Abonnementspreis
Inſerate
175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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werden angenommen in Darmſtadt.
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. vierkelſt. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 22 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Geſtern iſt das deutſche Kongogebiet offiziell
den Vertretern der deutſchen Regierung von den
Ver=
tretern Frankreichs übergeben worden.
Der ſerbiſche Geſandte in Konſtantinopel
ſtellte der Pforte eine Friſt von 48 Stunden für
Ge=
währung der Durchfuhr von Munition nach Serbien
oder deren Rücktransport nach Marſeille.
Der König von Montenegro hat die
Mobili=
ſierung der montenegriniſchen Armee
angerrdnet.
Griechenland hat im Einvernehmen mit den
Bal=
kanſtaaten Sonntag abend die Mobiliſierung
ſeiner Streitkräfte zu Waſſer und zu Lande
ange=
ordnet. Griechenland ordnete ferner an,
ſämt=
liche griechiſchen Schiffe ſollten das Schwarze
Meer, Konſtantinopel und das Marmara=Meer verlaſſen.
Bei dem rumäniſchen Städtchen Harſova rannte ein
Dampfer eine Militärſchaluppe an. 9 Offiziere und
21 Mann ertranken.
Die Kriegsgefahr am Balkan.
Zur Lage.
*⁎* Bulgarien, Serbien und Griechenland haben
mobiliſiert, und Montenegro hat ſich ihnen angeſchloſſen.
Ob Krieg oder nicht, das iſt jetzt die Frage, die die
Ge=
müter bewegt. Mit Recht hat ja der öſterreichiſche
Mini=
ſter des Aeußern, Graf Berchtold, betont, daß zwiſchen
der Anordnung der Mobiliſierung und der Aufnahme von
Feindſeligkeiten ein ſchwerer, verantwortungsvoller
Entſchluß liege, und daß nach wie vor die Bemühungen
der Großmächte dahin gehen würden, die aus einer
ſol=
chen Situation ſich ergebenden Gefahren zu beſchwören
und auch weiterhin für die Erhaltung des Friedens zu
wirken. Die Mobiliſierung bedeutet alſo noch nicht den
Krieg, aber ſie iſt der erſte Schritt dazu.
Daß die Kriegsgefahr ſehr groß iſt, läßt ſich nicht
leugnen, eine geradezu fieberhafte Unruhe hat die
Bal=
kanſtaaten ergriffen. In erſter Reihe Bulgarien, welches
ſich angeblich durch die türkiſchen Rüſtungen bedroht fühlt,
aber wohl die Zeit nicht mehr abwarten kann, wo es
ſeine offenen und geheimen Wünſche betreffs
Maze=
doniens der Erfüllung entgegenzuführen vermag. Zwar
gibt man in Sofia vor, nur die Autonomie dieſer
Pro=
vinz anzuſtreben, aber in Wirklichkeit gehen die Wünſche
weiter. Daß innerhalb der chriſtlichen Bevölkerung
Mazedoniens Mißſtimmung herrſcht, läßt ſich nicht in
Abrede ſtellen, jedoch richtet ſie ſich nicht ausſchließlich
gegen die türkiſche Regierung, ſondern ſie wird
haupt=
ſächlich durch die Gegenſätzlichkeit der chriſtlichen Elemente
der Bevölkerung zu den mohammedaniſchen hervorgerufen.
Für die Chriſten haben ja die ſeit dem Mürzſteger
Ab=
kommen eingeführten Reformen ſchon eine weſentliche
Beſſerung ihrer Lage gebracht, aber in Bulgarien hat man
ein Intereſſe daran, eine Zufriedenheit der Mazedonier
nicht aufkommen zu laſſen, ſonſt würde ja die Ausſicht,
dieſe Provinz dereinſt einmal von der Herrſchaft des
Halbmondes loszureißen, mehr und mehr ſchwinden.
Aber nicht nur Bulgarien, ſondern auch Serbien
er=
hebt Anſprüche auf Teile der Türkei unter dem Vorwande
der Förderung des ſerbiſchen Elements im
Osmanen=
reiche, und zwiſchen den beiden Balkan=Königreichen
be=
ſtand hinſichtlich ihrer Abſichten ein nicht geringes
Miß=
trauen Man will wiſſen, daß ſie ſich in den letzten Jahren
über den Anteil, der jedem von ihnen zufallen ſoll, wenn
es einmal zum Klappen kommt, geeinigt haben.
Unwahr=
ſcheinlich iſt dies angeſichts der engen Freundſchaft, die
ſeit der Thronbeſteigung Peters I. zwiſchen Belgrad und
Sofia herrſcht, nicht. — Daß Montenegro gleich mit
los=
ſchlägt, braucht nicht beſonders betont zu werden, und
Griechenland ſehnt den Augenblick herbei, wo es ſeine
vielen Wünſche erfüllt ſehen und nebenbei auch noch ohne
erhebliche Gefahr ſich an der Türkei für den Mißerfolg,
den es vor anderthalb Jahrzehnten hatte, rächen kann!
Alle dieſe Momente muß man ſich jetzt vor Augen
halten, wo die Balkanvölker vom Kriegsfieber ergriffen
ſind. Alle möchten gerne gegen den Sultan ins Feld
ziehen, jedes hat dafür ſeine offenen und geheimen Grün=
de, und könnten die vier Staaten hoffen, den Krieg zu
beginnen, ohne auf den Widerſtand der Großmächte zu
ſtoßen, ſo würde die Balkanhalbinſel heute ſchon ein
ein=
ziges Kriegslager ſein. Aber es beſteht noch immer die
Hoffnung, daß die Mächte, die ſeit Jahrzehnten ſich alle
erdenkliche Mühe gegeben haben, den Status quo am
Balkan aufrechtzuerhalten und die Integrität der Türkei
zu wahren, auch weiter alles aufbieten werden, um das
Schlimmſte abzuwenden. Aber es bleibt eben nur eine
Hoffnung.
Preßſtimmen zur Lage.
Das Berliner Tageblatt ſtellt feſt, daß die
Dinge auf dem Balkan jetzt die vielleicht entſcheidende
Wendung zum Schlimmeren genommen haben. Auch an
allen europäiſchen Börſenplätzen habe ſich der
Optimis=
mus in eine ſehr peſſimiſtiſche, nervöſe Stimmung
ver=
wandelt. — Die Berliner Neueſten
Nachrich=
ten weiſen darauf hin, daß Rumänien, das wohl über
die beſtorganiſierte Armee auf dem Balkan verfüge
poli=
tiſch mehr der Türkei als ſeinen Feinden zuneige.
Trotz=
dem die Kanzleien gegen den Krieg arbeiteten, werde
aber wohl bald der Donner der Kanonen in den dunklen
Bergen des Balkans ſein tauſendfacke; Echo erſchallen
laſſen. — Der Berliner Lokalanzeiger weiſt
darauf hin, daß die Mobiliſation als äußerſtes
Druck=
mittel aus der gegenwärtigen Kriſe raſcher herausführen
könne, als es ohne ſie möglich geweſen wäre, wenn nur
alle verantwortlichen Männer Ruhe und Beſonnenheit
bewahren würden. — Die Voſſiſche Zeitung
ſchreibt: Der Augenblick rückt verzweifelt näher, wo allen
Beſchwichtigungsverſuchen die Antwort entgegengeſetzt
werden könnte, man könne nicht mehr zurück. Jetzt heißt
es biegen oder brechen. — Die Morgenpoſt meint,
wenn Bulgarien und ſeine Verbündeten jetzt
mobiliſie=
ren und morgen Krieg erklären, ſo tun ſie es, weil ſie
wiſſen, daß die Uneinigkeit Europas den Willen zum
Frieden lähmt, falls er wirklich beſteht. — Die
Täg=
liche Rundſchau weiſt vom Standpunkte der
deut=
ſchen Intereſſen darauf hin, daß der Weg für uns nach
dem Orient frei bleiben müſſe, koſte es, was es wolle,
Deutſchland und Oeſterreich=Ungarn dürften keinesfalls
die Vernichtung der Türkei durch die ſlawiſchen Mächte
zugeben. — Die Deutſche Tageszeitung glaubt,
daß die Balkanmächte im Notfalle darauf hoffen, von
Größeren herausgehauen zu werden, und mit ihnen hofft
und hetzt eine mächtige Kriegspartei in drei europäiſchen
Großſtaaten. — Die Kölniſche Zeitung ſchreibt:
Es iſt ein ernſter, folgenſchwerer Schritt, zu dem die
bei=
den Königreiche am Balkan ſich entſchloſſen haben. Die
Mobilmachung bedeutet noch nicht den Krieg, aber ſie
ſtellt den Frieden auf des Meſſers Schneide, und die
Er=
fahrung lehrt, daß das gewaltſame Aufeinanderprallen
ſich nur ſelten vermeiden läßt, wenn erſt einmal die
waffenfähigen Männer zu den Fahnen einberufen ſind=
Die Möglichkeit, den Krieg am Balkan ausbrechen zu
ſehen, iſt in den letzten Monaten ſo häufig ins Auge
ge=
faßt und nach allen Seiten erörtert worden, daß man ſich
in dieſer ernſten Stunde darauf beſchränken kann, die
Hoffnung auszuſprechen, der Brand im Orient möge trotz
allem noch einmal gelöſcht werden, die Kriegsſorgen und
=Greuel möchten noch einmal vorübergehen.
Alle Wiener Blätter beſprechen die durch die
Mobiliſierung der Balkanſtaaten geſchaffene Lage. Das
Fremdenblatt ſagt: Ohne die Tragweite dieſer Nachricht
unterſchätzen zu wollen, mag man ſich doch vor einer
Ueber=
ſchätzung ihrer Bedeutung hüten. Die Mobiliſierung iſt
eine Vorbereitung zum Krieg, aber noch nicht der Krieg
ſelbſt. Ernſt und unbefriedigend erſcheint die Lage auf
dem Balkan gewiß, aber es iſt zu hoffen und zu
wün=
ſchen, daß es einem einträchtigen, zielbewußten
Zuſam=
menwirken der europäiſchen Großmächte auch diesmal
gelinge, den drohenden Balkanbrand zu verhüten.
Von türkiſcher Seite wird der Wiener Neuen Freien
Preſſe mitgeteilt: Die Mobiliſierung bedeutet keineswegs
den Ausbruch des Krieges. Wenn die Türkei militäriſche
Maßregeln trifft, tat ſie dies keineswegs, um Bulgarien
zu provozieren, ſondern ſie ſah ſich von Bulgarien
provo=
ziert. Gegenüber den bulgariſchen Provokationen konnte
die Türkei nicht mehr mit verſchränkten Armen zuſehen.
Es iſt aber doch noch immer zu hoffen, daß es gelingen
werde, den Frieden aufrecht zu erhalten.
Die Heere der Balkanſtaaten.
Türkei.
Für einen Krieg in Europa verfügt die Türkei über
zirka 620 Bataillone, 163 Eskadrons, 186 Batterien, 250
Maſchinengewehre mit einem Gefechtsſtande von 450000
Gewehren, 21000 Reiter, 1048 Geſchütze. Eünſtig iſt
der relative Pferdereichtum bei allerdings minderem
Material, und daß viele Formationen ihre
Kriegsaus=
rüſtung bei ſich tragen. Bisher gelang es der Türkei
dennoch ſtets, eine zahlreiche, mit vortrefflichen Waffen
verſehene Streitmacht aufzuſtellen. Die zirka 18 000 000
Menſchen zählende mohammedaniſche Bevölkerung ſtellt
an Nizan=(Linien=) und Rediſ=(Landwehr=)Truppen
1. Kategorie durchſchnittlich und im Verhältnis mehr
als manche Großmacht auf. Dabei iſt das
Soldaten=
material vorzüglich, die Aufopferungsfähigkeit der
Be=
völkerung baſiert auf dem religiöſen Moment und iſt
be=
ſonders in einem Verteidigungskriege gegen eine
anders=
aläuhige, W.acht kadeutend. Die politiſchen
Umwälzun=
gen, die ſich in der Türkei unter Führung der Armee im
Jahre 1908 und 1909 abgeſpielt haben, ſtellten das
ge=
ſamte türkiſche Heer auf eine durchaus moderne
Grundlage.
Bulgarien.
Bulgarien verfügt im Kriege über eine ſtreitbare
aktive Armee von 144 Infanteriebataillonen, 36
Ma=
ſchinengewehrkompagnien, 37 Eskadrons, 4 Kavallerie=
Maſchinengewehrabteilungen, 81 Schnellfeuer=Feld=
Batterien, 23 Schnelfeuer = Gebirgs : Baterien, 9=
Schnellfeuer=Feld=Haubitz=Batterien, 9 alte Gebirgs=
Batterien, 9 Haubitz=Batterien, 11 techniſchen, 3
Feſt=
ungs=Artillerie=Bataillonen. Der Gefechtsſtand
be=
trägt 160000 Gewehre, 160 Maſchinengewehre, 6000
Rei=
ter, 324 Schnellfeuer: Feldgeſchütze, 92 Schnelfeuer=
Gebirgsgeſchütze, 36 Schnellfeuer=Feld=Haubitzgeſchütze,
54 alte Gebirgsgeſchütze, 54 alte Feld=Haubitzgeſchütze.
Dazu kommt eine Reſervearmee von 72 Bataillonen, 18
Maſchinengewehrkompagnien, 27 Batterien, ſo daß die
geſamte Operationsarmee zirka 232000 Mann, 6000
Rei=
zer, 722 Geſchütze ſtark iſt. Die Ausbildung der
Trup=
pen iſt gut, der Geiſt vorzüglich. Die Mobiliſierung
voll=
zieht ſich ſehr raſch. Die bulgariſche Armee gilt als die
beſte der Balkanarmeen, doch kann im Kriege der
Geſamt=
ſtand an Pferden nicht im Inlande aufgebracht werden.
Serbien.
Serbien vermag im Kriege insgeſamt (1. und 2.
Auf=
gebot) zirka 180 000 Mann ins Feld zu ſtellen, dazu 8500
Reiter, zirka 700 Geſchütze und 270 Maſchinengewehre.
Es handelt ſich jedoch um ein milizartig organiſiertes
Volksheer unter dem Einfluß wechſelnder Parteipolitik
und finanzieller Schwierigkeiten. Die Mobiliſierung,
ſpeziell jene des 2. Aufgebots, iſt ſehr erſchwert; auf die
Formationen des 1. Aufgebots konnte dagegen bisher
rechtzeitig und — abgeſehen von der Kavallerie —
voll=
zählig gerechnet werden. Techniſch iſt Serbien faſt
voll=
ſtändig, in der Pferdeergänzung in hohem Grade vom
Auslande abhängig. An ſich iſt das Soldatenmaterial
gut und leiſtungsfähig.
Montenegro.
Montenegro, das auch nur eine Milizarmee hat,
kann im Ernſtfalle 12 Brigaden mit zuſammen 58
Ba=
tallonen, 12 Batterien ins Feld ſtellen, insgeſamt etwa
40—43000 Mann.
Griechenland.
In Griechenland iſt die Volkskraft zu militäriſchen
Zwecken am wenigſten in allen Balkanſtaaten ausgenutzt.
Doch ſind in den letzten Jahren große Opfer gebracht
worden, um die Militärmacht des Landes zu heben. Im
Kriege ſtänden insgeſamt 54 Bataillone, 18 Eskadrons,
7 Batterien, 19 techniſche Kompagnien mit einem
Gefechts=
ſtand von 75 000 Mann, 3000 Reitern, 378 Geſchützen, 23
Maſchinengewehren zur Verfügung.
Deutſches Reich.
Deutſch=Kongo. Am 1. Oktober flatterte
zum erſten Mal die deutſche Fahne in unſerer neuen
Kongo=Kolonie: ein großer Teil des von Frankreich an
uns abgetretenen Gebietes iſt offiziell den Vertretern
der deutſchen Regierung übergeben worden und zwär
jene Gebiete, die „natürliche” Grenzen beſitzen. Beide
Regierungen waren übereingekommen, dieſen Akt mit der
größten Einfachheit zu vollziehen. Die Uebergabe und
die Empfangnahme ſpielte ſich zwiſchen zwei
Regierungs=
beamten oder zwei höheren Offizieren ab, und damit hat
man eine Fülle von Formalitäten vermieden. Dort,
wo die Grenzen noch nicht genau beſtimmt ſind, wird die
deutſch=franzöſiſche Grenzkommiſſion ihre Arbeit am
1. Dezember beginnen. Beide Parteien der Kommiſſion
ſollen nach dem Programm mit der Grenzregulierung
auch wiſſenſchaftliche Arbeiten verbinden und botaniſche,
ethnographiſche Forſchungen, ſowie Unterſuchungen über
Erdmagnetismus anſtellen.
— Deutſchland und die chineſiſche
An=
leihe. Mit Bezug auf die Preſſenachrichten über
pri=
vate Bemühungen für die Aufnahme einer chineſiſchen
Anleihe in Deutſchland beſagt ein Berliner Telegramm
der Kölniſchen Zeitung, den Unterhändlern ſei es wohl
nicht zweifelhaft, daß ein derartiger Verſuch, den deutſchen
Geldmarkt für China dienſtbar zu machen, weder in den
amtlichen Kreiſen Deutſchlands noch bei den großen
deutſchen Banken Zuſtimmung finden kann.
— Die Jeſuitenfrage und die
Konſer=
vativen. Die Kreuzzeitung bringt in ihrer
inner=
politiſchen Wochenſchau in der Sonntagsnummer eine
längere Betrachtung über die Jeſuitenfrage. Darin heißt
es u. a.:
„Unter den gebildeten Katholiken, namentlich auch
unter den Geiſtlichen, die die Jeſuitenfrage beurteilen
können, möchte gar mancher aus praktiſchen Gründen die
Jeſuiten lieber im Auslande wirken ſehen als in dem
konfeſſionell gemiſchten Deutſchen Reiche. Das kann im
Ernſte nicht beſtritten werden. Man ſoll auch nicht ſagen,
ſolche Gegner der Zulaſſung des Jeſuitenordens ſeien
Außenſeiter, Moderniſten uſw. Das iſt nicht richtig. Sie
finden, daß dem Katholizismus andere Einflüſſe und
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.
Nummer 232.
politiſche Fragen zurzeit näher liegen und daß ein
ſchar=
fer Kampf für den Orden den deutſchen Katholiken mehr
ſchaden als nützen könne.”
Die Kreuzzeitung erinnert weiter daran, „daß
ge=
rade der Jeſuitenorden wenig Unterſchied zwiſchen
atheiſtiſchen und proteſtantiſchen „Ungläubigen” macht,
daß der Jeſuitenorden die Führung hat in der ſogen.
ſtrengkatholiſchen oder überkatholiſchen Richtung, die von
einer den Katholiken und Evangeliſchen gemeinſamen
chriſtlichen Weltanſchauung nichts wiſſen will, daß wir
alſo mit Sicherheit von den jeſuitiſchen Miſſionen, mögen
die Biſchöfe es wünſchen oder nicht, eine Verſchärfung
des Gegenſatzes zwiſchen gläubigen Katholiken und
gläu=
bigen Evangeliſchen zu erwarten hätten”
Baden und die neue
Strafrechts=
novelle. Die Karlsruher Zeitung ſchreibt: In der
Abſicht, die durch die Strafrechtsnovelle vom 19. Juli 1912
eingeführte Milderung allen ſolchen Verurteilten zu Teil
werden zu laſſen, die vor dem Inkrafttreten des Geſetzes
verurteilt worden waren, ihre Strafe aber noch nicht
ver=
büßt hatten, hat das Juſtizminiſterium eine Reihe von
Perſonen, die wegen Diebſtahl, Unterſchlagung, Betrug,
Hausfriedensbruch, Vollſtreckungsbruch, Nötigung und
Entführung beſtraft waren, durch völligen oder teilweiſen
Nachlaß der ausgeſprochenen Freiheitsſtrafen oder durch
ihre Umwandlung in mäßige Geldſtrafen, begnadigt.
— Aus dem roten Fürſtentum. Eine
Proteſtverſammlung des Bundes der Landwirte in
Schwarzburg=Rudolſtadt erklärte ſich für die
Abgeord=
neten, die wegen der Präſidentenwahl aus dem Bunde
ausgeſchloſſen worden ſind. Der Zentralvorſtand
emp=
fiehlt die Berufung an den Bundesausſchuß. Der
Lan=
desverſtand hat ſein Amt niedergelegt.
Ausland.
Frankreich.
Neue Einteilung der Torpedo= und
Unterſeebootsflottillen. Wie offiziös gemeldel
wird, hat der Marineminiſter eine neue Einteilung der
Torpedo= und Unterſeebootsflottillen genehmigt.
Da=
nach wird die Mittelmeerflotte zwei
Unterſeebootsflot=
tillen für die hohe See beſitzen, von denen die eine mit
acht Einheiten, Toulon, die andere mit neun Einheiten
Biſerta als Stützpunkt haben werde. Das Nordgeſchwader
werde drei Unterſeebootsflottillen beſitzen, deren
Stütz=
punkt Cherbourg und Calais ſein werden. Die
Unterſee=
bootsflottillen würden ein ſtarkes Cadre von
Torpedo=
bootszerſtörern erhalten, dagegen würden die
Torpedo=
bootszerſtörer den Torpedobootsflottillen entzogen
wer=
den, da der Aktionskreis der letzteren ein beſchränkter ſei.
England.
Die Verhandtungen zwiſchen Saſonow
und Grey. Reuter erfährt offiziell, daß bei den
Ver=
handlungen zwiſchen dem ruſſiſchen Miniſter des Aeußern
Saſonow und dem Staatsſekretär Edward Grey kein
neues politiſches Abkommen über Perſien beſprochen
wor=
dem iſt, daß auch keine der beiden Mächte die Abſicht oder
den Wunſch hat, Perſien zu teilen. Um die Zurückziehung
der fremden Truppen aus Perſien zu beſchleunigen,
be=
raten die beiden Regierungen ſorgfältig darüber, wie ſie
am beſten mitwirken können, die perſiſche Regierung zu
ſtärken, um ſie in den Stand zu ſetzen, die Ordnung wieder
Fzuſtellen und die Sicherheit auf den Handelsſtraßen zu
pährleiſten. Beide, Saſonow und Grey, ſind
vollkom=
in einig in dem Wunſch, für den Frieden zu arbeiten
nd bei jeder diplomatiſchen Aktion, die dieſem Ziele
günſtig iſt, zuſammenzugehen. Reuter kann dazu erklären,
daß der letzte Satz des Communiqués ſich nicht auf
Per=
ſien bezieht, ſondern auf die allgemeine internationale
Lage.
Die chineſiſche Anleihe. Die Geſamtzahl der
Anmeldungen für die erſten fünf Millionen Pfund
Ster=
ling der chineſiſchen Zehn=Millionen=Pfund=Anleihe
be=
trug 5860, der gezeichnete Geſamtbetrag 6987000 Pfund
Sterling, darunter Zeichnungen von Garantien, welche
60 Prozent der Anleihe übernehmen. Das Reuterſche
Bureau ecklärt weiter, daß der Firma Criſp von der
be=
vorſtehenden Emiſſion von 2 Millionen Pfund der
chineſi=
ſchen Anleihe durch eine Hamburger Firma nichts bekannt
iſt. Die Meldung, daß dieſe Emiſſion mit der Criſpſchen
Zehn=Millionen=Pfund=Anleihe in Verbindung ſtehe, ſei
unrichtig.
Spanien.
Der Eiſenbahnerſtrei k. Miniſterpräſident
Ca=
nalejas erklärte einem Berichterſtatter, der plötzliche
Aus=
bruch des Eiſenbahnerſtreiks habe ihn umſomehr
über=
raſcht, als die Vermittelungsverhandlungen große
Aus=
ſicht auf Erfolg hatten. Man könne die Unterſtützung,
welche die nationaliſtiſch=kataloniſche Rechte dieſer
Aus=
ſtandsbewegung angedeihen ließ, nicht ſtreng genug tadeln.
Canalejas richtete an den Bürgermeiſter von Barcelona
ein Telegramm, in dem er erklärt, er wünſche den Streik
baldmöglichſt beendet zu ſehen, wolle aber weder auf die
Arbeiter, noch auf die Eiſenbahngeſellſchaften einen Druck
ausüben. Fortgeſetzt treffen neue Truppenverſtärkungen
in Barcelona ein.
Stadt und Land.
Darmſt adt, 2. Oktober.
* Vom Hofe. Prinzeſſin Ludwig von Battenberg
iſt mit der Prinzeſſin Luiſe und dem Prinzen Georg
am Montag nachmittag 2 Uhr 14 Min. vom Jagdſchloß
Wolfsgarten abgereiſt. — Die Großh. Herrſchaften
be=
gaben ſich am Montag nachmittag 3 Uhr 30 Min. im Auto
auf Jagd nach Viernheim. (Darmſt. Ztg.)
* Keine Audienzen. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog werden heute, Mittwoch, weder Audienzen
erteilen, noch Meldungen entaegennehmen. Vorträge der
Miniſter pp. werden Seine Königliche Hoheit von halb
11 Uhr vormittags an entgegennehmen.
* Verliehen haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog den Charakter als Leutnant den Kreis=
Ober=
wachtmeiſtern Philipp Schwarz und Wilhelm Hein
im Großherzoglichen Gendarmeriekorps, beiden zu ihrem
Ausſcheiden am 1. Oktober d. Js., ferner dem
Bezirks=
kommiſſär bei dem Polizeiamt Offenbach Ludwig
Burk=
holder zum 1. Oktober l. J. die Krone zum Silbernen
Kreuz des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen.
* In den Ruheſtand verſetzt haben Se. Königl.
Hoheit der Großherzog den evangeliſchen Pfarrer
und Dekan des Dekanats Büdingen, Kirchenrat Eduard
Ellenberger zu Ortenberg auf ſein Nachſuchen unter
Anerkennung ſeiner mehr als 50 Jahre treu geleiſteten
Dienſte, mit Wirkung vom 16. November 1912, ferner
den Konſervator und Bibliothekar bei der Zentralſtelle
für die Gewerbe, Gewerberat Gottlieb Wagner zu
Darmſtadt auf ſein Nachſuchen, unter Anerkennung ſeiner
langjährigen treuen Dienſte, und ihm aus dieſem Anlaß
das Ritterkreuz 1. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps
des Großmütigen verliehen.
* Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog den Kuſtos am Landesmuſeum zu Darmſtadt,
Dr. Hermann Kienzle, zum Direktor des
Gewerbe=
muſeums und der Bibliothek der Zentralſtelle für die
Gewerbe.
* Zu Lehramtsaſſeſſoren ernannt wurden durch
Entſchließung Großh. Miniſteriums des Innern die
nachſtehend genannten Lehramtsreferendare: Dr. Robert
Bach und Dr. Karl Bauer in Darmſtadt, Chriſtian
Bär in Offenbach, Wilhelm Berghäuſer in Bingen,
Friedrich Biſchoff in Oppenheim, Dr. Albert=
Chambré in Friedberg, Eugen Eckes in Mainz,
Ludwig Eſcher in Michelſtadt, Georg Funk in Gießen,
Wilhelm Gérard in Laubach, Ernſt Glock in
Darm=
ſtadt, Dr. Wilhelm Groſch in Offenbach, Heinrich
Hahn, Dr. Adolf Handke und Heinrich Hilsdorf
in Darmſtadt, Philipp Hofmann in Alzey, Peter
Janſon in Mainz, Paul Kadel in Bensheim, Dr.
