Abonnementspreis
Inſerae
176. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23 Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
tnren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwird nichtübernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall,
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 16 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der Prinz=Regent von Bayern und
Ge=
mahlin begeben ſich am 6. März zum Beſuch des
Kaiſerpaares nach Berlin auf zwei Tage. Sie
werden von dem Miniſterpräſidenten Freiherrn von
Hertling begleitet werden.
Kardinal=Fürſtbiſchof Nagl in Wien iſt geſtern nacht
geſtorben.
In der Fabrik der Elektrotermiſchen Werke in Seebach
bei Zürich ſand eine ſchwere Exploſion ſtat,
durch die das Fabrikgebäude zerſtört wurde.
Vor dem Pariſer Schwurgericht hat der
Pro=
zeß gegen 20 Mitglieder der anarchiſtiſchen
Automobilbande begonnen.
Die chineſiſche Sechsmächte=Anleihe iſt
nun=
mehr zum Abſchluß gekommen. Sie beträgt 500
Millio=
nen Mark.
Die Beſchießung von Adrianopel hat am
Montag abend begonnen.
Tageskalender zur Geſchichte der
Befreiungskriege.
5. Februar 1813: Zündende Anſprache Yorcks an die
preu=
ßiſchen Stände in Königsberg.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 5.
Rußland und Oeſterreichs
Ungarn.
— Der greiſe Kaiſer Franz Joſef lebt in
ſſtiller Zurückgezogenheit, und man weiß, daß ein Teil
der Regierungsgeſchäfte bereits durch den Thronfolger
geleitet wird. Wie tätigen Anteil aber der Monarch trotz
ſeines hohen Alters an der Politik noch nimmt, beweiſt
das aufſehenerregende Handſchreiben, das er an
den Zaren dieſer Tage gerichtet hat und das geeignet
erſcheint, weſentlich zu einer Entſpannung der Weltlage
beizutragen.
Daß dieſer Schritt auf die Initiative des Thronfolgers
erfolgt ſein dürfte, wird niemand annehmen wollen, denn
es iſt zur Genüge bekannt, daß Erzherzog Franz
Ferdi=
nand eine kraftvolle Betätigung der Donaumonarchie nach
außen hin wünſcht und auch ſchließlich zur Durchführung
ſeiner Ziele vor dem Aeußerſten nicht zurückſchrecken
würde. Wenn er auch gerade nicht den Krieg will, ſo
würde er doch ſicherlich nichts tun, um ihm aus dem Wege
zu gehen. Das Handſchreiben des Kaiſers aber beweiſt
deſſen eminent friedliche Geſinnung, und es iſt auch
be=
greiflich, daß der Monarch am vorausſichtlichen Ende
ſei=
nes Lebensabends nicht die Verantwortung eines
Mil=
lionenkrieges auf ſich laden möchte. Nicht zuletzt aus dieſer
Erwägung heraus hat er ſich zu der Maßnahme
ent=
ſchloſſen, die allenthalben einen ſympathiſchen Eindruck
machen mußte und wohl ihre Wirkung in Rußland nicht
verfehlen wird. Gibt es doch nicht wenige, die die Anſicht
vertreten, daß der Balkankrieg nur einen kleinen Vorläufer
darſtellt zu dem Entſcheidungskampf zwiſchen Rußland
lund Oeſterreich=Ungarn, der ſchließlich einen allgemeinen
Weltkrieg mit im Gefolge haben würde. Rußland ſteht
bis an die Zähne gerüſtet da, jeden Augenblick bereit,
los=
zuſchlagen, und ebenſo hat auch Oeſterreich=Ungarn an
den Grenzen die entſprechenden Gegenmaßnahmen
ge=
troffen. Wenn nun Kaiſer Franz Joſef ſich zu einem Akte
entſchloſſen hat, wie er ſeit längerer Zeit infolge der
Spannung zwiſchen Wien und Petersburg nicht
vorgekom=
ien iſt, ſo muß das als eine hochherzige Tat angeſehen
werden, die im Intereſſe des Weltfriedens unternommen
worden iſt.
Es wäre hocherfreulich, wenn dieſer Schritt wirklich
von Erfolg gekrönt ſein würde. Kaiſer Franz Joſef könnte
dann mit ſtolzer Befriedigung von ſich ſagen, daß er in
ſchwerer Zeit als Retter des Friedens zur Stelle war.
Wie es heißt, hat der Monarch ſchon Ende November die
Abſicht gehegt, durch ein ſolches Schreiben an den Zaren
eine Entſpannung herbeizuführen, damals ließ man aber
den Gedanken fallen, weil der Erfolg unſicher war. Es
hat auch jetzt dem Vernehmen nach nicht an Gegnern dieſes
Schrittes gefehlt, weil er der Würde der Donaumonarchie
kaum entſpräche, indeſſen hat der Standpunkt des Kaiſers
geſiegt. Die Situation iſt jetzt zweifellos günſtiger, und
jetzt hat Petersburg Gelegenheit, zu zeigen, daß man dort
gleichfalls von den friedlichen Abſichten beſeelt iſt und
keinen Eroberungsgelüſten nachgeht.
Die Wiener Neue Freie Preſſe meldet: Die Annahme,
daß das bevorſtehende Jubiläum des Hauſes Romanow
zu dem Handſchreiben des Kaiſers Franz
Joſef Anlaß gegeben hat, iſt unrichtig. Das
Hand=
ſchreiben nimmt vielmehr ausdrücklich Bezug auf die
zwi=
ſchen Oeſterreich=Ungarn und Rußland beſtehenden
Mei=
nungsverſchiedenheiten. Daß es als ein bedeutſamer Akt
der auswärtigen Politik aufzufaſſen iſt, geht auch daraus
hervor, daß von ſeiner Abſendung die öſterreichiſch=
un=
gariſchen diplomatiſchen Vertretungen im Auslande
ver=
ſtändigt wurden. Das Neue Wiener Tageblatt ſchreibt:
Geſtern gaben wir der Zuſchrift Raum, daß von politiſchen
Kreiſen angenommen werde, daß das kaiſerliche
Hand=
ſchreiben an den Zaren auf die albaneſiſche
Abgrenzungs=
frage und die Frage der Anhäufung ruſſiſcher Truppen
an der öſterreichiſchen Grenze Bezug nimmt. Wie wir
von kompetenter Stelle erfahren, iſt dieſe allerdings
viel=
fach verbreitet geweſene Annahme irrig. Richtig iſt, daß
das Handſchreiben eine Folge der bewegten Zeiten und
der allgemeinen Lage iſt.
Ein Mahnruf an unſere
Profeſſoren.
* Die A.=D.=B.=Zeitſchrift, das Verbandsblatt der
im Allgemeinen Deutſchen Burſchenbunde
vereinigten Burſchenſchaften, veröffentlicht an leitender
Stelle einen längeren Aufſatz, der einen Mahnruf an
unſere deutſchen Profeſſoren enthält, aus dem wir
fol=
gende Stelle wiedergeben:
Seit Jahrzehnten klagt man darüber, wie wenig
ver=
hältnismäßig die Akademiker im allgemeinen und die
Hochſchulprofeſſoren im beſonderen gegen frühere Zeiten
Anteil nehmen an den Lebensfragen unſeres
Volkes. Unſere Profeſſoren werden in der Mehrzahl
nirgends warm und bodenſtändig, ſie gehen zum Teil in
ihrem Spezialſtudium auf und beurteilen von da aus
alles Geſchehen in der Welt, daher die Schwärmerei für
die Intereſſengemeinſchaft zwiſchen den
Völkern, die Schwärmerei für ausländiſches
Weſen, die Ueberſchätzung ihrer eigenen Bedeutung und
ihres Einfluſſes im Auslande. Sie legen ſich feſt auf
be=
ſtimmte parteipolitiſche oder Klaſſenanſchauungen und
be=
urteilen und verurteilen danach mit einem großen
Auf=
wand an Wort und Schrift jeden im In= und Auslande,
der nicht ihres Sinnes iſt, daher die weitverbreitete
Mei=
nung von der Weltfremdheit der deutſchen Profeſſoren.
von der Ueberhebung und Beſſerwiſſerei des gebildeten
Deutſchen überhaupt.
Sollen dieſe Zuſtände nun ſo bleiben? Soll es noch
dahin kommen, daß die Mehrheit unſerer Profeſſoren in
völkiſchen und Weltanſchauungsfragen der Studentenſchaft
und auch dem Großteil des Volkes ſchroff gegenüberſteht?
Wer es gut mit unſerem Volke meint, wird das nicht
wünſchen. Die Lehrer unſerer höchſten Bildungsanſtalten
müſſen daher wieder geiſtige Führer unſeres
ge=
ſamten Volkes, zuerſt aber unſerer akademiſchen Jugend
werden, wie es zur Zeit der Befreiung Deutſchlands und
der Verfaſſungskämpfe war. Unſere akademiſche Jugend
braucht geiſtige Führer, da ſie ſelbſt ſolche bei dem
ſchnel=
len Umlauf der Studienzeit nicht ſtellen kann. Es wäre
daher dringend zu wünſchen, daß unſere Profeſſoren in
möglichſt großer Anzahl ſich wieder am
ſtudenti=
ſchen Leben beteiligen, nicht nur an dem eines.
einzelnen Verbandes, ſondern daß ſie allen Richtungen
Intereſſe entgegenbringen und ſo über den Gegenſätzen
ſtehen.
. . . Das zwingt zur Mahnung an unſere
Profeſ=
ſoren, mitzuhelfen an der Einigung unſerer deutſchen
Studentenſchaft für gemeinſame, vaterländiſche Ziele, uns
geiſtige Führer für den Kampf unſeres Volkstums auf
al=
len Gebieten zu geben, nicht Fachgelehrte ohne völkiſches
Intereſſe heranzubilden. Dieſe Arbeit iſt wertvoller als
alle internationalen Verſtändigungsverſuche und Verſöß. im Auslande.
Wer weiß, wie bald wir Probe ablegen müſſen von
unſerer inneren Einheit!
Deutſches Reich.
— Der Bundesrat und das Geſetz über
das Verfahren gegen Jugendliche. Der
Reichstag hat bei ſeinen Beratungen des Geſetzentwurſs
zur Errichtung von Jugendgerichtshöfen verſchiedene zum
Teil grundſätzliche Aenderungen an dem Entwurf der
Reichsregierung vorgenommen. Sie beziehen ſich vor
allem auf die Erhöhung der unteren
Strafmündigkeits=
grenze, die bedingte Veruzeilung und die
Rehabili=
tierung. Um zu verhindern, daß der Geſetzentwurf
ſchließ=
lich vom Reichstag in einer Form verabſchiedet wird, die es
nachher dem Bundesrat unmöglich machen würde, der
neuen Faſſung zuzuſtimmen, finden gegenwärtig
Be=
ſprechungen im Bundesrat ſtatt. Erſt wenn ſich aus
die=
ſen die Stellungnahme der Bundesregierungen ergeben
hat, wird die Weiterberatung der Vorlage im Reichstage
ſtattfinden.
— Zentralverband deutſcher
Indu=
ſtrieller kontra Reichstag, Für ein Verbot
des Streikpoſtenſtehens im Sinne des Antrages der
kon=
ſervativen Reichstagsfraktion hat ſich der Zentralverband
deutſcher Induſtrieller in ſeiner Ausſchußſitzung
ausge=
ſprochen. Bemerkenswert ſind die Vorwürfe, die bei
die=
ſer Gelegenheit gegen die Reichstagsabgeordneten im
all=
gemeinen und gegen die Nationalliberalen im beſonderen
gerichtet worden ſind.
Regierungsrat Dr. Schweighoffer meinte: Die
Re=
gierung könne ſich anſcheinend nicht entſchließen, den
Kampf gegen die Sozialdemokratie aufzunehmen, aber ſie
werde um den Kampf nicht herumkommen. In der
Dis=
kuſſion wurde erklärt: In der Induſtrie fehle es
ange=
ſichts der eines Rechtsſtaates unwürdigen Zuſtände an
Verſtändnis dafür, daß ſich die nationalliberale
Reichs=
tagsfraktion in der Geſellſchaft der Parteien befinhet, die
den Antrag auf Verbot des Streilpoſtenſtehens abgelehnt
haben. Geh Baurat Schreg betonte daß die ernſteſte
Sorge und Gefahr für das Deutſche Reich nicht die
Wir=
ren draußen ſind, ſondern die Entwicklung, der wir im
Innern eitgegengehen Der Redner ſieht das
Bedroh=
liche der Entwicklung darin, daß von unſeren
Reichstags=
abgeordneten drei Viertel bei ihrem Eintritt in das
Par=
lament alle Rückſicht auf das praktiſche Leben verlieren
und nur noch die Rückſicht auf die Wiederwahl kennen, die
ſie über das Wohl des Vaterlandes ſtellen. Das ſei ein
tief bedauerlicher Zuſtand, ein Zuſtand, über den
ent=
rüſtet zu ſein die deutſche Induſtrie und alle
Erwerbs=
kreiſe des deutſchen Volkes alle Urſache hätten. Ein
Ver=
halten, wie es der Reichstag mit der Ablehnung der
Streikpoſtenreſolution an den Tag gelegt, ſei der gegebene
Anlaß, dieſem Empfinden einmal mit aller
Entſchieden=
heit Ausdruck zu geben.
Die Verſorgung der Großſtädte mit
2.
Schweinefleiſch. In der Landwirtſchaftskammer
Halle a. S. wurde mitgeteilt, daß ſich ſämtliche
Landwirt=
ſchaftskammern Deutſchlands mit Ausnahme von vier
be=
reit erklärt hätten, die Verſorgung der Großſtädte mit
Schweinen durch die landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaften
zur Verbilligung der Fleiſchpreiſe zu übernehmen und das
Riſiko dabei zu tragen.
— Kriggsminiſter v. Heeringen bleibt.
Die Berliner Morgenpoſt hatte auf Grund einer
Mit=
teilung der Militär=Politiſchen Korreſpondenz den
preu=
ßiſchen Kriegsminiſter v. Heeringen für amtsmüde erklärt.
Generalleutnant v. Wachs ſchreibt der Berliner
Morgen=
poſt, daß die genannte Korreſpondenz ſeit Jahren nicht
offiziös geſpeiſt wird. Damit fallen auch, ſo heißt es in
der Zuſchrift, die von der genannten Korreſpondenz
ge=
brachten Mitteilungen über die Amtsmüdigkeit des
Kriegs=
miniſters als haltlos in ſich zuſammen.
— Eine badiſche Zurückweiſung. Die
Karlsruher Zeitung ſchreibt halbamtlich: Nach
Zeitungs=
berichten hat in der Sitzung des preußiſchen
Abgeord=
netenhauſes vom 31. Januar der freikonſervative
Abge=
ordnete v. Kardorff ſich geäußert, Baden habe ſich auf die
ſchiefſte Ebene in der demokratiſchen Wahlreform begeben,
und während ſeit 1903 im ganzen Reiche die
ſozialdemo=
kratiſchen Stimmen um rund 30 Prozent wuchſen, wuchſen
ſie in Baden mit ſeiner volkstümlichen Politik um 65
Pro=
zent. Dazu kommt, daß die Sozialdemokratie in Baden
zur ausſchlaggebenden Partei geworden iſt und daß ihr
von einem badiſchen Miniſter Lorbeerkränze gewunden
wurden. Wenn dieſe Aeußerung ſo gelautet hat, ſo muß
ſie als eine unbefugte Einmiſchung in badiſche
Landes=
angelegenheiten (?) zurückgewieſen werden. Sie
ent=
ſpricht aber überhaupt nicht den Tatſachen, ebenſo auch,
daß ein badiſcher Miniſter der ſozialdemokratiſchen Partei
Lorbeerkränze gewunden habe. Dieſe Bemerkung bezieht
ſich offenbar auf eine Wendung in der Rede des badiſchen
Miniſters des Innern in der Erſten Kammer vom 13. Juli
1910, aber der Sachverhalt iſt durch die Rede des
Mi=
niſters in der Zweiten Kammer am 31. Januar 1912 ſo
eingehend klargelegt worden, daß ſich ein nochmaliges
Eingehen darauf erübrigt.
Ausland.
Frankreich.
Die Wahlreform. Der Miniſterpräſident
emp=
fing eine Abordnung des Komitees der republikaniſchen
Vereinigung für die Wahlreform und erklärte, er werde
vor der Senatskommiſſion und vor dem Sengt füx die
Hauptbeſtimmungen des von der Kammer angenommenen
Entwurfes eintreten. Ueber die weniger weſentlichen
Punkte des Geſetzentwurfes werde er Abänderungs=
An=
träge annehmen, vorausgeſetzt, daß die Vertretung der
Minderheiten geſichert bleibe. Hierauf beſchloß die
Kom=
miſſion faſt einſtimmig, ihre früheren Beſchlüſſe
aufrecht=
zuerhalten.
Rußland.
Der finniſche Landtag wählte den Doktor
der Theologie Ingmann (Alt=Finne) mit 83 Stimmen
und den Schweden Söderol mit 59 Stimmen zu
Vize=
präſidenten.
Vereinigte Staaten.
Einführung der Einkommenſteuer.
Beide Häuſer der Legislatur des Staates Wyoming
haben eine gemeinſame Reſolution angenommen, durch
welche der die Einkommenſteuer betreffende
Abänderungs=
antrag zur Bundesverfaſſung ratifiziert wird. Wyoming
iſt der 36. Staat der Union, der dieſen
Abänderungs=
antrag ratifiziert und damit die für die notwendige
Zwei=
drittelmehrheit entſprechenden Stimmen abgegeben hat.
Der Bundeskongreß wird nunmehr ein Geſetz erlaſſen,
welches die Einkommenſteuer einführt und welches
wahr=
ſcheinlich im Verlaufe einer im März von Dr. Wilſon
einzuberufenden Extraſeſſion in Wirkſamkeit treten wird.
Es wird jedenfalls die jetzige Korporationsſteuer erſetzen.
Das neue Geſetz wird Steuern für alle Einkommen über
5000 Dollars vorſehen. Allerdings gibt es im Kongreß
auch Stimmen, die für eine Herabſetzung der Steuergrenze
auf 4000 Dollar ſind. Nach Schätzungen wird die
Ein=
kommenſteuer der Regierung 100 Millionen Dollars im
Jahre einbringen. Bemerkenswert dabei iſt, daß die
beabſichtigten Steuermaßnahmen eine weitere
Herab=
ſetzung der Zolltarifſätze ermöglichen, ohne daß dadurch
die Bundeseinkünfte verringert werden.
Das Tariſkomitee beabſichtigt, die Aufhebung
faſt ſämtlicher Freizölle zu empfehlen und die
Tarifrevi=
ſionsvorlage dem Kongreß am 15. März zuzuſtellen.
China.
Die Sechsmächte=Anleihe iſt nunmehr zum
Abſchluß gekommen. Der Vertrag wird alsbald
unter=
zeichnet werden. Die Anleihe führt den Namen „5
½pro=
zentige Reorganiſations=Goldanleihe der chineſiſchen
Re=
gierung von 1913‟ Der Anleihebetrag iſt 25 Millionen
Pfund Sterling. Die Banken werden 5½prozentige
Gold=
bonds ausgeben. Mit einigen unweſentlichen Vorbehalten
ſoll der Anleihebetrag ausſchließlich für folgende Zwecke
verwandt werden: zur Erfüllung der Verbindlichkeiten
der Zentralregierung, Rückkauf der ausſtehenden
Provin=
zialanleihen, Bezahlung von Entſchädigungen für die
Verluſte, die infolge der Revolution entſtanden ſind,
Ent=
laſſung der Truppen, Rückkauf eines beſtimmten Betrages
von Noten der Zentralregierung und der Provinzen,
Zah=
lung der laufenden Verwaltungsausgaben und
Reorgani=
ſation der Verwaltung der Seezölle. Die Bankengruppe
verpflichtet ſich, zwei Millionen Pfund Sterling ſofort
vorzuſtrecken, worauf die Schatzſcheine in Kürze
ausge=
geben werden ſollen. Die Anleihe läuft auf 50 Jahre,
jedoch hat China das Recht, ſie nach ſechsmonatiger
Kün=
digung à pari zu konvertieren oder zurückzukaufen. Der
Rückkauf der Anleihe beginnt nach 15 Jahren. Der
Uebernahmepreis der Anleihe iſt 6 Prozent unter dem
normalen Werte der Schatzſcheine, die in London nicht
unter 96½ Prozent und in Paris nicht unter 97 Prozent
ausgegeben werden ſollen. Die chineſiſche Regierung
ver=
pflichtet ſich, innerhalb der nächſten ſechs Monate keine
weitere Regierungsanleihe aufzunehmen und auch keine
Anleihe abzuſchließen, für die die Salzſteuer haftet, ohne
der Sechsmächte=Bankgruppe ein Optionsrecht zu
ge=
währen. Ein Teil des ruſſiſchen Anteils an der Anleihe
ſoll in Belgien konvertiert werden, während der
japani=
ſche Anteil, wie erwartet wird, zum größten Teil in
London emittiert werden wird. Die Ernennung des
Dänen Oiſen, früheren Zollkommiſſars in Tientſin, zum
zweiten Generalinſpekteur der Salzſteuer und die
Er=
nennung des Deutſchen Komp zum Superreviſor der
chineſiſchen Rechnungskammer iſt beſtätigt worden. Für
das Anleihe=Departement, das China einrichten will,
wünſcht es die Ernennung eines italieniſchen
Finanz=
mannes von europäiſchem Rufe.
