Darmstädter Tagblatt 1912


06. November 1912

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175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 24 Seiten.

Das Wichtigſte vom Tage.

Staatsminiſter Dr. Graf Botho v. Eulenburg iſt
geſtern in Berlin infolge Herzſchwäche geſtorben.
Das Luftſchiff Viktoria Luiſe iſt geſtern von
Frankfurt nach Straßburg gefahren.
Auf der Hubertusjagd in Döberitz ſtürzte der In=
ſpekteur
der Kavallerie, Generalleutnant von Wind=
heim
, infolge eines Herzſchlages, tot vom
Pferde.
Kaiſer Franz Joſef iſt zur Eröffnung der Dele=
gationen
in Peſt eingetroffen.
Der italieniſche Miniſter des Aeußern, di San Giu=
liano
, wurde geſtern abend vom Kaiſer in Pots=
dam
in Audienz empfangen.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 6.

Oeſterreich=Ungarn und Herbien.

** Als eins der bedrohlichen Momente in der Wei=
terentwicklung
der Dinge am Balkan müſſen die Bezie=
hungen
zwiſchen dem Kaiſerſtaate an der Donau und Ser
bien angeſehen werden, die ſich nach Wiener Meldungen
zu verſchlechtern ſcheinen. In Serbien iſt angeſichts der
Erfolge gegen die Türken das Selbſtbewußtſein mächtig
geſtiegen, man fühlt ſich zu großen Taten befähigt und
möchte gerne auch eine kleine Abrechnung mit Oeſterreich=
Ungarn halten. Daß dieſem der ſerbiſche Staat ſein Da=
ſein
verdankt, mit welchem es zu Ende geweſen wäre,
wenn ihm nicht im Kriege mit Bulgarien, wo Serbien
Hſo kläglich abſchnitt, der große Nachbar die Stange gehal=
ten
hätte, hat man in Belgrad undankbarer Weiſe längſt
vergeſſen. Vor vier Jahren, als Oeſterreich Bosnien an=
nektierte
, zeigte ſich dieſe ſerbiſche Undankbarkeit im grell=
ſten
Lichte, und die Situation hatte ſich bekanntlich der=
artig
zugeſpitzt, daß die Serben vor dem abenteuerlichen
Gedanken eines Kriegs nicht zurückſchreckten und erſt wie=
der
zur Beſinnung kamen, als ſie ſahen, daß ſie keine Un=
terſtützung
von der Newa her zu erwarten hatten. Weſ=
ſen
Oeſterreich ſich eventuell von Serbien zu verſehen
hätte, ergab ſich gelegentlich der Aufdeckung der Cettinjer
Bombenaffäre im Frühjahr 1908 aus den Enthüllungen
über die Vorbereitungen eines allgemeinen Aufſtandes
zu Gunſten der großſerbiſchen Bewegung in Bosnien,
Dalmatien, Kroatien, Slawonien, Iſtrien, wobei die
Wehrmacht Oeſterreich=Ungarns als einziger Feind dieſer
Beſtrebungen hingeſtellt, aber auf eine Mitwirkung der
ſlawiſchen Konnationalen, die ſich unter den Mannſchaf=
ten
, Unteroffizieren und Offizieren dieſer Armee in gro=
ßer
Zahl befänden, gerechnet wurde.
Auf dieſe Konnationalen ſoll es auch jetzt die ſerbiſche
Kriegspartei abgeſehen und eine Befreiung aller Sla=
wen
vom öſterreichiſchen Joche in Ausſicht genommen
haben. Man iſt nun einmal beim Befreien der ſlawiſchen
Brüder in der Türkei und möchte gern ganze Sache machen,
d. h. das Befreiungsgeſchäft auch in Oeſterreich=Ungarn
betreiben. Abgeſehen davon, daß deſſen ſlawiſche Unter=
tanen
ſich für die Ehre bedanken würden, von den Serben
befreit zu werden, könnten Letztere ſich bei der Ausfüh=
rung
ihres Planes nur blutige Köpfe holen. Immerhin
iſt man aber in Wiener politiſchen Kreiſen ſchon jetzt über=
zeugt
, daß ein Großſerbien eine ſtete Gefahr für den Frie=
den
ſein und auch auf der Balkanhalbinſel ſelbſt keine
Ruhe halten würde, was für die Mächte gewiß keine Auf=
munterung
ſein kann, die großſerbiſchen Beſtrebungen
irgendwie zu fördern.
Das Wiener Fremdenblatt ſchreibt: Die ſerbiſche
Armee hat in einer Reihe von Gefechten und Schlach=
ten
Erfolge erzielt, welche geeignet ſind, ſie mit hohem
Selbſtvertrauen zu erfüllen. Anerkennenswert iſt die durch
Augenzeugen verbürgte Tatſache, daß die ſerbiſchen Trup=
pen
auch nach den erbitterſten Gefechten gute Diſziplin
zeigten und offenbar der Weiſung ihrer Vorgeſetzten fol=
gend
, die Gefangenen und die nichtſerbiſche Bevölkerung
gut behandelten. Das Verhalten der Serben hat dazu
beigetragen, den Serben Sympathien zu erwerben. Da
die Serben nunmehr an der Grenze und in ausnahmslos
von Albaneſen bewohnten Gebieten angelangt ſind, muß
ſchon jetzt die beſtimmte Erwartung ausgeſprochen wer=
den
, daß Serbien den Schwierigkeiten, die bei
den hiſtoriſchen Charaktereigenſchaften des national ſehr
empfindlichen Albaneſenvolkes als unüberwindlich ange=

ſehen werden müſſen, von vorn herein aus dem Wege
gehen wird. Schon die elementarſte Gerechtigkeit ver=
langt
, daß das von den Serben hochgehaltene Prinzip:
Der Balkan den Balkunvölkern auch den Albaneſen zu=
gute
komme. Der Unabhängigkeitsſinn der Albaneſen iſt
ein Faktor, mit dem vernünftiger Weiſe, und zwar recht=
zeitig
, gerechnet werden muß.

Deutſches Reich.

Steigerung des Eiſenbahnver=
kehrs
. Im preußiſchen Abgeordnetenhauſe fand eine
Ausſprache über die freikonſervative Anfrage an die Re=
gierung
ſtatt, was ſie gegen den Wagenmangel und die
Verkehrsſtockungen auf einzelnen größeren Bahnhöfen
tun werde. Vom 26. bis 29. Oktober war der Eiſenbahn=
verkehr
auf dem linken Niederrhein geſperrt worden, weil
der Verkehr nicht mehr bewältigt werden konnte. Wie die
Regierung auch der Wiederkehr ſolcher Stockungen wirk=
ſam
vorbeugen werde, fragte deshalb eine zweite Zen=
trumsinterpellation
. In ſeiner Antwort ſetzte Miniſter
von Breitenbach auseinander, daß von den Stockungen
nur ganz engbegrenzte Teile des Staatsbahnnetzes in=
folge
ganz außerordentlicher und plötzlicher Beanſpruchun=
gen
betroffen worden ſeien, daß aber auch hier der ord=
nungsmäßige
Betrieb nahezu wiederhergeſtellt ſei. Wie
ſtark der Verkehr geſtiegen, ergebe allein ſchon die Mehr=
einnahme
von über 30 Millionen Mark in der Zeit vom
1. April bis 30. September. Im übrigen ſorge er dauernd
für eine Vermehrung des Wagenparks und der Gleiſe.
In der Verwaltung herrſche ein vortrefflicher Geiſt; das
Vertrauen zu ihr bleibe hoffentlich unerſchütterlich.
Die Reichstagserſatzwahl für den ver=
ſtorbenen
konſervativen Abgeordneten v. Normann im
Wahlkreis Greifenberg=Kammin iſt auf den 16. November
angeſetzt.
Deutſcher Luftflottenverein. Unter
dem Vorſitz des Reichstagsabgeordneten Baſſermann
wurde in Kaſſel eine außerordentliche Mitgliederverſamm=
lung
des Deutſchen Luftflottenvereins abgehalten, zu der
ſich überaus zahlreich aus dem Reich die Mitglieder des
Vereins eingefunden hatten. Folgende Reſolution wurde
einſtimmig ohne Debatte angenommen:
Die außerordentliche Mitgliederverſammlung des
Deutſchen Luftflottenvereins vom 3. November 1912 bit=
tet
den Reichstag, daß er den Forderungen der verbünde=
ten
Regierungen auf Schaffung einer ſtarken deutſchen
Luſtflotte und auf Schaffung von Stützpunkten für die=
ſelbe
durch Errichtung von Luftſchiffhallen und Luſtſchiff=
häfen
, ſowie Flugzeug=Etappenſtationen im weiteſten
Umfange entſprechen möge.
Die Kommiſſion zur Prüfung der
Zuſtände auf den Vieh= und Fleiſch=
märkten
, die noch im Laufe dieſes Monats im Reichs=
amt
des Innern zuſammentreten ſoll, wird ſich aus Ver=
tretern
der Wiſſenſchaft und Statiſtik, der Landwirtſchaft,
des Viehhandels, der Kommiſſionäre des Fleiſchgewer=
bes
, der Schlachthofdirektoren, ſowie aus Vertretern der
Kommunalverwaltung zuſammenſetzen.
Zuwendungen an Altpenſionäre
und Althinterbliebene in Preußen. Die
neuen Grundſätze für die Gewährung von Zuwendungen
an Altpenſionäre und Althinterbliebene, wie ſie vom
preußiſchen Staatsminiſterium jüngſt beſchloſſen worden
ſind, ſind dem Abgeordnetenhaus nunmehr zugegangen.
In einem Schreiben teilt die Staatsregierung mit, daß,
ſo weit ſich im laufenden Jahre ein Bedürfnis zur Ueber=
ſchreitung
der für die Zuwendungen an Altpenſionäre
beſtimmten Fonds ergibt, die Mehrbeträge im Wege der
Etatsüberſchreitung verrechnet werden ſollen. Für das
neue Etatsjahr ſei eine angemeſſene Erhöhung dieſer
Fonds in Ausſicht genommen.

Ausland.

Oeſterreich=Ungarn.
Der Thronfolger und Graf Berchtold.
Der Reichspoſt zufolge empfing Erzherzog Ferdinand
den Grafen Berchtold in fünfviertelſtündiger Audienz.
Das Blatt bemerkt: Man kann annehmen, daß in dieſer
wichtigen Unterredung auch die wichtigen, die Zukunft
des Reiches ſo nahe berührenden Fragen, welche jetzt
für die Monarchie durch die auswärtigen Ereigniſſe auf die
Tagesordnung geſtellt wurden, zu eingehender Beſpre=
chung
gelangten. Das hohe Vertrauen, das Graf Berch=
told
bei der Krone genießt und das auch in dem warmen
Verhältnis des Erzherzogs Toronſolgers zu dem Lenker

der auswärtigen Politik zum Ausdrucke kommt, wurde
ſicherlich in dieſer wichtigen Unterredung neu bekräftigt,
ſo daß das volle Einverſtändnis zwiſchen dem Thronfol=
ger
und dem Miniſter des Aeußern auch in den ſchweben=
den
wichtigen Fragen ſich nicht verändert hat.
Die Eröffnung der Delegationen. Am
Montag nachmittag traf der Kaiſer zur Eröffnung der
Delegationen in Peſt ein. Er fuhr im offenen Wagen
nach der Burg. Eine dichtgedrängte Volksmenge bereitete
ihm begeiſterte Ovationen. Nach der Ankunft des Kaiſers
in Peſt zog eine Gruppe von Demonſtranten vor die Ge=
ſchäftsräume
und Leſehalle der Juſthpartei und zertrüm=
merte
dort mehrere Fenſterſcheiben. Eine andere Gruppe
zog nach der Rakoczi=Straße und ſchlug dort die Fenſter
eines Pariſer Warenhauſes ein. Die Polizei zerſtreute
die Demonſtranten. Fünf Perſonen wurden verhaftet.
Frankreich.
Die Stundenbezeichnung in der fran=
zöſiſchen
Armee. Der Chef des franzöſiſchen Ge=
neralſtabes
der Armee, General Joffre, hat im Namen
des Kriegsminiſteriums angeordnet, daß künftig in allen
Befehlen, Anordnungen, Gefechtsberichten und Schrift=
ſtücken
, die militäriſche Operationen betreffen, die Stun=
denbezeichnung
von 0 bis 24 anzuwenden ſei. Die Ver=
anlaſſung
hierzu gab, wie in der Verfügung ausgeführt
wird, das Vorgehen der franzöſiſchen Poſt= und Tele=
graphenverwaltungen
, die ſeit einiger Zeit in ihren dienſt=
lichen
Schriftſtücken dieſe Bezeichnung der Stunden an=
wenden
. Die franzöſiſchen Eiſenbahngeſellſchaften haben
ebenfalls in ihren Fahrplänen und Kursbüchern dieſe
Neuerung angenommen. Hiermit ſei aber auch für die
Heeresverwaltung die Notwendigkeit gegeben, gleichfalls
dieſe Art der Stundenbezeichnung einzuführen. Denn im
Kriegsfalle ſei die Heeresverwaltung auf ein inniges
Zuſammenarbeiten mit den Poſt=, Telegraphen= und
Eiſenbahnbehörden angewieſen. Eine verſchiedene Stun=
denbezeichnung
würde aber dieſes Zuſammenarbeſten
ſehr erſchweren und Anlaß zu zahlreichen Irrtümern
geben. Die Zeitbezeichnung werde durch das neue Ver=
fahren
vereinfacht, die Hinzufügung der Tageszeit
morgens, vormittags, nachmittags, abends, mittags und
mitternachts könne fortfallen.
Spanien und der Vatikan.
Der vatikaniſche Mitarbeiter der Wiener Politiſchen
Korreſpondenz ſchreibt: Unter den Kardinälen, denen
der Papſt in dem am 2. Dezember abzuhaltenden Konſi=
ſtorium
den Hut aufſetzen wird, wird ſich der Pronuntius
von Madrid, Kardinal Vico, befinden. Durch die Rück=
berufung
des letzteren nach Rom wird die Nuntiatur in
Madrid erledigt und man glaubt nicht, daß Kardinal
Vico einen Nachfolger erhält, ſo lange nicht die ſeit zwei
Jahren nicht beſetzte ſpaniſche Botſchaft beim Heiligen
Stuhle wiederbeſetzt wird. Der Vatikan hat dieſen Be=
ſchluß
gefaßt, um auf dieſe Weiſe gegen die Politik Ca=
nalejas’
zu proteſtieren. Das Geſetz über die religiöſen
Geſellſchaften ſoll nämlich demnächſt in den Cortes zur
Verhandlung gelangen. Der Papſt hat immer erklärt,
daß die Frage der Aſſoziationen nur durch ein Einver=
ſtändnis
mit dem Vatikan geregelt werden könne. Da die
Angelegenheit nun in das entſcheidende Stadium tritt,
proteſtiert der Vatikan durch die Abberufung des Kardi=
nals
Vico. Miniſterpräſident Canalejas ſoll bereits
erklärt haben, die ſogenannte Ler Cadenas, betreffend
die religiöſen Geſellſchaften, werde auf ein Jahr zurück=
geſtellt
.
England.
Die Hetzrede Lord Roberts. Parlaments=
unterſekretär
Acland ſprach in Edmonton bei London
und kam dabei auf die neuerliche Rede Lord Roberts
zurück. Lord Roberts, ſagte er, erklärte nicht nur, daß
Deutſchland uns angreifen wolle, ſondern er ſagte etwas
Schlimmeres, nämlich, daß wir in der Lage ſein müß=
ten
, Deutſchland anzugreifen, ehe es in einer Zeit tiefſten
Friedens und ohne Urſache uns zertrümmere. Dieſer
Vorſchlag iſt grundſchlecht und nur das deutſche Syſtem
einer zweijährigen Dienſtpflicht würde uns dazu in den
Stand ſetzen. Ein ſolches Syſtem würde eine ungeheure
Vermehrung des Heeresetats bedeuten und damit den
Flottenetat ſchädlich beeinfluſſen. Es würde ſich zeigen,
daß England nicht in der Lage wäre, zugleich eine über=
legene
Flotte und eine Armee kontinentalen Stils nach
Roberts Vorſchlag zu erhalten. Solch eine enorme Ver=
mehrung
würde zugleich allen Plänen zu ſozialen Re=
ormen
ein abſolutes Ende bereiten, und es würde ſchließ=

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Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. November 1912

Nummer 262.

lich ein geradezu verbrecheriſches Vorgehen ſund eine
Herausforderung gegen alle Länder der Welt ſein.
Rußland.
Die Dumawahlen. Bis jetzt ſind 287 Duma=
abgeordnete
gewählt, und zwar: 110 Mitglieder der Rech=
ten
, 11 der gemäßigten Rechten, 33 Nationaliſten, 59 Okto=
briſten
, 12 Fortſchrittliche, 31 Kadetten, ein Mitglied der
Arbeitspartei, 5 Sozialdemokraten, 6 Mitglieder der Lin=
ken
, 6 des Polenklubs, 4 polniſche Demokraten, 3 polniſch=
littauiſche
Weißruſſen, ein littauiſcher Narional= Demo=
krat
, 3 Muſelmanen und 2 Unparteiiſche. Die Rechte er=
hält
einen ſtarken Zuwachs, die Oktobriſten haben ſtarke
Verluſte aufzuweiſen.
Vereinigte Staaten.
Die Präſidentenwahl. Außer der Präſiden=
tenwahl
und den Kongreßwahlen finden in vielen Staa=
ten
gleichzeitig die Staatswahlen, die Wahlen von Gou=
verneuren
und ſonſtigen Staatsbeamten und der Staats=
und Legislaturmitglieder ſtatt. Infolge des Umſtan=
des
, daß 1912 mit einer dritten großen Partei ( Rooſe=
veltſchen
) zu rechnen iſt, wird die Stimmenzählung kaum
ſo raſch wie in den früheren Jahren erfolgen können.
Viele Staaten, welche bisher Stimmenzählmaſchinen be=
nützten
, können ſie heute wegen des komplizierten Wahl=
zettels
nicht in Benutzung nehmen. Es wird noch viel=
fach
behauptet, daß es keine Ueberraſchung wäre, wenn
keiner der drei Hauptkandidaten für das Weiße Haus
(Taft, Wilſon und Rooſevelt) die Majorität der Stim=
men
des Wahlmännerkollegiums erhielt. In dieſem
Falle müßte dann das Unterhaus des Kongreſſes die
Präſidentenwahl vornehmen.

* Beruf und Kinderzahl in Frankreich
Eine ſoeben vom franzöſiſchen Arbeitsminiſterium veröf=
fentlichte
amtliche Statiſtik gibt einen intereſſanten Ein=
blick
in das Verhältnis von Kinderreichtum und Beruf.
Es zeigt ſich, daß in gewiſſen Ständen, ja in gewiſſen Be=
rufen
der Kindernachwuchs größer iſt als in anderen. So
haben die amtlichen Feſtſtellungen ergeben, daß man die
kinderreichſten Familien in Frankreich unter den Fiſchern
und den Seeleuten findet; hier entfallen auf jede Familie
durchſchnittlich 5 Kinder. Ihnen folgen die übrigen Ar=
beiterklaſſen
mit durchſchnittlich vier Kindern auf die Fa=
milie
; bei den Arbeitgebern dagegen iſt der Nachwuchs
kleiner und die Durchſchnittszahl nur 3,6. Noch geringer
iſt der Kindernachwuchs der wohlhabenderen Klaſſen. Am
intereſſanteſten aber iſt die Feſtſtellung, daß man die ge=
ringſte
Kinderzahl nicht etwa bei den reichen Leuten fin=
det
, ſondern bei den feſtangeſtellten Beamten des Staates
und der Gemeinde und bei der Mittelklaſſe der kaufmänni=
ſchen
Angeſtellten. Von dieſer Ausnahme abgeſehen zeigt
die Statiſtik, daß der Kinderreichtum in demſelben Maße
abnimmt, als das Vermögen wächſt; der reichſte Kinder=
ſegen
iſt den ärmſten Familien beſchert. Am Freitag be=
riet
ein Miniſterrat über Maßnahmen gegen die wach=
ſende
Abnahme der Kinderzahl und eine beſondere par=
lamentariſche
Kommiſſion wurde eingeſetzt, die ſich mit
dem Problem des franzöſiſchen Geburtenrückganges be=
ſchäftigen
ſoll.

Stadt und Land.
Darmſtadt, 6. November.

* Vom Hofe. Die Großherzoglichen Herrſchaften
begaben ſich am Montag vormittag 9 Uhr 15 Minuten
mit Gefolge im Auto nach Worms zur Beſichtigung
der Räume für den Verkaufstag im Feſtſpielhaus und
kehrten 12 Uhr 30 Minuten wieder zurück. Prinzeſſin
Marie zu Solms=Lich und Prinzeſſin Hermann zu Stol=
berg
=Wernigerode ſind am Montag nachmittag 2 Uhr
26 Minuten zum Beſuch im Neuen Palais ein=
getroffen
. (Darmſt. Ztg.)
* In den Ruheſtand verſetzt wurde der Lehrer
an der Gemeindeſchule zu Heubach, im Kreiſe Dieburg,
Karl Daniel Guyot auf ſein Nachſuchen, unter Aner=
kennung
ſeiner langjährigen treuen Dienſte, und ihm aus
dieſem Anlaß das Ritterkreuz 2. Klaſſe des Verdienſt=
ordens
Philipps des Großmütigen verliehen.
* Uebertragen wurde der Schulamtsaſpirantin
Katharina Schulmerich aus Ebersheim, Kreis Mainz,
eine Lehrerinſtelle an der Gemeindeſchule zu Bretzen=
heim
, Kreis Mainz; dem Schulamtsaſpiranten Friedrich

Thomas aus Alsfeld eine Lehrerſtelle an der Gemeinde=
ſchule
zu Groß=Hauſen, Kreis Bensheim.
* Beſtätigt wurde der von dem Herrn Grafen
zu Erbach=Fürſtenau auf die Lehrerſtelle an der Gemeinde=
ſchule
zu Rehbach, Kreis Erbach, präſentierte Schulamts=
aſpirant
Adam König aus Balsbach, Kreis Erbach, für
dieſe Stelle und der von dem Herrn Grafen zu Solms=
Laubach auf die erſte Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule
zu Utphe, Kreis Gießen, präſentierte Schulamtsaſpirant
Julius Biedenkopf aus Zeilbach, Kreis Alsfeld, für
dieſe Stelle.
* Ordensverleihung. Der König von Preußen hat
dem Oberlt. Grafen v. Limburg=Stirum im Leib=
Dragoner=Regiment (2. Großh. Heſſ.) Nr. 24, komman=
diert
bei der Geſandtſchaft in Bern, den Königllchen
Kronen=Orden 4. Klaſſe verliehen.
* Militärdienſtnachrichten. Haaſe, Garn.= Ver=
walt
.=Inſp. in Düſſeldorf, nach Mainz, Genzel, Garn.=
Verw.=Inſp. in Mainz, als Kontrolleführer nach Lötzen
verſetzt.
g. Strafkammer. Der 35jährige Möbeltransporteur
Ernſt Elm hatte ſich geſtern vor der Strafkammer wegen
zweier Diebſtähle zu verantworten. In raffinierter Weiſe
hatte er am 7. Auguſt verſucht, ſich bei einem Uhrmacher
eine Uhr zu verſchaffen. Er betrat deſſen Laden und ließ
ſich verſchiedene Trauringe vorlegen, ohne jedoch einen zu
kaufen. Doch hatte er ſich eine Uhr unbemerkt angeeignet.
Am 14. Auguſt hatte er in der Schloßgaſſe einen bei einem
Trödler aushängenden Rock mitgenommen. Als er dieſen
bei einem anderen Trödler verkaufen wollte, wurde er
von dem Beſtohlenen erwiſcht. Der 30jährige Taglöhner
Philipp Reitz aus Arheilgen war der Hehlerei beſchul=
digt
. Der Staatsanwalt beantragte gegen Elm 1½ Jahre
Gefängnis, gegen Reitz 10 Wochen Gefängnis. Das Ge=
richt
beſchließt auf den Einwand des Angeklagten Elm, er
habe ein paar Glas Bier vorher getrunken und wiſſe dann
immer nicht, was er tue, ihn auf ſeinen Geiſtes=
zuſtand
unterſuchen zu laſſen. Ein weiter zur
Verhandlung kommender Fall, der eine umfangreiche Be=
weisaufnahme
erforderte, iſt die Anklage wegen Körper=
verletzung
und Widerſtand gegen den 27jährigen Heizer
Philipp Maul, den 22jährigen Gelegenheitsarbeiter
Georg Uhrig ſowie den 30jährigen Taglöhner Karl
Klein, ſämtlich von hier. Der der Anklage zugrunde
liegende Vorfall grenzt beinahe an Landfriedensbruch.
Die drei Angeklagten, ſämtlich erheblich vorbeſtraft, kamen
am Abend des 5. Auguſt nach einem blaugemachten Tag
gegen halb 10 Uhr nach erheblichem Wirtshausbeſuch und
Alkoholkonſum in die Ellrichſche Wirtſchaft in der Ober=
gaſſe
, wo die gemeingefährlichen Exzeſſe ihren Höhepunkt
erreichten. Vorher bereits hatten ſie ohne jeden Grund
den Zeugen Schuſter angerempelt und geſchlagen, und als
hierbei der Zeuge. Mark intervenierte, fielen Maul und
Klein über Mark her und ſchlugen ihn zu Boden, wobei
ihm neben anderen gefährlichen Verletzungen das Naſen=
bein
zertrümmert wurde. Als der momentan bewußtlos
gewordene Mark ſich wieder erheben konnte, wurde er
nochmals zu Boden geſchlagen und nur durch die Flucht
konnte er ſich weiteren Mißhandlungen entziehen. Zwei
den drei raufluſtigen Geſellen begegnende Studenden hat=
ten
ebenfalls Mißhandlungen zu erleiden, obgleich ſie
ihnen keine Veranlaſſung gegeben hatten. Als die Ange=
klagten
die Wirtſchaft Ellrich betraten, ſaß der Zeuge
Streckenarbeiter Georg Benz aus Wixhauſen mit einem
anderen jungen Mann an einem Tiſch. Ganz offenbar,
um Streit zu ſuchen, ſetzte ſich Uhrig zu dem Benz, und
ſchon nach einigen Augenblicken war der Streit im Gange.
Mit einem Maßkruge ſchlug Uhrig auf Benz ein. Um
den Mißhandlungen aus dem Wege zu gehen, verließ B.
das Lokal. Die drei eilten ihm nach und bearbeiteten ihn
weiter. Die inzwiſchen von den Mißhandelten herbei=
gerufenen
Schutzmänner Schneider und Decher ver=
ſuchten
nun, in das Lokal einzudringen, wurden je=
doch
beim Oeffnen durch geworfene Bierkrüge und Stühle
zurückgehalten. Sie ſchloſſen die Tür wieder und wollten
Hilfe herbeiholen. Doch die Angeklagten hatten das Lokal
bereits durch die Hintertür verlaſſen und Maul ſtürmte
mit erhobenem Maßkrug auf den Schutzmann Schneider
ein. Beim Abwehren des Maul bemerkte er nicht, wie
Uhrig auf ihn zuſtürmte und ihm einen Schlag auf den
Kopf verſetzte, ſo daß er bewußtlos zu Boden ſank. Als
der Schutzmann Decher ſeinen Kameraden am Boden lie=
gen
ſah und bemerkte, daß Maul und Uhrig immer weiter
auf ihn einſchlugen, gab er dem Uhrig mit dem Säbel
einige Schläge, die dieſen bewußtlos zu Boden ſtreckten.
Maul entriß dem am Boden liegenden Schneider den
Säbel und die Mütze und, die Mütze auf den Säbel ge=
ſpießt
, zog er triumphierend durch die Obergaſſe. Der
Schutzmann Decher wurde auch noch zuſammengeſchlagen,
nachdem er dem Maul erhebliche Verletzungen beigebracht
hatte. Zwei der Raufbolde konnten von anderen Schutz=

