Darmstädter Tagblatt 1913


11. März 1913

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176. Jahrgang

enatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
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ſowie von unſeren Agenturen und
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
ſſigan für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

ae heutige Nummer hat 20 Seiten.

Das Wichtigſte vom Tage.

ſſe verlautet, tiro zur Löſung der Deckungsfrage
ſerm Bundesrat eine Vorlage über eine Vermögens=
u
. wachsſteuer eingebracht werden.
ſt Hermann zu Hohenlohe= Langen=
urg
, der frühere Statthalter in Elſaß=Lothringen, iſt
n 81. Lebensjahre geſtorben.
Frankfurt a. M. wurde geſtern früh der neue
itbahnhof eröffnet.
Karlsruhe ſtarb am Sonntag, acht Tage nach ſeinem
ater, der Enkel und letzte Nachkomme Viktor von
Echeffels im 22. Lebensjagre.
Tageskalender zur Geſchichte der
Befreiungskriege.
März 1813: Die Hauptkolonne Wittgenſteins trifft in
Pirlin ein. Ein Armeebefehl König Friedrich Wilhelms
lectfertigt das Verhalten des Generals Yorck bei der
ſſtmvention von Tauroggen.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.

Reichstagsvertagung.

Der Reichstag iſt in die Oſterferien ge=
ſiiſgen
. Die geſetzgeberiſche Ausbeute ſeiner bisherigen
eiten iſt bedeutend geringer als in früheren Jahren.
ſeinen etwa 60 Plenarſitzungen ſeit Ende November
er nur den Entwurf über die vorübergehende Zoll=
Michterung bei der Fleiſcheinfuhr endgültig neben eini=
Ergänzungsetats für 1912 erledigt. Die größeren
Metentwürfe, wie das Poſtſcheckgeſetz, die Errichtung
Jugendgerichten, die Beſchränkung der Konkurrenz=
Aſl, das Petroleummonopolgeſetz, das Reichs= und
ſiasangehörigkeitsgeſetz, befinden ſich noch in der Be=
bllirg
der Ausſchüſſe und werden aller Vorausſicht nach
Atenteils auch erſt im nächſten Herbſt verabſchiedet
Allden können. Die meiſte Zeit ſeiner Arbeiten nahm
Mettatsberatung in Anſpruch, die auch in dieſem Jahre
Mtrrechtzeitig beendet werden konnte, trotz aller dahin=
dſſrden
Bemühungen.
um erſten Male hatte der Reichstag in dem eben
dtichloſſenen Tagungsabſchnitt von der Einrichtung der
fllten Anfragen ausgiebigen Gebrauch gemacht, indem er
ene Anfragen geſtellt hat, d. ſ. im Durchſchnitt für jede
rſitzung eine Anfrage. Im übrigen ſind eine Reihe
Meller Fragen außerhalb der Etatsberatung beſprochen
Wden, und zwar an der Hand von Anfragen oder ſelbſt=
ſhdigen
Anträgen. In der Hauptſache handelte es ſich
um den Wagenmangel im Ruhrrevier, die Enteig=
i
aktion in der Oſtmark, die Aufhebung des Jeſuiten=
aßes
, die Regelung des Submiſſionsweſens, die Re=
fl
des Wahlrechts in den Einzelſtaaten.
Die Hauptarbeit hat der Reichstag noch nach Oſtern
ſmetten, nämlich die Verabſchiedung der Heeresvorlagen
üſihre Deckungsgeſetze. Es iſt bezeichnend für den
änblicklichen Stand des Parlamentarismus, daß die
eberiſche Arbeit des Reichstages immer mehr in
Eintergrund tritt und mehr oder weniger nur noch
Redebedürfnis gehuldigt wird. Bei gutem Willen
es dem Reichstage wohl möglich geweſen, bis jetzt
Mandere ihm vorliegende Geſetze endgültig zu ver=
Kllſieden, dies gilt in erſter Linie für die Poſtſcheckord=
nüt
, das Staatsangehörigkeitsgeſetz und den Entwurf
die Errichtung von Jugendgerichten.

Der Umfang der neuen
Wehrvorlage.

* Die Münch. Neueſt. Nachr, ſind in der Lage, über
dieldeuttſche Wehrvorlage, die vorausſichtlich Ende März
d Reichstage vorgelegt wird, Angaben zu machen, die
dülſisherigen Mitteilungen beſtätigen und einige weitere
Sſtelheiten bringen. Nicht 74000 oder 84000 Mann
miſh, wie von anderer Seite wiederholt behauptet wurde,
ſülllt danach jährlich in das Heer eingeſtellt werden, ſon=
derur
50000 Mann. Nach dem Münchener Blatt iſt
Mleitende Gedanke der Wehrvorlage der, daß jeder
wür fähige Deutſche künftig ausgebildet
woll.
Un neuen Truppenkörpern ſollen im weſent=
lüß
nur die 18 noch fehlenden dritten Bataillone, 15 in

Preußen, zwei in Bayern, eins in Württemberg, aufge=
ſtellt
werden; im übrigen iſt keine Vermehrung der vor=
handenen
Einheiten keine Aufſtellung neuer Armeekorps
beabſichtigt. Es ſollen jährlich rund 50 000 Mann mehr
neu eingeſtellt werden, die, abgeſehen von der Aufſtellung
der 18 neuen Bataillone, zur Verſtärkung der Ka=
dres
in den beſtehenden Verbänden verwendet werden
ſollen. Die Folge davon iſt, daß im Mobilmachungsfalle
weniger Reſerviſten zur Ausfüllung der Feld=
truppen
, mehr Reſerviſten und dafür nun ebenſoviel we=
niger
Landwehrleute zur Aufſtellung der im
Felde mitverwendeten Reſervetruppen dienen werden, und
daß ſchließlich die Landwehrleute mehr für die eigentlichen
Landwehrformationen in Betracht kommen. Es wird alſo
künftig nicht mehr der ältere Mann, der Familienvater, un=
ter
Umſtänden vor dem jüngeren und unverheirateten
Mann an den Feind müſſen Die Einſtellung von jährlich
50 000 Mann ergibt vom Standpunkt der jetzigen Bevöl=
kerungszahlen
aus in 17 Jahren der Zeit der Reſerve=
und Landwehrpflicht bei 10 v. H. jährlichem Durch=
ſchnittsabgang
die Zahl von 765000 ausgebildeten Sol=
daten
mehr als bisher.
Es iſt keine Aenderung der Wehrpflicht=
beſtimmungen
und der beſonderen Befreiungen (aus
Familienaründen, bei katholiſchen Theologen uſw.) beab=
ſichtigt
. Die ſchon öfter erwähnte Aenderung in der for=
mellen
Bezeichnung der Tauglichkeit hängt lediglich mit
dem neuen Reichsangehörigkeitsgeſetz zuſammen: auch hin=
ſichtlich
der Tauglichkeitsbedingungen iſt keine Aenderung,
vor allem keine Verſchlechterung nach franzöſiſchem Vor=
bilde
ins Auge gefaßt.
Die außerordentlich hohen Koſten der neuen Wehr=
vorlage
, über deren Deckung wir uns in dieſem Zuſammen=
hange
nicht äußern möchten, erklären ſich, abgeſehen von
den Koſten für den vermehrten Mannſchaftsbedarf zunächſt)
vor allem durch die großen hiermit zuſammenhängenden
Neuaufwendungen: Kaſernenbauten vermehrte Unterkunft
auf den Truppenübungsplätzen, Mehrbedarf an Waffen
und Bekleidung.
Weiter iſt, wie in der Preſſe ſchon hier und da erwähnt,
und wie ſich aus den politiſchen Erwägungen am Eingange
dieſes Artikels leicht verſtehen läßt, eine Verſtärkung
derdeutſchen Oſtarenze beabſichtigt. Es iſt ferner
vorgeſehen, die ſchon früher in Angriff genommene Ver=
mehrung
der leichten Feldhaubitzen (zwei Abteilungen für
das Armeekorps ſtatt einer) ſchneller durchzuführen. Als
eine beſondere Lehre aus den Erfahrungen des Balkan=
krieges
dürfte ferner eine erhöhte Fürſorge für die Ver=
pflegung
zu betrachten ſeinz es werden Feldtüchen auch für
die Reſerveformationen angefordert werden; überhaupt
wird die Verpflegung für Mannſchaften und Pferde ver=
beſſert
und dadurch natürlich auch verteuert werden.

Deutſches Reich.

Die Deckung der Heeresvorlagen. Das
preußiſche Staatsminiſterium hat am Sonntag eine
Sitzung abgehalten, in der die Frage der Deckung der lau=
fenden
Ausgaben für die Heeresvermehrung eingehend er=
örtert
wurde. Wie verlautet, wird danach zur Löſung der
Deckungsfrage eine Vorlage über eine Vermögenszuwachs=
ſteuer
beim Bundesrat eingebracht werden. Die einmaligen
Koſten für die Militärvorlage ſollen genau 994 Millionen
Mark betragen.
Arbeitgeber=Organiſationen für
Streikentſchädigung. Das 6. Sonderheft zum
Reichs=Arbeitsblatt bringt eine Zuſammenſtellung der in
Arbeitgeberkreiſen beſtehenden Einrichtungen für Streik=
entſchädigung
. Darnach ſind bis Anfang 1912 dem Kaiſer=
lichen
Statiſtiſchen Amt insgeſamt 17 Streikentſchädigungs=
Geſellſchaften bekannt geworden, darunter 2 ſogenannte
Rückverſicherungsgeſellſchaften, 5 gemiſcht=induſtrielle Ver=
bände
, ſowie 10 meiſt kleine Branchengeſellſchaften. Einen
eigenen Mitgliederkreis mit mehr als 50000 Arbeitern
umfaßten nach der Zuſammenſtellung nur der Deutſche In=
duſtrieſchutzverband
, Sitz Dresden, die Geſellſchaft des Ge=
ſamtverbandes
deutſcher Metallinduſtrieller und der Wehr=
ſchatz
des Baugewerbes. In dem Begleittext der ſtatiſti=
ſchen
Ueberſicht werden einige im verfloſſenen Jahre er=
folgte
Neugründungen von Entſchädigungsgeſellſchaften
erwähnt und beſonders die raſch aufſteigende Entwicklung
des Deutſchen Induſtrieſchutzverbandes, Sitz Dresden, her=
vorgehoben
, der Mitglieder aller Induſtriezweige mit einer
Jahreslohnſumme von jetzt über 300 Millionen Mark um=
faßt
und im Jahre 1911/12 rund 430000 Mark Entſchädi=
gungsgelder
für 344 Streikfälle zur Auszahlung gebracht
hat.
Die Petitionskommiſſion des
Reichstages hat Petitionen, betreffend Ausdehnung
der Verpflichtung der Kleingewerbetreibenden zur Füh=
rung
von Handelsbüchern, dem Reichskanzler als Material
überwieſen. Eine Petition des deutſchen Verbandes für
Frauenſtimmrecht, betreffend die Gewährung des aktiven
und paſſiven Wahlrechts zum Reichstag, wurde dem
Reichskanzler zur Kenntnisnahme überwieſen. Das gleiche
Schickſal hatte eine Petition des Verbandes der Männer=
vereine
zur Betämpfung der öffentlichen Unſittlichkeit, in

welcher beantragt wird, in die Reichspoſtordnung eine
Beſtimmung aufzunehmen, nach welcher poſtlagernde Sen=
dungen
ſtets die volle Adreſſe des Empfängers tragen
ſollen.
Ueber die Erneuerung der Tarife ime
Baugewerbe haben am Sonntag im Reichstags=
gebäude
die Entſcheidungsberatungen zwiſchen Vertretern
der Arbeitgeber und Arbeitnehmer unter Hinzuziehung
der bekannten drei Unparteiiſchen begonnen. Von dem
Ausgang dieſer Verhandlungen hängt es ab, ob der Friede
im Baugewerbe erhalten bleibt.

Ausland.

Oeſterreich=Ungarn.
Neue Hausordnung für das ungari=
ſche
Abgeordnetenhaus. Dem ungariſchen Ab=
geordnetenhauſe
reichte die Regierung eine neue Hausord=
nung
ein, deren wichtigſte Beſtimmungen ſind: 1. Ver=
fügungen
, durch die die techniſche Obſtruktion unmöglich
gemacht werden ſoll; 2. eine Beſtimmung, daß das Bud=
get
innerhalb einer gewiſſen Friſt erledigt werden muß;
3. gewiſſe Geldſtrafen für die Renitenz von Abgeordneten.
Im Falle einer protokollariſchen Rüge wird dem Abge=
ordneten
eine Geldbuße von 100 Kronen, im Falle der
Ausſchließung für jeden Tag der Ausſchließung 20 Kronen,
und für den Fall, daß der ausgeſchloſſene Abgeordnete
das Reichstagsgebäude betritt, 500 Kronen Buße auf=
erlegt
.
Frankreich.
Zur Abnahme der Geburten. Auf An=
trag
Ribots beſchloß die Akademie dersmoraliſchen und
politiſchen Wiſſenſchaften in Paris eine Unterſuchung ein=
zuleiten
zwecks Feſtſtellung der wirtſchaftlichen, moraliſchen
und ſozialen Gründe, welche in den verſchiedenen Gegen=
den
Frankreichs zur Abnahme der Geburten beigetragen
haben.
Frankreichs Bereitſchaft. Ackerbauminiſter
David hielt in Lille bei einem Feſteſſen der Landwirtſchaft=
lichen
Geſellſchaft des Nord=Departements eine Rede, in
der er zur Rechtfertigung des Geſetzentwurfs über die drei=
jährige
Dienſtzeit u. a. ſagte: Die Nation hat bei dem
grellen Schein der auswärtigen Ereigniſſe geſehen, daß
Frankreich bisweilen vor einem Abgrunde ſtand. Sie will
nicht, daß es hineinſtürzt; ſie will, daß Frankreich in aller
Sicherheit das friedliche Land des demokratiſchen und
ſozialen Fortſchritts bleibt. Frankreich ſteht nicht mehr
allein. Es hat im europäiſchen Konzert die Aufgabe, einen
beſtimmten Anſturm auszuhalten und ſeinen Freunden und
Verbündeten zu ermöglichen, ihm zu Hilfe zu kommen.
Wenn es im diplomatiſchen Konzert dieſe Rolle ſpielt, wird
es die Demütigungen vermeiden, die es bereits gekannt
hat und man ihm unaufhörlich anzutun ſucht. Wir wollen
nicht die Möglichkeit ins Auge faſſen, daß Frankreich eines
Tages, geſchlagen und zerſtückelt, für uns ſolch ein ſchmerz=
liches
Schauſpiel werden ſoll, daß wir es vorziehen müß=
ten
, mitſamt ſeinen Verteidigern untergegangen zu ſein.
Spanien.
Das umworbene Spanien. Das Madrider
Blatt Epoca gibt einen Ueberblick über die Lage Spaniens
und ſchreibt, daß ſowohl die Tripelentente als auch der
Dreibund ſich eifrig bemühten, ein Bündnis mit Spanien
zu ſchließen. Dies geſchähe jedoch nicht wegen Spaniens
Stärke in der Marine und im Heere, ſondern in der
Hauptſache wegen der ſtrategiſch wichtigen geographiſchen
Lage des Landes, die bei einem Krieg im Mittelmeer aus=
ſchlaggebend
ſei.. Vielleicht renommiert das Blatt ein
bißchen.
Kanada.
Das Unterhaus vertagte ſich am Sonntag um
Mitternacht, nachdem es die ganze Woche ununterbrochen
getagt hatte. Die Oppoſition hielt Dauerreden, um die Re=
gierung
zu einer Auflöſung zu zwingen. Bei der Ver=
tagung
erklärte der Premierminiſter, daß am Montag die
Flottenvorlage wieder die Tagesordnung bilden werde.
Man erwartet eine zweite Obſtruktionswoche
China.
Die Anleihe. Der Finanzminiſter erklärte den
Geſandten der ſechs Mächte, daß es zwecklos ſei, über die
Anleihe auf Grundlage des letzten Vorſchlages, betreffend
die Beiräte, zu beraten, da dieſer Plan von dem der Na=
tionalverſammlung
ſo verſchieden ſei, daß das neue Par=
lament
ihn ſicherlich zurückweiſen würde. Der engliſche
Geſandte erwiderte, wenn die Bedingungen der Geſandten
der ſechs Mächte nicht angenommen würden, ſei es un=

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wahrſcheinlich, daß ſich fernerhin eine günſtige Gelegen=
hheit
zum Abſchluß der Sechsmächteanleihe bieten würde.
Es wird allgemein angenommen, daß die Chineſen hoffen,
die Verhandlungen in London würden zu einer vollſtän=
dig
neuen Anleihe von zwanzig Millionen Pfund Sterling
führen.
Japan.
Vermehrung des Flottenetats. Wie die
Zeitung Aſaky Shimbun erfährt, iſt ein Plan des Admi=
rals
Takarobe für eine Vermehrung des Flottenetats an=
genommen
worden, der von der Vorausſetzung einer geg=
neriſchen
Flotte von 21 Schlachtſchiffen ausgeht. Der Plan
ſieht zunächſt den Bau von drei Dreadnoughts des mäch=
tigſten
Typs vor und ein ſpäteres Bauprogramm von acht
Dreadnoughts, vier Schlachtkreuzern, acht Sceouts und
40 Zerſtörern mit einem Koſtenauſwand von 1080 Mil=
lionen
Mark. Aber dieſer Plan wurde aus finanziellen
Rückſichten beſchnitten.
Fürſt Hermann zu Hohenlohe . Fürſt
Hermann zu Hohenlohe=Langenburg iſt am Sonnlag mit
tag in Langenburg geſtorben. Fürſt Hermann zu Hohen=
lohe
=Langenburg war am 31. Auguſt 1832 gehoren, er
widmete ſich zuerſt dem Militärdienſt, anfangs im würt=
tembergiſchen
, darauf im oſterreſchiſchen und zuletzt im ba-
diſchen
Heere, in welchem er auch 1870 den franzöſiſchen
Feldzug mitmachte. Nachdem er dann den Dienſt ver=
laſſen
, widmete er ſich der Politik. Von 1871 bis 1800)
vertrat er im Reichstag den 12, württembergiſchen Wahl=
Freis. Schon 1883 gründete er die Deutſche Kolonial=
geſellſchaft
, deren Leiter er viele Jahre geweſen iſt. Als
im Jahre 1801 Fürſt Chlodwig als dritter Reichskanzler
nach Berlin berufen wurde, ernannte der Kaiſer den Für=
ſten
Hermaun zu deſſen Nachfolger als Statthalter der
Reichslande, welchen Poſten er noch dreizehn Jahre, bis
zum Oktober 1007, verſehen hat. Fürſt Hohenlohe war
ſeit 1802 mit der Prinzeſſin Leopoldine von Baden ver=
mählt
; ſeine Gemahlin ſtarb 1905. Er war ein Oheim=
der
Kaiſerin, da ſeine Schweſter mit dem Herzog Friedrich
vol Schleswig=Holſteln=Sonderburg=Auguſtenburg ver=
mählt
war. Erbprinz Ernſt zu Hohenlohe=Langenburg,
der frühere Regent in Koburg=Gotha und ſpätere Direktor
des Reichskolonialamts, der Vorgänger Dernburgs, iſt der
älteſte Sohn des Verſtorbenen und der nunmehrige Fürſt
zu Hohenlohe=Langenburg. Er iſt mit einer Prinzeſſin
von Sachſen=Koburg=Gotha vermählt.

Stadt und Land.
Darmſtadt, 11. März.
Bau eines Geſchäftshaufes für die
Landwirtſchaftskammer.

* Die Geſchäftsräume der Landwirtſchaftskammer ſind
zurzeit im erſten und zweiten Stock und im Dachgeſchoß
des Hauſes Rheinſtraße 34 untergebracht. Zunächſt von
008 ab, hatte auch der Landwirtſchaftskammer=Ausſchuß
für Starkenburg hier Unterkunſt. Nach Einrichtung des
Bauberatungs= und Buchführungsdieſſtes mußte, um
Räume für dieſe Dienſtzweige zu ſchaffen, der Ausſchuſe
ausquartiert werden; er wurde nach Bismarckſtraße
Nr. 52 verlegt. Aber auch damit iſt dem Mangel an aus=
reichenden
Bureguräumen, bef der fortgeſetzten Erweite=
rung
der fraglichen Dienſtzweige, nicht abgeholfen. Voll=
ſtändig
unhaltbar iſt aber die Frage über die Unterbrin=
gung
der Geſchäftsräume dadurch geworden, daß der Be=
ſitzer
des Hauſes Rheinſtraße 34 dasſelbe zu verkaufen be=
abſichtigt
. Er machte auch der Landwirtſchaftskammer ein
Angebot; dasſelbe war aber ſo hoch, der geförderte Kauſ=
preis
betrug 300000 M., daſ der Vorſtand verzichtele, dar=
auf
überhaupt einzugehen. Nunmehr ſtelgerte der Beſiter
dos jetzigen Geſchäftshauſes die Miete von 5500 anf 7000 M.
und zwang die Landwirtſchaftskammer außerdem, in eine
(jährige ſtatt früher Jjährige Kündigung des Mietsver=
trages
einzuwilligen. Die Landwirtſchaftskammer iſt alſo,
da die Abſicht weiter beſteht, das Haus zu verkaufen, der
fortgeſetzten Gefahr ausgeſetzt, die Wohnung gekündigt
erhalten. Der Vorſtand verſuchte nun, um in dieſer
Frage dauernde Verhältniſſe zu ſchaffen, entweder durd=
Erpachtung oder durch Kauf entſprechende Räume zu be.
ſchaffen. Dieſe Beſtrebungen haben aber zu einem Re
ſultat nicht geführt.
Da hat nun im vorlgen Jahre die Großberzogliche
Bürgermeiſterel Darmſtadt der Landwirt=
ſchaftskammer
angeboten, ihr geeignetes Bauge
ände an der Allee, welches ſie von dem Militär=
fiskus
erworben hat, zu verkauſen. In Betracht käme
eine Fläche von 2000 Quadratmetern, IInks
am Eingang in den Ererzierplatz. Nach
eingehender Prüſung aller in Frage kommenden Verhält=
niſſe
iſt nun der Vorſtand der Anſicht, daß es möglich
ſei, auf dem fraglichen Gelände für die Landwirtſchafts=
fammer
ein geeignetes Geſchäftshaus zu errichten, in wel-
chem
nicht nur alle Dienſtzweige der Landwirtſchafts=

kammer ſelbſt, ſondern auch der Ausſchuß für Starken=
burg
untergebracht werden könnte. Für dieſen Zweck hat
der Bauberatungsdienſt ein Projekt aufgeſtellt. Die
Koſten für die Ausführung dieſes Projektes werden
auf zirka 180000 Mark veranſchlagt. Rechnet man
hierzu noch den Bauplatz mit zirka 60000 Mark, ſo
würde das Gebäude in beſcheidener Ausführung auf
240000 Mark zu veranſchlagen ſein. Bei einer
Verzinſung und Amortiſation mit 5 Prozent würde alſo
mit einer Gebändemiete von 12000 Mark zu rechnen ſein.
Demgegenüber ſtehen jetzt 7000 Mark (Miete Haus Rhein=
ſtraße
34), 1500 Mark (Miete Bismarckſtraße 52) notwen=
dige
Räume für den Banberatungs ober Buchführungs
dienſt mit ebenfalls zirka 1500 Mark 10000 Mark. Da
In obigen 12000 Mark für das demnächſtige Geſchäftshaus
Prozent Amortiſation enthalten iſt, ſo würden hiervon
ſioch 1200 Mark abzuziehen ſein. Es ſtänden ſich alſo ge=
genüber
für ſetzt eine Miete von 10000 Mark gegen ſpäter
von 10800 Mark. Es würde alſo eine beträchtliche Er=
höhung
der Miete für die Unterbringung der Geſchäfts=
räume
nicht eintreten. Die Kapitalbeſchaffung für die Er=
richtung
des Geſchäftshauſes würde der Landwirtſchafts=
kammer
Schwierigleiten nicht machen.
In der heutigen Sitzung der Landwirtſchaftskammer
wird der Vorſtand einen dementſprechenden Antrag
ſtellen.
Vom Hofe. Der Kaiſerlich und Königlich Oeſter=
reich
=Ungarlſche außerordentliche Geſande und bevoll=
mächtigte
Miniſter Graf Boleſta=Koziebrodzki, der König=
lich
Bayeriſche außerordentliche Geſandte und bevoll=
mächtigte
Miniſter Graf von Moy und der Legations=
ekretär
Frelherr von Seidler nahmen am Samstag an
der Frühückstafel im Neuen Palais teil. (Darmſt. Ztg.)
In den Ruheſtand verſetzt haben Se. Königl
Hohelt der Großherzog den Kreisarzt beim
Kreisgeſundheitsamt Worms Geheime Medizinalrat
Dr. Sebaſtian Fertig zu Worms auf ſein Nachſuchen
und unter Anerkennung ſeiner langjährigen treuen und
erſprießlichen Dienſte mit Wirkung vom 31. März 1913
an und ihm aus dieſem Anlaß das Ehrenkreuz des Ver=
dienſtordens
Philipps des Großmütigen verliehen; ferner
wurde der Lokomotivführer in der Heſſiſch=Preußiſchen
Eiſenbahngemeinſchaft Georg Schollmayer zu Frank=
urt
a. M. auf ſein Nachſuchen vom 1. März d. J. an
in den Ruheſtand verſetzt.
* Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
den Kreisarzt bei dem Kreisgeſundheitsamt
Alzey Medizinalrat Dr. Wilhelm Schäffer in Alzey
zum Kreisarzt bei dem Krelsgeſundheitsamt Worms den
Kreisaſſiſtenzarzt bei dem Kreisgeſundheitsamt Mainz
Dr. Adolf Dreſcher zum Kreisarzt bei dem Kreig=
geſundheltsamt
Alzey unter gleichzeitiger Verleihung des
Charakters als Mebizinalrat, beide mit Wirkung vom
April 1913 an, und dem Kreisaſſiſtenzarzt bei dem
Kreisgeſundheitsamt Worms Dr. Otto Freſenius den
laufenden Rang eines Kreisarztes mit Wirkung vom
1. April 1913 an verlſehen; den Kreisaſſiſtenzarzt bei
dem Kreisgeſundheitsamt Offenbach Dr. Wilhem
Zinßer in Offenbach zum Kreisarzt bei dem Kreis=
geſundheltsamt
Alsfeld mit Wirkung vom 1. April 1913
an ernannt; ferner wurde der Adam Roßmann zum
Diener und Heizer an der Landesbaugewerkſchule in
Darmſtadt ernannt.
* Grledigte Stelle. Die Stelle des Vorſtands
des Großh. Finanzamts Lauterbach. Meldeſchluß:
Samstag, den 15. März d. J.
* Militärdienſtnachrichten. Oberſt Freiherr
Thumb v. Neuburg (früher im Garde=Drag.=Regt.
Nr. 23), beauftragt mit der Führung der 27. Kavallerie=
Brigade (2. Königl. Württemb.) zum Kommandeur dieſer
Oberſt Freiherr v. Gregory
Brigade ernannt.
(zuvor im 5. Großh. Inf.=Regt. Nr. 168 in Offenbach)
beim Stabe des 1. Oberrheiniſchen Inf.=Regts. Nr. 97
(In Saarburg), zum Kommandeur des Füſilier=Regts.
General=Feldmarſchall Prinz Albrecht von Preußen
(Hannoverſches) Nr. 73 (in Hannover) ernannt. Ober=
leutnant
Hunzinger im Großh. Train=Bataillon Nr. 18,
als Adſutant zum Kommando des Trains bes I., XVII.
und XX. Armeekorps in Danzig kommandiert.
g. Strafkammer. In der geſtrigen Strafkammer
ſitzung wurde der 33jährige Händler Georg Straßer
zu Fürth i. O., der vom Schöffengericht wegen Körper=
verletzung
zu 6 Mark Geldſtraſe verurteilt worden
war, freigeſprochen. Straßer geriet mit dem Haus=
vermieter
Kaufmann in Streit, wobet beide gefährliche
Werkzeuge benugten, doch waren erhebliche Körperver=
letzungen
nicht entſtanden. Der 73jährige Kaufmann ſtellte
Strafantrag gegen den Straßer, indem er angab, dieſer
habe ihn zu Boden geworſen, auf ihm gekniet und ihn mit
Fauſtſchlägen mißhandelt. Er iſt vor der Schöffengerichts=
verhandlung
verſtorben. In der geſtrigen Bernſungs=
verhandlung
brachte St. zwei Entlaſtungszeugen vor. Das
Gericht erachtete den Sachverhalt für nicht genüigend auf
geklärt und ſprach deshalb den Angeklagten frei. Eben=
falls
einen Freiſpruch erzielten der wegen Ueber
tretung gegen das Reichsviehſeuchengeſetz
angeklagte 32jährige Metzger Iſaak Wolf von Offen=
bach
und der der Anſtiftung dazu beſchuldigte 68jährige
Vlehhändler David Wolf von Dietzenbach. Der Ange=

klagte Jſaak Wolf hatte am 9. Juli 1912 zwei Schlacht
kälber in ſein Schlachthaus gebracht, ohne die vom Kreiss
amt Offenbach vorgeſchriebene Genehmigung hier
eingeholt zu haben. Sie hatten lediglich den nicht zuſtäm
digen Kreisarzt M. um Transporterlaubnis gebe
und deſſen Antwort anſcheinend mißverſtanden.
Strafkammer erkannte auf Freiſprechung, indem ang
nommen wurde, daß die Angeklagten verſucht haben,na
beſtem Können eine Erlaubnis einzuholen. Es konn
deshalb bedingte Vorſätzlichkeit nicht als erwieſen n
ſehen werden.
Bei der Landesverſicherungsanſtalt Großh. Heſe
ſind im Monat Februar 1913 370 Anträge ein
gangen, und zwar: 300 Anträge auf Inpaliden= und
kenrente (J. u. K.), 20 Anträge auf Altersrente (A,)
Anträge auf Witwen= und Witwerrente (W.), 19 Ant
auf Waiſenrente (O.), 10 Anträge auf Witwengeld
Unerledigt wurden in dieſen Monat übernommen 458f
träge, ſo daß 828 Rentengeſuche in Bearbeitung ſtaud
Es fanden Erledigung: 207 Anträge durch Bewillian
(157 J.. 10 K., 11 A., 15 W., 10 Wg., 33 O., 1
2 Anträge durch Anwartſchaftsbeſcheid (§§ 1258 und
Nud.), 45 Anträge durch Ablehnung, weil unbegrünſ
(29 J.. 3 A., 7 W., 5 Wg., 1 O.), 14 Anträge durch ül
dere Weiſe Zurücknahme uſw. (8 J., 3 A., 2 W.,
O.), zuſammen 308 Anträge. Hiervon wurden 7
mwandlung erledigt, ſo daß 520 als unerledigt auf
Monat März 1913 übernommen werden mußten.
welchem Umſange die Landesverſicherungsanſtalt Gro
Heſſen Heilverfahrenskoſten für ihre Verſicherten ü
nimmt, ergibt ſich aus nachſtehenden Erläuterungen:
Februar 1913 waren in den nachverzeichneten Anſtalll
verſicherte Perſonen untergebracht: 1. Ernſt
wig=Heilſtätte bei Sandbach 112, 2. Eleonoren=Heilſtäl
bei Winterkaſten 46, 3, Göttmannſche Anſtalt in Reich
heim i. O. 36, 4. Bad Nauheim 28, 5. Bad Orb 12. 6.
Loſſenſche Anſtalt in Darmſtadt 2, 7. verſchiedene Anff
ten, wie Krankenhäuſer, Kliniken und dergleichen mehr
Summa 253.
* Hanſa=Bund. Auf die am Montag, den 17.
d. J., im Kaiſerſaal (Kaufm. Vereinsſaal) ſtattfinden
ordentliche Mitgliederverſammlung
auch hiermit hingewieſen. Auf der Tagesordnung ſte
Erſtaltung des Geſchäftsberichts über das Jahr 1912
Beſprechung der in Ausſicht ſtehenden weiteren Tätig
Siehe Anz.)
Gewerbemnſeum. Wir machen darauf aufmer
daß die Ausſtellung von Buchſchmuck,l
nungen, Stickereien uſw. von L. Euders noch bis
15. dieſes Monats geöffnet bleibt. Offen täglich von I
Uhr, Mittwochs und Samstags von 35 Uhr.
tritt frei.
* Marcell Salzer=Abend, Profeſſor Marcell Sa
der gewohnt iſt, vollbeſetzte Säle zu haben, unterhül
und erheiterte am Samstag abend das auch diesmal
zahlreich im Kaiſerſaal erſchienene Publikum
durch die unvergleichliche Kunſt ſeines Vortrages.
hatte für dieſen Abend ein ganz neues Programm
geſtellt, das faſt ganz auf den heiteren Ton geſtimmt
Vertreten waren u. a. Wilhelm Buſch, Ludwig Tholl
Vörries von Münchhauſen, von Oſtini, Arno Holz,
Hierbaum, Ginzkey, P. Roſegger ꝛc. Waren die
getragenen Sachen zum Teil auch geringer, als die
gehörten, ſo mußte man gerade die Kunſt Marcell
zers bewundern, der aus nichts etwas zu machen
alles witzig und pointenreich auszugeſtalten weiß,
bei dem eben im richtigen Sinne des Wortes der
den Meiſter macht. Das Publikum unterhielt ſich
beſte und jübelte ihm förmlich Beiſall zu.
Proſeſſor Marcell Salzer hatte auch am 12. Febn
amt hieſigen Großherzoglichen Hoſe in Anweſenheit
Großherzogspaares von Jachſen=Weimar Rezitatic
vorgetragen und erhielt am Sonntag durch das
marſchallamt das Bild des Großherzogs mit eigenhäuh
ger Unterſchrift in koſtharem Silberrahmen überreich
Liederabend von Mathilde Weber. Am Solllll
abend veranſtaltete Fräulein Mathilde Weber
hren Schülerinnen im großen Saale der Vereinigten
ſellſchaft vor einem zahlreichen Publikum ihrenzwei
Liederabend. Das Programm, das mehr
Nummern umſaßte, enthielt Solos, Duette, Terzette
Chorgeſänge für Frauenſtimmen und berückſichtigte
den Klaſſikern wie Beethoven, Mozart, Weber,
Haydn, Schubert auch modernere Komponiſten, wie
perdinck, Richard Strauß und Max Reger. Sowohll
den Vorträgen der jüngeren Schülerinnen als namen
auch in den der fortgeſchrittenen bekundeten ſich eine ſich
zielbewußte Methode und eine ſolide ſtimmliche Auſ
dung, während das Können der Schülerinnen ſelbſtl
ſtändlich mit der Zeit des genoſſenen Unterrichts gl
Schritt hielt. Sehr eindrucksvoll und ſchön waren
Chöre, namentlich der Pfalm 23 für tſtimmigen
chor von Schübert. Auch Fräulein Weber erfreute
den trefflich gelungenen und geſchmackvollen Vortrag
rerer Lieder, die, wie auch die übrigen Nummern,
Beiſall beim Zuhörerpublikum ernteten.
* Der Verband heſſiſcher Militäranwärter hie
Sonntag im Perkeo einen Verbandstag ah
der Vorſitzende, Herr Roesler= Darmſtadt, mit
lichen Begrüßungsworten eröffnete. Er ſchloß ſeinea

Aus dem Schmuckkaſten
des Altertums.