Georg Kemmerer in Mainz, Dr. Otto Kracke in
Rom, Dr. Heinrich Kreiter in Darmſtadt, Fritz Leib
in Worms, Hans Liſtmann in Butzbach, Adolf Lutz
in Bad Nauheim, Dr. Auguſt Naujoks in Darmſtadt,
Dr. Albert Mannheimer in Wimpfen, Dr. Willy
Moog in Darmſtadt, Karl Oechsle in Offenbach,
Dr. Heinrich Racke in Worms, Heinrich Rauſch in
Butzbach, Wilhelm Roth in Heppenheim, Robert
Scheuermann in Gießen, Joſeph Schickel in
Mainz, Georg Schlierbach in Offenbach, Konrad
von der Schmitt in Darmſtadt, Fritz Schömer
in Schotten, Dr. Peter Stautz in Mainz, Albert
Streuber in Offenbach, Wilhelm Zipp in Darmſtadt.
* Uebertragen wurde dem Schulamtsaſpiranten
Albert Kraft aus Ortenberg eine Lehrerſtelle zu
Nieder=Mockſtadt, Kreis Büdingen.
* Militärdienſtnachricht. Buchhold, Studierender
der Kaiſer Wilhelms=Akademie für das militärärztliche
Bildungsweſen, zum Unterarzt des aktiven Dienſtſtandes
beim Großh. Art.=Korps, 1. Großh. Heſſ. Feld=Art.=Regt.
Nr. 25, ernannt.
g. Schwurgericht. Vor den Geſchworenen ſtand geſtern
der 34 jährige Gaſtwirt und Gemeinde=Einnehmer Johann
Adam Heim aus Ober=Schönmattenwag unter der
An=
klage des Verbrechens im Amte. Vertreter der Anklage iſt
Staatsanwalt Dr. Fuchs, Verteidiger iſt Rechtsanwalt
Neuſchäffer. Der Angeklagte iſt am 9. Januar 1907
vom Kreisamt Heppenheim als Gemeinde=Einnehmer und
Rechner der Invaliden= und Krankenverſicherung vereidigt
worden. Bereits im Jahre 1910 wurde Heim
diszipli=
nariſch beſtraft, weil er dem Kreisamt unrichtige
Tages=
auszüge überreicht hatte. Es wurde damals lediglich
Flüchtigkeit angenommen. Ende 1910 erlitt der Angeklagte
durch den Konkurs des Bauunternehmers Elzer in
Feu=
denheim größere Verluſte, wodurch er ſich zu
Unregelmäßig=
keiten in ſeinem Amte verleiten ließ. Die Firma Martin
Sauer IV. hatte von der Gemeinde Rollholz im Werte von
1181,51 Mark erſteigert, von welcher Summe am 1. März
1911 500 Mark und der Reſt am 1. Oktober zu entrichten
waren. Die 500 Mark wurden auch pünktlich gezahlt, Heim
trug jedoch die Summe weder in das Tagebuch, noch in
das Handbuch ein und verwendete ſie, um private drängende
Forderungen zu befriedigen. Als die Reſtſumme fällig
war, erbat ſich Heim die 681,51 Mark als Darlehn, womit
die Firma einverſtanden war. Der Angeklagte verwendete
hiervon 500 Mark zur Deckung der früher unterſchlagenen
Zahlung an die Gemeindekaſſe und behielt den Reſt für
ſich. In dieſem zweiten Fall liegt alſo eine Unterſchlagung
nicht vor, da Heim die Summe nicht in amtlicher
Eigen=
ſchaft empfangen hatte, wohl aber in einem weiteren Falle.
Die Firma Cornelius Heyl in Worms hatte
Eichenloh=
rinde im Werte von 2206,38 Mark von der Gemeinde
be=
zogen und die Summe im Juni 1911 mittels
eingeſchrie=
benen Briefes beglichen. Auch dieſe Summe, die durch
die Hände des Bürgermeiſters ging, trug der Angeklagte
nicht in die Bücher ein. Der Bürgermeiſter ließ ihm auch
den Beleg zu dieſer im Juni 1911 erfolgten Zahlung erſt im
Mai 1912 zugehen, und zwar datierte er den Beleg, um
dieſe Verſpätung zu verdecken, auf den 1. November 1911.
Das Kreisamt entdeckte bei einer Reviſion durch
Verglei=
chung der Bücher und Belege die Manipulationen des
An=
geklagten und brachte ſie zur Anzeige. Zunächſt beſtritt
Heim ſeine Schuld, gab jedoch ſpäter alles unumwunden
zu. Der Schaden wurde von ihm vollſtändig der Gemeinde
erſtattet. In der geſtrigen Verhandlung gab der
Ange=
klagte an, er ſei durch fortgeſetzte finanzielle Verluſte zu
den Unterſchlagungen veranlaßt worden. Er habe früher
ein Steinhauergeſchäft gehabt und habe hierbei
Fortwäh=
rend von 1906 an Ausfall ſeiner oft bedeutenden
Baufor=
derungen zu beklagen gehabt. Die Geſchworenen bejahten
die Frage nach Verbrechen im Amt in einer fortgeſetzten
Handlung und bejahten auch die Frage nach mildernden
Mit dem Motor ins innerſte Afrika.
Von Oberleutnant Paul Graetz.
(Nachdruck verboten.)
IV.
Den Kongo aufwärts bis Neukamerun.
An Bord der „Hygiama” vor Moſſaka,
den 19. Juli 1912.
Dumpf dröhnt das Abfahrtszeichen der „Citas”
durch die nächtliche Morgenſtille des 8. Juli von den hohen
Uferwänden des Kongo wieder, beantwortet von dem
Knattern unſeres Motors. Kerzengerade ſteigt die
Funkengarbe aus dem Schornſtein der „Citas” durch den
feuchten Nebel empor — unſer Wegweiſer. . „Halten Sie
ſich dicht ſteuerbord und — Anker klar! Hier beginnt der
Kanal! Die Strömung iſt hart”, ſchallt es durch das
Sprachrohr zu uns herüber. Wir liegen mit einem
Ab=
ſtand von etwa 20 Meter neben dem kleinen Dampfer.
Mehrere Spritzer kommen über Deck. Zinko legt zu.
Die Tourenzahl des Motors erhöht ſich. Die „Hygiama”
ſenkt den Bug, gegen die Stromſchnellen angehend. Kurze,
ſich rückwärts überſtürzende Wellen erzählen von ſteinigen
Untiefen. Wir gleiten ſtetig darüber hinweg. Die „
Hy=
giama” liegt gut im Fahrwaſſer mit ihren 70 Zentimeter
Tiefgang und ihrer Ladung von 40 Laſten‟) Unſere ſechs
Pferde überwinden ſpielend die Stromkraft, die
ſtellen=
weiſe acht Meilen und mehr beträgt. Leiſe ſteigt die
Dämmerung herauf — nur wenige Minuten andauernd
— und in Tageshelle breitet ſich vor uns der Kongo
zwiſchen ſteilen dicht bewaldeten Bergwänden. Wir
paſ=
ſieren den 4. Grad ſüdlicher Breite. Mehrere
Holz=
ſtationen bereiten uns läſtigen Aufenthalt. Zinko drängt
vorwärts. Der Kapitän warnt: „Ja, wenn Sie
wenig=
ſtens einen Lotſen an Bord hätten” Alſo weiter mit
halber Kraft im Fahrwaſſer der „Citas”. Unter Mittag
kommt eine Faktorei in Sicht, am linken Ufer auf einem
kleinen Plateau am Einfluß des Black River ſauber und
nett angelegt, eine Station der Socisté Belgo=Americaine,
deren Direktor, Monſieur Delcomune, der Neffe des
be=
kannten Alexander Delcomune, eines jener Organiſatoren
des Kongoſtaates aus den Zeiten König Leopolds uns
herzlich begrüßt, als wir jetzt am Einfluß des Black River
feſtmachen, und uns in ſeinem Hauſe einen
Willkomwen=
trunk kredenzt. „Woher ſtammpen die vielen engliſchen
Namen am Kongo aufwärts? Doch nicht etwa von
Stan=
leys Fahrt?” — „Nein, die ſich aus allen Nationen
rekru=
tierenden Flußdampferkapitäne haben die Namen geprägt,
wobei das Engliſch als Schifferſprache vorherrſcht”.
Weiter. — Wir bleiben bis Dunkelwerden in Fahrt. Ein
Regierungsdampfer gleitet ſtromab. Wir tauſchen den
Flaggengruß. Hart ſüdlich von Pointo Liska gehen
wir zur Ruhe.
Noch früher wie geſtern weckt uns heute die
Dampf=
pfeife der „Citas‟ Der erwachende Tag zeigt uns die
gleiche Beſchaffenheit der Ufer. Parkähnlich treten
ſaftig=
grüne glatte Wieſenſtreifen an das Waſſer heran,
über=
ragt von Palmenterraſſen und dunklen Baumkronen.
Höher hinauf läßt das Wachstum nach. In weichen,
langen Linien begleiten uns kahle Bergmaſſen. Aus dem
ſpärlich wachſenden Gras ſchaut das braune Erdreich
her=
vor, nur von einzelnen kümmerlichen Bäumchen beſchattet.
Wir haben Trockenzeit. Die befruchtende Wirkung des
Fluſſes reicht nicht bis dort hinauf. Im weiten Bogen
umrunden wir die gefährlichen in den Strom
vorſchießen=
den üppig überwucherten Felsvorſprünge, an denen ſich
die Strömung in tauſend Strudeln und Trichtern rauſchend
bricht. Kleine Grasinſeln, Strauchwerk und entwurzelte
Bäume kommen dahergetrieben, peinlich von uns
gemie=
den. Hie und da ſchaut aus einer Lichtung oder von
luf=
tigem Höhenrücken das Blockhaus eines Europäers auf
den Fluß. Die kurz aufeinander folgenden, mitten aus
dem Kongo ragenden Elefanteilands drängen die
Waſſer=
maſſen noch enger zuſammen. Wir ſteigen langſamer.
Den ganzen Tag bleiben wir in gleichmäßiger Fahrt.
Schon ſpiegelt ſich das Abendrot im Kongo. Wir wollen
heute bis hart an Kwamouth hinan an der
Kaſaimün=
dung, alſo ſteuern wir in die Nacht hinein. Plötzlich
raucht der Motor. Ich werfe den Kuppelungshebel zurück
Kein Kühlwaſſer. Da tropft das Waſſer am Verſchluß
des Waſſerzufuhrrohres. Unwillkürlich tritt mir der
gleiche Moment auf dem Ngaſaſee vor die Seele, als die
„Sarotti” mit verſagendem Motor auf hohem
Wellen=
kamme hilflos ſchankelnd dem rollenden Wiegenſpiel des
Sees preisgegeben war. Schnell habe ich die Mutter
an=
gezogen. Zinko hält das Steuer. Die „Citas” iſt weit
voraus. Ich kuppele ein. Kurs auf die „Citas”! Ganze
Kraft. Näher und näher. Ein Tau ſchwirrt durch die
Luft. Wir bleiben einige Minuten längſeits der „Citas”
um dem Motor Kühlung zu gönnen, dann folgen wir
wieder mit eigener Kraft. Die Nacht ſenkt ſich ſchwarz
hernieder. Der Funkenregen der „Citas” weiſt uns die
Bahn. Die Strömung reißt am Steuer. Unſer Führer
fährt kreuz und quer. Das Hecklicht fehlt. Wir wiſſen
hier ragen Inſeln und Halbinſeln aus dem Fluſſe empor.
Wir wagen nicht mit ganzer Kraft zu fahren angeſichts
der Gefahr, aufzurennen. Wie ein Sumpflicht tanzt das
Leuchtfeuer der Funkenſäule vor uns hin und her, ſich
weiter und weiter entfernend — vom Ufer nichts zu
er=
ſpähen, rings von ſchwarzen Wänden umgeben — vor
uns in der Ferne unſer einziger Leitſtern als winziges
Pünktchen. Der Scheinwerfer würde uns mit ſeinem
blendenden Lichte auch dieſes letzte Richtzeichen entreißen.
Die Nerven ſind geſpannt Zinko zählt die Minuten.
Ich ſitze am Motor. Unſer Sierra Leone=Boy James
wirft das Loot. Der Koch Joſeph, ein kleiner „
Neukame=
runer”, hält Obacht, ob Kühlwaſſer fließt. Es iſt 8 Uhr.
Faſt zwei Stunden fahren wir nun ſchon durch die dunkle
Nacht. Sind wir Joch immer nicht am Ziel? Plötzlich
verſchwindet der Feuerſchein vor uns. Zinko fragt von
achter, ob wir Land ſehen. Da taucht hell ein neues Licht
aus dem Dunkel vor uns auf. Wir laufen darauf los:
Die „Citas” Sie hat angelegt. Der Kapitän hat für
das erlöſchte Funkenſignal des Schornſteins eine Lampe
für uns ausgeſetzt. „Gott ſei gelobt, daß wir da ſind,”
meint Zinko, „das möchte ich nicht noch mal
durch=
machen‟ Die Anſpannung der Sinne war derart, daß
wir nach einem kleinen Imbiß wie tot auf unſere
Feld=
betten fallen.
Hinter Kwamouth, dem belgiſchen Regierungss,
poſten an der Kaſai=Mündung, ſteigt die
Morgenſonn=
empor. Aus den auf der Höhe liegenden Häuſern kommen
die Europäer zum Fluß herab, um uns zu begrüßen, der
Chef du poſte mit ſeinem Stabe. Freundliche Geſichter
lachen uns entgegen unter den goldbetreßten
geſchmack=
vollen ſchwarzen Schirmmützen franzöſiſchen Herkommens.
Am Landungsplatz zieht ſich ein offenes Felölager hin
von mehreren hundert ſchwarzen Soldaten der
Kongo=
leſentruppe, die uns militäriſch grüßen. Wöhrend meine
Augen entzückt von dem herrlichen Landſchuftsbild über
den breiten Einfluß des Kaſai dahinſchweifen, erklärt man
mir, daß dieſe Truppen aus dem Kaſaigebiet nächſter Tage
mit Regierungsdampfer den Kongo aufwärts
transpor=
tiert werden ſollen bis zum Aruwimi, um dann über
Jrumu nach Lado zu marſchieren, nördlich des Albert=
Sces, wo die noch nicht regulierte Grenze zwiſchen dem
belgiſchen Kongo und dem engliſchen Uganda Anlaß zu
Streitigkeiten zwiſchen den beiden europäiſchen
Macht=
habern gäbe. Da wolle man gewappnet ſein und zöge
jetzt alle verfügbaren Truppen dort zuſammen. — Wir
ſchlagen unſer Zelt am Ufer auf. Die „Hygiama” erhält
Maſt, Bugſpriet und Klüver. Der ſtarke Weſtwind ſoll
dem Motor zu Hilfe kommen. Wir hoffen, daß das Segel
die Strömung quitt macht. Während unſeres zweitägigen
Aufenthalts haben wir Gelegenheit, den lebhaften
Damp=
ferverkehr auf dem Kongo und Kaſai zu beobachten. Etwa
ein Dutzend Dampfer, von denen einer mir die freudige
Ueberraſchung des Wiederſehens mit dem
Kommiſſär=
general von Katanga, Monſieur Harfeld, bringt, paſſiert
in dieſer kurzen Spanne Zeit teils auf dem Kongo, teils
auf dem die gummireichſten Gebiete der Kolonie durch==
*) Eine Laſt — 60 Pfund,
[ ← ][ ][ → ]Nummer 232.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.
Seite 3.
Umſtänden. Das Gericht erkannte auf die Mindeſtſtrafe
on 6 Monaten Gefängnis.
g. Strafkammer. Der 36jährige Maurer Georg
Biecker aus Dieburg wurde geſtern von der Strafkammer
wegen eines Sittlichkeitsverbrechens nach § 176,3 unter
Einbeziehung einer kürzlich wegen gleicher Straftaten
er=
littenen Gefängnisſtrafe von 1 Jahr 6 Monaten zu 1 Jahr
8 Monaten Gefängnis verurteilt. — Der 32jahrige
Landwirt Georg Roßmann aus Klein=Bieberau, jetzt
in Böllſtein, iſt der Urkundenfälſchung angeklagt. Der
An=
geklagte lebt mit ſeiner Frau in Gütergemeinſchaft. Er
hatte bei der Bezirkskaſſe in Höchſt eine Hypothek über 600
Mark auf den Geſamtbeſitz der Eheleute erwirkt, die er am
19. Dezember 1911 erheben wollte. Die Frau hatte jedoch
ſchon vorher brieflich der Auszahlung widerſprochen und
gefordert, daß die Hypothek nur mit ihrer ausdrücklichen
Genehmigung ausbezahlt werde. Als nun der Ehemann
das Geld abheben wollte, verweigerte ihm der Rechner der
Kaſſe auf Grund dieſes Einſpruches die Summe. Roßmann
ſagte daraufhin, die Zuſtimmung ſeiner Frau ſei ſchon
unterwegs, wodurch ſich der Rechner dann bewegen ließ,
die Hypothek auszuzahlen. Am Tage danach kam dann der
Brief mit der Zuſtimmung der Frau bei der Bezirkskaſſe
an. Die Unterſchrift ſtellte ſich jedoch als gefälſcht heraus
und der Ehemann gab auf Vorhalt auch zu, die Fälſchung
begangen zu haben. Das Gericht verurteilte den
Ange=
klagten wegen verſuchten Gebrauchs einer gefälſchten
Ur=
kunde zu 2 Tagen Gefängnis. — Der 51jährige
Mak=
ler Johann Kiß V. aus Viernheim iſt beſchuldigt, am
11. Juni den Metzger Johann Scherbel um 3 Mark
be=
trogen zu haben. Er hatte an jenem Tage zwei Schweine
einem anderen Metzger vermakelt und ſich auch am ſelben
Tage vom Zeugen Scherbel drei Mark für die
Vermitte=
lung dieſer bereits anderweitig vermakelten Schweine
geben laſſen. Er gab in der geſtrigen Verhandlung an,
er habe geglaubt, der erſte Käufer habe es nicht ernſt mit
dem Kauf gehalten, weshalb er die Schweine nochmals
verkauft habe. Eine Betrugsabſicht habe er nicht gehabt.
Das Gericht nimmt Notbetrug als vorliegend an, da ſich
der Angeklagte in bedrängten Verhältniſſen befand und
verurteilt ihn wegen Betrugs im Rückfalle zu 1 Monat
Gefängnis. Dieſe Strafe wird unter Einbeziehung
einer zurzeit vom Angeklagten zu verbüßenden Strafe von
8 Monaten zu einer Geſamtgefängnisſtrafe von 8
Mona=
ten 14 Tagen zuſammengezogen. — Der 32jährige
Mau=
rer Phil. Pfenning III. aus Viernheim iſt der
Gottes=
läſterung beſchuldigt. Der Angeklagte, der ſich mit
voll=
ſtändiger Trunkenheit entſchuldigt und von den
Vorgän=
gen nichts mehr wiſſen will, hat am 18. März auf einer
Eiſenbahnfahrt nach Viernheim Gymnaſiaſten gegenüber
die von Mannheim nach Hauſe fuhren, gottesläſternde
Re=
den gebraucht, ſodaß dieſe Anſtoß daran nahmen. Das
Ge=
richt erkennt auf 3 Wochen Gefängnis. — Der 18
jäh=
rige Taglöhner Peter Kriſt aus Viernheim iſt am 6. März
in eine in der Nähe von Viernheim gelegene, nicht mhr
im Betrieb befindliche Ziegelei eingedrungen und hatte dort
zwei ſchwere Formen im Werte von 25 Mark
mitgenom=
men. Er hatte das verſchloſſene Tor aufgebrochen und
mit einem kleinen Wagen die Formen weggebracht. Der
Angeklagte gibt zu, den Diebſtahl beabſichtigt zu haben,
will aber nicht gewußt haben, daß es ſtrafbar ſei, da die
Ziegelei ſchon lange außer Betrieb ſei. Verſchloſſen ſei
das Tor nicht geweſen. Das Gericht erachtet einfachen
Diebſtahl als vorliegend, da durch die Beweisaufnahme
nicht feſtgeſtellt werden konnte, ob das Tor verſchloſſen war
oder nicht. Es verurteilte deshalb den Angeklagten zu
1 Woche Gefängnis.
Vom Großh. Hoftheater. Die heutige Aufführung
von Webers „Freiſchütz” findet als 20.
Abonnementsvor=
ſtellung, Buchſtabe C5, ſtatt. Die muſikaliſche Leitung des
Abends hat Kapellmeiſter Lert. Es gelten die kleinen
Preiſe. Der Anfang von „Kriemhilds Rache” die
mor=
gen als 21. Abonnements=Vorſtellung, Buchſtabe A 6, in
Szene geht, iſt auf 7½ Uhr angeſetzt. Dieſe erſte
Wieder=
holung des für Darmſtadt neuen Schluſſes der grandioſen
Hebbelſchen Nibelungen=Tragödie wird zu kleinen
Prei=
ſen veranſtaltet. Am Freitag wird Offenbachs burleske
Operette „Die ſchöne Helena” erſtmalig wiederholt (22.
Abonnementsvorſtellung, Buchſtabe D5). Der große Er=
folg der Novität, die auch die Aufmerkſamkeit weiterer
Kreiſe außerhalb Darmſtadts erregt hat, iſt von der
bril=
lanten Interpretation herzuleiten, die dem eſpritvollen
Werke von ſeiten unſeres Hoftheaters zuteil wurde. Am
Samstag kommt zum erſten Male in dieſer Spielzeit
Schiller zu Wort. Dieſer Abend bringt „Wilhelm Tell” in
vielfach neuer Beſetzung der Hauptrollen.
* Die Grundbuchanlegung in Heſſen. In 96 von 1134
heſſiſchen Gemarkungen war am 1. September d. J. das
reichsrechtliche Grundbuch noch nicht angelegt. Inzwiſchen
iſt noch eine weitere Gemarkung angelegt worden, ſo daß
95 noch nicht angelegte Gemarkungen verbleiben. Hiervon
liegen 13 in Starkenburg, 53 in Oberheſſen, 29 in
Rhein=
heſſen. Von den 95 noch nicht angelegten Gemarkungen
ſind 31 in der Anlegung begriffen, darunter Gießen, wo
6 Fluren bereits angelegt ſind, und Darmſtadt. Von den
größeren Städten ſind nur Mainz und Worms bereits mit
dem neuen Grundbuch verſehen. In Offenbach hat die
Anlegung noch nicht begonnen. In Starkenburg ſind von
22 Amtsgerichtsbezirken in 12, in Oberheſſen von 20 in 8,
in Rheinheſſen von 11 in 2 alle Grundbücher angelegt. In
29 Gemarkungen mußten einzelne Grundſtücke, vielfach
Si=
multankirchen, von der Anlegung ausgenommen werden.
Bis ſämtliche Gemarkungen angelegt ſind, werden
voraus=
ſichtlich nach 5—6 Jahre vergehen. Die jetzt noch
vorhan=
denen Hinderniſſe beſtehen lt. Heſſ. Rſpr. zumeiſt darin,
daß Vermeſſungen oder Feldbereinigungen im Gange ſind.
Bis jetzt hat die Grundbuchanlegung faſt 3 Millionen
ge=
koſtet.
— Nachtrag zur Tagesordnung für die Sitzung der
Stadtverordneten=Verſammlung am 3. Oktober 1912. 18.
Maßnahmen gegen die Fleiſchteuerung.
* Alice=Frauen=Verein für Krankenpflege im
Großher=
zogtum Heſſen. Der 27. September geſtaltete ſich zu einem
für den Alice=Frauen=Verein bedeutungsvollen Tage. In
der an dieſem Tage abgehaltenen Sitzung des
Zentral=
komitees teilte die dermalige Präſidentin des Vereins,
Ihre Großh. Hoheit Prinzeſſin Ludwigvon
Bat=
tenberg, dem Zentralkomitee mit, daß ſie dieſes Amt,
daß ſie nahezu 3 Jahrzehnte lang bekleidete, niederzulegen
beabſichtige, und daß Se. Königl. Hoheit der Großherzog
die Großherzogin Eleonore von Heſſen zur
Präſidentin des Alice=Frauen=Vereins für
Kranken=
pflege ernannt habe. — Ihre Großh. Hoheit Prinzeſſin
Viktoria hat das Amt einer Präſidentin des Alice=Frauen=
Vereins im Jahre 1883, bei Einweihung des
Alicehoſpi=
tals, übernommen, und die Leitung des Vereins ſeitdem
mit ſeltener Umſicht und Pflichttreue geführt. Es würde
zu weit führen, hier im einzelnen auf die großen Verdienſte,
die ſich Ihre Großh. Hoheit Prinzeſſin Viktoria um den
Alice=Frauen=Verein erworben hat, einzugehen. Einer
beſonderen Fürſorge der hohen Präſidentin erfreuten ſich
die Kranken des Alicehoſpitals und die Schweſtern des
Vereins, deren Stellung in materieller und ethiſcher
Hin=
ſicht zu fördern, die hohe Frau in jeder Weiſe beſtrebt war.
Für den Wunſch der hohen Frau, aus ihrer Stellung als
Präſidentin des Alice=Frauen=Vereins zu ſcheiden, mag
wohl in der Hauptſache der Gedanke beſtimmend geweſen
ſein, daß es ihr infolge ihres den größten Teil des Jahres
umfaſſenden Aufenthaltes im Ausland in den letzten
Jahren nicht mehr möglich war, die Leitung der
Vereins=
geſchäfte perſönlich aus der Nähe zu verfolgen. Ihre
Großh. Hoheit Prinzeſſin Viktoria von Battenberg wird
durch die Uebernahme der Würde einer Ehrenpräſidentin
auch fernerhin mit dem Alice=Frauen=Verein, der ihr ſo
viel zu verdanken hat, verbunden bleiben. — Ihre Königl.
Hoheit die Großherzogin Eleonore von Heſſen hatte das
Amt einer Präſidentin des Alice=Frauen=Vereins für
Krankenpflege auf den Wunſch ihrer hohen Schwägerin
bereits vor ungefähr Jahresfriſt vertretungsweiſe
über=
nommen. Es iſt bekannt, mit welcher Hingebung Ihre
Königl. Hoheit ſich den Aufgaben ihres fürſtlichen Berufs
widmen. Dies hat die hohe Frau auch in der Leitung
der Geſchäfte des Alice=Frauen=Vereins bewieſen, indem ſie
den großen Zielen und Aufgaben des Roten Kreuzes, wie
auch ſcheinbar unbedeutenden Angelegenheiten des
Ver=
eins gleiche Fürſorge und Aufmerkſamkeit zuwendete. Man
wird dem Entſchluß Seiner Kgl. Hoheit des Großherzogs
der ſeine hohe Gemahlin an die Spitze des Alice=Frauen
Vereins für Krankenpflege geſtellt hat, im ganzen
Heſſen=
lande Gefühle der Dankbarkeit entgegenbringen. Mögen
dem Alice=Frauen=Verein unter der huldvollen Leitung
Ihrer Königl. Hoheit der Großherzogin glückliche Tage
be=
ſchieden ſein, möge der Verein blühen und gedeihen und ſich
fortentwickeln im Sinne ſeiner hohen Begründerin.
* Der Heſſiſche Landeslehrerinnenverein ſchreibt uns:
Das Verſicherungsgeſetz für Angeſtellte vom 20. Dezember
1911 ſtellt den Zwang zu einer Alters=, Invaliditäts= und
Hinterbliebenen=Verſicherung für Privatlehrerinnen (d. h.