leuten gleich nach den Exzeſſen feſtgenommen werden;
Uhrig wurde erſt ſpäter verhaftet. Die Verletzungen des
Schutzmanns Schneider waren recht erheblich. Der Staats=
anwalt
beantragte gegen Maul eine Geſamtſtrafe von
1 Jahr 3 Monaten Gefängnis, gegen Uhrig
ebenfalls und gegen Klein 1 Jahr Gefängnis=
Das Gericht erkannte gegen Maul auf eine Geſamtſträfe
von 2 Jahren 8 Monaten, gegen Uhrig von
2 Jahren 6 Monaten und gegen Klein von 2 Jah=
ren
Gefängnis. Die Unterſuchung wurde ihnen bis
zu zwei Monaten auf die Strafe angerechnet.
D Vom Großh. Hoftheater. Heute geht als 52.
Abonnementsvorſtellung, Buchſtabe C 13, Lortzings
komiſche Oper Zar und Zimmermann mit Mar=
garete
Beling=Schäfer vom Hof= und Nationaltheater in
Mannheim als Gaſt in Szene. Es gelten die kleinen
Preiſe. Für die morgige Aufführung des Wilhelm
Tell die als Arbeiter=Sondervorſtellung veranſtaltet
wird, findet kein Kartenverkauf ſtatt, auch das Abonne=
ment
iſt an dieſem Abend aufgehoben. Die Vorſtellung
beginnt um 8 Uhr. Freitag wird Ludwig Thomas Volks=
ſtück
Magdalena als 53. Abonnementsvorſtellung,
Buchſtabe A 14, bei kleinen Preiſen zur erſten Wieder=
holung
gelangen. Der liebe Auguſtin von Leo
Fall hat auch bei der erſten Wiederholung am Sonntag=
einen
großen Erfolg erzielt, der ſich darin äußerte, daß=
ſämtliche
Piecen da capo geſungen werden mußten. Die=
nächſte
Aufführung der amüſanten Operette findet am
Samstag ſtatt. Für Sonntag iſt aus Anlaß der Schiller=
feier
die Neuinſzenierung der Wallenſtein=
trilogie
als Volksvorſtellung angeſetzt. Die Hof=
theaterleitung
war bei Anſetzung der ermäßigten Preiſe
von dem Beſtreben geleitet, den weiteſten Kreiſen die
Teilnahme zu ermöglichen. Die Darſtellung, ausſchließ=
lich
durch heimiſche Kräfte, beginnt am Nachmittag mit
Wallenſteins Lager und Piccolomini und wird am
Abend mit Wallenſteins Tod beſchloſſen. Der Karten=
vorverkauf
im Verkehrsbureau (Ernſt=Ludwigplatz) iſt be=
reits
eröffnet.
Rh. Von der Techniſchen Hochſchule. Als Leiter des
Inſtituts für wiſſenſchaftliche und ange=
wandte
Photographie, das zurzeit in der Hoch=
ſchule
neu eingerichtet wird, iſt Herr Dr. F. Limmer,
Privatdozent für Photographie an der Techniſchen Hoch=
ſchule
in Braunſchweig, unter Ernennung zum Profeſſor,
berufen worden. Das Laboratorium für Pa=
pierfabrikation
, das an der Weſtſeite der Licht=
und Kraftzentrale für die Techniſche Hochſchule angebaut
worden iſt, iſt nunmehr vollendet. Es iſt darin die der
Hochſchule von der Firma F. H. Bauning u. Seybold,
Maſchinenbau=Geſellſchaft m. b. H., geſchenkte Verſuchs=
papiermaſchine
zur Aufſtellung gekommen. Die Maſchine
iſt vollſtändig betriebsfähig und beſitzt einen Wert von
etwa 26000 Mark. Das Laboratorium wird wohl in die=
ſem
Semeſter in Betrieb genommen werden. Der Vor=
ſtand
desſelben iſt Herr Geheimer Baurat Prof. Pfarr.
Die Darmſtädter Techniſche Hochſchule dürfte mit dieſem
neuen Laboratorium wiederum an der Spitze marſchie=
ren
, denn außer der hieſigen beſitzt keine Hochſchule eine
derartige Einrichtung.
* Zur Handelskammerwahl. Die Vorſtände des Han=
delsvereins
, des Vereins der Detailliſten, Kaufmänniſchen
Vereins und Rabattſparvereins ſchlagen zufolge einſtim=
migen
Beſchluſſes zur Wahl die nachſtehenden Herren vor:
Gruppe Induſtrie: Kommerzienrat Ferdinand Jacobi,
Kommerzienrat Ludwig Frölich und Hofbuchdruckerei=
beſitzer
Carl Wittich. Gruppe Großhandel: Bankdirek;
tor Carl Parcus und Kaufmann Ludwig Joſeph=
Gruppe Kleinhandel: Kaufmann Ludwig Fiſcher und
Kaufmann Fritz Becker. Dieſes gemeinſame Vorgehen
iſt freudig zu begrüßen. Die Wahlen finden wie folgt
ſtatt: für die Wahlgruppe Kleinhandel am Montag,
den 11. November, für die Wahlgruppe Großhandel
am Dienstag, den 12. November, für die Wahlgruppe In=
duſtrie
am Mittwoch, den 13. November 1912, jeweils
vormittags von 1012 Uhr im Dienſtlokal der Großher=
zoglichen
Handelskammer, Rheinſtraße 9. (Siehe auch
heutige Bekanntmachung.)
D Die Geſellenprüfungen 1913. Dieſer Tage fand in
Mainz eine Verſammlung von Vertretern der ge=
werblichen
Korporationen des Bezirks ſtatt,
um wegen der Frage der anderweiten Einteilung
der Geſellenprüfungsbezirke zu verhandeln.
Von Seiten der Handwerkskammer waren hierzu Ge=
werberat
Falk, Vorſtandsmitglied Klingelſchmitt=
Mainz ſowie Syndikus Engelbach=Darmſtadt er=
ſchienen
. Nachdem Mombach und Koſtheim zu Mainz
eingemeindet, hatten ſich Schwierigkeiten in der Abgren=
zung
der Prüfungsbezirke ergeben, da die Innungen für
den Bezirk der Stadt Mainz nunmehr auch die bisher

Lichtkultur vor 100 Jahren.

** Unter den gewaltigen Fortſchritten, die Komfort
und Luxus in der äußeren Lebenshaltung in den letzten
100 Jahren gemacht haben, iſt wohl der erſtaunlichſte in
der Lichtkultur geſchehen, in der Zimmerbeleucht=
ung
. Wir können uns heute gar nicht mehr vorſtellen,
wie dunkel es vor hundert Jahren am häuslichen Herd
war, welche unendliche Mühe das Feueranzünden ver=
urſachte
, und in nichts hätte uns der Urgroßvater mehr
bewundert als in der zauberhaften Schnelligkeit, mit der
man heute durch einen raſchen Druck auf einen Knopf ein
früher kaum vorſtellbares Glanzmeer entfaltet. Als die
täglichen Beleuchtungsmittel kannte man vor hundert
Jahren nur Talg und Oel. Zwar gab es auch Wachs=
kerzen
, und ſie verbreiteten in großer Menge ein ſchönes,
vornehmes Licht. In der Zeit der Grandſeigneurs, da
das Geld keine Rolle geſpielt hatte, waren bei Hofe und
in den Schlöſſern des Adels die Kronleuchter aus dem
funkelnden venezianiſchen Glas mit Hunderten von Ker=
zen
beſät geweſen und hatten einen feenhaften Schim=
mer
ausgeſtrahlt. Aber vor hundert Jahren war man
arm geworden und die Wachskerzen waren unerſchwing=
lich
teuer; nur noch bei großen Feſtlichkeiten oder in den
vornehmſten Zirkeln ſah man Wachslichter; in bürger=
lichen
Kreiſen hielt man ſich höchſtens einen Wachsſtock
zum augenblicklichen Anzünden für kleine Gänge.
Die Talglichter waren die regelmäßige Beleucht=
ung
der Zimmer, und die waren nichts weniger als hell
und angenehm. Meiſt ſtand nur eines auf dem Tiſch; die
Malerin Karoline Bardua erzählt aus ihrem Jugend=
leben
, das ſich in einer guten Bürgerfamilie abſpielte, daß
ſtets nur ein Licht brannte, bei dem die Mutter las und
die Töchter arbeiteten. Nur wenn Beſuch kam, zündete
man zwei, bei hohen Gäſten ſogar vier Talglichter an.
Das Licht bedurfte beſtändiger Pflege und Aufmerkſam=
keit
, denn alle Viertelſtunden verdüſterte es ſich und mußte
dann geputzt werden. So ſpielte denn die Lichtputz=
ſchere
eine große Rolle; ſie ſtand als ſtehendes Inven=
tarſtück
in einem blechernen Schiffchen neben dem Leuchter.
War man ungeſchickt, ſo erloſch das Licht und die Geſell=

ſchaft ſaß plötzlich im Dunkeln; oft war dieſe Ungeſchick=
lichkeit
nicht unbeabſichtigt und die plötzliche Verdunkel=
ung
des Zimmers gibt in den Biedermeiergeſchichten ſeit
Jean Paul den beſten Anlaß zu allerlei Schabernack und
komiſchen Verwickelungen. Oefters mußte auch ein
Dieb vom Lichte genommen werden und das Putzen
war überhaupt eine kleine Kunſt, die manchem recht ſchwer
fiel. Ein ſolcher der Lichtputzſchere Ueberdrüſſiger ſchlägt
z. B. in den Eutiniſchen wöchentlichen Nachrichten 1805
vor, die Talglichte in einem Winkel von 30 Grad von dem
Perpendickel brennen zu laſſen, um des Lichtputzens über=
hoben
zu ſein. Beim Auslöſchen des Lichtes entſtand ein
ſehr häßlicher Geruch; man mußte es daher mit einem
kleinen Klümpchen Talg, das man an die Spitze der Licht=
putzſchere
nahm, erſticken. Auch die Oellampen wür=
den
unſeren heutigen Anſprüchen keineswegs genügen.
Da man der Kunſt noch nicht Herr war, durch einen ge=
ſchloſſenen
Glaszylinder die Leuchtkraft zu ſteigern,
brannte die Flamme zumeiſt offen. Die primitivſte Form
war eine offen brennende Lampe mit dünnem Docht, das
Oellicht Vielfach ſah man auch, beſonders in der
Küche, Hanglichter, Lampen ohne Fuß, die mit einer Kette
an einem Haken am Geſimſe des Rauchfanges aufgehängt
waren. In beſſeren Häuſern hatte man ſchon größere,
künſtlicher eingerichtete Lampen, aber die Beleuchtungs=
formen
, die noch unſere Jugend erhellten, die Gasſpiritus=
und Petroleumlampen, kamen erſt langſam um die Mitte
des 19. Jahrhunderts auf.
Noch viel primitiver, ja von einer heute ganz aben=
teuerlich
anmutenden Beſchwerlichkeit war das Feuer=
anzünden
. Das ſchwediſche Zündholz, das
um die Mitte des Jahrhunderts erfunden wurde, war
auf dieſem Gebiete eine wahre Erlöſung. Im Winter
hielt man meiſtens im Ofen oder Herd eine glühende
Kohle, an der ein Schwefelfaden oder Schwefelholz ent=
zündet
werden konnte. Hatte man bereits eine lichte
Flamme, ſo genügte ein Fidibus zum Weiterzünden.
An den hin= und herziehenden Funken des erlöſchenden
Fidibus’ hatten die Kinder ihre Freude; ſie ſagten: Sie
ſähen die Leute aus der Kirche gehen und der letzte Funke
war der Küſter. War keir Feuer mehr im Haufe, dann

bediente man ſich eines Feuerzeuges, das gewöhn=
lich
aus Stahl, Stein und Schwamm beſtand. Man ſchlug
mit dem Stahl ſo lange an dem Stein herunter, bis der
auf den Stein gelegte Zunder von einem der herausſprü=
henden
Funken Feuer gefangen hatte. Da der billige
Feuerſchwamm nur ſehr ſchwer zündete, ſo konnte man
ſich bei dieſem Geſchäft recht lange abmühen. An den
glimmenden Schwamm hielt man ein Schwefelholz, das
dann nach einiger Zeit in lichter Flamme brannte. Die
in geſchmolzenen Schwefel getauchten Fäden wurden in
Päckchen zu 3 Pfg. verkauft; ſparſame Hausfrauen ſollen
mit einem ſolchen Päckchen ein Jahr lang ausgekommen
ſein. Man trug ſo für den Kampf mit dem Licht in dem
Feuertäſchchen bereits eine Anzahl Waffen mit ſich; es
gab aber auch noch beſondere Zündmaſchinen. Da
waren die Luntenfeuerzeuge und die Zunderbüchſen,
dann die chemiſchen Feuerzeuge, die nach der Entdeckung
Berthollets, daß chlorſaures Kali ſich durch Schwefelſäure
entzünde, aufkamen. Dieſe Tätſchefeuerzeuge beſtanden
aus langen plumpen Schwefelhölzern, die man in Fläſch=
chen
tauchte und brennend herauszog; man kann ſich mit
der Säure aber leicht den Rock für immer verbrennen. Im
Wohnzimmer des beſſeren Bürgers fand man wohl auch
ein Mahagonikäſtchen, das ein kompliziertes Inſtrument
umſchloß. Durch den Druck einer Meſſinghandhabe wurde
ein Platinſchwämmchen glühend, das einen Fidibus ent=
zündete
. Die Entzündung wurde durch Entwicklüng von
Waſſerſtoffgas hervorgerufen. Dieſes Döbereiner=
ſche
Feuerzeug wurde nicht nur in Käſten, ſondern
auch in gefälliger handlicher Form aus Blech, Glas oder
Porzellan hergeſtellt. Man konnte es im Spazierſtock
oder in der Weſtentaſche tragen. Aber wie koſtſpielig war
dieſe Vorrichtung, wie unſicher, wie unbequem!
So drängte ſeit 1830 die Entwicklung immer mehr
auf die Streichhölzer hin, die freilich zunächſt noch
einen üblen Phosphorgeruch und große Feuersgefahr mit
ſich brachten. Mit dem Siegeszug der Schweden ſank
dann die Lichtkultur der Biedermeierzeit endgültig dahin.
Das Anzünden der Zigarre war nun kein großes, Minu=
ten
dauerndes Ereignis mehr und man brauchte keine
Repetieruhren, um im Dunkeln zu wiſſen, wie ſpät es iſt=

[ ][  ][ ]

Nummer 262,

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. November 1912.

Seite 3.

von den Gewerbevereinen Mombach und Koſtheim ge=
prüften
Lehrlinge ihres Fachs reklamierten. Nach
längeren eingehenden Verhandlungen wies der Vertreter
des Gewerbevereins Mainz darauf hin, daß bei dem
Umſtand der Eingemeindung der genannten Orte die
natürliche Folge ſei, daß die Innungen ihren Prüfungs=
bezirk
auch auf das geſamte Stadtgebiet ausdehnten, die
Gewerbevereine Mombach und Koſtheim dagegen in
ihrem Bezirk noch alle die Lehrlinge zu prüfen haben,
für welche keine Innungen in Mainz beſtehen. Falls in
einem Jahr die Zahl der zu prüſenden Lehrlinge nur
eine geringe ſei, ſolle bei der Handwerkskammer der An=
trag
geſtellt werden, dieſelben vom Gewerbeverein Mainz
mitprüfen zu laſſen. Dieſe Regelung erſchien nach Lage
der Verhältniſſe als die glücklichſte, der Beſchluß hierüber
ſteht dem Plenum der Handwerkskammer zu.
Kunſtverein. Die November=Ausſtellung in der
Kunſthalle zeigt eine große Kollektion von Landſchaften
Karl Felbers in Dachau, Gemälde von Bertels=
mann
=Worpswede, Herwig=Stuttgart,
Türcke=Friedenau und Ludwig Ziegler=
Charlottenburg. Dazu wird im Laufe des Mo=
nats
eine Anzahl Gemälde des Karlsruhers Walde=
mar
Coſte kommen, ferner als Wanderausſtellung des
Verbandes Deutſcher Kunſtvereine eine Sammlung
moderner Holzſchnitte.
* Vortrag über ein neues Luftſchiff=Syſtem. Die
Heſſiſche Flugſtudiengeſellſchaft und der
Luftflottenverein veranſtalten am Donnerstag, den
7. November, in der Traube einen Vortragsabend über
ein von Herrn Ingenieur Büchner erfundenes neues
Luftſchiff, das ein ganz neues Syſtem darſtellt und
von Fachleuten ſchon vielfach ſehr günſtig beurteilt wurde.
Herr Syndikus Roer wird über das Luftſchiff im allge=
meinen
und Herr Ingenieur Vorreiter über den tech=
niſchen
Teil ſprechen. Zu dem Vortrag ſind auch Damen
willkommen. (Näh. ſ. Anz.)
Der Darmſtädter Vortragsverband wird
ſeinen nächſten Dichterabend bereits am Dienstag,
den 12. November, veranſtalten. Einer der beliebteſten
und geleſenſten Schriftſteller unſerer Tage, Rudolf
Herzog, wird auf Einladung des Verbandes zum
erſten Male nach Darmſtadt kommen, um hier aus eigenen
Werken vorzuleſen. Da von den Verbandsvereinen ſchon
jetzt 750 Karten belegt worden ſind, wird die Vorleſung,
um eine Ueberfüllung wie beim Ernſt Zahn=Abend zu
vermeiden, nicht im Kaiſerſaal, ſondern im Feſtſaal
der Turngemeinde veranſtaltet werden. Der Vorverkauf
im Verkehrsbureau iſt eröffnet.
Gartenbauverein Darmſtadt. Am Donnerstag
abend wird Herr Direktor und Pfarrer a. D. E. Becker
aus Iſenburg im Fürſtenſaal einen Lichtbildervortrag
über Gartenbau und Landwirtſchaft in Auſtralien
halten. Näheres iſt im Anzeigenteil erſichtlich.
* Die Geſangsabteilung der unteren Poſt= und
Telegraphen=Beamten (Ortsgruppe Darmſtadt) hielt
eine Abendunterhaltung mit Tombola ab. Schon aleich
nach Kaſſeneröffnung war der große Saal der Turn=
geſellſchaft
beſetzt, ſo daß nur noch wenig Platz für
ſpäter Kommende übrig blieb. Die Veranſtaltung kann
als eine recht gut gelungene bezeichnet werden. Die
Jugend hielt im Tanz bei gutbeſetzter Muſik noch bis
gegen Morgen aus.
Das Städtiſche Hallenſchwimmbad iſt nicht
imehr um 7 Uhr, ſondern, wie immer im Winterhalbjahr,
zvon 8 Uhr morgens an geöffnet.
§ Naturalverpflegungsſtation. Im Oktober wurde
die Hilfe der hieſigen Naturalverpflegungsſtation von
183 mittelloſen Durchreiſenden in Anſpruch genommen.
Im vorhergehenden Monat September ſind 174 (oder
weniger 9) Perſonen unterſtützt worden.
§ Milchreviſionen. Während des Monats Septem=
ber
ſind durch die hieſige Polizei 3684 Milchreviſionen
vorgenommen worden. Hierbei wurden ſünf Proben teils
wegen Waſſerzuſatz und teils wegen zu geringem Fett=
gehalt
beanſtandet und dem Chemiſchen Unterſuchungsamt
zur Unterſuchung übergeben. Infolge dieſer Bean=
ſtandungen
und zwecks Aufklärung des Sachverhaltes war
die Erhebung von einer Lieferprobe erforderlich. Außer=
dem
wurden 20 Liter gewäſſerte Milch und 20 Liter Milch
wegen hohem Schmutzgehalt dem Verkehr entzogen. Wäh=
rend
des Monats Oktober ſind 3452 Milchreviſionen
vorgenommen worden. Hierbei wurden vier Proben teils
wegen zu geringem Fettgehalt und teils wegen ſtackem
Schmutzgehalt beanſtandet und dem Chemiſchen Unter=
ſuchungsamt
zur Unterſuchung überwieſen. Infolge die=
ſer
Beanſtandungen und zwecks Aufklärung des Sachver=
haltes
war die Erhebung von zwei Lieſerproben erfor=
derlich
. Außerdem wurden 20 Liter Milch wegen hohem
Schmutzgehalt dem Verkehr entzogen.
§ Aſyl für Obdachloſe. Im Oktober wurde in dem
im Lokale des zweiten Polizeireviers in der Alexander=
ſtraße
errichteten Aſyl für Obdachloſe 344 Perſonen und
in demjenigen im Lokale des fünften Polizeireviers in
der Ludwigshöhſtraße 44 Perſonen, zuſammen 388 Per=
ſonen
, Obdach gewährt.
§ Fahrradiebſtähle. Am Sonntag abend zwiſchen
8 und 9 Uhr iſt ein Fahrrad, welches in einem Haus=
flur
in der Eſchollbrückerſtraße aufgeſtellt war, geſtohlen
worden. Ebenſo wurde am Sonntag nachmittag aus

einem verſchloſſenen Kellervorplatz in der oberen Hein=
richſtraße
ein Fahrrad geſtohlen.
§ Hundefang. Im Oktober ſind durch den hieſigen
Polizeihundeaufſeger 42 Hunde eingefangen worden.
Hiervon wurden 13 Hunde von ihren Eigentümern
wieder ausgelöſt, 8 Hunde ſind verkauft worden und
21 Hunde mußten getötet werden.