Japan.
Das Parlament, das 14 Tage lang ſeine
Sitzun=
gen unterbrochen hatte, wird ſich heute, Mittwoch, wieder
vereinigen. Es ſteht feſt, daß dem Kabinett Katſura kein
Vertrauensvotum erteilt werden wird und daß das
Par=
lament daraufhin ſofort aufgelöſt wird. Die neuen
Par=
lamentswahlen werden im April ſtattfinden. Im ganzen
Lande herrſcht eine große Erregung und verſchiedentlich
machen ſich revolutionäre Tendenzen geltend. Es handelt
ſich um einen Kampf bis aufs Meſſer zwiſchen den
An=
hängern der Monarchie und der Demokratie.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 5. Februar.
* Vom Hofe. Das Großherzogspaar von
Sachſen=Weimar wird, Blättermeldungen zufolge
am 11. Februar mit Gefolge zum Beſuch am hieſigen Hofe
hier eintreffen. — Zum Beſuch des
Großher=
zogspaares in Schwerin und Kiel teilt die
Darmſt. Ztg. folgendes mit: Am 30. Januar frühſtückten
die Herrſchaften auf Schloß Rabenſteinfeld bei der
Groß=
herzogin von Oldenburg und abends fand vor der
Ab=
fahrt gemeinſame Tafel im Schloß ſtatt. Um 8 Uhr abends
verabſchiedeten ſich die Herrſchaften und fuhren nach
Ham=
burg, wo übernachtet wurde. — Am 31. trafen Prinz und
Prinzeſſin Heinrich von Preußen aus Berlin in Hamburg
ein, machten gemeinſam mit den Herrſchaften eine
Rund=
fahrt durch die Stadt, wobei u. a. der Elbtunnel
beſich=
tigt wurde, und fuhren nachmittags 5 Uhr mit den
Groß=
herzoglichen Herrſchaften nach Kiel, wo die Herrſchaften
abends der Vorſtellung im Theater beiwohnten. Am 1
Februar abends fand Hofball in den Räumen des
Kie=
ler Schloſſes ſtatt. Am 2. Februar vormittags wurde
S. M. S. „Kaiſer” beſichtigt und dann der Reſt des Tages
in Hemmelmark verbracht. Die Abreiſe nach
Darm=
ſtadt wurde am 2. Februar, 8 Uhr 50 Minuten abends,
angetreten.
*
Ordensverleihung. Seine Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Regierungs= und Baurat
Hch. Stieler zu Frankfurt a. M. die Erlaubnis zur
Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem
Deutſchen Kaiſer verliehenen Roten Adler=Ordens 4. Klaſſe
erteilt.
* Militärdienſtnachricht. Dr. Fritſch, Militär=
Hilfsgeiſtlicher der 21. Diviſion in Mainz, zum
Diviſions=
pfarrer ernannt.
Perſonalnachrichten der Ober=Poſtdirektion
Darmſtadt. Verliehen: von Sr. Maj. dem Kaiſer
der Rote Adler=Orden 4. Klaſſe dem Poſtdirektor
Becker in Friedberg; das Preußiſche Allgemeine
Ehren=
zeichen (in Silber) dem Ober=Poſtſchaffner Platt in
Worms und dem Ober=Briefträger Zinn in
Renzen=
dorf. — Verſetzt: die Poſtaſſiſtenten Bepler von
Gedern nach Neuenrade, Helmreich von Wörrſtadt
nach Röhlinghauſen (Weſtf.), Jungblut von Gießen
nach Eſſen (Ruhr), Kreß von Nieder=Ingelheim nach
Dalhauſen (Ruhr), Lange von Rüſſelsheim nach Werdohl
und H. Steinacker von Schlitz nach Alteneſſen. —
Beſtanden: die Poſtſekretärprüfung: Poſtaſſiſtent
Loos in Worms; die Poſtaſſiſtentenprüfung: Poſtgehilfe
Ernſt Krämer in Goddelau. — Geſtorben:
Poſt=
ſekretär Rohr in Bensheim
* Der neue preußiſche Geſandte in Darmſtadt. Als
Nachfolger des Freiherrn v. Jeniſch iſt der erſte
Sekretär der deutſchen Botſchaft in Paris,
Botſchafts=
rat Freiherr von der Lancken=Wackenitz, zum
preußiſchen Geſandten in Darmſtadt auserſehen worden,
wenn auch die Ernennung bisher noch nicht erfolgt
iſt. Freiherr von der Lancken ſtammt aus einer
alten, auf Rügen begüterten Adelsfamilie. Er iſt
am 5. Oktober 1867 in Boldevitz geboren. Im Jahre
1892 trat er in den diplomatiſchen Dienſt ein; bis 1907
war er zweiter Sekretär bei der deutſchen Botſchaft
in Rom, von 1907 ab erſter Sekretär und Botſchaftsrat
bei der deutſchen Botſchaft in Paris; dort wurde ihm
1911 der Titel eines außerordentlichen Geſandten und
be=
vollmächtigten Miniſters verliehen. Als im Sommer 1912
die Regelung einiger im deutſch=franzöſiſchen
Kongoabkom=
men offen gelaſſener ſpezieller Abgrenzungsfragen
not=
wendig geworden war, wurde Freiherr von der Lancken
als Leiter der deutſchen Sektion zu der in Bern am 15.
Juni zuſammengetretenen deutſch=franzöſiſchen Konferenz
entſandt; ſeine Perſönlichkeit trug viel zum glatten
Ver=
lauf der Verhandlungen bei, die am 20. Juli ihren
Ab=
ſchluß fanden. Freiherc von der Lancken gehört als
Ritt=
meiſter der Reſerve dem Regiment der Gardedukorps an
und iſt ſeit 1894 mit Rena Friedenthal, Herrin auf
Gün=
thersdorf, verheiratet; er gilt als einer der reichſten
Män=
ner in der deutſchen Diplomatie.
— Vom Großh. Hoftheater. Heute findet das
ein=
malige gaſtweiſe Auftreten von Tereſina Oſter als Lene
Kuk in Hermann Bahrs amüſantem Luſtſpiel „Das
Prin=
zip” ſtatt. Die Vorſtellung, die im Abonnement auf die
Serie C 30 fällt, beginnt um 7½ Uhr. Am Donnerstag
beendet Herr Bruno Harprecht vom Berliner Theater ſein
auf Engagement abzielendes Gaſtſpiel als Träger der
Titelrolle in Rivoire=Besnards Luſtſpielneuheit „Mein
Freund Teddy‟ Die Madeleine ſpielt zum erſten Male
Ilſe Berka, die Mathilde hat für Frl. Uttmann, die auf
längere Zeit krankheitshalber beurlaubt iſt, Frl. Gothe
übernommen. Dieſe 114. Abonnements=Vorſtellung,
Buchſtabe B 29, beginnt um 7½ Uhr. Am Freitag gelangt
Richard Wagners „Tannhäuſer” als 115. Abonnements=
Vorſtellung, Buchſtabe A. 29, zur Wiederholung. Am
Samstag findet die Erſtaufführung von Artur Schnitzlers
Szenenreihe „Anatol” ſtatt. Der Dichter wurde von der
Hoftheaterleitung eingeladen, der Premiere
beizu=
wohnen.
— Ausſtellung auf der Mathildenhöhe. Man ſchreibt
uns: Am Samstag, den 8., und Sonntag, den 9.
Fe=
bruar, veranſtaltet eine Anzahl Damen der hieſigen
Geſell=
ſchaft im Ausſtellungsgebäude auf der
Mathildenhöhe eine Ausſtellung der
Bil=
der und Zeichnungen des Malers Hans
Sutter=Karlsruhe, eines talentvollen
Trübner=
ſchülers. Die Ausſtellung verdient ſowohl ihres Inhalts,
als auch ihrer Veranlaſſung wegen ein allgemeines
Inter=
eſſe. Die Vermögenslage des bekannten Malers
Pro=
feſſor Sutter in Breuberg=Neuſtadt hat ſich dermaßen
ver=
ſchlechtert, daß an ſich ein Konkurs unvermeidlich wäre.
In einem ſolchen Konkurs würden alle
nichtbevorrechtig=
ten Gläubiger — darunter heſſiſche Handwerker und
klei=
nere Gewerbetreibende mit etwa 60—80000 Mark
ganz ausfallen. Die Fabrikation des heſſiſchen
Spiel=
zeugs müßte eingeſtellt und dadurch der im Odenwald
aufblühenden Spielwareninduſtrie der Lebensnerv
abge=
ſchnitten werden. Aus dieſem Grunde verſucht der
Vor=
ſitzende der Großherzogkichen Zentralſtelle für die
Ge=
werbe in Darmſtadt, Geheimerat Noack, in Verbindung
mit anderen Herren ein Vermögensarrangement, das die
Möglichkeit gibt, den jetzt ſchwer geſchädigten
Gewerbe=
treibenden durch allmähliche Tilgung zu einem Teil ihrer
Forderungen zu verhelfen und zugleich den
aufblühen=
den Induſtriezweig dem Odenwald zu erhalten. Es
ſchwe=
ben zurzeit Verhandlungen mit
Induſtrieunternehmun=
gen, die in der Lage wären, den Betrieb zu übernehmen.
Nach dem Stand der Dinge erſcheint es nicht
ausge=
ſchloſſen, daß auf dieſem Wege ein Zuſammenbruch
ver=
hindert wird. Vorausſetzung für das Zuſtandekommen
des Projekts iſt aber die Weiterführung des Betriebs in
der Zwiſchenzeit, wenn auch natürlich in ſtark
beſchränk=
tem Umfange.
Hierfür fehlten bisher die Mittel, da man es
grund=
ſätzlich vermeiden will, ſie durch neue Darlehen oder
an=
dere Zuwendungen ohne vollwertige Gegenleiſtung zu
beſchaffen. Nun aber hat der Sohn des Herrn Profeſſors
Sutter, Herr Maler Hans Sutter=Karlsruhe, ſeinen
gan=
zen Bildervorrat — ſein einziges Vermögen — zur Vers
fügung geſtellt. Die Veranſtalterinnen haben es übeg
nommen, die Ausſtellung dieſer Bilder z
arrangieren und zu verſuchen, durch den Verkauf die nötis
gen Geldmittel aufzubringen. Wenn nun dieſe
Veran=
ſtaltung auch im Hinblick auf den guten Zweck
unternom=
men wird und inſofern eine Wohltätigkeitsveranſtaltung
iſt, ſo ſei doch darauf hingewieſen, daß es ſich um eine
günſtige Gelegenheit zum Kauf guter Bilder handelt, da
dieſe mit Rückſicht auf die beſtehende Zwangslage zu faſt
um die Hälfte ermäßigten Preiſen verkauft werden.
Prüfungen im Eiſenbetonbau können nach
Er=
gänzung der Diplomprüfungs=Ordnung jetzt an der
Techniſchen Hochſchule in Darmſtadt
abge=
legt werden. Mit Rückſicht auf die Bedeutung, welche
der Eiſenbetonbau in theoretiſcher und praktiſcher
Be=
ziehung erlangt hat, werden in der neuen Prüfungs=
Ordnung vom 27. September 1912 die Eiſenbetonbauten
ſowohl in der Statik der Baukonſtruktionen, als auch im
Eiſenbau beſonders geprüft. Ferner kann der
Eiſen=
betonbau in der Sonderprüfung für Bauingenieure als
Hauptfach gewählt werden. Durch entſprechende
Vor=
leſungen und Uebungen im Eiſenbetonhau, welche durch
die Herren Profeſſor Kayſer, Oberingenieur Rüth
und Dr.=Ing. Kleinlogel abgehalten werden, iſ
dafür geſorgt, daß den Studierenden zu einem eingehen=
Aus der Welt der Frau.
Die Grundlinien der Frühlingsmode.
** Die geheimnisvollen Andeutungen, die über die
Gaben verraten werden die die Mode mit dem Erwachen
der linden Lüfte uns ſpenden will, laſſen klar erkennen
daß große Umwälzungen in dem ſo wankelmütigen
Toilettenreich nicht bevorſtehen. Die Röcke werden
viel=
leicht noch etwas kürzer werden; die Drapierungen
wer=
den in eine größere Höhe des Rockes verlegt und der
untere Teil wird weniger eng, wenngleich er noch immer
ziemlich knapp bleibt. Die Silhouette bleibt alſo im
großen und ganzen unverändert, aber in allen
Einzel=
heiten ſtehen mancherlei Ueberraſchungen bevor. Die
weichen, wogigen Stoffe ſollen noch reicheren Schmuck
durch jene leichten Drapierungen aus Crepon und Mouſſe
line erhalten, die den Stil des 18. Jahrhunderts in der
modernen Mode immer ſtärker betonen. Und neben die
zart wieder anklingende Melodie der Vergangenheit tritt
die aktuelle Note der Gegenwart. Der Einfluß
des Balkankrieges dem ſich auch die
unpolitiſch=
ſten Frauenköpfe nicht entziehen können, wird in der
Toi=
lette durch Anklänge an bulgariſche, ſerbiſche, ja ſogat
ruſſiſche Tracht zum Ausdruck gebracht. Eine Dame, die
eine exotiſche Nüance in ihrem Kleid liebt, wird nicht
mehr, wie in dieſem Winter, einen Ausflug in die Heimat
des Hafis wagen dürfen, um perſiſchen Turban wie
per=
ſiſches Ornament anzulegen, ſondern ſie ſchmückt ſich mit
der bunten, bäueriſchen und doch ſo apart geſchmackvollen
Farbigkeit, die im ſlawiſchen Koſtüm vorwaltet.
Beſon=
ders in Handſtickereien wird ſich dieſes politiſche Inter
mezzo der Frühlingsmode bemerkbar machen, und ſo auch
in den Boudoirs taucht eine „Balkanfrage” auf, nämlich
die, wie man ſich mit den ſchönſten echten bulgariſchen
oder ſerbiſchen Handarbeiten verſorgt.
Mit dieſer Vorliebe für Stickerei geht eine Hauſſe
in Spitzen Hand in Hand. Schleier aus Maline:
Spitzen, entzückende duftige Jabots vermählen ſich mit
dem reichen Spitzenſchmuck in der Garnierung der Röcke
zu einer Harmonie. In der großen Robe ſind beſonders
altgoldene oder altſilberne Spitzen in byzantiniſchem
Stil beliebt, auch ein Zeichen der Zeit, der der
byzan=
tiniſche Stil wieder nahe gerückt iſt. Zuſammen mit
Taf=
fet, Mouſſelin, Moirée und zarten durchbrochenen
Ge=
weben wird als Garnierung viel Samt und Pelz
ver=
wendet werden, um den leichten lichten
Frühlingsgewän=
dern doch eine gewiſſe Schwere zu verleihen. Wie es den
Tagen der ſiegenden Sonne gemäß iſt, ſind es leuchtende.
glänzende Farbentöne, die die Frühlingsmode uns bietet
Nicht nur in der Abendtoilette, ſondern auch im
Nach=
mittagskoſtüm erſcheinen ſie. Vor allem wird eine neue
Nüance des Rot auftreten, ein weicher und doch voller
chimmernder Ton, den die überall nach günſtigen Effekten
ſuchenden Modekünſtler altorientaliſchen Tongefäßen
ab=
gelauſcht haben. Die Linie der Taille ſoll in der
kom=
menden Saiſon etwas tiefer gerückt werden als bisher;
daher treten im Jackett Boleroformen auf, die aber in der
Rückſeite etwas verlängert ſind. Daneben werden
beſon=
ders ruſſiſche Bluſen gern getragen werden. Im
Tailor=
made Kleid ſind die langen Jacken durchaus noch nicht
ausgeſtorben.
Was die Hüte anbetrifft, ſo kann ſo viel verraten
werden, daß die neuen Modelle vielfach in den Formen
des zweiten Kaiſerreiches gehalten ſind. Es ſind kleine
flache Hüte mit an den Seiten aufgeſchlagenen Krempen
vorn und hinten tiefer herabgehend mit Blütenzweigen
und ſchwarzen Samtbändern geſchmückt, die bis auf den
ſo beliebten weißen Halskragen herabreichen. Die Ten
denz zum kleinen Hut begünſtigt auch wieder
Toque=
formen. Die modernſte Form des Hutkopfes iſt rund und
kuppelförmig. Blumen ſollen in größerem Maße als
bis=
her modern werden, aber Federn, Aigretten und
Para=
diesvögel, die freilich nicht für jeden erſchwinglich ſind,
bleiben der eleganteſte Schmuck. Garnierungen aus
ge=
fältetem Taffet mit Spitzenbeſatz wirken ſehr reizvoll.
Auch der große breitkrempige Hut iſt nicht völlig
ver=
wunden, da er manche Geſichter am beſten kleidet
er den Neuheiten der Garnierung fallen große Blumen
auf, die aus feiner Spitze oder Taffet ſehr naturgetreu
gemacht ſind.
Künſtliche Pelze.
Wahre Meiſterwerke aus der Kunſt der
Pelz=
fälſchung ſind es, die bei der großen ſoeben im Pariſer
Grand=Palais eröffneten Internationalen
Ausſtellung für Vogelzucht vor allem die
bewun=
dernden und beneidenden Blicke der Damen auf ſich ziehen.
Hier kann man ſehen, zu welcher Vollkommenheit
Frank=
reich in zäher Arbeit die Fabrikation der ſogenannter
„künſtlichen” Hermelin= Otter=, Silberfuchs= und
Skunks=
pelze entwickelt hat. Selbſt leidliche Kenner von Pelzen
werden beim Anblick dieſer prachtvollen Mäntel, Muffs
und Stolen unſicher. Freilich iſt dieſen Leiſtungen eine
ſyſtematiſche und zielbewußte Veredelung der franzöſiſchen
Kaninchenzucht voraufgegangen. Ohne die koſtbaren kleinen,
weißen polniſchen Kaninchen ließe ſich der Hermelin nicht ſt
täuſchend nachahmen; die größeren Silberkaninchen
lie=
fern ihr Fell für die Chinchilla=Imitationen, die
franzöſi=
ſchen Havannakaninchen geben eine täuſchende Nachahmung
des Zobelpelzes und die ſchwarzen Kaninchen werden
hin=
geopfert zugunſten der Frauen, die ihre Freundinnen mit
einer als Nachahmung unmöglich erkennbaren Jacke aus
Otterfell erfreuen oder neidiſch machen wollen. Für manche
Felle dieſer veredelten Kaninchen werden heute dem
Züch=
ter bereits 75 oder 80 Francs bezahlt, denn nur
ausge=
zeichnete Exemplare ermöglichen die Herſtellung einer
aus=
gezeichneten Nachahmung. Aber nicht nur auf dem
Ge=
biete der Pelzinduſtrie iſt die Imitation infolge der
ge=
waltig ſteigenden Preiſe eine wichtige und hochentwickelte
Kunſt geworden: auf der Ausſtellung findet man einen
Saal mit künſtlichen Vogelfedern. Hier ſieht
man die prachtvollſten Paradiesvogelreiher, die ihr
Da=
ſein den ſchlichten Bewohnern eines Hühnerhofes
verdan=
ken. Aus den Federn von Gänſen, Truthähnen, Enten,
Pfauen, Hühnern und Tauben ſtellen die franzöſiſchen
Federfabrikanten und Federfärber wahre Wunder an Fe
dern her und beſonders ſind es die weißen Pfauenfedern,
die von den Modiſtinnen geſucht werden; hier iſt die
Nach=
frage bereits viel größer als das Angebot.
den Studium dieſes wichtigen Sondergebietes des
Ingenieurweſens Gelegenheit geboten iſt.
— Traub in Darmſtadt. Man ſchreibt uns: Auf
Ver=
anlaſſung der Freien Landeskirchlichen
Ver=
inigung wird der ehemalige Dortmunder Pfarrer
Sottfried Traub Freitag, den 14. Februar, in der
Turn=
halle am Woogsplatz einen öffentlichen Vortrag
halten über eine Grundfrage evangeliſchen Chriſtentums:
Was heißt glauben?‟ Einer bereits im Frühjahr 1912
rgangenen Einladung, in Darmſtadt zu ſprechen, hatte
der vielbegehrte Redner bisher nicht nachzukommen
ver=
ntiocht. Inzwiſchen iſt er bekanntlich auf dem
Diſziplinar=
wege ſeines Amtes enthoben worden. Dies von vielen
Seiten, auch von rechtsſtehenden Theologen und Juriſten,
charf angefochtene Urteil des preußiſchen Oberkirchenrates
eingehend zu erörtern, wird natürlich nicht die
Aufgab=
er beabſichtigten Verſammlung ſein. Wohl aber beſteht
in der evangeliſchen Bürgerſchaft unſerer Stadt ſeit langem
der berechtigte Wunſch, über die grundſätzlicher
eligiöſen und kirchlichen Fkagen, die durch
den Fall Traub aufs neue angeregt worden ſind, ſich klar
zu werden, unbeeinflußt vom verwirrenden Streit der
Parteien, in dem Hauptſachen und Nebenſachen ſo leicht
verwechſelt werden. Der Traubſche Vortrag ſoll in
die=
ſem Sinne von einer Anzahl von Anſprachen umrahmt
werden, für die angeſehene Geiſtliche und Laien ſich zur
Verfügung geſtellt haben. Das Nähere wolle man aus
den Anzeigen erſehen.
