Darmstädter Tagblatt 1912


02. Oktober 1912

[  ][ ]

Abonnementspreis
Inſerate
175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., ans=
werden
angenommen in Darmſtadt.
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. vierkelſt. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. Bei
für Aufnahme von Anzeigen an vorge=
gerichtlicher
Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 22 Seiten.

Das Neueſte vom Tage.

Geſtern iſt das deutſche Kongogebiet offiziell
den Vertretern der deutſchen Regierung von den Ver=
tretern
Frankreichs übergeben worden.
Der ſerbiſche Geſandte in Konſtantinopel
ſtellte der Pforte eine Friſt von 48 Stunden für Ge=
währung
der Durchfuhr von Munition nach Serbien
oder deren Rücktransport nach Marſeille.
Der König von Montenegro hat die Mobili=
ſierung
der montenegriniſchen Armee
angerrdnet.
Griechenland hat im Einvernehmen mit den Bal=
kanſtaaten
Sonntag abend die Mobiliſierung
ſeiner Streitkräfte zu Waſſer und zu Lande ange=
ordnet
. Griechenland ordnete ferner an, ſämt=
liche
griechiſchen Schiffe ſollten das Schwarze
Meer, Konſtantinopel und das Marmara=Meer verlaſſen.
Bei dem rumäniſchen Städtchen Harſova rannte ein
Dampfer eine Militärſchaluppe an. 9 Offiziere und
21 Mann ertranken.

Die Kriegsgefahr am Balkan.

Zur Lage.
** Bulgarien, Serbien und Griechenland haben
mobiliſiert, und Montenegro hat ſich ihnen angeſchloſſen.
Ob Krieg oder nicht, das iſt jetzt die Frage, die die Ge=
müter
bewegt. Mit Recht hat ja der öſterreichiſche Mini=
ſter
des Aeußern, Graf Berchtold, betont, daß zwiſchen
der Anordnung der Mobiliſierung und der Aufnahme von
Feindſeligkeiten ein ſchwerer, verantwortungsvoller
Entſchluß liege, und daß nach wie vor die Bemühungen
der Großmächte dahin gehen würden, die aus einer ſol=
chen
Situation ſich ergebenden Gefahren zu beſchwören
und auch weiterhin für die Erhaltung des Friedens zu
wirken. Die Mobiliſierung bedeutet alſo noch nicht den
Krieg, aber ſie iſt der erſte Schritt dazu.
Daß die Kriegsgefahr ſehr groß iſt, läßt ſich nicht
leugnen, eine geradezu fieberhafte Unruhe hat die Bal=
kanſtaaten
ergriffen. In erſter Reihe Bulgarien, welches
ſich angeblich durch die türkiſchen Rüſtungen bedroht fühlt,
aber wohl die Zeit nicht mehr abwarten kann, wo es
ſeine offenen und geheimen Wünſche betreffs Maze=
doniens
der Erfüllung entgegenzuführen vermag. Zwar
gibt man in Sofia vor, nur die Autonomie dieſer Pro=
vinz
anzuſtreben, aber in Wirklichkeit gehen die Wünſche
weiter. Daß innerhalb der chriſtlichen Bevölkerung
Mazedoniens Mißſtimmung herrſcht, läßt ſich nicht in
Abrede ſtellen, jedoch richtet ſie ſich nicht ausſchließlich
gegen die türkiſche Regierung, ſondern ſie wird haupt=
ſächlich
durch die Gegenſätzlichkeit der chriſtlichen Elemente
der Bevölkerung zu den mohammedaniſchen hervorgerufen.
Für die Chriſten haben ja die ſeit dem Mürzſteger Ab=
kommen
eingeführten Reformen ſchon eine weſentliche
Beſſerung ihrer Lage gebracht, aber in Bulgarien hat man
ein Intereſſe daran, eine Zufriedenheit der Mazedonier
nicht aufkommen zu laſſen, ſonſt würde ja die Ausſicht,
dieſe Provinz dereinſt einmal von der Herrſchaft des
Halbmondes loszureißen, mehr und mehr ſchwinden.
Aber nicht nur Bulgarien, ſondern auch Serbien er=
hebt
Anſprüche auf Teile der Türkei unter dem Vorwande
der Förderung des ſerbiſchen Elements im Osmanen=
reiche
, und zwiſchen den beiden Balkan=Königreichen be=
ſtand
hinſichtlich ihrer Abſichten ein nicht geringes Miß=
trauen
Man will wiſſen, daß ſie ſich in den letzten Jahren
über den Anteil, der jedem von ihnen zufallen ſoll, wenn
es einmal zum Klappen kommt, geeinigt haben. Unwahr=
ſcheinlich
iſt dies angeſichts der engen Freundſchaft, die
ſeit der Thronbeſteigung Peters I. zwiſchen Belgrad und
Sofia herrſcht, nicht. Daß Montenegro gleich mit los=
ſchlägt
, braucht nicht beſonders betont zu werden, und
Griechenland ſehnt den Augenblick herbei, wo es ſeine
vielen Wünſche erfüllt ſehen und nebenbei auch noch ohne
erhebliche Gefahr ſich an der Türkei für den Mißerfolg,
den es vor anderthalb Jahrzehnten hatte, rächen kann!
Alle dieſe Momente muß man ſich jetzt vor Augen
halten, wo die Balkanvölker vom Kriegsfieber ergriffen
ſind. Alle möchten gerne gegen den Sultan ins Feld
ziehen, jedes hat dafür ſeine offenen und geheimen Grün=

de, und könnten die vier Staaten hoffen, den Krieg zu
beginnen, ohne auf den Widerſtand der Großmächte zu
ſtoßen, ſo würde die Balkanhalbinſel heute ſchon ein ein=
ziges
Kriegslager ſein. Aber es beſteht noch immer die
Hoffnung, daß die Mächte, die ſeit Jahrzehnten ſich alle
erdenkliche Mühe gegeben haben, den Status quo am
Balkan aufrechtzuerhalten und die Integrität der Türkei
zu wahren, auch weiter alles aufbieten werden, um das
Schlimmſte abzuwenden. Aber es bleibt eben nur eine
Hoffnung.
Preßſtimmen zur Lage.
Das Berliner Tageblatt ſtellt feſt, daß die
Dinge auf dem Balkan jetzt die vielleicht entſcheidende
Wendung zum Schlimmeren genommen haben. Auch an
allen europäiſchen Börſenplätzen habe ſich der Optimis=
mus
in eine ſehr peſſimiſtiſche, nervöſe Stimmung ver=
wandelt
. Die Berliner Neueſten Nachrich=
ten
weiſen darauf hin, daß Rumänien, das wohl über
die beſtorganiſierte Armee auf dem Balkan verfüge poli=
tiſch
mehr der Türkei als ſeinen Feinden zuneige. Trotz=
dem
die Kanzleien gegen den Krieg arbeiteten, werde
aber wohl bald der Donner der Kanonen in den dunklen
Bergen des Balkans ſein tauſendfacke; Echo erſchallen
laſſen. Der Berliner Lokalanzeiger weiſt
darauf hin, daß die Mobiliſation als äußerſtes Druck=
mittel
aus der gegenwärtigen Kriſe raſcher herausführen
könne, als es ohne ſie möglich geweſen wäre, wenn nur
alle verantwortlichen Männer Ruhe und Beſonnenheit
bewahren würden. Die Voſſiſche Zeitung
ſchreibt: Der Augenblick rückt verzweifelt näher, wo allen
Beſchwichtigungsverſuchen die Antwort entgegengeſetzt
werden könnte, man könne nicht mehr zurück. Jetzt heißt
es biegen oder brechen. Die Morgenpoſt meint,
wenn Bulgarien und ſeine Verbündeten jetzt mobiliſie=
ren
und morgen Krieg erklären, ſo tun ſie es, weil ſie
wiſſen, daß die Uneinigkeit Europas den Willen zum
Frieden lähmt, falls er wirklich beſteht. Die Täg=
liche
Rundſchau weiſt vom Standpunkte der deut=
ſchen
Intereſſen darauf hin, daß der Weg für uns nach
dem Orient frei bleiben müſſe, koſte es, was es wolle,
Deutſchland und Oeſterreich=Ungarn dürften keinesfalls
die Vernichtung der Türkei durch die ſlawiſchen Mächte
zugeben. Die Deutſche Tageszeitung glaubt,
daß die Balkanmächte im Notfalle darauf hoffen, von
Größeren herausgehauen zu werden, und mit ihnen hofft
und hetzt eine mächtige Kriegspartei in drei europäiſchen
Großſtaaten. Die Kölniſche Zeitung ſchreibt:
Es iſt ein ernſter, folgenſchwerer Schritt, zu dem die bei=
den
Königreiche am Balkan ſich entſchloſſen haben. Die
Mobilmachung bedeutet noch nicht den Krieg, aber ſie
ſtellt den Frieden auf des Meſſers Schneide, und die Er=
fahrung
lehrt, daß das gewaltſame Aufeinanderprallen
ſich nur ſelten vermeiden läßt, wenn erſt einmal die
waffenfähigen Männer zu den Fahnen einberufen ſind=
Die Möglichkeit, den Krieg am Balkan ausbrechen zu
ſehen, iſt in den letzten Monaten ſo häufig ins Auge ge=
faßt
und nach allen Seiten erörtert worden, daß man ſich
in dieſer ernſten Stunde darauf beſchränken kann, die
Hoffnung auszuſprechen, der Brand im Orient möge trotz
allem noch einmal gelöſcht werden, die Kriegsſorgen und
=Greuel möchten noch einmal vorübergehen.
Alle Wiener Blätter beſprechen die durch die
Mobiliſierung der Balkanſtaaten geſchaffene Lage. Das
Fremdenblatt ſagt: Ohne die Tragweite dieſer Nachricht
unterſchätzen zu wollen, mag man ſich doch vor einer Ueber=
ſchätzung
ihrer Bedeutung hüten. Die Mobiliſierung iſt
eine Vorbereitung zum Krieg, aber noch nicht der Krieg
ſelbſt. Ernſt und unbefriedigend erſcheint die Lage auf
dem Balkan gewiß, aber es iſt zu hoffen und zu wün=
ſchen
, daß es einem einträchtigen, zielbewußten Zuſam=
menwirken
der europäiſchen Großmächte auch diesmal
gelinge, den drohenden Balkanbrand zu verhüten.
Von türkiſcher Seite wird der Wiener Neuen Freien
Preſſe mitgeteilt: Die Mobiliſierung bedeutet keineswegs
den Ausbruch des Krieges. Wenn die Türkei militäriſche
Maßregeln trifft, tat ſie dies keineswegs, um Bulgarien
zu provozieren, ſondern ſie ſah ſich von Bulgarien provo=
ziert
. Gegenüber den bulgariſchen Provokationen konnte
die Türkei nicht mehr mit verſchränkten Armen zuſehen.
Es iſt aber doch noch immer zu hoffen, daß es gelingen
werde, den Frieden aufrecht zu erhalten.
Die Heere der Balkanſtaaten.
Türkei.
Für einen Krieg in Europa verfügt die Türkei über
zirka 620 Bataillone, 163 Eskadrons, 186 Batterien, 250
Maſchinengewehre mit einem Gefechtsſtande von 450000
Gewehren, 21000 Reiter, 1048 Geſchütze. Eünſtig iſt
der relative Pferdereichtum bei allerdings minderem
Material, und daß viele Formationen ihre Kriegsaus=
rüſtung
bei ſich tragen. Bisher gelang es der Türkei
dennoch ſtets, eine zahlreiche, mit vortrefflichen Waffen
verſehene Streitmacht aufzuſtellen. Die zirka 18 000 000
Menſchen zählende mohammedaniſche Bevölkerung ſtellt
an Nizan=(Linien=) und Rediſ=(Landwehr=)Truppen
1. Kategorie durchſchnittlich und im Verhältnis mehr
als manche Großmacht auf. Dabei iſt das Soldaten=
material
vorzüglich, die Aufopferungsfähigkeit der Be=
völkerung
baſiert auf dem religiöſen Moment und iſt be=
ſonders
in einem Verteidigungskriege gegen eine anders=
aläuhige
, W.acht kadeutend. Die politiſchen Umwälzun=
gen
, die ſich in der Türkei unter Führung der Armee im

Jahre 1908 und 1909 abgeſpielt haben, ſtellten das ge=
ſamte
türkiſche Heer auf eine durchaus moderne
Grundlage.
Bulgarien.
Bulgarien verfügt im Kriege über eine ſtreitbare
aktive Armee von 144 Infanteriebataillonen, 36 Ma=
ſchinengewehrkompagnien
, 37 Eskadrons, 4 Kavallerie=
Maſchinengewehrabteilungen, 81 Schnellfeuer=Feld=
Batterien, 23 Schnelfeuer = Gebirgs : Baterien, 9=
Schnellfeuer=Feld=Haubitz=Batterien, 9 alte Gebirgs=
Batterien, 9 Haubitz=Batterien, 11 techniſchen, 3 Feſt=
ungs
=Artillerie=Bataillonen. Der Gefechtsſtand be=
trägt
160000 Gewehre, 160 Maſchinengewehre, 6000 Rei=
ter
, 324 Schnellfeuer: Feldgeſchütze, 92 Schnelfeuer=
Gebirgsgeſchütze, 36 Schnellfeuer=Feld=Haubitzgeſchütze,
54 alte Gebirgsgeſchütze, 54 alte Feld=Haubitzgeſchütze.
Dazu kommt eine Reſervearmee von 72 Bataillonen, 18
Maſchinengewehrkompagnien, 27 Batterien, ſo daß die
geſamte Operationsarmee zirka 232000 Mann, 6000 Rei=
zer
, 722 Geſchütze ſtark iſt. Die Ausbildung der Trup=
pen
iſt gut, der Geiſt vorzüglich. Die Mobiliſierung voll=
zieht
ſich ſehr raſch. Die bulgariſche Armee gilt als die
beſte der Balkanarmeen, doch kann im Kriege der Geſamt=
ſtand
an Pferden nicht im Inlande aufgebracht werden.
Serbien.
Serbien vermag im Kriege insgeſamt (1. und 2. Auf=
gebot
) zirka 180 000 Mann ins Feld zu ſtellen, dazu 8500
Reiter, zirka 700 Geſchütze und 270 Maſchinengewehre.
Es handelt ſich jedoch um ein milizartig organiſiertes
Volksheer unter dem Einfluß wechſelnder Parteipolitik
und finanzieller Schwierigkeiten. Die Mobiliſierung,
ſpeziell jene des 2. Aufgebots, iſt ſehr erſchwert; auf die
Formationen des 1. Aufgebots konnte dagegen bisher
rechtzeitig und abgeſehen von der Kavallerie voll=
zählig
gerechnet werden. Techniſch iſt Serbien faſt voll=
ſtändig
, in der Pferdeergänzung in hohem Grade vom
Auslande abhängig. An ſich iſt das Soldatenmaterial
gut und leiſtungsfähig.
Montenegro.
Montenegro, das auch nur eine Milizarmee hat,
kann im Ernſtfalle 12 Brigaden mit zuſammen 58 Ba=
tallonen
, 12 Batterien ins Feld ſtellen, insgeſamt etwa
4043000 Mann.
Griechenland.
In Griechenland iſt die Volkskraft zu militäriſchen
Zwecken am wenigſten in allen Balkanſtaaten ausgenutzt.
Doch ſind in den letzten Jahren große Opfer gebracht
worden, um die Militärmacht des Landes zu heben. Im
Kriege ſtänden insgeſamt 54 Bataillone, 18 Eskadrons,
7 Batterien, 19 techniſche Kompagnien mit einem Gefechts=
ſtand
von 75 000 Mann, 3000 Reitern, 378 Geſchützen, 23
Maſchinengewehren zur Verfügung.

Deutſches Reich.

Deutſch=Kongo. Am 1. Oktober flatterte
zum erſten Mal die deutſche Fahne in unſerer neuen
Kongo=Kolonie: ein großer Teil des von Frankreich an
uns abgetretenen Gebietes iſt offiziell den Vertretern
der deutſchen Regierung übergeben worden und zwär
jene Gebiete, die natürliche Grenzen beſitzen. Beide
Regierungen waren übereingekommen, dieſen Akt mit der
größten Einfachheit zu vollziehen. Die Uebergabe und
die Empfangnahme ſpielte ſich zwiſchen zwei Regierungs=
beamten
oder zwei höheren Offizieren ab, und damit hat
man eine Fülle von Formalitäten vermieden. Dort,
wo die Grenzen noch nicht genau beſtimmt ſind, wird die
deutſch=franzöſiſche Grenzkommiſſion ihre Arbeit am
1. Dezember beginnen. Beide Parteien der Kommiſſion
ſollen nach dem Programm mit der Grenzregulierung
auch wiſſenſchaftliche Arbeiten verbinden und botaniſche,
ethnographiſche Forſchungen, ſowie Unterſuchungen über
Erdmagnetismus anſtellen.
Deutſchland und die chineſiſche An=
leihe
. Mit Bezug auf die Preſſenachrichten über pri=
vate
Bemühungen für die Aufnahme einer chineſiſchen
Anleihe in Deutſchland beſagt ein Berliner Telegramm
der Kölniſchen Zeitung, den Unterhändlern ſei es wohl
nicht zweifelhaft, daß ein derartiger Verſuch, den deutſchen
Geldmarkt für China dienſtbar zu machen, weder in den
amtlichen Kreiſen Deutſchlands noch bei den großen
deutſchen Banken Zuſtimmung finden kann.
Die Jeſuitenfrage und die Konſer=
vativen
. Die Kreuzzeitung bringt in ihrer inner=
politiſchen
Wochenſchau in der Sonntagsnummer eine
längere Betrachtung über die Jeſuitenfrage. Darin heißt
es u. a.:
Unter den gebildeten Katholiken, namentlich auch
unter den Geiſtlichen, die die Jeſuitenfrage beurteilen
können, möchte gar mancher aus praktiſchen Gründen die
Jeſuiten lieber im Auslande wirken ſehen als in dem
konfeſſionell gemiſchten Deutſchen Reiche. Das kann im
Ernſte nicht beſtritten werden. Man ſoll auch nicht ſagen,
ſolche Gegner der Zulaſſung des Jeſuitenordens ſeien
Außenſeiter, Moderniſten uſw. Das iſt nicht richtig. Sie
finden, daß dem Katholizismus andere Einflüſſe und

[ ][  ][ ]

Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.

Nummer 232.

politiſche Fragen zurzeit näher liegen und daß ein ſchar=
fer
Kampf für den Orden den deutſchen Katholiken mehr
ſchaden als nützen könne.
Die Kreuzzeitung erinnert weiter daran, daß ge=
rade
der Jeſuitenorden wenig Unterſchied zwiſchen
atheiſtiſchen und proteſtantiſchen Ungläubigen macht,
daß der Jeſuitenorden die Führung hat in der ſogen.
ſtrengkatholiſchen oder überkatholiſchen Richtung, die von
einer den Katholiken und Evangeliſchen gemeinſamen
chriſtlichen Weltanſchauung nichts wiſſen will, daß wir
alſo mit Sicherheit von den jeſuitiſchen Miſſionen, mögen
die Biſchöfe es wünſchen oder nicht, eine Verſchärfung
des Gegenſatzes zwiſchen gläubigen Katholiken und gläu=
bigen
Evangeliſchen zu erwarten hätten
Baden und die neue Strafrechts=
novelle
. Die Karlsruher Zeitung ſchreibt: In der
Abſicht, die durch die Strafrechtsnovelle vom 19. Juli 1912
eingeführte Milderung allen ſolchen Verurteilten zu Teil
werden zu laſſen, die vor dem Inkrafttreten des Geſetzes
verurteilt worden waren, ihre Strafe aber noch nicht ver=
büßt
hatten, hat das Juſtizminiſterium eine Reihe von
Perſonen, die wegen Diebſtahl, Unterſchlagung, Betrug,
Hausfriedensbruch, Vollſtreckungsbruch, Nötigung und
Entführung beſtraft waren, durch völligen oder teilweiſen
Nachlaß der ausgeſprochenen Freiheitsſtrafen oder durch
ihre Umwandlung in mäßige Geldſtrafen, begnadigt.
Aus dem roten Fürſtentum. Eine
Proteſtverſammlung des Bundes der Landwirte in
Schwarzburg=Rudolſtadt erklärte ſich für die Abgeord=
neten
, die wegen der Präſidentenwahl aus dem Bunde
ausgeſchloſſen worden ſind. Der Zentralvorſtand emp=
fiehlt
die Berufung an den Bundesausſchuß. Der Lan=
desverſtand
hat ſein Amt niedergelegt.

Ausland.

Frankreich.
Neue Einteilung der Torpedo= und
Unterſeebootsflottillen. Wie offiziös gemeldel
wird, hat der Marineminiſter eine neue Einteilung der
Torpedo= und Unterſeebootsflottillen genehmigt. Da=
nach
wird die Mittelmeerflotte zwei Unterſeebootsflot=
tillen
für die hohe See beſitzen, von denen die eine mit
acht Einheiten, Toulon, die andere mit neun Einheiten
Biſerta als Stützpunkt haben werde. Das Nordgeſchwader
werde drei Unterſeebootsflottillen beſitzen, deren Stütz=
punkt
Cherbourg und Calais ſein werden. Die Unterſee=
bootsflottillen
würden ein ſtarkes Cadre von Torpedo=
bootszerſtörern
erhalten, dagegen würden die Torpedo=
bootszerſtörer
den Torpedobootsflottillen entzogen wer=
den
, da der Aktionskreis der letzteren ein beſchränkter ſei.
England.
Die Verhandtungen zwiſchen Saſonow
und Grey. Reuter erfährt offiziell, daß bei den Ver=
handlungen
zwiſchen dem ruſſiſchen Miniſter des Aeußern
Saſonow und dem Staatsſekretär Edward Grey kein
neues politiſches Abkommen über Perſien beſprochen wor=
dem
iſt, daß auch keine der beiden Mächte die Abſicht oder
den Wunſch hat, Perſien zu teilen. Um die Zurückziehung
der fremden Truppen aus Perſien zu beſchleunigen, be=
raten
die beiden Regierungen ſorgfältig darüber, wie ſie
am beſten mitwirken können, die perſiſche Regierung zu
ſtärken, um ſie in den Stand zu ſetzen, die Ordnung wieder
Fzuſtellen und die Sicherheit auf den Handelsſtraßen zu
pährleiſten. Beide, Saſonow und Grey, ſind vollkom=
in
einig in dem Wunſch, für den Frieden zu arbeiten
nd bei jeder diplomatiſchen Aktion, die dieſem Ziele
günſtig iſt, zuſammenzugehen. Reuter kann dazu erklären,

daß der letzte Satz des Communiqués ſich nicht auf Per=
ſien
bezieht, ſondern auf die allgemeine internationale
Lage.
Die chineſiſche Anleihe. Die Geſamtzahl der
Anmeldungen für die erſten fünf Millionen Pfund Ster=
ling
der chineſiſchen Zehn=Millionen=Pfund=Anleihe be=
trug
5860, der gezeichnete Geſamtbetrag 6987000 Pfund
Sterling, darunter Zeichnungen von Garantien, welche
60 Prozent der Anleihe übernehmen. Das Reuterſche
Bureau ecklärt weiter, daß der Firma Criſp von der be=
vorſtehenden
Emiſſion von 2 Millionen Pfund der chineſi=
ſchen
Anleihe durch eine Hamburger Firma nichts bekannt
iſt. Die Meldung, daß dieſe Emiſſion mit der Criſpſchen
Zehn=Millionen=Pfund=Anleihe in Verbindung ſtehe, ſei
unrichtig.
Spanien.
Der Eiſenbahnerſtrei k. Miniſterpräſident Ca=
nalejas
erklärte einem Berichterſtatter, der plötzliche Aus=
bruch
des Eiſenbahnerſtreiks habe ihn umſomehr über=
raſcht
, als die Vermittelungsverhandlungen große Aus=
ſicht
auf Erfolg hatten. Man könne die Unterſtützung,
welche die nationaliſtiſch=kataloniſche Rechte dieſer Aus=
ſtandsbewegung
angedeihen ließ, nicht ſtreng genug tadeln.
Canalejas richtete an den Bürgermeiſter von Barcelona
ein Telegramm, in dem er erklärt, er wünſche den Streik
baldmöglichſt beendet zu ſehen, wolle aber weder auf die
Arbeiter, noch auf die Eiſenbahngeſellſchaften einen Druck
ausüben. Fortgeſetzt treffen neue Truppenverſtärkungen
in Barcelona ein.

Stadt und Land.
Darmſt adt, 2. Oktober.

* Vom Hofe. Prinzeſſin Ludwig von Battenberg
iſt mit der Prinzeſſin Luiſe und dem Prinzen Georg
am Montag nachmittag 2 Uhr 14 Min. vom Jagdſchloß
Wolfsgarten abgereiſt. Die Großh. Herrſchaften be=
gaben
ſich am Montag nachmittag 3 Uhr 30 Min. im Auto
auf Jagd nach Viernheim. (Darmſt. Ztg.)
* Keine Audienzen. Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
werden heute, Mittwoch, weder Audienzen
erteilen, noch Meldungen entaegennehmen. Vorträge der
Miniſter pp. werden Seine Königliche Hoheit von halb
11 Uhr vormittags an entgegennehmen.
* Verliehen haben Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
den Charakter als Leutnant den Kreis= Ober=
wachtmeiſtern
Philipp Schwarz und Wilhelm Hein
im Großherzoglichen Gendarmeriekorps, beiden zu ihrem
Ausſcheiden am 1. Oktober d. Js., ferner dem Bezirks=
kommiſſär
bei dem Polizeiamt Offenbach Ludwig Burk=
holder
zum 1. Oktober l. J. die Krone zum Silbernen
Kreuz des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen.
* In den Ruheſtand verſetzt haben Se. Königl.
Hoheit der Großherzog den evangeliſchen Pfarrer
und Dekan des Dekanats Büdingen, Kirchenrat Eduard
Ellenberger zu Ortenberg auf ſein Nachſuchen unter
Anerkennung ſeiner mehr als 50 Jahre treu geleiſteten
Dienſte, mit Wirkung vom 16. November 1912, ferner
den Konſervator und Bibliothekar bei der Zentralſtelle
für die Gewerbe, Gewerberat Gottlieb Wagner zu
Darmſtadt auf ſein Nachſuchen, unter Anerkennung ſeiner
langjährigen treuen Dienſte, und ihm aus dieſem Anlaß
das Ritterkreuz 1. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps
des Großmütigen verliehen.
* Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
den Kuſtos am Landesmuſeum zu Darmſtadt,
Dr. Hermann Kienzle, zum Direktor des Gewerbe=
muſeums
und der Bibliothek der Zentralſtelle für die
Gewerbe.
* Zu Lehramtsaſſeſſoren ernannt wurden durch
Entſchließung Großh. Miniſteriums des Innern die
nachſtehend genannten Lehramtsreferendare: Dr. Robert
Bach und Dr. Karl Bauer in Darmſtadt, Chriſtian
Bär in Offenbach, Wilhelm Berghäuſer in Bingen,

Friedrich Biſchoff in Oppenheim, Dr. Albert=
Chambré in Friedberg, Eugen Eckes in Mainz,
Ludwig Eſcher in Michelſtadt, Georg Funk in Gießen,
Wilhelm Gérard in Laubach, Ernſt Glock in Darm=
ſtadt
, Dr. Wilhelm Groſch in Offenbach, Heinrich
Hahn, Dr. Adolf Handke und Heinrich Hilsdorf
in Darmſtadt, Philipp Hofmann in Alzey, Peter
Janſon in Mainz, Paul Kadel in Bensheim, Dr.
Georg Kemmerer in Mainz, Dr. Otto Kracke in
Rom, Dr. Heinrich Kreiter in Darmſtadt, Fritz Leib
in Worms, Hans Liſtmann in Butzbach, Adolf Lutz
in Bad Nauheim, Dr. Auguſt Naujoks in Darmſtadt,
Dr. Albert Mannheimer in Wimpfen, Dr. Willy
Moog in Darmſtadt, Karl Oechsle in Offenbach,
Dr. Heinrich Racke in Worms, Heinrich Rauſch in
Butzbach, Wilhelm Roth in Heppenheim, Robert
Scheuermann in Gießen, Joſeph Schickel in
Mainz, Georg Schlierbach in Offenbach, Konrad
von der Schmitt in Darmſtadt, Fritz Schömer
in Schotten, Dr. Peter Stautz in Mainz, Albert
Streuber in Offenbach, Wilhelm Zipp in Darmſtadt.
* Uebertragen wurde dem Schulamtsaſpiranten
Albert Kraft aus Ortenberg eine Lehrerſtelle zu
Nieder=Mockſtadt, Kreis Büdingen.
* Militärdienſtnachricht. Buchhold, Studierender
der Kaiſer Wilhelms=Akademie für das militärärztliche
Bildungsweſen, zum Unterarzt des aktiven Dienſtſtandes
beim Großh. Art.=Korps, 1. Großh. Heſſ. Feld=Art.=Regt.
Nr. 25, ernannt.
g. Schwurgericht. Vor den Geſchworenen ſtand geſtern
der 34 jährige Gaſtwirt und Gemeinde=Einnehmer Johann
Adam Heim aus Ober=Schönmattenwag unter der An=
klage
des Verbrechens im Amte. Vertreter der Anklage iſt
Staatsanwalt Dr. Fuchs, Verteidiger iſt Rechtsanwalt
Neuſchäffer. Der Angeklagte iſt am 9. Januar 1907
vom Kreisamt Heppenheim als Gemeinde=Einnehmer und
Rechner der Invaliden= und Krankenverſicherung vereidigt
worden. Bereits im Jahre 1910 wurde Heim diszipli=
nariſch
beſtraft, weil er dem Kreisamt unrichtige Tages=
auszüge
überreicht hatte. Es wurde damals lediglich
Flüchtigkeit angenommen. Ende 1910 erlitt der Angeklagte
durch den Konkurs des Bauunternehmers Elzer in Feu=
denheim
größere Verluſte, wodurch er ſich zu Unregelmäßig=
keiten
in ſeinem Amte verleiten ließ. Die Firma Martin
Sauer IV. hatte von der Gemeinde Rollholz im Werte von
1181,51 Mark erſteigert, von welcher Summe am 1. März
1911 500 Mark und der Reſt am 1. Oktober zu entrichten
waren. Die 500 Mark wurden auch pünktlich gezahlt, Heim
trug jedoch die Summe weder in das Tagebuch, noch in
das Handbuch ein und verwendete ſie, um private drängende
Forderungen zu befriedigen. Als die Reſtſumme fällig
war, erbat ſich Heim die 681,51 Mark als Darlehn, womit
die Firma einverſtanden war. Der Angeklagte verwendete
hiervon 500 Mark zur Deckung der früher unterſchlagenen
Zahlung an die Gemeindekaſſe und behielt den Reſt für
ſich. In dieſem zweiten Fall liegt alſo eine Unterſchlagung
nicht vor, da Heim die Summe nicht in amtlicher Eigen=
ſchaft
empfangen hatte, wohl aber in einem weiteren Falle.
Die Firma Cornelius Heyl in Worms hatte Eichenloh=
rinde
im Werte von 2206,38 Mark von der Gemeinde be=
zogen
und die Summe im Juni 1911 mittels eingeſchrie=
benen
Briefes beglichen. Auch dieſe Summe, die durch
die Hände des Bürgermeiſters ging, trug der Angeklagte
nicht in die Bücher ein. Der Bürgermeiſter ließ ihm auch
den Beleg zu dieſer im Juni 1911 erfolgten Zahlung erſt im
Mai 1912 zugehen, und zwar datierte er den Beleg, um
dieſe Verſpätung zu verdecken, auf den 1. November 1911.
Das Kreisamt entdeckte bei einer Reviſion durch Verglei=
chung
der Bücher und Belege die Manipulationen des An=
geklagten
und brachte ſie zur Anzeige. Zunächſt beſtritt
Heim ſeine Schuld, gab jedoch ſpäter alles unumwunden
zu. Der Schaden wurde von ihm vollſtändig der Gemeinde
erſtattet. In der geſtrigen Verhandlung gab der Ange=
klagte
an, er ſei durch fortgeſetzte finanzielle Verluſte zu
den Unterſchlagungen veranlaßt worden. Er habe früher
ein Steinhauergeſchäft gehabt und habe hierbei Fortwäh=
rend
von 1906 an Ausfall ſeiner oft bedeutenden Baufor=
derungen
zu beklagen gehabt. Die Geſchworenen bejahten
die Frage nach Verbrechen im Amt in einer fortgeſetzten
Handlung und bejahten auch die Frage nach mildernden

Mit dem Motor ins innerſte Afrika.
Von Oberleutnant Paul Graetz.
(Nachdruck verboten.)

IV.
Den Kongo aufwärts bis Neukamerun.
An Bord der Hygiama vor Moſſaka,
den 19. Juli 1912.
Dumpf dröhnt das Abfahrtszeichen der Citas
durch die nächtliche Morgenſtille des 8. Juli von den hohen
Uferwänden des Kongo wieder, beantwortet von dem
Knattern unſeres Motors. Kerzengerade ſteigt die
Funkengarbe aus dem Schornſtein der Citas durch den
feuchten Nebel empor unſer Wegweiſer. . Halten Sie
ſich dicht ſteuerbord und Anker klar! Hier beginnt der
Kanal! Die Strömung iſt hart, ſchallt es durch das
Sprachrohr zu uns herüber. Wir liegen mit einem Ab=
ſtand
von etwa 20 Meter neben dem kleinen Dampfer.
Mehrere Spritzer kommen über Deck. Zinko legt zu.
Die Tourenzahl des Motors erhöht ſich. Die Hygiama
ſenkt den Bug, gegen die Stromſchnellen angehend. Kurze,
ſich rückwärts überſtürzende Wellen erzählen von ſteinigen
Untiefen. Wir gleiten ſtetig darüber hinweg. Die Hy=
giama
liegt gut im Fahrwaſſer mit ihren 70 Zentimeter
Tiefgang und ihrer Ladung von 40 Laſten‟) Unſere ſechs
Pferde überwinden ſpielend die Stromkraft, die ſtellen=
weiſe
acht Meilen und mehr beträgt. Leiſe ſteigt die
Dämmerung herauf nur wenige Minuten andauernd
und in Tageshelle breitet ſich vor uns der Kongo
zwiſchen ſteilen dicht bewaldeten Bergwänden. Wir paſ=
ſieren
den 4. Grad ſüdlicher Breite. Mehrere Holz=
ſtationen
bereiten uns läſtigen Aufenthalt. Zinko drängt
vorwärts. Der Kapitän warnt: Ja, wenn Sie wenig=
ſtens
einen Lotſen an Bord hätten Alſo weiter mit
halber Kraft im Fahrwaſſer der Citas. Unter Mittag
kommt eine Faktorei in Sicht, am linken Ufer auf einem
kleinen Plateau am Einfluß des Black River ſauber und
nett angelegt, eine Station der Socisté Belgo=Americaine,
deren Direktor, Monſieur Delcomune, der Neffe des be=
kannten
Alexander Delcomune, eines jener Organiſatoren
des Kongoſtaates aus den Zeiten König Leopolds uns
herzlich begrüßt, als wir jetzt am Einfluß des Black River
feſtmachen, und uns in ſeinem Hauſe einen Willkomwen=
trunk
kredenzt. Woher ſtammpen die vielen engliſchen
Namen am Kongo aufwärts? Doch nicht etwa von Stan=
leys
Fahrt? Nein, die ſich aus allen Nationen rekru=
tierenden
Flußdampferkapitäne haben die Namen geprägt,
wobei das Engliſch als Schifferſprache vorherrſcht.

Weiter. Wir bleiben bis Dunkelwerden in Fahrt. Ein
Regierungsdampfer gleitet ſtromab. Wir tauſchen den
Flaggengruß. Hart ſüdlich von Pointo Liska gehen
wir zur Ruhe.
Noch früher wie geſtern weckt uns heute die Dampf=
pfeife
der Citas‟ Der erwachende Tag zeigt uns die
gleiche Beſchaffenheit der Ufer. Parkähnlich treten ſaftig=
grüne
glatte Wieſenſtreifen an das Waſſer heran, über=
ragt
von Palmenterraſſen und dunklen Baumkronen.
Höher hinauf läßt das Wachstum nach. In weichen,
langen Linien begleiten uns kahle Bergmaſſen. Aus dem
ſpärlich wachſenden Gras ſchaut das braune Erdreich her=
vor
, nur von einzelnen kümmerlichen Bäumchen beſchattet.
Wir haben Trockenzeit. Die befruchtende Wirkung des
Fluſſes reicht nicht bis dort hinauf. Im weiten Bogen
umrunden wir die gefährlichen in den Strom vorſchießen=
den
üppig überwucherten Felsvorſprünge, an denen ſich
die Strömung in tauſend Strudeln und Trichtern rauſchend
bricht. Kleine Grasinſeln, Strauchwerk und entwurzelte
Bäume kommen dahergetrieben, peinlich von uns gemie=
den
. Hie und da ſchaut aus einer Lichtung oder von luf=
tigem
Höhenrücken das Blockhaus eines Europäers auf
den Fluß. Die kurz aufeinander folgenden, mitten aus
dem Kongo ragenden Elefanteilands drängen die Waſſer=
maſſen
noch enger zuſammen. Wir ſteigen langſamer.
Den ganzen Tag bleiben wir in gleichmäßiger Fahrt.
Schon ſpiegelt ſich das Abendrot im Kongo. Wir wollen
heute bis hart an Kwamouth hinan an der Kaſaimün=
dung
, alſo ſteuern wir in die Nacht hinein. Plötzlich
raucht der Motor. Ich werfe den Kuppelungshebel zurück
Kein Kühlwaſſer. Da tropft das Waſſer am Verſchluß
des Waſſerzufuhrrohres. Unwillkürlich tritt mir der
gleiche Moment auf dem Ngaſaſee vor die Seele, als die
Sarotti mit verſagendem Motor auf hohem Wellen=
kamme
hilflos ſchankelnd dem rollenden Wiegenſpiel des
Sees preisgegeben war. Schnell habe ich die Mutter an=
gezogen
. Zinko hält das Steuer. Die Citas iſt weit
voraus. Ich kuppele ein. Kurs auf die Citas! Ganze
Kraft. Näher und näher. Ein Tau ſchwirrt durch die
Luft. Wir bleiben einige Minuten längſeits der Citas
um dem Motor Kühlung zu gönnen, dann folgen wir
wieder mit eigener Kraft. Die Nacht ſenkt ſich ſchwarz
hernieder. Der Funkenregen der Citas weiſt uns die
Bahn. Die Strömung reißt am Steuer. Unſer Führer
fährt kreuz und quer. Das Hecklicht fehlt. Wir wiſſen
hier ragen Inſeln und Halbinſeln aus dem Fluſſe empor.
Wir wagen nicht mit ganzer Kraft zu fahren angeſichts
der Gefahr, aufzurennen. Wie ein Sumpflicht tanzt das
Leuchtfeuer der Funkenſäule vor uns hin und her, ſich
weiter und weiter entfernend vom Ufer nichts zu er=
ſpähen
, rings von ſchwarzen Wänden umgeben vor

uns in der Ferne unſer einziger Leitſtern als winziges
Pünktchen. Der Scheinwerfer würde uns mit ſeinem
blendenden Lichte auch dieſes letzte Richtzeichen entreißen.
Die Nerven ſind geſpannt Zinko zählt die Minuten.
Ich ſitze am Motor. Unſer Sierra Leone=Boy James
wirft das Loot. Der Koch Joſeph, ein kleiner Neukame=
runer
, hält Obacht, ob Kühlwaſſer fließt. Es iſt 8 Uhr.
Faſt zwei Stunden fahren wir nun ſchon durch die dunkle
Nacht. Sind wir Joch immer nicht am Ziel? Plötzlich
verſchwindet der Feuerſchein vor uns. Zinko fragt von
achter, ob wir Land ſehen. Da taucht hell ein neues Licht
aus dem Dunkel vor uns auf. Wir laufen darauf los:
Die Citas Sie hat angelegt. Der Kapitän hat für
das erlöſchte Funkenſignal des Schornſteins eine Lampe
für uns ausgeſetzt. Gott ſei gelobt, daß wir da ſind,
meint Zinko, das möchte ich nicht noch mal durch=
machen‟
Die Anſpannung der Sinne war derart, daß
wir nach einem kleinen Imbiß wie tot auf unſere Feld=
betten
fallen.
Hinter Kwamouth, dem belgiſchen Regierungss,
poſten an der Kaſai=Mündung, ſteigt die Morgenſonn=
empor
. Aus den auf der Höhe liegenden Häuſern kommen
die Europäer zum Fluß herab, um uns zu begrüßen, der
Chef du poſte mit ſeinem Stabe. Freundliche Geſichter
lachen uns entgegen unter den goldbetreßten geſchmack=
vollen
ſchwarzen Schirmmützen franzöſiſchen Herkommens.
Am Landungsplatz zieht ſich ein offenes Felölager hin
von mehreren hundert ſchwarzen Soldaten der Kongo=
leſentruppe
, die uns militäriſch grüßen. Wöhrend meine
Augen entzückt von dem herrlichen Landſchuftsbild über
den breiten Einfluß des Kaſai dahinſchweifen, erklärt man
mir, daß dieſe Truppen aus dem Kaſaigebiet nächſter Tage
mit Regierungsdampfer den Kongo aufwärts transpor=
tiert
werden ſollen bis zum Aruwimi, um dann über
Jrumu nach Lado zu marſchieren, nördlich des Albert=
Sces, wo die noch nicht regulierte Grenze zwiſchen dem
belgiſchen Kongo und dem engliſchen Uganda Anlaß zu
Streitigkeiten zwiſchen den beiden europäiſchen Macht=
habern
gäbe. Da wolle man gewappnet ſein und zöge
jetzt alle verfügbaren Truppen dort zuſammen. Wir
ſchlagen unſer Zelt am Ufer auf. Die Hygiama erhält
Maſt, Bugſpriet und Klüver. Der ſtarke Weſtwind ſoll
dem Motor zu Hilfe kommen. Wir hoffen, daß das Segel
die Strömung quitt macht. Während unſeres zweitägigen
Aufenthalts haben wir Gelegenheit, den lebhaften Damp=
ferverkehr
auf dem Kongo und Kaſai zu beobachten. Etwa
ein Dutzend Dampfer, von denen einer mir die freudige
Ueberraſchung des Wiederſehens mit dem Kommiſſär=
general
von Katanga, Monſieur Harfeld, bringt, paſſiert
in dieſer kurzen Spanne Zeit teils auf dem Kongo, teils
auf dem die gummireichſten Gebiete der Kolonie durch==

*) Eine Laſt 60 Pfund,

[ ][  ][ ]

Nummer 232.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.

Seite 3.

