Abonnementspreis
Inſerate
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen= verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
tnren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
ſowie von unſeren Agenturen und
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 28 Seiten.
Am Karfreitag erſcheint kein Tagblatt.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der Prinz von Wales trifft am Samstag im
Auto=
mobil in Darmſtadt ein.
Nach der Köln. Ztg. hat ſich das Plenum des
Bundes=
rats geſtern mit den Heeres=und
Steuervor=
lagen beſchäftigt. Sicherem Vernehmen nach beſtand
der Bundesrat auf der einmaligen
Vermögens=
abgabe mit einem feſten unbeweglichen Abgabeſatz.
Es ſind für die Abgabe ½ Proz. in Ausſicht genommen
worden.
Das Militärluftſchiff „Erſatz Z. 1‟, das geſtern
nachmittag nach einer Probefahrt in Karlsruhe landete,
iſt vomsturm zweimal gebrochen worden.
Das franzöſiſche Kabinett Briand hat
in=
folge eines ihm vom Senat erteilten Mißtrauensvotums
demiſſioniert. Der Präſident hat die Demiſſion
angenommen.
Der König von Griechenland wurde am
Diens=
tag nachmittag auf einem Spaziergang in Saloniki durch
einen Griechen ermordet.
Tageskalender zur Geſchichte der
Befreiungskriege.
20. März 1813: Die erſten ſchwediſchen Truppen landen,
15 000 Mann ſtark, auf Rügen und bei Wolgaſt.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 5.
Der engliſche Marine=Stat.
— Im Gegenſatz zu Deutſchland, wo der geſamte Etat
mit einem Male ausgegeben wird, erfolgt in England die
Veröffentlichung einzeln, und der letzte iſt zumeiſt der
Marineetat, den man erſt möglichſt ſpät einbringt, um
bei ſeiner Aufſtellung die ausländiſchen Flottenbudgets
berückſichtigen zu können, eine Gepflogenheit, die als
un=
gemein praktiſch hervorgehoben zu werden verdient. Der
nunmehr erſchienene Marineetat bringt gemäß den
An=
kündigungen Churchills den Bau von fünf neuen
Schlacht=
ſchiffen, denen ſich acht große Kreuzer, ferner ſechzehn
Zerſtörer, ſowie eine Anzahl von Unterſeebooten
anſchlie=
ßen. Insgeſamt werden für Schiffsbauten 265 Millionen
Mark verlangt, worunter 41 Millionen als erſte Raten.
Auch der Perſonalbeſtand ſoll eine Vermehrung um 8500
Köpfe erfahren, ſo daß ſich die Mannſchaftsziffer alsdann
auf 140000 belaufen wird, das iſt ungefähr das doppelte
der deutſchen Mannſchaftsſtärke der Marine.
Dem Etat iſt eine Ueberſicht über das vergangene
Jahr beigegeben, aus der folgendes Erwähnung verdient.
1912/13 ſind fertiggeſtellt: 4 Linienſchiffe, 3
Schlachtkreu=
zer, 5 geſchützte Kreuzer, 15 Zerſtörer, 3 U=Boote, 3
Hilfs=
ſchiffe für U=Boote. Am 1. April 1913 befinden ſich im
Bau: 11 Linienſchiffe, 3 Schlachtkreuzer, 13 geſchützte
Kreuzer, 35 Zerſtörer, 21 U=Boote, mehrere Hilfsſchiffe.
Was nun die Organiſation der Flotte anlangt, ſo wird
die erſte Flotte aus 4 Linienſchiff=Geſchwadern beſtehen
mit nicht weniger als 33 Linienſchiffen, daneben gibt es
noch 4 Panzerkreuzer=Geſchwader, und zu dieſer
ſoge=
nannten Heimatflotte gehören noch die Reſerven in
Ge=
ſtalt des 5. und 6. Linienſchiff=Geſchwaders mit aktiven
Beſatzungsſtämmen und ſchließlich das 7. und 8.
Geſchwa=
der mit verringerten Beſatzungsſtämmen, dazu noch ſechs
Kreuzer=Diviſionen. Außerdem gehören zur Heimatflotte
5 Zerſtörerflottillen und 4 Aufklärungflottillen. Im
Mit=
telmeer befinden ſich nur 2 Geſchwader von je 4
Schlacht=
kreuzern und Panzerkreuzern. Des weiteren iſt im
Ma=
rineetat für die Flottenſtützpunkte geſorgt, erwähnenswert
iſt auch, daß an verſchiedenen Plätzen große Heizöl=
Reſervoirs angelegt worden ſind. Große Hoffnungen
bringt man dem Marineluftfahrtweſen entgegen, das
be=
deutend vermehrt wird. Auch an einzelnen Stützpunkten
längs der Küſte werden beſondere Fliegerſtationen
er=
richtet.
Insgeſamt balanciert der Marineetat mit rund 945
Millionen Mark, während wir in Deutſchland mit einer
Summe von 463 Millionen aufwarten. Man ſieht alſo,
daß von dem viel gerühmten Verhältnis zwiſchen der
deutſchen und der engliſchen Marine von 10: 16,
wenig=
ſtens für den gegenwärtigen Etat, nicht die Rede ſein
kann. Uns in Deutſchland ſoll das nicht weiter anfechten,
wir wiſſen, was wir zu tun haben.
Der Rücktritt des Kabinetts
Briand.
* Das franzöſiſche Kabinett Briand iſt
am Dienstag im Senat durch die Abſtimmung über die
Wahlreform geſtürzt worden.
Nachdem ſich der frühere Miniſter Viger gegen die
Verhältniswahl, welche die Regierung zwänge, die
Mino=
ritäten offiziell anzuerkennen, ausgeſprochen hatte, erklärte
Miniſterpräſident Briand, wenn die Beratung eine
Löſung entgegen ſeinem Wunſche zum Ergebnis haben
ſollte würde er nicht länger an der Macht bleiben. Wenn
die Regierung ihr Verſprechen nicht einlöſen könnte, würde
ſie gezwungen ſein, zurückzutreten., Die Regierung wolle
mit dem Senat und der Kammer zuſammenarbeiten. Der
Senat dürfe die Reformverſuche der Kammer nicht ohne
Prüfung zurückweiſen. Darauf gab Briand einen
Ueber=
blick über die Reformfrage ſeit 1885, der zeigte, daß die
Reform zuerſt von ihren gegenwärtigen ſtürmiſchſten
Geg=
nern geprieſen worden iſt. Die Idee ſei alſo gut
repu=
blikaniſch. Briand erinnerte weiter daran, daß ſämtliche
Miniſterien ſeit vielen Jahren die Wahlreform auf ihr
Programm geſchrieben hätten und ſein Kabinett das gleiche
getan habe. Ironiſch wies Briand darauf hin, daß die
Kammer, die ſelbſt aus dem allgemeinen Wahlrecht
her=
vorgegangen und nach ſeiner Anſicht Gegner des
Propor=
tionalwahlſyſtems ſei, ihre Mutter erſchlagen und
Mutter=
mord begehen wolle. Die Regierung müſſe ſtark ſein
durch das Vertrauen der beiden Verſammlungen. Fehle
ihr das der einen, ſo bleibe ihr nur übrig, zu
gehen. Der Senat müſſe in ein Kompromiß willigen,
das imſtande ſei, das Land zu befriedigen. Seit 1910 ſeien
von 49 Nachwahlen 34 dem Proportionalwahlſyſtem günſtig
geweſen. Der Senat möge ſich hüten, daß er ſein
Ver=
halten nicht zu bereuen habe. Die Regierung erbiete ſich
zu loyaler Mitarbeit Wenn der, Senat ſie zurückweiſe,
müſſe die Regierung zurücktreten. — Clémenceau
führte aus: Der Gedanke einer Vertretung der
Minder=
heiten, der urſprünglich republikaniſch war, würde gegen
die Republikaner verdreht und ausgebeutet. Man will
ſelbſt den Grundſatz der Majorität beſeitigen, die letzte
moraliſche Autorität, die es im Lande gibt. Elèmenceau
erklärte weiter, der Konflikt beſtehe, weil man die
repu=
blikaniſche Mehrheit des Senats, vor der heterogenen
Mehrheit der Kammer beugen wolle. Aber der Senat
wolle nicht in einen Konflikt mit der Kammer geraten.
Wenn man ein Syſtem in der Vertretung der
Minder=
heiten ausfindig mache, das mit dem
Majoritätswabl=
ſyſtem vereinbar ſei, ſo werde er, Elèmenceau, für
Briand ſein, werde aber jedes Syſtem ablehnen, das dem
Majoritätswahlſyſtem zuwiderlaufe.
Darauf wurde die Generaldebatte geſchloſſen und
Dringlichkeit erklärt. Bei Artikel 1 der
Wahlreformvor=
lage verteidigte Senator Peytral ſeinen Antrag auf
Wiederherſtellung des Majoritätswahlrechts.
Miniſter=
präſident Briand erklärte: Wir ſtehen vor einer
ent=
ſcheidenden Minute; der Antrag Peytral ſchließt jede
Mög=
lichkeit eines Kompromiſſes aus. Er fügte hinzu, daß er,
wenn der Senat den Antrag annehme, gehen werde. Die
Kommiſſion erklärte, den Antrag annehmen zu wollen.
Darauf erfolgte die Abſtimmung. Der
Zuſatz=
antrag Peytral, welcher von Briand im Namen der
Re=
gierung unter Stellung der Vertrauensfrage
zurückgewie=
ſen worden war, wurde mit 161 gegen 128
Stim=
men angenommen. Die Linke begrüßte die
Ver=
kündigung des Ergebniſſes mit dem Rufe: „Es lebe die
Republik!” Miniſterpräſident Briand verließ in
Be=
gleitung ſämtlicher Kollegen den Saal; das Zentrum und
zahlreiche Deputierte, die der Sitzung beiwohnten,
applau=
dierten ihm. Darauf wurde die Sitzung geſchloſſen.
Briand hat die Demiſſion des Kabinetts
ſofort nach der Senatsſitzung dem Präſidenten überreicht.
Es iſt übrigens das erſtemal, daß ein Miniſterium infolge
eines Votums des Senats ſofort ſeine Demiſſion gegeben
hat. Poincaré hat die Demiſſion des Kabinetts
Briand angenommen und die Miniſter beauftragt,
die laufenden Geſchäfte zu erledigen.
Von den 161 Senatoren, die das Miniſterium
geſtürzt haben, ſind 130 Mitglieder der demokratiſchen
Lin=
ken, 23 der republikaniſchen Vereinigung, 6 Wilde und je
ein Mitglied der republikaniſchen Linken und der Rechten.
Gegen die Regierung ſtimmten u. a. Clémenceau, Combes,
Freyeinet, Pichon, de Selves und Pelletan. Unter den
128 Senatoren, die für die Regierung ſtimmten, ſind u. a.
zu nennen Ribot, Doumer, Charles Dupuy und General
Mercier. Zehn Senatoren enthielten ſich der Abſtimmung,
darunter Bourgeois. Der frühere Miniſterpräſident und
Obmann der demokratiſchen Linken, Combes, erklärte
einem Berichterſtatter: Der Ausgang der Debatte
im Senat hat mich in keiner Weiſe überraſcht. Es iſt aber
meine innerſte Ueberzeugung, daß auch die Kammer, wenn
ſie noch einmal über die Wahlreformfrage zu verhandeln
hätte, ſich dem Wunſch des republikaniſchen Landes gemäß
gegen das Verhältniswahlſyſtem ausſprechen würde.
Faſt in der geſamten franzöſiſchen Preſſe gelangt die
Anſicht zum Ausdruck, daß noch ſelten eine
Kabi=
nettskriſe unter ſo ſchwierigen
Verhält=
niſſen eingetreten ſei. Der Gegenſatz zwiſchen
Kam=
mer und Senat geſtalte nicht nur die Aufgabe des
künf=
tigen Miniſteriums außerordentlich ſchwierig, auch der
Präſident der Republik habe ſich noch nie in einer ſo
ver=
wickelten Lage befunden. Vielfach wird betont, daß es
den radikalen Senatoren in erſter Linie darum zu tun
ge=
weſen ſei, die Schlappe zu rächen, die ſie in Verſailles
bei der Präſidentenwahl erlitten haben.
Der Figaro ſchreibt: Briand büßt die unermeßlichen
Dienſte, die er Frankreich erwieſen hat, als er am 17.
Ja=
nuar in ſo entſchiedener Weiſe zur Wahl Poincarés
bei=
getragen hat, welchem das Land die tatkräftigſte
Entſchei=
dung über die Organiſierung der Armee und die
drei=
jährige Dienſtzeit verdankt. — Der nationaliſtiſche Gaulois
ſchreibt: Der Senat, den die Volkstümlichkeit des neuen
Präſidenten der Republik erſchreckt, möchte dieſen zwingen,
ſich zurückzuziehen. Poincaré hat jedoch ſehen können,
daß es ihm ein Leichtes wäre, ſich auf das Land zu ſtützen
und den Prätentionen des Parlaments Schranken
aufzu=
erlegen. — Jaurés kündigt in der Humanité an daß die
proportionaliſtiſch geſinnten Republikaner eine Reſolution
einbringen werden, in der die Kammer aufgefordert wird,
bei der von ihr angenommenen Wahlreform zu verharren.
Der Senat habe den Konflikt gewollt er werde auch die
Verantwortung für die durch denſelben entfeſſelte
poli=
tiſche Verwirrung tragen. — Das nationaliſtiſche Echo
de Paris ſchreibt: Das Volk, das am letzten Sonntag in
Vincennes Poincaré und Briand zugejubelt hat, ermahnte
dieſe, ſich gegen die parlamentariſche Oligarchie zu
er=
heben. Folgen wir dem Beiſpiel, das König Wilhelm
von Preußen gegeben hat, als ſein
Militäpreformpro=
gramm von der Kammer bekämpft wurde.
Die
antimilitariſtiſche Guerre Sociale ſchreibt: Was das
Volk bei dem Sturze des Miniſteriums Briand
inter=
eſſiert, iſt ausſchließlich die Frage, ob auch die Sache über
die dreijährige Dienſtzeit in Trümmer gegangen iſt.
Freuen wir uns nicht zu früh. Der Nationaliſt, den man
zum Präſidenten der Republik erwählt hat, iſt fehr wohl
imſtande, ein Miniſterium Etienne zu berufen, deſſen
ein=
zige Aufgabe es wäre, die dreijährige Dienſtzeit
durchzu=
ſeten.
Die Löſung der gegenwärtigen Kriſe
iſt nach der Meinung zahlreicher Politiker deshalb
beſon=
ders ſchwer, weil in dieſem Falle bei einer weſentlichen
politiſchen Frage der Senat und die Kammer
gegenein=
ander ſtehen. Es iſt unmöglich, etwas über die
Löſung der Kriſe vorauszuſagen, und es iſt für
Poin=
caré ſehr ſchwierig, eine politiſche Perſönlichkeit zu
fin=
den, die er mit der Bildung des Kabinetts betrauen kann.
Briand iſt nur zwei Monate
Miniſter=
präſident geweſen. Er bildete das Kabinett nach der
Wahl des neuen Präſidenten am 18. Januar d. J. Er
war früher ſchon einmal Miniſterpräſident, und zwar vier
Jahre lang. Im März 1906 trat er als Kultus= und
Un=
terrichtsminiſter in das Kabinett Sarrien ein und behielt
dieſes Portefeuille auch im Kabinett Clémenceau. Im
Januar 1908 wurde er Juſtizminiſter und im Juli 1909
als Clémenceaus Nachfolger Miniſterpräſident. Anfang
1912 trat er zurück und übernahm im April desſelben
Jahres im Kabinett Poincaré das Finanzminiſterium.
Deutſches Reich.
Derneueſte Standder Deckungsfrage.
In Beſtätigung anderweitiger Meldungen verlautet, daß
den Mittelpunkt der Vorſchläge für die Deckung der
dauernden Mehrausgaben der Heeresvorlage der bekannte
Plan des Grafen Schwerin=Löwitz bilden dürfte, die
Stem=
pelabgaben der Einzelſtaaten auf das Reich zu übertragen.
Für den hierdurch noch nicht gedeckten Bedarf ſcheinen
mehrere Pläne nebeneinander zu beſtehen. Unter ihnen
dürfte ſich der Vorſchlag einer durch Reichsgeſetz
einzu=
führenden, aber durch die Bundesſtaaten zu erhebenden
Erbſchaftsſteuer befinden. Der neulich gemeldete
Vor=
ſchlag einer Erhöhung der Matrikularbeiträge wird
ver=
mutlich nur im äußerſten Notfall vorgebracht werden,
nämlich dann, wenn ſich der Bundesrat über die neben
der Reichsſtempelabgabe noch einzuführenden Steuern
nicht einigt.
— Die Sozialdemokratie und die
Hee=
resvorlagen. „Genoſſe” Liebknecht ſagt den Kampf
an, und zwar den „Kampf bis aufs Meſſer”. Wie aus
Paris gemeldet wird, ſprach dort in einer von dem
In=
ternationalen Sozialiſten=Leſe=Verein einberuſenen großen
Proteſtverſammlung gegen die deutſch=franzöſiſchen
Rüſtungen auch der preußiſche Sozialdemokrat Dr. Karl
Liebknecht. Er erklärte, daß die Sozialdemokraten beider
Länder den Kampf bis aufs Meſſer gegen die
Heeresvor=
lagen führen würden. Weiterhin äußerte er ſich, daß die
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 20. März 1913.
Nummer 67.
ſozialdemokratiſche Partei im Reichstage die
Militärvor=
lage mit allen parlamentariſchen Mitteln bekämpfen und,
wenn es erforderlich ſein ſollte, ſogar bis zur Obſtruktion
gehen werde. Die Sozialdemokraten ſeien entſchloſſen,
auch außerhalb des Parlaments gegen die Militärvorlage
Front zu machen, und ſie, wenn irgend angängig, zu Fall
zu bringen. Die Reichstagswähler, welche die 110
ſozial=
demokratiſchen Abgeordneten gewählt haben, tragen die
Verantwortung dafür, wenn es zu einem Konflikt kommt.
— Amtliche Muſterſatzung für
Betriebs=
krankenkaſſen. Der Verband ſüdweſtdeutſcher
In=
duſtrieller richtete an den Bundesrat dringende
Vorſtellun=
gen wegen der baldmöglichſten Veröffentlichung der neuen
amtlichen Muſterſatzung für Betriebskrankenkaſſen.
In=
zwiſchen hat nun der Reichskanzler an die einzelnen
Bun=
desregierungen einen Erlaß gerichtet, der ſich mit den vom
Bundesrat zu erlaſſenden Muſterſatzungen für die
Be=
triebskrankenkaſſen und mit den Beſtimmungen des § 21
des Einführungsgeſetzes zur Reichsverſicherungsordnung
befaßt. Hiernach iſt für die einzelnen Kaſſen der Termin,
bis zu welchen die Sitzungen mit den Vorſchriften der
Reichsverſicherungsordnung in Einklang zu bringen ſind,
da ſonſt die Schließung der betreffenden Kaſſen zu
er=
folgen hat, bis zum 30. Juni d. J. verlängert worden.
— Geſetzliche Regelung der
Arbeits=
verhältniſſe der
Rechtsanwaltsangeſtell=
ten. Nachdem die Durcharbeitung des eingegangenen
Materials über die Erhebungen über die
Arbeitsverhält=
niſſe der Rechtsanwaltsangeſtellten im Reich bei der
zu=
ſtändigen Stelle erfolgt iſt, wird nunmehr einer geſetzlichen
Regelung der Angelegenheit näher getreten werden. Bei
einer geſetzlichen Regelung der Arbeitsverhältniſſe
wür=
den einige Materien beſonders in Frage kommen.
Hier=
zu gehört die Feſtlegung von Beſtimmungen, die ſich mit
den Urlaubsverhältniſſen der Angeſtellten befaſſen, ferner
werde eine geeignete Fortbildung der Lehrlinge in
Be=
tracht kommen und weiter die Frage der Fortzahlung des
Lohnes bei unverſchuldeter Dienſtverſäumnis.
Insbe=
ſondere würde dann auch die Regelung der Sonntagsruhe
der Angeſtellten der Rechtsanwälte in Frage kommen
können.
Ausland.
Frankreich.
Der Rüſtungskredit. Der Berichterſtatter der
Budgetkommiſſion, Clementel, erſtattete den Bericht, der
den Entwurf betreffend einen Kredit von 420000 000 Fres.
für Rüſtungszwecke befürwortet. Der Berichterſtatter
ſagte, die Budgetkommiſſion ſei der Anſicht, daß das
Par=
lament die Regierung in der Ausführung der dringenden
Arbeiten, deren Programm alle Teile des Angriffs= und
Verteidigungsweſens berühre, nicht nur nicht hemmen,
ſondern vielmehr zur eifrigen Förderung der Arbeiten
an=
regen müſſe. Die Vorlage ſieht insbeſondere 214
Mil=
lionen für Artillerie und 160 Millionen für die techniſchen
Truppen vor.
Der Geſetzentwurf über die
marokka=
niſche Anleihe von 230 Millionen Francs iſt der
Kammer vorgelegt worden. 70 Millionen werden für die
aus der Zeit vom 31. Dezember 1909 herrührenden
mili=
täriſchen Koſten verwendet, 50 Millionen für den Hafen
von Caſablanca, 26¼ Millionen für Straßenbauten, 25
Millionen für Spitäler, Schulen und Telegraphenlinien,
10 Millionen als Entſchädigung für die durch die
Meu=
tereien in Fez und Marakeſch Betroffenen.
England.
Die engliſche Armee. Die Weſtminſter
Ga=
zette ſchreibt: Unſere Armee entſpricht in ihrer jetzigen
Organiſation unſeren Bedürfniſſen und unſerer Politik.
Es gäbe keinen ungünſtigeren Augenblick, uns in die
euro=
päiſche Konkurrenz der Heeresrüſtungen zu ſtürzen. Un=
ſere Flotte iſt eine große Macht in der Welt und hat
einen enormen politiſchen Einfluß; unſere Armee könnte
ſtets nur eine untergeordnete Rolle in einem europäiſchen
Kriege ſpielen, während ſie in Verbindung mit der
Flotte bei der Verteidigung des Reichs eine entſcheidende
Rolle ſpielt. Das Blatt fährt fort: Der Gedanke, unſer
Heer leichten Herzens und ohne Rückſicht auf unſere
Ver=
pflichtungen und Intereſſen in einen europäiſchen Krieg
zu ſenden, grenzt an Wahnſinn. Darüber darf kein
Zweifel herrſchen, daß das Heer vor allem für die eigenen
Intereſſen und für den Schutz des eigenen Reiches beſtimmt
iſt und daß wir uns auf keine Politik einlaſſen können,
die vorausſetzt, daß wir als Militärmacht in Europa
auftreten ſollten.
