das von der Prozeßordnung gebo
Der Gouverneur von Kalifornien telegraphierte an Wil=
Autodroſchkenbeſitzer Fiſcher Privatfuhren auszuführen
tene Mittel der ſofortigen Beſchwerde an. Infolgedeſſen
on, die Anweſenheit des Staatsſekretärs Bryan in Kali=
Dörr iſt alsbald nach Feſtſtellung des
vurde die
Verhandlung dann auf unbeſtimmte Zeit
ver=
ornien ſei der Legislatur genehm. In diplomatiſcher
Ta
tbeſtandes in Haft genommen worden.
tagt.
Preiſen gibt man offen der Meinung Ausdruck, daß das
Die Trümmer der Wagen blieben liegen, bis Polizei
Verfahren Wilſons Japan befriedigen werde
und Staatsanwaltſchaft zur Stelle waren. Es wurd
Stadt und Land.
zur ſpäteren Unterſuchung die Unfallſtelle mit den Trüm=
Darmſtadt, 25. April.
mern auch photographiert.
* Der Fall Anton von Werner. Gegenüber
Der Chauffeur Geißler war geſtern abend noch
Ein ſchwerer Automobilunfall.
er Behauptung, daß die Kollektivausſtellung der patrio
bewußtlos.
ſchen Gemälde Anton von Werners an dem Widerſpruck
Geſtern nachmittag 1¼ Uhr rannten auf der
des Auswärtigen Amtes geſcheitert ſei, wird feſtgeſtellt
g. Kriegsgericht. Der ſchon mehrfach, auch weger
Breiten Allee an der Kreuzung am neuen
Bahn=
aß das Auswärtige Amt mit dieſer Angelegenheit nichts
Diebſtahls, vorbeſtrafte Füſilier Aßmuth vom
Leib=
hof zwei Autodroſchken aufeinander. Der
Chauf=
t tun gehabt habe. Da auch Herr von Werner erklärt,
garde=Regiment Nr. 115 hatte ſich geſtern wegen
Rück=
daß er erſt jetzt aus der Mitteilung der Norddeutſchen All
feur des einen Wagens wurde ſchwer ver
allsdiebſtahls vor dem Kriegsgericht der 25. Divi
emeinen Zeitung erfahren habe, daß von den 24 Bildern
letzt von der Rettungswache nach dem
Städti=
ſion zu verantworten. Der Angeklagte hatte einem
Ka=
einer Liſte 22 ausgewählt worden ſeien, ſo kommen hie
chen Krankenhauſe gebracht, während der ander
meraden ein Kommißbrot entwendet und dieſes verkauft
eſichtlich nur Irrtümer und beleidigtes
künſtleriſche=
um den Erlös zur Fahrt vom Truppenübungsplatz nach
Fahrer mit dem Schrecken davonkam. Beide
mpfinden, keineswegs aber politiſche Rückſichten in Be=
Darmſtadt zu benutzen. Das Gericht verurteilt ihn zu
Wagen wurden ſtark demoliert
tracht, und der ganze Entrüſtungsſturm war
gegen=
drei Monaten Gefängnis und Verſetzung in die
andslos
St.
Der Musketie:
Schon oft iſt von Paſſanten beobachtet und gerügt
zweite Klaſſe des Soldatenſtandes. —
Wittenborn aus Schwelm, vom Infanterie=Regimen:
* Die gemaßregelten Abgeordneten vor
worden, daß die Automobile, in erſter Linie die Auto
Nr. 116, hatte ſich wegen unerlaubter Entfernung
em Reichsgericht. Vor dem zweiten Strafſenat
droſchken, die zum Bahnhof fahren, oft ein raſendes
und Widerſtandes zu verantworten. Der Angeklagte
des Reichsgerichts fand die Reviſionsverhandlung in dem
Tempo einſchlagen. Solange ſich die Kraftwagen auf der
war unter Ueberſchreitung ſeines Urlaubs nach Schwelm
Prozeß gegen die ſozialdemokratiſchen Abgeordneten des
breiten, überſichtlichen Straße befinden, iſt das ſchließlick
zu ſeinen Eltern gefahren, wo er auf Anfrage ermittel
ſreußiſchen Landtages Borchardt und Leinert ſtatt
wurde. Bei ſeiner Feſtnahme widerſetzte er ſich dem
Be=
noch zu entſchuldigen, denn die Zeit iſt eben koſtbar.
die am 28. September 1912 vom Landgericht Berlin weger
amten und ließ ſich Beſchimpfungen desſelben zuſchulder
Hausfriedensbruchs und Widerſtands gegen die Staats
Den Führern der Wagen aber erwächſt die Pflicht, doppel
kommen. Der ſchon vorbeſtrafte Angeklagte wird unter
ewalt zu 100 bezw. 50 Mark Geldſtrafe verurteilt wor
vorſichtig zu ſein und genau die beſtehenden Vorſchriften
Verſagung mildernder Umſtände zu drei Wochen
Ge=
den ſind. Die beiden Angeklagten waren zu der
Verhand=
einzuhalten, namentlich, wenn die Elektriſche fährt und
ängnis verurteilt
lung ſelbſt nicht erſchienen; ſie ließen ſich durch die
Rechts=
beim Einbiegen in den Bahnhofsplatz. Die Außeracht
Vom Großh. Hoftheater. Am Samstag findet die
atwälte Dr. Heinemann, Dr. Haaſe und Dr. Wolfgang
Erſtaufführung des neueſten Werkes von Ernſt v.
Wol=
heine vertreten. Die Reviſion ſtützte ſich im weſentlichen
laſſung dieſer Vorſchriften hat geſtern zu einem folgen
zogen „Eine fürſtliche Maulſchelle” ſtatt. Elſa
darauf, daß der § 64 der Geſchäftsordnung des
Abgeord=
ſchweren Unfall geführt. Der Chauffeur Geißler vor
Laura von Wolzogen, die Gattin des Dichters, wird in
netenhauſes, auf den ſich der Präſident Freiherr v. Erffa
der Automobilzentrale Wagner kam mit ſeiner
Auto=
der Hauptrolle der Margarete von Schellendorf als Gaſ
berufen hatte, als er den Abgeordneten Borchardt von
droſchke vom Bahnhof und wollte, vorſchriftsmäßig rechts
erſcheinen. In den übrigen Rollen ſind beſchäftigt die
der Sitzung ausſchloß und gewaltſam durch Polizeibeamte
Damen Berka, Müller, Gothe und Heumann und die Her
fahrend, in die Breite Allee einbiegen, als ihm auf dieſer
entfernen ließ, rechtsunwirkſam ſei und gegen die
preu=
ren Heinz, Hacker, Baumeiſter, Jürgas, Riechmann,
ßiſche Verfaſſung verſtoße, die den Abgeordneten di
in ſchnellem Tempo der Chauffeur Dörr des Herrt
Weſtermann und Jordan. Die ſzeniſche Leitung hat Herr
Imnmunität zuſichere und einen zeitweiligen Ausſchluß
Fiſcher entgegenkam, und zwar entgegen der Vorſchrift
Hacker. Die Vorſtellung fällt im Abonnement auf den
eimes Mitgliedes von den Sitzungen nicht vorſehe.
Wei=
auf der linken Seite der Straße. Wie das in ſol=
Buchſtaben A. Am Sonntag wird „Lohengrin” als
er wurde in der Begründung ausgeführt, daß zu Unrech
hen Fällen meiſtens der Fall iſt, wollte im letzten Mo
161 Abonnementsvorſtellung, Buchſtabe C 40, in Szen=
Haausfriedensbruch angenommen ſei, da Borchardt nicht
gehen. Wilhelm Fenten vom Hof= und Nationaltheater
nur das Recht, ſondern auch die Pflicht gehabt habe, an
ment der falſch Fahrende wieder die rechte Seite der
in Mannheim ſingt als Gaſt den König Heinrich. Det
den Verhandlungen weiter teilzunehmen. Außerdem käme
Straße gewinnen, während Geißler, um den Zuſammen=
Beginn iſt auf 6 Uhr angeſetzt. Montag wird „
Oedi=
eventuell in Betracht, daß der Präſident des
Abgeordneten=
ſtoß zu vermeiden, ſein Auto herumriß. So war ein Zu
zum erſten Male wiederholt
auſes nicht zur Stellung eines Strafantrages
berechtig=
pus”
ammenſtoß unvermeidlich. Er erfolgte mit furcht=
—
Saalbautheater. Heute Freitag und mor
gweſen ſei, da er nicht der Eigentümer des Hauſes ſei
gen Samstag abend finden die zwei
Abſchieds=
barer Wucht. Dem Adlerwagen des Herrn Fiſcher
bra=
in Widerſtand liege gleichfalls nicht vor, da die Polizei
aufführungen der dreiaktigen Berliner
Operetten=
in dieſer Sache nicht zuſtändig ſei. Der Reichsanwal
chen die Vorderräder und die Vorderachſe, auch die
poſſe „Autoliebchen” im Saalbautheater ſtatt. Es
Rüchter führte in einer mehr als zweiſtündigen Rede aus,
Karoſſerie wurde beſchädigt, ebenſo die Schutzbleche uſw
können infolge anderweitiger Verpflichtungen nur noch
daß er ſämtliche Reviſionsanträge für unbegründet halte:
Noch viel ſchlimmer erging es dem Opelwagen des Herrn
dieſe zwei Vorſtellungen ermöglicht werden, und ſind
et beantragte Verwerfung der Reviſion. Nach 5½ſtündi=
Wagner, dem der andere direkt in die Flanke gefahrer
dies die einzig autoriſierten Gaſtſpiele des Berliner
Ver=
ger Verhandlung vertagte der Gerichtshof die Verkün
lages. Nach Schluß der beiden Aufführungen iſt keine
Ge=
digung des Urteils auf den 6. Mai.
war. Er wurde vollſtändig zertrümmert
den Leiter eines Kunſtinſtituts iſt es gewiß keine
Kleinig=
rorden. Der Platz liegt im Süden der Stadt, am ſogen
Die achte Bahn iſt 240 Meter lang und die neunte
eit, eine Vortragsfolge, die ebenſo den verwöhnten
Böllenfalltor, und iſt ſüdlich und öſtlich vom Walde
ein=
ürzeſte, nur 140 Meter. Doch bietet dieſe mit zahlreichen
Kunſtanſprüchen der Zuhörerſchaft, wie den
verſchieden=
gerahmt. Er iſt vom Zentrum der Stadt aus mit der
um das Grün angelegten Hinderniſſen dafür die meiſten
artigen Fähigkeiten und augenblicklichem Ausbildungs
elektriſchen Bahn in 10, vom Bahnhof aus in 20 Minuten
und größten, für den Spieler aber reizvollſten Schwierig
grade der Studierenden zu entſprechen vermag,
zuſammen=
erreichen. Grund und Boden waren nach Anſicht her
keiter
zuſtellen. Auf alle einzelnen Leiſtungen einzugehen,
vo rragender Sachverſtändiger für die Spielanlagen
Innerhalb der neun Löcher liegen das Klubhaus und
vürde bei dem 22 Nummern umfaſſenden Programm zu
eſſonders geeignet, da ſie ſtets trocken und daher zu allen
die 25 Tennisſpielplätze. Die geſamte Anlage iſt, ſowei
weit führen; indeſſen konnten bei den älteren
vorgeſchritte=
ahreszeiten ſpielbar ſind
nicht der dichte Wald eine natürliche Grenze bildet, von
nen Schülern, die wir ſchon im Vorjahre gehört hatter
hohem Drahtzaun umgeben. Alles, die herrliche Lage des
Der Spielplatz umfaßt neun Löcher. Die einzelnen
verſchiedene Fortſchritte feſtgeſtellt werden, vor allem bei
Platzes und deſſen techniſch hervorragende Geeignetheit,
Bahnen ſind wohl aneinandergereiht, jedoch alle verſchieder
den Damen. Bei den Herren, von denen möglicherweiſ
die bequeme und praktiſche Einrichtung des ſchönen Klub
gellegen und verſchieden angelegt, ſo daß jede Bahn ein
einige daran denken könnten, die Sangeskunſt zum Beruf
hauſes einen ſich hier zu einem geradezu idealen Aufent
indere Beleuchtung, ein anderes Grün und andere
Hinder=
zu erwählen, darf eine ſtreng unparteiiſche und
gewiſſen=
halt für Golfſpieler. Der Golflehrer C. Culling, der
eben=
iiſſe hat: alſo landſchaftlich, wie auch für das Spiel imme
hafte Kritik es nicht unterlaſſen, einſtweilen davor zu
war=
falls von dem vorerwähnten engliſchen Klub ſtammt, iſt
aue Reize ſich eröffnen. Der erſte Abſchlag iſt unmittel
ten, vorzeitig einen feſten und ſicheren erwählten Beru
ein tüchtiger Lehrer und verfertigt und liefert Schläger
bar am Klubhaus angelegt, und das letzte Loch iſt wieder
aufzugeben, ehe die noch vorhandenen Unfertigkeiten Le=
und Bälle von vorzüglicher Beſchaffenheit
unt ganz nahe bei dem Klubhaus, ſo daß von dieſem das
iegt ſind und namentlich das rhythmiſche Empfinder
Se. Kal. Hoheit der Großherzog hat ſofort
Spiel ausgeht und endet. Grund und Hinderniſſe ſind
ordentlich gefeſtigt iſt; ohne dieſes iſt bei dem heutiger
nach der Gründung des Klubs das Protektorat
über=
nach den neueſten Erfahrungen angelegt und bieten ſowohl
Stand der Tonkunſt ein dauerndes befriedigendes Aus
nommen, und auch die Frau Großherzogin iſt
als=
dem Anfängern, wie den geübteren Golfſpielern vortreff
üben derſelben ganz ausgeſchloſſen. Nächſtdem iſt der
rich=
bald dem Klub beigetreten. Die hohen Herrſchaften haben
iche Spielgelegenheit. Die erſte Spielbahn iſt 250 Meter
tigen, ſchönen und deutlichen dialektfreien Ausſprache
den Spieplatz des öfteren beſucht. Neuerdings hatder Groß
arig, auf 80 Meter vom Abſchlag erheben ſich drei lang
herzog auch genehmigt, daß der Golfklub die Bezeichnunc
peinlichſte Sorgfalt zuzuwenden. Dagegen läßt das ſolide
gekragene Wälle
als Hinderniſſe; das Loch be=
und ſchöne Stimmaterial und der Eifer der jungen
Großherzoglicher Golſklub” führen darf. und die jüngſ
ſin det ſich in einem glatten, nur etwas erhöht an=
Sänger hoffen, daß durch gewiſſenhaftes Studium bei der
abgehaltene Generalverſammlung beſchloß darauf, der
llegten Grün, dicht am Walde von dem wenige Meter
vorzüglichen Geſangsmethode des Herrn Joachim auch
Tite
chts der Abſchlag der zweiten Bahn liegt. Dieſe iſt 200
nach dieſer Seite hin noch recht gute Erfolge erzielt wer=
Großherzoglicher Golfklub Darmſtadt
leeter lang und iſt ebenfalls mit Wällen und Sand
den können. Recht hübſch waren die Leiſtungen von Frl.
rääben verſehen. Hier iſt das Grün in
anf
zu führen. Die Generalverſammlung beſchloß weiter, die
Kümmel, Kinne und Specht, welche Opernſtücke aus
ſen-
Wellenhügeln angelegt. Die 150 Meter lange
Herren Geh. Rat Wilbrandt=Darmſtadt, Ernſt Gul=
„Hänſel und Gretel” „Freiſchütz”, „Figaro” „Waffen
hritte Bahn, die wieder bis an den Waldrand führt, biete
den=Leipzig zu Ehrenmitgliedern zu ernennen. Ein reger
ſchmied” und andere ſangen. Schwieriger ſind Wagners
hrei neben= und hintereinander angelegte Hinderniſſe be
Sportbetrieb wird entfaltet. Wettſpiele ſind vorgeſehen
Operngeſänge, bei denen der muſikaliſche Ausdruck vom
tehend in drei Sandgruben und Halbkreishügeln, dich
ür den 18., 19. und 20. Mai und für Ende September. Für
zeniſchen Bild beſtimmt wird. Mit guter Altſtimme
on dem „Grün” das ebenſo wie die der folgenden
den Herbſt ſoll ein Meiſterſpieler von Baden=Baden nack
ang auch Frl. Landzettel Mendelsſohns „Zarathuſtralied‟
Spielbahn hügelig angelegt iſt. Noch etwas ſchwierige
hier eingeladen werden
das aber doch eigentlich nur für den Vortrag durch eine
ind die Hinderniſſe geſtaltet in der vierten Bahn, die eben
M. St.
Darmſtadt, Ende April 1913
Männerſtimme paßt. Herrn Sulzmann lag Mendels
alls 150 Meter lang iſt und außer den Sandlöchern und
ſohns „Kanzlerlied” weit beſſer, als die „Allmacht” von
bigeln eine Waſſergrube aufweiſt. Die längſte 300 Meter
Schubert. Herrn Wilhelms hübſche Stimme erfreute in
amge fünfte Spielbahn führt gewiſſermaßen um die Ecke.
Geſängen aus „Walküre” und „Lohengrin” Abwechſelung
s= war deshalb hier die Anbringung eines Richtungs=
Konzerte.
in die Vortragsordnung hatten die Operettenpiecen aus
ähnchens erforderlich, da eine leichte Krümmung des
„Prima Ballerina” „Graf von Luxemburg”, „Grigri” aus
mm. Im Kaiſerſaale fand am Mittwoch ein Vor
Laldrandes zunächſt Loch und Grün faſt unſichtbar macht
Modell” von Suppé, ſowie eine Arie der ſchönen He=
Zu=
tragsabend der Bruno Joachimſchen
Ge=
einer kleinen Erholungspauſe zwingt ſodann der
lena, gebracht. Fräulein Wilhelmine Eichner, die auch
angsſchüler ſtatt, der im ganzen recht befriedigend
wiſchen dieſer und der ſechſten Bahn liegende Wald durch
bereits in der Praxis tätig war, erwies ſich damit als
verlief. Nur der allzulangen Ausdehnung derartiger Ver
em ein 300 Meter langer Spazierweg zum Abſchlag der
eine gewandte Soubrette, und ihre Vorträge wurden mit
anſtaltungen wäre für die Zukunft zu widerraten; wei
iechſten Bahn führt. Dieſe und die ſiebente Bahn liegen
wärmſtem Beifall aufgenommen. Dem verdienten Leiter
alsdann auch dem begeiſterten Muſikfreund die erforder
arallel. Sie ſind 200 Meter lang und bieten neben der
der Geſangsſchule Herrn Joachim wurde ein prächtiger
iche Aufnahmefähigkeit gerade für die beſten Leiſtungen,
ingelegten Hinderniſſen durch Sand und Waſſergräben uſw
Lorbeerkranz überreicht.
welche diesmal an den Schluß geſtellt waren, fehlt. Für
och ein natürliches, durch ein vorhandenes Spargelfeld.
Nummer 96.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 25. April 1913
Seite 4.
Arbeiter auf den Kopf fiel wodurch dieſer eine
geſehen von der Handlichkeit des Vertrages iſt die Be
legenheit mehr gegeben, dieſe Operette mit ihren popu=
Gegen 10 Uhr ſtürzte Eck
ſtarke Wunde davontrug.
rutzung dieſes Büchleins ſchon dadurch empfehlenswert
lären Melodien zu ſehen und zu hörer
Heinrichſtraße und Grünerweg ein Weißbinderlehrlingſ
aß das Büchlein neben dem Mietvertrag das Orts=
Schulgärten. Die Stadt mädchenſchule I
unglücklich von ſeinem Rad, daß derſelbe eine Gehirn
tatut der Räumungsfriſten und mehrere Blätter Zins=
(Rundeturmſtraße) hat bekanntlich ſeit dem Monat Mai
erſchütterung erlitt. In allen Fällen wurden die
quittungen, durch die auf überſichtliche Weiſe die Miet=
1911 Gartenarbeit für ihre Schülerinnen
Verletzten durch die Rettungswache mittels
Krankenkraft=
zinſe quittiert werden können, enthält. (Es iſt nur
be=
eingeführt, die nach mehr als einer Richtung hin als
wagens in das Städtiſche Krankenhaus verbracht,
remdend, daß der Hausbeſitzer=Verein
Darm=
durchaus vorteilhaft für die Mädchen ſich erwieſen hat
ſtadt dieſes Büchlein hat in Worms drucken laſſen.
