Darmstädter Tagblatt 1912


07. August 1912

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175. Jahrgang
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 20 Seiten.

Das Neueſte vom Tage.

Der Kaiſer iſt geſtern vormittag von Swine=
münde
nach Wilhelmshöhe und der Reichskanz=
ler
nach Hohenfinow abgereiſt.
Der deutſche Botſchafter Frhr. v. Marſchall
in London iſt am Montag abend nach Deutſchland
abgereiſt
Bei der Reichstagserſatzwahl im Wahlkreiſe
Pfarrkirchen wurde der bayeriſche Bauernbündler
Bauer gewäht.
Die Entlaſſung des wegen Spionage verhafteten
Hauptmanns Koſtewitſch wurde abgelehnt.
Gegen die in Eckernförde wegen Spionagever=
dachts
feſtgenommenen fünf Engländer iſt ein
Haftbefehl erlaſſen worden.
In der ungariſchen Gemeinde Faluszatina wurden
durch eine Feuersbrunſt 52 Wohnhäufer und 96
Nebengebäude zerſtört.
Auf der Petrowski=Inſel bei Petersburg
brach Feuer aus, durch welches das Palais Peters
des Großen und viele Häuſer vernichtet wurden und
mehrere Menſchen ums Leben kamen.

Friedrich Krupp.

Ihr hundertjähriges Jubiläum begeht
in dieſem Jahre eine Firma, deren Namen bis in die
fernſten Welten ihren Ruf getragen hat. Wer kennt den
Namen Friedrich Krupp nicht, dieſes Rieſenunternehmens,
das ſeinesgleichen ſucht, und am Ehrentage geziemt es
ſich, auch an dieſer Stelle ſeiner zu gedenken. Hat doch die
Firma mitgeholfen, den Ruhm der deutſchen Induſtrie zu
verbreiten und ihr im Auslande ein hervorragendes An=
ſehen
und eine machtgebietende Stellung zu ſchaffen. Dem
entſpricht es auch, wenn der Kaiſer und die meiſten Mini=
ſter
an dem Jubiläum teilnehmen, um auf dieſe Weiſe
einen der hervorragendſten Vertreter deutſchen Gewerbe=
fleißes
zu ehren.
Aus den kleinſten Anfängen heraus iſt wie ſchon
vor einigen Wochen anläßlich der Wiederkehr des hundert=
ſten
Geburtstages Alfred Krupps ausführlich geſchildert
worden iſt das gewaltige Unternehmen hervorge=
gangen
, in den erſten Dezennien ging ſeine Entwicklung
nur langſam vonſtatten, man hatte mit großen geſchäft=
lichen
Schwierigkeiten zu kämpfen, und mehr als einmal
ſtand man nicht weit entfernt vom völligen Ruin. Dann
kam die Krupp’ſche Erfindung des Gußſtahls und dieſer
in erſter Linie iſt der Rieſenaufſchwung zu danken. Tau=
ſende
und abertauſende von Arbeitern finden hier ihr
Brot, zahlreiche ſoziale Einrichtungen ſind für ſie ge=
troffen
, die gerade muſtergültig ſind. Bekanntlich ſind
noch einige andere größere Unternehmen der Eiſenin=
duſtrie
angegliedert, ſo das bedeutende Gruſonwerk in
Magdeburg und die Germaniawerft in Kiel. Beide Er=
werbungen
haben nicht nur die Macht der Firma weiter
gefeſtigt, ſondern ſie haben es ihr ermöglicht, auch die Art
ihrer Erzeugniſſe weiter auszudehnen, denn es iſt ein
vielfach verbreiteter Irrtum, daß die Firma Krupp ledig=
lich
Kanonen herſtellt. In eine Aktiengeſellſchaft verwan=
delt
, iſt die Firma doch in der Hauptſache ein Privat=
unternehmen
, da ſich die Aktien mit Ausnahme von nur
vier nach wie vor im Familienbeſitz befinden.
Mit Recht wird man allenthalben in dieſen Tagen
eines Unternehmens gedenken, das in techniſcher wie in
wirtſchaftlicher Hinſicht von großer nationaler Bedeu=
tung
iſt.

Ein Interview von Kiderlen=Wächters.

* Das Berliner Tageblatt veröffentlicht Geſpräche des
Redakteurs Bourdon vom Figaro mit Staats=
ſekretär
v. Kiderlen=Wächter. Gleichzeitig wer=
den
dieſe Kiſſinger Geſpräche im Figaro in
Paris veröffentlicht. Es geht aus ihnen hervor, daß man
in Frankreich glaubte, die öffentliche Meinung in Deutſch=
land
ſei während des letzten Jahres, beſonders während
der ſchwierigſten Momente der Marokkoverhandlungen,
vor Kriegsluſt erbebt. Die Aeußerungen Herrn v. Kider=
lens
haben Bourdon darüber belehrt, daß dieſe Anſicht
falſch ſei. Herr v. Kiderlen befürwortete in ſeinen Unter=
redungen
wiederholt ein deutſch=franzöſiſches Zuſammen=
gehen
zum Beiſpiel in der Türkei. Die Abrüſtung er=
klärte
er für eine Utopie, die ſelbſt durch eine deutſch=
franzöſiſche
Entente nicht verwirklicht werden könne. Die
Marokkofxage ſei zwiſchen beiden Ländern endgültig er=

ledigt. Weiterhin wies der Staatsſekretär auf das viel=
fache
Entgegenkommen hin, das Kaiſer Wilhelm und die
Regierung unter Teilnahme der ganzen öffentlichen Mei=
nung
Deutſchlands gegenüber Frankreich bewieſen hätten,
zum Beiſpiel in der Bagdad=Angelegenheit, in die Frank=
reich
als dritte Macht mit Deutſchland und England, oder
ſogar ſpäter zu gleichen Teilen mit Deutſchland allein
hätte eintreten ſollen. Frankreich ſei aber ſtets in ſeine
Schmollerei verfallen. Müſſe, ſeit Frankreich und Dentſch=
land
in der elſaß=lothringiſchen Frage einander gegen=
überſtehen
, der eine rot ſagen, ſobald der andere blau
geſagt hat? Sei es nötig, daß Frankreich die Chineſiſche
Anleihe zurückweiſt, nur weil Deutſchland die Initiative
dazu ergriffen hat? Die neuen Wehrvorlagen ſeien nötig
geweſen, weil man uns zu bedrohen ſchien und wir zei=
gen
mußten, daß wir imſtande ſeien, uns zu verteidigen.
Auf den Einwurf, daß doch England Deutſchland be=
drohe
, nicht aber Frankreich, gegen das die Heeresver=
mehrung
gerichtet ſei, erfolgte der Hinweis, daß bei einem
deutſch=engliſchen Kriege keine franzöſiſche Regierung in
Frankreich länger als drei Stunden dem Volksſturm
widerſtehe, der das Land an die Grenze treiben würde.

Deutſches Reich.

Erhöhung der Veteranenbeihilfen.
Von beſonderer Seite ſchreibt man den Berl. N. Nach=
richten
: Der Reichstag hatte gegen Ende der vergangenen
Legislaturperiode drei Geſetzentwürfe für eine vermehrte
Veteranenfürſorge angenommen, deren Berückſichtigung
von der Reichsregierung zugeſagt war. Bei der Verab=
ſchiedung
des Wertzuwachsſteuergeſetzes wurde dann ein
Beitrag von 5 Millionen für die Veteranen bereitgeſtellt.
Außerdem erließ der Bundesrat an die verbündeten Re=
gierungen
eine Ausführungsverordnung, die dem Geſetz
eine weitgehende Auslegung gab und ſeine Anwendung
in wohlwollender Weiſe empfahl. Die weſentlichſte Er=
leichterung
, welche die Ausführungsbeſtimmungen be=
zweckten
, lag darin, daß der Nachweis eines beſtimm=
ten
Grades der Erwerbsunfähigkeit nicht mehr gefordert
würde. Der Schwerpunkt für die Entſcheidung ſollte auf
die Unterſtützungsbedürftigkeit des Veteranen gelegt wer=
den
. Die Erhöhung der Mittel um 5 Millionen ermög=
lichte
es, Beihilfen an etwa 50000 Veteranen mehr zu
zahlen als bisher. Die Reichsregierung hat nun ange=
nommen
, daß mit dieſen 5 Millionen und den Ausfüh=
rungsbeſtimmungen
des Bundesrats die drei Geſetzent=
würfe
, die der Reichstag einſtimmig angenommen hat,
rdach vor
erledigt wären Dieſe Auffaſſunc
gegenwärtigen Reichstag nicht geteilt. Der Reichstag hat
ſich vielmehr kurz vor ſeiner Vertagung einmütig dahin
ausgeſprochen, daß auch eine Erhöhung der den einzelnen
Veteranen gegebenen Beihilſen wenigſtens von 120 bis
180 Mark erreicht werden muß. Aus den Erklärungen,
die der Schatzſekretär Kühn abgegeben hat, darf man ent=
nehmen
, daß die Reichsregierung im nächſten Winter aus
eigenem Antrieb eine vermehrte Fürſorge für die Vetera=
nen
in Vorſchlag bringen wird. Der Schatzſekretär konnte
naturgemäß keine bindenden Erklärungen in dieſer Be=
ziehung
abgeben, ſolange nicht der Bundesrat ſeine Zu=
ſtimmung
erteilt hat. Die Perſönlichkeit des Schatzſekre=
tärs
ſpricht aber für jeden, der ihn näher kennt, unbedingt
dafür, daß er ſeine Zuſage auch in die Tat umſetzen wird.
Man darf ſich in dieſer Beziehung nur die Worte des
Schatzſekretärs ins Gedächtnis rufen, die er aus dieſem
Anlaß ſprach: Daß ich für die Teilnehmer der großen
Kämpfe, insbeſondere für die alten Kameraden von
1870/71, mit denen auch ich einſt in den Krieg hinausge=
zogen
bin, ein warmes Herz haben muß und habe, darf
man ohne weiteres annehmen.
Reichstagserſatzwahl. Bei der Reichs=
tagserſatzwahl
im Wahlkreiſe Niederbayern 4 ( Pfarr=
kirchen
) erhielt der Landwirt Bauer (Bayeriſcher Bauern=
bund
) 8650 Stimmen, der Landwirt und Bürgermeiſter
Gerauer (Zentrum) 5798 Stimmen. 12 Stimmen waren
zerſplittert. Bauer iſt ſomit gewählt. Die Wahlbeteili=
gung
war ſchwach. Das Zentrum erhielt 1900 Stimmen
weniger als bei der Hauptwahl im Januar. Es iſt
übrigens ein merkwürdiger Wahlkreis, da in ihm die
Liberalen und die Sozialdemokraten mit den Bauern=
bündlern
zuſammengegangen ſind. Die bayeriſchen
Bauernbündler ſtehen allerdings den Liberalen jnäher,
als die ſonſtigen Bauernbündler.

Die Einziehung des 25=Pfennig=
Stückes iſt nicht in Ausſicht genommen. Auf ſeine
Einführung wurde ſeinerzeit in Handels= und Induſtrie=
kreiſen
zur Vereinfachung von Zahlungen Wert gelegt.

Ausland.

Italien.
Eine Enzyklika über die Lage der In=
dianer
in Südamerika. Oſſervatore Romano
veröffentlicht eine an die Biſchöfe von Südamerika gerich=
tete
Enzyklika La crimabili ſtato, die ſich mit der Lage
der Indianer von Südamerika beſchäftigt. Der Papſt er=
innert
an die Enzyklika Benedikto XIV. Sub argumento
und hebt die Maßnahmen hervor, die bereits zur Beſ=
ſerung
der Lage getroffen ſeien, insbeſondere die Ab=
ſchaffung
der Sklaverei in Braſilien und anderen Län=
dern
, betont indeſſen, daß noch viel zu tun übrig bliebe
angeſichts der Gewalttätigkeiten, denen die Indianer noch
immer ausgeſetzt ſeien. Er bitte Gott, heißt es weiter,
die Mittel und Wege zu weiſen, um dieſen ſchweren Miß=
ſtänden
abzuhelfen und er ſei glücklich über das Vor=
gehen
der ſüdamerikaniſchen Regierungen zugunſten der
Indianer, obgleich in dieſem ausgedehnten Gebiet die Be=
mühungen
der Behörden oft wirkungslos blieben. Der
Papſt ermahnt die Biſchöfe insbeſondere, Miſſions=
ſtationen
zu ſchaffen und erklärt es für ein ungeheuerliches
Verbrechen, die Indianer zu Sklaven zu machen oder ſie
ihrer Freiheit zu berauben. Datiert iſt die Enzyklika vom
7. Juni 1912.
Frankreich.
Zu Poincarés ruſſiſcher Reiſe. Der Petit
Pariſien ſchreibt anläßlich der Reiſe Poincarés: Das
franzöſiſch=ruſſiſche Bündnis, von dem einige nach den Be=
ſprechungen
von Potsdam behaupten, es lockere ſich, er=
ſcheint
ſo ſtark und eng wie möglich. Wahrſcheinlich be=
gibt
ſich Herr Poincaré nach Kronſtadt und Petersburg,
um zu prüfen, wie dieſer Pakt, dem England 1907 mora=
liſch
beigetreten iſt, zugunſten des Gleichgewichts und der
Befriedigung ſich betätigen kann. Der Welthorizont iſt
viel weniger beladen als vor einem Jahr um dieſe Zeit.
Aber der Orient iſt voller Gefahren für die Zukunft. Wie
wird die Diplomatie dieſe Gefahren beſeitigen? Welche
Haltung werden die Vertreter des Dreiverbandes gegen=
über
der Kriſe einnehmen, die die Türkei erſchüttert, und
welche Bemühungen werden ſie verſuchen, um dem Mittel=
meerkrieg
ein Ende zu machen? Sicher wird Herr Poin=
caré
alle dieſe Punkte mit den ruſſiſchen Staatsmännern
beſprechen. Er wird in Petersburg für den Frieden des
Kontinents arbeiten. Dieſe Ueberzeugung müſſen alle
gutgläubigen Beobachter teilen.
Türkei.
Die Kriſis. Der Sultan hat den Präſidenten
der Abgeordnetenkammer empfangen und dabei den
Wunſch ausgedrückt, es möge ein Einvernehmen zwiſchen
der Regierung und dem Komitee für Einheit und Fort=
ſchritt
erzielt werden. Für die Verleſung des Schlie=
ßungsdekrets
hatte die Regierung umfaſſende Vorſichts=
maßnahmen
getroffen. Kavallerie und Infanterie waren
am Tophaneplatz aufmarſchiert. Polizeimannſchaften
waren unausgeſetzt tätig, die ſich immer wieder vor dem
Parlamentsgebäude anſammelnde Menge zu zerſtreuen.
Durch die bereits gemeldete Abſtimmung hat ſich die Kam=
mer
der Verleſung des Erlaſſes über die Schließung des
Hauſes entzogen. Die Regierung hatte dem Präſidenten
mitgeteilt, daß der Erlaß um 1 Uhr nachmittags verleſen
werden würde. Da ſich die Kammer auf unbeſtimmte
Zeit vertagt hat, kann die Regierung den Erlaß der Kam=
mer
nicht vorlegen. Außerdem dürfte die Regierung, der
die Kammer ihr Mißtrauen ausgeſprochen hat, nach der
Verfaſſung als geſtürzt gelten. Die Kriſe wird immer
verwickelter. In der Stadt herrſcht bis jetzt vollſtändige
Ruhe. Der Kriegsminiſter ergriff weitgehende Maß=
nahmen
, um jeden Verſuch von Ruheſtörungen zu unter=
rrücken
. Starke Kavallerie= und Infanteriepatrouillen
durchziehen die Stadt. Auch nach Stambul wurde Ka=
vallerie
geſchickt. Der Klub des Zentrakkomitees iſt ſeit
Verleſung des Schließungsdekrets ſtreng überwacht.
Der Text des Dekretes über die Schließung der
Kammer lautet:
Wegen der zwiſchen dem früheren Kabinett Said
Paſcha und der früheren Kammer entſtandenen Differen=
zen
über die Abänderung der Verfaſſung iſt die alte Kam=
mer
aufgelöſt, die neugewählte Kammer wird= zum 18.

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Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Auguſt 1912.

Nummer 184.

April einberufen. Nach dem Beſchluß des Senats war
die neue Kammer ausſchließlich dazu beſtimmt, ſich als
Schiedsrichter über den Streitpunkt, den der Artikel 35
der Verfaſſung bildet, auszuſprechen. Nachdem dieſe Auf=
gabe
erfüllt iſt, muß das Parlament geſchloſſen und Neu=
wahlen
ausgeſchrieben werden. Nachdem dieſer Beſchluß
verleſen iſt, ordnen wir die Schließung des Parlaments
und Neuwahlen gemäß der Verfaſſung an. Gez. Meh=
med
Rechard. Das Dekret iſt vom 4. Auguſt datiert.
Rußland.
Die diesjährige Ernte in den Gouverne=
ments
Charkow, Poltawa, Kursk, Jekaterinoslaw, Cher=
ſon
, Woronech, Orel, Taurien und im Don=Gebiet hat
einen Extrag von 673315000 Pud ergeben, das ſind 19
Prozent mehr als die mittlere Ernte im Zeitraum von
1900 bis 1909 veranſchlagt war.
Keine Anleihe in Frankreich. Der Direktor
der Kreditkanzlei des Finanzminiſteriums ermächtigte
die Petersburger Telegraphenagentur, die Pariſer Ge=
rüchte
über eine bevorſtehende mit der Reiſe Poincarés
zuſammenhängende ruſſiſche Anleihe in Frankreich katego=
riſch
zu dementieren, da überhaupt keine Anleihe ge=
plant
ſei.
Die Schiffsbauten. Die Regierung hat be=
ſchloſſen
, den Staatswerften den Bau der neuen Panzer=
kreuzer
zu übertragen. Der franzöſiſch=ruſſiſchen Schiffs=
baugeſellſchaft
iſt die nachgeſuchte Erlaubnis, die Inſel
Galerny pachten zu dürfen, verweigert worden. Die
franzöſiſch=ruſſiſche Schiffsbaugeſellſchaft war der feſten
Zuverſicht geweſen, bei dem Bau der neuen ruſſiſchen
Schiffe beteiligt zu werden und war deswegen um die
erwähnte Erlaubnis nachgekommen, weil ſie dort die von
ihr erhofften Aufträge auszuführen gedachte
Montenegro.
Die türkiſchen Angriffe an der monte=
negriniſchen
Grenze erneuerten ſich. Die Regie=
rung
ſchickte deshalb den General Wukotitſch an die
Grenze, um die Ordnung wieder herzuſtellen. Er ſoll noch
in letzter Stunde ein Einvernehmen mit den türkiſchen
Behörden zu erzielen ſuchen. Türkiſche Truppen unter=
nahmen
von Velika aus Angriffe auf montenegriniſches
Gebiet, wurden aber zurückgeſchlagen. Der türkiſche Ge=
ſandte
erhob zunächſt Einſpruch und überreichte ſpäter
eine Note, in welcher binnen 24 Stunden Genugtuung
verlangt wird, anderenfalls werde er Cetinje verlaſſen
und die diplomatiſchen Beziehungen abbrechen.
Vereinigte Staaten.
Der Nationalkonvent der von Rooſe=
belt
organiſierten Fortſchrittspartei begann am Montag
Mittag im Koloſſeum in Chicago. Es herrſchte große
Begeiſterung. 232 Anhängerinnen des Frauenſtimmrechts
und eine Anzahl weiblicher Delegaten zogen nach der
Konventshalle und wohnten dem Konvent bei. Neger=
delegierte
verſuchten Rooſevelt zu beſuchen, wurden je=
doch
von Weißen daran verhindert. Die Polizei verhütete
eine Schlägerei zwiſchen beiden Teilen.
* Swinemünde, 5. Aug. Der Reichskanz=
ler
v. Bethmann Hollweg iſt um 4,47 Uhr hier
eingetroffen und von dem Geſandten von Treutler am
Bahnhof empfangen und an Bord der Hohenzollern ge=
leitet
worden, wo er Wohnung nahm. Der Kaiſer arbei=
tete
nachmittags allein und empfing den Reichskanzler
nach ſeinem Eintreffen auf der Hohenzollern und hörte
den Vortrag des Reichskanzlers. Nach dem Vortrag un=
ternahm
der Kaiſer mit ſeiner Umgebung eine Ausfahrt
im Automobil nach Ahlbeck, wo der Kaiſer nochmals den
Platz für das Kinderheim beſichtigte. An die Autofahrt
ſchloß ſich ein längerer Spaziergang durch den Wald.
Während der Fahrt ſaß der Reichskanzler im erſten Auto=
mobil
neben dem Kaiſer. Während des Spazierganges
zog der Kaiſer den Reichskanzler in ein längeres Ge=

ſpräch. Die Rückkehr auf die Hohenzollern erfolgte ge=
gen
8 Uhr. Für die Abendtafel waren geladen Land=
rat
von Bötticher und der Bürgermeiſter von Swine=
münde
Grätzel von Grätz.

Stadt und Land.
Darmſtadt, 7. Auguſt.