* Der Kavallerie=Verein Darmſtadt feierte in dem mit
Lanzen und Girlanden feſtlich geſchmückten Saale der
Reichskrone den Geburtstag Sr. Maj. des
deut=
ſchen Kaiſers, wozu die Kameraden, Freunde und
Gönner des Vereins, ſowie die Herren Ehrenmitglieder,
Inter anderen Se. Erlaucht der Herr Erbgraf von Schlitz,
gen. von Görtz, zahlreich erſchienen waren. Der erſte
Forſitzende Kam. Monnard hielt eine dem Tag
ent=
fprechende kernige Anſprache, welche mit einem dreifachen
Kaiſerhoch ausklang. Bei Muſikvorträgen und komiſchen
Forträgen des Kam. Gerk entſchwand nur allzu raſch
tie Zeit. Die wohlgelungene Feier ſchloß mit einem
fröhlichen Tanz.
* Gartenbauverein Darmſtadt. Morgen Donnerstag
pird Herr Rentner Geiſt einen Vortrag mit
Licht=
dildern über das Thema halten: Italieniſche und
ſranzöſiſche Riviera. (Siehe Anzeige.)
* Städtiſche Leſe= und Bücherhalle. Während
des Monats Januar wurde die Leſehalle im ganzen
ſon 3760 Perſonen beſucht (im Januar 1912 von 3765),
urchſchnittlich an jedem Tage von 121 Beſuchern. Aus
er Bücherhalle nach Hauſe entliehen wurden im ganzen
941 Bände (1912: 11488), darunter 4083
wiſſenſchaft=
che und belehrende Werke. Die Zahl der ſeit dem
April v. J. neu eingeſchriebenen Leſer ſtieg auf 4211
ün Büchergeſchenken gingen in dieſem Monat weiter
m: Von Herrn Student Ernſt Frank 10 Bde., von
herrn Architekt Harres 1 Bd., von Herrn
Weißbinder=
ſeiſter Fr. Kraus 5 Bde. und 1 Jahrg. Zeitſchr., von
herrn Oberlehrer Dr. Lotz 3 Bde., von Herrn Dr. L.
erck 3 Bde. und 31 Jahrg. Zeitſchr., von Frau
Real=
ehrer Papſt Witwe 15 Bde. und 3 Jahrg. Zeitſchr., von
herrn Reg.=Rat Piſtor 18 Bde. und 3 Jahrg. Zeitſchr.,
ſon Frau Major von Plönnies 2 Bde., von Frau Dr.
ohanna Schmidt 1 Jahrg. Zeitſchr., von Frau A.
Walkenhorſt 3 Bde. Allen Gebern herzlichen Dank.
Peitere Schenkungen von Büchern, ſoweit ſolche nicht
raltet, ſind willkommen. — Ferner ſei zur allgemeinen
Kenntnis gebracht, daß ein neues Bücherverzeichnis
er=
hienen und käuflich zu haben iſt.
Farbenphotographie. Wir machen auch an dieſer
Selle darauf aufmerkſam, daß am 18. Februar, abends
Uhr, im großen Hörſaal des Phyſik. Inſtitutes der
weite Vortrag zu Gunſten des Photogr. Inſtitutes der
ſochſchule ſtattfindet. Thema: „Ueber
Farbenphoto=
ſaphie‟ Näheres in der diesbezüglichen Anzeige.
Naturalverpflegungsſtation. Während des
Nonats Januar wurde die Hilfe der hieſigen
Natural=
erpflegungsſtation von 528 mittelloſen Durchreiſenden
1Anſpruch genommen und ſind hierdurch 603 Mk.
Verpflegungskoſten entſtanden.
Im vorhergehenden
Nonat Dezember ſind 665 (oder mehr 137) Perſonen
interſtützt worden, welche einen Koſtenaufwand von
5 Mk. (oder mehr 162 Mk.) verurſachten.
* Ludwigshöhe. Auf zur Ludwigshöhe!
o heißt heute die Parole, und manchem luſtigen Zecher
ird der Katerbummel nur gut bekommen. Beim
Kon=
ſert der Kapelle des Großh. Heſſ. Artillerie=Regiments
r. 61 wird der diesjährige Karneval allen Beſuchern
ſchmals wie im Traume erſcheinen, da das Programm
utſprechende Zuſammenſetzung erhalten hat. Darum
eutte, am Aſchermittwoch, nochmals „Auf zur
Ludwigs=
he!
* Der 1. Darmſtädter Kino, Grafenſtraße 12, hat ſich
gs Erſtaufführungsrecht für einen Film erworben, der
ſcher alle Beſucher zufriedenſtellt. „Frühling des Lebens”
der Titel dieſes wunderbar kolorierten Kunſtwerkes
ſpchdramatiſch mit tiefgehender Wirkung, großartiger Zu=
ſammenſtellung, feſſelnden, zu Herzen gehenden Momenten
einer Fülle herrlicher Naturaufnamen zählt dieſer Film
zu dem beſten. Auch das nachfolgende
Ergänzungspro=
gramm, das herrliche Dramen, Humoresken und
Natur=
aufnahmen zeigt, iſt hervorragend. (Siehe Anz.)
* American Bio. Heute wieder
Programm=
wechſel. „Die Maske der Schönheit”, ſehr ergreifendes
Drama aus dem Leben gegriffen, in zwei Akten. „Der
Wochenbericht” bringt ſtets die neueſten Weltereigniſſe.
„Moritz als Kinoſchauſpieler” und „Thereſes Armband”
ſind äußerſt humorvolle Komödien. „Ein Ausflug nach
dem Montſerrat” prächtig kolorierte Naturaufnahme von
Spanien. „Der alte Fiſcher, packendes Drama aus dem
holländiſchen Volksleben. Gute Einlagen ſorgen für
an=
genehme Abwechslung. (Siehe Anzeige.)
*. Union=Theater (Rheinſtraße 6). Bei dem
bekann=
ten Widerſtreit der Meinungen über den Wert des
Kine=
matographen iſt es heute ſehr ſchwer, bei der
Zuſammen=
ſtellung des Programms die richtige Wahl der Films zu
treffen. Auf der einen Seite muß darauf Rückſicht
ge=
nommen werden, daß das Kino=Theater nicht zum
Senſa=
tionsunfug wird, während andererſeits auch das Publikum
nicht gelangweilt werden ſoll. Dieſe Aufgabe zu löſen iſt
die Direktion eifrig beſtrebt, das beweiſt auch der heutige
Programmwechſel. Ein Drama wie „Ein Mädchen ohne
Mitgift” das von heute ab gegeben wird, kann auch ein
Kind, ohne Schaden zu nehmen, ſehen. Der Stoff iſt dem
berühmten Meiſterwerk des ruſſiſchen Dichters Oſtrowski
entnommen und werden die Szenen von den Mitgliedern
des ruſſiſchen kaiſerl. Theaters dargeſtellt. Aus dem
übrigen reichhaltigen Programm ſeien noch erwähnt die
neuen Schlager der Komik „Die beiden Eiferſüchtigen”
und „Der Traum des Verlobten”
§ Aſyl für Obdachloſe. Während des Monats
Januar wurde in dem im Lokale des zweiten
Polizei=
reviers in der Alexanderſtraße errichteten Aſyl für
Obdachloſe 462 Perſonen und in demjenigen im Lokale
des fünften Polizeireviers in der Ludwigshöhſtraße
168 Perſonen, zuſammen 630 Perſonen, Obdach
ge=
währt.
Aus dem Arbeitshaus Dieburg ſind während
des Monats Januar 18 Perſonen, welche daſelbſt
korrektionelle Nachhaft verbüßten, entlaſſen worden.
Die längſte Dauer der Nachhaft betrug bei einer Perſon
730 Tage und die kürzeſte Dauer der Nachhaft bei einer
Perſon 61 Tage.
§ Feſtgenommen.
Zwei Zwangszöglinge,
welche aus der Erziehungsanſtalt Ohlyſtift bei
Wix=
hauſen entwichen ſind, wurden geſtern hier auf
ge=
griffen und nach der Anſtalt zurückverbracht.
Hundefang. Während des Monats Januar ſind
durch den hieſigen Polizeihundeaufſeher 46 Hunde
ein=
gefangen worden. Hiervon wurden 23 Hunde von
ihren Eigentümern wieder ausgelöſt, 2 Hunde ſind
ver=
kauft worden und 27 Hunde mußten getötet werden.
Traiſa, 3. Febr. Einen äußerſt intereſſanten
Vortrag hatte der hieſige Verkehrs= und
Ver=
ſchönerungsverein am Sonntag nachmittag im
„Heſſiſchen Hof” veranſtaltet. Herr Miniſt.=Regiſtrator
Jünger ſprach über: Die neue heſſiſche
Gemeindeord=
nung, insbeſondere die Gemeindeumlagen”. In überaus
feſſelnder Weiſe verſtand es der Redner in nahezu 2
½ſtün=
diger Ausführung den ſehr zahlreich Erſchienenen das an
ſich ſo trockene Thema, mit vielen Beiſpielen geſchmückt,
nahezubringen. Reicher Dank lohnte die trefflichen
Dar=
legungen, an die ſich noch einige Anfragen aus dem
Hörer=
kreis knüpften, und mit dem Wunſch, daß noch oft ſolche
virklich belehrenden und aufklärenden Vorträge ſtattfinden
möchten, ging man hochbefriedigt auseinander. — An
ſchließend ſei bemerkt, daß nunmehr auch unſere Gemeind=
Traiſa mit der Uleberlandzentrale den
Ver=
trag über elektriſche Lichtlieferung, und zwar unter
gün=
ſtigen Bedingungen abgeſchloſſen hat, und beſteht
die Ausſicht, daß die Ausführung in Kürze erfolgt; man
hofft, daß auch die Verbindung mit der elektriſchen Bahn
in greifbare Nähe gerückt iſt.
— Pfungſtadt, 3. Febr. Der vor vier Wochen ſeitens
der hieſigen Stadtverwaltung eingerichtete
Fiſchkoch=
kurſus wurde am 1. Februar geſchloſſen. Mit
dem Schluß wurde eine kleine Feier verbunden, an der
außer Herrn Bürgermeiſter Lang noch andere Vertreter
des Stadtvorſtandes, ſowie ſolche des Großh. Kreisamts
und der Großh. Kreisſchulkommiſſion Darmſtadt
teil=
nahmen. Die Teilnehmerinnen des letzten Kurſes
ſer=
vierten die von ihnen unter Anleitung der Kochlehrerin,
Frl. Zimmer=Darmſtadt, hergeſtellten Fiſchſpeiſen den
erſchienenen Herren und hatten dieſe Gelegenheit, ſich von
der Güte und ſchmackhaften Zubereitung derſelben zu
überzeugen. Herr Bürgermeiſter Lang dankte hierauf den
Herren Vertretern der Kreisbehörden für das Intereſſe,
das ſie durch ihre Teilnahme an der Schlußfeier für die
Sache bekundeten. Beſonders dankte er Herrn
Kreisſchul=
inſpektor Profeſſor Dr. Frenzel für die bei der
Ein=
richtung des Kurſes gegebenen Ratſchläge und ſonſtige
Fürſorge und Unterſtützung. Herr Profeſſor Dr. Frenzel
ſprach namens der Kreisbehörde dem Stadtkollegium
ſeinen Dank aus für die Bereitſtellung der
Mit=
tel. Insbeſondere dankte er auch der Leiterin des Kurſes
für die Ausdauer und unermüdliche Hingabe an ihre
Auf=
gabe.
Lindenfels, 4. Febr. Am 1. Februar ſtarb nach
kurzem Krankenlager der Seminarlehrer i. P Herr P. J.
Jans. Wie ſehr ſich der Verblichene die Achtung und
Wertſchätzung der ganzen Gemeinde und aller, mit denen
er in Berührung kam, erworben, zeigte die überaus
zahl=
reiche Beteiligung bei ſeinem Leichenbegängniſſe.
Herr Jans war ein Mann, ſchlicht und einfach,
liebens=
würdig und hilfsbereit gegen jedermann. Das
wohlver=
diente Vertrauen ſeiner Mitbürger hatte ihn in eine Reihe
von Ehrenämtern berufen, denen er ſich mit
Uneigen=
nützigkeit hingab. Der Lehrerſchaft war er ein treuer
Freund und Berater. Mit gänzlicher Hingabe an ſeinen
erhabenen Beruf war er unermüdlich tätig in der Schule,
bis er am 1 Oktober 1912 mit Rückſicht auf ſeine
Geſund=
heit in Penſion trat. Jans wirkte 32 Jahre an der
hie=
ſigen Präparandenanſtalt, von 1880 bis 1895 als zweiter
Lehrer, von da ab als Vorſteher an derſelben. Ehrende
Nachrufe am offenen Grabe widmeten Herr PPfarrer
Laubner hier, Herr Seminardirektor Geh. Schulrat
Gei=
ger aus Bensheim und der Vorſitzende des katholiſchen
Lehrervereins, Herr Lehrer Schorn aus Mainz.
Neckar=Steinach, 4. Febr. Seit 27. Januar wird die
17jährige Poſtgehilfin Sauckel von Neckargemünd
ver=
mißt. Sie war am 26. Januar noch in Ziegelhauſen
auf einem Tanzvergnügen und fuhr am 27. in der Frühe
von Schlierbach nach dem Kümmelbacher Hof unterhalb
Neckargemünd. Von da fehlt jede Spur von ihr. Man
vermutet, daß ihr ein Leid geſchehen.
Offenbach, 4. Febr. Den Techniſchen
Lehr=
anſtalten wurde von Herrn Direktor Dr. Robert
Frieſe in Charlottenburg (einem früheren Schüler der
Anſtalt) eine Stiftung von 1500 Mark
ge=
macht zu dem Zwecke, daß aus den Zinſen dieſes
Kapi=
tals einem Schüler der Anſtalt alljährlich die Mittel zum
Studium des Deutſchen Muſeums in München gewährt
werden können.
— Worms, 4. Febr. Vom 2.—4. März findet in
ſämt=
lichen Räumen des Städt. Feſthauſes eine große
all=
gemeine Geflügelausſtellung, verbunden mit
der rheinheſſiſchen Provinzial=
Geflügel=
chau, ſtatt. Geflügelzüchter aus ganz Heſſen, der Pfalz
Baden, Württemberg, Bayern und den anderen
benach=
barten Staaten, haben ihre Beteiligung zugeſagt, ebenſo
eine Anzahl von Vereinigungen, ſo die Pfälzer Italiener=
Züchter, die Pfälzer und die ſüddeutſchen Wyandottes=
Langſh=, Orpington= rote Rhodenländer=, Minorka=
und Nackthalszüchter, ferner der ſüddeutſche
Kröpferver=
band, der Brünnerzüchterklub uſw. Zwölf anerkannte
Preisrichter ſind gewonnen. Außer den planmäßigen
Preiſen ſtehen eine große Anzahl Ehrenpreiſe zur Verfügung.
Anmeldeſchluß am 15. Februar. (Anmeldebogen ſind noch
von L. Leydecker=Worms zu beziehen.) Zu der
Ver=
loſung werden die Gewinne in der Ausſtellung angekauft.
Nieder=Ingelheim, 4. Febr. Die chemiſche
Fa=
brik von Walter Funke ſteht ſeit heute morgen 4 Uhr
in Flammen. Es iſt dies zum drittenmal, daß die
Fabrik vom Feuer heimgeſucht wird. Das Feuer iſt am
Teerkeſſel entſtanden und infolge des Windes iſt die
Be=
kämpfung ſehr ſchwer.
Alzey, 4. Febr. Ein Dammrutſch verurſachte auf
der Eiſenbahnſtrecke Alzey-Gau=Odernheim eine
Ver=
kehrsſtörung. Der geſtern um 7 Uhr 41 Minuten
fällige Perſonenzua konnte die Unfallſtelle nicht
überfah=
ren und mußte auf freier Strecke halten, bis ein Hilfszug
die Perſonen und Güter aufnahm. Mit den
Wieder=
herſtellungsarbeiten wurde ſofort begonnen; der Verkehr,
der inzwiſchen weiter durch Umſteigen an der Unfallſtelle
aufrecht erhalten wurde, konnte geſtern wieder
aufgenom=
men werden.
Bingen, 4. Febr. Die in den letzten Tagen
aufge=
tretenen wolkenbruchartigen Regen haben der unteren
Nahe große Waſſermengen zugeführt, ſo daß dieſe
Hoch=
waſſer führt. Zu beiden Seiten des Fluſſes iſt das
Waſſer aus den Ufern getreten und hat auf weite Strecken
das angrenzende Land überſchwemmt.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 3. Febr. Der König
von Sachſen traf heute vormittag mit dem
fahrplan=
mäßigen Zuge auf dem Anhalter Bahnhof ein und begab
ſich ſogleich nach der Geweihausſtellung. Um 1 Uhr fand
in der Geſandtſchaft ein Frühſtück ſtatt, an dem der Kaiſer,
der Reichskanzler, der Staatsſekretär v. Tirpitz, der
baye=
riſche Geſandte Graf Lerchenfeld u. a. m. teilnahmen. —
Ein Spielerklub iſt, wie ſchon gemeldet, durch die
Kriminalpolizei in der Nacht bei „voller Arbeit”
über=
raſcht worden. In ſeinem Hauſe am Belle=Allianceplatz 3,
das auch einen Ausgang nach der Gitſchinerſtraße hat,
richtete der Möbelfabrikant Müller vor mehreren Jahren
im hohen Erdgeſchoß und im Untergeſchoß elegante
Räume für den „Geſelligkeits=Klub Belle=Alliance” ein.
Schon vor zwei Jahren beſchäftigte der Klub einmal die
Kriminalpolizei, ohne daß es zu einem Strafverfahren
kam. Seitdem war der Klub in der Aufnahme der
Mit=
glieder und der Einführung von Gäſten ſehr vorſichtig.
Dennoch beklagten ſich in der letzten Zeit bei der
Staats=
anwaltſchaft mehrere Leute, die große Verluſte erlitten
hatten. Die Kriminalpolizei beobachtete deshalb den
Klub wieder andauernd Es war aber jetzt ſehr ſchwer,
ſich Zutritt zu verſchaffen, ohne Mitglied oder geladener
Gaſt zu ſein. In der letzten Nacht gelang es den
Krimi=
nalbeamten aber doch, die Spieler zu überraſchen. Sie
trafen gegen 30 Perſonen, die eifrig beim Spielen waren,
und ſtellten alle feſt. Es gelang auch noch, Würfel uſw.
und bares Geld zu beſchlagnahmen. Einige Spieler
fan=
den noch Zeit, ihre Würfel zum Fenſter hinauszuwerfen.
Sie fielen aber auf dem Hofe den Kriminalbeamten, die
dort zur Beobachtung aufgeſtellt waren, gerade vor die
Füße. Unter den Ueberraſchten befanden ſich mehrere
Per=
ſonen, die der Kriminalpolizei als Spieler bekannt ſind.
Gegen den Beſitzer der Klubräume, den Hauseigentümer
Müller, und die Spieler wird ein Strafverfahren
einge=
leitet. — Der dreifache Raubmord in Ortwig
den der berüchtigte Auguſt Sternickel am 7. Januar unter
Mitwirkung dreier Spießgeſellen verübt hat, wird
be=
reits in einigen Wochen ſeine gerichtliche Sühne finden.
Der Mörder wird ſich in der erſten Schwurgerichtsperiode
in Frankfurt a. O. zu verantworten haben. Um den Fall
Sternickel, über den die Unterſuchung noch nicht
abge=
ſchloſſen iſt, in der erſten Sitzung des Schwurgerichts
ver=
handeln zu können, iſt der Beginn der Schwurgerichts
periode, deren Anfang urſprünglich für den 10. Februar
vorgeſehen war, vier Wochen ſpäter anberaumt worden.
Am 10. März wird alſo Sternickel vor ſeinen Richtern
ſtehen, um die wohlverdiente Strafe für ſeine Greueltaten
zu empfangen.
Feuilleton.
* Der Bär als Faſchingsnarr. In der Avenue de la
publique in dem Pariſer Vororte Aubervilliers
be=
gate ſich Sonntag nachmittag ein ſonderbarer Zug. Ein
tlicher Haufen von Jungen und Mädchen geleitete eine
koße, braune, zotige Maſſe unter Schreien und Lachen.
war ein Bär; die Kinder warfen Haufen von
Kon=
tti in das Fell des Tieres und bürſteten die kleinen
irden Papierſcheibchen dann mit kleinen Beſen wieder
, wobei ſie lachten und riefen: „Das iſt mal ein netter
aſchingsſcherz, da hat ſich einer als Bär verkleidet!” Auf
nmal aber proteſtierte der vermeintliche Faſchingsnarr,
r ſich bis dahin alles ruhig hatte gefallen laſſen, doch
pas energiſcher. Er ſetzte ſich auf die Hinterbeine und
ngte mit der Pranke nach einem Knaben. Nun entſtand
lgemeines Entſetzen. Eine Panik brach in der Schar
, die nach allen Seiten auseinanderſtob. Die
Schutz=
ure kamen hinzu und geleiteten das gutherzige Tier, das
lnem Menageriebeſitzer entſprungen war, nach dem
Kom=
ſiſſariat, dieſem Sammelorte für alle verlorenen
Gegen=
ſinde, wo es der Eigentümer eine Weile ſpäter wieder
hholte. Zum Glück lief der ſogenannte Faſchingsſcherz
r diesmal noch ohne ſchlimme Folgen ab.