Jeden Nachmittag entwickelt ſich in dem freundlichen Gar
27
Mazdaznan=Kochkurſus. Man ſchreibt uns: Die
tengelände hinter dem Alten Schießhauſe ein lebhaftes
Quo vadis!
welche Fräulein Hedwig Ammann=
Vorträge
Treiben und fröhliche Geſichter zeigen die wahre Freude
Leipzig am Montag und Dienstag vor einer zahlreichen
Ein Triumph des Kinotheaters.
am Werden in der Natur. Dieſer Tage wurde in de
Zuhörerſchaft halten konnte, ſind mit Beifall aufgenom=
Schule ein gedrucktes Rundſchreiben an die Schülerinnen
Der Triumphzug des Kinos iſt nicht aufzuhalten. Er
men worden. Von beſonderem Intereſſe waren die
Aus=
verteilt, deſſen beherzigenswerten Worten wir folgendes
iſt in unſere Zeit hineingepflanzt worden wie ein Neues,
führungen über die Heilkraft der Nahrung bei richtige
entnehmen: „Vielfach wird erſtaunt gefragt, warum ſollen
das ohne Vergangenheit war und deſſen Zukunft, deſſe
Wahl und Zuſammenſtellung der Speiſen und über die
die Kinder im Garten arbeiten? Auf dieſe Frage ſoll in
eigentliche Beſtimmung noch ungeklärt iſt. Einſtweilen
Beziehungen zu den Temperamenten. Die gebotenen Koſt=
Folgenden eine Antwort gegeben werden. Eltern un
ſchwankt ſein Charakterbild noch von der Parteien Haß
proben ſind als ſehr ſchmackhaft befunden worden. Daß
Kinder gehen des öfteren auf Spaziergängen oder Arbeits
und Gunſt verzerrt, noch hat er gleich viele Gegner wie
bei der Art des Gegenſtandes der Vorträge ſich vornehm
gängen an Gemüſe=, Obſt= und Blumengärten vorüber
Verteidiger, aber aufhalten läßt ſich die „Kinokunſt” nich
lich Damen beteiligten, iſt ſelbſtverſtändlich; aber es iſ
Wenn dieſe ſchön in Ordnung gehalten ſind oder reichlich
in
mehr, ſie ſchreitet vorwärts, kein Gebiet iſt ihr verſchloſſnn
wünſchenswert, daß auch Herren (und Junggeſellen
Früchte tragen, dann wird in ihnen der Wunſch laut
Man mag darüber ſtreiten, ob es künſtleriſch zu
rechtfer=
größerer Zahl Anteil nehmen möchten. Hierzu bietet ſich
Hätte ich doch auch einen ſolchen Garten. Die meiſten
tigen iſt, alte Dichtwerke jeglicher Art, auch neue Romane
noch reichlich Gelegenheit, indem die Vorträge am Freitag
Eltern der Kinder, die unſere Schulen beſuchen, haben
zu kinotiſieren. Wenn es ſo geſchieht, wie in der neueſten
den 25. und Samstag, den 26. April, fortgeſetzt werden
weder eigenes noch Pachtland. Ihre Kinder haben des
Senſation der Filmkunſt, dem neueſten Werk Henril
(Näheres in der Anzeige.)
halb keine Gelegenheit, Gartenarbeit und Gartengewächſ
die Tragödie einer
Liederabend. Man ſchreibt uns: Vor geladenen
Sienkiewicz’ „Quo vadis‟.
kennen zu lernen. Wer aber niemals Gartengewächſe
auf=
untergehenden Welt, in 6 Akten, ſo iſt es ohne aller
Kreiſe fand in der Aula der Landesbaugewerkſchule ein
zieht, ſie nicht hegt und pflegt, nicht erfährt, wie Sonnen
Zweifel von kulturhiſtoriſcher Bedeutung
Liederabend ſtatt, veranſtaltet von Frau Dr. Julie
ſchein und Regen, Wärme und Kälte auf die Pflanzen ein
Walther=Baur, zum Beſten der Hilfskaſſe der Muſik=
Für uns ſoll hier nur die Lichtbildkunſt dieſes Films
wirken, der verliert den Zuſammenhang mit der Natur
intereſſieren. Wir hatten geſtern Gelegenheit, einer Son
gruppe, der ſo viel Schönes bot und von ſo viel unermüd
und ſteht ihr fremd gegenüber. Dazu kommt noch, daß di
licher Ausdauer und erfolgreichem Fleiße ſeitens der
Lei=
dervorführung des Rieſenfilms beizuwohnen und müſſer
Kinder des werktätigen Volkes durch ihre Wohnung den
terin und den Ausführenden — alles Schülerinnen Frau
geſtehen, daß wir ehrliche Bewunderung empfanden. In
geringſten Anteil an Sonnenſchein, guter Luft und Spiel
Dr. Walthers — zeugte, daß eine Beſprechung der Oeffent=
Quo vadis” iſt ein Material an Menſchen, Tieren un
plätzen haben. Nachdem die Kinder einiges gelernt haben
lichkeit nicht vorenthalten ſein ſoll. Von dem Programm
ſzeniſcher Ausſtattung aufgeboten worden, das alles Da=
und leichtere Arbeiten ſelbſtändig ausführen können, be
welches in ſeiner Zuſammenſtellung Sologeſänge, Duette
geweſene überſteigt. In vielen Szenen treten uns wahr
ginnt die Freude an der Arbeit. Mit großem Eifer wer=
Terzette und Chöre bot und das die alten Meiſter Hän
Wunder der Regiekunſt entgegen und in der Erzielung
den die Beete zurecht gemacht, gegraben und gerecht,
be=
del und Haydn ebenſo berückſichtigte, wie die neueren
möglichſt zeitgemäßer Bilder ging man bis an die Grenze
ſäet und bepflanzt, und dann beobachtet und gepflegt. Es
Brahms, Wolf, ſei nur einzelnes herausgegriffen, ſo die
des Möglichen. Die meiſterhafte Regie hat alle
Einzel=
wird gegoſſen, gejätet, gelockert und gedüngt. Der Schön=
Lieder= und Duettvorträge von Frl. B. Aßmuth und
heiten bedacht und iſt in der Auswahl der darſtellender
heitsſinn zwingt zu ſchöner Bearbeitung, der Erfolg ſchaff
Frl. E. Daab, von denen erſtere beſonders in Rezitativ
Perſönlichkeiten ſo geſchickt und glücklich geweſen, daſ
Begeiſterung. Mit welch erhabenem Gefühl zeigt da
und Arie, „Welche Labung für die Sinne” aus den Jah
niemand deplaziert erſcheint. In dem römiſchen Herr=
Kind, was es „erſchafft‟ Dieſen Gewinn für den inneren
reszeiten, ihre große Begabung und die vorzügliche
Schul=
ſcher und ſeiner Umgebung treten uns Menſchen entgegen
Menſchen darf man bei der Bewertung der Gartenarbeit
ung ihrer Stimme zeigen konnte, während Frl. Daab in
als ſeien ſie der Vorzeit entſtanden und ihre Taten ſint
nicht vergeſſen. Auf eine Seite der Gartenarbeit ſei beſon
dem Nachtſtück von Schubert eine recht ſchwere Aufgabe gut
ders aufmerkſam gemacht. Der Körper fordert zu ſeiner
glaubhaft, weil ſie die Möglichkeit, Wunder an Kraft zu
löſte. Auch die anderen Mitwirkenden gaben alle ihr
Geſundung Bewegung, Anſpannung und Stärkung der
verrichten, von ſelbſt offenbaren. Was könnte unſer
beſtes. Von erfreulicher Sicherheit und fein ausgearbeitet
Muskeln und Nerven. Dieſe Erkenntnis hat zum Sport
Theaterregiekunſt lernen in der Bewegung von Volks
waren die dreiſtimmigen Frauenchöre, von welchen „Du
geführt. In mannigfacher Ausgeſtaltung ſucht man durch
maſſen, wie ſie jubeln und ſtürmen, wie ſie in Todes
biſt’s, dem Ruhm und Ehre gebührt” von Haydn und
ihn die dem Menſchen notwendige körperliche Betätigung
urcht dem brennenden Rom entfliehen, was in der „Er
Hillers „Mailied” den Abend würdig einrahmten. Nicht
in der Arbeit zu erſetzen. Der Sport hat bei allen Geſun
ſtellung” des Gaſtmahls bei Nero uſw.
unerwähnt ſeien noch die erfriſchenden Zwiſchengaben von
den ſtets eine ſtarke Neigung zur Entartung. Gegen die
Inhaltlich dürfte der Roman bekannt ſein, den Be=
Kinder= und Volksliedern, von kleinſten und kleinen Schü=
Entartung des Spiels wird die Gartenarbeit mit
beſchei=
ſuchern wird übrigens eine kurze Inhaltsangabe ausge
lerinnen des Hofmänniſchen Inſtituts tonrein und mit ſo
denem Anteil kämpſen und der Arbeit überhaupt den
händigt. Er führt uns zurück in die Zeiten des Verfalls
hübſchem Ausdruck geſungen, daß ſie alle entzückten; ebenſo
Ehrenplatz zu behaupten helfen, der ihr im
Menſchen=
der römiſchen Herrlichkeit, in Kaiſer Neros
Schreckens=
ſehr gefielen die mehrſtimmigen a capella=Vorträge
eini=
daſein gebührt. Zuletzt ſei noch darauf hingewieſen, daſ
herrſchaft. Wir werden im Bilde Zeuge ſeiner bacchan
ger älterer Schülerinnen desſelben Inſtituts.
ſie bei allen Tätigkeiten Auge und Hand übt, und erwähnt
Zun
tiſchen Feſtgelage, ſeiner Greueltaten und der
Chriſtenver=
von
daß dieſe Arbeit einen Nutzen gewährt, der am leichteſter
Schluſſe ſei noch beſonders anerkennend Frl. M
folgungen. Erleben Gladiatorenkämpfe und grauſam
Zaberns gedacht, welche die nicht geringe Aufgabe
der
einzuſehen iſt. Was nämlich an Gemüſe gepflanzt wird
und feige Morde an Chriſten, die man einer Herde vor
bekommen die arbeitenden Kinder, ebenſo einen Teil de
Klavierbegleitung bewundernswert löſte
Löwen vorwirft. Das alles iſt ſehr geſchickt gemacht un
In
Obſtes.”
Hebbelvortrag im Volksbildungsverein.
es darf beſonders hervorgehoben werden, daß die Mord
— Bezirkskaſſe Darmſtadt. Durch höhere
Rückſicht auf die für Dienstag feſtgeſetzte Aufführung
An
taten nicht ſenſationell aufgebauſcht, ſondern mit Takt
vor=
des Huß=Oratoriums findet der Hebbelvortrag des
ordnung iſt die Mahnfriſt für das 1. Steuerziel 191
geführt werden, ſo daß ſie in keiner Weiſe abſtoßend wir=
Ee
bis zum 5. Mai 1913 erſtreckt
worden.
Herrn Eißner nicht am Dienstag, ſondern ſchon am
ken. Uebrigens hat es der Film auch fertig gebrach
können deshalb die direkten Steuerbeträge für 1913, ſowie
Montag, den 28. April, ſtatt
Chriſtus auf die Bühne zu bringen, was dem Theater
die Gewerbeſcheinſtempel bis einſchl. Samstag, der
Die Sterbekaſſe für Mitglieder des Heſſiſcher
bekanntlich nicht geſtattet iſt. Petrus verläßt voll Trauer
3. Mai l. J. an den Zahltagen innerhalb der Zahlſtunden
Landesgewerbevereins und des Verbandes deutſcher
und Furcht die Stadt, die ſeine Gemeinde vernichtete
ohne Mahngebühr bezahlt werden. Samstag, den 26
Gewerbevereine hält ihre Delegiertenverſammlung am
Doch auf der Via Appia begegnet ihm der Erlöſer ſelbſt,
I. Mts., iſt das Erhebungslokal von vormittags 8—1 Uh
Sonntag, den 27. April I. J. in König i. O., Gaſt=
Betroffen ſinkt der fliehende Apoſtel in die Knie un
haus zum „Deutſchen Hof” ab. Für das Jahr 1912 iſt
offen. Am 5. und 6. Mai I. J. bleibt es dagegen
ge=
fragt: „Quo vadis domine?‟ (Wohin gehſt du, Herr?
en.
ſchloſ
zu berichten, daß ſich die Kaſſe in ſicherer Weiſe weiter
Und traurig antwortet ihm Chriſtus: „Nach Rom, un
Sommerfahrplan Reinheim — Reichelsheim
entwickelt hat. Der Mitgliederſtand betrug am 31. De
O
zum zweiten Male gekreuzigt zu werden, denn du fliehſt
Vom 1. Mai ab verkehren auf der Strecke
Reinheim-
ember 1912: 1165, der Stand der verſicherten Kapi
von meinem Volke.‟ Da kehrt Petrus reuig nach de
Reichelsheim vier neue Züge, und zwar: Reinheim
talien am Jahresſchluſſe: 678950 Mk. Das Vermögen
Stadt des Schreckens zurück.
ab 734 vorm. und 1118 vorm. täglich, Keichelsheim an
belief ſich nach dem Kurswert auf 145111,59 Mk. und
Es iſt anzunehmen, daß „Quo vadlis” dem Union
37 vorm. und 1230 nachm. täglich, Reichelsheim ab
hat ſich im Berichtsjahr um 15060,50 Mk. vermehrt
theater eine Reihe voller Häuſer bringt.
St.
(Werktags) 510 vorm. und 900 vorm. täglich, Reinhein
Der Ueberſchuß für das Jahr 1912 beträgt 6739,63 Mk
an (Werktags) 615 vorm. und 1010 vorm. täglich. Da alle
Hiervon werden als Dividenden für alle Mitglieder
dieſe Züge in Reinheim direkten Anſchluß von bezw. nach
zwei Monatsbeiträge erlaſſen, der verbleibende Reſt
Pfungſtadt, 24. April. Ein höchſt bedauer
Darmſtadt haben, ſo bedeutet dieſe Fahrplanänderung
einem Gewinnausgleichungsfonds überwieſen, der den
licher Unfall ereignete ſich geſtern nachmittag auf den
eine erhebliche Verbeſſerung
Zweck hat, auch in weniger günſtigen Jahren einen
freien Platze, der der hieſigen Jugend zum gemeinſamen
m. Das neue Militärlazarett kommt zwiſchen
Frlaß von Monatsbeiträgen zu ermöglichen. Außerdem
Spiel, und Tummelplatz dient. Nachdem ein 10jähriger
Eſchollbrückerſtraße und Stadtallee anſchließend an die
ſteht für die dem Heſſiſchen Landesgewerbeverein an=
Junge dort mit ſeinen Kameraden gemeinſam geſpielt
Südweſtfront des neuen Proviantamtsgebäudes zu liegen.
gehörenden Mitglieder der Proviſionsvorrat mit
hatte, entfernte er ſich, ohne daß man darauf achtete. Ein
Drei Gebäude ſind bereits in Angriff genommen
920,91 Mk. zur Verfügung. Die Sterbekaſſe des Landes
geraume Zeit danach entdeckten ſeine Spielgenoſſen ihn in
Die Fundamentmauern, die auf Betonunterlage ruhen,
gewerbevereins, die ſich durch eine billige Verwaltung,
einer neben dem ſogenannten „Zinsgut” ſtehenden Ba
ſind aus roten Klinkern aufgeführt. Die Abſperrung
billigen Prämienſatz mit Dividendenbezug und günſtige
racke in einem Schaukelſtrick hängend. Bei näherem
Hinzu=
des großen Bauterrains nach den beiden Straßen
Zahlungsbedingungen auszeichnet, kann als die günſtigſte
treten fanden ſie, daß der Strick ſich um den Hals
wird mittelſt durchbrochener Mauer und Stabeiſen
Verſicherungsgelegenheit für Mitglieder deutſcher Ge
des Kameraden gewickelt hatte. Da de
geländer hergeſtellt. Die Mauern und Pfeiler ſind aus
werbevereine angeſehen werden. Die Mitgliedſchaf
Knabe kein Lebenszeichen mehr gab, holten ſie
behauenen melierten Sandſteinen errichtet. Nach der Süd
önnen erwerben dem Verbande deutſcher Gewerbe
benachbarte Leute herbei, die ihm aber keine Hilfe meh
weſtſeite des Gebietes, nahe der Main=Neckarbahn, ſperrt
vereine angehörende geſunde Perſonen
welche das
bringen konnten. Man nimmt an, daß unvorſichtige
eine ziemlich hohe zwiſchen Eiſenrahmen ausgegoſſene
20. Lebensjahr vollendet und das 50. Lebensjahr noch
Hantieren mit dem Spielzeug den Tod des Knaben her=
Zementmauer den Platz ab. — Das neue Proviant
nicht überſchritten haben.
beiführte.
amt iſt im Rohbau längſt fertig. Der innere Verputz
gs. Unfälle. Geſtern nachmittag gegen halb 4 Uh=
Gernsheim, 24. April. Eine Reihe wichtigel
Türen, Fenſter und die Böden ſind noch auszuführen. —
kam in einer Maſchinenfabrik in der Landwehrſtraße ein
Einrichtungen beſchäftigt ſoeben unſere Gemeinde
Gegenüber dem neuen Militärlazarett wird eine ſehr
Schloſſer mit dem rechten Bein in eine Blechwalze und zog
verwaltung; neben dem Erlaß einer Ackerverordnung, der
geräumige Wagenhalle für die Artillerie
her=
ſich eine ſchwere Schenkelquetſchung zu. —
Geſtern
Errichtung einer Fohlenweide und Einführung eine
geſtellt. Die Grundmauern kommen eben in Weghöhe.
nacht gegen 1 Uhr entſtand in der Chemiſchen Fabrik von
neuen Marktordnung für den Jungſchweinemarkt iſt auck
Mietvertrags=Formular. In der Geſchäftsſtell
E. Merck durch Kalkſtickſtoff eine Exploſion, wodurch
angeregt, daß ſich die Stadt erneut um Erlangung einel
des
Allgemeinen Hausbeſitzer=Vereins,
zwei Arbeiter Brandwunden im Geſicht da=
Garniſon bewerbe. Außerdem iſt die Errichtun
Rheinſtraße 4, I, iſt unentgeltlich ein Mietvertrag in
vontrugen. — Geſtern vormittag gegen 9 Uhr
verun=
eines Schulbades geplant
Buchform zu haben, der gegenüber dem bisherigen
W
glückte in einer hieſigen Maſchinenfabrik ein Arbeite
Gernsheim, 24. April. Der Gemeinderat hat ein
Vertragsformular verſchiedene Vorteile aufweiſt.
Ab
dadurch, daß an einem Kran eine Kette riß und dem
erneute Eingabe um eine Garniſon gemacht
des Geſchmacks, traurig die Tatſache, daß es kein
Publi=
muten könnte. Und das einzige, was daran nett un
um gibt, ſolche Machwerke abzulehnen, da es doch an
Saalbau=Theater.
nicht ohne Grazie iſt, Das haben die Mädchen ſo gerne”
dererſeits ſelbſt gegen offenbar ehrlich gemeinte Dichter
iſt, ſeitdem es geſchrieben wurde, ſo oft durch Gaſſen unſ
Autoliebchen.
arbeit erbarmungslos ſein kann. Traurig, wenn man
Goſſen gezogen, daß ſchon viel dazu gehört, es immel
nicht Sarkasmus genug beſäße, über die Tatſache ſic
wieder hören zu können. Zugegeben mag immerhil
Uns Darmſtädtern bleibt aber auch nichts erſpart
hinwegzuſetzen in der Ueberzeugung, daß letzten Endes
werden, daß die flotte Marſchmuſik ſehr geſchickt zuſam
wir müſſen nun endlich auch das „Autoliebchen” über uns
doch der den Schaden hat, der ſo oberflächlich und un
mengeſtellt iſt und hin und wieder faſzinierend wirkt.
ergehen laſſen Seit Wochen, Monaten, oder ſind’s gar
gerecht urteilt, der Moloch Publikum.
