Abonnementspreis
Inſerate
175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
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turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoneen=Erpeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
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ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 32 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Der Großh. Miniſterialrat i. P. Geheimerat Ferdinand
Emmerling iſt im 81. Lebensjahre in Gießen
ge=
ſtorben,
Der Kammer=Ausſchuß des bayeriſchen
Reichsrats nahm den Lotterievertrag mit
Preußen mit allen gegen eine Stimme nach dem
An=
trage des Referenten Grafen Crailsheim an.
*
Die Türkei hat den Begleiter des türkiſchen
Thron=
folgers, Senator Azarian, mit einer diskreten
Miſſion für die Friedensverhandlungen
mit Italien betraut, die wahrſcheinlich in
Lau=
ſanne ſtattfinden werden.
Präſident Taft kündigt an, daß er das
Panama=
kanalgeſetz unterzeichnen werde.
Politiſche Wochenſchau.
— In Deutſchland herrſcht auf
innerpoliti=
ſchem Gebiete noch immer die Ruhe vor. Einzig und
allein die bayeriſche Volksreutretung hält
augenblicklich eine Tagung ab, die in mancher Hinſicht
nicht unintereſſant iſt. Man entſinnt ſich, daß vor kurzem
wieder einmal einige Vorgänge zu verzeichnen waren, bei
denen ein gewiſſer partikulariſtiſcher Unterton ſich
bemert=
bar machte. Umſomehr Aufſehen erregt es, als auch
ſo=
gar ein Mitglied des bayeriſchen Herrenhauſes
gelegent=
lich der Erörterungen über das Jeſuitengeſetz ſich in
der=
artigem Tone erging, während ein angeſehener bayeriſcher
Edelmann dieſen Ausführungen neit nachdrücklichſter
Schärfe entgegentrat. Jetzt hat, und zwar ein Mitglied des
Hauſes Wittelsbach, Worte gefunden, die auch außerhalb
Bayerns ein ſympathiſches Echo wecken müſſen, indem er
in einer Debatte über Ausnutzung der Waſſerkräfte
be=
tonte, daß Bayern ſeit der Gründung des Reiches kein
einheitliches Wirtſchaftsgebilde mehr ſei, und er ſagte
dies ohne irgend welchen Hintergedanken, lediglich den
Standpunkt vertretend, daß Bayern hinter den übrigen
Bundesſtaaten nicht zurückbleiben dürfe. Auch die übrigen
Darlegungen des Prinzen Ludwig von Bayern waren
von allgemeinem Intereſſe. Er erklärte unter anderem:
Infolge des Kohlenmangels in Bayern müſſe man, um
die Induſtrie zu fördern, alles tun, um die reichlich
vor=
handenen Waſſerkräfte auszunutzen. Er ſei überzeugt,
daß dieſe Waſſerkräfte eine Reſerve zur Hebung der
Volks=
wirtſchaft darſtellen und daher ſeitens des Staates auf
keinen Fall für alle Zeiten aus der Hand gegeben werden
dürften. Bayern müſſe heute die Konkurren= mit den
übrigen deutſchen Staaten aufnehmen, und wolle es nicht
zurückbleiben, ſo müſſe man alles tun, um die Induſtrie
er=
folgreich zu fördern. Wenn Bayern dieſe einzige
Mög=
lichkeit, um wirtſchaftlich vorwärts zu kommen, jetzt
ver=
ſäume und die Waſſerkräfte nicht ausnutze, würde es
wei=
ter zurückgedrängt werden. Der bayeriſche Thronfolger
ſchloß: Endlich einmal vorwärts nicht immer kleineren
Bedenken halber zurückbleiben! Man weiß, daß der Prinz
ſich von jeher als ein Förderer des Waſſerverkehrs
erwie=
ſen hat und hierfür oft genug in Wort und Tat
eingetre=
ten iſt. So hat er ſtets den Mainkanal befürwortet, und
es iſt nicht ſeine Schuld, wenn es bisher noch zu keiner
Verſtändigung mit Preußen gekommen iſt. Dieſer Tage
hieß es übrigens, daß man den Lotterievertrag und
Main=
kanal als Austauſch=Obiekt benutzen wolle ein Gerücht,
bei dem es ſich wohl nur um einen Fühler handelt.
Jedenfalls wäre es an der Zeit, wenn endlich einmal der
Partikularismus — es gibt übrigens auch einen ſolchen
in Preußen! — ganz und gar von der Bildfläche
ver=
ſchwinden würde.
Auf dem Gebiete der auswärtigen Politik
iſt noch immer in aller Munde der Name des Grafen
Berchtold. Es läßt ſich nicht leugnen, daß der Vorſchlag
des öſterreichiſchen Miniſters des Aeußeren recht
über=
raſchend kam, indeſſen wird es ſich ſpäter zeigen, ob es ſich
hier nur um einen Blender handelt, oder um einen
ge=
ſchickten und geſchickt durchgeführten Schachzug. Vorläufig
muß man hinſichtlich des Erfolges dieſes Schrittes eine
zum mindeſten abwartende Stellung einnehmen, wenn auch
bereits die meiſten Mächte einem diplomatiſchen
Mein=
ungsaustauſch über die Regelung der Wirren in der
Tür=
keit offiziell zugeſtimmt haben. Es kommt doch vor allem
darauf an, daß ſich aus den Beſprechungen Vorſchläge
er=
geben, die die Türkei, unbeſchadet ihrer Würde,
akzep=
tieren kann. und dann iſt die Hauptſache die, ob die
Türkei tatſächlich auch die Vorſchläge trotz aller guten
Ver=
ſprechungen wirklich zur Ausführung bringen wird.
Ge=
rade in dieſer Hinſicht muß man nach den in Jahrzehnten
gemachten Erfahrungen recht ſkeptiſch ſein, obwohl man
in den Kreiſen der türkiſchen Regierung augenblicklich
Grund genug hat, Reform eintreten zu laſſen, damit
wie=
der Friede und Eintracht einziehen. Die Lage iſt noch
immer unklar; Regierungskreiſe behaupten, daß die
Alba=
neſenbewegung beendet ſei, während es andererſeits wie=
der heißt, daß die Albanier auf dem Anmarſche wären.
Beſſer ſieht es dagegen hinſichtlich eines baldigen
Frie=
densſchluſſes mit Italien aus, denn vieles ſpricht dafür,
daß man endlich zu einem Waffenſtillſtand und offiziellen
Verhandlungen kommen wird.
Auch im fernen Oſten regt es ſich wieder; etwas
Er=
freuliches iſt von dort nie zu hören. Die Dinge in China
haben große Aehnlichkeit mit den Zuſtänden in der Türkei,
und auch hier iſt der Fall zu verzeichnen, daß ein mit
großen Erwartungen begrüßtes neues Regime verſagte.
In China iſt man eben für Einrichtungen nach
euro=
päiſchem Muſter noch lange nicht reif genug. Die
Reform=
bewegung hat im Volke noch lange nicht Wurzel
geſchla=
gen. Es handelt ſich in der Hauptſache nur um die
Füh=
rer, hinter denen nicht allzuviel Anhänger ſtehen und die
Führer ſelbſt ſcheinen ſich nicht klar darüber zu ſein, was
ſie eigentlich wollen. Zum mindeſten verſteht man nicht,
die richtigen Mittel zu finden, um das Land einer neuen
Blüte entgegenzuführen, und es ſcheint ſich jetzt als ein
mehr grober und höchſt unkluger Fehler zu erweiſen, daß
man Juanſchikai, der von jeher eine Zwieſpaltsrolle
ge=
ſpielt hatte, mit der Leitung des Reiches betraut hat. In
ihm wird jetzt der alte Autokrat wieder wach, und die
Dinge haben ſich bedenklich zugeſpitzt. im Süden rüſtet
man, und es iſt leicht möglich, daß es zu einer
Wieder=
holung des Bürgerkrieges kommt. Augenblicklich hat
Juan=
ſchikat wohl noch die Uebermacht er fühlt ſich ziemlich
ſicher, aber eines Tages könnte ſich das Blättchen doch
wenden, und es wäre ja nicht das erſtemal, daß
Juan=
ſchikai die Laune des Schickſals kennen lernte. Die
Groß=
mächte werden die Weiterentwickelung der Dinge ſehr
ge=
nau im Auge behalten müſen, da für die meiſten von
ihnen große Intereſſen auf dem Spiele ſtehen. Für uns
in Deutſchland trifft es ſich ſehr gelegen, daß Prinz
Hein=
rich anläßlich der Beiſetzung des Mikados nach Oſtaſien
kommt, und in der Lage ſein wird, die Dinge an Ort und
Stelle eingehend zu ſtudieren.
Nunmehr iſt Herr Poincaré in Paris wieder
an=
gelangt und kann ſich an dem „Erfolge” ſeiner Reiſe
ſon=
nen. Auf heimatlichem Boden angelangt, hat er ſofort
die Gelegenheit ergriffen, bei einem ihm zu Ehren in
Dünkirchen veranſtalteten Bankett eine große Rede zu
halten, deren Inhalt ſich aber bei genauerer Betrachtung
als recht leer und nichtsſagend erweiſt. Es handelt ſich
um eine Lobeshymne auf den Zweibund und die Triple=
Entente, aber es verdient immerhin hervorgehoben zu
werden, daß Herr Poincaré anſcheinend in Petersburg
von Saſonow gelernt hat, denn er verfehlte nicht,
hinzu=
zufügen, daß dieſe Entente keinerlei Gedanken gegen
irgend eine Macht (lies: Deutſchland) in ſich berge. Ob
dieſe milde Stimme vielleicht eine Folge der deutſchen
Salutſchüſſe war, die ihm ſowohl auf der Hin= wie
Rück=
reiſe durch deutſche Kriegsſchiffe zuteil geworden ſind??
Uns in Deutſchland kann das Ganze weiter nicht
auf=
regen, ebenſowenig wie der Erwiderungsbeſuch
Saſo=
nows, der ſich im Anſchluſſe an ſeinen Pariſer Aufenthalt
nach London begeben wird, um dort mit den leitenden
Stellen zu konferieren. Es iſt dies ein ganz
ſelbſtver=
ſtändlicher Vorgang, wie er ſich zwiſchen den
Miniſter=
verbündeten und durch Intereſſengemeinſchaft
verbünde=
ten Ländern als nützlich erweiſt.
Auch der neue Erdteil hat augenblicklich ſeine
Wirren. Wieder einmal iſt es einer jener Raubſtaaten,
wo eine Revolution faſt zu den Tagesereigniſſen gehört,
in dem heute die, morgen jene Partei ſich durch Gewalt
ans Ruder bringt und wo ein Menſchenleben keinen Wert
hat. Augenblicklich hat Nicgragua ſeine Revolution,
die einen außerordentlich grauſamen Eharakter
anzuneh=
men ſcheint. Schon ſind auch die Vereinigten Staaten
von Nordamerika dabei, in die Dinge einzugreifen; man
hat Truppen gelandet und ein diplomatiſcher Notenwechſel
hat eingeſetzt. Die Unionsregierung wirft ſich nun
ein=
mal gerne als die führende Macht Amerikas auf, ohne deren
Willen nichts geſchehen kann. Viel kommt freilich bei
einer Intervention niemals heraus, die Hauptſache aber
iſt das Prinziv iſt gerettet und die Monroedoktrin hat
wieder einmal Anwendung finden können.
Die Friedensverhandlungen.
* Nach einer Meldung der Neuen Freien Preſſe hat
die türkiſche Regierung drei Delegierte für die
Friedensrerhandlungen ernannt. Die
Beſpre=
chungen werden wieder in der Schweiz abgehalten und
haben bereits vor einer Woche begonnen. Ihr Zweck iſt,
die Grundlage für die Aufnahme offizieller
Friedens=
verhandlungen zu gewinnen. Gegenwärtig wird ein
Vorſchlag diskutiert, demzufolge Italien auf die
Aner=
kennung ſeiner Souveränität über Tripolis und die
Cy=
renaika verzichtet: dagegen ſind die Meldungen über die
Abtretung der Crrenaika an Aegypten nicht ernſt zu
neh=
men. Die Beſprechungen nehmen einen guten Verlauf,
und man hofft, daß die offiziellen Friedensverhandlungen
in abſehbarer Zeit beginnen können. Aus autoriſierter
türkiſcher Quelle werden die Meldungen, daß der
Bot=
ſchafter in London, Tewfik Paſcha, beauftragt worden
ſei, die Friedens=Pourparlers zu leiten, dementiert.
Die Pforte hat den Senator Azarian, der den
Thron=
folger auf ſeiner Reiſe begleitet, mit einer diskreten
Miſſion betraut. Azarian wird mit den itglieniſchen
Delegierten wahrſcheinlich in Lauſanne
Unterredun=
gen pflegen. Inzwiſchen befinden ſich die Türkei und
Italien im. Waffenſtillſtand.
Der Pariſer Figaro beſpricht die Möglichkeit des
Friedensſchluſſes zwiſchen Italien und
der Türkei und erklärt dabei, daß Italien heute) nicht
mehr auf der Anerkennung der Annerion von
Tripolita=
nien und Benghaſi ſeitens der Türkei beſtehe, wenigſtens
verlange Italien nicht mehr eine ſolche Anerkennung
de jure, ſondern würde ſich mit der Anerkennung der
voll=
zogenen Tatſache begnügen. Auch in Bezug auf eine
Ent=
ſchädigung ſcheint nach Andeutung des Figaro Italien
der Türkei nicht mehr prinzipiellen Widerſtand
entgegen=
zuſetzen, macht aber allerdings auf die Höhe der
Entſchä=
digung geltend, daß es durch den Krieg enorme
Aus=
gaben gehabi habe. Auch die Frage der Inſeln ſcheint
ſich, wie der Figaro meint, dadurch regulieren zu laſſen,
daß Italien von der Türkei Garantien für eine beſſere
Behandlung der Bevölkerung der Inſeln verlangen
würde.
Deuſches Reich.
Die Etatsberatung im Reichstag.
Berliner Blätter Lerichten, daß der Bundesrat in der
Lage ſein werde, ſich ſchon im Monat Oktober mit
einzel=
nen Teilen des Reichsetats zu beſchäftigen, und man
nehme an, daß es möglich ſein werde, den Etat dem
Reichstage ſofort bei ſeinem Wiederzuſammentritt zu
unterbreiten. Das iſt allerdings anzunehmen. Denn der
Reichstag iſt bis zum 26. November vertagt und wird
alſo an dieſem Tage oder einige Tage ſpäter ſeine
Tätig=
keit wieder aufnehmen. In früheren Jahren iſt dem
Reichstag um dieſe Zeit regelmäßig der Etat zugegangen
und was früher möglich geweſen iſt, wird auch in dieſem
Jahre möglich ſein, und muß es ſogar, wenn anders der
Etat rechtzeitig fertig werden ſoll. Oſtern fällt im
näch=
ſten Jahre früh und dadurch wird das parlamentariſche
Frühjahr um einige Wochen verkürzt. Der Reichstag
muß alſe die erſte Leſung des Etats unbedingt vor
Weih=
nachten erledigen, wenn die Budgetkommiſſion gleich nach
Neujahr mit ihrer Arbeit beginnen und damit die
Vor=
bedingung für den rechtzeitigen Beginn der zweiten
Le=
ſung ſchaffen ſoll.
— Erträge der Börſenſteuer. Die
Börſen=
ſteuer hat in den erſten vier Monaten des laufenden
Rech=
nungsjahres 31,7 Millionen Mark erbracht, wovon 20.8
Millionen Mark auf den Wertpapierſtempel, 2,5
Millio=
nen Mark auf die Talonſteuer und 8,4 Millionen Mark
auf die Kauf= und ſonſtigen Anſchaffungsgeſchäfte
kom=
men. Bekanntlich iſt der erſte Anſatz bei dieſer Steuer
durch den Nachtragsetat beträchtlich erhöht worden, er
beträgt jetzt im Etat 87,5 Millionen Mark. Verlaufen
jedoch die noch ausſtehenden zwei Drittel des laufenden
Etatsjahres ebenſo wie das erſte, dann wird der erhöhte
Etatsanſatz von der wirklichen Einnahme nicht bloß
er=
reicht, ſondern ſogar noch überſchritten werden.
— Die erſte Neukameruner
Grenzerpe=
dition, deren Dauer auf ungefähr 1½ Jahr berechnet
iſt, wird am 24. Auguſt mit dem Dampfer Alexandra
Woermann von Hamburg nach Neukamerun ausreiſen.
Leiter iſt Hauptmann Bartſch. Die Expedition begibt ſich
nach Gore am Logone als dem Eingangspunkt zum
For=
ſchungsgebiet.
— Der Kammerausſchuß des
bayers=
ſchen Reichsrats nahm den Lotterievertrag mit
Preußen mit allen gegen eine Stimme nach dem Antrage
des Referenten Graſen Crailsheim an.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Die kroatiſche Frage. Nach dem Peſter Llond
iſt nach der auf Freitag anberaumt geweſenen Audienz
des ungariſchen Miniſterpräſidenten beim Kaiſer Franz
Joſef in Iſchl die bedeutungsvollſte Entſcheidung in der
kroatiſchen Frage zu erwarten. Der Kaiſer habe alle
politiſchen Pläne des Miniſterpräſidenten hinſichtlich
Ungarns gebilligt.
Montenegro.
Amtliche Rechtfertigung. Aus amtlicher
Quelle wird gemeldet: Die aus Konſtantinopel
ſtammen=
den Anſchuldigungen gegen Montenegro ſind unbegründet.
da ſich Montenegro an die Großmächte wendete, damit ſie
ſich mit der unerträglichen Lage befaſſen, die durch die
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Auguſt 1912.
Nummer 199.
fortwährenden von den türkiſchen Truppen
hervorge=
rufenen Grenzzwiſchenfälle geſchaffen iſt. Montenegro
wird geduldig den Erfolg des Schrittes abwarten und iſt
entſchloſſen, bis dahin alles zu vermeiden, was die ſchon
genügend ernſte Lage noch verwickeln könnte. Unſere
Leute erhielten den ſtrengen Befehl, nur dann zu ſchießen,
wenn die Angreifer die Grenze überſchreiten.
Türkei.
Die Läge des Miniſteriums bleibt
un=
ſicher. Selbſt die Informationen aus amtlicher Quelle
widerſprechen einander. Tatſache iſt, daß Scherif Paſcha.
dem das Juſtiz=Portefeuille, nicht das Miniſterium des
Innern angeboten worden iſt, unter Geltendmachung von
Geſundheitsrückſichten abgelehnt hat. Kiamil Paſcha
wird jedenfalls in Kürze ſeine Demiſſion geben.
Der Scheik Ul Islam, der Unterrichts= und der
Finanz=
miniſter werden ſeinem Beiſpiel folgen. Wie verlautet,
übt die Liga eine Preſſion zugunſten der Bildung eines
Kabinetts Kiamil Paſcha aus. Die Demiſſion Hilmi
Paſchas iſt hauptſächlich auf die Preſſion von vier
Gene=
ralen zurückzuführen.
Vereinigte Staaten.
Anklage ſgegen Rooſevält. Der
pennſyl=
vaniſche Senator Penroſe, ein Anhänger Tafts, hat im
Senat erklärt, daß Mr. Archbold von der Standard Oil
Company einen Betrag von 125000 Dollars zu der
Prä=
ſidentſchaftswahl Rooſevelts im Jahre 1904 zur
Verfüg=
ung geſtellt habe und daß davon 100000 Dollars mit
Wiſſen und Zuſtimmung Rooſevelts für ſeine Wahl
ver=
wandt worden ſeien. Jetzt kam Senator Penroſe auf
die Angelegenheit zurück und forderte eine Unterſuchung
durch die Senatskommiſſion, die die Frage der
Wahl=
fonds unterſucht hatte. Auf eine Anfrage erwidſirte
Penroſe, Rooſevelt habe, nachdem er von der Verwendung
der 100000 Dollars von Mr. Archbold erfahren hätte,
Auftrag gegeben, die Summen zurückzuerſtatten.
Rooſe=
velt ſeinerſeits erklärt dazu, daß er die Annahme von
Be=
trägen von Mr. Archbold und den übrigen Mitgliedern
der Standard Oil Company ausdrücklich verboten habe.
Archbold hat der Wahlfondskommiſſion im Senat
ange=
zeigt, daß er bereit ſei, ſich als Zeuge vernehmen zu laſſen.
Das Motiv der Anklage des Senators Penroſe erhellt
ſeine weiteren Behauptungen. Er ſagte, daß in dieſem
Jahre Mr. J. W. Perkins 3 Millionen Dollars
gezeich=
net habe, damit Rooſevelt als republikaniſcher Kandidat
nominiert würde. Was für Summen zur Finanzierung
der fortſchrittlichen Partei gezeichnet worden ſind, erklärt
Penroſe, nicht zu wiſſen.
Das Panamakanal=Geſetz. Präſident Taft
kündigt an, daß er das Panamakanal=Geſetz unterzeichnen
werde, trotzdem er die Form nicht ſympathiſch finde. Ueber
den neuen engliſchen Proteſt iſt noch nichts bekannt.
Marokko.
Fortſchritte der Rebellion. Aus Tanger
wird gemeldet: Marrakeſch iſt in den Händen der
Re=
bellen. Die Stadt ſoll vom Pöbel geplündert ſein. Alle
Verbindungen mit Marrakeſch ſind abgeſchnitten. El
Glaui, der treu geblieben iſt, wird, nach einem
Tele=
gramm aus Mazagan, mit dem franzöſiſchen Konſul, dem
Vizekonſul, einem Kapitän und einem Leutnant in ſeinem
Hauſe belagert. Wegen Beſchützung des von den
Deut=
ſchen zurückgelaſſenen Eigentums in Marrakeſch ſind dem
dortigen Paſcha auf Antrag des deutſchen Konſuls in
Tanger Verhaltungsmaßregeln zugegangen, begleitet von
einem Verzeichnis der ſtändig zu bewachenden deutſchen
Geſchäfte und Wohnhäuſer. In Mogador meutert die
Polizeitruppe. Ein von Marrakeſch von El Hiba
abge=
ſandter Truppentransport ſoll ſich den Meuterern
ange=
ſchloſſen haben.
China.
Sunyatſen iſt in Tientſin angekommen, wo er
drei Tage zu bleiben gedenkt, um ſich dann für zwolf
Tage nach Peking zu begeben. Yuanſchikai ſucht ihm
einen möglichſt glänzenden Empfang zu bereiten, offen
bar in der Abſicht, ihn und die Tungmenghui=Partei für
ſich zu gewinnen. Zuanſchikai ſoll dieſer Partei
einfluß=
reiche Beteiligung an der Regierung und ſonſtige
Ver=
günſtigungen verſprochen haben, wogegen die
Tungmen=
hui=Führer verſprochen hätten, die Zentraliſierung der
Regierung und der Heeresverwaltung, ſowie die
end=
fültige Wahl Luanſchikais zum Präſidenten zu fördern
* Sicherheitsmaßnahmen für den
Kai=
ſerbeſuch in Fürich. Der Züricher Polizeivorſtand
Vogelſanger hat in einem ausführlichen Tagesbefehl die
vorläufig als notwendig erachteßen Anordnungen fül
den bevorſtehenden Kaiſerbeſuch getroffen und
fol=
gendes verfügt: Es werden anläßlich des
Kai=
ſerbeſuchs folgende Vorkehrungen angeordnet: 1.
Der Fremdenkontrolle iſt erhöhte Aufmerkſamkeit
zu widmen und ausdrücklich auf ſtrikte
Inne=
haltung der Vorſchriften betreffend Anmeldung und
Schriftenabgabe zu dringen. 2. Die Beſitzer und
Verwal=
ter der Häuſer, welche in unmittelbarer Nähe der
Bahn=
linien liegen, über welche der Kaiſer auf ſtädtiſchem
Ge=
biet fährt, und diejenigen der Häuſer längs der Straßen,
die für den Zug des Kaiſers vom Hauptbahnhof bis zur
Villa Rietberg in Betracht fallen, ſind rechtzeitig zu
ver=
pflichten, unbekannten und unvertrauten Leuten über die
Tage der Anweſenheit des Kaiſers keine Mieträume zur
Verfügung zu ſtellen. Die Polizei hat dieſen Häuſern,
deren Inſaſſen, die Manſardenmieter eingeſchloſſen,
be=
ſondere Aufmerkſamkeit zu ſchenken und gegen
Verdäch=
tige ſofort Meldung zu erſtatten. Am 3. September
nach=
mittags, jedenfalls vor der Ankunft des Kaiſers, hat in
den Gaſthöfen in der Nähe der Bahnhofſtraße noch eine
Hotelkontrolle einzuſetzen. Bauten ſind über die Zeit des
Zuges zu entleeren. Im Einverſtändnis mit der
Kan=
tonsprlizei iſt für jeweilige Sicherung der
Bahnüber=
gänge während der Durchfahrt der Bahnzüge, in welchen
der Kaiſer ſich befindet, zu ſorgen. 3. Das geſamte
Poli=
zeikorps wird möglichſt lückenlos disponibel gehalten
wer=
den. Beurlaubungen an Polizeibeamte ſind über die Tage
des Kaiſerbeſuches unzuläſſig.
* Ueber den Aufenthalt des Kaiſers
in Dresden gibt die Sächſiſche Hofverwaltung
folgendes Programm aus: Der Kaiſer wird am
Mittwoch, den 28. Auguſt, nachmittags 2 Uhr
10 Minuten auf dem Hauptbahnhof in Dresden
an=
kommen, wo großer Empfang ſtattfindet. Die
Ehren=
kompagnie vor dem Bahnhof wird vom zweiten
Grena=
dierregiment 101 Kaiſcr Wilhelm, König von Preußen
und die Geleiteskadron vom dritten Ulanenregiment 21.
Kaiſer Wilhelm II., König von Preußen, geſtellt. Nach
Abſchreiten der Ehrenkompagnie und Abnahme des
Pa=
rademarſches erfolat der Einzug in das königliche Schloß.
Im Schloßhofe ſteht eine Ehrenkompagnie des 5.
In=
fanterieregiments Kronprinz Nr. 104. Um 5½ Uhr wird
der Kaiſer mit dem König das Neue Rathaus beſuchen,
wo er von den beiden ſtädtiſchen Kollegien empfangen
wird. Hierauf wird der Kaiſer mit dem König den Tee
bei dem Prinzen Johann Georg einnehmen.
Donners=
tag, den 29. d. M. begeben ſich der Kaiſer und der König
vormittags 9 Uhr 40 Min. nach Zeithain, wo die große
Parade der beiden ſächſiſchen Armeekorps ſtattfindet.
Um 3 Uhr nachmittags erfolgt die Rückkehr. Abends
9 Uhr findet auf demn Theaterplatz ein großer
Zapfen=
ſtreich ſtatt, an dem alle Kapellen der beiden ſächſiſchen
Armeekorps beteiligt ſind. Die Abreiſe des Kaiſers
er=
folgt am Freitag, den 30. Auguſt, vormittags 9 Uhr.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 24. Auguſt.
Ein Aufruf des Oberbürgermeiſters an die
kunſtliebenden Kreiſe unſerer Stadt.
Auf Veranlaſſung der Leitung des Großherzoglichen
Hoftheaters läßt Herr Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing den
nachfolgenden Aufruf an die kunſtliebenden Kreiſe der
Darmſtädter Bevölkerung ergehen. An dem Beſtehen
und Emporblühen der hieſigen Hofbühne, die ſich bisher
ſtets den Rang und den Ruf eines vornehmen
Kunſt=
inſtituts erhalten hat, iſt die Verwaltung der Stadt
Darmſtadt lebhaft intereſſiert. Sie kann deshalb auch
nur hoffen und wünſchen, daß das Darmſtädter
Publi=
kum in erhöhtem MMaße dem Hoftheater ſein Intereſſe
zuwendet und es durch regen Beſuch, insbeſondere durch
zahlreiche Abonnements, unterſtützt.
Der Aufruf lautet:
Am 8. September öffnet unſer Hoftheater unter der
neuen Direktion ſeine Pforten.
Große AAufgaben auf dem Gebiete des Schauſpiels
und der Oper ſollen gelöſt werden. Mancherlei neue
Er=
rungenſchaften auf dekorativem Gebiete wird die neue
Spielzeit dem Publikum unſerer Hauptſtadt vermitteln.
Es gilt, den Ruhm unſerer altehrwürdigen Bühne zu
wahren und zu mehren.
Was hierzu von der neuen Leitung und von der
er=
probten Künſtlerſchar getan werden kann, wird
zweifel=
los geſchehen.
Andererſeits darf aber auch das Intereſſe des
Publi=
kums an dem Beſtande und dem Emporblühen unſeres
angeſehenen Kunſtinſtituts nicht fehlen. Wie das
Publi=
kum durch zahlreichen und regelmäßigen Beſuch dem
Theater zur höchſten Blüte verhelfen ſann, ſo vermag es
umgekehrt bei mangelndem Intereſſe, die angeſehene
Stellung unſeres Hoftheaters ernſtlich zu gefährden.
Die Gnade eines kunſtſinnigen Fürſten hat dem
Lande Heſſen, und insbeſondere der Reſidenz, zu
inter=
nationalem Ruf und Ruhm verholfen. Das Hoftheater
darf nicht vergeſſen werden, wenn Darmſtadt mit Stolz
als eine Metropole deutſcher Kunſt genannt wird.
Darum wendet ſich der Unterzeichnete im „
Einver=
nehmen mit der Leitung des Hoftheaters und gewiß im
Sinne aller Kunſtfreunde an die Bevölkerung der Stadt
Darmſtadt mit der Aufforderung, mitzuhelfen an dem
Ruhm und der dauernden Größe unſerer Hofbühne.
Das Hoftheater hat ſeinen Aufruf zum neuen
Abon=
nement erlaſſen. Es gilt nun, zu beweiſen, daß unſer
Publikum nach wie vor an dem Gedeihen unſeres erſten
Kunſtinſtituts ein lebhaftes Intereſſe mimmt und zur
finanziellen Unterſtützung bereit iſt.
Ein ausgiebiges Abonnement bedeutet nicht nur eine
wichtige materielle Grundlage für die Erhaltung und
gedeihliche Wirkſamkeit des Theaters, ſie verbürgt auch
einen ſtärkeren Theaterbeſuch, der von größtem Einfluß
auf die Stimmung der darſtellenden Künſtler ſund auf,
das künſtleriſche Niveau der Vorſtellungen iſt.
Auch im Einzelbeſuch möge ſich dieſes Intereſſe
wei=
teſter Kreiſe beweiſen.
