Die heutige Nummer hat 14 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Der Herzog Franz Joſeph in Bayern iſt
im Alter von 24 Jahren geſtorben.
Der Juſtizausſchuß des Bundesrats triſtt
in den nächſten Tagen zuſammen, um die von Bayern
gewünſchte „authentiſche Interpretation” des
Je=
ſuitengeſetzes zu beraten.
Im Prozeß Borchardt=Leinert beantragte
der Staatsanwalt gegen Borchardt 5 Wochen
Ge=
fängnis und gegen Leinert 200 Mark
Geld=
ſtrafe. Nach längeren Ausführungen der Verteidiger
und einer Replik des Staatsanwalts wurde die
Verhandlung auf Dienstag vormittag 10½ Uhr
vertagt.
Der 19. Internationale Friedenskongreß,
zu dem 400 Teilnehmer erſchienen, wurde am Sonntag
in Genf mit einem glänzenden Empfang eröffnet.
Geſtern haben die Wahlen zur vierten
ruſ=
fiſchen Duma ſtattgefunden.
Volkszählung.
n Als weitere Ergebniſſe der
Volkszäh=
lung vom 1. Dezember 1910 werden die
Staatsan=
gehörigkeit der Bevölkerung, das Reljgionsbekenhnis
der Bevölkerung und die Bevölkerung, nach
Geburts=
jahren und Familienſtand veröffentlicht.
Von den 64 925993 ortsanweſenden Perſonen waren
63 664341 Reichsangehörige, 1259873
Reichs=
ausländer (716 994 männliche und 542879
weib=
liche) ſowie 1779 Perſonen, deren Staatsangehörigkeit
nicht ermittelt iſt. Seit der Zählung im Jahre 1905 hat
die Zahl der Reichsausländer um 231313 zugenommen.
Mehr als die Hälfte aller Ausländer, nämlich 634983,
waren Oeſterreicher ihnen folgen die Niederländer mit
144 175, dann die Ruſſen mit 137697, die Italiener mit
104 204 und die Schweizer mit 68 257. Auf dieſe fünf
Staaten zuſammen entfallen mehr als ¾ (86,5 v. H.) aller
Reichsausländer. Eine recht große Zahl von Ausländern
wurde im Rheinland ermittelt, nämlich 205056 (darunter
94 249 Niederländer, 58891 Oeſterreicher und 21135
Italiener). Im Königreiche Sachſten wurden 188 469
Ausländer (darunter 159615 Oeſterreicher), in Bayern
134 122 (darunter 104 980 Oeſterreicher) gezählt. Weitere
Gebiete mit viel Ausländern ſind Schleſien, Weſtfalen,
Elſaß=Lothringen, Brandenburg, Berlin und Baden.
Bei der Ermittelung des
Religionsbekennt=
niſſes wurden 6 Gruppen unterſchieden. Das
evange=
liſch Bekenntnis zählte 39991 4211, das römiſch=
kathe=
liſche 23821453 und andere chriſtliche Bekenntniſſe
283946 Anhänger. Iſratliten wurden 615021 gezählt
und anderen nicht chriſtlichen Religonen gehörten 2114 an.
Außerdem wurden 205900 „Perſonen anderen
Bekennt=
niſſes” ermittelt. Von 6138 Perſonen war das
Reli=
gionsbekenntnis nicht angegeben worden. Die
Alters=
gliederung der männlichen und weiblichen
Bevölke=
rung iſt nach Geburtsjahren angegeben. Bei den vor
1896 geborenen Perſonen iſt außerdem angeführt, wieviel
ledig, verheiratet, verwitwet oder geſchieden waren. Ein
Vergleich des jetzigen Altersaufbaues mit dem zur Zeit
der Volkszählung vom Jahre 1900 läßt erkennen, daß die
Altersſtufen in ungleicher Weiſe an Zahl zugenommen
haben. Die geſamte Bevölkerung iſt in den 10 Jahren
um 15,18 v. H. angewachſen. Ein ſchnelleres Wachstum
weiſen die Altersſtufen 10 bis 20 Jahre (18,13 v. H.),
30 bis 40 Jahre (21,71 v. H.), 40 bis 50 Jahre (19,37 v.
H.) auf. Auch die Zahl der über 70 Jahre alten
Per=
ſonen hat ſchneller zugenommen als der Durchſchnitt der
geſamten Bevölkerung, nämlich um 16,81 v. H. Dagegen.
bleiben hinter dem durchſchnittlichen Wachstum zurücf
die Altersſtufen unter 10 Jahren (11,12 v. H.) und die
Stufen 20 bis 30 Jahre (10,93 v. H.), 50 bis 60 Jahre
12,92 v. H.), 60 bis 70 Jahre (14,65 v. H.).
Auch die Anteile der verheirateten und
der unverheirateten Perſonen haben ſich
ein wenig verſchoben. Die Zahl der
Verhei=
rateten iſt ſtärker gewachſen als die der
Ledi=
gen und der Verwitweten. Seit der Zählung vom Jahre
1900 ſind die Ledigen um 13,65 v. H., die Verheirateten
um 18,56 v. H. und die Verwitweten und Geſchiedenen
um 10,27 v. H. gewachſen. Schließt man die Perſonen
unter 15 Jahren (genauer unter 14½ Jahren) aus, ſo
waren die Anteile der 4 Familienſtände an der
er=
wachſenen Bevölkerung am 1. Dezember 1900: Ledige
37,99 v. H., Verheiratete 53,18 v. H., Verwitwete 3,58 v.
H., Geſchiedene 0,25 v. H.; am 1. Dezember 1910: Ledige
37,37 v H.. Verheiratete 54,25 v. H., Verwitwete 8,06 v.
H., Geſchiedene 0,32 v H. Im Vergleich zur geſamten
Bevölkerung hat die Zahl der Verheirateten ſeit
Grün=
dung des Reichs um mehr als 2 v. H. zugencmen. Der
Anteil der Verheirateten an der Geſamtbevölkerung war
im Jahre 1871 gleich 33,54 v. H., im Jahre 1880 gleich
33,99 v. H., im Jahre 1890 gleich 33,93 v. H., im Jahre
1900 gleich 34,76 v. H. und im Jahre 1910. gleich 35,78 v. H.
Ein ſozialdemokratiſches Ketzergericht.
* Auf dem Chemnitzer Parteitag wurde, wie ſchon
mitgeteilt, der Genoſſe Hildebrand wegen Ketzerei
aus der Partei ausgeſchloſſen. Der
Be=
ſchwerdeausſchuß des Parteitages hatte dieſen Ausſchluß
mit 5 gegen 4 Stimmen gutgeheißen; und zwar mit
folgender Begründung:
Hildebrand ging mit ſeinen Anſichten von ganz
an=
dern Grundlagen aus als die Partei, indem er vor allen
Dingen ſagte, daß das ſoziale Endziel nicht dazu
ver=
helfen können, die Arbeiter aus den Händen des
Kapi=
talismus zu befreien. Er verwerfe den Klaſſenkampf
und bezeichne als das entſcheidende die Sicherung der
Bauerngrundlage. Hildebrand habe die Grundlage der
Partei verlaſſen, demnach ſei man verpflichtet, ihn aus
der Partei auszuſchließen. Ein Sozialdemokrat müſſe
ſich darüber klar ſein, daß es eine Ueberbrückung und
Verſöhnung der Gegenſätze zwiſchen den Arbeitern und
dem Bürgertum nicht gebe. Es ſei ein Ehrenzeugnis für
die Solinger Arbeiterſchaft, daß ſie ſich der Anſicht
Hilde=
brands gegenüber ablehnend verhalten habe. Die
Sozial=
demokratie ſei kein Aſyl für politiſche Obdachloſe.
Sozia=
lismus und Sozialdemokratie ſeien nicht dasſelbe,
Lie=
ber wäre es der Partei geweſen, wenn Hildebrand ſelbſt
ausgetreten wäre. Da er es aber nicht getan habe, müſſe
er ansgeſchloſſen werden. Der Ausſchluß ſei kein
Ketzer=
gericht, was auch gewiſſe Kreiſe innerhalb der Partei
behauptet hätten. Keine Partei laſſe ſo viel
Meinungs=
verſchiedenheiten zu, wie die Sotzialdemokratie.
Dem Berichterſtatter der Mehrheit der Kommiſſion
folgte als Berichterſtatter der Minderheit der Führer der
bayeriſchten Sozialdemokratie, Müller=
München. In allen Inſtanzen, die gegen Hildebrand
geſprochen hätten, habe nur eine kleine Minderheit das
Buch Hildebrands geleſen. Das Urteil des Solinger
Schiedsgerichts ſei äußerſt mängelhaft begründet worden.
Würde ein bürgerliches Gericht eine ſolche
Begründung machen, ſo würde große
Ent=
rüſtung ausbrechen. Das Schiedsgericht in Solingen
habe ſeine Arbeit in der kurzen Zeit von 3 Uhr 15 Min.
bis 6 Uhr 25 Min. beendet. In den kontradiktoriſchen
Verhandlungen in der Beſchwerdekommiſſion zwiſchen
Hildebrand und Dittmann, dem Vertreter von Solingen,
habe ſich gezeigt, daß die Grundſtimmung, von der aus
das ganze peinliche Verfahren gegen Hildebrand
ausge=
gangen ſei, auf perſönlicher Verſtimmung der
Solinger Genoſſen beruhe. Der Redner ging nun auf
das Buch Hildebrands ſelbſt ein, das weiter nichts wolle,
als eine Dämpfung des Klaſſenkampfes auf einem
Teil=
gebiet für eine beſtimmte Zeit, um ſchneller zum
End=
ziele zu kommen. Es enthalte Betrachtungen
wiſſen=
ſchaftlicher Natur, über die ſich ſtreiten laſſe, die
Hilde=
brand jetzt für eine ſpätere Epoche angeſtellt habe. Es
ſei ein verhängnisvoller Irrtum, wenn man daraufhin
hätte aburteilen wollen. Bisher habe in der
Sozial=
demokratie kein Verbot beſtanden, im Gegenwartsſtaate
Zukunftsprobleme zu erörtern. Der Redner fuhr fort:
Auch ich habe in bezug auf die Verſtaatlichung der
Pro=
duktionsmittel eine eigene Meinung, ob Sie mich
des=
wegen als Ketzer bezeichnen, wird mir gleich ſein. Meine
Anſicht iſt die, daß ſtaatliche, kommunale und private
wirtſchaſtliche Betriebe auch in ſozialiſtiſchen Staaten
nebeneinander eriſtieren können. Wenn man gegen
Per=
ſonen, die ebenfalls gegen den grundſätzlichen Teil des
Parteiprogramms geſchrieben haben, vorgehen will, ſo
wird man zu unliebſamen Zuſtänden in der Partei
kom=
men. Das Parteiprogramm iſt kein Dogma. Beweiſe
für die Anklage gegen Hildebrand ſind in keiner Weiſe
erbracht. Deshalb ſoll man der Beſchwerde Hildebrands
ſtattgeben. Die Urteile gegen Hildebrand können nicht
den Anforderungen, die man an die bürgerliche
Juſti=
ſtellt, entſprechen. Wie können wir befugt ſein, Kritik an
dem Urteil der bürgerlichen Klaſſenjuſtiz zu üben, wenn
wir den Schild unſerer Parteijuſtiz nicht blank und rein
erhalten?
Darauf erhielt Hildebrand ſelbſt das Wort.
ſeiner Verteidigungsrede beſtritt Hildebrand, daß er ſich
gegen die grundſätzlichen Forderungen der Partei
ver=
gangen habe. Er entwickelte die wiſſenſchaftlichen
Ten=
denzen ſeines Buches und beſchwerte ſich darüber, daß
ſeine Richter das Buch kaum gekannt hätten. Im Solinger
Schiedsgericht hätten drei Genoſſen ſein Buch
über=
haupt nicht geleſen. Als er das dem
Vorſitzen=
den Hofrichter=Köln geſagt habe, habe dieſer erwidert,
das ſei doch ein Vorzug, um ſo unbeeinflußter könnten
dieſe Genoſſen urteilen.
Ehe die Debatte eröffnet wurde, verſuchte der
revi=
ſioniſtiſche Reichstagsabgefrdnete Dr. Gradnauer
die Vertagung der Entſcheidung auf den nächſten
Partei=
tag durchzuſetzen. In der Zwiſchenzeit müßte der
Par=
teitag noch fehlendes Material herbeiſchaffen. Dem
widerſprach Klara Zetkin aufs leidenſchaftlichſte,
und die radikale Mehrheit ſchloß ſich ihr an. Die
De=
batte eröffnete der Reichstagsabgeordnete Heine, der
mit Leidenſchaft für Hildebrand eintrat. Laufenberg=
Hamburg brachte eine ganz neue Wendung in die
Ange=
legenheit, indem er vorſchlug, daß der Parteitag es bei
einer parteiamtlichen Desavouierung Hildebrands
be=
wenden laſſen ſolle. Daraufhin wurde nach lebhafter
Geſchäftsordnungsdebatte ein Schlußantrag
angenom=
men. Nach einer Folge von erregten perſönlichen Bemer=
kungen und einer längern Geſchäftsordnungsdebatte
ve=
ſtätigte der Parteitag mit großer Mehrheit den Spruch
des Solinger Schiedsgerichts. Hildebrand iſt alſo
end=
gültig aus der Partei ausgeſchloſſen. Während die
Radi=
kalen dieſe Abſtimmung mit Händeklatſchen begrüßten,
ſchüttelten die Reviſioniſten dem ausgeſchloſſenen
Hilde=
brand die Hand.
Die bürgerlichen Parteien haben keinen Grund, ſich
des Gemaßregelten anzunehmen. Wenn er zur
Sozial=
demokratie übergehen wollte, ſo mußte er wiſſen, daß in
der ſozialdemokratiſchen Partei, in der das ſtarre Dogma
herrſcht, kein Platz für eigene Meinung und eine freie
Meinungsäußerung iſt, ſondern daß jeder ſeine
Ueber=
zeugung dem Parteidogma unterzuordnen hat. Wenn
HHildebrand dies nicht konnte und ein freier Mann bleiben
wollte, hätte er ſelbſt aus der Partei austreten ſollen.
Deutſches Reich.
— Der Reichstag vollzählig. Nachdem
in Schlettſtadt am 16. September die Reichstagserſatzwahl
getätigt wurde, iſt jetzt der ſeltene Fall zu verzeichnen,
daß ſämtliche 397 Reichstagsmandate beſetzt ſind.
Aus=
ſchließlich der infolge Doppelwahl notwendig gewordenen
Nachwahl in Pleß=Rybnik am 3. Februar fanden bisher
nicht weniger als ſieben Erſatzwahlen ſtatt. Das
Zen=
trum behauptete drei Sitze, Siegkreis=Waldbröl,
Saar=
burg=Merzig=Saarlouis und Münſter=Koesfeld, das
el=
ſaß=lothringiſche Zentrum den Wahlkreis Schlettſtadt. Die
Fortſchrittliche Volkspartei verteidigte erfolgreich Varek=
Jever und der Bayeriſche Bauernbund Pfarrkirchen.
Nur der Wahlkreis Hagenow=Grevesmühlen ging in
an=
deren Beſitz über. Er wurde vom Freiſinn den
Konſer=
vativen abgenommen. Je drei Mandate waren durch
den Tod des bisherigen Inhabers und
Mandatsnieder=
legung erledigt. Das Mandat für Hagenow war für
ungültig erklärt worden.