* Vom Hofe. Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
begaben ſich vorgeſtern nachmittag 2 Uhr auf
Jagd nach Romrod. (Darmſt. Ztg.)
* Pfarrperſonalien. Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
haben die neu errichtete evangeliſche Pfarrſtelle
an den Kranken= und Pflegeanſtalten zu Gießen dem
Pfarrer Heinrich Adolph zu Büttelborn, beauftragt
mit der Seelſorge an den Kranken= und Pflegeanſtalten
zu Gießen, übertragen.
* Ernannt wurden die Militäranwärter Adam
Bleſſing aus Seidenbuch und Ludwig Jäger aus
Grebenhain zu Hauswärtern im nördlichen Kollegien=
gebände

* Ausſtellung Der Menſch in Darmſtadt. Im Groß=
herzoglichen
Reſidenzſchloſſe ſind 14 Säle für die Aus=
ſtellung
zur Verfügung geſtellt und bereits neu hergerich=
tet
worden. Die Ausſtellung iſt durchaus keine bloße
Vorführung von Krankheiten, behandelt ſie doch in erſter
Linie den geſunden menſchlichen Organismus. Die Viel=
ſeitigkeit
der Ausſtellung geht ſchon aus dem Inhalt des
erſten der 14 Säle hervor. Wir ſehen darin niederg Lebe=
weſen
, Zellen, Protozoen, Bakterien und andere Lebens=
elemente
dargeſtellt, ſowie intereſſante Serien von mikro=
ſkopiſchen
Präparaten. Die Zuſammenſetzung des Blutes,
des wichtigſten Beſtandteils unſeres Körpers und die =
tigkeit
des Herzens, als kompliziertes Pumpwerk mit Ar=
terien
und Venen wird in allgemein verſtändlicher Weiſe
gezeigt. Durchſichtige Präparate laſſen die wundervolle
Verteilung der Blutgefäße erkennen. Die Zweckmäßigkeit
des menſchlichen und tieriſchen Knochenſyſtems, die Funk=
tionen
der Muskeln und der Haut werden uns klar ge=
macht
. Eine eingehende Darſtellung der Ausſtellung ent=
hält
der jetzt herausgegebene Führer (50 Pfg.), der in
allen Buchhandlungen zu haben iſt.
pl. Schöffengericht. Den von ſeinem Meiſter zum
Einkaſſieren von 25 Mark Kundengeldern ausgeſandten
Bäckerhausburſchen Heinrich Bauer von hier überkam
eine unbezwingliche Reiſeſehnſucht. Kurz entſchloſſen fuhr
er mit ſeinem Geſchäftsrade anſtatt nach Hauſe an die
Bahn und dampfte unter Zurücklaſſung ſeines Rades nach
Mannheim ab. Nachdem das unterſchlagene Geld in
leichtſinniger Weiſe verjubelt war, kehrte der Durchbren=
ner
reumütig zurück. Das Gericht ließ Milde walten
und verurteilte den bereits vorbeſtraften Angeklagten zu
einer Gefängnisſtrafe von 4 Wochen. In große Ver=
legenheit
brachte der 23jährige Hotelhausburſche Karl
Schreiber aus Mindersdorf bei Sigmaringen zwei
Hotelgäſte, mit deren Stiefeln, die zur Reinigung vor die
Tür geſtellt waren, er eines Morgens verſchwand. Nach
Veräußerung der Stiefeln für 5 Mk. begab ſich der Ange=
klagte
mit einer von einem Hotelkellner geliehenen ſilber=
nen
Uhr, ſowie einem bei Fahrradhändler D auf Ab=
zahlung
gekauften Fahrrade nach dem Pfandhauſe, wo=
ſelbſt
ihm jedoch nur auf die Uhr ein kleiner Betrag aus=
gehändigt
wurde. Bei dem Verſuche, das noch neue
Rad für 30 Mark an Straßenpaſſanten loszuſchlagen,
wurde die Verhaftung des Angeklagten von einem Schutz=
mann
vorgenommen und damit ſeine projektierte Reiſe
nach der Schweiz einſtweiler unterbrochen. In Berück=
ſichtigung
der bisherigen Unbeſtraftheit des Angeklagten
erkannte das Gericht auf eine Gefängnisſtrafe von 20 Ta=
gen
unter Anrechnung der ½ terſuchungshaft.
Schmückung der Kriegergräber bei Metz. Die
diesjährige allgemeine Schmückung der Kriegergräber
und Denkmäler bei Metz findet am Sonntag, den
11. Auguſt, auf den öſtlich von Metz gelegenen Schlacht=
feldern
(Borny, Colombey, Noiſſeville, Nauilly. Ser=
vigny
u. a.) und am Donnerstag, den 15. Auguſt, auf
den weſtlich von Metz gelegenen Schlachtfeldern (Gorze,
Vionville, Mars=la=Tour, Gravelotte, Amanweiler, St.
Privat und Roncourt) ſtatt. Im Anſchluß an die
Gräberſchmückung am 15. Auguſt findet um 4 Uhr nach=
mittags
in der Gedenkhalle auf dem großen Krieger=
friedhof
in Gravelotte die allgemeine Gedenkfeige für die
Gefallenen ſtatt. Eventuell für beſtimmte Gräber zuge=
dachte
Kranzſpenden oder Aufträge zur Beſchaffung

ſolcher wolle man rechtzeitig, möglichſt vor dem 15. Auguſt,
an den Vorſtand der Vereinigung zur Schmückung der
Kriegergräber in Metz einſenden. Es werden im ganzen
ca. 160 Metallkränze an Denkmälern und 3000 grüne
Kränze mit Schleifen auf den Kriegergräbern nieder=
gelegt
und bietet ſich hierbei allen Patrioten und An=
hängern
der Schlachtfelder Gelegenheit, zu den großen
Koſten dieſes Unternehmens einen kleinen Beitrag
zu ſtiften.
* Vereinsſchießen. Das von dem Schützenklub
Feurio am 28. Juli auf ſeinem neuerbauten Schieß=
ſtande
Kiesſtraße 27, Reſtauration Hofferbert, veran=
ſtaltete
Vereins=Gruppen=Schießen nahm unter der Be=
teiligung
vieler Vereine einen ſehr intereſſanten Verlauf.
Die vom Klub Feurio zur Verfügung geſtellten Ehren=
preiſe
wurden von den nachſtehenden Klubs unter ſehr
guten Leiſtungen erſchoſſen: 1. Ehrenpreis Klub Frei=
ſchütz
=Darmſtadt, 2. Ehrenpreis Klub Edelweiß= Darm=
ſtadt
, 3. Ehrenpreis Klub Darmſtadt=Darmſtadt. Der
ebenfalls vom Klub Feurio geſtiftete Wanderbecher
wurde vom Klub Edelweiß=Darmſtadt erſchoſſen. Die
inzwiſchen gravierten Preiſe ſind von heute ab im
Zigarrengeſchäft des Herrn Ludwig Meyer, Mathilden=
platz
, Ecke Zeughausſtraße, zu jedermanns Beſichtigung
ausgeſtellt. Das vom Klub Feurio veranſtaltete
allgemeine öffentliche Preisſchießen, das nun ſeit
einigen Wochen währt, hat ebenfalls einen ſehr guten
Zuſpruch und nimmt am Samstag, den 10. Auguſt,
abends, ſein Ende. Am Sonntag, den 11. Auguſt,
findet nachmittags in der Zeit von 25 Uhr das
Stechen ſtatt und hieran anſchließend die beiden
Preisverteilungen, verbunden mit großem Gartenfeſt
und Konzert, ebenfalls in der Reſtauralion Hofferbert.
(Näheres ſiehe Anzeige in einer der nächſten Nummern.)
* Städtiſcher Saalbau. Mit dem morgigen
11. Konzerte nimmt nach 14tägiger Abweſenheit das
Muſikkorps des Leibgarde=Regiments den
Reigen der Donnerstags=Konzerte wieder auf.
Die Vortragsordnung iſt beſonders ſchön gewählt. Aus
derſelben ſind hervorzuheben die Liebesſzene aus dem
Singgedicht Feuersnot von R. Strauß; Motive von
Hänſel und Gretel von Humperdinck; die Glocken= und
Gralsſzene aus Parſifal von R. Wagner. Dieſes
letztgenannte Fragment aus dem Bayreuther Bühnen=
weihfeſtſpiel
iſt bekanntlich von überwältigender feier=
licher
Größe und Erhabenheit. Die Ballettmuſik aus
Coppelia von Delibes vervollſtändigt den zweiten Teil
des Abends. Die dritte Abteilung bringt dann noch
zwei Neuheiten leichteren Stiles. (Siehe Anzeige.)
D Von der Straßenbahn. Wie wir erfahren, hat
die Straßenbahnverwaltung ihr Perſonal angewieſen,
Fahrgäſte am Markt in die nach der Bis=
marckſtraße
und Schloßgartenplatz fahrenden Wagen auf=
zunehmen
. Ebenfalls können Fahrgäſte, deren Fahrt=
ausweiſe
bis zum Schloß gültig ſind, vom Ernſt= Lud=
wigsplatz
bis zur derzeitigen Endhalteſtelle (Schloß) be=
fördert
werden.
* Schützengeſellſchaft Weidmannsheil=Darmſtadt.
Bei dem von der Schützengeſellſchaft Guſtavsburg in
Guſtavsburg veranſtalteten Vereins=Gruppenſchießen ſer=
rang
die Schützengeſellſchaft Weidmannsheil hier den
dritten Gruppenpreis ſowie die Herren G. Hahn, L. Kren=
kel
und B. Dörner Geldpreiſe. Außerdem errang noch
Herr L. Krenkel bei dem kleinen Schießen den 2., 3. und
4. Preis.
R. Von Beſuchern Friedrichruhs (Sachſenwald) wird
es, ſſo ſchreibt man uns, oft unangenehm empfunden,
wenn ihnen dort in Ermangelung eines Einlaßſcheins
der Beſuch von Bismarcks Mauſoleum verwehrt
wird. Es ſei deshalb darauf aufmerkſam gemacht, daß
es nur eines 3 oder 4 Tage vor der Hinreiſe abzuſen=
denden
kurzen Geſuchs auf einer Poſtkarte mit Rück=
antwort
an den Beauftragten der Fürſtin, Herrn Privat=
ſekretär
Weishaar in Friedrichsruh bei Hamburg, be=
darf
, um die dem Pförtner auszuhändigende Beſcheinig=
ung
der Beſuchsberechtigung zu erlangen. Leider iſt bis
jetzt in keinem Führer auf dieſes Erfordernis aufmerk=
ſam
gemacht und gar mancher Beſucher Friedrichsruhs
muß, wenn er nicht gerade zufällig doch noch einen Ein=
laßſchein
erhält, unverrichteter Sache vor der denkwürdi=
gen
Stelle wieder umkehren.
Poſtaliſches. Aus Anlaß der bevorſtehenden
militäriſchen Herbſtübungen machen wir auf die Wichtig=
keit
der Anwendung richtiger und deutlicher
Aufſchriften bei den Manöver=Poſtſen

Aus dem Lande des Sternenbanners.

* Die hochintereſſanten Vorgänge, die ſich erſt als
Vorbereitungsakte zur bevorſtehenden Präſidentenwahl
der Vereinigten Staaten von Nordamerika abgeſpielt
haben und abſpielen, lenken den Blick unwillkürlich auf
die Verhältniſſe, aus denen der Auserwählte des amerika=
niſchen
Volkes an die Spitze der Regierung berufen wer=
den
wird. Feſſelnde Einblicke in das Gefüge der Parteien
und in die eigenartige Stellung des Präſidenten der Re=
publik
gibt das Buch Die Amerikaner von Hugo Mün=
ſterberg
, das vor einiger Zeit im Verlage von E. S. Mitt=
ler
und Sohn in Berlin in vierter Auflage erſchienen iſt.
Der Präſident der nordamerikaniſchen Republik wird
auf vier Jahre vom ganzen Volke gewählt. Er iſt wieder
wählbar, und die Verfaſſung ſetzt keine Grenze, verbietet
alſo nicht, daß er bis zum Lebensende immer wieder für
vier Jahre an die Spitze des Landes geſtellt wird. Das
auf Tradition geſtützte ungeſchriebene Geſetz verbietet
aber einen dritten Amtstermin. Seit Waſhington es ab=
lehnte
, zum dritten Male aufgeſtellt zu werden, gilt es
dem konſervativen Sinn des Amerikaners als Dogma,
daß kein Mann länger als acht Jahre an der Spitze des
Landes ſtehen ſoll. Von mancher Seite wird heute für
eine Aenderung der auf die Präſidentenwahl bezüglichen
Verfaſſungsbeſtimmung plädiert. Man ſagt, daß die ſo
häufige Wiederholung der Präſidentenwahl mit ihrer
monatelangen Aufregung eine zu empfindliche Störung
des wirtſchaftlichen Lebens ſei. Man ſchlägt deshalb vor,
daß jeder Präſident für ſechs Jahre gewählt werden ſollte,
Wiederwahl aber von der Verfaſſung verboten werden
müßte.
Die wichtigſten Rechte und Pflichten des Präſidenten
beziehen ſich ſowohl auf die äußeren wie auf die inneren
Angelegenheiten, und bei den inneren kommt ihm der
bedeutſamſte Anteil bei der Verwaltung, ein geringerer,
wenn auch durchaus nicht unwichtiger, bei der Geſetzgeb=
ung
zu. Er iſt oberſter Befehlshaber des Heeres und der
Flotte; er ſtellt mit Zuſtimmung der Senatsmajorität die
Botſchafter, Konſuln, Richter des Oberſten Gerichtshofes
und alle höheren Bundesbeamten an; er ſchließt mit Zu=
ſtimmung
einer Zweidrittel=Mehrheit des Senats die
Verträge mit fremden Mächten und empfängt ihre Vertre=
der
. Er hat das Recht, ein Geſetz, das im Kongreß ange=
Nommen wurde, innerhalb zehn Tagen mit ſeinem Vere)
Hngalle kan das Geſet

dann Rechtskraft erhalten, wenn es trotz des Vetos in
jedem der beiden Häuſer des Kongreſſes, alſo ſowohl im
Senat wie im Repräſentantenhaus, mit Zweidrittelmehr=
heit
angenommen wird. Er kann beide Häuſer zu außer=
ordentlichen
Sitzungen einberufen, und er iſt verpflichtet,
beiden Häuſern Botſchaften zukommen zu laſſen, in denen
er die politiſche Situation des Landes darlegt und neue
Maßregeln empfiehlt. Es kommt dazu das Gnadenrecht
und das praktiſch nur ſelten in Frage kommende Recht,
den Einzelſtaaten Schutz zu gewähren gegen Gewalttätig=
keiten
, deren ſie nicht ſelbſt Herr werden können.
In zwei Beziehungen ſteht der Präſident gegenüber
der Volksvertretung ſelbſt in Friedenszeiten feſter als
etwa der König von England oder der Präſident von
Frankreich. Einmal iſt ſein Miniſterium gänzlich unab=
hängig
von der Stimmung des Parlaments. Die Maio=
rität
des Kongreſſes mag, wie es nicht ſelten geſchah, der
Parteirichtung des Präſidenten ſcharf opponieren aber
das hat nicht die geringſte Wirkung auf die Zuſammen=
ſetzung
des Kabinetts. Die Miniſter ſind die Vertreter
der Präſidentenpolitik; ſie ſind an den Verhandlungen
des Parlaments nicht beteiligt ein Regierungstiſch iſt
weder im Senat noch im Repräſentantenhaus. Zwei=
tens
aber iſt er nicht etwa weniger, ſondern in noch höhe=
rem
Maße als der Kongreß ein Vertreter des Volkes. Ein
Monarch, der in einen Gegenſatz zum Parlament tritt.
entzweit ſich dadurch mit ſeinem Volke. Der Präſident
der Vereinigten Staaten dagegen iſt das einheitliche Sym=
bol
des geſamten Volkswillens gegenüber der zerſplitter=
ten
, von Sonderintereſſen beeinflußten Kongreßvertret=
ung
. Die moraliſche Macht iſt deshalb auf ſeiner Seite.
Er iſt der wahre Volkswille und ſein Veto iſt das Gewiſ=
ſen
des Landes.
Mit gewaltigſter Macht ſteht ſo der Präſident an der
Spitze des Volkes. Bezüglich der Perſon des Kandidaten
macht die Verfaſſung keine anderen Vorſchriften, als daß
er im Lande geboren iſt, mindeſtens 35 Jahre zählt und
mindeſtens 14 Jahre lang ſeinen Wohnſitz in den Ver=
einigten
Staaten gehabt hat. Dagegen ſind die Verfaſ=
ſungsvorſchriften
für die Wahl recht kompliziert, viel
komplizierter, als es die wirklichen Verhältniſſe verlan=
gen
. Die indirekte Wahl, welche die Verfaſſung vorſchreibt,
iſt ihrem Geiſte nach längſt zur direkten geworden, und
der ganze Wahlmännermechanismus iſt eigentlich über=
Flüſſig.

Feuilleton.

Die Mode auf der Reiſe. Das einzige zugleich
elegante und praktiſche Reiſekoſtüm, das die Dame in die=
ſem
Sommer anlegt, iſt ein Tailor=made=Kleid; je ein=
facher
und ſchlichter in Form und Schnitt, deſto vorneh=
mer
. Nur die Farben der Revers und die Art der Knöpfe
dürfen beſonderen Geſchmack verraten. Die Röcke ſind an
den Seiten mit großen Knöpfen beſetzt und dieſelben
Knöpfe werden am Jackett verwandt und wirken ſo als
eine pikante Garnierung. Weiße oder bisquitfarbene
Leinenrevers ſind ſehr elegant und zugleich praktiſch. Die
Stoffe haben Streifen oder Kareemuſter, und zwar trägt
man zu Röcken mit ſchwarzen und weißen oder blauen
und weißen Muſtern Jacketts in Blau und Schwarz mit
Revers von der Farbe des Rockes. Der ideale Reiſehut
iſt ein weißer Filz, der weich und bequem iſt und durch
geſchickte Hände in die aparteſten Formen gebracht wer=
den
kann, bald mit großem Rand, bald ganz aufgekrempt
oder kokett an einer Seite aufgeſchlagen. Große Muſſelin=
ſchleier
in der Farbe des Hutes ſchützen das Haar und
umhüllen die Trägerin mit einer leiſen, geheimnisvollen
Stimmung, die den Reiz der Erſcheinung auf der Reiſe
gewiß vielfach erhöhen wird.
* Vom Nutzen der Gletſcher. Wenige von den Leuten,
die im Hochgebirge die Pracht der Gletſcher bewundern,
werden dabei bedenken, daß dieſe gewaltigen Eismaſſen
auch einen bedeutenden Nutzen für den Menſchen haben.
Am eheſten wird ſich noch daran erinnern, wer einmal in
einem der norddeutſchen Häfen, beiſpielsweiſe dem
ſehenswerten Fiſchereihafen bei Geeſtemünde, ganze
Schiffsladungen von norwegiſchem Gletſchereis geſehen
hat, die dort zur Konſervierung der Fiſche gebraucht wer=
den
. Eine derartige Ausnützung der Gletſcher iſt aber
ziemlich ſelten, da im allgemeinen die große Entlegen=
heit
und Unzulänglichkeit der Gletſcher, auch die Schwie=
rigkeit
, die Eismaſſen ohne zu großen Verluſt über grö=
ßere
Entfernungen zu transportieren, eine ſolche Ver=
wertung
ausſchließen. Der Hauptnutzen der Gletſcher
wird ohne Zutun des Menſchen von der Natur geſpendet
und geregelt. Sie wirken gerade in der Jahreszeit, wenn
die Temperatur am höchſten iſt, als große Waſſerliefer=
anten
, und zwar umſomehr, je höher die Hitze ſteigt. Sie
wirken dann ähnlich wie eine große Talſperre, nur eben
mit dem Unterſchied, daß der Menſch nicht die geringſten
Koſten dafür anzuwenden braucht. Der italieniſche,

[ ][  ][ ]

Nummer 184.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Auguſt 1912.

Seite 3.

dungen aufmerkſam. Zur genauen Aufſchrift ge=
hören
: Familienname (möglichſt auch Vorname, unter
Umſtänden Ordnungsnummer), Dienſtgrad und Truppen=
teil
(Regiment, Bataillon, Kompagnie, Eskadron, Ab=
teilung
, Batterie, Kolonne uſw.) und der ſtändige
Garniſonort, eintretendenfalls mit dem Zuſatz
oder nachſenden‟ Die Angabe eines Marſchquartiers
ils Beſtimmungsort empfiehlt ſich in der Regel nicht.
D Bei dem jetzigen ſtärkeren Reiſeverkehr werden
vielfach Verſchleppungen der Gepäckſtücke infolge vorhan=
dener
alter Beklebezettel verurſacht, wodurch für das rei=
ſende
Publikum häufig recht unangenehme Folgen ent=
ſtehen
. Nach den für den Gepäckverkehr maßgebenden
Beſtimmungen müſſen ältere Bezeichnungen ( Eiſenbahn=
beförderungszeichen
, Poſtbeförderungszeichen und dergl.),
die mit Eiſenbahnbeförderungszeichen verwechſelt wer=
den
können. von den Gepäckſtücken entfernt ſein. Es liegt
im Intreſſe des reiſenden Publikums, dieſe Beſtimmun=
gen
gewiſſenhaft zu beachten.
* Ludwigshohe. Heute, Mittwoch, findet im An=
ſchluß
an das Kurkonzert wiederum Abendkonzert
mit Turmbeleuchtung à la Heidelberger Schloß und
Reunion ſtatt. In beiden Konzerten Solovorträge des
Trompetenſoliſten Herrn Franke. Um 10¾ Uhr gemein=
ſchaftlicher
Heimmarſch mit Lampions und Muſik nach
dem Böllenfalltor und Landskronſtraße.
X Schlägerei. Am Montag abend kurz nach 10 Uhr
beläſtigten und verletzten drei ſchon vorbeſtrafte Gelegen=
beitsarbeiter
am Schloßgraben und in der Obergaſſe
Paſſanten in frivoler und raufluſtiger Weiſe. Zwei
Schutzleute wurden bei ihrem Einſchreiten ſofort tätlich
angegriffen und nicht unerheblich verletzt, ſo daß ſich
beide im Garniſonlazarett haben verbinden laſſen müſſen
und deshalb dienſtunfähig geworden ſind. Die Täter
wurden von den inzwiſchen von anderen Polizeirevieren
herbeigeeilten Schutzleuten feſtgenommen und in Polizei=
gewahrſam
gebracht. Einer der Täter, welcher auch
Verletzungen davongetragen hat, iſt vorläufig in das
ſtädtiſche Krankenhaus gebracht worden.