Beſtellung eines Parſeval=
Luft=
ſchiffes. In Beantwortung einer Anfrage im
Unter=
hauſe ſagte der Marineminiſter Churchill, die Admiralität
habe ein deutſches Parſeval=Luftſchiff beſtellt, habe aber
keine Rechte erlangt, dieſen Luftſchifftyp in England zu
bauen.
Die perſiſche Frage. Im Unterhauſe fragte
der Abgeordnete Edmund Harvey den Staatsſekretär des
Auswärtigen, Sir Edward Grey, ob ſeine Aufmerkſamkeit
auf die jüngſten Verſuche der Anhänger des Schahs
ge=
lenkt ſei, die Zurückberufung des Exſchahs nach Perſien
durchzuſetzen; ferner, welche Schritte die engliſche
Re=
gierung tue, um dieſe Machinationen zu vereiteln. Grey
erwiderte: Meine Aufmerkſamkeit iſt auf die Meldungen
über dieſe Angelegenheit gelenkt. Ich bin mit der
ruſſi=
ſchen Regierung in Verbindung getreten, die gleich der
engliſchen jeden Verſuch des Exſchahs, nach Perſien
zurück=
zukehren, entſchieden mißbilligen wird.
Rußland.
Der franzöſiſche Botſchafter Louis
überreichte dem Kaiſer am Dienstag ſein
Abberufungs=
ſchreiben. Nach der Audienz fand ihm zu Ehren ein
Früh=
ſtück ſtatt, an dem der Kaiſer, ſowie der Miniſter des
Aeu=
ßern und der Miniſter des kaiſerlichen Hofes teilnahmen.
Der Botſchafter erhielt den Alexander=Newskyorden mit
Diamanten.
Vereinigte Staaten
Nichtbeteiligung an der chineſiſchen
Anleihe. Der Präſident Wilſon hat nach einer
zwei=
ſtündigen Beratung des Kabinetts bekannt gegeben, daß
die amerikaniſche Regierung es abgelehnt hat, die
ameri=
kaniſche Bankengruppe aufzufordern, die Verhandlungen
über die Teilnahme der Vereinigten Staaten an der chine
ſiſchen Anleihe von 125 Millionen Dollars fortzuſetzen
Wie der Präſident mitteilt, hatten die Vertreter der
Ban=
ken erklärt, daß ſie ſich um einen Anteil an der Anleihe
nur in dem Falle weiter bemühen würden, wenn ſie von
der Regierung ausdrücklich dazu aufgefordert würden.
Der Präſident hat es abgelehnt, eine ſolche Aufforderung
auszuſprechen, weil die Regierung den Bedingungen der
Anleihe nicht zuſtimmte, und weil ſie ihrerſeits die
Ver=
antwortung dazu nicht zu übernehmen wünſche, die in
dem Erſuchen der Bankengruppe enthalten iſt. Die
Er=
klärung des Präſidenten ſagt, die Bedingungen der
An=
leihe ſcheinen die adminiſtrative Unabhängigkeit Chinas
nahe zu berühren. Die amerikaniſche Regierung wünſche,
auch nicht indirekt ſich durch die Bedingungen feſtzulegen.
Die Verantwortung, die die Regierung übernehmen würde,
könnte zu einer gewaltſamen Intervention in die
finan=
ziellen und vielleicht auch in die politiſchen
Angelegen=
heiten führen. Weiterhin beſpricht der Präſident die
ge=
ſetzgeberiſchen Maßregeln, die den Amerikanern
Erleichte=
rungen im Bankweſen in China gewähren würden. Die
amerikaniſchen Intereſſen in China beſtänden in der
Poli=
tik der offenen Tür und der Erhaltung freundſchaftlicher
Beziehungen.
* Die Einweihung des
Völkerſchlacht=
denkmals bei Leipzig, die Krönung der
Jubel=
feiern des nationalen Gedenkjahres 1913, findet am 18.
Oktober d. J. im Beiſein des deutſchen Kaiſers und des
Königs von Sachſen, ſowie vieler anderer deutſcher und
außerdeutſcher (öſterreichiſcher und ruſſiſcher)
Fürſtlich=
keiten ſtatt. Der Feſtplatz wird Raum für 60000 Perſonen
bieten, außerdem werden unmittelbar an das Denkmal
Tribünen mit 4000 numerierten Sitzplätzen angebaut. Von
dieſen Tribünenplätzen ſind über 500 bereits feſt vergeben.
Offizielle Einladungen ergehen nicht.
* Köln, 18. März. Der Prinz von Wales
iſt, wie ſchon gemeldet, heute vormittag in Begleitung des
Profeſſors Fiedler von der Univerſitat Oxford und des
Flügeladjutanten Major Cadagan hier eingetroffen. Der
Prinz, der in ſtrengſtem Inkognito reiſt, wurde vom
Kon=
ſul Nießen empfangen. Der Prinz nahm im Hotel du
Nord Wohnung und beſichtigte im Laufe des Tages den
Dom. Mittwoch nachmittag wird der Prinz ſeine Reiſe
nach Koblenz, wahrſcheinlich im Automobil, fortſetzen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 20. März.
Die Stadt Darmſtadt und das Hoftheater.
— Das Großh. Hoftheater beabſichtigt, in dieſem
Frühjahr eine Reihe von Feſtſpielen zu veranſtalten,
die am 30. März d. J. beginnen und an 6 Abenden
Auf=
führungen von „Triſtan und Iſolde‟, „Der Ring des
Nibelungen” und „Die Meiſterſinger” vollkommen neu
ausgeſtattet, inſzeniert und einſtudiert, bringen ſollen.
In Anbetracht der beträchtlichen Koſten, die hierdurch der
Hoftheaterleitung erwachſen werden, iſt dieſe mit der
Bitte um finanztelle Unterſtützung an die
Stadtverwalt=
ung herangetreten. Von der Erkenntnis geleitet, daß,
ab=
geſehen von dem hohen künſtleriſchen Werte der Feſtſpiele
durch derartige beſondere Veranſtaltungen der Stadt auch
wirtſchaftliche Vorteile, ſo durch die Hebung des Verkehrs
erwachſen, hat die Stadtverwaltung auf
übereinſtimmen=
den Beſchluß der Stadtverordneten=Verſammlung eine
Förderung der Feſtſpiele zugeſagt und einen
Koſten=
beitrag von 10000 Markhierfürbewilligt.
Die Stadtverwaltung hat hierbei auch in Betracht
ge=
zogen, daß neben der hohen Bedeutung des Theaters für
die Hauptſtadt des Landes das Theater heute auch für
weitere Kreiſe unſerer Bevölkerung zugänglich gemacht
wird. Die Stadt läßt dem Entgegenkommen der
Hof=
theaterleitung in bezug auf die Peranſtaltung von
Schü=
ler=, Volks= und Arbeitervorſtellungen volle Anerkennung
zuteil werden. Es darf daran erinnert werden, daß in
dieſer Spielzeit bis jetzt 7 Schüler= oder Kindervorſtel
lungen, 22 voltstümliche Nachmittagsvorſtellungen und 9
Sonder=Vorſtellungen für die Kreiſe der Arbeiterſchaft
und deren Angehörigen veranſtaltet wurden. Auch
neuer=
dings hat die Hoftheaterleitung auf Anfrage der
Stadt=
verwaltung die Abſicht bekundet, in den Monaten April
und Mai eine Anzahl von Klaſſikervorſtellungen zu geben,
zu denen den Schülern der ſtädtiſchen Schulen
Eintritts=
karten zu ganz beſonders ermäßigten Preiſen zur
Verfüg=
ung geſtellt werden ſollen.
Wenn die Stadtverwaltung nach eingehender
Vor=
beratung ſich dazu entſchloſſen hat, dem Hoftheater aus
Anlaß einer beſonderen Veranſtaltung, die unter
außer=
gewöhnlichen Umſtänden ſtattfindet, eine Unterſtützung
zu=
teil werden zu laſſen, ſo hat die Stadt wohl erwogen, daß
dieſe Unterſtützung über den Rahmen des ſeither von ihr
gewährten Zuſchuſſes hinausgeht. Die Stadtverwaltung
hält ſich zu dieſer Unterſtützung aus Anlaß der beſonderen
Umſtände für legitimiert. Sie hat jedoch auch bei dieſer
Gelegenheit ihre frühere grundſätzliche Auffaſſung
wieder=
holt. Dieſe geht bekanntlich dahin, daß das Großh.
Hof=
theater nach wie vor als ein von dem Lande zu
erhalten=
des Inſtitut zu betrachten iſt und aus dieſem Grunde u. a.
auch die Frage der Honorierung des Perſonals zur
Zu=
ſtändigkeit des Landtags gehört. Die Stad’verordneten=
Verſammlung hat es auch abgelehnt — ſie ſieht ſich auch
aus finanziellen Gründen gänzlich außerſtande — an die
Frage einer höheren ſtändigen Subventionierung des
Hoftheaters heranzutreten. Sie hat ihre Beſchlußfaſſung
wie bereits aus den Mitteilungen hervorgeht, an die
Vor=
ausſetzung geknüpft, daß das von der Generaldirektion
ſeither bewieſene Entgegenkommen in bezug auf die
Ver=
anſtaltung von Volks=, Kinder= und Sonder=
Vorſtellun=
gen in gleichem Maße wie ſeither auch in Zukunft betätigt
wird.
Von Darmſtadt bis Rom
Eiſenbahn=Stimmungsbild
von Robert Weſt.
Darmſtadt, 7 Uhr früh, im Januar 1913, in einer
Droſchke auf dem Weg zur Bahn. Es iſt ſtockfinſter und
kalt. Menſchenleere, nur von ſpärlichen Laternen erhellte
Straßen. In den Häuſern einzelne beleuchtete Fenſter,
durch die man ſtaubwiſchende Stubenmädchen erblickt. —
Auf der Eberſtädter Chauſſee Milchkarren in langen
Rei=
hen. Der große neue Bahnhof, praktiſch, überſichtlich, ganz
Geiſt des 20. Jahrhunderts. Auf dem Bahnſteig hämmert,
dröhnt, brauſt und faucht es durch die weiten, ruhigen
gewölbten Hallen. Von hier aus, innerhalb 30 Stunden
zurück in die Vergangenheit nach Rom. Das iſt ein
Ge=
danke, der von modernſter Eiſenbahnromantik in
nerven=
erregender Weiſe vibriert. — Draußen nachtblauer
Him=
mel, ſchwarzer Kiefernwald und das Spiel der Lichter,
weiß, gelb, rot, gegen den kalten Hintergrund der ſich
auf=
hellenden Luft. Ein impreſſioniſtiſches Gemälde ſeinſter
Art. Von dorther gleitet der Schnellzug herein im
macht=
voll rhythmiſchen Schwung ſeiner eiſendonnernden Kraft.
Durchgehende Wagen bis Mailand. Im Rahmen des
Coupéfenſters erſcheinen mühelos zu genießende Bilder.
Der Himmel wird lichtroſig, die blaue Bergſtraße hebt ſich
von ihm ab, davor der Kiefernwald und bereifter Boden.
Kleine Städtchen mit vertrauten Namen, ſpitze Kirchtürme,
blauer Dunſt alles umhüllend, die Umriſſe verflüchtigend.
Malerei des Gammet=Breughel. Eine Landſtraße,
zwi=
ſchen einer Allee kahler Bäume, ein Laſtfuhrwerk fährt auf
ihr entlang. — Ladenburg, es klingt nüchtern=modern,
aber es iſt das Lopodunum der Romer. Gleich darauf
der Neckar, im Morgenlicht glänzend. Die Dinge treten
nicht mehr als Silhouette und als Licht= und
Schatten=
träger hervor, ſondern plaſtiſch und in ihren Lokalfarben.
Häßliche moderne Bauten, hohe Schornſteine, Ruß, ein
ſchmutziger Bahnhof, auf dem zwei Araber in
National=
tracht mittels großer Vlecheimer ihre Gebetswaſchungen
vollziehen, Heidelberg. Das badiſche Land, fahlgelbe
Wieſen, große Strecken kahlen grauen Laubwaldes,
fun=
kelnd ſteht der Sonnenball über den Schwarzwaldhöhen
die ſich in perlgrauen Tönen vom Horizont ablöſen. Rote
Sandſteinbauten werden häufig, Karlsruhe. Ein groß=
herzoglich badiſcher Lakai auf dem Bahnſteig. Die Sonne
ſteigt höher. Wundervolle Gebilde dickqualmender
Rauch=
volken, blütenhell belichtet mit violetten Schatten.
Wie=
ſen, Wald, alles fahl und ſchmutzig braun oder gelb
Rheinnebel ziehen herauf, die Sonne verſchluckend, illes
verlöſcht in weſenloſe Schatten. Raſtatt, mit roten
Feſt=
ungsmauern und reitenden Soldaten. Baden=Oos mit
einem General in voller Uniform und dem Zähringer
Löwen. Weite eintönige Strecken Ackerland. Es wird
kälter und der Nebel immer dichter. Das Freiburger
Münſter taucht auf wie in Aquarell, auf weißes Papier
ſkizziert. Erſt nach Müllheim beginnt ſich der Nebel zu
lichten. Es geht bergauf. Rebenhügel. Es öffnet ſich
das weite Tal des Rheins. Im Süden wird es heller
unter dunkler Wolkenwand. Maleriſche Dörfer. Eine
kleine Ortſchaft, an die Felſen eines Weinberges gelehnt,
nach dem Rhein hinblickend. Ziegelgedeckte Hauſer, grüne
Tannen, himmelblaue Luft. In grüner Flur ſchlängelt
ſich ein glänzender Bach. Wanderſtimmung und Thomaſche
Bilder. Schienenreihen, weitläufige, mit dem Bahnbetrieb
zuſammenhängende Anlagen. Das Flüßchen Wieſe aus
Scheffels Trompeter mündet hier in den Rhein. Auf
bei=
den Ufern des Rheinſtromes maleriſch aufgebaut Baſel.
Saubere Städte, große Bahnhöfe, Wald. Hinter Siſſach
geht es ſteil bergan. Hohe bewaldete Hügel, tief
einge=
ſchnittene Täler. Die Sonne verliert ſich wieder im Nebel.
Teufelfingen, die Gegend wird rauher, Felsgeſtein, ſtarl
bereift. Ein grüner Fluß, an deſſen Ufern große
Regu=
lierungsarbeiten im Gange ſind. Zofingen, alter
Stadt=
turm und ein barocker Kirchturm. Barockbauten werden
häufig, behäbige alte Häuſer, weiträumige Hofanlagen.
Bewaldete Höhenzüge, Felsblöcke, braunes Laub am
Boden, weiß bereift. Ein Seeufer, das jenſeitige Ufer im
Nebel, leichter Wellenſchlag, gelbgraue Binſen. Von
Luzern und dem Vierwaldſtätterſee kaum einen
Ein=
druck. Es dunkelt. Göſchenen in tiefer Nacht erreicht
Brennende Lichter. Der Gotthardtunnel. Während der
Durchfahrt wird im Speiſewagen dinirt. Chiaſſo,
her=
aus zur Gepäcksreviſion, in eiskalte, erfriſchende Luft.
Mailand
Der Schlafwagen für Rom ſteht bereit, ſauber, weiße
Betten, pfaublauer Samt an den Wänden. Tiefer Schlaf
mit dem wohligen Bewußtſein des weiterrollenden
Rei=
ſens. Morgens früh in Arezzo. Die Sonne ſtrahlend,
heiß und mächtig. Die Luft kalt und kriſtallklar. Arretium
— hier fängt das geſchichtliche Erinnern an, die weit
zurückgreifenden Daten. Frühſtück im Speiſewagen,
wäh=
rend man durch Etruskerland fährt. Unnennbar ſchön
ſind die klaſſiſch reinen Konturen der Berge und der
Ebene, der Häuſer und Zypreſſen. Verwahrloſte
häuer=
liche Anweſen, ſteinerne Brunnen, Schafe, Ziegen, ſchwarze
borſtige Schweinchen, leuchtend blauer Himmel und
Pinien. Caſtiglion Fiorentino, hoch auf einem felſigen
Hügel gelegen. Immer wieder kommen ſolche
grau=
braune, von der Sonne gedörrte Felſenneſter. Die
mittel=
alterliche Geſchichte der Nachbarkriege iſt hier verſteint.
Der traſimeniſche See glänzt auf, zartblau, außer wo ſich
die Sonne in ihm ſpiegelt und das Auge das Brennen
des flüſſigen Silbers kaum ertragen kann. Hier fochten
die Römer mit Hannibal. Chiuſi, Porſennas Cluſium.
Braun, grau und morſch ringsum Hügel, die
Etrusker=
gräber bergen. Im Chianatal, es ſieht nach Fieber aus
Die Landſchaft verändert ſich. Anſtelle der edel gezeich
neten braunen Hügel mit ihren Zypreſſen ſonderbar ver
ſchnittene und zerklüftete graue Steinmaſſen, rechte
Man=
tegnafelſen. Dann wieder Oelbäume und
Rebengirlan=
den. Orvieto — Urbs vetus. Eine Drahtſeilbahn führt
zur Stadt hinauf, die, von ihren Felsmauern umſtarrt,
als ein Stück eingeſchlafenes päpſtliches Mittelalter
da=
ſteht. Wieder andere Gebirgsformationen. Vulkaniſcher
Tuff löſt die tertiären Schichten ab. Das Tal des Tiber.
Orte, hoch auf einem Felſenhügel. In der Ferne, einſam,
aufragend aus der Ebene, der Soracte.
Grünumwach=
ſene Brückenbogen, Ruinen, Architekturtrümmer, pittoreske
Brunnen und ſchön geformte große Terrakottagefäße. Die
Sabina. Der Charakter des Landes wird müde, traurig
Weidende Schafherde, Pferde, Büffel, kleine Aecker. Auf
einmal erſcheint über den mit Zypreſſen und Pinien
be=
ſtandenen Hügeln das weite braungrüne Land
dominie=
rend, im feinſten Blau vom weißgoldenen Himmel ſich
ab=
hebend, die Kuppel der Peterskirche. Vorbei an der
prachtvollen Ruine des Tempels der „Minerva Medica”
einer Art Sanatoriumsbau der Römer. Dann ein
Ge=
biet trivialſter Häßlichkeit, bösartig im mitleidsloſen
Sonnenlicht. In die Banalität hinein ragt der Reſt des
ſervianiſchen Mauerwalles. Der Bahnhof Roms und die
Mauer des Servius Tullius! — Der Zug hält, die
Eiſen=
bahnſtimmung verrauſcht.
Num mer 67.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 20. März 1913.
Seite 3.
* Vom Hofe. Ihre Königl. Hoheit die
Groß=
herzogin folgten am Dienstag nachmittag 4 Uhr einer
Einladung der Frau Staatsminiſter v. Ewald Exzellenz
zum Tee.
Der Prinz von Wales trifft am Samstag
vor=
mittag im Automobil zu kurzem Beſuch am Großh. Hofe
in Darmſtadt ein. Der Aufenthalt hier wird bis 24. März
dauern.
* Empfänge. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog empfingen geſtern den Oberſt Meckel, Direktor
der vierten Artillerie=Depot=Direktion, den Oberleutnant
Graf v. Limburg=Stirum im Leib=Dragoner=Regiment
(2. Großh. Heſſ.) Nr. 24, den Sanitätsrat Dr. Stoll von
Bad Nauheim, den Kreisaſſiſtenzarzt Dr. Freſenius von
Worms, den Profeſſor Schmitt von Tübingen, den Geh.
Kirchenrat Profeſſor D. theol. Eger, Direktor des
Prediger=
ſeminars in Friedberg, den Muſiklehrer Höcker am
Lehrerſeminar in Friedberg, den Mr. Rooke, Attaché
bei der Königl. Großbritanniſchen Geſandtſchaft; zum
Vortrag den Staatsminiſter v. Ewald, den
Finanz=
miniſter Braun, den Miniſter des Innern v. Hombergk
zu Vach, den Präſidenten des Oberkonſiſtoriums D. Nebel,
den Vorſtand des Kabinetts Geheimerat Römheld.
In den Ruheſtand verſetzt haben Se. Königl.
Hoheit der Großherzog den Vorſtand des
Finanz=
amtes Groß=Gerau, Geheimen Finanzrat Adolf Schmitt
zu Groß=Gerau, vom 1. Mai 1913 an auf ſein
Nach=
ſuchen, unter Anerkennung ſeiner langjährigen treu
ge=
leiſteten Dienſte, und ihm aus dieſem Anlaß die Krone
zum Ritterkreuz 1. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps
des Großmütigen verliehen.
* Verſetzt haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog den Oberförſter der Oberförſterei König,
Forſt=
meiſter Wilhelm Hoffmann zu König, in gleicher
Dienſteigenſchaft in die Oberförſterei Ober=Ramſtadt.
* Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog den Reviſionskontrolleur bei dem
Hauptſteuer=
amt in Darmſtadt, Friedrich Müller, zurzeit in
Bingen, zum Hauptſteueramtskontrolleur bei dem
Haupt=
ſteueramt Bingen.
* Uebertragen wurde dem Schulamtsaſpiranten
Karl Wagenknecht aus Wermelskirchen (Preußen)
die zweite Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu
Glau=
berg, Kreis Büdingen; dem Schulamtsaſpiranten Rudolf
Henrich aus Schwickartshauſen, Kreis Büdingen, die
zweite Lehrerſtelle zu Höchſt a. d
. Nidder, Kreis
Büdingen; dem Lehrer Jakob Chriſt zu Grolsheim,
Kreis Bingen, die Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule
zu Betzenrod, Kreis Schotten; dem Lehrer Auguſt
Mehmel zu Betzenrod, Kreis Schotten, die Lehrerſtelle
an der Gemeindeſchule zu Grolsheim, Kreis Bingen.
* Erledigte Stellen. Eine mit einem
evange=
liſchen Lehrer zu beſetzende Lehrerſtelle zu Bönſtadt,
Kreis Friedberg.
Eine mit einem evangeliſchen
Lehrer zu beſetzende Lehrerſtelle zu Eich, Kreis Worms,
womit der Organiſtendienſt verbunden iſt. — Die Stelle
eines Reviſionskontrolleurs bei Großh. Hauptſteueramt
Darmſtadt.