— Die Matrikularbeiträge. Durch die
Preſſe ging kürzlich die Nachricht, daß eine Aufhebung
der Matrikularbliträge gelegentlich der Verhandlungen
über die Beſitzſteuerfrage in Ausſicht genommen iſt.
Dieſe Nachricht wird als unzutreffend bezeichnet. Es
be=
ſtehe keine Abſicht, die Frage der Matrikularbeiträge
neuerlich aufzurollen, und es wird weder an ihre
Auf=
hebung noch an ihre ſogenannte Veredelung gedacht.
— Die Interpretation des
Jeſuiten=
geſetzes. Der Juſtizausſchuß des Bundesrats tritt in
den nächſten Tagen zuſammen, um die von Bayern
ge=
wünſchte „authentiſche Interpretation des
Jeſuiten=
geſetzes” zu beraten. Als Material liegen ihm vor die
Denkſchrift des Reichsjuſtizamts, die Eingabe der
baye=
riſchen Biſchöfe und die ſoeben eingegangene Eingabe der
preußiſchen Biſchöfe um Aufhebung des Jeſuitengeſetzes.
Die Verhandlungen werden ſtreng vertraulich geführt.
Man erwartet, daß Freiherr v. Hertling ſeine Anſicht im
Bundesrat perſönlich vertreten wird.
Ausland.
Italien.
Zuſammenkunft zwiſchen dem König
von Italien und dem öſterreichiſchen
Thronfolger. Zu der Nachricht, daß der König
von Italien ſich an Bord des Kriegsſchiffes „Lombardia‟
zu einer Kreuzfahrt im Adriatiſchen Meer begeben und
dabei mit dem öſterreichiſchen Thronfolger
zuſammen=
treffen werde, wird ſeitens der Behörden mitgeteilt, daß
der König den großen Manövern bei Udine, beiwohnt
und das befeſtigte Lager von Meſtre beſucht, die
Hafen=
bauten beſichtigt, der Kunſtausſtellung einen Beſuch
ab=
ſtattet, den Campanile beſteigt und am Sonntag wieder
abreiſt. Der König werde ſpäter noch einmal nach
Venedig zurückkehren, bei dieſer Gelegenheit ſei dann ein
Beſuch des öſterreichiſchen Thronfolgers beim König in
Venedig wahrſcheinlich.
Frankreich.
Keine Zuſammenkunft zwiſchen
Fal=
lieres und König Alfons. Nach einer Meldung
der Agence Havas aus San Sebaſtian hat der Miniſter
des Aeußern Garcia Prieto das Gerücht, König Alfons
und Präſident Falliéres würden bei der Einweihung
des Tunnels von Canfranc zuſammentreffen, als
unbe=
gründet erklärt.
Aus Marokko. Nach einem Bericht des Matin
aus Rabat glaubt General Liautey, daß die gegenwärtig
in Marokko ſtebenden 50000 Mann ſamt den demnächſt
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. September 1912.
Nummer 225.
Laucht des Fürſten zu Pendurz und Bübingen zur
Be=
ſichtigung des Büdinger Waldes. Die Tagung, die durch
ein herrliches Herbſtwetter begünſtigt war, begann mit
einer geſelligen Vereinigung am Abend des 19.
Septem=
ber. Am folgenden Tage fand ein Ausflug in die
fürſt=
liche Oberförſterei Büdingen ſtatt, bei der Seine
Durch=
laucht in überaus freundlichem Entgegenkommen die
Wagen zur Verfügung ſtellte und am Geisweiher die
Verſammlung zu einem Frühſtück einlud. Die Damen
brachte auf einem anderen Weg eine Reihe von Wagen
nach dem Frühſtücksplatz. Die Exkurſion führte durch
ein in forſtlicher als auch landſchaftlicher Beziehung höchſt
reizvolles Revier und einen mit Damwild wohlbeſetzten
Wildpark und zeigte den Teilnehmern eine muſterhaft
verwaltete Oberförſterei. Am Abend vereinigten ſich die
Teilnehmer zu einem Feſteſſen im Hotel Stern. Der letzte
Tag war ausgefüllt durch die Behandlung verſchiedener
laufenden Vereinsangelegenheiten, wie Aufnahme in den
Verein, Kaſſenbericht, Vorſtandswahl uſw., und durch den
Bericht des fürſtlichen Forſtmeiſters, Herrn Blitz aus
Büdingen, über die Buchenhochwaldwirtſchaft des
Bü=
dinger Waldes und ihre Ueberführung in den
Nutzholz=
miſchwald. Einem Gabelfrühſtück im Hotel Fürſtenhoſ
ſchloß ſich ein Spaziergang mit Damen durch das
Jäger=
tal nach der Klippe an. Damit endigte eine gut beſuchte
und durchaus wohlgeleitete Tagung des Forſtvereins.
Den Damen und den Herren war durch die Beſichtigung
des Schloſſes, des Schloßgartens und des reizvollen
Städtchens während der unbeſetzten Stunden angenehme
Unterhaltung geboten und durch den Beſuch der
Wander=
tag=Ausſtellung manche Anregung gegeben, ſo daß ſie ſich
gern der ſchönen Tage von Büdingen erinnern werden.
Für die nächſte Tagung des Forſtvereins für das
Groß=
herzogtum Heſſen im Jahre 1914 iſt Alzey in Ausſicht
genommen.
K. Schlitz, 21. Sept. Unſerem Feſtbericht über die
Feier des 1100jährigen Orts= und Kirchenjubiläums iſt
noch nachzutragen, daß zur Erinnerung an dieſen
denk=
würdigen Tag von Prinz Auguſt Wilhelm von Preußen
unter Aſſiſtenz des Großherzogs und der Großherzogin
von Heſſen im Schloßgarten, in nächſter Nähe der
Kaiſer=
eiche, eine Linde gepflanzt wurde.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 22. Sept. Heute mittag fand im
feſtlich geſchmückten Bürgerſaal des Berliner Rathauſes
aus Anlaß der 50=Jahrfeier des Berliner
Steno=
graphenvereins Gabelsberger und der
Ein=
führung des Stenographieſyſtems Gabelsberger in
Ber=
lin unter dem Ehrenvorſitz des Oberbürgermeiſters
Wermuth ein Feſtakt ſtatt. Die Feſtrede hielt Reichs=
und Landtagsabgeordneter Stadtrat Fiſchbeck. Er
legte die große Bedeutung der Stenographie für die
Staats= und Gemeindeverwaltung, für das
Gerichts=
weſen und vor allen Dingen für Handel und Induſtrie
dar und forderte, daß die Kurzſchrift in den höheren
Schulen eingeführt und in den Verwaltungsorganen
ausgiebig verwandt würde. Nach den
Beifallskund=
gebungen von den Vertretern verſchiedener fremder
Sy=
ſteme und ſtenographiſcher Körperſchaften betonte
Pro=
feſſor Pfaff=Darmſtadt die Notwendigkelt der
ſtenographiſchen Bewegung im Intereſſe der Wiſſenſchaft
und der Volkswirtſchaft bis zur Erlangung der
Reichs=
einheitsſtenographie. — Ueber das ſchon gemeldete
Un=
glück auf der Siegesſäule wird folgendes
mitgeteilt: Eine Berliner Kino=Firma wollte
heute mittag auf der Siegesſäule eine. Aufnahme
herſtellen, den Abſturz eines jungen Mannes vohr der
Kuppel mit einem Fallſchirm. Das Polizeipräſidium
hatte die Erlaubnis zu der Aufnahme gegeben, doch
ver=
bot die ſtändige Miniſterial=Baukommiſſion die
Abhal=
tung dieſer Probe. Der Wärter der Siegesſäule war
ausdrücklich angewieſen worden, niemand paſſieren zu
laſſen. Trotzdem gelang es der Geſellſchaft, ſich Zutritt
zu verſchaffen. Oben öffneten ſie eigenmächtig das
Git=
ter und der junge Mann ſprang mit dem Apparat in
die Tiefe. Der Fallſchirm verſagte aber und der
Schauſpieler ſchlug auf das 30 Meter tiefer liegende
Dach der Säulenhalle, wo er vollſtändig zerſchmettert
liegen blieb. Die Feuerwehr mußte alarmiert werden.
Dieſe hatte aber eine ſchwere Arbeit, da ſie mit den
mechaniſchen Leitern nicht zu der Unglücksſtelle gelangen
konnte. Es mußten Steckleitern herbeigeſchafft werden,
mit deren Hilfe man endlich den Leichnam bergen konnte.
Man ſchaffte ihn nach dem Leichenſchauhauſe. Der Name
des jungen Schloſſers iſt Ernſt Bittner aus
Char=
lottenburg. Die Beauftragten der
Kinematographen=
geſellſchaft nahmen die Fortſchaffung des Toten mit
ihren Apparaten auf, obwohl vom Publikum dagegen
leb=
haft proteſtiert wurde. — Oskar Mannheimer, der
Mitinhaber des großen Konfektionshauſes V.
Mann=
heimer, wollte ſich geſtern im Jagdwagen auf ſeine
Jagd nach Tieckow in der Mark begeben. Auf der Fahrt
entlud ſich plötzlich das Gewehr, das er, vermutlich nicht
geſichert, zwiſchen ſeine Beine geſtellt hatte. Die Kugel
drang in die rechte Wange und blieb im Schädelknochen
ſtecken. Der Tod trat auf der Stelle ein. — Das 18½
Geviertruten große Eckgrundſtück Leipziger Straße
Nr. 113 und Mauerſtraße iſt für 2750000 Mark, alſo zu
120000 Mark für die Geviertrute, durch
Vermittlung der Firma Julius M. Bier verkauft
wor=
den. Der Preis ſtellt, laut Konfektionär, einen „
Rei=
im Berliner Grundſtücksverkehr dar. 100000 Mark koſtete
die Geviertrute der Kranzlerecke (Unter den Linden und
Friedrichſtraße), rund 98000 Mark die des
Eckgrund=
ſtückes Jeruſalemer Straße 14 und Leipziger Straße.
Dieſe Preiſe waren bisher die höchſten in Berlin
ge=
weſen.
München, 23. Sept. Herzog Franz Joſef in
Bayern iſt heute morgen um 8 Uhr 20 Minuten
ge=
ſtorb en. Sein Zuſtand war bis heute früh unverändert
ſchlimm. Die künſtliche Atmung wurde die ganze Nacht
hindurch fortgeſetzt. Der Herzog iſt der Bruder der
Kö=
nigin von Belgien und der Prinzeſſin Rupprecht von
Bayern. Er war am 23. März 1888 geboren.
Herzog Franz Joſef war vor neun Tagen in
Poſſen=
hofen erkrankt und zwar an einer akut einſetzenden
fieber=
haften Halsentzündung. Dieſe beſſerte ſich zwar in den
nächſten Tagen, aber das Fieber blieb fortbeſtehen. Vor
drei Tagen machten ſich im urſprünglichen Zuſammenhang
mit dieſer infektiöſen Halsentzündung die erſten Zeichen
der Lähmung geltend, welche an den Füßen begann und
raſch aufſteigend die Rumpfmuskulatur und auch die
At=
mungsorgane erfaßte. Infolge des Fortſchreitens der
Lähmung nach den Atmungsorganen iſt der Tod
einge=
treten.
Ludwigshafen, 23. Sept. Geſtern abend kam es in
einer Wirtſchaft in der Maxſtraße zwiſchen Gäſten wegen
Verbandsangelegenheiten zu einer Auseinanderſetzung, in
deren Verlauf der ledige Arbeiter Ludwig Stuhlfauth,
28 Jahre alt, von hier, aus einer Browning=Piſtole einen
Schuß auf den 44jährigen, verheirateten Maurer Jakob
Boltz, Vater von 9 Kindern, abgab. Auf dem Transport
ins Krankenhaus ſtarb der Schwerverletzte. Der Täter
wurde verhaftet.
Duisburg, 23. Sept. Die Stadt bezieht jetzt Fleiſch
aus Dänemark und läßt es jeden Mittwoch und
Samstag durch hieſige Metzger verkaufen. Die Preiſe
ſchwanken zwiſchen 68 und 120 Pfennig. Ferner ſoll ein
ſtändiger Fiſchverkauf eingerichtet werden.
Dresden, 23. Sept. Das däniſche Rindfleiſch
findet ſo großen Abſatz, daß hier bereits die
Vieh=
preiſe auf dem Schlachthof herabgedrückt werden.
Wei=
tere Fleiſchtransporte werden dieſe Woche hier
eintref=
fen. Mehr als 150 Dresdener Metzgermeiſter haben ſich
zum Verkauf bereit erklärt.
Ohrdruf, 23. Sept. Im benachbarten Nauendorf
ge=
riet geſtern nachmittag in Abweſenheit der Eltern in der
verſchloſſenen Wohnung des Fabrikarbeiters Arno Bezold
ein Bett in Brand. Drei Kinder im Alter von 1 bis
4 Jahren wurden durch den entſtandenen Rauch betäubt.
Dem herbeigerufenen Arzt gelang es, das älteſte der
Kin=
der ins Leben zurückzurufen, während die
Wiederbeleb=
ungsverſuche bei den beiden anderen Kindern erfolglos
blieben.
Poſen, 22. Sept. Ueber die Ermordung des
Dr. Blume wird weiter folgendes bekannt: Dr. Bl.
hatte ſeine Gattin und deren Freund in ſeiner
Wohn=
ung übrrraſcht und gezwungen, ihm ein ſchriftliches
Ge=
ſtändnis einzuhändigen. Daraufhin wollte er ſich von
Hannover aus ſcheiden laſſen und bei der zum 1. Oktober
bevorſtehenden Ueberſiedelung ſeine Frau in Poſen oder
bei deren Eltern zurücklaſſen. An ſeinem Todestage
machte er mit ſeiner Frau zuſammen in Unterberg einen
Beſuch und ging abends mit ihr durch ein Gehölz, wo ſich
die beiden auf eine Bank ſetzten. Die Frau verſuchte
vergeblich, wie ſie erklärt, eine Verſöhnung
herbeizu=
führen, worauf ſie ihren Mann erſchoß. Dann holte ſie
Leute aus einer nahen Wirtſchaft und bat, ihr die in den
Taſchen ihres Gatten befindlichen Schlüſſel zu geben, was
aber nicht geſchah. Am nächſten Tag ward die Leiche
fortgeſchafft und bei ihr das oben erwähnte ſchriftliche
Geſtändnis gefunden. Die Mörderin ſoll ſchon vor ihrer
Verheiratung einen leichtſinnigen Lebenswandel geführt
haben.
Rom, 23. Sept. Die Haifiſche ſind im
Mittel=
meer zwar nicht zu Hauſe, finden ſich aber doch nicht
ſel=
ten als unwillkommene Gäſte ein. In der Meerenge von
Meſſina wie am Strande des Tyrrheniſchen Meeres treten
ſie ab und zu auf und ſetzen gelegentlich die Sommergäſte
dortiger Seebäder in Schrecken. Vor einigen Tagen hat
ſich ein junger Rieſenhai (Selache maxima) in der
Nähe des Badeſtrands von Nettuno an der latiniſchen
Küſte gezeigt. Ein Herr und eine Dame, die etwa einen
halben Kilometer vom Lande in einer Barke fuhren,
wur=
den ſeiner anſichtig und konnten noch einen einſamen
Schwimmer, der ſich über die gewöhnliche Badeſtelle
hinausgewagt hatte, warnen und in ihre Barke
aufneh=
men. Dann verfolgten ſie das Tier das erſchöpft ſchien
und ſich nur langſam an der Oberfläche bewegte, brachten
ihm mit dem Ruder einen Schlag auf den Kopf bei, ohne
jedoch ſeiner Herr werden zu können, bis ein Fiſcherboot
herankam, deſſen Inſaſſen mit ihren Werkzeugen den Hai
harpunierten und nicht ohne Mühe an Land brachten.