Umſtänden. Das Gericht erkannte auf die Mindeſtſtrafe
on 6 Monaten Gefängnis.
g. Strafkammer. Der 36jährige Maurer Georg
Biecker aus Dieburg wurde geſtern von der Strafkammer
wegen eines Sittlichkeitsverbrechens nach § 176,3 unter
Einbeziehung einer kürzlich wegen gleicher Straftaten er=
littenen
Gefängnisſtrafe von 1 Jahr 6 Monaten zu 1 Jahr
8 Monaten Gefängnis verurteilt. Der 32jahrige
Landwirt Georg Roßmann aus Klein=Bieberau, jetzt
in Böllſtein, iſt der Urkundenfälſchung angeklagt. Der An=
geklagte
lebt mit ſeiner Frau in Gütergemeinſchaft. Er
hatte bei der Bezirkskaſſe in Höchſt eine Hypothek über 600
Mark auf den Geſamtbeſitz der Eheleute erwirkt, die er am
19. Dezember 1911 erheben wollte. Die Frau hatte jedoch
ſchon vorher brieflich der Auszahlung widerſprochen und
gefordert, daß die Hypothek nur mit ihrer ausdrücklichen
Genehmigung ausbezahlt werde. Als nun der Ehemann
das Geld abheben wollte, verweigerte ihm der Rechner der
Kaſſe auf Grund dieſes Einſpruches die Summe. Roßmann
ſagte daraufhin, die Zuſtimmung ſeiner Frau ſei ſchon
unterwegs, wodurch ſich der Rechner dann bewegen ließ,
die Hypothek auszuzahlen. Am Tage danach kam dann der
Brief mit der Zuſtimmung der Frau bei der Bezirkskaſſe
an. Die Unterſchrift ſtellte ſich jedoch als gefälſcht heraus
und der Ehemann gab auf Vorhalt auch zu, die Fälſchung
begangen zu haben. Das Gericht verurteilte den Ange=
klagten
wegen verſuchten Gebrauchs einer gefälſchten Ur=
kunde
zu 2 Tagen Gefängnis. Der 51jährige Mak=
ler
Johann Kiß V. aus Viernheim iſt beſchuldigt, am
11. Juni den Metzger Johann Scherbel um 3 Mark be=
trogen
zu haben. Er hatte an jenem Tage zwei Schweine
einem anderen Metzger vermakelt und ſich auch am ſelben
Tage vom Zeugen Scherbel drei Mark für die Vermitte=
lung
dieſer bereits anderweitig vermakelten Schweine
geben laſſen. Er gab in der geſtrigen Verhandlung an,
er habe geglaubt, der erſte Käufer habe es nicht ernſt mit
dem Kauf gehalten, weshalb er die Schweine nochmals
verkauft habe. Eine Betrugsabſicht habe er nicht gehabt.
Das Gericht nimmt Notbetrug als vorliegend an, da ſich
der Angeklagte in bedrängten Verhältniſſen befand und
verurteilt ihn wegen Betrugs im Rückfalle zu 1 Monat
Gefängnis. Dieſe Strafe wird unter Einbeziehung
einer zurzeit vom Angeklagten zu verbüßenden Strafe von
8 Monaten zu einer Geſamtgefängnisſtrafe von 8 Mona=
ten
14 Tagen zuſammengezogen. Der 32jährige Mau=
rer
Phil. Pfenning III. aus Viernheim iſt der Gottes=
läſterung
beſchuldigt. Der Angeklagte, der ſich mit voll=
ſtändiger
Trunkenheit entſchuldigt und von den Vorgän=
gen
nichts mehr wiſſen will, hat am 18. März auf einer
Eiſenbahnfahrt nach Viernheim Gymnaſiaſten gegenüber
die von Mannheim nach Hauſe fuhren, gottesläſternde Re=
den
gebraucht, ſodaß dieſe Anſtoß daran nahmen. Das Ge=
richt
erkennt auf 3 Wochen Gefängnis. Der 18 jäh=
rige
Taglöhner Peter Kriſt aus Viernheim iſt am 6. März
in eine in der Nähe von Viernheim gelegene, nicht mhr
im Betrieb befindliche Ziegelei eingedrungen und hatte dort
zwei ſchwere Formen im Werte von 25 Mark mitgenom=
men
. Er hatte das verſchloſſene Tor aufgebrochen und
mit einem kleinen Wagen die Formen weggebracht. Der
Angeklagte gibt zu, den Diebſtahl beabſichtigt zu haben,
will aber nicht gewußt haben, daß es ſtrafbar ſei, da die
Ziegelei ſchon lange außer Betrieb ſei. Verſchloſſen ſei
das Tor nicht geweſen. Das Gericht erachtet einfachen
Diebſtahl als vorliegend, da durch die Beweisaufnahme
nicht feſtgeſtellt werden konnte, ob das Tor verſchloſſen war
oder nicht. Es verurteilte deshalb den Angeklagten zu
1 Woche Gefängnis.
Vom Großh. Hoftheater. Die heutige Aufführung
von Webers Freiſchütz findet als 20. Abonnementsvor=
ſtellung
, Buchſtabe C5, ſtatt. Die muſikaliſche Leitung des
Abends hat Kapellmeiſter Lert. Es gelten die kleinen
Preiſe. Der Anfang von Kriemhilds Rache die mor=
gen
als 21. Abonnements=Vorſtellung, Buchſtabe A 6, in
Szene geht, iſt auf 7½ Uhr angeſetzt. Dieſe erſte Wieder=
holung
des für Darmſtadt neuen Schluſſes der grandioſen
Hebbelſchen Nibelungen=Tragödie wird zu kleinen Prei=
ſen
veranſtaltet. Am Freitag wird Offenbachs burleske
Operette Die ſchöne Helena erſtmalig wiederholt (22.
Abonnementsvorſtellung, Buchſtabe D5). Der große Er=

folg der Novität, die auch die Aufmerkſamkeit weiterer
Kreiſe außerhalb Darmſtadts erregt hat, iſt von der bril=
lanten
Interpretation herzuleiten, die dem eſpritvollen
Werke von ſeiten unſeres Hoftheaters zuteil wurde. Am
Samstag kommt zum erſten Male in dieſer Spielzeit
Schiller zu Wort. Dieſer Abend bringt Wilhelm Tell in
vielfach neuer Beſetzung der Hauptrollen.
* Die Grundbuchanlegung in Heſſen. In 96 von 1134
heſſiſchen Gemarkungen war am 1. September d. J. das
reichsrechtliche Grundbuch noch nicht angelegt. Inzwiſchen
iſt noch eine weitere Gemarkung angelegt worden, ſo daß
95 noch nicht angelegte Gemarkungen verbleiben. Hiervon
liegen 13 in Starkenburg, 53 in Oberheſſen, 29 in Rhein=
heſſen
. Von den 95 noch nicht angelegten Gemarkungen
ſind 31 in der Anlegung begriffen, darunter Gießen, wo
6 Fluren bereits angelegt ſind, und Darmſtadt. Von den
größeren Städten ſind nur Mainz und Worms bereits mit
dem neuen Grundbuch verſehen. In Offenbach hat die
Anlegung noch nicht begonnen. In Starkenburg ſind von
22 Amtsgerichtsbezirken in 12, in Oberheſſen von 20 in 8,
in Rheinheſſen von 11 in 2 alle Grundbücher angelegt. In
29 Gemarkungen mußten einzelne Grundſtücke, vielfach Si=
multankirchen
, von der Anlegung ausgenommen werden.
Bis ſämtliche Gemarkungen angelegt ſind, werden voraus=
ſichtlich
nach 56 Jahre vergehen. Die jetzt noch vorhan=
denen
Hinderniſſe beſtehen lt. Heſſ. Rſpr. zumeiſt darin,
daß Vermeſſungen oder Feldbereinigungen im Gange ſind.
Bis jetzt hat die Grundbuchanlegung faſt 3 Millionen ge=
koſtet
.
Nachtrag zur Tagesordnung für die Sitzung der
Stadtverordneten=Verſammlung am 3. Oktober 1912. 18.
Maßnahmen gegen die Fleiſchteuerung.
* Alice=Frauen=Verein für Krankenpflege im Großher=
zogtum
Heſſen. Der 27. September geſtaltete ſich zu einem
für den Alice=Frauen=Verein bedeutungsvollen Tage. In
der an dieſem Tage abgehaltenen Sitzung des Zentral=
komitees
teilte die dermalige Präſidentin des Vereins,
Ihre Großh. Hoheit Prinzeſſin Ludwigvon Bat=
tenberg
, dem Zentralkomitee mit, daß ſie dieſes Amt,
daß ſie nahezu 3 Jahrzehnte lang bekleidete, niederzulegen
beabſichtige, und daß Se. Königl. Hoheit der Großherzog
die Großherzogin Eleonore von Heſſen zur
Präſidentin des Alice=Frauen=Vereins für Kranken=
pflege
ernannt habe. Ihre Großh. Hoheit Prinzeſſin
Viktoria hat das Amt einer Präſidentin des Alice=Frauen=
Vereins im Jahre 1883, bei Einweihung des Alicehoſpi=
tals
, übernommen, und die Leitung des Vereins ſeitdem
mit ſeltener Umſicht und Pflichttreue geführt. Es würde
zu weit führen, hier im einzelnen auf die großen Verdienſte,
die ſich Ihre Großh. Hoheit Prinzeſſin Viktoria um den
Alice=Frauen=Verein erworben hat, einzugehen. Einer
beſonderen Fürſorge der hohen Präſidentin erfreuten ſich
die Kranken des Alicehoſpitals und die Schweſtern des
Vereins, deren Stellung in materieller und ethiſcher Hin=
ſicht
zu fördern, die hohe Frau in jeder Weiſe beſtrebt war.
Für den Wunſch der hohen Frau, aus ihrer Stellung als
Präſidentin des Alice=Frauen=Vereins zu ſcheiden, mag
wohl in der Hauptſache der Gedanke beſtimmend geweſen
ſein, daß es ihr infolge ihres den größten Teil des Jahres
umfaſſenden Aufenthaltes im Ausland in den letzten
Jahren nicht mehr möglich war, die Leitung der Vereins=
geſchäfte
perſönlich aus der Nähe zu verfolgen. Ihre
Großh. Hoheit Prinzeſſin Viktoria von Battenberg wird
durch die Uebernahme der Würde einer Ehrenpräſidentin
auch fernerhin mit dem Alice=Frauen=Verein, der ihr ſo
viel zu verdanken hat, verbunden bleiben. Ihre Königl.
Hoheit die Großherzogin Eleonore von Heſſen hatte das
Amt einer Präſidentin des Alice=Frauen=Vereins für
Krankenpflege auf den Wunſch ihrer hohen Schwägerin
bereits vor ungefähr Jahresfriſt vertretungsweiſe über=
nommen
. Es iſt bekannt, mit welcher Hingebung Ihre
Königl. Hoheit ſich den Aufgaben ihres fürſtlichen Berufs
widmen. Dies hat die hohe Frau auch in der Leitung
der Geſchäfte des Alice=Frauen=Vereins bewieſen, indem ſie
den großen Zielen und Aufgaben des Roten Kreuzes, wie
auch ſcheinbar unbedeutenden Angelegenheiten des Ver=
eins
gleiche Fürſorge und Aufmerkſamkeit zuwendete. Man
wird dem Entſchluß Seiner Kgl. Hoheit des Großherzogs
der ſeine hohe Gemahlin an die Spitze des Alice=Frauen

Vereins für Krankenpflege geſtellt hat, im ganzen Heſſen=
lande
Gefühle der Dankbarkeit entgegenbringen. Mögen
dem Alice=Frauen=Verein unter der huldvollen Leitung
Ihrer Königl. Hoheit der Großherzogin glückliche Tage be=
ſchieden
ſein, möge der Verein blühen und gedeihen und ſich
fortentwickeln im Sinne ſeiner hohen Begründerin.
* Der Heſſiſche Landeslehrerinnenverein ſchreibt uns:
Das Verſicherungsgeſetz für Angeſtellte vom 20. Dezember
1911 ſtellt den Zwang zu einer Alters=, Invaliditäts= und
Hinterbliebenen=Verſicherung für Privatlehrerinnen (d. h.
Lehrerinnen an Privatſchulen, Muſik=, Zeichen=, Haushal=
tungs
=, Handarbeitslehrerinnen, Kindergärtnerinnen),
desgl. für Hausbeamtinnen und andere weibliche An=
geſtellte
feſt. Nach § 170 ſind deren Arbeitgeber zur Zah=
lung
der Hälfte der Beiträge verpflichtet. Das neue Geſetz
tritt mit dem 1. Januar 1913 in Kraft und gewährt eine
Invalidenrente, ein Heilverfahren und eine Altersrente
vom 65. Jahre an. Alle Lehrerinnen, die ein Berufsein=
kommen
bis zu 5000 Mark haben, ſind verſicherungspflich=
tig
. Einnahmen an Zinſen und dergleichen befreien nicht
von der Verſicherung; berufsunfähige oder über 60 Jahre
alte Lehrerinnen ſind von der Verſicherungspflicht frei.
Durch § 14 des neuen Geſetzes iſt nun der Allgemeinen
Deutſchen Penſionsanſtalt für Lehrer und Lehrerinnen in
Berlin die Möglichkeit gegeben, alle deutſchen Privatlehre=
rinnen
aufzunehmen und die Anſtalt an die Seite der
Reichsverſicherungsanſtalt als Reichserſatzkaſſe zu ſtellen.
Es wird deshalb die genannte bewährte Anſtalt neben
ihren alten Einrichtungen eine neue Abteilung gründen, die
genau mit den Forderungen des Reichs=Angeſtellten= Ver=
ſicherungsgeſetzes
übereinſtimmt, und ihre Mitglieder haben
die Gewähr, daß ihre Ruhegehalts= und Invaliditätsver=
hältniſſe
lediglich durch ſach= und fachkundige Perſönlich=
keiten
, durch Männer und Frauen zu gleichen Rechten be=
urteilt
werden. Um die betreffenden Verſicherungspflichti=
gen
in Darmſtadt und Umgebung genau bekannt zu machen
mit den näheren Beſtimmungen des Geſetzes, ſowie mit
den Leiſtungen und Vorteilen der Penſionsanſtalt, laden
der Darmſtädter Lehrerinnenverein ſowie die Muſikgruppe
Darmſtadt alle Beteiligten für Freitag, den 4. Oktober 1912,
abends 8 Uhr, zu einer Verſammlung im Feſtſaal der
Ludwig=Oberrealſchule (Kapellplatz) ein. Hier ſollen durch
ſachverſtändige Perſönlichkeiten ſowohl die Einrichtungen
der Reichs=Angeſtellten=Verſicherung wie die Leiſtungen der
Penſionsanſtalt einer eingehendeen Beſprechung unterzogen
werden.
* Eine neue Arbeit von Profeſſor Riegel. Herr Pro=
feſſor
Ernſt Riegel hat eine Bibel gefertigt, die für
die Hof= und Domkirche St. Blaſii in Braunſchweig be=
ſtimmt
und von Seiner Hoheit Johann Albrecht, Herzog
zu Mecklenburg, Regent des Herzogtums Braunſchweig,
geſtiftet iſt. Das Prachtwerk iſt Wilhelminenſtraße Nr. 25
bei der Hofmöbelfabrik Joſeph Trier ausgeſtellt. Die
Bibel iſt in Pergament gebunden. Die Metall=Auflagen
ſind Silber, vergoldet, zum Teil emailliert, zum Teil mit
Filigran, verſchiedenfarbigen Tunnalinen, Amethyſten und
Rauchtopaſen beſetzt. Das Kreuz im Mittelfeld ruht auf
einer Elfenbeinplatte. Die Buchbinderarbeiten ſind von
Herrn Wilhelm Fornoff, Buchbinder in Nieder=Ramſtadt,
ausgeführt. Die Bibel iſt von Herrn Profeſſor Ernſt
Riegel, Darmſtadt, entworfen und ausgeführt. Sie wurde
auf Wunſch des Regenten im romaniſchen Stil gehalten.
Verpachtung der Hofjagden. Geſtern nachmittag
fanden im Fürſtenſaal hierſelbſt die öffentlichen Verpach=
tungen
verſchiedener Hofjagden durch das Großh.
Hofjagdamt, das durch Herrn Hoſjägermeiſter van der
Hoop vertreten war, ſtatt. Es hatte ſich eine große
Zahl Pachtluſtiger eingefunden, doch blieben die Gebote
hinter den Erwartungen, vielfach auch hinter den Taxen,
zurück. Namentlich bei den größeren Jagden war dies
der Fall, während einige kleinere Jagden ganz annehm=
bare
Gebote erzielten. In Nachſtehendem geben wir die
erzielten Höchſtgebote bekannt: 1. von Harras 152ha,
2. von Harras Trieſch 188 ha, erzielten merkwürdiger
Weiſe garkein Gebot; 3. Eichwäldchen 78 ha, bei Darm=
ſtadt
=Griesheim, 501 Mk.; 4. Faulbruch 173 ha, bei Sta=
tion
Erzhauſen, 660 Mk.; 5. Koberſtadt 357 ha, bei Egels=
bach
, 1220 Mk.; 6. Frankenſtein 253 ha, bei Eberſtadt, 380
Mark; 7. Darsberg 80 ha, 280 Mk.; 8. Felsberg 61 ha,
200 Mk., beide bei Jugenheim (Bergſtraße); 9. Burgwald

fließenden Kaſai. Ein halbverweſter Elefant kommt den
Kaſai herabgetrieben, den die Kongoleſen auffiſchen und
verzehren. Wir bekommen auch unſer Teil von ab: Ein
ekelerregender Aasgeſtank verbreitet ſich in unſerem unter
Wind liegenden Zeltlager, von den Feuern der Soldaten
ausgehend an denen die Waſſerleiche des Dickhäuters ge=
röſtet
wird. .
Am Vormittag des 12. Juli ſetzen wir ohne Es=
korte
unſere Fahrt im Kanal fort. Die Citas iſt in
den Kaſai eingebogen. Windſtille liegt über der glatten
Fläche des Kongo Wenn Kalkulators in die Bohm=
blut
ziehen, ſagt das ſtrenge Familienoberhaupt: Olle,
vergiß das Parapluie nicht, auf daß wir ſchönes Wetter
haben! Unſer Segel bleibt gerafft. Die Uferhöhe
nimmt ſichtlich ab. Breite und Stromgeſchwindigkeit blei=
ben
unverändert. Mehrere Dampfer begegnen uns. Ja=
mes
holt die kleine Flagge am Bambusmaſt nieder. Dröh=
nend
erſchallt der Gegengruß. Die Paſſagiere ſtehen back=
bord
und winken luſtig herüber zu dem kleinſten Boot,
das jemals den Kampf gegen den gewaltigen Kongo ge=
wagt
. Am linken Ufer wehen Belgiens ſchwarzgelbrote
Farben im Winde. Zwei niedliche Europäerhäuſer laden
zur Raſt für die Nacht: die Telegraphenſtation Bali, 35
Kilometer oberhalb Kwamouth. Am Morgen geht Zinko
zum erſtenmal auf Pirſch, um etwas für unſere Küche zu
ſchießen, und kehrt mit zwei Krickenten heim. Als wir
ſtarten wollen, haben wir die erſte Panne. Der die Schutz=
haube
des Glühkopfes haltende Bolzen bricht. Wir wollen
den Reſerveglühkopf aufſetzen, doch iſt es unmöglich, die
Muttern der Bolzen zu löſen, welche den Glühkopf durch
einen Ring auf dem Zylinder feſthalten. Mit Geduld und
Oel gelingt es uns endlich, die Muttern zu löſen. Die
Gewinde ſind hin. Ein Bolzen iſt gebrochen. Das Ge=
winde
eines Bolzen iſt völlig unverſehrt. Wir ſchließen
daraus, daß die Grade=Motorenwerke entweder einen
alten Motor geliefert haben oder die Muttern mit Gewalt
von unberufener Hand aufgeſetzt worden ſind.
Nachdem wir ſtundenlang Gewinde gefeilt, ſtoßen
wir endlich mittags von Bali ab. Der Motor arbeitet
gut. Wir fahren 10 Kilometer die Stunde. Aus Pal=
men
und Bananen lugt die blumenumrankte Miſſions=
ſtation
Tſchumbiri, von Urwaldrieſen beſchattet. Die
niedergehende Sonne beſcheint unſer Ziel Sandy=
Beach, wo die hydrographiſche Expedition des belgiſchen
Gouvernements mit zwei Dampfern und einem Dutzend
Europäern ſtationiert iſt. Wir werden, wie überall von
den Belgiern, aufs gaſtfreundlichſte empfangen. Noch
in dieſem Jahre gelangt die fertige Flußkarte des Kongo
zur Ausgabe, ſo daß die neu heraufkommenden Fluß=
dampferkapitäne
nicht mehr auf ihre ſchwärzen Steuer=
leute
angewieſen ſind. Einer der Herren zeichnet uns
aus der Kopie eine Ekizze unſerer Fahrtroste, die ams

heute den Piloten erſetzt. Die erſten 10 Kilometer ſind
rote und ſchwarze Bojen gelegt, dort, wo der durch
mehrere Inſeln geteilte Kanal ſich ſeeartig erweitert und
wandernde Sandbänke aufweiſt. Die Stromgeſchwindig=
keit
fällt auf 3 Kilometer und tiefer, ſo daß wir die 40
Kilometer bis Bolobo trotz fortwährenden Kreuz= und
Querfahrens in vier Stunden glatter Fahrt zurücklegen.
Bolobo iſt Regierungspoſten und Sitz einer engliſchen
Miſſion, welche hier unter einem Arzt ein Hoſpital unter=
hält
. Hier wird ein flußkundiger Schwarzer als Lotſe
angenommen, da die Orientierung auf dem bis zu
25 Kilometer Breite annehmenden Kongo durch die
zahlreichen Inſeln außerordentlich erſchwert wird. Der
Wind ſtrafft den Klüver, als wir am Vormittag des
16. Juli an den idylliſch gelegenen Hütten von Bolobo
vorübergleiten. Unſer Pilot hält an der belgiſchen Seite
hart am Ufer aufwärts, das franzöſiſche Ufer iſt nicht zu
erſpähen. Im Vergleich zu dem armbevölkerten Kanal
folgt jetzt Dorf auf Dorf. Die Eingeborenen, Batende,
ſtehen am Waſſer, uns lange mit ihren Blicken verfol=
gend
. Der Kongo iſt hier wieder für Kanoes fahrbar,
die im Schatten der Laubmauer träge am Sand liegen.
Die inſelreiche Zone des Kongo, bei Sandy=Beach be=
ginnend
, behält den gleichen Charakter bis hinauf nach
den Stanleyfällen, welche die regelmäßig verkehrenden
Dampfer vom Stanley=Pool aus in drei Wochen er=
reichen
. Vom hohen Landvorſprung winkt das Kamp
von Yumbi. Eine ſchnurgerade Palmenreihe führt vom
Fluß hinauf, in eine düſtere Allee alter Mangobäume
mündend, welche die verandenumgebenen Europäer=
häuſer
beſchatten. Yumbi, einſt große Kongoleſen=
garniſon
, iſt jetzt tot. Zwei Europäer verſehen den Ver=
waltungsdienſt
. Wir erhalten für die Nacht eine ganze
Villa zur Verfügung. Am Morgen kommt einer der Ein=
geborenenchefs
, die große Regierungsmedaille, das Zei=
chen
ſeiner Würde, um den Hals, mit zahlreichem Ge=
folge
zur Station, um die Steuern ſeiner Untertanen
12 Franken pro Kopf abzuliefern. Obwohl die Kul=
tur
durch die Verwaltung und den Dampferverkehr unter
den Batende Jahrzehnte lang ihren Einfluß geltend ge=
macht
, wie man an der europäiſchen Kleidung der
Schwarzen und dem Verfall der Volkseigentümlichkeiten
feſtſtellen kann, hat ſich in dieſem Volke das patriarcha=
liſche
Syſtem erhalten, daß das Haupt der Familie allen
Beſitz für ſich allein beanſprucht. Die Bevölkerung geht
erſchreckend zurück. Die Schlafkrankheit, welche hier weite
Landſtriche verſeucht, tut noch das ihrige zur Verminder=
ung
der Volkskraft.
Unſer Bolobo=Pilot kehrt von Yumbi zu ſeinem
Wigwam zurück. Der Telegraphiſt von Yumbi, Mon=
ſieur
Blondiau, welcher von ſeinen Inſpektionsreiſen
längs der im urterſtellten Telegraphenlinig bis an dem

80 Kilometer entfernten Morebu das Fahrwaſſer kennt,
begleitet uns. Sein Stahlboot mit der Mannſchaft wird
ins Schlepptau genommen. Wir wollen heute Morebu
erreichen, da der Sumpf des Ufers und der Inſeln keine
Möglichkeit zulaſſen, Lager zu ſchlagen. Die ganze
Gegend iſt menſchenleer. Elefanten, Nilpferde und Scha=
ren
von Reihern beleben in der Regenzeit dieſes Laby=
rint
von Baum= und Boraſſusinſeln, Sandbänken und
Papyroseilands. An Nilpferden und Krokodilen man=
gelt
es auch jetzt nicht. Schnaubend und puſtend tauchen
die Hippos rings um die Hygiama auf. Die drei=
eckigen
, bräunlichen Ziele der Krokodilſchädel treiben wie
leblos an der Mauer von Farren und Strauchwerk ent=
lang
. Das Stahlboot vermindert unſere Fahrt derart,
daß wir unſer Ziel heute nicht mehr erreichen und vor
Morebu im Krick übernachten. Die Hippos geben durch
lautes, ſtoßweiſes Grunzen ihren Unwillen über die
Störung ihres einſamen Friedens kund in ihrem ſonſt
unbeſtrittenen Reiche. Die Dampferroute führt zirka 25
Kilometer vom belgiſchen Ufer an der franzöſiſchen Seite
entlang.
Nur zwei Stunden Fahrt, und die Telegraphen=
ſtation
Morebu, auf freiem Plane hart am. Ufer ſauber
aufgebaut, hebt ſich gegen den dunklen Hintergrund des
Urwaldes ab. Die Station wird jetzt durch einen
Schwarzen verwaltet, da bereits zwei Europäer kurz
hintereinander dem mörderiſchen Klima erlagen. Die
Schlafkrankheit hält hier reiche Ernte. Die verderbliche
Fliege iſt hier ganz beſonders aufdringlich. Noch mehr
haben wir jedoch, trotz der uns umgebenden, vom Motor
ausgehenden Petroleumatmoſphäre, unter den Stichen
dieſer Schlafkrankheitsfliege zu leiden, als wir nach
zweitägiger Raſt in Morebu, wo Boot und Motor einer
gründlichen Reinigung unterzogen werden, den Kongo
kreuzen. Aufgehalten durch einen in jetziger Jahreszeit
vollkommen programmwidrigen Regen, kommen wir erſt
gegen mittag des 19. Juli in Fahrt. Das Canoe unſe=
res
in Morebu angenommenen Piloten liegt langſeit.
Der Schwarze ſteuert hart an den unbewohnten Inſeln
entlang. Schwärme von Schlafkrankheitsfliegen ſtürzen
ſich blutdürſtig auf uns und unſere Boys. Trotz der
Hitze ziehen wir unſere Jacken über und ſchlagen die
Kragen hoch. Durch ein ganzes Inſelreich windet ſich
die Hygiama drei Stunden lang in voller Fahrt hin=
über
nach dem franzöſiſchen Kongo und gleitet dann
ſtromab an der deutſchen Sſangamündung vorüber nach
dem franzöſchen Moſſaka an der Mündung des Likuala,
wo wir unſere letzte Heimatspoſt für lange Zeit zurück=
laſſen
, ehe wir im Sſanga durch Neukamerun hinauf=
fahren
.

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.

Nummer 232.

111 ha, bei Auerbach (Bergſtraße), 400 Mk.; 10. Schönauer
Hof 216 ha, Feld bei Biſchofsheim 600 Mk.; 11. Sens=
felder
Hardt mit Hoffeld 24 ha Wald, 65 ha Feld, bei
Wixhauſen, 500 Mk.; 12. Sensfelder Tanne Hegberg, Krä=
ſee
340 ha, bei Egelsbach=Mörfelden, 1560 Mk.; 13. Wieſen=
tal
, Groß=Gerauer Wald 730 ha, bei Mörfelden=Groß=
Gerau, 2100 Mk.; 14. Mitteldick 1295 ha, unmittelbar bei
Station Sprendlingen und Halteſtelle Mitteldick, 5020
Mk.; 15. Forſtwald 1089 ha, bei Station Dieburg und Alt=
heim
, 5100 Mark.
* Sonderzüge für die Ausſtellung Der Menſch (mit
doppelter Ermäßigung). Am Sonntag, den 6. Oktober,
fährt ein Sonderzug 3. Klaſſe mit Fahrpreis= und Ein=
tritts
=Ermäßigung für jedermann von Heidelberg ab
9,00 Uhr vorm. nach Darmſtadt. Fahrpreis 3. Klaſſe von
Heidelberg und zurück einſchließlich Eintrittsbillett für
die Ausſtellung 2,90 Mk. Andere Stationen entſprechend
weniger. Rückfahrt 8,54 Uhr nachmittags. Am glei=
chen
Tage fährt ein Sonderzug 3. Klaſſe mit Fahrpreis=
und Eintritts=Ermäßigung für jedermann von Gießen
ſab 8,15 Uhr vorm. nach Darmſtadt. Abfahrt von Frank=
furt
-Bockenheim um 9,55 Uhr vormittags. Fahrpreis
3. Klaſſe von Gießen und zurück einſchließlich Eintritts=
billett
für die Ausſtellung 4,10 Mk. Rückfahrt 6,59 Uhr
nachmittags.
Der Richard Wagner=Verein veröffentlicht im
Anzeigenteil dieſer Nummer ſein Programm für die
zweite Hälfte des Vereinsjahres 1912. Der Verein, der
in den letzten Wochen bereits wieder eine große Zahl
von Neueintritten zu verzeichnen gehabt hat, eröffnet
ſeine Wintertätigkeit am 24. Oktober mit einem Kammer=
muſikabend
, für den kein Geringerer als der geniale
rufſiſche Geiger Alexander Petſchnikoff gewonnen worden
iſt, der Darmſtadt lange Jahre fern geblieben war. Er
wird hier zuſammen mit ſeiner Gattin, der trefflichen
Geigerin Lilly Petſchnikoff, J. S. Bachs D-moll=Konzert
für 2 Violinen und Chriſtian Sindings Serenade op. 56,
Nr. 1 für 2 Violinen zum Vortrag bringen und als
Soloſtück u. a. Guſtav Erneſts effektvolles Konzert in
D-moll ſpielen. Als Pianiſt des Abends wird ſich der
Klaviervirtuoſe Willy Pardas dem Darmſtädter Publikum
erſtmalig vorſtellen. Als zweite Veranſtaltung folgt
dann am 7. November die in großem Stile gedachte
Feier des Jubiläums des 200. Vereinsabends, wofür
die Meininger Hofkapelle unter Dr. Max Regers Leitung
ihre Mitwirkung zugeſagt hat. Sie wird an dieſem
Abend u. a. ihre Glanznummer, Beethovens Eroika,
vortragen und uns mit einem neuen Orcheſterwerke
ihres Dirigenten, einer Romantiſchen Suite bekannt
machen, der drei Gedichte von Joſeph von Eichendorff
zugrunde gelegt ſind.
* Walderholungsſtätte. Anläßlich des Todestages
des um die hieſigen Walderholungsſtätten ſehr ver=
dienten
Kommerzienrats Langenbach haben die Ge=
ſchwiſter
Langenbach dem Verein Walderholungsſtätte
in hochherziger Weiſe eine Spende von 100 Mk. über=
wieſen
.
* Vortrag. Profeſſor Dr. Fr. W. Förſter aus
Zürich, der durch ſeine viel geleſenen, zum Teil aber
auch viel angeſeindeten Schriften über religiöſe und päda=
gogiſche
Fragen weltbekannt geworden iſt, wird Mitt=
woch
, den 9. Okt., abends, im Kaiſerſaal einen
öffentlichen Vortrag über Moderne Er=
ziehungslehren
in kritiſcher Beleuchtung
halten. In der Annahme, daß ſich viele unſerer Leſer für
das Thema ſowohl wie für den Redner intereſſieren dürf=
ten
, machen wir jetzt ſchon auf den Vortrag aufmerkſam.
Am darauffolgenden Donnerstag ſpricht Dr. Förſter auf
dem 3. Deutſchen Jugendgerichtstag in Frankfurt a. M.
über Strafe und Erziehung, Sühne und Beſſerung.
g. Vom Griesheimer Truppen=Uebungsplatz. Auf
dem Griesheimer ſind im Laufe des geſtrigen Tages
die Truppenteile eingetroffen, die als Grund=
k
für das neu zu bildende Artillerie=Regiment Nr. 84
4 Straßburg dienen ſollen, nämlich die erſte Batterie des
Feldartillerieregiments Nr. 27 in Mainz, die dritte Bat=
terie
vom Artillerieregiment Nr. 63 in Frankfurt= Bocken=
heim
und die 6. Batterie vom Artillerieregiment Nr. 51
in Straßburg. Die Truppen bleiben ſo lange auf dem
Uebungsplatz in Quartier, bis die für ſie vorgeſehenen
Kaſernements in Straßburg fertiggeſtellt ſind. Eben=
falls
iſt geſtern die neu gebildete Fliegertruppe,
Standort Truppenübungsplatz Darmſtadt, zuſammen=
getreten
.
* Schlittſchuhklub=Sportverein. Das interne
Herbſt=Lawn=Tennis=Turnier nahm einen
ſehr ſchönen, in ſportlicher und geſelliger Beziehung
durchaus befriedigenden Verlauf und konnte am Montag
abend gegen 6 Uhr bis auf eine Konkurrenz zu Ende ge=
führt
werden. Die Beteiligung war eine gute und eine
große Zahl ſehr ſpannender Spiele iſt in den Turnier=
tagen
zum Austrag gekommen. Auch die Jugend hat ſich
eifrig betätigt und durch ſchöne Fortſchritte gezeigt, daß

ſie bemüht iſt, unſeren beſten Spielerinnen und Spielern
nachzuſtreben. Bei günſtiger Witterung wird am
Sonntag, den 6. ds. Mts., noch ein Städtewettſpiel
Mannheim gegen Darmſtadt auf dem Sport=
platze
des Schlittſchuhklub=Sporkvereins ſtattfinden. Auf
jeder Seite werden etwa 6 Damen und 10 Herren ſpie=
len
und manch heißer Wettkampf ſteht bevor. Alle
Freunde des Klubs und des ſchönen Tennisſportes ſind
als Zuſchauer willkommen.
* Altersturnen. Die Turngemeinde Darm=
ſtadt
, Vereinshaus Woogsplatz, beginnt am Freitag,
den 4. Oktober mit den Uebungen der Altherrenriege
für das Winterhalbjahr 1912/13. Die Uebungen finden
Montags= und Freitags von 6½8 Uhrabends
im großen Turnſaal, der allen hygieniſchen Anforderun=
gen
entſpricht, unter der Leitung erfahrener älterer Vor=
turner
ſtatt. Es wechſeln neuzeitliche, vorzüglich durchge=
bildete
und den ganzen Körper heranziehende Freiübun=
gen
mit ebenſo zweckmäßigen, dem Alter angepaßten
Gerätübungen ab. Turneriſche Fähigkeiten brauchen neu=
eintretende
Herren nicht mitzubringen. Von dem Gedanken
ausgehend, daß der ältere Mann ſich durch vernünftig be=
triebene
Leibesübungen geſund und jung erhalten kann,
iſt es das Streben der Turngemeinde, Freude und Geſund=
heit
den Teilnehmern zu vermitteln und ſo zum Lebens=
glück
des Einzelnen und der Familie beizutragen. Neu=
anmeldungen
werden an den Uebungsabenden entgegen=
genommen
; auch iſt geſtattet, an den Uebungen probeweiſe
teilzunehmen.
* Gartenbanverein Darmſtadt. Nächſten Don=
nerstag
findet eine Monatsverſammlung ſtatt. Näheres
iſt im Anzeigenteil erſichtlich.
* Geſellſchaft Columbia. Man ſchreibt uns:
Am Samstag, den 5. Oktober, feiert die Geſellſchaft
Columbia im Mathildenhöhſaal ihr drittes Stiftungs=
feſt
. Das ſehr ſchön und abwechſelungsreich zuſammen=
geſtellte
Programm, an welchem auch die Turnmann=
ſchaft
(Vorführungen am Reck) und die Damenriege
(Fahnenſchwingen) der Turngeſellſchaft Darmſtadt und
Herr Philipp Mechler, Salonhumoriſt, ihre Beteiligung
zugeſagt haben, verſpricht einen angenehmen und genuß=
reichen
Abend. Die Muſik wird von der Kapelle des
Garde=Dragoner=Regiments Nr. 23 ausgeführt. (Siehe
Anzeige.)
* Obſt=, Gemüſe= und Kartoffelmarkt, verbunden
mit Obſt= und Gemüſe=Ausſtellung, vom 12.
bis 14. Oktober, in den Saal= und Gartenräumen der
Brauerei Zum Schützenhof. Wie alljährlich findet
auch heuer der Obſt= Gemüſe= und Kartoffelmarkt ſtatt.
Der Zweck der Veranſtaltung iſt, gute und preiswürdige
Produkte, ſowie hervorragende Leiſtungen zur Anſchauung
und zum Angebot zu bringen, den Konſumenten Gelegen=
heit
zu geben, gut und zu annehmbarem Preiſe einzukau=
fen
. Der Obſtmarkt nebſt Ausſtellung insbeſondere be=
zweckt
, das Intereſſe am Obſtbau, Obſtgenuß und an der
Obſtverwertung zu fördern und ſolches in weitere Kreiſe
auch der ſtädtiſchen Bevölkerung zu tragen. Zu dem Obſt=,
Gemüſe= und Kartoffelmarkt wird zugelaſſen: a) ſor=
tiertes
Tafelobſt, b) gepflücktes Wirtſchaftsobſt, e) gewöhn=
iches
Wirtſchafts= und Moſtobſt, d) gedörrte und einge=
kochte
Obſtfrüchte, Obſt= und Beerenwein, Obſtbranntwein,
Obſtliköre, Mus, Marmelade, Gelee uſw., e) Speiſekartof=
feln
(insbeſondere auch Salatkartoffeln), k) gedörrtes Obſt,
g) Gemüſe (friſch), h) getrocknetes Gemüſe, i) Gegenſtände
zur Verpackung und Aufbewahrung von Obſt und Obſt=
konſerven
. Der Verkauf geſchieht, für Obſt hauptſäch=
lich
, verpackt in Körben, Kiſten, Fäfſern oder nach Proben
auf Telleru, welche bei Obſt mindeſtens 2 Kg., bei Kartof=
feln
mindeſtens 5 Kg. wiegen. Alle für das Unternehmen
beſtimmte Gegenſtände ſind unter Benutzung des Melde=
zettels
bis ſpäteſtens 10. Oktober, nachmittags 5 Uhr,
unter der Adreſſe: Herrn F. Röth, Roßdörferſtr. Nr. 17.
anzumelden. Später eingehende Meldungen können nur
ſoweit noch verfügbarer Platz vorhanden iſt Berückſichti=
gung
finden. Eine Erhöhung der Preiſe im Laufe des
Markles iſt unſtatthaft. Anmeldeformulare ſind von Herrn
F. Röth zu beziehen.
* Beginn der Spielſaiſon 1912/13 im Orpheum. Es
wird nochmals auf die heute beginnende Spielzeit 1912/13
des Orpheums aufmerkſam gemacht.
* Das bekannte, ſchnell beliebt gewordene rote
Darmſtädter Fahrplanbuch iſt in wiederum
erweiterter Ausſtattung und Ergänzung erſchienen und
zum Preiſe von 20 Pfg. an den gewohnten Verkaufs=
ſtellen
zu haben: Ein großer Vorzug des Darmſtädter
Fahrplanbuches iſt bekanntlich, daß zum Auffinden eines
Anſchluſſes kein langes Blättern und Suchen auf ver=
ſchiedenen
Seiten notwendig iſt, vielmehr iſt auf der
Seite, die die Station enthält, nach der man fahren
will, auch der Anſchluß, ſowie die Ankunfts= und Ab=
fahrtszeiten
in und von Darmſtadt verzeichnet. Das
praktiſche rote Fahrplanbuch hat ſich, ſeit ſeinem
Beſtehen dauernd beſſer und reichhaltiger ausgeſtaltet,

ohne dadurch an Ueberſichtlichkeit einzubüßen, in der
Praxis in jeder Beziehung bewährt, ſo daß es als Nach=
ſchlagebuch
nun unentbehrlich geworden iſt.
§ Unfall. Am Montag abend kurz nach 6 Uhr
kollidierte an der Ecke Mühl= und Dieburgerſtraße ein
Automobil mit einem Radfahrer derart, daß der Rad=
fahrer
vom Rade geſchleudert wurde, ohne jedoch körper=
lichen
Schaden genommen zu haben. Das Fahrrad iſt
beſchädigt worden.

-ei- Jugenheim, 1. Okt. Der hieſige Kirchen=
geſangverein
veranſtaltet nächſten Sonntag, den
6. d. Mts., im Gartenſaal Zur Krone wieder einen ſeiner
beliebten Volksliederabende, bei dem deutſche und diesmal
auch ausländiſche Volkslieder zum Vortrag kommen. Mit
dieſer Konzertveranſtaltung eröffnet der Verein die dies=
winterlichen
Darbietungen in unſerem Orte. Als Soliſten
wirken Frau A. Adler (Sopran) aus Frankfurt a. M. und
Herr Kammermuſiker Rohde aus Darmſtadt (Waldhorn)
mit. Frau Adler iſt uns keine Fremde mehr. Ihre präch=
tige
, glockenreine Sopranſtimme und die ſo ungezwungene,
von tiefer Empfindung zeugende Vortragsweiſe der Dame
werden auch diesmal wieder ihre Wirkung auf die Zuhörer
ausüben. Außer mehreren deutſchen Volksliedern wird
uns Frau Adler, in Anpaſſung an das übrige Programm,
auch einige ausländiſche Volksweiſen ſingen. Herr Kam=
mermuſiker
Rohde aus Darmſtadt iſt uns ebenfalls noch
in guter Erinnerung, als er im letzten Konzerte ſeinem
volltönenden Waldhorne auch die zarteſten Volksweiſen
entlockte. Frau Forſtmeiſter Heyer von hier hat in liebens=
würdigſter
Weiſe wieder die Klavierbegleitung übernom=
men
. Da der Reinertrag der Konzertveranſtaltung
zum Ausbau unſerer Kirchenorgel beſtimmt iſt,
ſo darf man wieder, wie immer, einen vollbeſetzten Saal
von hieſigen und auswärtigen Beſuchern erhoffen.
* Auerbach, 1. Okt. Man ſchreibt uns: In jeder Hin=
ſicht
, ein voller Erfolg! Das iſt das allgemeine Urteil
über die am Sonntag, den 29. Sept., vom Odenwald=
klub
O. G. und dem Kammermuſikverein in Auerbach
in die Wege geleitete Veranſtaltung einer 5 Uhr
Kaffeeſtunde zum Beſten der durch den Zuſam=
menbruch
der Darlehnskaſſe in Niedermodau Betroffenen.
Schon vorher hatte ſich eine Anzahl junger Damen in
Auerbach, Bensheim, Heppenheim, Zwingenberg, Alsbach
und Jugenheim in opferfreudiger Weiſe auf den Weg
gemacht, um Eintrittskarten und Tombolaloſe zu ver=
kaufen
, ſowie Barſpenden und Tombolageſchenke zu er=
langen
, und ihre Bemühungen waren von ſo reichem
Erfolge gekrönt, daß ein finanzielles Gelingen der Sache
ſchon vorher geſichert war. Aber, es galt doch auch den
Beſuchern der Kaffeeſtunde einige Unterhaltung zu bie=
ten
und hier ſtellte ſich ebenfalls eine Anzahl von Künſt=
lern
entgegenkommend in den Dienſt der Sache. Die
Veranſtaltung wurde eröffnet mit einer teils ernſten, teils
launigen Anſprache des Vorſitzenden der Ortsgeuppe
Auerbach des Odenwaldklubs, und es folgten dann in
bunter Reihe muſikaliſche Vorträge, wie Klavier, Frl.
Wilhelmine Heiß, Volkslieder zur Laute, Frl. Paula
Manecke, Geigen=Vorträge mit Klavierbegleitung, Herr
Konzertmeiſter Nico Poppelsdorf und Harr Franz
Sautier, und last not least Rezitationen des Herrn
Hofrat Hugo Edward, ſämtlich, mit Ausnahme des
Herrn Poppelsdorf, der uns von Frankfurt aus zu Hilfe
kam, aus Darmſtadt. Die hochkünſtleriſche Ausführung
ſämtlicher Vorträge fand ſtürmiſchen und begeiſterten
Beifall, wir lernten eine Reihe von Künſtlern kennen,
die wir hoffen, noch öfter in Auerbach begrüßen zu kön=
nen
. Hieran ſchloß ſich dann die Verloſung der Tom=
bolageſchenke
und deren Verteilung, die in Folge der vor=
gerückten
Stunde etwas ſtürmiſch verlief, weshalb die
Gewinnummern nochmals bekannt gegeben werden ſollen.
Wir glauben, daß wohl jeder hochbefriedigt die Krone
verließ, mmit dem Bewußtſein, nicht nur einer guten
Sache gedient, ſondern ſich Such köſtlich unterhalten zu
haben. Was den finanziellen Erfolg betrifft,
ſo war dieſer über alles Erwarten günſtig, es ſtehen
mindeſtens 1000 Mark Ueberſchuß zur Verfügung,
die natürlich nur durch die freundnachbarliche Unter=
ſtützung
der Sache durch unſere nächſtgelegenen Berg=
ſtraßenorte
zu erzielen waren, in Prozenten ausgedrückt
ergab Auerbach zirka 48, Bensheim zirka 32, und die
übrigen oben erwähnten Nachbarorte zirka 20 Prozent der
Geſamteinnahmen. Das Komitee wird nach genauer Rech=
nungsabnahme
den ſich ergebenden Ueberſchuß ſeinen
Zwecken zuführen und ruft nochmals Allen Dank, herz=
lichen
Dank zu.
Offenbach, 1. Cci. Nach Mitteilung des ſtädtiſchen
Steueramtes iſt die Volkszahl der Stadt Offenbach
einſchließlich der des Stadtteils Bürgel unter Berückſich=
tigung
der polizeilich gemeldeten Zu= und Abwanderungen
ſowie des entſprechenden Ueberſchuſſes der Geburten über

Feuilleton.

*, Der neue Münchener Hoftheater=Intendant. Wie
ſchon gemeldet iſt, wird der Dirigent der Bühnenmuſik im
Kgl. Opernhauſe zu Berlin, Clemens Freiherr von und zu
Franckenſtein, mit der Leitung der Münchener Hoftheater
als Intendant betraut werden. Baron von Franckenſtein,
geboren 1875 in Wieſentheid in Unterfranken, iſt Muſiker
von Beruf. Nachdem er anfänglich Jura ſtudiert hatte,
widmete er ſich bald ganz der Muſik. Er war zwei Jahre
Schuler Ludwig Thuilles in München und ebenſo lange
Iwan Knorrs in Frankfurt a. M. Nach Beendigung einer
Reiſe in den Vereinigten Staaten von Nordamerika ließ
er ſich als Kapellmeiſter in England nieder, wo er fünf
Jahre als Konzert= und Operndirigent wirkte. 1907 wurde
er von dem Berliner Generalintendanten Grafen von Hül=
ſen
=Häſeler als Kapellmeiſter an das Theater zu Wies=
baden
berufen. Seit vier Jahren wirkt er am Berliner
Opernhaus, wo er ſich für den Intendantenberuf ausbildete.
Baron von Franckenſtein hat ſich ſchon wiederholt als
Komponiſt betätigt, u. a. auch eine Oper Rahab kom=
poniert
, die in Peſt und Hamburg mit Erfolg zur Aufführ=
ung
gelangte. Er iſt der Sohn des Freiherrn Karl von
Franckenſtein und ſeiner Gemahlin, geborenen Gräfin
Schönborn, und weitläufig verwandt mit dem früheren
Reichskanzler Fürſten Hohenlohe.
* Leuchtender Schnee am Südpol. Roald Amundſen,
der aus der Antarktis zurückgekehrte Entdecker des Süd=
pols
, berichtet über eine intereſſante Naturerſcheinung, die
er in den Schneefeldern beim Südpol zu beobachten Ge=
legenheit
hatte. Nicht ſelten erſchien den Polarwanderern
der Schnee auf weite Strecken hin rötlich, grünlich oder
grünbraun gefärbt und phosphoreszierend, ohne daß irgend
welche äußeren Einwirkungen, wie etwa die Spiegelung
einer Röte am Himmel, zu ſehen geweſen wären. Die
Forſcher verſuchten lange, ſich dieſe merkwürdige Erſchei=
nung
zu erklären, ſie vermochten aber keinen Grund für
das Leuchten zu erkennen. Endlich aber gelang es ihnen, die

Urſache des Vorganges zu erforſchen. Die Farben rührten
von einer Art mikroſkopiſcher Algen her, die ſich in dem von
der Salzflut durchnäßten und ſpäter getrockneten Schnee
befanden. Die Algen leuchteten, wenn der Schnee die Tem=
peratur
von 10 und die Luft von 33 Grad Celſius
hatte. Um dieſen hellen Schein zu erzeugen, waren Mil=
lionen
und Abermillionen dieſer Leuchtkörperchen nötig.
Zeitweiſe war das Licht ſo intenſiv, daß die Forſcher wie
in Miſchung von Schnee und Flammen gingen, die nach
allen Seiten umherſprühten und ſo ſtark leuchteten, daß die
Polarforſcher fürchteten, ihre Kleidungsſtücke und Schuhe
könnten Feuer fangen.
C. K. Mode=Teuerung. In unſerer Zeit der Fleiſchnot
und der ſtetig ſteigenden Preiſe für die notwendigen Dinge
des Lebens wird auch die Mode teuerer mit jedem Tag.
Während ſich noch vor wenig Jahren die Dame, die über
keinen unbegrenzten Geldbeutel verfügte, mit Geſchmack
und Geſchicklichkeit leicht elegant und zugleich nach dem
neueſten Stil kleiden konnte, ſind die unbedingt notwen=
digen
Requiſiten wirklich moderner Kleidung ſo koſt=
ſpielig
, daß die Frau, die nicht ſelbſt ein Kröſus iſt oder
einen ſolchen zum Mann hat, in Verzweiflung gerät. Das
Problem, das ohnehin ſchon ſchwierig war und vielen
ſchönen Köpfen arge Schmerzen verurſachte, iſt durch die
jüngſten Gebote der luxuriöſen Königin Mode faſt unlös=
bar
geworden. Die Verſchwendung des neuen Stiles liegt
hauptſächlich in der Garnierung. Stickereien, Spitzen,
Pelze werden immer teuerer, und da ſie den eigentlichen
Schmuck der Toilette bilden, dürften ſie nur aus erſt=
klaſſigem
Material gewählt werden. Selbſt die Schuh=
mode
ſtellt an das Portemonnaie übermäßige Anforde=
rungen
, da die neuen drapierten Röcke kurz ſind, den Fuß
ſehen laſſen und daher beſondere Aufmerkſamkeit für das
Schuhwerk fordern. Gerade das Teuerſte iſt heute das
Modernſte. Die Lieblingsgarnierung der Mode iſt Pelz;
er erſcheint nicht nur am Kragen und an den Aermeln des
Straßenkoſtüms, ſondern er verſchönt auch in reicher Fülle
den Rock der eleganten Nachmittagstoilette, Die Sehnſucht

jeder eleganten Dame wird in dieſem Winter die Robe
Manteau bilden, eine entzückende Verbindung des vor=
nehmen
Geſellſchaftskleides mit dem Promenadenmantel.
Dieſes Kleidungsſtück ſcheint auf den erſten Blick zwei
Toilettengegenſtände in ſich zu vereinen; aber eine ſchreck=
liche
Enttäuſchung würde der erleben, der davon eine Ver=
billigung
erwarten würde. Zunächſt iſt es ein richtiges
koſtbares Kleid aus Samt, Crepe de Chine oder Seiden=
muſſelin
, aber der untere Teil des Rockes von den Knien
an, iſt ganz aus Pelz, und zwar aus demſelben Pelz, aus
dem der Mantel beſteht, der genau bis zu denKnien reicht.
Die Dame erſcheint alſo auf der Straße in ein langes
Pelzgewand gehüllt, von dem ſie in der Garderobe nur
dreiviertel ablegt, um den herrlichen Schmuck des unteren
Teiles noch für den Glanz ihrer Toilette zu retten. Be=
quem
ſind dieſe kurzen Mäntel, in die man ſo leicht und
behaglich hineinſchlüpft, aber billig iſt dieſe Kombination
von Robe und Mantel keineswegs. Die Leidenſchaft für
Pelzgarnierung, die gewaltige Summen verſchlingen wird,
hat wenigſtens das Gute, daß ſie die lange Stola über=
flüſſig
macht. Mit den Pelzen eifern um die Krone der
Teuerkeit die Perlen, die immer mehr koſten und immer
wichtiger werden. Durch das völlige Fehlen hoher Kra=
gen
wird das Tragen von Halsſchmuck begünſtigt, und eine
Perlenkette iſt da nun einmal das Schickſte und Schönſte.
Ein anderer Luxus ſind die koſtbaren geſtickten Blumen,
die als farbige Note an der Taille, am Kragen oder am
unteren Teil der Aermel erſcheinen und aus Perlen in
ſanften Tönen nach der lieben Großmutterweiſe gearbeitet
werden.
Ein merkwürdiges Zuſammentreffen. Die Groß=
herzogin
Alexandra von Mecklenburg=Schwerin iſt am Ge=
burtstage
ihrer Mutter, der Herzogin von Cumberland,
am 29. September, geboren. Da der zweite Sohn der
Großherzogin am letzten Sonntag (den 29. September) das
Licht der Welt erblickte, ſo haben Großmutter,
Mutter und Sohn denſelben Geburtstag.