Wenn unſer Hoftheater durch lebhafteren Beſuch
wieder Gegenſtand eifriger Diskuſſionen und begeiſterter
Parteinahme wird, kann es allein ſeiner idealen Aufgabe
nachkommen, nämlich: der Mittelpunkt aller künſtleriſchen
Intereſſen zu ſein, zum Beſten und Vorteil der Stadt
Darmſtadt und des Landes.
Dr. Gläſſing, Oberbürgermeiſter.
* Keine Audienzen. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog werden heute, Samstag, weder Audienzen
erteilen, noch Meldungen und Vorträge entgegennehmen.
* Uebertragen haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog die neu errichtete evangeliſche Pfarrſtelle zu
Deckenbach, Dekanat Grünberg, dem Pfarrverwalter
Hermann Steiner daſelbſt.
* Erlaubnis zur Annahme von Orden. Se. Königl.
Hoheit der Großherzog haben dem Kurdirektor
v. Frankenberg zu Bad Nauheim die Erlaubnis
zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Königl.
Hoheit dem Großherzog von Mecklenburg verliehenen
Komturkreuzes des Großherzoglich Mecklenburgiſchen
Greifen=Ordens erteilt.
— Finanzminiſter Dr. Braun Exz. hat ſeinen
Urlaub angetreten.
* Geheimerat Emmerling P. Am Donnerstag vormittag!
verſchied in der Chirurgiſchen Klinik zu Gießen nach
kur=
zem Leiden Herr Geheimerat Ferdinand Emmerling,
Großh. Miniſterialrat i. P., im 81. Lebensjahre. Der
Verſtorbene war noch bis in die letzte Zeit von einer für
ſein Alter ſeltenen körperlichen und geiſtigen Friſche, bis
ein Leiden eine Operation nötig machte, von der er bereits
auf dem Weg der Geneſung war, als eine Lungenembolie
hinzutrat, die den Tod herbeiführte. Geheimerat
Emmer=
ling war am 25. Dezember 1831 zu Darmſtadt als Sohn
des Generalſtaatsprokurators Emmerling geboren. Er
trat nach beſtandenen juriſtiſchen Prüfungen in den heſ=
Die ſchweizeriſche Armee.
Von J. C. Lusztig.
Kaiſer Wilhelm wird, wie bekannt, in den erſten
Tagen des Septembers den Manövern der ſchweizeriſchen
Armee beiwohnen. Obgleich die Abſicht und der Wunſch
des Kaiſers, die Miliztruppen der Eidgenoſſenſchaft zu
beſichtigen, ſchon ſeit längerer Zeit beſtand, ſcheint doch
gerade dieſes Jahr für die geplante Teilnahme an den
ſchweizeriſchen Manövern gewählt worden zu ſein, weil
die Neuorganiſation der Armee, die im Jahre
1907 beſchloſſen worden war, bis zum 1. April des
laufen=
den Jahres zum größten Teile durchgeführt ſein ſoll.
Somit wird der Kaiſer die Truppen und ihre Formation
in Verbänden in Augenſchein nehmen können, die
voraus=
ſichtlich aauf einen längeren Zeitraum hinaus für die
Schweiz beſtehen bleiben werden.
In der Schweiz beſteht die allgemeine
Wehr=
pflicht. Befreit von ihr ſind nur die Mitglieder des
Bundesrates; auch die Geiſtlichen, ausgenommen die
Feldprediger, werden als unentbehrliche Staatsangeſtellte
betrachtet und ſind von der Erfüllung der Wehrpflicht
ausgeſchloſſen. Nicht dienende Staatsbürger bezahlen
bis zu ihrem 40. Lebensjahre eine Wehrſteuer. Auch
in der Schweiz beſteht die Beſtimmung, daß moraliſch
Unwürdige von der Ausübung der Dienſtpflicht
ausge=
ſchloſſen ſind. Die ganze Armee gründet ſich auf ein
rei=
nes Milizſyſtem. Eine Präſenzdienſtpflicht beſteht
nicht; für die Vorbildung der Wehrmänner wird auf
verſchiedene Weiſe geſorgt: Zunächſt durch einen
umfaſ=
ſenden Turnunterricht im ſchulpflichtigen Alter, dann
durch Unterricht in uniformierten Mittelſchulen, ſogen.
Kadettenkorps, durch freiwilliges Schießweſen und
end=
lich durch Reit=, Pontonier=, Fahr= und Tambourvereine.
Den Turn= und Schießvereinen gewährt der Bund
finan=
zielle Beihilfe und auch ſonſtige Unterſtützung.
Die Armee gliedert ſich in Auszug, Landwehr
und Landſturm. Wenn wir die Infanterie als die
Hauptwaffe in Betracht ziehen, ſo dient der Mann in der
Schweiz 65 Tage in der Rekrutenſchule, 77 Tage in den
Wiederholungskurſen, die unſeren Waffenübungen
ent=
ſprechen, und fünf Tage für Waffeninſpektionen. Auf
dieſe Zeit beſchränkt ſich die ganze Dienſtpflicht, die der
Auszug während der geſetzlichen Dienſtzeit unter der
Waffe abzuleiſten hat. In der Landwehr dient der Mann
ſodann noch 18 und im Landſturm noch acht Tage, ſo daß
alles in allem der wehrfähige ſchweizeriſche
Staatsbür=
ger im Frieden 173 Tage in der Armee verbringt.
Ueber=
dies aaber ſind die mit Gewehr und Karabiner
ausgerüſte=
ten Unteroffiziere, Gefreite und Soldaten des Auszugs
und der Landwehr, ſowie die Subaltern=Offiziere zur
Teilnahme an jährlichen Schießübungen in
Schießver=
einen verpflichtet.
Die Kriegsſtärke des Heeres betrug nach dem
letzten Stande für den Auszug 142054 Mann, in der
Landwehr 69513 und im Landſturm 15580, zuſammen
alſo 227147 Mann; demnach 6 Prozent der Bevölkerung.
Die Schweiz kennt übrigens noch die Einrichtung der
ſo=
genannten Hilfsdienſte. Zu dieſen gehören
Pio=
niere, Radfahrer, Automobiliſten, Führer und Träger,
Elektriker, Signaliſten, Werkſtättenleute,
Sanitätsmann=
ſchaften, Bäcker, Metzger, Kochmannſchaft, Mannſchaft für
die Magazine, der Train und der Platzdienſt. Für dieſe
Formationen ſind für den Kriegsfall 206705 Mann zur
Verfügung.
Die Chargekaders beſtehen aus
Inſtrukto=
ren Milizunteroffizieren und
Milizoffi=
zieren. Die Inſtruktoren ſind Berufsſoldaten,
eigent=
lich vom Bund angeſtellte Beamte, welche die
Rekruten=
ausbildung zu leiten haben. Sie umfaſſen Oberſte,
Stabsoffiziere, Hauptleute und Subalterne, Aſpiranten,
ſowie Tambour= und Trompeter=Inſtruktoren. Sie
ge=
nießen keinen Vorzug im Avancement und haben auch
keine Penſionsberechtigung. Zu Milizunteroffizieren
werden ſolche Mannſchaften ernannt, die eine
Unteroffi=
zierſchule abſolviert haben. Der Lehrkurs dauert nur
20 bis 25 Tage. Der Sold für jeden im aktiven Dienſt
verbrachten Tag beträgt für den Rekruten einen halben
Franken, für den Soldaten 80 Centimes bis 1 Fr.; für
den Wachtmeiſter bis zu 2 Fr., für den Adjutant=
Unter=
offizier 3 Fr. Dazu kommt die ſogenannte Mundportion,
das iſt die Mannſchaftsverpflegung. Die Milizoffiziere
werden teils von den Kantonen, teils vom Bund ernannt.
Es beſteht ein geſetzlicher Zwang, die der Eignung des
Einzelnen entſprechende Charge zu erreichen.
Die Ergänzung der Milizoffiziere
er=
folgt durch die Ernennung von Unteroffizieren in die
Dienſtgrade der Offiziere. Die Bedingung aber zur
Er=
nennung iſt die Teilnahme an einer Rekrutenſchule als
Inſtruktor und die erfolgreiche Abſolvierung der Offizier=
Bildungsſchule, deren Kurſus bei der Infanterie und
Kavallerie 80 Tage, bei der Artillerie 105 Tage währt.
Die weitere Beförderung erfolgt nach Teilnahme an den
Rekrutenſchulen, ſowie nach der Abſolvierung der für
jeden Dienſtgrad vorgeſchriebenen Unterrichtskurſe. Zur
Aufnahme in den Generalſtab müſſen drei Kurſe
ab=
ſolviert werden, die zuſammen 133 Tage in Anſpruch
nehmen. Die Chargen der Offiziere reichen nur bis zum
Oberſt. Im Kriege wird ein General als
Armee=
kommandant gewählt. Die höheren
Kommandan=
ten heißen Oberſt=Brigadier, Oberſt=Diviſionär und
Oberſt=Korpskommandant. Im ganzen gibt es in der
Schweiz an 7500 Offiziere. Die Beſoldung der
Offiziere beträgt ungefähr für den Brigadier
täg=
lich 25 Fr., für den Oberſtleutnant 15, für den Major 12,
für den Hauptmann 10, für den Oberleutnant 8 und für
den Leutnant 7 Fr.
Im Frieden werden Truppenkörper nur gelegentlich
der Manöver aufgeſtellt. Jeder Trupperkörper hat ſeinen
ſogenannten Waffenplatz, das heißt einen Ort, an dem
ſich die Truppen verſammeln. Die Rekruten bekommen
einmal unentgeltlich die Bekleidung und die Ausrüſtung,
die ſſie in die Heimat mitnehmen und auch inſtand
erhal=
ten müſſen. Der Staat leiſtet nur Erſatz für
Beſchädig=
ungen im Dienſte, oder für ſolche, die durch
unverſchul=
detes Unglück entſtanden ſind. Nach vollſtreckter Dienſt=
Nummer 199.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Auguſt 1912.
Seite 3.
ſiſchen Staatsdienſt, zuerſt als Aſſeſſor beim Kreisamte
Dieburg. Er wurde einige Jahre ſpäter zum
Oberdomä=
nenrat und drei Jahre darauf zum juriſtiſchen Mitglied
und vortragenden Rat in den Abteilungen des
Miniſte=
riums der Finanzen mit dem Charakter als
Oberfinanz=
rat und ſpäter als Geheimer Oberfinanzrat ernannt. Im
Jahre 1888 erfolgte alsdann ſeine Ernennung zum
Mini=
ſterialrat im Miniſterium des Innern, deſſen Abteilung
für öffentliche Geſundheitspflege er Jahr und Tag mit
großer Umſicht und Tatkraft leitete. Daneben hatte er
auch das Referat für den Großh. Staatsverlag. Am 16.
Oktober 1902 trat Geheimerat Emmerling in den
Ruhe=
ſtand, doch auch da ließ ihn ſeine arbeitſame Natur nicht
ruhen, denn neben dem Amte eines Vorſitzenden des
Landesverſicherungsamtes wurde er im September 1904
mit den Funktionen des Präſidenten des
Verwaltungs=
gerichts betraut. Dieſes Amt hatte er bis zum April
die=
ſes Jahres inne, als es in ein Hauptamt umgewandelt
wurde. Er war ein Mann von ſeltener Schaffenskraft
und Pflichttreue. Durch ſein entgegenkommendes und
liebenswürdiges Verhalten war er auch perſönlich in
weiten Kreiſen beliebt und geachtet. Seine Verdienſte
um den heſſiſchen Staat wurden auch durch verſchiedene
Auszeichnungen anerkannt, u. a. durch Verleihung des
Komturkreuzes erſter Klaſſe des Verdienſtordens Philipps
des Großmütigen mit der Krone. Dem Entſchlafenen
war ſeine Gattin bereits am 21. Juli 1897 im Tode
vor=
aufgegangen. Sein Andenken wird bei allen, die ihn
kannten, in Ehren bleiben. R. i. p.
Neues vom Großh. Hoftheater. Eine größere
An=
zahl von neuen Mitgliedern wird ſich ſchon an den
erſten Abenden dieſer Spielzeit dem Publikum vorſtellen.
Als Kriemhild in den Nibelungen debütiert Ilſe
Berka. Auch in mehreren modernen Rollen wird das
Publikum bald Gelegenheit haben, die Künſtlerin kennen
zu lernen. Anſtelle Kurt Weſtermanns tritt Kurt Ehrle.
Weſtermann, der ſchon in der vorigen Spielzeit als
„Franz Moor” mit Erfolg eine Charakterrolle ſpielte, geht
ganz in das Charakterfach über. Einen ſtärkeren Zuwachs
neuer Kräfte bringt die Oper: Die Koloraturſängerin
Olga Kallenſee die Opernſoubreite Katharina
Jütt=
ner und die Altiſtin Anna Jacobs. Alle drei
Künſt=
lerinnen ſind noch von ihrem Gaſtſpiel her in beſter
Er=
innerung. Als lyriſcher Tenor wurde Auguſt
Glo=
berger, als Baßbuffo Leo Schützendorf für die
Operette wurde Otto Thomſen engagiert. Anſtelle des
Kapellmeiſters Kittel der nach achtjähriger erfolgreicher
Wirkſamkeit einer ehrenvollen Berufung nach Bayreuth
Folge leiſtete, treten die Kapellmeiſter Richard Lert vom
Stadttheater in Aachen und Erich Kleiber vom Königl.
Landestheater in Prag. Als Chordirektor bezw. Solo=
Repetitor wurden die Herren Robert Preuß und
Ru=
dolf Wach engagiert. Auch für kleinere Rollen wurde
eine Anzahl von Neu=Engagements abgeſchloſſen.
— Die Ausſtellung: Das Gas im Haus und
Gewerbe. Man ſchreibt uns: Fieberhafte Tätigkeit
herrſcht zur Zeit im Städtiſchen Saalbau, um die
Aus=
ſtellung rechtzeitig zum Eröffnungstermin fertigzuſtellen.
Die offizielle Eröffnung wird am Sonntag, den 25. Auguſt,
vormittags 11 Uhr, durch Großh. Bürgermeiſterei
ge=
ſchehen, wozu beſondere Einladungen ergangen ſind. Für
die Oeffentlichkeit iſt die Ausſtellung von nachmittags
4 Uhr ab zugänglich. Um 5 Uhr wird der erſte
öffent=
liche Vortrag mit praktiſcher Vorführung der Koch= und
Brat=Apparate ſtattfinden mit Verteilung von
Koſt=
proben. Sollte der Himmel ein Einſehen haben und
uns trockenes, wärmeres Wetter beſcheren, ſo kann
viel=
leicht abends das erſte große Gartenkonzert bei feſtlicher
Beleuchtung ſtattfinden. Wegen der weiteren Vorträge
und Veranſtaltungen ſei auf die Anzeigen,
Plakat=
anſchläge ꝛc. hingewieſen. Außer den öffentlichen werden
auch noch einige beſondere Vorträge für die oberſten
Klaſſen der Mädchenſchulen, ſowie die
Haushaltungs=
ſchulen ſtattfinden. Es wurde vielfach die Frage geſtellt,
was eigentlich der Elitetag, an dem 25 Pfg.
Ein=
trittsgeld erhoben werden, zu bedeuten habe. Auf
ein=
gezogene Erkundigungen wurde mitgeteilt, daß
dem=
jenigen Teil des Publikums, der in Ruhe und ohne
Gedränge die Ausſtellung beſichtigen und einem Vortrag
beiwohnen will, hierzu Gelegenheit geboten ſein ſoll.
Das eingehende Eintrittsgeld wird ohne jeden Abzug
an den Verband für Jugendwohlfahrt und
Jugendfürſorge in der Stadt Darmſtadt
über=
wieſen werden. Es wäre freudig zu begrüßen, wenn
der zu überweiſende Betrag eine anſehnliche Höhe
er=
reichen würde. Ueber die Ausſtellung ſelbſt können wir
einſtweilen ſo viel verraten, daß außer der
gewiſſer=
maßen das Gerippe bildenden Wanderausſtellung der
Gaszentrale, bei welcher nur auswärtige Firmen
be=
teiligt ſind, auch hieſige Firmen ausſtellen. So wird
eine komplett ausgeſtattete Wohnung mit
Gasbeleuch=
tung, Gasküche und Badezimmer zu ſehen ſein. In drei
Schaufenſtern werden die Waren dreier hieſiger
Ge=
ſchäfte durch Gas mit Fernzündung in die denkbar beſte
Beleuchtung geſetzt werden. Auch an Herden und
In=
ſtallations=Ausführungen hieſiger Firmen wird das
Beſte vorgeführt.
Die Anſchaffung von Gasapparaten. Die freie
Vereinigung der Spenglermeiſter und Inſtallateure
ſſchreibt uns: Bei der von Sonntag, den 25. Auguſt, bis
Sonntag, den 1. September, im Städtiſchen Saalbau
ſtattfindenden Ausſtellung über das Gas und ſeine
Ver=
wendung zu Leucht=, Koch= Heiz= und Kraftzwecken wird
den Beſuchern durch eine Reihe intereſſanter
Vorführun=
gen gezeigt, wie man bei richtiger Anwendung der hierzu
erforderlichen Leuchtkörper und Apparate das Gas im
HHaushalt, Gewerbe und Induſtrie in weitgehender Weiſe
nutzbar machen kann. Als erſte Grundbedingung zur
rationellen Ausnutzung des Gaſes iſt erforderlich, bei der
Anſchaffung nur ſolche Apparate zu wählen, die die
nötige Gewähr für tadelloſe Funktion bieten. Der kleine
Mehrpreis für den vom Fachmann als gut empfohlenen
Gasapparat hat ſich ſtets durch die weſentlich geringer?
Gasrechnung in wenigen Monaten reichlich bezahlt
ge=
macht. Es dürfte für die Konſumenten von Intereſſe ſein,
zu erfahren, daß der Gaspreis auch in hieſiger Stadt
demnächſt reduziert werden ſoll, und iſt es
da=
durch möglich, auch Leuten in den beſcheidenſten
Verhält=
niſſen das Gas noch mehr als ſeither zu Leucht= und
Kochzwecken zugänglich zu machen.
* Der Verkehrsverband für den vorderen
Oden=
wald hat eine Serie Siegelmarken herausgegeben,
welche im Verkehrsbüro und in den hieſigen
Schreib=
warenhandlungen erhältlich ſind und ſich durch
künſt=
leriſche Behandlung der Motive auszeichnen. Der
ge=
ſchäftsführende Ausſchuß hat in ſeiner letzten am 20. Auguſt
bei Gaſtwirt Schellhaas in Lichtenberg abgehaltenen
Sitzung beſchloſſen, veranlaßt durch die überaus günſtige
Aufnahme, welche die Marken im Publikum gefunden
haben, eine Prämie in Form einer 12tägigen
koſten=
freien Reiſe durch den vorderen Odenwald demjenigen zu
gewähren, an deſſen Adreſſe innerhalb eines beſtimmten
Zeitraumes, welcher durch Anzeige noch bekanntgegeben
wird, die meiſten mit einer Odenwaldmarke verſehenen
Briefe oder Karten gelangen. In der Ausſchußſitzung,
der auch Landtagsabgeordneter Mergell=Reichelsheim
beiwohnte, wurden vorwiegend Organiſationsfragen
behandelt, um Grundlagen für die weitere Tätigkeit des
Verbandes zu gewinnen. Von einem Anſchluß an
be=
ſtehende Verkehrsverbände wurde vorläufig abgeſehen.
Erſt wenn der Verband feſt begründet iſt, ſoll dieſer
Frage näher getreten werden. Mit Intereſſe nahm der
Ausſchuß Kenntnis von einer Zuſchrift des Vorſitzenden
des Darmſtädter Verkehrsvereins, Herrn
Stadtverord=
neten Stemmer, an ein Vorſtandsmitglied, worin Herr
Stemmer ſeine volle Zuſtimmung zu den
Verbands=
beſtrebungen, insbeſondere zur Weiterführung der
elektriſchen Straßenbahn bis Nieder=
Ram=
ſtadt-Ober=Ramſtadt, ausſprach. Da durch den
Zuſammenbruch der Nieder=Modauer Kaſſe
einzelne Orte des Verbandes in ihrem wirtſchaftlichen
Fortkommen ſchwer geſchädigt werden, ſo ſollen alle
Beſtrebungen, welche den bedrängten Gemeinden Hilfe
bringen können, wirkſam unterſtützt werden. Da gerade
der Fremdenverkehr geeignet iſt, einer großen Zahl von
Gewerben — nicht nur den Gaſtwirten — wirtſchaftlich
Vorteile zu bringen und ein vermehrter Verkehr
wirt=
ſchaftlich ſchwache Gegenden heben kann, ſo ſoll ſchon
bald, ohne Rückſicht auf die Jahreszeit, mit Propaganda
für das Verbandsgebiet begonnen werden. Herr
Land=
tagsabgeordneter Mergell legte noch dem Ausſchuß ſeine
an die Großh. Staatsregierung und den Landtag
ge=
richtete Eingabe wegen Ausbaues der Nebenbahnen im
Odenwald vor. Hauptſächlich wird in dieſer Eingabe
die Herſtellung der Verbindungslinie
zwiſchen Reichelsheim und Fürthmit
An=
ſchluß an Lindenfels gefordert. Wegen der
vor=
gerückten Zeit konnte aber eine eingehende Beſprechung
dieſer wichtigen Frage nicht mehr ſtattfinden. Ebenſo
mußte die Beſprechung noch anderer Eiſenbahnwünſche
für die nächſte Sitzung zurückgeſtellt werden.
* Die Helfmannſchule wird am 27. Auguſt die
Feier ihres 25jährigen Beſtehens begehen.
* Ludwigshöhe. Am Ludwigstage, Sonntag, den 25.
Auguſt, wird das übliche Konzert vom Muſikkorps des
Leibgarde=Regiments, unter Obermuſikmeiſter Hauske,
gegeben. Die Vortragsordnung iſt beſonders ſchön
ge=
wählt und dem Feſttage angepaßt. Bei ungünſtigem
Wetter wird auch im Saale nach größerem Feſtprogramm
geſpielt. (Siehe Anzeige.)
* Das Reſidenz=Theater am Weißen Turm bringt in
ſeinem heutigen Programm u. a. ein Tierdrama, betitelt:
„Das Schiff mit den Löwen‟. Etwas ſpannenderes,
in=
tereſſanteres, unterſtützt von den herrlichſten
Naturauf=
nahmen, iſt auf dem Gebiet der Kinematographie wohl
kaum in der letzten Zeit gezeigt worden. Auch den
vor=
züglichen Humoriſten Herrn Prince kann man wieder
be=
wundern. Von den anderen Vorführungen ſeien haupt=
ſächlich noch die zwei amerikaniſchen Films: „Die
Hoch=
zeitsreiſenden und „Der beſſere Weg” hervorgehoben.
(Siehe Anzeige.)
* Beſitzwechſel. Die bisher „Schnellbächerſche Buch=
und Akzidenzdruckerei in Auerbach a. d. B.” ging in den
Beſitz der hieſigen Firma „Heinrich Schroth, vormals Karl
Buchner Hofbuchhandlung” über.
§ Verhaftung. Ein 21 Jahre alter Mechaniker aus
München wurde wegen Betrugs, Diebſtahls und
Unter=
ſchlagung, gemeinſchaftlich mit einer Frauensperſon in
Bensheim begangen, durch die hieſige Kriminalpolizei
feſtgenommen.
C Eberſtadt, 23. Aug. Ueber eine bedeutſame Frage
hatte ſich unſere Gemeinde=Vertretung zu beſchäftigen. Es
handelt ſich darum, feſtzulegen, ob und ev in welchem
Maße die politiſche Gemeinde den Koſtenbeitrag zu
dem z. Z. erfolgenden Umbau, und im übrigen alle
not=
wendig werdenden Unterhaltungsarbeiten
der ev. Kirche zu tragen hat. In der am
Donners=
tag abgehaltenen Gemeinderatsſitzung wurde wiederholt
zur Entſcheidung dieſer Frage ein bereits ernanntes
Schiedsgericht empſohlen, dem ein Profeſſor des
Kirchen=
rechts, ein Kirchenhiſtoriker und ein Vrofeſſor des reinen
Rechts angehören. Mit 9 gegen 6 Stimmen der
Sozial=
demokraten wurde beſchloſſen, die Entſcheidung der Frage
nach einem Entwurf des Kreisamts dem
Schieds=
gericht zu unterbreiten. Man behielt ſich
je=
doch vor, daß der Schiedsſpruch nur für die
Unterhal=
tungsarbeiten, nicht aber für den Umbau der Kirche
gel=
ten ſoll und daß derſelbe der Gemeinde gegenüber nicht
bedingungslos ſei.
tt. Dieburg, 23. Aug. Durch Ueberlaſſung
eines größeren Spielplatzes hat der
Stadt=
vorſtand eine von Sportsleuten lang erſehnte Bitte in
Erfüllung gehen laſſen. Die aktiven Turner des
Turn=
vereins Dieburg vom Jahre 1863 traten ſofort
zuſam=
men, um ohne Raſt und Ruh ſich der Jugend zu
wid=
men, ſie zu gemeinſamen Zielen und Leibesübungen
zu=
ſammenzuſcharen und alles das zu fördern, was die Ziele
der Jungdeutſchland=Beſtrebungen ſind. Alle
volkstüm=
lichen Spiele, wie Fußball, Tamburin, Speerwerfen,
Diskus, ſollen gefördert werden. Es iſt beſtimmt zu
er=
warten, daß die benötigten Barmittel durch freiwillige
Spenden aufgebracht werden. Dieſe alle ſollen dazu
dienen, die erforderlichen Ausrüſtungen und Geräte
ſo=
fort zu beſchaffen.
Neu=Iſenburg, 22. Aug. Als geſtern abend die Frau
des Flaſchenbierhändlers Honig in der Kronengaſſe
dem Pferd Futter geben wollte, wurde das Pferdſchen,
riß ſich los und verſetzte der Frau einen derartig ſchweren
Schlag mit der Befeſtigungskette, daß die Frau eine
ſchwere Verler ung der Schädeldecke davontrug.
Die Frau wurde beſinnungslos aus dem Stalle getragen.
Biblis, 23. Aug. In der Kreisausſchußſitzung des
Kreiſes Bensheim ſtand das Projekt der Erbauung
einer Kreisſtraße von Jägersburg nach Biblis, zur
Verhandlung. Die Ausführung verzögerte ſich ſeither
da=
durch, daß die Gemeinde Groß=Rohrheim, deren
Gemar=
kung durchſchnitten wird, ſich weigerte, das erforderliche
Gelände koſten= und laſtenfrei zu ſtellen, da die Straße
ihr nicht den zu dem Koſtenaufwand im Verhältnis
ſtehenden Vorteil ſringt. In der Sitzung kam mun
zwiſchen den Vertretern unſerer und der Gemeinde Groß=
Rohrheim die Vereinigung zuſtande, daß unſere
Gemeinde neben ihren Aufwendungen auch noch zwei
Drittel der Geländeerwerbskoſten in der Gemarkung
Groß=Rohrheim übernimmt. Es iſt zwar noch die
Zu=
ſtimmung der beiderſeitigen Gemeindevorſtände
einzu=
holen, doch dürfte die Ausführung der Straße durch die
getroffene Abmachung als geſichert zu betrachten
ſein.
Mainz, 23. Aug Die erſt vor Jahresfriſt
fertig=
geſtellte neue Kaſerne des Brandenburgiſchen
Fußartille=
rieregiments Nr. 3 erhält zurzeit einen
umfang=
reichen Anbau. Es iſt beabſichtigt, die beiden
Ba=
taillone des Regiments von dem jetzt noch das eine in
der alten Kaſerne am Neutor und in Weiſenau liegt, in
der neuen Kaſerne zu vereinigen. Vom Herbſt ds. Js. ab
wird hier noch ein drittes Bataillon
Fuß=
artillerie garniſonieren. und zwar das 1. Bataillon
des neu zu gründenden Fußartillerieregiments Nr. 18,
das bekanntlich nach Kaſſel verlegt wird, aber bis zur
Fertigſtellung der dortigen neuen Kaſerne auf die Dauer
von zwei Jahren in Mainz verbleibt. Das 2. Bataillon
desſelben Regiments wird ebenſo lange auf der Wahner
Heide garniſonieren. Die Neubildung der durch die
Truppenvermehrung vorgeſehenen drei
Fußartillerie=
regimenter erfolgt in der Weiſe, daß von den beſtehenden
Regimentern vollſtändige Batterien abgezweigt und zu
neuen Regimentsverbänden vereinigt werden. Das
hie=
ſige Fußartillerieregiment Nr. 3 gibt zu dieſem Zwecke
pflicht jedoch verbleibt den Wehrmännern die
Bewaff=
nung und Ausrüſtung als ihr freies Eigentum.
Nach der Neuorganiſation der Armee werden von
der Eidgenoſſenſchaft folgende Truppen für den
Kriegs=
fall aufgeſtellt: Im Auszug 18 Infanterie=Brigaden mit
36 Infanterie=Regimentern, 6 Etappen=Infanterie=
Ba=
taillonen, 8 Radfahrer=Kompagnien und 6 Infanterie=
Mitrailleur=Abteilungen. Dann 4 Kavallerie=Brigaden
mit 8 Dragoner=Regimentern, 6 Artillerie=Brigaden, 6
Sappeur=Bataillonen und 6 Sanitäts=Kompagnien.
Gemiſcht aus Auszug und Landwehr werden neu
aufgeſtellt: 3 Fußartillerie=Abteilungen, eine Luftſchiffer=
Abteilung, Scheinwerfer=Kompagnien, dann eine
Fun=
ken=Pionier=Kompagnie. In der Landwehr kommen 6
Infanterie=Brigaden zur Aufſtellung. Dann Sappeure.
Diviſionsparks und Verpflegungs=Kompagnien. Aus
allen dieſen Truppen werden außer den
Feſtungsbeſatz=
ungen formiert 6 Diviſionen, davon 4 mit Gebirgs=
Brigade. Am Anfang des laufenden Jahres begann für
die ſchweizeriſche Armee die auf 4½ Jahre verteilte
Ein=
führung eines neuen (abgeänderten) Gewehres. Das
Kaliber beträgt 6,5 Millimeter mit einem Magazin für
6 Patronen, einem Schieberviſier von 300—2000 Meter.
und einem Vollmantel=Spitzgeſchoß. Die Taſchenmunition
beträgt 120 Patronen, in den Saiſſons 86, bei den
In=
fanterie=Park=Kompagnien 140 Patronen per Gewehr,
einſchließlich Dépots 750 Patronen für das Gewehr von
Auszug und Landwehr. Die Offiziere tragen Säbel und
Repetierpiſtole. Jedes Bataillon hat eine Fahne, die
Kompagnien führen Spaten, Pickel, Handbeile und
Feld=
ſignalflaggen. Jeder Mann trägt ein Aluminium=
Koch=
geſchirr. Die bisherige Zeltausrüſtung ſoll im Laufe der
Zeit durch Biwakdecken erſetzt werden. Die Artillerie
beſitzt ein Kruppſches Rohrrücklaufgeſchütz mit einem
Kaliber von 7,5 Zentimetern mit hydrauliſcher Bremſe.
