Abonnementspreis
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
Inſerate
175. Jahrgang
wärts nehmen die Poſtämter u. die
Agen=
werden angenommen in Darmſtadt.
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
für Aufnahme von Anzeigen an
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den Annoncen=Expeditionen. — Bei
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Die Reichstagserſatzwahl in Berlin I, die
durch die Mandatsniederlegung des
Reichstagsabgeord=
neten Kaempf erforderlich geworden iſt, findet am
Dienstag, den 5. November, ſtatt.
Die Nordd. Allg. Ztg. macht Mitteklungen über den
In=
halt des Geſetzentwurfs, betreffend den
Ver=
kehr mit Mineralöl, der dem Reichstag bei
ſeinem Zuſammentritt zugehen ſoll.
Das Marineluftſchiff L. I iſt am Dienstag vom
Reichsmarineamt übernommen worden
Bei einem Eiſenbahnunglück in Speyerdorf
(Pfalz) wurden drei Perſonen getötet und
vier ſchwer verletzt.
Die Friedenspräliminarien zwiſchen Italien
und der Türkei wurden geſtern abend in Ouchy
unter=
zeichnet.
In der griechiſchen Kammer erklärte ſich der
Mini=
ſterpräſident Venizelos für den Anſchluß Kretas
an Griechenland.
Die Stadt Tuziergab ſich der montenegriniſchen
Armee.
In Milwaukee wurde ein Attentat auf
Rooſe=
pelt verübt Rooſevelt wurde verwundet, aber nicht
lebensgefährlich.
Letzte Nachrichten ſiehe Seite 7.
Die Unterredung in Hubertusſtock.
— Herr von Bethmann Hollweg hatte ſich
am Sonntag zum Vortrag beim Kaiſer begeben,
der noch einige Zeit nach dem Aufenthalte in Rominten
ſich in der Schorfheide erholen will. Angeſichts der
zu=
geſpitzten internationalen Lage war es an der
Zeit, daß der Kaiſer, der ſelbſtverſtändlich auf dem
Drahtwege ſtändig auf dem Laufenden gehalten wurde,
ſich eingehend auch perſönlich mit ſeinem oberſten
Rat=
geber beſpricht und eventuell Maßnahmen erörtert. Es
läßt ſich nicht leugnen, daß die Situation an Schärfe
ge=
wonnen hat und trotz aller Verſicherungen, daß der Krieg
lokaliſiert bleiben ſoll, ſcheint es doch nicht ganz
ausge=
ſchloſſen, daß er noch weiter um ſich greift. Wie ernſt
man die Lage betrachtet, geht aus der mitgeteilten
halb=
amtlichen Aeußerung in der Norddeutſchen Allgemeinen
Zeitung hervor. Der Schluß dieſer Kundgebung iſt
zwar etwas optimiſtiſch gehalten, und wohl aus guten
Gründen, um weiteren Erſchütterungen des wirtſchaftlichen
Lebens vorzubeugen. Gleichwohl aber bleibt der Ernſt
der Lage beſtehen, und man wird ſich wohl in
Hubertus=
ſtock darüber entſchloſſen haben, was für Deutſchland zu
tun übrig bleibe.
Der gute Wille, die Mächte fern vom Schuß zu halten,
beſteht zweifellos an den verantwortlichen Stellen, und
auch Herr Saſonow iſt von den beſten Abſichten
be=
ſeelt, aber es ſcheint leider, als ob hinter den Kuliſſen
eifrigſt geſchürt würde, um Rußland mit hinein zu ziehen
und es als Retter der Balkanſtaaten erſcheinen zu laſſen.
Von Bedeutung iſt eine aus Petersburg kommende
Mel=
dung der Kölniſchen Zeitung, die beſagt, daß Saſonows
Politik durchkreuzende Kräfte eifrig an der Arbeit ſind,
dem Miniſter Schwierigkeiten zu bereiten. Die Hinterleute
dringen hinauf bis in die nächſte Nähe des Thrones,
wo=
bei die amtliche Politik von ſtarken Unterſtrömungen
per=
ſönlicher Anſchauung angegriffen wird. Damenpolitik
habe hier ihre Hand im Spiele mit dem ausgeſprochenen
Ziele, eine beſonnene klare Politik zu durchkreuzen.
Tat=
ſache ſei, daß Saſonow von Feinden umringt iſt, die ihm
das Feſthalten an ſeiner Friedenspolitik nicht leicht
ma=
chen. Als die Damen, die Politik treiben, darf man wohl
die in Rußland an Großfürſten verheirateten Töchter Nikitas
anſehen, die auch nach anderweitigen Meldungen alles in
Bewegung ſetzen, damit Rußland eingreife. Dieſes Spiel
kann recht gefährlich werden, wie auch die
Truppenver=
ſtärkungen Rußlands und Oeſterreichs an der polniſchen
Grenze geeignet ſind, eine weitere Spannung
herbeizu=
führen. Eine Verwicklung Oeſterreichs in die Wirren
wäre aber für Deutſchland von der einſchneidendſten
Be=
deutung, und es iſt daher nicht von ungefähr, wenn Herr
von Bethmann Hollweg vor ſeiner Abreiſe eine
mehr=
ſtündige Konferenz mit dem öſterreichiſch=ungariſchen
Bot=
ſchafter hatte, der eben erſt von ſeinem Urlaub
zurückge=
kehrt war,
In der Hubertusſtocker Beſprechung dürfte vielleicht
auch die Wiederbeſetzung des Londoner Botſchafterpoſtens
erfolgt ſein, da es nicht gut iſt, in einer ſo ſchwierigen, Zeit
dieſen wichtigen Poſten verwaiſt zu laſſen. Die meiſten
Ausſichten ſoll jetzt Herr von Stumm haben, der im
Aus=
wärtigen Amte die politiſche Abteilung leitete. Auch die
innere Politik dürfte in Hubertusſtock kurz geſtreift worden
ſein. Der Reichskanzler dürfte aller Wahrſcheinlichkeit
nach über ſeine Maßnahmen zur Fleiſchteuerung berichtet
haben, die jetzt zu einer ſcharfen Auseinanderſetzung
zwiſchen Reichskanzler und dem Bund der Landwirte
geführt haben.
Ein Geſetz gegen ein Monopol der
Standard Oil Company.
* Die Norddeutſche Allgemeine Zeitung macht
Mit=
teilungen über den Inhalt des Geſetzentwurfs,
be=
treffend den Verkehr mit Mineralöl, der dem
Reichstag bei ſeinem Zuſammentritt zugehen ſoll.
Da=
nach wird die Errichtung einer Vertriebsgeſellſchaft mit
der ausſchließlichen Befugnis zum Großhandel mit
Leuchtöl vorgeſehen, die unter der Aufſicht des Reichs von
Kaufleuten geleitet und von deutſchen
Finanzgeſellſchaf=
ten organiſiert und finanziert werden ſoll. Der
Klein=
handel mit Leuchtöl ſowie der Verkehr mit
übrigen Mineralölen werden von der geplanten
Regelung nicht berührt. Die Geſellſchaft iſt in ihrem
Ge=
winne begrenzt. Sie darf mehr als die handelsübliche
Verzinſung nur dann verdienen, wenn es ihr gelingt,
die Preiſe unter einer beſtimmten mäßigen Grenze zu.
halten.
Da die Erträge des geſamten Unternehmens ungewiß
ſind, ſind es auch die Einnahmen des Reichs.
Jeden=
falls aber wird beabſichtigt, etwaige Erträge nicht zu einer
Verbeſſerung der allgemeinen Finanzlage zu verwenden,
da dieſe nach übereinſtimmendem Beſchluß des
Bundes=
rats und Reichstags durch eine Beſitzſteuer erfolgen ſoll.
Vielmehr ſollen die Erträgniſſe dazu dienen, die
Erfül=
lung ſozialpolitiſcher Ausgaben zu
er=
möglichen, die bisher hauptſächlich aus finanziellen
Erwägungen hintangeſtellt werden mußten. Aus rein
ge=
ſchäftlichen Gründen iſt die Vorbereitung der
Angelegen=
heit bisher geheim gehalten worden. Aus denſelben
Gründen wird nach dem Bekanntwerden des Planes
mög=
lichſt bald eine Entſcheidung über ſeine Durchführung
ge=
troffen werden müſſen. Damit dem Reichstag zu einer
gründlichen Durchberatung der Angelegenheit die
er=
forderliche Zeit bleibt, wird die Reichsverwaltung ihr
möglichſtes tun, um ihm den Geſetzentwurf alsbald bei
ſeinem Zuſammentritt vorlegen zu können. Sie rechnet
darauf, daß der Vorſchlag, der aus nationalen und
volks=
wirtſchaftlichen Erwägungen entſtanden und im Falle
eines glücklichen Gelingens wichtige ſozialpolitiſche
For=
derungen zu erfüllen geeignet iſt, in den weiteſten Kreiſen
Zuſtimmung finden wird.
Der Zweck der Vorlage iſt in erſter Linie ein
nationaler und volkswirtſchaftlicher: Es ſoll die Gefahr
eines Monopols der Standard Oil Company auf dem
deutſchen Markte abgewendet werden, die dadurch nahe
gerückt iſt, daß die genannte Geſellſchaft ihre Herrſchaft
über immer weitere Zweige des Handels ausdehnte und
ſobald ſie die letzten Wettbewierber überwunden, oder ſich
mit ihnen verſtändigt hätte, nicht zu hindern wäre, dem
Verbraucher höhere Preiſe aufzuerlegen. Es erſcheint
nach den angeſtellten Erhebungen erreichbar, die
Verſor=
gung des deutſchen Marktes im äußerſten Falle ohne
Beteiligung der Standard Oil Company
ſicherzuſtellen und dazu auch unabhängige amerikaniſche
Produktionsgeſellſchaften heranzuziehen; ſofern die
Standard Oil Company auf ihre bisherige herrſchende
Stellung verzichtet, ſoll auch ſie weiter an der Verſorgung
Deutſchlands mit Leuchtöl beteiligt werden. Das Geſetz
richtet ſich alſo nicht gegen amerikaniſches Petroleum als
ſolches, ſondern nur gegen eine etwaige
Monopol=
ſtellung einer ausländiſchen Geſellſchaft.
Mit der Vorlage wird einer mit großer Mehrheit anges
nommenen Reſolution des Reichstags vom März 1911
Rechnung getragen.
O Aus Berlin wird uns hierzu geſchrieben:
Der halbamtliche Aufſchluß über die Vorbereitung
einer reichsgeſetzlichen Regelung des Pes
troleumhandels macht den Eindruck, daß es ſich
um ein wohl durchdachtes und zweckmäßiges Vorgehen
handelt. Der Verzicht auf ein Staatsmonopol und die
Bildung einer kaufmänniſchen, unter Aufſicht des Reiches
ſtehenden, auf den Großhandel beſchränkten Vertriebs=
Aktiengeſellſchaft iſt geeignet, dem ganzen Plan Freunde
auch in dem politiſchen Lager zu gewinnen, wo man
gegen ein ſolches Eingreifen des Staates grundſätzliche
Bedenken trägt. Die Art, wie das Reich an der neuen
Regelung finanziell beteiligt werden ſoll, dürfte ebenfalls
vor grundſätzlicher Gegnerſchaft ſicher ſein. Denn die
neue Reichseinnahme hängt von einem niedrigen Preiſe
ab, bedeutet alſo keine Verbrauchsabgabe; ſie fließt auch
nicht der allgemeinen Reichskaſſe zu, ſondern ſoll lediglich
ſozialpolitiſchen Aufgaben zugute kommen, die bisher aus
fimanziellen Gründen unerfült blieben. Es dürſte ſich
hier alſo an erſter Stelle wohl um die Herabſetzung der
Altersgrenze beim Bezuge der Altersrente oder um einen
verſtärkten Schutz der Wöchnerinnen handeln,
Was die von allen Sachkennern befürchtete Gefahr
einer Monopoliſierung des deutſchen Petroleummarktes
durch den amerikaniſchen Truſt der Standard Oil
Com=
pany für die deutſche Volkswirtſchaft bedeutet,
veranſchau=
licht die ſtarke Zunahme des Petroleumverbrauches in
Deutſchland. Auf den Kopf der Bevölkerung hat er im
Jahrfünft 1866/1870 durchſchnittlich jährlich 1,87
Kilo=
gramm, in den Jahren 1901—1909 dagegen jährlich ſtets
mehr als 17 Kilogramm betragen. Die deutſche
Geſamt=
einfuhr an gereinigtem Petroleum betrug im Jahre 1910
9.89 Millionen Tonnen im Werte von 65,4 Millidnen
Mark. Hiervon entfallen 7,87 Millionen Tonnen auf die
Vereinigten Staaten, 1,24 Millionen Tonnen auf
Oeſter=
reich=Ungarn, rund 350 000 Tonnen auf Rußland, und
rund 420 000 Tonnen auf Rumänien. Die eigene
Rohöl=
produktion Deutſchlands ſtellte ſich im Jahre 1909 auf
rund 143 000 Tonnen.
Wie die Ende der 60er Jahre im kleinen Maßſtabe als
Petroleumraffinerie von J. D. Rockefeller begründete
Standard Oil Company die Herrſchaft faſt über das
ge=
ſamte amerikaniſche Raffinerie= und Abſatzgeſchäft. an ſich
riß, darüber teilt A. Wirminghaus in der neueſten
Auf=
lage des „Wörterbuchs der Volkswirtſchaft” folgendes
mit: Rockefeller kaufte nach und naſch eſine große Anzahl
Raffinerien auf; widerſtrebende zwang er durch
Kon=
trakte mit den Eiſenbahnen, wonach dieſe der Standard
Oil Company Vorzugsſätze für deren Oelſendungen
be=
willigten, zum Beitritt. Seit 1874 brachte er auch den
größten Teil der Pipe lines (d ſ. Rohrleitungen, die das
Rohöl bezw. Leuchtöl in die Raffinerien der Küſte des
Atlantiſchen Ozeans und in die Verſchiffungshäfen
führen. Red.) in ſeine Hände. Im Jahre 1882 erfolgte
die Umwandlung der Standard Oil Company zu einem
Trüſt. Gegenwärtig ſteht nur eine verhältnismäßig
be=
ſchränkte Anzahl von Raffinerien und von Pipe line=
Ge=
ſellſchaften als „Outſiders” dem Truſt fern, von dieſem
heftig bekämpft. Die Petroleumproduktion ſelbſt wird
von der Standard Oil Company, wenigſtens unmittelbaſr,
nicht beherrſcht. Die Geſellſchaft hat in den meiſten
wich=
tigeren Abſatzgebieten Europas Unternehmungen ins
Le=
ben gerufen, welche den Abſatz nur ihrer Erzeugniſſe
be=
ſorgen und tatſächlich als Filialen der Standard Oil
Company zu betrachten ſind. Für Deutſchland kommen
neben der „Vacuum Oil Co” vornehmlich die „Deutſche
Petroleum=Verkaufsgeſellſchaft” in Berlin, die
Mann=
heim=Bremer Petroleum=Aktiengeſellſchaft” und. die
„Deutſch=Amerikaniſche Petroleum=Geſellſchaft” in
Be=
tracht. Das Geſamtkapital der in Deutſchland arbeitenden
Unternehmungen der Standard Oil Company beläuft ſich
auf nahezu 50 Millionen Mark. Durch Vermittlung dieſer
Geſellſchaften benutzte die Standard Oil Company ihre
Machtſtellung, um durch rückſichtsloſen Druck, auf, die
Preiſe die deutſchen Großhändler zum Anſchluſſe an die
Intereſſen der Standard Oil Company zu zwingen. Dies
iſt ihr in ſolchem Maße gelungen, daß gegenwärtig das
amerikaniſche Petroleum, welches in Deutſchland
ver=
braucht wird, in der Hauptſache nur von jener Geſellſchaft
zu beziehen iſt.
Beruhigungsverſuche durch die Großbanken.
* Die Deutſche Bank in Berlin weiſt in ihrem
an die Kundſchaft gerichteten Wochenbericht zunächſt darauf
hin, daß trotz der nachdrücklichen Verſicherung der
ver=
antwortlichen Stellen, daß unter den
Großmäch=
ten Einmütigkeit fortbeſtehe, und daß man
be=
ſtrebt ſei, den Balkankrieg zu lokaliſieren, und man
keines=
falls beabſichtige, den Anlaß zur Befriedigung von
Son=
derwünſchen zu benutzen, das Publikum den Meldungen
von geheimen oder offenen Rüſtungen Rußlands und
Oeſterreichs Glauben ſchenkt und ſich ſeines
Effekten=
beſitzes ohne Wahl und ohne Rückſicht auf den Kurs zu
entledigen beginnt. Dadurch ſind an allen Börſen
Kursrückgänge eingetreten, die in
kei=
nem Verhältnismehr zu dem Anlaß ſtehen.
Wenn auch nicht zu verkennen ſei, daß die Lage auf der
Balkanhalbinſel Gefahren in ſich ſchließt, und daß trotz
des guten Willens aller Mächte Komplikationen entſtehen
können, ſo bleibe es doch unverſtändlich, daß die
Speku=
lation Effekten auf den Markt wirft, als wäre eine ſolche
entfernte und ganz unwahrſcheinliche Möglichkeit bereits
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. Oktober 1912.
Nummer 244.
eingetreten. Deutſchland habe am allerwenigſten
Grund zu einer übertriebenen Beunruhigung. Daß
Deutſchland in einen Balkankrieg verwickelt werde,
iſt bei dem vorzüglichen Verhältnis zwiſchen der
fran=
zöſiſchen und der deutſchen Regierung in Behandlung der
Balkanfrage keineswegs anzunehmen. Dieſe
Ueberein=
ſtimmung beider Länder iſt auch durch die gemeinſamen
finanziellen Intereſſen bedingt. Frankreich hat ein
Intereſſe von mindeſtens vier Milliarden Francs
an Balkanwerten gegen eine Entwertung zu
ver=
teidigen, und Deutſchland hat etwa die Hälfte davon.
Unſer Warenverkehr mit den Balkanſtaaten ſei zwar in
einem erfreulichen Aufſchwung begriffen, in ſeiner
Tota=
lität ſei er aber ſo unbedeutend, daß große kommerzielle
Verluſte oder eine Beeinträchtigung der allgemeinen
günſtigen Verhältniſſe keineswegs zu beſorgen ſeien.
Auch die anderen Berliner Großbanken weiſen auf
die glänzende Lage der deutſchen
Indu=
ſtrie hin und warnen vor übertriebenen Befürchtungen;
kapitalkräftige Kreiſe ſollten heute nicht die
Beſonnen=
heit verlieren und gute Effekten nicht à tout prix auf den
Markt werfen.
Die politiſche Lage ſei aber bisher ohne Einfluß auf
den Geldmarkt geblieben. Daß den kriegführenden
Staa=
ten die Möglichkeit gegeben werde, ihren finanziellen
Be=
darf aus europäiſchen Geldquellen zu decken, erſcheine
ausgeſchloſſen. Die Kursrückgänge der Balkanwerte
ſtün=
den hauptſächlich mit der Pariſer Deroute im
Zuſammen=
hang, da ſich die Pariſer Emiſſionshäuſer in ernſten
Zei=
ten um ihre Werte nicht zu kümmern pflegen.
Seit einigen Tagen wird ſowohl von der
Reichs=
bank und den anderen Banken als auch von der
Reichspoſt kein Gold mehr ausgezahlt.
Ein Grund zu einer Beunruhigung kann darin nicht
ge=
funden werden. Dieſe immerhin ungewöhnliche
Zurück=
haltung des Goldes erfolgt zur Wahrung unſerer
Goldbeſtände und auch in der Abſicht, den Abfluß
von Gold nach dem Ausland nach Möglichkeit zu
ver=
hindern.
Deutſches Reich.
Eine Neuerung im
Ueberweiſungs=
verfahren zwiſchen Reich und
Einzelſtaa=
ten. Die Ueberweiſung der Matrikularbeiträge der
Bun=
desſtaaten an die Reichskaſſe geſchah bisher ſo, daß
ſämt=
liche Matrikularbeiträge, ſowohl die gedeckten wie
unge=
deckten, immer monatsweiſe von den Einzelſtaaten an
das Reich überwieſen wurden, während die
Branntwein=
ſteuer, die das Reich an die Bundesſtaaten abzuführen
hat, erſt an dieſe überwieſen wurde, wenn der Ertrag zur
Abrechnung gelangt war. Dieſe Abrechnung erfolgte nun
gewöhnlich innerhalb des zweiten Monats des folgenden
Vierteljahres, ſo daß alſo z. B. die Bundesſtaaten, die
Mitte November die Erträge aus der Branntweinſteuer
erhielten, die Monate Juli, Auguſt, September, Oktober
und einen Teil des November im Vorſchuß waren,
wo=
durch erhebliche Zinsverluſte entſtanden. Um dem
abzu=
helfen, wird jetzt nur der ungedeckte Matrikularbeitrag
monatlich im voraus bezahlt. Dadurch wird erreicht,
daß die bisherigen Zinsverluſte für die Bundesſtaaten
wegfallen, was für Preußen einen Vorteil von mindeſtens
einer Million Mark bedeutet.
— Die Reichstagserſatzwahl im 1.
Ber=
liner Wahlkreis, den bis jetzt bekanntlich der
Fort=
ſchrittler Dr. Kaempf vertrat, wird, der Voſſiſchen Zeitung
zufolge, am 5. November ſtattfinden. Demnach würde
der Wahlkreis beim Zuſammentritt des Reichstags wieder
vertreten ſein. Neben den Fortſchrittlern und
Sozial=
demokraten bewerben ſich auch die Demokraten um das
Mandat. Sie werden vorausſichtlich wieder mit der
Kandidatur Gädtke erſcheinen.
— Zu der erſten Anwendung des
Ent=
eignungsgeſetzes wird aus Poſen gemeldet, daß
die enteigneten polniſchen Beſitzer die amtliche Anfrage
erhielten, wieviel ſie bei freiwilligem Verkauf verlangen
würden.
— Einberufung des badiſchen
Land=
tags. Die Karlsruher Zeitung gibt die Einberufung
der vertagten Ständeverſammlung auf Dienstag, den
22. Oktober, bekannt.
Ausland.
Italien.
Das italieniſche Ultimatum. Die Tribuna
erklärt, ſie wolle über die ungenauen Veröffentlichungen
eine Darſtellung über den Lauf der Ereigniſſe während
der Vorbeſprechungen in Ouchy geben, und ſchreibt:
Nachdem ſich die Verhandlungen ſechs Wochen
hin=
gezogen hatten, hat die italieniſche Regierung ihren
Ver=
trauensleuten die Anweiſung gegeben, den türkiſchen
Vertrauensleuten mitzuteilen, daß ſie glaube, jeder
Streitpunkt ſei behandelt worden und ein weiteres
Ver=
handeln ſei überflüſſig. Sie glaube deshalb, daß es im
Intereſſe des Friedens ſelbſt nötig ſei, eine Friſt zu ſtellen,
innerhalb welcher die Verhandlungen abgebrochen oder
abgeſchloſſen werden müßten. Sie ſchlug daher eine Friſt
von acht Tagen vor, die angenommen wurde. Reſchid=
Paſcha, wurde darauf ſofort nach Ouchy geſchickt. Man
arbeitete eifrig und das Memorandum, das als Baſis
für den Friedensvertrag dienen ſollte, wurde redigiert,
worauf Reſchid=Paſcha abreiſte, um es ſeiner Regierung
zur endgültigen Genehmigung zu unterbreiten. Da die
Bewegung auf dem Balkan die Uebermittelung der
De=
peſchen und die Reiſe Reſchid=Paſchas verzögerte, willigte
man in eine Verlängerung der Friſt um zwei Tage. Alles
dies ging in diplomatiſcher, normaler und korrekter Weiſe
vor ſich. Aber auf einmal legte die türkiſche Regierung
andere Vorſchläge vor, die das ganze Abkommen über
den Haufen warfen. In dieſem Augenblick ſtellte die
italieniſche Regierung ihr erſtes und einziges Ultimatum
auf Annahme oder Ablehnung der Friedensbedingungen.
Sie traf gleichzeitig alle Maßnahmen, daß die Flotte
ſo=
fort in Tätigkeit treten konnte. Angeſichts der
unſinni=
gen Forderungen der Türkei, die darauf abzielten, die
Ausführung eines Teils der vereinbarten Bedingungen
hinauszuſchieben, hätte man die Verhandlungen ſofort
abbrechen können. Die italieniſche Regierung hat aber
die korrekte und wirkſamere Form eines Ultimatums
vor=
gezogen auch in der Abſicht, ſich in diplomatiſcher Hinſicht
den Mächten und der internationalen öffentlichen
Mei=
nung gegenüber in eine ſtärkere Stellung zu bringen.
Wir geben dieſe Darſtellung der Tribuna wieder,
es iſt aber nicht ausgeſchloſſen, daß dieſe ganze
Darſtel=
lung von türkiſcher Seite wieder als unwahr bezeichnet
wird. Was in Ouchy wirklich vorgegangen iſt, weiß
wohl niemand außer den Beteiligten ſelbſt.
England.
Homerulebill. Die Guillotine=
Reſo=
lution der Regierung über die
Homerule=
bill wurde vom Unterhauſe nach einer bis 3 Uhr
morgens dauernden Sitzung mit 203 gegen 100 Stimmen
angenommen. Die Regierung verlängerte die Friſt zur
Beratung der Bill von 34 auf 36 Tage.
Spanien.
Das Parlament hat am Dienstag nachmittag
ſeine Sitzungen wieder aufgenommen. Bei Eröffnung
der Sitzungen gedachten die Präſidenten der beiden
Häu=
ſer in bewegten Worten der verſtorbenen Infantin Maria
Thereſia, worauf die Sitzungen des Pcrlaments wie des
Senats fals Ausdruck der Trauer wieder aufgehoben
wurden.
Stadt und Land.
Darmſt adt, 16. Oktober.
Ausbau der Ueberland=Zentrale.
Die Heſſiſche Eiſenbahn=Aktien=
Ge=
ſellſchaft hat ſich zur Aufgabe geſtellt, neben dem
Aus=
bau der elektriſchen Straßenbahn in Darmſtadt und nach
den Vororten, auch die in den Kreiſen Darmſtadt, Dieburg,
Erbach, Bensheim und Heppenheim liegenden Städte und
Ortſchaften der Provinz Starkenburg mit elektriſchem
Strom zu verſorgen. — Vom Kraftwerk in
Darm=
ſtadt werden einige Speiſeleitungen nach Norden, Oſten
und Süden in die mit Strom zu verſorgenden Gebiete
ge=
führt, die eine primäre Spannung von 20000 Volt
über=
tragen, welche in den Ortſchaften zu einer
Gebrauchs=
ſpannung von 220 Volt für Licht und 380 Volt für Motoren
umgewandelt werden. Für den erſten Ausbau, für dan
der Aufſichtsrat in der letzten Sitzung 2500000 Mark
be=
willigt hat, werden folgende Orte, mit zuſammen 41500
Einwohnern, angeſchloſſen und zwar diejenigen, welche
die Stromlieferungsbedingungen und Tarife, nach dem
von der Großh. Regierung mit Erlaß vom 27. April 1912
genehmigten Vertrag, anerkannt haben.
Es ſind dies nachſtehende Gemeinden: Strecke I.
Weiterſtadt, Braunshardt, Gräfenhauſen,
Schneppenhau=
ſen, Wixhauſen, Erzhauſen, Meſſel. Strecke II.
Eſcholl=
brücken, Hahn. Strecke III Roßdorf. Gundernhauſen,
Klein=Zimmern, Semd, Groß=Umſtadt Habitzheim,
Leng=
feld, Hering, Heubach, Wiebelsbach, Ober=Klingen,
Frän=
kiſch Crumbach, Richen, Klein=Umſtadt, Kleeſtadt,
Lang=
ſtadt, Schlierbach, Harbertshauſen, Altheim, Münſter,
Her=
gershauſen, Sickenhofen. — Sollten die von den Hoch=
ſpannungsleitungen berührten übrigen Gemeinden
Egels=
bach, Mörfelden, Walldorf, Urberach, Eppertshauſen,
Ba=
benhauſen, Harreshauſen, Schaafheim, Raibach, Nieder=
Klingen, Werſau, Brensbach, Nieder=Kainsbach, Groß=
Bieberau, Ueberau, Reinheim, Spachbrücken,
Georgen=
hauſen, Zeilhardt, Hahn, Wembach, Ober=Ramſtadt,
Nie=
der=Ramſtadt, Traiſa, Eberſtadt, Pfungſtadt, Malchen,
See=
heim, Jugenheim, Bickenbach, Alsbach, Zwingenberg,
Auerbach, Bensheim uſw. ſich alsbald zum Anſchluß an
die Ueberlandſtromverſorgung durch Abſchluß des
vor=
liegenden Vertrages beteiligen, ſo dürfte denſelben Eile
geboten werden, damit bei Führung der Speiſeleitungen
entſprechende Rückſicht genommen werden kann.