** Was für Wandlungen hat die Geſchichte ſeit den
Tagen der Antike erfahren! Politiſche Inſtitutionen habe
eiſtander abgelöſt im Laufe der Jahrtauſende, neue Re=
ligionen
eigriſſen die Menſchenberzen, aber eins iſt ſich
gleich geblieben; dieſelben Steine, die beute noch das
Frauenange entzücken, erfreuten ſchon Herz und Sinn der
Griechin. Sogar die Reihenfolge in der Wertſchätung
der Steine war dieſelbe; obentan ſtand der Diamant, dau
kam die Perle, den deitten Rang nahm der Sitaragb ein,
ind an dieſe köſtliche Dreiheit ſchloſſen ſich die übrigen
Ebelſteine anf.
Auf dieſe Tatſache macht Profeſſor Karl B. Hofmann
In einem Aufſat der Deutſchen Reone (Deutſche Verlags=
anſtalt
. Stuttgart) aufmerkſam. Indem er die Juwelen
leidenſchaft des Altertums vor uns aufſteigen läßt, erinner
er uns an Moden und Paſſionen der jüngſten Tage. Aus
Indien, dem Märchenlande der Völferpbantaſte, kaillen die
koſtbarſten Steine, ſo jeuer bochberſihite Diamantring ber
Berenike, der Tochter des jüdiſchen Königs Herobes und
Gellebten des Kalſers Titus. Die Kunſt des Fa-
ettenſchliſſes
war freilich dem Altertum unbekannt
ſie eutwickelte ſich erſt ſeit der Renaiſſaner in Eſropa. Die
Inber brachten den funkelnden Glanz durch ein Glatt=
polleren
der natürlichen Kriſtallflächen ſtärker beraus. Im
übrigen begnügte man ſich damit, den Steinen eine Sbale
Geſtalt in geben, ihre Fläche ſchilbförmig, kügelig oder
zylinderförmig zu ſchleifen. Die Steine wurden nur ſehr
einfach gefaßt. Eine reichere Wirkung brachte man beſ

Halsketten dadurch hervor, daß man Edelſteine mit Perlen
bwechſeln ließ und dazwiſchen goldene Ringelchen oder
PPlätichen anbrachte. Die durch ihre Schönheit berühmte
Hetäre Lajs beſaß einen Halsſchmuck, in dem die Steine
zu ihrem Namen angereiht waren. Eine größere Beden=
tung
als die geſchliffenen hatten bei den Griechen und
Römern die geſchnittenen Steine, deren Reiz
durch die auf ihnen angebrachten Kunſtwerke erhöht wurde,
ind die vor allem für Siegelringe gebraucht wurden. Mi
früheſten ſcheinen Edelſteine für Halskette n verwendel
worden zu ſein. Die Kolliers der Römerinnen waren
manchmal ſo lang, baß ſie mehrmals um den Hals ge=
ſchlungen
wurden und doch noch bis über die Bruſt herab
hingen. Der Juwelenſchat einer vornehmen Römerin
aus der Zeit des Commodus oder Septimlus Severus iſt
burch einen Fund wieder aus Tageslicht gezogen worden,
der 1841 zu Lyon in der Höhlung einer antiken Mauer
gemacht wurde. Von den fünf Halsbändern, die einſt den
Stolz dieſer eleganten Dame bildeten, beſteht das eine aus
fünf Smaragden, die in viereckige Goldleiſtchen à Jou
geſaßt ſind; den mittleren Stein ſchließen zwei erbſengroße,
ähnlich gefaſſte Perlen von unregelmäßiger Geſtalt ein.
Ein anderes Kollier zeigte jehn oval geſchliffene Ametbyſte.
ein beittes vierzehn erbſengroße, in Geſtalt ovaler Bohnen
bearbeitete Saphire, die durch herzförmige Goldblättchen
zuſammengehalten werben. Eine zweireihige Doppelkette
aus Korallen, Malachitprismen und Goldzylinderchen iſt
weit über einen Meter lang. Mit ſolchen Halsketten bil=
deten
ſehr ſein gearbeitete Ohrgehänge eine zuſam=
mengehörige
Garnitur Die Edelſtelne ſanden auch an
ben wundervoll gearbeiteten Gürtelſchließen Verwendung
zum größten Teil aber prangten ſie an den Fingerringen,
mit denen man zur Kaiſerzeit einen großen Luxus trieb.

Plinius erwähnt z. B. einige Muſikvirtnoſen, die mit
ſteinen prahlten, die ſie um horrende Summen erſtalde
hatten. Antonius brachte einen Senator wegen eines
vorragend ſchönen Opalringes auf die Liſte der Proi
tion. Elegants trugen an beiden Händen zuſammen
Ringe, die koſtbarſten am kleinen Finger. Dasl
ſchen der Edelſteine geſchah durch Glasflüſſeid
denen beſonders von Alerandrien und Theben s
ſchwunghaſter Handel getrieben wurde, durch Färben Iin
derwertiger Steine und durch Doublieren inden
ſchiedene Edelſteine auſeinander gekittet wurden.
Ein gewaltiger Verlenlurus wurde im Aktelli
getrieben. Weltberühmt war ſo der Perlenſchat der
nigin Kleopatra; ſie beſaß die zwei größten Verlen
ſie in den Ohren trug. Daß ſie eine vor den Augen
Antonius in Eſſig gelöſt und ausgetrunken habe. iſt
lich eine chemiſche Unmöglichkeit, denn ſelbſt eine Hei
Perle bedarf vieler Stunden, um ſich in Eſſig aufzulöſch
Die Perle, die Cäſar ſeiner Geliebten Servilla ſchene
ſoll 130000 Mark gekoſtet haben. Der koſtbarſte derae
Schmluck, bei dem auch Smaragden verwendet waren,l
der der Lollia Paulina, der ſaſt neun Millio
Mark wert war. Die teuerſten Perlen wurden in=
Ohren getragen. Die Närrinnen glauben wahrſch
lich, ſagt Seneca, ihre Männer ſeien nicht geſüg
plagt, wenn ſie nicht an jedem Ohr zwei oder drei
Erbſchaften bängen haben. Cäſar weihte der Venusn
gaus mit Perlen beſetzten Harniſch. Calkaula trug gansi
Perlen beſetzte Stiefel, und Nero ließ ſeine Reil
betten, ja ſogar die Wände ſeiner Gemächer mit
inkruſtieren.

[ ][  ][ ]

ſchze mit einem begeiſtert aufgenommenen Hoch auf
er und Großherzog. Er erſtattete ſodann den Jah=
Abericht. Die Mitgliederzahl iſt auf 947 in acht
einen geſtiegen. Dem Rechner wurde nach Erſtattung
Taſſenberichts Entlaſtung erteilt. Beſchluß wurde
über folgende Anträge gefaßt: Vorbehalt auch der
blſſren mittleren Beamtenſtellen für die Militäranwärter,
aavar mindeſtens zur Hälfte im Staats= und Kommu=
Mienſt; Einreihung der Diviſionsküſter in die Klaſſe
mittleren Beamten; Aenderung der Beſtimmungen
die Ausbildung von Militäranwärtern als Schaff=
Abezw. Zugführer; Einreihung der Lademeiſter der
Anbahnverwaltung in die Klaſſe der mittleren Beam=
Beſoldungs= und Anrechnungsfrage für die heſſiſchen
Aus= und Kommunalbeamten; der Bundesvorſtand iſt
rſuchen, umgehend geeignete Schritte zu unternehmen,
der bevorſtehenden Heeresvorlage entſprechend, auch
gügend Stellen für Militäranwärter neu geſchaffen wer=
a
daß hierbei den Kommunen die Verpflichtung auf
dlt wird, die Stellen der mittleren Beamten zur Hälfte
umdie Stellen der unteren Beamten ſämtlich mit Mili=
ftvärtern
zu beſetzen.
Der Militärverein beging am Sonntag in feſt
chr Weiſe die Feier ſeines 25jährigen Beſtehens durch
am feierlichen Gottesdienſt im Vereinshauſe, einen
Aitz ug, wobei Kränze am Kriegerdenkmal und am
Almal des Großherzogs Ludwigs IV niedergelegt
Mülden, und einen Feſtakt im Mathildenhöhſaal. Dieſer
wilde eingeleitet durch die Feſtrede des Herrn Hauptmann
suite Lotheißen, der Feſtrede folgten Anſpra=
des
Vereinsvorſitzenden Köhler, des Herrn Ge=
Wlmajor v. Randow u. a., für die Haſſia ſprach Herr
Juſtizrat Lahr. Die hieſigen und die auswärtigen
Käger= und Militärvereine hatten in großer Zahl ihre
(ſkwünſche bezw Geſchenke übermittelt. Ein Feſt=
l
mit unterhaltenden Vorträgen beſchloß die Feier.
* Werein Großh. heſſiſcher Geometer 1. Klaſſe. Unter
dAKorſitz des Herrn Großh. Waſſerbaugeometer Blaß
fahlum Sonntag im Kaiſerſaal auf Antrag der Orts=
vollrigung
der Mainzer Geometer 1. Klaſſe eine ſtark
iſſtchre Generalverſammlung des Vereins
Mßh. heſſiſcher Geometer 1. Klaſſe ſtatt.
an anderem bildete die Reformbedürftigkeit der heſſi=
ſch
Kataſtervermeſſung den Hauptpunkt der Tagesord=
Uh. Die Grundlagen und Methoden der heſſiſchen Ka=
üvermeſſung
ſind vor beinahe hundert Jahren gege=
morden
und das Verfahren hat ſpäter für manche
Ain als Muſter gedient. Die bedeutenden Fortſchritte
Wiſſenſchaften im allgemeinen, die große Steigerung
rund= und Bodenwertes und die dadurch erforder=
Awordene beſſere Sicherung der Eigentumsgrenzen
Abindung mit nicht immer im Sinne der Väter aus=
Atten Ergänzungsmeſſung laſſen die heutige Landes=
ügutlierung
als in keiner Weiſe den Anſprüchen der
Aintſprechend erſcheinen. Dieſelben Erſcheinungen
t ſich ſchon längſt auch in anderen Staaten gezeigt
umſsort infolge richtiger Würdigung der Bedeutung der
zu neuen Landesvermeſſungen Anlaß gegeben. Nach=
dilſich
nun bei nahezu jeder neuen Parzellenvermeſſung
Wite der Arbeit ſtark beeinträchtigende Mängel der
Mestriangulierung herausgeſtellt haben, hat die heu=
Abeneralverſammlung einmütig die Erneuer=
der
Landestriangulierung als ein drin=
Bedürfnis erklärt.
Verband für Jugendwohlfahrt und Jugendfür=
650
Zu einer ordentlichen Sitzung im Saalbau hatte
n der Verband eingeladen. Herr Bürgermeiſter
Mell ler gab zu Beginn derſelben bekannt, daß der
Ili nach der Erklärung des Miniſters in der Kammer
Adem Fonds für Jugendpflege einen
fyaligen Beitrag von 500 Mark ge=
Awill, daß die Jahresrechnung mit nahezu
MMark in Einnahme und Ausgabe abſchließt. Vom 26.
März findet in Berlin der deutſche Kongreß für
Wolffreie Jugenderziehung ſtatt und ſtellt der Verband
Artſendung eines Vertreters oder einer Vertreterin
Betrag von 100 Mark zur Verfügung. Die ange=
Aienien Vereine können bis zum 17. März ihre Teil=
auf
Anſpruch auf den Beitrag bei Stadtſekretär
ühhorn im Stadthaus melden. Bei mehreren An
n gen erfolgt Ausloſung. Eine weitere Mitteilung
ſich auf das Wirtshausbeſuchsverbot für Jugend=
Munter 16 Jahren. Das Kreisamt will in einer Bür=
üiſterverſammlung
die Sache demnächſt beſprechen.
Wortrag über Berufsbildung und Be=
rusſichten
für die Schülerinnen der

höheren Mädchenſchule, mit beſonderer Berück=
ſichtigung
der Verhältniſſe in Heſſen erſtattete Fräulein
Marie Müller, Lehrerin i. P. Sie hält die Berufs=
beratung
der ins Leben tretenden Mädchen für eine ſo=
ziale
Pflicht. Dies gelte beſonders auch für die Mädchen
der gebildeten Stände. Nur die Verfolgung eines be=
ſtimmten
Zieles, die Erziehung zur Arbeit, vermag
Glück und dauernde Zufriedenheit zu ſchaffen, vermag
Körper und Geiſt geſund zu erhalten. Bei der Berufs=
wahl
iſt auf die zu erwartende ſeeliſche Befriedigung und
auf die Neigung zu der Berufsart Rückſicht zu nehmen,
beſonders auch deshalb, weil der Beruf vielfach Erſatz
für die Ehe bieten muß. Längere Ausführung widmete
die Rednerin dem Lehrerinnenberuf. Die Frau ſei die
berufene Erzieherin ihres Geſchlechts. Die Vortragende
ſprach eingehend über den Beruf als Medizinerin, den
Apothekerberuf, den Beruf der Kindergärtnerin, Ju=
gendleiterin
, die Berufe der Muſik und bildenden Kunſt,
die kunſtgewerbliche Ausbildung durch Beſuch der ent=
prechenden
Schulen, die kaufmänniſchen Berufsarten, die
Ausbildung als Handelslehrerin, weiter die verſchiede=
nen
Beamtenberufe, die Frauen zugängig ſind, die ver=
ſchiedenartige
Verwendung bei den häuslichen Berufen,
in landwirtſchaftlichen Betrieben und Gartenbau. Ferner
empfahl ſie den Beruf als Krankenpflegerin, Säuglings=
ſchweſter
uſw., und kam ſchließlich auf die ſozialen Frauen=
berufe
zu ſprechen. Als Helferinnen in der Armen= und
Waiſenpflege, Trinkerfürſorge, als Polizeiaſſiſtentin, als
Fabrikpflegerinnen, Wohnungsinſpektorinnen uſw. biete
ſich reiche Betätigungsmöglichkeit. Nur treue Arbeit, Aus=
dauer
, Mut und ſelbſtändige Auffaſſung können die Mäd=
chen
zu dem erſtrebten Ziel führen. Es gelte für ſie, ſelb
ſtändige und verantwortliche Perſönlichkeiten zu werden.
Dem eingehenden, durch reichen Beifall belohnten Refe=
rat
folgte eine ausgedehnte Diskuſſion. Herr Bür=
germeiſter
Mueller hält die Unterſtützung durch Be=
rufsberatung
für außerordentlich wichtig. Bei der Be=
rufswahl
ſei auch Rückſicht zu nehmen auf den Arbeits
markt, denn ein Mädchen könne nur in dem Beruf glück=
lich
werden, in dem es ſpäter ſein Brot und ſeine Befrie=
digung
finde. Auf Anfrage aus Frauenkreiſen antwortete
Geh. Schulrat Block über die Zulaſſung von Mädchen
zu heſſiſchen Gymnaſien und über die Beſetzung der Stel
len an den höheren Mädchenſchulen durch Lehrerinnen.
Verſchiedenen Anregungen, u. a. Druck eines Merkblattes
unter Zugrundelegung des Vortrags, ſoll demnächſt ent=
ſprochen
werden. Dem Dank der Verſammlung für den
ausgezeichneten Vortrag gab Herr Bürgermeiſter Muel=
ler
Ausdruck.
Der Ortsgewerbeverein hat zu ſeiner diesjährigen
Generalverſammlung auf Freitag, den 14.
März, eingeladen. Die reichhaltige Tagesordnung ent=
hält
: Berichterſtattung über die Vereinstätigkeit und über
die Tätigkeit der Gewerbeſchule, Rechnungsablage des
Vereins und der Eckhardtſtiftung, Neuwahl des Vorſtan=
des
, ſowie Wahl der Meiſter= und Geſellenbeiſitzer für die
Geſellenprüfungen; nach Erlediaung dieſer Gegenſtände
werden noch Vorſchläge und Wünſche zu den in dieſen
Jahre zu veranſtaltenden Ausflügen und Beſichtigungen
entgegengenommen. Anträge zur Generalverſammlung
ſind alsbald einzureichen.
* Aus der Zeit der Befreiungskriege ſind im Schau=
fenſter
der Papier= und Schreibwaren=Handlung vor
Heinrich Lautz in der Rheinſtraße einige Gegenſtände
ausgeſtellt. Es ſind dies zwei aus Privatbeſitz ſtam=
mende
eiſerne Trauringe und ein eiſernes
Kollier, die für goldene eingetauſcht wurden. Ferner
ſind drei Bilder ausgeſtellt von der Landgräfin von Heſ=
ſen
, darunter ein Oelgemälde, die Landgräfin mit ihrer
Enkelin, der ſpäteren Köniain Luiſe von Preußen auf
Schloß Braunshardt, darſtellend.
Luſtiger Vortragsabend Konrad Dreher.
Heute abend 8¼ Uhr findet im Kaiſerſaal der einzige
Vortragsabend des berühmten Münchner Komikers und
Humoriſten mit einem überaus reichhaltigen Programm
ſtatt. Die Klavierbegleitung der eingeſtreuten Lieder be=
ſorgt
der bekannte Komponiſt Profeſſor Emil Kaiſer.
Die Mehrzahl der Eintrittskarten iſt ausverkauft; die
wenigen noch vorhandenen Sitzplätze ſind im Verkehrs=
bureau
und an der Abendkaſſe erhältlich. Eine Wieder=
holung
des Abends konnte nicht mehr ermöglicht werden.
* Liederabend Dr. Gg. Voigts. Auf den heute Diens=
tag
abend im Hotel Zur Traube ſtattfindenden Lieder=
abend
Dr. Gg. Voigts ſei hierdurch nochmals empfeh=
lend
hingewieſen. (S. Anz.)
St. Eliſabethkirche. Infolge des Vortrag des berühm=
ten
Kanzelredners P. Bonaventura in der St. Lud=

wigskirche fällt die heutige Faſtenandacht
aus. Nächſten Donnerstag Beichtgelegenheit von 5 Uhr
nachmittags an wegen des Schmerzenfreitags.
* Vorträge. Auf den vom Verband evange=
liſch
=chriſtlicher Frauenvereine im Groß=
herzogtum
Heſſen heute im Gemeindehauſe der
Martinsgemeinde, Mollerſtraße 23, veranſtalteten Vortrag
des Herrn Pfarrers Müller=Offenbach a. M. über:
Die evangeliſch=kirchliche Arbeit an der heranwachſenden
weiblichen Jugend, ihre Notwendigkeit und ihre Geſtal=
tung
ſei hierdurch nochmals hingewieſen.
Die politiſche Lage in Heſſen wird zum
Gegenſtand der Erörterung in einer von der Fort=
chrittlichen
Volkspartei auf Mittwoch nach
dem Kaiſerſaal einberufenen öffentlichen Ver=
ſammlung
gemacht. Das Referat haben die Land=
tagsabgeordneten
Juſtizrat Grünewald und Hen=
rich
übernommen. In der Diskuſſion, die auch Nicht=
mitgliedern
freigeſtellt iſt, dürften indes auch die übrigen
Mitglieder der fortſchrittlichen Landtagsfraktion zum
Wort kommen.
Die Friſeur= und Perückenmacher= In=
nung
hält im Fürſtenſaale, Grafenſtraße 20, am Don=
nerstag
einen fachwiſſenſchaftlichen Vortrag
für alle Angehörige des Friſeurgewerbes Damen und
Herren, ab. Das Thema Moderne Hand= und Nagel=
Pflege, insbeſondere die Methode des verſtorbenen Hof=
Manikurers der kaiſerlichen Familie, Joſeph Reichelt, wird
der Referent, Herr G. W. Karl Paulke, Berlin, be=
handeln
und demonſtrieren. Der Eintritt iſt für alle Be=
rufsangehörige
frei. (Siehe Anzeige.
* Bäckerklub Einigkeit. In den Räumen des Kai=
ſerſaals
begeht am 2. Oſterfeiertag der Bäckerklub
Einigkeit ſein 20. Stiftungsfeſt unter Mit=
wirkung
des Doppelquartetts Rheingold, Dirigent Herr
Damm, des Humoriſten Herrn Mechler, ſowie einer
Abteilung der Kapelle des Leibgarde=Infanterie=Regts.
Nr. 115. Nach Erledigung des Programms findet Feſt=
ball
ſtatt. (Alles Nähere in den Anzeigen.)
* Exls Tiroler Bühne gaſtiert im Orpheum nur
noch an wenigen Abenden. Am 15. d. M. bereits
verabſchiedet ſich die Geſellſchaft und eröffnet am 16. ein
einmonatiges Gaſtſpiel am Königl. Operntheater (Kroll)
in Berlin. Der dieswöchentliche Spielplan iſt ein beſon=
ders
unterhaltender und ſei Freunden wahren und ge=
ſunden
Humors wärmſtens empfohlen. Heute abend
8¼ Uhr gelangt J. Willhardts humorvolles Volksſtück
mit Geſang und Tanz: Die Wildkatz vom Holler=
grund
deſſen erſte Aufführung am Sonntag einen
durchſchlagenden Erfolg erzielte, zur Wiederholung. Mor=
gen
, Mittwoch, findet, vielen Wünſchen entſprechend, eine
abermalige Aufführung des Volksſchauſpieles Am Tage
des Gerichts von P. K. Roſegger ſtatt.
. Olympia=Theater. Man ſchreibt uns: Die Direk=
tion
fühlt ſich veranlaßt, um vielen Wünſchen gerecht zu
werden, den Film Der Doppelgänger noch weitere drei
Tage, und zwar bis Freitag, laufen zu laſſen. Neben die=
ſem
wohl einzig daſtehenden Schlager läuft noch ein aus=
erwähltes
Großſtadtprogramm mit dem nordiſchen Kunſt=
film
Die Töchter des Kommandeurs. (Näh. ſiehe Anz.)
§ Fremdenverkehr. Nach einer vom Großh. Polizei=
amt
veranlaßten Zuſammenſtellung über den Fremden=
verkehr
in hieſiger Stadt im Jahre 1912 haben im ganzen
in Gaſthäufern, Looierwirtſchafien und Herbergen 52224
Perſonen mit 88497 Logiertagen übernachtet. Rechnet
man hierzu noch die Zahl der im Jahre 1912 erfolgten
Zuzüge (dauernde Niederlaſſungen in hieſiger Stadt) mit
14505 und Wegzüge mit 15 090, ſo ergibt ſich für 1912
ein Geſamtwechſel van 81819 Perſonen.
§ Naturalverpflegungsſtation. Während des
Monats Februar wurde die Hilfe der hieſigen
Naturalverpflegungsſtation von 425 mittelloſen Durch=
reiſenden
in Anſpruch genommen und ſind hierdurch
489 Mk. Verpflegungskoſten entſtanden. Im Monat
Januar ſind 528 (oder mehr 103) Perſonen unterſtützt
worden, welche einen Koſtenaufwand von 605 Mk. (oder
mehr 116 Mk.) verurſachten.
§ Aſyl für Obdachloſe. Während des Monats
Februar, wurde in dem im Lokale des zweiten
Polizeireviers in der Alexanderſtraße errichteten Aſyl
für Obdachloſe 370 Perſonen und in demjenigen im
Lokale des fünften Polizeireviers in der Ludwigshöh=
ſtraße
53 Perſonen, zuſammen 423 Perſonen, Obdach
gewährt.
Aus dem Arbeitshaus Dieburg ſind während
des Monats Februar elf Perſonen, welche daſelbſt

Konzerte.

Die Prüfungen der Schmittſchen Akademie
ronkunſt haben am Freitag voriger Woche be=
Auln und werden am Samstag mit einem Konzert ihren
lluß finden. Unter den Prüfungen der erſten Tage
ute die Reger=Matinée am Sonntag, den
Mirz, eine beſondere Beachtung. Als erſte Nummer
achen die Damen Frl. Ilſe Hofmann (Violine) und
EEmma Schmidt (Klavier) die Suite im alten
Opus 93, von Max Reger zu Gehör. Die erſtaun=
Esicherheit im Zuſammenſpiel iſt die Frucht eifrigen
tuns, und der ſchöne weiche Anſchlag der Begleiterin
Montders lobend hervorzuheben. Die Kunſt Fräulein
ſmns, die ſchon öfters öffentlich hervortrat, haben
viller eits wiederholt gewürdigt; auch hier zeigte ſie ihr
es Können wieder im beſten Lichte und weitere
Fohhritte waren zu bemerken. Regers Kunſtſtil, der
beilm erſten Bekanntwerden ſeiner Kompoſitionen ge
ſuafremdartig und maſſiv anmutete, iſt durchaus nicht
ſtver verſtändlich, wenn ſeine Werke, verſtändig phra=
ſiemder
Weſenseigentümlichkeit entſprechend. vorgetragen
weain. Aber nur eine ſehr gründliche Ausbildung und
erhſ Fleiß ermöglichen es. in ſeinen Stil ſo einzudrin=
gelloie
es zur befriedigenden Wiedergabe ſeiner Werke
nähiſt. Von der Suite gelangen beſonders gut Large
u Wuge.
ſie auf dem Programm verzeichneten Lieder fielen
aul Fn drei weiteren Stücken für Violine. G=dur=Ro=
Ugal
Wiegenlied, Opus 79d, und Petite Caprice von
Reſk zeigte Frl. Hofmann ein gediegenes Könner
imortrag. Ihre Begleiterin, Frl. Marie Schwan,
undſüttzte ſie dabei am Flügel ſehr gewandt und ſicher
ie Glanznummer des Morgens bildete die große
Illod uktion, Paſſacaglia und Fuge für zwei Klaviere
(zulber Händen), die, wie man ſich entſinnen wird, Reger
ſelllſ bei einem hieſigen Kammermuſikfeſt geſpielt hat.
Derſtdamen Frl. Luiſe Mock und Frl. Margarete Kapp
wagſamit eine zwar ſehr ſchwierige, aber auch intereſſante
Auſbe zuteil geworden, deren ſich beide mit edlem Wett=
eifellentledigten
. Sehr anerkennenswert iſt das Maß=
hallis
im Forte, ſowie im 1. Klavier eine graziöſe Zier=
lichilt
des Anſchlags. Das chromatiſch abſteigende Thema
derwaſſacaalia, die durch alle nur möglichen kontra=
purillſchen
Variationen immer neuen Reiz erhält, zieht
demiſh unterſcheidbar durch beide Klaviere. Dank der
vonh geübten weiſen Zurückhaltung wirkte das For=

tiſſimo am Schluſſe der großen Fuge um ſo unverbrauchter
und imvonierender.
Die Großherzoglichen Herrſchaften wohnten, wie ſchon
mitgeteilt, dem Konzert bei.

Feuilleton.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.

* Die Luſtige Witwe vor dem Reichsge=
richt
. Der Prozeß der Erben des franzöſiſchen Bühnen=
dichters
Heury Meilhae gegen den Verlag von Blochs
Erben in Berlin, der mit der Behauptung erhoben war,
die Operette Die Luſtige Witwe ſei ein Plagiat
des ſchon 1861 verfaßten Luſtſpiels Meilhacs Tattaché
dambassade (Der Geſandtſchaftsattaché) iſt jetzt, wie be=
reits
in den Vorinſtanzen, auch vom Reichsgericht zu Un=
gunſten
des Klägers entſchieden worden. Das Reichsge
richt hat ausgeſprochen, daß die Umgeſtaltung desſelben
Motivs zu einer zugkräftigen Operette, wie es die Luſtige
Witwe iſt, eine eigentümliche Schöpfung im Sinne des
Paragraphen 13 des Urheberrechts bedeute. Die Klage
richtete ſich gegen jede weitere Aufführung der Luſtigen
Witwe in Deutſchland und verlangte Schadenerſatz und
Rechnungslegung über alle mit der Luſtigen Witwe erziel=
ten
Einnahmen. Somit iſt das nationale Unglück, das
den deutſchen Bühnen durch das Verbot der zugkräftigen
Operette drohte, glücklicherweiſe noch abgewendet wor=
den
.
Max Reinhardts Feſtſpielhaus. Die
Stätte für das große Bühnenhaus, nach dem Profeſſor
Reinhardt ſuchte, um in ihm einer ſeiner reformatoriſchen
Ideen zu verwirklichen, iſt gefunden, und zwar ſoll es in
Potsdam ſeinen Sitz erhalten. Unter dem Vorſitz des
Oberbürgermeiſters Vosberg fand in Potsdam eine Sitz=
ung
ſtatt. in der mit Profeſſor Reinhardt die Grundlagen
für den Bau beſprochen und in ihren Hauptzügen feſtge=
ſetzt
wurden. Danach will Reinhardt ein 4000 bis 5000
Zuſchauer faſſendes Theater ſchaffen, das ſo konſtruiert
werden ſoll, daß es durch Entfernung der Ueberdachung
den Charakter eines Naturtheaters erhalten kann. Rein=
hardt
erklärte ſich auch bereit, an der Finanzierung mitzu=
wirken
, indem er dazu beitragen will, daß der Plan ſeines
Feſtſpielhauſes als ein Teil des Stadthallenprojektes und
in Uebereinſtimmung mit dieſem behandelt werde.