Die Heeresleitung bewirkt das
Militärdeparte=
ment des Bundesrates, und in jedem Kanton führt ein
Militärdirektor den Befehl über die militäriſchen
Angelegenheiten. Der Militärunterricht und die
Bewaaffnung unterliegen dem Bunde, dem auch das
Verfügungsrecht über die ganze Wehrmacht zuſteht. Die
Ausrüſtung und Bekleidung beſchafft der Bund für die
Bundestruppen direkt, für die kantonalen Truppen
beſor=
gen dies die Kantone, denen dann die Auslagen vergütet
werden. In der Schweiz gibt es drei
Dienſtſpra=
chen: Deutſch, Franzöſiſch und Italieniſch, je nach der
Sprache des Ergänzungsbezirkes, beziehungsweiſe des
Kantons. Für die Diviſionen gilt nach Bedarf Deutſch
oder Franzöſiſch als Dienſtſprache, für das
Oberkom=
mando Franzöſiſch, beziehungsweiſe Deutſch, eventl.
wer=
den die Befehle in beiden Sprachen zuſammen
aus=
gefertigt.
Die mit dem erſten April dieſes Jahres in Kraft
getretene Neuorganiſation der geſamten Armee
ſieht für den Krieg vor: Einen Armeeſtab, der aber erſt
im Kriegsfalle aufgeſtellt wird, ferner drei
Armeekorps=
ſtäbe. Die Zuſammenfaſſung der Diviſionen zu
Armee=
korps erfolgt gleichſalls erſt im Mobiliſierungsfalle. Die
Truppen vereinigen ſich zu 6 Diviſionen. Der
Gefechts=
ſtand einer Diviſion beträgt 14500 Gewehre. In den
Rahmen der Armeeverfaſſung gehören noch die Stäbe
der Gotthard=Beſatzung und der Beſatzung
von Saint Maurice. Ferner gehören dazu die
Beſatzungen dieſer Befeſtigungen ſelbſt. Es gibt auch
noch außerhalb des Verbandes der Diviſionen und
Feſtungsbeſatzungen verſchiedene
Hilfsformatio=
nen kleineren Umfanges, und in der zweiten Linie noch
6 Infanterie=Brigaden. An größeren
Feſtungs=
werken für die Zwecke der Landesverteidigung beſitzt
die Schweiz die Befeſtigungen des St. Gotthard mit den
Gruppen Andermat, Airolo, Oberalppaß und Furkapaß,
ſowie die Befeſtigungsgruppe St. Maurice im
Rhone=
tal. Von Befeſtigungen geringeren Umfanges ſind
vor=
handen: Talſperren bei Bellinzona, Befeſtigungen am
Simplon und bei Luzienſteig im Rheintale. Die
Be=
ſatzungen dieſer Werke ſind ſehr anſehnlich. Die Gruppe
St. Gotthard wird nach der Neuorganiſation 8½
Ba=
taillone Infanterie mit Spezialtruppen, die Gruppe St.
Maurice 4¼ Bataillone Infanterie mit Spezialtruppen
umfaſſen, alle Truppen durchweg mit
Gebirgsaus=
rüſtung.
Die Schweiz wird nach vollſtändig durchgeführter
Neuregelung ihres Wehrſyſtems ohne den Landſturm
aufſtellen können: 174 Infanterie=Bataillone, 14
Rad=
fahr=Kompagnien, 36 berittene, 36 unberittene Eskadrons,
28 Mitrailleur=Kompagnien, 84 Feld= 9 Gebirgs=, 9 Fuß=
Batterien, 19 Fußartillerie=Kompagnien und 91 techniſche
Kompagnien. Der Gefechtsſtand wird betragen
142000 Gewehre, 320 Maſchinengewehre, 8000 Reiter, von
denen aber nur die Hälfte verwendungsbereit iſt, 336
Feld= 36 Gebirgs= und 150 Poſitions=Geſchütze, ferner
12000 Mann techniſche Truppen.
Die Mobilmachung der Bundestruppen
wird ſich im Ernſtfalle ſchon darum ſehr raſch und
ein=
fach vollziehen, weil die Dienſtpflichtigen Bekleidung,
Bewaffnung, die Ausrüſtung, ja ſogar die Pferde im
Frieden bei ſich haben, und weil in zentral gelegenen
Sta=
tionen große Vorräte an Munition und Verpflegung
vorhanden ſind. Einigermaßen ſchwerer’wird ſich die
Formierung der Trains wegen des Mangels an Pferden
durchführen laſſen. Der Schweizer beſitzt große
militä=
riſche Veranlagung. Die hohe Intelligenz des Volkes,
die rührige Tätigkeit der Heeresleitung und eine
ununter=
brochene Arbeit in der militäriſchen Ausbildung, zu der
die jährlichen Manöver erfolgreich beitragen, laſſen die
Annahme berechtigt erſcheinen, daß das ſchweizeriſche
Heerweſen im Kriegsfalle ſeinen Aufgaben vollſtändig
gerecht zu werden in der Lage iſt. In Betracht kommt
auch noch der Umſtand, daß das Volk ſelbſt an allen
mili=
täriſchen Fragen regen Anteil nimmt, und daß die
Mannſchaften mit großer Bereitwilligkeit ihren
militäri=
ſchen Pflichten nachkommen.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Auguſt 1912.
Nummer 199.
ſeine 5. Batterie an das neue Fußartillerieregiment Nr.
18 ab.
Wörrſtadt, 23. Aug. Vor dem hieſigen Schöffengericht
hatte ſich der Hafner Georg Dönig aus Partenheim
zu verantworten. Er hatte an eine Familie in
Venders=
heim Milchtöpfe verkauft, in denen die Frau Latwerge
einmachte, Nach dem Genuß dieſer Latwerge erkrankte
die Familie an leichter Bleivergiftung,
die durch die Glaſur der Töpfe entſtanden war. Dönig
hatte ſich wegen Vergehens gegen das
Nahrungsmittel=
geſetz in Verbindung mit dem Geſetz über den Verkehr
mit blei= und zinkhaltigen Gegenſtänden zu
verantwor=
ten. Auf die Erklärungen des Sachverſtändigen,
wo=
nach gegen die Herſtellungsweiſe der Topfe wie auch alle
Anlagen des Dönig nichts einzuwenden war, wurde
er=
kannt, daß dieſen keine Schuld treffe und ſeine
Frei=
ſprechung verfügt.
Gießen, 23. Aug. Bei der Landwirtſchaftlichen
Kreisſchau ſind, dem G. A. zufolge, folgende
Zuchtver=
bände in der Ausſtellung vertreten: Der
Stammherden=
verband für ſchleſ. Rotvieh in Breslau mit 10 der
Vogt=
länder Herdbuchverein zu Auerbach mit 10 Tieren, der
Verband weſtfäliſcher Rotviehzüchter zu Arnsberg mit
30 Tieren, die Herdbuchgeſellſchaft zu Frankenberg mit
10 Tieren, die Herdbuchgeſellſchaft des Kreiſes
Bieden=
kopf mit 22 Tieren, diejenige des Kreiſes Wetzlar mit
10 Tieren, die Herdbuchgeſellſchaft der Kreiſe Marburg
und Kirchhain mit 20 Tieren, die Herdbuchgeſellſchaft für
Odenwälder Rotvieh in Darmſtadt mit
20 Tieren und die Oberheſſiſche Herdbuchgeſellſchaft für
Vogelsberger zu Gießen mit 30 Tieren. Insgeſamt
wer=
den 170 Vertreter der einzelnen Landſchläge in
Einzel=
klaſſen und in Sammlungen miteinander in Wettbewerb
treten. Recht ſtattlich iſt auch die aus dem Kreiſe
aus=
geſtellte Zahl der Simmentaler mit 130 Stück. Mit etwa
30 iſt die Abteilung der Pferde verhältnismäßig gering
beſchickt. Die Beſchickung mit Schweinen erreicht
eben=
falls nur die Zahl von 40 Tieren. Die geringe Zahl
wird jedoch durch die Güte des Materials ausgeglichen
werden, was ſchon durch die Beteiligung der Hochzuchten
von Hoffmann=Hof=Gill, Clemm=Winnerod und des
Schweinezuchtvereins Ober=Hörgern gewährleiſtet iſt. Die
umfangreichſte Gruppe iſt die der Ziegen mit über 300
Tieren. Die Schafe ſind mit 50 Exemplaren vertreten,
um darzutun, daß ſie inzwiſchen in der
landwirtſchaft=
lichen Tierzucht wieder eine hervorragende Bedeutung
erlangt haben. Die Geflügelausſtellung wird durch die
Ungunſt der Zeit auf etwa 150 Stämme herabgemindert,
denn Altgeflügel hat noch nicht ſein ſchönſtes
Ausſtel=
lungskleid angezogen und Junggeflügel iſt vielfach noch
nicht ausſtellungsreif.
Friedberg, 22. Aug. Der Eiſenbahnminiſter von
Breitenbach unterzog geſtern in Begleitung von
höheren Beamten aus dem Miniſterium und der
zuſtän=
digen Eiſenbahndirektion die Eiſenbahnſtrecke von
Hom=
burg nach hier einer eingehenden Beſichtigung,
wo=
bei beſonders dem neu ausgebauten zweiten Gleiſe
be=
ſondere Aufmerkſamkeit geſchenkt wurde. Die
Beſichtig=
ungsfahrt wurde in einem Sonderzuge zurückgelegt.
Butzllach, 23. Aug. Kürzlich wurde nachts bei Herrn
Oekonomierat Hoffmann in Dorf=Gill eingebrochen
und mehrere Altertümer, ein Hirſchfell und Zigarren
entwendet. Das im Schreibtiſch aufbewahrte Geld
fan=
den die Diebe nicht. Wachtmeiſter Rees von Butzbach
wurde benachrichtigt und erſchien alsbald mit ſeinem
Polizeihund. Der Hund verfolgte die Spur, die
über eine vier Meter hohe Mauer — das Wohnhaus iſt
von einer Mauer umgeben — und nach Dorf=Gill führte.
Vor Dorf=Gill holte der Hund aus einem
Strohhau=
fen die geſtohlenen Sachen hervor; auch wurde dann
feſtgeſtellt, daß ſich am Abend vorher verdächtige
Per=
ſonen in Dorf=Gill herumgetrieben haben.
Schotten, 22. Aug. Unſere Dekanatsſynode
tagte geſtern in dem benachbarten Eſchenrod. Im
Eröffnungsgottesdienſt predigte Pfarrer Volp aus
Laubach über Joh. 1, Vers 3. Nachdem Dekan Münch
den Jahresbericht über den kirchlichen und
religiös=
ſittlichen Zuſtand der Dekanatsgemeinden erſtattet hatte,
ergriff Pfarrer Hochgräfe aus Gonterskirchen das Wort
zu einem nahezu zweiſtündigen Referat über „Unſere
Stellung zu den Gemeinſchaften‟ Dem angerogten,
ge=
dankenreichen Vortrag konnte wegen Zeitmangels eine
eingehende Debatte nicht folgen, darum wurde
be=
ſchloſſen, auf Grund der vom Herrn Referenten
aufge=
ſtellten Theſen übers Jahr eine ausführliche Beſprechung
zu halten. Eine von Pfarrer Fritſch=Ruppertsburg
vorgeſchlagene Erklärung wurde einſtimmig
angenom=
men: „Gegen die Verſuche, die Jeſuiten, die
entſchieden=
ſten Vertreter der volitiſchen Machtanſprüche des Papſtes
und die ſchärfſten Feinde der evangeliſchen Kirche, wieder
zur vollen Ordenstätigkeit in Deutſchland zuzulaſſen,
er=
heben wir im Intereſſe des dadurch bedrohten
konfeſſio=
nellen Friedens und des wahren Wohles des ganzen
deutſchen Volkes Proteſt und bitten Großherzogliches
Oberkonſiſtorium, bei dem Evangeliſchen Kirchenausſchuß
dahin wirken zu wollen, daß er bei dem Bundestag
gegen dieſe Beſtrebungen zugunſten der Jeſuiten
vor=
ſtellig werde. Wir erwarten auch beſtimmt von unſerer
heſſiſchen Staatsregierung, daß ſie, getreu heſſiſcher
Ueberlieferung, im Bundesrat gegen Aufhebung des
JJeſuitengeſetzes § 1 und 3 ihre Stimme abgebe.”
(*) Alsfeld, 23. Aug. Zur Wiederherſtellung
des Rathauſes und der Walpurgiskirche wurde der
Stadt und dem Kirchenvorſtand die Abhaltung einer
Geldlotterie genehmigt.
(*) Lauterbach, 23. Aug. Die Jahresrechnung
des Kreiſes Lauterbach weiſt eine Einnahme von
229 347 Mark und eine Ausgabe von 209 297 Mark auf,
ſo=
daß ein Ueberſchuß von 30050 Mk. verbleibt. Die
Bei=
träge der Gemeinden an die Kreiskaſſe betragen 97000
Mark. Ausgegeben wurden für Beſoldungen 16125 Mark.
für Unterſtützungen 24000 Mark, für Kreisſtraßen 99 990
Mark und für Beitrag an die Provinzialkaſſe 28 470 Mark.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 23. Aug. Gegenüber
an=
derslautenden Nachrichten iſt die Tägliche Rundſchau vom
Hofmarſchallamt des Kronprinzen zu der Erklärung
er=
mächtigt, daß der Kronprinz und die
Kronprin=
zeſſin auch im kommenden Winter in Danzig
ver=
weilen werden. Das Blatt fügt hinzu, daß über die
militäriſche Zukunft des Kronprinzen noch nichts feſtſteht
und daß er wahrſcheinlich ſein Danziger Regiment noch
ein volles Jahr weiter führen werde. Auch der
Geſund=
heitszuſtand der Kaiſerin habe ſich erfreulich gebeſſert
und außer bei der Herbſtparade ſei eine Vertretung der
Kaiſerin durch die Kronprinzeſſin nicht geplant. — Die
Unterſchlagungen des Bankbeamten Klotſch
von dem A. Schaaffhauſenſchen Bankverein ſind auf die
Spielleidenſchaften des ungetreuen Beamten
zurückzuführen, der kurz nach ſeiner Anſtellung auf der
Rennbahn 5000 Mark gewonnen hatte. Das gewonnene
Geld reichte nicht lange für das nun beginnende Leben.
Zunächſt trachtete Klotſch danach, ſich mit dem Nimbus
des reichen Mannes zu umgeben. Er erzählte viel von
einer großen Erbſchaft, die er zu erwarten habe. Daher
fiel es zunächſt nicht auf, als er vorgeſtern Konſols im
Werte von 70000 Mark auf ſein Bankkonto gutſchreiben
ließ. Als man ſchließlich Verdacht ſchöpfte, entfernte ſich
Klotſch. Auf dem Wege zu ſeiner Wohnung kaufte er ſich
einen Revolver, mit dem er jedoch nicht umzugehen
ver=
ſtand. — Der Verbrauch von Pferdefleiſch in
Berlin hat ſeit Jahr und Tag infolge der
Fleiſchver=
teuerung ſtändig zugenommen. Die Berliner
Roßſchläch=
ter müſſen ſich der Zentral=Roßſchlächterei bedienen. Hier
wurden nach einer Zuſammenſtellung des Statiſtiſchen
Amtes der Stadt Berlin in den erſten ſechs Monaten
die=
ſes Jahres insgeſamt 5924 Pferde geſchlachtet und für
den Verkauf freigegeben. Davon entfielen auf den
Mo=
nat Januar 1120. Februar 955, März 1113, April 984,
Mai 951, Juni 801. In dem gleichen Zeitraum 1911
betrugen die Schlachtungen 4461 Stück. In dieſem Jahre
wurden alſo 1463 Pferde mehr geſchlachtet. Der Monat
Juli hat wiederum eine Steigerung erfahren und der
laufende Monat dürfte infolge der ganz eminenten
Er=
höhung der Fleiſchpreiſe einen Konſumrekord von 1000
Stück Pferden bringen. Im Laufe der letzten Monate
ſind in den vorherrſchend von Arbeitern bewohnten
Stadtvierteln 20—30 neue Roßſchlächtereien, das heißt
Läden, in denen Roßfleiſch und Roßfleiſchwaren verkauft
werden eröffnet worden.
München, 22. Ang. Der Kommerzienrat und
Ver=
lagsbuchhändler Nitter Dr. Rudolf v. Oldenbourg,
früherer italieniſcher Generalkonſul in München, iſt heute
geſtorben.
Crailsheim, 23. Aug. Infolge anhaltender
Regen=
güſſe iſt die Jagſt talabwärts über die Ufer getreten
und hat das Gelände weithin überſchwemmt. Die
Waſſermaſſen nehmen langſam, aber dauernd zu.
Duisburg, 23. Aug. Im Neubau des
Drahtwalzwer=
kes der Kruppſchen Friedrich=Alfred=Hütte in
Rheinhau=
ſen wurden beim Einſturz eines Gebäudes ſieben
Arbeiter in die Tiefe geriſſen. Von den
Ver=
unglückten war einer ſofort tot, drei wurden
lebensge=
fährlich, die anderen drei leichter verletzt.
Dresden, 23. Aug. Die ſtädtiſchen Kollegien haben
aus Anlaß des diesjährigen Kaiſerbeſuches in
Dresden einen Fonds von 50000 Mark geſtiftet, der
jährlich um 20000 MMark vermehrt werden ſoll und zur
Verbeſſerung der Wohnungsverhältniſſe, ſowie zur
Er=
richtung von Spielwieſen für Kinder verwendet werden
wird.
Marienbad, 22. Aug. Seit einigen Tagen weilt hier
der engliſche Schatzkanzler Lloyd George in
ſtreng=
ſtem Inkognito. Nicht einmal die Kurliſte hat bisher
ſeine Ankunft verzeichnet. Trotzdem gelang es zwei geſtern
hier eingetroffenen Suffragettes, ſein
Logisraus=
ſindig zu machen. In einem unbewachten Augenblicke
drangen ſie ins Hotel=Foyer, eilten zur Fremdentafel und
überſtrichen ſeinen dort vermerkten Namen mit einem
roten Stifte. Sodann nahmen ſie auf der Straße hinter
einem Häuſervorſprung Aufſtellung und riefen dem
Miniſter, als er des Weges kam, mit lebhaften Gebärden
das „Votes for Women!” entgegen. Weiteren Attacken
der widerwärtigen Weiber entzog ſich Lloyd George
da=
durch, daß er raſch einen Wagen beſtieg.
Wien, 23. Aug. Aus Czenſtochau wird
gemel=
det: Die Polizei ermittelte hier eine gefährliche
Ver=
brecherbande, welche ihre Raudzüge bis nach
Gali=
zien ausdehnte. Als Poliziſten in das von den
Ban=
diten bewohnte Haus eindrangen, wurden ſie von den
Banditen mit Revolverſchüſſen empfangen. Alle Fenſter
und Türen des Hauſes waren von bewaffneten Banditen
beſetzt, die ſich erſt zurückzegen, als die Polizei ein
Schnell=
feuer eröffnete. Nach dem Eintreffen von Militär wurde
ein Sturm auf das Haus unternommen. Zunächſt
wur=
den die Türen geſprengt. In einer Art Verhau leiſteten
drei mit Revolvern und Gewehren bewaffnete Banditen
verzweifelten Widerſtand. Erſt nach etwa 50 Schüſſen
waren zwei Banditen unſchädlich gemacht, während der
dritte floh. Nach blutigem Kampf wurden zwei andere
Banditen erſchoſſen und 5 verhaftet. Die übrigen drei
flüchteten durch ein Fenſter. Bei dem Kampf wurden
mehrere Soldaten lverwundet. Im Hauſe fand man
ein ganzes Waffenlager ſowie zahlreiche von
Plünde=
rungen und Ueberfällen herrührende Gegenſtände.
Mailund, 23. Aug. In dem Landhauſe der gräflichen
Familie Sarmani bei Como wurden in der vorletzten
Nacht Juwelen im Werte von einer halben Million
Lire geraubt. Von den Dieben fehlt jede Spur.
Noordwyk, 23. Aug. Im hieſigen Seebad ertrank
vor den Augen der Badegäſte der 20jährige Sohn eines
holländiſchen Notars, der trotz des hohen Seeganges
zu weit hinausgeſchwommen war.
Paris, 23. Aug. Aufgrund zahlreicher Klagen, die
der Polizeipräſident erhalten hat, beſchloß er, in Zukunft
die Vorführungen der Lichtſpieltheater
ſchärfer überwachen zu laſſen. Die Vorführung von
Bil=
dern gegen die Moral und ſolcher Films, in denen
Ban=
diten die Hauptrollen ſpielen, ſollen unterſagt werden.
Madrid, 22. Aug. Der König nahm geſtern in
Ber=
meo an der Trauerfeier für die bei dem Unwetter im
Golf von Gascogne verunglückten Fiſcher teil. Eine
außerordentlich große Menge brachte dem Könige
Huldi=
gungen dar, der den betroffenen Familien in herzlichſter
Weiſe ſeine Teilnahme ausdrückte.
London, 23. Aug. An Bord des Dampfers „
Prin=
zeſſin” wurde geſtern auf der Reede Swakopmund ein
Deutſcher verhaftet, der verdächtigt erſcheint, an
dem Diebſtahl bei der American Erpreß Company in
Berlin beteiligt zu ſein. Er behauptet, achttauſend Mark
der Geſellſchaft zurückgeſchickt zu haben. Es ſoll ſich um
einen aus dem Rheinland ſtammenden früheren
Angeſtell=
ten der Firma mit Namen Bennent handeln, der mit dem
verhafteten Haaſe die Unterſchlagungen begangen haben
ſoll.
New=York, 23. Aug. In Sterling iſt geſtern während
einer Vorſtellung das Zelt des Zirkus Ringling
Bro=
thers abgebrannt. Die Zahl der Verletzten iſt
unbe=
kannt.
New=York, 23. Aug. Die Mord= und Spieler=
Affäre Roſenthal hat zu einem neuen, Aufſehen
erregenden Anſchlag geführt. Man hat, allerdings
auf recht plumpe Weiſe, verſucht, den die Unterſuchung
führenden Staatsanwalt Whiteman zu vergiften. In
den letzten Tagen erhielten ſowohl der Staatsanwalt als
auch mehrere andere, an der Unterſuchung beteiligte
Beamte. Drohbriefe. Geſtern bekam der Staatsanwalt
ein Paket, das mehrere Tabletten enthielt. Dabei lag
eine Gebrauchsanweiſung ähnlich der, wie ſie der
Wie=
ner Leutnant Hofrichter ſeinen Giftſendungen beifügte.
Die Tabletten wurden einem Chemiker zur Unterſuchung
übergeben. Whiteman aß nichts davon.
Kongreſſe und Verbandstage.
58. Allgemeiner Deutſcher
Genoſſen=
ſchaftst ag.
— München 22. Aug. Nach einem
Begrüßungs=
abend im Feſtſaal des alten Rathauſes, das die Stadt
München gab begannen die geſchäftlichen Verhandlungen
des 53. Allgemeinen Deutſchen
Genoſſen=
ſchaftstages mit Generalverſammlungen der
Hilfs=
kaſſe und der Allgemeinen Fürſorgekaſſe. — In der erſten
öffentlichen Hauptverſammlung, die unter dem Vorſitze
von Juſtizrat Dr. Alberti (Wiesbaden) tagte, begrüßte
an erſter Stelle Prinz Ludwigvon Bayern der
Feuilleton.
* Ohne Hut — die neueſte Herrenmode. Wir ſtehen
vor einem Wandel in der Mode, der tiefer als andere
in unſere Sitten eingreifen könnte: allerorten zeigt ſich
bei der männlichen Jugend die Neigung, hutlos, ohne
ſirgend welche Kopfbedeckung, auch nicht mit der
Auto=
mobilkappe und dem Touriſtenhütel, herumzugehen.
Wer dieſen Sommer auf dem Lande verbrachte, wird
dies bemerkt haben, und nicht bloß bei Radfahrern und
Bergſteigern. Dazu kommt noch die ziemlich weit
ent=
blößte Bruſt mit dem breiten weißen Hemdkragen, der
ſich über den Rockkragen legt („Schillerkragen” hat man
dieſe Mode nach dem weit verbreiteten Schillerporträt
genannt), und manchem Jüngling ſteht die Mode in der
Tat vortrefflich . . . Nun leſen wir in Pariſer Blättern,
daß ſich auch dort eine Abneigung gegen jede
Kopf=
bedeckung, und nicht bloß bei Sommerfriſchlern, ſondern
in Paris ſelbſt viel verbreitet hat. Man ſieht elegante
Herren, ſchreibt nach einem Bericht des N. Wien. Tgbl.
der Temps, in lichtbraunen Halbſchuhen, die lichten
Hoſen am Beinende auſgekrempelt, die Seidenkrawatte in
leichtem Knoten um den weichen Hemdkragen
geſchlun=
gen, die Haare wohl friſiert, unbedeckten Hauptes ſelbſt
in unſerem naſſen Sommer einhergehen. Dieſe Mode
ſoll aus Amerika ſtammen, heißt es. Im Grunde ſtammt
ſie aber von noch weiter her: aus der Antike; die antiken
Statuen ſind alle barhäuptig; die Alten trugen keine
Hüte. Wenn man dieſe jetzt ablegen will, ſo geſchieht
es aber nicht aus äſthetiſchen, ſondern aus hygieniſchen
Gründen. Die Aerzte verſichern, daß die
Barhäuptig=
keit nicht bloß vor Kopfſchmerzen bewahre, ſondern auch
dem Wachstum der Haare beſſer bekomme, es falle
ſelte=
ner aus. Nun aber, wenn man ſich vorſtellt, daß dieſe
neue Mode Verbreitung findet, entſteht eine neue Frage:
Wie wird man ſich in Zukunft grüßen? Wird man
wie=
der zu jenen mehr oder weniger umſtändlich feierlichen
Begrüßungsformen zurückkehren, die man Anno dazumal
liebte, als man den zuſammengeklappten Dreiſpitz unter
dem Arm trug? Man hat allerlei Vorſchläge gemacht.
Die einen wollen den militäriſchen Gruß einführen,
an=
dere ſchlagen die Verbeugung des Oberkörpers vor, was
gar nicht ſo einfach iſt, vielmehr einige Anmut in der
Leibesbewegung fordert. Schließlich hat jemand als
Gruß das Lächeln in Vorſchlag gebracht. In Zukunft
müßte alſo der Schuldner ſeinen Gläubiger, der
unzu=
friedene Hauseinwohner den Hausverwalter, anſtatt im
Vorbeigehen den Hut zu lüften — anlächeln. Und auch
dieſes Lächeln müßte wohl einſtudiert werden; es iſt ſo
einfach nicht, in richtiger Nuancierung zu lächeln! Man
ſehe ſich nur die Damen daraufhin an, wenn ſie unſeren
Gruß mit einem freundlich lächelnden Kopfnicken
beant=
worten, was gibt es da für eine Fülle von Abſtufungen,
deren jede eine Sprache für ſich iſt. Dringt die neue Mode
der Barhäuptigkeit durch, dann hat ſie gleich eine ſchöne
Aufgabe zu löſen: eine neue Grußform zu erfinden.
* Der Thronfolger und der Wilderer. Die Prager
Bohemia erzählt folgendes Geſchichtchen: Erzherzog=
Thronfolger Franz Ferdinand fuhr vor einigen
Tagen in ſein Jagdrevier, das bei Chlumetz in der Nähe
von Wittingau liegt. Angrenzend an dieſes Revier hat
ein Bauer, der den Thronfolger von dieſen
Jagdaus=
flügen kennt, ſeine Felder. Als nun der Erzherzog im
Automobil an dem Bauer vorbeikam, der auf ſeinem
Felde arbeitete, rief ihm der Bauer einige Worte zu. Der
Erzherzog ließ halten, ging auf den Bauer zu und fragte
ihn, was er wolle. „Ich will nichts, hoher Herr; aber
ich habe was für Euch!” „Was denn?” „Ein Reh habe
ich für Euch verſteckt! Wenn Ihr wollt, ſo will ich es Euch
zutreiben. Wartet ein Weilchen!‟ Damit trabte er
in den Wald. Der Erzherzog ließ ſich ſein Gewehr
rei=
chen und mußte lange warten, bis das Reh in
Schuß=
weite erſchien. Er legte an, ſchoß und — fehlte.
Miß=
mutig ſtieg er wieder in ſeinen Wagen und wollte eben
weiter fahren, als der Bauer atemlos aus dem Walde
zurückkam. „Was, gefehlt habt Ihr? Na, macht Euch
nichts daraus, ich weiß noch von drei Rehen. Kommt
nur heraus aus dem Kaſten und ſtellt Euch dort auf! Da
werdet Ihr gewiß etwas treffen.‟ Der Thronfolger ließ
ſich nicht lange nötigen und folgte der Weiſung des
jagd=
kundigen Bauern. Und als die Rehe aus dem Gehölze
hervorbrachen, brachte der Erzherzog zwei Tiere zur
Strecke. Sie wurden auf das Automobil geladen, und
als der Bauer wieder erſchien, bedankte ſich der
Erzher=
zog bei ihm und meinte: Da Ihr mir zu der Jagdbeute
verholfen habt, ſo könnt Ihr Euch heute ein halbes Reh
aus dem Schloſſe holen!‟ Der Bauer aber ſchüttelte den
Kopf und verſchmitzt lächelnd entgegnete er: „Dank’ ſchön,
hoher Herr, aber das Zeug hab ich mir ſchon lang
übergeſſen!“
C.K. Das Sommerfeſt der Millionäre. Amerika hat
einen neuen Geſprächsſtoff, das Sommerfeſt der
Millio=
näre, die in Newport, dem faſhionablen Badeort der
Dollarmagnaten, Ruhe und Erholung ſuchen. Am
Mon=
tag gab die bekannte Mrs. Stuyveſant Fiſh einen
klei=
nen Ball in ihrer Sommerfriſche, ein kleines Louis XVI.=
Feſt, das alles in allem — 400000 Mark koſtete. 60
Ar=
beiter waren wochenlang am Werke, um eine Art kleines
Verſailles entſtehen zu laſſen, der Ballſaal wurde
umge=
baut, um dem Verſailler Spiegelſaal zu gleichen, und
überall ſtellte man koſtbare echte Seſſel im Louis XVI.=
Stil auf. Saal und Garten wurden von einem
kompli=
zierten Netz elektriſcher Leitungen durchzogen, und am
Abend flammten Tauſende von bunten Glühbirnen auf,
wohin das Auge ſah. Mrs. Fiſh war natürlich Marie
Antoinette; von 18 Pagen geleitet, empfing ſie ihre Gäſte,
durch raffinierte Abtönung der Beleuchtung ſah der
Garten aus, als läge er im Mondſchein, und überall im
Garten, zwiſchen teuer bezahlten Zwergbäumen und
Hecken, plätſcherten Springbrunnen in marmornen
Rokokogrotten. Die 400 Gäſte erſchienen alle im Koſtüme
der Zeit, das Sommerfeſt verlief prächtig, für 400006)
Mark konnte man nicht mehr verlangen.