Die Heſſiſche Eiſenbahn=Aktien=Geſellſchaft iſt zur Zeit
eifrig mit der Aufſtellung der einzelnen Projekte
beſchäf=
tigt, hat bereits Verhandlungen wegen Legung von
Ka=
beln, Aufſtellen von Maſten eingeleitet und beabſichtigt
nach Eintreffen der beſtellten Materialien alsbald mit dem
Ausbau zu beginnen, und hofft ſogar, ſpäteſtens in
1½ bis 2 Jahren den Ausbau nach den oben
auf=
geführten Orten vollſtändig erledigt zu haben. Für
die Darmſtadt benachbarten Gemeinden iſt daher zu
er=
warten, daß bereits im Laufe des nächſten Jahres Strom
für Licht und Kraft geliefert werden kann. Für die
Be=
arbeitung der von Darmſtadt entfernt liegenden Gebieten
ſoll in Groß=Umſtadt ein Baubureau errichtet werden, das
beſonders für Auskünfte und dergleichen den im öſtlichen
Teil der Provinz Starkenburg gelegenen Ortſchaften
ge=
wünſchte Auskunft erteilen ſoll. Nach Vollendung des
erſten Ausbaues iſt beabſichtigt, die Speiſeleitungen in die
Kreiſe Erbach, Heppenheim und Bensheim zu verlängern
und ſind bereits Verhandlungen mit einigen Gemeinden
wegen Stromlieferung ſchon eingeleitet.
* Vom Hofe. Marquis Mac Swiney de Maſhanaglaß
und Gemahlin, ſowie Gräfin Eliſabeth von Görtz ſind
am Samstag nachmittag 5 Uhr 4 Min. zum Beſuch in
Jagdſchloß Wolfsgarten eingetroffen und am Montag
nachmittag 2 Uhr 11 Min. wieder abgereiſt. —
Oberhof=
prediger Ehrhardt nahm am Sonntag an der
Frühſtücks=
tafel in Jagdſchloß Wolfsgarten teil. (Darmſt. Ztg.)
* In den Ruheſtand verſetzt wurde der Lehrer
an der Volksſchule zu Mainz Joſeph Nicolai auf ſein
Nachſuchen, unter Anerkennung ſeiner 50jährigen treuen
Dienſte, vom 1. November 1912 an und ihm aus dieſem
Anlaß das Ritterkreuz 2. Klaſſe des Verdienſtordens
Philipps des Großmütigen verliehen; ferner der
Bahn=
ſteigſchaffner in der Heſſiſch=Preußiſchen
Eiſenbahn=
gemeinſchaft Philipp Heſſel zu Bingerhrück.
g. Strafkammer. Wegen Nötigung hatte ſich in der
geſtrigen Strafkammerſitzung der Händler Heinrich
Lenzer von hier in der Berufungsinſtanz zu
verant=
worten. Anläßlich des Transportarbeiterſtreiks waren
verſchiedene Arbeitswillige aus Hamburg bei einer
hie=
ſigen Speditionsfirma auf dem Güterbahnhofe tätig,
Eine Anzahl ſtreikender Transportarbeiter ſuchte die
Ar=
beitswilligen in ihrer Arbeit zu ſtören. Zu ihnen geſellte
ſich auch der Angeklagte, der ſchließlich als Erſter tätlich
vorging. An den tätlichen Beleidigungen beteiligten ſich
dann eine große Zahl der Arbeiter. In Anbetracht des
Umſtandes, daß bei derartigen gemeinſamen Vorgehen
der Anſtifter den entſcheidenden Einfluß ausübt, hatte
ſich der Angeklagte wegen Nötigung vor dem
Schöffen=
gericht zu verantworten. Es verurteilte Lenzer zu
vier=
zehn Tagen Gefängnis. Gegen dieſes Urteil legten
ſo=
wohl der Verurteilte als auch der Amtsanwalt Berufung
ein. Die Strafkammer gab der Berufung des
Amts=
anwalts ſtatt und erhöhte die Strafe auf vier Wochen
Gefängnis. — Der bisher unbeſtrafte 52jährige Eiſen= Friedrich G. aus Bickenbach hatte ſich
wegen einer unüberlegt begangenen Unterſchlagzung zu
verantworten. Er fand bei Aufräumungsarbeiten auf
dem hieſigen Bahnhofsgelände ein Täſchchen, in dem ſich ein
Pfandſchein für eine verſetzte Uhr befand. Er löſte die
Uhr für 6 Mark aus und behielt ſie für ſich, trotzdem er
den rechtmäßigen Eigentümer der Uhr ganz leicht
feſt=
ſtellen konnte. Nach ſünf bis ſechs Wochen erfuhr denn
der Verlierer des Pfandſcheins davon daß ihn G.
gefun=
den und die Uhr im Beſitz habe. Er bekam die Uhr auf
Erſuchen auch ſofort, hat aber dem G. die ſechs Mark nicht
zurückerſtattet. Das Schöffengericht, vor dem ſich G.
zu=
nächſt zu verantworten hatte, ſprach ihn frei, auf die
Be=
rufung des Amtsanwalts verurteilte ihn die Strafkammer
zu 20 Mark Geldſtrafe. — Der 22jährige
Schulver=
walter Karl Funk aus Altheim hat ſich ſeit dem 1. Juni
1912 als Lehrer in Haſſenroth in 13 Jällen
Sittlichſeits=
verbrechen nach § 174,1, 176,3 St.=G.=B. zu ſchulden
kom=
men laſſen. Zu der Verhandlung, die unter Ausſchluß
der Oeffentlichkeit ſtattfand, waren 25 Zeugen geladen.
Der Angeklagte wurde wegen 3 ſchwerer und 9 leichter
Fälle, ſowie eines Verſuchs zu 4 Jahren
Gefäng=
nis, abzüglich 3 Monaten der Unterſuchungshaft,
ver=
urteilt. Die bürgerlichen Ehrenrechte werden ihm auf die
Dauer von 3 Jahren aberkannt.
Vom Großherzoglichen Hoftheater. Heute,
Mitt=
woch, den 16. Oktober, geht als 32.
Abonnementsvorſtel=
lung, Buchſt. D 8. Richard Wagners „Tannhäuſer” unter
der muſikaliſchen Leitung des Hofrats de Haan, in Stzene.
Die Titelrolle ſingt Herr Theodor Eckert vom
Stadt=
theater in Brünn. Morgen wird als 33.
Abonnements=
vorſtellung, Buchſt. B 9, Offenbachs burleske Operette
Im türkiſchen Miniſterrat.
* Alltäglich melden die Depeſchen von vielſtündigen
Sitzungen des türkiſchen Miniſterrates; Tag und Nacht
herrſcht fieberhaftes Leben auf der Hohen Pforte und die
Augen Europas waren nach der türkiſchen Reichskanzlei
gerichtet, weil von hier die für Krieg und Frieden
ent=
ſcheidenden Beſchlüſſe ausgehen. Noch immer ſind die
Friedensverhandlungen mit Italien in den Schwebe:
Bulgarien hat ſeine Note überreicht und von der
Ant=
wort wird nun alles abhängen. In ihrem Aeußeren läßt
die Hohe Pforte nicht ahnen, daß hinter ihren Mauern
die Geſchicke der Welt beraten werden. Es iſt ein
lang=
hingeſtreckter, mit einem Vorhof verſehener Bau, der
italieniſchen Renaiſſanceſtil zeigt und in dem ſich die
Amts=
räume des Großweſirs, des Miniſters des Innern und
des Aeußeren, ſowie des Staatsrates befinden. Im
In=
nern aber herrſcht den Tag über das regſte Leben und
Treiben. Von allen Seiten eilen Hilfeſuchende und
Be=
ſchwerdeführende herbei, mit ihren Bittſchriften und
Ein=
gaben unter dem Arm; ein endloſes Heer von Dienern
lungert umher. Während ſonſt der Großweſir
bereitwil=
ligſt Audienzen gewährt, werden jetzt freilich viele wegen
der allem anderen vorangehenden politiſchen Beratungen
abgewieſen. Das Herz der Hohen Pforte gleichſam iſt das
Sitzungszimmer, in dem der Miniſterrat tagt. In ſeinem
Buch „Balkanherrſcher und=Staatsmänner” erzählt uns
Siegmund Münz, wie es bei einem ſolchen Miniſterrat
zugest. Um unen ungefähr hufeiſenförmigen Tiſch ſitzen
die verantwortlichen Männer der ottomaniſchen
Regier=
ung. Der Großweſir hat das Präſidium; ſein Seſſel ſteht
zwiſchen dem Scheich ul Islam, des höchſten religiöſen
Würdenträgers des Reiches, der ihm zur Rechten ſitzt, und
dem des Seraskiers, des Kriegsminiſters, der an ſeiner
Linken Platz nimmt. Die geiſtliche und die militäriſche
Macht iſt alſo dem türkiſchen Reichskanzler ſehr nahe
ge=
rückt, und ſeine Entſchließungen müſſen ſich in erſter Linie
durch dieſe beiden wichtigen Organe mitbeſtimmen laſſen.
Erſt hinter dem Kriegsminiſter ſitzt dann der Miniſter des
Aeußeren. Unter einer wunderbar getäfelten, von Gold
leuchtenden Decke walten die erwählten Vertrauten des
Sultans ihres Amtes; über herrliche weiche Teppiche
gleiten geräuſchlos ihre Füße.
Eine ſchwere, unheimliche Ruhe iſt über das Gemach
gebreitet, in dem meiſt im Flüſterton geſprochen wird und
nur ſelten eine erregte Stimme in leidenſchaftlichem
Auf=
fahren losbricht, doppelt grell kontraſtierend zu dem
ge=
wöhnlichen, halblaut gedämpften Konverſationston.
Die=
ner treten herein; ohne das geringſte Geräuſch ſcheinen ſie
plötzlich hinter den ſchweren Portieren aufzuwachſen.
Nur in Gebärdenſprache machen ſie ihre Meldungen und
die Miniſter antworten mit ungeſchickteren Geſten. Wie
ſeltſam und geſpenſtiſch wirken dieſe ſtarren und
ange=
ſpannten Geſichter, deren Mienen und Gebärden ihre
not=
wendige Sprache ſind! Es ſind Taubſtumme. Nur
dieſe, die nicht reden und nicht hören können, dürfen im
Beratungsſaal erſcheinen, damit kein Sterbenswörtchen
von dem, was da geſprochen wird, herausdringe aus
die=
ſen Mauern. Und dem Seſſel des Großweſirs gegenüber
an den Enden der hufeiſetförmigen Tafel, ſitzen drei
Sekretäre, auch ſie ſind taubſtumm, unfähig, zu verſtehen,
was im heißen Geflüſter um ſie her ſchwiret. Wortlos
ſchieben ihnen die Miniſter Papiere zu, die ſie zu kopieren
haben, und wortlos raſcheln die Federn der ewig
Ge=
ſchäftigen über das Papier.
Die Miniſter haben ſich im übrigen an dieſe
unheim=
liche Stimmung der Grabesruhe, die ſie umgibt, an dieſe
Ueberreſte des Mittelalters, da unerhörte
Grauſam=
keiten und Uebergriffe kein Ohr und keine Zunge bei den
Beratungen duldeten, längſt gewöhnt und ſich häuslich
eingerichtet. Beſonders, wenn man Tag und Nacht
be=
raten muß, wie in dieſen ſchweren Zeiten, dann iſt ohne
eine Pfeife oder eine Zigarette, ohne den ſtarken Kaffee
nicht auszukommen. Rauchen und Kaffeetrinken iſt denn
auch im Miniſterrat ganz üblich und hilft die langen,
langen Sitzungen beſſer überſtehen. Schweift der Blick
der Beratenden zum Fenſter hinaus, dann bietet ſich ihnen
ein wundervoller Anblick: der Bosporus breitet ſich aus,
der Kaiſerpalaſt erſcheint und weiter oben Yildiz=Kiosk
und jenes unvergleichliche Panorama, wie es nur das
Goldene Horn bieten kann. In der Nähe aber fällt der
Blick auf einen kleinen Garten, in dem ein beſcheidenes
Haus ſteht. Es iſt das Archiv der Hohen Pforte, und
hier ſchlummern, von keinem profanen Auge je erblickt,
in gewaltigen Papierhaufen die Geheimniſſe der
tür=
kiſchen Geſchichte, die dereinſt der Welt enthüllen werden,
was ſo viele Jahrhunderte nur vor taubſtummen
Sekre=
tären und Dienern von ottomaniſchen Miniſtern
verhan=
delt wurde.
Nummer 244.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. Oktober 1912.
Seite 3.
„Die ſchöne Helena” zur Wiederholung gelangen. Auch
für Freitag iſt eine intereſſante Wiederholung vorgeſehen.
Als 34. Abonnementsvorſtellung, Buchſt. C 9, geht die
er=
folgreiche Komödiennovität „Sommer” von Thaddäus
Rittner in Szene. Hermann Bahrs, des Verfaſſers der
erfolgreichen Komödien „Konzert” und Tänzchen”
neue=
ſtes Luſtſpiel „Das Prinzip” gelangt am Samstag, den
19. Oktober, am Hoftheater zur Uraufführung. Das
amü=
ſante Werk iſt bereits von einer großen Zahl der
bedeu=
tendſten deutſchen Bühnen zur Aufführung angenommen
worden.
Uraufführungen. Am Samstag, den 12. Okt.,
fand an verſchiedenen Theatern die Uraufführung von
Ludwig Thomas „Magdalena” ſtatt. Auch das
Darmſtädter Hoftheater gehörte zu jenen Bühnen, die das
Recht erworben hatten, das Werk gleichzeitig mit Berlin
zur Uraufführung zu bringen. Allein die in Berlin durch
die Erkrankung eines Hauptdarſtellers notwendig
gewor=
dene Verſchiebung rückte den Premierentermin zwiſchen
izwei andere, bereits vorgeſehene Uraufführungen, nämlich
die des „Sommer” von Thaddäus Rittner und die des
Prinzip” von Hermann Bahr. Das Hoftheater hat alſo
in Uebereinſtimmung mit dem Verlag auf die gleichzeitige
Uraufführung verzichtet, wird aber das Werk, zu dem
be=
reits Vorproben ſtattgefunden haben, als eine der nächſten
Novitäten zur Aufführung bringen.
* Großh. Geheimer Oberfinanzrat Dr. Fuchs, der
geſtern aus dem Großh. Staatsdienſt ausgeſchieden iſt
um das Amt des Erſten Bürgermeiſters der Stadt Jena
zu übernehmen, iſt am 24. Auguſt 1861 in Darmſtadt
ge=
boren, wo ſein Vater Oberſtabsarzt war. Nach
Beendig=
ung ſeiner juriſtiſchen Studien und ſeines
Vorbereitungs=
dienſtes, den er im Frühjahr 1887 mit einer „ſehr gut”
beſtandenen Staatsprüfung abſchloß, widmete er ſich dem
Verwaltungsdienſt. Er war zunächſt bei den Kreisämtern
Darmſtadt und Friedberg beſchäftigt, bis er am 26. Nov.
1890 als Amtmann bei dem Kreisamt Offenbach angeſtellt
wurde. Am 1. November 1893 wurde er zum
Miniſterial=
ſekretär bei dem Staatsminiſterium ernannt und erhielt
am 25. September 1897 den Charakter als Legationsrat.
Unterm 10. Auguſt 1898 erfolgte ſeine Berufung als
vor=
tragender Rat und juriſtiſches Mitglied beim
Finanz=
miniſterium und ſeinen Abteilungen, insbeſondere war er
hier der Abteilung für Forſt= und Kameral=Verwaltung
zugeteilt. Als Referent dieſer Abteilung nahm er, wie
wir der Darmſt. Ztg. entnehmen, hervorragenden Anteil
an der forſtlichen Geſetzgebung, der gerade während ſeiner
Amtstätigkeit wichtige Aufgaben oblagen. Galt es doch
einerſeits das in Heſſen ſeit alten Zeiten geltende
Forſt=
verwaltungs= und Forſtſtrafrecht den Bedürfniſſen der
Gegenwart anzupaſſen andererſeits aber auch neuen
wich=
tigen Anforderungen geſetzlichen Ausdruck zu verleihen.
So ſind unter ſeiner Mitwirkung entſtanden: das Geſetz
über die Dienſtbezüge der ſtaatlich beſtätigten Forſtwarte
vom 17. Januar 1901; das Forſtſtrafgeſetz vom 13. Juli
1904; das Forſtverwaltungsgeſetz vom 15. April 1905; das
Geſetz über die Umwandlung und Ablöſung von
Real=
laſten und Dienſtbarkeiten vom 24. Juli 1899; das Geſetz
über die Umwandlung und Ablöſung der
Streuberech=
tigungen in fremden Waldungen vom 4. Januar 1905;
das Geſetz über die Ausübung der Stockholzberechtigungen
vom 15. Juli 1911. Auf ſozialem Gebiete wurden unter
ſeiner weſentlichen Mitarbeit die ſtaatliche
Betriebskran=
kenkaſſe, die Medizinalkaſſe für ſtaatliche Unterbeamte und
die Verſorgungsanſtalt für ſtaatliche Arbeiter errichtet.
Eine Reihe weiterer ſozialer Fürſorgemaßnahmen iſt
ſei=
ner Initiative zu danken. Die Bauweiſe im Sinne der
Heimatſchutz= und Eigenheimbewegung fand in ihm einen
eifrigen Förderer. Es ſei nur die Gründung der
blühen=
den Villenkolonie Buchſchlag auf fiskaliſchem Gelände
er=
wähnt, die nunmehr von über 500 Perſonen bewohnt iſt.
Auch bei der Verwaltung des ſtaatlichen Bades Bad=
Nauheim wirkte er als Referent weſentlich mit und viele
Anregungen ſind ihm zu danken. Im Nebenamt gehörte
Geh. Oberfinanzrat Dr. Fuchs dem
Verwaltungsgerichts=
hof an, war Mitglied der forſtlichen Prüfungskommiſſion
in Darmſtadt und der Prüfungskommiſſion für die
mitt=
leren Stellen im Finanzfach. Seine nie ermüdende
Ar=
beitskraft ſtellte er aber auch in den Dienſt anderer
gemein=
nütziger Unternehmungen. So gehörte er mit zu den Be=
gründern des Heſſiſchen Vogelſchutzvereins und beteiligte
ſich als Vorſtandsmitglied eifrig an der Löſung der
hier=
her gehörigen Fragen. Ebenſo begründete er den
Heſſi=
ſchen gemeinnützigen Verein zur Verwaltung von Land=
und Kuraufenthalt und hat auch hierbei eine erfolgreiche
Tätigkeit entfaltet. Seine Kollegen ſehen den tüchtigen
und liebenswürdigen Mitarbeiter ungern aus ihrem
Kreiſe ſcheiden.
* Medizinalkaſſe für ſtaatliche und kommunale
Unterbeamte. Bei der Wahl des Ausſchuſſes,
der alle drei Jahre von den Mitgliedern der
Medizinal=
kaſſe in der Zeit vom 1. bis 10. Oktober vorgenommen
wird, wurden folgende Vertreter gewählt: 1.
Forſt=
wart Simon in Ehringshauſen, 2. Forſtwart Kolb in
Beſſunger=Forſthaus, 3. Kanzleidiener Schmidt in
Darm=
ſtadt, 4. Gerichtsſchreibergehilfe Gabel in Friedberg,
5. Finanzaſpirant Grüll in Mainz, 6.
Gefangenauf=
ſeher Trautmann in Darmſtadt, 7. Steueraufſeher
Weppler in Darmſtadt. Als Erſatzmänner der
Vertreter wurden gewählt: 1. Forſtwart Decher in
Griesheim bei Darmſtadt, 2. Forſtwart Klipſtein in
Böllenfalltor, 3. Steueraufſeher Schneider in
Bens=
heim, 4. Gerichtsdiener Hoock in Lorſch, 5.
Finanz=
aſpirant Bauſcher in Darmſtadt, 6.
Gerichtsſchreiber=
gehilfe Herzog in Darmſtadt, 7. Gefangenaufſeher
Stremmel in Darmſtadt.
* Vom Roten Kreuz. Wer heute die Berichte aus
den ſich feindlich gegenüberſtehenden Balkanſtaaten in den
Tagesblättern verfolgt, dem drängt ſich unwillkürlich die
Frage auf: wie wird das enden? Vertrauensvoll kann
ſich nur der Staat auf die nötig gewordene Verteidigung
mit den Waffen verlaſſen, welcher nicht verſäumt hat, ſich
im Frieden für den Krieg zu rüſten. Hierzu gehört auch
in ganz beſonderem Grade die Fürſorge für die
Kriegs=
kranken und Verwundeten, draußen im Felde ſowohl als
auch in der Heimat. Der ſtaatliche Sanitätsdienſt unter
dem Zeichen des Roten Kreuzes iſt vorzüglich organiſiert.
Trotz alledem aber kann im Falle eines Krieges auf die
Unterſtützung der freiwilligen Kriegskrankenpflege nicht
verzichtet werden, ja iſt ſogar auf dieſe angewieſen. Wer
nun hier mit eingreifen möchte, wenn der Ruf an das
deutſche Volk ergehen ſollte, der verſäume nicht, ſich jetzt
bei den freiwilligen Sanitätskolonnen vom Roten Kreuz
dafür ausbilden zu laſſen. Falls es Stellung und Beruf
nicht zulaſſen ſich auch am Rettungsdienſt im Frieden
be=
teiligen zu können, ſo iſt für dieſe die Einrichtung
ge=
troffen, ſich ſpeziell nur als Kriegskrankenträger und
Pfleger ausbilden laſſen zu können, ohne am Wachedienſt
hier teilnehmen zu müſſen. In den nächſten Tagen
be=
ginnt bei der Darmſtädter freiwilligen Sanitätskolonne
vom Roten Kreuz (ſiehe auch Anzeige in der heutigen
Nummer dieſes Blattes) wieder ein neuer
Ueb=
ungskurſus. Den Unterricht erteilt Herr
Oberſtabs=
arzt Dr. med. Langheld. Der Unterricht iſt für die
Teil=
nehmer, ſofern ſie ſich der Kolonne beizutreten verpflichten,
koſtenlos einſchließlich der Lehrbücher und des
Uebungs=
materials. Aber auch für die Friedenszeit iſt das Gelernte
ſehr wertvoll, und wenn man beobachtet, wie die
Aus=
ſtellung „Der Menſch” von Tauſenden von Leuten aller
Berufe und beiderlei Geſchlechts beſucht wird, ſo ſollte
man doch erwarten können, daß eine ſtarke Anzahl
unbe=
ſcholtener rüſtiger Männer ſich auch für den Unterricht zur
Ausbildung in Leiſtung der erſten Hilfe bereit finden wird.
Haben doch alle die vielen Sanitätsleute, die unſere
Aus=
ſtellung beſuchten, viel beſſer die ausgeſtellten Präparate
uſw. verſtanden und mit Intereſſe betrachten können, als
alle die, welche nur einmal ſich in den Anblick des dort
Gezeigten vertiefen konnten, und welchen nur zu oft der
belehrende und erklärende Begriff, wenn auch nicht immer
ganz, ſo doch größtenteils, mangeln mußte. Darum auf,
wer Vaterlandsliebe und ein Herz für ſeine Mitmenſchen
hat, auf in die Lehrkurſe und zu den Uebungen der
frei=
willigen Sanitätskolonnen vom Roten Kreuz. Alles nähere
iſt aus dem heutigen Aufruf erſichtlich.
* Kunſtverein. (Dezemberausſtellung.) Wie in
frühe=
ren Jahren wird der Kunſtverein im Dezember eine
Aus=
ſtellung von Werken ausſchließlich heſſiſcher vorab
Darmſtädter oder in Darmſtadt geborener Künſtler,
veranſtalten. Die Ausſtellung ſoll am 2. Advent eröffnet
werden. Für die Annahme und Ausſtellung der
Kunſt=
werke gelten die den einheimiſchen Künſtlern bekannten
Beſtimmungen. Anmeldebogen verſendet die
Geſchäfts=
führung des Kunſtvereins.
— Eugen Bracht=Ausſtellung. Wie bereits
be=
kannt gemacht, iſt die laufende Woche die letzte, während
der die Ausſtellung noch geöffnet iſt. Als Schlußtag
iſt Sonntag, der 20. Oktober, beſtimmt. Eine
Ver=
längerung der Ausſtellung, ſo ſehr ſie auch erwünſcht
wäre, iſt unmöglich, da die Kollektion der Bilder
un=
mittelbar im Anſchluß an die hieſige Ausſtellung noch
einmal auf der Brühlſchen Terraſſe in Dresden für
einige Wochen ausgeſtellt wird. Mit dem Eintritt der
kalten Jahreszeit ſind die Räume des
Ausſtellungs=
gebäudes geheizt worden, ſo daß eine Betrachtung der
Kunſtwerke in voller Muße möglich iſt.
* Sonderzug für die Ausſtellung „Der Menſch”
(mit doppelter Ermäßigung). Am Sonntag, den 20.
Ok=
tober, fährt ein Sonderzug III. Klaſſe mit Fahrpreis=
und Eintritts=Ermäßigung für jedermann von Ober=
Roden ab 642 Uhr vormittags nach Darmſtadt.
Fahr=
preis III. Klaſſe von Ober=Roden und zurück
einſchließ=
lich Eintrittsbillett für die Ausſtellung 1,90 Mk. Andere
Stationen entſprechend weniger. Das Sonderzugbillett
wird in der Ausſtellung abgeſtempelt. Rückfahrt 2 Uhr
nachmittags.
. Erinnerungsfeier. Die ehemaligen Schüler des
Ludwig Georgs=Gymnaſiums in Darmſtadt,
die vor 50 Jahren (im Herbſt 1862) mit dem
Reife=
zeugnis entlaſſen worden ſind, gedenken ſich am 19. d.
Mts. zu einer Erinnerungsfeier hier
zuſammen=
zufinden. Es waren ihrer anfangs 23; heute weilen
noch folgende 12 unter den Lebenden: Dr. A. Breidert,
Geheimerat und Provinzialdirektor in Mainz; H.
Freien=
ſehner, Kirchenrat in Lindenfels; Dr. L. Hauſer, Geh.
Obermedizinalrat in Darmſtadt; A. Keim, General in
Berlin; H. Krebs, Univerſitätsbibliothekar in Orford: K.
Küchler, Landgerichtsdirektor i. P. in Darmſtadt; L.
Nod=
nagel, Geh. Oberſchulrat in Darmſtadt; A. Reiß, Geh.
Forſtrat in Offenbach; K. Sauer, Pfarrer in Geiß=Nidda;
E. Schmeel, Geh. Juſtizrat in Darmſtadt; H. Spamer,
Finanzrat in Darmſtadt, und Dr. G. Vierheller, praktiſcher
Arzt in Groß=Zimmern. Ihnen werden ſich vorauschtlich
einige alte Kameraden bei der Feier zugeſellen, die mit
Rückſicht auf den gewählten Beruf das Gymnaſium ſchon
vor dem Herbſt 1862 verlaſſen hatten. Zu ihnen gehören:
K. von Baur, K. K. Oberſt i. P. in Darmſtadt; L. Brill,
Buchdruckereibeſitzer in Darmſtadt; L. Frey, Geh. Baurat
in Darmſtadt; K. Piſtor, Bankbeamter in Darmſtadt;
B. Rothe, General der Artillerie in Berlin; G. Sautter,
Geh. Poſtrat in Berlin, und C. Stockhauſen,
Kammer=
direktor i. P. in Seeheim.
* Frauenverein der Guſtav=Adolf=Stiftung. Im
feſt=
lich geſchmückten Saale des Gemeindehauſes der
Stadt=
gemeinde fand Montag abend ein Familien=Abend
des hieſigen Frauenvereins der Guſtav=Adolf=Stiftung
(gegr. 6. 11. 1854) ſtatt. Das reichhaltige Programm war
ſehr geſchickt zuſammengeſtellt und hielt bis zuletzt die
Aufmerkſamkeit der äußerſt zahlreichen Verſammlung in
Spannung. Im Mittelpunkt ſtand ein Vortrag des Herrn
Pfarrer Dr. D. Diehl über das Thema: „Heſſens Anteil
an der Gründung des Guſtav=Adolf=Vereins”. Auf Grund
wertvoller Dokumente aus dem Nachlaß des um die Sache
des Vereins hochverdienten Profeſſors W Zimmermann
wies der Redmer nach, daß die großzügig organiſierte
Ar=
beitsweiſe des Vereins, der er ſeinen gewaltigen
Auf=
ſchwung verdankt, nicht von dem Leipziger Großmann,
ſondern erſt von Anregungen des zielbewußten
Hofpre=
digers Zimmermann zu Darmſtadt ausgegangen iſt. Die
wertvollen Ergebniſſe der Diehlſchen Unterſuchungen
ver=
dienen es, in ausführlicher Weiſe zur allgemeinen
Kennt=
nis gebracht zu werden. Friſch klangen die Guſtav=Adolf=
Lieder, die von der Chorſchule der Stadtgemeinde unter
der Leitung des Herrn Stadtkantors Samper geſungen
wurden. Von tiefſtem Eindruck waren die mit
künſtleri=
ſcher Vollendung vorgetragenen Deklamationen des
Fräu=
lein Lagemann. Mit ſeelenvollem Ausdruck ſang
Fräulein A. Walther Lieder für Altſtimme von Bruch,
Schubert, Cornelius und Brahms, in vorzüglicher Weiſe
von Fräulein Lona Meiſenzahl am Klavier begleitet,
die außerdem in einem vollendeten Soloſpiel die Zuhörer
zu lautem Beifall hinriß. Prächtig klang auch das
Zu=
ſammenſpiel der Damen Meiſen zahl und Sehrt im
Konzerte.
W Durch das erſte Konzert der Großh.
