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176. Jahrgang
natl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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werden angenommen in Darmſtadt,
ürts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
Ein Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
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den Annoncen=Expeditionen. — Bei
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Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſriebenen Tagenwird nicht übernommen.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
gan für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 20 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Kaiſer empfing geſtern mittag den Botſchafter
rhrn. v. Jeniſch, der auch zur Frühſtückstafel
ge=
äden war.
neue franzöſiſche Kabinett unter deng
ſorſitze Briands iſt gebildet worden.
Türkei hat ſich endgültig zum Frieden
ſ tſchloſſen und die bedingungsloſe
Ueber=
r be Adrianopels beſchloſſen.
ſſeh einer Depeſche aus Guadalajara in Mexiko
t ein heftiger Ausbruch des Vulkans Colima
attgefunden. Es iſt nicht unwahrſcheinlich, daß viele
Menſchen, die ſich nicht mehr in Sicherheit bringen
ointen, umgekommen ſind.
Tageskalender zur Geſchichte der
Befreiungskriege.
Fanuar 1813: Staatskanzler von Hardenberg reiſt nach
eslau zum König.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6 und 7.
Die wirtſchaftliche Lage
Deutſchlands.
— Im Verein zur Förderung des Gewerbefleißes hat
preußiſche Handelsminiſter Sydow Gelegenheit ge=
Amtnen, ſich in längeren Darlegungen über den Stand
wvirtſchaftlichen Lage Deutſchlands zu
ſſtehen, und dabei nach einem günſtigen Rückblick auch
er freundlichen Ausblick uns eröffnet. Der Miniſter
ſit dder Anſicht Ausdruck, daß im abgelaufenen Jahr un=
Wirtſchaftsleben eine neue und breitere Kräftigung
f ren habe. Die Ernte ſei quantitativ hoch geweſen,
Handel und Induſtrie hätten ſich erfreulicherweiſe
ſter entwickelt. Zwar hätten manche Wolken gedroht,
eſſen hätten dieſe ſich zum großen Teil zerſtreut, auch in
großen Wirtſchaftsverbänden ſeien keine
Erſchüt=
ſrgen eingetreten. Die Induſtrie hatte ſtarke Aufträge,
Krie ſei die Hochkonjunktur gekommen und es ſei
be=
ſüdete Ausſicht vorhanden, daß es zu keinem rapiden
Aſtarze kommen würde.
Einige Zahlen, die der Miniſter ſeinen Mitteilungen
figte, dürften von Intereſſe ſein. So hat ſich in der
Pkeiſeninduſtrie die Produktion an Roheiſen auf faſt
illionen Tonnen geſteigert, eine Zahl, die wir bisher
h niemals erreicht hatten. Deutſchland hat England
dieſem Gebiete bei weitem überflügelt, nächſt den
Ver=
ſſitten Staaten von Amerika produziert Deutſchland
ite das meiſte Roheiſen. Deutſchland hat auch den
ſſitten Eiſenexport von allen Ländern. Im
Kohlen=
gbau wurden insgeſamt gegen 160 Millionen Tonnen
ſſh en gefördert. Nicht minder gehoben hat ſich die See=
Pffahrt infolge der aufſteigenden wirtſchaftlichen
Ver=
ſſtriſſe. Hat doch unſere Einfuhr die Ziffer von faſt
in Milliarden erreicht, während die Ausfuhr ſich auf
ſt Milliarden Mark belief. Und doch wurde alles das
eicht, obwohl gar manche große Schwierigkeiten ſich
tärmten. An ernſten politiſchen Ereigniſſen, die das
ſchäftsleben beeinfluſſen, hat es nicht gefehlt, die
krie=
ſſiſchen Wirren im Orient können nicht ganz ſpurlos vor=
Argehen. Die Schwierigkeiten auf dem Geldmarkt und
Reduktion gewiſſer Börſenwerte ſieht der Miniſter
Sanierungsprozeſſe an, indem er meint, übertriebene
rſe ſeien auf ihren wirklichen Wert zurückgeführt
rden.
Der Miniſter faßte ſein Reſumee dahin zuſammen,
unſer Wirtſchaftsleben durch und durch geſund ſei,
ſchloß ſeine Rede mit folgenden bemerkenswerten
Arten: „Es wird von Jahr zu Jahr kräftiger. Der in=
Ediſche Konſum ſteigt: jedes Jahr, das wir im Frieden
Eleben, macht Deutſchland wirtſchaftlich und finanziell
Auslande unabhängiger. Wenn uns der Frieden
Ih erhalten bleibt, wie wir ja alle hoffen dürfen, wird
Meinung des Auslandes, daß Deutſchland nicht auf
Deien Füßen ſtehen könne, bald widerlegt ſein. Die
Fünſtrie iſt noch für Monate mit Aufträgen verſehen;
Preiſe ſind bis jetzt gehalten worden. Wir dürfen
ſſem, daß, wenn die Kurve der Hochkonjunktur wieder
ſällt, dies allmählich geſchieht, immer vorausgeſetzt, daß
ie Einwirkung und Störung politiſcher Art von außen
kommt. Unſer Wirtſchaftsleben ruht auf den Schultern
des Friedens.”
Hoffentlich erfüllen ſich die optimiſtiſchen
Darſtellun=
gen des Miniſters, und es wäre im Intereſſe des
geſam=
ten nationalen Vermögens zu wünſchen, daß dieſe
gün=
ſtigen wirtſchaftlichen Verhältniſſe von längerer Dauer
wären.
Volkspartei und
Sozial=
demokratie.
Der Beſchlußantrag, den der Parteitag der
preußiſchen Fortſchrittspartei einſtimmig
angenommen hat, geſtattet für die bevorſtehende
Land=
tagswahl lediglich ein taktiſches Zuſammengehen mit den
Nationalliberalen und mit den geſamten
bür=
gerlichen Parteien in der Oſtmark. Wird dieſer
Beſchlußantrag von der Volkspartei im Sinne des
Be=
richterſtatters Fiſchbeck durchgeführt, ſo iſt ein
Zuſammen=
gehen der Volkspartei mit der Sozialdemokratie
vollſtändig ausgeſchloſſen. Denn Fiſchbeck hat die
Be=
dingungen, die der ſozialdemokratiſche Preußentag für
ein wahltaktiſches Zuſammengehen Anfang dieſes
Mo=
nats aufſtellte, für unvereinbar mit der
Selbſtachtung der Volkspartei, für ein
kau=
diniſches Joch erklärt. Im Zuſammenhange mit den
Aus=
führungen Fiſchbecks wird denn auch der Beſchluß des
volksparteilichen Preußentages vom Vorwärts auf das
heftigſte angegriffen. Das ſozialdemokratiſche
Zentral=
organ kann ſich die wahltaktiſche Haltung der Volkspartei
nur dadurch erklären, daß die Volkspartei ſich im Joche
der Nationalliberalen befinde, die ihr ein
Zuſammen=
gehen mit der Sozialdemokratie nicht geſtatteten.
Wäre dieſe Auffaſſung zutreffend, ſo wäre der
natio=
nalliberalen Partei etwas gelungen, was für die
partei=
politiſche Entwicklung der Zukunft von ſegensreichen
Fol=
gen begleitet ſein könnte. Denn der Verzicht der
preußi=
ſchen Volkspartei auf ein taktiſches Zuſammengehen mit
der Sozialdemokratie und ſeine Begründung ſind von
einer prinzipiellen Tragweite, die logiſcherweiſe auch auf
die Reichstagswahlen ſich erſtrecken müßte, und
ſollten die Volkspartei zu einer Reviſion des Standpunktes
veranlaſſen, von dem aus ihr beim letzten
Reichstagswahl=
kampfe noch ein umfangreiches Kompromiß mit der
So=
zialdemokratie möglich erſchien.
Der fortſchrittliche Preußentag hat, wie oben erwähnt
wurde, den Beſchlußantrag zur Wahltaktik einſtimmig
angenommen, nachdem ein anderer Antrag zurückgezogen
war. Was letzterer enthielt, iſt bisher nicht veröffentlicht
worden. Man darf jedoch vermuten, daß er ein taktiſches
Zuſammengehen mit der Sozialdemokratie im Sinne des
Berliner Tageblattes empfahl. Der vollſtändige
Miß=
erfolg, den dieſe ſozialiſtenfreundliche Politik auf dem
volksparteilichen Parteitage erlitten hat, iſt
bemerkens=
wert. Wiederholt hat das Berl. Tageblatt der Volkspartei
auf das dringendſte empfohlen, angeſichts der
ſozialdemo=
kratiſchen Wahlforderungen „Gegenſeitigkeit” zu üben und
„Entgegenkommen” zu zeigen, alſo das zu tun, was
Fiſch=
beck im Einklange mit dem Parteitage als der Partei
un=
würdig verwarf. Das Blatt beeilt ſich jetzt, den Anſchluß
an die offenbare Mehrheit der preußiſchen Volkspartei
nicht zu verlieren; es übt an dem Parteitagsbeſchluß nur
eine kleinlaute Kritik. Aber auch die ſchärfſte änderte
nichts an der Tatſache, daß die preußiſche Volkspartei von
einer ſolchen Politik nicht das Geringſte hat wiſſen wollen.
Das neue franzöſiſche Kabinett
unter dem Vorſitze Briands iſt endgültig wie folgt
gebildet worden: Vorſitz und Inneres: Briand;
Aus=
wärtiges Jonnart; Arbeit und ſoziale Fürſorge: René
Besnard; Handel: Guiſthau; Landwirtſchaft: Fernand
David; Kolonien: Jean Morel; Marine: Baudin; Krieg:
Etienne; Unterricht: Steeg; Juſtiz: Barthou; Finanzen:
Klotz; öffentliche Arbeiten: Jean Dupuy.
Unterſtaats=
ſekretäre ſind für Inneres Paul Morel, für Poſt und
Tele=
graphen Chaumet, für ſchöne Künſte Léon Berard, für
Finanzen Bourrely. Briand verſammelte am Dienstag
nachmittag die Mitglieder der neuen Regierung um ſich
und trat mit ihnen in einen Meinungsaustauſch über das
Programm ein, das der Kammer vorgelegt werden ſoll.
Sodann begab ſich Briand ins Elyſce, um ſeine
Mitar=
beiter dem Präſidenten Falliéres vorzuſtellen.
Der neue franzöſiſche Miniſterpräſident Ariſtide
Briand, der ſich vom radikalen Sozialiſten zum Mi=
niſterpräſidenten durchgemauſert hat, wurde am 28. März
1862 in Saint=Nazaires als Sohn eines kleinen Gaſtwirts
geboren und verbrachte dort ſeine Jugendjahre. Später
erhielt er einen Freiplatz im Lyzeum von Nantes. Er
wurde Rechtsanwalt, nach einem Liebesabenteuer mit
einer Jugendfreundin, die einen reichen Mann geheiratet
hatte, wurde er aber aus der Liſte geſtrichen und wandte
ſich der Journaliſtik zu. Er trat in die Arbeiterbörſe ein,
arbeitete für die Gewerkſchaften, wirkte für die „
Konföde=
ration der Arbeit” und wurde politiſcher Leiter der
Lan=
terne. Die Arbeiterpartei wählte ihn dann zum
Deputier=
ten von St. Etienne. Im März 1906 trat Briand als
Kultus= und Unterrichtsminiſter in das Kabinett Sarrien
ein und behielt dieſes Portefeuille auch im Kabinett
Clemenceau. Im Januar 1908 wurde er Juſtizminiſter
und im Juli 1909 als Clemenceaus Nachfolger
Miniſter=
präſident. Anfang 1912 trat er zurück und übernahm im
April desſelben Jahres im Kabinett Poincaré das
Fi=
nanzminiſterium.
Der neue Miniſter des Aeußern Jonnart war ſchon
1894 Mitglied des Kabinetts Caſimir=Pörier, das er zu
Fall brachte, und wurde ſpäter Gouverneur von Algier.
Der neue Marineminiſter Baudin war Berichterſtatter
des Senats über die Marineangelegenheiten. Der neue
Kriegsminiſter Etienne bekleidete im Kabinett Sarrien
bereits den Poſten des Kriegsminiſters. Jetzt iſt er
Di=
rektor der Pariſer Omnibusgeſellſchaft.
Das neue Miniſterium wird von der
Pa=
riſer Preſſe im allgemeinen ſympathiſch
be=
grüßt.
Die Petite République ſchreibt: Die
Zu=
ſammenſetzung des Kabinetts zeigt, daß es ſeiner Aufgabe
genau entſpricht. Das Miniſterium ſolle eine=Politik der
Beruhigung betätigen, ohne der Gefangene einer
politi=
ſchen Klique zu ſein. Es ſoll ſich aller Kampfmaßnahmen
enthalten, ohne aber ſein Programm der „baldigen
Ver=
wirklichung” aufzugeben.
Die Action meint, das
neue Miniſterium werde nur dann feſt und dauerhaft ſein
können, wenn es unverzüglich drei weſentliche Fragen
löſt: die von der Kammer angenommene Wahlreform,
den geſetzmäßigen Sozialismus in der Republik und die
Stärkung der nationalen Verteidigung. — Der
Evene=
ment erklärt, wenn das Miniſterium auch keinen ſo
glän=
zenden Eindruck wie ſein Vorgänger macht, ſo verdient
es doch Vertrauen. Beſonders befriedigt wird man von
der Ernennung Baudins zum Marineminiſter ſein. Es
bedürfe eines Mannes von ſeinem Werte, um einem ſo
ausgezeichneten Marineminiſter nachzufolgen,. wie
Del=
caſſe es war. — Republiaue franegiſe ſpendet
Delcaſſe gleichfalls wärmſtes Lob und ſagt: Jeder
Fran=
zoſe werde den Abgang dieſes Miniſters bedauern, der,
von einem glühenden Patriotismus erfüllt, ſich mit
gan=
zer Seele der Hebung der Seemacht Frankreichs gewidmet
und Frankreich in einigen Monaten zum Uebergewicht im
Mittelmeer verholfen hat Glücklicherweiſe ſei Baudin
ein ebenſo eifriger Patriot und unermüdlicher Arbeiter.
Der Radical, das Parteiorgan der Combiſten, ſagt:
Wir machen keinerlei Vorbehalte über den Wert der ins
Kabinett berufenen Perſönlichkeiten, Wir fragen uns nur,
ob das neue Kabinett eine den Wünſchen unſerer Freunde
entſprechende gekräftigte Farbe hat. Wir laſſen uns bei
dieſer Frage lediglich von dem Gedanken an die
republi=
kaniſche Wiederverſöhnung leiten, die gegenwärtig unſere
Hauptſorge bildet. Dieſe Wiederverſöhnung kann nur
durch eine Politik der Linken erzielt werden. — Der
roya=
liſtiſche Soleil meint, das neue Kabinett werde
viel=
leicht eine augenblickliche Ruhe ſchaffen, aber Briand habe
unter dem Vorwand der Verſöhnung in ſein Miniſterium
Elemente der Zerſetzung aufgenommen welche ſeine
Be=
ſtrebungen zur Wiederherſtellung der Eintracht bald
ver=
geblich machen werden.
Der Figaro begrüßt mit
beſonderer Wärme die Uebernahme des Portefeuilles des
Aeußern durch den früheren Generalaouverneur in Al.
gerien, Jonnart, und erklärt, daß die Leitung der
franzö=
ſiſchen Divlomatie in dieſem ſchwierigen Augenblick keinen
Jaurés
beſſeren Händen anvertraut werden könne.
beſpöttelt in der Humanité die Hoffnungen, die man
auf das neue Kabinett ſetzt und meint ironiſch: Das iſt
alſo die ganze Seelengröße der Nationalen, die geheiligte
Einigkeit aller Franzoſen angeſichts der großen Probleme
und der äußeren Gefahren.
Deutſches Reich.
Zur neuen Heeresvorlage. Die Poſt
ſchreibt: „Eine Nachrichtenſtelle glaubt wieder einmal
alle über eine neue Heeresvorlage veröffentlichten
Mel=
dungen glatt ins Fabelreich verweiſen zu können. Die
Beſtimmtheit, mit der die betreffende Korreſpondenz ihre
Nachricht gibt, iſt um ſo auffallender, als die von uns
zuerſt veröffentlichte Meldung ja von mehreren oft
halb=
amtlich benutzten Blättern, wenn auch erſt nach und nach
und teilweiſe mit kleinen Einſchränkungen, beſtätigt
wor=
den iſt. Auf das Schlagendſte wird jedoch dieſe Meldung
durch die Notiz der Norddeutſchen Allgemeinen Zeitung
widerlegt, die am 15. Dezember v. J. urbi et orbi ex=
klärte, daß eine neue Vorlage für die Verſtärkung der
Schlagkraft unſeres Heeres in Vorbereitung ſei.
Gegen=
über dieſen Tatſachen kann man das Gebaren der ſich
wichtig tuenden Nachrichtenſtelle nur als lächerlich
be=
zeichnen.”
Das Reichswohnungsgeſetz
geſchei=
tert. Die Meldung von dem Scheitern des
Reichswoh=
nungsgeſetzes hat durch die geſtern mitgeteilten
Er=
klärungen des Staatsſekretärs Dr. Delbrück in der
Budget=
kommiſſion eine raſche Beſtätigung erhalten. Er fügte
ſeiner Erklärung noch hinzu:
Eine Bürgſchaft für Wohnungsbauten über den
bis=
her gezogenen Rahmen hinaus durch das Reich halte er
aber für ungangbar und unzweckmäßig. Wenn das Reich
für die Wohnungen ſeiner Arbeiter und geringbeſoldeten
Beamten ſorge, ſo ſei das eine ſelbſtverſtändliche Pflicht.
Aber im übrigen müſſe die Durchführung unbedingt den
Kommunen verbleiben. Die müßten die Wohnungsreform
inſoweit durchführen, daß die Menge der
Privatbauunter=
nehmer gezwungen ſei, nachzukommen. Die Kommunen
müßten einen Standard ſchaffen, mehr freilich nicht. „Wir
können von Reichs wegen nur die Unterlagen für eine
beſſere und zweckmäßigere Kreditgewährung ſchaffen. Die
Durchführung im einzelnen müſſen wir den Gemeinden
überlaſſen, die die Dinge viel beſſer beurteilen können.”
Eine Konferenz, wie ſie gewünſcht werde, ſtehe bereits
bevor. Das Reichsverſicherungsamt werde noch in
die=
ſem Vierteljahr mit Vertretern der
Verſicherungsanſtal=
ten über die angeregte Frage verhandeln.
— Der Reichsbund baugewerblicher
Arbeitgeberverbände, dem jetzt neun große
Ar=
beitgeber=Zentralverbände des geſamten Baugewerbes
an=
gehören, hielt am 20. Januar in Berlin eine
Ausſchuß=
ſitzung ab. Die Vorſitzenden des Deutſchen
Arbeitgeber=
bundes für das Baugewerbe, des Arbeitgeber=
Schutzver=
bandes für das deutſche Holzgewerbe und des
Hauptver=
bandes Deutſcher Arbeitgeberverbände im Malergewerbe
erſtatteten Bericht über die im Laufe der letzten Wochen
ſtattgefundenen Tarif=Erneuerungs=Verhandlungen. Es
wurde für den Fall, daß eine friedliche Verlängerung der
demnächſt ablaufenden Tarifverträge an den hohen, mit
der außerordentlich ſchlechten Konjunktur im Baugewerbe
nicht zu vereinbarenden Forderungen der Arbeiterführer
ſcheitern ſollte, beſchloſſen, daß die Mitglieder der dem
Reichsbunde angehörenden Verbände ſich gegenſeitig
während etwaiger Streiks unterſtützen, insbeſondere auch
durch Verlängerung der Lieferungsfriſten.
— Bei den Wahlen zum Lippiſchen
Landtag, der aus 21 Mitgliedern beſteht, wurden in
der dritten Klaſſe ein Chriſtlich=Sozialer, ein
Fortſchritt=
ler und ein Sozialdemokrat gewählt. In den übrigen
vier Bezirken findet Stichwahl zwiſchen den
Fortſchritt=
lern und den Sozialdemokraten ſtatt. In der zweiten
Klaſſe wurden zwei Liberale, ein Freikonſervativer und
vier Konſervative gewählt. Bisher war die zweite
Ab=
teilung durch zwei Liberale und fünf Konſervative
ver=
treten. Neumann=Hofer, Mitglied des Reichstages (lib.)
iſt nicht wiedergewählt worden.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Die ungariſche Wahlreform. Die
un=
gariſche Regierungspartei wählte den Grafen Khuen=
Hedervary zu ihrem Parteipräſidenten. In der zu dieſem
Behufe abgehaltenen Konferenz betonten mehrere
Red=
ner, daß die Partei trotz des Austritts einiger
Abgeord=
neter bezüglich der Wahlreform eines Sinnes ſei und an
der unverbrüchlichen Einigkeit der Partei feſthalte.
Mi=
niſterpräſident Lukacs erklärte, es ſei bedauerlich, daß
kon=
ſervative Politiker ſich mit radikalen Agitatoren
ver=
bänden, um der Wahlreformvorlage der Regierung
Hin=
derniſſe zu bereiten. Was den angedrohten Generalſtreil
betreffe, ſo ſei es unzuläſſig, dadurch eine Preſſion auf
das Parlament ausüben zu wollen. Die Regierung werde
dem Generalſtreik gegenüber die Geſetze mit ganzer
Energie anwenden. Dieſe Erklärung wurde mit großem
Beifall aufgenommen.
England.
Der Arbeitsplan des Unterhauſes.
Premierminiſter Asquith gab das für den Reſt der
Sitzungsperiode zu erledigende Penſum, bekannt und
ſagte, er hoffe, daß das Haus die Verhandlungen über die
Entſtaatlichung der Kirche in Wales und die
Wahlrechts=
bill bis zum 12. Februar beendet haben werde und dann
die notwendigen Etatsnachträge und Bills betreffend die
Gewerkſchaften und Eiſenbahnen berate. Dies werde,
hoffe er, bis zum 20. Februar erledigt ſein, worauf das
Haus ſich bis zum 13. März vertagen werde. Während
dieſes Zeitraumes werde ſich das Oberhaus mit der
Kirchenentſtaatlichungs= und Wahlrechtsbill befaſſen. Die
Parlamentsakte ſchreiben vor, daß zwiſchen dem Eingang
der Bill im Oberhauſe und dem Ende der
Parlaments=
ſitzung ein Zeitraum von einem Monat liegen muß. Es
wird deshalb angenommen, daß nach dem
Wiederzuſam=
mentreten des Unterhauſes am 13. März das Parlament
vertagt werden wird und dann ohne weiteres die neue
Sitzungsperiode beginne.
Bulgarien.
Bulgariſche Anleihe. Der bulgariſche
Fi=
nanzminiſter Theodorow iſt in London angekommen. Das
Reuterſche Bureau iſt zu der Erklärung ermächtigt, daß
der Beſuch des Miniſters in keiner Weiſe mit den
Frie=
densverhandlungen in Verbindung ſteht. Der Miniſter
unternahm eine Reiſe nach Rußland und England, um
die Finanzkreiſe hinſichtlich der beabſichtigten bulgariſchen
Anleihe zu ſondieren, die jedoch nicht den Charakter einer
Kriegsanleihe trägt. Es wird eine große
Finanzopera=
tion beabſichtigt, um einige frühere Anleihen zu
konver=
tieren und Fonds für verſchiedene Unternehmungen zu
ſchaffen, welche nach Beendigung des Krieges erforderlich
ſein werden.
Perſien.
Das Programm des neuen Kabinetts.
Allah ed Saltaneh teilte dem Korreſpondenten der
Peters=
burger Telegraphenagentur das Programm des
Kabi=
netts in allgemeinen Umriſſen mit. Die Grundlinie
ſei=
ner Tätigkeit wird die dauernde Feſtigung der von
alters=
her beſtehenden guten nachbarlichen Beziehungen zu
Ruß=
land bilden. Er beabſichtige, die Politik, die er früher
als Miniſter des Auswärtigen verfolgt habe, fortzuſetzen
und hoffe mittels einer im Auslande aufzunehmenden
Anleihe die nötigen Reformen im Innern durchzuführen,
die Organiſation des Staates zu regeln und dadurch ein
allſeitiges Gedeihen des Landes herbeizuführen.
Amerika.
Rebellion in Mexiko. In Südmexiko ſoll
eine neue weitreichende Rebellion ausgebrochen ſein.
Städte und Gehöfte ſollen geplündert, Frauen
wegge=
ſchleppt worden ſein. Die Regierung Maderos iſt
an=
ſcheinend ohnmächtig. Das amerikaniſche
Staatsdeparte=
ment wird ein Kriegsſchiff nach Veracruz entſenden, falls
bis heute abend keine günſtigeren Nachrichten einlaufen.
Admiral v. Hollmann war bis an ſein
Lebensende Vertrauensmann des Kaiſers geblieben
und ſehr viel in deſſen Umgebung. Er begleitete den Kaiſer
auf Reiſen und ſtand ihm wohl auch oft mit ſeinem Rat
zur Seite. Bemerkenswert war der Brief, welchen der
Monarch im Frühjahr 1903 in der Profeſſor Delitzſchſchen
Babel=Bibel=Angelegenheit an Hollmann mit der
Auffor=
derung zur Veröffentlichung richtete und wodurch das
be=
ſondere Vertrauensverhältnis zwiſchen dem Kaiſer und
dem Admiral weiteſten Kreiſen kundgegeben wurde. Als
eifriger Förderer der Luftſchiffahrt, des Automobil= und
Segelſports hat ſich der Verſtorbene, welcher nach ſeinem
Rücktritt vom Amte Beziehungen zur Großinduſtrie
an=
geknüpft hatte, rege betätigt, und dadurch war er in ſteter
Verbindung mit der Oeffentlichkeit geblieben, welche ſein
Ableben aufrichtig bedauert. — In dem
Beileids=
telegramm des Kaiſers an die Witwe des
Ad=
mirals v. Hollmann gibt der Monarch ſeinem tiefſten
Schmerze Ausdruck, daß ſein alter Freund und Berateg
aus dieſem Leben abgerufen worden iſt. Es heißt in dem
Telegramm: Ein Menſchenalter hindurch iſt er mit min
verbunden geweſen in gemeinſamen beruflichen und
wiſſenſchaftlichen Intereſſen. Ueber ſein Grab hinaus
werde ich ihm verbunden bleiben in dankbarer
Erinner=
ung an ſeine treuen Dienſte und ſeiner mir ſo wertvollen
Freundſchaft.
Dresden, 21. Jan. Der Herzog und die
Herzogin von Koburg=Gotha ſind heute
nach=
mittag 3 Uhr zum Beſuch des Königlichen Hofes hier
ein=
getroffen. Auf dem Hauptbahnhof wurden ſie vom König
dem Kronprinzen, dem Prinzen und der Prinzeſſin Johan
Georg herzlichſt begrüßt. Ferner waren die Behörden
zum Empfang erſchienen. Ebenſo die Spitzen der Staats=
und ſtädtiſchen Behörden, Heute abend findet im
Reſidenz=
chloß Hoftafel ſtatt, worauf ein Beſuch der Oper vorge
ſehen iſt. Der Mittwoch iſt einem Ausfluge nach Meißen
und der Beſichtigung der dortigen Sehenswürdigkeiten
gewidmet; am Donnerstag erfolgt die Abreiſe des Her
zogspaares.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 23. Januar.
* Vom Hofe. Ihre Königl. Hoheit die Groß
herzogin empfingen am Dienstag vormittag 11½ Uhſ
im Neuen Palais Freifrau v. Jeniſch. — Nachmittags
trafen zum Beſuch ein: Prinz Ferdinand zu Solms=Lich
Fürſt und Fürſtin zu Leiningen nebſt Prinzeſſin=Tochtel
und Prinzeſſin Friedrich Karl von Heſſen. (Darmſt. Zig
* In den Ruheſtand verſetzt wurde der Brücken
wärter an der fliegenden Nähe bei Gernsheim Friedrich
Lerch zu Gernsheim auf ſein Nachſuchen, unter Angl
kennung ſeiner langjährigen treuen Dienſte.