Dort wurde das über zwei Meter lange und 70
Zenti=
meter dicke Tier im Triumph ausgeſtellt und von der
Be=
völkerung angeſtaunt. Fachleute verſichern, daß gerade
dieſe Gattung der Haifamilie äußerſt ſelten ſich in die
ſüdeuropäiſchen Gewäſſer verliert.
Paris, 21. Sept. Bezüglich der Nancyer Meldung,
daß Arbeiter vom Automobil der Fürſtin
Collo=
redo Mansfeld ein ſchwarz=weißes Fähnchen
weg=
geriſſen hätten, erklärte die in Paris wohnhafte, aus
England ſtammende Fürſtin einem Berichterſtatter, daß
an ihrem Automobil kein deutſches, ſondern ein
öſterreichiſches Fähnchen und ein Fähnchen
mit ihren Hausfarben befeſtigt geweſen ſeien. Dieſes
letztere ſei von Paſſanten abgeriſſen worden. Sie habe
zwar beim Präfekten Einſpruch erhoben, beabſichtige aber
nicht, die Sache weiter zu verfolgen.
Nancy, 23. Sept. Geſtern kam es in Champigneulles
zwiſchen zwei hier lagernden Zigeunerbanden zu
einer furchtbaren Rauferei, wobei von Feuerwaffen
und Meſſern Gebrauch gemacht wurde. Zwei Zigeuner
wurden getötet, zwei tödlich verletzt. Erſt der aus
Nancy und Frouard herbeigeeilten Gendarmerie gelang
es, dem Kampfe ein Ende zu machen. Viele Zigeuner
ſind verhaftet worden.
London, 22. Sept. Als ſich geſtern Winſton
Chur=
chill in ſeinem Heimatsort Slanyſtumryn befand, um
ein von ihm dem Orte geſchenktes Forſtinſtitut
einzu=
weihen, wurde er trotz aller polizeilichen
Vorſichtsmaß=
regeln von Suffragetten beläſtigt. Seitens der
Behörden waren die Suffragetten aufgefordert worden,
ſich wenigſtens bei dieſer Gelegenheit aller
Kundgebun=
gen zu enthalten. Die kampfluſtigen Weiber hielten ſich
jedoch nicht an dieſes Gebot. Sie unterbrachen den
Mi=
niſter fortwährend bei ſeiner Rede und riefen ihm
belei=
digende Worte zu. Die Kundgeberinnen kamen jedoch
diesmal an die Unrichtigen. Die empörte
Ortsbevölker=
ung riß den Weibern die Kleider vom Leibe und raufte
ihnen ganze Büſchel Haare aus. Viele Suffragetten
wur=
den zu Boden geworfen und mit Füßen getreten.
Ein Mann nahm eines der Stimmweiber und warf ſie
einfach über eine Hecke. Auf der anderen Seite wurde
ſie jedoch aufgefangen und ſo vor ſchweren Verletzungen
behütet. Da die Polizei keine Frauen mit Hundepeikſchen
oder ſonſtigen Angriffsgegenſtänden in die Nähe des
Mi=
niſters ließ, war eine der Stimmrechtlerinnen auf eine
neue Idee gekommen. Sie ſtand anſcheinend mit leeren
Händen da. Als ſich der Miniſter jedoch näherte, warf
ſie ihm plötzlich einen langen Regenwurm ins
Geſicht.
Hernoſand (Schweden), 23. Sept. Das Sägewerk
Kranfors wurde geſtern abend von einer
Feuers=
brunſt heimgeſucht, die die weſtlichen Lagerplätze in
einer Länge von 1½ Kilometer vollſtändig
vernich=
tete. Das Feuer, das um ½3 Uhr nachmittags
ausge=
brochen war, war gegen 10 Uhr abends lokaliſiert. 300
Soldaten nahmen an den Löſcharbeiten Anteil. Der
Schaden iſt ſehr beträchtlich.
Petersburg, 23. Sept. In der im Bau befindlichen
Jubiläumskirche in Petersburg, die an das 300 Beſtehen der Dynaſtie Romanow erinnern ſoll,
entdeckte ein Wächter eine Höllenmaſchine, an der
ein brennendes Licht befeſtigt war. Von dem Täter fei
jede Spur.
Moskau, 22. Sept. Bei dem jetzt in Rußland
ſtatt=
findenden Automobilrennen ſtürzte der als erſter
fahrende Konſchin, der Vertreter der Opel= und Minerva=
Automobile, kurz vor dem Ziel mit ſeinem Kraftwagen.
Er geriet unter das Automobil und wurde getötet,
Saloniki, 22. Sept. Auf einer Brücke zwiſchen Kilindl
und Doiran fand ein Soldat einer Streckenwache kurz vor
der Ankunft eines nach Konſtantinopel fahrenden
Poſt=
zuges eine Höllenmaſchine am Gleiſe befeſtigt vor.
Der Zug wurde noch rechtzeitig zum Stehen gebracht.
Der Mitfahrende Haſſan=Tohſum=Bey, früherer Muteſſarif
von Ipek, entfernte eigenhändig die Höllenmaſchine, worauf
der Zug ſeine Fahrt fortſetzte.
Prozeß Borchardt=Leinert.
* Berlin, 23. Sept. Heute begann der Prozeß
gegen die preußiſchen Landtagsabgeordneten
Borchardt und Leinert wegen der tumultuöſen
Zwiſchenfälle im Abgeordnetenhauſe. Nach Aufruf der
Perſonalien begann die Verleſung des Sitzungsberichtes,
die längere Zeit in Anſpruch nahm. Abgeordneter
Bor=
chardt ſagte, er wolle vor allem der Legende
entgegen=
treten, als ob er den Zwiſchenfall irgendwie mit Abſicht
herbeigeführt habe. Er ſei nur in die Nähe der Tribüne
gegangen, weil der Abgeordnete Schifferer auf ſeine
Ausführungen zur Wahlvorlage antworten wollte. Er
habe lediglich beſſer hören wollen und habe auch nicht
allein dageſtanden, ſondern mit ihm noch gegen hundert
andere Herren und Zwiſchenruſe ſeien von verſchiedenen
Seiten gekommen. Nach ſeiner Anſicht habe der
Präſi=
dent kein Recht gehabt, ihn wegzuweiſen. Ihm ſei auch
nicht der Gedanke gekommen, einen Sturm herauf zu
be=
ſchwören. Der Abgeordnete Leinert erklärte ebenfalls, ſich
nicht ſchuldig gemacht zu haben. Als Zeuge wurde bald
darauf Polizeileutnant Kolb verhört, der die
Entfern=
ung der Abgeordneten mit ſeinen Beamten durchgeführt
hat. Er ſchildert des näheren die gewaltſame
Entfern=
ung. Auch die beiden Schutzleute, die ihm behilflich
ge=
weſen ſind, werden kurz vernommen. Auf die weitere
Beweisaufnahme wurde ſodann verzichtet.
Der Generalſtaatsanwalt Dr. Preuß
ver=
breitete ſich in längeren juriſtiſchen Ausführungen und
ſprach über eine Stunde. Am Schluſſe ſeines Plädoyers
beantragte der Generalſtaatsanwalt gegen den
Ab=
geordneten Borchardt wegen Widerſtands gegen die
Staatsgewalt 3 Wochen Gefängnis und wegen
Haus=
friedensbruch ebenfalls 3 Wochen Gefängnis. Er
bean=
tragte, die beiden Einzelſtrafen in eine Geſamtſtrafe von
5 Wochen Gefängnis zuſammenzuziehen. Gegen den
Ab=
geordneten Leinert, dem verſchiedene mildernde
Um=
ſtände zur Seite ſtänden, beantragt der
Generalſtaats=
anwalt 200 Mark Geldſtrafe.
Luftfahrt.
* Ein neues Starr=Luftſchiff. Der
In=
genieur Unger in Hannover, der ſeit mehr denn vier
Jah=
ren an der Konſtruktion eines Stahl=Luftſchiffes
arbeitet, hat ſeinen 24000 Kubikmeter Lenkbaren der
Voll=
endung nahe gebracht. Der Grundgedanke, von dem der
Erfinder ausging, war der, daß ein Luftſchiff nicht in
ſein Element eintaucht wie ein Schiff, ſondern untertaucht
wie ein Fiſch. Daher ſind Gondeln und
Maſchinenbehäl=
ter nicht an die Gasträger angehängt, ſondern eingebaut.
Der Lenkbare gleicht alſo einem Fiſch, dem ſämtliche
Floſſen bis auf die Schwanzfloſſe genommen ſind, nur die
Luftſchrauben treten aus dem Gerüſt hervor. Nach außen
tritt weiter nichts als die langgeſtreckte Schifform in die
Erſcheinung, wodurch die Stabilität erhöht, beſonders
aber der Luftwiderſtand verringert wird. Die Gaszellen
beſtehen aus Goldſchlägerhaut, deren leichtes Gewicht und
Undurchläſſigkeit von beſonderem Vorteil ſind: über das
Stahlgerippe iſt Neſſelſtoff geſpannt. Mit 150 Meter
Länge, 22 Meter größter Höhe und 16 Meter Breite wird
das Luftſchiff mit ſeinen 24000 Kubikmeter Inhalt 26 400
Kilogramm Hebekraft beſitzen. Nach ſorgfältig angeſtellten
ſtatiſtiſchen Berechnungen des Projekts durch Profeſſor C.
Leiſt von der Techniſchen Hochſchule in Hannover hat ſich
ergeben, daß das Ungerſche Stahlgerippe die ſechsfache
Feſtigkeit des Aluminiums beſitzt.
* Flugplatz Johannisthal, 23. Sept. Heute
morgen 6 Uhr ſtieg Oberleutnant Hantelmann mit
einem Offizier als Paſſagier mit einer Rumplertaube auf,
um dieſe auf dem Luftwege nach Straßburg i. E. zu
befördern.
* Johannielthal, 23. Sept. Oberleutnant
Hantelmann iſt um 8,20 Uhr in Weimar gelandet.
Nach ſeinem Wiederaufſtieg mußte er in Fulda gegen
Mittag wieder eine Notlandung vornehmen.
* Aarhus, 22. Sept. Die internationalen
Ballonwettflüge begannen heute abend mit einer
Dauerfahrt. Von deutſchen Ballons nahmen teil: „
Con=
tinental”, Führer Ingenieur Dehrike „Leipzig” Führer
Prokuriſt Wolf; „Otto Lilienthal” Führer däniſcher
Kor=
vettenkapitän Seidelin. Jeder Ballon führt einen
Paſſa=
gier. Die Luftfahrzeuge entflogen in ſüdweſtlicher
Rich=
tung.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— Der Zweck der gegenwärtigen Einſendung iſt die
Anregung der Frage, ob ein Wirt einem Jugendlichen
noch Getränke verabreichen darf, obwohl er ſieht, daß
der=
ſelbe ſich in einer ſolchen Verfaſſung befindet, daß er
ſeiner Sinne und ſeiner Glieder nicht mehr mächtig iſt.
Am Sonntag (22. September) abends, etwa um 6 Uhr,
kam ich auf dem alten Eberſtädter Weg von Darmſtadt
nach Eberſtadt. Kurz nach dem Eingang in den Ort
wurde ich Zeuge eines Schauſpiels, das geradezu Abſcheu
erregen mußte: Zwei junge Leute, etwa 17—18 Jahre
alt, führten einen wohl gleichalterigen Jungen in der
Mitte, der derart betrunken war, daß das Führen mehr
einem „Schleifen” glich. Auf die Frage, wie der Junge
in dieſen Zuſtand komme, wurde mir die Auskunft,
der=
ſelbe habe in einer Wirtſchaft im Mühltal für 80 Pfennige
Schnaps getrunken und die Begleiter ſeien nun im Begriff,
ihn nach ſeiner Wohnung zu bringen, die genau bezeichnet
wurde. Es wird in Bezug auf den Alkohol ſo viel
Ent=
haltſamkeit gepredigt; was nützt dies aber alles, wenn
ein Wirt oder deſſen Leute bei der Abgabe von
Ge=
tränken, namentlich aber an Jugendliche, nicht ſelbſt Maß
zu halten wiſſen? Vielleicht dienen dieſe Zeilen dazu, daß
ſich einer der in Betracht kommenden Vereine mit der
Sache befaßt.
T. E.
Vermiſchtes.
— Die neueſte Gabe der bei allen
Kunſtfreun=
den in hohem Anſehen ſtehenden Kunſtanſtalt
Tro=
witzſch u. Sohn in Frankfurt a. O. iſt eine farbige
Reproduktion von Corots köſtlichem „
Frühlings=
morgen” (Payſage), dieſem Juwel des Pariſer Loupre.
Wenn irgend eine Schöpfung franzöſiſcher Kunſt in
Deutſchland volkstümlich zu werden verdient, ſo iſt es
dies außerordentliche Bild. Aller ſtille Glanz und Duft
Nummer 225.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. September 1912.
Seite 3.
des jungen Flühlingstages am Weiher webdt auf dieſen
Gemälde. Das Bild iſt ein echter Corot, mit all dem
lyriſchen Stimmungszauber, der ſeine Schöpfungen
feier=
lich und lieblich zugleich macht, mit all den berühmten
Luft= und Lichtwirkungen, die dieſer feine
Naturbeobach=
ter ſo genial auf die Leinwand zu bannen wußte. Corots
„Frühlingsmorgen” darf vielleicht das ſchönſte Geſchenk
franzöſiſcher Kunſt genannt werden; jedenfalls ſpricht
das ſei wiederholt — kein anderes franzöſiſches Bild ſo
unmittelbar zum deutſchen Empfinden. Zu den „
farbi=
gen Ruhmesblättern” des Hauſes Trowitzſch u. Sohn
geſellt ſich würdig dieſer Corot, eine ſtolze Leiſtung der
hochentwickelten deutſchen Reproduktionstechnik. Der
Kenner vermißt keine Schönheit, keine Feinheit des
Ori=
ginals. Der Preis von 25 Mark für die 50malés
Zenti=
meter große Fakſimile=Wiedergabe mit unveränderlichen
Farben iſt bemerkenswert wohlfeil. — Von den ſonſtigen
farbigen Kunſtblättern, die Trowitzſch u. Sohn als Verlags=
Neuheiten erſcheinen laſſen, ſei noch Hans Hartigs
„Mondnacht” genannt, den in ihrer kraftvollen Eigenart
neben dem franzöſiſchen Genius ebenbürtig beſteht. Dann
verdient Erwähnung Franz Heckers „Winter im Dorf”
ein reizvolles Schnee=Idyll (Preis 12,50 Mark); ferner
Gebhard Fugels „Jeſus die Kindlein ſegnend”, das
chriſtlichen Familien eine erwünſchte Spende ſein wird.