Die Aufführung war gut, in Einzelheiten ſo
ſchon Jahre, ſingen und pfeifen die Bäckerjungen mit der
Das „Autoliebchen” iſt das ſchwächſte der Stück
gar ſehr gut, wenn auch kaum einer vom ganzen En
Schulbuben um die Wette, daß es die Mädchen ſo gern
gleichen Genres die die letzte Schöpfungsepoche aus die
emble ſingen kann. Durch pikantes, reizvolles Spiel und
haben, und es war eine ſo ſchöne Illuſion, nicht zu
ſem Gebiete uns gebracht. Dabei iſt der eigentliche Vor
durch ihre anmutige, kapriziöſe Perſönlichkeit entzückt
wiſſen, was denn nun eigentlich die Mädchen ſo gerne
wurf im Libretto nicht einmal undankbar. Daß ein ver
Frl. A Reinhardt=Berlin als Priska von Erdödk
haben; man konnte ſich ſo viel und ſo Schönes darunte:
liebter neugebackener Ehemann direkt nach dem Standes
die in jeder Beziehung ihre Aufgabe löſte und wiederholt
vorſtellen, aber es hat nicht ſollen ſein. Die ſchöne Illu
amt erfährt, daß ſein Weibchen vor Jahresfriſt zum Kar
mit Recht den ſogenannten „ſtürmiſchen Beifall” erntete
ſion wurde grauſam zerſtört durch die Wirklichkeit! Es
neval mit einem Trompeter von Säkkingen eine intime
Nach ihr darf Frl. Elſe Jüngling als Fifi genann
geht nun auch hier über die Bretter, das „Autoliebchen”
Autofahrt gemacht hat und ſich ſchließlich herausſtellt, daß
werden, die früher unſerer Hofbühne angehörte, und
die große Operettenpoſſe mit Geſang und Tanz in 3 Akter
er ſelbſt dieſer Trompeter in Maske geweſen iſt, ſeine
Frl. Elſe Müller von Wiesbaden als Rely, die beide
von Jean Kren. Geſangsterte von Alfred Schön
Frau alſo mit ihm ſelbſt beinahe die eigene Ehe gebrochen
ihre Aufgaben ebenfalls richtig erfaßt hatten und durch
feld, Muſik von Jean Gilbert, Orcheſter: Muſik
hat, noch ehe ſie geſchloſſen, iſt immerhin ein Thema, das
routiniertes Spiel wirkten. Auch Frl. Waldte (Thereſe
korps: Inf.=Regt. Nr. 115, Regie: Emil Steger
ich für eine Poſſe oder Operette oder auch Operettenpoſſe
Wald?) entwickelte als Aurelie Werkentheim viel Humor
Dirigent: Herr Kapellmeiſter S. K. Eglauer, wie der
wirkſam verarbeiten läßt, vorausgeſetzt, daß der oder die
im Spiel und wußte, ohne zu übertreiben, die Pointen
Spielzettel groß und vielverheißend ankündigt
Und
„Dichter” die dieſe Verarbeitung reizte, wenigſtens über
wirkſam zu unterſtreichen. Im Spiel, nicht aber im Ge
der Saalbar war faſt ausverkauft. (!) Es iſt eine Tat
ein Mindeſtmaß von Geiſt oder Witz verfügen. Das aber
ang, waren die Herren, ſoweit ſie Solopartien zu
er=
ſache, die nicht oft genug feſtgenagelt werden kann, daf
iſt bei den obengenannten Herren ebenſowenig der Fall
ledigen hatten, ſehr gut. Vor allem Herr
Conrad=
die Theater leer bleiben bei Aufführungen unſerer
Klaſ=
als bei dem Komponiſten, der das Machwerk vertonte
der als Lindenſchmidt jeder Situation ſich gewachſer
iker, und daß unſere lebende Generation ehrlicher Dichter
Wenigſtens läßt das „Autoliebchen” die genannten
ſchö=
zeigte und oft mehr Lacherfolg hatte als das ganze Stüc
ſich mit ein= oder zweimaliger Wiederholung begnüger
nen Dichter= und Komponiſteneigenſchaften völlig ver
Den Weinreiſenden Triebler ſpielte Herr Fiſcher, der
müſſen, während der Unſinn der uns neuerdings in faſt
miſſen. Es iſt ein Sammelſurium von Trivialitäten und
ungariſchen Weinhändler Somoſſy Herr Stiefen
widerlicher Fülle aufgetiſchten Operetten und Poſſen nich
Banalitäten und an den Haaren herbeigezogener Situc
hofen und den Rönnekamp Herr Roſée. Das
Publi=
groß und banal genug ſein kann, um hunderte von
Auf=
tionskomik, zu der die Muſik durchaus paßt. Mit pein
kum klatſchte lebhaft Beifall, ſo daß der äußere Erfolg
führungen zu erleben.
Wahrhaftig, es könnte traurig
lichſter Sorafalt hat der Komponiſt jeden Tonſatz, bei
ein ſogenannter „durchſchlagender” war.
St
ſtimmen ob ſolchen Niederganges der Kunſt, mehr nod
nahe jede Note vermieden, die irgendwie oriainal an=
Nummer 96.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 25. April 1913.
Seite 5
Groß=Gerau, 24. April. Einem Schwindler
ge=
bis zur höchſten Inſtanz herbeizuführen. — Der Komman=
Otterndorf, 23. April. Der „Imperator” iſt heute
lang es wiederum, eine Anzahl Bewohner unſeres
dant der Feuerwehr Oppenheims teilt mit, daß die Lehrer
nachmittag um halb 2 Uhr auf dem Liegeplatz bei
Alten=
alljährlich eine Inſtruktionsſtunde mit=
Kreiſes hineinzulegen. Ein gewiſſer Georg Müller
ruch, oberhalb Kuxhaven, angekommen
machten, alſo nur einmal im Jahre ſich ihres Dienſtes ent
aus Semd, ſeither in Wiebelsbach wohnhaft, ſpielte ſich
Poſen, 24. April. Bei einer geſtern nachmittag au
ledigen ſollten.
als Reiſender auf Dauerwäſche auf und nahm
Beſtellun=
dem Truppenübungsplatz Neuhammer von
gen auf ſolche entgegen, die ihm auch in verſchiedener
Oppenheim, 24. April. Eine aufregende Mar
dem Pionierbataillon Nr. 5 in einer Kiesgrube abgehal=
Orten zuteil wurden. Wenige Tage ſpäter erſchien er
derjagd gab es geſtern nachmittag am öſtlichen
Stadt=
tenen Uebung mit Handgranaten ereignete ſich ein
ſchwe=
vieder bei den Beſtellern und gab vor, die Wäſche lagere
usgang nach dem Wäldchen zu. Der Hund eines Spa
rer Unglücksfall. Trotz aller Vorſichtsmaßregeln
bereits im Bahnhof Darmſtadt. Um ſie anlöſen zu
ziergängers hatte in einem Steinhaufen einen hier ſelten
rplodierte beim Wurf einer Granate dieſe in der
können, erbat er ſich einen Vorſchuß aus, der
vorkommenden Marder aufgeſpürt, der alle Nahekommen
Hand des Vizefeldwebels Schmidt und verletzte die in der
ihm auch gewährt wurde. Natürlich blieb die Wäſche
den wild anfauchte. Als man ihm auf den Leib rücken
Kiesgrube ſtehenden Perſonen. Leutnant Katterus
aus und der Herr Reiſende ließ ſich nicht mehr ſehen! In
wollte, gab er ſein Verſteck auf und flüchtete auf einen
wurde getötet; Pionier Kühn lebensgefährlich, Ober=
Kreiſe Dieburg kam der Schwindler an einen Unrechten,
naheſtehenden hohen Baum. Ein Mann kletterte auf der
eutnant der Reſerve Müller, Leutnant Dahmen und der
der ſeine Verhaftung veranlaßte. — Ein raffinierte:
Baum, um den Marder herunterzutreiben. Doch dieſer
Vizefeldwebel Schmidt leicht verletz
Streich kam, wie jetzt erſt bekannt wird, auf dem vor
wohl ahnend, was ihn erwarten würde, kletterte in die
Toulon, 24. April. Heute nacht drang ein
Ein=
etzten Ferkelmarkt hier vor, dem ein Nauheimer
Land=
äußerſte Spitze, wo er ſchließlich abgeſchüttelt wurde und
brecher in den Torpedobootszerſtörer „Lan
virt zum Opfer fiel. Derſelbe hatte ſeine beiden
niederſtürzte, um betäubt liegen zu bleiber
quennet” und erbrach die Kabine des Kommandanten.
etzten Ferkel für 76 Mark an eine Frau ver=
Gimbsheim, 24. April. Ein alter hiſtoriſche
Ein Wachtpoſten erfaßte den Mann, als er in den Schub
kauft, die dieſelben mit dem Bemerken in Empfang
Fachwerksbau, der gleichzeitig ein intereſſantes
fächern des Schreibtiſches des Kommandanten herum
nahm, daß ſie das Geld ſofort abliefern wolle, ſobald ſie
Stück Ortsgeſchichte repräſentiert, iſt jetzt in ſachkundiger
ſtöberte. Auf die Aufſorderung des Wachtpoſten, die
Ka=
ie Ferkel untergebracht hätte. Aber welche Ueberraſch
Weiſe hergeſtellt worden. Es iſt dies das Wohnhaus des
bine zu verlaſſen, feuerte der Einbrecher zwei
Revolver=
ung gab es für den Verkäufer, als weder Käuferin noch
Landwirts Philipp Ohnacker.
Das Gebäude iſt im
chüſſe ab und der Soldat ſtürzte tot zu Boden. Der
Ferkel zurückkamen. Die „Käuferin” hatte ſich ſchleunigſ
Jahre 1721 errichtet und war längere Zeit der Sitz eine
Mörder konnte
flüchten. Eine Unterſuchung ergab,
aus dem Staube gemacht und konnte auch bis jetzt noch
dem ehemaligen Pfälziſchen Oberforſtamt Alzey unter
daß keinerlei wichtige Schriftſtücke abhanden gekommen
nicht ermittelt werden. (Groß=Gerauer Kreisblatt.
ſtellten Förſterei
ſind
Offenbach, 24. April. Ein intereſſantes Schau=
Warſchau, 22. April. Geſtern nachmittag geleitete
Ober=Ingelheim, 24. April. Das Sommerfeſt
piel iſt zurzeit in der Nähe der Hafeninſel zu
beobach=
der
Prinz Ladislaus Drucki=Lubecki ſeinen Ver=
Fortſchrittlichen Volkspartei
de=
ten, wo die Taucher Gebrüder Rühl aus Mainz am
wandten Baron Johann Bisping, der ihn auf ſeinem Gu
Wahlkreiſes Alzey=Bingen wird am 22. Juni
geſtrigen Vormittag mit den Hebungsarbeiten des
Tereſin bei Warſchau beſucht hatte, zu der wenige Kilo
in Ober=Ingelheim abgehalten und zwar vor der
Turn=
vor acht Tagen untergegangenen Schiffes des
Schiffs=
meter entfernten Bahnſtation der Kaliſcher Bahn. Da er
halle. Die Ausſchüſſe ſind bereits gebildet und werden in
eigentümers Volz aus Reiſtenhauſen bei Miltenberg be
keinen Kutſcher mitgenommen hatte, mußte er auf der
den nächſten Tagen mit ihrer Tätigkeit beginnen.
gonnen haben. Die Taucher werden mehrere Tage in
Heimfahrt ſein Gefährt allein zum Schloß zurücklenken
Anſpruch genommen ſein. Da die Leiche des ertrunkenen
Als er nach mehreren Stunden noch immer nicht zurück=
Schiffers Tilo aus Fechenbach bei Miltenberg, der Vater
gekehrt war, wurde das Dienſtperſonal unruhig und ſtellte
Reich und Ausland.
von 9 Kindern iſt, immer noch nicht gelandet worden iſt
ſachforſchungen an. Unweit des Schloſſes fanden die aus=
Aus der Reichshauptſtadt, 23. April. Drei Tage wirt
nimmt man an, daß ſie ſich in der Kajüte des untergegan
geſchickten Diener den Prinzen im Gutspark tot liegen
die Feier der Vermählung der Prinzeſſir
genen Schiffes befindet, aus der der Verunglückte offen=
Er war von drei Piſtolenkugeln durchbohrt. Die
Viktoria Luiſe mit dem Prinzen Ernſt Auguſt zu
bar noch die Schiffspapiere und die Schiffskaſſe retten
Lage der Leiche bewies, daß der Prinz ſich lange gegen den
Braunſchweig und Lüneburg währen. Feſttafeln und
wollte. Der Main iſt an der Unfallſtelle über 6 Meter tief
der die Mörder gewehrt hatte. Die Pferde waren in der
eine Feſtoper ſind für den 22. und 23. Mai in Ausſicht ge
Vom ſtädtiſchen Verfaſſungsausſchuß wurde die dem
Nähe an einen Baum angebunden. Die Täter ſind ſpur
nommen, und am 24. Mai wird die kirchliche Trauung voll
Interimstheater gewährte Unterſtützung
los verſchwunden. Da räuberiſche Abſichten ausgeſchloſſer
zogen werden. Die Schar der fürſtlichen Gäſte wird weit
von jährlich 1200 Mark für die beginnende Spielzeit
ind, ſteht man in der Mordaffäre vor einem Rätſel. Der
nicht wieder gewährt.
größer ſein, als es ſonſt bei Familienfeſten in regierenden
gewaltſame Tod des Prinzen erweckt in der Geſellſchaft
Häuſern der Fall zu ſein pflegt, und man wird unter
Lampertheim, 24. April. Geſtern abend um 8½
W.
großes Aufſehen
Uhr warf ſich ein junger Mann von zirka 20
hnen vielleicht ein halbes Dutzend Majeſtäten zählen. Si
New=York, 24. April. Vier Banditen in einem
kommen alle mit ſtattlichem Gefolge. So erklärt es ſich
Jahren bei dem Stellwerk VI vor Waldhof vor die
Tarameter überfielen am hellen Tage in der belebter
Maſchine eines Zuges. Der Führer merkte, wie
je=
daß die palaſtartigen Luxushotels Unter den Linden und
6. Avennue Paſſanten und raubten ihnen Geld und
nand aus dem Walde ſprang, konnte den Zug jedoch nich
rund um den Potsdamer Platz jetzt ſchon angewieſen ſind
Schmuckſachen. Zwei von ihnen konnten verhaftet werden
ganze Reihen von Zimmern bereitzuhalten. Man hat ſich
mehr zum Stehen bringen. Der junge Mann war ſo
Vier andere Banditen überfielen einen Wagen des Zucker
tot.
in dieſen Hotels genötigt geſehen, alten „Stammkunden”
ort
truſtes, der 10000 Dollars für Arbeitslöhne enthielt. Die
denen ſonſt eine beſonders rückſichtsvolle Behandlung ge
V Hüttenfeld, 23. April. Hier fand eine Verſamm
Polizei machte nach heftigem Kugelwechſel zwei von den
währt wird, mitzuteilen, daß ſie ſich diesmal darauf ge
ung ſtatt, die die Lostrennung des hieſigen Ortes
Räubern dingfeſt
faßt machen müſſen, in verhältnismäßig beſcheidene
von Lampertheim beriet. Der Ort hat jetzt zirka
Weiſe untergebracht zu werden, wenn ihr Weg ſie in der
150 Einwohner und iſt etwa zwei Stunden von
Lampert=
zweiten Hälfte des Monats Mai nach Berlin führt.
Ueber=
eim entfernt; eine Zuſammengehörigkeit mit dieſem Or
Der Nieder=Modauer
Bank=
us zahlreiche Anmeldungen aus dem Dollarlande liegen
ſt nicht länger möglich. Die Verſammlung richtete eine
gleichfalls vor. Dem Kommen des Herzogs und der Her=
Eingabe an das Kreisamt in Bensheim
krach vor der Strafkammer
zogin von Cumberland ſieht man mit beſonderem Inter=
Mainz, 24. April. In der geſtrigen nichtöffent
Sechzehnter Verhandlungstag.
eſſe entgegen. Der Herzog hat Berlin ſeit dem Jahre 1866
ichen Stadtverordnetenſitzung wurden die
nur dann und wann auf der Durchreiſe unter dem Namen
dem ehemaligen
Beigeordneten
etzigen Stadtrat
In der geſtrigen Verhandlung wurde als erſter
g.
eines „Grafen von Diepholz” betreten. Der Herzog zieht
Berndt und der Polizeiaſſiſtentin
Schapiro als
Zeuge Kaufmann Otto Wilkes vernommen. Zeuge war
die Einſamkeit dem lauten Trubel vor und fühlt ſich unter
Nebenkläger in der Beleidigungsklage gegen den Redak=
Buchhalter bei der Landwirtſchaftlichen Kreditbank. Er
vielen Menſchen nicht ſehr behaglich. Eine feierliche Ein
eur Hirſch entſtandenen Anwaltskoſten auf die
ekundet, daß Wechſel von Adam in Höhe von 250000 Mk.
holung des Brautpaares in Berlin iſt nicht zu erwarten
Stadtkaſſe übernommen
mehrfach prolongiert worden ſeien, um ſchließlich von de
da es ſich ja um keine fremde Prinzeſſin handelt. Das
Oppenheim, 24. April. Zu unſerer Notiz über die
Genoſſenſchaftsbank eingelöſt zu werden. Die dafür hin
neuvermählte Paar wird ſich kurz nach der kirchlicher
Befreiung von Lehrern von der
Pflicht=
terlegten Sicherheiten ſeien dann an die V.=V.=G. über=
Trauung vom Stettiner Bahnhof nach Hubertusſtock
be=
euerwehr wird noch mitgeteilt: Drei Lehrer der
tragen worden. Jſaak habe für die Geldbeſchaffung gegen
geben. Auch das Kronprinzenpaar und das Prinzenpaa:
ſieſigen Volksſchule, die der Hilfsmannſchaft der Feuer=
Hinterlegung der Pfandbriefe keine Proviſion erhalten
Eitel Friedrich verlebten bekanntlich ihre Flitterwochen
vehr zugeteilt waren, haben an die Kreisſchulkommiſſion
oviel er wiſſe; wenigſtens ſei nichts von ihm gebuch
in dem Jagdſchloß der Schorfheide. — Ein Unglücks
ein Geſuch gerichtet, ſie von der Verpflichtung, der
Zeuge Alfred Koßmann, Direktor der All
worden.
zieſigen Feuerwehr anzugehören, zu befreien. Sie haber
fall wobei ſieben Perſonen in Lebensgefahr ſchwebten,
gemeinen Elſäſſiſchen Bankgeſellſchaft, gibt Auskunft über
ich in ihrem Geſuch auf eine Entſcheidung der Kreisſchul
hat ſich am Bahnhof Bernau zugetragen. Unweit des
den Verkehr Iſaaks mit der Bank. Man hat die
Verbind=
ommiſſion Worms berufen, wonach die Lehrer des dor=
Stationsgebäudes befindet ſich auf der Strecke ein
Bahn=
ung mit Jſaak nur gelöſt, als man durch einen
Zeitungs=
igen Kreiſes befreit wurden, da ſie durch öffentliche Be
übergang, der beim Herannahen von Zügen durch Schran
artikel auf die Lage der Kreditbank aufmerkſam wurde
ufspflicht verhindert ſeien, ſich an dem Dienſte der
ken geſchloſſen wird. Als nun abends gegen 8 Uhr der
Man habe Bedenken gehabt, die große Anzahl von Kredit
Pflichtfeuerwehr zu beteiligen. Ferner haben die Bitt
von Bernau eintreffende Vorortzug auf der Station ein
bank=Pfandbriefen weiter zu führen. Anfänglich habe die
ſteller darauf hingewieſen, daß die Oberlehrer der hie
uhr, vermochte der Lokomotivführer infolge der glatten
Bank die Nieder=Modauer Wechſel für gut gehalten, und
igen Realſchule durch das Miniſterium ebenfalls von die=
Schienen nicht rechtzeitig anzuhalten, und ſo fuhr der Zut
erſt ſpäter, als die Wechſel immer zahlreicher wurden, habe
er Verpflichtung befreit worden ſeien. Die Behörd
noch etwa 15 Meter weiter bis an den Uebergang heran
man den Eindruck gehabt, daß Jſaak ſich zu ſehr engagiert
at nun zugunſten der drei Lehrer ent
In dieſem Augenblick kreuzte, da die Schranken nicht
ge=
habe. Jſaak ſei gutmütigen Charakters; aber er habe ihn
hieden, und ſie gemäß Artikel 11 der
Landesfeuer=
ſchloſſen waren, ein Gefährt, auf dem fünf Kinder ſaßen
nie für ſehr zuverläſſig gehalten. Zeuge glaubt aber nicht
öſchordnung befreit. Sie ging von der Erwägung aus.
und das von zwei erwachſenen Perſonen begleitet wurde
daß Jſaak der ihm zur Laſt gelegten gewerbsmäßigen
Heh=
daß es in der Stadt Oppenheim angezeigt erſcheine,
be=
die Gleiſe. Es wurde von der Lokomotive erfaßt, zer
lerei ſchuldig ſein könne. Durch die Sanierung Jſaaks ſei
nem Brande den Unterricht nicht zu ſchließen. Be
trümmert und die Kinder unter die Maſchine geſchleudert
die Elſäſſiſche Bank völlig befriedigt worden
inem Brande außerhalb der Schulzeit ſtehe aber das
Zum Glück kamen ſie alle mit verhältnismäßig leichteren
Zeuge Kaufmann Valentin Zobel war früher
Be=
ffentliche Intereſſe daran entgegen, daß der Lehrer mi
Verletzungen davon. Die beihen Begleiter hatten ſich
triebsdirektor der Landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaftsbank
riſchen Kräften zum Unterricht komme”.