Hofmuſik, das am Montag unter Leitung des Herrn
Hofkapellmeiſters Hofrats de Haan ſtattfand, wurden
die Hofmuſikkonzerte dieſer Saiſon in vielverſprechender,
den vornehmen Charakter dieſer Konzerte wahrender
Weiſe eröffnet. Das Programm bot künſtleriſche Genüſſe
auserleſener Art. Eröffnet wurde es mit einer
Sere=
nadenmuſik für Orcheſter von Paul Juon, Profeſſor an
der Königl. Akademie für Muſik in Berlin, die freilich
mehr techniſches Können und Stilgefühl, als Originalität
der Empfindung verrät, wenn man den zweiten Satz, den
wir als den beſtgelungenen bezeichnen möchten,
aus=
nimmt.
Im Mittelpunkt des Programms ſtand diesmal
Guſtav Mahler, von dem zuerſt drei Geſänge mit
Orcheſterbegleitung, „Um Mitternacht”, „Ich bin der Welt
abhanden gekommen” und „Rheinlegendchen”, durch
Herrn Kammerſänger Franz Steiner aus Wien zum
Vortrag gelangten. Die erſte dieſer herrlichen
Kompo=
ſitionen, in denen ſich die Inſtrumentalbegleitung trotz
der Selbſtändigkeit der Form der führenden Stimme
unterordnet, ſteigert ſich erſt in der Schlußſtrophe zu
hohem dramatiſchen Pathos. Die zweite iſt eine in
weltfremder, melancholiſcher Stimmung gehaltene
Kom=
poſition, die gerade durch die Einfachheit der Form und
die Natürlichkeit der Empfindung von ſo tief ergreifender
Wirkung iſt. Es iſt ein Beweis von der glänzenden
Stil=
beherrſchung Mahlers, daß er im Gegenſatz hierzu in dem
Volkslied „Rheinlegendchen” den Volkston ſo meiſterhaft
zu treffen verſteht, aber den Volkston in einer der
moder=
nen Technik entſprechenden veredelten Form. Wenn der
tiefe Eindruck, den dieſe Geſänge hinterließen, noch
verſtärkt werden konnte, ſo war dies nur möglich durch
Lieder Schuberts und Schumanns, in denen das Höchſte
in Form und Ausdruck erreicht worden iſt, was
inner=
halb der alten Liedform denkbar und möglich war und
die von geradezu klaſſiſcher Schönheit ſind. Wir denken
dabei an Schuberts „Doppelgänger” und Schumanns
„Der Nußbaum”. Weil dieſe Lieder das Ideal der
Lied=
form darſtellen, müßten neuzeitliche Komponiſten in der
Ueberzeugung, daß ſie ſie nicht wieder erreichen können,
und wenn ſie nicht nur nachempfinden und nachahmen
wollten, ſich neue Prinzipien und Formen für die
Lieder=
kompoſition ſchaffen. Sie waren dabei in ähnlicher Lage
wie die lyriſchen Dichter nach Goethe.
Außer den genannten Liedern ſang Herr Steiner noch
„Der Fiſcher” von Schubert und „Die beiden Grenadiere‟
von Schumann und als Zugabe Schumanns „Wohin?”.
Herr Steiner gebietet über eine ſchöne, warmtimbrierte
und umfangreiche, in der Höhe Tenorcharakter
anneh=
mende Baritonſtimme und über eine verſtändnis= und
empfindungsvolle Art des Vortrags, deſſen tiefgehender
Eindruck auch durch die leichte ſtimmliche Indispoſition
des Sängers nicht beeinträchtigt werden konnte. Die
Lieder wurden von Herrn Hofrat de Haan wundervoll
begleitet.
Den Beſchluß des Abends machte Mahlers
geniale Erſte Sinfonie in D-dur, die man nur
in der Zeit vor Richard Strauß exzentriſch nennen
konnte. Die originellen Motive aus der Natur
und dem Weidmannsleben ſind in teils
onomato=
poetiſcher und burlesker, teils pathetiſcher Weiſe
zu einem grandioſen Ganzen verflochten, das uns von
Anfang bis zu Ende intereſſiert und faſziniert, allerdings
mit der einen Einſchränkung, daß der letzte Satz etwas
zu lang ausgeſponnen iſt und die Abſichten des
Kompo=
niſten hier weniger klar zutage liegen.
Die den Künſtlern höchſte Aufgaben ſtellenden
Orcheſterwerke wurden von der durch hieſige und
auswär=
tige Künſtler verſtärkten Hofkapelle unter der von
künſt=
leriſcher Begeiſterung getragenen Leitung des Herrn
Hof=
rats de Haan mit glänzendem Gelingen zum Vortrag
gebracht.
Feuilleton.
* Ein Leſezeichen! Ein Buchzeichen eigener Art wird
den Büchern der Kinderleſehalle zu Wiesbaden beim
Aus=
leihen mitgegeben: In jedem Band, der fortgegeben wird
liegt, wie wir im Kosmos=Handweiſer leſen, ein
Leſe=
zeichen, mit folgenden Mahnungen: 1. Bitte, faſſe mich
nicht mit unreinen Händen an, damit ich nicht ſchmutzig
werde. 2. Schreibe und male nicht mit der Feder oder
mit dem Bleiſtift auf meine Blätter, denn das ſieht
häß=
lich aus. 3. Lege mich nicht mit den Blättern nach unten
auf den Tiſch, und ſtütze den Ellbogen nicht auf mich,
das tut mir weh. 4. Lege keinen Bleiſtift, keine Feder
und überhaupt nichts Dickes und Hartes zwiſchen meine
Blätter, denn ſonſt reißt mein Einband entzwei. 5. Mache
mir keine Eſelsohren, denn das verunſtaltet mich. 6.
Wenn Du ein Blatt umſchlagen willſt, ſo faſſe es oben
rechts an, bringe aber die Finger vorher nicht an den
Mund. 7. Behandle mich überhaupt ſo, lieber Leſer, daß
Du Freude an mir haſt, wenn Du mich wiederſiehſt.
Rokoko=Figürchen im Salon. Die Frau von heute
hüllt ſich wieder in jene zarten, weichen und doch preziös
geſchwungenen Linien, die einſt in der Mode des Rokoko
die Welt entzückten. Aber während die Dame mit den
bauſchigen Paniers und ſchwerem Faltenſall den
hiſtori=
ſchen Extravaganzen ihren Tribut zahlt, hat das junge
Mädchen diesmal alle Schönheiten der geſchichtlichen
Mode erhalten, ohne die Auswüchſe eines uns fremden
Geiſtes mit in Kauf nehmen zu müſſen. Als entzückende
Rokoko=Figürchen voll Anmut und zartem Schmelz
er=
ſcheinen die jungen Damen in den Salons, gleich als
wenn ſie herausträten aus einem Frühbild des 18.
Jahr=
hunderts, aus einer Zeichnung Gillots oder einem Bilde
Watteaus. Sie tragen blaſſe Farben, ſüße, matte,
kols=
riſtiſche Töne, die durch ein helles Blumendekor gehoben
werden. Die Garnierung iſt ganz dem Charakter der Zeit
angepaßt, beſteht hauptſächlich aus Blütenzweigen, aus
kleinen Girlanden von Band und Blumen. Die
Drape=
rien ſind leicht und werden zumeiſt durch Rüſchen und
Spitzen erſetzt. Zierlich ſchmiegen ſich die Falten des
Fichus um die Schultern und laſſen ihnen, die ſchlanke
Grazie der Jugend. Die ziemlich lange Corſage iſt mit
Sammetbändern und kleinen Sträußen geſchmückt. Die
Stimmung des Kindlichen, Schäferlichen vereint ſich wie
bei den Phyllis und Cloris von einſt mit dem Kokett=
Verführeriſchen.
* Seine Frau ſtatt eines Einbrechers erſchoſſen.
Teil=
nahme ruft eine Tragödie hervor, die ſich Donnerstag
früh im Haus des reichen New=Yorker Kaufmanns George
S. Venpelt abſpielte, Seine Frau erwachte von einem
plötzlichen Regen, der gegen die Fenſter ſchlug und ſtand
auf, um die offengelaſſenen Fenſter in den andern
Räu=
men zu ſchließen. Als ſie zurückkam, warf ſie im
Wohn=
zimmer aus Verſehen in der Dunkelheit einen Stuhl um.
Der Lärm weckte den Mann, der glaubte, es ſei ein
Ein=
brecher im Hauſe, und raſch einen Revolver ergriff, den
er im Nachttiſch neben ſich hatte. Die Schritte kamen
näher und näher und bald zeichnete ſich ein Schatten in
unſicheren Umriſſen an der Tür ab. Vanpelt, in der feſten
Meinung, es müſſe ſich um einen Verbrecher handeln,
feuerte und zerſplitterte mit dem Schuß die Tür; beim
zweiten Male traf er ſeine Frau in den Nacken. Als der
Gatte ſich erhob und das Gas anzündete, fand er ſeine
Frau beſinnungslos auf dem Boden. Sie kam noch
ein=
mal am Nachmittag zum Bewußtſein, bevor ſie ſtarb und
bat, ihren Gatten nicht zu verfolgen, er ſei unſchuldig.
B. B. Ein Habicht von einer Glucke beſiegt. Ein
ſel=
tenes Kampfſchauſpiel ſpielte ſich dieſer Tage auf dem
Hofe eines Gutsbeſitzers bei Rathenow ab. Dort ſpazierte
eine Glucke mit ihren Küchlein über den Hof, als plötzlich
ein Habicht niederſtieß und eins der Küchlein erfaßte. Im
ſelben Augenblick ſprang aber auch die Kückenmutter dem
Räuber auf den Rücken und zerhackte ihm den Kopf
der=
maßen, daß er anſcheinend tot liegen blieb. Während die
Glucke wie ein ſtolzer Sieger mit ihrer Kinderſchar von
dannen zog, nahm man ſich des Beſiegten trotz alledem
hilfreich an, der jedoch infolge der erhaltenen Wunden
nach wenigen Stunden einging.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. Oktober 1912.
Nummer 244.
ſchwediſchen Reitermarſch und Beethovens
unvergäng=
licher Egmont=Ouvertüre. Ein warmes Grußwort ſprach
Herr Pfarrer Dingeldey, der Präſident des Heſſiſchen
Hauptvereins. Herr Pfarrer Vogel eröffnete und ſchloß
den ſtimmungsvollen Abend mit herzlichen Worten der
Freude und des Dankes und warb eindringlich um neue
Liebe für die gute Sache.
* Die Jugendwehr=Wiesbaden des
Jungdeutſchland=
bundes beſuchte am Sonntag, den 13. d. Mts. Darmſtadt,
und beſichtigte unter Führung des Leutn. d. L. Böning
das Griesheimer Lager. 9 Uhr vormittags wurden Kaffee
und Brötchen an die Teilnehmer verabreicht, ſpäter die
Maſchinengewehre der Maſchinen=Gewehr=Kompagnie des
Leibgarde=Regiments vorgeführt, die Flugzeughalle der
Flieger=Abteilung beſichtigt und Uebungen auf dem
Gries=
heimer Platz abgehalten. Mittags zwiſchen 1 und 2 Uhr
wurde das Mittageſſen beim 2. Bataillon des Leibgarde=
Regiments Nr. 115 in Darmſtadt eingenommen, dann
ge=
wandert über Hirſchköpfe, Kranichſteiner=Park und Schloß
und auf dem Oberwaldhaus Kaffee getrunken und geſpielt.
Abends zwiſchen 8 und 9 Uhr kehrten die 89 Teilnehmer,
reicher an vielen neuen Eindrücken, nach Wiesbaden
zu=
rück, in dem Bewußtſein, einen herrlichen Herbſttag in der
ſchönen Reſidenzſtadt Darmſtadt und ſeiner wundervollen
Umgebung verlebt zu haben.
— Der Vorſtand der Ortsgruppe Darmſtadt des
Verbandes Mitteldeutſcher Induſtrieller hielt im
Hotel Heß ſeine erſte Sitzung ab, die von Herrn
Kom=
merzienrat Jacobi eröffnet und geleitet wurde. Als
erſter Vorſitzender der Ortsgruppe wurde gewählt Herr
Direktor Brink i. Fa. Bank für Handel und Induttrie
(Darmſtädter Bank) in Darmſtadt, als zweiter
Vor=
ſitzende, Herr Direktor Lutz, i. Fa. Gebr. Lutz A.=G.,
Maſchinenfabrik und Keſſelſchmiede in Darmſtadt, als
dritter Vorſitzender Herr Direktor Hamburger,
i. Fa. Oelfabrik Groß=Gerau=Bremen A.=G., in Groß=
Gerau. Die Herren nahmen die Wahl an. Der
Vor=
ſtand ſprach ſich eingehend über die Kohlenfrage aus.
Es wurde beſchloſſen, weiter Material zu dieſer Frage
zu ſammeln, um die nötigen Unterlagen für die Mittel
und Wege zu ſchaffen, wie man auch den Firmen im
Bezirk der Ortsgruppe Darmſtadt Erleichterung im
Kohlenbezug gewähren könnte. In der Frage des
Schutzes der Arbeitswilligen ſchloß ſich der
Borſtand dem von der Handelskammer Darmſtadt
ver=
tretenen Standpunkt an und wandte ſich auch ſeinerſeits
gegen Ausnahmebeſtimmungen zu Ungunſten der
Ar=
beiterſchaft. Schließlich wurden noch einige
organi=
ſatoriſche Fragen erörtert und Vorbereitungen für die
im Laufe des Winters abzuhaltenden Verſammlungen
der Ortsgruppe Darmſtadt getroffen.
— Der Darmſtädter Billard=Klub begann, ſo
ſchreibt man uns, im Hotel „Heß” mit der erſten Sitzung
ſeine diesjährige Spielſaiſon. Der Klub erfreut ſich ſeit
ſeinem Beſtehen einer regen Zunahme von Mitgliedern.
Freunden des Billardſportes iſt zu empfehlen, die
Auf=
nahme in den Billard=Klub nachzuſuchen, um ſein
Intereſſe am Billardſpiel zu vergrößern und ſein Spiel
zu verbeſſern. Die Reſultate des Darmſtädter Villard=
Klubs ſind von Jahr zu Jahr geſtiegen, ſo daß die
beſten Amateurſpieler Darmſtadts dem Klub angehören.
Das vorzüglich gehaltene Splelmaterial fand allſeits
lobende Anerkennung. Billardmeiſter Haubl im Hotel
„Heß” hat einen Billard=Lehr=Kurſus geſchaffen, wo
jedermann Gelegenheit geboten iſt, ohne Koſten das
Billardſpiel zu erlernen.
§ Polizeiwachtmeiſter Meyer, welcher zum
Polizei=
kommiſſar der Stadt Neuſtadt a. d. Hardt ernannt wurde,
iſt geſtern aus der hieſigen Schutzmannſchaft
ausge=
ſchieden, um in Neuſtadt a. d. Hardt ſeinen Dienſt
an=
zutreten.
* Zum Hoflieferanten des Großherzogs wurde der
hieſige Kunſt= und Handelsgärtner Herr Ludwig Weicker
ernannt.
* Die Darmſtädter Konferenz für evangeliſche
Ge=
meindearbeit wird Donnerstag, den 17. Oktober, abends
8 Uhr, im Gemeindehauſe, Kiesſtraße 17, ihre erſte
Winter=
verſammlung halten. Der Gegenſtand der Verhandlung
„Die Förderung des Verſtändniſſes für die evangeliſche
Gemeinde durch die höhere Mädchenſchule” für deſſen
Be=
handlung Profeſfor Kunkel, Oberlehrer an der
Viktoria=
ſchule und an dem Lehrerinnenſeminar, gewonnen
wor=
den iſt, hat nicht nur für die Frauen, ſondern für
jeder=
mann Intereſſe und Wichtigkeit, und die Teilnahme ſteht
nicht nur den Mitgliedern, ſondern jedermann frei.
-a- Mozart=Abend zum Beſten der Kleinkinderſchule
Beſſungen. Der im Gemeindehauſe der Petrusgemeinde
veranſtaltete Mozart=Abend kann als durchaus
ge=
lungen betrachtet werden. Wenn auch das finanzielle
Er=
gebniſs nicht ſo ausgefallen ſein ſollte, wie es für den
Zweck erwünſcht geweſen wäre, ſo hat doch der Abend
bei den Zuhörern einen nachhalltigen Eindruck
hinterlaſ=
ſen. Veranſtaltet wurde der Abend von dem
Gemeinde=
orcheſter, deſſen raſtloſer und unermüdlicher Dirigent,
Herr Heinrich Lieſenbein, mit dieſem Abend ſich vom
Beſſunger Publikum verabſchiedet hatte. Im folgenden
ſei die Programmfolge des Abends wiedergegeben:
Ouvertüre: „Entführung aus dem Serail”. Orcheſter
Herr Hch. Liſenbein. — Prolog. Geſprochen von
Fräu=
lein M. Lagemann. — Lieder für Sopran: Arie aus:
„Figaros Hochzeit.” „Wiegenlied.” „Spinnerlied.”
Fräu=
lein A. Bürſtlein. — Violin=Konzert: „A-dur” Herr
A. Frey. — Sonate für 2 Klaſiere. Erſter Satz.
Fräu=
lein E. Sehrt und Fräulein G. Hofmann. —
Streich=
quartett: „Serengta”. Allegro, Romanza. Menuetto,
Rondo. Herr A. Frey (1. Violin), Hch. Lieſenbein (2.
Violine), Hch. Falkenſtein (Viola), Hch. Pfaff (Cello).
Terzett aus der Zauberflöte: „Bald prangt, den Morgen
zu verkünden.‟ Damen des Kirchenchors. — Ouvertüre:
„Titus.” Orcheſter: Herr Hch. Lieſenbein.
* Die diesjährige Hauptverſammlung des
Kunſtver=
eins für das Großherzogtum Heſſen findet am
Sams=
tag, den 9. November nachmittags ½4 Uhr,
im großen Saale der Kunſthalle am Rheintor
ſtatt. Auf der Tagesordnung ſtehen: Erſtattung des
Jahresberichts für 1911. Vorlage der Rechnung für 1911.
Entlaſtung des Rechners. Verwaltungsratwahlen.
Ver=
ſchiedenes. Nach § 14 der Statuten müſſen Anträge der
Mitglieder dem Vorſitzenden des Vereins 14 Tage vor
der Hauptverſammlung ſchriftlich mitgeteilt werden,
widrigenfalls dieſelben in der berufenen Verſammlung
keine Berückſichtigung finden können.
M.V Im Konzert des Muſik=Vereins am nächſten
Montag, den 21. ds. Mts., wird Edgar Tinels
Ora=
torium Franziskus aufgeführt werden, nachdem das
Werk vom Muſik=Verein vor 17 Jahren zum erſten Male
hier zu Gehör gebracht worden war. Damals, im Jahre
1895, und in der nächſten Zeit ging die Schöpfung des
belgiſchen Meiſters im Triumphzug durch die muſikaliſche
Welt. Auch jetzt darf das Werk, deſſen reiche Erfindung
jund glänzende Inſtrumentierung ihm für alle Zeiten in
der Oratorienliteratur einen hervorragenden Platz ſichern,
ſeines vollen Erfolges gewiß ſein. Für unſere Stadt
rfte es nach ſo langer Zeit einer Neuheit gleich zu
achten ſein, die den Hörern einen vollen künſtleriſchen
Ge=
nuß bieten wird. Die Eintrittskarten ſind ſchon jetzt
in A. Bergſträßers Hofbuchhandlung, Rheinſtraße 6,
ſowie am Konzertabend an der Kaſſe zu haben.
* Der chriſtliche Gewerkverein der Heimarbeiterinnen
feierte in dem großen Saal des „Feierabend” ſein achtes
Stiftungsfeſt unter zahlreicher Beteiligung der Mitglieder
mit ihren Angehörigen, des Vorſtandes und vieler Gäſte.
Der Abend verlief in harmoniſcher Weiſe. Nach der
Be=
grüßungs= und Eingangsrede der erſten Vorſitzenden
füll=
ten die Darbietungen von Klavier= und Violinſpiel,
Ge=
ſang und Deklamation — bei welcher auch der Vortrag
eigener Dichtung nicht fehlte — die Zeit vor und nach der
Kaffeepauſe aus, und indem dies alles zum größten Teil
von Mitgliedern des Vereins und ihren Kindern
darge=
boten wurde, gab es einen erfreulichen Beweis dafür, daß
dieſen im Erwerbsleben ſtehenden, vielfach mit Sorgen
und Not ringenden Frauen nicht der Sinn für des Lebens
Schönheit, die zur guten Stunde darüber zu erheben
ver=
mag, verloren gegangen iſt. Es würde zu weit führen,
auf Einzelheiten einzugehen. Hervorgehoben ſei nur die
allerſeits mit Beifall aufgenommene Rede des Herrn
Laufer, der Gruß und Glückwunſch des chriſtlichen
Gewerk=
ſchaftskartells als deſſen Vorſitzender überbrachte.
* Ueber Krupp und ſein Werk hält Zivilingenieur
Heinrich Lenſch=Wiesbaden unter Vorführung
zahl=
reicher farbiger vortrefflicher Lichtbilder am
Don=
nerstag nachmittag und abend im Städtiſchen Saalbau
einen Vortrag. Man ſieht im Bilde die kleine
Schmiede, die den Ausgangspunkt des Unternehmens
bil=
dete und bis heute in pietätvoller Weiſe erhalten
geblie=
ben iſt. Ferner die einzelnen Werke in Eſſen, Magdeburg,
Kiel; die Zechen, Hüttenwerke, Maſchinen=, Geſchütz= und
Geſchoßwerkſtätten, die Germaniawerft; auch die
ein=
zelnen Stadien der Herſtellung, die Wunder der Technik
uſw. In weiteren Bildern gewinnen wir einen Einblick
in die einzelnen Werkſtätten und finden unter anderem
auch die größte Drehbank der Welt, die die ſtattliche Länge
von 50 Metern aufweiſt. Redner beſpricht dann die
Krupp=Gebäude auf der Düſſeldorfer Ausſtellung, die
mit ſeinen Kanonen, Panzertürmen, Panzerplatten uſw.
klar die Erzeugniſſe des Rieſenwerkes zeigte. Dort war
auch die ſchwerſte Panzerplatte der Welt von 13 Meter
Länge und 40 Zentimeter Dicke ausgeſtellt. Der
Schieß=
ſtand in Meppen gab einen Eindruck von der Praxis der
Geſchütze. Klare Eindrücke von der Tätigkeit in den
ein=
zelnen Betrieben bieten die eingeſtreuten
kinematographi=
ſchen Bilder. (Näheres ſ. Anz.)
* Orpheum. Heute, Mittwoch, 16. Oktober, beginnt
die gefeierte Tanzkünſtlerin Törtola Valencia ihr
hieſiges auf nur kurze Dauer berechnetes Gaſtſpiel,
welches einem über das gewöhnliche Maß weit
hinaus=
gehenden Intereſſe begegnen dürfte. Dieſem Star
ſchließen ſich die weiteren Kräfte des neuen Spielplanes
in angemeſſener Weiſe an und bringt derſelbe wieder eine
Fülle neuer, ſehenswerter Bilder, eine bei aller
Gewohn=
heit des Guten überraſchende Mannigfaltigkeit im bunten
ſteigen origineller Produktionen. (Siehe Anzeige.)
* Siegreiche Schützen. Man ſchreibt uns: Bei
dem Gruppen=Preisſchießen errangen die
Schützengeſell=
ſchaft Frohſinn den 1. Preis mit 146 Ringen, ſowie den
geſtifteten Ehrenpreis. Schützengeſellſchaft Feurio den
2. Preis und die Schützengeſellſchaft Freiſchütz den
3. Preis.
Die Ziehungsliſte der Verloſung des Obſt=,
Gemüſe= und Kartoffelmarktes befindet ſich im
Anzeigen=
teil der heutigen Nummer.
* Zwingenberg a. B., 11. Okt. Man ſchreibt uns:
In immer weitere Kreiſe dringt das Intereſſe an der
gärtneriſchen Tätigkeit gebildeter junger Mädchen, haben
doch Viele ſchon die Gärtnerin bei der Arbeit geſehen, ſei
es auf eigenem Beſitze, fei es als Angeſtellte in
Sana=
torien, Schulen und Fürſorgeanſtalten, Privatgärten und
auf Gütern. Manche Eltern möchten ihrer Tochter wohl
ein gleich geſundes, tüchtiges Leben wünſchen und
man=
ches junge Mädchen, das in ihrer Berufsarbeit an die
Stube gebunden iſt, ſehnt ſich hinaus ins Freie, in Luft
und Sonne, und, wenn es ſein muß, auch in Schnee und
Regen. Aber nur wer etwas kann, wird Freude und
Be=
friedigung erleben, gleichviel ob die Gärtnerei als
Lieb=
haberei oder als Beruf betrieben wird. Die Lernzeit iſt
daher koſtbar. Wer es verſäumt, ſie richtig auszunützen,
wird ſpäter unzählige Enttäuſchungen und bittere
Er=
fahrungen koſten müſſen. Bis vor kurzem waren die
Frauen, welche die Gärtnerei erlernen wollten, faſt ganz
auf ſich angewieſen. In den zwanzig Jahren, ſeitdem
es Berufsgärtnerinnen gibt, hat ſich aber, wie für alle
ernſte Frauenarbeit, manches günſtiger geſtaltet. Wie die
Univerſitäten ſich den ſtudierenden Frauen erſchloſſen
haben, ſo daß ihre Ausbildung nicht hinter der ihrer
männlichen Kollegen zurückbleibt, ſo ſind vor kurzem auch
die ſtaatlichen höheren Gärtnerlehranſtalten Frauen
ge=
öffnet und laſſen ſie zum Staatsexamen zu. Daß in dieſen
Anſtalten, für die der Staat jährlich bedeutende Summen
auswirft, die beſten Lehrmittel und Lehrkräfte zur
Verfü=
gung ſtehen, iſt ſelbſtverſtändlich und jede Berufsgärtnerin
ſollte ſich diefe ihr jetzt erſchloſſene Ausbildungsmöglichkeit
zu Nutzen machen. In erſter Linie gilt dies für
Garten=
baulehrerinnen, für die wiſſenſchaftliche Studien
unerläß=
lich ſind, ebenſo für ſolche, die auf gartenkünſtleriſchem
Gebiete tätig ſein wollen, dann auch für alle die, welche
ſpäter leitende Stellen einnehmen, wofür ſie umfaſſende
Kenntniſſe beſitzen müſſen. Da die Lehranſtalten bei ihren
Beſuchern praktiſche Erfahrung vorausſetzen, liegt die
Frage nahe, wo die Gärtnerin dieſe erwerben kann. Der
junge Mann eignet ſie ſich in der Praxis an als Lehrling,
Volontär oder Gehilfe und dieſer Weg iſt auch der beſte
für die Gärtnerin. Aber der Anfang iſt nicht leicht, denn
nur wenige Gärtnereien werden ſich damit befaſſen
kön=
nen, ungeſchulte junge Damen als Lehrlinge einzuſtellen,
weil ſie nicht darauf eingerichtet ſind, ſo daß entweder der
Betrieb leidet, oder die Lernenden nicht auf ihre Rechnung
kommen. Am 1. April 1913 wird nun in
Zwingen=
berg an der Bergſtraße (Heſſen), ein Lehrbetrieb
für Gäctnerinnen eröffnet, der dem neuen
Bedürf=
nis Rechnung trägt. In einem Lehrjahr ſoll dort durch
praktiſche Schulung und theoretiſchen Unterricht eine
gärtneriſche Grundlage gegeben werden, die es den jungen
Gärtnerinnen ermöglicht, in praktiſchen Betrieben als
Ge=
hilfin oder Volontärin weiterzulernen und Aufnahme in
den ſtaatlichen Lehranſtalten zu finden. Der Lehrbetrieb
„An der Orbishöhe” iſt ein Handelsbetrieb und befaßt
ſich in erſter Linie mit feinen Obſt= und Gemüſekulturen.
Zwei große Gewächshäuſer ſtehen für die Treiberei von
Pfirſichen, Wein und Tomaten zur Verfügung, über 100
Miſtbeetfenſter dienen der Kultur von diverſen
Frühge=
müſen. Tomaten werden auch im Freien im großen
Maß=
ſtabe in einem früheren Weinberge gebaut. Calville und
andere feine Obſtſorten werden an Spalieren gezogen.
Außerdem iſt eine 7 Morgen große Handelsobſtpläntage
mit dem Lehrbetrieb verbunden und gibt Gärtnerinnen.
die ſich ſpeziell dem Obſtbhu zuwenden wollen,
Gelegen=
heit zur=Fortbildung. Um den Gärtnerinnen eine
viel=
ſeitige Grundlage zu geben, werden neben den
Handels=
kulturen auch Blumen gezogen, wofür zwei weitere
Ge=
wächshäuſer zur Verfügung ſtehen, und Blumenanlagen
das Haus umgeben. Ferner werden alle Gemüſe für den
Hausbedarf gezogen. Das Internat für 12 Lehrlinge,
die alle ein eigenes Zimmer bewohnen, bietet den jungen
Gärtnerinnen einen angenehmen Aufenthalt. Die
wun=
dervolle Umgebung, ſowie die Nähe von Darmſtadt,
Frankfurt und Heidelberg geben Anregung und
Ab=
wechslung für die Mußeſtunden. Das neue Unternehmen
wird jedenfalls dazu beitragen, die
Gärtnerinnenbewe=
gung einen Schritt vorwärts zu bringen, denn wenn die
Gärtnerin Befriedigung in ihrem Berufe finden will, muß
ſie nicht nur ihr Handwerk gründlich verſtehen, ſondern
auch ihre Intelligenz und ihre Allgemeinbildung einſetzen
und ſich umfaſſende Kenntniſſe erwerben, die ſie in den
Stand ſetzen, auch ſchwierigere Aufgaben zu ſöſen.