* Ein Wettlauf zwiſchen Hirſch und Eiſenbahn. Ein
ſter Hirſch, der ſeiner Geſchwindigkeit wegen von den
ägern bereits den Namen Blitz erhalten hatte, wurde
zlich in Eſſex gejagt. In der Nähe der Station
Fel=
dt ſprang er auf die Eiſenbahnlinie und lief vor einem
ſerſonenzuge einher. Bei dem Rennen behielt der
irſch die Führung über ſechs Kilometer. Dasſelbe Tier
ſſchon viele Male gejagt worden und jedesmal iſt es den
ſunden entkommen. Und ſo auch dieſes Mal. Als die
etze begann, nahmen die Hunde ſofort die Spur auf und
gten den Hirſch über die Wieſen und durch Geſtrüpp, bis
er ſchließlich bei Felſtedt auf die Eiſenbahnlinie ſetzte
Ein Perſonenzug ſauſte herbei und, ob es nun Inſtinkt
oder Ueberlegung war, das Tier ſetzte ſich an die Spitze
und ſauſte vor dem Eiſenbahnzug einher. Sechs
Kilo=
meter weit ging die Jagd und ſchließlich brach der Hirſch
durch ein Gitter und war gerettet. Die Hunde blieben
zurück und mußten von der Eiſenbahnſtrecke zurückgerufen
werden, da ſie in Gefahr ſchwebten, überfahren zu werden.
Der Zugführer erklärte ſpäter, daß er verſchiedentlich die
Dampfpfeife ertönen ließ, um den Hirſch von den Geleiſen
ortzubringen, aber durch nichts ließ er ſich ſtören, bis er
ſchließlich in der Nähe von Rayne abbog. Ab und zu
mußte er die Schnelllgkeit des Zuges verringern, um nicht
das Tier zu überfahren.
ml. Ein Reſtaurant für Haustiere. In einer Straße
zu Weſtminſter findet ſich an einem Fenſter die folgende
Ankündigung „Reſtaurant für Haustiere. Nur engliſches
Fleiſch. Friſch zweimal des Tages.‟ Der Beſitzer des
originellen Wirtshauſes bietet alles auf, um ſeinen Gäſten
den Aufenthalt ſo angenehm wie nur möglich zu
geſtal=
ten. Sie können ihre Mahlzeit nach Belieben im Stehen
oder Sitzen einnehmen, und die Frau, die ſie bedient,
achtet genau auf die Eigenarten eines jeden Kunden. Das
Hauptkontingent ſtellen zu ihnen natürlich die Hunde.
Aber neben ihnen werden auch Katzen und Affen und
ſo=
gar Goldfiſche und Kanarienvögel in dem Reſtaurant
geſpeiſt. Zu den ſtändigen Gäſten dieſes Wirtshauſes
ge=
hört ein Hund, der es vorzieht, privat zu dinieren. Zur
beſtimmten Stunde erſcheint er, erhält ſein Eſſen in einem
Körbchen überreicht, und trägt es dann nach Hauſe Am
Ende jeder Woche bringt er gleichfalls in dem Korbe das
Geld mit, mit dem er ſeine Rechnung zu begleichen hat.
Der Betrieb des Tierreſtaurants hat ſich ſo gut rentiert,
daß ſein Beſitzer kürzlich eine neue Filigle in Batterſca
eröffnen konnte.
Würzburg, 3. Febr. Dem Würzburger
General=
anzeiger zufolge iſt Geh. Hofrat Dr. Enderlen=Würz.
burg mit ſeinem Aſſiſtenten Prof. Hotz zur Unterſuchung
bezw. Operation des Großfürſten=Thronfolgers
geſtern nach Petersburg abgereiſt.
Göttingen, 3. Febr. Ein Automobil fuhr gegen
ein über die Straße gezogenes Kabel der elektriſchen
Licht=
leitung. Dadurch erhielt ein im Wagen ſitzender
Ober=
ingenieur einen elektriſchen Schlag, der ihn ſofort
tötete. Der Chauffeur iſt ſchwer verletzt, der Wagen
erheblich beſchädigt.
Bern, 3. Febr. In Seebach in Zürich erfolgte heute
nachmittag in der Fabrik der Elektrotermiſchen Werke,
Aktien=Geſellſchaft, eine gewaltige Exploſion.
Während der Fabrildirektor Kühne damit beſchäftigt war
einen Verſuch mittels Waſſerſtoffgaſes vorzunehmen,
er=
folgte dieſe Exploſion. Der Rezipient Kühne iſt tot. Das
Fabrikgebäude wurde durch Brand zerſtört. Der
Sach=
ſchaden wird auf 100000 Franken geſchätzt.
Paris, 3. Febr. Der Adjutant des Präſidenten
Fal=
liéres, Guiſe, der bei einem Sturz mit dem Pferd einen
Schädelbruch davongetragen hatte, iſt heute ſeinen
Ver=
letzungen erlegen.
Paris, 4. Febr. In Peulebee (Departement
Cötes du Nord) brach in einem Bauernhauſe ein Brand
aus, bei dem drei Kinder, die in einem Bett
zuſam=
menſchliefen, verbrannten.
Paris, 4. Febr. Die Seine ſteigt in
beunruhigen=
der Weiſe. In den letzten 24 Stunden hat ſich der
Pegel=
ſtand abermals um 30 Zentimeter erhöht. Auch für heute
hat das meteorologiſche Bureau ein weiteres Steigen um
45 Zentimeter angezeigt. Die vor Paris gelegenen Orte
Alfortville und Neuilly ſtehen bereits unter Waſſer. Die
Rue Watt, die an der Seine mündet, iſt ebenfalls
über=
ſchwemmt. In Melun iſt die Seine ebenfalls aus den
Ufern getreten. Der Abgeordnete Lebouch hat dem
Mi=
niſter der öffentlichen Arbeiten mitgeteilt, daß er eine
An=
frage in der Kammer einbringen werde, welche
Maßnah=
men die Regierung getroffen hat, um eine
Ueberſchwem=
mung von Paris zu verhindern.
Amiens, 4. Febr. Im ſtädtiſchen Muſeum wurde
von einem bisher unbekannten Miſſetäter ein wertvolles
Bild von Daverdoing „Kindermord von Bethlehem”
durch Meſſerſtiche zerfetzt.
London, 3. Febr. Der große Frachtdampfer
„Haddon=Hall” iſt auf der Fahrt von Livervool nach
Kapſtadt in der Saldanha=Bai in Südafrika auf Strand
geraten und befindet ſich in gefährlicher Lage. Drei
Eingeborene ſind ertrunken; die Mannſchaft ſoll ſich in
Sicherheit befinden.
Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt, 4. Febr. Der Vierte
Aus=
ſchuß der Zweiten Kammer beſchäftigte ſich in
ſeiner am heutigen Faſchingdienstag unter Vorſitz des
Abg. Raab abgehaltenen Sitzung zunächſt mit einer
Vorſtellung des früheren Gendarmen Emil Freund in
Gießen, der ſeine Wiederanſtellung erſtrebt. Der
Aus=
ſchuß beſchloß, ſich vor der Entſcheidung über die Sache
von der Regierung das Material über die Gründe
vor=
legen zu laſſen, die zur Entlaſſung des Petenten geführt
haben. Die Vorſtellung des Georg Dorſch in Mainz
wegen angeblicher Rechtsbeeinträchtigung wurde vom
Ausſchuß abgelehnt, weil in dieſer Angelegenheit bereits
die ordentlichen Gerichte entſchieden haben und daher
weder der Ausſchuß noch die Regierung die Befugnis
haben, in anderem Sinne auf die Entſcheidung
einzu=
wirken. Weiter beſchäftigte ſich der Ausſchuß mit dem
Antrag Molthan, betr. die anderweite Regelung
der Einquartierungslaſten in der Umgegend
von Mainz. Der Ausſchuß beſchloß, zu beantragen, daß
die Regierung von der Kammer erſucht wird, bei der
Reichsmilitärverwaltung dahin zu wirken, daß eine
Er=
höhung der Vergütungsſätze für die
Einquartierungs=
laſten in die Wege geleitet wird. Ein weiterer Antrag
Molthan und Gen., betr. die Sonntagsruhe
der Eiſenbahnbedienſteten, wünſcht, daß die
Regierung mit den zuſtändigen Eiſenbahnbehörden in
Unterhandlung treten möge, damit den unteren
Eiſen=
bahnbedienſteten im Direktionsbezirk Mainz
ausnahms=
los einen über den anderen Sonntag Ruhe gewährt wird
wie dieſes auch in anderen Direktionen der Fall iſt, daß
ferner dieſen Beamten von den beiden Feiertagen an
Weihnachten, Oſtern und Pfingſten je ein Tag dienſtfrei
gehalten wird, und daß denſelben nach dem Vorbilde
an=
derer Direktionen mit Rückſicht auf die
Teuerungsverhält=
niſſe eine erhöhte Vergütung für ihre Arbeitsleiſtungen
gewährt wird, ſowie endlich, daß den außerhalb ihrer
Dienſtſtelle wohnenden Arbeitern die Fahrgelegenheiten
zu ihrer Dienſtſtelle und zurück nach Möglichkeit erleichtert
werden. Dieſem Antrage wurde vom Ausſchuß im
all=
gemeinen zugeſtimmt, die nähere Formulierung und
Be=
chlußfaſſung jedoch für eine ſpätere Sitzung vorbehalten.
Gerichtszeitung.
Der große Prozeß gegen die
Automobil=
räuber.
* Paris, 3. Febr. Vor dem hieſigen Schwurgericht
hat heute der große Prozeß gegen die Räuberbande
Bonnot und Genoſſen begonnen, die, wie bekannt,
meh=
rere Monate lang ganz Frankreich mit ihrem Schrecken
erfüllten und zu deren Unſchädlichmachung die Polizei,
Gendarmen und das Militär mit Mitrailleuſen und
Dynamit vorgehen mußten. Angeklagt ſind 21 Perſonen,
einſchließlich drei Frauen. Von ihnen ſind beſonders
ſchwer belaſtet die Mitglieder der Bande namens Carouy,
Dieudonné, Rodriguez, Monier, genannt Symenthoff,
Metge und Dettwiller, die nach und nach feſtgenommen
wurden und die, wie ſich nach ihrer Verhaftung
heraus=
ſtellte, alle Mitglieder ein und derſelben
wohlorganiſier=
ten anarchiſtiſchen Bande waren, deren Verbindungen ſich
über das ganze Land verzweigten. Von der Bande fehlt
nur noch Gorodewsky, den man bis jetzt noch nicht hat
faſſen können.
Die lange Reihe ihrer Verbrechen beginnt am 27. De
zember 1911 mit dem Ueberfall eines
Kaſſen=
boten der Société Générale. Dieſer wurde am
hell=
lichten Tage auf belebter Straße in Paris niedergeſchoſſen
und ſeiner Geldtaſche mit über 23000 Franken beraubt.
wonach die Räuber ſich in ein bereitſtehendes Automobil
ſchwangen und, die Herzueilenden durch Revolverſchüſſe
in der nötigen Entfernung haltend, entkamen. Nachdem
ſie durch die Plünderung einer hieſigen Waffenhandlung
ihre moderne Verbrecherausrüſtung vervollſtändigt
hat=
en, überfielen und töteten Carouy und Metge in Thiais
einen Rentner und ſein Dienſtmädchen. Bis nach
Bel=
gien ſogar dehnten die Banditen ihre Untaten aus. Bei
dem Verſuch, ſich zu ihren ferneren Raubzügen noch ein
weites Automobil zu verſchaffen, wurde am 23. Januar
1912 in Gent der Doktor Wernieuwe überfallen und ein
herbeigeeilter Poliziſt von den Räubern erſchoſſen. Kurz
darauf brachen zwei Mitglieder der Bande in das
Bahn=
hofsgebäude in Aubrais ein. Hierbei wurde ein
Gen=
darm getötet. Einer der Banditen, namens Renard,
wurde hierbei nach verzweifeltem Kampfe feſtgenommen,
während ſich der andere, namens Britannique, durch
einen wohlgezielten Schuß ſelbſt entleibte. Am 27.
Fe=
bruar vorigen Jahres ſtahl die Bande abermals ein
Automobil und fuhr tollkühn und unerkannt nach Paris
hinein. Sie kamen damit gegen 8 Uhr abends auf dem
Platz du Havre an, wo ſie ein Poliziſt wegen zu ſchnellen
Fahrens anhalten wollte. Sie glaubten ſich erkannt,
ſchoſſen ihn auf der Stelle nieder, und es gelang ihnen,
in der entſtehenden allgemeinen Verwirrung mit
raſen=
der Schnelligkeit in ihrem Wagen zu entkommen. Um
ihre Spur zu verwiſchen, überließen ſie den Wagen au
freier Straße ſeinem Schickſal. Erſatz hierfür
verſchaff=
ten ſie ſich am 25. März in Montgeron, wo ſie in
aller Frühe im Walde ein des Weges dahinfahrendes
ganz neues Automobil überfielen, den Führer
nieder=
ſchoſſen und ſeinen Begleiter ſchwer verletzten. In
dem=
ſelben Wagen fuhren ſie ſofort nach Chantilly, wo
ſie um 10 Uhr vormittags vor dem Bureau der Société
Genérale Halt machten. Sie drangen hier ein, töteten
den Kaſſierer und einen Beamten durch Revolverſchüſſe,
verletzten einen anderen ſchwer, bemächtigten ſich einer
Summe von über 47000 Francs und verſchwanden. Den
Verſuch der Verfolgung wehrten ſie mit ihren Revolvern
und Karabinern ab. Am 24. April ſah ſich die Polizei
auf der Suche nach Siementhoff plötzlich auch dem
berüch=
tigten Führer der Bande, Bonnot, gegenüber. Er
ſchoß den Polizeidirektor Jouin nieder, verwundete einen
Inſpektor ſchwer und entkam. Am 25. April unternahmen
ſie in Lozere einen Mordanſchlag auf einen gewiſſen
Granghaut, um die Feſtnahme ihres Genoſſen Carouy zu
rächen. Am 28. April endlich gelang es der Polizei,
Bon=
not in Choiſy=le=Roi bei dem Anarchiſtenführer
Dubois zu ſtellen. Es begann eine förmliche Belagerung
des Gehöftes, das ſchließlich mit Dynamit geſprengt
wurde. Dubois war bereits zu Beginn des Kampfes
von einem Gendarmen erſchoſſen worden, während
Bon=
not in dem Hauſe bis zum letzten Augenblicke
verzweifelt weiterkämpfte, bis auch er, von
meh=
reren Kugeln durchbohrt, zuſammenſank. Alles das
hinderte jedoch die Bande nicht, ihre Verbrechen
fort=
zuſetzen. Am 1. Mai führte ſie abermals einen Racheakt
in Nancy aus, indem ſie einen gewiſſen Blanchet
nie=
derſchoß, der der Polizei verräteriſche Mitteilungen
ge=
macht hatte. Dann gelang es ſchließlich, die beiden
ande=
ren Häuptlinge, Garnier und Vallet, in Nogent=ſur=
Marne zu umzingeln. Auch hier fand eine regelrechte
Belagerung durch das Militär ſtatt. Das Haus wurde
teilweiſe mit Dynamit geſprengt und beide Verbrecher
ſielen unter den Kugeln ihrer Belagerer. Hermit endete
die lange Reihe ihrer berüchtigten Raubzüge, von denen
wir vorſtehend nur die hauptſächlichſten anführten. Unter
den Angeklagten ſind ſieben des Mordes angeklagt, die
die Todesſtrafe zu gewärtigen haben, während der
übri=
gen ſchwere Zuchthausſtrafen harren. Wie ein Alpdruck
laſteten ihre Untaten über ein ganzes Jahr lang auf dem
Lande, bis die rächende Nemeſis ſie ereilte.
Die Verleſung der Anklage und der Aufruf der
Zeu=
gen nahm beinahe den ganzen Tag in Anſpruch. Die
Fortſetzung wurde auf morgen vertagt. Es ſind zwanzig
Sitzungen vorgeſehen.
Darmſtadt im Faſching.
St. „Ich gedenke einen langen Schlaf zu tun, denn
dieſe letzten Tage ſah ich kaum ein Bett.‟ Es werden
ihrer nicht wenige geweſen ſein, die heute früh im Grauen
des Aſchermittwochmorgens mit einem Seufzer der
Er=
leichterung und einem „Gott ſei Dank, das iſt wieder
ein=
mal vorbei”, den Ausſpruch Wallenſteins ſo oder ähnlich
variierten, ehe ſie in die in den letzten Tagen ſo gern
ent=
behrten Federbetten ihren übermüdeten und
zerſchlage=
nen Körper verſenkten. Und dann zugedeckt bis über
beide Ohren und die Augen geſchloſſen und hinein ins
Wunderland der Träume. Auf leiſen Sohlen kommt der
Tag gegangen, der all das Schöne und Farbenprangende
der letzten Stunden mit einem büßenden Aſchengrau
ver=
deckt. In die Träume hinein aber klingen noch leiſe, ganz
leiſe, all die bekannten, ach ſo oft und doch nicht genug
gehörten Weiſen der Walzermelodien und der Twoſtep=
Takte, verhallen flüſternde Koſeworte und Liebesſchwüre
und das leiſe Klingen der Schellenkappe, das mit dem
unmelodiſchen, aber doch gleiche Freude ſpendenden
Knallen der Sektpfropfen Ouvertüre war und Epilog der
ſchönen weltvergeſſenen Stunden. Und im Traum noch
preſſen die Lippen aufeinander, die ja ſo gern und willig
empfangen und geſpendet in den verſchwiegenen Lauben
und Niſchen und Grotten, in halbdunklen Korridoren und
Gängen. Und ſelig und dankbar ſpenden Männlein wie
Weiblein dem beglückenden Prinzen, dem leichtſinnigen
Sorgenſcheucher, dem nun des Alltags Ernſt das Szepter
wieder aus den Fingern gerungen, ein letztes ſegnend
Wort und rufen ein: „Auf Wiederſehen!‟ Denn noch ehe
dem Traum das Erwachen folgt, ſtreckt ſchon das —
Kater=
vieh ſeine Samtpfoten durch die Bettvorhänge und
irgendwo lauert vielleicht auch Frau Sorge im grauen
Gewand, die verſcheucht ward in dem blendenden Glanz
und Flitter der letzten Tage. Und dann kommt der große
Moraliſche, den nur bedingt und wenig wirkſam die
Er=
innerung bekämpfen kann: Es war doch ſchön!
Ja, ſchön war’s auch diesmal wieder, und wenn man
nicht wüßte und nicht glauben müßte, daß Darmſtadt
eine „ſtille Reſidenz” eine „ſteife Beamtenſtadt” u. dergl.
iſt, glaubte man in dieſen letzten Faſchingstagen ſich in
eine der Hochburgen rheiniſchen Karnevals verſetzt. Ja,
man weiß zu leben jetzt in Darmſtadt, zu leben und zu
genießen. Von „ſchlechten Zeiten” merkte wohl niemand
etwas in dieſen Faſchingstagen, wenn man nicht etwa die
Wahrheit der alten Erkenntnis neu anerkennen will, daß,
wenn die Zeitläufte beſonders ernſt ſind, das ganze
müh=
ſam unterdrückte Leben, die eingedämmte Lebensluſt,
be=
ſonders hell aufflammt, daß man Vergeſſen ſucht aus
Sorgen des Alltags im fröhlichen, zügelloſen Genießen.
Darmſtadt wird Großſtadt. Wer daran noch
zwei=
felte, iſt bekehrt worden in dieſen letzten vier Tagen, die
den Beweis erbrachten, daß auch unſere Reſidenz
Karne=
val zu feiern vermag, daß ſie ſich froh und frei der
Herr=
ſchaft des Prinzen Karneval unterwerfen kann und fröhlich
ſein mit den Fröhlichen.
Die Straßen der Stadt trugen das gewohnte Bild
ausgelaſſener Fröhlichkeit. Schon am Sonntag begann’s
das karnevaliſtiſch gefärbte Straßenbild. Vorwiegend die
Jugend. Ein Brauch, der immer mehr zunimmt, die
Kleinen und Allerkleinſten in Koſtüme zu kleiden und ſie
in ihrer harmloſen Art teilhaben zu laſſen an den
Freu=
den des Karnevals. Aber auch Erwachſene waren ſchon
vielfach in Maske, und als beſonders erfreuliches Zeichen
der Zeit darf es angeſehen werden, daß die
Maskenfrei=
heit nach jeder Seite hin gewahrt wurde, daß keinerlei
Unfug oder Ausſchreitung vorkam. Ein herrliches
Frühlingswetter begünſtigte den Mummenſchanz in den
Straßen für Groß und Klein, ſo daß die Tage voll
aus=
gefüllt wurden von früh bis ſpät. Es war das gewohnte
Bild toller, ausgelaſſener Lebensfreude. Den ganzen
Sonntag hielt’s an. — Nach außen hin beherrſchte die
Karnevalgeſellſchaft „Narrhalla” das
Fa=
ſchingstreiben.
Am Roſenmontag
fand die ſeit Jahren eingeführte glänzende
Feſtvor=
ſtellung im närriſchen Hoftheater Orpheum ſtatt,
und zwar wie immer, bei ausverkauftem Hauſe, d. h. es
war eigentlich noch mehr als ausverkauft. Kein Plätzchen
war mehr zu haben. Die weite Rotunde des Orpheums
war prachtvoll geſchmückt. Girlanden und Fahnen und
Blüten und Blumen, und dazu ſtrahlende feſtliche
Be=
leuchtung. Der närriſche Generalintendant Graf Fink
zu Finkenſtein hatte für die Feſtvorſtellung zum
dritten Male das glänzende Enſemble des Kgl.
