Abonnementspreis
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175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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werden angenommen in Darmſtadl,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annonen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
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ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Die Zweite Kammer und die
Landesſy=
node ſind geſtern zuſammengetreten. In der
Zwei=
ten Kammer gab Finanzminiſter Braun eine
Erklä=
rung zur Beamtenbeſoldungsvorlage und über die
Stellung der Regierung zu den Vorſchlägen des
Finanzausſchuſſes ab.
Der Präſident der preußiſch=heſſiſchen
Giſenbahndirektion, in Mainz Dr.
Michaelis iſt geſtern infolge eines Schlaganfalles
plötzlich geſtorben.
Der Kaiſer iſt geſtern vormittag in Danzig
ein=
getroffen.
Der italieniſche Senat nahm die
Geſetzesvor=
lage, betr. die Errichtung eines
Kolonial=
miniſteriums an und vertagte ſich auf
un=
beſtimmte Zeit.
Die franzöſiſche Kammer hat den
Protek=
toratsvertrag über Marokko mit 460 gegen
79 Stimmen angenommen.
Das zur Ueberfahrt über den
Atlanti=
ſchen Ozean beſtimmte Luftſchiff Akron
explodierte, wobei 8 Mann ums Leben kamen.
Durch den Wirbelſturm in Regina (Kanada)
wurde ein Schaden von 11 Millionen Dollars
ange=
richtet. 3000 Menſchen ſind obdachlos.
Zur Kaiſerreiſe nach Rußland
ſchreibt die Köln. Ztg.: Wenn jetzt ſchon, bevor die
Be=
gegnung des deutſchen Kaiſers mit dem Kaiſer von
Rußland ſtattgefunden hat, in einem gewiſſen Teile der
Preſſe Mitteilungen darüber verbreitet werden, worüber
ſie bezw. ihre Miniſter verhandeln werden, ſo muß man
ſich wohl darauf vorbereiten, daß nach der Begegnung
mit demſelben Anſchein des Wiſſens ebenfalls und noch
mehr der Verſuch unternommen werden wird, aus dem
angeblichen Verlauf der Unterredungen politiſches
Ka=
pital zu ſchlagen. Es iſt vielleicht nicht unnötig, jetzt
ſchon auf dieſe Möglichkeit hinzuweiſen.
Voraus=
ſchauend, aber falſch vorausſchauend hat ſich der Matin
aus Petersburg melden laſſen, daß dort die Meinung
vorherrſche, der Kanzler werde mit wichtigen
Vorſchlä=
gen kommen in Bezug auf den italieniſch=
tür=
kiſchen Krieg, mit denen er auf eine Schwächung
der Triple=Entente hinarbeiten wolle. Ohne in die
Ab=
ſichten des Reichskanzlers eingeweiht zu ſein, wird man
doch ohne weiteres annehmen können, daß der
Reichs=
kanzler derartige Vorſchläge nicht unterbreiten
wird, weil das mit unſerer ganzen gegenüber dem ita
lieniſch=türkiſchen Kriege befolgten Haltung. im
Wider=
ſpruch ſtehen würde. Wir haben bisher uns ſorgſam
gehütet, die Initiative zu Friedensvorſchlägen zu
ergrei=
fen. Wenn andere ſolche Vorſchläge bringen, ſo werden
wir ſie ohne Voreingenommenheit prüfen, und wenn ſie
brauchbar erſcheinen, gern unterſtützen, aber Anregungen
dürften nach dieſer Seite von Deutſchland nicht zu
er=
warten ſein. Der Matin will ferner wiſſen, daß die
Regierungen des Dreibundes ſich gegenſeitig
ver=
pflichtet hätten, nur nach gemeinſamer Verſtändigung
unter ſich vorzugehen. Selbſt wenn in Albanien ernſte
Verwickelungen einträten und eine natürliche Löſung
des Konflikts verhinderten, ſo würde kein Vorſchlag des
Kaiſers oder des Kanzlers auf die Verpflichtung
Ruß=
lands Einfluß haben können. Wie geſagt, man wird
kaum in die Lage kommen, deutſche Vorſchläge
abzuleh=
nen, da ſolche nicht gemacht werden dürften. Im
übri=
gen aber möchten wir glauben, daß ſolche bindenden
Verpflichtungen jener Mächte, wie ſie der Matin
ſchil=
dert und wie ſie auch vom Temps angedeutet werden,
kaum abgeſchloſſen ſein werden. Wenigſtens muß man
das annehmen, wenn man erwägt, daß die Mächte des
Dreibundes bisher immer großen Wert darauf gelegt
haben, daß zur Schlichtung des Krieges zwiſchen
Ita=
lien und der Türkei das europäiſche Konzert als ſolches
einheitlich auftreten möge, und daß deshalb jede
Grup=
penbildung möglichſt zu vermeiden iſt.
Die Annahme des Protektoratsvertrags über
Marokko durch die franzöſiſche Kammer.
* In ſeiner Rede zur Begründung des
Protekto=
ratsvertrags in der Kammer führte Miniſterpräſident
Poincaré weiter aus:
Der Vertrag iſt das Ergebnis gegenſeitiger
Be=
ſprechungen mit dem Sultan, der ihn ſchließlich am
Ende ſeiner vollen Freiheit annahm. Der Sultan bat
nur, daß der Vertrag einige Zeit geheim bliebe und
daß Regnault ihn nach Rabat begleite. Leider war es
unmöglich, den Vertrag geheim zu halten Die
Unter=
zeichnung des Vertrages wurde in franzöſiſchen Blättern,
wahrſcheinlich durch eine Indiskretion des
Maghzen, bekanntgegeben, bevor wir die Depeſche
Regnaults erhalten hatten, in der er um Geheimhaltung
bat. Ich weiß nicht, ob eine Verzögerung von einigen
Tagen ausgereicht hätte, die Bevölkerung von Fez und
die Stämme zu einem beſſeren Verſtändnis des
Protek=
torats vorzubereiten. Sicher iſt, daß parteiiſche und
übelwollende Kommentare verbreitet wurden am Tage
nach der Unterzeichnung, die eine Unzufriedenheit der
Eingeborenen ſchaffen konnten. Trotzalledem war die
Meuterei in Fez unerwartet und überraſchte den
franzöſiſchen Geſandten und die Militärbehörden
Poincaré ſagte weiter: Weder Regnault noch
Moinier zweifelten an der Loyalität des Sultans.
Aber in ſeiner Umgebung trieben gewiſſe Beamte, die
das nahe Ende der ſkandalöſen Amtsmißbräuche
be=
fürchteten, von denen ſie Nutzen zogen, und gewiſſe
un=
zufriedene Paſchas bis hinauf zum Kriegsminiſter ſelbſt,
möglicherweiſe mehr oder weniger direkt dadurch zur
Revolte daß ſie unrichtige Gerüchte über die Lage des
Sultans verbreiteten, der als Gefangener der
Fran=
zoſen bezeichnet wurde. Poincaré fügte hinzu: Jetzt iſt
der Friede in Fez und der Umgebung hergeſtellt,
Gouraud entſetzte die Stadt und die Umgegend. Ohne
ſagen zu wollen, daß wir ein Tuch über die
Vergangen=
heit breiten ſollen, glaube ich doch, daß es richtig iſt,
zuerſt Lehren für die Zukunſt daraus zu ziehen. Wenn
die Regierung vor der Ratifikation General Liautey
er=
nannt hat und die Verantwortung übernehmen will, ſo
geſchah das, weil ſie entſchloſſen war, die Militär= und
Zivilgewalt in Marokko zu zentraliſieren und zu
ver=
einigen. Wie General Liautey wiſſe, ſei ſeine Pflicht,
die Intereſſen des Protektorats mit den höheren
Be=
dürfniſſen der Verteidigung des Mutterlandes in
Ein=
klang zu bringen. Die Regierung ſandte ihm alle
Ver=
ſtärlungen, die er verlangte und werde noch mehr
ſen=
den, wenn er ſie verlange. Sie wiſſe, daß er nie den
Blick auf die Lage Frankreichs in Europa verliere. In
Marokko verfüge Frankreich gegenwärtig über Truppen,
die ſich in Weſtmarokko auf 32000, im algeriſch=
marokka=
niſchen Grenzgebiet auf 11000 Mann beziffern.
Frank=
reich werde jedes Programm der Eroberung, der
direk=
ten Verwaltung und des Gegenſatzes zu den
internatio=
nalen Abmachungen verbieten. Es werde den Sultan
nicht beſeitigen. Es habe aber ein Recht, ihn zu einem
protegierten Souverän zu machen. Poincaré verſicherte,
daß Liautey das Vertrauen gerechtfertigt. Man dürfe
aber nicht erwarten, daß in Marokko wie mit einem
Zauber=
ſchlag allgemeiner Frieden herrſche. Marokko ſei ein
unruhiges und wildes Land. Die Organiſation des
Protektorats werde die unvermeidlichen Schwierigkeiten
beſeitigen. Das unternommene Werk ſei ein
langwieri=
ges, Ueberſtürzung wäre ſchädlich.
In der nachmittags fortgeſetzten Marokkodebatte
fragte der Deputierte Demonzis, warum das ſchon ſeit
mehreren Monaten verſprochene Gelbbuch über die,
dem deutſch=franzöſiſchen Abkommen
vor=
hergegangenen Verhandlungen noch immer nicht
veröf=
fentlicht worden ſei. Er erörterte ſodann die
franzöſiſch=
ſpaniſchen Verhandlungen, über die das franzöſiſche
Parlament vollſtändig im Unklaren gelaſſen werde.
Miniſterpräſident Poincaré erklärte, das Gelbbuch,
das 600 Seiten umfaßt, bedürfe längerer Vorbereitung,
denn es war nötig, ſich vorher mit der engliſchen, der
deutſchen und der ſpaniſchen Diplomatie ins
Einver=
nehmen zu ſetzen. Was die ſpaniſchen Verhandlungen
anlange, ſo hoffe er, daß ſie, falls nicht unerwartete
Er=
eigniſſe eintreten, bald zu einem befriedigenden
Ergeb=
nis führen werden. Jaurés ergriff das Wort zu
einem ſcharfen Angriff gegen den Protektoratsvertrag
und ſagte, bei den militäriſchen Anſtrengungen, zu
denen man ſich in Maroko gezwungen ſehe, ſei man
vielleicht ſchon an jener Grenze angelangt, die man,
ohne die Verteidigung des Mutterlandes zu gefährden,
nicht überſchreiten dürfe. Barthou wies nochmals
die Angriffe Jaurés zurück, worauf zur Abſtimmung
geſchritten wurde.
Der Geſetzentwurf, betreffend den
Marokkoprotekto=
ratsvertrag, wurde darauf mit 460 gegen 79
Stimmen angenommen. Gegen den Vertrag
ſtimmten nur die Sozialiſten und einige Radikale.
Deutſches Reich.
— Der Kaiſerzuſammenkunft in
Bal=
tiſch=Port am 4. Juli wird außer dem ruſſiſchen
Miniſterpräſidenten Kokowzow und dem Miniſter des
Aeußern Saſonow auch Kriegsminiſter General
Su=
chomlinow beiwohnen. Der Kaiſer bleibt zwei Tage.
Am 4. Juli findet ein Dejeuner auf der Kaiſerjacht
„Standart” ſtatt, am 5. Juli gibt es ein Diner an Bord
der „Hohenzollern”. Toaſte werden wie bei der
Pots=
damer Entrevue unterbleiben.
Ungültigkeitserklärung der Wahl
im Bingen=Alzey? Vor einigen Tagen weilte
ein Amtmann des Kreisamts Alzey in Sprendlingen,
um die im Proteſt gegen die Wahl des
Reichstagsabge=
ordneten Dr. Becker angegebenen Unregelmäßigkeiten
in dem Sprendlinger Wahllokal aufzuklären. Es wurde
jetzt amtlich feſtgeſtellt, daß von der Wahlkommiſſion
zwei Stimmen mehr protokolliert wurden, als Wähler
abſtimmten und daß die im Gegenproteſt enthaltene
Be=
hauptung, zwei mit Namen genannte freiſinnige
Wäh=
ler hätten im guten Glauben gehandelt, ſie könnten auch
bei der Reichstagswahl Doppelſtimmen abgeben, nicht
den Tatſachen entſpricht. Wo die beiden rätſelhaften
Stimmzettel herkamen, bleibt unaufgeklärt. Auch in
anderen Orten des Kreiſes Alzey ſollen die amtlichen
Beweiserhebungen die im Wahlproteſte angegebenen
Anfechtungsgründe beſtätigt haben.
— Eine Reichstagsnachwahl wird im
Wahlkreis Niederbayern 4 Pfarrkirchen notwendig
wer=
den. Der Vertreter dieſes Wahlkreiſes,
Reichstagsab=
geordneter Benedikt Bachmeier, iſt, wie gemeldet,
ge=
ſtorben. Bachmeier gehörte dem Bayeriſchen
Bauern=
bund an, hatte ſich aber im Reichstag keiner Partei
an=
geſchloſſen. Ob die Bauernbündler den Wahlkreis bei
der Nachwahl behaupten werden, dürfte zweifelhaft fein:
denn bei der Hauptwahl im Januar erhielt der
Zen=
trumskandidat 7722 (gegenüber 8632 Stimmen bei der
vorhergehenden Wahl), Bachmeier 9882 (gegenüber 7030
Stimmen bei der vorhergehenden Wahl). Dem
bayeri=
ſchen Landtag gehörte Bachmeier von 1893 bis 1905 an.
Mitglied des Reichstags war er von 1893 bis 1906 und
jetzt wieder ſeit den Januarwahlen.
— Der Streit um die chriſtlichen
Ge=
werkſchaften. Durch das Eingreifen der römiſchen
Kurie in den Streit um die chriſtlichen Gewerkſchaften
ſind die proteſtantiſchen Mitglieder der letzteren in eine
ſchwierige Lage geraten. Dies veranlaßt die
Deutſch=
evangeliſche Korreſpondenz zu folgenden Bemerkungen:
„Proteſtantiſches Ehrgefühl muß gegen dieſe
Ab=
hängigkeit evangeliſcher Volksgenoſſen vom römiſchen
Klerikalismus Verwahrung einlegen. Ein Mittel hätte
es gegeben, die Lage der evangeliſchen Arbeiter
gegen=
über den päpſtlichen Machtbeſtrebungen erträglich zu
ge=
ſtalten, wenn ein Gewerkſchaftskongreß jetzt berufen
worden wäre und beſchloſſen hätte: die chriſtlichen
Ge=
werkſchaften können als interkonfeſſionelle Veranſtals,
tungen keine Weiſungen entgegennehmen und werdeni
zuſammenhalten, ſelbſt wenn der Papſt und die Biſchöfe
den katholiſchen Arbeitern die Teilnahme an den
Ge=
werkſchaften verbieten ſollten, weil auf dieſem Gebiete
auch die katholiſchen Arbeiter an klerikale Weiſungen ſich
nicht gebunden fühlen. Das wäre eine gewiſſe
Garan=
tie für die evangeliſchen Mitglieder geweſen unter der
Vorausſetzung, daß die Kongreßmitglieder die
Gewerk=
ſchaftsmitglieder hinter ſich haben und in der Entſchei=)
dungsſtunde der Gewerkſchaftsſekretär ſtärker iſt als ders
Kaplan. In allen bisherigen Aeußerungen des
Vor=
ſtandes der Gewerkſchaften iſt dieſe Erklärung nicht zu
finden.”
Die Korreſpondenz erwähnt weiter eine Aeußerung
des evangeliſchen Gewerkſchaftsführers Gutſche in der
Volkszeitung für Weſtdeutſchland, wonach im Ausſchuß
wie im Vorſtand des Geſamtverbandes der chriſtlicheng
Gewerkſchaften kein Führer ſei, der nur im entfernteſten!
daran denke, die Selbſtändigkeit der chriſtlichen
Gewerk=
ſchaften und gar ihre Exiſtenz preiszugeben. Da aber
der Vorſtand ſelbſt bisher keine Erklärung dieſer Art
erlaſſen hat, beſteht, meint die D. E. K., für die
Ver=
bände der evangeliſchen Arbeitervereine nach wie vor
die Verpflichtung, hier nach dem Rechten zu ſehen.
Ausland.
Italien.
Die Errichtung eines
Kollonialmini=
ſteriums und die Vertagung des Senats.
Der Senat nahm die Geſetzesvorlage betreffend die
Errichtung eines Kolonialminiſteriums an, nachdem
Miniſterpräſident Giolitti in einer Rede hervorgehoben
hatte, daß es eine notwendige Folge der Eroberung
Libyens ſei, daß Italien eine rechte Kolonialpolitik
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. Juli 1912.
Nummer 154.
einſchlage. Zuerſt müſſe man, führte Giolitti aus,
voll=
ſtändig und genau die Bedingungen in den neuen
Ge=
bieten ſtudieren, über die Italien ſeine Souveränität
erklärt habe. Das Kolonialminiſterium werde ſich vor
allem mit Studien zu beſchäftigen haben und ſich
ſtu=
fenweiſe entwickeln. Avalli ſchlug dem Senat vor, in
die Ferien zu gehen und begrüßte warm unter
allge=
meinem Beifall den Präſidenten Manfredi und den
Mi=
niſterpräſidenten Giolitti und die Mitglieder der
Regie=
rung. Der Miniſterpräſident begrüßte Manfredi und
dankte dem Senat für ſeine glänzende Tätigkeit, die
mit der einſtimmigen Annahme des
Souveränitäts=
dekrets begonnen und mit der Annahme der Wahlreform
geendet habe. Die einſtimmige Billigung, die das
libyſche Unternehmen bei dem Senat gefunden habe, ſei
einer der wichtigſten Gründe, die die Regierung
ermu=
tigt hätten, feſt bei ihrer Abſicht zu verharren, und um
jeden Preis ihr Ziel zu erreichen. (Lebhafter, lang
an=
haltender Beifall.) Präſident Manfredi dankte ſeinen
Kollegen und dem Miniſterpräſidenten und erklärte, der
Senat gehe auseinander, indem er die Sorge für das
Geſchick Italiens der Tapferkeit der Kämpfer, der
Weis=
heit der Regierung und der Tugend des Königs
über=
laſſe. (Langanhaltender allgemeiner Beifall.) Er ſchloß
mit einem Gruß an die Armee und die Marine und mit
den Wünſchen für neue Siege. (Allgemeiner Beifall.)
Der Senat vertagte ſich darauf auf unbeſtimmte Zeit.
Frankreich.
Die Wahlreform. Die Kammer ſetzte die
Be=
ratung der Wahlreform fort. Artikel 2, durch den
Zu=
ſatzantrag Javal gebildet, wurde endgültig
angenom=
men. Dann wurde der Artikel 1, der früher
zurückge=
ſtellt worden war, genehmigt. Der erſte Teil davon,
der feſtſetzt, die Deputierten durch Liſtenwahl zu
wäh=
len, wurde mit 509 gegen 42 Stimmen, der zweite Teil,
der eine Vertretung der Minderheiten vorſieht, mit 452
gegen 71 Stimmen und der ganze Artikel mit 510 gegen
77 Stimmen angenommen. Die Weiterberatung wurde
ſodann vertagt.
Der Ausſtand der Seelleutie. Der
Pkä=
ſident der Meſſageries Maritimes hat dem
Miniſterprä=
ſidenten Poincaré, dem Miniſter des Innern Steeg und
dem Handelsminiſter David gegenüber erklärt, die
An=
nahme des Schiedsgerichts ſei jetzt davon abhängig, daß
die Mannſchaften bis zum 3. Juli wieder an Bord
gehen und daß gewiſſe Fragen von dem Schiedsgericht
ausgeſchloſſen bleiben würden. Der Miniſter des
In=
nern Steeg teilte der Delegakion der eingeſchriebenen
Seeleute die Bedingungen der Geſellſchaft mit. Die
Delegierten waren höchſt unzufrieden und proteſtierten
gegen die Vorbehalte der Geſellſchaft.
England.
Der Londoner Dockarbeiterſtreik. Im
Laufe der Beratung über die von der Arbeiterpartei
ein=
gebrachte Reſolution, die der Meinung des Unterhauſes
Ausdruck gibt, daß eine Zuſammenkunft der
Arbeitneh=
mer und der Arbeitgeber, die bei dem Londoner
Dock=
arbeiterſtreik in Frage kommen, wünſchenswert ſei,
er=
klärte Premierminiſter Asquith, daß er es dem Hauſe
überlaſſen wolle, ſeine Meinung über die Frage
auszu=
ſprechen, daß er aber nicht ſelbſt ein Votum abgeben
würde. Der Führer der Unioniſten Bonar Law brachte
zu der Reſolution ein Amendement ein, in dem es heißt,
daß das Haus die Erklärung des Premierminiſters
bil=
ligt, daß die normale und die konſtitutionelle Haltung
der Regierung in Arbeiterſtreitigkeiten die einer
voll=
ſtändigen Neutralität ſein ſollte, und daß das Haus der
Meinung ſei, daß eine, Intervention des Parlaments
in dem Streik nicht von Nutzen ſein würde. Nach
wei=
terer Debatte, in der Ramſey Macdonald erklärte, die
Arbeiter würden zur Arbeit zurückkehren, wenn ſie die
Verſicherung erhielten, daß ihre Beſchwerden mit den
Arbeitgebern beſprochen würden, wurde das
Amen=
dement Bonar Law mit 260 gegen 215 Stimmen
abge=
lehnt und die Reſolution der Arbeiterpartei mit 254
ge=
gen 181 Stimmen angenommen.
Spanien.
Ein Vertrauensvotum für die
Regie=
rung hat die Kammer mit 171 Stimmen gegen ſehr
wenig Stimmenthaltungen angenommen. Die Zahl
von 171 Stimmen, die die Verwaltungsvorlage der
Re=
gierung fand, wird indeſſen tatſächlich als eine Schlappe
der Regierung angeſehen, da die Kammer 400
Mitglie=
der zählt und die Regierung alle abweſenden liberalen
Deputierten nach Madrid berufen hatte. Man glaubt,
daß Canalejas dem König die Vertrauensfrage
unter=
breiten werde. Jedenfalls ſcheint die Stellung des
Mini=
ſteriums ſehr erſchüttert.
Serbien.
Das neue Kabinett. Durch königlichen Ukas
wurde der Miniſter des Innern, Markus Trifkowitſch,
zum Miniſterpräſidenten, der Miniſter für öffentliche
Arbeiten, Michael Ilitſch, zum Finanzminiſter und
Miniſter für öffentliche Arbeiten, der Sektionschef im
Miniſterium für Auswärtige Angelegenheiten, Johann
Jowanowitſch, zum Miniſter des Aeußern ernannt. Die
übrigen Miniſter behalten ihre Portefeuilles.
Türkei.
Der Geſetzentwurf gegen die politiſche
Beteiligung der Offiziere wurde am
Mon=
tag in der Kammer beraten.
Der Kriegsminiſter und der Marineminiſter waren
anweſend. Der Berichterſtatter legte die Motive zu dem
Geſetzentwurf dar. Die Kommiſſion fügte die
Beſtim=
mung hinzu, nach welcher Offiziere keine politiſchen
Ar=
tikel ſchreiben dürfen. Sodann ergriff der
Kriegsmini=
ſter das Wort zu längeren Ausführungen. Er gab eine
geſchichtliche Darſtellung der Wiederherſtellung der
Ver=
faſſung und bemerkte, die Armee habe, um das Werk
des Komitees zu unterſtützen, ſich mit Politik befaſſen
müſſen. Er habe damals nicht eingreifen können. Als
er ſpäter Kommandant des dritten Korps geworden ſei,
habe er dahin gewirkt, die Offiziere an politiſcher
Be=
tätigung zu hindern. Die Vorgänge am 13. April
hät=
ten jedoch die Armee gezwungen, von Neuem in die
Politik einzugreifen. Nach Wiederherſtellung der
Ord=
nung hörte der Miniſter, als Oberbefehlshaber der
Okkupationsarmee, nicht auf, gegen die Einmiſchung der
Offiziere in die Politik zu predigen. Eine Reihe
Depu=
tierter der Mehrheit betonte die Notwendigkeit des
Ge=
ſetzentwurfs. Das Mitglied der Entente Liberale, Ali
Ghalib, verlangt Aufſchub des Geſetzes, da deſſen
Aus=
führung in dem gegenwärtigen Augenblick unmöglich
ſſei. Der Führer der Jungtürken erklärte, die große
Mehrzahl der Offiziere ſei getreu. Die Handlungsweiſe
der Offiziere in Monaſtir ſtehe vereinzelt da. Die
jung=
türkiſche Partei wünſche, obwohl ſie viele Offiziere in
ihren Reihen zähle, eine dringende Durchführung des
Geſetzes. Die Kammer beſchloß hierauf mit großer
Mehrheit den Schluß der Generaldebatte.