Lehrerinnen an Privatſchulen, Muſik=, Zeichen=,
Haushal=
tungs=, Handarbeitslehrerinnen, Kindergärtnerinnen),
desgl. für Hausbeamtinnen und andere weibliche
An=
geſtellte feſt. Nach § 170 ſind deren Arbeitgeber zur
Zah=
lung der Hälfte der Beiträge verpflichtet. Das neue Geſetz
tritt mit dem 1. Januar 1913 in Kraft und gewährt eine
Invalidenrente, ein Heilverfahren und eine Altersrente
vom 65. Jahre an. Alle Lehrerinnen, die ein
Berufsein=
kommen bis zu 5000 Mark haben, ſind
verſicherungspflich=
tig. Einnahmen an Zinſen und dergleichen befreien nicht
von der Verſicherung; berufsunfähige oder über 60 Jahre
alte Lehrerinnen ſind von der Verſicherungspflicht frei.
Durch § 14 des neuen Geſetzes iſt nun der Allgemeinen
Deutſchen Penſionsanſtalt für Lehrer und Lehrerinnen in
Berlin die Möglichkeit gegeben, alle deutſchen
Privatlehre=
rinnen aufzunehmen und die Anſtalt an die Seite der
Reichsverſicherungsanſtalt als Reichserſatzkaſſe zu ſtellen.
Es wird deshalb die genannte bewährte Anſtalt neben
ihren alten Einrichtungen eine neue Abteilung gründen, die
genau mit den Forderungen des Reichs=Angeſtellten=
Ver=
ſicherungsgeſetzes übereinſtimmt, und ihre Mitglieder haben
die Gewähr, daß ihre Ruhegehalts= und
Invaliditätsver=
hältniſſe lediglich durch ſach= und fachkundige
Perſönlich=
keiten, durch Männer und Frauen zu gleichen Rechten
be=
urteilt werden. Um die betreffenden
Verſicherungspflichti=
gen in Darmſtadt und Umgebung genau bekannt zu machen
mit den näheren Beſtimmungen des Geſetzes, ſowie mit
den Leiſtungen und Vorteilen der Penſionsanſtalt, laden
der Darmſtädter Lehrerinnenverein ſowie die Muſikgruppe
Darmſtadt alle Beteiligten für Freitag, den 4. Oktober 1912,
abends 8 Uhr, zu einer Verſammlung im Feſtſaal der
Ludwig=Oberrealſchule (Kapellplatz) ein. Hier ſollen durch
ſachverſtändige Perſönlichkeiten ſowohl die Einrichtungen
der Reichs=Angeſtellten=Verſicherung wie die Leiſtungen der
Penſionsanſtalt einer eingehendeen Beſprechung unterzogen
werden.
* Eine neue Arbeit von Profeſſor Riegel. Herr
Pro=
feſſor Ernſt Riegel hat eine Bibel gefertigt, die für
die Hof= und Domkirche St. Blaſii in Braunſchweig
be=
ſtimmt und von Seiner Hoheit Johann Albrecht, Herzog
zu Mecklenburg, Regent des Herzogtums Braunſchweig,
geſtiftet iſt. Das Prachtwerk iſt Wilhelminenſtraße Nr. 25
bei der Hofmöbelfabrik Joſeph Trier ausgeſtellt. Die
Bibel iſt in Pergament gebunden. Die Metall=Auflagen
ſind Silber, vergoldet, zum Teil emailliert, zum Teil mit
Filigran, verſchiedenfarbigen Tunnalinen, Amethyſten und
Rauchtopaſen beſetzt. Das Kreuz im Mittelfeld ruht auf
einer Elfenbeinplatte. Die Buchbinderarbeiten ſind von
Herrn Wilhelm Fornoff, Buchbinder in Nieder=Ramſtadt,
ausgeführt. Die Bibel iſt von Herrn Profeſſor Ernſt
Riegel, Darmſtadt, entworfen und ausgeführt. Sie wurde
auf Wunſch des Regenten im romaniſchen Stil gehalten.
Verpachtung der Hofjagden. Geſtern nachmittag
fanden im Fürſtenſaal hierſelbſt die öffentlichen
Verpach=
tungen verſchiedener Hofjagden durch das Großh.
Hofjagdamt, das durch Herrn Hoſjägermeiſter van der
Hoop vertreten war, ſtatt. Es hatte ſich eine große
Zahl Pachtluſtiger eingefunden, doch blieben die Gebote
hinter den Erwartungen, vielfach auch hinter den Taxen,
zurück. Namentlich bei den größeren Jagden war dies
der Fall, während einige kleinere Jagden ganz
annehm=
bare Gebote erzielten. In Nachſtehendem geben wir die
erzielten Höchſtgebote bekannt: 1. von Harras 152ha,
2. von Harras Trieſch 188 ha, erzielten merkwürdiger
Weiſe garkein Gebot; 3. Eichwäldchen 78 ha, bei
Darm=
ſtadt=Griesheim, 501 Mk.; 4. Faulbruch 173 ha, bei
Sta=
tion Erzhauſen, 660 Mk.; 5. Koberſtadt 357 ha, bei
Egels=
bach, 1220 Mk.; 6. Frankenſtein 253 ha, bei Eberſtadt, 380
Mark; 7. Darsberg 80 ha, 280 Mk.; 8. Felsberg 61 ha,
200 Mk., beide bei Jugenheim (Bergſtraße); 9. Burgwald
fließenden Kaſai. Ein halbverweſter Elefant kommt den
Kaſai herabgetrieben, den die Kongoleſen auffiſchen und
verzehren. Wir bekommen auch unſer Teil von ab: Ein
ekelerregender Aasgeſtank verbreitet ſich in unſerem unter
Wind liegenden Zeltlager, von den Feuern der Soldaten
ausgehend an denen die Waſſerleiche des Dickhäuters
ge=
röſtet wird. .
Am Vormittag des 12. Juli ſetzen wir ohne
Es=
korte unſere Fahrt im „Kanal” fort. Die „Citas” iſt in
den Kaſai eingebogen. Windſtille liegt über der glatten
Fläche des Kongo „Wenn Kalkulators in die
Bohm=
blut ziehen,” ſagt das ſtrenge Familienoberhaupt: „Olle,
vergiß das Parapluie nicht, auf daß wir ſchönes Wetter
haben!“ — Unſer Segel bleibt gerafft. Die Uferhöhe
nimmt ſichtlich ab. Breite und Stromgeſchwindigkeit
blei=
ben unverändert. Mehrere Dampfer begegnen uns.
Ja=
mes holt die kleine Flagge am Bambusmaſt nieder.
Dröh=
nend erſchallt der Gegengruß. Die Paſſagiere ſtehen
back=
bord und winken luſtig herüber zu dem kleinſten Boot,
das jemals den Kampf gegen den gewaltigen Kongo
ge=
wagt. Am linken Ufer wehen Belgiens ſchwarzgelbrote
Farben im Winde. Zwei niedliche Europäerhäuſer laden
zur Raſt für die Nacht: die Telegraphenſtation Bali, 35
Kilometer oberhalb Kwamouth. Am Morgen geht Zinko
zum erſtenmal auf Pirſch, um etwas für unſere Küche zu
ſchießen, und kehrt mit zwei Krickenten heim. Als wir
ſtarten wollen, haben wir die erſte Panne. Der die
Schutz=
haube des Glühkopfes haltende Bolzen bricht. Wir wollen
den Reſerveglühkopf aufſetzen, doch iſt es unmöglich, die
Muttern der Bolzen zu löſen, welche den Glühkopf durch
einen Ring auf dem Zylinder feſthalten. Mit Geduld und
Oel gelingt es uns endlich, die Muttern zu löſen. Die
Gewinde ſind hin. Ein Bolzen iſt gebrochen. Das
Ge=
winde eines Bolzen iſt völlig unverſehrt. Wir ſchließen
daraus, daß die Grade=Motorenwerke entweder einen
alten Motor geliefert haben oder die Muttern mit Gewalt
von unberufener Hand aufgeſetzt worden ſind.
Nachdem wir ſtundenlang Gewinde gefeilt, ſtoßen
wir endlich mittags von Bali ab. Der Motor arbeitet
gut. Wir fahren 10 Kilometer die Stunde. Aus
Pal=
men und Bananen lugt die blumenumrankte
Miſſions=
ſtation Tſchumbiri, von Urwaldrieſen beſchattet. Die
niedergehende Sonne beſcheint unſer Ziel Sandy=
Beach, wo die hydrographiſche Expedition des belgiſchen
Gouvernements mit zwei Dampfern und einem Dutzend
Europäern ſtationiert iſt. Wir werden, wie überall von
den Belgiern, aufs gaſtfreundlichſte empfangen. Noch
in dieſem Jahre gelangt die fertige Flußkarte des Kongo
zur Ausgabe, ſo daß die neu heraufkommenden
Fluß=
dampferkapitäne nicht mehr auf ihre ſchwärzen
Steuer=
leute angewieſen ſind. Einer der Herren zeichnet uns
aus der Kopie eine Ekizze unſerer Fahrtroste, die ams
heute den Piloten erſetzt. Die erſten 10 Kilometer ſind
rote und ſchwarze Bojen gelegt, dort, wo der durch
mehrere Inſeln geteilte Kanal ſich ſeeartig erweitert und
wandernde Sandbänke aufweiſt. Die
Stromgeſchwindig=
keit fällt auf 3 Kilometer und tiefer, ſo daß wir die 40
Kilometer bis Bolobo trotz fortwährenden Kreuz= und
Querfahrens in vier Stunden glatter Fahrt zurücklegen.
Bolobo iſt Regierungspoſten und Sitz einer engliſchen
Miſſion, welche hier unter einem Arzt ein Hoſpital
unter=
hält. Hier wird ein flußkundiger Schwarzer als Lotſe
angenommen, da die Orientierung auf dem bis zu
25 Kilometer Breite annehmenden Kongo durch die
zahlreichen Inſeln außerordentlich erſchwert wird. Der
Wind ſtrafft den Klüver, als wir am Vormittag des
16. Juli an den idylliſch gelegenen Hütten von Bolobo
vorübergleiten. Unſer Pilot hält an der belgiſchen Seite
hart am Ufer aufwärts, das franzöſiſche Ufer iſt nicht zu
erſpähen. Im Vergleich zu dem armbevölkerten „Kanal”
folgt jetzt Dorf auf Dorf. Die Eingeborenen, Batende,
ſtehen am Waſſer, uns lange mit ihren Blicken
verfol=
gend. Der Kongo iſt hier wieder für Kanoes fahrbar,
die im Schatten der Laubmauer träge am Sand liegen.
Die inſelreiche Zone des Kongo, bei Sandy=Beach
be=
ginnend, behält den gleichen Charakter bis hinauf nach
den Stanleyfällen, welche die regelmäßig verkehrenden
Dampfer vom Stanley=Pool aus in drei Wochen
er=
reichen. Vom hohen Landvorſprung winkt das Kamp
von Yumbi. Eine ſchnurgerade Palmenreihe führt vom
Fluß hinauf, in eine düſtere Allee alter Mangobäume
mündend, welche die verandenumgebenen
Europäer=
häuſer beſchatten. Yumbi, einſt große
Kongoleſen=
garniſon, iſt jetzt tot. Zwei Europäer verſehen den
Ver=
waltungsdienſt. Wir erhalten für die Nacht eine ganze
Villa zur Verfügung. Am Morgen kommt einer der
Ein=
geborenenchefs, die große Regierungsmedaille, das
Zei=
chen ſeiner Würde, um den Hals, mit zahlreichem
Ge=
folge zur Station, um die Steuern ſeiner Untertanen
— 12 Franken pro Kopf — abzuliefern. Obwohl die
Kul=
tur durch die Verwaltung und den Dampferverkehr unter
den Batende Jahrzehnte lang ihren Einfluß geltend
ge=
macht, wie man an der europäiſchen Kleidung der
Schwarzen und dem Verfall der Volkseigentümlichkeiten
feſtſtellen kann, hat ſich in dieſem Volke das
patriarcha=
liſche Syſtem erhalten, daß das Haupt der Familie allen
Beſitz für ſich allein beanſprucht. Die Bevölkerung geht
erſchreckend zurück. Die Schlafkrankheit, welche hier weite
Landſtriche verſeucht, tut noch das ihrige zur
Verminder=
ung der Volkskraft.
Unſer Bolobo=Pilot kehrt von Yumbi zu ſeinem
Wigwam zurück. Der Telegraphiſt von Yumbi,
Mon=
ſieur Blondiau, welcher von ſeinen Inſpektionsreiſen
längs der im urterſtellten Telegraphenlinig bis an dem
80 Kilometer entfernten Morebu das Fahrwaſſer kennt,
begleitet uns. Sein Stahlboot mit der Mannſchaft wird
ins Schlepptau genommen. Wir wollen heute Morebu
erreichen, da der Sumpf des Ufers und der Inſeln keine
Möglichkeit zulaſſen, Lager zu ſchlagen. Die ganze
Gegend iſt menſchenleer. Elefanten, Nilpferde und
Scha=
ren von Reihern beleben in der Regenzeit dieſes
Laby=
rint von Baum= und Boraſſusinſeln, Sandbänken und
Papyroseilands. An Nilpferden und Krokodilen
man=
gelt es auch jetzt nicht. Schnaubend und puſtend tauchen
die Hippos rings um die „Hygiama” auf. Die
drei=
eckigen, bräunlichen Ziele der Krokodilſchädel treiben wie
leblos an der Mauer von Farren und Strauchwerk
ent=
lang. Das Stahlboot vermindert unſere Fahrt derart,
daß wir unſer Ziel heute nicht mehr erreichen und vor
Morebu im Krick übernachten. Die Hippos geben durch
lautes, ſtoßweiſes Grunzen ihren Unwillen über die
Störung ihres einſamen Friedens kund in ihrem ſonſt
unbeſtrittenen Reiche. Die Dampferroute führt zirka 25
Kilometer vom belgiſchen Ufer an der franzöſiſchen Seite
entlang.
Nur zwei Stunden Fahrt, und die
Telegraphen=
ſtation Morebu, auf freiem Plane hart am. Ufer ſauber
aufgebaut, hebt ſich gegen den dunklen Hintergrund des
Urwaldes ab. Die Station wird jetzt durch einen
Schwarzen verwaltet, da bereits zwei Europäer kurz
hintereinander dem mörderiſchen Klima erlagen. Die
Schlafkrankheit hält hier reiche Ernte. Die verderbliche
Fliege iſt hier ganz beſonders aufdringlich. Noch mehr
haben wir jedoch, trotz der uns umgebenden, vom Motor
ausgehenden Petroleumatmoſphäre, unter den Stichen
dieſer Schlafkrankheitsfliege zu leiden, als wir nach
zweitägiger Raſt in Morebu, wo Boot und Motor einer
gründlichen Reinigung unterzogen werden, den Kongo
kreuzen. Aufgehalten durch einen in jetziger Jahreszeit
vollkommen programmwidrigen Regen, kommen wir erſt
gegen mittag des 19. Juli in Fahrt. Das Canoe
unſe=
res in Morebu angenommenen Piloten liegt langſeit.
Der Schwarze ſteuert hart an den unbewohnten Inſeln
entlang. Schwärme von Schlafkrankheitsfliegen ſtürzen
ſich blutdürſtig auf uns und unſere Boys. Trotz der
Hitze ziehen wir unſere Jacken über und ſchlagen die
Kragen hoch. Durch ein ganzes Inſelreich windet ſich
die „Hygiama” drei Stunden lang in voller Fahrt
hin=
über nach dem franzöſiſchen Kongo und gleitet dann
ſtromab an der deutſchen Sſangamündung vorüber nach
dem franzöſchen Moſſaka an der Mündung des Likuala,
wo wir unſere letzte Heimatspoſt für lange Zeit
zurück=
laſſen, ehe wir im Sſanga durch Neukamerun
hinauf=
fahren.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.
Nummer 232.
111 ha, bei Auerbach (Bergſtraße), 400 Mk.; 10. Schönauer
Hof 216 ha, Feld bei „Biſchofsheim 600 Mk.; 11.
Sens=
felder Hardt mit Hoffeld 24 ha Wald, 65 ha Feld, bei
Wixhauſen, 500 Mk.; 12. Sensfelder Tanne Hegberg,
Krä=
ſee 340 ha, bei Egelsbach=Mörfelden, 1560 Mk.; 13.
Wieſen=
tal, Groß=Gerauer Wald 730 ha, bei Mörfelden=Groß=
Gerau, 2100 Mk.; 14. Mitteldick 1295 ha, unmittelbar bei
Station Sprendlingen und Halteſtelle Mitteldick, 5020
Mk.; 15. Forſtwald 1089 ha, bei Station Dieburg und
Alt=
heim, 5100 Mark.
* Sonderzüge für die Ausſtellung „Der Menſch” (mit
doppelter Ermäßigung). Am Sonntag, den 6. Oktober,
fährt ein Sonderzug 3. Klaſſe mit Fahrpreis= und
Ein=
tritts=Ermäßigung für jedermann von Heidelberg ab
9,00 Uhr vorm. nach Darmſtadt. Fahrpreis 3. Klaſſe von
Heidelberg und zurück einſchließlich Eintrittsbillett für
die Ausſtellung 2,90 Mk. Andere Stationen entſprechend
weniger. Rückfahrt 8,54 Uhr nachmittags. — Am
glei=
chen Tage fährt ein Sonderzug 3. Klaſſe mit Fahrpreis=
und Eintritts=Ermäßigung für jedermann von Gießen
ſab 8,15 Uhr vorm. nach Darmſtadt. Abfahrt von
Frank=
furt-Bockenheim um 9,55 Uhr vormittags. Fahrpreis
3. Klaſſe von Gießen und zurück einſchließlich
Eintritts=
billett für die Ausſtellung 4,10 Mk. Rückfahrt 6,59 Uhr
nachmittags.
— Der Richard Wagner=Verein veröffentlicht im
Anzeigenteil dieſer Nummer ſein Programm für die
zweite Hälfte des Vereinsjahres 1912. Der Verein, der
in den letzten Wochen bereits wieder eine große Zahl
von Neueintritten zu verzeichnen gehabt hat, eröffnet
ſeine Wintertätigkeit am 24. Oktober mit einem
Kammer=
muſikabend, für den kein Geringerer als der geniale
rufſiſche Geiger Alexander Petſchnikoff gewonnen worden
iſt, der Darmſtadt lange Jahre fern geblieben war. Er
wird hier zuſammen mit ſeiner Gattin, der trefflichen
Geigerin Lilly Petſchnikoff, J. S. Bachs D-moll=Konzert
für 2 Violinen und Chriſtian Sindings Serenade op. 56,
Nr. 1 für 2 Violinen zum Vortrag bringen und als
Soloſtück u. a. Guſtav Erneſts effektvolles Konzert in
D-moll ſpielen. Als Pianiſt des Abends wird ſich der
Klaviervirtuoſe Willy Pardas dem Darmſtädter Publikum
erſtmalig vorſtellen. — Als zweite Veranſtaltung folgt
dann am 7. November die in großem Stile gedachte
Feier des Jubiläums des 200. Vereinsabends, wofür
die Meininger Hofkapelle unter Dr. Max Regers Leitung
ihre Mitwirkung zugeſagt hat. Sie wird an dieſem
Abend u. a. ihre Glanznummer, Beethovens „Eroika”,
vortragen und uns mit einem neuen Orcheſterwerke
ihres Dirigenten, einer Romantiſchen Suite bekannt
machen, der drei Gedichte von Joſeph von Eichendorff
zugrunde gelegt ſind.
* Walderholungsſtätte. Anläßlich des Todestages
des um die hieſigen Walderholungsſtätten ſehr
ver=
dienten Kommerzienrats Langenbach haben die
Ge=
ſchwiſter Langenbach dem Verein Walderholungsſtätte
in hochherziger Weiſe eine Spende von 100 Mk.
über=
wieſen.
* Vortrag. Profeſſor Dr. Fr. W. Förſter aus
Zürich, der durch ſeine viel geleſenen, zum Teil aber
auch viel angeſeindeten Schriften über religiöſe und
päda=
gogiſche Fragen weltbekannt geworden iſt, wird
Mitt=
woch, den 9. Okt., abends, im „Kaiſerſaal” einen
öffentlichen Vortrag über „Moderne
Er=
ziehungslehren in kritiſcher Beleuchtung”
halten. In der Annahme, daß ſich viele unſerer Leſer für
das Thema ſowohl wie für den Redner intereſſieren
dürf=
ten, machen wir jetzt ſchon auf den Vortrag aufmerkſam.
Am darauffolgenden Donnerstag ſpricht Dr. Förſter auf
dem 3. Deutſchen Jugendgerichtstag in Frankfurt a. M.
über „Strafe und Erziehung, Sühne und Beſſerung.”
g. Vom Griesheimer Truppen=Uebungsplatz. Auf
dem „Griesheimer” ſind im Laufe des geſtrigen Tages
die Truppenteile eingetroffen, die als
Grund=
k für das neu zu bildende Artillerie=Regiment Nr. 84
4 Straßburg dienen ſollen, nämlich die erſte Batterie des
Feldartillerieregiments Nr. 27 in Mainz, die dritte
Bat=
terie vom Artillerieregiment Nr. 63 in Frankfurt=
Bocken=
heim und die 6. Batterie vom Artillerieregiment Nr. 51
in Straßburg. Die Truppen bleiben ſo lange auf dem
Uebungsplatz in Quartier, bis die für ſie vorgeſehenen
Kaſernements in Straßburg fertiggeſtellt ſind. —
Eben=
falls iſt geſtern die neu gebildete Fliegertruppe,
Standort Truppenübungsplatz Darmſtadt,
zuſammen=
getreten.
* Schlittſchuhklub=Sportverein. Das interne
Herbſt=Lawn=Tennis=Turnier nahm einen
ſehr ſchönen, in ſportlicher und geſelliger Beziehung
durchaus befriedigenden Verlauf und konnte am Montag
abend gegen 6 Uhr bis auf eine Konkurrenz zu Ende
ge=
führt werden. Die Beteiligung war eine gute und eine
große Zahl ſehr ſpannender Spiele iſt in den
Turnier=
tagen zum Austrag gekommen. Auch die Jugend hat ſich
eifrig betätigt und durch ſchöne Fortſchritte gezeigt, daß
ſie bemüht iſt, unſeren beſten Spielerinnen und Spielern
nachzuſtreben. — Bei günſtiger Witterung wird am
Sonntag, den 6. ds. Mts., noch ein Städtewettſpiel
Mannheim gegen Darmſtadt auf dem
Sport=
platze des Schlittſchuhklub=Sporkvereins ſtattfinden. Auf
jeder Seite werden etwa 6 Damen und 10 Herren
ſpie=
len und manch heißer Wettkampf ſteht bevor. Alle
Freunde des Klubs und des ſchönen Tennisſportes ſind
als Zuſchauer willkommen.
* Altersturnen. Die Turngemeinde
Darm=
ſtadt, Vereinshaus Woogsplatz, beginnt am Freitag,
den 4. Oktober mit den Uebungen der Altherrenriege
für das Winterhalbjahr 1912/13. Die Uebungen finden
Montags= und Freitags von 6½—8 Uhrabends
im großen Turnſaal, der allen hygieniſchen
Anforderun=
gen entſpricht, unter der Leitung erfahrener älterer
Vor=
turner ſtatt. Es wechſeln neuzeitliche, vorzüglich
durchge=
bildete und den ganzen Körper heranziehende
Freiübun=
gen mit ebenſo zweckmäßigen, dem Alter angepaßten
Gerätübungen ab. Turneriſche Fähigkeiten brauchen
neu=
eintretende Herren nicht mitzubringen. Von dem Gedanken
ausgehend, daß der ältere Mann ſich durch vernünftig
be=
triebene Leibesübungen geſund und jung erhalten kann,
iſt es das Streben der Turngemeinde, Freude und
Geſund=
heit den Teilnehmern zu vermitteln und ſo zum
Lebens=
glück des Einzelnen und der Familie beizutragen.
Neu=
anmeldungen werden an den Uebungsabenden
entgegen=
genommen; auch iſt geſtattet, an den Uebungen probeweiſe
teilzunehmen.
* Gartenbanverein Darmſtadt. Nächſten
Don=
nerstag findet eine Monatsverſammlung ſtatt. Näheres
iſt im Anzeigenteil erſichtlich.
* Geſellſchaft „Columbia”. Man ſchreibt uns:
Am Samstag, den 5. Oktober, feiert die Geſellſchaft
„Columbia” im Mathildenhöhſaal ihr drittes
Stiftungs=
feſt. Das ſehr ſchön und abwechſelungsreich
zuſammen=
geſtellte Programm, an welchem auch die
Turnmann=
ſchaft (Vorführungen am Reck) und die Damenriege
(Fahnenſchwingen) der Turngeſellſchaft Darmſtadt und
Herr Philipp Mechler, Salonhumoriſt, ihre Beteiligung
zugeſagt haben, verſpricht einen angenehmen und
genuß=
reichen Abend. Die Muſik wird von der Kapelle des
Garde=Dragoner=Regiments Nr. 23 ausgeführt. (Siehe
Anzeige.)
* Obſt=, Gemüſe= und Kartoffelmarkt, verbunden
mit Obſt= und Gemüſe=Ausſtellung, vom 12.
bis 14. Oktober, in den Saal= und Gartenräumen der
Brauerei „Zum Schützenhof”. Wie alljährlich findet
auch heuer der Obſt= Gemüſe= und Kartoffelmarkt ſtatt.
Der Zweck der Veranſtaltung iſt, gute und preiswürdige
Produkte, ſowie hervorragende Leiſtungen zur Anſchauung
und zum Angebot zu bringen, den Konſumenten
Gelegen=
heit zu geben, gut und zu annehmbarem Preiſe
einzukau=
fen. Der Obſtmarkt nebſt Ausſtellung insbeſondere
be=
zweckt, das Intereſſe am Obſtbau, Obſtgenuß und an der
Obſtverwertung zu fördern und ſolches in weitere Kreiſe
auch der ſtädtiſchen Bevölkerung zu tragen. Zu dem Obſt=,
Gemüſe= und Kartoffelmarkt wird zugelaſſen: a)
ſor=
tiertes Tafelobſt, b) gepflücktes Wirtſchaftsobſt, e)
gewöhn=
iches Wirtſchafts= und Moſtobſt, d) gedörrte und
einge=
kochte Obſtfrüchte, Obſt= und Beerenwein, Obſtbranntwein,
Obſtliköre, Mus, Marmelade, Gelee uſw., e)
Speiſekartof=
feln (insbeſondere auch Salatkartoffeln), k) gedörrtes Obſt,
g) Gemüſe (friſch), h) getrocknetes Gemüſe, i) Gegenſtände
zur Verpackung und Aufbewahrung von Obſt und
Obſt=
konſerven. Der Verkauf geſchieht, für Obſt
hauptſäch=
lich, verpackt in Körben, Kiſten, Fäfſern oder nach Proben
auf Telleru, welche bei Obſt mindeſtens 2 Kg., bei
Kartof=
feln mindeſtens 5 Kg. wiegen. Alle für das Unternehmen
beſtimmte Gegenſtände ſind unter Benutzung des
Melde=
zettels bis ſpäteſtens 10. Oktober, nachmittags 5 Uhr,
unter der Adreſſe: Herrn F. Röth, Roßdörferſtr. Nr. 17.
anzumelden. Später eingehende Meldungen können nur
ſoweit noch verfügbarer Platz vorhanden iſt
Berückſichti=
gung finden. Eine Erhöhung der Preiſe im Laufe des
Markles iſt unſtatthaft. Anmeldeformulare ſind von Herrn
F. Röth zu beziehen.
* Beginn der Spielſaiſon 1912/13 im Orpheum. Es
wird nochmals auf die heute beginnende Spielzeit 1912/13
des Orpheums aufmerkſam gemacht.