Verſetzt wurde der Großh. Steueraufſehe
Stephan zu Vilbel vom Tage des Dienſtantritts ab
an das Großh. Hauptſteueramt Darmſtadt und de
Großh. Steueraufſeher Haberkorn zu Aſſenheim voſ
Tage des Dienſtantritts ab an das Großh. Hauptſteuen
amt Gießen.
Erledigte Stellen. Eine mit einem kathot
liſchen Lehrer zu beſetzende Lehrerſtelle an der Ge
meindeſchule zu Klein=Zimmern, Kreis Dieburg.
Eine mit einem evangeliſchen Lehrer zu beſetzend
Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Oſthofen, Kreis
Worms.
Provinzialausſchuß. Der Ortsarmenverband
Mühlheim klagt gegen den Ortsarmenverband
Klein=Steinheim wegen Erſatz von Unten
ſtützungskoſten für die Familie des Franz Eckel
Der Steinhauer Eckel hat durch Anſäſſigkeit von 13 M
naten den Unterſtützungswohnſitz in Klein=
Steinheime=
worben und war alsdann nach Mühlheim verzogen, wo
er Armenunterſtützung beziehen mußte. Hierdurch waren
dem Ortsarmenverband Mühlheim 556,95 Mark Koſten
entſtanden, die er nun von Klein=Steinheim einklagt.en
beklagte Ortsarmenverband beſtritt die Forderung,d
Eckel öſterreichiſcher Staatsangehöriger ſei. Es ſei alſe
der Landarmenverband Offenbach für die Unterſtützungs
koſten erſatzpflichtig. Der Vater des Eckel war nicht natue
raliſierter Oeſterreicher und E. ſelbſt in
Deutſchlandge=
boren. Er hat ſeiner Militärpflicht in Deutſchland
nügt. Klein=Steinheim kann die eventuelle Abſchiebun
des E. nach ſeinem Heimatsorte in Böhmen nur dam
veranlaſſen, und zwar auf diplomatiſchem Wege, wen
es rechtskräftig zur Unterſtützung verurteilt worden iſte
Der Provinzialausſchuß verurteilt den Or
armenverband Klein=Steinheim zur Erſta
tung der von Mühlheim geleiſteten Unterſtützungen und
zur ferneren Unterſtützung der Familie des E.
Der Reſtaurateur Adam Seeliger Xl. zu Lam
vertheim betreibt ſeit mehreren Jahren eine gepach
tete Reſtauration zu Lampertheim. Vor einigen Jahren
hatte er ſich in der Wormſerſtraße, etwa 200 Meter von
der jetzigen Wirtſchaft entfernt, ein eigenes Haus erballſ
und ſuchte bisher vergeblich um die Konzeſſions
erteilung für das neue Haus nach. Der Kreisaus
ſchuß Bensheim ſteht auf dem Standpunkt, daß ein
dürfnis für eine weitere Wirtſchaft in Lampertheim nicht
beſteht. Demgegenüber behauptet der Geſuchſteller, daß
Lampertheim bei 10800 Einwohnern nur 53 Wirtſchaft
ten beſitze und daß ſein Haus an der lebhaft frequentien
ten Straße Worms=Mannheim liege. Der Provinzi
Die Mönchsrepublik vom
Berge Athos.
Der Staat ohne Frauen.
ml. Die Stürme des Balkankrieges, die in allen
Tei=
len der europäiſchen Türkei die beſtehende Ordnung der
Dinge erſchüttert haben, werden wenigſtens vor einer
ſtillen Gemeinſchaft Halt machen, die ſeit mehr als einem
halben Jahrtauſend es verſtanden hat, ihren Mitgliedern
den Frieden dieſer Welt zu ſichern, vor der
Mönchs=
republik des Berges Athos. Der Beſchluß der
Großmächte, der ſoeben dieſes ſeltſame Gemeinweſen
neutraliſierte, hat damit eine der älteſten Kulturſtätten
des Orients vor ſchwerer Schädigung bewahrt
Die Halbinſel Athos iſt die öſtlichſte der drei
Land=
zungen, die ſich ins Aegäiſche Meer hinaus erſtrecken.
Sie beſteht aus einem reich bewaldeten Höhenzug, an
deſſen Südſpitze ſich der ſtolze Marmorkegel des
Athos=
berges 1935 Meter über die Fluten erhebt, die an ſeinen
Fuß anprallen. Die Verbindung zwiſchen der Halbinſel
und dem Feſtlande wird nur durch eine ganz ſchmale
Landbrücke hergeſtellt, die der kühne Perſerkönig Ferres
einſt zu durchſtechen gedachte. Dann ſchweigt die
Ueber=
lieferung mehr als ein Jahrtauſend von dem Athos, bis
in chriſtlicher Zeit ſich fromme Einſiedler den
welt=
abgelegenen Berg zur Stätte ihres beſchaulichen Daſeins
erwählten. Schon im achten Jahrhundert nach Chriſtus
lebten dort zahlreiche Mönche in mehreren Klöſtern. Nach
dieſen Einwohnern hat der Athos den Namen „Hagion
Bros” „Heiliger Berg” erhalten, mit dem er noch heute
auf den modernen Karten verzeichnet iſt. Das
Haupt=
kloſter der Berggemeinde, die ſogenannte „Laura” des
Heiligen Athanaſios, iſt im Jahre 963 geſtiftet worden.
Sechs Jahre ſpäter erhielten die Mönche von dem
griech=
iſchen Kaiſer ihre Grundverfaſſung, die ihnen eine
weit=
gehende Autonomie gewährte. Raſch blühte nun die
Kloſterrepublik auf, von der Gunſt des Kaiſers
und der maßgebenden Kirchenfürſten gefördert. Es waren
nicht nur griechiſche Mönche, die auf den Athos zogen,
ſondern auch Angehörige der anderen Nationen der
ortho=
doren Kieche. Georgier aus dem Kaukaſus waren es, die
das Kloſter Iwiron bevölkerten; Bulgaren und Serben
ließen ſich daneben in Zographu und Chiliantari nieder.
Sogar aus Italien ſind Einſiedler auf den „Heiligen
Berg” der Griechen gezogen; es waren beſonders
Bewoh=
ner der damals blühenden Handelsſtadt Amalfi, nach
denen dieſes italieniſche Kloſter auch die Gemeinſchaft dec
Amalfitaner genannt wurde. Mit allen
Herrſchergeſchlech=
tern, die bisher auf dem Balkan geboten haben, wußten
ſich die Mönche des Athos gut abzufinden. Auch als die
Türken Mazedonien eroberten, haben ſie die Autonomie
der Mönchsrepublik nicht angetaſtet Nur wurde die
Ge=
meinſchaft des Athos unter die Aufſicht eines türkiſchen
Beamten geſtellt, der in dem Orte Karyäs auf der
Halb=
inſel ſeine Reſidenz aufſchlug. Die jetzt gültige Ordnung
der Klöſter ſtammt im Weſentlichen aus dem Jahre 1783,
als ihre Verfaſſung durch den Patriarchen von
Konſtan=
tinopel reguliert wurde. Die höchſte Autorktät auf dem
Athos iſt die Synaxis, die Verſammlung der Vertreter
eines jeden der zwanzig Klöſter. Sie bildet einen
Aus=
ſchuß von vier Männern, der die laufenden Geſchäfte zu
erledigen hat, und ſein Vorſitzender, der Prokepiſtates, iſt
gewiſſermaßen der Präſident dieſer kleinen Republik von
etwa 5000 Bürgern.
Der größte Schatz, den die Mauern der Athosklöſter
in ſich bergen, iſt ihre großartige Sammlung
alt=
griechiſcher Handſchriften. Es ſind über 10000
Codices, die älteren auf Pergament, die jüngeren ſchon
auf Papier geſchrieben. Die Bibliothek iſt beſonders für
das Studium der byzantiniſchen Literatur und Kultur
von größter Bedeutung; ein Gebiet, deſſen
wiſſenſchaft=
liche Durchforſchung noch in den erſten Anfängen ſteht.
Einen genauen Katalog der Athoshandſchriften hat der
große griechiſche Gelehrte Lambros hergeſtellt. Hiſtoriſch
intereſſant ſind auch die vielen Privilegien, die den Klö.
ſtern urſprünglich von den Kaiſern und ſpäter von den
Sultanen, ausgeſtellt worden ſind. Obwohl die
Athos=
mönche als Sammler und Kopiſten der Handſchriften ſich
um die Wiſſenſchaft hoch verdient gemacht haben, legen ſie
ſelbſt auf gelehrte Studien keinen allzugroßen Wert. Man
darf eben nie vergeſſen, daß das orthodoxe Mönchtun
über geiſtige Arbeit ganz anders urteilt, als das abend
ländiſche. Die katholiſchen Klöſter des Weſtens haben
ſtets die gelehrten Studien gepflegt; für den orthodoren
Mönch gehören dagegen Wiſſenſchaft und Kunſt zuk
„Welt”, alſo zur „Sünde”, die der Kloſterinſaſſe zu
mei=
den hat. Tcotzdem haben die Athosmönche im Jahre
1749 eine Akademie geſtiftet, die für die griechiſche
Bild=
ung viel geleiſtet hat; leider iſt ſie zu Anfang des vorigen
Jahrhunderts der Feindſchaft der türkiſchen Behörden
legen.
Die Regeln, nach denen die Bewohner des Athos
leben, ſind ſehr ſtreng. Lange Faſtenzeiten ſind vorge
ſchrieben und reichliche Aſkeſe. Das Gebot der Keuſchheit
wird ſo ſtreng genommen, daß kein weibliches
Weſen die Halbinſel betreten darf. Die
fron=
men Mönche vermeiden es ſogar, weibliche — Haustiere
zu halten! Ihre weltliche Tätigkeit beſteht aus
Garten=
bau und Fiſchfang, aus Holz, und Elfenbeinſchnitzerei, und
aus der Herſtellung von Heiligenbildern. In der Malerei
haben die Mönche Anſehnliches geleiſtet. In den Klöſtern
befindet ſich eine große Anzahl von Fresken und
wert=
vollen Tafelbildern. Die alte byzantiniſche Tradition,
die ſonſt überall ſeit der Eroberung von Konſtantinopel
durch die Türken abgeriſſen iſt, beſteht auf dem Berge
Athos bis auf den heutigen Tag; das macht das Studium
ſeiner zahlreichen Kunſtwerke beſonders lehrreich. Um
das Jahr 1600 hat der Maler — Mönch Dionyſios ein
„Handbuch der Malerei vom Berge Athos” verfaßt, das
im vorigen Jahrhundert auch ins Deutſche und
Fran=
zöſiſche überſetzt worden iſt.
Neben den Klöſtern der ſtrengen Richtung gibt es auf
dem Athos auch die Reformgemeinſchaften der „
idiorhyt=
miſchen” Mönche, die ihre weltliche Geſinnung ſo weit
treiben, daß ſie z. B. außerhalb der Faſtenzeit Fleiſch und
Eier eſſen. Die Angehörigen dieſer Klöſter legen auch
größeren Wert darauf, im Zuſammenhang mit der
mo=
dernen Wiſſonſchaft zu bleiben. Sie ſind das Element,
das auf dem Athos den geiſtigen Fortſchritt repräſentiert,
Puchuß beſchließt, dem Geſuchſteller die nachgeſuchte
Pnzeſſion unter der Bedingung baulicher
Verän=
ungen zu erteilen.
Der Bauunternehmer Georg Wenzel zu
Offenbach=
igel klagt gegen die Stadt Offenbach, vertreten durch
en Oberbürgermeiſter, wegen Heranziehung zu den
ſſeen der Fußſteigherſtellung auf der Südſeite der
Lang=
uze zu Bürgel. Nachdem Bürgel 1907 in Offenbach
emeindet worden war, unternahm Offenbach eine
reiterung der Langſtraße in Bürgel um vier Meter.
Anliegerkoſten in Höhe von 543,73 Mark wurden dem
runternehmer Wenzel angefordert. Dieſer beſtreitet,
er verpflichtet ſei, die Fußſteigherſtellungskoſten zu
hlen, da einmal die nördlichen Anlieger nicht dazu
bengezogen werden, andererſeits habe er erſt am 30.
ßri 1907 678,90 Mark gezahlt, von welcher Summe der
ere Teil zur Fußſteigherſtellung verwendet wurde.
Provinzialausſchuß beſchließt, Beweis darüber zu
ſeben, ob in den 678,90 Mark Fußſteigherſtellungskoſten
Kanalbeiträge enthalten ſind, da nach dem
Ein=
heindungsvertrag nur dann Befreiung von den Fuß
ſthherſtellungskoſten erfolgen kann, wenn der Anlieger
den letzten 25 Jahren bereits herangezogen wurde.
rrer ſoll die Sache mit der Sache Fiſcher gemeinſam
fandelt werden.
g. Strafkammer. Vergnügungsſucht brachte den
hter unbeſtraften 17jährigen Kaufmann Wilhelm Heß
Rumpenheim wegen ſchweren Diebſtahls auf
Anklagebank. Der Angeklagte war, um auf Bälle
hw. auf die Kirmes gehen zu können, Ende Oktober und
Pfung November mit zurechtgefeilten Schlüſſeln in die
birnungen der Eheleute Maier und Schickedanz in
Rum=
hreim eingedrungen und hatte im erſten Falle Geld=
Gtäge von 2 und 3 Mark und eine Taſchenuhr, im zwei=
Fall 2 Mark geſtohlen. Der geſtändige Angeklagte
ude zu 3 Monaten Gefängnis, abzüglich 6
ſohen Unterſuchungshaft, verurteilt und der Haſtbefehl
ßſtweilen aufgehoben. — Wegen intellektueller
undenfälſchung (Fälſchung des
Perſonenſtan=
hatten ſich der 40jährige Drechſler Chriſtian
Brech=
lraus Edenkoben und die 31jährige Margarethe Seitz
=St. Martin, jetzt beide in Offenbach, vor der hieſigen
frofkammer zu verantworten. Der Angeklagte lebt ſeit
hreren Jahren mit der Angeklagten S., ſeiner
Schwä=
hit, im Konkubinat. Zwei in den Jahren 1910 und 1911
birene Kinder wurden als Kinder der Ehefrau des
An=
flagten B. angemeldet. Ebenſo geſchah dies beim Tode
einen Kindes. Das Gericht erkannte gegen
Brech=
l auf 5 Monate, gegen die Angeklagte Seitz auf
lonate Gefängnis. Beiden wird ein Monat
UUnterſuchungshaft in Anrechnung gebracht. — Der
briter Karl Heim aus Offenbach war wegen einer
roerverletzung, die er mit zwei weiteren Angeklagten
hilbt hatte, zu drei Monaten Gefängnis verurteilt wor=
Er legte Berufung gegen die Strafe ein und die
Prifkammer ermäßigte die Strafe auf zwei Monate
P ängnis, indem das Gericht als möglich annahm,
ß die Wunde, die der Verletzte davongetragen hatte,
h von einem Meſſerſtich, ſondern von einem durch ein
ſelloſſenes Meſſer verurſachten Schlag oder Riß
her=
hnen könne. — Der 21jährige, noch nicht vorbeſtrafte
t gergeſelle Albert Steinhuber aus Grongörgen
d der ſchon oft vorbeſtrafte Metzgergeſelle Karl Phil.
hrnin von Oberurſel, beide jetzt in Offenbach, kamen
11. Oktober v. J. abends mit einem Automobil von
ße: Kneiptour nach Offenbach zurück. Auf dem Marktplatz
hieten die Angeklagten mit mehreren Paſſanten in Streit.
P dieſer geſchlichtet war, begegneten die beiden
Ange=
ſgen auf dem Heimwege den Arbeiter Sconda, den
r hne jede Veranlaſſung mit ihren ſoliden
Spazier=
ſken über den Kopf und die Arme ſchlugen. Steinhuber
lſioe vom Schöffengericht wegen Körperverletzung zu
ſe: Wochen und Jamin zu drei Wochen Gefängnis
ver=
ſellt. Beide Angeklagten wie die Anklagebehörde
ver=
ſnen Berufung gegen dieſes Urteil. Steinhuber gibt
Möglichkeit zu, geſchlagen zu haben, will aber ſo
be=
nsen geweſen ſein, daß er nichts mehr von den
Vor=
ſigeen wiſſe. Das Gericht gab ſeiner Berufung ſtatt und
ießigte die Strafe auf 50 Mark Geldſtrafe,
in=
n es ſeine bisherige Unbeſtraftheit als ſtrafmildernd
ſſückſichtigt. Jamin hatte behauptet, er habe nur dem
gefallenen St. beiſpringen wollen, was aber bei ſeinen
rttrafen und den Zeugenausſagen völlig unglaubhaft
ſcheint. Seine Berufung und die der
Staatsanwalt=
ſtiiſt werden deshalb verworfen.
DD. Von der Techniſchen Hochſchule. Aus Anlaß des
burtstages und des 25jährigen Regierungsjubiläums
S. M. des Kaiſers veranſtaltet die Darmſtädter
Studen=
tenſchaft am Freitag, den 31. Januar, abends 8 Uhr, im
„Orpheum” einen Feſtkommers. — Auf den vor
Weih=
nachten an die Univerſität Rom geſandten Becher
iſt folgendes Danktelegramm eingelaufen: „Als
Dol=
metſcher der Gefühle der römiſchen Studenten ſchicken wir
den deutſchen Kollegen herzlichen Dank für das brüderliche
Zuneigungszeugnis. Cireulo universitorio romano.
Wie damals berichtet, hat die Freie Studentenſchaft
Darm=
tadt den italieniſchen Kommilitonen zur Erinnerung an
die Italienfahrt im Sommer 1911 einen ſilbernen Becher
mit Widmung überſandt.
Darmſtädter Konferenz für evang. Gemeindegrbeit.
Am letzten Montag hielt in der von Pfr. Velte
gelei=
teten Gemeindekonferenz Geh. Kirchenrat D. Eger
aus Friedberg den angekündigten Vortrag über das
Thema: „Was können und was ſollen Kirchenvorſtand
und Gemeindevertretung für das evangeliſche
Gemeinde=
leben ſein?‟ Der Vortrag klang in die ernſte Forderung
aus, daß den von der Gemeinde ſelbſt gewählten Organen
neben dem Pfarrer Bewegungsfreiheit zur ſelbſtändigen
Arbeit für den Aufbau und für die Pflege des
Gemeinde=
lebens gewährt werde. Dieſer Appell war um ſo
wirk=
ſamer dadurch, daß der Vortrag dem individualiſtiſchen
Idealismus volle Gerechtigkeit widerfahren ließ.
Ge=
heimerat Kobelt richtete im Namen der Verſammlung
und im Namen der Vaterſtadt Worte des Dankes und
des Abſchieds an den demnächſt aus dem Dienſte der
heſſi=
ſchen Landeskirche ſcheidenden Geh. Kirchenrat D. Eger
und gab den beſten Wünſchen für deſſen neues Wirken
als Profeſſor an der Univerſität Halle herzlichen Ausdruck.
* Richard Wagner=Verein. Für das erſte Konzert
des Darmſtädter Vokalquartetts, das am
nächſten Freitag ſtattfindet, macht ſich in unſerem
muſik=
liebenden Publikum ein ſehr lebhaftes Intereſſe geltend.
Das ungemein reichhaltige und vielſeitige Programm,
das eine Reihe der ſchönſten Quartette der Vokalliteratur
a capella, ſowie mit zwei= und vierhändiger
Klavier=
begleitung, außerdem drei Duette für Sopran und Alt
und zwei Loeweſche Balladen, vorgetragen von Herrn
Hofopernſänger Stephani, bringt, macht pünktlichen
An=
fang des Abends um 8 Uhr notwendig.
* Ortsgewerbeverein Darmſtadt. Am Mittwoch
nach=
mittag wurde in der Gewerbeſchule hier der 11.
Vorbereitungskurſus auf die
Meiſterprüf=
ung im Handwerk eröffnet. Zu dem Kurſus hatte
ſich die bisher größte Teilnehmerzahl, insgeſamt 61 Herren
und 12 Damen, eingefunden. Namens des
Gewerbever=
eins begrüßte Syndikus Engelbach mit einer herzlichen
Anſprache die Teilnehmer und eröffnete den Kurſus,
in=
dem er ſeiner Genugtuung über den ſtattlichen Beſuch
Ausdruck verlieh. Er ſprach die Hoffnung aus, daß den
Teilnehmern das bei den Vorträgen und Uebungen
Ge=
botene für ihre Zukunft von Vorteil ſein möge. Infolge
des ſtarken Andranges machte ſich eine Teilung
notwen=
dig, ſo daß ſofort 2 Parallelkurſe, der 11. und 12. des
Ortsgewerbevereins Darmſtadt, eröffnet werden konnten.
* Zu dem Schlußvortrag von Profeſſor Dr. A. E.
Berger heute Donnerstag, den 23. Januar, wird uns
ge=
ſchrieben: Während die bisherigen politiſchen und
kultur=
geſchichtlichen Betrachtungen des Vortragenden ſich
geo=
graphiſch auf den Süden, den Weſten und Nordweſten
Deutſchlands erſtreckten, führt der Schlußvortrag in
ſei=
nem erſten Teil nach dem Oſten des Reiches. Jenſeits der
Elbe entſteht jetzt erſt ein neues Deutſchtum und der
Vor=
trag wird zeigen, wie und wodurch die früheſten
Organi=
ſationen zur Koloniſation dieſes deutſchen Oſtgebietes—
Oſtelbien — ins Leben traten, für den Freund
vaterlän=
diſcher Geſinnung ein geſchichtlicher Abſchnitt von
beſon=
derem Intereſſe. Der zweite Teil des Abendvortrages iſt
wieder Geſamtdeutſchlands Kulturverhältniſſen
gewid=
met, den ſtändiſchen, ſtädtiſchen und kirchlichen Zuſtänden,
wie ſie ſich bis zum Ausgang des Mittelalters — nicht
zum Vorteil deutſcher Machtfülle — geſtaltet hatten:
Wünſche und Hoffnungen nach Reformen der
Reichsver=
faſſung und der Kirche, Maſſenfrömmigkeit, Laienreligion
Sektenweſen, chriſtlich=ſoziale Unruhen, huſſitiſche
Be=
wegung und Vorboten der ſozialen Revolution. — Der
Vortrag iſt auch für ſolche verſtändlich, die den
vorausge=
gangenen Darlegungen des Herrn Vortragenden nicht
bei=
wohnen konnten.
— Alkoholbekämpfung in der Schule. Man ſchreibt
uns: Der Generalſekretär des kirchlichen Blaukreuzbundes
und Schriftführer der brandenburgiſchen Gruppe des
Vereins abſtinenter Pfarrer Tr. R. Burckhardt
veran=
ſtaltet in der Zeit vom 19.—31. Januar an den Gym=
naſien, Realgymnaſien, Oberrealſchulen, Lehrerſeminaren,
Höheren Mädchenſchulen, Lehrerinnenſeminaren,
Fröbel=
ſeminaren und anderen Anſtalten zu Kaſſel, Gießen,
Laubach, Friedberg, Offenbach, Darmſtadt, Lampertheim,
Bensheim, Worms, Alzey eine Reihe von Vorträgen
über die Alkoholfrage. Das Unternehmen iſt eine
Ver=
anſtaltung des Heſſiſchen Gauverbandes gegen den
Alkoholismus in Verbindung mit dem Landesverband
gegen den Mißbrauch geiſtiger Getränke und einigen
örtlichen Organiſationen. Die Schulvorträge wurden
vom Provinzialſchul=Kollegium zu Kaſſel und vom Großh.
Miniſterium des Innern zu Darmſtadt warm empfohlen.
*
Im Frauenverein der Johannesgemeinde wird
am nächſten Montag, den 27. Januar, Herr Pfarrer
D. Dr. Preuſchen=Hirſchhorn über „Deutſche Heldinnen
vor 100 Jahren” ſprechen. Wie das zeitgemäße Thema,
ſo wird auch die Perſönlichkeit des als Hiſtoriker u. a.
auch durch die Herausgabe einer Geſchichte Deutſchlands
(„Deutſchland im Spiegel ſeiner Geſchichte”)
wohl=
bekannten Redners gewiß Viele zum Beſuche des
Vor=
trages locken, zumal der Charakter des Tages (Kaiſers
Geburtstag) vaterländiſche Betrachtungen nahelegt.
* Der Verein für Geflügel= und Vogelzucht „Ornis”
hielt ſeine Hauptverſammlung ab. Der erſte Vorſitzende,
Herr Schömer, begrüßte die Mitglieder und dankte für
ihr zahlreiches Erſcheinen. Alsdann gedachte er des
kürz=
lich verſtorbenen Mitgliedes, des Herrn Gaſtwirts
Held=
mann zu Seeheim. Die Anweſenden erhoben ſich zum
Zeichen des ehrenden Angedenkens an den Verſtorbenen
von ihren Sitzen. Nach Bekanntgabe mehrerer Einläufe
wurden die Niederſchriften verleſen und dann zur
Tages=
ordnung übergegangen. Der zweite Vorſitzende, Herr
Bormet, erſtattete den Jahresbericht, der von der
Ver=
ſammlung unter Beifallsbezeugungen entgegengenommen
wurde. Hervorzuheben iſt hieraus, daß der Verein über
ein Vermögen von rund 2500 Mark verfügt. Der Rechner,
Herr Hein, gab die Hauptzahlen der geſtellten
Jahres=
rechnung bekannt. Die Einnahmen betragen 1674,81 M.,
die Ausgaben 1666,49 M., ſo daß ſich ein Kaſſenvorrat von
8,32 M. ergibt. Trotzdem ein Zuſchuß von 200 M. zu
Prämiierungszwecken für die letzte Ausſtellung der
Ver=
einskaſſe entnommen wurde, ſind ſämtliche Forderungen
beglichen. Schulden ſind keine vorhanden. Sonach
be=
ſtehen geordnete finanzielle Verhältniſſe. Ueber den
näch=
ſten Punkt der Tagesordnung, „Ausſtellung” fand eine
lebhafte Ausſprache ſtatt. Es wurde einſtimmig
be=
ſchloſſen, auch dieſes Jahr eine Ausſtellung zu
veranſtal=
ten. Weitere Beſchlüſſe hierüber ſollen in der
Februar=
verſammlung gefaßt werden. Anträge ſind keine
einge=
gangen, es wurde deshalb alsbald zur Wahl des
Vor=
ſtandes geſchritten. Auf Vorſchlag des Herrn
Wald=
ſchmidt werden die beiden Vorſitzenden einſtimmig durch
Zuruf wiedergewählt. Die Wahl der übrigen
Vorſtands=
mitglieder ergab die Namen folgender Herren: W.
Berntheiſel Geiger,
Hein, Hering,
Schleidt, Schulz und Wenz. Die Delegierten zum
Landes= und Provinzialverband ſollen im Februar
ge=
wählt werden. Zu Rechnungsreviſoren wurden die
Her=
ren Biermann und Wührer beſtimmt.
Verein für Vogel= und Geflügelzucht (älterer
Ver=
ein). Die von 50 Mitgliedern beſuchte
Hauptver=
ſammlung wurde von dem erſten Vorſitzenden in der
üblichen Weiſe eröffnet. Hierauf erſtattete der erſte
Schrift=
führer den Jahresbericht, welcher ein klares Bild
über die Tätigkeit im abgelaufenen Jahre gab. Der
Be=
richt, welcher mit allſeitigem Beifall aufgenommen wurde,
gab zu Beanſtandungen keine Veranlaſſung. Anſchließend
hieran berichtete der Rechner Karl Heß über die
finan=
ziellen Verhältniſſe des Vereins, die durchaus geordnet
ſind. Die Rechnung wurde geprüft und für richtig
befun=
den, worauf dem Rechner Entlaſtung erteilt wurde. Bei
dem nächſten Punkte, Ausloſung von Anteilſcheinen,
wur=
den folgende zwanzig Nummern gezogen, und zwar:
Nr. 133, 136, 140, 145, 157, 166, 169, 177. 180, 196, 200,
206, 210. 222. 225, 228. 242, 244, 247, 282. Vorſtehend
aus=
geloſte Anteilſcheine können bis zum 15. Februar bei dem
Rechner Karl Heß, Saalbauſtraße, gegen Rückgabe der
betreffenden Scheine eingelöſt werden; alle bis dahin nicht
eingelöſten Scheine verfallen zugunſten der Vereinskaſſe
Der erſte Vorſitzende legte im Namen des Vorſtandes
die verſchiedenen Aemter in die Hände des Vereins zurück,
ſprach dem geſamten Vorſtand ſeinen Dank aus für das
treue Zuſammenhalten und die ſtets eifrige
Arbeitswillig=
keit während des abgelaufenen Jahres Bei der
Neu=
wahl des Vorſtandes wurden die ſeitherigen Vorſitzenden
Ph. Brohm als erſter und Fr. Weigold als zweiter
Vorſitzender von der Verſammlung durch Zuruf
ein=
ſtimmig wiedergewählt. Ferner wurden die
Großherzogliches Hoftheater.