Nach den von der Kommiſſion der Kammer
ange=
nommenen Abänderungen des betr. Geſetzentwurfs
werden Militärperſonen, die politiſche Reden halten
oder ſich in Wahlhandlungen einmiſchen, mit Gefängnis
von zwei bis vier Monaten, im Wiederholungsfalle
mit Entlaſſung aus der Armee beſtraft und
Militärper=
ſonen, die geheime Komitees gründen, oder ſolchen
an=
gehören, mit Entlaſſung aus der Armee und
Zwangs=
arbeit beſtraft.
Vereinigte Staaten.
Der Kongreß in Baltimore. Die
Kandi=
datenfrage iſt noch ungelöſt. Das Votum der 32.
Ab=
ſtimmung war: Wilſon 477, Clark 446, Underwood 119,
Foß 28, Harmon 14, Kern 2. Nach zwei weiteren
Ab=
ſtimmungen, bei denen ſich keine weſentliche Aenderung
im Stimmenverhältnis ergab, vertagte ſich der Konvent
bis Montag abend 8 Uhr. Die Verſuche der
demokra=
tiſchen Führer, ſich auf einen Kandidaten zu einigen,
waren bisher erfolglos. Es herrſcht die größte
Erbit=
terung infolge der Feindſeligkeit zwiſchen Clark und
Bryan. Die Teilnehmer des Konvents fangen bereits
an, denſelben zu verlaſſen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 3. Juli.
* Vom Hofe. Die Großherzoglichen
Herr=
ſchaften wohnten am Montag nachmittag 1 Uhr im
Miniſterhotel der Trauung des Fräulein Ewald mit
dem Leutnant von Guſtedt bei. (Darmſt. Ztg.)
* Beauftragt wurde Regierungsaſſeſſor Rudolf
Schäfer in Bensheim, vom 1. Oktober 1912 an die
Dienſtverrichtungen eines Kreisamtmannes bei dem
Kreisamt Schotten wahrzunehmen.
* Perſonalien in der Heſſiſch=Preußiſchen
Eiſen=
bahngemeinſchaft. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog haben den Bahnmeiſter 1. Klaſſe Adam Roes
zu Mannheim auf ſein Nachſuchen wegen geſchwächter
Geſundheit in den Ruheſtand verſetzt und ihm aus dieſem
Anlaß das Silberne Kreuz des Verdienſtordens Philipps
des Großmütigen verliehen. — In den Ruheſtand verſetzt
wurde der Maſchinenwärter Georg Kilian zu
Guſtavs=
burg vom 1. Oktober d. J. an.
* Das Großh. Regierungsblatt, Beilage Nr. 19,
vom 2. Juli, hat folgenden Inhalt: 1. Ueberſicht der
von Großh. Miniſterium des Innern für das Etatsjahr
1912 genehmigten Umlagen zur Beſtreitung der
Kom=
munalbedürfniſſe in den zum Bezirk des Finanzamts
Büdingen gehörigen Gemeinden des Kreiſes Büdingen.
2. Ueberſicht der für das Rechnungsjahr 1912 genehmigten
Umlagen zur Beſtreitung der Kommunalbedürfniſſe in
den Gemeinden des Kreiſes Friedberg. 3.
Charakter=
erteilungen. 4. Verſetzungen in den Ruheſtand.
A Gemeindeſteuern. Die Friſt zur Entrichtung des
1. Zieles der Gemeindeſteuern läuft am 5. Juliab.
Zur Vermeidung der entſtehenden Beitreibungskoſten
empfiehlt es ſich daher, für umgehende Zahlung zu
ſorgen. Es ſei gleichzeitig nochmals ausdrücklich darauf
hingewieſen, daß die Gemeindeſteuern für die Folge
zielweiſe erhoben und beigetrieben werden.
* Schülerwanderung des Odenwaldklubs. Wieder
einmal hatten ſich am Sonntag die wanderluſtigen
Schüler des hieſigen Neuen Gymnaſiums um ihren
alt=
bewährten Führer, den Herrn Lehramtsaſſeſſor J.
Dern, geſammelt, um die „Perle des Odenwalds” zu
beſuchen. Als in Heppenheim aus dem Zug geſtiegen
wurde, ſah zwar der Himmel recht bedenklich aus, doch
unbekümmert darum wurde der Marſch hinauf zur
Starkenburg angetreten und prächtig ſah es aus, wie
die weißen Nebelmaſſen von den gegenüberliegenden
Bergen aufſtiegen gleich einem gewaltigen Waldbrand.
Von der Burg aus ging es nun bergauf, bergab, immer
durch ſchönen Wald. Auch das Wetter wurde bald
freund=
licher, wodurch der Hunger zur Frühſtücksraſt noch
grö=
ßer wurde. Nach A=ſtündiger Raſt ging es durch
Schan=
nenbach, und bald darauf war der Knoden erreicht. Von
hier aus ging es dann rüſtig weiter. Schon von weitem
winkte die Burg Lindenfels. Nach ungefähr einer
Stunde lichtete ſich der Wald und ein unvergeßlicher
An=
blick tat ſich auf: Zu unſeren Füßen die Stadt, Giebel
an Giebel, ringsherum wohlbeſtellte Felder, im
Hinter=
grunde die verſchwommenen Silhouetten der
Odenwald=
ausläufer, und hoch erhaben über allem, wie ein König
auf dem Thron, das Schloß in ſeiner ehernen Ruhe.
Lindenfels heißt wahrlich nicht mit Unrecht die „Perle
des Odenwaldes‟ Im Hotel „Zur Harfe” wurde Raſt
gemacht und dann gings natürlich gleich aufs Schloß.
Hier boten ſich herrliche Rundblicke, und die dunklen
Keller, die dicken Mauern und Fenſterniſchen luden auch
zum Spiel ein. Doch raſch flieht die Zeit und, wenn
auch ſchweren Herzens, es hieß ſcheiden von dem
herr=
lichen Ort. Es ging hinab nach Fürth, teils durch Wald,
teils durch Feld, und von hier mit der Bahn nach
Darm=
ſtadt. Für manchen hatte die Wanderung noch eine
be=
ſondere Bedeutung, inſofern ihm nämlich mit fröhlichem
Wandergruß: „Friſch auf!” das Klubabzeichen für die
Schülerwanderungen 1911 an das „grüne Hütchen”
ge=
ſteckt wurde.
— Der 33. Stenographentag des Heſſiſch=Naſſauiſchen
Verbandes Gabelsbergerſcher Stenographen vereinigte am
vergangenen Sonntag über 1500 Anhänger der
Gabels=
bergerſchen Kurzſchrift in Höchſt a. M., wovon ſich zirka
900 am Wettſchreiben beteiligten, was eine Steigerung
gegenüber der Beteiligungsziffer beim
Verbandswett=
ſchreiben Gießen 1911 um 200 bedeutet. Aus der Menge
der Beratungen und Beſchlüſſe der Vertreter=Verſammlung
intereſſiert wohl am meiſten der Beſchluß, den
Verbands=
tag 1913 in Darmſtadts Mauern abzuhalten. Helle
Begeiſterung und größte Freude brachte die telegraphiſche
Botſchaft Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs, das
Protek=
torat über den Heſſiſch=Naſſauiſchen Verband zu
über=
nehmen. Die geſamte Gabelsbergerſche Schule kann ſtolz
ſein auf dieſen neuen Beweis höchſter Anerkennung. Bei
der Feſtverſammlung am Sonntag vormittag feſſelte
be=
ſonders der Vortrag des Herrn Oberrealſchul=Direktors
Dr. Pitz=Alsfeld, welcher hauptſächlich die Tätigkeit des
23er Ausſchuſſes zur Schaffung einer deutſchen Einheits=
Stenographie behandelte. Der Stenographenverein
Gabelsberger Darmſtadt, gegründet 1861, deſſen Protektor
ebenfalls Se. Kgl. Hoheit der Großherzog iſt, erzielte bei
dieſem Verbandstag mit ſeinen am Wettſchreiben beteiligt
geweſenen Mitgliedern einen großartigen Erfolg. 16
Aus=
zeichnungen in den Abteilungen von 100 bis 340 Silben
aufwärts wurden errungen und zwar 3 Ehrenpreiſe in den
Abteilungen 340, 220 und 120 Silben, ſowie 8 erſte, 2 dritte
Preiſe, 1 lobende Anerkennung und 2 lobende
Erwähn=
ungen.
— Das 8. Jahresfeſt des ſüdheſfiſchen
Poſaunen=
chorverbandes fand, wie ſchon kurz gemeldet, am
Sonn=
tag in Götzenhain ſtatt. Es beteiligten ſich daran die
Chöre von Groß=Gerau, Lengfeld, Niedernhauſen,
Oppenheim, Schaafheim, Zwingenberg und Götzenhatr.
mit etwa 90 Bläſern. Die Kirche und das Dorf waren
zur Feier des Tages feſtlich geſchmückt. Zahlreiche
Feſt-
gäſte waren beſonders von Sprendlingen und Offenthal
herbeigekommen. Das Feſt wurde eingeleitet mit
Choralblaſen im Ort durch den dortigen Chor. Sodann
Römiſche Erinnerungen einer
Diplomatenfrau.
** Einen feſſelnden Einblick in das diplomatiſche
und in das geſellſchaftliche Leben Roms zu Beginn der
70er Jahre gewähren die Lebenserinnerungen, die Lady
Paget, die Gemahlin des damaligen engliſchen
Bot=
ſchafters in Rom, im Nineteenth Century veröffentlicht.
Lady Paget war von Geburt Deutſche, eine geborene
Gräfin Hohenthal, die lange Zeit als Hofdame
in der unmittelbaren Umgebung der Kronprinzeſſin
Friedrich gelebt hat; die Kronprinzeſſin war auch bei
der Hochzeit der Komteſſe Hohenthal mit Sir Auguſtus
Paget Trauzeugin. Schon während ihres Florentiner
Aufenthaltes zog die elegante, geiſtreiche und zielbewußte
Frau die Aufmerkſamkeit der italieniſchen Hofgeſellſchaft
auf ſich; in Florenz wurde ſie ſchnell populär, als ſie, um
dem Pietätmangel der damaligen Stadtverwaltung zu
begegnen, eine internationale Organiſation ſchuf, die
unter dem Titel einer „Geſellſchaft zur Verteidigung des
alten Florenz” für die Erhaltung der Florentiner
Alter=
tümer Segensreiches ſtiftete. Aber der intereſſanteſte
Ab=
ſchnitt in ihrem Leben begann zweifellos erſt mit der
Ueberſiedelung nach Rom im Jahre 1871.
Der römiſche Hof fühlte ſich damals in ſeinem neuen
Heime, dem Quirinal, noch nicht recht zu Hauſe, Viktor
Emanuel II. hatte für die neue Hauptſtadt ſeines
König=
reiches keine allzu ſtarken Sympathien und wäre lieber
in ſeinem geliebten Florenz geblieben. Dieſe
Gefühls=
fremdheit, die erſt im Laufe der Jahre übermunden
wurde, lähmte einſtweilen in Rom alle Bemühungen,
eine Hofgeſellſchaft zu bilden, und in jenen Tagen war
die Villa Torlonia, das Heim der Lady Paget, die
Hoch=
burg des neuerſtehenden römiſchen Geſellſchaftslebens.
Marco Minghetti, der berühmte Staatsmann und
Schrift=
ſteller, zählte zu den Intimen ihres Hauſes, oft traf man
auch Lenbach bei der deutſchen Gemahlin des britiſchen
Botſchafters, in langen Geſprächen erläuterte er der
geiſt=
reichen Freundin ſeine maleriſchen „Tricks” und erzählte
hr auf Spaziergängen und Fußtouren durch die
Umgeb=
ung Roms von fernen Tagen, da er als junger Maler
von Stadt zu Stadt zog und für 6 oder 8 Mark Porträts
malte. Und Minghetti erzählte Erinnerungen aus der
Zeit, da er noch Pius IX. als Miniſter diente; eines
Abends, als düſtere Wolken den politiſchen Horizont
ver=
dunkelten und Minghetti lange mit Pius IX. dieſe
ſtaats=
männiſche Sorgen beriet, erhob ſich der Papſt plötzlich, zog
den Vorhang am Fenſter zurück, wies auf einen Stern,
der am nächtlichen Firmament ſtrahlte, und erklärte:
„Blicken Sie auf dieſen Stern! So lange er leuchtet, wird
niemand mir Schaden bringen.” Als Viktor Emanuel
ſtarb und ſein Kaplan ihn von allen Sünden losſprach,
wenngleich der König zweimal exkommuniziert worden
war, ließ der Papſt den Prieſter zu ſich rufen, wollte alle
Einzelheiten von den letzten Stunden des Königs
erfah=
ren, und als der Geiſtliche ſchließlich geſtand, daß er den
König von allen Sünden losgeſprochen habe, antwortete
Pius IX. mit Tränen in den Augen: „Da haſt du recht
getan, da haſt du recht getan!“
Eine der merkwürdigſten Erſcheinungen der jungen
Hauatſtadt des neu geeinten Königreichs war die Gattin
des franzöſiſchen Botſchafters de Courcelles, der beim
heiligen Stuhl beglaubigt war. Madame de Courcelles
rühmte ſich ſtets von Lafayette abzuſtammen, und
grün=
dete auf dieſe Abſtammung ihre ganze Lebensphiloſophie,
die ſich kurz in die Worte zuſammenfaſſen läßt: „Ich tue,
was mir gefällt.” Nie gab ſie den Kardinälen ihren Titel
Eminenz, nannte die kirchlichen Würdenträger immer nur
familiär ihre „lieben Kardinäle”; aber ihr beſtes Stück
leiſtete ſie doch bei einer Audienz beim Papſte. Pius IX.
fragte ſie, ob ſie ſchon alle Sehenswürdigkeiten und alles
Intereſſante in Rom beſichtigt habe, und mit der ihr
eigenen Unbekümmertheit erwiderte die Dame in
erſchüt=
ternder Naivität: „Ja, heiliger Vater, aber am liebſten
möchte ich doch noch einen Conclave ſehen.‟ Der Papſt
lachte herzlich über dieſen Wunſch, der nur durch ſeinen
Tod erfüllt werden konnte. Für König Humbert empfand
Lady Paget eine lebhafte menſchliche Sympathie; ſie
rühmte die zwangloſe Einfachheit ſeines Weſens und die
Güte ſeines Herzens. Von ſeinem Vater habe er den
ſkrupelloſen perſönlichen Mut geerbt; ihn erfüllte ein ſtark
entwickeltes Pflichtgefühl und ſein Ehrgeiz ſtrebte nicht
zu den Sternen. Am liebſten hätte er als ſchlichter
Bür=
ger in ruhiger Arbeit ein einfaches und unabhängiges
Leben geführt, die mannigfachen Repräſentationspflichten
ſeines Standes widerſprachen im Grunde ſeinem Weſen,
und vor oder nach ſolchen Gelegenheiten geſtand der
Kö=
nig oft im intimen Geſpräch: „Ich bin wirklich ſehr
trau=
rig” und er fügte lächelnd hinzu: „Ich hätte einen
aus=
gezeichneten Gendarmen abgegeben, dazu wäre ich
be=
rufen geweſen.”
Nummer 154.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. Juli 1912.
wurden die Vereine an der Bahn abgeholt und in das
Gotteshaus geleitet. Daſelbſt fand um 10½ Uhr die
Hauptprobe ſtatt. Unter der bewährten Leitung des
Vörſitzenden des Verbandes, des Herrn Pfarres
Kap=
peſſer von Worms=Pfiffligheim, mit Recht der „heſſiſche
Poſaunengeneral” geheißen, waren bald alle Chöre zu
einem mächtigen Geſamtchor verſchmolzen. Ein
beſon=
deres Entgegenkommen hatten der Graf Ferdinand von
Yſenburg=Büdingen=Philippseich und die Frau
Prin=
zeſſin Heinrich von Waldeck und Pyrmont bewieſen. Um
2 Uhr begann der Feſtgottesdienſt, an dem ſich die
Ge=
meinde in recht zahlreicher Weiſe beteiligte, auch waren
viele Gäſte und die oben genannten hohen Herrſchaften
erſchienen. Die Liturgie verſah der Ortsgeiſtliche,
Pfar=
rer Steinmetz, die Feſtanſprache hielt Herr Pfarraſſiſtent
Weidner, Langen, über Pſ. 98, 4—6. Die Maſſenchöre
wurden durchweg ſehr gut vorgetragen, ihre Wirkung
war eine geradezu überwältigende. Der ganzen Feier
lag als Thema: „Der Poſaunenchor im Dienſte der
chriſtlichen Gemeinde” zugrunde. I. Bekennend im
Choral; II. Anbetend im höheren Chor; III. Erquickend
im geiſtlichen Liede. Die Nachfeier begann um 4 Uhr
im Garten des „Darmſtädter Hofes” Hier begrüßte
Pfarrer Steinmetz die erſchienenen Chöre und Feſtgäſte,
und beſonders auch den Vorſitzenden, der trotz
verſchie=
dener Hemmniſſe doch erſchienen war. Er wies darauf
hin, daß dieſer Tag auch zugleich das 10jährige
Stif=
tungsfeſt des Götzenhainer Chores ſei, dem er im Namen
der Gemeinde wünſchte, daß er unter ſeinem tüchtigen
Dirigenten, Herrn Förſter Graf, ebenſo eifrig und
ge=
wiſſenhaft das 2. Jahrzehnt antreten und durchlaufen
möge, zum Segen und zur Freude der Gemeinde Vor
und nach der Rede zeigten die Chöre einzeln ihr ſchönes
Können. Das ſchöne Feſt dürfte der Gemeinde und allen
Feſtgäſten, beſonders aber auch unſeren Poſaunenchören,
viel Anregung und inneren Gewinn gebracht haben.
— Städtiſche Schulzahnklinik, Waldſtr. 21.
Sprech=
ſtunden 10—12 und 2—5 Uhr. Im Monat Juni wurden
behandelt 608 Kinder (375 Mädchen, 233 Knaben) mit
772 Konſultationen. Gefüllt wurden 456 Zähne,
ausge=
zogen wurden 317 Zähne (300 Milchzähne, 17 bleibende
Zähne). Zahl der Tage, an denen Sprechſtunden
abge=
halten wurden: 25.
* Im Silberkranz. Heute feiern Herr Georg Gries,
Rangiermeiſter, und ſeine Ehefrau Martha, Ahaſtraße 22,
das Feſt der Silbernen Hochzeit.
k. Ein heſſiſcher Taubſtummenverband, der ſich
nur auf das Großherzogtum Heſſen erſtreckt, iſt
vor kurzem in Frankfurt gegründet worden. In
der Gründungsverſammlung wurde Herr Julius Kuhn=
Worms zum Alterspräſidenten gewählt. Als Sitz des
Verbandes wurde Darmſtadt, als Verbandsorgan
die „Neue Zeitſchrift für Taubſtumme” gewählt. Die
Vorſtandswahl hatte folgendes Ergebnis: 1. Vorſitzender
Pfarrer Hoffmeyer=Offenbach, 2. Vorſitzender Max=
Härdtner=Mainz, Kaſſierer Reallehrer Platz=Friedberg,
Schriftführer H. Fenske und P. Heiß in Mainz, zu
Beiſitzern Direktor Dr. Ritzert=Friedberg, Kuhn=Worms,
Freiling=Offenbach, Klöß=Darmſtadt, Marx=Mainz,
Schreiber=Friedberg, Eidmann=Gießen, zu Reviſoren
Dekan Zaubitz=Bensheim und C. Willige=Mainz. — Um
Verbreitung dieſer Notiz in den heſſiſchen Blättern wird
freundlichſt erſucht.
* Wichtig für Mieter und Vermieter. Die in
dem Eingeſandt betreffend Räumung von Mietwohnungen
vertretene Auffaſſung, für die Dauer der in dem
Orts=
ſtatut vom 27. November 1906 feſtgeſetzten
Räumungs=
friſten ſei von den Mietern Mietzins zu entrichten, iſt
irrig. Die Verpflichtung zur Zahlung des Mietzinſes
hört auf mit Beendigung des Mietverhältniſſes,
alſo, beiſpielsweiſe, wenn vierteljährliche Kündigung
vorgeſehen war, am letzten des betreffenden
Viertel=
jahres. Die Räumungsfriſten liegen, was die
Zahlungs=
pflicht angeht, nicht mehr innerhalb des „
Mietverhält=
niſſes”.
* Vogelsberger Höhenklub. Der Zweigverein
Darm=
ſtadt lädt für nächſten Sonntag zu ſeiner 4. Wanderung
ein (ſ. Anzeige in der heutigen Nummer). Da der Weg
zum großen Teil durch herrlichen Wald führen wird,
können auch alle diejenigen, die kein Freund von
Wan=
derungen in den heißen Sommermonaten ſind, getroſt
mitmarſchieren.
* Das Sommerfeſt im Saalbau mußte eingetretener
Witterungsverhältniſſe halber bis auf weiteres
verſcho=
ben werden.
* Städtiſcher Saalbau. Das Programm für das
6. Donnerstagskonzert enthält zum erſten Male eine
Konzertſuite aus dem Roſenkavalier von Rich. Strauß,
worauf beſonders aufmerkſam gemacht ſei. Auch im
übrigen iſt die Vortragsfolge ſehr intereſſant und
ab=
wechslungsreich. (Siehe auch Anzeige.)
— Im Heſſiſchen Hof wird das heutige
Militär=
konzert der Kapelle des Leibgarde=Regiments
vornehm=
lich der volkstümlichen Opern= und
Operetten=
muſik ſowie dem deutſchen Liede gewidmet ſein.
(Siehe Anzeige.)
* Das Reſidenztheater am Weißen Turm bringt
von heute Mittwoch ab die Fortſetzung von dem Film
„Vier Teufel‟. Der erſte Teil dieſes Dramas aus
dem Artiſtenleben dürfte den Beſuchern noch in
Er=
innerung ſein. Der zweite Teil wurde von dem
Ver=
faſſer „Grafenſohn und Artiſtin” genannt. Es iſt ein
Dreiakter von herrlichen Aufnahmen, der die ſpannende
Handlung mit gleicher Virtuoſität und Erfindung
fortführt.
§ Unglücksfall. Vorgeſtern nachmittag zwiſchen 4 und
6 Uhr iſt ein 1 Jahre alter Knabe aus einem
Kinder=
wagen, wohin er zum Schlafen gebracht war, in einen
unmittelbar daneben ſtehenden und bis zur Hälfte
mit Waſſer gefüllten Zuber gefallen und
ertrunken.
§ Aufgegriffener Zwangszögling. Ein
Zwangs=
zögling, welcher aus der Erziehungsanſtalt Ohlyſtift
bei Gräfenhauſen entwichen iſt, wurde hier
auf=
gegriffen und nach der Anſtalt zurückverbracht.
§ Feſtgenommen. Ein 36 Jahre alter Bierbrauer
aus Unter=Schönmattenwag und ein 27 Jahre alter
Spengler aus Griesheim ſind wegen Diebſtahl hier
feſtgenommen worden.
Ofſenbach, 2. Juli. Der 26jährige Hausburſche Peter
Heinrich Schmitt hat mit einem Geldbetrag von 250 M.,
den er im Auftrage einer hieſigen Möbelhandlung bei
einer Bank erhoben hatte, das Weite geſucht und
konnte bis jetzt noch nicht ergriffen werden.
Neu=Iſenburg, 2. Juli. Geſtern nachmittag
er=
hängte ſich ein Heizer der Waldbahn im Walde
bei Schwanheim. Der Mann, der ſchon 16 Jahre im Dienſt
der Waldbahn ſtand, und ſich tadellos geführt hatte,
be=
ſchädigte kürzlich beim Rangieren die Wand eines
Depot=
ſchuppens und nahm ſich dieſes Verſehen ſo ſehr zu
Her=
zen, daß er ſeinem Leben ein Ende zu machen beſchloß.
sd. Beerfelden, 2. Juli. Vor kurzer Zeit ſchloſſen
ſich die Arbeiter der Holzſchneiderei Seibert und Söhne
in Ebersberg dem Holzarbeiterverband an. Die Firma
wollte dies jedoch nicht dulden und drohte mit
Kün=
digung. Nun ſind geſtern plötzlich die Hälfte der
Arbeiter ausgetreten und veranlaſſen die
übrigen, auch die Arbeit niederzulegen.
