Abonnementspreis
Inſerake
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
175. Jahrgang
werden angenommen in Darmſtadt.
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 20 Seiten.
Das Wichtigſte vom Tage.
Der frühere Präſident des ungariſchen Magnatenhauſes
und Kultusminiſter Graf Albin Cſaky iſt
ge=
ſtorben.
Der Miniſterpräſident Geſchow eröffnete am Sonntag
die bulgariſche Sobranje im Namen des
Königs.
Die erſte Sitzung der Londoner
Friedens=
delegierten hat geſteen mittag begonnen.
Bei einem Eiſenbahnzuſammenſtoß in der Nähe
von Mangano (Sizilien) wurden 15 Perſonen
ge=
tötet und viele verletzt.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 5.
Reichstagsgericht.
* In Nr. 11 des Deutſchen Reichs=Archivs, Zeitſchrift
für deutſche Angelegenheiten führt der Herausgeber der
Zeitſchrift, Herr O. Tippel, aus:
Daß das heutige Wahlprüfungsverfahren
für die Mandate zum Reichstag unhaltbar iſt,
wird allgemein anerkannt, ſehr bedenklich aber wäre es,
dieſe Wahlprüfungen — wie von einer Seite vorgeſchlagen
— den Oberlandesgerichten für die in ihren Bezirken
be=
legenen Wahlkreiſe zu übertragen, denn dadurch könnten
ganz erhebliche Nachteile entſtehen Es iſt ohne weiteres
klar, daß die verſchiedenen Oberlandesgerichte über ein
und dieſelbe Frage zu verſchiedenen Auffaſſungen kommen
würden. Demnach dürfte es vorkommen, daß in
Rhein=
land ein Vorgang als unzuläſſige Wahlbeeinfluſſung
er=
achtet werden würde, der von den Gerichten in Schleſien
unangefochten bliebe. Hieraus müßte ſich
notwendiger=
weiſe eine große Verwirrung ergeben. Die Hauptſache
bei der Neuordnung des Wahlprüfungsverfahrens iſt, die
Entſcheidung den Parteien, die ſelbſt in der Sache Partei
ſind, zu entziehen und zugleich eine feſte Praxis in den
Rechtsgrundſätzen herzuſtellen. Nach der heutigen
Sach=
lage wechſeln die Grundſätze mit den Mehrheiten, und
dem muß vorgebeugt werden.
Notwendig iſt ein eigener Gerichtshof, der ſtändig
(als erſte und letzte Inſtanz alle Mandate und Proteſte
zu prüfen und über das Ergebnis endgültig zu entſcheiden
hat.
Dieſer Gerichtshof könnte die Firma „
Reichstags=
gericht” führen und mit einem oder zwei Senaten von
fünf Mitgliedern aus den Reihen der
Oberlandesgerichts=
oder Reichsgerichtsräte und einem rechtskundigen
Mit=
gliede des Reichstages beſetzt werden. Dieſem
Reichs=
tagsgericht wären einige jüngere Richter als
Ermitte=
lungsrichter zuzuteilen, welche die vom Reichstagsgericht
beſchloſſenen Erhebungen und Vernehmungen am Sitze
des einzelnen in Frage kommenden Gerichts auszuführen
hätten. Iſt durch den Ermittelungsrichter das
Tatſachen=
material hinreichend beſchafft, dann würde analog des
Strafprozeßverfahrens Termin zur öffentlichen
Haupt=
verhandlung vor dem Reichstagsgericht anzuſetzen und in
dieſem über die einzelnen Behauptungen durch
Beweis=
aufnahme zu verhandeln ſein. Es bliebe zu erwägen, ob
den Proteſterhebern und den durch den Wahlproteſt
an=
gegriffenen Parteien in beſchränktem Umfange eine
Ver=
teibigung in der mündlichen Verhandlung zuzubilligen
wäre Soweit Wahlungehörigkeiten von Behörden oder
Amtsperſonen gerügt würden, müßte der Regierung das
Recht zuſtehen, ſich in der Verhandlung durch einen
Kom=
miſſar, vertreten zu laſſen.
Auf die Hauptverhandlungen des Reichstagsgerichtes
hätten die Beſtimmungen über die Oeffentlichkeit des
Strafverfahrens Anwendung zu finden. Für die
Abhal=
tung der Hauptverhandlung käme ſtets der Sitz des
be=
treffenden Landgerichts in Frage, in deſſen Bezirk der
Wahlkreis liegt.
Das Reichstagsgericht würde gehalten ſein, dem
Reichstage und den betreffenden Abgeordneten die mit
Gründen verſehene Entſcheidung unter Feſtſtellung des
Ergebniſſes der Beweisaufnahme mitzuteilen.
Inner=
halb drei Tagen nach ergangener Entſcheidung wären
Reichstag und Mandatsinhaber bereits von der
Gültig=
keits= oder Ungültigkeitserklärung des Mandates zu
be=
nachrichtigen.
Durch einen ſolchen Gerichtshof, deſſen Mitglieder
möglichſt lange in ihrem Amte verbleiben müßten,
wür=
den feite Grundſätze zur Anerkennung kommen, die ſich
allmählich auch in der Wählerſchaft durchſetzen dürften.
Jedenfalls wäre mit einem unabhängigen Gerichtshofe
für die Beurteilung der Wahlvorgänge eine den
partei=
politiſchen Einflüſſen vollkommen entzogene Inſtanz
ge=
ſchaffen, deren Entſcheidungen manches zur Geſundung
der Wahlagitation beitragen könnten. Dem Gerichtshofe
ſollte auch das Recht verliehen werden, in Fällen, in
de=
nen der dringende Verdacht beſteht, daß ein Mandat durch
unlautere Mittel und gröbliche Verletzung der Geſetze
er=
obert worden iſt, den Mandatsinhaber durch eine
einſt=
weilige Anordnung des Reichstagsgerichts von der
Aus=
übung des Mandats vorläufig zu entheben.
Das Reichstagsgericht würde eine vollkommen
unab=
hängige und ſelbſtändige richterliche Behörde darſtellen mit
einem Präſidenten an der Spitze. Die Mitglieder müßten
möglichſt im Hauptamte ſtehen.
Dieſer Gerichtshof dürfte keine geringe Arbeitslaſt
haben; es läge ihm ob die Prüfung aller Mandate von
Amtswegen, die Vorprüfung über Wahlproteſte — deren
Zahl ſich bis jetzt bereits auf über 100 geſteigert hat e
und ſchließlich die Entſcheidung über die Wahlproteſte.
Da im Laufe einer Legislaturperiode auch zahlreiche Nach=
und Erſatzwahlen ſtattfinden, ſo läßt ſich annehmen, daß
das Reichstagsgericht ausreichende Beſchäftigung haben
wird. Die Koſten könnten gegenüber der großen
Bedeu=
tung einer ſolchen wichtigen und notwendigen Inſtanz gar
nicht hindernd in Frage kommen. Das Reichstagsgericht
würde hinſichtlich der Ungehörigkeiten und Unzuläſſigkeiten
bei Mandatsbewerbungen manche Ordnung ſchaffen und
die Bevölkerung zu ſtaatsbürgerlichem Handeln nach Recht=
und Gerechtigkeit erziehen.
Der angebliche Eintritt
Bulgariens in den Dreibund.
* Der Temps hat ſeinen Vertreter in London
beauf=
tragt, den Führer der bulgariſchen Abgeordneten, Dr.
Danew, zu befragen, was es mit der Mitteilung des
Figaro von dem angeblichen Eintritt Bulgariens
in den Dreibund für eine Bewandtnis habe. Danew
erwiderte dem Vertreter des Temps, als dieſer ihm von
der Nachricht des Figaro Mitteilung machte, folgendes:
Geſtatten Sie mir, Ihnen zu erklären, daß die
fran=
zöſiſche Preſſe mir etwas nervös erſcheint. Sie
wiſſen ſo gut wie ich, daß es in den Ueberlieferungen
Bul=
gariens liegt, mit allen Mächten herzliche Beziehungen zu
unterhalten. Erſt jüngſt ſetzten uns unſere ausgezeichneten
Beziehungen mit Oeſterreich=Ungarn — das iſt für
nieman=
den ein Geheimnis — in den Stand, nützlicherweiſe in den
Beziehungen der Monarchie mit einem unſerer
Verbünde=
ten zu vermitteln. Weshalb ſollten wir heute dieſe
nütz=
liche Rolle aufgeben? Wenn wir einer Gruppe der
Groß=
mächte beitreten müßten, ſo wäre doch wohl der Augenblick
hierfür ſehr ſchlecht gewählt. Der Urſprung dieſes
Gerüchts liegt in dem Reiſeweg, den ich genommen
habe, um nach London zu kommen. Wenn ich nicht den
Weg über Paris gewählt habe, bevor ich nach London
ging, ſo geſchah dies deshalb, weil ich hier auf den 13.
De=
zember meinen Kollegen ein Stelldichein gegeben hatte, und
mir daran gelegen war, pünktlich zu ſein.
Danew teilte dem Vertreter des Temps mit, daß
er im Begriff ſei, nach Paris abzureiſen, wo er
Gelegen=
heit habe, mit Poincaré zu reden, und es ſei ſicher, daß
hiernach von den Mißverſtändniſſen in der
öffentlichen Meinung Frankreichs nichts
mehr bleiben werde. Danew hat offenbar die Franzoſen
ſehr gut und richtig erkannt, indem er in ſeinem Aufenthalt
in Berlin und ſeinem direkten Weg von da nach London
den Grund ihrer Nervoſität und die Urſache der Nachricht
erblickt, die der „ausgezeichnete Diplomat” des Figaro der
Welt künden zu ſollen glaubte.
Die bulgariſche Sobranje
wurde am Sonntag vom Miniſterpräſidenten mit der
Ver=
leſung einer Thronrede eröffnet, in der zunächſt an die
von der Volksvertretung der außerordentlichen Seſſion
ge=
gebene Zuſtimmung der Kriegserklärung erinnert wird.
Es heißt dann weiter:
Es gefiel Gott, unſere Waffen zu ſegnen. Ich bin
glücklich, Ihnen zu den glorreichen Siegen Glück
zu wünſchen, den tapferen Offizieren und Soldaten
zu danien und mich zu verbeugen vor den Gräbern der
Helden, die für das bulgariſche Volk fielen. Die Armee
erfüllte ihre Pflicht und machte dem Vaterlande Ehre. Das
Gedächtnis der Tapferen, die den Tod verachteten, wird
unſterblich ſein. Nach unſeren Siegen und um den nichts
weniger ruhmvollen Siegen unſerer Verbündeten wurde
der Feind gezwungen, um die Einſtellung der mikitäriſchen
Operationen zu bitten. Die
Friedensverhand=
lungen beginnen bereits in der Hauptſtadt
Großbritan=
niens. Hoffen wir, daß die Verhandlungen mit dem
Abſchluß des Vertrages enden, den hohen
Opfern der Verbündeten gerecht, und daß es nicht
notwen=
dig wird, daß unſere Truppen den Kampf von neuem
auf=
nehmen. Wir ſtellen mit großer Befriedigung feſt, daß
das Beginnen Bulgariens und ſeiner Verbündeten für die
Freiheit und Gerechtigkeit mit Sympathie aufgenommen
wurde, und daß von allen Seiten Hilfe für die
Verwun=
deten und die durch Entbehrungen mitgenommenen
Sol=
daten auf dem Balkan kam. Für dieſe koſtbaren Beweiſe
der Sympathie und hochherzige Hilfeleiſtung ſprechen
Bul=
garien und ich unſeren Dank aus.
Auf den Vorſchlag des Präſidiums beſchloß die
So=
branje eine Kundaebung, in der der gefallenen
Offiziere und Soldaten in ehrender Weiſe gedacht, ſowie
der Armee und ihrem oberſten Führer der tiefgefühlte
Dank der Nation ausgeſprochen wird. Der Präſident
ver=
las hierauf eine Depeſche der progreſſiſtiſchen Gruppe der
ruſſiſchen Duma, in der das bulgariſche Volk zu ſeinen
Sie=
gen beglückwünſcht wird.
Die Regierung bringt einen Geſetzentwurf
be=
treffend die Votierung des Budgetproviſoriums für das
erſte Quartal 1913 ein und einen Geſetzentwurf betreffend
die Eröffnung eines außerordentlichen
Kredi=
tes von 50 Millionen für Heeresbedürfniſſe, der
durch Emiſſion von Schatzbons gedeckt wird.
Deutſches Reich.
— Deutſche Volksverſicherung, A. G. Man
ſchreibt uns: Die Vertreter derjenigen Verſicherungs=
Ge=
ſellſchaften, welche am 12. vor. Mts. die Gründung eines
gemeinnützigen Volksverſicherungs=Unternehmens
be=
ſchloſſen haben, traten am 12. Dezember zur Beratung
der inzwiſchen ausgearbeiteten Vorlagen (Satzung uſw.)
zuſammen. Hierbei wurde über alle weſentlichen Punkte
volles Einverſtändnis erzielt. Die Firma des neuen
Un=
ternehmens lautet: „Deutſche Volksverſicherung, A.=G.”
Die Zahl der teilnehmenden Geſellſchaften iſt auf über 30
geſtiegen; weitere Beitritte ſind zu erwarten. Bereits
haben auch mehrere Verbände, u. a. ſolche, welche ſelbſt die
Volksverſicherung betreiben oder aufzunehmen beabſichtigt
hatten, ſich grundſätzlich zum Zuſammenſchluß mit der=
Deutſchen Volksverſicherung, A. G. bereit erklärt. Dieſe
Nachricht wurde mit um ſo lebhafterer Befriedigung
auf=
genommen, als die Verſammlung die Zuſammenfaſſung
und Mitarbeit aller an dieſer Bewegung intereſſierten
Kreiſe, ohne Rückſicht auf die Verſchiedenheit ihrer
Rechts=
form und Organiſation, als eine der wichtigſten Aufgaben
des neuen Unternehmens bezeichnet hatte. Der Antrag auf
Zulaſſung zum Geſchäftsbetriebe wird dem Kaiſerlichen
Aufſichtsamte für Privatverſicherung, das ſich mit den
Grundzügen des Geſchäftsplanes des neuen Unternehmens
bereits beſchäftigt und im allgemeinen einverſtanden
er=
klärt hat, alsbald unterbreitet werden.
— Die Organiſation der Reichs= und
freikonſervativen Partei. Das neue
Deutſch=
land, Organ der freikonſervativen Partei, ſchreibt:
Links=
liberale Blätter beſprechen einen „Konſervative und
Frei=
konſervative” überſchriebenen Artikel der Konſervativen
Korreſpondenz. Um Mißverſtändniſſen vorzubeugen,
be=
merken wir, daß die Reichspartei ſich organiſiert, wo ſie
es für die Stärkung und Ausbreitung des konſervativen
Gedankens in ihrem Sinne für zweckmäßig erachtet.
Vor=
ſchriften nach dieſer Richtung läßt ſich die „Reichspartei
von niemandem machen und muß ihrerſeits Aeußerungen,
wie die in der Konſervativen Korreſpondenz, im
In=
tereſſe des freundnachbarlichen Verhältniſſes der beiden
konſervativen Parteien bedauern. Wo Konſervative und
Freikuinſervative gemeinſam organiſiert ſind, iſt unter
der Vorausſetzung paritätiſcher Behandlung
ſelbſtver=
ſtändlich in der Regel kein Anlaß, eine freikonſervative
Or=
ganiſation herbeizuführen. Ein Rat nach dieſer Richtung
iſt alſo unnötig.
— Kein Verkauf deutſcher Luftſchiffe an
das Ausland. Wie die Landeszeitung für beide
Mecklenburg aus zuverläſſiger Quelle erfährt, wird
ſei=
tens der Reichsregierung mit Bezug auf die Lieferung
für die deutſche Armee gegen den Verkauf eines Parſeval=
Luftſchiffes an die engliſche Kriegsverwaltung bei der
Parſevalwerft Vorſtellung erhoben.
— Der Zentrumsſturm gegen den
Bun=
desrat. Die für die nächſten Tage angekündigte
Maſſen=
bewegung gegen den Bundesratsbeſchluß in Sachen des
Jeſnitengeſetzes hat mit zwei überfüllten Verſammlungen
in Köln eingeſetzt, in denen der Jeſuitenpater Cohauß die
Angriffe gegen die Jeſuiten zurückwies und erklärte, die
Jeſuiten hätten wohl auch gefehli, aber das komme in
allen Kreiſen vor. Der Generalſekretär der
Windhorſt=
bünde Deutſchlands, Dr. Scharmitzel, verſicherte, die
Er=
tlärung Spahns im Reichstag, das Zentrum werde
Kon=
ſequenzen ziehen, ſei keine leere Drohung. Zwar werde
das Zentrum den Etat nicht ablehnen, aber nicht mehr
für die Regierung und den Reichskanzler die Kaſtanien
aus dem Feuer holen. (!) Weder die Regierung noch der
Kanzler beſäßen mehr das Vertrauen des Zentrums,
da=
ran ſei nichts mehr zu ändern. An den Reichstag und
den Bundesrat wurde eine Reſolution gerichtet, in der
die baldige, reſtloſe Beſeitigung des Ausnahmegeſetzes
ge=
fordert wird.
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 17. Dezember 1912.
Nummer
— Die mecklenburgiſche
Verfaſſungs=
frage. Nach den Berliner Neueſten Nachrichten ſind der
Schweriner Miniſter Staatsrat Dr. Langfeld und ſein
Strelitzer Kollege Dr. Boſſart nach Berlin abgereiſt, um
ſich mit dem Reichskanzler über die mecklenburgiſche
Ver=
faſſungsfrage zu beſprechen.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Zum Wechſel in der Heeresleitung. Der
Wortlaut der veröffentlichten Handſchreiben an v.
Auffen=
berg und Schemua beſtätigt die frühere Vermutung einer
ungnädigen Form. Beiden Generalen wird zwar der
Orden der Eiſernen Krone erſter Klaſſe verliehen und
Wiederverwendung im Dienſte angekündigt. Es fehlt aber
die ſonſt übliche Formel „in Gnaden” und „unter
Aner=
kennung der geleiſteten Dienſte‟ Es liegt alſo ohne
Zwei=
fel bei beiden eine ungnädige Entlaſſung vor. Die Preſſe
hebt dieſe Tatſache denn auch hervor, ſoweit ſie ſich nicht
jeder Beurteilung enthält. Die Neue Freie Preſſe
for=
dert deshalb eine amtliche Darſtellung der wahren
Ur=
ſachen dieſes Wechſels als eine Notwendigkeit nicht bloß
für Oeſterreich=Ungarn, ſondern auch für das Ausland,
um die entſtandenen Zweifel und Gerüchte zu beſeitigen.
Das Fremdenblatt führt aus, die Ernennung der
beiden bereits erprobten Männer bedeute die
Aufrecht=
erhaltung der Kontinuität und habe mit politiſchen
Ange=
legenheiten nichts zu tun.
Abgeſehen davon, daß militäriſche
Perſonalverände=
rungen nicht die allgemeine Politik eines Staates
änder=
ten, könne auch beim beſten Willen kein politiſcher Anlaß
ausfindig gemacht werden, der den Wechſel in der
Armee=
leitung bedingen würde. Man werde vielmehr aus der
Fortſetzung der bisherigen Militärpolitik auch auf die
Fortdauer der allgemeinen Politik Oeſterreich=Ungarns
ſchließen müſſen, deren auf die Erhaltung des Friedens
gerichtete Tendenz ſich in nichts geändert habe. „Auch in
leitenden Kreiſen des Auslandes findet unſere bisherige
Friedenspolitik Verſtändnis und Anerkennung. Man iſt
über unſere Haltung beruhigt, ſo ſehr auch verſchiedene
auswärtige Blätter in tendenziöſer Abſicht das Gegenteil
glauben machen wollen. Man wird von uns nicht
erwar=
ten, daß wir dieſen unverantwortlichen Stimmen zuliebe
unſere Politik ändern werden, denn nur eine ſtetige
Poli=
tik entſpricht unſeren Intereſſen und hat uns das
Ver=
trauen Europas geſichert.”
Frankreich.
Das neue Kadergeſetz. Mit einer
überwälti=
genden Mehrheit iſt von der Kammer das Kadergeſetz für
die Infanterie angenommen worden. Durch dieſes tritt
eine außerordentliche Vermehrung der aktiven Offiziere
ein. Für die 632 aktiven Infanterie= und Jägerbataillone
werden neu ernannt 26 Oherſten, 125 Oberſtleutnants und
250 Majore, zuſammen 146 Stabsoffiziere, außerdem 502
Hauptleute, während die letzte deutſche Militärvorlage ſich
mit 146 Stabsoffizieren und 169 Hauptleuten begnügte.
Die Bezeichnung Feſtungs= und Regionalregimenter läßt
das Geſetz fort, ſo daß man in Frankreich ſelbſt künftig
mit 173 Feldregimentnern, und zwar 164 zu 3, 9 zu 4
Ba=
taillonen zu rechnen hat, ſowie mit 31 Jägerbataillonen,
davon 18 zu 4 bis 6 Kompagnien und einer
Radfahrer=
gruppe und 13 Alpenjägerbataillonen zu 5 bis 6
Kom=
pagnien. Die Zahl der Fremdenregimenter, heute 2 mit
12 Bataillonen, der Zuaven, algeriſchen Schützen und der
leichten afrikaniſchen Infanterie wird durch Erlaß des
Präſidenten der Republik feſtgeſetzt, was mit anderen
Worten heißt, ſie werden erhöht, Die ſämtlichen 13
Re=
ſervejahrgänge können künftig in feſten Rahmen in die
Truppen erſter Linie eintreten. Für die reitende
Artil=
lerie, deren 18 Batterien auf 20 erhöht werden ſollen, ſo
daß jeder der 10 Kavalleriediviſionen 2 zugeteilt werden,
iſt ein neues Geſchütz angenommen worden. Bei einem
Kaliber von acht Zentimeter hat es keinen Hemmſchuh für
Rücklauf und in den Geſchützprotzen keine Munition, ſo daß
das Geſamtgewicht des aufgeprotzten Geſchützes nur 1350
Kilogramm gegen 1645 bisher beträgt.
England.
Die chineſiſche Sechs=Mächte=Anleihe.
Die Times ſchreibt: Am Freitag und Samstag hat in
London eine Konferenz der Vertreter der Sechs=Mächte=
Gruppe ſtattgefunden, an der die Vertreter der britiſchen,
franzöſiſchen, deutſchen, amerikaniſchen, ruſſiſchen und
ja=
paniſchen Gruppe teilnahmen. Die Konferenz befaßte ſich
mit dem Vorſchlage einer Anleihe von 25 Millionen Pfund
Sterling für Reorganiſationszwecke, den die chineſiſche
Re=
gierung den Vertretern der Gruppe in Peking gemacht hatte.
Die Konferenz kam einſtimmig zu der Ueberzeugung, daß,
abgeſehen von Abänderungen, der Geſamtvorſchlag eine
paſſende Grundlage für Unterhandlungen abgebe. Die
Konferenz beſchloß hierauf, ihre Vertreter in Peking
dem=
entſprechend zu informieren.
Spanien.
Der Marokkovertrag in der Kammer.
Die Kammer fuhr in der Beſprechung des ſpaniſch=
franzö=
ſiſchen Abkommens fort. Der Republikaner Rodes übte
Kritik an den Verträgen von 1902 und 1904 und
be=
dauerte lebhaft die Unterzeichnung des jetzigen Vertrages,
der mit dem Statusquo in Marokko breche. Der Redner
tadelte ferner, daß Spanien nicht am deutſch=franzöſiſchen
Abkommen von 1911 beteiligt ſei; denn dieſes ſei ein
har=
ter Schlag für die ſpaniſchen Intereſſen in Marokko
gewe=
ſen, der noch härter geweſen wäre, wenn nicht Frankreich,
als wahrhaft befreundete Nation handelnd, ſich den
deut=
ſchen Forderungen entgegengeſetzt hätte, die ein Monopol
für die öffentlichen Arbeiten ſelbſt in der ſpaniſchen Zone
aufrichten wollten. Er werde nicht für den Vertrag
ſtim=
men wegen der Laſten, die derſelbe Spanien aufbürde. Der
Berichterſtatter Roſello trat den Befürchtungen Rodes
entgegen, daß ſich Schwierigkeiten für das Vorgehen
Spa=
niens in Marokko für die Gegenwart und Zukunft ergeben
würden.
Amerika.
Das Ende der ſchwarz=weißen
Miſch=
ehen in Amerika. Der wilde Entrüſtungsſturm,
den die Heirat des ſchwarzen Boxmeiſters Jack Johnſon
mit Lucille Cameron, einem von ihm betörten weißen
Mädchen, in ganz Amerika entfeſſelt, findet ſeinen
Nieder=
ſchlag in einer parlamentariſchen Aktion. Sie zielt darauf
ab, im Kongreß eine Verfaſſung durchzuſetzen, die die
Miſchheiraten zwiſchen Weißen und Negern in Zukunft
verbietet. Mr. Roddenberg, einer der Abgeordneten
Geor=
gias, hat unter dem begeiſterten Beifall ſeiner ſüdlichen
Kollegen bereits einen diesbezüglichen Geſetzantrag
ein=
gebracht, in dem als Neger oder Farbige alle Perſonen
von afrikaniſcher Abſtammung und ſolche, die einen
Trop=
fen afrikaniſches Blut in den Adern haben, charakteriſiert
werden. Der Antragſteller verwies zur Begründung
ſei=
nes Vorgehens darauf, daß der Fall Johnſons durchaus
keine Ausnahmeerſcheinung bilde, daß es vielmehr in
Boſton, Chicago und anderen Städten der Union
alltäg=
lich vorkomme, daß Neger weiße Frauen heiraten. „
Der=
artige widerwärtige Verbindungen”, erklärte Mr.
Rodden=
berg, „ſind im Süden unbekannt. Sie bedeuten ein ernſtes
nationales Problem, und wenn die Neger in den
Nord=
ſtaaten politiſch ſtark genug ſein ſollten, jeden Verſuch, das
Uebel durch Staatsgeſetze zu bekämpfen, zu hintertreiben,
ſo dürften die Nordſtaaten auf die Unterſtützung der Süd=
und Weſtſtaaten rechnen. Dieſe würden zur Durchführung
der die Miſchheiraten verhindernden Verfaſſungsänderung
willig jeden Beiſtand leiſten.”
Mexiko. Der Kongreß hat eine Anleihe von 20
Mil=
lionen Peſos, ſowie die Ausgabe von 40 Millionen Peſos
Schatzſcheinen genehmigt und ſich darauf vertagt. Die
Ausgabe der Schatzſcheine iſt für die Eiſenbahnen und
an=
dere öffentliche Arbeiten, ſowie für die Zahlung von
Ent=
ſchädigungen im Zuſammenhang mit der Revolution von
1910 beſtimmt.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 17. Dezember.
* Vom Hofe. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog empfingen am Sonntag vormittag 11½ Uhr im
Neuen Palais den Fürſten zu Löwenſtein=Wertheim=
Freudenberg. — Geſtern vormittag fand in dem Kranich=
ſteiner Park Hofjagd auf Sauen ſtatt. Das Jagdfrühſtück
wurde im Schloß Kranichſtein genommen. (Darmſt. Ztg.)
* Empfänge. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog empfingen am Samstag den Oberſtleutnant
Foerſter und den Major v. Ihlenfeld, beide vom Stabe
des Infanterie=Regiments Prinz Carl (4. Großh. Heſſ.)
Nr. 118, den Rittmeiſter v. Paſſavant von der
Reſerve=
des Garde=Dragoner=Regiments (1. Großh. Heſſ.) Nr. 23,
den Geheimen Staatsrat Krug v. Nidda, die Lehrer
Niebergall von Undenheim, Lutz von Wonsheim,
Rettig=
von Flonheim und Würth von Fehlheim, den
Real=
lehrer Liſtmann; den Geheimen Juſtizrat Dr. Vogel, den
Landgerichtsrat Eller, den Fabrikanten Gölel, letztere drei
von Mainz, den Gemeinderechner Beickert von Biblis,
den Kommerzienrat Merkel von Dalsheim, den Geheimen
Juſtizrat Hoffmann, den Reallehrer Kaffenberger, den
Kommerzienrat Wittich, den Bürgermeiſter Muntermann
von Nieder=Ingelheim, den Rechnungsrat Dahmer, den
Lehrer Kurz von Altenburg, den Oekonomieri Thömsgen
von Michelſtadt, den Geheimen Juſtizrat Dr. Reen von
Wörrſtadt, den Medizinalrat Profeſſor Dr. med. Walther
von Gießen, den Vetzrinärrat Friederich von Dieburg,
den Kommerzienrat Hickler und den Profeſſor Zimmer,
Vorſitzende des Heſſiſchen Jagdklubs, den Lehrer
Schmidt=
von Langen, den Bildhauer Profeſſor Schott von Berlin,
den Lehrer Goll von Götzenhain, den Aktuar
Maus=
von Ober=Ingelheim, den Landgerichtspräſidenten Hangen
von Mainz, den Forſtmeiſter Kleinkopf von Dornberg,
die Lehrer Weinheimer von Groß=Gerau und Martin
von Büttelborn, den Aktuar Fiſcher von Bad Nauheim,
den Pfarrer Lenz, den Lehrer Lanz von Auerbach, den
Profeſſor Dr. Finger, den Bürgermeiſter Wenzel und
den Förſter Bodenſohn von Hainſtadt, den Geheimen
Juſtizrat Gallus, den Profeſſor Dr. Schmitt von Mainz, Lehrer Kraemer von Bullau, Kreis Erbach i. O., den
Geheimen Medizinalrat Dr. Bieberbach von Heppenheim,
den Rechtsanwalt Geheimen Juſtizrat Dr. Mayer von
Mainz, den Kreisrat Geheimen Regierungsrat Dr. Steege
von Bingen a. Rh., den Lehrer Domidion von
Offen=
bach a. M.; zum Vortrag den Staatsminiſter Ewald,
den Finanzminiſter Braun, den Miniſter des
Innern=
v. Hombergk zu Vach, den Vorſtand des Kabinetts
Geheimerat Römheld.
* Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog den Freiherrn Ludwig von Heyl zu
Herrnsheim zum Hofjunker.
* Entlaſſen haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog den Oberlehrer an dem Wolfgang Ernſt=
Gym=
naſium zu Büdingen Dr. Auguſt Förſter auf ſein
Nachſuchen mit Wirkung vom 1. April 1913 ab aus dem=
Staatsdienſte.
g. Strafkammer. Ein 26jähriger Landwirt ans der
Umgegend Gernsheims hatte ſich wegen Veränderung
des Perſonenſtandes geſtern vor der Strafkammer zu
ver=
antworten. Er hatte ſein drei Tage vor der Hochzeit
ge=
borenes Kind, anſcheinend, um die Koſten der
Ehelich=
keitserklärung zu vermeiden, als eheliches Kind
angemel=
det. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu der
Min=
deſtſtrafe von 1 Tag Gefängnis. — Der 18jährige
Zwangszögling Robert Wirsky aus Hildesheim kam
zu einem Buchdruckereibeſitzer in Weſtfalen in die Lehre=
Den ſo an ihm geübten Erziehungsverſuch lohnte er
da=
durch, daß er ſeinem Lehrherrn 110 Mark entwendete.
Als man ihn kurze Zeit darauf feſtnahm, hatte er bereits
80 Mark von dem Gelde verbraucht. Jetzt ging der
Abenteuerluſtige nach Göttingen, wo er von einem
Ver=
wandten aufgenommen wurde. Doch auch hier dankte er
die ihm gewährte Gaſtfreundſchaft ſchlecht. Er
entwen=
dete ſeinem Gaſtgeber die Legitimationspapiere, und
machte von dieſen, nachdem er ſie entſprechend abgeändert
hatte, auf der Wanderſchaft Gebrauch. Mitte Oktober
be=
kam er bei der Brückenbauanſtalt in Guſtavsburg Arbeit.