Dienstag, 21. Januar.
„Hida‟
WW-l. Als Amneris in Verdis „Alda” gaſtierte heute
ſten=d vor gut beſuchtem Hauſe Frau Charles Cahier.
etkünſtleriſchen Erfolge, die die gefeierte Sängerin hier
ftrüheren Gaſtſpielen als Carmen und namentlich als
Albela und ſpäter auf dem Konzertpodium als
liebens=
ſtroige Konzertſängerin erzielt hat, rechtfertigten das
friee Intereſſe, das man dieſem Gaſtſpiel
entgegen=
ſſichte. Und doch hätten wir Frau Cahier lieber wieder
mial als Dalila gehört, zumal die Saint=Saénſche
herr hier ſeit längerer Zeit nicht mehr gegeben worden
oder in einer anderen Partie, etwa als Orpheus in
l Gluckſchen Oper, die uns ebenfalls lange
vorenthal=
ſ rworden iſt. Die Partie der Amneris rechnet — was
Iim nicht wird leugnen wollen — mit ſtarken äußeren
ffekten und hochdramatiſchen Akzenten. Das Organ der
ſaut Cahier eignet ſich aber mehr für den ſchönen, als
Den dramatiſchen Geſang; erſt in jenem, in dem ruhi=
Pathos breitfließender Melodik, kommen die Fülle
ſid Schönheit ihres Organs zur vollen Entfaltung.
Da=
ſin konnte man ſich auch heute abend in der wundervoll
ſumgenen Eingangsſzene des zweiten Aktes und der
huußſzene überzeugen. Wenn ihr, wie geſagt, eine
an=
ſie Partie auch Gelegenheit geboten haben würde, ihre
ininlichen Vorzüge in ein helleres Licht zu rücken, ſo
ſinte man doch auch in dieſer ihre auf muſtergültiger
amik beruhende vornehme Geſangskunſt, ihre herrliche
tides Vortrags, die ſouveräne Beherrſchung ihrer
künſt=
liſchen Aufgabe und die harmoniſche Vereinigung von
ſing und Spiel bewundern. Letzteres gilt
nament=
hwon der grandios durchgeführten großen Szene des
ſriten Aktes, in der ſie eine ihrer Kunſt würdige
Auf=
be fand. Zu dieſen Vorzügen tritt noch der einer
vor=
hhrnen Perſönlichkeit hinzu. Der reiche Beifall, welcher
elbeliebten Künſtlerin geſpendet wurde, wird ihr
ge=
gt haben, daß man eine Wiederholung ihres Gaſtſpiels
idig begrüßen würde.
Die Beſetzung der übrigen Partien war die bekannte.
denen der Arda und des Rhadames entfalteten Frau
von Sugh und Herr Becker viel ſtimmliche Verve, mit der
Deutlichkeit der Ausſprache haperte es aber nicht bei Herrn
Becker allein. Im übrigen verlief die Aufführung in
derſelben Weiſe und in demſelben Rahmen, wie die erſte.
Feuilleton.
C. K. Vom neueſten Geſellſchaftskleid. Die Hochblüte
der Saiſon in Paris iſt in voller Entfaltung. Die großen
Feſte, Empfänge und Premiéren löſen einander ab, und
ſie alle bieten reichlich Gelegenheit, Pracht und Eleganz
der neueſten Geſellſchaftstoiletten zu zeigen. Eine
beſon=
dere und ein wenig verwegene Note dieſer Roben iſt das
tark betonte Dekoletee. Arme und Schultern ſind faſt
völlig frei oder höchſtens durch ein wenig Tüll mehr
ent=
als verhüllt. Nur eine dünne Schnur hält häufig die
Korſage an den Schultern feſt; dieſe Befeſtigungen ſind
mit einer gewiſſen Abſicht ſo dürftig wie möglich. Das
Dekoletee ſelbſt iſt derartig drapiert, daß von dem Kleid
häufig nur eine Seite der Büſte bedeckt iſt; die andere
Seite iſt nur durch etwas fleiſchfarbenen Seidenmouſſelin
verhüllt, der den Anſchein einer viel weiteren Entblößung
hervorruft, als es tatſächlich der Fall iſt. Die
wunder=
lichſten Ueberraſchungen kann man in der Drapierung und
Raffung der Röcke beobachten, die eine Art „Dekoletee von
unten” ausführen. Die Füße ſind völlig unbedeckt, und
auch der untere Teil des Beines tritt hervor, während
eine enge Schleppe die Silhouette der Erſcheinung
ver=
längert und den Rhythmus des Körpers melodiös
weiter=
klingen läßt. Sehr beliebt ſind Tüllſtoffe in Gold und
Silber mit einem Ornament von ſchweren Velvetblumen,
mit denen ſich Spitzen und Pelz zu einer eigenartigen und
anziehenden Einheit verbinden. Viel Bizarrerie tritt
auch in den Coiffüren zutage. Wenn der Kopfſchmuck
nur gut kleidet, dann kann er ſo extravagant ſein wie er
nur will. Man begegnet hohen, helmartigen Friſuren und
aufgetürmten Haarbauten ebenſo wie ganz niedrigen
Arrangements. Am modernſten ſind wohl Friſuren, die
die Ohren bedecken und bis auf die Wangen herabgehen
ſowie hiſtoriſche Formen, die ſich dem Stil des Direktoire
anſchließen. Mit dem möglichſt weich und wellig
gehal=
tenen Haar werden Reihen von Perlen, Juwelendiademe,
Reiher oder Paradiesvögel zu einem höchſt geſchmackvollen
Ganzen vereinigt,
C) Was alles verſichert wird. England iſt das
klaſſiſche Land der Verſicherungen; ein Achtel der
Erſpar=
niſſe der Nation werden direkt oder indirekt in
Lebens=
verſicherungen angelegt, und der Begriff der Verſicherung
iſt ein ſo allgemein geläufiger, daß man meint, man könne
ſich dadurch gegen alle Zufälligkeiten und Gefahren des
Lebens ſchützen. So gibt es Leute in England, wie uns
eine Wochenſchrift erzählt, die vorſichtig genug ſind, bei
dem Eingehen einer Ehe ſogleich eine Verſicherung gegen
Scheidung und — gegen die Ankunft von Zwillingen
auf=
zunehmen. Die großen Londoner
Verſicherungsgeſellſchaf=
ten haben zwar in neuerer Zeit ihrem Kundenkreiſe in der
Suche nach den ſeltſamſten Objekten einige Beſchränkung
auferlegt, aber der wunderlichen Verſicherungen gibt es
noch immer genug. So kann man ſich zum Beiſpiel
ver=
ſichern: gegen Schädigung durch Dienſtboten, gegen
Ver=
luſt durch ſchlechtes Wetter, gegen das Liegenlaſſen von
wertvollen Dokumenten, gegen neue Steuern oder neue
Zölle, gegen beſtimmte politiſche Geſetze uſw. Ein
Sänger=
oder eine Sängerin können ſich gegen den Verluſt ihrer
Stimme verſichern, und einem Vorſichtigen ſteht es nicht
nur frei, für den Fall ſich eine Sicherheit zu verſchaffen,
daß er ſelbſt wahnſinnig wird, ſondern auch für den Fall,
daß irgend eine wahnſinnige Perſon ihre normalen
Geiſteskräfte wiedergewinnt. Verſicherungen gegen
Erd=
beben ſind zwar in Albion nicht häufig, aber durchaus
zu=
läſſig. Viel öfter nehmen Automobiliſten den Dienſt der
Geſellſchaften in Anſpruch; ſie können vorſorgen für die
Geldſtrafen, die ſie wegen zu ſchnellen Fahrens erhalten,
und für Unglücksfälle, die ſie dabei erleiden. Die Höhe
der Prämien hängt bei dieſen Verſicherungen der
Auto=
mobiliſten völlig von der bisherigen Führung des
Kun=
den ab. Ein Automobiliſt, der noch keine Polizeiſtrafen
er=
halten hat, zahlt verhältnismäßig wenig; einer, der
be=
reits mehrmals dem Arm der Gerechtigkeit verfallen iſt,
muß eine ſehr beträchtlich höhere Prämie entrichten.
Mancher gefährliche Schnellfahrer aber zahlt ſogar eine
Prämie, wie bei einer gewöhnlichen Lebensverſicherung
nur ein ganz ſchwer Herzkranker. Durch die
Ausſchreitun=
gen der Suffragetten und die tumultuariſchen Vorgänge,
die in den letzten Jahren England in Unruhe verſetzten,
ſind Verſicherungen gegen den Verluſt bei Aufruhr und
Demonſtrationen ſehr in Aufnahme gekommen. Früher
kam es häufiger vor, daß man Objekte verſicherte, die in
gar keiner Beziebung zu dem Verſicherten ſtanden, ſo zum
ſeitherigen Vorſtandsmitglieder A. Heil, K. Heß, W. Mau
rer, H. Heß, C. Bley, A. Haas, Ph. Heeb, A. Kahmann,
Gottl. Lorz, Ld. Möſer III und L. Schneider
wieder=
gewählt; neu wurde gewählt Lud. Stoll. Dieſes
Wahl=
ergebnis dürfte als der ſicherſte Beweis anzuſehen ſein,
daß der Verein mit der Tätigkeit des Vorſtandes
zu=
frieden war. Die von verſchiedenen Mitgliedern
einge=
gangenen Anträge konnten nach längerer gegenſeitiger
Ausſprache zur Zufriedenheit aller Mitglieder erledigt
werden. Mit der üblichen Freiverloſung von Futter
konnte die äußerſt angeregt verlaufene Verſammlung
ge=
ſchloſſen werden.
* Karnevalgeſellſchaft Narrhalla. Die
karnevaliſti=
ſchen Veranſtaltungen mehren ſich in dem Maße, da die
Saiſon ihrem Höhepunkt entgegeneilt, indem ſich dann
vier Tage lang das ganze tolle Leben in Faſchingsfreude
löſt. Die Karnevalgeſellſchaft Narrhalla wird, wie immer,
die Ereigniſſe der vier Faſchingstage beherrſchen, und
zwar zunächſt auf dem großen Gala=Elite=
Ge=
ſellſchafts=Maskenball, der, wie immer, am
Faſchingsſamstag (1. Februar) in ſämtlichen Räumen des
Städtiſchen Saalbaues ſtattfindet, dann durch die
pomp=
hafte Feſtvorſtellung am Roſenmontag im
närri=
ſchen Hoftheater Orpheum und am Dienstag durch das
letzte große Maskenfeſt im Saalbau nach
voraufgegange=
ner Fahrt durch die Straßen der Reſidenz u. dgl. m. Für
kommenden Sonntag abend (26. Januar) aber winkt
noch eine beſonders originelle Veranſtaltung, das iſt der
Bunte Abend, der ebenfalls im Städtiſchen Saalbau
fſtattfindet und der in der Reihe guter karnevaliſtiſcher
Unterhaltungen einen hervorragenden Platz einnehmen
lwird. Es iſt eine Reihe vorzüglicher Künſtlerinnen und
Künſtler für den Bunten Teil dieſes Abends engagiert.
U. a. wird Frl. Paula Manecke eine Anzahl ihrer
neuen reizenden Lieder zur Laute ſingen, und auch der
neuentdeckte, vorzügliche, ſtimmbegabte Mainzer Tenor
Herr Wiß wird wieder einige Lieder ſingen. Herr
Ro=
bert Schneider hat das Amt des Conferenciers
über=
nommen und wird auch mit eigenen humoriſtiſchen
Vor=
trägen erfreuen. Frl. Frieda Altſchüler, eine junge,
aber ſchon erfolgreiche Künſtlerin, wird einige neue
Chan=
ſons ſingen, und mit einem bewährten hieſigen
Salon=
humoriſten ſchweben noch Verhandlungen. Eine Anzahl
gemeinſamer Lieder werden außerdem für fröhliche
Stim=
mung ſorgen. Der muſikaliſche Teil liegt in den Händen
der Kapelle des Leibgarde=Regiments 115. Herr
Ober=
hmuſikmeiſter Hauske wird es ſich angelegen ſein laſſen,
für ein ausgezeichnetes Programm zu ſorgen, wie man
es von ihm gewohnt iſt. Um den Beſuchern des Bunten
Abends ein beſonderes Entgegenkommen zu erweiſen
hat der Große Rat den Beſchluß gefaßt, für alle Beſucher
des Bunten Abends eine Preisermäßigung zum
Beſuche des großen Geſellſchafts=
Mas=
kenballes eintreten zu laſſen. Vorzeiger des Bunten
Abends=Billetts erhalten in den in der Anzeige
bekannt=
gegebenen Vorverkaufsſtellen die Maskenball=
Eintritts=
karte zum Vorzugspreiſe von 3 Mk.
Aus der Beſſunger Bücherhalle (
Beſſunger=
ſtraße 48) wurden im Monat Dezember 1912 1000 Bücher
entliehen; eingeſchriebene Leſer ſeit 1. April: 445.
Ge=
ſchenke gingen ein: von Frau Geh. Oberfinanzrat Fuchs
2 Jahrg. Zeitſchr., von Herrn Baumeiſter Harres 2 Jahrg.
Zeitſchr., von Ungenannt 6 Bände. Den gütigen Gebern
herzlichen Dank! Anmeldungen weiterer Spenden von
Büchern und guten Zeitſchriften, ſowie Beitrittserklärungen
zum „Verein für Verbreitung von Volksbildung” (
Mindeſt=
beitrag 2 Mk.) werden vom Vorſtand des Vereins
ent=
zagegengenommen. Unentgeltliche Bücherausgabe: Dienstag,
Donnerstag und Samstag von abends 7½—9 Uhr.
Daſelbſt auch Bücherverzeichniſſe zu 20 Pfg.
Zum Kampf gegen die Schwindelfirmen. Vor
Jah=
resfriſt wurde vom Verbande der deutſchen
gemeinnützi=
gen und unparteiiſchen Rechtsauskunftsſtellen beſchloſſen,
mit der Geſchäftsſtelle des Verbandes (Lübeck, Parade 1)
eine Zentrale zur Bekämpfung der Schwindelfirmen zu
verbinden. Dieſe Zentralſtelle hat durch
Auskunftserteil=
ung an Rechtsauskunftsſtellen, Behörden und Private,
durch Erteilung von Rechtsgutachten, durch Verbreitung
von Warnungen und Flugblättern und durch zahlreiche
Hinweiſe in der Preſſe dem Unweſen der Schwindelfirmen
zu begegnen geſucht. Mit dieſer Tätigkeit der
Zentral=
ſtelle geht die von den einzelnen gemeinnützigen
Rechts=
auskunftsſtellen entfaltete Tätigkeit Hand in Hand. Auch
die hieſige ſtädtiſche Rechtsauskunftsſtelle, Waldſtraße 6,
hat ſich am Kampf gegen die Schwindelfirmen nach
Kräf=
ten beteiligt. Dieſes Vorgehen der Rechtsauskunftsſtellen
hat vielfach Beachtung und Anerkennung gefunden. So
hat der Ausſchuß des deutſchen Handelstages in einer
be=
ſonderen Entſchließung ſeiner Sympathie für das
Vor=
gehen der Rechtsauskunftsſtellen Ausdruck gegeben und
den einzelnen Handelskammern empfohlen, in Sachen der
Bekämpfung der Schwindelfirmen mit den
Rechtsaus=
kunftsſtellen ihres Bezirks in Verbindung zu treten. In
Elberfeld iſt aus Vertretern der Rechtsauskunftsſtelle, der
Handelskammer und ſonſtiger beſonders intereſſierter
Stellen eine Kommiſſion gebildet, die den Kampf gegen
die Schwindelfirmen im Bezirke der Stadt Elberfeld als
ihre beſondere Aufgabe betrachtet und den
Schwindel=
firmen auf alle Weiſe zu begegnen ſucht. Dieſes Vorbild
verdient auch für andere Orte Beachtung. Die
Rechts=
auskunftsſtellen haben ſich ohne Frage ein großes
Ver=
dienſt dadurch erworben, daß ſie die Bekämpfung der
Schwindelfirmen mit Nachdruck aufgenommen und die
Oeffentlichkeit in ſo weitgehendem Maße für dieſen Kampf
intereſſiert haben.
Einbauchsdiebſtahl. Ein
Einbruchsdieb=
ſtahl, der mit kaum glaublicher Unverfrorenheit
aus=
geführt wurde, wurde in der Nacht zum Mittwoch in
dem Uhren= und Goldwarengeſchäft von Karl Jäger in
der Rheinſtraße verübt, bei dem den Dieben
Gold=
ſachen im Werte von 15= bis 18000 Mark in
die Hände fielen. Die Einbrecher kletterten von der
Georgenſtraße in den Hof des Grundſtücks ein und
er=
brachen dann mit Stemmeiſen ſie mit drei
ſtarken Schlöſſern verſehene eiſenbeſchlagene Tür der
Wohnung. Durch das Erbrechen einer weiteren Tür, die
von der Werkſtätte in den Laden führt, kamen die
Ein=
brecher dann in den Laden, den ſie ziemlich unberührt
ließen. Dagegen raubten ſie die beiden
Schau=
fennſter faſt völlig aus. Sie müſſen mit großer
Sicherheit vorgegangen ſein, denn man fand die Behälter
von Manſchettenknöpfen und anderen Gegenſtänden noch
vor; ſie hatten alſo reichlich Zeit, vorſichtig alle verdäch
tigen Gegenſtände auszuſondern. Merkwürdigerweiſe
haben die Einbrecher die auf den Ladentiſchen unter Glas
ausgelegten Gegenſtände unberührt gelaſſen. Am Tatort
wurden ſofort Photographien von Fingerabdrücken
ge=
ommen; auch ließen die Verbrecher ein Stemmeiſen und
ein Taſchentuch zurück, ſo daß der Polizei immerhin
einige Anhaltspunkte gegeben ſind. Den Beſtohlenen
trifft dieſer freche Diebſtahl um ſo ſchwerer, als er nicht
gegen Einbruch verſichert iſt. Den Einbrechern wurde die
Tat noch dadurch erleichtert, daß die Wohnung im erſten
Stock unbewohnt iſt.
Im Union=Theater (Kunſtlichtſpiele, Rheinſtr. 6
brachte der geſtrige Programmwechſel außer dem überaus
ſpannenden zweiaktigen Drama „Irdiſche Richter” das
bekannte Ibſenſche Schauſpiel „Nora” Beide
repräſen=
tieren den ernſteren Teil des Programms.
Naturwiſſen=
ſchaftliches Intereſſe verdient der Film „Die Nachtvögel”,
während im übrigen dem Humor mit einer ganzen
Reihe von Vorführungen Rechnung getragen wird.
U. a. kommt „Das Liebespaar im Hydro=Aeroplan” mit
dem bekannten Schauſpieler und Komiker Linder als
Hauptperſon zur Darſtellung.
S. Bensheim, 22. Jan. In drei Lokalterminen zu
Bensheim, .Schönberg und Wilmshauſen fand am
Samstag und Montag die landespolizeiliche
Prüf=
ung des. Entwurfes zur Erbauung der
Neben=
bahn Bensheim-Lindenfels (Teilſtrecke
Bens=
heim-Wilmshauſen) unter dem Vorſitz des
Kreis=
rats Eckſtein und in Anweſenheit des Geheimen
Bau=
rats Kilian als Vertreter des Miniſteriums ſtatt. Im
übrigen waren vertreten: die Kultur=Inſpektion durch
Baurat Warleck, die Stadt Bensheim durch ihren
Bür=
germeiſter, Regierungsrat Dr. Löslein, Stadtbaumeiſter
Griſemer und die meiſten Stadtverordneten, das
Kreis=
bauamt durch ſeinen Bauinſpektor, Baurat Keſſel, ſowie
die Continentale Eiſenbahn=Bau und
Betriebsgeſell=
ſchaft in Berlin durch Baurat Philippi und
Regierungs=
baumeiſter Schäfer. Außerdem waren eine größere
An=
zahl Intereſſenten anweſend, darunter Ritter von Marx
als Großgrundbeſitzer, durch deſſen Beſitzungen die Bahn
mehrfach geführt werden wird. Geh. Kommerzienrat
Valckenberg und deſſen Vertreter, Juſtizrat Schmitt=
Mainz, nahmen Bezug auf ein Gutachten des Gartenbau=
Direktors Schroeder=Mainz hinſichtlich der
Wertvermin=
derung des Valckenbergſchen Beſitztums, welches
eben=
falls durch die Bahnführung um 30—50 Prozent
gering=
wertiger wird. Der lokale Bauernverein wahrte
gleich=
falls bei den Verhandlungen die Intereſſen ſeiner
Mit=
glieder. Die Fürſtlich Erbach=Schönbergſche Rentkammer
war durch Forſtmeiſter Müller=König i. O. vertreten.
Bei den Verhandlungen drehte es ſich insbeſondere um
die Verlegung von Wegen, Herſtellung von Uebergängen,
Durchläſſen und Vorflutkanälen. Die landespolizeiliche
Prüfung des Entwurfes zum anderen Teile der Bahn,
Wilmshauſen-Lindenfels, ſowie die Verhandlungen
be=
züglich des Geländeerwerbs harren noch der
Termins=
beſtimmung.
Offenbach, 22. Jan. Für die Beſchaffung
einer zweiten Automobilſpritze bewilligte
der Verfaſſungsausſchuß 30000 Mark. — Wie in früheren
Jahren, ſoll auch jetzt wieder eine Arbeitsloſen
zählung vorgenommen werden. Der Tag der
Zähl=
ung iſt noch nicht feſtgeſetzt. — Der 54jährige Arbeiter
Jakob Hildebrand kam geſtern in trunkenem
Zu=
ſtande auf der Herrenſtraße ſo unglücklich zu Fall, daß er
ſich einen komplizierten Knöchelbruch zuzog und in
das Krankenhaus gebracht werden mußte.
* Mainz, 22. Jan. In dem zu Muſeumszwecken
be=
nutzten kurfürſtlichen Schloſſe wurde in der
ver=
gangenen Nacht eingebrochen und ein auf mehrere tauſend
Mark geſchätzter Becher in dem Kaiſer Wilhelm II. im
Jahre 1898 bei ſeinem erſten Einzug in Mainz der
Ehren=
trunk dargereicht wurde, geſtohlen. Die ſonſtigen in
dem Raum untergebrachten zahlreichen Wertgegenſtände
blieben unberührt. Zu dem Diebſtahl ſchreibt das M. T.:
Der Becher iſt im Jahr 1898 von Fabrikant Gaſtell
zum erſten Einzug Kaiſer Wilhelms II. geſtiftet worden:
er wurde in der Altertümerſammlung aufbewahrt, weil
er dort am ſicherſten untergebracht war. Ueber die nähe=
Umſtände des Diebſtahls konnten wir nichts in
Erfah=
rung bringen, da die Muſeumsverwaltung uns auf
An=
frage folgende Auskunft gab: „Heute nacht iſt der
Kaiſer=
becher aus der Altertümerſammlung geſtohlen worden
und weiter dürfen wir nichts ſagen.‟ Das iſt immerhin
auch ein Standpunkt; es fragt ſich nur, ob er im
öffent=
lichen Intereſſe berechtigt iſt und ob Gründe vorliegen,
die dieſe merkwürdzge Zurückhaltung erklärlich machen.
Sonderbar erſcheint es uns auch, daß der Polizeibericht
heute zwar allerhand von einem geſtohlenen Zinkeimer,
zwei geſtohlenen Fahrrädern und einem entwendeten
Beutel mit 7 Brötchen, von einem unbedeutenden
Zim=
merband und noch mehr ähnlichen Dingen meldet, von
dem Diebſtahl des Kaiſerbechers jedoch nichts zu berichten
weiß; dieſer ſcheint uns immerhin wichtiger zu ſein, als
der Diebſtahl der Zinkeimer, der Räder, der Brötchen und
noch etliche andere Dinge zuſammengenommen. Aber
man muß bei dieſer Gelegenheit wieder feſtſtellen, daß die
wichtigſten Dinge im Polizeibericht gewöhnlich ver=
ſchwiegen werden. — Es iſt alſo nicht nur in Darmſtadt ſo
daß den Zeitungen an amtlicher Stelle leider ſehr oft die
Auskunft verweigert wird.
Mainz, 22. Jan. Von der Freiherrlich Stummſchen
Familie in Neunkirchen wurde, wie bereits gemldet,
dieſer Tage der Reſt der Rheininſel „Eltviller
Aue” der noch nicht im Beſitz der Familie war, im
gan=
zen hundert heſſiſche Morgen, angekauft, und die
ganze Inſel zu einem Fideikommiß gemacht,
Hiernach iſt der beliebte Ausflugsort für das Publikum
unzugänglich geworden. Die „Eltviller Aue” führte
früher den Namen „Königsaue”, weil man annahm, daß
ie die Inſel ſei, worauf Ludwig der Fromme 840
age=
ſtorben ſei. Heute weiß man aber, daß die Sterbeinſel
des frommen Ludwig die „Petersaue” bei Mainz iſt
Auf der „Eltviller Aue” ſtand ſchon ſeither ein Schloß des
Freiherrn v. Stumm. So wird auch dieſe Inſel dem
Verkehr für Spaziergänger geſperrt
wer=
den. Das iſt auch bereits bei der Retbergsaue, die ſich
ganz in Privatbeſitz befindet, der Fall. Die immer weis
ter um ſich greifende Beſchränkung der Spazierwege in
der Nähe von Mainz iſt ſehr zu bedauern.
Worms, 22. Jan. In der geſtrigen
Stadtver=
ordnetenſitzung wurde eine Billettſteuer
angenom=
men, die bis zu 10 Prozent des Billettpreiſes beträgt.In
der gleichen Sitzung wurde auch die Einführung einen
Warenhaus= und einer Filialſteuer beſchloſſen. Bei
Steuern werden nach dem Umſatz berechnet. Die Waren
hausſteuer beginnt bei einem Umſatz von 150000 Mah
mit 1 Prozent und beträgt bei einem Umſatz von ühen
2 Millionen Mark 2 Prozent. Die Filialſteuer begin
bei einem Umſatz von 100000 Mark mit 2 Prozent und
endet bei über 800000 Mark mit 3 Prozent.
Oppenheim a. Rh., 22. Jan. Guſtav V., Köni
von Schweden wird im kommenden Frühjahr
legentlich einer Reiſe nach Deutſchland Erfelden he
ſuchen. Der König will die Denkwürdigkeiten, die an
König Guſtav Adolf dort erinnern, beſichtigen. Bekan
lich iſt der Schwedenkönig nach der Schlacht bei Breiten
feld am 17. September 1631 durch Thüringen und Fran
ken über Erfurt, Würzburg, Hanau, Frankfurt a.
Darmſtadt nach Erfelden gezogen, wo er Oppenheiſ
gegeüber lagerte. Von da ſetzten ſeine Truppen übe
den Rhein und eroberten die von den Spaniern beſetzt
Stadt. Das alte Schwedenhaus, der Kirche in Erfelde
gegenüber, wo Guſtav Adolf übernachtete, ſteht noch, all
die dreiviertel Stunde davon entfernt von dem
König=
richtete Schwedenſäule. Um dem König von Schwede
einen würdigen Empfang bereiten zu können, findet dem
nächſt eine vereinigte Vorſtandsfitzung aller Vereine von
hier ſtatt.
Gießen, 22. Jan. Der Fürſtenpavillon
Perſonenbahnhof iſt nunmehr fertiggeſtellt.
äußerlich recht einfach gehaltene Bau hat einen künſtleriſd
durchgeführten Schmuck erhalten, der ein Zeugnis fürdie
Leiſtungen unſeres heimiſchen Kunſthandwerks bildeh
Artur Graefe hat über dem Eingang zum Pavillon am
Bahnhofsplatz ein Kupferſchutzdach, in getriebener Arbeit
ausgeführt, angebracht. Zu der Bedachung wurden 300
Kilo Kupfer verwendet.