Groß=Gerau, 15. Okt. Trotz recht guten Abſatzes hat
die hieſige Oelfabrik eine größere
Arbeiterent=
laſſung vornehmen müſſen, weil ihr die
Roh=
materialien zur Aufrechterhaltung des vollen Betriebes
mangeln. In 4 Wochen etwa dürfte das Werk wieder in
vollem Betriebe ſein. — Der von der Stadt eingerichtete
Seefiſchverkauf hat ſich ausgezeichnet bei der
Be=
völkerung eingeführt. Die zum Varkauf geſtellten Fiſche
waren in knapp einer Stunde völlig vergriffen. Die Stadt
läßt deshalb weitere Sendungen kommen.
Groß=Gerau, 15. Okt. Heute nachmittag überflogen
vier Flieger unſere Stadt. Ueber den Marktplatz flog
ein Apparat ſchon ſo niedrig, daß die Abſicht der
Lan=
dung erkenntlich war. Doch wollte der Flieger erſt
jen=
ſeits des Bahndammes niedergehen. Der Apparat ſtieß
jedoch leicht gegen das Bahnwärterhaus, wodurch der
Flieger vorzeitig zu einer Notlandung gezwungen
wurde. Der Flieger de Waal erlitt keine Verletzungen.
Trebur, 15. Okt. Eine reiche Erbſchaft iſt jetzt
hier zur Auszahlung gelangt. Die beiden Dienſtmädchen
des auf der Hohenau verſtorbenen Barons de Gingins.
die mehrere Jahre bei ihm in Dienſt ſtanden, erhielten
je 50000 Mark ausgezahlt, die der Verſtorbene ihnen
teſtamentariſch vermacht hatte. Gingins hat noch weitere
Vermächtniſſe gemacht, die früheres Perſonal von ihm
be=
treffen. So erhielt ſein früherer Chauffeur, der
lungen=
leidend geworden war und dem er ein Häuschen in
Davos gekauft hatte, wo er mit ſeiner Frau Kurfremde
aufnimmt 10000 Mark.
* Dieburg, 15. Okt. Man ſchreit uns verſpätet: Am
Sonntag hielt der „Verein deutſcher Schäferhunde,
Be=
zirk Darmſtadt und Umgebung”, im Schloßgarten zu
Dieburg eine Polizeihundeprüfung ab. Es
waren hierzu Vertreter ſtaatlicher Behörden, Herr
Bür=
germeiſter Krausmann und andere Gäſte, ſowie eine
Menge Zuſchauer erſchienen, die mit vielem Intereſſe die
intereſſanten Vorführungen verfolgten. Die Leitung lag
in den bewährten Händen des Königl. Polizeikommiſſars
Clauditz von Frankfurt a. M. Am Vormittag begann
die Jugendveranlagungsprüfung. Es waren hierzu 7
Hunde gemeldet und erſchienen, die alle gute
Veranlag=
ung zeigten und einſt tüchtige Gebrauchshunde zu
wer=
den verſprechen. Am Nachmittag um 2 Uhr begann die
Dienſthundeprüfung. Es wurden 8 Hunde vorgeführt,
welche nachfolgende Bewertungsnoten und Preiſe
er=
hielten: 1. „Lieſel von der Hirſchbach” Beſitzer Inſpektor
Lämmermann=Dieburg, Führer Werkmeiſter Kern=
Die=
burg, „Vorzüglich und 1. Ehrenpreis”. 2. „Meta von der
Roſenhöhe‟, Beſitzer und Führer Georg Schellhags=
Groß=Bieberau, „Sehr gut bis vorzüglich und 2.
Ehren=
preis”. 3. „Luchs von Rüſtringen” Beſitzer Medizinalrat
Dr. Schwan=Dieburg, Führer Polizeidiener Kopp=Groß=
Zimmern, „Sehr gut bis vorzüglich und 3.
Ehren=
preis”. 4. „Ledy von Groß=Bieberau” Beſitzer und
Füh=
rer Georg Cuny=Groß=Umſtadt, „Sehr gut und 4.
Ehren=
preis”. 5. „Senta von der Hirſchbach”, Beſitzer und
Füh=
rer Georg Kiſſinger, Polizeidiener in Griesheim, „Sehr
gut und 5. Ehrenpreis” 6. „Cora vom Otzberg” Beſitzer
Oberlehrer Fecher=Dieburg, Führer Werkmeiſter Kern=
Dieburg”, „Gut und 6. Ehrenpreis”. 7. „Wotan von der
Liebigshöhe” Beſitzer Philipp Lotz=Darmſtadt, Führer
Mathias Koch=Darmſtadt, „Gut und 7. Ehrenpreis”
8. „Drude vom Lichtenberg” Beſitzer Hans Vogel=
Arms=
heim, Führer Bahnwärter Thom=Armsheim, „Gut und
8. Ehrenpreis”.
Offenbach, 15. Okt. Fürſt und Fürſtin von
Iſenburg=Birſtein nebſt Henzogin Mariſe
von Mecklenburg beſichtigten geſtern die von Prof.
Eberhardt errichteten Neubauten der Firma J. Mayer
und Sohn und ſpäter die Portefeuille=Fabrik von
Lud=
wig Krumm. Das Diner nahmen dann die Herrſchaften
bei Geh. Kommerzienrat Ludo Meyer, den Tee bei
Juſtiz=
rat von Brentano ein. — Der Perfaſſungsausſchuß und
die Betriebsdeputation tagten in einer gemeinſamen
Sitzung, um über die Stromabgabe an die
Ge=
meinde Neu=Iſenburg aus dem Offenbacher
Elektrizitätswerk Beſchluß zu faſſen. Es wurde lt. Offb.
Ztg. beſchloſſen, anſtatt des 30 Millimeter ſtarken Kabels
ein ſolches von 50 Millimetern und 10000 Volt
Span=
nung zu legen, und zwar mit Rückſicht auf die nach Neu=
Iſenburg geplante elektriſche Straßenbahn, die gleichfalls
durch dieſes Kabel die Stromzuführung erhalten ſoll. Die
Lieferung des 10 Kilometer langen Kabels, im Werte von
rund 150000 Mark, wurde unter beſonderen
Bedingun=
gen den Felten und Guilleaume=Lahmeyerwerken
über=
tragen. Die geſamten Koſten des Ueberlandnetzes nach
Neu=Iſenburg ſind auf 220000 Mark veranſchlagt, wovon
rund 70000 Mark auf Transformatoren, Umſchalter uſw
entfallen, deren Lieferung noch vergeben werden muß.
Die Arbeiten der elektriſchen Leitung nach Neu=Iſenburg
ſollen ſofort in Angriff genommen werden, da bis zum
15. November Neu=Iſenburg bereits mit Offenbacher
elek=
triſchem Strom verſehen werden ſoll. Die
Verhandlun=
gen mit den übrigen Gemeinden, die in das Netz der
Ueberlandzentrale einbezogen werden ſollen, ſind noch
niſcht abgeſchloſſen, werden aber beſchleunigt, um die
Arbeiten der Ueberlandzentrale zu einem ſchnellen
Ab=
ſchluß zu führen. — Ein in der Louiſenſtraße wohnhafter
lediger 23jähriger Kaufmann hat geſtern vormittag in
ſeiner Wohnung ſeinem Leben durch Erſchießen
mit=
tels Revolver ein Ende gemacht. Der Verſtorbene war
ſchon ſeit einiger Zeit nerpenleidend.
Langen, 15. Okt. Der Automobil=
Omnibus=
verkehr von der Stadt nach dem Bahnhofe brachte in
ſeinem erſten Betriebsmonate, dem September, eine
Ein=
nahme von 1260 Mark. denen Ausgaben in Höhe von
1415 Mark gegenüber ſtehen. Die Unterbilanz von
155 Mark hat die Gemeinde vertragsmäßig zu decken.
Neu=Iſenburg, 15. Okt. Seit dem 1. Oktober iſt die
neue von der Gemeindevertretung beſchloſſene
Neurege=
lung der Verbrauchsabgaben auf Bierin
Kraft getreten, Für das Hektoliter ſind in dieſem Jahre
Nummer 244.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. Oktober 1912.
Seite 5.
nur noch 50 Pfennig, im Jahre 1913 noch 25 Pfennig und
im Jahre 1914 bloß 20 Pfennig zu zahlen. Vom 1. April
1915 ab wird die Verbrauchsabgabe auf Bier überhaupt
nicht mehr erhoben. Der Gemeinde entſteht dadurch
dann ein Steuerausfall von jährlich 8000 Mark.
Lampertheim, 15. Okt. Im Altrhein wurde die
Leiche des ſeit 2. Oktober vermißten 33 Jahre alten
verheirateten Drahtziehers Franz Hellermann aus
Waldhof geländet. Ob ein Unglücksfall oder
Selbſt=
mord vorliegt, wird die eingeleitete Unterſuchung
er=
geben.
Lindenfels, 15. Okt. Der Einbrecher, welcher den
ganzen Sommer über in der Umgebung von Lindenfels
Angſt und Schrecken hervorrief, iſt am Samstag in
Elmshauſen feſtgenommen und in das
Ge=
fängnis nach Bensheim übergeführt worden. Er iſt der
vielfach vorbeſtrafte Peter Schmidt von Wald=
Michel=
bach, der erſt im Juni d. Js. von mehrjähriger
Zuchthaus=
ſtrafe entlaſſen wurde.
Mainz, 15. Okt. Die hieſige Kriminalpolizei hat
feſt=
geſtellt, daß der Dieb, der auf dem Friedhof zu
Er=
benheim von einem Grabſtein eine Engelfigur a
Kupferbronze geſtohlen hat, die Figur zertrümmert und
die Teile einem hieſigen Althändler verkauft hat. Das
geſtohlene Gut wurde beſchlagnahmt, auch kamen zwei
der Hehlerei verdächtige Perſonen in Haft.
Worms, 14. Okt. Die Pferde des Landwirts Val.
Reiber ſcheuten bei Sandhofen vor einem einfahrenden
Zuge und rannten mit dem mit Kartoffeln beladenen
Wagen auf die Schienen. (Das Fuhrwerk
wurde zertrümmert dem 50jährigen Heizer
Schenk der Bruſtkorb eingedrückt und beide
Beine abgefahren, ſo daß er bald ſtarb. Auch der Sohn
des Reiber wurde ſchwer verletzt. Die Pferde blieben
un=
verletzt.
Oppenheim, 15. Okt. Die Weinbauſchulle
er=
freut ſich auch in dem beginnenden Lehrgange eines
regen Beſuches. In dieſem Herbſt ſind auch aus
Kreiſen des Handels junge Leute vertreten, ein
erfreu=
liches Zeichen, daß man auch in Händlerkreiſen immer
mehr die Produktion zu ſchätzen weiß. Auch im Auslande
findet unſere Schule die gebührende Würdigung. So hat
ein großer Weingutsbeſitzer in Chile ſeinen Sohn zur
Ausbildung hierher geſandt. Frühere Schüler der
An=
ſtalt ſind bereits in zahlreichen Fällen im Rheingau
als Gutsverwalter uſw. untargebracht worden.
(*) Gießen, 14. Okt. Umfangreiche
Baum=
pflanzungen an den Kreisſtraßen des
Krei=
ſes werden in dieſem Herbſt und im nächſten Frühjahr
wieder vorgenommen; z. B. an den Straßen Gießen=
Steinberg, Hungen=Inheiden, Hungen=Nonnenroth und
Lich=Langsdorf. In erſter Linie werden Aepfel gepflanzt,
und zwar Goldparmänen, Schöner von Boskopp,
hollän=
diſche Reinette und Baumanns=Reinette. Nur auf einer
Teilſtrecke der Straße Gießen=Steinberg werden mit
Rückſicht auf die Bodenverhältniſſe Birnen gepflanzt.
Büdingen, 15. Okt. In dem nun ſchon 4 Jahre
wäh=
renden Konkurſe der Bankfirma Max
Wert=
heimer u. Ko. in Büdingen fand am 12. ds. Mts. vor
dem Amtsgericht eine Gläubigerverſammlung
ſtatt. Konkursverwalter Rechtsanwalt Keil=Büdingen
er=
ſtattete vorerſt einen Bericht über den jetzigen Stand des
Konkurſes, woraus zu entnehmen iſt, daß die
angemel=
deten Forderungen 2½ Millionen Mark betragen, wovon
bis jetzt 885763 Mark anerkannt ſind. Weitere
Forder=
ungen von über einer Million Mark würden noch
aner=
kannt werden müſſen, ſo daß insgeſamt mit 2 Millionen
Mark Paſſiven gerechnet werden könne. Dieſen Paſſiven
ſtehe eine Aktivmaſſe von 128000 Mark gegenüber,
infolge=
deſſen eine Dividende von 6—7 Prozent ſich ergeben
würde. Die anhängig gemachten Prozeſſe ſeien zum
größten Teile durchgeführt. U. a. ſeien noch in der
Schwebe die Prozeſſe der Stadt Büdingen und der
Aktien=Zuckerfabrik Stockheim. An Wechſelforderungen
ſeien 5—600000 Mark angemeldet, die zum Teil jedoch
auch in dem Konkurſe des Vorſchuß= und Kredit=Vereins
Ober=Mockſtadt, e. G. m. u. H., geltend gemacht worden
ſeien. Wenn ſich eine Einigung der Wechſelgläubiger in
beiden Konkurſen erzielen laſſe, könne damit gerechnet
werden, daß der Konkurs der Bankfirma Max
Wert=
heimer u. Ko. im Jahre 1914 zu Ende gehe. — Die
Gläu=
bigerverſammlung beſchloß, die bei der fürſtlichen
Rent=
kammer Büdingen liegende Summe von 78000 Mark bei
dem Vorſchußverein Büdingen anzulegen. Bei der
Erſatz=
wahl zum Gläubigerausſchuß wurden Rechtsanwalt Koch
in Büdingen und Rechner Gröninger in Düdelsheim
gewählt.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 14. Okt. Eine Weile ſchon
ging das Gerücht um= daß durch die
Fundamentierungs=
arbeiten für die Bauten auf der Muſeumsinſel,
die bekanntlich unter der Leitung Ludwig Hoffmanns nach
den nachgelaſſenen Plänen Alfred Meſſels ausgeführt
werden, an dem Neuen Muſeum Senkungen eingetreten
ſeien und daß, was aber nicht ganz der Wirklichkeit zu
entſprechen ſcheint, auch an den Gebäuden der
National=
galerie vereinzelt Riſſe aufgetaucht wären. Dieſe
Ge=
rüchte erhalten ihre Beſtätigung durch einen Zwiſt, der
zwiſchen dem Bauleiter, Regierungsbaumeiſter Wille,
und dem Miniſterium der öffentlichen Arbeiten jetzt
aus=
gebrochen iſt. Wille hat mit der Begründung, daß das
Miniſterium über ſeinen Kopf hinweg und gegen ſeinen
Einſpruch nach eigenem Ermeſſen den Plan der
Funda=
mentierungsarbeiten geändert habe, ſein Amt
nieder=
gelegt. — Die in zweiter Ehe mit dem Grafen Hohenau
verheiratete ungariſche Baronin Schönherger
ver=
ſuchte ſich heute vormittag in ihrer Wohnung in
Wilmers=
dorf zu vergiften Es beſteht Hoffnung, daß die Verletzte
mit dem Leben davonkommen wird. Während der Arzt
mit der Kranken beſchäftigt war, brachten zwei Beamte
die ſeit einigen Tagen verſchwundene Tochter in die
Wohnung der Mutter. — Ueber einen tragiſchen Unfall
eines Bahnwärters teilt die B. Z. am Mittag mit: Der
Bahnwärter Knoppke ging geſtern 4½ Uhr nachmittags
das Bahngleis in der Nähe des Bahnhofs Puttlitzſtraße
ab. Er befand ſich etwa 300 Meter vom Bahnhof
Puttlitzſtraße entfernt, als er mit dem rechten Fuß
in einer Weiche im Gleis ſtecken blieb. Trotz
allen Anſtrengungen vermochte er den Fuß nicht zu
be=
freien. Einige Minuten ſpäter kam von Wedding her ein
Vollringzug. Knoppke machte dem Lokomptivführer
Zeichen, damit der Zug zum Stehen gebracht würde; dem
Lokomotivführer war es aber nicht mehr möglich, den Zug
zum Stehen zu bringen. Als Knoppke ſah, daß er
über=
fahren würde, hatte er noch die Geiſtesgegenwart, ſich
hin=
zuwerfen, ſodaß er mit dem Oberkörper auf das
Nach=
bargleis zu liegen kam und nur mit dem rechten Fuß
ge=
fangen blieb. Im nächſten Augenblick fuhr auch ſchon der
Zug über das rechte Bein des armen Mannes und trennte
den Unterſchenkel vollſtändig ab Einige hundert Meter
weiter konnte der Zug zum Halten gebracht werden. Im
ſelben Vollringzug, der ihn überfahren hatte, wurde der
bewußtloſe Hilfsbahnwärter nach der Unfallſtation und
von dort nach dem Rudolf=Virchow=Krankenhaus gebracht.
Lebensgefahr beſteht für ihn nicht, doch iſt das rechte
Bein vollſtändig verloren. — Durch die Charlottenburger
Kriminalpolizei iſt geſtern ein großer Spielklub
auf=
gehoben worden, der in einem Reſtaurant an der Kaiſer=
Wilhelm=Gedächtniskirche eigene Räume gemietet hatte.
Die Klubmitglieder wurden durch einen
Kriminalkom=
miſſar, der ſie beim Spiel überraſchte, feſtgeſtellt.
Frankfurt, 15. Okt. Die heutige Verhandlung des
Schwurge richts beſchäftigte der Mord in der
Königswarterſtraße. Am Pfingſtmontag wurde
das 23jährige Dienſtmädchen Frieda Veſter, von
zahl=
reichen Meſſerſtichen durchbohrt, tot in ſeiner Manſarde
aufgefunden. Als Täter wurde am 8. Juni der 19
jäh=
rige Weißbinder Joſef Rupp in einer Wirtſchaft in
Sachſenhauſen verhaftet. Die Beweisaufnahme wickelt
ſich, da der Angeklagte in allen Punkten geſtändig iſt,
ziemlich raſch ab und bringt wenig Neues.
Kriminal=
ſchutzmann Mielke und Kriminalkommiſſar v. Salomon
ſchilderten die erſten Vernehmungen, und Medizinalrat Dr.
Roth zeigte an großen Photographien der Getöteten die
22 Stichverletzungen, die durch Verblutung den Tod des
Mädchens herbeiführten. Ein Kampf hat nicht
ſtattge=
funden. Der Gerichtschemiker Dr. Popp führte in
großen Bildern die Aufnahme des blutigen Handabdrucks
an der Wand vor, der für die Ermittlung des Täters von
Wichtigkeit war. Das Urteil lautete auf dreizehn
Jahre und einen Monat Zuchthaus nebſt
zehn=
jährigem Ehrverluſt.
München, 14. Okt. Im Beiſein des Prinzen Ludwig
von Bayern wurde heute vormittag die
Baye=
riſche Gewerbeſchau München 1912 feierlich
geſchloſſen.
München, 15. Okt. In dem böhmiſchen Grenzorte Aſch
wurde eine Schmugglerbande beſtehend aus vier gut
gekleideten Männern feſtgehalten. Sie hatten etwa 200
Pfund Sacharin bei ſich und dieſes auf der
Eiſenbahn=
fahrt von Hof nach Aſch in ihrem Abteil verſtaut. Den
Bahnbeamten kam ihr Benehmen verdächtig vor. Sie
drangen in das Abteil und wurden von den Schmugglern
mit vorgehaltenem Revolver bedroht. Dreien gelang es,
zu entkommen, während der vierte feſtgenommen wurde.
Hamburg, 15. Okt. Die Meuterer des Dampfers
„Menzel” ſind geſtern auf dem Dampfer „Slawonia” hier
eingetroffen. Sie gaben an, der Kapitän des Schiffes
habe aus einem Revolver Schüſſe auf das Deck
abgege=
ben. Als die in den Kojen befindlichen Leute an Deck
eilten, habe er die Schüſſe auch gegen ſie gefeuert. Die
Leute wollen aus Notwehr dem Kapitän den Revolver
entriſſen haben.
Lübeck, 15. Okt. Die Bürgerſchaft ſtimmte der
Senats=
vorlage zu, 15 Gemeindebezirke in die Stadt
Lübeck einzugemeinden, darunter Kurort und
Seebad Travemünde, ſowie die Induſtrieplätze Kücknitz
und Schlutup.
Wien, 15. Okt. Die Zeit bringt heute eine
ausführ=
liche Darſtellung des Unfalles des Grafen
Po=
ſadowsky. Es wird darin erklärt, daß der Graf
er=
zählte, er habe am Montag nachmittag bei einem
Spazier=
gang über die Halbinſel Lapad ſeine
Browning=
piſtole laden wollen. Plötzlich habe ſich die
Sicher=
ung gelöſt, der Schuß ſei losgegangen und die Kugel
ſei ihm in die Bruſt gedrungen. Er erzählte weiter, daß
er von Montag nachmittag bis Mittwoch früh halb
bewußtlos am Boden lag, ohne imſtande geweſen zu ſein,
aufzuſtehen. Da aber der Weg, auf dem ſich der Unfall
zutrug, ziemlich ſtark von Fremden begangen wird, die
den Grafen gewiß geſehen und ſeine Hilferufe gehört
hätten, und keiner von den zahlreichen Kutſchern, die
Dienstag die Landſtraße befuhren, den Grafen geſehen
hat, nimmt man an, daß die Datumangabe des Grafen
falſch iſt und daß ſich das Unglück nicht am Montag,
ſon=
dern am Dienstag ereignete. Allerdings erklärt die
Direk=
tion des Hotels „Imperial” in Raguſa, daß der Graf ſeit
Mrntag nachmittag aus dem Hotel abweſend war.
Zürich, 15. Okt. Eine Karawane von ſieben
Tou=
riſten wurde bei der Beſteigung einer Bergſpitze des
Pontreſina von einer Lawine überraſcht, die
zwei Mann mit ſich fortriß. Der eine, ein deutſcher
Malergehilfe, wurde mit zerſchmettertem Körper
aufge=
funden, der andere erlitt leichtere Verletzungen.
Paris, 14. Okt. Die Pariſer Polizeibehörde hatte
vorgeſtern den ehemaligen preußiſchen Offizier Klemens
von Radowitz, einen Neffen des verſtorbenen
Bot=
ſchafters von Radowitz, der ſeit einigen Jahren auf ſehr
großem Fuße in Paris lebt, verhaftet, als er ſich in
Geſellſchaft ſeiner Geliebten und ſeines Sekretärs in einer
feinen, nahe der Großen Oper gelegenen Bar befand,
wo er allabendlich einzukehren pflegte. Baron von
Rado=
witz iſt eine in der Pariſer Lebewelt ſehr bekannte
Er=
ſcheinung. Er bewohnt in der Rue Pergoleſe eine
ele=
gante Wohnung und in der Nähe von Paris, bei Corbeil,
ein Schloß, wo er für ſeinen und ſeiner Geliebten Bedarf
nicht weniger als achtzehn Dienſtboten, ein Dutzend
Pferde und drei Automobile unterhielt. Seine Geliebte
iſt eine auf den Bühnen zweiten und dritten Ranges
be=
ſchäftigt geweſene Schauſpielerin mit Namen Jeanne
Rebours. Dem Baron ſagt man nach, daß er in der
ſtandesmäßigen Liebſchaft mit ihr in den ſechs Jahren
ſeines bisherigen Pariſer Aufenthalts ſechs Millionen
verbraucht habe, gerade eine Million auf das Jahr.
Seine regelmäßigen Einkünfte ſollen 14000 Francs
monatlich betragen haben. Vor einiger Zeit wandte er
ſich an den hieſigen Kunſthändler de Cauſon
und kaufte ihm eine Anzahl wertvoller Gobelins und
alter Möbel im Werte von 88000 Francs ab, um damit,
wie er ſagte, ſein Schloß auszuſtatten. Der
Kunſthänd=
ler nahm keinen Anſtand, ihm die wertvollen Sachen
zu liefern, obgleich Baron Radowitz ſie nicht ſogleich
bezahlen konnte; er verpflichtete ſich hierfür auf den 20.
September unter Vorweis eines Teſtaments, das ihm
an dieſem Tage, ſeinem 31. Geburtstage, eine neue
Erb=
ſchaft von einer Million Mark einbringen würde. Der
20. September verging aber, ohne daß der Baron zahlte,
und Mahnungen hatten denſelben Mißerfolg. Obendrein
brachte der Kunſthändler, ſo behauptet man, in
Erfahr=
ung, daß der Baron die gelieferten Kunſtgegenſtände gar
nicht zur Ausſtattung ſeines Schloſſes verwandt, ſondern
ſogleich verſetzt hatte. Er übergab deshalb die ganze
Sache der Staatsanwaltſchaft. Sie zögerte nun nicht
länger, gegen ihn vorzugehen und ihn in Geſellſchaft
ſei=
ner Geliebten und inmitten der vielen guten Freunde,
die ein ſolcher Aufwand jedem in Paris mit Leichtigkeit
einbringt, der ihn ſich mit eigenem oder fremdem Gelde
leiſten kann, von der Bar weg verhaften zu laſſen. Die
Behörde hielt es für angebracht, ſogleich auf der
Polizei=
ſtation auch die Taſchen des Barons zu unterſuchen und
die 30000 Francs mit Beſchlag zu belegen, die man darin
vorfand, ebenſo wie die Diamant= und Perlengeſchmeide
im Werte von 100000 Francs, mit denen die Geliebte des
Barons ihre Schönheit erſtrahlen ließ. Dann ließ man
ſie ſelbſt aber laufen, während der Baron in das Unter=
ſuchungsgefängnis der Santé wandern wußte.
Bemerkenswert iſt es noch, daß Herr Klemens von
Rado=
witz es ſchon vor einigen Jahren nach dem Ausſcheiden
aus dem preußiſchen Heere vorgezogen hat, ſeine deutſche
Nationalität aufzugeben und ſich in Ungarn
nationaliſie=
ren zu laſſen.
Paris. 15. Okt. Die Geſchworenen fällten geſtern ihr
Urteil über den Defraudanten Paul Lepreux, der als
Bureauchef der Suez=Kanal=Geſellſchaft Unterſchlagungen
in Höhe von faſt 2½ Millionen Francs zum Nachteil
die=
ſer Geſellſchaft begangen hatte. Er erklärte, daß er aus
grenzenloſer Liebe zu ſeiner einzigen Tochter ſich in
Börſen=Spekulationen eingelaſſen habe, um reich zu
wer=
den und ſeiner Tochter eine große Mitgift geben zu
können. Er wurde zu 7 Jahren Zuchthaus
ver=
urteilt.
Paris, 15. Okt. In dem Vorort Nanterre wurde der
Prokuriſt eines Pariſer Bankhauſes, namens Brebion,
geſtern abend von Banditen überfallen, im
Auto entführt und ſeiner Barſchaft im Betrage von 2000
Francs, ſowie aller ſeiner Schmuckſachen beraubt. In
Neuilly verſuchten die Räuber, ihr Opfer aus dem Auto
in die Seine zu werfen, jedoch konnte ſich Brebion retten.
London, 15. Okt. In den Juwelierladen von
Boſher in Edward Road traten geſtern früh drei
vornehm gekleidete Männer, die wertvolle Ringe kaufen
wollten. Boſher zeigte ihnen einen Ring zu vierzig
Pfund Sterling. Als ſie einen etwas billigeren
ver=
langten, wies ihnen Boſher einen zweiten Ring für dreißig
Pfund Sterling vor und verlangte den erſten zurück. In
dieſem Augenblick zog einer der drei Kumpane einen
Re=
volver und bedrohte Boſher. Dieſer verlor die
Geiſtes=
gegenwart nicht und ſprang dem Revolverhelden an die
Kehle. Alle drei flüchteten nun zum Aberdeenplatz, wo
ein Auto ſtand. Der Chauffeur wurde mit dem Revolver
in der Hand dahin bedeutet, ſo ſchnell als möglich
loszu=
fahren. Unbehelligt kamen die Räuber durch die
beleb=
teſten Straßen Londons. Vor einem bekannten
Pfand=
leihgeſchäft ließen ſie den Chauffeur halten. Bisher fehlt
jede Spur von den Räubern.
Queenstown (Tasmania), 14. Okt. Fünf weitere
Leichen ſind aus der Grube North Lyell zutage
gefördert worden. Man hegt ſchlimme Befürchtungen
für das Leben der 98 Bergleute, die noch in der Grube
eingeſchloſſen ſind. Die Rettungsmannſchaft macht
uner=
müdlich Verſuche, zu den Eingeſchloſſenen vorzudringen.
Luftfahrt.
Süddeutſcher Rundflug.