* Die theologiſche Prüfungsordnung an der Landes=
Univerſität. Großh. Miniſterium des Innern hat, der
Darmſt. Ztg. zufolge, eine Aenderung der Ordnung für
die theologiſche Fakultätsprüfung an der Großh. Landes=
Univerſität Gießen dahingehend genehmigt, daß künftighin
die Inhaber des Reifezeugniſſes eines deutſchen
Real=
gymnaſiums von der Ablegung der ſeither
vorge=
chriebenen Ergänzungsprüfung im
Lateini=
ſchen in dem Falle befreit ſein ſollen, wenn ſie nach
dem Ausweis ihres Reifezeugniſſes als Schüler des
Reil=
gymnaſiums ſowohl in den Klaſſenleiſtungen als auch in
der Reifeprüfung den Anforderungen im Lateiniſchen ohne
jede Einſchränkung genügt haben. Die dieſen
Anforder=
ungen entſprechenden Inhaber ſolcher Reifezeugniſſe haben
ſonach fernerhin lediglich eine Ergänzungsprüfung im
Griechiſchen bei einem Gymnaſium abzulegen. Die
Ober=
realſchulabiturienten können die für ſie vorgeſchriebene
Er=
gänzungsprüfung auch in der lateiniſchen Sprache nach
wie vor nur an einem Gymnaſium ablegen. Denn wenn
auch bei den Oberrealſchulen wahlfreier Lateinunterricht
eingeführt iſt, ſo ſind doch die verlangten Klaſſenleiſtungen
eines Realgymnaſiaſten im Lateiniſchen höher
einzu=
ſchätzen wie die bei einem Oberrealſchüler geforderten.
g. Strafkammer. Die 24jährige vorbeſtrafte
Fabrik=
arbeiterin Katharina Held aus Groß=Zimmern wurde
geſtern von der Strafkammer nach der zum Teil unter
Ausſchluß der Oeffentlichkeit ſtattgefundenen Verhandlung
zu 1 Jahr Gefängnis verurteilt. Sie hatte in
Offenbach am 21. Februar einem dortigen Wirt einen
Geldbetrag von 40 Mark geſtohlen. Es wurden ihr noch=
Der 31jährige
mals mildernde Umſtände zugebilligt.
Ingenieur Karl Jung aus Griesheim a. M. hatte ſich
wegen Untreue vor der hieſigen Strafkammer zu
ver=
antworten. Der Angeklagte übernahm anfangs 1911 in
Klein=Steinheim ein Baugeſchäft, das einen ziemlich
flot=
ten Umſatz hatte. Da ihm größere Mittel zur Führung
ſeines Geſchäftes nicht zur Verfügung ſtanden, trat er mit
dem Bankhaus S. Merzbach in Offenbach in
Ver=
bindung und dieſes erklärte ſich mit der Gewährung von
Kredit einverſtanden gegen eine entſprechende Sicherheit.
Dieſe wurde erachtet in der Zedierung von Außenſtänden.
Dieſe Abtretung der Forderungen an Merzbach erfolgte
unter Aufführung jedes einzelnen Betrages, worauf dem
Angeklagten ein Kredit in Höhe von etwa 60 Prozent der
zedierten Forderungen eingeräumt wurde. Eine
Benach=
richtigung der Schuldner erfolgte unter ſtillſchweigender,
beiderſeitiger Vereinbarung nicht, dafür wurde vertraglich
vereinbart, daß Jung etwa einlaufende Zahlungen völlig
getrennt vom eigenen Gelde aufbewahren ſollte, um es
ſo bald wie irgend angängig an das Bankhaus
abzuliefern. Dieſer Verabredung zuwider verbrauchte der
Angeklagte von einlaufenden Summen Beträge für ſein
Geſchäft. Er mußte am 3. Februar 1912 ſeine Zahlungen
einſtellen und flüchtete nach der Schweiz, die ihn nach
Deutſchland auslieferte. Die Anklage ſieht in dem
Ver=
brauchen von etwa 30000 Mark für perſönliche und
ge=
ſchäftliche Zwecke, die aus zedierten Forderungen ſtammen,
das Vergehen der Untreue, während der Angeklagte
be=
treitet, ſich ſtrafbar gemacht zu haben. Er habe bei dem
Bankhauſe ſtets weniger im Kredit geſtanden, als ſeine
Abtretung ausmachte. Hätte er ſtets das geſamte
einlau=
fende Geld abgeliefert, ſo wäre er ohne Geſchäftsgelder
geweſen und er hätte ſein Geſchäft einſtellen müſſen. Die
Zahlungseinſtellung ſei erfolgt, trotzdem er umfangreiche
Aufträge hatte, weil er doch niemals ſoviel Verdienſt
ha=
ben konnte, wie der Unterſchied zwiſchen den abgetretenen
Forderungen und dem bis zu 60 Prozent bewilligten
Kredit ausgemacht hätte. Am Schluſſe des Betriebes
habe er nach oberflächlicher Berechnung dem Bankgeſchäft
etwa 88 500 Mark Forderungen abgetreten, während er
mit nur etwa 64000 Mark in Kredit geſtanden habe.
Dem Angeklagten wurde weiter von der Anklage zur Laſt
gelegt, die Bücher nicht ordentlich geführt und Bilanzen
nicht gezogen zu haben. Der Verteidiger des
Angeklag=
ten möchte feſtſtellen, daß es ſich bei der Abtretung der
Forderungen um Diskontierung von Buchforderungen
handle, daß der Angeklagte alſo nur von Fall zu Fall
die Forderungen abgetreten habe, je nachdem er den
Kre=
dit in Anſpruch nahm. Es könne alſo von Untreue nicht
die Rede ſein. Dem widerſpricht aber die Beſtimmung
des Vertrags, wonach dem Angeklagten ein Kredit
einge=
räumt wurde, nachdem er als „Sicherheit” jene einzeln
aufgeführten Forderungen abgetreten habe. Nach den
Ausſagen des Zeugen Merzbach, des Inhabers des
Bankgeſchäfts, lag es nicht im Sinne des Vertrages, daß
die geſamten Einläufe ſofort an das Bankgeſchäft
abge=
führt wurden, ſondern nur, daß regelmäßig und
ordent=
lich abgerechnet werde. Die Geſchäftsverbindung ſei die
eines Konto=Korrentverkehrs geweſen. Das
Gericht erkannte deshalb auf Freiſprechung von der
Anklage der Untreue. Wegen der unordentlichen Führung
der Bücher und des Nichtziehens von Bilanzen wurde er
zu 50 Mark Geldſtrafe verurteilt,
— Eckhardtſtiftung zur Förderung der theoretiſchen
und praktiſchen Ausbildung junger Gewerbetreibender.
Aus dieſer von verſchiedenen Gewerbevereinen im Jahre
859 zur bleibenden Erinnerung an die ausgezeichneten
Verdienſte des ehemaligen Präſidenten des
Landes=
gewerbevereins, des Geheimerats Eckhardt, errichteten
Stiftung hat der Ortsgewerbeverein Darmſtadt,
entſprechend ſeinem Anteil an dem Stiftungskapital,
all=
ährlich einen beſtimmten Zinſenertrag zu verwenden.
Neben der Gewährung von Prämien an ausgezeichnete
Schüler der Gewerbeſchule ſind weiter noch
Unterſtütz=
ungen anbedürftige Lehrlinge, die ſich in ihrer
Lehre beſonders auszeichnen, zu vergeben.
Diesbezüg=
liche Geſuche ſind alsbald an den Vorſtand des
Orts=
gewerbevereins Darmſtadt zu richten.
C. Der verſtorbene Geh. Baurat Profeſſor Dr.
Schmitt war, wie uns nachträglich mitgeteilt wird, auch
Redakteur des Standardwerks „Handbuch der
Archi=
ektur” das im Verlag von Arnold Bergſtraeßer bis zu
deſſen Tod hier erſchien und dann an Adolf Kröner in
Stuttgart überaing.
Das Landesmuſeum iſt am Karfreitag und 1.
Oſter=
feiertäg geſchloſſen, dagegen am 2. Feiertag von 10—1 Uhr
vormittags und von 2—4 Uhr nachmittags, ferner am
Oſterdienstag von 11—1 Uhr unentgeltlich geöffnet.
* Oſtergottesdienſte. Am Vormittag des 2.
Oſter=
feiertags finden nach der unter den hieſigen evangeliſchen
Gemeinden getroffenen Vereinbarung in dieſem Jahre
Predigtgottesdienſte in der Pauluskirche,
Stadt=
kapelle und außerdem in der Martinskirche ſtatt, während
in der Stadt=. Johannes= und Beſſunger Kirche
Konfir=
mationen abgehalten werden.
* Deutſche landwirtſchaftliche
Genoſſenſchafts=
ſchule. Im Gartenſaale des Städtiſchen Saalbaues
fand geſtern die Schlußprüfung des VIII.
Halbjahres=
kurſes der Deutſchen landwirtſchaftlichen
Genoſſen=
ſchaftsſchule ſtatt, welcher ſich 22 Kurſiſten unterzogen.
Die Prüfung wurde von dem Stellvertreter des
General=
anwalts Landesökonomierat Johannſſen=Hannover
geleitet. Die Prüfung erſtreckte ſich über die Hauptfächer
des im Kurſus behandelten Lehrſtoffes und dauerte
3 Stunden, ſie ergab, daß ſich die Teilnehmer des
Kurſes die Kenntniſſe erworben haben, deren ſie im
Dienſte des weitverzweigten Genoſſenſchaftsweſens
be=
dürfen. Herr Geheimerat Bichmann=Darmſtadt wohnte
als Vertreter des Verbandes der Heſſiſchen
landwirt=
ſchaftlichen Genoſſenſchaften der Prüfung bei.
Jubiläum. Der in der Werkabteilung der L. C.
Wittichſchen Hofbuchdruckerei beſchäftigte Setzer und
Met=
teur Herr Wilhelm Keil begeht heute die Feier
ſeines 25jährigen Arbeitsjubiläums. Von ſeiten der
Kol=
legen des Jubilars und der Geſchäftsleitung ſind die
üblichen Ehrungen vorgeſehen. Herr Keil hat in der
Offizin der L. C. Wittichſchen Hofbuchdruckerei ſeine vier=
jährige Lehrzeit abſolviert, war dann ſieben Jahre in
auswärtigen und hieſigen Offizinen beſchäftigt und trat
am 21. März 1888 in ſein gegenwärtiges Arbeitsverhältnis
ein.
* Martinskirche. Seine diesjährige Paſſionsfeier
veranſtaltet der Kirchengeſangverein der Martinskirche am
Karfreitag, nachmittags, mit nachfolgenden Chorgeſängen:
„Sieh, das iſt Gottes Lamm” von Händel; „
Paſſions=
geſang” von Fr. Mergner; „O Welt, ſieh hier dein Leben”
von S. Bach; „Der ſterbende Erlöſer” von J. M. Haydn;
„Brich entzwei, mein armes Herze” von Fr. Wüllner;
„Am Grabe des Heilands” von J. G. Schicht; „Am
Kar=
freitag” von J. S. Bach; „Ehre ſei dir, Chriſte” von H!
Schütz. Der Eintritt iſt frei.
Muſik vom Stadtkirchturm. Am Oſtermorgen
früh 7½ Uhr gedenkt der Wartburg=Poſaunen=Chor vom
Turm der Stadtkirche mehrere dem Feſte angepaßte
Stücke zu ſpielen. Zum Vortrag gelangen hauptſächlich
Chöre aus dem 16. und 17. Jahrhundert, die in ihrem
Tonſatz ſo recht erkennen laſſen, welche
Glaubenszuver=
ſicht die alten Meiſter beſeelt hat. Die hehren Klänge
werden eine würdige Einleitung des Oſterfeſtes bilden.
Ortsgewerbeverein. Zu dem
Vorbereitungs=
kurſus für die Meiſterprüfung im
Hand=
werk in der Zeit vom 2. April bis 16. Mai 1913 werden
weitere Anmeldungen noch entgegengenommen. In dem
Kurſus werden, worauf wir erneut aufmerkſam machen,
durchgeſprochen u. a. die rechtlichen Beſtimmungen der
Reichsgewerbeordnung, der
Arbeiterverſicherungsgeſetzgeb=
ung und der Gewerbegerichte, Außerdem wird ein
grund=
licher Unterricht in Buchführung, Wechſellehre,
Scheckver=
kehr und Kalkulation erteilt.
Heſſiſcher Diakonieverein. Man ſchreibt uns:
Weite Kreiſe wird der Vortrag intereſſieren, den am
27. März (Donnerstag nach Oſtern) der Heſſiſche
Dia=
konieverein anläßlich ſeiner Generalverſammlung
veran=
ſtaltet. Frau Profeſſor Elsbeth Krukenberg aus
Kreuznach wird über „Augenblickshilfe und vorbeugende
Wohlfahrtspflege” ſprechen. Aus reicher Erfahrung und
langjähriger Mitarbeit in der Frauentätigkeit heraus
wird ſie die Wichtigkeit einer organiſierten Frauenhilfe
und ihren Unterſchied von der nur bei beſonderen
Ge=
legenheiten aufflammenden Hilfsbereitſchaft darlegen.
Der Vortrag findet im Sitzungsſaale der Landesſynode
Ecke Wald= und Neckarſtraße) nachmittags ſtatt. Er iſt
öffentlich. — Der öffentlichen Verſammlung geht die
geſchloſſene Mitgliederverſammlung des Vereins, zu der
nur die Mitglieder und die durch Karte Eingeladenen
Zutritt hahen, voraus.
* Der Verein für Geflügel= und Vogelzucht „Ornis”
hielt ſeine Märzverſammlung ab. Es wurden
zu=
nächſt die abgeänderten Ausſtellungsbeſtimmungen
be=
raten. Erwähnt ſei, daß für die Folge Alt= und
Jung=
geflügel in zwei Abteilungen zur Schau kommen. Das
Standgeld, aber auch die Geldpreiſe wurden erhöht.
Ins=
beſondere für Junggeflügel eigener Zucht, das den vom
Verein beſchafften Klubring trägt, ſind höhere Geldpreiſe
vorgeſehen. Als Preisrichter für die diesjährige
Aus=
ſtellung ſind bereits die Herren Kah=Baden=Baden und
Rübſamen=Gießen gewonnen. Herr Schleidt
er=
ſtattete alsdann eingehenden Bericht über die am 23.
Fe=
bruar 1913 in Offenbach a. M. ſtattgefundene Delegierten=
Verſammlung des Starkenburger Verbandes. Der
Vor=
trag über: „Das Brutgeſchäft” geſtaltete ſich äußerſt
inter=
eſſant. Der Vortragende, Herr W. Nungeſſer,
ſchil=
derte treffend Vorkommniſſe und Erlebniſſe, wie ſie ſich
alljährlich während der Brutzeit des Hausgeflügels
er=
geben. Die dankbaren Zuhörer ſpendeten dem Redner
lebhaften Beifall. Eine reichhaltige Verloſung von
Tau=
ben und Futterartikeln bildete den Schluß der
Ver=
ſammlung.
Stenographiſches. Der unter dem Protektorate
Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs ſtehende
Gabelsberger Stenographenverein (1861)
eröffnet gleich nach Oſtern in der Mittelſchule II
(Hermannſtraße 21) einen Kurſus für Anfänger
Der Unterricht, der nach bewährter Methode mit
peinlich=
ſter Sorgfalt durchgeführt wird, nimmt ungefähr 20
Stun=
den in Anſpruch und erreicht gegen Ende Juni ſein Ende.
Näheres und einſtweilige Ankündigung weiterer Kurſe
ſiehe heutige Anzeige.
St. Die Nieder=Wöllſtädter Konferenz wird ihre
Jah=
resverſammlung am 9. April, vorm. 10 Uhr, in
Frankfurt a. M. im „Basler Hof” abhalten. Sie verbindet
damit die Erinnerungsfeier ihres 50
jähri=
gen Beſtehens. Das Hauptreferat hat Herr
Pro=
feſſor Dr. Geiſt übernommen über: „Die Bibelkritik in
ihrem Verhältnis zur Kritik und Hermeneutik überhaupt”.
Gäſte ſind willkommen.
* Odenwaldklub. Die diesjährige Hauptverſammlung
der Ortsgruppe Darmſtadt des Odenwaldklubs findet
Donnerstag, den 27. d. M., im „Fürſtenſaal” ſtatt. Die
Mitglieder werden hierauf aufmerkſam gemacht. (S. Anz.)
Priv. Schützengeſellſchaft. Am zweiten Oſterfeiertag
findet das Eröffnungsſchießen auf allen
Stän=
den ſtatt. Es bildet dies den Beginn der offenen
Schieß=
ſaiſon, die wohl dieſes Jahr ihren Höhepunkt in dem 350 Jubiläumsſchießen der Priv. Schützengeſellſchaft
finden wird, das vom 18. bis 25. Mai d. J. gehalten wird
und bei dem die Beteiligung ſehr vieler auswärtiger
Schützen ſicher iſt. Die Vorbereitungen ſind ſchon im
Gange, zahlreiche Ehrenpreiſe geſtiftet, die die Geſellſchaft
Feuilleton.
* Freimarkenheftchen. Ein Poſtdirektor ſchreibt der
Köln. Ztg.: In letzter Zeit fällt es auf, daß immer
häu=
figer Briefe, die mit Zehnpfennigmarken hätten frankiert
werden können, mit Funfpfennigmarken beklebt ſind. Eine
Zählung hat ergeben, daß rund 40 v. H. in dieſer Weiſe
rankiert ſind, ſo daß alſo bei hundert Fällen 80
Freimar=
ken zu 5 Pfg. verwandt ſind, wo 40 Stück zu 10 Pfg. am
Platze geweſen wären. Das iſt ſicher kein Zufall, ſondern
hat ſeinen guten Grund. Und zwar iſt dieſer jedenfalls
hauptſächlich in den bei uns vor reichlich zwei Jahren
dankenswerterweiſe eingeführten, mit Recht ſehr beliebten
und darum immer mehr begehrten Freimarkenheftchen zu
ſuchen. Dieſe enthalten jetzt 20 Freimarken zu 5 Pfg. und
10 Stück zu 10. Pfg., während man urſprünglich darin 16
Stück zu 5 Pfg. und 12 zu 10 Pfg. bekam. Weshalb die
Markenzahl zugunſten der Fünfpfennigmarken verſchoben
iſt, entzieht ſich der Kenntnis. Es muß aber
hervorge=
hoben werden, daß der Vorrat an Marken zu 5 Pfg. in
der Regel erheblich länger reicht als der zu 10 Pfg., und
daß daher das zahlenmäßige Uebergewicht der
Fünfpfen=
nigmarken beſſer beſeitigt würde. Sobald die Marken
zu 10 Pfg. verbraucht ſind, benutzt man ausſchließlich die
zu 5. Pfg. Daher rührt wohl vorwiegend die eingangs
erörterte Beobachtung. Da jede Freimarke bei der Poſt
einen Stempelabdruck erhalten muß, ſo bedeutet die
häu=
fige unnötige Verwendung von Fünfpfennig= ſtatt Zehn=
pfennigmarken — es handelt ſich täglich um eine Reihe
von Millionen Stück —, für den Poſtbetrieb eine
bedeu=
tende Erſchwernis, ferner aber auch eine vermeidliche
Stei=
gerung der Herſtellungskoſten der Freimarken. Und dem
Publikum wäre gleichfalls nur gedient, wenn es in den
Freimarkenheftchen mehr Marken zu 10 Pfg. und weniger
zu 5 Pfg. erhielte. Ungefähr das richtige Verhältnis
dürfte ſein: 10 Stück zu 5 Pfg., 15 Stück zu 10 Pfg.
** König Alfons als Zeitungsfreund. Die Zahl der
herrſchenden Monarchen, die mit der Preſſe ſympathiſieren
und gern mit Journaliſten ihre Anſchauungen
austau=
chen, iſt, ſo wird im Corriere della Sera behauptet, ganz
unverhältnismäßig klein. Einen König aber hat Europa,
der nicht nur die Macht der Preſſe als dem Sprachrohre
der öffentlichen Meinung anerkennt, ſondern ſich auch für
den Beruf des Journaliſten beſonders intereſſiert und
ſo=
gar nicht davor zurückſcheut, Redaktionen aufzuſuchen und
im Redaktionszimmer mit Redakteuren zu plaudern. Das
iſt Alfons XIII. Auch als kürzlich in Madrid die großen
neuen Geſchäftsgebäude der Zeitung El Imparctal
er=
öffnet wurden, ließ es ſich der König nicht nehmen, einige
Tage ſpäter in Begleitung ſeines Adjutanten das neue
Heim der Zeitung aufzuſuchen. Der König von Spanien
beſuchte ſämtliche Redaktionszimmer, ließ ſich auch die
Schreibſtuben und die Verwaltungsbureaus zeigen, ging
dann in den Setzerſaal, um die neuen Setzmaſchinen in
ihrer Tätigkeit zu ſehen. Und ſchließlich verweilte er
län=
gere Zeit im Maſchinenſaal und beobachtete die Tätigkeit
der Rotationsmaſchine. „Mit ſolchen Maſchinen alſo”
meinte Alfons XIII. lächelnd, „vernichtete man Politiker
und manchmal auch Könige‟. Im Konferenzſaal der
Re=
daktion hatte man inzwiſchen in aller Eile ein Diner
vor=
bereitet, und der König erklärte ſich bereit, an dem Bankett
teilzunehmen. Zwiſchen dem Verlagsdirektor und dem
Chefredakteur nahm er Platz; an dem Diner, oder richtiger
geſagt, an dem Lunch nahmen ſämtliche Redakteure,
Re=
porter und Verwaltungsbeamte des Blattes teil, wie auch
ein Dutzend der Setzer und des Maſchinenperſonals. Der
König unterhielt ſich mit allen und ſpäter erhielten
ſämt=
liche Teilnehmer an dieſem Lunch eine Photographie mit
der eigenhändigen Unterſchrift des Monarchen.
** Der „Feſſeltanz”. Der bekannte Pariſer Dandy
André de Fouquiéres iſt kürzlich von einer
Entdeckungs=
reiſe nach New=York heimgekehrt und hat ſeinen Pariſer
Bewunderern neben allerlei amerikaniſchen Impreſſionen
auch eine große Ueberraſchung mitgebracht: einen neuen
Modetanz. Dieſe amerikaniſche Neuheit, die in Paris
Begeiſterung erregt, iſt der „Feſſeltanz‟ Den Herren
wer=
den im Ballſaal Handſchellen angelegt, die durch ein
hüb=
ches kleines Schloß feſtgehalten werden. Die Schlüſſel zu
dieſen Schlöſſern aber werden unter die Tänzerinne,
ver=
teilt, und nun iſt es die Aufgabe der Damen, während des
Tanzes jenes Schloß ausfindig zu machen, das ſich mit
dem Schlüſſel, den die Tänzerin in der Hand hält, öffnen
läßt. Die Damen, die während des Tanzes den „Partner”
nicht entdecken und nicht befreien, müſſen dann ein Pfand
geben, das im Laufe des Feſtes ausgelöſt wird.