Worms, 5. Nov. Der Verkaufstag der
Großherzogin. Der Verkaufsſtand der Großher=
zogin
, in dem das Großherzogliche Paar den
Verkauf ſelbſt beſorgt, wird auch hier wie in anderen
Städten eine bedeutende Zugkraft ausüben. Es wendet
ſich der Verkaufstag an die geſamte Bevölkerung, und
zwar an alle Kreiſe, nicht an einige Wenige. Ein Toilet=
tezwang
beſteht nicht. Jeder kann in dem Anzug kom=
men
, wie es ihm beliebt, und auch für wenig Geld kann
jeder ſich einen Gegenſtand, den er gebrauchen kann, er=
ſtehen
, oder eine Erinnerung an den Verkaufstag mit nach
Hauſe nehmen. Noch immer begegnet man in unſerer
Bevölkerung dem Ausdruck der Befürchtung, als könnten
nur Leute mit wohlgefüllten Geldbeuteln den Verkaufs=
tag
beſuchen und als wäre nicht für jeden, auch den bil=
ligſten
Preis, ein kleiner netter Gegenſtand zu haben.
Ein niedliches Geſchichtchen von einem der früheren Ver=
kaufstage
mag denen, die ſich in dieſer Beziehung Sorge
machen, zur Beruhigung und Ermutigung dienen. In
dem Gedränge der Beſucher der Veranſtaltung in einer
unſerer Nachbarſtädte kam an einem der Stände eine ein=
fache
Frau, und verlangte einen Gegenſtand für 10 Pfg.,
da ſie, wie ſie ſagte, eine Mark ausgeben wolle, und da=
für
an jedem Stand, auch an dem der Großherzogin, ein
kleines Andenken kaufen wolle. Sie hatte ihre Eintritts=
karte
bezahlt, für billiges Geld am Büfett eine Stärkung
zu ſich genommen und machte nun mit 1 Mark kleine Ein=
käufe
an den Ständen, um auch außer der Erinnerung an
das ſchöne belebte Bild des Verkaufstages, an die auf=
opfernde
Tätigkeit unſeres hohen Herrſcherpaares im
Dienſte der Nächſtenliebe ein greifbares Andenken mit
nach Hauſe zu nehmen. Die einfache Frau hatte den tie=
fen
Sinn der Wohltätigeit richtig erfaßt, ſie wußte, daß
viele kleine Gaben, von allen ohne Ueberlaſtung gege=
ben
, am Beſten dem Wunſche unſerer geliebten Landes=
fürſtin
entſprechen, die mit dem herzlichen Beſtreben, zu
helfen und zu lindern, ſich mit der Veranſtaltung des
Verkaufstages eine große Mühe und wochenlange Arbeit
und Vorbereitung auferlegt. Das Großherzogs=
paar
traf geſtern früh im Automobil hier ein, um an
den Vorbereitungsarbeiten für den Verkaufstag der
Großherzogin perſönlich teilzunehmen.
Worms, 5. Nov. Geſtern vormittag erfolgte in dem
prächtigen neuen Gebäude am Nibelungenring die feier=
liche
Eröffnung der landw Winterſchule in
Gegenwart des Herrn Kreisrates Geh. Regierungsrat
Dr. Kayſer, des Herrn Oberbürgermeiſters Köhler, des
Herrn Geh. Schulrats Dr. Lahm, der Mitglieder des
Kuratoriums, einer Anzahl Stadtverordneten von
Worms und Bürgermeiſter der Landgemeinden, ferner
der Lehrer und der Schüler der Anſtalt. Die in London
lebende Frau Seligmann geborene Levy aus Worms,
Witwe des vor Jahren verſtorbenen Teilhabers der be=
kannten
ehemaligen Bankfirma Seligmann und Stett=
heimer
, ſtiftete lt. W. Ztg. der hieſigen israelitiſchen Ge=
meinde
ein Kapital von 10000 Mark. Das jährliche
Zinserträgnis ſoll in erſter Linie einem in Worms gebür=
tigen
jungen Mann israelitiſcher Konfeſſion, der ein
Handwerk erlernen will, zugute kommen, Im Fall ein
Reflektant in Worms ſich nicht findet, ſollen auch von
anderen Orten Deutſchlands ſtammende israelitiſche junge
Leute berückſichtigt werden können; weitere 600 Mark
jährlich wendet die Spenderin bis zu ihrem Tode dem
eiſernen Kavitalſtock des israelitiſchen Hoſpitals zu.
Die in der Nacht vom Samstag auf Sonntag verſtorbene
Witwe des Antiquars Herrn Jakob Strauß hier, hinter=
ließ
in ihrem Teſtament ebenfalls dem eiſernen Kapital=
ſtock
des israelitiſchen Hoſpitals die Summe von 7000 Mk.
(*) Gießen, 5. Nov. Eine große Jung= Deutſch=
land
=Verſammlung tagte geſtern abend in der
Turnhalle des Turnvereins. Prof. Dr. Mittermaier, der
Vorſitzende des Gießener Jungdeutſchlandbundes, hieß die
Verſammlung willkommen. Profeſſor Kiſſinger hielt
einen Vortrag über Jung=Deutſchland im Heſſenland‟
Profeſſor D. Dr. Schöll=Friedberg ſprach über das
Thema: Was lehrt die bisherige Jugendarbeit für die
künftige Praxis? Er ſprach mehr über die Art und
Weiſe, wie die einzelnen Organiſationen ihre Arbeit an
der Jugend betreiben ſollen. Darauf entwickelte Pro=
feſſor
Mittermaier das Arbeitsprogramm des Gießener
Jung=Deutſchland=Bundes.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 4. Nov. Bekanntlich hat
der Kaiſer angeordnet, daß von ſeinem 25jährigen Regier=
ungsjubiläum
ab, das im nächſten Jahre ſtattfindet, ein
neues Kaiſerbildnis auf allen Gold= und
Silbermünzen, die von dieſem Zeitpunkt ab aus=
gegeben
werden, zu prägen iſt. Wie mitgeteilt wird

iſt der Medailleur Prof. Sturm zurzeit damit beſchäftigt,
eine ganze Reihe von Bildnisentwürfen zu fertigen, die
dem Kaiſer in nächſter Zeit vorgelegt werden dürften, um
deſſen Entſcheidung für das neue Bildnis zu erlangen.
Außer dieſem neuen Kaiſerbildnis auf den preußiſchen
Münzen wird auch eine Erinnerungsmünze zum 25jährigen
Regierungsjubiläum des Monarchen mit einem Hinweis
auf das Jubiläum erſcheinen, worüber aber bisher
ein Beſchluß des preußiſchen Staatsminiſteriums noch
nicht gefaßt iſt. Das Komödienhaus bleibt weiter
beſtehen. Dr Rudolph Lothar hat die Direktion des
Theaters freiwillig niedergelegt. Die weitere Leitung des
Theaters übernimmt vorläufig eine Treuhänder= Kom=
miſſion
auf Grund einer Notkonzeſſion. Das iſt das Er=
gebnis
einer Gläubigerverſammlung, die geſtern ſtattge=
funden
hat. Zu dem Eiſenbahnunglück auf dem
Stadtbahnhof Jannowitzbrücke wird gemeldet,
daß die vorläufig abgeſchloſſene Unterſuchung ergeben hat,
daß der Zuſammenſtoß nicht durch den Lokomotivführer
des aufgefahrenen Zuges verſchuldet worden iſt.
Potsdam, 4. Nov. Bei der heutigen Hubertusjagd
in Döberitz, an der auch der Kaiſer teilnahm, ſtürzte plötz=
lich
der Inſpekteur der Kavallerie, Generalleutnant von
Windheim infolge eines Herzſchlags tot vom
Pferde. Es war eine lange Schleppe von zehn Kilo=
metern
angelegt worden und der Ritt nahm infolgedeſſen
gleich anfangs ein ſchnelles Tempo an. Gegen Ende der
Schleppe ſahen plötzlich einige Herren, daß Generalleut=
nant
v. Windheim vornüber auf den Hals ſeines Pferdes
ſank, im Sattel ſchwankte und vom Pferd glitt, ehe
jemand herbeieilen konnte. Herr v. Windheim lebte am
Boden noch einige Augenblicke und ſtarb dann. Eine Vier=
telſtunde
lang wurden Wiederbelebungsverſuche unter=
nommen
, die aber erfolglos blieben. Der Verſtorbene
fühlte ſich ſchon ſeit einiger Zeit leidend und klagte über
Atembeſchwerden.
Paul v. Windheim iſt im Jahre 1873
beim 23. Dragoner=Regiment in Darmſtadt ein=
getreten
. Er wurde in dieſem Regiment im Jahre 1874
Leutnant und 1884 Oberleutnant. 1885 wurde er Adju=
tant
der 31. Kavallerie=Brigade in Straßburg, die da=
mals
der jetzige Generalfeldmarſchall Graf Häſeler kom=
mandierte
. Er kam dann nach dem Großen Generalſtab
der Armee nach Berlin und machte die übliche weitere
Karriere. Im April 1911 wurde er zum Generalleutnant
befördert, im April ds. Js. wurde er als Nachfolger des
Generals v. Kleiſt zum Generalinſpekteur der Kavallerie
ernannt. v. Windheim hat ein Alter von 58 Jahren er=
reicht
.
Höchſt, 4. Nov. Heute abend ſtieß in Sindlin=
gen
ein von dem Markt in Hochheim kommendes Auto=
mobil
gegen ein Fuhrwerk. Die Deichſel des Fuhrwerks
traf einen am Trottoirrand ſtehenden 12jährigen Knaben
mit ſolcher Wucht, daß deſſen Schädeldecke zertrümmert
wurde. Der Knabe war ſofortgot.
Diedenhofen, 4. Nov. Wie die Lothringer Bürger=
zeitung
meldet, iſt das Gnadengeſuch der fünf Ka=
pläne
, die ſeinerzeit wegen ſubordinationswidrigen
Benehmens bei der Kontrollverſammlung vom Ober=
kriegsgericht
zu ſechs Monaten Feſtungshaft verurteilt
worden waren das Kriegsgericht hatte auf ſechs Mo=
nate
Gefängnis erkannt , abſchlägig beſchieden
worden.
Freiburg i. Br., 4. Nov. Der Bürgerausſchuß be=
ſchloß
in ſeiner heutigen Sitzung nach fünfſtündiger Be=
ratung
einſtimmig, das alte Theater zu einem ſtäd=
tiſchen
Sammlungsgebäude umzubauen, in dem
die ſämtlichen fünf Abteilungen der wertvollen ſtädtiſchen
Sammlungen untergebracht werden ſollen. In einer ſpä=
teren
Sitzung ſoll definitiv über die Pläne und die Mittel
Beſchluß gefaßt werden.
Köln, 5. Nov. Heute morgen um 7 Uhr wurde der
Taglöhner Knopp aus Köln hingerichtet, der am 7. Juli
1912 vom Schwurgericht Köln wegen vorſätzlicher Ermord=
ung
ſeines vierjährigen Sohnes zum Tode verurteilt wor=
den
war.
Köln, 5. Nov. Die Unterſuchung gegen die Diebe
der Kaiſerkette hat ergeben, daß ſechs vorbeſtrafte
Perſonen in Betracht kommen. Es ſteht feſt, daß die
Kette eingeſchmolzen wurde. Nur die Steine, die
ſie ſchmückten, ſind erhalten. Sie wurden im Beſitz eines
Artiſten vorgefunden.
München=Gladbach, 5. Nov. Aus einem Geldbrief
wurden 11000 Mark geſtohlen. Der Verdacht lenkte
ſich auf einen Bureauſchreiber, der bereits verhaftet wurde.
Man fand geſtern abend in ſeiner Wohnung den Betrag,
der ſich in einem Garnknäuel befand, mit dem eins der
Kinder ſpielte.
Braunſchweig, 5. Nov. Nächtlicherweile wurde in
einem Schafſtall des Vorwerks Fürſtenhagen bei Ganders=
heim
von unbekannter Hand Feuer angelegt. Sämt=
liche
Tiere in dem Gebäude waren rettungslos verloren.
Annähernd 200 Schafe, 4 Pferde und die Schäferhunde
kamen in den Flammen um.
Leipzig, 5. Nov. Geſtern iſt es der Leipziger Krimi=
nalpolizei
gelungen. einen ſeit mehreren Monaten geſuchten
Banknotenfälſcher zu verhaften, nämlich den
Maler Max Adam, der zuſammen mit dem Gefangenen=
aufſeher
Karl Ludwig in Dresden falſche Hundertmark=

Feuilleton.

** Ein zeitgemäßer Rückblick. Die Großherzogl. Heſ.
ſiſche Zeitung vom 12. Oktober 1826 ſchreibt: Napoli,
den 26. Auguſt. Ganz Griechenland iſt in Bewegung;
unſere Krieger zeigen jetzt wieder denſelben Muth, wie in
den zwei erſten Jahren unſerer Unabhängigkeit. Die
Kriegsberichte melden uns von allen Seiten Sieg über
die Feinde. So lange wir Lebensmittel und Munition
haben, ſo lange das Schwerdt der Rache in unſern Hän=
den
blinkt, wollen wir mit der Begeiſterung kämpfen,
welche uns die drei Schutzgottheiten Griechenlands
die Religion, die Vaterlandsliebe und die Freiheit ein=
flößen
. Conſtantinopel, den 11. September. Man kann
annehmen, daß der Sultan bloß Zeit zu gewinnen ſucht
um ſeine Armee zu organiſieren. Dieſes iſt um ſo wahr=
ſcheinlicher
, da er dabei nichts zu verlieren, ſondern nur
zu gewinnen hat. Die Unterhandlungen werden fort=
geſetzt
werden, ſo daß die Pforte alle Vortheile für ſich
hat, während die Gegner durch jahrelange Erhaltung zahl=
reicher
Armeen ſchon große Lücken in ihren Finanzen ge
funden haben oder noch finden müſſen. Dieſe Anſicht wird
wahrſcheinlich abermals die Oberhand im Divan erhalten
und um ſo mehr Einfluß auf den endlichen Entſchluß des
Sultans haben, als er dadurch ſeinen Lieblingsentwurf
zur Reife gedeihen ſieht, die Kräfte der Pforte zu mehren
und die Nation zu energiſchem Leben zu erwecken.
C5) Königin Elena und der Fuhrmann. Eine hübſche
kleine Geſchichte, die für das anſpruchsloſe und menſchen=
freundliche
Weſen der Königin Elena von Italien charak=
teriſtiſch
iſt, wird in einem in Piſa erſcheinenden Blatte
berichtet. Ein italieniſcher Fuhrmann iſt mit ſeinem Laſt=

karren unterwegs, und auf der Straße nach Malina be=
gegnet
er zwei Damen, die ihre Fahrräder an der Seite
führen. Anſcheinend hat es eine Panne gegeben; jeden=
falls
winken die Damen dem Fuhrmann zu. Sagen Sie,
Galantuomo, dürfen wir mit unſeren Rädern bei ihnen
aufſteigen? Der Fuhrmann lächelt, aber er meint nicht
ohne Bedenken: Nun, wenn ich ehrlich ſein ſoll, mein
Karren iſt ſchon herzlich ſchwer beladen und ich habe ſchon
für mich allein ſehr wenig Platz. Ach, meint die eine
der beiden Damen, es wird ſchon gehen, man muß eben
ein wenig zuſammenrücken Und es geht ſchließlich auch;
die beiden Räder werden auf dem Wagen verſtaut, die
Damen nehmen auf dem Bocke Platz und die Fahrt geht
weiter. Nun wird der Fuhrmann mit Fragen beſtürmt;
der gute Mann antwortet, aber dabei bleibt ſein Blich
immer wieder auf dem Geſicht der einen Dame haften.
Kennen Sie mich denn?, fragt die Fremde ſchließlich
Der Fuhrmann kratzt ſich am Kopfe, offenbar ſucht er ſich
über irgend eine dunkle Erinnerung klar zu werden; aber
ſchließlich meint er: Nun ja, irgendwo habe ich das Ge=
ſicht
ſchon mal geſehen. Die Dame lächelt: Ich bin
Eure Königin. Die Königin! Dem wackeren Fuhr=
mann
entfallen die Zügel und er weiß kein Wort zu ſagen.
Aber ſchließlich gelinat es dem fröhlichen Geſpräch der
Königin doch, dem Alten die Befangenheit zu nehmen.
Und als ſie abſteigt und dem Fuhrmann für ſeine Klei=
nen
eine Banknote reicht, fühlt ſich der Vettorino ſchon
als guter alter Bekannter.
* Bulgariſcher Kriegsgeſang. In einer der letzten
Nummern der bulgariſchen Zeitung Mir veröffentlicht
einer der begabteſten bulgariſchen Lyriker, Kyrill Chri=
ſtoph
, einen Kriegsgeſang, den ein in Philippopel leben=

der Schweizer dem Berner Bund in wortgetreuer Ueber=
ſetzung
ſchickt, und den in einer von einem Redakteur des
Bund beſorgten rhythmiſchen Faſſung die gegenwärtig in
Bulgarien herrſchende rache= und haßerfüllte Stimmung
wiedergibt; das blutrünſtige Lied lautet:
Töte!
Gekommen iſt der erſehnte Tag, ſchon brüllt die Schlacht!
Töte!
Unſere Zeit iſt da! Der Freiheit eine Gaſſe!
Drauf und dran!
Fünfhundert Jahre bitt’rer Qualen,
Wie kein Volk ſie erduldet!
Denk dran und töte!
Töt’ ohn' Erbarmen und pflanze die Fahne der Freiheit!
Unſerer Mutter lebt ein großer Feind,
Doch ſie gebar einen gewaltigen Rächer!
Drum töt’ ohne Mitleid,
Stich, erwürge, erſchlage!
Denke der Klagen unſerer Mütter! Denk daran!
Töte! Gib keine Gnade! Stirb oder ſiege!
Heute iſt’s Ehre, heute iſt’s Recht, unbarmherzig zu ſein!
Töte!
Unſere Zeit iſt da! Der Freiheit eine Gaſſe!
Drauf und dran!
* Abdul Hamid mit dem Gummikragen. Als Beweis
dafür, daß der frühere Sultan Abdul Hamid in ſehr be=
dauernswürdigem
Zuſtande in Konſtantinopel angekom=
men
ſei, telegraphiert ein Berichterſtatter aus der türki=
ſchen
Hauptſtadt: Abdul Hamid trug einen Gummikra
gen und ein unſauberes Hemd. Es fragt ſichsſtur, ol
dies bei Abdul Hamid etwas Außergewöhnliches iſt.

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Nummer 262.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. November 1912.

ſcheine ausgegeben hatte und ſich unter dem Namen Karl
Heinke in Leipzig aufhielt. Er war im Beſitze von ver=
ſchiedenen
Legitimationspapieren. Der Gefangenenaufſeher
Ludwig iſt bereits am 7. September verhaftet worden.
Beuthen (Oberſchleſien), 4. Nov. Der Bankräuber
Piontek wurde geſtern von dem Berliner Kriminal=
beamten
Busdorf nach hartnäckigem Kampf in Preuß=
ſiſch
=Herby feſtgenommen und nach Ezenſtochau ge=
bracht
. Bei dem ſich entwickelnden Revolverkampf wurde
Piontek ſo ſchwer verletzt, daß an ſeinem Aufkommen ge=
zweifelt
wird. Eine Perſon ſoll erſchoſſen worden ſein.
Busdorf iſt nicht verletzt.
Wien, 4. Nov. Wie das Wiener Fremdenblatt von
unterrichteter Seite erfährt, ſtellte die Prinzeſſin
Georg von Bayern das Begehren nach Nichtig=
keitserklärung
der Ehe.
Innsbruck, 5. Nov. An der großen Franzensveſte im
Eiſack=Tal hat ſich vorgeſtern eine Spionenjagd im
Automobil abgeſpielt Dort wurde von einem Wacht=
poſten
ein Mann bemerkt, der die Feſtung ſkizzierte. Auf
den Alarm des Poſtens rückte ſofort die Wache aus. Der
Fremde verſuchte zu fliehen. Einen des Weges kommen=
den
Radfahrer riß er vom Rade herunter, beſtieg das Rad
und ergriff die Flucht. Er wurde im Auto verfolgt und
gab, als man ihn eingeholt hatte, mehrere Schüſſe aus
einer Browning=Piſtole ab. Es gelang, ihn feſt zu neh=
men
. Bei ihm wurde eine große Menge Schriftſtücke ge=
funden
, aus denen hervorgeht, daß es ſich um einen Spion
handelt. Sein Name und ſeine Nationalität konnten bis=
her
nicht feſtgeſtellt werden, da er jede Auskunft verwei=
gert
. Er wurde vorläufig nach dem Trienter Amtsgericht
geſchafft.
Peſt, 5 Nov. Ein intereſſantes Nachſpiel
hatte die letzte Ziehung der ungariſchen Klaſſenlotterie.
Der Millionenhaupttreffer war von vier Perſonen ge=
wonnen
worden, die je ein Viertellos ſpielten. Auf
jeden Gewinnanteil kamen nach Abzug der Gewinnſteuer
200000 Kronen. Das eine Viertellos wurde nun von der
Frau des Bankbeamten Quittner der Lotterieverwaltung
präſentiert, und anſtandslos ausbezahlt. Am nächſten
Tag erſtattete der Bankbeamte Mentzer Anzeige, das Los
ſei ſein Eigentum und habe ſich nur in Verwahrung bei
Frau Quittner befunden, der er, da er verreiſen mußte,
das Geld zum Ankauf des Loſes übergeben habe. Das
Ehepaar Quittner wurde unter polizeiliche Aufſicht ge=
ſtellt
, und das Geld mit Beſchlag belegt. Jetzt iſt, kurz vor
Uebergabe der Angelegenheit an die Staatsanwaltſchaft,
ein Vergleich zuſtande gekommen, wonach Frau Quittner
60000 Kronen, Herr Mentzer 130000 Kronen und jeder der
beiden Advokaten 5000 Kronen (!) erhalten.
London, 4. Nov. Die Aufführung von Rein=
hardts
Venezianiſche Nacht, die heute im Pa=
lace
=Theater ſtattfinden ſollte, iſt verboten worden.
London, 4. Nov. Ueber den Warenhausbrand
werden noch folgende Einzelheiten gemeldet: In der
Nacht zum Sonntag zerſtörte eine Feuersbrunſt einen Teil
des Warenhauſes von John Barker in Kenſington im
Londoner Weſtend, wobei eine Anzahl junger Mäd=
chen
welche in dem Geſchäft angeſtellt waren, auf ent=
ſetzliche
Weiſe ums Leben kamen. Das Gebäude war ein
ſechsſtöckiger Wolkenkratzer. Die Verkäuferinnen ſchliefen
im oberſten Stockwerk. Das Feuer brach gegen 2 Uhr
morgens in der Küche aus und muß ſich mit raſender
Schnelligkeit ausgebreitet haben. Als die Feuerwehr ein=
traf
, ſchlugen die Flammen bereits aus allen Fenſtern
hervor. Die eiſernen Fenſterleitern waren bereits unbe=
nutzbar
. Die Mädchen rannten verzweifelnd und ſchreiend
in ihren Nachtgewändern auf dem brennenden Dache um=
her
. Herzzerreißende Szenen ſpielten ſich ab. Eine un=
abſehbare
Menſchenmenge beobachtete atemlos das entſetz=
liche
Schauſpiel. Die Feuerwehr bemühte ſich vergebens,
die Mädchen zu retten. Ein Feuerwehrmann erlitt hier=
bei
lebensgefährliche Brandwunden. Schließlich mußten
die Mädchen den Todesſprung in die Tiefe
wagen. Sechs Feuerwehrleute ſpannten die Netze aus.
Hierbei verfehlten drei Mädchen das Netz und fielen 60
Fuß tief auf das Pflaſter nieder, alle drei ſtarben bald
darauf im Krankenhaus an ihren erlittenen Verletzungen,
elf andere ſind lebensgefährlich verletzt. Es ſteht zugleich
feſt, daß noch eine große Anzahl Mädchen verbrannt iſt;
vier verkohlte Leichen wurden aufgefunden. Die Zahl der
Vermißten beträgt 13. Der Feuersbrunſt wurde man erſt
geſtern nach Tagesanbruch Herr. Der Schaden wird auf
600 000 Mark beziffert.
Petersburg, 4. Nov. In Riga wurden auf einem dort
mit einer Ladung Rotholz aus Afrika eingetroffenen
finniſchen Segler unglaubliche Mißhand=
lungen
aufgedeckt, die an den Negermatroſen durch den
Kapitän und die finniſchen Matroſen verübt wurden. Ein
Neger wurde angekettet in der Kajütte aufgefunden, wo
er drei Tage ohne Nahrung geblieben war. Ein anderer
Neger, der die Mißhandlungen nicht ertrug, war wäh=
rend
der Fahrt in das Meer geſprungen und ertrunken.
Bei vier Negern wurden blutunterlaufene Schwellungen
am ganzen Körper konſtatiert. Der Staatsanwalt und der
engliſche Konſul beſuchten das Schiff. Die Angelegenheit
wurde dem Unterſuchungsrichter übergeben. Die Neger
ſind engliſche Untertanen.

Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nach=
uehenden
Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.)