* Mannheim 15. Okt. Der Süddeutſche
Flug, der, wie gemeldet, geſtern von hier aus offiziell
begann, ſtellt an die 13 Teilnehmer — ſieben Militär=
und ſechs Zivilſlieger, unter denen ſich die beſten Flieger
Deutſchlands befinden — ſtarke Anforderungen. Die
Flieger haben eine Geſamtſtrecke von über 600
Kilometer Luftlinie zu durchfahren und dabei
mehrfach mit ſchwierigen Geländeverhältniſſen zu
rech=
nen, ſo beim Ueberfliegen der Höhen des Odenwaldes,
des Speſſarts und der Fränkiſchen Jura. Große Opfer
an Zeit und Geld haben die umfangreichen
Vorbereitun=
gen gekoſtet, die zur Sicherung einer erakten
Durchführ=
ung des Fluges und der perſönlichen Sicherheit der
Flie=
ger und des Publikums auf der ausgedehnten Strecke
ge=
troffen worden ſind. An Geldpreiſen für die
Flie=
ger ſind über 100000 Mark ausgeſetzt. Außerdem erhalten
die Militärflieger und deren Begleiter Ehrenpreiſe.
Die ſämtlichen Flüge haben die Flieger mit einem
Paſſa=
gier zu abſolvieren, und jedem Flugzeug iſt ein
Kraft=
wagen zugeteilt, in dem der Unparteiiſche und die
Mon=
teure dem Piloten folgen. Die Unparteiiſchen und deren
Hilfskräfte ſorgen für das körperliche und techniſche Wohl
der Flieger, ſorgen für alles, ſo daß Flieger und
Paſſa=
gier lediglich zu ruhen, zu eſſen und zu — fliegen haben.
Die Leitung der Automobilbegleitung liegt in den
Hän=
den der Herren Oppenheimer=Frankfurt a. M. und
des Hauptmanns Stern vom 132. Infanterie=Regiment
in Straßburg.
* Mannheim, 14. Okt. Flugplatz Rheinwieſe,
nachmittags 4 Uhr. Da das nebelige Wetter ſich bis 3 Uhr
nachmittags nicht gebeſſert hat, hat die Fahrtleitung von
dem Erkundungsfluge in die Pfalz Abſtand genommen
und hat jedem Flieger freigeſtellt, nach Neuſtadt reſpektive
Speyer zu fliegen. Leutnant Reinhardt ſtieg auf
ſeinem Albatros=Doppeldecker mit Oberleutnant
Wil=
berg als Paſſagier um 3 Uhr auf und flog einige
Run=
den. Um 3 Uhr 10 Min. iſt Leutnant Hailer mit
Ober=
leutnant Schmid vom 19. Infanterie=Regiment als
Paſ=
ſagier aufgeſtiegen. Sie kamen aber gleich wieder nieder
und erklärten, daß dichter Nebel die Orientierung direkt
unmöglich mache. Um halb 4 Uhr ſtieg Leutn. Joly auf
ſeiner Rumpler=Taube mit dem Oberleutnant
Niemöl=
ler auf, ſchlug die Richtung nach der Pfalz ein und
lan=
dete um 3 Uhr 48 Min. glatt in Speyer.
* Mannheim, 15. Okt. Die erſte Etappe des
Ueberlandfluges, die Strecke Mannheim-Frankfurt, die
kürzeſte der Flugetappe, iſt etwa 75 Kilometer lang. Sie
geht faſt durchweg durch ebenes Gelände, den Odenwald
entlang, und die Flieger haben die Möglichkeit, ſich zur
Orientierung an die Bahnlinien halten zu können. Der
Start war von der Oberleitung auf Dienstag früh 7 Uhr
angeſetzt worden. Das Wetter iſt aber zum Fluge
wo=
möglich noch unwirſcher als geſtern und zum Nebel hat
ſich feiner Sprühregen geſellt. Die ſämtlichen Flieger ſind
am Stariplatze anweſend. Vorläufig hat aber nur Dick
(München) erklärt, ſtarten zu wollen. Ob die anderen
Teilnehmer auch fliegen, bleibt noch zweifelhaft.
* Frankfurt, 15. Okt. Auf dem Frankfurter
Flug=
platz wurden im Verlaufe des Vormittags Schauflüge
vorgeführt. In Mannheim ſtiegen bis zum Mittag wegen
des ungünſtigen Wetters keine Flieger zur Fahrt nach
Frankfurt auf. Da ſich jedoch das Wetter mehr und mehr
aufgeklärt hat, erwartet man, daß der Start in
Mann=
heim um 1 Uhr beginnt, ſo daß die erſten Flieger gegen
2 Uhr in Frankfurt erſcheinen können.
* Mannheim, 15. Okt. Um 2 Uhr mittags hatte
der Regen zwar nachgelaſſen, die Witterung war aber
noch immer ungünſtig. Trotzdem haben die Flieger den
Flug nach Frankfurt begonnen. Leutnant Reinhardt
mit Leutnant Mühlich als Paſſagier ſtartete mit
ſei=
nem Albatros=Doppeldecker 12 Uhr 48 Min.; Fritz Dick=
München mit Leutnant Palmer auf Doppeldecker der
Flugzeugwerke Deutſchland um 1 Uhr 4 Min.;
Ober=
ingenieur Hellmuth Hirth mit Leutnant
Graben=
ſtein von dem 7. Dragoner=Regiment in Saarbrücken
auf Rumpler=Eindecker um 1 Uhr 18 Min.; Leutnant
Beißbarth mit Leutnant Lang auf Euler=
Doppel=
decker um 1 Uhr 24 Min.; Leutnant Hailer mit
Ober=
leutnant Schmid auf Otto=Doppeldecker um 1 Uhr 30
Min.; Leutnant Engwer auf Rumpler=Taube mit
Leutnant Zimmer um 1 Uhr 32 Min.; Leutnant a.
Krüger auf Harlan=Eindecker mit Leutnant zur
Friedensburg um 1 Uhr 33 Min. Leutn.
Eng=
erlitt kurz nach dem Aufſtieg einen Sturz bei
Seite 6
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. Oktober 1912
Nummer 244
heim. Sein Apparat grub ſich mit dem vorderen Teil dort
auf freiem Felde in eine neu angelegte Straße. Das
vor=
dere Geſtell, der Propeller und der Motor ſind ſtark
be=
ſchädigt. Der Flieger erlitt keine Verletzungen. Leutn.
von Buttler, der auf ſeinem Albatros=Doppeldecker
mit Leutn. Freyberg um 2 Uhr 9 Min. aufſtieg, kehrte
nach einer Runde wieder auf den Flugplatz zurück.
Weiter wird aus Speyer gemeldet, daß Leutnant
Joly, deſſen Apparat bei der geſtrigen Landung in
Speyer einen Defekt erlitten hatte, von Straßburg i. Elſ.
mit einem neuen Apparat heute vormittag 10 Uhr 25 Min.
nach Speyer aufgeſtiegen und dort um 11 Uhr 28 Min.
gelandet iſt. Er beabſichtigt, um ¼3 Uhr nach
Mann=
heim aufzuſteigen, dort eine Zwiſchenlandung
vorzuneh=
men und dann nach Frankfurt weiterzufliegen. — Prinz
Georg von Bayern wohnte dem Fluge bei.
* Mannheim, 15. Okt. Zum Flug nach
Frankfurt ſind heute nachmittag weiter aufgeſtiegen:
Oberleutnant Pohl auf Euler=Doppeldecker um 3 Uhr
15 Min., Anton Baierlein auf Otto=Doppeldecker um
3 Uhr 18 Min., Leutnant Vierling auf Otto=
Doppel=
decker um 3 Uhr 23 Min.; ferner außer Konkurrenz der
Aviatiker de Waal um 3 Uhr 28 Min. Um 4 Uhr 10 Min.
ſtieg Lindpaintner auf Otto=Doppeldecker und um
4 Uhr 10 Min. Leutnant v. Buttler auf Albatros=
Doppeldecker auf.
* Frankfur t, 15. Okt. Baierlein landete um
4 Uhr 4 Min. glatt auf dem hieſigen Flugplatz; Leutnant
Vierling um 4 Uhr 14 Min.; Leutnant Pohl landete
eine Minute ſpäter auf dem hieſigen Exerzierplatz. Bei
der Landung wurde der Apparat leicht beſchädigt und der
Flieger erlitt leichte Verletzungen im Geſicht. — Leutnant
Joly, der heute von Straßburg nach Speyer geflogen
war, iſt um 4 Uhr in Speyer aufgeſtiegen. Bei günſtigem
Wetter wird er nach Frankfurt, bei ungünſtigem nach
Mannheim fliegen.
* Frankfurt, 15. Okt. Als Erſter landete um 2 Uhr
2 Minuten Oberingenieur Hirth, gleich darauf, um
2 Uhr 3 Min., Fritz Dick; um 2 Uhr 10 Minuten ging
Leutnant Reinhardt der unterwegs Höhen bis zu
1200 Meter aufgeſucht hatte, in prachtvollem Gleitfluge
nieder. Leutnant Hailer, der um 1 Uhr 30 Min. in
Mannheim aufgeſtiegen war, landete um 2 Uhr 25 Min.,
Leutnant Krüger ebenfalls um 2.25 Uhr; Leutnant
Beißbarth um 2 Uhr 42 Min. Leutnant Engwer
iſt wegen einer leichten Beſchädigung ſeines Apparates
nach Mannheim zurückgekehrt.
* Frankfurt, 15. Okt. Während die Frankfurter
Flieger ihre Schauflüge vollführten, landeten
nach=
einander Lindpaintner um 4 Uhr 48 Minuten;
Joly um 5 Uhr 7 Min. und v. Buttler um 5 Uhr
23 Min. — Der Apparat des Oberleutnants Pohl iſt
ſtärker beſchädigt, als es zuerſt den Anſchein hatte. Sein
Paſſagier blieb unverſehrt.
* Frankfurt, 15. Okt. Die „Viktoria Luiſe‟
iſt um 5 Uhr von ihrem Poſtflug zurückgekehrt und glatt
gelandet.
— Berlin, 15. Okt. Das Marineluftſchiff
„L 1” iſt geſtern vom Reichsmarineamt
über=
nommen worden. Kurze Zeit, nachdem es ſeinen
Hafen in Friedrichshafen verlaſſen hatte, kam es in eine
dichte Nebelſchicht, die jede Orientierung verhinderte und
bis Würzburg anhielt. Ueber dem Rhöngebirge wurde
es etwas lichter und nun ging es in ſchneller Fahrt direkt
nach Norden über Osnabrück. In etwa 1500 Meter Höhe
wurde zwiſchen Borkum und Norderney das Feſtland
verlaſſen und die Fahrt über die Nordſee fortgeſetzt. Die
Blinkfeuer von Helgoland dienten als Richtpunkte.
Deut=
lich waren die Lichter eines großen Paſſagierdampfers
und ſelbſt die abgeblendeten Lichter eines Kriegsſchiffes
zu ſehen. Bei Büſum wurde das Feſtland wieder
er=
reicht. Nachts um zwei Uhr, nachdem Kiel paſſiert war,
wurde es von neuem verlaſſen. Bei Durchkreuzung der
Oſtſee kamen die däniſchen Blinkfeuer in Sicht. Nachdem
Graf Zeppelin Kehrt! kommandiert hatte, mußte das
Schiff heftig gegen den ſtarken Gegenwind ankämpfen.
Lübeck wurde paſſiert und dann mit direktem Kurs nach
Berlin geſegelt. Ueber dem Reichsmarine=Amt und über
dem Potsdamer Platz wurden einige Schleifen ausgeführt.
Dann ſetzte das Schiff die Fahrt nach Johannisthal fort.
Als kurz vor drei Uhr der Zeppelinkreuzer von der Halle
aus geſichtet wurde, machte ſich das Militärkommando
zum Empfang bereit. Gerade als die Haltetaue
ausge=
worfen werden ſollten, ſchoß plötzlich ein Eindecker heran
und flog ſo dicht unter der vorderen Gondel hinweg, daß
die Halteleine nicht ausgeworfen werden konnte. Das
Luftſchiff war hierdurch gezwungen, wieder hoch zu gehen
Es führte noch eine Schleife aus und landete um ¾4 Uhr
glatt, nachdem es eine Geſamtſtrecke von 1600
Kilometer zurückgelegt hatte.
* Chaur de Fond, 15. Okt. Der Flieger
Co=
bioni ſtieg heute morgen mit dem Redakteur Bippert
als Paſſaaier zu einem Fluge über der Stadt auf. Beim
Landen ſenkte ſich der Apparat vorwärts und ſtürzte
ſenkrecht zu Boden. Der Apparat wurde zertrümmert
Cobioni iſt an ſeinen Verletzungen kurz darauf
ge=
ſtorben, Bipperts Zuſtand iſt hoffnungslos.
Eiſenbahn=Unglück.
* Speyerdorf (Pfalz), 14. Okt. Heute nachmittag
gegen 5 Uhr ereignete ſich auf dem hieſigen Bahnhof ein
ſchweres Unglück, bei dem drei Perſonen —
ein Mann und zwei Frauen — getötet und drei
Per=
ſonen — ein Mann, ein Knabe und ein Mädchen — ſchwer
verletzt wurden. Das Unglück ſoll dadurch veranlaßt
wor=
den ſein, daß die vom Flugplatz Lachen
herbeiſtrö=
mende Menſchenmenge den einfahrenden Zug trotz
War=
nung beſteigen wollte, nach einer anderen Lesart ſollen
die in der vorderen Reihe ſtehenden von den hinter ihnen
befindlichen auf das Gleis gedrängt worden ſein, welches
der einfahrende Zug benutzte. Aerztliche Hilf war
ſo=
gleich zur Stelle. Die Verletzten wurden mittels
Automo=
bil in das Krankenhaus Neuſtadt gebracht.
* Speyerdorf, 14. Okt. Die bei dem heutigen
Unglück getöteten Perſonen ſind S. Wagner,
Kaufmann aus Hochſpeyer, die Frau des Metzgermeiſters
Frey aus Mußbach und eing Frau, deren Namen noch
nicht bekannt iſt. Die Zahl der Verletzten
be=
trägt vier, und zwar ſind dies der zehnjährige Sohn des
Schreiners Stich aus Neuſtadt a. d. H., der Sohn des
Tünchermeiſters Eiſenhardt aus Neuſtadt a. d. H. und der
Privatier Hammel aus Hochſpeyer, ſowie Katharine Frey
aus Mußbach, die Tochter der getöteten Frau Frey. Das
Unglück iſt dadurch entſtanden, daß die vom Flugplatz
kommende. Menſchenmenge ſich an den
einfahren=
den Zugherandrängte, um ſich ſo raſch als
mög=
lich einen Platz zu ſichern. Dabei wurden die vorderſten
Perſonen vom Zuge überfahren.
Der Krieg auf dem Balkan.
Die Lage am Balkan
geht endlich der vollſtändigen Klärung entgegen.
Bul=
garien, das auch im Namen Serbiens und Griechenlands
ſpricht, hat die vermittelnde Aktion der Mächte
zurückge=
wieſen und der Pforte ein eigenes Reformprogramm
übergeben. Da dieſes Programm von ſeinem Urheber
ſelbſt radikal genannt wird, braucht man nicht im
ein=
zelnen nachzuweiſen, weshalb es als ausgeſchloſſen
er=
ſcheinen muß, daß die Türkei auch nur auf den Boden der
bulgariſchen Vorſchläge tritt. Wollte ſie ſo weitgehende
Forderungen, deren Krönung das Verlangen nach
Demo=
biliſierung bildet, wirklich annehmen, dann müßte ſie zur
Aufgabe ihrer Herrſchaft über die europäiſchen
Wila=
jets entſchloſſen ſein. Es bedurfte daher nicht, der
Stel=
lung eines förmlichen Ultimatums von bulgariſcher Seite,
um den Kriegsausbruch zu ſichern, und es war nicht zu
verwundern, daß die Pforte, die am Abend
des 13. von den bulgariſchen Forderungen Kenntnis
haben konnte, die Antwort darauf durch den Befehl
er=
teilt hätte, daß türkiſche Truppen am Morgen des 14.
die ſerbiſche Grenze überſchreiten ſollten. Weitere
diplo=
matiſche Schritte der Mächte ſind gegenüber dem
Balkan=
bunde einſtweilen kaum zu erwarten. Ob die Pforte in
der Antwort, die ſie den Großmächten in Sachen des
Kollektivſchrittes noch ſchuldet, auf die Forderungen des
Balkanbundes eingehen wird, muß ſich bald zeigen. Im
übrigen iſt die Zeit für die diplomatiſchen Noten vorbei:
jetzt werden die Kanonen ſprechen und zwar
vernehm=
licher, als an den Grenzen Montenegros.
Die Türkei.
* Konſtantinopel, 14. Okt. In der
Ant=
wortnote der Pforte erklärt der Miniſter des
Aeußern im Namen der ottomaniſchen Regierung, daß die
Pforte, wie ſich die Botſchafter überzeugen konnten, die
Notwendigkeit der Durchführung der Reformen
aner=
kannte, die für die Verwaltung des Reiches anwendbar
ſind, um das Gedeihen, die Eintracht und Harmonie unter
den heterogenen Beſtandteilen des Reiches zu ſichern.
Er glaube aber, daß eine fremde Einmiſchung
die=
ſem Werke nicht nützlich ſei. Wenn die bisher
gemach=
ten Reformverſuche nicht geglückt ſeien, ſo liege die Urſache
in den Störungen, die von den bekannten Herden der
Verhetzung hervorgerufen worden ſeien. Der Miniſter
erklärte ferner, daß die Pforte ſich vollſtändig den von den
Mächten aufgewandten Anſtrengungen anſchließe; um
Konflikten vorzubeugen, die ein großes Unglück im
Ge=
folge haben würden und deren Ausdehnung niemand
vor=
ausſehen könne. Der Miniſter weiſt auf die Bedeutung
des Artikels 23 des Berliner Vertrages hin und erklärt,
die Pforte ſei entſchloſſen, das Geſetz von 1880 in ſeinem
ganzen geſchichtlichen Umfange anzuwenden, und ſie
bringe einen entſprechenden Geſetzentwurf bei der
Er=
öffnung des Parlaments ein. Die gegenwärtige
Regie=
rung dürfte nicht für Winkelzüge der Vergangenheit
ver=
antwortlich gemacht werden. Sie ſeientſchloſſen,
mit der Vergangenheit zu brechen. Die
otto=
maniſchen Behörden würden Befehl erhalten, unverzüglich
das Geſetz von 1880 in Kraſt treten zu laſſen.
* Konſtantinopel, 15. Okt. Der Sultan
be=
ſuchte geſtern das Generalquartier und nahm eine Parade
über die Truppen ab, deren ausgezeichnete Haltung
all=
gemein bewundert wurde. Der Sultan der
Marſchalls=
uniform trug, ſtand am Fenſter des Kriegsminiſteriums.
Er empfing den Großweſir und die Generalſtabschefs des
Heeres und der Marine in Audienz. Der Parade wohnten
der deutſche der öſterreichiſch=ungariſche und der engliſche
Militärattaché bei.
Die Balkanſtanten.
* Konſtantinopel, 15. Okt. Die griechiſche
und die ſerbiſche Regierung haben den
Vertre=
tern der Türkei in Athen und Belgrad gleichzeitig eine
mit der bulgariſchen übereinſtimmende Note überrreicht.
Der türkiſche Geſandte in Athen ſoll die Annahme der
Note verweigert haben.
* Konſtantinopel, 15. Okt. Der griechiſche
Geſandte überreichte der Pforte die Note der
griech=
iſchen Regierung, welche die Freigabe der griechiſchen
Schiffe binnen 24 Stunden verlangt und erklärt, falls die
Pforte die Schiffe nicht freigäbe, werde Griechenland
die=
jenigen Maßnahmen ergreifen, die es für aut halte um
ſeine Ehre zu verteidigen. Wie das Wiener Korr.=Büro
dazu aus ſicherer Quelle erfährt, hat ſich die Pforte
ent=
ſchloſſen, nur diejenigen ariechiſchen Schiffe freizugeben,
die Ladung für eine fremde Macht tragen.
Griechenland und Kreta.
* Athen, 14. Okt. Bei dem Wiederzuſammentritt
der Kammer wurden die kretiſchen
Abgeord=
neten mit Beifall begrüßt. Miniſterpräſident
Veni=
zelos erklärte, die Regierung nehme das unioniſtiſche
Votum der kretiſchen Verſammlung an und erklärte in
aller Form, daß in Zukunft nur eine einzige
Kam=
mer für Kreta und Griechenland beſtehe. Er
forderte die kretiſchen Abgeordneten auf, ſich nach Kreta
zu begeben, wo Neuwahlen gemäß der griechiſchen
Ver=
faſſung vorzunehmen ſeien. Venizelos erklärte weiter,
trotz des Wunſches nach Frieden werde Griechenland ſich
nicht unr moraliſch und materiell, ſondern auch durch
die verbündeten Staaſten ſtark fühlen, ſiegesgewiß allen
Gefahren die Stirn zu bieten.
* Athen 15. Okt. Der genaue Inhalt der
Er=
klärungen, die Venzzelos in der griechiſchen Kam
mer über die kretiſche Verfaſſung abgegeben hat, iſt
fol=
gender: Der Miniſterpräſident erklärte, er würde ſich mit
einer radikalen Löſung der kretiſchen Frage nicht in
iſo=
lierter Stellung befinden. Indeſſen, um nicht neue
Schwie=
rigkeiten zu ſchaffen und den Bemühungen um Erhaltung
des allgemeinen Friedens nicht entgegenzuarbeiten,
vor=
ausgeſetzt, daß ſich die Verhältniſſe nicht bis zum Kriege
entwickeln ſollten, würde er ſich mit einer neuen,
vorüber=
gehenden Löſung begnügen. Das internationale Statut
würde, wie es von den Mächten geſchaffen iſt, reſpektiert
werden. Griechenland würde die Verwaltung der Inſel
übernehmen und die kretiſchen Abgeordneten ſollten zum
griechiſchen Parlament zugelaſſen werden. Aus dieſer
Formel, die die Kreter nicht befriedigt, muß man den
Wunſch erſehen, den Mächten gegenüber
Entgegenkom=
men zu zeigen.
Die andern Mächte.
* Wien, 14. Okt. In Wiener politiſchen
Kreiſen iſt man, wie man der Neuen Freien Preſſe
mitteilt, der Anſicht, daß die Beſetzung von Bjelopolje,
zunächſt auf die Haltung der
öſterreichiſch=
ungariſchen Mon archie keine Rückwirkung
haben wird. Der Sandſchak Novibazar ſei türkiſches
Ge=
biet, für deſſen Erhaltung ſelbſtverſtändlich in erſter Reihe
die Türkei zu ſorgen habe. Auch wenn infolge des
ſchwachen türkiſchen Truppenaufgebots im Sandſchak ein
weiteres Vordringen der Montenegriner und eventuell
auch der Serben dort erfolgen ſollte, wäre noch immer
kein Anlaß für die Monarchie gegeben, vorzugehen. Es
müſſe angenommen werden, daß die Türkei durch
ent=
ſprechende Truppenvorſchübe für die Erhaltung des
Sand=
ſchaks ſorge. Erſt nach dem Abſchluß der kriegeriſchen
Ereigniſſe auf dem Balkan werde die öſterreichiſch=
ungari=
ſche Monarchie dafür ſorgen müſſen, daß ihr Weg nach
Süden nicht abgeſchnitten werde.
* Petersburg, 14. Okt. Verſchiedene
Auslands=
blätter fahren fort, Nachrichten über angebliche
Kriegsvorbereitungen Rußlands zu bringen,
wobei als Beweis auf die Mitte September
vorgenom=
mene Probemobiliſierung einiger Truppenteile des
Weſt=
gebietes hingewieſen wird. Die Petersburger
Telegra=
phen=Agentur iſt ermächtigt, demgegenüber kategoriſch zu
erklären, daß ſämtliche derartigen Mitteilungen
jeg=
licher Begründung entbehren, die
augenſchein=
lich bezwecken, die aufgeregte Stimmung der öffentlichen
Meinung zu verſchärfen. Die Mobiliſierung gehört, wie
bereits am 30. September erklärt worden iſt, zu den
Maß=
nahmen, die ſich in verſchiedenen Mlitärbezirken
perio=
diſch wiederholen. Die mit der Mobiliſierung
verbunde=
nen Maßnahmen wurden bereits am 8. Oktober
abge=
ändert, wobei alle einzelnen Truppenteile, die durch die
Einberufung der Reſerviſten vervollſtändigt wurden, auf
den Friedensbeſtand reduziert und jetzt in ihre
Standquartiere zurückgekehrt ſind.
Vom Kriegsſchauplatz.
* Belgrad, 15. Okt. Die Montenegriner
haben Skutari von Südweſten angegriffen. Eine
andere Truppe nähert ſich von Nordoſten, ſo daß Skutari
zwiſchen zwei Feuer kommt.
* Saloniki, 15. Okt. Die gegen Skutari
vor=
dringenden Montenegriner wurden bei Tuzi unter
ſtarken Verluſten aufgehalten und zurückgeworfen.
Auch bei dem Kampf um die von der Grenze gegen Ipek
führenden Straßen wurden die Montenegriner
zurückge=
worfen. 40000 Albaner werden ſo raſch als möglich
be=
waffnet werden, um zur Grenze zu marſchieren.
* Konſtantinopel, 15. Okt. Wie amtlich
be=
kannt gegeben wird, haben die türkiſchen Truppen
in der Gegend von Guſſinje, nachdem ſie Verſtärkungen
erhalten hatten, die Offenſive ergriffen und die
Montenegriner über die Grenze zurückgeworfen. Die
Verluſte der Montenegriner ſind beträchtlich.
* Podgoritza, 14. Okt. Die Stadt Tuzi
ergab ſich.
* Podgoritza, 14. Okt. Ausführliche Meldung.
Die montene griniſche Infanterie bereitete
ſich am Mittag unter Artilleriefeuer zum letzten Sturm
auf Tuzi vor, als ein türkiſcher Offizier mit weißer
Flagge erſchien. Der Kommandant, Kronprinz Danilo,
empfing den Offizier und nahm die Bedingungen zur
Uebergabe der Garniſon an. Bald darauf
er=
ſchien eine Abordnung von Bürgern im
montenegrini=
ſchen Hauptquartier und bat um Gnade. In den
Befeſti=
gungen fand man mehrere Geſchütze, darunter drei
eng=
liſchen und drei deutſchen Urſprungs; ſie waren ſämtlich
durch das montenegriniſche Feuer ſchwer beſchädigt. Die
Beute umfaßte 8 Mitrailleuſen, 7000 Mauſergewehre, viele
Pferde, 800 Ferkel und Lebensmittel für zehn Tage. Die
Garniſon beſtand aus 6 Nizambataillonen; drei davöne
wurden des abends nach Podgoritza gebracht. Bald
darauf rückten die Montenegriner im Triumph
unter Militärmuſik in die Stadt ein, wo ſie von der
chriſtlichen Bevölkerung und den Maliſſoren mit Jubel
empfangen wurden. — Der öſterreichiſche und der
italie=
niſche Militärattachee ſind hier eingetroffen.
Die Antwortnote der Pforte.
* Konſtantinopel, 15. Okt. Die
Antwort=
note der Pforte auf den Kollektivſchritt der
Botſchafter hat folgenden Wortlaut: Der
unterzeich=
nete Miniſter des Aeußern des Sultans hat die Ehre,
daran zu erinnern, daß, wie Eure Exzellenzen ſelbſt
kon=
ſtatieren wollen, die kaiſerliche Regierung die
Notwendig=
keit, Reformen einzufülren, welche die Verwaltung der
Vilajets der euroväiſchen Türkei zuläßt, bereits
aner=
kannt hat. Sie hat die Reformen mit umſomehr
Ueber=
zeugung ins Auge gefaßt, als ſie dieſelben aüßerhalb
jeder fremden Einmiſchung anzuwenden beabſichtigt und
vorausſieht, daß umter dieſen Bedinaungen ihre
Aus=
führung nicht ermangeln wird, zur Wohlfahrt und zur
wirtſchaftlichen Entwicklung des Landes beizutragen,
in=
dem ſie im liliralen Geiſt der ottomaniſhn Verfanung
die Eintracht zwiſchen den verſchiedenartigen Elementen
ſichert, welche die Bevölkerung des Reiches bilden. Es iſt
hervorzuheben, daß, wenn die verſchiedenen Verſuche einer
Beſſerung der inneren Lage dieſer Provinzen nicht alle
Früchte getragen haben, die man von ihnen erwarten
duefte, eine der hauptſächlichſten Urſachen dieſer
Verzöge=
rung unbeſtreitbar der Zuſtand der Unruhen und
Un=
ſicherheit iſt, der durch Attentate aller Art verurſacht
wurde, die aus dem Herde der Agitation hervorgehen,
deren wirklicher Zweck keinerlei Zweifel unterliegt. Die
kai=
ſerliche Regierung weiß nichtsdeſtoweniger die
freund=
liche Abſicht der Mitteilung zu ſchätzen, welche die
Groß=
mächte mit Rückſicht auf die gewordenen Verhältniſſe an
ſie zu richten für angezeigt gehalten haben. Sie ſchließt
ſich von ganzem Herzen den von ihnen gemachten
An=
ſtrengungen an, die Gefahr eines Zuſammenſtoßes zu
be=
ſchwören, deſſen Konſequenzen unvermeidlich großes
Unheil nach ſich ziehen würden und die mit allen
Mitteln zu verhindern, Pflicht der ziviliſierten
Welt iſt. Die Kaiſerliche Regierung hat in dieſer
Be=
ziehung das Bewußtſein, im voraus alle Maßregeln
er=
griffen zu haben, um die humanitäre Aufgabe der
Groß=
mächte angeſichts des furchtbaren Problems, deſſen
Löſung ſie geſucht haben, zu erleichtern, ohne ſich auf die
Tatſache berufen zu wollen, daß manche Beſtimmung des
Berliner Vertrages eine Ausführung erfahren hat, die
weder dem Buchſtaben, noch dem Geiſt, der ſie diktiert
hätte, billig entſprach, ſodaß die ottomaniſchen Intereſſen
in mehreren Fällen ſchwer verletzt worden ſind ohne
ins=
beſondere unterſuchen zu wollen, bis zu welchem Punkt
der Artikel 28 des genannten Vertrages in höherem Maße
als deſſen andere Artikel eine aktuelle Bedeutung ſich hat
bewahren können, — ſo erklärt demgemäß die
otto=
maniſche Regierung, daß ſie aus eigenem Antrieb den
Ent=
ſchluß gefaßt, das Geſetz von 1880 in ſeinem ganzen
hiſto=
riſchen Zuſammenhang gleich nach der Eröffnung der
nächſten Seſſion dem Parlament und der kaiſerlichen
Sanktion zu unterbreiten, entſprechend dem Grundſatz des
Reiches. Die Mächte können überzeugt ſein, daß die
kaiſer=
lichen Behörden über die Anwendung dieſes Geſetzes nach
ſeiner Verkündigung ſorgfältig die Hand halten werden,
Nummer 244.