Seite L.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 20. März 1913.
Nummer 67
in die angenehme Lage verſetzen, das Schießen neben
be=
trächtlichen Barpreiſen noch mit wertvollen Ehrenpreiſen
ausſtatten zu können.
E Außergewöhnliche Paketbeſtellung. Am Karfreitag,
den 21., und am Oſterſonntag, den 23. März, findet
be=
hufs Bewältigung des geſteigerten Poſt=Päckereiverkehrs
eine einmalige Paket= und Wertbriefbeſtellung am
Vor=
mittag ſtatt.
Orpheum. Am 2. Oſterfeiertag, 24. März, beginnt
mit 2 Vorſtellungen ein erſtklaſſiger Varieté=Spielplan
her=
vorragender Kunſtkräfte, welche durchweg zum erſten
Male in Darmſtadt auftreten werden. Näheres folgt.
(Siehe Anz.
Im Union=Theater (Kunſtlichtſpiele Rheinſtraße 6)
gibt die berühmte ſchwediſche Schauſpielerin Lilly Bech
vom Königl. Hoftheater in Kopenhagen in dem
be=
kannten Film „Liebeswahn” in dem ſie die Hauptrolle
ſpielt, ein Gaſtſpiel. Das ergreifende dreiaktige Drama
bringt Szenen aus dem Leben einer Tänzerin. Außer
dieſem erſtklaſſigen Film werden nicht minder
hervor=
ragende Naturaufnahmen, wiſſenſchaftliche Darbietungen
und eine Reihe weiterer Dramen gegeben, ſo daß jedem
Geſchmack Rechnung getragen wird. Karfreitag muß
das Theater geſchloſſen bleiben.
gs- Unfall. Geſtern abend 5 Uhr verunglückte in einem
hieſigen Inſtallationsgeſchäft ein Monteur dadurch,
daß eine Riemenſcheibe an einem Elektromotor
entzwei=
ſprang. Der Monteur erlitt einen komplizierten
Oberarmbruch und ſchwere Verletzungen an der
Bruſt. Die Rettungswache brachte den Verunglückten mit
dem Krankenkraftwagen in das Städtiſche Krankenhaus.
Offenbach, 18. März. An der Maſchinenbauſchule der
Techniſchen Leh ranſtalten fand geſtern unter
dem Vorſitze des Staatskommiſſars, Profeſſor Dr.=Ing.
Köhler=Darmſtadt, die diesjährige Reifeprüfung
ſtatt, an der 10 Kandidaten teilgenommen haben; alle
be=
ſtanden, und zwar 2 Kandidaten „mit Auszeichnung” und
4 mit der Note „gut”. Bei der heute unter dem Vorſitz des
Staatskommiſſars, Geh. Oberbaurat Klingelhöffer,
abge=
haltenen Reifeprüfung an der Baugewerkſchule haben von
den gemeldeten 12 Kandidaten 11 beſtanden; 2 erhielten
die Note „mit Auszeichnung beſtanden” und 4 die Note
„gut beſtanden‟ Den Kandidaten, die die Prüfung mit
Auszeichnung beſtanden, wird auf Antrag der Schule die
Vergünſtigung für das erleichterte einjährige Examen
ver=
liehen. — Aus einem dem Oberbürgermeiſter
zugegange=
nen Schreiben der Eiſenbahndirektion Frankfurt a. M. in
zu entnehmen, daß der preußiſche Miniſter der öffentlichen
Arbeiten mit Erlaß vom 17. Februar 1913 die Pläne für
die Erweiterung des Bahnhofs Offenbach
feſtgeſtellt und Auftrag zum Baubeginn erteilt hat. — Die
Fechtriege des Offenbacher Turnvereins veranſtaltet
anläßlich ihres 40jährigen Beſtehens an den Oſtertagen
ein Jubiläumswettfechten, das für ſämtliche
Fech=
ter der deutſchen Turnerſchaft offen iſt. Zu dem
Wett=
fechten ſind insgeſamt 160 Meldungen von 84 Fechtern
aus allen Gegenden des Deutſchen Reiches eingegangen.
Langen, 18. März. Ein Frankfurter
Auto=
mobil, das geſtern abend von Darmſtadt nach
Hauſe fuhr, entdeckte kurz vor Langen auf der Landſtraße
eine Reihe großer Steine, die dazu beſtimmt waren,
daherkommende Wagen am Weiterfahren zu hindern. Im
letzten Augenblick wurde das gefährliche Hindernis
be=
merkt und dadurch einem folgenſchweren Unglück
vor=
gebeugt.
D Reichelsheim i. O., 19. März. In der geſtrigen
Gemeinderatsſitzung wurde mit dem Vorſtande
der Heſſiſchen Eiſenbahn=Aktiengeſellſchaft wegen
Ueber=
nahme des dem Sanatorium Göttmann gehörigen
Elek=
trizitätswerks und Uebertragung der bisherigen
Konzeſſion verhandelt und beſchloſſen, den ſeitens des
Miniſteriums genehmigten ſogenannten Normalvertrag
mit der Heag einzugehen. Die Heag wird vorausſichtlich
im Jahre 1915 das Gerſprenztal mit Strom verſorgen,
und wird bis zu dieſem Zeitpunkte das Gleichſtromnetz
von Reichelsheim in ein ſolches für Drehſtrom umgebaut.
Wenn auch der Gleichſtrombetrieb in der bisherigen Form
weitergeführt wird, ſo hat ſich trotzdem die Heag bereit
erklärt, vom 1. April 1914 den Strompreis dahin zu
er=
mäßigen, daß für Licht 40 Pfennig ſtatt 50 Pfennig und
für Kraft 20 Pfennig ſtatt 25 Pfennig für eine
Kilowatt=
ſtunde in Anſatz kommt. Es iſt ſehr zu begrüßen, daß die
gemeinnützigen Beſtrebungen der Heag von den
Gemein=
den in freundlicher Weiſe unterſtützt werden. Die Anzahl
der Gemeinden, mit denen bis jetzt Verträge abgeſchloſſen
ſind, hat durch die Mitwirkung der Gemeinde
Reichels=
heim, die Zahl 70 erreicht.
WLampertheim, 18. März. Der heutige
Ferkel=
markt war ſehr ſtark beſucht, der Antrieb von Ferkelr
jedoch ſchwach. Die Verkaufspreiſe waren äußerſt hoch,
meiſt zwiſchen 40 und 50 Mark das Paar; nur ein ein
ziges Paar wurde für 36 Mark verkauft.
Mainz, 19. März. Mit welcher Geriſſenheit der
Alt=
warenhändler Urnſtein und ſeine Diebsgenoſſen an die
Verwertung der in Bockenheim geſtohlenen Goldſachen
gegangen ſind zeigt eine von dem Uhrmacher Albert in
Frankfurt ſeit einigen Tagen veranſtaltete „Ausſtellung”.
Als die Polizei das Mainzer Diebsneſt aushob, waren
be=
reits viele Uhren ihrer Goldgehäuſe entkleidet und dieſe
zum Einſchmelzen vorbereitet. Auch bei vielen Ketten,
Ringen, und Schmuckſachen hatte Urnſtein ſchon die Spreu
vom Weizen getrennt. Wenn das Neſt nur einige Tage
ſpäter ausgehoben worden wäre, dann wären die
geſam=
ten wertvollen Stücke eingeſchmolzen geweſen. Die
ge=
ſtohlenen Sachen wurden letzthin photographiert; das
„Objekt” nahm, hübſch geordnet, die Bodenfläche eines
großen Zimmers ein.
Bretzenheim (Nahe), 18. März. Bei dem geſtern
herrſchenden Sturm wurde ein Teil unſerer
Lauf=
brücke über die Nahe weggeriſſen und
fortge=
ſchwemmt, ſo daß der Verkehr durch Nachen aufrecht
er=
halten werden mußte. Auch wurden einige Maſte der
elektriſchen Lichtleitung nach den Vororten umgeworfen.
(*) Gießen, 18. März. Das Lupusheim wird
noch in dieſem Jahre vollendet werden und wird die erſte
derartige Anſtalt in Deutſchland ſein. Die Anſtalt wird
aus Mitteln des Heſſiſchen Heimſtättenvereins erbaut; die
Pläne hat der Gießener Architekt Hans Meyer entworfen.
Der Bau wird 26 Krankenbetten enthalten, Räume für
zahlreiche Apparate und Einrichtungen, Anlagen für Licht=
und Luftbäder, für mediziniſche Bäder erhalten und
Ein=
richtungen zur Anwendung der Elektrizität für Heilzwecke
beſitzen. Die Leitung der Anſtalt ſoll Profeſſor Dr.
Jeſio=
nek übertragen werden. Der Heſſiſche Heilſtättenverein
wird die wirtſchaftliche Verwaltung in Händen behalten.
Gießen, 19. März. Als Nachfolger von Geh. Rat
Pro=
feſſor Lubarſch iſt der a. o. Profeſſor an der Univerſität
Gießen Dr. med. Johannes Georg Mönckeberg zum
ordentlichen Mitglied der Akademie für praktiſche Medizin
in Düſſeldorf und Direktor des Pathologiſchen
In=
ſtituts daſelbſt in Ausſicht genommen. Dr. Mönckeberg,
ein geborener Hamburger (1877), abſolvierte ſeine medizi=
niſchen Studien in Straßburg, Freiburg und Bonn,
be=
ſtand 1900 das Staats= und Doktorexamen, war 1901/04
Aſſiſtent am Pathologiſchen Inſtitut des Allgemeinen
Krankenhauſes Hamburg=Eppendorf bei Dr. E. Fraenkel
1902/1903 am Senckenbergiſchen Pathologiſchen Inſtitut zu
Frankfurt a. M. bei Profeſſor K. Weigert und ſiedelte 1904
als erſter Aſſiſtent an das Pathologiſche Inſtitut zu Gie
ßen unter Profeſſor Boſtroem über, wo er ſich bald
dar=
auf für das Fach der allgemeinen Pathologie und
patho=
logiſchen Anatomie habilitierte und 1909 zum a. o.
Pro=
feſſor ernannt wurde. Sein Spezialarbeitsgebiet iſt
patho=
logiſche Anatomie des Herzens und der Gefäße.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 18. März. Der Chefredakteur
der Kreuzztg. Dr. Müller=Fürer iſt nachmittags 4 Uhr
an einem Gehirnſchlag geſtorben. — Das
Induſtrie=
beamtenhaus in der Werftſtraße, deſſen Ankauf vom
8. Bundestag des Bundes der techniſch=induſtriellen
Beam=
ten im Jahre 1912 genehmigt wurde, ſoll nach dem jetzt
vollendeten Umbau am 22. März zur Uebergabe gelangen.
Das Gebäude dient hauptſächlich zur Aufnahme der
Bu=
reaus der Bundesgeſchäftsſtelle, deren Entwickelung
charal=
teriſtiſch iſt für das rapide Anwachſen der 1904
gegründe=
ten Techniker=Organiſation und der damit verbundenen
— Um ein Ver=
Steigerung der Verwaltungsarbeiten.
mögen in der Handtaſche beſtohlen wurde geſtern abend.
wie ſchon mitgeteilt, eine Ruſſin Frau von Stoſſyref
die vormittags auf der Rückreiſe nach ihrer Heimat in
Berlin eintraf und nachts nach Wilna weiterfahren wollte.
Nachmittags machten ſich mit ihr in einem Kaffeehauſe
eine jüngere Dame und deren angeblicher Gatte bekannt.
Dieſer nannte ſich „v. Wettersheim” und ſtellte noch einen
Freund „v. Stierſtädt” vor. Die beiden taten, als ob ſie
Offiziere ſeien. Die Ruſſin beſuchte mit den Dreien noch
ein anderes Café und dann ein Lichtſpieltheater. Dort
ließ ſie nicht bloß Hut und Mantel, ſondern auch ihre
Taſche, in der für 130000 Mark Schmuckſachen waren
unglaublicherweiſe durch „Herrn v. Wettersheim” an der
Kleiderabgabe abgeben, ohne auf die Sachen zu achten.
Noch vor Ablauf des Programms empfahlen ſich „Herr
v. Wettersheim und ſeine Frau” und nahmen die auf ihre
eigene Marke abgelieferte Handtaſche der Ruſſin mit.
Bald verſchwand auch „Herr v. Stierſtädt”. Als die
Ruſ=
ſin endlich mit ihren Kleidungsſtücken auch ihre Taſche
in Empfang nehmen wollte, hörte ſie zu ihrem Schrecken,
daß dieſe von dem Paar, mit dem ſie gekommen,
mitge=
nommen ſei. Die Kriminalpolizei nahm noch in der Nacht
die Ermittelungen auf. Die „Kavaliere” hatten übrigens
die Ruſſin ſchon vorher beim Verrechnen der Zeche
betro=
gen und bei der Beſorgung von Zigarren, die jene ihrem
Mann mitbringen wollte. Auch der Paß der Dame und
ihre Geldbörſe befanden ſich in der Taſche.
Frankfurt a. M., 19. März. An dem Neubau der
Kraft= und Lichtanſtalt in der Rebſtöckerſtraße ereignete ſich
heute vormittag ein ſchwerer Unglücksfall. Der
dort erſt ſeit einigen Tagen beſchäftigte Tagelöhner Sinet
aus Hirſcheid in Bayern zog einen ſchweren Eimer zun
dritten Stockwerk empor, als das Seil riß und der Eimer
in die Tiefe ſtürzte. Der Unglückliche wurde auf den
Kopf getroffen, der ihm förmlich geſpalten wurde.
Außer=
dem erlitt er einen Ober= und Unterkieferbruch. Sinet
war ſofort tot; die Leiche wurde nach dem hieſigen
Fried=
hof gebracht.
Stuttgart, 19. März. Im ganzen Lande herrſchte heute
nacht ſtarke Kälte. Auf der ſchwäbiſchen Alb betrug
die Temperatur 9 Grad Kälte, im Schwarzwald 8 Grad.
Karlsruhe, 18. März. Heute mittag traf Prin:
Heinrich von Preußen zum Beſuche der Großh
Herrſchaften hier ein und nahm im Großh. Schloſſe
Woh=
nung. Das Großherzogspaar empfing den Prinzen gegen
Abend, der dann an der Familientafel im Palais
teil=
nahm. Prinz Heinrich wird morgen früh Karlsruhe
wie=
der verlaſſen.
Köslin, 18. März. Hauptmann Aumann vom
dritten Bataillon des 54. Infanterie=Regiments ſtürzte
auf der Jagd. Der Gewehrlauf drang ihm in die Bruſt,
der Schuß ging los und führte den Tod herbei.
Danzig, 19. März. In der letzten Nacht wurde vor
dem Hauſe Schmiedegaſſe 25 die Leiche eines etwa
50jährigen Mannes gefunden, die am Halſe
Strangula=
tionsmerkmale zeigte. Man vermutet, daß ein Mord
vor=
liegt, doch konnte bis heute mittag weder der Täter noch
die Perſon des Toten ermittelt werden.
Stockholm, 18. März. Während des Orkans brach in
den Lagerräumen einer Möbelfirma Großfeuer aus,
das mit raſender Schnelligkeit um ſich griff und erſt nach
achtſtündiger Löſcharbeit zum Stillſtand gebracht werden
konnte.
Ermordung des Königs
von Griechenland.
Das Attentat.
* Saloniki, 18. März. Der König von
Grie=
chenland wurde heute nachmittag hier ermordet.
* Saloniki, 18. März. Gegen 5 Uhr nachmittags
feuerte ein geiſtesgeſtörter Grieche namens Alexo
Schi=
nas einen Revolverſchuß auf den König von
Griechenland ab, als dieſer mit einem Adjutanten
ſpazieren ging. Der Revolver war noch mit ſieben
Pa=
tronen kleinen Kalibers geladen. Prinz Nikolaus
rief die Offiziere des Heeres zuſammen und ließ ſie dem
neuen König Konſtantin, der ſich gegenwärtig
mit der Königin=Mutter in Janina befindet, den Eid
ſchwören. Hier herrſcht vollkommene Ruhe.
* Saloniki, 18. März. Als König Georg
heute nachmittag um 5½ Uhr das Palais ſeines Sohnes,
des Prinzen Nikolaus, in Begleitung ſeines Adjutanten
Oberſt Frangudis verließ, um ſeinen gewohnten
Spa=
ziergang zu machen, feuerte ein Individuum aus
nächſter Nähe einen Revolverſchuß auf den König
ab. Die Kugel durchbohrte den König vollſtändig. De=
König wurde in das Herz getroffen und ſtürzte in die
Arme ſeines Adjutanten. Mit Hilfe von zwei
herbeigeeil=
ten Soldaten wurde er in einen Wagen getragen und in
das Militärhoſpital gebracht, er verſtarb jedoch bereits
im Wagen. Die Generäle und Offiziere aller Grade eilten
in das Hoſpital, wo, wie gemeldet, der Militärgouverneur
Prinz Nikolaus den Offizieren den Tod kundgab und der
Treueid für den König Konſtantin abnahm. Prinz
Niko=
laus war allein von der königlichen Familie anweſend.
Der Verbrecher machte einen geiſtesverwirrten Eindruck
und gab ausweichende Antworten. Der Miniſter Raktiwar
erließ als Vertreter der Regierung eine Proklamation an
das Volk, worin er die Trauerbotſchaft kundgab und von
dem dem König Konſtantin geleiſteten Treueide
Mit=
teilung machte.
Athen, 18. März. Der Miniſter des Aeußern,
Koramislos, ſchickte an die Vertreter Griechenlands im
Auslande folgende Depeſche: Gebrochenen Herzens
teile ich Ihnen mit, daß unſer König heute nachmittag
5 Uhr in Saloniki während eines Spazierganges mit
einem Revolver erſchoſſen wurde. Der König ſtarbeine
halbe Stunde ſpäter. Ganz Griechenland und
Mazedonien ſind entſetzt über das furchtbare Attentat
gegen den ſiegreichen und innigſtgeliebten König. —
Wei=
tere Telegramme beſtätigen den Hergang des Attentats
wie oben geſchildert.
* Athen, 19. März. Der Kronprinz verläßt
den Epirus ſobald als möglich. Die Königin reiſt an
Bord eines Kriegsſchiffes nach Saloniki.
* London, 19. März. Als die Königin=
Mut=
ter Alexandr a die amtliche Meldung vom Tode ihres
Bruders erhielt, war ſie ſehr niedergeſchmettert. Dem
König wurde nach dem Schloſſe Windfor amtlich gemeldet,
daß der König der Hellenen nicht weit von ſeiner
Woh=
nung erſchoſſen wurde. Der Mörder befand ſich noch
un=
gefähr zwei Yards vom König entfernt. Der
Bürger=
meiſter von Windſor ſprach dem König und der Königin=
Mutter ſein Beileid aus.
* Athen 19. März. Der Mörder Schinas
iſt 40 Jahre alt. Er weigert ſich, den Grund zu der Tat
anzugeben und antwortete, als ein Offizier ihn fragte, ob
er kein Mitleid mit ſeinem Lande hätte, daß er Sozialiſt
ſei. Sein Benehmen iſt ganz gefühllos. Der König, der
ins Herz getroffen wurde, ſtarb bei der Ankunft im
Hoſpital.
* Berlin, 19. März. Der Berliner Lokalanzeiger
meldet in einer Extraausgabe zum Tode des Königs
von Griechenland: Auf Befragen, warum er das
Verbrechen begangen habe, antwortete der Mörder: Wir
haben Tribunale und ich werde, wenn ich abgeurteilt
werde, ſagen, warum ich ihn getötet habe. Man bringe
mich zur Polizei, damit die Volksmenge mich nicht
miß=
handelt, dort werde ich ſprechen. — Seit ſeinem
Einzuge=
in Saloniki pflegte der König jeden Nachmittag einen
Spaziergang zu machen. Die Umgebung des Königs
drang häufig darauf, daß ſich der König ohne
Leib=
garde nicht öffentlich zeige. Aber vergebens. Vor einigen
Tagen iſt der Befehl gegeben worden, daß vier
Gendar=
men dem König auf ſeinen Spaziergängen folgen ſollten.
Dies war ihm ſo läſtig, daß man die Zahl der
Gendar=
men auf zwei beſchränkte, die nur in großer Entfernung
folgen durften. Die letzten Worte des Königs waren:
„Morgen werde ich den Dreadnought Goeben” beſuchen.
Das deutſche Kriegsſchiff wird den König der Griechen
hier in Saloniki ehren. Das erfüllt mich mit Freude und
Zufriedenheit.”
Der Eindruck in Athen.
* Athen 18. März. Die Aufregung und
Be=
ſtürzung infolge der Ermordung des Königs ſind
un=
beſchreiblich. Um Mitternacht waren die öffentlichen
Plätze, die Zugänge zu den Miniſterien, Behörden und
Zeitungsredaktionen ſchwarz von Menſchen. Niemand
will glauben, daß es ein Grieche ſein könne, der den
heiß=
geliebten König ermordet habe Das Amtsblatt, welches
mit einem Trauerrand erſcheint, veröffentlicht folgende
Not: Gebrochen von Schmerz, teilt der Miniſterrat dem
Volke den Tod unſeres heißgeliebten Königs Georg I.
mit. Die verbrecheriſche Hand eines Wahnſinnigen
er=
mordete heute den König in Saloniki und verſenkte ſo die
ganze Nation gerade in dieſen Tagen der Freude, in
denen ſich unſere nationalen Wünſche erfüllen, in tiefe
Trauer. Das Attentat wurde heute gegen 5 Uhr
nach=
mittags durch Revolverſchüſſe auf den König während
eines Spazierganges verübt. Der Miniſterrat hat dieſe
traurige Botſchaft ſofort dem König Konſtantin mitgeteilt.
Beileidskundgebungen.
* Berlin, 19. März. Der Reichsanzeiger ſchreibt:
König Georg von Griechenland iſt in Saloniki einem
verbrecheriſchen Anſchlag zum Opfer gefallen. Mit dem
Abſcheu gegen dieſe Mordtat, die den König der Hellenen
mitten aus dem erfolgreich und glücklich geführten Kriege
herausriß, verbindet ſich die tiefſte Teilnahme gegenüber
der Familie, die außer mit dem däniſchen und ruſſiſchen
auch mit unſerem Herrſcherhauſe nahe verwandt iſt, und
dem griechiſchen Volke, deſſen Geſchicke er 50 Jahre
hin=
durch glücklich geleitet hat.