Friedberg, 22. Jan. In Wolf ſtieß ſich ein Schül
junge beim Spielen ein Meſſerin die Lunge.In
ſchwerverletztem Zuſtande wurde er der Gießener Klin
zugeführt.
(*) Grünberg, 21. Jan. Getötet wurde der
Holz=
macher Koch aus Deckenbach, Vater von neun Kinder
Man war mit dem Fällen eines Baumes beſchäftigt.
ſer ſtürzte zu früh um, und der fallende Baum ſchlug den
Koch zu Boden und zerſchmetterte ihn.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 21. Jan. Wie die Morgen
poſt meldet, iſt im Allgemeinen Deutſchen
Mietsverein (Mietsverſicherung) ein Defizit von
852000 Mark vorhanden. Von den Mitgliedern wird
ein Nachſchuß von 100 Prozent verlangt. Der Verein iſ
vor drei Jahren gegründet worden. Er ſollte einen neue
Verſicherungszweig aufnehmen, nämlich Hausbeſitzel
gegen Mietsverluſte ſichern. — Heute mittag lief beide
Hamburger Polizeibehörde die telegraphiſche Nachricht
ein, daß Bruning und ſein Komplize Kranich ine
gleitung kanadiſcher Polizeibeamter in London eing
troffen ſeien. Die Auslieferungsverhandlungen ſinde10
ort eingeleitet worden und werden vorausſichtlich raſch
erledigt werden, ſo daß Bruning wahrſcheinlich noch im
Laufe dieſer Woche deutſchen Boden betreten wird.
Bru=
ning und ſein Genoſſe werden von Hamburger und
Ber=
liner Beamten von London abgeholt und über Hamburg
nach Berlin transportiert werden.
Dresden, 22. Jan. Geſtern abend kurz vor 11 Uhn
trat in einem Arbeitsraum des Elektriſchen Beleuchtungs
werks Kurzſchluß ein, wodurch ein Arbeiter ſchwelg
ein zweiter leicht verletzt wurde. Durch den
Unglücks=
fall trat in der ganzen Stadt eine umfaſſende Störung
der öffentlichen Beleuchtung ein, ſo daß viel
Straßen in Dunkelheit lagen. Die verletzten Arbeiter
wurden ins Krankenhaus übergeführt.
Paris, 21. Jan. Wie aus Agen gemeldet wird
wurde die Schriftſtellerin Alice Crespy, in deren
Wohnung der Abbé Chaſſaing tot aufgefunden worden
war, geſtern abend verhaftet. Frau Crespy hatte
ange=
geben, daß der Geiſtliche, mit dem ſie ein Liebesverhälts
nis unterhalten hatte, ſich mittels eines Revolverſchuſſes
entleibt habe aus Schmerz darüber, daß er ſtrafweiſe nach
einer anderen Stadt verſetzt worden war. Die
Unter=
ſuchung ergab Verdachtsmomente, daß Frau Crespy den
Abbé erſchoſſen hat.
London, 21. Jan. Ein eigenartiger
Unglücks=
fall ereignete ſich am Samstag während einer
Beerdig=
ung in der Nähe von Mancheſter. Ein Leichenzug
war auf dem Wege nach dem katholiſchen Teil des
Fried=
hofes von Eccles, als plötzlich die Straße einſtürzte und
ein rieſiges Loch ſich bildete, das ungefähr ein Dutzend,
Meter im Durchmeſſer und verſchiedene Meter tief war.
Die beiden vorderſten Pferde ſtürzten in die
Grube und zogen ein drittes hinterher. Alle drei
wur=
den lebendig begraben. Das vierte Pferd erlitt
ſchwere Verletzungen, daß es vor Furcht zu ſchlagen
be=
gann und den Leichenwagen demolierte. Der
Leichen=
wagen kam ein paar Zentimeter vor dem Abgrund zum
Stehen. Der Leichenbeſtatter und der Kutſcher ſprangen
vom Leichenwagen herab, konnten aber die Pferde nicht
mehr retten. Große Verwirrung zeigte ſich bei den
Leid=
tragenden und die Beerdigung konnte erſt ſpät abends zu
Ende kommen. Die drei toten Pferde wurden am
Sonn=
tag vormittag aus der Grube entfernt und eine große
Menſchenmenge wohnte den Bergungsarbeiten bei. Es
wird geſagt, daß an der Stelle vor vielen Jahren ein
Brunnen ſtand. Aus Fachkreiſen hört man jedoch, daß
Beiſpiel das Leben irgend eines bekannten Räubers und
Mörders uſw. Einen tieferen Sinn für Gerechtigkeit wird
man darin erblicken, wenn ſich jemand zu Gunſten ſeiner
Gläubiger verſichert; kluge Leute aber, die der „Tücke des
Objekts” gar nicht trauen und gegen jede Eventualität
geſchützt ſein wollen, verſichern ſich ſogar gegen den
Ver=
luſt ihrer Abonnementskarte auf der Bahn oder ihres
Hausſchlüſſels!
* Kientopp=Freibier. Manche Berliner
Lichtſpiel=
theater machen unglaubliche Anſtrengungen, um das
Pu=
blikum heranzuziehen. Die Genüſſe auf der Leinwand
kallein ſcheinen nicht mehr zu genügen; ein findiger
Unter=
nehmer im Norden Berlins verſpricht deshalb auch noch
„geiſtige‟ Nahrung in „ſchmackhafter” Form. Ein
Pro=
gramm beſagt: „Voranzeige für Freitag. Große
Ueber=
kraſchungen unter Leitung der neuen Direktion. An
dieſem Abend erhält jeder Theaterbeſucher ſo viel
Freibier, wie er vertragen kann. Beſonders
auserwähltes Feſtprogramm für dieſen Abend. Große
Feſtſtimmung. Schluß nach 11 Uhr.
* Ueber die Herkunft des Wortes „Bluff” das
beſon=
ders im politiſchen Leben eine Rolle ſpielt, wird in der
Wochenſchrift Deutſch=Oeſterreich geplaudert:
Im
Pokerſpiel kann man aus der ſchlechteſten Karte etwas
machen, wenn man ein unbewegliches Geſicht, Frechheit,
Menſchenkenntnis und — entſprechende Gegner hat.
Man hat fünf ſchlechte Karten und tut ſo, als ob es lauter
Aſſe wären, übertrumpft den Gegner durch immer neuen
Einſatz, bis dieſer denkt, man habe eine ſo ſtarke Karte,
daß er dagegen nicht aufkommen könne und das Spiel
ver=
loren gibt. Das nennt man „bluffen” und wer dies
fer=
tig bringt, der iſt ein „Bluffer”.
* Unſchuld vom Lande, Provinzmädel, zum erſten
Male in Berlin, fragt einen Schutzmann: „Herr
Wacht=
meiſter, mit welcher Elektriſchen komme ich zum Luiſen=
Schutzmann: „Da müſſen
platz nach Charlottenburg?“
Sie die O=Bahn nehmen.” Nachdem ſie die Bahn hat
vorbeifahren laſſen, fragt der Schutzmann: „Ja, warum
ſind Sie denn nicht eingeſtiegen?” Provinzmädel: „Ich
paſſ’ ſchon die ganze Zeit auf, aber eine Kuh hat keine
einzige angeſpannt.”
Bildung der Höhle auf unterirdiſche
Waſſerſtrömun=
en zurückzuführen ſei.
London, 21. Jan. Ueber Samstag und Sonntag
citen Einbrecher die größten Anſtrengungen gemacht,
en Juwelenladen von Mark Rubin am
Holborn=
aadukt auszurauben, in dem ſich Waren im Werte von
0000 Pfund (1600000 Mark) befanden. Die Gauner
ſtüſſen dabei bedeutende Unkoſten gehabt haben. Sie
Ben nämlich allerlei koſtſpielige Apparate und
Gerät=
taften zurück, deren ſich „wiſſenſchaftlich” gebildete
Ein=
nacher heutzutage bedienen, darunter auch vier Paar
Zammiſchuhe und vier Paar Gummihandſchuhe, woraus
en ſchließt, daß man es einſchließlich der Leute, die
uhrſcheinlich „Schmiere ſtanden” und anderen
Helfers=
lfern, mit einer zahlreichen Bande zu tun hat. Vor
hern Kaſſenſchrank, in dem die wertvollen Juwelen
gebor=
en lagen, hatten die Gauner ein Zelt errichtet, damit
en die Stichflammen und das elektriſche Licht, mit dem
arbeiteten, nicht von außen ſehen ſollte. Sie mußten
h en Weg erſt mühſam durch verſchiedene anſtoßende
Ge=
ſſelde und Räume bahnen, ehe ſie an den Kaſſenſchrank
kelangen konnten. Während der Arbeit, die viele Stunden
hug gedauert haben muß, rauchten die Gauner Zigarren
15d Zigaretten und tranken Bier, wie ſich aus den
hinter=
aſſſenen Stummeln und Flaſchen ſchließen läßt. Die
Ein=
necher hatten ſogar eine elektriſche Batterie zur
Licht=
reugung mitgebracht und zurückgelaſſen. Die an dem
ſſenſchrank erſichtlichen Spuren beweiſen, daß ſie, wie
ſe agt, die vervollkommnetſten Einbrecherwerkzeuge in
luwendung brachten, aber es bleibt ein Rätſel, wie ſie
llee dieſe Dinge unbeobachtet nach dem Tatort ſchaffen
ſſomnten. Der ſtählerne Kaſſenſchrank widerſtand jedoch
lzen ihren Verſuchen, ihn zu erbrechen. Möglicherweiſe
lleer wurden ſie auch bei ihrem Vorhaben auf noch nicht
uffgeklärte Weiſe geſtört. Eine Scheuerfrau wurde am
ontag morgen zuerſt auf den verſuchten Einbruch
auf=
nerkſam. Die Polizei hat ſich bisher vergeblich bemüht,
her Tätern auf die Spur zu kommen.
Liſſabon, 21. Jan. Infolge der Entlaſſung eines
ſrnnes der Beſatzung iſt ein Streik ausgebrochen
ind der Dampfſchiffsverkehr der portugieſiſchen
afrika=Linie ſeit zehn Tagen unterbrochen. Der Streik
ctt alle Kategorien der Beſatzung der Dampfer und alle
Freinigungen der Be= und Entlader ergriffen, nur die
ffiziere ſchloſſen ſich dem Streik nicht an.
New=York, 21. Jan. Nach einer Depeſche aus
Gua=
ajara in Mexiko hat geſtern ein heftiger
Aus=
uch des Vulkans Colima ſtattgefunden.
Tau=
enrde von Einwohnern ſind aus den Ortſchaften in der
ochbarſchaft des Vulkans geflüchtet. Es iſt nicht
un=
ehrſcheinlich, daß viele Menſchen, die ſich nicht mehr
echtzeitig mit der Bahn in Sicherheit bringen konnten,
magekommen ſind. Hunderte von Flüchtigen ſind heute
elh in Güterzügen in Guadalajara eingetroffen. Die
lüchtlinge mußten große Mengen vulkaniſcher Aſche von
hem Schienen wegſchaufeln, ehe ſich der Zug in
Beweg=
ug ſetzen konnte. Der in Tätigkeit befindliche Krater
lat nur wenig Lava ausgeworfen, dagegen
entſtröm=
eis dieſem dichte Rauchwolken, Aſche und giftige Gaſe.
New=York, 21. Jan. Ein an den Juwelenhändler
tston Green adreſſiertes Paket, welches eine
Photo=
raphie mit Rahmen enthielt, war an einer Stelle
zer=
rochen und Poſtbeamte entdeckten auf der Fahrt von
miſterdam nach New=York, daß der Rahmen hohl und
a in ſeinem Inneren Brillanten im Werte von
10000 Mark verſteckt waren, die eingeſchmuggelt werden
ollten. Als der Juwelenhändler das Paket in Empfang
eomen wollte, wurde er verhaftet.
New=London (Ohio), 21. Jan. Im Geſchäftsviertel
pirtet ein großes Feuer, das nach ſechsſtündigem
ka mpfe noch nicht bewältigt war, ſondern die ganze Stadt
u zerſtören droht.
Parlamentariſches.
** Zur heſſiſchen Budgetberatung.
tachdem die Etatsberatung im
Finansaus=
c=uß der Zweiten Kammer jetzt ſoweit vorangeſchritten
ſt, daß am nächſten Freitag die Schlußabſtimmung
ind die Fertigſtellung der Ausſchußberichte erfolgen
aun, wird nach ſtattgehabter Vereinbarung die
ge=
teinſchaftliche Etatsberatung der
Finanz=
lisſchüſſe beider Ständekammern mit der Regierung am
ennerstag, den 30. Januar, vormittags 10 Uhr,
ſtatt=
ſiden. Da der ſchon im Druck vorbereitete
Ausſchuß=
bericht alsdann in wenigen Tagen den
Kammermitglie=
dern zugeſtellt werden kann, ſo wird die Zweite
kammer jedenfalls, wie ſchon früher mitgeteilt, am
Diens=
ag, den 11. Februar, ihre Plenarberatungen
hinnen.
Vom Roten Kreuz:
— Darmſtadt, 22. Jan.
Unter dem Vorſitz Ihrer Königlichen Hoheit
dier Großherzogin fand am 20. ds. Mts.,
nach=
nittags 3 Uhr, im Alten Palais eine Sitzung des
wei=
eren Landesausſchuſſes des Alice=
Frauenver=
ins für Krankenpflege im Großherzogtum Heſſen ſtatt,
der u. a. auch Ihre Durchlaucht die Fürſtin zu
zolms=Hohenſolms=Lich als Präſidentin des dortigen
zweigvereins teilnahm. Der Generalſekretär Geheimerat
beſt begrüßte im Namen der hohen Präſidentin die
Verſammlung und berichtete über die Entwicklung der
Beziehungen der Zweigvereine zu dem Zentral=Komitee,
die ſich ſeit Beſtehen des Landesausſchuſſes lebhafter
ge=
ltet und zu einem regen Meinungsaustauſch geführt
halben. Er betonte die Notwendigkeit der weiteren
Aus=
breeitung des Alice=Frauenvereins im Hinblick auf die
lgooßen Anforderungen, die im Kriegsfalle an den Verein
herrantreten würden. Es ſoll ein Werberuf zur
Errich=
tung neuer Zweigvereine im Lände ergehen. Bei dieſen
Beſtrebungen ſei beſonders auch der Anſchluß beſtehender
Frauenvereine ohne beſondere Tendenz an den
Alice=
rauenverein ins Auge zu’faſſen. Es ſoll aber vermieden
verden in das Feld anderer bereits beſtehender Vereine
eimzudringen. Gegebenenfalls würden ſich die neu zu
be=
gründenden Vereine nur mit der kriegsvorbereitenden
Täitigkeit zu befaſſen haben. Erſtrebenswert ſei der
Zu=
ummenſchluß der Zweigvereine in Kreisvereine zwecks
intenſiverer Arbeit.
Freifrau von Nordeck zur Rabenau
kon=
lſta tierte, daß Heſſen, ſowohl was Pflegekräfte, als auch
was Geldmittel für das Rote Kreuz anlange, hinter den
Naichbarſtaaten zurückgeblieben ſei. Bei den
Neugrün=
dungen von Zweigvereinen ſei insbeſondere an den
Patriotismus der Frauen zu appellieren. Wie die
Män=
ner in Kriegervereinen ihren patriotiſchen Sinn betätigen,
ſollten auch die Frauen zur Pflege der Aufgaben des
ſoten Kreuzes ſich zu Zweigvereinen des Alice=Frauen=
vereins zuſammenſchließen. Für eine Werbetätigkeit
zu=
zunſten des Alice=Frauenvereins ſeien auf dem Lande,
insbeſondere den kleineren Orten, die Veranſtaltungen der
Kriegervereine gelegentlich des Geburtstags des
Groß=
herzogs und des Kaiſers vorzugsweiſe geeignet. Die
dringendſte Aufgabe der Zweigvereine ſei Sammlung
von Geldmitteln, Anwerben neuer Pflegekräfte und
Nie=
derlegung von Weißzeug und Männerkleidung in Depots
für den Kriegsfall.
Hierauf wurde von den Delegierten der
Zweigver=
eine über die bisherige Vereinstätigkeit Bericht erſtattet.
Insbeſondere die Ausbildung von Samariterinnen und
Kriegshelferinnen hat erfreuliche
Fortſchritte
ge=
macht. Kurſe haben außer in Darmſtadt ſtattgefunden in
Mainz, Offenbach, Gießen, Bensheim, Dieburg,
Rüſſels=
heim, Friedberg und Alzey. Schwierigkeiten beſtehen für
die praktiſche Ausbildung der Helferinnen wegen des
Mangels an Platz in den Krankenhäuſern. In Schotten
iſt dank der Bemühungen der dortigen neuen Präſidentin
die Mitgliederzahl von 22 auf 160 geſtiegen. In
Sprend=
lingen (Rheinheſſen) und in Bensheim ſind neue
Zweig=
vereine im Entſtehen begriffen.
Geheimerat Beſt machte hierauf die Mitteilung, daß
Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin angeregt habe,
neu zu gründende Zweigvereine zunächſt nur mit der
eigentlichen kriegsvorbereitenden Tätigkeit zu befaſſen, die
in folgendem beſtehen ſollte:
1. Sammlung von Beiträgen zur Verwendung im
Kriegsfall, die an den Hauptverein abzuführen und in
einer beſonderen Kaſſe zu verwalten ſeien;
2. Propaganda für den Alice=Frauenverein und das
Rote Kreuz zu machen, insbeſondere auch zur
Aus=
bildung von Rote Kreuz=Schweſtern und
Kriegshelfe=
rinnen anzuregen;
3. Anfertigung von Bettwäſche, Männerkleidung uſw.
für den Kriegsfall, die in einem Depot niederzulegen
und in geeigneten Zeiträumen zu erneuern ſeien. Die
abgängigen Stücke könnten für Arme Verwendung
finden.
Die Bildung von Zweigvereinen könne durch
Kreiskomitees erfolgen. Zu erwägen ſei ob an
ſol=
chen Orten, an denen andere Vereine für
Kranken=
pflege bereits beſtehen, von der Gründung neuer
Zweigvereine des Alice=Frauenvereins überhaupt
ab=
zuſehen ſei oder die Gründung neuer Zweigvereine
nur für die Kriegskrankenpflege in Betracht zu
kom=
men habe.
Fräulein Goldmann bezeichnete als die
Haupt=
aufgabe des Alice=Frauenvereins die Gewinnung von
neuen Pflegerinnen. Vielleicht könnten bei dieſem
Beſtre=
ben die Herren Lehrer behilflich ſein. Sie machte auf die
Ausbildung der ſogenannten Landpflegerinnen
aufmerk=
am, die auszubilden das Alice=Hoſpital ſich bereit erklärt
habe. Krankenhaus=Direktor Dr. Rebentiſch=
Offen=
bach ſprach ſich dahin aus, daß bei der Gründung neuer
Zweigvereine nur Schritt für Schritt vorgegangen werden
könne und insbeſondere die örtlichen Verhältniſſe in
Be=
tracht zu ziehen ſeien. Orte mit beſtehenden
Kranken=
pflege=Vereinen hierbei ausſcheiden zu laſſen, ſcheine ihm
nicht notwendig. Ein Einbruch in die Aufgaben
beſtehen=
der Vereine ſolle nicht erfolgen und ſei auch da
ausge=
ſchloſſen, wo ſich der Zweigverein nur mit den
Kriegs=
aufgaben befaſſe. Eine Verbindung mit den
Kriegerver=
einen ſei erwünſcht, die Ausbildung von
Kriegshelferin=
nen ſei von größter Wichtigkeit. Für die Ausbreitung
des Alice=Frauenvereins bilde vielleicht ſein Name ein
gewiſſes Hindernis, der nicht ohne weiteres erkennen
laſſe, daß der Verein ſich den Aufgaben des Roten
Kreu=
zes widme. Das Sammeln von Beiträgen ſolle nicht die
einzige Aufgabe bilden. Es müßten die Vereine auch
ſonſtige, wenn auch nur kleine Aufgaben haben, und es
ſei empfehlenswert, ihnen zu dieſem Zweck einen Teil
des geſammelten Geldes zu überlaſſen. Bürgermeiſter
Treber=Rüſſelsheim regte an, die Möglichkeit zu
ſchaffen, daß auch Korporationen dem Alice=Frauenverein
als Mitglieder beitreten könnten. Miniſterialrat Dr.
Kratz betonte, daß der Alice=Frauenverein gegründet
ſei zur Hilfeleiſtung im Kriege. Im Intereſſe der
För=
derung der kriegsvorbereitenden Tätigkeit wäre es zu
be=
grüßen, wenn überall da, wo Männervereine vom Roten
Kreuz beſtehen, auch der Alice=Frauenverein einen
Zweig=
verein habe. Es ſei zweckmäßig, in einem Kreiſe an
grö=
ßeren Orten Zentren des Vereins zu bilden, die
um=
ſchließenden kleineren Orte anzugliedern und die ganze
Organiſation in einem Kreiskomitee zu vereinigen.
Pfarrer Schwabe=Gießen referierte hierauf
ein=
gehend über die Einrichtung der Dekanatskrankenpflege
im Kreiſe Gießen. Er machte auf die Notwendigkeit der
Ausbildung von Nothelferinnen aufmerkſam. Auch er
vertrat die Anſicht, daß die Frauen der
Kriegervereins=
mitglieder ſich zuſammenſchließen ſollten zu Rote Kreuz=
Vereinen. Er wies insbeſondere noch auf die
Zweck=
mäßigkeit der Einrichtung von Wanderrednern und
Wan=
derrednerinnen hin. Medizinalrat Dr. Walger=Erbach
erſtattete Bericht über die ſegensreiche Tätigkeit des
Ver=
eins von Kranken= und Hauspflege im Kreiſe Erbach und
erblickte in einer Anlehnung dieſes Vereins an den Alice=
Frauenverein keine beſonderen Schwierigkeiten. Es wurde
beſchloſſen, an die frühere Präſidentin, Ihre Großh.
Hoheit Prinzeſſin Ludwig von Battenberg, eine Adreſſe
zu ſenden, in der dem Dank für Ihre nahezu 29jährige
verdienſtvolle Tätigkeit für den Verein Ausdruck gegeben
wird.
Nach Schluß der Verſammlung folgten die Teilnehmer
einer Einladung Ihrer Königlichen Hoheit der
Groß=
herzogin zum Tee.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 22. Jan. Präſident Dr. Kaempf
er=
öffnet die Sitzung um 1 Uhr. Ein Antrag auf
Geneh=
migung zur Eröffnung eines Privat
klageverfah=
rens gegen den Abg. Dr. Neumann=Hofer wird,
entſprechend dem Kommiſſionsantrag, abgelehnt.
Fortſetzung der
zweiten Beratung des Etats des Innern.
Zunächſt wird über die Reſolutionen, die zum Teil noch
aus dem vorigen Jahre ſtammen, abgeſtimmt. Es liegen
zunächſt 53 Reſolutionen zur Abſtimmung
vor, von denen die meiſten, ſoweit ſie von den
bürger=
lichen Parteien beantragt worden ſind, angenommen
werden. Abgelehnt werden nur einige von den
Sozial=
demokraten und Polen beantragte Reſolutionen, die den
Achtſtundentag, den Ausbau des Arbeiterſchutzes in der
Großeiſeninduſtrie, in den Zink= und Eiſenhütten, auf
Einführung eines Reichsberggeſetzes, Sicherheit der
Bau=
ausführungen, Einſetzung einer Reichsbehörde zur
Unter=
luchung von Bergbauunfällen, eine obligatoriſche Vieh=
verſicherung uſw. betreffen. In mehrfacher Hinſicht ſind
indeſſen die gleiche Gegenſtände betreffenden
Reſolu=
tionen bürgerlicher Parteien angenommen worden. Bei
der Abſtimmung über eine Reſolution der Polen auf
För=
derung der Verſuche mit künſtlichem Regen bleibt die
Ab=
ſtimmung zweifelhaft. Es muß Hammelſprung
ſtattfin=
den. Es ſtimmten für die Reſolution 171, dagegen 153
Abgeordnete. Sie iſt ſomit angenommen. Abgelehnt
werden die Reſolutionen betr. Verbot der gewerblichen
Schauſtellungen Angehöriger fremder Raſſen, betr. die
Schaffung eines Reichsamtes für die deutſche Sprache,
betr. Verbot der Verwendung nichtdeutſcher
Geſchäfts=
bezeichnungen. Angenommen werden ferner: eine
Reſo=
lution auf Heranziehung der Fabrikbetriebe zu den Koſten
der Lehrlingsausbildung, auf beſſere Wahrung der
For=
derungen der Handwerker in der Konkursordnung, auf
Beaufſichtigung der Syndikate und Kartelle uſw., Verbot
von Wanderlagern, verſtecktem Warenhandel, Verſchärfung
des Geſetzes über die Abzahlungsgeſchäfte, ſowie auf
Ein=
ſchränkung der Gefängnisarbeit und Fernhaltung
auslän=
diſcher Hauſierer. Sodann wird über die konſervative
Reſolution betreffend
Verbot des Streikpoſtenſtehens
namentlich abgeſtimmt. Für die Reſolution ſtimmen 52,
gegen dieſelbe 282 Abgeordnete, enthalten ſich der
Stimme. Die Reſolution iſt ſomit abgelehnt.
Sodann wird die Debatte über den Etat
fortgeſetzt, und zwar bei dem Titel
„Beitrag für die Zentralſtelle für Volkswohlfahrt”.
Abgeordneter Schultz=Erfurt (Soz.): Für
die Volkswohlfahrt muß entſchieden mehr getan
werden. Selbſtverſtändlich mag die Zentralſtelle
für Volkswohlfahrt das Recht haben, die
Sozial=
demokratie zu bekämpfen. Wir müſſen aber energiſch
da=
gegen proteſtieren, daß irgendwelche politiſche Tätigkeit
dieſer Zentralſtelle aus Staatsmitteln unterſtützt wird.
Wir wollen die Jugendlichen nicht zu kleinen
Sozialdemo=
kraten machen. Wir machen es nicht wie die bürgerlichen
Parteien, die in der Jugendwehr das Militär nachäffen.
Wir wollen den Kindern die Natürlichkeit der Jugend
er=
halten, damit ſie gekräftigt werden zum ſpäteren
politi=
ſchen Kampf. In unſeren Jugendverſammlungen werden
nur unpolitiſche Dinge behandelt, und doch werden
un=
ere unpolitiſchen Jugendverbände in unerhörter Weiſe
ſchikaniert und der Reichsvereinsparagraph in
rückſichts=
loſer Weiſe gegen ſie angewendet. In bürgerlichen
jugend=
lichen Kreiſen, ja ſogar in der Schule, darf ungeſtört
Poli=
tik getrieben und den Kindern der Haß gegen die
Sozial=
demokratie eingeimpft werden. Wir wollen nicht, daß
unſere Kinder verhetzt werden und Unfrieden in die
Ar=
beiterfamilien hineingetragen wird. Die Unterſtützung
der Zentralſtelle für Volkswohlfahrt als der
Vorkämpfe=
rin der bürgerlichen Parteien gegen die Sozialdemokraten
lehnen wir ab.
Vizepräſident Dr. Paaſche teilt mit, daß bei der
Abſtimmung über die Reſolutionen mehrere überſehen
worden ſind, über die morgen abgeſtimmt werden ſoll.