* Das bekannte, ſchnell beliebt gewordene rote
„Darmſtädter Fahrplanbuch” iſt in wiederum
erweiterter Ausſtattung und Ergänzung erſchienen und
zum Preiſe von 20 Pfg. an den gewohnten
Verkaufs=
ſtellen zu haben: Ein großer Vorzug des Darmſtädter
Fahrplanbuches iſt bekanntlich, daß zum Auffinden eines
Anſchluſſes kein langes Blättern und Suchen auf
ver=
ſchiedenen Seiten notwendig iſt, vielmehr iſt auf der
Seite, die die Station enthält, nach der man fahren
will, auch der Anſchluß, ſowie die Ankunfts= und
Ab=
fahrtszeiten in und von Darmſtadt verzeichnet. Das
praktiſche rote Fahrplanbuch hat ſich, ſeit ſeinem
Beſtehen dauernd beſſer und reichhaltiger ausgeſtaltet,
ohne dadurch an Ueberſichtlichkeit einzubüßen, in der
Praxis in jeder Beziehung bewährt, ſo daß es als
Nach=
ſchlagebuch nun unentbehrlich geworden iſt.
§ Unfall. Am Montag abend kurz nach 6 Uhr
kollidierte an der Ecke Mühl= und Dieburgerſtraße ein
Automobil mit einem Radfahrer derart, daß der
Rad=
fahrer vom Rade geſchleudert wurde, ohne jedoch
körper=
lichen Schaden genommen zu haben. Das Fahrrad iſt
beſchädigt worden.
-ei- Jugenheim, 1. Okt. Der hieſige
Kirchen=
geſangverein veranſtaltet nächſten Sonntag, den
6. d. Mts., im Gartenſaal „Zur Krone” wieder einen ſeiner
beliebten Volksliederabende, bei dem deutſche und diesmal
auch ausländiſche Volkslieder zum Vortrag kommen. Mit
dieſer Konzertveranſtaltung eröffnet der Verein die
dies=
winterlichen Darbietungen in unſerem Orte. Als Soliſten
wirken Frau A. Adler (Sopran) aus Frankfurt a. M. und
Herr Kammermuſiker Rohde aus Darmſtadt (Waldhorn)
mit. Frau Adler iſt uns keine Fremde mehr. Ihre
präch=
tige, glockenreine Sopranſtimme und die ſo ungezwungene,
von tiefer Empfindung zeugende Vortragsweiſe der Dame
werden auch diesmal wieder ihre Wirkung auf die Zuhörer
ausüben. Außer mehreren deutſchen Volksliedern wird
uns Frau Adler, in Anpaſſung an das übrige Programm,
auch einige ausländiſche Volksweiſen ſingen. Herr
Kam=
mermuſiker Rohde aus Darmſtadt iſt uns ebenfalls noch
in guter Erinnerung, als er im letzten Konzerte ſeinem
volltönenden Waldhorne auch die zarteſten Volksweiſen
entlockte. Frau Forſtmeiſter Heyer von hier hat in
liebens=
würdigſter Weiſe wieder die Klavierbegleitung
übernom=
men. Da der Reinertrag der Konzertveranſtaltung
zum Ausbau unſerer Kirchenorgel beſtimmt iſt,
ſo darf man wieder, wie immer, einen vollbeſetzten Saal
von hieſigen und auswärtigen Beſuchern erhoffen.
* Auerbach, 1. Okt. Man ſchreibt uns: In jeder
Hin=
ſicht, ein voller Erfolg! Das iſt das allgemeine Urteil
über die am Sonntag, den 29. Sept., vom
Odenwald=
klub O. G. und dem Kammermuſikverein in Auerbach
in die Wege geleitete Veranſtaltung einer „5 Uhr
Kaffeeſtunde” zum Beſten der durch den
Zuſam=
menbruch der Darlehnskaſſe in Niedermodau Betroffenen.
Schon vorher hatte ſich eine Anzahl junger Damen in
Auerbach, Bensheim, Heppenheim, Zwingenberg, Alsbach
und Jugenheim in opferfreudiger Weiſe auf den Weg
gemacht, um Eintrittskarten und Tombolaloſe zu
ver=
kaufen, ſowie Barſpenden und Tombolageſchenke zu
er=
langen, und ihre Bemühungen waren von ſo reichem
Erfolge gekrönt, daß ein finanzielles Gelingen der Sache
ſchon vorher geſichert war. Aber, es galt doch auch den
Beſuchern der Kaffeeſtunde einige Unterhaltung zu
bie=
ten und hier ſtellte ſich ebenfalls eine Anzahl von
Künſt=
lern entgegenkommend in den Dienſt der Sache. Die
Veranſtaltung wurde eröffnet mit einer teils ernſten, teils
launigen Anſprache des Vorſitzenden der Ortsgeuppe
Auerbach des Odenwaldklubs, und es folgten dann in
bunter Reihe muſikaliſche Vorträge, wie Klavier, Frl.
Wilhelmine Heiß, Volkslieder zur Laute, Frl. Paula
Manecke, Geigen=Vorträge mit Klavierbegleitung, Herr
Konzertmeiſter Nico Poppelsdorf und Harr Franz
Sautier, und last not least Rezitationen des Herrn
Hofrat Hugo Edward, ſämtlich, mit Ausnahme des
Herrn Poppelsdorf, der uns von Frankfurt aus zu Hilfe
kam, aus Darmſtadt. Die hochkünſtleriſche Ausführung
ſämtlicher Vorträge fand ſtürmiſchen und begeiſterten
Beifall, wir lernten eine Reihe von Künſtlern kennen,
die wir hoffen, noch öfter in Auerbach begrüßen zu
kön=
nen. Hieran ſchloß ſich dann die Verloſung der
Tom=
bolageſchenke und deren Verteilung, die in Folge der
vor=
gerückten Stunde etwas ſtürmiſch verlief, weshalb die
Gewinnummern nochmals bekannt gegeben werden ſollen.
Wir glauben, daß wohl jeder hochbefriedigt die Krone
verließ, mmit dem Bewußtſein, nicht nur einer guten
Sache gedient, ſondern ſich Such köſtlich unterhalten zu
haben. — Was den finanziellen Erfolg betrifft,
ſo war dieſer über alles Erwarten günſtig, es ſtehen
mindeſtens 1000 Mark Ueberſchuß zur Verfügung,
die natürlich nur durch die freundnachbarliche
Unter=
ſtützung der Sache durch unſere nächſtgelegenen
Berg=
ſtraßenorte zu erzielen waren, in Prozenten ausgedrückt
ergab Auerbach zirka 48, Bensheim zirka 32, und die
übrigen oben erwähnten Nachbarorte zirka 20 Prozent der
Geſamteinnahmen. Das Komitee wird nach genauer
Rech=
nungsabnahme den ſich ergebenden Ueberſchuß ſeinen
Zwecken zuführen und ruft nochmals Allen „Dank,
herz=
lichen Dank” zu.
Offenbach, 1. Cci. Nach Mitteilung des ſtädtiſchen
Steueramtes iſt die Volkszahl der Stadt Offenbach
einſchließlich der des Stadtteils Bürgel unter
Berückſich=
tigung der polizeilich gemeldeten Zu= und Abwanderungen
ſowie des entſprechenden Ueberſchuſſes der Geburten über
Feuilleton.
*, Der neue Münchener Hoftheater=Intendant. Wie
ſchon gemeldet iſt, wird der Dirigent der Bühnenmuſik im
Kgl. Opernhauſe zu Berlin, Clemens Freiherr von und zu
Franckenſtein, mit der Leitung der Münchener Hoftheater
als Intendant betraut werden. Baron von Franckenſtein,
geboren 1875 in Wieſentheid in Unterfranken, iſt Muſiker
von Beruf. Nachdem er anfänglich Jura ſtudiert hatte,
widmete er ſich bald ganz der Muſik. Er war zwei Jahre
Schuler Ludwig Thuilles in München und ebenſo lange
Iwan Knorrs in Frankfurt a. M. Nach Beendigung einer
Reiſe in den Vereinigten Staaten von Nordamerika ließ
er ſich als Kapellmeiſter in England nieder, wo er fünf
Jahre als Konzert= und Operndirigent wirkte. 1907 wurde
er von dem Berliner Generalintendanten Grafen von
Hül=
ſen=Häſeler als Kapellmeiſter an das Theater zu
Wies=
baden berufen. Seit vier Jahren wirkt er am Berliner
Opernhaus, wo er ſich für den Intendantenberuf ausbildete.
Baron von Franckenſtein hat ſich ſchon wiederholt als
Komponiſt betätigt, u. a. auch eine Oper „Rahab”
kom=
poniert, die in Peſt und Hamburg mit Erfolg zur
Aufführ=
ung gelangte. Er iſt der Sohn des Freiherrn Karl von
Franckenſtein und ſeiner Gemahlin, geborenen Gräfin
Schönborn, und weitläufig verwandt mit dem früheren
Reichskanzler Fürſten Hohenlohe.
* Leuchtender Schnee am Südpol. Roald Amundſen,
der aus der Antarktis zurückgekehrte Entdecker des
Süd=
pols, berichtet über eine intereſſante Naturerſcheinung, die
er in den Schneefeldern beim Südpol zu beobachten
Ge=
legenheit hatte. Nicht ſelten erſchien den Polarwanderern
der Schnee auf weite Strecken hin rötlich, grünlich oder
grünbraun gefärbt und phosphoreszierend, ohne daß irgend
welche äußeren Einwirkungen, wie etwa die Spiegelung
einer Röte am Himmel, zu ſehen geweſen wären. Die
Forſcher verſuchten lange, ſich dieſe merkwürdige
Erſchei=
nung zu erklären, ſie vermochten aber keinen Grund für
das Leuchten zu erkennen. Endlich aber gelang es ihnen, die
Urſache des Vorganges zu erforſchen. Die Farben rührten
von einer Art mikroſkopiſcher Algen her, die ſich in dem von
der Salzflut durchnäßten und ſpäter getrockneten Schnee
befanden. Die Algen leuchteten, wenn der Schnee die
Tem=
peratur von — 10 und die Luft von — 33 Grad Celſius
hatte. Um dieſen hellen Schein zu erzeugen, waren
Mil=
lionen und Abermillionen dieſer Leuchtkörperchen nötig.
Zeitweiſe war das Licht ſo intenſiv, daß die Forſcher wie
in Miſchung von Schnee und Flammen gingen, die nach
allen Seiten umherſprühten und ſo ſtark leuchteten, daß die
Polarforſcher fürchteten, ihre Kleidungsſtücke und Schuhe
könnten Feuer fangen.
C. K. Mode=Teuerung. In unſerer Zeit der Fleiſchnot
und der ſtetig ſteigenden Preiſe für die notwendigen Dinge
des Lebens wird auch die Mode teuerer mit jedem Tag.
Während ſich noch vor wenig Jahren die Dame, die über
keinen unbegrenzten Geldbeutel verfügte, mit Geſchmack
und Geſchicklichkeit leicht elegant und zugleich nach dem
neueſten Stil kleiden konnte, ſind die „unbedingt
notwen=
digen” Requiſiten wirklich moderner Kleidung ſo
koſt=
ſpielig, daß die Frau, die nicht ſelbſt ein Kröſus iſt oder
einen ſolchen zum Mann hat, in Verzweiflung gerät. Das
Problem, das ohnehin ſchon ſchwierig war und vielen
ſchönen Köpfen arge Schmerzen verurſachte, iſt durch die
jüngſten Gebote der luxuriöſen Königin Mode faſt
unlös=
bar geworden. Die Verſchwendung des neuen Stiles liegt
hauptſächlich in der Garnierung. Stickereien, Spitzen,
Pelze werden immer teuerer, und da ſie den eigentlichen
Schmuck der Toilette bilden, dürften ſie nur aus
erſt=
klaſſigem Material gewählt werden. Selbſt die
Schuh=
mode ſtellt an das Portemonnaie übermäßige
Anforde=
rungen, da die neuen drapierten Röcke kurz ſind, den Fuß
ſehen laſſen und daher beſondere Aufmerkſamkeit für das
Schuhwerk fordern. Gerade das Teuerſte iſt heute das
Modernſte. Die Lieblingsgarnierung der Mode iſt Pelz;
er erſcheint nicht nur am Kragen und an den Aermeln des
Straßenkoſtüms, ſondern er verſchönt auch in reicher Fülle
den Rock der eleganten Nachmittagstoilette, Die Sehnſucht
jeder eleganten Dame wird in dieſem Winter die „Robe
Manteau” bilden, eine entzückende Verbindung des
vor=
nehmen Geſellſchaftskleides mit dem Promenadenmantel.
Dieſes Kleidungsſtück ſcheint auf den erſten Blick zwei
Toilettengegenſtände in ſich zu vereinen; aber eine
ſchreck=
liche Enttäuſchung würde der erleben, der davon eine
Ver=
billigung erwarten würde. Zunächſt iſt es ein richtiges
koſtbares Kleid aus Samt, Crepe de Chine oder
Seiden=
muſſelin, aber der untere Teil des Rockes von den Knien
an, iſt ganz aus Pelz, und zwar aus demſelben Pelz, aus
dem der Mantel beſteht, der genau bis zu denKnien reicht.
Die Dame erſcheint alſo auf der Straße in ein langes
Pelzgewand gehüllt, von dem ſie in der Garderobe nur
dreiviertel ablegt, um den herrlichen Schmuck des unteren
Teiles noch für den Glanz ihrer Toilette zu retten.
Be=
quem ſind dieſe kurzen Mäntel, in die man ſo leicht und
behaglich hineinſchlüpft, aber billig iſt dieſe Kombination
von Robe und Mantel keineswegs. Die Leidenſchaft für
Pelzgarnierung, die gewaltige Summen verſchlingen wird,
hat wenigſtens das Gute, daß ſie die lange Stola
über=
flüſſig macht. Mit den Pelzen eifern um die Krone der
Teuerkeit die Perlen, die immer mehr koſten und immer
wichtiger werden. Durch das völlige Fehlen hoher
Kra=
gen wird das Tragen von Halsſchmuck begünſtigt, und eine
Perlenkette iſt da nun einmal das Schickſte und Schönſte.
Ein anderer Luxus ſind die koſtbaren geſtickten Blumen,
die als farbige Note an der Taille, am Kragen oder am
unteren Teil der Aermel erſcheinen und aus Perlen in
ſanften Tönen nach der lieben Großmutterweiſe gearbeitet
werden.
— Ein merkwürdiges Zuſammentreffen. Die
Groß=
herzogin Alexandra von Mecklenburg=Schwerin iſt am
Ge=
burtstage ihrer Mutter, der Herzogin von Cumberland,
am 29. September, geboren. Da der zweite Sohn der
Großherzogin am letzten Sonntag (den 29. September) das
Licht der Welt erblickte, ſo haben Großmutter,
Mutter und Sohn denſelben Geburtstag.
Nummer 232.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.
Seite 5.
die Sterbefälle am 1. Oktober 1912 mit rund 78250
anzu=
nehmen.
Offenbach, 1. Okt. Ein Unglücksfall mit
töd=
lichem Ausgang ereignete ſich geſtern mittag kurz nach
3 Uhr in der Taunusſtraße in der Nähe des ehemaligen
Buchsbaumſchen Zimmerplatzes. Der aus Hofheim i. T.
gebürtige Fuhrmann Jakob Harz aus der Bismarckſtr. 42
fuhr mit einem Möbelwagen die Straße entlang, als
plötz=
lich die Pferde durchgingen. Dabei kam der
Fuhr=
mann zu Fall und wurde ein Stück fortgeſchleift. Der
Kopf wurde ihm vom Rumpfe völlig getrennt ſo daß der
Tod alsbald eintrat. — In der Privatwohnung des
Hotel=
beſitzers Degenhardt wurde ein Einbruch verübt.
Die Diebe erbrachen einen Schrank und entwendeten daraus
wertvolle Münzen im Geſamtwert von über 100 Mk. Von
den Dieben fehlt bisher jede Spur.
* Groß=Bieberau, 30. Sept. Die
Bezirksſpar=
kaſſe Groß=Bieberau hielt heute unter dem Vorſitz des
Direktors ihre diesjährige
Mitgliederverſamm=
lung ab, zu der die Vertreter der Garantiegemeinden
faſt vollzählig und ein Vertreter der Oberaufſichtsbehörde
des Großh. Kreisamts Dieburg erſchienen waren. Die
vorgelegte Rechnung für das Jahr 1911, ſowie ſämtliche
von der Verwaltung geſtellten Anträge wurden genehmigt
und der Verwaltung wie auch dem Rechner Entlaſtung
er=
teilt. Aus dem in der Verſammlung erſtatteten Bericht
über das Geſchäftsjahr 1911 ſei folgendes erwähnt: Die
Kaſſe iſt eine öffentliche Sparkaſſe, als ſolche ſtaatlich
an=
erkannt und ſteht unter ſtaatlicher Aufſicht. Mitglieder
der Kaſſe ſind 23 Gemeinden und 4 Filialgemeinden,
welche für die bei der Kaſſe gemachten Einlagen
garan=
tieren Die Kaſſe iſt zur Anlage von Mündelgeldern
zu=
gelaſſen. Der Geſamtumſatz betrug im Jahre 1911
3 154043,07 Mark. Ende 1911 waren die Einlagen auf
5511763,32 Mark und die Zahl der Einleger auf 3028
ge=
ſtiegen. Im Berichtsjahr ſelbſt wurden 2094 Einlagen
im Geſamtbetrag von 669092,57 Mark gemacht. Die
Ein=
lagen wurden ſowohl im Berichtsjahr wie auch im
laufen=
den Jahr mit 4 Prozent verzinſt. Dieſer Zinsfuß bleibt
auch für das Jahr 1913 in Kraft. Wie im Vorjahr, ſo
ſind auch in dem Berichtsjahr der Kaſſe die Einlagen
wieder ſo reichlich zugefloſſen, daß ſie jeden geforderten
Betrag ohne vorausgegangene Kündigung zurückzahlen
konnte. Die ausgeliehenen Kapitalien betrugen Ende 1911
5550 125,06 Mark. Im Berichtsjahr ſelbſt wurden 168
Darlehen im Geſamtbetrage von 722 251,63 Mark gegeben.
Die Kaſſe kann nach ihren Satzungen Hypothek=Darlehen
mit und ohne Amortiſation bis zu 60 Prozent der
orts=
gerichtlichen Schätzung zu 4¼ Prozent gewähren.
Geld=
beſchaffungskoſten oder Proviſion wird nicht berechnet.
Der Reſervefonds beträgt Ende 1911 282000 Mark und
iſt durch Eintrag im Großh. Heſſiſchen Staatsſchuldbuch
ſichergeſtellt. Nach dem in der Verſammlung
vorgetrage=
nen Reviſionsbericht hat in der Zeit vom 3. Juni bis
6. Juli 1912 eine eingehende Reviſion der ganzen
Ge=
ſchäftsführung der Kaſſe durch den ſtaatlich beeidigten
Bücherreviſor Herrn Weygandt in Darmſtadt
ſtattgefun=
den und haben ſich hierbei keinerlei Anſtände ergeben.
Lindenfels, 30. Sept. Zu einer erhebenden
Feier in dem feſtlich geſchmückten Saale des neuen
Schul=
hauſes geſtaltete ſich der Abſchied des aus dem Dienſt
ſcheidenden Seminarlehrers P. J. Jans. In einem
ſtimmungsvoll gehaltenen Prologe ſagten die Schüler des
Vorſeminars ihrem ſcheidenden Lehrer Lebewohl. Geh.
Schulrat Geiger=Bensheim überbrachte den Dank und die
beſten Wünſche einer hohen Schulbehörde und verband
da=
mit herzliche Worte des eigenen Dankes für eine mehr als
dreißigjährige treue Mitarbeit an dem Werke der
Lehrer=
bildung, eine Arbeit, die in der allergnädigſten Verleihung
der Krone zum Ritterkreuz 2. Klaſſe das Zeichen äußerer
Anerkennung gefunden habe. Er wies insbeſondere auf
die treue und gewiſſenhafte Pflichterfüllung des
Scheiden=
den hin und hob ſein alle Zeit liebenswürdiges Weſen,
ſeinen offenen Charakter und ſeinen unermüdlichen Fleiß
hervor. Mit den beſten Wünſchen für den Lebensabend
ſchloß die zu Herzen gehende Rede. Kirchenrat
Freien=
ſehner und Pfarrer Laubner ſprachen im Namen der
Schul=
vorſtände, Lehrer Schröder im Namen der Lehrerſchaft und
und Bürgermeiſter Schnellbächer als Verteter der
Ge=
meinde. Tief bewegt dankte Herr Jans für die ihm von
Sr. Königl. Hoheit verliehene Auszeichnung, für die
An=
erkennung ſeiner Arbeit ſeitens der Behörde, für die
all=
ſeitig dargebrachten Wünſche und für den ſchönen Abſchied.
Klavier= und Geſangsvorträge verherrlichten die einfache
und würdig verlaufene Feier. Die Teilnehmer
verſam=
melten ſich darauf zum Mittageſſen und zu einer
gemüt=
lichen Nachfeier im Gaſthaus zur Harfe.
Lindenfels, 30. Sept. Am 1. Oktober ſcheidet der
Vorſteher des hieſigen Vorſeminars, Herr Peter Jans,
aus dem Schuldienſte. Von ſeiner nahezu 40jährigen
Tätigkeit verbrachte er 32 Jahre in hieſiger Gemeinde; er
wirkte von 1880—1895 als zweiter Lehrer und von da ab
als Vorſteher an der hieſigen Anſtalt. An ſeine Stelle
tritt nun der ſeitherige zweite Lehrer, Herr W.
Knobe=
loch, während zum zweiten Lehrer Herr Reallehrer G.
Kremer an der Taubſtummenanſtalt in Bensheim
er=
nannt wurde.
Mainz, 1. Okt. Durch die neuen
Heeresforma=
tionen in der hieſigen Garniſon ſind heute einige
Ver=
änderungen eingetreten. Neu zuſammengetreten iſt
das Thüringiſche Fußartillerie=Regiment
Nr. 18, deſſen Kommando und zweites Bataillon vorerſt
in der Neutorkaſerne untergebracht ſind. Die
auswärti=
gen Truppenteile, die zu dieſer Neuzuſammenſtellung
ver=
wandt wurden, trafen heute vormittag hier ein und
wur=
den unter Vorantritt einer Kapelle zur Kaſerne geleitet.
Zur Neubildung des dritten Bataillons des
Infan=
terie=Regiments Nr. 166 in Bitſch gibt das 1. Naſſauiſche
Infanterie=Regiment Nr. 87 ſeine 4. Kompagnie ab, die
heute die Reiſe nach dieſer neuen Heimat angetreten hat.
nz Mainz, 1. Okt. Weitere Altertumsfunde
wurden bei Straßenbauarbeiten am Montag nachmittag
zwiſchen der Zitadelle und der Eisgrub=Kaſerne gemacht.
Dort ſtieß man auf eine gut erhaltene römiſche Mauer,
die in Fiſchgrätenverband aufgeführt iſt. Die Länge des
freigelegten Stückes beträgt 18 Meter, die durchſchnittliche
Breite 1 Meter; die Höhe beträgt an der Fundſtelle 2
Me=
ter, doch iſt die Mauer oben offenbar abgebrochen. Da
auch die Fundamente in ihrer Tiefe nicht bekannt ſind,
ſo kann auf die eigentliche Höhe der Mauer kein
beſtimm=
ter Schluß gezogen werden.
Mainz, 1. Okt. Ein merkwürdiger Fund
wurde im hieſigen Floßhafen beim Ausbaggern gemacht.
In der in den offenen Strom führenden Hafenmündung
ſtieß man auf einen großen Kahn, der ganz mit Steinen
angefüllt war. Da hierorts niemand etwas von einem
Schiffsunfall weiß, dem der Kahn zum Opfer gefallen
wäre, ſo läßt ſich die Sache nur auf einen Racheakt
zurück=
führen. Der Kahn, deſſen Herkunft noch unbekannt iſt,
wurde jedenfalls nächtlicherweile hierher gebracht und
durch Steine zum Sinken gebracht. — Es wird
beab=
ſichtigt, den Rheinarm zwiſchen der Petersaue und
der Mainz=Kaſteler Seite bedeutend tiefeg zu
legen, ebenſo die großen Sandſchwellen am Kopfe der
Petersaue, die dort das Fahrwaſſer einengen,
wegzubag=
gern. Die Schiffahrtskreiſe proteſtieren jedoch hiergegen,
man iſt allgemein der Anſicht, daß durch Tieferlegung des
Rheinbodens zwiſchen der Petersaue und der Mainz=
Kaſteler Seite das Waſſer der Koſtheimer Schleuſe
ver=
loren gehen und infolgedeſſen die Schwierigkeiten auf
dem Drempel der Koſtheimer Schleuſe ſich noch mehr
be=
merkbar machen würden. Das kommt bekanntlich gerade
bei ungünſtigen Waſſerſtandsverhältniſſen mehr in
Be=
tracht und bedeutet eine größere Schädigung der
betref=
fenden Schiffahrtsintereſſenten als der heutige Zuſtand.
Allerdings wurde vom Waſſerbauamt in Mainz noch kein
beſtimmter Entſchluß gefaßt. Mit Rückſicht auf die
er=
wähnten Umſtände wollen jedoch die Reedereien dahin
vorſtellig werden, daß mit einer etwaigen Baggerung erſt
nach Beendigung der geplanten Tieferlegung der
Koſt=
heimer Schleuſe begonnen werde.
Mainz, 1. Okt. Zur Schließung des Notariats
Bittong erfährt das M. T., daß die Schließung von
Amtswegen erfolgt. Das Schickſal des Notars
Bittong iſt nicht ohne Tragik. Ein naher Verwandte von
Bittong verlor ſein Vermögen in Börſenſpekulationen und
ſtarb bei Hereinbruch des finanziellen Ruins. Juſtizrat
Bittong ſorgte für dieſe Familie und ſoll durch dieſe Laſt,
die er ſich damit auflud, in Schwierigkeiten geraten ſein,
die in ſeiner Geſchäftsführung ihren Niederſchlag fanden.
Infolgedeſſen erlitt Juſtizrat Bittong mehrfach, auch ſchon
in Oberolm, von wo aus er nach Mainz gekommen iſt,
er=
hebliche Diſziplinarſtrafen.
Koſtheim, 1. Okt. Der aus Bayern ſtammende
Tag=
löhner Ludwig Loibel, der bei einer
Wirtshaus=
ſchlägerei von dem Eiſendreher Taver Bachmayer aus
München einen Stich in die Lunge bekam, dürfte
ſchwerlich mit dem Leben davon kommen. Bachmayer
wurde verhaftet und kam in Unterſuchungshaft.
Nackenheim, 1. Okt. Geſtern nacht wurde bei dem
Landwirt Bernhard Sans VII. in Abweſenheit der
Be=
wohner ein frecher Einbruchsdiebſtahl verübt.
DurchEindrücken einerFenſterſcheibe gelangte einSpitzbube
in Küche und Wohnſtube. Er tat ſich gütlich an Würſten
uſw. und nahm einen Rollſchinken und eine Flinte mit.
Recherchen mit einem Polizeihund hatten keinen Erfolg.
Nieder=Ingelheim, 1. Okt. In der
Generalverſamm=
lung der hieſigen Winzergenoſſen ſchaft
legte der Direktor Muntermann den Jahresbericht
ab, aus welchem zu erſehen war, daß ſich
das reine Vermögen der Genoſſenſchaft im vergangenen
Jahre auf etwa 70000 Mk. erhöht hat. Bewilligt
wur=
den 300 Mk. zur Unterſtützung des Nieder=
Modauer Kreditvereins, der in Konkurs
ge=
raten iſt.