* Berlin, 19. März. Die Norddeutſche Allgemeine
Zeitung ſchreibt: Die Kunde von der Ermordung
des Königs der Hellenen wirkt erſchütternd. Dem
heimgegangenen Monarchen war die Ausübung ſeines
Amtes lange Jahre hindurch eine entſagungsreiche
Auf=
gabe, bis ihm nach faſt vollendeter fünfzigjähriger
Regie=
rung kriegeriſche und politiſche Lorbeeren beſchieden
wur=
den. Die Freude, ſein Lebenswerk durch die Erfüllung
großer Hoffnungen gekrönt zu ſehen, erfuhr er als eine
Genugtuung für manches Verkennen ſeiner Beſtrebungen,
noch bevor ein grauſames Geſchick ihn auf der Höhe ſeines
Erfolges dem Lande und der Familie entreißen ſollte.
Wir teilen die Trauer des griechiſchen Volkes deſſen
Herzen ſich beſonders unter den erhebenden Eindrücken
der letzten Monate in Liebe und Treue dem jäh
dahinge=
ſchiedenen Herrſcher zuwandten. Die Hellenen werden
nicht vergeſſen, daß mit der Regierung des Königs
Georgios ihre nationale Wiedergeburt verbunden bleibt,
die Europa bewundert. Sie werden ſich patriotiſchen
Sinnes um den König ſcharen, der in ſchwerer aber großer
Zeit das Erbe ſeines Vaters übernommen hat.
* Wien, 19 März. Sämtliche Blätter drücken ihre
tiefſte Entrüſtung über die Greueltat in Saloniki
aus und geben ihre wärmſte Teilnahme kund zu dem
Schmerz und der Trauer Griechenlands über das tragiſche
Ende König Georgs, der als gefeierter Held im Zenith
ſeines Ruhmes in der Stadt, deren Beſitz unter ſeinem
Zepter den kühnſten Traum der Griechen erfüllte, durch
Mörderhand gefällt wurde. Die Blätter heben die
glän=
zenden Eigenſchaften des Königs hervor. rühmen ſeine
diplomatiſche Geſchicklichkeit und ſein organiſatoriſches
Talent, dem die Renaiſſance des griechiſchen Volkes und
Landes zum größten Teil zuzuſchreiben iſt. Die Blätter
erinnern an die wiederholten Beſuche des Königs in Wien,
wo der König, welcher mit dem Kaiſer durch herzliche
Freundſchaftsgefühle verbunden war, ſich größter
Beliebt=
heit erfreute.
* Petersburg, 19. März. Bei Eröffnung der
Dumaſitzung teilte der Präſident die Ermordung des
Königs von Griechenland mit. Die Mitglieder
erhoben ſich, um das Andenken des Königs zu ehren und
beauftragten den Präſidenten, an den Kaiſer und die
Kaiſerin=Witwe Beileidstelegramme zu ſenden und durch
Vermittlung des griechiſchen Geſchäftsträgers der
griechiſchen Königsfamilie und der griechiſchen Kammer
das tiefſte Beileid auszudrücken. In der Dumakirche wird
ein Trauergottesdienſt abgehalten.
* Sofja, 19. März. Miniſterpräſident Geſchow
hat unmittelbar, nachdem er die Meldung von der Efra
mordung des Königs der Hellenen erhalten hatte,
folgendes Telegramm an den Miniſterpräſidenten Ven
i=
zelos gerichtet: In dieſem Augenblick empfange ich die
Nummer 67.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 20. März 1913.
Seite 5.
furchtbare Nachricht von der Ermordung Ihres
vielgelieb=
ten und erhabenen Königs, des Verbündeten unſeres
Herr=
ſchers und unſeres Volkes, und möchte Ihnen zum
Aus=
druck bringen, wie tief wir Ihren unendlichen Schmerz
tei=
len. Wir beweinen den erſten Förderer unſerer heiligen
Allianz und ſind empört über das fluchwürdige Verbrechen
des Mörders. Meine Kollegen und ich bitten Sie, den
Ausdruck tiefer Anteilnahme der königlichen Regierung
und der bulgariſchen Nation entgegenzunehmen.
* Belgr ad 19. März. Die Nachricht von der
Er=
mordung des Königs von Griechenland hat
hier allgemeine Beſtürzung hervorgerufen. Ueberall zeigt
ſich die innigſte Teilnahme. Die Prinzeſſin Helene welche
die Nachricht unmittelbar vor ihrer Abreiſe nach Wien
er=
hielt, kehrte um Mitternacht nach Saloniki zurück.
Letzte Nachrichten.
* Athen, 19. März. Die Augenzeugen des
Attentats geben folgende Einzelheiten: Der
Mör=
der hielt ſich an der Ecke der Dreieinigkeits= und
Feld=
ſtraße bei dem Polizeikommiſſariat verborgen. Der König
kehrte von einem Spaziergange zurück und ging auf den
Palaſt zu. Als er die Straße überſchritt, ſchoß der
Atten=
täter auf zwei Schritt Entfernung aus einem Revolver.
Bei dem erſten Schuß wollte der Flügeladjutant Oberſt
Franludis den Revolver ziehen, ſofort ſchoß der Mörder
auf ihn, aber die Waffe verſagte. Die beiden kretiſchen
Gendarmen, die dem Könige folgten, ſtürzten ſich auf
den Mörder, der keinen Widerſtand leiſtete. Soldaten
kamen den Gendarmen zu Hilfe. Als der Mörder
feſtge=
nommen war, wandte ſich der Adjutant nach dem Könige
um, den er unverletzt glaubte, aber der König war halb
bewußtlos zu Boden gefallen und mußte in einen
Krämer=
laden gebracht werden; er konnte kein Wort mehr ſprechen.
Soldaten trugen ihn ins Hoſpital. Bei dem Mörder
wurden Revolverpatronen gefunden; er ſoll einige Jahre
im Auslande gelebt haben, und nach der Beſetzung von
Saloniki durch die Griechen dorthin gekommen ſein.
Der jetzt ſo tragiſch aus dem Leben geſchiedene
Kö=
nig Georg I. wurde am 24. Dezember 1845 zu
Kopen=
hagen geboren als zweiter Sohn des damaligen Prinzen
Chriſtian von Schleswig=Holſtein=Sonderburg=Glücksburg,
der am 15. November 1863 ſeinem Bruder Friedrich VII
als König von Dänemark folgte. Als 1862 am 22.
Ok=
tober die Griechen ihren erſten König, den Wittelsbacher
Otto, vertrieben hatten, und nun die drei Schutzmächte
Griechenlands, England, Frankreich und Rußland. auf die
Suche gingen, um einen Kandidaten für den griechiſchen
Thron zu finden, aber die Kandidaten der einen Macht
der anderen nicht genehm waren, einige Kandidaten auch
ganz ablehnten, fand man in dem zweiten Sohn des
Prin=
zen Chriſtian, Bruder des Königs Friedrich VII. von
Dänemark, dem Prinzen Wilhelm Chriſtian Ferdinand
Adolf, die Perſönlichkeit, die allen Mächten als König
der Hellenen genehm war, und ſo beſtieg, als alle
Be=
dingungen erfüllt waren, der jugendliche Prinz als
Geor=
gios I. den Thron der Hellenen. Der 18jährige König
wurde von der Nationalverſammlung, die ihn erwählt
hatte, für großjährig erklärt, damit nicht wieder eine
Re=
gentſchaft eintreten mußte. Am 30. Oktober hielt er
einen feierlichen Einzug in Athen, wo er taas darauf
vor der Nationalverſammlung den Eid auf die Verfaſſung
leiſtete und die Regierung übernahm. Am 27. Oktober 1867
vermählte er ſich mit der ruſſiſchen Großfürſtin Olga.
Tochter des Großfürſten Konſtantin Nikolajewitſch, und
die Erziehung ſeiner Kinder in der griechiſch=katholiſchen
Kirche (während er ſelbſt evangeliſch blieb) dienten dazu,
ſeinen Thron zu befeſtigen.
König Georg ſtellte ſich von Anfang an auf den
Stand=
punkt des rein konſtitutionellen Königs. Er ließ die
Kam=
mern und die aus ihnen hervorgegangenen Miniſterien das
Land regieren und machte nur wenig von den Vorrechten
ſeiner Krone Gebrauch, So hatte er bis zu ſeinem 25
jäh=
rigen Regierungsjubiläum über 30 verſchiedene
Miniſte=
rien, von denen die meiſten nicht ein Jahr, manche kaum
ſechs Monate am Ruder waren. Auch in kritiſchen Zeiten
hat der König ſeine Miniſter gewähren laſſen und dem
Druck der öffentlichen Meinung nachgegeben, weil ihn
ein anderes Verhalten den Thron hätte koſten können. So
auch bei den kretiſchen Aufſtänden. 1878 mußte er dem
Nationalgefühl der Griechen Rechnung tragen und den
Befehl zur Mobilmachung unterſchreiben, und durch den
Berliner Kongreß wurde dann auch Theſſalien und
Epi=
rus Griechenland zugeſprochen. Leider erhielt es nur
Theſſalien und einen kleinen Teil von Epirus. 1885 gab
er dem Andrängen des Miniſteriums Delyannis nach; es
wurde wieder mobil gemacht, und die Folge war die
Blockade Griechenlands durch die Großmächte. Noch
ſchlimmer erging es ihm 1897, als Delyannis zur Zeit
des kretiſchen Aufſtandes wieder am Ruder war. Die
durch den unglücklichen Verlauf des Krieges mit der
Tür=
kei hervorgerufene Mißſtimmung gab am 26. Februar 1898
zwei ehemaligen Soldaten Veranlaſſung zu einem Attentat
auf den König, das erfolglos blieb. Später brach eine
antidynaſtiſche Bewegung aus, die bekanntlich damit
en=
dete, daß ſämtliche Prinzen mit dem Kronprinzen an der
Spitze aus der Armee austreten mußten. Der
gegenwär=
tige Krieg hat in dem Verhalten gegenüber dem
griechi=
ſchen Königshauſe einen weſentlichen Umſchwung
herbei=
geführt. König Georg hatte die ſtolze Freude, ſeinen
älte=
ſten Sohn, den nunmehrigen König Konſtantin, wieder als
Oberbefehlshaber an die Spitze des helleniſchen Heeres
treten und von Erfolg zu Erfolg ſchreiten zu ſehen.
Theſſa=
lien und Epirus ſind heute tatſächlich in den Händen der
Griechen. Jedenfalls erzielt Griechenland in dem
dem=
nächſtigen Frieden Erfolge, die es über die Schmach von
1897 tröſten können.
Der jetzige König Konſtantin iſt am 21. Juli
1868 geboren und bekanntlich mit der Schweſter des
deut=
ſchen Kaiſers, Prinzeſſin Sophie von Preußen, vermählt.
Aus der am 15. Oktober 1889 geſchloſſenen Ehe ſind fünf
Kinder, drei Söhne und zwei Töchter, hervorgegangen.
Prinz Georg, der jetzige Kronprinz, iſt am 7. Juli 1890
geboren und noch unvermählt. Der König hat noch vier
Brüder und eine Schweſter.
Literariſches.
— In dieſen Tagen jährte ſich zum hundertſten Male
der Tag, da König Friedrich Wilhelm III. in Breslau den
Aufruf „An mein Volk” erließ. Eine Würdigung dieſer
Tat finden wir in dem Heft 11 der Gartenlaube, die
der Bedeutung dieſes Erlaſſes gerecht zu werden ſucht
— In der dieſer Nummer angefügten Beilage „Die Welt
der Frau” finden wir einen ſehr bemerkenswerten Artikel
von Paula Kaldewey über das zeitgemäße Thema: „Wer
ſoll die Marken kleben?‟ Jene vielumſtrittene Frage
wird ganz verſchieden, je nach dem Standpunkte des
Be=
treffenden, beurteilt, ob er Arbeitgeber oder
Arbeitneh=
mer oder unbeteiligter Zuſchauer iſt. In dieſem Aufſatz
wird nun nicht die Frage in ihrem geſamten Umfang
be=
handelt, ſondern nur der eine beſondere Punkt, in
wel=
cher Weiſe Herrſchaft und Dienſtmädchen am leichteſten zu
einer beide Teile befriedigenden Einigung kommen
können. Auf die in dem Artikel enthaltenen wertvollen
Anregungen kann hier nicht näher eingegangen werden,
dies möge man in dem betreffenden Heft ſelber nachleſen.
Karl Ettlinger: Marquis Bonvivant
Illuſtriert von M. Schwarzer, München, bei Georg
Mül=
ler. Geh. 2 Mk., geb. 3 Mk. Karl Ettlinger, der unter
dem Pſeudonym „Karlchen” allbekannte und allbeliebte
Redakteur der Münchener „Jugend” hat ein neues Werk
geſchrieben. Für Feinſchmecker auf dem Gebiete des
Hu=
mors iſt dieſe Nachricht immer eine Freudenbotſchaft, denn
ſie wiſſen, daß Karlchens Humor ſich ſtets durch beſondere
Originalität des Inhalts und der Form auszeichnet.
Dieſe fröhliche Erwartung wird auch diesmal nicht
ent=
täuſcht werden. Das Buch iſt von M. Schwarzer hübſch
illuſtriert worden. Jeder Leſer wird ihm eine Stunde
ungetrübten Genuſſes und behaglichſter Erheiterung
ver=
danken.
„Erſatz 2 1‟ vernichtet.
* Karlsruhe, 19. März. Das
Militärluft=
chiff „Erſatz 3. 1‟ das geſtern abend 8 Uhr in Baden=
Oos zu einer militäriſchen Nacht= und Dauerfahrt
auf=
geſtiegen war, gegen 9 Uhr die Reſidenz und um 10 Uhr
abends Mannheim paſſierte, erſchien heute nachmittag
2 Uhr wiederüber Karlsruhe fortwährend über
der Stadt kreuzend. Um 3 Uhr 40 Min. iſt das Luftſchiif
auf dem hieſigen Exerzierplatz gelandet, wo es von
Soldaten des Telegraphenbataillons Nr. 4 gehalten wird.
Zurzeit iſt man mit den Verankerungsarbeiten
beſchäftigt. Die Rückkehr nach Baden=Oos iſt zurzeit
un=
möglich, da in der dortigen Gegend Wirbelwinde
von 18—20 Sekundenmetern herrſchen.
— Raſtatt, 19. März. Das Militärluftſchiff „Erſatz
Z. 1” war geſtern zu einer Nachtfahrt aufgeſtiegen und
hatte Material für eine 18ſtündige Fahrt an Bord.
Heute mittag 1 Uhr verſuchte es, unter Hilfe des
alarmier=
ten Füſilier=Regiments Nr. 40 bei Sandweier zu
lan=
den. Das ausgeworfene Seil riß jedoch und
das Luftſchiff flog in der Richtung auf Karlsruhe davon.
* Karlsruhe, 19. März. Das Militärluftſchiff
Erſatz Z. 1" iſt heute nachmittag 3 Uhr 40 Min. auf dem
hieſigen Exerzierplatz nach einer Probefahrt gelandet. Es
wurde vom Sturm hin= und hergetrieben. Plötzlich in der
fünften Nachmittagsſtunde begann es im Vorderteil zu
krachen. Der Ballonkörper war bis zur Kajüte
abgebro=
chen. Kurz danach brach das Vorderteil nochmals. Der
hintere Teil des Luftſchiffes ſchwebt noch in der Luft und
wird von den Mannſchaften gehalten.
* Karlsruhe, 19. März. Nach 6 Uhr konnte der
hintere, in der Luft ſchwebende Teil geborgen
werden.
Die beklagenswerte Kataſtrophe, die wiederum die
Zeppelinſchiffe betroffen und einem ihrer neueſten und
modernſten Vertreter ein unrühmliches Ende bereitete
unrühmlich, weil es kein Untergang im eigentlichen
Ele=
ment, im Kampfe war, in dem ſich der „Erſatz Z. 1” wohl
ſiegreich bewährt hätte —, iſt, wie der Untergang der
„Schwaben” auf die Hallenfrage zurückzuführen, die
im=
mer noch ihrer endgültigen Löſung harrt. Wie die
See=
ſchiffe des ſchützenden Hafens, können die Luftſchiffe der
bergenden Halle nicht entbehren, und wie dieſe ſich bei
Sturm auf offenem Meere unter Umſtänden ſicherer
be=
ſinden, ſo die Luftſchiffe in ihrem Element, wenn ſie nicht
rechtzeitig und ſicher einer Halle anvertraut werden
kön=
nen. Die Gründe, die zur Landung auf dem offenen Platze
veranlaßten, ſind noch nicht bekannt. Doch dürften ſolche,
da die Führung des Luftſchiffes ſich doch in bewährten
Händen befand, ſicher vorgelegen haben. Die Halle in
Baden=Oos konnte wegen der Wirbelwinde nicht
aufge=
ſucht werden; denn es iſt leider keine drehbare Halle.
Eine ſolche bietet nach den derzeitigen Erfahrungen und
Errungenſchaften der Technik die einzige Gewähr gegen
derartige Unfälle und den beſten Schutz, weil allein ſie
im=
ſtande ſind, die Luftſchiffe bei Sturm aufzunehmen, denn
ſie können eben mit dem Winde gedreht werden. Den
materiellen Schaden des Unfalles erleidet nicht das Reich,
ſondern, da die Abnahmefahrten noch nicht beendet waren,
die „Luftſchiffbaugeſellſchaft Zeppelin” in Friedrichshafen.
Der Balkankrieg.
* London 18. März. Das Reuterſche Bureau
erfährt von bulgariſcher Seite, daß der Vorſchlag
der Mächte die Linie Enos=Midia als neue
tür=
iſch=bulgariſche Grenze einzuſetzen, anſtatt der
von den Balkanverbündeten vorgeſchlagenen Linie
Ro=
doſto=Midia, für faſt unmöglich angeſehen werde. Als
Bulgarien die Linie Rodoſto=Midia als neue Grenze
vor=
geſchlagen habe, ſei es nicht von politiſchen Erwägungen
beeinflußt worden. Bulgarien habe dieſe Linie für
drin=
gend notwendig gehalten im Hinblick auf den
ausgedehn=
ten Handel Bulgariens mit Konſtantinopel und
Klein=
aſien. Es habe ſie auch aus militäriſchen Gründen
ge=
wählt wegen der verhältnismäßigen Kürze der Grenze
vom Schwarzen Meer zum Marmarameer, deren
Ver=
teidigung weniger Truppen erfordern würde, als die
Linie über Enos. Der Hauptgrund ſei jedoch, daß die von
Europa vorgeſchlagene Linie ſo nahe an der Eiſenbahn
Adrianopel-Dedeagatſch laufe, daß ſie dieſe wichtige
Verbindung ernſtlich bedrohe. Außerdem würde die
An=
nahme der vorgeſchlagenen Grenze die Zurückziehung
eines großen Teils der bulgariſchen Armee aus den jetzt
beſetzten Städten notwendig machen und dieſe Gegenden
den Türken äberliefern, was eine ſchwere Gefahr für die
Bevölkerung dieſer Orte würde. Vom bulgariſchen
Standpunkte ſei es ſchwierig einzuſehen, weshalb die
Mächte ſo ſehr gegen die Linie Rodoſto=Midia ſeien.
* Wien, 19. März. Nach Blättermeldungen ſind bei
der Beſchießung Skutaris auch das
öſterreichiſch=
ungariſche Konſulat und ein italieniſches Nonnenkloſter
getroffen und beſchädigt worden. Der Reichspoſt zufolge
ſind beim Bombardement acht italieniſche Nonnen, welche
Krankenpflegedienſte verſahen, getötet und mehrere
ver=
wundet worden. Die Zahl der beim Bombardement
ge=
töteten Nichtkombattanten iſt groß.
Maßnahmen Oeſterreichs?
* Wien 19. März. Die öſterreichiſche Regierung
hat bereits für den Fall, daß die Londoner
Botſchafter=
konferenz heute bezüglich Skutaris und Albaniens keine
ernſten Schritte unternimmt, ihrerſeits einen
ſelbſtän=
dig en Schritt in Cetinje und Belgrad vor,
um vor allem die Hafenfrage eher zur Klärung zu bringen.
In Wiener amtlichen Kreiſen haben beſonders die
Mel=
dungen, daß das Bombardement der montenegriniſchen
Artillerie hauptſächlich gegen das chriſtliche Viertel
ge=
richtet und mehrere Nonnen bereits getötet ſeien, und
ferner, daß der Erzbiſchof in Lebensgefahr iſt, großes
Auf=
ſehen erregt. Ein weiterer Zwiſchenfall wird in folgender
Depeſche berichtet:
Wien, 18. März. Nach einer an zuſtändiger Stelle
vorliegenden kurzen Meldung iſt ein öſterreichiſcher
Dampfer welcher am Samstag abend im Hafen von San
Giovanni di Medua Waren löſchen wollte, durch
monte=
negriniſche Truppen daran gehindert worden. Die
öſterreichiſchen Matroſen wurden bedroht. Die
Unter=
ſuchung des Vorfalles, über den Einzelheiten noch fehlen,
iſt in die Wege geleitet.
Die Meldung, daß Oeſterreich „mobiliſiert” habe,
wird dementiert.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 19. März. In dem Betrugsprozeß
der ſeit dem 3. Februar die Strafkammer und das
Land=
gericht beſchäftigt, in dem es ſich um betrügeriſche
Mani=
pulationen zum Schaden der Königlichen Bernſteinwerke
handelte, iſt heute nachmittag das Urteil verkündet
wor=
den. Der Kaufmann Brumby=Duisburg und der
Kauf=
mann Fricke=Eſſen a. d. Ruhr wurden zu je 1000 Mark,
der Bernſteindrechſler Bach=Ruhla zu 2000 Mark und der
Kaufmann Möller=Berlin zu 9000 Mark Geldſtrafe
ver=
urteilt. Die übrigen Angeklagten wurden freigeſprochen.