V. Groß=Gerau, 5. Aug. Geſtern morgen fand man
auf einem Acker der Galgenweide die Leiche der
Großmutter der Familie Ph. Vollhardt. Die alte
Frau hatte einen Schlaganfall erlitten, der die Todes=
urſache
bildete.
Gernsheim a. Rh., 5. Aug. Geſtern abend 11¼ Uhr
geriet der 56jährige Taglöhner Jakob Maul von hier an
der Biebesheimerſtraße in den Winkelbach (kurz vor Ein=
mündung
in den Rhein). Maul war jedenfalls ange=
trunken
und verfehlte in der Dunkelheit die Brücke. Auf
ſeine Hilferufe holte die Ehefrau des Verwalters der Malz=
fabrik
den benachbarten Gaſtwirt und Fiſcher Dullmaier,
welcher unter Beihilfe eines andern Fiſchers Maul, nur
noch als Leiche bergen konnte, trotzdem ſie ſofort zur
Stelle waren.
Offenbach, 5. Aug. Eine nette Rabengeſchichte
erzählt die Offb. Ztg.: Ein bekannter Kaufmann aus der
Großen Marktſtraße hatte vor einiger Zeit einen jungen
Raben mit nach Hauſe gebracht. Dank der ſeinem Ge=
ſchlecht
eigenen Zutraulichkeit, verbunden mit ſeiner ſprich=
wörtlichen
Dreiſtigkeit, fühlte ſich der Vogel in den Räu=
men
der Wohnung ſeines Herrn bald heimiſch, ſo daß er
ſich einer verhältnismäßig großen Freiheit erfreute. Eines
Abends gelang es ihm, dieſe Freiheit weiter auszudehnen:
er entwiſchke und entfloh in eine Nachbarwohnung. Dieſe
Flucht ſollte den Hausburſchen des Kaufmanns in eine
mißliche Situation bringen. Um den Flüchtling zurück=
zuholen
, ging er in die Nachbarwohnung, die ihm von
dem Dienſtmädchen, das allein zu Hauſe war, geöffnet
wurde. Als er eban dem Raben in den Wohnräumen
nachſtellte, kehrte die Herrſchaft zurück. Der Hausburſche
verſteckte ſich erſchreckt hinter einen Seſſel. Der Wohn=
ungsinhaber
, der ſein Umherlaufen in den Zimmern ge=
hört
hatte, glaubte ſich von Einbrechern bedroht und
alarmierte ſofort die Polizei. Selbſt als der Burſche ſich
und den Sachverhalt zu erkennen gab, beſtand der Woh=

nungsinhaber, der für eine Rabenjagd in ſeiner Wohn=
ung
kein Verſtändnis hatte, auf ſeiner Feſtnahme, die
natürlich auf die Intervention ſeines Herrn und mit Rück=
ſicht
darauf, daß dem Burſchen die Türe von dem Dienſt=
mädchen
geöffnet worden war, unterblieb.
Mainz, 6. Aug. Der Bibliothekar an der Mainzer
Stadtbibliothek, Dr. phil. H. Heidenheimer aus
Darmſtadt, feierte Donnerstag ſein 25 jähriges Amts=
jubiläum
. Die Bürgermeiſterei ſandte ein ehrendes
Handſchreiben; der Direktor Profeſſor Binz gedachte
in einer herzlichen Gratulationsrede der eifrigen und
verdienſtvollen Tätigkeit, und außerdem hatten es ſich
die Beamten der Stadtbibliothek und des Gutenberg=
muſeums
nicht nehmen laſſen, das Pult des Gefeierten
überreich mit Blumen und Girlanden zu ſchmücken und
ihn mit einer Ehrengabe zu erfreuen.
Mainz, 6. Aug. Am 15. Juli abends hatten in einer
Wirtſchaft in der Nähe des Marktes der 35jährige Haus=
burſche
Gg. Sorg und der Schriftſetzer Meiſter wegen des
Kartenſpieles Differenzen bekommen. Auf der Straße
ſetzte ſich der Streit fort; der Schriftſetzer zog einen ſcharf=
geladenen
Revolver und ſchoß dem Sorg eine Kugel
in den Leib. Sorg iſt jetzt an der erhaltenen Verletzung
im Hoſpital geſtorben.
Mainz, 6. Aug. An der Truppenſchau auf dem
großen Sande am 21. Auguſt nehmen teil: der Stab
der 21. Diviſion, die 41. Infanterie=Brigade ohne das
2. Batl. des Inf.=Regts. Nr. 88, der Stab der 42. Infan=
terie
=Brigade, das Füſilier=Regiment 80, das Inf.=Regt.
81, der Stab der 21. Kav.=Brig., das Dragoner=Regt. 6
ohne 1. Esk. (dieſe zur Abſperrung), der Stab der 21. Feld=
artillerie
=Brig., das Feldart.=Regt. 27, der Regimentsſtab
und die 2. Abt. des Feldart.=Regts. 63 einſchließlich
Trompeterkorps, der Stab der 25. Diviſion, der Stab der
49. Infanterie=Brig., das Inf.=Regt. 115, das Inf.=Regt.
116, das Inf.=Regt. 168, die 50. Inf.=Brig, ohne das Inf.=
Regt. 118, der Stab der 25. Kav.=Brig., das Dragoner=
Regt. 23, die Unteroffizierſchule Biebrich, das Fußart.=
Regt. 3 (3. und 6. Batterie beſpannt), die 2. Pionier= In=
ſpektion
, das Kommando der Pioniere des 18. Armeekorps,
das Pionier=Batl. 21 und das Pionier=Batl. 25. Der Be=
ginn
der Truppenſchau iſt auf 8 Uhr feſtgeſetzt, der
Parademarſch auf 10.15 Uhr. Eine Aenderung in dem her=
gebrachten
Programm tritt inſofern ein, als wegen der
Planierungsarbeiten am Binger Tor der Einzug des
Kaiſers in die Stadt dieſesmal nicht durch die Große
Bleiche, ſondern durch die Rheinallee erfolgt.
Partenheim, 6. Aug. Der Knecht von Heinr. Runkel
hier wollte mit dem Pferderechen auf dem Felde Aehren
zuſammenrechen. Plötzlich wurde das Pferd ſcheu und
ging durch. Der Herr, der es halten wollte, kam dabei zu
Fall und der Rechen ging über ihn. Einige Zinken riſſen
ihm Halsſchlagader, Kehlkopf und Teile des Geſichtes weg.
Der Tod trat ſofort ein. Der Bedauernswerte ſtand im
Alter von 27 Jahren, war verlobt und wollte in 14 Tagen
heiraten.
Schlitz, 5. Aug. Die Erbgräfin Witwe Karl
von Schlitz, gen. von Görtz, eine geborene Prinzeſſin
von Thurn und Taxis deren Gemahl Ende des vorigen
Jahres als deutſcher Legationsrat in Chriſtiania ſtarb,
wird mit ihren Kindern im Herbſt hierher überſiedeln.
Für ihre Aufnahme wird, laut Gieß. Anz., die am Markt=
platz
gelegene Ottoburg hergerichtet, die ſeit längeren
Jahren nicht mehr bewohnt wurde. Die Burg wurde in
der Mitte des 17. Jahrhunderts bald nach Beendigung
des 30jährigen Krieges von Otto Hartmann von Schlitz
gebaut, nach dem ſie benannt iſt.
(*) Aus dem Kreiſe Alsfeld, 6. Aug. Um den nörd=
lichen
Teil des Kreiſes mit der Main=Weſerbahn
zu verbinden, ſind ſchon ſeit Jahren Beſtrebungen
im Gange. Jetzt hat ſich in dem Städtchen Kirtorf eine
Genoſſenſchaft mit beſchränkter Haftpflicht gebildet zwecks
Errichtung einer Automobil=Poſt zwiſchen den Orten
Ehringshauſen an der Bahn Gießen=Fulda, Ober=Gleen,
Kirtorf. Nieder=Klein und Kirchhain an der Main=
Weſerbahn. Dem Vorſtand der Genoſſenſchaft gehören

an: 1. Vorſitzender Molkereibeſitzer Grieb=Kirtorf, Stell=
vertreter
Lather=Kirtorf, Rechner Geometer Fauldrath=
Kirtorf, Beiſitzer Wunderlich=Kirchhain und Schäfer=
Lehrbach. Die Haftſumme von 36000 Mark iſt gezeichnet.
W Bad Nauheim, 6. Aug. Der I. Frankfurter
Schwimmklub (Protektor S. K. Hoheit Prinz
Friedrich Karl von Heſſen) veranſtaltet am Sonntag, den
11. ds. Mts., nachmittags, auf dem großen Teich im Bad
Nauheimer=Park mit ſämtlichen Herren und Damen des
Klubs ein großes Waſſerfeſt mit intereſſantem, abwechs=
lungsreichem
Programm. Unter den zahlreichen Pro=
gramm
=Nummern ſind namentlich zu erwähnen ein
Damen=Reigen, Kunſtſchwimmen und Hochſpringen von
Damen und Herren, Tandemſchwimmen, Waſſerballſpiel
und humoriſtiſches Hindernisſchwimmen. Der 40 Morgen
große, tiefe Teich mit ſeinen von hohen Baumgruppen
gekrönten Inſeln und ſeiner maleriſchen, waldesgrünen
Umgebung iſt für den Waſſerſport ganz hervorragend
geeignet.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 5. Aug. Reicher Kinder=
ſegem
iſt dem Schiffer Hennes beſchieden. Seine Ehefrau
hat ihm bereits ſechzehn Kinder geſchenkt und in der Nacht
zum Sonntag erblickten auf dem Kahn Drillinge das
Licht der Welt. Auf der Fahrt von Oranienburg nach
Berlin auf der Oberhavel wurden die jungen Welten=
bürger
geboren. Zwei von ihnen ſtarben jedoch nach
wenigen Stunden. Ein neuer großer Dachſtuhl=
brand
, der wiederum auf Brandſtiftung zurückzuführen
ſein dürfte, brach heute nachmittag auf dem Grundſtück
Lynarſtraße 26 aus. Die Flammen ſchlugen bei der An=
kunft
der Wehr meterweit aus dem Dachgeſchoß heraus.
Ueber mechaniſche Leitern wurde ſofort der Angriff vorge=
nommen
und es gelang nach angeſtrengter Tätigkeit, die
weitere Gefahr für das Haus zu beſeitigen. Ein
Droſchkenkutſcher, der von zwei Herren und einer
Frau um Mitternacht zu einer Fahrt auf die Köpenicker
Chauſſee engagiert worden war, wurde unterwegs an
einſamer Stelle von den Männern durch einen Schlag auf
den Kopf betäubt und ſeiner Barſchaft beraubt.
Der Zuſtand des Kutſchers iſt ernſt, von den Tätern fehlt
jede Spur.
Leipzig, 5. Aug. Von zuſtändiger Seite wird beſtätigt,
daß es richtig iſt, daß Oberleutnant Nikolski am vori=
gen
Samstag gegen eine Kaution von 5000 Mark aus der
Haft entlaſſen worden ſei. Dagegen wird nach wie vor
jede Auskunft über die Angelegenheit Koſtewitſch ab=
gelehnt
. Tatſache iſt es, daß Frau Koſtewitſch ſich nach=
mittags
gegen 2 Uhr zur Anſtalt begab um ihren Mann
abzuholen, und daß ſie ſehr niedergeſchlagen ohne ihren
Mann zurückkehrte.
Leipzig, 6. Aug. Der Unterſuchungsrichter des Reichs=
gerichts
hat geſtern die Entlaſſung des Haupt=
manns
Koſtewitſchabgelehnt. Frau Koſtewitſch
begab ſich zum ruſſiſchen Konſul.
Zittau, 6. Aug. Auf der Chauſſee Schluckenau= Kai=
ſerswalde
fuhr das Auto des Fabrikbeſitzers Adolf
Pietſchmann aus Kaiſerswalde zu ſchnell einen ſteilen
Berg hinab. Der Wagen rannte gegen einen Baum und
überſchlug ſich. Der Inſaſſe des Wagens, der 12jährige
Sohn des Fabrikanten, wurde getötet. Der Chauffeuk,
der ohne Verletzungen davon kam, flüchtete.
Braunſchweig, 5. Aug. Eine Gerichtsſitzugg
mit Muſikbegleitung fand vor der Ferien=
kammer
des hieſigen Landgerichts ſtatt, vor welcher
mehrere Muſikinſtrumentenfabrikanten und Händler ſich
gegen die Anſchuldigung zu verteidigen hatten, durch den
Verkauf von Grammophonplatten mit beſtimmten Liedern
ſich eines Vergehens gegen die Sittlichkeit
ſchuldig gemacht zu haben. In dem Gerichtsſaal hatte
ein Grammophon Aufſtellung gefunden und das Gericht
war ſo in die Lage verſetzt, ſich ſelbſt ein Urteil darüber
zu bilden, ob die inkriminierten Lieder unzüchtigen In=

Ingenieur Fantoli hat berechnet, daß im Einzugsgebiet
des Lago Maggiore, wenn die Brunnen bei großer
Sommerhitze nur noch zehn Liter in der Sekunde auf das
Quadratkilometer geben, die Gletſcher durch ihre
Schmelze fünfundſechzigmal ſo viel von dem unentbehr=
lichen
Naß in friſcheſtem Zuſtande ſpenden. Nach der
Berechnung von Profeſſor Maurer in Zürich entſendet
der Morteratſchgletſcher im Engadin, der innerhalb der
Schweizer Eisſtröme nur einen mittleren Rang ein=
nimmt
, 27 bis 30 Kubikmeter Waſſer in der Sekunde, alſo
ebenſo viel wie der Neckarfluß, der ein Einzugsgebiet
von 14000 Quadratkilometern hat, während jener
Gletſcher nur 25 Quadratkilometer bedeckt.
ml Was ſich die Engländer unter den Dardanellen
vorſtellen. Ein Londoner Journaliſt hatte die abenteuer=
liche
Ein= und Ausfahrt der italieniſchen Torpedoboote
in die Dardanellen zum Anlaß genommen, ſich durch Um=
frage
bei einigen Perſonen, die ihm der Zufall in den
Weg führte, darüber zu informieren, was ſich ſeine Lands=
leute
unter den Dardanellen vorſtellen. Die kurioſen Ant=
worten
, die ihm geworden, ſind nicht eben dazu angetan,
von der geographiſchen Bildung der Engländer eine hohe
Meinung zu erwecken. So erklärte ein junger Hand=
lungsbefliſſener
: Ich glaube, daß es ein Engpaß da
unten irgendwo im Süden iſt, der manchmal geſchloſſen
wird. Ein Droſchkenchauffeur gab die Auskunft: Es iſt
der Name einer Akrobatengruppe, die ich in Liverpool ge=
ſehen
habe. Ein junges Mädchen hielt die Dardanellen
ihrerſeits für den Namen eines türkiſchen Regiments,
das gegen die Italiener kämpft‟. Ein Briefträger ant=
wortete
dem Ausfrager: Es ſind türkiſche Zigaretten
und ein Telephoniſt: Ich weiß wohl, daß es ein See iſt,
aber ich kann nicht angeben, wo er liegt.
Eine Grabſtätte für 600 000 Mk. Der amerikaniſche
Millionär Bartholomew Shea, der ſich ein großes Ver=
mögen
als Beſitzer von Vergnügungslokalen erworben
hat, bevor die Konzeſſionen koſtſpielig wurden, läßt ſich
in Philadelphia als letzte Ruheſtätte mit einem Koſten=
aufwand
von mehr als 600000 Mark ein Mauſoleum er=
bauen
, deſſen Modell der Theſeustempel in Athen
iſt. Außerdem hat Shea in ſeinem Teſtament ein beträcht=
liches
Kapiral ausgeſetzt, deſſen Zinſen zur Erhaltung
und Verſchönerung des prächtigen Bauwerkes dienen
ſollen.
* Polrkrates. Vor einem Jahre hatte, wie einem
Petersburger Blatte gemeldet wird, der reiche Schiffsree=
der
Beljakow aus Rybinsk aus ſeinem Ringe einen wert=
vollen
Brillanten verloren. Alles Suchen nach dem Stein
erwies ſich als vergeblich. In dieſen Tagen nun wurde
Beljakow gemeldet, daß der Brillant gefunden worden
ſei. Ein Angeſtellter des Reeders hatte ein Huhn ge=
ſchlachtet
und im Magen des Vogels den Stein gefunden.
Beljakow zahlte dem Angeſtellten einen hohen Finderlahn
u Giktenaurc

Eugen Bracht=Ausſtellung.

III.
Beharrlich zielen,
Vertrauen erringen,
Langſam beſchließen,
Raſch vollbringen,
Dem Glück nicht trauen,
Erfolg vertragen,
Auf fremde Hilf’ nicht bauen,
Niemals verzagen
So mag’s geraten!
E. B.
Wenn eines im Zenith des Daſeins ſtehenden
Mannes und Künſtlers Lebens= und Schaffensprogramm
aufgebaut war auf den Inhalt dieſes ſchlichten, gewiſſer=
maßen
ein Bekenntnis bildenden Wahlſpruchs, ſo darf
man, wenn ſein Lebenswerk abgeſchloſſen vor uns liegt
und den Beweis erbringt, daß von dieſem ſchlichten,
kernhaften Lebensprinzip nicht abgewichen wurde, zu
dem Geſamturteil kommen: ein ganzer Mann und ein
ganzer Künſtler! Ein Künſtler, der wohl ſtrebte in den
über 50 Jahren ſelbſtändigen Schaffens nach der richtigen
Ausdrucksform wahrhafter Kunſt, der in dieſem Ringen
nach innerer Wahrhaftigkeit wohl verſchiedene Wege ein=
ſchlug
, die ihn zum hochgeſteckten Ziele führen ſollten,
der aber nie, auch nicht in den Wandlungen, denen ſein
künſtleriſches Schaffen unterworfen war, Konzeſſionen
nach irgend einer Seite machte, um ſeiner ſelbſt oder um
Aeußerlichkeiten willen. Aus der Fülle dieſer Arbeiten,
die unter ſich, auch techniſch, ſo verſchieden ſind, wie ſel=
ten
die eines Künſtlers, ſpricht überzeugend zum Be=
ſchauer
dieſes Ringen nach Erkenntnis, nach Wahrheit,
nach dem Verſtehen der Natur, aus der allein er all ſeine
Schönheit und Kunſt ſchöpft, und danach, wie er ſie künſt=
leriſch
zu geſtalten, zu vermitteln hat.
Wir ſehen, und das iſt außerordentlich intereſſant,
wie dieſes Ringen den Künſtler ſchon in einigen Werken
der früheſten Schaffensperiode, der Karlsruher Zeit, in
den 70er Jahren, Wege führt, die dem Naturſchauen des
ſpäteren Impreſſionismus eng verwandt ſind (Nr. 38
bis 43 uſw.). Wir ſehen ihn aber dieſe Wege, die er da=
mals
aus eigener Erkenntnis heraus ging, wieder ver=
laſſen
, ſehen ihn von neuem ringen und zu neuer Er=
kenntnis
kommen. Und ſehen das ſich wiederholen in
hohem Alter, ſehen den Meiſter im Silberhaar ſchaffen
mit den jugendlichen Feuergeiſtern unſerer Zeit. Nur
reifer, abgeklärter, aber mit gleicher Jugendfriſche ſeine
beſten Werke ſchaffend.
Nur wahrhaft große Naturen vermögen ſolche
Wandlungen durchzumachen und trotzdem vor ſich und
der Welt zu beſtehen. Nur für dieſe ſind derartige Um=
wandlungen
Läuterungen.
Wie ſchlicht und wie vorbildlich beſcheiden erzählt
Eugen Bracht, der Aeiſter, ſelbſt n

gen in ſeiner dem Katalog beigegebenen Selbſt=
biographie
:
.Im Oktober 1859 kam ich nach Karlsruhe auf die
Kunſtſchule. Ein Jahr Antike, ein Semeſter Köpfe in
Kreide und Oel nebſt Perſpektive und Anatomie waren
meine etwas knapp bemeſſene akademiſche Ausbildung;
dann kam unter Schirmers Leitung Kopieren von Oel=
ſtudien
, ſowie die erſten Bilderverſuche. In ganz natu=
raliſtiſcher
naiver Anſchauung aufgewächſen, blieben mir
damals Schirmers ſtiliſierende Tendenzen etwas fremd,
deſto mehr fühlte ich mich zu C. Fr. Leſſing hingezogen,
deſſen Atelier ich, ſo oft es anging, beſuchte. Die Karls=
ruher
Epiſode nahm ein jähes Ende infolge der Ueber=
ſiedelung
nach Düſſeldorf einer größeren Anzahl meiner
Kameraden, und ſo kam ich Herbſt 1861 nach der rheini=
ſchen
Kunſtſtadt. Zu Hans Gude auf die Akademie zu
kommen, war meine Abſicht; da indeſſen kein Platz mehr
übrig war, begann ich ſelbſtändig. Trotz anfänglichen
Erfolges bin ich in Düſſeldorf geſcheitert aus
verſchiedenen zuſammenwirkenden Gründen. Meine
Stoffe und Studien waren von größter Einfachheit; in
Düſſeldorf dagegen herrſchte ein ganz anderes, auf das
Publikum berechnetes Bildideal.
Meine damaligen Bilder ſind das Ergebnis eines
Konfliktes zwiſchen meinen Neigungen und jenen Ein=
flüſſen
, den ich damals, noch nicht 20 Jahre alt, nicht zu
durchſchauen vermochte. Da finanzielle Schwierigkeiten
nicht ausbleiben konnten, brachten mich die innere Ent=
mutigung
zuſammen mit der Furcht, in Schulden zu ge=
raten
, zu dem Entſchluß, einer geſicherten Exiſtenz zu=
liebe
, der Kunſt zu entſagen! Es folgte eine zehnjährige
Kaufmannſchaft aber 1875 kehrte ich, für den Handel
nicht geſchaffen, zur Malerei zurück.
Was ich 10 Jahre vorher erſtrebt, erfaßte ich mit ge=
reifteren
Anſchauungen und erlebte mit Heidebildern,
die mich 5 Jahre beſchäftigten, unerhoffte Erfolge.
Den Abſchluß jener Periode bildete meine erſte Orient=
reiſe
1880/81.
Nun erfolgte eine Beeinfluſſung meines Geſchickes von
außen her; ich hatte gerade den Entſchluß gefaßt, mit
meiner Frau auf ein Jahr nach Paris zu gehen, um dort
zu arbeiten, als mir von Berlin aus der Antrag kam, die
Landſchaft zum Sedam=Panorama zu malen, ſowie die
Lehrerſtelle an der Königlichen Kunſt=Akademie zu über=
nehmen
. 1882 im Oktober traf ich in Berlin ein und ar=
beitete
mich langſam in den Lehrerberuf ein, der mir je
länger je lieber wird, da der Verkehr mit meinen Schü=
lern
mir die größte Freude macht. Das Sedan=Panorama
war die erſte derartige Aufgabe, es folgten indeſſen noch
drei andere nach, ſowie viele Dioramen und dekorative
Arbeiten.
Die Frage, welche Wirkung auf meine künſtleriſche
Entwickelung die bfährige ausſchließliche Beſchäftigung
m Sae 1ant
mit hen

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Auguſt 1912.