Nummer 199,
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Anguſt 1912.
Seite 5.
bayeriſche Thronfolger, der als Landwirt dem ländlichen
Genoſſenſchaftsweſen ſehr nahe ſteht, die Delegierten aus
allen Teilen des Reiches mit einer ſehr beifällig
aufge=
nommenen Anſprache. Er führte ſich als Freund des
Genoſſenſchaftsweſens ein, das ja in ſehr verſchiedener
Geſtalt in die Erſcheinung trete. Alle Genoſſenſchaften
haben im öffentlichen Leben bedeutſame Aufgaben zu
er=
füllen. Sie ermöglichen es den Kleinbetrieven, ſich das
nötige Kapital zu verſchaffen, um erfolgreich den
Wettbe=
werb mit den Großbetrieben aufnehmen zu können. Sie
zwingen ferner den Einzelnen, das eigene Intereſſe
zu=
rückzuſtellen hinter das der Geſamtheit, und wirken ſo
erzieheriſch. So vereinigen die Genoſſenſchaften in ſich
bezw. in ihren Mitgliedern das Streben, ſich ſelbſt und
die eigene Familie vorwärts zu bringen; andererſeits
aber für die Geſamtheit zu wirken. Die Genoſſenſchaften
müſſen aber unbedingt darauf ſehen, daß nur Leute ſich
ihnen anſchließen, die vollkommen integer ſind; es darf
keine räudigen Schafe unter ihnen geben. Das, was die
Genoſſenſchaften zum Segen für Reich und Staat und
beſonders zum Segen für den Mittelſtand geſchaffen
haben, das iſt ein Verdienſt von Schultze=Delitzſch und
der Männer, die ſein Werk fortführten. Möge der Geiſt,
der dieſe Männer beſeelte, auch in Zukunft den
Genoſ=
ſenſchaften erhalten bleiben. (Lebhafter Beifall.) —
Regierungsrat Dr. Roſe (Berlin) überbrachte die
Wünſche des Reichsamts des Innern. Geheimer
Ober=
regierungsrat Dr. v. Seefeld ſprach als Vertreter des
preußiſchen Miniſteriums für Handel und Gewerbe,
Ge=
heimer Legationsrat Romer für die bayeriſche
Staats=
regierung und Oberbürgermeiſter Dr. von Borſcht für die
Stadt München. Generalſekretär Tews (Berlin)
über=
brachte die Wünſche der Geſellſchaft für Verbreitung von
Volksbildung.
Hierauf wurde in die Tagesordnung eingetreten.
Der Jahresbericht des Verbandsanwalts Dr.
Crü=
ger (Berlin), aus dem wir die geſchäftlichen Angaben
ſchon mitgeteilt haben, ſtellt einleitend feſt, daß das
ab=
gelaufene Geſchäftsjahr für die Kredit=Genoſſenſchaften
wieder ein Gründungsjahr geweſen ſei. Beſonders in
Bayern ſei ein Rekord erreicht worden. Angeſichts dieſer
Entwicklung müſſe ſich dem Fachmann mit Gewalt die
Frage aufdrängen, ob ſolche Neugründungen im
Ernſt=
ſalle wirklich die Belaſtungsprobe werden aushalten
können. In den meiſten Fälle handele es ſich gar nicht
um ſelbſtändige Genoſſenſchaften. Mit der finanziellen
Förderung von ſeiten der Regierung allein ſei es nicht
getan. Das habe die bayeriſche Regierung ſelbſt vor
einigen Jahren in einer Denkſchrift nach ihren
Erfahrun=
gen mit den bayeriſchen Handwerker=Genoſſenſchaften
zu=
geben müſſen. Dem Genoſſenſchaftsweſen iſt nicht damit
gedient, daß man alles in roſigem Lichte ſchildert; man
muß vielmehr in alle Winkel hineinleuchten. Wir ſtehen
vor einer neuen Phaſe in der Entwicklung des
Genoſſen=
ſchaftsweſens. Der Zentralverband Deutſcher
Konſum=
vereine iſt dem Einfluß der Sozialdemokratie und der
Gewerkſchaften verfallen. Eine Genoſſenſchaft im Dienſt
einer politiſchen Partei bedeute aber nicht mehr ein
In=
ſtrument des Friedens. Daher ſeien auch die für Beamte
errichteten Sonder=Baugenoſſenſchaften nicht zu billigen.
Die Baugenoſſeſchaften würden in Zukunft gezwungen
ſein, ſich mit den Hausbeſitzern über die wichtige Frage
der Beſchaffung zweiter Hypotheken zu einigen.
Bedauer=
lich iſt es, daß die berufenen Vertreter des Handwerks,
die Innungen und Handwerkskammern, dem
Genoſſen=
ſchaftsweſen gegenüber nicht immer eine wohlwollende
Stellung einnehmen. Erfreulich ſeien die Verhältniſſe
bei den Landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaften. Von
größ=
ter Bedeutung ſind aber die Kredit=Genoſſenſchaften.
Be=
dauerlich ſei es, daß noch immer nicht ein leidliches
Ver=
hältnis zu den öffentlichen Sparkaſſen hergeſtellt ſei. Was
für die Großbanken gelte, das gelte auch für die
Genoſſen=
ſchaften: keine Ueberſpannung des Kredits und Sorge
für flüſſige Mittel. Dieſe Sorge für flüſſige Mittel
be=
deute die finanzielle Kriegsbereitſchaft.
Alle Genoſſenſchaften, alle Inſtitute, welche fremde
Gel=
der verwalten, müſſen ſich mit der finanziellen
Kriegs=
bereitſchaft befaſſen, müſſen ſich fragen: wie wird es
wer=
den, wenn die allgemeine Kraftprobe gemacht wird. In
dieſem Zuſammenhange zeigt es ſich, daß die
Genoſſen=
ſchaften nicht loszulöſen ſſind von der Geſamtheit der
Nation. Wirtſchaftliche Freiheit gereiche nur dann zum
Segen eines Volkes, wenn dieſes davon den richtigen
Gebrauch zu machen verſtehe. Die Genoſſenſchaften
brauchen den Frieden, um ihre Aufgaben erfüllen zu
können. Sie ſollen aber auch den Frieden benutzen, um
für den Krieg gerüſtet zu ſein. — Eine Debatte über den
Verbandsbericht fand nicht ſtatt.
Nach dem Referat von Stüben (Berlin) über das
Privatbeamtenverſicherungsgeſetz”
be=
ſchloß die Verſammlung, da die in dem genannten Geſetz
vorgeſehenen Penſionen nicht ausreichend ſeien, die
All=
gemeine Verſorgungskaſſe als Zuſchußkaſſe zu erhalten.
— Es folgten der Kaſſenbericht und Wahlen. Die aus
dem Ausſchuß ausſcheidenden Mitglieder wurden
wieder=
gewählt. Weiter beſchäftigte ſich die Tagung mit den
beſonderen Angelegenheiten der Handwerker=
Genoſſen=
ſchaften und den Baugenoſſenſchaften. In letzterer
Be=
ziehung wurde in erſter Linie eine hohe Liquidität
ver=
llangt. — Der nächſte Genoſſenſchaftstag ſoll in
Biele=
feld abgehalten werden. Die Verhandlungen werden
fortgeſetzt,
Luftfahrt.
— Der Luſtflottenverein. Man ſchreibt
uns: Die Zeitungen lerichten, daß demnächſt die
Samm=
lungen für die Nationalflugſpende zum Abſchluß
gelangen. Man muß geſpannt ſein, wie das Endreſultat
ſich geſtaltet. Unter den vielen Vereinigungen, die eifrig
halfen, das nationale Wert günſtig zm geſtalten, iſt nicht
zuletzt der Deutſche Luftflotten=Verein tätig geweſen. Die
ſämtlichen Landes=, Provinzial= und ſonſtigen Verbände
waren eifrig am Werk und ihrer Tätigkeit iſt es zu
ver=
danken, wenn allerorts, wo Geſchäftsſtellen des Deutſchen
Luftflotten=Vereins ſind, recht erhebliche Summen
zu=
ſammenkamen. Nach den bei der Hauptgeſchäftsſtelle
ein=
gegangenen Mitteilungen iſt der Erfolg der Sammlungen
weit über 200000 Mark. Brachten doch noch nicht 200
Liſten, die zur Zentrale zurückkamen, ſchon über 12000
Mark. So hat denn der Deutſche Luftflotten=Verein
ge=
zeigt, daß er nicht raſtet, ſondern eifrig bemüht iſt, für
die Förderung des Luftſchiffahrtsweſens zu arkeiten Die
neueſten Erfolge der großen Luftkreuzer, ſowie die immer
beſſer werdende Nutzung der Flugzeuge fordert
gebiete=
riſch, nun aber nicht zu erlahmen, ſondern immer von
neuem drhin zu wirken, daß das Bewußtſein von der
Notwendigkeit des weiteren Ausbaues dieſer, Erfindungen
für die Landesverteidigung in weiteſten Kreiſen erkannt
werde. Iſt auch der einmal gegebene Beitrag zur
Natio=
nalſpende als ein Zeichen des großen Intereſſes dankbar
entgegengenommen, ſo erſcheint es doch durchaus notwen=
dig, auch weiter in allen Kreiſen immer wieder darauf
hinzuweiſen, wie bitter not es iſt, unſere Wehrkraft durch
die Hilfsmittel der Luftſchiffahrt ſo zu geſtalten, daß wir
auch darin den anderen Nationen überlegen bleiben. Das
iſt das Ziel des Deutſchen Luftflotten=Vereins, dazu
braucht er Mitglieder, deshalb muß er ſich über ganz
Deutſchland ausbreiten. Um das Intereſſe ſeiner
Mit=
glieder immer neu anzuregen, veranſtaltet der Verein
Ausloſung von Fahrkarten für eine Fahrt im
Lenkbal=
lon, gibt ein Vereinsorgan „Die Luftflotte” heraus und
unterhält die Luftfahrer=Schule in Adlershof bei Berlin,
welche unter der vortrefflichen Leitung des Oberleutnant
Neumann eben einen neuen Lehrgang begonnen hat. Der
Verein unterſtützt aber auch junge, hoffnungsvolle Leute,
welche ſich dem Fliegerberuf widmen wollen. Alle dieſe
Sachen verlangen dauernd große Mittel, welche
aufzu=
bringen nur möglich iſt, wenn Tauſende mithelfen.
* Leipzig, 21. Aug Hier ſoll eine
Luftſchiff=
halle errichtet werden. Ein Ausſchuß hat die
Vorarbei=
ten ſeweit erledigt, daß die Ausführung des Projckts
geſichert iſt. Vor einiger Zeit weilte Direktor Colsman
von der „Delag” in Leipzig, um ſich wegen der Wahl des
Platzes gutachtlich zu äußern. Er bezeichnete das zum
Rittergut Mockau gehörige Areal als einen ideilen
Lan=
dungsplatz für Luftkreuzer. Dieſes Gut wurde jüngſt
von der Stadt angekauft. Die Baukoſten für die
breh=
bare Halle, die zwei Luftſchiffe aufnehmen kann, werden
ſich auf 800000 Mark ſtelien.
* Brüſſel, 22. Aug. Bis 9 Uhr abends war es
nicht gelungen, über den Weiterflug von Frantz etwas
zu erfahren. Alles, was man weiß, iſt, daß Frantz mit
ſeinem Paſſagier heute früh um 8.30 Uhr in einer Höhe
von 80 Metern Mons paſſierte. Er flog zunächſt in
nörd=
licher Richtung weiter und ſchien dann nach Charleroi
abzulenken. Von dort hat man keine Nachricht von
ihm.
H.B. Paris, 23. Aug. Der frühere Morane=Pilot
Brindjonc der in der vergangenen Woche einen
Flug von Paris nach Berlin unternahm und bei
Atten=
dorn einen Unfall erlitt, will morgen auf der gleichen
Strecke neuerdings um den Pomery=Preis
konkur=
rieren und dabei den gleichen Kurs wie das vorige Mal
mit Zwiſchenlandungen in Bonn und Hannover einhalten
Seine Monteure ſind bereits in Bonn und Hannover
ein=
getroffen.
Handel und Verkehr.
* Maſchinenvermittlungsſtellen für das
Kleingewerbe. Die Erwägungen, die im Jahre
1910 zur Gründung der Rheiniſchen Genoſſenſchaft zur
wirtſchaftlichen Förderung von Handwerk und Gewerbe
in Köln geführt haben, — es handelt ſich bekanntlich in
der Hauptſache um die Ueberlaſſung moderner
Arbeits=
behelfe an Kleingewerbetreibende unter günſtigen
Beding=
ungen — haben neuerdings die bayeriſche
Regier=
ung zu einer Prüfung der Frage veranlaßt, ob die
Er=
richtung eines ähnlichen Inſtituts für Bayern einem
Be=
dürfnis entſpricht. Eine von der Regierung der
Zentral=
ſtelle für Induſtrie, Gewerbe und Handel vorgelegte
Denkſchrift bejaht die Frage. Die Regierung erklärt ſich
bereit, nach Kräften an einem Unternehmen mitzuwirken,
„das eine großzügige Gewerbeförderung in einer den
neuzeitlichen Betriebsverhältniſſen entſprechenden Form”
verſpricht. Notwendige Vorausſetzung ſei allerdings ein
gemeinſames Vorgehen aller beteiligten Kreiſe und die
Benutzung der ſchon beſtehenden
Gewerbeförderungsein=
richtungen. An der Geldbeſchaffung ſollen ſich beteiligen
der Staat, die Gewerbevereine Handwerkskammern,
Inn=
ungen, Gemeinden und Kreiſe. Als Sitz des
Unter=
nehmens iſt zunächſt Nürnberg in Ausſicht genommen,
weil hier ſchon eine Gewerbeförderungsanſtalt mit
Ma=
ſchinenausſtellung beſteht, und weil infolge der Errichtung
von großen Elektrizitätswerken in der Umgebung
Nürn=
bergs vorausſichtlich eine rege Nachfrage nach Maſchinen
zu erwarten iſt. Die Denkſchrift der Regierung macht
weiter Vorſchläge für die Vorbereitungen der Gründung,
wobei ſie ſich in der Hauptſache an den ſeinerzeit in Köln
eingeſchlagenen Weg hält. Die Frage, welche äußere
Form das Unternehmen erhalten ſoll, ob die der
Aktien=
geſellſchaft oder der eingetragenen Genoſſenſchaft, iſt
vor=
läufig offen gelaſſen; wohl deshalb, weil ſie nur
neben=
ſächliche Bedeutung hat. Das Nürnberger Unternehmen
wird, falls es zuſtande kommt, die dritte gemeinnützige
Maſchinenvermittlungsſtelle für das Kleingewerbe im
Deutſchen Reich ſein Die erſte war die 1904 gegründete
heſſiſche Zentralgenoſſenſchaft in Darmſtadt. Ihr
folgte 1910 die Rheiniſche Genoſſenſchaft in Köln. Man
wird damit rechnen müſſen, daß demnächſt noch in anderen
Provinzen und Bundesſtaaten
Maſchinenvermittlungs=
ſtellen geſchaffen werden.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Veränderungen an der Main=Neckar=Bahn.
Es muß einmal geſagt werden, wie heillos die
Bahnhofsanlagen der heſſiſchen Strecke der Main=Neckar=
Eiſenbahn in letzter Zeit von der Bahnverwaltung
ver=
unſtaltet werden. Gegen die Anlage von Unterführungen
kann vielleicht nicht viel eingewendet werden, obgleich ſie
nicht zur Bequemlichkeit der Reiſenden beitragen und den
Verkehr erſchweren. Aber daß der Techniker nicht die
min=
deſte Rückſicht auf organiſche Gebilde nimmt, wie ſie die
alten Bahnhofsgebäude darſtellen, das iſt überaus traurig
anzuſehen. Es iſt freilich ein Ergebnis der einſeitigen
Vorbildung des Technikers, unter dem nun die
Allgemein=
heit leidet, wenn ihr lieb gewordene Werte zerſtört
wer=
den. Die alten Bahnhofsgebäude die jetzt über ein halbes
Jahrhundert alt ſind, wurden ihrer Zeit erſtaunlich gut
und anſtändig gebaut, ein Stück ehemaligen Baugewiſſens
bewahrend und weitergebend. Selbſt freundliche Anlagen,
wie die weinumſponnenen Pergolen, die nicht unmittelbar
Zweckbauten ſind, wurden nicht geſcheut und ſind noch
heute der ſchönſte Schmuck der Bahnhöfe. Und nun hat
unſere Zeit, die ſich ſo viel einbildet, gegenüber den Zeiten
der Entſtehung, der Bahn, ſich vorbehalten, dieſe
be=
ſcheidenen Schönheiten täppiſch zu zerſtören. Man fing
damit an, die hübſchen Stationsaufſchriften, die zum
Cha=
rakter der Gebäude paßten, durch Emailſchilder von
gräß=
licher Aufdringlichkeit und Nüchternheit zu erſetzen. In
Bensheim hat man, ohne durchaus zwingende Gründe,
einen hohen Damm durch die Landſchaft gezogen und ſie
dadurch roh in zwei Teile geſchnitten, das
Bahnhofs=
gebäude ſelbſt auf die empörendſte Weiſe verſchachtelt und
verdorben. Jetzt nun iſt man dabei — und das iſt die
Krone des Ganzen — altes Eiſen, das durch die
Aufheb=
ung ehemaliger Darmſtädter Bahnhöfe überflüſſig wurde,
in Auerbach als Regendach an das Gebäude zu kleben,
nachdem man in Bickenbach in derſelben Weiſe
vorge=
gangen iſt. Eine Verbeſſerung ſtellt dieſe Neueruna kaum
dar; man blieb bei Regen bisher in den Warteräumen und
trat, wenn er einfuhr, an den nahen Zug hinaus. Aber
vor allem iſt es bitter und ſchwer zu begreifen, daß gerade
die Bergſtraße als Verwendungsort für alte Bauteile
dienen muß und daß Formen an anſtändigen Baubeſitz
genietet werden, die in ihrer Scheußlichkeit das hohe Lied
der Gegenwart ſingen, in der wir es ſo herrlich weit
ge=
bracht haben. Andern Orts nimmt man zuweilen, auch
in der Bahnverwaltung Rückſichten auf die Eigenarten
einer Gegend; an der Bergſtraße merken wir leider
wenig davon. Wir wünſchen der Verwaltung etwas mehr
Baugewiſſen. Oder wird es nur hervorgeholt, wenn es
ſich um Aufgaben handelt, die weiterhin ſichtbar ſind —
hat auch die Eiſenbahn=Wohnung ihr „gute Stube‟?
V. 21.
Die Löſung der Frage des Marktverkehrs während
dem Bau der elektriſchen Linie über Schiller= und
Markt=
platz iſt doch ſehr einfach. Sobald mit dem Schienenlegen
begonnen wird, iſt der alte Schlachthofplatz reſp. Landgraf=
Georgſtraße fertig gepflaſtert und in einen Zuſtand verſetzt,
der jedem Markte zur Ehre gereicht. Auf dieſem Teil
können aushilfsweiſe Kraut= und Kartoffelmarkt
abgehal=
ten und auch Fuhrwerke aufgeſtellt werden, bis die
Geleiſe=
anlage fertiggeſtellt iſt. Beim Legen des erſten
Schienen=
geleiſes auf der Weſtſeite des Marktes, im Jahre 1897, zur
Kirchſtraße, wobei noch kein Schillerplatz exiſtierte, teilte
der frühere Marktmeiſter in muſtergültiger Weiſe die
Plätze der Verkäuferinnen ein. Heute ſtehen dem jetzigen
Marktmeiſter der Schloßgraben, die Hälfte des
Schiller=
platzes und Paradeplatzes, ſowie ehemaliger
Schlachthof=
platz zur Verfügung, was wohl vollſtändig genügt, um die
paar Reihen der Verkäufer die der Umbau in Anſpruch
nimmt, unterzubringen. Es iſt daher während des
Baues der Anſchlußgeleiſe abſolut keine Verlegung des
Marktes, im Intereſſe von Käufer und Verkäufer,
not=
wendig und es bedarf nur der Intelligenz und des guten
Willens des Marktmeiſters, unſere alten Verkaufsplätze
zu erhalten.
Ein Marktverkäufer.
Dem Tierfreund, welcher ſich über das traurige
Los der Milchgäule beſchwert, wäre zu raten, ſeine
Be=
ſchwerde, die er vielleicht vereinzelt wahrgenommen hat,
bei der Polizei anzubringen und nicht die ganzen
Milch=
fuhrwerksbeſitzer für das Tun und Treiben einzelner als
Pferdeſchinder verantwortlich zu machen. Wir haben
hier durchweg gute Milchgäule und jeder Beſitzer ſorgt
in ſeinem eigenſten Intereſſe für gute Haltung. Sollte
aber der Herr Einſender für jedes Milchpferd noch
1 Ztr. Hafer ſtiften wollen, ſo ſind wir überzeugt, daß
dieſe Wohltat nicht abgelehnt wird, denn der Hafer koſtet
bereits 12 Mark pro Zentner.
Mehrere Milchhändler,
die Freunde ihrer Pferde ſind.
Vermiſchtes.
— Ueber die Kranken=, Pflege= und
Wohlfahrtsanſtalten Deutſchlands gibt
das ſoeben im Verlage von F. Leineweber in Leipzig in
neuer Bearbeitung erſchienene, 672 Seiten umfaſſende
Adreßbuch dieſer Anſtalten (Preis 15 Mark) einen
intereſſanten Ueberblick. Danach beſtehen in Deutſchland
zur Zeit 9054 Kranken=, Pflege= und
Wohlfahrtsanſtal=
ten mit 735 579 Krankenbetten und zwar:
3258 allgemeine Krankenhäuſer
. mit 215 908 Betten
351 Militär= und Marinelazarette
29131
62 Knappſchaftslazarette
8347
116 Gefängnislazarette
4 311
365 Irren=, Idioten= und
Epilepti=
keranſtalten
159256
381 Lungenheilſtätten und
Sana=
torien
35533
195 Nervenheilſtätten und
Sana=
torien
13501
260 Waſſerheilanſtalten
13612
258 Kinderkrankenhäuſer u.
Kinder=
heilſtätten
21086
149 Wöchnerinnen= und
Säuglings=
heime
9 354
141 Rettungs= Erziehungs= u.
Beſ=
ſerungsanſtalten
19485
37 Ferienkolonien
2894
141 Waiſenhäuſer
14145
225 Heilanſtalten für innere
Krank=
heiten
10 828
351 Heilanſtalten für chirurgiſche
Krankheiten
11 430
333 Frauenkliniken
10811
261 Augenheilanſtalten
7733
120 Heilanſtalten für Ohren=,
Na=
ſen= und Halskrankheiten
2 690
78 Spezialanſtalten für Haut= und
Geſchlechtskranke
2 479
104 für orthopäd. und heilgymnaſt.
Behandlung
4996
58 Heilanſtalten für Alkoholiker u.
Merphiſten
2043
44 Krüppelheilſtätten und
Krüppel=
heime
4 262
48 Anſtalten für Blinde (
Inter=
nate)
3933
92 Anſtalten für Taubſtumme
8 452
269 Geneſungs= und
Erholungs=
heime
14338
250 Siechenhäuſer und
Siechen=
anſtalten
27784
932 Altersheime, Hoſpitäler,
Ver=
ſorgungshäuſer
70029
, , „
86 Krankenpenſionen . . . . .
3312
89 diverſe Heilanſtalten . . .
3896 „
Außerdem beſtehen 591 Heilbäder und Kurorte,
nämlich 57 Mineralbäder mit kalten und warmen
Quel=
len, einfachen und erdigen Säuerlingen, 22 alkaliſche
Quellen, 95 Kochſalzquellen und Solbäderorte, 11
Bitter=
quellen, 45 Eiſen= und Stahlbäder, 34 Schwefelbäder
und 76 Moorbäder, 7 Schlamm= und 4 Sandbäder=
Nordſeebäder gibt es 25, Oſtſeebäder 81 und Luftkurorte
134 ohne die vielen kleineren Sommerfriſchen. Von all
dieſen Anſtalten enthält das Adreßbuch neben genauer
poſtmäßiger Adreſſe nähere Angaben, ſowie einen Führer
zu den Anſtalten nach Ländern, Provinzen und
Regie=
rungsbezirken und einen Führer zu den
Spezialheil=
anſtalten. Alle Angaben beruhen auf direkten
Mitteilun=
gen der Anſtalten ſelbſt. Die 9054 Anſtalten
repräſentie=
ren bei ihren 735 579 Betten, bei niedriger Berechnung
der Baukoſten mit 4000 Mark pro Bett, einen Wert von
nahezu 3 Milliarden Mark. Im Bau begriffen oder zum
Bau beſchloſſen ſind zur Zeit 261 Anſtalten, worüber das
Adreßbuch ebenfalls Angaben enthält,
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Anguſt 1912.
Nummer 199.
Literariſches.
D Der Geburtenrückgang im deutſchen
Volk, der heute die Aufmerkſamkeit aller Kreiſe auf ſich
lenkt, hat auch in einer Feſtgabe der Großh.
Zentral=
ſtelle für die Landesſtatiſtik zu Darmſtadt
zu Ehren der Ausſtellung „Der Menſch” beſonders
ein=
gehende Würdigung gefunden. Das Heft trägt den Titel
„Die Zukunft Deutſchlands” und bringt neben
einem erläuternden Text in verkleinerter Form 24 farbige
Tafeln, die im Auftrage von der Zentrale für Mutter=
und Säuglingsfürſorge von Regierungsrat Knöpfel
ent=
worfen ſind. Die Art der Darſtellung iſt überaus
anſchau=
lich und eindringlich und iſt geeignet, vorbildlich auf
die=
ſem Gebiet zu wirken. Die Tafeln zeigen, daß der
Ge=
burtenrückgang eine Erſcheinung iſt, die ſich in faſt allen
Kulturſtaaten bemerkbar macht, daß aber Grad und
Tempo des Rückganges nicht nur in den einzelnen
Staa=
ten, ſondern auch innerhalb unſeres Volkes in den
ein=
zelnen Gegenden und ſozialen Klaſſen ſehr verſchieden
iſt. Beſonders wirkſam und einleuchtend iſt jene Tafel,
in der der Geburtenrückgang Frankreichs im vergangenen
Jahrhundert als Zukunftsbild für die Weiterentwicklung
in Deutſchland dargeſtellt wird. Neben dieſem überaus
aktuellen Problem aus dem Gebiete der
Bevölkerungs=
ſtatiſtik werden die Sterblichkeitsverhältniſſe als
ſtatiſti=
ſcher Ausdruck für den Stand der Hygiene veranſchaulicht,
insbeſondere die Sterblichkeitsunterſchiede in Stadt und
Land, Rückgang der Sterblichkeit und
Säuglingsſterblich=
keit, ferner einleitend einige Tafeln über die
Grundtat=
ſachen der Bevölkerungsſtatiſtik, über das verſchiedene
Wachstum der Bevölkerung und ſeine Urſachen, die
Ehe=
ſchließungen, Geburten, Todesfälle und Wanderungen.
Bei dem billigen Preis der Feſtgabe, 50 Pfg., ſteht zu
er=
warten, daß ſie viele Intereſſenten finden wird.
Die franzöſiſche Preſſe über das Projekt
des Grafen Verchtold.
* Paris, 23. Aug. In den franzöſiſchen
Preſſe=
organen tritt heute im Gegenſatz zu den vurhergehenden
Tagen eine gewiſſe Abneigung gegen die Vorſchläge des
Grafen Berchtolds zur Beruhigung des Zalkans hervor.
So ſchreibt das Echo de Paris: Man beginnt ein wenig
daran zu zweifeln, daß die Berchtoldſchen Vorſchläge ein
praktiſches Reſultat ergeben können. Rußland mißtraut
Oeſterreichs Plänen, welche es für dunkel und für wenig
freudſchaftlich in Bezug auf die Balkanſlawen
erach=
tet. Was England anbetrifft, ſo liegt ihm vor allem
varan, die türkiſche Regierung nicht zu verſtimmen. Wie
man weiß, iſt dieſe dem Vorſchlage des Grafen
Berch=
told feindlich und England wird ſich daher nicht ſehr
be=
eilen, ihn zu begünſtigen Frankreich ſchließlich zeigt ſich
zwar im Prinzip dem öſterreichiſchen Vorſchlage nicht
ungünſtig, wartet aber genaue Angaben ab, um ſich
dar=
über auszuſprechen. Uebrigens wird es nichts tun, ohne
ſich vorher mit Rußland und England ins Einvernehmen
geſetzt zu haben.
Das Blatt Le Journal ſieht in den Berchtoldſchen
Plänen das Wiedererwachen der Nationalitätenfrage, in
welcher ſich das ganze orientaliſche Problem konzentriert.
Wie, fragt das Blatt, wird Graf Berchtold die Appetite
der Nationalitäten, welche er entfeſſelt, wieder zügeln?
Das iſt die erſte Frage, welche die Mächte ſtellen
wer=
den. Je nach der Antwort, welche ſie bekommen werden,
wird es dann Zeit ſein, ſich eine andere, vielleicht
indis=
kretere Frage vorzulegen. Welchen Zweck verfolgt
eigent=
lich Oeſterreich, indem es den Grundſatz des Status quo,
der bisher ſeit 34 Jahren die Rettung des Friedens im
Orient geweſen iſt, abändern will.
Der Petit Pariſien überſchreibt ſeinen heutigen
Artikel: Das Projekt Berchtolds erweckt Mißtrauen und
führt folgendes aus: Rußland verbirat ſein Mißtrauen
nicht. Es frägt ſich, ob der öſterreichiſch=ungariſche
Vor=
ſchlaa wirklich uneigennützig iſt und ob Serbien und
Montenegro nicht Gefahr laufen, bei der von Oeſterreich
befürworteten Dezentraliſation geſchädigt zu werden.