Bel=
vedere=Dresden engagiert, das unter der Direktion
Schwarz wieder gewohnt Hervorragendes leiſtete. Sie
ſind uns ja längſt vertraute Bekannte, die geſchätzten
Künſtler und Künſtlerinnen, und wenn auch viel neue,
bisher unbekannte Namen neben denen von altgewohntem
Klang figurieren, die Leiſtungen ſind die gleich guten
ge=
blieben und löſten im Laufe des Abends wiederholt
ſtür=
miſchen Beifall aus.
Die Feſtvorſtellung wurde eingeleitet von einer im
Namen des anweſenden Prinzen ebenſo ſchwungvoll
wie — fließend — geſprochenen Begrüßungs= und
Eröff=
nungsrede des Präſidenten der Karnevalgeſellſchaft
„Narrhalla” Albert, der kleine Monarch mit
dem Adlerblick, der in ſeiner Helligkeit und Schärfe
nur wenig beeinträchtigt wurde — der Adler=Blick nämlich
durch einen ſtreikenden Zwicker. Dann nahmen die
Darbietungen des Abends ihren Anfang. Auf die
ein=
zelnen Leiſtungen kommen wir noch zurück. Das
Pro=
gramm verzeichnete: „Komm Mädel und tanz!” Operettel
in einem Akt; Text von Hein und Robitſchek. Muſik von
Robert Stolz, in der mitwirkten: Walter Ritter, Bruno
Müller, Trude Troll, Käte Funck, Lea Seidl und Maria
Lée; ferner „Los! auf den Bummel” eine aktuelle
Jahresrevue von Dr. Rich. Hirſch, in Szene geſetzt von
Direktor Schwarz, die nach einem Vorſpiel nachts um 12.
Uhr (Mitwirkende Käte Funk, Alfred Indra, Trude
Troll, Bruno Müller, Maria Lee, Walter Ritter)
nach einander folgende Szenen brachte: „In Hellerau”
der Schule rhythmiſcher Nacktkunſt, „Die großen Frauen”
„Aus guter alter Zeit” „Wo iſt denn die Chriſtine”
Bä=
rentanz, „Im Modeſalon”, „Der Theaterhabitué” und
„Ariadne auf Leinwand” verluſtſpielte Oper von Molly
R. Strauß, für den Kino bearbeitet von Amadeus
Oben=
auf.
Nach der glänzend verlaufenen Feſt=Vorſtellung
ſtat=
tete der Elferrat der Karnevalgeſellſchaft „Narrhalla”
mehrfach offizielle Beſuche ab.
Vorſtellungen im Hoftheater.
Wl. Am Roſenmontag nachmittag fand in dem
be=
kannten Rahmen einer Kinderfaſtnachtsvorſtellung eine
Aufführung von Görners Kinderkomödie „
Sneewitt=
chen und die Zwerge” ſtatt, die bei dem kleinen
Publikum jubelnde Aufnahme fand. Um das Gelingen
der Aufführung machten ſich beſonders verdient Fräulein
Gothe als liebliche Prinzeß, Fräulein Alſen, die
an=
ſtelle von Fräulein Heumann die Rolle der Königin über
nommen hatte, und die die ſieben Zwerge darſtellenden
Damen Tilli Artl. Anna Guerdan, Frieda Herbach, Einia
Jungkurth, Lilli Dobski, Erna Steiger, Erna Stoffer und
Helene v. Sonnenthal.
Abends fand zum erſten Male in dem Rahmen einer
ſogen. Bunten Bühne ein heiterer Faſchings
abend ſtatt. Wie ſehr die Direktion damit dem
Ge=
ſchmack des Publikums entſprochen hatte, bewieſen das
ausverkaufte Haus und der wahrhaft frenetiſche Beifall,
den die einzelnen Darbietungen beim Publikum ernteten,
das in ausgelaſſenſter Faſchingsſtimmung war. Die Kri
tik — wenn ihr für dieſen Abend überhaupt eine
Berechti=
gung zugeſtanden wird — kann in die Begeiſterung zwar
nicht ſo bedingungslos einſtimmen: nicht, daß wir etwa
den Philiſter herauskehren möchten, die Idee des
Fa=
ſchingsabends war zweifellos gut, aber das Programm
hätte doch etwas gewählter ſein dürfen. Daß ſo alte ab
gedroſchene Ueberbrettl=Chanſons, wie das von Bélt
Laſzky und vor allen Dingen das ſchon in allen
Vereins=
veranſtaltungen zum Ueberdruß geſungene „Ich bin nicht
betrunken” von Oskar Strauß und die recht langweilige
Handſchuh=Parodie Aufnahme gefunden hatten, hat uns
gewundert, und die beiden kleinen Sachen, die Fräuleit
Oſter vortrug, waren doch gar zu minimal. Was nun
die Chanſons betrifft, ſo ſind Opernſängerinnen von
Be=
ruf auf ihren Vortrag nicht geeicht, es iſt auch nicht zu
verlangen, daß ſie ſich für einen Abend die Allüren und
die Vortragsweiſe von Brettlſängerinnen aneignen
können Fräulein Geyersbach ſang das Lied vor
den „Roſen” viel zu ſchön, während es auf eine pikante
und raffinierte Art des Vortrages berechnet iſt.
„Aber ſonſt war alles aanz famos.” Am ſchönſten
waren die beiden Wiener Walzer, die von den Herren
Kapellmeiſter Lert und Kleiber ſchneidjg und
mit echtem Wiener Temperament dirigiert wurden,
Mitwirkende waren noch Frau Kallenſee und
die Herren Thomſen. Semper und Kräge
die das parodiſtiſche Terzett von Peter Cornelius,
und die Herren Becker. Weber. Peterſen
und Riechmann, die die Handſchuh=Parodie
vor=
trugen. und Herr Baumeiſter, der mit ſeinen derb
volkstümlichen, oberbayeriſchen Dichtungen nicht minder
jubelnden Beifall erntete. Vielen aber gefiel das den
Beſchluß des Abends bildende Tanzduett von Fräulein
Gothe und Herrn Jüraas, die ſpaniſch, engliſch und
franzöſiſch tanzten, von allen Nummern am beſten. Frl
Gothe entfaltete dabei ſo viel Grazie und Anmut,
man faſt glauben könnte, ſie habe ihren Beruf verfehlt. Die
Herren Kapellmeiſter Lert und Kleiber begleiteten
abwechſelnd die Vorträge auf dem Klavier.
In der „Traube‟
herrſchte karnevaliſtiſcher Hochbetrieb. Hier fanden ſich wie
immer die beſten Kreiſe der Geſellſchaft zuſammen, um
eine echt rheiniſche Karnevalsfeier mit Koſtümfeſt zu
be=
gehen. Die ſämtlichen Räume im Parterre, im erſten und
zweiten Stock waren überfüllt und es herrſchte ein un
unterbrochenes Auf= und Niederwogen des
farbenpräch=
tigen Karnevalbetriebes. Man ſah entzückende Koſtüme
und im Tanz, dem in mehreren Räumen gehuldigt wurde,
konnte man Grazie und Schick bewundern, wie ſie die
Künſtler des Hoftheaters und des Kgl. Belvedere
ent=
wickeln, die faſt vollzählig erſchienen waren. Zweifelsohne
hatte „Die Traube” den Vogel abgeſchoſſen; aber auch in
anderen Hotels und Cafés herrſchte ein „Mordsbetrieb”
Der Faſtnachtsdienstag
beherrſchte nach alter Gewohnheit die Straße. Nur viel
toller, und trotzdem harmloſer war das Leben wie ſonſta
denn ein herrliches Wetter war auch dem letzten der
Fa=
ſchingstage beſchert. Hunderte von Einzelmasken,
zahl=
loſe Gruppen, Muſikbanden zu Fuß und zu Wagen,
durch=
zogen die Straßen bis in die ſpäten Nachtſtunden hinein,
ſo daß ſich allenthalben das gewohnte Bild zeigte. In der
Wohnung des Ehrenpräſidenten und Miniſters Sr.
närri=
ſchen Hoheit Fürſt Max von Anſpach und
Bay=
reuth fand ſich der„Elferrat zuſammen, um beim
ſchäu=
menden Champagner der Erfolge der heurigen kurzen,
aber ſchönen Saiſon ſich zu erfreuen. In herzlichen
Trink=
ſprüchen wurde all derer dankend gedacht, die ſich
beſon=
ders verdient gemacht. Dann ging’s zum Kehraus in den
Saalbau, wo noch einmal die Wogen karnevaliſtiſcher
Lebensluſt aufſchäumten bis zum frühen Morgen. Ebenſo
in allen Cafés und Reſtaurants.
Aſchermittwoch
iſt nun heute. Graue Nebelſchwaden ſenken ſich herab auf
die glitzernde und blitzende Herrlichkeit, die ſo lange nun
das Herz erfreute. Verhallt iſt das Silberklingen der
Schellen und vorbei die Herrſchaft Sr. Tollität. Das
Philiſterium tritt ſeine Herrſchaft an. Iſt’s nötig, noch
lange „Aſchermittwochsſtimmungsbilder” zu ſchreiben?
Kaum! Blick’ in den Spiegel, verehrter Leſer und ins
Portemonngie. Die Stimmung kommt dann von ſelbſt
Vermiſchtes.
Die Entlaſſung der Schüler 1913. Man
ſchreibt uns: Da wieder die Zeit herannaht,
die Eltern und Vormünder vor die ernſte Frage
der Wahl eines Berufes für die zur Entlaſſung aus
der Schule kommenden Kinder und Mündel ſtellt, iſt es
am Platze, hierbei auf das Handwerk zu
ver=
veiſen. Das Handwerk in ſeiner reichen
Vielgeſtaltig=
leit bietet jedem ernſten, ehrlich vorwärtsſtrebenden jun
gen Menſchen günſtige Ausſichten auf eine geſicherte Exi
ſtenz und iſt in vielen Zweigen Gelegenheit geboten, auch
wenn kein allzu reichliches Kapital zur Verfügung ſteht,
ſich ſelbſtändig zu machen. Aber auch wem dieſes letzte
Ziel verſagt ſein ſollte, findet bei tüchtiger Ausbildung
n den meiſten Fällen lohnenden Erwerb, denn viele
Handwerkszweige ſind in ſtetig ſteigender Entwickelung
begriffen und in der Lage, dauernd gute Löhne zu zahlen.
Die immer noch vielfach verbreitete ungünſtige Anſicht
lüber die Bedeutung und Zukunft des Hanidwerks iſt eine
durchaus irrige. Wenn auch im Wandel der Zeiten einige
Handwerkszweige der fortſchreitenden Entwickelung und
dem Ueberhandnehmen der Technik nicht ſtandhalten
konn=
ten und ins Hintertreffen gerieten, ſo ſind doch wieder
indere Zweige gerade durch die Errungenſchaften der
Neu=
zeit zu hoher Blüte gelangt. Bei manchen Betrieben iſt
ene Konkurrenz der Induſtrie überhaupt nicht zu
befürch=
ten, da hierin die handwerksmäßigen Erzeugniſſe durch die
maſchinenmäßige Herſtellung der Induſtrie nicht erſetzt
werden können. Wer daher aus den zahlreichen
Beſtreb=
ungen ſtaatlicher, kommunaler und gemeinnütziger Kor
porationen zur Hebung des Handwerks lernt, an ſich gut
veranlagt iſt, nach erlangter Selbſtändigkeit gute Arbeit
lefert und auch den Wünſchen des kaufenden Publikums
ſin genügendem Maße Rechnung trägt, der wird die
Er=
greifung und gründliche Erlernung eines
Handwerks=
zwweiges ſicher nicht zu bereuen haben. Ohne Zweifel ſind
die Anſprüche der Konſumenten gegen früher verwöhnter
geworden, dem ſteht aber entgegen, daß die künſtleriſche
Geſtaltung der handwerklichen Erzeugniſſe, die in
zahlrei=
ſchen Fachſchulen, Kurſen und Ausſtellungen dem
Lern=
begierigen dargeboten werden, den jungen Handwerker in
die Lage ſetzen, allen Anforderungen zu genügen.
Eltern und Vormünder mögen aber bei der Suche
nach einem Beruf für den Sohn oder Mündel den Rat
eachten, vor allem auf die natürliche Begabung und den
Punſch zur Erlernung eines beſtimmten Gewerbes, die
beide ſich bei normal entwickelten Meſiſchen im reiferen
Kindesalter bemerkbar machen, gebührend Rückſicht zu
neh=
imen und insbeſondere darauf ſehen, die Kinder zu einem
richtigen Handwerksmeiſter in die Lehre zu geben. Die
urch ordnungsmäßige Lehre auferlegten naturgemäß
be=
hränkten Erwerbsverhältniſſe zeitigen nach
zurückgeleg=
ſter Lehre gute Früchte und machen ſich ſpäter in hohem
Naße bezahlt. Iſt doch auch in vielen Fällen die
Unter=
tützung bei Erlernung eines Berufes das Einzige, was
je Eltern ihren Kindern mit auf den Lebensweg geben
önnen. Dabei beachte man weiter, daß im Handwerk die
Ausbildungskoſten in der Regel gering ſind im Vergleich
zu den Aufwendungen, die die Vorbereitung auf andere,
biel weniger ausſichtsvolle Berufe, verurſacht. In einigen
Handwerkszweigen wird ſogar ſchon während der
Lehr=
eit, wenn auch nicht großer, Lohn bezahlt oder aber dem
Lehrling freie Koſt und Wohnung gewährt. Die
Be=
timmungen des Handwerkorgeſetzes über
Geſellen=
nd Meiſterprüfungen erfahren dazu in
anzuer=
hnender Weiſe von den gewerblichen Korporationen
ltindig zunehmende Förderung, ſo daß der junge
Hand=
verker nach vollendeter Lehr= und Geſellenzeit, die durch
die Meiſterprüfung gekrönt wird, nicht nur fachlich gut
sgebildet daſteht, ſondern auch über recht ſchöne
Kennt=
ſtiſſe auf dem Gebiete der Gewerbe= und ſozialen
Geſetz=
bung, der Buchführung und ſonſt wertvollem Wiſſen
ver=
ſügt. In fachlicher und theoretiſcher Beziehung gerüſtet,
ann er getroſt den Kampf mit dem Leben aufnehmen
und er wird bei Fleiß und Nüchternheit einer ſorgenfreien
ſukunft entgegengehen. Die vorſtehenden Ausführunger
reffen in gleicher Weiſe auch auf die weiblichen
Hand=
verkszweige zu, die ab 1. Oktober 1911 ebenfalls der
Ge=
verbeordnung unterſtellt ſind.
Der Balkankrieg.
Die Wiederaufnahme des Krieges.
* Wien, 3. Febr. Die Neue Freie Preſſe meldet aus
Sofia, ihr Korreſpondent erfährt authentiſch, daß
ſo=
lben um 8 Uhr 7 Minuten die Kanonade von
ldrianopel begonnen hat. Regierungsſeitig wird
ſieſe Mitteilung beſtätigt.
Konſtantinopel, 3. Febr. Nach offiziellen
ngaben hat vor Adrianopel ein heftiger
ſampf begonnen. Vor Tſchataldſcha kam es zu einem
helangloſen Zuſammenſtoß. Nach der Agence Ottomane
meldete ein ſerbiſcher Offizier vor dem Kampfbeginn vor
drianopel dem türkiſchen Kommandanten, daß der
Waf=
enſtillſtand um vier Tage verlängert ſei, um ihn irre zu
ühren. Die Konſuln in Adrianopel erſuchten die
tür=
ſiſche Regierung um Anweiſung einer vor dem
bulgari=
hen Bombardement geſchützten Stelle oder andernfalls
m die Erlaubnis freien Abzuges.
* Frankfurt a. M., 4. Febr. Die Frankfurter
eitung erhält aus Sofia folgendes Telegramm: Die
Be=
chießung Adrianopels dauerte mit kurzer
Un=
rbrechung die ganze Nacht. Sie wurde nach Mitter=
nacht eingeſtellt, um 4 Uhr aber wieder aufgenommen
und dauert zur Stunde noch an. In der Stadt iſt Feuer
ausgebrochen. Hier iſt jedermann mit dem Umſchwung
der Lage zufrieden.
* Sofia, 3. Febr. Das Blatt Mir weiſt es zurück,
daß die Bulgaren jetzt mit übertriebener Haſt
handelten. Dieſe Vorwürfe ſind, ſchreibt das Blatt, nicht
verdient, denn die Langſamkeit in den Verhandlungen,
die dem Lande ungeheuere Opfer, die ſelbſt diejenigen des
Krieges übertreffen, auferlegte, durfte nicht ins Unendliche
fortgeſetzt werden. Es genügt, daran zu erinnern, daß
Bulgarien wegen der Halsſtarrigkeit der Türkei mehr als
eine halbe Million Mann auf dem Kriegsfuß erhält, um
die Notwendigkeit der von der Regierung getroffenen
Entſcheidung zu verſtehen. Da die Türkei der
Kollektiv=
note der Mächte nicht nachgegeben hat, konnte niemand
von den Mächten verlangen, daß ſie zu
Zwangsmaß=
nahmen gegenüber der Pforte greifen. Die
Wieder=
aufnahme des Krieges iſt daher
unausweich=
lich, und dann wird es ſich nicht mehr um das Wilajet
Adrianopel handeln, ſondern es wird nur von
Konſtan=
tinopel und den Dardanellen zu ſprechen ſein.
* Konſtantinopel. 3. Febr. Der Scheich ül
Islam richtete an die geiſtlichen Behörden ein
Rund=
ſchreiben, in dem er ſie auffordert, auf die Bevölkerung
einzuwirken, zur Verteidigung des
Vater=
landes durch Spenden beizutragen. Ein Komitee zur
Verteidigung des Landes, das ſich in Smyrng bildete
ſtellt ſünf Bataillone auf. Unausgeſetzt ſchreiben ſich
Freiwillige für den Kriegsdienſt ein. Frauen der
tür=
kiſchen Geſellſchaft bieten Spenden für die Truppen an
und melden ſich als Krankenpflegerinnen.
Bulgariens Forderungen.
* Paris, 3. Febr. Dr. Danew erklärte einem
Redakteur des Temps: Wenn nach der Wiederaufnahme
der Feindſeligkeiten die Türkei unſere
Friedensbedingun=
gen nicht ſofort oder nicht zur Hälfte annehmen ſollte
dann werden wir in territorialer und finanzieller Hinſicht
Nachtragsforderungen ſtellen. Wir werden
einen Zugang zum Marmarameer verlangen und die
Ziffern der von uns geforderten Kriegsentſchädigung
er=
höhen. Im übrigen werde es, welche Anerbieten die
Tür=
kei auch ſtellen möge, keinen Waffenſtillſtand mehr geben.
Wir haben bereits zwei Monate verloren, wir wollen das
nicht von neuem anfangen. Wir werden unſeren Armeen
erſt nach Unterzeichnung des endgültigen Friedens
Ein=
halt gebieten. Bezüglich der bulgariſch=
rumä=
niſchen Verhandlungen ſagte Dr. Danew: Wir
haben den Rumänen das Anerbieten gemacht, daß wir
unſere Grenzen nicht befeſtigen wollen, ohne ihnen
das Recht zu beſtreiten, ihre eigenen Grenzen zu
befeſti=
gen. Wir haben ihnen ſogar verſprochen, die ſüdlich von
Siliſtria gelegenen. übrigens wenig bedeutenden Forts
zu ſchleifen. Das iſt ein entſcheidender Beweis für unſere
vona ſides, das iſt eine teilweiſe Preisgebung unſeres
Souveränitätsrechtes, das bedeutet, daß wir eine örtliche,
militäriſche Inferiorität hinnehmen. Das zeigt
unwider=
leglich, daß wir keine böſen Abſichten hegen. Wir haben
Rumänien einen Gebietsvorteil angeboten durch
die Abtretung zweier Dreiecke, welche in das rumäniſche
Gebiet hineinreichen, ſowie durch die Abtretung eines
Küſtenſtriches ſüdlich von dem rumäniſchen Hafen
Man=
galia. Schließlich haben wer alle Forderungen
Rumä=
niens betreffs der Kutzowallachen in Mazedonien
be=
willigt, und haben ſogar zugegeben, daß deren
Schu=
len und Kirchen in dem neuen bulgariſchen Gebiet mit
den Unterſtützungen der rumäniſchen Regierung erhalten
werden können. Wir hoffen, daß wir auf dieſe Weiſe
einen neuen Patriotismus, einen Balkanpatrio
tismus ſchaffen werden, daß Griechen. Bulgaren,
Ser=
ben und Rumänen überall auf dem Balkan ſich zuhauſe
fühlen können.
Die Einigkeit der Mächte.
* London, 3. Febr. Die Weſtminſter=Gazette
ſchreibt: Wir freuen uns über die poſitive Verſicherung,
daß die Mächte immer noch abſolut einig
ſind, und wir bearüßen beſonders die freundlichen
Worte, die der deutſche Botſchafter über England und
die Ausſichten eines deutſch=engliſchen Zuſammenwirkens
ſagte. Wenn Deutſchland und England in dieſer Frage
zuſammenarbeiten können, können ſie auch zuſammen den
Frieden Europas ſichern und den Frieden untereinander
viele Jahre befeſtigen.
Die Streitkräfte der Kriegführenden.