Berlin, 19. März. Der große Diebſtahl im
Union=Theater, bei dem einer ruſſiſchen Dame aus
der Garderobe ein Handtäſchchen mit Juwelen im Werte
von 125000 Mark entwendet worden iſt, iſt jetzt
aufge=
klärt. Der Haupttäter iſt ein fahnenflüchtiger Leutnant
eines elſäſſiſchen Feldartillerie=Regiments, namens
Her=
bert Kolberg aus Fürſtenwalde, der zweite Hochſtapler,
der ſich v. Wettersheim nannte, iſt der Kaufmann Arthur
Krauſe. Die Frau, welche er als ſeine Gattin ausgab,
iſt eine Frau Margarete Pfeffer. In einem Reſtaurant
der Potsdamerſtraße, das die Hochſtapler beſuchten, boten
ſie einem Juwelier die Schmuckſachen telephoniſch zum
Kauf an, der es aber ablehnte, den Kauf ſofort
abzu=
ſchließen. Sie ließen dort, da es ihnen an Geld zur
Be=
zahlung der Zeche fehlte, ein goldenes Armband der
Ruſſin als Pfand zurück. Die Spur der Gauner verliert
ſich in einem Lokal in Friedenau, wo ſie eine goldene Uhr
der Ruſſin als Bezahlung zurückließen.
* Bonn, 19. März. Der Prinz von Wales traf
auf der Reiſe nach Heidelberg heute nachmittag hier ein.
Er nahm im Hotel Royal das Mittageſſen ein. Darauf
erfolgte die Weiterfahrt nach Koblenz.
Koblenz, 19. März. Der Prinz von Wales
kam mit Begleitung im Kraftwagen heute nachmittag 4½
Uhr hier an und nahm im Fürſtenhofe Wohnung.
* Bochum, 19. März. Auf der Zeche „Präſident”
entſtand, wie die Zechenleitung mitteilt, heute nacht
in=
folge von Selbſtentzündung ein Flözbrand. Bei den
Abdämmungsarbeiten gerieten durch ausſtrömende Gaſe
fünf Mann in Erſtickungsgefahr. Sie wurden zutage
gebracht und befinden ſich, mit Ausnahme eines Beamten,
der verſtarb außer Gefahr. Der Betrieb iſt nicht geſtört.
Breslau, 19. März. Wie die Volkszeitung erfährt,
faßte jetzt der Gewerkverein chriſtlicher
Berg=
arbeiter den Beſchluß, ſich dem von der oberſchleſiſchen
polniſchen Bergarbeiterorganiſation beſchloſſenen Streik
nach vorangegangener 14tägiger Kündigung anzuſchließen.
* Myslowitz, 19. März. Auf der 250=Meterſohle der
Myslowitzgrube durchbrachen geſtern vormittag
Sumpf=
gaſe eine Kohlenwand und entzündeten ſich an den
Lampen der Arbeiter. Sechs Bergleute erlitten
Brand=
wunden, einer ſehr ſchwere im Geſicht und an den Händen.
Der Betrieb iſt nicht geſtört.
H.B. Stuttgart, 19. März. Der Prinz von
Wales wird am 29. März in Stuttgart eintreffen. Drei
Tage vorher wird der König von Württemberg von Kap
Martin wieder nach Stuttgart zurückkehren. Für den
Auf=
enthalt des Kronprinzen ſind vier Wochen in Ausſicht
ge=
nommen. Sein Beſuch am württembergiſchen Hofe trägt
einen durchaus privaten Charakter.
HB. Stendal, 19. März. Auf dem Stendaler
Staats=
bahnhof iſt man größeren Warendiebſtählen auf
die Spur gekomen, die von Eiſenbahnarbeitern ausgeführt
wurden. Bei Hausſuchungen wurden große Mengen von
Zucker, Butter und Schokolade vorgefunden. Geſtern ſind
zwei Rangierer verhaftet worden, die ſeit langer Zeit die
Wagen erbrochen und Waren in größeren Mengen
geſtoh=
len haben.
Briefkaſten.
L. L. Zur Erörterung dienſtlicher Geheimbezeichnungen
ſind wir nicht befugt.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
V, 23
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Offenbach a. M., 15. März. Nach dem ſoeben
ausgegebenen Jahresbericht war die hieſige Goetheſchule
Privat=Real= und Handelsſchule mit der Berechtigung
zum einjäbrig=freiwilligen Militärdienſt) im letzten Jahre
von 352 Schülern beſucht, die von 18 Lehrern und
2 Hilfslehrern unterrichtet wurden. Im abgelaufenen
Jahr beſtanden 51 Unterſekundaner das Examen. Der
in den Jahren 1911/13 errichtete Schulneubau konnte
am 20. Februar l. J. bezogen werden. Es iſt durch
dieſe muſtergültige Neuanlage der geiſtigen und
körver=
lichen Ausbildung ter Schüler weitgehendſte Sorgegetragen.
Familiennachrichten.
(680
Viktoria Schlockermann
Theo Rummel
VERLOBTE
Hagen i. W.
Potthofstr. 33.
März 1913.
Todes=Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten die
traurige Mitteilung, daß heute meine liebe
Mutter, unſere Großmutter, Schwiegermutter
und Tante
(6798
Frau
geb. Keßler
im 76. Lebensjahre nach längerem Leiden ſanft
entſchlafen iſt.
Namens der trauernden Hinterbliebenen:
C. A. Möser.
Darmſtadt, den 18. März 1913.
Die Beerdigung findet Donnerstag, 20. März,
nachmittags 5 Uhr, vom Friedhofsportal aus,
ſtatt.
Dankſagung.
Für die zahlreichen Beweiſe warmer
Teilnahme beim Ableben des
Herrn
Gcheimen Baurat Schmitt
ſagen wir unſeren tiefgefühlten Dank.
Die trauernden Hinterbliebenen.
(6859
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teiknahme
bei dem Hinſcheiden unſeres lieben Kindes und
Schweſter
Greta
für die Kranzniederlegung ihrer Mitſchülerinnen
und deren Grabgeſang, dem Herrn Lehrer Mathay,
ihren Mitkonfirmandinnen, der werten
Nachbar=
ſchaft für die herzliche Anteilnahme während ihres
Krankenlagers und reichlichen Blumenſpenden,
ſo=
wie allen Freunden, Bekannten und Gäſten,
gleich=
falls den Herren Beamten der Ober=
Rechnungs=
kammer, vielen herzlichen Dank. Beſonderen Dank
dem Herrn Pfarrer Vogel für die troſtreichen
Worte am Grabe und den ev. Schweſtern des
Südoſtbezirks für ihre liebevolle Pflege.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Adam Keil und Familie.
(6873
Darmſtadt, den 16. März 1913.
Seitestierſtiche etgern
Altkatholiſche Gemeinde: Karfreitag, den 21. März,
vorm. um 10 Uhr, im evang. Gemeindehauſe,
Kahlert=
ſtraße 26: Gottesdienſt und Gelegenheit zum Empfang
des hl. Abendmahls. Pfarrverwalter Frey von Heßloch.
Gemeinde gläubig getaufter Chriſten (Bapttſten),
Mauer=
ſtraße 17: Karfreitag, den 21. März, vorm. um 9 Uhr:
Gebetsſammlung. Pred. Schuſter=Worms. —
Vormit=
tags von 10—1 Uhr; Konferenz der Mittelrheiniſchen
Sonntagsſchul=Vereinigung. Vorſitzender Polizeiſekretär
Kempe=Frankfurt a. M. — Nachmittags um 4 Uhr:
Predigt. Prediger Höpfner. — Abends um 6 Uhr::
Konferenz=Verſammlung.
Egltsdient der keraeliliſchen Felilunegeneute.
Haupt=Synagoge (Friedrichſtraße 2).
Freitag, den 21. März:
Vorabendgottesdienſt 6 Uhr 30 Min.
Samstag, den 22. März:
Morgengottesdienſt 8 Uhr 30 Min. Sabbatausgang
und Beginn des Purimfeſtes 7 Uhr 30 Min.
Sonntag Morgen 7 Uhr 30 Min.
Gottesdienſt in der Synagoge der israelitiſchen
Religions=
geſellſchaft.
Samstag, den 22. März:
Vorabend 6 Uhr 5 Min. Morgens 8 Uhr. Nachmittags
4 Uhr 30 Min. Sabbatausgang 7 Uhr 30 Min.
Wochengottesdienſt von Sonntag, den 23. März, an:
Morgens 6 Uhr 15 Min. Nachmittags 6 Uhr.
NB. Sonntag (Purim): Morgens 6 Uhr 10 Min.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das Tief, das geſtern über Südſkandinavien lag,
iſt oſtwärts abgezogen. Ihm folgt von Weſten her ein
ſtarkes Tief, das heute morgen über England lagert.
Der zwiſchen beiden Tiefs befindliche Hochdruckrücken
brachte uns heute nacht Aufheiterung und nordweſtliche
Winde und damit ein ſtarkes Sinken, der Temperaturen,
oft bis unter den Gefrierpunkt. Leichte Niederſchläge
fielen verbreitet. Die nordweöſtliche Depreſſion wird uns
heute noch durch ihre füdlichen Randgebilde beeinfluſſen=
und uns Trübung und Regenfälle bringen. Wir werden
morgen auf die Rückſeite kommen, ſo daß wir ein
Sinken der Temperaturen und Abnahme der
Nieder=
ſchläge zu erwarten haben.
Ausſichten für Donnerstag, den 20. März:
Wechſelnd bewölkt, Niederſchläge in Schauern, kälter,
nordweſtliche Winde.
Tageslalewer.
Hauptprobe zum Konzert des Muſikvereins um 7 Uhr
in der Stadtkirche.
Generalverſammlung der Zivilmuſiker=
Vereinig=
ung um 9 Uhr im Reſtaurant „Zur Reichspoſt‟
Billard=Wettſpiel um 9 Uhr im Hotel Heß.
Bilder vom Tage. (Auslage Rheinſtraße 23): Von
den Jahrhundertfeiern der Befreiungskriege; Portrats
vom Tage; vom Beſuch des Prinz=Regenten Ludwig
von Bayern auf dem Flugplatz von Johannisthal bei
Berlin; zur Einnahme der türkiſchen Feſtung Janina
durch die Griechen.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hoſbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Mar Streſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Für die Oster=Feiertage!
Rammerbrau
(Hell)
Vorzüglicher Feiertaostrunk!
Versand ab Montag, den 17. März.
Bestellungen nehmen jetzt ſchon die bekannten Verkaufsstellen, ſowie die Brauerei
selbst — Telephon 385 — entgegen.
(6445sod
Nummer 67.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 20. März 1913.
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Seite 8.
dter Tagblatt, Donnerstag, den 20. März 1913.
Nummer 67.
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Off. u. § 15 a. d. Exp. (*7426md
45 J. alt, mit
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fehlungen, ſucht Stellung a. Büro
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Nummer 67.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 20. März 1913.
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Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 20. März 1913,
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Donnerstag. 20. März.
1913.
Bekanntmachung.
Wir bringen zur öffentlichen Kenntnis, daß der Plan für die Einlegung einer
Gleisſchleife der elektriſchen Bahn Darmſtadt an der Halteſtelle „
Hirſchköpfe=
in der Zeit von Donnerstag, den 20. März bis Samstag, den 29. März d. Js.
einſchließlich auf dem Stadthauſe (Rheinſtraße) dahier zu jedermanns Einſicht offen
liegt und daß Einwendungen gegen den Plan bei Meidung des Ausſchluſſes während
der Offenlegungsfriſt ebenda vorzubringen ſind.
Darmſtadt, den 18. März 1913.
(6769md
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Beisſahläig
,
betreffend die Erhebung einer Filialſteuer in der Gemeinde Traiſa.
Auf Grund der Artikel 24 ff. des Geſetzes, die Gemeindeumlagen betreffend,
und des Artikels 15 der Landgemeindeordnung, wird auf Beſchluß des Gemeinderats
und nach Anhör des Bürgermeiſters und Kreisausſchuſſes mit Genehmigung der
Großh. Miniſterien des Innern und der Finanzen für die Gemeinde Traiſa das
Folgende beſtimmt:
Gewerbetreibende, die im Gemeindebezirk Traiſa, ohne in ihm ihren Wohnſitz
oder Hauptbetriebsſitz zu haben, Verkaufsſtellen oder Lager unterhalten, von denen
aus Waren zum Verkaufe abgegeben werden, ſind zur Zahlung der Filialſteuer
verpflichtet.
§ 2.
Die Filialſteuer wird nach nachſtehenden Sätzen erhoben:
von einem Umſatz von 100— 50000 Mk. einſchliezlich
vom weiteren Umſatz von über 50000—100000 Mk. einſchl. . 1½ ½
100000—200000
,
vom Umſatze über 200000 Mk. . . . . .
. . . . . . . 2½%
Abſ. 1 berechnete Steuer nachweislich 150 e
Sinne des Art. 11 Abſ. 3 G. 1. 6., ſo iſt die Steuer auf Antrag des Pflichtigen auf
dieſen Betrag, keinesfalls auf weniger als 1½ des Umſatzes zu ermäßigen.
Mehrere Filialgeſchäfte werden als ein Ganzes beurteilt.
§ 3.
Für die Steuerveranlagung maßgebend iſt der Umſatz des letzten zur Zeit der
Veranlagung abgelaufenen Geſchäftsjahres. Beſteht der Filialbetrieb noch nicht ein
Jahr lang, ſo iſt der Umſatz nach den zur Zeit der Veranlagung vorliegenden
An=
haltspunkten zu ſchätzen. Während des Steuerjahrs eintretende Aenderungen ſind erſt
bei der Beſteuerung für das folgende Jahr zu berückſichtigen.
Die Veranlagung der Filialſteuer erfolgt für jedes Steuerjahr im Anſchluß an
die der allgemeinen Geweröſteuer nach dem G. U. G. vom 8. Juli 1911.
§ 5
Die Betriebsinhaber ſind verpflichtet, auf die an ſie ergehende Aufforderung
der zuſtändigen Steuerveranlagungsbehörde innerhalb einer von dieſer
vorzubeſtim=
menden Friſt von mindeſtens 14 Tagen eine Erklärung über den erzielten Umſatz und
weitere für die Steuerveranlagung erhebliche Tatſachen einzureichen.
In der Aufforderung iſt der Rechtsnachteil anzudrohen, daß nach fruchtloſem
Ablauf der Friſt die entſprechenden Feſtſtellungen ohne weitere Mitwirkung der
Be=
teiligten von Amtswegen feſtgeſtellt würden und daß ihnen, abgeſehen von der etwa
verwirkten Strafe, für das betreffende Steuerjahr eine Einſprache dagegen nicht
zuſtehe.
Im übrigen gelten die Vorſchriften des G.U. G. vom 8. Juli 1911.
Dieſe Ortsſatzung tritt am 1. April 1913 in Kraft.
Traiſa, den 10. März 1913.
(6849
Großherzogliche Bürgermeiſterei Traiſa.
Walter.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Spitzhund, 1 Boxer. Die Hunde können von den
Eigen=
tümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Verſteige=
rung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag,
vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(6829
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Freitag, den 21. März,
ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends, folgende
Apo=
theken geöffnet: Einhorn=Apotheke, Kirchſtraße, und Beſſunger
Apo=
theke, Karlſtraße. Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab
geſchloſſen.
Bekanntmachung.
Betreffend: Sonntagsruhe im Handelsgewerbe und im
Gewerbe=
betrieb der Bäcker, Friſeure und Photographen.
Um Zweifeln zu begegnen, ſehen wir uns unter Bezugnahme
auf die Bekanntmachung des Großh. Kreisamts Darmſtadt vom
27. Dezember 1907 veranlaßt, die für die kommenden Feſttage auf
Grund des § 105e der Reichsgewerbeordnung für die nachſtehend
aufgeführten Gewerbszweige erlaſſenen Vorſchriften über die
Sonn=
tagsrühe zur allgemeinen Kenntnis zu bringen:
I. Am Karfreitag und an den beiden Oſterfeiertagen darf
im Handelsgewerbe auf Grund der Beſtimmungen des Ortsſtatuts
vom 6. September 1907 weder eine Beſchäftigung von Gehilfen,
Lehrlingen und Arbeitern, noch ein Gewerbebetrieb in offenen
Ver=
kaufsſtellen ſtattfinden.
Ausnahmen auf Grund des § 105e der Reichsgewerbeordnung
ſind nur zugelaſſen:
A. Für den erſten Oſterfeiertag:.
1. für Bäcker und Konditoren in der Zeit von vormittags 5 bis
9 Uhr und 11 bis 12 Uhr;
2. für Milchhändler und Molkereien in der Zeit von
vormit=
tags 5 Uhr bis nachmittags 1 Uhr und nachmittags von
6 bis 8 Uhr;
3. für Blumenhändler in der Zeit von vormittags 5 bis 9 Uhr
und von 11 bis 12 Uhr mittags:
4. für Verkäufer von Roheis von vormittags 11 Uhr bis
nach=
mittags 1 Uhr;
5. für Zeitungsſpediteure von vormittags 6 bis 9 Uhr. (
Zei=
tungs= und Druckſchriſtenverkauf an den Hauptbahnhöfen
ohne Zeitbeſchränkung.)
B. Für den Karfreitag und den zweiten Oſterfeiertag:
1. für Bäcker in der Zeit von vormittags 5 bis nachmittags
1 Uhr;
2. für Konditoren in der Zeit von vormittags 5 Uhr bis
nachmittags 3 Uhr;
3. für Metzger und Fleiſchwarenhändler in der Zeit von
vor=
mittags 7 Uhr bis 12 Uhr:
4. für Milchhändler und Molkereien in der Zeit von
vormit=
tags 5 Uhr bis 1 Uhr nachmittags und von 6 bis 8 Uhr
nachmittags;
5. für Blumenhändler in der Zeit von vormittags 8 Uhr bis
9 Uhr und von 11 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags;
6. für Verkäufer von Roheis von vormittags 11 Uhr bis
nach=
mittags 1 Uhr;
7. für Zeitungsſpediteure in der Zeit von vormittags 6 Uhr
bis 9 Uhr. (Zeitungs= und Druckſchriftenverkauf an den
Hauptbahnhöfen ohne Zeitbeſchränkung.)
II. In den Bäckereien darf an dem Karfreitag eine
Arbeits=
ſchicht wie an den Werktagen eingelegt werden, jedoch mit der
Ein=
ſchränkung, daß die Schicht ſpäteſtens um 2 Uhr nachmittags beendigt
iſt, und unter der Bedingung, daß den Gehilfen und Lehrlingen vom
2. Feiertags abends 10 Uhr bis zum nächſten Tage abends 7 Uhr
eine ununterbrochene Ruhezeit gewährt wird.
III. Der Gewerbebetrieb der Friſeure und die Beſchäftigung
von Gehilfen und Lehrlingen im Friſeurgewerbe iſt am Karfreitag
und am erſten Oſterfeiertag geſtattet:
a) außerhalb der Werkſtätte bis 12 Uhr mittags;
b) innerhalb der Werkſtätte von 9 Uhr vormittags bis 12 Uhr
mittags.
Am zweiten Oſterfeiertag iſt jeglicher Gewerbebetrieb
ein=
ſchließlich desjenigen der Friſeuſen unterſagt.
An ſämtlichen drei vorgenannten Feſttagen iſt, wie an allen
Sonn= und Feſttagen, ein Gewerbebetrieb der Friſeure und die
Be=
ſchäftigung von Gehilfen und Lehrlingen innerhalb und außerhalb
der Werkſtäte in der Zeit von 6 bis 9 Uhr nachmittags bei der
Vorbereitung von öffentlichen Theatervorſtellungen und
Schauſtel=
lungen geſtattet.
IV. In den Werkſtätten der Photographen iſt am erſten
Oſterfeiertag jeglicher Gewerbebetrieb unterſagt. Am Karfreitag
und am zweiten Oſterfeiertag iſt die Ausübung des
Gewerbe=
betriebes und die Beſchäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und
Ar=
beitern in den photographiſchen Werkſtätten geſtattet ausſchließlich
zum Zweck der Aufnahme von 11 Uhr vormittags bis 4 Uhr
nach=
mittags.
V. Wenn die Sonn= und Feiertagsarbeiten länger als 3
Stun=
den dauern ſo ſind die Arbeiter entweder an jedem dritten Sonntag
für volle 36 Stunden oder an jedem zweiten Sonntag mindeſtens in
der Zeit von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends oder in jeder Woche
während der zweiten Hälfte eines Arbeitstages, und zwar ſpäteſtens
von 1 Uhr nachmittags ab von jeder Arbeit frei zu laſſen. Wenn
die Arbeiter durch die Sonntagsarbeit an dem Beſuche des
Gottes=
dienſtes verhindert werden, ſo iſt ihnen an jedem dritten Sonntag
die zum Beſuche des Gottesdienſtes erforderliche Zeit frei zu geben.
Wir haben die Schutzmannſchaft beauftragt, die richtige
Ein=
haltung der vorſtehend bekanntgegehenen Beſchäftigungs= und Ver=
e e e enene eteh
zur Anzeige zu bringen.
Darmſtadt, den 5. März 1913.
(6329sid
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Bekanntmachung,
die Feierabendſtunde für offene Verkaufsſtellen, hier Ausnahmetage
betreffend.
Als Ausnahmetage im Sinne des § 139d Ziffer 3 der
Reichs=
gewerbeordnung (Ueberbeſchäftigung von Gehilfen ꝛc.), ſowie im Sinne
des § 139e Abſatz 2 Ziffer 2 der Reichsgewerbeordnung (
Verlänge=
rung der Feierabendſtunde für offene Verkaufsſtellen bis 10 Uhr
abends) werden hiermit beſtimmt:
die zwei letzten Werktage vor Oſtern.
Hiernach dürfen am 20. und 22. März lfd. Js. ſämtliche offene
Verkaufsſtellen in hieſiger Stadt bis 10 Uhr abends für den
geſchäft=
lichen Verkehr geöffnet ſein. An den gleichen Tagen finden die
Beſtimmungen über die Mindeſtruhezeit und Mittagspauſen der
Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter in offenen Verkaufsſtellen keine
Anwendung.
Darmſtadt, den 17. März 1913.
(6686md
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Bekanntmachung
betr. das Abladen von Schutt auf öffentliche Wege und Plätze,
ſowie auf Privatgrundſtücke.
I. Das Abladen von Schutt, Baugrund uſw. auf öffentliche
Wege oder Plätze iſt nur mit ſchriftlicher Erlaubnis des
Tiefbau=
amts und nur an den in der Erlaubniskarte bezeichneten Stellen
zuläſſig.
Bei Zuwiderhandlungen wird die Beſtrafung des Schuldigen,
ſowie die Entfernung des unrechtmäßig verbrachten Schuttes,
Bau=
grundes uſw. auf Koſten des Verbringers veranlaßt werden.
II. Zum Abladen von Schutt auf Privatgrundſtücke iſt die
Erlaubnis des Grundeigentümers oder ſeines Vertreters erforderlich.