[ ][  ][ ]

Nummer 232.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.

Seite 5.

die Sterbefälle am 1. Oktober 1912 mit rund 78250 anzu=
nehmen
.
Offenbach, 1. Okt. Ein Unglücksfall mit töd=
lichem
Ausgang ereignete ſich geſtern mittag kurz nach
3 Uhr in der Taunusſtraße in der Nähe des ehemaligen
Buchsbaumſchen Zimmerplatzes. Der aus Hofheim i. T.
gebürtige Fuhrmann Jakob Harz aus der Bismarckſtr. 42
fuhr mit einem Möbelwagen die Straße entlang, als plötz=
lich
die Pferde durchgingen. Dabei kam der Fuhr=
mann
zu Fall und wurde ein Stück fortgeſchleift. Der
Kopf wurde ihm vom Rumpfe völlig getrennt ſo daß der
Tod alsbald eintrat. In der Privatwohnung des Hotel=
beſitzers
Degenhardt wurde ein Einbruch verübt.
Die Diebe erbrachen einen Schrank und entwendeten daraus
wertvolle Münzen im Geſamtwert von über 100 Mk. Von
den Dieben fehlt bisher jede Spur.
* Groß=Bieberau, 30. Sept. Die Bezirksſpar=
kaſſe
Groß=Bieberau hielt heute unter dem Vorſitz des
Direktors ihre diesjährige Mitgliederverſamm=
lung
ab, zu der die Vertreter der Garantiegemeinden
faſt vollzählig und ein Vertreter der Oberaufſichtsbehörde
des Großh. Kreisamts Dieburg erſchienen waren. Die
vorgelegte Rechnung für das Jahr 1911, ſowie ſämtliche
von der Verwaltung geſtellten Anträge wurden genehmigt
und der Verwaltung wie auch dem Rechner Entlaſtung er=
teilt
. Aus dem in der Verſammlung erſtatteten Bericht
über das Geſchäftsjahr 1911 ſei folgendes erwähnt: Die
Kaſſe iſt eine öffentliche Sparkaſſe, als ſolche ſtaatlich an=
erkannt
und ſteht unter ſtaatlicher Aufſicht. Mitglieder
der Kaſſe ſind 23 Gemeinden und 4 Filialgemeinden,
welche für die bei der Kaſſe gemachten Einlagen garan=
tieren
Die Kaſſe iſt zur Anlage von Mündelgeldern zu=
gelaſſen
. Der Geſamtumſatz betrug im Jahre 1911
3 154043,07 Mark. Ende 1911 waren die Einlagen auf
5511763,32 Mark und die Zahl der Einleger auf 3028 ge=
ſtiegen
. Im Berichtsjahr ſelbſt wurden 2094 Einlagen
im Geſamtbetrag von 669092,57 Mark gemacht. Die Ein=
lagen
wurden ſowohl im Berichtsjahr wie auch im laufen=
den
Jahr mit 4 Prozent verzinſt. Dieſer Zinsfuß bleibt
auch für das Jahr 1913 in Kraft. Wie im Vorjahr, ſo
ſind auch in dem Berichtsjahr der Kaſſe die Einlagen
wieder ſo reichlich zugefloſſen, daß ſie jeden geforderten
Betrag ohne vorausgegangene Kündigung zurückzahlen
konnte. Die ausgeliehenen Kapitalien betrugen Ende 1911
5550 125,06 Mark. Im Berichtsjahr ſelbſt wurden 168
Darlehen im Geſamtbetrage von 722 251,63 Mark gegeben.
Die Kaſſe kann nach ihren Satzungen Hypothek=Darlehen
mit und ohne Amortiſation bis zu 60 Prozent der orts=
gerichtlichen
Schätzung zu 4¼ Prozent gewähren. Geld=
beſchaffungskoſten
oder Proviſion wird nicht berechnet.
Der Reſervefonds beträgt Ende 1911 282000 Mark und
iſt durch Eintrag im Großh. Heſſiſchen Staatsſchuldbuch
ſichergeſtellt. Nach dem in der Verſammlung vorgetrage=
nen
Reviſionsbericht hat in der Zeit vom 3. Juni bis
6. Juli 1912 eine eingehende Reviſion der ganzen Ge=
ſchäftsführung
der Kaſſe durch den ſtaatlich beeidigten
Bücherreviſor Herrn Weygandt in Darmſtadt ſtattgefun=
den
und haben ſich hierbei keinerlei Anſtände ergeben.
Lindenfels, 30. Sept. Zu einer erhebenden
Feier in dem feſtlich geſchmückten Saale des neuen Schul=
hauſes
geſtaltete ſich der Abſchied des aus dem Dienſt
ſcheidenden Seminarlehrers P. J. Jans. In einem
ſtimmungsvoll gehaltenen Prologe ſagten die Schüler des
Vorſeminars ihrem ſcheidenden Lehrer Lebewohl. Geh.
Schulrat Geiger=Bensheim überbrachte den Dank und die
beſten Wünſche einer hohen Schulbehörde und verband da=
mit
herzliche Worte des eigenen Dankes für eine mehr als
dreißigjährige treue Mitarbeit an dem Werke der Lehrer=
bildung
, eine Arbeit, die in der allergnädigſten Verleihung
der Krone zum Ritterkreuz 2. Klaſſe das Zeichen äußerer
Anerkennung gefunden habe. Er wies insbeſondere auf
die treue und gewiſſenhafte Pflichterfüllung des Scheiden=
den
hin und hob ſein alle Zeit liebenswürdiges Weſen,
ſeinen offenen Charakter und ſeinen unermüdlichen Fleiß
hervor. Mit den beſten Wünſchen für den Lebensabend
ſchloß die zu Herzen gehende Rede. Kirchenrat Freien=
ſehner
und Pfarrer Laubner ſprachen im Namen der Schul=
vorſtände
, Lehrer Schröder im Namen der Lehrerſchaft und
und Bürgermeiſter Schnellbächer als Verteter der Ge=
meinde
. Tief bewegt dankte Herr Jans für die ihm von
Sr. Königl. Hoheit verliehene Auszeichnung, für die An=
erkennung
ſeiner Arbeit ſeitens der Behörde, für die all=
ſeitig
dargebrachten Wünſche und für den ſchönen Abſchied.
Klavier= und Geſangsvorträge verherrlichten die einfache
und würdig verlaufene Feier. Die Teilnehmer verſam=
melten
ſich darauf zum Mittageſſen und zu einer gemüt=
lichen
Nachfeier im Gaſthaus zur Harfe.
Lindenfels, 30. Sept. Am 1. Oktober ſcheidet der
Vorſteher des hieſigen Vorſeminars, Herr Peter Jans,
aus dem Schuldienſte. Von ſeiner nahezu 40jährigen
Tätigkeit verbrachte er 32 Jahre in hieſiger Gemeinde; er
wirkte von 18801895 als zweiter Lehrer und von da ab
als Vorſteher an der hieſigen Anſtalt. An ſeine Stelle
tritt nun der ſeitherige zweite Lehrer, Herr W. Knobe=
loch
, während zum zweiten Lehrer Herr Reallehrer G.
Kremer an der Taubſtummenanſtalt in Bensheim er=
nannt
wurde.
Mainz, 1. Okt. Durch die neuen Heeresforma=
tionen
in der hieſigen Garniſon ſind heute einige Ver=
änderungen
eingetreten. Neu zuſammengetreten iſt
das Thüringiſche Fußartillerie=Regiment
Nr. 18, deſſen Kommando und zweites Bataillon vorerſt
in der Neutorkaſerne untergebracht ſind. Die auswärti=
gen
Truppenteile, die zu dieſer Neuzuſammenſtellung ver=
wandt
wurden, trafen heute vormittag hier ein und wur=
den
unter Vorantritt einer Kapelle zur Kaſerne geleitet.
Zur Neubildung des dritten Bataillons des Infan=
terie
=Regiments Nr. 166 in Bitſch gibt das 1. Naſſauiſche
Infanterie=Regiment Nr. 87 ſeine 4. Kompagnie ab, die
heute die Reiſe nach dieſer neuen Heimat angetreten hat.
nz Mainz, 1. Okt. Weitere Altertumsfunde
wurden bei Straßenbauarbeiten am Montag nachmittag
zwiſchen der Zitadelle und der Eisgrub=Kaſerne gemacht.
Dort ſtieß man auf eine gut erhaltene römiſche Mauer,
die in Fiſchgrätenverband aufgeführt iſt. Die Länge des
freigelegten Stückes beträgt 18 Meter, die durchſchnittliche
Breite 1 Meter; die Höhe beträgt an der Fundſtelle 2 Me=
ter
, doch iſt die Mauer oben offenbar abgebrochen. Da
auch die Fundamente in ihrer Tiefe nicht bekannt ſind,
ſo kann auf die eigentliche Höhe der Mauer kein beſtimm=
ter
Schluß gezogen werden.
Mainz, 1. Okt. Ein merkwürdiger Fund
wurde im hieſigen Floßhafen beim Ausbaggern gemacht.
In der in den offenen Strom führenden Hafenmündung
ſtieß man auf einen großen Kahn, der ganz mit Steinen
angefüllt war. Da hierorts niemand etwas von einem
Schiffsunfall weiß, dem der Kahn zum Opfer gefallen
wäre, ſo läßt ſich die Sache nur auf einen Racheakt zurück=
führen
. Der Kahn, deſſen Herkunft noch unbekannt iſt,
wurde jedenfalls nächtlicherweile hierher gebracht und
durch Steine zum Sinken gebracht. Es wird beab=
ſichtigt
, den Rheinarm zwiſchen der Petersaue und
der Mainz=Kaſteler Seite bedeutend tiefeg zu

legen, ebenſo die großen Sandſchwellen am Kopfe der
Petersaue, die dort das Fahrwaſſer einengen, wegzubag=
gern
. Die Schiffahrtskreiſe proteſtieren jedoch hiergegen,
man iſt allgemein der Anſicht, daß durch Tieferlegung des
Rheinbodens zwiſchen der Petersaue und der Mainz=
Kaſteler Seite das Waſſer der Koſtheimer Schleuſe ver=
loren
gehen und infolgedeſſen die Schwierigkeiten auf
dem Drempel der Koſtheimer Schleuſe ſich noch mehr be=
merkbar
machen würden. Das kommt bekanntlich gerade
bei ungünſtigen Waſſerſtandsverhältniſſen mehr in Be=
tracht
und bedeutet eine größere Schädigung der betref=
fenden
Schiffahrtsintereſſenten als der heutige Zuſtand.
Allerdings wurde vom Waſſerbauamt in Mainz noch kein
beſtimmter Entſchluß gefaßt. Mit Rückſicht auf die er=
wähnten
Umſtände wollen jedoch die Reedereien dahin
vorſtellig werden, daß mit einer etwaigen Baggerung erſt
nach Beendigung der geplanten Tieferlegung der Koſt=
heimer
Schleuſe begonnen werde.
Mainz, 1. Okt. Zur Schließung des Notariats
Bittong erfährt das M. T., daß die Schließung von
Amtswegen erfolgt. Das Schickſal des Notars
Bittong iſt nicht ohne Tragik. Ein naher Verwandte von
Bittong verlor ſein Vermögen in Börſenſpekulationen und
ſtarb bei Hereinbruch des finanziellen Ruins. Juſtizrat
Bittong ſorgte für dieſe Familie und ſoll durch dieſe Laſt,
die er ſich damit auflud, in Schwierigkeiten geraten ſein,
die in ſeiner Geſchäftsführung ihren Niederſchlag fanden.
Infolgedeſſen erlitt Juſtizrat Bittong mehrfach, auch ſchon
in Oberolm, von wo aus er nach Mainz gekommen iſt, er=
hebliche
Diſziplinarſtrafen.
Koſtheim, 1. Okt. Der aus Bayern ſtammende Tag=
löhner
Ludwig Loibel, der bei einer Wirtshaus=
ſchlägerei
von dem Eiſendreher Taver Bachmayer aus
München einen Stich in die Lunge bekam, dürfte
ſchwerlich mit dem Leben davon kommen. Bachmayer
wurde verhaftet und kam in Unterſuchungshaft.
Nackenheim, 1. Okt. Geſtern nacht wurde bei dem
Landwirt Bernhard Sans VII. in Abweſenheit der Be=
wohner
ein frecher Einbruchsdiebſtahl verübt.
DurchEindrücken einerFenſterſcheibe gelangte einSpitzbube
in Küche und Wohnſtube. Er tat ſich gütlich an Würſten
uſw. und nahm einen Rollſchinken und eine Flinte mit.
Recherchen mit einem Polizeihund hatten keinen Erfolg.
Nieder=Ingelheim, 1. Okt. In der Generalverſamm=
lung
der hieſigen Winzergenoſſen ſchaft
legte der Direktor Muntermann den Jahresbericht
ab, aus welchem zu erſehen war, daß ſich
das reine Vermögen der Genoſſenſchaft im vergangenen
Jahre auf etwa 70000 Mk. erhöht hat. Bewilligt wur=
den
300 Mk. zur Unterſtützung des Nieder=
Modauer Kreditvereins, der in Konkurs ge=
raten
iſt.
(*) Friedberg, 30. Sept. Geheimer Kirchen=
rat
Meyer und Frau begingen heute ihr goldenes
Ehejubiläum. Er iſt einer der älteſten Geiſtlichen
des Heſſenlandes. Gelegentlich ſeiner Verſetzung in den
Ruheſtand wurde er von der Stadtvertretung zum Ehren=
bürger
ernannt Eine Abordnung des Stadtvorſtandes
überbrachte dem Jubelpaar perſönlich die Glückwünſche
der Stadt. Aus allen Teilen Heſſens trafen Glückwünſche
ein. Mit der goldenen Hochzeit war die ſilberne Hochzeit
ihrer Tochter verbunden, die mit Konſiſtorialrat Noak=
Berlin verheiratet iſt.
Friedberg, 30. Sept. Geſtern früh überfuhr auf
der Hanauer Bahnlinie ein Rangierzug einen
Prellbock wobei die Maſchine entgleiſte und ſich in
den Sand bohrte. Sechs Güterwagen erlitten ſchwere
Beſchädigungen, ſodaß der Materialſchaden
recht erheblich iſt.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 30. Sept. Der König
von Griechenland traf heute früh, von Kopen=
hagen
kommend, mit Gefolge in Berlin ein. Da ſtreng=
ſtes
Inkognito gewahrt wird, fand keinerlei offizieller
Empfang ſtatt und war nur der griechiſche Geſandte auf
dem Bahnhof. Der König iſt mit ſeinem Gefolge im
Hotel Eſplanade abgeſtiegen und reiſte heute abend nach
Wien weiter. Bei den heutigen Urwahlen im
erſten Berliner Landtagswahlkreis, wo
anſtelle des verſtorbenen Abgeordneten Träger Erſatz=
wahl
ſtattfindet, wurden 375 freiſinnige, 18 konſervative
und 85 ſozialdemokratiſche Wahlmänner gewählt.
36 Wahlen kamen nicht zuſtande. Am Sonntag vor=
mittag
ſollte an der Kaſſe des königlichen Opernhauſes
der freie Verkauf der Eintrittskarten für das Caruſo=
Gaſtſpiel ſtattfinden. Der ganze Beſtand, den die
Kaſſe zu vergeben hatte, betrug aber nur noch ſiebzig
Karten, die von den Vorbeſtellungen zurückgeblieben
waren. Und um dieſe Karten entſpann ſich ein heißes
Ringen. Schon in der vierten Morgenſtunde fanden ſich
dazu Leute ein. Polizeibeamte ließen jedoch die Eifrigen
ſich nicht in dem Opernhauſe ſelbſt aufſtellen, ſo daß in
der Umgebung bald ein reges Leben ſich entfaltete. Gegen
5 Uhr rückten dann zwei Dutzend Eilboten der Paketfahrt
an, die von Händlern geſchickt waren; aber erſt um 7 Uhr
früh gab die Polizei den Bürgerſteig am Opernhaus zur
Aufſtellung frei. Eine wilde Jagd begann nun auf die
erſten Plätze an der Tür. Darauf kam es nämlich an,
dicht an der Pforte zu ſtehen. Erbarmungslos wurde
alles auf dem Wege dorthin fortgeſtoßen, und es dauerte
längere Zeit, bis die Polizei wieder Ordnung geſchaffen
hatte. Als um 10 Uhr die Kaſſenräume erſchloſſen wur=
den
, warteten wenigſtens 600 bis 800 Perſonen. Kaum
aber war die Kaſſe eröffnet, da trat ſchon ein Beamter
aus der Tür und verkündete, daß die Karten ausverkauft
ſeien. Nun lichteten ſich die Reihen der Wartenden und
enttäuſcht zogen ſie von dannen. Die wenigen, die in
dem Rennen Sieger geblieben waren, wurden mit An=
geboten
von Händlern überhäuft. Man bot für Parkett=
plätze
75 Mark. Die Händler ſind diesmal leer ausge=
gangen

Frankfurt, 1. Okt. Ein in der Böhmerſtraße be=
dienſtetes
Mädchen wurde von ſeiner von der Sommer=
reiſe
zurückkehrenden Herrſchaft tot in der Küche liegend
auf gefunden. Die Unglückliche hatte ſich durch
Leuchtgas vergiftet. Das Motiv der Tat iſt unbekannt.
Köln, 1. Okt. Es werden fortgeſetzt neue Fälle
von Fleiſchvergiftung bekannt. Die Polizei be=
ſchlagnahmte
Fleiſch. Vor dem Laden eines Fleiſcher=
meiſters
kam es zu einer drohenden Haltung der Menge,
ſo daß ein ſtarkes Polizeiaufgebot das Haus ſchützen
mußte.
Leipzig, 1. Okt. Geſtern ſtieß ein in voller Fahrt be=
findlicher
Straßenbahnwagen mit einem Lei=
chenwagen
zuſammen. Der Leichenwagen ſchlug um
und der Sarg flog in großem Bogen auf die Straße,
Zwei Perſonen wurden ſchwer verletzt.
Poſen, 1. Okt. Nachdem am Sonntag nach aber=
maliger
eingehender Hausſuchung in der Wohnung der
Frau Dr. Blume die geſamte Privatkorreſpondenz
mit Beſchlag belegt worden iſt, kann die Vorunterſuchung

in fo weit als abgeſchloſſen betrachtet werden, als die
Täterſchaft und die äußerlichen Merkmale der Taſt in
Betracht kommen. Es ſtehen nur noch wenige Zeugenver=
nehmungen
aus.
Prag, 1. Okt. Der bei der hieſigen Eiſenbetonbau= Ge=
ſellſchaft
angeſtellte Ingenieur Cerny unternahm geſtern
nachmittag mit ſeiner Frau und Tochter eine Auto=
mobilfahrt
nach Sobotkau. In der Nähe des Dor=
fes
Hotta lief dem Auto ein großer Hund in den Weg.
Bei dem Verſuch, auszuweichen, fuhr der Chauffeur gegen
einen Baum, unter dem eine Bauersfrau mit ihrem Kind
ſtand. Beide wurden überfahren und getötet. Das
Auto überſchlug ſich und alle Inſaſſen erlitten ſchwer:
Verletzungen, ſo daß ſie mit dem Tode ringen.
Bern, 1. Okt. In einem hieſigen Hotel erſten Ranges
wurde geſtern der von Nürnberg aus wegen Verun=
treuung
von 20000 Mark ſteckbrieflich verfolgte Defrau=
dant
Schnepf mit ſeiner Geliebten verhaftet. Das
Geld hatte das Paar zum größten Teile bereits verpraßt.
Moskau, 30. Sept. Der Berliner Hof= und
Domchor hatte bei ſeinem hieſigen Auftreten einen
glänzenden Erfolg. Das Publikum bereitete den Sängern
lebhafte Begrüßung; beſonders wurde der Chorleiter
Profeſſor Ruedel gefeiert. Das Programm des Kon=
zerts
, das im großen Konſervatoriumsſaale ſtattfand,
wurde mehrfaſh durch Zugaben erweitert. Zum Schluſſe
mußte der Chor die Nationalhymne viermal wiederholen.
Schanghai, 29. Sept. Eine Exploſions=
kataſtrophe
hat ſich im Pulvermagazin von Faut=
ſchöng
in der Provinz Hupeh ereignet. Das Magazin und
die umliegenden Häuſer ſind zerſtört, über hundert
Pierſonen getötet. Felsſtücke wurden über den
Hankiangfluß mehr als 500 Yards weit geſchleudert. In
der Stadt brach eine ungeheuere Panik in der Bevölke=
rung
aus, die entſetzt floh. Die Urſache des Unglücks
iſt zwar noch nicht feſtgeſtellt, doch wollen Gerüchte die
Exploſion auf einen verbrecheriſchen Anſchlag zurück=
führen
.

Kunſtnotizen.

Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nachs
nehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.)
* Die Tragödie des Doktor Fauſtus von
Chriſtopher Marlowe, die in der Freien Literariſch=
Künſtleriſchen Geſellſchaft am 9. Oktober zur Aufführung
gelangt, enthält eine Szene von wild=genialiſchem Ge=
halt
. Das iſt die Szene, in der Luzifer dem Fauſtus die
ſieben Todſünden vor Augen zaubert. Sie iſt von
Profeſſor Lukſch mit bildneriſcher Meiſterſchaft geſtaltet
worden: Im Hintergrunde recken ſich zwei koloſſale Ge=
ſtalten
auf hohem Kothurn, zur Rechten Luzifer, ganz
aus Gold, ein gewaltiger Götze des Orients, ſtarrlinig
wie eine Skulptur; zur Linken Beelzebub, ein zotti=
ger
, ſtierköpfiger, krummgehörnter Danteſcher Teufel
zwei ungeheuere Verkörperungen der Gottfeindlichkeit.
Vor ihnen entfaltet ſich der Reigen der Todſünden, die
nicht Menſchenzüge tragen, ſondern Masken den ge=
frorenen
Ausdruck eines einzigen, widrigen Inſtinktes.
Der Hochmut, geckenhaft wie ein größenwahnſinniger
Hofmarſchall, mit ſeiner roten Livree und einem Pfauen=
federfächer
prunkend: die Habſucht, grau, gebückt,
grünäugig und weitmäulig, den Geldkaſten in den dicken
Pfoten; der Zorn, mit einer wilden Flachsperücke und
drohender langer Naſe, über dem roten Wams den Pan=
zer
, das Rapier in der fuchtelnden Hand: der Neid,
ein grün und ſchwarz überzogenes Gerippe mit böſen,
gelben Augen; die Schlemmerei, weiß und roſa,
wie ein gebrühtes Maſtſchwein, einen kleinen Kopf auf
dem gedunſenen Körper; die Faulheit, eine Wulſt=
figur
, deren unüberwindlicher Stumpfſinn ſich nicht nur
in den öden Zügen, ſondern in jedem Glied verkörpert;
die Wolluſt endlich, mit dem feilen Lächeln und dem
lasziven Gang. Jede dieſer Geſtalten iſt ein Griff in den
Urgrund der Leidenſchaften und Laſter. Wie ſie jede ein=
zeln
vertreten und ihr Sprüchlein herſagen, das iſt ihr
Weſen mit einer brutalen Deutlichkeit offenbart; hier
wirkt es mit der Selbſtverſtändlichkeit der Größe. Dieſe
Szene ſpielt nicht auf Erden, ſie iſt ein Ausſchnitt aus den
abenteuerlichſten Landſchaften der Seele.
C2) Das berühmte Künſtlerpaar Cumber=
land
gibt am Freitag, den 4. Oktober, im Saale des
Hotel Zur Traube eine einmalige Seance in Form
eines Experimentalvortrages mit verblüffenden Aufklär=
ungen
und myſteriöſen Demonſtrationen. Das Künſtler=
paar
Cumberland iſt in Darmſtadt nicht fremd und ſchon
mehrfach haben wir deſſen in fabelhafter, ſchier unbegreif=
licher
Vollendung vorgeführten Experimente aus dem
Reiche des Ueberſinnlichen hier bewundern können. Was
die beiden geben, iſt, ſo ſchreibt ein auswärtiges Blatt,
ein launiges Plaudern, ein Hinüberſpielen von einem ok=
kulten
Punkte zum andern und doch durchdrungen von
dem Geiſte unendlich ſchwerer wiſſenſchaftlichen Forſch=
ung
und jahrzehntelanger Arbeit. Herr Cumberland
ſchildert das Weſen der Suggeſtion, zeigt, welche Macht
dieſe geheimnisvolle Kraft im Leben, in der ärztlichen
Praxis, vor allem aber in der Geſchichte großer Feldherrn
ausübt und ausgeübt hat. Er weiſt die geradezu phäno=
menale
Fähigkeit der Autoſuggeſtion als Hilfsmittel bei
geiſtigen Arbeiten in überzeugender Weiſe nach. und ent=
wickelt
dabei eine Gedächtniskraft, wie man ſie ſo leicht
nicht wiederfinden dürfte. Von großem Intereſſe waren
die ausgezeichnet demonſtrierten Vorgänge auf dem Ge=
biete
der Sinnestäuſchungen, der Telepathie und der Ge=
dankenahnungen
. In ſeinen weiteren Vorführungen, bei
denen er von Madame Cumberland wirkſam unterſtützt
wird, bekennt ſich Herr Cumberland als Antiſpiritiſt, ob=
wohl
er dem Hauptzweck der Spiritiſten, den Beweis
eines Fortlebens nach dem Tode zu erbringen, nicht un=
freundlich
gegenüberſteht. Aber ihre Kunſtkniffe, die
Täuſchungen gewiſſer Medien entlarvte er rückſichtslos
und gewährte ſelbſt einen Einblick in die intimſten Ge=
heimniſſe
der Spiritiſtenwerkſtätten. Den Kartenver=
kauf
hat die Firma Gg. Thies Nachf. (Leop. Schutter) hier,
Eliſabethenſtraße, übernommen.

Parlamentariſches.

*X* Darmſtadt, 1. Okt. Der Finanzaus=
ſchuß
der Zweiten Kammer trat heute unter dem
Vorſitz des Abg. Dr. Oſann zu einer Sitzung zuſammen,
der als Vertreter der Regierung Herr Finanzminiſter
Braun Exz. beiwohnte. Den Hauptgegenſtand der Be=
ratung
bildete die Regierungsvorlage, betr. den Bau
einer ſtrategiſchen Bahn von Rüdesheim
über den Rhein nach Sarmsheim bei Bingen.
Die neue Bahnlinie war urſprünglich über eine Inſel pro=
jektiert
, ſie mußte aber 900 Meter mehr nach Bingen an=
gelegt
werden, um Schwierigkeiten in der Fundamentie=
rung
zu vermeiden. Es wurde ſeitens der Regierung die
ausdrückliche Verſicherung gegeben, daß die Intereſſen der
Stadt Mainz durch den Bau der neuen Brücke in keiner
Weiſe geſchädigt würden. Von einem freiſinnigen Aus=

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.

Nummer 232.

ſſchußmitglied wurde angeregt, bei dieſer Frage auch die
Abänderung des preußiſch=heſſiſchen Eiſenbahnvertrages
mit zur Verhandlung zu ſtellen, was jedoch abgelehnt
wurde. Schließlich genehmigte der Ausſchuß mit allen
Stimmen bei einer Stimmenthaltung die Regierungsvor=
lage
, wonach der Betrag von 2018000 Mk. für den Bau der
Brücke zur Verfügung geſtellt werden ſoll. Der Regie=
rungsvorlage
, betr. die Verwertung der
Forſtnutzungen aus den Staatswaldungen, wurde zu=
geſtimmt
, die Vorſtellung der ſeminariſtiſch gebildeten
Lehrer an den höheren Bürgerſchulen, um Gleichſtellung
mit den Lehrern der höheren Lehranſtalten, wurde bis zur
Beratung der neuen Beſoldungsreform=Vorlage zurück=
geſtellt
. Noch eine andere Vorſtellung konnte nicht erledigt
werden, weil die Betreffenden nicht zugegen waren.

Die Regierungen und die Fleiſchteuerung.

* Berlin, 1. Okt. Auf die Eingabe der fozialdemo=
kratiſchen
Reichstagsfraktion wegen Einberufung
des Reichstages hat, dem Vorwärts zufolge, der
Reichskanzler v. Bethmann Hollweg in einem
Handſchreiben an den Abgeordneten Bebel erklärt,
von den gegenüber der zur Zeit beſtehenden Fleiſchteue=
rung
ergriffenen Maßnahmen würde nur der Entwurf
eines Geſetzes betreffend eine vorübergehende Zollerleich=
terung
bei der Fleiſcheinfuhr der Zuſtimmung des Reichs=
tages
bedürfen, znnächſt unterliege er der Beſchlußfaſſung
des Bundesrats.
* München, 30. Sept. In der Zentralver=
ſammlung
des Landwirtſchaftlichen Ver=
eins
in Bayern führte der Miniſter des In=
nern
, Freiherr v. Soden u. a. aus, es ſei durch=
aus
notwendig, bezüglich der hohen Fleiſchpreiſe dem
relativen Fleiſchmangel, der vorausſichtlich noch ein
Jahr herrſchen werde, im Intereſſe der Konſumenten
Abhilfe zu ſchaffen. Der Miniſter kam auf die Ausfüh=
rungen
der Norddeutſchen Allgemeinen Zeitung am
Samstag über die Maßnahmen zur Erleichterung der
Vieh= und Fleiſcheinfuhr zu ſprechen und bemerkte, einige
darin angeführte Richtpunkte würden auch in Bayern
ſofort durchgeführt werden. Das Entſcheidende unter
den neuen Vorſchlägen ſei wohl der Gedanke der zeit=
weiligen
Herabſetzung der Fleiſchzölle. Weite
Kreiſe der Landwirtſchaft würden die Anſicht vertreten,
daß das Prinzip des Zollſchutzes aufrecht erhalten wer=
den
müſſe, denn ihm verdanke man die Exiſtenz der deut=
ſchen
Landwirtſchaft und ohne Schutzzoll würde ſie ſich
nicht auf dem Stande befinden, auf dem ſie jetzt trotz
aller Schwierigkeiten ſei. Der Zollſchutz müſſe der Land=
wirtſchaft
erhalten bleiben und dürfe auch nicht geſchwächt
werden vor dem Abſchluß neuer Handelsver=
träge
die ſehr viel ſchwerer durchzubringen wären,
wenn in der Zwiſchenzeit eine Einſchränkung des Zoll=
ſchutzes
vorgenommen würde. Wenn mun, fuhr der Mini=
ſter
fort, eine zeitweilige Herabſetzung des Fleiſchzolles
geplant iſt, ſo muß ich ſagen, daß das ein Vorſchlag iſt,
der ſicher mindeſtens der näheren Prüfung bedarf, dem
näher zu treten, notwendig iſt, aber unter der Voraus=
ſetzung
, daß das Prinzip des Zollſchutzes unbeeinflußt
bleibt. Geſchieht das aber, und das iſt zweifellos die
Anſchauung der Reichsregierung, dann meine ich, daß
hierin ein Vorſchlag ſich findet, der wohl geeignet ſein
kann, dem Fleiſchmangel abzuhelfen. Ich darf wohl die
Hoffnung ausdrücken, daß nicht anzunehmen iſt, daß über
die limitierte Zeit hinaus die Fleiſchnot fortdauern wird.
Der kluge Landwirt wird es im eigenen Intereſſe für not=
wendig
halten, jetzt die Viehzucht noch mehr zu
fördern, als er ſeitdem getan. Unſere Pflicht muß
ſein, dafür zu ſorgen, daß im Inlande ſoviel Fleiſch
produziert wird, wie für die Konſumenten notwendig iſt.
Ich bin der Anſchauung, daß es Ueberlegung bedarf, ob
nicht ohne Schädigung der Landwirtſchaft durch Abände=
r
4 des § 12 des Fleiſchbeſchaugeſetzes vielleicht auch
ch dem derzeitigen temporären Mangel abgeholfen wer=
en
kann. Außer dem, was jetzt vorgeſchlagen wird, halte
ich es für meine Pflicht, dieſe Frage neuerlich zu prüfen,
um gegebenenfalls im Bundesrat dieſer Anſicht Ausdruck
zu geben.
* Straßburg, 30. Sept. In der Angelegenheit
der Fleiſchterkrung wird ſich die elſaß= lothringi=
ſche
Regierung in allen Teilen den Maßnahmen
Preußens anſchließen. Sie hat nach einer Mitteilung der
Straßburger Poſt beſchloſſen, die Einfuhr von auslän=
diſchem
Fleiſch für die Großſtädte des Landes, vornehm=
lich
für Straßburg, Metz, Kolmar und Mülhauſen unter
den in Betracht kommenden Bedingungen zuzulaſſen. Fer=
ner
wird die Direktion der Reichseiſenbahnen voraus=
ſichtlich
die gleichen Eiſenbahntarifmaßnahmen wie Preu=
ßen
durchführen. Auch wird die elſaß=lothringiſche Re=
gierung
dem Geſetzentwurf zuſtimmen, den Preußen im
Bundesrat über die Zollermäßigung für friſches Fleiſch
einbringen wird. Die Oeffnung der Grenze für
die Vieheinfuhr aus Frankreich hält man
gegenwärtig noch für unmöglich.

Luftfahrt.

* Friedrichshafen, 1. Okt. Das Marine= Luft=
ſchiff
wurde geſtern durch Marine=Ober=Ingenieur Buſch
und Kapitänleutnant Hannel im Gerippe übernommen.
Abends wurde alles zur Füllung der Gaszellen bereit=
geſtellt
. Mit der Füllung iſt heute vormittag be=
gonnen
worden. Die erſte Werkſtättenfahrt
wird morgen ſtattfinden.
* Paris, 1. Okt. Der Generallſekretär des Aero=
klubs
richtete an den Flieger Daucourt der am
15. Auguſt dieſes Jahres bei einem Flug in der Nähe
von Belfort die Grenze überflog und franzö=
ſiſche
Fähnchen niederflattern ließ, ein Schrei=
ben
, in dem er mitteilt, daß der deutſche Geſchäftsträger
dem Miniſter des Aeußern erklärt habe, daß im Falle der
Wiederholung ſolcher bedauerlichen Vorkommniſſe die
deutſchen Polizeibehörden entſprechende Unterdrückungs=
maßnahmen
treffen würden. Der Miniſter des Innern
habe den Aeroklub darauf aufmerkſam gemacht, wie wich=
tig
es ſei, daß die Flieger Kundgebungen unterlaſſen
möchten, die ihren Intereſſen nur nachteilig ſein könnten.

Sturm.

* Köln, 1. Okt. Durch den heftigen Sturm der
in der vergangenen Nacht wütete, wurden zahlreiche Tele=
phon
= und Telegraphenleitungen zerſtört. Die Verbind=
ung
mit dem Ausland iſt vielfach unterbrochen. Auch
zahlreiche inländiſche Leitungen ſind geſtört.
* Paris 30. Sept. In St. Nazaire richtete
geſtern ein Wirbelſturm auf den Schiffswerften be=
trächtlichen
Schaden an.
* London, 30. Sept. Ein heftiger Sturm iſt
auf der Höbe des Tune ausgebrochen. Ex richtete beträcht=

lichen Schaden für die Flußſchiffahrt an. Drei Jachten
wurden an die Küſte getrieben und zerſtört. Infolge des
heftigen Regens muß ein Teil der Werftarbeiter feieon.
An der Küſte von Northumbe.- 5 und Durham geht die
See ſehr hoch.

Handel und Verkehr.

H. Frankfur t a. M., 1. Okt. Fruchtmarkt=
bericht
. Am Wochenmarkt war Landweizen wieder
reichlich vorhanden und die Abſchlüſſe wurden zu etwas
ermäßigten Preiſen vollzogen. Landroggen blieb hin=
gegen
behauptet, weil das Angebot, insbeſondere aus
Norddeutſchland, zurückhaltend war. Ausländiſche Brot=
früchte
ſind bisher noch wenig nachgiebig und der Verkehr
darin iſt daher ruhig. Für ruſſiſchen und amerikaniſchen
Weizen beſtand einige Nachfrage bei kurzer Lieferungszeit.
Gerſte und Mais preishaltend. Hafer war ſchwächer, be=
ſonders
für die vielfach vorkommenden beſchädigten
Qualitäten. Die Forderungen für Roggen waren etwas
billiger, Futtermittel unverändert. Nach den letzten
Kabelnachrichten von den amerikaniſchen Ge=
treidemärkten
(Chicago und New=York) war Wei=
zen
nach feſter Eröffnung ſpäter abgeſchwächt auf die
matteren nordweſtlichen Produktenmärkte, ſowie Berichte
über gute Qualität im Nordweſten der vereinigten Staa=
ten
. Mais ebenfalls beſſer einſetzend auf Deckungen der
Baiſſiers, dann verflauend, als heiteres und warmeres
Wetter gemeldet wurde und auch der Saatenbericht aus
Miſſouci der Baiſſe günſtig lautete. Die ſichtbaren
Weizenvorräte ſind dort in dieſer Woche von 30,43 Mill.
Buſh. auf 31,92 Mill. Buſh. und die Maisvorräte von
2,37 Mill. Buſh. auf 3,10 Mill. Buſh. geſtiegen.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſ. und Wetterauer, 2121,15, Nordd. 21 bis
21,15, Kurheſſiſcher 2121,15, Ruſſiſcher 23,5025, Kanſas
24,25 24,75 Rumäniſcher 23,5025, Redwinter 23,75 bis
24,75, Manitoba 22,5024,75, Laplata 23,5024,75, Walla
Walla 2325; Roggen, hieſ. 1818,15, Bayeriſcher
(Pfälzer) 1818,20, Ruſſiſcher 1818,75, Rumäniſcher
1818,75; Gerſte Pfälzer, 2121,50, hieſige und Wet=
terauer
20,5021, Riedgerſte 20,5021,25, Fränkiſche 21
bis 21,50; Hafer hieſ., 18,5020,50, Bayeriſcher 18,75
bis 20,50, Ruſſiſcher 2021,50, Amerikaniſcher 19,25 bis
20,50, Rumäniſcher 2021,50; Mais, mixed, 15,25 bis
15,60, Ruſſiſcher 15,2515,75, Donaumais 15,2515,50,
Rumäniſcher 15,2515,75, Laplata 15,6015,80, Weißer
Mais 15,2515,75, Weizenſchalen 1111,25, Weizenkleie
1111,25, Roggenkleie 12,7513, Futtermehl 1416, Bier=
treber
, getrocknet 1313,50. Futtergerſte 16,5017.
Weizenmehl, hieſiges, Baſis ab Mannheim, Nc. 0 32 bis
32,25, feinere Marken 32,5032,75, Nr. 1 3030,25, feinere
Marken 30,5030,75, Nr. 2 28,7529, feinere Marken
29,2529,50, Nr. 3 2828,25, feinere Marken 28,50 bis
28,75, Nr. 4 2424,25, feinere Marken 24,5024,75. Rog=
genmehl
, hieſiges, Nr. 0 26,5026,75. Nr. 1 24,5024,75.
Nr. 2 2222,25.

Vermiſchtes.

Eine Reichsgerichtsentſcheidung über
das Ausverkaufsweſen. Auf Grund des Geſetzes
gegen den unlauteren Wettbewerb beabſichtigen, wie ſchon
gemeldet, einige zuſtändige Behörden beſondere Anord=
nungen
zur Regelung der Ausverkäufe zu erlaſſen. Zu
dieſem Zweck hat der Polizeipräſident von Berlin vor
einigen Monaten den Vertretungen von Handel und Ge=
werbe
einen Entwurf zur Begutachtung überwieſen. Nun
hat das Reichsgericht in einer Entſcheidung dem Begriff
Ausverlauf eine Auslegung gegeben, die für die Regel=
ung
der ganzen Frage von großer Bedeutung iſt. Das
Reichsgericht ſagt:
In einem weiteren Sinne verfolgt der Kaufmann mit
jedem Verkauf, auch mit dem im laufenden Geſchäftsgang,
den Zweck einer Räumung. Das kennzeichnende Merkmal
eines Ausverkaufs beſteht darin, daß der Verkauf und die
damit verbundene Räumung beſchleunigte ſein ſollen und
hierdurch aus dem Rahmen eines laufenden Geſchäfts=
ganges
heraustreten.

Literariſches.

Der durch ſeine Kadettengeſchichten und durch
ſeine Mitarbeit an zahlreichen Zeitſchriften und Zeitun=
gen
bekannte Schriftſteller Hans Herbert Ulrich
hat ein großes vaterländiſche Schauſpiel, Gold für
Eiſen, geſchrieben. Das Stück iſt in erſter Linie als
Feſtſpiel bei der Jahrhundertſeier gedacht, eignet ſich
jedoch auch ſehr gut zur Aufführung auf Berufsbühnen.
Das Schauſpiel umfaßt ein Vorſpiel und 4 Akte und iſt
auf ſtreng hiſtoriſcher Grundlage aufgebaut. Begeiſtert
und begeiſternd ſchildert Hans Herbert Ulrich Preußens
Erſtehung. Seine hohe dichteriſche Begabung, ſeine
knappe, formvollendete Sprache und ſeine große Geſtal=
tungskraft
kommen in dieſem Schauſpiel aufs glücklichſte
zur Geltung und ſichern Gold für Eiſen einen großen
künſtleriſchen Erfolg. Es dürfte ſich empfehlen, die Auf=
führung
dieſes vaterländiſchen Schauſpiels auch bei un=
ſerer
Jahrhundertfeier in Erwägung zu ziehen. Das
Buch iſt im Verlag von L. Heege, Schweipnitz, zum
Preiſe von 1,50 Mk. erſchienen. Den prächtigen, äußerſt
wirkungsvollen Titel zeichnete Georg Lebrecht.
Storcks weitverbreitetes Opernbuch orien=
tiert
nicht bloß aufs genaueſte über den Inhalt und die
einzelnen Akte der Opern, es gibt auch intereſſante Mit=
teilungen
über die Komponiſten, kurz, es bereitet den
Theaterbeſucher derartig vor, daß dieſer in den meiſten
Fällen nicht nur des Textbuches entraten kann, ſondern
auch die Muſik mit erhöhtem Genuß in ſich aufnehmen
wird. Berückſichtigt ſind in dem handlich gebliebenen
Führer alle diejenigen Opern, die im Spielplan öfters
wiederkehren, im ganzen 132 Werke; darunter ſind Kienzl,
Humperdinck, Debuſſy, Gorter, Pfitzner, Richard Strauß,
Waltershauſen und andere mit neuen Opern vertreten.
Der Preis für das 448 Seiten ſtarke, elegant gebundene
Buch (9. und 10. Auflage, Muthſcher Verlag, Stuttgart)
iſt mit 3 Mk., wie bisher, unverändert geblieben.
Die Kunſtlehre der Orthoſteno=
graphie
. Die Frucht langjähriger Studien ſtellt ein
Kurzſchriftſyſtem dar, welches Amtsgerichtrat Heſſe in
Brandenburg a. H. auf lautphyſiologiſcher Grundlage
aus den denkbar einfachſten Zeichen erbaut hat. Das
ſtreng phonetiſche Syſtem geſtattet die unzweideutige
Wiedergabe jedes Wortes ſo wie es geſprochen wird, und
trifft ſelbſt den Akzent mehrſilbiger Wörter, ohne beſon=
derer
Zeichen dafür zu benötigen. Das vollſtändige
Lehrbuch für den Selbſtunterricht wird demnächſt im
Verlage von G. Abel, Leutzſch=Leipzig, erſcheinen und
als gelungene Löſung des ſtenographiſchen Problems,
ja des Schriftproblems überhaupt zweifellos das Inter=
eſſe
aller Deutſchen erregen.
Pilzmerkblatt. Die wichtigſten eßbaren und
ſchädlichſten Pilze. Bearbeitet im Kaiſerlichen Geſund=
heitsamt
. Mit einer farbigen Pilztafel. (Verlag von
Julius Springer, Berlin M. 9.) Preis 10 Pfg., einſchl.