Nummer 184.

halts ſeien oder nicht. Die muſikaliſche Produktion im
Gerichtsſaal fiel ſehr zu ungunſten der Angeklagten aus,
nachdem ſich das Gericht auf Grund eigener Wahrnehmung
davon überzeugt hatte, daß die in Betracht kommenden
Lieder tatſächlich unzüchtigen Inhalts ſeien. Gegen ſämt=
liche
Angeklagten wurden Geldſtrafen von 25 bis zu 75
Mark ausgeſprochen und außerdem die Einziehung der
vorhandenen Grammophonplatten, ſowie die Vernichtung
der zu ihrer Herſtellung benützten Formen verfügt.
Warnemünde 6. Aug. Vom Molenkopf ſtürzte die
neunjährige Tochter eines Badegaſtes ins Waſſer.
Rittmeiſter v. Köckritz vom dritten Ulanenregiment in
Potsdam rettete das Kind unter eigener Gefahr.
Swinemünde, 6. Aug. Gegen 7 Uhr abends ſetzte ein
Sturm ein, der die Gewalt eines Orkans annahm, ver=
bunden
mit heftigem Regen. Ein Segelboot des Tor=
pedobootes
G. 149 iſt mit fünf Mann, ein zweites mit
ſechs Badegäſten gekentert. Angeblich ſind alle Ver=
unglückten
gerettet. Der Sturm war ſo heftig, daß 250
Badegäſte, die zur Beſichtigung des Kreuzers Olden=
burg
fuhren, die Nacht an Bord bleiben mußten. Die
Matroſen, die Landurlaub hatten, konnten nicht an Bord
zurückkehren.
Allenſtein, 5. Aug. Der Bahnarbeiter Puff=Arnsdorf
wurde geſtern vormittag auf dem Bahnkörper der Strecke
Königsberg-Allenſtein tot aufgefunden. Die Un=
terſuchung
ergab, der Allenſteiner Zeitung zufolge, daß
Puff durch Meſſerſtiche verletzt und zur Verdeckung der
Tat auf das Gleis geſchleppt worden iſt. Ein auf die
Spur geſetzter Polizeihund verbellte einen Arbeiter, der
die Tat aber leugnet.
Wien, 5. Aug. Die Teilnehmer an der Studien=
reiſe
des Frankiſchen Weinbauvereins ſind
geſtern abend aus Veitshöchheim bei Würzburg hier ein=
getroffen
. Bei ihrer Ankunft wurden ſie als Gäſte des
Landesausſchuſſes empfangen. Heute wird die Fahrt nach
der Domäne Vöslau (Nieder=Oeſterreich) angetreten, wo
die Weinbaugebiete beſichtigt werden.
Innsbruck, 5. Aug. Bei einer Partie auf der Paſſeier
Spitze ſtürzte geſtern ein Münchener Student namens
Görts infolge Stolperns über ſeinen eigenen Eispickel
etwa 150 Meter tief ab. Er ſchlug ſich die Schädeldecke
ein und war ſofort tot.
Belgrad, 6. Aug. Hier erregt es peinliches Aufſehen
daß einer der Verſchwörer=Offiziere Bril=
lanten
, die der ermordeten Königin Draga gehört
haben und deren Wert auf 10000 Mk. geſchätzt wird, für
4000 Francs verkaufen wollte. Als ihm dies nicht ge=
lang
, verſetzte er die Schmuckſachen.
Warſchau, 6. Aug. In Radon bei Warſchau ſind 150
Perſonen nach Fiſchgenuß an choleraähnlichen Er=
ſcheinungen
erkrankt. Bisher ſind zwei geſtorben.
Greenock, 5. Aug. Gewitterſtürme und Re=
gengüſſe
gingen geſtern im Gebiete von Clyde, nament=
lich
in Greenock, nieder, wo die Straßen fußhoch über=
flutet
wurden. Der Handelsverkehr iſt aufgehoben. Die
Schiffswerften mußten die Arbeit einſtellen. Ein Eiſen=
bahntunnel
wurde in einer Länge von eineinhalb Meilen
überſchwemmt. In der Stadt und im Hafen wurde großer
Schaden angerichtet.
New=York, 5. Aug. Von Tannersville im Staat New=
York wird gemeldet, daß zwei der des Mordes an dem
Spllelhöllenbeſitzer Roſſenthal verdächtigen
Kerle in einer Villa in dan Bergen von Catskill entdeckt
worden ſind. Es handelt ſich angeblich um Lefty Louis
und Gyp the Blood Sie haben ſich in dem Hauſe, das
von Poliziſten umſtellt iſt, verbarrikadiert und ſind
offenbar entſchloſſen, ihr Leben ſo teuer wie möglich zu
verkaufen. Die Banditen ſehen ſich von der New=Yorker
Polizei verlaſſen und werden deshalb kaum lebendig in
die Hände der Behörden fallen wollen. Sie verteidigen
das Haus mit Revolvern und ſcheinen maſſenhaft Mu=
nition
zu haben. Die anderen wegen des Mordes ver=
hafteten
Spieler und Gauner weigern ſich, Gefängniskoſt
zu ſich zu nehmen, da ſie fürchten, daß die Polizei mit den
Gefängnisbeamten unter einer Decke ſtecke und der Ver=
ſuch
gemacht werden dürfte, ſie zu vergiften. Der Staats=
anwalt
läßt ſie deshalb durch ein benachbartes Reſtaurant
verköſtigen.
New=York, '6, Aug. Der Schnellzug Balti=
more
=Ohio ſtieß mit einem Güterzuge bei Claysville
(Virginia) zuſammen. Viele Perſonen wurden ge=
tötet
. Die genaue Zahl der Opfer ſteht noch nicht feſt.

Kongreſſe und Verbandstage.

43. Deutſcher Anthropologen tag.
Weimar, 5. Aug. Unter überaus zahlreicher
Beteiligung von deutſchen und ausländiſchen Gelehrten

und von Freunden der anthropologiſchen Wiffenſchaft
trat heute vormittag im großen Feſtſaale der Armbruſt
die Deutſche Anthropologiſche Geſell=
ſchaft
zu ihrer 43. allgemeinen Verſammlung zuſam=
men
. Neben dem Großherzoglich ſächſiſchen Staatsmini=
ſter
Dr. Rothe=Weimar ſind noch verſchiedene andere Ver=
treter
des Staatsminiſteriums zu der heutigen erſten
Sitzung erſchienen, die der Vorſitzende des Kongreſſes,
Profeſſor Dr. v Luſchan=Berlin, der Direktor des
Muſeums für Völkerkunde, eröffnete. Zu dem Haupt=
thema
des heutigen Tages Chronologie des Paläolithi=
kums
der Gegend von Weimar legten die Berichterſtatter
Schmidt=Tübingen und Wüſt=Kiel Leitſätze vor.
Die Vorträge der beiden Referenten boten nur fach=
wiſſenſchaftliches
Intereſſe. Inzwiſchen war, von der
Verſammlung ehrfurchtsvoll begrüßt, der Großher=
zog
Ernſt Wilhelm in Begleitung ſeines Hofmarſchalls
erſchienen. Der Vorſitzende Profeſſor Dr. v. Luſchan=
Berlin gab der Freude über die Beteiligung des Groß=
herzogs
an den Verhandlungen Ausdruck und verbreitete
ſich dann in intereſſanter Weiſe über die verſchiedenen
Themata. Der Redner ging dann auf die Frage der Ent=
artung
der Kulturvölker ein, die heute mehr
denn je alle Kreiſe beſchäftige und verlangt, daß man
nächſt eine größere Statiſtik anlege, um die angebliche
Entartung zu beweiſen. Das ſei nur möglich, wenn man
regelmäßig alle 10 Jahre das einſchlägige Material ver=
arbeite
, wie es bereits bei den Armeen Schwedens und
Italiens beſtehe. Der Redner kommt hierbei auch auf
das Zwei=Kinder=Syſtem zu ſprechen und ſagt
darüber: Das elende Zwei=Kinder=Syſtem iſt längſt nicht
mehr auf Frankreich beſchränkt. Mehr und mehr breitet
ſich die bewußte und abſichtliche Beſchränkung der Kin=
derzahl
über alle Kulturvölker aus und wenn ſie bei uns
noch vor wenigen Jahren auf die oberen Zehntauſend
beſchränkt war, ſo greift ſie jetzt auch auf die breiten
Maſſen über, eine wahre Peſt, deren Gefährlichkeit ſich
bis jetzt leider nur die wenigſten bewußt geworden ſind.
Wir haben das beſte Heer und die ſchimmerndſte Rüſtung,
unſer Handel und unſere Induſtrie erobern Jahr für Jahr
immer glänzendere Poſitionen, wer will da von Entar=
tung
reden? Viele Kinder verlangen die einen, gute Kin=
der
die anderen; wir brauchen beides. Die Mittel zur
Abhilfe können nur auf Grund ſorgfältiger Unterſuchung
geſchaffen werden, und hier erwächſt der ſozialen Anthro=
pologie
eine wichtige Aufgabe. Dieſe Unterſuchungen
müſſen auf breiteſter ſtatiſtiſcher Grundlage angeſtellt
werden. Alle Behörden ſind bereits für dieſe Idee ge=
wonnen
und ſehen die Nützlichkeit einer Maſſenunter=
ſuchung
ein. Nur die Mittel fehlen noch: es handelt ſich
um 100000 Mark, die in zehn Jahren aufzubringen ſind.
Aber angeſichts der günſtigen Reichsfinanzlage und der
großen Bedeutung dieſer Frage müſſen die Mittel auf=
gebracht
werden. Es folgte ſodann ein gelehrter Vortrag
des Profeſſors Semper=Aachen über Diluvium und
prähiſtoriſche Menſchheit bei Goethe und ſeinen Zeit=
genoſſen‟
Der Redner erklärte Goethes Stellung zu den
prähiſtoriſchen Wiſſenſchaften aus dem damaligen Stande
der letzteren ſelbſt. Nach dieſem Vortrag hielt der
Großherzog Cercle und ließ ſich verſchiedene Herren vor=
ſtellen
. Nachmittags fand eine Beſichtigung von Weimar
ſtatt. Morgen werden die Verhandlungen fortgeſetzt.
* Köln, 5. Aug. Am heutigen erſten Verhand=
lungstag
des Internationalen Kongreſſes
des Weltbundes der Krankenpflegerin=
nen
wurde nach den Begrüßungsanſprachen als neue
Parole des Weltbundes für die nächſten Jahre von der
Gründerin und Ehrenpräſidentin Miß Bedford= Feu=
wick
das Streben nach weiterer ſeeliſcher Vertiefung des
Krankenpflegeberufes ausgegeben. Bei der Vorſtands=
wahl
wurde Oberin Goodrich=New=York als Vor=
ſitzende
des Weltbundes und für die nächſten drei Jahre
neu die bisherige Präſidentin Schweſter Karll=Berlin
als Ehrenvorſitzende gewählt. Die beiden nationalen Ver=
bände
von Indien und Neuſeeland wurden neu in den
Weltbund aufgenommen. Als Vertreterin der Schweiz
wurde Frl. Emmi Oſer=Zürich in den Vorſtand koop=
tiert
. Für das Jahr 1915 wurde Chicago als Tagungs=
ort
des nächſten Kongreſſes gelegentlich der Eröffnung
des Panamakanals beſtimmt. Weiter wurde eine Reſo=
lution
betr. die Einführung der ſtaatlichen Regiſtrierung
der Krankenpflegerinnen, ſowie eine Sympathieerklärung
zugunſten der allgemeinen Einführung des Frauenſtimm=
rechts
angenommen. Im Anſchluß an den Bericht der
internationalen Kommiſſion für Krankenpflege= Ausbil=
dung
wurde eine gründliche theoretiſche und wiſſenſchaft=
liche
Vorbildung neben der praktiſchen Vorbereitung ge=

fordert. Eine diesbezügliche Reſolution gelangte zur
Annahme. Zum Schluſſe der heutigen Beratung wurden
Berichte aus den einzelnen Ländern über die Organiſation
des Krankenpflegeberufes erſtattet. Heute nachmittag
veranſtaltet die Stadt zu Ehren des Kongreſſes ein Gar=
tenfeſt
in der Flora.

Sport.

L. Neuer Fußballſportplatz. Man ſchreibt
uns: Dem Darmſtädter Sportklub 1905 iſt es nach jahre=
langer
Mühe und Arbeit gelungen, einen wahrhaft
idealen und ſchönen Fußballſpielplatz zu erwerben. Hin=
ter
dem alten Schießhaus, Nieder=Ramſtädter Straße, am
Waldesrande gelegen, wird zurzeit der Sportplatz er=
richtet
und mit Beginn der Spielſaiſon, Anfang Septem=
ber
, ſeinem Zweck übergeben. Dieſer neue Sportplatz
wird den dortigen beſtehenden Sportanlagen zur Zierde
gereichen.

Mittelrheiniſches Kreisturnfeſt in Aſchaffenburg.

* Beim Sechskampf wurden 16 Sieger; nach=
ſtehend
die erſten 3 Sieger: 1. Gg. Böhm, Tv. Aſchaffen=
burg
, 95 P.; 2. Joſ. Kandler, Tgd. Sachſenhauſen, und
Wilh. Arlt, Tv. Bad Ems, 94 P.; 3. Gg. Zeilmann, Tv.
Frankfurt, 93½ P. Ferner vom Main=Rhein=Gau: Hch.
Diehl, Tbd. Nauheim, den 7. Preis mit 86 P. Bei den
Sondervorführungen erhielt die Altersriege der Tgd.
Darmſtadt für Pferdeturnen mit 27½ P. eine erſte Aus=
zeichnung
.
Zwölfkampf: 1. Ludw. Walter, Tv. Nied, und
Wilh. Kratz, Tv. von 1817=Mainz, 134½ P.; 2. Rud. Falz,
T.= und Fechtklub Oberſtein, 134 P.; 3. Aug. Angel, Tgſ.
Koblenz, 133½ P.; 4. Gg. Arnheiter, Tgd. Worms,
133 P.; 5. Ludw. Beppler, Tv. Gießen, und Jak. Born=
heimer
, Tv. Gau=Bickelheim, 132 P.; ferner von Darm=
ſtadt
: Georg Grohe, Tgd. Darmſtadt, den 18. Preis mit
119 Punkten; Georg Haber, Tgde. Darmſtadt, den 43.
Preis mit 105½ P.; Karl Reyd, Tgſ. Darmſtadt, und
Jakob Frey, Tgſ. Darmſtadt, den 48. Preis mit 103½ P.,
ebenſo Hch. Diehl Tbd. Nauheim bei Groß=Gerau, den
10. Preis mit 127 P.
Neunkampf: 1. Hch. Morſch, Tv. Saarbrücken,
und Alb. Holfeld, Tgd. Frankfurt, 74½ P.; 2. Ernſt Wen=
zel
, T.= und Fechtklub Oberſtein, und Eduard Bozian,
Tv. Weiſenau, 73½ P.; 3. Peter Luf, Tgd. Hanau,
72½ P.; 4. Willy Knüpfen, Tgd. Unterſchiedenbach, und
Phil. Schneider, Tgſ. Darmſtadt. 71½ P.; 7. Wilh. Hanſt,
Tgd. Darmſtadt, 70 P.; 12. Adolf Freund, Tad. Darm=
ſtadt
, 67 P.; 20. Herm. Zimmermann, Tad. Darm=
ſtadt
, 63 P.
Wettſchwimmen: 1. Konr. Böcker, Tgd. Frank=
furt
, 121 P.; 2. J. Lorenz. Tv. Koblenz, 120 P.; 3. J.
Nikolay, Tv. Koblenz, 115½ P.; 4. O. Löwer, Tgd.
Darmſtadt, 114½ P.; 5. Gg. Grohe, Tgd. Darmſtadt,
108½ P.; 10. G. Hedtler, Tgd. Darmſtadt, 89½ P.; 12. H.
Zimmermann, Tgd. Darmſtadt, 88 P.
Wettfechten (loſe Stellung): 1. H. Ziegler, Tv.
Sachſenhauſen, 63 P.; 2. G. Stöhr, Tv. Offenbach, 58¾ P.;
3. J. Thomſon, Tv. Offenbach, 58½ P.
Wettſpielen. Fauſtball=Meiſterſchaft 1. Klaſſe:
Licht=Luftbad=Frankfurt; 2. Kl.: Tv. Vorwärts= Bocken=
heim
. Tambourinball=Meiſterſchaft 1. Kl.: Tv. Vorwärts=
Bockenheim; 2. Kl.: desgleichen. Schleuderball: Tad.
Damm; Schlagball: Taſ. Sachſenhauſen; Fußball: Tad.
Bockenheim. Sonſtige Wettſpiele 1. Kl.: Tgd. Darmſtadt
ſiegte gegen Tgd. Beſſungen; Tv. Vorwärts=Bockenheim
gegen Tv. Darmſtadt; Werkſtätten=Abtlg. I=Darmſtadt
gegen Tv. Gimsheim; 2. Kl.: Werkſtätten=Abtlg. II=
Darmſtadt gegen Tv. Saarbrücken von 1848.
Bei dem Zwölfkampf hat der Turner Gg. Grohe,
Turngemeinde Darmſtadt, beim Geräteturnen von 90 zu
erreichenden Punkten 85 erreicht. Er hat ſomit die höchſte
Punktzahl von allen Wetturnern.

Luftfahrt.

Die Verſicherung der Luftſchiffe.
* Von der Deutſchen Luftſchiffahrts=Aktien=Geſellſchaft
erhalten die Frankfurter Nachrichten eine Zuſchrift, in der
es heißt: Die Delag konnte aar nicht mehr anders han=
deln
, als nach dem letzten Fehlſchlag im Inland das An=
gebot
vom Auslande für die Schwaben ſofort zu akzep=
tieren
. Aehnlich ging es bei der Neuverſicherung der
Viktoria Luiſe im Februar=März dieſes Jahres. Die
einleitenden Verhandlungen billigten von vornherein
überhaupt nur eine Höchſtverſicherungsquote von 50 Pro=
zent
des Wertes zu, während in England immerhin etwa
73 Prozent gedeckt waren. Obwohl das Luftſchiff ſchon
am 4. März übernommen und in Dienſt geſtellt wurde,

habe ich mir öfters vorgelegt! Recht günſtig iſt ſie mir
ſchwerlich geweſen; jedenfalls begann 1887 mit dem Ab=
ſchluß
jener Tätigkeit eine Periode von Beunruhigungen
und Zweifeln für mich. Es war ſicherlich ein Zwieſpalt
vorhanden zwiſchen meinen Beſtrebungen auf inhaltlichen
Anteil im Bilde und einem allzu ſehr aufs Deutliche ge=
richteten
, naturaliſtiſch Lehrhaften in der Wiedergabe.
Die Bilder aus der nachpanoramiſchen Zeit ſind ſehr ver=
ſchieden
untereinander. Die Stoffe von Monte=Roſa
vom letzten Panoramajahr 1887 ſind noch überzeugt natu=
raliſtiſch
, energiſch, aber hart; ſie hatten aber großen Er=
folg
, wie z. B. das Matterhorn das ich dreimal
malen mußte.
Auf die Hochgebirgs=Studien folgten im Anſchluß an
die Orientreiſe mehrere Studienreiſen nach der Liguriſchen
Küſte und aus allem zuſammen entſtand 1889 ein Bild,
an deſſen Vorarbeit jahrelang im Stillen gewirkt worden
war, und in dem ſich mein ganzes Können jener Zeit ver=
körperte
: Das Geſtade der Vergeſſenheit‟ Es
entſtand gleichzeitig in zwei nicht völlig identiſchen Exem=
plaren
, von denen das eine für die Berliner Ausſtellung,
das andere für die Galerie meiner Vaterſtadt Darmſtadt
beſtimmt war. Gleichzeitig gelangte zur Berliner Aus=
ſtellung
ein kleineres Gemälde Fata morgana, das die
ſo oft erlebte Erſcheinung der Wüſte in ſymboliſierender
Auffaſſung gab. Das Geſtade brachte mir die Große
Goldene Staatsmedaille ein.
Dieſe Phaſe ſtellt den Höhepunkt meiner Erfolge dar,
da zwar ſpäter das Bild Hannibals Grab einen außer=
ordentlichen
Beifall bei Leutan älterer Anſchauung und
dem Publikum erntete, indeſſen von den Vertretern des
Modernen abfällig beurteilt wurde. Dieſer Zwieſpalt ge=
legentlich
jenes Bildes iſt für mich von weiteſter Trag=
weite
geworden, denn es war klar, ich hatte zu wählen
zwiſchen der Anerkennung der Einen oder der Anderen!
Eine Ueberbietung oder auch nur Weiterbildung im Sinne
des Geſtades war mir verſagt und ich fühlte mich wie=
der
einmal vor einem Scheidewege.
Zunächſt ſchien eine zweite Orientreiſe mit weniger
ſtofflichem Programm und mehr maleriſchan Zielen einen
AAusweg zu bieten und wurde im Jahre 1891 unternom=

men; indeſſen brachte das mit größter Begeiſterung ge=
malte
Studienmaterial nicht die erhoffte Löſung des Kon=
fliktes
, weinn auch der Erfolg der Bilder und Skizzen
nicht ausblieb. Nun wurde mir immer klarer, daß die
Wendung, die ich erlebte, nur im Sinne einer neuen Na=
turanſchauung
bei ganz unſtofflichen Motiven, und zwar
mit größerem Anſchluß an meine eigene Art, als es zeit=
weiſe
damals geſchah, dagegen mit Ausgangspunkt vom
koloriſtiſchen Gedanken gelingen konnte, denn
hier war der ſchwache Punkt gefunden! Bisher waren die
Arbeiten meiſt ſo entſtanden, daß erſt der Gedanke da war,
dieſer in die antſprechende Form, und letztere wiederum
in die geeignete Farbe geſetzt worden war. Ergab ſich
letztere von ſelbſt ſo war das Bild gelungen; ſtieß ich
indeſſem hierbei auf Schwierigkeit, ſo war es meiſt ver=
loren
, denn nur ſelten gelang es, nachträglich eine kolo=
riſtiſche
Löſung zu finden, und es fallen in jene Ueber=
gangszeit
zahlloſe an jenem Umſtande geſcheiterte Bilder!
Der Umſchwung aber das war mir klar
konnte ſich nicht ſo wie die Erkenntnis im Atelier voll=
ziehen
, ſondern nur vor der Natur! So begann ich
neben den bisherigen Arbeiten her in neuer Weiſe vor der
Natur zu ſtudieren oder wie ich damals ſagte: ganz
vonn vorn anzufangen. Es geſchah dies im Winter
an allen unterrichtsfreien Tagen und in den Weihnachts=
ferien
, indem ich auf dem Lande ein Zimmer hatte mit
allem Material für die Arbeit im Freien. Um ja nur
von der Farbe auszugehen, um das hier Verſäumte nach=
zuholen
, opferte ich anfänglich völlig die Form, malte mit
einem einzigen ſtruppigen Pinſel, mit dem Form unmög=
lich
war und gelangte nach mehrjähriger Anſtrengung
zum Ziel.
Meine Bemühungen um ein künſtleriſches Empfinden
und Schaffen im koloriſtiſchen Sinne hatten ungeahnte
Folgen! Zunächſt erweiterte ſich mir das Stoffgebiet in
erſtaunlicher Weiſe. Die Stoff=Frage, die bis dahin eine
weſentliche Rolle geſpielt hatte, trat in den Hintergrund;
wo ich auch jetzt hinkomme, finde ich Maleriſches und
Malenswertes, und da ſich mir allerwärts Reizvolles er=
ſchließt
, ſchaue ich gleichſam mit verjüngten Augen um
mich in die Welt. Ferner blieb die Pflege des Koloriſti=