Es ſei noch
durch ſchnelles Beiſeiteſpringen zu retten vermocht
Ihrig war ſtets darauf bedacht, daß die allgemeine Ver
ervorgehoben, daß die Schulkommiſſion nicht der Inſtrul
Frankfurt, 24. April. Heute mittag 12 Uhr 28 Min.
wvaltung der Bank nur durch ihn erfolge. Zeuge hatte
ionsſtunde wegen dieſe Entſcheidung getroffen hat,
ſon=
begab ſich die Königin Wilhelmine von Holland
lediglich für ordnungsmäßige Kaſſenführung und Verwal
ern, daß ſie mit der Wirklichkeit, alſo mit einem Brande
mit dem Rotterdamer D=Zuge unvermutet nach dem Haag
tung der Depots zu ſorgen. Alle Anweiſungen und ſon
echnete. Höchſt auffallend muß es erſcheinen, daß das
zurück. Wie es heißt, machen dringliche Staatsgeſchäft
ſtigen Dispoſitionen ſeien von Ihrig ausgegangen. Di
elbe Kommando ſich ſeinerzeit ohne Widerſpruch damit
Prüfung der Sicherheitshypotheken war dem Juſtizra
die Anweſenheit der Königin morgen in Holland erforder
abfand, als die Oberlehrer befreit wurden, die doch be=
Kleinſchmidt überlaſſen. Die Wechſel Adam=Roßmann
ich. Am Samstag kehrt die Königin nach der Hohemark
nuflich eine ähnliche Arbeit verrichten wie die
Volksſchul=
ie im Jahre 1905 bekannt wurden, ſeien im Auftrage des
zurück und wird hier noch wahrſcheinlich bis 11. Mai im
ſehrer, während es jetzt, da die Lehrer der Volksſchule ir
Nieder=Modauer Vereins eingelöſt worden und dafü
Kreiſe ihrer Angehörigen verbleiben.
Zetracht kommen, ſich verpflichtet fühlt, eine Entſcheidung
waſſer für die bereits beſtehenden kommunalen Schwimm=
Trockenheit blieben die Waſſerſtände von Rhein und Main
äder eine Subvention gewährt.
beträchtlich hinter dem langjährigen Durchſchnitt zurück
Feuilleton.
Die Kunſt, billig umzuziehen. Herr Döske muß
Wie
ml. Ein Prozeß um den Quo vadis=Film.
C. Meteorologiſches aus Heſſen. (Vgl. Nr. 72 ds. Bl
ziehen. Der Hauswirt hat ihm gekündigt. Nach langem
Politiken mitteilt, hat Henryk Sienkiewicz ſoeben ein
vom 28. März.) Der verfloſſene März zeichnete ſich durch
Suchen und Streifen hat man endlich eine neue Wohn
Klage gegen die Film=Firma angeſtrengt, die ſeinen
gro=
mgewöhnliche Milde aus. So war z. B. in Darmſtadt
ung entdeckt. Da, am Tage des Umzugs, fällt Frau Dösk
zen Roman „Quo vadis” kinematographiſch aufgenom
n den letzten 52 Jahren nur der vorjährige März noch
plötzlich ein, daß der Möbelwagen nicht beſtellt iſt. „Abe
men hatte. Die Aufnahme dieſes Rieſenfilms, bei der
rilder geweſen. Die Temperaturmittel ſchwanken
zwi=
mein liebes Männchen, was machen wir nur! So gan
eine Menge von Löwen uſw. in Aktion treten mußten
hen 8,6 Grad Celſius in Mainz und 4,8 in
Hochwald=
ohne Möbelwagen!” Herr Döske lächelt pfiffig, nimm
hat nicht weniger als 400000 Mark gekoſtet. Aber die
hauſen (Darmſtadt: 8,2), während hinſichtlich der
Höchſt=
eiligſt Stock und Hut und ſtürzt von dannen. Geradenwegs
betreffende italieniſche Geſellſchaft hat bisher das
anſehn=
ſtäinde merkwürdigerweiſe Hochwaldhauſen und Lauter
in die „Höhle” eines bekannten Geldverleihers hinein.
liche Opfer, das ſie für „Qua vadis” riskiert hatte,
bach mit 24,1 Grad am 31., der faſt überall der wärmſte
„Guten Tag! Ich bin Herr Döske und wünſche 3000 Mark.
nicht zu bereuen. Allein in Deutſchland hat der Film
be=
ag war, an der Spitze ſtehen. Das ſonſt ſo milde Alzei
Was! 3000 Mark! Ich leihe nie Geld ohne
Sicher=
eits einen Reingewinn gebracht, der ſämtliche Unkoſten
beldet mit nur 20,9 Grad den Gegenſatz (Darmſtadt: 21,7)
„Die ſollen Sie auch haben, mein Lieber. Ich
heit.”
reichlich deckte. Der Ertrag in Frankreich und Oeſterreich
D ie Zahl der Froſttage ſchwankt zwiſchen 10 in Lauter
ſchicke Ihnen meine ganze Wohnungseinrichtung als
beläuft ſich zuſammen auf etwa eine halbe Million Mark
bach und 3 in Darmſtadt, Mainz und Alzey. Lauterback
Unterpfand.” — „Wohnungseinrichtung. Nun, wenn ſie bei
Nun findet jedoch Sienkiewicz, daß er bei dieſem reicher
iſt auch diejenige Station, die am 2., der faſt überall der
.. Ja. gut und die andere Seite vom Ge
mir lagert.
Segen allzu kurz kommt, und er hat die glückliche
Geſell=
külteſte Tag war, mit — 10,2 Grad den tiefſten Stand
Ach! Was die anbetrifft, ſo werden wir wohl
ſchäft?
chaft verklagt, weil ſie nach ſeiner Angabe den Filn
igte gegenüber nur 3,7 unter Null in Darmſtadt und
einig werden. Ich biete Ihnen ½ v. H. Zinſen pro Tag.
ohne ſeine Erlaubnis ins Ausland verkauft hat. Der Dich
lainz. Der Prozentſatz der Bewölkung bewegte ſich
m, hm! ½ v. H.! Das macht 122 v. H. pro Jahr.
ter ſtellt einen Anſpruch auf Schadenerſatz, der auf dieſen
wiſchen 75 in Bad Nauheim, wo kein heiterer Tag vor=
Gut!”—
„Aber noch eins! Wiſſen Sie, der Gerichtsvoll
Sebiete einen Rekord bedeuten dürfte. Er verlangt näm
kam, und 61 in Neunkirchen, wo es 4 ſolcher Tage gal
zieher kann ſich jeden Augenblick einſtellen und ich glaube
lich nicht mehr und nicht weniger als eine runde Million
Darmſtadt: 65 bei 2 heiteren Tagen). Die Niederſchlags=
Sie tun am beſten, wenn Sie die Sache stante ped.
Wenn er den Prozeß gewinnen ſollte, wird er auf dieſe
nengen waren durchgängig zu niedrig, an manchen Sta
— „Abgemacht! Adieu!” — „Adieu.” Her
abholen
Weiſe wohl das ſtolzeſte Honorar einheimſen, das
jemal=
ionen erreichten ſie kaum die Hälfte des langjähriger
Döske eilt mit ſeinen 3000 Märklein in der Taſche davon.
einem Poeten auf einmal auf den Tiſch gelegt worden iſt
urchſchnitts. Die Gegenſätze bilden Beerfelden mit 76,2
Am nächſten Tage ſpricht Herr Döske beim Geldverleiher
* Das Seebad in der Großſtadt. In London wollen
und Grolsheim (Kr. Bingen) mit 10 Millimetern (
Darm=
wieder vor. „Guten Tag. Hier ſind 3000 Mark zuzüglic
jetzt private Unternehmer mit einem Koſtenaufwand vo
tadt: 36,4). Die größte Tagesmenge meldet der Fels
10 Mark Zinſen. Wir hatten ja abgemacht, ½ v. H. für
annähernd 15 Millionen Mark natürliche Seebäder ſchaffen,
Alſo, nun möchte ich meine
berg mit 242 Millimetern am 21., der neben dem 8. und
den Tag. Stimmt’s?”
denen das Seewaſſer direkt von einem Platz der Oſtküſte
Z. die Maxima lieferte, während in Grolsheim 3 Milli=
Sachen wieder heraushaben. Bringen Sie ſie mir jetzt
aus durch ein langes Rohrſyſtem zugeführt werden ſoll
neter nicht überſchritten wurden. Die Zahl der Schneefälle
nach meiner neuen Wohnung. Ich bin nämlich umge=
Es iſt beabſichtigt, im Londoner Weſtend zwei bis drei
reichte an einigen oberheſſiſchen Stationen mit 8 ihrer
zogen.” So kam es, daß Herrn Döske der Umzug nur
mächtige Schwimmbäder im römiſchen Stil und in luru
höchſten Wert; an 5 Orten fehlten ſie ganz (Darmſtadt: 2)
10 Mark koſtete. Am Tage darauf hat Herr Döske auf
iöſeſter Aufmachung zu erbauen. Wahrſcheinlich wir
Lagel fiel nur vereinzelt, während Graupelſchauer, der
Grund dieſes Vorfalles ſeinen Namen ändern laſſen, da
ſich daneben auch die Londoner Stadtverwaltung an den
Jahreszeit entſprechend, häufiger waren. Am 17. und 22
er ihm jetzt deplaziert erſchien. Er heißt jetzt Pfiffig.
echniſch ſehr wohl auszuführenden Plan inſofern
betei=
gub es die erſten Frühjahrsgewitter, die teilweiſe vor
igen, als ſie dem Unternehmen für die Abgabe von See=
Eturm begleitet waren. Infolge der vorwiegender
Nummer 96.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 25. April 1913.
Seite 6.
er=
der Budgetkommiſſion. Damit iſt der Militäretat
Jahres eintreten ſoll. Ich kann Sie nur bitten, von dieſe
neue Sicherheiten ins Depot genommen. Als 1908 wieder=
-
Es folgt der
ledigt.
Regelung vorläufig Abſtand zu nehmen, damit wir mit
um Wechſel von Nieder=Modau bekannt wurden, wa
Etat des Reichsmilitärgerichts
dieſen beiden Staaten in Verhandlungen eintreten können
Zeuge nicht dafür, auch dieſe einzulöſen, da ſich Adam ver=
Dann iſt es möglich, daß eine vielleicht auch Ihnen entſpre=
-
Es folgt der
Dieſer wird ohne Debatte genehmigt.
pflichtet hatte, keine Wechſel mehr herauszugeben. Auch ſe
chende Regelung hierin eintreten kann
ihm die Schuld des Nieder=Modauer Vereins bereits hoch
Etat des Rechnungshofes.
Heſſiſcher Bundesratsbevollmächtigter Großherzoglid
genug erſchienen. Ihrig habe aber die Wechſel doch ein=
Abg. Rauch (Soz.): An dieſem Etat iſt zu
bemän=
heſſiſcher Geſandter Dr. Freiherr von Biegeleben
löſen läſſen. Zeuge hat aber keinen Proteſt dagegen
er=
geln, daß hochbeſoldete Beamte Unterſtützungen bekommer
hoben, da er der Ueberzeugung war, daß die Einlöſung
Es iſt anzuerkennen, daß der Antrag der Kommiſſion uns
haben wegen Krankheit ihrer Frauen. Der Etat wirk
mehr entgegenkommt, als man urſprünglich nach der
An=
von Ihrig doch durchgeſetzt worden wäre wenn nicht mi
Sodann folgt der
bewilligt. —
ſicht des Herrn Erzberger annehmen konnte. Es wird
ihm, dann mit einem anderen. Die Einſtellung des
Del=
nun vorgeſchlagen, daß die Stelle des Kommandanten
ge=
krederefonds von 55000 Mark zugunſten von Nieder
Etat über den Allgemeinen Penſionsfonds.
wiſſermaßen im Nebenamt mitverſehen werden ſoll. Das
Modau ſei auf Anregung Iſaaks erfolgt. Von einen
Die Kommiſſion beantragt hierzu in einer Reſolution
trägt aber nicht der Militärkonvention Rechnung, die zwi=
Briefe des Jſaak, es ſei ihm eine Beruhigung, wenn
Nie=
die Aufbeſſerung der Bezüge der Altpenſionäre und
chen Heſſen und Preußen abgeſchloſſen iſt. Danach muf
der=Modau etwas zugeführt werde, weiß Zeuge nichts
Herabſetzung der Altersgrenze für die Altersrente auf 65
der Kommandant ein aktiver Offizier ſein. Alles dieſes
Seiner Auffaſſung nach ſollte das Konto für etwaige Ver
Jahre. Die Sozialdemokraten verlangen einen
Geſetz=
bitte ich zu erwägen und den Antrag vorläufig
zurückzu=
luſte ſein, die der Genoſſenſchaftsbank durch die
Sicher=
entwurf, wonach die den Kriegsinvaliden bewilligt
tellen. — Badiſcher Bundesratsdevollmächtigter
Miniſte=
heiten Nieder=Modaus entſtehen könnten. Die Bilanz der
Rente nach erfülltem 60. Lebensjahr nicht mehr eine Kürz
rialdirektor Dr. Nieſer: Auch ich habe große ſtaats
Genoſſenſchaftsbank ſei durch die 55000 Mark nicht
ge=
ung oder Entziehung erfahren dürfe, ſowie der herrſchen
rechtliche Bedenken gegen den Antrag der Kommiſſion
beſſert worden. Er ſei der Meinung geweſen, daß die
den Teuerung entſprechende Heraufſetzung der Rente fü
Bank über die Summe verfügen konnte; aber es ſei woh.
Selbſt wenn man annehmen ſollte, daß dieſe Stelle im
-
Unteroffiziere und Gemeine
Abg. Hugel (Soz.)
ſicher geweſen, daß die Summe dem Nieder=Modauer Ver=
Nebenamt bekleidet werden könnte, ſo würde auch dies
Wir gönnen den dienſtverbrauchten Offizieren gerne ihre
ein auch zugeführt wurde, wenn keine Verluſte entſtander
dem Sinne der Staatsverträge widerſprechen, die
zwi=
auskömmliche Penſion, aber die Unteroffiziere und
Ge=
wären. Zeuge hat eine allgemeine Ueberſicht über die
ge=
ſchen Preußen und Baden abgeſchloſſen worden ſind. Di
ſamten Verhältniſſe erſt ſpäter erhalten. Eine genaue
meinen müſſen ebenſo behandelt werden. — Preußiſcher
badiſche Regierung hat deshalb das Zutrauen zu dieſen
Prüfung der von den verſchiedenen Banken hereingenom
Oberſt v. Dammann: Jeder Fall wird gerecht geprüft
hohen Hauſe, daß dieſen Verträgen nachgekommen wird
Willkür iſt dabei ausgeſchloſſen. Ich werde es ſtets als
menen Sichetheiten, als die Wechſel eingelöſt wurden, habe
Erſchüttern Sie alſo dieſes Vertrauen nicht und ſtellen Sie
nicht ſtattgefunden. Auch wurde nicht feſtgeſtellt, wer der
meine vornehmſte Pflicht anſehen, für meine alten Kame
Vorlage zurück
die
eigentliche Beſitzer der hinterlegten Sicherheiten war.
raden zu ſorgen. (Beifall.) — Abg. Erzberger (Ztr.)
ſind
Abg. Schöpflin (Soz.): Triftige Momente
Später wurden auch die Sicherheiten Nieder=Modaus an
Dieſes Verſprechen iſt uns ſympathiſch. Hoffentlich haben
nicht dafür erbracht worden, daß die Kommandanturen, di
die V.=V.=G. abgeſtoßen, die die Verpflichtung hatte, dafür
wir nicht bald das gute Herz des neuen Departementschefs
unbe
geſtrichen werden ſollen, notwendig ſind. In den
für eine Million Mark Pfandbriefe zu liefern. Da di
zu tadeln, daß zu viel Penſionen bewilligt wurden. Die
Went
G
feſtigten Plätzen ſind ſie ſicherlich überflüſſig
V.=V.=G. die Pfandbriefe nicht haben konnte, waren ſie be
jetzige Praxis des Rechnungshofes, den im Laufe der
Rück=
Baden und Heſſen auf die Finanzlage des Reiches
Ausbruch des Konkurſes noch nicht geliefert. Dafür wa=
Zeit gänzlich erwerbsunfähig gewordenen Invaliden die
cht nehmen wollen, finden ſie hier Gelegenheit, die
Sine=
die Schuld Nieder=Modau bei der Genoſſenſchaftsbanz
Renten gänzlich zu entziehen, iſt unglaublich. — Oberſt
kuren zu beſeitigen. Ich beantrage, auch die Komman
auf laufenden Kredit um eine Million Mark verringer
v. Dammann: Es wird möglichſt daraufhin geſtrebt
dantur in Königſtein zu ſtreichen
und das Lombardkonto damit belaſtet. Erſt ſpäter wurd
werden, dem Luftfahrtfürſorgegeſetz rückwirkende Kraft zu
Kriegsminiſter v. Heeringen: Uns binden di
dann der Betrag der Nieder=Modauer Kaſſe in Bar
über=
geben. Sollte das nicht möglich ſein, ſo wird für die in
Verträge Baden und Heſſen gegenüber. Auch hinſichtlich
tragen, da die Pfandbriefe nicht geliefert werden konnten
Frage kommenden 30 Flieger anderweitig geſorgt werden
der Kommandantur Königſtein beſteht der dringend
Aus der Einlöſung der Wechſel im Jahre 1905 entſtan
Ebenſo werden die eventuell ihrer Rente verluſtig gehen
Abg. Fehren:
Wunſch, dieſe Stelle beizubehalten. —
ein perſönliches Konto Adam bei der Genoſſenſchaftsbank
den Veteranen anderweitig unterſtützt.
bach (Ztr.): Die ſtaatsrechtliche Verpflichtung Baden
das bis 1907 oder 1908 fortgeführt wurde. Dann wurde
Abg. Sachſe (Soz.): Hoffentlich kommt es nicht mehr
und Heſſen gegenüber beſteht zweifellos. Ich werde zur
es mit Zuſtimmung Nieder=Modaus auf den Spar= un
vor, daß alten Kriegsinvaliden die Rente entzogen wird
dritten Leſung einen Vermittelungsvorſchlag machen, der
Kreditverein Nieder=Modau übertragen, was berechtig
Letzthin iſt es ſogar einem Inhaber des Eiſernen Kreuzes
allen Wünſchen Rechnung trägt und nach welchem die
geweſen ſei. weil Sicherheiten, die von Adam zediert wur
paſſiert. Angeſichts der Aufbeſſerung der Offizierspen=
Kommandanturen mit inaktiven Offizieren beſetzt werder
den, zugunſten von Nieder=Modau verwertet wurden. Da
ſionen iſt auch eine Aufbeſſerung der Mannſchaftsrenten
ſollen, und zwar in Karlsruhe und Darmſtadt mit einen
Adam dieſe Sicherheiten ſelbſt zedierte, nahm man
ſelbſt=
notwendig.
— Generalmajor Freiherr Leucker von
ſolchen im Range eines Regimentskommandeurs und in
verſtändlich an, daß ſie Eigentum des Adam waren. Zeuge
Weißdorff: Der vom Abg. Erzberger berührte Fall
Dresden und Stuttgart im Range eines Brigadekomman
zibt an, daß es ſicher ſei, daß er mißliebig geworden
des penſionierten Militär Apothekers iſt bereits im vort
deurs. Das würde pro Platz nur einen Koſtenaufwand
wäre, wenn er einem Vorhaben des Ihrig entgegen
ge=
gen Jahre eingehend erörtert worden. Ich kann keinen
von 3000 Mark machen. (Bravo!) — Abg. Dr. Blan
weſen wäre. Ihrig ſei ein Charakter, der alles rückſichts
Anlaß ſehen, nochmals darauf zurückzukommen. — Oberſt
kenhorn (natlb.): Wir ſtimmen dem Vorſchlag des
los durchgeſetzt, was er ſich vorgenommen habe. Zeuge
von Dammann: Rentenentziehungen ſind in letzter
Herrn Fehrenbach zu und behalten uns die Stellungnahm
habe deshalb in allen Fällen, wo er dagegen war, ſeine
Zeit gar nicht vorgekommen. — Abg. Erzberger (Ztr.)
für die dritte Leſung vor. — Abg. v. Liebert (Reichspt.)