Abg. Prinz zu Schönaich Carolath (natl.):
Ich verſtehe nicht, wie die Sozialdemokraten ſich darüber
wundern können, wenn auch die bürgerliche Geſellſchaft
ſich ihrer Pflicht bewußt iſt und ſich in hervorragendem
Maße der Jugendpflege widmet. Dadurch rüſtet ſich die
bürgerliche Geſellſchaft zu dem ihr aufgezwungenen
Kampfe gegen die Sozialdemokratie. Vaterländiſch
ge=
ſinnte Männer wollen aber ihre Kinder in patriotiſchem
Sinne erzogen wiſſen. Die Nachäfferei des
Soldaten=
tums, wie wir ſie bisweilen in der Jugendpflege ſehen,
verurteilen auch wir. Wir wollen, daß die glorreiche
Tra=
dition und die Geſchichte unſeres Volkes in der Jugend
erhalten bleibt. Dem Staatsſekretär danke ich für die
Bereitſtellung von Mitteln zur Unterſtützung der
Zentral=
ſtelle für Volkswohlfahrt. Wenn dieſe Zentralſtelle nicht
alles erfüllen kann, was man von ihr verlangt, wenn ſie
bisweilen verſagt, ſo liegt das an dem Mangel an
Mit=
teln. Ich bitte den Herrn Staatsſekretär, dies im Auge
zu behalten. — Abg. Dr. Pieper (Ztr.): Von einer
Bekämpfung der Sozialdemokratie durch die Zentralſtelle
für Volkswohlfahrt kann keine Rede ſein. Wenn die
So=
zialdemokraten dieſen Titel ablehnen, ſo ſtimmen wir ihm
um ſo lieber zu.
Unterſtaatsſekretär Richter: Die Zentralſtelle für
Volkswohlfahrt iſt keine Staatsanſtalt, ſondern eine
Pri=
vatanſtalt, an deren Leituna Mitglieder aller bürgerlichen
Parteien beteiligt ſind. Wir haben keinen Anlaß, dieſer
Abg.
Organiſation die Unterſtützung zu verſagen.
Bruckhoff (Fortſchr. Vpt.): Wir bewilligen dieſe
Mit=
tel gerne und würden auch weitere Mittel zur Verfügung
ſtellen. Auch wir wollen keine militäriſche Miniatur=
Or=
ganiſation. Als Schulmeiſter habe ich ſelber die Jungen
hinausgeführt und mit ihnen Uebungen gemacht. Dieſe
Uebungen haben großen Anklang gefunden, bei den
So=
zialdemokraten aber entgegengeſetztes Empfinden erzeugt.
Dieſe haben für mich als dem kommandierenden General
bei dem Maaiſtrat einen Gaul beantraat. (Heiterkeit.)
Eine ſolche Bekämpfung iſt zum mindeſten geſchmacklos.
Wir wollen die nationale Einheit im Volke erhalten.
Vizepräſident Dr. Paaſche bittet, nicht zu ſehr in
eine Debatte über die Jugendpflege einzutreten, ſondern
mehr bei dem Thema zu bleiben.
Abg. Davidſohn (Soz.): Die Mittel der
Jugend=
organiſationen ſließen zum größten Teil aus den Reichs=
und Staatskaſſen. Die Sozialdemokraten dagegen
brin=
gen den Bedarf für ihre Inſtitutionen groſchenweiſe ſelber
zuſammen. Der Arbeiter hat ein Anrecht darauf, ſeine
Kinder in ſeinem Sinne erziehen zu laſſen (Sehr richtig!),
damit ſeine politiſche Anſchauung auch von ſeinen
Kin=
dern geachtet wird. Die Zentralſtelle für Volkswohlfahrt
ſollte doch, da ſie ſtaatlich unterſtützt wird, auch alle ihre
Publikationen und literariſchen Erzeugniſſe der
Reichs=
tagsbibliothek zur Verfügung ſtellen, damit die
Abgeord=
neten die Möglichkeit haben, ſich von der Tätigkeit dieſer
Inſtitution zu überzeugen. Zu den Beſtrebungen der
Volkswohlfahrt ſollte man auch die Sozialdemokratie
hin=
zuziehen. Da dies aber nicht geſchieht, ſondern wir
be=
kämpft werden, lehnen wir die Poſition ab.
Miniſterialdirektor Lewald: Aus Anlaß des im
Vorjahr in der Budgetkommiſſion ausgeſprochenen und
heute von dem Vorredner vorgetragenen Wunſches iſt im
Reichsamt des Innern eine Sammlung aller Schriften
der Zentralſtelle für Volkswohlfahrt veranſtaltet und dieſe
dem Präſidenten des Reichstages übergeben worden.
Abg. Dr. Bell (Ztr.): Wir wünſchen, daß die
Unter=
ſtützung der Zentralſtelle für Volkswohlfahrt im nächſten
Jahre erhöht wird. — Der Titel wird bewilligt.
Bei Titel 16:
Belaſtung des Reichs durch die
Reichsverſicherungs=
ordnung,
beträgt die Mehrbelaſtung 54 120000 Mark. Hierzu
bean=
tragt die Budgetkommiſſion eine Reſolution auf
Berech=
nung der Ausgaben für die Hinterbliebenenverſicherung.
Sollte ſich ergeben, daß höhere Renten gegeben werden
könnten, ſolle dem Reichstag ſchleunigſt eine entſprechende
Vorlage gemacht werden. — Abg. Molkenbuhr (Soz.):
Die Vorwürfe, die den Sozialdemokraten bei Beratung
der Reichsverſicherungsordnung gemacht wurden, ihre
Anträge ſeien phantaſtiſch und würden Millionen koſten,
ſind durch die jetzt vorliegenden Berechnungen widerlegt.
Eine Erhöhung der Hinterbliebenenrente iſt unerläßlich.
Miniſterialdirektor Dr. Caſpar: Die Berechnung des
Abg. Molkenbuhr trifft nicht zu. — Abg. Gothein
(Fortſchr. Vpt.): Es hat wenig Wert, im gegenwärtigen
Augenblick alle möglichen Fragen zu erörtern. Es iſt vor
allem nötig, die Berechnungen der Denkſchrift zu haben.
Staatsſekretär Dr. Delbrück: Ich kann verſichern,
daß wir nicht ſtehen geblieben ſind, wenn es galt, Leben
und Geſundheit des Volkes zu fördern. Es gilt zunächſt,
das auf dieſem Gebiet Geleiſtete zuſammen zu faſſen und
zwar in der Weiſe, daß es den ortspolizeilichen und
ge=
werblichen Beamten zugänglich iſt. Wir ſind nicht
ge=
ſonnen, dieſes Gebiet brach liegen zu laſſen. (Beifall.)
Nach weiteren Bemerkungen der Abgeordneten
Gies=
berts (Zentr.), Molkenbuhr (Soz.), Dr. Arend
(Reichspt.) wird der Titel bewilligt und die Reſolution
angenommen.
Die Weiterberatung wird auf Donnerstag 1 Uhr
vertagt. — Präſident Dr. Kaempf ſtellt für die nächſte
Zeit Abendſitzungen in Ausſicht. — Schluß 6 Uhr
45 Min.
* Berlin, 22. Jan. In der
Budgetkom=
miſſion des Reichstags erklärte der
Staats=
ſekretär Lisco, nachdem der Entwurf der Reichsſtraf
prozeßordnung vom Reichstage nicht verabſchiedet
worden ſei, ſolle zuerſt die Strafrechtsfrage gelöſt
wer=
den. Ende des Sommers 1913 werde die Kommiſſion
den Entwurf des Strafgeſetzbuches beendet haben. Der
Entwurf werde dann an den Bundesrat und etwa 1916
an den Reichstag gelangen. Ueber die eventuelle
Ab=
änderung des Spionagegeſetzes ſchwebten Erwägungen.
* Berlin, 22. Jan. In der Sitzung der
Kom=
miſſion zur Beratung der Konkurrenzklauſel
wurde ſeitens der Regierung erklärt daß die Verbündeten
Regierungen der gänzlichen Abſchaffung der
Konkurrenz=
klauſel durchaus ablehnend gegenüberſtänden.
Der Balkankrieg.
Bevorſtehender Friedensſchluß?
* Konſtantinopel, 21. Jan. Sowohl die Sprache
der türkiſchen Blätter als die Erklärungen jener
Mitglie=
der der Regierung, die mit der Diplomatie in Verbindung
ſtehen, zeigen, daß die Mächte eine befriedigende
Antwort auf die Kollektivnote erwarten dürfen,
Konſtantinopel, 21. Jan. Die Regierung
hat ſich endgültig zum Frieden entſchloſſen
und die bedingungsloſe Uebergabe
Adria=
nopels beſchloſſen. Die Antwortnote ſoll heute
abend überreicht werden.
* Konſtantinopel, 22. Jan. Das Wiener
Kor=
reſpondenz=Bureau meldet: Der Rat der Pforte
ſprach ſich für die Annahme der Note der
Mächte und den Abſchluß des Friedens aus.
Die Nationalverſammlung.
* Konſtantinopel, 21. Jan. Einladungen zu
der morgen mittag ſtattfindenden beratenden
Ver=
ſammlung ſind ergangen: an die Senatoren, mit
Aus=
nahme der bulgariſchen, ſerbiſchen und wallachiſchen, an
die Präſidenten der Departements, des Staatsrates und
der Senate des Kaſſationshofes, an zwei muſelmaniſche
geiſtliche Würdenträger, an zwei ehemalige Deputierte,
die muſelmaniſche Geiſtliche ſind, an den Chef und den
Unterchef des Generalſtabes, an den ehemaligen
Kom=
mandanten der Oſtarmee Abdullah Paſcha, an die
Sek=
tionschefs des Krieges und des Marineminiſteriums, an
den Hafenpräfekten von Konſtantinopel und an die
Unter=
ſtaatsſekretäre der Miniſterien des Innern und des
Aeu=
ßern. Auch Prinz Sabah Eddin iſt eingeladen. Vielleicht
werden noch weitere Einladungen ergehen. Die Z ah l
der Teilnehmer wird möglicherweiſe 100 erreichen.
Nichtmuſelmaniſche religiöſe Oberhäupter ſind nicht geladen.
Es wird verſichert, daß die Verſammlung nicht dazu
be=
rufen iſt, Meinungen abzugeben, die das Kabinett
ver=
pflichten könnten. Die Regierung wird der
Ver=
ſammlung ein Expoſéüber die militäriſche und
finanzielle Lage erſtatten und ihr die diplomatiſche
Korreſpondenz mit den türkiſchen Botſchaftern und die
Erklärungen der auswärtigen Geſandten ſeit dem
Aus=
bruch des Krieges mitteilen. Insbeſondere werden die
Erklärungen Sſaſonows und die von dem
Generalſtabs=
chef über die Frage der Wiederaufnahme bezw.
Nicht=
wiederaufnahme der Feindſeligkeiten ausgearbeiteten
Berichte vorgelegt werden. Die Regierung wird auch
ihre Entſchlüſſe auseinanderſetzen und diejenigen
Perſön=
lichkeiten, die ihre Anſichten teilen, erſuchen, ſie in ihrer
großen Aufgabe zu unterſtützen. Die Verſammlung wird
alſo einen mehr informatoriſchen Charakter haben.
So=
dann wird die Regierung ein Kommunigué mit einer
Auseinanderſetzung ihrer Motive und Beſchlüſſe
ver=
öffentlichen. Die diplomatiſchen Berichte und der Bericht
des Generalſtabes werden nach dem Friedensſchluß in
Form eines Rotbuches bekannt gegeben. Das Ergebnis
der Verſammlung wird dem Sultan unterbreitet werden,
der während der Sitzung die älteren kaiſerlichen Prinzen
um ſich verſammeln und nachher einen Familienrat halten
wird. Der bereits geſtern von dem Sultan mit den
Prin=
zen abgehaltenen Beratung wird hier große
Be=
deutung beigemeſſen.
Der rumäniſch=bulgariſche Konflikt.
* Bukareſt, 21. Jan. Das Blatt Univerſul
ver=
veröffentlicht ein Interview mit dem Miniſter des
Innern Take Joneseu über die rumäniſch=
bulga=
riſche Frage. Der Miniſter verwies auf die in London
geführten Verhandlungen und bemerkte, es ſei nicht
zweck=
mäßig, die vertraulichen Vereinbarungen an
das Licht der Oeffentlichkeit zu bringen. Die Tatſache,
daß beide Königreiche miteinander in Unterhandlungen
ſtänden, bezeuge den beiderſeitigen Wunſch, auf
fried=
lichem Wege ein vollſtändiges Einvernehmen zu
er=
reichen.
* London, 21. Jan. Das Reuterſche Bureau
er=
fährt aus gut informierter Quelle, daß die
Meinungs=
verſchiedenheiten zwiſchen Rumänien und
Bulgarien in Wirklichkeit ſehr unbedeutend ſeien und
ſtark übertrieben würden. Die Frage betr. Siliſtria
habe die beiden Regierungen nicht beſchäftigt. Der
wich=
tigſte Punkt ſei dadurch erledigt, daß Bulgarien ſich bereit
erklärt habe, an Rumänien einen Teil des Küſtenlandes
abzutreten, wodurch Rumänien in den Stand geſetzt
werde, aus Mangalia einen Kriegshafen zu machen;
bis=
her war dieſer Hafen in Anbetracht der Nähe der Grenze
für dieſen Zweck nicht geeignet. Durch dieſe
Gebietsab=
tretung ſei die Hauptſchwierigkeit zwiſchen den beiden
Ländern aus dem Wege geräumt.
Freihafen Saloniki.
Saloniki, 21. Jan. Es verlautet, die
grie=
chiſche Regierung beabſichtige die Schaffung einer
freien Zone im Hafen von Saloniki. Die in dieſer
Zone eingelagerten Waren ſollen nur einer
Einlagerge=
bühr unterworfen werden, aber nur dann einen Zoll
ent=
richten, wenn ſie auf griechiſchem Gebiet zum Verbrauch
gelangen. Bei der Ausfuhr nach Serbien oder Bulgarien
würden ſie nur ſerbiſchen oder bulgariſchen Zoll zu
tra=
gen haben.
Die Seeſchlacht am 18. Januar.
* Konſtantinopel, 21. Jan. Nach
Schilderun=
gen türkiſcher Blätter und Mitteilungen von Zeugen der
Seeſchlacht am 18. Januar lief die türkiſche Flotte
aus den Dardanellen aus, um den „Aweroff” in der Bai
von Mudhros zu überraſchen. Der „Aweroff” war jedoch
bereits auf offener See. Wie es heißt, iſt die griechiſche
Flotte von dem Auslaufen der türkiſchen durch einen
ruſſiſchen Warendampfer benachrichtigt worden. Die
Panzerſchiffe „Barbaroſſa” und „Torgut Reiß”
eröffne=
ten in einer Entfernung von acht Meilen das Feuer. Ein
Geſchoß des „Aweroff” traf den „Barbaroſſa”; das
Ge=
ſchoß flog in den Speiſeſaal der Offiziere, wo es
explo=
dierte. Eine Anzahl Matroſen und einige Offiziere
wurden hierbei getötet und verletzt. Die Exploſion
verurſachte einen Brand, der bald gelöſcht war. Nach der
Exploſion unterbrach der „Aweroff” auf 20 Minuten das
Feuer. Inzwiſchen nahm der „Torgut Reiß” neben dem
„Barbaroſſa” Aufſtellung. Beide Schiffe eröffneten das
Feuer auf den „Aweroff” gegen den ſie Breitſeiten
ab=
gaben. Man bemerkte alsbald eine große Breſche an dem
Hinterteil des „Aweroff” deſſen Hauptmaſt ſtürzte.
Währenddeſſen griff der Panzer „Meſſudije” die
griechi=
ſchen Torpedoboote an, denen er großen Schaden zufügte.
Die türkiſchen Torpedobootszerſtörer gingen ſodann zu
einem allgemeinen Angriff über und ſchlugen die
griechiſchen Torpedoboote in die Flucht.
Die türkiſchen Panzerſchiffe kehrten hierauf in den
Ein=
gang der Dardanellen zurück. Auf türkiſcher Seite
wur=
den in dem Seekampfe vier Offiziere und 48 Matroſen
des „Barbaroſſa” verwundet; außerdem ſind 4 Offiziere
und 27 Soldaten tot. Der Sultan ließ den Verwundeten
Grüße übermitteln und Geſchenke überreichen. Alle
ver=
ügbaren Werkſtättenſchiffe wurden in die Dardanellen
entſandt, um die Schäden, die der Barbaroſſa” erlitt
auszubeſſern. Dieſe ſind übrigens ſo, daß die Einſtellung
des Schiffes in ein Dock nicht notwendig iſt.
Letzte Nachrichten.
HB. Berlin, 22. Jan. Gegenüber der Meldung,
daß die Pforte bereit ſei, Adrianopel
beding=
ungslos zu übergeben, wurde auf der hieſigen
türkiſchen Botſchaft erklärt, daß ſo weit die
Bereitwillig=
keit der Türkei, den Ratſchlägen der Großmächte zu
fol=
gen, nicht gehen dürfe. Sollte indes die Meldung in dieſer
Form zutreffen, ſo wäre die einzige Erklärung hierfür,
daß Adrianopel die Pforte benachrichtigt habe, es ſei
außerſtande, ſich länger zu halten.
HB. Wien, 22. Jan. Der Inhalt der Note
die die Pforte den Mächten überreichen will, wird
in diplomatiſchen Kreiſen wie folgt ſkizziert: Die Note
wird aus drei Punkten beſtehen. Der erſte Punkt betrifft=
Adrianopel. Die Pforte wird im Grundprinzip ſich dem
Rate der Mächte nähern, jedoch eine Aufklärung fordern,
was unter Wahrung der mohamedaniſchen Intereſſen,
wovon in der Kollektivnote der Mächte die Rede iſt, zu
verſtehen iſt. Der zweite Punkt betrifft die Aegäiſchen
Inſeln. Auch hier wird die Pforte von den Großmächten
Aufklärung verlangen, nach welchem Prinzip ſie die Frage
zu löſen gedenken. Der dritte Punkt betrifft den
finan=
ziellen Teil. Es iſt nicht ausgeſchloſſen, daß die Pforte
die Erwartung ausſpricht, daß die Großmächte ihr ihre
Unterſtützung zuteil werden laſſen. Wahrſcheinlich wird
die Türkei eine große Anleihe aufnehmen, um die
ge=
planten Reformen in Kkeinaſien durchzuführen.
Vermiſchtes.
C.K. Ein muſikhiſtoriſches Muſeum in
der Engelsburg. Die Engelsburg in Rom, dieſe
ehr=
würdige Feſte, die in der Geſchichte der ewigen Stadt eine
ſo große Rolle geſpielt hat, gewährt jetzt einem
muſik=
hiſtoriſchen Muſeum Unterkunft, das nach ſeinem
Begrün=
der Gorga genannt iſt. Die großartige Sammlung, die
kürzlich dem Publikum in feierlicher Eröffnung übergeben
wurde, umfaßt nicht weniger als 3000 Muſikinſtrumente
die nach den verſchiedenen Zeitaltern geordnet ſind. Bei
der Eröffnung wurden nach einer Rede des Oberſten
Borgatti einige muſikaliſche Vorführungen auf
Inſtru=
menten des 18. Jahrhunderts veranſtaltet.
ml. Leuchttürme als Ruheplätze für
Zug=
vögel. Graf Clary, einer der beſten Vertreter des
Jagdſports in Frankreich, hatte kürzlich eine mit einem
hohen Geldpreis ausgeſtattete Preisaufgabe
ausgeſchrie=
ben, die von Profeſſor Thyſſe unter nachſtehenden
Umſtän=
den zur Löſung gebracht wurde. Es iſt in
wiſſenſchaft=
lichen Werken häufig darauf hingewieſen worden, daß die
großen Leuchttürme Nacht für Nacht Tauſende von
Vö=
geln, die auf der Wanderſchaft nach Norden oder Süden
begriffen ſind, als Opfer fordern. Als das
verhängnis=
vollſte der Leuchtfeuer hat das Terſchelling=Licht zu gelten,
das ungezählten Zugvögeln den Tod bringt. Nicht, daß
die Vögel gegen das Glas fliegen und dadurch zu Tode
kommen, ſondern ſie fliegen, durch den Lichtglanz
geblen=
det und durch die Ueberſeereiſe ermattet, ſo lange in der
Runde, bis ſie kraftlos zu Boden fallen und die Beute
von wildernden Katzen werden oder vor Erſchöpfung zu
Grunde gehen. Profeſſor Thyſſe hat nun über das
Ter=
ſchelling=Feuer ein wie eine Hühnerſteige geordnetes
Sy=
ſtem von Sitzſtangen angebracht, das ſich in der Praxis
glänzend bewährt hat. Die müden Vögel nehmen die
ihnen dargebotene Gelegenheit, ſich auszuruhen. gern
wahr, und man zählte in einer Nacht 2000 Buchfinken und
Lerchen, die ſich auf den Sitzſtangen zum Schlafen
nieder=
gelaſſen hatten, um am nächſten Morgen die Reiſe mit
fri=
ſchen Kräften fortzuſetzen. Man fand nun faſt keine toten
Vögel mehr, während in derſelben Nacht unter den
an=
deren Leuchttürmen Tauſende von toten Tieren den Boden
bedeckten. Die Anlage iſt dabei ſo einfach und koſtet ſo
wenia Geld, daß man in Frankreich jetzt damit umgeht,
alle Leuchttürme mit ſolchen Ruhevlatzgelegenheiten
aus=
zurüſten und man darf wohl hoffen, daß das dort
ge=
gebene Beiſpiel bald in anderen Ländern nachgeahmt
werden wird.
Literariſches.
— Günther Hanns: Dynamomaſchinen
und Elektromotoren. (Der elektriſche Strömg
Bd. III.) Eine allgemein verſtändliche Darſtellung fünr
jedermann. Mit zahlreichen Abbildungen. (104 S.) 8,
1912. Geh. 1 Mk., geb. 1,80 Mk. Verlag der Techniſchen
Monatsheſte (Fxanckhſche Verlagshandlung), Stuttgart.-
Dieſer Band iſt nun der dritte in der Reihe, in der dert
bekannte Züricher Schriftſteller den elektriſchen Strom im
ſeinen verſchiedenen Anwendungen darſtellt.
Anſchaulich=
keit und populäre Darſtellungskraft ſind die Vorzüge von
H. Günthers Begabung, und daher iſt zu hoffen, daß ſich)
dieſer Band ebenſoviel Freunde erwerben wird, wie dier
beiden erſten.
* Neu erſchienene Broſchüren: Die
Krank=
heiten des Maſtdarmes, ihre Urſachen, Verhütung und
Heilung (Hämorrhoiden, Krebs, Maſtdarmvorfall uſw.)e
Von Dr. medl. Georg Luda, prakt. Arzt in Berlin=
Schöne=
berg. Anker=Verlag, G. m. b. H., Berlin=Steglitz,
Hol=
ſteiniſche Straße 43.
Offener Brief an die bayeriſchen
Erzbiſchöfe und Biſchöfe von Paul Graf von Hoensbroech
Leipzig, Druck und Verlag von Breitkopf u. Härtel. 1912,
Im Elſaß über dem Rheine . . . Beobachtungen und
Vorſchläge eines vorurteilsfreien Altdeutſchen für dier
ſchiedlich=friedliche Löſung der ſogenannten elſaß=
lothrin=
giſchen Frage. Von Ernſt Arnold. Mit dem wahren
deutſchen Sinn und mit der rechten Vaterlandsliebe
ins=
gemein, iſt es ſo beſchaffen, daß ſie von ſelbſt in der Bruſt
wächſt, und da iſt ſie an ihrer Stelle, wenn ſie auch
vielleicht im ganzen Leben nicht zur Sprache gelangt.
Jakob Grimm über die Elſäſſer 1814. Leipzig 1912. Ve
lag von Paul Wuſt. — Wegen Sittlichkeitsverbrechen
verurteilt! Meine Erlebniſſe als Rektor einer Berline
Mädchenſchule und die Geſchichte meiner unſchuldigen
Verurteilung, von Robert Bock. 1912. Oskar Eulitz’
Ver=
lag, Liſſa i. P. — Rechtsanwälte und Rechtspflege. Vonſ
Oberlandesgerichtsrat Dr. phil. Otto. Dresden 1919
Verlag A. Dreſſels akademiſche Buchhandlung, Inh
Hayno Focken. Ladenpreis 60 Pfg. — Verſicherungs
geſetz für Angeſtellte vom 20. Dezember 1911, mit
Aus=
führungsbeſtimmungen (einſchl. der Wahlordnung für
die Wahl der Vertrauensmänner und Erſatzmänner) vom
3. Juli 1912. 3. und 4. Auflage. Geh. 1 Mk., geb.i
Leinwand 1,30 Mk. (Verlag von Emil Roth in Gießen
Schmidt, Wie kann ſich jeder die ihm auf Grund den
neuen Reichsverſicherungs=Ordnung zuſtehenden Rentel
elbſt berechnen? Eine gemeinverſtändliche Abhandlung
ür jeden, der ſich über ſeine Rechte und Pflichten ein
urze und treffende Darlegung geben will. Preis 50 Pfg
(Verlag von Emil Roth in Gießen.) — Tätigkeitsbericht
der Deutſchen Zentrale für Jugendfürſorge, E. V., für
das Geſchäftsjahr 1911. Preis 50 Pfg. Geſchäftsſtelle
der Deutſchen Zentrale für Jugendfürſorge, Berlin C.19=
Wallſtraße 89, II.
Darmſtadt, 23. Januar.
g. Zum Einbruchsdiebſtahl. Die bisherigen
mittelungen der Kriminalpolizei wegen des
Einbruchsdiebſtahls in der Rheinſtraße haben ergeben
daß es ſich höchſtwahrſcheinlich um eine inters
nationale Einbrecherbande handelt. Es wird
bereits eine beſtimmte Spur verfolgt, und es beſteht die
Hoffnung, daß es bald gelingt, der Täter habhaft
werden.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
Koblenz, 22. Jan. Der verſtorbene Geheimr
Wegeler, Gründer der Firma Deinhardt u. Co., vel
machte für wohltätige Stiftungen 670000
Mark. Es erhielten u. a. die Stadt Koblenz 30000
Mark zur Unterſtützung hilfsbedürftiger Perſonen und
Beamten; die Arbeiter der Firma Deinhardt u. Co.,die
über fünf Jahre im Betriebe tätig ſind eine ſofort aus
zahlbare Zuwendung von 170000 Mark; die Volksleſe
halle der Firma Deinhardt u. Co., 150000 Mark. Weite
ſetzte der Verſtorbene noch eine große Anzahl Legatefü
ihm perſönlich bekannte hilfsbedürftige Perſonen aus=
Wien, 22. Jan. Der Zuſtand des Erzherzogs
Rainer iſt andauernd ſehr ernſt.
* Labiau, 22. Jan. Schwere Ausſchreitun
gen verübten zwei Schweizer und ein Arbeiter auf dem
Gehöft des Beſitzers Krauſe in Bläcken. Sie warfendie
ſämtlichen Fenſter auf der Beſitzung ein und demolierten
in den Ställen alles. Um die Leute von dem Wohnhaus
fernzuhalten, trat ihnen der Beſitzer mit geladeneme
wehr entgegen. In dieſem Augenblick ſchlug ein Schwel
zer nach Krauſe, traf aber dabei das Gewehr, dasi
entlud. Der Schuß traf den Schweizer und töteteihn
ſofort.
* Rom, 22. Jan. Staatsſekretär v. Jagowrei
heute nach Berlin ab. Auf dem Bahnhofe waren
erſchienen: Der Miniſter des Aeußern Marcheſe di San
Giuliano, Unterſtaatsſekretär im Auswärtigen Am
Scalea, Generalſtabschef Generalleutnant Pollio,e
italieniſche Botſchafter in Berlin Bollati, der engliſche
ruſſiſche und öſterreichiſch=ungariſche Botſchafter,n
rumäniſche Geſandte, Fürſt Bülow, der preußiſche und
bayeriſche Geſandte, ſowie ſämtliche Mitglieder der
ſchaft.
* Chriſtiania, 22. Jan. Die norwegiſche Station fül
drahtloſe Telegraphie auf Spitzbergen hatte geſter
zum erſtenmal Verbindung mit der deutſchen Station
Ebeltos=Hafen nahe der Croßbai. Dem
Morgenbladu=
folge hatte man dort nichts von der verunglückten
deut=
ſchen Expedition bemerkt. Auf der norwegiſchen Station
glaubte man, daß die Hilfsexpedition geſternmon
gen von der Adventbai abgegangen ſei, da dase
gut war
* Petersburg, 22. Jan. Das ratifizierte Ueben
einkommen zwiſchen Rußland und Japan
über den gegenſeitigen Schutz von Handels= und
Ind=
ſtrieeigentum und das Uebereinkommen über den
gegen=
ſeitigen Schutz des Handels= und Induſtrieeigentums in
China wurden veröffentlicht.