Seite 7.
Es wäre im höchſten Grade ungerecht, aus früheren
Nach=
läſſigkeiten, ſowie den mehr oder weniger ſyſtematiſchen
und dem anderen Regime anhaftenden Winkelzügen zu
ſchließen, daß das konſtitutionelle ottomaniſche Reich von
heute nicht logiſcherweiſe entſchloſſen und imſtande wäre,
mit den Irrtümern der Vergangenheit endgültig zu
bre=
chen, und einen gewiſſen Zweifel an dieſer Einſicht zum
Anlaß zu nehmen, um andere Maßnahmen zu ſuchen, als
jene, die allein mit dem wohlverſtandenen Intereſſe des
Landes und der Bevölkerung ſelbſt vereinbar ſind.
Abbruch der diplomatiſchen Beziehungen.
* Konſtantinopel, 15. Okt. Die Pforte hat
be=
ſchloſſen, ihre Geſandten in Sofia, Belgrad
und Athen abzuberufen und nur einen Sekretär
zur Bewachung der Archive zurückzulaſſen.
Letzte Nachrichten.
H.B. London, 15. Okt. Die Times meldet aus
Canea: Das hier eingelaufene Telegramm von der
Pro=
klamierung der Annexion Kretas durch
Grie=
chenland hat auf der Inſel eine unbeſchreibliche
Be=
geiſterung ausgelöſt. Die kretiſche Bevölkerung
ver=
anſtaltete patriotiſche Kundgebungen, bei denen Hochrufe
auf Griechenland und den Miniſterpräſidenten Venizelos
ausgebracht wurden.
* Wien, 15. Okt. Die Neue Freie Preſſe meldet
aus Belgrad: Heute wird das Regierungs=
Kommuniqué folgenden Inhalts verlautbart
wer=
den: Türkiſche Truppen haben die Grenze überſchritten
und ſich auf ſerbiſchem Gebiete verſchanzt. Sie wurden
im Laufe des Nachmittags zurückgeſchlagen, wobei unſere
Verluſte ſich auf zwei Tote und vier Verwundete beliefen.
Die Regierung betrachtet dieſen Ueberfall wohl nicht als
einen Caſus belli, aber als eine Provokation und einen
Beweis der feindſeligen Geſinnung der Türkei. Die
Re=
gierung iſt gleichwohl entſchloſſen, in korrekter
Reſerviert=
heit die Antwort auf die geſtrige Note abzuwarten.
Friede zwiſchen Italien und der Türkei.
* Rom, 15. Okt. Wie die Agenzia Stefani meldet,
wurden heute abend 6 Uhr in Ouchy die
Friedens=
präluminarien unterzeichnet.
Attentat anf Rooſevelt.
* New=York, 14. Okt. Wie aus Milwaukee
gemeldet wird, gab ein Sozialiſt einen Schuß auf
Rooſevelt ab, der ihn an der Bruſt verletzte. Trotz
der Verwundung begab ſich Rooſevelt, ohne den Aerzten
zu geſtatten, die Wunde zu unterſuchen, in die
Verſamm=
lung, wo er faſt eine Stunde redete. Infolge
großen Blutverluſtes mußte er ſchließlich ſeine Rede
unterbrechen. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Die
Aerzte ſtellten feſt, daß keine unmittelbare Gefahr vorliegt.
Da es den Aerzten nicht gelungen iſt, den Sitz der
Kugel zu ermitteln, wird eine Durchleuchtung
Rooſevelts mit Röntgenſtrahlen vorgenommen.
Rooſe=
velt konnte das Hoſpital ohne Beiſtand verlaſſen und reiſte
um Mitternacht nach Chicago.
* Milwaukee, 15. Okt. Der Täter, der den
Schuß auf Rooſevelt abfeuerte, gab an, er heiße
John Schrank und ſei in Bayern geboren. Er iſt
an=
ſcheinend irrſinnig, in ſeinen Taſchen werden ſinnloſe
No=
tizen gefunden, die Proteſte gegen die dritte
Präſidant=
ſchaftskandidatur Rooſevelts enthalten. Der Geiſt Mc.
Kinleys leite ihn. Es fanden ſich auch die deutſch
ge=
ſchriebenen Worte: Ein feſte Burg iſt unſer Gott.
Rooſe=
velt ſtand im Auto, um zu einer Verſammlung zu fahren,
als Schrank den Revolver abfeuerte. Sofort ertönte aus
der Menge der Ruf „Lyncht ihn!” Auf Rooſevelts
Zu=
rufe trat die Menge zurück und der Täter wurde
ver=
haftet Rooſevelt fuhr weiter. Unterwegs erſt wurde das
Kugelloch im Ueberrock entdeckt. Als Rooſevelt hinfaßte,
war die Hand mit Blut befleckt. In der Verſammlung
ſprach Rooſevelt, ſtürmiſch begrüßt, über eine Stunde.
Der Vorſitzende der Verſammlung machte bekannt,
Rooſe=
velt habe eine Kugel im Leibe. Rooſevelt ſagte: „Ich
kümmere mich keinen Deut darum, ob ich angeſchoſſen bin.
Es iſt ſchon mehr nötig, um den „Elchbullen” zu töten.
Ich habe jetzt eine Kugel in mir und kann keine lange
Rede halten.” Bei dieſen Worten knöpfte er die Weſte
auf und zeigte ſein blutbeflecktes Hemd. „Ich habe zu
viel wichtige Dinge im Kopf, um mich um den eigenen
Tod zu kümmern. Keiner führte ein glücklicheres Leben
als ich. Der Täter war ein Feigling. Er ſchoß auf mich
aus der Dunkelheit, als ich die Menge begrüßte. Es iſt
ſehr natürlich, daß ſchwache verderbte Gemüter zu
Ge=
walttätigkeiten aufgereizt werden durch die ſchmutzige
Verlogenheit und Beſchimpfung, wie ſie ſeit drei Monaten
gegen mich angewendet wird, nicht nur von den Blätteon,
die die Intereſſen des ſozialiſtiſchen Kandidaten Debs
vertreten, ſondern auch von denen, die die Intereſſen
Wilſons und Tafts vertreten.”
* Milwaukee 15. Okt. Ueber den Anſchlag
auf Rooſevelt werden noch folgende Einzelheiten
be=
kannt: Als Rooſevelt geſtern abend ſein Hotel verließ
und ein Automobil beſteigen wollte, um ſich in die
Ver=
ſammlung zu begeben, feuerte Schrank eine Kugel auf ihn
ab. Durch den ſchweren Militärmantel und ein Bündel
Manuſkripte in Rooſevelts Taſche wurde die Kraft des
Schuſſes abgeſchwächt. Die Kugel blieb in den
Muskel=
geweben der linken Bruſt ſtecken. Rooſevelts Sekretär
er=
griff den Attentäter, ſchlug ihn zu Boden und entriß
ihm die Waffe. Rooſevelt ſelbſt bewegte ſich kaum, als
ihn die Kugel traf. Schrank, früher Schankwirt in New=
Dork, geſtand, daß er ſchon ſeit einigen Wochen Rooſevelt
gefolgt ſei mit dem Entſchluß, ihn bei der erſten
Gelegen=
heit zu töten Erſt geſtern bot ſich die Gelegenheit.
* Milwaukee, 15. Okt. Bei ſeiner Abreiſe nach
Chicago erklärte Rooſevelt, es gehe ihm ſehr gut.
Die Kugel ſitzt in der Bruſtſeite und hat die Lunge nicht
verletzt.
* Chicago, 15. Okt. Der Zug mit
Rooſe=
velt iſt um 2,30 Uhr hier angekommen. Wie berichtet
wird, verbrachte Rooſevelt die Fahrt ruhig und zeigte
keine Svur von Unbehagen.
* Chicago, 15 Okt. Rooſevelt wurde bei
ſeiner Ankunft ins Hoſpital gebracht.
Darmſtadt, 16 Oktober.
* Frauenkampf für die Lebenstüchtigkeit unſeres
Volkes. Auf Einladung des Lehrerinnenvereins und des
Alkoholgegnerbundes ſprach geſtern über dieſes Thema an
Stelle der durch Krankheit verhinderten Frau Dr.
Weg=
ſcheider=Ziegler Fräulein Wilhelmine Lohmann, die
bekannte Lehrerin für den Antialkoholunterricht im Kreiſe
Bielefeld. Sie führte etwa folgendes aus:
Die Lebenstüchtigkeit unſeres Volkes, d. h. ſeine
körperliche und geiſtige Leiſtungsfähigkeit, die Kraft einer
geſunden Entwicklung in aufſteigender Linie beruht auf
ſeiner Geſundheit. „Kein Reichtum gleicht dir, o
Geſund=
heit!‟ Das war das Motto der Dresdener Hygiene=
Ausſtellung. Darum ſoll auch die Sorge für die
Erhalt=
ung der Geſundheit der einzelnen ſowohl, als auch der
ganzen Raſſe höher ſtehen als der Kampf um
wirtſchaft=
liche Werte, ſollen die Forderungen der Geſundheit ſtärker
ins Gewicht fallen als die, welche zur Erlangung immer
größeren Reichtums dienen. Die Geſundheit unſeres
Volkes wird nun aber erſchüttert durch einen Feind, der
an ſeinem Macke zehrt, durch ein Gift, das die
wert=
vollſten Teile des menſchlichen Körpers, die feinſten Zellen
ſchädlich beeinflußt, die Gehirnzellen, welche die Träger
der geiſtigen Fähigkeiten bilden und die Keimzellen, deren
Beſchaffenheit von größter Wichtigkeit für die
Nach=
kommenſchaft iſt. — Rednerin führte eine große Anzahl
von Lichtbildern degenerierter Menſchen vor, die ihr
Lei=
den dem Alkoholgenuß ihrer Eltern und Voreltern zu
ver=
danken haben. Die Bilder, welche nach Aufnahmen des
Schweizer Profeſſors Berthold hergeſtellt ſind, wirkten
zum Teil erſchütternd und verliehen der Aufforderung
zur Bekämpfung des Alkoholgenuſſes den ſtärkſten
Nach=
druck. Die folgenden Lichtbilder zeigten dann die
Wirk=
ung des Alkohols auf die einzelnen Körperteile, die vielen
verheerenden Krankheiten, die er hervorruft oder ſtark
be=
günſtigt durch Herabſetzung der Widerſtandsfähigkeit des
einzelnen, den Zuſammenhang von Alkohol und
Säug=
lingsſterblichkeit durch Vernichtung der Fähigkeit der
Frauen, infolge des Alkoholgenuſſes ihrer Väter, ihre
Kinder ſelbſt zu ſtillen. Rednerin ging dann über auf die
Beeinfluſſung des menſchlichen Gehirns durch das
Al=
koholgift. Die Folge davon ſind die große Zahl der
Verbrechen und Geiſteskrankheiten. Nur die Hälfte der
erſteren und der dritte Teil der letzteren können auf das
Schuldkonto des Alkohols geſetzt werden. Darum beginnt
auch der Kampf gegen den Volksfeind von allen Seiten.
Die Organiſationen der Abſtinenten wachſen beſtändig,
ihre Forderungen: Enthaltſamkeit für alle und das
Ge=
meindebeſtimmungsrecht zur Einſchränkung und
Unter=
drückung des Alkoholhandels werden immer lauter und
nachdrücklicher erhoben und finden mehr und mehr
Be=
achtung. Die größte Anerkennung findet die Forderung
der alkoholfreien und alkoholgegneriſchen
Jugenderzieh=
ung. Zur Verwirklichung der letzteren bedarf es nicht
nur einer intenſiven Aufklärung von ſeiten der Schule,
ſondern auch des Beiſpiels der Eltern und Lehrer.
Letzte Nachrichten.
— Berlin, 15. Okt. Der Vizepräſident des Reichstags
Paaſche iſt in Batavia angekommen.
HB. Berlin, 15. Okt. In der Nähe von Lindenberg
hat ſich heute nacht ein ſchweres
Automobilun=
glück ereignet, bei dem die Mutter des Direktors
Reh=
feld von der Deutſchen Preßluft=Werkzeugfabrik getötet
wurde und ihre Nichte tödliche Verletzungen erlitt.
* Magdeburg, 15. Okt. In Kochſtedt bei
Egeln iſt geſtern abend der Gaſtwirt Auguſt Roh de,
Verwalter einer Nebenſtelle der Kreisſparkaſſe,
ermor=
det worden. Der Täter iſt ein 24jähriger Mann aus
Egeln, der, als die Tat entdeckt wurde, auf einem Rade
davonfuhr. Nachts wurde er in der Wohnung ſeiner
Eltern in Egeln verhaftet.
* Leipzig, 15. Okt. In der Reviſionsverhandlung im
Methylalkohol=Prozeß Scharmach und Genoſſen
hat das Reichsgericht die Reviſion aller drei
Ange=
klagren verworfen.
Innsbruck, 15. Okt. Der kürzlich verunglückte
Prinz René von Parma iſt völlig
wiederher=
geſtellt.
— Madrid, 15. Okt. Der Deutſche Karl Schleicher,
der hiefige Vertreter der Mercedes=Automobilfabrik, fuhr
beim Ausprobieren eines neuen Wagens gegen das
Ge=
länder der ſogenannten Franzoſenbrücke. Das Automobil
wurde zertrümmert, Schleicher getötet.
* New=York, 15. Okt. In einer Rede auf dem
Feſt=
mahle zu Ehren der Flottenoffiziere erklärte
Prä=
ſident Taft die Vereinigten Staaten müßten in jedem
Jahre zwei Panzerſchiffe bauen, bis die allgemeine
Ab=
rüſtung durchgeführt werde. In bezug auf den
Panama=
kanal ſagte Taft, die Vereinigten Staaten würden den
Kanal befeſtigen und die Neutralität allen Nationen
gegenüber aufrecht erhalten, mit Ausnahme des Feindes
der Vereinigten Staaten.
an Lanolin und Waſchtraft
Großer Gehalt zeichnen „Fauſtring”
Lanolin=
ſeife von C. Naumann, Offenbach a. Main, aus. Paket
à 5 Stück nur 95 Pfg. Einzelſtück 20 Pfennig. (20899M
Wetter.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 16.
Ok=
tober: Wechſelnd bewölkt, ohne erhebliche Niederſchläge,
Temperatur wenig verändert.
Tageslalender.
Großh. Hoftheater (Ab. D), Anfang 7 Uhr: „
Tann=
häuſer”
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Todes=Anzeige.
Die wänendsten Tagenden raähmt man ihnen nacl,
den Sodener Mineral=Paſtillen von Fay. Sie
ſind klein und präſentieren ſich beſcheiden, aber
es ruhen die wirkſamſten Kräfte der Sodener
Heilquellen in ihnen. Sie ſind bequem
anzu=
wenden und verſagen nie, wenn man mit ihrer
Hilfe Katarrhe der Luftwege, Verſchleimungen,
Huſten und Heiſerkeit bekämpfen will. Dann
endlich: ſie ſind überall erhältlich und billig,
denn die Schachtel koſtet nur 85 Pfg. (21572M
Heute verſchied nach längerem, mit Geduld
ertragenem Leiden, unſer lieber Bruder,
Schwager und Onkel
(21622
Peter Herd.
Darmſtadt, den 15. Oktober 1912.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet in der Stille ſtatt.
Freunden und Bekannten hierdurch die
traurige Nachricht, daß am 9. Oktober ds. Js.
in Riga unſer lieber Bruder
(21607
Herr
Ungontear- Jakob Utinen
verſchieden iſt.
Darmſtadt, den 15. Oktober 1912.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Wilhelm Simon,
Darmſtadt,
Anna Netz, geb. Simon,
armſtadt,
Kath. Schmitt, geb. Simon,
Battenberg.
Statt besonderer Anzeige.
Gestern abend verschied nach längerem Leiden unsere liebe, gute Mutter,
(B21573
Schwiegermutter und Grossmutter
Frau
Margarethe Andriano.
Darmstadt, den 15. Oktober 1912.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Peter Andriano, Hauptmann a. D.,
I. Beigeordneter, Bad Kreuznach,
Dors Köhler, geb. Andriano,
Susanna Andriano,
Elisabeth Andriano, geb. Fischer,
Heinrich Köhler, Fabrikdirektor,
4 Enkelkinder.
Die Einsegnung findet Donnerstag um 11 Uhr im Sterbehause, Mathildenstrasse
anschliessend die Beerdigung auf dem Darmstädter Friedhof.
1, statt, daran
[ ← ][ ][ → ]Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. Oktober 1912.
Nummer 244.
Obſt= und Gemüſe=Ausſtellung zu Darmſtadt.
Verloſung.
Bei der heute ſtattgehabten Verloſung ſind auf die nachſtehend verzeichneten Loſe die beigeſetzten
Gewinne gefallen:
„ Gew.=
* Lus=
„ Gew.=
„ * Gew.”
„ Las=
„ Gew.
Los,
* Gew
„ Los=Gew.=
„ „ Los=
„ Gew.=
„ Los=
„ Gew.
„ Los=
* Gew.=
„ Los=
„ Gew.: 13 24 849 304 1442 2233 2867 15 3531 469 4238 207 4823 5604 369 6421 159 83 449 852 500 1473 464 2237 262 2870 422 3532 4241 451 4827 68 5605 330 6437 401 87 242 868 97 1479 2241 333 2877 493 3536 410 4264 131 4865 359 5611 445 6442 370 111 301 871 421 1483 199 2252 263 2893 134 3539 166 4273 313 4866 203 5619 6494 497 114 269 878 486 1502 45 2279 235 2911 384 3555 412 4289 4889 109 5628 6506 361 132 307 883 67 1516 388 2281 283 2914 120 3561 132 4313 337 4905 303 5634 65271 362 135 180 888 240 1538 411 2289 77 2940 113 3566 312 4324 320 4906 309 5660 396 6535 409 136 151 895 460 1543 144 2348 176 2946 365 3572 261 4332 491 4908 247 5688 6546 343 163 316 927 374 1545 426 2350 114 2961 356 3585 202 4339 76 4909 22 570 6553 331 172 418 939 437 1575 442 2351 69 2996 88 3608 186 4342 216 4931 174 5714 143 6563 200 184 140 950 54 1582 18 2366 23 2999 306 3618 292 4344 161 4932 260 57 6566 300 205 473 955 72 1594 173 2372 126 3016 385 3650 190 4368 478 4941 168 5734 6577 335 220 357 965 105 1635 417 2378 214 3058 98 3651 4382 82 4953 5736 472 6588l 274 233 485 973 130 1637 290 2380 462 3060 368 1 3664 60 4391 379 4973 155 5751 37 6612 90 290 380 974 308 1672 434 2384 246 3076 399 3668 461 4405 111 4976 5754 139 6655 172 293 319 984 75 1683 193 2419 383 3077 26 3688 228 4416 439 4993 17 5756 66821 296 223 1016 96 1693 271 2431 116 I 3099 498 3691 389 4427 160 4995 117 5761 192 6706 184 328 321 1062 101 1716 376 2435 43 3127 444 3711 395 4441 57 4998 194 5840 428 6716 31. 329 107 1067 1745 353 2438 13 3128 215 3738 415 4447 427 5031 243 5843 672a 234 338 32 1076 231 1756 112 2440 3133 463. 3741 125 4457 296 5040 354 5856 174 67271336 339 452 1077 163 1765 256 2452 367 3169 251 3750 381 4474 403 5058 147 5870 6752) 483 341 121 1087 270 1768 128 2453 424 3170 219 3778 332 4482 416 5106 185 5874 28 6782 27 352 149 1088 432 1799 164 2470 291 3202 355 3802 129 4489 233 5120 183 5896 6783 285 353 55 1108 237 1800 91 2506 405 3203 187 3816 490 4520 328 5133 169 5920 468 6807 349 384 146 1121 430 1806 480 2524 325 3206 363 3857 327 4531 294 5142 25 5923 28 6815 195 389 47 1138 81 1824 284 2535 68 3231 152 3862 298 4550 120 5177 413 5924 6825 338 463 425 1150 447 1830 408 2548 179 3238 137 3864 438 4553 59 5213 123 5932 104 6827 467 466 351 1203 227 1872 85 2576 56 3241 386 3870 63 4558 198 5214 38 5999 286 6847 99 483 232 1221 226 1882 489 2580 86 3247 387 3873 244 4578 124 5219 302 6015 394 6851 205 497 299 1244 458 1885 50 2590 102 3261 206 3889 211 4601 419 5220 279 6021 366 6852 481 528 48 124g 238 1903 435 2605 459 3298 83 3890 11 4604 281 5244 167 6034 212 6855 133 540 40 1253 259 1917 293 2622 287 3311 398 3908 4606 457 5272 484 6076 6881 406 543 110 1270 210 1918 471 2625 375 3341 266 3950 25 4646 95 5278 52 6107 197 6886 145 555 731 1272 373 1925 58 2654 470 3359 494 3966 51 4659 241 5282 323 6138 314 6908 324 623 340 1282 46 1955 404 2688 341 3361 178 3982 390 4660 5299 118 6179 181 6925 453 636 391 1284 209 1989 127 2692 496 3363 106 3995 315 4666 346 5307 474 6182 456 6951 348 671 476 1287 248 2031 495 2699 25 3400 377 4005 204 4676 35 5313 322 6203 196 6956 221 673 103 1295 420 2047 135 2711 70 3410 258 4025 213 4678 141 5342 288 6221 156 6957 15 687 115 1330 30 2089 236 2712 150 3412 431 4047 136 4685 350 5356 488 6249 479 6977 277 696 94 1341 98 2092 170 2723 371 3438 191 4067 402 4692 311 5361 66 6255 450 6982 89 704 175 1342 208 2094 265 2731 352 3442 222 4071 188 4703 466 5399 158 6285 108 6984 16 705 334 1352 10 2095 21 2742 400 3480 397 4090 49 4706 317 5409 182 6291 443 6999 440 730 310 1355 318 2101 162 2774 295 3496 230 4123 154 4712 201 5423 22 6303 61 736 34 1362 342 2114 268 2795 455 3504 448 4126 142 4725 250 5429 360 6339 487 742 100 1365 433 2174 441 2800 53 3507 254 4129 33 4743 138 5479 249 6357 218 754 165 1367 347 2176 344 2816 245 3509 153 4144 278 4758 345 5482 392 6360 492 780 501 1404 407 2185 2828 382 3514 429 4203 477 4772 20 5487 414 6368 372 782 239 1405 255 2188 358 2829 339 3520 465 4209 37 4775 275 5511 189 6378 446 789 297 1407 289 2197 475 2850 393 3522 326 4215 305 4803 264 5529 482 6386 819 119 1408 225 2205 436 2857 499 3523 364 4221 36 4816 273 5542 44 6393 454 830 329 1412 1 2212 272 2858 224 3528 84 4227 257 4819 9 5590 17 6403 217
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(21566fl
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. Oktober 1912.
Nummer 244.
Luftfahrt.
sr. Die Urſache des Brandes des Militär=
Luftſchiffes, das dieſer Tage in Tegel bei Berlin
vernichtet wurde, dürfte in Funkenbildung, entſtanden
durch Reibungselektrizität bei der vor jedem Aufſtieg
üblichen Nachfüllung mit Waſſerſtoffgas an der
Schlauch=
verbindung, zu ſuchen ſein, wo ſich zuerſt eine kleine
Flamme gezeigt hat. Kurz darauf explodierten die drei
in und über der Gondel befindlichen, zirka 1000 Liter
faſ=
ſenden Benzinbehälter des Luftſchiffes, deren Leitungen
wahrſcheinlich an einer Stelle undicht geweſen ſind, ſo daß
dem Brande auch durch ausgeſickertes Benzin immer neue
Nahrung zugeführt wurde. Die geſamten Lagermengen
an Benzin, die in einer Sicherheitsanlage, Syſtem
Mar=
tini & Hüneke, vorrätig gehalten wurden, ſind dagegen
völlig unverſehrt geblieben. Die Lehre dieſer Kataſtrophe
dürfte dazu führen, die Funkenbildung beim Nachfüllen
durch eventuelle Kühlung des Zuführungsſchlauches zu
vermeiden, die Benzinbehälter und Rohrleitungen in den
Luftſchiffen zu iſolieren uſw. Die vielen
Waſſerſtoff=
flaſchen mit ihren hochkomprimierten Gaſen müßten
außerhalb der Halle gelagert werden. Dasſelbe gilt von
gefüllten und leeren Benzinfäſſern jeder Art. Bei der
heftigen Exploſion eines ſolchen mit Benzin, vielleicht zu
Reinigungszwecken, gefüllten Faſſes, iſt nicht bloß Benzin
in der ganzen Halle verſtreut, ſondern auch eine 8 Meter
große Wandfläche in die Höhe geſchleudert worden. Mit
ſolchen gefährlichen Betriebsſtoffen iſt jedenfalls größte
Vorſicht geboten. Wenn man beobachtet, wie unvorſichtig
vielfach in den Garagen mit Benzin umgegangen wird,
kann man nur wünſchen, daß die unfallverhütenden
geſetz=
lichen Beſtimmungen ſtrenge gehandhabt werden.
Sport.
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Mark, Diſtanz 1200 Meter: 1. Herren v. Weinbergs Orkade
(Fox), 2. Turmfalke (Ted Rice), 3. Dichtung (F.
Bul=
lock). Tot. 21:10. Drei liefen. Ueberlegen, 2—1 Lg.
Roſenberg=Jagdrennen; Ehrenpreis und 3500 Mark,
Diſtanz 3200 Meter: 1. Herrn E. v. Benningſens
Dollar=
prinzeſſin (Leutn. Frhr. v. Berchem), 2. Sukkurs (Beſ.),
3. Salambo (Leutn. v. Görne). Tot. 26:10, Pl. 15, 30:10.
Unpl.: Wild Girl (4), Schuhplattler. Verhalten, 3—1½
Längen. — Agrippina=Jagdrennen; Ehrenpreis und 4200
Mark, Diſtanz 3800 Meter: 1. Herrn Biſchoffs Florham
(Leutn. v. Moßner), 2. Golden Garnet (Leutn. Frhr.
v. Berchem), 3. Guindale (Mr. Smith). Tot. 37110, Pl.
15, 15, 15110. Unpl.: Cypris II, Grosvenor Garden,
Mourlan, Engadi. Sehr leicht, 4—3 Lg.
Fervor iſt nach ſeinem Siege im Kölner
Chamant=Rennen jetzt das erfolgreichſte Produkt
der Feſta=Kinder geworden, da er insgeſamt 427390
Mark gewonnen hat, während es von den übrigen
Feſta=
kindern Fels nur auf 417310 Mark, Feſtino auf 308 975
Mark, Fauſt auf 250000 Mark, Fabula auf 212075 Mark
und Salute auf 72580 Mark brachte. Das Blut der Feſta
vererbt ſich auch in der zweiten Generation in gleich
her=
vorragender Weiſe, da Fabulas Erſtlingsprodukt Fabella
durch ihren Sieg im Preis des Winterfavoriten die
er=
folgreichſte Zweijährige dieſer Saiſon geworden iſt.
Die Ceſarewitch=Stakes, das bekannte
große engliſche Steher=Handikap, kommt heute Mittwoch
bei den Rennen zu Newmarket zur Entſcheidung. Die
über 3600 Meter führende Konkurrenz bringt das
ge=
wohnte Rieſenfeld an den Start, da nicht weniger als 25
Pferde als Teilnehmer gelten, darunter in Monſ. A.
Au=
monts Benedietin de Soulac (G. Stern) ein Vertreter
der franzöſiſchen Zucht. Favorit im Wettmarkt iſt Mr.
Sterns Iriſh Marine, der mit 9.2 notiert wird.
Bals=
cadden ſteht im Ring mit 711 an zweiter Stelle vor
Bath=
les mit 100:3.