Porto 15 Pfg., 50 Exemplare 4 Mk., 100 Exemplare 7 Mk.,
1000 Exemplare 60 Mk. Dies Pilzmerkblatt iſt wie die
anderen vom Kaiſerl. Geſundheitsamt in gemeinnützigem
Intereſſe herausgegebenen billigen Merkblätter dem prak=
tiſchen
Bedürfnis weiterer Kreiſe angepaßt. Die Anſchaff=
ung
des Merkblattes iſt allen Pilzfreunden, Ferienwan=
derern
, ſowie Vereinen, die jetzt zur Pilzzeit Waldaus=
flüge
unternehmen, zu empfehlen.
Intereſſante Kriminalprozeſſe von
kulturhiſtoriſcher Bedeutung. Aus Gegenwart und Jüngſt=
vergangenheit
. Nach eigenen Erlebniſſen dargeſtellt von
Hugo Friedländer Gerichtsberichterſtatter. Einge=
leitet
von Juſtizrat Dr. E. Sello=Berlin. Verlag von Her=
mann
Barsdorf, Berlin W30. Preis elegant broſchiert
3 Mk.; in Originalband 4 Mk. Der ſoeben er=
ſchienene
ſiebente Band dieſer Kriminalprozeſſe enthält
faſt durchweg die Schilderung hochintereſſanter wahrhaft
kulturhiſtoriſcher Prozeſſe, nämlich den Prozeß wegen Ver=
rats
militäriſcher Geheimniſſe an Frankreich, Rußland und
Oeſterreich, der im Mai 1884 die vereinigten zweiten
und dritten Strafſenate des Reichsgerichts länger als eine
Woche beſchäftigte. Ferner den Skurczer Ritualmord=
prozeß
, den Prozeß gegen Wilhelm Liebknecht, Auguſt
Bebel und Adolf Heppner wegen vorbereitender Hand=
lungen
zum Hochverrat, im März 1872, den Prozeß wider
die Anarchiſten Reinsdorf und Genoſſen, im Dezember
1884. Den Schluß des Bandes bildet eine ausführliche
Schilderung der Spieler=Prozeſſes wider drei Vorſtands=,
mitglieder des Klubs der Harmloſen der im Oktober
1899 volle drei Wochen die dritte Strafkammer des Land=
gerichts
Berlin 1 beſchäftigte. Die im ſiebenten Band ent=
haltenen
Verhandlungen ſind ſämtlich ungemein lebhaft,
hochdramatiſch und trotzdem mit vollſter Unparteilichkeit
geſchildert.
Floericke, Dr., Kurt, Taſchenbuch zum
Vogelbeſtimmen. Praktiſche Anleitung zur Be=
ſtimmung
unſerer Vögel in freier Natur nach Stimme,
Flug, Bewegung uſw., nebſt Tabelle zur Beſtimmung
toter Vögel, der Neſter und Eier. Mit 9 farbigen Doppel=
ſtafeln
von W. Heubach, 1 Doppeltafel mit dem Flug=
bilderſchema
der Raubvögel und mit vielen Textbildern
von H. Kuttner. (260 Seiten.) Stuttgart, Franckhſche
Verlagshandlung. In Taſchenformat geb. 3,80 Mk. Gute
Vogelbücher gibt es eine ganze Reihe, doch fehlt dieſen
allen eine Anleitung für den ſyſtemunkundigen Laien,
einen Vogel in freier Natur nach Stimme, Bewegungs=
art
und anderen biologiſchen Merkmalen zu beſtimmen.
Dr. K. Floericke, der bekannte und in Fachkreiſen ge=
ſchätzte
Ornithologe, hilft hier. Das Taſchenbuch iſt für
die praktiſchen Bedürfniſſe des Vogelfreundes geſchaffen
und für das Studium der Vogelwelt in freier Natur be=
ſtimmt
. Die Anlage des ungemein reichhaltigen Buches
bietet etwas ganz Neues und Eigenartiges.
Reigen=Sammlung mit einem Anhang:
Tanzen nach Inſtrumentalmuſik. Von Minna
Radczwill in Hamburg. Zweite Auflage. 1912.
Mit zahlreichen Figuren. Geb. 2,40 Mk. Verlag von
B. G. Teubner, Leipzig und Berlin. Zwei Gedanken
der modernen Pädagogik begegnen ſich in dieſem Buche:
der, daß das Eigenleben des Kindes zur Entwickelung
zu bringen Aufgabe der Erziehung ſei, und der andere,
daß neben die Ausbildung des Verſtandes auch die des
Gefühls, neben die intellektuelle auch die äſthetiſche Er=
ziehung
treten müſſe. Das baldige Erſcheinen einer
zweiten Auflage zeigt, wie ſehr das Buch einem Bedürf=
nis
entgegenkommt und welche freundliche Aufnahme es
gefunden, und ſie wird auf die gleiche rechnen dürfen, zu=
mal
ſie um einige Tänze nach Inſtrumentalmuſik ver=
mehrt
iſt, die neue Anregungen zu geben vermögen.

Die Kriſe auf dem Balkan.

* Athen, 30. Sept. Griechenland hat im
Einvernehmen mit den Balkanſtaaten geſtern abend die
Mobiliſierung ſeiner Streitkräfte zu Waſſer
und zu Lande angeordnet.
* Sofia, 30 Sept. Die Nachricht von der Mobi=
liſierung
der geſamten bulgariſchen Hee=
resmacht
wurde in der Stadt durch Extra=Ausgaben
des Amtsblattes und der übrigen Preſſe bekannt gegeben
und rief überall ungeheueren Enthuſiasmus hervor.
Wenn die Mobilmachung auch ſeit 14 Tagen erwartet
wurde, ſo rief die Proklamation doch allgemeine Ueber=
raſchung
hervor. Allgemein wird die Anordnung der
Mobiliſation als Beginn des Krieges aufgefaßt. Die
Stimmung iſt kriegeriſch; große Menſchenmengen durch=
ziehen
die Straßen. Vor der ſerbiſchen und italieniſchen
Geſandtſchaft kam as zu großen Kundgebungen der
Menge, die dort unter den Rufen: Hoch Serbien, hoch die
ſerbiſche Armee, hoch Italien! vorbeizog. Offiziere und
Soldaten wurden lebhaft akklamiert. Vor dem Königs=
palaſt
ſtaute ſich eine rieſige Menſchenmenge und brachte
Hochrufe auf den König und den Krieg aus. Auf den
Bahnhöfen herrſcht kriegeriſches Treiben. Große Men=
ſchenmengen
ſind dort verſammelt, um die abgehenden
Truppen zu begrüßen. Ueber ganz Bulgarien wurde der
Belagerungszuſtand proklamiert. Vorläu=
fig
wurden nur die Provinz=Truppen mobiliſiert; mor=
gen
ſoll mit der Mobiliſierung der hauptſtädtiſchen Trup=
pen
begonnen werden. Die Sobranje wurde auf dene
5. Oktober einberufen. Gerüchtweiſe verlautet, daß=
montenegriniſche
Truppen ſeit geſtern mit türkiſchen Trup=
pen
im Gefecht ſtehen.
* Belgrad, 30. Sept. Die allgemeine Mobi=
liſierung
des ſerbiſchen Heeres wird amtlich
mit der teilweiſen Mobiliſierung der türkiſchen Truppen
im Wilajet Koſſowo und an der ſerbiſchen Grenze begrün=
det
, wodurch das Territorium Serbiens bedroht erſcheine.
Die feindſeligen Abſichten der Türken gegen Serbien
gingen auch aus der alle Rückſichten und die Korrektheit
verletztenden Verfügung der türkiſchen Regierung hervor,
wodurch ſerbiſches Kriegsmaterial, zu deſſen Durchfuhr
die türkiſche Regierung die Erlaubnis bereits erteilte im
Auftrage der türkiſchen Regierung in feindſeliger Abſicht,
ohne jede Veranlaſſung von ſerbiſcher Seite, angehalten
wurde. Die Einberufung der Skupſchtina
lautet auf den 4. Oktober.
* Konſtantinopel, 1. Okt. Die Pforte wird die
Mobiliſierung Bulgariens Serbiens und
Griechenlands vorläufig nur mit einer Verſtärkung
der Manövertruppen an der Grenze beantworten und in
einem Memorandum die Aufmerkſamkeit der Groß=
mächte
auf das Vorgehen der kleinen Balkanſtaaten
richten. Die Pforte wird ferner die Erklärung abgeben,
daß, wenn dieſem Vorgehen der genannten Staaten nicht
Einhalt getan werde, unbedingt der Krieg heraufbeſchwo=
ren
werde. Der hieſige bulgariſche Geſandte bezeichnet in
einem Interview die Situation zwar als ſehr ernſt, doch
ſprächen alle Umſtände dafür, daß der Frieden er=
halten
wird.
* Petersburg, 30. Sept. Nach einem Kaiſer=
lichen
Ukas, der am 9. September gegengezeichnet und

[ ][  ][ ]

Nummer 232.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.

Seite 7.

heute veröffentlicht wurde, ſind zwecks Probemobili=
ſierung
die Reſerviſten aus folgenden Kreiſen zu den
Fahnen einberufen worden: Warſchau, Kowel ( Gouver=
nement
Wolhynien), Wolkowysk, Bjeloſtok, Bielks, So=
ſolka
(Gouvernement Grodno), Weljung (Gouvernement
Kaliſch), Kolno, Lomſha, Maſowczk, Makow, Oſtrow,
Oſtrolenka, Szezuczyn (Gouvernement Lomſcha), Lodz,
Nomoradomsk, Petrikau, Konsk, Opotſchno, Radom
(Gouvernement Radom). Die aufgezählten Gouverne=
ments
bilden von Oſtpreußen bis zur Bukowina die
Grenze gegen Preußen und Oeſterreich.

* Cetinje, 1. Okt. Der König hat die allgemeine
Mobiliſielrung der montenegriniſchen
Armee angeordnet.
* Sofia, 1. Okt. Wie verlautet, ſoll die So=
branje
für übermorgen einberufen werden.
* London, 1. Okt. Das Reuterſche Bureau meldet
aus Belgrad: Die Polizei verbietet die Veröffentlich=
ung
von Mitteilungen über die Bewegungen der Trup=
pen
. Die Mobiliſierung wird wahrſcheinlich in 24
Stunden ihren Anfang nehmen. Die Blätter behaupten,
der ſerbiſche Geſandte in der Türkei wäre bereits von
Konſtantinopel nach Belgrad abgereiſt. Die Vorberei=
tungen
zum Krieg werden in fieberhafter Weiſe betrieben.
* Belgrad, 1. Okt. In Regierungskreiſen erklärt
man, daß. Serbien von der Türkei die Autono=
mie
für Altſerbien mit Einſchluß der Sandſchaks
Novibazar und Skutari bis an die Adria fordere, da nur
hierdurch dauernd friedliche Zuſtände in der Türkei ge=
ſchaffen
werden.
* Konſtantinopel, 1. Okt. Griechenland
ordnete an, ſämtliche griechiſche Schiffe ſollen das
Schwarze Meer, Konſtantinopel und das Marmarameer
verlaſſen.
* Konſtantinopel, 1. Okt. Der ſerbiſche
Geſandte ſtellte der Pforte eine Friſt von 48 Stunden
für Gewährung der Durchfuhr ſerbiſcher Munition nach
Serbien oder deren Rücktransport nach Marſeille.
* Wien, 1. Okt. Was das Verhalten Oeſter=
reich
=Ungarns anlangt, ſo wird von hoher mili=
täriſcher
Seite verſichert, daß Oeſterreich=Ungarn, wie
immer, für alle Fälle militäriſch gerüſtet iſt, daß aber
vorläufig für eine Mobiliſierung, wenn auch nur eines
Teiles der öſterreichiſch=ungariſchen Armee, noch keine
Rede ſein kann.
Rom, 1. Okt. Gutem Vernehmen nach haben die
öſterreichiſche und die italieniſche Regierung im
Verein mit anderen Großmächten bei den Kabinetten in
Sofia und in Belgrad beruhigende Schritte unter=
nommen
.
HB. Berlin, 1. Okt. Auf der bulgariſchen
Geſandtſchaft erſchienen zahlreiche Bulgaren
beſonders Studenten, um ſich wegen ihrer Geſtellungs=
pflicht
zu erkundigen. Der Geſchäftsträger erklärte, daß
die Mobilmachung nur eine Antwort auf die türkiſchen
Kriegsrüſtungen ſei.
* Berlin, 1. Okt. Der Berliner Lokalanzeiger
meldet aus Wien: Der bulgariſche Geſandte
in Wien Salabaſchew erklärte einem Vertreter der
Neuen Freien Preſſe: Soeben erhalte ich von meiner Re=
gierung
die Nachricht, daß Bulgarien mobiliſiert hat. Die
Mobiliſierung iſt noch keineswegs eine Kriegserklärung,
und es iſt nicht ausgeſchloſſen, daß die Türkei in ſpäter
Stunde ein Einſehen hat und die angeſammelten Trup=
pen
von Adrianopel zurückzieht. Bulgarien wird dann
ſicherlich keine Feindſeligkeiten herbeiführen. Die Mobi=
liſierung
Bulgariens iſt nur eine Antwort auf die provo=
katoriſche
Drohung der Türkei, die in der Zuſammenzieh=
ung
der Truppen an der bulgariſchen Grenze beſteht.
Bulgarien fühlt ſich durch dieſe Truppen ernſthaft bedroht
und iſt nicht gewillt, abzuwarten, bis türkiſche Truppen
bulgariſches Gebiet betreten. Bulgarien hat um ſo mehr
Grund, ſich bedroht zu fühlen, als in der Türkei geradezu
der Heilige Krieg gegen Bulgarien und alle chriſtlichen
Balkanvölker gepredigt wird. Tatſache iſt, daß auch Ser=
bien
mobiliſiert, und das iſt keineswegs überraſchend.
Serbien muß ebenſo wie Bulgarien zur Abwehr ſchrei=
ten
, da die Türkei in ihren europäiſchen Provinzen die
vollkommene Mobiliſierung durchführt. Der ſerbiſche
Geſandte Simic bemerkte zu der Mobiliſierung: Sollte
ſich die Nachricht von der Mobiliſierung beſtätigen, ſo
glaube ich, daß ſie zunächſt nichts weiter bedeutet, als eine
Antwort auf die Mobiliſierung von zehn türkiſchen Divi=
ſionen
. Die großen Manöver bei Adrianopel wurden
allerdings abgeſagt, aber die Mobiliſierung von zehn
Diviſionen ſtellt eine ernſthafte Maßregel dar und es iſt
natürlich, daß Serbien und Bulgarien Gegenmaßregeln
treffen.

Letzte Nachrichten.

H. B. Berlin, 1. Okt. Infolge der Kriegsunruhen
machten ſich an der heutigen Berliner Börſe gewaltige
Kurs=Rückgänge geltend. Bankwerte büßten zirka
4 Prozent, Montanwerte 5 bis 6 Prozent, Schiffahrts=
werte
zirka 10 Prozent ein. Die Rückgänge waren häufig
durch Angſtverkäufe hervorgerufen und die Berliner Groß=
Banken nahmen faſt gar keine Waren auf.
H. B. Wien, 1. Okt. An der Wiener Börſe iſt
heute ein Kursſturz eingetreten. Manche viel ge=
prieſenen
Papiere ſind ſeit geſtern ſtark gefallen, ſo Prager
Eiſeninduſtrie=Geſellſchaft um 190 Kronen, Skoda=Aktien
um 70, Alpine Montan um 55. Man erwartet noch wei=
tere
ſcharfe Kurs=Rückgänge.
* Bukareſt, 1. Okt. Eing Abordnung des zweiten
Garde=Dragonerregiments beſtehend aus fünf
Offizieren unter Führung des Regimentskommandeurs
Oberſtleutnants Freiherrn v. Zedlitz und Leipe, iſt in
Sinaia angekommen, um dem König Carl die Glück=
wünſche
zur Fünfzigjahrfeier ſeiner militäriſchen Lauf=
bahn
, die er in dieſem Regiment begonnen hatte, darzu=
bringen
. Die Miſſion wurde vormittags vom König in
der Uniform eines preußiſchen Generalfeldmarſchalls
empfangen.
H. B. Bukareſt, 1. Okt. Bei dem rumäniſchen Städt=
chen
Harſova auf der Höhe von Gura Bartſchei an der

Donau rannte geſtern ſpät abends der Dampfer Szechenyi
der ungariſchen Donau=Schiffahrt eine Militär=
Schaluppe an. 9 Offiziere, nämlich ein Oberſt, ein
Major, 3 Leutnants, ein Militärarzt und 3 Fähnriche
ertranken. Von den Soldaten haben 21 Mann das
Leben verloren. 6 Offiziere wurden gerettet. Die Mili=
tär
=Schaluppe, die Trotſchul heißt, iſt geſunken. Die Offi=
ziere
gehörten meiſt dem Pionier=Bataillon an, das in
Fokſchani ſtändig in Garniſon iſt. Der ungariſche Damp=
fer
wurde von der rumäniſchen Behörde beſchlagnahmt.
* Konſtantinopel, 1. Okt. Das Amtsblatt veröffent=
licht
ein Dekret, durch das die Bildung eines
Admiralſtabes nach engliſchem Muſter angeordnet iſt.

asseler
Drieier-Rakdß
wird bet
Magen-und Darmleiden
Gls Kräftigungsmittel tausendfach ärztlich empfohlen
Nur echt io bieuen Kaciens für 1.N. niemals lose.

Licht. Aegant Kallbar!

Die Ratsherrnbrüderſchaft
erlaubt ſich hiermit auf die Anſchaffung ihres neuen
Leichenwagens aufmerkſam zu machen. Der Wagen
bietet in ſeiner ernſten und würdigen Erſcheinung
Gewähr für eine pietätvolle Beſtattung.
(14411a
Beſondere Beſtellungen hierzu nehmen entgegen:
Wagenverwalter Lorenz, Woogsplatz 5, Tel. Nr. 216,
Wagenführer Ernſt Büchler, Nieder=Ramſtädterſtr. 51.
Tel. Nr. 1073.

Aus dem Geſchäftsleben.

Vielſeitige Verwendung. Es iſt ſo leicht
nicht aufzuzählen, wozu man Maggi’s Würze braucht;
in keinem Haushalt darf ſie fehlen, ſobald zum Mahhl der
Schornſtein raucht. Gibt’s Suppe, Sauce oder Braten,
Salat, Gemüſe, Vorgericht; all das wird immer fein ge=
raten
, vergißt du dieſe Würze nicht.

Einer Teilauflage unſerer heutigen Stadt=
ausgabe
iſt ein Proſpekt der Emmericher
Warenexpedition, Eliſabethenſtraße 12, beigefügt, worauf
(20504
wir hiermit hinweiſen.

Familiennachrichten.

Todes=Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
unſer 5 Jahre altes, innigſtgeliebtes Töchter=
chen
nach langem, ſchwerem, mit Geduld er=
tragenem
Leiden geſtern abend 7 Uhr zu ſich
abzurufen.
(*7764
Es ruhe in Frieden!
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Georg Dann,
Sabina Hartmann Witwe.
Darmſtadt, den 1. Oktober 1912.
Die Beerdigung findet Donnerstag vormittag
11 Uhr, vom Darmſtädter Friedhof aus, ſtatt.

Todes=Anzeige.
Verwandten und Bekannten hiermit die
traurige Mitteilung, daß unſere liebe Mutter,
(20525
Großmutter und Urgroßmutter
Margarete Apper z. W wo.
geb. Hettler
heute nachmittag 5¾ Uhr ſanft im Herrn ent=
ſchlafen
iſt.
In Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Georg Appel II.
Arheilgen, 30. September 1912.
Die Beerdigung findet am Donnerstag nach=
mittag
, vom Sterbehauſe aus, ſtatt

Todes=Anzeige.
Heute vormittag 10 Uhr verſchied nach
langem, ſchwerem Leiden unſere unvergeßliche
Tochter, meine gute Schweſter
(20529
Fräul. Marie Becker
im 23. Lebensjahre.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Ludwig Becker,
Lokomotivführer.
Darmſtadt, den 1. Oktober 1912.
Bleichſtr. 51.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 3. Ok=
tober
, nachmittags 2½ Uhr, von der Friedhofs=
kapelle
aus, ſtatt.

Gsttesdienſt der israelitiſchen Religionsgemeinde.

Haupt=Synagoge (Friedrichſtraße 2).
Schlußfeſt.
Mittwoch, den 2. Oktober:
Vorabendgottesdienſt 6 Uhr 15 Minuten.
Donnerstag, den 3. Oktober:
Morgengottesdienſt 8 Uhr 30 Min. Predigt 9 Uhr
20 Min. Abendgottesdienſt 6 Uhr 45 Min.
Freitag, den 4. Oktober:
Morgengottesdienſt 8 Uhr 30 Min. Feſtesſchluß und
Sabbatanfang 6 Uhr.
Samstag, den 5. Oktober:
Morgengottesdienſt 8 Uhr 30 Min. Sabbatausgang
6 Uhr 40 Min.

Gottesdienſt in der Synagoge der israelitiſchen Religions=
geſellſchaft
.

Schluß des Sukkausfeſtes.
Donnerstag, den 3. Oktober:
Vorabend 5 Uhr 45 Min. Morgens 7 Uhr 45 Min
Nachmittags 4 Uhr. Abends 6 Uhr 45 Min.
Freitag, den 4. Oktober:
Morgens 7 Uhr 45 Min. Nachmittags 5 Uhr 25 Min.
Samstag, den 5. Oktober:
Morgens 8 Uhr. Nachmittags 4 Uhr. Sabbatausgang
6 Uhr 40 Min.
Wochengottesdienſt von Sonntag, den 6. Oktober, an
Morgens 6 Uhr 15 Min. Nachmittags 5 Uhr 30 Min.
NB. Freitag, den 11. und Samstag, den 12. Oktober:
Rausch Chaudesch Marcheschorn.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das Hochdruckgebiet im Oſten hat ſich weiter verflacht,
das Tiefdruckgebiet im Weſten hat ſich unter erheblicher
Verſtärkung nach der Nordſee verlagert. Sein Kern be=
trägt
weniger als 735 mm. Auf der Vorderſeite des Tief=
druckgebietes
haben wir ſtarke bis ſtürmiſche Winde und
Regenſchauer. Die Temperakur iſt erheblich geſtiegen. Da
weſtlich von England wieder ein Tiefdruckgebiet erſchienen
iſt, iſt keine Aenderung des Wetters zu erwarten.
Ausſichten für Mittwoch, den 2. Oktober 1912:
Meiſt trüb, Regenſchauer, mild, ſtarke Südweſtwinde.

Tageskalender.

Großh. Hoftheater (Abg. C), Anfang 7 Uhr: Der
Freiſchütz
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Vortrag um 8½ Uhr im Reſtaurant Kaiſerſaal
(Thema: Chriſtus und das Geſetz).
Religiöſer Vortrag von E. Schumacher um 8½
Uhr Waldſtraße 18.
Monatsverſammlung des Kriegervereins um 8½
Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. Bürgerkeller
um 8 Uhr. Singſpielhaus Metropol um 8 Uhr.
Ausſtellung Der Menſch im Großh. Reſidenzſchloß
(geöffnet von 9 Uhr vormittags bis 10 Uhr abends).
Eugen Bracht=Ausſtellung auf der Mathil=
denhöhe
(geöffnet von 106 Uhr).
Bilder vom Tage. (Auslage Rheinſtraße 23):
Der Kaiſer, Großadmiral von Tirpitz und der Ge=
neralſtabschef
von Moltke auf S. M. S. Deutſchland;
die Ankunft der Hanſa in Kopenhagen; Tote der
Woche; die Jahrhundertfeier für 1812 in Smolensk.

Verſteigerungskalender.
Donnerstag, den 3. Oktober.

Pferde=Verſteigerung um 9 Uhr in der Train=
Kaſerne (Eſchollbrücker Straße).
Dünger=Verſteigerung um 9½ Uhr in der Dra=
goner
=Kaſerne (Regiment Nr. 24).

Großh. Landesmuſeum. Geöffnet Sonn= und
Feiertags von 101 Uhr und 24 Uhr, Freitags
von 101 Uhr, ſowie Mittwochs von 24 Uhr
eintrittsfrei; Dienstags, Donnerstags und Samstags
von 111 Uhr gegen Eintrittsgeld.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.

[ ][  ][ ]

(20527

n Stenographie,
Jg. Fräulein, Maſchinenſchreib
und allen ſonſt Comptoirarbeiten
gut bewandert, ſucht Stelle per 1.
oder 15 November. Gefl Aner=
bieten
u. T 65 a. d. Exp. (*7422sm

Fräulein, aus gut. Familie, mit
10jähr., höh. Schulbildung. Kenntn.
in einfach. Buchführung, ſ. Stellg.
in Kontor. Offerten unter U 21
an die Expedition ds. Bl. (*7633im

Fräulein, perf. in Stenographie
u. Maſchinenſchreiben, ſucht Stelle.
Offerten unter U 60 an die
Expedition ds. Blattes. (*7840

öer unterſtützt eine junge allein=
ſtehende
Frau mit ſchriftlicher
Arbeit irgendw. Art. Offert. unt.
U 31 an die Exped. (*7751md

erfahrene, ſucht
Buchhalterin, in ihren freien
Stunden Nebenbeſchäftigung.
Offert. unt. U 73 an die Exped.
(*7561msm
ds. Blattes.

Tüchtige Büglerin
empf. ſich in u. außer dem Hauſe
Heinheimerſtr. 16, I. r. (*7818

Tüchtige Friseuse
empfiehlt ſich in u. auß. dem Hauſe,
daſelbſt auch Kopfwaſchen und
Srocknen mit dem neueit. Trocken=
Apparat Mauerstr. 4, part. (20537a

Nähfrl. ſucht Stell. bei Damen=
ſchneiderin
. geht a. Beihilſe mit aus
nähen. Off. u. U 34 Exped. (*7710imf

Tücht. Schneiderin empf. ſich in
und auß dem Hauſe. Näh. bei
Maul, Eſchollbrückerſtr. 2. (*7592im

Akad. geprüfte Schneiderin
empfiehltſich in u. außer dem Hauſe
Roßdörferſtr. 1, 2. St. r. (*7410som

Schneiderin nimmt Kunden an!
in und außer dem Hauſe. Zu er=
fragen
Soderſtraße 44½. (*7481sm

Haushaltermn.
Alleinſt. Fräulein, evang., ſucht
Stellung bei älterem Herrn in
gutem Hauſe. Dieſelbe iſt im
Haushalt, feiner Küche, Kranken=
pflege
und Vorleſen durchaus er=
fahren
und beſitzt die beſten Zeug=
niſſe
. Näh. in der Exped. (18745a
Fräulein, 24 Jahre alt, kath.,
ſucht Stelle ſofort od. ſpäter in f.
Hauſe als Zimmermädch., geht a.
zu einzelner Dame. Darmſtadt od.
Bergſtraße bevorzugt. Gefl. Off.
unter U 7 an die Exped. (*7587imd
Mädchen ſucht Laufſtelle morg.
3 Stund., nachm. 2 Stund. Magda=
lenenſtraße
3, Stb. part. (*7846

Junge Frau ſucht Laufſtelle
Wendelſtadtſtraße 44, Hth. (*7838
Einfach. Fräulein ſucht Beſchäf=
tigung
tagsüber. Offert. u. U 63
an die Expedition ds Bl. (*7833

Eine Frau ſucht Laufdienſt
Langegaſſe 53, 1. Stock. (*7831

Mädchen ſucht Laufſtelle Lich=
tenbergſtraße
23. Hth II. (*7330

Frau ucht Lauſtelle vormittags
(*7776ms
Stiftſtraße 62.

ſucht Lauſtelle.
Frau Näh. Kranichſteiner=
ſtraße
15, b. Frau Bretſch. (*7787

Junge, unabh. Frau ſucht morg.
23 Stunden Laufdienſt. Löffel=
gaſſe
26, part., rechts, zu ſprechen
(*7747
von 10½ Uhr an.

Junge Frau ſ. n. 12 St. Laufd.
nimmt a. Laden od. Büro z. putz. au
Eliſabethenſtr. 42, Vdh., Mſd. (*7808

Frau

ſucht Lauſtelle Liebig=
ſtraße
69, 3. St. (*7803

Unabh. Mädchen ſucht Stelle,
geht auch in Reſtaurant. Zu erfr.
Grafenſtr. 27, Seitenb. l. I. (*7878

Junge Frau, derfranz. Sprache
mächtig, ſucht Stelle als Stütze
oder Erzieherin. Off. u. U 51
an die Expedition. (B20472

Jg. Mädch. vom Lande, welches
ſchon gedient hat, ſucht Stelle
Liebfrauenſtraße 95, part. (*7850

Männlien

Verh. zuverl. Mann, der ein ofſ.
Geſchäft betrieb, ſucht Stellung auf
Büro, Magazin, oder ſonſt. Ver=
trauenspoſten
, übernimmt a. Filiale
(Kaution kann geſtelt werd.). Off.
u. U 17 an die Exped. (*7627imd

ſucht Stelle
eit it
als
Lackschreiber
am liebſten in Warenhaus. Off.
u. T 77 a. d. Exp. (*7485em

Junger kräftiger Menſch,
welcher mit Pferden umzugehen
weiß, ſucht Stellung, womöglich
bei Fuhrunternehm. Näh. Schloß=
gaſſe
11, 2. Stock.
(*7753

Weiblich

e e e te
tige, branchekundige
Gerkäufer
und
junge Mädchen
aus gut. Familie als Lernende
(*7817
ſucht
Arthur Sittig
Louiſenplatz 4.

Tuchtige Arbeiterinnen

ſofort geſucht.
(20444im
Georg Benkert,
Nieder=Ramſtädterſtraße 35.

Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.

Nummer 28.2.

Hedey Chorm bilnige-Ausiugen

Nur solange Vorrat!
Porzellan
I Satz 6 St. dekorierte Milchgiesser 95
Ganz besonders billig!
1 Eierservice, dekoriert, Steilig .
6.

1 Kaffeekanne, Goldrand
1 Milchkanne, Goldrand
1 Tasse mit Untertasse, Goldrand
1 Zuckerschale, Goldrand . . zus.

1 Schüssel, 24 cm
I Schüssel, 20 cm
etz. 95

1 Tablett mit
I Kaffeekanne, weiss
1 Milchkanne
1 Tasse
I Zuckerschale . .
6 Kaffeetassen
6 Kaffeelöffel

Steinqut

1 Brotkorb, dekoriert, durchbroch. Rand 95

Nur solange Vorrat!
Verschiedenes

I große Waschschüssel, moderne Form
1 Stück Toilette-Seife
1 Waschlappen .
zus. 9 1 Satz 6 Schüsseln
3 Teller . . . . .
zus. 95 1 Nachttopf
I Leuchter
zus.
1 Paket Kerzen . . 95
1 Salz- und 1 Mehlfaß 95
95 4 dekorierte Tassen
,
zus.
4 Löffel . 1 Puddingkorm
6 Pakete Puddingpulver
zus. 95 1 Suppenschüssel
6 tiefe Teller .
zus. 95 3 tiefe Teller, Zwiebelmuster
3 fache Teller, Zwiebelmuster
zus.
3 EBlöffel 33 3 I große schön gekleidete Puppe . . 95 1 graue Kolter, schwer . . . . . . 95 1 Paar Kamelhaarsocken . . . . 95 1 Fußmatte
I Staubbesen
I Scheuertuch . . . .
zus. 95 1 große elegante Nippes-Figur . . . 95 3 Wachstuch-Wandschoner
I Karton Reißnägel .
,
zus. 95 Enorm billig 1 Wandkaffeemühle .
0 95 1 Küchenmerktafel . . . . . . 95 1 Etagen-Essenträger . . . . . (21 1 Toilette-Eimer mit Deckel . . . . 95

1 Wandbrett mit I Hackmesser und
2 Küchenmesser .
. . . . zus.

ereit ſir Huſtaniunmen

(eventuell Kindergärtnerin) für
nachmittags geſucht. Perſönliche
Vorſtellung vormittags zwiſchen
0 und ½11 Uhr und nachmittags
zwiſchen 2 und 3 Uhr erbeten
20501ms)
Kaſinoſtr. 31, II.

Redegewandte,
inteilligente Damen und Herren
zum Verkauf von la. Nährmittel
direkt an Private geſucht. Off. u.
U 68 an die Exp. ds. Bl. (*7894

Tüchtige (*7643imd
Taillenarbeiterinnen
für mein franz. Atelier geſucht.
Gottfr. Proeſer, Schulſtraße 8.
Tüchtige Schneiderin im Hauſe
geſucht. Offerten mit Preis unter

U 64 an die Exped.

(*7824

Mehrere geibte Nähmaſchinen=
Arbeiterin. zum ſofortig. Eintritt
geſucht. Gamaſchenfabrik
Heß,
*7785md) Luiſenſtraße 6.

Beſſere junge Frau od. Mädchen
wird für gleich oder ſpäter wöchent=
lich
einen Tag 2 bis 3 Stunden
vormittags zum Putzen geſucht
Herdweg, 55, 2. Stock. (*4827mms

Handarbeiten.
Für die Monate November und Dezember ſuche ich eine
mit ſämtl. Techniken
weiche imſtande ſein
durchaus vertraute D.A. MM E, muß, Damen und
Kindern in der Anfertigung von Handarbeiten aller Techniken
fachmänniſche Ausbildung gebe zu können. Ausführl. Offerten
mit genauen Angaben über bisherige Tätigkeit und möglichſt mit
Bild beliebe man zu richten an Theodor Althoff, Duisburg,
Abteil: Handarbeiten.
(20379im

4 Hoffmannſtraße 4.
ſucht und empfiehlt Stützen, Kinderpflegerinnen,
Kinderfräulein, Haushälterinnen, Hausdamenu w.
Sprechſtunden täglich von 35 Uhr (außer Mittwoch und Sams=
tag
), Donnerstag auch vormittags von 1011 Uhr.
(58a
Für ein 6jähr. Mädchen wird! Tücht. Arbeiterinnen u. Lehr=
per
15. Okt. oder 1. Nov. ein
mädchen ſof. geſ. Konfektion,
Kirchſtraße 21
(*7821md
Fräulein

Ein im Nähen, Bügeln
und Servieren gewandtes,
nicht zu junges
Hausmädchen,
das gute Zeugniſſe beſitzt,
in einen kleinen Hanshalt
zum 15. Novbr. geſucht.
Zu erfragen in der Ex=
pedition
d. Bl. (20446imd
ſide Haus
mädchen, das bügeln und ſehr
gut nähen kann, für Anfang Okto=
ber
in Offizierfamilie nach St.
Avold (Lothringen) geſucht. Darm=
ſtadt
, Heidelbergerſtr. 132. (B20337

Oene Stellen

[ ][  ][ ]

Nummer 232.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 191
Teiswertebarier-Kernektiet

Jackenkleider in enormer Auswahl
29.50, 35., 39., 48., 52., 55., 59., 65.,
69 , 72., 79., 85., 89., 95.- etc.
Mähtel hochgeschlossen und offen zu tragen
16.50, 17.50, 19.50, 22.50, 24.50, 26.50, 28.50. 29.50,
32., 34., 36., 37., 38., 39. etc.
Samt- und Plüschmänte
49., 52., 59., 69., 75.-, 79., 82., 95.,
125., 135., 145., 165., 175. etc.

Gute Verarbeitung, mod. Stoffe,
chike Fassons, selbst bei der
billigsten Konfektion.

Blusen in Wolle, Seide, Voile und Spitze
7.50 9.75, 12.50, 14.50, 16.50, 19.50, 23., 24.50,
25.50, 26.50, 27.50, 29.50, 32., 34. etc.
Unterröcke in Trikot, Tuch und Seide
6.75, 8.75, 9.75, 12.50, 18.50, 14.50, 16.50, 17.50.
18.50, 19.50, 23.50, 24.50, 26.50, 27.50 etc.
Morgenröcke in grosser Auswahl
5.75, 8.75, 9.75 10.75, 12.50, 14.50, 16.50, 18.50,
19.50, 21.50, 24.50, 27.50, 29.50, 32. etc. (20530

Caroercmarffg30.

Ecke Elisabethen-
u
. Wilhelminenstr.

Junges ſauberes Mädchen nach
Frankfurt geſucht. Zu erfragen
Erbacherſtraße 10, part. (*7825ms

Aeiteres
t
erfahrenes Mädchen zu zwei
Damen geſucht. Lauffrau vorh.,
vorzuſtellen nachmittags zwiſchen
4 und 5 Uhr.
(*7841md
Grüner Weg 30, I.

Suche ſof. tüchtige Köchin oder
Haushält. zu 2 Leuten nach Frank=
furt
, Hausmädch. vorh. Kath. Jäger,
gewerbsmäßige Stellenvermittler=
in
, Donnersbergring 30, an der
Ahaſtraße.
(*7786

Geſucht für tagsüber geſetztes,
zuverl. Hausmädchen mit guten
Zeugniſſen. Näheres in der Exp.
dieſes Blattes.
(*7773

Unabhäng., tücht., gut empfohl.
Waſchfrau geſucht Saalbau=
ſtraße
81, parterre.
(*7763

Ein ordentliches Mädchen
für dauernde Stellung zu 3 er=
wachſenen
Leuten geſucht Pallas=
(*7760md
wieſenſtraße 45.

Monatsfrau
reinl. u. unabh., vorm. 2, nachm.
1 Std. ſucht Sauerwein, Taunusſtr. 10,
Meld. nicht vor 10 Uhr. (*7758

Unabhäng, Lauffrau für mor=
gens
zwei Stunden geſucht
Schwanenſtraße 69, II (*7851

Suche mehr. Mädch. ſ. g. Priv.= u.
Geſchäftsh. Johannette Weißmantel,
gewerbsmässige Stellenvermittlerin,
Kaſinoſtraße 17.
(*7855

Ich ſuche zum 8. od. 10. Oktob.
ein geſundes, fleiß. Mädchen
für Küche u. Hausarbeit. Kochen=
können
nicht erforderlich. Gute
Behandlung und Bezahlung zu=
geſichert
. Frau Th. Holthuſen,
Ww., Orangerie=Allee 10. (B20521

Anſtänd., jung. Mädchen f. einige
Stunden vor= u. nachmitt. für
leichte Arbeit geſucht. Vorzuſtell. v.
67 Uhr, Ludwigsſtr. 16. (*7816

Tunges, ſauberes Mädchen ſo=
fort
geſucht. Anzufr. v. 9 Uhr
ab Rheinſtr. 26, Laden. (*7870

geſucht Zur
Servierfräulein Lilie‟, Große
Kaplaneigaſſe 16.
(*7865

Für ſofort gut empfohlene, kräftige
7 Monatsfrau 2 Stund. vorm.
geſucht Heinrichſtr. 65, II. (*7862md

Tüchtiges junges Mädchen
zu einem Kinde tagsüber geſucht
*7876) Heinheimerſtraße 74, I.

Geſucht
in kleinen, ruhigen Haushalt
(2 Perſonen) ein durchaus ſolid.
Mädchen, das ſelbſtänd. koch.
kann u. die Hausarbeit gründ=
lich
verſteht. Näh. Exp. (B20538

Ein ordentliches Mädchen oder
Frau für 2 Stunden vormittags
(B20500
geſucht
Grüner Weg 4, II.

Suche anſtändiges Dienſtmäd=
chen
oder Mädchen tagsüber
Hügelſtraße 2, part. (*7819md

Männlich

Alleinvertrieb
Tachometer :: Tachographen
wünscht großes Haus an erste Firma der Branche
für H.-Hassau, Gr. Hessen, H.-Darmstadt und Rheinpfalz
zu vergeben u. erbittet Off. u. A. V. 191 a. d. Exp. (20502)I

Redegewandter Mann,
auch im Verkehr mit der Land=
bevölkerung
vertraut, findet
dauernde Stellung
als Einkaſſierer und Verkäufer
gegen Fixum und hohe Proviſion.
Kleine Kaution erforderlich.
Offerten mit Angabe des Alters
und der bisherigen Tätigkeit unter
T 58 a. d. Exped. erbeten. (20192soi

Gesucht
z. ſofortig. Eintr.: 1) jg. Mann
zwecks Ausbildg. als Vermeſſ=
ungstechnik
., 2)tücht. Gehilfen,
3) Fräulein m. ſch. Handſchrift.
Vermessungsbüro Ph. Buxbaum,
Elisabethenstr. 49, I. St. (20408imd

Meſtungef. Zucternnete eiſt.
handlg. ſ. f. Odenw. ꝛc. eingeführt
tüchtigen
Reisenden
per ſofort. Offerten unt. L. O. 100
postlagernd Mainz, Amt 6. (19958im

Suche 1
weicher
einen Herri wöchent=
lich
einmal des Abends o. Sonn=
tags
d. Buchführg. erledigt. Meldg.
v. 13 Uhr. Hölgesſtr. 10, II (*7789

Für den proviſionsweiſen Ver=
kauf
unſeres
Universal-Kunst-Düngers
ſowie unſerer übrigen landwirt=
ſchaftlichen
Präparate, Oele und
Fette, werden jederzeit tüchtige
Vertreter gegen hohe Proviſion
eingeſtellt. Gefl. Angeb. u. M. T. 688
an Invalidendank‟ Leipzig. (20454

Bedeufende
Brotfabrik
ſucht einen (*7856ms
Vertreter in Darmſtadt,
welcher ein Depot mitübernimmt.
Offerten an die Exped. u. U 72.

erhalten gratis
Schiffsjungen Auskunft über
Karriere und Ausrüſtung.
J. Brandt, Altona a. Elbe,
Fiſchmarkt 20. (19518E

Wer Chauffeur
werden will, verlange koſtenlos
Proſpekt. Stellung vertraglich ga=
rantiert
. Automobilwerk Bern=
burg
=Anh.
(19955M

Seidicht
füngerer Bürodiener, welcher beim
Militär gedient, zum möglichſt ſo=
fortigen
Eintritt. Offerten unter
Beifügung der Zeugniſſe abzugeb.
unt. U 9 an die Exped. (20355imd

für l. 2= u. Z klaſſ.
Schiffsjungen Segelſch. erh. ſee=
gem
. Ausrüſt. u. Ausk. Proſp. gr.
M. Grohne, Altona, Palmaille 54, III. (208fs

Suche einen tüchtigen Klein=
ſtückarbeiter
auf Werkſtatt nach
Tariflohn.
(20434a
A. Schwarz,
Schneidermeiſter,
Mühlſtraße 20.

Tüchtig. (*7646imd
Herrenschneider
auf Jacken u. Mäntel geſucht.
Gottfr. Proeſer, Schulſtraße 8.

z. Verk. v. Neuheiten p. ſof. geſucht.
Off. unt. T56 an die Exp. (20138a Sicherſtellung.

Akauisitenr
tüchtig u. branchekundig, sofort
gesucht.

Exped. dieses Blattes.

Landtouren ſucht erſte Firma ver=
Handwerker und
intelligente Arbeiter
die Beruf wechſeln wollen. Keine
Fachkenntniſſe erforderlich, kurze
unentgeltliche Einarbeitung. Als=
dann
Anſtellung mit feſtem Gehalt.
Meldungen befördert unter R97
die Exped. ds. Blattes. (19706a

Dung. Bacholnor
geſucht.
L. C. Wittichsche Hofbuchdruckerei
Rheinſtraße 23. (20341oim

Erſtklaſſiger Rockarbeiter,
ſowie tüchtiger Tagſchneider bei
höchſtem Arbeitslohn ſuchen per
ſofort Thiele & Boettinger,
Hoflieferanten.
20497)

Jüngerer
Hausburſche
(20531
geſucht (Radfahrer)
Gebrüder Nöſinger, Grafenſtr. 19.

Anmeldungen zwiſchen 12 u. 2 Uhr
mittags. Näh. Expedition. (*7874

Junger Magazinsarbeiter
geſucht, welcher packen kann.
Näheres Magazinskontor, Rhein=
(20451imd
ſtraße 25.

ausgekämmte und abgeſchnittene
kauft fortwährend zu den höchſten
(19806a
Preiſen
Friedrich Tillmann,
Eliſabethenſtraße 21.

Umrie

Kaufe 810 Zimmer=Haus
in gut. Wohnlage d. i. Stadt und
gebe mod. ſchuldenfr. Landhaus
(6 Z., ſch. Gart. ꝛc.) h. Nähe als Anz.
Refl. ſchr. u. U 55 a. d.Exp. (*7792md

Oe

ſer leiht Mark 1000 gegen

werden billig garn.,
Hüte Altes verwandt
(*7240fm)
Kahlertſtraße 41. Zmer
Wendelſtadtſtr. 8, pt., 3 große,
2 kleine Zimmer mit Zubehör per!
ſofort. Näh. 1. Etage. (*7813 Luifenſtraße 34, Mittelbau,
große 4 Zimmerwohnung. Näh.
Luiſenſtr. 36, Laden. (20523ms Landgraf Philipp=Anlage 58
parterre, ſchöne Vier= Zimmer=
wohnung
mit kompl. Bad per1
1. Januär zu verm. Näh. Eliſa=
bethenſtr
. 68, Kontor. (20532ms Rhönring 41, 1. Stage, vier
Zimmer, Bad, Veranda, neuzeitl.,
per ſof. Näh. 2. Etage od. Wendel=
ſtadtſtr
. 8, I.
(*7811 Taunusstrasse 45
ſchöne 3 Zimmerw. z. v. (20533ms Pankratiusſtr. 14 3 Zimmer,
Manſarde und Zubeh., per ſofort.
Näh. Wendelſtadtſtr. 8, I. (*7812
n kehrs= und ſprechgewandte Per= Verſetzungshalber
ſönlichkeit. Sehr geeignet für ſchöne 3 Zim.=Wohn. mit Zubehör
möglichſt ſofort zu verm. Näh. zu
erfr. Saalbauſtr. 10, 3. Etage. (20524a P Teichhausſtr. 38, 2 Zimmerw.,
Preis 18 Mk.
(*7826ms1 Bismarckstrasse 74
ein ſchönes grades Manſarden=
zimmer
mit Kammer an einzelne
Perſon per ſofort.
(20541ms
Näheres Gg. Ph. Geiſt. Arheilgerstrasse 78
großes unmöbliertes Zimmer mit
Waſſer und Kochofen ſofort zu
vermieten.
(20535ms Miere Zimmer Gutenbergſtr. 50, II., ſchönes,
ruh. Zimmer zu verm. (*7807mdr Landwehrſtr. 17, Hths., frdl. a
möbl. Zimmer mit ſep. Eing. ſof:
zu verm. Preis 13 Mk. (*7842mdf möbl. Wohn= u. Schlafz. m. 2 Bett.,
volle Penſ., z. mäß. Pr., ſof. (*7839 Viktoriaſtraße 25, Ecke Land=
wehrſtraße
, eleg. möbl. Wohn= u.(
Schlafzimmer, ſep. Eing., Nähe d.
Herrngartens, zu verm. (*7832 Wendelſtadtſtr. 34½, I., möbl.S
Wohn= u. Schlafzimmer. (*7852ms Obere Taunusſtr. 23, part.,
groß., gut möbl. Zim. m. Schreib=
tiſch
, Gas u. Kachelofen an ruhig.
Herrn zu vermieten. (*7828 1 Bleichſtr. 40, 2 Treppen rechts,
möbl. Zimmer zu verm. (*7805 Ecke Dieburger= und Mauer=
ſtraße
1, I., 3 möbl. Zim., ein
Herrnzim. u. 2 Schlafzim., getrennt
od. zuſammen, zu verm. (*7806ms Karlſtr. 23, 1. Stock, freund=
lich
möbliert. Zimmer mit Kaffee hierV. Schatz, Alexanderſtr. 15
zu vermieten. Neckarſtr. 24, III., groß. ſchön ge
möbl. Zimmer ſofort. (*7857mdf2 Saalbauſtr. 10, 1. St., gut mbl. P
Zim. mit Gas u. Schreibt. (*7858 Gardiſtenſtraße 18, 3. Stock
links, möbl. Zimmer m. ſep. Eing.,
pro Woche 3 Mk. Waldſtr. 18, part., möbliertes
Zimmer mit ſep. Eing. (*7815mds

Düchtiger Bauſchreiner geſucht Offerten unter U 69 an die
(*7847
Schuknechtſtr. 48, p. (*78731Expedition d. Bl.

ſinden beſte Aufnahme in guter
Familie bei guter Verpflegung
und aufmerkſamer Bedienung.
Offerten u. U 74 Exped. (*7859

* Honig!

etſtier Setſter 150
tpfehle denſelben in garantiert
ner Qualität zu 1 Mk. pro Pfd.
ne Glas.
(19105a
G. Roth, Dieburgerſtr. 9.

Knabenanzüge
und Mädchenkleider
verden angeſerigt (*356am
K. Liss &. E. Goepel
Mollerſtraße 12, I.

w. ſchick u. bil.umgearbeitet,
Form. u. Zutat. auf Lag. bei
ick, Kaupſtr. 32. (*7523omf

Körbe Stühle
ig und dauerhaft ge=
rbreparaturen
prompt
Korb= und Stuhl=
n
Ludwig Schmidt,
mſtr. 2. Arbeit wird

die zurückgez. leben
wollen, find. diskr.
ehroth, Eberſtadt
liceſtr. 9. (17842a

Witwe, 44 Jahre, m. Sohn v.

iraten.
(*7783
Offerten unter U 48 an die

heiralen die nieht
bev. Sie über zukünft. Perſon
u. Familie, Mitgift, üb. Verm.,
Ruf, Vorleben ꝛc. genau in=
formiert
ſind. Diskr. Spezial=
Auskünfte überall. (VII17968
Welt-Auskunftei,, Globus‟
Berlin W. 35.

Arbeite, Witwer, 30 Jahre alt,
ünſcht ſich mit Witwe oder ält.
Nädchen zu verheiraten. Offert.

Waldſtraße 24, Prdh., 2. St., (Reſtanrattion Kratſch

an der deachchnt.

Det 5 0 Ir.