350 Pilger ertrunken.
* Suakin, 22. Jan. Eine Karawane indiſchen
Pilger iſt gegen Mitternacht bei El Hambra, halbs
wegs zwiſchen Medina und Yambo, durch das plötzliche
Anſchwellen eines Gebirgsbaches überraſcht worden. Die
geſamte Karawane wurde hinweggeſchwemmt. 350
Pilger ſind ertrunken. Die Leichen konnten c
nicht geborgen werden. 50 Pilger konnten ſich retten=
Gumbinnen, 22. Jan. Der Bevollmächtigte
Gotk=
ſchalk Zarnko der Firma Ebner iſt aeflücktet.
5100 Mart gefälſche Wechſer beſinden ſch von ihm im
ſſtkauf.
—Templin, 22. Jan. Zwei Knaben des Förſters
ſhrneider gerieten beim Rodeln auf die dünne
Pleecke des Sees und brachen ein. Die Leichen wurden
ſargen.
B. Moskau, 22. Jan. Unweit Alexandrowsk findet
ſihhrlich auf dem Eiſe ein Fauſtkampf zwiſchen den
ien Burſchen zweier Dörfer ſtatt. Diesmal artete der
upf in Roheiten aus, wobei viele der Teilnehmer
ver=
wurden, darunter ſechs tödlich. Es entſtand ein
ſees Gedränge und das Eis brach infolge
über=
per Belaſtung. Gegen 200 Perſonen fielen ins
Waſ=
tviele von ihnen ſind ertrunken.
New=York, 22. Jan. Infolge des ſchlechten
Liters haben viele Schiffe ſchwer gelitten. Auf
„Karoline” der Transatlantiſchen Linie explodierte
* Dampfrohr. Sieben Mann der Beſatzung wurden
ſſreer verletzt. Der franzöſiſche Dampfer „Lorraine”
ver=
vier Rettungsboote. Der Dampfer „Venetia” wurde
AFalls ſchwer beſchädigt. Drei Mann der Beſatzung
ſren über Bord geſpült.
Briefkaſten.
W. L., hier. In der Darmſtädter Lokalliteratur iſt
ein derartiges Gedicht oder auch der Titel ganz
un=
ſannt, dagegen gibt es in Kaſſeläner Mundart ein Werk=
„Was mäh ſo hin un widder paſſiert is” von Karle
ſſannpert (Verfaſſer P. Heidelbach), in dem eine
Er=
hilung enthalten iſt: „Wie mäh im Zoologiſchen
Garh=
ſtwaren‟ Jedenfalls iſt ein derartiges Gedicht in der
fülzer Literatur enthalten (Leming, Nadler, Briegleb
vl), was dann in jeder Buchhandlung — hier beſonders
5Schlapp — leicht feſtzuſtellen wäre.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Einfach verblüffend!
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WWirkung einfach verblüfft, Energie u. Schaffensfreude
hmen zurück, ſodaß die Kleinen in der Schule weit beſſere
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Nordamerika: „Batavia” 17. Jan. 11 Uhr 30 Min.
morgens in Baltimore. „Bramley” 17. Jan. 12 Uhr
mittaas von New=York nach Hamburg. „Kaiſerin
Auguſte Victoria” 17 Jan. 11 Uhr 45 Min. abends in
New=York. „Karl Schurz” 17. Jan. 5 Uhr 40 Min.
morgens in New=York. „Anglo Saxon” 17. Jan. 8 Uhr
morgens in Philadelphia, „Bulgaria”, von Boſton unb
Baltimore kommend, 19. Jan. 12 Uhr nachts in
Ham=
burg. Motorſchiff „Chriſtian X.” 18. Jan. nachm. in
Queenſtown. Hamburg” von New=York nach Genua,
19. Jan 6 Uhr abends von Funchal. „Preſident
Lin=
coln” nach New=York, 19. Jan 10 Uhr 30 Min. abends
von Southampton. „Steiermark”, don New=York
kom=
mend, 19. Jan. 7 Uhr abends in Hamburg. „Savoia‟
16. Jan. 5 Uhr nachm. in Key Weſt. — Oſtaſien:
„Armenia” 20. Jan. 9 Uhr morgens von Schanghai
nach Hongkong. „Braſilia”, heimkehrend, 20. Jan.
morgens in Singapore. „Sambia”, heimkehrend, 20. Jan.
morgens in Singapore. „Segovia” 21. Jan. von
Co=
lombo nach Cochin. — Verſchiedene Fahrten: „C. Ferd.
Lacisz” nach Indien, 19. Jan. in Port Said. „Duala”
heimkehrend, 18. Jan. von Calabar. „Lome”
heim=
kehrend, 16. Jan. von Sierra Leone. „Moltke”, von
der erſten Weſtindienfahrt, 20. Jan. 3 Uhr 30 Min.
nachm. in New=York.
Kunſthalle am Rheintor, geöffnet Werktags von
11—4 und Sonntags von 10—4 Uhr.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe aufrichtiger Teilnahme
anläßlich des Hinſcheidens unſerer teueren
Ent=
ſchlafenen, der
(2444
Frau Marg. Hotz
geb. Metzger
ſagen wir Allen, insbeſondere dem Herrn Pfarrer
Widmann für ſeine troſtreichen Worte, unſeren
innigſten Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Joh. Hotz.
Darmſtadt, den 22. Januar 1913.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Die Depreſſion iſt weiter in das Feſtland
vorge=
drungen. Sie bringt heute in unſerem Bezirk trübes
regneriſches Wetter bei ziemlich ſtarken Weſtwinden.
Die Morgentemperaturen liegen in Deutſchland zwiſchen
und 30.
Im äußerſten Nordoſten herrſcht Froſt.
Niederſchläge fielen im Reiche verbreitet, aber nirgends
mehr als ca. 7,5 mm. Auf der Rückſeite der Zyklone
dürfte es unter dem Einfluß eines Hochdruckrückens
vorübergehend aufheitern.
Ausſichten für Donnerstag, den 23. Januar:
Vorübergehend aufheiternd, vorwiegend trocken, etwas
kälter, ſtellenweiſe Nachtfroſt.
Tagestialender.
Großh. Hoftheater (Ab. B). Anfang 7½ Uhr:
„Rigoletto”.
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Vortrag von Profeſſor Dr. Berger um 8¼ Uhr im!
Saal 330 der Techniſchen Hochſchule (
Volksbildungs=
verein).
Hauptverſammlung des Bezirksvereins „
Innen=
ſtadt” um 9 Uhr im Reſtaurant Trautmann.
Konzert um 8 Uhr im „Rummelbräu”
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße 23): Die
deutſche Kronprinzeſſin mit ihren älteſten Söhnen in
Partenkirchen; Raymond Poincaré, der neue Präſident
der franzöſiſchen Republik; zur Verhaftung des
Raub=
mörders Sternickel; zum Wechſel im franzöſiſchen
Kriegsminiſterium; der ſchiefe Turm zu Bologna droht
einzuſtürzen.
Verſteigerungskalender.
Freitag, 24. Januar.
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Turnhalle am Woogsplatz.
Stammholz=Verſteigerung um 9 Uhr im
Eber=
ſtädter Gemeindewald (Zuſammenkunft auf der
Schirm=
ſchneiſe, Halteſtelle der Dampfſtraßenbahn).
Gewerbe=Bibliothek u.
Vorbilderſamm=
lung. Der Leſeſaal iſt geöffnet: an allen
Wochen=
tagen von 8½—12½ u. 3—5½ Uhr (Samstag=Mittag
ausgenommen). — Leſeabende: Dienstags und
Frei=
tags, abends von 8—10 Uhr.
Beſſunger Bücherhalle (Beſſungerſtraße 48).
Unent=
geltliche Verleihung von Büchern an jedermann.
Ge=
öffnet: Dienstag, Donnerstag und Samstag abends
von 7½—9 Uhr.
Druc und Beriage z. e. Peiticſche Hoſtrahpenaencl.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Haus Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
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00. grüne, geſchält und geſpalten, Pfd. 28 Pf
Bohnen, kleine
.. . Pfd. 20 Pfg
grob .
Pfd. 17 Pfg
Gerste mittel: .
Pfd. 20 Pf
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Pfd. 24 Pfg
Extra
feine Perlgerste
Pfd. 28 Pfg.
Bruch . . 16 Pfg.
Großkorn, Pfd. 24 Pf
Reis mittel . . 19 Pfg.
Patna=Tafel . . 28 Pfg. Java=Tafel . 32 Pf
Gries, Weiher . . . . . . . . . So. 20
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Kurſe vom 22. Januar 1913.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
In Proz.
Zf.
Staatspapiere.
Dtſche. Reichsſchatzanw. 99,60
3½ Deutſche Reichsanl. . 88.50
3
78,00
do.
Preuß. Schatzanweifg. 99,90
3½ do. Conſols . . . 88,50
78,00
3 do.
do
4 Bad. Staatsanleihe . . 100,00
93,25
do.
3½
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100,00
87,50
do.
3½
do.
4 Hamburger Staatsanl. 98,90
4 Heſſ. Staatsanleihe 99,80
4 do. do. (unk. 1918) 100,10
87,60
do.
*3½
do.
76,00
3 Sächſiſche Rente. .
79,00
4 Württemberger v. 1907 100,25
do. v. 1875 93,60
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 99,60
Griechen v. 1887 . . 54,60
3¾ Italiener Rente .
4½ Oeſterr. Silberrente 88,50
do. Goldrente . . . 91,90
do. einheitl. Rente 85,40
3 Portug. unif. Serie I 63,50
3 do. unif. Ser. III 66,50
3 do. Spezial . . . . 9,70
5 Rumänier v. 1903 . . 100,00
4 do. v. 1890 . . 95,80
v. 1905 . . 89,00
4 do.
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 95,40
do. v. 1902 . . . . 91,10
4½ do. v. 1905 . . . . 100,10
3½ Schweden . . . . . . 90,60
4 Serbier amort. v. 1895 81,20
4 Türk. Admin. v. 1903 78,60
4 Türk. unifiz. v. 1903 87,00
4 Ungar. Goldrente . . . 88,20
4 do. Staatsrente. . . 8540
In Proz.
5 Argentinier . . . . . . 101,40
86,00
4½ Chile Gold=Anleihe. 91,10
5 Chineſ. Staatsanleihe . 99,70
4½
do.
4½ Japaner . . . . . . . 91,40
5 Innere Mexikaner . . . 93,30
3
59,20
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 87,00
5 Gold=Mexikaner . . . . 99,90
3 Buenos Aires Provinz 69,00
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 159,00
5 Nordd. Lloyd . . . . . 123,60
6½ Südd. Eiſenb.=Bef. . 129,00
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 113,30
6 Baltimore und Ohio . 105,80
6 Schantungbahn . . . . 132,70
6½ Luxemb. Prince Henri —
)Oeſt. Südbahn (Lomb.) 21½
6 Pennſylvania R. R. . 124,00
Letzte Induſtrie=
Aktien.
Divid
3 Brauerei Werger
62,00
25 Bad. Anilin= u. Soda”
Fabrik . . . . . . 535,50
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim . . . . . . . 247,50
30 Farbwerke Höchſt . . 638,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 346,00
10 Cement Heidelberg . . 145,70
30 Chem. Werke Albert 435,00
14 Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 341,00
5 Lahmeyer . . . . . . . 120.50
Letzte
InProt. 1
Divid.
7½ Schuchert, Nürnberg 150,50
12 Siemens & Halske .221,25
.125,00
5 Bergmann Electr. .
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 164,60
25 Gummi Peter . . . .
84,75
0 Kunſtſeide Frankfurt 62,00
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 608,75
10 Maſchinenf. Badenia 180,00
16 Wittener Stahlröhren
8 Steana Romana Petr. 148,70
15 Zellſtoff Waldhof . . 237,00
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel. . . . . . . 200,50
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 100,00
3 Südd. Immobilien . 60,50
Bergwerks=Aktien.
Aumetz=Friede . . . . 180,50
12½Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 219,75
11 Deutſch=Luxemburg.
Bergb. . . . . . . 170,25
10 Gelſenkirchener . . . . 201,30
9 Harpener . . . . . . . 198,40
18 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 268,00
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 85,20
6 Laurahütte . . . . . . 175,50
10 Kaliwerke Aſchersleben
Weſteregeln 208,25
2
7½ South Weſt Africa 128½
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3½ Südd. Eiſenb.=Gef. —
41 Nordd. Lloyd=Obl. —
4 Eliſabethbahn, freie . . 93,30
Franz=Jofefs=Bahn . .
. 75,25
3 Prag=Duxer . . . . .
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn . 93,10
do.
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5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,75
do,
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Bf.
2¾10 Oeſt. Südb. (Lomb.) 52,00
3 Raab=Oedenburg .
76,50
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4 Kronprinz Rudolfbahn
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 88,10
4½ Moskau=Kaſan . . . 96,40
88,70
do.
4 Wladichawchas . . . . 88,40
4 Rjäſan Kozlow . . . . 87,90
3 Portugieſ. Eiſenb. .. 73,60
4½
do.
2½, Livorneſer .
70,50
3 Salonique=Monaſtir . 63,20
4 Baadadbahn .
81,00
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 94,70
4 Miſſouri=Paciſic. . . . 71,10
4 Northern=Paciſic . . . 99,00
Southern=Pacific . . . 93,50
5 St. Louis und San
Franciscv. . . . . 83,80
5 Tehuantepec . . . . . . 98,70
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 189,00
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . . . . 150,50
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 170,20
6½ Darmſtädter Bank . 123,00
12½ Deutſche Bank . . . 257,50
6 Deutſche Vereinsbank . 124,60
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 120,40
10 Diskonto=Kommandit 190,80
8½ Dresdener Bank . . 158,00
9½ Frankf. Hypoth.=B. 216,00
6½ Mitteld. Kreditbank 120,80
7 Nationalb. für Deutſchl. 124½
7 Pfälziſche Bank. . . . 130,00
5.86 Reichsbank . . . . . 137,00
7 Rhein. Kreditbank. . . 136,70
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 118,75
7½ Wiener Bankverein . 123,25
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 21. . . . . . . 98.50
Zuprot.
8t.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
. . 87,00
S. 19. .
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 52 . . . . . . . 98,00
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 97,50
do.
½
87,
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,
87,30
3½
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
98,60
S. 12, 13, 16 . .
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23. . . . . . . . . 98,90
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 87,30
S. 3—5 . . . . . . . . 87,10
S. 9—11 . . .
87,20
4 Meininger Hyp.=Bank 98,00
86,50
do.
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . . 98,00
3½ do. (unk. 1914) . . 87,10
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,30
88,00
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Städte=
Obligationen.
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Darmſtadt . . . . .
do.
3½
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4 Frankfurt . . . . . . . 98,90
3u
do.
96,30
4 Gießen . . . . . . . .
do.
3½
88,00
4 Heidelberg . . . . . .
3½
do.
88,00
4 Karlsruhe . . . . . . 97,50
do.
88,30
4 Magdeburg. . . . . .
-
3½ do.
4 Mainz . . . . . . . . —
3½
do.
89,00
4 Mannheim . . . . . . 97,40
88,60
do.
3½
München . . . .
99,70
3½ Nauheim . . . . . .
4 Nürnberg . . . . . . . 99,00
3½ do.
87,50
4 Offenbach . . . . . . . 97,70
Zehm=
Jt.
3½ Offenbach . . . .
60
4 Wiesbaden . . . . . .
3½
do.
Worms . . . . . . .
5½,
do.
4 Liſſaboner v. 1888 . 780
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3½ Cöln=Mindner „ 10013mf
Holl. Komm. . fl. 100 112,00
3 Madrider . . Fs. 100
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Pfand=
briefe . . . . . . . 13945
Oeſterr. 1860er Loſe . 1768
3 Oldenburger . . . . .
2½ Raab=Grazer fl. 150 1150
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
7 36,80
Augsburger . . . .
Braunſchweiger Tlr. 20 207,00
Freiburger . . . . Fs.15
Mailänder . . . . Fs. 45 154,40
do. . . . . Fs.10
Meininger . . . . fl. 7 3600
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 549,0
do. v. 1858fl. 100 470,0
Ungar. Staats . . fl. 100 379,00
Venediger . . . . Fs. 30 56,00
Türkiſche . . . . Fs. 400 161,40
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Engl. Sovereigns . . . . 20,4
20 Franks=Stücke . . . . 162
Amerikaniſche Noten . . . 4,1
Engliſche Noten . . . . .
(35
Franzöſiſche Noten. . . . 8
Holländiſche Noten. . . .
Italieniſche Noten . . .
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,70
Ruſſiſche Noten . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,85
Reichsbank=Diskonto. . . 6
Reichsbank=Lombard Zsf. 7
Kk
Weiblich
Mäfhe a
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Tücht. Hadchen
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Junger
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ſowie ferner nach Aegypten, Deutſch=Südweſtafrika, Deutſch=Oſtafrika, Indien, China uſw.
via Emden-Vigo
zur Hälfte der tarifmässigen Gebühr zugelassen.
Ferner werden telegraphiſche Geldüberweiſungen bis zum Höchſtbetrage von 200 Dollar von
Deutſchland nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika und Kanada bei allen deutſchen
Poſtanſtalten angenommen.
Weitere Auskunft erteilen die Poſt= und Telegraphenanſtalten, ſowie
die Direktion der
Deutsch-Atlantischen Telegraphengesellschaft
Cöln, Stolkgasse 3—11.
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Denische Verenlsbann, Darmstadt
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meine Hände von einer Art näſſenden Flechte nach 3 wöchigem.
Gebrauch befreit hat nachdem ich über ½ Jahr mit allerhand=
Salben vergebliche Verſuche gemacht hatte. Seit meinem Erfolge
habe ich auch bei jeder paſſenden Gelegenheit die Dun=Salbe
empfohlen und beſonders ein Kollege, der öfter riſſige Hände bekam,
hatte guten Erfolg. Die Salbe eines Spezialiſten, die recht teuer
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war, hatte nichts geholfen.
Zu haben in Apotheken oder durch Vermittlung der Fabrik
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e Bele. Gas
Fu=
Ser. B1a
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01 Amat
(12
(2120
Archkachtse,
ſer. 137 Polit. Srpack. 1. 0h. 6, 6
eb. ger
Verat Get
Gera 8
prchen
grag. 2.
fitell. eri 2o; Cat
r Asell 15₰ Mel= K.
et 25 01. Jer
Ei
Scb.
r. Mtr. 4
Bekanntmachung
Ausführung des Verſicherungsgeſetzes für Angeſteute betreffend.
Die abſchriftlich nachſtehende Bekanntmachung wird zur allgemeinen Kenntnis
z bracht.
Darmſtadt, 27. Dezember 1912.
Großherzogliches Miniſterium des Innern.
21=43)
J. V.: Hölzinger.
Ruppel.
Bekanntmachung.
betreffend die Wahlen der Mitglieder des Verwaltungsrats, der Beiſitzer des
Rentenausſchuſſes, des Schiedsgerichts und des Oberſchiedsgerichts ſowie ihrer
Erſatzmänner (§§ 109 folg., 131 folg., 160 folg., 164 des
Verſicherungs=
geſetzes für Angeſtellte).
Gemäß § 2 der Wahlordnung vom 22. Oktober 1912 (Reichsgeſetzblatt S. 513)
tärd hiermit folgendes bekannt gemacht:
Der Zeitraum, innerhalb deſſen die Stimmzettel einzuſenden ſind (die
Wahl=
fr iſt), dauert bis zum 25. Februar 1913 einſchließlich. Die Stimmzettel
ind in einem verſchloſſenen Umſchlag dem unterzeichneten Wahlleiter einzureichen.
Eitimmzettel, die ſpäter eingehen, ſind ungültig.
Zu wählen ſind 24 Mitglieder des Verwaltungsrats,
0 Beiſitzer des Rentenausſchuſſes, ſowie je 12 Beiſitzer für
E chieds= und Oberſchiedsgericht, dazu für jedes der Organe die
dooppelte Zahl Erſatzmänner. Sie ſind zur einen Hälfte den verſicherten
Amgeſtellten, zur anderen ihren Arbeitgebern zu entnehmen. Die Vertreter bezw.
Bei=
ſiger aus den Arbeitgebern werden von den Vertrauensmännern, die
Arbeitgeber=
vertreter ſind, die übrigen von den Angeſtelltenvertretern unter den Vertrauensmännern
ge=wählt.
Wahlberechtigt ſind lediglich die Vertrauensmänner, nicht ihre
Erſatz=
paänner; das Geſchlecht begründet hierbei keinen Unterſchied
Wählbar als Vertreter der Verſicherten ſind nur Verſicherte die nicht als
leertreter der Arbeitgeber wählbar ſind; wählbar als Vertreter der Arbeitgeber iſt,
rer regelmäßig mindeſtens einen verſicherten Angeſtellten beſchäftigt
Wählbar ſind nur volljährige Deutſche.
Nicht wählbar iſt:
1. wer infolge ſtraſgerichtlicher Verurteilung die Fähigkeit zur Bekleidung
öffentlicher Aemter verloren hat oder wegen eines Verbrechens oder Vergehens, das
den Verluſt dieſer Fähigkeit zur Folge haben kann, verfolgt wird, falls gegen ihn
durs Hauptverfahren eröffnet iſt,
2. wer infolge gerichtlicher Anordnung in der Verfügung über ſein Vermögen
ſoiſſchränkt iſt.
Angeſtellte, die nach § 390 des Verſicherungsgeſetzes für Angeſtellte von der
beitragsleiſtung befreit ſind, bleiben wählbar.
Nicht wählbar zu Beiſitzern des Schiedsgerichts und des
Oberſchieds=
ſjarichts ſind Frauen. Zu Beiſitzern des Rentenausſchuſſes können ſie gewählt werden,
dierfen jedoch bei richterlichen Entſcheidungen nicht mitwirken.
Gewählt wird nach den Grundſätzen der Verhältniswahl.
Ich fordere die Vertrauensmänner auf, für die Wahlen Vorſchlagsliſten
uoch dem hierunter angefügten Vordruck in Größe des Reichsformats (33X21
Zenti=
neter) ſpäteſtens am 25. Januar 1913 mir einzureichen.
Die Vorſchlagsliſten ſind für die Mitglieder des Verwaltungsrats, die Beiſitzer
iss Rentenausſchuſſes, des Schiedsgerichts und des Oberſchiedsgerichts getrennt
rifzuſtellen ſowohl für die Wahl der Vertreter der Arbeitgeber als auch die der
Ver=
teter der verſicherten Angeſtellten. Jede Vorſchlagsliſte ſoll mindeſtens ſo viel
Mamen enthalten, als Vertreter und Erſatzmänner zu wählen ſind; ſie darf höchſtens
hie doppelte Anzahl ſolcher Namen aufweiſen.
Die Vorgeſchlagenen ſind nach Vor= und Zunamen, Stand oder Beruf und
ſchohnort zu bezeichnen und in erkennbarer Reihenfolge aufeuführen.
Die Vorſchlagsliſten müſſen von mindeſtens fünf Vertrauensmännern unter
Benennung eines für weitere Verhandlungen Bevollmächtigten unterſchrieben ſein.
Hat ein Vertrauensmann mehrere Vorſchlagsliſten unterzeichnet, ſo wird ſeine
Unterſchrift auf allen Liſten geſtrichen.
Die Vorſchlagsliſten ſind ungültig, wenn ſie verſpätet eingereicht werden, oder
venn ſie nicht vorſchriftsmäßig unterſchrieben ſind und der Mangel nicht rechtzeitig
ehoben wird.
Zwei oder mehr Vorſchlagsliſten können in der Weiſe miteinander verbunden
verden, daß ſie gegenüber anderen Liſten als eine einzige Liſte gelten. In dieſem
alle müſſen die Unterzeichner der Vorſchlagsliſten oder die Bevollmächtigten
überein=
kirmmend ſpäteſtens am 14. Februar 1913 die Erklärung abgeben, daß die
kirten miteinander verbunden ſein ſollen. Andernfalls iſt dieſe Erklärung ungültig.
Früheſtens am 15. und ſpäteſtens am 18. Februar 1913
perde ich die gültigen Vorſchlagsliſten mit ihrer Bezeichnung
8 Abſatz i der Wahlordnung) und unter Hinweis auf die
Zu=
immengehörigkeit verbundener Liſten im „Deutſchen
Reichs=
ſind Königlich Preußiſchen Staatsanzeiger” bekannt machen.
Für die Wahlen der Mitglieder des Verwaltungsrats, der Beiſitzer des
Renten=
isſchuſſes, des Schiedsgerichts und des Oberſchiedsgerichts iſt je ein beſonderer
fimmzettel zu verwenden: die Stimmzettel werden demnächſt von der
Reichs=
ſerſicherg. igsanſtalt geliefert. Die Stimmzettel müſſen von dem wählenden
Ver=
ke. uens Sann mit Namen und Vornamen, Beruf und Wohnort unterſchrieben werden
ind dürfen keinen Vorbehalt oder Proteſt erhalten.
Jeder Vertrauensmann hat für jede der vier Wahlen eine Stimme. Befinden
ſon in einem Umſchlag mehrere Stimmzettel derſelben Art, ſo gelten ſie als einer,
venn ſie gleich lauten; andernfalls ſind ſie ungültig.
Es kann nur für underänderte Vorſchlagekiſten geſtmmt
werden.
Ungültig iſt die Wahl einer Perſon, die zur Zeit der Wahl nicht wählbar iſt.
Ungültig iſt ferner die Wahl einer Perſon, von der oder zu deren Gunſten
ſeitens Dritter die Wahl rechtswidrig (§§ 107 bis 109, 240, 339 des
Reichsſtrafgeſetz=
buches) oder durch Gewährung oder Verſprechung von Geſchenken beeinflußt worden
iſt, es ſei denn, daß dadurch das Wahlergebnis nicht verändert werden konnte.
Berlin=Wilmersdorf, den 14. Dezember 1912.
Der Wahlleiter:
(gez.) Koch,
Wirklicher Geheimer Oberregierungsrat,
Präſident des Direktoriums
der Reichsverſicherungsanſtalt für Angeſtellte.
Vorſchlagsliſte für die Mitglieder des Verwaltungsrats?) und ihrer Erſatzmänner
als Vertreter der Arbeitgeber”).
A. Zu Mitgliedern”) werden vorgeſchlagen:
Ifd.
Vor= und Zuname
Stand oder Beruf
Wohnort
Nr.
4
Kete
B. Zu erſten Erſatzmännern werden vorgeſchlagen:
Lfd.
Vor= und Zuname
Stand oder Beruf
Wohnort
Nr.
2.
1
C. Zu zweiten Erſatzmänner werden vorgeſchlagen:
Lfd.
Vor= und Zuname
Stand oder Beruf
Wohnort
Nr.
1.
3.
(Unterſchriften: Vor= und Zuname.)
1.
2.
3.—
5.
Zu weiteren Verhandlungen iſt bevollmächtigt:
(Wohnort)
(Vor= und Zuname.)
(Stand oder Beruf.)
*) oder: „die Beiſitzer des Rentenausſchuſſes”, „der Beiſitzer des Schiedsgerichts”,
„der Beiſitzer des Oberſchiedsgerichts”
*) oder: ,als Vertreter der verſicherten Angeſtellten”.
) oder: „zu Beiſitzern”
Das Großh. Miniſterium des Innern hat dem Kirchen= und Schulvorſtand in
Arnſtadt die Erlaubnis erteilt, 10000 Loſe de: um 9. und 10. Mai d. Js.
auszuſpielen=
den 7. Serie der Geldlotterie zum Beſten der Wiederherſtellung der Bonifacius= und
Liebfrauenkirche in Arnſtadt in Thüringen innerhalb des Großherzogtums zu vertreiben.
Nach dem von der zuſtändigen Behörde genehmigten Verloſungsplan dürfen
120 000 Loſe à 1 Mk. ausgegeben werden. Zum Vertrieb in Heſſen dürfen nur mit.
(2390
dem heſſiſchen Zulaſſungsſtempel verſehene Loſe gelangen.
Bekanntmachung.