(*) Friedberg, 30. Sept. Geheimer
Kirchen=
rat Meyer und Frau begingen heute ihr goldenes
Ehejubiläum. Er iſt einer der älteſten Geiſtlichen
des Heſſenlandes. Gelegentlich ſeiner Verſetzung in den
Ruheſtand wurde er von der Stadtvertretung zum
Ehren=
bürger ernannt Eine Abordnung des Stadtvorſtandes
überbrachte dem Jubelpaar perſönlich die Glückwünſche
der Stadt. Aus allen Teilen Heſſens trafen Glückwünſche
ein. Mit der goldenen Hochzeit war die ſilberne Hochzeit
ihrer Tochter verbunden, die mit Konſiſtorialrat Noak=
Berlin verheiratet iſt.
Friedberg, 30. Sept. Geſtern früh überfuhr auf
der Hanauer Bahnlinie ein Rangierzug einen
Prellbock wobei die Maſchine entgleiſte und ſich in
den Sand bohrte. Sechs Güterwagen erlitten ſchwere
Beſchädigungen, ſodaß der Materialſchaden
recht erheblich iſt.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 30. Sept. Der König
von Griechenland traf heute früh, von
Kopen=
hagen kommend, mit Gefolge in Berlin ein. Da
ſtreng=
ſtes Inkognito gewahrt wird, fand keinerlei offizieller
Empfang ſtatt und war nur der griechiſche Geſandte auf
dem Bahnhof. Der König iſt mit ſeinem Gefolge im
Hotel Eſplanade abgeſtiegen und reiſte heute abend nach
Wien weiter. — Bei den heutigen Urwahlen im
erſten Berliner Landtagswahlkreis, wo
anſtelle des verſtorbenen Abgeordneten Träger
Erſatz=
wahl ſtattfindet, wurden 375 freiſinnige, 18 konſervative
und 85 ſozialdemokratiſche Wahlmänner gewählt.
36 Wahlen kamen nicht zuſtande. — Am Sonntag
vor=
mittag ſollte an der Kaſſe des königlichen Opernhauſes
der „freie Verkauf” der Eintrittskarten für das Caruſo=
Gaſtſpiel ſtattfinden. Der ganze Beſtand, den die
Kaſſe zu vergeben hatte, betrug aber nur noch ſiebzig
Karten, die von den Vorbeſtellungen zurückgeblieben
waren. Und um dieſe Karten entſpann ſich ein heißes
Ringen. Schon in der vierten Morgenſtunde fanden ſich
dazu Leute ein. Polizeibeamte ließen jedoch die Eifrigen
ſich nicht in dem Opernhauſe ſelbſt aufſtellen, ſo daß in
der Umgebung bald ein reges Leben ſich entfaltete. Gegen
5 Uhr rückten dann zwei Dutzend Eilboten der Paketfahrt
an, die von Händlern geſchickt waren; aber erſt um 7 Uhr
früh gab die Polizei den Bürgerſteig am Opernhaus zur
Aufſtellung frei. Eine wilde Jagd begann nun auf die
erſten Plätze an der Tür. Darauf kam es nämlich an,
dicht an der Pforte zu ſtehen. Erbarmungslos wurde
alles auf dem Wege dorthin fortgeſtoßen, und es dauerte
längere Zeit, bis die Polizei wieder Ordnung geſchaffen
hatte. Als um 10 Uhr die Kaſſenräume erſchloſſen
wur=
den, warteten wenigſtens 600 bis 800 Perſonen. Kaum
aber war die Kaſſe eröffnet, da trat ſchon ein Beamter
aus der Tür und verkündete, daß die Karten ausverkauft
ſeien. Nun lichteten ſich die Reihen der Wartenden und
enttäuſcht zogen ſie von dannen. Die wenigen, die in
dem Rennen „Sieger” geblieben waren, wurden mit
An=
geboten von Händlern überhäuft. Man bot für
Parkett=
plätze 75 Mark. Die Händler ſind diesmal leer
ausge=
gangen
Frankfurt, 1. Okt. Ein in der Böhmerſtraße
be=
dienſtetes Mädchen wurde von ſeiner von der
Sommer=
reiſe zurückkehrenden Herrſchaft tot in der Küche liegend
auf gefunden. Die Unglückliche hatte ſich durch
Leuchtgas vergiftet. Das Motiv der Tat iſt unbekannt.
Köln, 1. Okt. Es werden fortgeſetzt neue Fälle
von Fleiſchvergiftung bekannt. Die Polizei
be=
ſchlagnahmte Fleiſch. Vor dem Laden eines
Fleiſcher=
meiſters kam es zu einer drohenden Haltung der Menge,
ſo daß ein ſtarkes Polizeiaufgebot das Haus ſchützen
mußte.
Leipzig, 1. Okt. Geſtern ſtieß ein in voller Fahrt
be=
findlicher Straßenbahnwagen mit einem
Lei=
chenwagen zuſammen. Der Leichenwagen ſchlug um
und der Sarg flog in großem Bogen auf die Straße,
Zwei Perſonen wurden ſchwer verletzt.
Poſen, 1. Okt. Nachdem am Sonntag nach
aber=
maliger eingehender Hausſuchung in der Wohnung der
Frau Dr. Blume die geſamte Privatkorreſpondenz
mit Beſchlag belegt worden iſt, kann die Vorunterſuchung
in fo weit als abgeſchloſſen betrachtet werden, als die
Täterſchaft und die äußerlichen Merkmale der Taſt in
Betracht kommen. Es ſtehen nur noch wenige
Zeugenver=
nehmungen aus.
Prag, 1. Okt. Der bei der hieſigen Eiſenbetonbau=
Ge=
ſellſchaft angeſtellte Ingenieur Cerny unternahm geſtern
nachmittag mit ſeiner Frau und Tochter eine
Auto=
mobilfahrt nach Sobotkau. In der Nähe des
Dor=
fes Hotta lief dem Auto ein großer Hund in den Weg.
Bei dem Verſuch, auszuweichen, fuhr der Chauffeur gegen
einen Baum, unter dem eine Bauersfrau mit ihrem Kind
ſtand. Beide wurden überfahren und getötet. Das
Auto überſchlug ſich und alle Inſaſſen erlitten ſchwer:
Verletzungen, ſo daß ſie mit dem Tode ringen.
Bern, 1. Okt. In einem hieſigen Hotel erſten Ranges
wurde geſtern der von Nürnberg aus wegen
Verun=
treuung von 20000 Mark ſteckbrieflich verfolgte
Defrau=
dant Schnepf mit ſeiner Geliebten verhaftet. Das
Geld hatte das Paar zum größten Teile bereits verpraßt.
Moskau, 30. Sept. Der Berliner Hof= und
Domchor hatte bei ſeinem hieſigen Auftreten einen
glänzenden Erfolg. Das Publikum bereitete den Sängern
lebhafte Begrüßung; beſonders wurde der Chorleiter
Profeſſor Ruedel gefeiert. Das Programm des
Kon=
zerts, das im großen Konſervatoriumsſaale ſtattfand,
wurde mehrfaſh durch Zugaben erweitert. Zum Schluſſe
mußte der Chor die Nationalhymne viermal wiederholen.
Schanghai, 29. Sept. Eine
Exploſions=
kataſtrophe hat ſich im Pulvermagazin von
Faut=
ſchöng in der Provinz Hupeh ereignet. Das Magazin und
die umliegenden Häuſer ſind zerſtört, über hundert
Pierſonen getötet. Felsſtücke wurden über den
Hankiangfluß mehr als 500 Yards weit geſchleudert. In
der Stadt brach eine ungeheuere Panik in der
Bevölke=
rung aus, die entſetzt floh. Die Urſache des Unglücks
iſt zwar noch nicht feſtgeſtellt, doch wollen Gerüchte die
Exploſion auf einen verbrecheriſchen Anſchlag
zurück=
führen.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im Nachs
nehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.)
* Die Tragödie des Doktor Fauſtus von
Chriſtopher Marlowe, die in der Freien Literariſch=
Künſtleriſchen Geſellſchaft am 9. Oktober zur Aufführung
gelangt, enthält eine Szene von wild=genialiſchem
Ge=
halt. Das iſt die Szene, in der Luzifer dem Fauſtus die
ſieben Todſünden vor Augen zaubert. Sie iſt von
Profeſſor Lukſch mit bildneriſcher Meiſterſchaft geſtaltet
worden: Im Hintergrunde recken ſich zwei koloſſale
Ge=
ſtalten auf hohem Kothurn, zur Rechten Luzifer, ganz
aus Gold, ein gewaltiger Götze des Orients, ſtarrlinig
wie eine Skulptur; zur Linken Beelzebub, ein
zotti=
ger, ſtierköpfiger, krummgehörnter Danteſcher Teufel —
zwei ungeheuere Verkörperungen der Gottfeindlichkeit.
Vor ihnen entfaltet ſich der Reigen der Todſünden, die
nicht Menſchenzüge tragen, ſondern Masken — den
ge=
frorenen Ausdruck eines einzigen, widrigen Inſtinktes.
Der Hochmut, geckenhaft wie ein größenwahnſinniger
Hofmarſchall, mit ſeiner roten Livree und einem
Pfauen=
federfächer prunkend: die Habſucht, grau, gebückt,
grünäugig und weitmäulig, den Geldkaſten in den dicken
Pfoten; der Zorn, mit einer wilden Flachsperücke und
drohender langer Naſe, über dem roten Wams den
Pan=
zer, das Rapier in der fuchtelnden Hand: der Neid,
ein grün und ſchwarz überzogenes Gerippe mit böſen,
gelben Augen; die Schlemmerei, weiß und roſa,
wie ein gebrühtes Maſtſchwein, einen kleinen Kopf auf
dem gedunſenen Körper; die Faulheit, eine
Wulſt=
figur, deren unüberwindlicher Stumpfſinn ſich nicht nur
in den öden Zügen, ſondern in jedem Glied verkörpert;
die Wolluſt endlich, mit dem feilen Lächeln und dem
lasziven Gang. Jede dieſer Geſtalten iſt ein Griff in den
Urgrund der Leidenſchaften und Laſter. Wie ſie jede
ein=
zeln vertreten und ihr Sprüchlein herſagen, das iſt ihr
Weſen mit einer brutalen Deutlichkeit offenbart; hier
wirkt es mit der Selbſtverſtändlichkeit der Größe. Dieſe
Szene ſpielt nicht auf Erden, ſie iſt ein Ausſchnitt aus den
abenteuerlichſten Landſchaften der Seele.
C2) Das berühmte Künſtlerpaar
Cumber=
land gibt am Freitag, den 4. Oktober, im Saale des
Hotel „Zur Traube” eine einmalige Seance in Form
eines Experimentalvortrages mit verblüffenden
Aufklär=
ungen und myſteriöſen Demonſtrationen. Das
Künſtler=
paar Cumberland iſt in Darmſtadt nicht fremd und ſchon
mehrfach haben wir deſſen in fabelhafter, ſchier
unbegreif=
licher Vollendung vorgeführten Experimente aus dem
Reiche des Ueberſinnlichen hier bewundern können. Was
die beiden geben, iſt, ſo ſchreibt ein auswärtiges Blatt,
ein launiges Plaudern, ein Hinüberſpielen von einem
ok=
kulten Punkte zum andern und doch durchdrungen von
dem Geiſte unendlich ſchwerer wiſſenſchaftlichen
Forſch=
ung und jahrzehntelanger Arbeit. Herr Cumberland
ſchildert das Weſen der Suggeſtion, zeigt, welche Macht
dieſe geheimnisvolle Kraft im Leben, in der ärztlichen
Praxis, vor allem aber in der Geſchichte großer Feldherrn
ausübt und ausgeübt hat. Er weiſt die geradezu
phäno=
menale Fähigkeit der Autoſuggeſtion als Hilfsmittel bei
geiſtigen Arbeiten in überzeugender Weiſe nach. und
ent=
wickelt dabei eine Gedächtniskraft, wie man ſie ſo leicht
nicht wiederfinden dürfte. Von großem Intereſſe waren
die ausgezeichnet demonſtrierten Vorgänge auf dem
Ge=
biete der Sinnestäuſchungen, der Telepathie und der
Ge=
dankenahnungen. In ſeinen weiteren Vorführungen, bei
denen er von Madame Cumberland wirkſam unterſtützt
wird, bekennt ſich Herr Cumberland als Antiſpiritiſt,
ob=
wohl er dem Hauptzweck der Spiritiſten, den Beweis
eines Fortlebens nach dem Tode zu erbringen, nicht
un=
freundlich gegenüberſteht. Aber ihre Kunſtkniffe, die
Täuſchungen gewiſſer Medien entlarvte er rückſichtslos
und gewährte ſelbſt einen Einblick in die intimſten
Ge=
heimniſſe der Spiritiſtenwerkſtätten. — Den
Kartenver=
kauf hat die Firma Gg. Thies Nachf. (Leop. Schutter) hier,
Eliſabethenſtraße, übernommen.
Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt, 1. Okt. Der
Finanzaus=
ſchuß der Zweiten Kammer trat heute unter dem
Vorſitz des Abg. Dr. Oſann zu einer Sitzung zuſammen,
der als Vertreter der Regierung Herr Finanzminiſter
Braun Exz. beiwohnte. Den Hauptgegenſtand der
Be=
ratung bildete die Regierungsvorlage, betr. den Bau
einer ſtrategiſchen Bahn von Rüdesheim
über den Rhein nach Sarmsheim bei Bingen.
Die neue Bahnlinie war urſprünglich über eine Inſel
pro=
jektiert, ſie mußte aber 900 Meter mehr nach Bingen
an=
gelegt werden, um Schwierigkeiten in der
Fundamentie=
rung zu vermeiden. Es wurde ſeitens der Regierung die
ausdrückliche Verſicherung gegeben, daß die Intereſſen der
Stadt Mainz durch den Bau der neuen Brücke in keiner
Weiſe geſchädigt würden. Von einem freiſinnigen Aus=
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.
Nummer 232.
ſſchußmitglied wurde angeregt, bei dieſer Frage auch die
Abänderung des preußiſch=heſſiſchen Eiſenbahnvertrages
mit zur Verhandlung zu ſtellen, was jedoch abgelehnt
wurde. Schließlich genehmigte der Ausſchuß mit allen
Stimmen bei einer Stimmenthaltung die
Regierungsvor=
lage, wonach der Betrag von 2018000 Mk. für den Bau der
Brücke zur Verfügung geſtellt werden ſoll. Der
Regie=
rungsvorlage, betr. die Verwertung der
Forſtnutzungen aus den Staatswaldungen, wurde
zu=
geſtimmt, die Vorſtellung der ſeminariſtiſch gebildeten
Lehrer an den höheren Bürgerſchulen, um Gleichſtellung
mit den Lehrern der höheren Lehranſtalten, wurde bis zur
Beratung der neuen Beſoldungsreform=Vorlage
zurück=
geſtellt. Noch eine andere Vorſtellung konnte nicht erledigt
werden, weil die Betreffenden nicht zugegen waren.
Die Regierungen und die Fleiſchteuerung.
* Berlin, 1. Okt. Auf die Eingabe der
fozialdemo=
kratiſchen Reichstagsfraktion wegen Einberufung
des Reichstages hat, dem Vorwärts zufolge, der
Reichskanzler v. Bethmann Hollweg in einem
Handſchreiben an den Abgeordneten Bebel erklärt,
von den gegenüber der zur Zeit beſtehenden
Fleiſchteue=
rung ergriffenen Maßnahmen würde nur der Entwurf
eines Geſetzes betreffend eine vorübergehende
Zollerleich=
terung bei der Fleiſcheinfuhr der Zuſtimmung des
Reichs=
tages bedürfen, znnächſt unterliege er der Beſchlußfaſſung
des Bundesrats.
* München, 30. Sept. In der
Zentralver=
ſammlung des Landwirtſchaftlichen
Ver=
eins in Bayern führte der Miniſter des
In=
nern, Freiherr v. Soden u. a. aus, es ſei
durch=
aus notwendig, bezüglich der hohen Fleiſchpreiſe dem
relativen Fleiſchmangel, der vorausſichtlich noch ein
Jahr herrſchen werde, im Intereſſe der Konſumenten
Abhilfe zu ſchaffen. Der Miniſter kam auf die
Ausfüh=
rungen der Norddeutſchen Allgemeinen Zeitung am
Samstag über die Maßnahmen zur Erleichterung der
Vieh= und Fleiſcheinfuhr zu ſprechen und bemerkte, einige
darin angeführte Richtpunkte würden auch in Bayern
ſofort durchgeführt werden. Das Entſcheidende unter
den neuen Vorſchlägen ſei wohl der Gedanke der
zeit=
weiligen Herabſetzung der Fleiſchzölle. Weite
Kreiſe der Landwirtſchaft würden die Anſicht vertreten,
daß das Prinzip des Zollſchutzes aufrecht erhalten
wer=
den müſſe, denn ihm verdanke man die Exiſtenz der
deut=
ſchen Landwirtſchaft und ohne Schutzzoll würde ſie ſich
nicht auf dem Stande befinden, auf dem ſie jetzt trotz
aller Schwierigkeiten ſei. Der Zollſchutz müſſe der
Land=
wirtſchaft erhalten bleiben und dürfe auch nicht geſchwächt
werden vor dem Abſchluß neuer
Handelsver=
träge die ſehr viel ſchwerer durchzubringen wären,
wenn in der Zwiſchenzeit eine Einſchränkung des
Zoll=
ſchutzes vorgenommen würde. Wenn mun, fuhr der
Mini=
ſter fort, eine zeitweilige Herabſetzung des Fleiſchzolles
geplant iſt, ſo muß ich ſagen, daß das ein Vorſchlag iſt,
der ſicher mindeſtens der näheren Prüfung bedarf, dem
näher zu treten, notwendig iſt, aber unter der
Voraus=
ſetzung, daß das Prinzip des Zollſchutzes unbeeinflußt
bleibt. Geſchieht das aber, und das iſt zweifellos die
Anſchauung der Reichsregierung, dann meine ich, daß
hierin ein Vorſchlag ſich findet, der wohl geeignet ſein
kann, dem Fleiſchmangel abzuhelfen. Ich darf wohl die
Hoffnung ausdrücken, daß nicht anzunehmen iſt, daß über
die limitierte Zeit hinaus die Fleiſchnot fortdauern wird.
Der kluge Landwirt wird es im eigenen Intereſſe für
not=
wendig halten, jetzt die Viehzucht noch mehr zu
fördern, als er ſeitdem getan. Unſere Pflicht muß
ſein, dafür zu ſorgen, daß im Inlande ſoviel Fleiſch
produziert wird, wie für die Konſumenten notwendig iſt.
Ich bin der Anſchauung, daß es Ueberlegung bedarf, ob
nicht ohne Schädigung der Landwirtſchaft durch
Abände=
r 4 des § 12 des Fleiſchbeſchaugeſetzes vielleicht auch
ch dem derzeitigen temporären Mangel abgeholfen
wer=
en kann. Außer dem, was jetzt vorgeſchlagen wird, halte
ich es für meine Pflicht, dieſe Frage neuerlich zu prüfen,
um gegebenenfalls im Bundesrat dieſer Anſicht Ausdruck
zu geben.
* Straßburg, 30. Sept. In der Angelegenheit
der Fleiſchterkrung wird ſich die elſaß=
lothringi=
ſche Regierung in allen Teilen den Maßnahmen
Preußens anſchließen. Sie hat nach einer Mitteilung der
Straßburger Poſt beſchloſſen, die Einfuhr von
auslän=
diſchem Fleiſch für die Großſtädte des Landes,
vornehm=
lich für Straßburg, Metz, Kolmar und Mülhauſen unter
den in Betracht kommenden Bedingungen zuzulaſſen.
Fer=
ner wird die Direktion der Reichseiſenbahnen
voraus=
ſichtlich die gleichen Eiſenbahntarifmaßnahmen wie
Preu=
ßen durchführen. Auch wird die elſaß=lothringiſche
Re=
gierung dem Geſetzentwurf zuſtimmen, den Preußen im
Bundesrat über die Zollermäßigung für friſches Fleiſch
einbringen wird. Die Oeffnung der Grenze für
die Vieheinfuhr aus Frankreich hält man
gegenwärtig noch für unmöglich.
Luftfahrt.
* Friedrichshafen, 1. Okt. Das Marine=
Luft=
ſchiff wurde geſtern durch Marine=Ober=Ingenieur Buſch
und Kapitänleutnant Hannel im Gerippe übernommen.
Abends wurde alles zur Füllung der Gaszellen
bereit=
geſtellt. Mit der Füllung iſt heute vormittag
be=
gonnen worden. Die erſte Werkſtättenfahrt
wird morgen ſtattfinden.
* Paris, 1. Okt. Der Generallſekretär des
Aero=
klubs richtete an den Flieger Daucourt der am
15. Auguſt dieſes Jahres bei einem Flug in der Nähe
von Belfort die Grenze überflog und
franzö=
ſiſche Fähnchen niederflattern ließ, ein
Schrei=
ben, in dem er mitteilt, daß der deutſche Geſchäftsträger
dem Miniſter des Aeußern erklärt habe, daß im Falle der
Wiederholung ſolcher bedauerlichen Vorkommniſſe die
deutſchen Polizeibehörden entſprechende
Unterdrückungs=
maßnahmen treffen würden. Der Miniſter des Innern
habe den Aeroklub darauf aufmerkſam gemacht, wie
wich=
tig es ſei, daß die Flieger Kundgebungen unterlaſſen
möchten, die ihren Intereſſen nur nachteilig ſein könnten.
Sturm.
* Köln, 1. Okt. Durch den heftigen Sturm der
in der vergangenen Nacht wütete, wurden zahlreiche
Tele=
phon= und Telegraphenleitungen zerſtört. Die
Verbind=
ung mit dem Ausland iſt vielfach unterbrochen. Auch
zahlreiche inländiſche Leitungen ſind geſtört.
* Paris 30. Sept. In St. Nazaire richtete
geſtern ein Wirbelſturm auf den Schiffswerften
be=
trächtlichen Schaden an.
* London, 30. Sept. Ein heftiger Sturm iſt
auf der Höbe des Tune ausgebrochen. Ex richtete beträcht=
lichen Schaden für die Flußſchiffahrt an. Drei Jachten
wurden an die Küſte getrieben und zerſtört. Infolge des
heftigen Regens muß ein Teil der Werftarbeiter feieon.
An der Küſte von Northumbe.- 5 und Durham geht die
See ſehr hoch.
Handel und Verkehr.
H. Frankfur t a. M., 1. Okt.
Fruchtmarkt=
bericht. Am Wochenmarkt war Landweizen wieder
reichlich vorhanden und die Abſchlüſſe wurden zu etwas
ermäßigten Preiſen vollzogen. Landroggen blieb
hin=
gegen behauptet, weil das Angebot, insbeſondere aus
Norddeutſchland, zurückhaltend war. Ausländiſche
Brot=
früchte ſind bisher noch wenig nachgiebig und der Verkehr
darin iſt daher ruhig. Für ruſſiſchen und amerikaniſchen
Weizen beſtand einige Nachfrage bei kurzer Lieferungszeit.
Gerſte und Mais preishaltend. Hafer war ſchwächer,
be=
ſonders für die vielfach vorkommenden beſchädigten
Qualitäten. Die Forderungen für Roggen waren etwas
billiger, Futtermittel unverändert. Nach den letzten
Kabelnachrichten von den amerikaniſchen
Ge=
treidemärkten (Chicago und New=York) war
Wei=
zen nach feſter Eröffnung ſpäter abgeſchwächt auf die
matteren nordweſtlichen Produktenmärkte, ſowie Berichte
über gute Qualität im Nordweſten der vereinigten
Staa=
ten. Mais ebenfalls beſſer einſetzend auf Deckungen der
Baiſſiers, dann verflauend, als heiteres und warmeres
Wetter gemeldet wurde und auch der Saatenbericht aus
Miſſouci der Baiſſe günſtig lautete. Die ſichtbaren
Weizenvorräte ſind dort in dieſer Woche von 30,43 Mill.
Buſh. auf 31,92 Mill. Buſh. und die Maisvorräte von
2,37 Mill. Buſh. auf 3,10 Mill. Buſh. geſtiegen.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſ. und Wetterauer, 21—21,15, Nordd. 21 bis
21,15, Kurheſſiſcher 21—21,15, Ruſſiſcher 23,50—25, Kanſas
24,25— 24,75 Rumäniſcher 23,50—25, Redwinter 23,75 bis
24,75, Manitoba 22,50—24,75, Laplata 23,50—24,75, Walla
Walla 23—25; Roggen, hieſ. 18—18,15, Bayeriſcher
(Pfälzer) 18—18,20, Ruſſiſcher 18—18,75, Rumäniſcher
18—18,75; Gerſte Pfälzer, 21—21,50, hieſige und
Wet=
terauer 20,50—21, Riedgerſte 20,50—21,25, Fränkiſche 21
bis 21,50; Hafer hieſ., 18,50—20,50, Bayeriſcher 18,75
bis 20,50, Ruſſiſcher 20—21,50, Amerikaniſcher 19,25 bis
20,50, Rumäniſcher 20—21,50; Mais, mixed, 15,25 bis
15,60, Ruſſiſcher 15,25—15,75, Donaumais 15,25—15,50,
Rumäniſcher 15,25—15,75, Laplata 15,60—15,80, Weißer
Mais 15,25—15,75, Weizenſchalen 11—11,25, Weizenkleie
11—11,25, Roggenkleie 12,75—13, Futtermehl 14—16,
Bier=
treber, getrocknet 13—13,50. Futtergerſte 16,50—17.
Weizenmehl, hieſiges, Baſis ab Mannheim, Nc. 0 32 bis
32,25, feinere Marken 32,50—32,75, Nr. 1 30—30,25, feinere
Marken 30,50—30,75, Nr. 2 28,75—29, feinere Marken
29,25—29,50, Nr. 3 28—28,25, feinere Marken 28,50 bis
28,75, Nr. 4 24—24,25, feinere Marken 24,50—24,75.
Rog=
genmehl, hieſiges, Nr. 0 26,50—26,75. Nr. 1 24,50—24,75.
Nr. 2 22—22,25.
Vermiſchtes.
— Eine Reichsgerichtsentſcheidung über
das Ausverkaufsweſen. Auf Grund des Geſetzes
gegen den unlauteren Wettbewerb beabſichtigen, wie ſchon
gemeldet, einige zuſtändige Behörden beſondere
Anord=
nungen zur Regelung der Ausverkäufe zu erlaſſen. Zu
dieſem Zweck hat der Polizeipräſident von Berlin vor
einigen Monaten den Vertretungen von Handel und
Ge=
werbe einen Entwurf zur Begutachtung überwieſen. Nun
hat das Reichsgericht in einer Entſcheidung dem Begriff
„Ausverlauf” eine Auslegung gegeben, die für die
Regel=
ung der ganzen Frage von großer Bedeutung iſt. Das
Reichsgericht ſagt:
In einem weiteren Sinne verfolgt der Kaufmann mit
jedem Verkauf, auch mit dem im laufenden Geſchäftsgang,
den Zweck einer Räumung. Das kennzeichnende Merkmal
eines Ausverkaufs beſteht darin, daß der Verkauf und die
damit verbundene Räumung beſchleunigte ſein ſollen und
hierdurch aus dem Rahmen eines laufenden
Geſchäfts=
ganges heraustreten.”
Literariſches.