* Wien, 4. Febr. Nach hieſigen militäriſchen In
formationen ſtehen an der Tſchataldſchalinie 150000 Tür=
En gegen 140000 Bulgaren. An der kleinaſiatiſchen Küſte
iſt noch eine türkiſche Reſervearmee von 50000 Mann
vor=
handen. Bei Gallipoli ſtehen 50000 Türken einer bei
De=
motica ſtehenden aus 30000. Mann beſtehenden
bul=
gariſchen Armee gegenüber Bei Adrianopel befinden ſich
45000 Bulgaren und 40000 Serben, während die türkiſche
Beſatzung 35000 Köpfe zählt.
Die Rückkehr der Delegierten.
* Belgrad, 3. Febr. Die ſerbiſchen
Dele=
gierten zur Friedenskonferenz haben London verlaſſen
und ſind hierher zurückgekehrt.
Wien, 3. Febr. Der ariechiſche Miniſterpräſident
Venizelos iſt hier eingetroffen.
* Paris, 3. Febr. Der Miniſterpräſident Briand
empfing heute den von London eingetroffenen Dr.
Danew und den bulgariſchen Geſandten Dr. Stanciow.
Letzte Nachrichten.
* London, 3. Febr. Der König empfing Grey
im Buckingham=Palaſt in faſt einſtündiger Audienz, um
ſich aus erſter Hand die neueſten Informationen über den
Stand dier Baſlkanangelegſenheiten geben
zu laſſen.
London, 3. Febr. Die Botſchafter hatten
um 3½ Uhr heute nachmittag im Auswärtigen Amt eine
Zuſammenkunft mit Grey die nur eine halbe
Stunde dauerte, da tatſächlich nichts zu erledigen war
Die Botſchafter kamen zu dem Entſchluß, daß es zwecklos
ſei, vor Donnerstag wieder zuſammen zu kommen, wenn
nicht ein beſonderer Anlaß vorliege.
* Wien, 4. Febr. Die Neue Freie Preſſe meldet
aus Sofia: Geſtern nachmittag um 3 Uhr begann der
Miniſterrat, der bis abends währte und eventuelle
Zugeſtändniſſe der Pforte abwartete. Um 7 Uhr erſchien
im Miniſterrat der griechiſche Geſandte Panas, der lange
mit Geſchow konferierte. Dieſer ſowie der Kriegsminiſter
erhielten gegen ½9 Uhr vom Hauptquartier die Meldung
daß die forcierte Beſchießung der
Adriano=
peler Feſtung beſchloſſen und bei Kadimköj die
gegenſeitige Kanonade im Gange ſei. Von den
Bul=
garen wurde den Konſuln und der Bevölkerung
Adria=
nopels Friſt gegeben, die Stadt zu verlaſſen.
H.B. Konſtantinopel, 4. Febr. Die Nachricht
von dem Wiederbeginn der
Feindſelig=
keiten iſt hier mit verhältnismäßiger Ruhe
aufgenom=
men worden. Zwar hatte das Ausbleiben der erwarte=
ten gemeinſamen Intervention der Großmächte hier eine
etwas nervöſe Stimmung erzeugt. Man war
einiger=
maßen beunruhigt, als geſtern bekannt wurde, daß der
franzöſiſche Botſchafter Bompard dem Großweſir
Mah=
mud Schefket Paſcha erklärt habe, ein derartiger Kollek
tivſchritt der Mächte ſei keineswegs erfolgt. Man gibt
ſich indeſſen trotz alledem der Hoffnung hin, daß ein
Ein=
griff der Mächte vielleicht doch noch erfolgen werde
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korrceſp.=Bureau.)
* Berlin, 4. Febr. Der Chefredakteur der
Nord=
deutſchen Allgemeinen Zeitung wurde heute
von dem Schöffengericht des Amtsgerichts Berlin=Mitte
wegen formaler Beleidigung des Herausgebers der Neuer
Geſellſchaftlichen Korreſpondenz, v. Wilke, zu 50 Mk.
Geldſtrafe und Publikationsbefugnis des Urteils in der
Norddeutſchen Allgemeinen Zeitung verurteilt. Die
Nord=
deutſche Allgemeine Zeitung hatte eine von v. Wilke
ver=
öffentlichte Meldung über den Balkankrieg als „unlautere
Nachricht” bezeichnet
* Ichenheim, 4. Febr. Geſtern abend iſt auf der
Ortsſtraße der Landwirt Melchert von einem Maskierten
mit einem Meſſer ins Herz geſtochen worden, ſo daß
er auf der Stelle tot war. Sein ihn begleitender Kamerad
namens Stork wurde von dem Täter ebenfalls durch
Meſſerſtiche lebensgefährlich verletzt. Der Täter iſt laut
Lahrer Zeitung ein 18 Jahre alter Landwirt namens
Biegert, der bald nach der Tat verhaftet wurde.
* Braunſchweig, 4. Febr. Die Braunſchweigiſche
Landeszeitung meldet aus Bad Harzburg: Heute
morgen wurden auf der Eiſenſteingrube „Friederike” die
zur Mathildenhöhe gehört, die Bergleute Karl und Otto
Wolters, zwei Brüder, und der Betriebsleiter Gellhauſen,
die ſämtlich verheiratet ſind, durch herabſtürzende
Erd=
maſſen getötet. Der Steiger Kunſtmann iſt ſchwer
verletzt. Die Leichen ſind geborgen.
* Guben, 4. Febr. Heute mittag erfolgie die
feier=
liche Einweih un g des neuerbauten
Stadt=
muſeums. Aus dieſem Anlaß überwies der
Fabri=
kant Mar Wilke der Stadtgemeinde Guben für
gemein=
nützige Zwecke die Villa ſeines verſtorbenen Vaters, des
Geheimen Kommerzienrats Friedrich Wilke, und 10000
Mark. Stadtrat Lewin ſtellte der Stadt anläßlich ſeines
bevorſtehenden 25jährigen Jubiläums als Direktor der
Berlin=Gubener Hutfabriken, Aktiengeſellſchaft, zu
Wohl=
fahrtszwecken 25000 Mark zur Verfügung.
* Aus dem Haag, 4. Febr. Die Königin begibt ſich
am Donnerstag wieder nach dem Taunus um den
7. Februar, ihren Hochzeitstag, mit ihrem Gatten zu
ver=
leben, deſſen Geſundheit ausgezeichnet iſt. Der Prinz
wäre ſchon nach Haag zurückgekehrt, wenn er nicht ſeine
Rheumatismuskur durchzuführen wünſchte.
Petersburg, 4. Febr. Prinz zu Hohenlohe,
der Ueberbringer des Handſchreibens des Kaiſers Franz
Joſef, iſt hier eingetroffen.
* Mexiko, 3. Febr. Zapatiſten plünderten
geſtern einen Paſſagierzug, etwa 30 Meilen ſüdlich
von Mexiko. Sie brachten den Zug zum Entgleiſen und
richteten dann ihr Feuer auf den Waggon, in dem ſich die
militäriſche Begleitmannſchaft des Zuges befand. Von
der 20 Mann ſtarken Begleitmannſchaft wurden 12 getötet
und die übrigen verwundet. Die Räuber töteten auch vier
Paſſagiere und ſchleppten ihre Frauen mit ſich fort. Ein
Rettungszug brachte heute die Verletzten nach Amecameca.
HB. Berlin, 4. Febr. Der Vorſtand des Reichs
verbandes deutſcher Städte ſprach in einer
Re=
ſolution an den Reichskanzler die Erwartung aus, daß
eine großzügige Heeresvorlage eingebracht
werden wird.
— Perleberg, 4. Febr. Seit einiger Zeit kamen bei
der zweiten Abteilung des hieſigen Artillerie=Regiments
Diebſtähle von Kleidern, Genußmitteln und
Wertſachen vor. Geſtern wurde der Kaſernenwärter
Theodoczik dabei überraſcht, als er mittels eines
Nachſchlüſſels die Spinde auf den Stuben öffnete. Es
wurde feſtgeſtellt, daß der Mann die Diebſtähle
gewohn=
heitsmäßig ausführte. In ſeiner Wohnung wurden ganze
Vorräte von Wein, Zigarren und Eßwaren aufgefunden.
Saarbrücken, 4. Febr. In der Halberger Hütte
—
wurde durch die Exploſion einer unterirdiſchen
Gas=
leitung 1 Mann getötet, 5 ſchwer und mehrere leichter
verwundet.
Köln, 4. Febr. Der Kölner Pegel iſt ſeit
geſtern um einen Meter geſtiegen. Auch vom
Ober=
rhein wird weiteres Steigen gemeldet, ſo daß mit einem
bedeutenden Hochwaſſer gerechnet werden muß. Die
Behörden gaben den am Niederrhein gelegenen
Ort=
ſchaften auf, ſich gegen das drohende Hochwaſſer zu
ſchützen.
Kopenhagen, 4. Febr. Der norwegiſche Damp
ſer „Francy” rannte bei dichtem Nebel im Kattegat mit
voller Kraft auf den finniſchen Dampfer „Orania”.
Der angerannte Dampfer wurde völlig durchſchnitten und
ſank in wenigen Minuten. Kurz nachdem ſämtliche
Per=
ſonen das Schiff verlaſſen hatten, richtete ſich der
Hinter=
teil des Schiffes hoch auf und verſchwand in den Fluten
Die Paſſagiere und Mannſchaften, die ihe geſamtes
Ge=
päck im Stiche laſſen mußten, wurden in Helſingfor
ge=
landet.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
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Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: „Preſident Lincoln” 30. Jan. 10 Uhr
30 Min. morgens in New=York. „Weſtphalia”, von
Galveſton kommend, 30. Jan. 10 Uhr 30 Min. abends
in Hamburg. „Amerika” 1. Febr. 6 Uhr 45 Min.
abends in New=York. Bosnia” 1. Febr. 5 Uhr 30 Min.
nachm. von Boſton nach Baltimore. „Kaiſerin Auguſte
Victoria”, von New=York kommend, 2. Febr. 1 Uhr
nachts in Hamburg. „Norman Monarch” 1. Febr. 5 Uhr
nachm. von Savannah nach Hamburg. „Pallanza”
1. Febr. 1 Uhr nachm. von Norfolk nach Hamburg.
„Pennſylvania” 1. Febr. 3 Uhr 30 Min. nachm. von
New=York nach Hamburg.
„Preſident Grant”, von
New=York kommend, 2. Febr. 3 Uhr 30 Min. nachm. in
Hamburg. „Prinz Adalbert” 1. Febr. 10 Uhr 30 Min.
morgens in Philadelphia. — „Cleveland”, von der erſten
Weltreiſe, 31. Jan. 12 Uhr mittags in San Francisco.
Holland=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Aug. Cellarius in Darmſtadt, Bleichſtr. 53.
„Rotterdam‟ 14. Jan. vorm. in Rotterdam eingetroffen.
„Nieuw Amſterdam” 30. Jan. 9 Uhr vorm. von
Bou=
logne abgegangen. „Noordam” 28. Jan. vorm. von
New=Mork abgegangen. „Ryndam” 29. Jan. vorm. in
New=York eingetroffen. „Potsdam” 26. Jan. 2 Uhr
nachm. Scilly paſſiert.
August Friedrich Wilhelm
Die glückliche Geburt eines kräftigen
Knaben
erlauben sich ergebenst anzuzeigen
Lehrer Adolf Frey u. Frau.
(*3179
Darmstadt, Kaupstrasse 44.
Statt Karten.
Die glückliche Geburt eines kräftigen
Jungen zeigen hocherfreut an
3303)
Emil Löb und Frau
Bella, geb. Levy.
Todes=Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
meine innigſtgeliebte Tochter, unſere gute
Schweſter
(3315
Katharina Gerst
heute morgen 3 Uhr nach kurzer, ſchwerer
Krankheit im Alter von 16 Jahren zu ſich in
die Ewigkeit abzurufen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Kath. Gerſt Wwe., nebſt Kinder.
Darmſtadt, den 4. Februar 1913.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 6.
Fe=
bruar, nachmittags 3 Uhr, vom Portale des
ſtädtiſchen Friedhofes aus, ſtatt.
Todes=Anzeige.
Allen Verwandten, Freunden und
Be=
kannten hiermit die traurige Mitteilung, daß
es Cott dem Allmächtigen gefallen hat, meine
teuere Gattin, unſere gute Mutter, Tante und
Schweſter
(3323
Marie Kilian
heute früh 3 Uhr in ein beſſeres Jenſeits
ab=
zurufen.
Um ſtille Teilnahme bittet
Familie Ludwig Kilian II.
Arheilgen, den 4. Februar 1913.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 6.
Fe=
bruar, nachmittags 3 Uhr, ſtatt.
Dankſagung.
Für die uns ſo reichlich erwieſene Teiknahme
an dem Verluſt unſeres ſo teueren Verſtorbenen
Herrn Hermann Uhde
Buchdruckereibesitzer
ſagen wir Allen, insbeſondere auch Herrn Pfarrer
Kleberger für ſeine troſtreichen Worte,
herz=
lichen Dank.
Familie Uhde.
Darmſtadt, den 4. Februar 1913. (3313
Kirchliche Nachricht.
Johanneskirche. Mittwoch, den 5. Februar,
abends 8 Uhr: I. Paſſionsandacht. Pfarrer Dingeldey.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Die Wetterlage hat ſich wenig verändert. Den Süden
Europas bedeckt hoher Druck, der ſich verſtärkt. Ueber
Nordeuropa liegt eine ausgebreitete Depreſſion. Ihre
Randwirbel beeinfluſſen noch Deutſchland, ſo daß wir bei
weſtlichen Winden vielfach leichte Niederſchläge haben.
Nach dem Zentrum der Zyklone nimmt die Windſtärke zu,
ſo daß von der Nord= und Oſtſeeküſte ſtürmiſche Winde
gemeldet werden. Die Morgentemperaturen liegen in
Deutſchland bei 6—8 Grad. Bei ſteigendem Barometer
werden wir morgen vielfach aufklärendes Wetter ohne
er=
hebliche Niederſchläge zu erwarten haben.
Ausſichten für Mittwoch, 5. Februar 1913:
Wech=
ſelnd bewölkt, meiſt trocken, etwas kälter, ſtellenweiſe
Nachtfroſt.
Schneebericht.
Schierke, 3. Febr., morgens 8 Uhr. Null Grad
Kälte, fortdauernder Schneefall. Großartiges Skigelände,
alle Sportarten ausführbar. Herrliche Winterlandſchaft.
Tageskalender.
Großh. Hoftheater (Ab. C). Anfang 7½ Uhr, Ende
10 Uhr: „Das Prinzip
Vorſtellung um 8½ Uhr im Orpheum.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Abſchiedsfeier des Prinzen Karneval um 9 Uhr
im Café Ernſt Ludwig.
American=Bio beim Bismarckdenkmal.
Vor=
ſtellungen von 3—11 Uhr täglich.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke
Rhein=
u. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Reſidenztheater (am weißen Turm): Vorſtellungen
von 4—11 Uhr.
Uniontheater (Kunſtlichtſpiele), Rheinſtraße 6.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 6. Februar.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 4 Uhr
Rundeturmſtraße 16.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 4 Uhr in der
„Ludwigshalle‟
Stammholz=Verſteigerung um 10 Uhr im
Kelſterbacher Gemeindewald (Zuſammenkunft auf der
Mörfelderſtraße am Eingang des Waldes).
Jagdverpachtungen: Um 11 Uhr im Rathaus zu
Roßdorf, — um 3 Uhr im Rathaus zu Spachbrücken.
Druck und Verlage z. 6. Pilicſche Hoſtuchorncherite
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe:
für den Inſeratenteil, Inſeratbeitagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind.
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige,
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
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Junge Frall waſchen u. putzen
3133)
Mauerſtraße 24, part.
18jähr. Mädch. ſ. tagsüb. Stellg.
in beſſ. Hauſe bei Kindern, iſt im
Kochen u. Haushalt bewandert
3187) Taunusſtr. 44, 3. St. I.
nimmt Aushilfe=
Hädchen ſtelle an in beſſ.
Hauſe. Neckarſtr. 11, Seitenb. (*3166
Saub. Mädchen, welches etwas
tochen u. im Häusl. erf., ſucht Stelle.
*196) Lichtenbergſtr. 23, I. links.
Saub. Fraugehthalbe Tage waſch.
u. putzen. Magdalenenſtr. 1, I. (*2124ms
Sauberes, anſtändiges Mädchen
ſucht Laufſtelle für mittags. (*3193
Gardiſtenſtr. 9, part. rechts.
„Ende
n 9 Uh
Vor
Rhein=
hr.
ungen
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Geſunde Schenkamme ſucht ſof.
Stellung durch Johannette
Weiß=
mantel, gewerbsmäßige
Stellen=
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Von ält. alleinst. Dame
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3060imd) Frankfurterſtr. 32, II. r. Ein tücht. Küchenmädch. ſof. geſ.
Reſtaurant zum Landgrafen,
*3075im) Grafenſtraße 27. Ein ſaub. Mädch. v. 11 Uhr abgeſ.
Reſtaurant zum Landgrafen,
*3074im) Grafenſtraße 27. Tüchtige
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Zeugniſſen wollen ſich melden
Wilhelmſtraße 8, part. (*3012omf hs auf 1. März zu einer
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Mädchen, welches kochen kann,
von morgens bis nach dem Spülen.
Näheres Arbeitsnachweis,
Waldſtraße 6. (*2816om per ſof zu einer Dame
Gesuche anſtändig. Mädchen
von morgens bis nach dem Spülen.
Näheres Arbeitsnachweis,
Waldſtraße 6.
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Geſucht alsbald
* Suein=
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madchen
Bismarckſtraße 62, II.
N. 12
Putzfrau für morg. 7½—9 1
ſofort geſucht. „Krokodil‟
(*3121
Eliſabethenſtraße Geſucht für ſofort kräftiges,
ordentl., fleiß. Mädchen, das
zu Hauſe ſchlafen kann (*3116
Neckarstrasse 22. 2. Stock. in Hausarb. u.
Aelt. Mädchen einfacher Küche
erfahren geſucht z 1. März. Näh.
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(*3199
Näheres in der Expedition.
Zuverläſſige, gut empfohlene
Aushilfe ſofort geſucht (*3181ms
Karlſtraße 83, part.
Will., fleiß.Mädchen ab15. Febr.
o. 1. März vorm. 2½ Std. geſ. Gute
Beh. Eliſabethenſtr. 56, III. I. (*3177
ſie
Beyeres Alleinmädchen
das kochen kann, zum 1. März geſ
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3—4 Stunden geſucht. Näheres
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.
I CaiErsrLdufia
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Punkt 10 Uhr: Festmahl, gegeben von Sr. närr. Hoheit für alle Anwesende
Glockenschlag 11½ verschwindet das Prinzenpaar auf ein ganzes Jahr.
(3269
HSHEEEESHSEnRSESESR
12
Gastspiel des Ensemble
vom Königl. Belvedere,
Dresden. (3268
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Aufführuugsrecht für Darmstadt
Frühling
des Hebens!
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(*3186
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5. Febr., von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Großh. Art.=Korps.
1. „The Picadore‟, Marſch von
Souſa. 2. Ouverture zu „Dichter
und Bauer” von Suppé. 3. „Im
Walzerrauſch”, Walzer von Lincke.
4. Fantaſie aus der Oper „Der
Troubadour” v. Verdi. 5. „Sieg=
Marſch von Roſey.
reicher Adler
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Großherzogl. Hoftheater
Mittwoch, den 5. Februar 1913.
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14.—20. Reihe 3.30 M., Parterre:
1.—5. Reihe 280 M 6.—8. Reihe
2.25 M., I. Galerie 1.25 M.,
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Teddy.: Teddy: Bruno
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Freitag, 7. Febr. 115. Ab.=Vſt.
A 29. „Tannhäuſer.”
Ge=
wöhnl. Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Samstag, 8. Febr. 116. Ab.=Vſt.
D 28. Zum erſten Male: „
Ana=
tol” von Arthur Schnitzler.
Ge=
wöhnl. Preiſe. Anfang=7½ Uhr.
am
weiß. Turm
neeren. 76₰
Neues Programm.
Die ſerbiſchen Woiwoden traten gegen
Einleitung. 1834 an die Spitze einer Verſchwörung
gegen Miloſch Obrenowitſch, Fürſt von Serbien. Sie
begehrten Herſtellung der nationalen Freiheit und
Ver=
faſſung. Die Verſchwörung wurde durch einen gewiſſen Kuic,
Kammerdiener des jungen Alexander Petroniewicz, Sohn
der verwitweten Wolwodin Milena Petroniewiez, veraten
u. Alexander mit vielen anderen Verſchworenen enthauptet.
Eine ſpannende Epiſode aus dieſen
Vor=
gängen zeigt uns das Drama in 2 Akten:
Der
eie
Weisse Sc
KKAEA
Ein Nachtbild aus dem Pariſer Karneval:
3324
Dergeheimnisvolle Pierrot
und das übrige Schlager=Programm!
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EinMädchen
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Von Hedda v. Schmid.
(Nachdruck verboten.)
2)
Das Wohnzimmer von Baronin Chriſta war wie
eine Inſel der Seligen” — ſo nannte es Klaus, der
„Dichter und Denker”, der Phantaſt unter den Brüdern.
Dorthin konnte man ſich von allen Stürmen, die im Hauſe
tobten, retten, dort herrſchte Waffenſtillſtand, hauptſächlich
aus dem Grunde, weil die „feindliche Macht” die
Baro=
neſſen Editha und Erika, den ſchönen, lichten Raum, der
ſo recht die Eigenart ſeiner Beſitzerin wiedergab, nur
höchſt ſelten aufſuchten.