Trotzdem er hier einen Verdienſt von 4.50 Mark täglich
hatte, machte er bedeutende Schulden bei ſeinem
Logis=
geber. Um billiger leben zu können, entſchloß er ſich
des=
halb, ein anderes Logis zu ſuchen. Das Geld, um ſeine
Schukden zu bezahlen, verſchaffte er ſich durch einen
ſchwe=
ren Einbruch. Er benutzte die Kenntnis, daß der
Vor=
platzſchlüſſel auch zu dem Zimmer eines anderen
Zimmer=
herrn paßte, dazu, in deſſen Abweſenheit einzudringen
und 30 Mark zu entwenden. Als er ſchon ausgezogen
war, verübte er nochmals einen Einbruch auf dieſelbe
Weiſe, wobei ihm ein Ueberzieher, ein Anzug und
ver=
ſchiedene Kleinigkeiten in die Hände fielen. Er wurde
vom Gericht wegen zweier ſchwerer und eines einfachen
Diebſtahls zu 8 Monaten Gefängnis und wegen
Ge=
brauchs der falſchen Legitimationspapiere zu 5 Tagen
Haft verurteilt. Von der Unterſuchungshaft wird ihm
1 Monat in Anrechnung gebracht. — Seinen
Schwieger=
vater beſtohlen hat der 23jährige Glaſer Karl Götz aus
Gießen, der erſt im Mai aus Butzbach nach Verbüßung
einer längeren Freiheitsſtrafe entlaſſen wurde. Er iſt
be=
ſchuldigt, aus einer in dem verſchloſſenen
Kommoden=
ſchubfach enthaltenen Blechſchachtel 137 Mark und einen
Ring entwendet zu haben. Den Diebſtahl des Geldes
gibt er zu, doch beſtreitet er, daß der Ring dabei geweſen
Der Zeremonienmeiſter der
Republik.
** „In allen Beziehungen, die zwiſchen den
ver=
ſchiedenen Klaſſen und Ständen, aus denen ſich die
Ge=
ſellſchaft zuſammenſetzt, beſtehen, ſind Zeichen der
Rück=
ſichtnahme ein notwendiger Tribut und müſſen mit
Ge=
nauigkeit und Sorgfalt beobachtet werden‟ Dieſes Wort
Talleyrands beherzigt auch noch die heutige
fran=
zöſiſche Republik indem ſie ihrem
Zeremonien=
meiſter, dem „Direktor des Protokolls” eine wichtige
Stellung einräumt. Von dieſer Säule höfiſcher Sitten, die
in das demokratiſche Frankreich von heute majeſtätiſch
hineinragt, erzählt Charles Torquet in einem Aufſatz von
Je ſais tout.
Der gegenwärtige Direktor des Protokolls, M.
Mol=
lard iſt zugleich Einführer der Geſandten und hat damit
eine Stellung inne, die ſich bereits im 16. Jahrhundert am
franzöſiſchen Hofe entwickelte. Zunächſt beſtimmten die
Könige von Fall zu Fall einen ihrer Hofleute, der ihnen
die Geſandten vorſtellen mußte. Dann aber wurde dieſes
Amt zu einer beſonderen Würde erhoben und der erſte
offizielle Träger dieſer Würde war Jéröme de Gondi, der
ſie im Januar 1585 erhielt. Es war durchaus keine
Sine=
kure, ſondern die Geſandteneinführer hatten bald ſo viel
zu tun, daß zwei Edelleute miteinander abwechſeln
muß=
ten, um alle Pflichten der Etikette gehörig zu erfüllen, wir
haben von einem dieſer Zeremonienmeiſter bewegliche
Klagen darüber, daß die Eitelkeit der Herrn Geſandten
keine Grenzen kenne, daß ſich immer neue Schwierigkeiten
erheben und daß er lieber alles andere ſein wolle, als der
Führer dieſer am ſchwerſten zu leitenden Menſchen. Mit
den anderen Einrichtungen höfiſcher Sitte wurde auch der
Zeremozienmeiſter durch die Revolution abgeſchafft; im
Empire tauchte er aber mit erhöhten
Machtvollkommen=
heiten wieder auf, um 1848 wurden dann die beiden
Funktionen des Einführers der Geſandten und des „Chef
de protocole” miteinander vereinigt, und ſind es bis auf
den heutigen Tag geblieben. Der Zeremonienmeiſter der
Republik hat ſich nicht nur um die Angelegenheiten der
Geſandten zu kümmern, ſondern ihm unterſtehen alle
Einzelheiten jenes weiten Reiches die im franzöſiſchen
mit dem Wort „protocole” zuſammengefaßt werden.
Dahin gehören neben allen Rangſtreitigkeiten der Etikette
die Fineſſen des guten Hoftons überhaupt, jene zarteſten
Nüancen des Verkehrs, wie ſie in einer langen
Entwick=
lung in den Beziehungen der höchſten Kreiſe
unterein=
ander ausgebildet worden ſind. Zum „protocole”
ge=
hört es z. B., daß ein König einen anderen König brieflich
mit „Mon cousin” anredet, während er einem
Präſiden=
ten einer Republik nur die Anrede „Mon grand ami‟
zukommen läßt. Schreibt ein Geſandter an den
Präſiden=
ten, ſo darf er auf der erſten Seite nur ſechs Zeilen
ſchrei=
ben und muß am Schluß den Präſidenten bitten, den
Ausdruck ſeines tiefſten Reſpektes zu genehmigen.
Schreibt der Geſandte an einen fremden Herrſcher, ſo
muß er quadratiſches Papier mit Goldſchnitt benutzen,
mit „Sire” beginnen, darf nur drei Zeilen Text unten auf
die erſte Seite ſetzen, in der Schlußfloſkel auf den
Zenti=
meter genau die Schrift eindrücken und als „der ſehr
er=
gebene und ſehr gehorſame Diener” links unten endigen.
Schreibt er an keinen König, ſondern nur an den Prinzen
eines königlichen Hauſes, dann iſt er nicht mehr ſein ſehr
demütiger und ſehr gehorſamer Diener, ſondern empfiehlt
ſich nur „mit ehrfurchtvollſter Untertänigkeit”.
Beſonders viel hat der Zeremonienmeiſter zu tun,
wenn hoher Beſuch nach Paris kommt; ſo brachte ihm die
Reiſe des Zaren nach Frankreich unendliche Mühen und
Schwierigkeiten. Wie leicht kann ein faux pas
vor=
kommen, beſonders bei den Audienzen! Mit Recht hit man
eine Unterhaltung mit einem gekrönten Haupt als ein
Unternehmen bezeichnet, gegen das ein Eiertanz eine
Klei=
nigkeit iſt. Ein großer Malor, den der Zar ausgezeichnet
hatte, ſoll ihm vorgeſtellt werden. Der Zeremonienmeiſter
nimmt ihn beiſeite und geht mit ihm alle Aeußerungen
durch, die er tun darf. „Ich möchte ihm die Hoffnung
aus=
ſprechen, daß man ihn bald wieder in Paris ſehen wird,”
meinte u. a. der Künſtler. „Um Gottes Willen, tuen Sie
das ja nicht, das iſt ja eine indirekte Frage. Man fragt
keinen Souverän. Und dann?” „Dann will ich bitten,
mich verabſchieden zu dürfen.” „Aber das dürfen Sie
unter keinen Umſtänden. Man verabſchiedet ſich nicht von
einem Souverän, ſondern man wartet auf eine Geſte,
durch die er einen entläßt‟ So gibt es in den
ſchwie=
rigen Fragen der Etikette unendlich viel zu beobachten,
und dabei iſt es heute ſchon viel einfacher, als in der
Ver=
gangenheit, da blutige Kriege dadurch entfeſſelt wurden,
daß ſich ein Geſandter erdreiſtete, dem anderen den
Vor=
rang abzuſprechen. Beſonders ſchlimm war es am
ſpa=
niſchen Hofe, und als einſt das Pferd mit der Königin
durchging und ſie am Boden hinſchleifte, wagte keiner der
Granden einzugreifen, weil es jedem verboten iſt die
Königin zu berühren. Nur ein in der Etikette nicht
be=
wanderter Stallknecht ſprang hinzu und rettete ihr das
Leben. Dem Großmogul durften die Geſandten nur
tief=
gebückt nahen, und als ſich einer einſt weigerte, wurde er
durch eine ſo kleine Tür in den Thronſaal gelaſſen, daß
er nicht anders als mit gebeugtem Haupte
hindurch=
kommen konnte. Aber er wußte ſich zu helfen und trat — mit
der Kehrſeite zuerſt ein. Selten jedoch hat ſich ein Herrſcher
der Vergangenheit zu der Auffaſſung Karls V.
aufge=
ſchwungen, vor deſſen Schiedsſpruch einſt die
Rangſtrei=
tigkeiten zweier hoher Damen gebracht wurden und der
das ſalomoniſche Urteil fällte: „Die Tollſte ſoll zuerſt
gehen!”
Nummer 297.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 17. Dezember 1912.
ſei. Auch ſei die Schublade nicht verſchloſſen geweſen.
Mit dem Gelde flüchtete er nach München, wo er es in
ganz kurzer Zeit verjubelte. Der Beſtohlene, ein 70
jähri=
ger Greis, der monatlich 110 Mark Penſion erhält und
dafür faſt ſeine ſämtlichen Kinder, darunter auch die Frau
ſund die beiden Kinder des Angeklagten unterhielt,
ver=
weigerte die Auskunft. Die Frau des Angeklagten gibt
an, daß ihr Mann nicht gerne arbeite. Am Abend vor
dem Diebſtahl habe ſie noch ein Meſſer in Gebrauch
ge=
habt, das am anderen Morgen verbogen auf der
Kom=
mode lag. Auch habe ſie geſehen, wie ſich Götz aus einem
Schuhknöpfer einen Dietrich zurechtmachte. Das Gericht
iſt im Zweifel, ob ſich der Angeklagte einen ſchweren oder
einen einfachen Diebſtahl hat zuſchulden kommen laſſen
und verurteilt ihn deshalb wegen einfachen Diebſtahls zu
1 Jahr Gefängnis und 5 Jahren Ehrverluſt. Von
der Unterſuchungshaft wird ihm 1 Monat angerechnet.
sk. Automobil und ſpielende Kinder. (Urteil des
Keichsgerichts. — Nachdruck verboten.) Der Schloſſer und
Chauffeur Karl Lohfink, der im September 1911 in
Darmſtadt ſein Führerzeugnis erlangt hatte, war am
1. Mai 1912 in die Dienſte eines in der Nähe von
Darm=
ſtadt anſäſſigen Gutsbeſitzers getreten. Um ſich in der
Um=
gebung zu orientieren, unternahm er mehrfach mit dem
Auto ſeines Herrn in Begleitung eines Dienſtknechts, der
ihm die Wege wies, Ausfahrten in die Nachbarorte, ſo
auch am 13. Mai 1912 nach Aſchaffenburg. Da er die Stadt
noch nicht kannte, fuhr er nochmals durch die Straßen
und kam ſchließlich auf einen großen freien Platz, von
dem aus ein hohes Eingangstor in den Park Schönthal
führte. In der Annahme, es handele ſich um eine
allge=
meine freie Durchfahrt auch für Kraftfahrzeuge, ſteuerte
Lohfink in langſamem Tempo auf das Parktor zu und
ſuchte erſt im letzten Augenblick, als die Vorderräder ſchon
den Rand des Trottoirs berührten, nach rechts
abzu=
lenken und zu bremſen. Allein es war ſchon zu ſpät, der
Wagen ſprang mit dem Vorderteil auf den Bürgerſteig
und ſchleuderte zwei dort ſpielende Schulmädchen mit
ſolcher Wucht auf die Seite, daß ſie erhebliche Verletzungen
erlitten. Lohfink hatte ſich deshalb am 17. Juli 1912 vor
der Strafkammer des Landgerichts
Aſchaffen=
burg unter der Anklage der fahrläſſigen
Körperverletz=
ung (§ 230 Abſatz 1 und 2 des Strafgeſetzbuchs) zu
ver=
ſantworten. Der Chauffeur ſuchte zwar den Unfall auf
ein Verſagen der Steurung beim Rechtsumlenken zurück=
Zzuführen, das Gericht aber ſah ſein Verſchulden für
er=
wieſen an und verurteilte ihn zu 14 Tagen Gefängnis.
Obwohl er trotz ſeiner Ortsfremdheit das Parktor bei
einiger Ueberlegung wohl als ſolches hätte erkennen
kön=
nen, ſei er dennoch blindlings drauflos gefahren und
habe trotz des langſamen Tempos erſt beim Berühren des
Trottoirs gebremſt, als es ſchon zu ſpät war. Mit dieſer
Fahrläſſigkeit ſtehe die Geſundheitsſchädigung der beiden
Kinder in urſächlichem Zuſammenhang. Seine
Verurtei=
lung focht Lohfink jetzt in einer Reviſion mit materieller
Beſchwerde beim Reichsgericht an. Das Urteil ſtütze ſich,
ſo führte die Reviſion aus, auf nicht erwieſene Tatſachen.
Der höchſte Gerichtshof verwarf indeſſen auf Antrag des
Reichsanwalts das Rechtsmittel als unbegründet und
beſtätigte das Urteil des Landgerichts Aſchaffenburg.
D Vom Großh. Hoftheater. Heute, Dienstag, findet
die erſte Wiederholung von Leo Falls erfolgreicher
Ope=
frette „Der liebe Auguſtin” bei kleinen Preiſen ſtatt (79.
Abonnementsvorſtellung, Buchſt. C 19). Am Mittwoch
geht zur Nachfeier von Beethovens Geburtstag „Fidelio”
in einer vollkommenen Neueinſtudierung in Szene. Der
bei Glucks Iphigenie” mit Erfolg unternommene
Ver=
ſſuch, das Prinzip der Stilbühne auch auf Werke der
Opernliteratur auszudehnen, wird bei der
Neuinſzenie=
rung des „Fidelio” wiederholt werden. Dieſe
Vorſtel=
lung, im Abonnement für die Serie A 21, wird Frl.
Fran=
ziska Callwey vom Stadttheater in Aachen Gelegenheit
geben, ihr auf Engagement abzielendes Gaſtſpiel in einer
lausgeſprochenen Fachpartie fortzuſetzen. Der
ungewöhn=
liche Erfolg von Hugo von Hofmannsthals altem Spiel
„Jedermann” hat die Hoftheaterleitung veranlaßt. im
Laufe dieſer Woche die erſte Wiederholung des Werkes
anzuſetzen. Am Donnerstag gelangt demnach „
Jeder=
mann” mit Kurt Ehrle in der Titelrolle zur erſtmaligen
Wiederholung.
— Die Handwerkskammer ſchreibt uns: Es ſcheint
in manchen Handwerkszweigen, denen ſeither durch lokale
Vorſchriften beſondere Vergünſtigungen bezüglich der
Handhabung der Sonntagsruhe zugeſtanden waren,
im=
mer noch die Befürchtung zu beſtehen, daß die
bevor=
ſtehende Abänderung der betreffenden Paragraphen der
Reichsgewerbeordnung eine Kürzung der ſeither
geſtat=
teten Verkaufszeiten uſw. herbeiführen könne.
Insbeſon=
dere kommen die ſogenannten Bedürfnisgewerbe (Fleiſcher,
Bäcker und dergleichen) in Betracht. Es mag daher
noch=
mals darauf hingewieſen werden, daß nach § 6 des
Ge=
ſetzentwurfs die höhere Verwaltungsbehörde auch
weiter=
hin befugt iſt, für ſolche Gewerbezweige, deren
vollſtän=
dige oder teilweiſe Ausübung an Sonn= und Feſttagen zur
Befriedigung täglicher oder an dieſem Tage beſonders
hervortretender Bedürfniſſe der Bevölkerung erforderlich
iſt, wie bisher ſo auch ferner Ausnahmen von den in
vorhergehenden Paragraphen getroffenen Beſtimmungen
zuzulaſſen. Es liegt alſo kein Grund vor, anzunehmen,
daß Aenderungen im bisherigen erprobten Verhältnis
ein=
treten.
* Chorverband und Hoftheater. Wie die letzie
Num=
mer der Chorſängerzeitung mitteilt, hat der Deutſche
Chorſängerverband mit dem Sitze Mannheim über das
Großh. Hoftheater Darmſtadt die Sperre verhängt.
Begründet wird dies damit, daß Mitglieder des Chors
bei den Proben vom Oberregiſſeur unwürdig behandelt
und durch die vielen Proben überanſtrengt, einige von
ihnen auch grundlos entlaſſen worden ſeien. Wie uns
hierzu mitgeteilt wird, iſt einigen Chorſängern aus ſehr
triftigen Gründen gekündigt worden, die nun den
Ver=
band zum Einſchreiten veranlaßten. Bemerkenswert iſt,
daß ihre Angaben dabei in Widerſpruch ſtehen mit der
Darſtellung, die ſie noch am 15. November von den
Ver=
hältniſſen am Hoftheater unter der neuen Leitung im
glei=
chen Blatte gaben, über die ſie ſich ſehr lobend
aus=
ſprachen. Da der Orcheſterbund und die techniſchen
Ar=
beiter die Sperre nicht unterſtützen und dem Verband
nur ein Teil der Chorſänger angehört, ſo hat die Sperre
keinerlei praktiſche Bedeutung. Hoffentlich
wird ſich Herr Generaldirektor Dr. Eger durch ſolche
Vor=
kommniſſe nicht abhalten laſſen, das zu tun, was er im
Intereſſe des Inſtituts und zur Aufrechterhaltung der
Diſziplin für gut und nötig befindet.
* Photographiſches Inſtitut der Großh. Techniſchen
Hochſchule. Herr Profeſſor Dr. Fr. Limmer
beabſich=
tigt, im Januar, Februar und März 1913 im großen
phyſikaliſchen Hörſaal je einen öffentlichen
Vor=
trag zu Gunſten des Photographiſchen Inſtituts der
Hochſchule zu halten. Als Themen ſind in Ausſicht
ge=
nommen: 21. Januar 1913, 5¼—½7 Uhr: „Bilder von
Alt=Braunſchweig, Hildesheim und Goslar” 18. Febr.,
5¼—½7 Uhr: „Grundlagen der Farbenphotographie‟.
11. März, 5¼—½7 Uhr: „Grundlagen der
Kinemato=
graphie‟ Der Vorverkauf für den erſten Vortrag beginnt
Anfangs Januar. Näheres wird demnächſt durch
An=
zeigen bekannt gegeben.
C Süddeurſche Eiſenbahn=Geſellſchaft. Die
Ein=
nahmen im Monat November1912 betrugen: 1.
Perſonen=
verkehr 598 742 Mk. (gegen 533819 Mk. im November 1911).
2. Güterverkehr 99127 Mk. (92 423 Mk.) 3.
Neben=
einnahmen 2384 Mk. (2436 Mk.) 4. Geſamteinnahmen
700 253 Mk. (628678 Mk.).
* Ausſtellung empfehlenswerter Bücher und guter
billiger Bildwerke. Der Darmſtädter
Jugend=
ſchriften=Ausſchuß hat im Rathaus, 1 Treppe
hoch, eine Sammlung von Jugendſchriften und guten,
preiswerten Bildern ausgeſtellt, die bis zum Montag,
den 23. Dezember, täglich bei freiem Eintritt, von
nach=
mittags 4 bis 7 Uhr abends außerdem am Sonntag,
Dienstag und Freitag auch vormittags von 11 bis 12½
Uhr zu beſichtigen iſt. Die Ausſtellung bezweckt, älteren
und jüngeren Bücherfreunden, insbeſondere Eltern,
Ge=
legenheit zu geben, einwandfreie Jugendlektüre kennen zu
lernen, um die richtige Auswahl treffen zu können. In
anſprechender und überſichtlicher Anordnung zeigt die
Ausſtellung Bücher und Schriften für jeden Geſchmack und
für jedes Alter. Jeder kann in Ruhe den Inhalt des
Buches prüfen und da überall die Preiſe angegeben ſind,
ſich von der Preiswürdigkeit überzeugen. Für die
Klein=
ſten iſt eine gute Auswahl vortrefflicher Bilder= und
Aus=
ſchnittbücher vorhanden. Für die reiferen kommen dann
Gedichteſammlungen, Märchenbücher und Erzählungen,
alles dem Alter entſprechend ausgewählt. Es kommen
dann für die ältere Jugend belehrende Bücher aus
Ge=
ſchichte und Literatur, Länder= und Völkerkunde und
Reiſebeſchreibungen. Nicht unerwähnt ſei zum Schluß
gelaſſen die Sammlung von guten Bildern, die alle, trotz
des geringen Preiſes, einen künſtleriſchen Wert beſitzen.
Ein Beſuch der intereſſanten und lehrreichen Ausſtellung
kann nur empfohlen werden.
* Hoher Beſuch. Ihre Königl. Hoheiten der
Groß=
herzog und die Großherzogin beſuchten geſtern
vor=
mittag das Lederwarenſpezialgeſchäft Carl Sans,
Schul=
ſtraße 1, und machten daſelbſt größere
Weihnachts=
einkäufe.
* Heſſiſcher Jagdklub. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben am Samstag das Protektorat über
den Heſſiſchen Jagdklub übernommen.
* Teeabend des Kath. Frauenbundes. Man ſchreibt
uns: Am Sonntag abend veranſtaltete der Kath.
Frauen=
bund wieder einen der ſo beliebt gewordenen Teeabende.
Nach kurzer Begrüßung durch die Vorſitzende hielt Herr
Rechtsanwalt G. einen Vortrag über: „Was verdankt
das Frauengeſchlecht dem Chriſtentum?” In feſſelnden,
farbenglühenden Bildern zogen vergangene Jahrhunderte,
die Zeiten der Schmach und Erniedrigung der Frauen
des Heidentums grell beleuchtend, an uns vorüber. Das
Chriſtentum erſt hat die Frau erhoben, die auch ihr
zu=
ſtehenden Rechte und Menſchenwürde gegeben. Das
moderne Heidentum aber, ſo es die Oberhand gewinnt,
läßt die Befürchtung lebendig werden, daß alsdann die
Frau in die frühere Erniedrigung und Abhängigkeit
zu=
rückgedrängt werden wird. Reicher Beifall folgte den
herrlichen, in meiſterhafter Weiſe behandelten
Ausführun=
gen des Redners. Herr Kaplan W. beleuchtete in
humor=
voller Weiſe die Jeſuitenfrage, ſprach über die Tätigkeit
des Ordens und welch große Verdienſte einzelne
Mit=
glieder desſelben ſich um die Wiſſenſchaft erworben haben.
Zwei lebende Bilder, durch Dekoration und Koſtüme
glänzend ausgeſtattet und plaſtiſch wirkend, ſowie ein von
den Anweſenden mit größter Spannung verfolgtes,
vor=
trefflich geſpieltes Theaterſtück lenkten den Sinn auf das
nahende Feſt. Fräulein Kate Remlinger hatte weder
Opfer noch Mühe geſcheut, die Bilder und die
Aufführ=
ungen möglichſt vollendet zu geſtalten. Die
Mitwirken=
den haben vorzüglich geſpielt und bekundete ihnen der
reich geſpendete Beifall, wie ſehr das Gebotene gefiel.
Nach kurzen, aber herzlichen Dankesworten ſchloß der
Vorſitzende im Hinblick auf das Weihnachtsfeſt mit dem
Rufe des Engels: „Ehre ſei Gott in der Höhe, Friede den
Menſchen auf Erden!”
* Fremdſprachliche Vorträge. Der zweite Vortrag
— diesmal in engliſcher Sprache — findet Mittwoch, den
18. d. M., ſtatt. Herr Herbert Wright wird Bernard
Shaw als Dramatiker behandeln. Shaw hat eine
viel=
ſeitige Tätigkeit entfaltet. Als Journaliſt und
Theater=
kritiker iſt er für Ibſens und Wagners Kunſt in England
eingetreten. Seine Dramen jedoch haben erſt feinen Ruf
über die Grenzen Englands hinausgetragen. In ihnen
zeigt er ſich einerſeits als ſcharfer Gegner des „
romanti=
ſchen Idealismus der großen Ketzerei, die aus Kunſt und
Leben weggefegt werden muß”, andererſeits legt er
rück=
ſichtslos die Schäden bloß, die ſeiner Ueberzeugung nach
im ſtaatlichen Leben ſeines Heimatlandes eine Reform
verlangen. Den Darmſtädtern iſt Shaw nicht unbekannt.
Vor zwei Jahren führte eine engliſche Geſellſchaft im
hieſigen Theater eines ſeiner Stücke: „Candida” auf. Es
iſt für viele, die der damaligen Vorſtellung beiwohnten,
gewiß intereſſant, ein Geſamtbild der dichteriſchen
Per=
ſönlichkeit Shaws kennen zu lernen (Siehe Anz.)
Vorträge über Fragen religiöſer
Weltan=
ſchauung. Die intereſſante Vortragsreihe ſchließt heute,
Dienstag, den 17. Dezember, abends 8¼ Uhr, im
Kaiſerſaal. Herr Pfarrer Fritz Philippi aus
Wies=
baden, der rühmlichſt bekannte Erzählungskünſtler, mit
einer Betrachtung über „Die Ethik Jeſu und das
moderne Berufsleben” hält dieſen letzten Vortrag.
* Was ſollen wir unſerer Jugend zu Weihnachten
geben? Die Städtiſche Sparkaſſe beantwortet dieſe Frage
mit: Eine Heimſparbüchſe! Sie entſpricht allen
Wünſchen, übt nicht, wie manche andere ungeeignete
Gabe, nachteiligen Einfluß auf unſere Kinder aus; ihr
Gebrauch wirkt vielmehr erzieheriſch. Die Beſchaffung
einer Heimſparbüchſe ſei daher allen denen aufs
ange=
legentlichſte empfohlen, die im Zweifel über eine
zweck=
mäßige Gabe an ihre Kinder, Geſchwiſter, Enkel, Neffen
und Nichten oder Paten ſind. (Näheres ſiehe Anzeige.)
§ Viehzählung. Nach der am 2. Dezember l. J
ſtattgehabten Viehzählung ergibt ſich für die Haupt= und
Reſidenzſtadt Darmſtadt folgender Viehſtand: 3677 Pferde
(darunter 2432 Militärpferde), Maultiere und Mauleſel,
5 Eſel, 453 Stück Rindvieh, 168 Schafe, 844 Schweine,
448 Ziegen, 12001 Stück Federvieh und 125 Bienenſtöcke.
Dieſer Viehſtand verteilt ſich auf 1049 Haushaltungen.
r. Die Arbeitsſchule des Evangeliſchen Bundes gedenkt
ihre Weihnachtsfeier am Samstag, den 21. Dezember,
nachmittags 4 Uhr, im Turnſaal des Schulhauſes in der
Rundeturmſtraße abzuhalten. Auch diesmal wieder ſind
alle Gönner und freundlichen Geber, die die Schule im
ab=
gelaufenen Jahre mit Beiträgen und Arbeiten unterſtützt
haben, ſowie die Eltern der Schülerinnen zu dieſer Feier
herzlichſt eingeladen.
* Weihnachtskränzchen. Man ſchreibt uns: Herr
Tanz=
lehrer Volkert u. Tochter hier veranſtalteten am
Sams=
tag für ihre Schülerinnen und Schüler ein
Weihnachts=
kränzchen im Konkordiaſaal. Der Einladung hatten viele
Verwandte und Freunde der tanzluſtigen Jugend Folge
geleiſtet. Die Darbietungen gelangen vorzüglich. Ein
Schleiertanz, von den jungen Damen ausgeführt, gelang;
ausgezeichnet und mußte auf vielſeitiges Verlangen
wiederholt werden.
* Aus der Beſſunger Bücherhalle (
Beſſunger=
ſtraße 43) wurden im Monat November 1214 Bücher
entliehen; eingeſchriebene Leſer ſeit 1. April 414. Ge=,
ſchenke gingen ein: von Frau Geh. Oberforſtrat Walter
2 Bde., von Ungenannt 3 Bde. Den gütigen Gebern
herzlichen Dank. Anmeldungen weiterer Spenden vons
Büchern und guten Zeitſchriften, ſowie
Beitritts=
erklärungen zum „Verein für Verbreitung von
Volks=
bildung” (Mindeſtbeitrag 2 Mk.) werden vom Vorſtand
des Vereins gerne entgegengenommen. Unentgeltliche
Bücherausgabe: Dienstag, Donnerstag und Samstag
von abends 7½ Uhr bis 9 Uhr. Daſelbſt auch
Bücher=
verzeichniſſe zu 20 Pfg.
§ Brände. Am Samstag abend gegen 9 Uhr
ent=
ſtand im Hauſe Schloßgartenſtraße 47 ein
Kamin=
brand welcher durch die herbeigerufene
Feuerwehr=
wache alsbald gelöſcht wurde. — An demſelben Abend
gegen 10 Uhr iſt im Hauſe Kaſinoſtraße 30 ein
Keller=
brand ausgebrochen, welcher ebenfalls durch die her
Feuilleton.
* Aus Kunſt und Wiſſenſchaft. Hermann
Suder=
manns neues Schauſpiel „Der gute Ruf” iſt vom
Deutſchen Schauſpielhaus zur Uraufführung erworben
worden. Die Premiere wird Anfangs Januar ſtattfinden.
— Wie die Münchener Poſt von kirchlicher Seite erfährt,
ſoll Erzhiſchof von Bettinger bei dem Intendanten des
Hoftheaters vorſtellig geworden ſein und ihn im Namen
der Religion erſucht haben, die Oper „Der Schmuck
der Madonna” vom Repertoire abzuſetzen. Intendant
v. Frankenſtein hat jedoch dieſes Verlangen abgewieſen
C) Der Kampf der Frau gegen die Zeit. Marcel
Prévoſt wird auf ſeine . . . reiferen Tage ſtreng und
ernſt. Er, der Kenner, der Schilderer, der Liebling der
Frauen. „Ach, wie er uns verſteht. Wie er uns würdigt
Mit welchem Feingefühl und welcher Zartheit er unſer
entzückend kompliziertes Weſen analyſiert!” ſeufzen die
lieben Leſerinnen. Wo iſt dieſer Marcel Prévoſt
geblie=
ben? Am Donnerstag verſammelte der Meiſter ſeine
An=
hängerinnen zu einem Vortrag „Der Kampf der Frau
gegen die Zeit.” Kluger, kluger Monſieur Prévoſt! Kein
Wunder, daß kein Platz im Saale freiblieb. Welche
Menge von Pelzen und Spitzen, als der Dichter erſchien.
Welches Murmeln und Flüſtern. „Wie jung er ausſieht
Wie reizend! Ob er ſein Haar färbt.” Und vor allem:
„Am Ende hat er das Elixier der Jugend entdeckt und
wird uns nun die Adreſſe verraten.” Ach, Marcel
Pré=
voſt hatte nicht ſolche Geheimniſſe, nicht viel Neues war
zu ſagen, aber wie er es ſagte: Seine Stimme war ein
Segen, ſein Pult ein Betſtuhl; und herrlich ſprach er von
dem erſchütternden und hohem Kampfe der „armen, kleinen
Frauen” gegen das Alter. Tränen waren in ſeiner
Stimme. Aber wie? Iſt es Täuſchung? Iſt das möglich?
Nein, es iſt wirklich: Marcel Prévoſt, der Bewunderer
der Frauen, wird ſtreng. Er, der Sänger der
Weiblich=
keit, wird zum Bußpropheten. Wie? Ihr glaubt, das
Rot auf Wange und Lippen ſei ſchön? Ihr glaubt, die
Farbe der Schminke könne den Purpurwangen der
Ju=
gend gleichen? Fort mit der künſtleriſchen Verſchönerung
Natur, nur Natur. Und Marcel Prévoſt, der plötzlich
zum Feind der Koketterie geworden iſt, weiſt ſeinen
Ver=
ehrerinnen auch den Weg. Er, der Pſychologe, der
Frauenkenner, er ruft nach Bädern, Luft und
Turn=
geräten, ach, er iſt Hygieniker geworden. . . Starr ſaßen
all die Heldinnen ſeiner Dichtungen und der
Seelen=
ſchmerz der bitterſten Enttäuſchung malt ſich in den
Zügen „In Deiner Jugend mußt Du beginnen, gegen
das Alter zu kämpfen!‟ Das fordert er, aber ach, bei den
meiſten iſt’s zu ſpät. „Um nicht alt zu werden, erhalte
Geiſt und Herz friſch.” Und Bäder, Turnen, friſche Luft!
Das hätte mir mein ſchrecklicher Doktor auch geſagt”,
er=
klärte eine empörte Matrone. Und Marcel Prévoſt, der
von Frauen vergötterte, hat jetzt viele Feindinnen. Eine
Frau zu enttäuſchen iſt die furchtbarſte Beleidigung, die
man ihr zufügen kann. Er, der Seelenkenner, muß es
wiſſen. Und er hat ſie tollkühn enttäuſcht. Sie alle, ſie
kamen, um ein Elirier zu empfangen, und er empfahl
ihnen — eine kalte Duſche.