* Mainz, 1. Juli. Eiſenbahndirektionspräſident Dr.
Michaelis erlitt auf ſeiner Rückfahrt von Frankfurt
nach Mainz bei Kelſterbach einen Schlaganfall und
war ſofort tot. Dr. Michaelis hat am 10. September 1908
die Geſchäfte der Eiſenbahndirektion Mainz übernommen.
Vorher war er Ober= und Geheimer Regierungsrat bei
der Eiſenbahndirektion in Kaſſel. Am 27. Auguſt 1855 in
Charlottenburg geboren, trat er nach Ablegung der
juri=
ſtiſchen Staatsprüfungen im Jahre 1883 als Aſſeſſor bei
dem Eiſenbahnbetriebsamt in Frankfurt a. M. ein, wo
er auch nach ſeiner Beförderung zum Regierungsrat
be=
ſchäftigt wurde. Von 1895—1898 war er dann als
Ober=
regierungsrat Mitglied der Frankfurter
Eiſenbahndirek=
tion. Von Frankfurt a. M. wurde er nach Halle a. d. S.
und von dort nach Kaſſel verſetzt, wo er im Jahre 1907
zum Ober= und Geheimen Regierungsrat befördert ward.
Ein Jahr ſpäter übernahm er dann, vom König von
Preußen dazu ernannt, am 4. September 1908, als
Nach=
folger von Rabenau, die Leitung der Preußiſch=Heſſiſchen
Eiſenbahndirektion Mainz.
Mainz, 2. Juli. Heute ſind die Arbeiten für den
Umbau dier alten Eiſenbahnbrüchke
ober=
halb Mainz bendet. Die alte Eiſenbahnbrücke, die
ein=
ſchließlich der Flutbrücken eine Länge von 1020 Meter
hat, wurde vor etwa 50 Jahren erbaut. Nachdem der
Umbau nahezu vollendet war, erfolgte am Dienstag,
25. Juni, altem Brauch gemäß das Schlagen der letzten
Niete durch den Bauleiter der Eiſenbahndirektion Herrn
Regierungsbaumeiſter Tecklenburg. Am 3. Juli
finden Belaſtungsproben der Strombrücken, die eine
Stützweite von 104 Meter haben, durch ſchwere
Loko=
motiven ſtatt. Am nächſten Tage vormittags ſoll der
zweigleiſige Betrieb über die Brücke wieder eröffnet
werden. Damit iſt eine Arbeit zu Ende gebracht, deren
Ausführung äußerſt ſchwierig war. Der
Eiſenbahn=
betrieb über die Brücke mußte im eingleiſigen Betrieb
aufrecht erhalten werden. 136 Zugfahrten gingen
inner=
halb 24 Stunden über die eingleiſige Strecke Mainz=
Süd-Guſtavsburg. Dabei blieb für Arbeiten in und
von den Betriebsgleiſen aus, wie zum Beiſpiel
Umlei=
tung des Betriebes, Abladen von Material, nur nachts
eine Zugpauſe von etwa anderthalb Stunden frei. Die
ganze Auswechslung von Ueberbauten durfte nicht
län=
ger als zwei Baujahre in Anſpruch nehmen. In
die=
ſer Zeit waren 8 Strombrücken, 28 Flutbrücken und
3 Viaduktbrücken, letztere über die Wormſer Strecke und
Weiſenauer Straße, im Geſamtgewicht von 3720 Tonnen
abzubrechen und an ihrer Stelle 7100 Tonnen neue
Eiſenkonſtruktion aufzuſtellen. Weiter waren etwa 2500
Kubikmeter Mauerwerk abzubrechen und rund 2100
Ku=
bikmeter neues Mauerwerk hochzuführen. Auf der
Bau=
ſtelle waren an den Strombrücken rund 280000 und an
den übrigen Brücken rund 80000 Stück Nieten zu
ſchlagen.
Mainz=Kaſtel, 2. Juli. Der Gendarmerie iſt es
ge=
lungen, eine Anzahl junger Leute von hier und Koſtheim
zu ermitteln, die nachts in Gärten eingedrungen
waren und Roſenſtöcke und ganze Stachelbeerſträucher
mit den Wurzeln aus der Erde geriſſen hatten.
Wallertheim, 2. Juli. Von ihrem eigenen
Fuhr=
werk überfahren und getötet wurde die
Ehefrau des Landwirts Decker von hier. Die Frau
war aufs Feld hinausgefahren und ſtürzte dabei ſo
un=
glücklich vom Wagen, daß ſie von dem ſchweren
Fuhr=
werk am Unterleib überfahren und tödlich verletzt wurde.
Sie ſtarb wenige Stunden darauf.
Betzenrod (Kreis Schotten), 2. Juli. Der Landwirt
Adam Matthes fiel beim Heuladen im hieſigen
Wie=
ſengrund ſo unglücklich von ſeinem Wagen, daß er nach
wenigen Stunden verſchied.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 1. Juli. Das im Ausland
verbreitete Gerücht, das Befinden der Kaiſerin
gebe zu ernſten Beſorgniſſen Anlaß, iſt nach amtlicher
Mitteilung unbegründet. Die Kaiſerin iſt lediglich von
der Nauheimer Kur etwas angegriffen und muß ſich noch
einige Schonung auferlegen. Die Kaiſerin iſt heute zum
erſten Male wieder ausgeritten. — Das Ende des
Familienbades am Wannſee iſt nun beſiegelt.
Nach einem Beſchluß der Geſchäftsleitung des Bades, das
ſich im Beſitze der Nikolasſeer Schwimm= und Badeanſtalt
G. m. b. H. befindet, ſoll das Bad nach Schluß der
dies=
jährigen Badeſaiſon ſeine Pforten für immer ſchließen,
weil es der Konkurrenz des benachbarten Freibades auf
die Dauer nicht gewachſen iſt. In dieſer Saiſon iſt bereits
eine erhebliche Beſchränkung des Badebetriebes
eingetre=
ten. — Die perſönlich haftenden Geſellſchafter der
Kom=
manditgeſellſchaft Peiſer u. Co., Max Hirſchberg
aus Schöneberg und Leopold Peiſer=Berlin,
Kurfür=
ſtendamm, ſind heute abend in ihrem Geſchäftslokal in
der Moritzſtraße von der Kriminalpolizei verhaftet
wor=
den. Die Feſtnahme erfolgte auf Grund einer
An=
zeige eines Kommanditiſten, der ſich durch
Vermögens=
delikte verſchiedener Art geſchädigt fühlte. Es ſtellte ſich
heraus, daß die Bilanzen des letzten Jahres gefälſcht ſind,
trotzdem eine Dividende gezahlt worden iſt, während in
Wirklichkeit das Kommanditkapital von 700000 Mk.
ver=
loren iſt. Außerdem ſollen Depot=Unterſchlagungen
vor=
liegen. — Wilhelm Voigt der Unverwüſtliche, der
ſo glücklich ſeinen Tod überſtanden hat, iſt jetzt wieder
einmal an der Stätte ſeines Ruhmes, in Berlin,
ange=
langt. Der Hauptmann iſt voll Groll, denn man
bezwei=
felte in Luxemburg ſeine Zugehörigkeit zum Deutſchen
Reich. Darum iſt Wilhelm Voigt jetzt in Berlin, und er
will energiſch darauf dringen, daß man ihm einen neuen
Paß ausſtellt.
Frankfurt, 2. Juli. Am 12. Auguſt 1911 gaben die
Frankfurter Nachrichten die bekannte „Ein
Aufſehen erregender Preſſeſkandal” betitelte Broſchüre
gegen den Generalanzeiger heraus, in der ſie
behaupteten, daß die ſeit Monaten in der Wochenſchrift
Fackel gegen die Nachrichten abgedruckten Artikel „
be=
ſtellte und bezahlte Arbeit des Generalanzeigers und
von deſſen Redakteuren und Beamten abgefaßt ſeien.
Dieſe Broſchüre hatte vier Prozeſſe zur Folge.
Die beiden Privatklagen wurden, wie früher gemeldet,
durch Vergleiche aus der Welt geſchafft. Auch die
Pri=
vatklage gegen Müller=Herfurth, der vom Schöffengericht
zu 1000 Mark Geldſtrafe verurteilt wurde, endete vor
der Strafkammer durch einen Vergleich. Nun ſchweben
noch zwei Zivilprozeſſe vor der 5. Zivilkammer
des Landgerichts In dem erſten Zivilprozeß,
den die Nachrichten gegen den Generalanzeiger erhoben
haben, verlangen erſtere einen Schadenerſatz in Höhe
von einer Million Mark. Durch die Angriffe in der
Fackel ſei ein Abonnentenrückgang und ein geminderter
Jahresumſatz entſtanden. Der Generalanzeiger
antwor=
tete mit einer umfangreichen Widerklage, worin Erſatz
des durch die Broſchüre entſtandenen Schadens und
Un=
terſagung verſchiedener, den Generalanzeiger
ſchädigen=
der Behauptungen verlangt wird. Das Gericht erließ
Beweisbeſchluß. Der zweite Zivilprozeß wurde
kurz verhandelt. Es dreht ſich um die Klage des
Gene=
ralanzeigers gegen die Nachrichten wegen unlauteren
Wettbewerbs. Der Vorſitzende regt einen Vergleich an.
Juſtizrat Wertheim erklärt, daß er mit ſeiner Partei
nicht geſprochen habe. Ein Vergleich wäre nur auf der
Baſis möglich, daß niemand als Sieger oder Beſiegter
den Gerichtsſaal verläßt. Juſtizrat Gehrke lehnt für die
Nachrichten in beiden Zivilprozeſſen jeden Vergleich ab.
Hierauf zog ſich der Gerichtshof zu einer kurzen
Bera=
tung zurück. Die Verhandlung endete in beiden
Zivil=
prozeſſen mit neuen Beweisbeſchlüſſen. Die
Vernehmung erfolgt vor dem beauftragten Richter.
Neuer Verhandlungstermin wird noch nicht anberaumt.
Frankfurt, 1. Juli. Der in der Neuhoferſtraße
39 wohnende 28jährige Friſeur Johann Schnitzlein
wurde heute morgen gegen drei Uhr von dem bei ihm in
Aftermiete wohnenden 23jährigen, taubſtummen Karl
Conradi aus Eiferſucht durch Meſſerſtiche ſo ſchwer
verletzt, daß er nach kurzer Zeit verſtarb. Conradi
flüchtete ſich ſodann in den Keller, legte Feuer an und
Feuilleton.
— Toilettenſenſationen in Auteuil. Beim letzten
Rennen in=Auteuil glich der Turf dem eleganten
Schau=
raum einey großen Modefirma, denn noch einmal hatten
die Herrſcher der „Rue de la Paix” alle Kräfte
zuſam=
mengenommen, um die letzten Senſationen der
Sommer=
mode herauszubringen. Exzentriſche Eleganz war das
Leitmotiv all der Toiletten, die Aufſehen erregten ſowohl
in Farben als in Formen. Da war zum Beiſpiel ein Hut
in den grellichten Tönen und dem Ausſehen eines
Em=
pirelampenſchirms mit flachem weißen Kopf und einem
breiten dunklen Band um den krempenloſen Rand. Eine
Farbenneuheit entfaltete ſich in den vielen zitronengelben
Toiletten, die deutliche Pannierformen zeigten und einen
pikanten Kontraſt in der ſaphir= oder türkisblauen
Gar=
nierung fanden. Eine dieſer Toiletten, ein entzückendes
Chiffonarrangement in Zitronengelb war mit weißen
Mechelner Spitzen und ſaphirblauen Stickereien beſetzt;
die dazu paſſenden Schuhe zeigten auf zitronengelber
Stickerei wundervolle Schnallen aus echten Saphiren.
Eine Flut der koſtbarſten Spitzen umwogte einige
zier=
liche Geſtalten wie eine lichtverklärende Wolke. Wer nicht
ein ganzes Spitzenarrangement über dem weißen
Chiffon=
kleid trug, hatte wenigſtens einen der wundervollen neuen
Schals aus Brüſſeler und Chantilly=Spitzen angelegt. Die
höchſte Senſation des Tages bildete ein Paar
Manne=
quins mit ſtark gepudertem Haar, die auf ſehr hohen
Stöckelſchuhen balancierten und ihren breiten Panniers
dadurch die richtige wogende Bewegung gaben; die eine
trug ein rubinrotes Kleid und einen ſaphirblauen Rock,
die andere hatte die umgekehrten Farben angelegt, und
dieſer bunte Zweiklang fand ſeine koloriſtiſche Vereinig=
ung in rieſigen violetten Federhüten. Die neueſten Hüte
ſind zumeiſt aus Tüll mit ſehr breiten Krempen, in Weiß
und Schwarz oder Roſa gehalten. Auf dem ganzen
wei=
ten Feld ſah man kaum einen Kragen, ausgenommen
natürlich bei den Herren. Der Halsausſchnitt zieht auch
bei der Promenadentoilette ein ziemlich weitgehendes
Decolleté vor das ſelbſt in den Abendtoiletten nicht viel
übertroffen werden kann. Die meiſten Schuhe waren,
wenn ſie nicht farbig mit dem Kleid zuſammenſtimmten,
aus ſchwarzer Seide oder ſchwarzem Samt; weiße Schuhe
fehlten völlig.
* Die Entdeckung einer neuen Sphinx. Eine neue
Sphinx, die neunzig Tonnen wiegt und aus einem
ein=
zigen Block Alabaſter gemeißelt wurde, iſt an einer Stelle
zwiſchen den berühmten Coloſſi auf der Ebene von
Mem=
phis in Aegypten ausgegraben worden.
Jahrhunderte=
lang hat dieſe Rieſenſphinx im Sande auf der Straße nach
Sakareh vergraben gelegen. Heute iſt ſie zur Hälfte
ſicht=
bar und im nächſten Jahre wird ſie in eine vertikale Lage
oberhalb der Waſſerlinie gehoben werden. Der Schwanz
der Sphinx wurde vor ungefähr einem Jahre von einem
Studenten der britiſchen Schule in Aegypten durch Zufall
entdeckt. Und als in dieſem Jahre das Waſſer aus der
Ebene wich, wurde die ganze Figur ausgegraben und
ge=
meſſen. Sie iſt 14 Fuß hoch und 26 Fuß lang. Da
Ala=
baſter in der ganzen Nachbarſchaft nicht gefunden wird,
iſt dieſe Sphinx wohl die größte, die je transportiert
wor=
den iſt. Die Figur trägt keine Inſchrift. Profeſſor
Flin=
ders Petrie von der britiſchen Schule in Aegypten ſchätzt
ihr Alter jedoch auf mehr als 3200 Jahre. Auch andere
merkwürdige Entdeckungen wurden gemacht, die bis in
das Jahr 5500 vor Chriſti zurückreichen. Unter dieſen
befinden ſich zahlreiche Gegenſtände, die den Aegyptologen
bis jetzt unbekannt waren, ſo zum Beiſpiel ein Sarg, der
aus Flechtwerk hergeſtellt iſt, ein Axtſtiel, ein Topf mit
un=
verbrannten Opfergaben und viele andere Gegenſtände.
CK. Die Ausſtellung eines Wikingerſchiffes. Das
Hiſtoriſche Muſeum in Kriſtiania hat dieſer Tage eine
einzigartige Bereicherung ſeiner Schätze erhalten: das
berühmte Oſeberg=Schiff, das vor einigen Jahren
aufge=
funden wurde. Seine beſondere Bedeutung erhält dieſes
alte Wikingerſchiff durch ſeinen zahlreichen und wertvollen
Inhalt, denn es fanden ſich darin die Toilettengegenſtände
und Küchenutenſilien einer Wikingerkönigin; intereſſante
Korbgeflechte, Reſte eines reichgeſchmückten Wagens, zwei
Schlitten, verſchiedene Schmuckgegenſtände von hohem
künſtleriſchem Wert und eine Anzahl Knochen von
Pfer=
den und anderen Haustieren. Das Schiff iſt mit ſeinem
vielgeſtaltigen Inhalt eindrucksvoll zur Aufſtellung
her=
gerichtet worden und bietet nun eine viel bewunderte
Sehenswürdigkeit.
* Kino=Honorare. So große Gegner der Kinos die
Theaterdirektoren ſind, um ſo mehr wiſſen die
Schauſpie=
ler die Kinobewegung zu „ſchätzen” — eben weil ſie ihnen
Schätze bringt. Der Komiker Pallenberg hat in München
für die Mitwirkung bei der Aufnahme eines einzigen
Films 10000 Mark erhalten. Allerdings mußte er ſich
dazu bequemen, dabei einen Menſchenaffen zu mimen. Der
Berliner Operettentenor Albert Kutzner erhielt bei einem
Film 3000 Mark und eine andere Filmgeſellſchaft
enga=
gierte ihn als Regiſſeur für 18 Filmaufnahmen, wofür
Kutzner 10000 Mark Honorar erhält. Gampietro vom
Berliner Metropol=Theater wurde für die Mitwirkung in
einem Film mit 10000 Mark, ſeine Kollegin Fritzi
Maſ=
ſary mit 5000 Mark honoriert.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. Juli 1912.
Nummer 154.
durchſchnitt ſich die Halsſchlagader, ſowie die Pulsadern.
Hausbewohnern gelang es, den Brand zu löſchen.
Con=
radi wurde von der Rettungswache, nach Anlegung von
Notverbänden, ins Marienkrankenhaus übergeführt.
München, 1. Juli. In einer von einigen Tauſend
Studenten beſuchten Proteſtverſammlung nahm
die Münchener Studentenſchaft Stellung gegen
das rückſichtsloſe Vorgehen ausländiſcher, beſonders
ruſ=
ſiſcher Studenten, und gegen die Bevorzugung
derſelben an den deutſchen Univerſitäten, insbeſondere in
der mediziniſchen Fakultät. Nach einer lebhaften
Dis=
kuſſion wurde einſtimmig eine Reſolution angenommen,
in der gegen das anmaßende und unkollegiale Verhalten
der Ruſſen, ſowie gegen deren teilweiſe nicht
unbedenk=
liche Handlungen gegen das Eigentum und die ſittliche
Ordnung energiſch proteſtiert wird. Es wird gefordert,
daß die Zahl der ſtudierenden Ruſſen nicht nur allzemein
für die Univerſität, ſondern ſpeziell für die mediziniſche
Fakultät auf 3 Prozent beſchränkt wird. Die fernere
Auf=
nahme von Ruſſen ſoll von einem amtlich beglaubigten
Reifezeugnis abhängig gemacht werden, das mindeſtens
den für Reichsdeutſche geſtellten Anforderungen entſpricht.
Die Aufnahme an der Univerſität und die Zulaſſung zur
Doktorprüfung iſt von der Ablegung einer Prüfung in
der deutſchen Sprache abhängig zu machen.
Nürnberg, 1. Juli. Bei der Aufführung der
Gilbertſchen Poſſe „Autoliebchen” ließ der
Direktor des Stadttheaters, Hofrat Balder, ein
Trans=
parentbild einfügen und hierbei das Lied „Das haben die
Mädchen ſo gerne” ſingen. Um die Zuſchauer zum
Mit=
ſingen dieſes Liedes zu animieren, ordnete der
Direk=
tor Theatermitglieder in den
Zuſchauer=
raum ab. Sechsmal wurde ſo die Aufführung des
Gil=
bertſchen Stückes durchgeführt. Nunmehr ſchritt der
Magiſtrat der Stadt Nürnberg ein, indem er dem Direktor
des Stadttheaters den Auftrag gab, die Abordnung von
Theatermitgliedern in den Zuſchauerraum, um die
Zu=
ſchauer zum Mitſingen des Liedes anzureizen, ſofort
ein=
zuſtellen. Allgemein wurde in der betreffenden
Magiſtrats=
ſitzung betont, daß das Stadttheater nicht zum Tingel=
Tangel gemacht werden dürfe. Die Herren der
Theater=
leitung müßten ſchon von allen guten Geiſtern verlaſſen
ſein, daß ſie einen ſolchen Rummel in einem Stadttheater
veranſtalten, der ſich nur für ein Bockbierfeſt eigne. Man
müſſe ſich vor den Fremden, die das Theater beſuchen,
ſchämen, daß ein ſolches Kunſtbanauſentum im
Nürn=
berger Stadttheater ſich breitmachen kann. Auch
Ober=
bürgermeiſter Dr. v. Schuh ſtimmte dieſen Ausführungen
bei. Es wird alſo nicht mehr geſungen: „Das haben die
Mädchen ſo gerne” wenigſtens im Nürnberger
Stadt=
theater nicht.
Augsburg, 1. Juli. Die Strafkammer verurteilte
den früheren Prokuriſten und ſtellvertretenden Direktor
der Augsburger Filiale der Bayeriſchen Diskonto= und
Wechſelbank Hetzler wegen fortgeſetzten Verbrechens
der Privaturkundenfälſchung im rechtlichen
Zuſammen=
hang mit einem fortgeſetzten Vergehen des Betruges
unter Bewilligung mildernder Umſtände zu 4 Jahren
Gefängnis und zur Tragung ſämtlicher Koſten. Sechs
Monate Unterſuchungshaft wurden angerechnet. Der
Staatsanwalt hatte fünf Jahre Zuchthaus beantragt.
Köln, 2. Juli. Die Kriminalpolizei verhaftete den
Bruder des am Diebſtahl der Kaiſerkette
wahr=
ſcheinlich beteiligten Hochgenſchurz. Der Verhaftete iſt
Zäpfer in einer Kölner Wirtſchaft, wo die Kleidungsſtücke
des flüchtigen Hochgenſchurz beſchlagnahmt wurden.
Leipzig, 1. Juli. Im Spi onageprozeß gegen
die Buchhalterin Elſe Pfitzner wurde die Angeklagte
wegen verſuchten Verrats militäriſcher Geheimniſſe zu 1½
Jahren Gefängnis, 12 Jahren Ehrverluſt und
Stel=
lung unter Polizeiaufſicht verurteilt. Vier Monate der
Unterſuchungshaft wurden angerechnet.
Remſcheid, 2. Juli. Geſtern nachmittag wurden fünf
Kinder im Alter von 5—8 Jahren, die im Walde
ſpiel=
ten, von einem Wolkenbruch überraſcht. Als
ſie unter eine Brücke flüchteten, wurden ſie von dem
an=
geſchwollenen Waſſer fortgeriſſen. Während ſich die drei
älteren zu retten vermochten, ertranken ein 5jähriger und
ein 6jähriger Knabe.
Witten a. d. Ruhr, 2. Juli. Die Typhusepidemie
dehnt ſich weiter aus. Bisher ſind 120 Erkrankungen zu
verzeichnen. In dem Vororte Bommern ſind vier
Per=
ſonen geſtorben.
Königshütte, 2. Juli. In der vergangenen Nacht
wurde der Reſtaurateur Martin Cohn, der ſich nach einer
Hochzeitsfeier von ſeinem Lokal mit der Geldkaſſette in
der Hand nach ſeiner Wohnung begeben wollte, von
mehreren Räubern erſchoſſen. Auf die Hilferufe
der Frau ergriffen die Täter die Flucht. Bis jetzt iſt
keine Spur von ihnen gefunden.
Allenſtein, 2. Juli. Die ganze Familie des
Schuh=
machers Peterſchun in Goldap erkrankte an
Fiſchver=
giftung. Ein 16jähriger Sohn iſt bereits geſtorben;
ein zweites Kind liegt hoffnungslos danieder.
Paris, 1. Juli. In Armentiéres (Dep. Nord)
explodierte im Hauſe des Photographen Bulteau eine
Bombe, die kurz vorher dem Sohne des Photographen
von einem etwa vierzehnjährigen Knaben in einem
harm=
los ausſehenden Paket übergeben worden war. Bulteau,
ſeine Frau und ſein Sohn erhielten ſchwere Verletzungen.
Es handelt ſich zweifellos um einen Racheakt.
Paris, 2. Juli. Das Denkmal Rouſſeaus bei
Paris wurde geſtern nacht geſchändet. Eine ätzende
Flüſ=
ſigkeit wurde über das Monument gegoſſen, ebenſo
wur=
den die Worte eingekratzt: „Es lebe der König! Nieder
mit dem Artikel 445!”