Eigentümer von Bauplätzen, die eine Erlaubnis zum Abladen
von Schutt behufs Auffüllens dieſer Plätze erteilen, haben dafür
Sorge zu tragen, daß keine in Fäulnis übergehenden Abfallſtoffe,
die den Boden verunreinigen können, auf die Bauplätze verbracht
werden.
In Fällen, in denen eine die Geſundheit gefährdende
Verun=
reinigung des Bodens durch Verbringung derartiger Abfallſtoffe auf
Baugelände feſtgeſtellt wird, wird deren Beſeitigung auf Koſten des
Eigentümers angeordnet werden.
Darmſtadt, den 17. März 1913.
(6828
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Bekanntmachung,
betreffend Gefährdung der Verkehrsſicherheit auf der Straße
durch Radfahrer.
Es ſind in letzter Zeit mehrfach Klagen darüber geführt worden,
daß die Verkehrsſicherheit in den Straßen durch das Verhalten der
Radfahrer beeinträchtigt werde. Abgeſehen von dem zu ſchnellen
Fahren und dem Fahren ohne Laterne nach Einbruch der Dunkelheit,
ſowie unrichtigem Ausweichen und Ueberholen wurde oftmals
bemerkt, daß auf den Fahrrädern größere Gegenſtände mitgeführt
werden, welche entweder dem Fahrer den freien Ausblick benehmen
oder ihn nötigen, die eine Hand ſtändig zum Feſthalten des
Gegen=
ſtandes zu verwenden. Wenn auch geübte Fahrer im allgemeinen
ihr Rad mit einer Hand zu lenken vermögen, ſo kann an
verkehrs=
reichen Punkten im Innern der Stadt auch der geübteſte Fahrer in
Lagen kommen, in welchen er zum Lenken des Fahrrades beider
Hände bedarf. Iſt ihm in ſolchen Fällen der Gebrauch der einen
Hand durch Feſthalten des Gegenſtandes benommen, ſo iſt ein
Unglücksfall meiſt unvermeidlich. Dies kann ſowohl für den
Rad=
fahrer, als auch für das Publikum um ſo gefährlicher werden, je
größer und ſchwerer die mitgeführten Gegenſtände ſind; auch kann es
für den Radfahrer ſtrafrechtliche Verfolgung wegen fahrläſſiger
Körperverletzung oder Tötung, ſowie bedeutende zivilrechtliche
Schadenserſatzpflichten zur Folge haben.
Wir ſehen uns demgemäß veranlaßt erneut auf genaues
Einhalten der für den Radfahrverkehr beſtehenden Vorſchriften,
insbeſondere auch in der Hinſicht hinzuweiſen daß jeder Radfahrer
die gehörige Vorſicht beim Leiten ſeines Fahrrades beachtet.
Dieſe würde derjenige außer Acht laſſen, der in verkehrsreichen
Straßen größere Gegenſtände, die den freien Ausblick oder den
Ge=
brauch beider Hände zum Lenken des Fahrrades verhindern, auf dem
Rade mit ſich führt.
Unſere Beamten ſind zu ſcharfer Beaufſichtigung des
Rad=
fahrverkehrs und energiſchem Einſchreiten bei Zuwiderhandlungen
angewieſen.
(6685md
Darmſtadt, den 15. März 1913.
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
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Darmſtadt, 19. März 1913.
Großh. Polizeiamt Darmſtadt.
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(6801
Darmſtadt, 17. März 1913.
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Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 20. März 1913.
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Das Stärkſte.
Roman von Fritz Gantzer.
(Nachdruck verboten.)
8)
Es dürfte nur eine Frage der Zeit ſein. Was
wol=
len Sie? Wenn ich nun Signe draußen irgendwo
auf=
lauerte und mich ihr als der wirkliche Vater zu erkennen
gäbe?
Nun? Herr Tobias begann ruhig zu werden und
dachte ſchon mit halbem Ueberlegen an die Höhe der
Summe, die er dem Spekulanten als Schweigepflaſter auf
das Maul kleben müſſe. Sie würde Ihnen den Rücken
kehren und Sie für einen Lügner halten, für einen, der
nicht Herr ſeiner Sinne iſt.
Stephan Frank lachte grell. Ich würde ihr ja
voll=
wertige Zeugen bringen können. Oder wollen Sie und
Ihre Frau lügen? . . . Meinetwegen. Viele
Hatting=
hauſener würden ganz ſicher die Wahrheit ſagen. Und
dann?
Sie würden dem Kinde nur zu einem ſeeliſchen
Zwie=
ſpalte verhelfen. Und es bliebe am letzten Ende doch bei
uns.
Wer weiß! Wieder kam das grelle Lachen. Kennen
Sie das Wort „Blutsbande” nicht?
Tobias Bruns faßte einen ſchnellen Entſchluß. Er
öffnete ſchweigend den Geldſchrank und legte drei blaue
Geldſcheine vor Stehan Frank auf den Tiſch. Sind Sie
nun zufrieden?
In die Augen des Komödianten kam ein gieriges
Leuchten. Er ſah ſein Spiel gewonnen. Trotzdem ſtellte
er ſich naiv. Was ſoll’s damit?
Das wiſſen Sie, betonte Herr Tobias, die Verſtellung
fdurchſhenend, eine aleunte, endeſtige Abfiadmng
Wagen Sie keine neue Beläſtigung.
Stephan Frank ſchien plötzlich ein ganz anderer
ge=
worden. Er griff haſtig nach den Scheinen und ſteckte ſie
ein. Nein! verſicherte er dann. Ich komme nie wieder.
Und wenn Sie es doch täten, würden Sie einen
un=
nützen Weg gehen — außerdem einen gefährlichen. Ich
würde Sie einfach der Polizei übergeben.
Verdammt müßte ich ſein! knirſchte der Komödiant
heraus. Im nächſten Augenblick war er ſchon
verſchwun=
den. Wie eine geſchmeidige Katze hatte er ſich entfernt.
Herr Tobias ſtarrte ihm verblüfft nach, zog mechaniſch
den Schlüſſel vom Treſor und ging nach oben. Tante
Mathilde Heſſelfing richtete eine neugierige Frage an ihn.
Oh, es war nur eine wichtige Angelegenheit, die ein
auswärtiger Geſchäftsfreund mit mir zu verhandeln hatte,
ſagte er laut.
Und bald darauf hielt Herr Kröger ſeine vorhin
be=
abſichtigte Rede und feierte die eirzige, nun erwachſene
Tochter des Hauſes.
Und Signe lächelte in glücklicher Verlegenheit ſtill
vor ſich hin.
*
*
Tage voller Unruhe, angefüllt von der geſchäftigen
Haſt letzter Zurüſtungen, gingen der Abreiſe Gerhards
vorauf. Man kam kaum noch zu einem ſtillen
Beieinander=
ſein, das letzte, liebe Gedanken austauſcht. Signe und
Gerhard ſahen ſich knapp gelegentlich der gemeinſamen
Mahlzeiten.
Nun war das Gepäck glücklich fort. Morgen,, in aller
Frühe, würde Gerhard ihm folgen. Er kam ſich wie
ver=
laſſen und überflüſſig vor. Es denchtete ihn, als ſei er
in dem alten Hauſe plötzlich ein Fremger geworden, dem
die heint ein treibendes „Gorte n e
rufe. Und daneben war es ihm doch auch wieder, als
hielte ihn noch etwas mit beiden Händen, etwas, das erſt
dann die Hände löſen würde, wenn ihm ſein Recht
gewor=
den. Er ſann dieſem Geheimnisvollen nach und mühte
ſich ab, ſeinen Urſachen nachzuſpüren. Und er war den
ganzen letzten Nachmittag über voller ſeeliſcher Unraſt und
peinigender Unzufriedenheit.
Bis ihm der Abend klare Augen gab. —
Er war noch einmal in den Garten gegangen, um auch
von ihm Abſchied zu nehmen. Ueberall begegnete er
heim=
lichem Frühling. Feine, grünſchimmernde Schleier hatte
er ſchon geſponnen, und ſein Gewand war hier und dort
mit erſten bunten Tupfen durchweht. In den
Flieder=
hecken am Zaun pfiff ſehſüchtig=leiſe eine Schwarzamſel.
Und von friſchgegrabenen Beeten kam ein herber, würziger
Erdgeruch. Ganz ſachte ſchlich die erſte matte Dämmerung
herzu. Sie breitete ſich wie etwas Warmes, Weiches,
Zartes über den frühlingahnenden Garten.
Uebers Jahr, wenn es alles abermals ſo war, wenn
der deutſche Frühling wiederkam, war er fern. Und aber
übers Jahr wohl auch noch. Ob ſich wohl dann manchmal
die Sehnſucht bei ihm zu Gaſte lud — die Sehnſucht nach
dem deutſchen Frühling, der den Kleindſtadtgärten der
Ebene neues Leben über den ſchlafenden Leib ſchüttet?
Er glaubte es. Ueberhaupt die Sehnſucht. Wonach
nur noch? . . . .
Da war ſchon die Antwort: Signe. Sie kam den
Gartenweg hinab, ihm entgegen und hatte den Schmuck
eines zarten Lächelns in dem ſchönen Geſicht. Dieſes
eigene Lächeln, ſo ſtill und fein wie erſter Frühling. Und
ihre ganze Erſcheinung wie ein Frühtag im Jahr, der noch
Knoſpen ſieht und doch ſchon von Blüten weiß.
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 20. März 1913.
Nummer 67.
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demſelben Zwecke gedient. Es war daher ganz natürlich,
daß ſich mancherlei Erinnerungen für das Brüderpaar mit
ihm verknüpften
Für lange Zeit zum letzten Male, fügte Gerhard
ſei=
nen ſtillen, in die Vergangenheit ſchweifenden Gedanken
endlich hinzu. Vielleicht zum letzten Male überhaupt.
Denn mit Ueberſee iſt das immer ’ne eigene Sache.
Allerdings, gab Henning zu, aus ſeinem
träumeri=
ſchen Vorſichhinſtarren auffahrend. Immerhin, Du wirſt
ſchon geſund wiederkommen, wenn auch erſt über Jahr
und Tag.
Man hofft es wenigſtens. In Wirklichkeit hatte er ſich
mit einem beſtimmten Vorhaben ſchon ſeit den
Abend=
ſtunden beſchäftigt. Er tat ein paar große Schritte auf
und ab und machte mit einer plötzlichen Bewegung zur
Seite vor dem Bruder halt.
In welchem Verhältnis ſtehſt Du zu Signe? fragte er,
für Henning gänzlich unvermittelt.
Der ließ das hochgezogene Knie mit einem haſtigen
Ruck ſinken und ſah den Aelteren überraſcht an. „Deine
Frage berührt mich merkwürdig. Ich verſtehe Dich nicht.
Sollte das ſo ſchwer ſein? Ich meine: Iſt Dir Signe
nur Schweſter? Oder . .
Erlaube mal, unterbrach Henning. Dir iſt Signe nicht
nur Schweſter?
Nein. Mehr.
Hennings Kopf ſank auf die Bruſt. Er ſchien ein
angeſtrengtes Grübeln anzuſtellen. Nach einer ganzen
Weile kam ſein Geſicht hoch. Und obwohl in ſeinen
Augen noch eine leiſe Unſicherheit ſtand, ſagte er doch ganz
beſtimmt und ruhig: Ich liebe Signe wie eine leibliche
Schweſter.
(Fortſetzung folgt.)
ſie, immer noch nicht frei von Angſt. Es iſt wie eine
dunkle Furcht in mir.
Aber Signe! beruhigte er. Schweſter! Seine Stimme
klang feſt und war klar wie das Erzählen, das aus dem
Munde einer Quelle kommt.
Da atmete Signe ihre laſtende Angſt hinweg und
konnte wieder luſtig lachen. Ach, Gerhard, ſei nicht böſe,
daß Du eine ſo dumme Schweſter haſt.
Sie ſchritten Arm in Arm weiter, wanderten im
Gar=
ten hin und her, bis es faſt dunkel war. Gerhard ſprack
von ſeiner Reiſe und beſchrieb Signe den weiten Weg,
den ſein Schiff zurücklegen müſſe, ehe es in den Hafen von
Singapore einlaufen könne. Sie waren wie Bruder und
Schweſter. Und nur ganz fern von ihnen und mit
lang=
ſamem Gange folgte etwas Fremdes mit verbundenen
Augen wie ein dunkles Geſchick. Aber ſie ſahen es beide
nicht.
In dem weiten Hauſe am Markt war es ganz ſtill.
Nur in einem Zimmer brannte noch Licht. Mitternacht
konnte nicht mehr fern ſein. Vor einer langen Weile ſchon
hatte es auf St. Sebaldus ½12 geſchlagen.
Gerhard ſchloß eben ſeine Handtaſche. Henning hockte
mit hochgezogenem, zwiſchen den Händen gehaltenem Knie
neben dem Bruder auf der Lehne des hartgepolſterten
So=
fas und war dem die letzte Zurichte Treffenden mehr
ſtum=
mer als beredter Geſellſchafter geweſen.
So! Gerhard ſtellte die Handtaſche auf den Tiſch,
packtte verſchiedene Kleinigkeiten für ſeinen
Toilettenbe=
darf am nächſten Morgen daneben und ließ dann ſeine
Augen lange und ernſt durch das Gemach wandern. Die
Brüder hatten dieſen Raum ſchon während ihrer
Knaben=
zeit als gemeinſamen Schlafraum benutzt, ſpäter, wenn
ſie während der Ferien daheim geweſen, hatte er ihnen zu
Gerhard war plötzlich ſeiner Gedankenunraſt Herr. Er
kannte nun die beiden Hände, die ihn noch feſt an den
ſeinen hielten und denen er, ehe ſie ſich zu löſen
vermoch=
ten, einen heimlichen, zarten Druck zum Lebewohl
ſpen=
den mußte. Nur einen heimlichen, zarten. Ja, nicht mehr!
Denn, obwohl er mit ſieghafter Stärke eines Gefühls
des tiefſten und höchſten auf der Welt, für Signe ſicher zu
ſein glaubte, hatte er doch das überlegende Bedenken: Du
biſt für ſie nur noch der Bruder. Aber wenn er dann
über Jahr und Tag wiederkam, wenn ſich ihr das
Ge=
heimnis ihrer Herkunft erſchloſſen, eine Schranke zwiſchen
ihnen errichtend, dann durfte er dieſe Schranke
hinweg=
räumen, um ein feſteres Band zu knüpfen, als es das war,
das ſie jetzt umſchlang.
Er war froh geworden, daß ihm die letzten Stunden
vor ſeinem Scheiden zur Klarheit verholfen. Und als
Signe vor ihm ſtand, fand ſie inn ſeinen Augen ein Licht,
das ſie noch nie in ihnen geſehen. Es verwirrte ſie ſo
daß an ihre Seele ein geheimnisſchweres Ahnen rührte,
eins, das einen dunklen Weg kam und eine Binde vor
ſei=
nen Augen glaubte. War das ein Blick aus
Bruder=
augen?
Gerhard, wie ſiehſt Du mich an? ſtieß ſie endlich
vol=
ler Scheu mit bebenden Lippen hervor.
Er erſchrak und tat ſeinen Augen Gewalt an.
Und nun war nur noch ein freundliches Schimmern
in ihnen, ganz, wie aus Bruderaugen kommend. Und
ein freundlicher Schimmer lag auch über ſeine Stimme
gebreitet, als er ſcherzend entgegnete: „Signe, Du biſt
ein kleines dummes Mädchen. Wie ſollte ich Dich wohl
angeſehen haben!
So eigen, ſo, wie Du es noch nie getan, behauptete
Seite 15.
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Donnerstag, den 20. März 1913,
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Schluss-Bilanz am 31. Dezember 1912.
1912
Dezember 31
Kaſſenbeſtand
, ,
Kunden=Konto . . . . . . .
Waren=Konto
, „ . ,
Inventar=Konto
. , , ,
Lieferanten=Konto
Geſchäftsguthaben d. Mitglieder
Unkündbare Kapital=Einlagen
Zinſen=Konto der unkündvaren
Kapital=Einlagen .
, ,
Reſervefond . . . . . . . .
Hilfsreſervefond
Unerhobene Kapital=Dividenden
Waren=Dividenden I.
,
Dividenden II
Gewinn=Vortrag für 1913 .
1
1625
7024
18
1a7as lufiarea
Passtra-
-
-
-
-
4490
—
-
—
— 488 28 170 68 1275 — 5. — 17 52 1016 50 241 79
1
Mitgliederbewegung: Im Laufe des Jahres ſind zwei
Mitglieder eingetreten. Ein Mitglied iſt ausgeſchieden durch Tod
und ein Mitglied wurde ausgeſchloſſen. Zahr der Mitglieder am
31. Dezember: 23.
Die Geſchäftsguthaben der Mitglieder betrugen am 31. Dezember
1912 einſchließlich der noch nicht zurückbezahlten Anteile 4490 Mk.
Der Betrag der Haftſumme iſt zur Zeit abzüglich der ausſcheidenden
Mitglieder 4600 Mk.
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Seite 19.
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sr. Die Verwendung der franzöſiſchen
Nationalflugſpende, wurde in einer
Generalver=
ſammlung des nationalen Komitees für das franzöſiſche
Militärflugweſen bekannt gegeben. Von den zur
Verfüg=
ung ſtehenden 2623884,50 Fr. ſollen 250000 Fr. neben
200000 Fr., die von den Gebrüdern Michelin geſtiftet
ſind, zur Heranbildung von 76 Flugzeugführern dienen.
1629540 Fr. ſollen zum Ankauf von 108 Flugmaſchinen
verwendet werden, von denen allerdings 67 bereits
ange=
kauft und in Benutzung genommen ſind Ferner ſollen 32
Flugſtützpunkte geſchaffen werden, wofür 682 190 Fr.
ein=
geſtellt ſind. Für konſtruktive Verbeſſerungen wurden
40 418 Fr. ausgeſetzt, für das Marineflugweſen 6169 Fr
Als Reſervefonds bleibt ein Betrag von 15642 Fr. Außer
dieſer Geſamtſumme von 2 623884,50 Fr., die das
natio=
nale Komitee geſammelt hatte, waren noch bei der
Staatskaſſe für die Nationalflugſpende 1324280 Fr.
ein=
gegangen, von dieſem Betrage ſollen weitere 54
Flug=
maſchinen angekauft werden, wovon 5 bereits in
Benutz=
ung ſind. Dafür iſt ein Betrag von 814366 Fr.
ausge=
worfen worden. Für Flugſtützpunkte ſollen 54187 Fr., für
das Militärflugweſen 70714 Fr., für das
Marineflug=
weſen 65702 Fr. verwendet werden, als Reſervefonds
bleiben 319276 Fr. Im ganzen werden alſo durch dieſe
Dispoſitionen über einen Betrag von 3984 165 Fr.
ver=
fügt. Außer den durch dieſe Mittel in die Wege geleiteten
Anlagen von neuen Flugſtützpunkten ſollen noch weitere
Land=Flugſtationen geſchaffen werden und zwar im
gan=
zen 65, die ſich auf die bedeutendſten Luftſtraßen verteilen
und in Abſtänden von 50 Kilometer angelegt werden
ſollen. Beſonders berückſichtigt werden die Richtungen
von Paris aus nach Dünkirchen, Lille, Douai, Epinal,
Belfort, Lyon. St. Etienne, Clermont, Ferrand und Pau.
Sport, Spiel und Turnen.
* Billard. Man ſchreibt uns: Der bekannte
Billardkünſtler und Meiſterſchaftsſpieler
Jean Bruno aus Wien ſpielt am Donnerstag, den
20. März, im Hotel Heß gegen den beſten Darmſtädter
Spieler. Es dürfte ſich für Freunde des ſchönen
Billard=
ſportes empfehlen, dieſen genußreichen Abend nicht zu
ver=
ſäumen, um ſo mehr, als der Meiſter momentan ſehr in
Form iſt und Darmſtadt einen derart ſtarken Spieler bis
jetzt noch nie geſehen hat. Das dem Wettſpiel folgende
Programm an Kunſt= und Phantaſieſtößen wirkt
ver=
blüffend.
* Fußballſport. F.=C. Germania=Pfungſtadt. Am
kommenden Oſterſonntag, 23. ds. Mts., treffen ſich
nach=
mittags auf dem Germania=Sportplatze in Pfungſtadt
Phönix=Alemannia=Karlsruhe (Ligaerſatz) und F.=C.
Ger=
mania Pfungſtadt I. Der Platz befindet ſich in ſchönſter
Lage Pfungſtadts bei den ſtädtiſchen Anlagen.
sr. Pferde=Rennen. Maiſons=Lafitte 18.
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22, 23:10. Unpl.: Faenza, Joſeline II, Ma Fille II,
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dia, Handia, Dougne II. 1½—2½ Lg. — Prix de
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trouville. Diſtanz 1900 Meter. 3000 Fr. 1. Monſ. J
Lieur’s Sunſhade (J. Reiff), 2. Ibidem (Rodriguez), 3.
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33:10. Unpl.: Saint Maurice, Solil d’Or II,
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du=Mont. Diſtanz 2100 Meter. 15000 Fr. 1. Monſ. E.
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Reiff), 3. Granite (J. Childs). Tot. 58110. Pl. 38, 34:10.
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Prix du Caſino Municipal. Diſtanz 2000 Meter.
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14:10. Unpl.: Renard, Bleu III, Manoel, Climax, Gomez,
Rouchtchouk. — Prix de Provence. Diſtanz 2200 Meter:
4000 Fr. 1. Monſ. L. de Romanets Eoliharpe (Semblat),
2. Areti (J. Bara). Tot. 71:10. Pl. 35, 39:10. Unpl.:
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(Semblat), 3. Baſſompierre (Charpe). Tot. 345:10. Pl.
55, 18, 21:10. Unpl.: Vice Verſa II, Neſtor III, Bretelle,
La Palona, Orphin.
sr. Golfverbandstag in Hamburg. Auf der
dies=
jährigen Jahresverſammlung des Deutſchen Golf=
Ver=
bandes zu Hamburg waren alle Verbandsvereine bis auf
Dresden, Homburg, München und Wiesbaden vertreten.
Die Sitzung wurde vom Vorſitzenden des D. G. V., J. V
Wentzel=Hamburg, geleitet. Betreffs der Schaffung einer
neuen Meiſterſchaft und Abhaltung dieſer und der
bis=
herigen Verbandsmeiſterſchaften entſtand eine längere
Diskuſſion, die mit dem Beſchluß endete, eine offene
Amateurmeiſterſchaft von Deutſchland für
Herren zu ſchaffen und dieſe zuſammen mit den bisherigen
Verbandsmeiſterſchaften (Meiſterſchaft von Deutſchland
für Herren und für Damen) in dieſem Sommer in
Ober=
hof abzuhalten. Der Termin iſt noch nicht definitiv
feſt=
gelegt, er dürfte jedoch ziemlich beſtimmt auf den 8.—10.