* Neue bayeriſche Briefmarken. Der Regenten=
Wech=
ſel in Bayern wird auch zur Folge haben, daß die
ſeit=
herigen Marken, die ſeit dem 90. Geburtstage des
ver=
ſtorbenen Regenten im Gebrauch ſind, durch andere
er=
ſetzt werden. Von vornherein beſtand die Abſicht, die
Marken zunächſt nur bis Ende 1911 gelten zu laſſen, dann
wurde beſtimmt, daß ſie während der Regierungszeit des
Prinz=Regenten Luitpold gelten ſollen. Die neuen
Mar=
ken werden noch nicht allzu ſchnell kommen. Zunächſt
dürfte der Verkehrsminiſter nach den
Beiſetzungsfeierlich=
keiten dem neuen Regenten Vortrag in dieſer Richtung
erſtatten und die Wünſche des Regenten entgegennehmen.
Ueber die Geſtaltung der neuen Marken liegen daher noch
keinerlei Anhaltspunkte vor.
* Die verwechſelten Baſſermäl ier. In einer Reklame
für ein neues Kinodrama preiſt die Erſte Internationale
Filmzeitung in höchſten Tönen die Gewinnung von Paul
Lindaus, des „Neſtors der deutſchen Bühnenſchriftſteller”
Schauſpiel „Der Andere” für den Kino. Dabei geſchah
ihr eine drollige Entgleiſung: „Herr Albert
Baſſer=
mann ſpielt die Hauptrolle. Der genialſte unſerer
Schau=
ſpieler, der Schöpfer der Baſſermannſchen
Geſtalten, hat ſeine Kunſt in unſere Dienſte geſtellt.”
Die Filmzeitung verwechſelt „unſeren Baſſermann” der
allerdings ſchon manche prächtigen Geſtalten ſchuf, mit
dem Abgeordneten zur Frankfurter Nationalverſammlung,
Friedrich Daniel Baſſermann, der das Berlin von 1848
mit Geſtalten bevölkert ſah, die als die „Baſſermannſchen
Geſtalten” unſterblich geworden ſind. Warum hat auch
die Intern. Filmzeitung keinen „Büchmann”!
* Berichtigung. Der Setzerkobold hat ſich in
unſerem geſtrigen Bericht über die Aufführung von
Lortzings „Waffenſchmied” einen boshaften
Ein=
griff erlaubt. Es hieß dort: „In muſikaliſcher wie
ge=
ſanglicher Hinſicht konnte die Aufführung nur teilweiſe
befriedigen” während es heißen mußte: „In rein
ge=
ſanglicher Hinſicht uſw.”
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 17. Dezember 1912.
Nummer 297.
beigerufene Feuerwehrwache alsbald nach ſeiner
Ent=
ſtehung abgelöſcht wurde.
— Weiterſtadt, 16. Dez. Im ſtark überfüllten Saale
hielt am Sonntag der Geſangverein Sängerluſt
ſeine diesjährige Abendunterhaltung ab. Zur
Aufführung gelangte „Die Maibowle” von H. Rüthlein=
Darmſtadt, ſowie die Erſtaufführung des Schauſpiels in
1 Akt „Eine Weihnachtsüberraſchung” von Richard Hinz=
Darmſtadt. Weiterhin wurde der Abend durch ein
wohl=
gelungenes Trio, ein Couplet und einige mit beſonderem
Effekt vorgetragene Chöre verſchönt. Wenn die Beſucher
auch während des Abends in etwas gedrückten
Verhält=
niſſen geſeſſen und geſtanden haben, ſo konnten ſie doch
alle dank der guten Darbietungen zufrieden nach Hauſe
gehen. An dieſer Stelle ſei dem jugendlichen Verfaſſer
des Schauſpiels „Eine Weihnachtsüberraſchung” Herrn
Richard Hinz=Darmſtadt, welcher es verſtanden, eine
Epi=
ſode aus dem Leben in ſchöne feſſelnde Worte zu kleiden,
nochmals Dank ausgeſprochen.
A Beerfelden, 14. Dez. Auf Veranlaſſung des
hieſi=
gen Ortsgewerbevereins und des Volksbildungsvereins
hielt geſtern abend hier Herr Reallehrer Kayſer=
Gerns=
heim einen Vortrag über „Elektriſche Licht= und Kraft=
Anlagen”. Ausgehend von den Umwälzungen, die die
Leiſtungsfähigkeit und die Umwandlungsmöglichkeiten
der Elektrizität hervorgebracht haben, gab Redner
grund=
legende Erläuterungen über das Weſen der Elektrizität,
die Art des Meſſens, die Wirkungen, die Leitungen, die
Stromerzeugung uſw. Einen großen Fortſchritt im
elek=
triſchen Beleuchtungsweſen brachte die Verbeſſerung der
Glühlampen; die Metallfadenlampen brachten Billigkeit
und helleres Licht. Eine vergleichende Berechnung
zwi=
ſchen der Beleuchtung durch Petroleum, Gas und
Elektri=
zität fiel zu Gunſten der letzteren aus, die überdies noch
nennenswerte Vorzüge der verſchiedenſten Art bietet.
Bei Kraftanlagen ſpricht die Verwendung geringkräftiger
Motoren und deren Billigkeit wiederum zugunſten des
elektriſchen Betriebes; er iſt nicht bloß für
Gewerbetrei=
bende, ſondern auch für Landwirte empfehlenswert, für
letztere auch darum, weil der Elektromotor nicht an den
Ort gebunden, ſondern transportabel iſt. Zuletzt wurden
noch die Einwände entkräftet, die den elektriſchen Betrieb
für gefährlich hinſtellen. Intereſſant waren noch die
Schil=
derungen der Ausſtellungen in Mainz und Karlsruhe.
Reicher Beifall lohnte den gründlichen und populären
Vortrag.
Wimpfen, 16. Dez. Ein ſehr bedeutſamer
Fund wurde heute in der Sakriſtei der Evangeliſchen
Stadtkirche gemacht. An der Weſtwand des unteren
Turmgeſchoſſes, das von der Salriſtei eingeſchloſſen wird,
fand ſich unter dem Kalküberzug ein Freskogemälde, das
einen Raum von etwa 4 Quadratmetern einnimmt. Die
erſte oberflächliche Unterſuchung des Bildes ließ deutlich
die Darſtellung der Madonna in blauem Gewand mit
rotem Mantel erkennen. Zur Rechten iſt ein Teil eines
Spruchbandes bloßgelegt, deſſen ſpätgotiſche Majuskeln
erkennen laſſen, daß die Zeit des Gemäldes wohl mit der
Erbauung der Sakriſtei im Jahre 1468 zuſammenfällt.
Die völlige Freilegung des zweifellos ſehr intereſſanten
und älteſten Gemäldes der Kirche wird der Darmſt. Ztg.
zufolge demnächſt durch einen ſachverſtändigen Künſtler
vorgenommen werden.
Mainz, 16. Dez. Eine im Saal der „Liedertafel”
ab=
gehaltene Proteſtverſammlung des
Schutzver=
bandes Mainzer Hauseigentümer, der auch
die Vereine Altſtadt und Neuſtadt, der Vertreter der
Stadt, der Handelskammer und der Hausbeſitzervereine
Darmſtadt, Worms und Offenbach beiwohnten, erhob
nach einem 1½ſtündigen Vortrag des Rechtsanwalts Dr.
Wirtz=Köln Einſpruch gegen die ſteuerliche
Ueber=
laſtung des Grund= und Hausbeſitzes und forderte: 1. die
Beſeitigung der Steuer nach dem gemeinen Wert und die
Rückkehr zu dem Grundſatze der Ertragsbeſteuerung,
2. die Herabſetzung und den einheitlichen gerechten
Aus=
bau der Beſitzwechſelabgaben, 3. die Aufhebung der
Wert=
zuwachsſteuern und die Ausſchaltung des Grundſatzes
der Konfiskation aus dem Beſteuerungsweſen, 4. bei
einer etwaigen Beſitzſteuer eine gerechte Entlaſtung des
Grund= und Hausbeſitzes, 5. die Hexanziehung von
Ver=
tretern des Haus= und Grundbeſitzes bei Vorbereitung
ſteuerlicher Vorlagen, die ihn berühren.
Mainz, 16. Dez. Die Verhandlung des
Schwur=
gerichts gegen Nußhag dauerte am Samstag bis
nachts 12 Uhr. Um 11 Uhr zogen ſich die Geſchworenen
zur Beratung zurück. Nach ½ſtündiger Beratung
ver=
kündeten die Geſchworenen das Verdikt auf
Vernein=
ung ſämtlicher vier Fragen des
betrügeri=
ſchen Bankerotts. Es handelte ſich um das
Ver=
ſchwinden der 52000 Mark, des Geſchäftsverkaufs in
Pirmaſens, der Fleiſchlieferung dorthin und die
Um=
ſchreibung von 1200 Mark auf die Bezirkskaſſe. Nach dem
Wahrſpruch der Geſchworenen wurde der Angeklagte vom
Gericht freigeſprochen und ſofort aus der Haft
ent=
laſſen. Sämtliche Koſten, einſchließlich der Verteidigung,
wurden der Staatskaſſe auferlegt. — Die noch
junge Fran eines hieſigen Buchdruckers wurde
am letzten Samstag abend bei einem
Zahn=
arzt zum Zweck einer Zahnoperation durch einen Arzt
chloroformiert. Es war ſchon zum vierten Male,
daß die junge Frau ſich chloroformieren ließ. Obwohl
der Arzt ſehr wenig Chloroform anwandte, trat bei der
Frau beim Erwachen infolge großer Aufregung plötzlich
Herzlähmung ein. Es wurden ſofort noch mehrere
Aerzte aus der Nachbarſchaft herbeigeholt, die
Feuer=
wehrwache brachte ihren Sauerſtoffapparat, aber trotz
aller erdenklichen Wiederbelebungsverſuche kam die
unglückliche Frau nicht mehr zu ſich. — Der
Wä=
ſchereibeſitzer Karl Meier aus Laubenheim war am
Sonntag morgen mit ſeinem Fuhrwerk nach Mainz
ge=
fahren. Unterwegs fiel Meier vom Fuhrwerk, wurde
überfahren und eine Strecke weit mitgeſchleift.
Paſ=
ſanten fanden den Verunglückten, der von der
benachrich=
tigten Sanitätswache in äußerſt ſchwer verletztem
Zuſtand ins Rochushoſpital gebracht wurde.
Mainz, 16. Dez. Das Kinderaſyl der proteſtantiſchen
Rettungsanſtalt „Trautheim” bei Kaſtel ſteht ſeit
heute früh in Flammen. Die in der Anſtalt
befind=
lichen 30 Kinder konnten gerettet werden. Die
Entſteh=
ungsurſache des Feuers iſt unbekannt.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt. 15. Dez. Aus Anlaß des
80. Geburtstages des Aſtronomen Wilhelm
Förſter wird daran erinnert, daß Berlin dem
viel=
ſeitig tätigen Gelehrten die Einführung der von der
Sternwarte aus regulierten Normaluhren und die
Grün=
dung der Geſellſchaft „Urania” verdankt. — In dem
Wie=
deraufnahmeverfahren des Theater direktors Gar=
riſon iſt eine überraſchende Wendung eingetreten.
Sei=
tens der Staatsanwaltſchaft iſt wegen Verdachts des
wiſ=
ſentlichen Meineids die Verhaftung der
Hauptbelaſtungs=
zeugin Fräulein Kunze erfolgt. Der Fall Garriſon
ſtand mit der Affäre des Kaufmanns Martin Ball in
Ver=
bindung. Bei einem Geſpräch in dem Bureau des Ball
ſollte G. eine Frau Magira zur Ausſage eines Meineids
verleitet haben. Er wurde deshalb zu einem Jahre
Zucht=
haus verurteilt. Die Buchhalterin Kunze, die damals bei
dem verhängnisvollen Geſpräch anweſend war, hatte vor
Bericht zu Ungunſten des Garriſon ausgeſagt und dieſe
ihre Ausſage auch beſchworen. Noch während der
Ver=
urteilte ſeine Strafe verbüßte, ſoll, wie es heißt, die K.
von Gewiſſensqualen gepeinigt worden ſein und
wieder=
holt einer Freundin ihr Herz ausgeſchüttet haben. — Ein
bisher achtbares junges Mädchen, das zwölf Jahre
in einem Goldwarengeſchäft als Verkäuferin tätig war,
hat ſich von ihrem Bräutigam zu fortgeſetzten
Dieb=
ſtählen verleiten laſſen und in einem Jahre für etwa
15000 Mk. Goldwaren geſtohlen. — 49
Petroleum=
laternen dienen noch in Berlin zur öffentlichen
Be=
leuchtung. Zwei beleuchten einen der älteſten Teile
Ber=
lins, den Durchgang von der Fiſcherſtraße zu der Straße
„Fiſcherbrücke” während ganz in der Nähe die moderne
Preßgasbeleuchtung Tageshelle verbreitet. Die meiſten
Petroleumlampen findet man noch an der Grenze des
Ber=
liner Weichbildes.
Wiesbaden, 16. Dez. Im Heizraum der hieſigen
engliſchen Kirche wurde der Kirchendiener Henry Pybus
erſtickt auf gefunden. Er hatte nach Anzünden des
Ofens in einem Buche geleſen und war dabei eingeſchlafen
und dann durch ausſtrömende Koksgaſe erſtickt.
Köln, 16. Dez. Die Kölniſche Zeitung meldet aus
Düren: Der Förſter der Brymſchen Verwaltung tötete
geſtern nachmittag zwei Wilderer, die er beim
Wil=
derern ertappte, durch Kopfſchüſſe. Der Förſter wurde
verhaftet.
Chemnitz, 16. Dez. Aus noch nicht ermittelter Urſache
war in einem Neubau ein Gasrohr undicht
gewor=
den. Als mehrere Arbeiter die ſchadhafte Stelle ausbeſſern
wollten und mit brennendem Licht in die Nähe des Rohrs
kamen, erfolgte eine Exploſion. Zwei Arbeiter
er=
litten ſchwere Verletzungen. Zwei aufgeſchreckte Frauen
ſprangen in ihrer Angſt aus ihrer im erſten Stock
ge=
legenen Wohnung und blieben mit ſchweren inneren
Ver=
letzungen auf der Straße liegen.
Tilſit, 16. Dez. Bei Nau=Jeningken wurde am
Samstag ein Brauereiauto auf dem Bahnübergang
von einem Zuge erfaßt. Der Wagenführer wurde
nicht verletzt. Der Arbeiter Skarus wurde gegen einen
Stein geſchleudert; er iſt geſtern ſeinen Verletzungen
er=
legen. Der Unfall ereignete ſich, weil der Zug bei dem
herrſchenden Unwetter nicht bemerkt worden war.
Oſtende, 15. Dez. Nach einem Funkentelegramm iſt
das Leuchtſchiff „Weſt=Hinder” geſunken.
Zehn an Bord befindliche Perſonen ſind vermutlich
er=
trunken.
Lorient, 16. Dez. In der vergangenen Nacht nahmen
die Arſenalgendarmen bei einem Rundgange wahr, daß
an Bord des im Trockendock ſeiner Vollendung
entgegen=
gehenden Panzerſchiffes „Courbet” Feuer
ausge=
chen war. Sie alarmierten ſofort die Feuerwehr, der es
gelang, den durch Kurzſchluß entſtandenen Brand zu
löſchen. Der angerichtete Schaden iſt nicht ſehr groß.
London, 15. Dez. Der Daily News and Leader
bringt jetzt über das geheimnisvolle
Ver=
ſchwinden der irländiſchen Juwelen
folgen=
des: Von Zeit zu Zeit wurden ähnliche Gerüchte in
Umlauf geſetzt, worauf dann in allerkürzeſter Zeit ein
Dementi einlief. Aus zuverläſſiger Quelle verlautet nun,
daß die Erklärung, die Juwelen ſeien wieder zurück, auf
Wahrheit beruht trotz gegenteiliger Beteuerungen. Er iſt
ferner in der Lage, zu erklären, daß an einem gewiſſen
Tage im Auguſt, innerhalb von ſechs Wochen ſeit dem
Tage ihres Verſchwindens, die Kronjuwelen wieder
zu=
rück waren, wenn auch nicht in der Stahlkammer, aus der
ſie entwendet waren, ſo doch in Händen der Behörden.
Dort verblieben ſie ſeit jener Zeit. Seitdem der Skandal
über das Verſchwinden der Kronjuwelen bekannt wurde,
ſind die größten Anſtrengungen gemacht worden, um die
ganze Angelegenheit in geheimnisvolles Dunkel zu
tauchen. Es war nie beabſichtigt worden, daß das
zeit=
weiſe Verſchwinden der Juwelen jemals hätte bekannt
werden ſollen. Verſehentlich jedoch ſickerte es in die
Oeffentlichkeit und eine Folge davon war große
Beſtürz=
ung in den Kreiſen, die es anging. Da die Juwelen nun
einmal fort und die Nachricht in der Oeffentlichkeit war,
mußte man eben ſehen, was aus der Geſchichte zu machen
war und was folgte, iſt nichts mehr oder weniger als
eine Poſſe. Einer der tüchtigſten Detektive von
Scot=
land=Yards wurde nach Dublin berufen, und die Berichte,
die dann in die Oeffentlichkeit drangen, waren nur dazu
geeignet, die ganze Affäre noch geheimnisvoller zu
ge=
ſtalten. Das iſt allerdings ſehr geheimnisvoll!
New=York, 16. Dez. In Portamboy wurde
ein Autoomnibus bei dem Paſſieren eines
Eiſen=
bahngleiſes vom Expreßzug erfaßt und vollſtändig
zer=
trümmert. Drei Perſonen waren ſofort tot, acht ſind
ſchwer verletzt worden.
Die Bewegung unter den,
Saar=Bergleuten.
* Wie bereits mitgeteilt, hat eine
Revierkonfe=
renz des Gewerkvereins chriſtlicher
Berg=
rbeiter in Saarbrücken beſchloſſen, nach
ord=
nungsmäßiger Kündigung am 2. Januar 1913 in den
Ausſtand zu treten. Nach den von den Rednern in der
Revierkonferenz abgegebenen Erklärungen und einer
gleichzeitig mit dem Streikausſchuß gefaßten Reſolution
werden als Gründe für dieſen Schritt insbeſondere
an=
gegeben, daß die den Bergleuten gewährte
Lohnſteiger=
ung in keiner Weiſe den durch die günſtige Konjunktur
erzielten Mehrerträgniſſen entſpricht. In der Frage der
Verſchlechterung der Arbeitsordnung wird vornehmlich
darauf hingewieſen, daß die neue Faſſung ermögliche, den
Arbeitern für Betriebsſtörungen von kurzer Dauer
Lohn=
abzüge zu machen, die Einführung größerer Wagen ohne
entſprechende Mehrvergütung zu geſtatten und den zu
Unrecht beſtraften Arbeitern den Rechtsweg zu
beſchnei=
den. Die Verkürzung der Schlepperzeit ſei unabhängig
von der neuen Arbeitsordnung und längere Zeit vor
Er=
laß derſelben erfolgt und könne die Verſchlechterung der
Arbeitsordnung nicht aufheben. Weiter habe die
Berg=
behörde ſchon oft geäußerte Wünſche der Saarbergleute
bei der Aenderung nicht berückſichtigt, insbeſondere nicht
eine gerechte Entlohnung der Unfallrentner und die
Be=
ſeitigung der nur in den fiskaliſchen Bergbetrieben der
Saar zu findenden Strafe der zeitweiligen Ablegung. Die
von den Arbeitervertretern unternommenen Bemühungen
um Erzielung eines Entgegenkommens ſeien gänzlich
fruchtlos geblieben. Es ſtehe danach feſt, daß die
Berg=
arbeiter berechtigte Urſache hätten, für beſſere Lohn= und
Arbeitsverhältniſſe und gegen die geplante
Verſchlechter=
ung zu kämpfen.
Am Schluß der gefaßten Reſolution verpflichten ſich
ſſie anweſenden Vertreter der Belegſchaften, bis Ende
Dezember den Ausbau der Organiſation zu vollenden,
in=
dem ſie bis dahin die Unorganiſierten dem Gewerkverein
chriſtlicher Arbeiter zuführen und ſie erklären, daß
ihnen=
das möglich ſein wird. Danach verpflichten ſie ſich,
dafür=
zu ſorgen, daß die Einheitlichkeit und Geſchloſſenheit der
Bewegung gewahrt bleibt. Nach den von den
anweſen=
den Vertretern des Geſamtverbandes chriſtlicher
Berg=
arbeiter abgegebenen Erklärungen gibt der
Zentralvor=
ſtand die Zuſtimmung zu dem Streik unter der
Be=
dingung, daß die ordnungsmäßige
Kündig=
ung eingehalten und die erwähnten Vorbereitungen bis
zum Schluß dieſes Monats erledigt werden. Die
Ver=
ſammlung wurde mit der eindringlichen Mahnung ge=, etwaigen Putſchverſuchen mit allen Kräften
ent=
gegenzutreten und die Ordnung und Einheitlichkeit der
Bewegung zu wahren.
Sturm.
* Berlin, 16. Dez. Der Sturm hat hier mehrfach
Schaden angerichtet. Die Feuerwehr wurde in
ver=
ſchiedenen Stadtteilen wegen herabgeriſſener
Firmen=
ſchilder uſw. herbeigerufen. Von der St.=Pauls=Kirche
wurde ein Kreuz herabgeworfen. Schweren Schaden
er=
litt der Baumbeſtand im Tiergarten. Ein Baum am
Großen Stern, der niedergebrochen wurde, riß im Sturz
einen Maſt der Straßenbahnleitung mit, wodurch längere
Zeit eine Unterbrechung des Straßenbahnverkehrs
ver=
urſacht wurde. Perſonen ſind, ſoweit bekannt, nicht
ver=
letzt worden.
* Hamburg, 16. Dez. Der orkanartige Sturm
hatte mehrere Unglücksfälle im Gefolge und
ver=
urſachte großen Schaden. In der Nähe des Hauptbahnhofs
wurde ein Maurer vom Gerüſt geweht und
lebensgefähr=
lich verletzt. In der Ausſchlägerallee wehte der Sturm
einen Fabrikſchornſtein um, doch ſind Paſſanten nicht zu
Schaden gekommen. Beſonders auf dem „Dom” (
Weih=
nachtsmarkt) richtete der Sturm Verwüſtungen an. Buden
wurden umgeweht, ein wegen der ſchlechten Witterung nur
von wenigen Perſonen beſuchtes Karuſſell ſtürzte
zuſam=
men, doch wurde niemand verletzt. In der Stadt wurden
zahlreiche Dächer abgedeckt.
* Bremerhaven, 16. Dez. Der geſtrige
Sturm verurſachte zahlreiche Unglücksfälle
auf hoher See Der nach der See gehende deutſche Dampfer
„Ebernburg” ſianaliſiert: „Beim Leuchtturm „Roter Sand‟
ein Schiff in Not.‟ Nördlich vom hohen Weg auf der
Tegeler Platte ſitzt ein zweimaſtiges Fahrzeug; ſeine
Flaggen ſind nicht mehr ſichtbar. Das von Bremen nach
Emden mit einer Ladung Mehl beſtimmte holländiſche
Segelſchiff „Nieuwe Zorg Folkers” wurde in havariertem
Zuſtande mit Verluſt der Ankerkette am Abend durch zwei
Schleppdampfer hier einbugſiert und in den alten
Vor=
hafen gelegt. Der von Nieuwe Diep nach Blyth beſtimmte
ſchwediſche Dampfer „Seolve Larß” iſt wegen eines
Schadens an den Maſchinen hier eingelaufen und ankerte
auf der Reede.
HB. Wien, 16. Dez. Seit Samstag herrſcht hier ein
ſtarker Sirokko Die Temperatur iſt von drei
Grad=
unter Null auf 13 Grad Wärme geſtiegen. Der Sturm
brauſt mit ſolcher Gewalt durch die Straßen, daß zahlreiche
Perſonen verletzt wurden, darunter mehr als 20 ſchwer.
Die meiſten haben Gehirnerſchütterungen, Schädelbrüche
uſw. erlitten. Schilder und Laternen wurden abgeriſſen.
Viele Dächer wurden abgedeckt, verſchiedene Perſonen vom
Sturm meterweit fortgeſchleudert.
H.B. Kopenhagen, 16. Dez. Ein furchtbarer
Nordweſt=Orkan wütethier und hat bereits großen
Schaden angerichtet. Der deutſche Schooner „Meta” iſt bei
Rödvig geſtrandet. Es beſteht keine Ausſicht, ihn zu
bergen. Die Mannſchaft wurde gerettet. Ein unbekanntes
deutſches Transportſchiff iſt bei Korteminde geſtrandet.
Die Mannſchaft befindet ſich in großer Lebensgefahr. Ein
Rettungsdampfer iſt unterwegs. Die telegraphiſche
Ver=
bindung mit Schottland iſt unterbrochen.
Der Balkankrieg.
Zur Lage.
* Berlin, 15. Dez. Die Norddeutſche Allgemeine
Zeitung ſchreibt in ihrer Wochenrundſchau: Der
abgelau=
fenen Woche darf man nachſagen, daß ſie keine
Ver=
ſchärfung in die europäiſche Lage gebracht hat;
von der morgen beginnenden möchten wir wünſchen, daß
ſie den Erwartungen gerecht wird, die ſich an die
bevor=
ſtehende Einleitung der Friedensunterhandlungen und
die Botſchafterbeſprechung in London knüpfen. Der
Ver=
ſuch, zwiſchen der Pforte und den Balkan=Regierungen
in unmittelbarer Verhandlung einen vertragsmäßigen
Ausgleich der durch den Krieg nicht entſchiedenen
Streit=
punkte herbeizuführen, wird von allen Großmächten mit
Sympathie begleitet. Für den Verlauf der
Botſchafter=
beſprechung kann es wohl als günſtiger Umſtand gelten,
daß die Balkanpolitik Oeſterreich=Ungarns jetzt in
man=
chen Kreiſen gegen früher ruhiger gewürdigt wird.
Die Friedensverhandlungen.
* Paris, 15. Dez. Der Temps veröffentlicht ein
Interview mit dem bulgariſchen Sobranje=Präſidenten,
Dr. Danew, der u. a. ſagte: Rückſichtsvoll für alle Mächte
und feſt entſchloſſen, mit ihnen, ſoweit es von uns
ab=
hängt, die beſten Beziehungen zu unterhalten, glauben
wir uns ſelbſt und Europa dadurch am nützlichſten zu
ſein, daß wir als einzige Grundlage unſerer Politik das
Balkanbündnis bewahren, das ſeinen Wert
bewie=
ſen hat. Ueber die Verhandlungen mit den
Türken ſagte Dr. Danew: Es werden drei wichtige
territoriale Fragen: Adrianopel, die Adria und
die Inſeln zu regeln ſein. Wenn die Türkei ſich
wei=
gert, uns Adrianopel abzutreten, das wir für die Sicherheit
unſerer zukünftigen Grenze brauchen, wird der Krieg
von neuem beginnen. Wir hoffen aber, Taß die
Türkei, dank den Ratſchlägen der Großmächte, die Lage
begreifen und ſich zu den notwendigen Opfern verſtehen
wird, was für ſie und die Balkanſtaaten die Grundlage
eines dauernden Friedens bildet. Betreffs der Adria=
und der Inſel=Frage haben verſchiedene Großmächte
ihre Gedanken geäußert. Wenn dieſe Gedanken uns in
London mitgeteilt werden, dann werden wir ſie
achtungs=
voll erörtern. Sonſt werden wir von der Türkei
verlan=
gen, daß ſie in dieſen beiden Punkten unſeren
Verbün=
deten Genugtuung gewährt. Wir werden eine
Kriegs=
entſchädigung verlangen und im Prinzip einen:
Teil der türkiſchen Schuld zu unſeren Laſten überneamen.
Nummer 297.
Es wird vielleicht Sache einer beſonderen Konferenz ſein,
die Einzelheiten dieſer beiden Fragen zu regeln.
* Paris, 15. Dez. Der Londoner Korreſpondent
des Temps veröffentlicht eine Unterredung mit einer
hochgeſtellten Perſönlichkeit, die auf die Frage, ob die
Türkei auf der Friedenskonferenz eine
unnachgie=
bige Haltung beobachten und verſuchen werde,
Ver=
wickelungen hervorzurufen, folgendes geantwortet habe:
„Ein erfahrener Mann wie Kiamil Paſcha weiß, daß die
Türkei bei einem allgemeinen Konflikt nur zu verlieren
hätte, denn das nächſte Ergebnis eines ſolchen
Konflik=
tes wäre, daß Rußland ſofort Konſtantinopel und die
türkiſchen Gebiete in Kleinaſien beſetzen würde. Ich
iglaube deshalb, daß ſich die Türkei vernünftig zeigen
wird.”
Das ſelbſtloſe Albion.
* London, 15. Dez. Bei der Preisverteilung für
die Marinefreiwilligen in London hielt Marineminiſter
Churchill eine Rede, in der er an die Anweſenden die
Mahnung richtete, ſich weiter zu üben, um augenblicklich
dem Rufe des Vaterlandes folgen zu können.
Gegen=
wärtig nehme England eine vorzügliche Stellung in der
Welt ein. Als bei den kleineren Mächten Europas, die
in den Balkankrieg verwickelt waren, der Wunſch
rege wurde, Frieden zu ſchließen, da kamen ſie,
fuhr Churchill fort, nach London, weil ſie wußten, daß
wir eine Nation ſind, die keine ſelbſtiſchen
Ziele verfolgt und die ſtark genug iſt, um keinen
Feind zu fürchten. Das, was der britiſchen Diplomatie
die Macht gab, ſo wirkſam für den Frieden Europas zu
arbeiten, iſt unſere Flotte.
Die türkiſch=griechiſchen Kämpfe.
* Konſtantinopel, 15. Dez. Den
Blättermeld=
ungen zufolge beſchloß die türkiſche Regierung, daß die
Beamten von Saloniki die Stadt nicht
verlaſ=
ſen dürfen, damit dies nicht als Anerkennung der
Be=
ſetzung Salonikis durch die Griechen betrachtet werde.
Weiter wurde beſchloſſen, ſowohl dieſen als allen
ande=
ren türkiſchen Beamten, die in den beſetzten Gebieten
ge=
blieben ſind, das Gehalt für November durch die
Ver=
mittelung der fremden Konſuln übermitteln zu laſſen.
* Athen, 15. Dez. Das Marineminiſterium teilt
mit: Geſtern mittag lief der türkiſche Kreuzer
„Medſchiedieh” aus den Dardanellen aus, um
die beiden griechiſchen Torpedojäger „Sſendoni” und
„Lonkhi” anzugreifen, und eröffnete auch das Feuer
gegen die beiden Fahrzeuge. Als aber ſechs weitere
grie=
chiſche Torpedojäger erſchienen, ſuchte die „Medſchidieh”
den Schutz der Forts auf und zog ſich nach einer
lebhaf=
ten Kanonade wieder in das Innere der Dardanellen
zurück.
* Konſtantinopel, 16. Dez. Die Meldungen
über das Auslaufen der türkiſchen Flotte
aus den Dardanellen ſcheinen, obwohl offiziell
unbeſtätigt, auf Wahrheit zu beruhen. Wie in dem
Kriegs=
miniſterium naheſtehenden Kreiſen verlautet, iſt geſtern
der Kreuzer „Medſchidieh” mit zwei
Torpedoboots=
zerſtörern aus den Dardanellen ausgelaufen und von acht
griechiſchen Torpedobootszerſtörern
an=
gegriffen worden, ſo daß dieſe umkehren mußten.
Angeblich iſt ein griechiſcher Torpedobootszerſtörer
be=
ſchädigt worden. Leute, die von den Dardanellen hier
angekommen ſind, berichten, daß drei griechiſche
Tor=
pedobootszerſtörer geſtern in der Frühe das Fort Sedil
Bahr beſchoſſen hätten. Der „Medſchidieh” ſei ſofort
ausgelaufen und habe mit den griechiſchen Schiffen einige
Schüſſe gewechſelt. Bald darauf ſei derſelbe wieder
zurückgekehrt.