Aber ernſthafte Befürchtungen geben ſich vor allem zur
gegenwärtigen Stunde in Rom kund. Oeſterreich=Ungarn
möchte in erſter Linie die Autonomie für die Albaneſen,
aber Italien fürchtet, daß das Wiener Kabinett ſich in
Albanien eine Art von moraliſchem Protektorat ſchaffen
könnte, welches Italien ebenſo verletzen würde, wie es
Rußland verletzen werde:
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Mainz, 23. Aug. Bei den
Sprengungsarbei=
ten an dem Binger Tor ſchlug heute nachmittag ein
1 Zentner ſchwerer Stein das Glasdach der
Bahnhofs=
halle durch und zertrümmerte das Wagentrittbrett eines
Zuges, der eben nach Darmſtadt abfahren wollte. Der
Wagen mußte ausrangiert werden. Die Paſſagiere kamen
mit dem Schrecken davon, während einem Zuſchauer am
Binger Tor ein Stein das linke Auge ausgeſchlagen hat.
Der Verletzte wurde bewußtlos vom Platze getragen.
* München, 23. Aug. In der heutigen weiteren
Spe=
zialberatung des Etats des
Kriegsminiſte=
riums führte Abg. Freiherr v. Franckenſtein aus,
der Kriegsminiſter warf ihm geſtern Verdächtigung des
Offizierkorps vor, als habe er mit der Warnung von der
Simpliziſſimuskultur ſeine Königstreue und Loyalität
in Zweifel gezogen. Er habe nur die Kriegsverwaltung
vor der Gefahr des Eindringens jenes
Simpliz’ſſimus=
geiſtes in das Offizierkorps warnen wollen. Dieſe
zer=
ſetzende Geſinnung ſei in zunehmender Verbreitung
be=
griffen, ſo daß die Gefahr, daß auch das Offizierkorps
beeinflußt werde, keineswegs ausgeſchloſſen ſei. Nicht er,
ſondern der Abgeordnete Caſſelmann habe
behaup=
tet, es ſei Disziplinloſigkeit im Heere vorhanden. Er
habe dieſer Behauptung gegenüber lediglich die abſolute
Notwendigkeit der militäriſchen Disziplin hervorgehoben.
Er habe dem Kriegsminiſter keine unzureichende
Vertret=
ung der Verfaſſungsbeſtimmungen vorgeworfen. Für
den Kriegsminiſter lag alſo kein Anlaß vor, ſeine
wohl=
wollenden Aeußerungen in ſo ſchroffer Form
zurückzu=
weiſen.
* Bremerhaven, 23. Aug. In der Ortſchaft Debſtadt
verbrannten heute nacht nahezu 40 Häuſer und
Scheunen. Das Pfarrhaus konnte nur mit großer Mühe
gerettet werden.
* Wilhelmshöhe, 23. Aug. Der Kaiſer beſuchte
geſtern vormittag von Kronberg aus das
Offiziergeneſ=
ungsheim „Falkenſtein”. Heute vormittag hörte der
Kai=
ſer hier den Vortrag des Zivilkabinetts.
HB Koblenz, 23. Aug. Oberſtleutnant Freiherr
Wal=
ter von Rheinbaben, der geſtern in ſeiner hieſigen
Woh=
nung erſchoſſen aufgefunden wurde, litt wie
aus Regierungskreiſen mitgeteilt wird, an einer
ſchwe=
ren Nerven=Erkrankung. Geſtern verſammelte der
Oberſt=
leutnant ſeine Offiziere um ſich und hielt eine Anſprache,
an ſie, die von ihnen als ein Abſchied empfunden wurde.
Wenige Stunden ſpäter traf die Nachricht von ſeinem Tod
beim Regiment ein. Nach der Darſtellung der Familie
des Verſtorbenen handelt es ſich nicht um einen
Selbſt=
mord, ſondern um einen Unglücksfall. Freiherr v.
Rhein=
baben, ſo äußerte ſich die Familie, war für heute zur
Jagd eingeladen geweſen und habe ſein Gewehr
unter=
ſucht. Beim Reinigen des Gewehres ſoll ein Schuß
los=
gegangen ſein.
HB Köln, 22 Aug. Heute Nacht ſuchte eine
Die=
besbande wieder den Kölner Vorort Kalk auf, wo erſt
vor einigen Tagen ein Goldwarengeſchäft ausgeraubt
vurde. Die Spitzbuben zertrümmerten das ſehr
wertvolle Fenſter der St. Joſefskirche, richteten in der
Kirche ſelbſt, nachdem ſie die Opferſtöcke ausgeraubt
hat=
ten, große Verwüſtungen an. Dann verſuchten ſie in das
Pfarrhaus der anderen katholiſchen Kirche einzudringen,
wurden aber verſchencht.
HB Staffelſtein (Oberfranken), 23. Aug. Ein
ſchwerer Unfal hat ſich in Unterbrunn bei
Staffel=
ſtein abgeſvielt. Der Beigeordnete Prell und der
Abſol=
vent der Ackerbauſchule Hornung begingen die
Unvorſich=
tigkeit, das Kabel der Ueberland=Zentrale zu berühren
Sie wurden vom elektriſchen Strom getroffen und ſanken
tot zu Boden. Ein Schüler, der ebenfalls mit dem Kabel
in Verührung kam, wurde ſchwer, ein Kind leichter
ver=
letzt.
II.B. Brügge, 23. Aug. Die Waffen und
Mu=
nition die an Bord des Dampfers Voß”
beſchlag=
nahmt wurden, und welche für die portugieſiſchen
Monarchiſten beſtimmt waren, ſind nunmehr nach
den Kaſernen gebracht worden. Es ſind im Ganzen
12000 Repetirgewehre, 450000 Patronen und zwei Ma=
ſchinengewehre. Dieſe Waffen ſind unter Siegel geſtellt
worden und werden Tag und Nacht von einem Poſten
bewacht. Der Dampfer ſelbſt iſt verkauft worden und geht
nächſte Woche nach Italien
— London, 23. Aug. Die Admiralität gibt bekannt,
daß heute morgen bei der Mole von Southend das
Tor=
pedoboot Nr. 8 mit dem Dampfer City of Rocheſter”
zuſammengeſtoßen ſei. Einzelheiten fehlen noch.
— Petersflurg, 23. Aug. Die Audienz des
Grafen Pourtales bei dem Zaren bildet das
lebhaft erörterte Geſprächsthema der Diplomaten. Es
heißt, daß Kaiſer Nikolaus in ſehr vertraulicher Weiſe
alle aktuellen Fragen der hohen Politik berührt und die
Reiſeergebniſſe Poincarés mit einem Hinweis auf die
ten=
denziöſen Darſtellungen der franzöſiſchen Preſſe erwähnt
habe. Jedenfalls glauben die Petersburger Diplomaten
in der gerade jetzt erfolgten Gewährung der Audienz den
beſten Gegenbeweis für die Behauptung erblicken zu
kön=
nen, daß das Verhältnis zu Deutſchland in
letz=
ter Zeit eine Trübung erfahren habe. Die guten
Bezieh=
ungen zwiſchen dem Zaren Nikolaus und Kaiſer Wilhelm
hält man durch die Audienz für beſonders deutlich
doku=
mentiert.
HIB. Petersburg, 23. Aug. Die Unruhen unter
den Matroſen der Schwarzen= Meerflotte
ſcheinen einen großen Umfang angenommen zu haben.
In den letzten Tagen wurden in Sewaſtopol mehrere
Hundert Verhaftungen vorgenommen, die aber die
Meu=
terei nicht verhindern konnten. Ueber dieſe bewahrt das
Marineminiſterium tiefes Schweigen. Die Zeitungen
wagen kein Wort darüber zu veröffentlichen. Die
Nach=
richt über die Meuterei an Bord des Kreuzers „Kagul”
und deſſen Vernichtung durch die Küſtengeſchütze wird
eneraiſch dementiert.
HB Konſtantinopel, 23. Aug. Die ottomaniſche
Regierung wird das Projekt des Grafen
Berch=
told unter dankbarer Anerkennung der guten Abſicht nicht
in Beratung ziehen, da ſie darin einen Eingriff eines
fremden Staates in die inneren Verhältniſſe des
osma=
niſchen Reiches ſieht. Selbſt eine offizielle
Kenntnis=
nahme wird dankbar abgelehnt werden.
Brieſtaſten.
Der von Ihnen im Briefkaſten erwähnte Pilz,
welcher maſſenhaft in der neuen Anlage hinterm Woog
auftritt, iſt nicht giftig, aber ungenießbar. Er
heißt Coprinus, Tinten= oder Miſtſchwamm.
Derſelbe hat im jungen Zuſtande große Aehnlichkeit mit
dem Parasol (genießbar), welch letzterer jedoch ſeinen
Hut weit öffnet und einen knolligen Wurzelſtock hat.
Coprinus hat einen ſpitzen Wurzelſtock und wird im
Alter ſchwarz.
L. F.
Auch in den heissen Monaten
iſt Scotts Emulſion von der gleichen
Wirkungs=
kraft. Man erkennt dies am beſten daraus,
daß das Präparat ſeit Jahrzehnten in den
Tropen gegenüber allgemeinen
Schwächezuſtän=
den, Entkräftungen und ähnlichem als
Vor=
beugungs= u. Stärkungsmittel genommen wird.
Dort iſt es ſchon lange ein unentbehrliches
Hausmittel geworden. Scotts Emulſion iſt
alſo ſelbſt bei der größten Hitze zuträglich und
leicht bekömmlich, und man ſoll deshalb eine
Lebertrankur nicht auf die kalte Jahreszeit
ver=
ſchieben. Die immer leicht verdauliche Scotts
Emulſion, in welcher ſämtliche Nährſtoffe des
Lebertrans in Verbindung mit mineraliſchen
Salzen enthalten ſind, kräftigt jung und alt
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Großh. Miniſterialrat i. P.
zu Gießen, 80 Jahre alt.
Gießen, Darmſtadt, 22. Auguſt.
Luise Becker, geb. Emmerling,
August Becker, Großh. Baurat,
Ernst Becker,
Adeline Becker,
Hans Becker,
Toni Weber, geb. Emmerling,
Mathilde Becker, geb. Emmerling.
Die Beerdigung findet Montag nachmittag
4 Uhr auf dem Friedhofe zu Darmſtadt
ſtatt.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlichſter Anteilnahme
bei der Krankheit und dem Heimgange unſerer
unvergeßlichen Mutter
(17806
Frau Enlsavell Nah Meeo
ſagen wir allen Denen, die ihr die letzte Ehre
erwieſen, unſeren herzlichſten Dank.
Für die tranernden Hinterbliebenen:
Eliſabeth Kunze, geb. Rühl.
Darmſtadt, den 23. Auguſt 1912.
Todes=Anzeige.
Heute früh entſchlief ſanft nach langem,
ſchwerem Leiden mein lieber Mann, unſer
guter, unvergeßlicher Vater, Schwiegervater
und Großvater
(17844
Herr
Philipp Kullmann
Schmiedmeister
im Alter von 68 Jahren.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, Pfungſtadt, den 23. Aug. 1912.
Die Beerdigung findet am Sonntag, den
25.-Auguſt, vormittags 10 Uhr, vom
Sterbe=
hauſe Alexanderſtraße 11 aus, ſtatt.
Kriegerverein
Darmſtadt.
Die Beerdigung unſeres
Mit=
glieds und Feldzugskameraden
Herrn Schmiedmeiſter Philipp Kullmann
findet am Sonntag, den 25. Auguſt,
vormit=
tags 10 Uhr, vom Sterbehauſe Alexanderſtraße
Nr. 11 aus, ſtatt.
(17836
Wir erſuchen die Kameraden von Ramdohr
bis Schulz, ſowie des 2. Bezirks, ſich dort zu
verſammeln.
Der Vorſtand.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Die nördliche Depreſſion hat ſeine Lage und Stärke
wenig geändert. Im Laufe des geſtrigen Tages fielen
bei weſtlichen Winden und ziemlich tiefen Temperaturen
in ganz Deutſchland Regen. Im Hochgebirge iſt wieder
Schneefall eingetreten. Das ſüdweſtliche Hoch hat ſich
etwas verflacht und von Weſten her dringt wieder eine
Depreſſion vor. Wir haben alſo mit keiner weſentlichen
Aenderung zu rechnen.
Ausſichten für Samstag, 24. Auguſt 1912: Trüb,
Regenſchauer, Temperatur wenig verändert, Weſtwind=
Tageskalender.
Samstag, 24. Auguſt:
Ludwigsfeſt um 3 Uhr in der Knaben=Arbeitsanſtalt.
Sommerfeſt des Oekonomen=Vereins um 8½ Uhr auf
dem „Heiligen Kreuz”.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — „Perkeo” um
8 Uhr. — Singſpielhaus „Metropole” um 8 Uhr.
Sonntag, 25. Auguſt.
Nationale Olympiſche Spiele um 10 und 2½
Uhr auf dem Olympia=Sportplatz (Heidelbergerſtraße).
Todes=Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten
hiermit die ſchmerzliche Nachricht, daß es Gott
dem Allmächtigen gefallen hat, unſeren
innigſt=
geliebten Gatten, Vater, Bruder, Schwager
und Onkel
(17856
Herrn
Thmpp Merschrech Anl.
Grossh. Beigeordneter
heute vormittag 5 Uhr nach ſchwerem, mit
Geduld ertragenem Leiden, im 56. Lebensjahre
zu ſich abzurufen.
Hahn bei Pfungſtadt, den 23. Aug. 1912.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 25. Aug.,
nachmittags 2 Uhr, ſtatt.
Bibliſcher Vortrag um 8½ Uhr im Zelt an der
Lindenhofſtraße.
Wanderung des Vogelsberger Höhenklubs nach
Reinheim (Abmarſch um 7 Uhr am Böllenfalltor).
Wanderung des Odenwaldklubs nach Friedberg (
Ab=
fahrt 4.24 Uhr).
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — „Perkeo” um
4 und 8 Uhr. — Singſpielhaus „Metropole” um 4 und
8 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Montag, 26. Auguſt.
Hofrleite=Verſteigerung des Philipp Erbes
(Ludwigshöhſtraße 47) um 11 Uhr auf dem
Orts=
gericht II.
Ausſtellung „Der Menſch” im Großh. Reſidenzſchloß
(geöffnet von 9 Uhr vormittags bis 10 Uhr abends).
Eugen Bracht=Ausſtellung auf der
Mathil=
denhöhe (geöffnet von 10—6 Uhr).
Ausſtellung des Deutſchen Holzarbeiter=Verbandes!
Grafenſtraße 30.
Ausſtell ung „Das Gas in Haus und Gewerbe” im
Saalbau (geöffnet von 10 Uhr vormittags bis 10 Uhr
abends).
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: i. V. Kurt
Mitſching; für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und
Mitteilungen aus der Geſchäftswelt: Hans Heitz, ſämtlich
in Darmſtadt. — Für den redaktionellen Teil beſtimmte
Mitteilungen ſind an die „Redaktion des Tagblatts” zu.
adreſſieren. Etwaige Honorarforderungen ſind
beizu=
fügen; nachträgliche werden nicht berückſichtigt.
Un=
verlangte Manuſkripte werden nicht zurückgeſandt.
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Kurſe vom 23. Auguſt 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
8f.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,20
3½ Deutſche Reichsanl. . 89,60
79,75
do.
3
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,00
89,70
3½ do. Conſols
79,70
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 100,00
93,10
do.
3½
84,50
do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100,10
88,00
do.
3½
77,75
do.
3
4 Hamburger Staatsanl. 100,00
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 100,00
4 do. do. (unk. 1918) 100,00
88,00
do.
3½
77,40
do.
3
80,20
3 Sächſiſche Rente.
4 Württemberger v. 1907 100,30
do. v. 1875 95,00
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1¾ Griechen v. 1887 . . 54,20
3¾ Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 90,80
4 do. Goldrente . . . 95,70
4 do. einheitl. Rente 87,50
3 Portug, unif. Serie I 64,50
3 do. unif. Ser. III 67,70
3 do. Spezial . . . . 10,00
5 Rumänier v. 1903 . . 101,10
4 do. v. 1890 . . 95,00
4 do. v. 1905 . . 91,60
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 90,40
91,00
4 do. v. 1902 .
.100,50
4½ do. v. 1905 .
80,40
3½ Schweden .
4 Serbier amort. v. 1895
4 Türk. Admin. v. 1903 82,00
4 Türk. unifiz. v. 1903 91,00
4 Ungar. Goldrente . . . 90,25
4 do. Staatsrente . . . 87,50
Zi
InProz.
.100,90
5 Argentinier
86,30
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 91,90
5 Chineſ. Staatsanleihe . 100,10
4½
do.
94,30
4½ Japaner . .
5 Innere Mexikaner . . . 95,00
3
do.
59,00
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,00
5 Gold=Mexikaner . . . . 100,30
3 Buenos Aires Provinz 70%
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt .
150,30
124,00
5 Nordd. Lloyd .
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. .
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408. . 115,90
8 Baltimore und Ohio . 108,80
6½ Schantungbahn . . . 134,00
64 Luxemb. Prince Henri
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 19,50
6 Pennſylvania R. R. . 123,00
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger . . 75,50
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . . . . . . 538,50
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim
.258,50
30 Farbwerke Höchſt . . 650, 10
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 354,50
10 Cement Heidelberg . . 151,50
30 Chem. Werke Albert 471,50
12½ Holzverkohlung Kon=
.324,75.
ſtanz
.127,00
4 Lahmeyer .
Letzte
In Proz.
Divid.
7½ Schuchert, Nürnberg 159,20
12 Siemens & Halske . 239,25
5 Bergmann Electr. . . 136,00
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 169,30
0 Gummi Peter, . . . . 120,00
0 Kunſtſeide Frankfurt 121,25
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . 559,80
10 Maſchinenf. Badenia 180,50
6 Wittener Stahlröhren 222,00
8 Steana Romana Petr. 155,75
15 Zellſtoff Waldhof . . 244,90
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel . . . . . . . 227,50
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 119,00
3 Südd. Immobilien . 63,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 191,50
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 238,75
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 179,00
10 Gelſenkirchener . . . . 199,90
8 Harpener . . . . . . . 198,00
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 271,50
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 101,00
4 Laurahütte . . . . . . 178,00
10 Kaliwerke Aſchersleben 169,50
11 „ Weſteregeln 211,00
7½ South Weſt Africa
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 88, 1C
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie . . 93,60
4 Franz=Jofefs=Bahn . . 89,10
3 Prag=Duxer . . . . . . 74,50
5 Oeſterr. Staatsbahn . 103,10
4 Oeſterr. Staatsbahn . 93,30
do.
3
79,60
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,60
do.
4
77,10
In Proz.
3
2¾/10 Oeſt. Südb. (Lomb.) 53,75
77,60
3 Raab=Oedenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn 93,50
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 88,40
4½ Moskau=Kaſan . . . 96,90
87,75
do.
4 Wladichawchas . . . . 88,40
4 Rjäſan Koslow . . . . 87,90
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 77,80
41
do.
24/10 Livorneſer . . . . . 69,60
3 Salonique=Monaſtir . —
. . 83,60
4 Bagdadbahn .
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 96,90
4 Miſſouri=Pacific. . . . 71,70
4 Northern=Pacific . . . 99,00
4 Southern=Paciſic . . . 94,90
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 86,60
5 Tehuantepec . . . . . . 98,20
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 200,00
7 Bergiſch=Märkiſche
.149,80
Bahn . .
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 167,90
6½ Darmſtädter Bank . 121,50
12½ Deutſche Bank . . . 254,60
6 Deutſche Vereinsbank . 123,00
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 116,80
10 Diskonto=Kommandit 187,00
8½ Dresdener Bank . . 154,40
9½ Frankf. Hypoth.=B. 136,25
6½ Mitteld. Kreditbank 118,00
7 Nationalb. für Deutſchl. 122,50
7 Pfälziſche Bank . . . . 127,00
5.86 Reichsbank . . . . . 133,50
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,00
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 124,10
7½ Wiener Bankverein . 134,50
Pfandbriefe.
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 98,00
In Proz.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . . 89,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 15—19, 21—26 97,20
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,00
31
88,00
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 99,90
31
do.
88,80
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
99,40
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23 . .
99,60
3½Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 . . . 88,80
S. 3—5 .
88,60
S. 9—11
88,70
4 Meininger Hyp.=Bank 99,00
do.
88,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 97,50
3½ do. (unk. 1914) . . 88,00
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,90
do.
89,40
3½
Städte=
Obligationen.
. 99,00
4 Darmſtadt .
89,50
do.
99,90
4 Frankfurt..
do.
93,80
4 Gießen .
98,10
91,00
do.
4 Heidelberg
98,20
do.
4 Karlsruhe
98,50
88,30
do.
4 Magdeburg
99,10
3½ do.
4 Mainz .
do.
89,50
4 Mannheim
99,90
do.
89,00
4 München .
100,50
Nauheim
4 Nürnberg
.100,00
do.
88,00
Offenbach
97,75
In Proz.
B.
3½ Offenbach . . .7
4 Wiesbaden . 7.7. 100,50
3½ do.
96,10
4 Worms . .
98,00
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1888
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 172,00
3½ Cöln=Mindner „ 100 134,00
3 Holl. Komm. . fl. 100
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 135,50
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 175,00
3 Oldenburger . . . . . . 125,50
2½ Raab=Grazer fl. 159 113,00
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
ftl. 7
Augsburger .
Braunſchweiger Tlr. 20 197,50
Fs. 15
Freiburger .
Js. 45
Mailänder
Fs. 10
do.
fl. 7
Meininger .
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 519,00
do. v. 1858fl.100
Ungar. Staats . . fl. 100 360,50
Benediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 172,50
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . .20,41½
20 Franks=Stücke . . . . 16,18
Amerikaniſche Noten . . . 4,18¾
Engliſche Noten . . . .. 20,43
Franzöſiſche Noten. . . . 80,85
Holländiſche Noten. . . . 169,40
Italieniſche Noten . . . . 80,00
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,95
Ruſſiſche Noten . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,95
Reichsbank=Diskonto. .
Reichsbank=Lombard 846 5½
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Anguſt 1912.
Nummer 199.
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deren regulärer Wert ein weit höherer ist; ferner feine Kammgarn-
Qualitäten in jeder Farbe, Diagonal-Changeants, Covercoats. Die
Aus-
wahl ist so enorm, dass für jeden Geschmack etwas darunter zu
finden ist. Sämtliche Stoffe sind je nach den Qualitäten in Serien
ein-
geteilt und die Preise wie nachstehend festgelegt:
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alles 130 cm breit . . . . .
Meter
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Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Auguſt 1912,
Nummer 199.
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Stickerei und Durchsatz,
ganz besonders billig
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30₰
Die Kortbildungsſchule für die aus der Volksſchule entlaſſene
männliche Ingend, hier: Beginn des Unterrichts für die kauf=
Ofer
Für die kaufmänniſchen Klaſſen (Kaufleute und Schreiber)
der obligatoriſchen Fortbildungsſchule beginnt der Unterricht in dieſem
Jahre Donnerstag, den 5. September, nachmittags 2 Uhr.
Der Unterricht findet ſtatt an 2 Nachmittagen der Woche von
1½—4½ Uhr und dauert vom 5. September 1912 bis 14. März
1913, mit Unterbrechung vom 26. September bis 9. Oktober (
Herbſt=
ferien) und vom 12. Dezember bis 5. Januar (Weihnachtsferien). Die
am franzöſiſchen Unterricht teilnehmenden Schüler haben an 3
Nach=
mittagen Schule. Es iſt wünſchenswert, daß die Schüler, die den
franzöſiſchen Unterricht beſuchen wollen, ſich hierfür ſchon am 5.
Sep=
tember anmelden.
Der Unterricht iſt für alle Schüler unentgeltlich.
Die Fortbildungsſchulpflichtigen aus den Jahrgängen 1910
und 1911, die im vorigen Winter die kaufmänniſchen Klaſſen in
dem Schulhauſe am Ballonplatz (Lehrer Kratz, Link und Eß) beſucht
haben, haben ſich Donnerstag, den 5. September, 2 Uhr
nach=
mittags, in der Turnhalle der Ballonſchule einzufinden.
Zur gleichen Zeit haben ſich daſelbſt alle diejenigen zu ſtellen,
die Oſtern 1912 aus den Stadtknabenſchulen I und II, aus der
Bezirksſchule in der Lagerhausſtraße und aus den
Knabenmittel=
ſchulen 1 und II entlaſſen worden ſind und ſich dem kanfmänniſchen
oder Schreiberberufe gewidmet haben, ebenſo die von auswärts
zugezogenen ſchulpflichtigen Lehrlinge dieſer Berufsgruppen.
Die im Bezirk der ehemaligen Gemeinde Beſſungen
woh=
nenden Kaufmanns= und Schreiberlehrlinge aus den Jahrgängen
1910, 1911 und 1912 können auf Wunſch ebenfalls dieſen Klaſſen,
deren Unterricht im Schulhaus am Ballonplatz ſtattfindet, zugeteilt
werden, wenn ſie ſich Donnerstag, den 5. September, um 2 Uhr
da=
ſelbſt einfinden.
Vom Beſuche der obligatoriſchen Fortbildungsſchule befreit ſind
die Schüler der kaufmänniſchen Schule (Schulſtraße) und diejenigen
jungen Leute, die anderen genügenden Schulunterricht genießen.
Ferner ſind befreit die Schüler höherer Lehranſtalten, die ein Jahr
lang die Obertertia beſucht und in den weſentlichen Lehrfächern das
Klaſſenziel erreicht haben.
Geſuche um gänzliche oder zeitweiſe Befreiung vom
Be=
ſuche der Fortbildungsſchule ſind bei Meidung der
Nichtberückſichtig=
ung alsbald ſchriftlich an Großh. Kreisſchulkommiſſion
Darm=
ſtadt (Neckarſtraße 3) zu richten. Die Geſuche müſſen von den
Schülern ſelbſt verfaßt, geſchrieben und unterſchrieben ſein und
An=
gaben enthalten über Alter, Heimatort, Namen und Geſchäft der
Eltern, ſeitherigen Schulbeſuch und dermaligen Arbeitsherrn des
Schülers. In den Eingaben ſind die Gründe anzuführen, aus
welchen Befreiung beanſprucht wird, außerdem ſind Art, ſowie
wöchentliche Stundenzahl etwaigen anderen Unterrichts und die dieſen
Unterricht erteilenden Lehrer zu bezeichnen.
Für die übrigen Berufsgruppen beginnt der Unterricht
Montag, den 14. Oktober, und findet an drei Nachmittagen
der Woche ſtatt. Beſondere diesbezügliche Bekanntmachung erfolgt
anfangs Oktober.
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Darmſtadt, den 24. Auguſt 1912.
Der Vorſitzende des Schulvorſtandes.
Dr. Gläſſing.
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Französisch
beginnen am 2. Sept.
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Tageszirkel
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Dierkers Privat-Handelsschule
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Die kaufmännischen Unterrichtskurse für
Fortbildungsschüler
beginnen am 1. Oktober a. c.
Anmeldungen bis spätestens 25. September erbeten.
Der Unterricht befreit von dem Besuche der
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bis zur voll. Ausbild. bei mäßig.
LKE
[ ← ][ ][ → ]X 99.
Samstag, 24. Auguſt.
1912.
An die Schulvorſtände des Kreiſes.
Sie wollen die Schulverwalter Ihrer Schule darauf aufmerkſam machen, daß
die Definitorialprüſung im Frühjahr 1913 in Darmſtadt am 14. April 1913 beginnt.
Die Meldungen hierzu ſind mindeſtens 3 Monate vorher mit dem geſetzlichen Stempel
und den vorſchriftsmäßigen Belegen bei uns einzureichen.
Ferner wollen Sie die nachſtehende Bekanntmachung den Lehrern und
Lehrer=
innen Ihrer Schule mitteilen.
Darmſtadt, den 20. Auguſt 1912.
Großherzogliche Kreisſchulkommiſſion Darmſtadt.
J. V.: v. Werner.
Bekanntmachung.
Für die im laufenden Schuljahr abzuhaltenden Lehrerprüfungen uſw. werden
die nachſtehenden Termine feſtgeſetzt:
1. Erweiterte Prüfung zu Darmſtadt.
2. Dezember 1912
2. Prüfung iſraelitiſcher Religionslehrer zu Darmſtadt
9. Dezember 1912
3. Entlaſſungsprüfung am Seminar Alzey
. 20. Januar 1913 u.
10. Februar 1913
4.
Friedberg
. 28. Januar 1913
5.
. 17. Februar 1913
Bensheim
6. Entlaſſungsprü fung am Lehrerinnen=Seminar Darmſtadt 24. Februar 1913
7. Pädagogiſcher Kurſus
10. März 1913
8. Prüfung der externen Lehrerinnen am Seminar zu Darmſtadt 3. März 1913
9. Zeichenlehrerprüfung an der Kunſtgewerbeſchule zu Mainz 14. April 1913
10. Definitorial=Prüfung der Schulamts=Aſpiranten zu
Darm=
ſtadt
. 28. Oktober 1912 u.
14. April 1913
11. Aufnahmeprüfungen an den Seminaren und Vorſeminaren 13. März 1913.
Meldungen zu dieſen Prüfungen ſind rechtzeitig — mindeſtens 3 Monate vor
den Terminen — mit dem geſetzlichen Stempel und den vorſchriftsmäßigen Belegen
bei den zuſtändigen Stellen einzureichen.
Darmſtadt, den 20. Juni 1913.
(17757
Großherzogliches Miniſterium des Innern.
Abteilung für Schulangelegenheiten.
J. V.: Dr. Schenermann.
Der Vertrieb der Loſe der 1. Klaſſe 2. Preußiſch=Süddeutſchen (228. Königlich
Preußiſchen) Klaſſenlotterie beginnt am 3. Dezember d. Js. und die Ziehung der
1. Klaſſe dieſer Lotterie findet am 13. und 14. Januar 1913 ſtatt.
(12735
Dem Willy Neuroth dahier, Pankratiusſtraße 63, wurde die jederzeit
widerruf=
liche Ermächtigung zur Ausbildung von Kraftwagenführern erteilt.
(7734
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 gelbes Kinderarmband mit dunklen Perlen.
1 weißſeidener Damenſchirm. 1 ſilbernes Kollier mit Kettchen und
rotem Stein mit Monogramm. 1 ſchwarzes Frauenjackett. 1
Matt=
ſcheibe von einem Photographenapparat und 1 Briefumſchlag mit
fremden Marken. 2 Damenſchirme. 1 braunes Kinder=
Wachstuch=
hütchen
(17779
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Pinſcher, 1 Spitzbund (zugelaufen). Die Hunde können
von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden.
Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(17804
Sonntagsruhe in den Apotheken. Am Sonntag, den
25. Auguſt, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr abends
folgende Apotheken geöffnet: Hirſch=Apotheke, Nieder=Ramſtädterſtr.,
und Apotheke am Juſtizpalaſt, Bismarckſtraße. Alle übrigen
Apo=
theken ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.
Verkaufapreiſe der Kleiſch= u. Wurſtwarent. d. Haupt= u. Reſidenzſtadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)
per ½ kg
Ochſenfleiſch .
.100 Pfg.
Rindſleiſch
94 „
Fett, roh .
. 70 „
Fett, ausgelaſſen . . . 80
Leber
80 „
Kalbfleiſch
100 „
Hammelfleiſch
100
Bruſt
70
Schweinefleiſch .
. 100 „
Rippchen, Kammſtück,
ge=
ſalz. Fleiſch u. Kottelets 110
per½ kg
Speck, geräuchert
. 120 Pfg.
120
Dörrfleiſch
Schinken m. Bein . . . 120 „
Rollſchinken .
. 140 „
Schweineſchmalz, roh
u. ausgelaſſen.
96 „
Schwartenmagen,
Fleiſch= u Bratwurſt
96 „
Leber= u. Blutwurſt . . 80 „
Sedan=Feier.
An die Einwohner Darmſtadts richte ich hiermit die Bitte, am
2. September
dem Sedantage
durch Schmuck der Häuſer darzutun, daß wir die Erinnerung an den
großen Tag und die Dankbarkeit gegen die tapferen Kämpfer von
187071 unauslöſchlich bewahren
(17731ss
Darmſtadt, den 20. Auguſt 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
I. V.: Jaeger.
Spülung des Waſſerrohrnetzes.
Im Laufe der nächſten Woche wird eine Spülung des
Waſſer=
rohrnetzes in den unten bezeichneten Stadtteilen vorgenommen, welche
in der Zeit von 10 Uhr abends bis 5 Uhr morgens eine zeitweiſe
Unterbrechung der Waſſerabgabe, ſowie eine Trübung des Waſſers
mit ſich bringt; die Waſſerabnehmer werden deshalb gebeten, ſich
vorher mit Waſſer zu verſorgen.
Spülplan.
1. In der Nacht von Montag, den 26. zu Dienstag, den
27. Auguſt lfd. Js. werden geſpült=
Spülbezirk V.
Derſelbe wird umfaßt von der Frankfurter=Straße (
Herrngarten=
ſeite), Odenwaldbahn, Dieburger= und Alexanderſtraße und enthält
Theaterplatz und Muſeum.
Mitgeſpült werden die außerhalb liegenden Straßenteile:
Kranich=
ſteiner=Straße, Hohler=Weg, Dieburger=Straße und Ringſtraße (äußere),
zwiſchen Dieburger=Straße und Seiterswieſenweg.
Spülbezirk VIII.
Derſelbe liegt ſüdlich der Heinrichsſtraße bis zur Wilhelminen=,
Karls= und Beſſunger=Straße und öſtlich der Ludwigshöhſtraße.
Mitgeſpült werden die Straßen der Mathildenhöhe.
0 In der Nacht von Mittwoch, den 28. zu Donnerstag,
den 29. Auguſt lfd. Js. wird geſpült:
Spülbezirk Kx.
Derſelbe liegt weſtlich des Straßenzuges Ludwigshöhſtraße,
Beſunger= Karls= und Wilhelminenſtraße und wird von der Heinrichs=
und Eſchollbrücker=Straße begrenzt.
Außerdem findet in der Nacht von Donnerstag, den 29, zu
Freitag, den 30. Auguſt lfd. Js. eine Druckrohrſpülung ſtatt.
Darmſtadt, den 14. Auguſt 1912.
Städtiſche Waſſerwerksverwaltung.
(17735so
Rudolph.
Bekanntmachung.
Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß die
Geſchäftsräume der Betriebsverwaltung der früheren Städtiſchen
Straßenbahn und der Darmſtädter Dampfſtraßenbahn am 1. September
s. Js. nach Luiſenſtraße 22 verlegt werden. (Fernſprecher Nr. 90.)
Alle Zuſchriften und Anfragen an unterzeichnete Stelle ſind!
tünſtig an dieſe Adreſſe zu richten.
Der Verkauf von Monats=, Schüler= und Arbeiterkarten
er=
folgt vom 21. ds. Mts. ab Luiſenſtraße 22 während der
Kaſſen=
tunden von 8—12 und von 3—6 Uhr
Die bisherige Verkaufsſtelle Neckarſtraße 5 wird vom genannten
Tage an aufgehoben.
(17335a
Darmſtadt, den 15. Auguſt 1912.
Heſſiſche Eiſenbahn=Aktiengeſellſchaft
Die Direktion:
Möller.
Auftlärende Broſchüre
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oſtenl. d. erfahrenen Fachmann.
Engenieur Fr. Schmidt, Frankfurt a. MI.,
(17341a
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Verkaufszeit: Vormittags von 8½ bis 12½ Uhr,
nachmittags von 2½ bis 7 Uhr abends.
Darmſtadt, den 24. Auguſt 1912.
Karl Dechert
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Konkursverwalter.
Mittellung.
Der Verkauf der Restbestände unseres Detailwarenlagers findet
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mehr in unserem Fabriklokal — Schulstrasse 2, Hinterhaus, statt.
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Sport-Anzüge, Gehrock-Anzüge und einzelne Gehröcke, Ueberzieher
und Ulster, Pyjacks, Sonntags- und Werktagshosen, Knabenhosen,
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allen Grössen, Berufskleidung aller Art etc.
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Kastenmöbel, Polstermöbel, Vorhänge, Teppiche, Wäsche, Silber, Gläser, Porzellan,
Kupferkasserollen etc., Küchen-Einrichtungen, Wäschezimmer-Einrichtung,
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und kaltes Wasser, Gartenmöbel, Lorbeerkugeln und-Pyramiden etc.
Besichtigung findet am 30. u. 31. Aug. er., vorm. 10—12 u. nachm. 3—6 Uhr statt.
Die Versteigerung erfolgt gegen sofortige Barzahlung.
Reflektanten wird die Zeit der Versteigerung von Einrichtungen und Gegenständen, auf welche sie
reflek-
tieren, auf Wunsch jederzeit mitgeteilt, wie überhaupt alle diesbezügl. Auskünfte gern gegeben werden.
Philipp Bode, beeid. Taxator u. Auktionator
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Weserstrasse 12. Telephon I 5823.
Wieſen-Verpachtung.
Donnerstag, den 29. Auguſt ds. Js., ½9 Uhr vormittags
werden in Arheilgen (Brücher’ſche Wirtſchaft) nachſtehende
Wieſen=
loſe ab Herbſt 1912 auf 9 Jahre losweiſe neu verpachtet:
1. Hahnwieſe in Gemarkung Arheilgen. Los 2, 7, 20, 21, 44,
45, 46, 47, 48, 50, 51.
2. Neuwieſe in Gemarkung Arheilgen. Los 53, 55, 71, 84,
(17846
86, 87.
3. Hahnenfangwieſe in Gemarkung Wixhauſen. Los 1 und 2,
11 und 12.
Darmſtadt, den 23. Auguſt 1912.
Großherzogliche Oberförſterei Kranichſtein.
J. V.: von Wedekind.
Grummetgras=Verſteigerung.
Donnerstag, den 29. Auguſt I. Js.,
wird in Arheilgen anſchließend an die Wieſenverpachtung das
Grummet von Bauerswieſe Los 1—10 (Wildloſe), desgleichen von
Benzenwieſe außerhalb Park meiſtbietend verſteigert.
Darmſtadt, den 24. Auguſt 1912.
(17845
Großherzogliche Oberförſterei Kranichſtein.
J. V.: von Wedekind.
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Adam Bender, Karlſtr. 51
Firma H. Brunner,
Eliſabethen=
ſtraße 33
KarlDarmſtädter, Sandbergſtr. 46
Theodor Dilling, Kaſinoſtr. 27
Wilhelm Eberhardt, Nieder=
Ramſtädterſtr. 11
Theodor Fey, Kranichſteinerſtr. 18
Alexander Guntrum, Stiftſtr. 52
Karl Hofmann, Wienersſtr. 44
Kurt Hiſſerich, Bleichſtr. 28
Herrmann Jung, Bleichſtr. 11
Adolf Kling, Grafenſtr. 35
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Wilhelm Krätzinger, Ludwigſtr. 11
Ernſt Lorey, Karlſtr. 56
Friedrich Neumeyer, Große
Ochſengaſſe
Jakob Nohl, Martinſtr. 24
Heinrich Pauli, Orangerie=Allee 7
Ludwig Pohl, Heinheimerſtr. 15
Georg Rühl, Saalbauſtr. 24
Georg Wilhelm Roth,
Moos=
bergſtraße 32
Philipp Schäfer, Landwehrſtr. 29
Franz Schulz, Karlſtr. 104½
Heinrich Schwarz, Kiesſtr. 36
Otto Wamboldt, Herdweg 2
Franz Wenz, Soderſtr. 54
Johann Benz XI., Arheilgen
Wagen u. Gewichte
geſetzlich vorſchriftsmäßig geeicht.
11866soi) Wilh. Hublitz.
Bekanntmachung.
In unſer Handelsregiſter,
Ab=
teilung A, wurde eingetragen:
1. am 12. Auguſt 1912
hinſicht=
lich der Firma:
J. A. Gölz zu Darmſtadt.
Die Firma iſt erloſchen.
2. am 13. Auguſt 1912
hinſicht=
lich der Firma:
Herz Bodenheimer, Darm=
(17780
ſtadt.
Max Bodenheimer, Kaufmann
in Darmſtadt, iſt zum Prokuriſten
beſtellt.
Darmſtadt, 14. Auguſt 1912.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Dünger=Verkauf.
Dienstag, den 27. Auguſt,
von 930 Uhr vormittags ab,
wird auf dem hinteren Hofe der
alten Kavallerie=Kaſerne in
Darm=
ſtadt die Matratzenſtreu von einer
Eskadron öffentlich meiſtbietend
(17733so
verſteigert.
Garde=Dragoner=Regiment
Nr. 23.
Dunger=Verkauf.
Dienstag, 27. Auguſt ds. Js.,
vormittags 10 Uhr,
wird auf dem Hofe der Artillerie=
Kaſerne, Heidelbergerſtraße in
Darmſtadt, die Matratzenſtreu
einer Batterie meiſtbietend ver=
(17775
kauft.
Feld=Artillerie=Regiment Nr. 25.
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ſchrank, Standuhr, Schränkchen
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abzugeben Aliceſtr. 1, I. (15955a
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Nummer 199.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Auguſt 1912.
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Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Auguſt 1912.
Nummer 199.
Ein Klagelied Johann Konrad Dippels
über Darmſtadts Heimſuchung
(aus der Zeit des Gießener Pietiſtenſtreits).
Von D. Dr. Wilhelm Diehl.
Die Stadt Darmſtadt hat in ihrer Geſchichte
zwei=
mal ein „ſonderliches” Pfarrerſterben erlebt. Das erſte
fällt in das Jahr 1635, das zweite in das Jahr 1735.
Im Jahre 1635 ſtarben außer dem zur Seelſorge der
Peſtkranken angenommenen Peſtprediger kurz nach
ein=
ander der Superintendent und Oberpfarrer Simon
Leißring, ſowie der ältere Stadtprediger Joachim
Seger. 1735 hauſte der Tod noch ſchlimmer.
Inner=
halb 15 Wochen mußten die ſämtlichen drei
Stadtpredi=
ger ihren Abſchied von der (Welt nehmen, Wolfgang
Jakob Praun, Johannes Meyer und
Jo=
hann Konrad Reis. Die Akten wiſſen uns zu
be=
richten, daß die „Darmſtädtiſchen Chriſten” dies „
jäh=
linge und gehäufte” Sterben ihrer Pfarrherrn mit
gro=
ßem Schmerz hingenommen haben. Immerhin hatten
ſie bei beiden Gelegenheiten den Troſt, daß an der
Ver=
blichenen Statt andere wackere Männer traten, die in
gleichem Geiſte das Werk ihrer „Amtsvorfahren”
weiter=
führten, und darum fanden ſie ſich auch in ihr Geſchick
und ließen chriſtlichen Troſt die Oberhand gewinnen über
ihr „ob des Abſcheidens zerriſſenes und blutendes Herz”.
Nicht ſo leicht gings mit dem ſich Tröſten bei einem
drit=
ten Pfarrerſterben, das im Unterſchied von den beiden
erſten ſich über drei Jahre verteilte: 1694, als nach dem
1691 ſtattgehabten chriſtlichen Abſcheiden des
Super=
intendenten Johann Ulrich Wild und des
Stadt=
predigers Johann Georg Mettenius der
Ober=
pfarrer Johann Otto Gorr das Zeitliche ſegnete.
Da gabs Jammern ohne Ende „bis in die Kanzleien
hinein” War doch Gorr (geb. am 29. Oktober 1642 zu
Gießen als Sohn des Stadtmuſikus Johann Peter Gorr
und der Margareta, geborenen Kleinſchmidt, 1665—1676
Lehrer, 1676—1691 Rektor des Darmſtädter Pädagogs
und jüngerer Stadtprediger in Darmſtadt, 1691—1694
älterer Stadtprediger daſelbſt, verheiratet 1668 mit Anna
Katharina, Tochter des Stadtpredigers Philipp Schloſſer
in Darmſtadt) die letzte Säule der alten Orthodorie
in Darmſtadt, welche theologiſche Richtung nun
ohn=
gezweiſelt der neuen Theologie des kurz vorher (im
Jahre 1693) in Gießen zum Sieg gelangten
Pietis=
mus Platz machen mußte. Joſef war nicht mehr
vor=
handen” (nämlich Wild, der übrigens auch ſchon Pietift
war), „Simeon war nicht mehr vorhanden” (nämlich der
wackere orthodore Kämpe Mettenius), und nun mußte
auch Benjamin (— Gorr) gehen! Die Trauerſtimmung
der Darmſtädter ob dieſes Verluſtes, der als der Anfang
zu einer völligen Umgeſtaltung des Kirchenweſens im
Sinne der modernen pietiſtiſchen Theologie angeſehen
ward, tritt uns deutlich in der „Leichpredigt” entgegen,
die zur Erinnerung an den Gottesknecht Gorr im Jahre
1694 in Darmſtadt bei Sebaſtian Griebel herauskam. Sie
betitelt ſich:: „Der glaubigen, auſſerwehlten Kinder
Gottes heilige Großmüthigkeit und Trotz auf Ihren mit
Ihnen verſöhnten Gott: Bey ſehr anſehnlicher und
volck=
reicher Beerdigung des weiland Hoch=Wohl=
Ehrwürdi=
gen, Hochachtbahren und Hochgelährten Herrn M. Joh.
Ott. Gorrii, geweſenen Hochmeritirten Ober=Pfarrers,
Assessor. Consistor. und Definit. Synodi allhier zu
Darmſtadt (welcher den 28. Tag Auguſti dieſes 1694ten
Jahrs ſeelig entſchlaffen und den 31. ejusdem in hieſige
Kirchhoffs=Capell Chriſtlöblich begraben wurde) in einer
Chriſtlichen Leich=Predigt vorgeſtellt, und auf Begehren
zum Druck befördert von Joh. Petro Fäuerbach,
jüngern Stadt=Predigern daſelbſten.” Als Anhang iſt
ihr, der Sitte der Zeit entſprechend, Allerlei beigedruckt,
nämlich eine „Abdanckungs=Rede” des Rektors des
Darm=
ſtädter Pädagogs Gregor Daniel Gernand,
ſo=
wie einige poetiſche Nachrufe, die über Gorrs Grab der
Frankfurter Senior D. Johann Daniel
Areula=
rius, die Gießener Profeſſoren Heinrich Phaſian,
Balthaſar Mentzer und Philipp Caſimir
Schloſſer, die Darmſtädter D. med. Johann
Phi=
lipp Burggraf, D. med. Andreas Myrrhen,
Konrektor Ludwig Henrich Schloſſer,
Informa=
tor Johann Wilhelm Pollmann,
Stadtpräzep=
tor Johann Balthaſar Lindenlaub,
Buch=
drucker Sebaſtian Griebel, ferner die Pfarrer
Jo=
hann Heinrich Pfifferling von Leeheim und
Heinrich Welcker von Alsfeld, Gorrs Söhne
Jo=
hann Balthaſar, Georg Philipp und
Jo=
hann Otto, die Studenten der Rechte Georg
Phi=
lipp Sahlfeld und Johann Daniel Jung
und der Student der Theologie M. Johann Konrad
Dippel erſchallen ließen.
Schon die Zuſammenſtellung dieſer
Namen iſt intereſſant. Wir finden unter ihnen drei
von den vier Gießener Profeſſoren, die 1695 bald nach
Gorrs Tod wegen ihres ſtrammen Eintretens für die
Orthodoxie und gegen den Pietismus ihrer Stellen
ge=
waltſam entſetzt wurden (Phaſian, Mentzer, Schloſſer),
ferner den Mann, der als Student einer der
entſchieden=
ſten Orthodoxen war, denen er ſpäter den Rücken wandte,
den Nieder=Ramſtädter Pfarrersſohn Johann Konrad
Dippel.
Noch intereſſanter iſt der Inhalt der „
Leich=
predigt” und der angehängten poetiſchen Ergüſſe. Aus
der Rede Fäuerbachs, die alle kirchenpolitiſchen
Spitzen meidet, ſei eine Stelle mitgeteilt, weil ſie vielleicht
zur Entdeckung eines alten Bildes führen kann. Er
ſchreibt über die Wahl des Predigttextes: „Iſt Gott für
uns uſw.” das Folgende: „Wie nun alle Gläubigen auf
dieſe Wort oder deren Verſtand ihre geiſtliche
Groß=
müthigkeit gegründet, alſo hat es ſonderlich auch gethan
der ſeelige HHerr Ober=Pfarrer, der überdas dieſelbige
zum Leichen=Text erwehlet, und im Leben und Tod
dar=
mit ſich getröſtet. Nicht allein deßwegen, weilen die Wort
vor vielen andern herrlich und ſchön, ſondern auch durch
eine merckwürdige Begebenheit darzu bewogen. Dann,
wie er ſelbſten ſeinen Freunden erzehlet, ſo hat ihm
eins=
mahl im Anfang ſeines Predig=Ampts auf einen
Mor=
gen getraumet, daß er von einem ſtarcken Hirſch ſehr
geängſtiget werde, darbey ihn dann gedüncket, er fliehe
in einen ſehr groſſen Saal und ſähe einen Grantz von
eytel Händen, ſo ſich in eine Wolcken verglichen, in deren
Mitte mit güldenen Buchſtaben die Worte unſers Textes
aufgezeichnet geſtanden: Iſt Gott für uns, wer mag
wider uns ſeyn. Neben ihm aber ergriffe ihn ein alter
Mann, und ſagte dieſe Worte zu ihm: Das iſt Gottes
Schutz=Hand. Daher er dann bewogen worden, ſowohl
die Wort zu ſeinem Leich=Text zu erwehlen, als auch ein
Lied über ſolche zu verfertigen, ingleichen
den gantzen Traum abmahlen zu laſſen,
hatte ſich auch denſelbigen ſo feſt ins Hertz gebildet, daß
er vergangenen Montags noch mit ſeiner Hand nach der
Tafel, darauf er gemahlet war, gedeutet, und
mit etwas gebrochenen Worten, daß wir Umſtehende es
wohl hören kunten, geſprochen: Darbey ſoll es bleiben.”
Unter den Trauergedichten ſind viele, die
nichts Abſonderliches bieten. Wenigſtens für den nicht,
der die Trauertöne der Zeit kennt. Ich zähle dazu z. B.
das Poem, mit dem der Buchdrucker Griebel „zu
letzt=
ſchuldigſter Ehrbezeugung den ſeeligen Herrn
Ober=
pfarrer betrauret‟. Es beginnt mit dem Vers:
„Wann ungefehr
In dieſer Welt vertraute Hertzen ſcheiden,
So fällt es ſchwer!
Ach ja! Das bringt ein Angſt=gefültes Leiden!
Da fleuſt mit Weh
Der Thränen=See‟
und ſchließt ebenſo poetiſch:
„Das liebſte Gut
Frau Gorrin ſoll, in ſchönen Himmels=Auen,
Mit gutem Muth
Und Hertzens=Freud auch frölich wieder ſchauen
Drum nehm Sie an,
Was Gott gethan!“
Gleicher Art ſind die Gedichte der Gorriſchen
Kinder, der beiden Juriſten Sahlfeld und Jung
und das des Herrn Dr. med. Andreas Myrrhen,
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Auguſt 1912.
Seite 15.
und gewiß auch ſehr ehrlich unter anderm mit ſolgendem
Klagelied „beehrte‟:
„War dann gar nichts zu ergründen
In der Edlen Mediecin?
Kunte man dann nichts erfinden?
War dann alle Hülff dahin?
Und in dieſen Unglücks=Stunden
Alle Hoffnung gantz verſchwunden”,
um zu dem Schluß zu kommen, daß gegen „des Höchſten
Rathſchluß” auch die beſte mediziniſche Wiſſenſchaft die
Waffen ſtrecken müſſe.
Neben dieſen im allgemein üblichen Ton gehaltenen
Geſängen ſtehen aber andere, die die Gelegenheit benutzen,
um unter Betonung der theologiſchen und kirchlichen
Stellung des Verblichenen den eben aufkommenden
pieti=
ſtiſchen Neulingen eins zu verſetzen. So ſchreibt Pfarrer
Welcker ſicher nicht ohne Abſicht mit teilweiſe
geſperr=
tem Druck:
Der Augen=Quelle rinnt, die Thränen=Flüſſe dringen,
Weil ohne ſeinen Geiſt jetzt deſſen Cantzel ſteht.
Gantz Darmſtadt klagt diß auch: daß es nun ſey
verlaſſen,
Daß es ſo öd und wüſt durch dieſen Fall gemacht.
Die Heerde iſt betrübt, weil ihr Hirt muß erblaſſen,
Der nach dem Wort des Herrn all Menſchen=Tand
veracht.
Das wahre Chriſtenthum ohne Heucheley zu treiben,
War eintzig ſeine Müh und fürgeſteckter Zweck.
Beym wahren Lutherthum hieß Ihn ſein Geiſte
bleiben,
Diß macht in ſeinem Ampt Ihn munter, friſch und keck.”
Aehnliche Töne ſchlagen zwei der Gießener
Pro=
feſſoren an. Am deutlichſten klingen ſie aber aus dem
Gedicht Dippels. Er legt „Zeugnis” ab, redet offen
von „der hart beträngten Kirch” und dem „Leyd”, „dem
Böſen, das uns für Augen ſſteht” und denkt bei allem
an nichts anderes, als den von ihm damals noch
glü=
hend gehaßten Pietismus. Wir geben das Gedicht um
ſo lieber im Wortlaut, als ſes eines der erſten „Werke‟
iſt, die unſer berühmter heſſiſcher Landsmann, damals
noch ein gar junger Herr, im Druck, erſcheinen ließ. Es
lautet:
„Hier geht die Rache an, wann Gott den Hirten
ſchlagt,
Wann EEr in Eiffers=Zorn ſein wahre Knecht nimmt hin,
Die mit begeiſtem Muth und treuem Vatter=Sinn
Der Schäflein Heyl geſucht, und alles dran gewagt.
Drum Darmſtadt bistu klug, ſchau in die vorig Zeit,
Erwege Gottes Güth, ſo über dir geſchwebt,
Wie viele Seegens=Tag hastu bißher erlebt?
Vor vielen andern Städt prangt’ dein Glückſeeligkeit.
Dein Lehrer zierten dich, dich ſchmückt die reine Lehr.
Die auf des Zions=Höh’ mit Eyffer Tag und Nacht
Sorg trugen vor dein Heyl und fleißig hielten Wacht;
Die waren deine Burg, dein Mauer, Schutz und Wehr.
Nun aber ſieh’ dich um, wie hat des Herrn Hand,
Die Hand, die ſchon vorlängſt zur Straffe ausgeſtreckt,
So manches Licht verleſcht, ſo manche Seul gelegt,
Worauf dein Kirch geruht, worauf dein Ruhm beſtand.
Ach wie fält deine Zierd! der werthe treue Hirt,
Der noch in Redlichkeit mit vor den Riſſe tratt,
Der um des Herrn Hauß den Eyffer in der That
Annoch verſpüren ließ, dir jetzt entzogen wird.
Der theure Mann, den Gott noch ſchien, aus großer
Gnad,
Der hart beträngten Kirch ferner geſchenckt zu han,
Daß er in dieſem Leyd möcht zeigen Steg und Bahn;
Den nimbt Er zu ſich auf. O aller Schaden Schad!
Der Lehrer, deſſen Mund kein unrein Wort berührt,
Der Führer, der das Wort in GlaubensKrafft erwieß,
Allzeit des Geiſtes Trieb im Thun verſpüren ließ,
Den nichts, nichts jederzeit von Warheit abgeführt.
Dem nicht gefällig war die heilig Heucheley,
Die manchen hat bethört und vor der Welt verſtelt,
Um zeitlichen Gewinn, der doch lebt nach der Welt,
Nein, Mund und Hertz war eins, die Wercke offen frey.
Der lieblich ſüße Mund, aus welchem manches Hertz
Die Seelen=Speiß, das Wort, mit höchſter Luſt gehört,
Welchs niemahls ohne Frucht wider zurück gekehrt,
Der liegt nunmehr erblaßt. Solt’ diß nicht bringen
Schmertz.
Ob ihn zwar Gottes Hand entzogen vielem Leyd,
Daß er nicht ſeh das Böß, ſo uns für Augen ſteht,
Und nicht die Straffe fühl, ſo nicht vorüber geht.
Doch klage Darmſtadt, klag! laß fahren alle Freud.
Beweine deinen Stand, belage deine Zeit,
Erſchreck vor Gottes Zorn, ſo jetzt will brennen an,
Diß iſt die gröſte Straff’, ſo niemand leugnen kan,
Wann Gott die Lehrer treu hohlt in die Ewigkeit.
Ihr aber, die der Streich abſonderlich berührt,
Betrachtet ſo den Fall, daß ihr in Gottes Will,
Der nur das, was uns nutz, begehret, ſtehet ſtillz
Glaubt, daß Er ſelbſt wird ſeyn der, den Er Euch
entführt.
Gott, der der Wittwen Troſt, der Waiſen Schutz und
Hort,
Der läßt zwar ſein Gericht jetzt über viel ergehn,
Doch wird Er ſeine Gnad und Güt ſo laſſen ſehn,
Daß Ihr Ihn vor ſein Lieb werd preiſen hier und dork.
Mit dieſer Trauer=Klage über den kläglichen Todes=
Fall des ſeel. Herrn Ober=Pfarrers, wolte ſeinen
ſchul=
digſten Gehorſam und Devotion gegen ſeinen vormahls
geweſten Herrn Praeceptorem und großen Gönner
be=
zeugen
M. Johannes Conradus Dippelius, SS. Theol. Stud.”
So viel von Magiſter Gorren Ehrengedächtnis. Es
läßt uns in die Stimmung hineinſchauen, die im Jahre
1694 beim Heraufziehen nicht bloß einer neuen
Theo=
logie, ſondern auch einer neuen Zeit in Darmſtadt
lebendig war. Dieſe Stimmung hat in Darmſtadt noch
lange angehalten: Der Darmſtädter Bürger konnte ſich nicht
leicht mit den neuen Gedanken einer modernen pietiſtiſchen
Theologie befreunden; er hielts lieber mit dem „guten
Alten” Aber ſchließlich hat er ſich doch damit befreundet.
Als er ſah, wie der in die freie Pfarrſtelle berufene
pieti=
ſtiſche Pfarrer Zühl aus dem Handgelenk das
Waiſen=
haus in der Langgaſſe ſchuf und damit einer großen
ſozialen Not durch die Tat begegnete, und als er ſah,
wie deſſen Nachfolger, der pietiſtiſche Pfarrer Praun
(der im „Parrpraunegäßchen” verewigt iſt), ſich der
Schulen in Darmſtadt annahm. Da merkte er: und ſie
ſind doch vom ſelben Stamm wie der alte Oberpfarrer,
treu, ſeſt, wacker und mutig, dienen jedem und beugen
ſich nicht vor der Gewalt. Und ſo ward allmählich das
orthodoxe Darmſtadt pietiſtiſch!
Heute ſchauen wir auf jene Kämpfe mit anderen
Augen wie damals. Wir freuen uns, daß ſie kamen, und
daß ſie etwas wirkten. Wir freuen uns auch all derer,
die noch kommen. Es liegt in ihnen allen ein Gottes=
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2)
Es ging etwas ſo Zwingendes, Sonniges von der
Fröhlichkeit dieſes Mädchens aus, daß ſelbſt die immer
zum Tadeln bereite Miniſterin von Leerſen ſchwieg und
ſich damit begnügte, ſich mit einer froſtig ablehnenden
Be=
wegung in ihren Seſſel zurückzulehnen. Sie ſtützte leicht
lden Kopf in die Hand. Wie wenig doch Chriſta von ihr
ſatte! Auch äußerlich ſah ſie mit ihren dunklen Augen
nehr dem Vater ähnlich als ihr! Frau von Leerſens Blick
log zu ihrem Gatten. Seit dreiunddreißig Jahren trug
ie ſeinen Namen; er war der Vater ihrer Kinder, und
doch war er ihr innerlich ein Fremder geblieben. Dieſe
auf Wunſch ihrer Eltern geſchloſſene Konvenienzheirat
hatte ihr das gebracht, was ſie ſich vom Geſchick erſehnt
und erträumt hatte. Glanz, Macht und Reichtum. Daß
hr um ſo vieles älterer Gatte ſie, die gefeierte und ſchöne
Frau, anbetete und auf den Händen trug, fand ſie
ſelbſt=
ſerſtändlich. Aber durchaus nicht ſelbſtverſtändlich fand
ie es, dieſe Neigung mit der gleichen Liebe und Hingabe
zu erwidern. Sie war keine leidenſchaftliche, noch
impul=
ſive Natur. Freundlich kühle Kameradſchaft, das war es,
was ſie für ihren Gatten empfand. Eine Bewunderung
für ſeine Klugheit und ſeine adlige Geſinnung kam hinzu.
Von ihren Kindern aber ſtand ihrem Herzen am nächſten
ihr Aelteſter, auf deſſen ariſtokratiſche Erſcheinung und
chevalereske Manieren ſie ſtolz war. Chriſta und Joachim
arteten mit ihrem Gemüt mehr nach dem weichen Vater.