— Der durch ſeine Kadettengeſchichten und durch
ſeine Mitarbeit an zahlreichen Zeitſchriften und
Zeitun=
gen bekannte Schriftſteller Hans Herbert Ulrich
hat ein großes vaterländiſche Schauſpiel, Gold für
Eiſen, geſchrieben. Das Stück iſt in erſter Linie als
Feſtſpiel bei der Jahrhundertſeier gedacht, eignet ſich
jedoch auch ſehr gut zur Aufführung auf Berufsbühnen.
Das Schauſpiel umfaßt ein Vorſpiel und 4 Akte und iſt
auf ſtreng hiſtoriſcher Grundlage aufgebaut. Begeiſtert
und begeiſternd ſchildert Hans Herbert Ulrich Preußens
Erſtehung. Seine hohe dichteriſche Begabung, ſeine
knappe, formvollendete Sprache und ſeine große
Geſtal=
tungskraft kommen in dieſem Schauſpiel aufs glücklichſte
zur Geltung und ſichern „Gold für Eiſen” einen großen
künſtleriſchen Erfolg. Es dürfte ſich empfehlen, die
Auf=
führung dieſes vaterländiſchen Schauſpiels auch bei
un=
ſerer Jahrhundertfeier in Erwägung zu ziehen. Das
Buch iſt im Verlag von L. Heege, Schweipnitz, zum
Preiſe von 1,50 Mk. erſchienen. Den prächtigen, äußerſt
wirkungsvollen Titel zeichnete Georg Lebrecht.
— Storcks weitverbreitetes Opernbuch
orien=
tiert nicht bloß aufs genaueſte über den Inhalt und die
einzelnen Akte der Opern, es gibt auch intereſſante
Mit=
teilungen über die Komponiſten, kurz, es bereitet den
Theaterbeſucher derartig vor, daß dieſer in den meiſten
Fällen nicht nur des Textbuches entraten kann, ſondern
auch die Muſik mit erhöhtem Genuß in ſich aufnehmen
wird. Berückſichtigt ſind in dem handlich gebliebenen
Führer alle diejenigen Opern, die im Spielplan öfters
wiederkehren, im ganzen 132 Werke; darunter ſind Kienzl,
Humperdinck, Debuſſy, Gorter, Pfitzner, Richard Strauß,
Waltershauſen und andere mit neuen Opern vertreten.
Der Preis für das 448 Seiten ſtarke, elegant gebundene
Buch (9. und 10. Auflage, Muthſcher Verlag, Stuttgart)
iſt mit 3 Mk., wie bisher, unverändert geblieben.
— Die Kunſtlehre der
Orthoſteno=
graphie. Die Frucht langjähriger Studien ſtellt ein
Kurzſchriftſyſtem dar, welches Amtsgerichtrat Heſſe in
Brandenburg a. H. auf lautphyſiologiſcher Grundlage
aus den denkbar einfachſten Zeichen erbaut hat. Das
ſtreng phonetiſche Syſtem geſtattet die unzweideutige
Wiedergabe jedes Wortes ſo wie es geſprochen wird, und
trifft ſelbſt den Akzent mehrſilbiger Wörter, ohne
beſon=
derer Zeichen dafür zu benötigen. Das vollſtändige
Lehrbuch für den Selbſtunterricht wird demnächſt im
Verlage von G. Abel, Leutzſch=Leipzig, erſcheinen und
als gelungene Löſung des ſtenographiſchen Problems,
ja des Schriftproblems überhaupt zweifellos das
Inter=
eſſe aller Deutſchen erregen.
— Pilzmerkblatt. Die wichtigſten eßbaren und
ſchädlichſten Pilze. Bearbeitet im Kaiſerlichen
Geſund=
heitsamt. Mit einer farbigen Pilztafel. (Verlag von
Julius Springer, Berlin M. 9.) Preis 10 Pfg., einſchl.
Porto 15 Pfg., 50 Exemplare 4 Mk., 100 Exemplare 7 Mk.,
1000 Exemplare 60 Mk. Dies Pilzmerkblatt iſt wie die
anderen vom Kaiſerl. Geſundheitsamt in gemeinnützigem
Intereſſe herausgegebenen billigen Merkblätter dem
prak=
tiſchen Bedürfnis weiterer Kreiſe angepaßt. Die
Anſchaff=
ung des Merkblattes iſt allen Pilzfreunden,
Ferienwan=
derern, ſowie Vereinen, die jetzt zur Pilzzeit
Waldaus=
flüge unternehmen, zu empfehlen.
Intereſſante Kriminalprozeſſe von
kulturhiſtoriſcher Bedeutung. Aus Gegenwart und
Jüngſt=
vergangenheit. Nach eigenen Erlebniſſen dargeſtellt von
Hugo Friedländer Gerichtsberichterſtatter.
Einge=
leitet von Juſtizrat Dr. E. Sello=Berlin. Verlag von
Her=
mann Barsdorf, Berlin W30. Preis elegant broſchiert
3 Mk.; in Originalband 4 Mk. Der ſoeben
er=
ſchienene ſiebente Band dieſer Kriminalprozeſſe enthält
faſt durchweg die Schilderung hochintereſſanter wahrhaft
kulturhiſtoriſcher Prozeſſe, nämlich den Prozeß wegen
Ver=
rats militäriſcher Geheimniſſe an Frankreich, Rußland und
Oeſterreich, der im Mai 1884 die vereinigten zweiten
und dritten Strafſenate des Reichsgerichts länger als eine
Woche beſchäftigte. Ferner den Skurczer
Ritualmord=
prozeß, den Prozeß gegen Wilhelm Liebknecht, Auguſt
Bebel und Adolf Heppner wegen vorbereitender
Hand=
lungen zum Hochverrat, im März 1872, den Prozeß wider
die Anarchiſten Reinsdorf und Genoſſen, im Dezember
1884. Den Schluß des Bandes bildet eine ausführliche
Schilderung der Spieler=Prozeſſes wider drei Vorſtands=,
mitglieder des „Klubs der Harmloſen” der im Oktober
1899 volle drei Wochen die dritte Strafkammer des
Land=
gerichts Berlin 1 beſchäftigte. Die im ſiebenten Band
ent=
haltenen Verhandlungen ſind ſämtlich ungemein lebhaft,
hochdramatiſch und trotzdem mit vollſter Unparteilichkeit
geſchildert.
— Floericke, Dr., Kurt, Taſchenbuch zum
Vogelbeſtimmen. Praktiſche Anleitung zur
Be=
ſtimmung unſerer Vögel in freier Natur nach Stimme,
Flug, Bewegung uſw., nebſt Tabelle zur Beſtimmung
toter Vögel, der Neſter und Eier. Mit 9 farbigen
Doppel=
ſtafeln von W. Heubach, 1 Doppeltafel mit dem
Flug=
bilderſchema der Raubvögel und mit vielen Textbildern
von H. Kuttner. (260 Seiten.) Stuttgart, Franckhſche
Verlagshandlung. In Taſchenformat geb. 3,80 Mk. Gute
Vogelbücher gibt es eine ganze Reihe, doch fehlt dieſen
allen eine Anleitung für den ſyſtemunkundigen Laien,
einen Vogel in freier Natur nach Stimme,
Bewegungs=
art und anderen biologiſchen Merkmalen zu beſtimmen.
Dr. K. Floericke, der bekannte und in Fachkreiſen
ge=
ſchätzte Ornithologe, hilft hier. Das Taſchenbuch iſt für
die praktiſchen Bedürfniſſe des Vogelfreundes geſchaffen
und für das Studium der Vogelwelt in freier Natur
be=
ſtimmt. Die Anlage des ungemein reichhaltigen Buches
bietet etwas ganz Neues und Eigenartiges.
— Reigen=Sammlung mit einem Anhang:
Tanzen nach Inſtrumentalmuſik. Von Minna
Radczwill in Hamburg. Zweite Auflage. 1912.
Mit zahlreichen Figuren. Geb. 2,40 Mk. Verlag von
B. G. Teubner, Leipzig und Berlin. Zwei Gedanken
der modernen Pädagogik begegnen ſich in dieſem Buche:
der, daß das Eigenleben des Kindes zur Entwickelung
zu bringen Aufgabe der Erziehung ſei, und der andere,
daß neben die Ausbildung des Verſtandes auch die des
Gefühls, neben die intellektuelle auch die äſthetiſche
Er=
ziehung treten müſſe. Das baldige Erſcheinen einer
zweiten Auflage zeigt, wie ſehr das Buch einem
Bedürf=
nis entgegenkommt und welche freundliche Aufnahme es
gefunden, und ſie wird auf die gleiche rechnen dürfen,
zu=
mal ſie um einige Tänze nach Inſtrumentalmuſik
ver=
mehrt iſt, die neue Anregungen zu geben vermögen.
Die Kriſe auf dem Balkan.
* Athen, 30. Sept. Griechenland hat im
Einvernehmen mit den Balkanſtaaten geſtern abend die
Mobiliſierung ſeiner Streitkräfte zu Waſſer
und zu Lande angeordnet.
* Sofia, 30 Sept. Die Nachricht von der
Mobi=
liſierung der geſamten bulgariſchen
Hee=
resmacht wurde in der Stadt durch Extra=Ausgaben
des Amtsblattes und der übrigen Preſſe bekannt gegeben
und rief überall ungeheueren Enthuſiasmus hervor.
Wenn die Mobilmachung auch ſeit 14 Tagen erwartet
wurde, ſo rief die Proklamation doch allgemeine
Ueber=
raſchung hervor. Allgemein wird die Anordnung der
Mobiliſation als Beginn des Krieges aufgefaßt. Die
Stimmung iſt kriegeriſch; große Menſchenmengen
durch=
ziehen die Straßen. Vor der ſerbiſchen und italieniſchen
Geſandtſchaft kam as zu großen Kundgebungen der
Menge, die dort unter den Rufen: „Hoch Serbien, hoch die
ſerbiſche Armee, hoch Italien!” vorbeizog. Offiziere und
Soldaten wurden lebhaft akklamiert. Vor dem
Königs=
palaſt ſtaute ſich eine rieſige Menſchenmenge und brachte
Hochrufe auf den König und den Krieg aus. Auf den
Bahnhöfen herrſcht kriegeriſches Treiben. Große
Men=
ſchenmengen ſind dort verſammelt, um die abgehenden
Truppen zu begrüßen. Ueber ganz Bulgarien wurde der
Belagerungszuſtand proklamiert.
Vorläu=
fig wurden nur die Provinz=Truppen mobiliſiert;
mor=
gen ſoll mit der Mobiliſierung der hauptſtädtiſchen
Trup=
pen begonnen werden. Die Sobranje wurde auf dene
5. Oktober einberufen. Gerüchtweiſe verlautet,
daß=
montenegriniſche Truppen ſeit geſtern mit türkiſchen
Trup=
pen im Gefecht ſtehen.
* Belgrad, 30. Sept. Die allgemeine
Mobi=
liſierung des ſerbiſchen Heeres wird amtlich
mit der teilweiſen Mobiliſierung der türkiſchen Truppen
im Wilajet Koſſowo und an der ſerbiſchen Grenze
begrün=
det, wodurch das Territorium Serbiens bedroht erſcheine.
Die feindſeligen Abſichten der Türken gegen Serbien
gingen auch aus der alle Rückſichten und die Korrektheit
verletztenden Verfügung der türkiſchen Regierung hervor,
wodurch ſerbiſches Kriegsmaterial, zu deſſen Durchfuhr
die türkiſche Regierung die Erlaubnis bereits erteilte im
Auftrage der türkiſchen Regierung in feindſeliger Abſicht,
ohne jede Veranlaſſung von ſerbiſcher Seite, angehalten
wurde. — Die Einberufung der Skupſchtina
lautet auf den 4. Oktober.
* Konſtantinopel, 1. Okt. Die Pforte wird die
Mobiliſierung Bulgariens Serbiens und
Griechenlands vorläufig nur mit einer Verſtärkung
der Manövertruppen an der Grenze beantworten und in
einem Memorandum die Aufmerkſamkeit der
Groß=
mächte auf das Vorgehen der kleinen Balkanſtaaten
richten. Die Pforte wird ferner die Erklärung abgeben,
daß, wenn dieſem Vorgehen der genannten Staaten nicht
Einhalt getan werde, unbedingt der Krieg
heraufbeſchwo=
ren werde. Der hieſige bulgariſche Geſandte bezeichnet in
einem Interview die Situation zwar als ſehr ernſt, doch
ſprächen alle Umſtände dafür, daß der Frieden
er=
halten wird.
* Petersburg, 30. Sept. Nach einem
Kaiſer=
lichen Ukas, der am 9. September gegengezeichnet und
Nummer 232.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.
Seite 7.
heute veröffentlicht wurde, ſind zwecks
Probemobili=
ſierung die Reſerviſten aus folgenden Kreiſen zu den
Fahnen einberufen worden: Warſchau, Kowel (
Gouver=
nement Wolhynien), Wolkowysk, Bjeloſtok, Bielks,
So=
ſolka (Gouvernement Grodno), Weljung (Gouvernement
Kaliſch), Kolno, Lomſha, Maſowczk, Makow, Oſtrow,
Oſtrolenka, Szezuczyn (Gouvernement Lomſcha), Lodz,
Nomoradomsk, Petrikau, Konsk, Opotſchno, Radom
(Gouvernement Radom). Die aufgezählten
Gouverne=
ments bilden von Oſtpreußen bis zur Bukowina die
Grenze gegen Preußen und Oeſterreich.
* Cetinje, 1. Okt. Der König hat die allgemeine
Mobiliſielrung der montenegriniſchen
Armee angeordnet.
* Sofia, 1. Okt. Wie verlautet, ſoll die
So=
branje für übermorgen einberufen werden.
* London, 1. Okt. Das Reuterſche Bureau meldet
aus Belgrad: Die Polizei verbietet die
Veröffentlich=
ung von Mitteilungen über die Bewegungen der
Trup=
pen. Die Mobiliſierung wird wahrſcheinlich in 24
Stunden ihren Anfang nehmen. Die Blätter behaupten,
der ſerbiſche Geſandte in der Türkei wäre bereits von
Konſtantinopel nach Belgrad abgereiſt. Die
Vorberei=
tungen zum Krieg werden in fieberhafter Weiſe betrieben.
* Belgrad, 1. Okt. In Regierungskreiſen erklärt
man, daß. Serbien von der Türkei die
Autono=
mie für Altſerbien mit Einſchluß der Sandſchaks
Novibazar und Skutari bis an die Adria fordere, da nur
hierdurch dauernd friedliche Zuſtände in der Türkei
ge=
ſchaffen werden.
* Konſtantinopel, 1. Okt. Griechenland
ordnete an, ſämtliche griechiſche Schiffe ſollen das
Schwarze Meer, Konſtantinopel und das Marmarameer
verlaſſen.
* Konſtantinopel, 1. Okt. Der ſerbiſche
Geſandte ſtellte der Pforte eine Friſt von 48 Stunden
für Gewährung der Durchfuhr ſerbiſcher Munition nach
Serbien oder deren Rücktransport nach Marſeille.
* Wien, 1. Okt. Was das Verhalten
Oeſter=
reich=Ungarns anlangt, ſo wird von hoher
mili=
täriſcher Seite verſichert, daß Oeſterreich=Ungarn, wie
immer, für alle Fälle militäriſch gerüſtet iſt, daß aber
vorläufig für eine Mobiliſierung, wenn auch nur eines
Teiles der öſterreichiſch=ungariſchen Armee, noch keine
Rede ſein kann.
— Rom, 1. Okt. Gutem Vernehmen nach haben die
öſterreichiſche und die italieniſche Regierung im
Verein mit anderen Großmächten bei den Kabinetten in
Sofia und in Belgrad beruhigende Schritte
unter=
nommen.
HB. Berlin, 1. Okt. Auf der bulgariſchen
Geſandtſchaft erſchienen zahlreiche Bulgaren
beſonders Studenten, um ſich wegen ihrer
Geſtellungs=
pflicht zu erkundigen. Der Geſchäftsträger erklärte, daß
die Mobilmachung nur eine Antwort auf die türkiſchen
Kriegsrüſtungen ſei.
* Berlin, 1. Okt. Der Berliner Lokalanzeiger
meldet aus Wien: Der bulgariſche Geſandte
in Wien Salabaſchew erklärte einem Vertreter der
Neuen Freien Preſſe: Soeben erhalte ich von meiner
Re=
gierung die Nachricht, daß Bulgarien mobiliſiert hat. Die
Mobiliſierung iſt noch keineswegs eine Kriegserklärung,
und es iſt nicht ausgeſchloſſen, daß die Türkei in ſpäter
Stunde ein Einſehen hat und die angeſammelten
Trup=
pen von Adrianopel zurückzieht. Bulgarien wird dann
ſicherlich keine Feindſeligkeiten herbeiführen. Die
Mobi=
liſierung Bulgariens iſt nur eine Antwort auf die
provo=
katoriſche Drohung der Türkei, die in der
Zuſammenzieh=
ung der Truppen an der bulgariſchen Grenze beſteht.
Bulgarien fühlt ſich durch dieſe Truppen ernſthaft bedroht
und iſt nicht gewillt, abzuwarten, bis türkiſche Truppen
bulgariſches Gebiet betreten. Bulgarien hat um ſo mehr
Grund, ſich bedroht zu fühlen, als in der Türkei geradezu
der Heilige Krieg gegen Bulgarien und alle chriſtlichen
Balkanvölker gepredigt wird. Tatſache iſt, daß auch
Ser=
bien mobiliſiert, und das iſt keineswegs überraſchend.
Serbien muß ebenſo wie Bulgarien zur Abwehr
ſchrei=
ten, da die Türkei in ihren europäiſchen Provinzen die
vollkommene Mobiliſierung durchführt. — Der ſerbiſche
Geſandte Simic bemerkte zu der Mobiliſierung: Sollte
ſich die Nachricht von der Mobiliſierung beſtätigen, ſo
glaube ich, daß ſie zunächſt nichts weiter bedeutet, als eine
Antwort auf die Mobiliſierung von zehn türkiſchen
Divi=
ſionen. Die großen Manöver bei Adrianopel wurden
allerdings abgeſagt, aber die Mobiliſierung von zehn
Diviſionen ſtellt eine ernſthafte Maßregel dar und es iſt
natürlich, daß Serbien und Bulgarien Gegenmaßregeln
treffen.
Letzte Nachrichten.
H. B. Berlin, 1. Okt. Infolge der Kriegsunruhen
machten ſich an der heutigen Berliner Börſe gewaltige
Kurs=Rückgänge geltend. Bankwerte büßten zirka
4 Prozent, Montanwerte 5 bis 6 Prozent,
Schiffahrts=
werte zirka 10 Prozent ein. Die Rückgänge waren häufig
durch Angſtverkäufe hervorgerufen und die Berliner Groß=
Banken nahmen faſt gar keine Waren auf.
H. B. Wien, 1. Okt. An der Wiener Börſe iſt
heute ein Kursſturz eingetreten. Manche viel
ge=
prieſenen Papiere ſind ſeit geſtern ſtark gefallen, ſo Prager
Eiſeninduſtrie=Geſellſchaft um 190 Kronen, Skoda=Aktien
um 70, Alpine Montan um 55. Man erwartet noch
wei=
tere ſcharfe Kurs=Rückgänge.
* Bukareſt, 1. Okt. Eing Abordnung des zweiten
Garde=Dragonerregiments beſtehend aus fünf
Offizieren unter Führung des Regimentskommandeurs
Oberſtleutnants Freiherrn v. Zedlitz und Leipe, iſt in
Sinaia angekommen, um dem König Carl die
Glück=
wünſche zur Fünfzigjahrfeier ſeiner militäriſchen
Lauf=
bahn, die er in dieſem Regiment begonnen hatte,
darzu=
bringen. Die Miſſion wurde vormittags vom König in
der Uniform eines preußiſchen Generalfeldmarſchalls
empfangen.
H. B. Bukareſt, 1. Okt. Bei dem rumäniſchen
Städt=
chen Harſova auf der Höhe von Gura Bartſchei an der
Donau rannte geſtern ſpät abends der Dampfer Szechenyi
der ungariſchen Donau=Schiffahrt eine Militär=
Schaluppe an. 9 Offiziere, nämlich ein Oberſt, ein
Major, 3 Leutnants, ein Militärarzt und 3 Fähnriche
ertranken. Von den Soldaten haben 21 Mann das
Leben verloren. 6 Offiziere wurden gerettet. Die
Mili=
tär=Schaluppe, die Trotſchul heißt, iſt geſunken. Die
Offi=
ziere gehörten meiſt dem Pionier=Bataillon an, das in
Fokſchani ſtändig in Garniſon iſt. Der ungariſche
Damp=
fer wurde von der rumäniſchen Behörde beſchlagnahmt.
* Konſtantinopel, 1. Okt. Das Amtsblatt
veröffent=
licht ein Dekret, durch das die Bildung eines
Admiralſtabes nach engliſchem Muſter angeordnet iſt.
asseler
Drieier-Rakdß
wird bet
Magen-und Darmleiden
Gls Kräftigungsmittel tausendfach ärztlich empfohlen
Nur echt io bieuen Kaciens für 1.N. niemals lose.
Licht. Aegant Kallbar!
Die Ratsherrnbrüderſchaft
erlaubt ſich hiermit auf die Anſchaffung ihres neuen
Leichenwagens aufmerkſam zu machen. Der Wagen
bietet in ſeiner ernſten und würdigen Erſcheinung
Gewähr für eine pietätvolle Beſtattung.
(14411a
Beſondere Beſtellungen hierzu nehmen entgegen:
Wagenverwalter Lorenz, Woogsplatz 5, Tel. Nr. 216,
Wagenführer Ernſt Büchler, Nieder=Ramſtädterſtr. 51.
Tel. Nr. 1073.
Aus dem Geſchäftsleben.
Vielſeitige Verwendung. Es iſt ſo leicht
nicht aufzuzählen, wozu man Maggi’s Würze braucht;
in keinem Haushalt darf ſie fehlen, ſobald zum Mahhl der
Schornſtein raucht. Gibt’s Suppe, Sauce oder Braten,
Salat, Gemüſe, Vorgericht; all das wird immer fein
ge=
raten, vergißt du dieſe Würze nicht.
Einer Teilauflage unſerer heutigen
Stadt=
ausgabe iſt ein Proſpekt der Emmericher
Warenexpedition, Eliſabethenſtraße 12, beigefügt, worauf
(20504
wir hiermit hinweiſen.
Familiennachrichten.
Todes=Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
unſer 5 Jahre altes, innigſtgeliebtes
Töchter=
chen nach langem, ſchwerem, mit Geduld
er=
tragenem Leiden geſtern abend 7 Uhr zu ſich
abzurufen.
(*7764
Es ruhe in Frieden!
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Georg Dann,
Sabina Hartmann Witwe.
Darmſtadt, den 1. Oktober 1912.
Die Beerdigung findet Donnerstag vormittag
11 Uhr, vom Darmſtädter Friedhof aus, ſtatt.
Todes=Anzeige.
Verwandten und Bekannten hiermit die
traurige Mitteilung, daß unſere liebe Mutter,
(20525
Großmutter und Urgroßmutter
Margarete Apper z. W wo.
geb. Hettler
heute nachmittag 5¾ Uhr ſanft im Herrn
ent=
ſchlafen iſt.
In Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Georg Appel II.
Arheilgen, 30. September 1912.
Die Beerdigung findet am Donnerstag
nach=
mittag, vom Sterbehauſe aus, ſtatt
Todes=Anzeige.
Heute vormittag 10 Uhr verſchied nach
langem, ſchwerem Leiden unſere unvergeßliche
Tochter, meine gute Schweſter
(20529
Fräul. Marie Becker
im 23. Lebensjahre.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Ludwig Becker,
Lokomotivführer.
Darmſtadt, den 1. Oktober 1912.
Bleichſtr. 51.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 3.
Ok=
tober, nachmittags 2½ Uhr, von der
Friedhofs=
kapelle aus, ſtatt.
Gsttesdienſt der israelitiſchen Religionsgemeinde.
Haupt=Synagoge (Friedrichſtraße 2).
Schlußfeſt.
Mittwoch, den 2. Oktober:
Vorabendgottesdienſt 6 Uhr 15 Minuten.
Donnerstag, den 3. Oktober:
Morgengottesdienſt 8 Uhr 30 Min. Predigt 9 Uhr
20 Min. Abendgottesdienſt 6 Uhr 45 Min.
Freitag, den 4. Oktober:
Morgengottesdienſt 8 Uhr 30 Min. Feſtesſchluß und
Sabbatanfang 6 Uhr.
Samstag, den 5. Oktober:
Morgengottesdienſt 8 Uhr 30 Min. Sabbatausgang
6 Uhr 40 Min.
Gottesdienſt in der Synagoge der israelitiſchen
Religions=
geſellſchaft.
Schluß des Sukkausfeſtes.
Donnerstag, den 3. Oktober:
Vorabend 5 Uhr 45 Min. Morgens 7 Uhr 45 Min
Nachmittags 4 Uhr. Abends 6 Uhr 45 Min.
Freitag, den 4. Oktober:
Morgens 7 Uhr 45 Min. Nachmittags 5 Uhr 25 Min.
Samstag, den 5. Oktober:
Morgens 8 Uhr. Nachmittags 4 Uhr. Sabbatausgang
6 Uhr 40 Min.
Wochengottesdienſt von Sonntag, den 6. Oktober, an
Morgens 6 Uhr 15 Min. Nachmittags 5 Uhr 30 Min.
NB. Freitag, den 11. und Samstag, den 12. Oktober:
Rausch Chaudesch Marcheschorn.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das Hochdruckgebiet im Oſten hat ſich weiter verflacht,
das Tiefdruckgebiet im Weſten hat ſich unter erheblicher
Verſtärkung nach der Nordſee verlagert. Sein Kern
be=
trägt weniger als 735 mm. Auf der Vorderſeite des
Tief=
druckgebietes haben wir ſtarke bis ſtürmiſche Winde und
Regenſchauer. Die Temperakur iſt erheblich geſtiegen. Da
weſtlich von England wieder ein Tiefdruckgebiet erſchienen
iſt, iſt keine Aenderung des Wetters zu erwarten.
Ausſichten für Mittwoch, den 2. Oktober 1912:
Meiſt trüb, Regenſchauer, mild, ſtarke Südweſtwinde.
Tageskalender.
Großh. Hoftheater (Abg. C), Anfang 7 Uhr: „Der
Freiſchütz”
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Vortrag um 8½ Uhr im Reſtaurant „Kaiſerſaal”
(Thema: „Chriſtus und das Geſetz”).
Religiöſer Vortrag von E. Schumacher um 8½
Uhr Waldſtraße 18.
Monatsverſammlung des Kriegervereins um 8½
Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Bürgerkeller
um 8 Uhr. — Singſpielhaus „Metropol” um 8 Uhr.
Ausſtellung „Der Menſch” im Großh. Reſidenzſchloß
(geöffnet von 9 Uhr vormittags bis 10 Uhr abends).
Eugen Bracht=Ausſtellung auf der
Mathil=
denhöhe (geöffnet von 10—6 Uhr).
Bilder vom Tage. (Auslage Rheinſtraße 23):
Der Kaiſer, Großadmiral von Tirpitz und der
Ge=
neralſtabschef von Moltke auf S. M. S. „Deutſchland”;
die Ankunft der „Hanſa” in Kopenhagen; Tote der
Woche; die Jahrhundertfeier für 1812 in Smolensk.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, den 3. Oktober.
Pferde=Verſteigerung um 9 Uhr in der Train=
Kaſerne (Eſchollbrücker Straße).