C Feſtvorſtellungen in München. Die
Feſtaufführungen in München, die zu den bedeutendſten
Ereigniſſen auf muſikaliſchem Gebiete zählen, werden in
dieſem Jahre vom 30. Juli bis 16. September ſtattfinden.
Im Kgl. Prinz=Regenten=Theater gelangen der Nibelun=
genring
, die Meiſterſinger von Nürnberg und Triſtan und
Iſolde mehrmals zur Darſtellung. Im Kgl. Hoftheater
ſind zwei Feſtaufführungen der Zauberflöte geplant. Im
Reſidenztheater werden neben den Hauptwerken von Mo=
zart
vier Sondervorſtellungen von Ariadne auf Naxos
aufgeführt.
(3 Die Philoſophie der Diät. Seit langem bereits
verſichern uns die Aerzte, daß wir unſeren Appetit zu
chroniſcher Uebertreibung erzogen haben: wir eſſen zu viel
wir eſſen viel zu viel und würden uns viel wohler be=
finden
, wenn wir den Umfang unſerer Nahrung etwas
ſtrenger begrenzen wollten. Viele Leiden und Gebrech=
lichkeiten
führt man auf dieſe ſtändige Ueberernährung zu=
rück
. Jetzt veröffentlicht der engliſche Arzt Dr. Chalmers
Watſon ein Buch, das den Titel führt Das Buch der
Diät und in dem er die Unzweckmäßigkeit unſerer
jetzigen Art der Ernährung darzulegen ſucht. Aber der
britiſche Jünger des Aeſkulap unterſcheidet ſich von vielen
ſeiner ſtrengen Kollegen dadurch, daß er ein fühlendes
Herz für menſchliche Schwächen hat, ja heimlich zwiſchen
den Zeilen ſcheint er ſogar mit den Beſitzern eines geſun=
den
und kräftigen Appetites zu ſympathiſieren. Es iſt nicht
damit getan, daß man wenig ißt, man muß auch wiſſen,
was man ißt, und bei der Zuſammenſtellung eines Menus
ſoll der Menſch mehr ſeinen Verſtand als ſeinen Gaumen
befragen. Ochſenfleiſch, ſo verſichert der Dr. Watſon, iſt
am beſten, wenn der Ochſe nicht mehr und nicht weniger
als 2 Jahre alt war. Intereſſant aber iſt die Behauptung
des Mediziners, nach der Kalbfleiſch nicht nur weniger
Nährwert hat, ſondern auch ſchwerer verdaulich iſt. Bis=
lang
neigte man allgemein dazu, das Kalbfleiſch als leicht=
verdaulich
anzuſehen. Dagegen hat der Hammel große
Vorzüge, ſein Fleiſch wird vom menſchlichen Organismus
mühelos abſorbiert; vom Lamme, das mehr Fett enthält,
läßt ſich das leider nicht behaupten. Den Verdauungs=
organen
erweiſt man die zarteſte Rückſicht, wenn man ſich
mit Zungen, Nieren und dergleichen ernährt. Auch junge
wohlgenährte Hühner und wirklich junge Haſen ſind zu
empfehlen. Die Auſter iſt wertlos. Die Leute, die da

[ ][  ][ ]

korrektionelle Nachhaft verbüßten, entlaſſen worden.
die längſte Dauer der Nachhaft betrug bei einer Perſon
450 Tage und die kürzeſte Dauer der Nachhaft bei vier
Perſonen je 180 Tage.
§ Feſtgenommen. Am Sonntag vormittag wurden
ein Handarbeiter von hier wegen Sittlichkeitsver=
brechen
und ein Handarbeiter von hier wegen Dieb=
ſtahl
feſtgenommen.

Japaniſche Feier.

Der allgemeine evangeliſch=proteſtantiſche Miſſions=
verein
veranſtaltete am Sonntag nachmittag im Kaiſer=
ſaal
zum Beſten ſeiner Kulturbeſtrebungen in Japan und
China eine Japaniſche Feier, die außerordentlich zahl=
reich
beſucht war und einen ebenſo ſchönen und anregen=
den
wie erfolgreichen Verlauf nahm. Nach Wochen em=
ſiger
und unermüdlicher Vorarbeiten wurde von den Mit=
gliedern
der Jugendvereinigung der Johannesgemeinde
und mehreren Damen und Herren, die ſich dankenswert
in den Dienſt der guten Sache geſtellt hatten, ein Pro=
gramm
geboten, das über den Rahmen ſonſt gewohnter
Vereinsveranſtaltungen hinaus künſtleriſche Werte brachte
und in der Durchführung die ſachgemäße und zielbewußte
Leitung der Künſtlerin verriet. Tatſächlich hatte
Fräulein Anna Ethel wie allgemein anerkannt wurde,
den Hauptanteil an dem ſchönen Erfolge. Sie führte nicht
nur die Regie in den zur Aufführung gelangenden Theater=
ſtücken
, ſondern hatte auch ſelbſt das Plektron ergriffen und
eine im Aeußeren ebenſo reizvolle und ſtilechte, wie inhalt=
lich
gehaltvolle Szene geſchrieben, betitelt Im Frauen=
gemach‟
Eine Szene, die das Auditorium im Geiſte
hinüberführte nach Japan in das Frauengemach eines
reizenden, lieben Schweſterntrios, deſſen Bruder in Darm=
ſtadt
ſtudiert. Mit der zu Beſuch erſcheinenden Tante tau=
ſchen
die japaniſchen Damen über die begeiſterten Briefe
des Bruders ihre Gedanken und Meinungen aus. Dieſe
Szene gab der Autorin Gelegenheit zu einer ebenſo über=
zeugenden
wie poeſievollen Schilderung der herrlichen Na=
turſchönheiten
Darmſtadts und ſeiner Umgebung und wei=
terhin
auch, da Fräulein Anna Ethel ſelbſt die Tante
Kotiſha ſpielte, zur Entfaltung ihres Rezitations=
talentes
. Die mitwirkenden jungen Damen, vor allen
Eliſabeth Reinhart, Maria Merck und Carolina
Merck (die Schweſtern Mimoſa, Maſſajo und Sigano)
erwieſen ſich nicht nur als feine Darſtellerinnen, ſondern
auch als Geſangs= und Geigenkünſtlerinnen von hohem
Können. Magdalene Nebel ſpielte die japaniſche Die
nerin und Willy Goldmann den Diener. Das Büh=
nenbild
war farbenfroh und blumenreich. Fräulein Anna
Ethel wurde beim Erſcheinen auf der Bühne mit ſpon=
tanem
, langanhaltendem Beifall begrüßt. Den erſten
Teil des Programms bildete die Aufführung eines japa=
niſchen
Trauerſpiels, das von Mitgliedern der Jugend=
abteilung
der Johannesgemeinde wirkſam zur Aufführung
gebracht wurde. Es war betitelt: Sogoro ein ge=
ſchichtliches
Trauerſpiel aus Alt=Japan in drei Aufzügen
von Adolf Wendt (Regie: Fräulein Anna Ethel) Der
Spielzettel verzeichnete folgende Perſonen: Sogoro,
Schulze des Dorfes Iwahaſhi, Alfr. Dingeldey, Okin,
ſeine Frau, Johanna Ullrich, Sohei, Kihachi und Ro=
kunoskke
, beider Kinder, Ludw. Wagner, Kurt Haß=
linger
und Erna Jungkurth. Chuzo, Schulze von
Chiba, Sogoros Freund, Jakob Erzgräber, Kana=
zawa
, Geheimer Rat des Landvogts Ikéura. Willi Paul=
mann
. Mitſuhaſhi, ſein Schreiber, Georg Feid,
Heiſh’chi und Yoſhimats Bauern aus den Nachbardör=
fern
, Karl Schröder und Heinrich Kohl. Tahsi, Fähr=
mann
am Hirakawa, Auguſt Ullrich. Ein Bauer, Herm.
Haßlinger, Denzo, ein Pferdedieb, Kurt Rüſter,
Erſter Samurai (Krieger) Guſtav Lipp, Zweiter Sa=
murai
, Philipp Heilig, Kojima. Geheimer Rat des
Daimyo Kozuke no Sike aus Yeddo (Tokyo). Ernſt
Schmidt. Das Publikum ſpendete den Darſtellern leb=
haften
Beifall.
Vor der Pauſe, die dem Verkauf reizender Sächelchen
meiſt japaniſchen Urſprunges, galt, nahm Herr Pfarrer
Marx Gelegenheit, in einer längeren Anſprache die
Hiele und Zwecke des allgemeinen evangeliſch=proteſtan=
Eſchen Miſſionsvereins darzulegen, für den Verein zu
werben und allen Mitwirkenden und denen, die das ſchöne
Feſt vorbereiten halfen, den herzlichſten Dank auszuſpre=
chen
, in erſter Linie Frl. Anna Ethel und Frau Ober=
bergrat
Chelius. Einem hübſchen Aufzug japani=
ſcher
Laternenträger nach der Muſik von Yoſhitomo folg=

ten eine Reihe reizender künſtleriſcher Darbietungen in
Geſang und Tanz, nämlich der Vortrag dreier japaniſcher
Lieder mit Tanz: 1. Japaniſches Lied von Granville Ban=
tock
. 2. Das bleibende im Wandel von Tomonori, Mit=
herausgeber
der Liederſammlung Kokinſhu. 3. Fächer=
lied
von Granville Bantock (* 905 n. Chr.). Geſang:
Fräulein Geiger; Tanz: Fräulein Knell; Gitarre=
begleitung
: Fraulein Heil, Kleber, Schenk und
Auch dieſen jungen Künſtlerinnen wurde
Vogel.
lebhafter Beifall geſpendet. Das ganz entzückende Fächer=
lied
wurde da capo verlangt. Es iſt zu hoffen, daß
dem japaniſchen Feſt auch ein ſchöner materieller Erfolg
beſchieden war.
St.

Verkehrsverein Darmſtadt.

V.V. Der Vorſtand des Verkehrsvereins
hielt ſeine letzte, gut beſuchte Sitzung im Kaiſerſaal ab.
Neu aufgenommen wurden die Herren Generaldirektor
Dr. Eger, Diplom=Ingenieur K. Herszberg und die
Ortsgruppe Darmſtadt des deutſchen Wandervogels. Herr
Hofrat Alexander Koch hat ſeinen Dank für die anläßlich
ſeines 25jährigen Geſchäftsjubiläums erfolgte Ernennung
zum Ehrenmitgliede des Vereins ausgeſprochen. Mit
warmen Worten gedachte der Vorſitzende des 50jährigen
Jubiläums des hieſigen Verſchönerungsvereins und for=
derte
auf, die Beſtrebungen dieſes Vereins, deſſen Schöpf=
ungen
unſerer Stadt und ganz beſonders dem Verkehrs=
verein
dienen, durch Beitritt oder Werbung neuer Mit=
glieder
zu unterſtützen. Der dem Verſchönerungsverein
zu ſeinem Jubiläum ſchon zugeſagte Betrag von 250 Mark
wird nachträglich genehmigt, und hofft der Vorſitzende
daß das Vorgehen des Verkehrsvereins recht viele hieſige
Vereine und Private veranlaßt, dem Verſchönerungsver=
ein
zu ſeinem Jubiläum weitere Stiftungen zu machen
daß er nach wie vor ſeinen ſchönen Beſtrebungen in der
Umgegend unſerer Stadt gerecht werden kann. Die
Darmſtädter Volksbank hat dem Verkehrsverein
wieder einen Beitrag von 100 Mark überwieſen, wofür
der Vorſitzende herzlichen Dank ausſpricht. Die bei der
Direktion der Heag für die ſtädtiſchen Straßenbahner
beantragte Einführung von ſogen. Blockkarten wurde lei=
der
abſchlägig beſchieden. Verſchiedene geäußerte Ver=
kehrswünſche
werden verfolgt werden. Die Großh.
Bürgermeiſterei hat dem Verein eine größere Anzahl
Adreßbücher zum Austauſch mit anderen Städten über=
laſſen
. Auch von privater Seite wurden mehrere Exem=
plare
zur Verfügung geſtellt, wofür der Vorſitzende Dan=
ausſpricht
. Sehr bedauert wurde, daß die Vergrößer=
ung
des Verkehrsbureaus, die im Intereſſe des Publikums
unbedingt geboten iſt, auf ſolch große Schwierigkeiten
ſtößt. Der Vorſtand hofft jedoch, daß dieſelben behoben
werden und ein Raum geſchaffen wird, wo die von Tag
zu Tag ſich ſteigernde Inanſpruchnahme des Bureaus
nicht gehemmt wird und das Publikum die Annehmlich=
keiten
desſelben ungeſtört genießen kann. Wiederholt
wurde die leider abgelehnte Anbringung einer Uhr
auf dem Verkehrsbureau, als einem deingenden
Bedürfnis entſprechend, angeregt. Bei dieſer Gelegenheit
teite der Vorſitzende mit, daß man wegen der Uhr auf
dem Weißen Turm die ſehr oft ganz verſagt und eine
genaue Zeit nie anzeigt, bei geeigneter Stelle vorſtellig
geworden iſt und hofft man auf Abhilfe. Dem Großh.
Eiſenbahnverkehrsamt wurden verſchiedene Beſchwerder
übermittelt, welche hoffentlich Berückſichtigung finden. Das
Fehlen einer Güterbeſtätterei auf dem Oſtbahnhof wurde
als ſehr läſtig empfunden.
Von verſchiedenen Seiten wurde die Aufſtellung
eines Stadtplanes auf dem Ha u pt=
bahnhof
als ſehr dringend bezeichnet, und teilt der
Vorſitzende mit, daß dieſem Mangel demnächſt abgeholfen
werden wird. Bezüglich Verkehrsverbeſſerun=
gen
für den Sommerfahrplan teilt der Vor=
ſitzende
mit, daß in einer vor einigen Tagen ſtattgefun=
denen
Konferenz, an der Vertreter der Eiſenbahndirektion
Mainz, der Großh. Handelskammer Darmſtadt und des
Verkehrsvereins teilgenommen haben, einige Verbeſſer=
ungen
in Ausſicht geſtellt wurden. Leider konnten einige
recht wichtige Zuganſchlüſſe für diesmal noch nicht zuge=
agt
werden. Es ſei recht bedauerlich, daß für die Ver
beſſerung unſerer Verkehrsverhältniſſe wenig Entgegen=

konmen zu finden iſt. Verſchiedentlich gelangteſ R
ſchriften an den Verein, in denen lebhafte Klagen darüber
geführt wurden, daß am 1. Weihnachtsfeiertag keinere
Konzerte, Theater uſw. hier ſtattgefunden und es daher
viele Fremden vorgezogen haben die Feiertage nicht in
Darmſtadt zu verleben. Dieſe wichtige Angelegenheites
ſchäftigt den Verkehrsverein ſchon längere Zeit, und wärg
es ſehr im Intereſſe unſerer Stadt gelegen, wenn dieſes
Verbot aufgehoben würde. Eine Anregung, die ſich mt
der Herſtellung und Verbeſſerung von Waldwegen und
Schneiſen befaßte, ſoll dem Verſchönerungsverein übe
wieſen werden. Die diesjährige Hauptverſam
lung wird im Laufe des April ſtattfinden und ied
mit einem Vortrag verbunden werden. Für die Phal
plan=Angelegenheit wurde eine Kommiſſion, welche S
verſtändige zuzieht, gewählt. Wiederholt wurden
gen geführt über die durch die ſchweren Laſtautomg
hervorgerufenen Erſchütterungen und die dadurch
urſachte Beſchädigung von in Schaufenſtern ausgeſtell
Waren. Nach Beſprechung einiger interner Vereinsa
legenheiten konnte der Vorſitzende die anregend verlauf
Sitzung kurz vor 12 Uhr ſchließen.
Von der Bergſtraße, 10. März. Seit drei Tagen ſtelll
nun allerorts auf unſeren Höhen die Mandelbäum
in ihrem bekannten herrlichen ſchneeweißen Blütenſchwll
und darunter miſcht ſich auch ſchon das roſafarbe
Kleid der Aprikoſen, ſo daß nun wieder un
Bergſtraße ihr Herz und Gemüt erquickendes Frühlin
gewand angezogen hat. Die einzelnen Vorläufer, dieh
der letzten Kälte ſchon anfangs Februar geblüht ha
ſind freilich erfroren; um ſo reichere Erträge dürfte
die Maſſe dieſer Bäume liefern, wenn nicht noch ein
Gefrierwetter eintritt.
Offenbach, 10. März. In der Nacht zum Sams
drangen zwei Einbrecher von der Straße
in die Geſchäftsräume des Leihhauſese
öffneten die Türen mit Dietrichen und Nachſchlüſſeln
machten ſich an den ſchweren Kaſſenſchrank, in dem ſiem
mit Unrecht eine größere Geldſumme vermuteten, dieſ
auf insgeſamt über 3000 Mark belief. Die Widerſtan
fähigkeit des Geldſchrankes war jedoch größer wie die
fahrung der Einbrecher, die ſich vergeblich bemühten,
Türen des Schrankes zu ſprengen. Sie verletzten zum
zwei Zuführungen, konnten jedoch den Schlöſſern nich
anhaben. Als ſie das Vergebliche ihrer Bemühung
einſahen, verließen die Einbrecher, ohne irgend
anderes anzurühren, auf dem gleichen Wege, den ſie
kommen waren, das Leihhaus wieder.
Offenbach, 10. März. Als heute ein Realſchüler
dem Poſtamte eine Summe von mehreren hundert Ml
einzahlen wollte, entriß ihm der nebenſtehende Tagelöhn
Knapp einige Hundertmarkſcheine und ſuchte zue
fliehen. Er wurde jedoch von einigen Soldaten gefül
und der Polizeiüberliefert. In der Sonn
nacht wurde der Tagelöhner Löffler auf der Straße bu
einem jungen MMann überfallen, der ihm einenich
in den Rücken zwiſchen die Schulterblätter beibrachte
wurde ſchwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.
Sprendlingen, 10. März. Hier fiel das Kind
Bahnarbeiters Hch. Gaul, das eben ſeinem Vater
Vieruhr=Kaffee gebracht hatte, beim Spielen ausi
Güterwagen heraus und zog ſich eine lebensgefähl
Gehirnerſchütterung zu.
Neu=Iſenburg, 9. März. Geſtern morgen wurde
in der Frankfurterſtraße 171 dahier wohnhafte 62jährig
Konrad Weber in ſeiner Wohnung erhängt aüf
gefunden. Was den bejahrten Mann in den Tod
trieben hat, konnte bis jetzt noch nicht feſtgeſtellt werdeſt
Die heute nachmittag durch das Offenbacher Amtsgerich
erfolgenden Ermittelungen werden wohl näheren
ſchluß geben
Steinbuch bei Michelſtadt i. O., 10. März.
hieſigen Platze wurde unter Beteiligung einer Anzd
Fachleute ſowie ſonſtiger Intereſſenten eine Kamm
fabrik, eingetragene Genoſſenſchaft mit beſchräf
Haftung, errichtet, welche ſich hauptſächlich mit derl
ſtellung von erſtklaſſigem Zelluloid=Ha
ſchmuck befaßt.
Hirſchhorn a. N., 10. März. Auf Anregung der
Kreisrat v. Hahn in Heppenheim wurde hier ein Alll

hoffen, den Nährwert eines leichten Fleiſchgerichtes durch
ein Dutzend Auſtern zu erſetzen, müſſen damit rechnen, daß
ſie nach Verſpeiſung ihrer Holländer eigentlich nichts ge=
geſſen
haben. Denn die Auſtern enthalten unter 100
Teilen 88 Teile Waſſer; ja wenn man ſo weit geht, ſogar
3 Dutzend Auſtern zu eſſen, ſo hat man am Schluſſe dieſer
üppigen Mahlzeit kaum 160 Gramm Nährſtoff aufgenom=
men
. Der Menſch ißt zu viel Quantität: dafür trinkt er
aber auch zu wenig. 2 Liter Flüſſigkeit ſollten das täg=
liche
Penſum ſein, das dem Organismus gegönnt wird.
Gewiß enthält die feſte Nahrung bis zu einem gewiſſen
Teile Waſſer, aber das genügt nicht, willſt du geſund und
jung bleiben, ſo trinke täglich wenigſtens einen Liter
reines gewöhnliches Waſſer. Weiſe ſtuft Dr. Watſon die
Enthaltſamkeit der verſchiedenen Lebensalter ab. In der
Jugend ſei man enthaltſam, im reifen Mannesalter ent=
haltſamer
als in der Jugend, und im Alter am enthalt=
ſamſten
. Das klingt ſehr ſtreng, aber in Wirklichkeit iſt es
garnicht ſo ſchlimm. Denn für einen 60jährigen Herrn
ſtellt der engliſche Mediziner folgenden täglichen Speiſe
plan auf: 6 Uhr morgens eine Taſſe Tee. ½9 Uhr Tee
oder Kaffee, Brot, Eier oder Fiſche. Um ½2 Uhr Fiſche
Pudding, Bisquit oder Käſe. Das Geflügel verſchiebe
man beſſer zur Abendmahlzeit. Um 4 Uhr Tee. Um
Uhr etwas Gemüſe= oder Fiſchſuppe Geflügel oder Wild,
nur ausnahmsweiſe rohes Fleiſch, Gemüſe, Pudding oder
leichtes Deſſert, Obſtkompott. Um 10 Uhr eine Taſſe
Bouillon mit Ei oder Geflügel und eine Scheibe geröſteten
Brotes. Das wären am Tage 6 Mahlzeiten, in deren
Verlaufe man genügend Gelegenheit hat, ſich gegen den
Hungertod zu ſchützen. Selbſt ein jüngerer Mann mit ge=
ſundem
Appetit wird gegen dieſe Philoſophie der Diät
nichts einwenden und zugeben; bei dieſer Enthaltſamkeit
läßt ſichs ganz gut leben. . .
* Der Brautſchleier der Prinzeſſin Viltoria Luiſe.
Aus Hirſchberg in Schleſien wird geſchrieben: Den ſchle=
ſiſchen
Spitzen=Schulen Marie Hoppe und Margarete
Siegert=Hirſchberg, wurde durch die Kaiſerin der Auftrag
zuteil, für die Prinzeſſin Viktoria Luiſe Brautſchleier
Brauttaſchentuch, ſowie die Spitzen für das Brautkleid zu
nähen. Das Muſter zeigt ein zartes Gebilde von Blüten
und Ranken, welche aus feinſtem Zwirn genäht, auf duf=
tigem
Tüll appliziert werden. In dieſem Auftrage, der
gewiß eine Auszeichnung für die ſchleſiſchen Spitzen=
Schulen bedeutet, kann das deutſche Kunſtgewerbe eine
Förderung und reiche Anerkennung ſeiner ſchleſiſchen
Hausinduſtrie begrüßen.

CK. Die Katzenplage in Auſtralien. In ihrem Be=
ſtreben
, die Fauna ihres an Säugetieren ſo armen Welt=
teiles
zu bereichern, ſind die Auſtralier von einer Kette
von Mißgeſchicken heimgeſucht worden, die auf den erſten
Blick einer gewiſſen Komik nicht entbehrt. Es iſt bekannt
daß die Europäer das Kaninchen nach Auſtralien brachten;
man hoffte damals, dadurch den Mangel an Fleiſch zu
mildern, der ſich oft empfindlich fühlbar machte. Das Ex=
periment
gelang, ja es gelang nur allzu vollkommen: die
Kaninchen vermehrten ſich mit ſo erſtaunlicher Schnellig=
keit
, daß man ihrer bald nicht mehr Herr werden konnte,
ſie wurden zu einem der ſchlimmſten Feinde der auſtra=
liſchen
Landwirtſchaft und über die Farmer brach der
Schrecken einer Kaninchenplage herein. Um ſich der Schäd=
linge
zu entledigen, kam man auf den Gedanken, die
Feinde der Kaninchen in Auſtralien zu importieren: die
Katzen. Man atmete auf, als man ſah, wie energiſch die
neueingeführten Hauskatzen den Kaninchen zu Leibe
gingen. Aber bald mußten die Auſtralier von neuem die
Erfahrung machen, daß ſie hier den Teufel mit Beelzebul
ausgetrieben hatten: denn jetzt vermehrten ſich die Katzen
in ſo erſtaunlichem Maße, daß heute die Landwirtſchaft
Auſtraliens unter der Not einer beiſpielloſen Katzenplage
zu leiden hat. Die Agricultural Gazette of New Soutl
Wales führt aus, daß die Katzen weitaus größeren Scha=
den
anrichten als die Kaninchen. Zugleich aber vollzieht
ſich ein intereſſanter Vorgang, ein großer Teil der Haus=
katzen
hat die Rückentwicklung zur Wildkatze wieder ange=
treten
. Viele der eucopäiſchen Katzen haben ſich allmäh=
lich
aus der Nähe der menſchlichen Anſiedlungen zurück=
gezogen
und jagen alles, was ihnen in den Weg kommt,
Vögel, Opoſſums, die kleineren Säugetiere, junge Läm=
mer
, ja jetzt führt man ſogar Klage darüber, daß dieſe ver=
wilderten
Katzen die mühſam gezüchteten Hauskaninchen
erbarmungslos umbringen. In den Gegenden, wo die
Katzen zahlreich ſind, ſind das Kleinwild und die jungen
Beuteltiere ſo gut wie vollkommen ausgerottet, und man
muß befürchten, daß gewiſſe Tierarten binnen kurzer Zeit
vollſtändig verſchwinden werden, wenn es nicht gelingt,
die Katzenplage einzudämmen. Das Schlimmſte iſt, daß
dieſe verwilderten Katzen in der Fauna Auſtraliens
keinen Feind haben, der ihre Vermehrung aufhalten
könnte. Auf den Lord Howe=Inſeln, wo die Wildkatzen
ganz ungewöhnlich große Dimenſionen erreichen und bis
weilen 18 Pfund und mehr wiegen, hat man den Verſuch
gemacht, die Katzen wiederum durch die Einführung von
Hunden zu vertilgen. Aber die früheren Erfahrungen

haben die Auſtralier doch etwas mißtrauiſch gemacht,
ſie fürchten, daß dann der Katzenplage eine Hunde
folgen würde.
* Prämien zur Hebung des Theaterbeſuchs. Ein
tel zur Hebung des Theaterbeſuchs wendet gegenwäl
das Stadttheater in Eger an. Es bot für den 600
ſucher bei der 26. Aufführung der Operette Hoheit 4all
Walzer eine goldplattierte Herrenuhr als Prämie
Trotz dieſer Lockung erſchienen aber nur 489 Beſucheni
die Goldplattierte auf alle Fälle loszuwerden, ließ
Direktion Loſe verteilen, und der Beſitzer von Nr. 21
Abiturient Lorenz Trapp in Eger, war billig zu einer
gekommen, die er hoffentlich nicht gleich zu Beginn ſehl
Ausfluges in die akademiſche Freiheit zum Pfandleihl
bringen wird.
* Der Hirſch auf dem Hausdach. Ein jungerHill
brach am Samstag morgen in einen Garten in Seile
bach (im Hunsrück) ein, um zu äſen. Der Beſitzer
Gartens verjagte den Hirſch, der in wilder Flucht über
Zäune ſetzend durch mehrere Gärten raſte. Da die
ten plötzlich zu Ende waren und ein tiefer in einer
liegendes Häuschen ſich ihm in den Weg ſtellte, ſprang
auf das Dach, wo er einbrach und ſich plötzlich auf
Speicher des Hauſes befand. Das geängſtigte Tier ſpral
durch eine Fenſteröffnung in den Hof und brach ein Beſſ
gleich darauf verſetzte ihm einer ſeiner Verfolger eill
ſchweren Hieb mit einer Art in den Rücken. Das
wurde durch einen Forſtbeamten getötet.
* Neues von Schiller. Im Lorrain, dem Blatt
franzöſiſch geſinnten Ehrendomherrn Collin in Metz
folgender Blödſinn zu leſen: Schiller, der deutſche
matiker, hat mehrere Schädel gehabt. Daher gibt
Qual der Wahl. Die Deutſchen wollten ihm einneu
Denkmal weihen und hatten dabei den frommenGe
ken, darin ſeinen Schädel auf einem goldenen Teller
aufzuſtellen. Aber kaum wurde von dem Plan gerede
da kamen von allen Seiten Schädel angerückt. Nachden
alles geprüft war, fiel die engere Wahl auf drei emn
hafte Konkurrenten: ein Schädel wurde von der Stad
Tübingen angeboten, ein zweiter von der Stadt Furſten
graft (ſo!); der dritte gehört einem Mitglied der Anche
pologiſchen Geſellſchaft von Berlin. Es werden Wetten
auf die drei Schädel geſetzt, und man wartet auf den
gang der Wahl.

[ ][  ][ ]

Frauenverein gegründet. An freiwilligen Spen=
dn
gingen ſofort nahezu 100 Mark ein.
* Mainz, 10. März. Vor der hieſigen Strafkammer
ſſand heute die Revolveraffäre von Mainz= Mom=
ach
, bei der der Kanonier Schmelzer vom Fuß=
Fillerie=Regiment Feldzeugmeiſter (Brandenburgiſches)
. 3 in Mainz erſchoſſen worden war, zur Verhand=
ſunig
. Angeklagt waren 10 Perſonen aus Mainz und Um=
ebung
. Das Urteil lautete: Franz Kaſt erhält 2½
ahre, die Gebrüder Guſtav und Ferdinand Strauß
Jahre, Hermann Niemann 1 Jahr, Heinrich
Mauers Monate, Andreas Schäfer und Johann Ru=
dIf
6 Monate, Adolf Büttner 1 Monat und Jakob
länger 3 Wochen Gefängnis.
Worms, 10. März. In einer der letzten Nächte wurde
ſſt. in einer Malzfabrik in der Alzeyerſtraße beſchäf=
tter
Arbeiter von einem Wächter der Wach= und Schließ=
iellſchaft
beobachtet, wie er einen aus der Fabrik ent=
Fndeten Sack Gerſte wegſchleppte. Auf Veranlaſſung
es Wächters wurde Strafanzeige gegen den Täter er=
gben
. Verhaftet wurde ein auf der Durchreiſe be=
hdlicher
Schauſteller aus Bruchſal, der von der Großh.
ktaatsanwaltſchaft Bruchſal wegen Urkundenfälſchung
ſeckbrieflich verfolgt wird.
Guntersblum, 10. März. Beim Sprengen mit
komperit zog ſich der Landwirt Chr. Schmitt
hhwvere Verletzungen zu. Er mußte nach Worms ins
Pankenhaus gebracht werden.
Alzey, 9. März. Geſtern früh gegen halb 7 Uhr zün=
de
die 23jährige Tochter des Wirtes und Milchhändlers
hink in der Selzgaſſe Feuer an. Da das Feuer nicht
tt brannte, half das Mädchen etwas mit Petroleum
ſich. Dabei ſchlug die Flamme plötzlich zum Ofen her=
s
und ergriff die Kleider des Mädchens, die bald lichter=
hbrannten
. Einer Feuerſäule gleich lief das Mädchen
das nebenanliegende Gebiet des Landwirts Huber.
ſie beiden gerade im Hofe anweſenden Söhne des Land=
irts
riſſen dem Mädchen raſch die brennenden Kleider
Umt Leibe und erſtickten die Flammen mit Pferdedecken.
nzwiſchen eilte auch der Vater des Mädchens herbei und
Heiligte ſich am Löſchen. Der Mann hatte nicht die ge=
ſtaſte
Ahnung, daß es ſeine Tochter ſei. Das als ſehr
kv und fleißig geſchilderte Mädchen erlitt am ganzen
oper ſchwere Brandwunden. Aerztliche Hilfe
go bald zur Stelle und ordnete die ſofortige Verbring=
he
der Verunglückten in das Kreiskrankenhaus an. Dort=
ſſſt
wurde das Mädchen gegen halb 12 Uhr von ſeinen
ſäßlichen Schmerzen durch den Tod erlöſt.
(*) Gießen, 10. März. Unter ſehr ſtarker Beteiligung
gte geſtern die Hauptverſammlung des Turn=
ues
Heſſen. Der erſte Gauvertreter, Stadtrat
ſrn=Gießen, erſtattete den Jahresbericht. Im abgelau=
in
Jahre traten dem Gau 11 neue Vereine bei; da=
uch
ſtieg die Zahl von 114 auf 125, die Zahl der Mit=
ſieder
von 11511 auf 12 581. Die Zahl der ſteuerpflich=
m
Mitglieder beträgt 10763, Zöglinge 2418, turnende
uen und Mädchen 458. Turnhallen beſitzen im 9. Kreis
Vereine. Die Jahresrechnung zeigt eine Einnahme
3046,78 Mark, eine Ausgabe von 2862,63 Mark, das
hmnögen beläuft ſich auf 931,35 Mark. Der Gau= und
Turnausſchuß hatten beantragt, die Bezirkswetturnen
mdig einzuführen und dieſen ein Zöglingswetturnen in
ſlistümlichen Uebungen anzugliedern. Der Antrag fand
rahme. Zur Teilnähme am Deutſchen Turnfeſt in
if zig wurden 400 Mark bewilligt. Anſtelle des Ehren=
hwvertreters
Helm wurde als erſter Gauvertreter Metz=
=Marburg gewählt. Das Gauturnfeſt 1913 findet
m 5. bis 7. Juli in Frankenberg ſtatt. Das Gau=
tfeſt
1914 erhält der Turnverein Kirchhain. Dem
Atrag Schotten entſprechend, wird auf dem Hohe=
udskopf
ein Bergturnfeſt abgehalten. Zum
ſſvielleiter wird Hermann Fiſcher=Marburg beſtimmt.
Wießen, 10. März. Die am Samstag vorgenommene
amtprüfung der Kaſſe der Spar= und Dar=
hnskaſſe
zu Langsdorf ergab einen Fehl=
rag
von 627390 Mark, ſo daß der Zuſammenbruch
Senoſſenſchaft und damit der wirtſchaftliche Ruin von
An Bauern und Handwerkern unabwendbar ſcheint.
ſe Urſachen dieſer wirtſchaftlichen Kataſtrophe ſollen
öni ger in der Untüchtigkeit der Aufſichtsratsmitglieder
des Vorſtandes zu ſuchen ſein, als in der Unmög=
Peit für den Reviſionsverband, das ſchon länger dro=
ſe
Langsdorfer Unheil zu verhindern.
Dortelweil, 9. März. Auf dem Wege von hier nach
ſſhel wurde ein junger Mann von drei Burſchen
erfallen, verhauen und ſeines Geldes beraubt.
Täter ermittelte man drei Burſchen aus Vilbel. Sie
ſiden verhaftet.