Ja, übrigens, man hat mir tatſächlich allen Ernſtes
geraten, Schauſpielerin zu werden, fuhr Chriſta fort, und
zeichnete gedankenvoll mit dem rechten Zeigefinger die
Muſter der gelbſeidenen Kaffeedecke nach.
Welche Idee, Chriſta! Ein Fräulein von Leerſen
Schauſpielerin! Frau Leerſen zuckte mit den Schultern.
Die Kunſt ſei der wahre Adel des Menſchen, hat er
geſagt. Mehr für ſich ſagte es das junge Mädchen.
Wer? fuhr nervös, aber plötzlich intereſſiert Karl
Auguſt auf. Wohl dieſer arrogante Judenbengel, der da
unbegreiflicherweiſe bei Hofe eine große Rolle zu ſpielen
ſcheint. Ich haſſe ſolche Eindringlinge in die Geſellſchaft,
und begreife es nicht, Papa, wie Du dieſem alten Bankier
Silbergleit den Adel verſchaffen konnteſt. Nun tanzt ſein
Sohn mit bei Hofe und macht ſich in unſeren Kreiſen breit,
als gehöre er dazu. Einfach ſcheußlich finde ich das.
Etwas wie Verlegenheit kam in das Geſicht des alten
Leerſen, als er ſagte: Ich verſteh’ Dich gar nicht, Karl
Auguſt. Bankier Silbergleit hat, hat — nun, er hat dem
fürſtlichen Hauſe, deſſen Privatvermögen er verwaltet,
große Dienſte geleiſtet. Die Auszeichnung iſt daher
durch=
aus verdient. Sein ſuchender Blick flog mit einemmal
etwas unſicher nach dem kleinen Tiſchchen hinüber, auf dem
unter anderen Poſtſachen auch der Börſenkurier lag. Doch
mir fällt ein, ich habe ja heut’ noch gar nicht die
einge=
laufene Poſt durchgeſehen. Er ſtand auf, zog ſich einen
Seſſel an das Tiſchchen, auf dem die Zeitungen lagen.
Als erſtes Blatt wählte er den Börſenkurier, und ſeine
Hand zitterte, als er die Seiten auseinanderfaltete.
Uebrigens, der junge Silbergleit iſt gar kein
arrogan=
ter Judenjunge, ſondern ein ſehr netter und gebildeter
junger Mann, mit dem ich gerne tanze und mit dem ich
mich, was wahrhaftig nicht bei allen Herren der Schöpfung
der Fall iſt, noch lieber unterhalte, nahm Chriſta den Faden
der Unterhaltung wieder auf. Das vorhin erwähnte Wort
über den wahren Adel aber ſtammt nicht von ihm,
ſon=
dern von Peter Geißler.
Peter Geißler? Befremdet blickte Frau von Leerſen
die Tochter an Iſt das nicht der junge Maler, der jetzt
Durchlaucht malt und geſtern die lebenden Bilder
arran=
giert hat?
Jawohl, Mama.
Sein Vater war Lakai bei dem Grafen Finkenſtein!
Eine Welt von Verachtung lag in dem Ton
In das Geſicht Chriſtas ſtieg helle Röte, und kaum
hörbar ſagte ſie: Das geht uns doch nichts an.
Das meine ich auch! Hart wie Stahl klang die Stimme
Frau von Leerſens bei dieſen Worten, die ſie in anderem
Sinne als Chriſta meinte. Dann gab ſie dem Geſpräch
eine andere Wendung. Sich an den ſchweigſamen Joachim
wendend, ſagte ſie: Du haſt übrigens auch einen
unglaub=
lichen Fehler gemacht, mein Lieber! Wie konnteſt Du dem
Ballettmeiſter Jerling, der doch lediglich da war, den
Reigen der jungen Mädchen zu leiten, vor dem
verſam=
melten Hof die Hand geben?
Der alte Herr beglückwünſchte mich ſo warm zu dem
Erfolg meines Feſtſpiels. Wir kamen ins Geſpräch. Herr
Jerling iſt ſehr kunſtverſtändig und beſchäftigt ſich viel
mit Literatur. Seine Anerkennung hat mir wirklich Freude
gemacht.
Du haſt Dich einfach kompromittiert. Jula von
War=
burg wollte ſich halb tot lachen über Euer ſchier endloſes
Geſpräch.
Jula iſt eine Gans, ſagte anſtatt Joachims Chriſta
ſehr ſchnell. Ein paar Minuten ſpäter, als getanzt wurde,
hat ſie ſich beinahe halb tot geheult, weil Du ſie nicht
en=
gagiert haſt, Karl Auguſt. Mit feiner Diplomatie zog ſie
den älteſten Bruder mit ins Geſpräch. Ihre dunklen
Augen blitzten, ſie ärgerte ſich über ihn. Wie er wieder
daſaß, ſo gelangweilt, als ginge ihn das alles gar
nichts an.
Nummer 199.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Auguſt 1912.
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Ete ſt ur zu dil und dann, ſcht er nachbiſg uncd
blickte den blauen Ringeln nach, die er aus ſeiner Zigarette
in die Luft blies.
Aber Erbin einer Million und aus einem alten
ariſto=
kratiſchen Hauſe. Vergiß das nicht, Karl Auguſt, warf
Frau von Leerſen ein. Du kennſt meine Wünſche in
die=
ſer Beziehung. Es iſt ſo ſelten, daß ſich Adel und
Reich=
tum paaren! Damit erhob ſie ſich, nickte ihren Kindern
leicht zu und trat an die Seite des Gatten.
Komm', Ferdinand, wir wollen unſeren gewohnten
Frühſpaziergang machen und die Jugend ſich etwas ſelbſt
überlaſſen. Karl Auguſts Urlaub iſt übermorgen ſchon zu
Ende, und die Geſchwiſter haben ſich noch gar nicht
unge=
ſtört gehabt. Sie legte die Hand auf die Schulter ihres
Mannes. Ja, aber mein Gott, was iſt Dir? Biſt Du
krank? Aus einem bleichgrauen Geſicht ſtarrten ſie zwei
dunkle Augen faſſungslos an. Dann zwang ſich ein Lächeln
um den welken Mund, und, ſich gewaltſam
zuſammen=
raffend, murmelte er leiſe und abwehrend: Mir iſt nichts,
gar nichts! Ich — ich habe — ich glaube, ich bin noch
angegriffen von geſtern abend! Aber die friſche Luft wird
mir ſicher wohltun. Schwerfällig erhob er ſich, und
bei=
nahe wankend folgte er der hohen Geſtalt ſeiner ihm
vor=
ausſchreitenden Gattin. —
Eine Weile ſaßen die drei Geſchwiſter ſtill und ohne
zu reden da. Das kurze Intermezzo zwiſchen den Eltern
war ihnen allen entgangen. Dann aber rief Chriſta
lachend: Na, da hätten wir glücklich alle drei unſer „Fett”
abbekommen. Erſt ich wegen Peter Geißler, dann Du,
Joachim, wegen des alten Jerling, und ſchließlich auch
der „Stolz des Hauſes” Karl Auguſt, wegen Jula von
Warburg. Nun ſitzen wir alle drei da, wie geſcholtene
Kinder. Puh, ſchüttelt Euch, Brüderchen, ſchüttelt Euch,
wie die jungen Hunde nach dem Regen! Und nun wollen
wir gemütlich ſein. Gebt mir, bitte, auch eine Zigarette
„Giftnudel” ſagtmanwohlneuerdings, ichwillauchrauchen!
Mit fiſe öifihlen ges Kat Auagiſt daes ſübene
Zigarettenetui hervor und bot es ſchweigend Chriſta an.
In ſeinem Blick lag etwas wie Mißbilligung über das
ungezwungene Benehmen der Schweſter. Er fand es nicht
vornehm und liebte ſo etwas nicht.
Chriſta verſtand den Blick, aber ſie kehrte ſich nicht
im mindeſten um die gekränkten Gefühle ihres älteſten
Bruders. Lachend gab ſie ihm einen Naſenſtüber.
Danke, ſagte er lakoniſch.
Bitte! Dann ſagte ſie nach einer kleinen Weile: Es
iſt doch fabelhaft, wie ähnlich Du Mama ſiehſt.
Ich ſetze voraus, daß Du mir ein Kompliment ſagen
willſt, und akzeptiere dankend.
Selbſtverſtändlich! Dann warf ſie plötzlich die noch
nicht fertig gerauchte Zigarette in den Aſchenbecher, ſprang
auf und dehnte ihre ſchlanken jungen Glieder. Jungens,
wie ich das untätige Leben manchmal ſatt habe, könnt Ihr
Euch gar nicht denken. Ich beneide Euch um Euren
Be=
ruf. Ich finde es gräßlich fad und langweilig, ſo
hinzu=
döſen ohne jeden Zweck.
Erlaube, das ſagt eine junge Dame, die geſtern abend
wieder auf dem Hofball Triumphe gefeiert hat? Hör mal,
das klingt einfach abſurd! Reg’ Dich nicht auf, Kleine!
Das ſteht Dir nicht!
Ich rege mich überhaupt nicht auf Das überlaſſe ich
gern Dir, meinem älteſten Bruder, der wohl von uns allen
das meiſte Talent dazu hat!
Alſo wenigſtens ein Talent geſtehſt Du mir zu. Das
iſt liebenswürdig. Gewöhnlich galt ich ja in Euren, das
heißt Deinen und Joachims Augen als ſo eine Art
Böo=
tier, denn bei Eurem Schwelgen im Schönen oder wie Ihr
Eure überſpannten Ideen ſonſt nennt, ſchloßt Ihr mich
ja aus.
Das tateſt Du ſelbſt, Karl Auguſt, warf Joachim ein.
Er war aufgeſtanden, ſtand nun am offenen
Verandafen=
ſter und blickte über den Vorgarten hinweg nach der
Sioſte. Mi Wfahr denihe er ſchſe enig wie
nig=
lich an dem geſchwiſterlichen Zwiſt.
Schon möglich! Es kam mir, dem ſo viel Aelteren,
eben manches, verzeihe, recht kindlich und unreif vor, und
manches lächerlich, wofür Ihr Euch begeiſtertet.
Schließ=
lich kein Wunder, Chriſta ſpielte noch mit Puppen, als ich
als Leutnant die erſten Hofbälle mitmachte und — Er
ſuchte ein wenig und ſtrich über das kurz gehaltene blonde
Bärtchen über die Oberlippe. Etwas Eitles,
Selbſtgefäl=
liges lag in ſeinem Lächeln.
Bitte, vollende: die erſten Herzen brach, ergänzte
Chriſta. Du ſollſt ja, nach allem, was mann ſich erzählt —
das heißt, zu Hauſe hier natürlich nicht; dergleichen
The=
mata werden vor meinen jungfräulichen Ohren nicht
er=
örtert — darin mächtige Routine haben.
Sehr ſchmeichelhaft, dieſe Nachrede.
Finde ich weniger, in punkto Liebe denke ich anders!
Aber wer ſpricht denn von Liebe bei ſolchen Affären!
Karl Auguſt, ich glaube, Du kannſt gar nicht lieben.
Ich kann es mir gar nicht vorſtellen, daß Du ſinnlos in
jemanden verliebt ſein kannſt!
Sinnlos iſt auch nicht nötig. Verliebt genügt ſchon
Aber ſiehſt Du, wir plänkeln hier mit Worten, und unſer
weiſer Cato da am Fenſter läßt ſich inzwiſchen von den
Schönen Bellburgs, die natürlich fromm und züchtig jetzt
zur Kirche wallfahrten, Fenſterpromenade machen. Jetzt
grüßt er wahrhaftig. Ganz rot iſt er geworden. Wolln
doch mal ſchaun, wer’s war!
Neugierig traten die beiden näher und ſahen gerade
noch, wie ein zierliches, ſchlankes, junges Mädchen
Joachims Gruß erwiderte.
Donnerwetter, das iſt ja eine reizende Erſcheinung!
Karl Auguſt klemmte ſein Monokel feſter. ℳ4
(Fortſetzung. folgt.)
Seite 20.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Auguſt 1912.
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Nummer 199.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Auguſt 1912.
Seite 21.
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
Nachoruck verboten).
Hoher Beſuch. — Wie man ihn aufgenommen und
be=
urteilt. — Allerhand Rätſel. — Die Beherrſcher der Luft.
— Ein neues Luftſchiff. — Der Herzog von Altenburg
und die Luftſchiffahrt. — Unerwünſchte Gäſte. —
Geiſtes=
kranke Verbrecher. — Der Spielerkönig. — General Booth
und die Heilsarmee. —Perſönliche Eindrücke. —
Organi=
ſator und Wohltäter. — Der Zug nach Berlin. — Opfer
der Weltſtadt. — Eine Warnung.
Hohen Beſuches erfreute ſich dieſer Tage Berlin
und bereitete demſelben eine frohe Aufnahme. Zwar
ſtanden nicht am Brandenburger Tor der
Oberbürger=
meiſter und die Stadtverordneten mit ihren güldenen
Amtsketten zu feſtlichem Empfange, es fehlten die Schar
der Ehrenjungfrauen und die glitzernden Reihen der
ſtrammen Gardiſten längs unſerer erinnerungsvollen
Triumphſtraße Unter den Linden, aber dennoch ſtellte ſich
Jubel und Trubel ein, wo man jene hohen Gäſte
er=
ſpähte, die Tücher wurden geſchwenkt und Hochrufe
aus=
gebracht, tauſende von Hälſen und Köpfen reckten und
ſtreckten ſich, um nichts zu verſäumen. Und dabei
wuß=
ten die meiſten zunächſt gar nicht, mit wem ſie es zu tun
hatten! Man riet hin und her, allerhand Namen und
Be=
zeichnungen wurden genannt, ſelbſt die Klugſchmuſigſten —
es ſoll ſolche Menſchen ja auch in Spree=Athen geben! —
ſtoppten mit ihren Wiſſensſchätzen. Denn die Genealogie
jener hohen Beſucher iſt uns doch noch nicht ſo recht in
Fleiſch und Bein übergegangen und man konnte die neuen
Mächtigen nicht gleich in die richtige Rangklaſſe einreihen.
Allerhand Meinungen darob wurden laut, hier und da
ſtritt man ſich ſogar aufs lebhafteſte, gänzlich Fremde
tauſchten untereinander ihre Meinungen aus und gerieten
in erregte Widerſprüche, aber das tat der allgemeinen
Freude keinen Abbruch. Stolz war man doch, daß gerade
Berlin der Zielpunkt jener Herrſcher war, der Herrſcher
.. in den Lüften, und zwar des Schütte=Lanz=
Motor=
luftſchiffes mit ſeinen aus Mainz und Gotha ſtammenden
Gäſten und des Blériot=Eindeckers aus Paris mit Herrn
Audemars. Durch die Zeitungen erfuhr man dann erſt,
wen man ſo freudig begrüßt hatte, und bereicherte ſchnell
ſeine luftigen Kenntniſſe, ſo daß man jetzt keinem Irrtum
mehr verfällt.
Hat man doch gerad’ hier wie wohl überall, ein
außerordentliches Intereſſe für alles, was mit der
Luft=
ſchiffahrt zuſammenhängt, und weiß genau die Typs
der großen Luftſchiffe zu unterſcheiden, ob ein Zeppelin
über unſern Häuptern ſchwebt oder ein Parſeval, ein
Siemens=Schuckert oder ein Militärballon. Und dasſelbe
iſt der Fall bei den kleineren Flugzeugen mit ihren
ver=
ſchiedenen Abſtufungen, den Ein= und Zweideckern, den
Rumpler=Tauben und Grade=Fliegern und wie ſie ſonſt
noch heißen. So oft ſich dieſe verſchiedenen kühnen
Seg=
ler der Lüfte zeigen, immer wieder erwecken ſie Freude,
Staunen, Bewunderung, während man den „alten”
Ballons, deren gelbe Kugeln gelegentlich über Berlin
hin=
ſchweben, nur noch einige ironiſch=mitleidige Blicke
wid=
met; man ſchätzt ſie ungefähr ſo ein wie die Poſtkutſchen
zur Eiſenbahn. Sie bieten uns ja keine Ueberraſchungen
mehr, wie die lenkbaren Luftfahrzeuge, die uns mit ſtets
neuen Erfolgen aufwarten. So bei jenem nur mit
wenigen Ruhepauſen dauernden
Zwölfſtunden=
fluge des genannten Franzoſen von Paris nach
Berlin und nicht minder bei den mancherlei Fahrten
des Schütte=Lanz, welch” nach einem neuen Syſtem
er=
bautes reſp. richtiger mit neuen praktiſchen Einrichtungen
verſehenes Luftſchiff hier große Beachtung erweckt, nicht
zuletzt in militäriſchen Kreiſen. Das ging auch daraus
hervor, daß an einem dieſer Tage von hier aus
unter=
nommenen längeren Fluge der Herzog Ernſt von
Sachſen=Altenburg teilnahm, der ſeit langem der
Luftſchiffahrt ſeine förderſame und hingebende Teilnahme
widmet. Allen wichtigen Veranſtaltungen auf dieſem
Ge=
biete wohnt er bei, hat mehrfach ſehr erſprießliche An=
regungen gegeben und ſich an vielen Fahrten beteiligt, die
nicht ohne Wagnis waren. Das iſt auch inſofern
beach=
tenswert, dä beſtimmte bevorzugte Kreiſe ſich noch recht
abwartend, wenn nicht ablehnend der Luftſchiffahrt
gegen=
über verhalten, was von den Förderern der letzteren in
Hinſicht auf das „gute Beiſpiel” ſehr beklagt wird. Um
ſo willkommener iſt das Vorgehen und Vorbild jenes
tat=
kräftigen und wagemutigen Bundesfürſten, der ſich im
ver=
gangenen Sommer auf einer langen und gefährlichen
Fahrt nach dem ewigen Eiſe Grönlands auf das
ein=
gehendſte mit der Meereskunde beſchäftigt hat, bedeutſame
Ergebniſſe mit heimbringend.
Waren jene Beſuche und Beſucher ſehr gerngeſehener
Art, ſo fehlte es in der letzten Woche nicht an anderen, die
wenig erfreuliche Gefühle erweckten. Bedenklich war’s und
iſt’s hier noch immer, nach anmutiger Weiſe das
erquick=
liche Lied: „Du biſt verrückt, mein Kind” anzuſtimmen,
denn alles was nur im geringſten an das Geſtörtſein im
bewußten Oberſtübchen ſich anhörte und gar ausſah, wurde
ſehr verdächtig betrachtet. Gar vielen ſitzt nämlich gehörig
der Schrecken über die entſetzlichen Meſſerſtechereien
im Eiſenbahnzuge von Nauen nach Berlin in den
Glie=
dern, da ja der Verüber derſelben ein Geiſteskranker iſt,
welcher als „vorläufig unſchädlich” aus einer ſtädtiſchen
Irrenanſtalt entlaſſen wurde. Es fehlt denn auch nicht
an ſehr berechtigten, herben Kritiken, daß man derart
ge=
fährliche Burſchen nicht länger verwahrt und unter
dau=
ernde ſichere Aufſicht ſtellt, denn Berlins Schreckenschronik
iſt reich an ähnlichen blutigen Taten, die auf das Konto
von geheilten oder ſcheinbar gefahrloſen Irren geſetzt
wer=
den müſſen. Die Mehrzahl jener auf ſtädtiſche Koſten
unterhaltenen Anſtalten ſind ja überfüllt und man begreift
den Wunſch der Leiter derſelben, Platz zu ſchaffen, auch
dringen oft die Angehörigen von Kranken, die ſich in
Beſſerung befinden oder deren Zuſtand als harmlos
er=
ſcheint, darauf, ſie dem Schutz der Familie zu überliefern,
aber trotz alledem müßte irgendwie ein Uebergangsſtadium
mit genauer Beobachtung geſchaffen werden, die
Oeffent=
lichkeit hat darauf ein Recht.
Gegen ſeinen ſehr ausgeſprochenen Willen gehört jetzt
zwangsweiſe zu den Beſuchern unſerer Stadt der famoſe
„Baron Korff=König” welchen der die
Unterſuch=
ung gegen ihn führende Staatsanwalt als den „
gefähr=
lichſten und berüchtigſten Falſchſpieler und Hochſtapler der
Welt” bezeichnet hat. Die Verhandlung wird uns das
an Abenteuern überaus reiche Leben des betreffenden
„Spielerkönigs” ſchildern, der vor einer Reihe von Jahren
als Handlungsgehilfe Rudolf Stallmann hier ſeine
viel=
verſprechende Tätigkeit begann und dieſe durchaus nicht
mit den Vorſchriften des Strafgeſetzbuches in Einklang
bringen konnte. Er machte damals ſchon die nähere
Be=
kanntſchaft mit dem etwas eintönigen Daſein hinter den
ſchwediſchen Gardinen und verduftete, da er kein Freund
eines derart zurückgezogenen und eingeſchloſſenen
Wan=
dels war, um auswärts die Dummen zu finden und zu
rupfen, was ihm ja gehörig gelang. Als Freiherr in des
Wortes verwegenſter Bedeutung verlieh er ſich ſelbſt den
Baronstitel und wußte ſich in die beſte Geſellſchaft der
europäiſchen Weltſtädte einzuſchmuggeln, das Haupt einer
ganzen Bande bildend, die ihren Opfern mit Geſchick und
Glück die Taſchen leerte. Der bevorſtehende Prozeß, zu
welchem ſeit Jahren ein ſehr umfaſſendes Material
ge=
ſammelt wurde, dürfte allerhand Enthüllungen bringen,
die oft nicht des romantiſchen Schimmers entbehren und
die tief hineinleuchten werden in die weitverzweigten
Ver=
bindungen und Beziehungen der internationalen Gauner=
Vereinigungen.
International in anderem Sinne war ein häufiger
Gaſt unſerer Stadt, der jetzt in jenes große und unbekannte
Reich gerufen wurde, in welchem es keinerlei Elend und
Unglück mehr gibt, die er hier hingebungsvoll zu lindern
trachtete: General Booth, der Führer der
Heils=
armee. Ein merkkwürdiger und unzweifelhaft bedeutender
Menſch, der ſein ganzes Sein mit einer bedeutſamen
ſo=
zialen Idee verknüpfte und für dieſe alles tat, was nur ein
zielbewußter, leidenſchaftlich ſeiner Aufgabe ergebener und
für ſie ſeine vollſte Lebenskraft einſetzender Menſch tun
kann. Ein glänzender Organiſator, war es ihm gelungen,
in faſt allen Weltteilen die Heilsarmee zu einem
erſprieß=
lichen und vielbeachteten Faktor der allgemeinen
chriſt=
lichen Mildtätigkeit und Fürſorge zu geſtalten und ihr,
trotz Spott und Hohn, Beachtung und Anerkennung zu
er=
zwingen. Wer je dieſem Feldherrn einer ſich der ſozialen
Pflichterfüllung widmenden Armee von Männern und
Frauen gegenübergeſtanden konnte ſich nicht ſeinem ſtarken
perſönlichen Eindruck entziehen und wurde von Achtung
erfüllt vor dieſer leidenſchaftlichen und fortreißenden
Menſchenliebe des greiſen Generals, der ſelbſt in fremder
Sprache ſeine deutſchen Zuhörer zu bewegen und zu
er=
ſchüttern vermochte. Ueber eine ganz hervorrigende
Rednergabe verfügend, wußte er ſich ſtets volkstümlich und
oft recht humorvoll auszudrücken, auch dadurch die
Auf=
merkſamkeit feſſelnd; wenn er ſprach, war alles bei ihm
in Bewegung, wie ein Patriarch längſt verſchollener Zeiten
ſtand er blitzenden Auges vor der oft tauſendköpfigen
Menge, die dieſem ehrwürdigen Prieſter der Humanität
begeiſtert anhing und ihm leidenſchaftliche Verehrung
zollte, wo und wann er ſich zeigte. Und er zeigte ſich viel
und gern, da er wußte, daß er der Mittelpunkt aller
Be=
ſtrebungen der Heilsarmee war, die nun nach ſeinem
Tode zeigen muß, ob ſie nur das vergängliche Werk eines
Einzelnen iſt oder ob ſie durch die Kraft ihrer treibenden
Gedanken dauernde Geltung beſitzt.
Im Laufe einer ganzen Reihe von Jahren hat die
Heilsarmee auch viele, viele Tränen in Berlin getrocknet
und ihr redlich Teil beigetragen, um manchen und manche
vor dem äußerſten zu behüten, vor jenem Weg, der zum
Verbrechen führt. Freilich, auch dieſe Vereinigung müßte
ihre Kräfte vertauſendfachen, wenn ſie allen, die ſehnſüchtig
danach trachten, rettenden Beiſtand gewähren wollte. Der
Schreiber dieſes war kürzlich Zeuge, wie eine Taube, die
ſich von ihrem Schwarm verflogen und im wirrenden
Um=
berſuchen ihre Kräfte eingebüßt hatte, matt und müde auf
den Bürgerſteig der Leipzigerſtraße nahe dem Leipziger
Platz niederfiel und gequält, geängſtigt, völlig erſchöpft
ſich dort an einem Schaufenſter niederduckte, wo ſie jeden
Augenblick im achtlos vorbeihaſtenden Menſchengewühl
vernichtet werden konnte. Man darf das ergreifende
Schauſpiel als Sinnbild nehmen für gar viele, die in
der gewaltigen Weltſtadt Unterkunft erhofft und die hier
elendiglich zu Grunde gegangen. Jahr für Jahr verlaſſen
gerade um dieſe Zeit zahlloſe Perſonen eine ſichere
Exiſtenz in der Provinz, um an der Spree einer anderen
Zukunft entgegenzuſtreben, um hier ihr Fortkommen zu
ſuchen, oft nur, weil ſie den Prunk des großſtädtiſchen
Lebens aus der Nähe ſchauen möchten oder in der
Welt=
ſtadt einen leichteren und beſſeren Verdienſt erhoffen, als
außerhalb derſelben. Mit welch' großen Erwartungen
kommt die Mehrzahl dieſer Neulinge nach Berlin, wie
träumen ſie von dem flotten, leichten Dahinſegeln ihres
Lebensſchiffleins und ſehen im Geiſte ſchon Reichtum und
Glück als Ziel winken. Alle Warnungen ſchlugen ſie in
den Wind und achteten nicht der guten Ratſchläge — wo
drei Millionen ihren Unterhalt finden, da werden auch ſie
noch einen Unterſchlupf entdecken, und wo es ſo Vielen
glückte, da werden auch ſie zu Geld und Würden gelangen!
Wie hübſch hört ſich das an, und wie ſcheinbar
rich=
tig iſt jener Troſt von den 3 Millionen Menſchen, die hier
leben und weben. Unter welchen grauenhaften
Verhält=
niſſen, unter welchen Entbehrungen und Sorgen oft, das
ahnen die Wenigſten. Dann und wann nur wird grell
der Vorhang zurückgeſchlagen und man ſieht in einen
Ab=
grund von Unglück und Leid — wie kürzlich erſt bei dem
Selbſtmorde eines Bildhauers H., der ſein Daſein durch
einen Piſtolenſchuß auslöſchte, da auch ihm nicht Berlin
gehalten, was er ſich von dieſer lockenden Sirene
ver=
ſprochen. Mit wie frohen Plänen von Ruhm und
gold=
bringenden Aufträgen mag vor fünf Jahren der begabte
Künſtler in Berlin eingezogen ſein, wie gern mochte er
ſeine oſtpreußiſche Heimat verlaſſen haben, um an der
Spree den Lorbeer zu pflücken — und dieſe fünf Jahre,
welche Unſumme von Enttäuſchungen, von
fehlgeſchlage=
nem Ringen, von Darben und Entbehrungen mögen ſie
bergen! Denn die Not, die bittere Not trieb dem gänzlich
Entmutigten die Waffe in die Haud; immer wieder hatte
er gerungen und gekämpft, es mußte ihm doch ſchließlich
glücken, da ſeine in den Kunſtausſtellungen ausgeſtellten
Werke Anerkennung und Beifall fanden, aber er hatte,
wie es im alten Volksliede heißt, „weder Glück noch
Stern” und endlich hatte er das ſelbſtändige Schaffen
ganz aufgegeben und ſich nur einer
kunſthandwerksmäßi=
gen Tätigkeit gewidmet, bis auch dieſe ihn nicht mehr zu
ernähren vermochte, trotz alles Fleißes, trotz aller
Hin=
gebung. Hunger und Obdachloſigkeit ſchienen ſeiner zu
harren, und matt und müde durch den langen, ſo oft
ver=
geblichen Kampf bedeutete für ihn die Kugel, die
Er=
löſung von allem — die Weltſtadt hatte ein neues
Opfer gefordert! Ob es zur Warnung dienen wird,
draußen, wo man oft nur das lockend=auffordernde Echo
Berlins vernimmt? Wenn es der Fall, dann hätten dieſe
Zeilen in ſchönſter Weiſe ihren Beruf erfüllt.
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[ ← ][ ][ → ]Seite 22.
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Der Arbeitsmarkt im Monat Juli.
* Die Lage des Arbeitsmarktes hatte auch im Juli
kein einheitliches Gepräge und wies verſchiedentlich
Zei=
chen der Abſchwächung auf.
Nach den Berichten aus der Induſtrie hat ſich die
Beſchäftigung in zahlreichen Gewerben auf dem günſtigen
Stand der Vormonate gehalten, obgleich des
Hochſom=
mers wegen einzelne Induſtrien weniger als im Juni
beſchäftigt waren. Auf dem Ruhrkohlenmarkte
zeigte ſich im allgemeinen keine Abſchwächung, nur die
Nachfrage nach Koks wird als unzureichend bezeichnet.
Aus Oberſchleſien lauten die Berichte im weſentlichen
gün=
ſtig, desgleichen aus Niederſchleſien, wo das Geſchäft
beſſer als im Juni war. Ebenſo war die Beſchäftigung
in der Niederlauſitz beſſer als im Vormonat. Im
mittel=
deutſchen Braunkohlenbergbau iſt dagegen eine
weſent=
liche Beſſerung in der Beſchäftigung der Werke zumeiſt
nicht eingetreten. Die Lage der
Roheiſenerzeug=
ung war nach Berichten aus Weſt= und
Mitteldeurſch=
land wiederum gut; ebenſo hatten die Kupfer= und die
Meſſingwerke im allgemeinen gut zu tun. Die
Beſchäf=
tigung im Kalibergbau war der Jahreszeit
ent=
ſprechend befriedigend. Die Eiſengießereien, Stahl= und
Walzwerke hatten nach zahlreich vorliegenden Berichten
recht gut zu tun. Auch im allgemeinen Maſchinenbau wird
die Lage überwiegend als zufriedenſtellend bezeichnet.