ſchen nicht ohne Rückſchlag auf die Form; die ſich von ſelbſt
ergebende Vereinfachung der Farbmittel zur Andeutung
einer Stimmung brachte eine entſprechende Vereinfachung
der geſamten Form mit ſich; die Beſchränkung in der Wahl
der Töne, eine geſteigerte Knappheit und ſtrengere Glie=
derung
der Maſſen, und dieſe wiederum führten zu grö=
ßerer
Durchgeiſtigung und Durchbildung der Begrenzungs=
linien
im einzelnen und des Aufbaues im ganzen.
Es ergab ſich eine völlige, wenn auch ganz unge=
zwungene
Wandlung meiner Darſtellungsweiſe.
Die Ausſtellung der Freien Vereinigung im Kunſt=
verein
1899 gab in Darmſtadt zum erſten Male Gelegen=
heit
, die Moderniſierung des Meiſters ſtaunend zu be=
wundern
. 1902 ging Eugen Bracht dann nach Dresden,
einer Berufung an die dortige Akademie Folge leiſtend.
Einerſeits galt es hier wie der Künſtler weiter ſchreibt,
mit modern geleiteten Klaſſen (Kühl=Bantzer) möglichſt
Schritt zu halten, andererſeits eine neue Schülergruppe
aus ganz heterogenen Elementen zuſammenzuſchweißen,
was zum Teil dadurch erleichtert wurde, daß eine ganze
Anzahl meiner damaligen Berliner Schüler mir nach
Dresden gefolgt war! In der neuen Umgebung habe ich
inſofern eine gewiſſe Beeinfluſſung erfahren, als das
Malen direkt nach der Natur eine größere Rolle ſpielte
als bisher, und der rein handwerkliche Teil der Aus=
ſtellungsweiſe
, der Vortrag und die Miſchung der Töne,
reſpektive deren Zerlegung, vom Hell=Dunkel weg, zum
farbig Gegenſätzlichen Warm=Kalt, dem Zuge der Zeit
folgend, eine Notwendigkeit wurde. Das von Dresden
aus erreichbare Stoffgebiet übte auch ſeinen Einfluß auf
die Produktion, denn es begannen die zahlreichen Stu=
dienfahrten
mit den Schülern nach dem ſchönen und ab=
wechſelungsreichen
Mulde=Gebiet, das zu allen Jahres=
zeiten
, Sommer, Herbſt und Winter, behandelt wurde
und als mitteldeutſche Landſchaft mir perſönlich künſt=
leriſch
große Befriedigung gewährte.
So weit Eugen Bracht ſelbſt. Was er in den ſchlich=
ten
Sätzen erzählt, iſt die Arbeit eines unendlich reichen
Lebens, iſt ein umfangreiches und inſtruktives Kapitel
M. St.
deutſcher Kunſtgeſchichte.

[ ][  ][ ]

Nummer 184.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Auguſt 1912.

Seite 5.

haben wir einem Reſultat dieſer Verhandlungen bis zum
23. März entgegen geſehen, an welchem Tag wir dann,
da immer noch kein Ergebnis vorlag, uns zur Annahme
des viel günſtigeren Auslandsangebotes ſchweren Her=
ſzens
entſchließen mußten. Wir wären gern, auch zu un=
günſtigeren
Bedingungen, auf ein Inlandgebot einge=
gangen
, wenn wir ein ſolches überhaupt, auch nur eini=
igermaßen
rechtzeitig, hätten bekommen können. Da wir
nach den Erfahrungen bei dem Unfall mit der Schwa=
ben
und der ganz unverſtändlichen vorläufigen Ablehn=
ung
der Erſatzpflicht ſeitens der engliſchen Geſellſchaften
matürlich nicht daran denken können, erneut eine Verſiche=
rung
bei den gleichen Geſellſchaften abzuſchließen, iſt das
am Samstag in Dienſt genommene neue Luftſchiff
Hanſa tatſächlich zur Zeit gänzlich unverſichert.
Berlin, 6. Aug. Die Militär=Verwaltung
beabſichtigt, einen Aeroplan zur Briefbeförderung in
das Manövergelände des Gardekorps zu benutzen.
Alle Mannſchaftsbriefe, die nicht mit der genauen Manö=
veradreſſe
des Empfängers verſehen ſind, ſollen in der
Kaſerne geſammelt und dann vom Flugplatz Döberitz
aus im Aeroplan von einem Flieger=Offizier in das
Manövergelände befördert werden.
* Luga, 5. Aug. Der Flieger Abramowitſch
landete um 7 Uhr abends in Luga und ſetzt ſeine
Reiſe morgen früh wieder fort.
* Luga, 6. Aug. Der Motor des Wright=Apparates
des Fliegers Abramowitſch, der heute morgen
aufſtieg, hörte 23 Werſt von Luga entfernt in einer Höhe
von 200 Meter zu funktionieren auf, ſodaß das Flugzeug
niederging und an einer ſumpfigen Stelletief
einſank. Es iſt noch nicht gelungen, den Apparat wie=
der
herauszuziehen. Flieger und Paſſagier blieben un=
verletzt
.
* Berlin, 6. Aug. Nach einem bei der Wrightgeſell=
ſchaft
von Abramowitſch eingetroffenen Telegramm
iſt der Flieger auf dem Militärflugfelde von Gatſchina
gelandet.

Eine Erklärung zum Binzer Brückeneinſturz.

Der Amtsvorſteher von Binz, Oberſt a. D. Sutmann,
verſendet eine längere Erklärung zu dem Binzer Unglück.
Er verteidigt darin die Binzer Badeverwaltung gegen
die Angriffe, die aus Anlaß des Brückeneinſturzes gegen
die Verwaltung gerichtet werden.
Es heißt darin: An der Unglücksſtelle, einer Treppe
von 4 Meter Breite, und am Einſteigepodium waren am
28. Juli nachmittags 3 Beamte im Dienſt. 2 Polizei=
beamte
, ſowie der ſtändige, auch äußerlich durch Dienſt=
ſchild
als Beamter gekennzeichnete Brückenaufſeher, der
ſſchon mehrere Jahre dieſen Dienſt ausübt. Von dieſen
ſſt der eine ertrunken, der zweite ins Waſſer gefallen,
aber gerettet, der dritte warf Helm und Säbel ab und
ging ans Rettungswerk. Etwas hinzuzufügen, hieße die
Sache abſchwächen. Auf der Brücke ſonſt waren (Strecke
etwa 500 Meter und 2 Anlegeſtellen) 1 Wachtoffizier und
8 oder 4 ſtarke Patrouillen im Dienſt. Die jetzige
Landungsbrücke ſteht erſt ſeit Sommer 1905. Die
ſPläne ſind geprüft von der Aufſichtsbehörde. Die Repa=
raturen
, die jedes Jahr nötig ſind, die Erweiterungs=
und Verbeſſerungsarbeiten werden bis zur Saiſon durch=
geführt
. Im Jahre 1912 ſind hierfür von der Gemeinde
56000 Mark ausgegeben. Der zerbrochene Balken war
ein bei der Reparatur neu eingebauter. Die Rettungs=
ringe
wurden, wie durch Rechnungen bewieſen werden
kann, während der Flottentage verſtärkt. Die Fiſcher,
welche viel geſchmäht ſind, haben ſich durchweg an der
Rettung beteiligt.
Was die Kataſtrophe ſelbſt anbetrifft, ſo ent=
ſcheidet
darüber das Gericht. Die erſten amtlichen Erheb=
ungen
fanden, ſoweit es den Beamtendienſt betraf, noch
in der Unglücksnacht ſtatt, der Brückenwärter z. B. wurde
dieſerhalb nachts 3 Uhr aus dem Bett geholt. Die Aus=
ſſagen
gehen dahin, daß die Abſperrvorkehrungen an der
Brücke von dem Publikum ſelbſt beſeitigt ſind, daß die
Beamten dem Andrang der Maſſe gegenüber machtlos
waren. Auf dem Lade=Podium findet in der Regel nur
ein kontrollierter Verkehr ſtatt, beſonders ſchon deshalb,
weil hier jegliche Geländer fehlen müſſen. Ein Bade=
gaſt
, der mit verunglückt, aber gerettet iſt, hat ſich frei=
willig
zur Amtsſtelle gemeldet zur Vernehmung. Er
ſagt aus, er habe deutlich zwei Krache vernommen in
Pauſe von 15 bis 20 Sekunden. Der erſte ſei dadurch
veranlaßt, daß das feſtgelegte Schiff entweder durch
Wellengang es war kurzes Unwetter eingetreten
oder durch Schraubenbewegung eine Vorwärtsbeweg=
ung
gemacht habe, welche zum Durchbrechen des Balkens
führte. Der zweite Krach war Folge des Einbrechens
des Belages und vollen Durchbruchs des Balkens. Dieſe
Wahrnehmung ſtimmt mit dem bisherigen Reſultat der
Unterſuchungsbehörden und deren Sachverſtändigen, ein=
ſchließlich
der Miniſterialinſtanz. Das Urteil über den
zerbrochenen Balken ſeitens des Sachverſtändigen vor
dem Staatsanwalt geht dahin, daß er ihn als vorſich=
tiger
Zimmermeiſter nicht eingelegt hätte, wenn er ihn
aber eingelegt bei der Reviſion als Kontrollbeamter ge=
troffen
hätte, hätte er ihn nicht entfernen laſſen. Kiefern=
holz
ohne Aſtſtellen gäbe es nicht. Gewiſſe Mängel in
der großen Brückenanlage ſind vorhanden und feſtge=
ſtellt
, ſie finden ſich bei allen Landungsbrücken, die
dauernd Wind und Wetter ausgeſetzt ſind. Die Anreg=
ungen
einer Spezialkommiſſion von Ingenieuren in
dieſer Beziehung werden beachtet werden.

Zur Reiſe Poincarés.

* Parts 6. Aug. Der Korreſpondent des Echo de
Paris berichtet ſeinem Blatte über die franco= ruſ=
ſiſchen
Unterhandlungen aus Eydtkuhnen: Auf
Grund von Informationen, die ich während meiner Reiſe
hierher aus hervorragender diplomatiſcher Quelle erhal=
ten
habe, kann ich verſichern, daß die Reiſe Poincarés

reich an glücklichen Erfolgen ſein wird. Das franzöſiſch=
ruſſiſche
Bündnis wird ſich noch enger geſtalten und alle
in letzter Zeit entſtandenen Meinungsunterſchiede zwi=
ſchen
beiden Ländern werden vollſtändig in den Hinter=
grund
gedrängt. Es iſt richtig, daß der deutſche Kaiſer
in Baltiſchport von dem bevorſtehenden Abſchluß eines
Marine=Abkommens zwiſchen Frankreich und Rußland
Kenntnis erhalten hat. Von größerer Bedeutung iſt es
jedoch, daß Rußland auf die Initiative Poincarés hin
ſich bereit erklärt hat, mit Frankreich ein Abkommen abzu=
ſchließen
, auf Grund deſſen es Rußland nicht geſtattet iſt,
irgend welche europäiſche Fragen zu regeln, ohne vorher
mit Frankreich hierüber verhandelt und ſich ins Einver=
nehmen
geſetzt zu haben. Die franzöſiſche Regierung hat
hierdurch eine Wiederholung der Potsdamer Beſprech=
ungen
verhindern wollen. Der Vertrag iſt nur auf die
Dauer von drei Monaten abgeſchloſſen worden, wird je=
doch
bei der Anweſenheit Poincarés in Petersburg auf
eine längere Epoche ausgedehnt und unterzeichnet werden.

Die engliſchen Spione.

* Neuſtrelitz, 6. Aug. Zu der Verhaftung
der engliſchen Spione bei Eckernförde erfährt die
Landeszeitung für beide Mecklenburg von zuverläſſiger
Seite aus Kiel, daß geſtern abend der gerichtliche Haft=
befehl
gegen die Feſtgenommenen erlaſſen wurde, da unter
den beſchlagnahmten Photographien zahlreiche Auf=
nahmen
feſtgeſtellt ſind von geheim zu haltenden deutſchen
Befeſtigungs=Anlagen.
* London, 6. Aug. Die Verhaftung der
5 Engländer im Hafen von Kiel wegen Spionage hat
hier großes Aufſehen erregt. Allgemein wird hier den
Verſicherungen ihrer Freunde geglaubt, daß es ſich um
einen Irrtum handeln müſſe, und daß die Herren nur
harmloſe Vergnügungs=Reiſende ſeien.

Brände.

H.B. Halle a. d. S., 6. Aug. Gewaltige Schaden=
feuer
haben zwei große Fabriken vollſtändig
ein geäſchert. Die Roßleber Eiſenwerke mit der
Dampfkeſſel=Anlage wurden durch ein Feuer, deſſen Löſchen
infolge völligen Waſſermangels unmöglich war, bis auf
die Grundmauern zerſtört. In Schkölen brannte der erſt
vor wenigen Wochen fertig geſtellte Neubau einer Fabrik
nieder. Ein Arbeiter ſtürzte ſich unter Lebensgefahr in
das brennende Keſſelhaus und ſtellte den Keſſel ab, der
ſonſt in die Luft geflogen wäre. Die Urſache des erſten
Brandes iſt nicht bekannt, während das Feuer in Schkölen
auf Brandſtiftung zurückzuführen iſt.
* Peſt, 6. Aug. Wie aus Marmarosz Ziget gemel=
det
wird, wütete in der Gemeinde Faluszatina
geſtern eine Feuersbrunſt, der 52 Wohnhäuſer und 96
Nebengebäude zum Opfer fielen. Nach fünfſtündiger
Tätigkeit gelang es dem Militär und Feuerwehren der
Nachbarorte endlich, den Brand zu lokaliſieren. Die zer=
ſtörten
Häuſer ſind meiſtens Holzbauten. Drei Kinder
kamen in den Flammen um. Etwa 80 Familien ſind ob=
dachlos
. Eine Hilfsaktion iſt eingeleitet. Der Schaden
beläuft ſich auf mehrere hunderttauſend Kronen.
* Marſeille, 6. Aug. Geſtern nachmittag 2 Uhr
brach auf dem Dampfer Portugal Feuer aus.
Obwohl ſofort alarmiert wurde und ſowohl von der Be=
ſatzung
des Schiffes, als auch von den benachbarten
Schiffen, insbeſondere von dem deutſchen Schiff Admi=
ral
, Hilfe geleiſtet wurde, breitete ſich das Feuer doch
ſehr ſchnell aus. Die Flammen, die vom Wind ange=
facht
wurden, ergriffen die Salons und die Kabinen
erſter Klaſſe. Das Hinterteil des Schiffes wurde gleich=
falls
in Mitleidenſchaft gezogen. Um 5 Uhr war die
Feuerwehr Herr des Brandes. Der Schaden iſt ſehr
beträchtlich.
H. B. Dünkirchen, 6. Aug. In der vergangenen
Nacht brach in der hieſigen Ausſtellung eine große Feuers=
brunſt
aus, die ſchweren Schaden anrichtete. Zwei Pa=
villons
und ein Teil der Ausſtellungsobjekte ſind den
Flammen zum Opfer gefallen. Perſonen kamen nicht zu
Schaden. Ueber die Urſache des Brandes herrſcht Un=
klarheit
.
* Petersburg, 5. Aug. Heute nachmittag 4 Uhr
brach in der Bauholzniederlage Lubitſchew auf der
Petrowski=Inſel Feuer aus, das ſchnell auf eine Reihe
Depots und andere Gebäude übergriff und das Pa=
lais
Peters des Großen einäſcherte. Der Brand
dauerte bis zum ſpäten Abend. Der Schaden wird auf
mehr als zwei Millionen geſchätzt. Um 11 Uhr
abends brach im Reſervepalais der Groß=
fürſtin
Maria Paulowna ebenfalls ein Brand
aus, der um Mitternacht noch nicht gelöſcht war.
HB Petersburg, 6. Aug. Zu dem Brande des
Palais Peters des Großen wird noch gemeldet:
Eine Kaſerne, das Gebäude der Feuerwehr und etwa
30 Häuſer wurden von den Flammen erfaßt. Ein Teil
der Arbeiter des nahe gelegenen Sägewerks konnten ſich
noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Ein Teil fand
den Tod in den Flammen. Ein Brandmeiſter, deſſen
Kleider Feuer fingen, ſprang in ſeiner Angſt in die Newa
und wurde mit ſchweren Brandwunden herausgezogen.
Auch ein Feuerwehr=Automobil geriet in Brand und
mußte in die Newa geworfen werden. Aus dem Palais
Peters des Großen wurden nur wertloſe Kleinigkeiten
gerettet. Der Poſten vor Gewehr an der Wache weigerte
ſich der Aufforderung des Brandmeiſters Folge zu leiſten
und ſeinen Poſten zu verlaſſen. Er fand ſeinen Tod in
den Flammen. Der Sachſchaden wird auf 6 Millionen
Mark geſchätzt. Der Brand iſt der größte, der Peters=
burg
ſeit 50 Jahren heimgeſucht hat. 20 Brigaden der
Feuerwehr verſuchten, der Flammen Herr zu werden,
hatten aber mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen, da
durch die fürchterliche Hitze die Kleider der Mannſchaften
Feuer fingen und die Schläuche platzten. Das Feuer er=

reichte ſchließlich eine Ausdehnung von 3 Quadrar= Kilo=
meter
. Vollſtändig niedergebrannt ſind außer Holzlagern,
Arbeiterhäuſern und einer Schneidemühle das Zeughaus,
die Kaſerne der Grenz=Brigade und ein Feuerwehrde=
pot
mit den neueſten ausländiſchen Maſchinen und dem
geſamten Eigentum der Mannſchaft. Aus dem hiſto=
riſchen
Schloß Peters des Großen, das ebenfalls vernich=
tet
iſt, wurden viele Möbel und andere Gegenſtände, die
der große Zar eigenhändig angefertigt hat, vom Publi=
kum
gerettet. Auch eine Anzahl von Menſchen hat das
Leben verloren. fViele Frauen und Kinder kamen in den
Flammen um. Nach Mitternacht gelang es endlich, das
Feuer auf ſeinen Herd zu beſchränken.
* Petersburg, 6. Aug. Der geſtern nacht in dem
Palaſt der Großfürſtin Maria Paulowna in der Mil=
lionnajaſtraße
entſtandene Brand iſt unbedeutend. Nur
der Bodenraum iſt ausgebrannt. Der Schaden iſt gering=
fügig
.

Stimmen aus dem Publikum.

(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktien
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Geſtern raſte ein kleineres Auto aus der Karl= in die
Steinackerſtraße ohne Lautgebung und gegen die Vor=
ſchrift
ſo dicht an der linken Trottoirecke vorbei, daß eine
Dame, die ahnungslos gerade vom Randſtein den Fuß
hinabſetzen wollte, nur noch mit äußerſter Anſtrengung
ſich zurückwerfend dem Verderben entging, während ihr
Kleid noch von der Maſchine mitgezerrt wurde. Der
Herr Selbſtfahrer aber raſte ohne umzublicken,
oder gar ſich zu entſchuldigen, einfach weiter.
Vielleicht bringen dieſe Zeilen ihm zum Bewußtſein,
welch ſchwerer Verantwortung er entgangen iſt und was
ſich wohl in zwiefachem Sinne für ihn gehört hätte.
Civis.

Literariſches.