Reich und Ausland.

Alus der Reichshauptſtadt, 9. März. Ein in der Kant=
ſße
zu Charlottenburg gelegenes Kinematogra=
en
=Theater führt zurzeit das Senſationsſchauſpiel
ſer Andere auf, in welchem die Hauptrolle des
Aatsanwalts Allers bezw. nach Zenſors Gnaden
Rechtsanwalts Allers von Baſſermann dargeſtellt
d. An die Beſucher des Kinos wird ein Programm
Ateilt, welches als Namensträger der Hauptrolle den
finnten Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Halpert aufführt
Mrsanwalt Dr. Halpert, der zufällig hiervon Kenntnis
Wielt, hat ſofort gegen den Mißbrauch ſeines Namens
Kientopp Einſpruch erhoben und die Einziehung des
Poramms verlangt. Die gewünſchte Aufklärung ergab,
der Setzer in dem ihm zum Druck übergebenen Pro=
mmanuſkrivt
einen Schreibfehler vermutet und eigen=
Mhrig den ihm geläufigen Namen des Rechtsanwalts
Halpert dafür geſetzt hatte. So war ihm der andere‟
Die Hotelbetriebsgeſell=
Mhängnisvoll geworden.
ſt hat für ihre neu ausgeſtattete Konditorei Kranzler
Maus der Schweiz zehn junge Mädchen, ſogen.
altöchter, zur Bedienung der Gäſte verſchrieben.
Oder Schweiz, wo das Bedienen der Gäſte in den beſſe=
Reſtaurants als bürgerlicher Beruf gilt, der von Mäd=
aus
auten Familien gern ergriffen wird, ſcheint man
ſr Berlin ganz eigenartige Anſichten zu haben. Als
Ailich die Geſellſchaft eine vertrauenswürdige Perſon,
Frau eines Angeſtellten, eine Schweizerin, nach der
peiz ſchickte, um dort die Mädchen zu verpflichten,
ſſten ſich die Behörden veranlaßt, der Sache nachzu=
Men. Es fiel auf, daß für eine Berliner Konditorei
zit Mädchen auf einmal geſucht wurden: auch die gün=
ſhn
Bedingungen, die die Hotelbetriebsgeſellſchaft den
Mverberinnen bot, um ſprachkundige und geſchäfts=
gandte
junge Mädchen zu bekommen, erregten Ver=
ſät
Die Berliner Abgeſandte wurde, wie die B. Z. a. M.
Meilt, von der Polizei unter dem Verdacht des Mädchen=
Rädels ſiſtiert. Man unterzog die Dame im Polizei=
Eſau einem ausgiebigen Verhör. Auf Wunſch der Ver=
dätigten
fraate man televhoniſch in Berlin an und er=
fſt
die gewünſchten Aufklärungen, ſo daß man ſchließ=
ſich
die Siſtierte mit dem Ausdruck der Entſchuldigung
hider entließ. Die zehn Mädchen fuhren mit ihrer Be=

gleiterin nach Berlin. Nachträglich ſchienen aber der
ſchweizeriſchen Behörde nochmals Bedenken zu kommen.
Sie wandte ſich vertraulich nach Berlin, und zwar be=
zeichnenderweiſe
an die Heilsarmee, mit der Bitte, nach
dem Verbleib der jungen Damen nachzuforſchen. Da die
von der Heilsarmee gegebenen Auskünfte befriedigten,
werden die erſten Schweizer Saaltöchter ohne diploma=
tiſchen
Konflikt ihren Dienſt antreten können. Auf dem
Rangierbahnhof Warſchauer Straße wollte am Sonntag
vormittag der 27jährige Rangierer Freudenreich auf die
Lokomotive eines Güterzuges ſpringen. Da=
bei
rutſchte er vom Trittbrett ab und geriet mit dem lin=
ken
Bein unter die Triebräder der Maſchine. In ſchwer
verletztem Zuſtande wurde er nach dem Krankenhaus ge=
bracht
.
Frankfurt, 9. März. Der Kronprinz und die
Kronprinzeſſin wohnten heute früh von 11 Uhr
und ſpäter von drei Uhr ab dem Preisreiten im Hippo=
drom
bei. Nach Beendigung desſelben folgten ſie einer
Einladung des Prinzen und der Prinzeſſin Friedrich Karl
von Heſſen, wo ſie zu Abend ſpeiſten. Um 10 Uhr 23 Min.
erfolgte die Abreiſe nach Berlin, wo die hohen
Herrſchaften morgen früh um 7 Uhr 35 Minuten auf dem
Anhalter Bahnhof eintreffen werden. Trotzdem die Zeit
der Abfahrt nur wenigen bekannt war, hatte ſich eine zahl=
reiche
Zuſchauermenge am Hauptbahnhofe eingefunden,
die dem Kronprinzenpaar herzliche Abſchiedsgrüße dar=
brachte
. Am Zuge ſelbſt hatten ſich zur. Verabſchiedung
Prinz und Prinzeſſin Friedrich Karl von Heſſen und Gene=
ral
v. Biſſing eingefunden. Nach kurzem Aufenthalt am
Zuge beſtiegen die hohen Herrſchaften und das Gefolge
die Sonderwagen und fuhren unter lebhaften Kundgeb=
ungen
des Publikums ab.
Frankfurt, 10. März. Heute früh 9 Uhr 10 Minuten
wurde der neue Oſtbahnhof durch die Abfahrt des
fahrplanmäßigen Zuges nach Hanau eröffnet und da=
mit
dem Verkehr übergeben. Der mit einem Koſtenauf=
wand
von neun Millionen Mark erbaute Bahnhof
iſt nach den Plänen des Geheimen Baurats Wegener er=
baut
und bringt in das geſamte Verkehrsleben Frank=
furts
durchgreifende Aenderungen, indem er die ſtark be=
fahrene
Strecke vom Hauptbahnhof über Frankfurt=Süd
nach Offenbach entlaſtet. Ebenſo wird der Verkehr nach
Norddeutſchland, beſonders Berlin, eine erhebliche Be=
ſchleunigung
erfahren, denn man hofft, die Reiſezeit nach
Berlin auf 64 Stunden abzukürzen. Mit der Eröffnung
des Perſonenbahnhofes wurde zugleich das neue Poſtamt
und die Eilgüterabfertigung dem Verkehr übergeben.
Karlsruhe, 10. März. Der 24 Jahre alte Rechtsprak=
tikant
Viktor Max v. Scheffel, der letzte ſeines Ge=
ſchlechts
, iſt, nachdem er ſchon beim Ableben ſeines Vaters
an einer ſchweren Lungenentzündung erkrankt war, ſo daß
ihm der Tod verheimlicht werden mußte, geſtern nach=
mittag
hier geſtorben.
Poſen, 10 März. In dem Juweliergeſchäft
von Kruk wurde heute nacht ein ſchwerer Einbruch
verübt. Die Einbrecher drangen aus einem darüber lie=
genden
Geſchäftslokal durch die Decke in den Laden und
entwendeten Juwelen und Goldwaren im Werte von
100000 Mark.
Wien, 9. März. Die Korreſpondenz Wilhelm meldet:
Der Miniſter des Innern, Freiherr v. Heinold war
in Begleitung eines Miniſterialrats im Automobil
nach Forchtenſtein bei Mattersdorf in Ungarn gefahren,
um die Burg des Fürſten Eſterhazy zu beſichtigen. Nach=
mittags
wurde die Rückfahrt angetreten. Unweit von
Mattersdorf geriet das Automobil auf der feuchten
Chauſſee ins Gleiten und kollerte die Straßenböſchung
hinab. Das Automöbil wurde ſtark beſchädigt. Der Mi=
niſter
erlitt, vermutlich durch Glasſplitter, eine Riß=
quetſchwunde
, der Miniſterialrat und der Chauffeur blie=
ben
unverletzt. Die Wunde des Miniſters, die nur leich=
ter
Natur iſt, wurde verbunden. Der Miniſter dürfte in
ungefähr acht Tagen wieder hergeſtellt ſein.
Zürich, 10. März. Vor kurzem wurde der Vertreter
einer größeren Diamantſchleiferei aus Biel in einem
Züricher Hotel das Opfer eines frechen Schwin=
dels
. Am 20. Januar fragte ein angeblicher Ludwig
Dreyfuß aus Zürich bei der Firma an ob ſie Diaman=
ten
und Saphire ſchleife. Als er eine bejahende Antwort
erhalten hatte, erſuchte er um Sendung eines Vertreters
zu einem Rendezvout in ein Hotel nach Bern. Weder
dieſer noch einer ſpäteren Einladung zu einer Zuſammen=
kunft
nach Zürich wurde Folge geleiſtet. Nun teilte der
angebliche Dreyfuß der Firma mit, er komme in einigen
Wochen wieder nach der Schweiz, und benutzte hierzu eine
Karte mit dem Aufdruck Ludwig Dreyfuß, Goldwaren,
Edelſteine, Charlottenſtraße, Stuttgart. Nun holte die
Firma über die Stuttgarter Firma Auskunft ein, die vor=
züglich
ausfiel. Dies veranlaßte nun die Bieler Firma,
auf eine erneute Anfrage einen Vertreter zu ſenden, der
dann dem Dreyfuß gegen ein Akzept Edelſteine
im Werte von zirka 1000 Francs übergab. Der Wechſel
war domiziliert bei der Württembergiſchen Vereinsbank,
Stuttgart. Die Firma bot vor etlichen Tagen unter Be=
zugnahme
des letzten Geſchäftes der Stuttgarter Firma
neue Waren an, und nun ſtellte ſich heraus, daß ein
Schwindler ſeine Hand im Spiel hatte, der einfach auf
den Namen des Stuttgarter Firmeninhabers ſich die Edel=
ſteine
erſchwindelte, unter Benutzung falſcher Druckſachen.
Da der Schwindler noch mehrere Edelſteinhändler emp=
fing
, iſt anzunehmen, daß er noch weitere Firmen betrog,
was ſich allerdings, wenn die Nachricht über den Schwin=
del
den Beteiligten nicht in die Augen fällt, erſt bei Vor=
weiſung
der Wechſel herausſtellen wird.
Paris. 9. März. Der franzöſiſche Dampfer
Brez=Huel ſank geſtern infolge eines Zuſammen=
toßes
mit einem anderen Dampfer im britiſchen Kanal.
Sieben Mann des franzöſiſchen Dampfers, der mit einer
Kohlenladung auf der Fahrt nach Algerien ſich befand,
wurden gerettet.
Nizza, 9. März. Der franzöſiſche Sozialiſten=
führer
Jean Jaurés, der in der Kammer gegen die
Heeresverſtärkung agitiert hat, verſuchte geſtern abend im
Sommerpalaſt einen Vortrag über die Einführung der
dreijährigen Dienſtzeit in Frankreich zu halten. Bereits
von 8 Uhr ab war der große Saal bis auf den letzten
Platz beſetzt. Als Jaures erſchien, erhob ſich ein un=
geheurer
Skandal. Das Publikum veranſtaltete
eine wahre Katzenmuſik, pfiff auf Hausſchlüſſeln und
bombardierte den Rüſtungsgegner mit allen mög=
lichen
Gegenſtänden. Jedesmal, wenn Jaurés zu reden
begann, ertönten Rufe wie Nieder mit Jaures,
nach Berlin mit ihm. Jaurés gelang es nicht, in
dem Tumult, der über eine Stunde währte, zu Wort zu
kommen und mußte daher ſeinen Vortrag aufgeben. Als
er den Saal verließ, wurde er von einer großen, ſeiner
draußen harrenden Menſchenmenge empfangen mit den
Rufen: Nach Berlin mit ihm.

Petersburg, 9. März. Die Feſtlichkeiten aus
Anlaß des Romanow=Jubiläums fanden
heute in einem großen Bankett im Winterpalais ihren Ab=
ſchluß
. Anweſend waren u. a. der Kaiſer, die Kaiſerin,
die Kaiſerin=Witwe, die Großfürſten und Großfürſtinnen,
der Emir von Buchara, der Kahn von Chiwa, die ortho=
doxe
Geiſtlichkeit, der Patriarch von Antiochia, der ſer=
biſche
Metropolit, der armeniſche Patriarch, der lutheriſche
Biſchof, die Miniſter, die Präſidenten des Reichsrats und
der Reichsduma, Vertreter des Adels, der Semſtwos und
zahlreiche Deputationen. Die Zahl der Geladenen belief
ſich auf über 1000. Es wurden mehrere Toaſte ausgebracht,
denen Kanonenſchüſſe folgten.
Teheran, 9. März. Das Attentat auf den bel=
giſchen
Zolldirektor in Buſhire, Conſtant, ſcheint ein
Racheakt eines entlaſſenen Dieners geweſen zu ſein. Die
Regierung hat eine ſtrenge Unterſuchung zugeſagt.

Die Hundertjahrfeier.

* Berlin, 10. März. Die Ausſchmückung
der Hauptſtraßen für die Jahrhundertfeier zog be=
reits
die allgemeine Aufmerkſamkeit auf ſich. Am Bran=
denburger
Tor iſt der Fries mit Fichtengrün umkränzt
die Säulen ſind mit Fichtengewinden umrankt. Die
Straße vom Brandenburger Tor zum Schloß iſt im Mit=
telgang
mit einer Reihe von Ehrenpforten ausgeſchmückt.
Auch die Friedensſäule am Belle=Allianceplatz hat eine
Blumenumrankung erhalten. Das Mauſoleum im Schloß=
park
zu Charlottenburg bildete geſtern das Wallfahrtsziel
unzähliger Menſchen.
* Berlin, 10. März. Zur Feier der Armee und
Landwehr an den Befreiungskriegen waren die
Denkmäler Friedrich Wilhelms III., der Königin
Luiſe, das Freiheitsdenkmal auf dem Kreuzberg, das
Denkmal Kaiſer Wilhelms I. und die Denkmäler der Ge=
neräle
aus den Freiheitskriegen feſtlich geſchmückt. Die
erſteren drei Denkmäler waren mit Ehrendoppelpoſten der
Paſewalker Küraſſiere, des Leib=Regiments Nr. 8 und
des 2. Garde=Regiments beſetzt. Der Kaiſer ließ an
den Denkmälern Kränze niederlegen und begab ſich vor
8 Uhr in das Mauſoleum, und beſuchte dann das Luiſen=
Denkmal im Tiergarten. Die ſtädtiſchen Behörden Ber=
lins
hielten einen feierlichen Kirchgang vom
Rathauſe zur Nikolauskirche. In den Garniſonkirchen
fanden um 10 Uhr Gottesdienſte für die Garniſon ſtatt.
Um 11 Uhr begann der feierliche Gottesdienſt im Dom.
Das Wetter iſt trübe.
* Berlin, 10. März. Zum Gottesdienſt im
Dom hatten ſich eingefunden: Der Reichskanzler von
Bethmann Hollweg, ſämtliche Miniſter und Staatsſekre=
täre
, die Spitzen der Behörden, die Generalität, die Admi=
ralität
, Abordnungen von Regimentern und Vereinen.
Sämtliche Feldzeichen des Gardekorps und der durch Ab=
ordnungen
vertretenen Regimenter waren nach dem Dome
gebracht. In der Hofloge erſchien der Kaiſer in der
Uniform des Garde du Corps mit ſchwarzem Küraß, fer=
ner
die Kaiſerin, das Kronprinzenpaar, Prinz
und Prinzeſſin Friedrich Leopold, Prinzeſſin Viktoria
Luiſe und die übrigen anweſenden Prinzen und Prinzeſ=
ſinnen
. Außerdem war eine zahlreiche Suite erſchienen.
Die Feier eröffnete der Domchor mit einem Geſang;
hierauf ſang die Gemeinde: Lobe den Herren! Die Pre=
digt
hielt Oberhofprediger D. Dryander über Pſalm 77:
Ich gedenke an die Taten des Herrn Zum Schluſſe
wurde das Niederländiſche Dankgebet vom Chor und der
Gemeinde unter Begleitung von Orgelklang, Poſaunen und
Pauken geſungen.
Im Luſtgarten hatten bei Wind und Regen die
Leibkompagnie des Leibgrenadier=Regiments König
Friedrich Wilhelm III. Nr. 8, die Leibkompagnie des 1.
Garde=Regiments zu Fuß beide mit Regiments=
muſiken
, eine Eskadron des Küraſſier=Regiments =
nigin
die Leibeskadron des Garde du Corps, die Leib=
eskadron
des Leibgarde=Huſaren=Regiments, alle zu Fuß
mit den Trompeterkorps, die Leibbatterie des 1. Garde=
Feldartillerie=Regiments mit lorbeergeſchmückten Ge=
ſchützen
, ſerner Kadetten der Kadettenanſtalten von Groß=
lichterfelde
und Potsdam, Abordnungen der Landwehr=
offiziere
und anderer Vereine Aufſtellung genommen. Die
königlichen Prinzen waren bei ihren Truppenteilen ein=
getreten
. Die Feldzeichen nahmen rechts und links des
Denkmals Friedrich Wilhelms III. Aufſtellung. Es er=
ſchienen
auch hier wiederum der Reichskanzler mit den
Staatsſekretären und den Miniſtern, ſowie zahlreiche Offi=
ziere
u. a. Der Khiſer erſchien vom Schloßhofe her zu
Pferde, von den Hochrufen des Publikums empfangen,
und verlas den Tagesbefehl. Generalfeldmarſchall
Graf von Häſeler brachte ſodann drei Hurras auf den
Kaiſer aus, die von allen Truppen aufgenommen wurden.
Die Leibbatterie feuerte einen Salut von 101 Schuß.
Die Kaiſerin ſah vom Fenſter des Schloſſes dem mili=
täriſchen
Schauſpiel zu. Hierauf ritt der Kaiſer die
Front der inzwiſchen zur Varade aufgeſtellten Truppen
ab. Es folgte ſodann ein Parademarſch, an dem ſämt=
liche
Truppen der Garniſon Berlin teilnahmen. Hierauf
wurden die Feldzeichen wieder ins Schloß gebracht.
Tagesbefehl des Kaiſers.
* Berlin, 10. März. Der Kaiſer hat heute bei der
Geden kfeier am Denkmal König Friedrich Wil=
helms
III. im Luſtgarten folgenden Tage sbefehl be=
kannt
gegeben:
An mein Heer! Zum hundertſten Male kehren die
Tage wieder, da Preußen ſich anſchickte, fremdes Joch ab=
zuſchütteln
. Sieben Jahre hatte das Volk unter der eiſer=
nen
Fauſt des Eroberers geſeufzt. Keine Erniedrigung,
auch die tiefſte nicht die Heeresfolge für den Feind
war ihm erſpart geblieben. Aber dieſe harte Strafe für
vorangegangene Zeiten des Stillſtandes und damit des
Niederganges hat läuternd gewirkt. In voller Schärfe
war das Bewußtſein erwacht, daß ehrlos der Preuße nicht
zu leben vermag. Nachdem die Schäden in der Organi=
ſation
beſeitigt waren, brannte das Heer darauf. zu zei=
gen
, daß ſein innerer Wert nicht erſtorben war, daß noch
der alte Geiſt in ihm lebte, der 50 Jahre zuvor einer Welt
in Waffen getrotzt hatte. Da brach durch Gottes Fügung
der Tag der Vergeltung und Reinigung von erlittener
Schmach an. Preußens Aar regte ſeine Schwingen und
ſtieg zur Sonne empor. Nach langem Bangen ſchlug
die Stunde, da mein Ahnherr in den herzbewegen=
den
Worten des Aufrufes An mein Volk! den Krieg
verkündete und die Landwehr aufbot. Im glühenden
Zorn gegen den Bedrücker folgte das Volk dem Rufe ſei=
nes
Königs. Hochauf loderte die Flamme der Begeiſte=
rung
, ein unverſiegbarer Strom von Opferfreudigkeit
durchflutete die Lande. Glücklich, wer König und Vater=
land
ſein Gut darbringen konnte, glücklich wer unter den
Fahnen ſich ſelbſt ihnen weihen durfte. Die Erinnerung
an ſolche Treue und Hingebung heute nach hundert Jah=
ren
dem Geburtstage der unvergeßlichen Königin
wieder wachzurufen, empfinde ich als heilige Pflicht. Nicht
ſiegen oder ſterben, ſondern ſiegen ſchlechtweg, iſt die Lo=

[ ][  ][ ]

ſung in dem heiligen Kampfe. Gott hat ſeine Waffen ge=
ſegnet
. Von Großgörſchen über Großbeeren, über die
Katzbach, über Kulm, Dennewitz, Wartenburg, Möckern
und Leipzig hat es ſeine Fahnen an den Rhein getragen
und hinein in die Hauptſtadt des Bedrückers. Sein Welt=
reich
war niedergerungen. Mit nie erlöſchender Bewun=
derung
gedenke ich der Helden jener Tage. Ich gedenke
Scharnhorſts, der in voller Friedensarbeit den Grund=
ſtein
zur Erhebung Preußens, zur allgemeinen Wehr=
pflicht
gelegt hat, der ſelbſt aber, eines der edelſten Opfer
der Befreiungskriege, die Früchte ſeiner Ausſaat nicht rei=
fen
ſehen ſollte. Ich gedenke der Führer des Heeres auf
ſeiner Siegesbahn, Blücher, Yorck, Bülow, Gneiſenau und
ſo vieler anderer, deren Namen in Flammenſchrift auf den
Tafeln der Geſchichte leuchten. Ich gedenke der ungezähl=
ten
Opfer, die mit den Jubelrufen auf den Lippen, für
ihren König, für Ruhm und Ehre des Vaterlandes das
treue Gelübde mit dem Tod beſiegelt haben. Ihr Ge=
dächtnis
wird nicht verlöſchen, ſo lange Preußen beſteht.
Der Geiſt der Kriege des Befreiungskampfes lebte fort
in Euren Vätern, als ſie unter meinem erhabenen Groß=
vater
den Siegespreis erſtritten, der jenen verſagt ge=
blieben
war, die Wiedergeburt von Kaiſer und Reich
Uns aber, dem jetzt lebenden Geſchlecht, rufen die Helden=
taten
ruhmreicher Vorfahren die ernſte Mahnung zu, das
Dichterwort zu beherzigen und wahr zu machen: Was
Du ererbt von Deinen Vätern haſt, erwirb es, um es zu
beſitzen! Dann werden auch wir mit freudigem, zuver=
ſichtlichem
Herzen in den Kampf gehen, falls es einma:
gelten ſollte, das mit ſo teurem Blute Errungene zu wah
ren, Deutſchlands Ehre zu ſchirmen gegen den, der ſie an=
zutaſten
wagt. Dazu muß aber jeder an ſeiner Stelle
dafür ſorgen, daß die Armee ihre Deviſe nicht nur äußer=
lich
, ſondern vor allem im Herzen trägt: Gottesfurcht,
Königstreue, Vaterlandsliebe in der Vollkommenheit, wie
ſie in den großen Zeiten bewieſen worden ſind, müſſen
das Heer unüberwindlich machen. Der Sieg aber kommt
von Gott. Darum gelte für uns und jetzt immerdar der
Wahlſpruch der Helden der Befreiungskriege: Gott mit
uns
Berlin, am Denkmal König Friedrich Wilhelms III.
40. März 1913.

* Frankfurt, 10. März. Aus Anlaß der Hun=
dertjahrfeier
trägt heute die Stadt reichen Flag=
genſchmuck
, nicht nur in den Hauptverkehrsſtraßen,
auch in den Nebenſtraßen und Außenbezirken. Die Schu=
len
haben einen freien Tag und veranſtalten beſondere
Feiern. Die Börſe iſt geſchloſſen. Beſonders feſtlich be=
geht
das Militär den Gedenktag. Auf dem Opernplatz
war eine große Parade. Am Nachmittag wurde im
Schauſpielhaus für die Garniſon Minna von Barnhelm
gegeben, am Abend hat das Offizierkorps des Landwehr=
bezirks
Feſtbankett im Frankfurter Hof.
* Bremen. 10. März. Anläßlich der Hundert=
jahrfeier
haben ſämtliche öffentlichen und viele pri=
vate
Gebäude Flaggenſchmuck angelegt. Die hieſigen
Banken, der Norddeutſche Lloyd und viele Geſchäftshäuſer
ſchließen ihre Bureaus heute um 2 Uhr nachmittags.
Ebenſo iſt ſeitens der Handelskammer die Abhaltung der
Börſe aufgehoben worden. Um 10 Uhr vormittags fand
im Dom ein Feſtgottesdienſt ſtatt, an dem außer
den Spitzen der Zivilbehörden die ganze hieſige Garni=
ſon
, die hieſigen Krieger= Militär= und Sanitätsvereine
teilnahmen. Hierauf fand auf dem Domhof eine Parade
ſtatt. Heute abend findet im Stadttheater eine Feſtvor=
ſtellung
ſtatt.
* Lübeck, 9. März. Zur Erinnerung an die
vor 100 Jahren erfolgte Befreiung Lübecks von
der Franzoſenherrſchaft fand unter regſter Beteiligung der
Bevölkerung Lübecks und Umgebung eine Gedächtnisfeier
ſtatt. Ein großes Feſtkonzert in der Stadthalle, bei
welchem 300 Sänger mitwirkten, leitete geſtern abend die
offizielle Feier ein. Heute wurde das hanſeatiſche
Denkmal in Mölln bekränzt. In ſämtlichen Kirchen fan=
den
Feſtgottesdienſte ſtatt, denen die Spitzen der Behör=
den
beiwohnten. Am Nachmittag ſetzte ſich der hiſtoriſche
Feſtzug in Bewegung, der in großen Zügen dem Einzug
der ruſſiſchen Truppen in Lübeck 1813 entſprach. Die
Stadt war abends illuminiert.
* Breslau, 10. März. Zur heutigen Hundert=
jahrfeier
der Freiheitskriege hat Breslau reichen
Flaggenſchmuck angelegt. Seit dem frühen Morgen durch=
ſtrömen
große Menſchenmengen die Straßen. Das Wetter
iſt trübe. Prinz Eitel Friedrich traf heute früh hier
ein und fuhr gegen 7½ Uhr ins Schloß. Vor den Denk=
mälern
Friedrich Wilhelms III. und Blü=
chers
, die reich geſchmückt waren, ſtanden Doppelpoſten.
Kurz vor 10 Uhr fuhr der Prinz, vom Publikum mit brau=
ſenden
Hurras bearüßt, am Ring vor und legte am Denk
mal Friedrich Wilhelms III. einen Kranz nieder. Von hier
begab ſich der Prinz nach dem Blücher=Denkmal, wo er
ebenfalls einen Kranz niederlegte. Von hier fuhr Prinz
Eitel Friedrich zum Gottesdienſt in der Garniſon=
kirche
, wo der Militärobervfarrer des 6. Armeekorps,
Konſiſtorialrat Zierach, die Feſtrede hielt. In der katho=
liſchen
Kreuzkirche und in der neuen Synagoge fanden
gleichfalls Feſtgottesdienſte ſtatt. Um 12 Uhr wurde die
Parade der Garniſon auf dem Palaisplatz veranſtaltet.

Luftfahrt.

* Leipzig, 10. März. Die Offiziersflieger Bach=
mann
und Leutnant Detten, die auf einem Albatros=
Doppeldecker einen Ueberlandflug Döberitz=
Leipzig unternahmen, ſind geſtern in der Nähe von
Luckenwalde abgeſtürzt. Der Apparat wurde ſchwer
beſchädigt. Bachmann wurde leicht verletzt, ſein Beglei=
ter
erlitt einen Oberſchenkelbruch und mehrere Rippen=
brüche
. Der Apparat war für die türkiſche Heeresverwalt=
ung
beſtimmt.
* Paris, 10. März. Wie aus Dover gemeldet
wird, wurde das neue Geſetz zum Schutz gegen auslän=
diſche
Luftſchiffer und Flieger geſtern zum erſten
Male angewendet, und zwar gegen den franzöſi=
ſchen
Flieger Marty, der mit dem Engländer Ramſay,
einem Sohn des bekannten Phyſikers, an Bord ſeines
Zweideckers in Adicham landete. Marty und Ramſay
wurden von der Polizei einem Verhör unterzogen und
nachdem ihre Angaben als befriedigend erkannt worden
waren, ermächtigt, ihren Flug nach London fortzuſetzen.

Literariſches.

Der bekannte und allſeitig beliebte große Zei=
tungskatalog
für 1913 der Haaſenſtein und
Vogler A.=G. gelangt in einigen Tagen zur Ausgabe. Der
Inhalt dieſes Nachſchlagewerkes, das auf dem großen
Gebiete des Zeitungsweſens längſt ein unentbehrlicher
Ratgeber geworden iſt, hat auch in dieſem Jahre eine we=
ſentliche
Erweiterung erfahren. Der praktiſch eingeteilte
Notizkalender wurde beibehalten, ebenſo das alphabetiſch

geordnete Verzeichnis ſämtlicher Agenturen der Firma
im In= und Auslande. Ein Ortsregiſter ermöglicht ein
ſofortiges Auffinden aller an den betreffenden Orten er=
ſcheinenden
Tageszeitungen, wie auch der nach Branchen
geordneten Fachzeitſchriften. Ausführliche, beachtens=
werte
Angaben vieler empfehlenswerter Zeitungen und
Zeitſchriften ergänzen den Inhalt des Kataloges, der
ſicherlich ebenſo freundliche Aufnahme finden wird wie
ſeine Vorgänger.
Das Geſpenſterbuch. Herausgegeben von
Felix Schloemp. Mit Vorwort von Guſtav Mey=
rink
und zahlreichen Vollbildern von Paul Scheu=
rich
, München, Verlag von Georg Müller. Preis 4 M.
broſch., 5 M. elegant gebunden. Das Geſpenſterbuch ent
hält eine vorzügliche Auswahl der literariſch wertvollſten
und künſtleriſch packendſten Geſpenſtergeſchichten der ver=
ſchiedenſten
Zeiten und Völker. Nicht nur die älteren
Meiſter dieſer Erzählungsgattung: E. T. A. Hoffmann,
Edg. A. Poe, Lytton Bulwer, Gogol uſw., ſind hier ver=
treten
, ſo nun auch vor allem die modernen Erzähler:
Guyde Maupaſſant. Rudyart Kipling uſw., mit Meiſter=
werken
ihrer grauſigſten Geſpenſtergeſchichten. Das Ge=
ſpenſterbuch
iſt eines der unheimlichſten, aber auch inter=
eſſanteſten
Bücher.

Der Balkankrieg.