Dünger=Verſteigerung um 9½ Uhr in der
Dra=
goner=Kaſerne (Regiment Nr. 24).
Großh. Landesmuſeum. Geöffnet Sonn= und
Feiertags von 10—1 Uhr und 2—4 Uhr, Freitags
von 10—1 Uhr, ſowie Mittwochs von 2—4 Uhr
eintrittsfrei; Dienstags, Donnerstags und Samstags
von 11—1 Uhr gegen Eintrittsgeld.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
(20527
n Stenographie,
Jg. Fräulein, Maſchinenſchreib
und allen ſonſt Comptoirarbeiten
gut bewandert, ſucht Stelle per 1.
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Heinheimerſtr. 16, I. r. (*7818
Tüchtige Friseuse
empfiehlt ſich in u. auß. dem Hauſe,
daſelbſt auch Kopfwaſchen und
Srocknen mit dem neueit. Trocken=
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Nähfrl. ſucht Stell. bei
Damen=
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nähen. Off. u. U 34 Exped. (*7710imf
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Männlien
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Büro, Magazin, oder ſonſt.
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(Kaution kann geſtelt werd.). Off.
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Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.
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[ ← ][ ][ → ]Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.
Nummer 232.
Landwirtſchaftliches.
Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrates
vom 24.—30. September.
Der Weltmarkt zeigte in der Berichtswoche eine etwas
mattere Haltung. Amerika iſt andauernd mit ſtarken
Offerten im Markte und hat ſeine Forderungen weiter
er=
mäßigt. In Rußland wird zwar über ſchlechtes Wetter
geklagt, das die Zufuhr behindert, aber die amerikaniſche
Verkaufsluſt blieb inſofern nicht ohne Einfluß, als
ſchwimmendes ruſſiſches Material gleichfalls
entgegen=
kommender angeboten wurde. Hinzu kam, daß die
Frach=
ten ſowohl von Amerika als auch von Rußland eine leichte
Ermäßigung erfahren haben. In Deutſchland trug neben
iwilligerem Auslandsangebot die günſtige Witterung
weſentlich dazu bei, die Unternehmungsluſt
einzuſchrän=
ken. Die Kartoffelernte konnte gute Fortſchritte machen,
und es zeigt ſich, daß ſie beſſer ausfällt, als man bisher
angenommen hatte. Gegenüber dieſen Faktoren fiel der
Umſtand, daß das Angebot vom Inlande wegen der
Feld=
arbeiten nur geringen Umfang aufwies, nicht ſonderlich
ins Gewicht. Vielmehr verhielten ſich die Mühlen dem
meiſt aus abfallenden Qualitäten beſtehenden
Weizen=
angebot gegenüber ſehr reſerviert. Verhältnismäßig
beſ=
ſer vermochte Roggen ſeinen Preisſtand zu behaupten,
zumal die ruſſiſche Konkurrenz ſich bisher wenig fühlbar
machte. Die Nachfrage für Ausfuhrzwecke iſt zwar
ruhi=
ger geworden, es wird aber zur Erfüllung früherer
Ver=
käufe andauernd Ware gebraucht, auch die Mühlen ſind
Käufer für das mäßige Angebot. Im Lieferungsgeſchäft
war die Stimmung überwiegend matt, nur für
Septem=
ber=Weizen bewirkten Deckungen gegen nicht lieferbare
Ware eine Steigerung auf 221 Mark, während Dezember
von 210¾ auf 207¾ zurückging. Roggen war zum
größ=
ten Teile beglichen, ſo daß ſchließlich mehr Ware da war
als benötigt wurde. Infolgedeſſen ging September von
179¼ auf 173 Mk. zurück, während Dezember bis 170¾4 Mk.
gegen die Vorwoche einen Rückgang von 3,50 Mark
auf=
weiſt. Hafer war trotz ſchwächerer Kaufluſt nicht billiger
zu beſchaffen, namentlich Schleſien offerierte knapp und
teuer. Lieferung wurde durch vermehrtes ruſſiſches
An=
gebot unter Druck gehalten, aber September war in
Deck=
ung begehrt und erzielte gegenüber Dezember ein
Auf=
geld von 13 Mark. In Braugerſte iſt die Nachfrage, da
der erſte Bedarf gedeckt zu ſein ſcheint, ruhiger geworden,
nur wirklich gute Qualitäten ſind weiter ſchlank
verkäuf=
lich. Ruſſiſche Gerſte war aus zweiter Hand zeitweiſe
billiger, ſonſt feſt. Für argentiniſchen Mais ſtellten ſich
die Forderungen etwas niedriger. Die Ermäßigung der
Eiſenbahnfrachten für Gerſte und Mais blieb ohne
Ein=
fluß, da augenblicklich der billigere Waſſertransport zur
Verfügung ſteht. Es ſtellten ſich die Preiſe für
inländi=
ſſches Getreide am letzten Markttage in Mark per 1000
Kilogramm wie folgt:
Weizen
Roggen Hafer
-
171 (—
Königsberg.
Danzig
171½ (—1½) 176
201
177
Stettin
169
Poſen
172
167
207
202
Breslau
169 (*2 ) 173
.211
Berlin
200
172
Magdeburg . 206
190
171
204
Halle
173
198
173
Leipzig
204
198
Dresden .
. 204
173 (4
200
Roſtock
201
176
170
Hamburg
. 218
177
203
Düſſeldorf
218
187
215
Frankfurt a. M. 211½
181½ (*1½
Mannheim . . 217½
185
195
Straßburg
220
190 (F2½
München . . 230
184
—)194 (*1
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Sept. 221 (-3),
Paris Sept. 246,35 (* 20,25), Chicago Sept. 136,80
(— 3,30), Liverpool Okt. 173,35 (—), Roggen: Berliu
Sept. 173 (— 6,25), Hafer: Berlin Sept. 188 (—5,50),
Futtergerſte Südruſſ. frei Hamburg unverzollt Sept.
133,25 (— 0,25), Okt.=Dez. 133,50 (— 1), Mais: La Plata
Sept.=Okt. 112 (— 2,50), Mixed Dez. März 116 (— 2) Mk.
Literariſches.
— Dr Baſtian Schmids
naturwiſſen=
ſchaftliche Schülerbibliothel. Bd. 17: Aus
dem Luftmeer. Von Max Saſſenfeld, Oberlehrer
am Königl. Gymnaſium zu Emmerich a. Rh.
Meteoro=
logiſche Betrachtungen für mittlere und reife Schüler.
Mit 40 Abbildungen. (IV und 188 S.) 8. 1912. 3 Mark
gebd. Verlag von B. G. Teubner, Leipzig und Berlin.
In dem neueſten Bande von Dr. Baſtian Schmids
natur=
wiſſenſchaftlicher Schülerbibliothek, die ſtets als
Grund=
gedanken das ſelbſttätige Beobachten der Natur und ihrer
Geſetze betonte, lenkt der Verfalſſer die Aufmerkſamkeit
ſeiner Leſer auf Dinge und Erſcheinungen, die durch ihre
Alltäglichkeit wenig oder keine Beachtung finden. Dem
Sonnenſchein, Regen, Wolken, Schneeflocken und
Tau=
tropfen ꝛc., überhaupt allem, was ſich täglich, jahraus,
jahrein in dem unendlichen Luftmeer abſpielt, widmet er
eingehende Beſprechungen. Die Bedeutung der
wiſſen=
ſchaftlichen Erforſchung der höheren Luftſchichten für die
Luftſchiffahrt findet beſondere Beachtung, und ſind die
wichtigſten Ergebniſſe aus dieſem Wiſſensgebiete in die
Darſtellung aufgenommen. Zahlreiche photographiſche
Aufnahmen, Abbildungen, Skizzen, Wetterkarten und
Ta=
bellen veranſchaulichen den lebhaft geſchriebenen Text.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9 — 12 Uhr vorm. und
3 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 22. Sept.: dem Bauaſpirant Johannes
Löffler, Schwanenſtr. 71, eine T. Mathilde Chriſtine
Marie. Am 26.: dem Fuhrmann Otto Ebner,
Lange=
gaſſe 12, ein S. Ludwig. Am 24.: dem Bäcker Georg Hugo
Seuberling, Arheilgerſtr. 67, eine T. Roſa. Am 20.:
dem Taglöhner Heinrich Wienold, Hinkelsgaſſe 17, eine
T. Emma. Am 22.: dem Küchenmeiſter Ernſt Adolf
Jörns, Gutenbergſtr. 41, ein S. Emil Auguſt. Am 26.:
dem Maſchinenarbeiter Friedrich Auguſt Adolf
Wege=
ner, Kiesſtr. 24, eine T. Friederike Charlotte Marie. Am
24.: dem Kaſſengehilfen Friedrich Knörzer, Lucasweg 9,
eine T. Lieſelotte Antonie. Am 29.: dem Straßenreiniger
Peter Wacker Pädagogſtr. 2, eine T. Suſanna Luiſe.
Am 27.: dem Kaufmann Ludwig Schmidt,
Gardiſten=
ſtraße 7, ein S. Rudolf. Am 30.: dem Mechaniker Georg
Friedrich Baumann, Arheilgerſtr. 74, ein S. Ludwig
Karl.
Aufgebotene. Am 26. Sept.: Fabrikarbeiter Hermann
Heinrich Kobs in Gelſenkirchen, mit Anna Margarete
Leyn in Gelſenkirchen. Kaufmann Heinrich
Rull=
mann, Beckerſtr. 23, mit Katharina Lollo (gen. Anna)
Binzer, Beckerſtr. 23. Am 27.: Taglöhner Philipp
Schmitt, Magdalenenſtr. 7, mit Dorothea Fertig
(Hemmrich), Magdalenenſtr. 7. Schutzmann Anton
Da=
niel in Hamburg, mit Maria Schmitt in Halsbach.
Bergmann Wilhelm Beyer in Welſchbach, mit Maria
Schaum in Quierſchied. Redakteur Kurt Mitſching,
Waldſtr. 11, mit Erna Clauß in Brandenburg. Kauf
mann Auguſt Heedt, hier, mit Gertrude Schmitz
in Wiesbaden.
Eheſchließungen. Am 24. Sept.: Forſtaſſeſſor Hermann
Wilbrand, mit Eliſabeth Schnittſpahn, beide hier.
Am 25.: Taglöhner Ludwig Löffel, mit Marie Gerbig,
geb. Bieger beide hier. Kaufmann Heinrich Lucht in
Biebrich, mit Eliſabeth Mößmer, geb Nold, hier. Am
28.: Formſtecher Lorenz Nehrwein, mit Mathilde Wolf,
beide hier. Ingenieur Albert Freimuth in
Gelſenkir=
chen, mit Eliſabeth Franz hier. Poſtillon Wilhelm
Müller, hier, mit Katharina Brunner in Zeilhard.
Steinbildhauer Joſeph Schwengber in Ratingen, mit
Anna Linſenmeier, hier.
Geſtorbene. Am 26. Sept.: Marie Anna Buſer,
T. des Tagl., 1 J., kath., Kleine Kaplaneigaſſe 3.
Schuh=
machermeiſter Georg Heinrich Schwebel, 64 J., ev.,
Schützenſtr. 20. Am 27.: Schuhmacher Michael Georg
Laux, 53 J., kath., Geiſtberg 5. Marie Eliſe Meß,
ohne Beruf, 31 J., ev., Klappacherſtr. 24. Peter Ludwig
Koch, S. des Kellners, 1 J., ev., Große Ochſengaſfe 1.
Am 29.: Emmn Huthmann, T. des Taglöhners, 8 Mte.,
ev., Arheilgerſtr. 66. Am 28.: Eliſe Dittmann, ohne
Be=
ruf, 75 J., kath., Nieder=Ramſtädterſtr. 30. Am 29.: Anna
Maria Eliſabetha Katharina Straßburger, geb.
Oſter=
rath, Ehefrau des Oberaſſiſtenten, 40 J., ev.,
Dreibrunnen=
ſtraße 9. Am 28.: Soldat im Inf.=Regt. Nr. 115, Philipp
Berg, 21 J., Mennonit, Wilhelminenſtr. 15. Am 29.:
Milchverkäufer Philipp Schmitt, 47 J., ev.,
Erbacher=
ſtraße 146. Friedrich Geiß, S. des Schneiders, 6 Mte.,
ev., Hermannſtr. 5.
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Nummer 232₰
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 Sparkaſſenbuch. 1 ſilberne Damenuhr. 1
Porte=
monnaie mit 9 Mk. 1 Portemonnaie mit 4,60 Mk. 1 Zehnmarkſtück.
1 Schrotleiter und 1 Sturmlaterne. 1 ſilberne Nadel mit gelb. Stein.
1 ſilberne Herrenuhr. 1 Drücker. 1 Damenportemonnaie mit Inh.
1 grauer Obſtkorb mit 3 kleinen Säckchen. 1 ſchwarzer Damenſchirm.
1 kleines Portemonnaie mit 1,21 Mk. Inhalt. 1 Kinderportemonnaie.
1 großer Schlüſſel. 1 braunes Strickzeug. 1 gr. Schlüſſel. 2 Schlüſſel
an einem Ring. 1 braunes Damenportemonnaie. 1 Korallenkette.
1 mittelgroßer Hohlſchlüſſel.
(20478
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Pinſcher, 1 Hofhund. 1 Foxterrier, 1 Dobermann
(zugelaufen). Die Hunde können von den Eigentümern bei dem
5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht
ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags um
10 Uhr, ſtatt.
(20477
Städtiſcher Fiſchmarkt.
Beginn: 1. Oktober 1912.
Verkaufstage:
a) auf dem Marktplatz: Dienstag bis einſchl. Samstag jeder
Woche,
b) auf dem Riegerplatz: nach Bedarf, jedenfalls aber
Don=
nerstag und Freitag jeder Woche.
Die äußerſt billig geſtellten Wochenpreiſe, die unter Kontrolle
des Oberbürgermeiſters feſtgeſetzt werden, ſind an den
Verkaufs=
ſtänden angeſchrieben.
Darmſtadt, den 28. September 1912.
(20343a
Der Oberbürgermeiſter:
I. V.: Mueller.
Herſteigerungs=Anzeige.
Mittwoch, den 2. Oktober d. Js., vormittags 11 Uhr
ſollen im Verſteigerungslokal Waldſtraße 21, Hinterhaus, folgende
Gegenſtände zwangsweiſe gegen bar verſteigert werden:
1 Pianino, 1 vollſt. Bett, 1 zweitür. Kleiderſchrank, 1 Sofa,
10 ir. Oefen, 3 Schreibtiſche, 1 Glasſchrank und div. Gläſer.
Darmſtadt, den 27. September 1912.
(20316oim
Wieser, Pfandmeiſter.
Lieferungs=Vergebung.
Die in der Zeit vom 1. November 1912 bis 31. Oktober 1913
in den Küchen des Bataillons erforderlichen Kolonialwaren,
Kar=
toffeln, Gemüſe und Milch, ſowie die Abnahme der Küchenabfälle
(Spülicht, Knochen und Konſervenbüchſen) ſollen vergeben werden.
Die Lieferungsbedingungen können in der Küche des Bataillons
(Alexanderſtraße) eingeſehen werden.
(20505ms
Schriftliche Angebote mit der Aufſchrift: „Angebot auf
Liefe=
rung von Küchenbedürfniſſen” und Proben ſind bis zum 15. d. M.,
mittags 12 Uhr, an die unterzeichnete Küchenverwaltung einzureichen.
Darmſtadt, den 1. Oktober 1912.
Die Küchenverwaltung
des 1. Bataillons Leibgarde=Inf.=Regts. Nr. 115.
Zu Verſteigerungspreiſen!
Spiegelſchr., Büfett, Vertikos, Diwan, Kanapees, Spiegel
mit und ohne Trumeaux, Schreibtiſche, Sekretär, Pfeilerſchr.,
Kleiderſchr., Tiſche, Stühle, Küchenſchr., Betten, Waſch= und
Nachtſchr. ꝛc. abzugeben bei
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Heue Meinede
zur gründlichen und ſicheren Erlernung des
Klavierspiels.
Sicherer Erfolg auch bei minder begabten Schülern.
Motto: Nur der gründliche Unterricht iſt der wenigſt zeitraubende.
Unterricht in der neuen Methode wird erteilt von
A. Simmermacher
akademisch gebildeter Musikdir. und Chordir-.
Darmstadt, Erbacherstraße 5, I. Iinks.
Ferner wird Muſikunterricht in folgenden Fächern erteilt:
Klavier, Violine, Harmonium, Orgel, Muſiktheorie. (19244a
Anmeldung jederzeit.
Mäßiges Honorar.
Auf Wunſch wird der Unterricht auch im Hauſe der Schüler erteilt.
Gutes billiges brot
ca. 4 Pfund . 54 Pfg.
Ia Schlüchternbrot ea. 2 Pfund . 27 Pfg.
(Korn- ca. 4 Pfund 50 Pfg.
Ia Schwarzbrot brot) ca. 2 Pfund 25 Pfg.
(205
Schade & Fungrabe
Filialen in allen Stadtteilen.
Konkursverfahren.
Ueber den Nachlaß des Adam
Balthaſar Georg Walther II.
zu Malchen wird heute, am 30.
Sep=
tember 1912, vormittags 9½ Uhr,
das Konkursverfahren eröffnet.
Der Gerichtstaxator Ernſt Wolff
in Darmſtadt wird zum
Konkurs=
verwalter ernannt.
Konkursforderungen ſind bis zum
23. Oktober 1912 bei dem
Ge=
richte anzumelden.
Es wird zur Beſchlußfaſſung über
die Beibehaltung des ernannten
oder die Wahl eines anderen
Ver=
walters, ſowie über die Beſtellung
eines Gläubigerausſchuſſes und
eintretenden Falls über die in § 132
der Konkursordnung bezeichneten
Gegenſtände und zur Prüfung der
angemeldeten Forderungen auf
Mittwoch, 30. Oktober 1912,
vormittags 9½ Uhr,
vor dem unterzeichneten Gerichte,
Neues Gerichtsgebäude,
Erdge=
ſchoß, Saal Nr. 104, Termin
anbe=
raumt.
Allen Perſonen, welche eine zur
Konkursmaſſe gehörige Sache in
Beſitz haben oder zur
Konkurs=
maſſe etwas ſchuldig ſind, wird
aufgegeben, nichts an den
Nachlaß=
ſchuldner zu verabfolgen oder zu
leiſten, auch die Verpflichtung
auf=
erkegt, von dem Beſitze der Sache
und von den Forderungen, für
welche ſie aus der Sache
abgeſon=
derte Befriedigung in Anſpruch
nehmen, dem Konkursverwalter bis
zum 23. Oktober 1912 Anzeige
(20450
zu machen.
Großherzogl. Amtsgericht II
zu Darmſtadt.
Pferde=Verkauf.
Donnerstag, den 3. Oktober,
vormittags 9 Uhr beginnend,
werden auf dem Hofe der
Train=
kaſerne, Eſchollbrückerſtraße Nr. 24,
ca. 15 überzählige Dienſtpferde
öffentlich meiſtbietend gegen
Bar=
zahlung verſteigert. (20496
Train=Bataillon Nr. 18
Darmſtadt.
Hafer
Jahresabſchlüſſe, ſowie Heu,
Stroh, Mais, Kleie, Torfſtreu
Carl Manck Nachf.,
Darmſtadt. (20437a
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Dampfer „Amerika” von New=
York kommend, 29. September
7 Uhr abends in Hamburg.
Dampfer „Barcelona” nach
New=
port News und Philadelphia,
27. September 9 Uhr 45 Minuten
morgens in Baltimore. — Dampfer
„Preſident Grant” von New=York
kommend, 30. September 4 Uhr
morgens auf der Elbe. — Dampfer
„Preſident Lincoln”, 29.
Septem=
ber 11 Uhr 15 Minuten abends in
New=York. — Dampfer „Kaiſerin
Auguſte Viktoria‟, 26. September
11 Uhr 30 Minuten morgens von
New=York über Plymouth und
Cherbourg nach Hamburg.
Dampfer „Prinz Adalbert”, von
Philadelphia kommend, 28.
Sep=
tember 3 Uhr morgens in Hamburg.
— Dampfer Victoria Luiſe” nach
New=York, 27. September 9 Uhr
abends von Cherbourg.
Darmstädter
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Leiter: Emil Held u. Hieron, Schneider.
Gründl. Unterricht in kaufm. Fächern, fremden Sprachen,
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Examen. — Kleine Klaſſen, individuelle Behandlung. — 13 Lehrer=
M. Eliss.
B19479)
Iaheeischdler
Das Winterhalbjahr beginnt Dienstag, 22. Oktober 1912.
Gewerbliche Fachkurſe für:
1. Handnähen u. Anfangsunterricht Maſchinennähen
2. Maſchinennähen und Wäſchezuſchneiden
3. Schneidern
4. Bluſenkurſus
5. Bügeln, 4 monatlicher Kurſus u. einmonatl. Kurſus
6. Flicken
7. Weißſticken und Stopfen
8. Buntſticken
9. Freihandzeichnen
10. Spitzenklöppeln
11. Spindelgipüre
12. Holzbrand und Schnitzen
13. Kochen
14. Back=Kurſus.
Anmeldungen werden Dienstag, den 8. Okt.,
Dienstag, den 15., und Samstag, den 19. Okt.,
vormittags von 10—12 Uhr, im Vorſtandszimmer der
Alice=Schule, Friedrichſtraße 4, entgegengenommen.
Handarbeits=Seminar, Haushaltungs=Seminar u. Handels=
(19579a
kurſus beginnen im Frühjahr.
Der Vorstand.
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Der neue Kurſus zur Ausbildung von Kindergärtnerinnen
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(Erzieherinnen) und Kindergartenleiterinnen
beginnt am 16. Oktober 1912.
Aufgenommen werden Schülerinnen von 16 bis 25 Jahren.
Mündliche oder ſchriftliche Auskunft und Anmeldungen finden im
Seminar ſtatt bis zum 28. September. Vom 28. September bis
14. Oktober nur ſchriftlich unter der Adreſſe des Seminars.
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Treffpunkt der die Ausstellungen
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den Vereine bringe den grossen Festsaal
in empfehlende Erinnerung.
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.
Nummer 232.
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4 Ruſſen v. 1880 . .
4 do. v. 1902 . . . . 89,30
4½ do. v. 1905 . . . . 100,50
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4 Türk. unifiz. v. 1903 88,25
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4 do. Staatkrente. . . 85.25.
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5 Argentinier . . . . . . 100,70
4
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5 Chineſ. Staatsanleihe . 99,60
4½
do.
4½ Japaner . . . . .
94,60
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3
59,30
do.
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..208,50
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11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 177,30
10 Gelſenkirchener . . . . 197,00
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6½ Darmſtädter Bank . 122,50
12½ Deutſche Bank . . . 252,40
6 Deutſche Vereinsbank . 122,00
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 116,00
10 Diskonto=Kommandit 185,60
8½ Dresdener Bank . . 152,00
9½ Frankf. Hypoth.=B. 135,90
6½ Mitteld. Kreditbank 118,50
7 Nationalb. für Deutſchl. 124,50
7 Pfälziſche Bank. . . . 127,00
5.86 Reichsbank . . . . . 135,00
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7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . ..
7½ Wiener Bankverein . 133,00
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 21. . . . . . . 99,20
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3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . .
. 88,50
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 52 . .
97,00
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 98,50
3½
do.
87,50
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,90
3½
do.
88,00
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16 .
99,40
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23 . .
99,60
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8
88,00
S. 3—5 .
87,80
S. 9—11
87,90
4 Meininger Hyp.=Bank 98,80
3½
do.
87,80
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . . 98.20
zu do. (unk. 1914) . . 87,70
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. 99,60
3½
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94,50
4 Gießen
98,10
3½ do.
91,00
4 Heidelberg
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88,70
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3½ do.
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München .
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½ Nauheim
4 Nürnberg.
99,40
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8½ do.
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97,75
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Pfand=
briefe .
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4 Oeſterr. 1860er Loſe . 17a,90
3 Olbenburger . . . . . . 125,60
2½ Raab=Grazer ſl. 150 112,50
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Augsburger . .
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Fs. 10 35,00
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do. v. 1858 fl. 100
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Holländiſche Noten. .
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Italieniſche Noten .
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(Nachdruck verboten.)
35)
Joachim hatte geſchwind ſeinen Anzug
vervollſtän=
digt. Als er nun Chriſta gegenüber ſaß, konnte ſie ſich
nicht ſatt ſehen an den lieben Zügen, die ihr um ſo
vieles gereifter und männlicher vorkamen, als vor ein
paar Monaten. Mit liebevollſter Aufmerkſamkeit umgab
er die Schweſter, Beſorgt faßte er immer wieder nach
ihren Händen, die ihm auf einmal ſo heiß vörkamen. Er
ängſtigte ſich, daß die lange kalte Nachtfahrt und all die
Aufregungen Chriſta geſchadet haben könnten. Ihre Augen
kamen ihm ſo größ und glänzend, ſo fieberhaft vor, und
die vorhin ſo bleichen Wangen glühten in dunkler Röte.
Unaufhörlich ſprach ſie. Aber keine ruhige Ausſprache
war es, ſondern ein ſprunghaftes Irren und Häſten von
einem Thema zum anderen.
Chriſtachen, bat er, wenn ich jetzt fort bin — ich muß
nämlich um neun Uhr in der Redaktion ſein —, ziehe Dich
in mein Schlafzimmer zurück und ſchlaſe Dich ein paar
Stunden tüchtig aus! Zu Mittag hole ich Dich dann und
wir ſpeiſen gemeinſam und beſprechen alles noch einmal
in Ruhe. Biſt Du einverſtanden?
Ja ja. Sie war mit allem einverſtanden! Ihr Kopf
ſchmerzte ſie und ſie ſehnte ſich mit einemmal förmlich
nach Ruhe.
Kaum war nach einem herzlichen Lebewohl Joachim
fortgegangen, ſo ſtand auch ſchon Frau Hübler im
ZZimmer.
Was recht iſt, det muß recht bleiben, Fräuleinchen!
Der Bruder hat ganz recht. Ins Bett müſſen Sie, und
ein paar Stunden jründlich pennen. Ich ſag’s ja!
Hilfs=
bereit ſprang ſie zu. Chriſta war, als ſie aufſtehen wollte
förmlich getaumelt und hatte ſich an der Tiſchplatte halten
müſſen.
Es iſt mir auf einmal ſo ſchwindlich geworden, Frau
Hübler.
Det macht die lange Fahrt, Fräuleinchen! Was mein
Seliger war, dem jing’s genau ſo. ’s wurd’n ſchon anders,
wenn er bis Pankow mit de Eiſenbahn fuhr. Da hilft
niſcht, als ſich langlegen, Fräuleinchen. Alſo kommen
Sie dalli rin in die Poſen!
Sie führte Chriſta in das kleine einfenſtrige
Schlaf=
zimmer, das neben dem Wohnzimmer des Bruders lag,
und machte ſchnell das Bett zurecht. Dann zog ſie ſich
diskret zurück, als das junge Mädchen ſich zu entkleiden
begann.
Erſt jetzt wurde es Chriſta klär, daß ſie bei ihrer
ſchleunigen Abreiſe von zu Hauſe nichts mitgenommen
hatte, nicht einmal ihr Nachtzeug.
Frau Hübler ſchien das zu ahnen. Nach ein päar
Augenblicken klopfte es zäghaft an der Türe.
Fräuleinchen, ich kann Sie mit ’ner Nachtjacke
aus=
helfen. s iſt ne ganz neue. Erſt neulich hab’ ich ſe in
der Weißen Woche bei Tietz im Ausverkauf erſtanden!