Unterſchrift nur unter der Bedingung gegeben, daß er
Eine ſolche Antwort, wie ſie mie der ſächſiſche Vertrete
Die Kommandantur Dresden iſt dringend notwendig. Di
durch einen Aufſichtsratsbeſchluß gedeckt würde, und der
erteilt hat, verbitte ich mir. (Lebhaftes Bravo!) Ich hab
Garniſon iſt zu groß und zu wichtig. Ich bitte Sie, dieſe
Aufſichtsrat habe ja bekanntlich das beſchloſſen, was der
neue Momente vorgeführt, die geprüft werden müſſen un
Abg. Nosk
Stelle im Hauptamt beizubehalten. —
Vorſitzende wollte. Als die Schuldurkunde über 275000
die ſind mit einer militäriſchen Handbewegung nicht er
(Soz.): Die ſtaatsrechtlichen Bedenken ſind hinfällig. E=
Mark von Nieder=Modau zediert wurde, wurden keine
ledigt. — Generalmajor Freiherr Leucker von Weiß
handelt ſich lediglich darum, einigen hohen Offizieren gut
Sicherheiten hergegeben, ſondern ſie ſollten zur verſtärkter
dorff: Uns ſind keine Unterlagen zugegangen. Ich kann
bezahlte Stellen zu verſchaffen. Der Reichstag muß Rück
Sicherung dienen. Von der Entſtehung der Urkunde habe
deshalb nichts weiter zu dem Fall ſagen. — Nach
noch=
grat zeigen, der Bundesrat aber den guten Willen haben,
Zeuge keine Kenntnis gehabt. Nach deren Entſtehung ſei
maliger Erwiderung des Abg. Erzberger ſchließt die
wirklich Sparſamkeit zu üben. Verbriefte Rechte liegen
1910 und 1911 Nieder=Modau noch Kredit von 250—300 000
Debatte
Der Etat wird bewilligt und ſämtliche vor
nicht vor. Für die Schlagfertigkeit des Heeres haben
Mark gewährt worden, ohne Hergabe beſonderer Sicher
-
Es folgt der
liegenden Reſolutionen angenommen.
dieſe Stellen gar keine Bedeutung. — Heſſiſcher Geſandter
heiten.
Frhr. v. Biegeleben: Es handelt ſich hier wirklich
Zeuge Notis iſt am 1. Oktober 1909 Geſchäftsführer
Etat des Reichsſchatzamts.
um eine prinzipielle Frage, wenn auch nicht im Sinne
der V.=V=G. geworden. Von dem Sanierungsvertrag
des Aba. Noske. Der badiſche Vertreter und ich haber
Die Budgetkommiſſion beantragt die Streichung einer
des Jſaak weiß Zeuge nichts zu ſagen. Die Zeſſionen der
hier geſprochen im Namen des Rechts, im Namen der
Direktorſtelle. — Staatsſekretär Kühn:
Die Ablehnun
Sicherheiten von Nieder=Modau erfolgten, damit die Schuld
Wahrung der Staatsverträge. Wenn er dieſe als
Baga=
in der Kommiſſion erfolgte mit großer Mehrheit. Di
bei der Genoſſenſchaftsbank verringert wurde. Die Ge=
Arbeit dieſes Reſſorts iſt aber ins unermeßliche geſtiegen
telle anſieht, ſo bleibt ihm das überlaſſen. Die Debatte
noſſenſchaften hätten das Recht gehabt, zu verlangen, da
und dem Beamten wird eine geradezu übermenſchliche Ar
heute ſtellt wohl einen Anſchauungsunterricht dar, wie
die Pfandbriefe zurückgenommen würden. Wenn die V. zugemutet. Die Beamtenſtellen ſind erheblich ver
man ſich über Staatsverträge hinwegſetzt. — Abg. Erz
V.=G, das nicht konnte, hätte ſie nach ſeiner Anſicht die
mehrt, deshalb iſt auch die Stelle eines Vorgeſetztel
berger (Ztr.): Der heutige Kampf um die Komman=
Hypotheken zurückgeben müſſen. Die Bilanz der V.=V.=G.
nötig. — Abg. Stolle (Soz.): Die Teuerung iſt kein
für 1911 zeigte einen Verluſt von 177000 Mark und die
danturen iſt ſymptomatiſch für alle Abſtrichsverſuche an
vorübergehende Erſcheinung. Deshalb müſſen die Eins
Militäretat. Alle Parteien haben ſolche Verſuche
unter=
vorläufige für 1912 ebenfalls einen ſolchen von 174000 M
fuhrſcheine aufgehoben werden, damit die durch dieſe Aus
Die Lage der V.=V=G. habe ſich ſeiner Auffaſſung nach be
nommen, und heute, wo dieſe Verſuche, 100000 Mark zu
fuhrprämien erhöhten Getreidepreiſe ermäßigt werden
deutend gebeſſert. Die V.=V.=G. habe aus der Geſchäfts
paren, verwirklicht werden ſollen kommt man uns mi
— Abg. van Calker (natl.): Ich möchte Sie bitten
ſtaatsrechtlichen Bedenken. Meines Erachtens ſind noch
verbindung mit Nieder=Modau niemals Vorteile, eher
möglichſt einmütig unſerer Reſolution auf Aufhebung der
Nachteile gehabt. Zeuge hat im Auftrage des Ihrig in
lange nicht alle überflüſſigen Kommandanturen geſtrichen
Beſtimmungen des Zollvereinsvertrags zuzuſtimmen, die
Nieder=Modau den Schuldentilgungsfonds von 60000 M.
worden. Ein großer Teil meiner Freunde tritt auch für
eine unbillige Belaſtung der deutſchen Weine gegenüber
zur Verfügung geſtellt, unter der Bedingung, daß
da=
die Streichung der Köniaſteiner Kommandantur ein. Hier
den ausländiſchen darſtellen. Wir müſſen zum mindeſten
damals beſtehende Defizit von 52000 Mark übernommer
heißt es nicht nur den Mund ſpitzen, hier muß einmal
verlangen, daß die einheimiſchen Weine den ausländiſcher
werde. Daß Sicherheiten dafür gegeben werden ſollten
tüchtia gepfiffen werden. (Beifall.
Weinen gleichgeſtellt werden und nicht ſchlechter. De
habe er ſeines Wiſſens nicht verlangt. Er habe ſich dabe
Kriegsminiſter v. Heeringen: Darüber kann kein
Konſum der ſpaniſchen und italieniſchen Weine nimmt
nichts gedacht, daß 60000 Mark zur Verfügung geſtellt und
Zweifel ſein, daß die Militärkonvention mit Baden ſt
immer größere Ausdehnung, ſelbſt in Weinbaugegenden
trotzdem eine Schuldanerkenntnis von 52000 Mark
unter=
aufzufaſſen iſt, daß in dem Beſtehenden keine Aenderung
an. Beſonders muß die Oktroiabgabe auf inländiſchen
ſchrieben werden ſollte. Er habe damals von Ihrig, als
vorgenommen werden darf. Das hat auch der Reichsta=
Wein aufgehoben werden. — Abg. Graf Kanitz (konſ.)
Mitglied des Aufſichtsrats der V.=V.=G., den Auftrag er
bisher immer anerkannt. Herr Erzberger iſt nun auch auf
Ich ſchließe mich der Reſolution um ſo mehr an, als ich
halten, nach Nieder=Modau zu gehen. — Der Staatsan=
Königſtein zu ſprechen gekommen. Die Umſtände
verbie=
ſchon bei früheren Debatten über die Einführung erhöhe
walt beantragt, den Zeugen nicht zu vereidigen, da der
ten es uns, alle Einzelheiten hier in der Oeffentlichkeit
ter Zölle auf ausländiſche Weine mit meinen Freunder
Verdacht der Teilnahme an dieſem Punkt der Anklag
klarzulegen. Auf Königſtein liegt aber viel
Kriegsmate=
allein geblieben bin. Ich bitte, an dem Syſtem der Ein
gegen Ihrig (des Betrugs) gegeben ſei. Das Gericht
be=
rial; dann wird es auch zur Verbüßung von Feſtungshaft
fuhrſcheine nicht zu rütteln. — Abg. Gunßer (Fortſchr
ſchließt, die Beeidiaung vorläufig auszuſetzer
benutzt, und dann iſt es auch zu Verſuchszwecken einge
Volkspt.): Auch die württembergiſchen Weinbauern haben
Um 1¼ Uhr wird die Verhandlung auf
Freitag
richtet, die für die Mobilmachung von Wert ſind.
Für
unter der Einfuhr von griechiſchen und ſpaniſchen Weine
vertagt
alles dies kann nur ein Kommandant die Verantwortung
zu leiden. Die Beſeitigung des Oktrois iſt nicht zu
ver=
übernehmen. — Abg. Dr. Becker=Heſſen (wild)
hüten, wenn man den deutſchen Weinbauern Hilfe bringen
Der Reichstag hat allen Anlaß, darauf zu achten, daß die
will. Die ſozialdemokratiſche Forderung auf Erhöhun
Deutſcher Reichstag.
Bundesſtaaten die Verträge treu halten. Ich bin der
der Weinzölle wollen wir nicht, aber die Gleichſtellung
letzte, der ſich gegen Sparſamkeit wenden würde, man darſ
Abg. Hofmann=Rudolſtadt (Soz.): Der Reſolution
* Berlin, 24. April. Vizepräſident Dr. Paaſche
aber nicht dieſen Geſichtspunkt als den alleinigen anſehen
Calker können wir nicht zuſtimmen. —
Staatsſekretä
die Sitzung um 2¼ Uhr.
Im Vorraum des
Abg. Fehrenbach (Ztr.): Man darf nicht, wie Her
Kühn: Wir ſind bereit mit den weinbautreibenden
Sitzungsſaales hat das Präſidium eine Anzahl dem Hauſe
Erzberger es getan hat, hier Einſeifungsverſuche machen.
Bundesſtaaten in Verhandlungen einzutreten, um zu er
überſandter Wahlurnen zur Anſicht ausſtellen laſſen
(Heiterkeit. Abg. Erzberger meldet ſich zum Wort.) Man
mitteln, was zugunſten des Weinbaus geſchehen kann.
Das Haus ſetzt die
darf nicht die ſtaatsrechtlichen Bedenken verdunkeln. Wenn
Abg. Baumann (Zentr.): Die Weinbauern leiden eben
wir unſere bundesſtaatlichen Intereſſen, die in der
Mili=
falls unter der allgemeinen Teuerung. — Abg. Blan=
Spezialberatung des Reichshaushaltsetats für 1913
tärkonvention feſtgelegt ſind, ſichern, ſo ſichern wir auck
enhorn (natl.): Die Reſolution Calker iſt wohl durch
fort — Im Militäretat iſt noch die Erledigung des Ka
die Intereſſen des Reiches. Zum Entgegenkommen dürft
ührbar. Eine Einführung des Weinzolles iſt nötig. —
pitels der for dauernden Ausgaben für Gouverneure
Heſſen wie auch Baden bereit ſein, um die
bg Emmel (Soz.): Die Oktroiabgabe auf Wein ſollt
Sparſamkeit
Kommandänten und Platzmajore rückſtändig. Die
Bud=
walten zu laſſen, die geübt werden ſoll. —
ebenſo abgeſchafft werden, wie dies mit dem Oktroi au
Württember
getkommiſſion beantragt, die Kommandanten von
Karls=
ziſcher Generalmajor v. Grävenitz: Die Komman
Fleiſch und Hülſenfrüchte geſchehen iſt. Unſer Vorſchla
ruhe, Darmſtadt, Dresden und Stuttgart als am 1
dantur Stuttgart hat erhebliche militäriſche Bedeutung,
iſt der einzig gangbare. Ein ſolcher Erlaß, in dem das
Oktober 1913 wegfallend zu bezeichnen. In Karlsruhe ſoll
namentlich im Mobilmachungsfalle. — Sächſiſcher General=
Reichsſchatzamt den Städten hinſichtlich der
Finanzwirt=
der Kommandant in Fortfall kommen, in Darmſtadt
major Frhr. v. Weißdorff: Die Kommandanturen in
chaft Vorſchriften macht, muß entſchieden zurückgewieſer
der Kommandan
ſoll
des Truppen=
Dresden und Königſtein haben ebenfalls große militä
werden. Man ſollte den Städten in anderer Beziehun
übungsplatzes zugleich Kommandant von
riſche Bedeutung. Das kann ich aus eigener Erfahrung
behilflich ſein, ſo bei dem Branntweinſteuergeſetz.
Darmſtadt werden
Staatsſekretär Kühn: Der Vorwurf, daß durch das
bezeugen. Die Mobiliſation würde erheblich erſchwert
Kriegsminiſter General v. Heeringen.: Der An
werden, hätten wir dieſe Stellen nicht
Rundſchreiben meines Amtsvorgängers an die Finanz
-
Abg. Gans
trag, der Ihnen vorliegt, greift in die ſtaatsrechtlichen Ver
ämter der Städte ein Einariff in die Finanzwirtſchaft
Edler Herr zu Putlitz (konſ.): Es iſt nicht zu beſtreiten
träge, die Preußen mit Heſſen und Baden abgeſchloſſen
erfolgt ſei, trifft in keiner Weiſe zu. Wenn wir dahin wir
daß die Bedeutung der einzelnen Kommandanturen ſehr
hat, ein. In der Kommiſſion ſind die Kommandanturen
ken, den Kursſtand der Reichsanleihe möglichſt hoch z
verſchieden iſt. Auch ſind die ſtaatsrechtlichen Bedenker
von Karlsruhe und Darmſtadt geſtrichen worden.
.
halten und auch an die Städte um ihre Mitwirkung
heran=
nicht von der Hand zu weiſen. Wir ſind daher für die
Ir
betreff Darmſtadts könnte man zweifelhaft ſein, da hier
treten, ſo iſt das durchaus kein Eingrif
Etatspoſition. — Abg. Schöpflin (Soz.): In Bader
eine andere Regelung eintreten ſoll. Die Heeresverwalt
Hiermit ſchließt die Debatte. Die Reſolution Calker
und Heſſen glaubt kein Menſch an die Notwendigkeit der
ung meint jedoch, daß dieſer Antrag auch in dieſer Be=
Beibehaltung dieſer Poſten. —
wird angenommen, die ſozialdemokratiſche abgelehnt.
Abg. Erzberge
ziehung dem Staatsvertrag mit Heſſen nicht entſpricht
(Ztr.): Weder der Stuttgarter noch der Karlsruher Kom
Nächſte Sitzung Freitag 12 Uhr
— Tagesordnung
Das iſt jedoch ganz unzweifelhaft gegenüber dem
Verlan=
mandant iſt durch die Konvention garantiert. Die Reichs=
Kleine Vorlagen. —
Schluß ¾8 Uhr.
gen der Streichung der Kommandantur in Karlsruhe
freudigkeit leidet nicht unter der Abſtreichung. Wen ſollte
Das weicht von der Auffaſſung ab, die bisher Preußen
ich eiwa einzuſeifen verſucht haben? Herr Fehrenbach iſ
*
Berlin, 24. April. In der heutigen vertrau=
und Baden von den Staatsverträgen gehabt haben. Vom
viel zu klug dazu. (Sehr aut, Heiterkeit.)
-
Abg. Lie
lichen Verhandlung der Budgetkommiſſion des
30. September ab ſoll für Darmſtadt eine andere Forn
ſching (Fortſchr. Vpt.): Es wäre eine Unklugheit, went
Reichstages über die Wehrvorlage wurde auch die
eintreten und die Kommandantur in Karlsruhe ſoll gan
die Heeresverwaltung nicht mit dieſem Abſtrich einver
auswärtige Politik in Beſprechung gezogen. Infolgedeſſer
wegfallen. Wenn Aenderungen eines Staatsvertrages
tanden wäre. Fangen wir hier an zu ſparen
erſchien der Reichskanzler, wie er dies bereits vor einige
nötig ſind, ſo muß das doch dem freien Ermeſſen der be
Damit ſchließt die Diskuſſion. Der ſozialdemokre
Zeit dem Vorſitzenden der Kommiſſion in Ausſicht geſtellt
treffenden Staaten überlaſſen bleiben Nun wird hie
tiſche Antrag auf Streichung des Kommandanten vor
hatte, perſönlich in der Sitzung und beteiligte ſich an der
verlangt, daß dieſe Aenderung ſchon zum September dieſe
Königſtein wird angenommen, ebenſo die Anträge
Diskuſſion
ei=
olgt
emär
ekomme
lat wir
ft
Nummer 96.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 25. April 1913.
Seite 7.
unſeren vergleichen.‟ Die Zahl der von den evangeliſchen
Der Kaiſer in Metz.
Garniſon hat die Stadt mit den Waffen verlaſſen. Die
Miſſionen in den deutſchen Kolonien geſammelten
einge=
fürkiſchen Truppen verließen zuerſt die Stellungen, welche
* Homburg, 24. April. Der Kaiſer fuhr heute
borenen Chriſten iſt wiederum bedeutend geſtiegen; es
von den Montenegrinern nicht beſetzt worden waren. Um
ormittag 8¼ Uhr im Sonderzug nach Metz. Auf dem
waren Anfang 1912 insgeſamt 102 429 eingeborene
11 Uhr nachts flatterten die montenegriniſchen Fahnen
Bahnhof hatten ſich zur Verabſchiedung eingefunden:
Chriſten gegen 80044 im Jahre 1909 mit 84318 Schülern
auf dem Taraboſch und über Brdica. Hierauf verließer
Prinz Heinrich der Niederlande in der Uniform der
aſt 25000 mehr als drei Jahre zuvor. Wer die
Anſtreng=
die Türken ihre übrigen Stellungen. Auf der Zitadelle
jardejäger, Landrat Dr. Ritter von Marx, Oberbürger
ungen kennt, die die katholiſche Kirche macht, um in den
wurden die montenegriniſchen Fahnen gehißt. Hierau
eiſter Lübke, Stadtverordnetenvorſteher Dr. Rüdiger
Kolonien mit allen Mitteln die Ueberhand zu gewinnen
beſetzten die montenegriniſchen Truppen die Stadt. Auf
d Major v. Schmid
dem iſt, auch zur Wahrung proteſtantiſcher Intereſſen, der
der ganzen Front verkündeten Salven aus den montene
griniſchen Geſchützen die Beſetzung der Stadt. In Ce=
Weg gewieſen, durch Beiträge zur Nationalſpende die
* Metz, 24. April. Der Kaiſer mit Gefolge iſt im
tinje wurde die Nachricht von dem Falle
Sku=
evangeliſche Miſſion in ihrem ſchweren Kampf zu unter
Sonderzuge um 1 Uhr 55 Min. hier eingetroffen. Zun
taris um 2 Uhr nachts durch ein an den König
gexichte=
ſtützen. Die drei Millionen, die ſie jährlich für Erziehung
npfang auf dem Bahnſteig waren der Statthalter Graf
es Telegramm des Erbprinzen bekannt. Kanonenſchüſſe
ausgibt, reichen längſt nicht mehr aus. Es ehrt den kaiſer
Tedel erſchienen, der kurz zuvor hier angekommen war,
und Glockengeläute verkündeten der Bevölkerung der
lichen Jubilar, daß er dieſe Spende zur Förderung natio
owie der Polizeipräſident Baumbach von Kaim
Hauptſtadt das Ereignis. Alle Bewohner verließen ihre
naler Kulturarbeit gutgeheißen hat, hoffentlich trägt nun
rg. Der Kaiſer hatte auf der Fahrt hierher den Vor
Wohnungen und zogen vor den Palaſt, wo ſie dem
der Appell an die deutſche Opferwilligkeit dazu bei, daß
eg des Regierungsbaumeiſters Krenker gehört über
König, der königlichen Familie und der Armee ſtürmiſche
das Vorbild der weitſchauenden Engländer und Ameri
rsgrabungen am Kaiſerpalaſt in Trier. Beim Verlaſſen
Ovationen bereiteten. König Nikolaus hielt vom Balkon
kaner in etwas erreicht wird
es Bahnhofes ſah der Kaiſer das dort aufgeſtellte Metzer
aus eine Anſprache an die Menge. In Cetinje herrſch
Fadfinderkorps. Der Kaiſer begab ſich im Automobil
eine unbeſchreibliche Begeiſterung. Die Vertreter der
ver=
ur Beſichtigung von Forts. Die Stadt iſt reich
be=
bündeten Balkanſtaaten erſchienen im Palaſt und beglück
gggt. Das Publikum brachte dem Kaiſer herzliche Kund
Literariſches.
wünſchten den König, der ſie umarmte
ebungen dar. Das Wetter iſt trübe.