Weiter möchten wir noch Hermann Kriſcheldorfs
farbenfröhliches „Tafelſtück” hervorheben, das auf der
diesjährigen Großen Berliner Kunſtausſtellung viele
Freunde gefunden hat (Preis 35 Mark), und ſchließlich
Rembrandts Saskia nach dem Original in der Kgl.
Gemäldegalerie in Kaſſel. Alle dieſe meiſterhaften
Nach=
bildungen meiſterhafter Schöpfungen, die wirkliche
Schmuckſtücke für jedes kunſtfreundliche Haus darſtellen,
ſind, wo nicht anderes bemerkt, zum Preiſe von je 25 Mk.
in jeder beſſeren Kunſthandlung erhältlich.
Literariſches.
* Macramé=Knüpfarbeit. Von Fr. Elfride
Knorr=München, die demnächſt einen Kurſus in
Ma=
cramé=Knüpfarbeit in Darmſtadt eröffnet (ſ. Anz.), wurden
uns zwei Werkchen zur Beſprechung vorgelegt, ein
Lehr=
buch für Macramé=Knüpfarbeit (1,50 Mk., Verlag G.
Hedeler, Leipzig) und eine Mappe mit neuen
Muſtern der genannten Handarbeitstechnik. Die
Aus=
führung von Knüpfereien war von jeher eine der
reiz=
vollſten Techniken, an der ſich beſonders Frauenhände
gern verſuchten. Es iſt deshalb mit Freuden zu
begrü=
ßen, daß eine berufene Künſtlerin in dem vorliegenden,
ſehr gut ausgeſtatteten Werke eine Anzahl
hervorragen=
der Arbeiten dieſer leicht zu erlernenden Technik bietet, die
dazu beitragen werden, ihr noch eine größere Beachtung
und Verbreitung zu verſchaffen und neue Freunde zu
er=
werben. Die Muſterentwürfe, ſowie ihre Auswahl und
Ausführung zeigen eine hervorragende Begabung für die
intereſſante Technik der Verknotungen, und der Gedanke,
Macramé als Auflage für ſchwere Stoffe zu verwenden,
wie z. B. in Blatt 2, 5 und 9, dürfte beſonders glücklich
und neu ſein. Auch die Abſchlußfranſenmuſter von Blatt
12 werden anregend wirken und die genauen Angaben
über die Ausführung der einzelnen Muſter dürften das
Nachbilden der Arbeiten trefflich unterſtützen. Die
Ver=
faſſerin erhielt auf der Ausſtellung „Die Frau in Haus
und Beruf” Berlin 1912, ein Ehrendiplom für
ausge=
zeichnete Leiſtungen.
In einem neuen Gewande präſentiert ſich das
Heft, mit dem die Wien er Mode ihren XXVI.
Jahr=
gang beginnt. An die Stelle der etwas veralteten
Litho=
graphie iſt der Farbenbuchdruck getreten, jenes
wunder=
bare Verfahren, das mit vier Farben — gelb, rot, blau
und ſchwarz — eine faſt unabſehbare Fülle von farbigen
Effekten geſtattet und dabei das künſtleriſche Original mit
abſoluter Treue widergibt. Wer die beiden Bilder des
farbenprächtigen Umſchlages ſieht, wird es kaum für
mög=
lich halten, daß dergleichen mit vier Drucken erzielt
wer=
den kann. Der Inhalt des Modeteiles ſchildert in
reizen=
den Bildern eine Herbſtreiſe durch das Sonnenland
Dal=
matien. Daß aber auch der Frauen nicht vergeſſen wurde,
die ſich dieſe Freude nicht gönnen können, bedarf kaum der
Erwähnung; weiß man doch, wie die Wiener Mode der
Tatſache Rechnung trägt, daß ſie das Blatt aller
Frauen=
kreiſe von der eleganteſten Modedame bis zur
beſcheide=
nen Hausfrau des Mittelſtandes, iſt. — Im reichhaltigen
Unterhaltungsteil beginnt ein Roman „Die große
Panto=
mime” von Auguſte Hauſchner, der durch die Perſon der
Heldin, eine weitberühmte Wiener Tanzkünſtlerin,
allge=
mein intereſſieren wird. Als allſeitig willkommene Gabe
bringt das Heft ein noch nirgends veröffentlichtes „
Inter=
mezzo” das der Meiſter der heiteren Muſik, Franz Lehär,
für die Wiener Mode komponiert hat.
— Ueber Land und Meer. Der reiche
Bilder=
ſchmuck, der die in Stuttgart bei der Deutſchen Verlags=
An=
ſtalt erſcheinende Zeitſchrift Ueber Land und Meer von
jeher beſonders auszeichnete, iſt auch in den uns heute
vor=
liegenden Nummern 45 bis 48 wieder zu finden. In faſt
unerreichter Fülle begleitet er den tertlichen Inhalt der
Hefte, der ebenfalls nichts zu wünſchen übrig läßt und
ſo=
zuſagen an allem herumkommt, was dem gebildeten
Leſer von Intereſſe erſcheint. Kunſt und Künſtler, Technik
und Induſtrie, Länder= und Völkerkunde, Jagd und Sport,
Heerweſen, geſchichtliche Ereigniſſe und manches andre
mehr finden in unterhaltſamen Artikeln eine anſprechende
Behandlung. Dazwiſchen hinein bringen längere und
kürzere Novellen, ſtimmungsvolle Gedichte,
beherzigens=
werte Sprüche und Aphorismen von bekannten und
an=
erkannten Autoren eine angenehme Abwechſelung, die
jeder Leſer und namentlich jede Leſerin dankbar
aner=
kennen wird.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Potsdam, 23. Sept. Vor dem Kriegsgericht
begann heute die Verhandlung gegen den
Kompagnie=
chef der 6 Kompagnie des 1. Garde=Regiments,
Haupt=
mann v Schlichten, 11 Unteroffiziere und 107
Grena=
diere ſeiner Kompagnie. Es handelt ſich um
Unregel=
mäßigkeiten beim Kaiſerpreisſchießen 1912. Die
Oeffent=
lichkeit wurde ausgeſchloſſen.
* Innsbruck, 23. Sept. Fünf reichsdeutſche
Touriſten unternahmen vorgeſtern eine Hochtour in
das Winkelkar zu der Pyramidenſpitze im zahmen
Kai=
ſer. Beim Abſtieg verirrten ſie ſich in der
Dunkel=
heit. Der Kaufmann Kahn aus München ſtürzte in
eine tiefe Schlucht, ebenſo ein Begleiter aus Augsburg,
der ihm Hilfe bringen wollte. Die Leiche Kahns
wurde geborgen. Der Augsburger wurde nur leicht
ver=
letzt.
* London, 23. Sept. Einbrecher drangen heute
in das Kanadiſche Auswanderungsbureau in Whitehall
und ſtahlen Klondyker Goldklumpen, die
dort ausgeſtellt waren. Da ſie einen kleineren Klumpen
Bold liegen ließen, ſcheinen ſie geſtört worden zu ſein.
Madrid, 23. Sept. Infantin Maria
Thereſia, Schweſter des Königs, Gemahlin des
Prin=
zen Ferdinand von Bayern, Infantin von Spanien, iſt
geſtorben.
Die Infantin Maria Thereſia iſt im Jahre 1882
geboren und ſeit 1906 mit dem Prinzen Ferdinand von
Bayern vermählt, der nach ſeiner Vermählung ſich als
Infant von Spanien in Spanien naturaliſieren laſſen
mußte. Der Ehe ſind drei Kinder entſproſſen.
— Berlin, 23. Sept. Der Bund der
Land=
wirte hat die beiden Abgeordneten Kirſten und
Krieger die im Landtage von Schwarzburg=
Rudol=
ſtadt mit für die Wahl eines Sozialdemokraten zum
Landtagspräſidenten geſtimmt haben, aus der Partei
ausgeſchloſſen.
— Erfurt, 23. Sept. Wegen eines gegen ihn
ſchwe=
benden Strafverfahrens tötete ſich in einem hieſigen
Hotel der Lehrer und Stadtverordnete Bärwolf
aus Ilmenau durch Oeffnen der Pulsadern.
— Magdeburg, 23. Sept. In der Carnallitmühls
der Alkaliwerke Weſteregeln wurden durch Zerſpringen
eines Schwungrades ein Vorarbeiter getötet
und vier Arbeiter verletzt.
H. B. Wien, 23. Sepr. Die Polizei hat umfaſſende
Maßnahmen getroffen, damit weder durch die geſtern
abend hier eingetroffenen oppoſitionellen ungariſchen
Abgeordneten noch durch die hieſige ſozialdemokratiſche
Arbeiterſchaft die Arbeiten der ungariſchen Delegation
geſtört werden. Morgen findet der feierliche Empfang
der ungariſchen und eine Stunde ſpäter derjenige der
öſterreichiſchen Delegation in der Hofburg ſtatt, bei welcher
der Kaiſer die Tagung der Delegationen mit einer
Thron=
rede eröffnen wird. In informierten Kreiſen will man
wiſſen, daß auch diesmal der Kaiſer in der Thronrede
die Friedensliebe der Monarchie beſonders hervorheben
wird. In welcher Weiſe dies aber geſchieht, iſt noch nicht
zu ſagen, da die Ereigniſſe auf dem Balkan auf die
Thronrede einwirken dürften.
— Paris), 23. Sept. Im Walde von
Fon=
kainſebleau entſtand geſtern, wahrſcheinlich durch
Fortwerfen eines brennenden Streichholzes, ein
Waldbrand, der 15 Hektar Wald vernichtete.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das Hochdruckgebiet hat ſich nordwärts ausgedehnt.
Auch Deutſchland wird noch von ihm beherrſcht. Wir
hatten daher vielfach heiteres Wetter ohne Niederſchläge.
Die Morgentemperaturen ſind wie ſeither. In Nord=
und Oſtdeutſchland fällt der Druck leicht, während er
von Südweſten her etwas ſteigt. Nach vorübergehendem
Einfluß eines Teiltiefs wird unſere Witterung wieder
den Hochdruckcharakter annehmen.
Ausſichten für Dienstag, den 24. September:
Vorübergehend Trübung, trocken, Temperatur wie ſeither.
Wie viele Kinder
werden jetzt wieder gezwungen, Lebertran zu
trinken. Gewiß meinen es die Eltern gut,
die Kinder aber werden ihnen dankbar ſein,
wenn ſie Scotts Emulſion anſtatt des Tranes
nehmen dürfen, welche bei noch größerer
Wir=
kungskraft den Kleinen gut mundet. Der
Zwang und das Sichdrücken vom Einnehmen
hört auf, fie
kommen von ſelbſt
herbei=
geſprungen zu ihrer guten
Scotts Emulſion.
Scotts Emulſion wird von uns ausſchließlich im großen
verkauft und zwar nie loſe nach Gewicht oder Maß, ſondern nur
in verſiegelten Originalflaſchen in Karton mit unſerer Schutzmarke
(Fiſcher mit dem Dorſch). Scott & Bowne, G. m. b. H., Frankfurt a. M.
Beſtandteile: Feinſter Medizinal=Lebertran 150,0, prima
Glyzerin 50,0, unterphosphorigſaurer Kalk 4,3,
unterphosphorig=
ſaures Natron 2,0, pulv. Tragant 3,0 feinſter arab. Gummi
pulv. 2.0, Waſſer 129,0 Alkohol 11,0. Hierzu aromatiſche
Emulſion mit Zimt=, Mandel= und Gaultheriaöl je 2 Tropfen.
(319875
M
Bae
Delikat, praktiſch, preiswert ſind:
Lälz
I
Reb URale.
Fabrikate in luben:
Senfe, Fisch Z Fleisch-Pasten
Beliebt für Haus, Hport u. Reiſe.
Gkkäk
Algemeine Körperschwäche
ist in unserem nervösen Zeitalter
leider ein weitverbreitetes Ubel. Wer
regelmäßig morgens und abends
Kasseler Hafer-Kakao (Nur echt
in blauen Kartons für 1 M.,
nie-
mals lose!) trinkt, kommt bald
Wieder zu Kräften.
Ich wette, Sie haben auch nicht die Zeit
ſich ins Bett zu legen, wenn Sie Halsſchmerzen
§haben, oder wenn ein Katarrh Sie quält. Machen
Sie’s alſo wie ich: Spüre ich auch nur die
ge=
ringſte Beſchwerde, dann nehme ich ſofort Fays
ächte Sodener Mineral=Paſtillen nach Vorſchrift.
1Die haben mir noch immer geholfen und ich
habe nicht eine Stunde aus dem Geſchäft bleiben
müſſen, ſeit ich die kleinen Dinger bei mir
trage. Laſſen Sie ſich raten und machen Sie’s
ebenſo! Sie werden’s gewiß nicht bereuen. Die
Schachtel kbſtet nur 85 Pfg., achten Sie aber,
daß Sie keine Nachahmung erhalten. (18624M
Aus dem Geſchäftsleben.
Der Sparſamkeitsſinn unſerer Hausfrauen wird
heutzutage auf eine harte Probe geſtellt, wenn an
Stoffen und Kleidungsſtücken die ehemals friſche Farbe
ſchwindet und an ihre Stelle ein verblaßtes und
ab=
getragenes Ausſehen tritt. In ſolchen Fällen bieten die
Brauns’ſchen Stoff= und Bluſenfarben ein
höchſt einfaches und billiges Verfahren, eigenhändig und
mit geringer Mühe den Kleidungsſtücken die glänzende
und friſche Farbe wiederzugeben. Zum Auffärben von
Gardinen eignen ſich vorzüglich die Brauns’ſchen
Cremefarben.
Ein Profeſſor ſchreibt: Ich ziehe das Fachinger
Mineralwaſſer (Königl. Fachingen) allen übrigen
ſeines guten Geſchmackes und ſeiner leichten
Verdaulich=
keit halber vor. Beſonders vorteilhaft iſt in meinen
Augen der leichte Eiſengehalt in Verbindung mit einer
erade hinreichenden Menge freier Kohlenſäure, deren
zu große Menge die Wirkung anderer Mineralwäſſer
beeinträchtigt.
Dr. med. N. N.
Familiennachrichten.
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Heute morgen 3½ Uhr entſchlief ſanft nach
längerem Leiden mein lieber Mann, unſer
guter unvergeßlicher Vater
(19912
Herr Johannes Winter
Postsekretär i. P.
im Alter von 71 Jahren.
In tiefer Trauer:
Frau Elisabeth Winter
und Töchter.
Darmſtadt, den 23. September 1912.
Die Beerdigung findet ſtatt: Mittwoch, den
25. September nachmittags 3½ Uhr, vom
Trauerhauſe Pfründnerhausſtraße Nr. 18 aus.
Kriegerverein
Darmſtadt.
Die Beerdigung unſeres
Mit=
glieds und Feldzugskameraden
Hru. Johannes Winter, Poſtſekretär i. P.
findet am Mittwoch, den 25. September,
nach=
mittags 3½ Uhr, vom Sterbehaus
Pfründner=
hausſtraße Nr. 18 aus, ſtatt.
(19898
Wir erſuchen die Kameraden von Eckhardt
bis Heppenheimer, ſowie des 2. Bezirks, ſich
dort zu verſammeln.
Der Vorſtand.
Für die uns beim Heimgange unseres lieben Gatten, Vaters,
Schwiegervaters und Grossvaters
(19852
Philivp Kahlert
erwiesene herzliche Teilnahme sagen wir innigsten Dank.
Darmstadt, 23. September 1912.