U 50 an d. Exp. (*7770

S21!!
Wer dort ? (20540a
(20534oms Ich komme ſof. u. zahle Ihnen für

Zu kaufen geſucht:
kl. gebr. Amerik. Ofen
kl. gebr. Iriſcher Ofen
(*7864 Offerten u. U 66 Expd. (*7809ms

U 56 an die Exp.

(20495

Kut erhaltener Skunks=Pelz zu
kaufen geſucht. Offerten mit
Preis u. U 65 Expedition. (*7823

(F9428

[ ][  ][ ]

Seite 10.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.

Nummer 232.

Landwirtſchaftliches.

Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrates
vom 24.30. September.
Der Weltmarkt zeigte in der Berichtswoche eine etwas
mattere Haltung. Amerika iſt andauernd mit ſtarken
Offerten im Markte und hat ſeine Forderungen weiter er=
mäßigt
. In Rußland wird zwar über ſchlechtes Wetter
geklagt, das die Zufuhr behindert, aber die amerikaniſche
Verkaufsluſt blieb inſofern nicht ohne Einfluß, als
ſchwimmendes ruſſiſches Material gleichfalls entgegen=
kommender
angeboten wurde. Hinzu kam, daß die Frach=
ten
ſowohl von Amerika als auch von Rußland eine leichte
Ermäßigung erfahren haben. In Deutſchland trug neben
iwilligerem Auslandsangebot die günſtige Witterung
weſentlich dazu bei, die Unternehmungsluſt einzuſchrän=
ken
. Die Kartoffelernte konnte gute Fortſchritte machen,
und es zeigt ſich, daß ſie beſſer ausfällt, als man bisher
angenommen hatte. Gegenüber dieſen Faktoren fiel der
Umſtand, daß das Angebot vom Inlande wegen der Feld=
arbeiten
nur geringen Umfang aufwies, nicht ſonderlich
ins Gewicht. Vielmehr verhielten ſich die Mühlen dem
meiſt aus abfallenden Qualitäten beſtehenden Weizen=
angebot
gegenüber ſehr reſerviert. Verhältnismäßig beſ=
ſer
vermochte Roggen ſeinen Preisſtand zu behaupten,
zumal die ruſſiſche Konkurrenz ſich bisher wenig fühlbar
machte. Die Nachfrage für Ausfuhrzwecke iſt zwar ruhi=
ger
geworden, es wird aber zur Erfüllung früherer Ver=
käufe
andauernd Ware gebraucht, auch die Mühlen ſind
Käufer für das mäßige Angebot. Im Lieferungsgeſchäft
war die Stimmung überwiegend matt, nur für Septem=
ber
=Weizen bewirkten Deckungen gegen nicht lieferbare
Ware eine Steigerung auf 221 Mark, während Dezember
von 210¾ auf 207¾ zurückging. Roggen war zum größ=
ten
Teile beglichen, ſo daß ſchließlich mehr Ware da war
als benötigt wurde. Infolgedeſſen ging September von
179¼ auf 173 Mk. zurück, während Dezember bis 170¾4 Mk.
gegen die Vorwoche einen Rückgang von 3,50 Mark auf=
weiſt
. Hafer war trotz ſchwächerer Kaufluſt nicht billiger
zu beſchaffen, namentlich Schleſien offerierte knapp und
teuer. Lieferung wurde durch vermehrtes ruſſiſches An=
gebot
unter Druck gehalten, aber September war in Deck=
ung
begehrt und erzielte gegenüber Dezember ein Auf=
geld
von 13 Mark. In Braugerſte iſt die Nachfrage, da
der erſte Bedarf gedeckt zu ſein ſcheint, ruhiger geworden,
nur wirklich gute Qualitäten ſind weiter ſchlank verkäuf=
lich
. Ruſſiſche Gerſte war aus zweiter Hand zeitweiſe
billiger, ſonſt feſt. Für argentiniſchen Mais ſtellten ſich
die Forderungen etwas niedriger. Die Ermäßigung der
Eiſenbahnfrachten für Gerſte und Mais blieb ohne Ein=
fluß
, da augenblicklich der billigere Waſſertransport zur
Verfügung ſteht. Es ſtellten ſich die Preiſe für inländi=
ſſches
Getreide am letzten Markttage in Mark per 1000
Kilogramm wie folgt:

Weizen
Roggen Hafer
-
171 (
Königsberg.
Danzig
171½ (1½) 176
201
177
Stettin
169
Poſen
172
167
207
202
Breslau
169 (*2 ) 173
.211
Berlin
200
172
Magdeburg . 206
190
171
204
Halle
173
198
173
Leipzig
204
198

Dresden .
. 204
173 (4
200
Roſtock
201
176
170
Hamburg
. 218
177
203
Düſſeldorf
218
187
215
Frankfurt a. M. 211½
181½ (*1½
Mannheim . . 217½
185
195
Straßburg
220
190 (F2½
München . . 230
184
)194 (*1

Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Sept. 221 (-3),
Paris Sept. 246,35 (* 20,25), Chicago Sept. 136,80
( 3,30), Liverpool Okt. 173,35 (), Roggen: Berliu
Sept. 173 ( 6,25), Hafer: Berlin Sept. 188 (5,50),
Futtergerſte Südruſſ. frei Hamburg unverzollt Sept.
133,25 ( 0,25), Okt.=Dez. 133,50 ( 1), Mais: La Plata
Sept.=Okt. 112 ( 2,50), Mixed Dez. März 116 ( 2) Mk.

Literariſches.

Dr Baſtian Schmids naturwiſſen=
ſchaftliche
Schülerbibliothel. Bd. 17: Aus
dem Luftmeer. Von Max Saſſenfeld, Oberlehrer
am Königl. Gymnaſium zu Emmerich a. Rh. Meteoro=
logiſche
Betrachtungen für mittlere und reife Schüler.
Mit 40 Abbildungen. (IV und 188 S.) 8. 1912. 3 Mark
gebd. Verlag von B. G. Teubner, Leipzig und Berlin.
In dem neueſten Bande von Dr. Baſtian Schmids natur=
wiſſenſchaftlicher
Schülerbibliothek, die ſtets als Grund=
gedanken
das ſelbſttätige Beobachten der Natur und ihrer
Geſetze betonte, lenkt der Verfalſſer die Aufmerkſamkeit
ſeiner Leſer auf Dinge und Erſcheinungen, die durch ihre
Alltäglichkeit wenig oder keine Beachtung finden. Dem
Sonnenſchein, Regen, Wolken, Schneeflocken und Tau=
tropfen
ꝛc., überhaupt allem, was ſich täglich, jahraus,
jahrein in dem unendlichen Luftmeer abſpielt, widmet er
eingehende Beſprechungen. Die Bedeutung der wiſſen=
ſchaftlichen
Erforſchung der höheren Luftſchichten für die
Luftſchiffahrt findet beſondere Beachtung, und ſind die
wichtigſten Ergebniſſe aus dieſem Wiſſensgebiete in die
Darſtellung aufgenommen. Zahlreiche photographiſche
Aufnahmen, Abbildungen, Skizzen, Wetterkarten und Ta=
bellen
veranſchaulichen den lebhaft geſchriebenen Text.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.

Geöffnet an Wochentagen von 9 12 Uhr vorm. und
3 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 22. Sept.: dem Bauaſpirant Johannes
Löffler, Schwanenſtr. 71, eine T. Mathilde Chriſtine

Marie. Am 26.: dem Fuhrmann Otto Ebner, Lange=
gaſſe
12, ein S. Ludwig. Am 24.: dem Bäcker Georg Hugo
Seuberling, Arheilgerſtr. 67, eine T. Roſa. Am 20.:
dem Taglöhner Heinrich Wienold, Hinkelsgaſſe 17, eine
T. Emma. Am 22.: dem Küchenmeiſter Ernſt Adolf
Jörns, Gutenbergſtr. 41, ein S. Emil Auguſt. Am 26.:
dem Maſchinenarbeiter Friedrich Auguſt Adolf Wege=
ner
, Kiesſtr. 24, eine T. Friederike Charlotte Marie. Am
24.: dem Kaſſengehilfen Friedrich Knörzer, Lucasweg 9,
eine T. Lieſelotte Antonie. Am 29.: dem Straßenreiniger
Peter Wacker Pädagogſtr. 2, eine T. Suſanna Luiſe.
Am 27.: dem Kaufmann Ludwig Schmidt, Gardiſten=
ſtraße
7, ein S. Rudolf. Am 30.: dem Mechaniker Georg
Friedrich Baumann, Arheilgerſtr. 74, ein S. Ludwig
Karl.
Aufgebotene. Am 26. Sept.: Fabrikarbeiter Hermann
Heinrich Kobs in Gelſenkirchen, mit Anna Margarete
Leyn in Gelſenkirchen. Kaufmann Heinrich Rull=
mann
, Beckerſtr. 23, mit Katharina Lollo (gen. Anna)
Binzer, Beckerſtr. 23. Am 27.: Taglöhner Philipp
Schmitt, Magdalenenſtr. 7, mit Dorothea Fertig
(Hemmrich), Magdalenenſtr. 7. Schutzmann Anton Da=
niel
in Hamburg, mit Maria Schmitt in Halsbach.
Bergmann Wilhelm Beyer in Welſchbach, mit Maria
Schaum in Quierſchied. Redakteur Kurt Mitſching,
Waldſtr. 11, mit Erna Clauß in Brandenburg. Kauf
mann Auguſt Heedt, hier, mit Gertrude Schmitz
in Wiesbaden.
Eheſchließungen. Am 24. Sept.: Forſtaſſeſſor Hermann
Wilbrand, mit Eliſabeth Schnittſpahn, beide hier.
Am 25.: Taglöhner Ludwig Löffel, mit Marie Gerbig,
geb. Bieger beide hier. Kaufmann Heinrich Lucht in
Biebrich, mit Eliſabeth Mößmer, geb Nold, hier. Am
28.: Formſtecher Lorenz Nehrwein, mit Mathilde Wolf,
beide hier. Ingenieur Albert Freimuth in Gelſenkir=
chen
, mit Eliſabeth Franz hier. Poſtillon Wilhelm
Müller, hier, mit Katharina Brunner in Zeilhard.
Steinbildhauer Joſeph Schwengber in Ratingen, mit
Anna Linſenmeier, hier.
Geſtorbene. Am 26. Sept.: Marie Anna Buſer,
T. des Tagl., 1 J., kath., Kleine Kaplaneigaſſe 3. Schuh=
machermeiſter
Georg Heinrich Schwebel, 64 J., ev.,
Schützenſtr. 20. Am 27.: Schuhmacher Michael Georg
Laux, 53 J., kath., Geiſtberg 5. Marie Eliſe Meß,
ohne Beruf, 31 J., ev., Klappacherſtr. 24. Peter Ludwig
Koch, S. des Kellners, 1 J., ev., Große Ochſengaſfe 1.
Am 29.: Emmn Huthmann, T. des Taglöhners, 8 Mte.,
ev., Arheilgerſtr. 66. Am 28.: Eliſe Dittmann, ohne Be=
ruf
, 75 J., kath., Nieder=Ramſtädterſtr. 30. Am 29.: Anna
Maria Eliſabetha Katharina Straßburger, geb. Oſter=
rath
, Ehefrau des Oberaſſiſtenten, 40 J., ev., Dreibrunnen=
ſtraße
9. Am 28.: Soldat im Inf.=Regt. Nr. 115, Philipp
Berg, 21 J., Mennonit, Wilhelminenſtr. 15. Am 29.:
Milchverkäufer Philipp Schmitt, 47 J., ev., Erbacher=
ſtraße
146. Friedrich Geiß, S. des Schneiders, 6 Mte.,
ev., Hermannſtr. 5.

arn

Credit

Dasisraienche
auf die sich mein Geschäft
seit seinem Bestehen emporgeschwungen hat.
Ueberzeugen Sie sichl

Ia. Tafelobſt
Canada-
Reinetten
Landsberger
Harbert-
Baumann-
Graue Herbst-
3
Edelborsdorfer
Goldparmänen
und andere Sorten, ſowie
Ia Wirtſchaftsobſt
(20453msd
zu haben in der
Kaisermühle, Eberſtadt b. D.
Das Obſt kann jederz. beſicht. werd.

rosste-Auswant

Keenttar

Ich biete
Vervele
beim Einkauf von
I11SDEL aller Mrt.
Meine Läger bieten grosse Auswahl in
HERREN-KONFEKTION
:: Anzüge, Paletots, Capes .
Bozener Mäntel, Knaben-Paletots
DAMEN-KONFEKTION
Kostüme, Mäntel, Röcke, Capes, Kind.-Paletots
Manufakturwaren e Teppiche . Läufer.
Alles auf bequeme (20469
Teilzahlung.
Kleinste Anzahlung. Bequeme Abzahlung.

Bleichstrasse 30, part., I., II., III. Stock.

1d

Tohorn

für den Winterbedarf liefert zu
Tagespreiſen frei Keller (20108a
Bernhard Appel
Schleifmühle bei Kranichstein.
Telephon 1776.

Konlditerer- u. Cate

Spezialität:
Baum-
tuchen

Aepfelmo
Fläglich friscn gekelferf
Marhin Jahn.
Pallaswiesenstr.30

(12010)

Verhust- Spanische Wolle
(weiß und rot) der Liter v. 70 Pf.
an, bei Abnahme von 10 Litern
5 Pf. billiger, frei ins Haus ge=
(20004a
liefert empfiehlt
Weinhandlung
Mathildenplatz 8 und
Nieder=Ramſtädterſtraße 45.

Feinfäſſer, verſchied. Größen, zu
verk. Karlſtr. 43. (20293a

Zuckers Salnderma hat
mich von einem ſchweren (11349E
Hautausſchlag
raſch u. völlig befreit. 1000 Dank.
E. Phylipp, Aufſeher. Aerztl.
warm empf. Doſe 50 Pfg. u. 1 Mk.
(ſtärkſte Form). Bei F. Schaefer,
Ludwigsplatz 7, Chr. Schwinn,
Rheinſtraße 8, A. Logel, Eliſa=
bethenſtr
. u. Gg. F. Frank, Parf.

[ ][  ][ ]

Nummer 232

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.

Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.

Gefunden: 1 Sparkaſſenbuch. 1 ſilberne Damenuhr. 1 Porte=
monnaie
mit 9 Mk. 1 Portemonnaie mit 4,60 Mk. 1 Zehnmarkſtück.
1 Schrotleiter und 1 Sturmlaterne. 1 ſilberne Nadel mit gelb. Stein.
1 ſilberne Herrenuhr. 1 Drücker. 1 Damenportemonnaie mit Inh.
1 grauer Obſtkorb mit 3 kleinen Säckchen. 1 ſchwarzer Damenſchirm.
1 kleines Portemonnaie mit 1,21 Mk. Inhalt. 1 Kinderportemonnaie.
1 großer Schlüſſel. 1 braunes Strickzeug. 1 gr. Schlüſſel. 2 Schlüſſel
an einem Ring. 1 braunes Damenportemonnaie. 1 Korallenkette.
1 mittelgroßer Hohlſchlüſſel.
(20478

Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=

licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 1 Pinſcher, 1 Hofhund. 1 Foxterrier, 1 Dobermann
(zugelaufen). Die Hunde können von den Eigentümern bei dem
5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht
ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags um
10 Uhr, ſtatt.
(20477

Städtiſcher Fiſchmarkt.

Beginn: 1. Oktober 1912.
Verkaufstage:
a) auf dem Marktplatz: Dienstag bis einſchl. Samstag jeder
Woche,
b) auf dem Riegerplatz: nach Bedarf, jedenfalls aber Don=
nerstag
und Freitag jeder Woche.
Die äußerſt billig geſtellten Wochenpreiſe, die unter Kontrolle
des Oberbürgermeiſters feſtgeſetzt werden, ſind an den Verkaufs=
ſtänden
angeſchrieben.
Darmſtadt, den 28. September 1912.
(20343a
Der Oberbürgermeiſter:
I. V.: Mueller.

Herſteigerungs=Anzeige.

Mittwoch, den 2. Oktober d. Js., vormittags 11 Uhr
ſollen im Verſteigerungslokal Waldſtraße 21, Hinterhaus, folgende
Gegenſtände zwangsweiſe gegen bar verſteigert werden:
1 Pianino, 1 vollſt. Bett, 1 zweitür. Kleiderſchrank, 1 Sofa,
10 ir. Oefen, 3 Schreibtiſche, 1 Glasſchrank und div. Gläſer.
Darmſtadt, den 27. September 1912.
(20316oim
Wieser, Pfandmeiſter.

Lieferungs=Vergebung.

Die in der Zeit vom 1. November 1912 bis 31. Oktober 1913
in den Küchen des Bataillons erforderlichen Kolonialwaren, Kar=
toffeln
, Gemüſe und Milch, ſowie die Abnahme der Küchenabfälle
(Spülicht, Knochen und Konſervenbüchſen) ſollen vergeben werden.
Die Lieferungsbedingungen können in der Küche des Bataillons
(Alexanderſtraße) eingeſehen werden.
(20505ms
Schriftliche Angebote mit der Aufſchrift: Angebot auf Liefe=
rung
von Küchenbedürfniſſen und Proben ſind bis zum 15. d. M.,
mittags 12 Uhr, an die unterzeichnete Küchenverwaltung einzureichen.
Darmſtadt, den 1. Oktober 1912.
Die Küchenverwaltung
des 1. Bataillons Leibgarde=Inf.=Regts. Nr. 115.

Zu Verſteigerungspreiſen!
Spiegelſchr., Büfett, Vertikos, Diwan, Kanapees, Spiegel
mit und ohne Trumeaux, Schreibtiſche, Sekretär, Pfeilerſchr.,
Kleiderſchr., Tiſche, Stühle, Küchenſchr., Betten, Waſch= und
Nachtſchr. ꝛc. abzugeben bei
(*7820
L. Grünteld, Schloßgaſſe 8.

Operngläser
in allen Ausführungen, beste Fabrikate, vor
zügliche Optik, größte Auswahl,
von 6.5060 Mk., mit Stiel von 2075 Mk.
L. Borné, Hof-Uhrmacher und Optiker
25 Ernst-Ludwigstrasse 25. (18519a

Heue Meinede
zur gründlichen und ſicheren Erlernung des
Klavierspiels.
Sicherer Erfolg auch bei minder begabten Schülern.
Motto: Nur der gründliche Unterricht iſt der wenigſt zeitraubende.
Unterricht in der neuen Methode wird erteilt von
A. Simmermacher
akademisch gebildeter Musikdir. und Chordir-.
Darmstadt, Erbacherstraße 5, I. Iinks.
Ferner wird Muſikunterricht in folgenden Fächern erteilt:
Klavier, Violine, Harmonium, Orgel, Muſiktheorie. (19244a
Anmeldung jederzeit.
Mäßiges Honorar.
Auf Wunſch wird der Unterricht auch im Hauſe der Schüler erteilt.

Gutes billiges brot
ca. 4 Pfund . 54 Pfg.
Ia Schlüchternbrot ea. 2 Pfund . 27 Pfg.

(Korn- ca. 4 Pfund 50 Pfg.
Ia Schwarzbrot brot) ca. 2 Pfund 25 Pfg.

(205
Schade & Fungrabe
Filialen in allen Stadtteilen.

Konkursverfahren.

Ueber den Nachlaß des Adam
Balthaſar Georg Walther II.
zu Malchen wird heute, am 30. Sep=
tember
1912, vormittags 9½ Uhr,
das Konkursverfahren eröffnet.
Der Gerichtstaxator Ernſt Wolff
in Darmſtadt wird zum Konkurs=
verwalter
ernannt.
Konkursforderungen ſind bis zum
23. Oktober 1912 bei dem Ge=
richte
anzumelden.
Es wird zur Beſchlußfaſſung über
die Beibehaltung des ernannten
oder die Wahl eines anderen Ver=
walters
, ſowie über die Beſtellung
eines Gläubigerausſchuſſes und
eintretenden Falls über die in § 132
der Konkursordnung bezeichneten
Gegenſtände und zur Prüfung der
angemeldeten Forderungen auf
Mittwoch, 30. Oktober 1912,
vormittags 9½ Uhr,
vor dem unterzeichneten Gerichte,
Neues Gerichtsgebäude, Erdge=
ſchoß
, Saal Nr. 104, Termin anbe=
raumt
.
Allen Perſonen, welche eine zur
Konkursmaſſe gehörige Sache in
Beſitz haben oder zur Konkurs=
maſſe
etwas ſchuldig ſind, wird
aufgegeben, nichts an den Nachlaß=
ſchuldner
zu verabfolgen oder zu
leiſten, auch die Verpflichtung auf=
erkegt
, von dem Beſitze der Sache
und von den Forderungen, für
welche ſie aus der Sache abgeſon=
derte
Befriedigung in Anſpruch
nehmen, dem Konkursverwalter bis
zum 23. Oktober 1912 Anzeige
(20450
zu machen.
Großherzogl. Amtsgericht II
zu Darmſtadt.

Pferde=Verkauf.

Donnerstag, den 3. Oktober,
vormittags 9 Uhr beginnend,
werden auf dem Hofe der Train=
kaſerne
, Eſchollbrückerſtraße Nr. 24,
ca. 15 überzählige Dienſtpferde
öffentlich meiſtbietend gegen Bar=
zahlung
verſteigert. (20496
Train=Bataillon Nr. 18
Darmſtadt.

Hafer
Jahresabſchlüſſe, ſowie Heu,
Stroh, Mais, Kleie, Torfſtreu
Carl Manck Nachf.,
Darmſtadt. (20437a

Trumeaux
v. 32 Mk. an, Flurgarderoben v.
16 Mk. an, ſchöner Diwan, Bett=
ſtellen
m. Patent=u. Wollmatratzen,
pol. Auszugtiſch, ſowie einf. Tiſch,
alles neu, prima Arbeit, ſehr
(*7863
billig zu verkaufen
Schuchardſtraße 4, I., r.

bill z.pvr. Soder=
1 Diwau ſtr. 79,II. (*7752md

großes guterhalt. Büchergeſtell,
11 ſchwarzer Tuchpaletot (Gr. 44),
1 graues neues Jackettkleid billig
(*7845
zu verkaufen
Gutenbergſtraße 37, II.

Schiffsbericht. Hamburg=Ame=

rika=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Hrn. Adolf Rady, Darm=
ſtadt
, Zimmerſtraße 1.
Dampfer Amerika von New=
York kommend, 29. September
7 Uhr abends in Hamburg.
Dampfer Barcelona nach New=
port
News und Philadelphia,
27. September 9 Uhr 45 Minuten
morgens in Baltimore. Dampfer
Preſident Grant von New=York
kommend, 30. September 4 Uhr
morgens auf der Elbe. Dampfer
Preſident Lincoln, 29. Septem=
ber
11 Uhr 15 Minuten abends in
New=York. Dampfer Kaiſerin
Auguſte Viktoria‟, 26. September
11 Uhr 30 Minuten morgens von
New=York über Plymouth und
Cherbourg nach Hamburg.
Dampfer Prinz Adalbert, von
Philadelphia kommend, 28. Sep=
tember
3 Uhr morgens in Hamburg.
Dampfer Victoria Luiſe nach
New=York, 27. September 9 Uhr
abends von Cherbourg.

Darmstädter
Sprach-u. Handelsschule
10 Luisenstrasse 10
Leiter: Emil Held u. Hieron, Schneider.
Gründl. Unterricht in kaufm. Fächern, fremden Sprachen,
Stenogr. u. Maschinenschreiben.
(18473a
Kurse: Anf. jed. Viertelj. Einzelunt.: jederzeit.

Telefon
Martinstr. 34
2554 Darmstädter Fäddgoslann (Ecke Herdweg)
ſtaatlich konzeſſionierte Privatſchule mit den Klaſſen Sexta bis
Oberprima, verbunden mit Internat und Halbinternat (für
Schüler aus Darmſtadt und Umgebung).
Vorbereitung zum Einjährigen=, Primaner= und Abiturienten=
Examen. Kleine Klaſſen, individuelle Behandlung. 13 Lehrer=
M. Eliss.
B19479)

Iaheeischdler
Das Winterhalbjahr beginnt Dienstag, 22. Oktober 1912.
Gewerbliche Fachkurſe für:
1. Handnähen u. Anfangsunterricht Maſchinennähen
2. Maſchinennähen und Wäſchezuſchneiden
3. Schneidern
4. Bluſenkurſus
5. Bügeln, 4 monatlicher Kurſus u. einmonatl. Kurſus
6. Flicken
7. Weißſticken und Stopfen
8. Buntſticken
9. Freihandzeichnen
10. Spitzenklöppeln
11. Spindelgipüre
12. Holzbrand und Schnitzen
13. Kochen
14. Back=Kurſus.
Anmeldungen werden Dienstag, den 8. Okt.,
Dienstag, den 15., und Samstag, den 19. Okt.,
vormittags von 1012 Uhr, im Vorſtandszimmer der
Alice=Schule, Friedrichſtraße 4, entgegengenommen.
Handarbeits=Seminar, Haushaltungs=Seminar u. Handels=
(19579a
kurſus beginnen im Frühjahr.
Der Vorstand.
Proßeisemmar- ues Hessischen
Dianonievereis zu Darmstauf.
Der neue Kurſus zur Ausbildung von Kindergärtnerinnen
(20154sm
(Erzieherinnen) und Kindergartenleiterinnen
beginnt am 16. Oktober 1912.
Aufgenommen werden Schülerinnen von 16 bis 25 Jahren.
Mündliche oder ſchriftliche Auskunft und Anmeldungen finden im
Seminar ſtatt bis zum 28. September. Vom 28. September bis
14. Oktober nur ſchriftlich unter der Adreſſe des Seminars.

euer Schreibtiſch, Diplomat,
N hell eichen, für nur 80 Mk. zu
verkaufen. Näh. Exped. (*7860

Wegen Wegzug
1 franz. Boulé=Schrank u.
Ziertiſch, 1 weiß lack. Bett
mit Meſſing=Einlagen, ein
Damen=Schreibtiſch ( Maha=
goni
), Regulator (elektr.),
2ſchöne Steppdecken, Bilder
uſw. billig zu verkaufen
*7866) Viktoriaſtraße 50, III.

Landgraf-Philipp-Anlage 6
und
Depositenkasse: Wilhelminenstr. 14
Aktienkapital u. Reserven: 192 Millionen Mark

Kleider, noch wie neu, mitl. Fig.
zu verk. Mauerſtr. 10. (*7837
Ein großer Porzellanofen bill.
zu verkaufen Mühlſtraße 26,
(*7843
parterre.

billig zu
Wegen Umzug verkaufen:
1 Oleander, rotblühend,
5 Hochſtämme Roſen
20522) Dreibrunnenſtr. 11, part.

Für die Reisezeit:
Ausländisches Geid
Stahlkammern (Safes)
von 5 Mark an für ein Fach
Kreditbriefe
ev. für die ganze Welt gültig

Feuer- und diebessichere Aufbewahrung von
Wertpapieren u. Wertgegenständen aller Art
Verwaltung von Wertpapierbeständen
auch Hypotheken
gegen :.
Verzinsung von Bardepositen
Einlagebücher,

Nähere Auskunft an unseren Schaltern.
(7856P

zu kauf.
Baugrund geſucht

[ ][  ][ ]

: Telefon 2519
nüchstdemneuen
Hauptbahnhof

(Vollkommen umgebaut).

Gemütliche Räume.
Offene und geschlossene Veranden.

Neuzeitliche
Prachtvoller

eleganteste Innenausstattung.
Wirtschaftsgarten mit Terrasse.

Reichhaltige Tages- u. Abendkarte.
Mittagstisch von 122½ Uhr.
*7
Diners in verschiedenen Preislagen von Mk. 1. bis 2., im Abonnement billiger.
Soupers von 7 Uhr ab nach Auswahl.
Sämtliche Saisonspeisen.
Rummelbräu nach Pilsner Art
Im Ausschank: Rummelbräu nach Münchner Art
Weine renommierter Firmen.
(18251a

Um geneigten Zuspruch bittet der neue Pächter

Zur Abhaltung von Festlichkeiten, sowie als
Treffpunkt der die Ausstellungen besuchen-
den
Vereine bringe den grossen Festsaal
in empfehlende Erinnerung.

Seite 12.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.

Nummer 232.

Ein Stück (1200 Liter)
pr. 1911er Natur=Rheinwein
(*7782
ſofort abzugeben.
Off. unter U 52 an die Exped

Flechten
Miteſſer, Hautunreinigkeiten,
Sommerſproſſen, Aerzte empf.
Dr. Kuhn’s Glycerin=
Schwefelmilch=Seife
80 u. 50 v. Frz. Kuhn,
Kronen=Parfüm., Nürn-
berg
. Hier: F. B. Grodhaus,
Seifenf. u. weiß. Turm u. bei
(V2808
Friſeuren.

SE
erana ger ehn in ant. eurt. 4
Beste Rasiermesser
3jähr. Garantie.
Ges. gesch.
Kronen-Dlamantstahl M. 3.25 Haarschneidemaschino Perfekt M. 4.25.
Kronen-Silberstahl -- M. 2.25 Katalog illustr. in 5000 verschied.
Rasiermesser, Weißheft M. 1.50. Artikeln sende gratis und franko.

elt. Herr, g. Klavierſp., empf.
Aſich zum 4händ. Muſizieren u.
Begleiten. Klaſſ. u. mod. Muſik z.
Verfüg. Derſelbe gibt Unterricht.
Offerten unter U 20 an die Exp.
ds. Blattes.
(20405im

Men & loin, Mauiätternaren. (190a

wie neu, ſehr
Wanderer-Kad, billig

12024a)

Grafenſtraße 26.

Rat und Hilfe
bei Steuer=Erklärungen durch
19100a) Maul, Riedeſelſtr. 72, III.
Stäriwiſche
jeder Art wird wie neu gebügelt
18476a) Mauerſtraße 10, 1. Stock.
zum Waſchen u. Bigein
Wäſche all. Art wird angen. Frau
Winter, Heidelbergerstr. 40. Postk. g. (*7829

Vordisherd Hoter hesperlu
an Strada Ormana.
.
Eröffnet 1906.
Besitzer: J. Albrecht. (20470a
(Sommerhaus Mathildenbad Wimpfen o. d. Neckar.)

Le

Pia Srieinsl-Packung
Generel-Vertreter: BERNHP WESENGRUND
Gegründet 1822
Weingrosshendlung
7 Schöne Aussicht.
ERANKEURTAM.
Eitte Freisliste verlonge

Kurſe vom 1. Oktober 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.

InProz.
8f.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 99,80
3½ Deutſche Reichsanl. . 88,80
78,90
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99,60
3½ do. Conſols . . . 88,80
78,60
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 99,90
93,704
do.
3½
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100,00
87,60
do.
3½
77,30
do.
4 Hamburger Staatsanl. 99,909 Hamb.=Amerika=Paket=
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 100,25
4 do. do. (unk. 1918)
87,50
do.
3½
76,70
do.
78,90
3 Sächſiſche Rente. .
4 Württemberger v. 1907 99,90 Transportanſtalten.
3½ do. v. 1875 93,20
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
3¾ Italiener Rente . . 94,00
4½ Oeſterr. Silberrente 89,20 6½ Luxemb. Prince Henri 162,25
4 do. einheitl. Rente . 85,306 Pennſylvania R. R. .
3 Portug. unif. Serie I 63,20
3 do. unif. Ser. III
3 do. Spezial . . . 10,00
5 Rumänier v. 1903 . . 100,50
4 do. v. 1890 . . 95,00
4 do. v. 1905 . . 90,5014 Chem. Fabrik Gries=
4 Ruſſen v. 1880 . .
4 do. v. 1902 . . . . 89,30
4½ do. v. 1905 . . . . 100,50
4½ Schweden . .
3 Serbier amort. v. 1895 80,00
4 Türk. Admin. v. 1903 83,20
4 Türk. unifiz. v. 1903 88,25
4 Ungar. Goldrente . . . 88,90
4 do. Staatkrente. . . 85.25.

InProz.
Zf.
5 Argentinier . . . . . . 100,70
4
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 92,60
5 Chineſ. Staatsanleihe . 99,60
4½
do.
4½ Japaner . . . . .
94,60
5 Innere Mexikaner . . . 93,50
3
59,30
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,00
5 Gold=Mexikaner . . . . 99,70
3 Buenos Aires Provinz
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
fahrt . . . . . . . 154,00
5 Nordd. Lloyd . . . . . 122,00
6 Südd. Eiſenb.=Geſ..
Aktien ausländiſcher
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 114,80
1¾ Griechen v. 1887 . . 54,0018 Baltimore und Ohio . 107,50
6½ Schantungbahn . . . 132,75
4 do. Goldrente . . . 94,100 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 20,00
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger . . 69,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . . . . . 529,50
..257,75
heim .
30 Farbwerke Höchſt . . 615,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim.
10 Cement Heidelberg . . 151,00
30 Chem. Werke Albert 465,00
12½ Holzverkohlung Kon=
ſtanz
. . . . . . . 322,00
4 Lahmeher.

Inprot.
Biolb.
7½ Schuchert, Nürnberg 156,00
12 Siemens & Halske .233,50
5 Bergmann Electr. . . 134,75
10 Deutſch.Ueberſee Electr. 164,50
0 Gummi Peter . . . . 104,00
0 Kunſtſeide Frankfurt 112,00
30 Adler =Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 571,00
10 Maſchinenf. Badenia 179,50
6 Wittener Stahlröhren 198,00
8 Steana Romana Petr. 150,00
15 Zellſtoff Waldhof . . 238,00
12½ Bad. Zucker=Wag=
..208,50
häuſel. .
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 112,50
3 Südd. Immobilien . 63,80
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 188,00
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 233,50
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 177,30
10 Gelſenkirchener . . . . 197,00
8 Harpener . . . . . . . 192,20
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 275,50
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 88,00
4 Laurahütte . . . . . . 174,00
10 Kaliwerke Aſchersleben 170,50
11 Weſteregeln 215,00
7½ South Weſt Africa 144,50
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Gef. 88,20
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 99,50
4 Eliſabethbahn, freie . . 93,60
4 Franz=Jofefs=Bahn . .
3 Prag=Durer . . . . . . 74,75
5 Oeſterr. Staatsbahn .
4 Oeſterr. Staatsbahn . 93,25
do.
78,25
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,00
do.
4
77,60

Iußrot.
8t.
2¾/10 Oeſt. Südb. (Lomb.) 53,50
3 Raab=Oedenburg
78,00
4 Kronprinz Rudolfbahn 93,40
4 Ruſſ. Südweſt..
87,00
4½ Moskau=Kaſan . . . 96,00
do.
4 Wladichawchas . . . .
4 Rjäſan Koslow . . . . 87,70
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 76,75
do.
87,50
24 Livorneſer . .
68,75
3 Salonique=Monaſtir . 63,20
4 Bagdadbahn . .
83,20
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 96,70
4 Miſſouri=Paciſic. . . . 73,00
4 Northern=Pacific . . . 99,20
4 Southern=Pacific
.93,40
5 St. Louis und San
Francisco. . . . . 85,00
5 Tehuantepec . . . . . .
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 190,75
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . . . . 149,00
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 167,75
6½ Darmſtädter Bank . 122,50
12½ Deutſche Bank . . . 252,40
6 Deutſche Vereinsbank . 122,00
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 116,00
10 Diskonto=Kommandit 185,60
8½ Dresdener Bank . . 152,00
9½ Frankf. Hypoth.=B. 135,90
6½ Mitteld. Kreditbank 118,50
7 Nationalb. für Deutſchl. 124,50
7 Pfälziſche Bank. . . . 127,00
5.86 Reichsbank . . . . . 135,00
7 Rhein. Kreditbank. . . 135,00
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . ..
7½ Wiener Bankverein . 133,00
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank

S. 21. . . . . . . 99,20

Iuprot.
34.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . .
. 88,50
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 52 . .
97,00
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 98,50
3½
do.
87,50
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,90
3½
do.
88,00
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16 .
99,40
S. 14, 15, 17, 24/26
1823 . .
99,60
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 68
88,00
S. 35 .
87,80
S. 911
87,90
4 Meininger Hyp.=Bank 98,80
3½
do.
87,80
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . . 98.20
zu do. (unk. 1914) . . 87,70
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,90
3½
do.
89,00
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt .
3½ do.
89,30
4 Frankfurt. .
. 99,60
3½
do.
94,50
4 Gießen
98,10
3½ do.
91,00
4 Heidelberg
98,50
do.
88,70
4 Karlsruhe
98,50
do.
88,00
4 Magdeburg.
3½ do.
4 Mainz
3½ do.
88,70
4 Mannheim
do.
München .
.100,10
½ Nauheim
4 Nürnberg.
99,40
do.
88,00

14 Offenbach .


3½ Oſſenbach .
4 Wiesbaden . . . . . 99,50
8½ do.
4 Worms.
97,75
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1888 78,75
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner , 100 134,00
3 Holl. Komm. . fl. 100
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.= Pfand=
briefe
.
. . . . 136,50
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 17a,90
3 Olbenburger . . . . . . 125,60
2½ Raab=Grazer ſl. 150 112,50
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
. ſl. 7
Augsburger . .
Braunſchweiger Tlr. 20 203,09
Fs. 15
Freiburger .
Fs. 45
Mailänder .
Fs. 10 35,00
do.
.fl. 7 33,40
Meininger ..
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 516,00
do. v. 1858 fl. 100
Ungar. Staats . . fl. 100
Benediger . . . . Fs. 30 44,30
Türkiſche . . . . Fb. 400
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,44
20 Franks=Stücke . .
16,17
Amerikaniſche Noten.
4,20
20,42
Engliſche Noten .
Franzöſiſche Noten. .
81,05
Holländiſche Noten. .
169,55
Italieniſche Noten .
80,35
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,90
Ruſſiſche Noten . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,75
Reichsbank=Diskonto . . .
Reichsbank=Bombard 3½ 5½

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.

in bekannter erstklass.
Qualität.
1
Tärſich frisch gekeltert.
(19517a)

Seite 13.

Billigstes Brennmaterial!

Kein Russ! Kein Rauch!
Keine Schlacken! Grosse Hitze!
Langdauernde Glut!

Erhältlich in den Kohlenhandlungen.
(20479II

Ich habe ſehr ſchöne Darmſtädter Anſichten, ſowie alte
Darmſtädter Bilderbogen (Faſanerie) billig abzugeben.

M. May, Frankfurterstrasse 6, II.

Geschmied. Bügelstähle
flache und halbrunde
Bügeleiſen, Plätteiſen, Bügel=
kohlen
empfiehlt (18592a
L. Hufnagel, Waldſtraße 7.
Borneye
wirkt ein zart., reines Geſicht, ro=
ſiges
, jugendfriſch. Ausſehen, weiße,
ſammetweiche Haut u. ein ſchöner
Teint. Alles dies erzeugt die allein
echte Steckenpferd=Lilienmilch=
Seife à St. 50 Pf., ferner macht der
Dada=Cream
rote u. riſſige Haut in einer Nacht
weiß u. ſammetweich. Tube50 Pf. b.
F. B. Grodhaus, am weißen Turm,
Chr. Schwinn, Obere Rheinſtraße 8,
Georg Frank, Eliſabethenſtraße 9,
Anton Logel, Eliſabethenſtraße 30,
Karl Steinhäuser, Mühlſtraße 78,
Joh. Stenger, Viktoria=Drogerie,
Gebr. Vierheller, Schuſtergaſſe 17,
A. Walchner Nachf., Ludwigsplatz 1,
Adolf Zachmann, Bleichſtraße 46,
Phil. Köbler, Wenckſtraße. (V5444

Ladengeschäft
Billigste Preise. (*7799mmm

vorteilhaftesten im
Straussf.-Spezialgeschäf
Aug. Rolle
Karlsstrasse 28½,
Anfertigen von
Pleureusen aus
alten Straussfed.
Waschen, Färben, Kräusel.
der Federn billigst.

Welfhekannte, waienische
Spar-Dauerbrenner
mit
Original-Sicherheits-Regulator.
Regulierbar von Grad zu Grad und luft-
ergeuernd
. Gasausströmung und
Srptosionen ausgeschlassen.
Gnerreicht in Konstruktion
und Solidität.!.

Elisabethenstr. 8,
Telephon 217.

Gegen Drüsen, Seropheln
Blutarmut, Engl. Krankheit, Hautausschlag, Hals- und Lungen-
krankheiten
, Husten, zur Kräftigung schwächlicher, in der Ent-
wicklung
zurückbleibender Kinder empfehle eine regelmässige
Kur mit meinem
(19446a
Lahusen’s Jodella‟-Lebertran.
Durch seinen Jod-Eisen-Zusatz der wirksamste und meist ge-
brauchte
Lebertran. Gern genommen und leicht zu vertragen.
Nur echt in Originalflaschen à M. 2.30 u. 4.60 mit dem Schutz-
wort
sJodellas und dem Namen des Fabrikanten Apptheker
Wilh. Labusen in Bremen. Frisch zu haben in allen Apo-
theken
in Darmstadt und Umgebung.

Damenbinden
mpfiehlt Rosine Federlin, Watten-
geschäft
, Schuchardſtr. 10, I. (14504a

oval. Stückfaß, 5Halbſtück=(rund),
4 Viertelſtück= (rund) u. verſchied.
kleinere Fäſſer in gut. Zuſtande zu
verkaufen Beſſungerſtr. 23. (B20338

Gibt ein intensiv dunkles Käffeegetränk
von sehr feinem und Kräftigem Geschmack.

Jamilie Heerſen.
Roman von Sidonie Judeich=Mierswa,
(Nachdruck verboten.)
35)

Joachim hatte geſchwind ſeinen Anzug vervollſtän=
digt
. Als er nun Chriſta gegenüber ſaß, konnte ſie ſich
nicht ſatt ſehen an den lieben Zügen, die ihr um ſo
vieles gereifter und männlicher vorkamen, als vor ein
paar Monaten. Mit liebevollſter Aufmerkſamkeit umgab
er die Schweſter, Beſorgt faßte er immer wieder nach
ihren Händen, die ihm auf einmal ſo heiß vörkamen. Er
ängſtigte ſich, daß die lange kalte Nachtfahrt und all die
Aufregungen Chriſta geſchadet haben könnten. Ihre Augen
kamen ihm ſo größ und glänzend, ſo fieberhaft vor, und
die vorhin ſo bleichen Wangen glühten in dunkler Röte.
Unaufhörlich ſprach ſie. Aber keine ruhige Ausſprache
war es, ſondern ein ſprunghaftes Irren und Häſten von
einem Thema zum anderen.
Chriſtachen, bat er, wenn ich jetzt fort bin ich muß
nämlich um neun Uhr in der Redaktion ſein , ziehe Dich
in mein Schlafzimmer zurück und ſchlaſe Dich ein paar
Stunden tüchtig aus! Zu Mittag hole ich Dich dann und
wir ſpeiſen gemeinſam und beſprechen alles noch einmal
in Ruhe. Biſt Du einverſtanden?
Ja ja. Sie war mit allem einverſtanden! Ihr Kopf
ſchmerzte ſie und ſie ſehnte ſich mit einemmal förmlich
nach Ruhe.
Kaum war nach einem herzlichen Lebewohl Joachim
fortgegangen, ſo ſtand auch ſchon Frau Hübler im

ZZimmer.
Was recht iſt, det muß recht bleiben, Fräuleinchen!
Der Bruder hat ganz recht. Ins Bett müſſen Sie, und
ein paar Stunden jründlich pennen. Ich ſag’s ja! Hilfs=
bereit
ſprang ſie zu. Chriſta war, als ſie aufſtehen wollte

förmlich getaumelt und hatte ſich an der Tiſchplatte halten
müſſen.
Es iſt mir auf einmal ſo ſchwindlich geworden, Frau
Hübler.
Det macht die lange Fahrt, Fräuleinchen! Was mein
Seliger war, dem jing’s genau ſo. ’s wurd’n ſchon anders,
wenn er bis Pankow mit de Eiſenbahn fuhr. Da hilft
niſcht, als ſich langlegen, Fräuleinchen. Alſo kommen
Sie dalli rin in die Poſen!
Sie führte Chriſta in das kleine einfenſtrige Schlaf=
zimmer
, das neben dem Wohnzimmer des Bruders lag,
und machte ſchnell das Bett zurecht. Dann zog ſie ſich
diskret zurück, als das junge Mädchen ſich zu entkleiden
begann.
Erſt jetzt wurde es Chriſta klär, daß ſie bei ihrer
ſchleunigen Abreiſe von zu Hauſe nichts mitgenommen
hatte, nicht einmal ihr Nachtzeug.
Frau Hübler ſchien das zu ahnen. Nach ein päar
Augenblicken klopfte es zäghaft an der Türe.
Fräuleinchen, ich kann Sie mit ’ner Nachtjacke aus=
helfen
. s iſt ne ganz neue. Erſt neulich hab’ ich ſe in
der Weißen Woche bei Tietz im Ausverkauf erſtanden!
Dankbar nahm Chriſta das Anerbieten an. Zwar
hätte ſie mit ihrem ſchlanken, biegſamen Körper dreimal
in dieſes Jackenungetüm hineingekonnk, Iber ſie dachte
nicht daran, es lächerlich oder komiſch zu finden. Sie
dachte überhaupt nichts mehr. Es war ihr, als lege ſich
ihr mit dumpfem Druck etwas Zentnerſchweres aufs Ge=
hirn
. Nur undeutlich, noch ſah ſie, was ſie umgab. Ihr
war zumute als ſäße ſie auf einem ſchwanken Kahn, der
hinaus, weiter, immer weiter ins Meer trieb. Dunkle
ſchäumende Wogen gingen darüber hin und her riſſen
ihn endlich in die Tiefe.
Man jut, daß Sie kommen, Herr Doktar! Ick weiß

mich keinen Rat mehr. Das Fräulein ſchläft nicht, ſie
wacht ooch nich. Sie kennt mir nicht und quaſſelt in
einem fort, rein wie wenn ſe ’s Fieber hätte.
Auf das tiefſte erſchrocken fuhr Joachim zurück, als
er an das Lager ſeiner Schweſter trat. Sie lag in hohem
Fieber, kannte ihn nicht mehr, und alle ſeine zärtlichen
Worte, mit denen er ſie anſprach, verhallten ungehört.
So ſchnell ihn ſeine Füße tragen konnten, rannte er
zum nächſten Arzt. Der kam, machte ein ernſtes Geſicht,
nachdem er die Kranke geſehen und unterſucht haßte, er=
klärte
aber, mit Beſtimmtheit noch nicht ſagen zu können,
um was er ſich handle. Jedenfalls aber ſei es eine ernſtere
Krankheit, die ſich da vorbereite. Er wolld am Abend!
wiederkommen. Ob jemand Geeignetes zur Pflege da ſei.
Wenn nicht, ſo rate er zur Ueberführung der Patientin in
ein Krankenhaus. Nächdem er einiges angeordnet hatte,
empfahl er ſich.
Joachim war wie niedergeſchmetterk. Chriſta in ein
Krankenhaus ſchaffen zu müſſen, das däuchte ihm ſo un=
möglich
. Es war ihm ein ſchrecklicher Gedanke. Aber
was ſollte ſonſt werden? Seine verſtörten Blicke=ſuchten
Frau Hübler. Sie hatte die Schürze vors Geſicht genom=
men
und weinte. Ob aus Schreck, Furcht oder Mitleide
wußte ſie ſelbſt nicht.
Ach Jotte, ach Jotte doch, det Unjlück, Herr Doktor!
ſchluchzte ſie. Aber meinen Sie nich, wenn’s nich anſticht,
behalten wir ihn lieber hier. Was mein juter Seliger iſt,
der lebte auch noch, wenn ich ihn nich hätte ins Sana=
torium
ſchaffen laſſen. Er war nerviös und nich ver=
rickt
. Verrickt hab’n ihn erſt die Doktorſch dort jemacht!
Frau Hübler, das wollten Sie tun? Sie wollen meine
Schweſter hier bei ſich behalten? In überſtrömender
Dankbarkeit beugte ſich Joachim von Leerſen über die= ver=
arbeiteten
Hände der alten eifachene

[ ][  ][ ]

Seite 14.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.