Ich bringe hierdurch zur Kenntnis derjenigen Militärpflichtigen, welche
Berechti=
gungsſchein zum einjährig=freiwilligen Militärdienſt beſitzen und deren Zurückſtellung
am 1. Oktober I. Js. abläuft, daß Geſuche um Verlängerung der Zurückſtellung
1. bei derjenigen Erſatz=Kommiſſion einzureichen ſind, welche nach Ausweis
des Berechtigungsſcheines die erſte Zurückſtellung verfügt hat,
2. daß dieſe Geſuche ſchriftlich unter näherer Begründung zu ſtellen und
den=
ſelben der Berechtigungsſchein, ſowie eine Beſcheinigung, aus der ſich die
Not=
wendigkeit weiterer Zurückſtellung ergibt, beizufügen und
3. daß dieſe Geſuche, ſoweit die Erſatz=Kommiſſion Darmſtadt zuſtändig iſt, im
Juli oder Auguſt I. Js. anzubringen ſind. Geſuche, die jetzt ſchon eingereicht
(951a
werden, würden als verfrüht zurückgegeben werden müſſen.
Darmſtadt, den 3. Januar 1913.
Der Zivilvorſitzende der Erſatz=Kommiſſion des Aushebungobezirks Darmſtadt.
Dr. Reinhart.
Bekanntmachung.
Nachſtehend bringen wir das vorläufige Ergebnis der am 2. v. Mts. ſtattgefundenen
ogehzählung in den Gemeinden des Kreiſes Darmſtadt, ſowie eine Ueberſicht über
it in dieſen in der Zeit vom 1. Dezember 1911 bis 30. November 1912 vorgenommenen,
von der amtlichen Schlachtvieh= und Fleiſchbeſchau befreiten Haus= oder
Privat=
ſchlachtungen zur Kenntnis der Intereſſenten.
Darmſtadt, den 13. Januar 1913.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
(2219
Fey.
Zuſammenſtellung der Ergebniſſe der Viehzählung am 2. Dezember 1912.
Kreis Darmſtadt.
Schlachtungen
Viehſtand
e
Auf den Kontrolliſten verzeichnete Geſamtzahl
2
(2
5
Haus=
Maultiere u.
Schafe Schweine Ziegen Federvieh 1 Bienenſtöcke
Name
Eſel
Rindvieh
Pferde Mauleſel
halt.=
5
der Gemeinde
Liſten
1912
2 1 1907
1907 1912 1907 1912 1907 1912 1907
912 1 1907
912
1907
1907
1912
1912 1 1907 1912
1200
912
L
-
—
7188
370
7845
34.
-
63
-
2
985 1138
637
1260 1143
-
-
7 181 —
798
Arheilgen .
-
1.
134
93
589
271
2 143
356
1680
1533
-
134
8e85 —
Braunshardt
486
140
1130
168
20
— —
3677
Darmſtadt . .1
12938 605
2
(35
665 680
41
A
2ns
Eberſtadt . . . 1 655 170
—
1
*257
294
35
37
15
Eich . .
, „
3465
184
1
25.
28
Erzhauſen: .
299
(12
-
Eſchollbrücken
24
4
-
426
Gräfenhauſen
416
1175
57
17
91 Griesheim. . .
62
5
470 201
21
919
Hahn
.
252 100
3
40
Malchen . ..
5
5.
—
1484
12.
1645
(86
1
a Meſſel
185
400
2
1416
150
2
400
Nieder=Beerbach 1.
07
126
—
5
2829
510 362
350
5
2727
-
71
Rieder=Ramſtadt
608
2
2
94
en
e Waſchenbach
15
25
26
—
5108)
59
Ober=Ramſtadt. 500
53
550
8151e
7565
727
2
2
2
85
30
Pfungſtadt .
637
86
1039
406
4061
-
-
5 15
Roßdorf
106 100
131
94
10,
——278
183
363
95
Schneppenhauſen
3
65
1140
191
162 1410
15
(15
-
255 30
Traiſa .
-
3618
512 363
47
2
5
205
124
I
—
Weiterſtadt . .
6
111
500 496 2751 2649! 15
5
312
2
-
265 65
Wixhauſen
5 12 osts 7601 1 175 215 (12s ſtuoss ſ ous ſ oase fötotſ r2565f or. 1 r31 1 25 — (4120 1 1954
Summe . 1 7662 6079 1 6108 1.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Dobermann. 1 Spitzhund (zugelaufen). Die Hunde können
von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(2408
Bekanntmachung.
Betreffend: Das Feuer= und Unfallmeldeweſen.
Die zurzeit in der Stadt Darmſtadt vorhandenen Feuer= und
Unfallmeldeſtellen bringen wir hierdurch wiederholt zur öffentlichen
Kenntnis.
Die Meldeſtellen ſind ſämtlich mit der Haupt=Polizeiwache im
Polizeiamtsgebäude und der Feuerwehrwache durch eine beſondere
ſtädtiſche Fernſprechleitung verbunden und jederzeit, auch nachts,
zugänglich. Sie ſind durch Schilder und während der Dunkelheit
durch Laternen mit grünen (bei Polizeiwachen blauen) Scheiben und
entſprechender Inſchrift kenntlich gemacht.
Das Polizeiamt kann außerdem von jeder Fernſprechſtelle der
Reichsfernſprechanlage jederzeit, auch nachts, angerufen werden
(Telephon Nr. 8 und 109), ebenſo die Feuerwehrwache in der
Kirch=
ſtraße (Telephon Nr. 1772) ſowie die einzelnen Polizeireviere (I. Revier:
Telephon Nr. 2161, II. Revier: Telephon Nr. 2162, III. Revier:
Telephon Nr. 2163, IV. Revier: Telephon Nr. 2164, V. Revier:
Telephon Nr. 2165, VI. Revier: Telephon Nr. 2166, VII. Revier
Telephon Nr. 2167). Um Verzögerungen zu vermeiden, empfiehlt es
ſich, Feuermeldungen direkt der Feuerwehrwache (Telephon Nr. 1772)
oder dem Polizeiamt (Telephon Nr. 8 und 109) zu übermitteln.
Die Rettungswache der Freiwilligen Sanitätskolonne befindet
ſich in dem Hauſe Bismarckſtraße Nr. 28 (Telephon Nr. 1707).
Darmſtadt, den 17. Januar 1913.
(2392
Großh. Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Feuer= und Unfallmeldeſtellen in der Stadt Darmſtadt:
Im I. Polizei=Revier:
1. Kirchſtraße 9 (Polizeiwache).
2. Alexanderſtraße 10 (Branddirektor Fiſcher).
3. Kirchſtraße 13 (Feuerwehrwache).
4. Obergaſſe 42 (Bäckermeiſter Heinrich Jäckel).
Im II. Polizei=Revier:
. Alexanderſtraße 26 (Polizeiwache).
2. Dieburger Straße 104 (Oktroi=Erhebeſtelle).
3. Erbacher Straße 41 (Oktroi=Erhebeſtelle)
4. Kranichſteiner Straße 58 (Oktroi=Erhebeſtelle).
Im III. Polizei=Revier:
1.
Lagerhausſtraße 23 (Polizeiwache)
2. Bleichſtraße 13 (Hofbäckermeiſter Mainzer).
3. Feldbergſtraße 71 (Bäckermeiſter Deuchert).
4. Griesheimer Weg 25 (Gandenberger’ſche Maſchinenfabrik).
5. Pallaswieſenſtraße 33 (Bäckermeiſter Sproß).
6. Pallaswieſenſtraße 121 (Kolonialwarenhdlg. von W. Deeg).
Rheinſtraße 55 (Oktroi=Erhebeſtelle).
8. Dornheimer Weg 31 (Gaſtwirt Miſchlich).
9. Dornheimer Weg 60 (Elektrizitätswerk).
Im IV. Polizei=Revier:
1. Hügelſtraße 31/33 (Polizeiamts=Wache).
2. Waldſtraße 21 (Polizeiwache).
3. Heidelbergerſtraße 17 (Oktroi=Erhebeſtelle).
4. Heinrichſtraße 42 (Kolonialwarenhandlung von Jean Chriſt).
5. Saalbauſtraße 29 (Kolonialwarenhandlung von Wilh. Beck).
6. Waldſtraße 17 (Lohnkutſcher Fiſcher).
Im V. Polizei=Revier:
1. Ludwigshöhſtraße 4 (Polizeiwache).
2. Heidelberger Straße 112 (Ektroi=Erhebeſtelle).
3. Karlſtraße 98 (Bäckermeiſter Hofmann).
4. Klappacherſtraße 90 (Oktroi=Erhebeſtelle).
5. Schießhausſtraße 64 (Kolonialwarenhandlung von Axt).
Im VI. Polizei=Revier:
1. Nieder=Ramſtadterſtraße 51 (Polizeiwache).
2. Hochſtraße 44 (Schuldienerwohnung der Viktoriaſchule).
3. Im Geißenſee 9 (Lehrer Heinrich Schäfer).
4. Soderſtraße 79 (Bäckermeiſter Heinrich Lepp).
Im VII. Polizei=Revier:
1. Schwanenſtraße 66 (Polizeiwache).
2. Arheilger Straße 43 (Städt. Faſelſtall).
3. Frankfurter Straße 59 (Oktroi=Erhebeſtelle).
4. Schloßgartenſtraße 61 (Gendarmerie=Kaſerne).
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Organiſation des Rettungsdienſtes in der Stadt
Darmſtadt.
Der allgemeine Rettungsdienſt (Hilfeleiſtung bei
Unglücks=
fällen) wird in der Stadt Darmſtadt von der ſtändigen Rettungsr
wache der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz dahie
ausgeführt. Die Mitglieder dieſer Kolonne ſind im Rettungs= und
Krankenträgerdienſt ausgebildet und ſtehen zur Leiſtung der erſten
Hilfe bei Unglücksfällen zur Verfügung. Die ſtändige
Rettungs=
wache hat ihren Sitz in dem Hauſe Bismarckſtraße 28. In deſſen
Erdgeſchoß befindet ſich der vom Hauseingang zu erreichende
Ver=
bandsraum, das Krankentransport=Automobil und der mit Pferden
beſpannbare Krankenwagen; in dem 1. und 2. Obergeſchoß der Tages
und Schlafraum der Wache, ſowie die Wohnung des Obmanns der
Rettungswache.
Der Rettungsdienſt iſt folgenderweiſe organiſiert:
I. Um bei plötzlichen Unglücksfällen die erſte Hilfeleiſtung
raſch zu ermöglichen, ſind an den nachſtehend aufgeführten 21 Stellen
der Stadt Räderbahren (R.=B.), Krankentragen (K.=T.) und
Ver=
bandskäſten (V.=K.), für das Publikum jederzeit zugänglich,
auf=
geſtellt:
1. Dienſtgebäude des Großh. Polizeiamts Hügelſtraße 31/33
(V.=K.)
2. Dienſträume des I. Polizeireviers (V.=K
3. Dienſträume des II. Polizeireviers (V.=K.)
4. Orpheum (V.=K.)
5. Alicehoſpital (K.=T.)
6. Oberwaldhaus (K.=T. und V.=K.)
7. Einſiedel (K.=T. und V.=K.
8. III. Polizeirevier: Griesheimer Weg 28, Maſchinenfabrik
Göbel (K.=T.)
9. Ständige Rettungswache der Sanitätskolonne,
Bismarck=
ſtraße 28 (3 R.=B.)
10. Landwehrſtraße 79: Zugführer der Sanitätskolonne Stier
(V.=K. und R.=B.)
11. Dienſträume des IV. Polizeireviers (V.=K.)
12. Karlſtraße 55: Kaufmann Chriſt (V.=K.)
13. Dienſträume des V. Polizeireviers (R.=B. und V.=K.)
14. Heidelberger Straße 72: Sanitätskolonnenmitglied Friſeur
Zeſchky (V.=K.)
15. Klappacherſtraße 90 (Oktroihaus) (K.=T.)
16. Ludwigshöhe: Reſtaurateur Wenz (K.=T. und V.=K.)
17. Dienſträume des VI. Polizeireviers (V.=K.)
18. Im Geißenſee 9: Lehrer Heinrich Schäfer (V.=K.)
19. Böllenfalltor, Elektriſche Wagenhalle (K.=T.)
20. Dienſträume des VII. Polizeireviers (V.=K.)
21. Arheilger Straße 43 (V.=K.)
Außerdem ſteht zur Beförderung der Krankentrausport=
Kraftwagen und ein geſchloſſener mit Pferden beſpannbarer
Kranken=
wagen zur Verfügung.
II. Die Inanſpruchnahme der Hilfeleiſtung erfolgt entweder
durch Vermittlung der Polizeiwache, Hügelſtraße 31/33 (Telephon
Nr. 8 und 109) oder durch unmittelbaren Anruf der ſtändigen
Rettungswache (Telephon Nr. 1707). Beide Stellen können von
jeder Fernſprechſtelle der Reichsfernſprechanlage, ſowie von jeder
Feuer= und Unfall=Meldeſtelle, die als ſolche durch Schilder und
Laternen gekennzeichnet iſt, zu jeder Tages= und Nachtzeit angerufen
werden. Die Bermittlung kann auch durch die einzelnen
Polizei=
reviere erfolgen, die an die Reichsfernſprechanlage angeſchloſſen ſind,
und zwar:
I. Polizeirevier: Tel. Nr. 2161,
V. Polizeirevier: Tel. Nr. 2165,
2162,I VI.
„ 2166,
III.
„ 2163, IVII.
,
„ „ 2167.
.
IV.
„ 2164,
III. Bei Veranſtaltungen, mit denen eine größere
Menſchen=
anſammlung oder eine erhöhte Gefahr für die Teilnehmer
ver=
bunden iſt, werden zufolge polizeilicher Anordnung
Sanitätsmann=
ſchaften von der freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz
geſtellt, die mit den erforderlichen Hilfsmitteln ausgeſtattet ſind.
Insbeſondere ſind bei jeder Vorſtellung im Großh. Hoftheater
und im Orpheum zwei Krankenträger zur Verſehung des
Rettungs=
dienſtes anweſend. Bei jedem größeren Brand hat ſich eine
Ab=
teilung der Sanitätskolonne an der Brandſtelle einzufinden. Falls
Hilfeleiſtungen in außergewöhnlich großem Umfang notwendig werden
ſollten, ſind Alarmvorkehrungen getroffen, durch die die Heranziehung
der geſamten freiwilligen Sanitatskolonne in kürzeſter Zeit
gewähr=
leiſtet iſt.
(2393
Darmſtadt, den 17. Januar 1913.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Jagd=Verpachtung.
Donnerstag, den 30. Januar 1913, nachm. 3 Uhr,
ſoll im Büro der unterzeichneten Stelle die Jagd in der Gemarkung
Eberſtadt, Kreis Darmſtadt, auf weitere 6 Jahre öffentlich
meiſt=
bietend verpachtet werden. Dieſelbe hat einen vorzüglichen
Wild=
beſtand in Rehen, Haſen, Rebhühnern, Faſanen und dergl. Die
Geſamtjagd, umfaſſend 1603 ha Flächeninhalt (800 ha Wald, 761,5ha
Ackerfeld und 41,5 ha Wieſen), wird in drei Bezirken verpachtet.
Je=
doch können auch Gebote auf die ganze Jagd abgegeben werden.
Bedingungen liegen auf der Großh. Bürgermeiſterei Eberſtadt
offen und können von da auch bezogen werden.
Eberſtadt, eine Stunde von Darmſtadt, Station der Staats=
Eiſenbahn (Main=Neckar=Bahn) und Straßenbahnverbindung mit
Darmſtadt, iſt ſehr bequem zu erreichen. Beide Halteſtellen liegen
direkt an bezw. mitten in den Jagdbezirken.
(2239ids
Eberſtadt, den 17. Januar 1913.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Eberſtadt
Schäfer.
Holz-Verſteigerung.
Mittwoch, 29. Januar l. J., vormittags ½9 Uhr,
wird in der Brücher’ſchen Wirtſchaft zu Arheilgen das
Brenn=
holz von den Abtriebsflächen in Zachariaseck 3 und Steinackerſchlag 5,
ſowie alles Dürr= und Windfallholz aus Forſtwartei Kleeneck, das
weſtlich Meſſeler Chauſſee ſitzt, verſteigert:
Scheiter, rm: 17 Buchen I. Kl., 187 Buchen II. Kl.
14 Hainbuchen, 95 Eichen, 45 Birken, 16 Erlen, 3 Linden,
2 Kiefern; Knüppel, rm: 181 Buchen, 89 Hainbuchen,
104 Eichen, 45 Birken, 26 Erlen, 3 Linden, 18 Fichten;
Knüp=
pel=Reiſig, rm: 5 Eichen; Reiſig, Wellen: 580 Buchen,
2060 Hainbuchen; Stöcke, rm: 18 Buchen, 22 Hainbuchen,
9 Eichen, 4 Erlen.
Die Abtriebsflächen liegen in nächſter Nähe vom Meſſeler Feld
und das Dürrholz hat die Nummern 41—320. Blau unterſtrichene
Nummern werden nicht verſteigert. Auskunft erteilen Großh.
Forſt=
wart Lang zu Meſſeler Falltorhaus, Poſt Meſſel, und Forſtwart
Bayerer zu Krauſe=Buche, Poſt Egelsbach.
Darmſtadt, den 21. Januar 1913.
Großherzogliche Oberförſterei Kranichſtein.
van der Hoop.
(2433.
4
Sreng= und Mammhoh=Berſteigerung.
Im Gräfenhäuſer Gemeindewald kommen zur Verſteigerung
Montag, den 27. und Dienstag, den 28. Januar 1913,
jedesmal um 9 Uhr vormittags anfangend,
I. 14 rm Buchen=Scheiter,
460 rm Kiefern=Knüppel,
179
Stöcke,
Knüppel,
17520 Stück
14 „ Eichen=Scheiter,
Wellen, meiſt
Knüppel,
Durchforſtungswellen.
160 „ Kiefern=Scheiter,
II. 22 Kiefern=Stämme von 26—45 cm mittl. Durchmeſſer und
—10 m Länge — 15,56 fm,
776 Stück Kiefern=Derb= und Reisſtangen = 7,65 fm.
Zuſammenkunft am 1. Tag am Erzhäuſer Fußpfad (alte Trift),
wo ſämtliches Brennholz aus Diſtrikt Hardt zum Ausgebot kommt.
Am 2. Tag auf dem Kreuz der Lang= und Altſchlagſchneiſe (Abtrieb),
wo das Brennholz aus Diſtrikt Sensfeldertanne und von
nachmit=
tag 2 Uhr ab das Stammholz zum Ausgebot kommt.
Steiglieb=
haber wollen das Holz vorher einſehen.
Gräfenhauſen, 21. Januar 1913.
(2382
Großherzogliche Bürgermeiſterei Gräfenhauſen.
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toriums, eines Verwalterhauſes
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Zim=
mer=, Spengler=, Dachdecker= und
Schloſſerarbeiten ſollen vergeben
werden.
Bedingungen liegen bei dem
unterzeichneten Amte, Grafenſtraße
Nr. 30, offen.
Angebote ſind bis
Dienstag, 11. Februar 1913,
vormittags 10 Uhr,
einzureichen.
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Darmſtadt, 21. Januar 1913.
Stadtbauamt.
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wurde heute die Firma Seipp &
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löſcht.
(2410
Darmſtadt, 17. Januar 1913.
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30
22. Kapitel.
Wie Mrs. Dorothea Catlin richtig geahnt und
gefürch=
tek, hatte der Aufenthalt von Gretchens Eltern viel
Un=
ruhe in ihr Haus gebracht, hervorgerufen durch Frau
Cllaudia, die einmal für Einſamkeit und
Zurückgezogen=
häit keine Neigung hatte — ſie mußte ſtets Abwechslung
haben.
In den erſten zwei Monaten war ſie klug genug
ge=
weſen, ihre wahre Natuc zu verbergen — aber jetzt zum
gerbſt wurde ſie unruhig; ſie ſehnte ſich nach Geſelligkeit,
lund die vornehme Ruhe in Villa Margareta langweilte
ſie: Immer und ewig dieſelben Geſichter, und beſonders
der junge Ehemann in ſeiner lächerlichen Verliebtheit
waurden ihr faſt unerträglich.
Der Major hatte mit ſeiner Gattin vier ſchöne
Zim=
mer der Villa inne, und abſolute Zwangloſigkeit war zur
Bedingung gemacht betreffs der Mahlzeiten, des
Aus=
geſhens uſw.
Die beiden hatten vollſtändig ihren Haushalt für ſich,
ſuld es vergingen manchmal Tage, an denen man Frau
leaudia gar nicht zu ſehen bekam.
Gretchen verſäumte nie, nnach ihrem Vater zu ſehen,
er- ſich wegen Lionel etwas zurückhielt.
Denn gar bald hatte der Major gemerkt, wie derſelbe
ſur Eiferſucht geneigt war auf alles, was in Gretchens
ſtärhe kam; er wollte ſeine Frau ganz für ſich haben!
Mrs, Dorothea Catlin hatte ſehr viel Sympathie für
Kein den Snen, und es ian der, daß ſeihen chenſtls
vorlas und für ſein Behagen ſorgte. Die Unterhaltung
mit dem ſo vielſeitig gebildeten Mann brachte ihr
An=
regung und wirkliches Vergnügen, während ſie Frau
Clau=
dia gar nicht leiden mochte.
So wäre alles in ſchönſter Harmonie verlaufen, wenn
eben die Majorin nicht der Störenfried geweſen wäre.
Sie hatte Bekanntſchaften geſchloſſen, die ſie auch
ein=
lud — und das war es, was Mrs. Catlin am meiſten
ſtörte — die fremden Leute in ihrem Haus!
Es war da beſonders ein franzöſiſcher Marquis, der
ſehr eifrig die Gaſtfreundſchaft der Villa Margareta
ſuchte.
DurchZufall hatte man ihn kennen gelernt; er war
von äußerſter Liebenswürdigkeit geweſen, und Claudia
hatte ihn direkt ſeinen Beſuch zu machen aufgefordert.
Anſcheinend war der nicht mehr junge Macquis in
glänzenden Verhältniſſen und ein Mann von tadelloſen
Formen. Aber doch war etwas an ihm, das Gretchen
ſtörte, die gegen ihn beeinflußte — war es der etwas
dreiſte Blick ſeiner dunklen Augen oder die allzu glatte
Geſchmeidigkeit und Höflichkeit — ſie wußte es nicht
genug, er war ihr unſympathiſch; er ſchien ihe trotz aller
Vornehmheit doch nicht comme il kaut!
Und ſie hatte recht gehabt mit ihrer Empfindung;
ſeine Einnahmequelle war das Spiel — alſo ein
ge=
nügender Grund, ſich ihm fernzuhalten, was Claudia aber
durchaus nicht berückſichtigte.
Stets war ſie in ſeiner Geſellſchaft auf der Promenade
zu ſehen, machte ſogar Ausflüge nach Nizza und Monte
Carlo mit ihm, und das durfte auf keinen Fall ſein. Man
ſprach ſchon dariber. Elendig halie ſtreng auf die
Rein=
heit des Namens zu achten, den ſie trug, und das
ver=
gaß ſie.
Vorſtellungen ihres Gatten waren ſruchtlos. Sie
hätte keine Luſt, in dieſer Krankenatmoſphäre ihr Daſein
zu verbringen, und man wäre grauſam und tyranniſch,
ihr die unſchuldigſten Freuden zu mißgönnen! Sie wüßte
genau, was ſie zu tun und zu laſſen hätte — — das waren
die Erwiderungen, die ſie dem Major gab.
Ihr Verhältnis zu Gretchen war ſehr kühl.
Die junge Frau begegnete ihr faſt mit
Geringſchätz=
ung; ſie konnte ſich nicht vorſtellen, und zu ſchwer war das,
was Claudia ihr getan — ſie wichen ſich beide ſo viel wie
möglich aus.
Und nun kam eine ſchwere Zeit für Margareta, in der
alles andere in den Hintergrund trat.
Lionel hatte ſich auf einer Automobilfahrt, die er trotz
Abratens der Mutter mit Greichen unternommen, erkältet,
und er lag ſeit einigen Tagen im Bett.
Aber trotz ſorgfältigſter Pflege und genaueſter
Be=
folgung der ärztlichen Vorſchriften wich die Erkältung
nicht, ſondern verſchlimmerte ſich immer mehr; eine böſe
Influenza war es geworden.
Margareta durfte kaum von ſeinem Lager weichen;
ſie mußte neben ihm ſitzen; er hielt ihre Hand in der ſeinen
und ſah ſie mit den großen, fieberiſch leuchtenden Augen
unverwandt an.
Er tat ihr ſo leid, und ſie ertrug ſeine Launen mit
großer Geduld. Eine unbeſtimmte Angſt erfüllte ſie, als
ſie einmal einen beſorgten Blick des Arztes aufgefangen
und Tränen in den Augen der ſonſt ſo willensſtarken Mrs.
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Catlin geſehen — ſtand es ſchlechter um Lionel, als ſie
ſelbſt wußte?
Raſſelnd und pfeifend ging ſein Atem, und heftige
Huſtenanfälle quälten ihn. Auf ihre beſorgten Fragen
hatte ihr der Arzt nur ſehr ausweichend geantwortet; aber
aus einer leiſen Bemerkung desſelben zur
Schwieger=
mutter hatte ſie entnommen, daß die Lunge wieder ſtark
angegriffen ſei.
Wieder? Alſo doch ſchon einmal?
Und da fiel ihr ein, daß Claudia früher einmal
ge=
ſagt hatte: der ſchwindſüchtige Amerikaner — ſollte ſie gar
recht gehabt haben? — und man hatte ihr, Gretchens,
junges, blühendes Leben an das eines unheilbar Kranken
gekettet?
Wenn dem ſo wäre, welches Unrecht! Man hätte es
ihr wenigſtens ſagen müſſen — ſie hätte dann ja doch
immer ihre Entſcheidung treffen können!
Schnell aber verſcheuchte ſie ſolche bittern, rebelliſchen
Gedanken, wenn ſie in ſein leidendes Geſicht ſchaute —— er
hatte ſie ja ſo lieb und war ſtets darauf bedacht geweſen,
ihr Freude zu bereiten. Und tapfer hielt ſie bei ihm aus.
Wenn Lionel ſchlief, war ſie bei ihrem Vater, der ſich
in dieſer wunderbaren Umgebung ſichtlich erholt hatte. Er
verſtand ſie ſo gut zu tröften, wenn ſie mit ihren Sorgen
zu ihm kam, obgleich er ſelbſt nicht recht an ſeine Worte
glaubte. Aber ſo lange wie möglich wollte er ſeiner
Toch=
ter die Gewißheit erſparen, daß ihr Gatte ein langſam
Dahinſiechender war, der ſich nur mit Aufbietung aller
Kräfte hielt.
Es war jetzt eine ſehr ſtille Zeit in Villa Margareta.
Auch die Dienerſchaft ging gedrückt und mit bekümmerten
Geſichtern einher; nur Claudia wollte nicht einſehen, daß
es jetzt nicht paſſend war, nichtigen Vergnügungen
nach=
zugehen. Nach wie vor empfing ſie die Beſuche des
Mar=
quis, der niemals verfehlte, auch Gretchen ſeine
Aufwar=
tung zu machen, was Lionel furchtbar aufregte, wenn er
es erfuhr — er wollte durchaus keine ſremden Leute im
Hauſe wiſſen!
Auch mochte er niemand anders um ſich haben, als
ſeine Mutter und ſeine Frau, und ſo fiel dieſem zarten
Weſen die anſtrengende Aufgabe zu, ſich abwechſelnd mit
Dorothea Catlin in die beſchwerliche Pflege des Kranken
zu teilen; denn die Diakoniſſin hatte man wieder
fort=
ſchicken müſſen, da ihr Anblick Lionel zu ſehr beunruhigte.
Kaum, daß der Major täglich auf einen Augenblick im
Krankenzimmer vorſprechen durfte; ſeine Gattin hatte
man bitten müſſen, ihre Beſuche vorläufig einzuſtellen,
womit man ihren Wünſchen nur entgegen kam.