* Inſtrumentalverein. Von den Werken, die
bei dem 100. Vereinsabend am Mittwoch, den 13. Nov.,
erſtmalig hier zur Aufführung gelangen, ſteht Tſchaikows=
kis
Serenade für Streichorcheſter im Vordergrunde des
Intereſſes. Ihrem muſikaliſchen Gehalt nach iſt ſie der
Sumphonie pathétique des großen ruſſiſchen Meiſters
gleich zu ſtellen. Der erſte Satz wird von einer kraftvollen
Einleitung eröffnet, das Hauptthema zeichnet ſich durch
eigentümlichen Rhythmus aus. Der zweite Satz weiſt
die vor dem Komponiſten ſo gerne verwendete Walzer=
form
auf, während der dritte Satz Elegie als der wert=
vollſte
der vier Sätze bezeichnet werden muß. Das Finale.
dem ein reizendes ruſſiſches Volkslied zugrunde liegt, iſt
von Scherz und Humor durchweht. Das ganze Stück iſt
von grandioſer Wirkung, die Ausführenden, beſonders
der muſikaliſche Leiter des Vereins, Direktor Wilhelm
Schmitt haben keine Mühe geſcheut, um dem Werke
zu einer tadelloſen Aufführung zu verhelfen. Das Konzert
erfreut ſich des regſten Intereſſes des Publikums; es wird
noch beſonders ausgezeichnet durch die Mitwirkung unſe=
res
einheimiſchen Pianiſten Willy Hutter der ſich eine
äußerſt dankbare Aufgabe mit dem Konzert A-dur von
Mozart und der Polonäſe Es=dur von Chopin geſtellt hat.
Der Einzelkartenverkauf hat in der Hofmuſikalienhand=
lung
von Heinrich Arnold, Wilhelminenſtr. 9, begonnen.
* Dr. Otto Borngräber, der am 8. November
(vergl. heutige Anzeige) in der Freien Literariſch= Künſt=
leriſchen
Geſellſchaft Teile aus ſeinem Drama König
Friedwahn leſen wird, iſt in Darmſtadt kein Unbe=
kannter
mehr. Sein erotiſches Myſterium Die erſten
Menſchen, das in den letzten Jahren das größte Auf=

ſehen in der literariſchen Welt erregte, hat auch hier ge=
legentlich
einer Aufführung im Saalbau ſtarken Eindruck
erzielt und viel Beifall gefunden. Im Frühjahr dieſes
Jahres hat Borngräber in kleinem Kreis bei dem Prinzen
Viktor zu Erbach=Schönberg ſeine Tragödie der Reinheit
Althäa um ihr Kind zum Vortrag gebracht. Jetzt wer=
den
wir ſeine Tragödie des Weltfriedens König Fried=
wahn
kennen lernen. Die Uraufführung hat bereits am
Dresdener Hoftheater ſtattgefunden, wonach die Saale=
Zeitung das Drama als das Werk eines Großen im
Reiche der dramatiſchen Kunſt rühmte. Die Kölniſche
Zeitung ſchrieb: Ein weit über die Sphäre des Hof=
theaters
hinaus wirkendes Ereignis war die Urauffüh=
rung
von Borngräbers König Friedwahn Urwüchſige
Kraft, bühnenſicherer Aufbau, ſtarke Phantaſtik der Ge=
danken
. Zeit, Inhalt, Formen des Stückes ſind ſchein=
bar
uralt, bei tieferem Eindringen völlig modern. Im
Berliner Tageblatt leſen wir: Des Dichters Phan=
taſie
nimmt einen hohen Flug, den Giganten ähnlich
ſtürmt er den Himmel. Außer den Menſchen kennt er keine
Götter. Die Sprache der Tragödie iſt von großer Schön=
heit
, der Erhabenheit der Gedanken angemeſſen.
* Jan Kubelik in Darmſtadt. Der große
Geiger, der als einer der Wenigen heute noch hält, was er
als Wunderkind verſprochen, Jan Kubelik der Welt=
reiſen
hinter ſich hat, die als Triumphzüge beiſpiellos ſind,
wird in Darmſtadt ein Konzert geben. Das iſt eine Nach=
richt
, die faſzinierend auf alle Muſikfreunde unſerer Reſi=
denz
wirken dürfte kommt ſie doch einem Ereignis
gleich, das den Höhepunkt unſerer Saiſon bilden wird.
Es gibt wenige Künſtlernamen, an die ſich äußere Ehren
und materielle Erfolge in gleichem Maße knüpfen, wie an
den Kubeliks, der höchſtens noch erreicht oder übertroffen
wird von Caruſo. Jan Kubelik ſteht unbeſtritten an der
Spitze aller lebenden Geiger, Er feierte beiſpielloſe
Triumphe in Amerika, Oeſterreich=Ungarn, Deutſchland,
Rumänien, Italien, Spanien, Portugal, Belgien Schwe=
den
, Norwegen, Frankreich und England. König Karol
von Rumänien verlieh Kubelik den Bene merenti=Orden
1. Klaſſe, das Offizierskreuz des Kronenordens, ſowie das
Offizierskreuz des Rumäniſchen Sternenordens und er=
nannte
ihn zum Kammervirtuoſen. Der Papſt zeichnete
ihn mit dem Komturkreuz des St. Gregor=Ordens aus;
der König Alexander von Serbien verlieh ihm das Kom=
mandeurkreuz
des Sava=Ordens, der König von Württem=
berg
die große Medaille für Kunſt und Wiſſenſchaft. In
Frankreich wurde er zum Offizier de Einstruction publie
und zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Die Londoner
Philharmonie ernannte ihn zum Ehrenmitgliede und ver=
lieh
ihm außerdem die große Beethoven=Medaille, und ſo
wurde der junge Kubelik mit Auszeichnungen überhäuft,
wie in dieſem Alter noch nie ein Künſtler zuvor. Schwer=
wiegend
ſind die beiſpielloſen Erfolge Kubeliks in Eng=
land
, welche ſich auch auf Amerika übertrugen. Kubelik
feierte gelegentlich ſeiner erſten Amerikareiſe Triumphe,
welche gänzlich vereinzelt daſtehen. Der Künſtler brachte
alle die angehäuften koſtbaren Geſchenke der Amerikaner in
zwei großen Kiſten über den Ozean. Alle bisherigen Re=
korde
der Einnahmen wurden durch Kubelik in den Schat=
ten
geſtellt So zum Beiſpiel brachten die vier Kubelik=
Konzerte im Auditorium in Chicago die Rieſenſumme
von 21763 Dollar, das ſind zirka 106000 Kronen ein.
Auch die Kunſtreiſe Kubeliks nach Rußland geſtaltete ſich
zu einem wahren Triumphzuge, man kann füglich be=
haupten
, daß es ſeit Anton Rubinſteins Glanzzeit keinen
ähnlichen Erfolg in Rußland gab. Die geſamte Keitik
ſprach in Worten der Begeiſterung über Kubelik, und den
Andrang des Publikums zu den Konzerten konnte man
beiſpiellos nennen. Die größten Säle wurden in wenigen
Stunden ausverkauft und Tauſende mußten von den
Kaſſen unverrichteter Dinge abziehen. Neben dem im=
poſanten
materiellen Erfolge waren auch die Ehrungen
von der höchſten Stelle ganz beachtenswert. Se. Majeſtät
der Zar hatte Kubelik eingeladen, im kaiſerlichen Palais
zu konzertieren, ſprach dem Künſtler ſeine Anerkennung in
den huldvollſten Worten aus und verlieh ihm den St.
Annen=Orden. Kubelik ging noch zweimal nach dem
Dollarlande, und als ausgeſprochener Liebling der Ameri=
kaner
wurde er jedesmal daſelbſt gefeiert. Parallel mit
den künſtleriſchen gingen auch die materiellen Erfolge.
Das hieſige Konzert wird am 23. November ſtattfinden.

Kongreſſe und Verbandstage.

Der Deutſche Bund zur Bekämpfung der
Frauen=Emanzipation
hat, wie ſchon kurz mitgeteilt, in Berlin ſeine erſte
Hauptverſammlung abgehalten. Die Verſamm=
lung
, in der ſich auch zahlreiche Gegnerinnen befanden,
wurde vom Vorſitzenden Grafen Reventlow eröffnet. Er
erteilte der Referentin Frau Anna Schellenberg=
Mannheim das Wort zu dem Thema Frauenbeweg=
ung
und Kultur. In ihren Ausführungen wandte
ſich die Rednerin gegen die vollkommene Verdrehung und
Verwechſelung aller ethiſchen und kulturellen Begriffe
durch die moderne Frauenbewegung und deren Aus=
wüchſe
, in deren Endzielen ſie die Vernichtung der Grund=
lagen
von Staat und Familie ſieht. Die Frau würde und
müßte nach Vernunft und Naturgeſetz immer die Leben=
gebende
, Lebenerhaltende, der Mann immer der Lebens=
ſicherer
ſein. Die ganze Natur drängt ſonſt zur Differen=
zierung
. Warum wollen wir hier, wo die gegebenen Un=
terſchiede
vorhanden ſind, auf Ausgleichung hinarbeiten?
Die heutige Berufsfrauenkultur, welche die Mutterſchaft
vernachläſſigt, kann leicht dazu führen, daß die geiſtig Min=
derwertigen
die Mütter der Nation werden. Wohl möge
in vielen Fällen die Not die Frauen in den Kampf um die
übertriebene Erweiterung ihrer Rechte und ihres Wirk=
ungskreiſes
hineintreiben. Für die Allgemeinheit dürfte
aber aus Not niemals Kultur entſtehen, könne und dürfe
aus ſolchen Umſtänden niemals eine Tugend gemacht
werden. Solche Notſtände müßten vielmehr überwunden
werden. Die Rednerinsmahnt die Männer, nicht das
Haus veröden zu laſſen und nicht zu dulden, daß die
Emanzipation von heute weiter um ſich greift.
Dann nahm Graf Reventlow das Wort zu einer
Rede über Frauenbewegung und Staat‟ Der
Reſerent wandte ſich mit ſcharfem Spott gegen die fatale
Uebereinſtimmung der Ziele und Beſtrebungen der
Frauen=Emanzipations=Bewegung mit denen der inter=
nationalen
Sozialdemokratie, gegen die aufs ſchärfſte vom
nationalen Standpunkt aus Front gemacht werden müſſe.
Er erklärte, er könne die Frau, auch die modernſte, nicht
für fähig halten zu einem brauchbaren Urteil in politiſchen
Dingen. (Lebhafter Beifall, Widerſpruch und Zwiſchen=
rufe
.) Redner gab der Befürchtung Ausdruck, daß die
internationaliſierenden Frauen dem mühſam mit dem
Blute der Männer aufgerichteten Deutſchen Reich in den
Rücken fallen und in Reſolutionen die Geſchäfte des Fein=
des
beſorgen würden. (Beifall.) Prof. Langemann=
Kiel ſprach über Frauenbewegung und Frauen=
bildung‟
. Er zeigte an Hand der Entwickelung, daß
der Bildungsbunger der Frau, der ſich angeblich nur

mit der Hochſchulbildung ſättigen läßt, in Wirklichkeit ſehr
materiellen Urſprungs iſt: er geht auf Examen und Amt
oder Beruf. Man berufe ſich auf die Notwendigkeit
hierzu; aber die Frauenrechtlerinnen arbeiten vielfach
mit unrichtigen ſtatiſtiſchen Ziffern. Von 100 deutſchen
Mädchen gelangen immer noch 89 zur Ehe; die Frauen=
rechtlerinnen
wollen aber ſozuſagen (oder erreichen es
praktiſch), daß die Intereſſen der 11 Lediggebliebenen in
unſerer Geſetzgebung und in den öffentlichen Angelegen=
heiten
überhaupt den Ausſchlag geben. Gegen den Arzt=
und Oberlehrerinnenberuf der Frau hat er nichts einzu=
wenden
. Sonſt ſei das Studium der Frau gewiß zu er=
möglichen
, aber nicht das Examen und das daraus fol=
gende
Amt. Beſonders zu verwerfen ſei die noch vom
Gothaer Frauentag geforderte Gemeinſchaftserziehung
(Koedukation), denn ſie führe zu einer Verweiblichung
der männlichen und einer Vermännlichung der weiblichen
Jugend. Daß unſerem Erziehungsweſen der Feminismus
ferngehalten werde, ſei eine Schickſalsfrage für unſer Volk.
Frau Hermine Schneider aus Gießen ſprach
vom Bunde zur Bekämpfung der Emanzipation als dem
erſten wahren Frauenbunde. Die wahren und einſich=
tigen
Mütter ſind nie den Weg der Frauenbewegung ge=
gangen
und werden das auch in Zukunft nicht tun. Das
ſind die von den Anhängerinnen der Frauenbewegung
als rückſtändig beklagten Frauen. Die Mädchenerziehung
muß von Anfang an auf die künftige Aufgabe der Mutter
und Erzieherin ihrer Kinder eingeſtellt werden. Man
leſe doch nur die Ausſprüche all unſerer bedeutenden Män=
ner
über ihre Mütter. Und der Sohn erkennt auch heuter
noch in der Regel willig die Treue und Aufopferungs=
fähigkeit
ſeiner Mutter an, aber die Mädchen ließen die=
ſes
Verſtändnis vielfach vermiſſen, und daran habe die
Frauenbewegung erheblich ſchuld. Es gibt noch genug
Frauen in Deutſchland, die zu den Männern das Ver=
trauen
haben, daß ſie die großen Intereſſen des Ganzen
richtig vertreten werden; die Aufgabe der Frau aber ſei
die Sorge für ein geſundes Familienleben, für Häuslich=
keit
und echte Mütterlichkeit.
Frau von Meerheimb aus Roſtock wendet ſich
in kurzen Worten gegen die Behauptung von frauenrecht=
leriſcher
Seite, die Frau brauche das Gemeindewahlrecht,
um ihre ſoziale Aufgabe erfüllen zu können. Die Red=
nerin
zeigte an Hand ihrer eigenen Erfahrung, daß die
Rechte der Frau dafür völlig ausreichen; ein ſchweres
Hindernis der Waiſenfürſorge ſei nur gar oft die durch
die Frauenbewegung in das Bürgerliche Geſetzbuch ge=
kommene
Beſtimmung des Rechtes der unehelichen Mutter
auf ihr Kind. Als letzter Bundesredner ſchilderte der
Vorſitzende des Bundes, Profeſſor Sigismund, die
Erfahrungen des Auslandes mit dem Frauenwahl=
recht
, indem er die Verhältniſſe in Norwegen, Finn=
land
, Auſtralien, Neuſeeland und den Frauenwahlrechts=
ſtaaten
der amerikaniſchen Union ſchilderte. Wir müſſen
es zwar ablehnen, uns in ſolchen Dingen irgendwie nach
dem Auslande zu richten, aber die von frauenrechtleri=
ſcher
Seite ſo heftig geprieſenen Segnungen des Frauen=
wahlrechts
in den bezeichneten Staaten erwieſen ſich doch
in Wirklichkeit als äußerſt zweifelhafter Natur.
In die anſchließende Diskuſſion griffen u. a.
ein: Fräulein Freitag=Berlin, Fräulein Hohmann=Berlin,
Frau Toni Breitſcheid. Richard Döring=Hamburg, Privat=
dozent
Dr. Ruge=Heidelberg, Frau Profeſſor Bartels und
Frau Dr. Hunkel. Die erſte der angeführten Damen be=
kannte
rund heraus, daß das Ziel der Frauen=
bewegung
allerdings auf Frauenherrſchaft=
ginge
; die Männer ſeien jetzt lange genug am Ruder ge=
weſen
und ihr ſei die ganze Frauenbewegung noch viel
zu wenig radikal. Toni Breitſcheid verſuchte gegen die
Zuſammenhänge der Frauenbewegung mit der Sozial=
demokratie
zu ſprechen, die nicht beſtünden; aber ſie er=
klärte
doch gleich, daß ſie auch namens der Sozialdemo=
kratie
die Behauptung zurückweiſen könne, dieſe wolle im
Falle eines Krieges Deutſchland wehrlos machen! Die
übrigen Rednerinnen ſprachen durchweg für den neuen
Bund, den ſie freudig begrüßten, ſo auch Frau Tolks=
dorf
, die Vorſitzende des Hausſchweſternvereins, die be=
kundete
, daß die Frauenbewegung für die Beſtrebungen
dieſes Vereins recht wenig Intereſſe bekundet habe, offen=
bar
, weil die nicht als in ihrer Richtung liegend empfun=
den
werden. Verſchiedenen Zwiſchenruferinnen erwidette
Dr. Ruge, daß das Wirken des Bundes nur auf der
Grundlage deutſcher Geſinnungsart denkbar ſei. Die
deutſche Frauenbewegung ſei zum größten Teile von
Jüdinnen geleitet.
Die Verſammlung hatte für den Bund auch den Er=
folg
, daß ſich eine ganze Anzahl neuer Mitglieder
meldete.

Luftfahrt.

* Frankfurt a. M., 5. Nov. Das Luftſchiff
Viktoria Luiſe iſt heute vormittag 8 Uhr 54 Min.
zur Fernfahrt nach Straßburg i. Elſ. aufgeſtiegen.
* Straßburg 5. Nov. Das Luftſchiff Vik=
toria
Luiſe‟, Führer Kapitän Bleß, das heute
morgen kurz vor 9 Uhr in Frankfurt a. M. aufgeſtiegen
und gegen 11 Uhr 30 Minuten hier erwartet wurde, hatte
auf der ganzen ohne Zwiſchenlandung ausgeführten
Fahrt ſtarken Gegenwind, ſo daß die Ankunft auf dem
hieſigen Flugplatz Polygon erſt um 1 Uhr 20 Minuten
nachmittags erfolgte. Zurzeit (nachmittags 3 Uhr) führt
das Luftſchiff zwei Rundfahrten mit Paſſagieren,
Mitgliedern des oberrheiniſchen Vereins für Luftfahrt,
aus. Ob die Rückfahrt wieder nach Frankfurt oder heute
nur bis Baden=Oos erfolgt, iſt noch nicht beſtimmt und
hängt von der Witterung ab. Sicher iſt dagegen, daß die
für heute beabſichtigte Zwiſchenlandung in
Neuſtadt a, d. H. wegen der Witterungsverhältniſſe
ausfallen muß. Auf der ganzen Fahrt war die
Viktoria Luiſe mit beiden Stationen funkentelegraphiſch
verbunden. Der Austauſch der Telegramme erfolgte ſo=
fort
und ohne Störung.
* Görz, 5. Nov. Der Militäraviatiker Oberleut=
nant
Petrovics iſt geſtern aus bedeutender Höhe ab=
geſtürzt
. Er erlag ſeinen ſchweren Verletzungen im
Garniſonlazarett.
* Stettin, 4. Nov. Das Marineluftſchiff
L. 1 erſchien kurz nach 12 Uhr über der Stadt. Es unter=
nahm
eine kurze Schleifenfahrt und wendete wieder weſt=
wärts
. Bei ſeinem Erſcheinen wurde der Luftſchiffkreu=
zer
von einem zahlreichen in den Straßen und auf den
Plätzen angeſammelten Publikum mit lebhaften Zurufen
begrüßt.
sr. Ballon Düſſeldorf in Rußland ge=
landet
. Der letzte Teilnehmer am Gordon=Bennett=
Rennen der Freiballons, der von dem Amerikaner John
Watts geführte und außer Konkurrenz geſtartete deutſche
Ballon Düſſeldorf iſt jetzt auch glücklich ge=
landet
. Watts, ſowie ſein Mitfahrer Atherholt gin=
gen
in Pſkow (Rußland) nieder, wo ſie von den ruſſiſchen
Behörden feſtgenommen, ſpäter aber wieder freigelaſſen
wurden. Die von den beiden Kftſchiffern zurückgelegte

[ ][  ][ ]

Nummer 262.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. November 1912.

Seite 5.

Diſtanz beträgt zirka 1300 Kilometer, iſt alſo bedeutend
hinter der großartigen Leiſtung der beiden erſtplazierten
Franzoſen Bienaime und Leblanc zurück, die 2180 reſp.
2000 Kilometer bedeckten.

Der Balkankrieg.

Zur Lage.
C Die Teilerfolge der türkiſchen Oſtarmee haben,
wie wir ſchon am letzten Freitag annahmen, nicht ausge=
reicht
, den türkiſchen Rückzug aufzuhalten: das Hauptheer
des osmaniſchen Reiches iſt bis zur Tſchataldſchalinie,
der letzten Stellung vor Konſtantinopel, zurückgedrängt
worden. Wenn unter dem Eindruck dieſer Niederlage
die Pforte ſich entſchloß, die Vermittlung der Mächte
zwecks Einleitung von Waffenſtillſtands= und Friedens=
verhandlungen
zu erbitten, ſo entſpricht das nicht nur der
militäriſchen Lage, ſondern auch der politiſchen Erwä=
gung
, daß die Fortſetzung des Balkankrieges den Beſtand
der Türkei auch außerhalb Europas gefährden könne.
Der Eintritt der Vermittlung iſt völkerrechtlich nur
mit der Genehmigung aller beteiligten Parteien mög=
lich
. Es kommt alſo jetzt darauf an, ob der Balkan=
bund
ſein Einverſtändnis mit der Vermittlung der
Mächte erklärt. Man ſollte denken, daß dieſe Erklärung
ohne Säumen abgegeben wird Denn die verbündeten
Balkanſtaaten haben ſich militäriſch alles geſichert, was
ſicher zu ſtellen ſie vernünftigerweiſe bemüht ſein konn=
ten
. Dazu kommt, daß ihre Opfer an Blut und Gut un=
gemein
groß geweſen ſind. Wie es mit der Geſundheit
in ihren Heeren beſtellt iſt, weiß man nicht; nach den Er=
fahrungen
des ruſſiſchen Feldzuges von 1877 müſſen ſie
jedoch damit rechnen, daß Typhus und andere Krankheiten
auch ihnen je länger um ſo weniger erſpart bleiben. Vor
allem indeſſen ſollte eine weiſe Rückſicht auf die Groß=
mächte
die Balkanſtaaten vor jeder Ueberſchätzung ihrer
Siegerſtellung behüten. Iſt die europäiſche Diplomatie
wie es nach Andeutungen, die von unterrichteter Seite
ſtammen, der Fall ſein dürfte in der Tat geneigt, die
Loſung Der Balkan den Balkanvölkern
unter beſtimmten Einſchränkungen und Vorbe=
Halten anzunehmen, dann könnten übertriebene For=
derungen
der Balkanſtaaten nur das Gegenteil des er=
ſtrebten
Erfolges hervorrufen. Denn es handelt ſich auf
der Valkanhalbinſel nicht bloß um die Intereſſen der
Balkanvölker, ſondern auch um die der europäiſchen
Großmächte: der Beſitz Konſtantinopels iſt
vollends eine europäiſche und keine lokale Balkan=
angelegenheit
. Die Balkanſtaaten müßten daher jedes
ſtaatsmänniſche Augenmaß verloren haben, wollten ſie
dieſe tatſächlichen Verhältniſſe überſehen.
Seltſannrweiſe iſt es auch der franzöſiſche Miniſter=
präſiden‟
Roincaré, der bei ſeinem Vorſchlage einer
von den Mächten abzugebenden' Uneigennützigkeitserklä=
rung
die wirllichen Verhältniſſe unberückſichtigt gelaſ=
ſen
hat. Denn iſt jene Erklärung mehr als eine ſchöne
Phraſe, dann ſtellt ſie in Abrede, was nicht abgeleugnet
werden kann, ohne den Tatſachen Gewalt anzutun. Die
Ablehnung der Abgabe einer ſolchen Erklärung durch die
Dreibundmächte kann alſo keinen Freund einer klaren
und wahrhaſtigen Politik in Erſtaunen ſetzen.
Die Vermittlung der Mächte.
* Paris 5. Nov. Auf Erſuchen des türkiſchen
Botſchafters in Paris um Unterſtützung gegen die Bal=
kanſtaaten
erwiderte Miniſterpräſident Poincaré, er
könne einem ſolchen Erſuchen nicht entſprechen,
ohne die Grundſätze der Neutralität zu verletzen. Den
Balkanſtaaten einen Waffenſtillſtand aufzuerlegen, hieße
jetzt die Begeiſterung der Truppen brechen und der tür=
kiſchen
Armee Zeit geben, ſich wieder zu ſammeln, um
ſpäter energiſcheren Widerſtand zu leiſten. Poincaré
fügte hinzu, er würde den Vorſchlag der Vermittlung
gern prüfen, wenn er von der Türkei klar formuliert
würde. Unter den angegebenen Bedingungen könne er
jedoch nicht intervenieren. Dieſe Erklärung bekräftigte
der Miniſterpräſident in einer zweiten Unterredung, die
er geſtern am ſpäten Nachmittag mit dem türkiſchen Bot=
ſchafter
hatte.
* Paris 5. Nov. Zu dem Vermittlungs=
anſuchen
der Türkei wird offiziös erklärt: Wenn
die Türkei Friedensanerbietungen macht, wenn ſie an=
gibt
, zu welchen Opfern ſie bereit iſt, dann wird Frank=
reich
dieſe Vorſchläge den verbüßdeten Balkanſtaaten
übermitteln. Der Petit Pariſien ſchreibt: Niemand
zweifelt jetzt mehr daran, daß die Regelung der Kriſe
eine ſehr ſchwierige ſein wird. Die vier Balkanſtaaten
werden Thrazien und Mazedonien beanſpruchen. Nach
einer ziemlich allgemeinen Annahme dürfte Konſtantino=
pel
mit einem Streifen Hinterland, ſowie Saloniki dem
ottomaniſchen Reiche verbleiben. Albanien würde auto=
nom
werden und ein Eiland inmitten der ſerbiſchen Be=
ſitzungen
werden. Es handelt ſich auch um die Frage,
ob die Bulaaren in Konſtantinopel einziehen werden.
Miniſterpräſident Poincaré hatte geſtern mehrere Bot=
ſchafter
empfangen, von denen einige die Hoffnung aus=
geſprochen
haben, daß dieſer Einmarſch nicht ſtattfinden
werde. Es iſt möglich, daß der bulaariſche Generalſtab
den Einmarſch wünſcht, daß aber König Ferdinand aus
Gründen der hohen Politik eine andere Entſcheidung
treffen wird.
* Berlin, 5. Nov Wie verlautet, überbrachte
geſtern nachmittag der hieſige türkiſche Botſchafter
der Reichsreaierung die Bitte der türkiſchen Regierung,
einen Waffenſtillſtand herbeizuführen. Dieſer An=
trag
wird von Deutſchland mit den übrigen Großmächten
erörtert.
* London, 5. Nov. Wie eine Note des Reuter=
bureaus
beſaat, berät die britiſche Regierung mit
den anderen Mächten, ehe ſie die Antwort auf das
Verlangen der Türkei, betreffend der Intervention, gibt.
Die Entſendung von Kriegsſchiffen in die türkiſchen
Gewäſſer.
* Köln 4. Nov. Ein Berliner Telegramm der
Kölniſchen Zeituna ſchreibt: Die Eutſendung von Kriegs=
ſchiffen
in die türkiſchen Gewäſſer wird als Anzeichen auf=
gefaßt
, daß man der türkiſchen Regierung nicht mehr die
Kraft zutraut, Ausbrüche der Volksleidenſchaften in Kon=
ſtantinopel
im Zaumszu halten.
* London, 4Mov. Im Unterhauſe gab auf eine
Anfrage Premierminiſter Asquith eine kurze Erklärung
über die Bewegung der britiſchen Kriegs=
ſchiffe
im öſtlichen Mittelmeer und beſtätigte die Kon
ſtantinopeler Depeſchen, wonach dort die Forderung ge=
ſtellt
wurde, daß den fremden Kriegsſchiffen die Durch=
fahrt
durch die Dardanellen geſtattet werde, um gegebenen
Falles die Fremdenkolonien in Konſtantinopel zu ſchützen.
Asquith teilte weiter mit, daß der britiſche Kreuzer