* Konſtantinopel, 15. Dez. Einem Telegramm
des Kommandanten des Armeekorps von Janina
zu=
folge wurden die aus zwei Regimentern Infanterie,
einer Anzahl irregulärer Truppen und einer
Gebirgs=
batterie beſtehenden griechiſchen Streitkräfte bei dem
vor=
geſtrigen Kampf im Oſten von Janina unter großen
Ver=
lnſten zurückgeſchlagen. Nach einer anderen
De=
peſche der Weſtarmee vom 13. Dezember unternahmen die
türkiſchen Truppen einen heftigen Angriff auf die
feind=
lichen Streitkräfte, die bei Laranda gelandet wurden und
aus regulären, irregulären, einer Gebirgsbatterie und
einer Mitrailleuſenabteilung beſtanden. Der Feind ſoll
große Verluſte erlitten und in großer Unordnung in der
Richtung auf Santi Caranta den Rückzug angetreten
haben.
* Konſtantinopel, 15. Dez. Die Nachricht von
dem türkiſchen Siege bei Janina ruft hier
leb=
hafte Befriedigung hervor. Die Nachricht wurde von der
Pforte den Provinzialbehörden mitgeteilt. Der
Groß=
weſir hat unverzüglich telegraphiſch den Sultan
verſtän=
digt. Wie das Blatt Alemdar meint, wird der
Miniſter=
rat infolge der griechiſchen Niederlage die den
Friedens=
unterhändlern bereits erteilten Inſtruktionen bezüglich
Griechenlands abändern.
* Athen, 15. Dez. Griechiſche
Abteilun=
gen nahmen geſtern Vala und Paramythia in
Epirus ein. Der Kampf dauerte den ganzen Tag und
war ſehr erbittert. Der fliehende Feind ließ Waffen,
einen optiſchen Telegraphen, ein Teleſkop und ſonſtige
Materialien zurück.
Oeſterreich und Serbien.
* Paris, 15. Dez. Dem Petit Pariſien wird aus
Wien gemeldet: Der öſterreichiſch=ungariſche Geſandte in
Belgrad, v Ugron, habe im Auftrage ſeiner Regierung
dem Miniſterpräſidenten Paſitſch einen Beſuch
abge=
ſtattet und ihm erklärt, daß Oeſterreich=Ungarn und ſeine
Verbündeten, Deutſchland und Italien, wünſchten, daß
die ſerbiſchen Truppen möglichſt bald Durazzo und
ver=
ſchiedene andere albaneſiſche Städte räumten.
Miniſter=
präſident Paſitſch habe erwidert, daß Serbien lebhaft
wünſche, ſich mit Oeſterreich=Ungarn zu verſtändigen, daß
aber vor Abſchluß des Friedens zwiſchen der Türkei und
den Balkanſtaaten keinerlei derartige Maßnahmen
ge=
troffen werden könnten. Die Unterredung Ugrons und
Paſitſch ſei durchaus freundſchaftlich geweſen.
* Paris, 15. Dez. Die Agence Havas meldet aus
Belgrad: Die Unterhandlungen Serbiens und
Oeſtepeich=Ungarns würden folgende
Grund=
llagen haben können: Serbien werde erklären, daß es
mit Oeſterreich die freundſchaftlichſten Beziehungen
unter=
halten und dabei ſeine vollkommene politiſche
Unab=
hängigkeit bewahren wolle. Serbien werde der
Auto=
nomie Albaniens zuſtimmen, vorausgeſetzt daß es einen
Hafen am Adriatiſchen Meer erhalt e, zu dem
es freien Zugang haben müſſe; es werde ſich verpflichten,
dieſen Hafen nicht in einen Kriegshafen umzuwandeln.
Oeſterreich werde betreffs der Anleihen und öffentlichen
Arbeiten ein Vorzugsrecht erhalten und auch wirtſchaftlich
die Behandlung einer meiſtbegünſtigten Nation genießen.
Es werde ſchon jetzt den Vorteil haben von der zu ſeinen
Gunſten vorgenommenen Tarifreviſion, Man verſichert,
daß Serbien auf dieſer Grundlage bereit iſt, Unterhändler
nach Wien zu ſchicken.
Letzte Nachrichten.
H. B. Berlin, 16. Dez. Der deutſche
Bot=
ſchafter in London, Fürſt Lichnowsky wird,
wie verlautet, nach ſeiner Teilnahme an der Londoner
Botſchafterkonferenz für die Weihnachtsfeiertage in
Ber=
lin erwartet, um dem Kaiſer perſönlich Vortrag über die
Londoner Verhandlungen zu halten.
* Sofia, 16. Dez. Das Blatt Mir ſtellt feſt, daß
die Stimmung unter den
Sobranjemitglie=
dern eher kriegeriſch ſei, und daß die Mehrzahl
derſelben damit nicht einverſtanden iſt, daß die
bulgari=
ſche Armee noch vor den Toren von Konſtantinopel Halt
mache. Die Deputierten ſehnten vielmehr das
Scheitern der Friedensverhandlungen
her=
bei und wären bereit, alle notwendigen Kredite zu
be=
willigen und die Regierung bis zum Ende des Krieges
zu unterſtützen, der nach ihrer Anſicht mit dem Einzuge
in Konſtantinopel zu enden hätte. Das Blatt hofft, daß
die Deputierten ihre Anſchauung aufgeben, wenn ſie aus
Aufklärungen der Regierung erfahren, daß es notwendig
war, Europa den letzten Beweis zu geben, daß die
Bal=
kanvölker den Frieden Europas nicht zu ſtören wünſchten.
Nach Erklärungen verantwortlicher türkiſcher
Staats=
männer erklärt das Blatt, die Friedensausſichten ſeien
nicht beſonders groß. Es ſei wahrſcheinlich, daß an Stelle
der Bevollmächtigten die Kanonen wieder zu ſprechen
be=
ginnen werden. Diesmal würde ihre Stimme wirkſamer
ſein; aber bis dahin müſſen wir, ſo ſchließt das Blatt,
aufrichtig für die endgültige Einſtellung der Operationen
und den Abſchluß eines würdigen, dauerhaften Friedens
tätig ſein.
Die Eröffnung der Friedenskonferenz.
H. B. London, 16. Dez. Die
Frſedenskon=
ferenz trat heute mittag 12 Uhr im James=Palaſt zu
ihrer erſten Sitzung zuſammen. Bei derſelben führte
der Staatsſekretär Sir Edward Grey das Präſidium und
hieß die Delegierten im Namen der engliſchen Regierung
willkommen. Die Ergebniſſe der Verhandlungen ſollen
geheim gehalten werden. Der Preſſe werden nur
offi=
ziöſe Notizen übermittelt, da man beſchloſſen hat, dem
Publikum nur vollzogene Tatſachen bekannt zu geben.
* London, 16. Dez. Die Gröffnung dier
Friedenskonferenz erregte nur geringes Intereſſe.
Etwa 100 Journaliſten, Photographen und Neugierige
hatten ſich eine Stunde vorher in der St. Jamesſtraße
eingefunden. Die ſtrengſten Sicherheitsmaßnahmen waren
ergriffen worden. Die Poſten vor dem St. James=Palaſt
waren durch Polizeibeamte verſtärkt. Zuerſt erſchienen
die Delegierten der türkiſchen Friedensmiſſion. Einige
Zeit ſpäter die bulgariſchen, montenegriniſchen und
ſer=
biſchen Vertreter. Ganz zuletzt kamen dann auch die
Delegierten Griechenlands.
Literariſches.
50 Balladen und Romanzen von
Hof=
ſchauſpieler Ernſt Aug. Benzinger. (Silva=Verlag,
Ber=
lin=Wilmersdorf, Sigmaringerſtraße 15. Broſch. 2 Mk.)
Einen reichen Schatz an gehaltvollen Dichtungen, in
ver=
ſchiedenſter Form gegeben, bietet der Autor in
dem 183 Seiten umfaſſenden 1. Bande dar. Seine
Dicht=
ungen ſind tiefdurchdacht und von edlem poetiſchem
Gehalt, oft pſychologiſch fein durchdacht, oft getragen von
kernig=patriotiſchem Geiſte, immer aber reif in Form
und Inhalt und voll unerſchöpflicher Phantaſie.
— Von Buttericks Moden=Revue liegt die
Dezember=Ausgabe vor uns. Das farbige, entzückende
Titelbild ſtellt einen reizenden Kinderkopf dar, deſſen
ſtrahlende Augen und deſſen glückverheißendes Lächeln
bei jedem Beſchauer den Wunſch erwecken werden, dieſes
Bild zu beſitzen. Noch ein zweites Kunſtwerk birgt dieſes
Heft, nämlich die vortrefflich gelungene mehrfarbige
Re=
produktion eines Damenbildniſſes des bekannten Malers
Prinz Peter Trubetzkoy. Der literariſche Teil iſt
gleich=
falls beſonders reichhaltig, der Modeteil bringt wie
ge=
wöhnlich die neueſten Moden an Hand von muſtergültigen
Abbildungen und Beſchreibungen und für unſere Kinder
finden wir ein richtiges Märchentheater zum Ausſchneiden
und Aufſtellen.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Burean.)
* Greiz, 16. Dez. Die Ausſperrung der
Ar=
beiter des ſächſiſch=thüringiſchen
Fär=
bereigewerbes, die infolge des Ausſtandes bei
einer Firma in Glanchau von der ſächſiſch=thüringiſchen
Färberei=Konvention verhängt worden war und heute
be=
endet worden iſt, dauerte etwa 2½ Wochen. Es kamen
dabei 10 Orte mit 25 Firmen und 10000 Arbeitern in
Be=
tracht. Ueber die Bedingungen, unter denen die Einigung
zuſtande gekommen iſt, iſt noch nichts bekannt geworden.
* Schwerin, 16. Dez. Zu der Verfaſſungs=
An=
gelegen heit meldeten eine Reihe auswärtiger
Blät=
ter, daß der Schweriner Staatsrat Dr. Langfeld und der
Strelitzer Staatsminiſter Dr. Boſſart am Samstag in
Ber=
lin geweſen ſeien und mit dem Reichskanzler konferiert
hätten, um die Zuſtimmung des Reiches zur Oktroyierung
der Verfaſſung in Mecklenburg auf Grund des
Manute=
nenzrechtes zu verlangen. Nach einer Erkundigung ſtellt
die Mecklenburgiſche Zeitung feſt, daß Staatsrat Dr.
Lang=
feld am Samstag oder überhaupt in der letzten Woche
nicht aus Schwerin verreiſt war, alſo auch nicht ſeit der
letzten Ablehnung des Verfaſſungsgeſetzes im Landtag.
Wenn in Mecklenburg die Verfaſſung oktroyiert werden
ſollte, bedürfte es nach der Meinung der Mecklenburgiſchen
Zeitung der Zuſtimmung des Reiches nicht.
* Peſt, 16. Dez. Vor dem
Geſchworenen=
gericht begann heute die Verhandlung gegen den
Ab=
geordneten Kovacs der gegen den Präſidenten des
Abgeordnetenhauſes Grafen Tisza den Anſchlag verübt
hatte. Die Anklage lautet auf vorſätzlichen Mordverſuch
Eiſenbahnunglück auf Sizilien.
* Catania, 16. Dez. Geſtern abend 6 Uhr fuhr der
vollbeſetzte Schnellzug Syrakus-Rom bei
Man=
gano zwiſchen Catania und Meſſina infolge falſcher
Wei=
chenſtellung auf einen Güterzug. Nach den bisherigen
Feſtſtellungen ſind bei dem Eiſenbahnunglück 15
Per=
ſonen getötet und 30 verletzt worden.
— Berlin, 16. Dez. In einer zahlreich beſuchten
Bürgermeiſter=Verſammlung im Hatel „Rheingold” wurde
heute ein preußiſcher Bürgermeiſterverband
gegründet. Zweck des Verbandes iſt, die beruflichen und
perſönlichen Intereſſen der Bürgermeiſter in den Städten
unter 25000 Einwohnern zu fördern.
H. B. Saarbrücken, 16. Dez. Heute vormittag 11 Uhr
iſt Dr. Alexander Tille, der bekannte Syndikus der
Handelskammer Saarbrücken und Sekretär der
Wirtſchaft=
lichen Vereine der Saarinduſtrie mitten in der Arbeit auf
ſeinem Bureau plötzlich an einem Herzſchlag im Alter von
47 Jahren geſtorben.
— Kopenhagen, 16. Dez. Nach Meldungen aus
Dä=
niſch=Weſtindien iſt bei der Inſel St. Thoma ein Boot
untergegangen, wobei ſämtliche 13 Inſaſſen
er=
trunken ſind.
Briefkaſten.
G. V., D. Zu a): Ueber dem Feldwebel, aber noch zu
den Portepeeunteroffizieren zählend zu b): Der Offizier
trägt ſilberne Achſelſtücke, während die eines
Muſik=
meiſters von ponceaurotem Geflecht aus Kamelgarn
be=
ſtehen, welche beim Obermuſikmeiſter mit goldener Schnur
verſchlungen ſind. Außerdem trägt der Muſikmeiſter am
Waffenrock ſilberne Schwalbenneſter; zu e): Das
Höchſt=
gehalt eines Obermuſikmeiſters beträgt 2462 Mark; hierzu
kommt noch eine Zulage aus dem Muſikfond, welche nicht
penſionsfähig iſt.
20 oht
sich, ehe Sie
Herren-Garderobe
kaufen, meine Schaufenster
zu besichtigen.
KaxAnobden
Hoflieferant
Einziges Spezialgeschäft erstklass.
Herren-Garderobe am Platze.
25823)
Robert Müller
Juwelier
Luisenplatz 4
Ecke Wilhelminenstr.
Geschmackvolle,
gediegene
Schmucksachen
eigener Anfertigung.
Reelle prompte Bedienung.
(24754a.
Kleine Mreife
anmod. Feize
werden zu großen
um=
gearbeitet
(*14408ids)
werden zu Stola
um=
geändert
Mauerſtraße 20, I.
Larl Schmiet
Ecke Kirchstrasse u. Schustergasse. Tel. 2014.
Damen- und Kinder-Schürzen
jarke ,Lapatero‟
Henennonig Tel
Schulstr.
Karantiert rein e nu. H. W. Pfassel 10.
(2039a)
Der heutigen Ausgabe unſeres Blattes liegt
ein Proſpekt bei, der Firma AbelsSchokolade=
Geſellſchaft m. b. H. auf den hiermit hingewieſen wird.
Es iſt bekannt, daß die Fabrikate genannter Firma ſich
großer Beliebtheit erfreuen. Ein ſchöner und auch wohl
der beſte Beweis für die Güte der Marke Abels. Auf
den Kochkunſtausſtellungen in Bremen und Oldenburg
wurde der Firma die goldene Medaille zuerkannt. Der
Proſpekt bietet reiche Auswahl, auch übernimmt die
Firma den Verſand an auswärts wohnende Verwandte
(A25815
und Bekannte in bereitwilligſter Weiſe.
Dank.
Anläßlich der Feier meines 25jährigen
Dienſt=
jubiläums ſind mir aus allen Kreiſen, von nah
und von fern, ſo überaus zahlreiche Beweiſe der
Liebe, Freundſchaft und treuen Gedenkens
gewor=
den , daß es mir unmöglich iſt, allen, die mich ſo
0
C hoch erfreuten, gleichzeitig in den nächſten Tagen
meinen allerherzlichſten Dank ſchriftlich ausſprechen
zu können. Ich werde mich meiner Dankespflicht nach
und nach entledigen und bitte höflichſt, vorläufig auf
dieſem Wege meinen innigſten, tiefgefühlteſten Dank
Wilh, Riechmann.
* ſagen zu dürfen.
Darmſtadt, 16. Dezember 1912. (25853
Geessgeesgasa
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 17. Dezember 1912.
Nummer 297,
Seite 6.
Todes=Anzeige.
Geſtern abend verſchied ſanft nach längerem
Leiden meine liebe Mutter, unſere gute
Schwiegermutter, Großmutter und Tante
Frau
Katharina EngelWwe.
(25848
im Alter von 62 Jahren.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Ernst Engel.
Darmſtadt, den 16. Dezember 1912.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 18. Dez.,
nachmittags 3 Uhr, von der Friedhofskapelle
aus, ſtatt.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Die Wetterlage hat ſich nicht weſentlich verändert
o daß wir keine Aenderung des Wetters zu erwarten
haben.
Ausſichten in Heſſen für Dienstag, den 17.
De=
zember: Wechſelnd bewölkt, noch einzelne Regenfälle,
kühler, weſtliche Winde.
Tageskalender.
Großh. Hoftheater (Ab. C), Anfang 7 Uhr: „Der
liebe Auguſtin”.
Vortrag um 8¼ Uhr im „Kaiſerſaal” (Freie
landes=
kirchliche Vereinigung).
Religiöſer Vortrag von Freiherrn von der Recke
um 8½ Uhr Waldſtraße 18.
Zuſammenkunft des Engliſchen Klubs um 8½ Uhr
im „Darmſtädter Hof”.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße 23):
Vom verſtorbenen Prinz=Regenten Luitpold; der Prinz=
Regent Ludwig; der St. James=Palaſt in London, in
dem die Friedensverhandlungen zwiſchen der Türkei
und den Balkanſtaaten ſtattfinden; Blick auf das Lager
von Bachtſchiköe mit dem Eiſenbahnzug, in dem der
Waffenſtillſtand abgeſchloſſen wurde.
Verſteigerungskalender.
Mittwoch, 18. Dezember.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 11 Uhr
Rundeturmſtraße 16.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 3 Uhr in
der „Ludwigshalle‟
Brennholz= uſw. Verſteigerung um 10 Uhr im
Zeilharder Gemeindewald (Zuſammenkunft bei
Gaſt=
wirt Schneider, Station Meſſel).
Städtiſche Leſe= und Bücherhalle, Louiſenſtr. 20
Die Leſehalle iſt geöffnet an Wochentagen von
10—2 und von 6—9½ Uhr, Sonntags von 11—1 und
von 5—9 Uhr. Büche rausgabe findet ſtatt an jedem
Wochentage von ½11 bis ½1 Uhr und abends von
6 bis 9½ Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckereiz
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſez
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Sackfenter
Frankfurt a. Main
Schillerplatz 5/7
— (Pariser Hof).
Alleinverkauf der nur echten
Ohristorte Bniber BesteckeF
Den übernommenen Rest Uhren in Gold,
Silber und Metall eines aufgelösten Engros-
Geschäftes verkaufe ich mit Garantie zu
un-
gewöhnlich billigen Preisen.
Ad. Kolb, Uhrmacher
Kirchstrasse 17. (25723a) Kirchstrasse 17.
Dutzend Mk. 24.−
(25817fl
Spezialität: Patenbestecke in allen Mustern stets vorrätig.
Grösste Auswahl in Besteckkasten in allen Preislagen.
Schilderſchriften werd. gemalt.
I. Bender, Sandbergſtr. 54. (B23846
Nicht tropfende
Christbaum=
Rerzen
* in Wachs und Stearin
Lichter-Halter
prachtvolle Nenheiten
Rauhreif — Eistau
Engelslocken
„prachtv. Baumſchmuck”
empf. billigſt (25810a
Ecke Schul= u. Kirchſtr.
Zweiggeſchäft:
Wilhelminenſtr. 11.
Ses
Holzwarenhaus Karl Brückner, Holzstrasse
liefert zu aussergewöhnlich billigen Preisen bei guter Qualität:
Korb- und Bürstenwaren, Fussmatten, Wasch-, Wringes
Mangel- u. Buttermaschinen, Bütten u. Zuber
Wasch-
leinen, Wäschepfosten u.-Stützen, Leitern für alle Zwecke,
Rollschutzwände, Gardinenspanner, Obstgestelle,
Leiter-
wagen u. Rodelschlitten, Haus- u. Küchengeräte,
Holz-
brandapparate und-Gegenstände. (24789a
Fabrik für Sieb- und Drahtwaren. — — Fernspr. 1249.
Wernstatte Tar Geigenbau
— Ecke —
Max Gerbert, Hneinstr. 61 Gratenstraße
Kunstgerechte Ausführung von Reparaturen.
Lager aller Arten Musikinstrumente und deren Bestandteile.
Spezialität Feinste Streichinstrumente u. Saiten.
Billigste Preise. (25045a) Prompte Bedienung.
1 Puppenwagen und
Puppk, 1 Zither zu verk. Näh.
Liebfrauenſtr. 75, II. rechts. (*14321
gute ½ Violine, ſowie neapol.
Mandoline, beide mit Kaſten,
preiswert zu verkaufen. Näheres
Kiesbergſtraße 39, I. (*14319ims
Pass.
Weihnachtsgeschenk!
Pat. Schlafdiwan, Chaiſelongue
mit Decke, Diwan mit Umbau,
Kleiderſchrank, pol. Vertiko ſpottb.
zu vk. Kaſinoſtr. 21, I. (25401as
Kurſe vom 16. Dezember 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
Sf.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 99,00
3½ Deutſche Reichsanl. . 87,30
76,90
3
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99,47)
3½ do. Conſols . . . 87,30
77,00
3 do, do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 99,30
92,80
do.
3½
do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 98,50
86,60
do.
3½
77,30
3
do.
4 Hamburger Staatsanl. 98,30
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 98,80
4 do. do. (unk. 1918) 99,50
86,70
do.
3½
75,20
do.
3
78,10
3 Sächſiſche Rente.
4 Württemberger v. 1907 99,50
do. v. 1875 93,50
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾ Griechen v. 1887 . . 54,00
3¾ Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 85,50
4 do. Goldrente . . . 91,50
4 do. einheitl. Rente . 82,25
3 Portug, unif. Serie I 63,50
3 do. unif. Ser. III 66,50
3 do. Spezial . . . . 9,20
5 Rumänier v. 1903 . . 99,60
4 do. v. 1890
92,70
4 do. v. 1905 . . 87,40
4 Ruſſen v. 1880 .
87,25
4 do. v. 1902
87,60
4½ do. v. 1905 .
99,80
3½ Schweden .
4 Serbier amort. v. 1895 —
4 Türk. Admin. v. 1903 77,80
4 Türk. unifiz. v. 1903 85,20
4 Ungar. Goldrente . . . 86,60
4 do. Staatsreute. . . 82,70
In Prot.
Zf.
5 Argentinier
99,75
4
85,00
do.
4½ Chile Gold=Anleihe. 89,50
5 Chineſ. Staatsanleihe . 99,20
4½
91,75)
do.
4½ Japaner . .
92,50
5 Innere Mexikaner . . . 93,40
3
58,75
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 86,75
5 Gold=Mexikaner . . . . 99,40
3 Buenos Aires Provinz 68,00
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 149,30
5 Nordd. Lloyd . . . . . 116,75
6½ Südd. Eiſenb.=Geſ. .
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 108,30
6 Baltimore und Ohio . 101,50
6 Schantungbahn . . . . 123,00
6‟ Luxemb. Prince Henri
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 15,60
6 Pennſylvania R. R. . 117,50
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
3 Brauerei Werger . . 65,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . . . . . . 506,50
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim.
30 Farbwerke Höchſt . . 615,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . .
10 Cement Heidelberg . . 143,80
30 Chem. Werke Albert 420,00
14 Holzverkohlung
Kon=
ſtanz
. . . . . 314,35
5 Lahmener . ..
-
Zuprot.
Letzte
Tipid.
7½ Schuchert, Nürnberg 143,25
12 Siemens & Halske .214½
5 Beramann Electr. . 115,86)
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 153,50
25 Gummi Peter . . . . 74,00
0 Kunſtſeide Frankfurt 83,80
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . 528,80
10 Maſchinenf. Badenia 176,00
16 Wittener Stahlröhren
8 Steana Romana Petr. 139,90
15 Zellſtoff Waldhof . . 227,25
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel . . . . . . . 196,50
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 86,00
3 Südd. Immobilien . 57,50
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 164,70
12½ Bochumer Bergb. u.
Gußſt.
. 207,50
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. .
.157,00
10 Gelſenkirchener
. 185,00
9 Harpener
176,00
18 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 249,00
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . .
79,50
6 Laurahütte . . . . . . 158,50
10 Kaliwerke Aſchersleben 155,50
1 „ Weſteregeln 200,00
7½ South Weſt Africa
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 88,40
4½ Nordd. Lloyd=Obl. —
4 Eliſabethbahn, freie . . 91,50
4 Franz=Jofefs=Bahn . .
3 Prag=Duxer . . . . . . 75,00
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn . 92,60
do.
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.)
5o.
75,70
In Prot.
2¾1 Oeſt. Südb. (Lomb.) 50,00
3 Raab=Oedenburg
75,00
4 Kronprinz Rudolfbahn 91,40
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 85,70
4½ Moskau=Kaſan . . .
do.
4 Wladichawchas
87,50
85,50
4 Rjäſan Koslow . .
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 72,90
do.
4½
70,00
2½ Livorneſer .
3 Salonique=Monaſtir 62,40
4 Baadabbahn . .
81,30
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 94,60
4 Miſſouri=Paciſic.
71,00
4 Northern=Paciſic
99,40
93,20
4 Sputhern=Paciſic
5 St. Louis und San
Francisco. .
83,80
5 Tehuantepec . . .
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich ..
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . . . . 145,70
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 160,50
6½ Darmſtädter Bank 118,70
12½ Deutſche Bank 246,25
6 Deutſche Vereinsbank 120,25
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 113,50
10 Diskonto=Kommandit 180,40
8½ Dresdener Bank . 149,50
9½ Frankf. Hypoth.=B. 210,00
6½ Mitteld. Kreditbank 116,00
7 Nationalb. für Deutſchl. 118,75
7 Pfälziſche Bank . . . . 126,00
5.86 Reichsbank . . . . 132,50
7 Rhein. Kreditbank. . . 132,50
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 114,00
7½ Wiener Bankverein . 125,20
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 21. . . . . . . 98.70
In Proz.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . . 88,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
98,20
S. 52 . . .
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 98,00
87,25
3½
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,50
87,50
3½
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
99,00
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23.
99,20
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
87,50
S. 1 u. 2, 6—8 .
S. 3—5
87,30
87,40
S. 9—11
4 Meininger Hyp.=Bank 98,20
3½
do.
87,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . . 98,20
½ do. (unk. 1914) . . 86,60
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,50
do.
87,00
3½
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . .
97,00
3½ do.
4 Frankfurt.
.. . 97,70
3½ do.
95,00
Gießen
96,60
31
do.
Heidelberg
.97,00
do.
4 Karlsruhe
88,30
do.
4 Magdeburg.
3½ do.
4 Mainz
97,50
3½ do.
88,70
4 Mannheim
97,50
do.
87,20
4 München .
98,60
-
3½ Nauheim
4 Nürnberg.
99,20
3½ do.
86,60
4 Offenbach .
-
In Proz.
3½ Offenbach
4 Wiesbaden .
98,80
3½ do.
97,00
4 Worms.
3½ do.
88,00
4 Liſſaboner v. 1888
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 —
3½ Cöln=Mindner 100 134,75a
3 Holl. Komm. . fl. 100 109,00
3 Madrider . . Fs. 100 70,00
4 Meininger Pr.=Pfand=
135,00
briefe .
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 172,30
3 Oldenburger . . . . . . 130,40
2½ Raab=Grazer fl. 150 —
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
.ſl. 7
Augsburger . .
Braunſchweiger Tlr. 20 —
Fs.15
Freiburger
Fs. 45 —
Mailänder
Fs. 10 35,00
do.
fl. 7 34,00
Meininger
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100
do. v. 1858fl.100 —
Ungar. Staats . . fl. 100 385,00
Venediger . . . . Fs. 30 46,00
Türkiſche . . . . Fs. 400 153,00
Gold, Silber und
Banknoten.
20,44
Engl. Sovereigns
16,20
20 Franks=Stücke
Amerikaniſche Noten
20,46
Engliſche Noten .
81,10
Franzöſiſche Noten.
169,15
Holländiſche Noten.
79,95
Italieniſche Noten .
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,45
Ruſſiſche Noten
80,65
Schweizer Noten
Reichsbank=Diskonto.
Reichsbank=Lombard Zsf. 7
Nummer 297.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 17. Dezember 1912.
Seite 7.
Für das Weihnachtsfest
empfehlen:
Denkaress Rerbe E
mit den feinsten Delikatessen, wie
Kaviar, Pasteten, Sardinen, Fischmarinaden, Konserven,
Früchte, Tee, Schokolade, echten Spirituosen, Weine etc.
in jeder gewünschten Preislage wie auch
Fruchtkörbe und -Schalen
in geschmackvollsten Arrangements
gefüllt mit den vorzüglichsten frischen und getrockneten Südfrüchten, Konfituren,
etc., zum Preise von Mk. 3.— an. Bestellungen werden baldmöglichst‟
erbeten, rm sie mit gewohnter Sorgfalt vor dem Andrang der letzten Tage
fertigstellen zu können.
Spezial- u. Versandgeschäft für sämtliche Delikatessen.
Konserven, feine Fleisch- und Wurstwaren, Tafelkäse, Südfrüchte, echte
Liköre, Weine, Tees, Schokoladen etc., wie auch fürsämtliche Kolonialwaren
und alle Artikel für die Festbäckerei in nur vorzüglichen Qualitäten und zu
stets zeitgemäss billigsten Preisen.
Echte Salzwedeler Baumkuchen
Stück von Mk. 1.25 an
Thorner
Katharinchen
1 Dutzend 30 Pfg.
Erzeugnisse
Deutscher Kolonien
Prachtvolle frische
Ananasfrächte
Tyroler Aepfel
Spezialität:
Echte Westfäl. Bauernschinken
(nur mit Röhrenknochen).
Pragada-Jörnschinken
ohne Knochen
feinster gekochter in Dosen von
5 Pfund an. Kalt und warm
zu servieren. Pfd. Mk. 1.70.
Alleinige Niederlage.
Kassler Rippenspeer
Gekochte Ochsenzungen
in Dosen.
Mürnberger
Lebkuchen
von Haeberlein.
Mignon-Herzen
Mandarinen
Brüsseler Trauben
Echte Calvillen
von 40 Pfg. an
Frische Perigord-Trüffeln.
Prima Austern Dutzend Mk. 2.40 Astr. Caviar
(ständlg frischer Vorrat)
(aus stets frischer Zufuhr).
Strassb. Gänseleberpasteten (in Terrinen für 1—20 Personen)
Gänseleber-Timbales, Parfeits, Suprémes zum Herumstürzen, bei 3—4 tägiger Vorausbestellung.
Gänsebrüste — Spick-Aale Gänseleberwurst
(25840
Gg. Wilh. Weidig Nachf.
Oskur C Ernst Malzel, Horlererant
Telephon 233
DARMSTADT
Schulstrasse 4.
Beachten Sie meine
Ausstellung!
Moderne Beleuchtungskörper von
erſten Fabrikenfür Gasu. elektr. Licht
in allen vorkommenden Stilarten, vom bürgerlichen Bedarf bis zur reichsten Auswahl
(25679a
finden Sie in dem SPEZIALGEschär
unter der Möbelfabrik Lud-
GEORG KEIL, Elisabethenstr. 36, wig Alter — Telephon 769
Grosse Auswahl in elektr. Spielwaren als:
Elektr. Eisenbahnen, Elektromotoren, Vara-Akkumulatoren und
An-
triebsmodelle, insbesondere für ältere Schüler: Influenzmaschinen m. Zubehör.
Ferner die so beliebten Schlafzimmerbeleuchtungen mit Akkumulator, 4 Volt,
1 Wandarm, 1 Osramlampe, bis 10 Mtr. Draht u. Schalter, alles zusammen nur Mk. 9.50.
ähmaſchine, Diwan, weißlackiert.
M Reformbett, Pfeilerſchränkchen
mit Spiegel ſowie ein
Herren=
zimmertiſch billig abzugeben
Pä=
dagogſtraße 2, part. (*14297oi
Herrenüberzieher,
Vill. zu verk. Koſtüm für jung.
Mädch., weiß. Pelz u. Muff, braun.
Pelz, Damenkappe, Herrenſchuhe
(42), Damenſchuhe (39), Regenmant.
f. Dam., D.=Hut, Mant. f. jg. Mädch.
Spielſachen: Dampfmaſch.
Laterna=
magicg. Wendelstadtstr. 23, part. I. (*14
Theaterplatz!
Balkonloge (D)
ſchöner Vorderplatz, von Januar
äb, für die beiden letzten Abonn.
abzugeben.