Die Hinterbliebenen.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. September 1912.
Nummer 225.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Ableben unſerer lieben Mutter (B19917
Frau Helene Meß
geb. Zinser
ſagen herzlichen Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Geschwister Meb.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
und für die liebevolle Pflege der Schweſtern im
Eliſabethenſtift bei dem ſo unerwarteten
Hin=
ſcheiden meines lieben Mannes und unſeres
guten Vaters ſagen aufrichtigen Dank. (19905
Die trauernden Hinterbliebenen:
Frau Eliſabeth Simon, geb. Schmidt,
nebſt Kindern.
Eberſtadt, Darmſtadt, den 23. September 1912.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem uns ſo hart betroffenen Verluſt unſeres
geliebten Vaters, Schwiegervaters, Großvaters,
Bruders, Schwagers und Onkels
(19910
Herrn
Fabrkkant Hoilrich Woder
ſagen wir Allen unſeren herzlichen Dank, ebenſo
für die überaus zahlreichen Blumenſpenden.
Ins=
beſondere danken wir Herrn Pfarrer D. Waitz
für die troſtreichen Worte bei der Beerdigung,
dem Pflege=Verein der Martinsgemeinde, den
Krieger=Vereinen Darmſtadt und Ernſthofen, dem
Perſonal, ſeinen Arbeitern für den ehrenden
Nach=
ruf und ihre in Dankbarkeit gewidmete
Blumen=
ſpende, ſowie Allen, die dem Entſchlafenen die
letzte Ehre erwieſen haben
Die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, im September 1912.
Dankſagung.
Für die mir beim Hinſcheiden meiner
unver=
geßlichen Frau
(19918
Marie Wolff
geb. Jordan
bewieſene herzliche Teilnahme ſpreche ich hiermit
meinen innigſten Dank aus.
Ludwig Wolff.
Darmſtadt, 23. September 1912.
Tageskalender.
Großh. Hoftheater (Ab. B), Anfang 7 Uhr: „Wenn
ich König wäre‟
Ausſtellung „Der Menſch” im Großh. Reſidenzſchloß
(geöffnet von 9 Uhr vormittags bis 10 Uhr abends).
Eugen Bracht=Ausſtellung auf der
Mathil=
denhöhe (geöffnet von 10—6 Uhr).
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße 23): Der
Untergang des Torpedobootes „( 171‟; die
Unterſee=
bootsflottille in Wilhelmshaven; die große Prozeſſion
während des Euchariſtiſchen Kongreſſes in Wien; zu
den Vorgängen im ungariſchen Abgeordnetenhauſe.
Verſteigerungslalender,
Mittwoch, 25. September.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 11 Uhr
Rundeturmſtraße 16.
Mobiliar= uſw Verſteigerung um 3 Uhr im
ſtädtiſchen Pfründnerhaus.
Dünger=Verſteigerung um 9½ Uhr in der
Dra=
goner=Kaſerne (Regt. Nr. 24), um 11½ Uhr in der
Ar=
tillerie=Kaſerne (Regt. Nr. 61).
Städtiſche Leſe= und Bücherhalle,
Louiſen=
ſtraße 20. Die Leſehalle iſt geöffnet an
Wochen=
tagen von 10—2 und von 6—9 Uhr, Sonntags von
11—1 und von 6—9 Uhr. Bücherausgabe findet
ſtatt an jedem Wochentage von ½11 bis ½1 Uhr und
abends von 6 bis 9½ Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbei agen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftoleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
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(*6088Ein Tafelklavien erhalt.,
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(*6979
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Gebr. Gasherd bill. abzug.
Eliſabethenſtr. 14, II. (*6991
Kurſe vom 23. September 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
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Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,00
3½ Deutſche Reichsanl. . 88,80
78,75
do.
3
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99,80
3½ do. Conſols . . . 88,80
78,50
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 100,00
do.
3½
93,50
do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100,00
do.
87,30
3½
77,00
do.
4 Hamburger Staatsanl. 99,90
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 100,25
4 do. do. (unk. 1918) 99,80
do.
3½
87,20
do.
3
77,00
3 Sächſiſche Rente . . . . 78,75
4 Württemberger v. 1907 100,00
3½
do. v. 1875 93,00
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 100,10
1¾ Griechen v. 1887 . . 56,25
3¾ Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 90,10
4 do. Goldrente . . . 94,70
4 do. einheitl. Rente 86,10
3 Portug. unif. Serie I 64½
3 do. unif. Ser. III 67,70
3 do. Spezial . . . . 10,00
5 Rumänier v. 1903 . . 101,50
4 do. v. 1890 . . 95,70
4 do. v. 1905 .
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 90,50
4 do. v. 1902 . . . . 90,90
4½ do. v. 1905 . . . . 100,40
3½ Schweden
4 Serbier amort. v. 1895
4 Türk. Admin. v. 1903 83,10
4 Türk. unifiz. v. 1903 90,80
4 Ungar. Goldrente . . . 89,6.)
4 do. Staatsrenzte. . . 87,30
InProz.
Zf.
5 Argentinier
.100,20
4
do.
88,50
4½ Chile Gold=Anleihe . 93,50
5 Chineſ. Staatsanleihe . 100,00
do.
4½
4½ Japaner . . . . . . . 94,30
5 Innere Mexikaner . . . 93,60
3
do.
59,50
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,10
5 Gold=Mexikaner . . . . 99,40
3 Buenos Aires Provinz 70½
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 163,50
5 Nordd. Lloyd . . . . . 130,00
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 127,00
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 116,00
8 Baltimore und Ohio . 110,25
6½ Schantungbahn . . . 136½
64 Luxemb. Prince Henri 161½
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 21,75
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Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger . . 70,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik .
. 539,75
14 Chem. Fabrik
Gries=
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.260,50
30 Farbwerke Höchſt . . 647,25
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 354,00
10 Cement Heidelberg . . 153,25
30 Chem. Werke Albert 471,00
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz
. . . . . 352,50
4 Lahmener . . . . . . . 126.00
iedte
Inprot
Divid.
71 Schuchert, Nürnberg 160½
12 Siemens & Halske .237,00
5 Bergmann Electr. . . 139,25
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 167,50
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30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 619,90
10 Maſchinenf. Badenia 179,50
6 Wittener Stahlröhren 219,50
8 Steana Romana Petr. 155,00
15 Zellſtoff Waldhof . . 243,00
12½ Bad. Zucker=
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häuſel . . . . . . . 207,00
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 118,00
3 Südd. Immobilien . 64,00
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12 Aumetz=Friede . . . . 194,60
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 238,50
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb.
. . . 183,50
10 Gelſenkirchener . . . . 214,50
8 Harpener . . . . . . . 204,50
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 282,75
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
. 94,60
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4 Laurahütte . . . . . . 180,00
10 Kaliwerke Aſchersleben 176,75
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7½ South Weſt Africa 142,00
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3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 88,10
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 99,80
4 Eliſabethbahn, freie . . 93,00
4 Franz=Jofefs=Bahn . . 91,00
3 Prag=Duxer . . . . . . 75,10
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn . 92,90
do.
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 100,00
4
do.
78.00
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St.
2¾/10 Oeſt. Südb. (Lomb.) 54,40
3 Raab=Oedenburg . . . 78,80
4 Kronprinz Rudolfbahn
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 88,00
4½ Moskau=Kaſan . . . 97,30
88,00
do.
4 Wladichawchas
97,80
4 Rjäſan Koslow .
87,80
3 Portugieſ. Eiſenb.
77,60
do.
71,80
2½ Livorneſer .
69,75
3 Salonique=Monaſtir . 63,20
4 Bagdadbahn .
83,30
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 96,80
4 Miſſouri=Pacific.
73,30
4 Northern=Pacific
99,20
4 Southern=Pacific
94,30
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 85,30
5 Tehuantepec . . .
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 199,50
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . .
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 170,75
6½ Darmſtädter Bank . 123,40
12½ Deutſche Bank . . . 258,00
6 Deutſche Vereinsbank . 122,70
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 117,10
10 Diskonto=Kommandit 188,50
8½ Dresdener Bank . . 156,50
9½ Frankf. Hypoth.=B. 215,00
6½ Mitteld. Kreditbank 119,10
7 Nationalb. für Deutſchl. 125,00
7 Pfälziſche Bank . . . . 127,00
5.86 Reichsbank . . . . . 135,00
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,00
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 120,40
7½ Wiener Bankverein . 135,00
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S. 21, . . . . . 99.20
Zußron
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . . 88,50
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 52 .
99,00
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 98,50
3½
87,50
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,90
3½
do.
88,00
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
. . 99,40
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23 . . . . . . . . . 99,60
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—
88,00
S. 3—5
87,80
S. 9—11
87,90
4 Meininger Hyp.=Bank 99,00
3½
do.
88,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1921) . . 97,40
3½ do. (unk. 1914) . . 88,00
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,90
do.
3½
89,20
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . . . . —
3½ do.
89,30
4 Frankfurt
99,90
do.
94,80
4 Gießen
31
do.
37,50
4 Heidelberg
98,50
3½ do.
88,20
4 Karlsruhe
98,20
3½ do.
88,00
4 Magdeburg
99,90
3½ do.
4 Mainz
98,50
do.
4 Mannheim
98,40
3½ do.
88,20
4. München .
99,50
3½ Nauheim
4 Nürnberg.
99,60
do.
88,00
4 Offenbach .
Iu Prei.
5f.
3½ Offenbach . . . . . .
4 Wiesbaden . . .. . 100,00
8½ do.
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3½ Cöln=Mindner , 100 134,00
3 Holl. Komm. . fl. 100
3 Madrider . . Fs. 100 —
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 136,10
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 175,00
3 Oldenburger . . . . . . 125,60
2½ Raab=Grazer fl. 159 113,10
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80,85
Holländiſche Noten.
169,85
Italieniſche Noten .
80,20
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Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. September 1912.
Seite 7.
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Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. September 1912.
Nummer 225.
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28)
Mit geringſchätzigem Lächeln aber hatte Chriſta die
ſchon am nächſten Tage nach ihrer Abreiſe von Talheim
eintreffende Verlobungskarte aus der Hand gelegt, und
dieſes Lächeln verdichtete ſich zu einem leiſen Lachen, als
es ihr einfiel, wie glückſtrahlend Ella ſein würde, daß ſie
dieſen Mann ihren Bräutigam nannte. Hoffentlich würde
Ella aber auch wirklich glücklich! Sie ahnte wohl nicht,
wie ſie ſo ſchnell zu dieſem Bräutigam gekommen war.
Chriſta durchſchaute Schmettwitzens Manöper, und es.
nahm ihr den letzten Reſt von Achtung vor ihm.
Was für entſetzliche Stunden und Tage lagen hinter
ihr! Eine Kette von Aufregungen, Demütigungen und
quälenden Vorwürfen.
Erſt nach einem langen Umwege war ſie nach der
Szene mit Schmettwitz ſo weit geweſen, der Mutter unter
die Augen zu treten. Als ſie in der kleinen Villa, in
der ſie mit dieſer wohnte, ankam, fand ſie die Mutter,
wahrſcheinlich infolge des Briefes, den ſie mit nervöſen
Händen zuſammengeballt hatte und auf dem Chriſta die
Schriftzüge Schmettwitzens erkannte, über das im Walde
Vorgefallene bereits unterrichtet.
Erzähle! herrſchte ſie die Tochter an, und ihre Stimme
zitterte vor Erregung.
Chriſta empfand förmlich körperlichen Schmerz bei
dieſem Ton. Wenn die Mutter ein warme Wort
ge=
funden hätte, wenn ſie ſie in die Arme genommen und
geſagt hätte: Mein Kind, meine Liebe zu Dir ließ mich
ſo handeln, dann wäre alles gut geworden. So aber
flammte Empörung und Unwillen in Chriſta empor. Sie
geriet außer ſich, ließ ſich hinreißen, und ſo ward jedes
Wort, das ſie ſprach, eine Anklage wider die Mutter.
Ruhig, in jedem Wort wohl abgewogen trotz der
Aufregung, in die ſie Chriſtas Benehmen verſetzte, kamen
die Antworten aus Frau von Leerſens Munde. Sie
ver=
teidigte ſich nicht, aber ſie klagte Chriſta an.
Da verſtummte Chriſta, nicht weil die Mutter ſie
da=
von überzeugt hatte, daß ſie unrecht gegen ſich ſelbſt und
gegen die Ihrigen mit dieſer Weigerung, Schmettwitzens
Frau zu werden, gehandelt habe, ſondern darum, weil ſie
nun einſah: es gab kein Verſtehen zwiſchen ihr und der
Mutter.
Lange wartete Frau von Leerſen auf ein abbittendes
Wort von Chriſtas Lippen. Aber dieſes Wort kam nicht,
und da ſetzte ſich eine grollende Bitterkeit in ihrem Herzen
gegen die Tochter feſt. Bei jeder Gelegenheit kam dieſe
zum Ausbruch, beſonders dann, wenn Beſuche dageweſen
waren und wohlmeinende Bekannte und Freunde es
nicht an „kleinen” Spitzen wegen der nicht zuſtande
ge=
kommenen Verlobung Chriſtas fehlen ließen. Nur
ſchlecht konnte man ſeine geheime Schadenfreude
ver=
bergen. In allen Tonarten wurde das Glück Ella von
Werterns geprieſen, wobei man natürlich durchſchimmern
ließ, daß man allerdings erwartet hätte, eine andere
junge Dame der Geſellſchaft als Braut des Herrn von
Schmettwitz beglückwünſchen zu können. Er ſei ja eben
immer ein gewiſſenloſer Don Juan geweſen. Das habe
er jetzt wieder bewieſen. Aber die Damen wären doch
mit ihm zuſammen in Talheim geweſen, da wüßten ſie
ſicher Näheres über die Braut und die Details dieſer
über=
raſchenden Verlobung. Allerdings ſeien ja die Herr=
ſchaften, wie man ſich erzähle, einen Tag nach dieſer
Ver=
lobung abgereiſt.
Frau von Leerſen ließ ſich nichts davon merken, wie
ſehr ſie ſich über dieſe Infamien ärgerte. Freundlich
lächelnd erzählte ſie, was ſie über den intereſſanten Fall
wußte. Daß Chriſta dieſem Herrn ſchon einige Monate
vorher einen Korb gegeben habe, ließ ſie gelegentlich auch
mit einfließen — aber das glaubte ihr natürlich niemand.
Sie fühlte und empfand das. Ihr Stolz, daß man nun
in allen Häuſern über die peinliche Angelegenheit ſprach
und ſich ins Fäuſtchen lachte über die fehlgeſchlagenen
Hoffnungen der Leerſens, litt auf das empfindlichſte. Ihre
Mißſtimmung wurde immer tiefer, und Chriſta mußte
ſie entgelten.
Aber es kam noch ſchlimmer, viel ſchlimmer. Zur
hellen Flamme lohte die Empörung in ihr empor, als ſie
aus dem Munde des gänzlich faſſungsloſen Karl Auguſt
erfuhr, welcher weitere Schlag ihnen durch die Weigerung
Chriſtas, Schmettwitz zu heiraten, drohte.
In feiger Angſt hatte Karl Auguſt mit dieſem
Ge=
ſtändnis bis zum letzten Augenblick gezögert, im ſtillen
hatte er immer noch gehofft, Schmettwitz würde anſtändig
ſein und das Geld nicht mit einem Male haben wollen.