Die Jahre kamen und gingen. Frau Chriſta war froh,
daß es ihr erſpart blieb, ihre Stieftöchter auf Bälle zu
führen. Dieſes Amt übernahmen bereitwillig ein paar
Tanten, mit denen die Baroneſſen mütterlicherſeits
ver=
wandt waren.
Ein paar Saiſons hindurch hatten Editha und Erika
als matte Sterne am Geſellſchaftshimmel geſchwebt,
Editha, die hübſchere und lebhaftere von den beiden, hatte
fogar einen Heiratsantrag zu verzeichnen. Aber ſie hatte
ſelbſtverſtändlich mit heller Entrüſtung abgelehnt. Einen
Bürgerlichen würde ſie doch nie und nimmer genommen
haben.
Frau Chriſta ſeufzte — ach, wie glücklich wäre ſie
über dieſe Heirat geweſen, denn von Editha ging
haupt=
ſächlich der heimliche Unfriede aus, der in Haus Heidegg.
ſein Weſen trieb.
Der Freiherr erfuhr in den ſeltenſten Fällen von den
offenen und verſteckten Sticheleien, mit welchen ſeine
älteſten Töchter der Stiefmutter das Leben verbitterten.
Seine Frau verſtand es, nach wie vor ihm dieſe kleinlichen
Plänkeleien, die an ſich ſo unwürdig waren, fernzuhalten.
Die Jungen wuchſen heran, und von Jahr zu Jahr
ſteigerten ſich die Ausgaben auf Haus Heidegg. Es war
bereits vorgekommen, daß der Freiherr das kleine
Bar=
kapital hatte angreifen müſſen. Editha und Erika hatten
von ihrer Mutter geerbt. Die Zinſen verbrauchten ſie
für ihre Toilette, auf welche ſie übertriebenen Wert legten.
Sie klagten beſtändig, daß Haus Heidegg viel zu wenig
nachbarlichen Verkehr hätte: Es lohnt ſich eigentlich nicht
der Mühe, ſich hübſch anzuziehen.
Haus Heidegg lag tief im Lande, umgeben von
Mo=
räſten und einem dichten Tannenforſt, weit von der
Bahn=
linie entfernt. Frau Chriſta und ihrem Gatten war es
recht, wenig mit fremden Leuten in Berührung zu
kommen.
Wenn nicht alle Halbjahr einmal die alte Gräfin
Suhr eines ihrer langweiligen Diners gäbe, ſo wüßte
man überhaupt kaum, daß noch Menſchen außerhalb von
Heidegg wohnen, murrte Editha oft.
Wenn Monika erwachſen iſt, gibt es ſicher mehr
Ge=
ſelligkeit auf Eldenau, tröſtete Erika dann ihre Schweſter
und ſich ſelber.
Monika Loen war die Großtochter der alten, ſehr
reichen und ſehr geizigen Gräfin Suhr, die zum Ur=Adel
der Provinz gehörte.
Papa müßte die Winterſaiſon mit uns in der Stadt
verbringen, am liebſten in Petersburg, ſeufzten die
Baro=
neſſen. Aber der Freiherr dachte ſelbſtverſtändlich nicht
im entfernteſten an dergleichen. Schon aus dem Grunde
nicht, weil Reſidenzfahrten viel zu viel gekoſtet hätten.
Fabian und Klaus ſollten demnächſt nach Reval aufs
Gymnaſium — die Penſion dort war teuer, und nach wie
vor blieb der Hauslehrer da für die beiden anderen
Buben.
Herr Fröhlich war verlobt — das entkleidete den hüb=
ſhen, ſchnten Whelieger in den Algen der beier
Br=
roneſſen jeglichen Reizes. Die beiden langweilten ſich
tödlich.
Wenn wir wenigſtens im Sommer reiſen könnten,
klagte Editha. Dazu reichen unſere Zinſen nicht, und
Papa ſagt, das Kapital angreifen, wäre eine Unvernunft.
Natürlich, ein Wahnſinn, pflichtete Erika
entſagungs=
voll bei.
So blieben als einzige wirkliche Zerſtreuung nur die
Jagden, welche zweimal jährlich auf Haus Heidegg
ſtatt=
fanden. Die harmloſe Haſenjagd im Oktober, und die bei
weitem intereſſantere Elchjagd im Januar, zu der alle
Nimrode der Umgegend auf des Freiherrn Einladung
hin eintrafen.
Für die Töchter des Hauſes war das Jagddiner
immer die Hauptſache. Es gab nur leider meiſt
Ver=
heiratete unter den Jagdgäſten, oder „Wickelkinder”, wie
Editha verächtlich betonte.
Der Sommer auf Haus Heidegg, für Frau Chriſta
die köſtlichſte Zeit — denn dann hatte ſie alle Söhne
da=
heim — ſchlich den Baroneſſen in gleichförmiger Oede
dahin. Ihnen bot die Natur keine Reize; das üppige
Wachstum in Wald und Flur, der Sonnenglanz des
Hoch=
ſommers, der im Norden etwas Berauſchendes hat, ließen
ſie kalt. Weder Waldesweben, noch die fliehenden Nebel
auf dem Torfmoor, weder das Murmeln der Quelle, an
der Nachtſchatten in üppiger Fülle wucherte, weder Tier
noch Pflanze, weder Vollmondzauber noch flimmernde
Sonnenſtrahlen erwärmten Edithas und Erikas Seelen.
Sie lechzten nach Menſchen, aber die einfachen Leute
hier auf dem flachen Lande genügten ihnen nicht — ſie
wollten Großſtadtluft atmen und träumten von allerhand
romantiſchen Erlebniſſen.
Wie die tauben Nüſſe ſind ſie, dachte der Freiherr be=
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kümmert, wenn er von den Feldern heimkam, Erdgeruch
an ſeinen Kleidern, und in der Halle, wo das Frühſtück
bereit ſtand, ſeine Chriſta umfing und herzlich küßte. Die
blonde Frau errötete jedesmal wie ein junges Mädchen,
wenn Matthias ihr in Gegenwart ſeiner Töchter einen
Kuß gab. Ihr feiner Sinn empfand, daß Editha und
Erika ſicherlich weicher und liebenswürdiger ſein würden,
wenn nicht das Schreckgeſpenſt, „verſchmähte Mädchen zu
werden”, ihnen immer vor Augen geſchwebt hätte.
Der altertümliche Brunnen im Schloßhof von
Hei=
degg, den ein Ordensritter hatte erbauen laſſen, war das
Entzücken eines jeden, der für alte Kunſtdenkmäler
In=
tereſſe beſaß. Ein paar alte Linden ſpendeten dort
Schat=
ten, wenn die Sonne ſenkrecht über dem Schloßhof ſtand.
Dort ſpielten die kleinen Heidegger am liebſten.
Der Brunnen gab kein Waſſer mehr, er war ſorgſam
mit einem Deckel verſchloſſen. Von ihrem Fenſterſitz aus,
auf dem noch der große Flickkorb ſtand, konnte Frau
Chriſta wachſame Blicke auf die Kinder werfen.
Die ſonſt ſo rangenhaften Jungen trieven einen
förm=
lichen Kult mit ihrer Mutter. Mutter Chriſtel! nannten
ſie ſie. Und die Eltern freuten ſich über dieſe
Gefühls=
ausbrüche, von denen ſich auch der wilde Diez nicht
aus=
ſchloß.
Mutter — war das wirklich etwas ſo Beſonderes,
etwas Großes? Editha erzitterte und errötete — wie
kam ſie nur immer wieder auf allerhand Gedanken, die
ihr das Blut raſcher durch die Adern jagten?! Sie wollte
ſich’s gar nicht eingeſtehen, wie grenzenlos vereinſamt ſie
ſich fühlte. Wenn ſie das Bild ihrer toten Mutter
be=
trachtete, empfand ſie keine wärmere Regung, keine Sehn=
ſucht nach der Verblichenen. — Den Vater hatten ihr die
blonde, frohherzige Frau und die lärmende Kinderſchar
genommen, Erika war doch nur ihr, Edithas, Echo. Sie
würde von der Schweſter mehr haben, wenn ſie
ſelbſtän=
dig dächte und handelte. Aber doch war wieder Erikas
faſt ſchrankenloſe Verehrung das Einzige, was ihr
wirk=
lich wohltat.
In ihrer mütterlichen Verwandtſchaft gab es keine
Jugend, nur einige Ehepaare und ein vaar altjüngferliche
Tanten, die ſie und Erika dereinſt beerben ſollten. Bis
auf weiteres erfreuten ſich dieſe alten Damen jedoch einer
vortrefflichen Geſundheit.
Und keiner begehrte nach den farbloſen Schweſtern,
die auf Schloß Heidegg tatenlos und nutzlos ihre Tage
verlebten. Keiner kam und holte ſie heim, gab ihnen
Wärme, Licht und Freudigkeit. Sie hatten ja auch ſelber
nichts zu vergeben, was vom Herzen kam und Herzen
ge=
winnen konnte.
So, als wäre Erika wirklich das zweite Ich ihrer
Schweſter und wüßte um alle ihre Gedanken, ſprach ſie:
Wenn wir bloß mehr Vermögen hätten — dann — dann —.
Sie brach ab, aber Edith verſtand, was ſie hatte ſagen
wollen und ſich doch geſchämt hatte, es unumwunden
ein=
zugeſtehen.
Dann würden wir heiraten, ergänzte ſie ſchroff, aber
ſolch arme Freifräuleins wie wir
Sie zuckte geringſchätzig mit den Achſeln, es bereitete
ihr ein Vergnügen, ſich ſelber zu verhöhnen.
Ja — wir haben viel zu wenig, und auf das, was
wir bald erben müßten, iſt auch kein ſicherer Verlaß, ſeufzte
Erika. Tante Lisbeth iſt wieder in Karlsbad geweſen,
dann lebt ſie gewiß wieder ein paar Jahre länger.
Editha und Erika wären ſehr entrüſtet geweſen, wenn
jemand es gewagt hätte, ſie als herzlos zu bezeichnen.
Im Gegenteil, es war eine Herzloſigkeit von Tante
Lis=
beth, noch immer da zu ſein, anſtatt als verſtorbene
Erb=
tante nur in der Erinnerung ihrer Nichten fortzubeſtehen.
Weihnachten auf Haus Heidegg! Um die Zeit vergaß
der Freiherr Matthias ſogar ſeine Sorgen, welche die
ſchweren wirtſchaftlichen Verhältniſſe, verſtärkt durch
Miß=
ernte und widerſpenſtige Bauern, heraufbeſchworen.
Dann war er ganz Gatte und Vater und ſaß mit ſeinen
Kindern um den runden Tiſch in der Halle, erzählte alte
Jagdgeſchichten und half beim Vergolden der Nüſſe und
der Vorbereitung des ſonſtigen Baumſchmucks. Auf
ſeinem Knie ſaß Iſa; als Jüngſte hatte ſie das Recht dazu.
Frau Chriſta ſchritt mit dem klirrenden Schlüſſelbund
hinter den beiden Hausmägden drein, die große
Kuchen=
ſchüſſeln in die Vorratskammern trugen, und in der
Back=
ſtube hantierte die Mamſell mit rieſigen Maſſen
Pfeffer=
kuchenteig — es war faſt ſo, als ſollte ein ganzes
Regi=
ment mit Pfefferkuchen und Zuckerplätzchen, mit Marzipan
und dergleichen mehr für einen Feldzug ausgerüſtet
wer=
den. Die Heideggſchen Kinder aber verſtanden es,
wäh=
rend der Feſtzeit unter dem ſüßen Vorrat aufzuräumen.
Diesmal kam Weihnachtsbeſuch. Das war auf Haus
Heidegg ein Ereignis. Denn ſo liebenswürdig auch der
Freiherr den ſelten vorſprechenden Tagesgäſten gegenüber
zu ſein pflegte — es war eine Eigentümlichkeit bei ihm,
daß er keinen Logierbeſuch mochte. Deshalb waren ſogar
Chriſtas Verwandte nur ſelten auf Heidegg geweſen.
(Fortſetzung folgt.)
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 5 kleine Schlüſſel an einem Ring. 1 ſchwarzes
Samthandtäſchchen. 1 weißes Taſchentuch, gez. A. 2 mittelgroße
Schlüſſel an ſilbernem Kettchen. 1 Doppelſchlüſſel. 1 ſchwarzes
Porte=
monnaie mit über eine Mark Inhalt. 1 ſchwarzer Damenpelz.
1 ſchwarzbraunes Pelzſchwänzchen. 1 ſchwarzer Regenſchirm. 1 Paket
Margarinebutter. 1 ſchwarze Pelerine von einem Damenmantel.
1 Wurſt. 1 ſchwarzer brauner Damenpelz mit 2 Schwänzchen. 1 gold.
Zwicker. 1 gold.=Zwicker. 1 Trauring, gez B. Th.
(3264
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Foxterrier. 1 Foxterrier (zugelaufen). Die Hunde
können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
wer=
den. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt
jeden Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(3294
Lieferung
von Kreide, Schwämmen und Tinte für die Schulen in 1913/14.
Obige Lieferung ſoll vergeben werden. Angebote ſind, unter
Beilegung von Muſtern, bis
Montag, den 10. Februar 1913, vormittags 10 Uhr,
bei mir einzureichen. Die Lieferungsbedingungen liegen im
Stadt=
haus, Zimmer Nr. 39, zur Einſicht offen.
(3300ms
Darmſtadt, den 1. Februar 1913.
Der Oberbürgermeiſter.
Dr. Gläſſing.
Lieferung
des Bedarfs an Schuhen für die Stadtarmen (Erwachſene und
Schulkinder) für das Verwaltungsjahr 1913.
Die Lieferung des Bedarfs an Schuhen für die Stadtarmen
(Erwachſene und Schulkinder) für das Verwaltungsjahr 1913 ſoll
im Wege der öffentlichen Verdingung vergeben werden. Die Anzahl
der zu liefernden Schuhe für den genannten Zeitraum iſt auf etwa
25 Paare Männerſchuhe und etwa 400 Paare Kinderſchuhe in ver
ſchiedenen Größen veranſchlagt. Die Bedingungen für die
An=
fertigung und Lieferung der Schuhe ſind während der üblichen
Ge=
ſchäftsſtunden im Stadthaus, Zimmer Nr. 21, Probeſchuhe bei der
Verwaltung des Pfründnerhauſes, Frankfurter Straße 35,
einzu=
ſehen. Lieferungsluſtige wollen ihre Angebote, mit entſprechender
Aufſchrift verſehen,
Samstag, den 15. Februar 1913, vormittags zwiſchen
10 und 11 Uhr,
in den im unteren linken Hausflur des Stadthauſes aufgehängten
Kaſten für Verdingungsangebote einlegen.
(3316a
Darmſtadt, den 1. Februar 1913.
Städtiſches Armen= und Fürſorgeamt Darmſtadt.
Krapp.
Lieferung von Leder
für die Armenverwaltung und das „Ohlyſtift” in Gräfenhauſen.
Wir bedürfen:
50 kg ſchweres Wildkuhſohlleder,
50 „ mittelſchweres Wildkuhſohlleder,
200 „ gewalztes Sohlleder, ſchwere Qualität,
105 „ braune Raupen,
150 „ mittelſchwere Croupon,
Dutzend Schaffelle,
in beſter, tadelloſer Ware, und laden Lieferungsluſtige ein, ihre mit
bezüglicher Aufſchrift verſehenen Angebote Samstag, den 15. Ifd.
Mts., vormittags zwiſchen 10—11 Uhr, in den im unteren linken
Hausflur des Stadthauſes aufgehängten Kaſten für
Verdingungs=
angebote einzulegen. Proben ſind bei Herrn Oberverwalter Weidner
im Pfründnerhaus, Frankfurterſtraße 35, einzureichen. Derſelbe wird
auf Verlangen jede gewünſchte Auskunft über die Lieferung erteilen.
Darmſtadt, den 1. Februar 1913.
Städt. Armen= und Fürſorgeamt Darmſtadt
Krapp.
(3286mm
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 6. Februar 1913, nachm. 4 Uhr,
verſteigere ich im Saale Rundeturmſtraße 16
öffentlich zwangsweiſe gegen Barzahlung:
a) beſtimmt: 17 Bände Brockhaus” Konverſations=
Lexikon;
b) vorausſichtlich: 4 Büfetts, 8 Diwans, 4 Sofas,
6 Schreibtiſche, 12 Vertikos, 4 Kleider=, 2 Spiegel= und
2 Glasſchränke, 3 Waſchtiſche, 12 Wirtstiſche, 64 Wirtsſtühle,
1 Standuhr, 1 Gemälde, 1 Hund (Boxer), 1 Landauer
2 Nähmaſchinen, 1 Frackrock mit Weſte, 1 Warenregal mit
Schubladen, 8 Bilder, 1 Apparat und verſch. andere
Gegen=
ſtände.
Darmſtadt, den 4. Februar 1913.
(3284
Thüre, Großh. Gerichtsvollzieher,
Bleichſtraße 9.
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 6. Februar 1913, nachm. 4 Uhr,
verſteigere ich im Saale „Zur Ludwigshalle‟, Obergaſſe, dahier,
öffentlich meiſtbietend folgende Pfänder:
vorausſichtlich: 1 Pianino, 1 Büfett, 1 Seſſel mit 2 Kiſſen,
2 gepolſterte und 2 Lederſeſſel, 1 Chaiſelongue mit ſchwerer
Smyrnadecke, 1 Ausziehtiſch, 1 Bücherſchrank, 4 Kleiderſchränke,
5 Sofas, 1 Schreibſekretär, 3 Tiſche, 1 Vertiko, 5 Nähmaſchinen,
1 Anrichte, 1 Glasſchrank, 1 Küchen=, 1 Weißzeug=, 1 Pfeiler= und
1 Spiegelſchrank, 1 großen Spiegel, 1 Regulator, 1 Bett, 2 Bilder,
1 Fahrrad u. a. m.; ferner 100 kg Sonnenblumen=, 100 kg Hanf
ſamen, 100 kg Rübſamen, 200 kg Mai=Erbſen, 100 kg geſchälten
Hafer, 75 kg deutſchen Klee, 100 kg Inkarnatklee, 100 kg
Roh=
hirſe, 150 kg Grasſamen, 50 kg engliſch Raygras und 1 große
Rolle Packpapier.
(3314
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher,
Darmſtadt, Bleichſtraße 28, I.
Stamm= u. Stangenholz=Verſteigerung.
Montag, den 10. Februar I. J.,
vormittags 9½ Uhr anfangend, werden im Roßdörfer
Gemeinde=
wald, Diſtrikt Mark (im Eſchhof lagernd), an Ort und Stelle
Stämme Eiche II. Kl.
1 St. — 0,95 Feſtmeter
, — 0,89
III. „
Ahorn VI. „
1 „ — 0,25
Lärche V. „
„ — 0,17
„ — 10,30
Fichte III. „
,
IV. „ 23 „ — 24,02
„
V. „ 424 „ — 151,64
Derb=Stangen „
799 „ — 53,99
Reis=
176 „ — 1,48
2
verſteigert. Zuſammenkunft auf der Kubig.
Roßdorf, den 1. Februar 1913
(3262md
Großh. Bürgermeiſterei Roßdorf.
Lorenz.
Konkursverfahren.
In dem Konkursverfahren über
das Vermögen der Vereinigten
Mitteldeutſchen
Zigarrenfabri=
ken, G. m. b. H. in Darmſtadt,
iſt Termin zur
Gläubigerverſamm=
lung und zur Prüfung der
nach=
träglich angemeldeten
Forderun=
gen auf
Montag, 17. Februar 1913,
nachmittags 4 Uhr,
vor Großh. Amtsgericht I, Neues
Gerichtsgebäude am
Mathilden=
platz, Zimmer Nr. 219, anberaumt
worden.
(3321
In dieſem Termin ſoll der
Ver=
walter über die Sachlage und über
die ſeitherigen Maßnahmen
Be=
richt erſtatten.
Darmſtadt, 30. Januar 1913.
Der Gerichtsſchreiber
Großherzoglichen Amtsgerichts I.
n unſer Handels=Regiſter,
Ab=
teilung B, wurde heute
einge=
tragen hinſichtlich der Firma:
Darmſtädter Eiſengießerei,
Maſchinenfabrik und
Müh=
lenbauanſtalt, Geſellſchaft
mit beſchränkter Haftung,
Darmſtadt.
Fritz Blank und Gerhard
Ber=
ninger ſind als Geſchäftsführer
ausgeſchieden.
(3332
Darmſtadt, 1. Februar 1913.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Konkursverfahren.
Das Konkursverfahren über das
Vermögen des
Kolonialwaren=
händlers und Tiefbau=
Unterneh=
mers Karl Nies in Pfungſtadt
wird nach erfolgter Abhaltung
des Schlußtermins hierdurch auf
gehoben.
(3266
Darmſtadt, 30. Januar 1913.
Großherzogliches Amtsgericht II.
Bekanntmachung.
Die heute in Nieder=Ramſtadt
abgehaltene Holzverſteigerung iſt
genehmigt. Die Abfuhrſcheine
können vom 12. Februar an
abge=
holt werden.
(3333
Ober=Ramſtadt, 3. Februar 1913.
Großherzogliche Oberförſterei
Ober=Ramſtadt.
Daab.
Sie ſind, ſtets
Ece
gr. Auswahl i.
zurückgeſetzten
neuen, ſow.
ge=
brauchten
Fahrrädern
e
zuſtaun. billig.
Preiſ. b. Benz
Co., Grafenſtr.