Reflekt. bitte Adreſſ. unt. O. 94
an die Exped. d. Bl. (25786oi
Genseund
Grossh. Hess. z, Kaiserſ. Kus5.,
HOFUiEFERANTEN
viele originelle Neuheiten.
Froebelspiele
ein hervorragendes
Erziehungsmittel
eschäftig-
ungsspiele
für jedes Alter. ::
Bauspiele
für Knaben und Mädchen
: in enormer Auswahl,::
Sa2bongseee
Märchen=
theater
Kasperle=
theater
Kegelſpiele
Tivolispiele
Spiel=
magazine
Croquette=
ſpiele
Roulette=
ſpiele 24972a
in allen Preislagen.
Bechstem
Piano
gespielt 420 Mk.
Piano-Grosshandlung
Karl Arnold
Ecke Erbacherstrasse.
Wafſenröcke u. graue
Mäntel billig abzugeben
25806imd) Soderſtraße 14.
Alasſchränkch. (Vitr.) mit Tiſch zu
verk. Soderſtr. 79, II. (*14307im
Wenige
maſch. abzug.
gebr. Sing
Wienersstr. 83, Mansarde. (*14318id
billig
2S11B75
wlRrekeig
OLondon
marmm
emmme Zäut
Waſchtiſch für fließendes
T Waſſer, warm und kalt, in
Mahagoni mit Schränkchen, ſow.
2 flam. Gasherd zu verkaufen.
Näh. Heinrichſtraße 3, I. (25550a
Ashby-Tee
LONHON (24783a
Feinſte echt engliſche Marke.
Von den allererſten
Kreiſen bevorzugt.
Ceylon-Mischung Nr. 2 p. Pfd. 3.50
Indische-Mischung . . p. Pfd. 4.50
Ceylon-Mischung Nr. 1 p. Pfd. 5.50
Haupt=Niederlage für
Darm=
ſtadt und Umgebung:
Fr. Ganssmann
Ernst-Ludwigstr. 10
Telef. 1755.
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 17. Dezember 1912.
Nummer 297.
WEinAchfEl 1912
Jannos Harzen
Dohliisch Dobbeibidr C
nach Münchener
Art=
von ganz heller Farbe.
Der Versand in Flaschen hat begonnen. Zu beziehen durch die mit „Kaiserbier” bezeichneten Verkaufsstellen;
auch nimmt Bestellungen entgegen:
(25653si
Viktoriastrasse 58
O
Heohhard-kaisers Diergrosshandlun
Telephon 129.
8)
Fremdsprachliche Vorträge.
Lotzte Sondungon
2. Vortrag: Mittwoch, den 18. Dezember, 5½ Uhr
in der Turnhalle der Liebigs-Oberrealschule
Herr Herbert Wright. Bernard Shaw.
Karten ſind in der Hofbuchhandlung von H. Schlapp, Schulſtr., zu haben.
Religiöser Vortrag
des Herrn Freiherrn von der Recke im Saale Waldſtraße 18
Dienstag, den 17. Dezember, abends 8½ Uhr.
Thema: Wie erlangt das Herz Frieden mit Gotf?
Jedermann iſt herzlichſt eingeladen! Eintritt frei!
(B25774
(2320
Einladung zur Chriſtbeſcherung
im Kloſter der Barmherzigen Schweſtern.
Allen edlen Wohltätern ſprechen wir hiermit im Namen unſerer
armen Kinder und Kranken den herzlichſten Dank aus für alle Gaben,
welche ſie uns ſo reichlich zur Chriſtbeſcherung für dieſelben ſchenkten.
Es iſt allen Freunden und Gönnern, denen es Freude macht, dieſe
Chriſtbeſcherung zu ſehen, der Zutritt geſtattet, und zwar am
Mitt=
woch, den 18. und Donnerstag, den 19. Dezember, im Nähſaale.
Zugleich findet am Mittwoch, den 18. Dezember, abends ½5 Uhr, ein
kleines Krippenſpiel ſtatt, wozu wir alle Wohltäter freundlich einladen.
Schweſter Sidonia, Oberin der Barmherzigen Schweſtern.
DARMSTADT, Ernst-Ludwigstr. 9.
Kchtuhe
Ostfriesländer
Honigkuch., Mignonherzen
urlhtentincinterger
Lebkuchen
ſind wieder eingetroffen.
Ferner empf. als eigenes Fabrikat:
Anisgebackenes
per Pfd. 60 Pfg. und 1. Mk.
Buttergebackenes
per Pfd. 80 Pfg. und 1.20 Mk.
Brenten, Zimmtsterne, Makronen,
Rahmgebäck und Pfeffernüsse.
Honig-Lebkuchen
in Herz und Schnitt.
Basler Leckerli, Makronen und
Gewürzlebkuchen.
Echte (25816id
Leipziger Christstollen
in bekannter Güte täglich friſch.
Konditorei
Ecke N.-Ramstädter- u. Hoffmannstr. 1.
— Telephon 905.
NB. Empfehle noch meine
Weig- und Rotweine
eigenes Wachstum.
Mim,g
2
ber Kaupemarke in
Silber- u.
Schwarz-
fichten befindet sich
am Schloßgra en.(*14411
ehristrosen!
(Helleborus niger)
(25777a
Schönstes Weihnachtsgeschenk, sinnigster Gräberschmuck,
reichblühend, in Töpfen billigst
Handelsgärtnerei Völker Hügelstr. 89.
Trauringe
ohne Lötfuge
Flach- und Kugelform
in 8, 10, 14 und 18kar. Gold
das Paar von 10—80 Mark
Gravierung gratis
Alle Größen stets vorrätig
Trauringe mit Ornamenten u. Sinnsprüchen
E. Dor1e
Hofuhrmacher und Hoflieferant (25163a
Uhren, Gold- und Silberwaren
25 Ernst-Ludwigstrasse 25
M
Gſtücken ganz neu, ſehr billig graphie=Rahmen für 2 Mk.
ab=
abzug. Mühlſtr. 39, part. (*14373 zugeb. Wendelſtadtſtr. 31, I. (*14358
30110s
WähNER
OARMSTADT
Kiochstr. 19
an derStadttirche.
(20415a)
Residenz-
Thleater
um weissen furma
Nur heute!
Nur 1 Tag!
Die 2 beliebtesten Kino-
Schauspieler im Programm
stalllelsen
in
Mädchen
ohne Vaterland
und
(25828
Waldemar
Fshlander
in
Arzt seiner Ehre
Nordischer Kunstfilm.
Ab morgen
Glückliches
Opfer!
Drama in 2 Akten.
Mittwoch, den 18. Dez.
Metzel=
Suppe
Reſt. Stadt Pfungſtadt
Eliſabethenſtraße 2. (*14357
Ein Paar faſt neue Langſtiefel
E und 2 ſchöne Käfige billig zu
verkaufen. Näh. Magdalenenſtr. 19,
Seiterh., part. rechts. (*14312
Billige, gute, neue
ShoßTL.
kaufen Sie ſtets Mathildenplatz 8.
Diwans, Matratzen,
Chaiſelonques, (25319a
Flurſtänder, Trumeaus,
Ausziehtiſche, Waſchkomm., lack.
Umban mit Diwan,
Blumenkrippen, Tiſchchen,
Hausapotheken, Etagere,
Rauchtiſchchen, Bilder,
kl. u. gr. Oelgemälde,
Stühle, Sofaſpiegel uſw.
Mobiliar, Haus-
und Küchengeräte
abzugeben Kiesſtr. 66, I. (*14320
Großherzogl. Hoftheater
Dienstag, den 17. Dezember 1912.
79. Abonnem.=Vorſt. 6 19.
Der liebe Auguſtin.
Operette in 3 Akten von Leo Fall.
Perſonen:
Bogumil, Regent
von Theſſalien . Adolf Jordan
Helene, ſ. Nichte . Elſa von Blank
Gjuro,
Miniſter=
präſident . . . Auguſt Kräger
Nicola, Fürſt von
Mikolics . . . Richard Jürgas
Oberſt Mirko . . Paul Peterſen
Hauptm. Burko . Willi André
Pips, Fähnrich . Käthe Gothe
Pasperdu, Advok. Guſtav Semler
Auguſtin Hofer,
Klavierlehrer. . Otto Thomſen
Jaſomirgott,
Kam=
merdiener der
Prinzeſſin Helene L. Schützendorf
Anna, ſ. Tochter Hede Schaub
Sigilloff, Gerichts=
. Karl Bernhardt
vollzieher .
Matthaeus,
Laien=
bruder u.
Kloſter=
pförtner.
. W. Riechmann
Erſter 1. Be= . Adolf Klotz
Zweiter amter . Adolf Braun
Emil Kroczak
Erſter
Diener
Zweiter)
Fritz Lang
Nach d. 1. u. 2. Akte ſe ling. Pauſe,
Kleine Preiſe:
Proſzeniumsloge 5.10 M.,
Mittel=
loge 5.10 M., Balkonloge 4.60 M.,
I Rang 4.10 M., II. Rang: 1.—6,
Reihe 2.05 M., 7. u. 8. Reihe 1.65 M.,
Sperrſitz: 1.—13. Reihe 3.60 M.,
14.—20. Reihe 3.10 M., Parterre
1.—5. Reihe 2.25 M., 6.—8. Reihe
1.85 M., I. Galerie 1.05 M., II. Gau
lerie 0.55 M.
Anfang 7 Uhr. — Ende 10½ Uhr.
Kartenverk. v. 9½—1½ u. v. 6 U. an,
Vorverkauf für die Vorſtellungen.:
Mittwoch, 18. Dez. 80. Abonn.=
Vorſt. A 21. Zur Nachfeier von
Beethoven’s Geburtstag (geboren
16. Dezbr. 1770). Neu inſzeniert:
„Fidelio.” Leonore: Franzisca
Callwey, vom Stadttheater in
Aachen, a. G. Gewöhnl. Preiſe.
Anfang 7½ Uhr.
Donnerstag, 19. Dez. 81. Ab.=
Vorſt. B 21. Zum erſten Male
wiederholt: „ Jedermann”.
Gewöhnl. Preiſe. Anfang 8 Uhr.,
Freitag, 20. Dez. Außer Ab.
Erſte Kindervorſtell. Neu einſtud.:
„Bonifacius” Anfang 5 Uhr.
(Zu dieſer Vorſtellung findet ein
Kartenverkauf nicht ſtatt.)
Anmeldungen auf
Neuabon=
nements, beginnend mit den
Vor=
ſtellungen A 23, B 23, C 23 und
D 23, werden von der Hoftheater=
Hauptkaſſe entgegengenommen.—
Kaſſeſtunden an allen
Wochen=
tagen, vormit. von 10—12½ Uhr.
Kinder=Vorſtellungen
zu Volksvorſtellungspreifen.
Außer Abonnement.
Für jeden Theaterbeſucher
(gleichviel ob erwachſen oder
Kind) iſt eine beſondere Karte
zu löſen.
Samstag, den 21. Dezember 1912,
abends 6 Uhr:
Hänſel und Gretel.
Märchenſpiel in 3 Bildern von
Abelheid Wette. Muſik v.
Engel=
bert Humperdinck.
Montag, den 23. Dezember 1912,
abends 6 Uhr,
Neu einſtudiert:
Rübezahl.
der Geiſt der Berge.
Eine Komödie für große u. kleine
Kinder mit Geſang u. Tanz in
5 Abteilungen von C. A. Görner.
Die verehrl. Abonnenten haben
ein Vorkaufsrecht in der Art, daß
ſie ſich am Mittwoch, 18. Dezbr.,
nachm. von 3½—5 Uhr, gegen
Vor=
zeigung ihrer Abonnementskarten
—für beide Vorſtellungen —
ent=
ſprechende Plätze an der Tageskaſſe
ſichern können u. zwar am linken
Schalter f. d. Vorſtellung „Häufel
und Gretel”, am rechten Schalter
f. d. Vorſtellung „Rübezahl”. —
Die Plätze der Ganz=Abonnenten
bleiben am 18. Dezbr. bis nachm.
5 Uhr aufbewahrt.
Der allgemeine Kartenverkauf
zu beiden Vorſtellungen findet
Donnerstag, 19. Dezember,
ſowie an den darauffolgenden
Tagen vormittags von 9½—1½
Uhr an der Tageskaſſe ſtatt. Auch
im Verkehrsbüro werden an den
gleichen Tagen Karten ausgegeben
und zwar von 8—1 Uhr
vormit=
tags und von 2½—8 Uhr nachm.
Preiſe der Plätze für jede
einzelne Vorſtellung:
M. 2.05
Proſzeniumsloge.
M. 2.05
Mittelloge .
. M. 2.05
Balkonloge.
M. 2.05
I. Rang
M. 1.05
II. Rang
Reihe) M. 1.55
Sperrſitz (1.—
(14.—20. Reihe) M. 1.05
M. 1.05
Parterre .
M. 0.45
I. Galerie .
M. 0.35
III.
Nummer 297.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 17. Dezember 1912.
Seite 9.
Groooerennuchts-Verkauf!
Praktische Geschenk-Artikel von außergewöhnlicher Preiswürdigkeit und durchweg vorzüglicher Qualität.
Damen-Wäsche
Taghemden, aus guten Stoffen 425
u. solider Verarbeit., 1.50, 1
Taghemden, aus els. Renforcé- 175
u. schöner Stickerei, 2.—, 1
Taghemden aus best. Cret., 925
u. sorgfältiger Arbeit . &
Taghemden, Reform-Schnitt 950
u. eleg. Ausführ. 3.— u. 2
Nachthemden aus Renforce 450
in solider Art . 4.25 u. 3
Nachthemden beste Stoffe in 775
eleg. Verarbeitung 5.50, 4‟
Beinkleider, Bündchen- und 120
Knieform . . . 1.75 u. 1
Beinkleider, Knieform mit *925
schöner Stickerei 3.25, 2.
Grose Posten einete und
leicht angestaubte Sachen mit
25—33% Nachlass.
Rachaeten aus Piaus und 20
Croisé, schöne Form2.— u. 1
Röcke aus Piqué u. Croisé m.
Spitze oder Feston 2.50, I
Röcke mit Stickerei-Ein- u.
Ausatz . . 5.50, 4.25, 3
Prinzessröcke, gute Fassons,
schön garn., 10.50, 8.25, 6%
Untertaillen, gut sitzend mit
hübscher Stickerei 1.75,
125
Weisse und bunte Flanell-Wäsche
eigener Anfertigung, billigst.
lner=
Herren-Arikel
Falten-Hemden aus weiss
Cre-
tonne, gut gearb., 3.50 u.
Oberhemden aus Cretonne
mit Piqué-Einsatz 4.00 u.
Oberhemden aus neu. Percale
u. Zeph., fest. Mansch. 4 u.
Oberhemden bunt, aus best.
Zephyr u. Percales, 6.75,
Sporthemden aus Flanell mit
fest. od. los. Krag., 4.70 u.
Tennishemden, bequeme Form
aus porös. Stoffen 6.75 u.
Nachthemden aus Cretonne od.
Groisétlan. m. Bes., 3.85 u.
Schlaf-Anzüge aus modernen
Stoffen . . . 10.50 u.
50
240
340
Vorhemden, Kragen,
Manschetten
in allen neuen Fassons.
Enastsienten in guter Guu. 765
lität.
. . . 3.50 u. 2
Macco-Normalhemden, erprobt. 450
Sorten . . 4.75, 3.25 u.
Normalhosen und -Jacken
2.25 und
Gestickte Westen nur bessere 325
Sort., in neu. Farb., 8.50 u. 0
Socken, Halb- u. Reinwolle
und Macco, 1.25, 70 u. 45₰
Krawatten, moderne
Selbst-
bind., in gr. Sort., 1.25 u. 98 ₰
Für Knaben
Wollene Sweaters und Rodel-
Carnituren, sehr preiswert.
Eigene
Bett-Wäsche Anfertigung
Kissen, glatt, aus gutem
Creinne gearb., 1.10 u. 75 ₰
Kissen, gebogt, aus schwer.
Cretonne . . 1.20 u. 35 ₰
Kissen aus Ia Cretonne. mit 150
Glanz-Feston . 1.70 u. 1
Kissen aus Ia Cretonne, mit
Stickerei-Einsatz. 1.90 u. 19
Loiterüieher 20/150 em
gross, zu den Kiss. pass v.6
Bettücher aus Ia Cretonne
160X240 cm . . 2.75 u.
Bettücher aus Halbleinen
150X225 cm . . 3.50 u.
Beilbezüge aus weiss Damast
oder Jatin, 13050150 em
4.25, 3.85,
50
Bettbezüge aus bunt. Bettzeug 975
od. Bettsat. m. Kiss. 3.50 u. &
Biber-Bettücher, weiss u. bunt,
in guter Qual., 2.75, 2.10,
50
Gelegenhett
Weiss Damast, 130 breit
Meter 1.10 u. (
Weiss Brokat, 130 breit
Meter 1.70 u.
Tisch- u. Haus-Wäsche
Halbi. Tischtücher in Drell u. 100
Jacquard-Must. 2.00, 1.50 u. 1
Servietten dazu
½ Dutzend 3.00 u. &
Reinl. Tischtücher in modern.
Jacquard-Must. 5.40, 4.50,
Servietten dazu
5.20 u.
280
rensletedebeiem. u.
12 Servietten, weiss u.
bunt . 7.60, 4.25 u.
190
Weise Handleher, 11. Preil
1 Dutz. Jacquard oder 945
Gerstenkorn, 3.75, 3.00 u. &
Küchen-Handtücher, grau.
Halbl., ½ Dutz. 2.25 u.1
Wisch- und Gläsertücher
½ Dutz. 1.90 u.
Frottier-Händtücher, weiss
oder m. Jacquard-Borde
Stück 95 u. 65 ₰
Frottier-Badetücher in allen 910
Grössen . 4.25, 3.50 u. 2
Meie Hendentach. 15 m
Coupons in hübscher
Packung, Coup. 11.25, H40
7.50, 6.20 u. 9
Gelegenhett!
Prima Schweiz. Stickerei
hübsche neue Muster
4, 10 m für
10
Decken und Koltern
B’woll-Schiafdecken in schön. 975
Jacquard-Mustern, 3.25 u. &
Woll. Jacquard-Koltern, schwere 290
Qual., Stück 10.90, 6.50, 3
Reinwoll. Jacquard-Koltern
in eleganten Dessins
Stück 20.50, 17.50, 1450
Kamelhaar-Decken von
be-
währten Sorten
Stück 16,50 13.00 u. 1000
Steppdecken in Satin, volle *50
Grösse
11.50, 8.50, 0
Steppdecken, Wollfüll., in
allen Farb., 16.50, 14.50, 1250
feliern u. Stegeeten für 2 5
Kinderbetten. von &a
Weinnachts-Rabatt
10 bewillige ich auf die regulären Preise aller nicht besonders ermässigten Artikel.
10%%
Spezialgeschäft für
Betten, Wäsche-
Aus-
stattungen Trikotagen
SG CoNA
20
(25821
Ernst-Ludwigs-
23 strasse 23.
Fronliche weinnachien
bereiten Sie Ihren Kindern und Enkelchen durch große Auswahl in
Kinder-Kaufladen- u. Puppenküchen-Artikel
zu 1, 3, 5 und 10 Pfg.=Verkauf.
Reichhaltige Auswahl in 5 u. 10 Pfg.=Marzipan-
Artikeln. Tafel-Schokoladen in allen
Geſchmacks=
richtungen u. Ausſtattungen zu 5, 10, 20, 30 u. 40 Pfg.
Bonbonieren in allen Preislagen empfiehlt
Schokoladen-
Haus — Albert Weicker
Hoffmannſtraße 13½
Händler und Wiederverkäufer Fabrikpreis.
Fabrikgebäude Wienersſtraße 66. (25856if
Darmstadt
Teleph. 186
empfiehlt die allein echten
nichtträufelnden
Weinnachfslichter
Marke schiefes Licht, gesetzl. geschützt.
Als
Praktische Weihnachtsgeschenke
Tolletten-Seifen, Zahnbürsten
Eau de Cologne, Odol, Javol
Schokoladen, Tee, Kakao
Kognak, Arak, Rum, Steinhäger
Getreide-Kümmel, hochfeine Liköre
Punschessenzen, bester Qualität.
Echte Bremer Qualitäts-Zigarren
in eleganten Packungen.
(25824a
in Sehpetehe en tihen
theater in 5 Aten billt zu
rkaufen. Ausgeſtellt im Laden.
1339) Karlſtr. 20, Htrh., I. St.
neue Harmonihn für
Mark zu verkaufen. (*14342
ebfrauenſtraße 66, II. St.
mit Platte. 2 ſchöne
Gasherd Tiſchdecken und
etwas Fantaſieſtoff ſehr billig zu
verkaufen Schuchardſtraße 16,
(*14345
III. Stock.
odernes
M zu verk.
ackenkleid., 7 Mk.,
liceſtr. 1, I. (*14396im
Paſſende
:—: Malbücher —
Bilderbücher
Märchenbücher
Jugendschriften
Gesellschafts- und
Beschäftigungsspiele
:—: Malkasten —
Modellierbogen
Buntstifte-Etuis
Größte Auswahl!
Billigste Preise!
U. Skari
En gros. (*14383) En détail.
Wendelstadtstrasse 28,
Telephon 1791.
Billigste Bezugsquelle für
Wiederverkäufer in
Weih-
nachts- u. Neujahrskarten.
NNNSSKK
Goldparmänen,
Aepfel! Graureinetten,
Kohläpfel, Schafnaſen, gemiſcht
9.50 Mark, ſortiert 11.00 Mark.
Mühlſtraße 5, part.
(*14329
Fielegenheitskauf! Schöner, ſchwarz.
C Damen=Paletot f. kleine Fig.
10 Mk., grau geſtr. Rock 2 Mk., fern.
ſchw. Herren=Ueberzieh. f. mittl. Fig.
10 Mk. Nieder-Ramstädterstr. 3, I. (*14327
Sehr gut erh. Marmorplatte für
SWaſchtiſch u. 2 für Nachtiſche,
ſchwarz mit weißen Adern, billig
abzug. Schwanenſtr. 65, II. (*14387
Schlafzimmer
Wohnzim., ff. Küche, neu, ſehr bill.,
Ratenzahlung geſtattet. Off. an
(*14336
M. B. 319 hanptpostl.
Bei Einkauf von
Spiegeln, Kasiergarnituren
Manicüren, Bürstengarnituren
ff. Bürsten in Schlapatt, Elfenbein, Silber
Japanischen Korbwaren
erhalten Sie bis auf weiteres
10% Rabatt.
IFeur. Hartter Nachf
Hoflieferant
(25850a
Schulstrasse 6.
Telefon 704.
zu niedrigsten Preisen in
Fclle allen couranten Farben
Praktische Fest-Geschenke
Linoleum-Teppiche und Läufer
: Wachstuch-Tischdecken etc.:
Puppenstuben-Tapeten in reichster Auswahl
Wilhelm Ehrhardt
Darmstädter Tapeten-Versandhaus (25805id
Ernst-Ludwigsplatz 4 (am weissen Turm). Telephon 2143.
Weiß- u. Rotwein
das beſte was man für den Preis
liefern kann, per Fl. 75 Pfg. u.
1 Mk. ohne Glas. Reſtaurant
Zur Eisenbahn, Neckarſtr. 20,
Inh. K. Schmidt. (*14354im
getragene Militärhoſe ſowie
11 hellgrauer Militär=Mantel
zuſammen für 20 Mk. abzugeben,
auch einzein.
(*14399
Ballonplatz 5, Vorderh., II. St., r.
Orig. Grammophon
mit neuen Platten ſehr billig zu
verk. Anzuſehen nachm. von 4 Uhr
ab. Kaupſtr. 51, 1. St., links. (*143494
Weihnachtsbäume
(*14367
ſehr billig abzugeben
Karlſtraße 44.
u. Pelzaarnit.
Elitarre-Zither für Knaben (gut
erhalten) billig zu verk. (*14371
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 17. Dezember 1912.
Nummer 297.
Dus Cehennis
wo ich meinen guten Kaffee kaufe, will ich
r verraten.
lch kaufe nur
Schloth Sche Ionka-mischung
von Mk. 1.80 an bei
Telefon 160
Schulstr. 12
Herz
25855)
Inhaber J. Schroth
Lieferant verschiedener Kaffee-Häuser.
2 möbl. Zimm. zu verm. (25286ids Mathildenplatz 3, II., großes,
gut möbl. Zimmer an Dame zu
(24926ids
vermieten. Klav., u. ſep. Eing. z. 1. Jan. (25502a Wendelſtadtſtr. 31, 1. St., ein
großes, jehr eleg. möbl. Zimmer
zu vermieten.
(25472id Kahlertſtr. 1, I., ſchönes groß.
möbl. Zimmer mit Schreibtiſch,
nächſt der Hochſchule. (21738if Grafenſtr. 15, 1. St. (25769a Bleichſtr. 45, 1. Stock, ſchön
möbl. Zimmer zu verm. (25662a Elisabethenstrasse 4, II.
Penſion Mink, elegante, möblierte
Zimmer m. Penſion zu verm. Da=
ſelbſt können noch einige Herren
am Mittagstiſchteilnehmen. (24789a Mühlſtr. 56, 2. St., Wohn= u.
Schlafzimmer zu vermieten. (*14334 Saalbauſtr. 10, 1. Stock, gut
möbl. Zimmer mit Schreibtiſch u.
Gas zu vermieten. (25832ms per 1. April zu vermieten. Näheres Bleichſtr. 38, II., möbl. Zim.
mit 2 Betten ſof. zu verm. (*14363 Schuchardſtr. 4, II. I., frdl. möbl.
Zim. m. ſep. Eing. ſof. bill. (*14315
Zmmer
Stlle
Ein kleines,
zum alleinbewohnen zu mieten ge=
ſucht, ſpät. Kauf nicht ausgeſchloſſ.r
Off. u. P 5 an die Exp. (25825a Kinderl. Beamtenfam. ſucht in
gut. Lage p. 1. April 2 Wohnungen
nebſt Zubeh. in einem Haus (2 mal
4=od. 5=u. 3=Zim.=W., darunter evtl.
Manſ.). Off. u. P9 a. d. Exp. (*14347C 4—5 Zimmerwohnun=
Welche gen (Südoſt) werden für
1. April frei? Off. unt. O. 951z
Stiftſtraße 52, Gartenhaus, an die Exp. ds. Bl. (*14308f Geſucht
3 Zimmer-Wohnung
verm. Näh. im 3. Stock. (25802a im Südoſt= oder Südviertel von
kl. Familie (3 Erwachſene) zum
1. April. Off. mit Preis u. P 20
a. d. Expedition erbeten. (*14376idC ſucht bis 1. oder
ſc
Beamter 15. Jan. 2. od. 3=
Zimmerwohn., Pr. 250 b. 280 Mk.,
Nähe Bahnhof. Offert. an Jakob
Röder, Egelsbach. (*14289oi eſucht zum 1. Jan. ſchöne 2—3
Zim.=Wohn. m. Zubeh. Off.
unt. P 11 an die Exp. (*14341 ſuchtz. 7. Januar
Schüler Zimmer mit
Penſion. Umgegend Hoffmann=
ſtraße bevorzugt. Offerten mit
Preisangabe unter O. 69 an die
Exped. d. Bl.
(*14199si Separat. gut möbliert. Zimmer,
event. Wohn= und Schlafzim., k
ſofort zu mieten geſucht. Lage
Mitte der Stadt bevorzugt. Off. für fürz. Zeit
Möbl. Zimmer im Johannes=
viertel geſucht. Offerten an Frank=
furterſtraße 84, 1. Stock. (*14338 mögl. mit Schreibtiſch per 1. Jan.
geſ. Off. mit Preisangabe unterlb
P 14 an die Expedition. (*14366A Eeraeh Oweite Hypothek v. 3000 Mk.
5 bis 75 pCt. der Taxe anderweit.
Unternehm. weg. m. hoh. Nachl. ſof. E
geg. bar zu verk. Off. unt. H 6
an die Expedition. 25756oim ſt
Hypothek mit 40 000 Mk.
1. von pünktl. Zinszahl. geſ. Off.
unt. O. 31 an die Exp. (*14048fi Mühlſtraße 38, 1. Stock, gut 7000 Mk., II. Hypothekm. Bürg=
möbl. Wohn= und Schlafzimmerſchaft auf Haus mitten i. d. Stadt z.
(25134tzed. geſ. Off. u. O. 75 Exp. (*14182sii von Selbſtgeber
100
Marl gegengute Zinſen!
zu leihen geſucht. Offerten unter
möbl. Zimm. ſof. billig. (*14172silP 18 a. d. Exped. ds. Bl. (*143799
Z mener
Kllemstraße 179 1.
8 Zimmer=Wohn. per 1. April Stiftſtr. 89, I., ſehr ſchön möbl.
zu verm. Näh. i. Laden. (21442i W.=u. Schlafz. m. Gas, Schreibt., evt.
Wilhelminenstr. 50
Beletage, herrſchaftliche Wohnung,
beſtehend aus 6 Zimmern nebſt
Zubehör, zu vermieten. Näheres
Soderſtr. 90, Ecke Beckſtraße,
große 5 Zimmer=Wohnung mit
Gas, Bad u. allem Zubehör
als=
bald billig zu vermieten. Näheres
Griesheimerweg 19, Kontor. (24928t
Wendelſtadtſtraße 24 4
Zim=
mer=Wohnung mit allem Zubehör
daſelbſt u. Wienersſtr. 65. (25741ids
Schuknechtstr. 57
ſchöne Parterrewohnung, 4 Zim.
mit all. Zubehör, per 1. April zu
verm. Näh. daſelbſt. (25809ids
imer
Ecke Grafen= u. Eliſabethenſtr.
ſchöne 3 Zimmer=Wohnung. Zu
erfragen bei Donges & Wiest,
Eliſabethenſtraße 25½. (23798t
Kahlertſtr. 49 ſchöne 3 Zim.=
Wohn. ſof. zu verm. (*14283oimd
Taunusſtraße 28, 2. Stock,
eine ſchöne 3=Zimmerwohnung per
(25285ids
1. Januar.
ſchöne Drei=Zimmer=Wohnung per
ſofort zu vermieten. (24450ims
Pareusſtraße 15 eine große
3 Zimmerwohnung per 1. April zu
Hofstallstrasse 10
3 Zim.=Wohnung ſofort zu verm.
Näh. parterre, links.
(25808t
Neue Ireneſtraße 63, parterre,
2 Zim.=Wohn. per 15. Januar zu
verm. Näh. daſelbſt. (25773t
Soderſtr. 85, part., 2 unmöbl.
Zimmer zu vermieten. (*14393im
Seeeräue
Gür Rechtsanw. od. Engros=
Geſch. paſſend, per 1. April
Wohn. mit ſep. Büro u.
Lager=
raum zu verm. Auch vorzügliche
Lage für ein fein.
Kolonialwaren=
u. Delikateſſen=Detail=Geſchäft, da
Laden gebrochen werden könnte.
Evtl. auch zu günſt. Bedingungen unter P 12 an die Exp. (*14337
zu verkaufen. Zu erfragen
Bis=
marckſtraße 80, part. (25527t
2 Parterrezimmer, hell u. trock.,
z. Möbelaufbewahren, als Lager= Mobl. Zimmer
räume od. Büro ſof. bill. zu vm.
Zu erfr. Lagerhausſtr. 2, pt. (25819ms
Mäe
Nieder-Ramstädterstr. 51
große Werkſtätten od. Lagerräume
zu vermieten.
(22265is
Mathildenpl. 3, Stb. 3. St.,
einf. möbl. Z. ſof. b. z. vm. (24871t
zu vermieten.
Kaſitnoſtr. 26, part, eleg. möbl.
Zim. ſofort zu vermiet. (25379t
Eliſabethenſtr. 37, Htb. 1. St.
Haus zum Alleinbewohnen
oder
schöne Wohnung
5—6 Zimmer
und Garten
25846)
in guter Lage, möglichst Nähe
der elektr. Strassenbahn, für
1. April oder früher gesucht.
Anerbieten nur mit Preis unt.
P 16 an die Exped. ds. Bl.
Vermerung.
Ein gutgehendes
Kolonial=, Glas= und
Mn 1 . mt.
aße 74.
(B23850
Wirtſchaft.