Weymouth in Beſchik Bay angekommen ſei. Der Kreu=
zer
Hampfhire habe Befehl, von Saloniki ebenfalls dort=
hin
zu gehen. Er werde durch ein anderes Schiff erſetzt.
Ueber die Lage Konſtantinopels könne er leider keine Nach=
richt
geben, da er keine habe.
Vom öſtlichen Kriegsſchauplatze.
* Wien, 4. Nov. Aus dem Hauptquartier der bul=
gariſchen
Oſtarmee meldet der Kriegsberichterſtat=
ter
der Reichspoſt unter dem 3. November: Das glänzende
Zuſammenarbeiten der bulgariſchen Führer im Verein mit
dem Heroismus der Truppen bringt den Bulgaren täglich
neue Erfolge. Der Verſuch der Türken, nördlich von
Sarai und bei Tſchorlu unter Deckung des Rückzuges er=
neut
Stellung zu nehmen, iſt vollkommen geſcheitert,
ebenſo das Eingreifen türkiſcher Truppen weſtlich von
Wiſa, die von Midia aus über Sultanbagtſche herange=
rückt
waren. Die Verfolgungsoperationen wer=
den
bulgariſcherſeits mit größter Energie fortgeſetzt, um
als Endergebnis der Operationen von Lüle=Burgas und
Sarai die Abdrängung eines möglichſt großen Teiles der
geſchlagenen türkiſchen Armee von der Rückzugslinie nach
Tſchataldſcha zu erreichen. Die gewaltigen Anſtrengungen
und großen Opfer, welche die Schläge von Kirk=Kiliſſe und
Lüle=Burgas forderten, rufen naturgemäß ein vorüber=
gehendes
Ruhebedürfnis hervor, das aber zu keinem länge=
ren
Operationsſtillſtand führen wird. Der Vormarſch
gegen Tſchataldſcha wird vielmehr noch im Laufe
dieſer Woche aufgenommen. Gegenwärtig werden alle An=
ſtrengungen
gemacht, um den Fall Adrianopels zu
beſchleunigen, damit namentlich die bulgariſche Belager=
ungsartillerie
für die etwaige Verwendung vor den
Tſchataldſcha=Poſitionen frei werde. Die Widerſtands=
fähigkeit
der Feſtung nimmt täglich ab. Das heftige Feuer
der bulgariſchen Artillerie wird nur ſchwach und unregel=
mäßig
erwidert. Die türkiſchen Werke auf der Nordweſt=
front
litten ſtark ſeit dem letzten Ausfall gegen Maraſch.
Auch die Aktivität der Beſatzung ſcheint bedeutend nach=
gelaſſen
zu haben. Der bevorſtehende Fall Adrianopels
wird hier als ein Ereignis von großer militäriſcher und
politiſcher Bedeutung angeſehen, weil er beweiſen würde,
daß auch die Befeſtigungen von Tſchataldſcha Konſtan=
tinopel
nicht retten können.
* Konſtantinopel, 4. Nov. Dem Tanin zufolge
vollzieht ſich infolge der großen Verluſte der Bulgaren die
Räumung von Lüle=Burgas und Maradlü
in Ordnung, ebenſo ſei der Rückzug geſichert, da alle Dis=
poſitionen
bereits vorher getroffen waren. Der türkiſche
Generalſtab habe beſchloſſen, dem Feind vor den Höhen
von Tſchataldſcha eine Entſcheidungsſchlacht zu liefern. Der
Tanin hofft, daß die ottomaniſche Armee ſchließlich den
Sieg erringen wird, weil ſie ihre Lücken auszufüllen im=
ſtande
ſei.
* Sofia, 4. Nov. Am 2. November verſuchten die
Tücken, die linke Flanke der Bulgaren bei Bunar=
Hiſſar anzugreifen, die Bulgaren wieſen aber den An=
griff
zurück und zwangen die Türken zur Flucht. Es
wurde eine Schnellfeuerbatterie erobert, fünf Offiziere und
1300 Soldaten wurden zu Gefangenen gemacht. In Lüle=
Burgas erbeuteten die Bulgaren zahlreiche Munition,
Waffen, Proviantdepots, Kamele und Feldtelephone.
Nach einer amtlichen Meldung machten geſtern die
Türken, 26 Bataillone ſtark und von Artillerie unterſtützt,
einen Ausfall auf beiden Seiten der Maritza, weſtlich
von Adrianopel. Der Kampf dauerte den ganzen Tag.
Die Bulgaren machten einen energiſchen Gegenangriff und
trieben die Türken unter großen Verluſten in die Feſtung
zurück.
* Konſtantinopel, 4. Nov. Die Stadt
Adrianopel iſt vollſtändig von allen Seiten ein=
geſchloſſen
.
* Konſtantinopel, 5. Nov. Die Kämpfe in
der letzten Stellung bei Wiſa und Lüle=
Burgas waren, genau wie bei Kirk=Kiliſſe, zunächſt
von vollem Erfolge begleitet. Darüber kann kein Zwei=
fel
beſtehen, da ein höherer ausländiſcher Offizier, der
ſeit mehr als drei Jahren in türkiſchen Dienſten ſteht und
die Schlacht unter Mahmud Mukhtar Paſcha mitgemacht
hat, bei ſeiner Rückkehr heute erklärte, daß der linke tür=
kiſche
Flügel geſiegt und auch der rechte unter Hamdi
Paſcha ſtandgehalten habe. Erſt in der Nacht, als ſtarke
Regengüſſe einſetzten, hätten die Türken, ohne daß die
Bulgaren angriffen, die eroberten Stellungen wegen
Nahrungsmangels geräumt. Es liegt alſo genau der
gleiche Fall wie in Kirk=Kiliſſe vor. Die Truppen ſiegen
unter Mahmud Mukhtars Führung, aber die vollkommen
verſagende Verpflegung bewirkt den Rückzug. Zu ihrem
Erſtaunen fanden die Bulgaren auch diesmal am anderen
Morgen die türkiſchen Poſitionen leer Sie beſetzten ſie,
ohne anſcheinend noch Kraft zu energiſcher Verfolgung zu
haben. Der Offizier konſtatierte ferner, daß das bulga=
riſche
Artilleriefeuer nicht gut geweſen ſei, und daß vor
allem die Granaten nicht richtig explodierten. Das Feuer
der Türken dagegen hätte viel Schaden angerichtet.
* Konſtantinopel 5. Nov. Eine ernſte Ver=
teidigung
Konſtantinopels iſt geplant. Es
ſind bereits Maßregeln für den Empfang der hier ein=
treffenden
Feldtruppen getroffen worden. In der Haupt=
ſtadt
herrſcht abſolute Ruhe. Die Befürchtungen eines
Teils der fremden Kolonien werden von Kennern des
Landes als übertrieben erklärt. Das Verhalten des öſter=
reichiſchen
Botſchafters, der der öſterreichiſchen Kolonie
zur Flucht auf die Schiffe riet und die Schließung der
Schulen anordnete, wird ſtark kritiſiert. Die deutſchen
Schulen ſind geöffnet.
Vom weſtlichen und ſüdlichen Kriegsſchauplatz.
* Antivari, 4. Nov. Die letzten Gefechte
der Montenegriner vor Skutari waren we=
nig
erfolgreich. Vom Kriegsſchauplatz zurückge=
kehrte
Verwundete teilen mit, daß es nicht gelungen ſei,
Bardanjolt zu halten. Die Türken hätten die Montene=
griner
bis Wraki zurückgeworfen, wo General
Martinowitſch neue Streitkräfte ſammle, um die Angriffe
zu erneuern. Auch auf dem Taraboſch hätten die Türken
zwei von den Montenegrinern beſetzte Poſitionen wieder
genommen. Unbeſtätigten Gerüchten zufolge ſollen
150 Albaneſen, die mit montenegriniſchen Gewehren aus=
gerüſtet
waren, in dem Augenblick, als ſie zu den Türken
übergehen wollten, gefangen genommen worden ſeien.
Die Transporte von Verwundeten nach Rjeka dauern
fort. Die Verluſte der Montenegriner an Toten werden
mit mehr als 100, die der Verwundeten gegen 1000 an=
genommen
. Die Operationen am Taraboſch ſind durch
die anhaltend ungünſtige Witterung bedeutend erſchwert.
Das Hochwaſſer macht das Vordringen der Montene=
griner
gegen Skutari ſehr beſchwerlich. Auch haben die
Türken drei Brücken über die Bojana in die Luft ge=
ſprengt
, wodurch die Montenegriner gezwungen ſind,
eiligſt Pontons herzuſtellen.

* Wien 4. Nov. Der Berichterſtatter der Reichs=
poſt
meldet aus Skutari vom 2. November: Die Mon=
tenegriner
waren nicht imſtande, ihre Stell=
ung
am Taraboſch, die ſie in einer Höhe von 497 Me=
tern
beſetzt hatten, zu halten. Sie wurden durch das tür=
kiſche
Feuer heruntergeworfen und mußten unter Zurück=
laſſung
mehrerer zerſtörter Geſchütze dieſe Stellung räu=
men
. Die Türken haben nordöſtlich von Skutari ſogar
einen kleinen Erfolg errungen, bei dem ſie 80 Gewehre
erbeuteten. Es zeigt ſich immer mehr, daß die Montene=
griner
ohne die Bewältigung des Taraboſch keinen Erfolg
behaupten können. Die Werke ſollen aber, wie türkiſche
Offiziere erklärt haben, ſich noch einige Zeit halten
können.
* Belgrad, 4. Nov. Nachdem die Konzen=
trierung
der Armee des Kronprinzen,
deren Truppenkolonnen ſich infolge des fluchtartigen
Rückzuges der Türken auf einen ſehr weiten Gefechts=
raum
ausgebreitet hatten, beendet iſt, traten die Truppen
den Marſch gegen Saloniki und Mona=
ſtir
an und haben bereits Demiroaku erreicht. Die dritte
ſerbiſche Armee rückt in der Richtung gegen Durazzo vor,
während General Zivcovie ſich unmittelbar vor Skutari
befindet. General Stekanowic iſt mit dem größten Teil
der ſerbiſchen Armee zu den Bulgaren nach Adrianopel
gegangen.
* Athen, 4. Nov. Der Kronprinz meldet: Die
feindliche Armee bei Jenidze beſtand aus der ganzen
Dviſion von Serres und anderen Streitkräften, zuſam=
men
25000 Mann mit 24 bis 30 Kanonen, und hatte
eine feſte Poſition inne. Nach großen Verluſten löſte ſich
die türkiſche Armee auf. 14 Geſchütze und 4 Mitralleuſen
wurden erbeutet. Zahlreiche Gefangene wurden gemacht.
Die Umgebung von Jenidze iſt mit Toten bedeckt. Die
Straße nach Saloniki iſt mit Kriegsmaterial überſäet.
* Athen 5. Nov. General Garibaldi iſt hier
eingetroffen. Trotz des Regens wurde er von den 3000
griechiſchen und italieniſchen Garibaldianern mit großer
Begeiſterung empfangen.
* Paris, 5. Nov. Nach einer Blättermeldung
aus Athen haben die Griechen die Inſel Pharos
beſetzt.
Letzte Nachrichten.
* Konſtantinopel, 5. Nov. Ein Jrade iſt
veröffentlicht worden, durch das die Durchfahrt eines
Panzerkreuzers für jede der Großmächte mit Ausnahme
von Italien durch die Meerengen geſtattet wird.
Der Panzer ſoll als zweiter Stationär für die Botſchafter
dienen. Das Jrade iſt bereits den Kommandanten der
Meerengen des Bosporus und der Dardanellen mitge=
teilt
worden. Die Kreuzer treffen morgen ein.
* Konſtantinopel, 5. Nov. Der Thron=
folger
iſt geſtern abend in das Hauptquartier der Oſt=
armee
abgereiſt.
* Konſtantinopel, 5. Nov. Die Stadt Pera
ſowohl als Stambul iſt ruhig. Große Bewegung
herrſcht auf den Straßen in Stambul, beſonders in der
Nähe der Bahnhöfe und der Hohen Pforte. Die Straßen
ſind voll von Flüchtlingen, die ankommen, und von Sol=
daten
, die ankommen oder abreiſen. Die muſelmaniſche
Bevölkerung iſt unter dem Eindruck der offiziellen Mit=
teilung
von dem Rückzug der Armee von einer tiefen
Traurigkeit ergriffen und erſcheint reſigniert; nirgends
aber zeigt ſich die geringſte Gärung. Infolgedeſſen er=
ſcheinen
alarmierende Gerüchte und die Furcht vor ſchwe=
ren
Tumulten für den Augenblick unbegründet. Das
heute morgen in Pera verbreitete Gerücht, die Kurden
hätten in Stambul eine verdächtige Zuſammenkunft ge=
habt
, iſt falſch. Die Kurden die in Stambul in großer
Anzahl als Laſtträger arbeiten, wurden durch Vermit=
telung
einiger einflußreicher Beys in der Moſchee Hakeg
Sophia zuſammengerufen. Dort richteten die Beys
Mahnung an ſie, es ſei ihre Pflicht, die Arbeit aufzugeben
und in den Kampf gegen den Feind zu ziehen. Wie be=
reits
angekündigt, ergreift die Regierung Maßnahmen,
um die Ordnung ſicher zu ſtellen. Sie bildet Abteilungen
aus Feuerwehrleuten und beſetzt die Hauptplätze Peras
mit Polizeipoſten. Patrouillen durchziehen die euro=
päiſchen
Viertel. Trotzdem mußten, da die Mitglieder
verſchiedener fremder Kolonien Befürchtungen äußerten,
die fremden Vertretungen an gewiſſe Maßnahmen den=
ken
. Die Ankunft der zweiten Stationäre, die morgen
erwartet wird, beruhigt übrigens die Fremden. Der
Auszug der Bevölkerung aus Rodoſto und
den Strandländern zwiſchen Rodoſto und Konſtantinopel
hat begonnen.
* Konſtantinopel, 5. Nov. Nach einer Mit=
teilung
des Kaimakams von Fanthi wurden, einem amt=
lichen
Telegramm des Gouverneurs von Gumuldjina zu=
folge
, die Hügelkämme nördlich von Tanthi geſtern früh
von den Türken vollſtändig wieder beſetzt.
Die Pforte erklärte offiziell, daß der Rückzug der
Oſtarmee nicht vollſtändig beendet ſei. Die ganze
Armee befinde ſich noch nicht innerhalb der Tſchataldſcha=
Linie.
* Skutari, 5. Nov. Auf das Drängen der beun=
ruhigten
Bewohnerſchaft richteten die Konſuln der neu=
tralen
Mächte ein gemeinſames Schreiben an
den Kronprinzen Danilo als Oberkommandie=
renden
der montenegriniſchen Belagerungstruppen, mit
der Bitte, eine Schädigung der mohammedaniſchen Be=
wohner
und die Beſchädigung der Gebäude der neu=
tralen
Mächte zu vermeiden. Kronprinz Danilo gab ſeine
Geneigtheit kund der Bitte zu entſprechen, und fügte
hinzu, daß die Muſelmanen den türkiſchen Kombattanten
zuzurechnen ſeien. Auch bei den beſten Kanonen ſei es
unmöglich zu verhindern, daß einzelne Geſchoſſe an ſol=
chen
Plätzen exvlodierten, wohin ſie nicht gerichtet ſeien.
Nach dem wiederholten Mißbrauch der weißen Fahne
gegenüber den Montenegrinern beſtand Danilo darauf,
daß ſeine Antwort in Gegenwart eines Vertreters einer
neutralen Macht übergeben werde. Deshalb begab ſich
der öſterreichiſch=ungariſche Militärattaché, Hauptmann
Hubka, zum Hafen von Skutari, wo am Nachmittag die
Uebergabe der Antwort erfolgte.
* Belgrad, 5. Nov. Miniſterpräſident
Paſitſch iſt, von Uesküb kommend, hier eingetroffen.
* Belgrad, 5. Nov. Privatmeldungen zufolge ſind
die ſerbiſchen Truppen bis 50 Kilometer nörd=
lich
von Saloniki vorgerückt. Die weſtliche Kolonne
ſoll vor Monaſtir eingetroffen ſein.
* Sofia, 5. Nov. Acht Bataillone mazedoni=
ſcher
Freiwilligen ſind heute morgen auf den
Kriegsſchauplatz abgegangen, darunter auch Armenier und
Ruſſen.
* Wilhelmshaven, 5. Nov. Der Panzer=
kreuzer
Goeben iſt heute mittag hier eingetroffen.
Er übernahm ſofort Vorräte und trat die Reiſe nach dem
Mittelmeer an.

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. November 1912.

rummer 262

San Giuliano in Berlin.

* Berlin, 4. Nov. Zu Ehren des italieniſchen Mi=
niſters
des Aeußern, Marquis di San Giuliano, wurde
heute abend bei dem Miniſter des Aeußern, v. Kider=
len
=Wächter, ein Eſſen gegeben, zu dem außer den
Begleitern des Miniſters, dem italieniſchen Geſandten
de Martino und dem Sekretär des italieniſchen Miniſte=
riums
des Aeußern, Biancheri, Einladungen erhalten
hatten: der italieniſche Botſchafter Graf Panſa nebſt dem
Botſchaftsrat Martin Franklin, der Militärattaché Oberſt
Calderari di Palazzolo, der öſterreichiſch=ungariſche Bot=
ſchafter
Graf von Szögyeny=Marich, der rumäniſche, der
ayeriſche, der württembergiſche, der ſächſiſche und der
badiſche Geſandte, das Mitglied der ägyptiſchen Schul=
denverwaltung
, Wirklicher Geheimer Legationsgat von
Mohl, der Schloßhauptmann Graf Hutten=Czapski, der
kaiſerliche Generalkonſul in Kapſtadt, Frhr. von Hum=
boldt
, der Unterſtaatsſekretär Dr. Zimmermann, Direktor
Kriege und andere Herren des Auswärtigen Amts.
* Berlin, 5. Nov. Heute vormittag empfing San
Giuliano etwa 30 deutſche, öſterreichiſche, engliſche
und franzöſiſche Journaliſten, erklärte aber, es
widerſpreche ſeiner Gepflogenheit, politiſche Interviews
zu gewähren. Der Miniſter ſprach mit den Journaliſten
in ihrer Mutterſprache und antwortete auf eine Frage,
daß er über ſeine Reiſe nach Wien erſt beſchließen könne.
ſobald die Kammerdebatten über die auswärtige Politik
zu Ende ſein würden. Der Empfang dauerte 30 Mi=
nuten
.
* Berlin, 5. Nov. Um 1 Uhr fand in der italieni=
ſchen
Botſchaft ein Frühſtück in engem Kreiſe ſtatt,
dem der Reichskanzler, der Kriegsminiſter, Oberſtall=
meiſter
Freiherr von Reiſchach und andere beiwohnten.

Reichstagswahl im 1. Berliner Wahlkreis.

* Berlin, 5. Nov. Bei der heutigen Reichstags=
wahl
erhielt Dr. Kaempf (Fortſchr. Vpt.) 4888 Stim=
men
, Düwell (Soz.) 3840 Stimmen, Ulrich (rechtsſt.
Parteien) 587 Stimmen und Mathias Erzberger
(Ztr.) 174 Stimmen.
Dr. Kaempf iſt ſomit gewählt.

Vermiſchtes.

* Der Berichtigungs=Paragraph. Dem
Redakteur einer Zeitung in Wiesbaden war von der
Polizeidirektion eine Notiz zugegangen, in der
vor einem Arzt in der Schweiz gewarnt wurde. Der
Redakteur nahm dieſe Notiz in ſein Blatt auf. Als bald
darauf der Arzt eine Berichtigung ſandte, wurde
ihm von dem Redakteur mitgeteilt, er möge ſich an die
Polizei wenden, von der die Notiz ſtamme. Der Arzt tatz
es aber nicht, ſondern ſtellte, weil ihm die Aufnahme einer
Berichtigung abgeſchlagen worden war, Strafan=
trag
gegen den Redakteur. Das Schöffengericht ſtellte
ſich unter Freiſprechung des Angeklagten von Strafe und
Koſten auf den Standpunkt, daß der Redakteur in gutem
Glauben die Aufnahme der Berichtigung verweigert habe.
Es ordnete jedoch die nachträg liche Aufnahme
der Berichtigung in das betreffende Blatt an. Die Ent=
ſcheidung
kennzeichnet wieder recht deutlich den ganz un=
haltbaren
Zuſtand, der durch den § 11 des Preßgeſetzes
geſchaffen wird. Die Polizei warnt, die Preſſe verbreitet
die Warnung, weil ſie dazu berufen iſt, das Publikum
vor Reinfällen zu ſchützen, und hinterher muß man etwas
berichtigen, was man auf Grund der Angaben der doch
äls zuverläſſig anzuſehenden Polizei aufgenommen hat.
Das iſt faſt ſo ſchön, wie die Zwangslage, in die jeder
Gauner und Tagdieb eine Zeitung verſetzen kann, indem
er berichtigt, was auf Grund von Gerichtsverhandlungen
oder von ſonſt einwandfreien Feſtſtellungen mitgeteilt
wird. Die Zeitung muß jede Berichtigung aufnehmen,
und wenn in ihr das Blaue vom Himmel herunterge=
ſchwindelt
wird. Denn eine Berichtigung braucht nicht
wahr zu ſein ſo hat das Reichsgericht entſchieden! Und
das heißt man einen Rechtszuſtand, geſchaffen durch das
Reichsgeſetz.
CK. Der giftfeſte Igel. Unter den Säuge=
tieren
nimmt der Igel inſofern eine beſondere Stellung
ein, als er gegen gewiſſe organiſche Gifte immun iſt.
Die Toxine von Fröſchen, Schlangen, ſo der Kreuzottern
und ſpaniſchen Fliegen, weiter des Aalſerum und Stoff=
wechſelprodukte
von Bazillen vermögen ihm entweder
gar nichts anzuhaben oder ſie wirken nur in ſehr großen
Doſen. Neuerdings iſt ſein Verhalten gegen ein fremdes
Gift, an das ſicherlich keine Anpaſſung hat ſtattfinden
können, von Madame Phiſalix, wie ſie in den Comptes
rendus der franzöſiſchen Akademie mitteilt, geprüft wor=
den
: nämlich gegen das Toxin, das die amerikaniſche
Gilaeidechſe ausſcheidet. Auch von dieſem blieb er bei
einer Doſis von 20 Milligramm auf 1 Kilogramm Kör=
pergewicht
unbehelligt, während andere Tiere längſt
durch derartige Gaben getötet werden. Ebenſo iſt er
viel widerſtandsfähiger als der Menſch, etwa 115mal ſo
ſtark, denn von der Gilaeidechſe gebiſſene Menſchen ſter=
ben
innerhalb weniger Stunden. Wie der Igel zu einer
derartigen Fülle von Schutzſtoffen gekommen iſt, darüber
läßt ſich zurzeit nichts Gewiſſes ſagen. Eigentlich müßte
man meinen, daß er ſie gar nicht allzu nötig gehabt
hätte, denn gegen alle Feinde ſchützt ihn genugſam ſein
Stachelpanzer.

Literariſches.

Der Breisgau in Flammen von Lud=
wig
von der Lauter. (Verlag von Georg Stieke,
Berlin NW 7.) Das Pſeudonym des Autors deckt den
Namen eines auch in Darmſtadt bekannten aktiven Offi=
ziers
, der ein Menetekel ſchrieb den Deutſchen, aber auch
den Franzoſen, die in ſeiner feſſelnden Erzählung nach
japaniſchem Vorbild noch vor der offiziellen Kriegserklär=
ung
einen unerhörten Einbruch wagen in den Breisgau,
um ihren Revanchekrieg auf den Boden Süddeutſchlands
zu verlegen. Einen Krieg, in dem alle modernen Kampf=
mittel
eine Rolle ſpielen und der trotz allem und allem
Deutſchland den Sieg erringen läßt. Mögen ſich in Wirk=
lichkeit
unſere kampffrohen Freunde in gleichem Maße ver=
rechnen
. Das bei aller Sachlichkeit und militäriſcher Kürze
feſſelnd geſchriebene Buch iſt der weiten Verbreitung ſicher.
Wir möchten es nicht miſſen in der Literatur unſerer Zeit,
trotzdem an ähnlichem kein Mangel.
* Wie leicht man ſich ſtrafbar machen kann.
Es iſt in der Tat ein Buch, das eine Lücke auszufüllen be=
rufen
iſt, das ſoeben unter dieſem Titel im Verlage von
Dr. Paul Langenſcheidt, Berlin (Preis 2 Mk), aus der
Feder des bekannten Berliner Verteidigers Dr. Wert=
dauer
erſchien. Sie birat eine Unmenge von Klippen

unſerer Geſetzesordnung, Klippen, an denen wir auf gut
Glück täglich und ſtündlich vorbeiſegeln, die uns aber auch
ſehr leicht zum Straucheln und Fallen bringen können.
Es iſt ein hoch zu ſchätzendes Verdienſt des Autors, uns
die vielerlei Gefahren dieſer Klippen gezeigt zu haben,
denn Unkenntnis der Geſetze ſchützt bekanntlich nicht vor
Strafe.
C Bunte Abende iſt der Titel einer reichhal=
tigen
und im Inhalt köſtlichen Anthologie von Eichacker.
(Hans Sachs=Verlag Gotthilf Haiſt, München, Hohen=
zollernſtr
. 124. Preis 2 Mk.) In allen Städten ſollen
demnächſt Ortsgruppen gebildet werden, deren Mitglieder
geſellſchaftliche Bunte Abende veranſtalten. Die vor=
liegende
Anthologie enthält faſt das geſamte Repertoire
der Vortragsvereinigung und bietet auch ſonſt ſchier un=
erſchöpfliches
Material für geſellige Kreiſe aller Art.
Moderne Bauformen. (Verlag Julius Hoff=
mann
, Stuttgart.) Eines der letzten Hefte dieſer Kunſt=
zeitſchrift
enthält zahlreiche Werke unſeres heimiſchen
Architekten und Baukünſtlers Profeſſor Paul Meiß=
ner
, darunter ſehr bedeutende Bauten von hier und
auswärts.
* Veröffentlichungen des Techn. Ver=
eins
Bauhütte der Baugewerkſchule zu Bingen am
Rhein (Winterhalbjahr 1911/12). (Gr 4 15 Tafeln nebſt
Titeltafel in Mappe 2 Mk. Verlag A. H. Ludwig Degener,
Leipzig.) Das vortrefflich ausgeſtattete Mappenheft ent=
hält
u. a. Aufnahmen von Gebäuden und Gebäudeteilen
(in heimiſcher Bauweiſe mit eingeſchriebenen Maßen und
ſämtlichen Details): Türen= und Fenſterbeſchläge (2 Blatt)
Treppen in Holz und Stein, Treppengeländer (3 Blatt)
Türen und Tore (6 Blatt) Holzgiebel (1 Blatt)
Wohn= und öffentliche Gebäude=Aufnahmen (2 Blatt)
Kirchturm (1 Blatt).
In der Philipp Reclamſchen Univerſalbibliothek
erſchien als Nr. 5435: Alfred Bock: Die Meßfahrt
und andere Novellen. Mit dem Bildnis des Ver=
faſſers
und einer Einleitung von Karl Neurath. In=
halt
: Einleitung. Die Meßfahrt. Der Napoleon. Das
Schmerzenskind. Die Waſſerkur. Geheftet 20 Pfg.
Alfred Bock hat ſich das bleibende Verdienſt erworben,
das oberheſſiſche Land, insbeſondere den Vogelsberg, mit
ſeinem ſeltſamen Menſchenſchlag, in die Literatur einge=
führt
zu haben. Die hervorragendſte und beſondere Eigen=
tümlichkeit
ſeiner bodenſtändigen, kräftigen Kunſt zeigt ſich
in der ſicheren, feſtgefügten Geſtaltung ſeiner Werke un=
mittelbar
aus dem Seelenleben ſeiner Menſchen heraus,
in der mit den einfachſten Mitteln durchgeführten Moti=
vierung
und nicht zuletzt in der großen Meiſterſchaft, mit
der er das Leben der oberheſſiſchen Bauern vor uns er=
ſtehen
läßt. Dieſe Vorzüge finden wir auch in den hier
vereinigten Novellen, die teils heiteren, teils ernſten
Inhalts uns packende Bilder aus dem Leben der ober=
heſſiſchen
Bauern und Kleinſtädter entrollen, von denen
man nur ungern ſcheidet. Karl Neurath hat für das mit
einem Bildnis des Dichters geſchmückte Bändchen eine
knappe Einleitung geſchrieben, in der er Bocks literariſchen
Entwicklungsgang einer kritiſchen Würdigung unterzieht.
In einer luſtigen Plauderei hat kürzlich Otto
Ernſt geſchildert, wie es ausſehen wird, wenn ich alt
ſein werde. Am 7. Oktober feierte er ſeinen 50. Geburts=
tag
! In Vers und Proſa hat er Vieler Augen auf ſich
gerichtet, hat ſich einen großen Freundeskreis erworben,
und ſeine Werke haben weiteſte Verbreitung erlangt. Auch
Heſſes Volksbücherei hat ihr Teil zu dieſer Ver=
breitung
beigetragen und will noch mehr dazu beitragen.
In Nr. 631/32 von Heſſes Volksbücherei finden ſich drei
Erzählungen zuſammengefaßt unter dem Titel Aus Her=
kules
Meiers Traumwinkel bei den beiden erſten ſtehen
Satire und die tragiſche Reſignation bei lebensfreudiger
Grundſtimmung gegenüber der behaglichen Philoſophie
eines Lebenskünſtlers, im dritten Werke die Gemein=
ſchaft
der Brüder vom geruhigen Leben doch lautet deſ=
ſen
Schluß ernſt genug: Ein Leben in Wacht und in Waf=

fen wider die Großmächte der Finſternis iſt eines Erden=
pilgers
tiefſte Ruhe‟. In Nr. 699/700 von Heſſes Volks=
bücherei
endlich (Deutſche Lyriker, XII) führt A. Latweſen
auf reichhaltige Beiſpiele geſtützt, in die Bedeutung der
Ernſtſchen Lyrik ein, die viel echt und tief Empfundenes
und Erlebtes enthält. In beſonders geſchmackvoller Ans=
ſtattung
ſind dieſe vier Nummern Volksbücherei in einem
Biedermeier=Pappband vereinigt, der ſich zu Geſchenk=
zwecken
vortrefflich eignet.