Rußland und Oeſterreich=Ungarn.
* Wien, 9. März. Die Blätter ſtellen auf Grund
von Erkundigungen an zuſtändiger Stelle feſt, daß der
vielfach behauptete Zuſammenhang zwiſchen den
Verhandlungen Oeſterreich=Ungarns und Rußlands über
die beiderſeitige Abrüſtung und die Frage der Ab=
grenzung
Albaniens ganz willkürlich und in den Tatſachen
nicht begründet iſt. Die Abrüſtungsfrage geht lediglich
Oeſterreich=Ungarn und Rußland an. Die Frage der Ab=
grenzung
Albaniens gehört zur Kompetenz der Botſchafter=
réunion
.
Oeſterreichs Balkanpolitik.
* Wien. 9. März. Das Neue Wiener Tageblatt
erklärt gegenüber den fortgeſetzten Verſuchen auswärtiger
Blätter, Oeſterreich=Ungarn als eigentlichen Friedens=
ſtörer
auf dem Balkan darzuſtellen und ſeine moraliſche
und materielle Kraft in Zweifel zu ziehen, man rechne
einerſeits nicht mit dem Patriotismus Oeſterreich=Ungarns
und andererſeits nicht mit ſeiner geſunden Staatswirt=
ſchaft
. Nur ein bewußter Gegnex Oeſterreich=Ungarns
könne ſeine Balkanpolitik als Aushilfsmittel gegenüber
inneren Schwierigkeiten verleumden. Die Monarchie habe
entſchloſſen ſtets die Linie eingehalten, welche die klare
Auffaſſung ihrer Aufgaben vorzeichnete, ihre Politik werde
durch ihre Machtſtellung auf dem Balkan mitbeſtimmt. Sie
beſitze dort ſeit Menſchenalter Gebiete, in denen ſie Kul=
turarbeit
verrichtete. Ihre wirtſchaftlichen Intereſſen, ihre
geſchichtliche Miſſion und die Möglichkeit der ferneren Ent=
wickelung
wieſen ſeit Jahrhunderten nach Südoſten.
Dieſe Linie hielten die öſterreichiſch=ungariſchen Staats=
männer
ein. Wenn ſie ihren Schritten Nachdruck ver=
leihen
mußten. folgten ſie dem Gebote des Selbſterhal=
tungstriebes
ſie hielten aber ſtets an dem Loſungswort
einer ſelbſtändigen Entwickelung der kleineren Balkanſtaa=
ten
und Oeſterreich=Ungarns feſt. Die Auffaſſung des
Balkanproblems entſpreche ſeinen Lebensbedingungen und
ſeiner Großmachtſtellung. Es wolle ſeine Nachbarn nicht
gefährden, verlange aber auch achtungsvollen Reſpekt für
ſeine Auffaſſung und werde dieſem Problem ſeine ganze
Kraft widmen. Möchten die ausländiſchen Beobachter zu
der Erkenntnis gelangen, daß dies die Auffaſſung inner=
halb
der Monarchie ſei, und daß ſie jeder Gefährdung
ihres Programms die gebührende Antwort erteilen werde.
Die Vermittlung der Mächte.
* Konſtantinopel, 9. März. Die Pforte hat
noch keine offizielle Benachrichtigung wegen der Antwort
der Verbündeten auf den Mediationsvor=
ſchlag
der Mächte erhalten. Die Meldungen, daß
der Miniſterrat beſchloſſen habe, den Krieg bis zum
äußerſten fortzuſetzen, werden von offiziöſer Seite demen=
tiert
, jedoch wird hierzu bemerkt, daß der Abſchluß des
Friedens ſchwierig ſein würde, wenn die Bedingungen
der Verbündeten derart ſeien, wie ſie die Zeitungen ver=
breiteten
, vor allen Dingen, weil die Pforte ſich niemals
zur Zahlung einer Kriegsentſchädigung verſtehen würde
Nach Gerüchten aus jungtürkiſchen Kreiſen ſcheint es, daß
ſeit zwei Tagen die Stimmung wieder unverſöhnlicher
geworden iſt, ſelbſt hinſichtlich territorialer Abtretungen.
Die Einnahme Janinas.
* Athen, 9. März. Kronprinz Konſtantin
hat folgenden Tagesbefehl ausgegeben: Offiziere
Unteroffiziere und Soldaten! Die Einnahme Janinas hat
Eure ruhmvollen Waffentaten um einen neuen glänzenden
Sieg vermehrt. Nachdem Ihr durch ganz Mazedonien
marſchiert ſeid und zwei feindliche Armeen vernichtet habt,
erobertet Ihr gleichſam zur Beſiegelung Eurer Waffen=
taten
eine Feſtung, die als uneinnehmbar galt. Die gro=
ßen
Opfer, die Ihr auf Euch genommen habt, die Entbehr
ungen und Strapazen, die Ihr bei Eurer Standhaftigkeit
erlitten, wetteifern mit Eurem Mut und haben den Tro
phäen von Mazedonien neue hinzugefügt. Hundert Feuer=
ſchlünde
und eine neue Armee mit ihren Führern, Fah=
nen
und Munition befinden ſich in Euren Händen. Eure
Feldzeichen ſind mit neuem Ruhm gekrönt und die ganze
Nation bewundert die neue Waffentat. Ich bin ſtolz
darauf, eine ſolche Armee zu befehligen und ſpreche auch
meine Glückwünſche aus.
Athen, 10. März. Der Kronprinz meldet aus
Janina, daß vorgeſtern zwei Bataillone und eine Kom=
pagnie
Infanterie, zwei Abteilungen Artillerie und eine
Abteilung Kavallerie Paramytia beſetzt haben. Die Ein=
nahme
von Margariti ſtehe nahe bevor.
Letzte Nachrichten.
Wien, 10. März. Wie die Blätter aus Sofia
melden, wurden die Befeſtigungen Adrianopels
geſtern den ganzen Tag über heftig bombardiert.
Die Bulgaren bemächtigten ſich nach einem mörderiſchen
Kampfe der Forts Heitan und Tarta, wobei 400 türkiſche
Soldaten und 20 Offiziere gefangen wurden. Ein Ver=
ſuch
der Türken, die Forts wieder zu erobern, mißlang.

Letzte Nachrichten.

(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* München, 10. März. Die Bayeriſche Staatszeitung
beſchäftigt ſich heute an leitender Stelle mit dem Beſuch
des bayeriſchen Regentenpaares in Berlin, deſſen politiſche
Bedeutung ſie unter gleichzeitiger Ankündigung
einer vaterländiſchen Gedächtnisfeier, die

in Anweſenheit des Kaiſers und ſämtlicher deutſcher Bun=
desfürſten
in der Befreiungshalle in Kelheim im Auguſt=
ſtattfinden
ſoll, würdigt. Prinz=Regent Ludwig hat wäh=
rend
ſeiner Anweſenheit in Berlin den Kaiſer eingeladen
an dieſer patriotiſchen Feier teilzunehmen, die aufAn=
ordnung
des Regenten am 25. Auguſt ſtattfinden ſolll
Nachdem der Kaczer die Einladung mit Freuden anges
nommen hat, werden ſämtliche deutſche Bundesfürſten,
wie die Vertreter der freien Städte zur Teilnahmen
dieſem vaterländiſchen Feſte eingeladen werden, das Zeu
nis von der einigen Gemeinſchaft ablegen ſoll, inden
Bayerns Herrſcherhaus und Volk ſich mit dem deutſche
Vaterlande verbündet fühlen
* Stuttgart, 10. März. Der bekannte Philologe un
Kenner der griechiſchen und orientaliſchen Sprachen, Pr
feſſor Theophil Eberhard Neſtle, zuletzt Ephorus
theologiſchen Seminar in Schönthal, iſt geſtern vormitta
unerwartet im Alter von 82 Jahren geſtorben.
ſchiedene Univerſitäten hatten ihm Ehrenwürden vel
liehen. Er war gründlicher Kenner der Bibel und als
Herausgeber einer über die ganze Kulturwelt verbreiteten
griechiſchen Ausgabe des neuen Teſtaments bekannt.
Calw, 10. März. Als der letzte von Stuttgart kom
mende Zug die Schranke vor dem nahen Althengſten
paſſiert hatte, wollte der 68 Jahre alte Bahnwart Löfl
ler ſich in ſein Bahnwarthaus zurückbegeben. Plötzli
wurde er rücklings überfallen und mit ſolcher Wuchtz
Boden geſchlagen, daß er bewußtlos und ſchwe
verletzt liegen blieb. Der Täter begab ſich ſodann inds
Bahnwarthaus und fand die ebenfalls ſchon bejahrte Fra
Löffler im Bette ſchlafend vor. Er ſuchte ſie zu erwürgeſ
die Frau aber, die noch recht rüſtig iſt, vermochte ſich m
äußerſter Kraftanſtrengung zu befreien und rannte ind
Dorf, das nur 10 Minuten von dem Bahnwarthaus en
fernt iſt. Mit ihren gellenden Hilferufen alarmierte
Frau den ganzen Ort. Alsbald wurde nach dem M
der gefahndet, er war aber verſchwunden, hatte jed
ſeinen Hut zurückgelaſſen, der ſeinen Namen enthielt.
führte zu ſeiner Verhaftung. Es handelt ſich um den
Jahre alten Weiß, den Sohn angeſehener Althengſtel
Bürgerskeute. Er leugnet die Tat, aber es ſteht au
Zweifel, daß er der Schuldige iſt, zumal da ſeine Klei
Blutflecken aufwieſen. Der ſchwer verletzte Bahnn
dürfte kaum mit dem Leben davonkommen.
* London. 10. März. In den Nebel=Dynamitwer
bei Ardee=Ayrſhire ereignete ſich heute eine Exploſi
bei der eine große Anzahl Menſchen verletzt und mehr
getötet worden ſein ſollen. Alle Häuſer wurden ſtar
ſchüttert.
London, 10. März. Aus allen Teilen des Lan
treffen Nachrichten ein über die Schandtaten
Suffragetten. In dem Park zu Nottingham
ſtörten ſie einige eiſerne Einfriedigungen und Gaslat
nen, ſowie eine beträchtliche Anzahl junger Anpflanzi
gen. Bei Glasgow und Stewarton durchſchnitten ſie
Telephon= und Telegraphenleitungen.
Madrid, 10. März. Nach den bis jetzt bekann
wordenen Ergebniſſen der Provinziall
Wahlen ſind 95 Liberale, 55 Konſervative, 8
publikaner und 20 Katholiken gewählt worden. Der
niſterpräſident Romanones begab ſich zum König, um ihſ
über den Triumph der Monarchiſten Bericht eu erſtat
Alahabad, 10. März. Leutnant Clark und
Fulham wurden wegen Ermordung des Gatten
Frau Fulham und der Mitſchuld an dem Tode der
Clark zum Tode verurteilt. Das Todesu
gegen Frau Fulham, die ihrer Niederkunft entgegenſiehn
wurde deshalb in lebenslängliche Zwangsarbeit
wandelt.
* New=York. 10. März. Aus Mexiko wird von
ſtänden in verſchiedenen Teilen des Landes berichtet.
Rebellen rüſten ſich zu einem Angriff auf Aqua Priſta
Das amerikaniſche Kriegsdepartement bereitete die eill
Entſendung von weiteren 8000 Mann an die Grenze 9oh
um mögliche Zuſammenſtöße mit den amerikaniſchen
Truppen zu verhindern. Nach einer Deveſche aus Lareſ
in Texas haben geſtern 1200 Mann Regierungstruppe
unter General Blanquet den ganzen Tag mit den
bellen um den Beſitz von Saltillo im Staate Coahuila
kämpft. Schließlich gaben die Rebellen die Stadt
und flüchteten ins Gebirge.
Berlin, 10. März. Von dem Hauſe Unter
Linden 16 riß heute vormittag der Sturm eine aushäl
gende Fahne vom Dach. Dabei fiel ein 80 Kil
ſchweres Gipsſtück in die dichtgedrängte Menſch
menge. Eine Dame und ein Herr erlitten Verletzung
Es dauerte geraume Zeit, ehe es gelang, die aufgere
Menge zu beruhigen.
Rom, 10. März. Die Futuriſten beriefen
geſtern abend im Theatro Conſtanzi eine Verſammſäſſ
ein, in welcher die neuen Apoſtel ihre Zukunftsdichtüll
Zukunftsmuſik. Mal= und Bildkunſt zum Beſten geh
ſollten. Das in Maſſen herbeigeeilte Publikum ließa
die Futuriſten gar nicht zu Worte kommen, ſondern
warf
ſie mit Kartoffeln und Unde
Schließlich artete der Skandal in einer wüſten Schl
gerei aus, bei der mehrere Perſonen übel zugerich
wurden.
(Schluß des redaktionellen Teils.)

Der Frühling lacht von grünen Höhll

und die Welt feiert die blühende Jugend des Jahn
Keine Zeit aber iſt für die Geſundheit gefährlichel
als gerade das Frühjahr, und nun erſt recht muß
man ſich ſtets vor Erkältungen hüten. Man beug
ihnen vor, wenn empfindliche Menſchenall
Spaziergängen ſich ſtets mit Fays ächten Sodeſſel
Mineral=Paſtillen verſehen und ſie nach Vorſchrift
gebrauchen. Die Schachtel koſtet nur 85 Pfg
achten Sie aber auf den Namen Fay und weiſen
Sie Nachahmungen zurück. Weiteres Kennzeichend
Amtliche Beſcheinigung des Bürgermeiſter=Amtes
Bad Soden a. T. auf weißem Kontrollſtreifen. (I,5958

Dr. Kuhns Brennessel-Haarwasser ist einfach
unfehlbar bei Haarausfall etc. und an Güfl
von der Konkurrenz niemals zu erreichen
Nur echt mit Firma Franz Kuhn, Kronen
parf., Nürnberg. Hier: F. B. Grodhauss
Seifenf. a. weissen Turm, Carl Bley, Wilhelminen
strasse 33, sowie in Apoth., Drog. u. Parf. (V,5851

Konſerbengemiſe aller Art ſchmecken wie friſche e
müſe, wenn man ſie kurz vor dem Anrichten mit etwas
Maggi’s Würze durchzieht. Aber es muß die altbewährte
echte Maggi=Würze mit dem Kreuzſtern ſein.

125a)

[ ][  ][ ]

Aus dem Geſchäftsleben.

Die räumliche Beſchränktheit mancher Wohnungen
ſacht ſich am unangenehmſten fühlbar bei irgend welcher
Erderung oder Ausbeſſerung. Muß man ein Zimmer,
ſt z. B. bei gewöhnlichem Anſtrich des Fußbodens,
elang leer ſtehen laſſen, ſo veranlaßt dies große Un=
mütlichkeit
, die durch den Geruch des gewöhnlichen
farbenanſtrichs oder Oellackes nicht vermindert wird.
ſiſe Unannehmlichkeiten werden vermieden bei Ver=
En. dung des ſeit einer langen Reihe von Jahren von
ſranz Chriſtoph in Berlin fabrizierten Fuß=
den
=Glanzlackes; derſelbe trocknet nicht nur
horend des Streichens, ſondern iſt auch abſolut ge=
ios
. Man kann alſo jedes damit beſtrichene Zimmer
ſiorrt wieder benutzen, ohne durch irgend welchen Geruch
Der Klebrigkeit des Bodens beläſtigt zu werden.

Die Tuchſirma Sülter & Starke, Schweid=
nitz
i. Schl. iſt mit ihren Neuheiten in
In zugſtoffen herausgekommen und machen wir
f die heute unſerer Geſamtauflage beigegebene Beilage
fmerkſam.
(5978

Familiennachrichten.

Die Geburt einer geſunden
Eliſabeth
Tochter
trlauben ſich anzuzeigen
(*6676
Hans Christ
und Frau, geb. Braun.

Todes=Anzeige.
Allen Verwandten, Freunden und Bekannten
zur Nachricht, daß heute morgen um 10 Uhr
meine liebe Gattin
(6003
20
Frau Mang. Elis. Leiser
geb. Göbel aus Groß=Zimmern
im 59. Lebensjahre nach kurzem, ſchwerem
Leiden ſanft verſchieden iſt.
Wixhauſen, den 10. März 1913.
Johannes Leiſer.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 12. März,
nachmittags 4 Uhr, ſtatt.

Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
meine liebe, treubeſorgte Gattin, unſere Mutter
Großmutter, Schwiegermutter und Tante

Wau kamharina Krud
geb. Guterolf
durch einen ſanften Tod im Alter von 69 Jahren
von dieſer Erde abzurufen.
(6022
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
J. Krug, Betriebs-Werkmeister i. P.
Schwanenſtraße 39.
Die Beerdigung findet am Mittwoch, den
12. März, nachm. 4 Uhr, vom Städt. Friedhof
aus, ſtatt.
Kondolenzbeſuche dankend verbeten.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlichſter Teilnahme
beim Hinſcheiden meines lieben Gatten, unſeres
(5997
lieben Vaters
21
Geord BOF
Kanzlist
den Schweſtern für ihre liebevolle Pflege, dem
Herrn Pfarrer Widmann für die troſtvollen Worte
am Grabe, für die liebevollen Worte des Herrn
Geh. Regierungsrates Bichmann, den Beamten
der land= und forſtwirtſchaftl. Berufsgenoſſenſchaft,
dem Kriegerverein Germania, ſowie für die
zahlreichen Blumenſpenden und die Beteiligung
an der Beerdigung, ſagen herzlichſten Dank
die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 10. März 1913.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Einem ausgedehnten, ſtarken Hochdruckgebiet über
Weſt= und Mitteleuropa liegt ein ſtarkes Tief über Skan=
dinavien
gegenüber. Infolgedeſſen wehen bei uns friſche
weſtliche Winde, die uns trübes, regneriſches Wetter brin=
gen
. Infolge der geſtern abend eingetretenen Aufheiter=
ung
ſind die Temperaturen geſunken, ſo daß verſchie=
dentlich
in unſerem Bezirk Nachtfroſt eingetreten iſt. Die
nördliche Depreſſion dürfte wohl oſtwärts ziehen, ſo daß
wir Abnahme der Bewölkung und infolge mehr nordweſt=
licher
Winde Abkühlung zu erwarten haben.
Ausſichten in Heſſen für Dienstag, 11. März:
Wechſelnd bewölkt, meiſt trocken, kälter, Nordweſtwinde.

Tageskalender.

Großh. Hoftheater (Ab. B), Anfang 7 Uhr, Ende=
gegen
10½ Uhr: Manon.
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Luſtiger Abend von Konrad Dreher um 8¼ Uhr im
Kaiſerſaal (Vortragsverband).
Liederabend von Dr. Voigt um 8 Uhr im Saal
Zur Traube‟
Vortrag von Sanitätsrat Dr. Maurer um 8½ Uhr im
Saale des Muſikvereins (Deutſcher und öſterr. Alpen=
verein
).
Konferenz des Verbandes evang.=kirchlicher Frauen=
vereine
im Großherzogtum Heſſen um 3 Uhr im Ge=
meindehaus
der Martinsgemeinde.
Generalverſammlung des Bürgervereins Darm=
ſtadt
um 9 Uhr im Vereinshaus.

Verſteigerungskalender.

Mittwoch 12. März.
Hofreite=Verſteigerung des Jakob Grab ( Nie=
der
=Ramſtädterſtraße 37) um 10 Uhr auf dem Orts=
gericht
I.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 3 Uhr Runde=
turmſtraße
16.
Nutz= und Brennholz=Verſteigerung um 11
Uhr zu Forſthaus Frankenſtein.
Holzverſteigerung um 8½ Uhr in der Brücherſchen
Wirtſchaft zu Arheilgen.

Duck und Berlag. z. g. Piliſce Soluchrunckel.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.

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demſelb. disponibl. Vermög. reſp.
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Diskretion Ehrenſache. Gewerbs=
mäßige
Vermittler verbeten.
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am alt. Schießhs. Der redl. Finder
wird geb., denſ. geg. Bel. abzugeben.
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Verloren
1 Nadel mit kleinen Brillanten
und 1 Perle beſetzt, am Samstag,
den 8. März, nachts zwiſchen 12
und 1 Uhr, auf dem Wege vom
Café Ernſt Ludwig nach dem
Nikolaiweg. Abzugeben gegen
hohe Belohnung
(*6694
Nikolaiweg 4.
Aufforderung.
Jene Perſon, welche während
der Schwurgerichtsſitzung gegen
Bahr u. Gen. einen fremd. Herren=
ſchirm
aus dem Zeugenzimmer ver=
ſehentl
. mitgenommen hat, w. auf=
gefordert
, denſelben umgehend im
Reſtaur. zur Eiſenbahn, Neckar=
ſtraße
20, abzugeben. (*6516oim

[ ][  ][ ]

Aren

ten hlen itein
Zeugniſſen, welches kochen kann
und die Hausarbeit beſorgt, gegen
hohen Lohn. Näheres in der
(B5603
Expedition ds. Bl.

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langen. Stell. z. 15. März.
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Gutenbergſtr. 14.
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Söcht., gut empf.ig. Frau n.n. Waſch.
. u. Putz. an. Beckerſtr. 25 I. (*6613

geht Waſchen u. Putzen
Jg. Fau Mauerſtr. 24, p. (*6687

Junge gut empfohl. Frau ſunt
Laufd. Fuhrmannſtr. 6, H., I. (*6680

Frau geht halbe Tage Waſch. u.
Putz. Kirchſtr. 4, Eiſenhauer. (*662

p

Gevildetes Fraulein

welches perf. franzöſiſch ſpricht u
lange J. ein. mutterl. Haush. vor
ſtand, ſucht ähnl. St. od. als Stütze,

Kinderfrl. per ſof. od. ſpät. Zu erfr.
Arbeitsnachweis, Waldſtr. 6 (*6603im

ſucht nachm. von
Mädchen ½ 2½4 Beſchäft.
Näh Heinheimerſtr. 9, II. (*6576

d. lochen kann u.
Mädchen, Hausarb. verſteht,
ſucht Stelle, evt. Aushilfe. (*6510
N. Lauteſchlägerſtr. 17, Vdhs., II., r

Knmlich.

Bautechn. (Hocheu. Tiefd) Abſ.=
Baugewerkſch., m. ein. Sem. Hochſch.

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Daſelbſt jüngerer Mann als
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Dur Begleitung und Bedienung
einer Dame auf Reiſen wird ein
nicht zu
junges Fräulein geſucht.
(*6594
Emma Frank, gewerbsmäßige
Stellenvermittlerin, Karlſtr. 31.

in Pelzarbeiten er=
1 Mädhen, fahren, find. b. gut.

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Gottl. Lorz, Hofkürſchner,
5963a) Eſchollbrückerſtr. 3.

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Darmſtadt, hauptpoſtlag. (*6525oi Fr. Crößmann.

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von Beamtenfam. mit Kindern geſ.
Unged. Mädch. nicht ausgeſchloſſ.
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Aelt. Mädchen od. unabh. Frau
zur ſelbſtänd. Führung eines kl.
Haushaltes tagsüber ſof. geſ. Näſ=
Wi helminenſtr. 35, Htb. r., pt. (*6681jd

: Praves, reinliches, fleißiges
Zweitmädchen für Hausarbeit
per ſofort geſ. Zu erfrägen 5 bis
6 Uhr Steinſtr. 20, p. (*6327soi Gesucht
ein braves,
Dienſtmädchen,
ſauberes
nicht über 20 Jahre, mit guten
Zeugniſſen, per 1. April. (5367a
Frau W. Sundheimer-Nagel
Ernſt=Ludwigſtr. 16, II. geſucht (*6673
Lauffrau Taunusſtr. 24. Jüngeres Laufmädchen geſucht
*6581)
Erbacherſtraße 7. Jung. beſſ. Mädchen zu einem
Kind und etw. Hilfe i. Haush. geſ.
(*6674
Off. u. O 91 a. d. Exv. Geſucht 13jähr. Mädchen
zum Austragen von Paketen.
M. Weygandt, Hoflieferantin
*6681) Wilhelminenſtr. 9. per 1. April ein
Suche jung., tüchtiges
Dienſtmädchen für den Haushalt
(*6596
Hermannſtraße 19. Brave, zuverl. Lauffrau 1½2 St.
vorm. geſucht. Meld. von 810 Uhr
Riedlingerſtraße 29, III. (*6619 Jüng. Mädchen zu 2 kl. Kindern
(*6690
für vormittags geſucht
Landwehrſtraße 6, 2. Stock. Stützen, Köchinnen, Haus=
Such=
Hache mädch., Alleinmädch., welche
koch. u. nicht koch. könn., Alleinmädch.
zu einz. Dame, Kinder=, Zimmer= u.
Küchenmädch. in groß. Anz. für ſof. u.
1. April Frau Minna Dingeldein, ge=
werbsmäßige
Stellenvermittlerin,
Eliſabethenſtr. 5. Teleph. 531. (*6693 Geſucht zum 1. April. eine
o
mit guten Zeugniſſen.
Kochin Vorſt. vormitt. bis
1Uhr, nachm. von 4 bis 6 Uhr
Heinrichſtraße 17.
*6624io) Mehrere Mädch., d. koch. u. nicht
koch. könn., erh. g. Stellg. Karolina
Beck, gewerbsmäßige Stellenvermittlerin.
*6665
Elisabeth nstr. 95 5 Stock. Saub. Mädchen tagsüber ſof
geſucht Neckarſtrraße 16, I. (*6670 Auf 1. April ſucht ein älteres
Ehepaar ein zuverläſſig. Mädchen,
das ſelbſtändig kochen kann und
die Hausarbeit verſteht. Lohn
(6009imd
nach Vereinbarung.
Gg. Fr. Dingeld y. Beckſtr. 72, I. Servierfraulein
geſucht Gr. Kaplaneigaſſe 16. (*6657 Eicht, gemandtie lchchen
das gut bürgerlich kochen kann und
Hausarbeit übernimmt, wird zum
1. April in kinderloſen Haushalt
bei gutem Lohn geſucht. (B6012
Näheres Herdweg 72. ſucht zum 1. April in ſeines=
Haus tücht. zuverläſſ. Allein=
mädchen
mit Kochkenntniſſen. An=
genehme
Stellung, Lohn eventl. bis
30 M. monatl. Vorzuſtell. 46 Uhr
nachm. Stiftſtr. 11, O. (*6589 (*6575
Laufmädchen geſucht
Schwanenſtraße 75, II. Tüchtiges älteres Mädchen
für Küche und Hausarbeit in
Arzthaushalt in Nähe Darmſtadts
bei hohem Lohn per 1. April ge=
ſucht
. Näheres Exped. (5943ims Dienſtmädchen
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geſtellt
), im Betriebe vor. Leiſtung gegen 100 Kragen pro Stunde. Koſten
der Beheizung 68 Pfg. per Stunde. Trocknen der Waſchwäſche nicht
nötig, kann gleich geſtärkt werden. Intereſſenten, welche noch nicht mit
Maſchine verſehen ſind, lade ich ganz ergebenſt ein, und bitte einige
(*6592
Ausführung. (1747aeingeſtärkte Wäſcheſtücke mitzubringen.
Reinhold Ansorge,
alleiniger Lieferant der geſ. geſch. Bügelmaſchine Liebling‟
Neu-Zittau bei Berlin.

[ ][  ][ ]

Bekanntmachung.

Unter Hinweis auf die §§ 3, 1527 der Verordnung vom 6. Mai 1957, den
Kadfahrverkehr betreffend, ſowie unter Hinweis auf die Strafbeſtimmungen im Falle
emner Verſäumnis wird zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Erhebung des
Stempels für Fahrräder für das Rechnungsjahr 1913
von heute ab bis 31. März 1913 an jedem
Wochentage, vormittags von 9 bis 12 Uhr,
bei Großh. Kreisamt Darmſtadt, Neckarſtraße Nr. 3, im Erdgeſchoß, Zimmer Nr. 9,
ſtattfindet.
Wir fordern daher alle Beſitzer von Fahrrädern, welche ſie auf öffentlichen
Wegen und Plätzen benutzen, auf die Stempelabgabe während der oben erwähnten
eit, unter Vorlage der Radfahrkarten, zu entrichten oder, ſofern die Vorausſetzungen
hierzu vorliegen, während derſelben Zeit (ſ. § 19 Abſ. 2 der Verordnung) Antrag au
befreiung von der Abgabe zu ſtellen.
Anſprüche auf Befreiung ſind=
1. für die Stadt Darmſtadt bei dem zuſtändigen Polizeirevier,
2. für die Landgemeinden des Kreiſes bei der Großh. Bürgermeiſterei des
Wohnorts
vorzubringen. Befreiungs=Anträge, die nach dem 1. April 1913 geſtellt werden,
linnen keine Berückſichtigung mehr finden.
Darmſtadt, den 17. Februar 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Michel.

Verordnung, den Radfahrverkehrbetreffend.