Er hatte ſchon wiederholt an ihn geſchrieben, aber bisher
keine Antwort erhalten. Ein Bekannter hatte ihm dann
im Klub von Schmettwitz’ Reiſe nach Amerika erzählt,
und er hatte aufgeatmet.
Tags darauf aber erlebte er ſchon die grauſamſte
Enttäuſchung. Ein ihm unbekannter Herr ließ ſich bei
ihm melden und präſentierte ihm im Namen ſeiner Firma
—— es war ein kleines Bankhaus des denkbar ſchlechteſten
Rufes — ſeine Schuldſcheine und forderte deren ſofortige
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. September 1912.
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meraden halfen nicht mehr aus. Er ſtand bei den meiſten
ſowieſo gleichfalls tief in der Kreide. Wechſel, die er,für
die Scheine anbot, lehnte die Firma ab. Bar Geld wollte
man haben. Nur mit Mühe erlangte Karl Auguſt einen
Aufſchub bis zum nächſten Tage. Erfolgte dann keine
Zahlung, ſo würde man ſich, wie der Ueberbeinger der
Scheine erklärte, genötigt ſehen, die Sache beim
Komman=
deur zu melden.
Karl Auguſt rang, als er allein war, verzweifelt die
Hände. Was ſollte nun werden? Er wußte keinen
Aus=
weg.
So fand ihn ſeine Mutter. Beunruhigt über den ſo
frühen Beſuch dieſes „Herrn”, den ſie zufällig auf dem
Korridor getroffen hatte und der auf ſie einen wenig
vertrauenerweckenden Eindruck machte, kam ſie, um zu
fragen: was es denn eigentlich wäre. Seit ihrem
Zer=
würfnis mit Chriſta wandte ſie Karl Auguſt ihre ganze
Liebe zu. Der würde ſie nicht enttäuſchen, der war
Art=
vem ihrer Art!
Nicht gegen ihn, der in unverzeihlichem Leichtſinn
Tauſende verſpielt und ſo ſeine ganze Exiſtenz und
Stel=
lung in Frage geſtellt hatte, wandte ſich ihr Zorn,
ſon=
dern gegen Chriſta, die ihren armen, unglücklichen Bruder
mit einem Wort hätte retten können!
Pfui, über Dich und Deinen Egoismus! Nun treibſt
Du Deinen Bruder aus ſeiner Karriere und vielleicht in
den Tod! ſchleuderte ſie der Tochter entgegen. Sie haſtete
„an der weinenden Chriſta vorbei in ihr Schlafzimmer,
um mit zitternden Händen den letzten Schmuck
zuſammen=
zuraffen, den ſie noch beſaß. Mach’ alles zu Gelde!
drèngte ſie Karl Auguſt. Der aber ſtürzte ihr zu Füßen.
Mutter, wie ſoll ich Dir danken!
Dann war er fortgeeilt. Niedergeſchlagen und bleich,
mit ſchwankenden Schritten war er nach langen Stunden
wiedergekommen. Nur zum Teil konnten aus dem Erlös
der in einer größeren Nachbarſtadt verſetzten Edelſteine
die Schulden gedeckt werden. Nach langen, inſtändigen
Bitten erſt hatte ſich der „Bankier” bereit erklärt, für den
Reſt Deckung zu nehmen. Aber auch das nur, wenn
Ex=
zellenz die Wechſel mit unterzeichne.
Mit feſten Zügen unterſchrieb Frau von Leerſen die
Akzepte. Oſtentativ in Chriſtas Gegenwart tat ſie es.
Während ihre Hand, ohne zu zittern, über das Papier
glitt, ſagte ſie bitter: Und wenn ich es mit meinem
Herzblut unterzeichnen müßte, ich täte es, denn lieber
gebe ich mein Leben hin, ehe ich einen Makel auf unſeren
Namen fallen ließe.
Mama, ich habe Dich doch gebeten, daß ich von
Ge=
heimrat Mehner Geld holen dürfte von meinem Erbteil.
Ich hätte doch ſo von Herzen gern Karl Auguſt geholfen.
Solche Worte Chriſtas wies Frau von Leerſen kühl
und achſelzuckend mit dem Bemerken zurück, daß Chriſta
ihre Opferwilligkeit in der Familie ja am beſten durch die
Heirat mit Schmettwitz hätte beweiſen können. Hätte
man durch die Annahme der Wechſel keine Friſt verlangt,
ſo würde man das Anerbieten Chriſtas wohl angenommen
haben. So aber bewies man Chriſta, daß man auf ihre
„Großmut” verzichtete und außerdem: Geheimrat Mehner
erfuhr nichts von dieſer unglücklichen, Karl Auguſt ſo
ſchwer bloßſtellenden Angelegenheit. Und das war es ja
gerade, was hauptſächlich vermieden werden mußte!
Für Karl Auguſt aber exiſtierte Chriſta fortan kaum
noch. Er war fertig mit ihr. Sie war eine kalte
Egoiſtin.
Von dem Bruder gemieden, von der Mutter nur
mit den nötigſten Worten bedacht, ſchlich Chriſta umher
wie eine Geächtete. Selten verging eine Nacht, wo ſie
nicht unter Tränen einſchlief. Der einzige Zufluchtsort,
wo ſie ſich ſonſt Troſt geholt hatte, das Jerlingſche Haus,
war verſchloſſen. Ada weilte mit ihrem Vater und
Joachim, der jetzt einige Wochen Urlaub hatte, in einem
kleinen Fiſcherdorfe auf Rügen. Mit keinem Wort aber
verriet Chriſta in ihren Briefen an den Bruder und die
Freundin, was ſie litt. Es wäre ihr klein und
ſelbſt=
ſüchtig vorgekommen, durch nutzloſes Klagen jenen die
Stunden des Glückes ihres Beiſammenſeins zu trüben.
So rang ſie ſich allein durch, durch all die ſchwere
Zeit. Sie wurde allmählich fühllos gegen die
Stiche=
leien der Mutter, und die höhnenden Blicke Karl Auguſts
prallten an ihr ab.
Immer brennender, immer größer aber ward der
Wunſch in ihr, ſich freizumachen und dieſem ſich immer
unerträglicher geſtaltenden Leben ohne Inhalt, und der
Entſchluß, doch=Künſtlerin zu werden, reifte immer mehr
in ihr heran. Mit fieberhafter Gier ſtürzte ſie ſich auf
ihre Bücher; ihr eigenes Leid, ihr eigener Schmerz fanden
einen Ausgleich darin, ſich fremde Schickſale zu eigen zu
machen und ſie verſtändnisvoll nachzufühlen.
Die friſchen, roten Farben, die ſie ſich in Talheim
geholt hatte, ſchwanden, ihre vollen Wangen wurden
bleich und ſchmal, aber etwas Willensſtarkes leuchtete jetzt
aus ihren ernſt gewordenen Augen. Sie ſah einen Weg
vor ſich, den ſie über kurz oder lang würde gehen müſſen.
Das half ihr über das häusliche Elend hinweg=
(Fortſetzung folgt.)
Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
38 II.
Dieuslag, 21. Sehtender.
1912.,
Bekanntmachung.
Die abſchriftlich nachſtehende Bekanntmachung des Herrn Reichskanzlers bringen
wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis.
Darmſtadt, den 20. September 1912.
(19895
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung,
betreffend Regelung des Ueberganges der Befugniſſe von dem Großherzoglichen
Landesverſicherungsamt in Darmſtadt auf das Reichsverſicherungsamt.
Mit Zuſtimmung des Großherzoglich Heſſiſchen Miniſteriums des Innern
be=
ſtimme ich:
1. Die dem Großherzoglichen Landesverſicherungsamt in Darmſtadt
reichsgeſetz=
lich übertragenen Befugniſſe gehen vom 1. Oktober 1912 auf das
Reichsverſicherungs=
amt über.
2. Die Erledigung der am Tage dieſer Bekanntmachung bei dem
Großherzog=
lichen Landesverſicherungsamt anhängigen und ſpäter anhängig werdenden Reviſions=
der Invalden= und Hinterbliedenenverſicherung übernimmt das
Reiche=
verſicherungsamt.
Andere, insbeſondere aus dem Gebiete der Unfallverſicherung bis zum 30.
Sep=
tember 1912 anhängig werdende Sachen wird das Großherzogliche
Landesverſicherungs=
amt noch kunlichſt erledigen. Die am 1. Oktober 1912 noch nicht erledigten Sachen
ſind unverzüglich an das Reichsverſicherungsamt abzugeben.
3. Das Großherzogliche Landesverſicherungsamt wird diejenigen Sachen, welche
ſich auf die Durchführung der Reichsverſicherungsordnung beziehen, insbeſondere die
Genehmigung der Satzung der land= und forſtwirtſchaftlichen Berufsgenoſſenſchaft für
das Großherzogtum Heſſen, auch vor dem 1. Oktober 1912 alsbald nach dem Eingang
an das Reichsverſicherungsamt abgeben.
4. Das Reichsverſicherungsamt wird ſich wegen Abaabe der Akten und Erteilung
von Auskünften mit dem Großherzoglich Heſſiſchen Miniſterium des Innern in
Darmſtadt in Verbindung ſetzen.
5. Dieſe Beſtimmungen ſollen in dem „Deutſchen Reichsanzeiger” und in der
„Darmſtädter Zeitung” veröffentlicht werden.
Berlin, den 7. September 1912.
Der Reichskanzler.
Im Auftrage:
gez. Dr. Wuermeling.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Boxer. 1 Jagdhund, 1 Dobermann (zugelaufen). Die
Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier
aus=
gelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet
dortſelbſt jeden Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(19865
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Herbſtmeſſe 1912.
Unter Bezugnahme auf § 366 Ziff. 10 St.=G.=B., Ark. 264 Pol.=
St.=G. und Art. 129 b Abſ. 2 der Städteordnung wird für die Dauer
der diesjährigen auf dem ſtädtiſchen Gelände gegenüber dem
Hallen=
ſchwimmbad ſtattfindenden Herbſtmeſſe folgendes angeordnet:
1. Es iſt verboten, durch die Reihen der Schau= und
Verkaufs=
buden zu reiten oder mit Fuhrwerken irgend welcher Art,
namentlich auch mit Fahrrädern. zu fahren.
2. Ueber die an das vorerwähnte Gelände grenzenden Straßen
(Lindenhof=, Mühl= und Landgraf=Georgs=Straße) darf nur
im Schritt gefahren oder geritten werden.
Darmſtadt, den 18. September 1912.
(19724soi
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Verſteigerungs-Anzeige.
Mi twoch, den 25. September 1912,
vormittags 11 Uhr,
werden im Pfandlokale Rundeturmſtraße 16 (Zur Roſenhöhe)
ver=
ſchiedene Möbel, darunter:
Büfett, Kredenz, Schreibtiſche, Diwans, Kleiderſchränke,
Pianino, Trumeauſpiegel, Sofas, Kommode, ferner
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theke und Schränke, 7 eiſerne Samenbehälter, Kopierpreſſe,
48 Poeſie= und Tagebücher, 50 Kaſſetten Briefpapier,
30 Photographie=Albums, 20 Wandſprüche (
Brand=
malerei), 10 Dutzend Aktenmappen, Reiſeneceſſaires,
Schreibmappen, 150 verſchiedene Spazierſtöcke, 62
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ſchiedene Ruckſäcke, 10 verſchiedene Teeſervice in Nickel,
pierteilig, 430 Portemonnaies in Kaſten, 60 verſchiedene
Türvorlagen, 148 Cocosläufer, Matten und Teppiche,
4 Knabenanzüge und 1 Pferd
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zwangweiſe verſteigert.
Berbert, Großh. Gerichtsvollzieher.
Georgenſtraße 11, I.
Großh. Ludwig=Georgs=Gymnaſium und
Vorſchule der beiden Gymnaſten.
Anmeldungen für das Ludwig=Georgs=Gymnaſium und die
gemeinſame Vorſchule des Ludwig=Georgs=Gymnaſiums und des
Neuen Gymnaſiums nimmt der Unterzeichnete Mittwoch, den
9. Oktober, von 9—12 Uhr, im Direktorzimmer des Ludwig=Georgs=
Gymnaſiums (Karlſtr. 2) entgegen; dabei ſind Geburtsſchein,
Impf=
ſchein und gegebenen Falls Abgangszeugnis der bisher beſuchten
Schule vorzulegen. — Wenn die Eltern ſchriftliche Anmeldung
vor=
ziehen, erbitten wir ſie bis zum 5. Oktober.
(19880a
Die Großh. Direktion.
Dr. Mangold.
SFröbelsemmar
des Hessischen Diakonie-Vereins zu Darmstadt.
Der neue Kursus zur Ausbildung von Kindergärtnerinnen
(Erzieherinnen) und Kindergartenleiterinnen beginnt am 16.
Ok-
tober 1912. Aufgenommen werden Schülerinnen von 16 bis
25 Jahren. Mündliche oder schriftliche Auskunft und
Anmel-
dungen finden im Seminar statt bis zum 28. September. Vom
28. September bis 14. Oktober nur schriftlich unter der Adresse
des Seminars.
Ausserdem findet im Seminar, Eichbergstr. 26, am 26. und
27. September eine Ausstellung von Schülerinnenarbeiten
statt, zu der in der Zeit von vormittags 9—1 Uhr u.
nachmit-
tags von 3—6 Uhr jedermann herzlich eingeladen ist. (19878im
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Der regelmäßige Verkauf des
Stalldüngers in der Artillerie=
Kaſerne am Beſſunger Weg
be=
ginnt wieder am 25. ds. Mts.,
um 1150 Vormittags in der bis=
(19849
herigen Weiſe.
I. Abteilung
Feldartillerie=Regts. Nr. 61.
Oeffentliche Impfung.
Unentgeltliche Impf= und
Nach=
ſchautermine finden, ſolange
Be=
dürfnis, jeden Mittwoch,
nach=
mittags von 5 Uhr ab, im
Schul=
haus in der Rundeturmſtraße
für im Vorjahr geborene, ſowie
für ältere mit der Impfung im
Rückſtande verbliebenen Kinder
ſtatt.
(13179a
Darmſtadt, den 11. Juni 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Jaeger.
Die Ausübung des Wieſen= und
Feldſchutzes in der Gemarkung
Darmſtadt.
Der mit Verſehung des Wieſen
wärterdienſtes auf der ſtädtiſchen
Pallaswieſe betraute Wilhelm
Hirſch und der als Hilfsfeldſchütze
eingeſtellte Georg Schmidt hier
ſind von dem Großherzoglichen
Kreisamt Darmſtadt auf den
Wieſen= und Feldſchutz verpflichtet
worden.
(19831oi
Darmſtadt, 19. September 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Jgeger.
Steuer=Erhebung.
Das 3. Ziel der
Gemeinde=
ſteuern für das Rechnungsjahr
1912 iſt, bei Vermeidung der
Mah=
nung, bis Ende dieſes Monats
an den Werktagen, vormittags von
8 bis 12½ Uhr, hierher zu
ent=
richten.
Im Intereſſe raſcheſter
Ab=
fertigung an den Zahlſchaltern
wird gebeten, die Gelder
abge=
zählt bereit zu halten.
Darmſtadt, 11. September 1912.
Die Stadtkaſſe.
Koch. (19111a
Bekanntmachung.