Patente
Gebrauchsmuster, Warenzeichen,
erwirkt verwertetsehnell u. gut
Conrad Köchfing, Ing., Mainz,
Bahnhofstr. 3, Telefon 2754. Aus-
führliche
, lesenswerte Broschüre
kostenfrei. Erste Referenzen. (19551g

Seuen
Me
Mh
e

M
eeu
Mee
lleh-äae

Sotl0s
MähnEn
DARMSTADT
Kiechstr. 19
an der Stadtkirche.

(20415a)

2 erſtklaſſig gebaute,
geſtattete

fein aus=

Nußbauml=
Pianinos
mit großem, edlem Ton, feinſter
Spielart, faſt neu, ſehr billig unter
10 jähriger Garantie abzugeben.
14 Tage auf Probe.
(19445a
Pianoforte=Fabr. Wilh. Arnold,
Kgl. Bayer. Hoflieferant,
Aſchaffenburg.

Wegzngshalber billig Sofa

verkaufe ſehr
mit Umbau, dunkel eichen. Zu
beſichtigen vormittags Hölges=
(*7701im
ſtraße 10, II.

Kaufen Sie
keine
Bade-G
einrichtung
ohne mein
Lager
beſichtigt zu
haben.
Badeöfen,
Badewannen
jeder Art
staunend billig.
Gas=Lampen,=Herde
in großer Auswahl. (19443a
52
Stiftſtraße
A. Gantram, 52.

Aus unserer

eiten-Abtellung

Strengste Reellität. : Nur prima Qualitäten.

Eisenbettsteller

für Erwachsene in enormer
Auswahl, nur gute und beste
Qualitäten, 1-, 1½- u. 2schläfig

8.50

bis

is

für Kinder in einfacher,
Eisenbettstellen sowie eleganter Ausführung
.. . . von 6.50
.. . . ,
Federbetten und Kissen.

mit 2 Pfd. Federn
Kopfkissen aus gutem Barchent. .
3.20
us federdichtem Barchent
Kopfkissen 2 Pfd. guten Federn . .
3.80
aus rot Cöperbarchent
Deckbett mit 6 Pfd. guten Federn . . .
von 10.50 an
Kettnetz
.12.50
Patent-Matratze mit pitch-pine-Rahmen
mit Gegendruck
. 16.50
Patent-Matratze pitch-pine-Rahmen
aus rotem oder gestreiftem Drell
.14.50
Seegras-Matratze steilig
3teilig
Woll-Matratze aus Ia rotem Drell und tadelloser Einlage . . . . . 23.00
Manizer Warenkaus
Markt 7
Markt 7
Guggenheim & Marx
(18381a

nöre Hofer allein
macht den Raffee ſo fein!
Auch als Zuſatz
zu Malz= und Kornkaffee iſt der echte
Andre Hofer Feigenkaffee ganz vorzüglich

Nummer 232.

(2026f

empfehle
vorschriftsmässige
Drell-Anzüge
Unterhosen
Reithosen
Hemden
Wämse
Socken (19988a
Hosenträger etc.

Gelegenheitsverkauf.
500 Kartons Pneumacht
neueſtes Fahrrad= u. Automobil=
Pneumatik=Verdichtungsmittel
(Detailverkaufspreis per Karton
Mk. 1.) als Reſtbeſtand mit 65%
Nachlaß ſof. abzugeben. Off. Pozi.
lagerkarte 52. Darmstadt 1. (*7368sm

Eichen=Scheitholz 1
Buchen=Scheitholz, 1.25
Tannen=Klötzchen 1.40
per Ztr. frei Keller
la trocken, kurzgeſchnitten u.
geſpalten. (19932a
Bei Abnahme von 5 Ztr. an
billiger
Martin Jahn
Brennholz-Dampfschneiderei.
Pallaswiesenstr. 30. Tel. 305.

Jezimalwage zu verkaufen
Taunusſtr. 26, II. (*7706im

oiste
garantiert reines getrocknetes
Hühnerei
Eiweiss und Eigelb.
Reines Trockenei
Kein Ersatz.
4 Eier für 20 Pfg.
II. W. Prasser
Schulstrasse 10
Telefon 71.
(19447a

Ohne Reiben, ohne Einſeifen,
ohne Raſenbleiche kann heutzutage
eine Hausfrau mühelos ihre Wäſche
ſelbſt tun, wenn ſie dieſelbe mit dem
modernen
Waſch= und Bleichmittel Giotil
Stunde kocht. Nachdem die
Wäſche ausgeſpült, iſt ſie rein und
ſchneeweiß. Per ½ Paket 30 Pfg.
Fabrikanten Hanauer Seifenfabrik
J. Gioth, G. m. b. H. Niederlagen:
Carl Steinhäuser, Germania=
Drogerie, Carl Dreste, Karl=
ſtraße
81.
(VI10198

Nee, nee det, det müſſen Sie aber nich tun, Herr
Doktor. Das iſt mir zu ſchenierlich. Ick bin ine alte
unjebildete Frau und Sie ein feiner vornehmer Herr!
Jotte ne, wenn det mein Seliger erlebt hätte! Schluchzend
ſetzte ſie ſich neben das Bett Chriſtas und wankte und
wich nicht, bis es Abend war und der Arzt abermals
kam.
Er konſtatierte ein ſchweres Nervenfieber.
Det ſticht nich an! Wir behalten ihr alſo, Herr Dok=
tor
! erklärte Frau Hübler und machte nur widerwillig der
Krankenſchweſter Platz, die Joachim beſtellt hatte, damit
ſich Frau Hübler nicht überanſtrenge bei der Pflege. Für
die Pflegerin wurde ein Bett im Krankenzimmer aufge=
ſchlagen
.
Joachim tat in der erſten Nacht nach Chriſtas Er=
krankung
kein Auge zu, und das Lager, das ihm die vor=
ſorgliche
Frau Hübler auf dem braunen Ripsſofa ſeines
Wohnzimmers zurecht gemacht hatte, blieb unberührt.
Immer wieder zog es ihn an das Lager Chriſtas,
wo ſtill und geſchäftlich Schweſter Marie ihres Amtes
weltete und unaufhörlich die vorgeſchriebenen kalten Kom=
preſſen
und Einpackungen erneuerte. Aber trotzdem warf
ſich die Kranke unaufhörlich hin und her und konnte keine
Ruhe finden. Angſtvoll aufſchreiend fuhr ſie von Zeit zu
Zeit empor, blickte mit irren, wilden Augen um ſich und
ſhrach in kautes Klagen und Jammern aus.

Joachim tat das Herz weh, wenn er einen der meiſt
ſinnloſen Sätze verſtand. Was mußte das arme, unglück=
liche
Kind gelitten haben!
Er ſetzte ſich an ſeinen Schreibtiſch und ſchrieb ſeiner
Braut, aus dem innerſten Bedürfnis heraus, ſich ſein
Herz durch Worte zu erleichtern. Und, obgleich er es nie
wieder hatte tun wollen, auch an die Mutter ſchrieb er.
Aber dieſe letzte Brief wäre nicht nötig geweſen. Im
Laufe des nächſten vormittags er hatte ſich in ſeiner
Redaktion für einige Zeit beurlauben laſſen brachte
ihm, vorſichtig mit dem Schürzenzipfel angefaßt, Frau
Hühler eine wappengeſchmückte Viſitenkarte, die ihr furcht
bar zu imponieren ſchien. Es war die ſeines Bruders
Karl Auguſt.
Ich laſſe bitten! Nicht einen Schritt ging er dem
Bruder entgegen.
Flüchtig nur berührten ſich die Hände der Brüder
beim Gruße, und ſtumm deutete Joachim auf einen Seſſel.
Stumm ſetzte ſich Karl Auguſt, der zu dem ſauren Ganze
einen eleganten Zivilanzug angelegt hatte.
Dann, nach einem Räuſpern, kam es kurz und knapp
aus Karl Auguſts Munde: Ich bin hier in Mamas
Namen, als ihr Bevollmächtigter, Chrifta zu hollen!
Sie kann nicht mit Dir kommen!
Was heißt, ſie kann nicht! Ich werde ſie zwingen!
a i.de2

Hier im Nebenzimmer! Sie liegt auf den Tod krang
Nervenfieber!
Da erbleichte Karl Auguſt und bebte jäh zurück.
Joachim aber ſtand auf und öffnete die Tür. Willſt Du
Dich von der Wahrheit meiner Worte überzeugen, bitte!
Aus dem Nebenraum aber drang angſtvolles Mur=
meln
, gellendes Lachen und irre Worte herüber. Auch
ſeinen Namen hörte er.
Nein, nein! Bitte ſchließ die Tür! Ich glaube Dir.
Und dann, nach einer Weile, fragte Karl Auguſt: Iſt
es gefährlich lebensgefährlich?
Der Arzt gibt mir wenig Hoffnung auf Geneſung,
Karl Auguſt ſtützte ſich ſchwer auf die Lehne des
Seſſels, in dem ar ſaß. Seine Hand fuhr nach der Stirn,
wie um Gedanken zu verſcheuchen, die ſich ihm vorwurfs=
voll
und peinigend aufdrängten. Das Monokel glitt ihm
aus dem Auge und zerbrach klirrend auf dem Fußboden.
Das iſt das iſt ja einfach furchtbar die arme Mama!
Soll ſie kommen?
Nein! Aber gib ihr, bitte, dieſen Brief, den ich
heute nacht geſchrieben habe. Ich habe ihr darin meine
Vorſchläge über Chriſta gemacht für den Fall, daß ſie
leben bleibt. Und das kann nur geſchehen, wenn jetzt
jede hörſt Du, jede Aufregung von ihr ferngehalten wird!
Man hat dem armen Kinde zu übel mitgeſpielt:

[ ][  ][ ]

Nummer 232.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.

Seite 15.

50
Einheitspreis 12
Luxus-Ausführung . . . 1650

Saidmalder
Europas grösste Rahmenschuhfabrik
Herren-Halbschuhe
dieses Jahr viel begehrt.

Modern:
Knopfschuhe, Schnürschuhe
mit Lederriemen
braun Kalbleder mit gelben
Messingösen

SALAMANDER
AALLAATS ZC2
Lidwigsstrassefh.

Bein Umzuh
findet sich in Keller und
Boden so mancher, noch gut
brauchbarer Gegenstand, der
wegen Platzmangel zurückge-
stellt
wurde. Durch eine An-
zeige
im Darmstädter Tag-
blatt
sind derartige Artikel
rasch Verkauff.

Gelegenheitskauf!
gold. 14 kar. Herren=Uhr m. Sprung=
deckel
65 Mk., gold. 14 kar. Damen=
Uhr mit Sprungdeckel 25 Mk., gold.
14kar. lange Damenkette 45 Mk.,
Ohrringe mit echt. Perlen 15 Mk.,
gold. Halskette mit Anh. 20 Mk.,
gold. Broſche 10 Mk., lange ſilb.
maſſive Panzerkette 8 M., ſilb. Uhr
8 u. 3 Mk., gold. Ring m. Brillant
(1 Stein) 15 Mk., golden. Panzer=
armband
, 14kar., 25 Mk., ſilberne
Kaffee=Löffel, 800 geſt., 1.50 Mk.,
1 kompl. Silberbeſteckkaſten, ganz
neu, 18teilig, moderne Faſſon,
f. Mk. 80 zu verkaufen (20543a
Viktoriaſtraße 50, 3. St.

Fachmännischen

(20542

1944

Moderner,
3türiger Bücherſchrank
mit geſchliffenen Gläſern billig ab=
zugeben
Arheilgerſtraße 92,
Möbelwerkſtätte. (*7872md
Habe einen Wurf
2 Mt. alte Rottweiler, geb. St.,
abzugeben. R. 20, Wb. 15 Mk.
Ch. Helwig (*7881
Lorſch a. d. Bergſtraße.
gelber Boxer m.
Entlaufen ſch. Maske. Vor=
Ankauf wird gewarnt. (*7848
Näheres Landwehrſtr. 68.
d. a. Freitag abend
Verjenige, gegen 10 Uhr in der
Forſtmeiſterſtr. ein rot. Kätzch. mit=
genommen
hat, iſt erk. u. w. erſucht,
dasſ. Forſtmeiſterſtr. 6 abzug., an=
dernfalls
Anzeige erfolgt. (*7801

Dr. Sonninc
wird vom 2. bis 20. Oktober
ärztlich vertreten durch die
Herren:
Dr. Hof, Roßdörferstr. 19.
Dr. Kayser, Hügelstr. 6.
Dr. Kolb, S.=R., Riedeselstr. 23.
Dr. Langsdorf, Hügelstr. 11.
Dr. Schneider, Wenckstr. 10.
Dr. Staudinger, Heinrichstr. 94.
Vom 20. Oktober ab wohne
ich Mühlſtraße 12 (Ecke
Erbacherſtraße). (K20340

Von der Reise
(20143
zurück (6md
Dr. Isaak
Spezialarzt für Haut- u. Harn
rankheiten. Casinostr. 10.

Von Bad Schwalbach
zurück empfehle mich den Herren
Aerzten und Patienten
Frau Charlotte Strecker
Maſſeuſe (20239a
Hügelſtraße 2, II.
Dr. med. Babucke, Spez.-Arzt.
Weisbrod &- Witwitzky, Spez.f.
Haut-u. Geschlechtsleiden
Harnröhrenerkrankungen,
Ausflüsse, Syphilis.
Frankfurt a. M., Kaiserstr. 60
Schmerzloses rasches Heilver.
fahren ohne Ouecksilber.
Rasche Heilungen nach
Ehrlich-Hata 606.
Sprechstund.: 111 und 48
Uhr. Sont. u. Feiert. 101 Uhr.
(14412a)

2 hübsche Damenkleider
Größe 46, ſehr preiswert abzugeb.
Anzuſehen nur vormittags (*7804
Friedrichſtraße 14, 1. St. eute Mittwoch trifft auf dem
Marktplatz, gegenüber der
Schloßwache, eine Sendung
Zwetschen
ein, das Hundert zu 25 Pfg. (*7854 Frima Speiſekartoffeln f. jetzt
u. Winterbed., Probe u. Beſtell.
bei Heiß, Soderſtr. 6½. (19919a Oeten ereh von einzeln. Herrn
Geſucht 34 Zim.=Wohn.,
Bad, elektr. Licht in der Nähe der
oberen Riedeſelſtraße. Off. unter
U 12 an die Exp. ds. Bl. (*7607imd Relt. Beamtenehep. ſ. z. 1. 4. 1. Js
ſchöne 3=Z.=Wohng. (part.) mi
Zubeh. i. ruh. Lage z. Pr. bis 350 Mk.
Off. u. U 67 a. d. Exv. d. Bl. (*7853md 2 Zim.=Wohn. per 1. Nov. geſ.
Nähe Marienpl. Off. m. Preis
unter U 58 an die Exp. (*7797 od. 4 Zim.=Wohn. m. Garten
ſof. od. ſp. zu miet. geſ. Off. unt.
U 54 an die Exv.
(*7788ms bis 3 Zimmerwohnung geſ.
Nähe Landgraf Phil.=Anlage.
Offerten mit Preisangabe unter
U 57 an die Exp.
(*7796 Vater u. Tochter
ſuchen zum 1. April große 3 Zim.
Wohnung mit Gas, Manſarde u.
Zubehör, im Preis bis zu 400 Mk.
3. Stock u. Manſarde ausgeſchloſſen.
Offerten an B. Fehner, Eberſtadt,
Pfungſtädterſtr. 32, I. (*7880ms Examenskandidat
ſucht f. bald in der Nähe Darmſtadts
ruhiges Logis mit voller Penſion
für mehrere Monate. Offerten mit
Preisang. u. T59 a. d. Exp. (20213sm ſucht in gut. Hauſe
Einz. Herl des Martinsviertels
für ſofort oder 1. Januar eine
Wohnung von 34 Zimmern.
Off. u. U 30 an die Exp. (*7669im ür zirka 30 amerikaniſche
2 Forſtſtudenten werden zu
Ende Oktober
(*7790ms
möblierte Zimmer
geſucht. Offert. mit genauen An=
gaben
des Preiſ. des Zimmers mit
und ohne Frühſtück, für Heizung,
Licht ꝛc. unter U 53 an die Ex=
pedition
ds. Bl. Eleg. möbl. Zim. mit Schreib=
tiſch
von Herrn ſofort geſucht
Sep. Eing. erwünſcht. Off. unter
U 47 an die Exped. (*7784

und Auskunft in allen An-
gelegenheiten
des Betten-
einkaufs
, mit besonderer
Berücksichtigung des mo-
dernen
hygienischen Re-
formbettes
, erteilt bereit-
willigst
und sendet Kata-
loge
und Aufstellungen das
SPEZIAL-GESCHAFT

Ludwig Schwab
25 Ernst-Ludwigstraße 23

schwarz und spiegelblank wird
das Schuhzeug ohne jede Mühe
bei Gebrauch von Dr. Gentner’s
Schuh-
ereme
Higrin‟
Allein. Fabr. auch des so beliebt. Veilchen-
seifenpulvers
Goldperle‟:
Carl Gentner
Fabrik chem.. Produkte
Göppingen.

3631)

Junger Kaufmann ſucht gut
möbl. Zim. mit Penſ. im Zentrum
der Stadt. Off. mit Preisangabe
u. U 49 an die Exped. (*7778

Sücheneinrichtung, 7teilig, bill. 1Munder Tiſch, Blumentiſch, zuſ.
zu verkaufen.
(*78795 M. Artillerieſtr. 16, Hth. (*7869
Landwehrſtraße 5, 3. Stock.
GA!!
Halb=
Mehrere Weinfäſſer ſtück, 11s Jeden Mittwoch Abend
bill. abzug. Wienersſtr. 74. (*7877
Delj.
große Richtplatte, 85X85 cm,
kate Kartotter
1 ſt. Werkbank und verſchied.
Schloſſerwerkzeug zu verkaufen
Waldſtraße 7.
*7822)
IIrlannhachen

Für meinen Sohn, der in Darm=
ſtadt
ſtudiert, ſuche ich (20484
Zimmer mit guter Penſion
vom 20. Okt. ab. Baldige Off. an
Paul Loemz, Ereslan U., Agnesstr.1, II4

Nunkl. Koſtüm 5 M., Samtjacke
3 M. (Gr. 42), Marabu=Pelz
5 M., roter Hurflügel 2 M., zu
(*7871
verkaufen.
Zimmerſtraße 5,22. Stock rechts.

Reform-Restaurant
Alexanderstrasse 4, 1. Stock.
(200
IIn

in 5 Minuten
ist jede Dame
sowie jed. Mädchen im Stande
nach dem sensationellen
Schnell-Zuschneide-System
Wiener Schie perfekt wie
eine Schneiderin
Blusen zuzuschneiden.
Vorheriger Unterricht oder
irgend welche Vorkenntnisse
sind nicht nötig.
Wird von tausenden Damen
benutzt.
Machen Sie einen Versuch,
Sie werden entzückt sein.
Preis komplett Mark 2.75.
Versand per Nachnahme.
Wiener Chie-Vertrieb
Frankfurt a. M.
Blumenstr. 15. (20508a

Einj.=Freiwill. Ausgeh=
Helm, R. 115 (Weite 57)
faſt wie neu, billig abzugeben
Lichtenbegſtrraße 28, III. I. (*7814
Ein guterhaltener blauer Kinder=
Eliegewagen preiswert zu verk.
Frankenſteinſtr. 47 (1. St. l.) (B20520

Merieh

die mehr. Jahre im Ausl.
Dame, war, erteilt engl. u. frauz.
Unterricht, übern a. Spaziergänge u.
Konversation. Offert. unt. R 33
an die Exped.
(19514a
ſehrerin d. höh. Mädchenſch. ert.
4 Unterricht in all. Schulfächern
20127a) Riedlingerſtraße 20.
Einj., Fähnr.,
Institut Boltz Prim., Abitur.
IImenau i. Thür. (I18359) Prosp. frei.
Dame ert. erfolgr. Nachhilfe in
Sprach., auch Latein; überw.
Schularb. Vorz. Refer. Stundenpr.
50 Pfg. Eliſabethenſtr. 44. (20490a
Ttal. Unterricht geſucht. Off. m.
Pr. unt. U 59 an d. Exp. (*7795

U 46 an die Exp. erb.

unter
(*7761

Gewiſſenhafte Nachhilfe in
Engliſch und Franzöſiſch, auch
Kurſus in gen. Sprachen wird
billigſt erteilt. Offerten u. U 62
an die Exped. ds. Bl. (*7834mdf
Fräulein erteilt gründl. Klavier=
2 unterricht von den Anfangsgr.
bis zur vollſt. Ausbildung. Theorie
u. Enſembleſpiel. Nur Einzelunter=
richt
, keine Klaſſen. (*7679imd
Hoffmannstrasse 8. I.
Fräulein erteilt gründlichen
Zitherunterricht.
Näh. Grafenſtr. 16, II. St. (20072a

Kavier Schule
Frau E. Hochstätter
konſerv. ausgeb. Pianiſtin
Anfangsgründe u. vollſtänd. Aus=
bildung
im Klavierſpiel, Theorie,
Enſembleſpiel. NurEinzelunterricht,
keine Klaſſen. Schulstr. 15, II. (19737a

erteilt Nachhilfeſtun=
Student den in allen Lehr=
ächern
d. Oberrealſchul. (*7742mss
Offert. unt. U 44 an die Exp.

Kochstunde.
Gute bürgerl. Küche. Backen.
Einmachen mit den Weckſchen
Apparaten. Anmeldung, jederzeit.
J. Friedrich
Frankfurterstr. 74, I. (18475a

interricht im Weißnähen, Sticken
I u. all. Handarb. erteilt (19211a
Z. Müller-Stein, Kranichſteinerſtr. 24.

Vorzüglicher Unterricht
in Knüpfarbeit
wird erteilt von E. Knorr aus
Barmen, z. Zt. hier: (19881a
Darmstädter Hof, Zimmer 8.
Ausgezeichnet d. Ehrungsdiplom.
Ausstellung div. Arbeiten
ei Frau Weygandt, Handarb.=
Geſchäft, Wilhelminenſtr. 9.

ründlicher Unterricht im Weiß=
nähen
, Zuſchneiden und
Sticken wird erteilt (*7767ms
Frau J. Lauck, Viktoriaſtr. 24, II.

Tanz-Unterricht.
An einer Privattanzſtunde (Halbes
Honorar) können noch 3 Herr. teiln.
Meld. u. U 61 an die Exp. (*7836mdf

erl. gut u. billig für
nur 10 Mk., alle Ge=
Tanzen ſellſchafts= u. Rund=
tänze
, Frangaiſe, ſowie alle der
Neuzeit entſprechende Tänze.
Privatſtunden zu jeder Tageszeit.
Philipp Scholl, Tanzlehrer
Mühlſtraße 26, II. (*7810md

[ ][  ][ ]

Seite 16.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.

Nummer 232.

Ser

für

Lärru

Während dieser

Gardinen

erprobte, haltbare Qualitäten, moderne Zeichnungen
Serie V
Serie IV
Serie III
Serie II.
Jedes Fenster Serie I

bringe ich
Grosse Posten

staunend billigen Preisen
zum Verkauf.
Es befinden sich hierunter erstklassige
Fabrikate, wofür ich, in Bezug auf Halt-
barkeit
, weitgehendste Garantie über-
nehme
. Es ist dies eine selten
3
günstige Einkaufsgelegenheit
für
Neu-Einrichtungen
und zum
Umzug-
Verkaufin meiner Spezial-Abteilung III. Etage.
Personen-Aufzug.

2.9 0 3.60 5.50 7.75 9.75 5 Serien Volant-Stores
geschmackvolle Ausführungen in Bändchen- und Klöppelarbeit
Serie V
Serie IV
Serie II
Serie III
Serie I 2.95 5.25 6.00
4.25 9.75 5
Serie Serien Diwan-Decken
solide Qualitäten, in nur modernen Ausführungen
Serie II Serie III
Serie IV
Serie V 5.25 9.75 12.90 16.50 22.50 5 Ser
aus nur modernen
Serie I ien Teppiche ca. 200X300 cm gross
eleg. Dessins bestehend, in Axminster, Tapestry, Plüsch- u. Bouclé-Geweben
Serie III
Serie V
Serie IV
Serie II 19.75 27.50 36.00 52.00 68.50

Rabattmarken.

Rabattmarken.

Darmstadt
Ludwigstr. 2, Ecke Kirchstr.
(20512

Wegen vorgeſchrittener Saiſon
gebe neue

Eine große Menge alte geſchnitzte Elfenbein=
gegenſtände
ſehr billig abzugeben.
(20305a
M. May, Frankfurterstrasse 6, II.

Eine Milliarde Mark
überschreitet jetzt der Versicherungsbestand.
Leipziger Lebensversicherungs-Gesellschaft
auf Gegenseitigkeit (Alte Leipziger)
(1161a
gegründet 1830.
Deckungsmittel über 380 Millionen Mark.
Bestes Prämien- und Dividendensystem.
Unanfechtbarkeit:: Unverfallbarkeit:: Weltpolice.
Vertreter: G. Beyser, Darmstadt
Bruchwiesenstrasse 4.

nur bekannte erſte Marken, zu
extra billigen Preiſen ab.
Eingetauſchte Fahrräder
in großer Auswahl ſchon von
(19214a
10 Mark an.

von 55 Mark an.
Reparaturen und Zubehörteile
äußerſt billig.
L. Beudt Nachf.
Inh.: L. Waldschmitt.

Kohffen
Verlangen Sie Preise. (14990a) Absolute erstklassige Qualitäten.
Telephon
Karl Koch, Heidelbergerstr. 9½.
49g.

Verkauf ſpottbill.
neue Schwingſchiff=Nähmaſchine,
vor= und rückwärts nähend, 5 J.
Garantie, 70 Mk., Badew. 16 Mk.,
wenig gebr. Schuhmacher= Stepp=
maſch
. 35 Mk., Singer= Schneider=
maſch
. 15 Mk., Adler=Damenrad
30 Mk., eiſ. Ofen 6 Mk., doppelſitz.
Sportwag. 5 Mk., Nachtt. 3 Mk.,
kl. Kaſſenſchr. 50 Mk. (18767a
Kiesſtraße 80, 1. St.

Eine Wohltat
für Kranke wie Gesunde
Mk. 1.30
Salbe
, 1.30
Pillen
De
Zäpfchen 2.00
Ais Krankenpflegerin mit fast 30jähriger Dienstzeit würde
ich mich wohl hüten, ein Heilmittel zu empfehlen, von dessen
Vorzügen und völliger Unschädlichkeit ich mich nicht zuvor
überzeugt hätte, Ich habe vielfach Gelegenheit gehabt, zu schen
und zu hören, daß die Dunpräparate mit nie versagendem Erfolg
bei offenen Wunden, Katarrhen, Leberleiden, Brandwunden, Rheumatismus,
Jschias, Lungen- und Rippenfellentzündung, Blinddarm- und Bauchfellent-
zündung
u. a. angewandt wurden. Mir selbst haben die Dunzalbe
und Dunpillen gegen Rheuma und Anschwellung der Beine treffliche
Dienste geleistet, und ich bin überzeugt, dass nur sie allein mir
das Leben gerettet haben, als ich kurz vor Weihnachten von
einem schweren Schleim-Schlaganfall getroffen worden war. (10757a
Darmstadt, 3. Juni 1910.
Schwester K. Sedlmair.
Prospekte und klinisch-therapeutische Abhandlung kostenfrei
durch die Fabrik Hans Heiss, Darmstadt, Rossdörferstr. 22.
Bestandt. : Dun-Balbe Cerat. resin, pini 25, Cerrat. Cetacci 15; OI. Jacor Aselli‟
15; Ger. Plar. 15 Bals. Gansd. 2 Mirhs 0,6; Seb. gerv. dltr. 15; Vitelle
ori 25. Dun-Pillen: O1 Arach, 6; Ol. Jecor Aselli 17; Cergt. res. pini 14
Cer. Flav. 12; Bals. Canad. 1 5 Cerst Cetscci 2; Beb. eorv filtr. 12z Vitell.
ovi 125; Rad. lig. 28. Dun-Zäpfchen: Cerat. res, pini 2; Cers
Mirrah 0,5; Vittell, evf 30; Cernt Cetacai 25; OI. Jeser Asall 15; Mel. &
Gals. Canad. 7: Seb. cerv. filtr. 4.

Gottfr. Proeser
Damenmasschneidere!
(Mozart-
Schulstrasse 8 haus):
Fernruf 1553.
(20099a)

Jackenkleider
Facon tailleur
Mäntel

Zehrock=, Frack=, Smoking= An=
züge
, Zylinder, zu verleihenW
Rheinſtraße 5, 2. Stock. (18320a

eißer Porzellanofen m. ſchönen
Tonverz., gut erh., bill. abzug.
Soderſtr. 67, part. (18193a

[ ][  ][ ]

Ni 232.

Mitwoch, 2. Otober.

1912.

A
Sohanas
Anzeiger.
Erſcheint 2mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten. Für den
Wohnungs=Anzeiger beſtimmte Inſerate müſſen ſtets tagsvorher bis ſpäteſtens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen. Später uns zugehende Inſerate können
nur am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden.

3 Zimm

Heidelbergerstr. 105
2½ ſtöckig mit 14 Zimmern,
Bodenkammern, Dampfheiz.,
Veranden, Obſtgarten, Gas
ꝛc., vollſtändig neu hergericht.,
zu vermieten. Auch zu verk.
od. getrennt z. verm. 14809ms

Haus Martinstr. 35
10 ſehr große Zimmer, herrliche
Diele, volſt. Bad, Zentralheizung,
Gas, elektr. Licht, ſchöner Garten,
Veranda, Loggia, große Küche
m. Nebenräumen, Speiſe=Aufzug,
Keller, großer Speicher, ſofort zu
vermieten. Näheres Eliſabethen=
ſtraße
53, Kontor, Tel. 547. (14961ms

Rhein=
Herrſchaftswohnung ſtr. 29
1. Etage, 10 Zimmer, 2 Badezim.,
mit reichl. Zubeh. u. groß. Veranda,
neu hergericht., ſof. beziehbar. Näh.
Rheinſtr. 25, Kontor 2. (1463ms

Herrschafts=
Wohnung
Wilhelmstrasse 8, pt.
8 Zimmer, darunter 1 Speiſe=
ſaal
m. Ausgang zur Terraſſe,
Vorgarten, Klüche mit An=
richte
und Dienerzimmer im
Souterrain, ſowie 3 Zimmer
in der Manſarde per ſofort
eventi. früher. Näheres nur
durch Joseph Trier, Hof=
möbelfabrik
, Wilhelminen=
ſtraße
25.
(14352ms

Herrſchaftswohnung
Viktoriaſtr. 42, 2. Etage, 8 große
Zimmer, Badez., 4 Manſ., 2 groß=
Keller neu hergerichtet ſof. zu verm.
Näh. Kahlertſtr. 13, 1. St. (14345ms

Ohlyſtraße 34
herrſchaftlich eingerichtete Villa,
9 Zimmer, Diele und reichl. Zu=
behör
, Zentralheizung, Garten, zu
verkaufen eventl. zu vermieten.
Näh. Erbacherſtaße 4, Baubureau,
Tel.=Nr. 260.
(18888a

Neubau in freier Lage
verl. Soderſtraße, herrſchaftliche
89 Zimmerwohn., Parterre und
2 Stock, zu vermieten. Näheres
Heidenreichſtr. 31, part. 18501ms

Grüner Weg 83
Einfamilienhaus neu erbaut,
11 Zimmer, Küche, Bad. nebſt
reichl. Zubehör, der Neuzeit
entſpr. eingerichtet, ſof. bezieh=
bar
, zu verkaufen evtl. zu
vermieten. Näh. Ohlyſtr. 69,
parterre.
(B17976ms
e e
D Ville
8 Zimmer, elektr. Licht, Bad,
Garten, in beſter Wohnlage, um=
zugshalber
ſofort od. ſpäter preis=
wert
zu vermieten. (20354im
Auskunft erteilen:
Paul Wolf & Co., G. m. b. H.,
Rheinſtr. 51.

Berichafts
Wohnung
Eliſabethenſtraße 51 nächſt d.
Neckarſtraße, im früheren von
Willich’ſchem Hauſe, Bel=
etage
, 9 Zimmer m. Balkon
und Garten, Stallung für
6 Pferde, 2 Burſchenzimmer,
Heuboden und Remiſe, neu=
zeitlich
hergerichtet, per ſofort
zu vermieten.
Näheres Eliſabethenſtraße 59,
im Comptoir. (19781ms

(B18464
Karlstr. 83 ms
Wohnung von 8 Zimmern (in
zwei Stockwerken) mit Bad und
reichl. Zubehör per ſofort zu verm.

Große Villa Nikolaiweg 10,
worin ſeit einer Reihe von Jahren
ein, gutgeh. Penſion. geführt wurde,
14 Z., Bad, gr. Garten. p. 1. April.
Näh. Alieſtraße 17, II. (20155ms

Villa
Ohlyſtraße 30
freiſt., 12 Zimmer, reichl. Zu=
behör
, Zentralheiz., Balkon
u. Veranda, Garten, alsbald
event. 1. April 1913 zu verm:
oder zu verkaufen. Näheres=
Roquetteweg 3. (20460ms

4 II. Et.
Rheinstr. 12¾7 gr. 3.
m. allem Komfort, Nebenräumen,
Bad u. Dampfheizung. (18799ms

Fenertrt. 6, 1.
geräumige 7=Zimmerwohnung mit
allem Zubehör, Gas= und Bade=
einrichtung
, per ſofort zu vermiet.
Näheres nur auf dem Kontor der
Brauerei Rummel. (15261ms

Herſchaftswohnung
Eliſabethenſtraße 70, parterre,
hocheleg., mit elektriſch. Lichtanlage,
Kochgas, 7 Zimmer, Badezimmer,
geſchloſſ. Veranda, Burſchenzim.,
Manſardenräume per ſof. zu ver=
mieten
. Auf Wunſch Stallung für
3 Pferde. Näh. zu erfragen im
Büro im Seitenbau zwiſch. 1112
und 25 Uhr.
(19719ms

Niedeselstr. 21, II.
hochherrſchaftliche 7. Zim.=Wohn.
mit Zentralheizung, reichl. Zubeh.
und Gartenanteil per ſofort zu
verm. Anfragen ſind zu richten
an Paul Wolf & Co. G. m. b. H.
Rheinſtraße 51.
(19977ms

Martinstr. 54, part.
6 Zimmerwohnung mit reichl.
Zubehör, Gas, Bad, elektr.
Licht, ganz neuzeitl., Garten,
Balkon, per ſofort zu vermiet.
Näh. Heinr. Funk, Soder=
ſtraße
76, Tel. 1031. (18468ms

Bleichſtraße 40, 1. Stock,
ſchöne Sechs=Zimmerwohnung mit
reichlichem Zubehör zu vermieten.
Auch für Bureauzwecke ꝛc. ſehr
geeignet.
(18467ms

Landwehrstr. 1 Wohn.

6= Zim=
ohne
Gegenüber m. Gas u. Elektr.,
neu herger., per ſof. zu vm. (18953ms

Steinstrasse 5, 1. St.
6 Zimmerwohnung mit Zubehör,
ſofort oder ſpäter.
(20468ms

Elisabethenstr. 51
nächſt der Neckarſtraße,
Wohnung mt Balkon,
Beletage, 6 Zimmer m.
Zubehör u. Garten, n.
Stallung für 6 Pferde,
Burſchenzim., Heubod. u.
Remiſe, neuzeitl. herge=
richtet
, perſofort z. verm.
Näh. Eliſabethenſtr. 59. 1.
Gemnt.
(19692ms

Wendelstadtstr. 32, I.
6 Zimmer mit Balkon u. Zubeh.,
per ſofort. Näh. Seitenb. (18179ms

Heidelbergerſtr. 89, 2. St.
gr. 6=Zimmerwohn. mit Badezim.,
Balkon, 2 gr. Manſardenzim., gr.
Trockenboden u. Bleichplatz, Heiz=u.
Leuchtgas. Alles neuzeitl. herger.,
ſofort. Näh. part. (B14207ms

Wendelſtadtſtraße 28
ger. 6 Zimmerwohnung, 1 oder
2. Etage, m. allen Bequemlichkeiten
per ſofort zu verm. Alles Nähere
Wendelſtadtſtr. 28, 2. St. (14340ms

Roßdörferſtraße 86
3. St. 6=Zimmerwohnung in freier
Lage mit Balkon, Veranda, Bad
u. ſonſt. Zubehör zu verm. Näh.
Heidenreichſtr. 31.
(14457ms

Eichbergstr. 1, part.
6 Zimmerwohnung ſofort zu ver=
mieten
.
(B16020ms

er. Mlieſrerte 10.
iſt die neu hergericht. Parterre=
Wohn., 6 Zim., darunt. 2 Entre=
ſols
, alsb. weiter z. verm. Näh.
dortſelbſt II. od. Rechtsanwalts=
bureau
Kaſinoſtr. 8. (17064ms

etete at 1. ie, in ente ten,
u. el.lichtp. sofort. Einzus. 10h. 12 Uhr. (1478ms

Neubau.
Heinrichſtr. 136
herrſchaftl. 6=Zimmerwohnungen
per ſofort oder ſpäter zu ver=
mieten
. Näheres daſelbſt von
1012 Uhr vormittags. (18451ms

Ernſt=Ludwigſtraße 1
iſt die 3. Etage, 6 Zimmer, darunt:
Badezimmer, mit ſämtl. Zubehör,
neu herger., zu vermiet. (19707ms

Frankfurterstr. 62
1. Stock, ſchöne 6=Zimmerwohng.
mit Zentralheizung, Bad, Balkon,
Veranda, Fremdenz. u. ſehr reichl.
Zubehör per ſofort. Näheres
3 Stock.
(20467ms

Ohlystrasse 31
wegen Verſetzung ſchöne 6 Zimm.=
Wohnung mit reichl. Zubehör, Gas
u. elektr. Licht und Entſtaubungs=
anlage
, ſofort zu vermieten.
Näheres Baubüro, Wittmann=
ſtraße
36. Tel. 291. (B20475ms

Moſerſtraße 11, 1. St., eleg.
6 Zimmerwohn. nebſt 2 Zimmern
und 2 Kammern im 3. Stock per
ſafert oder ſpäter. (B20474ms

Stiftſtraße 21
neuhergerichtete 6=Zimmer= Woh=
nungen
zu vermieten. (19682ms
Näheres Expedition.

Herrſchaftswohnung
Heidelbergerſtraße 81
II. Etage, 6 ſchöne große
Zimmer mit Balkon u. Ver.,
kompl. Bad, 14 ſchön. groß.
Manſardenz. u. ſonſt. Zubeh.,
alsbald beziehbar, zu verm.
Näheres daſelbſt. (B20473ms

Abendeſindſtr. 237, Zhe=
iſt
das Barktere, beſteh. aus 6 gr.
ſchön. Räum., als Büro od. Wohn.
zu verm. Näh. 3. St. (20487ms
3 Zimmer
Karlſtraße 20 eine 5= Zimmer=
wohnung
mit allem Zubehör ſof.
zu verm. Preis 550 Mk. (15432ms

viktoriastr. 30, II.
geräumige, eleg. 5=Zimmerw.,
Bad. elektr. Licht, Gas, Veranda
und ſonſt. Zubehör, per ſofort
ev. ſpäter, an ruhige Mieter.
Näh. Kontor daſelbſt. (14665ms

5 Zimmer=
Hochſtr. 30 Wohnung,
2. Stock, mit 2 Bodenkam., Heiz= u.
Leuchtgas ꝛc., per ſofort zu verm.
(B14314ms
Näheres 1. Stock.

Stiftſtraße 67, Ecke Linden=
hofſtraße
, im 1. Stock, neuzeitl.
eingerichtete große 5 Zimmerw.
mit Linoleumbelag, großem Vor=
platz
, komplettem Bad, Küche mit
Veranda, Gas u. Elektr. ꝛc. per
ſofort. Näheres parterre bei
Philipp Spieß, jr. (V14413

Heinrichſtr. 93, Ecke Hochſtraße,
1. St., 5ſch. Zim., Bad, Gas, neuher=
gericht
., Balk., ev. elektr. Licht. (1065ms

Waldſtraße 15, 1. St., ſchöne
5 Zimmerwohnung, Balkon, Bad,
Manſarde und allem Zubehör per
ſofort. Näheres part. (20466ms

Riedeſelſtr. 66 im 1. St. eine
5 Zimmerw. per ſofort zu ver=
mieten
. Näheres part. (14807ms

Roßdörferſtr. 20 ſchöne 5 Zim=
merwohn
., 1. St., m. ſämtl. Zub. p.
ſofort. Näh. part. (14644ms

Inselstrasse 23, part.
5 Zimmerwohnung mit Balkon,
Loggia, Badezim. mit Einricht.
Preis n. Uebereinkunft. (18951ms

Mähſr. 2 an Pergepleßg
ſchöne Fünf=Zimmerwohnung m.
Zubehör, Gas, Veranda, Bade=
zimmer
uſw. Näh. part. (20169ms

Kirchſtraße 19, ſchöne 5=Zim.=
Wohnung per ſofort zu verm
Näh. Hochſtr. 42, 1. St. (B16417ms
Mathildenstr. 50, part.
ſchöne 5 Zimmerwohnung per ſo=
fort
. Preis 1000 Mark. Näheres
Beletage.
(15503ms

Oſtviertel, 1. Stock, große
5=Zimmerwohnung in kinderloſem
Hauſe an ruhige Familie, für ſo=
fort
beziehbar, preiswert zu ver=
mieten
. Näheres Exped. (16197ms

Wienersſtr. 70, 2. St., ſchöne
5 Zimmerwohnung mit Bad und
ſonſt. Zubehör, ſowie gr. Bleich=
platz
nebſt Trockenhalle, mit oder
ohne Garten ſof preisw. (16801ms

Wienersstr. 56, I.
große 5 Zim.=Wohn. mit Zubehör
a. ruh. Fam., ſof. beziehb. (17063ms

Georgenſtr. 5, part., 5 Zimmer
mit allem Zubehör, per ſofort
an ruhige Familie. Näheres
erſte Etage.
(14766ms

Ecke Vittoria=
Landwehrſtr. 11, ſtraße, eine
Wohnung von fünf Zimmern mit
Manſarden, neu hergerichtet, mit
allen Bequemlichkeiten, per ſofort
zu verm. Näh. part. (18704ms

Wendelſtadtſtr. 26, 1. Et.,
große 5 Zimmerwohnung mit allem
nötigen Zubehör, neu hergerichtet,
ſofort zu vermieten. Alles Näh.
Wendelſtadtſtr. 28, 2. St. (14666ms

Rheinstr. 12

I. Er,
4 5 Zim.
m. Bad, Dampfheizung u. allem
Komfort.
(18822ms

Hoffmannſtr. 21, part., 5 Z.=
Wohnung mit Gas, Veranda und
Zubehör und Gartenbenutzung per
ſofort.
(B13786ms

Wienersſtr. 58, part., 5= Zim.=
Wohn. mit Zubehör, event. kleine
Werkſtätte, per ſofort oder ſpäter
zu verm. Näh. 1. St. (B19191ms

Bloichstr. 32, I. St.,
ſchöne 5 Zimmerwohnung mit
Zubehör per ſofort an
ruhige Mieter zu verm. Näh.
J. Glückert, Hofmöbelfabrik,
(14367ms
Bleichſtr. 31.

Martinstr. 74.
iſt eine herrſchaftl. 5=Zim.=Wohn.,
1. St., m. all. Comfort ausgeſtatt.
und ſchönem Garten, per ſofort
zu verm. Näh. part. (B16677ms

Viktoriaſtr. 24, K
5 Zimmer mit Badekabinett, mod.
eingerichtet, mit Zubehör, per ſof.
zu verm. Au erſr. part. (1470ms

Pallaswieſenſtraße 25, ſchöne
5=Zimmerwohnung mit Zubehör
per ſofort zu vermieten. (19548ms

Frankfurterſtr. 11, am Herrn=
garten
, 1. St., 5 Zimmer nebſt
Zubehör per ſofort an eine ruh.
Familie zu verm. (18703ms

Miestr. 3, Hochhartarfe
5 Zimmer und allem Zubehör nebſt
Vorgarten per ſofort zu vermieten.
Näh. Mathildenpl. 9, 1. St. (15434ms

Ecke Roßdörfer= u. Stiftſtr.
3. Stock, hübſche neuhergerichtete
5 Zimmerwohnung mit allem Zu=
behör
ſofort oder ſpäter zu verm.
Auskunft erteilt Herr Leißler,
(12047ms
Stiftſtraße 62.

Mathildenstr. 11
Ecke Moſerſtraße, herrſchaftl.
5 Zimmerwohn. mit Küchen=
balkon
, Bad, Fremdenzimmer
u. reichl. Zubeh, per ſofort.
Anzuſehen von 111 und
36 Uhr. Näh. d. Hch. Funk,
Soderſtr. 76, Tel. 1031. (14675ms

Landskronstr. 93
eine 5=Zimmer=Wohnung, parterre
(780 Mk.), mit Fremdenzimmer,
Mädchenzimmer, zu vermieten.
Gartenanteil und ſchöne Fernſicht.
Näh. Landskronſtr. 91, pt. (B15454ms

frdl.
Heidelbergerſtr. 92, I., 5= Z.=
Wohn. p. ſofort od. ſpäter. (18178ms

Hochstrasse 64
ſchöne 5=Zimmerwohnung, pärt.,
nebſt allem Zubehör und Garten
ſofort zu vermieten. Einzuſehen
Mittwochs und Samstags nach=
mittags
von 35 Uhr. (B16492ms

Ien enehtenen
5 Zimmer=Wohnung
mit reichlichem Zubehör preis=
wert
zu vermieten (17302ms
Ludwigſtraße 10, Laden.

Soderstrasse 96
iſt die eine Reihe von Jahren
von Herrn Oberſtabsarzt Klipſtein
bewohnte eleg. 5 Zimmerwohnung
(2. Stock) mit allem Zubehör und
Gartenvergnügen baldigſt ander=
weit
zu verm.
(17367ms

Sehine 5-Ziumer-Wehnung
in ruhigem Hauſe per ſofort
zu vermieten. Näheres Schuchard=
ſtraße
11, 1. Stock. (18485a

Heidelbergerstr. 105
im Parterre und 1. Stock je eine
5=Zimmerwohnung ſofort zu ver=
mieten
. Volſtändig neu berge=
richtet
. Dampfheiz., Gas ꝛc. Dort=
ſelbſte
. Manſarde m. 3 Z. u. Küche.
Näh. Roßdörferſtr. 9, I. (14484ms

Neubau.
Heinrichſtr. 136
herrſchaftliche 5=Zimmerwohnung,
hochparterre, per ſofort od. ſpäter
zu vermieten. Näh. daſelbſt von
1012 Uhr vormittags. (18450ms
Viktoriastr. 52, I. Stock
ſchöne 5=Zim.=Wohn., Badezim.,
elektr. u. Gaslicht, neuzeitlich, per
ſofort. Näh. part. (18714ms

Mühlſtraße 5, II., 5= Zimmer=
Wohnung, neu hergerichtet, ſofort
oder ſpäter biligſt.
(19057a

Ernst-Ludwigsplatz
per ſofort 5 Z.=W. z. vm. Näh.
bei Frau Hausverwalter Hunds=
(14642ms
dorf, daſelbſt.