Vom 6. Mai 1907, §§ 3, 1527 der Verordnung.
C. Der Radfahrer.
a) Ausweis über die Perſon des Radfahrers.
§ 3. Wenn ein Fahrrad auf öffentlichen Wegen und Plätzen benutzt werden ſoll,
ſitt der Beſitzer hiervon dem für ſeinen Wohnort zuſtändigen Kreisamt ſchriftlich oder
händlich Anzeige zu erſtatten und die in Nr. 58 des Tarifes zum Urkundenſtempelgeſetz
n der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. März 1907 vorgeſchriebene Stempelabgabe
ür die Radfahrkarte zu entrichten.
Das Kreisamt erteilt dem Anmeldenden eine auf den Namen des Radfahrers
ſutende Radfahrkarte, die nach anliegendem Muſter ausgeſtellt wird.
Der Radfahrer hat die Radfahrkarte bei ſich zu führen und auf Verlangen dem
ſtändigen Beamten vorzuzeigen.
Für Perſonen unter 14 Jahren erfolgt die Ausſtellung auf Antrag des Vaters,
rmundes oder ſonſtigen Gewalthabers.
Die Radfahrkarte gilt für den Umfang des Deutſchen Reiches.
Radfahrer die ihren gewöhnlichen Aufenthalt außerhalb des Deutſchen Reiches
leden, haben einen anderweiten genügenden Ausweis über ihre Perſon bei ſich zu
ſihren und auf Verlangen dem zuſtändigen Beamten vorzuzeigen.
E. Vorſchriften über die Stempelabgabe.
§ 15. Die Stempelabgabe für die Jahreskarte (§ 3, Abſ. 1), gültig vom 1. April
: 31. März des folgenden Jahres beträgt 5 Mark. Entſteht die Abgabepflicht in der
Aeit zwiſchen 1. Oktober und 31. März des folgenden Jahres, ſo iſt für dieſen Zeitraum
ſir die Hälfte dieſes Betrages zu entrichten.
§ 16. Das Kreisamt trägt die Anmeldungen unter fortlaufenden Nummern in
Verzeichnis ein, erhebt die in § 15 erwähnte Abgabe und erteilt den Anmeldenden
1. eine Radfahrkarte (§ 3),
2. eine Nummerplatte, die der Nummer des Verzeichniſſes entſpricht,
§ 17. Auf der Rückſeite der Radfahrkarte ſind Stempelmarken im Betrage der
tichteten Abgabe durch das Kreisamt aufzukleben und zu entwerten.
Bei den von der Stempelabgabe befreiten Perſonen (§ 23) erhalten die Radfahr=
pen
auf der Rückſeite den Vermerk Stempelfrei bis 31. März 19
§ 18. Die Nummerplatte trägt auf beiden Seiten auf weißem Grund in 6 cm
ther lateiniſcher Schrift den Anfangsbuchſtaben der Behörde, die die Radfahrkarte
sgeſtellt hat (für das Kreisamt Dieburg Di) und dahinter in 5 cm hohen Ziffern die
Uummer der Radfahrkarte (§ 16). Die Nummern werden, je nachdem ſie von einer
lörde der Provinz Starkenburg, Oberheſſen oder Rheinheſſen zugeteilt worden ſind.
wter, blauer oder grüner Farbe aufgetragen. Bei den für den Landbezirk eines
Beiſes ausgegebenen Nummerplatten iſt der betreffende Buchſtabe in der Farbe der
Emmer, bei den Nummerplatten für den Stadtbezirk eines Kreiſes dagegen in
ſſſmarzer Farbe ausgeführt.
Das Fahrrad muß beim Befahren öffentlicher Wege und Plätze mit der Nummer=
ite
verſehen ſein. Letztere, deren Inſchrift ſtets in lesbarem Zuſtande erhalten wer=
Unrmuß, iſt in der Richtung der Längsaxe des Fahrrades und nach vorn gerichtet derart
befeſtigen, daß die Inſchrift von beiden Seiten gut ſichtbar iſt. Die Nummerplatte
n von der Behörde beſchafft und den Beſitzern von abgabepflichtigen Fahrrädern
Uentgeltlich gelieſert. Wer von der Stempelabgabe befreit iſt, hat die Koſten der
Ermerplatte zu erſetzen.
Boſitzer von ſolchen Fahrrädern, die mit Nummerplatten verſehen ſind, dürfen
Kontrollierung der Abgabe nicht angehalten werden,
§ 19. Die Abgabe iſt von einer und derſelben Perſon, auch bei einem Wechſel des
hrrades, innerhalb desſelben Jahres (1. April bis 31. März) ſtets nur einmal, und
ler erſtmalig bei der Anmeldung des Fahrrades und ſodann alljährlich im Monat
Miz für das darauffolgende Rechnungsjahr unter Vorlage der Radfahrkarte bei dem
eisamt zu entrichten.
Innerhalb der gleichen Friſten haben die Perſonen, die gemäß § 23 Befreiung
Ii der Abgabepflicht in Anſpruch nehmen, bei dem Kreisamt entſprechenden Antrag
Aſellen.
§ 20. Wer den Beſitz eines anmeldepflichtigen Fahrrades im Laufe eines Jahres
gibt oder verliert, hat dies dem Kreisamt ſeines Wohn= oder Aufenthaltsortes läng=
s
binnen einer Woche unter Vorzeigung der Karte und Rückgabe der Nummerplatte
Ir zeigen.
Wer ohne den Beſitz aufzugeben, das Fahrrad auf öffentlichen Wegen und
ſit en nicht mehr benutzen will, kann ſich durch Abmelden des Rades unter Rückgabe
Nummerplatte von der weiteren Abgabepflicht befreien.
Die Abmeldung iſt in das nach § 16 zu führende Verzeichnis einzutragen und dem
ſmeldenden auf Verlangen auf der ihm erteilten Karte zu beſcheinigen.
§ 21. Verlegt der Beſitzer eines anmeldepflichtigen Fahrrades ſeinen Wohn=
r
Aufenthaltsort in einen anderen Kreis, ſo iſt das Rad bei dem Kreisamt, das die
Adfahrkarte ausgeſtellt hat, abzumelden und bei dem für den neuen Wohn= oder
Afenthaltsort zuſtändigen Kreisamt unter Vorlage der Radfahrkarte anzumelden; das
üiere erteilt eine neue Nummerplatte und zieht die bisher geführte Nummerplatte
Mufs Rückgabe an das zuſtändige Kreisamt ein.
§ 22. Es iſt verboten, Nummerplatten eigenmächtig anzufertigen, die Inſchrift
Nummerplatten eigenmächtig zu ändern und ſolche Nummerplatten zu führer, die
t von der zuſtändigen Behörde erteilt ſind.
Der Beſitzer eines mit Nummerplatte verſehenen Fahrrades darf dieſes an
ülſere Perſonen zur Benutzung auf öffentlichen Wegen und Plätzen nur vorübergehend
Prlaſſen.
F. Ausnahmen.
§ 23. Von der Stempelabgabe ſind befreit:
1. Militärperſonen und ſonſtige Perſonen, die in Dienſten des Reiches oder eines
Bundesſtaates, einer Provinz, eines Kreiſes oder einer Gemeinde ſtehen und
Fahrräder überwiegend zur Erledigung der ihnen obliegenden Dienſt=
geſchäfte
benutzen;
Perſonen, die das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zur
Arbeitsſtelle oder zur Ausübung ihres Berufes oder Gewerbes benutzen, ſofern
ihr Einkommen den Betrag von jährlich 1500 Mark nicht erreicht:
Schüler, die das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zum Beſuche
der in einer anderen Gemeinde oder mindeſtens 2½ Kilometer von der Wohnung
entfernt gelegenen Schule benutzen:
4. Perſonen, die ſich zum Kurgebrauch oder weniger als 30 Tage lang im Groß=
herzogtum
aufhalten:
5. Perſonen, die ein Fahrrad, für das die Stempelabgabe bereits entrichtet iſt,
vorübergehend benützen (§ 22. Abſ. 2).
§ 24. Wird auf Grund des § 23 eine Befreiung von der Stempelabgabe in An=
ſſlich
gensmanen, ſo iſt vorzulegen:

l. in den Fällen der Ziſer 1 eine Beſcheinigung der vorgeſeihlen Dienſbehörde da=
hingehend
, daß das Fahrrad überwiegend zu dienſtlichen Zwecken
verwendet wird.
2. in den Fällen der Ziffer 2 der letzte Steuerzettel und eine Beſcheinigung der
Bürgermeiſterei ode? Polizeibehörde über das Vorliegen der weiteren Voraus=
ſetzung
. Bei Bedienſteten genügt hinſichtlich des letzten Punktes eine Beſcheinig=
ung
des Arbeitgebers, die jedoch durch die Bürgermeiſterei oder Polizeibehörde
beſtätigt ſein muß;
3. in den Fällen der Ziffer 3 eine Beſcheinigung der Bürgermeiſterei oder der
Polizeibehörde oder des Klaſſenlehrers.
Ueber den Anſpruch entſcheidet, vorbehaltlich der Beſchwerde an das Miniſterium
des Innern, das Kreisamt, bei dem die Stempelabgabe zu entrichten ſein würde,
Die Steuerbehörden ſind verpflichtet, den Kreisämtern auf Verlangen jede zur
Entſcheidung erforderliche Auskunft zu geben.
§ 25. Eine Verpflichtung zum Führen einer Nummerplatte und zum Mit=
führen
einer Radfahrkarte beſteht nicht für die in § 23 Ziffer 1 genannten Per=
ſonen
, wenn:
1. dieſe bei Benutzung des Rades Uniform, Amtskleidung oder ein Amtsabzeichen
tragen oder
2. das Rad als zu Dienſtzwecke beſtimmt von der vorgeſetzten Behörde kenntlich
gemacht iſt.
§ 26. Ob und inwieweit Ausnahmen von den in Gemäßheit des § 13 ergangenen
Vorſchriften für den dienſtlichen Radfahrverkehr der Beamten der Poſt= und Tele=
graphenverwaltung
und anderer öffentlicher Verwaltungen, ſowie der Gendarmen
zuzulaſſen ſind, beſtimmt das Miniſterium des Innern.
G. Strafbeſtimmungen.
§ 27. Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften über die Entrichtung der
Stempelabgabe werden nach dem Geſetz vom 12. Auguſt 1899 über den Urkunden=
ſtempel
in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. März 1907, Zuwiderhand=
lungen
gegen die übrigen Vorſchriften dieſer Verordnung und gegen die darin vor=
behaltenen
allgemeinen oder beſonderen polizeilichen Anordnungen (§ 13) in Gemäß=
heit
des § 366 Nr 10 des Reichsſtrafgeſetzbuches mit Geldſtrafe bis zu 60 Mark oder
mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft.
Urkundenſtempelgeſetz.
Artikel 31, Abſ. 1. Die im Art. 14 Nr. 2 bezeichneten Perſonen haben, wenn ſie
den Vorſchriften bezüglich der Verpflichtung zur Entrichtung des Stempels zuwider=
handeln
, unbeſchadet ihrer Haftpflicht für den fehlenden Stempel (Art. 14), eine Geld=
ſtrafe
verwirkt, welche dem vierfachen Betrage des hinterzogenen Stempels gleich=
kommt
, mindeſtens aber drei Mark beträgt. Jede zuwiderhandelnde Perſon trifft die
ganze Strafe. Auf Beamte findet dieſe Vorſchriſt keine Anwendung.
Abſ. 3. Die Verhängung der Strafe erfolgt nach Maßgabe der Vorſchriften
des Geſetzes, die Einführung des Verwaltungsſtrafbeſcheids bei Zuwiderhandlungen
gegen die Vorſchriften über die Erhebung öffentlicher Abgaben und Gefälle betreffend,
vom 20. September 1890.
Abſ. 4. Wenn ſich aus den Umſtänden ergibt, daß eine Stempelhinterziehung
nicht hat verübt werden können oder nicht beabſichtigt worden iſt, ſo tritt ſtatt der
vorgedachten Geldſtrafe eine Ordnungsſtrafe bis zu zweihundert Mark ein.
Art. 33. Wer es, den beſtehenden Beſtimmungen zuwider, unterläßt, die nach
den Tarifnummern 10, 35, 41. 49, 50, 53, 60, 90 erforderlichen Erlaubnisſcheine und
Karten zu löſen, verfällt in die im Artikel 31 Abſ. 1 beſtimmte Strafe. Die Vor=
ſchriften
des Artikels 31 Abſ. 2 bis 4 ſinden entſprechende Anwendung.
Die hinterzogene Stempelabgabe iſt von demjenigen nachzuentrichten, der im
Falle der Loſung des Erlaubnisſcheines oder der Karte zur Zahlung des Stempels
verpflichtet geweſen wäre. Die Einziehung der Abgabe erfolgt nach Maßgabe der
Vorſchriſten des Artikels 26.
Unterſteht die Perſon, die nach Abſ. 2 die Stempelabgabe nachzuentrichten hat,
wegen Minderjährigkeit oder wegen ihres geiſtigen oder körperlichen Zuſtandes der
Beaufſichtigung, ſo haftet für die Entrichtung der Stempelabgabe auch derjenige=
welcher
kraft Geſetzes zur Führung der Aufſicht verpflichtet iſt. Die Haftbarkeit tritt
nicht ein, wenn der Aufſichtspflichtige nachweiſt, daß er ſeiner Pflicht genügt hat oder
daß die Stempelhinterziehung auch bei gehöriger Aufſichtsführung erfolgt ſein würde,
Die Beſtimmung des Abſ. 2. Satz 2 findet Anwendung.
An die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Vorſtehende Bekanntmachung empfehlen wir Ihnen wiederholt in geeignet
erſcheinender Weiſe zur Kenntnis der Intereſſenten Ihrer Gemeinde zu bringen.
Darmſtadt, den 15. Februar 1913
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
(4792a

Bekanntmachung.

Nachſtehende Schießtage auf dem Truppenübungsplatz bringen wir hierdurch
zur allgemeinen Kenntnis,
(4789a
Darmſtadt, den 20. Februar 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.

Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppen=Uebungsplatz Darmſtadt
für die Zeit vom 25. Februar bis 20. März 1913.

Dauer der Die Abſperrung
Truppenteil
Abſperrung
Datum
Tag
erſtreckt ſich
von bis
11. März Dienstag
III. Batl. 2. Reſ.= 11o0V. 500 N. Bis zum Land=
Donnerstag 1 Inf.=Regt. XIV. A.=K.
13. März
graben.
Maſchinengewehr= zooP. 200 N.
Samstag
15. März
1 Ausbildungskurſus

An die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.

Unter Hinweis auf den nachſtehend abgedruckten Artikel 39 Ziffer 2 des Feld=
ſtrafgeſetzes
vom 13. Juli 1904 beauftragen wir Sie, den Zeitraum, während deſſen
die Tauben demnächſt eingeſchloſſen zu halten ſind, alsbald zu beſtimmen und in
Ihren Gemeinden wiederholt öffentlich bekannt zu machen. Bei der Bekanntmachung
wollen Sie ausdrücklich darauf hinweiſen, daß mit Rückſicht auf die Schäden, die
von Tauben zur Saatzeit angerichtet zu werden pflegen, eine genaue Beobachtung
der Vorſchrit im landwirtſchaftlichen Intereſſe verlangt werden muß.
Dem Polizei= und Feldſchutzperſonal iſt die Durchführung Ihrer Anord=
nung
anzuempfehlen.
Darmſtadt, den 6. März 1913.
(5949is
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
I. V.: Dr. Reinhart.
Artikel 39 Ziffer 2 des Feldſtrafgeſetzes.
Mit Geldſtrafe bis zu 30 Mk. oder mit Haft bis zu einer Woche wird beſtraft:
Wer Tauben zur Saat= oder Erntezeit innerhalb des durch die Ortspolzei=
behörde
beſtimmten und öffentlich bekannt gemachten Zeitraums nicht eingeſchloſſen hält.

Bekanntmachung.

Der § 79 Ziff. 4 der Eiſenbahn=Bau= und Betriebsordnung ſchreibt vor, daß
Fuhrwerke und Tiere, welche Uebergänge von Nebenbahnen überſchreiten ſollen,
an den Warnungstafeln, oder wo ſolche fehlen, in angemeſſener Entfernung von der
Bahn angehalten werden müſſen, wenn ſich ein Zug nähert.
Dieſer Beſtimmung wird nicht immer die gebührende Beachtung geſchenkt und
deshalb die Gefahr eines ſchweren Unfalls leichtſinnig heraufbeſchworen.
Wir ſehen uns daher veranlaßt, alle Wagenführer, insbeſondere auch die zur
Feldbeſtellung fahrenden und von dieſer heimkehrenden Landwirte auf obige Vor=
ſchrift
aufmerkſam zu machen und vor den ſchweren Folgen, die Zuwiderhandlungen
(5948
leicht herbeiführen können, eindringlich zu warnen.
Darmſtadt, den 6. März 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.

[ ][  ][ ]

Bekanntmachung.

Die Lieferung der Schreibmaterialien für die unterzeichneten Behörden im Rech=
nungsjahre
1913 ſoll im Submiſſionswege vergeben werden.
Offerten ſind bis zum 20. d. Mts. dahier einzureichen.
Zuſchlagsfriſt drei Tage.
Die miniſteriellen Vorſchriften finden Anwendung, insbeſondere ſind für ote
Eigenſchaften des Papiers die in der Bekanntmachung des Großh. Staatsminiſteriums
vom 17. Januar 1907 (Reg.=Bl. Nr. 7 von 1907) vorgeſchriebenen Beſtimmungen
maßgebend.
(5946
Darmſtadt, am 6. März 1913.
Großherzogliche Provinzial=Direktion Starkenburg
und
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.

Bekanntmachung.

Betreffend: Pflegekinderaufſicht in den Landgemeinden des Kreiſes.
Ein Kind unter 6 Jahren darf im Kreiſe Darmſtadt in entgeltliche Pflege
nur mit Erlaubnis der Ortspolizeibehörde untergebracht werden. Ehe dieſe Er=
laubnis
erteilt werden kann, ſind die perſönlichen und häuslichen Verhältniſſe der
Pflegeeltern eingehend durch die Behörden zu prüfen. Dies erfordert ſtets einige Zeit.
Wir empfehlen deshalb denjenigen, in den Landgemeinden des Kreiſes wohnen=
den
Perſonen, die Pflegekinder aufnehmen wollen, ſich vorher, und zwar als=
bald
, bei den Großb Bürgermeiſtereien, oder der Kreispflegerin der Großh. Zentrale
für Mutter= und Säuglingsfürſorge, die regelmäßig die Landgemeinden beſucht
anzumelden. Die Pflegeſtellen werden alsdann geprüft und geeignetenfalls vor=
gemerkt
.
Vor Erteilung der ortspolizeilichen Genehmigung darf kein Pflegekind an=
genommen
werden. Bei Zuwiderhandlungen kann die Eltern, ſowie diejenigen
Mittelsperſonen, welche das Kind in Pflege gegeben haben, eine Geldſtrafe von 40
bis 150 Mark treffen. Auch kann die Auflöſung des Pflegeverhältniſſes in ſolchen
Fällen herbeigeführt werden.
Die Pflegemütter werden daher in ihrem eigenen Intereſſe davor ge=
warnt
, ein Pflegekind aufzunehmen, ehe die ortspolizeiliche Genehmigung und
der darüber auszufertigende Erlaubnisſchein erteilt worden iſt. Auch die Pflege=
mütter
trifft die geſetzliche Strafe, wenn ſie gegen die Vorſchriften des Geſetzes vom
10. September 1878 verſtoßen.
Bei dieſem Anlaſſe fordern wir die Pflegemütter, welche fremde Kinder gegen
Entgelt in Pflege haben, wenn ſie in Landgemeinden wohnen, in denen unent=

geltliche ärztliche Beratungsſtellen der Großh. Zentrale für Mutter= und
Säuglingsfürſorge beſtehen, andurch auf, dieſe regelmäßig zu beſuchen, ſolange das
Pflegekind noch nicht älter als 1½ Jahre iſt.
Darmſtadt, den 7. März 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
An die Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes
Darmſtadt.
Die obenſtehende Bekanntmachung wollen Sie alsbald und alsdann regel=
mäßig
am Anfang jeden Vierteljahres ortsüblich bekannt machen. Sie wollen jed
Gelegenheit benützen, um die Kenntnis dieſer Vorſchriften bei den Beteiligten zu ver
breiten, damit ſo einer Beſtrafung vorgebeugt wird. Verfehlungen gegen die Vor=
ſchriften
ſind bei uns jeweils zur Anzeige zu bringen. Vor Erteilung der Er=
laubnis
zur Unterbringung eines Pflegekindes in einer Pflegeſtelle gegen Entgelt=
iſt
die Kreispflegerin der Großh. Zentrale für Mutter= und Säuglingsfürſorge
zu hören. Bei Meinungsverſchiedenheiten mit dieſer wollen Sie uns Vorlage machen.
Stirbt ein Pflegekind, ſo iſt gemäß § 16 der Inſtruktion ſofort, d. h. an dem
ſelben Tage, Abſchrift des Todeszeugniſſes unter Vermerk Eilt anher vorzulegen.
Jeder Todesfall wird nach Vorſchrift von uns und den ſonſt zuſtändigen Stellen
unterſucht werden. Liegt der Verdacht einer ſtrafbaren Handlung vor, ſo iſt dier
Großh. Staatsanwaltſchaft und der Großh. Kreisarzt von Ihnen ebenfalls ſofort zu
benachrichtigen.
(5944id
Darmſtadt, den 7. März 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.

Das Großh. Miniſterium des Innern hat dem Guſtav=Adolf=Frauenverein in
Darmſtadt geſtattet, am 27. Mai 1913 dahier eine Verloſung von Gebrauchs= und
Lurusgegenſtänden zum Beſten bedürftiger evangeliſcher Diaſpora=Gemeinden zu
veranſtalten. Es dürfen bis zu 8000 Loſe zu 0,20 Mk. das Stück ausgegeben werden.
Der Wert der Gewinngegenſtände muß mindeſtens 60 Prozent des Bruttoerlöſes aus
dem Verkaufe der Loſe betragen. Der Vertrieb der Loſe im Kreiſe Darmſtadt iſt
geſtattet.
(5945

Großh. Miniſterium des Innern hat dem Landwirtſchaftlichen Bezirksverein
Mannheim und dem Badiſchen Rennverein daſelbſt die Erlaubnis erteilt, 10000 Loſe
einer am 7. Mai ds. Js. gelegentlich des Mannheimer Maimarktes zu veranſtalten=
den
Verloſung von Pferden, Rindvieh und verſchiedenen Sachgewinnen innerhalb
des Großherzogtums zu vertreiben. Nach dem von der zuſtändigen Behörde,
genehmigten Verloſungsplan dürfen bis zu 100000 Loſe à 1 Mk. ausgegeben werden
Zum Vertrieb in Heſfen dürfen nur mit dem heſſiſchen Zulaſſungsſtempel verſehene
Loſe gelangen.
(5992

Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.

Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 1 Dobermann. Die Hunde können von den Eigentümern
bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der
nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vorm. um
(5951
10 Uhr, ſtatt.

Oeffentliche Impfung.

Mittwoch, den 19. Februar, und die folgenden Mittwoche,
ſolange Bedürfnis, von nachmittags ½3 Uhr ab unentgeltliche
Impftermine im Schulhaus in der Rundeturmſtraße für im Vor=
jahr
impfpflichtige, bis jetzt noch nicht geimpfte Kinder.
Angeordnete Wiederimpfungen werden in dieſen Terminen
ebenfalls vorgenommen.
Nachſchau jeweils acht Tage ſpäter, bei Meidung der ge=
ſſetzlichen
Strafe.
Nachſtehende Verhaltungs=Vorſchriften werden zur Beachtung
bekannt gegeben:
Aus einem Hauſe, in welchem anſteckende Krankheiten, wie
Scharlach, Maſern, Diphtherie, Krup, Keuchhuſten. Flecktyphus,
roſenartige Entzündungen oder die natürlichen Pocken herrſchen,
dürfen die Impflinge zum allgemeinen Termine nicht gebracht werden.
Die Eltern des Impflings oder deren Vertreter haben dem
Impfarzte vor der Ausführung der Impfung über frühere oder noch
beſtehende Krankheiten des Kindes Mitteilung zu machen.
Die Kinder müſſen zum Impftermin mit rein gewaſchenem
Körper und mit reinen Kleidern gebracht werden.
Darmſtadt, den 15. Februar 1913.
(4232a
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Schmitt.

Verſteigerungs-Anzeige.

Dienstag, 11. März 1913, nachmittags 3 Uhr,
kommen im ſtädtiſchen Pfandlokale Altes Theater in der Hoch=
ſchulſtraße
nachſtehende Gegenſtände öffentlich zwangsweiſe gegen
Barzahlung zur Verſteigerung:
2 moderne Bücherſchränke, 2 Stehſchreibpulte, 2 Waren=
ſchränke
, 1 Warenregal, 2 große Ladentiſche, 1 Schreibtiſch,
ovaler Tiſch, 3 Diwans, 2 Vertikos, 1 Spiegelſchrank,
1 Waſchkommode mit Marmorplatte, ſowie 1 mittelgroßer
Kaſſenſchrank.
(5831si
Darmſtadt, den 7. März 1913.
Dörr, ſtädt. Pfandmeiſter.

Verſteigerungs-Anzeige.

Mittwoch, den 12. März 1913,
dormittags 11 Uhr und nachmittags 3 Uhr, werden im Pfand=
lokal
Rundeturmſtraße 16 (Reſtauration zur Roſenhöhe) in
Darmſtadt
1. zwangsweiſe: verſchiedene Möbel, als Vertiko, Büfetts,
Schreibtiſche, Kleiderſchränke, Waſchkommoden, 1 Salon=
ſchrank
, 1 Plüſchgarnitur, Trumeauſpiegel, Diwans, 1 Schreib=
kommode
, 1 Bücherſchrank, Bilder, Blumentiſche, Pianinos,
1 Jalouſieſchrank, ferner 2 große Ladenſchränke, Ladenregale,
Ladentheken, eiſ. Behälter, Damenſtiefel, Fußballſchuhe,
Tennisſchuhe, Damenſergſchuhe, 1 Partie Pappe und
2 vierräder. Wagen,
2. auf freiwilliges Anſtehen: 2 vollſtändige Betten,
Waſchſchrankchen, 1 Küchenſchrank, 4 Stühle und
1 Chiffonniere
durch den Unterzeichneten verſteigert.
die Verſteigerung der fettgedruckten Sachen findet ſicher
ſtatt.
(6015
Berbert, Großh. Gerichtsvollzieher,
Georgenſtraße 11, I.

Gesangverein Eintracht‟ Traisa b. Darmstadt.
Zu unſerem am 24., 25. und 26. Mai ſtattfindenden

Gesangs-Wettstreit
verbunden mit Fahnenweihe
ſind Plätze für Karuſſel, Schießhalle, Photographiebude, Zucker
buden uſw. zu vergeben. Außerdem der Wirtſchaftsbetrieb auf
dem Feſtplatz. Offerten mit Preisangabe ſind bis spätestens
18. März an Herrn J. W. Leißler, Traiſa, einzureichen.
(5972

Lieferung von Schläuchen
für das Rechnungsjahr 1913,

Bedingungen liegen in dem Ge=
ſchäftszimmer
, Waldſtraße Nr. 19,
während der Dienſtſtunden zur
Einſicht offen, auch werden ſie
gegen Entrichtung von 50 Pfg.
abgegeben.
(5569dsi
Eine Abgabe der Bedingungen
nach auswärts findet nicht ſtatt.
Angebote ſind bis
Donnerstag, 13. März I. Js.,
vormittags 11½ Uhr,
daſelbſt einzureichen.
Darmſtadt, 27. Februar 1913.
Städt. Waſſerwerksverwaltung.
Rudolph.

Lieferung
von gußeiſernen Muffenröhren
und Formſtücken im Rechnungs=
jahr
1913.

Bedingungen liegen in dem Ge=
ſchäftszimmer
, Waldſtraße Nr. 19,
während der Dienſtſtunden zur
Einſicht offen, auch werden ſie
gegen vorherige Einſendung von
50 Pfg. in Briefmarken abgegeben.
Angebote ſind bis
Donnerstag, 13. März 1913,
vormittags 11 Uhr,
daſelbſt einzureichen. (5571dsi
Darmſtadt, 27. Februar 1913.
Städt. Waſſerwerksverwaltung.
Rudolph.

Fuhrleiſtungen
im Rechnungsjahr 1913.

Bedingungen liegen in dem Ge=
ſchäftszimmer
, Waldſtraße Nr. 19,
während der Dienſtſtunden zur
Einſicht offen, auch werden dort
die Angebotsformulare abgegeben.
Angebote ſind bis
Donnerstag, 13. März I. Js.,
vormittags 10½ Uhr,
daſelbſt einzureichen. (5570dsi
Darmſtadt, 27. Februar 1913.
Städt. Waſſerwerksverwaltung.
Rudolph.

G.
erdarbeiten
im Rechnungsjahr 1913.

Bedingungen liegen in dem Ge=
ſchäftszimmer
, Waldſtraße Nr. 19,
während der Dienſtſtunden zur
Einſicht offen, auch werden dort
die Angebotsformulare abgegeben.
Angebote find bis
Donnerstag, 13. März I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
daſelbſt einzureichen. (5568dsi
Darmſtadt, 27. Februar 1913.
Städt. Waſſerwerksverwaltung.
Rudolph.

Lieferung
von Hydranten und Abſperr=
ſchiebern
für das Rechnungs
jahr 1913.

Bedingungen liegen in dem Ge=
ſchäftszimmer
, Waldſtraße Nr. 19,
während der Dienſtſtunden zur
Einſicht offen, auch werden ſie
gegen vorherige Einſendung von
50 Pfg. in Briefmarken abgegeben.
Angebote ſind bis
Donnerstag, 13. März I. Js.,
vormittags 9½ Uhr,
daſelbſt einzureichen. (5572dsi
Darmſtadt, 27. Februar 1913.
Städt. Waſſerwerksverwaltung.
Rudolph.

V
2 Motorr ader
wegen Räumung ſpottbill. zu verk.
Schäfer, Frankfurterſtraße 130.
Telephon 1380. (*6682

Wir zeigen hiermit an, daß wir die Zinss
vergütung auf

Scheck=Konto
bis auf Weiteres auf 3½% feſtgeſetzt haben.
Für Gelder mit beſtimmter Kündigungsfriſt
bleibt beſondere Vereinbarung wegen der Zins=
vergütung
vorbehalten.
Darmſtadt, den 11. März 1913.
(IV, 6000, 129
Bank für Handel und Industrie.

Die noch rückſtändigen Rechnungen
über Forderungen an uns aus dem Jahre 1912 ſind wegen unſeres
demnächſtigen Bücherſchluſſes
(5989im
bis ſpäteſtens 25. ds. Mts.
einzuſenden.
Darmſtadt, den 10. März 1913.
Großherzogliche Kabinetts= und Hofkaſſe.

Für Bauunternehmer
Architekturen, Fassaden und Details auf Möbel,
Malerei und Perspektiven liefert billigst. Hervor-
rag
. Arch. Gefl. Anfragen unter M 81 an die
Expedition ds. Bl.
(5364a

Die Fuhrleiſtungen

und die Ausführung von land=
wirtſchaftlichen
Arbeiten für die
ſtädtiſche Güterverwaltung in der
Zeit vom 1. April 1913 bis dahin
1916 ſollen vergeben werden. Ar=
beitsbeſchreibungen
und Beding=
ungen
liegen im Stadthaus, Rhein=
ſtraße
16/18, Zimmer Nr. 39, wäh
rend der Dienſtſtunden zur Ein=
ſicht
offen. Auch gelangen dort
die Angebotsformulare zur Aus=
gabe
.
(5988im
Angebote ſind bis
Freitag, den 14. Ifd. Mts.,
vormittags 10 Uhr,
daſelbſt anzumelden.
Darmſtadt, 7. März 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Jaeger.

Bekanntmachung.

Dienstag, 18. März I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Metzger Philipr
Krämer dahier und deſſen Kindern
im Grundbuch hieſiger Gemarkuug
zugeſchriebene Liegenſchaft:
qm
Flur Nr.
II 1215 125 Hofreite Neue
Ireneſtr. 4,
II 1216 60 Grasgarten da=
ſelbſt
,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K21/13
verſteigert werden.
Falls andere rechtliche Hinder=
niſſe
nicht entgegenſtehen, wird Ge=
nehmigung
der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht er=
reicht
.
Darmſtadt, 4. März 1913.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V,5960

Wandervogel=Hut bill. zu vert.
VILän2i) Kiesſtr. 47 part.

Die Lieferung von Kohlen füll
die Ober=Poſtdirektion, die
Poſtämter und das Telegraphen
amt zu Darmſtadt für das Recht
nungsjahr 1913 ſoll im Wege de
öffentlichen Anbietungsverfahren
vergeben werden. Angebote mi
der Aufſchrift Lieferung voll
Kohlen ſind bis zum 27. Mähl
10 Uhr vormittags, an die Ober
poſtdirektion einzureichen, zu wel
cher Zeit ihre Oeffnung im Zim
mer 93 erfolgen wird. In dieſem
Zimmer können die Anbietungs
und Lieferungsbedingungen ein
geſehen oder in Empfang genom
men werden. Zuſchlagsfriſt vier
zehn Tage.
(5981
Darmſtadt, 6. März 1913.
Kaiſerliche Ober=Poſtdirektion.
Matratzenſtreu=Verkauf.
Dienstag, den 18. ds. Mts.,
um 8 Uhr vormittags,
wird im Hofe der Artilleriekaſerne
am Beſſunger Weg die Winten
matratzenſtreu aus einem Batterie
ſtall öffentlich und meiſtbietend
(5928oim
verſteigert.
Darmſtadt, im März 1913.
1. Abteilung
Feldartillerie=Regts. Nr. 61.
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Haus beidegg.
Von Hedda v. Schmid.
(Nachdruck verhoten.)

Holzfäller aus Eldenau hatten Erikas Fuchs einge=
ingen
. In der Satteltaſche ſteckte ihr Revolver. Sie ſel=
r
lag mitten auf einem Waldwege, wo das ſcheue Tier,
s wegen der langen Stallruhe beſonders wild geweſen
llin mußte, ſie im Schneeſturm in der vorigen Nacht ab=
n
orfen hatte.
Halb vom Schnee verweht, lag ſie da, als die Knechte
Ffanden. Der Arzt nahm an, daß der Sturz aus dem
attel ſie nur betäubt habe, und daß ſie dann in der eiſi=
i
Kälte erfroren ſei. In der Taſche von Fabis Man=
den
Erika bei ihrem Todesritt getragen, fand ſich
Schlüſſel zu Diez’ Zimmertür.
Die vier Heidegger Geſchwiſter ſtanden ſtumm und er=
fürtert
an Erikas Leiche, die in Eldenau aufgebahrt
Rr.
Sie hatte es nicht mit anſehen wollen, daß ein an=
ſer
als ſie Herr auf Heidegg wurde, ſagte Nika leiſe.
Keiner von ihnen hatte Erika geliebt, aber es bewegte
doch tief, daß wieder ein Stück Heidegg mit ihrer
Ehweſter zu Grabe ging. Erſt viel ſpäter berichtete Diez,
es an einem Haar gehangen habe in jener Nacht,
er und mit ihm auch das alte Haus in den Flammen
Grunde gegangen wären.