In dem Konkursverfahren über
den Nachlaß des Ingenieurs Karl
Philipp Ludwig Doll in
Darm=
ſtadt iſt zur Abnahme der
Schluß=
rechnung des Verwalters, zur
Prü=
fung der nachträglich angemeldeten
Forderungen und zur
Beſchluß=
faſſung der Gläubiger über die
Genehmigung
1. des mit der Ehefrau des
Karl Benz in Darmſtadt
abgeſchloſſenen
Hausver=
kaufs,
2. des in der Sache Konkurs
Doll gegen den Nachlaß der
Frau Landgerichtsaſſeſſor
Göt Witwe in Darmſtadt
abgeſchloſſenen Vergleichs
Termin auf:
Samstag, 19. Oktober 1912,
vormittags 10 Uhr,
Zimmer Nr. 217.
(19885
anberaumt worden.
Darmſtadt 20. September 1912.
Der Gerichtsſchreiber
Großherzoglichen Amtsgerichts I.
Pferde= Verſteigerung.
Donnerstag, 26. September,
vormittags 9 Uhr,
werden auf dem Hofe der Kaſerne
Eſchollbrückerſtraße 24 ca. 25 bis
30 überzählige Dienſtpferde
öfent=
lich meiſtbietend gegen Barzablung
(19991
verſteigert.
Train=Bataillon Nr. 18,
Darmſtadt.
Dünger=Verkauf.
Donnerstag, 26. September,
von 950 vormittags ab,
werden an der Reitbahn,
gegen=
über der Kaſerne des Dragoner=
Regiments Nr. 24, ungefähr
fünf=
zig Haufen Matratzenſtreu
öffent=
lich meiſtbietend verſteigert.
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Nummer 225.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. September 1912.
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Wenn ich König wäre!
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Akten von Adolphe Adam.
Muſikal. Leiter: Richard Lert.
Spielleiter: Emil Valdek.
Perſonen:
Moſſoul, König v.
Goa . . . . . . . . Otto Semper
Prinz Kadoor, ſein
Vetter
.Georg Weber
Aug. Globerger
Zephoris
Fiſcher
Piféar
.Karl Bernhardt
Zizél, Küſtenauf=
. L. Schützendorf
ſeher .
Atar, Kriegsmin. Auguſt Kräger
Neméa, Kuſine d.
Königs
.. Olga Kallenſee
Zelide, Schweſter
des Zephoris . . Kathar. Jüttner
Iſſalim, Leibarzt
des Königs . . . Willi André
Der Großadigar . Engelb. Zimber
Erſter
Fritz Lang
Zweiter= 2 . . . Br. Waigandt
Dritter . . . Adolf Klotz
Vierter
. Ludw. Indorf
Ein Sklave . . . . Franz Geibel
Die Tänze im 2. Akt, von Helene
Thiele=Leonhardt einſtudiert,
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Adelheid Croneberg u. den Damen
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14.—20. Reihe 3.30 M., Parterre:
1.—5. Reihe 2.80 M., 6.—8. Reihe
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Donnerstag, 26. Sept. 15. Ab.=
Vſt. D 4. Zum erſten Male
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Freitag, 27. Sept. 16. Ab.=Vſt.
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Geſch. hat, zwecks bald. Heirat bek.
z. w. Anonymes zweckl. (19899ids
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Mann, 45 J. alt, ev., w. m. ält.
Mädch. od. jg. Wittwe bek. z. werd.,
zwecks Heirat. Off. unter § 36
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Eſtattung, ſucht ſich mit Herrn
in ſich. Stell. zu verheiraten. Off.
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Ein Witwer auf dem Lande,
2 Kinder, 30000 Mark
Ver=
mögen, ſucht ſich mit einer Dame
nicht unter 30 Jahren, mit
Ver=
mögen nicht unter 5000 Mark, zu
verheiraten.
(*6948
Off. unt. § 39 an die Exped.
Vertoren
Sonntag mittag in Hermannſtr.,
von Haus Nr. 31 bis Ecke
Karl=
ſtraße, gold. Broſche, Krone mit
7 Perlen. Abzug. Hermannſtr. 31
geg. 20 Mk. Finderlohn. (*7011
Nach dem Vortrag Dr. Egers
Kneifer gefunden. Zu erfr.
in der Expedition. (*6926
Merloren Damenuhr (ſchwarze
Stahluhr) mit ſilb. Kette a. d.
Chauſſee Darmſtadt — Arheilgen.
Abzugeb. geg. Belohn. in d. Exped.
od. Arheilgen, Gute Gartenstr. 14. (*6703
Verloren
Maſſiv goldenes Kettenarmband
mit Amethyſt. Abzug. geg. Belohn.
Hügelſtr. 57, part.
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(*6924imd
Woog, am 23. September 1912.
Waſſerhöhe am Pegel 3,70 m.
Luftwärme 60 C.
Waſſerwärme vorm. 7 Uhr 110C.
Woog=Polizei=Wachr.
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 24. September 1912.
Nummer 225.
Sport.
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Naſſau; 000 Mark, Diſtanz 3000 Meter: 1. Herrn
Ravens=
bergs Budiſſin (Printen), 2. Geraldine (Unterholzner),
3. Lamhult (Dyhr). Tot. 59.10, Pl. 13, 12, 12:10. Unpl.:
Jelängerjelieber (gef.), Satire, Antimone (4), Ruhne II.
Sehr leicht 2—3 Lg. — Damenpreis; Ehrenpreis und 2500
Mark, Diſtanz 3000 Meter: 1. Herrn G. Nettes The
Gene=
gral (Herr Dodel), 2. La Ceritta (Lt. Frhr. v. Berchem),
3. Dainty Fox (Mr. Anthony). Tot. 22110, Pl. 14, 16,
20110. Unpl.: Octavius (4), Polymnie, Miß Fife, Ballette,
Goos, Cypris II. Sicher ½—½ Lg. — Rosmerta=Jagd=
Rennen; 7000 Mark, Diſtanz 4500 Meter: 1. Stall Hollands
Hareſtock (Miſchon), 2. Royal Flaſh (Th. Baſtian), 3.
Hila=
rion II (Johnſon). Tot. 53:10, Pl. 19, 18, 68:10. Unpl.:
Mon Cheri (4), Silver Sea, Procles, Dame des Pres,
Athenia, Lümmel I, Druid Hill, Sparkling Hock, Gay
Paris. Leicht 1—1½ Lg. — Taunus=Jagd=Rennen;
Ehrenpreis und 3000 Mark, Diſtanz 3500 Meter: 1.
Lich=
ſtenſtein (Lt. Frhr. v. Berchem), 2. Succurs (Lt. v.
Moß=
ner), 3. Kohinoor II (Beſ.). Tot. 15:10, Pl. 11, 13:10. Unpl.
Suhogo. 1½— Lg. — Rauenthaler Jagd=Rennen; 3800
Mark, Diſtanz 3000 Meter: 1. Herrn E. Mollys Chicard
((Printen), 2. Rowdy (Miſchon), 3. Bracke (Unterholzner).
Tot. 28:10, Pl. 13, 12, 19110. Unpl. Veryeruz, Niman,
Etty, Brodekin, Munlochry, Dublin, Füſelier. Sicher,
1—1½ Lg. — Kellerskopf=Rennen; Ehrenpreis und 3500
Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Hrn. Ravensbergs
Ravens=
berger (Leutn. Freyer), 2. Baſtion (Leutn. Knel), 3.
Do=
natello (Leutn. v. Moßner). Tot. 133:10, Pl. 65, 26:10.
Unpl.: Bettelſtudent (ſtehen geblieben). Leicht, ¾—15 Lg.
— Drei Kilometer; Ehrenpreis und 3000 Mark, Diſtanz
3000 Meter: 1. Herrn E. Zeyns Leſter Aſh (Leutn. Knel),
2. Lynch Law (Leutn. v. Moßner), 3. Aſhſtick (Beſ.). Tot.
111:10, Pl. 44, 22, 27110. Unpl.: La Sylvie, Overthe
Mat=
ter, Kilmallock, Douce Amie. Sicher, ¾—½ Lg.
Preis von Rüdesheim; 3000 Mark, Diſtanz 2700
Me=
ter: 1. Herrn Ravensbergs Budiſſin (Printen), 2.
Mat=
tiacum (Miſchon), 3. Sageſſe (Unterholzner). Tot. 17110,
Pl. 12, 16:10. Unpl.: Herzog, Solide, Leander (angeh.).
Ueberlegen, 2—6 Lg. — Darmſtädter Jagd=Rennen;
Ehrenpreis und 2300 Mark, Diſtanz 3000 Meter: 1. Herrn
H. Suermondts Sangaree (Leutn. von Moßner), 2.
Welthorpe (Leutn. v. Weſternhagen), 3. Copley (Leutn.
v. Egan=Krieger). Tot. 35.10, Pl. 16, 20, 22110. Unpl.:
Scotch Glee, Kardinal, Kokos, Shirley, Saint Fabian,
Ballette, Braw Loddie, Myſtie Light. Gegenwehr, ¾ Lg.
bis 4 Lg. — Preis von Rambach; 4000 Mark, Diſtanz
3500 Meter: 1. Leutn. Ritters Einbrecher (Dyhr), 2.
Süd=
pol (Printen), 3. Sea Sick (Unterholzner). Tot. 166:10,
Pl. 25, 13, 18:10. Unpl.: Vroni, Suhogo, Arnulf,
Gnegg=
judr, Stamina, Kylander. Sehr ſicher, ¾—½ Lg.
Sirona; Ehrenpreis und 6000 Mark, Diſtanz 3500 Meter:
*1. Herrn G. Nettes Kann doll (Herr Dodel), 2. Voigt
(Leutn. v. Egan=Krieger), 3. Diana (Herr Purgold).
Tot. 49110, Pl. 19, 16:10. Unpl.: Sukkurs, Erbſchaft,
Es=
kimo. Kampf ½—½ Lg. — Kaſteler Jagdrennen; 3600 Mk.,
Diſtanz 3000 Meter: 1. Herrn P. Schäfers Oberleutnant
(E. Francke), 2. Mars (Weishaupt), 3. Macka (Miſchon).
Tot. 50:10, Pl. 16, 13:10. Unpl.: Erato, Spezi, Rune II.
Sicher, 3—5 Lg. — Preis von Georgenborn; 4000 Mark,
Diſtanz 3500 Meter: 1. Major K. Schmidts Cheſtnut
Hackle (Th. Baſtian), 2. Cape Florizel (Mew), 3.
Fore=
runner II (Leiß). Tot. 26:10, Pl. 12, 13, 13:10. Unpl.:
Sturm, Armide, Elektor, Mir, La Toledad. Sehr leicht,
2—10 Lg. — Inſel=Rennen; Ehrenpreis und 3000 Mark,
Diſtanz 2400 Meter: 1. Leutn. Winterers Aſhſtick (Herr
Purgold), 2. Kilmallock (Leutn. v. Egan=Krieger), 3.
Lynch Law (Leutn. v. Moßner). Tot. 97110, Pl. 20, 14,
14:10. Unpl.: La Ceritto, Self Control, Briar Bruſh,
Douce Amie. Sehr ſicher, 2—3 Lg.
Mülheim=Duisburg. Erſtes Rennen: 1.
Sportsman (Kühl), 2. Zero I (Francke), 3. Eilbote.
Tot. 56:10, Pl. 25, 18:10. Unpl.: Headwind, Galipette III.
2½—1 Lg. — Zweites Rennen: 1. Sajodin (Kreiſel), 2.
Wanderfalke (Hammer), 3. Rabenlocke (Kühl). Tot.
199110, Pl. 42, 29, 19110. Unpl.: Pelzmaus, Spucht,
Ko=
lombine, Miltiades, Queenborough, Fatia Negre, Forſt,
Leipzig. ½— Lg. — Drittes Rennen: 1. St. Diſtaff
(Hammer), 2. Bodger II (Kühl), 3. Corolla (Holoubeck).
Tot. 55:10, Pl. 19, 18, 68:10. Unpl.: Haltefeſt, Arboretum,
EEngadin, Eſchau. 2—5 Lg. — Viertes Rennen: 1. Iriſh
Lad (Kreiſel), 2. Niemand (Kühl), 3. The Diviner
(Mew). Tot. 23110, Pl. 13, 16, 24:10. Unpl.:
Blumen=
hanne, Binty, Wild Nut, Berkſhire, Liebesritter,
Habe=
bald, Fickleneß, Wanderburſch, Cragetta. 2½—3 Lg.
Fünftes Rennen: 1. Grunewald (Gehrke), 2. Zucht (Kühl),
3. Kommandant. Tot. 15:10, Pl. 13, 13:10. Unpl.:
Her=
zogin von Gerolſtein. Rekrut (disqual.). Hals-6 Lg.
Sechſtes Rennen: 1. Beau Manoir (Wortmann), 2.
Ma=
lotru (Gäddicke), 3. Norton Lizzi (Kreiſel). Tot. 84:10,
Pl. 29, 39. 21:10. Unpl.: Lady Jim, Rougier, St. Homme,
Sonnenblick, Mobile (gef.), Kings Aye. 4—1½ Lg.
Zweibrücken. Erſtes Rennen: 1. Celius (Leutn.
Graf Holck), 2. Scotsgap, 3. Madeleine. Tot. 20.10,
Pl. 11, 10, 12:10. Unpl.: Alexandrowna, Tecoma,
Myin=
gyan, Soupeur. — Zweites Rennen: 1. Pikhaderra (Lt.
Zeltmann), 2. Arago, 3. Dorinne. Tot. 21110, Pl. 15,
20:10. Unpl.: Poucette, Le Caliſton, Jocaſte. — Drittes
Rennen: 1. Parleur (Beſ.), 2. Maliſe, 3. Elite. Tot.
36:10, Pl. 12, 11:10. Unpl.: Aman, Skungs. — Viertes
Rennen: 1. Marder (Leutn. Zeltmann), 2. Fifth Ace, 3.
Ibykus. Tot. 34:10, Pl. 12, 11:10. Unpl.: Comrade.
Fünftes Rennen: 1. Argile (Leutn. Graf Holck), 2. Lyre
d’Airain, 3. Guido. Tot. 18:10, Pl. 11, 13, 20110. Unpl.:
Prahlhans, Santarella, Guatemala, Erneſt II. — Sechſtes
Rennen: 1. The Weaſel (Leutn. Graf Holck), 2. Recluſe,
3. Kindly. Tot. 24:10, Pl. 15, 32, 37110. Unpl.: Black
gand Roſe, Placide, Goldkatze, Scabieuſe, Lorrimer,
Midgham.
Bremen. Erſtes Rennen: 1. The Metalman (Lt.
v. Egan=Krieger), 2. Royton, 3. Monolesco. Tot. 13:10.
Pl. 47, 22:10. Unpl.: Adlerflug, Invektive, Aſhtown,
Macaron, Dinviddie. 1—2 Lg. — Zweites Rennen: 1.
Coolah (Herr Freeſe), 2. Prookdale (Beſ.), 3. Komoly
(Beſ.). Tot. 121:10, Pl. 33, 18:10. Unpl.: Tomate,
Cha=
labre. 2 Lg.-Hals. — Drittes Rennen: 1. Promiſed Luck
(Leutn. v. Egan=Krieger), 2. Goahead, 3. Heidenkind.
Tot. 40:10, Pl. 19, 13:10. Unpl.: Cnucka, Habsburg, Tory
Hill II. 1—½ Lg. — Viertes Rennen: 1. Grimberghe
(Leutn. Griefenhagen), 2. Braxfield, 3. Prognoſe. Tot.