Frankfurterstr. 24, II.
gegenüber dem Herrngarten, ger.
3 Zimmerwohn. mit 2 Kammern p.
ſofort. Näh. i. Seitenbau. (15015ms

Ecke Rhein= u. Georgenſtr.
1. St., große, helle, neuherg. 5 Zim.=
Wohn. mit Zub. per ſof. zu vm.
Näh. Rheinſtr. 33, I. (15427ms

Heidelbergerstr. 65, pt.,
5 Zim. mit Bad, 2 Manſard., ev.
mit Stall und Burſchenſtube, per
ſofort zu vm. Kein Gegenüber.
Näh.-daſ. bei Seriba. (B17249ms

Auf 1. April 1913.
Herderstr. 18, part.
ſonnige, komfort. Parterrewohn.,
5 Zimmer nebſt allem Zubehör,
nahe Wald u. Elektr. Bei mehr=
jähr
. Kontrakt billiaſt. (B19747ms

Klappacherſtr. 16 5=Zimmer=
Wohnung mit großer Veranda,
freiem Ausblick, Gas, elektr. Licht,
Bad, großem Bleichplatz alsbald
zu vermieten.
(B19464ms

Orangerieallee 17, I.,
nächſt dem Herrng., 5 Z.=Wohn.
mit reichl. Zub., alsbald zu ver=
mieten
.
(B19972ms

Soderſtr. 90, Ecke Beckſtraße,
große 5 Zimmer=Wohnung mit
Gas, Bad u. allem Zubehör als=
bald
billig zu vermieten. Näheres
Griesheimerweg 19, Kontor. (18337t

Heidelbergerſtraße 74 geräu=
mige
und ſchöne 5=Zimmer= Woh=
nung
per ſofort zu verm. Näheres
Saalbauſtraße 73. (*7419som

[ ][  ][ ]

Seite 18.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.

Nummer 232.

Wilhelminenstrasse 19, I. Darmstädter Hausbesitzerverein. Wilhelminenstrasse 19, I.
Zu vermieten:
Karlſtr. 66, herrſch. 7 Zimmer=
Htb., ſchöne
wohnung, Bad, Gas, elektr. Licht,k Tankfurterstr. 10, II. Heidelbergerſtr. 73, part., Schöne Manſ. in gutem Hauſe,Eliſabethenſtr. 29, 3 Zimmer=
reichlichem
Zubehör, per ſofort.

Näheres 3. Stock.
(17037ms
F
Heidelbergerstr. 9, II.
herrſchaftliche Wohnung, 7 Zim.,
2 Balkone, Erker, 1 Fremdenzim.,
Badez., Gas u. elektr. Licht, Kohlen=
aufzug
und reichl. Zubehör per
1. Jan. oder ſpäter. (20515ms

Viktoriaſtr. 41, I., herrſchaftl.
6=Zimmerwohn., vornehm gehalt.,
getäfelt. Speiſeſaal, glasbedeckte
Veranda, Warmwaſſerltg., Bad m.
kompl. Einricht, reicht. Zubehör,
p. ſofort od. ſpäter. (15714ms

3
Hochstrasse 57, 1. St.c
herrſchaftliche 5=Zim.=Wohnung,
Bad, Gas, elektr. Licht, Vor= und
Kintergarten, viele Nebenräume.
Näheres 1. Stock. (17825ms

Riedeselstr. 19, 2. St.
prachtvolle, ſchöne neuzeitliche
6 Zimmerwohn 1 Manſardenz.,
elektr. Licht, Bad, Veranda uſw.
p. 15. Okt. od. ſpät. Näh. Bergmann,

Bismarckſtraße 78, 1. Stock,
ſchöne 6 Zimmerwohnung, eventl.
Stallung. Näh. part. (20519ms

Saalbaustraße 78
5 Zimmerwohn., Bad, Gas, Bal=
kon
, Loggia, alles neuzeitlich. Näh.
Soderſtr. 102, I.

elegante 6 Zimmerwohn. m. kompl.
ſeingerichtet. Badezimmer, Veranda,t
Gas, elektr. Licht, reichlichem Zu=
behör
, Telephonanſchluß im Hauſep
nur an ruhige Familie p. 1. Nov.
oder ſpäter.
(19496ms

freie Lage, große ſch. 5 Zimmerw.,
mit Vorgarten reichlich. Zubehör,
Waſſer, Bad, Gas, ev. n. 1 Zimm.
(18514ms
mehr, per ſofort.

Georgenſtr. 5, part., 5 Zimmer=
wohnung
, Veranda, Gas, reichl.
Zubehör. Näh. 1. Stock. (14442ms

Annaſtr. 61, 1. St., 5 Z.=Wohn.
Bad, Fremdenz., Gas, elektr. Licht,
Kohlenaufzug, Gartenanteil, mit
allem Zub., der Neuzeit entſpr. her=
gerichtet
, auch möbliert od. geteilt,
per ſofort oder ſpäter. Preis.
bedeutend unter dem bisherigen
(15876ms
Mietpreis.

Martinſtr. 64, I., wegaugshalb.
5 Zimmer, 1 Fremdenz, Mädchenk.,
Bodenk., Küche, Speiſek., Badez.
mit vollſtändig. Badeeinrichtung,

Viktoriastr. 70, 2. St. Loggia mit prachtvoller Ausſicht
geräumige ſchöne 5=Zimmerwohn. Gartenanteil, per ſofort, 1200 Mk.
mit Zubehör, ſofort beziehbar. Näheres Fuchsſtraße 16, 3. Stock.
Telephon 247.

Näheres 1. Stock.

(17491ms

Wilhelminenſtr. 19, Laden. (18778ms wendelstadtstr. 38
part., ſchöne 5=Zimmerwohn., reichl.
. Zubehör, Bleichplatz, p. 1. Januar
od. früher. Näh. 1. St. (18260ms

Rossdörferstr. 41, 1. St.
ſchöne 5 Zimmerw., Gas, reichl.
Zubehör per ſofort, 630 Mk. pro

(15713ms

Heinrichſtr. 118, 2. St., geräum.
5 Z.=Wohn. mit Zubehör, Veranda,
Balkon ꝛc., per ſofort. (14443ms

Lichtenbergſtraße 78, 3. Stock,
ſchöne neuzeitliche 4=Zimmerwohn.,
Balkon, Veranda, großen Bleich=
platz
, Trockenboden. (17317ms

2 grade u. 2 ſchräge Zim., Küche,
gr. Veranda, Gas, Glasabſchluß
uſw., nur an ruhige Mieter. Näh.
Hügelſtraße 11, 1. St. (18513ms

Alte Niederſtr. 25 ſch. gr. 4 Zim.,
Gas, Veranda u. all. Bequemlichk.
p. ſofort. Pr. 460 M. p. J. (18511ms

Rheinſtr. 14, I., ſchöne 4=Zim.=
Wohnung, Bad, elektr. Licht, Koch=
und Leuchtgas, umſtändehalber
ſper ſofort.
(20513ms

Ernſt Ludwigsſtr. 16, 3. St.,
neu hergerichtete 3=Zimmerwohn.,
Küche u. Zubeh., Heiz= u. Leucht=
gas
, an ruhige Leute. Preis 400
Mark.
(20260ms

Hochſtr. 26, Htb., part, Zim.
Wohn. m. all. Zub., ſofort. 260 M.
p. Jahr. Anzuſ. v. 10-1 Uhr. (20259ms

Oberer Herdweg 3 Zimmer=
Wohnung und Zubehör. Näh.
Grünerweg 31, II. (20518ms

Teichhausſtraße 51 4=Zimmer=

Liebfrauenſtraße 94 ſchöne,
freundl. 3=Zimmerwohnung per
Wohn., Gas, per ſofort. Preisl1. Nov. Näh. Liebfrauenſtraße 90, Fuchsſtr. 14 Stall f. 2 Pferde,

woh. Näheres Laden. (14793ms

Bessungerstr. 41
freundliche 3 Zimmerwohnung per
ſofort.
(15253ms

Lichtenbergſtr. 78, Hinterbau,
III. St., ſchöne 2= Zimmerwohn.,
abgeſchl Vorplatz, groß. Küche.
Näh. Vorderhaus. (20516ms

Wingertsbergſtr. 7, zunächſt d.
Erbacherſtr., 2 Zimmerwohnung,
große Küche u. Zubehör, daſelbſt
2 Keller.
(18512ms

Ballonplatz 5 2 helle unmöbl.
Zimmer m. Nordlicht, ſep. Eing., p.
ſofort. Näh. Kahlertſtr. 6. (19494ms

Kl. Manſardenwohnung für
12 Perſonen. Näheres Laute=
ſchlägerſtraße
3, 1. Stock. (18786ms

kleine Wohnung
Muhlstr. 19 per ſof (20258ms

Ludwigsplatz3 Laden nebſt Zub.
per ſofort.
(17824ms

Laden mit
Eliſabethenſtr. 17, Magazin,
Kont. per ſofort.
(14956ms

(20514ms Heuboden, Burſchenſtube. (15701ms

(19981ms Jahr. Näheres part. (19753ms 550 Mk. Näh. 1. Stock. (17489msſpart., bei Krug.
Unentgeltlicher Wohnungsnachweis u. nähere Auskunft über Preis uſw. in der Geſchäftsſtelle Wilhelminenstr. 19, 1. St., zu erfragen.

und reichlichem Zubehör ſofort zu iſt in der 1. Etage links eine hübſche
1 Zimmerwohnung per ſofort
zu verm Näh. Max Guckenheimer,
Große Ochſengaſſe. (16472ms Kahlertſtraße 10, 1. Stock
ſofort zu vermieten. Näh.
part. bei Reis u. Heinrich Funk,
Soderſtr. 76, Tel. 1031. (*27ms Pallaswiesenstr. 21
ſchöne kl. 4 Zimmerwohn. im 2. St.
nebſt Zubehör per ſofort Näh.
im Laden.
(14810ms Schöne 4 Zimmerwohnung
mit Balkon, per ſofort zu ver=
miet
. Gutenbergſtr. 39. (15666ms
Gutenbergſtr. 28, III., eine Näheres Müllerſtr. 14, parterre, Schöne 4 Zimmerwohnung
*per ſofort zu vermieten.
Näheres Bäcker Wenner, Nieder=
Ramſtädterſtr. 31. (16180ms Riedeſelſtr. 74, 3. Et., ſchöne
4 Zimmerw. per alsbald zu verm.
Näheres daſelbſt.
(15724ms Ernſt=Ludwigſtr. 21, 2. Stock,
Eliſabethenſtr. 47, parterre, 4 ſchöne Zim., Küche, Gas, od. 1. St.
ſch. 6 Z.=Wohn., Gas u. reichl. Zub. p.
ſofort. Näh. 1. Stock. (15241ms Ecke Landskron=
Kiesbergſtr. 64, part., 4 Zim. ꝛc.
per ſofort zu verm. (15417ms Blumenthalstr. 89
Ecke Liebigſtraße
4 Zimmerwohnung, nach der
Liebigſtraße gelegen, ſofort zu
verm. Näh. bei Fuchs, Eliſa=
Näh. daſ. 2. Stock. (17448ms bethenſtr. 25, 3. St. (16060ms Rosslörferstrasse
nächſt der Stiftsſtraße. 4 Zi. evtl.
auch Manſ. zuſ. oder getr. zu verm.
Off. u. H 70 an die Exp. (17042ms Neckarstrasse 10
ſchöne 4 Zimmerwohnung, Bad,
elektr. Licht, per ſofort zu
vermieten.
(16291ms Schuchardstr. 18,
Ecke Luiſenſtraße, ſchöne 4=Zim.=
Wohnung, 3. Stock, per ſofort
(16427ms
zu vermieten. Herrngartenstrasse 21
gegenüber dem Orangeriegarten,
4 Zimmerwohn., Manſardenzim.,
Ralkon, Gas, per ſofort zu verm.
Näheres 5 Stock links. (B17827ms e ererete te rnet
mod. Zimmerwohnungen u
vermieten. Näh. Heidenreich=
ſtraße
31, part. (17301ms
.

Roßhörſerſtr. 75, 3. Zimmer=
wohnung
mit kompl. Badezimmer Blumenthalstr. 111
vermieten.
(*7274fsm

Viktoriaplatz 16
1 Wohnung, 5 Zimmer mit allem
Zubehör per ſofort zu verm.
Näh. nebenan im Metzgerladen u. ſchöne 4 Zimmerwohn., Bad,
Kranichſteinerſtr. 13, Lad. (20155ms Speiſekammer, Veranda, per

Bleichstr. 35, II.
5 Zimmer nebſt Zubehör ſofort zu
vermieten und beziehbar. Näher.
1. Stock oder parterre. (17793ms

Zimmer

Landskronſtraße 67
2. Stock, 4 Zimmer nebſt Zubehör,
per ſofort. Näh. daſ. (19440ms

große 4 Zimmerwohn., pro Jahr
500 Mk. per ſofort. (14313Bms

Roßdörferſtr. 24, II., 4 Zim.=
Wohnung zu vermieten. (14776ms

Bismarckstrasse 48
1 Manſarde, 4 Zimmer mit Zubeh.
per ſofort zu vermieten. Einzuſ.
täglich von 1012 und 35 Uhr.
Näheres daſelbſt parterre. (14379ms

4 Zimmerwohn. mit Gas u. elektr.
Licht, per ſofort für 650 Mk.
zu vermieten.
(19439ms
Blumenthalstr. 111
eine ſchöne 4=Zimmerwohnung, neu
hergerichtet, 2. Stock, p. ſof. zu ver=
mieten
. Näh. Max Guckenheimer,
Gr. Ochſengaſſe.
(1292ms
Nieder=Ramſtädterſtraße 5½, 1 erſter Stock, neu hergerichtete
1. St., neuzeitl. 4 Zimmerwohnung
mit Badezim. u. all. ſonſt. Zubeh.
an ruh. Miet. per ſofort zu verm.

Große 4 Zimmerwohnung mit
Erkervorbau, Veranda, Gas und
allem Zubehör zu vermieten.
Näh. Rhönring 81, part. (17746ms

Viktoriaſtraße 63 eine ſchöne
4 Zimmerwohnung mit reichlichem
Zubeh. p. ſofort. Näh. part. (14363ms

Ludwigspl. 2, 3. St., ſchöne 4= Z.=
Wohn., Zentralheizung, Leucht= u.
Heizaas. Zu erfr. i. Laden. (18705ms

Lichtenbergstraßse 30
1. Stock, 2 neu hergericht. 4= Zim=
merwohnungen
mit Zubeh. ſofort
zu vermieten. Preis 500 Mk.
daſelbſt bei Bauführer Dauber,
3. Stock.
(8948ms

Emilſtraße 27 ſchöne Vier=
zimmerwohnung
mit reichl. Zube=
hör
per ſofort.
(20465ms

Kaupstrase 32, 2. St.
große 4 Zimmerwohn. m. Veranda,
Gas ꝛc., per ſofort zu verm.
Näh. b. M. Schad. 1. St. (B14972ms
Saalbauſtraße 13, 1. Stock,
4 Zimmerwohnung mit Gas nebſt
Zubehör, an ruhige Leute, per
(15418ms
ſofort.

ſchöne 4=
Bad freie Lage, Preis 600 Mk.,
per ſofort zu vm. (B14375ms

Sandbergſtraße 66 Zimmer=
wohnung
, Badezimmer mit kompl.

Hoffmannſtr. 5, 1. St., iſt pr.
ſofort eine ſchöne 4 Zimmerw.
anruh. Leute z. 8. N. daſ. (16091ms

Geſtengestraſte 10, I. .
Zimmer mit allem Zubehör, weg.
Verſetzung per ſofort zu verm.
Näh. park.
(B18283ms

Unt. Wilhelmstrasse
zunächſt d. Artilleriekaſerne, I. Et.,
4 Zimmer mit allem Zubehör.
Alles nähere bei J. Konr. Mahr,
Heidelbergerſtraße 43. (B19508ms

e
Zubehör per ſofort


zu

Moosbergſtr. 6.
mit Zubehör per ſof. (B19489ms

Schöne 4= und
nung per ſofort

2 Zin

Reue Darmstr. 57, I. 3t.
Herrschaftliche
4. Zimmer-Wohnung
in idyllischer Lage. Neubau
alsbald zu verm. (20161ms
Näh. Soderstr. 110, part.

Wittmannstrasse 3

Roßdörferſtraße. 4

ct r , 1

ſtaßze 0 poeriert.

Kirchſtraße 1 4= Zimmerwoh
nung nebſt Zubehör, Seitenbat
billigſt per ſofort zu vermieten.
Näheres Laden.
(20282m

haus, per ſofort zu vermieten.

4 Zimmerwohnung, de

Ernst-Ludwigstr. 11

ſäher e Sit.

Näheres part. links.

Zubehör, 2. und 3. Stock, zu ver=
mieten
. Näheres Heinheimer=
ſtraße
94, part.

Herderstr. 20

jütr 1 . .5 Z.

Wenckſtraße 1 ſchöne 4= Zim.=

Aliceſtraße 17,
prachtvolle 4 Zimmerwe
ſofort. Näh. 2. Stock.

Wohnung von 4 Zimmern, Küche,
belag, gr. Veranda u. reichl. Zubeh.
ſofort zu vermieten. (B20476ms

Heidelbergerstr. 68
Manſ., 4 Zimmerwohn. per 1. Nov.
oder auch früher, zu vermieten.
Preis 350 Mk.
(B20499

3 Zimmer

Hüigelſtraße 19 I., 3 Zimmer
per ſofort zu vermieten. Ein=
zuſehen
von 13 Uhr. 14380ms

en= Eliſabethenſtraße 39 Wohn.
mimit 3 Zimmern Küche uſw. iſt
m.zu vermieten. Näheres im Glas=
ms
lladen daſelbſt.
(14643ms 4 Zimmer= Beſſungerſtr. 8, Manſ., 3 gerade
wohnung Zimmer, zu vermieten. (14322Bms Wohnungen
h=
n
. mit 3, 4 u. 5 Zimmer u. reichlichem
ms1 Zubehör, per ſof. und ſpät. zu verm.
Näheres durch Bauführer Albin
Hohmann, Rhönring113. (14657ms Wenckstrasse 7, II.
3 Zimmer, Küche ꝛc. p. ſofort.
Näh. Wenckſtr. 5, part. (18950ms Mieiminenstr.27
3 Zimmer ohne Küche m. Keller,
Nebenraum und Gas per ſofort
ſchöne 4 Zimmerw. nebſt Manſ.=zu vermieten. Näher. Hofkonditor
m Graß mann, Wilhelminen=
r
.ſtraße 6.
(16004ms g. Pallaswieſenſtr. 30, Hinter=
er
,bau, 3 Zimmerwohnung mit Zu=
t
=behör zu vermieten. (16816ms Schloßgartenſtr. 5, 1. Stock,
r3 Zimmerwohng. m. Manſardenz.,
n.Veranda, Gas u. Elektr., f. 500 Mk.
=Telephon 1146.
(14402ms m! Wendelſtadtſtr. 56, 3. Stock,
=3. Zimmerwohnung (14775ms u. Neue Ireneſtr. 57, I., 3 Zim.=
(Wohnung. zu vermieten. (14773ms s Erbacherſtraße 17, Hinterbau,
Kirchſtraße 1 4=Zimmerwoh= ſchöne 3 Zimmerwohn. mit Werk=
nung
nebſt Zubehör, 3. St., Vorder=ſtätte (in derſelben wurde längere
Jahre eine gutgeh. Schuhmacherei
Näheres Laden. (20281ms betrieb.) p. ſofort zu verm. (14999ms Fuhrmannſtraße 14 eine der
Neuzeit entſprechende 3=Zimmer=1
eiwohnung zu vermieten, per ſofort
is beziehbar. Näh. part. (15237ms Eſchollbrückerſtraße 1, part.,
3= Zimmerwohn. mit elektr. Licht
u. Gas ſof. zu verm. (16406ms e. Karlſtr. 49, Mſd., 2 ſchöne 3. Z.. mit Gas zu v. (15476ms 3 Zimmer=
t
.
Wienersstrasse 51 wohnung
s (Manſarde) ſofort oder ſpäter zu
verm. Näh. 1. Stock. (15180ms Schiesshausstr. 55
(14638ms Manſ., 3 Zimmer mit Zubeh. ſof.
od. auch ſpäter, paſſend für einz.
Leute zu vermieten. (B15340ms II.
r. Kossdorterstr. 59, III.,
s3 Zim. Veranda, Speiſek., per
sſofort Mk. 425. Ausk. part. (17041ms Obergasse 16
r,
§13=Zimmer=Wohnung. Näheres
Heinrich Funk, Soderſtraße 76,
Telephon 1031.
(18269ms Lauteſchlägerſtr. 17, Hths. pt.,
kleine neuzeitl. 3 Zimmerwohn. m.
Annaſtraße 8, II., moderne Veranda, per ſofort monatlichſtraße23, am Herrngarten. (19430ms
Badezimmer, Boden m. Linoleum=27 Mk. Näh. daſ. 1. St. (17755ms Kiesbergſtr. 39 ſch. 3 Zim.=W.
mit Zub., z. Preis v. 440 M., per
ſofort. Näh. b. Hrn. Gg. Kugel, Arch.,
Wittmannſtr. 4, Tel. 763. (B17745ms Niederramſtädterſtr. 71.
iſt eine Manſardenw., 3 Zimmer
mit Zubehör zu verm. Näheres 1t
dafelbſt im Erdgeſchoß. (18234ms

Vdh. I., ſch. 3 Z.=
Waldſtraße 25 Wohnung per
ſofort zu vermieten. (17752ms

Kranichſteinerſtr. 6, Seitenbau,
I. Stock, große, helle 3=Zim.=Wohn.
mit Gas u. reichl. Zub. per ſof ev.
mit Werkſtätte. Näh. daſ. u. Bau=
büro
, Pallaswieſenſtr. 26. (18454ms

Ludwigsplatz, 4, III., 3 Zim.=
Wohn. ſof. od. ſpäter. (18147a

Forstmeisterstr. 2, II. St.
ſchöne 3=Zimmerwohnung mit Zu=
behör
per ſofart. (B18465ms

kaupstrasse 1, I.,
ſchöne 3=Zimmerwohnung. (18656ms
Neue Niederstr. 20
eine 3=Zimmerwohnung ſofort zu
verm. wegen Verſetzung. (*7483sm

Fantratiustr. 360
ſchöne 3=Zim.=Wohn. im 1. Stock
ſofort zu vermieten. (20285ms

(18716
Bachgang 1 ms
II. Stock, ſchöne 3=Zim.=Wohnung
per ſofort zu verm. Näh. auf dem.
Kontor der Brauerei W. Rummel.

Bessungerstrasse 116
(Seitenbau) 3 Zimmerwohnung
per ſofort oder ſpäter. (B18523ms

Kranichſteinerſtraße 28 ſchöne
3=Zimmerwohnung in der 2. Etag.
per 1. Dezember oder ſpäter zu ver=
mieten
. Preis per Jahr 380 Mk.
Ebendaſelbſt Manſ. mit 3 Zimmer,
Küche, monatlich 19 Mk. Näheres
I. Etage rechts.
(18760ms

Nieder=Ramſtädterſtraße 15,
Manſarde, 3 kleine Zimmer, Küche,
Glasabſchluß, Bleichplatz mit Zu=
behör
an nur ruh. Leute. (18461ms

Friedrichstrasse 38,
ſchöne Manſ.=Wohn., 3 Zimmer u.
Küche, alsbald zu verm. (18736ms

Seitenb.,3 Z.
karlstr. 94 m. Gas und
allem Zubehör.
(18800ms

Villa.
Kranichſteinerſtraße 51 zwei
3=Zim.=Wohn. zu verm. (18713ms,

Löffelgaſſe 26 ſchöne 3 Zim=
merwohn
. mit Glasabſchl. Zu erfr.
Gardiſtenſtr. 17, 1. St. (18974ms
Liebigſtr. 44, ſchöne 3= Zimmer=
wohnung
, II. Stock, in ruhigem
Hauſe
(19010ms

Saalbaustr. ſchöne 3= Zim.=Wohn.
im I. Stock mit groß. Badezim. zu
verm. Näh. Zimmerſtr. 5. (19120a
Schützenſtr. 20, Manſ., 3= Zim.=
Wohn. m. Zub. Näh. part. (19462ms
Karlſtr. 60 3= Zim.=Wohnung
per 1. Jan., ev. früher. (B19458ms

3=Zimmerwohnung hochpart.
per ſofort zu vm. Zu erfr. Garten=

Sandſtr. 28, 3= Zimmerwohn.
im Seitenb. zu verm. (19434ms

3 Zimmer=
Moosbergſtr. 63 wohnung
mit Zubehör p. ſofort. (B19490ms

Neue Ireneſtr. 8, 2 Dreizimmer=
wohnung
. per ſofort zu vermieten.
Näheres daſelbſt bei Hausverwal=
ter
Veith.
(19474ms

Wendelſtadtſtr. 47, Seitenbau,
3 Zimmerwohnung zu vermieten.
Näheres daſelbſt part. (19345ms

Ahaſtraße 14 ſchöne 3=Zimmer=
Wobn. per ſof. zu verm. (B20251ms

[ ][  ][ ]

Nummer 232

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.

Seite 19.

Hügelſtraße 85, Manſarde,
3 Zimmer, Küche u. Kammer an
ruhige Leute zu verm. (19683ms

Taunusſtr. 39, I., 34= Zim.=
Wohn. ſof. zu bezieh. Näh. im
1. Stock.
(17980m

Kaupſtraße 49, 3=Zimmerw.
mit Zubehör zu vermieten. Näh.
parterre.
(17443m

Ecke Feldbergſtraße u. Dorn=
heimerweg
, 2. St., ſchöne 3 Zim.=
Wohn. mit allem Zubeh., per ſof.
od. ſpät. Näh. 2. Stock. (20162ms
Soderſtraße 40 3 Zimmerw.,
1. Stock, per ſofort. Näh. Roß=
dörferſtraße
27.
(20160ms

Fuhrmannſtr. 2 billige 3 Zim.=
Wohnung per alsbald. Näheres
Eckladen daſelbſt.
(20157ms

Pankratiusstr. 12, I.
hübſche 3 Zim.=Wohn. per 1. No=
vember
z. verm. Näh. II. (20230ms

Htb., ſchöne
Eliſabethenſtr. 29, 3 Zimmer=
wohnung
. Näh. Laden. (20231ms

Eliſabethenſtr. 74, part.,
ſchöne 3 Zimmerwohnung per
1. Jan. ev. früher zu verm. Zu
beſichtigen zw. 10 u. 12 Uhr. Näh.
Eliſabethenſtr. 68, Kont. (19959ms

Kiesſtraße 26 kleine 2=Zimmer=
Wohnung zu verm. (VII 19750

Ludwigshöhstr. 43
2 Zwei=Zimmerwohnungen, Man=
ſarde
und part., Gartenhaus, per
ſofort zu verm.
(B19155ms

Stiſtſtr. 52, Gaktend, hülbſche
3 Z.=W. umſtändehalber per ſof.
zu verm. Pr. 320.. (*7528oim

Pankratiusſtr. 7 ſchöne freundl.
3 Zimmerwohnung mit all. Zubeh.
ſofort zu vermieten. (*7501imd

Nieder-Ramstädterstr. 9
neu herger. Manſardenwohnung,
3 Zimmer nebſt Zubehör, 23 Mk.
per Monat, an kl. ruhige Familie
per ſofort oder ſpäter zu verm.
Näheres bei A. Spamer, Nieder=
Ramſtädterſtr. 5½, II. (20462ms

Schöne 3 Zimmerwohnung für
alsbald. Näh. bei Müller, Neue
Ireneſtraße 66.
(20489ms

Gr. Ochſengaſſe 14 ger. 2=Zim.=
Wohn. für 18 Mk. per ſofort.
Näh. Wirtſchaft.
(16631ms
Magdalenenſtr. 6 2 u. 3 Zim=
merwohnungen
zu vm. (18949ms
Landwehrſtr. 26, 2. St., 2 Zim.=
Wohnung zu vermieten. (14780ms

Soderſtr. 46 ſchöne Manſarde,
2 Zim., Küche, Glasabſchl., Gas ꝛc.
per ſofort an Kinderloſe, per
Monat 23 Mk. Näh. part., r. (V16639

Hofgartenſtr. 9 2 Zimmerw.
per ſofort zu verm. (16812ms
Louiſenſtraße 32 2=Zimmer=
Wohnung zu vermieten. Näh.
Gg. Korbus, Louiſenſtr. 36. (17993ms

Clemensſtraße 8
ſchöne 2 Zimmerwohnung m. allem
Zubehör p. ſofort. (B18245ms

Seitenb., 2 gr.
Karlstr. 94 Zim. mit Gas
und allem Zubehör. (18801ms

Kranichſteinerſtraße 42 ſchöne
2 Zimmerwohnung mit Gas zu
vermieten.
(18237ms

Luiſenſtr. 2, Hinterhs., 2 Zimmer,
Küche u. Kammer nebſt großer
Werkſtatt per ſofort. Näheres
Georgenſtraße 7.
(18256ms
Ecke Hoch- u. Kiesstr. 34 2 gr. Part.=
Zim. (auch für Büro). (VII 18462

Ecke Hoch= u. Kiesſtr. 34, II.,
ſch. 2=Z.=Wohn., Glasabſch, Gas, an
ruh. Leute. Preis 26 Mk. (VII18495

Weinbergſtraße, 2= Zim.= Woh=
nung
mit Kammer, p. Mon. 17 Mk.
Näh. Orangerie=Allee 6. (B18496ms

Ernſt Ludwigſtr. 3 im 1. Stock
2 unmöblierte Zimmer zu verm.
Näheres im II. Stock. (18761ms

Eine ſchöne (18781ms

mit Manſarde und großem
Vorplatz im Vorderhaus p.
ſofort billig zu vermieten.
Näh. b. W. Deuster,
Marktſtr. 2 (Laden).

2=Zimmerwohn.
Neckarſtr. 4
per ſofort
zu vermieten. Mohr. (18707ms
Waldſtr. 50, Manſ., 2 Zimmer=
und Küche per ſofort. Näheres
Hinterbau, I. Stock. (18712ms

Kranichsteinerstr. 15
ſchöne 2 Zimmerwohn. im Stb.
per ſofort zu verm. (18942ms

Lindenhoftr. 7, Seitenb. 1., 2=
Zimmerw. m. Zubehör. (B19143ms
2 Zwei=Zim.=
Alexanderſtr. 11 Wohnung.m.
Kabinett und allem Zubehör, neu
hergerichtet, zu verm. (19152ms

Große u. il. 2 Zimmerwohnung
zu 18 u. 14 Mk. per ſof. zu verm
Näheres Beſſungerſtraße 79, part.
B19689ms)
Müdr.

Sandſtraße 28, 2= Zimmerw.
im Htb zu vermieten. (19435ms Roßdörferſtraße. 2 Zimmer=
Manſarde, 17 Mk. pro Mon. Ausk.
Wendelſtadtſtr. 40, 1. St. (20439a Zwei=Zim.=
Grangerieſtr. 20 Wohn. per
ſofort zu verm.
(B18698m 2 unmöbl. Zimmer m. ſep. Eing.
per ſſofort zu vermiet. Näheres
Dieburgerſtr. 10, Büro. (19241a Alexanderſtr. 25, Hinterbau,
Mänſarde, 2 Zim. mit Küche an
ruhige Leute zu verm. (17838oms Wendelſtadtſtraße 49, ſchöne
Manſarde, 2 Zimmer ſof. (19411a Parcusstrasse 6
Manſarde, 2 Zimmer u. Küche an
inderl. Leute zu verm. (19837ms Manſarde,
Kahlertſtr. 30, 2= Zimmer=
wohnung
nebſt Zubehör. (19768ms Blumenthalſtr. 69 2= Zimmer=
wohnung
im 1. Stock ſofort zu
vermieten. Näh. part. (*7094msm Eckhardſtraße frdl. 2= Zimmer=
wohnung
zu verm. Näh. Land=
wehrſtraße
1. Rückert. (20199ms Arheilgerſtr. 83, 1. St., 2 Zim.=
Wohn. zu verm. Näh. Eckhardt=
ſtraße
1, 3. St. lks. (20165ms Lauteſchlägerſtr. 48, 2 kleine
Manſarde=Zimmer und Küche im
Vorderh. zu vermieten. (*7407sm Große Ochſengaſſe 30 2 Zim.,
Küche und Keller. (20456ms Roßdörferſtr. 31 Zweizimmer=
wohn
. mit Gas an 1 oder 2 Leute.
Näh. Hinterhaus 1. St. (*7739msm Pankratiusſtr. 50 2 Zimmer=
vohnung
zu vermieten. (*7781ms kl. 2 Zimmer=
Arheilgerſtr. 50 wohnung ſo=
fort
zu vermieten.
(*7802

Stiftſtraße 85
ſchöne 2 Zimmer=Wohnung per
1. November zu verm. (20509ms

Gr. Kaplaneigaſſe 60, II., Zim.,
Kabinett, Küche zu verm. (16174ms
Roßdörferſtr. 51½, Manſard.
Wohn., 1 evtl. 2 Zimmer an einz.
Perſon zu vermieten. (16811ms

Pfungſtadt, Eliſabethenſtr. 27
3 Zimmer zu verm. (14787ms

Zu vermieten
Nähe Darmſtadt hübſche 3 Z.=
W. mit groß. Küche u. Garten=
anteil
, ſofort für 350 M. (19968t
Offert. u. § 71 an die Exped.

Arheilgen.
Frankfurterstrasse Nr. 16
ſchöne 3=Zimmerwohn. mit Bad,
Gas, Waſſerleitung, Veranda,
Bleichplatz u. Trockenboden ſofort
zu vermieten. Zu erfragen Darm=
ſtädterſtraße
160.
(18472a

(19176
Eberstadt- ms
Pfungſtädterſtraße 47 ſchöne
3=Zimmerwohnung mit Küche ꝛc.
an beſſere kleine Familie zu verm.

Eberstadt v. D.
Moderne 5 Zim.=Wohnung,
Gas, Kalt= und Warmwaſſer=
leitung
, Veranda, in nächſter
Nähe der Straßenbahn, per
ſofort zu verm. (189896
Darmſtädterſtr. 35.

Slelen

Große Räume
für Bureau ſehr geeignet, nächſter
Nähe der Gerichte, alsbald zu verm.
Mathildenplatz 8.
19233ms)

Schulstrasse 3, Hinterbat
zwei größere Räume für ruhigen
Bürobetrieb ꝛc. zu verm. (16617ms

Schulstrasse 10,
drei Parterrezimmer für Bureau.
Keller und Magazin, a. als Werk=
ſtatt
geeignet, können dazu gegeben
werden. Näh. b. H. Ludwig Trier,
Riedeſelſtr. 17, Tel. 1189. (19983ms

Roßdörferſtr. 42 Manſardenz.,
Küche, Waſſ., Gas u. Kloſ. (18019ms

Niederramſtädterſtr. 25 Zim=
mer
, Kabinett, Küche, an einzelne
Perſon zu vermieten. (18943ms

Waldſtraße 34, Seitenbau, zu
vermieten Zimmer, Kammer und
Küche mit Zubehör an einzelne
Perſon oder ält. Ehepaar. Monat=
lich
Mk. 12..
(18940ms

Grafenſtraße 17 (Hinterhaus)
ein unmöbl. Zimmer zu vermiet.
Näheres im Laden. (19687ms

Große Kaplaneigaſſe 60, pt.,
Zimmer u. Küche ſ. z. verm. (20200ms

Fuhrmannſtr. 2 kleine Wohn.,
Stube, Kammer u. Küche, per alsb.
Näh. Eckladen daſelbſt. (20158ms

Kiesſtr. 30, part, groß., unmöbl.
Zim. mit ſep. Eingang. (20197ms

1 kleines Zimmer zu vm. Näh.
Wingertsgäßchen 4. (B20336

Karlſtr. 94 ſchön. unmöbl. Z.
zu vermieten.
(20463ms

1 Zimmer

Wienersstrasse 58
Giebelwohnung ſofort zu vermiet.
Mntl. 17 Mk. Näh. 1. St. (B17303ms

Darmſtr. 10 Manſ. an ruhige
Leute p. 15. Okt. z. vm. (18185ms

Inſelſtraße 21, Hinterhaus,
ſchöne Manſarden=Wohnung per
ſofort billig zu vermieten.
Näh. daſ. Vorderh., 1. St., oder
Rheinſtraße 32, part. (18540ms
Heidelbergerſtr. 111, ſchöne
Manſardenw. a. ruh. L. ſof. (B18787ms

Schlachthausplatz 7
eine kleine Wohnung nebſt Zubeh.
zu vermieten. Näh. Lud. Stumpf,
Neckarſtraße 28.
(19987ms

Kl. Bachgaſſe 10
kleines Haus mit Laden zum
Alleinbewohnen zu verm. Näh.
Hohmann, Eliſabethenſtr. 16. (20195ms

Schloßgaſſe 21 eine kl. Wohn.
in 12 Perſ., mtl. 8 Mk. (*7798ms

Eberstadt, Wilhelmstr.
Nähe Dampfſtraßenbahn, 6 Zim.=paſſage gegenüb., mod. durchgeh.
Haus mit Zubehör, Garten ꝛc.,
alshald zu verm. Mietpr. 400 Mk.
Näh. bei Emil Werner, Darm= (z. Zt. Schneiderutenſil.) per April
ſtadt, Rhönring 15, III. 16466ms 1913zu verm. Näh. 1. St. (20492ms

Ernst-Ludwigstr. 9
iſt der 1. Stock, beſtehend aus
6 Räumen, für Bureauzwecke
oder Wohnung zu vermieten. A
Näh. daſ. 1. St. (Papierhaus
(17380oms
Elbert).
In allerbeſter Geſchäftslage
große Geſchäftsräume
im Hinterhaus zu vermieten
20471a) Ernſt=Ludwigſtraße 1.

Schulſtraße 3
ſchöner, hochmoderner Laden
mit 2 Schaufenſter und reichlichem
Zubehör, Nordſeite, feinſte Ge=
ſchäftslage
, per ſofort oder ſpäter
zu vermieten.
(15639ms

Zwei Läden mit
Holzſtr. 6, 3 Zimmer=Wohn.
ſofort zu vermieten. (20464ms
Näheres Schuſtergaſſe 16.

Forſtmeiſterplatz 4 Laden mit
3 Zim.=Wohn., für jedes Geſchäft
geeignet, ſof. zu verm. (B18272ms

Kiesſtr. 65, Laden mit Zimmer
(16002ms
zu vermieten.

Karlſtraße 20
moderner großer Laden mit zwei
Schaufenſter u. Ladenzimmer, in
dem ſeit 10 Jahr. ein gutgehendes
Uhren= und Goldwarengeſchäft be=
trieben
wurde, iſt für den Preis
von Mk. 800. pro Jahr ſofort
zu vermieten. Näheres Karl=
ſtraße
20, 1. Stock. (18702ms

zolonialwarenladen mit Woh=
nung
, auch zu anderen Zwecken
geeignet, per ſofort, auch ſpäter,
zu vermieten. Näh. Herrngarten=
(B18030ms
ſtraße 21, I., I.

rur nietzger.
Der ſeit Jahren mit beſtem Erfolg
betriebene Metzgerladen (18764a
Kranichſteinerſtraße 28,
für Rinds= und Kalbsmetzgerei
beſ. geeig., iſt auf 1. Dezemb. 1912
anderw. bill. zu verm. evtl. kann
d. Haus u. d. günſtig. Bedingung.
käuflich erworben werden. Näh.
b. Hoffris. Gelfius, Ernst-Ludwigstr. 21.

Der ſeither von Herrn
Zigarrenhändler Klein
innegehabte Laden nebſt
Wohn., Elisabethenstr. 26,
iſt ſof. anderweitig billigſt
zu verm. Näh. durch den
Eigentümer Joseph Trier,
Wilhelminenstrasse 25. (19427ms

Ernſt=Ludwigſtr. 11, d. Markt=
Laden

Vermietung.
Die ſeither von der Firma J. Hachenburger jr. inne=
gehabten
Räumlichkeiten im Merck’ſchen Hauſe, Rhein=
ſtraße
7, ſind ab 1. Januar 1913 anderweitig
zu vermieten und beſtehen aus:
1. dem Verkaufsladen im Parterre mit vier
großen Schaufenſtern mit Laden= und Schau=
fenſter
=Einrichtung und Beleuchtungskörpern nebſt an=
ſtoßendem
Bureau.
2. einem dreiſtöckigen Seitenbau mit Keller, ſeither als
Magazin benützt.
3. der Wohnung im 1. Stock, enthaltend fünf Zimmer,
Küche nebſt Manſarde, Keller und Bodenraum.
4. der ſeither ebenfalls zu Lagerräumen benützten Man=
ſarden
=Wohnung, beſtehend aus ſechs Zimmern, Küche
Keller und Bodenraum.
(20097ms
Ernſte Reflektanten wollen ſich wegen weiterem Aufſchluß
und Beſichtigung der Räume nur wenden an die Firma Se-
bastian
Eckler. Rheinſtraße 9, Telephon 243.

Lauteſchlägerſtr. 14, Laden
mit 2 Zimmerwohnung per ſofort
zu vermieten.
(19504ms

Ecke Rhein= und Grafenſtraße
Laden
nebſt Lagerräumen per 15. Okt.
zu vermieten.
(18711oms
Georg Ludwig Kriegk
Rheinſtraße 17.


Laden
mit Nebenzim. ſof. zu verm., evtl.
mit 5=Zimmerwohnung Schuchard=
ſtraße
11, 1. Stock.
(18484a

Schlossgartenstr. 43
Eckladen an 3 Straßen, mit
Wohnung zu vermieten. Näheres
Schloßgartenſtr. 41, part. (19475ms

mit Ladenzimmer
rrosser Ladell Eliſabethenſtr. 2
(Stadt Pfungſtadt) per ſofort od.
ſpäter zu vermieten. Näh. Zimmer=
ſtraße
1.
(19930ms

Ecke Schützen= u. Hügelſtr. 21,
mit Zimmer ſofort zu
Laden v. Pr. 480 M. (19970ms

Schützenstr. 7, Laden
mit 2 Schaufenſter, ca. 125 (Mtr.,
mit oder ohne Wohnung. Näh. bei
Otto Wolff. Wilhelminenſt. 26. (19923ms

Ein ſchöner Laden mit
Ladenzimmer im Zentrum
der Stadt per ſof. z. v. Näh.
b. Deuster, Marktſtr. 2. (20164ms

Schöner geräumiger Laden mit
Ladenzimmer per 1. Dezember zu
verm. Näheres bei Dintelmann,
Kleine Ochſengaſſe 2. (20488ms

Blumenthalſtr. 47, Ecke der
Landwehrſtr., hübſcher Laden
mit 2 Zimmerwohnung zu verm.,
und alsbald zu beziehen. (20491a

ee

Ludwigsplatz 8. Mittelbau,
part., im Hof, große, helle
Lagerräume
ſofort zu verm. Näheres daſelbſt,
Architekt Münch, Tel. 1693. (18452ms

Mathildenplatz 8
Hinterbau, als Lager od. Werk=
ſtätten
geeignet, per ſof. zu verm.
Näh. daſ. zw. 1112 Uhr. (19234ms

Ernſt=Ludwigſtr. 11, Seitenb.,
ebener Erde, ſchönes Lokal als
Lagerraum oder Werkſtätte mit
ruh. Betrieb. Näh. 1. St. (20493ms

Ai

Kranichſteinerſtraße 6
geräumige Werkſtätte per ſofort.
Näh. daſ. u. Pallaswieſenſtr. 26,
(18455ms
Baubüro.

Große Stallungen, Remiſe,
Heuboden, groß. Hof, eventl.
Schwenkhalle ꝛc., für Biernie=
derlage
, Kutſcher od. Fahrunter=
nehmer
, im nördlichen Stadt=
teil
ſofort zu vermieten durch
Heinrich Funk, Soderſtr. 76,
Telefon 1031.
(16814ms

Stallung nebſt Zubehör zu vm.
Näheres Sandſtr. 34, I. (19148ms

Loffelgaſſe 9,
Stallung, Wagenremiſe u. Heu=
boden
per ſofort zu verm. Näh.
Frankfurterstr. 100, Bangert. (17818ms

mit Zubehör per
Stallung ſofort oder ſpäter
zu vermieten.
(17982ms
J. Mohr, Neckarſtr. 4.

Martinstrasse 72
iſt eine ſchöne Stallung f. 3 Pferde,
Remiſe, Burſchenzimmer u. Heu=
boden
, p. ſofort zu vermieten.
Näheres bei C. W. Braun,
Martinſtraße 74.
(B19200ms

Geräum. Stall
nebſt Burſchenſtube per ſofort
billig. Heidelbergerſtr. 65 (B15544m

Stallung
Viktoriaſtraße 78, für 4 Pferde,
Heuboden und Remiſe, ſofort zu
vermieten.
Näh. bei Paul Meſſerſchmitt,
Ludwigſtraße 18 u. C. W. Braun,
Martinsſtraße 74.
(15632ms

Zimmer

Moſerſtraße 5 (Pension Weidig)
23 gut möblierte Zimmer ſofort
zu vermieten.
(B15636ms

Heinrichſtraße 69 kl. frdl. möbl.
Zimmer mit g. Penſion. (14381ms

Rückertſtr. 27 2 frdl.möbl. Zim.,
jedes für ſich, zu verm. (B14441ms

Landwehrſtr. 6, möbl. Zimmer=
eventl
. mit Penſ. zu vm. (17991ms

3. St.rechts
Schloßgartenſtr. 51 möbl. Zim.
m. ſchön. Ausſ. z. verm. (18954ms

Aliceſtraße 23, II. (Loubre)
2 möbl. Zimmer zu vermieten, auf
(15173ms
Wunſch Penſion.

Eckhardtſtr. 21, I., ſchön möbl.
Zimmer ohne vis-ä-vis, auch mit
Penſion, zu vermieten. (15466ms

Schloßgartenplatz 7, nächſt d.
Herreng. u. d. Hochſch., frdl. mbl.
im. an ein. ruh. Herrn. (15423ms

Werkstätte
per ſofort oder ſpäter zu vermieten.
J. Mohr, Neckarſtr. 4. (17984ms

früher Marien=
Hügelſtraße 75 platz 10, große
geräumige Werkſtatt. (19207ms

Grafenstrasse 25, I.
großer Lagerkeller zu vm. (16615ms

Neckarſtr. 26, parterre, möbl.
Zimmer zu vermieten. (16046ms
Ecke Schul= und Kirchſtr. 27,
möbl. Zimmer z. verm. (16053ms

Mühlſtraße 3, 1. Stock, ſchön
möbl. Zimmer an Kaufmann oder
beſſ. Arbeiter zu verm. (16622ms

Liebigſtr. 43, part., fein möbl.
Wohn= und Schlafzimmer in ruh.
Hauſe an ſol. Hrn. zu vm. (17446ms

Wienersſtr. 62, I., gut möbl.
2fenſtr. Zim. z. vermieten. (18016ms

Riedlingerſtr. 17, I., Zentr. der
Stadt, nahe Schwimmbad, möbl.
Wohn= u. Schlafz. z. vm. (18015ms

Ollme

Heidelbergerstr. 59
für 45 Pferde, Re=
Stallung miſe, Burſchen.=Zim.
per ſofort zu vermieten. (20168ms

Stallung
für 2 Pferde mit Remiſe u.
Heuboden per ſofort zu
vermieten. Näheres Stein=
ſtraße
14, 1. Stock. (20159t

Obergaſſe 16 Stallung, Heu=
boden
, Lagerraum, Hof, mit und
ohne Wohnung per ſofort z. verm.
Näh. Heinrich Funk, Soder=
ſtraße
76, Tel. 1031. (18268ms

Waldſtr. 44 möbl. Zimmer zu
verm. Näheres parterre. (18181ms

Kahlertstrasse 11
möbl. Zim. ſofort zu vm. (17475ms

Landwehrſtr. 15 großes ſchön
möbl. Zimmer zu verm. (18818ms

Kiesſtr. 58 in feinem ruhigem
Hauſe ſehr nett u. freundl. möbl.
Zimmer mit voller Penſ. (18944ms

Saalbauſtraße 40 möbliertes
Zimmer zu vermieten. (19012ms

Gervinusſtr. 63, II., möbl.
Zimmer zu vermieten. (19011ms

Kiesſtraße 71, 2. Stock, möbl.
Zimmer zu vermieten. (19151ms

Luiſenſtr. 8, III. Eig., ein möbl.
Zimmer zu vermieten. (19231a

Pareusſtr. 8, II., großes, gut
möbliertes Zimmer mit Penſion
(19235ms
zu vermieten.