* Schach. Ein Schachwettkampf kam in Paris
zwiſchen den beiden berühmten Meiſterſpielern
Mar=
ſhall (New=York) und Janowski (Paris) zum
Aus=
trag. In dem Match bewies Marſhall ein
hervorragen=
des Können, denn er konnte von den zehn zu ſpielenden
Partien nicht weniger als ſechs gewinnen und zwei
un=
entſchiedene Reſultate erzielen. Beide Gegner haben
früher bereits dreimal Matches ausgefochten, die 1899 mit
dem Siege von Janowski, 1905 mit dem Siege von
Mar=
ſhall und 1908 wieder mit dem Siege von Janowski
endeten, ſo daß alſo jeder bisher zwei Siege und zwei
Niederlagen zu verzeichnen hat.
Landwirtſchaftliches.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 8. bis 14. Oktober.
Die Kriegserklärung Montenegros, ſowie ungünſtige
Nachrichten über den Stand der italieniſch=türkiſchen
Friedensverhandlungen riefen auf den Getreidemärkten
ernſte Beunruhigung hervor. Seit Donnerstag wurde die
Haltung ſehr feſt, die Kaufaufträge mehrten ſich, die
Ab=
geber wurden immer vorſichtiger und die Preiſe gingen
zunächſt noch langſam, am Samstag aber ſprungweiſe in
die Höhe. Die ſtäckſten Kursſteigerungen hatte Roggen
zu verzeichnen, der mit 175 Mark einſetzend am Samstag
den Höheſtand von 187¾ Mark erreichte. Unterſtützt wurde
die Aufwärtsbewegung durch die Knappheit des
inländi=
ſchen Angebots, denn die Landwirte ſind mit der
Hack=
fruchternte beſchäftigt, und da auch die Beſtellung drängt,
ſo fehlt es zum Dreſchen an Zeit und Arbeitskräften. Die
Mühlen ſind ſchwach verſorgt, dabei beſteht zur Erfüllung
früherer Exportverkäufe Nächfrage ſeitens der Küſte.
Alles das bewirkte im Lieferungsgeſchäft lebhafte
Kauf=
luſt und Deckungen. Namentlich für ruſſiſche Firmen, die
hier früher viel verkauft hatten, erfolgten zeitweiſe
um=
fangreiche Deckungen. Am heutigen Mackte erfolgte
in=
des ein Rückſchlag von 3 Mark, da Gerüchte über eine
italieniſch=türliſche Verſtändigung in Umlauf waren.
Weizen gewann im Laufe der Woche zirka 6 Mark und
vermochte dieſen Fortſchritt unter Schwankungen auch
heute noch zu behaupten. Infolge der Geſchäftsſtockung in
den Häfen des Schwarzen Meeres wandte man ſich in
ſtärkerem Maße dem amerikaniſchen Weizen zu, deſſen
Forderungen infolgedeſſen ſeit 8 Tagen um 6—7 Mark
angezogen haben. Im Hafergeſchäft hat die ſchon vorher
ſehr feſte Situation unter dem Einfluß der Politik eine
weitere Verſchärfung erfahren. Die Forderungen für
das knappe Inlandsangebot wurden täglich erhöht, zumal
auch Rußland und Amerika ihre Preisanſprüche ſteigerten.
Im Lieferungsgeſchäft betrug die Wertbeſſerung zirka
6—7 Mark In ſcharf ſteigender Richtung bewegten ſich
auch die Preiſe für ruſſiſche Gerſte, da die Furcht vor
einer Erſchwerung des Bezuges und die Anſpannung der
Dampferfrachten lebhafte Deckungen und namentlich
Kauf=
luſt für ſchwimmende Ware veranlaßten, ſodaß letztere
einen Preisaufſchwung von 10—12 Mark erfuhr. Im
An=
ſchluß daran waren auch die Forderungen für Mais
weſentlich höher gehalten, trotzdem das amerikaniſche
Ackerbaubureau eine ungewöhnlich große Ernte in
Aus=
ſicht ſtellt. Die Nachrichten über die ruſſiſche und
ru=
mäniſche Maisernte lauten nach wie vor ungünſtig. — Es
ſtellten ſich die Preiſe für inländiſches Getreide am letzten
Markttage in Mark per 1000 Kilogramm wie folgt:
Weizen Roggen
Oafer
Königsberg.
179½ (F 8½) 180 (*13)
Danzig
182 (*10
Stettin
202 (43 ) 178 (* 9 ) 180 (*3
Poſen
213 (*6 ) 178 (*10 ) 180 (*5
Breslau
209 (4-7 ) 178 (* 8 ) 185 (*11)
Berlin
212 (*2 ) 183 (*10½) 209
Magdeburg 207 (*1 ) 175 (*5 ) 192 (*2
. 209 (*3 ) 180 (46 ) 204
Halle
208 (*4 ) 179 (*6 ) 202 (*5
Leipzig
Dresden .
.208 (*3 ) 176 (*2 ) 205 (45 )
)175 (45
. 201
Roſtock
220 (*4 ) 184 (*6 ) 205 (*2
Hamburg
Hannover . . 215 (*5 ) 190 (*12 ) 205 (45 )
Düſſeldorf . . 220 (*4 ) 193 (*5
Frankfurt a. M. 217½ (*6 ) 191½ (4-9 ) 210 (*5
Mannheim . . 225 (*7½) 190 (*5
200 (*9½)
)190
205 (—
Straßburg . . 220
München . . 234 (*4 ) 188 (*3 ) 198 (*2 )
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Okt. 215 (* 4,75),
Dez. 215,25 (P 450), Peſt Okt. 192,65 (— 1,35), Liver.
pool 181,70 (* 12,15), Chicago Dez. 144,60 (*3,65),
Roggen: Berlin Oktt. 184,50 (*9,50), Dez. 184,75 ( 10),
Hafer: Berlin Okt. 191 (—5,75), Dez. 186,75 (- 7),
Futtergerſte Südruſſ. frei Hamburg unverzollt ſchwim.
151 (* 11,50), Okt. 146,25 (* 10,25), Nov. 145,50 (*9,50),
Mais: La Plata ſchwim. 118,25 (* 5,25), Mixed Dez.=
März 119,50 (* 3) Mark.
Vortold Näicheld
Zu ihrem Gaſtſpiel
am 16. Oktober im
Darmſtädter Orphenm.
Am Mittwoch abend beginnt als Star des nächſten
Programms Tortola Valencia, die einzigartige
Tanz=
künſtlerin der indiſchen, antique ägyptiſchen, griechiſchen
und klaſſiſch ſpaniſchen Charaktertänze ein auf kurze Zeit
berechnetes Gaſtſpiel. Bekanntlich war Tortola Valencia
im Juni dieſes Jahres zum erſten Male in Deutſchland,
und zwar trat ſie im Künſtlertheater in München auf,
wo ſie durch ihre in das Traumſpiel „Kismet”
eingeleg=
ten Charaktertänze wahre Senſation erregte. Die
ge=
ſamte Kritik der Münchener und auswärtigen Preſſe war
darüber einig, daß derartige Tänze bis jetzt in
Deutſch=
land noch nicht geſehen und auf ein ungemein
künſtleri=
iſches Empfinden der Darſtellerin ſchließen laſſen. Die
Matineen, die Mad. Valencia im Künſtlertheater für ſich
allein gab, waren ausverkauft und von Mitgliedern des
Hofes beſucht. Vor kurzem gaſtierte Mad. Valencia mit
noch nicht dageweſenem Erfolg im Theatre Marigny
Paris, und die franzöſiſche Preſſe ergeht ſich geradezu in
Huldigungen für die Kunſt dieſer Dame. Mad. Valencia,
die von der Königin von Spanien ausgezeichnet wurde,
iſt Ehrenmitglied des Künſtlerhauſes in Madrid und
wurde als ſolches von den bedeutendſten ſpaniſchen Malern
wie
Anglada
Ignatio Zuloaga
Edwardo Chicharro
Anſelmo Miguel Niéto
gemalt. Das Bild des letzteren wurde der Madrider
Galerie einverleibt. Auch Profeſſor Schmutzer in
Mün=
chen nahm Veranlaſſung, im Juni d. J. die entzückende
Künſtlerin (eine große Schönheit) im Bilde feſtzuhalten.
Die Tänze der Valencia entſpringen einem jahrelangen
geſchichtlichen Studium, verbunden mit ſeltener mimiſcher
Geſtaltungskraft und der außergewöhnlichen Idee, die
Farben mit raffiniertem Geſchmack mit zu verwenden.
Die Reihenfolge der für die heutige Premiére
ange=
ſetzten Tänze wird folgende ſein:
1. Die Schlangen, von Delibes.
2. Danſe Arabe, von Tſchakowsky.
3. Eine Nantſch, von Delibes.
4. Dans de la Gypſy, von Saint=Saéns.
Die drei erſten Tänze ſind der „Erinnerung an
Tau=
ſend und Eine Nacht” entnommen, Dans de la Gypſy
be=
handelt die Geſchichte eines Zigeunermädchens, welches
von ihrem Liebhaber gezwungen wird, für Geld zu
tanzen. Das Mädchen ſucht ihrem Peiniger zu
ent=
kommen und tötet denſelben in dem Moment, wo er ſie
ſchlagen will. Vor Freude, über ihre Freiheit, verliert
ſie den Verſtand und tanzt, bis ſie tot niederſinkt. Dieſe
Pantomime hat in den Münchener Matineen beſonderes
Aufſehen erregt und gilt für eine Meiſterleiſtung. (21614
Tlohieschls
SEIFENEULVER
well es die Wäsche schwanenweiss macht!
Zum Ersatz der Rasenbleiche
nimmt man das garantiert unschädliche Bleichmittel
„Seifixéé bleicht selbsttätig!
Rundſchiff=
ayser Nähmaſchine
Schneider, wenig gebraucht
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roß. Muff wird von alt. Pelz
Plüſch, Samt, Seide bill. angeſ
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züte werd. jed. Geſchmack entſpr.
ſchick u. fein garn., ält. Hüte wie
neu umgearb. in u. auß. dem Hauſe
21087a) Ludwigspl. 8, Vordh. III.
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Rheinische Weinstube
Saalbauſtraße 26
*9069oms) Max Münch.
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21515ms)
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Orchestr10n zu verkaufen
21516ms)
Obergaſſe 38.
Waſchmang., Marke , Rhenania‟
b. z. vk. Heinheimerſtr. 53. (*2201md
faſt neuer Kinderklappſtuhl zu
1 perk. Gutenbergſtr. 58, I. (*9200
Mein Kind hatte eine
Flechte,
die allen Mitteln trotzte, wohl auch
verſchwand, aber immer wieder
auf=
trat. Zuletzt verſuchte ich Zucker’s
„Saluderma” und bin erſtaunt, wie
ſchnell u. gründl. das Uebel dadurch
beſeitigt wurde. C. Jeſen.‟ Doſe
50 Pf. u. 1 M. (ſtärkſte Form) bei
Frdr. Schäfer. Ludwigspl. 7, Chr.
Schwinn, Hofl., Rheinſtr. 8, u. Gg.
Fri, Frank, Parfümerie. (10499E
Gescharts -Verlegung.
Hierdurch beehre ich mich, meinen werten Kunden und
Ge=
ſchäftsfreunden, ſowie verehrter Nachbarſchaft die ergebene
Mittei=
lung zu machen, daß ich mein
(*9245.
Butter- Eier- Käse- und
Landesprodukten-Geschäft
von Obergaſſe 4 nach
56 Eliſabethenſtraße 56
verlegt habe. Es wird auch fernerhin mein Beſtreben bleiben, mit
guter und reeller Ware meine werten Abnehmer zu bedienen und
zeichne
Hochachtungsvoll
Telephon 1163.
Fr. M. Ewald.
Zwetschen
Ein Waggon eingetroffen, 10 Pfd. 80 Pfg., 100 Pfd.
7 Mark, offerieren
(*9289
Edmund Türtmann, Grafenſtr. 19, Telef. 1425
Joh. Walther, Wienersſtr. 69, Telef. 1598.
Nummer 244.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. Oktober 1912.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 4 Stück mit Stickereien verſehene ſchwarze
Vor=
hemdchen. 1 goldener Ring mit Brillanten beſetzt. 1 ſilb.
Damen=
uhr mit 2 Buchſtaben auf dem Rückdeckel. 1 gelblederne Gamaſche.
1 Mitgliedsbuch für Heimarbeiterinnen, auf den Namen Fr. Kübler
ausgeſtellt. 1 altes lila Handtäſchchen mit 2 Schlüſſeln u. 1
Taſchen=
tuch. 1 ſilbernes Halskettchen mit Anhänger (Kompaß). 3 große
Schlüſſel. 1 mittelgroßer Schlüſſel. 4 Schlüſſel an einem Ring.
1 ſilberner Ring. 1 Säckchen mit Birnen. 1 Bund Schlüſſel (7 St.).
1 ſchwarzes Portemonnaie mit ca. 1 Mk. Inhalt. 11 Handtücher.
1 weißes Taſchentuch. 8 kleine Schlüſſel an einem Ring. 1 ſilberne
Damenuhr. — Im Hotel Heß liegen geblieben: 3 Metallarmringe.
1 Doublearmband (Reif). 1 goldener Ring mit rotem Stein und
Brillanten. 1 kleines blaues Kinderhandtäſchchen. — Zugelaufen:
1 junge Katze.
(21594
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1ſchott. Schäferhund, 1 Spitzhund, 1 Pinſcher. 1 Pinſcher,
1 Foxterrier (zugelaufen). Die Hunde können von den Eigentümern
bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der
nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags
um 10 Uhr, ſtatt.
(21518
Ausführung von Gasanlagen im Innern der
Gebände und Grundſtücke.
Die Einrichtung von Gas=Beleuchtungs=, Heiz= und Kraft=
Anlagen im Innern der Gebäude und Grundſtücke, welche an das
Rohrnetz des ſtädtiſchen Gaswerks angeſchloſſen werden ſollen, ſowie
alle Erweiterungen, Veränderungen und Reparaturen darf nur durch
ſolche Inſtallateure erfolgen, die vom Herrn Oberbürgermeiſter
eine ſchriftliche Erlaubnis hierzu erhalten und ſich verpflichtet haben,
alle dieſe Einrichtungen unter Zugrundelegung und gewiſſenhafter
Beobachtung der hierfür erlaſſenen Beſtimmungen und Vorſchriften
auszuführen.
Dieſe Erlaubnis iſt folgenden Firmen erteilt:
Gottfried Beck, Karlſtr. 39.
Hugo Kötting, Liebfrauenſtr. 75.
Gebr. Becker Nachf., Grafen= Wilh. Krätzinger, Ludwigſtr. 11.
ſtraße 27.
Chriſt. Landzettel, Kaupſtr. 7.
Heinrich Becker, Brandgaſſe 2. Ludwig Lautenſchläger, Neckar=
Lud. Breitwieſer, Nieder=
Ram=
ſtraße 26.
ſtädterſtr. 54.
Ernſt Lorey, Karlſtr. 56.
Heinr. Brunner, Eliſabethenſtr. 33. Ludw. Luck, Heidelbergerſtr. 59.
Karl Darmſtädter, Sandbergſtr. 66 V. Marquardt u. Ph. Wamſer,
W. Eberhardt, Nieder=Ram=
Dieburgerſtraße 54.
ſtädterſtr. 11.
Phil. Maul, Heidelbergerſtr. 19.
Fr. Ewald (Inh. Fr. Wenz)
Müller u. Dilling, Kaſinoſtr. 27.
Soderſtraße 49 und 54.
Gg. Neumann, Heidelbergerſtr. 117
Theodor Fey, Kranichſteinerſtr. 8a. Aug. Neumeyer Wwe., Große
Georg Aug. Fink, Rhönring 53.
Ochſengaſſe 22.
Ludwig Fiſcher, Langgaſſe 21. Heinr. Ningler, Landwehrſtr. 47.
Bernhard Gans, Rheinſtr. 47. .Jakob Nohl, Martinſtr. 24.
Franz Geiger, Karlſtraße 36. Heinrich Pauli, Orangerie=Allee7.
Wilh. Gelfius, Fuhrmannſtraße 6. Ludwig Pohl, Heinheimerſtr. 15.
Jakob Glock, Langegaſſe 9.
F. W. Preußner, Bleichſtr. 40.
Guſtav Göckel, Kartſtr. 12.
Karl Rockel Nachf. (Inh. Georg
Alexander Guntrum, Stiftſtr. 52.
Momberger), Schützenſtr. 4.
Philipp Handſchuch, Schloß=
G. W. Roth, Moosbergſtr. 97.
gartenſtraße 37.
Philipp Roth, Mühlſtr. 17.
Ludwig Heppenheimer, Luiſen= J. Rühl, Saalbauſtr. 24.
ſtraße 2.
Phil. Schäfer, Landwehrſtr. 29.
Wilh. Heppenheimer, Kiesſtr. 80. Friedr. Schiller, Tannenſtraße 7
Kurt Hiſſerich, Bleichſtr. 28.
Franz Schulz, Karlſtr. 104½.
Karl Hoffmann, Wienersſtr. 44.Heinrich Schwarz, Kiesſtr. 36.
Balth. Ittmann, Liebfrauenſtr. 89.Leonh. Sommer, Roßdörferſtr. 3.
Hermann Jung, Bleichſtr. 11. Wilh. Stauß, Inſelſtraße 21.
Karl Jung, Kaplaneigaſſe 17.
Karl Tänzer, Marktplatz 7.
Philipp Jung, Alexanderſtr. 9. Michael Vollrath, Nieder=
Ram=
ſtädterſtraße 51.
Karl Kämmerer, Parcusſtraße 10.
Gg. Kaiſer, Rheinſtr. 5.
Hch. Waldſchmidt, Ludwigshöh=
Rob. Kaiſer, Landgraf Georgſtr. 8.
ſtraße 21.
Georg Keil, Eliſabethenſtr. 36. Otto Wamboldt, Heerdweg 2.
Auguſt Keller, Dieburgerſtr. 18. Joh. Waſſer, Alexanderſtr. 7.
Adolf Kling, Grafenſtr. 35.
Val. Wedel, Beckerſtraße 7.
Klink & Rettberg, Ludwigspl. 8½.Karl Wenz, Wendelſtadtſtr. 39.
Albert Klöpfer, Beſſungerſtr. 84.Karl Zahrt, Hofſtallſtraße 8.
Phil. Kraus Nachf. (Inh. Adam
Bender), Karlſtraße 51.
Beſtimmungsgemäß erloſchen iſt dieſe Erlaubnis für
fol=
gende Firmen:
Karl Bohl, Blumenthalſtr. 107. Ludw. Kling & Co., Rheinſtr. 17.
Darmſtadt, den 9. Oktober 1912.
Städtiſche Gaswerks=Verwaltung.
Friedrich.
(21247sm
Küchenlieferung.
Der Bedarf an Kolonialwaren, Käſe, Gemüſe, Backwaren,
Fiſchwaren, Molkereiprodukte, Kartoffeln, Abnahme von
Küchen=
abfällen und Knochen für die Abteilungsküche ſoll für die Zeit vom
1. November 1912 bis 31. Oktober 1913 verdungen werden.
Schrift=
liche Angebote, bezeichnet mit der Aufſchrift „Angebot auf Lieferung
von Küchenbedürfniſſen” ſind verſiegelt bis zum 23. Oktober 1912,
früh 9 Uhr, einzureichen. Lieferungsbedingungen können in der
Kaſerne Heidelbergſtraße, Zimmer 15, eingeſehen werden.
Verdingungstermin am 23. Oktober 1912, früh 10 Uhr, im
Unteroffizierſpeiſeſaal.
Zuſchlagsfriſt bis 28. Oktober 1912.
(21222sms
Darmſtadt, den 10. Oktober 1912.
Küchenverwaltung II. Abtlg. Feldart.=Regts. Nr. 25.
Geſchäftszahl A. V1. 861/12.
Aufforderung an die Erben, Vermächtnis
nehmer und Gläubiger eines Ausländers.
Am 10. Mai 1912 iſt der nach Oberau — Kreisamt Büdingen
— Großherzogtum Heſſen, zuſtändige deutſche Staatsbürger Georg
Reith, gew. Buchdruckereibeſitzer, in Wien X, Columbusgaſſe 2,
woſelbſt er ſeinen ordentlichen Wohnſitz hatte, ohne Hinterlaſſung
(21415M
einer letztwilligen Anordnung verſtorben.
Gemäß §§ 127, 138 kaiſ. Pat. vom 9. Auguſt 1854, R. G. Bl.
Nr. 208, werden alle Erben, Vermächtnisnehmer und Gläubiger, die
öſterreichiſche Staatsbürger oder hierlands ſich aufhaltende Fremde
ſind, aufgefordert, ihre Anſprüche an den Nachlaß längſtens bis
20. November 1912 beim gefertigten Gerichte anzumelden
widrigens der Nachlaß ohne Rückſicht auf dieſe Anſprüche an die
ausländiſche Behörde oder eine von dieſer legitimierte Perſon aus
gefolgt werden kann.
Zugleich werden gemäß § 140 kaiſ. Patent vom 9. Auguſt 1854,
R. G. Bl. Nr. 208, mit Rückſicht darauf, daß die hierlands befindlichen
Erben um die Vornahme der Verlaſſenſchaftsabhandlung durch die
öſterreichiſche Gerichtsbehörde angeſucht haben, die allfälligen
aus=
wärtigen Erben und Vermächtnisnehmer aufgefordert, ihre Anſprüche
in der gleichen Friſt anzumelden und bekannt zu geben, daß ſie die
Abtretung an die ausländiſche Behörde verlangen, widrigens, wenn
letztere nicht ſelbſt die Abtretung verlangt, die Abhandlung hierlands,
und zwar mit den ſich meldenden Erben allein gepflogen würde.
K. k. Bezirksgericht Favoriten
Abteilung VI., 2. Oktober 1912.
Dr. Rodler.
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Darmſtadt.
Städtiſcher Fiſchmarkt.
Beginn: 1. Oktober 1912.
Verkaufstage:
a) auf dem Marktplatz: Dienstag bis einſchl. Samstag jeder
Woche,
b) auf dem Riegerplatz: nach Bedarf, jedenfalls aber
Don=
nerstag und Freitag jeder Woche.
Die äußerſt billig geſtellten Wochenpreiſe, die unter Kontrolle
des Oberbürgermeiſters feſtgeſetzt werden, ſind an den
Verkaufs=
ſtänden angeſchrieben.
Darmſtadt, den 28. September 1912.
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Schweinefleiſch per Pfund 88 Pfg.
Kotelettſtücke. . per Pfund 90 Pfg.
Lieferung von Küchenbedürfniſſen
und Abnahme von Spülicht.
Die Lieferung des Bedarfs an Kolonial=, Fiſch= und Backwaren,
Kartoffeln, Gemüſe, Milch, Käſe und Eier, ſowie die Abnahme des
Spülichts und der Knochen ſoll für die Zeit vom 1. November d. J.
bis 31. Oktober 1913 vergeben werden.
Die Bedingungen liegen auf dem Geſchäftszimmer Nr. 31
— Kaſerne Ahaſtraße, Mittelbau — zur Einſicht offen.
Angebote, mit entſprechender Aufſchrift, ſind bis zum Eröffs
tungstermin — 19. Oktober 1912, 10 Uhr vormittags —
ver=
ſiegelt und portofrei ebendaſelbſt abzugeben. Proben 48 Stunden
vorher. Zuſchlagsfriſt 8 Tage.
Darmſtadt, den 10. Oktober 1912.
(21227sm
Die Küchenverwaltung
der I. Abteilung Feldartillerie=Regiments Nr. 25.
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Karl Steinhäuser, Mühlſtraße 78,
Joh. Stenger, Viktoria=Drogerie,
Gebr. Vierheller, Schuſtergaſſe 17,
A. Walchner Nachf., Ludwigsplatz 1,
Adolf Zachmann, Bleichſtraße 46,
Phil. Köbler, Wenckſtraße, (V5444
Emil Ehrecke, Pankratiusſtraße 41.
Bekanntmachung.
Küchenlieferung.
Am 8. November 1912, 9 Uhr vormittags,
Vergebung der Küchenbedürfniſſe und Abfälle,
ausſchließlich Fleiſch= und Wurſtwaren, für die Zeit vom 1. Dezember
1912 bis 30. November 1913 im Unteroffizier=Speiſeſaal II/117.
Verſiegelte Angebote und Proben mit Aufſchrift „
Küchen=
lieferung” ſind bis 25. Oktober 1912 einzuſenden.
Die Lieferungsbedingungen liegen im
Bataillonsgeſchäfts=
zimmer offen.
(21171fmo
Küchenverwaltung II/117 Alicekaſerne Mainz.
Samstag, den 2. November d. J,, nachmittags 3 Uhr
findet auf dem Rathaus zu Griesheim
Generalverſamm=
lung der Waſſergenoſſenſchaft I und II Griesheim ſtatt, zu
welcher die Mitglieder derſelben hiermit eingeladen werden.
Tagesordnung: Wahl des Genoſſenſchaftsvorſtandes.
Griesheim, den 15. Oktober 1912.
(21511
Der Vorſteher der Waſſergenoſſenſchaft I und II
Griesheim b. D.
Feldmann.
Laub-Verſteigerung.
Dienstag, 22. Oktober d. J., vormittags 9 Uhr,
ſoll im Gaſthaus „Zur goldenen Traube” in Ober=Ramſtadt
das Laub von den Wegen und Schneiſen des Domanialwaldes
ver=
ſteigert werden.
(21506
Ober=Ramſtadt, den 12. Oktober 1912.
Großherzogliche Oberförſterei Ober=Ramſtadt.
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Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. Oktober 1912.
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ter=Streifling per Ztr. 8 Mk.
Birnen:
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Douil=
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Als Krankenpflegerin mit fast 30jähriger Dienstzeit würde
ich mich wohl hüten, ein Heilmittel zu empfehlen, von dessen
Vorzügen und völliger Unschädlichkeit ich mich nicht zuvor
überzeugt hätte, Ich habe vielfach Gelegenheit gehabt, zu sehen
und zu hören, daß die Dunpräparate mit nie versagendem Erfolg
bei offenen Wunden, Katarrhen, Leberleiden, Brandwunden, Rheumatismus,
Jschias, Lungen- und Rippenfellentzündung, Blinddarm- und
Bauchfellent-
zündung u. a. angewandt wurden. Mir selbst haben die Dunsalbe
und Dunpillen gegen Rheuma und Anschwellung der Beine treffliche
Dienste geleistet, und ich bin überzeugt, dass nur sie allein mir
das Leben gerettet haben, als ich kurz vor Weihnachten von
einem schweren Schleim-Schlaganfall getroffen worden war. (10757a
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Diese patentamtlich gesch. Kartoffelkiste bedeutet eine
Wohl-
tat für jede Haushaltung.
Bei Einkellern von Kartoffeln muss von nun an die
aus-
einandernehmbare Kartoffelkiste „Fortuna” in Anwendung
kommen.
(B19635
Vorzüge:
In der auseinandernehmbaren Kartoffelkiste „Fortuna” bleiben
die Kartoffeln stets trocken und faulen nicht.
Die auseinandernehmbare Kartoffelkiste „Fortuna” verhütet im
Frühjahr das Auskeimen der Kartoffeln.
In der auseinandernehmbaren Kartoffelkiste „Fortuna‟ verlieren
die Kartoffeln nie ihren guten Geschmack und behalten
immer ein gutes Aussehen.
Die auseinandernehmbare Kartoffelkiste „Fortuna” ist trotz
ihrer Einfachheit und praktischen Vorzüge so billig, dass
dieselbe auch von der allerärmsten Familie angeschafft
werden kann.
Die auseinandernehmbare Kartoffelkiste „Fortuna” wird in
ver-
schiedenen Grössen so solide und sauber geliefert, dass die
Haltbarkeit eine unbegrenzte ist.
Bei Umzügen und Wohnungswechsel ist die Kartoffelkiste
leicht auseinander zu nehmen und wieder aufzustellen. Modelle
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Wen soll die Frau von heute wählen da doch das
Angebot sozusagen überhand nimmt. Selbst der
berufene Vermittler weiss Kaum noch zu raten. Was
allein entscheidet in diesem Wirrwarr? Nur der
eigene Geschmack. Prüfen Sie Kritisch! In diesem
Fall kann Ihre Wahl nur auf „Kornfranck‟ fallen.
21567MI
Jamilie Heerſen.
Roman von Sidonie Judeich=Mierswa,
(Nachdruck verboten.)
47)
Bis zum Abend waren die Eltern bei dem „armen,
guten Kinde” geblieben. Dann hatte Jula ſie ſelbſt
fort=
geſchickt. Sie will jetzt Ruhe haben, Karl Auguſt, hatten
ſie bei der Verabſchiedung zu dem Schwiegerſohn geſagt.
Wir werden gegen 10 Uhr heute abend noch einmal den
Diener ſchicken. Da läßt Du uns wohl ſagen, wie es
Julachen geht, nicht wahr? An eine Erkundigung nach
dem Befinden der Mutter dachte man alſo nicht!
Nun langweilte ſich Jula augenſcheinlich in der
ſelbſtgewünſchten Ruhe, und er wurde „befohlen”!
Endlich entſchloß er ſich, zu ſeiner Frau zu gehen.
Ganze Wolken von Karbol, Lyſol und Jodoform
ſchlugen Karl Auguſt entgegen, als er ſich dem
Schlaf=
zimmer näherte. Sogar im Korridor und Veſtibül
brann=
ten und qualmten in eilig aus der Küche heraufgeholten
Pfannen und Töpfer allerhand Kräuter und Eſſenzen
und erfüllten die Luft mit einem beißenden Duft.