Letzte Nachrichten.

(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.!
* Borlin, 5. Nov. Der ehemalige Staatsminiſter
Graf Bothozu Eulenburg iſt heute früh 4½ Uhr=
im
Alter von 81 Jahren an Herzſchwäche geſtorben.
Graf Eulenburg wurde im Jahre 1878 Miniſter des
Innern. Es war die Aera des Sozialiſtengeſetzes. Nach
drei Jahren trat er infolge eines Konfliktes mit dem
Fürſten Bismarck von ſeinem Amte zurück und wurde
Oberpräſident von Heſſen=Naſſau. Elf Jahre ſpäter (1892)
wurde er abermals ins Miniſterium berufen und als
Nachfolger Herrfurths Miniſter des Innern. Am 24.
Oktober 1894 trat er, zugleich mit dem Reichskanzler,
Grafen Eaprivi, von ſeinem Amte zurück. Seitdem lebte
er im Rüheſtand.
* Peſt, 5. Nov. Die ungariſche Delegation
hielt ihre Eröffnungsſitzung ab. Zum Präſidenten wurde
Graf Auguſt Zichy gewählt, welcher eine mit begeiſter=
ten
Eljenrufen auf den König aufgenommene Eröff=
nungsrede
hielt. Die Sitzung verlief ruhig infolge der
Abweſenheit der Oppoſition, welche, da die Eingänge des
Parlaments durch Gendarmerie beſetzt waren, beſchloß,
auf die ihr zur Verfügung geſtellten Galerieſitze zu ver=
zichten
und der Sitzung vollkommen fern zu bleiben.
Die Oppoſition wird ein Manifeſt an die Nation richten,
in der ſie gegen die Ungeſetzlichkeit der Delegation prote=
ſtiert
. Der Ausſchuß der Delegation für auswärtige An=
gelegenheiten
hält heute abend eine Sitzung ab, in der
Graf Berchtold ſein Expoſé hält.
* Spala, 4. Nov. Der Thronfolger verbrachte
den ganzen Tag in froher Stimmung. Seine Geſichts=
farbe
beſſert ſich allmählich. Die Temperatur betrug mör=
gens
und am Tage 36,8, abends 37 Grad, der Puls zählte
morgens und am Tage 112, abends 116.

utterfreude iſt die reinſte Freude ſagt ein altes
Wort, doch ſollte jede Mutter daran denken, daß
ihr neuer Beruf iu erſter Linie auch Pflichten auferlegt.
Sie muß ſorgen, daß ihr Kind die richtige zweckent=
ſprechende
Nahrung erhält und wenn ſie nicht ſelbſt
ſtillen kann, zu einer künſtlichen Nahrung greifen, die
allen Anforderungen genügt. Kufeke hat ſich als
Nährmittel für die kleinen Erdenbürger ſchon ſeit
langem beſtens bewährt, es iſt nahrhaft und leicht
verdaulich, wohlſchmeckend und ausgiebig im Gebrauche;
die Säuglinge gedeihen bei ſeiner Anwendung ganz
vorzüglich.
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dazu das bekannte erstklassige Programm.

zür nur 1 Mark kann man 20 000 bare Mark bei der
29 ſo beliebten Arnſtädter Geldlotterie zum Beſten
des Kirchenbaues in Arnſtadt, wo die Ziehung beſtimmt
(ohne Verlegung) am 23. und 25. November ſtattfindet,
gewinnen. Es werden aber auch noch mehrere andere hohe
Gewinne gezogen und verſäume man nicht, bevor es zu=
ſpät
iſt, Loſe à 1 Mark bei den Losverkaufsſtellen oder
bei dem Generaldebit Lotteriebank G. m. b. H. Eiſenach
zu beſtellen.

Berlin, 5. Nov. Auf dem Gelände des Bahnhofs
Weſtend ſtießen heute nachmittag zwei Güterzüge
zuſammen. Zwei Waggons wurden zertrümmert, Per=
ſonen
nicht verletzt.
Köpenick, 5. Nov. Geſtern abend wurde die Toch=
ter
des Gaſtwirts Seeger auf dem Wege vom Bahn=
hof
Sadowa nach Forſthaus Wuhlheide von einem
Räuber mit einem Schlagring niedergeſchlagen
und ihrer Handtaſche beraubt. Die Ueberfallene trug
einen Nervenchok und Kopfverletzungen davon; es beſteht
aber keine Lebensgefahr.
Hamburg, 5. Nov. Seit Wochen wurden im Frei=
hafen
größere Diebſtähle verübt, ohne daß man der
Täter teilhaftig werden konnte. Jetzt hat man in Schiff=
beck
ein rieſiges Lager geſtohlenen Gutes gefunden, dar=
unter
allein 40 Säcke Santos=Kaffee. Zwei der Diebe
wurden bereits verhaftet, ſie weigern ſich, ihre Komplizen=
anzugeben
.
Bochum, 5. Nov. Auf einem blinden Schacht den
Zeche Zentrum explodierte vorzeitig aus nicht
bekannter Urſache ein Sprengſchuß. Drei Bergleute wür=
den
getötet.
Montreal, 5. Nov. Ein Großfeuer hat die
Gebäude der Conſumer Cordage Company und der Cana=
dian
Bac Company zerſtört. Der Schaden beträgt
über 2 Millionen Mark.

as Spezialhaus für Damen-Konfektion
DHERMNANN BERGEh, Hoflieferant
10 Ernst-Ludwigstraße 10, Ecke Marktpassage,
hält während seines jetzt 30jährigen Bestehens stets
streng an dem Grundsatze fest:
(5745a
brauchbare gute Waren mög-
lichst
billig zu liefern. :: :: :3

Die Ststugniode der
Möbel=Fabrik
Gg. Ehrhardt & Söhne
Ooerkstatten fur Kanswarkßungt
5 Darmſtadt
erwerben sich eurch Mre Sweckmäsnigen schönen
Formen, die Buke 3e, Makeriako und der Arbei,
mer neue Freunde.enen werden ge-
beken
, die nandige Ausskellung von Maserwoh.
nungen Felobergskr. 56 zu besichligen und hoslen-
lose
Dudendung des neuen album. Wolnlich
Janenraume zu verlangen. (22276a

Aus dem Geſchäftsleben.

Die Schaufenſter der Hubertus=Drogerie am
Ballonplatz feſſeln z. Zt. durch eine exotiſche Ausſtellung
das Auge der Paſſanten. Ein kunſtvoll gearbeitetes
Kriegskanoe=Modell, welches von den Eingeborenen aus
Süd=Kamerun hergeſtellt wurde, bildet das Hauptintereſſe
der Ausſtellung, welches noch dadurch erhöht wird, wenn
man die Ausſtellung bei Abend betrachtet.

Dampfernachrichten.

Hamburg=Amerika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Adolph Rady in Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Nordamerika: Abeſſinia nach Baltimore, 3. Nov.
9 Uhr 30 Min. morgens in Boſton. Cincinnati
2. Nov. 1 Uhr nachm. von New=York über Gibraltar
und Neapel nach Genua. Weſtindien, Mexiko, Süd=
amerika
: Fürſt Bismarck, von Mexiko und Havana
kommend, 3. Nov. 11 Uhr morgens in Hapre. Hohen=
ſtaufen
von Santos kommend, 2. Nov. 6 Uhr abends
von Rio de Janeiro nach Bahia. König Wilhelm II.
3. Nov. 6 Uhr morgens in Buenos Aires. Kron=
prinzeſſin
Cecilie nach Mexiko, 2. Nov. in Havana,

[ ][  ][ ]

Die Ratsherrnbrüderſchaft

erlaubt ſich hiermit auf die Anſchaffung ihres neuen
Leichenwagens aufmerkſam zu machen. Der Wagen
bietet in ſeiner ernſten und würdigen Erſcheinung
Gewähr für eine pietätvolle Beſtattung.
(14411a
Beſondere Beſtellungen hierzu nehmen entgegen:
Wagenverwalter Lorenz, Woogsplatz 5, Tel. Nr. 216.
Wagenführer Ernſt Büchler, Nieder=Ramſtädterſtr. 51,
Tel. Nr. 1073.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. November 1912.

Seite 7.

Dankſagung.
Innigen Dank für die uns bei
dem Hinſcheiden meines lieben Gatten
und unſeres Vaters erwieſene herz=
liche
Teilnahme, ſowie für die über=
aus
zahlreichen Blumenſpenden.
Die tieftrauernde Gattin und Kinder:
Wilhelmine Tix, geb. Raidt,
Arthur Tix,
Hedwig Tix.
(*11050

Todes=Anzeige.
Heute nacht 1¼ Uhr entſchlief unſer einzig
geliebtes Söhnchen und Enkelchen
(22999
Karl Arnold Heinrich Löding
im Alter von 11 Jahren.
Familie Adolf Löding,
Carl Lemmer.
Darmſtadt, den 5. November 1912.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das Hochdruckgebiet in Mitteleuropa hat ſeine Lage
beibehalten, während das Tiefdruckgebiet, das geſtern im
Norden von England erſchienen war, nach Weſten vor=
gedrungen
iſt und den nördlichen Ausläufer des Hoch=
druckgebietes
abgetrennt hat, ſo daß er jetzt über Skandi=
navien
liegt. Wir haben in Mittel= und Norddeutſchland
milde, weſtliche Winde; in Mitteldeutſchland und an der
Küſte fielen geringe Niederſchläge als Regen, im Gebirge
als Schnee. Wir haben morgen mit dem Einfluſſe des
nach Weſten vorgedrungenen Tieſdruckgebietes zu rechnen.
Ausſichten in Heſſen für Mitt woch, den 6. No=
vember
: Trüb, regneriſch, mild, ſüdweſtliche Winde.

Tagesfalender.

Großh. Hoftheater (Ab. C), Anfang 7 Uhr: Zar und
Zimmermann.
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Lutherfeſtſpiel um 7 Uhr im Saalbau.
Familienabend des Frauenvereins der Johannes=
gemeinde
um 7½ Uhr im Gemeindehaus.
Monatsverſammlung der Stenographen= Vereinig=
ung
um 8½ Uhr im Fürſtenſaal.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Ausſtellung Der Menſch im Großh. Reſidenzſchloß
(geöffnet von 9 Uhr vormittags bis 9 Uhr abends).
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein=
u
. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3½11 Uhr.

Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 7. November.

Hofreite=Verſteigerung des Wilhelm Hermann
(Kranichſteinerſtraße 35) um 9 Uhr auf dem Orts=
gericht
I.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 4 Uhr in der
Ludwigshalle‟.
Pferde=Verſteigerung um 10 Uhr auf dem Trup=
pen
=Uebungsplatz (Maſchinengewehr=Kompagnie Inf.=
Regts. Nr. 115).

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Wakdaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Mar Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.

EINL NURETAT

Von der Bedeutung und Wirkung der Dun=
Präparate kann ſich jedermann durch Einſichtnah=
me
meines neueſten Proſpektes mit 59 wahrheits=
gemäßen
Heilberichten überzeugen. Weitere dank=
ſagende
Zuſchriften ſtehen jederzeit zur Verfügung.

Meine Tochter Kätchen verletzte ſich vor 2 Jahren den
rechten Fuß unterhalb des Knöchels. Der Fuß wurde
ſchlimmer und ſchlimmer, ſodaß wir auf Anraten des Arz=
tes
hin unſer Kind nach Darmſtadt ins Krankenhaus brachten.
Dort wurde Knochentuberkuloſe feſtgeſtellt und ein Knöchel
herausgenommen. Nach ¼ Jahr heilte der Fuß zu. Beim
Verlaſen des Krankenhauſes wurde uns vom dortigen
Arzt mitgeteilt, daß der Fuß oder das ganze Unterbein
abgenommen werden müßte, wenn die Wunde wieder
aufbrechen ſollte. Als nach 5 Monaten der Fall wirklich
eintrat und der Arzt uns wiederholt riet, den Fuß oder
das Unterbein abnehmen zu laſſen, entſchloſſen wir uns,
es einmal mit den viel empfohlenen Dun=Präparaten zu
verſuchen. Wir hatten, Gott ſei Dank, beſten Erfolg. Der
Eiter wurde durch die Dun=Salbe raſch aus der Wunde
herausgezogen, die Anſchwellung verſchwand, der Fuß
bekam bald wieder ſeine natürliche Farbe und heute iſt
unſer Käichen, das zuvor ſchlecht ausſah, wieder friſch
und geſund und die Wunde geſchloffen.
Georg Friedrich Gunkel.
Roßdorf, 6. II. 1910.
Nervoſität, Hämorrhoiden und Rheumatismus. Die
Dunpillen ſind eine Wohltat für die Nerven und gegen
Schlafloſigkeit. Die Dunzäpſchen gegen Homorrhoiden und
harten Stuhl, die Dunſalbe gegen Rheumatismus und
Reißen. Ich nahm dieſe Präparade nur ½. Jahr lang
und habe jetzt wieder Luſt am Leben. Die Pillen nehme
ich ohne Unterbrechung weiter
Frau Dr. Schäfer, Straßburg.
Knochenhautentzündung. Aus freiem Antriebe teile ich
Ihnen hierdurch mit, daß mich Ihre Dun=Salbe von einer
ſchmerzhaften Knochenhautentzündung in wenigen Tagen
geheilt hat. Ich bemerke dabei, daß ich das vortreffliche
Heilmittel leider erſt anwandte, nachdem ich bereits wochen=
lang
gelegen und gelitten hatte. Darmſtadt. Frau E. Frank.
Bauchfellentzündung. Meine Tochter Minchen war
ſo ſchwer an Bauchfellentzündung erkrankt, daß der Arzt
das Schlimmſte befürchtete. Durch Auflegen von Dun=

Pflaſter auf den Leib und öfteres Einnehmen von Dun=
Pilln war ſie nach wenigen Stunden aus aller Gefahr
und bereits nach 8 Tagen wieder auf. Nach 3 Wochen
fühlte ſie ſich wieder völlig geſund.
Forſthaus Eiſernhand bei Ober=Ramſtadt. W. Hoffmann.
Gerne teile ich Ihnen mit, daß mein kleiner Albert,
als er kaum ½ Jahr alt war, durch Behandlung mit
Ihrer Dun=Salbe innerhalb 8 Tagen von Keuchhuſten,
der ihn bereits 4 Wochen lang gequält hatte, befreit wurde.
Auch bei Katarrhen, Fieber und Brandwunden hat mir
Ihr Dun=Präparat vorz. Dienſte geleiſtet.
Darmſtadt, 15. 8. 1909.
Frau A. Melchior.
Maſern. Mein kleiner Hugo erkrankte an Maſern ſo
ſchwer, daß er im Fieber irr redete und wir das
Schlimmſte befürchteten. Er war am ganzen Körper ſo rot
wie ein Krebs und zeigte ſich die Krankheit beſonders hef=
tig
an den Augen. Da ich Dun=Präparate ſchon öfter
mit beſtem Erfolge angewandt hatte, rieb ich ihn am gan=
zen
Körper mehrmal mit Dun=Salbe ein und gab ihm
Dun=Pillen. Der Erfolg war der, daß das Fieber raſch ab=
nahm
und Hugo nach etwa 3 Tagen wieder geſund war.
Frau A. Meichtor.
Darmſtadt.
Als Krankenpflegerin mit faſt 30jähriger Dienſtzeit
würde ich mich wohl hüten, ein Heilmittel zu empfehlen,
von deſſen Vorzügen und völliger Unſchädlichkeit ich mich
nicht zuvor überzeugt hätte. Ich habe vielfach Gelegen=
heit
gehabt, zu ſehen und zu hören, daß die Dun= Präpa=
rate
mit nie verſagendem Ekfolg bei offenen Wunden, Ka=
tarrhen
, Leberleiden, Brandwunden, Rheumatismus, Is=
chias
, Lungen= und Rippenfellentzündung, Blinddarm= und=
Bauchfellentzündung u. a. angewandt wurden. Mir ſelbſt
haben die Dunſalbe und Dunpillen gegen Rheuma und
Anſchwellung der Beine treifliche Dienſte geleiſtet, und ich
bin überzeugt, daß nur ſie allein mir das Leben geretet
haben, als ich kurz vor Weihnachten von einem ſchweren
Schleim=Schlaganfall getroffen worden war.
K. S.
Darmſtadt, 3. Juni 1910.

für Kranke und Geſunde ſind Dun= Salbe
(1.30), =Pillen (1.30) und Zäpfchen (2,00).
Proſpekte und kliniſch=therapeutiſche Abhand=
lung
koſtenfrei durch die Fabrik Hans
Heiss, Darmstadt, Roßdörferſtraße 22.

Die im April von Ihnen bezogenen Dunpräparate
waren von außerordentlicher Wirkung und habe ich meinem
Gjährigen Jungen ein Drüſengeſchwür (das im Entſtehen
war) geheilt, ſodaß die Eiterung gar nicht zum Ausbruch
kam. Wegen desſelben Leidens mußte ich den Knaben vor
2 Jahren 18 Tage lang in ein Krankenhaus in Operation
und Behandlung geben.
Dun iſt bei uns zu einem unentbehrlichen Heilmittel
geworden und habe ich es ſchon oſt empfohlen und auch
an Bekannte geliehen und wurden dort gleichfalls gute
Reſultate erzielt.
Lengfeld i. O., 1. 12. 1910.
Wilh. Heuß II.
Meine Leidenszeit fing 8 Wochen vor Weihnachten mit
Ischias und hochgradiger Nervoſität an, und behandelte
mich zuerſt Herr Dr. Sch, ohne Erfolg. Dann kam ich ins
Krankenhaus nach Worms, aus dem ich ebenfalls ungeheilt
entlaſſen wurde. Hierauf wurde durch das Invalidenver=
ſicherungsamt
ein Heilverfahren in einer Heilſtätte zu
Darmſtadt eingeleitet und dort alles mögliche angewandt.
Bei größter Ruhe linderte ſich mein Schmerz, aber bei der
kleinſten Anſtrengung kam er immer wieder. Erſt nach An=
wendung
Ihrer Dun=Präparate wurde ich mit jedem Tag
beſſer und heute, nach dreiwöchigem Gebrauch, finde ich
mich körperlich wie geiſtig wohl, und habe ich wieder einen
ſehr guten Schlaf. Auch gegen mein Hämorrhoidalleiden
haben mir Ihre Dun=Präparate vortrefflich geholfen und
ſage ich Ihnen hiermit, daß mir nichts anderes geholfen hat.
Monsheim (Rheinheſſen).
Gg. Scheuermann.
Herr Guillermo Alter, Naturarzt in Buenos Aires,
ſchrieb am 18. Mai 1909: In die Salbe ſind die Kranken
einfach verrückt, Ich habe einige ſehr ſchöne Heilerfolge
mit der Salbe bei Knochentuberkuloſe, Flechten, Geſchwül=
ſten
und Fiſteln. Durch die Pilln einen auffallenden Er=
folg
bei Nierenſteinen.
Nur in Apotheken zu haben oder durch Ver=
mittlung
der Fabrik.
(1480a

Bestandteile: Cerat. resin. pini 25; Cerat. Cetacci 25; Ol. Jecor Aselli 15; Cer. Flav. 15; Bals. Canad. 2; Mirrha 0,5; Seb. cerv. filtr. 15; Vitell. ovi 25. OI.
Arach. 6; Ol. Jecor Aselli 12; Cerat. res. pini 19: Cer. Flav. 12; Bals. Canad. 1,5; Cerat. Getacel 2: Seb. gerv. filtr. 12; Vitell. ovi 12,5. Rad. lig. 23.
Cerat. res. pini 25; Cerat. 4,5; Mirrha 0,5; Vitell. ovi 20; Cerat. Cetacci 25; Ol. Jecor Aselli 15; Mel. 5; Bals. Canad. 2; Seb. cerv. filtr. 4.

Kurſe vom 5. November 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.

InProz.
Staatspapiere.
4 Diſche. Reichsſchatzanw. 99,90
3½ Deutſche Reichsanl. . 88,50
77,60
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99,80
3½ do. Conſols . . . 88,40
77,60
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 99,40
92,75
do.
3½
81,75
3
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 99,80
87,00
3½
do.
do.
4 Hamburger Staatsanl. 99,30
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 99,20
4 do. do. (unk. 1918) 99,50
87,30
do.
3½
76,70
do.
3
78,80
3 Sächfiſche Rente.
4 Württemberger v. 1907 90,60
do. v. 1875 94,80
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾ Griechen v. 1887 .
3¾ Italiener Rente .
4½ Oeſterr. Silberrente 88,20
4 do. Goldrente . . . 92,00
4 do. einheitl. Rente . 35,00
3 Portug, unif. Serie I 62,40
3 do. unif. Ser, III 65,25
3 do. Spezial . . . . 10,00
5 Rumänier v. 1903 . . 98,30
92,00
4 do. v. 1890
4 do. v. 1905 . . 87,50
87,70
4 Ruſſen v. 1880 .
88,00
4 do. v. 1902 .
.100,10
4½ do. v. 1905 .
3½ Schweden .
*91,00
4 Serbier amort. v. 1895 80,20
4 Türk. Admin. v. 1903 75,50
4 Türk. uniſiz. v. 1903 82,20
4 Ungar. Goldrente . . . 87,40
4 do. Staatsrente. . . 85,00

InProz.
5 Argentinier
.100,20
4
86,20
de.
41 Chile Gold=Anleihe.
5 Chineſ. Staatsanleihe. 99,50
92,50
do.
4½
. 92,90
4½ Japaner . .
5 Innere Mexikaner. . . 90,80
61,80
3
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,25
5 Gold=Mexikaner . . . . 98,90
3 Buenos Aires Provinz 67,50
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika= Paket=
fahrt
. . . . . . . 149,50
5 Nordd. Lloyd . . . . . 117,50
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 125,50
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 108,75
8 Baltimore und Ohio . 105½
6½ Shantungbahn . . . 122,85
6½ Luremb. Prince Henri 152,00
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 18,40
6 Pennſylvania R. R. . 121,50
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger . . 64,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
.. 515,50
Fabrik .
14 Chem. Fabrik Gries=
..245,25
hein .
30 Farbwerke Höchſt . 615,00
20 Verein chen. Fabriken
Mannheim . . . . 337,00
10 Cement Heidelberg . . 147,70
30 Chem. Werke Albert 455,00
12½ Holzverkohlung Kon=
..312,50
ſtanz
119.50
4 Lahmeyer.

Aeste
Zuprar
Tivid.
7½ Schuchert Nürnberg 145,00
12 Siemens E Halske .20,25
5 Veramam Eletr. . . 1240
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 157,70
0 Gummi Peter . . . . 103,00
0 Kunſtſeide Frankfurt 108,50
50 Abler=Fahrradwerke
Kleyer
. . . 556,50
10 Maſchinenf. Badenia 174,50
6 Wittener Stahlröhren 199,00
8 Steana Romana Petr. 141,10
15 Zellſtoff Waldhof . . 229,80
12½ Bab. Zucker= Wag=
häuſel
. . . . . . . 200,50
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 105,00
3 Südd. Immobilien . 58,80
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 172,50
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 216,00
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. .
. 169,00
10 Gelſenkirchener .
. 188,00
8 Harpener
.. 182,50
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 269,20
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro.
83,50
4 Laurahütte .
.164,00
10 Kaliwerke Aſchersleben
Weſteregeln 209,00
11
7½ South Weſt Africa 128,25
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 88,20
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 100,00
4 Eliſabetzbahn, freie . . 9280
4 Franz=Jofefs=Bahn . . 88,00
3 Prag=Duxer . . . . . . 74,90
5 Oeſterr. Staatsbahn .
4 Oeſterr. Staatsbahn . 92,90
do.
77,10
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 97,90
4
do.