Schießhausſtraße 27, freundl.
möbl. Zimmer zu verm. (19429ms

[ ][  ][ ]

Seite 20.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.

Nummer 232.

Dar bellebte

Darmstädterr Fahrplanbuch
welches Anspruch auf absolute Vollständigkeit hat, da in demselben die Aenderungen in
den amtlichen Fahrplänen bis zum letzten Augenblick berücksichtigt wurden,
ist soeben erschienen!

Sandſtraſſe 32, I., a. Marien=
platz
, gr. freundl. möbl. Schlaf= u.
Wöhnz. m. Schreibtiſch an ſolid.
Herrn zu vermieten. (19438ms
Frankfurterſtr. 58, p., frdl. Z.
m. od. o. Penſ. a. ruh. Miet. (19587ms
Wendelſtadtſtraße 32, part.,
möbl. Wohn= und Schlafzimmer
(19690ms
per ſofort.

Neckarſtr. 10, II., Eing. Walbſtr.,
ſch. m. Z. a. ſ. Frl. b. (19686ms
Hügelſtraße 85 2 möblierte
Zimmer, ſeparat, billig. (19726ms

Friedrichſtr. 11, 2. St., möbl.
Manſ.=Zimmer zu verm. (19722ms
Rheinſtr. 28, II. I., gut möbl.
Wohn= u. Schlafz. z. vm. (19741ms
Kahlertſtr. 47, 1. Stock, gut
möbl. Zimmer zu verm. (19960ms

Wendelſtadtſtr. 33, pt., großes,
gut möbl. Zimmer, per ſofort zu
(19927ms
vermieten.

Wendelſtadtſtr. 33, I. Stock,
großes, gut möbliertes Zimmer
per ſöfort zu vermieten. (19926ms
Saalbauſtr. 23 ein möbliertes
Zimmer zu vermieten. (19929ms

Kahlertſtr. 41 möbl. Zimmer
mit Schreibtiſch zu verm. (9754ms

Heinrichſtr. 104, 1. St. links,
elegant möbl. Zimmer. (20003ms

Hitgelſtraße 85 3 Zimmer u.
Burſchenzim., möbliert. (19684ms

Karlſtraße 47, 1. Stock, ſchön
möbl. Zimmer mit Kaffee für
20 Mk. ſofort zu verm. (*7389sm
Landwehrſtraße 1½, 2. Stock,
nächſt der Frankfurterſtraße und
dem Herrngarten, freundl. möbl.
Zimmer mit ſeparat. Eingang an
ſoliden Herrn zu verm. (20209a

Pankratiusſtraße 25½ gut
möbl. Wohn= und Schlafzimmer
mit Küche zu verm. (*7341sm
Viktoriaſtraße 32, II, hübſch
möbl. Zimmer, ſep. Eingang, in
beſſerem Hauſe.
(*7365sm

Kiesſtraße 45, 2. Stock, einfach
möbl Zim. zu vm. (20163ms

Kiesſtr. 66, II., möbl. Wohn=
Schlafzimmer mit Gas, Schreib=
tiſch
zu. verm.
(20194ms

Ecke Wilhelm= u. Karlſtr. 93,
2. Stock, großes, gut möbl. Zim.
in ruhigem Hauſe. (B20235ms

Karlſtraße 93 freundl. ſchönes
Manſardenzimmer für Fräulein
oder Schülerin.
(B20236ms

frdl. möbl. Zimmer
Kiesſtr. 59 per ſofort zu verm.
Näheres parterre.
(20276a

Sandſtraße 34, I., 2 gut möbl.
Zim. (Wohn= u. Schlafzim.) (19149t

Eliſabethenſtr. 30, I., eleg möbl.
Zimmer ſofort zu verm. (13901t

Riedlingerſtr. 20, 1. St., eleg.
möbl. Wohn= u. Schlafzimmer z.
vermieten.
(19913t

Waldſtraße 32, möbl. Zimmer
(19632t
zu vermieten.

Mathildenplatz 10, II., möbl.
(19097t
Zimmer zu verm.

Soderſtr. 6½, 2. St., eleg. möbl.
Wohn= u. Schlafzim. in freier ge=
ſunder
Lage zu verm. (19619t

Luiſenſtraße 6, 3. Stock, ſchön
(19340t
möbl. Zim. ſofort.

Waldſtr. 17, I., ein groß. gut
möbl. Zimmer zu verm. (19842t

Karlſtraße 28, 2. Stock, gut
möbliertes Zimmer, mit od. ohne
Penſion, ſofort zu verm. (20112t

Rheinſtraße 8, 3. Stock, ſchön
möbliertes Zimmer. (20111t

II. rechts, ſchön
Waldstr
, möbl. Wohn= u.
Schlafzimmer m. ſeparat. Eingang
ſofort zu vermieten. (20126a

Eliſabethenſtr. 43, H. II., Wohn=
u
. Schlfz. mit 2 Betten, ſof. (20139a

Mauerſtr. 12, II. möbl. Zim.
m. Penſ. für 60 Mk. ſofort. (20198t

Ludwigstr. 17, II., 1 oder 2
gut möbl. freundl. Zimmer an sol.
Herrn billig zu verm. (*7421soim

ite
MUb. Hügelstr. Nr. 19 Schättenstr.
2. Etage, ſchön möbl. Zimmer.
füdlich gelegen, zu vm. (20059t
Kiesſtr. 47, p., gemütl. Heim für
Dame od. Hr. i. kinderl. Fam. (20335a Lutſenſtr. 32, I., b. Waldherr, ſchön
möbl. Zim. n. d. Straße. (*7577oim Karlſtr. 11, II., ſehr groß.
hübſch möbl. Zim. m. Schreib=
tiſch
, Gas und Kachelofen, pro
Mon. 22 M., zu verm. (20339t Mlelhehenste 1, rt at
Wohn= und Schlafzimmer, ſowie
Einzelzim. mit gut. Penſ. zu verm.,
auch auf Tage u. Wochen. (18686a Saalbauſtr. 25, 3. St., b. Meber,
(19969ms
gut möbl. Zimmer Kahlertstr. 23, 1. St.
freundl. möbl. Zimmer m. Penſion
zu vermieten.
(20382t Eliſabethenſtr. 31, 1. St., gut
möbl. Zimmer mit ſep. Eingang
zu vermieten.
(20383t Soderſtr. 22, 1. St., gut möbl.
Zimmer per ſof. zu vm. (20401ms möbl. Zimmer,
Markt 10 auf Wunſch mit
Penſion, zu vermieten. (*7631im ſchön möbliert.
Waldstr. 16
Wohn= und
Schlafzim. per ſof. zu vm. (*7639imd Eliſabethenſtraße 45, möbl
Zimmer zu vermieten. (20432ms Schulſtraße 1, I., gut möbliert.
Zimmer zu vermieten. (20442t Schuchardſtr. 4, II., l. frdl. möbl.
Z., ſep, Eing. ſof. bill. z. vm. (*7704im Waldſtr. 3, 3. St., möbl. Zim.
ſofort. zu vermieten. (*7619im Liebigſtr. 27, 2. Stock, einſach
möbl. Zim. zu vm. (*7645imd Waldſtr. 33, 2. St. l., möbl. Z.
m. ſep. Eing. ſof. zu verm. (*7644imd Bleichſtraße 36, 2. St., möbl.
Zim. zu verm.
(*7655im Bleichſtr. 45, II., ſchön möbl.
Zim. für 1 auch 2 Herren. (*7656im Eliſabethenſtr. 29, I., 2 fein m.
Z. (Wohn= u. Schlafz.). (20441a. Eſchollbrückerſtr. 6, I., ſchön
möbl. Zimmer, auch Wohn= und
Schlafz., ſof. zu vm. (20440a Karlſtr. 41, 1. St., frdl. möbl.
Zim., ſep. Eing., ſofort. (*7684im Mathildenplatz 5, I.
möbl. Wohn= u. Schlafzimmer
(*7602imd
zu vermieten. Stellenloſe Mädchen finden
Unterkunſt bei Frau Bauer,
Marktplatz 12.
(12385a Obergaſſe 18 möbl. und ein
unmöbl. Zimmer. z. v. (*7500sms Landgraf Georgſtr. 70, II., ein
freundl. möbl. Zimmer. (20269ms Karlſtr. 53, III., einf. möbl.
Zimmer per ſofort. (*7511sm Meichstr. 35, I. St.
ein gut möbliertes Zimmer ſof.
oder ſpäter zu verm. (20257ms Einante nihl. Zumer
zu verm. mit u. ohne Penſion,
möglichſt an Beamte. (*7467sm
Luisenplatz 1. II. Neue Schwanenſtr. 72, II., fein
m. Wohn= u. Schlafz., a. einz. (*7534oms Bleichſtr. 51, I.r., 2 gut möbl.
Zimmer zu vermieten, (19933a Wendelſtadtſtr. 35, möbl. Z. a.
anſt. Arb. od. ig Kaufm. (19980omfs

HHeinheimerſtr. 3 möbliertes
Zimmer zu vermieten. (19748t

Beckſtraße 78, 2. Stock, ſchön
möbl. Zimmer m. Kaffee. (19563t
Luifenplatz 7, II., ſchön. möbl.
Zim. an ſol. Herrn z. vm. (19708t

Landwehrſtr. 24, part., groß.,
ſchönes, gut möbl. Zimmer zu
(20167oms
vermieten.
Waldſtr. 55 gut möbl. Wohn=
und Schlafzimmer per ſofort
zu vermieten.
(19925oms

Bismarckſtraße 82, parterre,
ein gut möbl. Zim. mit oder ohne
Penſion zu verm. (17871oms

Steinackerſtr. 6, part., möbl.
Zimmer zu vermieten. (B17451oms

Karlſtr. 49 III., ſchönes möbl.
Zim., Woche 3.50 Mk. (20455ms

Aliceſtr. 8, I., freundl. möbl.
Zimmer mit Penſion. (*7743
Viktoriaſtr. 32, I., eleg. mod.
möbl. Wohn= u. Schlafzim., ſep.
Eing., 12 Bett., per ſof. (*7791md

Wieſenſtraße 9 (Ecke Grafen=
ſtraße
) möbliertes Zimmer zu
vermieten.
(*7777md

Frankfurterſtr. 53, III., möbl.
Zimmer für. beſſ. Arb. (*1275ms

Rheinſtr. 28, vord. Stb. 1 1 Tr.,
ruh. möbl. Zimmer z. v. (*7774ms

t cr. e

Gartenſtr. 20, III., frdl. möbl.
Zim. per ſof. zu verm. (19081omf
Stiftstr. 83, Ecke Soder- u. Stiftsr. I.,
frdl. möbl. Zim., 16 Mk. (20461ms

Heinheimerſtr. 81, III., ſchön.
möbl. Zimmer zu verm. (26457ms

Landwehrſtr. 1, II., eleg. möbl.
Wohn= u. Schlafzimmer. (*7768ms

Saalbauſtr. 26, Hths. part.
möbl. od. unmöbl. Zimmer mit
ſep. Eingang an Frau oder
Fräulein zu vermieten. (*7794

Soderſtr. 62, pt., 2 ſch. Schlaſſt.,
mit Kaff. per Woche 2.50. (*7800mds

Mittag- und Abendtisch
PriVad-wienerstrasse 73, II. (20361a

Sämtliche
4 Schaufenſter
in dem ehemaligen Oktroiaufſichts=
häuschen
an der Bleichſtraße ſind
ſofort anderweit zu vermieten.
Nähere Auskunft: Stadthaus,
(16840a
Zimmer 64.

Verrien

Ein Mädchen kann volle Pen=
ſion
erhalten m. Familienanſchluß.
Näheres Expedition. (*7352sm

Mllllnan

Haus zum Alleinbewohnen.
Das am Aliceplatz 12 gelegene
freiſtehende Haus, enthaltend 12
ſehr geräumige Zimmer, Bade=
zimmer
, Küche, Speiſekammer,
Waſchküche und zahlreiche Neben=
räume
, nebſt größerem Garten, mit
einer an das Speiſezimmer an=
ſchließenden
Terraſſe, wird dem Ver=
kaufe
ausgeſetzt. Das in nächſter
Nähe d. Herrngartens, d. Theaters
und der Techn. Hochſchule gelegene
Anweſen läßt ſich, da Baumöglich=
keit
nach zwei Straßenfronten ge=
geben
iſt, auch zu einem größeren
modern. Doppelhauſe umgeſtalten.
Auskunft erteilt Rechtsanwalt
Dr. Pulda, Mathildenplatz 9. (20425a

mein 3½ ſtöck. 5= Zim.=
Vertauſche Haus mit freier Einf.,
gr. Hof u. Gart., in ſüdöſtl., ſchöner
Lage, für 43 000 Mk. geg. unbelaſt.
Gelände, Aecker, Gart. od. Bauplatz.
Off. u. T97 a. d. Exp. (*7568om

Arheilgen
zunächſt der Main=Neckarbahn
neues Haus, 2X3 Zimmerwohn.,
Balkon, Gas, Waſſerleitung, Garten
ner ſofort zu verkaufen. Näheres
Seb. Schmitt, Dieburg. (16686a

Villenkolonie Eberſtadt
Neuerbaute Villa zum Alleinbe=
wohnen
, 9 Wohnräume, mit reich=
lichem
Zubehör, Zentralheizung,
1200 am Garten, für den biligen
Preis von 26000 Mk. zu verkaufen
und per 1. Oktober zu beziehen.
Auskunft erteilen
(17435a
Paul Wolf & Co., G. m. b. H.
Rheinſtraße 51.

s

79 Zimmer, Küche und ſonſtig.
Zubeh. p. 1. April 1913 zu miet.
geſucht. Bad u. Garten erwünſcht.
Offert. mit Angabe der Lage
und Preis unter T 93 an die
(20334a
Expedition d. Bl.
Einfamilienhaus billig zu verk.
Eoder zu vermieten. Angebote
unter § 35 an die Exv. (19858a

Baugelände
ca. 850 Quadratmeter groß, am
Dornheimer Weg, nahe dem neuen
Güterbahnhof, ſofort preiswert
zu verkaufen.
Näheres im Immobilienbüro
von Hermann Marx, Grafenſtr. 12, II.
Teleſon 1468.
(*779moi

Mereh

Wer jeit 3 0 M.
auf kurze Zeit gegen Sicherheit u.
Zinſ. 2 Nur v. Selbſtgeber. Off.
unt. U. 29 an die Erp. (*7659mds

Wer leiht 30 Mk. bei monatl.
2Rückzahlung mit 5 pet. Zinſ.;
Of. unt. 11 41 an die Erv. (*7754

100 Mark

geg. Sicherh. u. Zinſ. b. monatl.
Rückzahl. v. Selbſta. von Pen=
ſionär
z. leih. geſ. Off. u. T 83
an die Exped. d. Bl. (*7494sim

II. Hypothek gesucht.
2 X8000 Mk. auf prima Ob=
jekt
in feinſter Lage. Offerten unter
45 an die Exped. (*7316fsm
Ohne alle Vorſpeſen u. ſofort
20153a)
Geid
von 1000 Mk. an für Offiziere, Be=
amte
, Private u. Angeſtellte gegen
entſprechende Sicherheit auf Akzept,
Schuldſchein ꝛe., eirch gegen Lebens=
verſicher
. Ausführl. Anträge Post=
lagerkarte
51, Darmstadt 1. (20153a

Ehrenhafte ſichere Perſonen er=
hälten
Darlehn, evtl. in 24
Stunden ohne Bürgſchaft. Viel=
hunderte
erhielten bereits. Keine
Auskunftsgebühr! (Hypotheken,
Sanierungen, Erbſchaften jeder
Art. Castner, Berlin= Weid=
mannsluſt
Nr. 26. (14409F.

Hypotheken-Kapftal
in jeder Höhe für 1. u. 2. Hypo=
rheken
per ſofort od. auch für ſpät.
Termine hat unter ſehr günſtigen
Bedingungen anzulegen (18413a
Adam Weller,
Hypotheken=Geſchäft,
Groß=Gerau
Schulſtraße 5.

Fleines Darlehen von Selbſt=
AA geber auf kurze Zeit geſ.
Off. u. U 10 Exp. (*7613imd

Aufrut
an Herrſchaften u. junge Leute!
Kaufe nur beſſere getr. Herren=
u
. Damenkleider, Stiefel, ſowie
ſonſtige guterhaltene Gegenſtände.
Poſtkarte genügt, komme ſofort
auf Beſtellung. M. Obstfeld.
Kl. Bachgaſſe 7. Telef. 2085.
Kaufe auch gebr. Möbel.
Komme auch nach auswärts.

fg für das Selbſt=
Unterrichtsbrieie ſtudium der
latein. Sprache (von Dr. Chr. Roese),
gebraucht, zu kauf. geſ. Off. unt.
T96 a. d. Exp. erbeten. (*7569om

gebr., zu
Gaslampe, kaufen geſ.
Offerten mit Preisangabe unter
U 45 an die Exv. erb. (*762

zu kaufen
Schön erh. Büfett geſucht. Off.
unter U 42 an die Exv. (*7750

Sadell erh. ſchw. Samt= od. elep.
Tuchmant. (Gr. 46) zu kauf. geſ.
Off. nou. r. u. U43 an. d. In45

a u kauſen
Elekt. Bogenlampe geſucht
*7741ms) Soderſtr. 16, Konditorei.

fortwähr. gebr. Flaſchen
Kauſe W. Feldmann, Lohndien,
Karlſtr. 73, Hinterh. (*7738msm

Zuter mittlerer Herd zu kaufen
geſ. Wendelſtadtſtr. 40, I. (20436a

Mente
B paletot bilig zu verkaufen
Tannenſtr. 24, I. links, Trambahn=
halteſtelle
Moosbergſtraße. (*7749
Zuvk.: 1 f. neues ſchw. Uniformtuch=
Ncapes, verſch. Ueberröcke f. Polizeib.
1 Gehrockanz. f. ſt. H., Ueberz., verſch.
Mäntel f. Damen. Näh. Exp. (*7746

Herbſt= u. 1 Winter=Damen=
1 mantel zu verkaufen (*7748
Sandbergſtr. 61, 2. St.

Mantel, Jack,
Crauerhalber ſowie diverſe
Kleider ſehr billig zu verkaufen
*7744) Beckſtraße 68, 2. St.

Sehr billig zu verk.: 1 Bade=
wanne
, verſch. Damenkleider,
Jacken u. Mäntel, Gr. 44 u. 46
*755) Rahdörferſtr. 60, 2. St.

Feder=Overbert (Decke, 1 Kiſſen)
(712
z. verk. Kranichſteinerſtr. 1, I. (*73

1 großer Familien=
Abzngeben Eisſchrank (gebr.)
Näheres Nieder= Ramſtädter=
ſtraße
5½, II. Stock.
(*7780

in größter Aus=
Ueberzieher wahl, faſt kaum
getragen, finden Sie am billigſten
Ballonplatz 10, part. (*7771mf
Kleg. Salongarnitur u. guterh.
EKücheneinrichtung, beidesfaſt
neu, ſehr billig zu verk. (*7765mf
Rbönring 29, 3. Stock links.

endtisch

Fleisch u. veget. Kost v.
70 Pf. b. 70 Pf. im Abonn.

Mweschalt des berühmten
:: Wormser Weinmostes::

kein Trinkzwang. (114
Reform-Restaurant
4 Alexanderstrasse 4, 1. Stock.

Prima schwäbisches
Delikateß=
Sauerkraut
per Pfund 10 Pfg.
Neue (VII20485
ringe
10 Stück 55 Pfg.
Prima frische
Bratschellfische
per Pfund 25 Pfg.
Ja. Herlans
per Pfund 30 Pfg.

[ ][  ][ ]

36 252.

Mitwoch, 2. Stiober.

1912.

KichardWaguer-Verein barmstadt.
Programm für die zweite Hälfte des Vereinsjahres 1912:
199. Vereinsabend. Donnerstag, 24. Oktober 1912: Kammer-
musik
-Abend von Professor Alexander Petschnikoff ( Vio-
line
), Frau Lilly Petschnikoff (Violine) und Willy Bardas
(Klavier).
200. Vereinsabend. Donnerstag, 7. November 1912: Zur
Feier des 200. Vereinsabends: Viertes Konzert der Mei-
ninger
Hofkapelle, unter Leitung von Dr. Max Reger.
(Programm: Beethoven, Franz Liszt, Richard Wagner,
Max Reger.)
201. Vereinsabend. Donnerstag, 14. November 1912: Zum
Besten des Festhaus-Vereins Darmstadt: Konzert von Frau
Kammersängerin Erika Wedekind (Sopran) und Frau Pro-
fessor
Maroelle Cheridjlan-Charrey (Klavier).
202. Vereinsabend. Donnerstag, 21. November 1912: Kon-
zert
von Frau Renée Chemet (Violine) und Fräulein Ger-
maine
Schnitzer (Klavier), unter Mitwirkung von Fräulein
Marie Schwan (Klavier).
203. Vereinsabend. Donnerstag, 5. Dezember 1912: Zweites
Konzert von Joan de Manén (Violine), unter Mitwirkung
von Lorenzo Matossi (Klavier).
204. Vereinsabend. Freitag, 13. Dezember 1912: Lieder-
und Duetten-Abend von Frau Annie Gura-Hummel (Sopran)
und Kammersänger Hermann Gura (Bariton), unter Mit-
wirkung
von Kapellmeister Albert Bing (Klavier).
205. Vereinsabend. Montag, 30. Dezember 1912: Zum
Besten des Festhaus-Vereins Darmstadt: Erster Lieder-Abend
des Darmstädter Vokalquartetts: Frau Sofie Schmidt-
IIIing (Sopran), Fräulein Else Diefenthäler (Alt), Franz
Müller (Tenor) und Alfred Stephani (Bass), unter Mit-
wirkung
von Hofkonzertmeister Ernst Schmidt (Klavier).
Beitrittserklärungen bittet man schriftlich an Herrn Rat H. Sonne,
Grüner Weg 99, zu richten. Der Beitrag für den Rest des
Jahres 1912 beträgt 8 Mk.,für einen Sperrsitzplatz 12 Mk.
Ein Sperrsitzplaan liegt bei Heinrich Arnold, Wilhelminen-
strasse
9, zur Einsicht auf.
(20452
Der Vorstand.

SoLoNstT
Samstag, den 5. Oktober 1912, im Mathildenhöhſaale=
Dieburgerſtraße 26, abends 8½ Uhr
3. Stiftungsfeſt
unter Mitwirkung der Turngeſellſchaft Darmſtadt, des Herrn
Ph. Mechler, Salonhumoriſt, mit vollſtändig neuem Repertoir und
der Kapelle des Garde=Dragoner=Regiments Nr. 23.
im Vorverkauf à 25 Pfg. ſind zu haben bei den
Eintrittskarten Herren Poter Fuchs, Dieburgerſtraße 26, August
Schäfer, Friſeur, Alexanderſtraße 16, und Gsorg Fuchs, Landgraf=
Georgſtraße 64. Abends an der Kaſſe 30 Pfg.
(*7793

Gartenbadverem Darmstadt.
Monatsverſammlung
Donnerstag, den 3. Oktober, abends 8 Uhr, im Fürſtenſaal.
Tagesordnung:
1. Ueber Edelſchmuckdahlien (Ref. Herr W. Grimm);
2. Ueber Einwinterung der Gemüſe (Ref. Herr Halbritter).
Die Abgabe der Freiloſe geſchieht nur gegen Vorzeigung der
Mitgliederkarte und wird mit Eröffnung der Sitzung geſchloſſen.
Der Vorstand.
20498)

Turngemeinde Darmſtadt.
Protektor Se. Königl. Hoheit der Grossherzog
Unſeren Mitgliedern zur Kenntnis, daß
Eintrittskarten
für die am 12. u. 13. Oktober ſtattfindenden
Gründe .
Jahn-Feier-Veranstaltungen
bei unſerem Hausmeiſter bis zum 5. Oktober erhältlich ſind.
Zahlreiche Beteiligung ſehr erwünſcht.

20506)

Der Vorstand.

Deutscher und Oesterreichischer
Apenbeten

Sektion Darmstadt (E. V. Gegründet 1870)
Freitag, 4. Oktober 1912, abends 8½ Uhr,
Iim Alpenvereinszimmer in der Restauration Sitte, Karlstrasse:
Monats-Versammlung.
Vortrag des Herrn W. Notti: Wanderungen in den
Dolomiten, im Zillertal und in den Hohen Tauern.
Die Familienangehörigen der Mitglieder und eingeführte
(20486
(Gäste sind willkommen.
Der Vorstand.

Herzliche Einladung
zu den Vorträgen des Herrn E. Schumacher
über
Das freie, volle und ewige Heil in Jeſu Chriſto
vom 29. September bis 6. Oktober

jeden abend 8½ Uhr
imSaale Waldstrasse 18.
(B202324*7844)
Gäintritt, frei.

Hotel-Pension, Restaurant
am Wild-Park b. Darmstadt.
Mod. Neubau. Zimmer mit
vorzügl. Pens. v. Mk. 4.50 ab.
Telephon Nr. 44.
Familien-Arrangements
weitgeh. Entgegenkommen.
Restaur.: All
Schmitz.

Gten in
Fuhrwerk zu Diensten.
Nächste Bahnstation: Messel (20 Min.)
fühſieit friechte beuebaefene fuehen, forien,
Kranz etc.
(10391a)

Separate Gesellschafts-Säle.
Erstklassige Küche.
Diners und Soupers.
Binding-Bier und
Löwenbräu- München.
Passende Züge ab Darmstadt:
750 gt5 10os 117 11 350 5e ete.
Ab Messel: 119 320 51 644 74 etc.

Orpheum
Telephon 389.

Heute

Mittwoch, 2. Okt.

Beginn

ſensetelerte
Eröffnungs-Spielplan:
Princé
Harf
der weltberühmte
Mlenschen-Affe

Chart Hleidlet sicht nie
ein Mensch
Charly isst und trinkt
wie ein Mensch
Charly rauchtCigaretten
wie ein Mensch
Charlyentkleidet sich
und geht zu Bett
wie ein Mensch
Charlyist Kunst- Rad-
fahrer
und Roll-
schuhläufer

Charlylebtnicht ineinem
Käfig, sondern in
der Wohnung u.
mit der Familie
seines Besitzers.
Charly erregt überall
das allergrösste
Aufsehen u. bildet,
wo er sich produ-
ziert
, das Stadt-
gespräch
!
Charly’s aussergewöhn-
liche
Intelligenz
begreift nur der-
jenige
, der ihn
aufder Bühnege-
schen
hat!

Minn Kawern
Drahtseil-Akt.
The 6 little girls
Tanz- u. Gesangs-Ensemble
Trio Chlarotto
Musikal-Akt.
Georg Kaiser
Humorist.
Les Aubert’s
Mod. Tänze. (20528
Rolf Holba
Manipulator.
Olga Gregg u. Sheffield
Humor. Scene In der Bodega‟.
rloderne Lichtspiele
MKinemategr. Berichterstattung.
Num. Parkett bei
Hugo de Waal, Bheinstr. 14.
Preise u. Varrk. riche
Programm
zu dem am Mittwoch, den
2. Okt., von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais ſtatt=
findenden
Konzert der Kapelle
des Leib=Drag.=Regts. Nr. 24.
1. Jäger=Marſch von Th. Kruſe.
2. Ouverture zur Oper Leichte
Kavallerie von F. v. Suppé.
3. Valse Brune von M. Krier.
4. Zuſammengeſtellte Stücke aus
der Oper Tannhäufer von R.
Wagner. 5. Im ſchönen Elb=
florenz
, Salon=Mazurka von L.
Schröder. 6. Bayeriſcher Defilier=
marſch
von A. Scherzer.

Tüllkleid u. 1 bl. Kleid, Gr. 44,
11 Abendeapes. 1 Jackett und
verſch. Kleid., 1 Teppich bill. zu
verk. Lichtenbergſtr. 26, part. (*7737

große verſchließb. Holzkiſte weg.
Platzmangel bill. zu verkaufen.
Liebigſtraße 39, 1. Stock. (*7769

Neue ſchwarze Jacke für ältere
Dame zu verkaufen

Hotel Traube
Freitag, den 4. Oktober, abends 8¼ Uhr:
Der intimste Kenner der sog. Geheimwissenschaften, F.
GeHSERLAKD
Experimental-Vortrag
mit verblüffenden Aufklärungen, Mysteriöse Demonstrationen
in fabelhafter, unbegreiflicher Vollendung.
Moderne Wunder
Die Macht der Suggestion. Spiritismus und Antispiritismus.
Allerlei Indiskretionen aus der Werkstatt der falschen Medien.
Geister-Materialisationen u. Photographien. Dieneueren spirf.
tistischen Phänomene. Eusapia Paladino. Telepathie. Wunder
des menschlichen Gehirns. Anormales Gedächtnisvermögen.
Rechenkünste. Psschologische Studien. Fakir-Wunder. Hallu-
zinationen
. IIIusionen. Spiritistische Sitzung. Phänomenale
Gedankenübertragune etc. etc. Karten zu 3, 2 und 1 Mk. in
d. Hofmusikalienhandl, Gg. Thies, Nachf. (Leopold Schutter). 20344omf

Bürger-Keller
konzertiert ab I. Oktober:
ELLV KARGER
Damen-Orchester.
Stets freier Eintritt.

Zum Reparieren von ſämtlichen
Metallwaren und Waſchkeſſel,
ſowie im Verzinnen von Koch=
geſchirr
empfiehlt ſich beſtens
Ph. Roth, Kapferschmiede
Kiesſtraße 12. (*7384sm

Ab heute
Neues Programm
unter anderem:
Im
Hinterhalt
Ein Geſellſchaftsroman
in 2 Akten.

Derneue Arzt
Reizende amerik. Komödie.

Der Todessprung
aus Liebe.
Senſationsdrama.

Der Kleine Willy
Humoreske.

Hochintereſſante
Wochenchronik des R.-I.

Ernstu. Scherzaufeinem
Llopddampfer. Natur.
Einlagen.

Großherzogl. Hoftheater
Mittwoch, den 2. Oktober 1912.
20. Ab.=Vorſtellung. C5.
Der Freiſchutz.
Romantiſche Oper in 3 Aufzügen
von Carl Maria von Weber.
Muſikal. Leiter: Richard Lert.
Spielleiter: Emil Valdek.
Perſonen:
Ottokar, böhm.
. Otto Semper
Fürſt
Kuno, fürſtlicher
Erbförſter .
Auguſt Kräger
Agathe, ſ. Tochter G. Geyersbach
Aennchen, e. Ver=
. Kathar. Jüttner
wandte .
Max, 1 Jäger= Karl Jahn
Kaſpar, 1burſchen Alfred Stephani
Hede Schaub
Erſte
Zweite Braut= Maya Longin
Dritte 7 jungfer Johan. Kaſten

Vierte
Ein Eremit:

Erika Hartmut
L. Schützendorf

Kilian, ein Bauer Karl Bernhardt
.Emil Kroczak
Erſter
Zweiter 1 Jäger . Adolf Klotz
. Ludwig Indorf
Dritter
Samiel, d. ſchwarze
. Guſtav Semler
Zäger
Nach d. 1. u. 2. Aufz. je läng. Pauſe.
Kleine Preiſe:
Proſzeniumsloge 5.10 M., Mittel=
loge
5.10 M., Balkonloge 4.60 M.,
I. Rang 4.10 M., II. Rang: 1.6.
Reihe 2.05 M., 7. u. 8. Reihe 1.65 M.,
Sperrſitz: 1.13. Reihe 3.60 M.,
14.20. Reihe 3.10 M., Parterre:
1.5. Reihe 2.25 M., 6.8. Reihe
1.85 M., I. Galerie 1.05 M., II. Ga=
lerie
0.55 M.
Anfang 7 U. Ende 10½ U.
Kartenverk. v. 9½ 1½ u. v. 6 U. an.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Donnerstag, 3. Okt. 21. Ab.=
Vorſt. A 6. Die Nibelungen.
Zum erſten Male wiederholt:
Drite Abteil.; Kriemhilds
Rache‟. Kleine Preiſe. An=
fang
7½ Uhr.
Freitag, 4. Okt. 22. Ab.=Vorſt.
D 5. Zum erſten Male wieder=
holt
: Die ſchöne Helena.
Gew. Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Samstag, 5. Okt. 23. Ab.=Vſt.
C 6. Wilbelm Tell ( Schau=
ſpieh
). Kl. Preiſe. Anf. 7 Uhr.

[ ][  ]

in Verbindung
mit dem modernen Bleichmittel
Seifix
liefert selbsttätig blendend weisse
Wäsche mit dem frischen Duft der
Rasenbleiche. Ein Versuch über-
zeugt
. dedes Paket 15 Pfennig.

IIei

Hurra! Jetzt gehen wir nach Hauſe!
Nach jedem Spiel gibt’s immer Seelig’s Kornkaffee.
Man kann nicht ohne ihn ſein!

(205110

Rheinische
Treuhand-Gesellschaft A.-G.
O 7, 26, MANNHEIM Tel. No. 7155.
Aktienkapital Mk. 1 500 000.
Weitverzweigte Beziehungen zu ersten Finanzkreisen.

(5681

Bilanzprüfungen.
Buchhaltungs- und Betriebs-Organisationen. Liquidationen,
Sanierungen. Vermögens-Verwaltungen. Seriöse Gründungen.
Gutachten in Steuer- u. Auseinandersetzungssachen. Eingehende
Beratung in Beteiligungs-Angelegenheiten.
Unbedingte Verschwiegenheit.

Kein Brautpaar
sollte versäumen, bei Einkauf Ihrer Wohnungseinrichtung
das Möbelhaus von Heinrich Kunz in Arheilgen zu be-
sichtigen
, 24 komplette Wohnungseinrichtungen zum Preise
von 5002500 Mk., stets lieferfertig.
400 Mk.
Echt eichene Schlafzimmer
500
Esszimmer .
350
Herrnzimmer . .
Pitschpine Küche mit Linoleumblätter 150

Statt 152 M. nur 40 M.
2 nußb. pol. Bettſtellen mit zwei

Nussbaum pol. Schlafzimmer
Wohnzimmer
Küche, taubengrau lackiert

zus. 1a00 Mk.
325 Mk.
240
110
zus. 675 Mk.

Lack. Schlafzimmer, komplett von 140 Mk. an
Engl. Bettstellen, komplett . von 25 Mk. an
Ebenso alle Einzelmöbel in jeder Preislage.
Bei Einrichtungen von 2000 Mk. ein Klubsessel in Leder gratis.
Eigene Schreinerwerkstätte.
Eigene Polsterwerkstätte.
Franko Lieferung.
Dauernde Garantie.
Bitte verlangen Sie Preisliste.
(20507a
Heinrich Kunz, Arheilgen
Endstation-der Strassenbahn. Darmstädterstrasse 39.

Sprungfedermatratzen verkauft
Heß, Kirchſtraße 21. (20031a

3000

Wichtig
14503a) für
Magenleidende!
Reformkorsetten
z. Knöpfen mit Gummi an
den Seiten Mk. 2.75.
L. & M. Fuld,
Kirchstrasse 12,
gegenüb. der Stadtkirche.
Schwarz-weisse Rabattmarken.

Uhl

Hektolit. 65 Pfg., bei10 Hl. 60 Pfg.
Heinrich Keller Sohn
Heidelbergerſtr. 28, Tel. 101. (B18692.

BIORET, peruvian. Seifenwurzel, gläffet Runzeln, und ist
das einzig wirkende Mittel, um die Runzelbildung bis in das
späteste Alter zu verhüten. Originalpaket RIORET Mk. 5.
Musterpaket Mk. 2.
Creme OIA‟ (Schönheit des Frühlings) enthält weder Fett,
noch irgend einen Farbstoff. Creme OJA‟ macht die rauheste,
rote und aufgesprungene Haut augenblicklich samtweich. Original-
dose
kalifornischer Creme OJA‟ Mk. 3., ½ Dose kaliforn.
Creme OJA‟ Mk. 2.
O1A‟- Puder. OJA‟- Puder hat den Vorteil absolnter
Unsichtbarkeit und ist auch frei von schädlichen metallischen
Substanzen. Der Teint wird nach Anwendung von OJA‟.
Puder äusserst zart und frisch. Ein Puder von so frappanter
Wirkung ist ein Bedürfnis für jede feine Dame. OJA‟-Pader
1 Originalkarton Mk. 5.. OJA‟-Puder 1 Musterkarton Mk. 2..
(In weiss, rosa oder creme).
Ueberall zu haben.
I. Amerikanische Parfumerie OJA‟
General-Vertretung und Versand
Parfumerie der Einhorn-Apotheke, Theaterplatz 1
Frankfurt a. Main.
(T20503
Zur gell. Kenntnis,
daß ich ab 2. Oktober mein
Möbellveditionggeſchäft
von Gutenbergſtr. 1 nach meinem Hauſe Gutenberg=
strasse
37 verlegt habe.
(20510a
Albert Vogt
Gutenbergſtraße 37. Möbelſpedition.
Telephon 2050.

Seite 22,

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.

Nummer 232.

KofeKe

in Milch, Kakao, Suppen oder R
Semisen die bestgeeignefe,
eicht verdauliche u. nahrhaffe
Krankenkost.

Luftfahrt.

sr. Die Teilnehmer an dem Flugmotoren=
Wettbewerb um den vom deutſchen Kaiſer geſtifteten
50000 Mark=Preis und andere wertvolle Ehrenpreiſe ſind
jetzt im einzelnen zuſammengeſtellt worden. Im ganzen
wurden 24 Firmen mit 65 Motoren zugelaſſen. Die Mo=
toren
zerfallen in zwei Gruppen, und zwar in luftgekühlte
und in waſſergekühlte Motoren. Die Bewerber, die
zum Teil eine ganze Reihe von Motoren anmeldeten,
ſind: Daimler=Motorengeſellſchaft Stuttgart= Untertürk=
heim
; Benz u. Ko.=Mannheim; Hilz Motorenfabrik
Düſſeldorf; Motor= und Laſtwagen=Aktiengeſellſchaft
Aachen; Argus=Motorengeſellſchaft m. b. H. Berlin=
Reinickendorf; Hans Windhoff, Apparate= und Maſchi=
nenfabrik
, G. m. b. H., Schöneberg=Berlin; Fahrzeug=
fabrik
Eiſenach; Rheiniſche Aerowerke Düſſeldorf= Ober=
kaſſel
; Gebrüder Stoewer=Stettin; Baſſe und Selve,
Altena in Weſtfalen; Neue Automobilgeſellſchaft Berlin=
Oberſchöneweide; W. Schroeter, Delitzſch; Flugwerke
Deutſchland München=Milbertshofen; Stahlmotoren=
geſellſchaft
Ernſt Jähniſch u. Ko., Berlin; Robert Con=
rad
, Berlin; Emil Freytag, Zwickau i. S.; Wilhelm
Kieling=Frankfurt a. M.; Bräuer u. Ko., Chemnitz i. S.;
Boyeriſche Motoren= und Flugzeugwerke, Nürnberg;
O. Schwade u. Ko., Erfurt; Erich W. Stürmer, Leh=
nin
i. M.; A. Horſch u. Ko., Zwickau i. S. und Kruk,
Motorengeſellſchaft, Berlin. Die meiſten Motoren ſind
Viertaktmotoren, doch finden ſich auch mehrere Zwei=
takt
= und Rotations=Motoren darunter. Die Zylinder=
zahl
ſchwankt zwiſchen 4 und 14 und die Pferdeſtärken
zwiſchen 50 und 115 Ps.
Ein neuer 10000 Mark=Preis für einen
Flug von Berlin nach Paris wurde von der Firma
A. Batſchari=Baden=Baden dem Reichsflug=Verein Ber=
lin
zur Verfügung geſtellt. Der Preis iſt international
gedacht, wird alſo demjenigen Flieger jeder beliebigen
Nationalität zufallen, der an einem Tage, d. h. eine
Stunde vor Sonnenaufgang und eine Stunde nach

Sonnenuntergang, die Strecke Berlin=Paris als erſter
zurücklegt.
** Berliner Herbſt=Flugwoche. Der
zweite Tag der Berliner Herbſt=Flugwoche am Montag
war ſportlich reicher an Ereigniſſen als der erſte Tag.
Vor Beginn der Wettbewerbe, als es noch recht böig war,
flog bereits Hanuſchke, allerdings außer Wettbewerb,
da er wegen ſeines franzöſiſchen Motors nicht an der
Flugwoche teilnehmen darf. Von drei Uhr an wurde
dann der Start für den Dauerwettbewerb, den Höhen=
preis
und den Wettbewerb für den kürzeſten Anlauf frei=
gegeben
. Im Dauerwettbewerb war wieder der junge
Wrightflieger Sedlmayr mit 2 Stunden 2 Minuten
der Sieger des Tages. Sedlmayr blieb trotz der hef=
tigen
Böen, die anfangs herrſchten, von 3 Uhr ab mit
einer Unterbrechung zum Benzinnachfüllen bis zum
Schluß um ½6 Uhr in der Luft. Von den geſtarteten 20
Fliegern für dieſen Wettbewerb erreichten u. a. Mohns
(Wright) eine Flugdauer von 1 Stunde 54 Minuten,
Boutard (M. B.=Taube) 1 Stunde 42 Minuten, Friedrich
(A. F. G.=Taube) 1 Stunde 26 Minuten, Hild (Dorner)
1 Stunde 25 Minuten und Grade (Grade) 1 Stunde
1 Minute. Im Höhenpreis bewarben ſich nur drei Flie=
ger
. Fokker erreichte auf ſeinem Eindecker eigener
Konſtruktion mit Paſſagier eine Höhe von 1995 Metern.
Er dehnte ſeinen Flug dann über Berlin bis zur Fried=
richſtraße
aus, wo ſein Erſcheinen in dieſer großen Höhe
allerdings nur von wenigen beobachtet werden konnte.
Stoeffler erreichte 1570 und Roſenſtein 835 Meter Höhe.
Am intereſſanteſten war der Wettbewerb um den Preis
des Kriegsminiſteriums für den kürzeſten Anlauf, um
den ſich Büchner (Aviatik=Doppeldecker), Thelen ( Alba=
tros
=Doppeldecker), Rupp (Albatros=Doppeldecker) und
Keidel (Rumpler=Taube) bewarben. Mit kriegsmäßiger
Belaſtung mußten die Flieger auf einer beſtimmten An=
laufbahn
ſtarten. Büchner gebrauchte zum Anlauf
nur 65,09 Meter und Rupp 71,80 Meter. Die Verſuche
von Thelen und Keidel wurden nicht gewertet, da beide
die 90 Meter=Marke überſchritten.
* Einen ſiebenmaligen Flug Rund um
Paris vollführte der franzöſiſche Aviatiker Dancourt,
und zwar im Wettbewerb um einen Preis von 5000
Francs, der vom Generalrat des Departements Seine
für denjenigen Flieger ausgeſetzt wurde, der bis zum
Ende dieſes Jahres im Laufe eines Tages am häufig=
ſten
Paris auf einer beſtimmten Strecke, die etwa 100
Kilometer lang iſt, zu umkreiſen vermag. Dancourt be=
nützte
einen Borel=Eindecker mit 50pferdigem Motor

und führte ſieben Flüge mit jedesmaligem Start und
Ziel in Jeuviſy aus. Im ganzen legte er 800 Kilometer
zurück und iſt ſomit erſter Auwärter auf den Preis.

Sport.

* Pferde=Rennen. Hoppegarten. Emilius=
Rennen; 5000 Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1. Herrn
Buggenhagens Saul (Bleuler), 2. Sturmflut ( Gagel=
mann
), 3. Veſtalin (H. Teichmann). Tot. 15:10, Pl. 11,
12:10. Unpl.: Orontos. Ueberlegen 34 Lg. Preis
von Fredersdorf; 5000 Mark, Diſtanz 1200 Meter: 1. Ge=
ſtüt
Gürzenichs Tampa, erkl. (Ted Rice), 2. Nikias (G.
Janek), 3. L’Amour (Shurgold). Tot. 76110, Pl. 21, 13,
14:10. Unpl.: Ortrecht, Dryade (4), Jasmin, Waſſerrecht,
Vorhand, Orinoco, Iſolde, Hebron, Rubel, Sieglinde,
Blücher, Grünrock. Leicht 11½ Lg. Heidemann=
Memorial; 6200 Mk., Diſt. 2400 Meter: 1. Hrn. C. Caßlers
Lancaſter (Archibald), 2. Carino (Janek), 3. Pilgrams=
berg
(F. Bullock). Tot. 56110, Pl. 15, 16, 13:10. Unpl.:
Piccolo (4), Roſella, Lockenkopf, Burgunder, Pacific,
Vorwand. Kampf, Kopf-½ Lg. Herzog von Rati=
bor
=Rennen; 13000 Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1. Frei=
herrn
von Oppenheims Cſardas, erkl., (Ted Rice), 2. Me=
taſtaſio
(Janek), 3. Blumenſegen. Tot. 31:10, Pl. 24, 12,
25:10. Unpl.: Nachtſchatten, Komet, Blautopaz, Vene=
tia
(4). Sicher ½½½ Lg. Preis der Mark; 25000
Mark, Diſtanz 1800 Meter: 1. Herrn F. C. Krügers
Eccolo (Raſtenberger), 2. Papyrus (Weatherdon), 3. Sa=
voy
the Firſt (F. Bullock). Tot. 70110, Pl. 22, 41, 24:10.
Unpl.: Taftjoy (4), Octopus, Maruſchka, Mansfeld, Do=
nora
, Sherlock Holmes, Marius, Joſeph II, Lerobi, Bande=
½ Lg.
rilla, Induſtrie, Mars, Hock. Sicher ½
Wilamowitz=Rennen; 15000 Mark, Diſtanz 2400 Meter:
1. Herrn von Weinbergs Fervor (Janek), 2. Flaminio
(J. Lane), 3. Oſtſee (F. Bullock). Tot. 14:10, Pl. 13,
33:10. Unpl.: Feſttarock (4), Rex II, Waſſerlilie. Sehr
ſicher ½34 Lg. Durchgänger=Rennen; 9600 Mark,
Diſtanz 1400 Meter: 1. Geſt. Graditz Flagge (F. Bullock),
2. Sultan Saladin (H. Teichmann), 3. Rahana (Wurſt).
Tot. 16:10, Pl. 15, 18:10. Unpl.: Siskin (4), Haſard.
Sicher 14 Lg.
* Lawn=Tennis. Der Lawn=Tennis= Städtewett=
kampf
Hamburg=Berlin, der am Sonntag von
einer verhältnismäßig ſchwachen Berliner Mannſchaft in
Hamburg beſtritten wurde, ergab den Sieg von Ham=
burg
im Einzelpreis mit 1214 Spielen und 24115 Sätzen,
und im Doppelſpiel 711 (14:4).