Lili Dröſcher: Kleine Beſchäftigungs=
bücher
für Kinderſtube und Kindergarten.
IV. Geſchenke von Kinderhand. Von Emma
Humſer. Zweite Auflage, Mit 155 Abbildungen im
Text. (VI und 90 S.). Kart. 1 Mk. Verlag von B. G.
Teubner, Leipzig und Berlin 1912. Kindliche Selbſttätig=
keit
zu entfalten, haben ſich die kleinen Beſchäftigungsbücher
als Ziel geſetzt, deren 4. Bändchen Geſchenke von Kinder=
hand
nun ſchon in 2. Auflage erſcheint. In ihm wer=
den
einfache Knüpfarbeiten, Perlenarbeiten, Ausnähen,
Flechten, Korbflechtmuſter, Baſtarbeiten gelehrt und daran
gezeigt, wie ſchöne geſchmackvolle Sachen ſich dabei her=
ſtellen
laſſen, die für die Kinder von bildendem Werte ſind
und ſie an den Geſchenken, die ſie damit machen erſt mit
wahrer Genugtuung und Freude Anteil nehmen laſſen.
Der Deutſche Korreſpondent. Lehr= und
Nachſchlagebuch für den kaufmänniſchen Briefverkehr zum
Selbſtuntericht und zum Gebrauch an Handels= und Ge=
werbeſchulen
, bearbeitet von C. Spöhrer, Handelsſchul=
direktor
8 VIII und 216 Seiten mit einem Anhang von
20 Seiten. In Leinen gebunden 2,50 Mk. Mit der Bei=
gabe
Wie bewerbe ich mich? Ratſchläge für Stellung=
ſuchende
3 Mk. Dieſe ſechſte Auflage des bekannten
Buches hat eine vollſtändige Umarbeitung erfahren und
entſpricht in beſter Weiſe allen Anforderungen, die man
heute an ein derartiges Buch ſtellen kann. Die Beigabe
Wie bewerbe ich mich? Ratſchläge für Stellung=
ſuchende‟
(Einzelpreis 60 Pfg.) enthält viele wertvolle
Fingerzeige für Stellungſuchende, namentlich über die ver=
ſchiedenen
Wege zur Erlangung einer Stelle, die Ab=
faſſung
formvollendeter und wirkungsvoller Bewerbungs=
briefe
Winke zur Verbeſſerung der Handſchrift, Ratſchläge
für die perſönliche Vorſtellung uſw. Das Buch darf un=
bedingt
als wirklich zweckmäßig bearbeitet jedem Stelle=
ſuchenden
, alſo nicht bloß Kaufleuten, beſtens empfohlen
werden. Verlag von Wilhelm Violet in Stuttgart.

Darmſtadt, 7. Auguſt.
*X* Das hieſige Leibgarde=Regiment trifft mit dem
erſten und zweiten Bataillon am Mittwoch nachmittag
5 Uhr 8 Min. und mit dem Garde=Füſilierbataillon und den
Maſchinengewehren um 6 Uhr 33 Min. auf dem hieſigen
Hauptbahnhof wieder ein. Die Fahnen werden durch die
Leibkompagnie mit Muſik nach dem Reſidenzſchloß ver=
bracht
.

Letzte Nachrichten.

(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Swinemünde, 6. Aug. Unter dem Salut der Feſtung
und der Kriegsſchiffe fuhr der Kaiſer nach der Schieß=
übung
mit ſeinem Gefolge um 11 Uhr 15 Min. im Auto=
mobil
nach dem Hauptbahnhof, wo um 11 Uhr 30 Min.
die Abfahrt im Hofzug nach Wilhelmshöhe erfolgte. Die
Ankunft daſelbſt erfolgte um 10 Uhr 15 Min. Der Reichs=
kanzler
iſt um 11.22 Uhr nach Hohenfinow abgereiſt.
* Fechingen, 6. Aug. Eine Windhoſe hat am
Sonntag nachmittag, wie nachträglich bekannt wird, in
der Gemarkung Fechingen ungeheuere Verheerun=
gen
angerichtet. Wie die Neue Saarbrücker Zeitung be=
richtet
, wurden Hausdächer teilweiſe abgedeckt, eine große
Menge Obſtbäume entwurzelt oder abgeriſſen und die
Getreidegarben auf den Feldern haushoch aufgewirbelt
und fortgetrieben. Einzelne Garben flogen über das
ganze Tal. Auch die übrigen Feldfrüchte ſind in der gan=
zen
Breite, die von der Windhoſe heimgeſucht worden iſt,
zum großen Teil vernichtet. Der Schaden iſt ſehr be=
trächtlich
.
* Exin, 6. Aug. Nach dem zenuß giftiger
Pilze iſt auf dem Rittergute Groſcholin eine galiziſche
Arbeiterfamilie erkrankt. Drei Perſonen ſind bereits
geſtorben; der vierte Angehörige der Familie ringt mit
dem Tode.

Maaae

Auguſt-Okt. 1012

Ausgewählte Gruppen
aus der Internationalen
Hygiene=Ausſtellung.
Dresden 1911
Im Großherzoglichen
Reſidenzſchloß

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Auguſt 1912.

Nummer 184.

Cowes, 5. Aug. Dei der heutigen Regatta
für große Schoner gab die Jacht des Kaiſers Me=
teor
das Rennen auf halbem Wege auf. Ein Matroſe,
der in das Gaffſegel hinaufgeſchickt worden war, wurde
durch ein herabfallendes Holz am Kopfe ernſtlich ver=
wundet
, ſodaß er ins Hoſpital gebracht werden mußte.
Das Aufgeben des Rennens gab zu dem falſchen Gerücht
Anlaß, daß der Meteor auf Grund geraten wäre. Das
Rennen wurde von der Jacht Germania gewonnen.
* Chicago, 6. Aug. Die Fortſchrittliche Par=
tei
eröffnete heute im Koloſſeum ihren erſten National=
konvent
. Die Redner ergingen ſich in ſcharfen Angriffen
gegen die beiden anderen Parteien. Rooſevelt nahm
an der heutigen Sitzung nicht teil. Bei ſeiner Ankunft
wurde er von ſeinen Anhängern begeiſtert begrüßt. Vor
ſeinem Hotel hielt er von ſeinem Wagen aus eine kurze
Anſprache in der er erklärte, daß die Tage der Korrup=
tionswirtſchaft
der Boſſe gezählt ſeien. Man nimmt an,
daß der Gouverneur Johnſon von Kalifornien als Vize=
präſident
aufgeſtellt werden wird.
* Konſtantinopel, 6. Aug. Der Jeune Turc veröffent=
licht
ein Telegramm aus Saloniki, das dem Blatte
angeblich im Namen von 5000 Perſonen zugegangen iſt
und in welchem gegen die Auflöſung der Kammer
Proteſt erhoben wird. Aehnliche Depeſchen ſind aus
Aleppo, Trapezunt und Smyrna eingetroffen. Die Preſſe
hebt die hiſtoriſche Bedeutung des geſtrigen Tages hervor.
Die Blätter der Liga tadeln die Haltung der Kammer und
empfehlen der Bevölkerung Ruhe. Der Tanin befürchtet
die Beſeitigung des Parlaments. Die Regierung hat die
Bürgermeiſter von Smyrna und Adrianopel ſowie in an=
deren
Städten abgeſetzt und ihre gerichtliche Verfolgung
angeordnet, weil ſie die Bevölkerung gegen die Regier=
ung
aufgereizt hätten. Da die Regierung die geſtrige
Vormittagsſitzung der Kammer für nichtig anſieht, ver=
öffentlicht
das Amtsblatt keinen Sitzungsbericht. Die
Schließung der Kammer wurde Ibrahim Paſcha, dem
Führer der albaneſiſchen Sondermiſſion, notifiziert.

Berlin, 6. Aug. Der bekannte Berliner Rechtsan=
walt
Juſtizrat Dr. Paul Michaelis iſt ſeit dem 1. Aug.
verſchwunden. Michaelis fuhr Ende Juli von Nau=
heim
nach Enghien in der Nähe von Paris und gab am
1. dieſes Monats abends in Paris einen Brief an ſeine
Frau auf, in dem er mitteilte, er wolle wegen finanzieller
Schwierigkeiten Selbſtmord begehen. Seitdem iſt er
unter Zurücklaſſung ſeines Gepäcks in einem Hotel in
Enghien verſchwunden. Den Pariſer Behörden iſt von
einem Selbſtmord des Vermißten nichts bekannt.
HB Berlin, 6. Aug. Aus Nahrungsſorgen ver=
gifteten
ſich heute vormittag die verwitwete Frau
Dr. Hagemann, die am Charlottenburger Ufer wohnt,
und ihre beiden Kinder im Alter von 16 und 17 Jahren
durch Leuchtgas. Mutter und Sohn waren bereits tot,
als die Hausbewohner eindrangen; dagegen gelang es,
die 17jährige Tochter wieder ins Leben zu rufen.
HB. Metz, 6. Aug. Die in Metz unter Spionage=
verdacht
verhafteten Militärperſonen, der Schirr=
meiſter
Maackrund der Vizefeldwebel Wolff, waren auf
der dortigen Fortifikation beſchäftigt. Vor einigen Tagen
ſind in Metz auch zwei Zivilperſonen verhaftet worden,
die von Buchhandlungen umfangreiches Material an
Generalſtabskarten und anderen militäriſchen Werken be=
zogen
haben. Sie heißen Faßbender und Veißen. Letz=
terer
war längere Zeit kaufmänniſcher Angeſtellter auf
deutſchen und ſpäter auf franzöſiſchen Hüttenwerken.

Briefkaſten.

Fr. Sch. hier. Wir können die umfangreichen Para=
graphen
nicht im Briefkaſten abdrucken. Sie können die
Gewerbeordnung für 40 Pfg. (Reclam=Ausgabe) in jeder
Buchhandlung kaufen.

Amtlicher Weterbericht.

Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Die Luftdruckverteilung hat ſich ſeit geſtern nur wenig
verändert. Noch immer lagert über England das ſtarke
Tief, das ſich jetzt langſam gegen das Feſtland zu
bewegen ſcheint. Bei weſtlichen Winden iſt allenthalben
Abkühlung eingetreten. Niederſchläge fielen nur vereinzelt
und in geringen Mengen. Bei weiterem Vordringen der
nordweſtlichen Depreſſion haben wir mit Zunahme der
Bewölkung und Regenſchauern zu rechnen.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 7. Auguſt:
Bewölkung zunehmend, yereinzelt Niederſchläge, mäßig
warm.

An ſchwülen Auguſttagen, wenn der
Appetit nachläßt, iſt ein
(VI16645
natürlicher Fruchtflammeri
gekocht mit
Mondamin
zu den Mahlzeiten ſicher ſtets willkommen.
Nun denken Sie mal einen Augenblick nach
einfach: Man nimmt den Saft von friſchen ge=
kochten
Früchten mit Zucker durchgeſeiht und dann
Mondamin, nichts weiter! Dies zuſammen
drei Minuten durchgekocht und dann abkühlen
laſſen, gibt eine erfriſchende Zwiſchenſpeiſe.
Ausführliche Rezepte gratis und franko vom Mondamin=
Kontor, Berlin C 2. Verlangen Sie das B=Büchlein.

Liebste Mutter, es geht mir schlecht!
Wir dachten, die Höhenluft ſollte mir gut tun,
der Arzt hier aber ſagt, ich hätte an die See
gehen müſſen. Nun bin ich aber einmal hier
und mein Zuſtand erlaubt mir auch nicht, ſo=
fort
wieder abzureiſen. Nun bitte ich dich, ſchicke
mir doch gleich ein paar Schachteln Fays ächte
Sodener Mineral=Paſtillen, die mir immer ſo
gut getan und meine Beſchwerden immer ge=
mildert
haben. Ich hoffe, wenn ich erſt Fays
Sodener wieder habe, wird auch der Höhenaufent=
halt
mir leidlich nützen. Schachtel 85 Pfg. (16637M

Unterricht.

Man ſchreibt uns: Das Kyffhäuſer= Tech=
nikum
Frankenhauſen verdient unter den verſchiedenen
höheren techniſchen Lehranſtalten beſondere Be=
achtung
ſeitens aller derjenigen, die ſich nach einem
5 ſemeſtrigen Studium als gewiſſenhaft vorgebildete
Ingenieure des landwirt. und allgem. Ma=
ſchinenbaus
, der Elektrotechnik, des Eiſen=
hoch
= u. Brückenbaues in der Praxis zu betätigen
beabſichtigen. Beſonders erwähnenswert iſt, daß am
Kyffhäuſer=Technikum unabhängig von den Ingenieur=
kurſen
zweiſemeſtrige Werkmeiſter=Abteilungen
für Maſchinenbau= und Elektrotechnik eingerichtet ſind,
die ſich wegen der praktiſchen Unterrichtsführung in den
Laboratorien und an den Maſchinenanlagen eines regen
Beſuches erfreuen. Mit dem kommenden Winterſemeſter,
das am 22. Oktober beginnt, tritt die Anſtalt in ihr
32ſemeſtriges Beſtehen ein. Programme und
Beſchreibung der maſchinellen Anlagen und Laboratorien
für Phyſik, Chemie, Materialprüfung uſw. verſendet das
Sekretariat des Kyffhäuſer=Technikums in Frankenhauſen.

Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
anläßlich des Ablebens meines lieben Mannes,
unſeres guten Vaters, Schwiegervaters und Groß=
vaters
, des
(16705
Grossh. Divisionsküster i. P.
Georg Schott
ſprechen wir hiermit unſeren beſten Dank aus.
Darmſtadt, den 6. Auguſt 1912.
Die trauernden Hinterbliebenen.

Danksagung.
Für die herzliche und innige Teil-
nahme
an dem uns so schwer ge-
troffenen
Verluste sagen den Herren
Vorgesetzten und Kollegen, sowie
Freunden und Bekannten des teuren
Verstorbenen herzlichen Dank.
Familie Zeil.

Karlsruhe, Hirschstr. 97.

(16641

Tageskalender.

Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr und 8 Uhr. es
Heſſiſcher Hof um 8 Uhr. Reſtaurant Metropol.

Verſteigerungskalender.
Donnerstag, den 8. Auguſt:

Pferde=Verſteigerung um 10 Uhr im Großh. Hof=
marſtall
.
Acker= und Hofreite=Verſteigerung des
Philipp und Phil. Wilh. Adam (rechts dem Juden=
brunnen
) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Mar Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: J. V.: Adam Jleiſchmann, ſämt=
lich
in Darmſtadt. Für den redaktionellen Teil be=
ſtimmte
Mitteilungen ſind an die Redaktion des Tag=
blatts
zu adreſſieren. Etwaige Honorarforderungen
ſind beizufügen; nachträgliche werden nicht berückſichtigt.
Unverlangte Manuſkripte werden nicht zurückgeſandt.

aimer-Drau

16187a

Kurſe vom 6. Auguſt 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.

InProz.
Zf.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,20
3½ Deutſche Reichsanl. . 89,80
80,00
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,10
3½ do. Conſols . . . 93,25
80,00
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 100,20
93,25
do.
3½
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100, 20
88,00
do.
78,00
do.
4 Hamburger Staatsanl. 100,40
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 100,50
4 do. do. (unk. 1918) 100,40
88,00
do.
3½
77,75
do.
. 80,20
3 Sächſiſche Rente.
4 Württemberger v. 1907 100,20
do. v. 1875 95,00
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,30
1¾ Griechen v. 1887 . . 54,00
3¾ Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 90,20
4 do. Goldrente . . . 95,60
4 do. einheitl. Rente 86,90
3 Portug, unif. Serie I 64,20
3. do. unif. Ser. III 67,50
3. do. Spezial . . . . 10,00
5 Rumänier v. 1903 . . 101,50
4: do. v. 1890 . . 95,80
4. do. v. 1905 . . 91,20
4Ruſſen v. 1880 . . . . 90,30
4 do. v. 1902 . . . . 91,00
4½ do. v. 1905 . . . . 100,60
3½ Schweden . . . . . . 88,80
4 Serbier amort. v. 1895 85,00
4 Türk. Admin. v. 1903 82,30
4 Türk. unifiz. v. 1903 89,90
4 Ungar. Goldrente . . . 90,30
4 do. Htaatßrente . . . 875a

In Proz.
Zf.
..100,87
5 Argentinier
4
do.
86,00
4½ Chile Gold=Anleihe . 90,70
5 Chineſ. Staatsanleihe . 99,70
93,80
do.
4½
93,90
Japaner . . .
5 Innere Mexikaner . . . 95,40
3
do.
59,50
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,30
5 Gold=Mexikaner . . . . 100,05
3 Buenos Aires Provinz 70%
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika= Paket=
fahrt
. . . . . . . 143,50
5 Nordd. Lloyd . . . . . 121,10
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 127,50
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 113,50
8 Baltimore und Ohio . 109,00
6½ Schantungbahn . . . 131½
64 Luxemb. Prince Henri
0 Oeſt. Südbahn (Vomb.) 19½
6 Pennſylvania R. R. . 122,00
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger .
25 Bad. Anilin= u. Soda=
. 546,00
Fabrik
14 Chem. Fabrik Gries=
heim

. . 259,25
30 Farbwerke Höchſt . 660,50
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 347,00
10 Cement Heidelberg . . 153,50
30 Chem. Werke Albert 483,00
12½ Holzverkohlung Kon=
ſtanz

. . . . . 324,50
4 Cchn H
. .127,25

Zubra.
Eete
Divid.
7½Schuchert, Nürnberg 161,90
12 Siemens & Halske .241,75
5 Bergmann Electr. . . 140,00
10 Deutſch.Ueberſee Electr. 171,50
0 Gummi Peter . . . . 120,00
0 Kunſtſeide Frankfurt 120,00
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 560,20
10 Maſchinenf. Badenia 170,00
6 Wittener Stahlröhren 218,00
8 Steana Romana Petr. 143,00
15 Zellſtoff Waldhof . . 245,00
12½ Bad. Zucker= Wag=
häuſel
. . . . . . . 225,00
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 120,50
3 Südd. Immobilien . 63,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 193,70
14 Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 240,75
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb.
. 177,50
10 Gelſenkirchener . . . . 196,00
. 194,75
8 Harpener
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 268,00
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
. 83,25
Caro. . . .
4 Laurahütte . . . . . . 175,50
10 Kaliwerke Aſchersleben
Weſteregeln 207,50
11
7½ South Weſt Africa
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 88,10
4½ Nordd. Lloyd=Obl.
4 Eliſabethbahn, freie . . 94,40
4 Franz=Jofefs=Bahn .
3 Prag=Duxer . . . 75,25
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn . 93,75
78,90
do.
3
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,80

Znſren,
8t.
4 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 77,00
do.
53,50
3 Raab=Oedenburg
77,40
4 Kronprinz Rudolfbahn 93,10
4 Ruſſ. Südweſt. .
88,50
4½ Moskau=Kaſan . . . 96,80
88,10
do.
4 Wladichawchas
88,60
4 Rjäſan Koslow . . .
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 76,20
4½
do.
2¼0 Livorneſer . . . . . 69,20
3 Salonique=Monaſtir
4 Bagdadbahn . . . . . . 83,60
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 96,90
4 Miſſouri=Pacific. . . . 71,40
4 Northern=Pacific
99,30
4 Southern=Pacific
95,25
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 87,70
5 Tehuantepec . . . . . . 98,30
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 199,00
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . . . . 150,20
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 168,25
6½ Darmſtädter Bank . 121,75
12½ Deutſche Bank . . . 254,80
6 Deutſche Vereinsbank . 123,80
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 116,40
10 Diskonto=Kommandit 187½
8½ Dresdener Bank . . 154,75
9½ Frankf. Hypoth.=B. 216,00
6½ Mitteld. Kreditbank 118,75
7 Nationalb. für Deutſchl. 123,00
7 Pfälziſche Bank . . . . 127,25
5.86 Reichsbank . . . . . 136,00
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,20
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 124,90
½ Wiener Bankverein . 134,70
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 46 u. 17 . . . 38,00

A. Pfandbriefe. Zufron
8½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . . 89,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 1519, 2126 97,30
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,00
8½
do.
88,00
4 Heſſ. Band.=Hyp.=Bank 99,90
do.
89,00
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
.. 99,40
S. 14, 15, 17, 24/26
1828 .
99,60
½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 68 . . . 89,00
S. 35
88,80
S. 911
. 88,90
4 Meininger Hyp.=Bank 99,00
do.
88,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 97,80
do. (unk. 1914) . . 88,00
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,90
do.
8½
89,40
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . . .
8½ do.
90,00
4 Frankfurt.
99,10
8½ do.
95,30
4 Gießen
98,70
3½ do.
89,90
4 Heidelberg
98,70
8½ do.
4 Karlruhe
99,00
8½ do.
88,50
4 Magdeburg
99,10
8½ do.
4 Mainz
98,40
3½ do.
89,30
4 Mannheim
99,30
3½ do.
88,30
4 München
100,00
3½ Nauheim
4 Nürnberg.
100,00
3½ do.
88,60
4 Offenbach .

In Pro,
A.
3½ Offenbach
4 Wiesbaden . . . . . .
89,60
do.
4 Worms .
98,50
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1888
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 173,00
Cöln=Mindner 100 134,40
3 Holl. Komm. . fl. 100 108,70
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.= Pfand=
briefe
. . . . . . . 136,00
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 175,60
3 Oldenburger . . . . . . 126,00
8½ Raab=Grazer fl. 150 113,00
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . fl. 7 34,10
Braunſchweiger Tlr. 20 196,80
Fs. 15
Freiburger
Fs. 45
Mailänder
Fs. 10
do.
Meininger .
.ſl. 7 33,00
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 521,00
do. v. 1858fl. 100
Ungar. Staats . . ſl. 100
Benediger . . . . Fs. 30 45,50
Türkiſche . . . . Fs. 400 170,40
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns
20,43
20 Franks=Stücke
16,25
Amerikaniſche Noten . . . 4,18¾
Engliſche Noten
20,47
81,10
Franzöſiſche Noten,
169,70
Holländiſche Noten.
Italieniſche Noten .
80,20
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,05
Ruſſiſche Noten . . . .
Schweizer Noten . . . . . 81,20

Reichsbank=Diskonto. .
Reichsbank=Bombard 881. 5½

[ ][  ][ ]

Nummer 184.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Auguſt 1912.

Fortsetfzung des Verkaufes zu den
Enerlee Feisor

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1.85
2½ m Blusenstoff
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Markt

Markt 2.