C „Die ſterbende Türkei” von Pierre
Belgrad 23. April. Der König ſandte an
Loti. (Verlag J. Ladiſchnikow, G. m. b. H.,
König Nikolaus anläßlich der Einnahme Skutaris ein
Ber
-
Glückwunſchtelegramm
Die Blätter feiern die
Ein=
lin W. 50, Rankeſtraße 35.) Der bekannte geiſtvolle und
Luftfahrt.
nahme Skutaris als den glänzendſten Sieg des ſerbiſchen
kampffrohe franzöſiſche Schriftſteller und Dichter ſingt in
Volkes, weil es bisher niemandem gelungen ſei, Skutart
dieſem der Lektüre dringend empfohlenen Buche wenige:
* Mainz, 24. April. Der Mainzer Flugplatz
zu erſtürmen
der Türkei ein Sterbelied, als er Anklagen richtet gegen
igte geſtern mittag wieder ein reich belebtes Bild. Die
ie Grauſamkeiten der Serben und Bulgaren in dieſen
Belgrad, 23. April. Während der halbſtündigen
decker=Tauben unternahmen mehr als ein Dutzend Auf
Krieg, der an Grauſamkeiten mehr zeitigte, als irgend ein
Pauſe ſandte der Präſident der Skupſchtina
ge, von denen die meiſten Flüge durch Herrn
Schrö=
früherer. Und einen Mahnruf den Großmächten, der
an den Präſidenten der montenegriniſchen
r, der ſtets von einem Schüler als Paſſagier begleitet
Skupſchtina ein Glückwunſchtelegramm, in
Schlächterei im eigenſten Intereſſe ein Ende zu machen.
r, ausgeführt wurden. Herr Trautwein, der von
dem er unter Hervorhebung des Heldenmutes der mon=
Seine Darſtellungen ſchöpft der Dichter aus unbeſtreit
rmſtadt aus in 22 Minuten auf dem Luftwege einge
tenegriniſchen Truppen die montenegriniſche Skupſchtinc
aren Dokumenten, ſeine Schilderungen aus eigener
An=
ffen war, beſtieg ebenfalls mehrmals den Apparat und
im Namen der ſerbiſchen Skupſchtina zu dem großen Werk
ſchauung oder aus der von Augenzeugen. Sein Vergleich
rte Höhenflüge und Spiralgleitflüge aus. Seine
ſport=
der montenegriniſchen Armee beglückwünſcht
Nach
Wie=
der Charak’ereigenſchaften der Balkanvölker ſcheint durch
höchſte Leiſtung am geſtrigen Tage war ein
Gleit=
deraufnahme der Sitzung beſchloß die Skupſchtina auf An
us objektiv und er läßt die Türken als die weitaus
ig aus der Höhe von 1600 Meter. Die
Grade=
trag des jungradikalen Abgeordneten Prodomovic, die
edelſten Charaktere der Balkanvölker erſcheinen, die jetzt
le iſt ebenfalls eiſrig beim Ueben
Sitzung zum Zeichen der Anteilnahme an der Freude
zum Schaden der geſamten Ziviliſation rückſichtslos ge=
* München, 24. April. Auf dem Flugfelde
Montenegros zu ſchließen.
nordet und ſtrichweiſe direkt ausgerottet werden. Di
hleißheim verunglückten die beiden Fliegeroffiziere
Vorwürfe des Dichters richten ſich in erſter Linie, aber
* Belgrad, 23. April. Heute nachmittag fand
un=
erleutnant von Germersheim vom 5. Infanterie
er äußerſter Beteiligung der Bevölkerung ein Umzug
nicht ausſchließlich, gegen die eigene, die franzöſiſche Na=
Ziment in Bamberg und Leutnant Schirnerer von
tatt. An der Spitze der Manifeſtanten ſchritt Gardemuſik.
ion. Man wird vielleicht in ſpäteren Jahren auf dieſes
Infanterie=Regiment in Regensburg, bei einer Gleit=
Vor dem Konak der ruſſiſchen Geſandtſchaft und dem Mi=
Buch als ein Kulturdokument zurückgreifen. (Preis
glandung, mit ihrem Ottoflugzeug. Beide wurden be
niſterium des Aeußern wurden dem König und dem
ruſ=
roſch. 2 Mark.)
ſußtlos ins Garniſonslazarett gebracht. Leutnant Schir
ſiſchen Geſandten von Hartwig, ſowie dem Miniſterpräſi
ter hat, wie der Berliner Lokalanzeiger meldet, das Be
denten Paſitſch Ovationen bereitet. Der König hiel
tſein im Laufe des Abends wieder erlangt.
eine Anſprache, in der erklärte, die Freude des ſerbiſchen
Eine Rede Asquiths.
* Stuttgart, 24. April. Geſtern abend
¾ 7 Uh
Volkes ſei auch ſeine Freude. Auch der Geſandte von
* London, 24. April. Der Verein der
aus=
deten die Münchener Fliegeroffiziere Leutnant
Hartwig, der Miniſterpräſident Paſitſch und der montene
griniſche Finanzminiſter Drljewitſch, vor deſſen Abſteige
wärtigen Journaliſten gab geſtern abend ein
iler als Führer und Oberleutnant Leonhardt
quartier gleichfalls Kundgebungen veranſtaltet wurden
Bankett zur Feier ſeines 25jährigen Beſtehens. Unter
Beobachter auf einem Otto=Doppeldecker auf den
hielten Anſprachen, in denen ſie den Sieg Montenegros
den Ehrengäſten befanden ſich Premierminiſter Asquith
Einſtatter Waſen. Die beiden Fliegeroffiziere, die ſich
feierten.
h
er franzöſiſche, der deutſche, der öſterreichiſch=ungariſch
Training zu dem Prinz Heinrich=Flug befanden,
en die Strecke Nürnberg-Stuttgart in 1½ Stunder
und der italieniſche Botſchafter, ein Sekretär der ruſſiſchen
H. B. Belgrad, 24. April. Ueber die politiſche
Botſchaft, Botſchaftsrat von Kühlmann, Freiherr von
ückgelegt. Sie waren in München aufgeſtiegen, hatten
Nachwirkung der Kapitulation von Skutari
Heydt, namhafte Vertreter der engliſchen Preſſe und zahl=
Nürnberg eine Zwiſchenlandung vorgenommen und
ſchreibt das Regierungsorgan: Die Großmächte
velche die Zugehörigkeit Skutaris zu Albanien dekretiert
eiche andere Gäſte. Premierminiſter Asquith betonte in
en in beſter Verfaſſung hier an
haben, werden nach dem jetzt geſchaffenen fait aecompli
Beantwortung des Toaſtes auf die Gäſte die Bedeutung
* Johannisthal, 24. April.
Der Flieger
durch das die heldenmütige Entſchloſſenheit und
Aus=
der Preſſe als eines wichtigen internationalen Faktors
tramowitſch ſtieg heute früh um 6 Uhr auf einem
dauer der Montenegriner mit Erfolg gekrönt worden iſt,
Sie könne unter den Nationen böſes Blut machen, ſie könne
ſüght=Doppeldecker mit der Fürſtin Schakowskor
dieſen ihren Beſchluß im Namen der Humanität und
aber auch gegenſeitige Freundſchaft und gegenſeitiges
Paſſagier zu einem Probefluge auf. Aus unbekannter
Billigkeit wohl einer Reviſion unterziehen und die Wünſche
Wohlwollen fördern. Streitigkeiten zwiſchen den Natio
ſache ſtürzte die Maſchine, 6 bis 8 Meter hoch,
und Bedürfniſſe eines Volkes, das ſo heroiſche Opfer
ge=
nen ſtammten zur Hälfte nicht aus beabſichtigtem Uebel
ich zur Erde. Der Apparat wurde gänzlich
bracht, in ernſthafte Erwägung ziehen müſſen
wollen, aus Ehrgeiz oder Revancheluſt, ſondern aus Miß=
Prtrümmert. Abramowitſch hat Arm= und Bein
verſtändniſſen, die urſprünglich unſchuldige und unbeab=
H. B. Wien 24. April. Von diplomatiſcher Seite
tüche, anſcheinend aber auch innere Verletzungen erlitten.
ſichtigte ſeien, aber durch falſchen Patriotismus, durch
Ent=
vird erklärt, König Nikita werde auf jeden Fall ge
Fürſtin iſt leichter verletzt.
3 2. und übertriebene Rhetorik entfacht wurden.
zwungen werden, Skutari zu räumen. Vorläufig
Johannisthal, 24. April. Der Flieger Du
Asquith fuhr fort: Außer mir ſind die Botſchafter der
laſſe man allerdings noch die Frage offen, ob dies durch
ſetz ſtürzte heute früh um 7 Uhr auf einem
Luftver=
europäiſchen Großmächte Ihre Gäſte. Wir haben heute
eine internationale oder durch eine Aktion
Oeſterreich=
hrs=Eindecker aus beträchtlicher Höhe ſteil zur Erde
nachmittag an einem Tiſch geſeſſen, um das große Zie
Ungarns geſchehen werde. Oeſterreich hat ſich auch an die
Anetz wurde durch den Sturz ſofort getötet
Mächte mit dem Vorſchlage gewandt, energiſche Schritte
der Verſöhnung in gemeinſamer Beſchlußfaſſung zu ver
Johannisthal, 24. April. Zu dem tödlicher
einzuleiten, die Montenegro nicht im Zweifel darüber
laſ=
folgen, wobei ſie unter dem Vorſitz meines Kollegen Sir
ſfall des Fliegers Dunetz wird gemeldet: Dunetz
en können, daß Europa den energiſchen Willen hat, ſein
Edward Grey ſeit Monaten engagiert ſind. Seichte und
ſahte einen ſehr ſteilen Gleitflug aus tauſend Meter
Forderung durchzuſetzen. In dieſer Note an
ungeduldige Kritiker ſind ſchnell genug bei der Hand,
ſhe und richtete in 250 Meter Höhe ſeinen Eindecker auf.
die Großmächte wird ſeitens Oeſterreichs eine befriedi
darüber zu ſpotten, was ſie „umſtändliche und zaudernde
ſſetzlich hörte man ein Krachen und ſah das Flugzeug
gende Antwort gefordert. Es ſcheint demnach zweifellos
Methode des europäiſchen Konzerts” nennen. Aber die
rtüberſchießen, beide Flügel im Sturze nach rückwärts
daß Oeſterreich=Ungarn, falls die Antwort der Großmächte
Ergebniſſe, die langſam und ſicher erreicht wurden, ſind
klappt. Der Apparat grub ſich tief in die Erde ein.
zu einem beſtimmten Zeitpunkt nicht eintrifft, oder nicht
meines Erachtens der Zeit, der Energie und des Taktes
Lugetz war ſofort tot. — Ueber den anderen Unfall wird
befriedigend ausfallen ſollte, entſchloſſen iſt, unbekümmert
wohl wert, die ſo aufopfernd dem Ziele gewidmet worder
ſichtet: Die Fürſtin Schakowsky ſaß am Steuer und
um die übrigen Mächte, Montenegro zur Raiſon zu brin
ſind. Die Großmächte, von denen mehr als eine bei der
ſuß dabei das Höhenſteuer falſch gebraucht haben. Die
gen. Von anderer Seite wird erklärt, daß außer der Be
mwälzung des alten Regimes in der Türkei ſtark und
ſaſchine ſtürzte vornüber. Die Fürſtin ſcheint durch den
etzung Antivaris und Duleignos durch internationale
direkt intereſſiert ſind, haben gemeinſam für einen ehren
funzhelm vor einem tödlichen Unfall bewahrt worder
Truppen Oeſterreich das Mandat erhalten werde, mit
vollen Frieden gewirkt und ſo weit erfolgreich gewirkt.
ein. Abramowitſch hatte bis zum Mittag das Be=
Waffengewalt die Montenegriner aus Skutari zu vertrei
Ihre Vermittlung iſt, wie wir hoffen, heute wenigſtens
stſein nicht wiedererlangt
ben. Auffallend war geſtern der lebhafte Verkehr höherer
im Prinzip von den kriegführenden Parteien angenom=
Militärperſonen am Hoflager des Kaiſers in Schönbrunn
Paris 24. April. Bei Compiegne wurde
nen worden.
Der Chef des Generalſtabs Freiherr Konrad von
Hötzen=
halbſtündige Verſuchsfahrt mit einem von dem Luft=
Ich ſage nicht, daß nicht ſchwierige Punkte auftau
dorff erſchien dort und verweilte bis in die Abendſtunden
ſiffer Leprinco
erbauten lenkbaren Kugelballon
chen können und werden — ein ſolcher Punkt ſteht heute
im Schloß
ternommen, die durchaus gelang. Die Lenkbarkeit die=
Punkte, die auch heute noch
ſehr augenfällig vor uns —
Eine Zirkular=De=
H. B. Wien, 24. April
1000 Kubikmeter faſſenden Ballons wird mittels
dieſelben Eigenſchaften der Nachſicht, der Verſtändigung
peſche, die Graf Berchtold geſtern an die
ſeher Vier= und Zweiflügelſchrauben erzielt, die vor
und Anpaſſung und Bereitwilligkeit bedürfen, ſpezielle
Mächte richtete, verlangt, daß die Mächte an König
nenn 10 Zylindermotor getrieben werden. Man hält es
Intereſſen und Empfindlichkeiten einem beherrſchenden
Nikolaus ein Ultimatum richten ſollen, binnen 48
möglich, daß derartige Ballons für militäriſche Zweck
Ziele der gemeinſamen Erzielung eines dauerhaften Frie
Stunden Skutari zu räumen, widrigen=
Dienſte leiſten können
dens unterzuordnen, und ich denke, wir können ohne über
falls Oeſterreich=Ungarn im
Einverneh=
triebenen Optimismus hoffen, daß früher oder ſpäter oder
men mit, ſeinen Verbündeten ſeine poli
lieber früher als ſpäter wir das Ziel erreichen werden, nach
tiſchen Intereſſen ſelbſt wahren werde.
Vermiſchtes
dem wir ſo lange und ſo mühevoll geſtrebt haben. Der
Dieſer Depeſche war ein telegraphiſcher Auftrag an die
Premierminiſter ſchloß, indem er dieſe Methoden und die
— Die Nationalſpende für die Miſſior
öſterreichiſchen Botſchafter vorangegangen, bei den be
ſen Geiſt den Vertretern der Preſſe zum Vorbild empfahl:
ſtläßlich der Nationalſpende für das Kaiſerjubiläum
betreffenden Regierungen auf ſtrenge Maßregeln gegenüber
Die Regierungen der Großmächte ſind von einer gemein
Beſten der deutſchen Miſſion hat das deutſche Volk Ge
Montenegro zu dringen
ſamen Abſicht beſeelt, die die eigenen egoiſtiſchen und
ſpe=
enheit zu zeigen, daß es für die Arbeit der Miſſion
Wien, 24. April. Sämtliche Blätter befaſſen ſich
ziellen Intereſſen hintanſetzt. Aber in dieſem
demokrati=
ihm in den Kolonien und in Ueberſee unmittelbar und
mit der durch die Beſetzung Skutaris geſchaffenen
ſchen Zeitalter können die Regierungen die Führung nur
ttelbar hohen kulturellen und wirtſchaftlichen Nutzen
Lage und verlangen von der Regierung ſofortige ener
behalten, wenn die Völker folgen wollen und niemand
inggt, ein vertieftes Verſtändnis gewonnen hat.
Die
giſche Maßnahmen gegen Montenegro, entweder mit oder
mehr als die Preſſe kann die Atmoſphäre ſchaffen oder
iiſatoriſche Bedeutung der Miſſionsarbeit iſt nich
ohne Europa. Das Fremdenblatt findet eine Erklärung
vernichten, in der internationales Wohlwollen gedeihen
r zu beſtreiten. Ohne ſie können ungeheure Gebiete
afür, daß Skutari in den Beſitz Montenegros übergeher
konnte, darin, daß der europäiſchen Politik zwar nicht die
könnte.
den Europäer niemals die Grundlage eines dauernd
Einheitlichkeit, wohl aber die nötige Energie bisher
ge=
ſſicherten! Friedens gewinnen; vorausgeſetzt, wie das
ehlt hat, daß Europa nicht die für die Durchführung ſei
evangeliſcher Auffaſſung ſelbſtverſtändlich iſt, daß die
Grubenexploſion.
ner einheitlich gefaßten Beſchlüſſe notwendigen Mittel in
ion immer nur als ein Teil im ganzen dient. Längſt
* Pitts burg, 23. April. In der Cincinnati
Anwendung gebracht hat. Der Fall von Skutari bild
in das weltherrſchende England und Nordamerika die
einen Affront des europäiſchen Konzerts ohne gleichen
Grube in Finleyville (Pennſylvanien) erfolgte
iſſion ſo geſtellt, daß ſie wirklich großzügige Arbeit
Die Erregung, welche die öffentliche Meinung der
Mon=
eine Exploſion, welche die Grube in Brand ſetzte. Zur
ſſten kann. Ganz Nordamerika bringt für die Miſſion
rchie hierüber bekundet, iſt gewiß nicht unbegründet. Un=
Zeit der Exploſion waren 100 Mann in der Grube, von
rlich 69806 973 Mark auf, England 52243913 Mark.
er Publikum empfindet die Niederlage, welche die
euro=
denen bisher nur 20 geborgen werden konnten. Man
utſchland bleibt dahinter in beſchämendem Abſtand
zu=
je
päiſche Politik jetzt erlitten hat, um ſo ſchmerzlicher
fürchtet, daß die übrigen umgekommen ſind
noch nicht der zehnte Teil von den genannten Sum
größer und zahlreicher die Beweiſe von Langmut
gewe=
fließt der Miſſion zu, und zumeiſt ſind es immer wie=
* Pittsburg, 24. April. Bei der Exploſion
en ſind, welche die Monarchie in dieſer Kriſe bereits ge
dieſelben kleinen miſſionsfreudigen Kreiſe, die hie
in der Cincinnatigrube in Finleyville (Pennſylvanien)
liefert hat. Die Mächte haben ſich dadurch, daß ſie ſich
ganze Laſt tragen, obſchon ganz Deutſchland und nicht
120 Bergleute umgekommen ſein
ſollen
damit einverſtanden erklärten, den Widerſtand Montene
Siebzig Leichen ſind geborgen worden, die in der
jetzt ſeinen beſitzenden Klaſſen zugute kommt, was die
gros zu brechen, aber vor der Anwendung jener Mittel
Nähe der Ausgänge lagen. Dieſe Bergleute ſcheinen der
ſionen draußen an opferfreudiger Arbeit leiſten. Selbſt
zurückſchreckten, die hierfür erforderlich ſind, in einen
Exploſion ſelbſt entronnen, aber den ſchlagenden Wettern
ſo viel angefeindeter Miſſionshaſſer und Freidenker
für unſere öffentliche Meinung unverſtändlichen Wider
zum Opfer gefallen zu ſein. Ein durch die Exploſion ent=
Der jetzt zurückgetretene Gouverneur von Madagaskar,
pruch begeben. Das Fremdenblatt gibt ſich der
beſtimm=
ſtandenes Feuer war um Mitternacht gelöſcht
agneur, hat den Miſſionen bei ſeinem Abgang
folgen=
ten Erwartung hin, daß ſich Europa nunmehr endlich
ehrende Zeugnis ausgeſtellt: „Man muß bekennen,
entſchließen werde, nach dem Verſagen der bisherigen
dieſe Gegner ein gutes und nützliches Werk tun, ein
Maßnahmen auch ſchärfere Mittel anzuwenden, um für
ales Werk, das durchweg rühmenswert iſt. Sie haben
das verletzte Preſtige Remedur zu ſchaffen und den Wider=
Eingeborenen verſöhnt, indem ſie ſie als Menſchen be
Der Balkankrieg.
ſtand Montenegros zu brechen.
elten, ſie haben Schulen gegründet, ärztlichen Bei
Die Einnahme Skutaris
Die Londoner Botſchafterkonferenz
ind gewährt, Hoſpitäler eröffnet, mit einem Wort: ſich
Aus amtlicher montene
n Leuten gewidmet. Sie haben auf dem Gebiet der
* Cetinje, 23. April.
* London, 23. April. Wie das Reuterſche Bureau
Eſſad Paſcha unterzeichnete das
Pro=
biliſation eine Arbeit von Bedeutung getan, die wit
griniſcher Quelle.)
rfährt, ſollte die heutige Sitzung der Botſchafter
ur=
tokoll, betreffend die Uebergabe Skutaris. Die
iht
überſehen ſollten, beſonders wenn wir ſie mit der
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 25. April 1913.