55:10, Pl. 25, 31, 22:10. Unpl.: Lisnagarvey, Banagher II,
Raſper, Poſſible, Roſy. — Fünftes Rennen: 1. Snowdons
Knight (Leutn. v. Lütken), 2. Criſtalloide, 3. Cordova.
Tot. 24:10. Pl. 12, 15, 11:10. Unpl.: Waterloo III,
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1600 Meter: 1. Herrn Balduins Eau de Cologne (F.
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24:10, Pl. 12, 26, 12:10. Unpl.: Duzzilo (4), Moriam,
Venezia, Vilja. Leicht, 1½—¾4 Lg. — Prinz Karl von
Preußen=Rennen; Ehrenpreis und 4000 Mark, Diſtanz
1800 Meter: 1. Herrn K. v. Goſſow=Schönborns Loge (Lt.
v. Stammer), 2. Pilgramsberg (Leutn. Stichler), 3.
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Eiſenmenger (Liſter), 2. Savoy the Firſt (F. Bullock), 3.
Sigismund (Jentzſch). Tot. 33110, Pl. 13, 13, 18:10.
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Kopf. — Preis von Langenbielau; 4000 Mark, Diſtanz
1000 Meter: 1. Herren A. und C. v. Weinbergs Caligula
(F. Bullock), 2, Die Letzte (Lane), —3. Hab mich lieb
(Jentzſch), —3. Konſtantin (Wedgewood). Tot. 39110,
Pl. 13, 13, 21, 8:10. Unpl.: Chutbeh, Ingraban, Aſiatin,
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1. Rittm. v. Seydlitz’ Le Nil (Leutn. v. Buddenbrock), 2.
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Ehrenpreis und 6000 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Geſtüt
Charlottentals Werra (Herr Purgold), —2. Haarkünſtler
(Leutn. Stichler), —2. Schwärmerin (Beſ.). Tot. 39110,
Pl. 18, 12, 10:10. Unpl.: Mikulas (4), Freifahrt. Leicht,
2 Lg.-Totes Rennen.
Grunewald. Preis von Blankenberg; 4200 Mark,
Diſtanz 2400 Meter: 1. Herrn H. v. Tresckows Fiſchotter
(Streit), 2. Dakota (Fritſche), 3. Mixed Pickles (Newey).
Tot. 25:10, Pl. 14, 33, 28:10. Unpl.: Menelik (4),
Abend=
ſtern, Atlanta, La Turbie, Salambo, Priotina (ausgebr.),
Stella d’oro. Leicht, 1½—1 Lg. — Preis von Waldfried;
7300 Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Freiherrn S. A. von
Oppenheims Marzipan (Archibald), 2. Siskin (Janek),
3. Charakter (Wurſt). Tot. 38:10, Pl. 15, 13, 29:10.
Un=
plaziert: Bode (—4.), Wunderhold (—4.), Bürgermeiſter,
Frühwach. Sicher, Hals—1½ Lg. — Fortuna=Preis; 4200
Mark, Diſtanz 3500 Meter: 1. Herrn O. Kampfhenkels
Hacklers Beauty (J. Martin), 2. Wilkina (Fritſche), 3.
Goldwährung (Lommatzſch). Tot. 98:10, Pl. 28, 32, 30:10
Unpl.: Regina, Ruſtieus, Kiſhon Common Senſe, Trill,
St. Mihiel, Beautyful Eve (4), Ranulphus, Aſtree III,
Mark Gamp, Leiceſter Square, The Merry Peaſant (gef.).
Scharfer Kampf, Hals½ Lg. — Saphir=Rennen; 10000
Mark, Diſtanz 1200 Meter: 1. Freiherrn H. v. Reiſchachs
Lord Dunlin (Shurgold), 2. Blumenſegen (Cleminſon),
3. Was ihr wollt (Yeomans). Tot. 21110, Pl. 14, 42110.
Unpl.: Komet ((4), Catena, Montblank. Sehr leicht, 2—½
Länge. — Handikap der Mark; 10000 Mark, Diſtanz 4500
Meter: 1. Graf Bernſtorff=Gyldenſteens Gefa (Naſh), 2
Oberbayer (Newey), 3. Turandot (G. Lommatzſch). Tot.
40110, Pl. 18, 61, 19110. Unpl.: Ritterſchlag (4),
Doppel=
gänger, Melton Oet, Waterman, Ergo. Sehr leicht, ¾—1
Länge. — Preis von Steinach; 5000 Mark, Diſtanz 1000
Meter: 1. Herrn R. Haniels Au revoir (Rice), 2.
Fröh=
liche Zeit (Weatherdon), 3. Auvergnat (Shurgold). Tot.
51:10, Pl. 19, 30, 24:10. Unpl.: Querulo, Quart,
Prinz=
gemahl, Goldamſel (4), Elektrograph, Methuſalem,
Bra=
bant. Sehr leicht, ¾—½ Lg. — Kisber=Handikap: 10000
Mark, Diſtanz 2000 Meter: 1. Herrn U. v. Oertzens Saint
Cloud (Cleminſon), 2. Don Ceſar (H. Brown), 3. Kalif
(Raſtenberger). Tot. 54:10, Pl. 15. 15, 13:10. Unpl.:
Deſpot, Adjunkt (4), Papyrus, Joſeph I. Sicher, ¾ Lg.—
Hals.
Leipzig. Tribünen=Rennen; 4000 Mark, Diſtanz
1000 Meter: 1. Geſtüt Stiebitz’ Bora (W. Bullock), 2.
Counteß Dorothy (Spear), 3. Felſenburg (Evans).
Tot. 53:10, Pl. 13, 12, 14:10. Unpl.: Prinzeß, Patrick,
Auguſt von Michendorf Baldur, Erle, Waſſerrecht. 2—1½
Längen. — Wettiner Jagd=Rennen; Ehrenpreis und 5000
Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Leutn. Martins Haſchiſch
(Beſ.), 2. Reveuſe (Herr v. Weſternhagen), 3. Triglav
(Beſ.). Tot. 47:10, Pl. 19, 20:10. Unpl.: Cara,
Wetter=
wolke. 2 Lg.-Hals. — Leipziger Herbſt=Handikap: 10000
Mark, Diſtanz 2000 Meter: 1. Herrn v. Lippas Maſter (W.=
Bullock), 2. Jewel (Schläfke), 3. Loretta (Spear). Tot.
30:10, Pl. 45, 19110. Unpl.: Mansfeld, Livadia. Hals-
1 Lg. — Sächſiſcher Staatspreis: 6200 Mark, Diſt. 1600
Meter: 1. Herrn M. Hartmanns Luntrus (W. Bullock), 2.
Gräfentonna (Spear), 3. Pro Patria (Schläfke). Tot.
44:10, Pl. 15 17110. Unpl.: Lermoos. ½—1 Lg. —
Sep=
tember=Handikap: 5200 Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Hrn.
F. W. Mayers Dürkheim (Spear), 2. Gaboriau (
Bre=
derecke), 3. Julius Cäſar (Bleuler). Tot. 50110, Pl. 15,
32, 15.10. Unpl.: Spion, Pikkolo, Black River, Gemſe.
Kopf-½ Lg. — Schleußiger Jagd=Rennen; Ehrenpreis
und 3500 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Rittm. Keyſers
Alike (Beſ.), 2. Doma (Dr. Rieſe), 3. Schwertleite (Ltz
Martins). Tot. 38:10, Pl. 16, 15.10. Unpl.: Augsburg,
Vorwärts II. 1—4 Lg.
** Raduennen. Der Große Preis von
Europa kam in Leipzig zum Austrag. Großer
Preis von Europa; 100 Kilometer: 1. Walthour, 1 Std=
9 Min. 55,2 Sek.; 2. Linart 1:09159,3, 3. Arthur
Vander=
ſtuyft 1:10.09,2, 4. Guignard 1110:10,2, 5. Arthur
Stell=
brink, 18½ Runden zurück. — Hauptfahren: 1. Walther
Rütt, 2. Wegener 1 Lg., 3. Lorenz ½ Lg., 4. Stabe 2 Lg.
zurück. — Entſchädigungsfahren: 1. Neumer, 2.
Schür=
mann, Vorderradlänge zurück, 3. Oſtermeyer. —
Vorgabe=
fahren: 1. Lorenz (Mal), 2. Wegener (10 Meter), 3.
Ru=
del (30 Meter), 4. Schürmann (20 Meter). —
Tandem=
fahren: 1. Rütt=Peter, 2. Lorenz=Oſtermeyer, 1 Lg.
zu=
rück; 3. Neumer=Finn, 4. Kudela=Wegener.
Plauen i. Vogtl. Großer Preis der Plauener
Induſtrie; 100 Kilometer. Erſter Lauf, 50 Kilometer: 1.
Didie 41:55, 2. Saldow 43144, 3. Dickentmann, weit
zu=
rück; 4. Scheuermann, weit zurück. — Zweiter Lauf, .50
Kilometer: 1. Didier 42112, 2. Saldow 42:25, 3.
Dickent=
mann, weit zurück; 4. Scheuermann, weit zurück. —
Ge=
ſamtklaſſement: 1. Didier 84:07, 2. Saldow, 3.
Dickent=
mann, 4. Scheuermann. — Meiſterſchaft des Sächſiſchen
Radfahrerbundes (Amateure): 1. Läpſch=Plauen.
Brüſſel. Im 20 Kilometer=Lauf führte Huybrechts
bis zur 40. Runde, dann ging Lavalade an die Spitze
und ſiegte in 16 Min. 53,2 Sekunden; Huybrechts 19,500
Kilometer; Ebert 18,900 Kilometer; Parent 18,200
Kilo=
meter. Der 30 Kilometer=Lauf ſah Lavalade durchweg
in Front. Er ſiegte in 25 Minuten 1,3 Sek.; Huybrechts
29,500 Kilometer; Ebert 29,100 Kilometer: Parent 28,450
Kilometer. Im 50 Kilometer=Lauf lag Parent bis zur
59. Runde an der Spitze, dann mußte er ebenfalls
Lava=
lade weichen. Dieſer ſiegte in 40 Min. 45 Sek.; Parent
49,450 Kilometer; Huybrechts 46,950 Kilometer; Ebert
45800 Kilometer. Geſamtklaſſement: 1. Lavalade, 100
Kilometer; Parent 96,100 Kilometer; Huybrechts 95,900
Kilometer; Ebert 93,800 Kilometer.
Zürich. 10 Kilometer: 1. Hall, 8 Min. 11,1 Sek.;
Janke 300 Meter, Miquel 820 Meter, Humann 1700
Me=
ter zurück. 20 Kilometer: 1. Janke, 16:34,3 Sek.; Hall 40
Meter, Humann 2900 Meter, Miquel 2950 Meter zurück.
— 50 Kilometer: 1. Hall, 40:42; Miquel 5870 Meter, Janke
und Humann weit zurück. Das Hauptfahren gewann
Dörfflinger vor Höhnes.
* Lawn=Tennis. Das Internationale Herbſt=Lawn=
Tennis=Turnier des Berliner Lawn=Tennis=
Tur=
nierklubs nahm auf den Grunewaldplätzen ſeinen Anfang.
Im Herren=Einzelſpiel um die Klubmeiſterſchaft ſiegte in
der Vorrunde Aeneas gegen von Parpart 6—2 9—7, Uhl
gegen Hardt mit 6—4, 3—6, 7—5. Kleinicke gegen v.
Bar=
deleben 6—2 6—3. In der erſten Runde ſchlug Otto
Kreuzer Friedländer 6—1 6—2, Froitzheim beſiegte
Klei=
nicke 6—2 7—9 6—2 und Kamek Ilg 6—1 6—2. In der
zweiten Runde ſchlug Kreuzer mit 6—1 6—1 Witkowsky.
Im offenen Einzelſpiel ſiegte Kreuzer in der Vorrunde
gegen Murray 6—0 6—0. In der erſten Runde ſchlug
Samek Klein 6—2 8—6.
Vermiſchtes.
— Das Zirkustheater „Sarraſani” zu Dresden. Nach
mühevoller Ueberwindung zahlreicher Schwierigkeiten,
nach mancherlei juriſtiſchen und techniſchen Plänkeleien
zwiſchen dem Bauherrn, dem Direktor Hans Stoſch=
Sarraſani, und der bauausführenden Firma, Heilmann
u. Littmann, reift nun endlich der Dresdener
Theater=
zirkus ſeiner Vollendung entgegen, und es beſteht die
Abſicht, den eigenartigen Monumentalbau zu
Weihnach=
ten zu eröffnen. Damit tritt etwas Neues ins deutſche
Kunſtleben. Hier iſt zum erſten Male die Idee zum Leben
erwacht, das Theater der Fünftauſend mit dem Zirkus
der Fünftauſend harmoniſch zu verſchmelzen. Die
deut=
ſchen Zirkusbauten, ſoweit ſie nicht überhaupt beim
Niedergang des Zirkustumes nach dem Ableben des
alten Renz verſchwunden waren, waren nach uralten
Syſtemen angelegt. Selbſt Berlin, die Geburtsſtätte des
heutigen Zirkuſſes und klaſſiſche Zirkusſtadt Europas,
begnügte ſich mit eeiner ausgebauten Markthalle und
einem als Proviſorium gedachten Bau aus Eiſen und
Stein, dem die Kraft, zu repräſentieren, nicht innewohnt.
Vor allem aber waren allerwärts die Räumlichkeiten auf
das Augenmaß und die Verhältniſſe der ſiebziger Jahre
beſchränkt. So ergab ſich für den friſchen, gewaltig
an=
wachſenden Zirkus Sarraſani die Notwendigkeit, ein
eigenes Heim für ſeine Dimenſionen zu gründen. Auf
der anderen Seite ſagte die einfache Ueberlegung, daß
ein künſtleriſch belebter Monumentalbau, der der neue
Zirkus nun einmal werden ſollte. vom Zirkus allein nicht
leben könne. Und ſo ergab ſich von ſelbſt die Aufgabe
für den Erbauer, das neuartige Geſchöpf ſo vielſeitig wie
denkbar zu machen. Weder Bühne noch Manege durfte
mehr Mittelpunkt ſein, ſondern beides. Die Rundform
des Zirkusinnern, die althergebrachte, mußte fallen:
oval legt ſich das balkongekrönte Amphitheater des
Zu=
ſchauerraumes um den gemeinſamen Brennpunkt, von
Bühne und Manege. Ein Opernhaus, ein Theater, ein
Varieté hat hier ebenſo gut Heimatrecht wie ein Zirkus,
und für monumentale Muſikaufführungen bedarf es nicht
des geringſten Umbaues. Eine Fülle von Nebenräumen
und Hallen, den verſchiedenſten Zwecken dienſtbar, nimmt
das zirka 8000 Quadratmeter umfaſſende Areal auf, das
in der Dresdener Neuſtadt zwiſchen Finanz= und
Kultus=
miniſterium liegt. Edle, ſchlichte Formen kennzeichnen
die Baulichkeiten, die von einer pompöſen Kuppel
be=
herrſcht werden. Der Zirkus Sarraſani in Dresden wird
vorurteilslos allen Künſten dienen. Er wird mit einem
Zirkusgaſtſpiel eröffnet werden und damit in bunter
Ab=
wechſelung Caruſo, die Saharet und Aſta Nielſen als
Gäſte zu ſich laden.