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Mk. 1.30
Pillen
1.30
Dor Zäpfchen
2.00

Als Krankenpflegerin mit fast 30jähriger Dienstzeit würde
ich mich wohl hüten, ein Heilmittel zu empfehlen, von dessen
Vorzügen und völliger Unschädlichkeit ich mich nicht zuvor
überzeugt hätte, Ich habe vielfach Gelegenheit gehabt, zu sehen
und zu hören, daß die Dunpräparate mit nie versagendem Erfolg
bei offenen Wunden, Katarrhen, Leberleiden, Brandwunden, Rheumatismus,
Jschias, Lungen- und Rippenfellentzündung, Blinddarm- und Bauchfellent-
zündung
u. a. angewandt wurden. Mir selbst haben die Dunsalbe
und Dunpillen gegen Rheuma und Anschwellung der Beine treffliche
Dienste geleistet, und ich bin überzeugt, dass nur sie allein mir
das Leben gerettet haben, als ich kurz vor Weihnachten von
einem schweren Schleim-Schlaganfall getroffen worden war. (10757a
Schwester K. Sedlmair.
Darmstadt, 3. Juni 1910.
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durch die Fabrik Hans Heiss, Darmstadt, Rossdörferstr. 22.
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ovi 45. Dun-Pillen: O1 Arach. 6; O1. Jecor Aselli 12; Cerat. res, pini 14
Cor. Flav. 12; Bals. Canad. 1 5 . Cerst Cetacci 2; Geb. gerv ültr. 12; Vitell,
ovi 12,5; Bed. lig. 28. Dun-Zäpfchen: Cerst. res, pini 25; Cers 2,F5
Mirrah 0,5z Vittell, ovi 30; Cerat Cetaoci 25: O1. Jevor Asell’ 15; Mel. &
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[ ][  ][ ]

Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Auguſt 1912.

Nummer 182,

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verläſſiges
Mädchen, d. gut koch.
kann und etwas Hausarbeit mit
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Arbeit. verſieht, als Servierfräul.
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ſof geſucht. Näg. Exped. (*2876 Lauffrau ſofort geſucht Grafen=
ſtraße
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ſofort geſucht
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Gutenbergſtr. 58, 1. St. Köchinnen, Hausmädch., Allein=
mädch
., welche kochen u. nicht koch.
könn., Zim.= u. Küchenmädch. geſ.
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mittlerin
Schützenstr. 19½, Nel. 53 1. (*2971 Suche weg. Verhetrat. in ſehr gut.
Offiziersh. eine bürgerl. Köchin z.
15. Aug., auch ein Alleinmädchen,
welches koch. kann, zu einz. Dame.
Frau Hartmann, gewerbsmäßige
Stellenvermittlerin, Nieder= Ram=
ſtädterſtraße
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tagsüber für Hausarbeit geſ.
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Pallaswieſenſtr. 146. (16689md Braves, zuverl. Mädchen, d. all.
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und gute Zeugn. beſitzt, von ält.
Dame, zum 1. Sept. bei gut. Lohn
geſucht Hügelſtr. 43, 2. St. (*2963md

Weiblich

gehr. Kranten=
Jung. geb. Frl. pflegerin, ſucht
Stell. b. Arzt zur Hilfe i. d. Sprech=
ſtunde
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für die Lebensmittelbranche ſucht
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ſtraße
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mittags
2 Stunden. Schießhaus=
ſtraße
48.
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kann, mit guten Zeugn. u. ein 18i.
kräft. Mädch. ſuch. Stelle Fr. Susanna
Röse, gewerbsmäßige Ste lenvermittlerin.
Kiesſtraße 35, I.
(*2933

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Reinliche Frau dienſt.,
*2871) Wendelſtadtſtr. 46, Manſ.

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Moosbergſtr. 63, III. (*2904

Anſtändiges Mädchen ſucht
Stelle als Hausmädchen Karl=
ſtraße
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(*2935

Beſſeres Fräulein ſucht Stelle
als Haushälterin. Gut. Zeugn.
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beſt. Zeugn., der mit all. Feld= u.
Bureauarbeiten vertr. iſt, ſucht per
1. Sept. oder ſpäter anderw. Stell.
Off. u. P 24 a. d. Exp. erb. (*2570sm

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Kaution kann geſtellewerden. Of.
u. F 56 a. d. Exp. d. Bl. (*2646som

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kaufmänniſche Lehrſtelle. Näheres
in der Expedition.
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ſchriftl. Arbeiten bewandert iſt,
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mit genauen Angaben und
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1 September ein ſehr zuverläſſ.
Mädchen, das gut kochen kann
u. etwas Hausarbeit mit übern.
Wilhelminenſtr. 5, part. (16527omf

Gut eupfahlener Mann
mit beſten Zeugniſſen, früher Herr=
ſchaftskutſcher
, ſucht als Portier,
Sausverwalter oder ähnl. Stell.
Off. u. A. 78-a. d. Exp. (16526oim

Geſucht für 1. September ein
zuverläſſiges Hausmädchen
das ſchon gedient hat (16528omf
Wilhelminenſtraße 5. part.

geſ. für
Dienſtmädchen kleineren
Haushalt per ſofort, evtl. 1. Sept.
Alieſtr. 21, parterre. (*2916

zu 2 Damen ge=
Hausmädchen ſucht. Eintritt
1. Sept. oder ſpäter. Nähen und
Bügeln verlangt. Zu erfragen in
der Expedition ds. Bl. (16633a.

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Damewird ein zuver=
B
läſniges älteres Mäd=
83
Achen geſucht, das
ſelbſtändig kochen
4
kann, Hausarbeit ver=
4t
ſteht und nur gute
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Zeugniſſe beſitzt.
Näh. Eichbergſtr. 1.
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KRR

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an die Annoncen=Expedition D. Frenz, Mainz, zu richten.

[ ][  ][ ]

Seite 9.

Nummer 184.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Auguſt 1912.

Gusverkadf
Gecer-Ritdad

aus Stoffen engl. Art::
von Mk
aus marinefarbigem Cheviot von Mk

10
28.n

an

Fir haben, um eine restlose Räumung zu erzielen, die
W Preise dermaßen reduziert, daß in Anbetracht der vor-
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Geſchäfts=Aebernahme u. Empfehlung.
Hierdurch beehre ich mich, dem titl. Publikum von Nieder=
Ramſtadt und Umgegend die ergebene Mitteilung zu machen, daß
ich die ſeither von
Herrn Gastwirt Luckhaupt
betriebene Brot- und Feinbäckerei
Spezerei- u. Flaschenbierhandlung
übernommen habe. Ich bitte, das meinem Vorgänger bewieſene
Wohlwollen auch auf mich zu übertragen und wird mein eifrigſtes
Beſtreben ſein, meine werte Kundſchaft durch aufmerkſamſte Bedienung
und Verabreichung nur beſter Waren in jeder Weiſe zufrieden
zu ſtellen.
(*2956
Hochachtungsvoll
Adolf Natzenberger.
Nieder=Ramſtadt, den 6. Auguſt 1912.
Täglich frisches Kaffee- u. Teegebäck. Auf Wunsch wird die Ware ins Haus gebracht.

Heute gilt

im Gegensatz zu früher, der Genuss von Kakao
und Schokolade nicht mehr als Leckerei oder
Näscherei.
Wenige Jahre der Aufklärung durch Aerzte,
Schulen, Volkswirtschaftslehrer, sowie wissen-
schaftliche
Untersuchungen, ferner Erfahrungen
in Krankenhäusern und die Erfolge bei nervös
veranlagten Schulkindem, jungen Mädchen, wie
überhaupt Personen jeden Alters, änderten die
Anschauungen. Kakao und Schokolade gelten
heute nicht nur als Genussmittel, sondern als
hervorragende Volksnahrungsmittel, da sie die
zur Erhaltung des menschlichen Körpers not-
wendigen
Bestandteile besitzen, sie bilden somit
einen Faktor in der Volkshygiene.
Kakao bewahrt nur dann volles, frisches
Aroma und stets gleichmässigen Ge-
schmack
, wenn er durch luftdichte Verpak-
kung
gegen fremden Geruch geschützt ist.
Man kaufe daher Kakao stets in Origlnal-
Packung.
Stollwerck Gold-Kakao

zu verk. Hochſtr. 54, II. (*2945m
wurde Montag früh aus dem
Anweſen, Neckarſtraße 10, ein zwei=
geſtrichener
mit zwei ſeitl. Aufſetz=
brettern
und 2 Eiſenſtützen ver=
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Handkarren. Wieder=
bringer
oder wer ſachdienliche An=
gaben
, die zur Ergreifg. des Täters
führen, macht, erhält Belohnung.
Vor Ankauf wird gewarnt. (*2882
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[ ][  ][ ]

Seite 10.

Därmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Auguſt 1912.

Jummer 184.

am Ludwigsplatz.

-Krankenkost.

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Sport.

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minſon
). Tot. 40110. Pl. 14, 28, 17:10. Unpl.: Parbleu
(4), Querſchlag, Exarch, Suitier, Felſenburg, Poltergeiſt.
½2 Lg. Herzogin Viktoria=Adelheid=Rennen, Ehren=
preis
und 10000 Mark, Diſtanz 2000 Meter: 1. Frhrn. S.
A. v. Oppenheims Royal Blue (Archibald), 2. Kreuzer
(F. Bullock), 3. Pelleas (Fox). Tot. 47110. Pl. 10, 10:10.
Unpl. Quirl (4), Ordnung. 43 Lg. König Ferdinand
Jagd=Rennen, Ehrenpreis und 3350 Mark, Diſtanz 3200
Meter: 1. Hrn. Dr. F. Rieſes Doma (Beſ.), 2. Adler (Lt.
Frhr. v. Berchem), 3. Lobelia (Hr. Jahrmarkt). Tot.
20110. Pl. 11, 13:10. Unpl.: Carl Joſeph, Fairfax (4),
Syndieus. Ueberlegen 35 Lg. Herzog Karl Eduard=
Rennen, Ehrenpreis und 20000 Mark, Diſtanz 3200 Meter:
1 Hrn. Utzſchneiders Cairo (Archibald), 1 Geſtüt
Gürzenichs Sarenna (Schläfke), 3. Savoy the Firſt (F.
Bullock). Tot. 32 (Cairo), 169 (Sarenna):10. Pl. 25, 62,
24:10. Unpl.: Cambronne (4), Sagitta, Nonſens, Laps,
Royal Flaſh, Litterature, Oſtwind. Tot. Rennen1 Lg.
Preis vom Boxberg, 3000 Mark, Diſtanz 1400 Meter:
1. Hrn. W. Lindenſtädts Abendſtern (Wurſt), 2. Peking
(Jangl), 3. Ria (Bullock). Tot. 32:10. Pl. 14, 18110.
Unpl.: Brennus. Leicht 1½2½ Lg. Seebach= Memo=
rial
, Ehrenpreis und 10000 Mark, Diſtanz 6000 Meter:
1. Graf Frankenbergs Sieglinde (Lt. v. Egan=Krieger),
2. Hilarion II (Hr. Purgold), 3. Bocskoros (Lt. v. Moß=
ner
). Tot. 60110. Pl. 26, 24:10. Unpl.: Moſes, Scotch
Moor. Kampf ¾7 Lg.
Schach. Das Internationale Schach=
meiſterturnier
zu Breslau iſt jetzt mit der Er=
ledigung
der Hängepartien beendet worden, die noch
zwiſchen Teichmann und Rubinſtein, ſowie Teichmann
und Przepiorka offen ſtanden. Da beide Partien remis
wurden, erreichten Duras und Rubinſtein den gleichen
Stand mit 12 Points und teilten die beiden erſten Preiſe
von 2000 und 1500 Mark. Teichmann wurde mit 11½
Punkten Dritter und erhielt den dritten Preis von 1000
Mark. Schlechter und Tarraſch teilten den 4. und 5. Preis
bei einem Stand von 11 Punkten. Sechſter Preisträger
wurde Marſhall bei einem Stand von 9½ Punkten, Sie=
benter
Spielmann mit 9 Points. Mit je 8½ Punkten teil=
ten
ſich Mieſes Barrasz, Przepiorka und Breyer den 8.
und 9. Preis. An Erich Cohn fiel noch ein Spezial=Preis.
sr. Lawn=Tennis. A. F. Wilding, der berühmte
auſtraliſche Lawn=Tennis=Champion, beabſichtigt, ſich vom
Lawn=Tennis=Sport zurückzuziehen. Als Grund für
dieſen Rücktritt gibt der Auſtralier an, daß er ſich nicht
mehr wie bisher in erſter Linie mit ſeiner Paſſion be=
ſchäftigen
kann, ſondern ſich vielmehr in Zukunft zuerſt
ſeinen Geſchäften und dann in zweiter Linie dem Sport
widmen werde. Erſt das große nächſtjährige Lawn=
Tennis=Turnier in Wimbledon wird ihn wieder als
Teilnehmer ſehen.

Landwirtſchaftliches.

Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 30. Juli bis 5. Auguſt 1912.
Die Abwickelung des Julitermins hat ſowohl in Ber=
lin
als auch in Paris und Chicago den Schuldnern noch

manches Preisopfer auferlegt. Aber auch ſonſt war die
Stimmung in der Berichtswoche überwiegend feſt, denn
die Witterungsverhältniſſe waren für den Fortgang der
Ernte nicht immer günſtig. In Frankreich riefen an=
dauernde
Niederſchläge Befürchtungen wegen der Quali=
täten
hervor, und auch in Deutſchland verzögerten ſich die
Erntearbeiten, während die Feuchtigkeit den Hackfrüchten
und Futterpflanzen ſehr zuſtatten kam. Beſonders ins Ge=
wicht
fällt die Verſpätung der ruſſiſchen Ernte; die Zu=
fuhren
an den ruſſiſchen Märkten ſind noch ſehr ſpärlich,
nur Gerſte, deren Qualität aber viel zu wünſchen übrig
laſſen ſoll, kam etwas ſtärker zum Vorſchein. Amerika
hatte lebhaftes Exportgeſchäft und infolgedeſſen durch=
ſchnittlich
feſte Tendenz trotz günſtiger Beurteilung der
Ernteſituation. Nicht ohne Einfluß auf die Marktlage
war der Umſtand, daß die Weltverſchiffungen nur 157000
Tonnen umfaßten gegen 281000 Tonnen in der Vergleichs=
woche
des Vorjahres. In Deutſchland blieb die Nachfrage
Italiens für Weizen weiter beſtehen, was die Exporteure
immer wieder zu Deckungen im Lieferungsgeſchäft veran=
laßte
, aber auch ſonſt regte die im Verhältnis zum Welt=
markte
niedrige Preislage Kaufluſt für Herbſtlieferung an.
Roggen wurde ſchon etwas ſtärker angeboten aber die
Mühlen verhielten ſich den noch nicht ganz trockenen
Qualitäten gegenüber ziemlich reſerviert. Andererſeits
machte ſich für ruſſiſchen Roggen zu Miſchzwecken Begehr
geltend, und da der Erdruſch vielfach nicht den Erwart=
ungen
entſpricht, ſo verhielten Abgeber im Lieferungs=
geſchäft
ſich um ſo vorſichtiger, als noch viel Roggen im
Felde ſteht, deſſen Beſchaffenheit durch Regen zu leiden
droht. Hafer iſt in alter Ware knapp und bei höheren
Preiſen dringend begehrt, während für Abladung die
Unternehmungsluſt nicht ſonderlich lebhaft iſt. Herbſt=
lieferung
war eher feſter, da die Ausſichten für die Hafer=
ernte
in Weſt= und Süddeutſchland teilweiſe ungünſtig be=
urteilt
werden und auch die ruſſiſche Haferernte nicht all=
gemein
befriedigen ſoll. Braugerſte wurde ſchon mehrfach
angeboten, doch hat ſich das Geſchäft darin noch nicht ent=
wickelt
. Die Qualitäten ſind ſehr verſchieden, auch in
Oeſterreich=Ungarn läßt die Beſchaffenheit vielfach zu
wünſchen übrig, ſo daß feine Ware dort hohe Preiſe
bringt. Ruſſiſche Gerſte iſt nach Erledigung der Juli=
Kontrakte ſtark im Preiſe zurückgegangen, während Mais
trotz großer argentiniſcher Verſchiffungen etwas höher be=
zahlt
werden mußte. Es ſtellten ſich die Preiſe für inlän=
diſches
Getreide am Markttage wie folgt:

Weizen
Roggen
Hafer
)190
164
Königsberg.
166½
Danzig
170
Stettin
165
187 (*4
Poſen
216
188 (*2
213 ( ) 166
Breslau .
170
208 (*2
Berlin
202
220 ( ) 164
Magdeburg
-
173
)210
Halle
212
172
Leipzig
218 (
208
225 ( ) 174
Dresden
)190
173
Roſtock
204
Hamburg
178
226
) 182
197
Düſſeldorf
217
)178
Köln
213
) 175
220
Frankfurt a. M. 215
Mannheim . 220 (2½) 182½
)220
185
Straßburg . . 220
220
192
München .
)230

Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Sept. 209,50
(-2), Peſt Okt. 194,55 ( 2,05), Paris Auguſt 223,90
(P 1,60), Chicago Sept. 143,50 (0,95), Roggen: Berlin
Sept. 169,75 (0,25), Hafer: Berlin Sept. 168,75 (0,75),
Futtergerſte: Südruſſ. frei Hamburg unverzollt Juli
125 (13), Auguſt 119,25 (3), Sept.=Dez. 118,50
( 2,50), Mais: La Plata Juli=Auguſt 108 (* 1) Mark.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt 1.

Geöffnet an Wochentagen von 9 12 Uhr vorm. und
8 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 29. Juli: dem Sergeanten Hch.
Otto, eine T. Elſe, Marienplatz 1. Am 1. Auguſt: dem
Schuhmacher Adam Bock, ein S. Kurt Hans, Nieder=
Ramſtädterſtr. 37. Am 31. Juli: dem Taglöhner Rein=
hard
Herd, eine T. Dora, Langgaſſe 30. Am 28.: dem
Privatier Gg. Hch. Gunkel, ein S. Johann Georg Ni=
kolaus
Kurt, Grafenſtr. 37. Am 5. Auguſt: dem Kranen=
führer
Gg. Hch. Bretſch, ein S. Karl, Eckhardtſtr. 3.
Aufgebotene. Am 2. Auguſt: Hilfsſchaffner Alois
Bren, hier, und Dienſtmagd Klara Schreiner zu Heu=
hof
. Am 3.: Landwirt Wilhelm Rau zu Obermutſchel=
bach
, und Hedwig Leonhardt, ebendaſelbſt. Schneider
Philipp Drott, und Dienſtmädchen Katharina Enders,
beide zu Pfungſtadt. Fabrikarbeiter Karl Möller zu
Nieder=Ramſtadt, und Dienſtmädchen Katharina Eliſa=
betha
Schmidt, Pankratiusſtr. 35. Am 5.: Bildhauer
Max Emil Schober zu Egelsbach, und Krankenpflegerin
Katharina Völker, hier. Tapezierer Karl Peter Auguſt
Horn, Langgaſſe 6, und Buchbinderarbeiterin Eliſabetha
Gaubatz, Karlſtr. 58. Gaſtwirt Johann Georg Ludwig
Gelfius Mollerſtr. 2, und Eliſabetha Wolf zu Els=
heim
. Schreiner Karl Friedrich Wilhelm Hochſtätter,
Saalbauſtr. 28, und Dienſtbote Lina Chriſtina Roth,
Saalbauſtr. 28. Ingenieur Simon Albert Freimuth,
genannt Roskopf, zu Gelſenkirchen, und Eliſabeth Karo=
line
Katharina Johanna Franz, Ireneſtr. 6.
Eheſchließungen. Am 3. Auguſt: Profeſſor am Gym.
naſium in Offenburg Edmund Krauß in Offenburg, mit
Frieda Schäfer, hier. Maſchinenarbeiter Philipp
Schanz in Traiſa, mit Margarete Kunkelmann, hier.
Mechamiker Heinrich Alemann mit Gertrude Lotter,
beide hier. Briefträger Adam Weber in Groß= Stein=
heim
, mit Anna Barbara Daum in Reichelsheim. Ta=
pezierer
Karl Litſchgi, mit Köchin Eliſabetha Simon,
beide hier. Am 5.: Diplom=Ingenieur Max Wilh. Aug.
Ludwig Gottfried Radzuweit in Gießen, mit Johanna
Schneider in Meſſel.
Geſtorbene. Am 1. Auguſt: Andreas Werwatz, S.
des Milchhändlers, 7 J., ev., Dieburgerſtr. 21. Chriſtiane
Marie Morchel, geb. Wiegand, Ehefrau des Lokomotiv=
heizers
, 25 J., ev., Beckerſtr. 26. Am 2.: Eugen Wilhelm
Gſchwind, S. des Buchbinders, 1 J., ev., Große Kapla=
neigaſſe
26. Georg Johann Müller, S. des Taglöhners,
3 J., ev., Langgaſſe 47. Henriette Hofmann, T. des
Buchdruckers, 2 J., ev., Eliſabethenſtr. 30. Wilhelm
Jakob, S. des Packers, 1 J., kath., Große Ochſengaſſe 30.
Am 3.: Eugenie May, ohne Beruf, 52 J., ev., Lager=
hausſtr
. 24. Privatin Auguſte Stumpf, 79 J., ev., Hoch=
ſtraße
13. Am 4.: Diviſionsküſter i. P. Johann Georg
Schott, 84 J., ev., Soderſtr. 46. Privatin Eliſabeth
Katharina Marie Schmitts, 63 J., ev., Wilhelminenſtr.
29. Lokomotivführer Valentin Werkmann, 40 J., ev.,
Landwehrſtr. 33.

Großh. Landesmuſeum. Geöffnet: Sonn= und
Freitags von 101 Uhr, Mittwochs und Sonntags
von 35 Uhr, Eintritt frei; Dienstags, Donnerstags
und Samstags von 111 Uhr gegen Eintrittsgeld.
Städtiſches Hallenſchwimmbad Mühl=
ſtraße
33 (geöffnet an Werktagen von 7 Uhr morgens
bis 8½ Uhr abends, Sonntags von 712½ Uhr
morgens).
Verkehrs=Verein: öffentliches Verkehrsbureau
Ernſt Ludwigsplatz (Zentrale der elektriſchen
Straßenbahn). Auskünfte jeder Art.