Ein in beſter Lage Darmſtadts,
zwiſchen 5 Kaſernen gelegenes
aber beſſeres Ha=us Reſtaurant iſt krankheitshalber
alsbald zu vermieten. Verkauf
(*1125
Tüchtige Wirtsleute
Anerb. unt. B. Fiſofort
n d. Bl.
(B25833
Gutgehendes Engros-Gesch.
zu verk. Offerten unter P 8 an
(*14365ido
Imolilen
Ein deschartshaus
Anfragen unter P 2
(*14360
an die
wegs ir inr
2½ ſtöckiges
5 Zimmerhaus
M ähtite
B23853
C. W. Braun,
Martinſtraße 74.
Ein 2l Stöckiges
OZimmerhaus
=eventl. Geſchäftseckhaus
Griesheim b. D.
(2121m
Näheres durch C. W. Braun,
Martinſtraße 74.
(B23852
Brillantringe
11 Br. mit 1 Saphir
14 Br. mit 1 Türk.
Gaslüster
4flammiger, Meſſing
Eiſen=Kupfer.
Briefmarken
1000 verſchiedene . . 14 Mk.
500
6 Mk.
Wo? ſagt Expedition. (*14352
Waſſendes Weihnachtsgeſchenk!
P Nähmaſch. (Schwingſchiff),
vor=
u. rückwärts nähend, ſof. bill. zu vk.
Magdalenenſtr. 7, Hth, I. (*14395im
Wertvoller
moderner Nerzmuff
abzugeb. Zu erfr. in d. Exp. (*14351
Schöne Puppenſtube (Wohn= u.
Schlafzim.) bill. zu verkaufen.
*14403) Heinrichſtr. 70, III.
gebrauche Maſſen von getrag.
Kleidern, Schuhen uſw.
Darum zahle ich die höchſten
und reellſten Preiſe. (25583a
V. Schatz
Alexanderſtr. 15. Tel. 1924.
Kaue
Partiewaren
aller Art gegen ſofortige Kaſſe. Off.
unter N 81 an die Exp. (25318a
Gebrauchter, aber noch gut
er=
haltener
(*14256soi
Garderobeständer
zu kaufen geſucht. Gefäll. Off.
mit Preis unt. O. 79 a. d. Exp.
braun, z.
Klavierſtuhl, geſ. Off. u.
P 17 a. d. Exped. d. Bl. (*14385
riefmarken-Cammlungen
zu kaufen geſucht. Offert. u. P 6
an die Expedition ds. Bl. (*14355
ine gebr. Schmirgel=Schleif=
Maſchine zu kaufen geſucht.
Offerten mit Preis unter O. 99
an die Expedition. (*14332im
Einfacher gebr. Herrenſchreibtiſch
zu kaufen geſucht. Offert. unt.
P 13 an die Exp. d. Bl. (*14333
Altes Gold,
Brillanten, Platin, Silber kauft
zum höchſten Wert
(25822a
Kurtz, Juwelenhandlung,
Pädagogſtraße 2. Telef. 1202.
Blech= oder Holzſchilder
ca. 2—3 m lang, 60 cm breit, zu
kaufen geſucht
(*14400
Laden Viktoriaſtraße 81.
Icherneits
Fanrederkatter
Nr. 314
Nr. 316
Nr. 318
ollkommenste
der Gegenwart
(VII25795
Brilanten
Uhren,Gold- u. Silberwaren
ſind Vertrauensartikel.
Dieſelben kauft man, wo am
billigſten zu haben ſind.
Keine Phantasie-Preise.
Keine hohe Ladenmiete.
Stets Gelegenheitskäufe.
25 cchte
Brillant-Ringe
mit echten Perlen, Smaragd,
Rubin und Saphiren
zu ſtaunend billigen Preiſen
von 25—400 Mk.
Gold. Armbänder,
Herren=
u. Damen=Ketten, 585 geſt.,
nur nach Gewicht.
Goldene Herren= u. Damen=
Uhren in jeder Preislage.
Uhren=Armbänder
in Gold und Silber.
Gold. Herren= u.
Damenringe von Mk. an
Brillant=
Kollier, Broſche, Nadel,
Armbänder, Ohrringe.
Auch
dieſes Jahr verkaufe ich wieder
eine ſilberne Herren=Uhr mit
ſilberner Kette im Etui zu
24 Mk., dasſelbe mit Damen=
Uhr zu 18 Mk.
A. Kurtz
bekannt billigſtes
Militär-Extramantel
grau, 3/115, ſowie Waffenrock u.
Hoſe, ſehr gut erh., preiswert zu
verk. Erbacherſtr. 9, Laden. (25839id
Lut erh. Ständerlampe bill. z. vk.
Karlſtr. 56, Lorey, Lad. (B25857
Englich Elub Darmstadt
meets every Tuesday evening at
8½ O’clock at the Darmstaedter Hof
for lectures and readings. Guests
are always welcome. Details upon
application.
(*14389)
Uerch
Warisienne, institutrice
dipl. donnerait des
lecons. Sadr.
Franken-
steinstraße 49, III. (24544a
ſachhilfe für Gymnaſiaſten von
N Sexta bis Sekunda erteilt
er=
fahrener Kandidat. Offerten unt.
O. 98 an die Exped. (*14316
wünſcht engliſch
Engländerin Unterricht zu
er=
teilen Wilhelminenplatz 10, I. (20360a
und
(25309a
Stenographie-Unterricht
(Gabelsberger).
Schönſchreib=Unterricht
Neue Kurse beginnen
Montag, den 6. Januar.
Soderstrasse 12, part.
am Kapellplatz.
L. B. Mluner
Hofpapierhandlung
14 Schulstrasse 14.
Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
Dienstag, 17. Dezember.
1912.
Lehrlings= und Lehrſtellenvermittlung in Darmſtadt und im.
inte Seier ir Pene, eteint
Die unterzeichnete Anſtalt hat ſich im beſonderen auch die Aufgabe geſtellt,
Lehrlinge und Lehrſtellen zu vermitteln. Ihre Tätigkeit iſt hierbei nicht nur auf
Darmſtadt beſchränkt. Mit Zuſtimmung der Großh. Provinzialdirektion erſtreckt ſie
ſich auch auf den übrigen Bezirk der Provinz Starkenburg. Koſten entſtehen
durch die Inanſpruchnahme der Anſtalt nicht, weder den Lehrherren noch den
Lehrlingen. Beim Ausgleich von Angebot und Nachfrage wird den örtlichen, alſo
ganz beſonders auch den ländlichen Verhältniſſen und Intereſſen in weiteſtgehendem
Maße Rechnung getragen. Die Vermittlung erfolgt in Fühlung mit den vorhandenen
örtlichen und Bezirks=Arbeitsnachweisſtellen unter ſtrenger Beobachtung des
Grund=
ſatzes, daß Angebote und Nachfragen erſt dann entfernter gelegenen Orten und
Bezirken zugute kommen dürfen, wenu ſie am Orte der Herkunft und in der
nächſten Umgebung mit entſprechenden Nachfragen und Angeboten nicht
aus=
geglichen werden können. Sollte ausnahmsweiſe die Vermittelung einer außerhalb
der Provinz gelegenen Lehrſtelle gewünſcht werden, ſo iſt dies beſonders anzugeben.
Gewerbetreibende und Eltern, ſowie Vormünder werden gebeten, Stellen und
Lehrlinge umgehend bei unſerer Geſchäftsſtelle, Grafenſtraße Nr. 30, Fernſprecher
Nr. 371, anzumelden. Wird der ſchriftliche Weg bevorzugt, ſo genügt die
Ueber=
ſendung einer Poſtkarte, auf der zu beantworten ſind, wenn anmelden:
a) Lehrherren: die Fragen nach 1. dem Namen des Lehrherrn, 2. ſeiner
Kon=
feſſion, 3. ſeinem Wohnort, 4. der Art des Gewerbebetriebes, 5. Dauer der
Lehrzeit, 6. den Koſten der Lehre und 7. ſonſtigen Bedingungen, über die
der Anmeldende im voraus keinen Zweifel laſſen möchte;
b) Eltern oder Vormünder: die Fragen nach 1. dem Namen des Lehrlings
2. ſeinem Alter, 3. ſeiner Konfeſſion, 4. ſeinem Wohnort, 5. der beſuchten
die die
An=
meldenden im voraus klargeſtellt wiſſen möchten, ſchließlich 8. die Frage, ob
Wohnung und Verköſtigung ſelbſt geſtellt werden können.
Es liegt im eigenſten Intereſſe der Angehörigen der Provinz, zuerſt die
Arbeitsnachweisſtellen in der Provinz, an deren Spitze die unterzeichnete
An=
ſtalt, in Anſpruch zu nehmen, bevor ſie auswärts Umſchau halten. Die Anſtalt
wird ſich mit den maßgebenden gewerblichen und Schulbehörden bei ihrer
Vermitt=
lungstätigkeit in ſtetem Benehmen halten.
Darmſtadt, am 12. Dezember 1912.
Zentralanſtalt für Arbeits= und Wohnungsnachweis.
Mueller, Bürgermeiſter, Vorſitzender.
Bekanntmachung.
Die vorſtehende Aufforderung der Zentralanſtalt für Arbeits= und
Wohnungs=
nachweis in Darmſtadt, welche auch die Lehrlings= und Lehrſtellen=Vermittelung
übernommen hat und in geeigneter Weiſe auszugeſtalten beſtrebt iſt, empfehlen wir
der Beachtung und Unterſtützung durch die gewerblichen Kreiſe, die Eltern,
Vormün=
der, Geiſtlichen und Lehrer und alle in Betracht kommenden Behörden.
Es liegt ganz außerordentlich im wirtſchaftlichen Intereſſe der Provinz und im
Intereſſe ihrer gewerblichen Entwickelung, daß die Lehrlings= und
Lehrſtellenvermitte=
lung nicht zerſplittert und abgeleitet, ſondern an eine kräftige und leiſtungsfähige
Einrichtung in der Provinz, wie ſie die vorgenannte Zentralanſtalt iſt, angeſchloſſen
und von dieſer, in Verbindung mit gewerblichen und Schulorganen, in den richtigen
Bahnen erhalten wird.
Darmſtadt, den 12. Dezember 1912.
Großherzogliche Provinzialdirektion Starkenburg.
Fey.
(25804ids
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung, und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Foxterrier. 1 Pinſcher, 1 Boxer (zugelaufen). Die
Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier
aus=
gelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet
dortſelbſt jeden Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(25814
Straßenſperre. Wegen Vornahme von Kanalbauarbeiten bleibt
die Pankratiusſtraße zwiſchen der Müller= und Schloßgartenſtraße
noch bis zum 21. Dezember lfd. Js. für den Fuhrwerksverkehr
geſperrt.
(25342
Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, 18. Dezember 1912, vorm. 11 Uhr,
werden im Pfandlokal Rundeturmſtraße 16 dahier (Reſtauration
zur Roſenhöhe) verſchiedene Möbel. als:
Kleiderſchränke, Vertikos, Sofas, Diwans, Spiegel, Bilder,
Büfetts, Tiſche, Spiegelſchränke, Schreibtiſche, Kommoden,
Weißzeugſchränke, Bücherſchränke, vollſtändige Betten, ferner
1 Nähmaſchine, Jalouſieſchränke, Formularſchränke, 1
In=
ſtrumentenſchrank, 1 Tafelklavier, Fußteppiche. Pianino,
Warenſchränke, Ladenregale, Ladentheken, 1 Glaskaſten
mit ausgeſtopften Vögeln und eine große Partie
Damen=
handſchuhe
(25843
durch den Unterzeichneten zwangsweiſe verſteigert.
Berberi, Großh. Gerichtsvollzieher in Darmſtadt.
Georgenſtraße 11.
Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, den 18. Dezember 1912, nachm. 3 Uhr,
verſteigere ich im Verſteigerungslokal „Zur Ludwigshalle” (
Ober=
gaſſeſ öffentlich meiſtbietend zwangsweiſe gegen Bargahlung:
1 Pianino, 1 Büfett, 1 Diwan mit Umbau u. Seſſel, 1
Kre=
denz, 1 Zimmerteppich, 1 achteck. Tiſch, 1 Sofa mit 2 Seſſel
u. Umbau, 1 Prunkſchrank 2 Stühle, 1 Trumeau mit Spiegel,
1 Blumentiſch. 1 Bauerntiſch, 2 große Bilder, 1. Ausziehtiſch,
6 Lederſtühle, 1 Kommode, 1 pol. Kleiderſchrank, 1 Diwan,
1 Trumeau mit Spiegel, 1 Diwan, 6 Bände Meyers Lexikon,
1 Fahrrad, 1 Diwan, 1 Sofatiſch, 1 Trumeau mit Spiegel,
1 Vertiko, 1 Ladeneinrichtung, beſtehend in 1 Theke mit
Glasaufſatz, Spiegelſchrank, Standuhr und Trumeauſpiegel,
1 Kommode u. a. m.
(25845
Darmſtadt, 16. Dezember 1912.
Mä. app. Gerichtsvollieher
zu Darmſtadt, Friedrichſtraße 24, I.
Verſteigerungs=Anzeige.
Samstag, 21. Dezember, vormittags 9 Uhr,
verſteigere ich auf freiwilligen Antrag im Hauſe
Eliſabethenſtraße Nr. 26
folgende Möbel:
8 verſchiedene Sofas mit Stühlen, 2 Diwans, 1
Herren=
ſchreibtiſch (Diplomat mit Aufſatz) 1 zweitüriger
Kleider=
ſchrank (Biedermeier), 1 zweitüriger Mahagoni=Kleiderſchrank,
15 verſchiedene Kleiderſchränke, 7 Waſchkommoden, 2
Verti=
kos, 1 Weißzeugſchrank 2 Spiegelſchränke, 2 Kommoden,
1 Ausziehtiſch mit Zügen, 9 verſchiedene andere Tiſche,
1 Elagere, 10 Spiegel, 26 Betten und 4 Nachttiſche und
(25851id
noch anderes.
Sämtliche Möbel ſind ſehr gut erhalten. Die Verſteigerung
findet an den Meiſtbietenden gegen bare Zahlung ſtatt.
Darmſtadt, den 17. Dezember 1912.
Ernst Wolff, Amtsgerichtstaxator
Mühlſtraße 62 am Kapellplatz.
Pratiſche Melerkarſe für Handwericsmeiſter
werden von uns für folgende Berufe bei ausreichender Beteiligung
im Monat Januar abgehalten:
für Schuhmacher im Schnittmuſterzeichnen und Herrichten
von Leiſten;
Schneider im Grundmodellzeichnen und im Zuſchneiden;
Sattler in der Herſtellung der verſchiedenen Kummeten;
Schreiner und Glaſer im Holzfärben und Holzbeizen;
Weißbinder und Lackierer tm Holzfärben, im Holz= und
Marmormalen und im Schriftenmalen.
Eine Reihe von Anmeldungen zu dieſen Kurſen liegt bereits
vor. Weitere Anmeldungen ſind alsbald an die unterzeichnete
Behörde zu richten, die auch zu jeder Auskunftserteilung gerne
bereit iſt.
Darmſtadt, den 11. Dezember 1912.
Großh. Zentralſtelle für die Gewerbe.
(25854id
Noack.
Die ſtädtiſchen
Fleiſch=
verkaufsſtellen
im Schlachthof (Markthalle) und
Kiesſtraße 21 ſind wieder eröffnet.
Es gelangt zum Verkauf beſtes
holländiſches Rindfleiſch, alle Stücke
zu 82 Pfg. das Pfund.
Eine weitere Verkaufsſtelle
be=
findet ſich im Geſchäft des Herrn
Karl Bauer, Lauteſchlägerſtr. 13.
Hier gelten die gleichen Preiſe.
Zungen, Nieren Leber, Hirn u.
Fett werden zu beſonderen Preiſen
verkauft.
(25470a
Der Oberbürgermeiſter.
Die bei Erbauung eines Krema=
T toriums eines Verwalterhau=
ſes, einer Verbindungshalle und
eines Arbeiterhauſes nebſt Remiſe
vorkommenden Maurer=, Asphalt=
und Eiſenbetonarbeiten ſollen
ver=
geben werden.
* Die Bedingungen liegen bei dem
unterzeichneten Amte, Grafenſtraße
Nr. 30, Zimmer Nr. 9, offen.
Angebote ſind bis
Dienstag, 31. Dezbr. 1912,
vormittags 10 Uhr,
(25781oi
einzureichen.
Darmſtadt, 13. Dezember 1912.
Stadtbauamt.
Buxbaum.
Bekanntmachung.
Freitag, 20. Dezember 1912,
vormittags 10 Uhr.
ſoll die dem Jean Papatheodoros
und deſſen Ehefrau Mathilde, geb.
Berntheiſel, in Zürich gehörige,
in der Gemarkung Beſſungen
ge=
legene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
VI 219¾/10 1047 Bauplatz auf der
Kehrwieſe,
wiederholt zwangsweiſe in
unſe=
rem Geſchäftszimmer,
Wittmann=
ſtraße 1, verſteigert werden.
Die Genehmigung der
Ver=
ſteigerung ſoll auch dann erfolgen,
falls ein der Schätzung
entſprechen=
des Gebot nicht eingelegt wird und
andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen.
Darmſtadt, 2. Dezember 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
Frantz. (VI24975
Einen
Femischuss
tun Sie, wenn Sie Geſchäftsbücher
anſchaffen, welche unhandlich groß
oder mit hohem unbeweglichem
Rücken und nicht praktiſch ausge=
(*14372
ſtattet ſind.
Neu und originell
ausgeſtattete, leicht handliche,
die halbe Zeit ersparende,
ſowie leicht kontrollierbare
Geschäftsbücher
liefert
Nikolaus Bauer
Arheilgen.
Auf Wunſch koſtenloſe Vorlage
verſchiedener Hefte mit
Probe=
buchungen aus der Praxis.
Hocheleg.
Mantel
schwarzer
auf Seide gefütert, mit reicher
Samtverzierung, kaum getragen,
ſowie feines ſchwarzes Tuchkleid,
elegant gearbeitet, wie neu, beides
Größe 4, preiswert zu verkaufen
Karlſtraße 11, 2. Stock. (*14350im
Driefmarkenſammlung zu verk.,
V würde dieſelbe auch für eine
Konzert=Zither vertauſchen. Wo ?
ſagt die Expedition. (*14381
Möbel= und Auktionshaus
Telephon 1774 1 Bleichſtraße 1 Telephon 1774
Im gefl. Auftrage zum freihändigen Verkauf zu niederen
Taxpreiſen:
1 hocheleg. Salon, mahagoni, 1 kompl. Speiſezimmer,
maſſiv eichen, 1 Salon, ſchwarz, Truhe mit Brandmalerei,
2 kompl. Schlafzimmer, eichen u. nußb., 1
Kücheneinrich=
tung, mod. Büfett, nußb., Herren= und Damenſchreibtiſche,
Trumeauſpiegel. Vertiko. Kleiderſchränke, ein= und
zwei=
türig, beſſere Stühle, Flurgarderoben, Diwan,
Chaiſe=
longues, Sofas, Klubſeſſel (Rindl.), Auszug=, Näh=, Waſch=,
Nacht=, Küchen= und Zimmertiſche, Bücherſchränke,
1 goldne u. 2 ſilberne Herren= und Damenuhren u. Ketten,
5 ſilberne Kriſtallſchalen, 2 Brillant= und 2 gold.
Siegel=
ringe, ein Poſten Teppiche u. Chaiſelonguedecken, kompl.
Betten, einz. Bettzeug u. Matratzen, 3 Herrenüberzieher,
Regulatoruhr, Bilder, Kindertheater, Wollvorhänge, Nipp=
und Aufſtellſachen, Gas= und elektr. Lüſter, gr.
Kaſſen=
ſchrank und Bureauſchreibpult.
6 Ein Poſten Zigarren, beſſere Marken
Schränke, Truhen, Kommode, engl. Kaſten.
Antike Möbel: uhr, kirſchb., Oelgemälde,
Elfenbeinſchnitze=
reien, originelle Sachen u. a. m.
(*14369
Johannes Krummeck, Anktionator u. Taxator.
Es lohnt ſich, mein Auktionshaus zu beachten.
Sonntag vor Weihnachten geöffnet.
Annahme von Verſteigerungen und Verkäufen. — Beſte
Referenzen.
Die Sparkasse im eignen heim.
Aufgabe der Sparkaſſe iſt es,
den Sparſinn nach jeder Richtung hin
zu heben und zu fördern. Die
Gelegen=
heit zum Sparen muß allen Kreiſen,
insbeſondere der Jugend ſo leicht und
bequem wie nur möglich gemacht
werden.
eetee
Wir haben deshalb mit Ge=
MEk
nehmigung der Stadtverordneten
Verſammlung beſchloſſen,
Heimsparbüchsen
einzuführen. Durch ſie kann zu jeder Zeit, auch der kleinſte Betrag,
der im Augenblick den Weg zur Sparkaſſe nicht verlohnt, ſicher
ver=
wahrt werden. Der Sparer wird dadurch abgehalten, ihn in
un=
wirtſchaftlicher Weiſe zu verausgaben.
Die Heimſparbüchſe wird leihweiſe unentgeltlich abgegeben,
wenn auf das dazugehörige Sparkaſſenbuch mindeſtens Mk. 3.—
ein=
gezahlt ſind. Jeder Einleger erhält dabei die darüber beſtehenden
beſonderen Beſtimmungen.
Ganz beſonders empfehlen ſich die Heimſparbüchſen zu Paten=,
Konfirmations=, Weihnachts= und Geburtstagszwecken. (25849if
Der Verwaltungsrat der ſtädtiſchen Sparkaſſe.
Menteanziſtede Perie Zlhie aie dauit
vom 16. Dezember 1912.
Alle Gewinne,
8 Uhr abgeholt ſind,
welche nicht bis zum 20. Dezember
verfallen zugunſten des Vereins.
d. Babende
(25852
erstkl. Schreib=
Neue maschine bedeut.
unter Preis abzug. Offerten unter
P 7 an die Exved. (*14364ido
eriner hret. geicf.
mit Käfig zu bill. verk. Näheres
(*14322id
Ervedition.
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 17. Dezember 1912.
Nummer 297,
E. Dr aner
Visittaschen
Brieftaschen
Fabrikate!
Hofpapierhandlung
14 Schulstrasse 14.
(VII25796)
entſchloſſen ſenden Sie Ihre
Feine und Feinste
Kirchstrasse 10
Telephon 1010
Weiblich
Nehme Aushilfe an, Tag 1 Mk.,
Eliſabethenſtraße 76, 1. Stock (Ok=
(*14368
troihaus).
Unabhäng. Frau ſ. Kundſchaft z
Waſchen, g. a. z. Aush. f. Wirtſch.
Frau Löſch, Mauerſtr. 24, p. (*14388
Junges Mädchen ſucht tagsüber
Beſchäft. Ruthsſtr. 23, II. (*14394
Junge, unabhäng. Frau ſucht
morgens 2—3 Std. Beſchäft. Näh.
N.=Ramſtädterſtr. 65, Stb., p. (*14406
Rülz Adreſſe zur Uebernahme der
Zigarrenagentur. Vergütg. M. 250
pro Monat oder hohe Proviſion.
A. Rieck & Co., Hamburg. (25801f
Maler oder Zeichner
gesucht zum Unterricht im
Skiz=
zieren für einige Stunden in der
Woche nach auswärts. (25606soi
Gefl. Offerten bef. die Exp. d. Bl.
Männlich
Bürogehilfe
ſeither u. jetzt noch auf größ.
Bürger=
meiſterei tätig, der ſtenographiert
(Syſtem Gabelsberger) u.
Schreib=
maſchine ſchreibt, ſucht anderweit
Stellung. Off. u. O 17 Exp. (*13980fsi
Verheirateter, ſolider, gut empf
M A N N
anfangs dreißig, ſucht Stelle als
Bureaudiener oder dergl. Offert.
unter O. 96 an die Exp. (*14314
Junger Burſche ſucht Stelle in
Geſchäftshaus oder Wirtſchaft
Adolf Dingeldein,
gewerbs=
mäßiger Stellenvermittler, Eliſa
bethenſtr. 5, Telephon 531. (*14391
Ofe Stelle
Weiblich
Suche für mein Tuch=und
Manufakturwaren=Geſchäft
per 1. Januar 1913
angehende
Verkäuferi
Näh. i. d. Exped. (25813midf
Erſte
Für ein größeres Atelier wird
erſte Arbeiterin für dauernde
Stellung per 1. Februar geſucht
Nur ſchriftliche Offerten mit
Angabe des Gehalts,
Zeugnis=
abſchriften unter O 20 an die
(25790oi
Expedition ds. Bl.
Arbeiterin, die
Modes im feineren Genre
ſelbſtändig arbeiten kann, geſucht.
Offerten mit Gehaltsanſprüchen
und Zeugnisabſchriften u. P 19
(*14382
an die Expedition.
Nähfraulein für Mittwoch und
Donnerstag geſucht (*14317
Aschkenas, Kranichſteinerſtr. 30.
Tücht. Mädchen zur Aushilfe od.
für dauernd geſ. wegen Erkrankung
des jetzigen. Näh. Exv. (*14346im
Suche große Anzahltlicht. Mädch
m. g. Zeugn. hier u. auswärts.
Johannette Weißmantel, gewerbsmäßige
Stellenvermittlerin, Kaſinoſtr. 17.
Apparate
mit und ohne Trichter
(1Jahr Garantie) von
§ 28 Mk. an.
Weihnachts-
platten in kolossaler
Auswahl zu Mk. 2.—
ind 3..— (doppelseitig). Reparaturwerkst.,
Ersatzteile. Valentin Bund, Spezialgesch.,
Schuchardtstrasse 11. (25513a
Von heute bis 24. Dez.
verkaufe (14377imdf
prima Herren=,
Damen=
ſowie Kinder=Schuhe
zu auffallend billigen Preiſen.
V. Schatz
Alexanderſtr. 15. Tel. 1924.
Gewandte Frau
empfiehlt ſich bei Geſellſchaften
und Hochzeiten zum Kochen ꝛc.
Näheres Expedition. (*14233sif
Wäsche aller Art
wird angenommen, Handwäſcherei,
Lauteſchlägerſtr. 34, D. Rocken=
(*14330
felder.
zu kaufen geſucht.
Erbbegräbnig
Offerten unter
(25311a
N71 an die Exp.
felt. gutgeſt. Geſangverein
Animmt noch ſtimmbeg. Herren
ls Mitglieder auf. Jahr.=Beitr
6 Mk. Gefl. Anmeld. unt. O 67
(*14216ss
a. d. Exped.
Reelle Heirat!
Suche für meinen Freund, 38 J.
ev., Geſchäftsführer u. Geſellſchafter
einer Fabrik, m. gutem Einkommen,
Lebensgefährtin.
Bürgerl. erzogene Damen m.
Ver=
mögen bitte ſich unter P 1 an die
Exp. ds. Bl. zu wenden. (*14326
Strenge Diskretion zugeſichert.
Tagmädchen für den ganzen
Tag per ſofort geſucht
Eichberg=
ſtraße 25.
(25838
Ein ücht. gewandt. Mädchei
mit gut. Zeugniſſen zu 2 Perſonen
für 1. Januar geſucht. Vermittlung
(*14353
nicht ausgeſchloſſen.
Näheres Bismarckſtr. 82, I. Etage.
ein jüngeres, reinliches
Gesucht Laufmädchen für 2—.
Stund. nachm. vom 1. Jan. 1913 ab
*14378) Schloßgartenſtr. 71, part.
Servierfräulein gesucht
*14410)
Bleichſtraße 40.
Männlich
aller Berufe
Offene Stellen enthält ſtets die
Zeitung: Deutſche Vakanzen=Poſt
Eßlingen 143. (2533M
verlor am Sonn=
Arme Frau tag Nachm. auf
dem Marktplatz ein braunledernes
Portemonnaie m. ca. 35 Mk. Inh.
Wiederbringer gute Belohnung.
Näh. Alexanderſtr. 5, Hth. I. (*34886im
Verloren
Samstag im Großh. Hoftheater
od. auf dem Wege dahin
gol-
dene Sicherheits-Nadel mlt
zwei Amethysten beſetzt. Gegen
Belohnung abzugeben.
E. Hohmann,
*14407) Eliſabethenſtraße 16.
Verloren
in kl. blauer gehäkelter Geldheutel
m. 20 M. Inh. am Samstag Abend
in der Hochſtr. Bitte abzugeben geg.
gute Belohnung i. d. Exv. (*14392
braunes Lederporte=
Verloren monnaie, größ.
Betrag, kl. Familienporträt u. kl.
Kalender enth. Abzug. geg. Belohn.
*14309) Soderſtraße 44, part.
Ein f.
neuer Hut gefunden
Abzuhol. gegen Einrückungsgebühr
Kiesſtr. 21, Hth., b. A. Diehl. (*14348
Brauner Jagdhund
verlaufen. Abzug. geg. Belohng.
Roquetteweg 25. Vor Ankauf
wird gewarnt.
(*14331
Gesicherte Existenz
und großes Einkommen von ca. 10—15000 Mk. bietet die
Uebernahme der alleinigen Fabrikation unſerer patentamtlich
mehrfach geſchützten Gipsdielen, von jedermann leicht herzuſtellen,
große Bezirksverkäufe bereits durchgeführt. Branchekenntniſſe
nicht erforderlich, dauernde tatkräftige Unterſtützung des
Stamm=
hauſes. Beſte Gelegenheit zur Selbſtändigmachung, auch als
Nebenbetrieb geeignet. Keine maſchinelle Anlage erforderl.
Ernſtl. Reflekt., welche über 3—5000 Mk. bar verfügen, wollen
ſich gefl. melden.
(*14325im
Sächsisch. Dielen-Industrie, Oschatz i. Sa.
Elkope
und Spirituosen
Chartreuse
echt u. deutsch
Benedictiner, echt
Marasquino
echt u. deutsch
Eiercognac
Eiereréme
Plefferminz
Anisette
Cacao
Enzian
Nass
Bitter
Alpenkräuterbitter
Angesturabitter
Boonckaup, echt
Kurfürstl. Bitter
Mönchsliqueur
Gilka-Kümmel
Eis-Kümmel
Atlasch
Ingber
Blackberry Brandy
herry Brandy
Cordial Médoc
Romanow
Goldwasser
Cröne de Menthe
Crème de Vanille
La Prünelle
Curaca0
Kellermeister
Kirschwasser
Steinhäger
Alter Korn
Trish Whisky
Scotsh Whisky
Cognac Scherer
do. Cusenier
do. Hennessy
do. Martel‟
Echt holl. Liqueure
v. Bols
Arrac und Rum
Punsch-Essenzen v.
Jos. Selner, Scherer,
Nienhaus
Schwed. Punsch
etc. etc.
(25740iso
A. Reichard
Ecke Bleich- und
Casinostrasse.
Telefon 104.
Kanalbau (25836imd
Pallaswieſenſtraße
150 Stück neue Sprießen, für Balken
u. Pfoſten geeignet, 3 bis 3,50 m lg
u. 18 bis 22 cm Durchmeſſer, zu
verkaufen. Näh. an der Bauſtelle
u. bei Gg. Möſer I., Stiftſtr. 19.
660000000
560000
Zu verkaufen:
Vollſtänd. gut. Bett (2ſchläf.)
30 Mk,, ſehr gutes Sofa mit
Moquette 30 Mk., faſt neuer
Diwan 50 Mk,, eleganter Kinder=
Lieg, ewagen m. Nickelgeſtell 25 Mk.
eiſernes Gartengeländer, 6 m
lang, m. Tür 20 Mk. (*14384
Näheres Schießhausſtr 63.
566
Sosssstesseee
Pillig zu verkaufen: 1 ſchöner
Küchenſchrank, 1 Herrenhoſe,
1 faſt neuer Ueberzieher, 1 Cape,
1 Muff, 1 Bluſe, 1 roter
Mädchen=
velvethut und 1 Stehlampe
*14361) Soderſtraße 73, part.
(25844
Ein gelber
Porzellanofen
und eine vierflammige
Außenlampe
zu verkaufen Rheinſtraße 4, I.
Gelgemalde
Stilleben, billig zu verkaufen
Paul Wolf & Co., G. m. b. H.
25830) Rheinſtraße 51.
sollten sich überzeugen,
dass unsere Auswahl
und unsere Preise für
Orangen, Zitronen und
Datteln, kurz alle
Süd-
früchte, ohne jede
Kon-
kurrenz sind. — Durch
Waggonbezug stets beste
und frischeste Ware!