London, 2. Juli. Das Gericht in Bowſtreet
be=
ſchloß geſtern die Ausliieferung Stallmanns
alias Baron Korff=König, der beſchuldigt wird, in
Deutſchland beim Glücksſpiel betrogen und ferner ſich
Wechſelbriefe in betrügeriſcher Weiſe verſchafft zu haben.
New=York, 2. Juli. Einer Depeſche aus
Phila=
delphia zufolge wohnten dem Feſtkonzert des 23.
Sängerfeſtes der deutſch=amerikaniſchen
Geſangvereine Präſident Taft und ſeine
Gat=
tin bei. Taft wurde am Bahnhof von einem Chor mit
einem deutſchen Liede begrüßt. In dem Konzert ſelbſt
wirkte ein Maſſenchor von 6000 Stimmen mit. Als die
Ehrengäſte die Halle betraten, ſang der Maſſenchor das
Sternenbannerlied. Taft dankte für den herrlichen
Emp=
fang ſeitens der Sänger, die ſtolz auf ihre deutſche
Ab=
kunft, aber auch ſtolz auf ihr amerikaniſches Bürgertum
ſeien. Er betonte die nationale, kulturelle und ethiſche
Bedeutung der Sängerfeſte für die Geſamtheit und pries
die Pflege des Liedes und die Gemütlichkeit bei den
Deutſchen. Taft dankte den Deutſch=Amerikanern für die
Erhaltung der deutſchen Sitten und erklärte, Amerika ſei
der deutſchen Ziviliſation Dank ſchuldig. Am
Nach=
mittag fand ein Konzert ſtatt, bei dem 6000 Kinder
mit=
wirkten.
Die VIII. ordentliche evangeliſche
Landesſynode
trat geſtern vormittag 10 Uhr im Landesſynodalgebäude
zu einer längeren Tagung zuſammen. (Ihre letzte
Sitz=
ung hatte am 16. März 1910 ſtattgefunden.) Nachdem
Syn.=Abg. Fritſch das Eingangsgebet geſprochen,
begrüßte Präſident D. Stamm in herzlicher Weiſe die
Verſammlung und gedachte mit Worten ehrender
Er=
innerung der ſeit der letzten Tagung verſtorbenen
Mit=
glieder der Landesſynode: Freiherr von Leonhardi=
Groß=Karben, Rentner Dreſſel=Groß=Zimmern,
Kirchen=
rat Matthes=Jugenheim a. d. B., ſowie des
heimgegan=
genen Oberkonſiſtorialpräſidenten Wirkl. Geheimerats
D. Buchner, der ſchon der konſtituierenden Synode im
Jahre 1874 als Mitglied angehört hatte. Nach
Verkün=
digung zahlreicher neuer Einläufe und Berichtsanzeigen
erfolgten Wahlprüfungen. Sämtliche in den
De=
kanaten Darmſtadt, Worms, Offenbach, Rodheim, Groß=
Umſtadt, Reinheim, Zwingenberg und Friedberg
vor=
genommenen Erſatzwahlen wurden einſtimmig für gültig
erklärt. Folgende neue Mitglieder wurden von dem
Präſidenten verpflichtet: Diviſionspfarrer Liedtke=
Darmſtadt, Major von Teichman und Logiſchen=
Darm=
ſtadt, Pfarrer Strack=Birkenau, Bürgermeiſter Krapp=
Sickenhofen und Dekan Wahl=Beienheim.
Man trat ſodann in die Beratungen ein, und zwar
zunächſt über das Geſuch des Vereins
evange=
liſcher Organiſten und Chordirigenten im
Großherzogtum Heſſen um Neuregelung
der Anſtellungs= und
Gehaltsverhält=
niſſe für die kirchenmuſikaliſchen Aemter.
Das Geſuch gipfelt in folgenden Forderungen: 1. Jeder
Organiſt ſollte von der Kirchenbehörde dekret= und
ver=
tragsmäßig angeſtellt werden, und zwar auf Grund des
Nachweiſes der Qualifikation für die zu beſetzende Stelle.
Die Meldung erfolgt auf vorheriges Ausſchreiben oder
allgemeine Aufforderung zur Bewerbung. 2. Einen
Maßſtab für die Berechnung der Organiſtengehalte geben
die Lehrergehalte ab. ½ bis ½ des
Lehrerminimal=
gehalts ſollte auch der Organiſt als Minimalgehalt
bean=
ſpruchen können. 3. Alle Organiſtengehalte ſollten mit
den Dienſtjahren ſteigen. 4. Gemeinden, welche
beſon=
dere künſtleriſche Leiſtungen oder eine weitergehende als
die durchſchnittliche Seminarmuſikbildung verlangen,
müſſen auch entſprechende Stellenzulagen bewilligen.
5. Bei längerer Dienſtführung ſollte die Zuerkennung
der Penſionsberechtigung nicht verſagt werden. 6. Die
Auszahlung der Gehalte ſollte durch den
Zentralkirchen=
fonds erfolgen.
Der hierzu von dem Syn.=Abg. D. Dr. Diehl
er=
ſtattete Bericht des Dritten Ausſchuſſes führt aus:
Es ſteht geſchichtlich feſt, daß die ſeit über 150 Jahren
in Heſſen=Darmſtadt faſt allgemein übliche Verbindung
des früher zumeiſt ſelbſtändigen Organiſtenamtes mit
dem Schuldienſt nicht nur für die Schule, um deren
Hebung willen ſie anfänglich eingeführt ward, ſondern
auch die Kirche, die übrigens bei dieſer Gelegenheit
nicht zu unterſchätzende finanzielle Einbußen erlitt,
gro=
ßen Segen gebracht hat. Ebenſo ſicher ſcheint es aber,
daß dieſe herkömmliche Verbindung ohne Schaden für
Kirche und Schule ſich auf die Dauer nicht aufrecht
erhal=
ten laſſen wird, daß alſo die aus Kreiſen von Kirchen=
und Schulmännern hervorgegangenen Beſtrebungen auf
Beſeitigung des bisherigen Zuſtandes, zu denen auch die
vorliegende Eingabe gezählt werden darf, ernſtlicher
Er=
wägung wert ſind. So wenig der Dritte Ausſchuß ſich
alle Einzelheiten früherer Eingaben oder auch des
vor=
liegenden Geſuchs zu eigen machen kann, von denen er
manche als völlig undurchführbar oder weit übers Ziel
hinausſchießend anſieht, ſo iſt er mit den Geſuchſtellern
doch darin einſtimmig, daß in Artikel 50 des
Volks=
ſchulgeſetzes, deſſen zeitgeſchichtliche Bedeutung er
durch=
aus anerkennt, eine heute nicht mehr ganz zeitgemäße
Be=
ſtimmung vorliegt. Er bittet daher in ſeiner
Mehr=
heit „1. Hohe Synode wolle beſchließen, in eine
Ver=
handlung über die in dem Geſuch geſtellten Einzelanträge
nicht einzugehen, da dieſe die vollzogene Aufhebung
des Artikel 50 zur Vorausſetzung haben, 2. Hohe
Synode wolle aber Großherzogliches Oberkonſiſtorium
erſuchen, über die Frage der Aufhebung des Artikel 50
mit der Staatsbehörde in Verhandlung zu treten‟ Die
Minderheit beantragt: „Hohe Synode wolle
be=
ſchließen, in eine Verhandlung über die in dem Geſuch
geſtellten Einzelanträge nicht einzugehen, da dieſe die
vollzogene Aufhebung dieſes Artikels zur Vorausſetzung
haben.”
Es ſprechen hierzu die Syn.=Abgg. Sack ((als
Vor=
ſitzender des Dritten Ausſchuſſes), D. Dr. Diehl (als
Berichterſtatter der Ausſchuß=Mehrheit), Schmidt (als
Berichterſtatter der Ausſchuß=Minderheit), Geh.
Ober=
konſiſtorialrat D. Peterſen, der den Standpunkt der
Kirchenbehörde darlegt, die Syn.=Abgg. Fritſch,
Schmeckenbecher, D. Schloſſer, Wagner,
Hainer, D. Eger=Friedberg, Schaub, Dr. Lucius,
Oberkonſiſtorialpräſident D. Nebel, die Syn.=Abgg.
Prälat D. Dr. Flöring, Strack, Wahl=Schlitz,
Jaudt, Völſing, Lic. Jacob und Dingeldey.
Bei der um 1 Uhr erfolgenden Abſtimmung
fin=
den folgende Kompromißanträge des Ausſchuſſes und der
Syn.=Abgg. Schmidt, Schmeckenbecher, D. Eger und D.
Schloſſer einſtimmige Annahme: 1. Synode
be=
ſchließt, in eine Verhandlung über die in dem Geſuche
geſtellten Einzelanträge nicht einzugehen, da dieſe die
vollzogene Aufhebung des Artikels 50 des Schulgeſetzes
zur Vorausſetzung haben. 2. Nachdem feſtgeſtellt iſt, daß
die Großh. Staatsregierung mit Großh. Oberkonſiſtorium
wegen der Aufhebung des Artikels 50 des
Volksſchul=
geſetzes ins Benehmen getreten iſt, hegt die Synode
an=
geſichts der veränderten Verhältniſſe vom kirchlichen
Standpunkt aus keine grundſätzlichen Bedenken gegen die
Aufhebung des genannten Artikels, erwartet jedoch, daß
in den darüber eintretenden Verhandlungen die
kirch=
lichen Intereſſen, insbeſondere die kirchenmuſikaliſche
Ausbildung auf dem Predigerſeminar, und die wohl
er=
worbenen kirchlichen Rechte gewahrt, ſowie daß eine
an=
gemeſſene Zeit zur Ueberleitung in die neuen Verhältniſſe
vorgeſehen wird.
Schluß der Sitzung 1¼ Uhr. Nächſte Sitzung: Mitt=
E.
woch vormittag 9 Uhr.
Der Berndt=Schapiro=Prozeß.
Elfter Verhandlungstag
g. Zeuge Gerichtsreferendar Höſer iſt von dem
mit ihm befreundeten Polizeiaſpiranten Bruder
einge=
laden worden, an den nächtlichen Razzien teilzunehmen.
Zeuge lehnte jedoch ab und erſuchte auch den Bruder,
nicht die Razzien mitzumachen, da das nicht für ihn
paſſe. — Zeuge Dinges gibt an, daß ihm der
Kauf=
mann Rückeshäuſer erzählt habe, ihm und ſeiner
Braut hätte Frau Schapiro auf dem Schloßplatz ins
Geſicht geleuchtet. Zeuge erzählt ſodann, der Polizeigſpi=
rant Bruder habe auf dem Flur zu Zeugen geäußert,
wenn man ſich jetzt noch mehr mit ihm beſchäftige, würde
er erſt mal erzählen, wie er als Metzgerburſche und Frau
Schapiro als Dienſtmädchen verkleidet in den Anlagen
nach Liebespärchen gefahndet hätten. — Es folgt
hier=
auf die Vernehmung einer Anzahl Zeugen im Falle S.
unter Ausſchluß der Oeffentlichkeit. Nach
Wiederherſtel=
lung der Oeffentlichkeit ſagt Zeuge Bruder aus, daß die
ihm zur Laſt gelegte Aeußerung, er ſei mit der Frau
Schapiro verkleidet auf die Jagd nach Liebespärchen
gegangen, unwahr ſei. Es werde jetzt alles mögliche
über ihn geredet, ſodaß er gar nicht mehr über die
Straße gehen könne, ohne daß mit Fingern auf ihn
ge=
zeigt würde. Er habe jene Aeußerung derart getan, daß
dies jetzt wieder von ihm behauptet würde. — Der
Vor=
ſitzende äußerte dem Zeugen gegenüber, er hätte keine
Urſache dazu, ſich über Geſchwätz aufzuregen, denn er
habe auch in der vorigen Verhandlung Dinge geſagt,
die er in der jetzigen Verhandlung widerrief. —
Juſtiz=
rat Bernſtein fragt den Zeugen Bruder, ob er zu
einem Bekannten, der gegen die Polizei klagbar werden
wollte, geäußert habe, er ſolle das nicht tun, gegen die
Polizei komme er doch nicht auf. — Zeuge Bruder gibt
an, dies müſſe ein Mißverſtändnis ſein, er habe nur
geſagt, er ſolle ſh an die Frau Schapiro wenden. Zeuge
wird ſodann von Juſtizrat Bernſtein gefragt, ob er mit
einem Mädchen Eſchborn, das ſich auch v. Bismarck
nannte, intim verkehrt habe, die er nachher, als ſie in
anderen Umſtänden war, durch Frau Schapiro nach der
Schweiz abſchieben wollte. — Zeuge Bruder gibt den
Verkehr zu, doch habe ſich das Mädchen von ſelbſt durch
Herrn Kommiſſar Kindhäuſer an die Frau Schapiro
gewendet, die ihr eine Stelle in der Schweiz verſchaffen
ſollte. Auf die Frage, ob er einem Schutzmann den
Auftrag erteilt habe, in das Zimmer der E,
einzudrin=
gen und die Briefe, die er, Bruder, an ſie geſchrieben
hatte, ihm zu verſchaffen, während er ſelbſt die E. zu
einer Vernehmung vorgeladen hatte, gibt Zeuge an, er
könne ſich deſſen nicht erinnern. Er beſtritt auch zunächſt,
an die E. Briefe geſchrieben zu haben, während er
ſpä=
ter zugab, er habe poſtlagernd geſchrieben und der
Poſt=
beamte habe ihm gelegentlich erzählt, Frl. E, habe mehr
als 200 Briefe von verſchiedenen Herren poſtlagernd
erhalten. — Frau Schapiro gibt an, ſie ſei eines
Ta=
ges zu dem Kommiſſar Kindhäuſer gerufen worden,
wo ſie das Frl. E. tränenüberſtrömt vorfand. Herr K.
habe das Anſinnen an ſie geſtellt, ſie ſolle Mittel zur
Verfügung ſtellen, damit die E, nach der Schweiz könne
und ſie möchte ihr doch durch ihre Verbindungen dort
eine Stelle verſchaffen. Ob dies Verlangen auf
Veran=
laſſung des Herrn Bruder zurückzuführen war, könne ſie
nicht angeben, doch habe ſie von dem ganzen Vorgang
den Eindruck einer Komödie erhalten. Sie habe es
des=
halb abgelehnt, für das Frl. E. Mittel zur Verfügung
zu ſtellen. Sie habe ſie aber aufgefordert, in ihrem
Heim vorzuſprechen. Da dies nicht geſchah, habe ſie ſich
nicht weiter um das Mädchen gekümmert.
Es erfolgt ſodann nochmals Ausſchluß der
Oeffent=
lichkeit, nach deren Wiederherſtellung Bezirkskommiſſar
Scholles bekundet, daß Frau Sch. einem Schutzmann
während ſeiner Abweſenheit mündlichen Auftrag
gege=
ben habe, ein Mädchen vorzuführen. Der Schutzmann
weigerte ſich, dies ohne ſchriftlichen Auftrag zu tun. Er,
Zeuge Scholles, habe dem Schutzmann Recht gegeben
und auch der Polizeirat habe dies gebilligt. — Frau Sch.
gibt an, daß ſie auf Weiſung des Polizeirats angeorde
net habe, jenes Mädchen wegen Bedrohung aus dem Hauſe
zu entfernen. Das Mädchen habe ſich jedoch freiwillig
entfernt und deshalb ſei auch die Ausführung jenes
Be=
fehls unterblieben. Hätte es ſich nicht freiwillig entfernt,
dann hätte ſie von ſelbſt einen ſchriftlichen Befehl
er=
wirkt. Zeugin Frau Telegraphenaſſiſtent M. gibt an,
ſie ſei vor etwa zweieinhalb Jahren auf der Meſſe
geweſen, als ſie abends gegen halb 8 Uhr nach Hauſe
gehen wollte, habe ſie zunächſt mit einem Bekannten
einige Worte geſprochen und ſei dann langſam
weiterge=
gangen, um auf ihren Mann zu warten. Plötzlich habe
ſie eine große, hagere ſchwarzgekleidete Dame
ange=
ſprochen, ſie gefragt, was ſie hier mache und geäußert,
das beſte wäre es, wenn ſie nach Hauſe ginge. Sie habe
die Frau nicht gekannt, ſie aber kurze Zeit danach in
einem Geſchäft geſehen. In der geſtrigen Verhandlung
erkannte ſie erſt zögernd und dann mit Gewißheit die
Frau Schapiro als jene Frau wieder, die ſie
angeſpro=
chen hatte. — Frau Sch. bekundet, daß ſie niemals eine
ihr ganz unbekannte Frau derart angeſprochen habe,
auch ſei ſie niemals abends allein ausgegangen. Frau
Schapiro ſagt auf Befragen durch Juſtizrat Bernſtein
auf das beſtimmteſte aus, daß ſie niemals veranlaßt
habe, daß ſich jemand verkleide. — Frl. P., das
Dienſt=
mädchen der Frau Sch., beſtätigt ſodann noch im
weſent=
lichen die Angaben der Frau Sch. bezüglich des Beſuches
bei der Frau, die verdächtia war, ſtrafbare
Hand=
lungen an Mädchen vorzunehmen. — Schutzmann
Bel=
zer wird noch vernommen über die Ladung des Frl.
Eſchborn und über deren Verhältnis mit Herrn
Bru=
der. Dieſer weiß jedoch nichts weſentliches. — Hiermit
hat die Beweisaufnahme ihr Ende erreicht — Heute
nachmittag 3 Uhr nimmt die Verhandlung ihren
Fort=
gang und zwar vorausſichtlich mit dem Plädoyer des
Staatsanwalts. Bis Donnerstag ſollen die geſamten
Plädoyers der fünf Vertreter beendet ſein und am
Mon=
tag wird vorausſichtlich das Urteil verkündet werden.
Der Verband zur Wahrungder
Inter=
eſſen der Betriebskrankenkaſſen für
Süd=
weſtdeutſchland (Sitz in Mannheim) hielt am 30.
Juni 1912 in Wiesbaden unter dem Vorſitz des Herrn
Rechnungsrats Harth als Vertreter des Herrn Geh.
Kom=
merzienrats Schlumberger=Mülhauſen i. Elſ. ſeine
dies=
jährige Mitgliederverſammlung ab, welche von 57 Kaſſen
mit 97 Stimmen durch 62 Vertreter beſchickt war. Dem
„Bericht über die Tätigkeit im abgelaufenen Jahre und
den derzeitigen Stand des Verbandes iſt u. a. das
Fol=
ende zu entnehmen: Es wurden, wie im Vorjahre,
wie=
der 4 ſehr gut beſuchte Informationsverſammlungen
ab=
gehalten, in welchen die Reichsverſicherungsordnung und
beſonders die Invalidenverſicherung beſprochen wurden.
Demnächſt ſoll in verſchiedenen Verſammlungen das
An=
geſtelltenverſicherungsgeſetz beſprochen werden. Die
Be=
ſchlüſſe der vorjährigen Verſammlungen wurden
aus=
geführt und eine größere Anzahl von Eingaben an die
Regierungen abgelaſſen. Den Verbandskaſſen wurden
Geſetzesmaterialien und preiswürdige vorſchriftsmäßige
Formulare geliefert, was auch zukünftig weiter geſchehen
wird. Die Reviſion der Apothekerrechnungen und der
Bezüge von Verbandsſtoffen durch die vom Verband
beſtimmten Stellen, ſowie die Auskunftserteilung der
Kongreſſe und Verbandstage.
[ ← ][ ][ → ]Nummer 154.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. Juli 191:
Seite 5.
Geſchäftsführung in allen Kaſſenangelegenheiten hat ſich,
wie in den Vorjahren, wieder gut bewährt. Der
Ver=
band hatte im letzten Jahre (unter Berückſichtigung der
Abgänge) noch einen Mitgliederzuwachs von 15 Kaſſen
mit 1000 Verſicherten und gehören demſelben zurzeit an
339 Kaſſen mit rund 190000 Verſicherten. Herr
Rech=
nungsrat Harth=Darmſtadt erſtattete ein Referat über die
Unfallverſicherung der Reichsverſicherungsordnung in
ihrer Beziehung zur Krankenverſicherung. Herr
Geſchäfts=
führer Oſtermayer=Mannheim erſtattete ein ſolches
über=
die Ausführungsbeſtimmungen zur
Invalidenverſicher=
ung, worauf ein Referat des Geſchäftsführers des
Haupt=
verbandes, Herrn Heinemann, folgte über die Arztfrage.
Im Anſchluß an die Verſammlung folgte ein
gemein=
ſchaftliches Mittageſſen im Verſammlungslokal,
Reſtau=
rant Wartburg, und darauf geſelliges Zuſammenſein auf
dem Neroberg.
Generalverſammlung der nationalen
Arbeiter.
— Eſſen, 1. Juli. Der Bund Deutſcher
Werkver=
eine, der Bund vaterländiſcher Arbeitervereine, der
Ver=
band ſeemänniſcher Berufsvereine und andere verwandte
Vereine traten hier mit dem Hauptausſchuß nationaler
Arbeiterverbände zu einer Tagung zuſammen, die aus
allen Teilen des Reiches zahlreich beſucht war. Es ſind
über 100 Werkvereine mit etwa 150000 Mitgliedern durch
Delegierte vertreten. Die Tagung wurde durch eine
Be=
grüßungsfeier eingeleitet, bei der die Fahnenweihe des
nationalen Werkvereins Krupp ſtattfand. Der
Vor=
ſitzende des Bundes Deutſcher Werkvereine, Schönknecht=
Berlin, hielt hierbei die Feſtrede.
Auf die Begrüßungsfeier folgte der zweite
Bun=
destag Deutſcher Werkvereine, zu dem
namentlich aus dem rheiniſch=weſtfäliſchen
Induſtrie=
bezirk, aus dem Saarrevier, aus Speyer, Schleſien,
Sach=
ſen, Thüringen und Berlin Delegierte erſchienen waren.
Der Vorſitzende, Schönknecht=Berlin, eröffnete mit einer
Begrüßungsanſprache die Verhandlungen. Sodann
er=
ſtattete der Schriftführer des Bundes, Rupp=Völklingen,
den Geſchäftsbericht. Trotz der Bemühungen der
Gegner haben ſich die Werkvereine zu einem
beachtens=
werten Faktor innerhalb der deutſchen
Arbeiterorganiſa=
tionen entwickelt. Dies zeigt, daß in der deutſchen
Ar=
beiterſchaft noch ein guter Kern ſteckt und daß ein großer
Teil der deutſchen Arbeiterſchaft erkannt hat, daß ſich die
Streikgewerkſchaften von der wichtigen Auffaſſung
unſe=
res Wirtſchaftslebens weit entfernt haben. Die
Arbeits=
kämpfe, deren Zahl auch im letzten Jahre wieder
zuge=
nommen hat, zeigen, wie notwendig der erſte Deutſche
Werkverein in Augsburg war und wie notwendig die
weitere Entwickelung dieſer Bewegung iſt. Die
Selbſt=
hilfe der nichtorganiſierten Arbeiter gegen den
gewerk=
ſchaftlichen Terrorismus iſt einer der Zwecke dieſer
Be=
wegung. Die Werkvereine werden ſich auch der
nicht=
organiſierten Arbeiter annehmen, aber ſie können
erwar=
ten, daß ſich die Nichtorganiſierten für dieſe oder jene
Seite entſcheiden. Das Verhalten der chriſtlichen
Berg=
arbeiter in dem großen Streik lege die Hoffnung nahe,
daß ſich die chriſtlichen Gewerkſchaften und Werkvereine
im Kampfe gegen die Sozialdemokratie zuſammenfinden
werden. Der Trennung der Arbeiter im
Wirtſchafts=
leben nach Konfeſſionen müſſe entſchieden
entgegengetre=
ten werden. Hier wendet ſich der Bericht entſchieden
gegen die Beſtrebungen der Berliner Richtung
inner=
halb der katholiſchen Arbeitervereine, die mit ihrer
Ab=
ſchließungspolitik kaum einen Erfolg haben werden. Der
geſunde Sinn der deutſchen Arbeiterſchaft werde dieſe
ckünſtlichen Schranken unbeachtet laſſen. An die Spitze
von Arbeiterorganiſationen dürfen daher nicht Geiſtliche
oder Sekretäre geſtellt werden, vielmehr müſſen
Män=
ner der Praxis die Führung übernehmen. Der Bund
Deutſcher Werkvereine zählt nunmehr 115 Vereine mit
rund 85000 Mitgliedern, gegen 56 Vereine mit 56000
Mitgliedern im Vorjahre. Daneben exiſtieren noch etwa
über 100 Werkvereine, die ſich dem Bunde noch nicht
an=
geſchloſſen haben. Von den Mitgliedern des Bundes
ſind etwa 55000 in der Metallinduſtrie, 15000 im
Berg=
bau, 3000 in der Textilinduſtrie und der Reſt in
ande=
ren Gewerben beſchäftigt. Bei den Wahlen zum
Aus=
ſchuß wurde ausdrücklich hervorgehoben, daß beſoldete
Sekretäre mit der Vertretung der Arbeiterintereſſen nicht
betraut werden düfen; zu Führern ſeien ausſchließlich
die eigentlichen Arbeiter berufen.