Aus der elektriſchen und chemiſchen Induſtrie lauten die
Mitteilungen gleichfalls recht günſtig. Die Lage der
Baumwollſpinnereien ſcheint ſich im Juli in verſchiedenen
Gebieten verſchlechtert zu haben, während in der
Tuch=
induſtrie der Geſchäftsgang als befriedigend bezeichnet
wird, obgleich einige Berichte eine Abſchwächung gegen
den Vormonat feſtſtellen. In der Damen= und
Kinder=
mäntelkonfektion war der Geſchäftsgang ſchleppend, in
der Herren= und Knabenkonfektion zumeiſt gut. Die
Mit=
teilungen aus dem Baugewerbe gehen wieder ſehr
auseinander, erſcheinen aber überwiegend ungünſtig. In
Berlin hielt der ſchlechte Geſchäftsgang an, auch in Halle,
Kiel, Kaſſel und Nürnberg war die Beſchäftigung ſehr
ſchwach. Günſtig lauten die Mitteilungen aus
Königs=
berg, Magdeburg, Chemnitz, Leipzig und Mannheim.
Nach den Berichten der Krankenkaſſen hat der
Beſchäftigungsgrad im Juli eine geringe Abnahme
gegen=
über dem Vormonat erfahren. Es ergab ſich am 1. Aug.
eine Abnahme der verſicherungspflichtigen Mitglieder,
abzüglich der erwerbsunfähig krank gemeldeten, von
ins=
geſamt 4181. Doch zeigt ſich in Wirklichkeit nur bei den
weiblichen Mitgliedern eine Abnahme, bei den
männ=
lichen noch eine kleine Zunahme (— 9966 männliche,
— 14147 weibliche Mitglieder). Im Vormonat
vermin=
derte ſich der Mitgliederbeſtand um 24005. Im
entſpre=
chenden Monat des Vorjahres hat er ſich um 30 937
ver=
mindert. Gegenüber dem Jahresbeginn iſt der
Beſchäf=
tigungsgrad, wenn man den Beſtand am 1. Januar 1912
gleich 100 ſetzt, beim männlichen Geſchlecht auf 107, beim
weiblichen Geſchlecht auf 101 geſtiegen; im gleichen
Mo=
nat des Vorjahres betrug er 108 bezw. 100. Ueber die
Arbeitsloſigkeit im Monat Juli berichten 49
Fachverbände mit 2120088 Mitgliedern; von dieſen
waren am Ende des Monats 1,8 v. H. arbeitslos. Ende
Jnni betrug die Arbeitsloſenzahl 1,7 v. H., und Ende
Juli 1911 1,6 v. H.; es iſt alſo gegenüber dem Vormonat,
ſowie gegenüber dem Vorjahre eine kleine
Verſchlechter=
ung eingetreten. Die Arbeitsnachweisziffern
würden dem Vormonat gegenüber auf eine
Verminder=
ung des Andranges von Arbeitſuchenden ſchließen laſſen.
Bei der Geſamtzahl der berichtenden Arbeitsnachweiſe
für die vergleichbare Angaben vorliegen, kamen im Juli
1912 auf 100 offene Stellen bei den männlichen Perſonen
140 Arbeitſuchende gegen 141 im gleichen Monat des
Vor=
jahres und 146 im Vormonate. Bei den weiblichen
Per=
ſonen ſind die entſprechenden Ziffern auf 97, 89 und 101
berechnet. Die Entwicklung des Arbeitsmarktes in Groß=
Berlin hat ſich gegenüber dem Vormonat verbeſſert.
Die Geſamtlage auf dem Arbeitsmarkt in Schleswig=
Holſtein, Hamburg und Lübeck wird als günſtig
und etwas lebhafter als im Vergleichsmonat des Vor=
jahres bezeichnet; dies trifft auch gegenüber dem Juni
zu. In Weſtfalen wird die Lage im allgemeinen ats
normal geſchildert. In Heſſen, Heſſen=Naſſau
und Waldeck iſt die Beſchäftigung in der
Metallindu=
ſtrie unverändert gut, in der Portefeuilleinduſtrie hat ſich
die Lage weiter gebeſſert; in der Nahrungs= und
Genuß=
mittelinduſtrie wird ſie im allgemeinen als befriedigend
bezeichnet. Aus Bayern und Württemberg
lau=
ten die Berichte im allgemeinen recht günſtig, wenn auch
in Württemberg die Zahl der Stellengeſuche ſtark
geſtie=
gen iſt. In Baden war nach den Berichten der
öffent=
lichen Arbeitsnachweiſe an verſchiedenen Plätzen immer
noch keine beſondere Belebung der Bautätigkeit
feſtzu=
ſtellen.
Sport.
* Pferdeſport. Rennen zu Norderney. Erſtes
Rennen: 1. Invektive (Beſ.), 2. The Prince (Lt. Loß),
3. Donna Maria (Beſ.). Tot. 25:10 Zweites Rennen:
1. Oos (Lt. v. Treskow), 2. Beethoven (Lt. v. Egan=
Krie=
ger), 3. Adlerflug (Beſ.). Tot. 23110. Drittes Rennen:
1. Habsburg (Lt. Pentz), 2. Santa Klara (Hr. Haſperg),
3. Mouche (Beſ.). Tot. 24:10. Viertes Rennen: 1. 4- Scribo
(Beſ), 1. — Side off (Beſ.), 3. Coolah (Beſ.). Tot. 20
Scribo), 17 (Side off):10. Fünftes Rennen: 1.
Meer=
braut (Lt. v. Egan=Krieger), 2. Beatrice (Lt. v. Raven),
3. Osmos (Beſ.). Tot. 19110.
* Ausſcheidungsrennen für das Paris--Frankfurter
Achterruder=Match, das am Sonntag in Frankfurt a M.
gerudert werden ſoll, fanden am Mittwoch in Paris ſtatt.
In Frankfurt a. M. wurde das Ausſcheidungsrennen, das
am Vortage abgebrochen war, wiederholt und ergab Totes
ſtennen bei einer Fahrzeit von 8 Min. 31 Sek. für die
2500 Meter lange Strecke, bei der die Boote mit ſtarkem
Wellengang zu kämpfen hatten. Die Richter beſchloſſen,
die kombinierte Mannſchaft des Regatta=Vereins gegen
die Pariſer Mannſchaft antreten zu laſſen. In Paris
wurde auf der Seine das Ausſcheidungsrennen zwiſchen
iner Mannſchaft des Rowing=Club de Paris und einer
kombinierten Mannſchaft der Klubs Cercle Nautique und
Baſſe=Seine gerudert. Der Rowing Club de Paris ſiegte
mit anderthalb Längen und wird die Pariſer Farben in
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Dienstag: Weltfrieden oder Weltkrieg?
Donnerstag: Das tauſendjährige Reich.
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Abfahrt: Hauptbahnhof 4 Uhr 24.
Der Vorstand.
Teilnehmer= u. Tiſchkarten bei Herrn E. Wetzstein wird
dringend gebeten im voraus zu löſen.
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Sonntag, den 25. Auguſt 1912 in Eberſtadt,
im Gaſthaus zum Schwanen von nachm. 4 Uhr ab
Grosses Tanzkrungenele
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Anläßlich des 10jährigen Beſtehens obiger Tanzlehrſchule
Sonntag, 25. Anguſt, nachmitt. 4—11 Uhr,
Großes Tanzkränzchen
im Mathildenhöh=Saale, Dieburgerſtraße 26. (B17829
Alle Teilnehmer des Inſtituts, Freunde u. Gönner willkommen.
Kirenweintesr zu Grieshein.
Restaurant Kaisersaal
(Größter Saal am Platze).
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Sonntag, den 25. u. Montag, den 26. August:
gutbesetzte Tanzmusik.
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Küche. — Neu gelegter Tanzboden.
Um gütigſten Zuſpruch bittet
H. Augstein.
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Waſſerwärme vorm. 7 Uhr 15½% C.
Wooa=Polizei=Wache.
Programm
zu dem am Samstag, den
24. Aug., von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Großh. Train=Bat. Nr. 18.
1. „Hohenzollern=Ruhm” Marſch
von Unrath. 2. Ouverture zur
Operette „Die Großherzogin von
Gerolſtein” v. Offenbach. 3.
Balla=
den von Loewe: a) „Heinrich der
Vogler” b) „Prinz Eugen, der
edle Ritter” 4. Walzer aus der
Operette „Das Muſikantenmädel‟
von Jarno. 5. Selektion aus der
Operette „The Geisha” von Jones.
6. Ungariſche Tänze (Nr. 5 und 6)
von Brahms.
Sonntag, den 25. Auguſt
von 11—12 Uhr mittags auf dem
Paradeplatz Konzert d. Kapelle
des Leib=Drag.=Regts. Nr. 24.
Programm:
1. „Ein Kaiſerwort”, Marſch von
Jureck. 2. Ouverture zur Oper
„Das goldene Kreuz” von J. Brüll.
3. „Verſuchs doch mal” Walzer
nach Motiven der Poſſe Das
Autoliebchen” von J. Gilbert.
4. Großer Kriegsmarſch u.
Schlacht=
hymne, Finale des 3. Aktes aus
der Oper „Rienzi” v. R. Wagner.
5. „Das Herz am Rhein”, Lied
von C. Hill. 6. „Das haben die
Mädchen ſo gerne” Marſchlied
aus der Poſſe „Das Autoliebchen”
von J. Gilbert.
L
Krenwenle WiAlausen
Sonntag, 25. und Montag, 26. Auguſt
findet im
(17828
Gasthaus „Zur Sonne‟
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Volbesetzte Tanzmusik
tatt. Für gute Speiſen und Getränke iſt beſtens geſorgt.
Es ladet freundlichſt ein Jakob Huck.
Kirchweihe zu Wixhausen.
Sonntag, den 25., und Montag, den 26. August
findet bei mir
grosse Tanzmusik
ſtatt, wozu freundlichſt einladet
Philipp Bitter II.,
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Gastwirtschaft.
Kirchweihe zu Meſſel.
Sonntag, den 25. und Montag, den 26. Auguſt
findet bei mir
Gutbeſetzte Tanzmuſik
ausgeführt von der Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Rgts. Nr. 61
(17535ds
ſtatt, wozu freundlichſt einla det
H. Heberer II.
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Sonntag, den 25. und Montag, den 26. Auguſt
findet die
*4192)
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ſtatt. Sür gute Tanzmusik
ſowie gute Getränke, feine Speiſen (junge Hahnen und feiſten
Hirſchbraten) iſt beſtens geſorgt, wozu freundlich einladet.
Germanns Nachfolger Heinrich Laumann.
Me
Seite 30.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Auguſt 1912.
Nummer 199.
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demſelben Feſtprogramm.
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Einweihungsfeier
des
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Samstag, den 24. August:
Abends 9 Uhr: Fackelzug sämtlicher hiesiger Vereine
nach dem Festplatz. Daselbst Grosses Feuerwerk,
turnerische Aufführungen u. Gesangsvorträge.
Sonntag, den 25. August:
5 Uhr früh: Weckruf. 9 Uhr: Festgottesdienst.
11—1 Uhr: Empfang der Vereine durch die
Ehren-
damen. ½2 Uhr: Aufstellung des Festzuges an
der Post und Marsch nach dem Denkmal. 2¼ Uhr:
Aufmarsch der Vereine am Denkmal. Chor des
Gesangvereins Harmonie „Zu Hassias Preis”.
Uebergabe des Denkmals durch Bildhauer
Scholl. Uebernahme des Denkmals durch die
Gemeinde.
Enthüllung des Denkmals.
Festrede (Oberleutnant d. R. Kam. Dr. Bopp). Chor
der Turnersingmannschaft „Steh fest du deutscher
Eichen-
wald‟. Besichtigung des Denkmals durch die Ehrengäste.
Parade
sämtlicher Vereine vor Sr. Königl. Hoheit dem
Grossherzog und Marsch nach dem Festplatz.
Daselbst: Großes Konzert.
der Kapelle des Feld-Artillerie-Regiments Nr. 61. —
(17848
Preisturnen, Gesangsvorträge.
Montag, den 26. August:
Nachmittags 3 Uhr: Festzug. Daran anschliessend:
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3 Uhr nachmittags in
Philadel=
phia. — Dampfer „Corcovado”,
nach Havana und Meriko, 20. Aug.
3 Uhr nachmittags von
Santan=
der. — Dampfer „Habsburg” von
Mittelbraſilien kommend, 20. Aug.
12 Uhr mittags von Funchal. —
Dampfer „Hohenſtaufen”, von
Santos kommend. 19. Auguſt
6 Uhr abends von Rio de Janeiro.
— Vergnügungsdampfer „Meteort
achte Nordlandfahrt, 20. Auguſt
7 Uhr morgens in Odde.
Dampfer „Victoria Luiſe”, ſechſte
Nordlandfahrt, 20. Auguſt in
Gud=
vangen.
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In Darmſtadt: Anton Fiſcher, Frankfurterſtr. 12/14.
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„ Dieburg: Carl Reh.
Nummer 199.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 24. Auguſt 1912.
Seite 31.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
8 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 16. Aug.: dem Friſeur Julius
Her=
mann Robert Ody, Müllerſtr 15, ein S. Julius Robert.
Am 18.: dem Milchhändler Franz Weber, Hinkelsgaſſe 5,
ein S. Wilhelm. Am 17.: dem Weißbinder Karl
Schuh=
macher, Sackgaſſe 8, ein S. Eberhard. Am 20.: dem
Tag=
löhner Peter Göbel, Arheilgerſtr. 19, ein S. Peter.
Am 21.: dem Hofkutſcher Georg Heinrich Zimmer,
Pa=
radeplatz 2, eine T. Eliſabeth. Am 20.: dem Konditor
Leo Merzellin Reinfurt, Schulſtr. 4, ein S. Alois
Wal=
ter. Am 21.: dem Telegraphenarbeiter Georg Hinkel,
Eckhardtſtr. 5, ein S. Walter Georg.
Aufgebotene. Am 21. Aug.: Architekt Johannes
Theodor Brandt in Wiesbaden, mit Sophie Margarete
Hofmann, Alexanderſtr. 25. Ingenieur Friedr. Wilh.
Schneider in Berlin=Pankow, mit Selma Anna
Fried=
rike Janike in Berlin. Kaufmann Ernſt Eduard
Fried=
rich Münch in Eberſtadt, mit Verkäuferin Klara Emilie
Zindel in Eberſtadt. Fabrikarbeiter Karl Jakob Kraft,
Große Ochſengaſſe 26, mit Schneiderin Maria Waſſum,
Große Kaplaneigaſſe 37. Taglöhner Peter Gräf II. in
Pfungſtadt, mit Henriette Eliſabethe Georgine
Graß=
mann, Eckhardtſtr. 19. Fabrikarbeiter Johannes
Löff=
ler in Georgenhauſen, mit Dienſtmagd Luiſe Mathilde
Emma Kummer, daſelbſt. Schieferdecker Jakob Friedr.
Eckart, Wienersſtr. 66, mit Verkäuferin Katharina
Späth, Hochſtr. 26.
Geſtorbene. Am 20. Aug.: Heinrich Karl Adam
Rohleder, S. des Schuhmachers, 1 Mt., kath.,
Kaup=
ſtraße 49. Am 19.: Marg. Berſch, geb. Hechler, Ehefrau
des Schreiners, 36 J., ev. Pfungſtadt. Am 20.: Eliſabeth
Rühl, geb. Rodenhauſer, Witwe des
Gardeunteroffi=
ziers, 69 J., ev, Nieder=Ramſtädterſtr. 35. Bahnwärter
i. P. Sebaſtian Hotz, 84 J., ev., Frankfurterſtr. 121.
Am 21.: Kaufmann Wilhelm Stephan, 57 J., ev.,
Ma=
thildenplatz 10. Glaſer Wendel Lautz III., 69 J., ev.,
Sickenhofen.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
12. Sonntag nach Trinitatis, den 25. Auguſt 1912
Hofkirche: Samstag, den 24. Auguſt, abends um
6 Uhr: Beichte. — Sonntag, den 25. Auguſt, vorm. um
½10 Uhr: Beichte und Anmeldung zur hl. Kommunion
in der Sakriſtei. — Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt mit Feier des heil. Abendmahls. Kollekte für die
evang. Gemeinden in Oeſterreich.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Vogel.
Kollekte für die innere Miſſion. — Vorm. um 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarrer D. Dr. Diehl.
Stadtkapelle: Vorm. um 9½ Uhr: Profeſſor Lic.
Matthes. Kollekte für die innere Miſſion. — Nachm.
um 6 Uhr: Pfarrer Beringer. Kollekte für die innere
Miſſion.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
25. Aug., vormittags um 11½ Uhr: Chriſtenlehre für
den Kaplaneibezirk. Pfarrer Beringer.
Militärgemeinde: Kein Gottesdienſt. — Vorm. um
10½ Uhr: Kindergottesdienſt, Steinſtr. 24 (Muſikſaal).
— Vorm. um 11 Uhr: Gottesdienſt im Lager
Johanneskirche: Kollekte für die innere Miſſion. —
Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Dingeldey. — Vorm. um
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. — Vorm. um 9 Uhr:
Chriſtenlehre für den Südbezirk im Gemeindehaus.
Pfarrer Dingeldey.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Beringer. — Vorm. um 11½ Uhr: Kindergottesdienſt
für den Oſt bezirk. Pfarrer Widmann. — Nachm. um
2 Uhr: Chriſtenlehre für den Nord bezirk in der Kirche,
für den Oſt bezirk im Martinsſtift, für den Weſt bezirk
im Gemeindehaus. — Nachm. um 4 Uhr: Bibelſtunde
im Martinsſtift. Pfarrer Veller.
Freitag, den 30. Auguſt: Anmeldung
zum Konfirmanden=Unterricht in Begleitung
des Vaters oder der Mutter für den Oſt bezirk im
Martinsſtift, für den Nord= und Weſt bezirk im
Gemeindehaus: Mädchen von 4—½6 Uhr, Knaben
von ½ 6—7 Uhr.
Pfründnerhaus: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer D. Waitz.
Eliſabethenſtiſt: Vormittags um 10 Uhr:
Haupt=
gottesdienſt. Pfarrer Hickel. — Vormittags um 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt.
Beſſunger Kirche (Betrusgemeinde): Vorm. um 8½ Uhr:
Chriſtenlehre. Pfarrer Wagner. — Vorm. um 10 Uhr:
Hauptgottesdienſt. Pfarrer Wagner. — Um 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Flöel.
Pauluskirche: Vorm. um 8½ Uhr: Chriſtenlehre.
Pfarraſſiſtent Herpel. — Vormittags um 10 Uhr:
Haupt=
gottesdienſt. Pfarraſſiſtent Herpel. — Vormittags um
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent Herpel.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 25. Aug.,
vormittags um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nach=
mittags um 4 Uhr: Bibelſtunde. — Abends um 8½ Uhr:
Vortrag von Stadtmiſſionar Rüſcher=Eſſen. — Montag,
den 26. Aug., abends um 8½ Uhr: Frauen=Bibelſtunde.
— Dienstag, den 27. Auguſt, abends um 8½ Uhr:
Blau=
kreuzſtunde. — Mittwoch, den 28. Aug.: Philadelphia=
Konferenz. Vorm. um 9 Uhr: Gebetsvereinigung.
Vorm. um 9½ Uhr: Einleitung in das Wort Kol. 3, 1—11.
Herr Rektor Dietrich=Stuttgart. — Nachm. um 3 Uhr:
Beſprechung des Wortes Gottes, Kol. 3, 12—25,
einge=
leitet durch Herrn Pfarrer Hill=Dalsheim. — Abends
um 8½ Uhr: Evangeliſation. — Donnerstag, den
29. Aug., abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde. — Freitag,
den 30. Auguſt, abends um 8½ Uhr: Sonntagsſchul=
Vor=
bereitung. — Samstag, den 31. Auguſt, abends um
9 Uhr: Verſammlung für Beamte der Poſt, Eiſenbahn,
Polizei, Gendarmerie u. dergl. — Zweig der
Stadt=
miſſion (Beſſungerſtraße 88, Hinterbau): Sonntag, den
25. Auguſt, vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nachm. um 3 Uhr: Jugendbund für Jünglinge, nachm.
um 4½ Uhr: Jugendbund für Jungfrauen. — Freitag,
den 30. Aug., abends um 8½ Uhr: Bibelſtunde.
Hottesdienſt der Aenapoſtoliſchen Hemeinde (Neue
Nieder=
ſtraße 13): Sonntag, nachmittags um 4 Uhr. —
Mitt=
woch, abends um 8½ Uhr.
Gemeinde gläubig getauſter Chriſten (Baptiſten),
Mauer=
ſtraße 17: Sonntag, den 25. Auguſt, vorm. um 9½ Uhr
und nachm. 4 Uhr: Predigt. Prediger Höpfner. —
Vor=
mittags um 10½ Uhr: Sonntagsſchule. — Abends um
5½ Uhr: Jugendverein. — Montag, den 26. Aug., abends
um 8½ Uhr: Geſangverein. — Mittwoch, den 28. Auguſt,
abends um 8½ Uhr: Gebetsverſammlung. — Freitag,
den 30. Auguſt, abends 8½ Uhr: Sonntagsſchullehrer=
Vorbereitung.
Methodiſtengemeinde (Taunusſtraße 53): Sonntag,
den 25. Auguſt, nachmittags um ¾3 Uhr: Sonntagsſchule
(Kindergottesdienſt). — Um 4 Uhr: Predigt. — Freitag,
en 30. Auguſt, abends um ½9 Uhr: Bibel= und
Gebets=
ſtunde.
Katholiſche Gemeinden
13. Sonntag nach Pfingſten, den 25. Auguſt 1912
Feſt des hl. Ludwig
Kollekte für die Armen des St. Eliſabethen=Vereins
St. Ludwigskirche: Samstag, den 24. Auguſt,
nach=
mittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur
hl. Beichte. — Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. — Um
7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr:
Militärgottesdienſt mit Predigt. — Um ½10 Uhr:
Hoch=
amt mit Predigt. — Um 11 Uhr: letzte heil. Meſſe. —
Nachm. um 3 Uhr: Vesper. — Abends um 6 Uhr: Herz=
Mariä=Bruderſchaftsandacht mit Predigt.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag,
vormit=
tags um ½ 7 Uhr: hl. Meſſe. — Nachmittags um 2 Uhr:
Roſenkranzandacht. — Um 4 Uhr: Verſammlung im
Mädchenheim. — Um 4 Uhr: Vortrag für die
Jugend=
abteilung der Jungfrauen=Kongregation. — Um ½5 Uhr:
Verſammlung derſelben Kongregation.
Kapelle der Engliſchen Fränkein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: heil. Meſſe.
Kapelke in Griesheim: Sonntag, vorm. um 9 Uhr:
heil. Meſſe mit Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 24. Auguſt,
nach=
mittags um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte.
Sonntag, vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl.
Beichte. — Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr: heil.
Meſſe mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt und
Pre=
digt. — Nachmittags um 2 Uhr: Andacht.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
24. Aug., nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
Sonntag, vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur
hl. Beichte. — Um ½7 Uhr: hl. Meſſe. — Um ½9 Uhr:
Amt mit Predigt. — Nachm. um ½3 Uhr:
Armen=
ſeelenandacht: Verſammlung des Marienvereins. —
Bibliothek (Herdweg 28): Dienstag, nachmittags von
6—7 Uhr.
Kirche zu Eberſtadt: Samstag, den 24. Auguſt,
nach=
mittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr:
Beicht=
gelegenheit.
Sonntag, vormittags um ½6 Uhr:
Beichtgelegen=
heit. — Um ½7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion.
— Um ¼10 Uhr: Hochamt und Predigt. — Nachmittags
um ½2 Uhr: Chriſtenlehre. — Um 2 Uhr: Andacht. —
Werktags, vormittags um ¼7 Uhr: Singmeſſe.
Kapelle zu Pſungſtadt: Sonntag, vorm. um 7 Uhr:
Beichtgelegenheit. — Um ½8 Uhr: Amt und Predigt.
— Nachm. um 4 Uhr: Andacht.
Gekaufte, Getrauke und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 11. Aug.: Dem Großh.
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lehrer Friedrich Chriſtian Philipp Lenhardt T. Hedwig,
geb. 10. Juli. 18. Aug.: Dem Schirmmacher Franz
Edinger S. Albert, geb. 9. Juli. Dem Schloſſer Johann
Georg Peter Bell S. Georg, geb. 31. Juli.
Johannesgemeinde: 18. Aug.: Dem
Fabrik=
arbeiter Leonhard Borger S. Heinrich, geb. 25. Juli.
Dem Taglöhner Ludwig Brunner T. Anna Eliſabeth,
geb. 30. Mai. Dem Kaufmann Auguſt Nold S. Jakob
Mathias Chriſtian Auguſt, geb. 21. Mai. Dem
Modell=
ſchreiner Friedrich Weicker S. Ernſt, geb. 8. Juli. Dem
Spengler Friedrich Schönbein S. Heinrich Ernſt, geb.
14. Juni. 20. Aug.: Dem Steinmetz Georg Schnauber
T. Marie Margarete, geb. 20. Mai. Dem Kaufmann
Eugen Roſenzweig S. Erwin Eugen, geb. 14. Auguſt.
21. Aug.: Dem Buchdrucker Georg Schreitz T. Eliſe, geb.
21. März. 22. Aug.: Dem Bahnarbeiter Philipp
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Martinsgemeinde: 18. Aug.: Dem Hausburſchen
Johann Georg Pullmann S. Heinrich, geb. 27. Juli.
Dem Büroaſſiſtenten Wilhelm Georg Creter T. Mara.
Luiſe, geb. 5. Aug. Dem Schmied Heinrich Herwig T.
Annemarie, geb. 16. Juni. Dem Metzger Wilhelm Dreßler
S. Georg Wilhelm, geb. 24. Juli. Dem Fabrikarbeiter
Franz Valentin Engeroff T. Helene, geb. 30. Juli.
21. Aug.: Ein unehel. S. Heinrich Anton, geb. 12. Juli.
Petrusgemeinde: 17. Aug.: Dem Bahnſchaffner
Valentin Geyer T. Eleonore, geb. 13. Aug. Eine unehel.
Tochter Eliſabeth Luiſe, geb. 17. Juli. 18. Aug.: Dem
Gärtner Hans Chriſtian Beck S. Hans Chriſtian, geb.
7. Juli. Dem Schloſſer Alexander Geppert S. Paul,
geb. 6. Juli. Dem Lehrer Georg Lehning T. Irmgard,
geb. 24. Juli.
Paulusgemeinde: 20. Aug.: Dem Kgl. Bayr.
Oberleutnant Alfred Neuß T. Eliſabeth Käte Luiſe
Margarete, geb. 8. November zu München.
Getraute bei den epangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 10. Aug.: Tiefbauamtsarbeiter
Auguſt Möſer und Eva Katharina Weber. 17. Aug.:
Bankbeamter Ernſt Albert Friedrich Franz Naegelé und
Maria Hoch, beide in Neu=Iſenburg.
Johannesgemeinde: 17. Aug.: Buchdrucker
Auguſt Schlachter von hier und Eliſabeth Hangen von
Zotzenheim. Rangierer Georg Sulzmann zu Arheilgen
und Eliſabeth Feick von hier. 20. Aug.: Ingenieur Naum
Fawlowski zu Petersburg und Ella Waldmann von
hier. 22. Aug.: Magiſtratsaſſeſſor Johann
Trommers=
hauſen zu Emden in Oſtfriesland und Marie Auguſte
Karoline Carl von hier.
Martinsgemeinde: 17. Aug.: Bürovorſteher
Karl Heinrich Michael Rüthlein und Margarete Eichel.
18. Aug.: Schloſſer Chriſtian Johann Adam Frey und
Marie Katharina Löchel. 20. Auguſt: Kreisbaumeiſter
Johannes Nikolaus Reuter in Tondern (Schleswig=
Hol=
ſtein) und Anna Luiſe Keſſel hier.
Petrusgemeinde: 18. Aug.: Elektrotechniker Karl
Wolf und Katharina, geb. Beckerle.
Paulusgemeinde: 18. Aug.: Kaufmann Herm.
Ewald Hellwig zu Neu=Iſenburg und Maria Dorothea
Fiſcher aus Erbach i. O.
Brerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 6. Aug: Diviſionsküſter i. P.
Johann Georg Schott, 85 J., ſtarb 4. Aug. 10. Aug.:
Kaufmann Nikolaus Klos, 45 J. 4 M., ſtarb 8. Aug.
13. Aug.: Bürodiener Johann Georg Leuchner, 73 J.
3 M., ſtarb 11. Aug. 15. Aug: Julius Heil, 9 J., ſtarb
13. Aug. 16. Aug.: Witwe Henriette Klipſtein, geb.
Knispel, 72 J., ſtarb 14. Aug. 17. Aug.: Lehrer und
Hoforganiſt i. P. Karl Magel, 78 J. 8 M., ſtarb 15. Aug.
22. Aug.: Witwe Eliſabeth Rühl, geb. Rodenhauſer,
69 J. 3 M., ſtarb 20. Aug. 19. Aug.: Schreiner Friedr.
Heppenheimer, 51 J., ſtarb 17. Aug. 20. Aug.: Karl
Rathgeber, Sohn des Taglöhners, 8 M., ſtarb 18. Aug.
Johannesgemeinde: 16. Aug.: Oberſt z. D.
Arnold von Hofmann, 78 J., ſtarb 14. Aug. 20. Aug.:
Katharine Schupp, geb. Koch, Ehefrau des Bauſchätzers,
78 J., ſtarb 18. Aug. 22. Aug.: Bahnwärter i. P. Sebaſtian
Hotz, 84 J., ſtarb 20. Aug.
Martinsgemeinde: 19. Aug.: Privatier Hermann
Dilling, 85 J., ſtarb 17. Aug. 21. Aug.: Fuhrmann
Wendelin Steiger, 69 J., ſtarb 18. Aug. 15. Auguſt:
Eleonore Jung, geb. Eckhardt, Ehefrau des ſtädt. Arbeiters,
38½ J., ſtarb 13. Aug. 18. Aug: Johanna Vollrat, T.
des Friſeurs, 18 Mon., ſtarb 15. Aug. 19. Aug.:
Hein=
rich Grimm, S. des Schloſſers, 13 Mon., ſtarb 18. Aug.
Petrusgemeinde: 17. Aug.: Weinhändler Georg
Auguſt May, 66 J., ſtarb 15. Aug. 20. Aug.: Eliſabeth
Kraus, geb. Götz, Witwe, 69 J., ſtarb 17. Aug.
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