Auguſt fallen. Ferner wurde der neue Satzungsentwurf
mit einigen Aenderungen angenommen, ſodann
be=
ſchloſſen, einen Jahresbeitrag von 100 Mark zum
Deut=
ſchen Reichsausſchuß für Olympiſche Spiele zu bewilligen.
Die nächſte Jahresverſammlung findet am 21. März 1914
wieder in Hamburg ſtatt.
sr. Das Lawn=Tennis=Städtematch London-Paris
nahm am Sonntag auf den Spielplätzen in Auteuil unter
ſtarker Beteiligung des Publikums ſeinen Anfang. Am
erſten Tage gewannen die Engländer 4 Partien gegen
3 der Franzoſen. „Am zweiten Tage dagegen konnte Paris
5 Siege gegen 2 von England erzielen. Der Kampf ſteht
nunmehr 846 für Paris
* Waldlauf. Der Frankfurter Verband für Turnſport
hielt ſeinen diesjährigen Frühjahrswaldlauf ab. Die
Be=
teiligung war größer als in den Vorjahren, denn nicht
weniger als 13 Mannſchaften mit 80—90 Läufern waren
am Start erſchienen. Von den Darmſtädter
Sportver=
einen nahm nur der F.=C. Olympia an dieſer
Veran=
ſtaltung teil. Der Olympia=Mannſchaft gelang es leider
nicht, einen Erfolg zu erringen, da durch einen taktiſchen
Fehler des bekannten Stafettenläufers Hanns Schröck die
Mannſchaft auseinandergezogen wurde. Hoffentlich hat
Olympia bei dem von ihr ausgeſchriebenen Propaganda=
Waldlauf am 20. April d. J. mehr Glück. Dieſe
Veran=
ſtaltung, die in den ſtädtiſchen Walddiſtrikten am
Ober=
waldhaus abgehalten wird, verſpricht übrigens ſehr inter=
eſſant zu werden, da die drei Sieger von Frankfuct ihr
Erſcheinen in Ausſicht geſtellt haben und auch von den
hieſigen Sport= und Turnvereinen eine rege Beteiligung
zu erwarten iſt.
sr. Die Rollſchuh=Meiſterſchaft von England für
Ama=
teure über eine engliſche Meile wurde in London entſchie
den. Es ſtarteten 21 Teilnehmer. Sieger blieb W. R.
Bow=
ley (Aldwych R. S. C.) in 3 Min. 7,1 Sek.
sr. Der Berliner Ruder=Klub hat ſich auch für dieſes
Jahr den ehemaligen Skullermeiſter von England, Tom
Sullivan, als Trainer verpflichtet. Vorausſichtlich wird
Sullivan, der in der ruderſportlichen Welt ſeit 20 Jahren
eine hervorragende Stellung einnimmt, mit ſeiner
Fa=
milie nach Deutſchland überſiedeln, da das Engagement
eventuell auf mehrere Jahre abgeſchloſſen werden wird.
sr. Die Schwimm=Meiſterſchaften von Auſtralien über
880 Yards (freier Stil), 100 Yards Rücken, und im
Tauchen wurden in Hobert bei kaltem regneriſchen Wetter
entſchieden. Ueber 880 Yards ſiegte erwartungsgemäß
der Verteidiger Longworth überlegen in 12 Min. 2 Sek.
mit 27 Yards Vorſprung vor Smith und Speingfield. Die
Meiſterſchaft im Rückenſchwimmen fiel an Fenney in
Min. 18 Sek. vor Wickham und das Tauchen gewann
C. Mills vor Baker.
Vermiſchtes.
Die Türken kommen! Im fünfzehnken und
ſechzehnten Jahrhundert, ſo leſen wir in dem bekannten
Familienjournal „Das Buch für Alle” (Stuttgart, Union
Deutſche Verlagsgeſellſchaft), in den Zeiten, da die
An=
griffe der Türken auf Siebenbürgen, Ungarn und
Oeſter=
reich noch als eine gemeinſame Gefahr für die geſamte
Chriſtenheit galten, ſtellten faſt ſämtliche Staaten
Euro=
pas dem Kaiſer Hilfsvölker. Auch ſtrömten von allen
Seiten fahrende Ritter herbei, die einen aus Abenteurer
luſt, die anderen, „um der Armſeligkeit daheim zu
ent=
gehen” ganz wie in den Kreuzzügen auch. Den
Unter=
tanen wurde das Ereignis eines drohenden
Türkenein=
falls von der Kanzel verkündet und zugleich des Kaiſers
Befehl verleſen, „daß von früh ſechs Uhr im Sommer
und im Winter um ſieben Uhr eine Viertelſtunde geläutet
werden müſſe, eine halbe Stunde vor und nachher aber
aus keiner Urſache eine Kirchglocke gerührt werden dürfe‟
Gleichzeitig wurde beſtimmt, „es ſolle während des
Lau=
tens jeder fromme Chriſt und echte Deutſche, wo er nur
ſei, und in welchen Geſchäften er ſich befinde, auf die Knie
niederfallen und das ſogenannte, beſonders verfaßte
Türkengebet ſprechen. Alle Handwerker, Bauern und
Tagelöhner aber ſollten mit der Arbeit innehalten. Alle
Pfarrer ſollten in allen Predigten das Volk ermahnen
und das Kriegsgebet vorleſen, und alle Obrigkeiten
ſoll=
ten dieſe Predigten beſuchen, um dem Volke ein gutes
Bei=
ſpiel zu geben” So ſtammt denn auch aus jenen Zeiten
eine Anzahl unſerer Buß=, Bet= und Faſttage. Im
Jahre 1663 wurden ſogar ſieben Faſttage angeordnet, die
ſo lange galten, bis die Türken von Zriny, Montecuccoli
und Sporck bei Lewenz und darauf bei St. Gotthark
an der Raab aufs Haupt geſchlagen wurden. Sporck
ſoll vor dieſer Schlacht ſein berühmtes Landsknechtgebet
geſprochen haben: „Generaliſſimus im Himmel droben
wenn du uns Chriſtgläubigen nicht helfen willſt, ſo hilf
wenigſtens auch den Türkenhunden nicht, ſondern laß uns
die Sache unter uns ausmachen.”
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Nummer 67.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 20. März 1913.
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Italieniſche Noten . . . . 79,60
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Nummer 67.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 20. März 1913.
Seite 25.
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begeht obiger Verein sein
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in den Räumen des Kaisersaales.
Um 5½ Uhr nachmittags beginnt das Festessen,
welchem um 8 Uhr das nachstehende Programm, zu welchem
wir uns die gütige Mitwirkung des Doppel-Quartetts „
Rhein-
gold‟ (Dirigent Herr Damm) und eine Abteilung der Kapelle
des Leibg.-Infant.-Regts. Nr. 115 gewonnen haben, folgt.
PROG RAMM.
I. TEIL.
1. Einig und stark, Marsch . . .
, „ „ „
2. Ouvertüre zu „IIka‟
,,, .
3. Chor: „Gott grüsse Dich‟
,
4. Prolog, gesprochen von Fräulein Keil
5. Festrede des 1. Vorsitz., Hrn. W. Binkelmann
6. Welkende Blätter, Bilder aus dem
Grosstadt-
eben (Herr Humorist Mechler)
7. Chöre: a) „Am Brünnelein im Walde‟ . . .
b) „Stilleben‟ . .
,, „
2. TEIL.
8. Fantasie aus der Oper „Die Fledermaus‟
9. „Der Rosenkavalier‟ (Herr Humorist Mechler)
10. Chöre: a) „Heimweh‟
b) „Rheinlied‟
11. Dollar-Walzer a. d. Op. „Die Dollarprinzessin‟
12. Humorist Mechler als Kabarett-Sänger
13. Operetten-Revue . . .
3. Teil: FESTBALL.
Friedemann
Doppler
Mücke
Kromer
Kirchl
Strauss
Sonnet
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Zweiter Oſtertag, nachmittags 4, abends 8 Uhr:
Zuſammenſpiel von 4 Militär-Kapellen unter abwechſ. Leitung
der Obermuſikm. R. Fehling, W. Jung, R. Kapitaine und M. Eiſold.
Abends gütige Mitwirkung des Muſikdirektors Carl Specht, Bariton,
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Handel und Verkehr.
* Der Vorſtand des Carolabads, Akt.=Geſ.,
Rappoltsweiler (Süd=Vogeſen) veröffentlicht ſeinen
Ge=
ſchäftsbericht und Bilanz für das Geſchäftsjahr 1912, aus
dem zu erſehen iſt, daß das Berichtsjahr inkluſive Vortrag
von 5645,89 Mark mit einem Bruttogewinn von 82983,37
Mark (i. V. 94874,44 Mack) abſchließt. Die
Geſchäfts=
umſätze ergaben bis Ende Juli ein bedeutendes Plus
gegenüber denen des Vorjahres. Das hoffnungsloſe
Wet=
ter der beiden Monate Auguſt und September brachte
je=
doch empfindliche Minderumſätze und gab überhaupt dem
ganzen weiteren Verlauf des Jahres 1912 ein weniger
günſtiges Gepräge. Trotzdem iſt es gelungen, durch
ſpar=
ſame Wirtſchaft das Geſchäftsergebnis ſo zu geſtalten, daß
die Verteilung einer Dividende in der gleichen Höhe der
vorjährigen von 6 Prozent vorgeſchlagen werden kann.
Die Tagesordnung für die am Samstag, den 5. April, zu
Straßburg in den Räumen der Bank für Handel und
In=
duſtrie ſtattfindende ordentliche Generalverſammlung
lautet: 1. Entgegennahme des=Jahresberichts; 2.
Beſchluß=
faſſung über den Abſchluß und die Verteilung des
Rein=
gewinns; 3. Entlaſtung von Vorſtand und Aufſichtsrat;
4. Diverſes.
Frankfurt a. M., 19. März. In der heutigen
ordentlichen Gener alverſammlung der
Mittel=
deutſchen Kredithank wurden ſämtliche Anträge
der Verwaltung genehmigt und die Verteilung einer
Di=
vidende von 6½ Prozent beſchloſſen. In den Aufſichtsrat
wurden neu gewählt die Herren Kurt von Neufville in
Firma D. und J. de Neufville in Frankfurt a. M.,
Kom=
merzienrat Theodor Simon in Firma Karl Simon Söhne
in Kirn a. d. Nahe, Geh. Kommerzienrat Dr. Guſtav
Strupp in Meiningen und Kommerzienrat Anton Guſtav
Wittekind in Berlin.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Das beklagenswerte Ende der kleinen, bei der
Ex=
ploſion in der Mädchenmittelſchule verunglückten
unſchul=
digen Schülerin und das Herzeleid der
bemitleidenswer=
ten Eltern mahnen mit eiſernen Worten nun doch die
denkende Geſellſchaft, nicht erörterungslos an jenem
Un=
glücksfall vorbeizugehen. Pflicht der Oeffentlichkeit iſt,
hier eingehende wiſſenſchaftliche Unterſuchung des
Vor=
falkes und Veröffentlichung des Ergebniſſes zu verlangen,
und dafür zu ſorgen, daß die nötigen Konſequenzen daraus
gezogen werden. Auch müſſen wir hoffen, daß berufene
Autoritäten zu den Fragen einmal Stellung nehmen: Iſt
die unakademiſche Ausbildung der Volks= und
Mittel=
ſchullehrer in Chemie für uns Gewähr genug, daß wir
ihnen das Hantierungsrecht mit derartigen
Naturgewal=
ten, wie es größere Mengen von Sauerſtoff unter anderem
ſind, in den öffentlichen Klaſſen, ohne bange Sorgen für
das Wohl unſerer Jugend anvertrauen können?! Hätte
man für eine Mädchenmittelſchule die Wirkungen des
Sauerſtoffes nicht genug demonſtrieren können durch
ein=
faches Erhitzen von kleinen Mengen von Kaliumchlorat
bis auf 350 im Reagenzglas, zumal ſchon vorher bei der
Herſtellung größerer Mengen Sauerſtoffes mittels Retorte
eine Exploſion vorgekommen war? War die gußeiſerne
Retorte hier am Platze? Dachte man nicht daran, daß
Oridationswirkungen des Eiſens auftreten könnten, die
eine plötzliche enorme Sauerſtoffentwickelung zur Folge
haben könnten? Setzte man der verwendeten notwendigen
Entwickelungsmiſchung das eine eventuelle ſtürmiſche
Ent=
wickelung mäßigende Kaliumchlorid zu? Auch der
Rein=
heitsgrad der verwendeten Subſtanzen kann von Einfluß
auf den Verlauf des Verſuchs geweſen ſein. Hoffentlich
gelingt es der Wiſſenſchaft, aus der Unterſuchung der von
der Retorte übergebliebenen Trümmern den Unglücksfall
in ſeinen Urſachen zu klären. Man verwertet im
allge=
meinen in Schulen mit beſtem Erfolg zu dem fraglichen
Verſuch Glasretocten. Zur Herſtellung größerer Mengen
Sauerſtoffes in Laboratorien dienen Kupferretorten.
Eiſenretorten in Verbindung mit Sauerſtoffentwickelung
habe ich nicht verwerten ſehen. Ich betone wohl, daß
ein=
zelne der hier erwähnten Vorſichtsmaßregeln in der Hand
eines erfahrenen Chemikers bei dem an und für ſich
ab=
ſolut harmloſen Verſuch gar nicht nötig ſind, nur
zur Vorſicht empfehlenswert. War die Retorte vorher
ſchon einmal benutzt und auf Rauminhalt geprüft? Iſt
die Retorte, wie es für den fraglichen Verſuch führende
Chemiker verlangen, mit dem dem Bunſenbrenner an Hitz
nachſtehenden Argandbrenner erhitzt worden?
Iſt es denkbar und wiſſenſchaftlich erklärlich, daß,
wenn der fragliche Verſuch ſachgemäß vorgenommen wird,
bei ihm ſich derartige folgenſchwere Exploſionen ereignen
können? Wenn ja, gehört der Verſuch dann vor eine
Mittelſchulklaſſe? Beweiſt die Kataſtrophe nicht, daß
der=
artige Verſuche nicht in die Volks= und Mittelſchule
ge=
hören, wenn ſie dort nicht von Akademikern ausgeführt
werden können?
Meiner Erfahrung in dieſem Gebiete und meiner
Er=
kundigung nach iſt der Verſuch mit der Retortengröße und
ſich einander ſelber angemeſſenen Mengen von
Kalium=
chlorat, Braunſtein und Kaliumchlorid durch einen
Ar=
gandbrenner erhitzt, abſolut ungefährlich in
ſachverſtän=
diger Hand. Wir haben hier eine vorzügliche
Material=
prüfungsanſtalt und Autoritäten in Chemie an der
Tech=
niſchen Hochſchule; ſind Vertreter von ihnen zur Klärung
des Unglücks berufen? Ich kenne die Momente des
Un=
glücks gar nicht und bin unfähig, mir ein Urteil zur
Ex=
ploſion über Unſchuld oder Schuld von Beteiligten zu
er=
lauben, und möchte vor allem bitten, aus meinen
Aus=
fuhrungen nicht irgend welche unberechtigten Schlüſſe zu
ziehen. Das Leiden und der Tod des kleinen unſchuldigen
Opfers ſind derart traurig und ergreifend, und die Sache
iſt, da jeder Eltern Kind in die Lage hätte kommen
kön=
nen, von ſolch weittragender allgemeiner Bedeutung, daß
wir alles aufbieten müſſen, um die Zukunft vor ſolchen
Schrecken zu bewahren. Nur deshalb habe ich hier eine
Reihe von Fragen aufgeworfen und möchte erreichen, daß
aus der Feder einer unparteiiſchen, über dieſen Vorfall
unterrichteten Autorität auf dem Gebiete der Chemie
ein=
mal der erregten und intereſſierten Oeffentlichkeit durch
die Preſſe wiſſenſchaftliche Erörterung des Unglücksfalles
und der damit verbundenen Fragen zuteil wird.
Ernſt W. Müller.
Zu der in Nr. 66 des Darmſt. Tagblattes
gebrach=
ten Notiz, die polizeilichen Reviſionen von Metzgereien
und Bäckereien betreffend, möchte ich es nicht unterlaſſen,
eine Ergänzung zu jenen wenigen Zeilen zu bringen.
Daß die Frage überhaupt aufgeworfen wurde, iſt für das
Publikum ſchon erfreulich, liefert die Bemerkung doch den
Beweis, daß es auch in dieſer Hinſicht noch denkende und
für Reinlichkeit und Hygiene intereſſierte Menſchen gibt,
und nicht nur gleichgültige, die an ſolchen Mängeln und
Uebelſtänden keinen Anſtoß nehmen, weil ſie meinen, die
Behörde könne ja doch nicht die Befolgung hygieniſcher
Vorſchriften genügend überwachen und zur Durchführung
bringen. Aus dieſem Grunde und weil vieles andere
ſchwer oder gar nicht (?) kontrolliert werden könne, ſolle
man ruhigen Blutes auf all ſolche polizeilichen
Beſtim=
mungen rundweg verzichten und im übrigen ſolche Dinge
gar nicht erörtern, da man ſonſt überhaupt nichts mehr
eſſen könne. Das iſt ſelbſtverſtändlich eine ganz verkehrte
Auffaſſung, denn welche große Bedeutung ſolche
Vor=
ſchriften für die Hygiene haben, braucht wohl nicht
beſon=
ders klargelegt zu werden, nachdem auch jedem hieſigen
Bewohner die Möglichkeit gegeben war, ſich durch den
Be=
ſuch der Hygiene=Ausſtellung „Der Menſch” einen
unge=
fähren Begriff von der Bedeutung und dem Arbeitsfelde
der Hygiene zu machen. Dieſer Hinweis gilt gleichzeitig
dem hieſigen „Milchhändler=Verein D. u. Umg.”, der mir
nicht genügend unterrichtet ſcheint und der ſolch
merkwür=
dige Auffaſſung über die „Eingeſandts” hat. Darüber
am Schluß noch einige Bemerkungen. — Wäs nun die
volizeiliche Aufſicht anbetrifft, ſo gibt es ſicherlich in allen
Großſtädten entſprechende Vorſchriften; ſo beſtehen z. B.
in Dresden, der Stadt der Hygiene, ſehr ſcharfe
Vor=
ſchriften für Metzgereien, die ſich namentlich mit der
Sauberkeit innerhalb der Betriebsräume befaſſen (
Hände=
waſchen, genügend häufiger Handtuchwechſel u. a.). Da,
wo eine genügende Reviſion nicht gut möglich iſt, wie beim
Austragen von Brot und ſonſtigen Bäckereiwaren, erläßt
eine gewiſſenhafte Behörde einfach ſolche radikalen
Be=
ſtimmungen, die die Uebelſtände an der Wurzel faſſen.
Für den vorliegenden Fall, nach Dresdener Muſter, die
Anordnung, daß jedes Brot vom Backofen weg ſofort in
Papier (weißes) eingeſchlagen wird, ſo wie es angeſehene
Brotfabriken (z. B. Mannheimer Brotfabrik) ebenfalls
tun. Damit ſchaltet man die Brotausträger vollſtändig
aus und erreicht damit den Zweck vollkommen. Das Tuch,
das von einigen in Benutzung iſt, iſt ganz illuſoriſch, denn
es wird ja bekanntlich nicht nur mit einer Seite benutzt!
Dieſe Dresdener Beſtimmung mag als vorbildlich auch
hier eingeführt werden. Dazu beizutragen, iſt Pflicht des
Publikums, wenn die Behörde nicht von ſelbſt ſolche
Ver=
ordnungen erläßt. — Der Weg, den der Einzelne
beſchrei=
ten kann, iſt aber als einzig richtiger die Benutzung der
Zeitung, d. h. der Rubrik „Eingeſandt‟ Denn nur dadurch
iſt es auf verhältnismäßig bequeme Weiſe möglich,
Uebel=
ſtände zu beleuchten, die große Maſſe des Publikums, die
oft achtlos an ſolchen Dingen vorbeigeht, darauf
hinzu=
lenken, andere Stimmen auszulöſen, die Behörde
anzu=
regen und überhaupt die Behebung der Uebelſtände in
Fluß zu bringen. Es iſt die Benutzung des „Eingeſandt
demnach ein ſehr richtiges Verfahren, indem es ſich auf
kürzeſtem Wege an die Allgemeinheit wendet, wie es beſſer
gar nicht gedacht werden kann. Daß ſich einzelne Gruppen
mitunter davon getroffen fühlen, iſt nicht zu vermeiden.
Es handelt ſich in ſolchen Fällen auch nicht um perſönliche
Angriffe, ſondern um eine rein ſachliche Anregung im
Intereſſe der Wohlfahrt aller. So ſind derartige „
Ein=
geſandt” aufzufaſſen, nicht aber, wie es der „Milchhändler=
Verein” ſeinerzeit zum Ausdruck brachte. Vielmehr ſtellt
ſich jeder, der ſolche Beiträge liefert, in den Dienſt der
all=
gemeinen Wohlfahrt, wobei die Geſamtheit das Beſtreben
anzuerkennen und zu unterſtützen hat.
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Nummer 67.
Darmſtädter Tagblatt, Donnerstag, den 20. März 1913.
Seite 27.
Un
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(Der Name ,Backin”iſt geſetzl. f. Dr. Oetker’s Fabrikate geſchützt u. darf nicht nachgemacht werd.)
Dr. Oetker’s Feſtkuchen.
Zutaten: 500 g Mehl, 1 Päckchen von Dr. Oetker’s
„Backin”, 200 g Butter, 200 g Zucker, ½ bis ¼ Liter Milch, 5 Eier,
das Weiße zu Schnee geſchlagen, 150 g Roſinen, 150 g Korinthen,
ein halbes Päckchen von Dr. Oetker’s Vanillin=Zucker, Salz nach
Geſchmack.
Zubereitung: Die Butter rühre ſchaumig, gib Zucker,
Vanillin=Zucker, Eigelb, Milch, Mehl, dieſes mit dem Backin
ge=
miſcht, hinzu und zuletzt die Roſinen, Korinthen, Salz und den
Eierſchnee. Fülle die Maſſe in die gefettete Form und backe den
Kuchen 1 bis 1½ Stunden.
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