Nach einem Antrag Berlin wird nach längerer
De=
batte dem § 2 des Bundesſtatuts folgende Beſtimmung
hinzugefügt: „Jeder Verein, der ſich zur Aufnahme in
den Bund anmeldet, hat ſeine Satzungen dem
Bundes=
vorſtand vorzulegen, der feſtſtellt, ob der aufzunehmende
Verein die Verbeſſerung der wirtſchaftlichen Lage des
Arbeiterſtandes zur Aufgabe hat, ob auch die
ſatzungs=
gemäße Organiſation des Vereins dieſe Aufgabe
er=
füllen kann und ob die religiöſe und parteipolitiſche
Neu=
tralität des aufzunehmenden Vereins gewährleiſtet iſt.”
Ueber die Errichtung einer Bundesſterbekaſſe berichtete
ſodann Hofmeiſter=Magdeburg. Die Verhandlungen
konnten noch nicht zum Abſchluß gebracht werden, da der
Aufſichtsrat einen beſtimmten Gründungsfonds fordert.
Der Vorſtand wurde beauftragt, die weiteren Schritte in
dieſer Angelegenheit zu unternehmen.
Der Kaiſer in Danzig.
* Danzig, 2. Juli. Der Kaiſer mit dem
Prin=
zen Adalbert und der Prinzeſſin Viktoria Luiſe traf um
7,40 Uhr mit dem Sonderzuge auf dem hieſigen
Haupt=
bahnhofe ein. Zum Empfang erſchien die
Kronprin=
zeſſin in der Uniform ihres Dragoner=Regiments. Die
Herrſchaften begaben ſich mit Gefolge nach dem großen
Exerzierplatz bei Langfuhr. Im erſten Automobil nahmen
der Kaiſer, Prinz Adalbert, die Kronprinzeſſin und die
Prinzeſſin Viktoria Luiſe Platz, die die Uniform ihres
Leib=Huſaren=Regiments angelegt hatte.
* Danzig, 2. Juli. Auf dem großen
Exerzier=
platze zu Langfuhr hat heute früh das 1. Leib=
Huſaren=Regiment Nr. 1 unter dem Kommando des
Kronprinzen Paradeaufſtellung genommen. Auf
dem rechten Flügel ſtanden die direkten Vorgeſetzten mit
dem kommandierenden General von Mackenſen an der
Spitze. Gegen 8 Uhr traf der Kaiſer im Automobil
ein. Er trug die Uniform des 1. Leib=Huſaren=Regiments
und ſtieg zu Pferde, mit ihm die Kronprinzeſſin in der
Uniform ihres Dragoner=Regiments, Prinzeſſin Viktoria
Luiſe in der Uniform des 1. Leib=Huſaren=Regiments,
Prinz Adalbert, ſowie die Herren des Gefolges. Der
Kaiſer ſprengte über den Platz und ritt die Front des
Regiments ab, welches darauf den Parademarſch
aus=
führte. „Es folgte ein Exerzieren des Regiments mit
einer Attacke gegen einen markierten Feind. Nach der
Kritik ſetzte um 9½ Uhr ein Feuergefecht ein, zu welchem
Infanterie, Artillerie und Maſchinengewehre
hinzugezo=
gen morden waren. Nach abermaliger Kritik nahm der
Kaiſer um 10¾ Uhr den Vorbeimarſch des Regiments,
ſowie der geſamten Truppen der ganzen Garniſon
Dan=
zig entgegen und ritt dann mit dem Kronprinzen an der
Spitze der Leib=Huſaren=Brigade nach dem Kaſernement
zurück, wo ein Frühſtück im Offizierskaſino des 1. Leib=
Huſaren=Regiments ſtattfand. Auf dem Exerzierplatze
waren auch die beiden älteſten Söhne des Kronprinzen
anweſend. Das Wetter war günſtig.
Luftfahrt.
* Hamburg, 2. Juli. Das Luftſchiff „Viktoria
Luiſe” iſt heute morgen um 6,50 Uhr zu einer längeren
Fahrt nach Mecklenburg=Schwerin aufgeſtiegen. Es
über=
flog um 8,46 Uhr in ruhiger Fahrt Schwerin in der
Richt=
ung auf Wismar.
* Wismar, 2. Juli. Das Luftſchiff „Viktoria
Luiſe” wurde um 9,05 Uhr vom Turme der
Marien=
kirche geſichtet. Zehn Minuten ſpäter erſchien es über der
Stadt und verſchwand in der Richtung auf Lübeck.
* Kiel, 2. Juli. Das Luftſchiff „Viktoria
Luiſe” iſt, von der Oſtſee kommend, um 11¼ Uhr
plötz=
lich über der Stadt erſchienen und in ſüdlicher Richtung
weitergeflogen. Es paſſierte um 11,40 Uhr Neumünſter
mit dem Kurs nach Hamburg, wo es um 1 Uhr eintraf
und um 1½ Uhr glatt landete.
sr. Die Internationale Wiener
Flug=
woche bei der ſo glänzende Leiſtungen erzielt wurden,
fand am Sonntag ihren Abſchluß. Im Höhenwettbewerb
gewann Oberleutnant Blaſchke auf Lohner=Daimler=
Dop=
peldecker den erſten Preis von 8000 Kronen, nachdem er
mit Paſſagier einen neuen Weltrekord von 4260 Meter
aufgeſtellt hatte. Den zweiten Preis von 3000 Kronen
gewann der Franzoſe Garros (Bleriot). Den erſten Preis
für die beſte Geſamt=Flugleiſtung in Höhe von 2000 Kr.
erhielt Barnier. Den erſten Preis von 6000 Kr. für die
Konkurrenz im ſchnellſten Aufſtieg gewann Nieuport, der
zweite Preis fiel mit 3000 Kr. an Garros. Im Diſtanz=
Wettbewerb gewann Sablatnik den erſten Preis von 2500
Kronen, Moinneau den zweiten Preis von 1500 Kronen.
In der Wurfkonkurrenz erhielt Garros einen Preis von
3000 Kronen. Im Kreisflugwettbewerb ſiegte Bathiat
und gewann den erſten Preis von 3000 Kronen. Der
Wettbewerb der Differenz der Geſchwindigkeit (Schnell=
und Langſam=Flug) wurde von Bedel gewonnen; er
er=
hielt den erſten Preis von 3000 Kronen; der zweite Preis
von 2000 Kronen fiel an Garros, der dritte Preis von
1000 Kronen an Nieuport.
* Boſton, 2. Juli. Die Aviatikerin Harriet
Quimby, die vor einiger Zeit als erſte Dame den
Ka=
nal überflog, und der Direktor ,des Boſtoner
Flugunter=
nehmens, Willard, ſtürzten aus 700 Meter Höhe ab.
Beide waren ſofort tot.
* Atlantic City, 2. Juli. Das zur Ueberfahrt
über den Atlantiſchen Ozean beſtimmte Luftſchiff
„Acron” iſt in einer Höhe von etwa 800 Meter
explo=
diert. Der Ingenieur Vaniman und 7 „Mann der
Be=
ſatzung kamen ums Leben.
Zu der Exploſion des Luftſchiffes „Acron” werden
folgende Einzelheiten bekannt: Das Luftſchiff ſtieg um
6½ Uhr auf. Kurz nach dem Aufſtieg des Luftſchiffes,
das 7 Mann Beſatzung hatte, erfolgte die Kataſtrophe.
Wahrſcheinlich iſt ſie auf die Ausdehnung des Gaſes
in=
folge der Sonnenbeſtrahlung zurückzuführen. Etwa ein
Kilometer von der Küſte entfernt fiel der zerfetzte Ballon
wie ein Stein in das offene Meer. Man vernahm eine
furchtbare Exploſion. Der ganzen Kataſtrophe wohnten
zirka 3000 Menſchen am Ufer bei, die ſich zum Aufſtieg
eingefunden hatten.
Sport.
sr. Die Radfernfahrt Rund durch
Sach=
ſen wurde vom Sächſiſchen Radfahrerbund über die 300
Kilometer betragende Strecke Dresden-Freiburg-
Chem=
nitz — Zwickau — Frohberg — Borna — Leipzig —
Oſchatz — Meißen — Dresden zur Entſcheidung gebracht.
Am Start erſchienen 31 Berufsfahrer und 66 Amateure.
Als überlegener Sieger in der Klaſſe der Berufsfahrer
ging der Berliner Fritz Schallwig nach 11 Stunden 13
Minuten 40 Sekunden hervor, 2. Mergenthaler 11:50:21,4,
3. Herzog 11:50:22, 4. R. Huſchke, 5. E. Reinholz, 6. Piede.
— Von den Amateuren ging Herm. Müller=Borsdorf nach
11:41:51 als Sieger hervor, 2. Küchler=Dresden 11:44:48,
3. M. Gnauck=Dresden 11:51:46, 4. O. Werner=Leipzig,
5. H. Neumann=Dresden, 6. M. Paul=Dresden. 12
Be=
rufsfahrer und 24 Amateure beendeten das Rennen.
* Stockholm, 1. Juli. Der internationale
Fußballkongreß wurde geſtern und heute
abgehal=
en. Die von den deutſchen Delegierten für die
Fußball=
regeln vorgeſchlagenen Aenderungen wurden mit 60
gegen 10 Stimmen abgelehnt. Der ungariſche Vorſchlag
auf Errichtung einer internationalen
Meiſter=
ſchaft für das Fußballſpiel ſoll auf dem nächſten
Kon=
greß 1913 in Kopenhagen entſchieden werden. — Die
ruppenſchießen nach Tontauben im olympiſchen
Spiel ſind abgeſchloſſen. Die erſte Prämie und die
gol=
dene Medaille gewannen die Vereinigten Staaten von
Nordamerika mit 532, die ſilberne Medaille England mit
511 und die bronzene Medaille Deutſchland mit 510
Punkten. 600 war die höchſt erreichbare Zahl.
Handel und Verkehr.
H. Frankfurt a. M., 2. Juli.
Fruchtmarkt=
bericht. Am Wochenmarkt war alter Landweizen
nicht mehr offeriert, ſodaß die Mühlen ihren Bedarf in
ausländiſchem Weizen decken mußten, wobei allerdings
beſſere Preiſe bewilligt wurden. Beſonders für
Wer=
zen zeigte ſich größere Nachfrage. Landroggen und
Ha=
fer blieben gut behauptet, bei letzterem iſt für gute Ware
ſtärkerer Verkehr. Gerſte ohne Handel. Mais ſowie
Futtermittel waren nachgiebiger, und namentlich
Bier=
treber angeboten. Die Forderungen für Mehl ſind etwas
ermäßigt. Der Mannheimer Getreidemarkt
iſt gut behauptet, aber ohne Animo. An der Berkiner
Produktenbörſe war Getreide ſchwach, da ſich die
Käufer zurückhielten und Realiſationen vorgenommen
wurden. Ruſſiſche Offerten waren etwas nachgiebiger.
Hafer luſtlos, weil der Konſum anſcheinend reichlich
verſorgt. Nach den letzten Kabelnachrichten von den
amerikaniſchen Getreidemärkten (Chicago
und New=York) war Weizen matt auf Meldungen über
günſtiges Wetter im Nordweſten von Kanada und die
Vorausſage von Regenſchauern, ſowie kühlerem Wetter
im Nordweſten der Vereinigten Staaten. Ebenſo
ſtimu=
lierten die günſtigen Erntereſultate in Texas und
Min=
neapolis. Mais ebenfalls matt auf günſtige
Wetter=
meldungen im Verein mit den baiſſelautenden
Saaten=
berichten von Oklahoma. Die Baiſſepartei entwickelte
dabei auf dem Morkt eine größere Tätigkeit. Die ſicht=
baren Weizenvorräte ſind dort in dieſer Woche von 28,11
Mill. Buſh. auf 25,72 Mill. Buſh. und die Maisvorräte
von 8,79 Mill. Buſh. auf 8,20 Mill. Bufh.
zurückge=
gangen.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen Kanſas 23,50—24,25, Laplata 23,50—24,
Red=
winder 23,50—24, Ruſſiſcher 24,25—24,75, Rumäniſcher
23,50—24,25, Manitoba 23,50—24, Walla Walla 25 bis
25,50. — Roggen hieſ. 20,75—21, Ruſſiſcher 21—21,75,
Rumäniſcher 21,25—21,75, Bayeriſcher (Pfälzer) 20,80
bis 21. Hafer hieſ. 21,75—22, Ruſſiſcher 20,50—22,50,
Rumäniſcher 20,50—22,50, Bayeriſcher 21,80—22,
Ameri=
kaniſcher 17,75—18,75. Mais mixed 18—18,25
Donau=
mais 17—17,25, Laplata 17—18, Ruſſiſcher 18,25—18,50,
Rumäniſcher 18—18,25, Weißer Mais 18—18,25,
Wei=
zenſchalen 11,50—12, Weizenkleie 11,75—12, Roggekleie
13,75—14, Futtermehl 14—16, Biertreber getrocknet
13,50—13,75, Weizenmehl hieſ. Nr. 0 31,50—31,75, feinere
Marken 32—32,25, Nr. 1 30—30,25, feinere Marken 30,50
bis 30,75, Nr. 2 28,50—28,75, feinere Marken 29—29,25,
Nr. 3 27—27,50, feinere Marken 27,50—27,75, Nr. 4 21
bis 24,25, feinere Marken 24,50—24,75, Roggenmehl hieſ.
Nr. 0 27,75—28, Nr. 1 25,75—26, Nr. 2 21,75—22,25.
Das Eiſenbahnunglück bei Schmiedefeld.
* Breslau, 1. Juli. Der Bahnbeamte, der
mit der Bedienung des mechaniſchen Schrankenſchluſſes an
der Chauſſeeüberführung, wo der Perſonenzug in den
Kremſer hineinfuhr, betraut war, der Hilfsbahnwärter
Standke aus Mariahöfchen, machte einen
Selbſtmord=
verſuch; er wurde in Schutzhaft genommen. Er gibt
an, in der fraglichen Zeit geleſen und das Signal
über=
ſehen zu haben.
* Breslau, 1. Juli. Die Zahl der bei dem
Eiſen=
bahnunglück bei Schmiedefeld Umgekommenen und
ſpäter Geſtorbenen beträgt 10; verletzt wurden 8.
* Breslau, 2. Juli. Das Befinden der bei dem
Schmiedefelder Eiſenbahnunglück ſchwer
Ver=
letzten iſt, den Mittagsblättern zufolge, den Umſtänden
nach gut, ſodaß ſie mit dem Leben davon kommen dürften.
Nur bei der Schneiderin Meyer und dem Bureaugehilfen
Krauſe beſteht noch Lebensgefahr. Der Bahnwärter
Standke, der das Unglück verſchuldete, befindet ſich noch
auf freiem Fuß. Wie jetzt feſtgeſtellt wurde, ſchlief Standke,
als der Zug mit 75 Kilometer Geſchwindigkeit
heran=
brauſte. Er hatte die Schranken überhaupt nicht
ge=
ſchloſſen.
Unwetter.
* Berlin 2. Juli. Aus verſchiedenen Teilen des
Reiches treffen Nachrichten ein über ſchwere
Unwet=
ter, die namentlich auch in der Provinz Heſſen und in
Bayern niedergingen. In Kaſſel ſchlug der Blitz in das
Telephonzentralamt des Hauptpoſtamtes ein, ſodaß die
Fernleitungen nach allen Richtungen unterbrochen waren.
Beſonders großen Schaden richtete das Unwetter bei
Fulda an. In der Gegend von Würzburg waren die
Feldfrüchte, namentlich Getreide und Kartoffeln, vernichtet
worden und Waſſermaſſen ſchwemmten das Erdreich fort.
* Ottawa, 1. Juli. Von dem abends 5 Uhr über
Regina niedergegangenen Wirbelſturm wurde
be=
ſonders das Bank= und Geſchäftsviertel heimgeſucht. Eine
Anzahl öffentlicher Gebäude und Kirchen, ſowie ein halbes
Dutzend Getreideſpeicher wurden vollſtändig zerſtört.
Mehrere Gebäude ſtürzten, der Gewalt des Sturmes
nach=
gebend, quer über die Straßen. Die Zahl der
Verwun=
deten beträgt nach den bisherigen Schätzungen 200, die der
Toten 50. Der größte Verluſt an Menſchenleben iſt in
der Staatstelephonzentrale zu beklagen, die von dem
Sturm zum Einſturz gebracht worden iſt. Dort ſind
bis=
her 35 Leichen geborgen worden.
* Winnipeg, 2. Juli. Der Wirbelſturm in
Regina dauerte drei Minuten und richtete einen
Scha=
den von 11 Millionen Dollars an. In der Stadt wurde
das Kriegsrecht verkündet. Dreitauſend Menſchen ſind
obdachlos.
Der italieniſch=türkiſche Krieg.
H. B. Paris 2. Juli. Wie das Echo de Paris aus
Mailand erfährt, ſoll die italieniſche Regierung ihren
Bot=
ſchafter in Berlin, Panſa, beauftragt haben, der deutſchen
Regierung die Bedingungen zu notifizieren, unter denen
Italien bereit wäre, in Friedensverhandlungen
mit der Türkei einzutreten. Das Blatt behauptet ferner,
Italien hätte ſich zu dieſem Schritt angeſichts der
bevor=
ſtehenden Entrevue in den Schären entſchloſſen. Wie es
heißt, ſoll die italieniſche Regierung bereit ſein, ihre
Trup=
pen von den Inſeln des Aegäiſchen Meeres zurückzuziehen,
wenn ſich die Pforte dazu verſteht, ihr Kontingent in den
afrikaniſchen Provinzen zurückzuberufen, in denen Italien
augenblicklich tatſächlich eine Oberhoheit ausübt. Italien
würde jedoch der Türkei keinerlei Entſchädigung zahlen,
da der Krieg zu koſtſpielig geweſen ſei. Dagegen ſei
Italien bereit, unter gewiſſen Kautelen der Türkei eine
religiöſe Oberhoheit über Tripolis und die Cyrenaika zu
gewähren. Endlich müßte Italien noch darauf beſtehen,
eine Inſel aus dem türkiſchen Archipel zu erhalten, da es
beabſichtigt, im Aegäiſchen Meer eine Kohlenſtation zu
errichten.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— Vor einigen Tagen gelangte erſt der ſtädtiſche
Steuerzettel zur Ausgabe. Das erſte Ziel war ſchon im
Mai fällig und nun wird dem Publikum eine äußerſt
kurze Friſt gegeben, dieſes infolge verſpäteter
Aus=
tragung der Steuerzettel bereits verfallene Ziel zu
be=
zahlen. Man betrachte ſich nur einmal den Andrang an
den Schaltern der Stadtkaſſe. Bei der gegenwärtigen
Teuerung möchte niemand Mahngebühr bezahlen, aber
es kann auch keinem Menſchen zugemutet werden,
manch=
mal mehr wie eine Stundeſtehen und warten zu müſſen,
um ſein Geld los zu werden. Hier wäre es dringend
ge=
boten, eine Abhilfe derart zu ſchaffen, daß die Behörde
das erſte Ziel während des Monats Juli ohne
Mahn=
geld annimmt. Soll denn das Publikum durch die
verſpätete Zuſtellung der Steuerzettel ſeine teuere Zeit
verſäumen und außerdem noch Strafgebühr zahlen?
Ein Entgegenkommen ſeitens der Behörde wäre hier
Civis.
wohl am Platze.
Literariſches.
— Das deutſche Symphoniehaus findet in der
„Neuen Muſik=Zeitung” einen begeiſterten
Für=
ſprecher. Bekanntlich iſt in Stuttgart unlängſt die
Grün=
dung eines „Vereins deutſches Symphoniehaus”
beſchloſ=
ſen worden, das, ein Bayreuth im Konzertſagl, als
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. Juli 1912.
Nummer 154.
Ehrung Beeihodens zum 190. Geburistage des Meiſters
errichtet werden ſoll. Heft 12 und 13 ſind ebenſo
intereſ=
ſant und vielſeitig im Inhalt wie reich mit ſchönen
Bil=
dern ausgeſtattet. Heft 12 liegt auch wieder ein Bogen
der illuſtrierten Muſikgeſchichte Batkas bei.
Erläuterun=
gen zu Klavierabenden, ein amüſantes Feuilleton: „
Ur=
aufführung des Barbiers von Sevilla” (Heft 12) eine
Fortſetzung der wertvollen Aufſätze „Die Pſychologie der
muſikaliſchen Uebung”, intereſſante Paralipomena zu
Ri=
chard Wagners Leben (Heft 13), eine biographiſch=kritiſche
Studie über Hugo Kaun (mit Muſikbeilage) ſeien neben
zahlreichen Berichten aus dem Muſikleben erwähnt. Heft
12 bringt ein gemütvolles Lied „Nach Seſenheim” von
Rücklos als Muſikbeilage. Probeheft gratis durch den
Verlag von Carl Grüninger in Stuttgart.
— Der Deutſche Werkbund (Geſchäftsſtelle Berlin
W. 35) hat ſein Jahrbuch herausgegeben. „Die
Durch=
geiſtigung der deutſchen Arbeit” betitelt es ſich und
will „Wege und Ziele im Zuſammenhalt von Induſtrie,
Handwerk und Kunſt” aufweiſen. Es iſt kein Trugſchluß,
wenn wir zu hoffen wagen, daß aus dem hinreißenden
wirtſchaftlichen Aufſchwung des deutſchen Volkes eine
eigene Kunſt, ein deutſcher Stil ſich werde bilden können. .
Alles deutet darauf hin, daß eben jetzt eine ſolche Stunde
des Schickſals für den deutſchen Geſchmack geſchlagen hat.
Seit einem Jahrzehnt ſtehen wir im Entſcheidungskampf
um einen zeitgemäßen Ausdruck unſeres nationalen
Le=
bens. Es iſt eine Ehrenſache für das deutſche Volk, daß
es die große Stunde nicht verpaſſe. . . . „Denn große
Werte ſtehen auf dem Spiel. Deutſchland iſt das Land,
auf deſſen Arbeit es bei der Stilentwicklung der Zukunft
ankommen wird.‟ Der Nachweis wird in dieſem Jahrbuch
verſucht, deſſen mannigfaltige Reichhaltigkeit ein Blick in
das Inhaltsverzeichnis und das Autorenregiſter dartun
kann. Dieſes Jahrbuch wendet ſich an das ganze deutſche
Volk, insbeſondere an Reichs= und Staatsbehörden, an
Stadtverwaltungen und Gemeindevertretungen, an
In=
duſtrie, Handel und Handwerk, an Produzenten und
Kon=
ſumenten. Ueber die Organiſation des Deutſchen
Werk=
bundes und über den Berufscharakter ſeiner tauſend
Mit=
glieder gibt das letzte Kapitel Auskunft.
— Die ſtiliſtiſche Entwicklung der bildenden
Künſte von Oswald Herzog. Mit 14 Vollbildern und
3 Tafeln. Preis 3 M. Verlag: Carl Hauſe, Berlin SO. 26.
Das Buch ſoll eine Einführung in das „Myſtiſche‟ — in
die Geſetzmäßigkeit — der Kunſt und in das Weſen des
Stils bilden, welche es dem Kunſtintereſſenten ermöglicht,
der Kunſt früherer Zeiten ſowie der der neueſten
Kunſt=
richtungen ein größeres Intereſſe entgegenzubringen. Nicht
nur den Laien ſoll es in die Lage bringen, ein ſelbſtän
diges Urteil über Kunſt zu bilden, auch der Künſtler wie
Kunſthandwerker ſoll aus dem Weſen der Kunſt heraus
den wirklichen Wert derſelben, ſowie neue Wege für ſein
Schaffen finden, um nicht nur Mitläufer einer Modelaune
zu werden.
— Maria Janitſchek, „Luſtige Ehen‟. Eine
Ge=
ſchichte, in der ſich alle kriegen. Preis Mk. 2.50, geb.