Vortreffliche Gelegenheit
für den Festtags-Bedarf!
wollen wir nicht veranſtalten, um die hohen
Koſten zu erſparen, wir verkaufen jedoch
ſämt=
liche noch vorhandenen
Herren= u. Knaben=Anzüge, Paletots,
ulſter, Joppen, Hoſen, Gehrockanzüge
und Cäpes
nur noch bis Weihnachten größtenteils zu
Verſteigerungs=
preiſen.
Gebtr Blam
25841ids)
Markt 5.
Geschäftsübernahme!
Der verehrten Nachbarschaft, unseren Freunden,
Be-
kannten und Gönnern die ergebene Mitteilung, dass wir
das Drogen- u. Kolonialwarengeschäft des Herrn Fr. Dahlen,
Viktoriastrasse 81 (am Viktoriaplatz), käuflich erworben
haben. Wir werden das Geschäft vergrössern und speziell
auch mehr Medizinal-Drogen, Chemikalien u.
Verband-
stoffe, ebenso alle Photo-Artikel unter der Firma
„Sanitäts-Drogerie u. Parfümerie‟
Ferdinand Grossmann & Papendiek führen.
Wir sichern reelle, zuvorkommende Bedienung zu,
verabreichen nur gute Ware zu angemessenen Preisen und
bitten um wohlwollende gütige Unterstützung.
Hochachtungsvollst
*14401)
Ferdinand Grossmann & Papendiek.
Nützlichste
Weihnachts-
Geschenke in
großer Auswahl!
Krawatten
Hosenträger
Manschetten-
knöpfe, Mützen
Dauer-Wäsche
kalt abwaschbar elegant. (25860ids
Spezialgeschäft Math. Becher
Kirchstrasse 17 Darmstadt neben der Stadtkirche.
Zum Weihachtsteste
empfehle zu Geschenk- und
Dekorations-
zwecken:
(25837ifo
Französische Immortellen
in allen Farben, präparierte Tannenzweige
mit Rauhreit und Zapfen,
Tannenbäum-
chen, Tannenzapfen, Ilex, Ruscus,
Mistelzweige, Moos, präpariertes
Buchen-
laub, angetriebene Hyacinthen etc.
Ieereh
Empfehle für meine Abteilung in
Bäckereis u. Konditoreiwaren:
Prima garantierten Odenwälder Honiglebkuchen, Metzer
Lebkucken in Paketen verſchiedener Sorten, Anis- u.
Butter=
gebackenes, Pfeffernüsse, ſowie paſſende Geſchenke in prima
(24166a
Schokoladen u. Pralinés.
Telephon
1425.
Ed. Türtmann, Grafenſtr. 19.
[ ← ][ ][ → ]Nummer 297.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 17. Dezember 1912.
Seute 13.
in
Umtausch
nach dem
Feste
gestattet.
Aanen=kontenken
zu
Weinnachts-Geschenken.
Umtausch
nach dem
Feste
gestattet.
Ulster und Paletots für Damen, aus Stoffen engl. Art
Samtmäntel und Jacketts Ia Qualitäten
Jacken-Kleider in blauen und englisch gemusterten Stoffen
Kostüm-Röcke in märine und englisch gemusterten Stoffen
Seidene Blusen in Messalne, Taffet etc. . . . . .
Tüll-Blusen letzte Neuheiten, in wunderbarer Auswahl
00
12 1 19 24
O
25 55 55 48
(1.
0
10 * 25 50 45
395
50
950
2
2
92
1375 1675 215
30
60
55
3
145
Kinderkleider, Hanter u. Fatetots
weit unter den sonstigen Verkaufspreisen!
Darmstaut
Haurhaus Aneohhoidef
Ludwigstr. 2, Ecke Kirchstr.
(25827
Gretchens Roman.
Von Fr. Lehne.
(Nachdruck verboten.)
Da kam nun Ernſt Brand, und als ſie ſeine Braut
ge=
worden war, ſorgte er für ſie in der zarteſten Weiſe. Er
tat, was er ihr an den Augen abſehen konnte, überſchüttete
ſie mit ſeinen Zärtlichkeiten und Liebesbezeugungen. Das
Verwöhntwerden war ihr ſo fremd; aber bald ſtiegen ihre
Anſprüche und wurden größer; ſie ſah, wie ſo viele ihrer
Kolleginnen es noch viel beſſer als ſie hatten — da war
ihr dann der andere in den Weg getreten, der ihr mit
gleißendem Golde winkte — und da geſchah es, was ſie
jetzt nicht mehr begreifen konnte — — ſie verriet den
Ge=
liebten nur wenige Wochen vor der Hochzeit!
Ein böſer Zufall enthüllte ihm alles. Seine heiße
Liebe verwandelte ſich in Verachtung, und mit eiſiger
Kälte ſtieg er ſie von ſich. Er war vollſtändig ernüchtert,
als er erfahren, wie ſie ihm ſeine liebende, zarte Fürſorge
gelohnt, und jedes Gefühl für ſie ſchwand aus ſeinem
Herzen. Er pries das gütige Geſchick, das ihm rechtzeitig
die Binde von den Augen genommen! —
Eine tiefe Schamröte trat bei dieſem Gedanken
doch in Claudias Geſicht; die Wangen brannten ihr
förm=
lich. Nein, ſie hatte nicht recht an dem jungen, törichten,
verliebten Mann gehandelt — er aber war bitter gerächt!
Ihre Ehe, die ſie ſich mit Hallerſcheidt erzwungen, war
maßlos unglücklich geworden. Wohl erfüllte ihr
altern=
der Gatte ihr jeden Wunſch hinſichtlich von Schmuck und
Toiletten und Reiſen — ſie war ihm ein ſchönes, koſtbares
Bild, dem er den teuerſten Rahmen gab, jedoch quälte er
ſie dabei faſt zu Tode mit ſeiner Eiferſucht und ſeinem
Mißtrauen, ſo daß ſie ihn aus tiefſtem Herzen haßte.
Ihre Ebe wurde ihr zu einem Martyrium; ſie wollte
ee
krank, bettlägerig, ſie mußte bei ihm aushalten, ihn
pflegen; denn er hatte gedroht, ſie in ſeinem Teſtament
nicht zu bedenken. Und als er geſtorben, harrte ihrer die
bitterſte Enttäuſchung — in ſeinem kleinlichen,
rachſüch=
tigen Sinn hatte er ſeine Drohung wahr gemacht und ſie
enterbt. Nur das, was ihr zukam, erhielt ſie, während
der größte Teil ſeines beträchtlichen Vermögens
Ver=
wandten von ſeiner Seite und einer Stiftung zufiel.
Sie weinte vor Wut — darum ihre beſten Jahre
ge=
opfert, den Geliebten aufgegeben, den ſie nie hatte
ver=
geſſen können, daß ſie ſich jetzt von neuem einſchränken
mußte, was ihr der ſchrecklichſte Gedanke war! Sie
ver=
ſtand nicht zu rechnen — als die Zinſen nicht reichten, lebte
ſie vom Kapital, und als das in wenigen Jahren beinahe
aufgebraucht war, lernte ſie zum Glück den Major
Eber=
hard von Löwen kennen. Gar wohl hatte ſie bemerkt, wie
groß der Eindruck war, den ſie auf ihn gemacht — an ihr
lag es nun, denſelben zu verſtärken, was ihr nicht ſchwer
fiel — und das Ende war wirklich, daß ſie die Gattin jenes
vornehmen Mannes wurde. Nun war ſie gerettet, im
Hafen!
Geſchickt hatte ſie Wahrheit und Dichtung vermiſcht,
als ſie dem Major ihre Lebensgeſchichte erzählte und ihre
fünf Jahre währende unglückliche Ehe ſchilderte — ſein
argloſes Gemüt ſetzte keinen Zweifel in ihre Worte; er
war voll der zarteſten Rückſicht gegen ſie und trug ſie auf
Händen — aber das alles genügte nicht, um wirkliche Liebe
in ihrem Herzen für den Gatten zu erwecken. Die gehörte
jetzt mehr als je dem Jugendgeliebten Ernſt Brand; die
zehn Jahre hatten nicht vermocht, ihn vergeſſen zu machen!
Und nun erſchien er wieder in ihrem Leben; ſie atmete
die Luft derſelben Stadt mit ihm — ſieghaft und
herzbe=
zwingend trat ex ihr in ſeiner ſicheren Männlichkeit ent=
ſprechen, von ſeinen Lippen zu hören, daß er ihr nicht mehr
zürne. Denn das konnte er nicht, wenn ſie ihn bat — ſie
wußte ja, welche Macht ſie über ihn beſeſſen — und ihre
ſpaniſche, dunkle Schönheit, die ihn einſt ſo ſehr berauſcht,
war doch noch nicht verſchwunden! Da mußte nun ihre
Stieftochter zwiſchen ſie und ihn treten — war es möglich
— nein, es durfte ja nicht ſein, daß er ſich wirklich in das
blonde Geſchöpf mit den Madonnenaugen vergafft hatte!
Siedenheiß überlief es ſie, als ſie ſich erinnerte, mit welcher
Bewunderung ſeine Blicke auf Margareta geruht —
Mitten in ihre unerquicklichen Gedanken hinein tönte
das Rollen eines Wagens, der vor ihrem Hauſe hielt.
Neugierig blickte ſie auf, und ihre Augen weiteten ſich vor
Staunen — war die Dame, die da ausſtieg, nicht Frau
General Meiſenbach, eine der einflußreichſten Damen am
Hofe — was führte dieſe vornehme Ariſtokratin zu ihr?
Schnell warf ſie einen Blick in den Spiegel, ehe das
Mädchen ihr die Beſucherin meldete, die im Salon der
Haushesrin harrte.
Exzellenz, welche Ehre —. Claudia beſaß ein
ſel=
tenes Talent, ſich den Leuten angenehm zu machen, wenn
es ihren eigenen Vorteil galt. In anderer Hinſicht konnte
ſie auch wieder von einem wahrhaft verletzendem Hochmut
ſein.
Verzeihen Sie, meine liebe Frau von Löwen, wenn
ich Sie überfalle, entgegnete die würdige Dame
liebens=
würdig, ich komme mit einem Anliegen — Sie haben
jedenfalls auch von dem ſchrecklichen Brandunglück in
Iddenhauſen gehört —
Gewiß, Exzellenz — und Claudia erging ſich in Aus=,
drücken des Bedauerns darüber. Die Generalin fuhr fort
zu berichten, daß ſich ſofort ein Hilfskomitee gebildet, um
die Not der Abgebrannten zu lindern. Am ſchwerſten
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 17. Dezember 1912.
Nummer 297.
₰
Schreibzeuge
Schreibtisch=Carmuren
Briefbeschwerer, Petschafte, Löscher usw. in Marmor, Glas, Metall
svon den Einfachsten bis zu den Hochfeinsten.
23338623338: Hofpapierhandlung 262223328cs
S.r 2 Leuchner, Darmstadt, Ernst-Ludwigsplatz 2.
Grossherzoglich Hessischer und Kaiserlich Russischer Hoflieferant.
(24751a
Willkommenes Weihnachtsgeschenk!
Strauss-Boas Marabont-Boas u.-Auffs
Straussfedemn Pfeureusen
in allen Preislagen bis zum besten Genre
Enorme, nicht zu übertreffende Auswahl
Einzelverkauf zu Engrospreisen
24776a
Straussfedern-Engroshaus
Rudolf Wolff, Bismarckstrasse 55.
Ganz neue Muſter in echten
Schweizer Stickereien
aus St. Gallen ſind wieder eingetroffen.
Sehr ſchön geſtickte Roben, Bluſen in verſchiedenen Stoffen
und Farben, Zierſchürzen, Kragen. Stickereien für Wäſche. Die
Stickereien ſind fein, die Farben waſchecht, alles paſſend für Weih=
(24287a
nachts=Geſchenke. Sehr billige Preiſe.
Frau Christoph, Mühlstrasse 54.
am Woogsplatz.
Kirchſtraße 27
Reparaturen u. Ueberziehen ver
ſofort, billig und gut. (20362a
Hochfeines Pianino
kreuzſaitig, wird unter 6 jähr.
Ga=
rantie bill. abgegeb. Teilzahlungen
geſtatet. Nieder=Ramſtädterſtr. 31,
1. Stock, rechts.
(*13814ii
Wintereier
erzielt man in großer Menge durch
die tägliche Beifütterung pro Huhn
von 15—20 Gramm des ſehr
be=
rühmt. Geflügelfutters „NAGUT.
Zu haben bei
(V120370
Wilh. Nungesser, Darmſtadt
Diehurgerſtraße.
p. hI 65 Pfg.,
Brenntannäpfel b. 10h16o Pfg.
per hI 45 Pfg.
Fichtenzapfen b. 10 hI 40 Pfg.
frei ins Haus geliefert. (51a
Conrad Appel,
Bismarckſtr. 61. Telephon 91.
26099o999o699999909o0b
S Flieder- und Rosen-Parfüms
Da die große Mode!gg
D
Bevorzugen Sie mein Eleonoren-Flieder- u.
Rosen-Parfüm; beide sind unübertroffen an
Natür-
lichkeit des Geruchs und an Preiswürdigkeit. Flaschen
zu Mk. 1.50, 2.50 und 3.50. Proben 25 Pfg.
Mein Eleonoren-Veilchen- und
Mai-
glöckchen-Parfüm kann mit den Erzeugnissen
erster deutscher und ausländischer Firmen konkurieren
und ist dabei bedeutend billiger. Liebhaber dieser
Gerüche sollten mindestens einen Versuch damit machen.
Flaschen zu Mk. 1.50, 2.50 u. 3.50. Proben 25 Pfg.
Alle Parfüms auch lose ausgewogen.
G.
O Mitgebrachte Flaschen werden zu Geschenkzwecken auf 6.
Wunsch etikettiert und verbunden.
Gi
Alkoholfreie Parfüms eigener Her- G.
D
Ostellung in verschied. Gerüchen, Mk. 2 das Fläschchen. C
O Ferner empfehle mein reichhaltiges Lager inG
Ddeutschen, französischen und englischen 6
O Parfümerien und Seifen; alle Artikel zur
D Haar-, Bart-, Haut- und Nagelpfiege.
Geschmackvoll ausgestattete Manicure- und 6.
O Bürsten-Garnituren in allen Preislagen. 6
Kamm- und Toilettekasten von 60 Pfennig an
bis zu den feinsten.
Bürsten- und Kammwaren,
nur solide gediegene Ware, billigst.
D Zerstäuber, Räucherlampen, Rasierapparate
Rasiermesser, Streichriemen und Toilette-
Spiegel in grösster Auswahl.
Taschentoilettes und Taschenbürsten.
Schwarz-weisse Rabattmarken.
vormals
E. Scharmann
A. Waichnel Hachtolgel, Hofüiekerant
Ecke Elisabethen- und Luisenstraße. (24907a
Ooogesogogoseoeooeoee0
Vereine und Gesellschaften
kaufen Wappen, Fahnen, Wimpel, Lampions, Guirlanden, Willkommen,
n Tansblumen Gontroller, Orden, Karnevelsarükel, Tombolalose,
Polonaisenstäbe, Schützen-, Ring- und Ehrenscheiben, Eichenkränze
und Bouquets, Saaldekorationen etc. billigst bei (24072a
Gg. Schubkegel, Darmstadt, Ludwigsplatz 1.
Spezialhaus für Putz-, Dekorations- und Vereins-Artikel. Gelatine-,
Klapplaternen für Garten, Balkon u. Vorplatz in jeder Grösse.
din der eptwer geieiſen n iſfer ſemtlichen en
ſelbſt Hoheit nicht verſchmäht hätte, ab und zu
einzu=
kehren. In unbegreiflicher Nachläſſigkeit hätte er
ver=
ſäumt, die abgelaufene Verſicherung zu erneuern — und
da ſei die Feuersbrunſt gekommen, die ihn an den
Bettel=
ſtab gebracht. Man hätte nun geplant, ein
Wohltätigkeits=
feſt zu arrangieren und ſich dazu die Mitwirkung begabter
Kräfte zu ſichern.
Das Programm wäre ſehr reichhaltig — Fräulein
von Kallberg würde ſich auf dem Klavier hören laſſen,
Frau von Lügern würde mit Fräulein von der Oſten
einige Duette ſingen uſw. Außerdem wäre die Heroine
des Hoftheaters gern bereit, einen Prolog zu ſprechen,
den man der Güte des hochverdienten Profeſſor Behrend
verdanke — — das alles erzählte die Generalin in ihrer
liebenswürdigen, verbindlichen Art, indem ſie lächelnd
hinzufügte, daß man als Hauptanziehungskraft den Tenor
des Hoftheaters gewonnen hätte, der ja ſo ſehr beliebt ſei.
Claudia wurde unruhig; ſie ahnte jetzt, was kommen
würde, und ſie hatte ſich nicht getäuſcht
Und nun möchte ich Fräulein von Löwen bitten, uns
ihre Mitwirkung zuzuſagen, fuhr die Exzellenz fort, die
junge Dame ſpielt ja wundervoll Violinc, wie man mir
ſagt=
Aber ſie hat eine unbegreifliche Scheu davor, ſich
öffentlich hören zu laſſen, enrgegnete Claudia. Sie
fie=
berte faſt vor Aufregung — es mußte um jeden Preis ver=
üinden veden, deis Mrgerein mi nf rand
zu=
ſammenkam.
Ah, wirklich, meinte die Generalin bedauernd, das
wäre ſehr ſchade! Könnten Sie, meine liebe Frau von
Löwen, nicht auf die junge Dame einwirken? Ich hätte
mich wirklich gefreut, die Tochter meiner lieben Margot zu
hören — ich kannte nämlich die Mutter des jungen
Mäd=
chens ſehr gut; ſie war mir ſehr lieb —
Ich weide mein möglichſtes tun, Exzellenz, glaube
aber, daß ich keinen Erfolg haben werde. Erſt vor wenigen
Tagen erklärte Margareta, daß ſie ſich unter keinen
Um=
ſtänden je öffentlich produzieren würde — das ſind ihre
eigenen Worte, Exzellenz! — Und zwingen möchte ich ſie
nie zu irgend etwas, denn meine Stellung als Stiefmutter
— Claudia lächelte ein wenig.
Ich verſtehe vollkommen, meine liebe Frau von
Löwen —
Augenblicklich iſt Margareta nicht daheim, ſonſt würde
ich ſie rufen laſſen, fuhr die Majorin fort.
Die Generalin erhob ſich und bedauerte, daß ſie kein
beſſeres Reſultat erzielt hätte; vielleicht würde ſich das
junge Mädchen doch noch anders beſinnen, da es einem
woltätigen Zweck gelte.
In dieſem Augenblick wurde die Tür zum Salon
ge=
öffnet und Margareta ſtand auf der Schwelle mit
ſtrah=
lenden Augen und geröteten Wangen. Sie eilte auf die
Generalin zu und küßte ehrfurchtsvoß die Land derſelben.
Eis ee mrntite eute atet e
chens Auftreten war ſehr ſicher, dabei aber doch von
be=
zaubernder Natürlichkeit und Beſcheidenheit.
Biſt Du ſchon zurück, Grete? fragte Frau Claudia, der
das Erſcheinen der Stieftochter gar nicht angenehm war.
Soeben kam ich aus der Stunde, und da ich hörte, daß:
Exzellenz uns die Ehre gaben, habe ich mich beeilt,
Ex=
zellenz zu begrüßen.
Wohlwollend ruhten die klugen Augen der alten
Dame auf dem jungen Mädchen.
Wie Sie Ihrer ſeligen Mutter gleichen, liebes Kind!
— es iſt wirklich frappant.
Exzellenz haben mir immer ſchon ſo viel von
Mama=
erzählt.
Sie war ſehr lieb und gus.
Mein Beſtreben iſt, ihr in jeder Hinſicht gleich zu
werden.
Frau von Meiſenbach hatte ſich wieder geſetzt.
Das iſt brav von Ihnen, wenn Sie ſo denken, Kind!
Und da werden Sie mir ſicher keinen Korb geben, wenn ich
Sie bitte, in einem Wohltätigkeitskonzert mitzuwirken —
Mit tauſend Freuden, Exzellenz, entgegnete Gretchen
eifrig, ich ſchätze mich glücklich, wenn ich Exzellenz zu
Dienſten ſein kann!
Faſt fürchtete ich aber, daß Sie nicht bereit ſein
wür=
den, weil Sie eine ſolche Scheu vor der Oeffentlichkeit
haben, wie Frau von Löwen meinte. (Fortſetzung folgt.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 17. Dezember 1912.
Seite 15.
Wär die Feiertage!
Für die Feiertage!
Extra
eingebrautes Böhmisch Dovvelbier
In Flaschen „Original-Brauerei-Füllung‟ u. in Gebinden. Versand erfolgt vom 21. Dezember ab. Bestellungen im Voraus erbeten.
25799id)
Gebrüder Wiener, Brauerei zur Krone.
Briefpapiere und Briefkarten
viele aparte Neuheiten — in allen Preislagen.
(25798
J. Ph. Leuthner, Hofpapierhandlung, Darmstadt
Ernst-Ludwigsplatz.
Grossh. Hess. u. Kaiserl. Russ. Hoflieferant.
Ernst-Ludwigsplatz.
Der
für die Weihnachts=Bäckerei
größte dunkeldottrige Eier
10 Stück von 68 Pfg. an
la feinſte Trink=Eier (geſtempelt)
10 Stück nur 1.03 Mk.
Butter-Abschlag!
Allerkeinste
Sussrahm-Carelbutter
täglich fr
iſch
jetzt nur Mk. 1.45
Eiergross-
EeKhenmold Handlung,
Am Ludwigsplatz, Schützenstrasse 4
Telephon 671.
(25834
Lebkuchen
in größter Auswahl von
Th. Hildebrand & Sohn, Berlin
Heinr. Haeberlein, Nürnberg
friſch eingetroffen bei
Fr. Beckenhaub
Medizinal-Drogerie
Schulſtraße u.
Wilhelminen=
ſtraße 11. (24588a
onder-Angebot!
Guter gebr. Kaffee Bf. 140
nur in
Mod. Schlafzimmer
mit groß. Spiegelſchrank u.
Patent=
matratzen bilig zu verkaufen
Paul Wolf & Co., G. m. b. H.
25831) Rheinſtraße 51.
Christbäume
in dieſem Jahre beſonders ſchöne,
prachtvolle Salonbäume (B25835
Ph. Loos,
Tel. 2119. Schießhausſtraße 34.
Paſſende
Weihnachtsgeſchenke!
Mk.
Reiner Kakaol-Pid.- Pk. p. PI. 67 ₰
Kakao-
Abfall-Block abfälle
Stück 16 ₰
und
Abfall-Riegel) Zucker
Stück 12 ₰
Kaffeeböhnchen, braun u. grün
Erbsen, Preiselbeeren,
Heidel-
a Pfl.
beeren und sonstige Perlen
und Böhnchen zum Füllen1.
2
von Kaufläden .
Stück 6 ₰
10 Pfg.-
Rollen HI. Pfefferminz 10 Stück 55 ₰
Reiche Auswahl in süssen Artikeln
für Weihnachten.
1.50
Holländ. Kafee-Konsum
Franz Raedler & Co. G. m. h. H.
Elisabethenstr. 7 Kranichsteinerstr. 1
Nicht zu verwechseln mit ähnlich lautendem Geschäft
in der Rholnstrasse,
(25303ifo
Stand=Uhrchen v. 1,50 Mk. an
„ 2,00 „
Eehr Mstiut ven Gard Eppert
Karlſtraße 36, I.
Stenographie (Gabelsb. Geſamtk.) 6 Mk.
Stenographie und Maſchinenſchreiben monatlich 12 Mk.
Maſchinenſchreiben allein monatlich 7 Mk.
Täglich Uebung für Fortgeſchrittene monatlich 5 Mk.
Sprachen 1 Mk. pro Stunde.
(1940a
Wecker
Regulateure . „10,00 „
Taſchen=Uhren . „ 3,00
Armband=Uhren „ 8,50
Brillenu. Zwicker, 1,50 .
Stets gutgehende gebrauchte
Taſchenuhren vorrätig.
Repara=
turen zu bekannt billig. Preiſen.
Ales mit Garantie.
(*14404
NB. Auskunft von Preiſen für
Reparaturen koſtenlos
im Uhrengeschäft
Grosse Ochsengasse 30.
„Ich litt ſeit 3 Jahren an
gelb=
lichem Ausſchlag mit furchtbarem
Junge Feitgans
oder Bratgans
mit Huhn 6.80 Mk., 2—3 fete
Enten 7,50 Mk., friſch geſchlacht.,
ſaub. ger., franko Poſtkolli 10 Pfd.
Müller. Neubernn 12 (Oberſchl.). (25811)I
Schwerhörige
Hautjucken.
erhalten das „Otophone‟
15 Tage zur Probe
Persönlicher Besuch erbeten.
Broschüre Nr. 20 kostenlos.
Deutsche Otophone Co.
Frankfurt am Main (16923M
Bockenheimer Anlage 50, part. (Kein Laden).
Eine eritl.
Schäferhündin
deutſche
pr. Stammb., eingetr. ins Zuchtb.,
und ſehr wachſam, zu verkaufen
Eichbergſtraße 18.
(*14343
Durch ein halbes Stück Zucker’s
Patent-Medizinal-seife habe
ich das Uebel völlig beſeitigt. H. S.,
Poliz.=Serg.” à St. 50 Pf. (15% ig)
und 1.50 M. (35½ ig, ſtärtſte Form).
Dazu Zuckooh-Creme (à 75 Pf.
u 2 Mk.) Bei Fr. Schaefer, A. Logel
Ch. Schwinn, Drogerien, u. Gg.
Frz. Frank, Parfümerie. (112175
Für Lehhaber: Hündchen,
kl. Raſſe, 1 J. alt, wachſ. u. zimmerr.
(Rehpinſch.), Männchen abzugeb.
*14398) Liebfrauenſtr. 78, I. St., I.
Gam
jungen Schnauzer
(Pinſcher) zu kaufen geſucht. Ang.
u. P 21 a. d. Exped. (*14390
Pelz
echter Steinmarder, billig
ab=
zugeben.,
(*14405
Pädagogſtraße 2, part.
Chaifelongues, neu, ſehr billig
2 zu verkaufen. (*14402
Magdalenenſtr. 19. Vdh., 2. St.
F uppen-Wohn- n. Schlafst. m. Einr.,
Handarb., ſowie einz. Stücke Küch.-
Einricht., alles neu, ſpottbill. zu verk.
*14340) Fuhrmannſtr. 14, Hths, II.
1 Acetylen-Apparat
1 Laterna magica bill. zu verk.
*14313) Kaupſtraße 5, part.
großes Kinder=Theater für
1 20 Mk. zu verkaufen. (*1435imd
Näheres in der Expedition.
Eine faſt neue Guitarre mit
Eſehr ſchönem Klang billig,
zu verkaufen. Hofmann,
Stifts=
ſtraße 19, 3. Stock. Daſelbſt auch
Unterricht.
(25375s
Billige Brilantringe!
Brillantr. v. 12—190 M.,
Brilkant=
ohrringe v. 55—125 M., 2
Brillant=
broſchen 155 u. 210 M., 1 Paar
Perl=
bruſtknöpfe 115 M. Brunner,
Gold=
arbeiter, N. Ireneſtr. 11, I. (25492a
Heyl & John, Manufaktarwaren. (14900a
Weihnachts-Geschenke!
Billigste Preise!
Grösste Auswahl!
Offenbacher Lederwaren- und Koffer-Spezialhaus
Schulstr. 1, Telephon 1991
Schulstr. 1, Telephon 1991
CnR S4Ns
Grösstes Lager am Platze.
Grösstes Lager am Platze.
Damentaschen von Mk. 2,50 bis Mk. 60.00 per Stück. Schulranzen für Knaben und Mädchen von Mk. 2.50 an.
Reise-Necessaires, Näh- und Schmuckkasten, Handschuh-, Taschentuch- und Krawatten-Mappen, Hosenträger etc.
— Alle erdenklichen Lederwaren-Artikel in geschmackvollster Ausführung.
Sämtliche Reise-Effekten, auch für den verwöhntesten Geschmack.
Echte Rohrplattenkoffer. (24805a
[ ← ][ ][ → ]Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 17. Dezember 1912
Vertein
Inn
In
IEE2
Ini
Schürzen
Druckschürzen
Hausschürzen
Blusenschürzer
Blusenschürzen
mit Bordüren .
Reformschürzen
Zierschürzen
von
von
von
von
von
öm
55an
96am
(25
Jan
1an
25an
Kandschuße
Damen-Handschuhe
Damen-Handschuhe
gefüttert . . . .
Herren-Handschuhe
Herren-Handschuhe
Krimmer
Herren-Handschuhe
gestrickt .
von 26aa
von 50am
von 56a
von 90an
von 90 m
Strümpfe
Damen-Strümpfe
Wolle, m. bunt . von 95an
Damen-Strümpfe
gewebt, schwarz . von 9Jan
Damen-Strümpfe
gestrickt, schwarz von 66an
Herren-Socken
von 26a
gestrickt . . .
Herren-Socken
gestrickt, dick . . von 60an
Kinderstrümpfe in allen Preislag.
Jaschentüchen
Batist mit buntem Rand
½ Ptzd. 45
Batist mit buntem Rand
1. Ptsd. 95
Linon-Taschentücher
Stück 12, 15, 15, 30
Leinen-Taschentücher
von 35
Halbleinen-Taschentücher
Kleid 6 Meter Hauskleiderstoff, Karo und Streifen
Kleid 6 Meter Kleider-Baumwollzeug . . . jedes Kleid
3.50 Kleid 6 Meter Cheviot, in verschiedenen Farben
Kleid 6 Meter solider Kostümstoff
Kleid 6 Meter Kleider-Baumwollzeug, la Qualität . jedes Kleid
3.70 Kleid 6 Meter blau Cheviot, 110 cm breit. .
Kleid 6 Meter moderner Kostümstoff
Kleid 6 Meter schwarzer Kleiderstoff jedes Kleid
2760 Kleid 6 Meter Serge in vielen Farben . . .
Kleid 6 Meter Cheviot, solide Qualität, 110 cm breit
Kleid 4 Meter Kostümstoff, 130 cm breit jedes Kleid
3.00 Kleid 5 Meter Serge, 110 cm breit . .
Kleid 4 Meter Kostümstoff, 130 cm breit
Kleid 6 Meter schwatz Satintuch . jedes Kleid
11.30 Seccenk-Blusen Bluse 2½ Meter Flanell, Baumwolle
Bluse 2½ Meter Veloutina
Bluse 2½ Meter Rhenania jede Bluse
1.25 Bluse 2½ Meter Flanell, Ia Qualität.
Bluse 2½ Meter Bordurenstoff .
Bluse 2½ Meter Blusenstoff, hübsche Karos jede Bluse
1.55 Bluse 2½ Meter Wollstoff, aparte Dessins
Bluse 2½ Meter reinseidenen Taffet.
Bluse 2½ Meter karierten Wollstoff . jede Blu
3.1 e
9
ise
5 Bluse 2½ Meter reinwollenen Finett . . .
Bluse 2½ Meter Blusenstoff, aparte Streifen .
Bluse 2½ Meter créme Wollbatist mit Seideneffekten jede Blu
4.7
IIIII!
Mi
IIII1E
Ini
Jeppiche
Perser Teppiche, imit.
95
von Uan
Axminster-Teppiche
480
von Jan
Tapestry-Teppiche
50
von 17an
Velour-Teppiche
50
von 17an
Bouclé-Teppiche
50
von Llan
Bettvorlagen
Bilder-Vorlagen
Perser-Vorlagen, imit.
Axminster-Vorlagen
Tapestry-Vorlagen
Velour-Vorlagen
Bouclé-Vorlagen
von
von
von
von
von
5an
0an
1an
2m
5an
2un
Beitkoltern
Tigerdecken
1.45 und 9
Jacquard-Kolter,
Baum-
wolle
von
Jacquard-Kolter, gute
Qua-
ltät . .
von Han
Jacquard-Kolter, Halbwolle
von Gan
Jacquard-Kolter
Wolle . . . . von
Steppdecken
Steppdecken
von
einseitig, Satin
Steppdecken
zweiseitig
on
Steppdecken
zweifarbig
von
Kindersteppdecken
an
an
50
an
an
50
an
Han
Kinder-Bettsteilen
Kinderbettstellen von 13.50 an
Matratzen — Deckbetten — Kissen
in grosser Auswahl.