Als die Brüder am Tage nach Erika Beerdigung ihre
ihnen vom Vater teſtamentariſch auferlegte Pflicht erfüll=
ten
und um Heidegg das Los warfen, fiel dieſes auf
Klaus. Der nahm das weiße Blättchen und legte es in
ſeines Bruders Diez Hände: Dir übergebe ich unſer
Heidegg, kam es feierlich von ſeinen Lippen, Du haſt es
durch Deinen todesmutigen Sprung aus der Turmſtube
Dir teuer erkauft, Bruder und keinem gebe ich es lie=
her
als Dir. Fabi wird es mir verzeihen. Du, Diez,
biſt eben der Heimatloſeſte von uns Heidegger Kindern!
Klaus’ Blick ſuchte Nika ſie ſchaute ihn fragend,
dann verſtehend an und wandte ſich ſcheu ab.
Ach, wenn ſie doch Klaus hätte lieben können. Nun
mußte er ihretwegen leiden. Bald kam die Zeit, wo ſie
und die Heidegger nicht mehr ſo eng befreundet ſein wür=
den
, wie jetzt, wo Eldenau und Heidegg in eins zu ver=
ſchmelzen
ſchienen. Fabi feierte ſpäte Flitterwochen. Jede
freie Minute verbrachte er nun bei ſeiner Frau.
Wollen Sie mir Ihre Freundſchaft ſchenken, Nika?
hatte Irma ſchüchtern gebeten.
Nika hatte ſie ſtatt jeder Antwort herzlich umarmt.
Nun, wo auch die Edelchen zur Reiſe rüſtete, blieb für
Nika nur noch die alte getreue Donna Elvira; denn
Diez ach Diez war rein wie verwandelt. Der alte
Ton konnte zwiſchen ihnen gar nicht mehr aufkommen.
Warum er es mir nur ſo übel genommen hat, daß
ich ihm Geld angeboten?! dachte Nika oft ganz verzwei=

ſit ic, en iente ie ucht ache ſe ndemten und
Heidegg hinüber wie früher.
Reginald hatte ſich bei der Admiralin melden laſſen.
Ueber eine Stunde weilte er nun bereits in ihrem Kabi=
nett
, und zwar, wie es Iſa ſchien, in ſehr wichtiger Un=
terredung
. Wollte er am Ende Bubi jetzt ſchon zurück=
fordern
? Aber, nein, den gab ſie nicht her. Doch ſie
konnte die Furcht nicht los werden, daß die Unterredung
hinter verſchloſſener Tür von Bubi handelte.
Als Reginald endlich heraustrat, flog Iſa auf ihn
zu: Onkel Regi, worüber habt Ihr ſo lange geſprochen?
Bitte, bitte, ſage es mir ich vergehe vor nein
nicht vor Neugierde, wie Du gewiß denkſt, ſondern vor
Unruhe.
Ihre beiden Hände ergreifend, führte er Iſa zu einem
Diwan und ließ ſich neben ihr nieder: Wir ſprechen ſo=
eben
Deine und Bubis Zukunft, Iſa.
Siehſt Du, Onkel Regi, das dacht ich mir, rief Iſa
ängſtlich, Du willſt uns Bubi fortnehmen aber, aber
ſie ſchwieg einen Moment und ſtieß dann hervor: Iſt
Bubis Mutter zurückgekehrt? Ja, dann dürfen wir ihn
nicht mehr behalten?
Sie ſah ſo liebreizend aus in ihrem Kummer, daß
Reginald alle ſeine Vorſätze vergaß, Iſas Kopf an ſeine
Bruſt preßte und flüſterte: Bubis Mutter kommt nie wie=
der
zu uns, ſie will weder von ihrem Kinde, noch von

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mir etwas wiſſen; doch habe nur Geduld, Iſa, mein
Kleines, mein Alles ich will Bubi eine Mutter geben,
die ihn mehr liebt, als ſeine rechte
Er gab Iſa aus ſeiner heftigen Umarmung frei und
ſagte dann ernſt: Vertrauſt Du mir, der Dich mehr liebt,
denn alles auf der Welt?
Sie verſtand ihn, ſie war plötzlich nicht mehr die
kindliche Iſa ſie erſchauerte in dem Bewußtſein, daß
ſich ſoeben das Glück ihres Lebens entſchied.
Schon vor Weihnachten, als mein Schwiegervater
mich zu ſich rief, fuhr Reginald fort, beſchloſſen wir dort
meine Scheidung. Die Admiralin, unſere mütterliche
Freundin, iſt in alles eingeweiht. Wir wollen einander
nicht früher wiederſehen, Iſa, bis ich frei bin und kommen
darf, um Dich mit Bubi heimzuholen.
Er nahm ihren Kopf zwiſchen ſeine Hände und küßte
ſie ſanft zum Abſchied auf die Stirn. Nun hatte Mutter
Chriſtels Neſtküken ſeine Heimat gefunden. In dieſer
glücklichſten Stunde ihres Lebens dachte Iſa voller Zärt=
lichkeit
an Heidegg. In ihrem Glück liebte ſie es noch
inniger, das alte, teure Elternhaus.
Frühlingsſtürme zogen über das Land, als für Edel=
chen
die Abſchiedsſtunde ſchlug. Fabi und Irma brachten
ſie zur Bahn. Der Weg führte an dem Bauplatz vorüber
wo ſich das Fundament des neuen Pfarrhauſes bereits
erhob.
Edelchen ſchaute unwillkürlich dahin. Der Paſtor
hatte geſtern abend ſich kühl von ihr verabſchiedet. Dort
ſtand er nun inmitten der Arbeiter. Sie waren die Sei=
nen
, zu ihnen gehörte er. Aber ſo lange Edelchen ſeine
ſchlanke, dunkle Geſtalt ſehen konnte, ließen ihre Augen
nicht von ihr. Vielleicht war die Kunſt nur etwas Kaltes
und Starres im Vergleich zu einem treuen, warmen
Menſchenherzen, das ſich einem voll erſchließt.
Nun kam Heidegg in Sicht. Der runde, ſtolze Turm
war das letzte Bild, das Edelchen von ihrer Kinderheimat
in ihr neues Leben hinübernahm.
Denſelben Weg hier ritt ein paar Stunden ſpäter

Nika. Auch ſie hatte ſich den Neubau, der ſo gut wie ihre
Schöpfung war, angeſehen. Sie ließ ihr Pferd im Schritt
gehen. Jetzt, am hellen Aprilnachmittag brauchte ſie die
Einſamkeit der Landſtraße nicht zu fürchten.
Da tauchte ſeitwärts auf einem Feldweg ein Reiter
auf, der, als er Nika erblickte, ſeinen Rappen in eine
ſchnellere Gangart verſetzte. Es war Diez, der auf Nika
zutrabte.
Sie ärgerte ſich darüber, daß ſie jetzt immer ſo unfrei
in ſeiner Gegenwart war.
Willſt Du nach Heidegg, Nika? fragte er, nachdem er
ſie begrüßt hatte.
Nein, erwiderte ſie, ja doch ſie wurde rot ſtockte
ein wenig und platzte dann heraus: Was haſt Du nur
eigentlich jetzt, Diez? Du biſt gar nicht mehr der alte
Deine Friſche und Sorgloſigkeit und ganz beſonders
Deine frühere edle Dreiſtigkeit ſtanden Dir ſo gut.
Sie ritten jetzt dicht nebeneinander, im Schritt in der
Ebereſchenallee.
Daran ſind meine neuen Pflichten ſchuld, Nika, meinte
er auf mie ruht die Hoffnung von Heidegg. Das letzte
ſprach er in ſeinem alten, leichten Ton.
Ach Diez
Nun?
Nein nein ein andermal .
Nika wollte ihn doch lieber nicht zu dringend fragen,
warum er ſich ihr gegenüber ſo verändert habe. Er ſollte
es nicht erfahren, daß ſich ihre Gedanken ausſchließlich mit
ſeiner Perſon beſchäftigten. Du biſt wicklich viel zu ernſt
geworden, ſagte ſie dann doch und trieb ihr Pferd an, ſo
daß Diez ſie erſt vor der Zugbrücke einholte.
Im Hofe hob er ſie aus dem Sattel. Als ſie die
Halle betraten, brannte ein luſtiges Feuer im Kamin, auch
ein Hund lag wieder dort wie ehedem des Freiherrn
Matthias halbblinder Karo
dieſer hier lief ſeinem
Herrn ſchweifwedelnd entgegen. Ein leiſer Strom von
Behaglichkeit zog wieder durch das alte Haus.
Ah, rief Nika, wie gemütlich es bei Dir iſt! Sie ließ

ſich in einen der tiefen Lehnſeſſel, die auf dem Elchfell vol
dem Kamin ſtanden, nieder.
Diez ſtand vor ihr in Reitſtiefeln und Reitjoppe
ſie mußte immer wieder auf ſeinen leeren Rockärme
blicken. Weißt Du, Nika, begann er, es iſt verteufel
ſchwierig, einen Heiratsantrag zu machen, ich kenne das
aus Erfahrung.
Sie fuhr ein wenig in ihrem Seſſel empor: Du!
Ja, nickte er. Als ich verwundet im Hoſpital la
machte ich Lenchen Pohl, meiner alten Flamme, die mich
dort pflegte, einen Heiratsantrag. Ich bin durch ih
Antwort heute der glücklichſte Menſch unter Gottes Sonn
Nika blickte Diez ganz faſſungslos an Verſtellun
war nie ihre Sache geweſen. In Diez’ Augen blitzte
auf; ſie hatte die ihren gleich niedergeſchlagen, ſonſt häte
ſie in ſeinen Blicken leſen müſſen .
Nun und? fragte ſie kaum hörbar.
Sie gab mir einen Korb, rief Diez freudig, und wuſch
mir noch dazu gründlich den Kopf wäre ihre Antwoll
anders ausgefallen, ſo könnte ich nicht heute vor Dir ſtehen
Nika, und Dich fragen: Willſt Du mich armen Krüppel zum
Manne nehmen?
Und zu dieſer Frage haſt Du Dir ſo lange Zeit
laſſen? jubelte Nika und warf ſich in Diez’ Arm
Wie feſt er ſie halten konnte mit ſeinem einen Arml
Als die Linden am Ordensbrunnen in Blüte ſtanden,
führte Diez ſeine Nika in das alte Heidegg, das ſo aus=
ſah
, als ſollte die alte Zeit dort wieder zu ihrem Recht
kommen. Fabian blieb in Eldenau. Nika hatte ja von
jeher gefunden, daß ihr Haus Heidegg der ſchönſte und
liebſte Aufenthalt ſei.
Diez, flüſterte ſie ihrem Gatten an ihrem Hochzeits=
tage
zu, Heidegg ſoll für alle ſeine Kinder ſtets das Neſt
bleiben, in das ſie jederzeit heimkehren können, die Alten
und Mutter Chriſtels Geiſt ſoll in
und die Jungen
Heidegg walten.
En de.

[ ][  ][ ]

Landwirtſchaftskammer.

St. Darmſtadt, 10. März.
Die Landwirtſchaftskammer für das Großherzogtum
heſſen trat heute zu ihrer 11. Hauptverſammlung in dem
Saal des Landesſynodalgebäudes zuſammen. Den Vor=
it
führte Oekonomierat Hahn=Heßloch, der die Sitz=
ſtig
eröffnete und vor Eintritt in die Tagesordnung fol=
ſtimdes
ausführte: Wir haben einen herben Verluſt er=
litten
, indem wir heute vor 4 Wochen unſeren alten, ver=
Uhrten und verdienten Vorſitzenden Herrn Geh.=Rat Haas,
Durch den Tod verloren haben. Wir ſtehen noch alle unter
ern erhebenden Eindruck der Trauerfeier, bei der wir uns
corpore beteiligten. Die Familie des Herrn Geh.=Rats
daas läßt für das erwieſene Beileid der Kammer ihren
ſſerzlichſten Dank ausdrücken. Von weit und breit, aus
ſſamn ganzen heſſiſchen Lande, waren Vertreter der Land=
virtſchaftskammer
erſchienen, um dem Verſtorbenen das
tte Geleit zu geben. Aber weit über die Grenzen
hiſſens und Deutſchlands hinaus, ja aus der ganzen Welt,
r die Beteiligung an dem Begräbnis ſtark. Stolz dür=
ſt
wir ſein, daß der Verſtorbene ein Heſſe und daß er
rrſitzender unſerer Kammer war. Meine Herren! Wir
grken dem Verſtorbenen, daß er durch ſein eifriges Be=
i
hen, ſeine Schaffenskraft und den Einfluß ſeiner Per=
die
Organiſätirn der Landwirtſchaftskammer ins
even gerufen hat. Er hat uns den Weg gezeigt, den wir
eichreiten ſollen. Sein Vorbild ſoll uns daran erinnern,
tſammen in gemeinſamer Arbeit auf dem beſchrittenen
Lge fortzufahren Redner gab dann einen kurzen Rück=
likk
auf die wirtſchaftliche Lage der Landwirtſchaft, in=
ert
er hervorhebt, daß das Vorjahr für die Landwirt=
hift
von großen Hoffnungen anfangs begleitet war, daß
bar auch die Enttäuſchungen nicht erſpart blieben. Die
nee Futterernte ermöglichte es, den zuſammengeſchmolze=
r
Viehſtand zu vergrößern. Vielleicht habe auch darin
Iin die Urſache für die Teuerung auf dem Viehmarkt ge=
lgen
. In Rheinheſſen habe der Weinbau unter den un=
fürſtigen
Verhältniſſen, beſonders unter den Rebſchäd=
ligen
, zu leiden gehabt. Aber all die Mißerfolge ſollten
ſcht hindern, daß die heſſiſche Landwirtſchaft auch weiter
ſoh und friſch die Aufgaben erfülle, die den praktiſchen
r dwirt treffen.
Es folgen
Wahlen und Wahlprüfungen,
ſermeiſtens durch Zuruf angenommen werden. Vor der
ahl des erſten Vorſitzenden anſtelle des perſtorbenen
Rheimerats Haas macht Mitgl. Brauer=Ober=Ofleiden
Vorſchlag, in der Organiſation des Kammervorſtan=
eine
Aenderung inſofern eintreten zu laſſen, als dem
ſiſidenten in erſter Linie eine repräſentative Stellung,
ſniſſermaßen die Oberaufſicht über die Geſchäfte, einzu=
kumen
iſt. Dementſprechend iſt der Tätigleitsbereich des
Uneralſekretärs zu erweitern. Zu dem Vorſchlag ent=
Unmt ſich eine längere, zum Teil erregte Debatte, an der
hdie Mitglieder Trautmann, Bähr, Henſel,
itſch, Friedrich. Korell, Dehlinger,
chätzel, Hahn und Breidenbach beteiligen. Ein
chluß wurde nicht gefaßt. Die dann vorgenommenen
ſahlen hatten folgendes Ergebnis: Zum erſten Vor=
tzeenden
wurde gewählt Oekonomierat Walter=
ſnafeld
mit 34 von 43 Stimmen; 3 Stimmen entfielen
f Hahn=Heßloch, 6 Zettel waren weiß. Oekonomierat
alter nimmt die Wahl mit Dank an und erklärt,
werde bemüht ſein das in ihn geſetzte Vertrauen zu
hifertigen. Er hoffe, kein Strohmann zu werden,
ſe der Vorſchlag Brauer es beabſichtige, ſondern er werde
ſſne ganze Kraft einſetzen, um die Geſchäfte der Kammer
Sinne des früheren Präſidenten fortzuführen. Dazu
lte er aber alle in Frage kommenden Faktoren, auch ihm
gleiche Vertrauen und die gleiche Mitarbeit entgegen=
ſprngen
. Er übernimmt dann das Präſidium.
Zum Mitglied des Vorſtandes der Landwirtſchafts=
iunier
wird Bürgermeiſter Krapp, als Mitglied der
Udenkulturkommiſſion Mitgl. Keutzer, als Mitglied
Rechnungsprüfungskommiſſion Mitglied Schwinn
lwahlt. Die Wahl eines Vertreters zum Bezirkseiſen=
Unrat fällt auf Mitglied Fritſch=Dilshofen, als
en Stellvertreter Mitglied Dr. Dehlinger gewählt
h. Die Wahl eines Vertreters zum deutſchen Land=
et
chaftsrat fällt auf Walter=Lengfeld, deſſen Stell=
Atreter Fritſch wird. Zur Berufung eines Vertreters
Landwirtſchaft in die Erſte Kammer der Stände
Oekonomierat Walter=Lengfeld vorgeſchlagen.
Emtliche Gewählte nehmen an.

Es werden dann die Wahlen zur Landwirſchaſtskam=
mer
, zu den Provinz=Ausſchüſſen und der Vertrauens=
männer
beraten. Beanſtandet wurden folgende
Wahlen: Provinz Starkenburg. 5. Wahlbezirk: Offen=
bach
-Langen: In Steinbach iſt als Vertrauensmann
Friedrich Hill gewählt, derſelbe ſteht jedoch nicht in der
Wählerliſte und iſt ſonach nicht wählbar. In den Ver=
trauensmännerkreiſen
Neu=Iſenburg 1 und 2 wurde Adolf
Eſchbach gewählt. Für einen der beiden Bezirke kann der=
ſelbe
jedoch nur als gewählt betrachtet werden. Die
Wahlprüfungskommiſſion beantragt da=
her
: 1. die Wahl des Friedrich Hill in Steinbach als un=
gültig
zu erklären, 2. für den einen Bezirk in Neu= Iſen=
burg
, für welchen Adolf Eſchbach die Wahl ablehnt, eine
Neuwahl anzuordnen, 3. die Wahl des Kammermitglie=
des
und die Wahlen der Ausſchußmitglieder, die hierdurch
nicht beeinträchtigt werden, und diejenigen der übrigen
13 Vertrauensmänner für gültig zu erklären. 8. Wahl=
bezirk
: Groß=Umſtadt: In dem Vertrauensmännerkreis
Groß=Umſtadt wurde gegen die Wahl der Vertrauens=
männer
Martin Hax VIII. und Georg Adam Däſchner
reklamiert. In dem Vertrauensmännerkreis Klein= Um=
ſtadt
wurde gegen die Wahl des Vertrauensmannes Bür=
germeiſter
Heil reklamiert. Die Wahlprüfungskommiſſion
beantragt, da die Zeugenvernehmungen noch nicht be=
endet
ſind, die Entſcheidung über dieſe Wahlen zu ver=
tagen
. 9. Wahlbezirk: Dieburg-Reinheim: In Die=
burg
2 wurde als Vertrauensmann Viktor Spieß gewählt.
Da dieſer jedoch in dem Wahlkreis Dieburg 1 wohnt, hielt
der Wahlkommiſſär dieſe Wahl für ungültig und ordnete
eine neue Wahl an. Ueber die Gültigkeit oder Ungültigkeit
der Wahlen hat jedoch nicht der Wahlkommiſſär, ſondern
die Landwirtſchaftskammer endgültig zu entſcheiden und
dieſe hat ſich bei früherer Gelegenheit dahin ausge=
ſprochen
, daß der Vertrauensmann nicht innerhalb ſeines
Vertrauensmännerkreiſes, ſondern nur innerhalb
des Wahlbezirkes wohnen müſſe. Die Wahlprüf=
ungskommiſſion
beantragt: 1. die erſte Wahl (Viktor
Spieß) für gültig zu erklären, 2. desgleichen die Wahl
des Kammermitgliedes, der beiden Mitglieder des Pro=
vinzialausſchuſſes
, ſowie die der übrigen Vertrauens=
männer
. Provinz Oberheſſen. 3. Wahlbezirk: Lich=
Hungen: In Bezirk Lich 2 wurde ein Jakob Lißmann ge=
wählt
. In der Wählerliſte iſt unter Nr. 55 jedoch nur ein
Philipp Lißmann Erben verzeichnet. In Langsdorf wurde
die Friſt zur Bekanntmachung der Wahl einen Tag zu ſpät
veröffentlicht. Die Wahlprüfungskommiſſion bean=
tragt
: 1. die Wahl des Jakob Lißmann in Lich und 2.
die Wahl der Vertrauensmänner in den Bezirken Langs=
dorf
1 und 2 für ungültig zu erklären, 3. die Wahlen des
Kammermitgliedes, der beiden Ausſchußmitglieder und
der übrigen 12 Vertrauensmänner für gültig zu erklären.
6. Wahlbezirk: Lauterbach-Schlitz: Bei der Wahl
eines Vertrauensmannes für den Vertrauensmännerkreis
Wallenrod, Reuters und Hergersdorf wurde Großh. Bei=
geordneter
Keipp von Wallenrod mit 24 Stimmen gewählt,
während auf Bürgermeiſter Dippel in Hergersdorf 16
Stimmen fielen. Auf erfolgte Reklamation ſeitens des
Großh. Bürgermeiſters von Hergersdorf wurde durch den
Wahlkommiſſär die Wahl des Beigeordneten Keipp für
ungültig erklärt und der Großh. Bürgermeiſter Dippel als
Zweithöchſtbeſtimmter zum Vertrauensmann des Bezirks
erklärt, da das Finanzamt Lauterbach auf Befragen P=
Kreisamts erklärte, daß Keipp ſein Gut ſeinem Schwieger=
ſohn
übergeben habe. Die Wahlprüfungskommiſſion iſt
ebenfalls der Anſicht, daß Bürgermeiſter Dippel als ge=
wählt
zu betrachten iſt und beantragt daher, die Wahl
des Kammermitgliedes, der beiden Provinzausſchußmit=
glieder
und der Vertrauensmänner für gültig zu erklären.
Provinz Rheinheſſen. 2. Wahlbezirk: Gau=Algesheim:
In dieſem Bezirk iſt gegen die Wahl des Kammermit=
gliedes
Johann Eberle zu Wolfsheim reklamiert. Als
Vertrauensmann im Vertrauensmännerkreis Gau= Alges=
heim
3 iſt Georg Kraus gewählt. Ein ſolcher iſt jedoch in
den Wählerliſten von Gau=Algesheim nicht enthalten, da=
her
auch nicht wählbar. Da Johann Eberle zu Wolfsheim
nur mit einer Stimme Majorität als Kammermitglied ge=
wählt
iſt, ſo iſt nach der Ungültigkeitserklärung der Wahl
des Vertrauensmannes Georg Kraus auch die Wahl des
Kammermitgliedes Eberle ungültig ohne Rückſicht darauf,
ob die in der Reklamation enthaltene Behauptung richtig
iſt oder nicht, da bei der nur vorhandenen Stimmengleich=
heit
das Los hätte entſcheiden müſſen. Die Kommiſſion
beantragt: 1. die Wahl des Vertrauensmannes
Georg Kraus und 2. die Wahl des Kammermitgliedes Jo=
hann
Eberle für ungültig zu erklären, 3. die Wahl der bei=
den
Provinzausſchußmitglieder, ſowie der übrigen 14
Vertrauensmänner für gültig zu erklären. 3. Wahl=
bezirk
: Ingelheim: Im Vertrauensmännerkreis Wackern=
heim
iſt Jakob Michel VIII. zu Wackernheim zum Ver=
trauensmann
gewählt worden. Derſelbe ſteht jedoch nicht
in der Wählerliſte und iſt infolgedeſſen nicht wählbar. Die
Kommiſſion beantragt: 1. die Wahl des Jakob
Michel VIIII. zu Wackernheim für ungültig zu erklären,
2. die Wahlen des Kammermitgliedes, der beiden Provinz=
ausſchußmitglieder
, ſowie der übrigen 14 Vertrauens=
männer
für gültig zu erklären. 15. Wahlbezirk: Sprend=
lingen
-Wöllſtein: Für den Bezirk Sprendlingen liegt
eine Reklamation des Lorenz Demmer I. in Sprendlingen
vor. Die Kommiſſion beantragt, die Reklamation des
Demmer abzulehnen und ſämtliche Wahlen im 15. Wahlbe=
zirk
für gültig zu erklären. Sämtliche Kommiſ=
ſionsanträge
werden angenommen.
Eine ſehr lange Debatte rief der Antrag der Land=
wirtſchaftskammer
betr. den
Erlaß neuer Unfallverhütungsvor=
ſchriften

durch die Land= und forſtwirtſchaftliche Berufsgenoſſen=
ſchaft
für das Großherzogtum Heſſen hervor, über die
Herr Landwirtſchaftskammerſekretär Dr. Hammann
referiert. Der Vorſtand der land= und fortwirtſchaftlichen

Bernſsgenoſſnſchaft für das Großßerzogtum deſſn hatt
der Landwirtſchaftskammer Entwürfe von Unfallver=
hütungsvorſchriften
für landwirtſchaftliche Betriebe:
A. 2. Teil: Landwirtſchaftliche Geräte und Sprengmittel,
B. 3. Teil: Landwirtſchaftliche Vieh= und Fuhrwerkshal=
tung
, C. 4. Teil: Landwirtſchaftliche Bauhaltung, D. 8.
Teil: Verwendung des elektriſchen Stroms zur Einſicht=
und gefälligen Stellungnahme der Landwirtſchaftskammer
überſandt, da die Berufsgenoſſenſchaft auf Anregung des
Reichsverſicherungsamtes hin genötigt iſt, demnächſt den
Entwürfen entſprechende Vorſchriften zu erlaſſen. Bei der
Beurteilung der Vorſchriften dieſer Entwürfe iſt zu be=
achten
, daß ſie erlaſſen werden, um die Gefahren bei der
Handhabung von Maſchinen, Geräten uſw. zu verringern,
Unfälle nach Möglichkeit zu vermeiden und hierdurch die
Entſchädigungen für Unfälle einzuſchränken, ſowie deren
weitere Steigerung zu verhindern. Man wird allerdings
nicht allein durch ſolche Maßnahmen Unfälle und damit
eine Steigerung der Entſchädigungen vermeiden, ſondern
auch der Frage näher treten müſſen, ob in der Gewährung
von Entſchädigung nicht zu weit gegangen wird. So nahe
es einerſeits liegt, durch neue Unfallverhütungsvorſchrif=
ten
die Unfallgefahren einzuſchränken, ſo ſchwer greifen
dieſe Beſtimmungen in den Betrieb der Landwirtſchaft
ein. Die Kommiſſion für Bodenkultur=, Verſuchs= und
Maſchinenweſen hat ſich daher bei der Beratung des vor=
liegenden
Entwurfs von dem Gedanken leiten laſſen, nur
ſolche Vorſchriften abzulehnen, welche außerordentlich ein=
ſchneidend
für den andwirtſchaftlichen Betrieb ſind. In
den Entwürfen ſind eine Anzahl Beſtimmungen enthalten,
welche Maßnahmen vorſchreiben, die heute ſchon vielfach
von den Landwirten durchgeführt werden, deren allge=
meine
Durchführung zu fordern aber nicht angängig iſt,
mit Rückſicht auf die großen Koſten, welche dem Einzelnen,
ſowie der Geſamtheit der Landwirtſchaft dadurch ent=
ſtehen
. Die Kommiſſion beantragt daher, ſolche Beſtimm=
ungen
als zu weitgehend abzulehnen. Sie mußte zu die=
ſem
Beſchluſſe kommen, da viele dieſer Beſtimmungen
auch die Betriebsarbeiten erſchweren, ein Einfluß, welcher
bei den heutigen ſchwierigen Arbeitsverhältniſſen in der
Landwirtſchaft von einſchneidender Bedeutung iſt. Die
Ablehnung mancher Beſtimmungen mußte ferner von der
Kommiſſion auch deshalb erfolgen, weil ihre ſtändige Be=
folgung
, wofür meiſt der Betriebsunternehmer haftbar iſt,
kaum durchführbar erſcheint. Der Vorſtand der Landwirt=
ſchaftskammer
, welcher mit Rückſicht auf die Kürze der Zeit
nicht in der Lage war, die Vorſchläge der Kommiſſion zu
beraten, erklärte ſich im voraus mit den von der Kom=
miſſion
zu faſſenden Beſchlüſſen einverſtanden und bringt
dieſelben ſo der Hauptverſammlung zur Vorlage.
Nach der Debatte die des allgemeinen Intereſſes iu;
den Einzelheiten entbehrt, wurden die Kommiſſionsan=
träge mit ganz wenigen Aenderungen angenommen,
Es folgt Vorlage der
Jahresrechnung für 1911
und Bericht über die Rechnungsprüfung uſw., über die
Mitgl. Krapp referiert. Von der Landwirtſchaftskam=
mer
wurden der Rechnungsprüfungskommiſſion zur Vor=
prüfung
gemäß § 101 der Satzung überwieſen: die Rech=
nung
der Landwirtſchaftskammer pro 1911; der Haushal=
tungsſchulen
Langen und Lindheim pro 1911; der Land=
wirtſchaftlichen
Zeitſchrift pro 1911, nebſt den dazuge=
hörigen
Urkunden. An Koſten für die Landwirtſchafts=
kammerwahlen
ſind 3937,09 Mark verausgabt, darunter
1069,84 Mark Koſten für Ausſchellgebühren, Diäten der
Protokollführer und Portokoſten. Dieſe Koſten, 1069,84
Mark, ſollten nicht der Landwirtſchaftskammer zur Laſt
gelegt werden. Für kommende Wahlen dürfte Vorſorge
zu treffen ſein, daß dies nicht mehr vorkommt. Der Vor=
ſtand
wird der Bemerkung entſprechenden Antrag zu ge=
gebener
Zeit bei Großh. Miniſterium des Innern ſtellen.
Miniſterialrat Hölzinger ſtellt feſt, daß die beanſtan=
deten
Koſten unbedingt von der Landwirtſchaftskammer
ſelbſt getragen werden müßten, denn der Staat und die
Gemeinden haben ſelbſtverſtändlich für ihre Koſten Erſatz=
anſprüche
. Von den Mitgliedern Bähr, Walter,
Hahn u. a. wird dieſer Standpunkt bekämpft. Die Wah=
len
ſeien ſelbſt öffentlichen Rechts und dürften der Land=
wirtſchaftskammer
ebenſowenig Koſten verurſachen wie
die Reichstags= und Landtagswahlen. Miniſterialrat
Hölzinger: Die Regierung hat die Wahlen doch erſt
auf Erſuchen der Landwirtſchaftskammer vornehmen
laſſen. Wenn ihr nun dafür auch noch Vorwürfe gemacht
werden über Koſten, die entſtanden ſind, wird ſie ſich das
nächſte Mal hüten, die Wahlen vorzunehmen. Regier=
ungsrat
Spamer: Nach der Rechtslage iſt die Land=
wirtſchaftskammer
zunächſt verpflichtet, die Wahlen vor=
zunehmen
. Sie hat alſo zweifellos Koſtenerſatz zu leiſten.
Der Antrag des Vorſtandes wird angenommen
und dem Rechner Entlaſtung erteilt. Eine Reihe von
Kreditüberſchreitungen wird debattelos ge=
nehmigt
.
Ueber Beamtenanſtellungen referiert Mitgl.
Walter=Lengfeld. Das Druckſachenmaterial darüber wird
der Preſſe verweigert. Es entſteht eine längere Dehatte
über die Vorſchläge des Vorſtandes, da die Regierungs=
vertreter
beanſtanden, daß die Beamten ſichere Bezüge er=
halten
als die Staatsbeamten gleicher Kategorie. Gene=
ralſekretär
Leithiger weiſt darauf hin, daß, um die
Beamten zu halten, ihnen die Bezüge erhöht werden muß=
ten
, da ſie ſchon ſeit Jahren die Anſtellung vergeblich er=
ſtreben
. Mitgl. Keutzer beantragt, die Beamten der
Kammer genau nach Maßgabe des Staates anzuſtellen,
damit der Streit endlich aufhört. Die Anträge des
Vorſtandes werden angenommen. Ein Antrag, den erſten
Buchführungsbeamten nur auf den Inhaber zu bewilligen,
wird abgelehnt. Ebenſo der Antrag Keutzer.
Darauf wird die Sitzung auf Dienstag 9½ Uhr ver=
tagt
. Schluß 4¼ Uhr.

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wirkendes und doch ſo vorzügliches Mittel gegen Gallenſteine
ſind. Ich litt ſo unausſprechlich an Gallenſteinkoliken, daß ſchließlich
nichts anderes übrig blieb, als die Gallenblaſe herausnehmen zu
laſſen. Leider war die Folge davon eine ſchreckliche. Nachdem die
Wunde vernarbt war, kamen die Koliken wie zuvor, ja noch furcht=
barer
. Nach jeder Mahlzeit bekam ich Magenkrämpfe und Erbrechen, klaſſiges Maſtfleiſch erhalten
ſo daß ich bis faſt zum Skelett abmagerte. Mein Zuſtand war ein
hoffnungsloſer und qualvoller, und als ich wieder operiert werden
ſollte, ließ ich es nicht zu und griff zu den Dunpillen. Gleich=
zeitig
legte ich mir ein etwa 20 cm breites Dunpflaſter wie einen
Gürtel um den Leib. Wie ein Wunder verſpürte ich faſt augen=
blicklich
Linderung, die Krämpfe und das Erbrechen ließen nach
und ich konnte wieder beſſer eſſen. Nach 34 Wochen hatte ich
bereits 10 Pfund zugenommen. Nach einigen Wochen bekam ich
noch einmal 2 Tage lang heftige Kolik, wobei der zurückgebliebene
Gallenſtein, der bei der Operation nicht gefunden worden war,
abging. Von dieſem Tage an, während ich Pillen und Salbe weiter
nehme, habe ich bereits 1 Jahr lang weder Koliken, noch Krämpfe,
noch Erbrechen uſw. gehabt und außerdem weitere 25 Pfund zu=
genommen
, ſo daß ich mein altes Gewicht wieder habe und alle
ſchweren Hausarbeiten wie früher verrichten kann, ja daß ich mich
noch lebensfroher und geſünder fühle. Im vergangenen Sommer
haben die Dunpillen und=Salbe meinen Jungen Max, als er an
Maſern erkrankte, innerhalb 3 Tagen wiederhergeſtellt, desgl. ſpäter
bei einem Anfall an Diphtherie und Halsentzündung. D. S. (1.30),
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68

35
,
75
95
135
150 1
180
135
120
2.
,
60
44
,
70
,
46
,
75


-
, 84
22
-

Brechbohnen, junge .
Erbſen, feine .
do. grüne, Petit pois fins .
Erbſen mit Karotten . . .
Karotten in Würfel
Schnittſpargel, Unterend., lange Abſchnitte
do.
dünn mit Köpfen
do.
mittelſtark mit Köpfen
do.
ſtark mit Köpfen . . .
Stangenſpargel, 50/60 .