Mk. 3.50. (Verlag von B. Eliſcher Nachf. in Leipzig.) Mit
einer dem ganzen Sujet prachtvoll angemeſſenen,
ſpiele=
riſchetroniſchen Grazie werden uns die Schickſale einiger
Familien berichtet, und gerade durch dieſe ſcheinbare
Un=
abſichtlichkeit, durch dies faſt ängſtliche Vermeiden jedes
„Urteils” bringt die Verfaſſerin die tiefſten Wirkungen
auf uns hervor. Wir fühlen nur ſumſomehr die fittliche
Fäulnis, die grenzenloſe Verkommenheit der geſchilderten
Geſellſchaftskreiſe. Abgeſehen von dem erſtaunlichen
Reich=
tum an Handlung bietet der vorliegende Roman ſchon
dadurch einen außergewöhnlichen Genuß, daß in ihm ein
wirklich eigenartiger moderner Stoff von einer
Künſt=
lerin behandelt wird, die höchſte literariſche Meiſterſchaft
mit intimſter „Fachkenntnis” verbindet.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Burean.)
* Berlin, 2. Juli. Nach einer Blättermeldung aus
Kiel wurde dort ein Mann unter
Spionagever=
dacht verhaftet, der ſpäter als der frühere Tech=
niker Ewald aus dem Rheinland ſtammend,
feſge=
ſtellt wurde. Ewald war der Polizei ſchon ſeit langer
Zeit aufgefallen und beobachtet werden. Angeſichts
des großen Belaſtungsmaterials legte der Verhaftete,
der ſowohl für England wie für Frankreich tätig war,
ein umfangreiches Geſtändnis ab. Außer in Kiel hielt
ſich der Verhaftete vorher längere Zeit in
Wilhelms=
haven auf.
* Hannover, 2. Juli. Zum Kampfe in der
Me=
tallinduſtrie iſt weiter zu melden, daß geſtern abend
die Kommiſſionen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer
wie=
derum verhandelten. Es wurden neue Vorſchläge der
Ar=
beitgeber, die nur unweſentliche Zugeſtändniſſe machen,
formuliert. Dieſe ſollen den Arbeiterſchaften von der
Ar=
beitnehmerkommiſſion unterbreitet werden. Eine
Aeuße=
rung der Arbeiter zu den Vorſchlägen iſt in den nächſten
Tagen zu erwarten und wird in der neuen
Kommiſſions=
ſitzung bekannt gegeben werden.
* Hagenow, 2. Juli. Nach dem amtlichen
Wahl=
ergebnis bei der Reichstagsſtichwahl am 28.
Juni wurden von 16593 gültigen Stimmen für
Sivko=
vich 9439 und für Pauli 7154 Stimmen abgegeben.
* Paris, 2. Juli. Der Ausſchuß der Hafen= und
Dockarbeiter nahm in Anbetracht der Haltung der
Reeder und der Meſſageries Maritimes einen Antrag
an, in dem erklärt wird, es ſei eine gebieteriſche ſofortige
Pflicht der Dockarbeiter, in den Häfen, wo der Ausſtand
erklärt wird, mit jener wirkſamen Solidarität
vorzu=
gehen, die die Umſtände erforderten.
* Madrid, 2. Juli. Kammer. In Beantwortung
der Ausführungen des Abgeordneten Moret erklärte
Canalejas, er ſei entſchloſſen den eingebrachten
Geſetzentwurf betreffend die Zulaſſung des
Zuſammen=
ſchluſſes benachbarter Provinzen durchzuführen oder
ab=
zudanken. Er erſuche die Kammer um Annahme
der=
ſelben, aber er erbettele ſie nicht. Der Abgeordnete
Maura erklärte, die Konſervativen würden ſich der
Ab=
ſtimmung enthalten. Andere Führer der Oppoſition
er=
klärten, ſie würden für den Geſetzentwurf ſtimmen, denn
ſie erblickten in demſelben die Tendenz der
Selbſtregie=
rung der Provinzen. Trotzdem verließen ſie bei der
Abſtimmung über die von der Regierung gebilligten
Tagesordnung mit ihren Parteigenoſſen den Saal.
* Baltimore, 2. Juli. Auch die 42. Abſtimmung
blieb unentſchieden. Wilſon ethielt 494, Clurk
430 Stimmen. Der Konvent verlief in größter Unruhe
und vertagte ſich nach Mitternacht bis heute mittag.
— Arnsberg, 2. Juli. Ein Kraftwagen mit
ſechs Fahrgäſten geriet auf der Fahrt nach Visbeck in
einen Chauſſeegraben. Ein 18jähriger Mann
ſprang heraus und brach das Genick. Zwei andere
In=
ſaſſen wurden bei dem Umſchlagen des Automobils ſchwer
verletzt, die übrigen leichter.
Zürich, 2. Juli. Von der heutigen Nacht melden
die Hochſtationen einen 23 Ztm. heſtigen Schneefall.
Die Temperatur ſteht unter Null.
— Oporto, 2. Juli. Der Profeſſor an der Berliner
Univerſität, Dr. phil. Auguſt Döring, iſt. im 78.
Lebens=
jahre an einem Schlaganfall geſtorben. Er weilte hier
bei ſeiner an einen Reeder verheirateten Tochter.
— Chriſtiania, 2. Juli. Die Begleiter
Amund=
ſens trafen geſtern nachmittag in Bergen ein. Die Stadt
gab ihnen zu Ehren ein Feſtmahl. Das Polarſchiff
Fram” bleibt in Buenos=Aires, wo Amundſen ſein Buch
bis September vollendet.
Schon manche Mutter hat darüber geklagt, daß ihr
blutarmes, bleichſüchtiges Kind aus Appetitmangel
die kräftigenden Speiſen zurückwies. In ſolchen Fällen
empfiehlt ſich die Ernährung mit „Kufeke”, denn es
iſt nicht allein nahrhaft und leicht verdaulich, ſondern
vermag ſich auch durch die verſchiedenen Formen ſeiner
Anwendung — ſiehe „Kufeke==Kochbuch — dem
Ge=
ſchmacke jedes Patienten anzupaſſen. Kinder nehmen es
beſonders gern in Milch oder Kakao.
(14407f
Die Ratsherrnbrüderſchaft
erlaubt ſich hiermit auf die Anſchaffung ihres neuen
Leichenwagens aufmerkſam zu machen. Der Wagen
bietet in ſeiner ernſten und würdigen Erſcheinung
Gewähr für eine pietätvolle Beſtattung. (14411a
Beſondere Beſtellungen hierzu nehmen entgegen:
Wagenverwalter Lorenz, Woogsplatz 5, Tel. Nr. 211.
Wagenführer Ernſt Büchler, Nieder=Ramſtädterſtr. 56,
Tel. Nr. 1073.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das Tief über Skandinavien hat ſich verflacht. In
Deutſchland fielen vielfach geringe Niederſchläge. Die
Morgentemperaturen liegen in der Nähe von 150. Beim
Vorüberziehen eines Hochdruckrückens wird es heute
noch vorübergehend aufheitern. Jedoch ſteht für morgen
noch wolkiges Wetter in Ausſicht.
Ausſichten für Mittwoch, den 3. Juli 1912:
Wolkig, keine erheblichen Niederſchläge, etwas wärmen.
Tageskalender.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 und 8 Uhr. —
Ver=
einigte Geſellſchaft um 7½ Uhr. — Bürgerkeller um 8
Uhr. — „Perkeo” um 8 Uhr. — Reſt. „Metropol” um
7½ Uhr. — Heſſiſcher Hof um 8 Uhr. — Schuls
Felſen=
keller um 8 Uhr.
Bilder vom Tage, Auslage Rheinſtraße 23: Die
„Viktoria Luiſel bei der Kieler Woche; zum Kampf
um die Präſidentſchaft der Vereinigten Staaten von
Nordamerika; von der öſterreichiſchen Alpenfahrt; ein
deutſcher Sieg in England.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 4. Julil.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 4 Uhr in der
„Ludwigshalle‟.
Holzverſteigerung um 8 Uhr im Holzhof.
Heugras=Verſteigerung um 9 Uhr von der
Nacht=
weidewieſe (Zuſammenkunft auf der Frankfurterſtraße
bei Los Nr. 1).
Eiſenwaren=Verſteigerung um 8 Uhr zu Ober=
Ramſtadt (Zuſammenkunft am Schnittpunkt der
Bahn=
hof= und Nieder=Ramſtädterſtraße).
Torf=Verſteigerung um 10 Uhr im Rathaus zu
Pfungſtadt.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Mar Streſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts= zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſtripte werden nicht
zurückgeſandt.
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Kurſe vom 2. Juli 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
Bf.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,20
3½ Deutſche Reichsanl. . 90, 10
80,50
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100, 10
3½ do. Conſols . . . 90,00
80,40
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 100,30
93,60
3½
do.
85,00
do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100,00
88,30
3½
do.
3
do.
4 Hamburger Staatsanl. 100,60
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 99,60
4 do. do. (unk. 1918) 100,00
*3½
88,80
do.
3
do.
77,70
. 80,10
3 Sächſiſche Rente . .
4 Württemberger v. 1907 99,90
do. v. 1875 95,00
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,70
1¾/ Griechen v. 1887 . . 55,00
3¾ Italiener Rente .
4½ Oeſterr. Silberrente 99,10
4 do. Goldrente . . . 96,40
4 do. einheitl. Rente . 87,70
(3 Portug. unif. Serie I 64,00
3 do. unif. Ser. III 66,50
9,90
3 do. Spezial . .
5 Rumänier v. 1903 . . 101,20
4 do. v. 1890 . . 96,10
4 do. v. 1905 . . 91,60
90,50
4 Ruſſen v. 1880 . .
90,80
4 do. v. 1902 .
4½ do. v. 1905 . . . . 100,70
3½ Schweden . .
4 Serbier amort. v. 1895 85,50
4 Türk. Admin. v. 1903 82,00
4 Türk. unifiz. v. 1903 89,50
4 Ungar. Goldrente . . . 90,80
4 do. Staatsrente . . . 88,00
Zf.
InProz.
5 Argentinier .
.100,70
4
87,90
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 91,10
5 Chineſ. Staatsanleihe . 99,50
do.
93,25
4½
4½ Japaner . . . . . . . 94,60
5 Innere Mexikaner . . . 95,10
3
60,50
do.
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,80
5 Gold=Mexikaner . . . . 100,00
3 Buenos Aires Provinz 71,50
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 143,50
5 Nordd. Alopd . . . . . 119,70
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 124,00
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60½
Einz. Mk. 408 . . 111,75
8 Baltimore und Ohio . 107½
6½ Schantungbahn . . . 133,35
67 Luremb. Prine Henri
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 18½
6 Pennſylvania R. R. . 120,70
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger .
25 Bad. Anilin= u. Soda=
. . 509,00
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14 Chem. Fabrik Gries=
.245,00
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30 Farbwerke Höchſt . . 624,75
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 347,00
10 Cement Heidelberg . . 149,80
30 Chem. Werke Albert 453,00
12½ Holzverkohlung
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.. 307,90
.. . .123,20
4 Lahmeyer .
1 Lete
Zupro.
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12 Siemens & Halske . 239½
5 Bergmann Electr. .
10 Deutſch.Ueberſee Electr. 169, 19
0 Gummi Peter . . . 124,75
0 Kunſtſeide Frankfurt 141,00
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 528,00
10 Maſchinenf Badenia
6 Wittener Stahlröhren
8 Steana Romana Petr. 137,00
15 Zellſtoff Waldhof . . 231,00
12½ Bad. Zucker=Wag=
. 216,30
häuſel . . .
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 119,90
3 Südd. Immobilien . 69,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 189½
12½ Bochumer Bergb. u.
Gußſt.
.. . . 231,00
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb.
..176,50
10 Gelſenkirchener . . . . 190,90
8 Harpener .
. „
189,00
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 261,10
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . .
.103,75
4 Laurahütte . . . . . . 175,00
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3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 88,00
4½ Nordd. Rond=Obl. 99.90
4 Eliſabethbahn, freie . . 94,80
4 Franz=Jofefs=Bahn . . 91,10
3 Prag=Durer . . . . . . 76,00
5 Oeſterr. Staatsbahn
4 Oeſterr. Staatsbahn . 94,50
do.
7820
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,90.)
19.
InPre,
4 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 77,50
2½
do.
53,20
3 Raab=Oedenburg
76,60
4 Kronprinz Rudolfbahn 94,00
4 Ruſſ. Südweſt. .
. 88,90
4½ Moskau=Kaſan . . . 96,20
do.
88,50
4 Wladichawchas
. 88,20
4 Rjäſan Koslow . .
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 73,90
4½
do.
24 Livorneſer . . . . . 68,00
3 Salonique=Monaſtir . 63,30
4 Bagdadbahn . . . . . . 83,80
4½ Anatoliſche Eiſenb.. 96,90
4 Miſſouri=Pacific. . . . 71,80
4 Northern=Paciſic . . . 100,40
4 Southern=Pacific
. 95,30
5 St. Louis und San
Francisco. . . . . 87,20
5 Tehuantepec . . . . . . 98,50
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 195,50
7 Vergiſch=Märtiſche
Dahn
.. 150,20
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 167,10
6½ Darmſtädter Bank . 121,70
12½ Deutſche Bank . . . 254,90
6 Deutſche Vereinsbank . 123/75
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 117,40
10 Diskonto=Kommandit 186,20
8½ Dresdener Bank . . 153,30
9½ Frankf. Hypoth.=B. 217,00
6½ Mitteld. Kreditbank 118,50
7 Nationalb. für Deutſchl. 123,40
7 Pfälziſche Bank. . . . 129,50
5.86 Reichsbank . . . . . 134,30
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,10
7½ A. Schaaffhauſen.
Dankverein . . . 124,0
7½ Wiener Bankverein . 132,90
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16qu. 17. . .. 8.98.50.
M. Pfandbriefe. Zufro
8½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . . 89,10
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 15— 19, 21—26 97,50
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,00
88,00
do.
8½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 100,20
do.
89,50
8½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
. 99,80
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23 . .
99,90
9½Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—
89,50
S. 3—5 .
. 89,30
S. 9—11
89,40
4 Meininger Hyp.=Bank 99,20
do.
88,30
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 97,80
8½ do. (unk. 1914) . . 88,00
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,40
do.
9½
89,40
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . . .
3½ do.
89,50
4 Frankfurt.
99,50
8½ do.
95,00
4 Gießen .
98,90
3½ do.
91,00
4 Heibelberg
98,90
9½ do.
88,50
4 Karlsruhe
3½ do.
89,20
4 Magdeburg.
99,10
3½, do.
4 Mainz
98,50
3½ do.
90,00
4 Mannheim
98,20
½ do.
88,70
4 München .
99,80
3½ Nauheim
4 Nürnberg.
*100,00
3½ do.
89,60
4 Offenhach. .
Inhe,
Bf.
90,30
3½ Offenbach .
4 Wiesbaden . . . . . 100,00
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4 Worms . .
3½ do.
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Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100 171,50
3½ Cöln=Mindner , 100 134,00
3 Holl. Komm. . fl. 100 108,75
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.=Pfand=
. 135,60
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4 Oeſterr. 1860er Loſe . 172,00
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3 Oldenburger . ..
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Unverzinsliche
Anlehensloſe.
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Braunſchweiger Tlr. 20 197,50
Freiburger .
Fs. 15
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Mailänder
do.
. Fs. 10
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Meininger .
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100
do. v. 1858fl.100
Ungar. Staats . . fl. 100 369,00
Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 170,40
Gold, Silber und
Banknoten.
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20,42
20 Franks=Stücke
16,22
Amerikaniſche Rolen:
4,18
Engliſche Roten .
20,44
Franzöfiſche Noten.
81,15
Holändiſche Roten. . . . 160,55
Italieniſche Noten .
80,20
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,80
Ruſſiſche Noten . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 80,90
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Seite 8
Darmſtädter Tagbkatt, Mittwoch, den 3. Juli 1912.
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gedient, für ſof. u. 15. Juli. Minna
Dingeldein, gewerbsmäßige Stellenvermitt-
erin, Schützenstr. 10½. Teleph. 531. (*258 1 Aelt., durch. ehrl. Mädchen, im
K., u. Haushalt tücht; ſ. Beſchäftig.,
geht auch ſtundenweiſe. Große
Kaplaneigaſſe 60, 1. St. rechts. (*233 St. ſ. 116j. kräft. Landmädch., noch
n. ged., f. ſof., u. 1 tücht. 2. Hausm.
z. 15. Juli. Eliſabeth Frank, ge=
werbsmäßige Stellenvermittlerin,
Saalbauſtraße 33.
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nicht anonyme Offert. unt. V 53
an die Exp. d Bl. erbeten. (*123
beirdr.
Ein Unterbeamter, 38 J., evang.,
wünſcht ſich mit einer häusl. erzog.
Dame mit Vermögen zu verheirat.
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Meßbrief
2. Juli am Marienplatz verloren.
Abzug. Eliſabethenſtr. 49, I. (*174
Im Sonntag Hannov. Münze
Averloren, vermutl. v.
Böllenfall=
or, Bismarckt., Waldfr. Abzg. g. Bel.
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1 schwarz-seidene Tasche
m. Bügel u. Inhalt verloren,
der redliche Finder wird gebeten
dieſelbe gegen Belohnung auf dem
Fundbureau abzugeben. (*263
Diejenge Perſon,
welche den Zwanzigmarkſchein
am 1. ds. Mts., nachmittags
zwiſchen 6½—7 Uhr, im
Haupt=
poſtgebäude aufgehoben hat, wird
gebeten, denſelben in der
Wirt=
ſchaft Grafenſtr. 21 bei Eppler
(*229
abzugeben.
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. Juli 1912.
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Der Rivale
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Hessischer Hof.
Mittwoch, den 3. Juli 1912, abends 8 Uhr:
Militär-Konzert
ausgeführt von der Kapelle des Großh. Leibgarde=Regts.
unter Leitung des Obermuſikmeiſters H. Hauske.
Volkstümlicher Opern-, Operetten- u. Liederabend.
Eintritt mit Programm 20 Pfg.
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Waſſerhöhe am Pegel 3,70 m.
Luftwärme 150 C.
Waſſerwärme vorm. 7 Uhr 20½ C.
Woog=Polizei=Wache.
Programin
zu dem am Mittwoch, den
3. Juli, von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Großh. Train=Bgt. Nr. 18.
1. Armee=Marſch Nr. 7. 2.
Ouver=
ture zur Oper „Die Zigeunerin”
von Balſe. 3. Fantaſſe aus der
Oper „Traviata” von Verdi.
4. „Mein Traum” Walzer v.
Wald=
teufel. 5. Der Traum des
Huge=
notten”, Fantaſie von Hamm.
16. „Fanfare militaire” von Aſcher.
Heute Mittwoch
abends von 8 Uhr ab:
Garten-Konzert
von Trompetern des Train.=Batt. Nr. 18. Eintritt frei.
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Heute Mittwoch, den 3. Juli, abends 8 Uhr,
— im Anſchluß an das Kurkonzert:
großes
Abendkonzert
verbunden mit
Reunion.
Um 104 Uhr gemeinſamer Heimmarſch mit Muſik nach
Böllenfalltor und Landskronſtraße.
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Kapelle des Grossh. Hess. Art.-Regts. Nr. 61
(M. WEBER).
Eintritt 25 Pfg. — 10 Karten Mk. 1.50.
Unser neues Programm zeigt bis inkl.
Freitag, den 5. Juli, den sensationellen
Schlager
Biologische
Austlage In uie
B
Heien der Horusee.
hochinteress. Naturaufnahme, (14470
sowie das übrige erstklassige Programm.
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. Hosient
Ludwigs=
platz.
(14437
[ ← ][ ][ → ]Nummer 154.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. Juli 1912.
Seite 11.
Erste Sendund
Ein 20
Fer wagson Prind iebender
aiiscker echsen und Rinder
eingetroffen.
Schlachtung im hiesigen Städt. Schlachthof.
Engros-Verkauf im Schlachthof.
Detail-Verkauf in meinem Geschäftslokal: Große Ochsengässe
per Pfund 80 Pfg.
Prima schweres Kalbfleisch per Pfund 90 Pfd
Ax
EGooRETEiErt
14421mf
Telephon 537.
Um die hervorragende Qualität des Fleisches der von mir jetzt lebend eingeführten Tiere weiteren
Kreisen zu zeigen
verkaufe solches an allen Markttagen im Erbprinzen.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 Zwicker mit Futteral. 2 kleine Schlüſſel an einer
Rolle. 1 Kinderſchirm. 1 Anhänger von einem Kollier (lila). 5
Kaſſen=
ſchlüſſel an einem Riemchen. 1 braunes Portemonnaie mit etwas
Inhalt und 1 Badekarte vom Woog. 1 Rechenheftchen. 1 Päckchen
weißen Tüll. 1 vergoldete Sicherheitsnadel. 1 Pack Pergamentpapier.
— Zugeflogen: 2 Kanarienvögel. 1 Pfau.
(14324
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Pinſcher, 1 Pudel, 1 Kriegshund. 2 Spitzhunde,
1 Pinſcher (zugelaufen). Die Hunde können von den Eigentümern
bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der
nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag, vormittags
um 10 Uhr, ſtatt.
(14299
Heugrasverſteigerung.
Mittwoch, den 3. Juli I. J., nachmittags 4 Uhr,
wird das Heugras von der Fürſtenwieſe, unweit der Pumpſtation
des ſtädtiſchen Waſſerwerks bei Eſchollbrücken, in 21 Loſen, an Ort
und Stelle öffentlich meiſtbietend verſteigert.
Nähere Auskunft wird auf der Pumpſtation erteilt.
Darmſtadt, den 29. Juni 1912.
(14229im
Der Oberbürgermeiſter
I. V.: Ekert.
Holz-Verſteigerung.
Donnerstag, 4. Juli l. J., vormittags 8 Uhr,
werden auf dem Holzhofe dahier
1½ rm Buchen Stützelholz
öffentlich verſteigert.
Darmſtadt, 29. Juni 1912.
(14181
Großherzogliche Holzmagazins=Verwaltung.
Heinemann, Geh. Forſtrat.
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 4. Juli 1912, nachm. 4 Uhr,
verſteigere ich im Saale der Ludwigshalle, Obergaſſe dahier,
fol=
gende Gegenſtände gegen Barzahlung:
1. zwangsweiſe: 55 Paar Borkalfſtiefel für Herren
Da=
men und Kinder (gute Ware), 134 verſchiedene Bluſen,
5 Kleider, 1 Weißzeug=, 1 Spiegelſchrank, 1 Schreibſekretär,
3 Diwans, 4 Tiſche, 4 Sofas, 1 Bett 8 Stühle, 2
Näh=
maſchinen, 1 Trumeau, 1 Büfett, 1 Pianino mit Stuhl,
1 Silberſchrank, 1 Serviertiſch, 1 Bauerntiſch, 4 Spiegel,
1 Schreibtiſch, 1 Bücherſchrank, 1 Pult, 1 Kommode, 1
Zeichen=
tiſch, 1 Kaſſette, 2 Koffer, verſchiedene Bilder, 1 Blumentiſch,
1 Lexikon, 2 Landauer, 1 Pferd u. a. m.;
2. auf freiwilligen Antrag: 1 Partie Waffen aus der Südſee,
1 Partie Schuß= und andere Waſſen (für Sammler).
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher,
Bleichſtraße 28.
(14492
(Sommerüberz., f. neu, modern,
bill. zu vk., daſ. ſch. Puppenw.
u. 4armig. Leuchter (Altertum)
*134) Schloßgartenſtr. 5, III. r.
kann angefahren
Guter Grund werd. i.
Akazien=
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Darmſtadt, 20. Juni 1912.
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diesjährigen
Hauptverſammlung
auf Mittwoch, den 10. Juli, abends 8½ Uhr,
wird erſucht, die Gelder abge= in den Kaiſerſaal, Grafenſtr. 18, — grünes Zimmer —
höflichſt eingeladen.
Tagesordnung: Bericht des Vorſtandes,
Rech=
nungsablage und Neuwahl des Vorſtandes.
Die Jahresrechnung liegt von Montag, den 8. Juli,
ab zur Einſichtnahme der Geſellſchafter bei dem
Ver=
einsrechner offen.
Der Vorstand.
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Vereinigte GrisſtrankentaſeDarmſtadt.
Einladung
zu der am
Montag, den 8. Juli 1912, abends 9 Uhr, im Saale
des Gewerkſchaftshauſes, Bismarckſtraße 19, ſtattfindenden
Ordentlichen General-Versammlung.