Dankbar nahm Chriſta das Anerbieten an. Zwar
hätte ſie mit ihrem ſchlanken, biegſamen Körper dreimal
in dieſes Jackenungetüm hineingekonnk, Iber ſie dachte
nicht daran, es lächerlich oder komiſch zu finden. Sie
dachte überhaupt nichts mehr. Es war ihr, als lege ſich
ihr mit dumpfem Druck etwas Zentnerſchweres aufs
Ge=
hirn. Nur undeutlich, noch ſah ſie, was ſie umgab. Ihr
war zumute als ſäße ſie auf einem ſchwanken Kahn, der
hinaus, weiter, immer weiter ins Meer trieb. Dunkle
ſchäumende Wogen gingen darüber hin und her riſſen
ihn endlich in die Tiefe.
Man jut, daß Sie kommen, Herr Doktar! Ick weiß
mich keinen Rat mehr. Das Fräulein ſchläft nicht, ſie
wacht ooch nich. Sie kennt mir nicht und quaſſelt in
einem fort, rein wie wenn ſe ’s Fieber hätte.
Auf das tiefſte erſchrocken fuhr Joachim zurück, als
er an das Lager ſeiner Schweſter trat. Sie lag in hohem
Fieber, kannte ihn nicht mehr, und alle ſeine zärtlichen
Worte, mit denen er ſie anſprach, verhallten ungehört.
So ſchnell ihn ſeine Füße tragen konnten, rannte er
zum nächſten Arzt. Der kam, machte ein ernſtes Geſicht,
nachdem er die Kranke geſehen und unterſucht haßte,
er=
klärte aber, mit Beſtimmtheit noch nicht ſagen zu können,
um was er ſich handle. Jedenfalls aber ſei es eine ernſtere
Krankheit, die ſich da vorbereite. Er wolld am Abend!
wiederkommen. Ob jemand Geeignetes zur Pflege da ſei.
Wenn nicht, ſo rate er zur Ueberführung der Patientin in
ein Krankenhaus. Nächdem er einiges angeordnet hatte,
empfahl er ſich.
Joachim war wie niedergeſchmetterk. Chriſta in ein
Krankenhaus ſchaffen zu müſſen, das däuchte ihm ſo
un=
möglich. Es war ihm ein ſchrecklicher Gedanke. Aber
was ſollte ſonſt werden? Seine verſtörten Blicke=ſuchten
Frau Hübler. Sie hatte die Schürze vors Geſicht
genom=
men und weinte. Ob aus Schreck, Furcht oder Mitleide
wußte ſie ſelbſt nicht.
Ach Jotte, ach Jotte doch, det Unjlück, Herr Doktor!
ſchluchzte ſie. Aber meinen Sie nich, wenn’s nich anſticht,
behalten wir ihn lieber hier. Was mein juter Seliger iſt,
der lebte auch noch, wenn ich ihn nich hätte ins
Sana=
torium ſchaffen laſſen. Er war nerviös und nich
ver=
rickt. Verrickt hab’n ihn erſt die Doktorſch dort jemacht!
Frau Hübler, das wollten Sie tun? Sie wollen meine
Schweſter hier bei ſich behalten? In überſtrömender
Dankbarkeit beugte ſich Joachim von Leerſen über die=
ver=
arbeiteten Hände der alten eifachene
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.
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Doktor. Das iſt mir zu ſchenierlich. Ick bin ine alte
unjebildete Frau und Sie ein feiner vornehmer Herr!
Jotte ne, wenn det mein Seliger erlebt hätte! Schluchzend
ſetzte ſie ſich neben das Bett Chriſtas und wankte und
wich nicht, bis es Abend war und der Arzt abermals
kam.
Er konſtatierte ein ſchweres Nervenfieber.
Det ſticht nich an! Wir behalten ihr alſo, Herr
Dok=
tor! erklärte Frau Hübler und machte nur widerwillig der
Krankenſchweſter Platz, die Joachim beſtellt hatte, damit
ſich Frau Hübler nicht überanſtrenge bei der Pflege. Für
die Pflegerin wurde ein Bett im Krankenzimmer
aufge=
ſchlagen.
Joachim tat in der erſten Nacht nach Chriſtas
Er=
krankung kein Auge zu, und das Lager, das ihm die
vor=
ſorgliche Frau Hübler auf dem braunen Ripsſofa ſeines
Wohnzimmers zurecht gemacht hatte, blieb unberührt.
Immer wieder zog es ihn an das Lager Chriſtas,
wo ſtill und geſchäftlich Schweſter Marie ihres Amtes
weltete und unaufhörlich die vorgeſchriebenen kalten
Kom=
preſſen und Einpackungen erneuerte. Aber trotzdem warf
ſich die Kranke unaufhörlich hin und her und konnte keine
Ruhe finden. Angſtvoll aufſchreiend fuhr ſie von Zeit zu
Zeit empor, blickte mit irren, wilden Augen um ſich und
ſhrach in kautes Klagen und Jammern aus.
Joachim tat das Herz weh, wenn er einen der meiſt
ſinnloſen Sätze verſtand. Was mußte das arme,
unglück=
liche Kind gelitten haben!
Er ſetzte ſich an ſeinen Schreibtiſch und ſchrieb ſeiner
Braut, aus dem innerſten Bedürfnis heraus, ſich ſein
Herz durch Worte zu erleichtern. Und, obgleich er es nie
wieder hatte tun wollen, auch an die Mutter ſchrieb er.
Aber dieſe letzte Brief wäre nicht nötig geweſen. Im
Laufe des nächſten vormittags — er hatte ſich in ſeiner
Redaktion für einige Zeit beurlauben laſſen — brachte
ihm, vorſichtig mit dem Schürzenzipfel angefaßt, Frau
Hühler eine wappengeſchmückte Viſitenkarte, die ihr furcht”
bar zu imponieren ſchien. Es war die ſeines Bruders
Karl Auguſt.
Ich laſſe bitten! Nicht einen Schritt ging er dem
Bruder entgegen.
Flüchtig nur berührten ſich die Hände der Brüder
beim Gruße, und ſtumm deutete Joachim auf einen Seſſel.
Stumm ſetzte ſich Karl Auguſt, der zu dem ſauren Ganze
einen eleganten Zivilanzug angelegt hatte.
Dann, nach einem Räuſpern, kam es kurz und knapp
aus Karl Auguſts Munde: Ich bin hier in Mamas
Namen, als ihr Bevollmächtigter, Chrifta zu hollen!
Sie kann nicht mit Dir kommen!
Was heißt, ſie kann nicht! Ich werde ſie zwingen!
a i.de2
Hier im Nebenzimmer! Sie liegt auf den Tod krang
— Nervenfieber!
Da erbleichte Karl Auguſt und bebte jäh zurück.
Joachim aber ſtand auf und öffnete die Tür. Willſt Du
Dich von der Wahrheit meiner Worte überzeugen, bitte!
Aus dem Nebenraum aber drang angſtvolles
Mur=
meln, gellendes Lachen und irre Worte herüber. Auch
ſeinen Namen hörte er.
Nein, nein! Bitte ſchließ die Tür! Ich glaube Dir.
Und dann, nach einer Weile, fragte Karl Auguſt: Iſt
es gefährlich — lebensgefährlich?
Der Arzt gibt mir wenig Hoffnung auf Geneſung,
Karl Auguſt ſtützte ſich ſchwer auf die Lehne des
Seſſels, in dem ar ſaß. Seine Hand fuhr nach der Stirn,
wie um Gedanken zu verſcheuchen, die ſich ihm
vorwurfs=
voll und peinigend aufdrängten. Das Monokel glitt ihm
aus dem Auge und zerbrach klirrend auf dem Fußboden.
Das iſt — das iſt ja einfach furchtbar — die arme Mama!
Soll ſie kommen?
Nein! Aber gib ihr, bitte, dieſen Brief, den ich
heute nacht geſchrieben habe. Ich habe ihr darin meine
Vorſchläge über Chriſta gemacht — für den Fall, daß ſie
leben bleibt. Und das kann nur geſchehen, wenn jetzt
jede hörſt Du, jede Aufregung von ihr ferngehalten wird!
Man hat dem armen Kinde zu übel mitgeſpielt:
Nummer 232.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.
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Konzert von Joan de Manén (Violine), unter Mitwirkung
von Lorenzo Matossi (Klavier).
204. Vereinsabend. Freitag, 13. Dezember 1912: Lieder-
und Duetten-Abend von Frau Annie Gura-Hummel (Sopran)
und Kammersänger Hermann Gura (Bariton), unter
Mit-
wirkung von Kapellmeister Albert Bing (Klavier).
205. Vereinsabend. Montag, 30. Dezember 1912: Zum
Besten des Festhaus-Vereins Darmstadt: Erster Lieder-Abend
des Darmstädter Vokalquartetts: Frau Sofie Schmidt-
IIIing (Sopran), Fräulein Else Diefenthäler (Alt), Franz
Müller (Tenor) und Alfred Stephani (Bass), unter
Mit-
wirkung von Hofkonzertmeister Ernst Schmidt (Klavier).
Beitrittserklärungen bittet man schriftlich an Herrn Rat H. Sonne,
Grüner Weg 99, zu richten. Der Beitrag für den Rest des
Jahres 1912 beträgt 8 Mk.,für einen Sperrsitzplatz 12 Mk.
Ein Sperrsitzplaan liegt bei Heinrich Arnold,
Wilhelminen-
strasse 9, zur Einsicht auf.
(20452
Der Vorstand.
SoLoNstT
Samstag, den 5. Oktober 1912, im Mathildenhöhſaale=
Dieburgerſtraße 26, abends 8½ Uhr
3. Stiftungsfeſt
unter Mitwirkung der „Turngeſellſchaft Darmſtadt”, des Herrn
Ph. Mechler, Salonhumoriſt, mit vollſtändig neuem Repertoir und
der Kapelle des Garde=Dragoner=Regiments Nr. 23.
im Vorverkauf à 25 Pfg. ſind zu haben bei den
Eintrittskarten Herren Poter Fuchs, Dieburgerſtraße 26, August
Schäfer, Friſeur, Alexanderſtraße 16, und Gsorg Fuchs, Landgraf=
Georgſtraße 64. Abends an der Kaſſe 30 Pfg.
(*7793
Gartenbadverem Darmstadt.
Monatsverſammlung
Donnerstag, den 3. Oktober, abends 8 Uhr, im „Fürſtenſaal”.
Tagesordnung:
1. Ueber Edelſchmuckdahlien (Ref. Herr W. Grimm);
2. Ueber Einwinterung der Gemüſe (Ref. Herr Halbritter).
Die Abgabe der Freiloſe geſchieht nur gegen Vorzeigung der
Mitgliederkarte und wird mit Eröffnung der Sitzung geſchloſſen.
Der Vorstand.
20498)
Turngemeinde Darmſtadt.
Protektor Se. Königl. Hoheit der Grossherzog
Unſeren Mitgliedern zur Kenntnis, daß
Eintrittskarten
für die am 12. u. 13. Oktober ſtattfindenden
Gründe .
Jahn-Feier-Veranstaltungen
bei unſerem Hausmeiſter bis zum 5. Oktober erhältlich ſind.
Zahlreiche Beteiligung ſehr erwünſcht.
20506)
Der Vorstand.
Deutscher und Oesterreichischer
Apenbeten
Sektion Darmstadt (E. V. Gegründet 1870)
Freitag, 4. Oktober 1912, abends 8½ Uhr,
Iim Alpenvereinszimmer in der Restauration Sitte, Karlstrasse:
Monats-Versammlung.
Vortrag des Herrn W. Notti: Wanderungen in den
Dolomiten, im Zillertal und in den Hohen Tauern.
Die Familienangehörigen der Mitglieder und eingeführte
(20486
(Gäste sind willkommen.
Der Vorstand.
Herzliche Einladung
zu den Vorträgen des Herrn E. Schumacher
über
Das freie, volle und ewige Heil in Jeſu Chriſto
vom 29. September bis 6. Oktober
jeden abend 8½ Uhr
imSaale Waldstrasse 18.
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Ab Messel: 119 320 51 644 74 etc.
Orpheum
Telephon 389.
Heute
Mittwoch, 2. Okt.
Beginn
ſensetelerte
Eröffnungs-Spielplan:
Princé
Harf
der weltberühmte
Mlenschen-Affe
Chart Hleidlet sicht nie
ein Mensch
Charly isst und trinkt
wie ein Mensch
Charly rauchtCigaretten
wie ein Mensch
Charlyentkleidet sich
und geht zu Bett
wie ein Mensch
Charlyist Kunst-
Rad-
fahrer und
Roll-
schuhläufer
Charlylebtnicht ineinem
Käfig, sondern in
der Wohnung u.
mit der Familie
seines Besitzers.
Charly erregt überall
das allergrösste
Aufsehen u. bildet,
wo er sich
produ-
ziert, das
Stadt-
gespräch!
Charly’s
aussergewöhn-
liche Intelligenz
begreift nur
der-
jenige, der ihn
aufder
Bühnege-
schen hat!
Minn Kawern
Drahtseil-Akt.
The 6 little girls
Tanz- u. Gesangs-Ensemble
Trio Chlarotto
Musikal-Akt.
Georg Kaiser
Humorist.
Les Aubert’s
Mod. Tänze. (20528
Rolf Holba
Manipulator.
Olga Gregg u. Sheffield
Humor. Scene „In der Bodega‟.
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Programm
zu dem am Mittwoch, den
2. Okt., von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Leib=Drag.=Regts. Nr. 24.
1. Jäger=Marſch von Th. Kruſe.
2. Ouverture zur Oper „Leichte
Kavallerie” von F. v. Suppé.
3. „Valse Brune” von M. Krier.
4. Zuſammengeſtellte Stücke aus
der Oper „Tannhäufer” von R.
Wagner. 5. Im ſchönen
Elb=
florenz”, Salon=Mazurka von L.
Schröder. 6. Bayeriſcher
Defilier=
marſch von A. Scherzer.
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in fabelhafter, unbegreiflicher Vollendung.
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Die Macht der Suggestion. Spiritismus und Antispiritismus.
Allerlei Indiskretionen aus der Werkstatt der falschen Medien.
Geister-Materialisationen u. Photographien. Dieneueren spirf.
tistischen Phänomene. Eusapia Paladino. Telepathie. Wunder
des menschlichen Gehirns. Anormales Gedächtnisvermögen.
Rechenkünste. Psschologische Studien. Fakir-Wunder.
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zinationen. IIIusionen. Spiritistische Sitzung. Phänomenale
Gedankenübertragune etc. etc. — Karten zu 3, 2 und 1 Mk. in
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Damen-Orchester.
Stets freier Eintritt.
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ſowie im Verzinnen von
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Ab heute
Neues Programm
unter anderem:
Im
Hinterhalt
Ein Geſellſchaftsroman
in 2 Akten.
Derneue Arzt
Reizende amerik. Komödie.
Der Todessprung
aus Liebe.
Senſationsdrama.
Der Kleine Willy
Humoreske.
Hochintereſſante
Wochenchronik des R.-I.
Ernstu. Scherzaufeinem
Llopddampfer. Natur.
— Einlagen.
Großherzogl. Hoftheater
Mittwoch, den 2. Oktober 1912.
20. Ab.=Vorſtellung. C5.
Der Freiſchutz.
Romantiſche Oper in 3 Aufzügen
von Carl Maria von Weber.
Muſikal. Leiter: Richard Lert.
Spielleiter: Emil Valdek.
Perſonen:
Ottokar, böhm.
. Otto Semper
Fürſt
Kuno, fürſtlicher
Erbförſter .
Auguſt Kräger
Agathe, ſ. Tochter G. Geyersbach
Aennchen, e. Ver=
. Kathar. Jüttner
wandte .
Max, 1 Jäger= Karl Jahn
Kaſpar, 1burſchen Alfred Stephani
Hede Schaub
Erſte
Zweite Braut= Maya Longin
Dritte 7 jungfer Johan. Kaſten
Vierte
Ein Eremit:
Erika Hartmut
L. Schützendorf
Kilian, ein Bauer Karl Bernhardt
.Emil Kroczak
Erſter
Zweiter 1 Jäger . Adolf Klotz
. Ludwig Indorf
Dritter
Samiel, d. ſchwarze
. Guſtav Semler
Zäger
Nach d. 1. u. 2. Aufz. je läng. Pauſe.
Kleine Preiſe:
Proſzeniumsloge 5.10 M.,
Mittel=
loge 5.10 M., Balkonloge 4.60 M.,
I. Rang 4.10 M., II. Rang: 1.—6.
Reihe 2.05 M., 7. u. 8. Reihe 1.65 M.,
Sperrſitz: 1.—13. Reihe 3.60 M.,
14.—20. Reihe 3.10 M., Parterre:
1.—5. Reihe 2.25 M., 6.—8. Reihe
1.85 M., I. Galerie 1.05 M., II.
Ga=
lerie 0.55 M.
Anfang 7 U. — Ende 10½ U.
Kartenverk. v. 9½ —1½ u. v. 6 U. an.
Vorverkauf für die Vorſtellungen:
Donnerstag, 3. Okt. 21. Ab.=
Vorſt. A 6. Die Nibelungen.
Zum erſten Male wiederholt:
Drite Abteil.; Kriemhilds
Rache‟. Kleine Preiſe.
An=
fang 7½ Uhr.
Freitag, 4. Okt. 22. Ab.=Vorſt.
D 5. Zum erſten Male
wieder=
holt: „Die ſchöne Helena.”
Gew. Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Samstag, 5. Okt. 23. Ab.=Vſt.
C 6. „Wilbelm Tell” (
Schau=
ſpieh). Kl. Preiſe. Anf. 7 Uhr.
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Gutenberg=
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Gutenbergſtraße 37. Möbelſpedition.
Telephon 2050.
Seite 22,
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 2. Oktober 1912.
Nummer 232.
KofeKe
in Milch, Kakao, Suppen oder R
Semisen die bestgeeignefe,
eicht verdauliche u. nahrhaffe
Krankenkost.
Luftfahrt.
sr. Die Teilnehmer an dem Flugmotoren=
Wettbewerb um den vom deutſchen Kaiſer geſtifteten
50000 Mark=Preis und andere wertvolle Ehrenpreiſe ſind
jetzt im einzelnen zuſammengeſtellt worden. Im ganzen
wurden 24 Firmen mit 65 Motoren zugelaſſen. Die
Mo=
toren zerfallen in zwei Gruppen, und zwar in luftgekühlte
und in waſſergekühlte Motoren. Die Bewerber, die
zum Teil eine ganze Reihe von Motoren anmeldeten,
ſind: Daimler=Motorengeſellſchaft Stuttgart=
Untertürk=
heim; Benz u. Ko.=Mannheim; Hilz Motorenfabrik
Düſſeldorf; Motor= und Laſtwagen=Aktiengeſellſchaft
Aachen; Argus=Motorengeſellſchaft m. b. H. Berlin=
Reinickendorf; Hans Windhoff, Apparate= und
Maſchi=
nenfabrik, G. m. b. H., Schöneberg=Berlin;
Fahrzeug=
fabrik Eiſenach; Rheiniſche Aerowerke Düſſeldorf=
Ober=
kaſſel; Gebrüder Stoewer=Stettin; Baſſe und Selve,
Altena in Weſtfalen; Neue Automobilgeſellſchaft Berlin=
Oberſchöneweide; W. Schroeter, Delitzſch; Flugwerke
Deutſchland München=Milbertshofen;
Stahlmotoren=
geſellſchaft Ernſt Jähniſch u. Ko., Berlin; Robert
Con=
rad, Berlin; Emil Freytag, Zwickau i. S.; Wilhelm
Kieling=Frankfurt a. M.; Bräuer u. Ko., Chemnitz i. S.;
Boyeriſche Motoren= und Flugzeugwerke, Nürnberg;
O. Schwade u. Ko., Erfurt; Erich W. Stürmer,
Leh=
nin i. M.; A. Horſch u. Ko., Zwickau i. S. und „Kruk”,
Motorengeſellſchaft, Berlin. Die meiſten Motoren ſind
Viertaktmotoren, doch finden ſich auch mehrere
Zwei=
takt= und Rotations=Motoren darunter. Die
Zylinder=
zahl ſchwankt zwiſchen 4 und 14 und die Pferdeſtärken
zwiſchen 50 und 115 Ps.
— Ein neuer 10000 Mark=Preis für einen
Flug von Berlin nach Paris wurde von der Firma
A. Batſchari=Baden=Baden dem Reichsflug=Verein
Ber=
lin zur Verfügung geſtellt. Der Preis iſt international
gedacht, wird alſo demjenigen Flieger jeder beliebigen
Nationalität zufallen, der an einem Tage, d. h. eine
Stunde vor Sonnenaufgang und eine Stunde nach
Sonnenuntergang, die Strecke Berlin=Paris als erſter
zurücklegt.
** Berliner Herbſt=Flugwoche. Der
zweite Tag der Berliner Herbſt=Flugwoche am Montag
war ſportlich reicher an Ereigniſſen als der erſte Tag.
Vor Beginn der Wettbewerbe, als es noch recht böig war,
flog bereits Hanuſchke, allerdings außer Wettbewerb,
da er wegen ſeines franzöſiſchen Motors nicht an der
Flugwoche teilnehmen darf. Von drei Uhr an wurde
dann der Start für den Dauerwettbewerb, den
Höhen=
preis und den Wettbewerb für den kürzeſten Anlauf
frei=
gegeben. Im Dauerwettbewerb war wieder der junge
Wrightflieger Sedlmayr mit 2 Stunden 2 Minuten
der Sieger des Tages. Sedlmayr blieb trotz der
hef=
tigen Böen, die anfangs herrſchten, von 3 Uhr ab mit
einer Unterbrechung zum Benzinnachfüllen bis zum
Schluß um ½6 Uhr in der Luft. Von den geſtarteten 20
Fliegern für dieſen Wettbewerb erreichten u. a. Mohns
(Wright) eine Flugdauer von 1 Stunde 54 Minuten,
Boutard (M. B.=Taube) 1 Stunde 42 Minuten, Friedrich
(A. F. G.=Taube) 1 Stunde 26 Minuten, Hild (Dorner)
1 Stunde 25 Minuten und Grade (Grade) 1 Stunde
1 Minute. Im Höhenpreis bewarben ſich nur drei
Flie=
ger. Fokker erreichte auf ſeinem Eindecker eigener
Konſtruktion mit Paſſagier eine Höhe von 1995 Metern.
Er dehnte ſeinen Flug dann über Berlin bis zur
Fried=
richſtraße aus, wo ſein Erſcheinen in dieſer großen Höhe
allerdings nur von wenigen beobachtet werden konnte.
Stoeffler erreichte 1570 und Roſenſtein 835 Meter Höhe.
Am intereſſanteſten war der Wettbewerb um den Preis
des Kriegsminiſteriums für den kürzeſten Anlauf, um
den ſich Büchner (Aviatik=Doppeldecker), Thelen (
Alba=
tros=Doppeldecker), Rupp (Albatros=Doppeldecker) und
Keidel (Rumpler=Taube) bewarben. Mit kriegsmäßiger
Belaſtung mußten die Flieger auf einer beſtimmten
An=
laufbahn ſtarten. Büchner gebrauchte zum Anlauf
nur 65,09 Meter und Rupp 71,80 Meter. Die Verſuche
von Thelen und Keidel wurden nicht gewertet, da beide
die 90 Meter=Marke überſchritten.
* Einen ſiebenmaligen Flug Rund um
Paris vollführte der franzöſiſche Aviatiker Dancourt,
und zwar im Wettbewerb um einen Preis von 5000
Francs, der vom Generalrat des Departements Seine
für denjenigen Flieger ausgeſetzt wurde, der bis zum
Ende dieſes Jahres im Laufe eines Tages am
häufig=
ſten Paris auf einer beſtimmten Strecke, die etwa 100
Kilometer lang iſt, zu umkreiſen vermag. Dancourt
be=
nützte einen Borel=Eindecker mit 50pferdigem Motor
und führte ſieben Flüge mit jedesmaligem Start und
Ziel in Jeuviſy aus. Im ganzen legte er 800 Kilometer
zurück und iſt ſomit erſter Auwärter auf den Preis.
Sport.”
* Pferde=Rennen. Hoppegarten. Emilius=
Rennen; 5000 Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1. Herrn
Buggenhagens Saul (Bleuler), 2. Sturmflut (
Gagel=
mann), 3. Veſtalin (H. Teichmann). Tot. 15:10, Pl. 11,
12:10. Unpl.: Orontos. Ueberlegen 3—4 Lg. — Preis
von Fredersdorf; 5000 Mark, Diſtanz 1200 Meter: 1.
Ge=
ſtüt Gürzenichs Tampa, erkl. (Ted Rice), 2. Nikias (G.
Janek), 3. L’Amour (Shurgold). Tot. 76110, Pl. 21, 13,
14:10. Unpl.: Ortrecht, Dryade (4), Jasmin, Waſſerrecht,
Vorhand, Orinoco, Iſolde, Hebron, Rubel, Sieglinde,
Blücher, Grünrock. Leicht 1—1½ Lg. — Heidemann=
Memorial; 6200 Mk., Diſt. 2400 Meter: 1. Hrn. C. Caßlers
Lancaſter (Archibald), 2. Carino (Janek), 3.
Pilgrams=
berg (F. Bullock). Tot. 56110, Pl. 15, 16, 13:10. Unpl.:
Piccolo (4), Roſella, Lockenkopf, Burgunder, Pacific,
Vorwand. Kampf, Kopf-½ Lg. — Herzog von
Rati=
bor=Rennen; 13000 Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1.
Frei=
herrn von Oppenheims Cſardas, erkl., (Ted Rice), 2.
Me=
taſtaſio (Janek), 3. Blumenſegen. Tot. 31:10, Pl. 24, 12,
25:10. Unpl.: Nachtſchatten, Komet, Blautopaz,
Vene=
tia (4). Sicher ½—½—½ Lg. — Preis der Mark; 25000
Mark, Diſtanz 1800 Meter: 1. Herrn F. C. Krügers
Eccolo (Raſtenberger), 2. Papyrus (Weatherdon), 3.
Sa=
voy the Firſt (F. Bullock). Tot. 70110, Pl. 22, 41, 24:10.
Unpl.: Taftjoy (4), Octopus, Maruſchka, Mansfeld,
Do=
nora, Sherlock Holmes, Marius, Joſeph II, Lerobi, Bande=
—½ Lg.
rilla, Induſtrie, Mars, Hock. Sicher ½
Wilamowitz=Rennen; 15000 Mark, Diſtanz 2400 Meter:
1. Herrn von Weinbergs Fervor (Janek), 2. Flaminio
(J. Lane), 3. Oſtſee (F. Bullock). Tot. 14:10, Pl. 13,
33:10. Unpl.: Feſttarock (4), Rex II, Waſſerlilie. Sehr
ſicher ½—3—4 Lg. — Durchgänger=Rennen; 9600 Mark,
Diſtanz 1400 Meter: 1. Geſt. Graditz Flagge (F. Bullock),
2. Sultan Saladin (H. Teichmann), 3. Rahana (Wurſt).
Tot. 16:10, Pl. 15, 18:10. Unpl.: Siskin (4), Haſard.
Sicher 1—4 Lg.
* Lawn=Tennis. Der Lawn=Tennis=
Städtewett=
kampf Hamburg=Berlin, der am Sonntag von
einer verhältnismäßig ſchwachen Berliner Mannſchaft in
Hamburg beſtritten wurde, ergab den Sieg von
Ham=
burg im Einzelpreis mit 1214 Spielen und 24115 Sätzen,
und im Doppelſpiel 711 (14:4).