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[ ][  ][ ]

Nummer 184.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Auguſt 1912.

Seite 11.

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können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dort=
ſelbſt
jeden Werktag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
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Darmſtadter Wochenmarkt.

Mit der Verlegung der elektriſchen Straßenbahn nach dem
Oſtbahnhof wurde heute begonnen. Während des Baues der Bahn=
ſtrecke
Kleine Bachgaſſe-Langgaſſe kann der frühere Schlachthaus=
platz
zur Aufſtellung der Landfuhrwerke nicht in dem ſeitherigen
Umfange benutzt werden. Die hier, ſowie am Schloßgraben nicht
unterzubringenden Wagen müſſen auf dem Gelände weſtlich des
Hallenſchwimmbades Aufſtellung finden. Die Zufahrt zu dieſem
Gelände hat durch die Holzſtraße, Langgaſſe und Kleine Kaplanei=
gaſſe
zu erfolgen.
(16597im
Den Anweiſungen des Marktmeiſters und der Polizeiorgane
iſt Folge zu leiſten.
Darmſtadt, den 5. Auguſt 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
I. V.: Schmitt.

Darmſtädter Herbſtmeſſe 1912.

Für die vom 22. September bis 1. Oktober 1912 dauernde
Herbſtmeſſe und die am 22., 23. und 29. September d. Js. ſtatt=
findende
Beſſunger Kirch= und Nachkirchweihe werden die folgenden
Plätze auf dem Wege des ſchriftlichen Angebots vergeben.
a) Herbſtmeſſe:
1. für ein Dampfkaruſſell bis 18 m Durchmeſſer,
2. für zwei Karuſſells oder Schaukeln (ohne Dampfbetrieb) bis
12 und 15 m Durchmeſſer,
3. für ein Hippodrom oder großes Schaugeſchäft bis 22 m
Durchmeſſer,
4. für einen Kinematographen oder ein Schaugeſchäft bis 25 m
Front und 1214 m Tiefe (einſchl. Stützen),
5. für mehrere Schaubuden in verſchiedenen Größen,
6. für mehrere Schießbuden und
7. für eine Photographiebude.
b) Beſſunger Kirch= und Nachkirchweihe:
1. ein Platz von 11 m Durchmeſſer für Karuſſell oder Schaukel
ohne Dampfbetrieb,
2. ein Schau= oder Schießbudenplatz bis 8m Front und 6m Tiefe.
Die Bedingungen mit Angebotſchein und Plan ſind gegen
Einſendung von 50 Pfg. von mir zu beziehen. Sie liegen nebſt dem
Plan auch bei dem ſtädtiſchen Marktmeiſter (Rathaus am Marktplatz)
zur Einſicht offen.
Allen Angeboten ſind genaue Angaben über die Größe und
die einzelnen Abmeſſungen der Geſchäfte beizufügen. Angebote auf
Schaubudenplätze müſſen außerdem eingehende Angaben über die
Art des Unternehmens enthalten.
Angebote ſind, unter Verwendung der vorgeſchriebenen An=
gebotsſcheine
und mit der Aufſchrift Angebot auf Meßplätze ver=
ſehen
, bis ſpäteſtens
Dienstag, den 20. Auguſt, vormittags 11 Uhr,
einzureichen.
Die ſämtlichen übrigen Plätze werden öffent=
lich
verſteigert, und zwar:
1. mehrere Plätze für große Zuckerbuden von 8 X 2½ m,
2.
Waffelbuden bis 9 X 4 m.
3. die ſämtlichen Plätze für Verkaufsbuden und
4. die Plätze für Geſchirr, Glas und Porzellan.
Die Verſteigerung findet ſtatt am Dienstag, den 3. Sep=
tember
, vormittags 9 Uhr, im oberen Lokal der Turngemeinde am
Woogsplatz.
Der Meßplan und die Verſteigerungsbedingungen liegen
bei dem ſtädtiſchen Marktmeiſter zur Einſicht offen.
Darmſtadt, den 30. Juli 19r2.
(16433a
Der Oberbürgermeiſter
I. V.: Schmitt.

Die Zimmerarbeiten

bei Herſtellung der Einfriedigung des Gaswerks längs des früheren
Odenwaldbahndamms ſollen vergeben werden.
Arbeitsbeſchreibung und Bedingungen, ſowie die Zeichnung
für die Ausführung liegen bei der unterzeichneten Verwaltung, Frank=
furterſtraße
Nr. 29, Zimmer Nr. 3, während der Dienſtſtunden offen,
woſelbſt auch die Arbeitsbeſchreibung nebſt Angebotsſchein abgegeben
werden.
Angebote ſind bis Mittwoch, den 14. Auguſt, vormittags
11 Uhr, bei der unterzeichneten Verwaltung einzureichen.
(16640mf
Darmſtadt, den 5. Auguſt 1912.
Städtiſche Gaswerks=Verwaltung.
Friedrich.

Darmstädter
Sprach-u. Handelsschule
10 Luisenstrasse 10
Leiter: Emil Held u. Hieron, Schneider.
Gründl. Unterricht in kaufm. Fächern, fremden Sprachen,
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Stenogr. u. Maschinenschreiben.
Kurse: Anf. jed. Viertelj. Einzelunt.: jederzeit.

Bauplanfeſtlegung.

Der Bebauungsplan über die
Südſeite des Landwehrwegs von
der Weiterſtädter Straße bis zum
Tor des neuen Güterbahnhofs
liegt in der Zeit vom 8. bis ein=
ſchließlich
23. d. Mts. bei dem
Stadtbauamt, Grafenſtraße 30, zur
Einſicht offen.
Einwendungen gegen den Plan
ſind, bei Meidung des Ausſchluſſes,
ſchriftlich oder zu Protokoll daſelbſt
vorzubringen.
(16662ms
Darmſtadt, den 5. Auguſt 1812.
Der Oberbürgermeiſter
J. V.: Jaeger.

Verſteigerungs-Anzeige.

Mittwoch, den 7. Auguſt 1912, nachm. 3 Uhr,
verſteigere ich im Verſteigerungslokal Zur Ludwigshalle dahier
(Obergaſſe) öffentlich meiſtbietend gegen Barzahlung:
Einen Bücherſchrank, 1 Aquarium, 1 Vertiko, 1 Waſchtiſch
mit Spiegel, 1 Spiegelſchrank, 1 Plüſchgarnitur, beſtehend
aus Sofa u. 6 Stühlen, 1 Trumeau mit Spiegel, 1 Landauer,
1 Jagdwagen u. a. m.
(16692
Darmſtadt, 6. Auguſt 1912.
Kapp, Gerichtsvollzieher
zu Darmſtadt, Friedrichſtraße 24, I.

Schulgeld=Erhebung.

Das Schulgeld für das Großh.
Realgymnaſinm, die Großh.
Liebigs= und die Großh. Lud=
wigs
=Oberrealſchule, die Vor=
ſchule
der Großh. Gymnaſien,
die Viktoriaſchule und das Leh=
rerinnenſeminar
, die Eleonoren=
u
. Frauenſchule ſowie die Mittel=
ſchulen
für das III. Kalender=
vierteljahr
1912 iſt bei Mei=
dung
des Beitreibungsverfahrens
bis Ende I. Mts. an den
Werktagen, vormittags von 8 bis
12½ Uhr, hierher zu entrichten.
Darmſtadt, 2. Auguſt 1912.
Die Stadtkaſſe.
Koch. (16665a

Vergebung von Abbruch=
Arbeiten.

Die Erd= und Abbruch=Arbeiten
zur Beſeitigung des Dammes der
verlaſſenen Odenwaldbahn in
Darmſtadt ſollen öffentlich ver=
dungen
werden.
Die Angebote ſind poſt= und
beſtellgeldfrei und verſiegelt mit
der Aufſchrift: Angebot auf Aus=
führung
von Erd= und Abbruch=
Arbeiten bis zum 20. Auguſt
ds. Js., vormittags 11 Uhr, an
die Großh. Heſſ. Eiſenbahn= Bau=
abteilung
Darmſtadt, Dornheimer
Weg, einzuſenden.
Die Eröffnung der Angebote
erfolgt zu dem bezeichneten Zeit=
punkte
im Konferenzzimmer des
neuen Hauptbahnhofes Darmſtadt.
Zuſchlagsfriſt 3 Wochen.
Die Angebotsformulare mit
Zeichnungen und Bedingungen
können auf dem Büro der Bau=
abteilung
eingeſehen und gegen
poſtfreie Einſendung von 50 Pfg.
in bar bezogen werden. (316585
Darmſtadt, 1. Auguſt 1912.
Großh. Heſſ. Eiſenbahn=
Bauabteilung.

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(7856P

[ ][  ][ ]

Seite 12.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Auguſt 1912.

Nummer 184.

O
Sonunc
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2
Erſcheint 2 mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten. Für den
Wohnungs=Anzeiger beſtimmte Inſerate müſſen ſtets tagsvorher bis ſpäteſtens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen. Später uns zugehende Inſerate können
nur am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden.

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[ ][  ][ ]

Nummer 184.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Anguſt 1912.

Seite 13.

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Seite 14,

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Auguſt

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Nummer 184.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Augnſt 1912.

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Seite 18

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Auguſt 1912.

Nummer 184.


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32.

Ach was für ein entzückendes Kind, rief Hildes
Stimme dicht neben ihm, ſo daß er ſich ihr zuwenden
mußte. Die hielt ein Bild in ihren Händen.
Das iſt mein Sohn.
Und ich laß mich von ihm Großvater nennen, fiel der
Kammerherr ein, und als er ſah, wie kinderlieb die junge
Frau war, die eine Schar jüngerer Geſchwiſter beſaß, ſo
begann er Wunnderdinge von Bubi zu erzählen.
Wie alt iſt der Kleine?
Er iſt gerade vier Jahre alt geworden.
Ach, ſo alte Eheleute ſind Sie ſchon? neckte Hilde
Friedrich Wilhelm. Ich dachte Onkel ſagte doch
Verwundert blickte ſie dem raſch davoneilenden Haus=
herrn
nach, es ſah aus, als wollte er ſich ihr entziehen.
Beſonders nicht hier, klang es an ihrem Ohr wieder,
obwohl Hachfeld längſt mit der ſchönen Hausfrau im an=
ſtoßenden
Wohnzimmer verſchwunden war. Sie ſah raſch
zu dem Kammerherrn hin, der ſetzte aber mit großer Um=
ſtändlichkeit
das Bild Wilhelms wieder an ſeinen Platz
und drehte ihr faſt den Rücken.
Nun müſſen Sie mir aber ſagen, was Sie am liebſten
hören möchten, gnädige Frau. Der alte Herr hatte ſich ihr
wieder zugewandt und führte ſie zu den anderen. Sie ſind
zine Freundin von Mozart? Wie wäre es mit Figaro?

Hilde fand Friedrich Wilhelm hier wieder, er ſaß
neben Rauch in einer unbeleuchteten Ecke des großen
Raumes und ließ ſich von ihm Jagdgeſchichten erzählen.
Vom Flügel her erklang das prickelnde Lachen Annas.
Nein, nicht das, Graf. Sie ſahen ſich in die Augen, die
Erinnerung an irgend eine luſtige Stunde der Vergangen=
heit
ließ ſie einen Augenblick die Umgebung vergeſſen.
Singe etwas von dem Figaro, Anna, bat der Kammer=
herr
und ließ ſich auf einen Seſſel in der Nähe des In
ſtrumentes nieder.
Haben Sie gefunden? fragte Hachfeld und präludierte
leiſe.
Hier, doch Sie ſekundieren.
Mit meiner gebrochenen Stimme.
Mit der meinen können Sie kühn in Wettbewerb
treten.
Na, auf Ihre Verantwortung, ſchönſte Frau. Ich bin
heute in einer Laune Sie ſind ein Jungbrunnen,
Anna, wie ich Ihnen ſchon früher ſagte.
So raſch und leiſe Rede und Gegenrede auch gefallen
war, Anna hatte ſich doch bei den letzten Worten ängſtlich
und ſchuldbewußt nach ihrem Mann umgeſehen. Seine
Augen blitzten ihr aus der Ecke drohend entgegen.
Ein jäher Schrecken befiel ſie, dann aber folgte ein
wohliges Gefühl glühenden Triumphes. Wie er ihr jetzt
entgegenkam, das war ja helle Eiferſucht, die ihn verzehrte.
Eiferſucht. Nun hielt ſie ihn. Wo Eiferſucht war, da
war auch noch Liebe. Vorwärts, vorwärts, ſie war auf
dem richtigen Weg. Dieſer Graf war gerade zur richtigen

Zeit gekommen und mit ihm die verliebten Leutchen. So
etwas ſteckt an.
Und ſie ſang ſang und ſpielte wie noch nie. Der
Graf unterſtützte ſie mit ſeinem weichen, gut geſchulten
Bariton. Es war ein Genuß, den beiden zuzuhören.
Als gerade wieder ein Duett zu Ende war, rief der
Kammerherr ganz entzückt: Das Vergnügen müſſen Sie
uns öfter verſchaffen, Hachfeld, Ihre Stimmen paſſen ſo
wunderbar gut zuſammen, als wären Sie miteinander ein=
geſungen
.
Hachfeld trat zu dem alten Herrn, während Anna
heimlich lachend den Flügel ſchloß. Ich ſtehe ſtets zu Ihrer
Verfügung, Herr von Bagewitz.
Das ſoll ein Wort ſein. Anzumelden brauchen Sie
ſich nicht, und iſt die Hausfrau mal verhindert, Sie zu
empfangen, ſo laſſen Sie ſich bei mir melden, wir plaudern
dann von alten Zeiten.
Die Gäſte brachen auf, und als ſie ſo durch die ſchwei=
gende
Sternennacht fuhren, ſagte Hilde: Ein entzückender
Tag und reizende Menſchen, gerade ſo reizend und in=
tereſſant
wie Altenwerder ſelber. Hierher werde ich
immer gern kommen.
Der alte Herr iſt charmant, ſtimmte Rauch ein.
Der junge iſt etwas ernſter.
O, ich habe mich prächtig mit ihm unterhalten.
Das glaube ich wohl, dachte Hachfeld bei ſich, weun
man einen ſo aufmerkſamen Zuhörer für alte Jagd=
geſchichten
findet.
Und Frau von Bagewitz iſt ſchön ſehr ſchön.

[ ][  ][ ]

Nummer 184.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Auguſt 1912.

Seite 19.

Lange nicht ſo ſchön wie du, kleine Frau, behauptete
Rauch und drückte die Hand der Gegenüberſitzenden.
Und hat einen ſo ſchönen Knaben ideal ſchön
Das kann man von einer ſolchen Frau nicht anders
erwarten. Bei uns
Du! Hilde drohte dem indiskreten Mann errötend zu
und, um nur etwas zu ſagen, fügte ſie hinzu: Der Junge
iſt ſchon vier Jahre alt.
Vier Jahre! Rauch war plötzlich ganz bei der Sache.
War denn Bagewitz ſchon einmal verheiratet, Onkel?
Nicht daß ich wüßte, antwortete Hachfeld und blickte
ſo gleichgültig wie möglich drein.
Ja aber dann iſt Frau von Bagewitz Witwe ge=
weſen
.
Kann ſchon ſein, ich bin nicht informiert.
Ach ſo, ließ ſich plötzlich die Stimme der jungen Frau
bernehmen, ſie war der Unterhaltung mit größter Auf=
merkſamkeit
gefolgt. Aber der Kammerherr hat den
Knaben ausdrücklich ſeinen Enkel genannt.
Warum nicht, Hilde?
Na, es iſt doch nicht ſein Enkel.
Kindchen, was du wieder viel fragſt. Wenn er
Großvatergefühle hat, ſo laß ihm doch die Freude. Ich
habe ſie ja demnächſt hoffentlich auch, wenn ihr mich zum
Großonkel macht.
Nun wurde das kleine Frauchen aber ſo verlegen, daß
ſie nur noch Gedanken für ſich und ihr verſchwiegenes Glück
hatte, und alles Fragen nach anderer Leute Kinder hatte
damit ein Ende.
Elftes Kapitel.
Wenn Hachfeld aber glaubte, damit einer Entdeckung
der wirklichen Verhältniſſe auf Altenwerder vorgebeugt

zu haben, ſo hatte er die Rechnung ohne die Wißbegier
der jungen Frau gemacht, die, ſich ſelbſt ſo übermenſchlich
glücklich fühlend, auch gern in anderer Leute Eheleben
herumſpürte, nur um einen Vergleich zu ziehen.
Es waren noch nicht vier Tage vergangen, als ſie ihren
Mann, der gerade aus dem Revier heimkehrte, mit allen
Anzeichen größter Aufregung entgegenſtürzte und ihn
haſtig in ſein Zimmer zog.
Denke dir, Ernſt, Bagewitz ſind erſt drei Monate ver=
heiratet
, genau ſo lange wir wir.
Was iſt denn ſo Aufregendes dabei, kleine Frau?
Und das Kind iſt vier Jahre=
Sie war eben Witwe.
Ganz recht, und ſie war mit dem verkommenen Sohn
des Kammerherrn verheiratet und nach ſeinem Tode
tauchte ſie hier plötzlich mit dem ſchönen Kind auf, gerade
als der junge Bagewitz mit der Enkelin des alten Herrn
verlobt war. Nun hat er die Braut im Stich gelaſſen,
um die Mutter des Erben zu heiraten.
Das geht ja ſchließlich doch nur die beiden an, Hilde.
Wie viele Ehen werden des Vorteils wegen geſchloſſen,
oder aus Familienrückſichten.
Sie ſoll ſogar auf dem Theater geweſen ſein und iſt
von ganz dunkler Herkunft. Sie iſt ſehr gefallſüchtig und
ſo auffallend benahm ſie ſich mit Onkel. Und mit einer
ſolchen Frau habe ich ſo freundſchaftlich verkehrt. Das iſt
ja ſchrecklich. Wenn das die Eltern wüßten.
Ach, die verkehren noch mit ganz anderen Damen.
Denke an die Redern und die Woltersdorf.
Aber bei denen iſt alles nur Vermutung, Ernſt, man
weiß nichts Beſtimmtes, während hier Tatſachen vor=
liegen
.

Und ich ſage dir, daß die Frau geſellſchaftlich mit der
Anerkennung des Kammerherrn unſeres Gleichen iſt.
Das Kind aber iſt in ſeine vollen Rechte eingeſetzt und hat
in dem jungen Bagewitz einen zweiten Vater gefunden,
wie man ihm keinen beſſeren wünſchen kann.
Und du willſt, daß ich dort weiter verkehre, Ernſt?
Es wird ſich nicht vermeiden laſſen. Onkel wird der=
ſelben
Anſicht ſein.
Sie ging ganz dicht an ihn heran und flüſterte an
ſeinem Ohr: Onkel iſt in die gefährliche Frau verliebt.
So laß ihn doch. Rauch lachte plötzlich laut auf und
mahm ſein Frauchen in ſeine Arme, um ſich von den roten
Lippen ſeinen Zoll zu holen.
Und darüber kannſt du noch lachen?
Wer wird immer den Sittenrichter ſpielen wollen,
Onkel iſt doch nun einmal Junggeſelle, die mißt man mit
anderem Maß.
Hilde machte ſich in hellſter Empörung los, ihre
lluſtigen Augen blickten ihren geliebten Bären plötzlich
feindſelig und mit hell auflodernder Eiferſucht an. Sage
mal, biſt du auch ein ſolcher Junggeſelle geweſen?
Da du keinen Witwer geheiratet haſt, ſo muß ich die
Frage bejahen.
Und du haſt auch mit verheirateten Frauen dein Spiel
getrieben?
Hm!
Ernſt! Die junge Frau geriet ganz außer ſich. Haſt
du vielleicht auch mal ein ſolches Verhältnis gehabt?
Rauch nahm die Eifernde einfach in ſeine Arme und
führte ſie zu dem großen Sofa, wo er ſie, ohne ſie los=
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Seite 20.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 7. Auguſt 1912.

Nummer 184.

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Konzert der Kapelle
des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61.
1. O bitt euch, liebe Vögelein,
Marſch von Janovius. 2. Ouver=
ture
zur Operette Banditenſtreiche‟
von Fr. v. Suppé. 3. Wo ſteht
denn das geſchrieben? Terzett
aus Der liebe Auguſtin von L.
Fall. 4. Weana Madl, Walzer
von M. Ziehrer. 5. Ja, das haben
die Mädchen ſo gerne aus Auto=
liebchen
von Gilbert. 6. Rhein=
Marſch von Joh. Peters.

Woog, am 6. Auguſt 1912.
Waſſerhöhe am Pegel 3,52 m.
Luftwärme 16 C.
Waſſerwärme vorm. 7 Uhr 20% C.
Woog=Polizei=Wachr.

Go gehen wir wahrend der
Hitze gegen Abend hin?
Alls Oberwalahaus gonder

Beliebt ist
ein Ausflug in das
reizend gelegenete
Rheinhotel Nierstein.
Bekannt durch seine Küche und Weine.
Schattige Rheinterrassen, grosser Saal,
Autogarage, Stallung, Fernspr. 31.

Bäckerei= und Konditorei=Filiale
mit Kaffeestube
Landgraf Georgstrasse 3
(hinter dem Schwimmbad)
(15121a
Wilhelm Mitze
Inhaber:
Grossh. Hess. Hoflieferant.

empfehle
Liebhabern einer
Tafelkartoffel
meine
wirklich feinen
Holländer Goldgelbe
Mehlhaltig, aber nicht zerkochend, reinſchmeckend, übertrifft dieſe
Kartoffel weſentlich alle Sorten hieſiger Kreszenz.
Mk. 4.50 per Ztr.
Wirten und Wiederverkäufern Vorzugspreiſe. (*2954mf
Fernspr. 86a. W. Nungesser,
Dieburgerstrasse 10.