Seite 8,
berwältigen. Es ſoll ein früherer Kavallerieoffizier
ſprünglich erſt am Donnerstag ſtattfinden, aber nach den
namens Galerani ſein.
offiziellen Empfang der Antwortnote der
Ver=
bündeten war beſchloſſen worden, die Verſammlung
bereits auf heute anzuſetzen. Die heutige Nachmittags
Die franzöſiſche Heeresverſtärkung
ſitzung, an der Miniſterpräſident Asquith, Viscount Mor=
* Paris, 24. April. Der Kriegsminiſter teilte heute
ley und Unterſtaatsſekretär Nicolſon teilnahmen,
beſchäf=
dem Heeresausſchuß der Kammer die
Zif=
tigte ſich hauptſächlich mit der Erörterung der Note der
Balkanſtaaten, die als annehmbare Grundlage
ern der normalen und verſtärkten
Mann=
für den Friedensſchluß angeſehen wurde. Die
chaftsbeſtände in den einzelnen Trup=
Botſchafter kamen in dem Wunſche und mit der Erwar
penteilen mit. Demnach würden u. a. die Infanterie
tung zuſammen, daß bis zu der nächſten Sitzung Schritt
Kompagnien der Deckungstruppen 220 Mann und die im
für eine neue Demarche getan werden, durch die die
Frie=
denspräliminarien feſtgeſetzt werden können. Es wird als
Innern des Landes 154 Mann ſtark ſein. Die
Kavallerie=
wahrſcheinlich angeſehen, daß die Mächte als Vermittle
Regimenter werden 810, die berittenen Artillerie=Batterien
unter Zugrundelegung der als wahrſcheinlich bereits be
der Deckungstruppen 154 und die Truppen im Innern
de=
kannten Bedingungen die Friedenspräliminarien ſelbſt
formulieren werden. Darüber war jedoch keine endgül
Landes 121, die Batterien der Fußartillerie der
Deckungs=
tige Mitteilung zu erlangen. Auch der Fall Sku
ruppen 176 und die im Innern des Landes 132, die
Genie=
taris wurde erörtert. Im allgemeinen war es die
An=
korps der Deckungstruppen 220, im Innern des Landes
ſicht der Diplomatie, daß dieſes Ereignis nicht ſehr kla
154 Mann ſtark ſein. Die Fliegerabteilungen werden 66
ſei. Zuerſt war man der Meinung, daß es leicht eine
weitere Verwickelung der Lage herbeiführen könnte. Spä=
und die Luftſchifferabteilungen 167 Mann ſtark ſein.
ter griff der Eindruck Platz, daß Montenegro, nachden
(Schluß des redaktionellen Teils.)
es ſein Ziel erreichte, ſich leichter werde den bereits zun
Ausdruck gebrachten Anſichten der Mächte fügen können
Amtliche Nachrichten hierüber wären nicht zu erhalten
Für den Augenblick jedoch wäre, da die Anſichten der
Mächte und die Abſichten Montenegros noch nicht bekann
ſeien, es als nutzlos zu erachten, Vermutungen anzuſtel
len, und es wäre zu hoffen, um mit den Worten eines
Diplomaten zu ſprechen, daß alles ſich dem Frieden
nähere.
Uneinigkeit der Verbündeten
* Semlin, 23. April. Serbiſche
Militär=
kreiſe halten den Krieg mit Bulgarien als un
mittelbar bevorſtehend. Man rechnet mit der
verminder=
ten Schlaafertigkeit der Bulgaren, deren Heere durch den
gegenwärtigen Krieg erſchöpft ſeien, während Serbien
mit Ausnahme weniger Diviſionen nur wenig gelitten
habe.
gewinnt die
* Paris 23. April. Beunruhigende
Nach=
vortreffliche
richten trafen heute vormittag aus Saloniki ein. Die
Bulgaren beginnen mit einem großen Teil ihrer
Qualitäts-
Truppen an der Tſchataldſchalinie die griechiſchen
1b
Die Zahl der bul=
StU LIMN
Stellungen zu umfaſſen.
gariſchen Streitkräfte, die in Betracht kommen, beträgt
Cigarette
90000 Mann. Gerüchtweiſe verlautet, Bulgarien werde
Griechenland ein Ultimatum ſtellen. Serbien ſoll in
.
vorliegenden Fall auf griechiſcher Seite ſtehen.
Letzte Nachrichten.
Landschaftsgärtnerei
Anlage und Unter
Miniſterpräſiden
* Petersburg,
24. April.
Geſchow hat der Nowoje Wremja aus Sofia telegra
haltung von Gärten
Kudolf rlank
phiert, daß zwiſchen Serbien und Bulgarien nur Rußland
1
37
:: jeden Stiles.
Schiedsrichter ſein könne. Bulgarien habe unbegrenztes
Moosbergstrasse 24
(B9251
Vertrauen auf die Gerechtigkeit und Unparteilichkeit
Ruß=
lands
Die Zirkularnote Oeſterreich=Ungarns an die Mächte
(*11196
* London, 24. April. Das Reuterſche Bureau er
Statt Karten!
fährt: Die Zirkularnote Oeſterreich=Un
garns an die Mächte beſagt, Oeſterreich=Ungart
kann es nicht geſtatten, daß die Lage, die
Anna Strube
durch den Einzug der Montenegriner in Skutari entſtan
den iſt, ſo bleibt wie ſie iſt. Da das Preſtige der
Hch. Hundsdorf
Mächte verletzt worden iſt, ſo ladet Oeſterreich=Ungarn die
Mächte ein, einen Entſchluß zu faſſen über die Schritte, die
VERLOBTE
zur Wiederherſtellung des Preſtiges unternommen werden
ſollen. Oeſterreich=Ungarn erklärt, falls die Mächt=
Darmstadt
Rotenburg a. d. Fulda
einen ſchnellen Entſchluß nicht faſſen
kön=
nen, würde es gezwungen ſein, ſelbſt Garantier
25. April 1913.
dafür zu ſchaffen, daß der Entſchluß der Mächt
reſpektiert werde, und daß die Montenegriner Skutar
räumen. — In gut unterrichteten hieſigen Kreiſen hält
man die Lage nicht für gefährlich.
Man
erklärt, daß es ſich nicht um eine rein öſterreichiſche Frag
handelt, ſondern um eine Entſcheidung ganz Europas, di
Todes=Anzeige.
durch die Einnahme Skutaris verletzt worden iſt. Es
müſſen demnach Mittel ergriffen werden, um dem ein
Verwandten, Freunden und Bekannten
mütigen Entſchluß aller Mächte Achtung zu verſchaffer
Man betont, daß es ſich um einen wohlerwogenen Ent
die traurige Mitteilung, daß unſere liebe, gute
ſchluß handelt und daß man Montenegro zur unverzüg
Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schweſter,
lichen Räumung Skutaris veranlaſſen müſſe. Die Frage
Schwägerin, Tante und Großtante
(*11228
ob für dieſe Räumung Kompenſationen zu gewähren ſind
könne ſpäter erfolgen. Bis Mitternacht war von der Zir
kularnote Oeſterreich=Ungarns in London nichts bekannt
Lord Asquith hatte noch keine Kenntnis von dieſer Not
Frau Berta Kronung Wne
gehabt, als er bei dem Bankett der ausländiſchen Preſſe
Vereinigung ſprach,
geb. Eisengart
nach langem, ſchwerem Leiden ſanft in dem
Letzte Nachrichten.
Herrn entſchlafen iſt.
Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Mannheim, 24. April. Die Jury der diesjährigen
Familie Krönung, Darmſtadt,
Künſtlerbund=Ausſtellung in Mannheim erkannte den
Wingertsgäßchen 12
Villa=Romana=Preis (je ein Jahr freier Auf
Georg Eiſengart, Frankfurt a. M.=Rödelheim,
enthalt in Florenz mit je 2000 Mark Beihilfe) dem
Bild=
hauer Erich Stephani=Berlin und dem Maler Car
Familie Chriſtian Eiſengart, Frankfurt a. M.
Caſpar=München zu.
Familie Friedr. Kugel=Eiſengart,
Hannover, 24. April. Gegenüber der Blättermel
Frankfurt a. M.
dung, daß Oberpräſident v. Wentzel zurücktreten un
durch den Regierungspräſidenten von Kaſſel, Grafen vo
Darmſtadt, den 24. April 1913.
Bernſtorff. erſetzt werde, wird von zuſtändiger Seit
erklärt, daß dieſe Kombinationen vollſtändig aus der
Die Beerdigung findet am Samstag, der
Luftgegriffen ſeien
26. April, nachmittags um 5 Uhr, vom Leichen=
Sacramento, 24. April. Die Legislatur beſchloß
hauſe des Beſſunger Friedhofes aus, ſtatt.
die Verhandlungen über den Geſetzentwurf betr
den Grunderwerb durch Ausländer in Ka
lifornien und die Veröffentlichung des in
Vorbereit=
ung befindlichen Zuſatzantrages bis zur Ankunft Bryans
zu vertagen
Paris, 24. April. Aus Toulon wird gemeldet
Todes=Anzeige.
der Obermaat Verdier wurde verhaftet, weil er in
Verdacht ſteht, den Einbruch auf dem Torpedo
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
bootszerſtörer „Laquennet” verübt
zu haber
und dabei den Wachtpoſten erſchoſſen zu haben
Unſer liebes
(9699
Paris, 24. April. In Montier (Ardennen=
Departe=
ment) zogen nach der Rekruten=Geſtellung eine Anzah
Gretel
Syndikaliſten unter Abſingen von Liedern unter
Voran=
tragen einer roten Fahne durch die Stadt und veran
iſt nach kurzem, ſchwerem Leiden im Alter vor
ſtalteten Kundgebungen gegen die
drei=
8 Jahren zu ſeinem Vater gegangen.
jährige Dienſtzeit. Die Polizei ſchritt ein. Es
ge=
lang ihr, die Demonſtranten trotz Gegenwehr zu über=
Im Namen
wältigen
der ſchwer betroffenen Hinterbliebenen:
Frau Eliſe Trietſch Wwe.,
Bologna, 24. April. Im Palaſt des Fürſten Her
Marianne Trietſch
kolani verlangte geſtern ein fremder Eindringling un
Darmſtadt, den 24. April 1913.
ter Drohung mit einem Revolver na
mens der Schwarzen Hand die ſofortig
Die Beerdigung findet am Samstag, nachmit
Zahlung von 1000 Lire von der Fürſtin. Der Fürſtin
ge=
tags ½3 Uhr, von der Friedhofskapelle aus
lang es aber, zu fliehen und die Dienerſchaft, ſowie die
ſtatt
Polizei zu alarmieren. Nach langer Belagerung gelang
es, den ſich durch Revolverſchüſſe wehrenden Räuber zu
Nummer 96.
Sie kennen doch alle Juſtus von Liebig?
Den berühmten Chemiker? Nun, kein Geringerer als er
Vhat vor 74 Jahren den hohen Wert der Sodener Ge
meindeheilquellen nachgewieſen. Vornehmlich aus zweien
yder wichtigſten dieſer Quellen werden Fays ächte Sodene
5 Mineral=Paſtillen hergeſtellt, und die längſt anerkannte
V Wirkſamkeit der Fay’ſchen Paſtillen bei allen Katarrher
der Luftwege, Heiſerkeit, Huſten, Indispoſition erklärt ſich
Wdamit von ſelbſt. Man achte aber auf den Namen Fay u.
Vweiſe Nachahmungen zurück. Beſonderes Kennzeichen
Amtliche Beſcheinigung des Bürgermeiſter=Amtes Bad
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weißen Turm, ſowie in Apoth., Drog. u. Parf. (V,5661
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Vertreter: Haas & Bernhard, Rheinstr
Gottesdienſt der israelitiſchen Religionsgemeinde.
Haupt=Synagoge (Friedrichſtraße 2).
Freitag, den 25. April:
Vorabendgottesdienſt 7 Uhr 30 Min=
Samstag, den 26. April
8 Uhr 30 Min. Sabbatausgang
Morgengottesdienſt
8 Uhr 25 Min.
Gottesdienſt in der Synagoge der israelitiſchen
Religions=
geſellſchaft.
Schluß des Peſſach=Feſtes
Montag, den 28. April:
Vorabend 7 Uhr 20 Min. Morgens 7 Uhr. 45 Min
Nachmittags 5 Uhr. Abends 8 Uhr 30 Min.
Dienstag, den 29. April:
Morgens 7 Uhr 45 Min. Nachmittags 5 Uhr.
Feſtes=
ausgang 8 Uhr 40 Min.
Wochengottesdienſt von Mittwoch, den 30. April, an:
Morgens 6 Uhr. Nachmittags 7 Uhr
Abends 8 Uhr 40 Min.
Todes=
Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten die
traurige Nachricht, daß meine gute Frau, unſere
geliebte Mutter und Schwiegermutter (*11135
Frau Apollonia Geißler
geb. Kiſſel
heute abend 7½ Uhr nach langem, ſchwerem
Leiden, verſehen mit den hl. Sterbeſakramenten,
ſanft entſchlafen iſt.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Lokomotivführer Georg Geißler
und Kinder,
E. Wernecke
Darmſtadt, den 23. April 1913
Die Beerdigung findet ſtatt: Samstag, den
26. April, nachmittags 3½
Uhr, vom Portale
des Friedhofes aus
Dankſagung.
Für die uns beim Hinſcheiden meines lieben,
unvergeßlichen Gatten, unſeres Bruders, Schwagers
und Onkels
(*11174
Herrn Sebastian Störtzel
Schlosser
erwieſene liebevolle Teilnahme, ſowie für die
zahlreichen Blumenſpenden, ſagen wir herzlichen
Dank
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 23. April 1913.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe aufrichtiger Liebe und
Teilnahme bei dem uns ſo ſchwer betroffenen Ver
luſte meiner lieben, treubeſorgten Frau, unſerer
Mutter, ſagen wir allen Verwandten, Freunden
und Bekannten, beſonders Herrn Pfarrer Rücker
für die troſtreichen Worte am Grabe, den
Ge=
meindeſchweſtern für die liebevolle Pflege, der
Kampfgenoſſenſchaft, ſowie für die überaus
zahl=
reichen Blumenſpenden unſeren tiefgefühlteſter
(9718
und herzlichſten Dank
Im Namen der treuernden Hinterbliebenen:
Ludwig Schwarz, Hochbauaufſeher i. P.,
Philipp Schwarz, Bildhauer
Darmſtadt, den 24. April 1913.
Nummer 96.
Darmſtädter Tagbkatt, Freitag, den 25. April 1913.
Seite 9.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das von Weſten her vordringende Tief ſtellt uns
einen Witterungsumſchlag in Ausſicht.
Statt besonderer Anzeige.
Ausſichten in Heſſen für Freitag, den 25. April
Trüb mit Regenfällen, mild.
Heute früh ist unser lieber Gatte, Vater, Grossvater, Schwiegervater,
Tageskalender.
Bruder und Schwager
(IV,9698
Großh. Hoftheater, Anfang 8 Uhr, Ende 11 Uhr
(Sondervorſtellung): „Die Jungfrau von Orleans”
Saalbautheater, Anfang 8 Uhr: „Autoliebchen”
Vortrag von Univerſitätsprofeſſor Dr. Immiſch um
8½ Uhr im „Fürſtenſaal” (Vereinigung der Freunde des
Gch. Justiarat Dr. jur. Karl Albrecht Weiss
humantſtiſchen Gymnaſiums)
Vortrag von Fräulein Ammann um 8½ Uhr in der
Landgerichtsrat i. P.
Turnhalle am Woogsplatz (Mazdaznan=Kochkurſus)
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Konſer=
vatoriums um 4 und 6 Uhr im Saal „Zur Traube‟.
nach kurzer Krankheit sanft dem Herrn entschlafen.
Verſteigerungskalender
Samstag, 26. April.
Darmstadt, den 24. April 1913.
Bauholz=
Verſteigerung um 10 Uhr im ehe
maligen Lokomotivſchuppen der Heſſ. Ludwigsbahn.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Großh. Hofbibliothek, geöffnet Montag bis Freitag
Angelika Weiss, geb. Erdmann,
von 9—1 Uhr und nachmittags von 3—5 Uhr, Samstag
von 9—1 Uhr.
Amtsrichter Gustav Weiss u. Familie, Offenbach a. M.,
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei
Augenarzt Dr. Ed. Weiss u. Frau, Offenbach a. M.,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
Luise Appel, geb. Weiss,
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
Augenarzt Dr. Georg Appel.
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
Die Beerdigung findet statt: Samstag, den 26. April, nachmittags 3 Uhr, die Einsegnung
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
¼ Stunde vorher Mathildenstrasse 42, I.
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
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(*11173fs
Nummer 96.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 25. April 1913.
Seite 10.
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Morgen, Samstag, den 26. April
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der Saison, der gewaltigsten Filmschöpfung aller Zeiten:
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Die Trägödie einer untergehenden Welt in 6 Akten von Henrik Sienkiewicz.
Spieldauer ca. 2½ Stunde.
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Passepartouts und Vorzugskarten sind für die Dauer dieser Vorführung ungültig.
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Nummer o.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 25. April 1913.
Seite rf.
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Werktag, vorm. um 10 Uhr, ſtatt.
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DerTodin Sevila
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Mit „Der Tod in
Se=
villa” hat die Aſta Nielſen=
Urb. Gad=Filmſerie 1912/13
ihren Abſchluß gefunden.
Aus dieſem Anlaß dan
ken wir dem Publikum, das
ie Arbeit dieſ. beid. Künſt
er mit einer
ſounerhörtſtei=
enden Begeiſterung
aner=
annt hat und damit
doku=
mentierte, daß kein
Dar=
teller in der Gunſt des
Publikums mit Aſta
Niel=
en, und kein Schriftſteller
und Regiſſeur mit Urban
Gad in einem Atem ge
nannt werden kann. Wir
freuen uns deswegen,
un=
erem treuen Publikum
chon heute für die nächſte
Saiſon wiederum eine Aſta
Nielſen=Urban Gad=Serie
verſprechen zu können.
Der Meiſter des Films,
rban Gad, wird ſie mit
ſeiner Phantaſie und ſeinem
Geſchmack ſchreiben u. ſeine
unvergleichl. Primadonna,
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Temperament geben.
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Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 25. April 1913.
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Er war ein lein wenig neugterig, der glte Dolter
Frau Barbara einen ſtummen Gruß zugenickt hatte, trat
Ortmann, und fragte draußen: Wohl die Braut unſeres
Das Stärkſte.
er zu dem Kranken, der im leiſen Halbſchlummer gelegen
Kranken, die junge Dame?
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und durch den ſchnellen Eintritt des Arztes wach gewor
Nein, es iſt meine Tochter, Herr Doktor
(Nachdruck verboten)
37)
den war.
So, ſo! Nun, ich glaubte nur Dann wird ja die
Frau Barbara beugte ſich dicht zu ihr hinab und
Die Unterſuchung mußte Doktor Ortmann befriedigt
Vorſicht nicht vonnöten ſein, und Frau Bruns verſtand
flüſterte mit erſtickter Stimme an ihrem Ohr: Laß uns
haben. Er lächelte, als er Hörrohr und Hammer in die
mich wohl nicht. Dann fuhr er ab
beten, Signe!
Pelztaſche ſchob und das Fieberthermometer ausſchraubte.
Sibylle Frank wollte froh ſein, verſuchte ihr Herz in
Sie preßte ihr Geſicht noch feſter in der Sprechenden
Sie haben uns arg in Sorge gebracht, lieber Freund,
leichte Hände zu nehmen und ihm ein ſchattenloſes Freuen
Schoß und wußte nicht, wie lange ihr Herz in heißem
ſcheinen nun aber vernünftig werden zu wollen. Er führte
zu zeigen. Und ſie mußte es doch beim Verſuch laſſen
Flehen und ſtummer Qual lag
das Thermometer ein. So! Ein Weilchen! . . . Dann las
Denn wenn das alles ſo war, wie ſie ahnte, kam nun mit
Eine leiſe Berührung ihrer Schulter ließ ſie hochfahren.
er ab und lächelte wieder. Gut, ſehr gut! Ein hübſches
gewiſſen Schritten eine neue Sorge, ein neues Leid
, ,
Sie ſah in ihrer Mutter Geſicht, zu dem mit ihr Frau
Stück runter. Ich habe Ihnen zur Belohnung für das
für manche, und für ſie nicht zuletzt.
Barbara herblickte. Ein gewiſſes Hoffen kam aus dieſem
ſtrikte Abweiſen unſeres allſeitigen Gevatters auch etwas
Bei ihrer Rückkehr in das Zimmer fand ſie Frau Bar=
Geſicht, das auch einem ſcheuen Flüſtern den Klang gab:
Schönes mitgebracht. Er winkte Frau Barbara zu, die
bara am Bett ſitzend und Hennings Hand in der ihrer
Henning ſchläft. Nun wollen wir hoffen mit gewiſſen
ihn ſofort verſtand und ſich langſam dem Bett näherte.
haltend. So war es gut, und ſo mußte es ſein: Der Platz
Herzen.
Nun fanden die fragend auf den Arzt gerichteten
an dieſem Krankenlager war auf das vollkommenſte aus
Durch zweier Menſchen Sinn zuckte es wie das Hoch=
Augen Hennings das liebe Geſicht. Er ſtieß einen leiſen
gefüllt, und ſie war überflüſſig geworden. Obgleich es
flammen erſten Sonnenſtrahls nach dem toten Dunkel
Freudenſchrei aus und ſtreckte beide Hände hin. Mutter,
töricht war, das zu empfinden, was Sibylle Frank jetzt
der Nacht, und die Arme zweier Menſchen, die Arme Frau
Mutter! Dieſe liebe Ueberraſchung. Du Gute
empfand — eine leichte Bitternis nämlich —, durfte man
Barbara Bruns’ und die Arme Signe Franks, ſchlangen
Mein Junge! Sie beugte ſich tränenden Auges über
doch ſagen, daß es der menſchlichen Weſensart entſprach,
ſſich um den Körper der Hoffnungskünderin und zogen ihn
und küßte ihn auf die Stirn.