Befremdet ſah Karl Auguſt außerdem, wie der Diener
und Julas Kammerjungfer die großen
Rohrplattenreiſe=
koffer in das Ankleidezimmer trugen.
Rotes Dämmerlicht, das von der mit einem
Seiden=
ſchirm verhüllten elektriſchen Ampel an der Decke
her=
niederwallte, erfüllte das mit raffinierteſtem Lurus
aus=
eſtattete Schlafzimmer.
Jula lag mit verbundenem Kopfe in ihren mit Sticke=
reien übelichemn älſen, Ais ſe mite dens ir Pamn
eingetreten war, ſtöhnte ſie leiſe und ſchmerzvoll.
Ihr ſonſt ſchon nicht ſchönes Geſicht war vom Weinen
dick verſchwollen und nur blinzelnd ſchauten die kleinen
Augen über die dunkelroten fleiſchigen Wangen.
Kommſt Du endlich! Ganz ſchwach klang ihre Stimme.
O, was iſt das heute für ein furchtbarer Tag! Ich bin
halbtot von all den Aufregungen! Sicher werde ich auch
krank werden und ſterben. O Gott, o Gott! Ein heißer
Tränenſtrom begann zu fließen. Aber, was machſt Du
denn da? Du öffneſt ja das Fenſter? Ich kann mich
doch erkälten! Ich friere ſowieſo ſchon ſo ſehr!
Das iſt bei der Treibhaustemperatur, die hier
herrſcht, kaum möglich! Daß Du aber Kopfſchmerzen haſt,
iſt kein Wunder bei der Luft.
Ich habe zwei Flaſchen Milles fleurs im Zimmer
verſprengt, um den Geruch der — der fürchterlichen
Des=
infektionsmittel zu übertäuben. — Ja, warum ſiehſt Du
mich denn ſo an, ſo ſonderbar, Karl Auguſt? Ich gefalle
Dir wohl nicht? Huh, huh! — immer reichlicher floſſen
die Tränen. Natürlich findeſt Du mich häßlich, weil ich ſo
verweint bin; o, was bin ich doch für eine unglückliche
Frau! Was Du für kalte Augen haſt!
Karl Auguſt war ganz nahe an Julas Bett
herange=
treten und blickte mit finſter zuſammengezogenen Brauen
auf ſie herab. Etwas wie Staunen, das allmählich in
Verachtung überging, lag in ſeinem Blick. Alſo nur das
und weiter nichts hatte ſie ihm zu ſagen in dieſer
Stunde!
Sune mchdeg rich inmetiet ſont Ss ſir iß
doch! Du machſt mich ganz nervös. So ſage doch nur
wenigſtens etwas! jammerte Jula.
Mechaniſch ſetzte ſich Karl Auguſt auf das niedrige
Seſſelchen nieder, das am Fußende des Bettes ſtand.
Et=
was unſagbar Müdes lag in ſeinen Bewegungen.
Was ſoll ich ſagen?
Aber, mein Gott, wie Du nur wieder biſt! Was
ſoll denn nur eigentlich werden, Karl Auguſt?
Das müſſen wir eben abwarten Fromme Leute
würden ſagen: Das ſteht in Gottes Hand.
Na, ja, ſelbſtverſtändlich! Mama wird eben ein paar
Wochen im Krankenhauſe liegen müſſen.
Mama wird eben ein paar Wochen im Krankenhauſe
liegen müſſen. Wort für Wort ohne Ausdruck, ohne
Be=
tonung ſprach es Karl Auguſt nach.
Befremdet ſah Jula ihren Mann an. Da ſie aber
ſeine Antwort als eine Art Zuſtimmung auffaßte, nickte
ſie. Schön! hätte ſie beinahe geſagt, aber noch
recht=
zeitig untedrückte ſie es. Und wir? Wir reiſen ſo bald
wie möglich, nicht wahr? Es iſt doch am beſten, wenn
wir, ſo raſch es geht, aus dieſer verpeſteten
Krankheits=
luft des Hauſes hinauskommen. Ich habe ſchon mit
meinen Eltern geſprochen. Sie ſind vollſtändig meiner
Anſicht. Wir treten eben unſere Reiſe nach dem Süden
gleich an. Papa meint, es ſei am beſten, wenn wir
mor=
gen abend den Schnellzug benutzen und direkt bis
Mün=
chen reiſen. Beſorgungen, die wir vielleicht noch nötig
haben, können wir ja dort machen. Papa ſchickt mit dee.
Seite 14
Nummer 244.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. Oktober 1912.
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ganzen Tag Zeit, Deine dienſtlichen Angelegenheiten zu
ordnen. Urlaub hat Dir Durchlaucht ſowieſo ſchon
er=
teilt. Bis morgen abend kann meine Jungfer auch mit
dem Packen fertig ſein! Ich habe der albernen Perſon
vorhin tüchtig eingeheizt, das wird wirken. Die Eltern
meinen auch, irgendein Aequivalent für das zunichte
ge=
wordene Feſt müßteſt Du mir ſchon geben! Jula hatte
ſich ſo in Eifer geradet, daß ſie ſich im Bett aufſetzte, den
ihr augenſcheinlich läſtigen Umſchlag vom Kopf abnahm,
und lebhaft mit den Händen geſtikulierte, um ihren Reden
damit Nachdruck zu verleihen. Ihre vorhin ſo ſchwache
Stimme klang auf einmal wieder friſch und munter. Aber
Du ſagſt ja gar nichts! Iſt Dir der Plan etwa nicht
recht? Etwas zaghaft kam es von ihren Lippen: Haſt
Du etwas dagegen einzuwenden?
Ich? Nein! Karl Auguſt war aufgeſprungen und
ging, wie er es ſtets tat, wenn er erregt war, im Zimmer
auf und ab. Nicht das geringſte habe ich gegen dieſe
Reiſe. Mir erſcheinen die Gründe, die Du dafür ins
Treffen führſt, durchaus begreiflich und ſtichhaltig —
ſo=
weit ſie Dich betreffen natürlich.
Mich betreffen? Was heißt das?
Sehr einfach, Du wirſt dieſe Reiſe eben allein
ma=
chen!. Denn ebenſo wie es natürlich für Dich iſt, ſo bald
als möglich aus der gefahrdrohenden Luft dieſes Hauſes
zu flüchten und Dir für das entgangene Vergnügen ein
neues zu ſuchen, das Du aus Rückſicht auf die Krankheit
von Mama freilich wo anders als in Bellburg ſuchen
mußt, iſt es natürlich für mich, den Verlauf der Krankheit
meiner Mutter hier abzuwarten.
Aber nein, gar nicht! Auch darüber habe ich mit den
Eltern geſprochen. Ich habe an alles gedacht!
Sehr gütig! Ein ſarkaſtiſches Lächeln ſpielte um
Karl Auguſts ſchmale Lippen.
Es wird ſo gemacht, Karl Auguſt. Wir geben im
Krankenhaufe genau unſere Adreſſe an, und täglich wird
Dir telegraphiert, wie es der Kranken geht. Sehen und
beſuchen darfſt Du Mama, wie Dir der Arzt geſagt hat,
ja doch unter Wochen nicht. Alſo geht es ſehr gut mit
den täglichen Depeſchen. Papa meint das auch!
So, meint Papa das auch?
O, pfui, in welchem Tone Du das ſagſt! Wie kannſt
Du nur ſo von meinem Papa ſprechen! Du haſt doch
wirk=
lich alle Urſache —!
Karl Auguſt aber hörte nicht, was Jula ſagte. Nun,
und — und wenn nun Mama — nicht wieder geſund
würde!
Ach, ſchmollend ſchob Jula die Unterlippe vor, wie
Du nur gleich wieder biſt! Der Arzt hat doch geſagt, er
hoffe, daß Mama wieder geſund würde!
Wenn nun dieſe Hoffnung ſich nicht erfüllt? Was
dann? Karl Auguſts Stimme klang rauh, und Jula
ſenkte betroffen den Kopf.
Papa hatte zu ihr geſagt: Sollte Mama wirklich
ſterben, ſo könnt Ihr, wenn das Telegramm ſogleich
ab=
geht, bei den glänzenden Verbindungen der Eifenbahn
rechtzeitig zur Beerdigung da ſein. Das wagte ſie nun
freilich nicht ihrem Gatten zu ſagen.
Scheu blinzelte ſie unter den geſenkten Lidern zu ihm
hinüber. Hatte den die Sache aber mitgenommen! Er
ſah ganz blaß und verfallen aus.
Alſo — einen Augenblick ſchien es zu dauern, ehe er
die richtigen Worte fand — Du ſiehſt wohl ein, Jula,
daß Du ohne mich wirſt reiſen müſſen.
Ohne ihn reiſen! Jula war wie vom Donner gerührt.
Nein, daran hatte ſie überhaupt nicht gedacht. Das war
einfach ausgeſchloſſen!
Karl Auguſt, lieber Karl Auguſt — ſie verlegte ſich
aufs Bitten, und tauſend zärtliche Schmeichel= und
Koſe=
worte kamen von ihren Lippen.
Wirkungslos aber prallten ſie an Karl Auguſt ab, in
dem der Widerwillen vor ſeinem Weibe immer höher
emporſtieg.
Dieſe ſtumme Abwehr aber reizte und kränkte Jula
mehr als alles. Ein Funkeln kam in ihre Augen, das
nichts Gutes bedeutete, und ihre Züge namen einen böſen
Ausdruck an.
Ich will aber, daß Du mitkommſt. Ich mag nicht
allein reiſen. Ich will meinen Mann haben. Hörſt Du —!
Karl Auguſt antwortete nicht. Er hatte ſich an das
Fenſter geſtellt und blickte hinaus in das Dunkel des
Abends.
Da ſprang Jula auf, lief in bloßen Füßen, nur mit
dem Nachthemd bekleidet, zu ihm hin und riß ihn herum.
Aber Du mußt mitkommen! Ich will es, Du mußt!
Trotzig ſtampfte ſie mit dem einen Fuße auf den Boden.
Du, Du — ich habe ein Mittel, Dich zu zwingen!
Ein Mittel! Mit verächtlichem Achſelzucken wollte ſich
Karl Auguſt von dem ſich wie raſend gebärdenden Weihe
abwenden. Aber ſie ließ ihn nicht. Ihre Hände krallten
ſich förmlich in ſeinen Arm.
Jawohl, und weißt Du, welches es iſt? Jene Papiere,
jene Wechſel, um die Du Dein Ehrenwort brachſt! Ich
habe damit die Komödie bezahlt, die Du mir mit Deiner
Liebe vorgeſpielt und den Meineid, den Du mir
ge=
ſchworen haſt!
Mit aſchfahlem Geſicht taumelte Karl Auguſt zurück.
Die Erinnerung an ſeinen Schwur traf ihn wie ein
Schlag.
Jawohl, Meineid! gellte es nochmals in ſeinen
Ohren. Aber, wenn ich auch nicht an Deine Liebe glaube.
ſo will ich Dich doch beſitzen. Mein biſt Du, mein bleibſt
Du und tun mußt Du, was ich will.
Am nächſten Tage erzählten ſich die Bellburger
kopf=
ſchüttelnd die „große‟ Neuigkeit, daß die alte Frau von
Leerſen. am Typhus erkrankt, ins Krankenhaus
einge=
liefert worden ſei und das junge Paar trotzdem eine Reiſe
nach dem Süden angetreten habe.
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 244.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. Oktober
1912.
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. Oktober 1912.
Nummer 244.
Seite 20.
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Nummer 244.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. Oktober 1912.
Seite 21.
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C2 Ein Heer von Kriegsberichterſtattern iſt auf der
Balkanhalbinſel eingetroffen, und die neugierige Welt
lauſcht geſpannt auf die Nachrichten, die ſie nach allen
Enden der Welt telegraphieren. Der Kriegskorreſpondent
iſt ja heute eine wichtige und offiziell anerkannte
Per=
ſönlichkeit; ohne ihn läßt ſich ein moderner Krieg nicht
denken. Aber lange Jahrhunderte hat die Geſchichte ohne
ſeine Berichte auskommen müſſen, die heute eine
ergie=
bige Quelle für die ſpätere hiſtoriſche Forſchung ſind.
Dererſte Kriegsberichterſtatter, von dem wir wiſſen,
war Henry Grabbe Robinſon, den die Times 1808 nach
der pyrenäiſchen Halbinſel ſandte, um die Fortſchritte
der engliſchen Armee unter John Moore zu verfolgen.
Freilich begleitete er nicht die Armee, befand ſich auch
nicht auf dem Schlachtfeld, wie wir es heute von dem
Berichterſtatter erwarten, ſondern ſammelte ſeine
Nach=
richten, die er dann zu Schiff nach London ſchickte, aus
Erkundigungen unter den Soldaten und aus ſonſtigen
Beobachtungen. Der erſte Journaliſt, der eine Armee
be=
gleitete und in Fühlung mit den leitenden
Perſönlich=
keiten blieb, war Charles Lewis Gruneiſen, der
Ver=
treter der „Morning Poſt” während des Carliſten=Krieges
in Spanien 1837. Die Sitte, eigene Korreſpondenten am
Kriegsſchauplatze zu haben, gewann erſt um die Mitte
des 19. Jahrhunderts ſeit dem Krimkriege größere
Ver=
breitung, und zwar war der früheſte Korreſpondent, deſſen
Namen einen Weltruf erlangte, William Howard
Ruſſel, der die Times über die Ereigniſſe in der Krim
unterrichtete. Ihm war zwar geſtattet, was ſeine
Kol=
legen von heute nicht mehr dürfen, zu berichten und
mit=
zuteilen, was er wollte, aber da man ſich überhaupt um
ihn nicht kümmerte, wurde es ihm nur unter großen
Ent=
behrungen möglich, ſich und ſein Pferd durchzubringen.
Seine ergebenen Vorſtellungen im Hauptquartier, ihn
doch nicht verhungern zu laſſen, nahm man halb
ärger=
lich, halb beluſtigt auf und erklärte, daß man für ihn
nicht ſorgen könne. Und ſo ritt er denn als eine ziemlich
unglückliche und traurige Geſtalt über die Schlachtfelder
hin, auf ſeinem dürren lnickebeinigen Klepper hockend,
mit allerlei ſeltſamen Kleidungsſtücken ausſtaffiert, auf
dem Kopf die Mütze eines Fourageoffiziers mit breitem
goldenem Band, in einem grünen Jägerjäckchen,
be=
ſchmutzten Hoſen und ungeheuren Stiefeln, ein Quell
ſtaunenden Gelächters für die Soldaten, die den
Zei=
tungsmann in dichtem Kugelregen ſahen, wie er mit
unerſchütterlicher Ruhe Bemerkungen in ſein Notizbuch
ſchrieb.
Ein größerer Gegenſatz zu dieſem einfachen und
unanſehnlichen Mann läßt ſich garnicht denken als der
prunkvolle Aufzug, in dem Archibald Forbes von
den „Daily News” einherzog, und die bedeutungsvolle
Stelle, die er einnahm. Forbes par der erſte
Berichter=
ſtatter, der den Telegraphen für ſeine Zwecke
aus=
nutzte, durch ihn hat die Kriegsberichterſtattung die
Formen erhalten, in denen ſie heute zu einer ſo
wich=
tigen Einrichtung geworden iſt. Er gab nicht mehr nur
karge Nachrichten über die militäriſchen Operationen und
die Einzelheiten des kriegeriſchen Vorganges, ſondern er
entwärf flammende, farbenprächtige und ſtimmungsvolle
Gemälde, führte mit dichteriſcher Kraft und politiſcher
Weitſicht in die aufregende Welt der Schlachten ein. Er
vereinigte in ſich die verſchiedenartigen Gaben, die erſt
den Meiſter der Kriegsberichterſtattung machen,
ſtrate=
giſchen Blick, diplomatiſchen Sinn und große
ſchriftſtel=
leriſche Begabung. So gut wie jeder Soldat ſetzte er ſein
Leben aufs Spiel. „Seit die weittragenden Gewehre
er=
funden worden ſind,” ſchreibt er einmal, „iſt es nicht mehr
genug, wenn man von fern einer Schlacht zuſieht. Heute,
wo die Kanonen ein Gelände von drei engliſchen Meilen
beſtreichen und jede Flinte auf große Strecken ohne
Enade und Erbarmen tötet, da muß der
Kriegskorreſpon=
dent jederzeit ſeine Haut zu Markte tragen.‟ Einen
Be=
weis ſeiner zähen Ausdauer gab Forbes im ſerbiſchen
Kriege 1876. 120 engliſche Meilen raſte er im
ſchnell=
ſten Galopp, alle 15 Meilen das Pferd wechſelnd, bis zum
nächſten Telegraphenamt, ſchrieb dann viele Stunden
lang den Bericht über die Schlaſcht, übermittelte ihn an
ſeine Zeitung und ſank in den Kleidern in einen tiefen
zwanzigſtündigen Schlaf. Bei dieſer Meiſterleiſtung hatte
er ſechs Stunden im Feuer und Gewühl des Kampfes
geſtanden, war 120 Meilen geritten und hatte vier lange
Zeitungsſpalten den Daily News telegraphiert, alles in
30 Stunden.
Ein ähnliches Glanzſtück der Berichterſtattung führte
Helt White, der Vertreter der New=York Tribune, im
deutſch=fyanzöſiſſchen Kriege aus. Er
be=
obachtete die Schlacht bei Sedan vom preußiſchen
Haupt=
quartiere aus am Donnerstag, den 1. September, und
wollte nach dem Ende der Kämpfe die Niederlage der
Franzoſen nach London berichten. Doch das franzöſiſche
Telegraphenbureau weigerte ſich, dieſe Botſchaft weiter
zu beſtellen, ja wollte ihn ſogar verhaften laſſen, weil er
ſolche Dinge zu verbreiten wage. White fuhr nun eiligſt
nach Calais, ſetzte auf einem eigenen Dampfer nach
Dover über, eilte mit einem Extrazug nach London, wo
er am Samstag 5 Uhr morgens ankam. Sonntag früh
ſtand ſein Bericht, ſechs Seiten lang, in der Tribune,
während die Londoner Zeitungen erſt Dienstag
Naſhrich=
ten bringen konnten. Ein ſchlimmer Feind iſt ſeit dieſer
Zeit den Kriegskorreſpondenten in der Zenſur
erſtan=
den. Lord Wolſeley war es, der zuerſt die Stellung
des Korreſpondenten im Stabe eines Heeres genau
feſt=
legte und gegen die Beeinſluſſung der öffentlichen
Mei=
nung durch ſie das Schreckgeſpenſt ſtrenger Verbote
auf=
richtete. Er ließ im ägyptiſchen Feldzug
über=
haupt keine Kriegsberichte zu, ſo daß ein armer
Korre=
ſpondent ſich damit helfen mußte, ſeinen Leſern eine
Naturſchilderung von dem Funkeln und Glänzen der
Sterne in der weiten Wüſtennacht zu entwerfen. Das
war dem Herausgeber der Zeitung nicht recht, und er
telegraphierte kategoriſch, er wolle keine Sternguckereien,
ſondern Neuigkeiten. Wolſeley jedoch erwiderte auf die
Klagen des Berichterſtatters: „Ihr Herausgeber iſt ſehr
unverſtändig, Gibt es etwas Sicheres und Feſtſtehenderes
als die Sterne?” So müſſen ſich denn jetzt die
Korreſpon=
denten ſehr häufig, wie z. B. im jüngſten
italieniſch=
türkiſchen Kriege, mit phantaſievollen
Beſchrei=
bungen begnügen, denn es geht ihnen oft, wie jenem
Berichterſtatter der Times, der im japaniſch=ruſſiſchen
Kriege den General Fukushima fragte: Von wo aus
werden Sie Ihre Truppen auf Liautung landen, von
Oſten, Weſten, Süden oder Norden her? Und die
Ant=
wort erhielt: „Vom Himmel her, aus den Wolken.”
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
3 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 8. Okt.: Dem Likörfabrikanten Peter
Bertſch, Liebigſtraße 69, eine T. Johanna Eliſabeth.
Am 7.: dem Hilfsheizer Nikolaus Thalheimer,
Ober=
gaſſe 26, ein S. Wilhelm. Dem Steinmetz Ludwig
Schmidt, Kiesſtraße 21, eine T. Bertha. Am 8.: dem
Taglöhner Konrad Lautenſchläger, Große Ochſengaſſe
Nr. 32, eine T. Anna. Am 13.: dem Fahrkartenleger Joſ.
Bott, Dornheimer Weg 2, ein S. Rudolph. Am 8.: dem
Metzgermeiſter Wilhelm Bauer, Wendelſtadtſtraße 22,
ein S. Wilhelm Ludwig.
Aufgebote. Am 10. Okt.: Fleiſchbeſchauer Auguſt Karl
Henzler in Rüdesheim a. Rh. mit Verkäuferin Jakobine
Hildegard Wallenſtein, Luiſenſtraße 40. Hilfsſchaffner
Johann Adam Schuſter, Fuhrmannſtraße 16, mit
Eliſa=
betha Korbus in Bensheim. Fabrikarbeiter Friedrich
Wilhelm, Lichtenbergſtraße 72, mit Barbara
Stein=
metz, Marktplatz 10. Magazinarbeiter Emil Keßler,
Pallaswieſenſtr. 90, mit Anna Spengler, Große
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gaſſe 24. Hofſchuhmachermeiſter Albert Pfeiffer in
Mainz mit Arabella Jäger, Soderſtraße 12. Schmied
Leonhard Foshag, Eliſabethenſtraße 62, mit Maria
* Jakob, Bismarckſtraße 18. Sergeant Albert
Herns=
dorf, Heidelberger Straße 49, mit Katharina Bender,
Rhönring 59. Schloſſer Johann Schneider, Erbacher
Straße 12, mit Kathar. Klau, Magdalenenſtraße 1.
Am 11.: Eiſendreher Max Karl Kapha in Altena mit
Maria Krall in Altena. Maler= und Lackierermeiſter
Gg. Johann Leiſa in Fulda mit Köchin Barbara Joſefa
Wilh. Jeſtädt in Fulda. Diplom=Ingenieur Otto
Stumpf in Bremen mit Anna Zeh, Frankfurter Straße
Nr. 26. Am 12.: Magazinier Joſef Dietrich in
Mann=
heim mit Emilie Kübler in Mannheim.
Eheſchließungen. Am 5. Okt.: Hüttenbeamter
Wil=
helm Jungmann in Schwerte mit Wilhelmine Supp,
hier. Am 10.: Friſeur Peter Bein in Groß=Gerau mit
Margarete Trautmann in Reichelsheim i. O. Gaſtwirt
Wilh. Tautphäus mit Marie Heinz, beide in
Hahn=
heim. Privatſchullehrer Dr. Jakob Weber mit Margar.
Vetter, beide in Seeheim. Am 12.: Spengler und
In=
ſtallateur Aug. Fiſcher, hier, mit Maria Sattler in
Affolterbach. Eiſendreher Johs. Seeger mit Anna
Dostal, beide hier. Architekt Johs. Brandt in
Wies=
baden mit Marg. Hofmann, hier. Poſtbote Leonhard
Steinmetz, hier, mit Eliſab. Becker in Niedernhauſen.
Stellvertr. Standesbeamter Heinr. Heppenheimer, hier,
mit Maria Hild in Lengfeld. Bahnarbeiter Wilhelm
Roos mit Köchin Marg. Schmidt, beide hier. Schloſſer
Philipp Zöller mit Melitta Beringer, beide hier.
Fabrikarbeiter Adam Glaſer mit Mathilde Pullmann,
beide hier. Maſchiniſt Wilhelm Metz mit Katharina
Kraus beide hier. Schriftſetzer Friedrich Reiß mit
Eliſabetha von der Au, beide hier. Am 14.: Diplom=
Ingenieur Richard Huck in Eſſen a. d. R. mit Liſette
Voegele, hier.
Geſtorbene. Am 11. Okt.: Veronika Math. Trompp
geb. Berg, Ehefrau des Maſchiniſten, 49 Jahre, ev.,
Kah=
lertſtraße 35. Kellner Jakob Joſeph Baſtian, 45 Jahre,
ev Luiſenſtraße 40. Am 12.: Buchbinder Franz Karl
Wohlfart, 21 Jahre, kath., Liebfrauenſtr. 100. Am 13.:
Rudolph Bott, S. des Fahrkartenlegers, ½ Stunde,
kath., Dornheimer Weg 2. Am 12.: Johannette
Wag=
ner, T. des Taglöhners, 2 Jahre, ev., Roßdörfer Straße
Nr. 40. Theodor Heinrich Seehaus, S. des
Maſchinen=
meiſters, 1 Jahr, ev., Geiſtberg 1. Am 13.: Bäcker Jakob
Hübner, 72 Jahre, ev., Arheilger Straße 23.
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. Oktober 1912.
Nummer 244.
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Vom 16. Oktbr. Programm, Bis 18. Oktbr.
Als Schlager erſten Ranges bringen wir ein
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ergreifendes und wirkungsvolles Drama, betitelt:
Schlager
Schlager
Spannend von Anfang bis Ende iſt dieſer Film
einer der ſchönſten der letzten Zeit.
Ihr Hochzeitsgeſchenk
zeigt die Rettung aus vollſtändigem Ruin durch
opfern des Lieblingsgeſchenkes ihres Gatten.
Lehmann ist verrückt. Guter Humor.
Auf der Insel Malaga. Herrliche Naturaufnahme.
Moritz als Tenor. Origineller Humor.
Schnee und Eis. Wundervolles Winterbild.
Mulike bezahlt seine Miete. Gut humoriſtiſch.
Außerdem bringen wir als Einlage nochmals
das große Seedrama, welches alle unſere Beſucher
in Staunen ſetzte, betitelt:
Es iſt dieſerhalb erneut Gelegenheit geboten, ſich
dieſes an Großartigkeit und überwältigendem Eindruck
nicht zu übertreffende Kunſtwerk anzuſehen. (*9252
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Sonntag, 20. Oktober, nachm. 3½ Uhr
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Abends 8 Uhr: TANZ.
Hierzu laden wir unſere Mitglieder, ſowie Freunde und Gönner
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des Vereins herzlichſt ein.
Die Vorturnerſchaft.
Das Wetturnen der Turner, ſowie Zöglinge findet ebendaſelbſt
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vormittags 8 Uhr ſtatt.
Donnerstag, den 17. Oktober 1912
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Programm:
I. Teil: Vortrag: „Das Künstlerische und
Aesthe-
tische des Reproduktionsklaviers‟
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II. Teil: Klavier-Vorträge von d’Albert, Busoni,
Felix Mottl (F 1911), Paderewski, Richard
Strauss u. a.
Konzertflügel Ibach.
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der Hofmusikalienhandlung u. Pianomagazin Heinrich Arnold,
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vor dem Neuen Palais
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des Inf.=(Leibgarde=)Regts. Nr. 115.
1. Hamburg=Amerika=Marſch v.
J. Bauer, 2. Ouverture zur Oper
„Euryanthe” von C. M. v. Weber.
3. Fantaſie aus „La Tosca” von
G. Puccini. 4. „Réverie” von H.
Vieuxtemps. 5. Eva=Walzer von
Fr. Lehär. 6. „Preußens Gloria‟,
Armeemarſch 240 von G. Piefke.
Großherzogl. Hoftheater
Mittwoch, den 16. Oktober 1912.
32. Ab.=Vorſtellung. D 8.
Tannhäuſer.
Große romant. Oper in 3 Akten
von Richard Wagner.
Muſikal. Leiter: Willem de Haan.
Spielleiter: Emil Valdek.
Perſonen:
Hermann,
Land=
graf v. Thüringen AlfredStephani
Tannhäuſer,
„
Wolfram von
Eſchinbach,
Walther v. d.
Vogelweide,
Biterolf.
Heinrich der
Schreiber,
Reimar von
Zweter,
(5
Otto Semper
Aug. Globerger
L. Schützendorf
Karl Bernhardt
S W. Riechmann
Eliſabeth, Nichte
des Landgrafen
GertrudGeyers=
bach
. Milena v. Sugh
Venus
Ein junger Hirte . Kathar. Jüttner
Hede Schaub
Erſter ſPage des
Zweiter! Land: Maja Longin
Dritter
Die drei Grazien! Luiſe Müller
JohannaKaſten
Vierter grafen Erika Hartmut
Sybilla Huber
Adel. Croneberg
** Tannhäuſer . . Theod. Eckert
vom Stadttheater in Brünn, a. G.
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Proſzeniumsloge 6.10 M.,
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Sperrſitz: 1.—13. Reihe 4.10 M.,
14.—20. Reihe 3.30 M., Parterre:
1.—5. Reihe 2.80 M., 6.—8. Reihe
2.25 M., I. Galerie 1.25 M.,
II. Galerie 0.65 M.
Anfang 7 Uhr. — Ende 10¾ Uhr.
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Vorſtell. B 9. „Die ſchöne
Helena.” Gewöhnliche Preiſe.
Anfang 7 Uhr.
Freitag, 18. Okt. 34. Ab.=Vſt.
C 9. Zum erſten Male
wieder=
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von Rittner. Gewöhnl. Preiſe.
Anfang 7½ Uhr.
Samstag, 19. Okt. 35. Ab.=Vſt.
A 9. Uraufführung. „Das
Prinzip.” Luſtſpiel in 3 Akten
von Hermann Bahr. Gewöhnl.
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Seite 24.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 16. Oktober 1912.
Nummer 244.
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