Tages=Ordnung:
1. Rechenſchaftsbericht vom Jahre 1911.
2. Wahl der Rechnungsprüfungskommiſſion.
3. Ergänzungswahl des Vorſtandes.
4. Vortrag über Mutter= und Säuglingsfürſorge, gehalten
von Frl. Nathalie Schubert, Hilfsarbeiterin der
Zentrale für Mutter= und Säuglingsfürſorge.
Um pünktliches und zahlreiches Erſcheinen bittend, zeichnet
Hochachtungsvoll
Der Vorstand.
Knoblauch, 1. Vorſitzender.
Anmerrung zu Punkt 3. Aus dem Vorſtand ſcheidet freiwillig
aus, von den Arbeitnehmern: Herr Ph. Krell.
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Das finde ich begreiflich, entſchuldigte das junge
Mäd=
chen und ſchritt willig neben dem Vetter her, ohne ihrer
Pflicht weiter zu gedenken.
Warum?
Weil ihr der Sohn und Erbe ſtarb. Auf Altenwerder
iſt die weibliche Linie in die Erbfolge wohl ausgeſchloſſen?
Der junge Mann bemerkte nicht den forſchenden Blick
Suſannes, noch die Aufregung, mit der ſie ſeine Antwort
erwartete. Er traf mit ſeinem Reitſtock einen tief
hernie=
derhängenden Blütenzweig und erwiderte leichthin: Nicht,
daß ich wüßte, Suſanne, Altenwerder iſt kein Majorat.
Alsdann wäre die einzige Tochter die Erbin geweſen.
Stimmt.
Und nach deren Tode — ich.
Ja, hm! Friedrich Wilhelm hatte ſich durch ſeine
un=
bedachte Aeußerung in große Verlegenheit gebracht. Ich
glaube, der Onkel hat beſondere Beſtimmungen getroffen,
die er Dir wohl mitteilen wird.
Die Du ſchon kennſt?
Friedrich Wilhelm zögerte mit einer Antwort, denn
dann hätte er auch mitteilen müſſen, das allerdings eine
wichtige Bedingung mit der Erbſchaft verknüpft war — er
mußte Suſanne heiraten, um mit ihrer Hand zugleich in
den Beſitz von Altenwerder zu gelangen.
Es it. Dir woßt untnſaht uondanß dalber zu
ſprechen.
Ja, Suſanne, antwortete er raſch.
Warum ſagſt Du das nicht gleich.
Ich dachte, es könne Dich kränken.
Suſanne ſah ihn verwundert an. Wie könnte mich
dergleichen kränken, da ich doch hier keinerlei Rechte
be=
ſitze. Wann wäre ich je gefragt worden, wenn die
Groß=
eltern etwas beſtimmten. So iſt es mir auch niemals
mit=
geteilt worden, daß ſie mich adoptiert haben.
Adoptiert?
Ja. Trage ich doch den Namen Bagewitz. Sonſt
müßte ich den meines Vaters führen. Und den — —
Warum ſtockſt Du?
Weil ich dieſen Namen nicht kenne, vollendete ſie leiſe.
In plötzlich aufſteigendem Mitleid ſchlang er den
rech=
ten Arm um die Verwirrte und ſagte leiſe tröſtend: Arme
Suſanne.
Sie blickte nicht auf und wehrte ſich auch nicht,
ſon=
dern fuhr wie im Selbſtgeſpräch fort: Einmal werde ich
es ja erfahren.
Frage nicht, forſche nicht. Halte Dich an der
Gegen=
wart. Du wirſt Dir Dein Leben ſelber aufbauen, und das
gehört alsdann Dir zu zeigen. Laß den Toten ihre Ruhe.
Sind ſie wirklich tot?
Suſanne!
Du weißt, daß mein Vater tot iſt?
Ja, Suſanne.
lind nehte Mle ligt irlich ie der Aeheie .
graben?
Furchtbar! Woher kommt Dir dieſer Verdacht?
Weil mir ſo viel verheimlicht wurde. Die alte Dörthe,
meine frühere Amme, ließ mir in allem den Willen, denn
ſie liebte mich ſehr, aber ſie warnte mich vor jeder Frage
nach meiner Herkunft, wie vor einer Totſünde.
Hat ſie Dir denn nie etwas erzählt?
Nein, es war ihr verboten. Man jagt mich fort, das
war ſtets ihre einzige Antwort.
Suſanne ſchritt ſchon wieder frei neben ihm her, ihre
Haltung war noch ſtolzer als gewöhnlich. Sie hatte den
Strohhut am Arm hängen, ſo daß er den Blick frei hatte
auf den fein geformten Kopf, der kaum die Laſt des
dunk=
len Haarknotens, der ihr im Nacken hing, tragen kennte.
Mit großen Schildplattnadeln wurde er gehalten, die
reichen Wellen des Vorderhaares legten ſich weich an die
Schläfen und ſpielten in einzelnen ſchweren Locken auf
der weißen Stirn, deren Adern an der Schläfe bläulich
ſchimmerten. Die Augen waren grau und ſahen mit
klu=
gen, ernſtem Forſchen in das Leben, ſie konnten aber im
wilden Drang der Gefühle in aufflammender Leidenſchaft
erglühen. Die Naſe war die gerade, wohlgebildete derer
von Bagewitz, aber um den Mund, mit den roten, etwas
gewölbten Lippen lag ein fremder Zug, der bei einem
weniger herben Eindruck des Geſamtbildes Anlage zu
fröh=
lichem, unbekümmertem Sinnengenuß verraten hätte.
Darum reizte es auch wohl Friedrich Wilhelm, dem friſchen
Nummer 154.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. Juli 1912.
Seite 13.
bihenden Aund ſaner mr ſo eniſe, der abwchreide
Worte entgleiten zu laſſen. Meiſtens ſchwieg er.
Sie gingen eine Weile ſtumm nebeneinander her.
Friedrich Wilhelm wagte ſich nicht weiter auf dem Gebiet,
auf dem jeder Schritt gefährliche Abgründe aufdecken
konnte. Und Suſanne war ganz in ihre Gedanken
ver=
ſunken. Sie ſah nicht die Schönheit des jungen Grüns,
nicht die Pracht des blühenden Geſträuches, das ſie ſonſt
ſo liebte, nein, ſie grübelte immer mehr in ſich hinein,
ſeit=
dem dieſer fröhliche Geſelle an ihrem ſtillen Wege
aufge=
taucht war und mit kecker Hand ſtets von neuem nach ihr
griff, um ſie zu ſich hinüberzuholen in ſein Land und zu
ſeiner Art.,
Warum nur war er gekommen? Was wollte er von
ihr? Großvater ſah oftmals forſchend zu ihm hin, wenn
ſie beide ihm Geſellſchaft leiſteten.
Nun ſtanden ſie am fließenden Waſſer, von dem ſie
ein breiter Rand friſch aufſprießenden Rohrs trennte. Der
Rohrſperling begrüßte ſie mit ſeinem munteren Geſchwätz,
die bunten Taucher ſchoſſen hierhin und dorthin oder
ver=
ſanken tiefer in den blitzenden Strom, der ſo fröhlich ſeine
Bahn zog. Sie ſahen die Strecke zurück, die ſie
miteinan=
der gewandert waren. Wie licht und golden das
Morgen=
licht auf der Allee lag!
Der gerade Weg!
Friedrich Wilhelm mußte immer wieder an dieſe Worte
denken und das ernſte, ſchöne Mädchen heimlich belauſchen.
Ihre Perſönlichkeit hatte einen unſäglichen Reiz für ihn.
War es ihr bekannt, auf welch heimlichen Wegen ihre
El=
tern gegangen waren?
Der Fuchs wieherte leiſe, ihm wurde es langweilig
bei den ſtillen Menſchen.
Hab Geduld, Füchslein, bald wirſt Du eine ſtolze
Rei=
terin tragen, und ich ſattle mir den Rappen, dann iſt es
kurzweiliger für Dich.
Siſene ſchlile den oſf.aus od ſe dier ſichen
Verheißung nicht recht glaubte. Sie gingen nun auf dem
ſchmalen Weg am Waſſer entlang.
Segeln werden wir auch, ich fahre in den nächſten
Tagen nach Berlin, ich habe einem Freund den Auftrag
gegeben, ein Boot, das, wie ich weiß, billig zu haben iſt,
für mich zu kaufen. Ich ſegle dann gleich auf dem
Waſſer=
weg hierher.
Und der Großvater!
Onkel Wilhelm iſt mit allem einverſtanden. Wir ſind
ſchon gute Freunde. Er ſagt zu allem, was ich vorſchlage,
ja, wenn ich nur hier bleibe. Darin liegt meine Macht.
Merkwürdig!
Gar nicht merkwürdig. Ich erzähle ihm ſo viel von
meinen Studienjahren und wie gern ich als armer
Aſſeſſor in Berlin lebe, daß er alles tut, um mich hier
zu feſſeln.
Biſt du denn ganz unabhängig?
Du meinſt, ob ich genug Mammon beſitze?
Suſanne nickte.
Nein, ich hatte nur eine knappe Zulage, aber ſchön
war es doch, da ich ein Finanzgenie bin.
Du? — das hätte ich nie gedacht.
Weil ich eine ſo vergnügte Haut bin, glaubſt du, ich
müſſe auch unſolide ſein? Nein, Suſannchen, ganz das
Gegenteil. Zum Heiraten langt meine Zulage natürlich
nicht, denn ein ſtandesgemäßer Haushalt iſt heutzutage
verflucht teuer.
Aber wenn du erſt hier in Altenwerder ſitzt —
Dann, meinſt du, kann es mit dem Heiraten
los=
gehen?
Ich glaube, es iſt Großvaters Wunſch.
Sieh einmal, das haſt du alſo doch gemerkt?
Wie ſollte ich nicht.
Dan euſtde woſt aus ſchor de an die ruit
ausgeſucht hat?
Friedrich Wilhelm blieb ſtehen und blickte ihr
plötz=
lich forſchend in die Augen.
Wie ſollte ich, kam es herb von ihren Lippen, doch
wandte ſie dabei ihre Augen haſtig von ihm ab und
ver=
folgte eine Entenmutter, die ihre Kleinen ängſtlich zu
ſich lockte. Ach, ſieh doch nur, Friedrich Wilhelm, die
herzigen Dinger!
Er folgte ihrem deutenden Finger. Wie keck ſie ſich
ſchon tragen und wie ſie ſich bemühen, mit der Alten
überzuſchwimmen.
Jetzt hatten ſie die ſcharfe Krümmung erreicht, die
der Fluß machte, und das Haus des Fiſchers lag vor
ihnen. Am Ufer bemerkten ſie mehrere Männer, die
eifrig bei den Netzen beſchäftigt waren.
Aha, da wird ein Fang verladen. Es ſcheint eine
reiche Beute zu ſein.
Der alte Andreas verſteht ſein Handwerk.
Das habe ich auch ſchon bemerkt. Er muß mich in
die Lehre nehmen, Biſt du ſchon einmal mit ihm
hinaus=
gefahren?
Nein.
Auch das haſt du nicht gedurft?
Nein, ich wurde von der Erzieherin auf Schritt und
Tritt begleitet. Die holte ſich ihre Inſtruktion bei den
Großeltern. Und als ich erwachſen war, übernahm ich
den Dienſt einer Geſellſchafterin bei Großmama, ich
pflegte ſie auch bei ihrer letzten Krankheit.
Liebe gab ſie dir nicht?
Nein, aber von dieſer abgeſehen, ſorgten die
Groß=
eltern für alles, was zu des Lebens Notdurft gehört.
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Nummer 154.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. Jnli 1912.
Seite 21.
Zweite Kammer der Stände.
32. Sitzung.
St. Darmſtadt, 2. Juli.
Am Regierungstiſche: Finanzminiſter Braun Exz.,
Miniſter des Innern von Hombergk zu Vach Exz.,
Miniſterialräte Geheimräte Dr. Becker, Dr. Beſt,
Süf=
fert Geh. Staatsrat Krug von Nidda.
Die Tribünen ſind überfüllt.
Präſident Köhler eröffnet die Sitzung um 10.15 Uhr
und heißt zunächſt die Abgeordneten zu der Sommertagung
herzlichſt willkommen. Er teilte dann mit, daß Se.
Ex=
zellenz der Herr
Staatsminiſter Ewald
in den letzten Tagen nicht unerheblich erkrankt iſt, ſich
jedoch heute wieder auf dem Wege der Beſſerung
be=
findet. In einem Schreiben ſpricht Se. Exzellenz ſein
Be=
dauern über das Mißgeſchick aus, durch dieſe Krankheit
verhindert zu ſein, an der bevorſtehenden Tagung
teilzu=
nehmen. M. H.! Auch wir teilen dieſes Bedauern auf
das lebhafteſte, daß es Sr. Exzellenz unmöglich iſt, in der
für das Staatsweſen ſo hochwichtigen Angelegenheit, wie
die Beamtenbeſoldung ſie darſtellt die Stellung der
Re=
gierung vertreten zu können. Ich darf wohl daran die
Hoffnung und den Wunſch knüpfen, daß Se. Exzellenz in
Kürze wieder geneſen möge. (Bravo.)
Der Präſident teilt weiter mit, daß am Freitag, den
12. Juli, im Verein mit der Regierung und der Erſten
Kammer ein Beſichtigungsausflug nach
Bin=
gen ſtattfinden ſoll.
Dann tritt das Haus in die Tagesordnung ein und
beginnt mit der Beratung der Regierungsvorlage über
die Dienſtbezüge der Staatsbeamten und
Volksſchullehrer und ihrer
Hinterblie=
benen, ſowie die Deckungsmittel,
beſonders der damit zuſammenhängenden Geſetzentwürfe,
die Abänderung des Geſetzes vom 21. Juli 1900 und vom
30. Oktober 1905 über die Witwen= und Waiſenkaſſe der
Volksſchullehrer betreffend, die Abänderung des Geſetzes
über den Urkundenſtempel vom 12. Auguſt 1899 in der
Faſſung der Bekanntmachung vom 24. März 1910 betreffend,
zur Aenderung des Geſetzes, die Erhebung von Zuſchlägen
zur Reichserbſchaftsſteuer vom 30. März 1907 betreffend,
die Erhöhung der Zivilliſte Seiner Königlichen Hoheit des
Großherzogs betreffend und Initiativantrag der
Abgeord=
neten Köhler, Korell=Angenrod, Dr. Schmitt und Genoſſen,
Entwurf eines Geſetzes über die Abänderung des Geſetzes,
die Beſoldungen der Staatsbeamten betreffend vom 9.
Juni 1898.
Zur Generaldebatte führt
Finanzminiſter Braun Exz.
aus:
Die Großh. Regierung begrüßt es aufrichtig, daß
Kam=
mer und Finanzausſchuß einmütig die Notwendigkeit einer
Aufbeſſerung der Bezüge der Beamten, Volksſchullehrer,
Staatsdienſtanwärter uſw. anerkannt haben. Die Großh.
Regierung ſtellt auch mit Genugtuung feſt, daß die
über=
wiegende Mehrheit der Mitglieder des Finanzausſchuſſes
die Vorſchlige der Regierung über eine ſolche Aufbeſerung
nicht für zu weitgehend hält, ſondern ihnen ſowohl
grund=
ſätzlich wie der Höhe nach zuſtimmt. Wenn ſich nun auch die
Anträge des Ausſchuſſes ſowohl bezüglich der
Geltungs=
dauer der Aufbeſſerungen wie auch in der Form von den
Regierungsvorlagen entfernen, ſo würde dies allein der
Regierung keinen Anlaß geben, den Anträgen nicht
zuzu=
ſtimmen. Sie geht dabei in formeller Hinſicht von
der auch durch den Wortlaut des Ausſchußberichts wohl
ge=
rechtfertigten Annahme aus, daß die vom Ausſchuß nicht
be=
ſonders behandelten Regierungsvorlagen durch den
Ent=
wurf in Anlage 3 zur Druckſache Nr. 195 als nicht
verab=
ſchiedet zu gelten haben. Der Entwurf in dieſer Druckſache
würde danach als Initiativantrag von Mitgliedern des
Finanzausſchuſſes zu betrachten und deshalb vor ſeiner
Be=
handlung im Plenum vom Finanzausſchuß ausdrücklich zu
genehmigen ſein. Mit Rückſicht auf Art. 91 der Verfaſſung
muß auf dieſe Feſtſtellung Wert gelegt werden.
Sachlich hat die Großh. Regierung in ihren
Vor=
lagen ſelbſt, wie auch in den Verhandlungen mit dem
Finanzausſchuß darüber keinen Zweifel gelaſſen, daß es ihr
die Rückſichten auf die Finanzen des Landes unter keinen
Umſtänden geſtatten, von dem Grundſatz „keine neue
dauernde Ausgabe ohne dauernde Deckung” abzugehen.
Alle beteiligten Faktoren ſind wohl darüber einig, daß die
für 1912 zu bewilligenden Aufbeſſerungen das Mindeſtmaß
deſſen darſtellen, was eine organiſche Neuregelung der
Be=
ſoldungsverhältniſſe uſw. der Staatskaſſe an dauernden
Mehrausgaben bringen wird. Die Beſchlüſſe des
Finanz=
ausſchuſſes zu den Deckungsvorlagen der Regierung
brin=
gen eine ſolche dauernde Deckung für die danach auch
für die folgenden Jahre mindeſtens zu erwartenden
Aus=
gaben nicht in vollem Umfang. Die Großh. Regierung
hatte ſich unter dem 8. Juni I. Js. im Ausſchuß damit
ein=
verſtanden erklärt, daß Deckung für die grundſätzlich nach
wie vor bedenkliche Erhöhung der Gehaltszulagen der
Volksſchullehrer auf 15 Prozent oder für die Entlaſtung der
Landgemeinden von dem ihnen angeſonnenen Beitrag zur
Aufbeſſerung der Lehrergehalte durch Verminderung des
Tilgungsſolls bei der Eiſenbahnſchuld gewonnen werde.
Nachdem angenommen werden mußte, daß der Erhöhung
der Zulagen für die Volksſchullehrer auf 15 Prozent
zuge=
ſtimmt werde, hatte ſich die Großh. Regierung unter dem
17. Juni I. Js. auch bereit erklärt, weitere rund 55000
Mark aus den laufenden Einnahmen von Bad Nauheim
flüſſig zu machen, um die weniger leiſtungsfähigen
Ge=
meinden von den Beiträgen zur Aufbeſſerung der
Lehrer=
gehalte zu entlaſten. Darüber hinausgehend ſchlägt indes
der Finanzausſchuß vor, ſowohl die Gehaltszulagen für
die Volksſchullehrer auf 15 Prozent zu erhöhen, wie auch
die Gemeinden von der Beitragspflicht zu den
Mehraus=
gaben für die Volksſchullehrer völlig zu befreien. Endlich
hat der Finanzausſchuß aber auch jedes Eingehen auf den
Geſetzentwurf über die Koſten der höheren Schulen zurzeit
abgelehnt, der dem Staat eine Mehreinnahme von 230000
Mark bringen ſollte. Für einen Teil der dadurch
entſtehenden Mehrausgaben und
Minder=
einnahmen — zu denen überdies demnächſt nicht
un=
erhebliche Aufwendungen für die von der Kammer ge=
wünſchte organiſche Neuordung der Beſoldungsverhält.
niſſe kommen — ſchlägt der Finanzausſchuß
eine dauernde Deckung überhaupt nicht vor.
Für den anderen Teil ſucht er ſie zu gewinnen durch eine
Verminderung des Tilgungsſatzes für die ſonſtige
Staats=
ſchuld. Die Großh. Regierung hält ſchon dieſe
Maß=
nahme zur Gewinnung von Mitteln für den vorliegenden
Zweck, zumal angeſichts der erheblichen ſonſtigen
Ab=
ſchwächungen, die der Entwurf eines Geſetzes über die
Tilgung der Staatsſchuld erfahren hat, für umſo weniger
angängig, als damit die Mehrausgaben noch weiterhin
auf ſchwankende Eiſenbahnüberſchüſſe aufgebaut würden
und überdies die vorgeſchlagene Tilgung hinter der in den
Jahren 1911 und 1912 erheblich zurückbleibt. Inſoweit
der Vorſchlag des Finanzausſchuſſes aber die
Staats=
kaſſe mit Ausgaben belaſtet, für die eine
dauernde Deckung überhaupt nicht
ſicher=
geſtellt iſt, muß ihn die Großh. Regierung aus
all=
gemeinen Finanz= und ſteuerpolitiſchen Rückſichten
unbe=
dingt ablehnen.
Die Großh. Regierung legt ſchon aus der letzten
Er=
wägung, ebenſo aber auch aus allgemeinen Gründen Wert
darauf, zunächſt die Deckungsvorſchläge beraten zu ſehen.
Sie hegt die Hoffnung, daß es dabei gelingen wird, für
die Vorſchläge des Finanzausſchuſſes, ſoweit ſie die
Re=
gierung billigen kann, die Mittel zu finden, die eine
dauernde Deckung gewährleiſten. Inſoweit dies nicht
möglich ſein ſollte, würde daraus die auch der Kammer
ſelbſt gewiß höchſt unerwünſchte Folge entſtehen, daß die
ſtaatlichen Ausgaben für die vorliegenden Zwecke bis zu
dem Betrage eingeſchränkt werden müßten, für den
dauernde Deckungsmittel verfügbar ſind. Die Großh.
Regierung glaubt jedoch zuverſichtlich erwarten zu dürfen,
daß es in gemeinſamer Arbeit gelingen wird, zu einer
Ver=
ſtändigung aller geſetzgebenden Faktoren zu kommen, die
den berechtigten Wünſchen der Beamten, Volksſchullehrer
uſw. wie auch den Anforderungen einer geſunden
Finanz=
politik in gleicher Weiſe gerecht wird.
Es entſpinnt ſich zunächſt eine teilweiſe ſehr erregte
Geſchäftsordnungsdebatte.
Abg. Dr. Schmitt hält es für notwendig, daß die
Fraktionen ſich zunächſt über die Rede und die darin zum
Ausdruck gekommene Regierungsſtellung beſprechen müſſen
und bittet um Unterbrechung der Sitzung.
Abg. Dr. Oſann ſtimmt dem zu, beſonders wegen der
dem Finanzausſchuß gemachten ſchweren Vorwürfe.
Abg. Brauer iſt durch die Regierungsantwort gar
nicht überraſcht, bittet nur, daß dieſe Erklärung die
aller=
letzte der Regierung ſein möge.
Finanzminiſter Braun Exz. meint, dieſer Wunſch
des Abg. Brauer wäre unnötig geweſen, wenn der
Finanz=
ausſchuß in ſeinem Ausſchußbericht die Stellung der
Re=
gierung klar dargelegt hätte.
Abg. Molthan weiſt dieſen Vorwurf zurück, der auf
die Regierung zurückfallen müſſe, da ſie den Ausſchuß in
der Erwartung ließ, daß eine Einigung zuſtande komme.
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. Juli 1912.
Nummer 154.
Fraktionsberatung eine halbe Stunde Pauſe zu
machen.
Nach Wiederaufnahme der Sitzung führt Abg. Dr.