Juppen-Bettstellen
in grosser Auswahl.
Puppenwiegen
Puppenbettstellen
von 3.60 aa
von 5.35 aa
Puppensteppdecken von 45 an
(25826
Markt 2.
Mitglied des Rabatt-Spar-Vereins.
Markt 2.
[ ← ][ ][ → ]Goldene
in 8 und 14 Karat,
gutes Werk
mit Garantie
aufwärts
Schönes und
praktisches
Weihnachts-
Geschenk!
Uhrmacher
Rheinstr.33, Tel. 2579
Gegründet 1888.
Weihnachts
Wunsch!
Wünsche mir
eine schöne
moderne
in unser
Ess-
zimmer, habe
solche gesehen
in vornehmer
Ausführung
von Mark
an aufwärts
bei der bekannten Firma
Uhrmacher
Rheinstr. 33 Tel. 2579
Gegründet 1888.
§ 297.
Weihnachts
Geschenke!
Moderne
Dienstag, 17. Dezenber.
1912.
Goldene
Heren-Uiren
Regulateure
Büro-Uhren
Tisch-Uhren
Salon-Uhren
Küchen-Uhren
Wecker-Uhren
zu bekannt billigsten
Verkaufspreisen mit
Garantie
Kläger
Uhrmacher
Rheinstr. 33 Tel. 2579
Gegründet 1888.
8 und 14 Karat gestempelt,
mit 2 gold. Deckeln,
Ankerwerk
von Mk. 60.− an
und höher
Schriftliche Garantie.
Gold. Kavalier-Uhren, fach
Tula Kavalier-Uhren, flach
Stahl Kavalier-Uhren, flach
zu billigsten Preisen
K. Jäger
Uhrmacher
Rheinstr. 33 Tel. 2579
Gegründet 1888.
(25797)
Weihnachts-
Geschenk!
S
Silberne
Damen- und
Herrenuhren
mit Goldrand, 6 Steine,
schöne mod. Uhr, dazu
eine Double-Kette
nach Wahl u.eleg. 17)
Etuis, nur Mk. 12.−
Schriftliche Garantie
Dieselben Uhren in bess.
Werk und starkem
Ge-
häuse,
Mk. 15.— bis 20.−
mit Ankerwerk
bis Mk. 30.— u. höher
Uhrmacher
Rheinstr. 33 Tel. 2579
Gegründet 1888.
und Zigaretten-Spezialgeschäft
26 Elisabethenstrasse 26
nächst der Wilhelminenstrasse. —
Bequeme
Zahlung?
Gas-, Elektr.=, Spiritus= und
Petroleum=Beleuchtung.
Elektr. Stehlampen von Mk. 4.20 an.
Schlafzimmer-Ampeln für Gas od. Elektr. mit
Clasbehang von Mk. 10.—− an
sowie alle Arten mod. Beleuchtungskörper.
Grösste Auswahl in Geschenkartikeln f. Weihnachten
in G Porzellan und Aiektel
Szu den billigsten Preisen.
H. Klink & C. Rettberg
Beleuchtungs- u. Haushaltungsgeschäft
Ecke Ludwigsplatz und Schulstrasse.
Alle bei uns gekauften Beleuchtungskörper für Gas u.
Elektr. werden kostenlos aufgemacht. (24936a
Gritzner
Nähmaschinen
Mustergültig in jeder Beziehung
Ueber 2 Millionen im Gebrauch
Jährliche Erzeugung: 175000 Maschinen
Müller & Ober
Karlstrasse 30
Telephon 651
Inhaber A. Ober, Grossh. Hoflieferant.
(25547a
wiegsseinsoll:
DasBriefpapier Welhnachts-Geschenken
empfehle:
„Onoma‟
im Herren-, Damen-
und Diplomat-Format
Reizende preiswerte
Geschenk-Packungen
in Briefpapieren.
Lederwaren
Mel-Artikel f. d. Schreibtisch
Gesellschafts-Spiele
Jugendschriften, Bilderbücher, Malkästen
Eugen Thomasius
(B25157
Papierhandlung
Ecke Herdweg- und Wittmannstrasse:: Telephon 294.
Innn
Ihn
Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 17. Dezember 1912.
Nummer 297.
25818a
Luftfahrt.
sr. Die Reichsfliegerſtiftung, e. V., hielt
unter dem Vorſitz von Profeſſor Dr.=Ing. Major von
Parſeval in den Räumen des Kaiſerlichen Aero=Klubs
ihre General=Verſammlung ab, zu der die Gründer der
Reichsfliegerſtiftung, ſowie Vertreter von mehreren
Städten erſchienen waren. Zunächſt erſtattete Profeſſor
von Parſeval den Tätigkeitsbericht und Kapitänleutnant
Kaiſer den Geſchäftsbericht. Wie ſchon kürzlich an Hand
der von der Reichsfliegerſtiftung herausgegebenen
Denk=
ſchrift bekannt wurde, war die Tätigkeit der
Reichsflieger=
ſtiftung in der kurzen Zeit ihres Beſtehens bereits eine
ſehr ſegensreiche. Es wurden für Unterſtützung von
Flug=
zeugführern und deren Hinterbliebenen, ſowie an
Prä=
mien für die Verſicherung ſämtlicher deutſcher
Flugzeug=
führer, Krankenhauskoſten uſw. im ganzen zirka 12000
Mark ausgegeben. Der Vermögensſtand beträgt nach noch
nicht neunmonatiger Dauer über 31000 Mark. Für das
kommende Geſchäftsjahr ſind größere Einnahmen aus
Spenden von Miniſterien, Kommunen, Privaten, ſowie
aus der Veranſtaltung von einigen 70 bereits
genehmig=
ten Blumentagen in Ausſicht. Ferner lag der
General=
verſammlung ein Satzungsentwurf vor, der eine
Mit=
arbeit der Reichsfliegerſtiftung innerhalb des Deutſchen
Luftfahrer=Verbandes vorſieht und im übrigen jede
Ge=
ſchäftsbetätigung der Reichsfliegerſtiftung ausſchließt.
Der Entwurf wurde einſtimmig angenommen, ebenſo wie
alle Beſchlüſſe einſtimmig gefaßt wurden. Zum
Präſi=
denten wurde der bisherige verdienſtvolke Vorſitzende
Mafdr von Parſeval gewählt, zum Kaſſenführer Herr
Julius Joachim in Berlin. Ferner wurde ein
Kurato=
rium gebildet, dem u. a. Vertreter der entſprechenden
Kommunen, Miniſterien, des Deutſchen Luftfahrer=
Ver=
bandes, ſowie als Delegierte des Bundes Deutſcher
Flugzeugführer E. v. Gorriſſen und Leutnant Krüger
an=
gehören. Als Delegierte des Kuratoriums wurden außer
dem Präſidenten und dem Schatzmeiſter beſtimmt
Ober=
leutnant von Dewitz, Oberleutnant Croll, ſowie
Leut=
nant Krueger. Ferner wurde beſchloſſen, eine „
Geſell=
ſchaft für Förderung der Reichsfliegerſtiftung, G. m. b. H.”
zu gründen. Dieſe Geſellſchaft ſoll vor allem
Vermittel=
ungsgeſchäfte im Intereſſe der Reichsfliegerſtiftung
ab=
ſchließen. Die Reichsfliegerſtiftung wird ſogenannte
„Monatshefte der Reichsfliegerſtiftung” herausgeben, die
als ofizielles Organ der Reichsfliegerſtiftung wie des
Deutſchen Luftfahrer=Verbandes gelten ſollen. Leiter
die=
ſer Monatshefte iſt Kapitänleutnat Kaiſer, welcher ſich
um das Zuſtandekommen der Reichsfliegerſtiftung
be=
ſondere Verdienſte erworben hat.
Sport, Spiel und Turnen.
* Fußball. Der Darmſtädter Sportklub
1905 ſpielte am Sonntag gegen die Frankenthaler
Mannſchaft. Das Spiel wurde bei dem Stande von 3—1
Toren für Darmſtadt nach Halbzeit abgebrochen. Der
Darmſtädter Sportklub erhält ſomit zwei weitere Punkte
und ſteht nun mit 15 Punkten an führender Stelle der
A=Klaſſe. Am kommenden Sonntag findet ein weiteres
intereſſantes Treffen gegen den 1. F.=K. Kreuznach ſtatt,
Kreuznach hat ſich in letzter Zeit weſentlich verſtärkt.
* Fußball. Die engliſchen Liga=
Fußball=
ſpiele der erſten Klaſſe brachten am letzten
Spiel=
tage die etwas überraſchende Niederlage des an der Spitze
ſtehenden Klubs Sheffield Wednesday durch Weſt
Brom=
wich Albion mit 1:3. Das gleiche Reſultat hatte das
Treffen Mancheſter United gegen Newcaſtle United. Die
übrigen Kämpfe endeten mit dem erwarteten Ausgange.
Derby=County ſchlug Bradford City 3.2, Sunderland 4:0,
Everton, Mancheſter City mit 311, Blackburn Rovers,
Oldham Athletics mit 4:0 Notts County, Middlesbrough
mit 3:2 Chelſea, Tottenham Hotſpur mit 3:0 Woolwich
Arſenal, Sheffield United mit 322 Aſton Villa.
Unent=
ſchieden 111 blieb die Begegnung Bolton Wanderers
gegen Liverpool. — An der Spitze der engliſchen
Liga=
klaſſe ſteht jetzt mit 23 Punkten Mancheſter City mit einem
Punkt Vorſprung vor Blackburn Rovers, Sheffield
Wed=
nesday, Oldham Athletics je 22, Aſton Villa, Bolton
Wanderers, Weſt Bromwich Albion je 21, Newcaſtle
Uni=
ted, Derby County je 20, Sunderland 18, Mancheſter
United 17, Liverpool 16, Bradford City, Everton,
Midd=
lesbrough je 14, Sheffield United 13, Chelſea 10,
Totten=
ham Hotſpur 9, Notts County 7, Woolwich Arſenal
6 Punkte.
sr. Hockey. Der Leipziger Sport=Klub
Akademiſcher Hockey=Meiſter. Am
Sams=
tag ſtanden ſich in Leipzig im Entſcheidungsſpiel um die
Akademiſche Hockey=Meiſterſchaft von Deutſchland der
Leipziger Sp.=Kl. und der Berliner Hockeyklub gegenüber.
Die Leipziger Akademiker zeigten ein ſchnelles, ſicheres
Spiel und waren faſt durchweg im Angriff. Auch die
Kombination war eine gute. Die Berliner Mannſchaft
konnte dagegen nicht aufkommen und nur ihre gute
Ver=
teidigung verhinderte eine noch größere Niederlage.
Leip=
zig ſiegte mit 3:0, nachdem das Spiel bei der Pauſe 2:0
geſtanden hatte. Der vom deutſchen Kaiſer für den
Sieger geſtiftete wertvolle Goldpokal iſt ſomit im nächſten
Jahre von Leipzig zu verteidigen, während der für den
zweiten Sieger von dem Berliner Bildhauer Profeſſor
Wandſchneider geſtiftete Wanderpreis an den Berliner
Hockey=Klub fällt. — Bereits im Vorjahre wurde die
Meiſterſchaft ausgetragen, und zwar das
Entſcheidungs=
ſpiel ebenfalls in Leipzig. Damals ſtanden ſich der
Leip=
ziger Sport=Klub und der Akademiſche Sport=Klub
Straßburg gegenüber. Die Straßburger ſiegten, jedoch
wurde das Spiel für ungültig erklärt, da die
Straßbur=
ger Mannſchaft zum Teil aus Nichtakademikern beſtand.
An der diesjährigen Akademiſchen Meiſterſchaft
beteilig=
ten ſich nur fünf Mannſchaften. In der Vorrunde ſiegten
Berliner Hockey=Klub gegen den Berliner Sport=Klub
mit 622, und der Leipziger Sport=Klub gegen den
Leip=
ziger Akademiſchen Sport=Verein 11:0. — Der Berliner
Hockey=Klub beſiegte in der Zwiſchenrunde den Dresdener
Akademiſchen Sport=Verein von 1910 mit 211, während
der Leipziger Sport=Klub gegen den Akademiſchen Sport=
Verein Straßburg mit 4:3 ſiegreich blieb.
* Radrennen. Rütt=Fogler Sieger im
New=Yorker Sechstage=Rennen. Das 16.
New=Yorker Sechstage=Rennen hat mit dem Siege des
deutſchen Rennfahrers Walter Rütt geendet, dem es
ge=
lang, eine Reihe der beſten amerikaniſchen und
auſtra=
liſchen Fahrer im Endſpurt knapp zu ſchlagen. Ueber die
letzten Stunden des Rieſenrennens wird berichtet: In
den Abendſtunden des letzten Tages verſuchten Kramer=
Moran wiederholt, von den verlorenen Runden etwas
aufzuholen, was aber an der Wachſamkeit von Clark,
Grenda und Fogler ſcheiterte. Da die New=Yorker
Sechstage=Rennen keine 144 Stunden=, ſondern nur 142
Stunden=Rennen ſind, mußten kurz vor 10 Uhr abends
6 Vertreter der Spitzengruppe zum Entſcheidungskampfe
über eine engliſche Meile (10 Runden) antreten. Es
waren dies Rütt, Clark, Grenda, Drohbach, Bedell und
Root. Die in der Nacht vom fünften zum ſechſten Tage
von Grenda=Pye, Drohbach=Collins und Bedell=Mitten
verlorenen Runden waren nachträglich nicht anerkannt
worden. Clark führte bis zur ſechſten Runde. Dann
nahm Rütt die Spitze. Bei Beginn der achten Runde
lag das Feld geſchloſſen in einer Linie beiſammen. So
blieb es bis zur Schlußrunde. Erſt bei Einbiegen in
die Zielſeite gelang es Rütt, ſich einen Vorſprung zu
ſichern und mit einer halben Länge vor John Bedell als
Sieger übers Band zu gehen. Eine weitere Länge zurück
folgte Clark vor Root, Drohbach und Grenda. Das
ge=
naue Klaſſement war: Rütt=Fogler 4281,369 Kilometer
(Stundendurchſchnitt 30,150 Kilometer), John Bedell=
Mitten ½ Länge, Clark=Hill 1 Länge, Root=Hehir 1 Länge,
Drohbach=Collins 1 Länge, Grenda=Pye 1 Länge, Kramer=
Moran 4 Runden, Egg=Perchicot 4 Runden, Wells=Wal= 6 Runden zurück. Der von Mac Farland=Moran im=
Jahre 1908 mit 4403,995 Kilometern aufgeſtellte Welt= wurde demnach nicht erreicht. Auch die deutſche=
Induſtrie feierte einen Erfolg, da Rütt bei
dieſem=
ſchwerſten aller Sechstage=Rennen Continental=
Pneuma=
tik benutzte.
Handel und Verkehr.
— Ausbau des Reichs=Fernſprechnetzes=
In nächſter Zeit wird, wie das Deutſche
Reichsarchiv=
mitteilt, das Fernſprechnetz der
Reichspoſtverwaltung=
eine erhebliche Erweiterung und Verbeſſerung erfahren.
Zur Erleichterung des Fernſprechverkehrs zwiſchen
Süd=
deutſchland und Norddeutſchland ſind neue Leitungen
vorgeſehen von Stuttgart nach Leipzig, Köln,
Frank=
furt a. M., Straßburg, Sigmaringen und Freiburg,
fer=
ner von Stuttgart nach Mannheim und von Mannheim
nach Hamburg, ſowie von Karlsruhe (Baden) nach
Ber=
lin. Außerdem ſchweben Erwägungen, den Wünſchen
be=
züglich der Herſtellung einer Fernſprechverbindung
zwi=
ſchen Deutſchland und England zu entſprechen. Da eine
direkte Linie im Hinblick auf die erforderliche Länge des
Kabels — etwa 50 Kilometer- nicht möglich iſt, ſoll der
Anſchluß der deutſchen Leitung an das engliſch=belgiſche
Kabel erfolgen. Den im rheiniſchen Induſtriegebiet
her=
vorgetretenen Verkehrsbedürfniſſen wird durch Anlage
einer dritten Fernſprechleitung von Duisburg nach
Rot=
terdam Rechnung getragen. Weiter ſind Verhandlungen
im Gange, den Fernſprechverkehr zwiſchen Schleſien und
Oeſterreich=Ungarn zu verbeſſern.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Für Sonntag, den 15. Dezember, der als
zweit=
letzter Sonntag vor Weihnachten aus der Umgegend
hierher ſtarlen Beſuch brachte, war in allen Tagesblättern
Muſik auf dem Paradeplatz angeſagt und der
Spielplan der 24er Dragoner bekannt gegeben, aber .
es fand keine Muſik ſtatt und das zahlreich
ein=
getroffene Publikum wartete vergeblich darauf.
Darm=
ſtadt erfreut ſich einer verhältnismäßig rieſigen Garniſon
mit ſechs Militärmuſikkorps und doch finden
wöchentlich nur zwei einſtündige öffentliche
Muſikaufführ=
ungen (Mittwochs und Samstags am Alicedenkmal),
ſo=
wie alle 14 Tage eine auf dem Paradeplatz oder im
Pla=
tanenhain ſtatt. Das iſt alles, was hier geboten wird.
Man ſehe nun einmal nach anderen, viel größeren
deut=
ſchen Städten mit jedoch kleineren Garniſonen und
weni=
ger Militärmuſiken, wie München, Dresden, Stuttgart
u. a., und man wird finden, daß dort täglich
minde=
ſtens eine Aufführung gelegentlich der Wache=
Ablöſung, ſowie gegen Abend in irgend einem Park
ſtatt=
findet. Das hebt den Ruf und den Verkehr der Stadt,
wird vom Publikum dankbar empfunden und durch
ſlei=
ßigen Beſuch der Militärkonzerte gegen Entgelt auch
be=
lohnt. Könnte die löbliche Stadt=Kommandantur dies
hier nicht ebenfalls einführen? Man würde dieſer
Be=
hörde dafür ſehr dankbar ſein, wie man es auch
gegen=
über der neuen Hoftheater=Direktion unter Herrn Dr.
Eger iſt, daß endlich auch hier Sonntag=Nachmittags=
Vorſtellungen für die Umgegend und das arbeitende Volk
eingeführt wurden, wogegen ſich die früheren Direktionen
trotz aller Geſuche von Stadtverordneten=Verſammlungen,
Vereinen uſw. ſtets geſträubt hatten.
Eiſenbahnwünſche.
Der Zug, welcher morgens um 8 Uhr aus der Richtung
Heidelberg in Darmſtadt eintreffen ſoll, hat ſchon ſei
einiger Zeit faſt ununterbrochen Verſpätung. Er wird
ſehr ſtark benützt (von Station Eberſtadt aus mußten
Reiſende in der dritten Klaſſe wiederholt ſtehen),
nament=
lich von Beamten und Schülern, alſo Perſonen, die zu
einer beſtimmten Zeit an Ort und Stelle ſein müſſen. Für
eine baldige Abhilfe würde man der Bahnverwaltung
dankbar ſein.
-Schuhgesellschaft mit beschr. Haftung
Darmstadt
Tel. 1809 Rheinstr. 12/ Hauptpost
Mainz, Schöfferstrasse 8. (25800
Bei nassem Wetter: Chnzalld-Gummischuhe, bestes Fabrikat „Metzeler‟,
gegenüber der
Viele Patente.
Gelegenheitskauf
im neu eröffneten Schnitzer’s Partiewarengeſchäft.
Heute eingetroffen:
(*14397id
Große Poſten Herren=, Damen= und Kinder=Stiefel aller
Art. Auch Herren= und Knaben=Anzüge in allen Größen.
Filzhüte. — Echte Woll=Sweater, alle Größen. Normal=
Wäſche uſw. zu ſpottbilligen Preiſen.
Bitte Firma zu beachten. —
Schnitzer’s Partiewarengeschäft
Schloßgaſſe 11 und Ecke der Großen und Kleinen Ochſengaſſe.
Reihnachten! Papagei, ſpricht,
.50
.50
lufwts.
Wer Wintersport liebt,
trägt genau passende Chasalld-Stiefel. Drücken nicht.
Rodel- und Eislaufstiefel mit Lederfutter. Sportgamaschen.
Stiefel mit Doppeisohlen. Farbige moderne Tuchgamaschen.
Kinderfüsse bedürfen besonderer Pflege; deshalb
sollten auch Kinder nur „Chasalla‟-Stiefel tragen.
Von M 3.50 an.
Wpfeift, lacht u. weint, zu verk.
Näh. Kaupſtr. 54, III. I. (*14374id
Gkbl. H.=Anzug, ſchw. D.=Rock,
woll. geſtr. Bluſe, grauer
Pale=
tot, ſchw. Jacke ſehr billig abzug
*14311) Roßdörferſtr. 74. 3. St.
Eine prima Waſchmaſchine bill.
Ezu verkaufen.
(*14375id
Näh. Kaupſtraße 54, 3. St. I.
Kaliope=Spieldoſe mit 20 Platt.,
wenig geſpielt, für den billigen
Preis von 40 Mk. zu verk. (*14310
Mühlſtraße 39, part.
ch
Chriſtbäume
I. Qualität, von den höchſten
Salonbäumen bis zu den kleinſten,
auch die ſo ſehr beliebte Edeltanne,
ſowie ſchöne Vereinsbäume billig
zu verkaufen Ecke Karl= und
Wilhelminenſtraße. (B25691
Wilh. Steinmann
Handelsgärtner.
Ein Kinderbett
mit guter Matratze für 6 Mk. zu vk.
Landwehrſtraße 26, 1. St., nur
vormittags einzuſehen.
(25807
Dorſch: „Halt im
Prachtbibel! Gedächtnis Jeſum
Chriſt”, tadellos neu, f. 10 M. z. vk.
Off. u. O. 27 an die Exp. (25812
Neu eröffnet
Nieder-Ramstädterstraße 53
Papler- u. Schreibwarenhandlung
Buchbinderei, Bilder-Einrahmung
Richard Ebel
Prompte Bedienung. — Billigste Preise.
(*14380
gebr., wie neu hergerichtete
(*
Singer
Nähmaſchinen,
Ring=
ſchiff u. Singer Langſchiff, bill. zu
verkauf. Reparaturwerkſt. Auguſt
Zürtz, Waldſtr. 23, 2. St. (*14356
Wetterauer Gänſe trifft letzte
Sendung, Montag, den 23.
Dezember 1912, nachm. 3 Uhr
im Gaſthaus „zur goldnen Roſe
Schloßgaſſe 2 ein. Carl Bingel,
Ober=Hörgern.
(14324af
Nummer 297,
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 17. Dezember 1912.
Seite 19.
besten Erzeugnisse der
Uhren-und Goldwaren-Industrie
Ich lade Interessenten zur gefälligen Besichtigung der
Ausstellung und des Lagers — ohne jeden Kaufzwang —
höflichst ein-Auf Wunsch werden gefallende Gegenstände
auch ohne Anzahlung
bereitwilligst bis
zum Weihnachtsfeste
reserviert.
Herdimackter
Ludwigsstr. 2
(2560 a
Wilkommene
e
sind meine natürlich präparierten Blumen und Pflanzen
Fächer-Palmen, Phönix-Palmen, Austral. Adiantum, Erika,
Dracenen, Isolepisgras, See- und Korallenmoos, Ciclamen usw.
Naturgetreue Dekorationszweige
in Blumen aller Art, Laubzweige in prachtvollen Herbsttönen
von unbegrenzter Haltbarkeit
Unzerbrechliche Puppenstubentöpfchen Stück 15 Pfg.
Kleine Geschenkartikel, Blumen-Nippes von 30 Pfg. an
Christbaummoos Raureifschnee präp. Tannenzweige
Pinien-, Tannen- und Fichtenzapfen natur und weiss —
Bänder mit Druck „Fröhliche Weihnachten” von 15 Pfg. an
Blumenbestandteile für Weihnachtsarbeiten
Seidenpapier, Bogen 3 Pfg., Creppapier, 3-Meter Rolle 5 Pfg., Staubfäden, Pack
5 Pfg., Kelche, Gummistiele, Draht, Blätter für alle Blumen etc.
Gg. Schubkegel, Ludwigsplatz 1.
Spezial-Geschäft für Putz-, Dekorations- und Vereinsartikel.
Feisburen
Neuanfertigungen. Reparaturen und Umänderungen
durch Wesfall hoher Ladenmiete zu hilligsten Preisen.
Hof-
Ienneb verz kürschner
Telephon 2147 Echollbrückerstr. 3 Telepkon 214)
Haltestelle der Elektrischen: (22994a
Ecke Heinrich- u. Heldelbergerstr.
Schöne beiallen Damen belebte Weihnachtsgeſchenke
eind Straussfedern.
Diese kaufen Sie vorteilhaft im (25326a
Straussfedern- Spezialgeschäft
Aug. Rolle
Karlstr. 28½/
„
Von heute bis
Weihnachten
10 Prozent Rabatt!
Lebende Vögel.
In-und ausländische Vögel, Papageien, sprechend; fein singende
Kanarienvögel, volle Garantie. Siamkatzen, Angorakatzen.
Käßge, Futter. Antilopen-, Elche-, Wildschaf- und
Hirsch-
geweihe, Kapitalstücke (schädelecht). Grossartige Auswahl
aus-
gestopfter Tiere: Affen, Paradiesvögel, Kolibri, Uhu, Adler,
Bussarde, Krokodile, Haifische u. viele and. Tiere seltenster Art.
Waffen, Götzen, schönste Gaschenke für Weihnachten als
Zimmer-
schmuck. — Ausstopfen von Tieren. (24965a
Karlstrasse 16,
Toologisches Spezialgeschäft Zrenner, Telekon 1036.
Weihnachts=
Geſchen?: WVioline
mit Kaſten u. Bogen für Anfänger.
15 Mk. Näb. Exped. (*14224soi
Lehrock=, Frack=, Smoking=
An=
züge, Zylinder, zu verleihen
Rheinſtraße. 5. 2. Stock. (18229s
Annahme-Stelle
für Schleifereien an Raſiermeſſern
u. Scheeren, Haarſchneidemaſchinen,
Eßbeſtecken, Stanzen u.
Maſchinen=
meſſern, Wiegemeſſern,
Fleiſchhack=
maſchinenmeſſern u. Scheiben uſw.
Saalbaustr. 27, (25330a
Filiale Carl Ziegler.
I Klubsessel
1 Diwan, 1 Chaiſelongue,
Oel=
gemälde, 1 Garnit. Korbmöbel
(25597a
ſtannend billig
Grafenſtraße 4, part.
Die Bewohner des Martins=
und Johannesviertels
decken am vorteilhafteſten ihre
Wemachts=Einkaufe
in dem ihnen nächſtliegenden Haus= und Küchenmagazin
und Eiſenkurzwaren=Handlung
Hans Neurohr,
Ecke Pankratius- u. Wenckstrasse 2.
Sie finden daſelbſt zu den billigſten Preiſen la Emaille=
und Zinkwaren, Holzwaren, Bürſtenwaren, Blech= und
Lackier=
waren, Glas, Porzellan und Steingut. Ferner große Auswahl
in Spielwaren aller Art, ſowie Schlitten, Schlittſchuhen,
Fliegen=
den Holländern, Chriſtbaumſchmuck und Chriſtbaumſtändern ꝛc.
Beachten Sie bitte meine billigen Preiſe in meinen 3 Schau=
(25687sid
fenſtern.
Spezialgeschäft für Wein!
Bringe meine Lager von 1911er und ältere Jahrgänge in
bekannter Qualität in empfehlende Erinnerung.
Keine Auslandverschnitte und eigene fachmännische Be-
handlung der Weine.
25308a)
Georg Härting,
Weinhandlung — Weinstube,
Heinheimerstraße 38.
Kinder-Schnür- u. Hakenstiefel
Grösse 27—30
Grösse 31—35 .
3 Ludwigstraße
Iehnich Boßer
Man überzeuge sich
Erste Wiener Feinbäckerei und Conditore
Wilhelm Wenner — relephon 1377 —
Nieder-Ramstädterstr. 31
empfiehlt in grosser Auswahl Weihnachtsbäckereien:
Echte Dresdener Stollen. Anis, Buttergebackenes,
Brenten, Makronen, Pfeffernüsse, Zimmtsterne usw.
Spezialitäten:
(25705a
Natron- u. Nusskränze, Kranz- u. Ananaskuchen, Torten usw.
Auf vielseitigen Wunsch meiner werten Kundschaft
habe ich den Verkauf meiner Bäckerei- u. Conditoreiwaren
Grafenstr. 19
Herrn Ed. Türtmann, Telephon 1425
übergeben. — Daselbst ist die Ware jeden Tag frisch zu haben.
Anren
anerkannt erſtklaſſiges Fabrikat,
wofür erſte Referenzen zu Dienſten.
Sehr günſtige Fabrikationsweiſe
durch gut eingerichteten
Groß=
betrieb. Deshalb ſehr billige
Preiſe für beſte Qualität und
ſicherſte Garantie. Man verl. Katal.
Fiasoforte-Fabrik Wilh. Arnold
Kgl. Bayer. Hoflieferant
Aschaffenburg. (19353a
Passende Weihnachtsgeschenke
von bleibendem Werte
Eingerahmte Bilder von
Photographierahmen von .
Postkartenrahmen von .
am
Schulstrasse 1 Ludwigspl.
Telephon 2508
empfiehlt als praktische
1 Preiswert!
Goldwaren
Trauringe
InHousion
Gralenstaße 20.
Gummi=Schuhe
Gummi-Spielwaren:
Puppen, Tiere, Bälle,
Gummi-Mäntel
60 Pfg. an
20 Pfg. an
25 Pfg. an (24/26a
Kunstblätter, eingerahmte Bilder und Einrahmungen
von Bilder usw. usw. wie bekannt gut und äusserst billig
Karlstr. 25, Ecke Hölgesstrasse
Franz Langheinz, — Telephon Nr. 1747.
HpnhhäuundGHBHHHEHEHHSHHHEHHHEHHE
Als praktische
Weihnachtsgeschenke
empfehle:
Anzug-, Paletot-, Hosen- u. Westenstoffe
für Herren.
Kleider- u. Kostümstoffe, schwarzu. farbig
für Damen.
AUSSTATTUNGS-ARTIKEL
Damen-, Herren- und Kinderwäsche
fertig und nach Bestellung.
Bettdamaste
Tischtücher
Servietten.
Bettücher
A
Bettkolter
Teegedecke
E
Bettdecken
Kaffeedecken
E
E
Handtücher
in Tüll und
E
Waffeldecken
Wischtücher
Kissenbezüge
Staubtücher
Bettvorlagen
Tischdecken.
— Reise- u. Kamelhaardecken —
Tüllgardinen, Stores, Brises-bises.
Ruſt
Mamentrhpan, Inene,
baum Damenſchreibtiſch,
paſſend für Weihnachtsgeſchenke, ſeine ungebeizte Staffelei für
enpfiehlt billigſt
(*14259si Brandmalerei od. Schnitzarbeit zu
R. Uhland, Hügelſtr. 29. verkauf. Heinrichſtr. 126, I. (25648si
Taschentücher in grosser Auswahl und jeder Art.
Abgepasste Kleider in elegantem Carton.
— Bis Weihnachten 10 Prozent Kasse-Sconto.
Friedrich Warnecke
Wring-Haschinen
Gummi-Tischdecken, Wandschoner,
Gummi-Badewannen, Wärmflaschen,
Gummi-Kragen, Manschetten,
Gummi- und Lederschürzen für
Küche und Hausgebrauch
sowie für Kinder,
Gummi-Turnschuhe
(24908a
DARMSTADT — Rheinstrasse 1.
Mitglied des Rabatt-Sparvereins. (24752a E
Hadhgahanaunahundaggangnanaganaun
(Ein Paar gute Schlittſchuhe für
Eiſernes Tor
Größe 40/42, 2.50 Mk., 1 Inf. gut erhalten (3,20 Meterl Gewehr, Modell 71, 10.— Mk.,
breit) billig abzugeben Saalbau=Stiefel ꝛc. billig zu verkaufen.
ſtraße 4, Telephon 181. (25534a Näh. i. d. Exped. d. Bl. (*14228soi