, , ,
do.
dünn
, ,
Kohlrabi in Scheiben mit Grün . . .
Gemiſchte Gemüſe
,
Spinat, paſſiert, ſandfrei . . . . . .
Tomaten=Purée
,
Pflaumen, ſüß mit Stein . . . . . .
Heidelberren

1 Pfund=Doſen

ſtatt 23
50

53
8
)
43
55
-
80

3
-
5
40
28
41

50
26
19
40
Mi
65
6
18 3

38 Z
26 Z
35

Die nicht aufgeführten 1 Pfund=Doſen obiger Sorten ſind
gleichfalls entſprechend ermäßigt.
2.
A
Schades Füllgrabe
Filialen in allen Stadtteilen.
(5941

[ ][  ][ ]

beweist die hervorragende
Qualirär der
SULIMA-CIGARETTE

E
Wbue

Hander und Verkehr.

Neue Züge des Sammerfahhrplans.
1. Strecke Frankfurt=Bebra=Berlin. Die
Eilzüge 3 und 4, Frankfurt=Berlin und zurück, die ſeither
nur vom 1. Juli bis 15. September verkehrten, werden
ab 1. Mai bis 30. September gefahren: ab Frankfurt 9,58
früh, an Berlin 8,19 abends; ab Berlin 8,25 früh, an
Frankfurt 7,08 abends. D=Züge 201 und 202 ab Frankfurt
10,16 abends, an Berlin 7,00 früh; ab Berlin 10,40 abends
an Frankfurt 7,00 früh. Die beiden Züge ſollen zur Ent=
laſtung
der D=Züge 1 und 2 dienen und wexden vorläufig
nur zu Zeiten des ſtärkeren Reiſeverkehrs, an hohen
Feſten und während der Ferien, gefahren. D. 203 Saar=
brücken
=Frankfurt=Bebra=Berlin, ab Saarbrücken 7,38
abends, ab Frankfurt 11,35, in Berlin 9,05 früh. Der Zug=
führt
direkte Wagen Saarbrücken=Berlin und Mannheim=
Frankfurt=Leipzig. Der Gegenzug D. 204 verläßt Ber=
lin
8,25 abends, Frankfurt an 5,6 früh, ab 5,35, in Saar=
brücken
9,07. Der Zug hat direkte Wagen Berlin=
Frankfurt=Saarbrücken und Leipzig=Frankfurt=Mannheim
Beide Züge laufen während des ganzen Sommerfahr=
plans
und führen erſte bis dritte Klaſſe. Perſonenzug
805, ab Frankfurt 6,42 nachm., fährt täglich bis Bebra
durch. Perſonenzug 813, ab Frankfurt 8,44 nachm., fährt
täglich bis Fulda durch. Perſonenzug 818, ab Bebra
1,50 nachm., fährt täglich bis Frankfurt durch und trifft
6,49 ein. Die D=Züge 160 und 161, die ſeither im Som=
mer
zwiſchen Frankfurt=Marienbad=Karlsbad verkehrten,
fahren ab 1. Mai täglich Frankfurt=Wien und zurück.
Sie führen direkte Wagen Frankfurt=Marienbad und
Frankfurt=Karlsbad, ſowie Frankfurt=Wien und umge=
kehrt
. Ab Frankfurt 8,25 früh. D=Zug 171, Hanau=Oſt
ab 2,23 nachm., Wiesbaden an 3,41, Köln an 7,07. Der
Zug fährt über Frankfurt=Süd nach Goldſtein, Mainz uſw.
2. Frankfurt=Wiesbaden=Köln. Eil=
zug
61. Frankfurt ab 7,30 abends, Wiesbaden an 8,20,
Köln an 12,13. Eilzug 60. Köln ab 5,30 früh, Wiesbaden
ab 9,16, Frankfurt an 10,03.
3. Frankfurt=Limburg. Perſonenzug 621,
ab Frankfurt 2,57, Niedernhauſen an 4,01 nachm., und
Perſonenzug 622, Niedernhauſen ab 6,35 nachm., Frank=
furt
an 7,39, die nur an Sonntagen verkehrten, werden
täglich gefähren. Züge 587/88, ab 4,04 von Frankfurt und
5,41 nachm. von Eppſtein, werden an Sonn= und Feier=
tagen
nach und von Eppſtein durchgeführt.
4. Frankfurt=Gießen. Eilzüge 107/108, ab
Frankfurt 2,15, in Gießen 3,28, ab Gießen 3,43, an Frank=
furt
4,56 nachm. Zug 703, ab Frankfurt 11,02, wird bis
Gießen durchgeführt; ſeither ging er nur bis Nauheim.

Sport, Spiel und Turnen.

Preisreiten und Preisſpringen in Frankfurt.
Frankfurt, 9. März. In der Hofloge hatten
ſich wieder alle in Frankfurt weilenden Fürſtlichkeiten
eingefunden, das Kronprinzenpaar, das Prinzen=
paar
Friedrich Karl, die Prinzeſſin Viktoria zu Schaum=
burg
, ihr Neffe, der Fürſt Adolf zu Schaumburg=Lippe,
und das Großherzogspaar von Heſſen. Die
fürſtlichen Damen trugen alle Uebergangshüte nur die
Großherzogin von Heſſen war noch echt winterlich ge=
kleidet
: dunkles Samtkoſtüm und Nerzgarnitur. Die
Kronprinzeſſin trug weißes Koſtüm und Straußfederhut.
Die ſportlichen Konkurrenzen waren auch heute heiß um=
ſtritten
. Der Kronprinz war, wie am erſten Tage, in der
Uniform ſeines Huſaren=Regiments erſchienen und ver=
folgte
den Verlauf des hippiſchen Feſtes mit großer Auf=
merkſamkeit
. Von den kronprinzlichen Pferden, die an
den Konkurrenzen teilnahmen, errang je eines einen zwei=
ten
, dritten jund ſechſten Preis. Die Reſultate waren im
einzelnen:
Reitpſerd=Qualitätsprüfung. Preis 3000
Mark. Abteilung A: 1. Prinz Friedrich Karl von Heſſens
Benrigg (Rittm. Walzer), 2. Desſelben Surpriſe (Hptm.
von Holzapfel), 3. Paul Heils Grey Lad (Beſ.), 4. Hptm.
von Oertzens (115. Inf.=Regt.) Butterfly (Oberlt. Frhr.
von Riedeſel), 5. Lt. von Moſchs (14. Ulanen) Little Dor=
rit
(Beſ.); B.: 1. Edgar Flinſchs Kundri (Beſ.), 2. des
Kronprinzen Edelweiß (Rittm. Walzer), 3. desſelben
Flirt (Rittm. Walzer), 4. Heinr. Andreges Maskenball
(Beſ.), 5. Oberlt. Lohmann (8. Kür.) Bobſleigh=(Beſ.).
Chargenpferd=Springkonkurrenz. Kl.
A.; Ehrenpreis von Frau Emma v. Mumm: 1. Lt. Graf
Holcks (9. Drag.) Ney, 2. Lt. von Harbous (20. Drag.)
Grundherr und Lt. Kriegs (19. Ul.) Knörzer, 4. Lt
Schlanges (5. Jäger) Seemann, 5. Lt. Graf Adelmanns
(20. Ulanen) Merkur.
Reitkonkurrenz für prämiierte Pferde.
Ehrenpreis von Frau A. von Weinberg: 1. Lt. Weingarts
(2. Train) Primas, 2. Oberlt. Jobſts (25. Drag.) Dol=
larprinzeſſin
, 3. Major Willmers (Reitſch: München)
Ingo, 4. Rittm. Waydelins (Reitſch. München) Nord=
ſtern
, 5. Graf Holcks Dynaſt.
Damen=Springkonkurrenz: 1. L. W. von
Gans Ballymona (Frau Waydelin), 2. Heinr. Andreges
Cyrano (Frau Waydelin) und K. Müllers Polly (Frl.
Müller), 4. Rittm. Boeges (14. Ulanen) Silly Sally (Frau
J. Boege), O. Mauritz’ Kilkenny (Frau Mauritz) und
Oberſtlt. Hugos (9. Huſaren) Lord Roberts (Frl. Hugo).
Armee=Reitkonkurrenz; Ehrenpreis des
Kronprinzen: 1. Oberlt. von Zobeltitz’ (2. Garde=Ulanen)
Fantaſie (Beſ.), 2. Lt. Eggelings (15. Ulanen) Hilda ( Be=
ſitzer
), 3. Lt. von Moſchs (14. Huſaren) Walküre (Beſ.),
4. Oberlt. von Sigriz’ (2. Chev.) Cirene (Beſ.), 5. Oberlt.
Frhrn. von Kreſſenſteins (1. Schw. R.) Kaſanova (Beſ.).
Schwere Springkonkurrenz; Ehrenpreis von
Generalkonſul Frhrn. von Goldſchmidt=Rothſchild: 1. Otto
Kochs Nevermind (Beſ.), 2. Rittm. von Günthers (Adj.
der 42. Kav.=Brigade) Cark Petrel (Beſ.), 3. Lt. von
Scharfenbergs (Garde=Kür.) Impatience (Beſ.), 4. Karl
Härles Stutzer (Beſ.), 5. Lt. Graf von Arco=Zinnebergs
(1. Schw. R.) Bob (Beſ.), 6. des Kronprinzen Nancy (Lt
Graf Holck): Ferner wurden in dieſer Konkurrenz noch
elf Preiſe verteilt.
* Pſerdeſport. Saiſonbeginn in Straus=
berg
. Auf den Eröffnungstag der deutſchen Rennkam=
pagne
in Rathenow folgte am Sonntag der erſte Renntag
in Strausberg, wo in gewohnter Weiſe die Berliner
Rennſaiſon eingeleitet wurde. Trotz des unfreundlichen,
empfindlich kühlen Wetters hatte ſich die Turfgemeinde
der Reichshauptſtadt vollzählig eingefunden. Eröffnungs=
Rennen; Ehrenpreis und 2400 Mark, Diſtanz 2800 Meter:

1. Herrn R. Jaeck=Jaffés Rothaut (Herr von Hatten),
Beautiful Eve (Lt. Frhr. von Berchem), 3. Bonnecoſtg
Wiederſehen=Hürden
(Herr Purgold). Tot. 84:10.
Rennen; 2500 Mark, Diſtanz 2400 Meter: 1. Herrn Maſ
Lehmanns Schönbrunn (Kocholaty), 2. Germania I (Ns
wey), 3. Atlanta (Kaulich). Tot. 44:10. Wald=Jagd
Rennen; Ehrenpreis und 2000 Mark, Diſtanz 3600 Meten
1. Lt. Frhrn. von Gramms und Lt. von Werlhofs Blonde
(Lt. v. Egan=Krieger), 2. Old Port (Herr Herfeldt),
Mark Gamp (Lt. von Falckenhauſen). Tot. 33:10.
Strausberger Handikap=Jagd=Rennen; Ehrenpreis und
3000 Mark, Diſtanz 3600 Meter: 1. Herrn von Roſens Chi
card (Printen), 2. Muſhy (Theilen), 3. Maſter Bowes
Preis von Herzfelde: 200
(Weißhaupt). Tot. 57110.
Mark, Diſtanz 2400 Meter: 1. Dr. Fr. Rieſes Künſtlen
(Fritſche), 2. Silvia (Naſh), 3. Droma (Kaulich). Tol
14:10. Preis vom Quaſt; 2000 Mark, Diſtanz 3000
ter: 1. Herrn K. v. Tepper=Laskis The Sinner (Dr. Rieſe
2. Snowdons Knight (Lt. v. Falckenhauſen), 3. Lina (H
Purgold). Tot. 42110.
Rennen zu Auteuil. Prix de Suresnes; 30
Fr., Diſtanz 3500 Meter: 1. Monſ. Ed. Mayers Cambi
mer (Higſon), 2. Jeddo (Berteaux), 3. Saint Leonall
(Powers). Tot. 19110. Prix de Clairefontaine; 80
Fr., Diſtanz 4500 Meter: 1. Monſ. L. la Cazes Inquiſi
(Parfrement), 2. Marteau II (Berteaux), 3. Sanſovil
(Head). Tot. 43:10. Prix Finot; 20000 Fr., Diſtal
3500 Meter: 1. Monſ. M. Descazeaur’ Roſely (Chapman
2. Carrouſel (Head), 3. Galafron (A. Carter). Tot. 68
Grand Prix du Printemps; 20000 Fr., D
3800 Meter: 1. Monſ. Thibault Cahns Ismen (R. Sal
val), 2. Sulpice (Powers), 3. Roitelet IV (A. Benſon
Tot. 49:10. Prix Auricula; 4000 Fr., Diſtanz 3500
ter: 1. Monſ. J. Henneſſys Ex Abrupto (Wicks). 2. Foll
tenoy (F. Williams), 3. Urbaine (Umbauer). Tot. 71a
Prix du Lac; 5000 Fr., Diſtanz 2800 Meter: 1. Mon
J. Lieuxr’ Voyageur (Gaudinet), 2. Oeillet Blanc II
Turner), 2. Muſard (T. Williams). Tot. 26:10.
Rennen zu Enghien. Prix du Ponthieu; 300
Fr., Diſtanz 2800 Meter: 1. Monſ. A. Cunliffes Pan
(Murphy). 2. Bob Roy II (Guinle), 3. Witch Hazel
Hardy). Tot. 39:10. Prix de la Somme; 5000 Fr., Diſl
3700 Meter: 1 Monſ. Ed. Champonnois Lady Fiſh (Pa
wers), 2. Kurwenal (Head), 3. Oiſelette (J. Moreau
Tot. 62:10. Prix de la Cauche; 3000 Fr.. Diſtanz 3400
Meter: 1. Monſ. Goutlenoires de Tourys la Breſche
Moreau), 2. Averyon (Patrick), 3. Vert d’eau (G. Sall
val). Tot. 18:10. Prix du Boulonnais; 4000 Fr., Diſt
3200 Meter: 1. Monſ. Francolin Rieuls Lumigny (Spa
kes), 2. Lancelot (Lancaſter), 3. Criſſa (Powers). Tot
28:10. Prix de la Picardie: 6000 Fr.. Diſtanz 3500 M
ter: 1. Monſ. G. Ehlerts Le Matifan (J. B. Moreau),
Le Potache (W. Head), 3. Hodeon (Berteaux). To. 23a0
Prix du Pas de Calais; 5000 Fr., Diſtanz 2800 Meten
Monſ. Pfizers Ekwanok (Parfrement), 2. Hygie II(
B. Moreau), 3. Polo Alto (Powers). Tot. 30:10.
* Radſport. Rennen zu Paris. Auf der
riſer Winterbahn erlitt der amerikaniſche Weltmeiſtel
Frank Kramer am Sonntag im Großen Winterpreisdes
Pariſer Gemeinderats zum erſten Male in dieſem Jahre
eine Niederlage. Nachdem Ellegaard den erſten Zwiſchen
lauf mit halber Länge vor Perchicot und Polledri, Kn=
mer
den zweiten mit einer Länge vor Quaiſſard un
Schilling und Hourlier den letzten Zwiſchenlauf mit einen
Viertelänge vor Dupre und Sergent gewonnen hatle,
traten Ellegaard, Hourlier und Kramer zum Entſcheid
ungslauf an. Als 400 Meter vor dem Ziel Ellegaar
den Spurt durch einen Vorſtoß eröffnen wollte, trat del
Franzoſe Hourlier ebenfalls ſehr ſchnell an, ſo daß Elle
gaard trotz aller Anſtrengungen nicht vorbeikommeſ
konnte. Kramer wurde hierbei unabſichtlich etwas
hindert und verlor zirka 10 Meter. Während Hourlien
und Ellegaard nunmehr vorn einen erbitterten Kampf
um den Sieg ausfochten, rückte der fliegende Yankeel

nach dem speziellen
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[ ][  ][ ]

zwar in der ketzten Runde nächtig auf, endete aber mit
dreiviertel Längen nur als knapper Dritter hinter Hour=
lier
der Ellegaard mit Vorderradlänge abfertigte
Das Troſtfahren für die Unterlegenen des Großen Prei=
fes
gewann Perchicot vor Polledri und Quaiſſard, und
das Prämienfahren der Berliner Packebuſch mit zwei
Längen vor Seigneur und Jaquard. Das Match hinter
Motoren zwiſchen Seres und Guignard gewann Seres,
der zwar im 20 Kilometer=Lauf mit vier Runden gegen.
den in 16 Minuten 46,1 Sekunden gewinnenden Guig=
mard
verlor, dafür aber den 40 Kilometer=Lauf in 32 Mi=
muten
19,2 Sekunden mit acht Runden gegen Guignard
gewann.
sr. Fußballſport. Vorrunde um die Süd=
deutſche
Meiſterſchaft. In Mannheim wurde
der ausſichtsreichſte Auwärter um die Meiſterſchaft, die
Fürther Spielvereinigung, mit 1:2 von dem Verein für
Raſenſpiele=Mannheim geſchlagen. Die Fürther mußten
für ihren beſten Spieler Burger Erſatz einſtellen. Durch
einen Elfmeterball wegen Hand erzielte Mannheim das
erſte Tor und kurz vor der Pauſe durch einen allerdings
zu haltenden Schuß das zweite Tor. Nach dem Seiten=
echſel
holte Fürth durch den Mittelſtürmer ein Tor auf,
ährend weitere Angriffe durch den guten Mannheimer
Törwächter verhinder wurden. In Frankfur a. M.
unerlagen die Stuttgarter Kickers mit 011 gegen den Fuß=
hallverein
Frankfurt.
Die Offizier=Mannſchaft des Berliner
Sportklubs ſpielte am Samstag nachmittag ein Fußball=
wettſpiel
gegen die Burſchenſchafter=Mannſchaft auf dem
Sportplatz am Kurfürſtendamm. Die Offiziere waren bis
zur Pauſe überlegen und vermochten drei Tore zu ſchie=
ßen
, denen die Burſchenſchaftler nichts entgegenſetzen
konnten. Auf jeder= Seite wurde je ein Elfmeterball ge=
halten
. Kurz nach Halbzeit erzielten die Offiziere ein wei=
eres
Tor. Dann kamen die Burſchenſchaftler mächtig auf,
konnten bis zum Schluß vier Tore buchen und damit das
Spiel unentſchieden 4:4 geſtalten.
Der Berliner Sportklub hatte am Sonntag
auf ſeinem Sportplatz am Kurfürſtendamm den Akademi=
lſchen
Sportklub Leipzig zu Gaſte und endete das Rück=
wettſpiel
mit dem abermaligen Sieg des Bekliner Sport=
flubs
, und zwar mitz 3:5. Die mit Spannung erwartete
Begegnung des Berliner Hockeyklubs mit dem
Leipziger Sportklub gelangte nicht zum Austrag,
da der Leipziger Sportplatz durch Schnee ſpielunfähig ge=
worden
war. Im Meiſterſchaftsſpiel ſicherte ſich Teu=
onia
durch einen Sieg von 3:0 (1:0) über die Charlot=
lenburger
Turngemeinde die Meiſterſchaft in der zweiten
Ktlaſſe.
Die Berliner Fußballmeiſterſchafts=
ſpiele
brachten am Sonntag dem neuen Berliner Mei=
ſcer
Viktoria eine Niederlage von 0:2 durch Hertha.
Breußen unterlag knapp mit 12 gegen Britannig.
Minerva ſicherte ſich durch den Sieg von 5:2 über Tas=
manig
den Verbleib in der Ligaklaſſe, aus der nunmehr
ellemannia und Tasmania ausſcheiden. Die Spiele

der erſten Klaſſe hatten folgende Ergebniſſer Vero=
ling
-Fortung 110 (0.0), Rapide ſchlägt Favorit 5.2 (32),
Norden=Nordweſt ſchlägt Berliner Sportklub 311, Ten=
nis
=Boruſſia ſchlägt Konkordia 3:0 (2.0) Stern=Steglitz
ſchlägt Helgoland 3i1 (21), Union : Oberſchöneweide
ſchlägt Cimbria 3:0, Triton=Spandau ſchlägt Union= Pots=
dam
3:1 (031), Charlottenburg und Viktoria=Spandau
ſpielen unentſchieden 0:0. In einem Geſellſchaftsſpiele
vermochte der Liga=Verein Union gegen Brandenburg nur
unentſchieden 3:3 zu ſpielen.
Der Fußball= Länderkampf Frankreich
gegen Schweiz, der in Genf zum Austrag kam,
brachte den Franzoſen mit 411 einen leichten Sieg. Bei
der Pauſe ſtand der Kampf 2.0.
Die Fußballſpiele um den Pokal von
England wurden mit den Kämpfen der vierten Serie
fortgeſetzt. Der vorjährige Pokalſieger Barnsley ver=
mochte
gegen die Blackburn Rowers nur einen knappen
Sieg von 110 zu erringen. Aſton Villa gewann, wie zu
erwarten war, überlegen gegen Bradford mit 5.0. Old=
ham
Athletics ſiegten über Everton mit 1:0 und Swindon
ſpielte mit Newcaſtle United 010 unentſchieden.
Die engliſchen Liga=Fußballſpiele 1. Kl.
brachten am letzten Spieltage folgende Reſultate: Wool=
wich
Arſenal gegen Mancheſter City 110. Tottenham Hot=
ſpur
--Liverpool 1:0, Chelſea gegen Weſtbromwich Albion
1.0. Derby Couny gegen Bolton Wanderers 3:3, Man=
cheſter
United gegen Notts County 2:
Die Vorrunde um die Mitteldeutſche
Fußballmeiſterſchaft hatte folgende Ergebniſſe:
Verein für Bewegungsſpiele=Leipzig ſchlägt Ring= Dres=
den
2:1. der Halleſche Fußballklub von 1896 ſchlägt Sturm=
Chemnitz 231. Die Spielvereinigung=Leipzig ſchlägt Krik=
ket
=Viktorig Magdeburg 311 (120).
Fußball= Städtekampf Hamburg- Han=
nover
. Der Fußball=Städtekampf Hamburg=Hannover
endete in Hannover wiederum mit dem Siege der Ham=
burger
Mannſchaft 531.
sr. Der Rugby=Länderkampf England gegen Wales,
der in Gardiff zur Entſcheidung kam, brachte den Eng=
ländern
mit 3:0 einen leichten Sieg.
er Eine Internationale Croß Country=Meiſterſchaft
für Profeſſionals wurde am Sonntag auf dem Aerodrom
von Juviſy zum Austrag gebracht. Dem Starter ſtellten
ſich 70 Läufer. Der Schotte G. Dinning übernahm ſofort
die Führung und legte die 15 Kilometer lange Strecke als
Erſter in 58 Minuten 4,4 Sekunden zurück. Der Favorit
des Rennens, der Däne Hans Holmer, gab überraſchen=
derweiſe
ſchon in der dritten Runde auf. An zweiter Stelle
endete der Franzoſe Vermeulen vor dem Engländer
Snouck.
sr. Im Internationalen Lawn=Tennis=Turnier zu
Mentone wurden die Spiele um den Pokal von Mentone
im Herren=Einzelſviel fortgeſetzt Wilding gelang es, H.
Kleinſchroth verhältnismäßig leicht 6:3, 670 zu ſchlagen.
und er wird nun in der Schlußrunde mit dem Sieger des

Raiches Deugls.=Rahe zuſammentreſſen. Zu gemiſch=
ten
Dopelſpiel ſiegte das Ehepaar Decugis über Rahe=
Mme Gully 8:6, 6:2. Das ſiegreiche Paar wird nunmehr
die Schlußrunde gegen H. Kleinſchroth=Frl. von Krohn
auskämpfen, die vorher den Grafen Salm=Miß Ryan in
der Vorſchlußrunde mit 6:3, 6:4 ſchlugen. Ferner wurde
das Endſpiel um den Becherad=Pokal ausgetragen. Nach
ſpannendem Kampfe ſiegte Wilding über Decugis 6:4, 631.
3:6, 6:3. In der Vorſchlußrunde war Rahe von Decugis
2:6, 6:4, 6:4 geſchlagen worden.
sr. Das Internationale Wettſchwimmen und =ſpringen
in Frankfurt a M., das vom 1. Frankfurter Schwimm=
Klub arrangiert war hatte ſich an beiden Tagen eines
guten Beſuches zu erfreuen. Zum erſten Male mußten
infolge ſehr zahlreicher Nennungen die Kämpfe auf zwei
Tage verteilt werden. Der Schwimmtlub Hellas= Magde=
burg
hatte bereits am erſten Tage einen doppelten Erfolg
zu verzeichnen, indem er den Bürger=Wanderpreis und
den Staats=Wanderpreis des Unterrichtsminiſters zum
dritten Male gewinnen konnte. Die beiden Preiſe gehen
damit in den endgültigen Beſitz des Klubs über. Die Re=
ſultate
waren: Erſter Tag Senior=Stafette um den Bür=
gerpreis
: 1. Schwimmklub Hellas=Magdeburg 136, 2.
Erſter Frankfurter Schwimmklub, 3. Poſeidon= Karls=
ruhe
. Junioren; lange Strecke: 1. Sauer, Schwimmklub
Frankfurt a. M. 40,2, 2. Odenwald, Frankfurter Schw.=
Kl. 422; kurze Strecke: 1. O. Küone, Hellas=Magdeburg
36,2, 2. Vogeley, Erſter Frankfurter Schwimmklub, 37,2.
Lagen=Stafette für zweite Senioren um den Staatspreis
des Unterrichtsminiſters: 1. Hellas=Magdeburg 5 Min.
15 Sek., 2. Erſter Frankfurter Schwimmklub.
Zweiter
Tag: Hauptſtafette: Totes Rennen zwiſchen Hellas=
Magdeburg und Poſeidon=Berlin 1:44,2; Berlin bekommt
den Preis zugeſprochen, 2. Poſeidon=Karlsruhe Se=
nioren
=Seiteſchwimmen: 1. Mar Ritter, Hellas= Magde=
burg
, 55 Sek., 2. Vollmaier Schwimmklub Magdeburg,
57,5 Sek. Schwimmen um den Ehren=Wanderpreis des
Prinzen Friedrich Karl von Heſſen: kurze Strecke: 1. Kurt
Breiting, Hellas=Magdeburg, 105, 2. Vogeley, Erſter
Frankfurter Schwimmklub, 1.09, 3. Opitz, Poſeidon= Ber=
lin
, 1310,1. Bruſt=Stafette: 1. Poſeidon=Berlin 1227, 2.
Erſter Frankfurter Schwimmklub 1:29,2. Großes Frank=
furter
Springen: 1. Hans Luber, Poſeidon=Berlin, 2.
Schneefuß. Schwimmerbund=Stuttgart. Kampf um den
Ehren=Wanderpreis der Stadt Frankfurt: 1. Schwimmklub
Hellas=Magdeburg 4:36, 2. Erſter Frankfurter Schwimm=
klub
4.58,4.
Fußballſport. Fußballverein Darmſtadt
1912. Am Sonntag ſtellte der Fußballverein Darmſtadt
zwei Mannſchaften ins Feld. Die erſte Mannſchaft ſpielte
gegen die gleiche des Fußballvereins Eberſtadt.
Das Spiel endete zu Gunſten des erſteren mit 1011 Toren.
Die zweite Mannſchaft ſpielte gegen die gleiche des Fuß=
ballklubs
Viktoria=Wirhauſen. Das Spiel endete
zu Gunſten des erſteren mit 11:0 Toren.

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den Le. und 1o. Marz 1915.

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Darmstadt

Am Mittwoch, den 12. März, abends 8½ Uhr,
ſprechen im Kaiſerſaal (Grafenſtr.)
Landtagsabgeordneter Justizrat Grünewald-Giessen
und Landtagsabgeordneter Henrich-Darmstadt

üher

ie politische Lage in Hessen.
Freie Aussprache.
Jedermann willkommen.

5835si)

Der Vorstand: i. A. Saeng.

Banld=Bund.

Montag, den 17. März d. Js., abends ½9 Uhr,
findet im
Kaisersaal (Kaufm. Vereinssaal)
Darmſtadt, Grafenſtraße 18, die
ordentliche Mitgliederversammlung
(6006
ſtatt.

Tagesordnung:
. Erſtattung des Geſchäftsberichts über das Jahr 1912.
2. Beſprechung der in Ausſichtfſtehenden weiteren Tätigkeit.
Die Mitglieder des Hanſa=Bundes ſind freundlichſt eingeladen.
Die Bezirksgrunpe Darmstadt des Hunsu-Bundes.

Damen!

Aufruf!
An alle Angehörige des
Frieseur-Berufes

Donnerstag, den 13. März,
Eintritt
abends 9 Uhr,
frei!
Fürstensaal, Grafenstr. 20.

Abends 9 Uhr.

Arbeitsdauer
25 Minuten.
Methode
Reichelt.

Fachwissenschaftlicher
Vortrag
mit Demonſtration über:
Moderne Manikure

Methode des Königl. Hofmanikure Joſef Reichelt.
Referent: Herr G. W. Karl Paulke, Berlin.

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Tiroler Bühne

Dienstag,
Heutel den 12. März:

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Die Wildkacz v. Hollernrund

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in 4 Akten von J. Willhardt.

Mittwoch, 11. März:

Am Tage des Gerie

Volks-Schauspiel in 4 Akten
von P. K. Rossegger.

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Abends 9 Uhr.

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25 Minuten.
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vom 11. bis inkl. 14. März
Eine Trennung
unter Vorbehalt
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Dienstag, den 11. März 1913.
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von J. Maſſenet.
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Roſette dinnen Anna Jacobs
Der Chevalier Des
Aug. Globerger
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Der Graf Des
Grieux, deſſ. Vat. Georg Weber
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du
=Corps, Ma=
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täne
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Karl Bernhardt.
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De Brétigny .
Der Wirt .
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Ein Sergeant:
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Verkäufe=) . . Agnes Kräger
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Ein Croupier . . Ludwig Indorf
Franz Geibel
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Nach dem 3. Akte längere Pauſe,
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Gewöhnliche Preiſe:
Proſzeniumsloge 6.10 M., Mittels
loge 6.10 M., Balkonloge 5.10 M
I. Rang 4.60 M., II. Rang: 1.6
Reihe 2.60 M., 7. u. 8. Reihe 2.05 Mg
Sperrſitz: 1.13. Reihe 4.10 M₰
14.20. Reihe 3.30 M., Parterres
1.5. Reihe 2.80 M., 6.8. Reihe
2.25 M., I. Galerie 1.25 M.
II. Galerie 0.65 M.
Anf. 7 Uhr. Ende gegen 10½ Uhn
Kartenvk. v. 9½1½ u. v. 6 U. an
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Mittwoch, 12. März. 139. Ab.=
Vorſt. D 35. Zum erſten Male
wiederholt: Frauerl. Ge
Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Donnerstag, 13. März. 140. Ab
Vorſt. C 35. Samſon und
Dalila. Gew. Pr. Anf. 7½II.
Freitag, 14. März, abends 7½=
Uhr. Außer Abonnement. Zu
Abonnementspr. Die fünf
Frankfurter. Luſtſpiel in
Akten von Carl Rößler.
Preiſe der Plätze: Pro=
ſzeniumsloge
4.10 M., Fremden=
loge
4.10 M., Balkonloge 3.60 M.
I. Rang 3.10 M., II. Rang 1.55M
Sperrſitz 2 60 M., Parterre 1.851M.
I. Gal. 1.05 M., II. Gal. 0.55 Mk
Der Vorverkauf findet am Mitts.
woch, 12. März, nachm. von 39
bis 5 Uhr, ſowie an den daraufs
folgenden Tagen, vormittags von
9½ bis 1½ Uhr an der Tages=
kaſſe
des Großh. Hoftheaters ſtatt.
Gleichzeitig werden am Donners=
tag
, 13. März, von 81 Uhr vm.
und von 2½ 8 Uhr nachm., ſo=
wie
am Freitag, 14. März, von
81 Uhr vorm., Karten im Vers
kehrsbüro abgegeben.
Aus dem Spielplan.
Samstag, 15. März. 141. Ab.=
Vorſt. B 36. Die Fleder=
maus
. Kleine Preiſe. Anfang
½
Uhr. (Letzte Vorſtellung.
vor Oſtern.)

Peit erſef
(heute die t
ſett wei=
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Anten berliat
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