Zupren.
8.
2¾/10 Oeſt. Südb. (Lomb.) 51,60
. 76,30
3 Raab=Oedenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn 92,50
4 Ruſſ. Südweſt.
85,90
4½ Moskau=Kaſan . . . 95,40
85,00
bo.
4 Wladichawchas .
86,30
4 Rjäſan Koslow.
85,00
3 Portugieſ. Eiſenb. .. 74,20
86,00
do.
69,50
2 Livorneſer . . .
3 Salonique=Monaſtir . 61,00
80,00
4 Bagdadbahn . . . .
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 95,25
4 Miſſouri=Pacific. .
72,60
4 Northern=Paeiſic .
99,80
4 Southern=Pacifie
94,00
5 St. Louis und San
85,00
Francisco. .
5 Tehuantepee . .
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 182,50
7 Bergiſch =Märkiſche
.. 146,00
Bahn . .
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 163,60
6½ Darmſtädter Bank . 119,70
12½ Deutſche Bank . . . 245,75
6 Deutſche Vereinsbank . 12180
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 114,00
10 Diskonto=Kommanbit 181,00
9½ Dresdener Bank. 151,90
9½ Fraurf. Hwvoth.=B. 210,00
6½ Mittelb. Kreditbank 116,40
7 Nationalb. für Deutſchl. 119,80
7 Pfälziſche Bank. . . . 12650
5.86 Reichsbank . . . . . 131,25
7 Rhein. Kreditbank. . . 133,50
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 116,70
7½ Wiener Bankverein . 127,50
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
.. 99,00
S. 21.

Zupm,
8
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . . 88,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 52.
. 98,80
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 98,50
do.
3½
87,50
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,70
do.
8780
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
. 99,20
S. 14, 15, 17, 24/26
1823.
. 99,40
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6
87,80
S. 35
87,60
S. 911
87,70
4 Meininger Hyp.=Bank 98,50
3½
do.
87,30
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . . 98.50
3½ do. (unk. 1914) . . 87,10
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,50
3½
do.
87,30
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . .
do.
4 Frankfurt. .
. 99,70
3½
bo.
94,50
4 Gießen .
7, do.
4 Heidelberg
3½ do.
88,00
4 Karlsruhe
. 97,90
do.
88,30
4 Magdeburg:
3½ do.
4 Mainz .
do.
88,70
4 Mannheim .
97,60
do.
37,90
4 München .
.100,20
½ Nauheim
4 Nürnberg.
99,00
do.
1
4 Offenbach .

Zupet,
8½ Offenbach . . . . . .
99,80
4 Wiesbaden . .
8½ do.
4 Worms .
-
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1888
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 109 171,00
3½ Cöln=Mindner 100 134,50
8 Holl. Komm. . fl. 100 108,80
8 Madrider . . Fs. 100 71,20
4 Meinihger Pr.=Pfand=
Prieſe . . . . . . . 138,00
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 175,00
8 Oldenburger . . . . . . 128,25
3½ Raab=Grazer fl. 159 109,75
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . fl. 7
Braunſchweiger Tlr. 20 205,00
Fs. 15
Freidurger .
. Fs. 45
Mailünder .
Fs. 10
do.
Meininger .
.fl. 7
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 518,00
do. v. 1858fl. 100 438,00
Ungar. Staats . . ff. 100 371,40
Benebiger . . . . Fs. 30
Tärkiſche . . . . Fs. 400 154,40
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns .
20,50
20 Franks=Stücke . . . . 16,24
Amerikaniſche Noten . . . 4,20
Engliſche Noten . . . . . 20,50
Franzdſiſche Noten. .
81,40
Holländiſche Noten. . . . 169,45
Italieniſche Noten .
80,50
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,80
Ruſſiſche Noten . . . ..
Schweizer Noten . . . . . 81,05
Reichsbank=Diskonto.
Reichsbaul=Lamhard 36k 6

[ ][  ][ ]

Seite 8

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. November 1912.

Nummer 262.

Betten

Stroh-Matratzen
von Gan
Seegras-Matratzen
on IIan
O
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[ ][  ][ ]

Nummer 262.

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[ ][  ][ ]

Seite 10.

Nummer 262.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. November 1912.

Handel und Verkehr.

* Patent=Erteilungen. (Mitgeteilt von Dipl.=
Ing. Klemens Herszberg und Co., Patent=und Ingenieur=
Bureau Darmſtadt.) 28a. 254131. Desinfektionsver=
fahren
für Häute und Felle in der Gerberei. Dr. Otto
Röhm, Darmſtadt, Weiterſtädterſtraße 46. 31. 8. 11.
R. 33862. 67a. 254052. Maſchinen zum Schleifen und
Polieren langer zylindriſcher Gegenſtände, wie Rohre,
Stäbe und dergleichen, bei der die Werkſtücke an der zylin=
driſchen
Fläche umlaufender Schleifſcheiben ſelbſttätig vor=
beigeführt
werden. Erſte Offenbacher Spezialfabrik für
Schmirgelwarenfabrikation Mayer und Schmidt, Offen=
bach
a. M. 6. 1. 12. H. 56 455. 67a. 254 141. Maſchine
zum Schleifen der Innenflächen von Hohlzylindern mit=
telſt
umlaufender Schleifſcheiben mit nach einem Zylinder=
mantel
kreiſender Bewegung ihrer Drehachſe, deren Radius
durch Verſchieben des einen, zweier auf Feder und Nut in:
einander geſteckter Zylinder, deren Achſe ſchräg zu der Achſe
der kreiſenden Bewegung liegt, auf dieſer gegen den andern
verändert werden kann. Erſte Offenbacher Spezialfabrik
für Schmirgelwarenfabrikation Mayer und Schmidt,
Offenbach a. M. 19. 12. 11. P. 17613. Patent=
Anmeldungen. 64b. F 31114. Maſchine zum Ein=
weichen
und Spülen von Flaſchen. Filter= und Brautech=
niſche
Maſchinenfabrik A.=G. vormals L. A. Enzinger,
Berlin=Worms. 8. 10. 10. 64e. H. 56 674. Vorrichtung
zum Ausſchänken von Bier in Gläſer oder dergleichen,
Louis Heß, Darmſtadt, Saalbauſtraße 26. 21. 2. 10.
12m. M. 46066. Verfahren zur Herſtellung von thera=
peutiſch
wertvollen Verbindungen des Radiums in feſter
Form. Firma E Merck und Dr. Wilhelm Eichholz, Vik=
tpriaſtraße
50½ Darmſtadt. 19. 2. 12. Gebrauchs=
muſter
=Erteilungen. 7d. 527875. Anordnung von
Drahtgeflechtmaſchinen, beſtehend aus mehreren überein=
ander
angeordneten, gemeinſam angetriebenen Flecht=
köpfen
und Arbeitstiſchen, ſowie mehreren Haſpeln zur
Aufnahme der von der Maſchine gleichzeitig hergeſtellten
Geflechte. Georg Böttiger III., Biebesheim a. Rh.,
Heſſen. 19. 4. 12. B. 57979 33b. 527384. Bügel für
Handtäſchchen mit auf der Außenſeite gelenkig befeſtigten
Geldtaſchenbügel. Paul Vogel, Offenbach a. M., Speyer=
ſtraße
14. 3. 10. 12. V. 10 583 33b. 527 416. Kreisrundes
Vortemonnaie, beſtehend aus einem als Unterteil dienenden
Faltenſtück, an welchem äußerlich ein verſchließbarer Gold=
auszug
angebracht iſt. Philipp Hahn, Offenbach a. M.,
Schulſtraße 15. 8. 8. 12. H. 57061. 33c. 527 659. Haar=
ſpange
mit Vorrichtung zum Befeſtigen von Haarſträhnen,
Otto Keſel, Mannheim O. 7. 4., und E. Winther und Co.,
Bensheim, Heſſen. 26. 9. 12. K. 55008. 33c. 527660.
Haarſchmuckkamm mit Vorrichtung zum Befeſtigen von
Haarſträhnen. Otto Keſel, Mannheim, O. 7. 4., und C.
Winther und Co., Bensheim, Heſſen. 26. 9. 12. K. 55009.
841. 527 494. Bewegungsvorrichtung für Schwenkhähne an

Kochgefäßen. Erſte Darmſtädter Herdfabrik und Eiſen=
gießerei
Gebrüder Röder, Darmſtadt. 11. 9. 12. B. 17876.
34k. 527 665. Chriſtbaumſtänder. Max Spengler, Offen=
bach
a. M., Hebeſtraße 12. 27. 9. 12. S. 28 461. 37d.
527427. Kittloſe Glasbefeſtigung für Fenſterſcheiben und
dergleichen durch eine über den Rand des Holzrahmens
greifende Profilſchiene. Reinhold Rudolph, Offenbach
a. M., Frankfurterſtraße 65. 17. 9. 12. R. 33877. 37d.
527428. Kittloſe Glasbefeſtigung für Fenſterſcheiben und
dergleichen. Reinhold Rudolph, Offenbach a. M., Frank=
furterſtraße
65. 17. 9 12. R. 33878. 47d. 528129. Aus
Stahlblech hergeſtellter, mit Schrauben zu befeſtigender
Scharnier=Riemenverbinder. F. Weißheimer, Darmſtadt,
Hügelſtraße'87. 27. 9. 12. W. 37.953 53c. 528 021. Steri=
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aus leicht lösbar mit einander verbundenen zylindriſchen
Einſätzen gebildeten Ringräumen und im innerſten Ein=
ſatz
gebildetem Waſſer= und Dampfraum. Dr. Alexander
Bopp, Darmſtadt, Wilhelmſtraße 38. 6. 7. 11. B. 53940.
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Marie Gebauer, geb. Fornoff, Neu=Iſenburg, Heſſen. 25.
9. 12. G. 31517.
H. Frankfurt a. M., 5. Nov. ( Fruchtmarkt=
bericht
.) Am Wochenmarkt war Landweizen reichlich
angeboten und die ziemlich lebhaften Umſätze darin voll=
zogen
ſich zu weiter ermäßigten Preiſen. Auch Landroggen
wurde ſtärker offeriert und billiger gehandelt. Hafer bei
guter Konſumfrage gut behauptet. Es kommt dabei aber
viele minderwertige Ware an den Markt. Gerſte und Mais
war ruhig und ohne Veränderung; ebenſo Futtermittel
ſtetig. Die Forderungen für Mehl lauteten wie in der
Vorwoche, doch war es aus zweiter Hand unter Notiz er=
hältlich
.
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt un=
verändert
bei kleinem Geſchäft. Die Vereinigung ſüddeut=
ſcher
Mühlen hat ihre Preiſe um eine Viertelmark herab=
geſetzt
. An der Berliner Produktenbörſe war
die Haltung für Getreide etwas feſter auf das kalte Wet=
ter
, die Verſchärfung der politiſchen Lage und auf Käufe
der Kommiſſionäre. Ruſſiſche Angebote blieben unver=
ändert
, amerikaniſcher und Laplata=Weizen billiger. Hafer
behauptet; der Konſum war zurückhaltend.
Nach den letzten Kabelnachrichten von den amerika=
niſchen
Getreidemärkten (Chicago und New=
York) war Weizen nach anfangs feſter Stimmung auf den
5 la hausse lautenden Wochenausweis der Weltverſchif=
fungen
, wieder matter auf die enttäuſchende Exportnach=
frage
und Schätzung größerer Bahnzufuhren in Chicago,
ſowie auf die baiſſe lautenden Berichte aus Winnipeg.
Mais ebenfalls ſchließlich abgeſchwächt, zumal auch die
Lokomärkte ſchwächer lagen.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilogramm wie
folgt: Weizen, hieſiger und Wetterauer, 21,1021,25,
Norddeutſcher 21,1521,25, Kurheſſiſcher 21,1521,25,
Ruſſiſcher 23,2525,25, Laplata 23,7524,25, Rumäniſcher
23,2525, Kanſas 24,7525, Manitoba 23,2523,75, Red=
winter
24,2524,75, Walla Walla 2424,50; Roggen,
hieſiger 18,4018,60, Bayeriſcher (Pfälzer) 18.5018,60,
Ruſſiſcher 1919,25, Rumäniſcher 1919,25, Amerikani=
ſcher
,; Gerſte (Pfälzer) 2121,50, hieſige und Wet=

teraner 230.=21, Riedgerſte 2030- 21,3, Ungariſche ,
Fränkiſche 2121,50; Hafer, hieſiger 1921, Bayeriſcher
1921 Ruſſiſcher 20,5022, Amerikaniſcher Rumäni=
ſcher
20,5022; Mais mired 15,7516, Ruſſiſcher 16 bis
16,25, Donaumais 1616,25, Rumäniſcher 1616,25, La=
plata
15,7516, Weißer Mais 1616,25, Weizenſchalen
10,7511, Weizenkleie 10,7511, Roggenkleie 10,7511,
Futtermehl 1416, Biertreber getrocknet 13,5014, Fut=
tergerſte
15,7516,50; Weizenmehl, hieſiges Nr. 0
3232,25, feinere Marken 32,5032,75, Nr. 1 30,7531,
feinere Marken 31,2531,50, Nr. 2 29,5029,75, feinere
Marken 3030,25, Nr. 3 27,7528, feinere Marken 28,25
bis 28,50, Nr. 4 24,7525, feinere Marken 25,2525,50;
Roggenmehl, hieſiges Nr. 0 2727,75, Nr. 1 25 bis
25,50, Nr. 2 22,2522,75.

Literariſches.

* Neu erſchienene Broſchüren: Die Blind=
darmentzündung
, eine moderne Krankheit. Entſtehen
(Urſache), Bedeutung, Erſcheinungen, frühzeitiges Erken=
nen
(Frühdiagnoſe), Verhütung reſp. operationsloſe
Heilung: Bau und Verrichtungen der Verdauungs=
organe
. Dargeſtellt und reich illuſtriert von Dr. med.
Walſer, Spezialarzt für phyſik.=diät. Therapie Leipzig
Hofverlagsbuchhandlung Edmund Demme. (Preis 1,20
Mark.) 3. Auflage. Ueber Erwerbung und Vererbung
des muſikaliſchen Talentes. Von Paul Kammerer. Preis
1 Mk. Verlag von Theod. Thomas in Leipzig, König=
ſtraße
3. Das ſechſte Gebot und die Ehe. Eine Studie
über das ſexuelle Problem für Eheleute, Eltern, Erzieher,
Aerzte und Geiſtliche von Konſtantin Wieland, kathol.
Prieſter. 1912. Druck und Verlag von Theodor Lampart,
Augsburg. Wie ich mich ſelbſt wieder jung machte
im Alter von ſechzig Jahren, oder: Was iſt Fletſcheris=
mus
? Von Horace Fletſcher, deutſch von Julius Müller.
(0,30). 5. Auflage. Hofverlagsbuchhandlung Edmund
Demme, Leipzig. Ein neuer Weg zur Behandlung
von Alterserſcheinungen (Lungenemphyſem und Arte=
rienverkalkung
). Gemeinverſtändlich dargeſtellt von Dr.
med. J. Pick, Arzt für Herz= und Gefäßerkrankungen in
Charlottenburg=Berlin. Mit einem Vorwort von Pro=
feſſor
Dr. E. Jahnke=Berlin. Berlin W. 30. Verlag von
Oskar Coblentz. 1912. Die Fettleibigkeit, Urſachen,
Verhütung und Heilung. Von Dr. Kollegg (1,20). 4. Auf=,
lage. Hof=Verlag von Edmund Demme, Leipzig. Wie
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Kolbe (8 68 S Preis 80 Pfg.) 4. Auflage. Friedrich
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Band 1: Deutſchland. Herausgegeben von Dr.
Max Goos. Mit 16 Zeichnungen von Walter Strich=
Chapell und ſieben Nachbildungen landſchaftlicher Ge=
mälde
. (Hausbücherei Band 42). Verlag der Deutſchen
Dichter=Gedächtnis=Stiftung in Hamburg=Großborſtel.
160 Seiten. Preis gebunden 1 Mark. Zum erſten Mal
ſind in dieſem Bande eine Anzahl der prächtigſten dich=
teriſchen
Schilderungen deutſcher Landſchaften in Proſa
und Vers zuſammengeſtellt. Die gelungene Auswahl
dürfte ſich vor allem in hervorragender Weiſe dazu eignen,
in der deutſchen Jugend die Kenntnis und Liebe der
Heimaterde zu fördern. Der ſchöne Bildſchmuck: Zeich=
nungen
von Strich=Chapell und Nachbildungen berühmter
Gemälde von Bauriedl, Kallmorgen, Leiſtikow, Mar
Liebermann, Mackenſen, Stadler und Trübner (alles für
den Preis von 1 Mark) trägt weſentlich dazu bei, den
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[ ][  ][ ]

Nummer 262.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. November 1912.

Seite 11,

Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.

Gefunden: 1 ſilbernes Kettenarmband mit Anhänger. 1 gold.
Zwicker. 1 Herrenregenſchirm mit dunklem Griff. 1 Notizbuch mit
dem Namen Fr. B. Kraft verſehen. 1 Doubléring. 1 Metzgermeſſer.
1 vergoldete Broſche. 1 grüne Emaillebroſche mit Bild (Münchner
Kindl). 1 Peitſche. 1 Bund Schlüſſel.
(22950
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 2 Pinſcher. 1 Pinſcher (zugelaufen). Die Hunde können
von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden.
Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(22990

Bekanntmachung.

Die Beſtimmungen des Margarinegeſetzes (Reichsgeſetz, betr.
den Verkehr mit Butter, Käſe, Schmalz und deren Erſatzmittel, vom
15. Juni 1897), werden von den Verkäufern häufig noch nicht in der
Weiſe beachtet, wie es nötig iſt, um Strafanzeigen zu vermeiden.
Wir bringen darum nachſtehend wiederholt die Vorſchriften des ge=
nannten
Geſetzes, gegen die am meiſten verſtoßen wird, erneut zur
Kenntnis der Beteiligten mit dem Anfügen, daß wir jede Uebertretung
zur Anzeige bringen werden.
Darmſtadt, den 4. November 1912.
(22991
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.

Auszug aus dem Margarinegeſetz.

§ 1 Abſatz 1: Die Geſchäftsräume und ſonſtigen Verkaufs=
ſtellen
einſchließlich der Marktſtände, in denen Margarine, Margarine=
käſe
oder Kunſtſpeiſefett gewerbsmäßig verkauft oder feilgehalten wird,
müſſen an in die Augen fallender Stelle die deutliche, nicht verwiſch=
bare
Inſchrift Verkauf von Margarine, Verkauf von Margarine=
käſe‟
, Verkauf von Kunſtſpeiſefett tragen.
§ 2: Die Gefäße und äußeren Umhüllungen, in welchen Mar=
garine
, Margarinekäſe oder Kunſtſpeiſefett gewerbsmäßig verkauft
oder feilgehalten wird, müſſen an in die Augen fallenden Stellen die
deutliche, nicht verwiſchbare Inſchrift Margarine, Margarinekäſe‟
Kunſtſpeiſefett tragen. Die Gefäße müſſen außerdem mit einem
ſtets ſichtbaren, bandförmigen Streifen von roter Farbe verſehen ſein,
welcher bei Gefäßen bis 35 cm Höhe mindeſtens 2 cm, bei höheren
Gefäßen mindeſtens 5 cm breit ſein muß.
Wird Margarine, Margarinekäſe oder Kunſtſpeiſefett in ganzen
Gebinden oder Kiſten gewerbsmäßig verkauft oder feilgehalten, ſo hat
die Inſchrift außerdem den Namen oder die Firma des Fabrikanten,
ſowie die von dem Fabrikanten zur Kennzeichnung der Beſchaffenheit
ſeiner Erzeugniſſe angewendeten Zeichen (Fabrikmarke) zu enthalten.
Im gewerbmäßigen Einzelverkaufe müſſen Margarine, Mar=
garinekäſe
und Kunſtſpeiſefett an den Käufer in einer Umhüllung ab=
gegeben
werden, auf welcher die Inſchrift Margarine, Margarine=
käſe
, Kunſtſpeiſefett mit dem Namen oder der Firma des Ver=
käufers
angebracht iſt.
Wird Margarine oder Margarinekäſe in regelmäßig geformten
Stücken gewerbsmäßig verkauft oder feilgehalten, ſo müſſen dieſelben
von Würfelform ſein, auch muß denſelben die Inſchrift Margarine‟
Margarinekäſe eingepreßt ſein.
§ 3 Abſatz 1: Die Vermiſchung von Butter oder Butterſchmalz
mit Margarine oder anderen Speiſefetten zum Zwecke des Handels
mit dieſen Miſchungen iſt verboten.
§ 4 Abſatz 1: In Räumen, woſelbſt Butter oder Butter=
ſchmalz
gewerbsmäßig hergeſtellt, aufbewahrt, verpackt oder feilge=
halten
wird, iſt die Herſtellung, Aufbewahrung, Verpackung oder das
Feilhalten von Margarine oder Kunſtſpeiſefett verboten. Ebenſo iſt
in Räumen, woſelbſt Käſe gewerbsmäßig hergeſtellt, aufbewahrt,
verpackt oder feilgehalten wird, die Herſtellung, Aufbewahrung, Ver=
packung
oder das Feilhalten von Margarinekäſe unterſagt.

Verſteigerungs-Anzeige.

Donnerstag, den 7. November 1912, nachm. 4Uhr,
verſteigere ich im Saale der Ludwigshalle, Obergaſſe dahier,
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und 100 Paar Schuhe verſchiedener Art;
2. vorausſichtlich: 2 Klaviere, 1 Büfett, 3 Spiegel, 2 Diwans,
1 Nähmaſchine, 3 Sofas, 1 Damenſchreibtiſch, 2 Kleider=
ſchränke
, 2 Tiſche, 1 Waſchkommode, 2 Blumentiſche, 2 Bilder,
1 Vertiko, 1 Glasſchrank, 1 Anrichte, 1 Opernglas, 1 Ruhe=
kiſſen
, 1 Rauchſervice, 3 Anzüge, 1 Fahrrad u. a. m.
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jeder Beamte und Geschäftsmann denselben mit Freuden begrüßen.
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heimerſtraße

Nr. 75,
in unſerem Bureau zwangsweiſ
verſteigert werden.
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Falls andere rechtliche Hinder=
niſſe
nicht entgegenſtehen, wird Ge=
nehmigung
der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht er=
reicht
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Freitag, 8. November 1912,
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meiſtbietend gegen Barzahlung ver=
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Seite 12.

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Nummer 262.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, deu 6. November 1912.

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(Nachdruck verboten.)
6)

So, da ſäßen wir wieder einmal in einer anſtändi=
gen
Kneipe!
Den Klemmer ganz vorn auf der dicken Naſe, prüfte
Sollenſtern die Speiſekarte und ſtellte ein kleines Menü
zuſammen. Den Wein auszuwählen, bereitete ihm grö=
ßere
Schwierigkeiten, er wollte von dem Kellner alles
mögliche wiſſen. Wie lange die und die Marke ſchon
hier im Keller liege, von welchem Jahrgang ſie ſei.
Schließlich beſtellte er eine Mouton Rothſchild.
Aber Onkelchen, das iſt ja ein Prachtwein!
Der ſoll Dir die Zunge löſen, Mannchen!
Erſt aßen ſie, dann wurde die zweite Flaſche beſtellt.
Kellner, wenn ich Sie brauche, werd ich klingeln!
Sehr wohl! Diskret zog der junge Menſch ſich zurück.
Sollenſtern ballte die Serviette zuſammen, warf ſie
auf den nächſten Stuhl und lehnte ſich zurück. Nun ſag
mir mal ehrlich, Mannchen, in wen biſt Du bis über beide
Ohren verliebt?
Onkelchen, wie kommſt Du bloß auf ſolche Gedanken?
Der Roßdorff hat mir Andeutungen gemacht, aber
keinen Namen genannt.
Das Schaf!

Ganz unwillig war Plattangen geworden.
Mach keine Geſchichten, Mannchen, Du weißt doch,
wir beide brauchen keine Geheimniſſe voreinander zu
haben, vier Augen ſehen mehr als zwei!
Laß nur, Du kannſt mir ja doch nicht helfen!
Soo? Weißt Du das ganz beſtimmt? Ich bin ja
froh, daß ich meine Haut als Junggeſelle heil durchs Le=
ben
geſchleppt habe, aber das ſehe ich doch ein, Mann=
chen
, jammerſchade wärs, wenn Du nicht heiraten wollteſt.
Plattangen ſteht auf Deinen beiden Augen und Klotzowen
wartet auch auf Dich und Deine Kinder!
Laß mich nur allein meinen Weg gehen. Warum
willſt Du Dich auf Deine alten Tage mit ſolchen Sachen
ärgern?
Mannchen, ich dächte, wir wären immer ganz leidlich
zuſammen ausgekommen. Alles hat mir von Dir ja nicht
gefallen, und wenn Dir jetzt mal was von mir nicht ge=
fällt
, ſo ſollteſt Du deinen Verſtand ſprechen laſſen und
Dir ſagen: Mag der alte Sollenſtern auch noch ſo ne
Kratzbürſte ſein, ich kann mich auf ihn verlaſſen wie aufs
Evangelium, und er wird nicht mit plumpen Fingern
in meinem Brei rumrühren!
Ich würde Dir auch klaren Wein einſchenken, Onkel=
chen
, wenn es irgendwelchen Sinn hätte; aber Du hät=
teſt
doch nur Verdruß von dem Brei, den ich mir ein=
gerührt
.