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20/22 (Lad. im
S
Fürſtenſaal),
Telph. 1239. Reparat.-Werkstätte. (3331a
eintür. Kleiderſchr., 1 Kom=
1 mode, 1 Kinderwagen bill.
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zugeb. Neue Ireneſtr. 21, III (*3195
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1 Notenſtänder zu verkaufen
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Eichen 4 Stück — 5,41 fm II. Kl. (glatt) Eichen 11 Stück — 3,61fm V. Kl.
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58 „ — 13,46 „ VI. „
„ 14 . — 10,98 „III. „ (glatt) Kiefern 4 „ — 2,70 „III. „
— 7,87 „III. „ (gew.) Fichten 1
„ 11 „
0,48 „ IV. „
„ 15 „ — 7,51 „ IV.
„ 149 „ —32,18 „ V. ₰
Derbſtangen:
Fichten 95 Stück = 10,36 fm I. Kl.
14,30 „ II. Kl.
277
Reisſtangen; Fichten 46 Stück — 0,79 fm.
Sämtliches Holz iſt an die Wege gerückt und gut abzufahren.
Entfernung an die Bahn 3—4 km. Unterſtrichene Nummern kommen
nicht zum Ausgebot. Stammholzverzeichniſſe werden an größere
Ab=
nehmer durch Großh. Förſter Herrn Decher, Forſthaus Harras,
Poſt Darmſtadt, abgegeben.
(2830a.
Darmſtadt, den 25. Januar 1913.
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
50
Rah= uns Menngol=Beeſteigernng gittt
(Stadtwald)
Dienstag, den 11. Februar 1913, vorm. ½9 Uhr,
werden in der Turnhalle (Woogsplatz 5), hier, aus den Abteilungen
2 und 3 („Hinterhecke‟), 7 („Spitz am Zaun”), 10 („Weidenlache”) und
13 („Saufang”) der Forſtwartei Heiligkreuz (Forſtwart Hofmann)
verſteigert:
Nutzſcheiter: 151 rm Eichen (Abt. 10, Nr. 755—798)
Scheiter: 234 rm Buchen, 367 rm Eichen, 41 rm Birken;
Knüppel: 44 rm Buchen, 99rm Eichen, 12rm Birken, 13rm Kiefern;
Reiſigknüppel: 55 rm Buchen, 88 rm Eichen, 66 rm Linden,
11 rm Birken;
Reiſigwellen: 28,75 Hdt. Wellen Buchen, 33,50 Hdt. Wellen Eichen;
Stöcke: 67 rm Buchen (fein), 152 rm Eichen (fein).
Die Eichen=Nutzſcheiter eignen ſich für Glaſer, Küfer und Wagner.
Das Holz ſitzt an gut fahrbaren Wegen in der Nähe der Dieburger
Staatsſtraße und hat die laufenden Nummern 810—1408.
Unter=
ſt ichene Nummern kommen nicht zur Verſteigerung. Um vorherige
Einſichtnahme wird gebeten.
Darmſtadt, den 3. Februar 1913.
(3285ms
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Die Großherzoglichen Direktionen
der Viktoria= und der Eleonorenſchule.
Anmeldungen für alle Klaſſen der beiden Schulen werden
ent=
gegengenommen
Freitag, den 14. Februar d. J., von 3—5½ Uhr,
diesmal im Schulgebäude der Viktoriaſchule (Hochſtraße 44)
Vorzulegen ſind:
(3021sms
1. Geburtsſchein.
2. Impfſchein.
3. Letztes Schulzeugnis.
Geh. Schulrat Dr. Otto. Dr. Lueius.
Vorſchule der beiden Gymnaſten zu Darmſtadt.
Aufnahme zu Oſtern 1913.
Anmeldungen bitten wir, ſoweit ſie nicht bereits erfolgt ſind=
Donnerstag, den 6. und Freitag, den 7. Februar von 10 bis
Uhr im Direktorzimmer des Ludwig=Georgs=Gymnaſiums (
Karl=
ſtraße 2) zu machen. Dabei ſind Geburtsſchein und Impfſchein vor=
(2658a
zulegen.
Darmſtadt, 22. Januar 1913.
Dr. Mangold, Geh. Schulrat.
Vorſchule des Großh. Realgymnaſtums und der
beiden Großh. Oberrealſchulen zu Darmſtadt.
Die Anmeldung neuer Schüler für alle Klaſſen der Vorſchule
für das Oſtern 1913 beginnende Schuljahr findet ſtatt am Freitag,
den 7. Februar, vorm. von 10—1 Uhr und nachm. von 3—5 Uhr
und Samstag, den 8. Februar, vorm. von 10—1 Uhr im
Direktor=
zimmer des Realgymnaſiums (Eingang durch das Portal am Kapell=
(2938a
platz). Geburts= und Impfſchein iſt vorzulegen.
Die Großherzogliche Direktion.
Münch, Geh. Schulrat.
Höhere Privatſchule Darmſtadt.
Grüner Weg 19 Leiter: H. Rupp. Feruſprecher 1512
Gründliche und raſche Vorbereitung zu allen Schul= und
Militärprüfungen in durchaus individuellem Unterricht; kleines
Familienpenſionat (höchſtens 6 Penſionäre). — In beſonderen
Nach=
mittagskurſen können Schüler hieſiger höherer ſtaatlicher Lehranſtalten
erfolgreichen Nachhilfeunterricht erhalten und ihre Aufgaben unter
Aufſicht von Lehrern der Anſtalt anfertigen. — Proſpekte und
Prü=
fungsergebniſſe durch den Vorſteher. Anmeldungen werden täglich
zwiſchen 12 und 1 Uhr und nachmittags zwiſchen 3 und 5 Uhr
entgegengenommen.
H. Rupp.
KererhsehuisT. E.
Anmeldungen von Knaben u. Mädchen für die drei untersten
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sr. Die Europameiſterſchaft im Eiskunſtlaufen gelangte
in Kriſtiania zur Entſcheidung. Es beteiligten ſich an
der Konkurrenz die Schweden Salchow, Rickard,
Johanſ=
ſon und Roth, der Ungar Szende, der Oeſterreicher Böckl
ſowie die Norweger Stixrud und Krogh. Nachdem am
Samstag das Pflichtlaufen erledigt war, und ſchon hier
die große Ueberlegenheit Ulrich Salchows zutage
getre=
ten, lief der Weltmeiſter auch die Kürübungen in
hervor=
ragendem Stile und trug im Geſamtklaſſement den Sieg
davon. Den zweiten Platz belegte der Ungar Szende,
den dritten der Oeſterreicher Böckl und auf den nächſten
Plätzen endeten Roth, Johanſſon, Stizrud und Krogh.
Das Wetter war am Sonntag ſehr ſchön, ſo daß eine
ge=
waltige Zuſchauermenge, die auf 15000 Perſonen geſchätzt
wird, der Entſcheidung der Meiſterſchaft beiwohnte. Von
den übrigen zur Veranſtaltung gelangten Ereigniſſen iſt
beſonders noch ein 10000 Meter=Schnellaufen zu
erwäh=
nen, in welchem der Norweger Oskar Mathieſen ſiegte und
mit 17.22,4 einen neuen Weltrekord aufſtellte. Die
neue Zeit bleibt mit 13 Sekunden hinter dem früheren
Weltrekord zurück, der ebenfalls von Mathieſen aufgeſtellt
war. Auch der an zweiter Stelle endende Ruſſe
Ippoli=
tow lief mit einer Zeit von 17335 unter dem früheren
Weltrekord. — Im Internationalen
Kunſtlau=
fen für Damen ſiegte unter vier Teilnehmerinnen
Fräulein Lindahl=Schweden, und in der gleichen
Konkur=
renz unter ſieben Bewerbern Hultgren=Schweden. In
einem weiteren Schnellaufen konnte Ippolitow über
Ma=
thieſen triumphieren. Der Ruſſe legte die 5000 Meter=
Strecke in 8 Minuten 43,4 Sekunden zurück, während
Mathieſen um eine Sekunde geſchlagen blieb. Ueber 1500
Meter ſiegte dagegen wieder Mathieſen in 2 Minuten
22,1 Sek. und ſchlug den Ruſſen um 0,1 Sekunde ganz
knapp.
sr. Bei den Internationalen Ski=Springen, die in St.
Moritz zum Austrag gelangten, ſiegte in dem Bewerbe
der Senioren Maurer=Davos vor Waſſeſcha=Davos und
Capaul=St. Moritz. Außer Konkurrenz beteiligte ſich der
Norweger Knudſen, der 43 Meter ſprang. In der
Kon=
kurrenz der Junioren wurde Engi=Davos Erſter, Romolo=
St. Moritz Zweiter und Kaufmann=Davos Dritter.
Handel und Verkehr.
H. Frankfurt a. M., 4. Febr. (
Frucht=
marktbericht.) Am Wochenmarkt waren einheimiſche
Brotfrüchte reichlich offeriert, dabei aber wieder vielſach
minder gute Qualität. Der Konſum verhielt ſich
reſer=
viert und auch die Mühlen hatten angeſichts des
ſchlech=
ten Mehlabſatzes keinen Bedarf. Landweizen konnte ſich
daher im Preiſe ermäßigen, während Landroggen gut
behauptet blieb. Ausländiſche Brotfrüchte waren ſehr
ruhig und eher williger. Gerſte, Hafer und Mais
eben=
falls ſtill und kaum verändert. Futtermittel und Mehl
ſtetig. Der Mannheimer Getreidemarkt iſt
ruhig bei kleinen Umſätzen. An der Berliner
Pro=
duktenbörſe lag Getreide ſchwach auf das anhaltend
milde Wetter, das ſtärkere Inlandsangebot und Abgaben
der Kommiſſionäre, die angeblich für auswärtige
Rech=
nung erfolgten. Ausländiſche direkte Offerten blieben
unverändert, diejenigen aus zweiter Hand waren
billi=
ger. Hafer ohne Preisänderung. Lokoware war
reich=
lich vorhanden, der Konſum aber ſchwach. Nach den
letz=
ten Kabelnachrichten von den amerikaniſchen
Ge=
treidemärkten (New=York und Chicago) war
Wei=
zen zu Beginn auf Abgaben Armours und größeres
An=
gebot der Farmer im Südweſten der Vereinigten
Staa=
ten in matterer Stimmung; auch enttäuſchte die
Export=
nachfrage. Später erfolgte Befeſtigung auf die
hauſſe=
lautende Schätzung des argentiniſchen Exportüberſchuſſes
in Verbindung mit ſchlechten Witterungsberichten von
dort. Die ſichtbaren Weizenvorräte haben in dieſer Woche
von 69,21 Millionen Buſhels bis 68,06 Millionen Buſhels
abgenommen, während die Maisvorräte von 9.29
Millio=
nen Buſhels bis 9,72 Millionen Buſhels geſtiegen ſind.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen. hieſiger und Wetterauer, 21—21,10,
Norddeut=
ſcher 21—21.20, Kurheſſiſcher 21.10—21,20. Ruſſiſcher 23.50
bis 24.50, La Plata 22,75—23,50, Rumäniſcher 23,50 bis
24,25, Redwinter 23,25—24. Walla Walla 23—24. Kanſas
23.50—24, Manitoba 23—23,75; Roggen, hieſiger 18
bis 1810, Bayeriſcher (Pfälzer) 18—18.10. Ruſſiſcher 18,50
bis 19, Amerikaniſcher —
Rumäniſcher 18,50—19:
Gerſte. Pfälzer 21.50—22, hieſige und Wetterauer 20.75
bis 21.25, Fränkiſche 21,25—21.75, Ungariſche —,
Ried=
gerſte 21.25—21.75: Hafer, hieſiger 19,50—20. Bayeriſcher
19,50—20, Ruſſiſcher 20—21, Amerikaniſcher 18—18,50,
Rumäniſcher 20—20.75; Mais mixed 14.50—15,
Ruſſi=
ſcher 14.50—15.75. Donaumais 14.50—15.75, Rumäniſcher
14.50—15,50. La Plata 14,75—15,25, weißer Mais 14.50
bis 15.50, Weizenſchalen 10.25—10.50. Weizenkleie 1025
bis. 10.50, Roggenkleie 10,50—10,75, Futtermehl 14—16,
Biertreber. getrocknet, —, Futtergerſte 16,25—16,75;
Weizenmehl (Baſis ab Mannheim), hieſiger, Nr. 0: 31 bis
31.25, ſeinere Marken 31,50—31.75, Nr. 1: 30—30,25,
fei=
nere Marken 30,50—30.75, Nr. 2: 28.75—29, feinere
Mar=
ken 2925—29,50. Nr. 3: 27—27,25, feinere Marken 27.50
bis 27,75, Nr. 4: 24—24,25, feinere Marken 24,50—24,75;
Roggenmehl, hieſiges, Nr. 0: 27—27,25, Nr. 1: 24,75 bis
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ein S. Hermann Joſeph. Am 1. Febr.: dem Schloſſer
Philipp Hotz, Beckerſtraße 33, ein S. Hans. Am 31.
Jan.: dem Friſeur Friedrich Theodor Gorr,
Teichhaus=
ſtraße 38, ein S. Georg Friedrich. Am 28.: dem Maſchiniſt
Auguſt Harreus, Rhönring 11, eine T. Nelly Nora.
Am 3. Febr.: dem Hilfsarbeiter Johannes Ritſcher,
Ar=
heilger Straße 68, ein S. Karl. Am 29. Jan.: dem Maurer
Franz Leonhard Weber, Ballonplatz 3, ein S. Paul
Jakob. Am 31.: dem Gendarmeriewachtmeiſter Johannes
Dickert, Arheilger Straße 79, ein S. Johannes. Am 29.:
dem Maſchinenbauer Ludwig Göckel, Blumenthalſtraße
89, eine T. Frieda Lina Luiſe.
Aufgebote. Am 28. Jan.: Fabrikarbeiter Jakob
Stadtmüller, Saalbauſtraße 33, mit Dienſtbote Eliſab.
Barbara Gunkel. Nieder=Ramſtädter Straße 177.
Ober=
ſchweizer Otto Ernſt Scheffler in Aſſenheim mit
Dienſt=
magd Eliſabetha Gertrude Brunner in Georgenhauſen.
Am 30.: Kaufmann Georg Ferdinand Karl
Rauten=
ſtrauch mit Anna Emma Chriſtiane Bernius beide
Landwehrſtraße 45. Metzger Dietrich Tellmann in
Hies=
feld mit Anna Barbara Katharina Karoline Döring,
in Breitenbach. Am 31.: Ackerer Jakob Miſchler mit
Marie Riedinger, beide in Hoerdt. Hausburſche Karl
Saffra, Große Kaplaneigaſſe 30, mit Fabrikarbeiterin
Maria Reibold, Hinkelsgaſſe 15. Steinhauer Albert
Wilhelm Schwarz mit Maria Beislinger, beide in
Baumholder. Am 3. Febr.: Polizeikommiſſar Otto Paul
Walter Below in Duisburg mit Sophie Emma Frantz,
Orangerieſtraße 12. Glanzgoldmacher Adam Johannes
Krämer in Frankfurt a. M. mit Köchin Eliſabethe
Katharine Schwebel, Liebigſtraße 31.
Telegraphen=
arbeiter Wilhelm Fülch in Laudenbach mit
Dienſtmäd=
chen Maria Auguſte Pfeiffer, hier. Kaufmann Heinr.
Hartoch in Düſſeldorf mit Geſchäftsleiterin B. Frank,
Saalbauſtraße 60.
Eheſchließungen. Am 29. Jan.: Apotheker Aloys
Haitz mit Ethel Federlin, beide hier. Am 30.:
Eiſen=
bahnpraktikant Philipp Schneider in Mayen mit
Eliſa=
hethe Heyd in Weiterſtadt. Am 31.: Taglöhner Otto
Müller mit Barbara Bruder geb Braun, beide hier.
Am 1. Febr.: Bandagiſt Dietrich Schmitz in Eſſen mit
Katharina Borſch hier. Feldwebel Otto Schäfer hier
mit Eliſab. Schäfer in Gronau. Ofenſetzer Friedrich
Röder mit Babetta Lehner, beide hier. Friſeur
Georg Hartmann hier mit Marie Müller in
Michel=
ſtadt.
Geſtorbene. Am 29. Jan.: Chriſtine Siegriſt geb.
Gaß, Ehefrau des Weißbinders, 51 Jahre, ev., Meſſel.
Am 31.: Klara Eva Barth, T. des Eiſendrehers, 1 J.,
kath., Helfmannſtraße 58. Luiſe Emilic Kumpf, T. des
Weichenſtellers, 1 Jahr, ev., Frankfurt a. M. Schmied
Heinrich Harniſchfeger, 16 Jahre, ev., Eberſtadt. Am
1. Febr.: Buchdruckereibeſitzer Johann Hermann Uhde,
71 Jahre, ev., Hölgesſtraße 5. Am 31. Jan.:
Rechnungs=
rat i. P. Guſtav Georg Martin Auguſt Veit, 86 Jahre,
ev Friedrichſtraße 38. Am 1. Febr.: Emma Charlotte
Martin geb. Müller, Witwe des Poſtſekretärs, 64 Jahre,
ev., Hochſtraße 28. Taglöhner Wilhelm Berg. 49 Jahre,
ev, Kirchbrombach. Am 3.: Forſtwart i. P. Georg
Wil=
helm Ganßert, 78 Jahre, ev., Rhönring 1. Am 2.:
Pri=
vatin Eliſabeth Greul, 69 Jahre, kath., Martinſtraße 25.
Am 1.: Henriette Wieſenäcker geb. Buchhammer, Witwe
des Schloſſers, 70 Jahre, ev., Kiesſtraße 11. Am 2.:
Fabrikarbeiter Konrad Reeg, 68 Jahre, ev.,
Liebfrauen=
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Einladung.
Montag, 17. Februar 1913, nachmittags 3½ Uhr
findet im
Nebenſaale der Reſtauration A. Englert
Ballonplatz 4
die ordentliche General=Verſammlung
(1827
obiger Kaſſe gemäß § 37 des Statuts ſtatt.
Tagesordnung:
Verwaltungsbericht, Jahresrechnung und Auflöſung der
Krankenkaſſe.
Der Vorſtand.
W. Preuſch, I. Vorſitzender. L. Lind, Schriftführer.
Gartenbauverein Darmstadt.
Monatsversammlung
Donnerstag, 6. Februar, abends 8 Uhr, im Fürſtenſaal.
Tagesordnung:
. Geſchäftliche Mitteilungen;
2. Lichtbildervortrag des Herrn Rentners L. Geiſt:
Italieniſche und franzöſiſche Riviera.
Bezüglich der Gratisverloſung gelten die bekannten Beſtimmungen.
Der Vorſtand.
3283)
Vereinigung f. d.
Freie Lundesiircne Grossherz. Hessen
Oeffentlicher Vortrag
von Lic. Gottfried Traub aus Dortmund:
676
„Was heisst glauben
Freitag, den 14. Febr. 1913, abends 8¼ Uhr
im Festsaal der Turngemeinde, (Woogsplatz).
Vor dem Vortrag: Ansprache des Vorsitz., Prof. Dr. A. E. Berger.
Nach dem Vortrag: Ansprachen von Geh. Hofrat Frof. Dr. Back,
(Darmst.), Pfarrer Rückert (Darmst.), Pfarrer Lic. E. Fuchs (Rüsselsh.)
Eintrittspreise: Sperrsitz 1 Mk., num. Galerie 75 Pfg., Saal
und unnum. Gallerie 40 Pfg.
(3291
Vorverkauf in A. Bergstraessers Hofbuchhandlung (Rheinstrasse 6).
Vorträge zu Gunſten des Photographiſchen Inſtituts
der Großh. Techniſchen Hochſchule
18. Februar 1913, abends pünktlich 8 Uhr, im großen
phyſikaliſchen Hörſaal
(3277a
2. Vortrag: Prof. Dr. Fr. Limmer
&é
„Ueber Farbenphotographie‟
Vorverkauf. im Bureau des Verkehrsvereins. Num. Platz:
Saal 1.50 M. (Stud.) 1 M., Galerie 0.50 M., Galerie=Stehpl. 0.30 M.
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steht unter strenger Kontrolle und ist nur
Der Eintritt gegen Vorzeigung der Mitglieds- oder
Gast-
karten gestattet.
Unkostümierte Damen und Herren sind am Saaleingang zur
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werbung eines karnevalistischen Abzeichens verpflichtet.
Für auswärtigen Besuch, sowie für junge Herren,
welche noch über kein selbständiges Einkommen verfügen,
werden Karten Donnerstag, den 6. und Samstag,
den 8. Februar, nachmittags von 3—5 Uhr im
Vereins-
haus, Schulstrasse 8, zu den üblichen Preisen ausgegeben.
In jedem anderen Falle ist die Teilnahme von hier ansässigen
Nichtmitgliedern strengstens ausgeschlossen.
Vereins-Auskunftsstelle in der Hof-Buch- und
Kunst-
handlung von Müller & Rühle, Elisabethenstr. 5. (3328
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Donnerstag, 6. Februar, um 8¾ abends, im
blauen Saale des „Hotel Heß” findet ein Vortrag
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H. Geier, Marktplatz 8, J. Eidemüller, Wienersſtraße 49, und
im Vereinslokal F. Rummel, Grafenſtraße 37.
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karten nur bei J. Eidemüller, Wienersſtr. 49, à 30 Pfg.
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Makkaroni, Bruch, . . Pfund 25 Pfg.
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ganze Stangen, Pfund 30 Pfg.
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Pfirsiche, californ., Pfd. 50, 60 Pfg.
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