ſo zu fühlen. Sie iſt hinſichtlich dieſes Punktes leicht zur
ihn
dicht zu ſich heran.
Empfindlichkeit geneigt und macht ſich ein eigenes Ver
Doktor Ortmann ſchob ſie ſanft zurück. Nun iſt’s gut
So blieben ſie lange, wie unlösbar zuſammengehörend,
gnügen daraus, mit dem, was „Zurückgeſetztſein” heißt,
verehrte Frau Bruns!. Er zog ſie ſanft beiſeite und
traten dann, einem ſtummen Einvernehmen folgend,
be=
flüſterte, auf die ſchlafende Signe weiſend: Die noch
bevor=
lebhaft zu kokettieren
hutſam an das Bett und beugten ſich für Sekunden über
Vielleicht wurde ſich Sibylle Frank über die
Bedei=
ſtehende andere Ueberraſchung für unſeren Kranken ver
den Schlafenden, und waren ſtill des frohen, grünen
tung des ſie beſchleichenden Empfindens auch gar
nich=
mitteln Sie nachher wohl ſelbſt, möglichſt vorſichtig. Wir
Hoffens voll: es wird zum Leben gehen
klar. Sie nickte der Mutter Hennings mit einem leiſen
dürfen ihm noch nicht zu viel zumuten. Aber wir ſind
Doktor Ortmann beſtätigte es ihnen.
Lächeln zu und verließ das Zimmer ſofort wieder, um in
wohl gewiß über den Berg.
Er kam ſchon im Frührot und war im erſten
Augen=
der Küche für einen Imbiß Sorge zu tragen. Ganz leiſe
Er ſprach leiſe noch ein paar ſcherzende Worte zu
blick überraſcht, die beiden fremden Frauen zu finden.
ſchlich ſie hinaus, damit die noch immer feſt ſchlafende
Henning und empfahl ſich mit der Zuſicherung, morgen
Signe ſah er, nach dem Abebben ihrer Angſt von Müdig=
Signe ja nicht geſtört werde.
wiederkommen zu wollen.
. . „
leit übermannt, auf der Baſe Schlotterbecks Platz im
Es war wie heilige Sonntagsfrühe in dem Gemach
Sibylle Frank geleitete ihn vor die Tür=
Nummer 95.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 25. April 1913.
Seite 14.
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und weitum in der Welt. Kein ſtörender Laut drängte ſich
Und Signe, noch in halber Bewußtloſigkeit deſſen, was
Sei geduldig. Warte, warte noch ein Weilchen. Kennſt
vor, und die blanke Morgenſonne ſah mit jungem Leuchten
ſie tat, neigte den ſchönen Kopf und flüſterte: Ja, ein
Du’s nicht mehr aus Deinen Knabentagen, das ſchöne
in den Raum.
rechtes Glück
Und nun ſchlafe, ſchlafe erſt.
Lied? Alles zur Zeit. . . .
Mutter und Sohn waren des ſtillen Beieinanderſeins
Wer ſie ſo, mit dem hellen Leuchten auf ihren Ge=
Du darfſt Dich nicht aufregen. Du mußt Dich noch ſehr
und des beglückenden Sichwiederhabens von ganzem
Her=
in acht nehmen
ichtern und den feſt ineinander gelegten Händen, ſich ein
zen froh und gaben ſich dieſem Frohſein in ſtummer Zwie
Und Signe, Mutter, wann kommt ſie?
ander gegenüber ſah, der war überzeugt: Hier bindet die
ſprache ihrer Seelen hin, bis der plötzlich ſich geltend
Bald
Liebe mit ſtarkem, unzerreißbarem Seil
, ,
machende Gedanke an Signe Frau Barbara die Lippen
Eine Tür ging. Hennings Augen weiteten ſich und
Auch die ſtill heimlich beobachtende Frau hinter ihnen
öffnete
leuchteten im hellen, freudezitternden Glanz. Jetzt komm
ſah, daß es ſo war. Hier ſprang Herz zu Herz, brannte
Behutſam und fein leitete ſie die nötige Eröffnung ein.
ſie
Mutter, flüſterte er.
Blut zu Blut
So geht es in der Welt, mein lieber Junge, begann
Frau Barbara bewegte verneinend den Kopf. Es iſ
Nach Sekunden zog ſie Signe ſanft zurück. Nun heißt’s
ſie ganz leiſe, während ſie ſeine Rechte ſtreichelte. Dem,
ein
anderer
Ruhe, Henning, und ſpäter kommt das lange Erzählen
der ein beſtimmtes Ziel verfolgt, rollt das Schickſal einen
Die Baſe Schlotterbeck war aus der Kammer nebenan
Er nickte Signe mit einem glücklichen Lächeln zu, ehe
Stein in den Weg und läßt ihn darüber zu Fall kommen
in das Zimmer getreten und hatte die Tür hart geſchloſſen
ſie beiſeite trat, und ſchloß dann erſchöpft die Augen. Au
wie Dich. Und einem anderen, der alles andere wollte,
Das ſcheuchte Signes Schlaf. Sie fuhr wirr auf und
der Grenze zwiſchen Wachſein und Schlaf, in einem
Zu=
nur das eine nicht, was ihm dann wirklich widerfährt
ſprang erſchrocken auf ihre Füße
ſtande der Dämmerung ſahen ihn noch Stunden. Erſt
gibt es leicht und mühelos vollauf, wie mir
Aber es wird nun nicht mehr lange dauern, redete
gegen Mittag ſpann ſich eine geſunde, traumloſe Bewußt
Frau Barbara mit heimlichem Ueberlegen laut weiter.
Henning ſah ſeine Mutter verſtändnislos an. Ich
loſigkeit um ſeine Sinne und führte ihn auf ſtarken Armen
Und ich will ſehen, ob Signe noch nicht kommt.
weiß nicht
und mit gewiß ſchreitenden Füßen der Geneſung entgegen.
,
Sie erhob ſich und winkte Signe, die nun unterrichtet
Man rüſtete ſich zur Nacht. Sibylle Frank hatte ein
Nein, grüble auch nicht. Wiſſe nur, daß eine glücklicher
war
und ſich in Haſt das Haar glatt ſtrich.
leerſtehendes Zimmer auf der anderen Seite des Flurs
Zufall mein Reiſegenoſſe war . . und daß Du Dich nicht
Dann vergingen noch Sekunden, während deren Ver
um Schlafraum für Signe und ſich hergerichtet. Frau
mehr zu ſorgen brauchſt.
rinnens Hennig mit geſpanntem Ohr und wildpochendem
Barbara wollte die Krankenwache übernehmen
Ein ſanft aufglimmendes Verſtändnis ſpiegelte ſich in
Herzen lag, eine Schwäche ihn zu übermannen drohte
Ein mit purpurnen Roſenwölkchen geſchmückter Abend
Hennings Augen. Du ſprichſt von Signe, Mutter? Sage
und das Blut ein wildes Kreiſen begann, daß er die Hände
himmel hing wie ein wunderſames Gewand über der Erde
es ſofort Du haſt ſie gefunden? Er hatte ſich vor
Er=
in das Bett krallte und mit den Zähnen knirſchte, um ſtark
und gab der Ebene im Schnee einen ihre ſtarre Schönheit
regung halb aus den Kiſſen aufgerichtet und ſah Frau
Bar=
zu bleiben
verklärenden Schimmer. Der Wind, der den ganzen Tag
bara mit ſtarren, weitgeöffneten Augen an. Wo iſt ſie?
Und nun führte ihm ſeine Mutter, Signe an der Hand
über hohlklingend vom nahen Wetterumſchlag erzählt
Sie iſt nicht fern, aber werde erſt ruhig, lege Dich
haltend, die voll heißer Sehnſucht Geſuchte herzu. Und
hatte, war ſchlafen gegangen. Es war ſo friedſam und
vor
allen Dingen nieder
es war ihm, als brächte ſie ihm die Braut.
till weitum, als ſei niemand auf der Welt
Nicht fern? O, ſo hole ſie mir, das wird meine Ge
Er ſtreckte ihr beide Hände entgegen und ſagte leiſe
(Fortſetzung folgt.
neſung ſein, wenn ſie kommt,
und innig: Signe, das iſt ein rechtes Glück!
Nummer96.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 25. April 1913.
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Nummer 96.
Darmſtädter Tagblatt, Freitag, den 25. April 1913.
Geite 18.
und vorgeſchriebener Mindeſthöhe von 70 Metern (250
Selige
Berliner und Hamburger Gemeinde). Auch die Zahl
Mark). Der vierte Wettbewerb iſt ein
Geſchwindigkeits=
von 5—10000, wie ſie die meiſten Gemeinden aufweiſen,
ennen, für das Preiſe von 15000 Mark zur Verfügung
ſchließen immer noch eine intenſive Seelſorge aus.
Da=
tehen. Es iſt hier zum erſten Male ein gemeinſamer
gegen habe der Sulzeſche Gedanke der Schaffung von
Start vorgeſehen, ſo daß ſich ein intereſſantes Bild dar=
Seelſorgebezirken bei Maſſengemeinden weithin in
Deutſch=
bieten wird. Ein= und Zweidecker ſtarten getrennt in
land Eingang gefunden. Dennoch ſei das Geſamtbild
zwei Hauptklaſſen. Innerhalb dieſer werden Unterklaſſen
auch hier ein wenig erfreuliches, da nur in wenigen
Ge=
nach der Motorſtärke gebildet. Es müſſen mindeſtens
meinden die Bezirke wirklich lebendige Organismen ſeien.
wei Bewerber in jeder Unterklaſſe ſtarten, ſonſt fällt der
Für die Zukunft ſei eine Zurückdrängung des
Perſonal=
betreffende Wettbewerb aus. In den einzelnen Gruppen
gemeindeweſens und der völligen interparochialen
Frei=
wird gleichzeitig geſtartet. Die Flugſtrecke beträgt für alle
zügigkeit entſchieden zu fordern. Das kirchliche Vereins=
Rennen etwa 10,0 Kilometer hin und 10,0 Kilometer
weſen, richtig gehandhabt, ſet ein notwendiges
Organi=
zurück. Bei dem Rennen muß von jedem Bewerber eine
ationsmittel. Während die von Sulze angeregten Haus=
Höhe von 200 Meter erreicht werden. Nennungen müſſen
väterverbände nur wenig Verwirklichung gefunden hätten
bis zum 17. Mai, 6 Uhr abends, bei der Geſchäftsſtelle
ſei die Erbauung von Gemeindehäuſern vorwärts
geſchrit=
der Flug= und Sportplatzgeſellſchaft Berlin-
Johannts=
ten. Im ganzen ſei, zum allergrößten Teil durch die von
Sulze befruchtete Gemeindereformbewegung
hervorge=
hal, Berlin, Potsdamerſtraße 112, eingegangen ſein. Die
Oterr
Wettbewerbe ſind im übrigen offen für Flugzeuge, die von
rufen, ein erheblicher Fortſchritt in der Gemeindeorgani=
Mitgliedern der Flugzeugkonvention des Vereins
Deut=
ſation zu beobachten, aber noch ſei lange nicht alles von
GRE
ſcher Motorfahrzeug=Induſtrieller hergeſtellt ſind, ſowie
dem verwirklicht, was der Gemeindetag wolle, darum
werde dieſer weiter arbeiten an der Verwirklichung ſeines
Flugzeuge des Heeres und der Marine. Auf Antrag
können mit Genehmigung der Flugzeugabteilung des
Zieles: Gemeindeorganiſation, nicht um der Organiſation
deutſchen Luftfahrer=Verbandes auch andere Flugzeuge
willen, ſondern ſolche Organiſation, die mithilft, daß
unſere Gemeinden lebendige Organismen werden. In
zugelaſſen werden, jedoch müſſen dieſe beſondere
Abnahme=
der angeregten Ausſprache wurden einige Einwendungen
Bedingungen erfüllen.
gegen die Ausführungen des Referenten echoben,
anderer=
ſeits fanden dieſe auch Zuſtimmung und wertvolle
Er=
gänzungen. Abends 6 Uhr fand in der Frauenkirche ein
Sport, Spiel und Turnen.
Feſtgottesdienſt ſtatt, in welchem Herr Superintendent
Georg K.ugsmalzi Akl.6
sr. Trabrennen zu Mariendorf. 2000 Mark, Diſtanz
D. Cordes=Leipzig die Predigt hielt. Der Tagung ging
Dresden t.
800 Meter: 1. Hrn. A. Lichtenſteins Margarete Medium
voran eine trefflich ausgeſtaltete und ſtark beſuchte muſika=
Grössfe deutsche
(Großmann), 2. Ficus I (Wiltſhire), 3. Erle (Schleier).
liſche Abendandacht am Montag, den 21. April, in der
Tot. 15:10, Pl. 11, 12, 11:10. Unpl.: Caruſo (4), Paloma,
Ligatettenfabrike
Dreikönigskirche mit einer Anſprache des 81jährigen P. em.
Martha H, Don Quichote, Angeli, Medium Crown. Ueber=
Sulze=Dresden, aus deſſen Ideen der Evangeliſche Ge=
(ss
E
legen 3—2 Lg. — Preis von Friedenau; 2200 Mark, Diſtanz
neindetag herausgewachſen iſt. Außerdem fand am Abend
2400 Meter: 1. Stall Klausners Oſterfriedrich (Großmann),
des gleichen Montags eine zwangloſe Begrüßungsver=
2. A. S. (W. Lemzer), 3. Unfug (O. Lemzer). Tot. 17110,
ſammlung der Teilnehmer am Gemeindetag ſtatt,
Kongreſſe und Verbandstage.
Pl. 15, 13, 24:10. Unpl.: Patriot I (4), Herbert,
Burg=
tern, Eiche. Ueberlegen 3—1 Lg. — Ahorn=Preis; Ehren=
4. Evangeliſcher Gemeindetag in Dresden.
preis und 1500 Mark Diſtanz 2400 Meter: 1. Stall Ger=
Luftfahrt.
Von einer großen Teilnehmerſchar aus allen
manias Miß Good (Perner), 2. Idol (Beſ.), 3. Blaufuchs
Gauen Deutſchlands beſucht, nahm der 4. Evangeliſche
Ge=
sr. Die Ausſchreibung für die Flugwoche
(Beſ.). Tot. 13:10, Pl. 12, 22:10. Unpl.: Ananas
Hof=
meindetag ſeinen Anfang. Nach Schriftverleſung und Ge=
Berlin-Johannisthal, die unter dem
Protekto=
meiſterin. Sehr leicht 2—10 Lg. — Buddenbrock=
Memo=
bet durch Herrn Konſiſtorialrat Superintendent Dr.
rate des Kaiſerlichen Aero=Klubs, Kaiſerlichen
Automobil=
rial; Ehrenpreis und 16000 Mark, Diſtanz 2600 Meter:
Költzſch=Dresden eröffnete der Vorſitzende, Herr Pfar=
Klubs und des Berliner Vereins für Luftſchiffahrt vom
Stall Klausners Adbell Toddington (Großmann), 2.
rer Stock=Lichterfelde, die Tagung mit einer Anſprache,
25. Mai bis 1. Juni vor ſich gehen wird, iſt jetzt fertig=
Siegmund (W. Lemzec), 3. Rotdorn (Wiltſhire). Tot.
in welcher er die Ziele und Aufgaben des Evangeliſchen
geſtellt und vom Deutſchen Luftfahrerverband genehmigt
1:10, Pl. 10, 11, 10:10. Unpl.: Long Ago (4), Angeli,
Gemeindetages darlegte. Dieſe ſeien: Die
Lebendigmach=
vorden. Veranſtalterin iſt die Flug= und Sportplatzgeſell=
Alice Wainſcott, Mango. Ueberlegen 3—2 Lg. — Preis
ung der Einzelgemeinde durch Zuſammenſchluß der
Ge=
chaft Berlin-Johannisthal, der an Preiſen 56000 Mark
von Daglfing; 2500 Mark, Diſtanz 2600 Meter: 1. Hrn.
meindeglieder, Weckung des gemeindlichen Heimatgefühls,
zur Verfügung geſtellt worden ſind, und zwar 25000 Mark
L. Beermanns Baden (Dieffenbacher)
or (Schurr=
2.
größtmöglicher Ausbau der Gemeindeorganiſation. Der
vom Kriegsminiſterium, je 10000 Mark aus den Mitteln
mann), 3. Moß Good (Wiltſhire). Tot. 176:10, Pl. 46,
Ev. Gemeindetag wolle verſuchen, die Anhänger der
ver=
der National=Flugſpende und aus dem Erträgnis einer
20110. Unpl.: Fuchsmajor (4). Sicher ½—2 Lg. —
Troſt=
ſchiedenen Richtungen zu vereinen in der gemeinſamen
Lotterie, 5000 Mark von der Firma „Manoli”, 2000 Mark
Preis; 1800 Mark, Diſtanz 2400 Meter: 1. Geſtüt Kreuz=
Arbeit an dem, was der Kirche frommt. Nachdem der
vom Kaiſerlichen Automobil=Klub und 1000 Mark vom
bruchs Morgana (Weiß), 2. Landluft (J. Mills), 3. Daland
Vorſitzende die Vertreter der Behörden begrüßt hatte, er=
Verein Deutſcher Motorfahrzeug=Induſtrieller. Ferner
(E. Treuherz). Tot. 73:10, Pl. 23, 15:10. Unpl.: Brownie
griff Herr Prof. D. Dr. Schian=Gießen das Wort zu
gaben noch die Gemeinde Johannisthal 500 Mark und die
(4), Artus Tochter, Leonidas. Ueberlegen 3—10 Lg. —
einem Vortrag über „Unſere Gemeindeorgani=
Flug= und Sportplatzgeſellſchaft ſelbſt 2000 Mark. Es ſind
Vergütungs=Handicap; 1800 Mark, Diſtanz 2000 Meter:
ſation, Tatſachen und Ziele‟. Dem Vortrag lag ein
vier beſondere Wettbewerbe vorgeſehen. Zunächſt ein
1. Hrn. L. Beermanns Sportsmädel (Heckert), 2. Richard
ſoßes ſtattſtiſches Material aus einer Rundfrage zu=
Wettbewerb um den kürzeſten Anlauf, für den ein Preis
Alentell (Ch. Mills), 2. Quillaja (Wiltſhire). Tot. 58:10,
grunde, die der verſtorbene Prof. D. Drews=Halle im
von 7000 Mark ausgeſetzt iſt. Ein= und Zweidecker kon=
Pl. 27, 14. 15.10. Unpl.: Henne II (Iskraut), 2. Nina R,
Jahre 1912 veranſtaltet hatte. Das Ergebnis dieſer
Er=
kurrieren getrennt. Der zweite Wettbewerb um den kür=
Halloh, Landgraf, Egon II, Puppelchen. Verhalten
hebungen ſei, ſo führte Prof. Schian aus, wenigſtens für
zeſten Auslauf iſt mit Preiſen in Höhe von 5000 Mark
6—3 L
die größeren Orte Deutſchlands, dies, daß trotz vielfach
dotiert. Ein= und Zweidecker konkurrieren wieder getrennt.
Fußball. Am Sonntag nachmittag ſpielt auf dem
fortgeſchrittener Gemeindeteilung eine viel zu große Menge
Die dritte Ausſchreibung bezieht ſich auf einen Wett
Sportplatze an der Heidelbergerſtraße die 1. Mannſchaft
unüberſehbar großer Gemeinden vorhanden ſei (
Höchſt=
bewerb um die größte Geſamtflugzeit. Hier ſind mehrere
des Fußballklubs „Olympia”
gegen die gleiche des
zahl 220000 Seelen). Ebenſo ſei die Zahl der von einem
Unterklaſſen vorgeſehen, und zwar für Bewerber ohne
Fußballvereins Frankenthal (Pfalz). Die Elf Franken=
Pfarrer zu paſtorierenden Gemeindeglieder in vielen Stadt=
Fluggaſt (4000 Mark Preiſe), Bewerber mit Fluggaſt ohne
thals, welche auch hier nicht mehr unbekannt iſt, ſteht mit
gemeinden noch maßlos hoch (Höchſtzahl 17000 in je einer
vorgeſchriebene Höhe (9000 Mark), Bewerber mit Fluggaſt
an der Spitze ihrer Klaſſe und gilt als ſehr fair im Spiel.
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