Oſann aus: Für den Finanzausſchuß brachte der
Ge=
ſetzentwurf eine beſondere Schwierigkeit, weil er keine
ge=
ſchloſſene Einheit, ſondern eine Anzahl von
Geſetzent=
würfen brachte, die alle von einſchneidender Bedeutung in
wirtſchaftlicher und politiſcher Hinſicht waren. Die
Re=
gierung hatte an der Vorlage drei Jahre gearbeitet und
dem Ausſchuß wurde eine Friſt von drei Wochen zur
Be=
ratung der umfangreichen Arbeit gelaſſen. Der größte
Nachteil der Vorlage war, daß die Regierung wiederum
ein Proviſorium wollte und daß dieſes Proviſorium für
die definitive Regelung der Sache von größtem Nachteil
war. Im Hauſe wurde faſt einſtimmig betont, daß die
organiſche Beſoldungsordnung die Hauptſache ſei. Das
war aber nicht ein Wunſch der Kammer, ſondern des
gan=
zen Volkes und auch wohl der Regierung ſelbſt. Der
Staatsminiſter hat dann die Einbringung einer
organi=
ſchen Regelung bis zum Herbſt d. Js. zugeſagt. Darauf
mußte der Ausſchuß in ſeinen Beratungen Wert legen. Er
hat darum nicht nur daran gedacht, für das Proviſorium
von 1912 nach Deckung zu ſuchen, ſondern für die Dauer ſolche
zu finden getrachtet. Die Erhöhung der
Volksſchullehrer=
bezüge um 15 Prozent ſtatt 11 Prozent wurde vom ganzen
Hauſe, auch vom Bauernbund für nötig gehalten. Die
Re=
gierung hat auf dieſen Standpunkt der Kammer faſt keine
Rückſicht genommen. Wenn das richtig war, dann könne
die Kammer ja in Zukunft zu allem, was von der
Regier=
ung kommt, Ja und Amen ſagen. Wenn die Regierung
meint, daß die Deckungsmittel nicht vorhanden ſind, dann
hätte ſie ja die Konſequenz daraus ziehen und die
Beamten=
zulagen um den geſtrichenen Betrag von 230000 Mark
kürzen können. Das hat ſie aber nicht getan, und hat das
von ihr Geforderte als das Minimum bezeichnet, um das
Odium auf die Kammer abzuwälzen, wenn die Vorlage ſo
nicht zuſtande kommt. (Sehr richtig.) Dagegen muß
pro=
teſtiert werden. Die Verantwortung liegt allein bei der
Regierung, auch bezüglich der Deckungsmittel. Das
Merk=
würdigſte iſt, daß man jetzt auch aus Nauheim nochmals
50000 Mark herausziehen kann, trotzdem ſchon die erſten
Forderungen aus dieſen Ueberſchüſſen die größte
Schwierigkeiten machten. Die letzten Steuererhöhungen
haben über 2 Millionen aus dem Volke herausgezogen
Sie können doch nicht einfach im Etat verſchwinden, da
ſie Jahr für Jahr wiederkehren. Es müſſen alſo Mittel
vorhanden ſein und zwar nicht in einmaligen, ſondern in
dauernden Einnahmen. Sie müſſen vorhanden ſein aus
den Steuereinnahmen und auch aus den
Eiſenbahnein=
nahmen. Vor 2 Jahren wollte die Regierung mit aller
Gewalt eine Steuererhöhung von 30 Prozent durchdrücken.
Heute ſcheut ſie mit der Kammer vor einer Erhöhung um
5 Prozent zurück. Man darf das Odium der
Steuer=
erhöhung nicht allein auf die Beamten abwälzen. Die
Re=
gierung ſtellt einfach die Kammer vor die Frage: Wen
wollt ihr drücken, die Lehrer oder die Landgemeinden?
Das iſt ein bequemer, aber nicht angängiger Standpunkt.
Mit der Vorlage hängt doch eng zuſammen das
Schul=
dentilgungsgeſetz, das eine große Zahl
Mit=
glieder der Kammer und auch der Regierung für dringend
nötwendig hält. Die Regierung gibt aber durch ihre
Stellungnahme den Mitgliedern der Erſten Kammer, die
gegen die erhöhte Schuldentilgung ſind, eine willkommene
Handhabe, das Geſetz zu Fall zu bringen. Wenn die
Ar=
beit des Finanzausſchuſſes nun ſo kritiſiert wird, wie das
hier geſchehen iſt, ſo muß ich doch die Antwort darauf
geben, daß wir, mein Freund Heidenreich und ich, uns im
Finanzausſchuß davon überzeugt haben, daß die
Deckungs=
mittel vorhanden ſind. Wenn Ihnen dieſe nicht genügen,
(zu der Regierung), dann ſtellen Sie ſich hin und erklären
Sie es vor dem Lande und tragen Sie dann die
Verant=
wortung für den Fall der Vorlage. (Bravo!)
Geheimerat Dr. Becker: Ich will verſuchen, etwas
ruhiger und vor allen Dingen nüchterner verſuchen, die
Stellung der Regierung darzulegen und mit wenigen
großen aber zuverläſſigen Zahlen belegen. Der Abg. Dr.
Oſann bewegt ſich mehrfach in Widerſprüchen, beſonders
auch bezüglich der Deckungsfrage, zu der er einmal ſagt,
wir haben Deckung für 1912 und alles andere kümmert uns
nicht, und dann wieder betont, daß die Deckung hierfür
eine dauernde ſein muß. Das letztere iſt zweifellos
rich=
tig. Worum handelt es ſich bei dieſer Deckung? Strittig
ſind in erſter Linie die 188000 Mark, die Sie für die
Volksſchullehrer aufwenden wollen. Ferner 277000 Mark,
die die Landgemeinden übernehmen ſollten, das ſind
465000 Mark, dazu kommt der Betrag von 230000 Mark,
den das Geſetz betr. die Erhöhung des Zuſchuſſes der
Städte zu den höheren Schulen bringen ſollte. Das ſind
alſo im ganzen rund 700000 Mark, die heute zur Deckung
fehlen. Im Finanzausſchuß iſt einſtimmig erklärt worden,
was wir heute den Beamten als Proviſorium für 1912
geben, muß auch für die folgenden Jahre bewilligt
wer=
den, ganz gleich in welcher Form, alſo iſt dieſe Summe für
alle Zukunft notwendig, und die Deckung, die heute
ge=
ſchaffen werden ſoll, muß eine dauernde ſein. Die
Regier=
ung hat Ihnen mitgeteilt, daß ſie nach eingehender
Er=
wägung ſich damit einverſtanden erklären kann, die
Eiſen=
bahntilgungsquote herunter zu ſetzen. Das würde etwa
230000 Mark ausmachen. Dieſe ſollten verwendet werden
zur Deckung der Mehrausgaben und Mindereinnahmen,
über die der Finanzausſchuß allein beſchließen ſollte. Den
Vorwurf, daß die Regierung die Vorlage nur nach ihrem
Kopf behandeln will, muß ich alſo zurückweiſen. Loyaler
kann die Regierung doch nicht verfahren als wenn ſie ſagt,
zwei Dinge ſind möglich, beſchließen Sie, wie Sie wollen.
Daß Ihnen ſchließlich die Entſcheidung unangenehm iſt,
gebe ich zu, aber da war eben nichts anders zu machen.
In den Verhandlungen hat es ſich nur darum gedreht,
daß die minder leiſtungsfähigen Landgemeinden nicht
be=
laſtet würden mit den Lehrergehältern. Heute hat die
Regierung in ihrer zweiten Erklärung zum zweiten Male
nachgegeben. Sie iſt alſo nicht hartnäckig auf dem ſtehen
ge=
blieben, was ſie zuerſt wollte. Die Regierung hat damals
erklärt, daß ſie aus Bad=Nauheim 50—55000 Mark mehr
herausziehen könnte. Hat man ihr damals ſchon
Vor=
würfe über die erneute Nachgabe gemacht, ſo erhielt ſie
heute von Dr. Oſann die Quittung darüber. Es iſt
ein=
fach damit zu erklären, daß die Regierungskommiſſäre für
Bad Nauheim erklärt haben, bei der über Erwarten guten
Kur iſt der Mehrbetrag von 50000 Mark zu ermöglichen.
Jedenfalls bleiben immer ungedeckt 400000 Mark. Zu
dieſer Deckung will der Finanzausſchuß nun die
Eiſen=
bahnſchuldentilgungsquote noch mehr herabſetzen. Im
Ausſchuß ſelbſt hatte wohl niemand den Eindruck, daß
man dazu kommen wollte. Dadurch ſollen gewonnen
wer=
den 250—260000 Mark. Ich darf alſo konſtatieren, daß die
Beſoldungsaufbeſſerung zum erheblichen Teil
baſiert auf den Eiſenbahneinnahmen. Wer
gibt uns aber die Gewähr dafür, daß das ſo bleibt mit
den Ueberſchüſſen? Die Eiſenbahneinnahmen bewegen
ſich ſtets auf und ab. Wir haben bereits 3 günſtige Jahre
hinter uns, es ſind alſo bald weniger gute zu erwarten.
Wir machen die Reformen aber doch mindeſtens auf 10 bis
15 Jahre. Wenn man die Garantie geben könnte, daß die
Eiſenbahnüberſchüſſe ſo bleiben, ſo iſt die ganze Frage ja
gelöſt. Merkwürdig iſt auch die Frage des Abg. Dr.
Oſann, wo das Geld hingekommen iſt aus den
Steuer=
erhöhungen der Vorjahre. Das ſieht beinahe ſo aus, als
ſeien wir in der Nähe von Rußland zu Hauſe, oder als
ob der Finanzminiſter mit ſeinen Räten auf großen
Geld=
kiſten ſitzt. Wo die Gelder hingekommen ſind, das ſteht
doch genau in den Verhandlungen über die vorliegende
Vorlage. Ich empfehle Ihnen dringend das Studium,
Herr Dr. Oſann. Nach allen Vorſchlägen bleiben immer
noch 140000 Mark ungedeckt. Ich bitte Herrn Dr. Oſann,
uns nachzuweiſen, wo und wie wir dieſe Summe decken
ſollen. Es wird geſagt, daß von 1913 ab die ſtädtiſchen
Zuſchüſſe zu den höheren Schulen um 230000 Mark
er=
höht werden ſollen. Wer von Ihnen wird etwa die
Ga=
rantie übernehmen, daß der Geſetzentwurf in beiden
Kam=
mern durchgeht? Ich habe gewiß jedes Vertrauen zu jedem
einzelnen Mitglied diefes Hauſes. Wer aber könnte das
Vertrauen zum Plenum haben, daß das Geſetz
verab=
ſchiedet wird! Ein kleiner Beweis dafür, daß man dieſes
Vertrauen nicht ohne weiteres haben kann, iſt die
Steuer=
erhöhung. Faſt alle Mitglieder des Hauſes haben
ehedem erklärt, wenn’s ſein muß, wird ſie bewilligt. Auch
der Finanzausſchuß war von dieſer Steuerfreudigkeit
er=
füllt, bis ein Mitglied die Befürchtung ausſprach, daß
die Geduld der Steuerzahler vielleicht erſchöpft ſein könnte.
Dieſe eine Bemerkung hat genügt, daß kein Menſch nicht
nur mehr von einer Steuererhöhung etwas wiſſen wollte,
ſondern auch nie etwas davon gewußt haben wollte.
(Heiterkeit.) Nur der Abg. Ulrich hat nach wie vor für
eine Steuererhöhung geſchwärmt. (Hört, hört! Heiterkeit.)
Auch hier hat die Regierung aber den Weg gezeigt, wie
Sie zu einem Ergebnis kommen könnten, dadurch, daß das
Schuldentilgungsgeſetz erſt von 1913 ab Geltung haben
ſollte. Ich wiederhole, wenn Sie alle bereit ſind, das
Ge=
ſetz, den erhöhten Zuſchuß der Städte zu den höheren
Schulen betreffend, zu ſchaffen, dann machen Sie dieſes
Geſetz doch ſofort. Das kann ſchnell geſchehen. Der
Fi=
nanzausſchuß kann ſeinen Bericht in einer Stunde fertig
haben, in einer weiteren iſt er gedruckt und in einer
Vier=
telſtunde, wenn das noch nötig ſein ſollte, auch geleſen.
Dann können Sie das Geſetz fertig haben. (Heiterkeit.)
Ich wiederhole alſo, helfen Sie uns aus dem Mangel
der Deckung heraus, dann iſt die Sache leicht entſchieden.
In dieſem Sinne iſt die heutige Erklärung zu verſtehen.
Wir arbeiten ſeit Jahren daran den Finanzen des Landes
zur Geſundung zu verhelfen und ſind dieſer Geſundung
langſam näher gekommen. Sie dienen dieſem Beſtreben
nicht dadurch, daß Sie heute meinen, es müßte unter allen
Umſtänden ſo gemacht werden, wie der Finanzausſchuß
es vorſchlägt. Was ich geſagt habe, iſt nichts Neues, bis
auf das, was die höheren Schulen betrifft. Wir mußten
zuerſt annehmen, daß der Geſetzentwurf glatt läuft.
Plötz=
lich erſchien aber der Finanzausſchußbericht und auch dieſe
230000 Mark verſchwanden. Es iſt in den drei Wochen
der Beratung etwas zuſtande gekommen, was die
Regie=
rung zum großen Teil billigt. Wenn man nun noch drei
Tage zur Verfügung hat, kann bei gegenſeitigem guten
Willen noch etwas zuſtande kommen, das in
gemeinſchaft=
licher Arbeit ein Reſultat bringt. Die Forderung der
Regierung, zunächſt die Deckungsfrage zu beraten, war
doch gar nicht merkwürdig. Es iſt doch ganz natürlich,
daß erſt völlige Deckung geſchaffen ſein muß, ehe wir die
Erhöhungen der Bezüge eintreten laſſen. Die Rückſicht auf
die Geſundung unſerer Finanzen darf nie unbeachtet
blei=
ben. (Lebhafter Beifall.)
Ein Zwiſchenfall.
Präſident Köhler: Ich bedauere, feſtſtellen zu müſſen,
daß die Ausführungen des Vorredners zum Teil
in einem Ton vongetragen worden ſind,
den ich in Rückſicht auf die Würde und das
Anſehen des Hauſes nicht billigen kann.
(Lebhafte Unruhe. Vereinzelt Bravo.)
Geheimerat Dr. Becker: Ich muß nochmals feſtſtellen,
daß ich in meinen Ausführungen keinem
Abgeord=
neten zu nahe getreten bin und keinem zu nahe treten
wollte. Ich habe nur geſagt, daß ich nicht das Vertrauen
zum Plenum der Kammer habe, daß das Geſetz ſo
ſchnell und ſicher zuſtande kommen wird. Ich rufe das
ganze Haus zum Zeugen an dafür, daß ich mich bemüht
habe, möglichſt ruhig und ſachlich zu ſprechen. Ich will
dabei keinen Vergleich ziehen zwiſchen dem
Vorredner und mir, das ſteht mir nicht zu, aber ich
erkläre nochmals, ich habe niemand verletzt und wollte
nicht verletzen.
Finanzminiſter Braun Exz.: Ich möchte auch
mei=
nerſeits namens der Regierung durchaus
Ver=
wahrung dagegen einlegen, daß die
Lei=
tung dieſes Hauſes berechtigt iſt, die
Aus=
führungen eines Regierungsvertreterls
einer Kritik zu unterwerfen, wie es
ge=
ſchehen iſt. (Unruhe, Beifall.) Namentlich dann nicht,
wenn durch die Erklärung des Redners ſelbſt nochmals
zweifellos klargeſtellt iſt, welches ſeine Worte geweſen
ſind und wie ſie gemeint waren. (Unruhe und Beifall.)
Präſident Köhler: Was ich feſtgeſtellt habe, bezieht
ſich auf die Ausführungen bezüglich des Vertrauens, das
er in die Erledigung der Aufgaben des Hauſes ſetzt oder
nicht ſetzt, und darauf, daß er geſagt hat, die Mitglieder
des Hauſes leſen vielleicht die Berichte nicht. Ich nehme
für das Haus und für das Präſidium das Recht in
An=
ſpruch, die Würde des Hauſes zu wahren und bin auch der
Meinung, daß ich auch dann das Recht der Zurückweiſung
habe, wenn Vertreter der Regierung etwas ausſprechen,
was ich mit der Würde des Hauſes nicht vereinbar halte.
(Unruhe.)
Geheimerat Dr. Becker: Ich ſtehe ſeit 15 Jahren
an dieſem Platze und darf vorausſetzen, daß man mich im
Hauſe allgemein ſo kennt, daß man weiß, daß mir jede
Abſicht, zu beleidigen, fehlt. Es kann ſich alſo nur um
ein Mißverſtändnis handeln. Ich habe keinerlei Kritik
an der geſchäftlichen Erledigung der Vorlagen geübt,
noch üben wollen, ſondern ich habe nur geſagt, ich kann
nicht das Vertrauen in das Plenum ſetzen, daß es die
Vorlage zuſtimmend verabſchiedet. Ich habe nicht
geſagt, daß Mitglieder des Hauſes die Berichte nicht
leſen, obwohl auch das keine Beleidigung wäre, denn auch
wir können nicht jeden Bericht von A—Z durchleſen.
Präſident Köhler: Damit iſt der Zwiſchenfall
er=
ledigt.
Abg. Ulrich: Ich bin mit der Erledigung
einver=
ſtanden, doch möchte ich bemerken, daß der Präſident wohl
das Recht hat, auch ein Mitglied der Regierung zur
Ord=
nung zu rufen. Doch möchte ich ihm raten, nicht zu
empfindlich zu ſein. Wenn er aber empfindlich iſt,
ſollte er es auch ſein, wenn es ſich um ein Mitglied
die=
ſer Seite des Hauſes handelt, Mir gegenüber hat der
Herr Geheimerat Becker ſchon oft ſeinen ſüffiſanten Ton
angeſchlagen und der Herr Präſident hat noch niemals
ſich bewogen gefühlt, einzuſchreiten. Ich bin übrigens
nicht ſo empfindlich und muß geſtehen, daß ich oft meine
Freude empfunden habe über den Ton des Herrn
Ge=
heimerat Becker. (Zuſtimmung, Heiterkeit.)
Abg. Brauer (faſt unverſtändlich): Auch ich hätte
gewünſcht, daß der Abg. Oſann etwas weniger Pathos
gebraucht hätte als ruhige Sachlichkeit. Der Bauernbund
hat ſtets nur erklärt, wenn die Staatsbeamten 15 Prozent
Zulage erhalten, dieſe den Volksſchullehrern auch
zuge=
ſtanden werden muß. Dem Kollegen Oſann geht’s häufig
ſo, das Herz geht ihm über den Verſtand. (Große
Heiter=
keit.) Mit Worten kann man den Beamten nicht helfen,
man muß Mittel ſchaffen. Es handelt ſich um eine
dauernde Mehrbelaſtung von über drei Millionen Mark
pro Jahr. Als Deckung haben wir nur die Mehrerträge
aus der Erbſchaftsſteuer mit 140000 Mark,
Urkundenſtem=
pel mit 30000 Mark, Verſicherungsſtempel mit 30000 Mk.
und Bad Nauheim mit 50000 Mark, insgeſamt 250000
Mark. Das iſt alles. Alles andere ſoll aus den
Reſerve=
fonds, Erſparniſſen, Eiſenbahnüberſchüſſen uſw. gedeckt
werden. Wer es verantworten kann, ſchon jetzt eine
dauernde Mehrbelaſtung von 2600000 Mark zu ſchaffen,
den kann ich nicht als Finanzpolitiker anerkennen. Es iſt
auch falſch, wenn man der Regierung den Vorwurf macht,
daß ſie den Ausſchuß über ihre Stellung im unklaren läßt.
Die heutige Erklärung der Regierung iſt durchaus zu
be=
grüßen. Wir ſehen nun wenigſtens klar und wiſſen,
woran wir ſind. Redner gibt zum Schluſſe eine längere
Erklärung ab, die die Stellungnahme ſeiner Partei
klar=
legen ſoll. Sie blieb aber auf der Journaliſtentribüne
unverſtändlich. Nicht zuſtimmen können wir der Frage
des Wohnungsgeldzuſchuſſes an die Lehrer und der
un=
gleichen Behandlung der verheirateten und
unverheirate=
ten Beamten. Wir ſtehen auf dem Standpunkt, überhaapt
kein Wohnungsgeld zu geben.
Präſident Köhler macht dann Mitteilung von einem
Initiativantrag von 10 Mitgliedern, der die
Vor=
lage eines Geſetzentwurfes wünſcht, wie
er im Ausſchußbericht (195 Seite 8—9)
vorge=
ſchlagen wird.
Abg. Molthan verbreitet ſich zunächſt nochmals
über die geſchichtliche Entwickelung der Vorlage. Die
Vor=
ſchläge des Finanzausſchuſſes beruhten auf einem
Kom=
promiß ſämtlicher Fraktionsvertreter, auch der
Sozial=
demokraten. Auf die Erklärung der Regierung, die die
Vorſchläge des Finanzausſchuſſes ablehnt, habe ich
namens meiner politiſchen Freunde zu erklären, daß wir
an dieſen Vorſchlägen feſthalten und dem bekannten
Ini=
tiativantrage zuſtimmen werden. Wir ſind weiter damit
einverſtanden, daß auch die Erhöhung der Zivilliſte mit
der Erhöhung der Bezüge der Hofbeamten und Hofmuſiker
proviſoriſch für ein Jahr bewilligt wird und daß die
Hof=
jagden durch den Großherzog weiter verpachtet werden.
Der Aeußerung des Regierungsvertreters, daß eine
Zeit=
lang eine Steuererhöhungsſchwärmerei geherrſcht habe,
müſſen wir widerſprechen. Wir ſtehen nach wie vor auf
dem Standpunkt, daß die Steuererhöhung möglichſt lange
fern zu halten iſt und daß ein Zuſtandekommen der
Vor=
lage nur zu ermöglichen iſt, wenn alle Parteien nachgeben.
Darauf ſchließt die Sitzung. — Nächſte Sitzung
Mittwoch 9 Uhr.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
3 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
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ſchlägerſtr. 3, eine T. Babette Dorothea. Am 24.: dem
Bau=Ingenieur Karl Kraft, Hoffmannſtr. 5½, eine T.
Marie. Am 26.: dem Kaufmann Richard Ferdinand Albert
Rommel, Lucasweg 13, ein S. Friedrich Heinrich Richard.
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. Juli 1912.
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14 Feldbergſtraße 69
Dienstag,
15 Groß=Zimmern
Nach dem 9. Juli abgelieferte Marken können dieſes Jahr
nicht mehr mitverrechnet werden. Nicht verrechnete Marken werden
im folgenden Jahre gutgeſchrieben, ſo daß jeder Verluſt
ausge=
ſchloſſen iſt.
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[ ← ][ ]Seite 24.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 3. Juli 1912.
Nummer 154.
Der diesjährige
Saison-Ausverkauf
beginnt Montag, den 1. Juli.
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P. P.
Hierdurch beehre ich mich, die ergebene Mitteilung zu machen, daß ich
das seither in der Rheinstraße 17, Ecke Grafenstraße unter der
Firma A. & L. Kling geführte Spenglerei- und Installationsgeschäft nach Austritt des
Herrn A. Kling ab 1. Juli 1. J. in denselben Geschäftslokalitäten unter der
handelsgerichtlich eingetragenen Firma
Ludwig Kling & Co.
Installationsgeschäft und Bauspenglerei
weiterführen werde.
Für das mir bisher entgegengebrachte Wohlwollen sage ich meinen
verbind-
lichsten Dank und bitte höflichst, dasselbe auch auf die neue Firma übertragen zu
wollen.
Hochachtungsvollst
Ludwig Kling, Installationsgeschäft und Bauspenglerei
Großh. Hess. Hoflieferant.
Höflichst Bezug nehmend auf Vorstehendes gestatten wir uns zu erwähnen,
daß wir in unser Geschäft tüchtige, erfahrene Fachmänner aufgenommen haben, die
mit allen vorkommenden Installations- und Spenglerarbeiten vollständig vertraut sind.
Das seitherige Personal ist in unsere Firma eingetreten. Unsere Werkstätte wurde
mit den neuesten maschinellen Einrichtungen versehen und vollständig neu ausgestattet.
Auch unser Musterlager ist mit allen einschlägigen Artikeln reichlich assortiert und
unterhalten wir insbesondere ein großes Lager in
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Wandbecken u. Waschtischen, Klosets u. Toilettenartikeln
Beleuchtungsgegenständen für Gas u. elektrisches Licht
Petroleum u. Kerzen, sowie sämtl. Ersatzteile hierzu.
Indem wir die höfliche Bitte aussprechen, uns mit Ihren geschätzten Aufträgen
bei eintretendem Bedarf gefälligst beehren zu wollen, sichern wir im voraus prompte
und aufmerksame Bedienung zu und empfehlen uns
mit Hochachtung
Ludwig Kling & Co., Installationsgeschäft und Bauspenglerei
Rheinstraße 17, Ecke Grafenstraße — Telephonruf 636. (14146a
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Inhaber Adam Ober, Grossh. Hess. Hoflieferant
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Den titl. Behörden, meiner werten Kundschaft, den Einwohnern Darmstadts,
sowie allen Geschäftsfreunden zur gefl. Benachrichtigung, dass der unter der Firma
L. Lange, elektrotechn. Institut
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geführte Geschäftsbetrieb in der seitherigen Weise und in ganzem Umfange weiter
geführt wird.
Die kaufmännische und technische Leitung ruht in langjährig bewährten
Händen und wird es auch zukünftig mein Bestreben sein, mir alle Neuerungen
dienstbar zu machen, um meinen grossen Kundenkreis zufrieden stellen zu können.
Firma L. Lange
elektrotechnisches Institut, Hoflieferant.
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