So war ſie ſich ſelbſt überlaſſen und war ſehr häufig
mit dem Marquis zuſammen, der trotz allem noch zu ihr
kam, nur daß er jetzt nicht mehr bei Gretchen vorſprach,
Dieſe hatte ſich längſt vorgenommen, dieſen täglichen
Beſuchen ein Ende zu machen, ſobald es die Gelegenheit
ergab. Und die war ihr günſtig geweſen.
Margareta war dazu gekommen, wie der Marquis
ſeinen Arm um Claudia geſchlungen hatte und lebhaft auf
ſie einſprach. Sie verſchwieg aber, daß ſie Claudia in
dieſer vertraulichen Situation geſehen hatte, um ſie zu
ſchonen und um des Vaters willen keinen Skandal
her=
vorzurufen. Deshalb bat ſie die Stiefmutter nur in
ruhiger Weiſe, den Marquis zu veranlaſſen, für jetzt ſeine
Beſuche einzuſtellen.
Doch da kam ſie ſchön an. Gereizt entgegnete
Clau=
dia: Ich begreife nicht wie Euch das ſtören kann —
Es iſt aber ſo, und Lionel wünſcht es ſo —
Kindiſcher Eigenſinn eines Kranken, dem mich zu
fügen ich keine Luſt habe, meine Liebe! Es iſt grauſam,
mir das harmloſe Vergnügen der Unterhaltung mit dem
geiſtvollen Franzoſen zu mißgönnen — ich komme mir
ſchon beinahe vor wie in einem Gefängnis
Das haſt Du wirklich nicht nötig, Dir einzubilden,
Claudia, war Gretchens ruhige Erwiderung. Du freuteſt
Dich doch ſogar ſeinerzeit auf die Ueberſiedelung —
(Fortſetzung folgtl
Claudia zuckte die Achſeln.
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Wert iſt auf die richtige Wiedergabe des Sonnenlichtes
und der Stimmung gelegt, ferner des Straßenlebens.
Letzteres iſt nur bei Momentaufnahmen möglich, wenn
die aufgenommenen Leute von dieſem Vorgange keine
Ahnung haben. Zum Schluſſe zeigte der Vortragende
ein vorzüglich gelungenes Bild des verſtorbenen
Schrift=
ſtellers Mar Raabe, auf den Braunſchweig mit Recht ſtolz
iſt und ſein kann. Es gab ihm Veranlaſſung, den Humor
und beſonders den ſtillen, aber doch tiefen Patriotismus
dieſes Meiſters, den er perſönlich kannte, zu preiſen. Ein
Stück Patriotismus iſt auch, wenn man, wie in Goslar,
Hildesheim und Braunſchweig, eifrig bemüht iſt,
Denk=
mäler aus alter Zeit zu erhalten, zur Freude der Laien
und zum Anſporn für den Künſtler und Forſcher. Reicher
Beifall der leider nur ſehr ſpärlich erſchienenen Zuhörer
lohnte den außerordentlich intereſſanten Vortrag, dem
von ſeiten der Hochſchule u. a. der Rektor, Herr Geh.
Baurat Profeſſor Wickop und die Herren Profeſſoren
Geh. Baurat Dr. Schering, Geh. Baurat
Guter=
muth und Dr. Klemm beiwohnten.
Vorträge.
D. Dienstag abend fand im großen Hörſaal des
Phyſikaliſchen Inſtituts der Techniſchen Hochſchule der
erſte der Vorträge zu Gunſten des
Photographi=
ſchen Inſtituts der Techniſchen Hochſchule
ſtatt, bei dem Herr Profeſſor Dr. Fr. Limmer ſprach
über „Goslar, Hildesheim und Alt=
Braun=
ſchweig‟ Erſt ſeit neueſter Zeit wendet man, ſo führte
der Vortragende aus, der Photographie größeres,
ein=
gehendes Intereſſe zu. So iſt auch an der hieſigen
Tech=
niſchen Hochſchule mit Unterſtützung des
Staatsminiſte=
riums und von privater Seite ein ſelbſtändiges Inſtitut
entſtanden, das nächſtens übernommen werden wird. Es
liegt auf der Hand, daß ſelbſt im beſten Falle der Erfolg
der Vorträge die aufgewendete Arbeit nicht lohnend
machen wird. Aber ſie ſollen dazu dienen, das Inſtitut
populär und zum Brennpunkte des Intereſſes zu machen.
Und wenn dieſes erreicht iſt, dann werden ſchon weitere
Mittel bewilligt werden. Redner geht dann zu ſeinem
eigentlichen Thema über und gibt zunächſt einen kurzen
Abriß der ſehr bewegten und intereſſanten Geſchichte der
drei ſehr alten Städte und ihrer wichtigſten Bauten. An
Hand von Plänen werden die Zuhörer mit dem
Stadt=
bilde im Grundriſſe bekannt gemacht, und dann ziehen vor
ihrem Auge in einer Reihe von über 100 Lichtbildern die
maleriſchſten Bauwerke und Straßenbilder vorüber. Dieſe
ſind mit einer ſolchen Schärfe aufgenommen und alle
Feinheiten herausgearbeitet, daß es wirklich der
Verſiche=
rung des Vortragenden bedurfte, daß die Aufnahmen mit
einer einfachen Spiegel=Reflex=Kamera gemacht wurden,
wozu außerordentlich billige Platten zur Verwendung
kamen. Sie gaben Gelegenheit, den erleſenen
künſtleri=
ſchen Geſchmack zu bewundern, den Herr Profeſſor Lim=
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
* Wandervogel. Man ſchreibt uns: Anna
Zinkeiſen aus München wird am Samstag, den
25. Januar, im Saale der Baugewerkſchule hier deutſche
Volkslieder des 15. und 18. Jahrhunderts mit Begleitung
der doppelchörigen Laute und Gitarre vortragen. Anna
Zinkeiſen iſt die einzige Künſtlerin, die zur Begleitung
ihrer Geſänge die hiſtoriſche, echte doppelchörige Laute
ſpielt. Die Laute iſt im Jahre 1712 von einem der
be=
rühmteſten Lautenmacher, Chriſt. Hofmann in Leipzig,
dem Freunde Joh. Seb. Bachs, gebaut. Anna Zinkeiſen
verfügt über eine ſympathiſche Stimme und verſteht es,
unſere alten deutſchen Volkslieder, ſeien es Minnelieder,
geiſtliche Lieder, Abſchiedslieder, Schelmenlieder und
Bal=
laden, vollendet wiederzugeben und in feinſinniger Weiſe
zu begkeiten. Veranſtalter des Abends iſt der
Wander=
vogel, Ortsgruppe Darmſtadt des Deutſchen Bundes
für Jugendwandern, der ſich u. a. auch die Pflege des
Volksliedes zur Aufgabe gemacht hat. (Näheres folgt.)
Luftfahrt.
* Berlin, 21. Jan. Die Deutſche Verſuchs=
Anſtalt für Luftfahrt hielt heute in Berlin ihre
dritte Verſammlung ab. Nachdem die Mitglieder die neu
errichteten Anlagen der Anſtalt auf dem Flugplatz
Johan=
nisthal beſichtigt hatten, fand nachmittags im Reichsamt
des Innern die eigentliche Sitzung unter dem Vorſitz des
Präſidenten Exzellenz v. Rieß ſtatt. Geheimer
Ober=
regierungsrat Albert begrüßte die Verſammlung im
Namen des Staatsſekretärs Dr. Delbrück. Von den
Reſ=
ſorts waren außerdem vertreten das preußiſche
Kriegs=
miniſterium durch Oberſtleutnant Oſchmann, das
Mini=
ſterium der öffentlichen Arbeiten durch Geheimen
Ober=
regierungsrat Tulle, das Miniſterium des Innern durch
eheimen Regierungsrat von Gröning, das
Kultusmini=
ſterium durch Profeſſor Krüß. Die Beteiligung aus den
Kreiſen der Luftfahrttechnik und der Induſtrie war ſehr
rege. Dem Vorſtand wurde Entlaſtung erteilt. Neu in
den Vorſtand wurde gewählt: als erſter Vizepräſident
Kommerzienrat Kleyer, erſter Vorſitzender des Vereins
Deutſcher Motorfahrzeuginduſtrieller. Dr.
Bende=
mann legte die Entwickelung der Anſtalt dar, die gerade
die Prüfungen für den erſten Flugzeugmotor=Wettbewerb
um den Kaiſerpreis abgeſchloſſen hat. Der weitere Aus= der Anſtalt, insbeſondere ſoweit die techniſche
Ent=
wicklung und Förderung des Flugweſens, ſowie
Verſuche=
auf dem Gebiete der elektriſchen Einflüſſe auf die
Luſt=
fahrt in Frage kommen, und die dazu erforderlichen
Mit=
tel wurden bewilligt. Am Abend vereinigten ſich die=
Teilnehmer auf Einladung des zweiten Vizepräſidenten
Kommerzienrat Stilke zu einem geſelligen Beiſammenſeins
im Kaiſerlichen Automobilklub.
sr. Luftfahrerverband und Induſtrie
Wie bereits mitgeteilt, hat der Vorſtandsrat des Deutſchen
Luftfahrerverbandes ſeinen viel angefochtenen Beſchluß,
Verbands=Veranſtaltungen künftig nur noch für
Flug=
zeuge ſolcher Fabriken frei zu geben, die der Flugzeug
Konvention des Vereins Deutſcher
Motorfahrzeugindu=
ſtrieller angehören, weſentlich modifiziert. Die neue Be
ſtimmung lautet: An Veranſtaltungen mit mehr als ſecht
Fliegern (das heißt Verbands=Veranſtaltungen) könng
Flugzeuge teilnehmen, welche von Mitgliedern der Flug
zeugkonvention des V. D. M. J. hergeſtellt ſind, un
Flugzeuge des Heeres und der Marine. Auf Antrag kön
nen zu Verbands=Veranſtaltungen mit Genehmigung de
Flugzeugabteilung auch andere Flugzeuge zugelaſſen wen
den, mit denen folgende Abnahmebedingungen erfüll
ſind: a) Zwei Flüge entſprechend den für die Erwerbung
des Flugführerzeugniſſes vorgeſchriebenen; b) ein Flu
bei dem eine Höhe von 500 Metern in längſtens 15
Min=
ten erreicht ſein muß. Dieſe Bedingung kann zugleichm
einem der beiden erſten Flüge erfüllt werden; c) die Flüg
müſſen mit Fluggaſt oder mit 70 Kilogramm Ballaſt aus
geführt werden. Die Bedingungen müſſen für jeden
Wettbewerb von hierfür Beauftragten des Verbandese
füllt werden, und zwar in der Zeit vom Nennungsſchlß
bis zu dem in der Ausſchreibung feſtgelegten Abnahm
termin. Hierüber iſt ein Protokoll aufzunehmen.
sr. Der große Fernflug Buenos=Aire
Mar del Plata, der vom Argentiniſchen Aeroll
organiſiert wurde, brachte drei Bewerber an den Stm
Sieger blieb der Bleriot=Flieger Fels, der die Strell
ohne Defekt zurücklegte. Zweiter wurde der Deuſſche
Lübbe auf Rumpler. Der Bleriot=Steuermann Origon
der einen Sturz aus 1000 Meter Höhe machte, wurde auf
der Stelle getötet.
Handel und Verkehr.
* Mannheim, 21. Jan. In einer heute nacht
tag im hieſigen Börſenſaal abgehaltenen Sitzung hat
der „Verband ſüddeutſcher Getreidevörſ
und=märkte” konſtituiert. Zweck des Verbandes
die Wahrung der gemeinſamen Intereſſen der and
Börſen und Märkten vertretenen Handelszweige.
Vorſtand bilden die Herren Weingart=Mannheim a
Vorſitzender, Bodenheimer=Mannheim als Schatzmeiſel
und Schriftführer, Blumenthal=Frankfurt a. M. als ſtell
vertretender Vorſitzender, ferner Baumann=Straßburg in
Elſaß und Kommerzienrat Feine=Mainz. Die Geſchäft
führung iſt Herrn Dr. Lindemann=Mannheim übertragn
worden.
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Zu den großen Modeartikeln, Delzwerk anbelangend, gehört Weißfuchs.
And man darf ſich nicht wundern, daß er ſo beliebt iſt, er iſt außerordentlich
kleidſam, federleicht im Tragen und dabei weder allzu unpraktiſch noch allzu
teuer, obwohl auch ſein Preis in dieſem Winter ſehr geſtiegen iſt. Als
Kollier ſowie Muff iſt er ſchon ſeit Jahren beliebt, neuer aber iſt ſeine
Beliebtheit zu Garniturzwecken, d. h. zum Beſetzen von Kleidern, Mänteln,
Hüten, Muffen, die nur leider den Nachteil haben, doch recht koſtbar zu ſein,
denn aus einem Fuchsfell ſchneidet man nicht gar zuviel
Streifen zum Verbrämen heraus. Die Abendmänkel aus
dunklem Sämmet, die mit Weißfuchs verbrämt ſind,
ge=
hören jedenfalls zum Eleganteſten, das es gibt, und
ebenſo das Sportkleid, welches mit einem Kragen und
Manſchetten aus Weißfuchs ausgeſtattet iſt. Für die
Straße wäre ein mit weißem Delz verbrämtes Kleid,
ſofern als ſich die Verbrämung nicht nur auf den
Kragen und die Manſchetten beſchränken, ſondern auch
auf den Nock erſtrecken würde, nicht elegant, es gehört
in den Wagen und ſtellt ein elegantes Beſuchs=,
Nach=
mittags= oder Schlittſchuhlaufkleid dar.
Daalſo Weißfuchs
trotz ſeines
verhältnis=
mäßig vernünftigen
J
Dreiſes für die meiſten
Frauendoch noch
Anver=
nunft bedeutet, da man
aber doch an der Mode
teilnehmen möchte, ſo
ſann man auf Erſatz und fand ihn in weißem
Moufflon, der billig iſt — wenigſtens
vorläufig — ſehr nett ausſieht und einen
guten Erſatz für Weißfuchs bietet. Man
wird alſo ein feſches, elegantes
Eislauf=
koſtüm aus ſchwarzem Velvet herſtellen
und mit weißem Moufflon beſetzen, der
ſich auch ſehr gut als Hutgarnitur eignet,
denn das Amgeben der Hüte mit einem
breiten Delzſtreifen iſt in dieſem Winter
wenn man
moderner denn je
es trotzdem verhältnismäßig wenig
ſieht, ſo iſt es deshalb, weil ſich der
Koſtenpunkt dieſer Liebhaberei hindernd
entgegenſtellt. — Weißer Moufflon
kann auch zur
Gar=
nitur eines Muffs
fol=
gendermaßen verwender
werden: Uebereine
feder=
gefüllte Grundform von
45 cm Breite und
30 cm Höhe legt man
den Oberſtoff. Dieſer
mißt 55cm in der Breite
und 65 cm in der Höhe
(wenn er bereits
zu=
ſammengenäht iſt). Die
beiden Oeffnungen
wer=
den eingekräuſelt und
nun auf der Grundform
befeſtigt. Dadurch, daß
der Oberſtoff weiter iſt
als die Grundform, fällt
er unten in leichtem
Bogen über. An den
Oeffnungen werden die
nach Belieben
breitzu=
haltenden Streifen aus
Moufflon angebracht,
57800 u. 57811
eventuellauchzwei
Delz=
ſtreifen nebeneinander,
ein dunkler und ein weißer Streifen. Die
Muff=
bekleidung ſelber iſt aus Libertyatlas, aus weichem
Sammet, eventuell aus Velvet. Handelt es ſich um
einen Luxusmuff, der zum Nachmittagsanzug getragen
werden ſoll und bis tief in das Frühjahr hinein
„unentbehrlich” iſt, dann kann er einer Dariſer Mode=
laune nach aus demſelben Sammet oder Seidenſtoff
wie der Hut hergeſtellt werden, alſo manchmal in
ganz leuchkenden Tönen Bleu royal, cerise, Altgold,
Biſchofslila.
Ein anderes weißes Delzwerk, das auch wieder mehr
Beachtung ſindet, iſt weißes Tibetfell. Speziell zum Verbrämen von
Abendmänteln ſieht es ſehr gut aus, iſt es überdies ſehr
zweckent=
ſprechend, denn es iſt leicht und warm, und jeder Abendmantel
be=
kommt nun mal ein anderes Geſicht, wenn er mit einem großen
Delz=
kragen ausgeſtattet iſt, den man an kalten Tagen aufſchlagen kann.
Ein Abendmantel in Kimonoform aus ſchwarzem Velvet mit weißem
Tibetkragen ſtellt ſich nicht keuer und kann ſich im eleganteſten Veſtibül
ſehen laſſen.
Noch ein anderes weißes Delzwerk, noch billiger, noch geringer, aber
z. B. für junge Mädchen ſehr nett ausſehend, ſind die Imitationen von
Bei Beſtellung iſt genaue Angabe der
Nummer, Taillenweite, Hüftweike und
Oberweite erforderlich. Bezugsquelle für
Butterick’s Schnittmuſter
ſind die überall beſtehenden Butterick’s.
Agenkuren oder auch die Schnitlmuſter=
Abteilung von Butterick’s Moden=Revue,
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Weißfuchs und Hermelin aus Haſen= und Kaninchenfell. Hier kommt
es auf die Qualität und auf die Ark und Weiſe der Verarbeitung
an. Ein dunkelſtahlblaues Velours-de-laine-Kleid, deſſen Jacke einen
Schalkragen, Aermelaufſchläge und eine Nockbordüre aus
Hermelin=
imitation erhält, wird, wenn es gut gearbeitet iſt, reizend ausſehen.
Niemand wird ſo albern ſein zu meinen, man wolle mit der Imitation
echten Hermelin vortäuſchen — man will nur, daß das Ganze gefällig
und modern ausſehe. Ob dieſes Reſultat erreicht wird oder nicht, liegt
einzig und allein an der Verarbeitung.
M. v. Suttner.
Beſchreibung zu unſeren Abbildungen.
Nr. 57444. Da augenblicklich jede Frau einen
Robes=
pierrekragen trägt, unter irgendeiner Geſtalt, mit oder ohne
Fichu, geſchloſſen oder ausgeſchnitten, ſo bringen wir unter
Nr. 57444 einige Vorlagen. Sie ſind ſämtlich kleidſam,
leicht anzufertigen und billig, und manche Dame wird ſicher im
erſten Moment verlegen ſein, welchem Muſter ſie den Vorzug
geben ſoll. Für die Kragen verwendet man Sammet, Velvet,
Liberkyatlas, waſchbare Japonſeide uſw., für die Fichus Tüll,
Spitze oder Chiffon. Das zu den Muſtern nötige wenige Makerial
iſt auf jedem Schnittmuſter genau angegeben. Preis des in
3 Größen erhältlichen
Muſters 65 Pfennig.
Nr. 57500. Niemand
ſchätzt einen Morgenrock
mehr als die anſtrengend
tätige Frau, und dieſe wirt.
57444
ſicher das unker Nr. 57500
abgebildete Muſter, das gleichzeitig für
Bade=
mänkel und Deignoirs verwendet werden kann,
mit Freuden begrüßen. Am angenehmſten im
Tragen ſind wohl Flauſchſtoffe, ſollken dieſe als
zu warm befunden werden, dann greife man zu
Kaſchmir, Vigogne, Wollmuſſelin oder endlich
Barchenk. Man kann das genannke Deſſin mit
großem Kragen und mit oder ohne Manſchetken
ausführen. Rückwärts iſt der Morgenrock
halb=
anliegend und je nach der Ausführung des Kragens
am Hals etwas offen oder bis oben geſchloſſen.
Material bei einer Oberweite von 91 cm: Von
81 cm breitem Stoff 4,80 m. Preis des in
8 Größen erhältlichen Muſters 65 Pfennig.
Nr. 57511. Welche kleine
Tanzſtunden=
ſchülerin wäre nicht
ent=
zückt, wenn es heißt,
ein Kleidchen zu bekommen
nach Vorlage Nr. 57511,
das ſo echt pariſeriſch
und dabei doch ſo
ein=
fach iſt. Wie aus der
Abbildung erſichtlich, hat
das Kleidchen die moderne
Tunika, Stehkragen, runden
oder viereckigen Ausſchnitt.
Ebenſo ſind zwei Arken
Aermel vorgeſehen. Bei
dem dreiteiligen Rock kann
man natürlich auch die
Tunika fortlaſſen. Ein
Futtermuſter iſtvorgeſehen-
Japon, Liberty, Louiſine,
Baumwollkrepp, Mull uſw.
ſind geeignete Materialien.
Alle notwendigen Angaben
betreffend Material uſw.
findet man auf dem
Schnitt=
muſter vermerkt. Dreis
des in 9 Größen erhält=
57500
lichen Muſters 65 Pfennig.
Nr. 57800. Viele neue Modelle von Taillen, Bluſen ſowie
Jacken ſind mit Weſten ausgeſtattet, ſo auch die unter Nr. 57800
abgebildete Taille. Bei der Auswahl des Stoffes für den Weſten.
einſatz iſt dem perſönlichen Geſchmack ein weiter Spielraum
ge=
laſſen. Auf alle Fälle iſt aber für denſelben ein abſtechender Stoff
zu empfehlen. Vorder= und Rückenteil ſowie die Oberärmel ſind
in eins geſchnitten, der angeſetzte Aermel folgt der ganz neuen
Linie. Nr. 57300 iſt auf feſter Futtertaille gearbeitet, hat einen
Stehkragen, runden Ausſchnitt oder flachen Kragen. Material bei
5751I
einer Oberweite von 91 cm für die Bluſe mit langen Aermeln:
Von 110 cm breitem Stoff 1,45 m. Von 88 cm breitem Stoff
für den Weſteneinſatz 50 cm. Dreis des in 7 Größen erhältlichen Muſters 85 Pfennig.
Nr. 57811. Die „glatten Röcke”, von denen man zum Anterſchied von den
„drapierten Röcken” ſpricht, ſind oft ſo kompliziert geſchnitten und ausgeführt, daß die
Bezeichnung „glatt” kaum ganz Berechtigung hat. Einen derartigen Rock, der im
Tunikaſtil gearbeitet iſt, finden wir unter Nr. 57811 abgebildet. Der Schnitt beſteht
aus vier Teilen, hat eine leicht gehobene Taillenlinie, eine eingelegte Falte an jeder
Seitennaht und eine Falke an jeder Seike des Hinterpaneels. Dieſer elegante Nack iſt
verhältnismäßig leicht zuſammenzuſtellen. Material bei einer Taillenweite von 6; cm:
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am 22. Januar übernommen habe. — Es wird mein eifrigstes Bestreben sein, meine
werten Gästen, wie auch früher, durch Verabreichung erstklassiger Biere,
Löwenbräu, hell, Culmbacher Mönchshof und biesiges Bier, sowie aller
Weine aus dem bekannten Keller meines Vaters, warmer u. kalter Speisen, sowie
guten Mittagstisch, reell und prompt zu bedienen.
Indem ich um Unterstützung meines neuen Unternehmes bitte, empfehle mich
mit aller Hochachtung
Hans Christ.
2388dfs)
annuannnnnn vosaunnnannn annmansnasnannannnunnanaunsamnannnunnnenne
Iſ=
Kliegerseremn Darmſlam.
Die Feier des Allerhöchſten Geburtstages
Seiner Majeſtät des Kaiſers findet am
Sams=
tag, 25. d. Mts., abends 8½ Uhr, im
Städti=
ſchen Saalbau ſtatt. Näheres iſt bereits am 20.
d. Mts. bekannt gegeben.
Die Muſik wird von der Kapelle des Feld=Art.=Regts. Nr. 61
unter Leitung des Obermuſikmeiſters Herrn Weber ausgeführt.
Der Vorſtand.
2449)
Ea
E
Veremnigte Gosenschalt.
Samstag, den 25. Januar, abends 8 Uhr,
2
m
Fest-Ba
zur Leier des Geburtstags Sr. Majeſtät des Kaiſers.
Karten zu dem gemeinſchaftlichen Abendeſſen zum Preiſe
von 2 Mark werden bis 25. ds. Mts., mittags 1 Uhr, durch den
Geſellſchaftswirt ausgegeben. Für Teilnehmer ohne Karten erhöht
ſich der Preis des Gedeckes auf 2.50 Mark. Im Intereſſe
geord=
neten Servierens wird gebeten, die Löſung von Tiſchkarten nicht zu
verſäumen.
(2419
Ein Waschfest
wie es sein soll!
findet am Donnerstag, den 23. Januar, nachm. 4. Uhr
im Kaisersaal-Fürstensaal statt.: (2440
Es wird praktisch vorgeführt werden, wie es
möglich ist, auch bei beschränkten
Raumverhüft-
nissen die teure wäsche im ause nach
fort-
schrittliche „glenisc enGrundsätzen zu waschen.
Alls Damen werden zu dieser praktischen Vorführung
höflichst eingeladen. —
Eintritt freil
FrauWw. ingenieurChr. Reumann.
Chausseehaus Heidelbergerstr.
Heute
Donnerstag
Spezialität: sowie Hausmacher Bratwurst.
Metzeisuppe
Hausmacher Wurst, Ia Schweinepfeffer,
(2438
Am nächsten Sonntag
von 4½ Uhr ab: Karnevalistisches Konzert.
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der internat. Schaubühne
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Donnerstag, den 23. Januar 1913.
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Erſtes Gaſtſpiel
von Florence Macbeth.
Rigoletto.
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Ita=
lieniſchen des F. M. Piave, von
J. C. Grünbaum. Muſik von
J. Verdi.
Muſikal. Leiter: Richard Lert.
Spielleiter: Wilhelm Riechmann.
Perſonen:
Herzog von
Man=
tua
Aug. Globerger
Rigoletto, ſ.
Hof=
narr . . . . . Georg Weber
Gilda, deſſ. Tocht.
Graf v. Monterone Alfr. Stephani
Graf v. Ceprano Auguſt Kräger
Die Gräfin, ſeine
Erika Hartmut
Gemahlin .
Marullo, Kavalier Otto Semper
Borſa, Höfling . Karl Jahn
Sparafucile, ein
Bravo .
L. Schützendorf
Maddalena, ſeine
Schweſter . . Anna Jacobs
Giovanna, Gildas
Geſellſchafterin . JohannaKaſten
Ein Huiſſier .
. Br. Waigandt
Hede Schaub
Ein Page .
Gilda: Florence Macbeth.
Nach dem 1. u. 3. Akte je läng. Pauſe.
Gewöhnliche Preiſe:
Proſzeniumsloge 6.10 M.,
Mittel=
loge 6.10 M., Balkonloge 5.10 M.,
I. Rang 4.60 M., II. Rang: 1.—6.
Reihe 2.60 M., 7. u. 8. Reihe 2.05 M.,
Sperrſitz: 1.—13. Reihe 4.10 M.,
14.—20. Reihe 3.30 M., Parterre:
1.—5. Reihe 2.80 M., 6.—8. Reihe
2.25 M., I. Gal. 1.25 M., II. Gal.
0.65 M.
Anf 7½ Uhr. Ende 10¼ Uhr.
Kartenvk. v. 9½—1½ u. v. 6½ U. an.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Freitas 24. Jan. 104. Ab.=Vſt.
C 27.Cavalleria
rusti-
can a.: Hierauf: Der
Ba=
ja zzo.‟ Gew. Pr. Anf. 7 Uhr.
Samstag, 25. Jan. Außer Ab.
Voſſen=Zyklus (zu ermäß.
Preiſen). Vierter u. letzter Abend.
Neu einſtudiert: „Der
Zer=
riſſene‟. Poſſe von Neſtroy.
Anf. 7½ Uhr. (Vgl. beſ. Anzeige.)
Sonntag, 26. Jan. Nachmittags
2½ Uhr: 17. Volksvorſtellung zu
ermäßigten Preiſen. „Die
ver=
ſunkene Glocke.” Vorverkauf
bis einſchließl. Samstag, 25. Jan.,
nur im Verkehrsbüro (Ernſt=
Lud=
wigsplatz). Verkauf der noch
vor=
handenen Karten an der
Tages=
kaſſe im Hoftheater am Tage der
Vorſtellung, während der üblichen
Kaſſeſtunden. — Abends 7½ Uhr:
105. Ab.=Vſt. D 26. Zweites u.
letztes Gaſtſpiel von Florence
Mac=
beth. „Der Barbier von
Sevilla.” Roſine: Florence
Macbeth. Gewöhnl. Preiſe.