Alſo vollkommen ausſichtslos die ganze Geſchichte?
Aller Wahrſcheinlichkeit nach.
Eine blanke Antwort, Mannchen! Handelt ſichs um
die kleine Dittmark?
Da ſchießt Plattangen die Röte ins Geſicht.
Hab ichs mir doch gedacht! Wer war eigentlich der
Kerl, mit dem ſie vorhin ſpazieren lief?
Herr von Wullnow Legationsſekretär!
Aha! Und der iſt derjenige, welcher?
Es iſt anzunehmen, Onkelchen.
Da polterte Sollenſtern aber raus: Rannte alſo ſo
ſchnell an uns vorbei, weil wir ſie ertappt hatten? Na
ja dochchen ja, hat den Kopp verloren gehabt! Werde
dann gleich mal zu Andreas Dittmark fahren, ſoll ihm
ſo wie ſo Grüße von ſeinem Bruder Albrecht bringen und
erzählen, wie es in Tampiſchkehnen ausſieht.
Aber mich laß aus dem Spiele! Ich komme nicht mit!
Dann vertritt Dir unterdeſſen die Füße! Aber der
Gunild werde ich meine Abſicht noch unter die Naſe rei=
ben
.
Das wirſt Du nicht tun, Onkelchen!
Ich werde! Hab das Mädel ſo oft am Zopfe gezogen
und ihr in Sensburg ſo viel Bonbonchens gekauft, daß
die Leute dort dachten, der Chriſtoph Sollenſtern hat auf
ſeine alten Tage noch ein Techtelmechtel, oder geht gar
mit ſeinen wackligen Beinen auf die Freitel Jaa,

[ ][  ][ ]

Seite 14,

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. November 1912.

Nummer 262.

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mals war ich der gute Onkel, und heute läuft das Mädel
an mir vorbei, als habe ſie mich auf ihrem ganzen Erden=
ſpaziergang
noch niemals geſehen! Dabei hat ſie da auf
meinen Knien geſeſſen, und war gar nicht verlegen, wenn
ich das Pralinentütchen aus der Taſche zog! Nee, Gunild=
chen
, ſo haben wir nicht gewettet neee!
Da wurde Plattangen ärgerlich. Onkelchen, ich bitte
Dich dringend, laß Fräulein von Dittmark in Ruhe, Du
kännſt ſie doch nicht zwingen, mich zu lieben?
Dem blaſſen Kerl läßt Du doch das hübſche Mädel
nicht?
Die Entſcheidung liegt nicht bei mir!
Aber Sollenſtern war ganz Feuer und Flamme
geworden. Du, Mannchen, mit dem verrückten Namen
Donatus! Herrjeh, was hab ich mich mit Deiner Mutter
rumgekampelt, wie ſie Dir dieſen Namen geben wollte!
Aber ’s war nichts zu machen, nach fünfjähriger Warte=
zeit
erſchienſt Du endlich, und dann meinte ſie, Dich habe
ihr der Himmel als ganz beſonderes Gnadengeſchenk in
die Arme gelegt! Und dein guter Vater opponierte auch
nicht, er ſagte zu mir: Laß deiner Schweſter dieſe Freude,
wenn der Junge ſich nur mal recht gut durchs Leben
findet, wie er heißt, iſt doch ganz egal! Und wie Dich
der Paſtor getauft hat, hab ich die Zähne zuſammenge=
biſſen
, um nicht lachen zu müſſen, aber da hat mich Deine
Mutter ſo ſonderbar angeſehen! Und wie dann unſer
Herrgott Deine Eltern von Dir nahm es war eine gute
Ehe, ManncheF da hab ich manchmal im ſtillen gedacht,
meine Schpaſſer hat recht gehabt, Dir den Namen Dona=
tus
auf deſSebensweg mitzugeben, Du wardſt der Erde
geſchenkt zum Erſatz für Deine braven Eltern, die Gott

gerne oben in ſeinem Himmelreich haben wollte! Er
wiſchte ſich eine Träne aus dem Augenwinkel. Und des=
halb
, Mannchen, mochte ich Dich nie gern Donat oder
Donatus nennen, denn dann ſeh ich immer gleich wie=
der
den Blick Deiner guten Mutter an Deinem Tauftage!
Herzlich reichte ihm der Neffe die Hand über den
Tiſch. Du gutes Onkelchen!
Ich hab Dir das auch bloß erzählt, damit Du mir
den Kopf freigibſt! Mit meinem alten Freunde Andreas
werde ich ſprechen, gleich nachher, Gunild laß ich aus
dem Spiele! Aber hören will ich, was der alte gute
Dittmark über Dich und den anderen Kerl denkt!
Onkelchen, laß es lieber bleiben!
Mannchen, klingle mal, ich will bezahlen, und Du
wirſt als guter Oſtpreuße, der Autorität im Leibe hat,
deinem alten Onkel gehorchen und ihm vertrauen!
Plattangen zuckte die Achſeln und läutete. Er wußte,
wenn er jetzt Onkelchen hitzig machte, ſprang der einfach
Gunild an die Kehle und forderte klaren Beſcheid, und
der würde wahrſcheinlich nicht zu ſeinen Gunſten aus=
fallen
. Mit Geduld war vielleicht doch mehr zu erreichen.
Du wirſt aber nur mit Herrn von Dittmark über mich
und meine Liebe zu Gunild ſprechen, Onkelchen, verſprich
mir das!
Natürlich, ein Tölpel bin ich nicht, wenn ſich’s um
eine delikate Affäre handelt! Und um ſechs treffen wir
uns wieder im Café Bauer oben!
Schönchen!
Plattangen half dem Onkel noch beim Einſteigen in
die Droſchke und bummelte dann in den Tiergarten, Aber

überall fielen ihm die Menſchen und ihr luſtiges Lachen
auf die Nerven.
Wullnow hatte ſich nicht entſchließen können, im Vor=
übergehen
bei Dittmarks vorzuſprechen. Er wollte erſt
eine Woche ins Land gehen laſſen, bevor er, ohne eine
offizielle Einladung erhalten zu haben, wieder einmal
ſeine Aufwartung machte. Er meinte, das dokumentiere
ſeinen Standpunkt. Man ſolle nicht glauben, daß er ſo
ſchnell mit beiden Händen zugreifen wolle, denn der Brief
hatte ihm doch Bedenken eingeflößt. Die ganze Aufmach=
ung
war bei Dittmars ſo erſtklaſſig, daß er geglaubt hatte,
ſie befänden ſich in bei weitem beſſeren Vermögensver=
hältniſſen
. Schließlich konnte er ſich in ſeinem Berufe un=
möglich
Beſchränkungen auferlegen. Aber Gunild war
ſchön und klug! Sie wußte ſich tadellos zu benehmen,
blieb reſerviert; wenn ſie ſich aber in einem Kreiſe befand,
der ihr zuſagte, dann war ſie ganz Temperament. Dann
blitzten ihre braunen Augen auf, die ſchöne Hand ballte
ſich zuſammen, ſie warf den Kopf trotzig in den Nacken und
verfocht ihre Anſicht mit Entſchiedenheit und Geſchmack.
Und in ſolchen Momenten erſchien ſie ihm doppelt be=
gehrenswert
. Aber er ſagte ſich: Ich darf mich nicht hin=
reißen
laſſen, muß an meine Zukunft denken! Das ſchöne
Weib nützt mir nichts, wenn es mir an Mitteln gebricht!
Er kannte eine ganze Anzahl Diplomaten, denen es
an Fähigkeiten gewiß nicht mangelte, die aber von ihrem
beſcheidenen Außenpoſten nicht wegkonnten oder in Ber=
lin
im Auswärtigen Amte arbeiteten, weil ihre pekuniären
Verhältniſſe eine Verſetzung zu den Botſchaften des Deut=,
ſchen Reiches nicht duldeten. Und ehrgeizig war Fried=
rich
Karl von Wullnow ſehr ehrgeizig!
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

Nummer 262.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. November 1912.

Seite 15.

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Seite 18.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. November 1912.

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[ ][  ][ ]

Nummer 262.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. November 1912.

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Seite 20.

Darmſtadter Tagblatt, Mittwoch, den 6. November 1912.

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[ ][  ][ ]

Nummer 262,

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. November 1912.

Seite 21.

Zur Haarpflege
Seit langer Zeit litt ich an Kopf-
schuppen
und Haarausfall und
habe viele Mittel probiert, ohne
Besserung zu erzielen. Auch Javol
wollte ich nicht unversucht lassen
und probierte zunächst mit einer
kleinen Flasche. Nach Vorschrift,
durch Waschungen mit Javol- Kopf-
waschpulver
unterstützt, ange-
wandt
, erzielte ich einen direkt
wunderbaren Erfolg. Nach unge-
fähr
4 Wochen fielen mir fast gar
keine Haare mehr aus, während
ich sonst bei jedem Durchkämmen
den ganzen Kamm voll hatte.
Das Haar wurde voll, weich und
glänzend, und ich hatte keine
Schuppen mehr auf dem Kopfe.
Trier, den 7. Juni 1912. P. R. E
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Hur

Vermiſchtes.

* Das Kratzen der Kinder zu verhindern. Bei Kin=
dern
, beſonders bei ganz kleinen, iſt oft das Zuheilen einer
Wunde oder eines Ausſchlages ſchwer, weil das Kind
durch den juckenden Reiz an der wunden Stelle zum
Kratzen veranlaßt wird. Auf ganz einfache Weiſe kann
man dies verhindern. Die Ausſtellung Der Menſch
in Darmſtadt zeigt uns in ihrer Abteilung Kindespflege‟
eine Manſchette, die ſich jeder aus Pappe ſelbſt herſtellen
und dem Kinde um den Arm legen kann. Die Manſchette
reicht vom Handgelenk bis zum Oberarm und iſt ſo ange=
legt
, daß das Kind den Arm nicht mehr beugen kann, ſo
daß ein Kratzen an der wunden Stelle unmöglich iſt. Auf
dieſelbe Weiſe wird den Kindern das Fingerlutſchen ab=
gewöhnt
. Auch das Kratzen an der Impfſtelle, wodurch
der gute Verlauf der Impfung oft aufgehalten und ge=
fährdet
wird iſt, wie wir in der Ausſtellung ebenfalls
ſehen, durch Auflegen einer Schutzhülle zu verhindern. Die
Schutzhülle iſt eine Art Pflaſter, die auf der Rückſeite eine
erhabene Kapſel aus Marienglas trägt und einfach auf
den Arm aufgeklebt wird. Die Impfſtelle ruht nun unter
der Kapſel und bleibt von jeder Berührung mit ſchmutziger
Wäſche oder mit den Fingern des Kindes verſchont.

Sport.

* Pferderennen. Strausberg. Strausberger
Handikap. 3400 Mark, Diſtanz 1200 Meter: 1. Herren
Welp u. Brauns Pulver (Jentzſch), 2. Quodlibet (Torke),
3. Miß Quick (W. Winklec). Tot 243:10. Pl. 54, 20,
40:10. Unpl.: Ovation (4), Mona Liſa (5), Contra, Waſ=
ſerrecht
, Muſidora, Ottawa, Rath Seba, Geduld (gef.)
Kaſſala, Courſchleppe, Delila, Kavalier, Sara. Kampf

Hals½ Lg. Froſchkaſten=Jagdrennen. Ehrenpreis und
2000 Mark, Diſtanz 3500 Meter: 1. Hrn. Dr. F. Rieſes
Künſtler (Bef.), 2. Herkus Monte (Hr. Purgold), 3. Wald=
traut
(Lt. Frhr. v. Berchem). Tot. 15.10. Pl. 11, 14,
22:10. Unpl.: Hadwiga (4), Entweder oder, Red Clover,
Mein Neffe, Hellia (gef.). Sehr leicht 31½ Lg.
Saville=Hürdenrennen. 2700 Mark, Diſtanz 2400 Meter:
1. Hrn. K. v. Tepper=Laskis Sitard (v. Tucholka), 2. See=
hund
(Streit), 3. Conſtantin (Th. Baſtian). Tot. 35.10.
Pl. 14, 13, 16:10. Unpl.: Menelik (4), Bürgermeiſter,
Homchen, Farius, Hildur, Riff, Venezia. Leicht 12½
Lg. Wieſen=Jagdrennen. 2000 Mark, Diſtanz 3500
Meter: 1. Gr. Stauffenbergs Chikago (Weishaupt), 2.
Firlefanz II (Koch), 3. Jeſſonda (Theilen). Tot. 42:10.
Pl. 15, 12, 15:10. Unpl.: Terxes (4), College Hotzenplotz,
Atlanta, Quäkerin, Leilah, Rothaut (gef.). Scharfer
Kampf Hals-Kopf. Hubertus=Steeple=Chaſe. Ehren=
preis
und 2600 Mark, Diſtanz 4500 Meter: 1. Lt. Loogs
Kebty (Beſ.), 2. Florimond Robertet (Lt. Frhr. v. Ber=
chem
), 3. Belfaſt (Beſ.). Tot. 204:10. Pl. 50, 16:10.
Unpl.: Anthaeus (gef.), Baſuto (gef.), Mooſe (gef.).
Sicher 2 Lg.-Weile. Tannen=Jagd=Rennen. 2000
Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Hrn. W v. Kellers Nena
Sahib (Lommatzſch), 2. Moſel (Daſh), 3. Ops (Jentzſch).
Tot. 25:10. Pl. 15. 16:10. Unpl.: Niobe II (4), Vielleicht.
Sehr leicht 32 Lg.
* Fußball. Die engliſchen Liga= Fußball=
ſpiele
der 1. Klaſſe ergaben am letzten Spieltage im
allgemeinen die erwarteten Reſultate. Ueberraſchend war
nur die Niederlage von Bradford City mit 1:5 durch Sun=
derland
. Die übrigen Reſultate waren: Newcaſtle=United
gegen Sheffield Wedsnesday 1:0, Oldham Athletiks gegen
Everton 2:0, Mancheſter=United gegen Notts County 2:1,
Mancheſter=City gegen Wollwich Arſenal 4:0, Liverpool
gegen Tottenham Hotspur 411, Aſton Villa gegen Middles
brough 511, Weſt Bromwich Albion gegen Chelſea 210.
Unentſchiedene Kämpfe lieferten ſich Bolton Wanderers
mit Derby County 111 und Sheffield=United mit Black=
burn
Rovers 0:0.
* Lawn=Tennis. Die Lawn=Tennis= Mei=
ſterſchaften
von Paris ſind jetzt beendet und brach=
ten
Gobert in der Meiſterſchaft im Herren=Einzelſpiel mit
6:3, 6:3 einen überlegenen Sieg über Laurentz. Im ge=
miſchten
Doppelſpiel unterlag Gobert mit Frl. Maſſon als
Partnerin gegen Laurentz-Frl. Broquedis, die leicht 622,
6:3 gewannen.
* Hockey. Das Hockey=Ländermatch Bel=
gien
-Frankreich wurde in Brüſſel zur Entſcheidung
gebracht. Die Belgier zeigten ſich ihren Gäſten überlegen
und führten bis zur erſten Hälfte bereits 311. In der
zweiten Hälfte erzielten die Belgier drei weitere Tore,
denen die Franzoſen nur eins entgegenſetzen konnten, ſo
daß das Spiel mit 6:2 für Belgien endete.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.

Geöffnet an Wochentagen von 9 12 Uhr vorm. und
8 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 27. Okt.: dem Mechaniker Peter
Rickert, Hölgesſtraße 3, ein S. Friedrich. Am 26.: dem
Diplom=Ingenieur Philipp Auguſt Schuchmann, Kies=
ſtraße
95, eine Tochter. Am 27.: dem Mechaniker Adolf
Veit, Gräfenhäuſer Weg 75, eine T. Anna. Am 1. Nov.:
dem Oberfeuerwerker Bruno Heine, Rhönring 75, ein

S. Rolf Chriſtian Wilhelm. Dem Schloſſer Philipp
Zöller, Arheilgerſtraße 35, ein S. Hermann Otto. Am
29. Okt.: dem Straßenbahnſchaffner Friedrich Jakob
Brauer, Viktoriaſtraße 46, ein S. Joſeph Heinrich
Jakob. Am 30.: dem Schriftſetzer Auguſt Albert
Schwörke, Darmſtraße 27, eine T. Irma Aline. Am
2. Nov.: dem Stadtſekretär Karl Auguſt Rudolf De=
cher
, Speſſartring 7, ein S. Siegfried Heinrich Auguſt.
Am 31. Okt.: dem Zementbaugeſchäftsinhaber Carlo
Mion, Liebigſtraße 75, ein S. Carlo Bernardo Julio
Sante. Am 2. Nov.: dem Taglöhner Georg Judith,
Landwehrſtraße 39, eine T. Stefanie. Am 3.: dem Fuhr=
mann
Adam Kunz, Langegaſſe 41, eine T. Karoline.
Am 28. Okt.: dem Eierhändler Jakob Breitwieſer,
Große Ochſengaſſe 5, eine T. Anna Dorothea.
Aufgebotene. Am 1. Nov.: Kaufmann Petrus Jo=
hanes
, gen. Proſper, Engel, hier, mit Anna Maria
Sachs, Frankfurt a. M. Diener Georg Max Karl
Völkel, Blumendorf, mit Küchenmädchen Roſa Wil=
helmine
Johanna Schöning, Hanfühn. Geſchäftsreiſen=
der
Jakob Adam Fick, Taunusſtraße 51, mit Magda=
lena
Mutti, Pfungſtadt. Sergeant im Train=Bataillon
Nr. 18 Franz Otto Kolberg, Eſchollbrückerſtraße 24, mit
Anna Illert, Griesheimer Weg 7. Kaufmann Emil
Merz, Pſeddersheim, mit Haustochter Frieda Thereſe
Alma Noll, Oſternburg. Am 4.: Klemenz Karl,
Diener, hier, mit Frieda Maria Deis, Frankfurt a. M.
Friſeur Peter Lingenfelder mit Katharina Franck,
beide in Mußbach. Fahrburſche Chriſtoph Becher XI.
mit Margarete Crößmann, beide in Pfungſtadt.
Schloſſer Johannes Haag, hier, mit Maria Heil,
Klein=Umſtadt. Schloſſer Heinrich Vögler, Pfungſtadt,
mit Erneſtine Dietz, Erbacherſtraße 69.
Eheſchließungen. Am 29. Okt.: Sergeant Albext
Hernsdorf mit Katharina Bender, beide hier. Maga=
zinarbeiter
Emil Keßler mit Anna Spengler, beide
hier. Am 30.: Fabrikarbeiter Friedrich Wilhelm mit
Barbara Steinmetz, beide hier. Am 31.: Zahlmeiſter=
aſpirant
und Vizefeldwebel Johs. Stracke, hier, mit
Sophie Müller in Erbach i. O. Am 1. Nov.: Eiſen=
dreher
Jakob Schönberger mit Büglerin Eva Schmidt,
beide hier. Am 2.: Fabrikarbeiter Heinrich Zahn mit
Eliſabethe Schäfer, beide hier. Schneider Jakob Sior
mit Katharina Borger, beide hier. Sergeant Heinrich
Weber, hier, mit Margarete Schwinn in Fränkiſch=
Crumbach. Taglöhner Karl Opermann mit Katha=
rina
Schmitt, beide hier. Weißbinder Otto Schnau=
ber
mit Katharine Nagelſchmidt, beide hier. Kaufmann
Heinrich Rullmann mit Katharina Lollo Binger,
beide hier. Flugzeugmonteur Karl Zürtz in Frankfurt=
Niederrad mit Karoline Gerſtmeyer, hier.
Geſtorbene. Am 31. Okt.: Barbara Lenges, geb.
Becker, Witwe des Schuhmachers, 71 J., ev. Blumenthal=
ſtraße
34. Dienſtknecht Adam May, 52 J., ev., Nieder=
Beerbach. Am 1. Nov.: Eliſabeth Küſter, geb. Schnei=
der
, Ehefrau des Straßenreinigers, 40 J., ev., Forſt=
meiſterplatz
18. Eliſabethe Margarethe Katharine Krug,
geb. Wenner, Witwe des Landwirts, 50 J., ev., Hoch=
ſtraße
4. Schloſſer und Chauffeur Wilhelm Hofmann,
20 J., ev Eberſtadt. Am 2.: Katharina Rapp, geb.
Ritſert, Witwe des Palaisinſpektors, 82 J., ev., Wieners=
ſtraße
58. Am 3.: Johanna Marie Rein, Tochter des
Großh. Saalwärters, 1 J., ev., Landgraf=Georg=Straße 64.
Kurt Horn, Sohn des Bahnhofsvorſtehers, 2 J., ev.,
Riedeſelſtraße 56. Karl Schriff, 10 Min., kath., Lud=
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. November 1912.

Nummer 262.

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Solist: Herr Willy Hutter von hier, Klavier.
Leitung: Wilhelm Schmitt, Direktor der Akademie für
Tonkunst.
1. Glinka: Ouvertüre zu Russlan u. Ludmilla‟ für Orchester.
2. Mezart: Klavierkonzert A-dur Nr. 23. 3. Tschaikowski: Serenade
op. 48 f. Streichorchester. 4. Chopin: Polonäse op. 22 Es-dur für
Klavier u. Orchesterbegleitung. 5. Goldmark: Ouvertüre zu Sakun-
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op. 13 f. Orchester.
Konzertflügel: Ibach, Barmen. Orchester-Celesta: I. P. Schiedmayer,
Stuttgart. vertreter beider Firmen: Hoflieferant Heinrich Arnold,
Wilhelminenstr. 9 u. Mühlstr. 13.
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Studenten und Schülerkarten Mk. 1.. Karten in der Hof-
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Mitgliedsbeiträge: 1. Für ein aktives Mitglied jährlich
Mk. 12.; für jedes weitere Familienglied, das als aktives Mit-
glied
eintritt, jährlich Mk. 4. für jedes weitere Familienglied,
das als inaktives Mitglied eintritt, numerierter Platz Mk. 4.,
unnumerierter Platz Mk. 3.. 2. Für ein inaktives Mitglied
numerierter Platz Mk. 8., unnumerierter Platz Mk. 6., für
jedes weitere Familienglied Mk. 6. bezw. Mk. 4.: Studenten
und Schüler höherer Lehranstalten unnumerierter Platz Mk. 3..
Aufnahmegesuche sind zu richten an den I. Vorsitzenden.
Herrn Justizrat Hallwachs, Hügelstr. 47. Für die inaktiven Mit-
glieder
liegt ausserdem noch eine Einzeichnungsliste auf in der
Hofmusikalienhandlung Heinrich Arnold, Wilhelminenstr. 9.

Montag, den 11. November 1912
abends 7 Uhr
Zocheskonzert
im Großherzoglichen Hoftheater
zum Beſten des Witwen= und Waiſenfonds der
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Großherzoglichen Hofmuſik ::
und unter Mitwirkung
der Großherzoglich Heſſiſchen Kammervirtuoſin
Frau Frieda Kwast-Hodapp
aus Berlin.

1. Kleine Suite für Orcheſter
2. Klavier=Konzert in A-moll
Ed. Grieg.

3. Paganini=Variationen für Kla=
Cl. Debuſſy.) vier aus dem 1. und 2. Heft
J. Brahms.
4. Sinfonie in D-woll (Richard
Wagner gewidmet)
A. Bruckner.
Konzertflüger: Steinway & Sons, New-Vork-Hamburg.
Alleiniger Vertreter in Darmſtadt:
Hoflieferant A. W. Zimmermann.
Vormittags 10 Uhr. Karten zur Haupt=
Hauptprobe; probe à Mk. 1.50 ſind an der Hoftheater=
Tageskaſſe, ſowie in der Muſikalienhand=
lung
von Leopold Schutter, Eliſabethen=
ſtraße
12, zu haben.
(22953ms
NB. In dieſer Hauptprobe werden alle Nummern des Pro=
gramms
zu Gehör gebracht.

Großherzogl. Hoftheater
Mittwoch, den 6. November 1912.
52. Ab.=Vorſtellung. C 13.
Zar und Zimmermann.
Komiſche Oper in 3 Akten
von A. Lortzing.
Muſikal. Leiter: Willem de Haan.
Spielleiter: Wilhelm Riechmann.
Perſonen:
Peter I., Zar von
Rußland . . . Otto Semper
Peter Iwanow,
ein Ruſſe, Zim=
. Karl Bernhardt
mergeſelle .
van Bett, Bürger=
meiſter
von Sar=
L. Schützendorf
dam
Marie, ſ. Nichte
General Lefort,
ruſſ. Geſandter . Auguſt Kräger
Lord Syndham,
engl. Geſandter . Alfr. Stephani
Marquis von
Chateauneuf, frz.
Aug. Globerger
Geſandter .
Witwe Brown,
Zimmermeiſterin Minna Müller=
Rudolph
Ein Offizier
Frz. Herrmann
Ein Ratsdiener . A. Fleiſchmann
Zimmerleute. Magiſtratsper=
ſonen
. Einwohner von Saar=
dam
. Offiziere verſchieden. Na=
tionen
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Sperrſitz: 1.13. Reihe 3.60 M.,
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1.5. Reihe 2.25 M., 6.8. Reihe
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lerie
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Kommerzienrat Ludwig Frölich und
Hofbuchdruckereibeſitzer Carl Wittich.
Gruppe Grosshandel‟: Bankdirektor Carl Pareus und
Kaufmann Ludwig Joſeph.
Gruppe Kleinhandel‟: Kaufmann Ludwig Fiſcher und
Kaufmann Fritz Becker.
Die Wahlen finden wie folgt ſtatt:
für die Wahlgruppe Kleinhandel am Montag, den
11. November 1912,
Grosshandel‟ am Dienstag, den
12. November 1912,
Industrie am Mittwoch, den
13. Novemher 1912,
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Nummer 262.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. November 1912.

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Schneider. 2. Ouverture zu Roſa=
munde
v. Fr. Schubert. 3. Zwei
Sätze aus der I. Peer=Gynt=Suite:
a) Morgenſtimmung, b) In der
Halle des Bergkönigs v. E. Grieg.
4. Zwei Stücke aus dem Diver=
timento
(1. Menuett, 2. Marcia
alla Francese‟) v. W. A. Mozart.
5. Frauen=Liebe und=Leben,
Walzer v. Fr. v. Blon. 6. Große
Zeit, neue Zeit‟, II. Preismarſch
der Woche von Fr. Braſe,

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Seite 24.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 6. November 1912.

Nummer 262.

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